Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertell. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Ber
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer iſt am Montag nachmittag auf dem
feſt=
lich geſchmückten Bahnhof in Trachenberg
einge=
troffen, woſelbſt er vom Fürſten v. Hatzfeldt, dem
Land=
rat von Grolman=Militzſch und dem Bürgermeiſter von
Trachenberg empfangen wurde.
Geſtern fand in Kiel der Stapellauf des kleinen
Kreuzers „Erſatz Geyer” ſtatt. Das Schiff wurde
auf den Namen „Roſtock” getauft.
Kaiſer Franz Joſef empfing am Montag in Peſt
den Präſidenten der bulgariſchen Sobranje, Danew,
in Audienz. Hierauf begab ſich Danew zum
Thron=
folger und konferierte ſpäter mit dem Grafen Verchtold.
Von autoritativer Seite wird bekannt gegeben, die
eng=
liſche Regierung beſchloß, nicht
zurückzu=
treten.
Der ſpaniſche Miniſterpräſident Canalejas iſt
geſtern ermordet worden.
Wie verlautet, wurde ſeitens Chinas beſchloſſen, das
Gruſſiſch=mongoliſche Abkommen nicht
an=
zuerkennen und die Rückkehr der Chalcha=Mongolen
unter die chineſiſche Herrſchaft mit Waffengewalt
zu erzwingen.
In der Nähe der Station Liptſcheny an der ruſſiſchen
Südweſtbahn entgleiſte ein Perſonenzug.
Fünf Wagen wurden zertrümmert. 30 Perſonen
wurden verlest.
Bei Yazoo an der Miſſiſſippitalbahn ſtießen ein
Güter=
zu g und ein mit Ausflüglern beſetzter
Perſonen=
zug zuſammen. 30 Perſonen wurden
ge=
tötet, über 50 wurden verletzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Oeſterreich=Ungarn vor der Entſcheidung.
*⁎* Die außerordentlichen Ereigniſſe in Peſt,
wo bekanntlich in dieſer Zeit Kaiſer Franz Joſef reſidiert
und wo um den Monarchen der Thronfolger, die Miniſter
und die oberſten Militärchargen zur Beratung verſammelt
ſind, haben die Aufmerkſamkeit Europas auf ſich gelenkt,
und man vermutet wohl nicht mit Unrecht, daß in der
ungariſchen Hauptſtadt die Entſcheidung über die
Hal=
tung der Doppelmonarchie in der Balkanfrage fallen
werde, oder auch ſchon in dieſem Augenblick gefallen iſt.
Es handelt ſich freilich weniger um die Balkanfrage im
allgemeinen als um die Anſprüche Serbiens auf einen
Hafen am Adriatiſchen Meere. Oeſterreich=Ungarn, das
ſich ſchweren Herzens in die Notwendigkeit des Aufgebens
des Statusquo am Balkan gefügt hat und den Siegern
angemeſſene territoriale Entſchädigungen nicht
vorent=
halten will, ſträubt ſich entſchieden gegen eine Aufteilung
Albaniens, ſowie namentlich gegen eine Feſtſetzung
Ser=
biens am Adriatiſchen Meere durch Beſitzergreifung
Du=
razzas oder eines anderen Hafens. Oeſterreich=Ungarn
hat, ebenſo wie auch Italien, manche gewichtige Gründe,
ſich einer Etablierung Serbiens an der Adria zu
wider=
ſetzen, denn einmal wären ſeine wirtſchaftlichen
Inter=
eſſen in hohem Grade gefährdet, und dann kann es ihm
wahrlich nicht gleichgültig ſein, wer am linken Ufer der
Adria, die den einzigen Ausgang der öſterreichiſch=
un=
gariſchen Flotte ins Weltmeer, bildet, herrſcht. Die
Hal=
tung der Doppelmonarchie iſt alſo wohl zu verſtehen.
Serbien hat die Mahnung Oeſterreichs, bei ſeinen
territorialen Anſprüchen Albanien aus dem Spiele zu
laſ=
ſen und jedenfalls vor der Adria Halt zu machen, keiner
Berückſichtigung gewürdigt und ſteht im Begriff, bis zur
Küſte vorzudringen. Es nimmt anſcheinend die
Drohun=
gen der Wiener bezw. Peſter Regierung nicht ernſt und
verläßt ſich darauf, daß letztere ſchon in manchen Fällen
zurückgewichen iſt und nachgegeben hat, daß ſie zum
Bei=
ſpiel auch die Beſetzung des Sandſchaks nicht dulden
wollte, aber ſchließlich doch nicht dagegen eingeſchritten
iſt. Daß Oeſterreich=Ungarn ſeine Friedensliebe nicht
un=
ter allen Umſtänden und nicht etwaigen maßloſen
ſerbi=
ſchen Anſprüchen gegenüber aufrecht erhalten kann, ſcheint
man in Belgrad nicht zu bedenken, und man marſchiert,
unbekümmert um die Folgen, im Siegestaumel darauf
los. Dieſer Taumel birgt ſchwere Gefahren in ſich, er
trübt die Fähigkeit, Selbſterkenntnis zu üben und die
Lage richtig zu beurteilen, wie ja die Haltung Serbiens
beweiſt.
Es kann nicht beſtritten werden, daß der
Balkan=
konflikt an einem ſehr bedrohlichen
Wendepunkt angekommen iſt. Die
Anweſen=
heit des bulgariſchen Sobranjepräſidenten, des früheren
Miniſterpräſidenten Danew, in Peſt und ſeine
Konferen=
zen mit den leitenden Kreiſen zeigen, daß Bulgarien mit
Oeſterreich=Ungarn in Fühlung bleiben will, und man
vermutet, daß Danew auch in der ſerbiſchen Frage
ver=
mittelt. Dieſer Umſtand läßt noch einige Hoffnung auf
eine friedliche Verſtändigung gerechtfertigt erſcheinen, und
es ſind denn auch bereits diesbezügliche Aktionen im
Gange. Man wird ſicherlich geneigt ſein, die ſerbiſchen
Wünſche nach Möglichkeit zu erfüllen und dem Balkanſtaat
für ſeinen Handel eine Verbindung mit dem Meere zu
ſichern, etwa in Geſtalt eines Schienenweges zu einem
Adriahafen, aber einen ſolchen ſelbſt im Beſitze Serbiens
kann Oeſterreich nicht dulden. Im ſerbiſchen Intereſſe
liegt es, mit ſeinen Forderungen Maß zu halten und ſich
das Wohlwollen Europas nicht zu verderben, auf deſſen
Unterſtützung es angewieſen iſt, wenn es nach Beendigung
des Krieges den vielen Kulturaufgaben, die ſeiner mit
der Gebietsvergrößerung harren, gerecht werden will.
Eine hochſtehende diplomatiſche Perſönlichkeit gab
über den öſterreichiſchen Standpunkt, der mit
dem der übrigen Dreibundmächte bis ins
ein=
zelne übexeinſtimme dem Peſter Korreſpondenten des
Neuen Wiener Tageblatts folgende Auftlärung:
Oeſter=
reich=Ungarn verpflichtet ſich, keinerlei territorialen
An=
ſprüche auf dem Balkan zu ſtellen. Oeſterreich=Ungarn
und der Dreibund fordern die ſtaatliche freie
Organiſa=
tion Albaniens, eventuell als unabhängiges Fürſtentum,
Oeſterreich=Ungarn und der Dreibund fordern
Aufklärun=
gen über die Beſtrebungen Serbiens betreffs
einer Hafenerwerbung an der Adriaküſte. Der Dreibund
wird mit dieſer Frage gleichzeitig ein fait accompli
akzeptieren. Oeſterreich=Ungarn fordert auch die Schaffung
eines klaren und unzweideutigen Verhältniſſes zwiſchen
Serbien und der Monarchie Oeſterreich=Ungarn werde mit
dem vollen Gewicht einer Großmacht aufſtreten und
etwaige ſerbiſche Abſichten, die Löſung dieſer Frage auf
die lange Bank zu ſchieben, von vornherein vereiteln.
Das Wiener Fremdenblatt ſchreibt: Oeſterreich=
Ungarn hat ſeit dem Ausbruch des Krieges ſeine
Sympathien für die Balkanſtaaten bewieſen. Kein
Zwei=
fel konnte über die Stellung Oeſterreich=Ungarns mehr Platz
greifen. Oeſterreich=Ungarn erkennt im vollſten Maße die
politiſche und wirtſchaftliche Selbſtändigkeit der
Balkan=
ſtaaten an und findet es auch begreiflich, daß Serbien
beſtrebt iſt, einen Hafen für ſeinen Export zu gewinnen,
mit der einzigen Beſchränkung, daß dieſer Hafen nicht an
der Adria liege. Oeſterreich=Ungarn hat bewieſen, daß es
die wohlwollendſten Intentionen gegenüber den
Balkan=
ſtaaten hegt, und daß ſein Entgegenkommen nur dort
ſeine unerläßlichſte Grenze findet, wo das öſterreichiſche
Intereſſe beginnt. Wenn trotz dieſer unwiderleglichen
Tatſache ein Teil der ruſſiſchen und ſerbiſchen Preſſe
fort=
fährt, Oeſterreich=Ungarn als Friedensſtörer hinzuſtellen
und es der Gehäſſigkeit gegen die Balkanſtaaten zu zeihen,
ſo muß dieſe grundfalſche Auffaſſung darauf zurückgeführt
werden, daß die Ereigniſſe dieſe publiziſtiſchen Organe
von einem ruhigen objektiven Urteil abgehalten haben.
Es iſt zu hoffen und zu erwarten, daß die Befangenheit
der Geiſter einer gerechten Beurteilung weichen wird.
Denn es wird wohl allgemein anerkannt daß
Oeſter=
reich=Ungarn ſich der äußerſten
Zurück=
haltung befliſſen hat und daß die Monarchie von dem
einzig richtigen Grundſatz in der Politik, fremde Rechte zu
achten und eigene nicht mißachten, nicht abgewichen iſt.
Dem Berliner Lokalanzeiger wird aus Belgrad
gemeldet: Aus zuverläſſiger Quelle verlautet, der
öſter=
reichiſche Geſandte v. Ugron habe dem
Miniſterpräſi=
denten Pafitſch beiont, Deſterreich werde auf
leinen Fall den ſerbiſchen Wünſchen nach einem
Adriahafen nachgeben. Auch wünſche Oeſterreich
weit=
gehende handelspolitiſche Vergünſtigungen und
außer=
ordentliche Garantien betreffs der öſterreichiſchen
Aus=
fuhr nach Saloniki. Der Miniſterpräſident war nicht in
der Lage, zu antworten bevor er dem Miniſterium
Vor=
trag gehalten und die Einwilligung des Königs erlangt
habe. Auch müßten die anderen Balkanſtaaten
zuſtim=
men. Paſitſch reiſte ſofort nach Uesküb ab.
Die Tribuna ſchreibt in einem Leitartikel aus Rom,
12. November: Europa, das auf dem Balkan das Prinzip
der Nationalität anwende, habe ein volles Recht darauf.
dieſes Prinzip auch auf Albanien, das für die Autonomie
einen langen Kampf gegen die Türkei geführt und jetzt
dem ſiegreichen Ballanbund den Weg gebnet hat,
anzu=
wenden. Was den von Serbien verlangten
Adrig=
hafen anlange, ſo ſei nicht einzuſehen, weshalb Serbien.
wenn es ſich nur von Handelsintereſſen leiten laſſe, auf
Durazzo beſtehe, deſſen Beſitznahme die Zerſtückelung und
Okkupation Albaniens bedeuten würde, anſtatt ſich mit
einem montenegriniſchen Freihafen oder einem Zugang
zum Aegäiſchen Meer zu begnügen. Hinſichtlich der von
Oeſterreich=Ungarn betonten kommerziellen und
wirtſchaftlichen Intereſſen glaubt die Tribung nicht, daß
Oeſterreich=Ungarn zu ungunſten anderer Nationen von
Serbien beſondere Privilegien verlangen wolle. Das
Blatt meint, daß Oeſterreich nur die. Aufrechterhaltung
des Durchgangsrechts nach dem Aegäiſchen Meer durch
die neuen Gebiete der Balkanverbündeten anſtrebe. Die
Tribuna ſpricht ſchließlich die Hoffnung aus, daß alle
Schwierigkeiten durch die politiſche Klugheit der
Groß=
mächte und durch die Mäßigung der kleineren ſich
beſei=
tigen laſſen würden.
* Das Berliner Tageblatt meldet aus Petersburg:
Ruſſiſche diplomatiſche Kreiſe ſind voll Beſorgnis,
Ser=
bien werde unter keinen Umſtänden nach geben, da
die Balkanſtaaten alle territorialen Anſprüche jedes
ein=
zelnen durch Solidarſchaffung vor dem Kriege ſicher
geſtellt hätten. Serbien ſei von Bulgarien, Griechenland
und Montenegro der Ausgang zur Adria garantiert
wor=
den, nachdem es auf einen Hafen im Aegäiſchen Meer
ver=
zichtet hätte. Saſonow ſolle beim letzten
diplomati=
ſchen Empfang dem öſterreichiſchen Botſchafter
erklärt haben, daß Rußland den ſerbiſchen Wünſchen
be=
treffs Albanien voll zuſtimme. Frankreich und England
ſtimmten mit Rußland überein. Man hoffe Serbien wie
Oeſterreich=Ungarn zu gegenſeitigem Nachgeben zu
bringen.
Von der Pariſer Preſſe wird die
öſterrei=
chiſch=ſerbiſche Streitfrage in etwas
hoff=
nungsvollerer Weiſe erörtert. Der Figaro meint, daß
die Peſter Reiſe des Präſidenten der Sobranje, Danew,
eher ein beruhigendes Symptom darſtelle. Es ſcheine,
daß die öſterreichiſche Regierung nicht den Wunſch habe,
die Ereigniſſe zu überſtürzen. Wenn man ſich auf beiden
Seiten die erforderliche Zeit zur Ueberlegung gewähre,
dann werde es möglich ſein, die einander
gegenüberſtehen=
den Intereſſen auszugleichen. Wenn das ſo mächtige
Oeſterreich einige Zugeſtändniſſe mache, dann liege es
auf der Hand, daß auch Serbien ſeine Prätentionen auf
Albanien werde aufgeben müſſen. Sollte es aber ſeine
unvernünftigen Träume aufrecht erhalten wollen, ſo
würde es nicht nur auf das Veto Oeſterreichs ſtoßen, es
würde auch anderwärts die ihm bisher bewieſenen
Sym=
pathien verlieren. Der Radical ſchreibt, es wäre zugleich
grotesk und entſetzlich, wenn die Frage eines ſerbiſchen
Hafens einen europäiſchen Krieg entfeſſeln ſollte. Die
Petite République ſagt, es wäre ungeheuerlich, wenn wegen
der Frage, ob Serbien einen Hafen am Adriatiſchen Meer
haben werde oder nicht, der europäiſche Friede geſtört
werden ſollte.
Aus London, 11. November wird gemeldet: Die
Weſtminſter Gazette ſchreibt: Wir wünſchen die Bedeutung
der öſterreichiſch=ferbiſchen Frage nicht zu
verkleinern, aber die Idee, daß Oeſterreich Rußland
des=
wegen in einen Konflikt ſtürzen und andere Mitglieder
des Dreibundes nach ſich ziehen würde erſcheint uns
lächerlich. Oeſterreich verhielt ſich bisher vollkommen
korrekt und geduldig, aber die albaneſiſche Frage iſt ſo
wichtig für Oeſterreich und Italien, daß wir füglich nicht.
erwarten können, daß ſie den ſerbiſchen Standpunkt als
Definitivum betrachten. Es iſt von Bedeutung für ganz
Europa, daß, wenn dieſer Kampf vorüber iſt, Albanien
nicht anſtelle Mazedoniens das T der prientaliſchen
Gleichung wird.
Nach einer Meldung des ungariſchen Korreſpondenz=
Bureaus war der Zweck der Reiſe des
Präſiden=
ten der Sobranje, Danew, nach Peſt, wo er vom
Kaiſer und dem Thronfolger empfangen wurde und mit
dem Grafen Berchtold, konferierte, hauptſächlich der, über
die Auffaſſung der maßgebenden Kreiſe in der
Mon=
archie angeſichts der durch die Erfolge des Balkanbundes
geſchaffenen Situation die Orientierung zu gewinnen.
Der Peſter Lloyd teilt mit, daß in der Unterredung mit
dem Grafen Berchtold alle auf der Tagesordnung
ſtehen=
den wichtigen Fragen erörtert worden ſeien. Die Miſſion
zeige, daß Bulgarien aufrichtig beſtrebt ſei, alle
be=
ſtehenden Streitfragen im Einvernehmen mit
Oeſterreich=Ungarn und mit Berückſichtigung der
Intereſſen der öſterreichiſch=ungariſchen Monarchie
auszu=
tragen. Unmitelbar nach Bendigung des Krieges mit
der Türkei werde der Beſitzſtand der kriegführenden
Mächte einer entſprechenden Korrektur unterzogen werden
müſſen; deshalb ſei es belanglos, was augenblicklich jeder
kriegführende Teil von ſeiner Macht halte. Bulgarien
ſcheine ein autonomes Albanien zu wünſchen
und fordere nur, daß in das autonome Albanien nicht
ſolche Gebietsteile einverleibt würden, die überwiegend
Bulgaren bewohnen.
Die Niederlage der engliſchen Regierung.
* Das Amendement, das der engliſchen Regierung
ihre Niederlage im Unterhauſe eintrug, war
von dem Unioniſten Sir Frederick Banbury beantragt
worden. Es ſetzte feſt, daß die unter den Verordnungen
der Homerulebill von dem engliſchen Schatzamt
jähr=
lich zu zahlende Summe 2500 000 Pfund nicht überſteigen
ſollte. Die Regierung maß dieſem Amendement wenig=
Gewicht bei. Generalpoſtmeiſter Samuel ſprach
ſichtge=
gen den Antrag aus und bezeichnete ihn als
unzwieck=
mäßig. Die Liberalen hatten nicht vermutet, daßedie
Oppoſition einen plötzlichen Angriff geplanthatteas
Haus war bei Eröffnung der Montagsſitzungege
wöhnlich, nicht ſtark beſetzt, doch war die
Oppoſitionmach=
mittags in ihrer ganzen Stärke zur Stelle,Nach urzen
Debatte ſchritt man zur AbſtimmungGleiche
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
noch ehe die Stimmenzahl bekannt gegeben worden war,
wußte man, daß die Regierung eine Niederlage erlitten
hatte. Laute Jubelrufe tönten aus dem
Abſtimmungs=
ſaal, in dem die Unioniſten ihre Stimmen abgaben. Als
Banbury wieder den Saal betrat und aus den Händen
des Clerks die Liſte mit der Stimmenzahl empfing, was
bedeutete, daß ſein Amendement durchgegangen ſei,
bra=
chen die Mitglieder der Oppoſition in eine
Demonſtration und wildeſten Enthuſiasmus
aus. Sie ſprangen auf, ergingen ſich in toſenden Beifall
und warfen ihre Hüte in die Luft. Es verging einige
Zeit, bis das ziffernmäßige Reſultat der Abſtimmung
bekannt gegeben wurde. Dies ließ den Enthuſiasmus
der Oppoſition noch einmal ausbrechen. Bonar Law
er=
hob ſich und gab dem Siegesgeſchrei der Oppoſition die
Direktive. Miniſterpräſident Asquith, der nicht zugegen
war, wurde ſofort herbeigerufen. Nach einer Konferenz
mit dem Haupteinpeitſcher beantragte er die Vertagung
der Debatte. Dies Anzeichen des Dilemmas, in dem ſich
die Regierung befand, verurſachte einen neuen Ausbruch
des Jubelrufs von ſeiten der Oppoſitionsmitglieder. Als
Asquith das Haus verließ, ſchrien ſie ihm zu: Leben
Sie wohl! Das Land wartet auf Sie! Sie werden
nie=
mals zurückkehren! Der Antrag der Vertagung wurde
angenommen und das Haus ging auseinander.
Sofort nach der Vertagung wurde eine
Ka=
binettsſitzung einberufen, um die neu geſchaffene
Situation zu erwägen. Die Niederlage der Regierung
veranlaßt große Schwierigkeiten techniſcher Natur, da das
Amendement die Wirkung haben kann, daß die
finanziel=
len Beſtimmungen der Homerulebill ernſtlich geſtört
werden, und da mancherlei Hinderniſſe einem Widerruf
des Beſchluſſes durch das Haus im Wege ſtehen. In einer
am Dienstag abend veröffentlichten offiziellen
Kund=
gebung erklärt die Regierung, daß ſie die
Abſtim=
mung nicht als eine ſolche anſehe, welche eine
Aende=
rung ihres Programms herbeizuführen
geeig=
net ſei. Inſoweit als die Abſtimmung den am letzten
Donnerstag in der Kommiſſion mit einer Majorität von
121 Stimmen angenommenen Beſchluß umſtoße, werde
die Regierung Schritte tun, um die wirkliche Meinung des
Hauſes zu erfahren. Die Kundgebung erinnert daran,
daß Asquith in einer am 5. Oktober in Ladybank
gehal=
tenen Rede erlkärte, er würde ſich ebenfalls nicht durch
derartige unerwartete Unterhausabſtimmungen
beein=
fluſſen laſſen.
Daily Chronicle bemerkt zu der Abſtimmung
im Unterhaus: Keine Regierung, die eine ſubſtantielle
Mehrheit beſitzt, braucht ſolche Ueberraſchungen übermäßig
ernſt zu nehmen. Wenn ſie gedrängt wird, das Urteil des
Hauſes anzurufen, ſo iſt die Antwort des Hauſes einfach.
Sie kann ein Vertrauensvotum verlangen, wenn es dann
günſtig ausfällt, wie es in dieſem Fall mit einer
Majori=
tät von drei Ziffern geſchehen iſt, ſo iſt der Zwiſchenfall
abgeſchloſſen. Daily News ſagt: Die Regierung nimmt
eine ſo ſtarke Stellung ein, daß ſie ein ſolches Vorkommnis
ohne Verluſt des Preſtiges ignorieren kann, ſie könnte
es aber ein zweitesmal nicht ohne Verluſt unternehmen
und es iſt zweifelhaft, ob ſie eine zweite Niederlage
er=
tragen hätte, ohne zurücktreten zu müſſen. — Von den
unioniſtiſchen Blättern fordert der Standard den Rücktritt
des Kabinetts, die übrigen halten einen Rücktritt
ange=
ſichts der internationalen Lage nicht für angezeigt,
er=
blicken jedoch in der Abſtimmung den Anfang vom Ende
der liberalen Regierung.
Deutſches Reich.
Arbeitswilligengeſetz und
Handels=
kammern. Vor einiger Zeit hatte der Deutſche
Han=
delstag bei den ihm angeſchloſſenen Handelskammern
eine Umfrage veranſtaltet, um den Standpunkt dieſer
Kör=
perſchaften in der Frage des Arbeitswilligenſchutzes zu
ermitteln. Wie die Arbeitgeber=Zeitung mitteilt, haben
ſich neuerdings noch 26 weitere Handelskammern geäußert.
Nur vier Kammern, und zwar die von Berlin, Darmſtadt,
Poſen und Regensburg, haben die beſtehenden
Geſetzes=
beſtimmungen als ausreichend erachtet, jedoch eine
ſchär=
fere Anwendung dieſer Beſtimmungen gefordert.
Sämt=
liche übrigen Handelskammern halten eine weſentliche
Verſchärfung und Ausdehnung der heutigen
Strafbeſtim=
mungen für dringend erforderlich.
— Glückwunſch=Telegramm.
Staatsſekre=
tär Tirpitz ſandte an den italieniſchen Marineminiſter
Catholica anläßlich der Flottenparade, die zur Feier des
Friedensſchluſſes in Neapel abgehalten wurde, ein
herz=
liches Glückwunſch=Telegramm, das ebenſo freundſchaftlich
beantwortet wurde, wobei der italieniſche Marineminiſter
auf die Kameradſchaftlichkeit hinwies, die beide Marinen
vereine.
Die deutſche Sprache auf Samoa. Der
neue Gouverneur von Samoa, Dr. Schultz, hat, wie der
Rhein.=Weſtf. Ztg. mitgeteilt wird, in einem Erlaß erklärt,
daß er nur ſolche Anſiedler des Gouvernementsrats
be=
ſtätige, welche der deutſchen Sprache durchaus mächtig
ſind. Bisher war es üblich geweſen, daß die
Verhand=
lungen des Gouvernementsrats zweiſprachig geführt
wurden, zunächſt in Deutſch, und dann wurde vom
Ver=
handlungsleiter der Inhalt der Ausführungen ins
Eng=
liſche überſetzt. Bei den Ausführungen eines Engländers
wurde umgekehrt verfahren, häufig jedoch auch die
Ueber=
ſetzung unterlaſſen, da bekanntlich der Deutſche im
Aus=
land und in unſeren Kolonien die engliſche Sprache
we=
nigſtens ſo weit zu beherrſchen pflegt, daß er einer
eng=
liſchen Unterhaltung folgen kann. Dr. Schultz will auch
die Wünſche der Anſiedlerſchaft in weiteſtem Maße
berück=
ſichtigen und hat dieſe aufgefordert, ihm die Männer ihres
Vertrauens vorzuſchlagen, um dieſe zu Mitgliedern des
Gouvernementsrats zu ernennen.
— Deutſchland und Frankreich am
Kongo. Der in Bordeaux eingetroffene
Generalgou=
verneur von Franzöſiſch=Aequatorial=Afrika, Merlin, ſagte
einem Berichterſtatter, daß die Uebergabe der Gebiete des
mittleren Kongo an Deutſchland mit gegenſeitiger
Cour=
toiſie und Korrektheit durchgeführt werde.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Sprachenfrage in Böhmen. Im
öſter=
reichiſchen Abgeordnetenhauſe beantwortete
Miniſterpräſi=
dent Graf Stürghk die Interpellation der deutſchen
Par=
teien wegen der Handhabung der Vorſchriften über den
Gebrauch der deutſchen Geſchäftsſprache im innern Dienſt
der ſtaatlichen Behörden von Böhmen. Der
Miniſter=
präſident erklärte, daß tatſächlich im gewiſſen Umfange bei
den landesfürſtlichen Behörden von Böhmen die tſchechiſche
Sprache im inneren Dienſte angewendet werde. Seit
ſeinem Amtsantritt gewann die Anwendung der
tſchechi=
ſchen Amtsſprache keine Ausdehnung. Ein Eingreifen der
Regierung, um die Sprachenpraxis auf ihren früheren
Stand zurückzubilden, hätte den Grundſätzen der
Regie=
rung widerſprochen. Die Regierung werde alles
aufbie=
ten, um die möglichſt baldige Wiederaufnahme der
Aus=
gleichsverhandlungen herbeizuführen.
Italien.
Der Glückwunſch des Kaiſers von
Oeſterreich. Der König hat von dem Kaiſer von
Oeſterreich die nachfolgende Depeſche aus Peſt erhalten:
„Beſeelt von aufrichtiger Freundſchaft, ſehe ich mich
ver=
anlaßt, an Eure Majeſtät meine wärmſten Glückwünſche
zu Ihrem Geburtstage zu richten. Ich benutze mit
Ver=
gnügen dieſe Gelegenheit, um Eurer Majeſtät gleichzeitig
recht aufrichtig Glück zu wünſchen zu dem glücklichen
Er=
folg, den die kürzlich beendete Aktion in Libyen für Italien
gehabt hat, ſowie zu den hohen militäriſchen Tugenden,
welche die Armee und die Flotte Eurer Majeſtät in dieſem
Feldzuge bewieſen haben.‟ Die Tribuna ſchreibt zu dem
Telegramm des Kaiſers Franz Joſef an den König von
Italien:
Der warme, herzliche und enthuſiaſtiſche Ton, mit
welchem der Kaiſer das ſiegreiche Heer und die ſiegreiche
Flotte Italiens begrüßte, gibt dem Telegramm eine
Be=
deutung, die über die Tendenz der Freundſchaft der beiden
verbündeten Souveräne hinausgeht. Er ſei das Zeichen
der Sympathie, mit welcher die Nachbarmonarchie das
Wachstum des Heeres und der Flottenmacht Italiens
und ſeiner Gebietserweiterung anſehe.
Frankreich.
Forderungen für Heer und Marine. Der
Kammer ging eine Nachtragsforderung zum Budget für
1912 in Höhe von 57 Millionen Francs zu, von denen
20½ Millionen für Heer und Marine beſtimmt und mit
der Preiserhöhung für Lebensmittel begründet ſind.
4600 000 Francs ſind für außergewöhnliche Arbeiten in
den Kriegshäfen beſtimmt.
Belgien.
Wechſel im Miniſterium. Die belgiſche
Regierung plant eine Umgeſtaltung des
Rekrutierungs=
geſetzes und damit eine Erhöhung des Effektivſtandes der
Armee. Ueber die Ausgeſtaltung der Reform ſind im
Miniſterium Differenzen entſtanden. Der Kriegsminiſter
General Michel hat ſeine Demiſſion gegeben, die der
König angenommen hat. Miniſterpräſident de
Brouque=
ville iſt zum Kriegsminiſter ernannt worden. Das
Porte=
feuille des Verkehrsminiſteriums, das er bis jetzt
verwal=
tet hat, wird geteilt in ein Eiſenbahnminiſterium, das
der frühere Miniſter für Ackerbau und öffentliche Arbeiten
de Vyvere verwaltete, und in ein Marine=, Poſt= und
Telegraphen=Miniſterium, an deſſen Spitze der
Antwer=
pener Deputierte Seghers tritt. Der ehemalige Miniſter
Hellepute tritt wieder in das Miniſterium ein und wird
wie früher Miniſter für Ackerbau und öffentliche Arbeiten.
Amerika.
Das Panamakanalgeſetz. Nach den
gegen=
wärtigen Abſichten der Regierung der Vereinigten
Staa=
ten ſoll das Panamakanalgeſetz in ſeinen Beſtimmungen
über die freie Einfuhr von Schiffsbaumaterial auch
Dampfmaſchinen und andere Hilfsmaſchinen frei zulaſſen.
Ferner ſoll ſich die Beſtimmung über die Ausſtattung
von Schiffen mit Möbeln, Wäſche uſw. nicht nur auf die
erſtmalige Ausſtattung, ſondern auch auf den Erſatz
wäh=
rend der ganzen Betriebszeit eines Schiffes beziehen.
Die Regierungen von Chile und Peru
ſind übereingekommen, die diplomatiſchen Beziehungen
zwiſchen den beiden Ländern wieder aufzunehmen, die
noch beſtehenden Schwierigkeiten auf friedlichem Wege zu
löſen und einen Handelsvertrag zu unterzeichnen.
China.
Proteſt gegen das ruſſiſch=
mongo=
liſche Abkommen. Anläßlich des ruſſiſch=
mongo=
liſchen Abkommens fand im Hauſe des Präſidenten der
chineſiſchen Republik Yuanſchikai eine langdauernde
außerordentliche Beratung ſtatt. Wie verlautet, wurde
beſchloſſen, das Abkommen nicht anzuerkennen und die
Rückkehr der Chalchamongolen unter die chineſiſche
Herr=
ſchaft mit Waffengewalt zu erzwingen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. November.
* Vom Hofe. Prinz Heinrich XXXI. Reuß j. L.
ſowie Prinzeſſin Klementine Reuß j. L. nahmen am
Montag an der Frühſtückstafel im Neuen Palgis teil. —
Die Allerhöchſten Herrſchaften ſind am Montag abend
auf einige Tage mit Gefolge inkognito nach Bayern
verreiſt. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Großß=
herzog werden am Mittwoch, den 13., und Samstag,
den 16. d. Mts weder Audienzen erteilen, noch
Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
g. Strafkammer. Zu dem in der Montagsnummer
berichteten Fall des Tapeziergehilfen G. ſei mitgeteilt,
daß G. keinerlei Auftrag zum Einkaſſieren der
Rech=
nungen gehabt hat, ſondern daß er die Rechnungen ſelbſt
ausgeſtellt und die Unterſchrift gefälſcht hat. — Der 24
jäh=
rige Schloſſer Johannes Schmidt aus Traiſa
wurde wegen eines Sittlichkeitsverbrechens nach
§ 176,3 zu 10 Monaten Gefängnis,
ab=
züglich 1 Monat der Unterſuchungshaft,
verur=
teilt. — Der Rentner Wilhelm Schneider von hier
hatte einen polizeilichen Strafbefehl erhalten wegenzweier
Vergehen gegen das Geſetz über den Verkehr mit
Kraft=
fahrzeugen. Das Schöffengericht gab der eingelegten
Be=
rufung nur zum Teil ſtatt und hatte ſich nunmehr die
Strafkammer mit der von der Anklagebehörde als auch
vom Angeklagten eingelegten Berufung zu befaſſen. Dem
Angeklagten iſt als Führer ſeines Automobils zur Laſt
gelegt, durch zu ſchnelles Fahren oder Unaufmerkſamkeit
einen Zuſammenſtoß mit einem Fuhrwerk verſchuldet zu
haben und ferner durch vorſchriftswidriges Fahren das
Ueberholen durch ein anderes Automobil verhindert zu
haben. Der Angeklagte kam mit ſeinem Automobil, in
dem ſich ſeine Frau und andere Fahrgäſte befanden, von
Eberſtadt her. In der Nähe des Reſtaurants „
Wald=
friede” wollte er zwei vor ihm in der Mitte der Chauſſee
fahrende Pferdefuhrwerke überholen. Seine Signale
be=
merkte jedoch nur der hintere Führer, der auch nach rechts
auswich. Als nun Schneider beim Ueberholen dieſes
Brief aus Tſingtau.
Prinz Heinrich in Tſingtau.
Tſingtau, den 24. Oktober 1912.
Das waren arbeitsreiche, anſtrengende, aber auch
denkwürdige und hocherfreuliche Tage, die unſer
Schutz=
gebiet in den letzten Wochen durchlebt hat.
Wurden doch — zum erſten Male ſeit ihrer Errichtung
— die Garniſon, die Kolonie und das Kreuzergeſchwader
in Allerhöchſtem Auftrage Seiner Majeſtät des Kaiſers
durch ſeinen erhabenen Bruder, den Prinzen
Hein=
rich, in ſeiner Eigenſchaft als Generalinſpekteur der
Marine beſichtigt!
Um es gleich vorweg zu nehmen: Beide Teile dürfen
vollbefriedigt auf dieſe heißen Tage zurückſehen.
Prinz Heinrich, der ſich mit ſeiner bekannten
Pflicht=
treue und Elaſtizität ſeiner nicht leichten Aufgabe mit einer
alles fortreißenden Begeiſterung für unſere koloniale
Sache unterzogen hat; die Beſichtigten, denen die
unein=
geſchränkte Anerkennung aus dem Munde des Prinzen
die erfreuliche Gewißheit gab, daß ſie mit ihrer Arbeit
auf dem rechten Wege ſeien. Wer aber konnte zur Kritik
berufener ſein, als gerade Prinz Heinrich, der erfahrene
Chinakenner, der zudem in den erſten Tagen der Kolonie
ſſich als damaliger Chef des Kreuzergeſchwaders mit
hin=
gebendem Intereſſe an all den vielgeſtaltigen Vorarbeiten
beteiligt hat, die den Grundſtock zu der heutigen
über=
raſchend erfreulichen Entwickelung der jungen Kolonie
ge=
hildet haben.
Den ſchönſten Lohn aber durften alle Tſingtauer darin
erblicken, daß der Prinz, obgleich er in zwei Beſuchen
volle vier Wochen im Schutzgebiet geweilt hat, mit ſicht=
lich großem Bedauern von Tſingtau ſchied. Wie gerne
hätte er noch acht weitere Tage in der Kolonie verweilt!
Aber ſelbſt Prinzen können nicht immer ſo wie ſie
gern wollen, hat doch zum Beiſpiel die leidige Politik,
das heißt die noch ungeklärte Lage Chinas, das ja noch
keinerlei von den Mächten anerkannte Regierung
be=
ſitzt, es unmöglich gemacht, daß der Prinz das ihm
altbekannte Schanghai oder unſer intereſſantes
Hinter=
land mit dem großartigen, altheiligen Berge Taiſchan,
dem prachtvollen Tempel und dem Grabe des Konfuzius
in Küfu beſuchen konnte. Tientſin oder gar Peking kamen
noch weniger in Betracht.
Konnte ſo das hohe Intereſſe, das der Prinz ſeit
langen Jahren ſchon an den Verhältniſſen des fernen
Oſtens nimmt — ein Intereſſe und Verſtändnis, von dem
man nur wünſchen möchte, daß es häufiger in Deutſchland
anzutreffen wäre, als ſich bis jetzt ſpüren laßt — konnte dieſes
Intereſſe wohl nicht voll befriedigt werden, ſo darf doch
mit aller Beſcheidenheit feſtgeſtellt werden, daß unter den
nun einmal obwaltenden Verhältniſſen der Prinz an
keinem anderen Orte der Küſte beſſere Gelegenheit finden
konnte, mit hervorragenden Chineſen jeglicher
Partei=
ſchattierung in Berührung zu treten, als gerade in
Tſingtau.
Unter dem Schutze der vom Gouvernement ſtreng
be=
folgten und ebenſo ſtreng durchgeführten abſoluten
Neu=
tralität haben ſich ja wahrend der Wirren in Tſingtau
zahlreiche ehemalige hohe Beamte, reiche Kaufleute,
ange=
ſehene Mitglieder der chineſiſchen Gentry niedergelaſſen,
die den Wert des abſolut ruhigen und geſicherten
Auf=
enthalts, den ihnen Tſingtau bot, ſolange ſie ſich
jeglicher politiſchen Betätigung
entbiel=
ten wohl zu kcätzen wußten.
Die vorgenannten politiſchen Rückſichten haben es
auch unmöglich gemacht, daß der Prinz den derzeitigen
Nationalheros Chinas, den bekannten Dr. Sun wen, der
Tſingtau auf ſeiner Durchreiſe von Peking nach Schanghai
berührte, zu Geſicht bekam. Dr. Sun mußte ſich auf einen
Beſuch beim Gouverneur beſchränken.
In welch ſympathiſcher, deutſchfreundlicher Weiſe der
Dr. Sun wen ſich übrigens in Tſingtau, dann aber auch
ſpäter noch in Schanghai über den Eindruck geäußert hat,
den er von der deutſchen Arbeit in Tſingtau gehabt habe,
iſt ja hoffentlich unterdeſſen ſchon durch die Preſſe in
Deutſchland verbreitet worden.
Nach Erledigung ſeiner dienſtlichen Pflichten als
Ge=
neralinſpekteur, die allem anderen naturgemäß
voran=
gingen, hat ſich der Prinz eifrigſt dem Studium der in
Tſingtau geleiſteten kulturellen Arbeit auf jeglichem
Ge=
biete gewidmet. Hochſchule und Unterrichtsanſtalten für
Europäer und Chineſen, Handels= und Induſtrie=Betriebe,
Miſſionen, Krankenhäuſer, Hafen=, Werft=, Schlachthof=,
Elektrizitäts= und Waſſerwerksanlagen uſw. hat er genau
beſichtigt, dann das ganze Bereich des Landgebietes zu
Auto, Pony und zu Fuß durchſtreift und aufs neue uns
gezeigt, welch vorzüglicher, ausdauernder Touriſt und
Reitersmann in ihm ſteckt. Der Prinz hat ſelbſt einmal
bemerkt, daß vor der phyſiſchen Kraftleiſtung des
Eurp=
päers auch den Orientalen Reſpekt beigebracht werden
müßte, die derlei als ihrer unwürdig anſehen, wie ſie ja
im allgemeinen des wahren Sportſinnes ermangeln.
Ueberall erſchien der Prinz, ſcharf durchfühlend mit dem
ihm eigenen Sinne für das praktiſche und momentan
Er=
reichbare. Phantaſtereien, „uferloſen Plänen”, bloßem
Vroiektemachen iſt der Prinz, ſeiner ganzen Welensners
Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 3.
Wagens im Begriffe war, auch an dem zweiten Wagen
vorbeizufahren, wurde er auf der nun zu überſehenden
Chauſſee gewahr, daß das Fuhrwerk des
Lumpenhänd=
lers Schätzlein quer über der Chauſſee ſtand. Er hielt es
am vorteilhafteſten, eine ſich bietende, ihm genügend
ſchei=
nende Lücke zum Durchfahren zu benutzen. Er ſoll
jedoch dabei das Pferd des erſten Wagens derart
ange=
fahren haben, daß es mit den Vorderbeinen
zuſammen=
ſtürzte. Ferner behauptete der Zeuge D., Schneider ſei
mit ſeinem Automobil in Serpentinen gefahren, um ihn
am Ueberholen zu verhindern. Der Angeklagte beſtritt
daß er das Pferd angefahren habe. Er habe das
quer=
ſtehende Fuhrwerk erſt im letzten Augenblick zu Geſicht
bekommen. Das Fahren in Serpentinen beſtritt er
eben=
falls. Das Gericht erachtete den Beweis für ein
Ver=
ſchulden des Angeklagten nicht erbracht und ſprach ihn
deshalb von der Strafe frei. Die Koſten des
Verfah=
rens fallen der Staatskaſſe zur Laſt.
Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion
Mainz. Ernannt: Bahnhofsvorſteher Puls in Mainz
zum Eiſenbahn=Betriebskontrolleur. Verſetzt: die
Eiſen=
bahnaſſiſtenten Lenz von Kelſterbach nach Auerbach,
Fritſch von Roßdorf nach Darmſtad Oſt, Wagner von
Darmſtadt Oſt nach Heppenheim.
Vom Großh. Hoftheater. Heute geht unter der
muſikaliſchen Leitung von Kapellmeiſter Lert Verdis
„Troubadour” in Szene. Herr Jahn ſingt erſtmalig
den Manrico, Herr Schützendorf den Ferrando und Frl.
Jacobs die Acuzena. Dieſe Vorſtellung, im Abonnement
für die Serie B 14, findet zu kleinen Preiſen ſtatt. Die
nächſte Sonder=Vorſtellung iſt mit einer Feier von Glucks
125. Todestag verbunden; am Donnerstag geht aus
die=
ſem Anlaß „Iphigenia in Aulis” in Szene. Zu dieſer
Vorſtellung findet kein Kartenverkauf ſtatt. Am Freitag
eröffnet Frl. Eugenie Stahl aus Danzig ihr Gaſtſpiel
als Santuzza in „Cavalleria ruſticana” An
dieſem Abend geht nach längerer Pauſe, zum erſten Mal
in dieſer Spielzeit, auch „Der Bajazzo” in Szene. Die
Feier von Gerhart Hauptmanns fünfzigſtem Geburtstag
begeht unſer Hoftheater durch die am Samstag
ſtattfin=
dende Erſtaufführung von „Gabriel Schillings
Flucht”
Brandſchäden in Heſſen während des Jahres
1911. Die 53 im Großherzogtum zugelaſſenen
Mo=
biliar=Feuerverſicherungs=Unternehmungen hatten im
Jahr 1911 mehr als 4 Mill. Mark Entſchädigungen zu
leiſten, einen gewaltigen Betrag gegenüber einer Summe
von 640 000 Mk. im Jahre 1910 und von 969000 Mk. in
1909. Auch die von der Großh. Brandverſicherungskaſſe
ausgezahlte Entſchädigung für Gebäudebrände war im
Jahr 1911 außergewöhnlich hoch. Sie betrug nämlich
1610259 Mk. gegen 454 592 Mk. in 1910 und 695 111 Mk.
in 1909. Die verſicherten Mobilien hatten einen
Ver=
ſicherungswert von 2127 Millionen Mark, die gegen
Brand verſicherten Gebäude einen ſolchen von 2216
Millionen Mark. Der Unterſchied iſt alſo nicht
ſehr groß.
Handelskammerwahl. In der Erwerbsgruppe
„Großhandel” wurden geſtern gewählt: Ludw. Joſeph
mit 79 Stimmen und Bankdirektor Parcus mit
57 Stimmen. Auf den Namen Joſ. Plaut entfielen
29 Stimmen.
* Die ßweite Kammermuſik=Matinee der Herren
de Haan, Schmidt, Schnurrbuſch, Gims, Andrä findet am
kommenden Sonntag, den 17. November, ſtatt. Zur
Auf=
führung gelangt je ein Streichquartett von Cherubini und
Haydn. Dazwiſchen wird — anſtatt des angekündigten
Mozart=Trios — Herr Hofkonzertmeiſter Schmidt mit
Herrn Hofrat de Haan eine Sonate von Jean Marie
Leclair ſpielen, einer markanten Perſönlichkeit der
fran=
zöſiſch=italieniſchen Kammermuſik anfangs des 18.
Jahr=
hunderts. Kartenverkauf bei L. Schutter,
Eliſabethen=
ſtraße 12. (S. Anz.)
Vortrag. Die Mitglieder des Wartburg=Vereins
und der Eyangel. Jugendvereine unſerer Stadt ſeien
nech nals an dieſer Stelle auf den am nächſten
Donnerstag ſtattfindenden Vortrag des Herrn Profeſſor
Dr. Baur über Napoleons Feldzug 1812, welcher im
großen Saale des Wartburg=Vereins, Karlſtraße 21,
ſtattfindet, aufmerkſam gemacht.
* Vorträge. Man ſchreibt uns: „Deutſchland in
der Weltwirtſchaft, insbeſondere neben England‟
3 öffentliche Vorträge von Hochſchulprofeſſor Dr.
Berg=
hoff=Iſing. Die Fragen, die ſich an das Weſen, die
Bedeutung und die Zukunft der Weltwirtſchaft knüpfen,
nehmen heute in der wiſſenſchaftlichen Nationalökonomie
und im praktiſchen Wirtſchaftsleben die erſte Stelle ein.
Niemand, auch der Laie nicht, der die bedeutungsvollen
zeitgeſchichtlichen Ereigniſſe innerhalb und außerhalb
Europas verſtehen und einigermaßen richtig beurteilen
will, darf an ihnen achtlos vorübergehen. In dieſer
Er=
kenntnis veranſtaltet der Verein für Verbreitung
von Volksbildung die drei Vorträge mit dem
Thema: „Deutſchland in der Weltwirtſchaft, insbeſondere
neben England‟ Die Vorträge wollen zeigen, welche
Rolle unſere deutſche Volkswirtſchaft auf dem
weltwirt=
ſchaftlichen Theater ſpielt, wie ſie insbeſondere neben
Eng=
land ſich durchſetzt und behauptet. Den Maßſtab für die
Beurteilung bildet der Außenhandel, der die Leiſtungen
der großen Produktionsgruppen, insbeſondere der
ſieg=
reich vordringenden deutſchen Induſtrie, widerſpiegelt.
Daß die beiſpielloſe wirtſchaftliche Entwickelung auch
nationale und ſoziale Gefahren in ihrem Schoße birgt,
ſoll bei allen Erfolgen nicht verſchwiegen werden. — Wer
den Vortragenden, Herrn Profeſſor Dr. Berghoff=Iſing,
in den früheren öffentlichen Vorträgen gehört, wird ſich
der ihm eigenen Klarheit, der feſſelnden Friſche und
Sicherheit der Darbietung gerne erinnern und ſich
ent=
ſchließen, wieder einige Abende Hörer zu werden; wem
er noch fremd iſt, nehme Gelegenheit, den Redner in
ſei=
nen anziehenden, intereſſereichen Ausführungen kennen
zu lernen. Die Vorträge finden ſtatt am 15., 22. und 29.
November und beginnen abends 8¼ Uhr.
— Vortrag. Die Nachrichten vom Balkan, die wir
Deutſchen „fern von Krieg und Kriegsgeſchrei” jetzt
leſen, erinnern einmal etwas lebhafter daran: Wie es im
Kriege zugeht. Sie ſollten uns aber auch mahnen, aus
unſerer Friedensſeligkeit die Gedanken auf den
Krieg zu lenken, der einmal unſerem Vaterlande
aufge=
zwungen werden kann. Die Kundgebungen im Auslande
mahnen uns: auf der Wacht zu ſein, den Ernſt unſerer
Lage zu bedenken und uns für den Kampf zu rüſten. Wie
wir unſeren Gegner im Weſten zu bewerten haben, das
wird ein Vortrag lehren, der am Freitag, 15. Nov.,
abends 8 Uhr im „Kaiſerſaal” (Grafenſtraße) über „Das
franzöſiſche Heer” ſtattfinden ſoll. Die
Orts=
gruppe Darmſtadt des Deutſchen Wehrvereins
veranſtaltet den Vortrag, bei dem Gäſte willkommen ſind.
Der Kathol. Frauenbund, Zweigverein
Darm=
ſtadt, hielt ſeine dritte Generalverſammlung ab. Die
erſte Vorſitzende Frl. v. Brentano begrüßte die
An=
weſenden und betonte, wie notwendig der
Zuſammen=
ſchluß der kathol. Frauen ſei, um die Frauenfrage auf
der Grundlage der kathol. Weltanſchauung zu behandeln
und zu löſen. Frl. M. Schäfer ſchilderte mit beredten
Worten die Tätigkeit des Vereins in den letzten Jahren,
Freiin B. v. Biegeleben berichtete über den
Kinder=
hort und wies darauf hin, daß die Mittel für dieſe ſo
ſegensreich wirkende Anſtalt nur zu beſchränkte ſeien.
Nach kurzer Pauſe folgte das Referat des Frl. Ida
Eckhardt über die zu Straßburg ſtattgefundene
Generalverſammlung des Geſamtbundes. In feſſelnder
Weiſe ſprach Referentin über die wichtigen und
in=
tereſſanten Verhandlungen und zeigte, wie notwendig
die Frauentätigkeit und ſoziale Schulung der Frau iſt.
Lebhaſter Beifall folgte ihren trefflichen Ausführungen.
Mit warmen Worten dankte Herr Domkapitular Dekan
Dr. Elz für die mit Fleiß und Verſtändnis behandelte
Wiedergabe der in Straßburg ſtattgefundenen Tagung.
Auf ein an den Herrn Biſchof Kirſtein abgeſandtes
Telegramm kam folgende Antwort: „Für die freundliche
Begrüßung von Herzen Dank; allen Teilnehmerinnen an
den Beratungen ſende meinen Segen”, Georg Heinrich.
* Lehrerſängerchor. Mitglieder, ſowie Freunde des
Vereins und alle, die ſich für ſeine Darbietungen
intereſ=
ſieren, ſeien hiermit auf das am Samstag, den 16. d. M.,
im Städtiſchen Saalbau ſtattfindende 1.
Winter=
konzert aufmerkſam gemacht. Näheres iſt aus dem
Anzeigenteil der heutigen Nummer zu erſehen.
Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Der Vorſtand des Vereins für Verbreitung von
Volks=
bildung gibt den Vereinsmitgliedern und angeſchloſſenen
Vereinen bekannt, daß künftig Karten für die
Volks=
vorſtellungen im Großh. Hoftbeater in der
Zigarren=
handlung Kaminsky beſtellt und abgeholt werden
können. Siehe Anzeigenteil. — Gleichzeitig macht der
Vorſtand aufmerkſam auf die für die Milglieder erwirkte
bedeutende Preisermäßigung für Saal= und
Balkon=
karten zum Konzert des Lehrer=Sängerchors im Saalbau
am Samstag, den 16: November. — Kartenverkauf im
Berkehrsbureau.
Franzöſiſche Geſellſchaft. Auf die Anzeige des
„Cercle frangaise” des Herrn Profeſſor Berryer in
heutiger Nummer des Tagblattes ſei auch an dieſer
Stelle hingewieſen.
* Im Silberkranz. Der Vorſchloſſer bei der
Staats=
bahn Herr Wilhelm Hafner und deſſen Ehefrau Marie
geb. Ganßmann, Rhönring 109 hier, feiern am
nächſten Freitag, 15. ds., das Feſt der Silbernen Hochzeit.—
Heute, Mittwoch, feiert Herr Ph. Klein, der nahezu
30 Jahre bei der Hofmöbelfabrik Julius Glückert in
Dienſten ſteht, mit ſeiner Ehefrau geb. Nies das Feſt
der Silbernen Hochzeit.
Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 12 des
Adreß=
buches für 1913, enthaltend Einwohnerregiſter — Paſſet,
Johannes, bis Roeder, Gebrüder, — liegt im
Haupt=
meldebureau, Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während
der Bureauſtunden (8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr
nachmittags) bis zum 15. November vormittags zur
Ein=
ſichtnahme offen.
§ Fahrraddiebſtahl. Am Montag nachmittag
zwiſchen 4 und 5 Uhr iſt ein Fahrrad, welches vor einem
Hauſe in der Sackgaſſe auf kurze Zeit aufgeſtellt war,
entwendet worden.
§ Logisſchwindler. Seit einigen Tagen treibt ein
Unbekannter dadurch ſein Unweſen, daß er in ver=
ſchiedenen Häuſern erſcheint, ſich ein Zimmer mietet und
zwecks Abholen ſeines Gepäcks auf der Bahn kleinere
Geldbeträge verabfolgen läßt und dann verſchwindet.
Der Unbekannte gibt an, Reiſender eines
Perücken=
geſchäftes zu ſein. Er iſt etwa 30 Jahre alt, unterſetzter
Statur, nennt ſich Hillmanns oder Tillmanns und
ſpricht ſächſiſchen Dialekt. Es wird vor dieſem Schwindler
gewarnt.
g- Zwei Selbſtmordverſuche. In der Mauerſtraße
verſuchte eine Frau, ſich mit Vitriol zu vergiften.
Die Frau trug erhebliche innere Verletzungen davon und
mußte durch die Rettungswache mittelſt
Krankenauto=
mobils in das Krankenhaus verbracht werden; ihr
Zu=
ſtand ſöll hoffnungslos ſein. — Geſtern nacht zwiſchen
12 und 1 Uhr verſuchte ein von Hamburg ſtammendes
Mädchen, ſich in einer Wirtſchaft am Schloßgraben
mit Kreoſot zu vergiften. Auch dieſe
Selbſtmord=
kandidatin wurde durch die Rettungswache mit dem
Krankenauto ins Krankenhaus verbracht.
Pfungſtadt, 12. Nov. Vom Dache
herabge=
ſtürzt iſt beim Legen ker elektriſchen Leitung der 24
jäh=
rige Monteuer Böttiger. Die Verletzungen des
jungen Mannes ſind zum Glück nicht lebensgefährlich.
Offenbach, 12. Nov. Ein Großfeuer wütete
geſtern nachmittag in der Dachpappenfabrik von W.
Er=
mold. Die ſtädtiſche Feuerwehr und die Fabrikwehren
von Oehler und Feiſtmann Söhne hatten mehrere
Stun=
den angeſtrengte Arbeit zu leiſten. Der Schaden wird auf
150000 Mark angegeben; er iſt durch Verſicherung gedeckt.
Die Entſtehungsurſache des Brandes dürfte auf das
Ueberkochen von Teer und Aſphalt zurückzuführen
ſein, die dann in Brand gerieten.
Mainz, 12. Nov. Ein Gleisumbau, der für den
Verkehr von Mainz=Hauptbahnhof nach Darmſtadt,
Frank=
furt und Worms von großer Wichtigkeit iſt, wird
gegen=
wärtig im Bahnhof Mainz Süd ausgeführt. Dort lag
bis=
her die Kreuzung der Gleiſe nach Worms und Frankfurt
unmittelbar vor dem Tunnelausgang, ſo daß in Mainz=
Hauptbahnhof z. B. ein Zug nach Worms erſt abgelaſſen
werden konnte, wenn der vorherige Zug nach Frankfurt
den Bahnhof Mainz Süd ſchon verlaſſen hatte. Dadurch
gingen häufig ſechs bis acht Minuten Zeit verloren,
außerdem beſtand die Gefahr, daß bei einem möglichen
Ueberfahren der Signale durch einen einfahrenden
Frank=
furter Zug dieſer mit dem ausfahrenden Wormſer Zug
zuſammenſtieß. Das iſt allerdings niemals vorgekommen,
aber es lag da ein Gefahrpunkt, der jetzt beſeitigt wird.
In Zukunft laufen die Züge von Worms und Frankfurt
auf den beiden weſtlichen Gleiſen in den Tunnel ein,
wäh=
rend die Ausfahrgleiſe öſtlich liegen. Die Züge nach
bei=
den Richtungen können alſo in Zukunft unabhängig
von=
einander in Mainz=Hauptbahnhof ausfahren. Damit die
Züge nach Worms beim etwaigen Ueberfahren des auf
Halt ſtehenden Signals nicht einem Zug von Frankfurt
in die Flanke fahren können, beſteht eine Verbindung nach
dem Gleis nach Frankfurt, in das der etwa zu weit
fahrende Zug gefahrlos hineingelangt.
Mainz, 12. Nov. Obirſtaatsanwalt Dr.
Schwarz von hier ſoll als Nachfolger des
Ober=
ſtaatsanwalts v. Heſſert, der ſeit mehreren
Jah=
ren an der Spitze der Darmſtädter Staatsanwaltſchaft
ſtand und am 1. Dezember in die Direktion der Bank für
Handel und Induſtrie eintritt, in Betracht kommen Neben
ihm wird noch genannt Oberſtaatsanwalt Hoffmann
in Gießen.
Bingen, 12. Nov. Vor den Augen ſeiner Mutter
er=
ſchoſſen hat ſich hier der 22 Jahre alte Sohn des
Küfermeiſters Kupfer. Er war in Biebrich in Stellung
und unterhielt gegen den Willen ſeiner Eltern ein Liebes=,
verhältnis. Als er geſtern zum Beſuch hier weilte,
wur=
den ihm wegen ſeines Verhältniſſes von ſeiner Mutter
er=
neut Vorſtellungen gemacht. Darauf zog der junge Mann
den Revolver und erſchoß ſich.
Bad=Nauheim, 12. Nov. Die Badeverwaltung
hat von der Stadt und hieſigen Einwohnern 200
Mor=
gen Land angekauft, wovon 30 Morgen zu
Park=
anlagen umgewandelt werden,, die ihren Platz
gegen=
über dem Stationsgebäude erhalten. Ferner läßt die
Direktion zwiſchen der Stadt und Friedberg einen großen
Golfplatz anlegen. — Der Bau des gemeinſamen
Klärbeckenkanals für die Städte Friedberg und
Bad=Nauheim iſt jetzt in Angriff genommen worden.
Man hofft, die Arbeiten bis zu Beginn der nächſten
Kur=
zeit fertig geſtellt zu haben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 11. Nov. Der Kaiſer
trifft am 24. November in Donaueſchingen ein, um an der
Hochzeit der Tochter des Fürſten zu Fürſtenberg
teilzu=
nehmen. Auch für die bis zum 30. November dauernde
Hofjagd hat der Kaiſer ſeine Anweſenheit zugeſagt. — Das
Ergebnis der Berliner Kirchenwahlen läßt ſich
jetzt überſehen. Es beſtätigt ſich, daß die Liberalen eine
ganze Reihe von Kirchengemeinden erobert haben, daß
es ihnen aber doch noch nicht gelungen iſt, die orthodoxe
Mehrheit in der Stadtſynode zu brechen; ſie werden dort
anlagung nach, durchaus abhold; da kann er recht ſcharf
abweiſend werden.
Als modern denkender Menſch hält er ſich an die
Realitäten. Gottſeidank konnten wir ihm dieſe bieten.
Immer mehr ſteigt Tſingtau zu dem empor, was dem
Kaiſer vorgeſchwebt hat, als er ſich entſchloß, das Panier
des Reiches an der China=Küſte aufzupflanzen: Einen
zentralen Stützpunkt für all die friedlichen Kultur=,
Han=
dels= und Induſtriebeſtrebungen Deutſchlands in Chinr
zu ſchaffen, an dem es bisher ſo ſehr gefehlt hatte. Daß
wir wirklich nicht beabſichtigen, uns irgend einen
Gebiets=
zuwachs von China zu verſchaffen, daß wir aber
anderer=
ſeits auch nicht daran denken, Tſingtau an China
zurück=
zugeben, das hat Prinz Heinrich ſelbſt bei drei offiziellen
Gelegenheiten betont. Und es tat not, daß dies endlich
einmal wieder von hoher Stelle klipp und klar
ausge=
ſprochen wurde: Schüren doch gewiſſe Mächte durch
ſyſte=
matiſches Hetzen gegen Deutſchland den in der Tiefe der
Seele eines jeden Angehörigen der gelben Raſſe nur leiſe
ſchlummernden Argwohn. Je mehr ſie ſelbſt nach
chineſi=
ſchen Provinzen gieriges Verlangen hegen, um ſo
prak=
tiſcher erſcheint es ihnen, durch Verdächtigungen
Deutſch=
lands die Aufmerkſamkeit der Chineſen von ihren dunklen
Machenſchaften abzulenken.
Nun, allmählich dämmert ja ſelbſt den Chineſen, auf
welcher Seite ihre wahren uneigennützigen Freunde zu
ſuchen ſind.
Sofort aber machen ſich nationaliſtiſche und
chauvi=
niſtiſche Strömungen geltend; da wird dann unverfroren
in der chineſiſchen Preſſe behauptet, bei einer Unterredung
Geheimrat Paaſches mit Yuanſchikai habe erſterer eine
bal=
dige Rückgabe Tſingtaus an China in Ausſicht geſtellt
oder als den Wunſch weiter Kreiſe des deutſchen Volkes
bezeichnet. (Geheimrat Paaſche hat Yuanſchikai nie zu
Geſicht bekommen.)
Das nächſte Preſſegerücht will dann ſchon wiſſen, die
Reiſe des deutſchen Prinzen gelte der Vorbereitung der
Rückgabe des Schutzgebietes an China. Und gekrönt wird
das Gebäude mit der Nachricht: Deutſchland iſt
ſchwach, deshalb denkt es an die Rückgabe.
Im deutſchfeindlichen Lager reibt man ſich hämiſch
lächelnd die Hände. Nachträgliche Dementis,
Berichti=
gungen uſw! haben erfahrungsgemäß in der chineſiſchen
Preſſe gewöhnlich den entgegengeſetzten Erfolg; die
all=
gemeine Aufmerkſamkeit noch mehr zu erregen und
keiner=
lei Glauben zu finden.
Deshalb ſind die klaren Worte des Prinzen, an denen
nicht herumgedeutelt werden kann, nicht nur in Tſingtau,
ſondern auch von allen Deutſchen in China ſo freudig
be=
grüßt worden. Sie ſind — wie der ganze Beſuch — eine
bedeutſame Kräftigung des deutſchen Anſehens im fernen
Oſten.
Hier draußen beruht alles auf perſönlichen
Beziehun=
gen; das wußte Prinz Heinrich ſchon, ehe er hierher kam.
So hat er mit zahlreichen Perſonen jeglichen Standes
oder Berufes Fühlung zu nehmen ſich beſtrebt.
Er wollte mit ſeinen eigenen Augen ſehen, ſich ſelbſt
ſein Urteil bilden. Dies iſt ihm durchaus gelungen.
Prinz Heinrich geht als gründlicher Kenner des
Schutzgebietes, ſeiner Bedürfniſſe, Möglichkeiten und
Wünſche nach Hauſe. Außerdem hat er — nach ſeinen
eigenen Worten — die wertvollſten Anregungen
allge=
meinerer Natur erhalten und ſieht ſich vor neuen
Auf=
gaben und Zielen für ſein Wirken, das er ganz in den
Dienſt der deutſchen Sache geſtellt hat.
Wir aber wiſſen, daß Prinz Heinrich keine Sache halb
tut. Groß ſind die Hoffnungen, die auf ſein aufklärendes,
intereſſierendes, zur Tat anſpornendes Wirken in der
Heimat von den Deutſchen Oſtaſiens auf ihn geſetzt werden.
Hoffen wir, daß der Erfolg ſolch ehrlich begeiſtertem
Streben entſprechen möge, und daß dem Prinzen, wenn
er das nächſte Mal — hoffentlich mit ſeiner erlauchten
Ge=
mahlin, der Prinzeſſin Irene — wieder nach Oſtaſien
kommt, ſchon wenigſtens die erſten Anſätze zu den
Beſtre=
bungen ſichtbar werden, die ſein Beſuch hier in den
deutſchen Köpfen ausgelöſt hat:
Vereinheitlichung der deutſchen Arbeit im fernen
Oſten an Stelle der bisher vorwaltenden Zerſplitterung;
mehr Intereſſe und mehr Unterſtützung von der Heimat,
vor allem auch auf dem pekuniären Gebiete, damit wir
mit der gewaltig einſetzenden anglo=ſächſiſchen Propaganda
Schritt halten können und nicht in das Hintertreffen
ge=
drängt werden.
Der Weg iſt lang, die Arbeit mühſam und — zuerſt
ſicherlich — undankbar. Aber der deutſche Michel muß
aufgeweckt werden, er muß davon überzeugt werden, daß,
wir nicht diesmal wieder zu ſpät auf dem Plane
er=
ſcheinen dürfen, wenn ſich ein Volk von 400 Millionen
rüſtet, aus ſeiner bisherigen Abgeſchloſſenheit
herauszu=
treten und am Welthandel und Weltverkehr teilzunehmen.
Möchten die Worte und Anregungen des Prinzen
Heinrich in Deutſchland auf fruchtbaren Boden fallen!
Die Zeichen der Zeit ſtehen in China günſtig für
Deutſchland, man muß ſie nur richtig zu deuten und
da=
nach zu handeln wiſſen.
Sericus.
Feite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
über 95 gegen bisher 81 Sitze, die Orthodoxen zuſammen
mit der Mittelpartei über 114 Stimmen verfügen. In
der Zuſammenſetzung der Kreisſynoden ändert ſich nichts.
Graf Zeppelins erſter Enkel hat in
Charlot=
tenburg das Licht der Welt erblickt. Der jüngſte Träger
des berühmten Namens iſt ein Sohn der einzigen Tochter
des Grafen Zeppelin, die mit dem zum Großen
General=
ſtab kommandierten württembergiſchen Oberleutnant Gra
Brandenſtein=Zeppelin (19. Ulanen=Regiment) verheiratet
iſt. — Im Berliner Kunſtauktionshaus Gebr. Heilbron
begann heute eine ſenſationelle Verſteigerung des
Nachlaſſes von Johann Orth. Das Publikum ſetzte
ſich aus Angehörigen der Berliner Geſellſchaft, Händlern
und Schauluſtigen ohne Kaufabſicht zuſammen. Das
In=
tereſſe Oeſterreichs an dem Nachlaß Orths bekundete ſich
dadurch, daß Luiſe von Toscana, die frühere
Kronprin=
zeſſin von Sachſen, einen Vertreter mit Kaufvollmacht
ent=
ſandt und geſtern auch der öſterreichiſche Botſchafter den
Nachlaß eingehend in Augenſchein genommen hat. Hier
die Hauptpreiſe: Zwei ſüddeutſche Architekturſchränke (17.
Jahrhundert) brachten 2600 bezw. 2000 Mark; ein
Dan=
ziger Barockſchrank (um 1600) 1950 Mark. Und ſo gingen
die Schränke, Tiſche, Stühle, Spiegel, Kronleuchter uſw.
oft für mehr als 1000 Mark fort. — Auf der Dresdener
Bank lief heute aus New=York ein Brief ein, an einen
Kaſſenboten adreſſiert, der von Bruning herrühren ſoll
und am 30. Oktober in Hoboken bei New=York aufgegeben
worden iſt.
München, 11. Nov. Wie die Korreſpondenz Hoffmann
meldet, leidet König Otto ſeit einigen Tagen an einem
Karbunkel oberhalb des linken Schlüſſelbeines mit
leichter Lymphgefäßentzündung nach der Achſelhöhle zu.
Fieber iſt nicht zu konſtatieren und das Allgemeinbefinden
iſt ungeſtört.
Hainfeld (Pfalz), 12. Nov. Am Samstag abend wurde
Blättermeldungen zufolge im Verlaufe eines Streites der
32 Jahre alte Ludwig Kuhnel durchdrei
Revolver=
ſchüſſe getötet. Vier an dem Streit beteiligte
Edes=
heimer Burſchen wurden feſtgenommen, darunter auch der
17jährige Täter.
Düſſeldorf, 11. Nov. In die Kapelle der Provinzial=
Heilanſtalt Grafenberg wurde eingebrochen. Die
Diebe meißelten das Tabernakel aus dem Altar,
ſpreng=
ten es im Walde und zerſtreuten die heiligen Hoſtien
Wertvolle Kelche und Hoſtienbehälter wurden geraubt.
Eiſenach, 11. Nov. Der ſchon gemeldete
Zuſam=
menbruch der Bank Strauß u. Heberlein wird
durch einen Brief, den Heberlein zurückgelaſſen hat,
be=
leuchtet. Heberlein hebt darin hervor, daß er kein
ſchlech=
ter Menſch ſei, daß er aber als Kaufmann wenig Geſchick
und Glück gehabt habe. Es wäre in letzter Zeit ein
Fehl=
ſchlag nach dem anderen gekommen, man habe zuletzt nicht
mehr gewußt, wo ein und aus. Feſt ſteht, daß die Bank
in letzter Zeit viel und unglücklich ſpekuliert hat. Die
Prüfung der Bücher ſtößt auf große Schwierigkeiten, weil
ſie ſeit Juli nicht mehr ordnungsgemäß geführt worden
ſind. Wie man hört, ſtand das Grundkapital der Firma
mit nur 90000 Mark zu Buch. Eine Stichprobe der
Tre=
ſors und Safes hat ergeben, daß ſie unverſehrt ſind. In
den offenen Depots ſind ſämtliche wertvollen Stücke
ver=
ſchwunden. Bei anderen Banken ſind 400000 Mark
lom=
bardiert. Man ſchätzt die Geſamtverluſte auf annähernd
1½ Millionen Mark. Einzelverluſte erreichen Höhen von
10000 bis 70000 Mark. Beſonders ſchwer betroffen ſind
faſt ſämtliche Offiziere des hieſigen Bataillons und viele
hier lebende penſionierte Militärs, die dem Kameraden
Strauß ihre Erſparniſſe vertrauensvoll übergaben und
nun mehrfach um ihr ganzes Vermögen gekommen ſind.
Große Verluſte aber erleiden auch eine Reihe Hotelbeſitzer,
Landwirte, Private und Geſchäftsleute aller Art, der
Be=
amtenverein und andere Korporationen. Der Prokuriſt
der Firma, G. Sixt, befindet ſich ſeit längerer Zeit auf
Reiſen, angeblich nach der Schweiz. Strauß hat ſich
er=
ſchoſſen, Heberlein iſt trotz eifriger Nachforſchungen bis
jetzt noch nicht gefunden worden.
Magdeburg, 12. Nov. Mit dem 1. Oktober hat
Magde=
burg aufgehört, offiziell Feſtung zu ſein. Die
moderne Kriegswiſſenſchaft ſteht ja auf dem Standpunkte,
daß Feſtungen im Innern des Landes nicht mehr den
Wert haben wie früher, und daß nur die befeſtigten Plätze
an den Grenzen, die den Aufmarſch der Armeen decken
ſollen, ihre Berechtigung beſitzen. Mit dem Aufhören der
Stadt Magdeburg als Feſtung endet ein ruhm=, aber auch
tränenreiches Kapitel deutſcher Kriegsgeſchichte. Die
alten Reſte der urſprünglichen Mauern bildeten lange Zeit
ein Hemmnis für die Stadt, ſich nach beſtimmten
Richtun=
gen hin auszudehnen. Erſt die neuere Zeit hat hier
all=
mählig Wandel geſchaffen, indem die Feſtungswerke nach
und nach abgetragen wurden. Jetzt erſtrebt man auch die
Beſeitigung der von dem Großen Kurfürſten angelegten
Zitadelle, die keinen militäriſchen Wert mehr beſitzt. Nach
Beſeitigung der letzten Reſte der Feſtungswerke wird
Magdeburg in der Lage ſein, zu ſeinen ſchönen Anlagen,
die auf den alten Wällen entſtanden ſind, noch neue
Schmuckplätze zu ſchaffen.
Danzig, 12. Nov. Die Kronprinzeſſin wird
ſich in der nächſten Woche nach Mecklenburg=Schwerin
be=
geben, um an den Tauffeierlichkeiten am Hofe in
Lud=
wigsluſt teilzunehmen.
Peſt, 11. Nov. Ein geſtohlenes Frühſtück
des Kaiſers gab der Peſter Polizei viel zu tun. Der
Kaiſer, bekanntlich ein Frühaufſteher, pflegt unmittelbar
nach dem Bade zu frühſtücken. Das Frühſtück beſteht aus
einer Taſſe Tee, Prager Schinken, kaltem Braten und einer
Semmel. Am Freitag morge nun wurde dem Hofkoch
eine unliebſame Ueberraſchung zuteil Er hatte am Abend
vorher einen zwei Kilo ſchweren Schinken vom Knochen
befreit, legte ihn ſowie einige Stücke kalten Bratens unter
einen Glasſturz und ſtellte dieſen in ein neben der
Hof=
küche befindliches Kabinett. Als dem Koch gemeldet
wurde, der Kaiſer habe das Bad verlaſſen, begab er ſich
in die Küche, um den Braten aufzuſchneiden, bemerkte
aber, daß Braten und Schinken verſchwunden
waren. Von dem Vorfall wurde ſofort der in der Ofener
Burg befindliche Detektiv verſtändigt, der feſtſtellte, daß
zeitlich morgens ein Rauchfangkehrer in der Küche weilte,
der täglich den Kamin zu reinigen hat. Die
Oberſtadt=
hauptmannſchaft wurde von dem Geſchehnis in Kenntnis
geſetzt und mobiliſierte ſofort eine Schar von Detektivs.
Auf dem Moſaikboden des Kabinetts bemerkte man die
Spuren der Pantoffeln und auf der weißlackierten Etagere
die Fingerabdrücke des Rauchfangkehrers. Einige
Detek=
tivs begaben ſich in deſſen Wohnung. Als ſie das Zimmer
betraten, verzehrte er gerade mit dem beſten Appetit den
Schinken, und auch der Braten kam zum Vorſchein. Der
Rauchfangkehrer wurde verhaftet.
Kunſtnotizen.
leber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
C) Liederabend Dr. Heinz Caspary. Es
ſt nicht zu zweifeln, daß Dr. Heinz Caspary, der am
17. ds. Mts. im Hotel „Zur Traube” ſeinen zweiten
konzertabend mit Liedern zur Laute gibt, den gleichen
großen Erfolg erringen wird, wie er ſeinem erſten
Kon=
zert in Darmſtadt beſchieden war. Seine Kunſt, die er
in einzigartiger Vollendung beherrſcht, fand überall
rau=
ſchenden Beifall und ungeteiltes Lob der Kritik. So
ſchreibt ein Danziger Blatt u. a.: Zunächſt und in erſter
Reihe verdient es Herr Dr. Heinz Caspary, daß man für
ſeine künſtleriſche Perſönlichkeit das gebührende Wort
findet. Daß er bislang Hofopernſänger war und Beſitzer
einer großen goldenen Medaille für Kunſt und
Wiſſen=
ſchaft iſt, ſoll nicht zur Beeinfluſſung des Urteils über ihn
zuvor geſagt ſein, ſondern nur zeigen, daß man auch von
anderer Seite ſeine Qualität zu ſchätzen weiß. Er beſitzt
einen lyriſchen Tenor von ſorgſamer Durchbildung, für
den die Laute ein einzig daſtehendes Relief iſt. Die
Vir=
tuoſität, mit der Dr. Caspary dieſe in den Dienſt ſeiner
Kunſt ſtellt, liefert den Beweis dafür, daß dies
Inſtru=
ment allein ein individuelles Ausleben der menſchlichen
Stimme im künſtleriſchen Vortrage gewährleiſtet.
— 50. Kammermuſik=Abend des
Darm=
ſtädter Streich=Quartetts. Mit einem
außer=
ordentlich intereſſanten Programm begehen die Herren
Mehmel, Diedrich, Brückmann und Weyns die Feier ihres
am Montag, den 18. November, in der „Traube”
ſtattfin=
denden 50. Abends. Ein hochangeſehener franzöſiſcher
Meiſter, Théodore Dubois erſcheint zu der ihm
aus=
ſchließlich gewidmeten Aufführung und wird in drei
Num=
mern ſich aktiv beteiligen. Die Gefahr der
Einförmigkeit=
eines „Komponiſten”=Abends iſt dadurch glücklich
vermie=
den worden, daß das Programm aus Werken
verſchieden=
artigſter Kunſtzweige zuſammengeſetzt wurde und
daß=
außer dem Komponiſten noch drei weitere Gäſte von
her=
vorragender Qualität ihre Kunſt in den Dienſt des
Abends ſtellen. Der Sängerin Frau Bureau=
Berthelot=
geht der Ruf einer in den Pariſer Konzertſälen ſehr
ge=
ſchätzten Künſtlerin voraus. Herr Dubois ſelbſt iſt es,
der ſie zur Wiedergabe ſeiner Lieder vorgeſchlagen und
gewonnen hat. In dem am Schluß des Programms
ſtehenden Quintett für Klavier, Oboe und Streichtriot
werden der von ſeiner vorjährigen Mitwirkung in einem
Fauréſchen Klavierquartett noch in beſtem Andenken
ſtehende Hofpianiſt Willy Rehberg und der 1. Oboer
un=
ſerer Hofkapelle, Herr Kreß, ſich mit den Quartett=
Mit=
gliedern vereinigen. — Von einer glänzenden
Beherrſch=
ung des Quartettſatzes und hochentwickeltem Sinn für
klangliche Feinheiten legt das den Abend eröffnende
Streichquartett Zeugnis ab, das kurz nach ſeinem
Ent=
ſtehen im Mai 1909 in Paris durch das Quartett Parend
und Genoſſen zur 1. Aufführung gelangte. Alles in allen
verſpricht der Abend einen ſeiner Bedeutung durchaus
angemeſſenen Verlauf zu nehmen.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 11. Nov. Bezüglich der zwiſchen
Regierung und beiden Ständekammern eingetretenen
Differenzen wegen der Nichtpublizierung des
Ini=
tiativ=Geſetzentwurfs über die anderweite
Ge=
haltsregelung der Kammerbeamten haben in den letzten
Tagen Beſprechungen zwiſchen der Regierung und dem
Vorſitzenden des Finanzausſchuſſes, Abg. Dr. Oſann,
ſtattgefunden, aus denen eine friedliche Verſtändigung
er=
wartet werden kann. Herr Finanzminiſter Dr. Braun
verſicherte zunächſt mit Bezug auf die in dem dringlichen
Antrag enthaltene Darſtellung der regierungsſeitigen
Er=
klärungen, daß er bei den früheren Verhandlungen über
die Beſoldungsreform nicht im entfernteſten an den
frag=
lichen Initiativantrag, ſondern lediglich an die
Regier=
ungsvorlagen gedacht habe. Er habe im Finanzausſchußt
der Erſten Kammer nur zugeſagt, daß er die Beſchlüſſen
der Erſten Kammer, die bekanntlich ſehr weſentlich mit
denen des anderen Hauſes differierten, in der Zweiten
Kammer vertreten würde. Bezüglich des
Initiativ=
antrages, über den ſich ja beide Kammern vollſtändig
einig waren, ſei im Schoße der Regierung gar keine Rede
geweſen und er hätte daher auch keine Zuſage darüber
erteilen können. (Herr Staatsminiſter Dr. Ewald war
damals erkrankt und weilte im Süden. D. Ref.) Die
Regierung hat ſich nun, wie wir weiter erfahren, bereit
erklärt, dem betreffenden Geſetzentwurf über die Gehalte
der Kammerbeamten zuzuſtimmen, jedoch nur, wenn dieſe
aus dem Kreis der Staatsbeamten ausſcheiden und als
vollkommen ſelbſtändige Beamte der Ständekammern
be=
trachtet werden, wie dies auch in anderen Bundesſtaaten
der Fall iſt. Dann ſei es nicht angängig, für
Regierungs=
beamte der gleichen Stufe verſchiedene Gehälter
feſtzu=
ſetzen. Uebrigens würden nach der neuen
Beſoldungs=
vorlage die Gehälter der oberen Kammerbeamten mit
den von den Landſtänden aufgeſtellten Gehaltsſätzen nur
um 20 Mark, die der mittleren Beamten allerdings um
240—360 Mark differieren. Es erſcheint nun aber doch
ſehr fraglich, ob ſich die Kammerbeamten mit dieſer
Löſ=
ung der Frage einverſtanden erklären werden, denn wenn
ſie nur noch Angeſtellte der Kammern ſind, ſo haben ſie
auch keinen Anſpruch mehr auf Wiedereintritt in
denStaats=
dienſt, Beförderung, Auszeichnung uſw. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer, den die Sache zunächſt
an=
geht, dürfte im Laufe der folgenden Woche zur Beratung
darüber zuſammentreten, und da die Großh. Regierung
ſich zum Entgegenkommen bereit gezeigt hat, wird es
hoffentlich auch ohne beſondere Schwierigkeiten gelingen,
eine befriedigende Löſung der „Unſtimmigkeiten”
herbei=
zuführen.
Konzerte.
* Das zweite Konzert der Großh.
Hof=
muſik am Montag erneuerte die Bekanntſchaft mit der
vorzüglichen Klaviervirtuoſin Frau Kwaſt=Hodapp,
deren künſtleriſche Vergangenheit zum Teil in Darmſtadt
wurzelt. Gleichſam als muſikaliſche Vorſpeiſe gelangte
eine kleine Suite für Orcheſter von Claude Debuſſy, ein
fein gearbeitetes, anſprechendes Werkchen leichteren Stils,
durch die Hofkapelle zum Vortrag. Frau Kwaſt=Hodapp
ſpielte als erſte Nummer Klavierkonzert in A-moll mit
Orcheſterbegleitung von Grieg, eine muſikaliſch im ganzen
etwas ſpröde Kompoſition, die indeſſen der muſikaliſchen
Schönheiten im einzelnen nicht ermangelt, und als zweite
Nummer Variationen für Klavier über ein Thema von
Paganini von Brahms, ein Virtuoſenſtück, deſſen
fabel=
hafte techniſche Schwierigkeiten die Künſtlerin mit
ver=
blüffender Leichtigkeit und Eleganz bewältigte. Als
Zu=
gabe ſpielte ſie ein Salonſtück „Vogelgezwitſcher” von
Rameau.
Den Beſchluß des Abends machte Anton Bruckners
3. Sinfonie in D-moll. Bruckners Bedeutung als
Sin=
foniker, als welcher er zwiſchen klaſſiſchem und modernem
Stil vermittelt, iſt bekannt. Die Sinfonie iſt ein
gewal=
tiges Werk, aber in der Durchführung der Motive zu lang
und oft von einer Schwerfälligkeit, die neben der Länge
auf die Hörer ermüdend wirkt. Das Werk wurde unter
der Leitung des Herrn Hofrates de Haan, wie die
übri=
gen Nummern, von der Hofkapelle brillant geſpielt.
Berichtigung. In dem geſtrigen
Theater=
bericht war in der Beſprechung des Gaſtſpiels des Frl.
Pils Zeile 7 von unten zu leſen: Die Durchführung (ſtatt
Darſtellung) der Rolle zeugte von einem
außergewöhn=
lichen Darſtellungstalent.
Feuilleton.
CK. Eine weiße Frau im Herzen des dunklen
Welt=
teils. Nach einem abenteuerlichen Zuge durch Afrika und
die oberen Kongogebiete iſt nun in London eine Frau
ein=
getroffen, die ohne den Schutz eines weißen Mannes, nur
von ſchwarzen Trägern begleitet, eine Reiſe von über
5000 Kilometer ausführte und dabei wilde barbariſche
Gegenden betrat, in denen noch nie eine weiße Frau
ge=
ſehen worden war. Die Heldin dieſes Abenteuers, Mrs.
Roby, leidet noch heute an den Folgen überſtandener
Tropenkrankheiten. Mehr als einmal mußte ſie dem Tod
ins Auge ſehen, mehr als einmal verließen ſie die
ſchwar=
zen Träger, ſo daß ſie ganz allein inmitten der von wilden
Negerſtämmen bewohnten Wildnis auf ſich angewieſen
war, aber das Ziel, das ſie ſich ſetzte, wurde erreicht und
der Beweis für die Willenskraft und die perſönliche
Kühn=
heit der Frau erbracht. Einem Mitarbeiter eines
Lon=
doner Blattes erzählte Frau Roby eines ihrer
gefähr=
lichſten Abenteuer. Es war am unteren Kongo, die
Träger waren wieder geflohen, und nur ein ſchwarzer
Boy war treu geblieben. Am Rande eines Urwaldpfades
raſtete man, „Alles war ſtill und das Land ringsum
ſchien ſo verlaſſen und unbewohnt wie ein vergeſſener
alter Friedhof. Aber plötzlich war ringsum alles
Be=
wegung, in zwei Minuten war ich von einer nach vielen
Tauſenden zählenden Schar von Negern umringt, die wie
aus der Erde gewachſen plötzlich aufgetaucht waren und
mich mit ihren Speeren und Keulen umringten Die
Kerle waren ſcheußlich anzuſchauen und ihre natürliche
Häßlichkeit wurde noch geſteigert durch die roten Streifen,
die ſie ſich um Mund und Augen gemalt hatten. Der
Häuptling verlangte, ich ſolle in ſeinem Dorfe bleiben.
Aber zum Glück hatte ich meinen Revolver und einige
Ge=
wehre bei mir und das ſchien die gefährlichen Beſucher
einzuſchüchtern. Es dauerte lange, ehe ich die Schar los
wurde. Später erfuhr ich, daß der Häuptling in der
Nacht vorher die Kriegstrommeln hatte ſchlagen laſſen,
um alle ſeine Leute aus der Umgebung herbeizurufen,
da=
mit ſie „die weiße Frau tanzen ſähen‟ Leider blieb die
Mühe umſonſt: ich ſagte ab.” Frau Roby hat ihre Reiſe
in Männerkleidung unternommen; ſie hat ſchon früher
einmal die Kongogegenden bereiſt, aber damals führte ſie
ihr Weg nicht ſo weit in das Innere des ſchwarzen
Erd=
teils, wie während dieſer Reiſe, die der kühnen Frau noch
manch andere gefährliche Abenteuer eintrug.
Der Streik in der Mädchenſchule. Ein Streik iſt im
Leben der Gegenwart kaum noch eine ſeltene Erſcheinuig
aber der Streik, der in dieſen Tagen das kleine franzöſiſche
Städtchen Cormeilles in Aufregung verſetzt, hat eine
Ten=
denz, die man bisher bei Arbeitsniederlegungen wohl
kaum beobachten konnte: die Streikenden fordern eine
Er=
höhung — der Arbeit. Kleine Urſachen, große Wirkungen:
die Lehrerin einer Mädchenſchule von Cormeilles ahnte
gewiß nicht, was ſie heraufbeſchwor, als ſie einer Schülerin
der erſten Klaſſe eine Aufgabe gab, die die fleißige junge
Dame als zu leicht anſah. Die Schülerin fühlte ſich
be=
leidigt und dasſelbe taten die Eltern, die ſich mit einer
Beſchwerde an den Schulinſpektor wandten, um für ihre
Tochter größere, ſchwierigere und würdigere häusliche
Ar=
beiten zu erbitten. Doch der Schulinſpektor gelobke nicht
Abhilfe Die Klaſſengenoſſinnen der arbeitshungrigen
Schülerin erklärten ſich mit ihr ſolidariſch, und als am
3. November die Lehrerin ihre Stunde abhalten wollte,
waren von 25 Schülerinnen nur 7 erſchienen: die anderen
18 proklamierten Generalſtreik. Und von den ſieben
Streik=
brechern ſind inzwiſchen noch zwei „abgebröckelt”, ſo daß
heute ½ aller Schülerinnen feiern, weil man ihnen nicht
genug zu arbeiten gegeben hat. Täglich verſammeln ſiel
ſich beim Unterrichtsſchluß vor der Schule, um die fünf
Streikbrecherinnen zu verhöhnen und zu verſpotten, aber
die fünf, die wahrſcheinlich nicht zu den Fleißigſten und
Begabteſten gehören, harren aus und ſind vermutlich
ſehr=
dankbar für die Gelegenheit, ſtatt der fünf Letzten die
fünf Erſten zu ſein. Der Streik der Schulmädchen hat
Folgen gehabt, die Mütter ſchloſſen ſich den Töchtern an,
unter wehenden Fahnen zog man durch die Stadt und
ſang aufrühreriſche Lieder, in denen die Lehrerin, der
Direktor und der Schulinſpektor herzlich ſchlecht
weg=
kommen. Die Lage wurde ſo ernſt, daß der Unterpräfekt
ſchleunigſt nach dem Herde des Aufruhrs reiſte, um die
Geiſter zu beſchwichtigen und die arbeitsgierigen
Schüle=
rinnen zu tröſten. Der Vorgang aber bleibt ein
Ruhmesblatt der Frau. Oft genug hat man Gymnaſiaſten
über die ſchwierigen Aufgaben klagen hören, die ihnen
die Schule auferlegte: aber daß ein Trupp von
Abitu=
rienten oder Studenten Gymnaſium oder Schule verließ
und den Streik erklärte, weil die Aufgaben zu leicht und
die Prüfungen zu gemütlich wären, das hat ein
menſch=
liches Auge bisher noch nie erblickt. Den Mädchen von
Cormeilles blieb es vorbehalten, dieſes Beiſpiel zu geben
und zu erklären daß wenig Schularbeit eine Beleidigung
und eine Herabſetzung für die Schüler bedeutet.
ml. Der Balkankrieg und die Pariſer Schneider. Der
Befreiungskrieg der Balkanvölker hat auf die Pariſer
Mode einen böſen Einfluß ausgeübt. Seit dem Abbruch
der diplomatiſchen Beziehungen befinden ſich die großen
Schneiderfirmen in peinlicher Verlegenheit, da ſie beim
beſten Willen die Aufträge ihrer vornehmen Kundſchaft
nicht ausführen können. In normalen Zeiten ſind
näm=
lich an der Seine gegen 4000 Zuſchneider und ſonſtige
Künſtler der Nadel beſchäftigt, deren Wiege in Bulgarien
oder Serbien geſtanden hat. Infolge der Mobilmachung
ſind ſie nun alle in ihre Heimat abgereiſt, und die Pariſer
Meiſter haben das Nachſehen. Ihre Gehilfen ſind
unter=
deſſen in Uesküb eingezogen oder befinden ſich auf dem
Wege nach Konſtantinopel. Der jetzige Krieg hat uns
Helden offenbart, die man ſich früher in dieſer Eigenſchaft
kaum hätte denken können: die Ladenjünglinge von Sofia
ſtürzten ſich, im Alltagsrock und mit modernem Schlips,
das Bajonett in der Fauſt auf den Feind und fochten wie
die alten Spartaner. Wie man weiß, haben die ſerbiſchen
Schneidergeſellen ihre Sache ebenſo gut gemacht und auf
dem Schlachtfelde manches Meiſterſtück geliefert.
* Moderner Komfort. Die Freundin: „Aber, meine
arme, teure Lucile, warum hatteſt Du denn dieſe
kom=
promittierenden Briefe nicht verbrannt?” Lucile: „Jcg
wie konnte ich denn? Wir haben doch Dampfheizung!
Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Sette 5.
Heſſiſcher Landesausſchuß für das Bismarck=
Nationaldenkmal.
(Ausführlicher Bericht.)
Im Sitzungsſaale der Zweiten Kammer der Stände
fand am Montag vormittag 11 Uhr eine von
Staats=
miniſter Dr. Ewald einberufene Verſammlung
des Landesausſchuſſes für Heſſen zur Errichtung
eines Bismarck=Nationaldenkmals auf der Eliſenhöhe
bei Bingerbrück=Bingen ſtatt, zu der aus allen Teilen des
Landes die Geladenen zahlreich erſchienen waren. U. a.
nahmen Staatsminiſter Dr. Ewald, Finanzminiſter Dr.
Braun, Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach,
mehrere Kreisräte, Mitglieder der Erſten und der Zweiten
Kammer, der Präſident des Oberkonſiſtoriums D. Nebel,
der Rektor der Landesuniverſität D. Eck, der Rektor der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, Profeſſor Wickop,
und ae Reihe bedeutender Perſönlichkeiten aus Stadt
und Länd teil. Staatsminiſter Dr. Ewald dankte den
erſchienenen Herren für ihre Bereitwilligkeit, dem
Landes=
ausſchuß beizutreten und das Werk fördern zu helfen, mit
deſſen Errichtung man am hundertſten Geburtstage
Bis=
marcks dem Dank und der Verehrung für den Schöpfer
deutſcher Einheit und Größe ſichtbaren Ausdruck geben
wolle.
Nach den einleitenden Worten des Staatsminiſters
hielt der Geſchäftsführer der Vereinigung zur Errichtung
des Bismarck=Nationaldenkmals, Generalſekretär C.
Peter=Köln, von dem vor Jahren die erſte Anregung
zu dem Projekt ausgegangen war, einen Vortrag über
die Entwicklung und den Stand der Denkmal=
Angelegen=
heit. Er würdigte zunächſt in markigen Worten die
ge=
waltige hiſtoriſche Bedeutung Bismarcks, unter deſſen
Fäuſten die alte politiſche Welt zuſammaſtürzte und der
in der neuen dem deutſchen Volke eine geachtete Stelle
anwies. Dafür ſolle ihm unſer Dank abgeſtattet werden
durch das Denkmal bei Bingerbrück. In Bingen und
Bingerbrück beſtand ſchon vor 1906 ein Ausſchuß zur
Er=
richtung eines Bismarck=Turmes doch wollte die Arbeit
nicht recht vorwärts gehen, bis 1906 der Redner anregte,
die Angelegenheit auf eine breitere nationale Grundlage
zu ſtellen. Generalſekretär Peter gab dann einen
Ueber=
blick über die bisherige Entwicklung. Die erſte Sitzung
in Berlin am 14. April 1907 beſchloß, das Denkmal als
National= und als Jahrhundert=Denkmal zu errichten und
befaßte ſich auch ſchon mit der Platzfrage und mit der
künſtleriſchen Geſtaltung des Denkmals. Ein Jahr ſpäter
wurde der Aufruf durch die Preſſe veröffentlicht, die
Or=
ganiſation ging trotz mancher Gegenſtrömungen flott von
ſtatten, und heute zählt der Verein 3700 Mitglieder im
Reich und Ausland. Auf das mit 100000 Mark dotierte
Preisausſchreiben, zu dem 596 Künſtler die Unterlagen
angefordert hatten, gingen bis zum Ablauf des Termins
379 Arbeiten ein, die ein aus Künſtlern, Kunſtgelehrten
und kunſtverſtändigen Laien zuſammengeſetzter Ausſchuß
prüfte. Die Entwürfe wurden in Düſſeldorf und ſpäter
in Wiesbaden ausgeſtellt, doch fand keiner, auch der an ſich
höchſt wertvolle, doch für Ort und Zweck vielleichſt weniger
ge=
eignete, mit dem erſten Preis gekrönte Hahn=
Beſtelmayer=
ſche nicht, uneingeſchränkte Zuſtimmung. Man entſchloß
ſich daher, die Verfertiger der 15 preisgekrönten und der
5 zum Ankauf empfohlenen Entwürfe zu einem engeren
Wettbewerb und zu einer Umarbeitung ihrer Entwürfe
einzuladen und entſchied ſich dann in Köln vorläufig, und
dann in Mainz, am 18. Oktober d. J. endgültig für die
Uebertragung der Ausführung an die Profeſſoren Kreis
und Lederer, vorbehaltlich kleiner Abänderungen, die
der Kunſtaußſchuß gewünſcht hatte. Das Ziel iſt alſo jetzt
nach manchem unerquicklichen Streit gegeben, jetzt heißt
es: die Mittel beſchaffen. Von den bisher geſammelten
1100000 Mark ſind bedeutende Summen für den
Wett=
bewerb und die Grundſtückbeſchaffung ausgegeben worden;
am Schluſſe dieſes Jahres hofft man einen Barbeſtand
von 7—800000 Mark nachweiſen zu können. Damit kann
man die Arbeiten beginnen und dann, je nach dem
Ein=
gehen der Beiträge, raſcher oder langſamer vollenden.
Der Redner verbreitete ſich dann eingehend über die neue
Faſſung des Kreis=Lederer=Entwurfs, die in Mainz
ein=
ſtimmig gutgeheißen und damals nach dem
Lichtbildervor=
trag von Prof. Kreis ausführlich geſchildert wurde. Zum
Schluß beſprach er die Organiſation der Werbe= und
Sam=
meltätigkeit und ſchlug unter Hinweis auf Dr. Bäumers
Broſchüre vor, Ortsausſchüſſe zu gründen, die die Arbeit
weiter fördern ſollten, damit man am 1. April 1915 bereits
ein gutes Stück Weg hinter ſich habe; alle ſollten die
größ=
ten Opfer zu bringen bereit ſein, dieſes moraliſche und
politiſche Feuerzeichen aufrichten zu helfen, das auch in
den kommenden Jahrhunderten den Gedanken an
Bis=
marcks Lebenswerk lebendig erhalten ſolle.
Nach der mit ſtarkem Beifall aufgenommenen Rede
dankte Staatsminiſter Dr. Ewald dem Berichterſtatter
und ließ ſodann die Wahlen vornehmen: Zum
Vorſitzen=
den des geſchäftsführenden Landesausſchuſſes wurde der
Präſident der Zweiten Kammer Oberbürgermeiſter Köh
ler=Worms, zum ſtellvertretenden Vorſitzenden der Präſi=
dent des Großh. Verwaltungsgerichtshofes Geheimerat
Dr. Dr=Ing. Weber, zu Mitgliedern Bankdirektor Brink
und Legationsrat Dr. Neidhart gewählt. Man will
zu=
nächſt einen Aufruf ins Land gehen laſſen, der ſich im
Weſentlichen an den Wortlaut des Aufrufs des großen
Ausſchuſſes anſchließt. — Generalſekretär Peter ſtellte
da=
zu die koſtenloſe Ueberlaſſung von Plakaten, Abbildungen
und anderen Propagandamitteln in Ausſicht und teilte
mit, daß demnächſt ein neuer Aufruf erſcheine.
In der kurzen Diskuſſion gab Juſtizrat Calmann=
Alzey wertvolle Winke für die Organiſation der Ausſchuß=
Tätigkeit in Heſſen. Man müſſe die Sammlung
beſchleu=
nigen, damit der Kunſt= und Bauausſchuß ruhigen
Ge=
wiſſens die Lieferungsverträge uſw. abſchließen könne und
bis 1. April 1915 weſentliche Teile des Denkmals fertig
ſeien, denn gerade der Gedanke einer Jahrhundertgabe ſei
ſehr volkstümlich. Ferner ſolle man die weiteſten Kreiſe
zu den örtlichen Ausſchüſſen heranziehen, auch Arbeiter
und Bauern, bei denen die Bismarckſache ſtark Wurzel
gefaßt habe. Auch ſei zu erwägen, ob man nicht am 1.
April jedes Jahres überall Feiern veranſtalten könne, die
finanzielle Stärkung brächten. Nach dieſen dankenswerten
Anregungen entkräftete der Redner noch den hier und da
auftauchenden Vorwurf, die Platzfrage ſei von Laien
eigenmächtig entſchieden worden; ein Gutachten erſter
Künſtler — Bildhauer und Architekten — habe die
Vor=
züge des Platzes einwandfrei dargelegt, ſo daß man kein
Recht habe, künſtlich einen Widerſpruch zwiſchen Künſtlern
und Laien zu konſtruieren. — Präſident Oberbürgermeiſter
Köhler=Worms dankte ſodann für die Wahl, er freue
ſich an dem großen Werk mithelfen zu dürfen und habe den
ihm angetragenen Poſten gern übernommen, obwohl er
gewünſcht hätte, daß, wenn möglich, Staatsminiſter Dr
Ewald ſelbſt weiterhin dieſe Arbeiten leite. Von den
un=
angenehmen Begleiterſcheinungen des Wettbewerbs im
Einzelnen habe er erſt durch die heutigen Verhandlungen
Kenntnis erhalten; er habe nur zweimal Einblick in den
Stand der Dinge erhalten: Zuerſt in Wiesbaden, wo unter
der Fülle ausgezeichneten Materials doch keine ganz
be=
friedigende, würdige Löſung geweſen ſei, und dann in
Mainz, wo Kreis im Verein mit Lederer eine
vollbefrie=
digende, meiſterhafte Löſung gegeben habe. Wir Heſſen
müßten nicht nur, wie alle Deutſchen, an der Errichtung
dieſes Denkmals mitwirken, das, an der Grenze unſeres
engeren Vaterlandes erſtehend, ewig die Taten des großen
Mannes und die Liebe und Verehrung ſeiner
Volks=
genoſſen aller Welt ins Gedächtnis zurückrufen ſolle; wir
müßten vielmehr auch jetzt noch in beſonderem Grade
be=
weiſen, daß wir an der Weſtgrenze volles Verſtändnis
für Streben und Wirken des Altreichskanzlers haben, wie
Bismarck das an ſeinem 80. Geburtstag dem als
Ver=
treter Darmſtadts in Friedrichsruh weilenden Redner
gegenüber rühmend anerkannt habe. Unter nochmaligem
Dank für ſeine Wahl bat Präſident Köhler die Erſchienenen
um ihre wertvolle Mithilfe, worauf um 12½ Uhr
Staats=
miniſter Dr. Ewald die Verſammlung ſchloß.
Kirchlich=poſitive Vereiniguug.
G. Man ſchreibt uns: Am Montag nachmittag fand
die angekündigte Verſammlung im Kaiſerſaale ſtatt.
Eröffnet wurde ſie von Pfarrer Bernbeck aus Okarben,
dem Vorſitzenden der Vereinigung, mit einer Anſprache.
Er begrüßte die Erſchienenen und wies beſonders auf die
Begründung und raſche Entwicklung des „Allgemeinen
poſitiven Verbandes” hin, der bereits in 28
Organiſa=
tionen faſt 80000 Mitglieder umfaßt. Im April dieſes
Jahres hat der Verband einen zahlreich beſuchten
Kon=
greß in Berlin gehalten, eine großartige Kundgebung, die
freilich von der politiſch=liberalen Preſſe der
Reichshaupt=
ſtadt totgeſchwiegen worden iſt. Die jüngſten Vorgänge
auf dem kirchlichen Gebiete und namentlich ein heftige
An=
griffe enthaltender Aufruf von liberaler Seite, der
über=
all verbreitet wird, haben ihn jetzt zu einer Erklärung
ver=
anlaßt, die ſich die Kirchliche poſitive Vereinigung für
HHeſſen in ihrem vollen Umfange aneignet, indem ſie
zu=
gleich noch weitere Abwehrmaßregeln in Ausſicht nimmt.
Hierauf erhielt Herr Pfarrer Laible das Wort zu
ſeinem Vortrage über das Thema: „Kann man heute
noch von einem Fortſchritte des
Chriſten=
zums reden?‟ Dieſe Frage iſt, ſo führte der
Red=
ner aus, nicht im Sinne eines einſeitigen Peſſimismus
oder Optimismus, ſondern auf Grund der Tatſachen von
einem höheren Standpunkt aus zu entſcheiden. Das
Chriſtentum, von dem geſprochen werden ſoll, iſt das alte,
echte, von Chriſtus ſtammende und ſich zu ihm bekennende
Chriſtentum. Sicherlich können viele Erſcheinungen in
unſerer Zeit als Zeichen ſeines Niedergangs betrachtet
werden. Die Wirkung der veränderten Weltanſchauung,
der neueren Bibelkritik und des ſcharf ausgeprägten
In=
dividualismus und die Abwendung weiter Kreiſe der
Be=
völkerung vom Chriſtentum ſind offenbar. Die
Weltan=
ſchauung hängt allerdings nicht — wie man vielfach
fälſch=
lich annimmt — vom Weltbild ab; war doch Kovernikus.
den man als Urheber des neuen Weltbildes bezeichnen
kann, ein gläubiger Chriſt. Aber der Glaube an Gott als
den Schöpfer und Regenten der Welt und ihren Richter
durch Chriſtus iſt bei vielen durch die Lehren der
Natur=
wiſſenſchaft erſchüttert worden. Die Bibelkritik, an ſich
durchaus berechtigt, hat ihre Schranken überſchritten und
vieles, was den Vorfahren ihren Bekennermut gegeben
hat, zerſtört, ja die Perſon Jeſu ſelbſt gemeiſtert. Der
Individualismus hat ſich nicht darauf beſchränkt, das
Recht des einzelnen, wie es in der Ordnung wäre,
gel=
tend zu machen, ſondern iſt zu weit gegangen, indem er
die Wahrhaftigkeit über die Wahrheit erhoben hat. So
kommt es, daß gar mancher Prediger ſich nicht mehr
ver=
pflichtet fühlt, das Evangelium zu verkündigen, ſondern
das Recht für ſich beanſprucht, es zu leugnen. Durch alles
dieſes iſt ein großer Abfall vom Chriſtentum
herbeige=
führt worden. Der Gegenſatz zum alten Glauben zeigt
ſich täglich bei Kirchenwahlen durch Aeußerungen in der
Preſſe und in ſtürmiſchen Volksverſammlungen. Und
neben ſeinen Beſtreitern ſteht die große Menge der
In=
tereſſeloſen. — Wollte man aber deshalb von einem
Nie=
dergang des Chriſtentums reden, ſo würde man Göttliches
mit menſchlichem Maßſtabe meſſen. Nicht nur muß der
Glaube die Hoffnung auf ſeinen Sieg feſthalten, es erkennt
auch das geſchärfte Auge die großen Fortſchritte, die es
trotzdem in unſeren Tagen macht. Der Baum des
Chri=
ſtentums ſenkt tatſächlich ſeine Wurzeln jetzt tiefer in den
Boden und breitet ſeine Zweige weiter aus als ehedem.
Herrliche Zeugniſſe von ſeiner Wahrheit und deutliche
Be=
weiſe ſeiner Kraft ſind noch immer bei Hochgebildeten und
bei einfachen Leuten, bei Theologen und bei Laien zu
finden. Die Offenbarungstheologie hat uns in unermüdlicher
Arbeit tiefer in den Geiſt der Heiligen Schrift geführt und
den Glauben an ihre Wahrheit von neuem befeſtigt.
Gläu=
bige Geiſtliche ſorgen mit doppelter Hingabe für das
Heil der ihnen anvertrauten Seelen. Rechtgläubigkeit
ver=
bindet ſich in wachſendem Maße mit rechter Gläubigkeit.
Wohl iſt die chriſtliche Sitte vielfach geſchwunden, aber
um ſo deutlicher zeigt ſich die Kraft der inneren
Ueber=
zeugung. Unſere Laien ſind mündig geworden, wollen
ſelber prüfen und nehmen an der Arbeit teil. Und auch in
die Weite geht es. Man denke u. a. an die vielen
Bibel=
kränzchen und Jünglingsvereine und an die große Zahl
der Mitglieder, die dem „Jugendbunde für entſchiedenes
Chriſtentum” angehören. Man denke vor allem an die
Liebeswerke der Inneren Miſſion und den reichen Segen,
den ſie ſtiften, und an die immer weiter greifende, ſich
zur Welteroberung auswachſende Tätigkeit der
Heiden=
miſſion. Wie groß ſind doch die Opfer, die für dieſe
Zwecke, meiſt von Unbemittelten, gebracht werden! Ein
grandioſes Schauſpiel iſt in unſerer Zeit zu ſehen: das
Chriſtentum, das echte, alte Chriſtentum wird nicht
nieder=
gerungen von den modernen Einflüſſen, ſo mächtig ſie
auch ſind. Ihm gehört der Sieg. Beſtehen bleibt das
Wort: Jeſus Chriſtus geſtern und heute, und derſelbe
auch in Ewigkeit.” Lauter Beifall folate dem
herzer=
quickenden Vortrage. Der Eindruck war ſo mächtig, daß
ihn niemand durch Ergreifen des Wortes ſtören wollte
und die Verſammlung mit dem Geſana des Lutherliedes
„Ein feſte Burg iſt unſer Gott”, geſchloſſen wurde.
Von der Techniſchen Hochſchule.
Antrittsvorleſung.
Rh. Geſtern nachmittag um 5 Uhr hielt im kleinen
Hörſaale des Phyſikaliſchen Inſtituts Herr Privatdozent
Dr. F. Limmer ſeine Antrittsvorleſung, zu
der eine Anzahl Vertreter des Lehrkörpers, u. a. der Rektor
der Hochſchule, Herr Geh. Baurat Profeſſor Wickop,
der Vorſitzende der Allgemeinen Abteilung, Herr Geh.
Hofrat Prof. Dr. Dr.=Ing. Henneberg; ferner die Herren
Profeſſoren Geh. Baurat Berndt, Geh. Baurat v.
Will=
mann, Geh. Hofrat Dr. Schering, Geh. Hofrat Dr. Müller,
Dr. Meiſel, Dr. Zeißig, Peterſen u. a. m., ſowie viele
Studierende, Hörer und Gäſte der Hochſchule erſchienen
waren.
Das Thema des Vortragenden lautete: „
Farben=
photographie durch Ausbleichverfahren”
Im praktiſchen Gebrauche iſt dies Verfahren noch ſehr
wenig bekannt. In den letzten zehn Jahren hat die
Far=
benphotographie ſehr wichtige Fortſchritte gemacht durch
die Erfindung der Autochromplatte, der
Farbenraſter=
platte. Das Ausbleichverfahren wurde damit aktuell,
weil man von den Autochromplatten nun auch Abzüge
herſtellen wollte. Dieſes Verfahren iſt nicht ganz ſo jung,
wie man annehmen möchte; es wird zuerſt im Jahre 1889
von R. E. Lieſegang erwähnt, und von da an datieren
die Verſuche auf dieſem Gebiete. Die Theorie des
Aus=
bleichverfahrens iſt ſehr einfach. Schon im Altertume
haben ſich die Gelehrten mit dem Ausbleichen, dem „
Schie=
ßen” der Farbe, das manam eigenen Leibe erfahren muß,
beſchäftigt. Dieſes „Schießen” der Farbe beruht auf der
Lichtempfindlichkeit der Farbſtoffe; doch iſt dieſe beſchränkt
und nicht unbedingt vorhanden. Ein lichtempfindlicher
Farbſtoff wird von den Farbſtrahlen, die er abſorbiert,
zerſtört; diejenigen Lichtſtrahlen, die er durchläßt bezw.
reflektiert, greifen ihn nicht an. Daraus reſultiert ein
Ge=
ſetz für das Ausbleichverfahren. Ein beſtimmtes Rot,
Gelb und ein grünliches Blau gemiſcht, gibt Schwarz,
das alle Strahlen abſorbiert. Wie entſteht nun ein
farbi=
ges Bild mit Hilfe des Ausbleichverfahrens? Unter die
farbige Vorlage wird eine Schicht, beſtehend aus einer
Miſchung obiger drei Farben gelegt. Unter der gelben
Farbe der Vorlage wird Blau und Rot zerſtört, da
Gelb nur gelbe Strahlen durchläßt, welche die gelben
Farbſtoffe der Emulſion erhalten. Analog werden unter
Blau die blauen Farbſtoffe, unter Rot die roten Farbſtoffe
erhalten. Grün nun läßt teilweiſe gelbe und teilweiſe
blaue Strahlen durch, die die betreffenden Farbſtoffe
teil=
weiſe erhalten, welche wiederum Grün ergeben. Ein
farb=
loſer Streifen läßt alle Lichtſtrahlen durch, ſo daß alle
Farbſtoffe ausgebleicht werden. Durch das
Ausbleichver=
fahren erhält man ſofort die farbige Kopie. Auf dieſem
Gebiete haben verſchiedene Forſcher gearbeitet; ſo vor
allem Neuhaus, Worel, Sczcepanik, Dr. J. H. Smith und
Redner. Entweder benutzt man eine Schicht, die die
Miſchung der drei Farben enthält, oder drei Schichten der
verſchiedenen Farben wie Sczeepanik. Praktiſch iſt dies
einerlei. Daß das Verfahren im Handel noch nicht zur
Geltung gekommen iſt, liegt daran, daß ſich nur Einzelne
damit beſchäftigt haben. die Zeit und außerordentlich hohe
Geldausgaben nicht geſcheut haben. Dr. Smith hat nach
endlos langen Verſuchen im Jahre 1906 praktiſche
Reſul=
ate erzielt und das Uto=Papier in den Handel gebracht;
das aber als unvollkommen bald wieder verſchwand. Im
November letzten Jahres hat derſelbe Forſcher das
weſentlich verbeſſerte „Utocolor=Rapid‟=Papier
herausge=
bracht. Das Verfahren, das in der Theorie ſo einfach iſt,
hat in der praktiſchen Behandlung ſeine Schwieriakeiten,
ſo richtig zueinander paſſende Nuancen der drei Farben
zu erhalten, die gleichmäßig bleichen und nach der
Be=
handlung nicht weiter bleichen. Die neueſten Forſchungen
Hanns Pelars „Tortola Valencia‟
Tortola Valencia, deren einzigartige Tanzkunſt ihren
Ruhm nun weiter trägt über die Varietees der Welt und
deren faszinierende Reize die Beſucher unſeres Orpheums
Wochen hindurch entzückt haben, iſt von einem Maler,
deſſen künſtleriſche Eigenart mit der ihren eine Fülle von
maleriſchen Harmonien gemein hat, die vor allem in der
Myſtik indiſcher und orientaliſcher Kunſt= und
Lebens=
kultur wurzeln, im Bilde feſtgehalten. Es war zu
er=
warten, daß Hanns Pelar dieſer ſelbſtgewählten
Auf=
gabe, die, ſo reizvoll ſie ſcheint, keineswegs leicht geweſen
ſein mag, zu einer Löſung bringt, die ſowohl die Eigenart
der Künſtlerin, wie ſeiner eigenen Kunſt erſchöpft und zu
einem neuen Kunſtwerk eint Dieſe Erwartung iſt nicht
getäuſcht worden. Hanns Pelar hat ein Kunſtwerk
ge=
ſchaffen, daß auch dem Kenner ſeiner Eigenart noch neue
Reize offenbart und in dem ein teilweiſe gewagtes
Ex=
perimentieren zu überraſchendem Reſultat gelang.
Die Schwierigkeiten beſtanden wohl in erſter Linie
in der Auswahl des „Bildmäßigen” im Gemälde. Wohl
bot der Valencia Tanz eine Fülle von Bildern von farbig
und auch plaſtiſch unendlicher Vielſeitigkeit, die wie ein
Rauſch, oft blitzſchnell am Auge vorüberhuſchten, aber
kaum ein Bild konnte nachhaltig im Gedächtnis haften
bleiben, da die Fülle der Bilder ſich kaum zerlegen ließ.
Dazu trat dann die Schwierigkeit in der Behandlung des
Kolorits, das im Gemälde ja ganz anders ſein muß wie
in dem kaleidoſkopartigen Wechſel auf der Bühne, die
noch mit allen Mitteln der Beleuchtungstechnik arbeitet,
und in der Wiedergabe des raſſigen ſcharfgeſchnittenen
und die Formen ſcharf betonenden Geſichts mit den
Sphynxaugen. Der Künſtler hat all dieſe Klippen mit
künſtleriſchem Takt und großem Können umſchifft
und ein Werk von beſonderem Reiz geſchaffen.
Vor dem von tiefblauem, vielfach in dieſem Blau
variier=
ten Sternenhimmel gebildeten Hintergrund ſteht die
Künſtlerin im Profil in einer charakteriſtiſchen Poſe ihres
arabiſch=indiſchen Tanzes von ungemein plaſtiſcher
Bild=
wirkung. Sie ſteht nicht, ſie tanzt; man vermeint die
Geſtalt ihre begonnenen Bewegungen fortſetzen zu ſehen,
blitzſchnell in andere Stellung überzugehen. Farbig iſt
eine Wirkung erzielt, wie ſie mit gleich einfachen Mitteln
— das ganze Bild iſt im Grunde in zwei Farben
ge=
malt — kaum denkbar iſt. Der nackte Teil des Oberkörpers
und das Geſicht in dem lebendig=warmen weichen
Gelb=
ton des ſüdlichen Taints, die Schleiergewandungen in
getöntem Grau mit matten Silberton in den unteren
Partien; der unten ſichtbare Teil des Tanzrockes
in einem ſatten Lila. Dazu ein eigenartiges Grau mit
Schwarz des quadratiſch aufgeteilten Fußbodens, und zu
beiden Seiten leichte Architektur in Steinform. Die
Far=
ben ſind leicht und dünn aufgetragen und matt getönt, ſo
daß die dekorative Wirkung einzig durch die innere
Leucht=
kraft der Farben erreicht wird. Glänzend iſt allein der
allerdings mit Raffinement angebrachte und im wahren
Sinne des Wortes „aufgetragene” überreiche
charakteriſti=
ſche antike Schmuck der Künſtlerin in verſchieden getöntem
Gold und Silber, Glas und Stein. Die Goldreifen und
Ringe mit den leuchtenden Steinen ſind direkt plaſtiſch
aufgetragen, modelliert. Und wenn auch geſagt werden
muß, daß der Künſtler hier bis an die Grenze des
künſt=
leriſch erlaubten gina, die Wirkung iſt direkt packend.
Das ganze Bild iſt als Gemälde ſehr ernſt aufgefaßt; es
wirkt in der feſſelnden Stellung der Tänzerin, die antikem
Vorbild nachgedacht iſt, faſt religiös, und dieſen Eindruck
hält das Kolorit aufrecht, trotz der warmen Sinnlichkeit,
mit der es empfunden und aus der heraus allein es ganz
verſtanden werden kann.
Im weiteren hat der Künſtler eine prächtige Kopf
zeichnung von der Valencia gefertiat und ſie auch z T
in einer Buddhafigur feſtgehalten, die allerdings noch der
M. St.
Vollendung harrt.
Sete 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
kaufen darauf hinaus, Senſibilatoren herauszuſinden, die
die Lichtempfindlichkeit der Farbſtoffe erhöhen reſpektive
ſie herabſetzen. Beſtimmte Farbſtoffe erleiden im Lichte
eine Veränderung, die mit dem bloßen Auge nicht
erkenn=
bar iſt, doch auf chemiſchem Wege nachgewieſen werden
kann. So wird belichtetes Eritroſin in
Kaliumperman=
ganat gebleicht, unbelichtetes nicht. Das Verfahren geht
nun ſo vor ſich, daß das Utocolor=Papier im Rahmen
unter der Vorlage man dem Licht ausſetzt, genau wie bei
der Schwarz=Weiß=Kopie; dabei ſpielen jedoch Tageszeit,
Temperatur uſw. eine große Rolle. Natürlich ſind bei der
Kopie beide Seiten vertauſcht, doch hilft man ſich dadurch,
daß man die Schicht abziehbar macht und ſo eine richtige
Kopie erhält.
Der Redner erläuterte ſeinen Vortrag durch
ausge=
ührte Beiſpiele und einige wohlgelungene Lichtbilder. Er
dankte zum Schluſſe für die Ueberweiſung eines
Lehrmit=
telfonds von 1000 Mark, ſowie für eine Schenkung von
5500 Mark eines Frankfurter Herrn. Anhaltender
Bei=
fall der Zuhörer lohnte die intereſſanten klaren
Ausführ=
ungen.
Sport.
* Fußballſport. Fußballklub „Olympia”
Am Sonntag ſpielte der Fußballklub „Olympia” gegen
den Fußballklub „Phönir”=Ludwigshafen und verlor mit
2:0 Toren. Das Reſultat hätte ebenſo zu Gunſten der
„Olympia” lauten können, wenn die Gäſte nicht, beſonders
in der zweiten Hälfte, alle verfügbaren Leute vor ihrem
Tore zuſammengezogen hätten, ſo daß es den
Einheimi=
ſchen unmöglich war, auch nur einen einzigen Ball
hin=
durch zu bringen.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 12. Nov. In der heutigen
General=
verſammlung der Berliner
Elektrizitäts=
werke wurde nach Erledigung der Regularien
mitge=
teilt, daß das laufende Geſchäftsjahr eine befriedigende
Entwicklung aufweiſe. Die für die Zeit vom 1. Juli bis
30. September d. J. vorliegende, bereits veröffentlichte
Stromabgabeziffer beläuft ſich auf 54 103026
Kilowatt=
ſtunden oder auf 17,2 Prozent mehr als in der gleichen
Zeit des Vorjahres. Die neuen Anſchlüſſe der
Konſumen=
ten bis zum 4. d. M. beliefen ſich auf 9543 Kilowatt, die
weiteren Anmeldungen auf 6734 Kilowatt.
* Hamm, 11. Nov. In der Aufſichtsratsſitzung der
Weſtfäliſchen Drahtinduſtrie teilten die
Vertre=
ter der Firma Krupp mit, daß ihre Geſellſchaft für
das abgelaufene Jahr eine Dividende von 12 Prozent
verteilen werde. Nach dem
Intereſſengemeinſchaftsver=
trage zwiſchen Krupp und der Weſtfäliſchen Drahtinduſtrie
berechnet ſich demnach die den Aktionären der
Drahtindu=
ſtrie für das Geſchäftsjahr 1911/12 zu zahlende Dividende
auf 9½ Prozent.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift ühernimmk die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Dem Landtag iſt bekanntlich immer noch nicht die
rn Ausſicht geſtellte Beamtenbeſoldungsvorlage von der
Regierung zugegangen. Wie man hört, brauchen ſich die
heſſiſchen Staatsbeamten und Lehrer über die Höhe ihrer
künftigen definitiven Bezüge keinen allzu großen
Hoff=
nungen hinzugeben. Ein Vorſchlag ſei gemacht! Könnte
ſich unſere hohe Staatsregierung nicht mit der
Verwalt=
ung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt wegen
Ueber=
laſſung der Kommiſſion, die die kürzlich glatt
verabſchie=
dete neue ſtädtiſche Gehaltsordnung ſo raſch und „
gehalt=
voll” erledigte, in Verbindung ſetzen? Auch hier würden
die Herren ſicher zum Segen der Staatsbeamten und
Lehrer arbeiten und der Regierung eine große Laſt
ab=
nehmen!
— Auch im nordweſtlichen Stadtteil hatte am letzten
Donnerstag das Waſſer der ſtädtiſchen Leitung ein
ekel=
erregendes Ausſehen. Dieſer Mißſtand zeigte ſich gerade
zur Mittagszeit, bei der Zubereitung der Speiſen zum
Mittageſſen. Die Folge davon war, daß alle Haus=
Lewohner das mehr wie trübe Waſſer andauernd
fort=
laufen ließen, in dem Glauben, hierdurch reines,
appetit=
liches Waſſer zum Kochen zu erhalten. Es entſteht nun
die Frage, wer hat die Koſten für das notwendig
ge=
wordene Fortlaufen des nicht verwendbaren,
unbrauch=
baren Waſſers zu tragen: die Stadt, der Hausbeſitzer
bezw. die Mieter?
Vermiſchtes.
— 1000 Mark Preisausſchreiben. Der
Verlag von Buttericks Moden=Revue
veröffent=
licht in der November=Nummer, die ſoeben erſchienen iſt,
ein Mitarbeiter=Preisausſchreiben, worin
er für die Zuführung neuer Abonnentinnen auf dieſe
ſchon ſeit 17 Jahren monatlich erſcheinende, prächtig
aus=
geſtattete Zeitſchrift 1000 Mark in Preiſen und außerdem
noch Prämien von 50 Pfg. bis zu 2 Mark für jedes
Abonnement ausſetzt. Das Vierteljahrsabonnement koſtet
1,50 Mark. Die näheren Bedingungen des
Preisaus=
ſchreibens verlange man durch die Aktien=Geſellſchaft für
Buttericks Verlag, Berlin W. 8, Leipzigerſtraße 85, Ecke
Firedrichſtraße.
Literariſches.
* „Vierzig Jahre im Dienſte der Kunſt‟
von Anna Ethel, ehemal. Großh. Heſſiſche
Hofſchau=
ſpielerin, Darmſtadt. (Preis elegant gebd. 3.50 Mark,
broſch. 2.50 Mark.) Das Buch, das demnächſt in A.
Berg=
ſträßers Hofbuchhandlung hier erſcheint, ſchildert den
Werdegang und die Wirkſamkeit einer dramatiſchen
Künſt=
lerin, die mit Leib und Seele an ihrem Berufe hing,
Ernſte Szenen wechſeln mit komiſchen. Läßt die Verfaſſerin
den Leſer auch manchmal einen tiefen Blick „hinter die
Kuliſſen” tun, ſo verſteht ſie es doch, in taktvoller und
vor=
nehmer Weiſe, jeden „Theaterklatſch” zu vermeiden.
Hei=
tere Erlebniſſe werden im liebenswürdigſten Plauderton
mitgeteilt, daneben werden aber auch gewichtige und
bren=
nende Fragen der Bühnenwelt behandelt. Auch von „
be=
rühmten Leuten” deren die Verfaſſerin nicht wenige näher
kennen lernte, weiß ſie manch feinen, intereſſanten oder
ſcherzhaften Zug zu berichten. Da das Kunſtleben unſerer
Stadt, vor allem die Darmſtädter Hofbühne, ihre
Mit=
glieder und deren künſtleriſche Leiſtungen den Mittelpunkt
der Erzählung bilden, ſo dürften dieſe Erinnerungen, die
die Gabe der Verfaſſerin, gut zu beobachten und lebendig
zu erzählen, im beſten Licht erſcheinen laſſen, gerade in
Darmſtadt auf freundliche Aufnahme und allgemeines
Intereſſe rechnen.
— Meiſter=Novellen neuerer Erzähler. Mit
ſechs Bildniſſen und einer Einleitung von Richard
Wenz. (Verlag von Heſſe und Becker in Leipzig.) Der
neueſte Band enthält Beiträge von Dora Duncker, Marthe
Renate Fiſcher, Theodor Fontane, Guſtaf af Geijerſtam,
Julius Havemann, Wilhelm Jenſen, Ferdinand v. Saar,
Oſſip Schubin, Adolf Stern, Karl Hans Strobl, Hermine
Villinger und Ernſt von Wolzogen. Jeder Band iſt in
ſich abgeſchloſſen, ohne Bandbezeichnung.
— Der Schnetzchen on Schnarzchen 2.
Bänd=
chen von Otto Kürſten iſt ſoeben zur Ausgabe gelangt.
(Preis 50 Pfg.; L. Thelemanns Verlag in Weimar.) Auch
in dieſem Bändchen ſchildert der Verfaſſer echt thüringiſche
bodenſtändige Charaktere und weiß mit ſeiner behaglichen
Kleinmalerei, ſeinem Humor und ſeiner volkstümlichen
Ausdrucksweiſe durch das ganze Bändchen zu feſſeln und
zu ergötzen.
Ermordung des ſpaniſchen
Miniſter=
präſidenten.
* London, 12. Nov. Aus Madrid wird gemeldet:
Der Miniſterpräſident Canalejas iſt ermordet
worden. Der Täter wurde verhaftet.
* Madrid, 12. Nov. Der Mörder des
Miniſter=
präſidenten Canalejas heißt Manuel Pardinas
Serrato, iſt 27 Jahre alt und ſtammt aus El Grando
in der Provinz Hueska.
* Rom, 12. Nov. Die Tribuna meldet aus Madrid:
Der Mörder erſchoß den Miniſterpräſidenten auf dem
Platz Puerta del Sol, gegenüber dem
Mini=
ſterium des Innern, als ſich Canalejas ins
Mini=
ſterium begeben wollte. Der Mörder, der
Anarchiſt iſt, erſchoß ſich nach der Tat mit demſelben
Re=
volver. In Madrid herrſcht große Aufregung. Der
König, der mittags das Miniſterium verließ, iſt tief
be=
wegt von der Tat.
* Im Oktober 1909 trat das Kabinett Maura wegen
der Ferrer=Angelegenheit zurück und wurde durch das
liberale Kabinett Moret abgelöſt, das aber ſchon nach
vier Monaten, im Februar 1910, dem demokratiſchen
Kabinett Canalejas weichen mußte. Letzteres befolgte
eine ſehr energiſche antivatikaniſche Politik, die zu einem
förmlichen Konflikt mit dem Vatikan führte. Im
De=
zember 1910 bot Canalejas, da er ſeine Miſſion als
er=
füllt betrachtete, dem Könige ſeine Demiſſion an, die aber
nicht angenommen wurde. Im März 1911 kam der Ferrer=
Prozeß in dem Cortes abermals zur Sprache, um eine
Reviſion des Prozeſſes durchzuſetzen. Da bei dieſer
Ge=
legenheit Meinungsverſchiedenheiten innerhalb des
Kabi=
netts zutage traten, demiſſionierte Canalejas am 1. April
Der König beauftragte ihn gleich darauf wieder mit der
Neubildung des Kabinetts und ermächtigte ihn, ſeine
bis=
herige Politik fortzuſetzen. Canalejas hatte ſich in
Spanien durch ſeine energiſche antiklerikale Politik viele
Feinde gemacht.
Eiſenbahnkataſtrophen.
* Stuhlweißenburg, 12. Nov. Auf der Bahn
Budapeſt=Fiume entgleiſten in der Nähe der
Sta=
tion Ereſi zwei nacheinanderfolgende Güterzüge
Eine Lokomotive explodierte. Neun Waggons wurden
zertrümmert. Der Bremſer wurde getötet. Mehrere
Perſonen wurden verletzt.
* Odeſſa, 11. Nov. In der Nähe der Station
Liptſcheny an der Südweſtbahn entgleiſte ein
Per=
ſonenzug. Fünf Wagen wurden zertrümmert.
Vier=
zehn Perſonen, darunter fünf Zugbeamte, wurden
verletzt.
* Petersburg, 11. Nov. Nach aus Odeſſa mitge
teilten Feſtſtellungen wurden bei der Zugentgleiſung bei
Liptſcheny 30 Perſonen verletzt.
* New=Orleans 11. Nov. Bei Yazoo an der
Miſſiſſippitalbahn ſtießen ein Güterzug und ein mit
Ausflüglern beſetzter Perſonenzug zuſammen.
Dreißig Perſonen wurden getötet, über fünfzig wur
den verletzt.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
C Die Börſe und die Preſſe iſt wegen der
befürch=
teten Zuſpitzung des öſterreichiſch=ſerbiſchen
Gegenſatzes in der albaniſchen Frage beunruhigt.
Der „Marſchallsrat” in Wien, eine angebliche ruſſiſche
Er=
klärung zu Gunſten der Adriaanſprüche Serbiens und
ngebliche Mobilmachungsmaßnahmen Rußlands bilden
die hauptſächlichſten Beunruhigungsmomente. In
Ber=
liner diplomatiſchen Kreiſen wird nicht
be=
ſtritten, daß die Lage ungewiß ſei; den angeführten
Mo=
menten aber wird nicht die Bedeutung beigemeſſen, die
man ihnen in der Preſſe zuſchreibt. Was insbeſondere
Rußland angeht, ſo hat es erſt ganz kürzlich erklärt, daß
ſeine Reſerviſten entlaſſen werden ſollten. In der
Adria=
frage zu dem gegenwärtigen Zeitpunkte eine Feſtlegung
Rußlands anzunehmen, hieße an ein Vorgehen glauben,
zu dem ſich keine andere Macht verſtehen will. Für Groß
britannien hat dies der Premierminiſter Asquith
zwar nicht mit dürren Worten, aber doch deutlich
erkenn=
bar abgelehnt. Seine Guildhallrede berückſichtigt
natur=
gemäß die Ungewißheit der Lage, entbehrt jedoch
keines=
wegs beruhigenderer Stellen. Dahin gehört nicht nur der
allgemeine Ausdruck der Hoffnung, daß der
Kriegsſchau=
platz begrenzt bleiben werde, ſondern auch der
eindring=
liche Hinweis auf die Einmütigkeit der „wie von einem
einzigen Willen beſeelten” Großmächte, jenes Ziel zu
erreichen. Etwaiges Mißtrauen betreffs der Aufrichtigkeit
dieſer Wendungen darf vom deutſchen Standpunkte
inſo=
fern für übertrieben gehalten werden, als die Entſendung
nicht unerheblicher Teile der engliſchen Flotte nach dem
Mittelmeer gegen eine kriegeriſche engliſche Politik ſpricht,
die unter den obwaltenden Umſtänden wohl den deutſchen
Flottenrivalen zunächſt aufs Korn nehmen würde. Auch
Churchills Flottenrede braucht das deutſche Mißtrauen
nicht zu wecken, da ſeine Sprache mutatis mutandis die
des Marineminiſters jeder anderen Macht ſein könnte.
Endlich iſt Asquith programmatiſche Aeußerung, die
auf=
getauchten einzelnen Streitfragen müßten der
gemein=
ſamen Löſung vermittels eines allgemeinen Ausgleichs
nach dem Krieg vorbehalten werden, das Anzeichen einer
zweckdienlichen engliſchen Friedenspolitik. Was ſo für
eine ruhigere Auffaſſung der angenblicklichen Lage
ange=
führt werden kann, würde nicht unweſentlich verſtärkt
wer=
den, wenn es ſich beſtätigte, daß weder Bulgarien
noch Griechenland mit Serbien Abmachungen in
Be=
zug auf Albanien getroffen haben. Meldungen dieſes
Inhaltes mehren ſich, bedürfen einſtweilen freilich noch der
Beſtätigung. In jedem Falle aber deutet die
Anweſen=
heit des Präſidenten der bulgariſchen Sobranie in Peſt
auf die Abſicht Bulaariens hin, innerhalb des Balkanbuns
des die diplomatiſche Führung in der Hand zu behalten
* Konſtantinopel, 11. Nov. DerMis
niſter des Aeußern gab dem Vertreter des Wolff=
ſchen Bureaus folgende Erklärung ab: Ueber eine
Ver=
mittlung haben wir noch keine Nachricht. Die Mächte
fragten jetzt bei den vier Balkanſtaaten an, haben
uber anſcheinend noch keine Nachricht erhalten. Nun
er=
warten wir den Kampf bei Tſchataldſcha. Aus
Saloniki haben wir keine Nachrichten, doch wird auf
eini=
gen europäiſchen Miſſionen erklärt, von dort lägen
Mel=
dungen vor, wonach Saloniki in den Händen der Griechen
ſei. In Konſtantinopel wird alles geſchehen, um
die Ruhe aufrecht zu erhalten. Beide Telegraphenkabel,
vie Odeſſa und via Konſtanza, ſind dort, wo ſie bei Kilia
das Meer erreichen, durch Truppen geſchützt. Die große
Zahl der fremden Kriegsſchiffe erſcheint faſt überflüſſig.
Die Gerüchte über Aenderungen im Kabinett ſind von
Grund aus zu dementieren, das Kabinett bleibt. Aber es
iſt möglich, daß eine Aenderung im Oberkommando der
Armee eintritt. Vermutlich übernimmt Izzei Paſcha, der
bisherige Kommandant im Jemen, der dieſer Tage hier
erwartet wird, den Oberbefehl. In militäriſchen Kreiſen
nimmt man an, daß der Aufmarſch der Vortruppen der
Bulgaren vor Tſchataldſcha früheſtens morgen beendet ſein
wird. Man hält es nicht für ausgeſchloſſen, daß bereits
in der Nacht zum Mittwoch die erſten Angriffe erfolgen.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatze.
* Wien, 12. Nov Der Kriegsberichterſtatter der
Reichspoſt meldet vom 6. November in einem Bericht,
welcher verſpätet eingelaufen iſt, über die bisherigen
Operationen der Bulgaren: Bei Beginn des
Krieges rückte die aus zwei Diviſionen beſtehende
zweite Armee unter General Iwanoff von Weſten nach
Norden gegen Adrianopel vor. Gleichzeitig
rück=
ten in die Gebiete von Tamras und Kirdſchali weitere
Diviſionen vor. Das Gros der Tamarasgruppe rückte
ſpäter in das Arda=Tal ein und ging vereint mit der
Gruppe von Kirdſchali gegen die Südoſtfront von
Adria=
nopel vor. Inzwiſchen rückte von Oſten die dritte
Armee unter General Dimitrev in vier Kolonnen von
Norden gegen Kirk=Kiliſſe vor, wovon die öſtliche auf
Petrow, die nächſte über Kovcas, die dritte über Derekoj,
die weſtlichſte Kolonne über Tirnowo diſponiert waren.
Zwiſchen dieſen beiden Armeen wurde das Gros der erſten
Armee eingeſchoben. Die Türken zogen ſich ſchleunigſt
auf den linken Flügel nach Lüle=Burgas zurück
und vollführten gleichzeitig durch Vorſchieben des rechten
Flügels eine Schwenkung der Front gegen Nordweſten.
Dieſe Verſchiebung ermöglichte einerſeits der bei der
Armee Kutintſchefs eingeteilten bulgariſchen
Kavallerie=
diviſion einen raſchen Vorſtoß ſowohl gegen Baba=Eski
zu machen, wie ſich des Uebergangs über den Dimotika zu
bemächtigen. Andererſeits führten die beiderſeitigen
Offenſivbewegungen zu der dreitägigen Schlacht von Lüle=
Burgas und Bunar=Hiſſar. Nach gefallener Entſcheidung
verſuchten die Bulgaren durch einen Vorſtoß über Sarai
den Türken den Rückzug abzuſchneiden. Die Bulgaren ges
langten bis zum 2. November in die Linie Strandza-
Tſcherkeskoj=Tſchorlu, wo die Türken in dreitägiger
Schlacht eine neue ſchwere Niederlage erlitten und in die
Linie von Tſchataldſcha zurückgeworfen wurden. Um
dieſe Gebiete findet jetzt der letzte Kampf ſtatt. Die
Bul=
garen bemächtiaten ſich bereits mehrerer wichtiger
Vor=
poſitionen der türkiſchen Stellung.
* Wien, 12. Nov. Ueber die Operationen vor
Adrianopel meldet der Berichterſtatter der Reichspoſt
weiter: Die Bulgaren haben vor Adrianopel keinen
leichten Stand, da ihre ſchwere Belagerungsartillerie
zwar hinſichtlich des toten und lebenden Materials
vor=
züglich, aber nicht genügend zahlreich iſt, während einzelneg
türkiſche Werke eine relativ große fortifikatoriſche Stärka
beſitzen. Die Bulgaren erſetzten den Mangel an genügend
zablreicher Belagerungsartillerie durch einen
wahn=
witzigen Vorwärtsdrang und durch heroiſche, entſetzlich
blutige Infanterieſtürme. Ich ſah zwei Bataillone im
Sturm vorgehen, von denen kaum zwei Kompagnien
zu=
rückkamen. Von Kadinkoj aus ſtoßen die bulgariſchen
Ko=
lonnen jede Nacht in dem Raum zwiſchen dem Werk
Ainali=Milet und dem nördlich gelegenen Kemertabja vor.
Ebenſo entbrennt jeden Tag aufs neue der Kampf um
Maraſch, das nunmehr ein niedergebrannter
Trümmer=
haufen iſt. Seit dem vorigen Sonntag ſind ſerbiſche
Truppen bei der Belagerungsarmee bei Adrianopel
ein=
getroffen. In Muſtafa Paſcha ſind ungefähr 1½
Divi=
ſionen durchmarſchiert. Die Entſcheidung dürfte auf
bei=
den Punkten, bei Tſchataldſcha, ſowie Adrianopel,
unge=
fähr gleichzeitig fallen.
* Sofia 12. Nov. Das Blatt Mir erfährt, die
Türken verſuchten geſtern nacht 10½ Uhr von
Ekmektchi=
koej aus gegen die Nordweſtfront einen Ausfall,
wur=
den aber durch mörderiſches Artilleriefeuer der Bulgaren
zurückgetrieben, wodurch ſie ernſte Verluſte erlitten.
* Konſtantinopel, 11. Nov., 8 Uhr morgens.
Wie der Kommandant der türkiſchen Flotte meldet,
ver=
nichtete die Flotte durch ihr Geſchützfeuer die bulgariſche
Batterie an der Küſte von Rodoſto. — Nach Zeitungs=,
meldungen beſetzten die Bulgaren vorgeſtern Rodoſtd.
Der Kreuzer „Meſſudije” erhielt daraufhin den Beſehl,
Rodoſto zu bombardieren und durch eine
Land=
ung von 3000 Mann, die auf zwei Transportſchiffen
her=
angeſchafft waren, zu erleichtern. Die Landung erfolgte
geſtern, worauf die Bulgaren die Stadt räumten, die die
Türken wieder beſetzten.
Die Blätter melden, daß der interimiſtiſche
Kriegs=
miniſter Tewzi, Marſchall Fuad Paſcha, drei Generäle und
etwa 50 Ulemas geſtern abend nach Tſchataldſcha
abreiſten. Prinz Abdul Halim, deſſen Wunde geheilt iſt,
begab ſich wieder zum Kriegsſchauplatz. Nach
Privat=
meldungen verließen zahlreiche Einwohner Dedegatſch und
Cavalla.
Vom weſtlichen und ſüdlichen Kriegsſchauplatze.
* Rjeka 12. Nov. General Wukotitſch
unter=
warf vollſtändig die Arnauten in der Nachbarſchaft von
D jakowa, die alle Waffen ablieferten. General
Wu=
kotitſch iſt auf dem Vormarſch, um die Belagerungsarmee
von Skutari zu verſtärken. Eine ſerbiſche
Heeresab=
teilung unter General Zivkowitſch ſoll ebenfalls auf dem
Marſche ſein, um die Montenegriner vor Skutari zu
unterſtützen.
* Rjeka, 12. Nov. Nach Privatmeldungen hat das
Bombardement von Skutari großen
Scha=
den verurſacht. Sachkenner verſichern, die Beſatzung
werde ſich nicht lange halten können. Es heißt, daß ein
Teil der Verteidigungstruppen des Taraboſch wegen
der Ausſichtsloſigkeit eines Widerſtandes flüchtete. Die
türkiſchen Vorpoſten hätten die Deſerteure gezwungen,
zum Taraboſch zurückzukehren. Einige Deſerteure
wur=
den verwundet.
* Athen, 12. Nov. Geſtern iſt die erſte Depeſche
aus Saloniki hier eingetroffen. In dieſer verlaugt
der Chef der Telegraphie in der Armee des
Kronprin=
zen die Entſendung von 25 Telegraphenbeamten und
verſchiedenen Materials, da die Telegraphenleitungen an
verſchiedenen Stellen der Stadt durch Feuersbrünſte zer=
Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 7.
ſtört ſind. Die Prinzeſſin Sophie und die
ausländi=
ſchen Militärattachees vegeben ſich heute auf Einladung
des Kronprinzen an Bord des Dampfers „Mykali” nach
SSaloniki. — Ueber 1000 Reſerviſten ſind aus Amerika
hier eingetroffen. — Der deutſche Dampfer „Tonedos”
mit 81 Paſſagieren an Bord iſt von einem griechiſchen
Torpedoboot mit Beſchlag belegt und nach dem Piräus
gebracht worden.
* Athen, 12. Nov. Infolge ſchwerer
Regen=
güſſe ſind die Verbindungen mit den Provinzen
unterbrochen. Mehrere Eiſenbahnlinien ſind
be=
ſchädigt, auch ſonſt iſt der in Athen und den Provinzen
angerichtete Schaden beträchtlich.
* Athen, 12. Nov. General Sapundjakis
tele=
graphierte aus Arta: Die griechiſche Armee hat geſtern die
Feſtungswerke Pendepigadia beſetzt. Der Feind
wurde verfolgt, zog ſich hinter Pendepigadia zurück und
ſtellte dort Batterien auf, die den ganzen Tag ohne
Er=
folg feuerten.
Sonſtige Meldungen.
* Konſtantinopel, 11. Nov. Wie der Miniſter
des Aeußern dem Vertreter des Wolff=Bureaus erklärte,
denkt die Türkei nicht daran, wie die Gegner, den Krieg
auf das religiöſe Gebiet hinüberzuſpielen und die
religiöſen Leidenſchaften aufzuſtacheln. Der in den
Zei=
tungen erſchienene Aufruf zum „Heiligen Krieg” ſtamme
nicht vom Scheich ül Islam. Der geiſtliche Beamte, der
den Aufruf verbreitete, ſei bereits beſtraft und die
Zeitun=
igen, die ihn veröffentlichten, ſeien ſuspendiert worden.
* Paris, 12. Nov. Das Miniſterium des Aeußern
erklärt die von den auswärtigen Blättern verbreiteten
Gerüchte über Maſſakres oder Feuersbrünſte
in Konſtantinopel für falſch. Telegramme
ſeiner Vertreter erwähnen nichts derartiges.
Letzte Nachrichten.
HB. Konſtantinopel, 12. Nov. Hier herrſcht
andauernd Ruhe. Nach Meldungen von der Tſcha=,
ſtaldſcha=Linie iſt der Anmarſch der Bulgaren
be=
tendet. Heute oder morgen wird der entſcheidende Angriff
erwartet.
* Malta, 12. Nov. Der deutſche Kreuzer
„Goeben” iſt hier eingetroffen.
* Wien, 12. Nov. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Belgrad: Der italieniſche Geſchäftsträger
kſuchte geſtern den Miniſterpräſidenten Paſitſch auf,
nachdem der öſterreichiſch=ungariſche Geſandte ihn
verlaſ=
iſen hatte. Er erklärte im Namen ſeiner Regierung: Die
italieniſche Regierung hat immer die
natio=
nale Entwicklung Serbiens mit dem größten
Wohlwollen begleitet. Die italieniſche Regierung verſtand
auch, daß Serbien das Verlangen hat, ſeinen
Stammes=
genoſſen in Mazedonien zu helfen. Aber gerade der
Grund, der die Serben veranlaßt hat, in den Krieg zu
gehen, müßte Serbien die Verpflichtung auferlegen,
Albanien gegenüber eine andere Stellung
an=
zunehmen, als dies gegenwärtig geſchieht. Aufgrund
des nationalen Prinzips hat Serbien den Krieg
begon=
men und darf dieſes Prinzip den Albaneſen gegenüber
nicht verletzen. Vom nationalen Standpunkte aus wäre
es zu verurteilen, wenn Serbien die albaneſiſche Nation
unterdrücken wollte. Italien fühlt ſich in der
Angelegen=
heit betreffs Albaniens und der Frage der albaneſiſchen
Häfen mit Oeſterreich=Ungarn ſolidariſch. Italien gibt
Serbien den Rat, ſeine Anſprüche zu mäßigen. Italien
würde dazu beitragen, daß die wirtſchaftlichen
Bedürf=
niſſe Serbiens möglichſt befriedigt werden.
Miniſterprä=
ſident Paſitſch antwortete, er verkenne nicht die
wohlwol=
lende Geſinnung Italiens. Die ſerbiſche Regierung
werde den Rat der italieniſchen Regierung in Erwägung
ziehen.
* Peſt., 12. Nov. Der Präſident der
bul=
gariſchen Sobranje verabſchiedete ſich heute mittag
von Graf Berchtold. Er begibt ſich heute abend nach
Stara=Zagora ins Hauptquartier.
* London, 12. Nov. Das Reuter=Bureau meldet
aus Rjeka vom 11. d. M.: Das Bombardement
Skutaris wurde geſtern abend wieder aufgenommen.
Die Türken zogen ſich auf die höchſten Stellungen zurück.
Wegen des Mangels an Lebensmitteln und des
herrſchen=
den Schneetreibens verſuchten ſie am Abend, ihre
Stellun=
gen zu verlaſſen und ſich in die Stadt zurückzuziehen,
wur=
den aber durch die Montenegriner zurückgeworfen. — Der
König iſt geſtern nach Antivari abgereiſt.
Darmſtadt, 13. November.
g. Strafkammer. Die Strafkammer verhandelte
geſtern noch in einer Anklage wegen mehrfachen Einſteig=
Diebſtahls und mehrerer Urkundenfälſchungen gegen vier
Jugendliche Die Verhandlung machte eine
umfang=
reiche Beweisaufnahme erforderlich und nahm erſt in den
Abendſtunden ein Ende. Angeklagt war der 12jäheige
Schüler Georg M. von Viernheim, in vier Fällen in eine
Wohnung durch ein offenſtehendes Fenſter eingeſtiegen zu
ſein und dort Geldbeträge von 3 und 5 Mark, ſowie
Zigarren und Zigaretten geſtohlen zu haben. Der 16
jäh=
rige Taglöhner Stephan Bugert war beſchuldigt, in
vier Fällen ſich der Urkundenfälſchung ſchuldig gemacht zu
haben. Er hatte Zettel geſchrieben mit der Unterſchrift
ſeines Vaters, durch die um Hergabe von einer, zwei oder
drei Mark gebeten wurde. Die Zettel brachte Bugert zu
Bekannten. In drei Fällen hatte er Erfolg und erhielt
Geld, in einem weiteren Fall nicht. Der Angeklagte M.
gab zunächſt an, er ſei durch Drohungen zu den
Dieb=
ſtählen veranlaßt worden. Das iſt jedoch nach der
Ver=
nehmung dieſes Angeklagten, der inzwiſchen wegen eines
weiteren Diebſtahls in Haft genommen werden mußte,
nicht recht wahrſcheinlich, denn er kannte wohl die
Ver=
hältniſſe in der betreffenden Wohnung, Bugert jedoch
nicht. Das geraubte Geld verbrauchte M. gemeinſam mit
Bugert und zwei weiteren 14= und 15jährigen
Viern=
heimer Buben zu Biertrinken und Tabakrauchen. Ebenſo
rauchten ſie die geſtohlenen Zigarren und Zigaretten
ge=
meinſchaftlich. Die beiden bei den Diebſtählen und
Ur=
kundenfälſchungen nicht beteiligten Jungen wurden
frei=
geſprochen Bugert wurde zu zwei Monaten
ſund M. zu zehn Wochen Gefängnis verurteilt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 12. Nov. Der Reichsanzeiger meldet: Der
Bundesrat erwählte als Mitglied des
Reichsgeſundheits=
rats den Ober=Medizinalrat Balſer, Vortragender Rat
im heſſiſchen Miniſterium des Innern.
Kiel, 12. Nov. Die Howaldts=Werke tragen heute
aus Anlaß des Stapellaufs des kleinen
Kreu=
zers „Erſatz Geyer” prächtigen Flaggen= und
Guir=
landenſchmuck. Wenige Minuten vor 12 Uhr erſchienen in
einer Motorbarkaſſe das Prinzenpaar Heinrich
mit dem Prinzen Waldemar von Preußen, die an der
An=
legeſtelle vom Vertreter des Reichsmarineamts,
Vize=
admiral Rollmann, vom Aufſichtsrat und dem Direk=
torium der Werft, Polizeipräſidenten v. Schröter
ſo=
wie einer Abordnung aus Roſtock empfangen und durch ein
Spalier von Marinemannſchaften nach der großen Helling,
wo der Kreuzer liegt, geleitet wurden. Hier hatten ſich
bereits der Aufſichtsrat, das Direktorium, ferner die
Ad=
miralität und die dienſtfreien Offiziere der Garniſon,
ſo=
wie zahlreiche geladene Damen und Herren eingefunden.
Während das Prinzenpaar mit Gefolge in dem mit
meck=
lenburgiſchen Farben geſchmückten Pavillon Platz nahm,
beſtieg der Bürgermeiſter von Roſtock, Maßmann, in
Begleitung Rollmanns, ſowie des Schiffsbaudirektors der
Howaldtswerke die Taufkanzel und hielt die Taufrede.
Bei den Worten: Ich taufe Dich auf den Namen
„Roſtock” zerſchellte der Redner eine Flaſche Sekt am
Buge des Kreuzers Wenige Sekunden, nachdem der
Schiffsbaudirektor das Zeichen zum Ablauf gegeben hatte,
glitt das Schiff ruhig und ſchnell in das Waſſer,
wäh=
rend die Muſik die Nationalhymne ſpielte und die
Feſt=
verſammlung ein dreifaches Hurra ausbrachte.
Heute mittag fand ein vom Reichsmarineamt
ge=
gebenes Frühſtück ſtatt, an dem außer dem Prinzen
Heinrich u. a. die Bürgermeiſter von Roſtock Dr.
Maßmann und Dr. Becker teilnahmen. Als Vertreter
des Staatsſekretärs des Reichsmarineamts war
Vize=
admiral Rollmann anweſend.
* Breslau, 12. Nov. In einer Mädchenſchulklaſſe in
der Schießwerderſtraße wurde geſtern mittag von einem
unbekannten Täter durch das Fenſter geſchoſſen und
ein Mädchen am Auge ſchwer verletzt.
* Madrid, 12. Nov. Die Kammer nahm den
Ent=
wurf über die Ausgabe von dreihundert Millionen
Peſe=
tas in Schatzſcheinen zur Liquidation der Obligationen des
bereits abgeſchloſſenen Rechnungsjahres, ſowie die
Vor=
lage über die Einrichtung von Freilägern in beſtimmten
Häfen an.
* Belgrad 12. Nov. Der Expräſident der ruſſiſchen
Reichsduma. Gutſchkow. iſt hier eingetroffen.
* Waſhington, 12. Nov. Der Kriegsſekretär und
der Ingenieurausſchuß der Armee verweigerten den
deutſchen Dampferlinien die Erlaubnis,
die Hobokener Piers in den Hudſonfluß hinein zu
ver=
längern. Wie es heißt, werden auch die britiſchen
Dampfer=
linien ihre Piers verkürzen müſſen, wenn die
augenblick=
lich geltenden Verträge abgelaufen ſind. Die Verträge
gehen bis zum 15. April.
* Saigon, 12. Nov. Ein Taifun hat an der Küſte
von Annam, beſonders in Nhatrang beträchtlichen
Scha=
den angerichtet. Dreißig Perſonen ſind umgekommen.
H. B. Berlin, 12. Nov. Eine Meldung der Frkf. Ztg.,
daß der öſterreichiſche Thronfolger Erzherzog
Franz Ferdinand morgen nach Berlin abreiſen
werde, um mit Kaiſer Wilhelm zuſammen zu treffen, iſt
bis zur Stunde unbeſtätigt geblieben. Die hieſige
öſter=
reichiſche Botſchaft hat noch keine Benachrichtigung
hier=
über erhalten. Den geſtrigen Wiener Meldungen entgegen
trifft der Thronfolger programmäßig am 22. ds. Mts.
in Springe ein, um an den Letzlinger Hofjagden
teilzu=
nehmen.
H.B. Berlin, 12. Nov. Das große Los iſt mit
ſeinen beiden Nummern nach Frankfurt a. M. und Eſſen
(Ruhr) gefallen.
— Köln, 12. Nov. Der ruſſiſche Hauptmann
Koſte=
witſch, deſſen Anklage am Donnerstag zur Verhandlung
kommt, iſt heute mit ſeiner Frau hier eingetroffen.
— Köln, 12. Nov. Beim Rangieren auf dem
Bahnhof Rodenkirchen fuhren zwei Wagen über den
Prellbock hinaus und drückten einen Teil des
Dienſt=
gebäudes des Bahnhofsvorſtehers ein. Der
Bahnhofs=
vorſteher konnte ſich beim Einſtürzen der Decke noch durch
einen Sprung retten.
Reichenberg i. B., 12. Nov. Der Hochſtapler
Scholze aus Berlin und ſeine Frau ſind heute hier
verhaftet worden. Man fand bei ihnen verſchiedene
Einbruchswerkzeuge und gefälſchte Dokumente.
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Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Die Unempfindlichkeit der
Metalldrahtlampen wurde kürzlich durch ein
Vorkommnis in London trefflich illuſtriert. Dort wurde
in Marylebone Road durch den Anprall eines Motor=
Omnibuſſes ein Laternenpfoſten entzweigebrochen und
die Laterne heruntergeworfen und zerbrochen. Trotzdem
blieb die inſtallierte Osram=Drahtlampe unbeſchädigt
und erſtrahlte bei Wiedereinſchaltung des Stromes in
unverminderter Stärke.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Bethania” von Neworleans kommend,
8. Nov. 4 Uhr 30 Min, morgens in Hamburg. „
Pal=
lanza” 6. Nov. 3 Uhr nachm. in Quebec. „Batavia‟
9. Nov. 10 Uhr morgens in Baltimore. „Graf
Walderſee‟ 9. Nov. 11 Uhr morgens in Philadelphia.
„Pretoria” 10. Nov. 12 Uhr mittags in New=York.
„Steiermark” von Neworleans kommend, 9. Nov. von
Norfolk, „Tropea”. von Neworleans kommend, 11 Nov.
4 Uhr morgens in Hamburg.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt Karten.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die ſchmerzliche Nachricht, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, meine
innigſt=
geliebte Gattin, unſere liebe Mutter, Tochter,
Schweſter, Schwägerin und Tante (23473
Frau Elisabethe Becker
geb. Vetter
nach langem, ſchwerem, mit Geduld ertragenem
Leiden im Alter von 46 Jahren zu ſich zu
nehmen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Andreas Becker, Weichenſteller I. Kl.,
Georg Becker,
Familie Vetter, Familie Bauer.
Darmſtadt, Fr.=Crumbach, Cöln, 13. Nov. 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 14. Nov.,
nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehauſe
Moller=
ſtraße 6 aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten,
unſeres Vaters und Großvaters
(*11598
Johann Geord Feser
ſagen wir Allen innigen Dank.
Familie Feser.
Meſſel, den 12. November 1912.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
Heute nachmittag 3 Uhr verſchied nach
kurzem, ſchwerem Leiden unſere innigſtgeliebte,
(23471
unvergeßliche Schweſter
Fräulein JohannaOtto.
Sulzheim i. B.,
Auerbach, Heſſen,
11. Nov. 1912.
Karl Otto u.
Josef Otto.
Familie,
Die Beerdigung findet Donnerstag, 14. Nov.,
nachmittags 3 Uhr, auf dem Darmſtädter
Fried=
hofe ſtatt.
Blumenſpenden dankend abgelehnt.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die traurige Nachricht, daß heute nacht
½ 1 Uhr meine innigſtgeliebte Frau, unſere gute
Mutter, Tochter, Schweſter und Schwägerin
Frau
Marie Magdatena Geyer
geb. Horlebein
im 40. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
Darmſtadt, den 12. November 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Geyer,
Großh. Hochbauaufſeher.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14.
d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Beſſunger
(B23485
Friedhofe aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet hat ſich etwas nach Südoſten
verlagert. Infolgedeſſen brachten friſche Nordweſtwinde
in der Ebene Regen, in höheren Lagen Schnee. Die
Temperaturen liegen zwiſchen 1 und 7‟. Da das
Tief=
druckgebiet nach Südoſten abziehen wird, kommen wir
allmählich auf die Rückſeite. Wir haben wechſelnde
Be=
wölkung, Regen= und Schneeſchauer zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 13.
No=
vember: Wechſelnd bewölkt, Regen= und Schneeſchauer,
nordweſtliche Winde, kälter.
Tagestalender.
Großh Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: „Der
Troubadour”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
100. Vereinsabend des Inſtrumentalvereins um
8¼ Uhr im Salbau.
Vortrag von Graf v. Hoensbroech um 8½ Uhr im
„Kaiſerſaal” (Akademiſcher Bismarckbund).
Lichtbilder=Vortrag des Afrikareiſenden
Wohl=
gemuth um 8¼ Uhr im Saal „Zur Traube”.
Verkauf des Hilfsvereins für die Baſler
Frauen=
miſſion in den Heidenländern von 10—6½ Uhr
Kies=
ſtraße 17.
Wahl zur Handelskammer (Gruppe Induſtrie)
von 10—12 Uhr Rheinſtraße 9.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23,
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage: Rheinſtraße 23):
Dr. Woodrow Wilſon, der neue amerikaniſche Präſident.,
Dr. Kaempf; Konteradmiral Trummler, der das
Kom=
mando der nach den türkiſchen Gewäſſern entſandten
deutſchen Schiffe übernahm; die letzte
Verteidigungs=
ſtellung der türkiſchen Armee; die Zitadelle von
Sa=
loniki; verwundete türkiſche Offiziere werden von
Mit=
gliedern der deutſchen Botſchaft in Konſtantinopel
ge=
pflegt.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 14. November.
Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Hermann
(Kranichſteinerſtraße 35) um 9 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Drutk und Berage 4. 6. Witiaſte Seſtuhenderil=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
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Ein Jubiläum der Baupolizei.
Von Baupolizeikommiſſar J. Pfeiffer in Darmſtadt.
Zu denjenigen Behörden, die berufen ſind für das
öffentliche Wohl zu wirken, gehört auch die Baupolizei.
Sie iſt alten Urſprungs, jedoch läßt ſich ihr Alter mit
Beſtimmtheit nicht feſtſtellen. Eine Verordnung vom Jahre
1673, Funktionen baupolizeilicher Natur enthaltend,
be=
weiſt das Beſtehen der Baupolizei, wenn auch in recht
be=
ſcheidenem Umfang ſchon ſeit 240 Jahren. Nach dieſer
Verordnung wurden die Beamten angewieſen, darauf zu
ſehen, daß die Wohnhäuſer und Gebäude in gutem
Zu=
ſtande erhalten und verfallene und ruinierte Gebäude in
gewiſſer Zeit wieder aufgebaut werden. Weitere
Ver=
ordnungen kamen hinzu, Verordnungen, die ſich allmählich
den Bedürfniſſen entſprechend herausgebildet haben; ſie
behandeln die Standſicherheit und Feuerſicherheit der
Bauwerke, Beſchränkung der Baufreiheit, äſthetiſche und
hygieniſche Fragen, im Weſentlichen alſo die Grundzüge
der Baupolizei.
Die Funktionen der Baupolizei lagen vor 100 Jahren
in den Händen der Großherzoglich Heſſiſchen Polizei=
Deputation; ſpäter wurden ſie dem Großherzoglichen
Kreisrat übertragen und gingen von hier aus wiederum
an Großherzogliches Polizeiamt wohl aus
Zweckmäßig=
keitsgründen zurück. Die Lokalbauordnung für die Stadt
Darmſtadt vom Jahre 1825, ſowie das
Polizeiſtrafgeſetz=
buch vom Jahre 1855 und die Heſſiſche
Verwaltungsgeſetz=
gebung vom Jahre 1874 waren der Handhabung der
Bau=
polizei zu Grunde gelegt.
Dieſe Verordnungen und Geſetze erwieſen ſich jedoch
allmählich als unzureichend und es wurde ſchließlich zur
Herausgabe einer das Bauweſen allgemein regelnden
Baugeſetzgebung geſchritten.
Das Alte ſtürzt, es ändert ſich die Zeit und neues
Leben blüht aus den Ruinen. Es entſtand die allgemeine
Bauordnung, die im Jahre 1882 in Kraft getreten iſt und
anſchließend hieran das Ortsbauſtatut im Jahre 1886 und
die Baupolizeiordnung vom Jahre 1887. Mit dieſer neuen
Geſetzgebung beginnt ein neuer Abſchnitt in der Geſchichte
der Baupolizei, ſie wurde neu organiſiert und figuriert
von da ab als ſelbſtändige Verwaltung nunmehr 25
Jahre anfänglich unter der Oberleitung des Vorſtandes
des Polizeiamts und ſeit 1898 unter derjenigen des
Bür=
germeiſters. Neue Geſetze ſtellen auch neue Aufgaben und
bringen erhöhte Verantwortungen. Die früher
eng=
begrenzte Tätjgkeit der Baupolizei erweiterte ſich
unge=
mein, die empiriſche Bauweiſe wurde aus wirtſchaftlichen
Gründen nach und nach verlaſſen; es ſtellte aber auch die
ſtets fortſchreitende Baukunſt höhere Anforderungen an
die Baupolizei; insbeſondere auf dem techniſchen Gebiete.
Es ſei hier nur an die umfangreichen Bauausführungen
in Verbindung mit ſchwierigen Eiſenkonſtruktionen und
an den Eiſenbeton der Neuzeit gedacht. Auch die
Fort=
ſchritte in ſozialer Hinſicht führten zum Ausbau der
bau=
polizeilichen Geſetzgebung. Es wurde die
Wohnungsfür=
ſorge und der Bauarbeiterſchutz ins Leben gerufen, beide
Zweige ſtellten der Baupolizei neue bis jetzt unbekannte
Aufgaben, auch wurde die Wohnungsaufſicht und die
Kon=
trolle des Gerüſtbaues uſw eingeführt.
Der Ausbau der anleitenden Baugeſetzgebung hielt
gleichen Schritt mit dem Vorwärtsſchreiten auf
wirtſchaft=
lichem und ſozialem Gebiete; ſo kam es, daß den Bedürf=
niſſen entſprechend innerhalb der letzten 25 Jahre 52
Nach=
träge zum Ortsbauſtatut, 9 Nachträge zur
Baupolizeiord=
nung und 9 Polizeiverordnungen erſchienen ſind; eine
ſtattliche Zahl, wenn man bedenkt, daß die ſeinerzeit im
Jahre 1825 erlaſſene Lokalbauordnung 57 Jahre ohne
Nachträge genügte. Dies allein beweiſt zur Evidenz,
welchen Aufſchwung einerſeits die Bautätigkeit innerhalb
der letzten 2½ Jahrzehnte genommen hat, und welche
Anſprüche andererſeits an die Baupolizei geſtellt wurden,
ſie waren der mannigfachſten und ſchwierigſten Art,
ins=
beſondere während der Periode des ungeſunden
Bau=
ſpekulantentums. Weitere Geſetzgebungen ſind für das
Bauweſen von einſchneidender Bedeutung, es ſei hier nur
an das Bürgerliche Geſetzbuch, an die Gewerbeordnung,
an das Geſetz der Denkmalpflege und an das
Urkunden=
ſtempelgeſetz erinnert. Es iſt ohne weiteres einleuchtend.
daß die Baupolizei entſprechend den Verhältniſſen in ein
ganz anderes Stadium gerückt und mehr und mehr auch
von Privaten bewertet worden iſt, da ſie zum Schutze des
Eigentums außeroedentlich viel beiträgt.
Die Planprüfung und die Baukontrolle wurden zur
Verhütung von Unfällen immer ſorgfältiger und in
ein=
gehender Weiſe vorgenommen. Die 3 amtlich
vorgeſchrie=
benen Reviſionen an jedem Neubau genügten nicht mehr
es mußte der Fortgang der Bauarbeiten eingehend
über=
wacht werden und ſo findet mindeſtens alle 3 Tage eine
Beſichtigung der einzelnen Bauſtellen ſtatt, wobei ſich das
Augenmerk nicht nur auf die Konſtruktionen, ſondern auch
auf die Baumaterialien richtet. Da das Gebiet des
öffent=
lichen Wohls unerſchöpflich iſt, mußte auch das
Arbeits=
feld der Baupolizei immer größer und größer werden.
Sie wurde eine Wohlfahrtseinrichtung und hatte nicht
nur die ihr geſetzlich auferlegten Obliegenheiten rein
poli=
zeilicher Natur zu erfüllen, ſie mußte auch beratend und
beſſernd tätig werden. Da ſich auch die wirtſchaftlichen
Momente im Geſchäftsleben immer ſchärfer geſtalteten,
mußte die Baupolizei auch dieſen Verhältniſſen Rechnung
tragen und beſtrebt ſein, die Wünſche des bauenden
Pu=
blikums nach Möglichkeit mit den baugeſetzlichen
Be=
ſtimmungen in Einklang zu bringen; ſie ſteht daher dem
Bauherrn überall zur Seite und ſucht ihn vor
Schädig=
ungen in konſtruktiver Hinſicht zu bewahren.
Anderer=
ſeits iſt auch die Baupolizei bemüht, die Städtebaukunſt
zu heben und auf Erſtehen geſchmackvoller Faſſadenbilder
hinzuwirken
Die Tätigkeit der Baupolizei iſt wegen ihres
polizei=
lichen Charakters im allgemeinen einer kritiſchen
Beurteil=
ung unterworfen, aber trotz alledem iſt ſie eine
ſegens=
reiche, ſie wendet manche Gefahr und manchen Verluſt an
Privatvermögen ab, ſie dient ſo dem öffentlichen Wohl
in ganz hervorragender Weiſe. Ueber den Umfang der
baupolizeilichen Tätigkeit und der Bautätigkeit überhaupt
geben die folgenden Zahlen Aufſchluß. Während der
letz=
ten 25 Jahre wurden 2830 Vordergebäude errichtet,
indu=
ſtrielle Gebäude, Hinter= und Seitengebäude ſind hierbei
nicht mitgerechnet. An neuen Wohnungen ſind innerhalb
dieſer Zeit 11200 entſtanden.
Wenn man in Betracht zieht, daß ſich in Darmſtadt
im ganzen 5490 Vordergebäude (Wohnhäuſer) befinden
und die Geſamtzahl der Wohnungen ſowohl in
Vorder=
gebäuden als auch Hintergebäuden 21890 beträgt, ſo
kommt man zu der Schlußfolgerung, daß innerhalb der
letzten 25 Jahre mehr Gebäude und Wohnungen errichtet
wurden, als in tauſend Jahren vorher. Dieſe Zahlen
geben ein deutliches Bild von dem wirtſchaftlichen
Auf=
ſchwung der letzten Zeit und von der eminenten Tätigkeit,
die die Baupolizei entfalten mußte. Nach dem neuen
Zeitabſchnitt der Baupolizei ſind jetzt 25 Jahre in
er=
ſprießlicher Tätigkeit verfloſſen; möge auch fernerhin ein
glücklicher Stern über dem Wirken der Baupolizei walten
zum Segen der Allgemeinheit.
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Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Pollzeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Mädchenpaletot. 2 Schlüſſel an einem Ring u.
Haken. 2 Anhänger für eine Uhr an Kettchen (Studentenwappen).
1 mattgoldene Broſche mit Amethyſt. 1 grauer Filzhut. 1 Schlüſſel.
1 Päckchen Schürzenſtoff. 1 goldener Damenring mit rotem Stein.
1 gelbe Decke mit Stickmuſter. 1 Sturmlaterne. — Zugelanfen:
1 ſchwarzer Hund.
(23480
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(23475
Verpachtung
der ſtädtiſchen Badeanſtalt und der Fiſcherei in dem in der
Gemarkung Darmſtadt liegenden Woog.
Der Betrieb der ſtädtiſchen Badeanſtalt am Woog, einem etwa
10 ha großen Teich in der Gemarkung Darmſtadt, und die Ausübung
der Fiſcherei in ihm ſollen ungeteilt an einen kautionsfähigen,
zu=
verläſſigen Unternehmer vom 1. April 1913 ab auf 3 Jahre verpachtet
werden. Die Badeanſtalt umfaßt:
1. eine Männerbadeanſtalt für Schwimmer am ſüdweſtlichen
Ufer des Woogs, im Jahre 1904 vollſtändig neu erbaut,
mit 28 einzelnen Auskleidezellen, 2 großen und 4 kleinen
gemeinſchaftlichen Hallen, Douchevorrichtungen und
Vor=
richtungen zur Erteilung von Schwimmunterricht;
2. eine Männerbadeanſtalt für Nichtſchwimmer auf der „Inſel”,
im Jahre 1906 vollſtändig neu erbaut, mit 8 geſchloſſenen
Zellen, die unmittelbar ins Waſſer führen, 7 weitere Zellen
zum Aus= und Ankleiden und 5 großen gemeinſchaftlichen
Auskleidehallen, Douchevorrichtung uſw.;
8. ein ringsum abgeſchloſſenes Frauenbad mit großem Baſſin
für Schwimmerinnen und kleinerem Baſſin für
Nicht=
ſchwimmerinnen, mit 41 einzelnen Auskleidezellen,
Douche=
vorrichtung und Vorrichtung zum Erteilen von
Schwimm=
unterricht; außerdem 11 Kaſtenzellen für
Nichtſchwimmer=
innen und ein im Jahre 1906 neu erbautes
Frauenvolks=
bad, das 6 größere gemeinſchaftliche Auskleideräume und
6 offene Baſſins enthält.
Die Bade=Anſtalten werden von der Einwohnerſchaft ſtark
beſucht, ſie können jederzeit beſichtigt werden.
Das dem Pächter geſtattete Verleihen von Nachen für Fahrten
auf dem Woog bietet demſelben nicht unbedeutenden Verdienſt,
ebenſo auch die Eisgewinnung im Winter.
Die Pachtbedingungen liegen auf dem Stadthaus, Rheinſtraße
Nr. 16/18, Zimmer Nr. 56, zur Einſicht offen, woſelbſt auch jede
gewünſchte Auskunft erteilt wird und Angebotsformulare zu erhalten
ſind. Angebote ſind bis längſtens
Samstag, 30. November d. J., vormittags 10 Uhr,
verſchloſſen und mit der Aufſchrift „Pachtung der ſtädtiſchen
Bade=
anſtalt am Woog” verſehen hierher gelangen zu laſſen.
Der Stadtverordneten=Verſammlung bleibt die freie Wahl
unter den Uebernahmsluſtigen vorbehalten.
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Darmſtadt, den 8. November 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
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Darmſtadt, 7. November 1912.
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Amts=
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Darmſtadt, 9. November 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
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daßs sie sich durch den „Kornfranck‟
bestimmen ließen, ihrem bisherigen
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Mannchen.
Roman aus Maſuren von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verbote
11)
Möglich. Willſt Du den Kampf um das hübſche
Mäd=
chen einſtellen ſo hats natürlich keinen Sinn für Dich,
hin=
zugehen. Liebſt Du Gunild aber aufrichtig, ſo zeig, daß
Du dich nicht ins Bockshorn jagen läßt! Vor dieſem
Wullnow ſtrecke ich noch lange nicht die Waffen!
Da biß ſich Donatus von Plattangen wütend auf die
Unterlippe. Eigentlich hatte ſein Onkel recht. Wenn der
Vater ſeine Werbung nicht ungern ſah, die Tochter noch
keine Entſcheidung getroffen hatte, warum follte er den
Kampf nicht aufnehmen? Vor die Tür konnte ihn Frau
von Dittmark doch nicht ſetzen!
Ich werde mitkommen, Onkelchen?
Das war ein vernünftiges Wort!
Aber der Beſuch wurde Plattangen doch recht peinlich.
Frau von Dittmark begrüßte ihn ſehr reſerviert, deſto
herzlicher ihr Mann, und Gunild konnte ihre Verlegenheit
nicht verbergen.
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem letzten Siege, ſagte
ſie errötend.
Vielen Dank, gnädiges Fräulein. Es wird auch
wahr=
ſcheinlich überhaupt mein letzter auf dem grünen Raſen
geweſen ſein.
Wolen die dam Ziren Ranſal auſeſen
Gewiß — und mich auf mein Gut in Maſuren
zurück=
ziehen.
Sollenſtern trat zu den beiden. Das heißt,
Gunild=
chen, ſo genau weiß er das noch nicht. Momentan hat er
Berlin ſatt, aber ich denke, wenns erſt wieder Frühling
wird, ändert er ſeinen Entſchluß.
Du willſt es doch ſelbſt, daß ich nach Hauſe komme!
Na, ja dochchen — ja, aber der Jugend gehört die
Zukunft, nicht dem alten Manne.
Und dabei ſah er Gunild ſo herzlich mit ſeinen
klei=
nen hellblauen Aeuglein an, daß ſie den Sinn ſofort
ver=
ſtand.
Da meldete der Diener auch noch gerade: Herr von
Wullnow!
Ich laſſe bitten, ſagte Frau von Dittmark raſch. Wird
das ein netter Abend werden!
Sollenſtern rieb ſich vergnügt die Hände. Das meine
ich auch, ſagte er und ſtieß ſeinen alten Freund Andregs
mit den Ellbogen recht oſtentativ an.
Gunild und Plattangen wurde es recht ungemütlich.
Sollenſtern rückte dem jungen Diplomaten noch dazu
tüch=
tig auf den Leib.
Freut mich, Sie wiederzuſehen, Herr von Wullnow!
Der machte eine tadelloſe Verbeugung, ein mokantes
Lächeln lag um ſeinen Mund.
Seten Sienie dinemäbdit chie eige n ut des
hat denn eigentlich ſon junger Diplomat, wie Sie, zu
tun?
So mancherlei, Herr von Sollenſtern.
Können Sie ſich nicht ein bißchen deutlicher auss
drücken, mein Verehrteſter?
Es kommt ganz darauf an, welchem Reſſort man
zu=
geteilt iſt. Es gibt juriſtiſche Fragen zu erledigen —
ver=
ſöhnliche!
Ich verſtehe — Friedenskonferenz! Sollenſtern lachte
laut heraus.
Wullnow ſtieg die Röte ins Geſicht. Sie haben doch
wohl einen falſchen Begriff
Na ja, laſſen wir das. Ich hätte mich doch nie zum
Diplomaten geeignet, hab’ einen zu ſteifen Buckel immer
gehabt, Herr von Wullnow!
Gunild hielt den Atem an. Was würde nun kommen?
Aber der junge Diplomat wandte ſich ruhig mit einem
Lächeln an Frau von Dittmark, und die ging ſehr
inter=
eſſiert auf ſeine Frage ein. Zweifellos beherrſchte Herr
von Wullnow die Situation vollkommen, nicht einen
Augenblick war er verlegen. Und das machte entſchieden
Eindruck auf Gunild.
Sie ſagte zu Plattangen: Wenn Sie in Ihre Heimat
zurückkehren ſollten, werden Sie hoffentlich recht oft bei
meinem Onkel in Tampiſchkehnen verkehren?
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 14.
Nummer 268.
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Ich erinnere mich gern der Zeiten, in denen ich in
Maſuren war.
Da ſah ihr Plattangen voll ins Geſicht. Alſo es hat
Ihnen bei uns gefallen?
Vorzüglich, das heißt
Ewig möchten Sie nicht in meiner Heimat wohnen
nicht wahr?
Nein!
Wie ein Schuldbewußter ſenkte er den Kopf. Ich
dacht’ es mir.
Und da trat auch gerade noch mit feinem, immer
freundlichem Lächeln Wullnow heran.
Soeben hörte ich mit Bedauern, Sie wollen den
Ab=
ſchied nehmen, Herr von Plattangen?
Da reckte ſich der Zietenhuſar auf. Vielleicht! Aber
was hätten Sie für einen Grund, meinen Entſchluß zu
be=
dauern?
Nun, der Armee würde ſicherlich ein tüchtiger Offizier,
dem Rennſport ein vorzüglicher Vertreter verloren gehen!
Zu Hauſe erwarten mich Pflichten, die vorgehen.
Natürlich, die Herrſchaft wird Ihrer ſtarken Hand
be=
dürfen.
Er ſagte es in einem Tone, der Plattangen nicht
ge=
fiel. Aber er erwiderte ruhig: „Sie haben ganz recht,
Herr von Wullnow!
Und trotzdem ärgerte er ſich über den Diplomaten.
Der hatte eine ſo überlegene Art zu reden, daß er immer
das Heſt in den Händen behielt. Nahm es wunder, daß
dies Gunild imponierte?
Sollenſtern führte Frau von Dittmarl zu Tiſch,
Plat=
tangen die Tochter des Hauſes, ihr gegenüber nahm Herr
von Aniten hlat, Er und de Hanſtan beſerſchier
das Geſpräch. Onkelchen hatte ſich mit ſeinem Freunde
Andreas in ein landwirtſchaftliches Thema verbiſſen.
Gunild war ſehr ſtill und antwortete auf Plattangens
Fragen nur einſilbig; da hielt er ſich an die Jungen, die
für den erfolgreichen Rennreiter natürlich ſchwärmten.
Nicht allzu ſpät brach man auf, Plattangen mußte
ge=
gen elf Uhr nach Rathenow zurückfahren.
Ich bring’ Dich zum Zuge, Mannchen, ſagte
Sollen=
ſtern auf der Straße. Gehen wir die paar hundert Schritte
nach dem Lehrter Bahnhof!
Gott ſei Dank, daß der Abend ein Ende genommen!
Warſt auch der reine Holzklotz!
So gewandt wie Wullnow bin ich allerdings nicht.
Ein füchterlicher Kerl! Immer Honig um den Mund
und ſchlau wie n Fuchs. Dagegen kommen wir nicht
auf. Aber der gute Dittmark iſt geladen — mag der
Him=
mel wiſſen, warum!
Wirſt Dich irren, Onkelchen!
Er läßt ihn doch ganz links liegen!
Wie mich Frau von Dittmark!
Sie war nie meine Paſſion, begreife den gediegenen
Andreas nicht, daß der ſich gerade die zur Frau
ge=
nommen!
Den Irrtum wird er auch erſt eingeſehen haben, wie
es zu ſpät war.
Keinen Schritt näher gekommen, Mannchen?
Keinen, — im Gegenteil.
Na, ſo laß ſie laufen!
Es fällt mir doch barbariſch ſchwer.
Vielleicht dankſt Du ſpäter Gott mal auf den Knien
dafür!
Drer es ach nir wie Bil Zian don Pihaif in
Tampiſchkehnen heirateteſt Du heute noch, wenn ſie Witwe
würde!
Halt’s Maul, Mannchen!
Er nickte nur mit dem Kopfe. Wenn der gute Onkel
grob wurde, hatte der Hieb geſeſſen.
Ja, was ich noch ſagen wollte. Roßdorff läßt ſich Dir
ſchön empfehlen, er wird Neujahr zur Botſchaft nach
Petersburg als Attaché kommandiert und fragt an, ob er
auf der Hinreiſe in Kotzowen vorſprechen darf?
Natürlich! Ich freu’ mich, ſag ihm das!
Hat im Sommer von ’ner Tante unheimlich geerbt,
will nun vielleicht ganz zur Diplomatie übergehen.
Soll’s laſſen — ſich lieber ankaufen.
Da lachte Plattangen. Selbſtverſtändlich in unſerer
maſuriſchen Ecke — nicht wahr?
So nen netten Kerl könnten wir ſchon noch gebraus
chen, Mannchen! — Ja, kommſt Du denn zu Weihnachten
heim? Der Agrameit
Nein, Onkelchen. Aber im Frühjahr und dann für
immer — ſag’ ihm das!
Sollenſtern blieb ſtehen und rückte an ſeinem grünen
Hute. Mannchen, man muß ſich das Leben nicht allzu
ſchwer machen, denn oft kommt man mit ’n paar
ſchnod=
drigen Redensarten über nen ganzen Haufen Unglück
weg. Morgen nehme ich Abſchied von meinem Freunde
Andreas, ſpreche auch noch mal mit ihm über Dich,
ob=
gleich ich mir nach dem heutigen Abend wenig Hoffnung
mache, und dann fahre ich wieder in die Heimat zurück,
Aber das ſag’ ich Dir: Kommſt Du im Frühjahr nicht,
ſo=
werd’ ich heillos wütend!
Sie hatten den Bahnſteig erreicht, der Zug ſtande be=,
xeich
(Fortſetzung folat.)
Nummer 268
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 15.
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Männlich
Ein früher im Eiſenbahndienſ
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hieſig. Handelsſchule beſuchte u. an
Stenogr. u. Maſchinenſchr. teilnahm,
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1.30
2.00
Katarrh, Hartfeibigkeit. Ich bin in der glücklichen Lage, Ihnen mit
tellen zu können, daes ich vor . . Wochen durch Behlandlung mit Dunsalbe und
Dunpillen von einem überaus heftigen Kotarrh in kurzer Zeit befreit wurde.
Verselbe üng mit Schluckbeschwerden an, und i h war fast betüubt vor leuter
Eleud, Ich verspürte sofort Linderung nach Einreiben mit Dunsalbe und
Auf=
lexen von Dunpfisster um den Hals. Der Appetit stellte sich bereits am andern
Tag wieder ein, Vielen hernlichen Dank für diese wirkame Hulfe. Zugleich
drängt es mich noch zu sagen, asse Ihre Dunpillen micb schon vor längerer 2
von einer lästigen und uartnäckigen Hartleibigkeit befreit haben, die von einer
Blinddarmentsündung zarückgeblieben war. Auch die Schmerzen, die von
der-
selben Krankhelt herrührten, und verschwunden, seit ich Dunpillen einnehme.
Tuch dafür meinen hernlichen Dank, dass ich durch ein so einfaches Mittel von
diesem Uebel befreit bin, das noch nie geheilt werden konnte.
Darmstadt, Schwester M. Müller.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 269.
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uſw. geplagt ſind, ſo daß der
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reiz Sie nicht ſchlafen läßt, bringt
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raſch Erleichterung.‟ Aerztlich warm
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Beſtell. d. Poſtk. erwünſcht. (22870a
Liebfrauenſtr. 86, pt.
Willl. uo0bl, Lichtenbergſtr. 68, pt.
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kauft zu höchſten Preiſen (3 Pfg.
das Stück, da eiligen Bedarf) (21368a
alte Faschen.
Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Seite 21.
Vorman
egen=Schlupfen
Mingänae
Achtung: Es gibt ganz wertloſe
Nach=
ahmungen in täuſchend ähnlicher Verpackung!
Man verlange ausdrücklich Forman!
(22404MI
Sport.
— Skiklub Schwarzwald. Für Freunde des
Winter=
ſports dürfte die Nachricht von Intereſſe ſein, daß die
Großherzogliche Generaldirektion der Badiſchen
Staats=
eiſenbahnen auf Anſuchen des Skiklubs Schwarzwald
be=
ſchloſſen hat, in den Monaten November bis März bei
günſtigen Schneeverhältniſſen an Samstagen und an
Tagen vor Feiertagen zum Anſchluß an den Schnellzug
aus Mannheim D 92 einen Perſonenzug dritter Klaſſe
Freiburg-Titiſee verſuchsweiſe zu fahren. Dieſer Zug
wird Freiburg um 5 Uhr 4 Min. nachmittags verlaſſen
und nach kurzen Aufenthalten in Hirſchſprung, Poſthalde
und Hinterzarten um 6 Uhr 25 Min. in Titiſee eintreffen.
ſo daß der Feldberg noch am ſelben Abend zu erreichen
wäre. Ferner wird bei Ausführung des genannten Zuges
am folgenden Sonntag oder an Tagen nach Feiertagen
ein Bedarfszug Neuſtadt-Freiburg gefahren werden, der
Titiſee 4 Uhr 56 Min., Hinterzarten 5 Uhr 4 Min. und
Poſthalde um 5.20 Uhr uſw. verläßt und in Freiburg um
5 Uhr 58 Min. eintrifft, zum Anſchluß an Zug D 1 (ab
Freiburg 6.07 Uhr), nach Mannheim bezw. Darmſtadt und
Frankfurt. — Reiſende aus Darmſtadt, die den
erſtgenannten Zug benutzen wollen, können den Anſchluß
in Mannheim erreichen, indem ſie von hier 11 Uhr 58 Min.
abfahren. Die Ortsgruppe Darmſtadt=Odenwald des
Ski=
klubs Schwarzwald wird durch Anſchlag im Klublokal
(Café zur Oper) und ſonſtigen geeigneten Stellen jeweils
bekannt geben, ob der Zug ab Freiburg fahren wird.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 5.—11. November.
Je nach Auffaſſung der politiſchen Lage war die
Stim=
mung im Getreidegeſchäft in der Berichtswoche häufig
Schwankungen unterworfen. In befeſtigendem Sinne wirkte
der Umſtand, daß Amerika ſich in ſeinen Offerten etwas
zurückhaltender zeigte. Hinzu kam, daß das inländiſche
Angebot ſich weiter in mäßigen Grenzen hielt; auch das
für die Beendigung der Feldarbeiten ungünſtige Wetter
und Klagen über ſchlechte Haltbarkeit der durch Froſt
be=
ſchädigten Kartoffeln boten der zeitweiſe feſteren Tendenz
eine Stütze. Für Weizen brachte ſich die Feſtigkeit
weni=
ger durch gebeſſerte Kaufluſt, als durch Zurückhaltung der
Abgeber auf dem Lieferungsmarkte zum Ausdruck.
Viel=
mehr halten die andauernd ſtarken Weltverſchiffungen,
ſo=
wie die Ausſichten auf eine gute La Plata=Ernte die
Un=
ternehmungsluſt ſichtlich unter Druck. Einen ſtärkeren
Einfluß als bei Weizen hatte das ſpärliche
Inlandsange=
bot auf die Geſtaltung des Roggenmarktes, zumal zur
Er=
füllung früherer Exportverkäufe Ware gebraucht wird und
auch die ſchwach verſorgten Mühlen mit Anſprüchen
her=
vortraten. Südruſſiſcher Roggen ſtellte ſich etwas
billi=
ger, doch läßt ſeine Qualität viel zu wünſchen übrig.
Nordrußland verfügt zwar über gute Ware, für die
im Innern aber viel zu hohe Preiſe gefordert werden.
Auf dem Berliner Lieferungsmarkte ſchließt Weizen
un=
gefähr wie vor 8 Tagen, Roggen per Dezember 0,50 Mark
höher, per Mai 0,50 Mark niedriger, ſo daß beide Sichten
ſich auf 178 Mark ſtellen, während Mai=Lieferung vor acht
Tagen ein Aufgeld von 1 Mark erzielte. Hafer ſtand
an=
fangs unter dem Einfluß billigerer amerikaniſcher
Offer=
ten, die dem deutſchen Hafer die Ausfuhr erſchweren,
be=
feſtigte ſich aber im Verlaufe, da das Inland bei gedrück=
ten Preiſen wenig anbot und der Konſum wieder etwas
mehr Neigung zu Anſchaffungen bekundete. Auch die
Pro=
viantämter waren als Käufer am Markte. Braugerſte
behielt ſehr ruhiges Geſchäft zu wenig veränderten
Prei=
ſen. Ruſſiſche Gerſte war infolge weiter ermäßigter
See=
frachten namentlich aus zweiter Hand billiger angeboten,
zum Schluß leicht erholt. Die unbefriedigende Qualität
der Ruſſengerſte erſchwert ſichtlich den Abſatz. Für Mais
zeigte ſich Argentinien um ſo entgegenkommender, als
Nordamerika aus ſeiner reichen Ernte in verſtärktem Maße
mit Offerten auf ſpätere Abladung herauskommt. Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage wie folgt:
Königsberg.
Danzig
Stettin
Poſen
Breslau.
Berlin
Magdeburg
205
194
175
Halle
202
204
176
Leipzig
201
171
197
Dresden.
204
174
195
Roſtock
173
174
Hamburg
208
195
182
Hannover
202
182
202
Düſſeldorf
210
190
203
Köln
213
205
188
Frankfurt a. M. 212½
186
210
Mannheim . . 217½ (—2½) 187½
195 (—2½
München . 228 (—4 ) 190
) 202
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Dez. 208 (—), Peſt
April 204,10 (- 4,40), Parts Nov. 233,95 (4-7,35),
Liver=
pool Dez. 170,90 (— 1,55), Chicago Dez. 139,35 (- 1,35),
Roggen: Berlin Dez. 178 (—0,50), Hafer: Berlin Dez.
183 (*3), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
un=
verzollt ſchwim. 138,50 (—3), Nov. 139,50 (— 2), Mais:
La Plata ſchwim. 113,50 (—1,50, Mixed Dez.=März
112,50 (—4) Mark.
174 (— 165 197 (—1 ) 176½ (*2 ) 177 198 175 (*1 ) 180 206 (*1 ) 170 170 203 176 176 205 178 (*1½) 205
Handel und Verkehr.
Patent=Erteilungen. (Mitgeteilt von
Dipl.=Ing. Klemens Herszberg und Co., Patent= und
In=
genieur=Bureau Darmſtadt.) 14c. 254 346. Leit= und
Lauf=
kanal von Dampf=, Gas= und Flüſſigkeitsturbinen,
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pen und Gebläſen, Dipl.=Ing. Jacob Lell, Darmſtadt,
Martinſtraße 28. 22. 11. 11. L. 83 405. 67 a. 254 234.
Staubabſaugevorrichtung für Schleifmaſchinen mit
um=
laufender Schleifſcheibe und kreiſender
Schleifſcheiben=
ſpindel nach Patent 241021. Zuſ. z. P. 241021. Friedrich
Schmaltz, G. m. b. H., Offenbach a. M. 22. 12. 11. Sch.
39 952. — Patent=Anmeldungen. 45f. St. 16891.
Maſchine zur Herſtellung des Pfropfſchnittes bei der
Rebenveredelung. Wilhelm Stabel, Philipp Stabel III.,
Heinrich Hamm, Auguſt Koch und Georg Wolf II.,
Els=
heim, Rheinheſſen. 13. 12. 11. 451. 51 866. Verfahren zur
Konſervierung von Ködern für die Vertilgung von
Mäuſen bezw. Nagern. Zuſatz zum Patent 253 185.
A. Kieſewalter, Pfungſtadt. 3. 7, 12. 50c. B. 67041.
Schleudermühle. Dipl.=Ing. Edmund) Burckard,
Darm=
ſtadt, Emilſtraße 28. 15. 4. 12. — Gebrauchsmuſter=
Erteilungen. 15d. 528 270. Farbeabdeckapparat an
Buchdruckſchnellpreſſen. Ernſt Langnes, Darmſtadt,
Grafenſtraße 24. 5. 8. 12. L. 29817. 17a. 528644.
Rippenrohr mit wechſelſeitig verſchränkten Verſteifungs=
und Befeſtigungsſchienen. Fa. S. Kiefer, Worms. 17.
10. 12. K. 55 249. 21c. 528293 Griffbefeſtigung für
Deckelfeſthaltung bei Doſenſchaltern. Elektrotechniſche
Fabrik Offenbach, vorm. Schroeder und Co., Offenbach
a. M. 3. 10. 12. E. 17967. 21 c. 528861. Steckerfaſſungen
mit ſchräg nach unten gerichteten Steckerbüchſen.
Elektro=
techniſche Fabrik vormals Schroeder u. Co., Offenbach
a. M. 14. 10. 12. E. 18004. 34k. 528 400.
Kloſett=
papierrollenhalter mit Zigarrenablage aus
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emailliertem Gußeiſen. Eiſenwerke Hirzenhain Hugo
Buderus, G. m. b. H., Hirzenhain, Heſſen. 14. 10. 12.
E. 18017. 63g. 528473. Hintere Fahrradkettenkaſten=
Verbindung. Fa P. Schleſinger, Offenbach a. M. 11. 10.
12. Sch. 45734. 72e. 528645. Lagerung für
rück=
ſchwingende Scheiben. Fa. S. Kiefer, Worms. 17. 10.
12. K. 55250. 80 a. 528821. Abſchneidevorrichtung an
Tonzubringern. Wilhelm Fredenhagen, Offenbach a. M.
20. 10. 10. F. 23311.
Gewinnanszug
der
1. Preußiſch-Süddentſchen
(227. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlatterie
5. Klaſſe 8. Ziehungstag 11. November 1912
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer anf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten)!
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 80000 Mk. 89497
2 Gewinne zu 15000 Mk. 189543
4 Gewinne zu 10000 Mk. 49569 132436
12 Gewinne zu 5000 Mk. 55890 135540 138335 162254
181953 200300
90 Gewinne zu 3000 Mk. 682 10874 12698 21679
27014 42901 59227 61052 64062 67590 67653 69025
69659 79716 88434 89412 112474 114907 115149
116232 133232 133568 143476 143757 143775 144521.
160895 160964 163644 169313 170140 170879 176466
176815 176852 162163 183267 184343 165513 186308
188904 199463 200643 204463 205224
152 Gewinne zu 1000 Mk. 9736 13985 19460 19708
22740 22744 29630 30829 31667 42385 43871 45384
47647 51320 52952 60876 62656 63271 64892 65073
66491 70469 73874 77132 78635 80464 82137 83025
85235 86949 90192 94093 97162 99037 101125 102922
106407 108838 109108 109961 116025 119233 120968
124467 126351 126682 126868 126012 128115 130765
131787 133113 134730 141320 143270 145168 14669s
146748 151638 151933 152813 154009 159449 171566
174213 177406 178744 181474 181991 182954 186432
169831 190487 190727 201697 205546
192 Gewinne zu 500 Mark 7683 12884 13021 14424
14728 14946 16921 17168 18412 19680 21572 23022
23195 24306 26459 27252 30906 37945 40516 44197
44250 44812 48073 49664 56085 61659 62603 63879
64186 67360 73295 73300 76752 77337 80627 82051
63641 64834 86742 90213 90964 92107 94623 96764
97562 103253 103610 106423 107850 108665 110582
112422 113281 118656 114985 115146 120795 121862
123598 126668 128754 129876 130982 131199 132795
132807 134435 138000 139121 139924 140269 141303
141352 141639 142886 145367 147336 148826 149512
150414 150758 155037 155347 158791 163177 168876
169798 171912 176356 176810 187557 168915 191346
196327 203612 207581
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 500000 Mk. 91059
2 Gewinne zu 15000 Mk. 143092
2 Gewinne zu 10000 Mk. 28533
4 Gewinne zu 5000 Mk. 97019 99158
78 Gewinne zu 3000 Mk. 625 16538 24106 33901
34330 35159 38730 41038 49244 51048 52400 82334
91041 92745 97335 108986 106146 128015 128941
130060 134141 134431 136608 189174 142799 146016
145538 148988 149160 150678 152161 157432 160949
168038 173066 176680 195628 197206 206744
126 Gewinne zu 1000 Mk. 2562 2985 8004 9042
14459 20427 28393 30576 33855 39585 40987 54681
64610 64621 67176 72201 73619 74093 75264 81033
87395 90925 94133 97000 97615 98084 99216 101848
104186 108049 109200 115491 117822 119101 124962
125338 126730 180082 181534 134004 136127 141738
142621 143297 152844 165114 165679 171923 173660
173943 174626 185706 186529 187616 190294 191461
191798 191869 183027 195984 201409 202120 203051
200 Gewinne zu 600 Mk. 461 3088 5987 7572
7806 9261 9512 10806 11481 12983 18505 127788
29537 34382 34460 34770 36736 37648 39749 39801
42455 45720 47871 48388 53470 54633 64693 55628
66953 64471 64657 65105 66075 66175 66982 68284
68614 70161 74344 74908 76577 77556 80892 81862
84304 84454 87957 90801 91362 94050 96858 97769
99047 104458 105183 106960 107914 112002 118399.
115112 116807 118445 119540 119908 119955 123485
126808 127079 127510 130985 131258 134714 1136767
137625 139310 139523 142813 143816 145405 149304
151812 164867 157693 159475 159617 160859 165576
170768 171166 172161 174469 177466 176340 176858
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auch in hervorragendem Maße. Besonders wichtig
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die nicht gekocht werden darf. Einfaches Waschen in handwarmer Lauge (30—40%) genügt, um sie
ebenso rein und bakterienfrei zu machen, wie gekochte weiße Leinen- und Baumwollwäsche.
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(23338D
pflicht.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. November 1912.
Nummer 268.
enere ente et Zhte aht. Hehet Seheter. Haentate.
Mittwoch, 13. November, abends 8¼ Uhr
Saal zur Traube (23225som
FREIVISEINEEuien
Lichtbildervortrag des Afrikareisenden
Albert Wohlgemuth-Heidelberg.
Karten zu Mk. 3.—, 2.—, 1.— und 75 Pfg. (auf den ersten
Platz für die Herren Offiziere Preisermässigung) bei Georg
Thies Nachf., Leopold Schutter, Hofmusikalien- und
Piano-
handlung, Elisabethenstrasse 12, und an der Abendkasse.
Hossischer-Goemeband!
Am Dienstag, den 19. November 1912,
abend 8¼ Uhr, ſpricht
Herr Pfarrer Jatho ans Köln
im großen Saale der Turngemeinde am Woogsplatz
über:
den Fall Traub und die Lehrfreihet.
Zu dieſem Vortrag iſt jedermann freundlich eingeladen.
Eintrittskarten zu 40 Pfg. im Verkehrsbüro.
Sperrſitz=
karten zu Mk. 1.— und numerierte Karten zur Galerie zu 60 Pfg.
ſind bei Herrn Buchhändler Saeng, Kirchſtraße 20, zu haben.
Die Mitglieder des Goethebundes haben gegen Vorzeigen
der Mitgliedskarten freien Zutritt; gegen Nachzahlung von 50 Pfg.
erhalten ſie bei Hrn. Buchhändler Saeng eine Sperrſitzkarte. (23115fms
Der Vorstand.
Darmstädter Streiehguartert
(14. Jahr)
Fritz Mehmel, Alb. Diedrich, Fritz Brückmann, Aug. Weyns
II. Kammermuſik-Abend
Montag, den 18. November, „Hotel Traube‟
50. Abend ſeit Gründung d. Darmſtädter Streichquartetts
mit Werken von Théodore Dubois, Mitglied der Acad. des
beaux arts, Paris.
Mitwirkende: Madame Bureau Berthelot, Paris (
Ge=
ſang), die Herren Dubois (Klavier), Hofpianiſt W. Rehberg.
Frankfurt (Klavier) und Hofmuſiker G. Kress (Oboe).
Programm: Streichquartett Es=dur, 2 kanoniſche Stücke für
Oboe, Vcl. und Klav., Quintett für Klav., Ob., Viol., Br. und Vcl.,
und Lieder.
(23484ms
Karten zu Mk. 3.— und 2.— (Studenten und Schüler Mk. 2.—,
1.50 und Galerie Mk. 1.—) bei Thies Nachf. (Schutter) und an der
Abendkaſſe.
„Ibach”=Flügel aus dem Lager von Heinrich Arnold,
Hof=
lieferant, Wilhelminenſtraße.
Kammermusik-Vereinigund
Hofrat W. de Haan, Hofkonzertmeister E. Schmidt
Konzerimeister P. Schnurrbusch, Hofmusiker G. Gims
und Hoimusiker E. Andrä.
Zweite Matinée
im Musikvereinssaal, Steinstr. 24
Sonntag, 17. November 1912:
Cherubini: Streichquartett Nr. 3. — Leclair: Violinsonate.
Haydn: Streichquartett op. 54 Nr. 3.
(23502ms
Karten zu Mk. 4.—, 3.—, 2.—, 1.— bei Georg Thies Nachfolger.
Kenrerlangercher.
Samstag, 16. November, abends 8 Uhr,
im Städtischen Saalbau
I. Winter-Konzert.
Café Ernst Ludwig
gegenüber der Hauptpost
Donnerstag, 14. November
Billard-Turnier
auf 1000 Points
(23507md
Freie Partie
zwischen dem bekannten Billardmeister
L. Haubl
und einem in Darmstadt wohlbekannten
Amateur
Anfang 8 Uhr.
Anfang 8 Uhr
Kraut ſhneider A. Forn
(oderſtraße 88.
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(*11642
ſtraße 24.
Mitwirkende Fräulein Elſa Flith aus München
(Sopran).
Leitung: Herr Wilhelm Borngeſſer.
Karten zu 3, 2 und 1 Mk. in der Hofmuſikalienhandlung von
Schutter, Eliſabethenſtraße, und im Verkehrsbureau. (23512
Die Mitglieder des Volksbildungsvereins erhalten im Ver
kehrsbureau Karten zu bedeutend ermäßigten Preiſen.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
13. Nov., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. „Unter deutſcher Flagge‟
Marſch von P. Karius. 2.
Ouver=
ture zum Singſpiel „Berlin, wie
es weint und lacht” von A.
Con=
radi. 3. „Eva=Walzer” nach
Mo=
tiven der Operette „Die moderne
Eva” von J. Gilbert. 4. „
Ständ=
chen („Leiſe flehen meine Lieder”)
von F. Schubert. 5. Potpourri
aus der Oper „Carmen” von G.
Bizet. 6. „Kronprinz Wilhelm=
Marſch” von E. Wagnes.
Gröhte, beste u. schönste Lichtbildbühne Darmstadts.
Schlager!
Ab Mittwoch:
Der kleine
Dingsda.
Schlager!
Bei dieſem tiefergreifenden, gut geſpielten Drama
fällt der Vorhang über einer zu Herzen gehenden
Tragödie brüderlicher Liebe.
Lehmann und sein Gegner, ſehr humorvoll.
Die kluge Reporterin, gut geſpieltes amerikaniſches
Drama.
An der Donau, Fortſetzung unſerer ſo intereſſanten
Donaureiſe.
Eine Verschollene, tiefergreifendes Drama.
Stürmische Fahrt auf einer Viermastbarke
ſehr belehrende Naturaufnahme. (*11670
Ausserdem diverse Einlagen.
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An einem Privat-Zirkel können noch einige Damen und
Herren aus guten Kreisen teilnehmen.
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Elisabethenstrasse 17, Ecke Wilhelminenstrasse.
Privatstunden jederzeit, Unterrichtssaal im Hause.
Verein für Verbreitung von Volksbildung
Darmſtadt.
Wir geben unſeren Mitgliedern und angeſchloſſenen Vereinen
bekannt, daß künftig Karten für die Volksvorſtellungen im Großh,
Hoftheater in der Zigarrenhandlung Kaminsky, Rheinſtr. 4, bei
Vorzeigen der Mitgliedskarte bis zu dem jeweils vom
Verkehrs=
verein feſtgeſetzten Zeitpunkt beſtellt und am Tage vor der
Vor=
ſtellung abgeholt werden können.
(23515
Großherzogl. Hoſtheater
Mittwoch, den 13. November 1912.
56. Ab.=Vorſtellung. B 14.
Der Troubadour.
Oper in 4 Akten von G. Verdi.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Graf Luna. . . Otto Semper
. Gt. Geyersbach
Leonore .
Azucena, eine Zi=
Anna Jacobs
geunerin
. Karl Jahn
Manrico .
Ferrando,
Ver=
trauter d. Grafen L. Schützendorf
Inez, Freundin
Leonorens. . . Maya Longin
Ruiz,
Waffen=
freund Manricos Karl Bernhardt
Ein Bote . . . Jean Sautier
Ein alt. Zigeuner Adolf Klotz
Zigenner=Divertiſſement,
arrangiert von Helene Thiele=
Leon=
hardt. Im 3. Akte: 1) „
Zigeuner=
tanz” ausgef. von Sybilla Huber,
Adelheid Croneberg u. dem Corps
de Ballet. — 2) „Sevilliana”
aus=
geführt von Adelheid Croneberg u.
Kathinka Röder. —3) „Spaniſcher
Tanz”, ausgef. von Luiſe Müller,
Luiſe Röhr, Frieda Lederer und
Marie Baranoff. — 4) „Finale‟
ausgeführt von Sybilla Huber u
dem Corps de Ballet.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
loge 5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.—6
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II.
Ga=
lerie 0.55 M.
Anf. 7 Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 14. Nov. Auß. Ab.
II. Sonder=Vorſtell. Zu C. W. v.
Glucks 125. Todestag (f 15. Nov.
1787). „Iphigenia in Aulis.”
Anfang 8 Uhr. Zu dieſer
Vor=
ſtellung findet ein Kartenverkauf
nicht ſtatt.
Freitag, 15. Nov. 57. Ab.=Vſt.
D 15. SCavalleria rusticanat.
Hierauf: „Der Bajazzo.”
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 16. Nov. 58. Ab.=Vſt.
A 15. Zu Gerhart Hauptmann’s
50. Geburtstag. Zum erſten Male:
Gabriel Schillings Flucht.”
Drama in 5 Akten von Gerhart
Hauptmann. Gewöhnliche Preiſe.
1Anfang 7 Uhr.
Bei
Baarausfart
m Kopfſchuppen
hat ſich Dr. Dralles Birken=Haarwaſſer ſeit
Jayr=
zehnten ausgezeichnet bewährt. Man waſche zunächſt
den Kopf mit Dralles Kopfwaſchpulver „Kopfrein”
(20 Pfg.), welches infolge ſeiner eigenartigen
Zu=
ſammenſetzung Schweiß und Staub ſofort auflöſt und
entfernt. Hierauf befeuchte man die Kopfhaut gut
mit Dr. Dralles Birkenwaſſer (1.85 und 3.70) und
maſſiere ſie nach jeder Richtung eingehend mit
deu Kingerſpützen. Bei trockenem, ſprödem Haar reibe
man nach der Behandlung mit Birkenwaſſer die
Kopf=
haut und das Haar mit Dralles Birken=Brillantine ein
(0.60 und 1.—), die dem Haar einen ſchönen
natür=
lichen Glanz verleiht.
Die kleine Mühe dieſer Behandlung (wöchentlich
1—2 mal) wird ſich reichlich lohnen, denn ſie verhindert
den Haarausfall, regt den Haarwuchs kräftig an und
verhütet die Schuppenbildung. Aerzte und Publikum
haben ſich höchſt anerkennend über die Wirkung von
Dr. Dralles Birken=Haarwaſſer ausgeſprochen.
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Turin 1911
Int. Hygiene=Ausſt. Dresden 1911.
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Lustspiel in 2 Akten
Von
Porto Rosa
nach Triest!
Liebesweh!
Drama.
Herrliche
Naturaufnahme
Toller Humor.
Ergreifendes Drama.
OSriNE SOHES TIERRT
Nummer 268,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. N
Verband evang.-Kirchlicher Frauenvereine
im Grossherzogtum Hessen.
Donnerstag, den 14. November, nachmittags 3 Uhr,
im Gemeindehaus der Johannesgemeinde, Kahlertstr. 26:
14. Frauenkonferenz.
Um 3 Uhr: Besprechung von Verbandsangelegenheiten.
Um 4 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Sell-Winterkasten 1. O.
über „Zweckmässige Ernährung‟. (23483
Zu dieser Veranstaltung sind die Mitglieder aller hiesigen
evangelischen Frauenvereine eingeladen. Eintritt frei.
Gemeinnützige Gartenſtadt=Genoſſenſchaft.
Einladung
zur außerordentlichen Generalverſammlung auf
Freitag, den 22. November d. J., abends 8½ Uhr,
im Lokale des Herrn Chriſt, Grafenſtraße (Saal des
Kaufmänniſchen Vereins).
Tagesordnung:
1. Berichterſtattung über den Stand der Genoſſenſchafts=
Angelegenheiten.
2. Beſchlußfaſſung gemäß § 25 Ziffer 8 des Statuts, betreffend
Bewilligung eines Kredits.
(23447md
3. Verſchiedenes.
Darmſtadt, den 11. November 1912.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrats:
Gretzſchel.
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Samstag, den 23. November, abends 8 Uhr, im „Städtischen Saalbau‟
Einziger Violin-Abend
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von Franz Grillparzer.
Nach einer als wahr überlieferten Begebenheit
in 3 Akten.
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Reiz. Humoreske von der Ein tief ergreifendes Drama
aus der Bretagne.
Nordischen Filmkompanie.
Wochenchronik (Piefke als
Stations-
mit neuest. Ereignissen vom
vorsteher
Humoreske
Balkankrieg n
etc.
(23469
etc.
unter Mitwirkung des Pianisten Alexander Raab
Programm: Händel: Sonate E-dur; Corelli: La Folia: Saint-Saens:
Konzert H-moll; Tschaikowski: Valse scherzo; Wieniawski:
Souvenir de Moscou. Jan Kubelik. Beethoven: Andante
F-dur; Chopin: Scherzo H-moll. Alexander Raab.
Konzertflügel aus dem Pianolager G. Thies Nachf., Leopold Schutter, Elisabethenstr. 12.
Karten zu Mk. 5.—, 4.-, 3.—, 2.− und 1.— in der Hofmusikalien- und
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handlung G. Thies Nachf., Leopold Schutter, Elisabethenstrasse 12, sowie
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