Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Dem Reichstag iſt der Entwurf eines
Poſt=
ſcheckgeſetzes zugegangen.
Ein offiziöſes Communiqué über den
Be=
ſuch Giulianos in Berlin teilt mit, daß die
Ausſprachen zu einer völligen Klärung über das
ge=
meinſchaftliche Verhalten Italiens und
Deutſch=
lands, namentlich angeſichts der Lage im Orient,
geführt haben.
Geſtern nachmittag hat der italieniſche Miniſter des
Aeußern, di San Giuliano, ſeine Rückreiſe
nach Rom angetreten.
Der König von Italien dankte in einem
herz=
lichen Telegramm an den Kaiſer für die dem Marquis
di San Giuliano in Berlin bereitete Aufnahme.
Die Köln. Ztg. veröffentlicht die vom Papſt
heraus=
gegebene Enzyklika über die Zugehörigkeit
katholiſcher Arbeiter zu den chriſtlichen
Gewerkſchaften.
In Petersburg wurde ein ruſſiſch=mongoliſches
Abkommen abgeſchloſſen, in dem Rußland der
Mongolei ſeine Unterſtützung zuſagt bei der
Aufrecht=
erhaltung des autonomen Regimes.
Politiſche Wochenſchau.
— Das Schickſal der Türkei hat ſich
entſchie=
den; man hat das am goldenen Horn
ſchließ=
lich ſelber eingeſehen, indem man ſich von dort
an die Mächte wandte und deren Vermittlung
nachſuchte. Freilich vergaß die Türkei dabei,
das Wichtigſte anzugeben, nämlich die Bedingungen, die
ſie den Siegern zugeſtehen wollte, und ſo überlegten es
ſich die Mächte ſehr gründlich, ob ſie dem Erſuchen der
Türkei willfahren ſollten; Herr Poincaré lehnte ſchroff
ab, wahrend die Antwort der übrigen Großmächte in eine
etwas mildere Form gekleidet war, indem ſie erklärten,
daß man ſich erſt untereinander verſtändigen müſſe, ehe
man den türkiſchen Wünſchen willfahren könne. Wie die
Dinge jetzt weiter gehen werden, läßt ſich nicht mit
Sicher=
heit vorausſehen, zumal die kriegführenden Balkanſtaaten
erklären, von einer Vermittlung nichts wiſſen zu wollen.
Es wird daher nicht leicht ſein, eine Einigung zuſtande
zu bringen, da die Verbündeten erſichtlich das Beſtreben
haben, ſoweit wie möglich vorzudringen, um möglichſt
weitgehende Forderungen ſtellen zu können. Aus dem
angeblichen „Kreuzzug”, den man zum Schutze der
bedroh=
ten chriſtlichen Stammesgenoſſen in der Türkei einleitete,
iſt ein ganz gewöhnlicher Eroberungskrieg wie jeder
an=
dere geworden. Es iſt kaum anzunehmen, daß die
Groß=
mächte eine allzu große Gebietserweiterung der
Balkan=
ſtaaten zulaſſen werden, wenngleich das Prinzip der
Auf=
rechterhaltung des Status quo nunmehr von allen Seiten
aufgegeben worden iſt. Dies ging jetzt auch aus der
Thronrede hervor, die Kaiſer Franz Joſef in Peſt bei
Er=
öffnung der Delegationen gehalten hat, und ebenſo trat
dieſer neue Standpunkt in dem ausführlichen Expoſé des
Grafen Berchtold an der gleichen Stelle in Erſcheinung.
Das erleichtert zweifellos die Situation, immerhin aber
iſt die Lage verwickelt genug und niemand weiß, was da
kommen mag. Die Diplomaten haben ein ſchweres Stück
Arbeit zu leiſten; zwiſchen den Kabinetten ſchweben
Ver=
handlungen und bei den meiſten herrſcht erfreulicherweiſe
die Anſchauung vor, nur in voller Uebereinſtimmung
mit=
einander irgendwelche Schritte zu tun. Die Bemühungen
des Herrn Poincaré, Frankreich eine führende Rolle
unter den Mächten in der jetzigen Kriſe zuzuweiſen, dürften
endgültig geſcheitert ſein, und das iſt gut ſo, denn ein
derartiges ehrgeiziges Hervortreten kann niemals ein
er=
ſprießliches ſein, ſondern es muß Konflikte
heraufbe=
ſchwören und gerade davor muß man ſich im
gegenwär=
tigen Moment hüten, wo es gilt, eines der ſchwierigſten
Probleme zu löſen, das die Welt ſeit einer großen Reihe
von Jahrzehnten beſchäftigt. Die Balkanfrage läßt ſich
nicht von heute auf morgen erledigen; was man bisher in
dieſer Hinſicht getan hat, war immer nur ſtümperhaft und
barg den Keim weiterer Zerwürfniſſe in ſich. Wenn man
jetzt an das ſchwierige Werk treten muß, ſo wird
hoffent=
lich auf allen Seiten ſo viel Einſicht obwalten, daß man
nichts ungewöhnliches fordert und nicht eine Haltung
ein=
ſchlägt, die geeignet wäre, in ihren letzten Folgen den
Weltfrieden zu ſtören.
Neben den Ereigniſſen auf dem Balkan iſt es in der
Hauptſache die Präſidentenwahl in
Nord=
amerika, die die Aufmerkſamkeit der politiſchen Welt
auf ſich lenkt. Wie nach den letzten Meldungen zu erwarten
war, iſt der Demokrat Wilſon mit erheblicher
Stimmen=
mehrheit gewählt worden, um an die Stelle Tafts zu
treten, der neben Rooſevelt ſich der üblichen nicht gerade
angenehmen Gepflogenheit unterziehen mußte, wohl kaum
ganz aufrichtigen Herzens, den glücklichen Sieger zu
be=
glückwünſchen Der Wahlkampf hat diesmal inſofern ein
ganz außergewöhnliches Gepräge, als nicht zwei. ſondern
drei Kandidaten in die Arena herabgeſtiegen waren, was
begreiflicherweiſe auch einen enormen bisher nie
dage=
weſenen Umfang des Wahlkampfes zur Folge hatte. Mit
der ihm eigenen Impuſivität hatte ſich Rooſevelt eigentlich
ſelber aufgeſtellt, um ſeinen früheren Freund Taft aus
dem Felde zu drängen und ſelber wieder im Weißen Hauſe
zu Waſhington Einzug zu halten. Es kam aber diesmal
wie oft: Wenn zwei ſich ſtreiten, freut ſich der dritte. Die
Spaltung der Republikaner, die das Auftreten Rooſevelts
mit ſich brachte, kam dem Gegner zu gute, und ſo iſt denn
der Demokratie der Sieg zuzuſchreiben. Vom Februar
nächſten Jahres wird Herr Wilſon zum mindeſten auf
vier Jahre Präſident der Vereinigten Staaten ſein. Der
künftige Regimewechſel wird indeſſen eine einſchneidende
Veränderung in der Politik bringen, nach außen wohl
weniger wie nach innen. Der künſtige Präſident hat
be=
reits einem Interviewer ſein Herz ausgeſchüttet und die
Grundzüge ſeiner Politik dargelegt. Am meiſten wird
ſich auf wirtſchaftlichem Gebiete der Wechſel bemerkbar
machen, denn die demokratiſche Richtung iſt gegen einen
überſpannten Hochſchutzol, und ſo trit denn Herr Wilſon
für einen maßvollen Finanzzoll ein, der zur Deckung der
Staatseinnahmen beſtimmt iſt. Des weiteren
befürwor=
tet er Fürſorge für die Landwirtſchaft und für den
Arbei=
terſtand, die beide in Nordamerika noch im Argen liegen.
Schließlich verſpricht er, nach außen hin eine friedfertige
Politik treiben zu wollen, die den Intereſſen der anderen
Staaten gleichzeitig gerecht zu werden ſucht. Wir ſpeziell
in Deutſchland müſen der kommenden neuen Regierung
mit großem Intereſſe entgegenſehen, da der gegenwärtige
Zuſtand, der zwiſchen beiden Ländern herrſcht, auf die
Dauer unhaltbar iſt. Es iſt an der Zeit, daß die
Handels=
beziehungen eine definitive Regelung erfahren und daß
man jenſeits des großen Waſſers ſich nicht auf den
Stand=
punkt ſtellt, alles fordern zu dürfen, ohne ſelbſt
Entgegen=
kommen zu zeigen.
Bei uns in Deutſchland herrſcht auf politiſchem
Gebiete noch immer die Ruhe vor, und auch in den
näch=
ſten Monaten iſt trotz Parlamentsbeginn kaum etwas
ſonderliches zu erwarten. Man ſteht zweifellos unter dem
Eindruck der Vorgänge auf dem Balkan und befürchtet,
daß Komplikationen doch vielleicht noch eintreten könnten,
die ungemein ſchwere Folgen auch für Deutſchland nach
ſich ziehen dürften. Gerade in dieſer Woche weilte der
italieniſche Miniſter San Giuliano mehrere Tage in
Ber=
lin, um mit den leitenden Stellen zu konferieren. Es liegt
auf der Hand, daß bei den Beſprechungen der
Staats=
männer die Vorgänge auf dem Balkan eine wichtige Rolle
ſpielten, wo andererſeits auch die Frage der Erneuerung
des Dreibundes einer gründlichen Erörterung bedarf. Daß
er in ſeinen weſentlichſten Bedingungen verlängert
wer=
den wird, kann nach der ganzen Haltung der verbündeten
Mächte als feſtſtehende Tatſache angeſehen werden und
tatſächlich hat ſich ja der Dreibund als ein ungemein
wich=
tiges Moment für die geſamte Weltpolitik in der letzten
Zeit erwieſen. Mit großer Spannung hatte man auch
der Wahl im erſten Berliner Bezirke entgegengeſehen, wo
es dem verdienſtvollen Präſident des Reichstages Dr.
Kaempf gelungen iſt, ſchon im erſten Wahlgange den Sieg
zu erſtreiten, während man wohl allemein mit mindeſtens
einer Stichwahl= gerechnet hatte. Die Sozialdemokraten
haben eine Niederlage erlitten und ſogar einen erheblichen
Stimmenrückgang erfahren, der wohl darauf
zurückzu=
führen iſt, daß zur Zeit der Hauptwahl aus anderen
Krei=
ſen eine ganze Reihe von Wählern dort hingeworfen
waren, die jetzt wieder verzogen ſind. Herr Kaempf kann
ſich dieſes Sieges freuen, ob er aber ſeinen
Präſidenten=
ſtuhl im Reichstage behaupten wird, iſt heute noch
ziem=
lich ungewiß.
Mehr Oeffentlichkeit.
* Unter dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Köln. Ztg.:
Wie wir mitgeteilt haben, tritt in den nächſten Tagen in
Berlin ein vom Reichsamt des Innern berufener
Aus=
ſchuß zuſammen, der u. a. unterſuchen ſoll, welche Rolle
der Zwiſchenhandel bei der
Fleiſchver=
ſorgung ſpielt, und welche Laſten das Fleiſch auf dem
Wege vom Produzenten bis zum Konſumenten tragen
muß. Die Kommiſſion hat damit ſehr nützliche und ſogar
ſehr notwendige Aufklärungen zu leiſten. Unabhängig
von allen Maßregeln der Kommunen, des Staates und
des Reiches zur vorübergehenden oder dauernden
Ver=
mehrung des Fleiſchangebots, muß endlich einmal Licht
auf den dunkeln Weg gegoſſen werden, den das Fleiſch
vom Stall bis in den Kochtopf der Hausfrau zu machen
hat. Nicht nur, daß in den verſchiedenen Gegenden und
in den verſchiedenen Städten dieſe Verhältniſſe ſich
gründ=
lich voneinander unterſcheiden, ſind ſie auch im einzelnen
ſo, daß bisher die Oeffentlichkeit ſo gut wie nichts davon
weiß. Die Rolle des Kommiſſionärs im Viehhandel, die
Abhängigkeit des Kleinen vom Großen, die Höhe der
Spe=
ſen und Unkoſten, die Belaſtung durch Fleiſchbeſchau und
Steuern, das ſind alles Dinge, die geklärt ſein müſſen,
wenn man den Anteil des Handels an der Steigerung der
Fleiſchpreiſe feſtſtellen will. Die Kommiſſion wird dreißig
Mitglieder haben, von denen die Hälfte von den
beteilig=
ten Kreiſen ernannt, die andere unmittelbar berufen wird.
Sie wird ſich aus Vertretern der Wiſſenſchaft und
Sta=
tiſtik, der Landwirtſchaft, der landwirtſchaftlichen Genoſ=
ſenſchaften, des Viehhandels, der Kommiſſionäre des
Fleiſchgewerbes, der Schlachthofdirektoren, ſowie aus
Vertretern der Kommunalverwaltung zuſammenſetzen. Die
Verhandlungen ſollen im kontradiktoriſchen Verfahren
ſtattfinden. Eine große Zahl von Sachverſtändigen aus
den verſchiedenſten Kreiſen und Gebieten ſoll
herangezo=
gen werden. Wenn damit auch eine gewiſſe Oeffentlichkeit
gegeben iſt, ſo iſt ſie doch allzu beſchränkt; und die
Frank=
furter Zeitung hat ſehr recht, wenn ſie die Forderung
aufſtellt, man ſolle dieſe Kommiſſionen
öffent=
lich tagen laſſen. Ihre Arbeit und ihre Ergebniſſe
gehen jedermann an, und jeder iſt mehr oder weniger
daran beteiligt. Was in den Unterſuchungen gefunden
wird, das darf nicht das Eigentum enger Kreiſe bleiben
und ſoll nicht in dicken Bänden, die ungeleſen bleiben,
vergraben werden. Dieſe Fragen ſollten in aller
Oeffent=
lichkeit beſprochen werden; nur dann wird die Enquete
die beruhigende Wirkung auf die Großſtädte ausüben,
die man ſich von ihr verſprechen darf.
Deutſches Reich.
Das Heeresergänzungsgeſchäft. Nach
der dem Reichstage zugegangenen Zuſammenſtellung der
Ergebniſſe des Heeresergänzungsgeſchäfts für das Jahr
1911 ſind in dieſem Jahre 223925 Perſonen ausgehoben
worden. 92143 Geſtellungspflichtige wurden der
Erſatz=
reſerve überwieſen, davon 2456 Ueberzählige, 7009 wegen
bürgerlicher Verhältniſſe und 82 678 aus ſonſtigen Gründen;
außerdem wurden 2589 Perſonen der Marine=Erſatzreferve
überwieſen. Dem Landſturm ſind 142307 Perſonen
über=
wieſen worden. Einjährig=Freiwillige ſind 14723 (
ein=
ſchließlich der Volksſchullehrer), ſonſtige Freiwillige
48 591 bei der Landarmee, 875 und 7041 bei der Marine
eingetreten.
— Der Entwurf des neuen
Poſtſcheck=
geſetzes iſt dem Reichstag zugegangen. Er enthält in
der Hauptſache folgende Veränderungen gegenüber der
alten Poſtſcheckordnung:
Die Gebührenfrage iſt im § 5 dahin geregelt, daß
für jede Einzahlung mittels Zahlkarte eine vom Einzahler
zu erhebende Gebühr von 10 Pfennig, für jede Auszahlung
eine vom Auſtraggeber zu entrichtende Gebühr von 5 Pf.
mit einer Steigerungsgebühr von ein Zehntel pro Mille
des auszuzahlenden Betrages verlangt wird. Für die
Ueberweiſung von einem Poſtſcheckkonto auf ein anderes
ſollen 3 Pfennig vom Auftraggeber gezahlt werden. Die
Gebühren können mit Zuſtimmung des Bundesrats durch
den Reichskanzler herabgeſetzt werden. Als ein
Ent=
gegenkommen gegenüber den Forderungen von Induſtrie,
Handel und Gewerbe darf davon Kenntnis genommen
werden, daß die Steigerungsgebühr bei mehr als 600
Buchungen von 7 Pfennig für jede Buchung in Wegfall
kommen ſoll. Ferner wird die=Stammeinlage, die früher
100 Mark betrug, auf 50 Mark ermäßigt. Bemerkt ſei
noch, daß die Guthaben nicht verzinſt werden, und daß
im Geſetzentwurf dem Reichskanzler eine weitgehende
An=
ordnungsbefugnis im Intereſſe der Erleichterung des
Verkehrs eingeräumt werden ſoll.
Der Hanſa=Bund bemerkt zu dem Geſetzentwurf: Es
kann nur feſtgeſtellt werden, daß der Geiſt des Entwurfs
in wichtigen Punkten den Wünſchen von Induſtrie, Handel
und Mittelſtand Rechnung trägt, wenn auch — unter
an=
derem beſonders bezüglich der Fragen der Verzinſung
der Guthaben, der Ueberweiſungsgebühr von 3. Pfennig
— über weitergehende Wünſche des Gewerbeſtandes noch
zu reden ſein wird. Vor allem aber ſollte gerade mit
Rückſicht auf die Beſtimmungen dieſes Geſetzentwurfes
mit einem induſtriellen und gewerblichen Beirat zur
Be=
gutachtung der in dieſem Zuſammenhang auftauchenden
Fragen der Anfang gemacht werden. Das Präſidium
des Hanſa=Bundes hat beſchloſſen, den neuen
Geſetzent=
wurf dem Direktorium des Hanſa=Bundes zur Beratung
am 15. November vorzulegen.
— Ueber den Geſetzenwurf betreffend
die Haftpflicht der Eiſenbahnen finden
gegen=
wärtig noch Erörterungen zwiſchen den einzelnen
Regie=
rungsſtellen ſtatt, die aber vorausſichtlich in kurzem
been=
det ſein werden, ſo daß die Vorlage ebenfalls dem
Bun=
desrat zur Beſchlußfaſſung zugehen kann. Vorausſichtlich
dürfte der Entwurf dann in der Zeit nach Weihnachten
dem Reichstage zur Durchberatung vorgelegt werden. In
dem Entwurf iſt eine umfaſſende Regelung der
Haftpflicht=
materie für Vollbahnen, Kleinbahnen und Straßenbahnen
vorgenommen, und ſowohl für die Perſonenſchäden, wie
auch für Sachſchäden ſind Beſtimmungen vorgeſehen, für
die die gleichen Vorausſetzungen maßgebend ſind. Die
Beſtimmungen über die Haftung für Perſonenſchäden ſol=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265
len anſtelle der entſprechenden Vorſchriften des Geſetzes
vom 6. Mai 1871 treten. Für die Haftung der
Straßen=
bahnen dürften die Grundſätze des Automobilgeſetzes
maßgebend ſein, die eine mildere Handhabung als die
des Reichshaftpflichtgeſetzes vorſehen, das für Dahnen
mit eigenem Bahnkörper Gültigkeit hat.
— Der Freiſinn gegen die Aufhebung
des Jeſuitengeſetzes. Auf dem Parteitag des
Thüringer Verbandes der Fortſchrittlichen Volkspartei
in Altenburg kam Abg. Dr. Müller=Meiningen auch auf
die Aufhebung des Jeſuitengeſetzes zu ſprechen. Er warnte
davor, den Freiheitsphraſen der freiheitfeindlichen
ultra=
montanen Preſſe zum Opfer zu fallen. Die Bezeichnung
des § 1 des Jeſuitengeſetzes als Ausnahmegeſetz ſei eine
unhaltbare Redensart. Privilegierende „
Ausnahmege=
ſetze” laſſen ſich die Ultramontanen en masse gefallen.
Eine Bewegung, die den fanatiſchen Gewiſſensdruck
ver=
trete, wolle zur Intoleranz Freiheit beanſpruchen. Die
Jeſuitenfrage ſei jetzt eine Frage geworden, die über die
Frage, ob einige Jeſuiten mehr oder weniger in
Deutſch=
land, durch die Hertlingſche Taktik weit hinausgewachſen
ſei. Der Rede folgte ſtürmiſcher Beifall.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Der Heeresausſchuß der
öſterreichi=
ſchen Delegation hat das Heeresbudget
angenom=
men. Im Laufe der Debatte gab der Marinekommandant
Aufklärung über den Stand der Schiffsneubauten und
führte aus, das Schlachtſchiff „Prinz Eugen”, das dritte
der großen Schlachtſchiffe, wird am 30. November vom
Stapel laufen. Der vierte Dreadnought ſoll im Juli
näch=
ſten Jahres vom Stapel gelaſſen werden. Das
Schlacht=
ſchiff „Viribus unitis” iſt ſeit vier Wochen in Dienſt
ge=
ſtellt. Die Schießverſuche haben vollkommen befriedigt.
In dem Drama, das ſich in unſeren Nachbarländern
ab=
ſpielt, zeigt es ſich, welche große Wichtigkeit und welche
Geltung die Wehrmacht zur See und zu Lande beſitzt.
Rüſten wir daher, bevor es zu ſpät iſt. Der Termin für
den Bau des Erſatzes der Monarch=Klaſſe kann nicht früh
genug angeſetzt werden.
Die ungariſche Oppoſition will in der
nächſten Woche im alten Parlament ein Nebenparlament
eröffnen, in dem Graf Apponyi eine Darlegung der
äuße=
ken Lage geben wird. Die Oppoſition wird, wie
ver=
lautet, ihre Auffaſſung zur Balkanlage und auch gegen
den Dreibund, beſonders gegen Deutſchland, ausdrücken,
jedoch ſcheint dieſe Abſicht kaum durchführbar, da die
Führer der Oppoſition Dreibundfreunde ſind. Wie
wei=
ter verlautet, wollen alle oppoſitionellen Parteien ſich zu
einer Partei zuſammenſchließen.
Frankreich.
Bevölkerungsbewegung. Nach dem
Aus=
weis des Miniſteriums der ſozialen Fürſorge beträgt die
Zahl der Geburten im erſten Halbjahr 1912 387807 gegen
385999 in der gleichen Periode des Jahres 1911, doch
überſteigt die Zahl der Geburten diesmal die der
Todes=
fälle um 14 172.
Spanien.
Der nicht „rubrizierte”
Marokkover=
trag. Es ſtellt ſich jetzt heraus, daß wegen der
Rubri=
zierung des Marokkovertrages mit Frankreich neue
Schwierigkeiten entſtanden ſind und daß vor Mitte Monat
an eine Vollendung dieſer Arbeit nicht zu denken iſt.
Die Bekanntgabe, daß der Vertrag unter Dach und Fach
ſei, erfolgte am letzten Ultimo nur, um die Börſenkurſe
nicht zu ſtark in ungünſtigem Sinne zu beeinſluſſen.
Rußland.
Ein ruſſiſch=mongoliſches Abkommen
wurde am 3. ds. Mts. in Petersburg abgeſchloſſen. Darin
ſagt Rußland der Mongolei ſeine Unterſtützung bei der
Aufrechterhaltung des autonomen Regimes, das ſie
er=
richtet, zu, ſowie im Recht auf ein nationales Heer, und
in dem Beſtreben, chineſiſche Truppen und chineſiſche
An=
ſiedler von ihrem Territorium fernzuhalten. Der
Sou=
verän der Mongolei und die mongoliſche Regierung
be=
laſſen, wie bisher, den ruſſiſchen Untertanen und dem
ruſſiſchen Handel die Beſitzungen, Rechte und Privilegien
die das Protokoll aufzählt. Dabei verſteht es ſich, daß die
Untertanen anderer Nationen in der Mongolei nicht mehr
Rechte als die ruſſiſchen genießen dürfen. Wenn es die
mongoliſche Regierung für notwendig befindet, einen
Se=
paratvertrag mit China oder einer anderen fremden Macht
zu ſchließen, ſo darf ſich der neue Vertrag in keinem Falle
gegen die Beſtimmungen des gegenwärtigen Abkommens
richten und das dem Vertrag beigeführte Protokoll
ohne die Zuſtimmung Rußlands nicht abändern. Das
gegenwärtige freundſchaftliche Uebereinkommen tritt mit
dem Tage der Unterzeichnung in Kraft.
In einem Kommentar zu dem
Regierungskommuni=
qué über das ruſſiſch=mongoliſche Abkommen wird geſagt,
das Abkommen ſtelle die Anerkennung der Autonomie der
mongoliſchen Regierung dar, mit der die ruſſiſche
Regie=
rung von jetzt ab in unmittelbare Beziehungen trete. Das
Abkommen greife jedoch nicht der Regelung der
Beziehun=
gen der autonomen Mongolei zu China vor. Wenn die
chineſiſche Regierung ſich dem Abkommen in ſeinen
grund=
legenden Prinzipien anſchließen wolle, ſo habe die ruſſiſche
Regierung keinen Grund zu verhindern, daß eine
Verſtän=
digung über die Anerkennung der chineſiſchen
Souveräni=
tät durch die mongoliſche Regierung zuſtande komme.
Einkauf von Steinkohlen im Ausland.
Der Miniſter der Verkehrswege erſuchte den Miniſterrat,
ihm zu geſtatten, wegen der Steigerung der ruſſiſchen
Kohlenpreiſe, Steinkohlen im Auslande einzukaufen und
zwar 40 bis 50 Millionen Pud für die Bahnen der Krone
und 15 Millionen Pud für Privatbahnen, die infolge des
Mangels an ruſſiſcher Kohle und infolge der
Preisſteige=
rung ſich genötigt ſehen, die unantaſtbaren
Kohlenvor=
räte anzugreifen. Der Miniſter hat beſchloſſen, daß 10
bis 15 Millionen Pud zur Auffüllung der unantaſtbaren
Vorräte und der Vorräte der Privatbahnen im Auslande
gekauft werden und ferner, eine Kommiſſion einzuſetzen,
die unter dem Vorſitz des Handelsminiſters erörtern ſoll,
ob nicht der Bezug ausländiſcher Kohle für die Bahnen
der Krone zu vermeiden ſei.
Die Dumawahlen. Bis jetzt ſind 386
Duma=
abgeordnete gewählt. Darunter befinden ſich 136 Rechte,
14 gemäßigte Rechte, 59 Nationaliſten, 73 Oktobriſten,
19 Fortſchrittler, 43 Kadetten, 4 Mitglieder der
Arbeits=
gruppe, 6 Sozialdemokraten, 12 Linke, 6 Mitglieder des
Polenklubs, 4 polniſche Volksdemokraten, 3 Mitglieder der
polniſch=littauiſchen Weiß=Ruſſengruppe, 1 littauiſcher
Nationaldemokrat, 3 Mitglieder der muſelmaniſchen
Fraktion und 3 Unparteiiſche.
Vereinigte Staaten.
Nach den letzten Wahlreſultaten hat
Wilſon auch in Illinois geſiegt, ſomit in 40 von 48
Staa=
ten mit 442 Elektoralſtimmen. Taft hat nur in Utah,
Ver=
mont und Idaho geſiegt und erhielt 12 Stimmen. Auf
Rooſevelt entfielen 77 Stimmen. An Volksſtimmen erhielt
Wilſon 6 192000, Rooſevelt ungefähr 4 194000, Taft
3 537000 Stimmen. Das ſozialiſtiſche Mitglied des
Kon=
greſſes Berger iſt geſchlagen, doch ſind drei
Sozialdemo=
kraten in die Legislatur von Illinois gewählt. Die
vor=
ausſichtliche Zuſammenſetzung des Unterhauſes wird ſein:
287 Demokraten, 122 Republikaner, 16 Progreſſiſten, die
des Senats: 52 Demokraten, 35 Republikaner und
6 Progreſſiſten.
* San Giuliano in Berlin. Die italie
niſche Kolonie veranſtaltete zu Ehren San Giu=
lianos im reichgeſchmückten Feſtſaal des Weinhauſes
Rheingold ein Bankett, wozu 155 Gedecke aufgelegt
waren. Der Botſchafter Panſa und ſämtliche Mitglieden,
der italieniſchen Botſchaft waren erſchienen. Unter den
Anweſenden befanden ſich der italieniſche Konſul, der
Präſident der italieniſchen Handelskammer und der
Präſident der Societa Mutuo Soccorfo. Im Verlaufe
des Feſtmahls widmete der Botſchafter Panſa den
erſten Trinkſpruch dem deutſchen Kaiſer, dem Freund und
Verbündeten des Königs Viktor Emanuel. Sodann
toaſtete der italieniſche Konſul auf den König von Italien,
Der Präſident der „Societä Mutuo Soccorſo”,
Mel=
loni, ließ ſeine Anſprache in ein Hoch auf San Giuliano
ausklingen. Nach ihm erhob ſich der Gefeierte zu einer
kurzen Anſprache. Er dankte dem Redner, daß er ſeine
Mitwirkung an dem großen patriotiſchen Werke des
letz=
ten Jahres erwähnt habe, und betonte, daß die Perſon
des Königs die Bürgſchaft der gegenwärtigen und
zu=
künftigen Größe Italiens bilde. Die Königin an ſeiner
Seite ſei das Vorbild in allen bürgerlichen Tugenden. Sie
habe in allen Schmerzen und Aengſten des Volkes treu
zu Italien gehalten; ihr gebühre deshalb ebenfalls aller
Dank. Der Miniſter gedachte weiter der Verdienſte des
Miniſterpräſidenten Giolitti, zu deſſen Führung
Ita=
lien volles Vertrauen haben könne. Sodann dankte er
der italieniſchen Armee und Marine und dem
gan=
zen italien’ſchen Volke, das in allen Teilen zu den
ruhm=
reichen Ereigniſſen der letzten Jahre mitgewirkt habe,
Aber auch die Vertreter der italieniſchen Induſtrie und
der italieniſchen Intelligenz im Auslande förderten
Italiens Anſehen in der Welt. Alle Italiener, ſchloß der
Miniſter, ſchmiedeten zuſammen das Schwert, das den
Ruhm des italieniſchen Namens ausgebreitet habe. Der
Miniſter weihte ſein Glas dem Gedeihen der italieniſchen
Kolonie.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. November.
* Uebertragen wurde dem Reallehrer an dem
Real=
gymnaſium zu Mainz Wilhelm Fuchs eine Lehrerſtelle
an de: Nalkaſchule zu Wainz,
g. Strafkammer. Der Metzgermeiſter Richard
Flach=
aus Aſchaffenburg hatte ſich geſtern wegen einer
Ueber=
tretung im Sinne des Jagdſtrafgeſetzes vor der hieſigen
Strafkammer zu verantworten. Flach iſt Pächter der in
bayeriſchem Gebiet gelegenen Unter=Stockſtädter Jagd, zu
der auch ein Stück in heſſiſchem Gebiet belegene Jagd
gehört. Am 12. Juni hatte er ſich nun mit einem
Jagd=
gaſt in das Jagdgebiet begeben, um einen am Tage
vor=
her angeſchoſſenen Rehbock zur Strecke zu bringen. Auf
heſſiſchem Gebiet hörten ſie dann ein Tierklagen und der
Hund Flachs griff auch ſofort das Tier an. Als die
Jäger das Tier ſahen, rief Flach ſeinen Hund zurück und
gab einen Schuß ab. Sie ſahen dann, daß das erlegte
Tier eine trächtige Rehgeiß war. Da für dieſe
Schon=
zeit war, hatte ſich Flach vor dem Schöffengericht
Seligen=
ſtadt wegen Vergehens gegen das Jagdſtrafgeſetz zu
ver=
antworten. Flach gab an, er ſei der Meinung geweſen,
den am Tage vorher angeſchoſſenen Rehbock vor ſich zu
haben, da das Tier einen geſchwollenen Lauf hatte und
ſtark hinkte. Aber auch wenn er gewußt hätte, daß es
eine Rehgeiß war, ſei er berechtigt geweſen, das Tier zu
ſchießen, da nach Erkenntniſſen bayeriſcher Gerichte die
Hegebeſtimmungen des ſtrengeren bayeriſchen
Jagd=
geſetzes nicht anzuwenden und ein Abſchießen berechtigt
ſei, wenn das betreffende Tier nahe am Verenden ſei.
Er ſei der Anſicht geweſen, das Tier könne mit der
Ver=
wundung nicht mehr lange leben. Das Schöffengericht
Seligenſtadt legte die letztere Schutzbehauptung des
An=
geklagten zu ſeinen Ungunſten aus und verurteilte ihn
zu 40 Mark Geldſtrafe, die eventuell mit 14 Tagen
Ge=
fängnis zu verbüßen ſind. Auch die Strafkammer, die
ſich mit der Berufung des Angeklagten zu beſchäftigen
hatte, entnahm dieſer Schutzbehauptung, daß er das Tier
vorſätzlich geſchoſſen habe, wozu er nicht berechtigt war,
denn aus den Zeugenausſagen ginge hervor, daß die
Rehgeiß an der Verletzung nicht eingegangen wäre. Die
Berufung wurde deshalb als unbegründet verworfen.
* Provinzialausſchuß. Die für den 9. ds. Mts.
an=
beraumte Sitzung iſt auf den 20. November
ver=
legt worden.
D Vom Großh. Hoftheater. Die Wiederholung von
Leo Falls Operette „Der liebe Auguſtin” iſt für
heute Samstag als 54 Abonnementsvorſtellung, Buchſt.
D 14 angeſetzt. Am Sonntag wird aus Anlaß von
Schillers Geburtstag die Wallenſtein=Trilogie in
vollſtändig neuer ſzeniſcher Gewandung zur Aufführung
Die neue Weltkarte des Diamanfen.
C) Die Nachricht von dem Funde des zweitgrößten
Diamanten der Welt ruft die Wunder und Schickſale
die=
ſes koſtbarſten Steines wieder lebendig in die Erinnerung
und läßt zugleich an die bedeutenden Aenderungen und
Erweiterungen denken, die die Weltkarte des Diamanten
in letzter Zeit erfahren hat. Erſt vor kurzem wurde von
der gewaltigen Erregung gemeldet, die die Entdeckung
von neuen Diamantfeldern in Südafrika hervorrief, wo
in der Nähe von Bloemhof die leuchtenden Steine
Tau=
ſende anzogen, und dann brachte ein Kabelgramm die
Kunde nach New=York, daß im belgiſchen Kongo
Dia=
manten gefunden worden ſeien. Die internationale
Forſt= und Minengeſellſchaft des Kongo, die von dem
amerikaniſchen Finanzmann Thomas Fortune Ryan
ge=
gründet worden iſt, hat bei ihren Schürfungsverſuchen in
Mai=Munene im Kaſai=Fluß und am Anfang des
Ka=
hambaie=Creek Diamantfelder entdeckt, die ſehr ergiebig
waren. In zwei Wochen fand ein Mann 240 Steine; im
ganzen wurden beim Abſuchen von etwa 75 engliſchen
Meilen am Kaſaifluſſe 600 Steine gefunden, von denen
der größte 1 Karat wog. Ein neues Land iſt damit auf
der Diamantenkarte verzeichnet.
Lange iſt das Märchenland Indien der einzige
Fund=
ort des Diamanten geweſen. Als man dann 1727 die
Diamantminen von Braſilien entdeckte, glaubte man, der
Stein werde nun ebenſo wie an Seltenheit ſo auch an
Koſtbarkeit verlieren: wirklich aingen auch damals die
Preiſe um 75 bis 80 Prozent zurück. Aber auch die
gewal=
tigen Entdeckungen neuer Felder in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts haben den „König der Edelſteine” nicht
auf die Dauer entwerten können, und auch heute noch wird
er tauſendfach mit Gold aufgewogen. Der moderne
Roman der Diamantſucher beainnt mit dem Jahre 1867,
und zwar an einer Stelle Afrikas, die beute Kimberley
heißt. Damals ſpielten auf der Farm des Bürgers Jacohs
bei Hopetown am Orangefluß die Kinder im Sande mit
bunten leuchtenden Kieſeln. und als Nachbar Schalk van
Neikirk Jacobs einmal beſuchte, fielen ihm dieſe Kieſel
auf; er nahm einige von ihnen mit und zeigte ſie einem
zeiſenden Krämer Hoon Ollelly. Der nahm einen dieſer
Steine mit nach Colesberg, ſchnitt mit ihm ſeine
Ini=
tialen in das Fenſterglas und verkaufte den Stein, der ein
prächtiger 21karätiger Diamant war, an den franzöſiſchen
Konſul in Kapſtadt, der ihn auf die Pariſer
Weltausſtel=
lung ſchickte, wo er mit 10000 Mark bezahlt wurde.
Unter=
deſſen intereſſierten ſich die Buren eifrig für die bisher
ſo gar nicht beachteten „Kieſel” und bald entſtand die De
Beers=Compagnie, die heute mit einigen anderen
ſüdafri=
kaniſchen Berawerken der Welt 95 Prozent aller
Diaman=
ten liefert. Nach den Statiſtiken von 1911 ſteht die De
Beers=Geſellſchaft mit einem Ertrage von 1924 225 Karat
an erſter Stelle; dann kommt die Premier=Mine mit
1774206 Karat, die Berawerke von Jagersfontein mit
338831 Karat und von Kofſyfontein mit 123933 Karat.
Die Geſamtausbeute für 1911 von allen ſüdafrikaniſchen
Diamantminen wird auf 2400 Millionen geſchätzt, nicht
gerechnet die Koſten, die das Schleifen und andere
Aus=
gaben verurſachen. Die größte Tiefe, die in den De Beers=
Bergwerken erreicht wurde, beläuft ſich auf 3601 Fuß.
Neben den engliſchen Diamantminen in Südafrika
haben die deutſchen in Südweſtafrika einige Bedeutung
erlangt. Ihr Ertrag wird für 1911 auf 798866 Karat
an=
gegeben. Bedeutend ſind auch die Erträge die in Borneo
und in den braſilianiſchen Bergwerken von Minas Gerges
und Bahia gefördert werden; aber gegen die
ſüdafrika=
niſche Produktion treten ſie völlig zurück, während die
früher ſo berühmten indiſchen Minen für erſchöpft gelten
können. Diamantfunde ſind auch in jüngſter Zeit im
Ural, in Lappland, in Sibirien und in China gemacht
worden; Europa hat einige wenige ſchöne Steine geliefert.
Aber hier wie in Amerika ſind die Funde nur gelegentlich.
Von den größten Diamanten der Welt, die nun um einen
bedeutenden vermehrt worden ſind, iſt der wichtigſte der
Cullinan, der 1905 in Transvaal gefunden wurde, 3025,5
Karat wog und für 4 Millionen Mark von der Transvaal=
Regierung gekauft und König Eduard geſchenkt wurde;
1908 wurde er in neun Steine und 96 kleinere Brillanten
zerſchnitten. Der größte Stein, der ſo entſtand, wiegt
516,5 Karat. Der zweitgrößte Diamant wäre dann der
neue mit 1649 Karat; doch macht ihm dieſen Ruhm der
einſt vielgenannte „Braganza” ſtreitig, der in Braſilien
gefunden wurde, 1680 Karat wiegen ſoll und ſich noch im
Rohzuſtand befindet.
Die Leiden der ſchönen Frau.
** Daß die Feen mit der Gabe der Schönheit einem
Mädchen kein gutes, ſondern ein ſchlimmes Angebinde in
die Wiege legen, iſt der Grundton der Bekenntniſſe, die
eine bekannte Schönheit New=Yorks, Edna Goodrich in
einem amerikaniſchen Blatt veröffentlicht. „Man frage
eine ſchöne Frau, die denkt, welchen Vorteil ſie von ihrem
angenehmen Aeußern gehabt habe, und ſie wird
antwor=
ten: „Keinen, ſondern nur Leiden und Hemmniſſe”.
Schönheit iſt mir ſtets wie ein Leuchtturm mitten im
Meere des Lebens erſchienen. Als etwas Leuchtendes,
Stolzes, Hohes, wohl! Aber was hat der Leuchtturm
da=
von? Er lenkt die Aufmerkſamkeit auf die Felſen
rings=
um, auf die Gefahren die man vermeiden muß. So auch
die Schönheit. In ihrem Lichte erſcheinen alle Mängel
grauſam ſcharf: niemand wird genauer unter die Lüpe
genommen, keiner ſtrenger kritiſiert, als eine ſchöne Frau.
„Sie iſt ſchön — wie kann ſie klug ſein?” fragt man, und
man ſucht hinter gefälligen Zügen ſogleich Hochmut,
Verwöhntheit und anderes Schlimme. Eine Schönheit
lernt bald begreifen, daß ſie nicht ſich ſelbſt gehört. ſondern
dem Publikum. Mag ſie die Tochter eines Millionärs
oder eine Choriſtin ſein — ſie iſt nicht mehr ſie ſelbſt,
ſon=
dern „unſere Mary” oder „die reizende Miß Smith” Wo
ſie hinkommt, ſind die Operngläſer auf ſie gerichtet und ſie
vernimmt die ſchonungsloſeſten Bemerkungen, wie: „Heut
hat ſie ihren ſchlechten Tag . . . So weit iſt es mit der
Schönheit doch nicht her! . Sie fängt an, alt zu
wer=
den uſw.‟ Das Publikum nimmt es als ſein
ſelbſtver=
ſtändliches Recht in Anſpruch, die ſchöne Frau zu
kriti=
ſieren, ſo unbefangen wie den neuen Bürgermeiſter oder
ein neues Gebäude. So weiß ſich die ſchöne Frau nie
unbeobachtet, erſcheint nie unbefangen. Stets fühlt ſie
ſich ausgeſtellt, ſtets iſt ſie auf der Parade: ſie darf nicht
in irgend einer bequemen Toilette über die Straße gehen;
ſie darf ſich nicht ein einzigesmal ausgelaſſen benehmen,
darf nicht einmal „Menſch unter Menſchen” ſein. Was
würde die Welt ſagen? Die Augen der Allgemeinheit
ſind auf ſie gerichtet. Welch furchtbares Bewußtſein! Ihr
Leben wird zu einem Kampf um ihren Ruhm und um
ihre Schönheit. Lange Stunden verbringt ſie vor dem
Spiegel, bevor ſie eine Beſorgung macht. Denn, wollte
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 3.
gelangen. Die Darſtellung des gewaltigen Werkes ſetzt
am Nachmittag. (Beginn 2½ Uhr) mit „Wallenſteins
Lager” und „Piccolomini” ein und wird am gleichen
Abend mit „Wallenſteins Tod” beſchloſſen (Anfang 7½
Uhr). In der Rolle der Thekla beginnt Frl. Charlotte
Pilz vom Weimarer Hoftheater ihr Gaſtſpiel. Ab
Samstag ſind Billetts nur an der Hoftheaterkaſſe
er=
hältlich und zwar werden Samstag nur Zykluskarten, für
Sonntag nachmittags und abends gültig, ausgegeben, am
Sonntag beginnt nach Maßgabe der etwa noch
vorhande=
nen Plätze der Einzelverkauf. Für die Zykluskarten
gel=
ten die ermäßigten Volksvorſtellungspreiſe, die auch
Sonntag nachmittag Gültigkeit haben. Für die
Aufführ=
ung von „Wallenſteins Tod” werden Einzelkarten zu
kleinen Preiſen erhältlich ſein.
— Eiſenbahnminiſter und Deutſcher Techniker=
Ver=
band. Man ſchreibt uns: Die durch die Preſſe gegangene
Mitteilung, daß der Eiſenbahnminiſter ſeinen Beamten
verboten habe, Mitglieder des Deutſchen Techniker=
Ver=
bandes zu bleiben, iſt dahin zu ergänzen, daß der Deutſche
Techniker=Verband mit einer eingehenden Denkſchrift an
den Eiſenbahnminiſter nochmals in Verhandlung tritt,
um nachzuweiſen, daß die vom Miniſter als Grund der
Verfügung angegebene neue Satzung eine ſcharfe
Tren=
nung zwiſchen Beamten und Privatangeſtellten macht.
Bereits auf dem Verbandstage in Köln wurde in einer
Entſchließung zum Ausdruck gebracht, daß den Beamten
das Recht gemeinſamer Kündigung nicht zuſtehe und
die=
ſer Grundſatz iſt in die erſt jetzt vollendete Satzung
hin=
eingearbeitet worden. Eine Zurücknahme der Verfügung
ſteht deshalb zu erwarten.
* Für Auswanderer. Angeſichts der wohl durch die
Teuerung verurſachten anſchwellenden Auswanderungs=
Bewegung aus dem Deutſchen Reich, ſowie angeſichts der
iſich immer wiederholenden Auswanderer=
Be=
ſſchwerden möge kein Evangeliſcher auswandern, ehe
ſer ſich nicht durch den Evangeliſchen Hauptverein für
deutſche Anſiedler und Auswanderer (E. V.) in
Witzen=
hauſen a. d. Werra hat aufklären laſſen.
D Ausſtellung. Die ſchon mehrfach mit hohen
Aus=
zeichnungen bedachte rheinheſſiſche
Rohrmöbel=
fabrik Val. Elſeſſer in Hamm hat zurzeit eine
überaus große und reichhaltige Auswahl ihrer Fabrikate
in der gegenwärtigen Ausſtellung im
Gewerbe=
muſeum (Neckarſtraße) zur Schau geſtellt. Indem nicht
verfehlt wird, hierauf beſonders aufmerkſam zu machen,
kann jedermann eine Beſichtigung ſehr empfohlen
wer=
den, da die dort ausgeſtellten Gegenſtände ſich ſehr gut
als Weihnachtsgeſchenke eignen.
* Jubiläumskonzert des Richard Wagner=Vereins.
In unſerem geſtrigen Nachtbericht über das Feſteſſen im
Britannia=Hotel war der Name des zweiten
Vorſitzen=
den, Profeſſors A. Mendelsſohn, deſſen Verdienſte
der Vorſitzende mit Worten des Dankes gedachte,
ver=
ſehentlich ausgefallen. Auch möge nachgetragen werden,
daß Herr Generaldirektor Dr. Eger dem Feſteſſen
bei=
wohnte.
nn. Ein neuer Schmuckplatz im Herrngarten.
Nachdem im Laufe dieſes Sommers das an der Oſtſeite
des Großh. Herrngartens befindliche Palmenhaus
niedergelegt und deſſen Inhalt in den Großh. Hofgärten
untergebracht wurde, wird jetzt an deſſen Stelle und in
ſeiner Umgebung durch die Initiative des
Groß=
herzogs ein beſonders gartenkünſtleriſch
lausgeſtalteter Schmuckplatz angelegt, der eine
Zierde des Großh. Herrngartens bilden wird. Zunächſt
wird aus dem Sandſteinmaterial des Palmenhauſes
ein architektoniſch ſchöner Terraſſenvorbau mit
beider=
ſeitigem Treppenaufgang hergeſtellt, an den ſich drei
ſſchöne Pergolas, die ſpäter mit Schlinggewächſen
be=
ſpflanzt werden, anſchließen. Hinter dieſer Terraſſe wird
aus den ſtehengebliebenen Fundamentmauern des
(Palmenhauſes ein großer Weiher für Warmwaſſer=
Kulturen angelegt, an deſſen Fertigſtellung augenblicklich
noch gearbeitet wird. Im hinteren Teil des neuen
Schmuckplatzes wird ſich eine zweite Terraſſe mit dem
alten Baumgruppenbeſtand anſchließen und der ganzen
(Gartenanlage einen maleriſchen Abſchluß geben. Die
Umgebungsmauern ſollen teilweiſe durch Rundbogen
durchbrochen werden, um auch von der Straßenſeite aus
einen Einblick in den Schmuckplatz zu geſtalten. Als
eine beſonders wichtige und dankenswerte Neuerung.
die einem ſchon lang gehegten Wunſch der Bewohner
des Martinsviertels entſpricht, iſt hierbei eine
Ver=
breiterung der vorderen
Schloßgarten=
ſtraße ins Auge gefaßt. Durch ein Zurückſetzen der
Herrngartenmauer in die Fluchtlinie der Gebäude der
Techniſchen Hochſchule und der Großh. Waſchanſtalt
wird eine weſentliche Verbreiterung der
Schloßgarten=
ſtraße erzielt werden. Der jetzt abgebrochene
Palmen=
hausbau wurde Anfangs der 60er Jahre des vorigen
Jahrhunderts von Großherzog Ludwig III. errichtet.
Die Ausführung der geſamten Bauarbeiten liegt in den
Händen der Hofbaufirma Riedlinger hier. Die Arbeiten
ſollen ſo gefördert werden, daß die ganze Anlage bis
zum nächſten Frühjahr fertiggeſtellt ſein wird.
* Vortrag. Sonntag, den 17. November, abends
8 Uhr, wird Herr Miſſionsinſpektor Pfarrer Witte aus
Berlin im Saal der Pauluskirche einen
Lichtbilder=
vortrag über „In der Wunderwelt des Oſtens,
Reiſe=
erlebniſſe aus China und Japan”, halten. Herr Witte,
ein ausgezeichneter Kenner des fernen Oſtens, iſt ein
glänzender Redner und verfügt über außergewöhnlich
ſchöne Lichtbilder. Der Vortrag iſt jedermann zugänglich.
Es werden an demſelben Abend auch echte Japan= und
Chinawaren zum Verkauf kommen, deren Reinertrag
dem Faberhoſpital zugute kommen ſoll.
* Darmſtädter Lehrerinnen=Verein. Es ſei
noch=
mals auf den Samstag, den 9. November,
nach=
mittag 6 Uhr, im Saale 326 der Techniſchen Hochſchule
ſtattfindenden Vortrag von Herrn Dr. Appel
aufmerk=
ſam gemacht. Das Thema lautet: „Auge und
Schule‟. Der Eintritt iſt für Mitglieder frei,
Nicht=
mitglieder zahlen 20 Pfg. Zugleich werden die
Mit=
glieder aufmerkſam gemacht auf das Referat von Herrn
Amtmann Krapp: „Armenpflege und Arbeitszwang”
am 15. November, nachmittags 5 Uhr, im
Herrſchafts=
ſaale des Städtiſchen Saalbaues. Der Verband für
Jugendfürſorge ladet den Darmſtädter Lehrerinnen=
Verein hierzu ein.
Darmſtädter Techniker im Auslande. Der
Firma Orenſtein und Koppel, Arthur Koppel A.=G. in
Berlin, iſt der Auftrag eines 265 km langen Bahnbaues
zu Uruguay in Süd=Amerika erteilt worden. Es handelt
ſich dabei um eine von der dortigen Regierung
unter=
ſtützte normalſpurige Anlage vom Hafen La Paloma
nach Treinta y Tres, deren Ausführung die deutſche
Firma für ein internationales Finanzkonſortium
über=
nommen hat. Die Baukoſten ſind auf 20 Millionen
Mark berechnet und es iſt dieſer erſte Bahnbau in
Uruguay zugleich der größte ſüdamerikaniſche
Bauauf=
trag, welcher bis jetzt nach Deutſchland erteilt wurde.
Als Vertreter der Firma und bauleitender Beamter
wurde Herr Oberingenieur Richard Wulckow nach
Südamerika entſendet, ein geborener Darmſtädter, der
Sohn des im vorigen Jahre hier verſtorbenen Schul=
und Seminardirektors Dr. Wulckow. Unſer noch in
verhältnismäßig jugendlichem Alter ſtehender
Lands=
mann erhielt ſeine Ausbildung auf dem Ludwig=Georgs=
Gymnaſium und der Techniſchen Hochſchule hier und
verſpricht nach ſeinen ſeitherigen Leiſtungen auch als
Pionier deutſcher Kultur im Auslande ſeiner Vaterſtadt
ind der deutſchen Technik Ehre zu machen.
* Elferfeier der Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla‟ Es
ſei nochmals auf die morgen Sonntag abend im „
Kaiſer=
ſaal” und „Fürſtenſaal” ſtattfindende Elferfeier der
Kar=
nevalgeſellſchaft „Narrhalla” empfehlend hingewieſen.
Die vorgeſehenen vielerlei Ueberraſchungen ſichern der
Veranſtaltung einen vollen Erfolg, für den übrigens ja
uch die ganze Vergangenheit der Karnevalgeſellſchaft
„Narrhalla” bürgt. Da aller Vorausſicht nach der
An=
drang ſehr groß ſein wird iſt rechtzeitiges Erſcheinen
dringend empfohlen. Die Feier beginnt 8,11 Uhr.
Der Gabelsberger Stenographenverein, gegr. 1861
(Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog),
veran=
ſtaltet am Samstag, den 16. November, im Kaiſerſaal ſein
Herbſtfeſt mit Ball. Ein Programm, reich an
geſang=
lichen, humoriſtiſchen und theatraliſchen Darbietungen,
ſowie anſchließender Ball bürgen für einige genußreiche
ſchöne Stunden.
Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 8 des
Adreß=
buches für 1913, enthaltend Einwohnerregiſter — v. Kor=
natzki, Heinrich, bis Lindenſchmitt, Adam, — liegt im
Hauptmeldebureau, Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13,
während der Bureauſtunden (8—12 Uhr vormittags
und 2—6 Uhr nach mittags) bis zum 12. November
vormit=
tags zur Einſichtnahme offen.
* Orpheum. Ein Varietéprogramm, wie es in ſeiner
Zuſammenſtellung und in den Einzeldarbietungen kaum
wirkungsvoller ſein kann, bietet das derzeitige Enſemble.
Es iſt ſchwer zu ſagen, wem man die beſte Leiſtung
zu=
rechnen darf; alle ſind erſtklaſſige Vertreter ihrer
Spezial=
fächer und bieten Vollkommenes; ſo erfreuen ſich denn
auch die Vorſtellungen fortgeſetzt eines äußerſt regen
Be=
ſuches. — Das Gaſtſpiel Vera Forſt und Robert von
Val=
berg in dem kecken Einakter „Die G’ſchamige” geht in
einigen Tagen zu Ende. — Heute Samstag findet, wie
üblich, Familien=Abend ſtatt; morgen Sonntag ſind zwei
Vorſtellungen: nachmittags 4 Uhr bei kleinen Preiſen
Volks= und Fremden=Vorſtellung, worin als beſondere
Einlage der zweiaktige Film „Erinnerungen aus St.
Helena”, hiſtoriſche Szenen aus Napoleons
Gefangen=
ſchaft, gezeigt wird. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Das morgige Sonntagskonzert
leitet Herr Obermuſikmeiſter M. Weber. Auf das
Pro=
gramm, welches zum Teil im Inſerat erſichtlich, iſt
be=
ſondere Sorgfalt verwendet. Beſonders erwähnt ſeien:
„Eine Reiſe durch Europa” Potpourri mit Kommentar,
von Alfred Mello. In dieſem Tonſtück lernen wir die
Muſik aller Staaten der Balkanhalbinſel kennen. Wigge
Gebhart, ein Eberſtädter Bürger, wird mit einer
hübſchen Kompoſition vertreten ſein. (Siehe Anzeige.)
* Rummelbräu=Konzerte. Die bisherigen
Konzert=
vorſtellungen hatten ſich eines ſtetig wachſenden Beſuches
zu erfreuen. Heute ſei beſonders auf das Konzert am
morgigen Sonntag hingewieſen, deſſen Ausführung
wie=
der der Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments
ob=
liegt. Das Abendkonzert unter Leitung des Herrn
Ober=
muſikmeiſters Hauske iſt vornehmlich der Wiener Muſe
gewidmet und werden Schöpfungen von den Alt=Wiener
Klaſſikern bis zu den modernſten Neu=Wiener Operetten=
und Tanzkomponiſten im Programm vertreten ſein.
(Siehe auch Anzeige.)
— Das Reſidenz=Theater am weißen Turm bringt
ab heute ein zweiaktiges Drama, betitelt „Ein Blitz in
dunkler Nacht”, zur Vorführung. Die Verfertiger ſind
die Nordiſche Filmkompagnie Kopenhagen und iſt der
Film mit der bekannten Meiſterſchaft obengenannter
Firma ausgeſtattet; bemerken wir doch in demſelben eine
noch nie gezeigte photographiſche Neuheit, die
Natur=
aufnahme eines Gewitters. Die Naturaufnahme „Fahrt
des Luftſchiffes Viktoria Luiſe” über Mannheim,
Berg=
ſtraße, Darmſtadt nach Frankfurt und die neueſten
Ereigniſſe auf dem Kriegsſchauplatz werden alle Kreiſe
intereſſieren.
Eberſtadt, 8. Nov. In der geſtrigen
Gemeinde=
ratsſitzung wurde bezüglich der Ausführung des
Gemeindeumlagengeſetzes und Erlaß eines Ortsſtatuts
über Erhebung von Filialſteuer mit 8: 5 Stimmen
beſchloſſen eine ſolche einzuführen und bis 35000
Mark 1 Prozent, bis 70000 Mark 1½ Prozent und über
70000 Mark 2 Prozent zur Erhebung gelangen zu laſſen.
Ausgenommen hiervon ſind jedoch die Konſumvereine. —
Die unangenehme Trottoir=Angelegenheit wurde von dem
Provinzialausſchuß dahin entſchieden, daß die Gemeinde
mit ihrer Klage gegen die Bewohner der Ober= Markt=
und Darmſtädter Straße betreffs Heranziehung dieſer zu
den Herſtellungskoſten koſtenpflichtig abgewieſen wird.
Von dem Recht, innerhalb vierzehn Tagen gegen dieſes
Urteil Rekurs bei dem Verwaltungsgerichtshof
einzu=
legen, wird mit 13: 3 Stimmen beſchloſſen, Gebrauch
zu machen.
Griesheim, 8. Nov. Der Truppenübungsplatz
wird nächſtes Jahr mit einigen zeitgemäßen
Einrichtun=
gen: Waſſerleitung, Kanaliſierung und elektriſcher
Beleuch=
tung verſehen werden. Die Eigentümerin des Gaswerks
Griesheim, eine Bremer Aktien=Geſellſchaft, hat zwar mit
der Gemeinde Griesheim einen Vertrag abgeſchloſſen,
welcher ihr die alleinige Verſorgung der Gemeinde mit
Gas und Elektrizität auf die Dauer von 30 Jahren ſichert.
Obwohl der Truppenübungsplatz in der Gemarkung
ſie ſich einmal herauswagen, ohne ihre Friſur mit aller
komplizierten Künſtlichkeit geordnet zu haben, ſo würde
man bald davon ſprechen. Sie darf nicht eſſen, was ſie
igern möchte. Denn dieſes macht ſie ſtark und jenes
ſcha=
det ihrem Teint. Und ihre Schönheit iſt ein Gut, das ja
mnicht ihr gehört, das ſie gleichſam nur zur Verwaltung hat
und auf das das Publikum Anſpruch erhebt.
Viel Zeit und viel Geld koſtet es, eine ſchöne Frau
zu ſein. Aber das ſind nur die kleineren
Unannehmlich=
ſkeiten im Schickſal einer Schönheit; ihre Leiden, ihre
Tragik, ſie ſind noch ganz anderer Art. Es iſt eine
Tat=
ſache, ſchönen Frauen, die über ſich nachdenken, nur zu
wohlbekannt, daß ſie gerade auf die beſten Männer geringe
Anziehungskraft ausüben. Junge Dandys und alte
Lebe=
fmänner flattern um die Flamme der Schönheit. Kluge
Männer kümmern ſich ſelten um körperliche Reize. (2) Die
Herren, die ſich um eine Schönheit ernſthaft bemühen,
tuen es nicht um der Frau willen, ſondern, um ihre eigene
Eitelkeit zu befriedigen. Sie wollen ſich mit ihr „ſehen
laſſen”; ſie wollen bewundert und beneidet werden. Was
ldie arme Schönheit erſehnt, wie alle anderen Frauen,
wahre, tiefe Liebe, das findet ſie nicht, ſondern nur die
iſelbſtſüchtige Neigung unreifer Jugend oder eitlen Alters
Mich hat es nicht überraſcht, als ich eine berühmte
Sän=
gerin, eine Schönheit von internationalem Rufe. ſagen
hörte: „Niemals bin ich in meinem Leben geliebt
wor=
den.‟ Deshalb werden auch Ehen von Schönheiten nie
glücklich. Aber die meiſten heiraten gar nicht, und warum?
In ihrer Jugend denkt das ſchöne Mädchen, daß es genug
iſt, eine Schönheit zu ſein. Sie fragt nach keinen anderen
Göttern. Motten ſchwirren um die Kerze ihres Glanzes.
fund ſie hält ſie für Männer. Sie kümmert ſich nicht um
Bildung des Herzens und des Geiſtes, und ſo vergeudet
iſie ihre Jugend. Wenn dann das „Mittelalter” kommt,
wenn ſie dann anfängt, in ſich hinein zu blicken, anſtatt
nur immer aus ſich heraus, dann findet ſie ſich leer und
hohl; erkennt, daß die feineren, edleren Reize, die echte
Liebe erwecken und feſthalten, nicht in ihr ſind, und ſo
wird die Zeit ihrer Reife zu einem ewigen Kummer, ihr
Alter zu einer Tragödie — für die arme Schönheit.”
Konzerte.
W-l. Ein Jubiläumskonzert anläßlich ſeines 200.
Vereinsabends veranſtaltete der Richard
WWagner=Verein am Donnerstag im Feſtſaale der
Turngemeinde. Ueber den äußeren Verlauf dieſes
Kon=
zertes iſt geſtern ſchon Näheres mitgeteilt worden. Aber
rauch an dieſer Stelle ſoll heute der großen Verdienſte
dankbar gedacht werden, die ſich der Richard Wagner=
Werein und ſein allzeit rühriger Vorſtand in den 23 Jah=
ren ſeines Beſtehens um das muſikaliſche Leben unſerer
Stadt erworben hat. Dank der vorzüglichen Organiſation
in der Leitung des Vereins iſt nicht nur die
Mitglieder=
zahl von Jahr zu Jahr gewachſen, ſondern auch der
Ver=
ein in die Lage geſetzt worden, erſtklaſſige Künſtlerkonzerte
zu veranſtalten, auf deren Genuß das hieſige Publikum
bei der Unerſchwinglichkeit der hohen Künſtlerhonorare
ſonſt wohl verzichten müßte. Die allerdings nicht zu
leugnende Tatſache, daß infolge der reichen und
vielſeiti=
gen, vom hieſigen Publikum beſonders zahlreich beſuchten
muſikaliſchen Darbietungen des Richard Wagner=Vereins
die Solo=Konzerte auswärtiger Künſtler einen immer
ge=
ringeren Beſuch aufzuweiſen haben, kann das Verdienſt des
Richard Wagner=Vereins nicht ſchmälern; außerdem iſt
dies eine Erſcheinung, die Darmſtadt mit anderen
Städ=
ten teilt. Mit dem Ausdruck der Befriedigung über die
ge=
deihliche Entwicklung und den glänzenden Aufſchwung,
die der Richard Wagner=Verein während der zwei
De=
zennien ſeines Beſtehens genommen hat, verbinden wir
den Wunſch, daß der Verein auch fernerhin mit gleicher
Tatkraft, gleichem Glück und gleichem Erfolge die
Inter=
eſſen des muſikliebenden und muſikverſtändigen
Publi=
kums in unſerer Stadt vertreten und wahren möge.
Zu dem Feſtkonzert hatte der Richard Wagner=Verein
die berühmte Meininger Hofkapelle gewonnen,
die unter der Leitung von Herrn Dr. Max Reger als
erſte Nummer die Eroica von Beethoven ſpielte. Das
Publikum lauſchte dem Vortrag, der ſich durch eine
un=
vergleichliche künſtleriſche Disziplin und
dementſprechen=
des meiſterhaftes Zuſammenſpiel im allgemeinen, ſtraffe
Rhythmik, Einheitlichkeit und Energie in der Auffaſſung
und Ausführung und wundervollen Klangzauber im
einzelnen auszeichnete, mit einer an Andacht grenzenden
Aufmerkſamkeit. Die zweite Nummer, die ſymphoniſche
Dichtung Taſſo von Franz Liſzt, war wohl
weni=
ger ihres muſikaliſchen Gehalts wegen gewählt worden,
als weil ſie der Kapelle Gelegenheit bot, die Fähigkeit
tonlicher Klangentfaltung, der faſt keine Grenzen mehr
geſteckt ſind, im glänzendſten Lichte zu zeigen. Dieſe
ſymphoniſchen Dichtungen ſind bekanntlich die Vorläufer
der Richard Straußſchen Kompoſitionen gleicher
Bezeich=
nung geweſen.
Sodann gelangte zum erſten Male das aus dieſem
Jahre ſtammende op. 125 von Max Reger „Eine
romantiſche Suite für Orcheſter” zur
Aufführ=
ung. Ihr ſind drei in der Stimmung verſchiedene
Ge=
dichte von Joſeph von Eichendorff zugrunde gelegt, dem
die drei Sätze der Suite (Notturno, Scherzo und Finale)
entſprechen. Daß ſich ein ſo moderner Komponiſt wie
Max Reger die blaue Blume der Romantik anſteckt,
könnte im erſten Augenblick befremden, unſere Zeit iſt
überhaupt alles andere eher, als romantiſch. Es iſt denn
auch fraglich, ob „der letzte Ritter der Romantik” deſſen
Poeſie, wie die der Romantiker, vorwiegend im
Gefühlsleben wurzelte, ſich von dieſer gelehrten und
komplizierten Verſtandesmuſik würde getroffen gefühlt
haben. Wir meinen, daß es kaum größere Gegenſätze
gibt. Man vergleiche z. B. das letzte einfache Gedicht an
die aufgehende Sonne mit der grandioſen, in höchſtem
dramatiſchen Pathos und den prachtvollſten, erhabenſten
Klangeffekten ſich bewegende Vertonung Regers, und man
wird ſich des Unterſchiedes bewußt werden. Der erſte
Satz ergeht ſich nur in Stimmungsmalereien. Der zweite
iſt ein in mancherlei muſikaliſchen Formen und
Verzier=
ungen leichter dahinfließendes Scherzo, im ganzen aber
wird man beim Anhören dieſer den Meiſter
kontrapunkti=
ſcher Kunſt verratenden und auch in dieſem Sinne zu
be=
wundernden Kompoſition, die aus lauter Anſätzen,
Mo=
tiven und unvermittelten Uebergängen beſteht, des
Troſtes bedürfen, daß auch Richard Wagners Vorſpiel
zu den Meiſterſingern, das darauf folgte, einſtmals nicht
verſtanden worden iſt. Wenn einſt eine muſikaliſch
den=
kende Generation herangewachſen iſt, wird ſie auch
dieſe kontrapunktiſchen Logarithmentafeln zu gebrauchen
und zu würdigen verſtehen. Richard Wagners prachtpoll
geſpieltes Meiſterſinger=Vorſpiel, das in etwas
ſchnellerem Tempo genommen wurde, als man gewohnt
iſt, machte den denkbar eindrucksvollſten Abſchluß des
an Belehrung und Genüſſen reichen Konzertes. Das
Publikum war von den Darbietungen des Meiſters und
ſeiner Kapelle begeiſtert.
Somit war an dem Feſtkonzert alles ſchön, bis auf
den Raum, in dem es ſtattfand. Die Notwendigkeit der
Erbauung eines Feſthauſes iſt uns an dieſem Abend
wieder recht eindringlich zu Gemüte geführt worden. Die
Vorzüge des Saales der Turngemeinde für
Verſamm=
lungs= und andere Zwecke ſollen keineswegs verkannt
werden, aber ein Konzertſaal iſt er nicht und einen
Rah=
men für Beethovens Eroica gibt er nicht ab. Man ſage
nicht, daß dies Aeußerlichkeiten ſind und daß die wahre
Kunſt ſich nicht davon beeinfluſſen laſſen ſoll. Es läßt ſich
nun einmal nicht leugnen, daß die Stimmung durch das
Auge und durch Eindrücke von außen her beeinflußt
wird und daß es nötig iſt, der Stimmung eines
Kunſt=
werkes auch durch einen entſprechenden äußeren Rahmen
gerecht zu werden.
Wir wünſchen deshalb, daß die Beſtrebungen zur
Er=
bauung eines Feſthauſes im Intereſſe unſeres kunſt= und
muſikliebenden Publikums eine allſeitige und tatkräftige
Unterſtützung und nachdrückliche Förderung finden mögen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Griesheim liegt, iſt es doch der Ueberlandzentrale
Darm=
ſtadt möglich, die Zuleitung durch die Kreisſtraße und von
da ab durch militärfiskaliſches Gebiet zu führen, ohne
Eigentum der Gemeinde zu berühren. Die Gemeinde
Griesheim, die durch Aktienbeſitz an dem Gaswerk
betei=
ligt iſt, hat ſich deshalb an die Kommandantur mit der
Bitte gewandt, im Intereſſe der Gemeinde von der
ge=
planten Einführung der elektriſchen Beleuchtung
abzu=
ſehen. Bei der Kommandantur beſteht jedoch keine
Nei=
gung, dieſerhalb auf eine moderne Einrichtung zu
ver=
zichten, und das Gaswerk wird vorausſichtlich einen
be=
deutenden Gaskonſumenten verlieren.
Griesheim, 8. Nov. Sonntag, den 10. November,
be=
gehen die Eheleute Ludwig Engel, Steindrucker, und
deſſen Ehefrau Suſanna geb. Amelung, das Feſt der
Sil=
bernen Hochzeit.
* Nieder=Beerbach, 8. Nov. Kommenden Sonntag
ſpielt der heſige Turnverein E. Niebergalls
Luſt=
ſpiel „Der tolle Hund‟. Die Veranſtaltung findet im
Darmſtädter Hof ſtatt.
— Auerbach, 8. Nov. Das war ein Jubel und Trubel
am vorigen Sonntag auf der „Auerbacher Kerb“
Das Gedränge war ſo groß, daß man zeitweiſe in den
Hotels keinen Platz mehr fand; aber doch kam jeder
Be=
ſucher, ſoviel man hörte, voll und ganz auf ſeine Koſten.
Am nächſten Sonntag wird nun die Nachkirchweihe
gefeiert und dürfte den Gäſten ebenſo Vieles und Gutes
an Vergnügungen und Verpflegung geboten werden als
am vorigen =Sonntag. Deum auf nach Auerbach zur
„Nachkerb‟
Mainz, 8. Nov. Wie verlautet, hat ſich vor kurzem
die ſerbiſche Regierung an ein hieſiges
bedeu=
tendes Geſchäft gewendet und demſelben mehrere tauſend
Soldatenmäntel in Auftrag gegeben. Die Mäntel ſollen
nach Fertigſtellung nicht nach Oeſterreich und von da nach
Serbien geſendet werden, ſondern dieſelben ſollten an
die deutſch=ruſſiſche Grenze befördert werden, von wo aus
dieſelben nach Serbien übergeführt werden ſollen. Das
Ge=
ſchäftshaus ſtellte die Bedingung, daß ein Teil der Koſten
für die Lieferung in Mainz und der Reſt des Betrags
bei der Ablieferung der Sendung an der ruſſiſchen Grenze
zur Auszahlung gelangen ſollte. — Vor einigen Tagen
hat ein Bedienſteter des hier vor Anker gelegenen Schiffes
„Nidda” das Schiff verlaſſen, iſt aber am Abend nicht
mehr auf dasſelbe zurückgekehrt. Da der
Verſchwun=
dene ſeit dieſer Zeit auch nicht mehr geſehen wurde,
ſo nimmt man an, daß er durch einen Fehltritt in den
Rhein gefallen und ertrunken iſt. — Ein gewiſſer Fr.
Schreiber aus der Neutorſtraße, welcher erſt kürzlich
aus Amerika zurückkam, hat ſich geſtern vormittag eine
Kugel in den Kopf geſchoſſen. In ſchwer
ver=
letztem Zuſtande kam Schreiber ins Rochushoſpital, wo
er bald darauf ſtarb.
— Worms, 8. Nov. Morgen Samstag, nachm. 3 Uhr,
nimmt der Verkaufstag der Großherzogin
im ſtädtiſchen Spiel= und Feſthaus hierſelbſt ſeinen
An=
fang. Das ſtädtiſche Spiel= und Feſthaus zu Worms hat
inzwiſchen eine feine künſtleriſche Umwandlung erfahren,
und die Beſucher werden ſich in ein Märchenland verſetzt
fühlen. Girlanden zieren die Wandelhalle, durch die man
in den Theaterſaal gelangt, und in dieſem wird das Auge
mit Entzücken den reizvollen Baſar betrachten, den
Künſt=
lerhände dort in den letzten Wochen geſchaffen haben. Hier
iſts, wo das Großherzogspaar im Verein mit Wormſer
Bürgerinnen und holder weiblicher Jugend die Käufer
mit allem befriedigen wird, wonach ihr Herz verlangt.
Es ſei noch betont, daß kein Kaufzwang beſteht und daß
Gegenſtände für ganz billiges Geld zu haben ſind. Es
iſt jedermann als ein Förderer der guten Sache
willkom=
men, und es iſt der dringendſte Wunſch des
Großherzogs=
paares, mit der Bevölkerung in der ungezwungenſten
Weiſe zu verkehren. Die Loſung ſoll darum am Samstag
lauten: Auf nach Worms zum Verkaufstag des
Großher=
zogspaares!
(*) Gießen, 8. Nov. Die dreitägigen Verhandlungen
des Vereins für innere Miſſion in Oberheſſen
fanden geſtern ihren Abſchluß. Die öffentliche 34.
Jahresverſammlung begann mit einer Morgenandacht
durch Kirchenrat D. Schloſſer. Daran ſchloſſen ſich die
Verhandlungen über die Entwicklung der inneren
Miſ=
ſion, es ſoll bei den Arbeiten beobachtet werden: 1. die
Ausbildung der Arbeitskräfte 2. die Stellungnahme zu
den Arbeitervereinen und 3. die evangeliſatoriſche Seite.
Pfarrer Wurm=Stuttgart ſprach über Hausväter,
Dia=
konen und Gemeindehelfer, für welche Fortbildungskurſe
eingerichtet werden ſollten. Profeſſor D. Schöll=
Fried=
berg empfiehlt Serienvorträge und religiöſe
Diskuſſions=
abende Pfarrer Schulte=Großen=Linden erklärt, die
zukünftigen Geiſtlichen müſſen in kirchlicher Volkskunde
unterrichtet werden, damit die kirchliche Eigenart erhalten
bleibt. In der Verſammlung der Synodalvertreter ſprach
Pfarrer Knott für Einrichtung von Familienabenden
auf dem Lande, um die Landflucht zu bekämpfen.
Pfar=
rer Sattler=Staden berichtete über kirchliche
Preß=
arbeit. Pfarrer Schwabe=Gießen begrüßte die
Jung=
deutſchlandbewegung. Pfarrer Fritſch ſprach über die
Bewegung auf dem Lande. Lehrer und Pfarrer ſollten
hier die Jugendpflege in die Hand nehmen. Die
Grün=
dung von Vereinen für Jungdeutſchland wurde allgemein
befürwortet.
A. Friedberg, 8. Nov. Dem 12jährigen Quartaner
der Auguſtinerſchule zu Friedberg, Fritz
Helmke, der im Sommer dieſes Jahres zu Weggis am
Vierwaldſtätterſee einen großen Knaben vom Tode des
Ertrinkens gerettet hat, wurde heute in Anweſenheit des
Lehrerkollegiums und ſämtlicher Schüler im Auftrage des
Großherzoglich Heſſiſchen Miniſteriums des Innern durch
den Direktor der Schule die Anerkennung der
Be=
hörde für dieſe mit Mut und Entſchloſſenheit
ausge=
führte Tat ausgeſprochen und ihm gleichzeitig eine
Uhr mit Widmung überreicht. Mit einem
muſikaliſchen Vortrag begann und ſchloß die ſchlichte Feier.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt. 7. Nov. Heute fand vor
geladenem Publikum die Eröffnung des
Charlotten=
burger Deutſchen Opernhauſes mit einer
Erſt=
aufführung von Beethovens „Fidelio” ſtatt. Der
Er=
öffnungsabend bot ein geſellſchaftliches Bild erſten
Ran=
ges. Das weite Haus war bis auf den letzten Platz
be=
ſetzt. Von allen ſtädtiſchen Behörden Groß=Berlins waren
Vertreter entſandt worden. Weiter ſah man den
Präſi=
denten des preußiſchen Abgeordnetenhauſes, Grafen
Schwerin, den Vizepräſidenten des Herrenhauſes, von
Becker, den Vizepräſidenten des Reichszags, Geheimrat
Dove. Aus der Handelswelt, ſowie Kunſt und Wiſſen
ſchaft waren Repräſentanten erſchienen. — Bei der
Ver=
folgung eines Juwelendiebes feuerte ein
Kri=
minalwachtmeiſter, um dem Verfolgten, der einen
Revol=
ver gegen einen Beamten richtete, zuvorzukommen,
zwei=
mal aus ſeinem Dienſtrevolver. Die zweite Kugel
vec=
letzte einen zufällig vorübergehenden Hausdiener an der
Wade. Der Juwelendieb wurde, ehe er ſeine Waffe
ge=
brauchen konnte, verhaftet. Er behauptet, ein Artiſt
namens Löwy zu ſein. Es ſcheint ſich um einen inter
nationalen Juwelendieb zu handeln, da der Verhaftete
bei einem Pfandverleiher für mehrere tauſend Mark
Ju=
welen verkaufen wollte und flüchtete, als er ſich
legitimie=
ren ſollte. — Am Moritzplatz ſtießen heute vormittag
zwei Motorwagen der Linien 12 und 48
zuſam=
men. Die beiden Vorderperrons wurden dabei
einge=
drückt. Zwei Fahrgäſte erlitten erhebliche Verletzungen. —
Die geſtern von dem Arbeiter Waczinski
ſchwerver=
letzte Frau Berthold iſt heute morgen im Krankenhauſe
geſtorben; der ebenfalls ſchwerverletzte Schuhmacher
Jaroni liegt im Sterben. Er dürfte den heutigen Tag
kaum überleben.
Hanau, 8. Nov. Der vom hieſigen Schwurgericht am
5. d. M. zum Tode verurteilte Georg Koch aus Bergen
hat gegen das Urteil Reviſion einlegen laſſen.
Metz, 8. Nov. Der mutmaßliche Mörder des
ita=
lieniſchen Arbeiters Nannuzzi, deſſen kopfloſe Leiche
im Rombacher Walde aufgefunden worden war, iſt in
der Perſon des 34 Jahre alten Italieners Paolo Dini,
der aus dem gleichen Orte, Chitigano, wie der Ermordete,
ſtammt, geſtern nachmittag hier verhaftet worden. Er war
dem Ermordeten 700 Mark ſchuldig und noch am
Sonn=
tag mit ihm zuſammen geſehen worden. Trotz der
ſtar=
ken Verdachtsmomente leugnet der Verhaftete die Tat.
Karlsruhe, 8. Nov. Die Stadt Karlsruhe hat
demnächſt eine Stiftung zu erwarten, die in ihrer
Eigenartigkeit wohl weiter bekannt zu werden verdient.
Herr Kunſtmaler Albert Lang in München hat ſich bereit
erklärt, für die architektoniſche Ausgeſtaltung des
Haydn=
platzes einen Monumentalbrunnen, beſtehend aus einem
Waſſerbaſſin mit zwei Poſtamenten mit Roſſebändigern,
im Werte von 100000 Mark zu ſtiften. Dieſe Stiftung
wäre an und für ſich ſehr ſchön und dankenswert, allein
der Stifter verlangt, daß die Stadt die Verpflichtung
über=
nimmt, dem Stifter eine jährliche Rente von 5000 Mark
auf Lebenszeit zu entrichten. Obgleich die Stadt auf
dieſes dankenswerte Anerbieten hin ohne große Opfer
zu einem wertvollen Kunſtwerk käme, muß doch noch
zuerſt der Bürgerausſchuß über die Sache gehört werden.
Landshut, 7. Nov. Eine blutige
Zigeuner=
ſchlacht wurde von einer 80köpfigen Bande
ausgetra=
gen und dabei ein Café, in dem der Streit begann,
demo=
liert. Auf der Straße wurde der Kampf mit Meſſern
fortgeſetzt. 15 Schwerverletzte wurden von der Bande
fortgeſchafft. Zwölf Zigeuner ſind verhaftet worden.
Fulda, 8. Nov. Ein Großfeuer äſcherte geſtern
abend 9 Uhr auf der Domäne Johannisberg die
Mühle und drei dazu gehörige Scheuern ein. Die
Ful=
daer Wehr und 7 Landfeuerwehren waren bei den
Löſch=
arbeiten tätig. Es gelang ihnen, den Brand zu
lokaliſie=
ren, ſo daß die umliegenden Wohngebäude und
Stallun=
gen verſchont blieben. Vieh iſt nicht umgekommen; der
Materialſchaden beziffert ſich auf 100000 Mark.
Duisburg, 7. Nov. Das von Profeſſor Dülfer=
Dres=
den mit einem Koſtenaufwand von 2 Millionen Mark
er=
baute neue Stadttheater iſt heute durch einen
Feſtakt feierlich eingeweiht und ſeiner Beſtimmung
übergeben worden.
Hannover, 8. Nov. Prinz Waldemar von
Preußen, der älteſte Sohn des Prinzen Heinrich von
Preußen, wird am 1. April 1913 als Referendar bei der
hieſigen königlichen Regierung eintreten. Der Aufenthalt
des Prinzen in Hannover iſt auf drei Jahre bemeſſen.
Templin, 8. Nov. Heute mittag fand in Gegenwart
des Prinzen Auguſt Wilhelm als Vertreter des Kaiſers
die Einweihung des neuen Joachimsthaaler
Gymnaſiums ſtatt.
Dresden, 7. Nov. In Gegenwart des Kronprinzen
Georg und einer zahlreichen Feſtverſammlung fand heute
abend 6 Uhr im Sitzungsſaale der Erſten Kammer eine
vom akademiſchen Rat der Königlichen Akademie der
bil=
denden Künſte veranſtaltete Gedächtnisfeier für
den verſtorbenen Erbauer des Ständehauſes, Paul
Wallot, ſtatt. Unter den Anweſenden befanden ſich
außer der Witwe und der Tochter Wallots die königlichen
Staatsminiſter, die Spitzen der Behörden und die
Lehr=
körper der hieſigen Hochſchulen. Staatsminiſter Graf
Vitzthum von Eckſtädt hieß die Erſchienenen in einer
Be=
grüßungsanſprache willkommen. Die Gedächtnisrede
hielt der Architekt Profeſſor Dr. Beſtelmeyer.
Leipzig, 7. Nov. Das Reichsgericht verurteilte
die Stadttaglöhner Martin Weſtermann und Karl
Fried=
rich Grether, beide in Karlsruhe wohnhaft, wegen Spio= zu je drei Jahren, den Eiſenhobler Joſeph Leon
Stieffater aus Belfort zu zwei Jahren Zuchthaus. Es
iſt als erwieſen erachtet, daß die Angeklagten einen
deut=
ſchen Offizier zu verleiten verſuchten, ihnen geheime
Schriftſtücke zu übergeben, die ſie dem franzöſiſchen
Nach=
richtendienſt ausliefern wollten.
Leipzig, 8. Nov. Als der Zeppelinkreuzer
„Hanſa” der geſtern von Gotha aus eine Fernfahrt
nach Leipzig und zurück unternommen hatte, in Leipzig
zur Rückfahrt aufſtieg, blieb ein Feuerwehrmann mit
einem Karabinerhaken an dem
Gondelgeſtellhän=
gen und wurde etwa 50 Meter in die Höhe gehoben.
Da=
es nicht gelang, ihn mit in die Gondel zu ziehen, mußte
das Luftſchiff nochmals landen. Der Zuſchauer hatte ſich
eine große Aufregung bemächtigt.
Breslau, 8. Nov. Geſtern wurde in einem Hotel in
der Sohrauerſtraße ein Liebespaar mit Schußwunden tot
aufgefunden. Beide hatten ſich außerdem mit
Sublimat vergiftet. Nach vorgefundenen Briefen
han=
delt es ſich um Mord und Selbſtmord eines Kandidaten
der Medizin und einer Verkäuferin aus Kattowitz.
Wien, 7. Nov. Auf der niederöſterreichiſchen
Beſitz=
ung Schönborn=Mallebern des Grafen Friedrich Karl
Schönborn wurde eine Entenjagd abgehalten, an der
zehn Schützen teilnahmen. Durch einen Zufall entlud
ſich das Gewehr eines der Teilnehmer und die
Schrot=
ladung drang dem niederländiſchen Legationsſekretär
Moritz Jonkher van Weede in die Bruſt. Ein
Teil der Schrote ſtreifte das Ehepaar Baron und
Baro=
nin Herzogenberg, die in der Nähe des
Legationsſekre=
tärs ſtanden, und verletzte ſie ganz unbedeutend. Man
bemühte ſich ſofort um den ſchwerverletzten
Legations=
ſekretär und brachte ihn auf einer raſch hergeſtellten
Trag=
bahre ins Schloß. Ein Arzt ſtellte feſt, daß ein Teil der
Schrotkörner in die Lunge eingedrungen und auch
Ein=
ſchußöffnungen im Unterleib vorhanden ſeien. Der
Un=
glückliche iſt dann an den Folgen ſeiner ſchweren
Ver=
letzungen geſtorben. Moritz Jonkher van Weede
iſt=
der einzige Sohn des niederländiſchen Geſandten am
Wiener Hofe, Dr. Wilhelm Marc Jonkher van Weede,
und ſtand im 28. Lebensjahr.
Paris, 7. Nov. In St. Nazaire fand heute auf den
Werften der Atlantique=Geſellſchaft in Anweſenheit des
Marineminiſters Delcaſſé die Kiellegung des
Dread=
noughts „Lorraine” ſtatt. Dieſes Kriegsſchiff wird
ein Deplacement von 23 550 Tonnen, eine Länge von 165
Metern, eine Breite von 27 Metern und
Turbinenmaſchi=
nen von 29250 Pferdekräften und eine Geſchwindigkeit
von 20 Knoten haben. Die Ausrüſtung beſteht
hauptſäch=
lich in 10 Geſchützen von 340 Millimetern, in 5
Doppel=
panzertürmen und 22 Geſchützen von 138 Millimetern.
Die „Lorraine” ſoll in der erſten Hälfte des Jahres 1915
vollendet ſein.
London, 8. Nov. Drei junge Leute betraten geſtern
abend einen Juwelierladen im weſtlichen Zentrum
der Stadt und baten um Vorlegung von Ringen. Außer
dem Geſchäftsinhaber war noch ein Angeſtellter im
Laden. Er zeigte den jungen Leuten eine Anzahl Ringe
und ſofort ergriff einer von ihnen eine Hand voll und
lief damit auf die Straße, ein anderer hielt mit einem
Revolver den Angeſtellten in Schach. Inzwiſchen
ver=
ſuchte der Dritte einen Schrank aufzubrechen. Die drei
Burſchen ſuchten dann das Weite und entkamen, ehe die
Polizei zur Stelle war.
Petersburg, 7. Nov. Der ehemalige ruſſiſche
Ge=
neralkonſul in Frankfurt a. M., Kammerherr v.
Baum=
garten, der, wie wir berichtet haben, unter dem
Ver=
dacht großer Unterſchlagungen verhaftet worden iſt,
wurde jetzt in der Liſte der ruſſiſchen Hofbeamten
ge=
ſtrichen.
Sebaſtopol, 7. Nov. Unter der Beſchuldigung der
Vorbereitung von Flottenunruhen ſind 17
Matroſen vom Marinegericht zum Tode und 106 Matroſen
Feuilleton.
CK. Finanzunterricht für Damen. Eine eigenartige
Schule iſt in London auf Anregung der Lady Eſher
ge=
gründet worden und nahm am Freitag den Unterricht
auf: die Finanzſchule für Damen. Frauen der
vornehm=
ſten und reichſten Kreiſe ſollen hier nicht nur den Wert
des Geldes kennen lernen, ſondern auch angeleitet werden,
ihr Einkommen, ihr Haushaltungs= und ihr Nadelgeld
in ſachgemäßer Weiſe zu verwenden. In wöchentlich vier
Stunden werden zunächſt 30 Damen der Geſellſchaft
an=
geleitet, um dann am 6. Dezember ihr Examen abzulegen.
Die Damen, die auf dieſe Weiſe zu „praktiſchen
Rechnerin=
nen” ausgebildet werden, erhalten zunächſt Unterricht in
der Buchführung, müſſen unter Aufſicht einer erfahrenen
Lehrerin ihre Ausgaben in verſchiedene Bücher eintragen
und dann in ein Hauptbuch übertragen. Viele von ihnen
werden damit zum erſten Male hinter jene Geheimniſſe
kommen, die ein Defizit unmöglich machen und ſchöne
Ordnung da herſtellen, wo bisher ſo viel Unordnung
herrſchte. Auch über die Grundelemente des Bank= und
Börſenweſens werden die Frauen unterrichtet, da ſich die
völlige Unkenntnis des ſchöneren Geſchlechts in dieſen
Dingen mehr und mehr als ein Schaden und eine Gefahr
geltend macht. Eine andere Kunſt, die Frauen ſchwer
wird und die ihnen hier beigebracht werden ſoll, beſteht
darin, die Höhe der Schneiderrechnung im harmoniſchen
Einklang mit dem dafür ausgeſetzten Etat zu halten und
das Nadelgeld nicht in ſinnloſen Extravaganzen zu
ver=
ſchwenden. „Das Motto unſerer Schule iſt mit einem
Wort: Wie wird man glücklich mit ſeinem Einkommen?”
ſagte die Sekretärin der Schule. „Keine kleine
Aufgabe freilich in einem Zeitalter, wo das Geld durch
die Hände ſchlüpft, wie Waſſer durch ein Sieb.‟ Die
Schule ſoll ſpäter auch den Frauen der weniger
begüter=
ten Klaſſen zugänglich gemacht werden.
* Die erſte elektriſche Straßenbahn in Sibirien. Am
9. (21.) Oktober wurde in Wladiwoſtok die neu erbaute
Straßenbahn in Gegenwart des Generalgouverneurs des
Amur= und Küſtengebietes, Gondatti, dem Verkehr
über=
geben. Damit iſt ein lang geplantes Werk vollendet, das
einem dringenden Bedürfnis abhilft. Die Stadt
Wladi=
woſtok liegt am Solotoi Rog (Goldenem Horn), einer tief
einſchneidenden Bucht, auf hügeligem Grunde. Die
Hauptſtraße zieht ſich mehrere Werſt (eine Werſt — 1090
Meter) lang parallel dem Ufer hin, die Nebenſtraßen
füh=
ren zur Höhe. Wenn nun die chineſiſchen Karrenführer
die müden Gäule bergan treiben und der ruſſiſche
Iſt=
woſchtſchik (Fuhrmann) im Galopp bergab jagt, wirbeln
in der trockenen Jahreszeit Wolken von Staub empor,
die bei eintretendem Regenwetter in ein unergründliches
Schlammeer ſich verwandeln. Daher wird die
Beſchränk=
ung des Wagenverkehrs auch zur Reinigung der Straßen
beitragen. So wird die große Stadt endlich zur
Groß=
ſtadt. Wladiwoſtok, die größte Stadt in Sibirien, iſt der
Hauptpunkt des 1858 von China erworbenen
Küſtengebie=
tes und ſeit dem Fall Port Arthurs auch wieder der
wich=
tigſte Kriegshafen der ruſſiſchen Flotte am Stillen Ozean.
Die Bucht gefriert zwar vom Dezember bis Februar zu,
doch wird der Verkehr durch Eisbrecher aufrecht erhalten.
Der Hafen gehört zu den beſten der Erde. Und das 1860
gegründete Wladiwoſtok könnte ein kleines San
Fran=
zisko, das nur wenig älter iſt, ſein, wenn es die
Ameri=
kaner hätten. Die ſeit dem Kriege auch zu Lande ſtark
befeſtigte Stadt zählt über 100 000 Einwohner. Die
zahl=
reichen Chineſen ſind als Kaufleute, Bootführer, Sommer=
arbeiter und männliche Dienſtboten (Boys) tätig, aus
Japan kommen Kleiderhändler, Friſeure und
Ammaſ=
ſans (Kinderfrauen). Bis 1900 war Wladiwoſtok
Frei=
hafen; der dann eingeführte Zoll wurde 1904 aufgehoben,
trat aber am 1. März 1909, trotz aller entgegenſtehenden
Bedenken auf Betreiben der Fabrikanten im europäiſchen
Rußland, wieder in Kraft. Die von Charbin über
Muk=
den nach Dairen und Peking führende ſüdmandſchuriſche
Eiſenbahn, die heute die meiſten Reiſenden von und nach
China benutzen, hat der Stadt, die Endpunkt der
Sibi=
riſchen Eiſenbahn iſt, großen Abbruch getan; doch die
fortſchreitende Erſchließung des wald=, erz= und
fiſchrei=
chen Amur= und Küſtengebietes verbürgt ihr eine Zukunft,
ſo daß der ſtolze Name der Stadt gerechtfertiat erſcheint,
denn Wladiwoſtok bedeutet: Beherrſche den Oſten.
B. B. Ein Brückenbau innerhalb dreier Stunden! Ein
intereſſantes techniſches Kunſtſtück wird ſich Ende dieſer
Woche bei Heſſenwinkel vollziehen. Dort ſoll die
Spree überbrückt werden, ohne daß die Schiffahrt eine
allzu große Beeinträchtigung durch die bei
Brücken=
bauten erforderliche Sperrung der Waſſerſtraße erfährt.
Zu dieſem Zweck iſt die etwa 50 Meter lange eiſerne
Brücke in ihren einzelnen Teilen bereits fix und fertig
montiert und vernietet, und auch die Aufſatzpfeiler ſind
an den beiden Ufern in das Strombett eingerammt
wor=
den. Für die Durchführung der Ueberbrückung iſt nur
eine Friſt von etwa drei Stunden geſtellt. Während
die=
ſer Zeit muß der Transport des Brückenkörpers auf die
Aufſatzpfeiler, die Anbringung der Geländer und was
ſonſt drum und dran hängt, vollendet ſein, da im
An=
ſchluß hieran die polizeiliche Abnahme erfolgen ſoll.
Durch=
den Bau dieſer Brücke wird übrigens einem dringenden
Verkehrsbedürfnis abgeholfen.
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 5.
zu vier= bis achtjähriger Zwangsarbeit verurteilt
worden. 21 Angeklagte wurden freigeſprochen.
New=York, 8. Nov. Während der
Rettungs=
arbeiten aus Anlaß der Strandung des „Royal
George” erhob ſich ein furchtbarer Sturm, ſo daß das
Ausbooten der noch an Bord beſindlichen 400 Paſſagiere
unterbrochen werden mußte. Die Lage der Bedrängten
iſt dadurch kritiſch geworden. Man befürchtet das
Schlimmſte.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
pehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil osc.)
— II. Hofmuſik=Konzert. Die Hauptnummer
des nächſten Sinfonie=Konzertes der Hoftapelle am
näch=
ſten Montag im Hoftheater iſt Anton Bruckner gewidmet,
deſſen D-moll=Sinfonie zur zweiten hieſigen Aufführung
gelangt. Das Werk iſt Richard Wagner zugeeignet. Es
iſt reich an echt Brucknerſchen Schönheiten. Die Eigenart
Bruckners iſt lange unverſtanden geblieben. Der
Kom=
poniſt hatte ſchon ſein 60. Lebensjahr erreicht, als weitere
Kreiſe ſeine Bedeutung erkannten. Mehr und mehr haben
ſeitdem ſeine ſinfoniſchen Schöpfungen Verſtändnis und
Anerkennung gefunden und kein größeres Konzertinſtitut
unterläßt es mehr, ihm den gebührenden Platz
einzu=
räumen. — Eine Gabe von eigenartigem Reize iſt die
Suite von Debuſſy, vier kleine Stimmungsbilder voller
Grszie und Poeſie, in einem orcheſtralen Gewande von
entzückender, geiſtvoller Durchſichtigkeit und Schönheit.
— Als Soliſtin erſcheint nach längerer Abweſenheit die
hervorragende Pianiſtin, Frau Kammervirtuoſin Frieda
Kwaſt Hodapp.
C) Liederabend Dr. Heinz Caspary. Am
Sonntag, den 17. November, findet im Hotel „Zur
Traube” wieder ein Liederabend des Hofopernſängers
Dr. Heinz Caspary ſtatt, der mit ſeinen „Minneliedern
laus alter und neuer Zeit” eine der intereſſanteſten
Per=
ſönlichkeiten des Konzertſaales iſt. Herr Caspary
wird=
eine ganze Anzahl alter und neuer Lieder zur Laute
ſin=
gen. Der Künſtler, der auch einen recht guten Namen
als Muſikſchriftſteller und Komponiſt beſitzt, iſt von
ver=
ſchiedenen Fürſtlichkeiten ausgezeichnet worden. Lieder
zur Laute geſungen, ſind nachgerade keine Seltenheit mehr,
aber weniges ſteht auf gleicher künſtleriſcher Höhe, wie
die Darbietung Dr. Casparys. Gehen die
Lautelieder=
abende ſonſt kaum über die Brettlkunſt hinaus, ſo
ver=
ſteht es der Künſtler, ſeine Zuhörer in doppelter Hinſicht
zu feſſeln. Einmal durch die geradezu glänzende,
unge=
mein vielſeitige und den Textinhalt der Lieder völlig
er=
ſchöpfende Art ſeines Vortrages und zum anderen durch
ſeinen tiefes muſikaliſches Verſtändnis verratenden
Ge=
ſang, dem er in meiſterhafter Beherrſchung der Laute ein
ſtimmungsvolles Relief gibt. Der Billettverkauf findet
bei Gg. Thies Nachf., Leopold Schutter, Großh.
Hofliefe=
rant, Muſikalienhandlung und Pianolager, ſtatt. (Näh.
ſiehe Anzeige.)
— Vortrag. Herr A. Wohlgemuth=
Heidel=
berg wird am kommenden Mittwoch hier im Saale des
Hotels „Zur Traube” einen Lichtbildervortrag
über die Fremdenlegion halten. Herr A. W. bereiſte
Nord=
weſtafrika mehrmals und traf dort häufig franzöſiſche
Ko=
lonnen, beſonders an der algeriſch=marokkaniſchen
Grenze. Dort lernte er Legionäre zu Hunderten und auch
ihre Offiziere kennen. Um nun auch das innere Weſen
dieſer verſchloſſenen Einrichtung kennen zu lernen, beſchloß
er, ſelber einzutreten. Er empfand während ſeiner
Dienſt=
zeit das ganze geiſt= und körverzerſtörende Elend der
(Fremdenlegion am eigenen Leibe, konnte dabei aber
auch photographiſche Aufnahmen machen, die für jeden
Außenſtehenden unerreichbar ſind, Aufnahmen vom
Wüſtenmarſch, von den Zwangsarbeitsabteilungen und
auch aus der Kaſerne. Herr Wohlgemuth wird auch eine
Reihe von Lichtbildern von der neuen ſchwarzen
franzö=
ſiſchen Armee, den „tirailleurs sénégalais” bringen, und
der Abend verſpricht, da alle Aufnahmen ganz neu und in
Deutſchland noch gänzlich unbekannt ſind, beſonders
inter=
eſſant zu werden. Wir werden noch gebeten, darauf
hin=
zuweiſen, daß alle Vortragsabende des Herrn
Wohl=
gemuth vor überfüllten Sälen ſtattfanden. und in Worms
der Saal ſchon lange vor Beginn polizeilich wegen
Ueber=
füllung geſchloſſen werden mußte.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 8. Nov. Der
Geſetzgebungs=
ausſchuß der Zweiten Kammer hielt heute
nachmittag unter dem Vorſitze des Abgeordneten von
Brentano eine ziemlich ausgedehnte Sitzung ab. Der
Ausſchuß beſchäftigte ſich mit der Beratung der heſſiſchen
Ausführungsbeſtimmungen zum Reichsgeſetz über die
länd=
liche Unfallverſicherung, kam jedoch noch nicht zu einem
end=
gültigen Beſchluſſe; die Beratungen ſollen morgen früh
zunächſt noch im Ausſchuß und ſpäter gemeinſam mit der
Regierung fortgeſetzt werden. Weiter kam zur Beratung
die Regierungsvorlage über die Abänderung des Geſetzes
vom 6. Auguſt 1902 über die Landeskreditkaſſe. Die
be=
antragten Abänderungen dieſes Geſetzes beſtehen in
Ver=
ſchärfungen der beſtehenden Kontrollvorſchriften, um den
Auswüchſen der gewerblichen Güter=Zertrümmerung
wirk=
ſamer als bisher zu begegnen. Es ſollen Darlehen zu
billigem Zinsfuße an die Gemeinden gegeben werden
zwecks Erwerbung verkäuflicher Bauerngüter. Die
Vor=
lage wurde dann nach den Vorſchlägen der Regierung
ge=
nehmigt.
Luftfahrt.
* Berlin, 8. Nov. Einen Paſſagier=Weltrekord=
Flug abſolvierte geſtern der Herrenflieger Ellery von
Gorriſſen. Er ſtartete um 3 Uhr 41 Minuten auf
ſeinem 18 Meter breiten Doppeldecker mit fünf
Paſſa=
gieren, ſo daß der Apparat insgeſamt 430 Kilogramm
trug. Trotz dieſer großen Belaſtung erhob ſich der
Doppel=
decker nach einem verhältnismäßig kurzen Anlauf vom
Boden. In etwa 50 Metern Höhe umkreiſte der Flieger
mehrere Male das Flugfeld.
Handel und Verkehr.
Kursverluſte der
Verſicherungs=
geſellſchaften aus ihrem
Staatspapier=
beſitz. Seit einigen Jahren wird in Regierungskreiſen
der Gedanke erörtert, die privaten
Verſicherungsgeſell=
ſchaften auf dem Wege des Geſetzes zum Kauf von
Staatspapieren in beſtimmter Höhe anzuhalten. Es
wird hierbei vielfach von einem Kapitalanlagezwang in
Höhe von etwa 10 bezw. 15 Prozent der geſamten
Kapi=
talanlage bezw. des jährlichen Vermögenszuwachſes
ge=
ſprochen. Auf dieſe Weiſe würden für etwa 45—60
Mil=
lionen Mark Staatspapiere jährlich untergebracht, ein
Betrag, der gegenüber der jährlichen Neuproduktion an
Staatspapieren, die ſich bei Reich und Bundesſtaaten
zu=
ſammen im Durchſchnitt der letzten 10 Jahre auf über 600
Millionen Mark belief, gar nicht ins Gewicht fällt und
irgend eine kursbeſſernde oder kurserhaltende Wirkung
nicht ausüben kann. Welch ſchwere Schäden andererſeits
ein derartiger Kapitalanlagezwang den
Verſicherungs=
geſellſchaften und damit vielen Millionen von verſicherten
Perſonen, die in ihrer großen Mehrheit Angehörige des
Mittelſtandes ſind, verurſachen würde, geht aus einer
von der Vereinigung der deutſchen Privatverſicherung
aufgemachten Statiſtik über die Kursverluſte, die die
pri=
vaten Verſicherungsgeſellſchaften in den letzten Jahren
u tragen hatten, hervor. Es ergab ſich hierbei, daß bei
125 Verſicherungsgeſellſchaften aller Zweige in den 8
Jah=
ren 1903—1910 Kursverluſte in Höhe von insgeſamt rund
15½ Millionen Mark abgeſchrieben werden mußten bei
einem durchſchnittlichen jährlichen Geſamtbeſtand an
Staatspapieren in Höhe von rund 183 Millionen Mark.
In Prozenten des Beſtandes ſtellte ſich der jährliche
Kurs=
verluſt auf 1,06 Prozent. Das in Staatspapieren
ange=
legte Vermögen, das ſich bei den gegenwärtigen Kurſen
zu etwa 3¾ Prozent verzinſt, liefert mithin unter
Berück=
ſichtigung der Kursverluſte eine Zinsrate von nur 2,69
Prozent. Die Minderverzinſung gegenüber der
Kapital=
anlage in erſten Hypotheken, die eine durchſchnittliche
Zinsrate von 4¼ Prozent liefert, ſtellt ſich alſo auf 1,56
Prozent. Würden die Verſicherungsgeſellſchaften durch
die Kapitalanlagevorſchrift genötigt, jährlich für 50
Mil=
lionen Mark Staatspapiere zu kaufen, die ſie ſonſt in
erſten Hypotheken angelegt hätten, ſo würde ihnen auf
dieſen Betrag im erſten Jahre ein Zinsverluſt von 780000
Mark entſtehen, der ſich, da in jedem folgenden Jahre
Staatspapierverkäufe in gleicher Höhe vorzunehmen
wären, im nächſten Jahre verdoppelt, im folgenden
ver=
dreifacht uſw., ja, da auch die Zinſeszinſen zu berückſich=
tigen ſind, in noch ſchnellerem Tempo wächſt. Die
Zins=
verluſte ſind mithin, zumal es ſich in der Verſicherung
viel=
fach, beſonders in der Lebensverſicherung, um Verträge
von langer Dauer handelt, ganz enorm. Sie führen zu
einer Erhöhung des Preiſes für die Verſicherung,
ins=
beſondere der Lebensverſicherung. Verteuerung der
Lebensverſicherung iſt gleichbedeutend mit Hemmung
ihrer weiteren Ausbreitung im Volke, eine Folge, die
volkswirtſchaftlich ſehr zu beklagen wäre.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktien
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Laut Beſtimmung der Direktion der Heſſiſch=
Preu=
ßiſchen Staatsbahn, iſt es den Droſchkenkutſchern
unter=
ſagt worden, ſich in der Vorhalle des neuen Bahnhofes
aufzuhalten. Wenn man bedenkt, wie ſehr, ſeitens des
Tierſchutzvereins und des Polizeiamtes, darauf geſehen
wird, daß im Winter die Tiere, welche als Zugtiere
ver=
vendet werden, ſo viel wie möglich durch gutes Zudecken
vor Kälte geſchützt werden, ſo wäre es doch ſehr
wün=
ſchenswert, daß man den Leuten, deren Gewerbe es mit
ich bringt, daß dieſelben ſich immer im Freien bewegen
müſſen, auch denſelben Schutz gewähren würde. Dem
Droſchkenkutſcher, welcher von morgens früh bis abends
ſpät ſich am Bahnhof aufhalten muß, wäre es doch zu
gönnen, daß er ſich in der Zeit, wo er nicht beſchäftigt
iſt, in der warmen Vorhalle des Bahnhofes aufhalten
dürfe, zumal er von dort aus immer ſein Fuhrwerk im
Auge halten kann.
Aus der Umgegend Darmſtadts. Mit Freuden
haben die Grund= und Hausbeſitzer der ſchönen
Maul=
beer=Allee das Legen des elektr. Kabels daſelbſt erſehen.
Es läßt dieſes eine große Perſpektive für dieſe Gegend zu,
und kann nun Licht und Kraft an dort zu errichtende
Etabliſſements aller Art abgegeben werden, iſt doch die
Maulbeer=Allee nur 25 Minuten vom Mittelpunkt der
Stadt entfernt, und der Nordbahnhof wie auch die Station
Kranichſtein ganz nahe.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
Die Meldung, daß der Balkanbund die
Frie=
densvermittelung der Mächte abgelehnt habe,
wird von unterrichteter Seite als falſch bezeichnet. Schon
des Zeitpunktes wegen, zu dem dieſe Meldung eintraf,
mußte ſie von vornherein unglaubwürdig erſcheinen. Iſt
doch mit Sicherheit anzunehmen, daß bisher das
Vermit=
telungsgeſuch der Pforte überhaupt noch nicht an die
Balkanſtaaten gelangte. Wenn es aber, vermutlich auf
dem Wege über Paris, an den Balkanbund gelangt, ſo
wird dieſer vor der letzten Entſcheidungsſchlacht
zweifel=
los keine Antwort erteilen, denn der Balkanbund hat
längſt die Gewißheit, daß er durch die Mächte
ebenſo=
wenig von der Entſcheidungsſchlacht zurückgehalten
wer=
den wird, wie die Türkei. Letztere iſt entſchloſſen, noch
einmal das Glück der Waffen zu verſuchen. Läßt ſchon
der ganze Verlauf des Krieges der Hoffnung auf den
Eintritt einer günſtigen Wendung kaum noch Raum, ſo
muß der unglückliche Ausgang des neueſten
Rückzugs=
kampfes bei Tſchorlu erſt recht in der Ueberzeugung
be=
ſtärken, daß das letzte türkiſche Feldheer an der
Tſchatal=
dſchalinie auf verlorenem Poſten ſteht. Sobald hier die
Würfel gefallen, ſieht ſich Zar Ferdinand vor die
Ent=
ſcheidung geſtellt, ob er in Konſtantinopel einziehen ſolle
oder nicht. Hört man von der Vorbereitung der
Ueber=
ſiedelung des Sultans und der türkiſchen Regierung nach
Kleinaſien berichten, dann ſcheint Ferdinands Einzug in
die Kalifenſtadt bevorſtehen zu ſollen. Aber ehe der
glück=
hafte Herrſcher Bulgariens ſich zu dieſem Einzuge
ent=
ſchließt, wird er die Fragen aufwerfen müſſen, ob er auf
die Zuſtimmung der Mächte zu dauernder Beſetzung
Kon=
ſtantinopels zählen darf, bezw ob der vorübergehende
Einmarſch, die zeitweilige Erſetzung des Halbmondes
der Hagia Sofia durch das Kreuz, einen politiſchen Zweck
habe.
— Wien, 8. Nov. Rußland bemüht ſich, das
Wiener Kabinett für eine Vergrößerung Ser=
Knnſtvereinstätigkeit.
* Man ſchreibt uns: Die heutige
Generalverſamm=
lung des Kunſtvereins für das
Großherzog=
tum Heſſen, die ſich auch mit dem weiteren Ausbau
der Vereinstätigkeit beſchäftigen wird, gibt Veranlaſſung,
auf einen Vortrag hinzuweiſen, den eine auch in
Darm=
ſtadt bekannte Autorität, Herr Hofrat Broderſen, auf
der Hauptverſammlung des Verbandes Deutſcher
Kunſt=
vereine in Dresden gehalten hat. Nach einem in „Die
Werkſtatt der Kunſt” erſchienenen Referat ſagte Herr
Broderſen u. a. folgendes:
Die Statiſtik gibt, was die Verkäufe angeht, eine
Ueberſicht über die Reſultate der letzten zehn Jahre und
ſſie zeigt, wenn man die Geſamtſumme der einzelnen Städte
durch die Anzahl der verkauften Werke dividiert, daß meiſt
nur kleinere Werke erworben wurden. Die namhaften
Künſtler — und auf deren Intereſſe zielen die Herren
des Verbandsvorſtandes, wie aus dem die Verſendung
der Statiſtik begleitenden Rundſchreiben hervorgeht,
be=
ſonders ab werden ſich ſagen: „Unter ſolchen Umſtänden
ſchicke ich einem Kunſtverein meine Bilder nur dann, wenn
er mir eine feſte Verkaufszuſicherung gibt!“ — denn ſie
wiſſen genau, daß an vielen Stellen ſich die Vorſtände
der Vereine um das Verkaufen der ausgeſtellten Werke
nur wenig bemühen. Und das trifft auch tatſächlich zu.
Meiſtens iſt die einzige Sorge nur die, zur rechten Zeit
genügendes Ausſtellungsmaterial zu haben. Man nimmt
ziemlich kritiklos das auf, was ſich anbietet und damit iſt
alle Arbeit getan.
Eine wichtige Bedingung iſt, daß jeder Verein ſeine
Ausſtellungsräume täglich, und zwar mindeſtens mehrere
Stunden hindurch, zur Beſichtigung offenhält, und daß
während dieſer Zeit jemand da iſt, der Auskunft zu geben
verſteht und evtl. Verkaufsverhandlungen führen kann
Dieſe Perſon darf aber nicht in ſicherem Verſteck ſitzen
ſondern ſie muß ſich in der Ausſtellung ſelbſt ſehen laſſen
Das gilt für große und kleine Vereine. Iſt es eine
vor=
nehme Aufgabe der Kunſtvereine, den Künſtlern ein Helfer
zu ſein, dann müſſen ſie auch alles daranſetzen, den
Um=
ſatz zu vergrößern, denn mit nichts kann man einem
Künſt=
ler beſſer helfen als dadurch, daß man ihm Bilder
ab=
kauft oder, was dasſelbe iſt, Verkäufe vermittelt, und dazu
iſt nach meiner Erfahrung nötig, daß die dazu beſtimmte
Perſon ſich ſehen läßt und mit dem die Ausſtellung be
ſſuchenden Publikum in Berührung zu kommen ſucht. Das
kann in vornehmer Art geſchehen, ehne daß man irgendwie
aaufdringlich zu werden nötig hat. Nun weiß ich mich
freilich im Gegenſatz zu vielen Herren, wenn ich ſage, es
iſt von Vorteil, den, der Verkäufe vermitteln ſoll, an der
Verkaufsproviſion ausgiebig zu beteiligen. Die
Kunſtver=
eine können beim Verkauf von Gemälden ruhig eine
Pro=
viſion von 15 Prozent erheben. Geben Sie dann den
größeren Teil davon dem Geſchäftsleiter, dann fahren Sie
nicht ſchlecht dabei. Ich kann beim beſten Willen nicht
erkennen, wie hierin etwas liegen kann, was den Leiter
im Anſehen des Publikums ſchädigen könnte. Ich weiß
ja auch, daß mein Rechtsanwalt verdient, wenn er mir
einen Rat gibt, aber trotzdem habe ich das Vertrauen zu
ihm, daß er mir das Beſte rät, und daß er mich nicht
leichtfertig, eines eventuell höheren Gewinnes wegen
zum Prozeß treibt. Und ich glaube auch, daß mein Arzi
bei der Behandlung das tut, was er nach ſeinem beſter
Wiſſen für notwendig hält, und daß er nicht, um mehr
Geld zu verdienen, die Heilung hinauszieht. Es kommt
eben lediglich auf die Perſon an, und daher iſt es
unge=
mein wichtig, den Poſten des Geſchäftsführers mit dem
rechten Mann zu beſetzen und ein Ende zu machen mit der
vielfach noch geübten ehrenamtlichen Führung der
Kunſt=
vereine, bei der nie etwas Gutes erreicht werden wird.
Die Leitung eines Kunſtvereins muß verantwortlich
da=
für ſorgen, daß die Ausſtellungen genügende Beachtung
finden. Durch Plakatanſchlag. Annoncen oder direkte
Mitteilungen, ferner durch Preßnotizen muß das
Pu=
blikum immer wieder darauf hingewieſen werden; denn
die Ausſtellung von Kunſtwerken iſt als Kulturfaktor
eben=
ſo wichtig wie es Konzerte und Theater ſind, und die
letz=
teren verſtehen es entſchieden mehr, von ſich reden zu
machen.
Maßnahmen, die jeder einzelne Verein wie der
Ver=
band zur Hebung des Abſatzes im Heimatland ſelbſt treffen
kann, förderte die anſchließende Debatte in reichem Maße
zutage. Unter Ausſchaltung aller Ideen und Pläne, die
zur praktiſchen Durchführung noch eingehender Vorarbeiten
bedürfen, ſei hier angeführt neben dem ſchon früher
emp=
fohlenen Anſchreiben der Preiſe an den Bildern:
1. Einwirkung auf die Ausſteller, ihre
Preisnotie=
rungen möglichſt mäßig zu halten. Es müſſen auch die
Angehörigen des Mittelſtandes in die Lage verſetzt
wer=
den, ſich Originalwerke bildender Kunſt kaufen zu können.
Die zu erwartende Steigerung der Nachfrage kann dann
für die niedriger geſtellten Preiſe entſchädigen. Jedes
Vild in Privatbeſitz iſt für deſſen Autor eine ſtändia wir
lende Reklame. Von verſchiedenen Seiten wird auf Paris
verwieſen, wo man ſelbſt von namhaften Künſtlern für
2—500 Francs gute kleinere Werke erwerben könne.
2. Regelmäßige Veranſtaltungen von „
Verkaufsaus=
ſtellungen” nicht nur um Weihnachten, ſondern auch zu
anderen, je nach Ort beſonders günſtigen Jahreszeiten
unter Anwendung beſonderer Reklame.
3. Einwirkung auf die örtlichen Hotels dahin, daß
die Gaſt= und Fremdenzimmer mit guten und
geſchmack=
vollen Originalwerken geſchmückt werden möchten unter
Hinweis darauf, daß beſonders der Erwerb gediegener
graphiſcher Arbeiten keinesfalls teurer iſt, als die
belieb=
ten Oeldrucke in geſchmackloſen Prunkrahmen.
4. Anknüpfuna von Beziehungen zu den Beſitzern
neu=
entſtehender Hotels Penſionen, Villen, Privathäuſern
uſw. uſw. Einwirkung auf dieſe Leute, nötigen
Wand=
ſchmuck bei dem lokalen Verein oder durch deſſen
Ver=
mittelung zu kaufen.
5. Seit neueſtem pflegen Möbelhandlungen ihre
Muſterräume mit Kunſtwerken zu ſchmücken. Auch hier
kann eine rührige Vereinsleitung erſprießliche
Verbin=
dungen finden.
Die ſchweren Nachteile der ehrenamtlichen
Verwal=
tung der Vereine wurden von niemand beſtritten.
Ver=
hältnismäßia Erſprießliches könne noch geleiſtet werden,
wenn die Geſchäftsführung in den Händen eines
Muſeums=
beamten oder eines Mannes liege, der keinen Hauptberuf
habe und ſeine Zeit nach Bedarf den Vereinsintereſſen
widme. Sei aber das Gegenteil der Fall oder ſeien gar
die Geſchäfte unter mehrere Ausſchußmitalieder verteilt,
ſo muß hieraus unbedingt hemmende Zerſplitterung
ent=
ſtehen.
Von größter Bedeutung endlich ſcheint die richtige
Zuſammenſetzung der Verwaltungsausſchüſſe der Vereine:
Revräſentative Stellung allein dürfe bei der Auswahl
nicht den Ausſchlag geben. In erſter Linie ſei erforderlich
ein warmes Herz für Kuiſt und Künſtler, feines, nicht
ſubjektiv auf eine beſtimmte Richtung eingeſchworenes
Kunſtverſtändnis und ein ſicheres Gefühl für das, was den
Verein in ſeinen idealen Zielen zu fördern und zu heben
imſtande iſt. Es ſei vielleicht ſchwer, all dieſe Eigenſchaften
in einer Perſon vereint zu finden, es ſei aber keineswegs
unmöglich.
In jeden Ausſchuß gehöre neben dem fachmänniſchen
Künſtlerbeirat und einem Juriſten auch ein Vertreter der
Preſſe, denn es ſei außerordentlich wichtia, daß
bedeu=
ende und einflußreiche Männer der Feder aus eigener
Anſchauung einen Begriff von den mancherlei
Schwierig=
keiten bekommen, die ſich dem auten Willen der einzelnen
Vereinsverwaltungen auf Schritt und Tritt
entgegen=
ſtellen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den O. November 1912.
Nummer 265.
biens zu gewinnen, wobel jedoch von einer Ausdehnung
Serbiens bis zur noria nicht mehr die nede iſt.
Deſter=
reich=Ungarn verrachtet aver auch die Errichtung eines
Furſtentums Albanien auf dem albaniſchen Geviet ohne
voer nur mit geringer ſerbiſcher Bevouerung als einen
Punkt ſeines Minimalprogramms. Dagegen wird es
Montenegro nicht hinoern, das zur Ausdehnung
ſei=
ner Unabhangigkeit norwendige Geviet Ober=Alvanien
mit Stutari bezw. die an das ſerviſche Vaſſojewitſch=
Gebiet grenzenden, von ſlaviſchen Voltsgenoſſen
bewohn=
ten Täler in Beſitz zu nehmen.
H.B. Paris, 8. Nov. Der Matin veröffentlicht über
die Balkan=Verhandlungen folgende Note:
Die diplomatiſchen Verhandlungen werden von
Oeſter=
reich und Rußland geführt und jedes dieſer beiden
Lan=
der hat die mit ihnen verbündeten oder befreundeten
Mächte zur Seite. Wenn von ſeiten der Mächte keine
Ge=
bietsforderungen geltend gemacht werden, ſo wird die
Orientfrage eine leichte Loſung erfahren. Falls aber
Oeſterreich einen Teil der eroverten Gebiete für ſich in
Anſpruch nehme und Italien einen Streifen der türkiſchen
Küſte fordere und Deutſchland einen Teil von Kleinaſien
verlangen ſollte, wird ſich Europa vor Abgründe von
Schwierigkeien ſtellen. Alle Regierungen ſtimmen darin
überein, eine Löſung der Frage zu ſuchen, aber wenn man
eine Löſung gefunden zu haben glaube, ſo iſt ihre
Ueber=
einſtimmung dahin.
* Konſtantinopel, 7. Nov. Auf Einladung des
Miniſters des Aeußern fand heute vormittag auf der
Pforte eine Verſammlung der Botſchafter
ſtatt, in der der Miniſter eine allgemeine Darſtellung der
Lage gab. Später erſchien auch der Großweſir, der ſich
gleichfalls über die Lage ausſprach. Es heißt, daß das
entworfene Bild nicht ſehr optimiſtiſch war.
* Konſtantinopel, 8. Nov. Es wird verſichert,
der Großweſir habe in der geſtrigen Verſammlung der
Botſchafter auf der Pforte erklärt, die Türkei ſei
ent=
ſchloſſen, Widerſtand bis zum Aeußerſten zu
leiſten.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatze.
* Wien, 8. Nov. Der Kriegsberichterſtatter der
Reichspoſt meldet aus dem Hauptquartier der
bulgariſchen Armee vom 7. November, 10 Uhr
vormittags, über die Anlage und Durchführung des
Angriffes der bulgariſchen Hauptarmee
auf der Linie Tſchataldſcha: Nach der dreitägigen Schlacht
bei Lüle=Burgas-Bunar=Hiſſar-Wiſa
und nach zweitägigen Kämpfen, die nach eintägiger Pauſe
infolge türkiſcher Vorſtöße unter bulgariſcher
Gegenoffen=
ſive auf dem weſtlichen Flügel bei Wiſa neu
entbrann=
ten, rückte die den linken Flügel der bulgariſchen
Schlacht=
front bildende Armee in ſtarken Kolonnen von Sarai=
Sultacbajatſch auf Strandza vor, um den ſüdlicher
ſtehen=
den türkiſchen Kräften den Rückzug hinter die
Tſchatal=
dſchalinie abzuſchneiden. Gleichzeitig ging im Zentrum
undrauf dem rechten Flügel die erſte Armee die
neuer=
lich Verſtärkungen von den bei Adrianopel
freigeworde=
nen Truppen erhalten hat, in mehreren Kolonnen längs
der Bahn und mit einer ſüdlichen Umgehungskolonne
über Tſchajirum zum Angriff gegen die türkiſche Armee
vor, die in einer ſtarken befeſtigten Poſition bei
Tſcher=
kesköi zur Deckung des Rückzuges auf Tſchataldſcha ſtand.
Die erbitterten Kämpfe dauerten den 3., 4. und
5. November. Die Türken kämpften unter dem Oberbefehl
Nazim Paſchas mit größerer
Hartnäckig=
keit, als man nach dem fluchtartigen Rückzuge der
letz=
ten Schlacht erwartet hatte. Als die bulgariſche
Umgeh=
ungskokonne im Süden fühlbar wurde, unternahmen die
Türken mit ſtarken Kräften einen verzweifelten
Vorſtoß von Capaklibunar gegen Uzunhadſchi, um das
bulgariſche Zentrum zu durchbrechen. Der Angriff brach
vollſtändig nieder in dem Feuer der bulgariſchen
Infan=
terie und Artillerie. Gleichzeitig ging die dritte
bulga=
riſche Armee weſtlich von Strandza gegen das nördlich
von Jeniköi befindliche rechte Zentrum zu einem
ent=
ſcheidenden Angriff vor und warf dieſes auf Tſcherkesköi
zurück. Dies verwandelte die Niederlage des
tür=
kiſchen Angriffs auf Uzunhadſchi in eine
vollſtän=
dige Kataſtrophe. Die hier vorgehende Diviſion
wurde faſt gänzlich vernichtet. Die unmittelbare Folge
der Vernichtung des rechten türkiſchen Zentrums war der
ſofortige Rückzug der ganzen noch in ſtarker Stellung
be=
findlichen ſüdlichen Schlachtfront der Türken. Der
Rück=
zug, der vormittags am 5. November begann, führte im
allgemeinen längs der Bahnlinie auf Kinekli, während
der äußerſte linke Flügel über Canta zurückging. Das
kräftige Nachdrängen der bulgariſchen
erſten Armee und ſpeziell das Vordringen der
ſüd=
lichen Umgehungskolonne verwandelte den anfangs
ge=
ordneten Rückzug der Türken in eine regelloſe Flucht.
Der Verſuch Nazim Paſchas, die Verfolgung
der Bulgaren an der Nachhutſtellung bei Seimen
auf=
zuhalten, endete abends mit einem vollſtändigen Debacle
der letzten türkiſchen Reſerven, die den bulgariſchen
Bajonettangriff nicht aushielten. Die türkiſchen Maſſen
flohen haltlos gegen Tſchataldſcha, von den
bulaariſchen Truppen nachdrücklichſt verfolgt. Das zweite
große Reſultat des entſcheidenden Vorſtoßes der dritten
Armee auf Jeniköi war die vollſtändige Abtrennung des
rechten türkiſchen Flügels vom Gros der türkiſchen Armee.
Dieſer Flügel wurde durch den Angriff der dritten Armee
von den Höhen öſtlich von Strandza in das Waldgebiet
des Derkosſees geworfen und die Verbindung mit dem
gleichfalls geſchlagenen Zentrum durch das Vorgehen
bul=
garifcher Kolonnen ſüdlich des Strandzaderefluſſes
unter=
brochen. Unter energiſcher Fortſetzung der Verfolgung
gruppierte ſich die dritte Armee für den unmittelbaren
Anariff auf dem nördlichen Flügel in der Tſchataldſcha=
Poſition im Raume Belarad=Tſchiftliköi. Tarfa und
Kalfaköf=Akalan mit Angriffsdirektiven über Lazarsköj
ſund Tſchiflik=Hadziomer auf Delijunus und über zwei
andere Orte auf den Poſitionen weſtlich von Bujanki und
Faojren. Eine andere Kolonne wurde auf Derkoe
ange=
ſetzt. Die erſte Armee führte den Angriff aus dem Raume
Kabaktſchaköj=Avren mit einer ſtarken Truppe ſüdlich des
Scheitan auf beiden Seiten von Tſchataldſcha gegen
Akbunar. Eine ſüdliche Kolonne geht über Jenidze=
Hriſtijan die äußerſte Flügelkolonne in der
Richt=
ung auf Buejuk=Tſchekmidze vor. Geſtern ſind bereits
die Vortruvpen der dritten Armee unter beſtändigen
Kämpfen bis in die Linie Tarfa=Kalfakjöi vorgedrungen.
Heute früh warfen die Téten der erſten Armee die
türki=
ſchen Truppen von den Höhen von Tſchataldſcha
herab. Der Kampf iſt bereits auf der ganzen Linie
entbrannt. Die Bulaaren gehen mit großem Elan vor.
Eine Depeſche aus dem Hauptquartier von 2
Uhr nachmittags beſagt: Ich erfahre, daß die ſüdlich des
Derkosſees vorgehende Kolonne der dritten Armee die
Poſitionen bei Delijunus, den rechten Flügel der türkiſchen
Stellung genommen hat und daß die ſüdlich vorgehenden
Kolonnen der erſten Armee ſiegreich vordringen.
* Sofia, 7. Nov. Die Agence Bulgare
veröffent=
licht folgenden Bericht über die Kämpfe auf der Linie
Lüle=Burgas-Bunar=Hiſſar zwiſchen dem
29. Oktober und 2. November: Die türkiſche Armee war
über 120000 Mann Infanterie ſtark und zählte 65
Eska=
dronen und 300 Geſchütze. Die Bulgaren erbeuteten 42
Schnellfeuergeſchütze, mehrere Fahnen, 150 Waggons mit
Lebensmitteln und Munition, zwei Lokomotiven und
machten 2800 Gefangene. Die bulgariſchen Verluſte
be=
laufen ſich auf 15000 Tote und Verwundete, die der
Tür=
ken auf mehr als 40000. In dieſer Schlacht, die ſich mit
der bei Mukden vergleichen läßt, wurde die türkiſche
Armee faſt völlig vernichtet. In Déroute
zog ſich der Feind, der die befeſtigten Stellungen von
Tſchorlu und Sarai nicht halten konnte, gegen
Tſchatald=
ſcha zurück. Durch die Niederlage deprimiert und ohne
Artillerie, wird die türkiſche Armee ſchwerlich die
Haupt=
ſtadt halten können.
* London, 8. Nov. Die Times veröffentlicht
fol=
gendes Telegramm aus Sofia vom 7. November, 11 Uhr
20 Minuten nachts: Es verlautet, daß die bulgariſchen
Truppen die Tſchataldſcha=Linien beſetzt
ha=
ben. Eine amtliche Beſtätigung ſteht noch aus.
* London, 7. Nov. Die Daily Mail veröffentlicht
folgendes Telegramm ihres Kriegsberichterſtatters aus
Bukareſt vom 7. November, 8 Uhr 30 Minuten abends:
Ich komme ſoeben aus Sofia, und glaube zu wiſſen, daß
ſich Adrianopel bedingungslos am Dienstag
er=
geben hat, daß aber die Bulgaren dieſe Tatſache geheim
halten, weil ſie eine Intervention der Mächte fürchten,
ehe Konſtantinopel eingenommen iſt. (?)
Vom weſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Belgrad, 7. Nov. Amtlich wird bekannt
ge=
geben, daß der Kampf um Prilep zwei Tage
ge=
dauert hat. Die Verluſte ſind auf beiden Seiten groß
ge=
weſen, beſonders auf Seiten der Türken.
* Rjeka, 8. Nov. Die letzten Vorbereitungen für
den Hauptangriff gegen Skutari ſind
be=
endet. Trotz des achttägigen Regenwetters ſind Geſchütze,
Munition und Lebensmittel eifrig in das
Operationsge=
biet geſchafft worden. Auch die Artillerie iſt in den beſten
Anariffsſtellungen untergebracht. In den letzten Tagen
fanden bei Anbojana kleine Gefechte mit erheblichen
bei=
derſeitigen Verluſten ſtatt.
* Paris 8. Nov. Die Agence Havas meldet aus
Cetinje: Wegen der Ueberſchwemmungen und der
ſchwierigen Verſorgung mit Lebensmitteln zogen ſich die
Montenegriner, welche Barbaluſi, jenſeits von
Bojana, beſetzt hatten, nach Sukiditſch zurück.
Saloniki von den Griechen eingenommen.
* Paris 8. Nov. Die Agence Havas meldet aus
Athen, 6.30 Uhr abends: Die Griechen haben
Sa=
loniki heute vormittag eingenommen.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 8. Nov. Der Kommandeur
der Oſtarmee, Abdullah Paſcha, iſt geſtern hier
ein=
getroffen. Er wurde ſeines Kommandos
ent=
hoben
* Konſtantinopel, 8. Nov. Der Kreuzee „
Me=
ſchedec” iſt vom Goldenen Horn ausgelaufen. Wie
ver=
lautet, ſoll die türkiſche Flotte längs der Küſte des
Marmara= und Schwarzen Meeres Aufſtellung nehmen,
um die Truppen bei der Verteidigung der
Tſcha=
taldſcha=Lin ie zu unterſtützen.
* Konſtantinopel, 8. Nov. Der deutſche
Kreu=
zer „Vineta” iſt heute hier angekommen.
* London 8. Nov. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Die Bulgaren beabſichtigen nicht,
nach Beendigung des Krieges in Konſtantinopel
zu bleiben.
Der Beſuch Ginlianos in Berlin.
* Berlin, 8. Nov. Das Wolffſche Bureau verbreitet
folgendes Communiqué: Der diesmalige Beſuch
des italieniſchen Miniſters der auswärtigen
Angelegen=
heiten, Marquis di San Giuliano, der ja kein
Un=
bekannter in Berlin iſt, deſſen perſönliche und
freundſchaft=
liche Beziehungen zu den maßgebenden Berliner
Per=
ſönlichkeiten allen Ausſprachen den Charakter rückhaltloſer,
gegenſeitiger Offenheit gaben, hat zu einer völligen
Klä=
rung über das gemeinſchaftliche Verhalten Italiens und
Deutſchlands, namentlich angeſichts der gegenwärtigen
Lage im Orient, geführt. Die Beſprechungen über die
Lage, bei denen vor allem den tatſächlichen Ereigniſſen
Rechnung getragen wurde, und denen wiederholt auch der
öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter beiwohnte, haben die
volle Uebereinſtimmung zwiſchen den verbündeten
Regie=
rungen ergeben, inſonderheit dahin, daß ſie nicht gewillt
ſind, ſich in die Entwicklung der Dinge im Orient
einzu=
miſchen ſolange ſie nicht von den Nächſtintereſſierten
da=
rum erſücht oder ihre ſpeziellen und dauernden
Inter=
eſſen durch irgend welche Ereigniſſe berührt werden. Das
einmütige Zuſammengehen der Verbſſideten erleichtert
ihnen die freundſchaftliche Fühlungnahme auch mit den
anderen Mächten, mit denen ſie einzeln und zuſammen in
dauerndem Gedankenaustauſch ſtehen.
Letzte Nachrichten.
(Molffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 8. Nov. Marquis di San Giuliano
ſtattete heute vormittag um 11 Uhr dem Reichskanzler
v. Bethmann Hollweg und dem Staatsſekretär v.
Kider=
len=Wächter Abſchiedsbeſuche ab. Der Miniſter reiſt heute
nachmittag um 3 Uhr 15 Minuten ab.
* Wiesbaden, 8. Nov. Ein hier kürzlich verſtorbener
ruſſiſcher Baron vermachte teſtamentariſch wie das
Wiesbadener Tageblatt meldet, der Stadt Wiesbaden
4 Millionen Mark mit der Maßgabe, daß
drei=
viertel der Zinſen alljährlich den hieſigen Krankenhäuſern
überwieſen werden ſollen und ein Viertel zum Kapital
zugeſchlagen wird.
* Köln, 8 Nov. Die Köln. Ztg.” veröffentlicht die
vom Papſt herausgegebene Enzyklika über die
Zu=
gehöriakeit katholiſcher Arbeiter zu den
chriſtlichen Gewerkſchaften. Dieſe betont, daß
der Papſt über die Kontroverſen der letzten Jahre
wohl=
unterrichtet wäre und erklärt, die Gewerkſchaften zu
bil=
ligen, wenn ſie nicht gegen die Grundlagen der katholiſchen
Religion verſtoßen und die Führer nicht Feinde der Kirche
ſind. Für einen Katholiken und Arbeiter ein beſſeres
Ge=
ſchick zu ſuchen unter Anwendung von Vorſicht und mit
für das allgemeine Wohl zu arbeiten, kann niemand
ver=
wehrt werden. Die chriſtlichen Gewerkſchaften, die zu
dieſem Zwecke gegründet ſind, ſind zu tolerieren.
Ange=
ſichts der beſonderen Lage der katholiſchen Sache in
Deutſchland glauben wir, nachgeben zu ſollen und zu
empfehlen, daß ſich beide Richtungen vertragen. Es iſt
keinem Katholiken erlaubt, auch nur an eine Möglichkeit
des geringeren kirchlichen Sinnes eines Angehöriaen der
anderen Richtung zu glauben. Es iſt kein katholiſcher
Ar=
beiter eingeſchränkt, den ſondikaliſtiſchen Gewerkſchaften=
anzugehören, wenn er ſich allem fernhält, was mit den
Lehren und Geboten der Kirche und der legitimen
päpſt=
lichen Gewalt nicht übereinſtimmt. Die Biſchöfe ſollen darauf
aufmerkſam gemacht werden, die Gläubigen nicht zu
be=
einfluſſen, weil niemand das Recht hat, die Angehörigen
irgend einer Richtung in ihrem Glauben zu verdächtigen.
* Danzig, 8. Nov. Der zu drei Monaten
Gefäng=
nis verurteilte Arbeiter Streng hat geſtern bei ſeiner
Ab=
führung einen Gefangenenauſſeher überfallen und
ihn durch Meſſerſtiche ſchwer verletzt. An dem Aufkommen
des Beamten wird gezwelfelt. Ein Schutzmann, welcher
zur Hilfe herbeigeeilt war, wurde ebenfalls durch
Meſſer=
ſtiche ſchwer im Geſicht verletzt. Der Burſche entfloh,
wurde aber am Abend wieder verhaftet.
* Wien, 8 Nov. Der Budgetausſchuß trat
heute zur Fortſetzung der Beratung des Voranſchlags des
Finanzminiſteriums zuſammen. Der erſte Redner, Jarc,
ſprach von 10 bis 12½ Uhr und bat danm den Obmann
um die Erlaubnis, ſeine Rede am Nachmittag fortſetzen
zu dürfen. Die Erlaubnis wurde nicht erteilt. Es kam
ein Kompromiß zuſtande, worauf Jarc ſeine Rede ſchloß,
Um vier Uhr wurde die Sitzung unterbrochen.
* Petersburg, 8. Nov. Das bekannt gegebene
Mongolei=Abkommen bezieht ſich auf die Nord=
und Weſt=Mongolei.
— Ulm. 8. Nov. In Neu=Ulm wollte der Zahlmeiſter
Gambel dem 13jährigen Sohn ſeines Freundes das
Schießen mit einer Browningpiſtole bei=. Bei der Rückgabe entlud ſich die Waffe und das
Geſchoß durchbohrte den Körper des Zahlmeiſters. Dieſer
unterſuchte ſelbſt die Schußverletzung und brachte ſich dann
einen Schuß in die Schläfe bei, der ſeinen ſofortigen
Tod=
herbeiführte.
— Neukölln. 8. Nov. Heute nacht entſtand auf dem
Holzplatz der Möbelfabrik Pfaff in der Pflügerſtraße ein
großer Brand. Die Holzbeſtände wurden vernichtet=
— Breslau, 8. Nov. Der bei ſeiner Feſtnahme
ver=
wundete Kattowitzer Banſkräuber Pioutek iſt ſeinn
Verletzungen erlegen.
— Poſen, 8. Nov. Frau Dr. Blume, die vor einigen
Monaten ihren Gatten erſchoß, wurde zur Beobachtung
ihres Geiſteszuſtandes in die Provinzial=
Irren=
anſtalt übergeführt.
H B. Quebeck, 8. Nov. Sämtliche Paſſagiere
des Dampfers „Royal George” von der
Cana=
dian Northern Steamſhip, der am Mittwoch in der Nähe
von Point St. Laurent auf einen Felſen auflief, ſind
geſtern gerettet worden. Der letzte von ihnen kam geſtern
nachmittag in Quebeck an und berichtete, daß ſämtliche
Paſſagiere an Bord, außer der Beſatzung, gerettet ſeien.
Ungefähr 600 von den 900 Paſſagieren ſind bereits am
Mittwoch an Land gebracht worden. Sie begaben ſich
ſofort nach Quebeck, von wo die Hälfte durch Spezialzüge
nach Montreal befördert wurde. Am Mittwoch ſetzte aber
ein Sturm ein, der dem Rettungswerk ein vorzeitiges
Ende bereitete. Dieſes konnte erſt geſtern abend glücklich
zu Ende geführt werden. Der Unfall des Dampfers
er=
eignete ſich am Mittwoch nachmittag 5 Uhr 10 Min.,
wäh=
rend eines dichten Nebels. Der Dampfer ſtieß in einem
Waſſer von nur 80 Meter Tiefe auf Grund. Die
Paſſa=
giere fürchteten aber keine Kataſtrophe, da ſie das rettende
Ufer ſo nahe ſahen, und es brach daher unter ihnen keine
Panik aus.
Brieſtaſten.
F. S. hier. Sie müſſen bei der Berufsgenoſſenſchaft
Antrag auf Erhöhung der Rente ſtellen. Antrag auf
Ab=
findung iſt in Ihrem Falle zuläſſig; auch er iſt bei der
Berufsgenoſſenſchaft zu ſtellen.
fal fir Hleit eile Seilie Mlet
So kann’s doch einfach nicht weiter gehen: Tag
und Nacht keine Ruhe; zugeſchnürter Hals und
doch keine ernſthafte Krankheit; bellender Huſten;
Verſchleimung, die ſich nicht löſen will. Ich
denke, wir vorſuchen’s nun endlich auch einmal
mit Fays Sodener Paſtillen, die drüben bei
Müllers ſo famos gewirkt haben, damit du
endlich auch wieder deine Nachtruhe haſt und
geſund wirſt. Anna mag einfach eine Schachtel
in der Apotheke oder Drogerie für 85 Pfg.
holen, und dann wollen wir mal ſehen, ob wir
mit der Quälerei nicht fertig werden, (23218M
Nächst dem
Telephon
Sahnhet Mheinstrasse 33—4, — 867 —
vez. Kompl. Wohnungseinrichtungen
von 1000-10000 Mk.
Treie Lieferung. Alles offen ausgezeichnet. Danernde Garantie,
Manverlange Preisliste u. Abbildungen
Photographische Aufnahmen
der einzelnen Zimmer. (10529a
Man beschte unsere S Schaufenster.
überall im Ge=
Eieknd-Kerzen brauch! Wun=
E
derbares Licht,
rinnen nicht, riechen n cht. Gus leicht beſchädigte billiger=
Pak. 65 u. 45 von Franz Kuhn, Chamische Werke, Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. am weißen Turm.
V17266
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 7.
De Sigisde der
Möbel=Fabrik
Gg. Ehrhardt & Söhne
OOerhstälten fur Kanswerkokunst
a Darmſtadt
erwieben aich Jurch Mire Sweckmässigen schonen
Jormen, die Sute d. Matenals und der drbei,
mmer nue Iriundt. — weden
ge-
beken, die sandige Ausstellung von
Muskerwoh-
nungen Jelobergstr. 56 zu besichtigen und
koslen-
lose Dndendung de. neuen Album „Wohnlicke
Innenraume” zu verlangen. (22276a
4022a
für Spezial-Auskeünfte, Ar-
Detektiv-Instltut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Frledigung. Riesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134
RICHARD PAUL
ATELIER FÜR GRABMALKUNST
DARMSTADT, GRAFENSTR. A II
KUNSTL. GRABDENKMALE, EIN-
FASSUNGEN U. S. W. IN ALLEN
MATERIALIEN UND PRElSL-AGEN.
AUssTELLUNG V. ZElCHNUNGEN U. MO-
DELLEN IM SOHAUKASTEN GRAFENSTR. 4.
1e
Für die Reiſe.
Das Reiſen in Aegypten. Die Firma Thes,
Cook u. Son hat vor kurzem das 42. Jahresprogramm
ährer Reiſeeinrichtungen in Aegypten herausgegeben.
Schon im Jahre 1870 wurde dieſe Firma von S. K.
Hoheit dem Khedive zu Agenten ſeiner Regierung für den
(Perſonenperkehr auf dem Nil ernannt. In dem
vorliegen=
den Handbuche kommen die Erfahrungen, welche ſeit
die=
ſer Spanne Zeit geſammelt wurden, augenſcheinlich durch
den größeren Komfort der Einrichtungen, ſowie diverſen
Verkehrserleichterungen, die dem Reiſenden in Aegypten
und dem Sudan zu Dienſte ſtehen, zur Geltung. Nicht
weniger als 14 Dampfer der Firma Cook werden laut
Bekanntmachung die verſchiedenen Dienſte zwiſchen Kairo,
Aſſeuan und dem zweiten Katarakt in der kommenden
Saiſon bewerkſtelligen, einſchließlich des neuen Dampfers
„Arabia” der erſt letzthin der Flotte einverleibt wurde.
Dieſer Dampfer iſt der größte, welcher auf dem Nil
ver=
ſkehrt und beſitzt viele neue Einrichtungen in bezug auf
Komfort, als mehrere „cabins de luxe” beſtehend aus
Salons, Schlaf= und Badezimmer und Toilette,
beſon=
dere Ausſichtsſalons uſw. Auf Grund eines
Ueberein=
kommens mit der ägyptiſchen und ſudaneſiſchen
Eiſen=
bahnverwaltung werden kombinierte Dampfer= und
Eiſenbahnbilletts ausgegeben, welche es Reiſenden mit
be=
ſchränkter Zeit möglich machen, Oberägypten ſchneller zu
beſichtigen, als bei alleiniger Benutzung der
gemäch=
lichen Dampfer. Direkte Fahrſcheine nach Kharteum
und Uganga, Exkurſionen auf dem blauen und weißen
Mil und die vorzüglichen Arrangements zur Beſichtigung
ſeiner mannigfaltigen architektoniſchen Wunder, ſowie
des herrlichen Klimas haben das Niltal zum
Winterſport=
platz der Elite gemacht und werden ausführlich in
die=
ſem Handbuch erläutert.
Aus dem Geſchäftsleben.
Mit dem Eintritt des Herbſtes, wenn das Laub ſich
färbt und die erſten Fröſte erbarmungslos den
Blüten=
flor in Garten und Feld zerſtört haben, iſt die Zeit der
Ausſtellungen gärtneriſcher Kulturerzeugniſſe
herange=
naht. Die unter Glas vor den Unbilden des Wetters
ge=
ſchützten Blütenpflanzen ſind zur ſchönſten Entwickelung
gelangt und ergötzen das Auge des Beſchauers, ihm einen
Erſatz bietend für den entſchwundenen Blumenſchmuck in
der freien Natur. Alle größeren Gärtnereien wetteifern
daher, jetzt dem Publikum die Reſultate ihrer Kulturen
vorzuführen. Unter dieſen Herbſtblühern, Cyelamen,
Eri=
cen, Primeln und Begonien als alte Bekannte, nehmen
doch jetzt die Chryſanthemen den vornehmſten Platz ein.
Sie ſind auch voll dazu berechtigt, denn keine der
ande=
ren Blütenpflanzen erreicht ſie in Größe, Form und
Mannigfaltigkeit der Farben. Ihre Blüten, vom
rein=
ſten zarteſten Weiß und ſeewaſſerfarbigem Grün, von
hellſtem Gelb bis zum dunkelſten Braun, von duftigſtem
Kot bis zum ſamtähnlichen Blautrot, zeigen Farben, wie
ſie ein Maler auf ſeiner Palette nicht zu miſchen vermag.
die Formen ſind ſo verſchieden wie die Farben, und von
den kleinen einfachen Maßliebchen ähnlichen bis zur 25
Zentimeter großen, ſtrahlenförmigen Scheibe finden ſich
alle erdenklichen Gebilde. Bekanntlich ſtammen die
letz=
teren aus den kaiſerlichen Gärten des fernen Japans und
waren in den letzten Jahren die Züchter faſt aller
Kultur=
länder beſtrebt, neue Farben und Formen zu erzielen. In
dem Schaufenſter der Firma H. Henkel in der Ernſt=
Ludwigſtraße iſt eine Eliteſammlung der neueſten und
bewährteſten älteren Sorten zur Schau geſtellt und dürfte
ees niemanden gereuen, ſich dieſe Schauſtellung zu
be=
ſtrachten.
Am Syſtem liegt’s, wenn in der Buchhaltung trotz
bedeutenden Zeitaufwandes die nötige Ueberſicht fehlt
und allein das Syſtem iſt es, das hier gründlich
Abhilfe ſchaffen kann. Soennecken’s Dauer=
Kontenbücher geſtatten das Auswechſeln der
Konten=
blätter, ſo daß eine beſtimmte Reihenfolge der Konten
eingehalten, erledigte Kontenblätter herausgenommen,
neue eingefügt werden können. Ein Verluſt der
Konten=
blätter iſt vollkommen ausgeſchloſſen, weil die Blätter ſo
feſt wie in einem Buche zuſammengehalten werden.
Aus dieſem Grunde ſind Soennecken’s Dauer=
Konten=
bücher nach Handelskammer=Gutachten geſetzlich zuläſſig.
Das Buch liegt vollſtändig flach auf, was eine große
Erleichterung der Arbeit bringt. Durch Einführung von
Soennecken’s Dauer=Kontenbücher wird bedeutend an
Zeit geſpart, eine Ueberſicht erreicht und das Arbeiten
vereinfacht. Ausführliche Proſpekte ſind durch die Firma
Heinrich Lautz, Darmſtadt, erhältlich, die auch zur
inverbindlichen Vorführung gern bereit iſt.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Tiberius” von Kanada kommend, 4. Nov.
9 Uhr abends in Hamburg, „Beekbergen” 4. Nov.
10 Uhr morgens in Montreal. „Iſtria‟ 4. Nov. 2 Uhr
45 Min. nachm. in Neworleans. „Pennſylvania” 5. Nov
5 Uhr 15 Min, morgens in New=York. „Saxonia” von
Weſtindien kommend, 4. Nov. 10 Uhr morgens in
Galveſton. „Batavia‟ 6. Nov. 5 Uhr 30 Min. morgens
von Boſton nach Baltimore. „Kaiſerin Auguſte Victoria”
6. Nov. 4 Uhr 30 Min. nachm. von New=York über
Plymouth und Cherbourg nach Hamburg. „Moltke‟
von Genua und Neapel, 6. Nov. 6 Uhr 15 Min. morgens
in New=York, „Preſident Grant” von New=York
kom=
mend, 7. Nov. 4 Uhr morgens auf der Elbe.
Nordd. Lloyd Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kaiſer Wilhelm der Große” 5. Nov. 4 Uhr nachm. in
Bremen angekommen. „Goeben” 4. Nov. 2 Uhr vorm.
von Gibraltar nach Bremen abgegangen. „Derfflinger”
3. Nov. 9 Uhr vorm. in Singapore angekommen.
„Prinz Eitel Friedrich” 3. Nov. 11 Uhr vorm. in Kope
angekommen. „Yorck” 4. Nov, 2 Uhr nachm. von
Shang=
hat abgegangen. „Prinzeß Alice” 3. Nov 7 Uhr nachm.
in Colombo angekommen. „Kleiſt” 4. Nov. 8 Uhr
vorm. von Antwerpen abgegangen. „Scharnhorſt”
3. Nov. 10 Uhr nachm. von Port Said abgegangen.
Seydlitz” 5. Nov. 3 Uhr nachm. pon Adelhaide nach
Bremen. „Roon” 5. Nov. 2 Uhr vorm. von Fremantle
abgegangen. „Zieten” 4. Nov. 10 Uhr vorm. in Genua
angekommen. „Franken” 4. Nov. 10 Uhr nachm. in
Antwerpen angekommen. „Elſaß” 3. Nov. 1 Uhr nachm.
in Brisbane angekommen. „Kaſſel” 4. Nov. 6 Uhr
vorm. in Sydney angekommen. „Gießen” 3. Nov. in
Bahia angekommen. „Kronprinz Wilhelm” 5. Nov.
6 Uhr abends in New=York.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das kontinentale Hoch hat ſich wenig verändert,
wäh=
rend ſich die nördliche Depreſſion dem Feſtland genähert
hat. Randwirbel brachten uns heute nacht leichte
Nieder=
ſchläge. Die Morgentemperaturen ſind infolge
ſüdweſt=
licher Winde etwas geſtiegen. Wir werden morgen auf
der Grenze zwiſchen tiefem und hohem Druck unbeſtandiges
Wetter haben.
Ausſichten für Samstag, 9. Nov.: Wechſelnd
be=
wölkt, vereinzelt leichte Niederſchläge, nur noch in höheren
Lagen Nachtfroſt.
Tageskalender.
Samstag, 9. November.
Großh. Hoftheater (Ab. D), Anfang 7 Uhr: „Der
liebe Auguſtin”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Lutherfeſtſpiel um 7 Uhr im Saalbau.
Konzert der Singmannſchaft der Turngemeinde
Darm=
ſtadt um 8½ Uhr im Turnhauſe.
Herrenabend des Muſikvereins um 8 Uhr im
Ver=
einshaus.
Stiftungsfeſt des Kaufmänniſchen Vereins um 8½
Uhr im „Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Singſpielhaus
„Metropole” um 8 Uhr.
Wild= und Geflügelſchießen der
Schützengeſell=
ſchaft „Weidmannsheil” um 9 Uhr im Reſtaurant „Zum
Martinsglöckchen”.
Sonntag, 10. November.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellungen), Anfang
2½ Uhr: „Wallenſteins Lager”, hierauf: „Die
Picco=
lomini” — Abends 7½ Uhr: „Wallenſteins Tod”
Vorſtellung um 4 Uhr und 8¼ Uhr im Orpheum.
Lutherfeſtſpiel um 4 Uhr im Saalbau.
Stiftungsfeſt des Zitherklubs Darmſtadt=Beſſungen
um 7 Uhr im „Chauſſeehaus”
Elferfeier der Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla” um
8.11 Uhr im „Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Britannia=Hotel.
— Münchner Kindl um 4 Uhr. — Singſpielhaus „
Metro=
pole” um 4 und 8 Uhr. — Rummelbräu um 4 und 8 Uhr.
— Kölniſcher Hof um 4 Uhr.
Tanzkränzchen der Geſellſchaft „Columbia” um 4 Uhr
im „Mathildenhöhſaal”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 11. November.
Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Deichert
(Wienersſtraße 40) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends).
Geflügelausſtellung in der „Stadt Pfungſtadt”
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 8. November 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,30
3
77,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,95
3½ do. Conſols . . . 38,40
77,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,40
31
92,75
do.
3
82,00
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
3½
87,00
do.
3
77,40
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,50
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
3½
87,25
do.
3
do.
76,75
3 Sächſiſche Rente
78,80
4 Württemberger v. 1907 99,60
3½
do. v. 1875 94,80
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 55,10
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 88,00
4 do. Goldrente . . . 92,20
4 do. einheitl. Rente 84,90
3 Portug. unif. Serie I 62,60
3 do. unif. Ser. III 65,50
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,70
4 do. v. 1890 . . 92,10
4 do. v. 1905 . . 88,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,80
4 do. v. 1902 . . . . 88,30
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
3½ Schweden
86,00
4 Serbier amort. v. 1895 79,20
4 Türk. Admin. v. 1903 77,80
4 Türk. unifiz. v. 1903 82,80
4 Ungar. Goldrente . . . 87,30
4 do. Staatsrente. . 85,20
InProz.
5 Argentinier . . . . . . 100,50
88,80
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,50
5 Chinef. Staatsanleihe . 99,90
4½
92,50
do.
4½ Japaner . . . . . . . 92,70
5 Innere Mexikaner . . . 91,00
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,50
3 Buenos Aires Provinz 67,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=Paket=
..151,90
fahrt
.119,40
5 Nordd. Lloyd .
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,00
8 Baltimore und Ohio . 107,10
6½ Schantungbahn . . . 124½
6½ Luxemb. Prince Henri 154,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18,90
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
64,00
4 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
.. 515,25
Fabrik
14 Chem. Fabrik Gries=
..247,50
heim
30 Farbwerke Höchſt . . 623,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 334,75.
10 Cement Heidelberg . . 148,50
30 Chem. Werke Albert 455,00
12½ Holzverkohlung Kon=
.. . 318,90
ſtanz
4 Lahmeyer . . . . . . . 119,50
Letzte
In Proz.
Divid.
7½Schuchert, Nürnberg 146,70
12 Siemens & Halske .222,75
5 Bergmann Electr. . . 124,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 158,40
0 Gummi Peter . . . . 103,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 108,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 563,50
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 200,00
8 Steana Romana Petr. 143,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 201,75
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 104,00
3 Südd. Immobilien
58,80
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede
. 174,80
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.219,40
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. 171,60
10 Gelſenkirchener .
.190,70
8 Harpener
. 184,90
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 274,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
83,50
4 Laurahütte
. 165,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 161,00
11 „ Weſteregeln 209,25
7½ South Weſt Africa 129,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 92.70
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer .
75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,30
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,00
77,50
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,75
do.
75,80
In Proz.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00
76,30
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,90
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,80
86,00
do.
4 Wladichawchas . . . . 87,20
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,60
do.
2½ Livorneſer . . . . . 69,30
3 Salonique=Monaſtir . 62,30
4 Bagdadbahn . . . . . . 80,90
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 95,25
4 Miſſouri=Pacific. . . . 73,20
4 Northern=Paciſic . . . 100,00
4 Southern=Paciſic
94,30
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,00
5 Tehuantepec . . . . . . 97,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 182,50
7 Bergiſch=Märkiſche
. 146,00
Bahn .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 163,40
6½ Darmſtädter Bank . 119,90
12½ Deutſche Bank . . . 248,00
6 Deutſche Vereinsbank . 121,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,20
10 Diskonto=Kommandit 182,20
8½ Dresdener Bank . . 152,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 136,00
6½ Mitteld. Kreditbank 117,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 119,80
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,50
5.86 Reichsbank . . . . . 132,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 133,00
A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 117,00
Wiener Bankverein . 127,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bauk
38,90
S. 21.. . . . .
3.
InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 .
. 98,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
31
do.
87,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23₰
99,40
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 87,80
S. 3—5 .
87,60
S. 9—11
87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
do.
87,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,50
3½ do. (unk. 1914) . . 87,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
3½
87,30
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . .
do.
89,20
½
4 Frankfurt.
99,60
do.
94,50
4 Gießen .
88,00
do.
4 Heibelberg
97,40
88,00
do.
4 Karlsruhe
97,90
do.
88,50
1 Magdeburg
do.
4 Mainz
97,70
do.
88,70
4 Mannheim
97,30
88,00
do.
München.
100,20
Nauheim
4 Nürnberg.
99,20
3½ do.
88,00
Offenbach.
Zuhen
3½ Offenbach
4 Wiesbaden
99,50
8½ do.
4 Worms.
97,30
3½ do.
4 Liſſaboner 8. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 105 170,00
8½ Cöln=Mindner „ 100 134,40
3 Holl. Komm. . ſl. 100
8 Madrider . . Fs. 100 71,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 138,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
128,00
3 Oldenburger . .
8½ Raab=Grazer fl. 159
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Angsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 206,00
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailünder .
Fs. 10
do.
Meininger .. . . ſl. 7 34,00
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 518,00
do. v. 1858 fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 370,10
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . ₰ 20,50
20 Franks=Stücke . .
16,22
Amerikaniſche Noten . .
Engliſche Noten . . . . . 20,52
Franzöſiſche Noten. . . 81,45
Holländiſche Noten. . . 169,65
Italieniſche Noten . . . . 80,50
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . .. 81,10
Reichsdank=Diskauto.
Reichshank=Koucbasd 8 6
Alles nur solange
:::: Vorratl ::::
Die angeführten 95 Pfenni
Wäsche
Beginn: Samstag,
den 9 November
mit Stickerei . . . 9., 1 Damen-Beinkleid
mit Stickerei . . . . 95 ₰ 1 Anstandsrock, weiss Pelzcroisé mit
Feston . . . 95 ₰ 1 oder 2 Stück Untertaillen
mit Stickerei . . . . 95 ₰ 1 farbige Damenjacke
mit Spitzen . . 95 ₰ 1 Kinder-Röckchen mit Leibchen aus
créme Halbflanell wit bestickt. Borde 95₰ 1 Kinder-Teppich, umhäkelt,
und 1 dazu passende Binde . 95 ₰ 2 farbige Windeln,
gute Qualität . 95 ₰
Taschentücher
12 Stück Linon-Tücher, gesäumt,weiss
., „ . . „ 95 ₰ 6 Batist-Tücher, weiss,
Mit Hohlsaum . . . . 95 ₰ 6 gebrauchsfertige Tücher,
gute Qualität . . . . 95 ₰ 6 Stück Herrentücher, weiss,
mit bunten Streifen 95 ₰ 12 Stück Kinder-Tücher mit buntem
Rand
, 95 ₰ Mützen 1 Kinder-Haube, Plüsch, rot oder
braun, mit warmem Futter 95 ₰ 1 Südwester
für Knaben oder Mädchen 95 ₰ 1 Knaben-Schildmütze,
Jachtklubfasson 95₰ 1 Damenmütze, Dochtwolle,
in allen Farben . 95₰ 1 Babymütze oder-Haube,
weiss und farbig 95 ₰ Ganz besonders billig!
1 Balltuch, hochelegant, in allen
Farben, mit Metall-Effekten . nur ein kleiner Teil der in 9 Schürzen 1 Damen-Blusen-Schürze
reich garniert B.₰, 1 Damen-Hausschürze
mit Volant und Tasche 95₰ 1 Damen-Hausschürze
schwarz. .. . . 95₰ 1 weisse Zierschürze
mit Stickerei . . . . 95 ₰ 1 farbige Zierträgerschürze
aus gutem Satin . . 95 ₰ 4 Stück Knaben-Schürzen
zum Aussuchen . 95 ₰ 1 Knaben-Spielschürze
sehr gute Qualität 95 ₰ 1 grosser Posten Mädchen-Schürzen,
Kimono oder Reform, bis 80 cm lang 95₰
Lederwaren
1 Herren- oder Damen-Portemonnaies9 5 ₰ 1 elegante Samttasche
mit Kordel . . . 95 ₰ 1 schönes Zigarren-Etuis
9 5 ₰ 1 Reisehandtasche . 95 ₰ 1 Knaben- oder Mädchen-Schulranzen 95
Wollwaren
1 wollener Kopf-Shawlgross, in vielen Farben 5 ₰ 2 elegante weisse Kragenschoner . 95 ₰ 1 Chenilletuch
dreieckig . 95 ₰ 1 Kinderjäckchen
Lammfell imitiert . 95 ₰ 1 kariertes Umschlagetuch
* 7
Plaid 95 ₰ Ganz besonders billig!
1 Damen-Bluse
aus gestreiftem Velourstoff
Strümpfe u. Handschuhe
2 Paar Damenstrümpfeschwarz . 95 1 Paar Damenstrümpfe
reine Wolle, 11 gestrickt 95 ₰ 3 Paar Herren-Socken
starke Qualität . . 95 ₰ 1 Paar Herren-Socken
reine Wolle . 95 1 Paar gestrickte Gamaschen
für Touristen . . . 35 ₰ 2 Paar Damen-Trikot-Handschuhe
mit Druckknöpfen . . . 95 ₰ 1 Paar Damen-Trikot-Handschuhe
mit Seidenfutter . . . . . 95 ₰ Trikotagen, wie Hemden, Hosen, Jacken
jedes Stück 95 ₰ Modewaren 1 elegantes Jabot und 1 schw. Samt-
gürtel, zusammen 95 ₰ 1 Robespierrekragen
hochelegant
5 ₰ 1 Spachtel-Kragen
weiss oder écru . . 95 ₰ 2 Stück
Stickerei-Blusen-Kragen 95 ₰ 1 Stück
Madapolam-Stickerei, 410 cm lang 9 5 ₰ Herren-Artikel 3 Stück Herren-Stehkragen
verschiedene Höhen 95 ₰ 3 Paar
weisse Manschetten 95 ₰ 2 elegante
weisse Serviteurs 95 ₰ 1 Paar Herren-Hosenträger
aus gutem Gummi 95 ₰ 2 oder 1 Stück Selbstbinder
breite Fassons . . 95 ₰ Ganz besonders billig!
Blusenschoner
weiss, reine Wolle, mit Aermel ₰
Cer Nachf.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 4.
Wronker-
Papierwaren
(23274
EE
Kämme und Seifen
Butterbrotpapier 95 ₰ 1 Postarten-Album
für 500 Postkarten 95 ₰ 3 Rollen Schrauk-
papier u. 1 Gross
95₰
Reissnägel . zus. 1 Kassette, 100 Briek-
bogen und 100 Ku-
verts, Leinenpapier 95 ₰ 500 Stück graus
Geschäftskurerts 95 ₰ 200 Stück
Papier-Servietten . 95 ₰ 12 Stück ſfronkers
90,
Spezial-Seife . 1 Marbürste und
1 Prisierkamm, zus. 95 ₰ 6 Stück
.95₰
Lanolinseife . IHaargarnit. IDacken-
kamm, 2 Seitenkäm., 95 ₰
2 Pfeile, 1Spang., zus. 10 Stücr
95 ₰
Blumenseife 3 Stück.
grosse Schwämme . 95 ₰
Handarbeiten
Emaillewaren
Bürstenwaren u. Scheuerartikel
1 Küchendeke gerticktgran Saneras
stoff, mit Blenden garniert .
95₰
1 Besenrorhang, gesüchkt, grauer
Canevas, mit Blenden garniert
95
1 Küchen-Tischdocke, weis,
Alda-
stoff, vorgezeichnet
1 Wandschoner, weiss, Aldastoff,
vor-
gezeichnet . . . .
1 Läufer, reich mit Linsats und
Spitzen garniert . .
1 Decke, roich mit Hinsatzs und
Spitzen garniert . . .
9 Meter
gestickte Aida-Schrankstreifen
1 Diwan-Gobelin
1 Bürstentusche und
1 Zeitungshalter
1 Gobelm-Solakisen
mit Füllung
zusammen
4. Mehrbpie 35₰ 9, 10, 11, 12 cm . . . zusammen 1 Feischtept mit Deckel 95 ₰ 22 cm gross . 1 Wasserkesel 95 ₰ 20 cm gross . 1. Küchenschüssel, rund 95₰ „36 cm gross 3 Schüsseln 95 ₰ 18, 26 und 32 cm gross, zusammen 1 Michkanne 95 ₰ 3 Liter Inhalt . . . 1 Reinigungs=Garnitur 95 ₰ Sand, Seife, Soda 1 Tolleten-Limer 95 24 cm gross . Emaille mit Delftdekor 1 Fleischtopf, 18 cm, mit Deckel 95 ₰ 1 Konsole mit Mass 95 ₰ 1 Zwiebelbehälter 95 ₰ 3 Milchtöpfe. 8. 10. 12 cm mmen 95
Manufakturwaren
s Mter Hendelendl.gestreift oder kariert . 35₰ 4 Meter Hemdentuch 95 ₰ 2½ Meter gestreiften oder karierten
Blusenstoff . . . . . . 95 ₰ Handtuchgebild,
in Längen von 3 bis 5½ Metern 95 ₰ 1 Meter weissen oder roten Bett-
Damast, 130 cm breit 95 ₰ 1 Schatdecke
uni grau mit Rand 95 ₰ 1 Biberbettuch
weiss oder bunt
, , 95 ₰ 1 weises Tieintuch
Jacquard . . 95 ₰ 6 Stück Karierte Wischtücher
waschecht . . . . . 95 ₰ 12 Stück. Staubrlücher
gelb mit rotem Rand . 95 ₰ Kanſtrentereditgt Elegante Blusenstoffe mit Bordüren,
gute Hauskleiderstoffe, einfarb.
. . . Meter
Seidenstoffe 95 3 Par Meser und Gabein 35₰ mit Holz- oder Nickelgriff . 6 Belöttel und 6 Kafelbllel 95 ₰ Aluminium .... 1 Kaffeemühle
Blech . . . . . . 95 ₰ 1 Kasier-Apparst 95 ₰ in feinem Etuis
Steingut
1 Waseh-barmitur, bestchendaus Krug,
Becken, Seifen- u. Zahnbürstenschale
95
1 Zupenschüsel und eine
Fleisen-
platte . . . . . . . zusammen
95
6. Stück Salatieren
im Satz . . .
12 Stiek Speisetellr und eine
Sauciere . . . . . zusammen
1 Posten Wasserkrüge
Stück
gross . .. .
95₰
Ganz besonders billig!
Läuferstoffe, in Längen v. 2—3 Meter
jeder Coupon
mit Stiel . . 95₰ 1 Bodnbesen und 1 Handleger
reine Borsten . . . 95 ₰ 1 Schenertuch, 2 Pid. Selle, 6 Pak.
Seifenpulver u. 1 Flasche Sidol, zus. 95 ₰ 1 Madagaskarbesen 95 ₰ 1 Kolosbesen und 1 Schrubber
zusammen 95 ₰ 1 Spankorb, 1 Wäscheleine, 1 Dose
Messerputschmirgel und 2 Pakete
Seifensand, zusammen 95 ₰ 1 Wachstuchmarkttasche (354 1 Molsgestell
mit 5 Spülbürsten . 95 ₰ Holz- und Korbwaren II Wücherockuer
mit 120 Klammern, zusammen 35₰ 1 Tablet
mit und ohne Einlage 95 ₰ 1. Kleiderleiste, Buchenholz
mit 6 Nickelhaken . 95 ₰ 1 Bauermtich
braun . . . 95 ₰ 1 Putzschrank . . 95 ₰ 1 Gewüirschranf
Buchenholz . 95 ₰ Blech- u. Lackierwaren 1 Wärmliache
verzinnt, 30 cm . . 35₰ 1 leibnärmer
mit guter Verschraubung 1. 1 Ofenschirm 95 ₰ 1 Kohlenkasten
gross . . . 95 ₰ 1 Spiritustocher
für 2 Töpfe, sehr stark 95 ₰ jetes blüek
Aluminiumwaren
1 Fleischtopf mit Deckel, 18 cm
1 Kasserole mit Stiel, 18 cm
1 Wasserkessel.
1 Kaffeekanne . .
S. oronker Wterkachf.
[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265₰
Eingabe des Ortsgewerbevereins
um Erhöhung der Stundenlöhne bei ſtädtiſchen
Unterhaltungsarbeiten.
Der Ortsgewerbeverein Darmſtadt hat
dieſer Tage wegen Erhöhung der Stundenlöhne
bei Ausführung ſtädtiſcher
Unterhaltungs=
arbeiten eine Eingabe an den Herrn Oberbürgermeiſter
und die verehrl. Stadtverordnetenverſammlung gerichtet. Den
Ausführungen hierzu entnehmen wir folgendes:
Anläß=
lich der diesjährigen Feſtſetzung der Stundenlöhne für
die ſtädtiſchen Unterhaltungsarbeiten für das
Verwal=
tungsjahr 1912/13 hat es ſich gezeigt, daß für einzelne
Gewerbe Stundenlöhne angeſetzt wurden, welche die von
den betreffenden Meiſtern aufzuwendenden Barauslagen
bei weitem nicht erreichten. Um nun in dieſer Beziehung
eine durchgreifende Beſſerung zu veranlaſſen, hat es der
Ortsgewerbeverein Darmſtadt unternommen, alle
die=
jenigen Gewerbe, bei denen es zutrifft, daß die
Baraus=
lagen zu den bei den Unterhaltungsarbeiten gezahlten
Stundenlöhnen nicht im Verhältnis ſtehen,
zuſammenzu=
führen, und für ſämtliche betroffenen Gewerbe den
Nach=
weis zu erbringen, daß vorſtehende Behauptungen den
Tatſachen entſprechen. Es kann ſicherlich nicht im
In=
tereſſe unſerer ſtädtiſchen Verwaltung liegen, den
Hand=
werkern Löhne zu zahlen, bei denen ſie nicht nur nichts
verdienen, ſondern Geld zulegen. Damit ſoll nun nicht
der ſtädtiſchen Verwaltung oder dem Stadtbauamt etwa
der Vorwurf gemacht werden als ob ſie den Handwerkern
mit Abſicht die ſehr minimalen Stundenlöhne zahle. Im
Gegenteil, man iſt in Handwerkerkreiſen allgemein der
Anſicht, daß ſofort eine Erhöhung der verſchiedenen
Stun=
denlohnſätze eintritt, wenn durch die Handwerker der
Nachweis erbracht wird, daß bei den jetzt gezahlten
Stun=
denlöhnen von einem Verdienſt überhaupt nicht geſprochen
werden kann. Daß die ſeither vergüteten und auch die in
dieſem Jahre für einzelne Gewerbe zum Teil erhöhten
Stundenlöhne die Barauslagen der Handwerker nicht
er=
reichen, hat mancherlei Urſachen. Vor allem haben die
Erhöhungen der Stundenlöhne, wie ſie im Laufe der
Jahre von dem Stadtbauamt weniger freiwillig als auf
Erſuchen der Handwerker ſtattgefunden haben, nicht
glei=
chen Schritt gehalten mit den von den Arbeitern in
Lohn=
bewegungen errungenen Lohnerhöhungen. Es haben in
dieſer Beziehung in den letzten 20 Jahren ganz bedeutende
Aufbeſſerungen der Gehilfenlöhne ſtattgefunden. Aus
einer der Eingabe beigeſchloſſenen Tabelle iſt erſichtlich,
daß ſich die Gehilfenlöhne in manchen Gewerbezweigen
in den letzten 20 Jahren faſt verdoppelt (bis zu 128
Pro=
zent ſeit dem Jahre 1890) haben, während die
ſtädtiſcher=
ſeits ſeither gezahlten Löhne dieſe Aufwärtsbewegung
zum Schaden des betreffenden Handwerks nicht mitgemacht
haben. Um zu den Grundlagen für die oben erwähnten
Berechnungen zu gelangen, waren umfangreiche Arbeiten
erforderlich. Die mit der Bearbeitung dieſer Makerie
be=
traute Kommiſſion war beſonders darauf bedacht, genaue und
einwandfreie Unterlagen für die Ermittelung des
prozen=
tualen Verhältniſſes der Geſchäftsunkoſten zu den
ge=
zahlten Arbeitslöhnen zu erhalten. Zu dieſem Zweck
wurden entſprechende Erhebungen in großen wie kleinen
Gewerbebetrieben Darmſtadts angeſtellt und die Meiſter
durch Vermittelung der betreffenden gewerblichen
Kor=
poration befragt. Auf Grund gemeinſamer Beratung
wurde für ſämtliche Gewerbezweige ein einheitliches
Schema für die Geſchäftsunkoſtenberechnung aſtfgeſtellt.
Die Unkoſtenberechnungen wurden mit Vertretern der
be=
treffenden Korporationen durchgeſprochen, nachdem dieſe
zuvor die Berechnungen in ihren Verſammlungen hatten
vornehmen laſſen.
Daß der Handwerker bei der Kalkulation ſeiner
Ar=
beiten die Materialien und Arbeitslöhne berechnen muß,
iſt ihm klar. Leider vergißt er aber, die mitunter ganz
bedeutenden Geſchäftsunkoſten bei ſeiner Kalkulation zu
berückſichtigen. Wird nun dem Handwerker zugemutet,
unter ſeinem Selbſtkoſtenpreis zu arbeiten, ſo muß er dieſe
Differenz entweder aus eigener Taſche bezahlen, und das
dürfte ihm auf die Dauer ſchwer fallen, oder er muß
ver=
ſuchen, ſich auf eine andere Weiſe ſchadlos zu halten.
Welcher Art dieſe Mittel ſind, deren ſich der Handwerker
dabei bedienen muß, um bei zu nieder bemeſſenen Preiſen
nichts zuzulegen, ſoll hier nicht erörtert werden.
Jeden=
falls laſſen aber die Unkoſtenberechnungen und die hohen
Prozentſätze der Geſchäftsunkoſten zur Genüge erkennen,
daß es keineswegs angängig iſt, wie es ſeither der Fall
war, die Stundenlöhne für alle in Betracht kommenden
Gewerbe annähernd gleich feſtzuſetzen und daß eine
Aende=
rung hierin auf alle Fälle am Platze iſt. Bei Berechnung
der Barauslagen für Stundenlöhne unberückſichtigt
ge=
blieben iſt der Verdienſt, um den der Handwerksmeiſter
den Selbſtkoſtenpreis noch vermehren muß. Hierzu
be=
rechtigt hält er ſich um ſo mehr, da ihm für die mit ſeinem
Betrieb verbundenen Mühen und Arbeiten, für eine
ord=
nungsmäßige Geſchäftsleitung und Aufſicht, für die
viel=
fältigen Sorgen um das Geſchäft, ſowie für die
Verant=
wortung eine beſondere Vergütung gehört. Unter
An=
nahme eines 10prozentigen Verdienſtes ergäbe ſich dann
ein Stundenlohn für das Dachdeckergewerbe von 89 Pfg.,
Glaſergewerbe von 102 Pfg., Häfnergewerbe von 81 Pfg.,
Schloſſergewerbe von 80 Pfg., Schreinergewerbe von
97 Pfg., Spengler= und Inſtallateurgewerbe von 90 Pfg.,
Steinhauergewerbe von 81 Pfg., Stukkateurgewerbe von
101 Pfg., Tapeziergewerbe von 73 Pfg.,
Weißbinder=
gewerbe von 77 Pfg., Zimmergewerbe von 77 Pfg.
Daß in den betreffenden Gewerbezweigen eine
Er=
höhung des Stundenlohnes für einen tüchtigen Geſellen
in vorſtehender Weiſe dringend notwendig iſt, glauben
wir genügend erläutert und begründet zu haben. Wir
richten an den Herrn Oberbürgermeiſter die höfliche Bitte,
die in den notwendigen Grenzen gehaltenen Erhöhungen
der Stundenlöhne, ſowie der Löhne für die Taglöhner
und Lehrlinge für die verſchiedenen Gewerbe, mit
Wirk=
ung vom 1. April 1913 an für alle ſtädtiſchen
Unterhal=
tungsarbeiten bewilligen und damit helfen zu wollen,
dem Handwerker= und Gewerbeſtand ſeine im heutigen
Konkurrenzkampf ohnehin ſtark gefährdete ſolide
Grund=
lage zu erhalten und um auch die mit den Geſellen uſw.
getroffenen Vereinbarungen erfüllen zu können. Die
ge=
ſteigerten Preiſe der Lebensbedürfniſſe, ſowie die
allge=
meine Verteuerung der Produktionskoſten, welche ſich in
den letztverfloſſenen 10—20 Jahren geltend gemacht haben,
dürften an ſich ſchon für eine Erfüllung unſerer nicht
über=
triebenen Forderungen ſprechen. Die durch lange Jahre
ſchärfſter Konkurrenz überaus gedrückte Lage des
Hand=
werks und Gewerbes macht es ihm ganz unmöglich, auch
noch weiterhin dieſe Mehrkoſten auf die eigenen Schultern
zu nehmen. Einem wohlwollenden Beſcheide ſieht
ent=
gegen der Ortsgewerbeverein Darmſtadt.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 8. Nov. (
Börſenwochen=
bericht.) Die Börſe verkehrte auch in der abgelaufenen
Woche in feſter Haltung, aber doch zeitweiſe unterbrochen
durch Abſchwächungen, auf ungünſtige politiſche Gerüchte.
Die alsbaldige Dementierung bewirkte dann wieder eine
Kurserholung. In Berlin iſt noch eine gewiſſe
Nervoſi=
tät vorhanden, was allerdings unter dem Eindruck der
letzwöchentlichen Verluſte nicht zu verwundern ſein dürfte.
Man hat aber jetzt allgemein das Gefühl, daß der Schlüſſel
zur Löſung der Balkankriſe nicht mehr auf dem
Schlacht=
feld liegt, ſondern in den diplomatiſchen
Auseinander=
ſetzungen der Balkanſtaaten mit den Großmächten. Die
Feſtigkeit Oeſterreichs in ſeinen Auslaſſungen und im
Ein=
klang mit ſeinen Verbündeten, wird hier ſicher den
Aus=
ſchlag geben. Am Geldmarkt machte ſich Erleicherung
be=
merkbar, umſomehr auch Deviſen fühlbar ſchwächer lagen
Der Status der Reichsbank hat zwar größeren Anſprüchen
genügen müſſen, iſt aber ſo gekräftigt, daß die Frage einer
Diskonterhöhung noch vorerſt nicht in Betracht kommt,
als auch die Bank von England keine Erhöhung vornahm.
Der Privatſatz erreichte 4¼/ Prozent und ging auf 43a
Prozent zurück. Die Wahl Wilſons zum Präſidenten der
Vereinigten Staaten hat in Wallſtreet durch ſteigende
Kurſe den beſten Beifall gefunden, und die europäiſchen
Märkte ebenfalls günſtig beeinflußt. Ebenſo befriedigend
lauten die Berichte aus der Induſtrie, wobei der
Kupfer=
markt neuerdings im Steigen begriffen iſt. Die kräftige
Erholung auch der Gold= und Diamantwerte in London
darf nicht unerwähnt bleiben.
Zu den Einzelheiten übergehend, waren Deutſche
Renten ruhiger aber gut behauptet. 4prozentige und
8½prozentige Reichs, ſowie Preußiſche Konſols ſind um
Bruchteile höher. Ausländiſche Staatsfonds ſind faſt
durchweg in guter Stimmung auf die beſſere Auffaſſung
der Friedenserhaltung in Europa. Bulgaren, Serben
avancierten um mehrere Prozente; ferner Türkiſche und
1902er Ruſſen etwa ½ Prozent beſſer; Transportwerte
ſchließen nach zeitweiſer Abſchwächung zu den Kurſen der
Vorwoche. Weſentlich höher ſind Staatsbahn, Baltimore
und Ohio und Raab=Oedenburger, letztere bis 40,70.
Der Bankenverkehr hatte ein freundliches Ausſehen.
Unter dem üblichen Vorbehalt hört man, daß die
Darm=
ſtädter Bank, Diskonto=Geſellſchaft, Dresdener und
Deut=
ſche Bank in der Lage ſind, gleiche Dividenden wie im
Vorjahre zu verteilen, während der Schaaffhauſenſche
Bankverein nur 6 Prozent gegen 7½ Prozent ausſchütten
will behufs reichhaltiger Rückſtellungen zur inneren
Kräftigung der Bank. Montanaktien unterlagen ſtärkeren
Schwankungen, nachdem die Spekulation noch größere
Tätigkeit entfaltet, aber die Kurſe bleiben ſchließlich
gegen die Vorwoche ohne weſentliche Veränderung.
Der Wochenſchluß war abgeſchwächt auf die
Aus=
laſſungen des ſerbiſchen Miniſterpräſidenten, doch ſind die
Einbußen nicht weſentlich, da ſich die Spekulation ſchon in
den letzten Tagen zurückhaltend verhielt und nur geringe
Engagements entrierte. Einzelne Montan= und
Kaſſa=
werte mußten ebenfalls im Kurs nachgeben. Die Badiſche
Uhrenfabrik Furtwangen verteilt 5 Prozent wie im
Vor=
jahre.
Von Loſen notieren: Augsburger 35,10, Braunſchweiger
205, Pappenheimer 62,— Genua 205, Türkiſche 155,50,
Freiburger 79,50, Ungariſche 371,75, Meininger 34,25
Venediger 45,—, Mailänder 45=Frcs.=Loſe 140 (nominell)
Mailänder 10=Fres.=Loſe 35,30, Raab=Grazer Anrechts=
Scheine 36,30, in Reichsmark; Gothaer Prämie II 116,75 G.,
Donau=Regulierung 150,75, Madrider 71,—, in Prozent
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs (rückzahlbar bis 1918)
100.50, 3½proz. Reichs 88,30, 3proz. Reichs 78,—, 4proz.
Heſſen von 1899 99,50, 4proz. Heſſen von 1906 99,50 G.,
4proz. Heſſen von 1908/09 99,50 G., 4proz. Heſſen (
rück=
zahlbar bis 1921) 100,50, 3½proz. Heſſen 87,25, 3proz.
Heſſen 76,75, 4proz. Darmſtädter 98,—, 3½proz.
Darm=
ſtädter 88,25, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 18 bis
23) 99,60 G., 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 24—25)
99,70, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 3—5) 87,60,
3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 9—11) 87,70 G.,
4proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (Serie 10—12) 99,60 G.,
4proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (Serie 13—14) 99,70 G.,
3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (Serie 1—3) 87,80 G.
3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (Serie 4) 87,70 G.,
Darm=
ſtädter Bank 119½, Südd. Eiſenbahn=Geſellſchaft 125,50,
Südd. Immobilien=Geſellſchaft (Mainz) 58,80 G.,
Leder=
werke vorm. Spicharz (Offenbach a. M.) 65,— Schramms
Lack= und Farbenfabriken (Offenbach a. M.) 2626
Che=
miſche Mühlheim a. M. 60 G Schantung 125½, South=
Weſtafrika 130¾, Otavi=Anteile 108,—, Otavi=
Genuß=
ſcheine 78,50, 4½proz. Ruſſen 100,20, 4proz. 1880er Ruſſen
88,80, 4proz. 1902er Ruſſen 28,60, 3¼uproz. Ruſſen 85,75,
3½proz. Ruſſen 79,—, 3proz. Ruſſen 71,25, 4proz.
unifi=
zierte Türken 836 4proz. Adminiſtrations=Türken 77,25,
4proz. Bagdad=Türken 80,— 4proz. konvertierte Türken
(1905/11) 75,50 G., 5proz. Chineſen 99,70, 4½proz.
Chi=
neſen 92,50, 5proz. Chineſen (Tientſin und Pukow) 96,50,
3proz. Buenos=Aires 67½, 5proz. Bulgaren 99,25, 4½proz
Serben 89,75, 4proz. Serben 80,25, Griechen von 189
56,80, Griechen von 1887 55½, 4½proz. Japaner 92,90,
4proz. Japaner 85,—
Erlaube mir die ergebene Mitteilung,
dass meine Läger zur Zeit aufs Reichhaltigste sortiert sind.
Herren-Anzüge, Herren-Paletots,
Knaben-Paletots, Ulster, Capes,
Bozener Mäntel, Damen-Paletots,
Damen-Mäntel, Kostüme, Kostüm-
Röcke, Mädchen-Mäntel, Mädchen-
Capes, Pelze, Manufaktur-Waren
Kompl. Speisezimmer, Schlafzimmer,
Herrenzimmer, Küchen-Einrichtungen,
Betten, sowie einzelne Möbelstücke,
wie: Kleiderschränke, Küchenschränke,
Spiegelschränke, Büfetts Vertikows,
Schreibtische, Speisetische, Diwans, Stühle
Naufrkarf
Bleichstr. 30
parterre,
I., II. u. III. Etage
Rleichstr. 30
parterre,
I., II. u. III. Etage
Nummer 265₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 11.
2 Markt 2
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins
2 Markt 2
empfehlen
Faletots
Sackennleider
Costamrocke
Blusen
Tanzstunden
Kleider
aus farbigen Stoffen, bis
Paletots 120cmlang 18.50, 11.50,8.75,
6
aus Stoffen engl. Art,
Paletots ofen und geschlossen
22.—, 18.50, 15.—,
zu tragen
aparte Fassons in braunen
Ulster oder grünen Farbtönen mit
farb. Abseite 42.—, 35.—, 28.—. 24.-
SchwarzeTuch-Paletots.
geschweiſte Fassons mit Revers
36.—, 32.—, 26.-, 22.
marine Diagonal-Cheviot
Paletotsg. Hauschartigen Stoffen
38.—4, 29.—, 24.—, 19.—,
Schw. Kragenmäntel
lange Fass. aus Tuch m. Stickereien
od. Tressen garn, 45.-, 36.—, 32.−
Jackenkleider
marine Cheviot . .
42.—, 35.—, 28.-
Jackenkleider aus soliden Stoffen englischer Art . 45.—, 36.—, 29.—, 22.
marine Kammgarn oder Stoffen englischer Art, jugendliche
Jackenkleider Fassons .
68.—, 57.—, 52.—, 48.—,
aus Stoffen englischer Art mit Falten oder Knopfgarnierung
Costüm-Röcke
18.50, 12.50, 9.—, 6.75,
marine und schwarz Kammgarn-Cheviot, mit Knopf- oder
18.50, 15.—, 12.—, 8.75,
Costüm-Röcke Tressengarnituren
Costüm-Röcke weiß Wollbatist oder Cheviot von .
900
Oxford-Blusen gestreift und
5 ₰
. . 4 25, 3.50, 2.25, 1,80
kariert
Créme Wollbatistblusen
mit u. ohn. Futter, m. Stickerei od.
Ein-
sätzen garn. 15.—, 12.—, 8.50, 5.25,
uni Stoffe, gefüttert
98
Wollblusen mit Paspoll oder
Einsätzen garniert 6.50, 5.25, 4.50,
Tüll- od. Spachtelblusen
weiß od. ecru, 24.—, 18.50, 12.50, 8.75,
aparte Schotten od.
Wollblusen Streifen mit u. ohne
14.50, 12.50, 7.50,
Schol
schwarz u.
Popeline-Blusen farbig mit
Stickereien oder Knopfverzierung
19.50, 16.—, 12.50, 9.75,
Tanzstundenkleider weis Stiekereister. . ..
21.—, 14.50,
Tanzstundenkleider farb.WVaschwolle m Einsätzen gern, 3.—, 1950,
mit weißen oder farbigen Unterkleidern . . . 39.—, 32.—,
Unterröcke 1ne
[ ← ][ ][ → ] Georg Berſch und Leonhard May, beide in Nieder=Beerbach, wurden am
5. d. Mts. als Feldgeſchworene für die Gemarkung Nieder=Beerbach verpflichtet. (23175
Bekanntmachung.
Wir bringen zur Kenntnis der beteiligten Kreiſe, daß das Proviantamt
Darm=
ſtadt Roggen, Hafer, Heu und Roggenſtroh (Flegelſtroh, Maſchinenglattſtroh und
Preßlangſtroh) ankauft.
(22704sis
Darmſtadt, den 30. Oktober 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Nachdem die Friſt für die Abgabe der Stimmen für und gegen die Errichtung
einer Zwangsinnung für die Damenſchneider und Damenſchneiderinnen im Bezirk der
Gemeinde Darmſtadt am 1. November 1912 abgelaufen iſt, iſt die Liſte der beteiligten
Handwerker geſchloſſen worden. Die abgeſchloſſene Liſte liegt vom 11. bis einſchließlich
23. November d. Js. werktäglich von 9 bis 12 Uhr vormittags in den Dienſträumen
des Großh. Kreisamts (Neckarſtr. 3), Zimmer 19, zur Einſicht und Erhebung
etwaiger Einſprüche offen. Nach dem 23. November d. Js. angebrachte Einſprüche
bleiben unberückſichtigt.
Darmſtadt, den 4. November 1912
(23176
Der Kommiſſär:
Herling, Kreisamtsgehilfe.
es Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Amtliche Nachrichten de
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher, 1 Foxterrier Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(23252
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 10. Nov.,
ſind nachmitags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und Beſſunger
Apo=
theke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Aus der Landrichter Dr. Müller’ſchen Stiftung zu Darmſtadt
ſind durch die unterzeichnete Behörde
1. vier Unterſtützungslegate von ie 500 Mk. jährlich an bedürftige
elternloſe Studierende der Rechtswiſſenſchaft aus den
Pro=
vinzen Starkenburg und Obetheſſen,
2. ein Unterſtützungslegat von jährlich 500 Mk. an eine bedürftige
nicht kinderloſe Witwe eines richterlichen Mitgliedes bei einem
der Amtsgerichte oder Landgerichte der Provinzen Starkenburg
oder Oberheſſen, vorzugsweiſe als Beihilfe zur Erziehung
minderjähriger Kinder
zu vergeben. Bewerbungen um dieſe Legate ſind binnen vier Wochen
bei der unterzeichneten Behörde einzureichen.
(23202a
Darmſtadt, den 1. November 1912.
Großherzogliches Miniſterium der Finanzen
Abteilung für Finanzwirtſchaft und Eiſenbahnweſen.
In Erledigung
Dr. Rohde.
Milchpreisermäßigung für Minderbemittelte.
Die Dampfmolkerei Heinrich Wolf, Großherzoglich Heſſiſcher
Hoflieferant Darmſtadt, Woogsplatz Nr. 3, hat ſich in
dankens=
werter Weiſe bereit erklärt, bis auf weiteres an Minderbemittelte
Milch zu 21 Pfg. das Liter abzugeben. Die Milch iſt im
Ge=
ſchäftslokal vormittags abzuholen und wird nur an Perſonen
verabfolgt, die von dem Unterzeichneten einen Ausweisſchein
er=
halten haben. Die Ausſtellung des Scheins iſt in Zimmer Nr. 41
des Stadthauſes, Rheinſtraße 16/18, zu beantragen.
(23128s
Darmſtadt, den 6. November 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
in der Zeit von 10 Uhr asends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des Waſſers
mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montaß, den 11. zu Dienstag, den
12. November 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke 1 und II.
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der
Bismarck=
ſtraße, weſtlich vom Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße
zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und Wilhelminenſtraße, weſtlich des
Teiles der Wilhelm nenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße und
Heinrichs=
ſtraße, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der
Heinrichs=
ſtraße von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelberger=Straße, öſtlich
des Teiles der Heidelberger=Straße, zwiſchen Heinrichsſtraße und
Eſchollbrücker=Straße nördlich der Eſchollbrücker=Straße, zwiſchen
Heidel=
berger= Straße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee von der (
kſcholl=
brücker=Straße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Main=Neckar=
Bahn zwiſchen Stadt=Alle und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken
der Wilhelminenſtraße und der Heinrichsſtraße und die Nordſeite der
Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und Wilhelminenſtraße.
Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurter=Straße, zwiſchen
Bis=
marck= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 13. zu Donnerstag,
den 14. November 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke III und IV.
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich
der Bismarckſtraße und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die
Straßenzüge nördlich der Holzhofallee und weſtlich der Main=Neckar=
Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden
mitge=
tſpült die Frankfurter=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung
nach Arheilgen und die Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles
der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Heinrich= und Rheinſtraße, ſüdlich
des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=
Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=Ludwigs=Platz und Marktplatz,
ſſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des Teiles der
Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heiſrich ſtraße und nördlich des
Teiles der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karl= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der
Karle= und Heinrichsſtraße, ſowie die Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs=
und des Marktplatzes und die Oſtſeite des Wilhelminenplatzes, ferner
wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 16. zu Sonntag, den
17. November 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke VI und VII.
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw.
Alexander=
ſtraße und Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=,
Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz, ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis
zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen iſt die
Mathilden=
höhe, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt den 5. November 1912.
(23185so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Entrichtung ſtaatlicher
Gefälle.
Die an Martini 1912 fälligen
Holzgelder und Zeitpachtbeträge
ſind, bei Meidung der Beitreibung,
bis zum 20. November ds. Js.
an die Bezirkskaſſe Darmſtadt
Lindenhofſtraße) zu entrichten.
Darmſtadt, 30. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing. (22869a
Städiſcher Kleiſchverhauf.
Die Verkaufsſtunden in der
Geſchäftsſtelle Kiesſtr. Nr. 21
werden vom 11. Iſd. Mts. ab auf
vormittags von 7 bis
nachmit=
tags 12½ Uhr und auf
nach=
mittags von 3½ bis 8 Uhr feſt=
(23129fs
geſetzt.
Darmſtadt, 6. November 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes.
In der Nacht von Samstag, den
9. auf Sonntag, den 10.
No=
vember l. J., findet eine Druckrohr=
Spülung ſtatt, welche in der Zeit
von 10 Uhr abends bis 5 Uhr
morgens eine zeitweiſe
Unter=
brechung der Waſſerabgabe, ſowie
eine Trübung des Waſſers mit ſich
bringt. Die Waſſerabnehmer
wer=
den deshalb gebeten, ſich vorher mit
Waſſer zu verſorgen. (23184
Darmſtadt, 5. November 1912.
Städ iſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Städtiſches
Hallenſchwimmbad.
Darmſtadt, Mühlſtraße 33.
Schwimmbäder, Wannenbäver,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder,
Elek=
triſchlichtbäder und
Kohlen=
ſäurebäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit
ge=
öffnet
1. an Werktagen:
von morgens 8 Uhr bis
abendssUlhrununterbrochen.
Samstags bis abends
8½ Uhr.
2. an Sonn= und Feiertagen:
vormittags von 8 bis
12½ Uhr.
(21252a
Die Verwaltung.
Belanmalung.
Samstag, 23. November I. J.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Lithographen Jakob
Grab dahier und den Erben ſeiner
verſtorbenen Ehefrau im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 828/10 377 Hofreite Nieder=
Ramſtädterſtr.
Nr. 37,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B847s
Darmſtadt, 9. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(V21241
Bekanntmachung.
Auf freiwilligen Antrag des
Schreinermeiſters Wi helm
Her=
mann dahier ſollen deſſen
Immo=
billen:
1. Flur III Nr. 1459%/100 300 qm
Hofreite Kranichſteinerſtraße
Nr. 35,
2. Flur III Nr. 14558) 159 qm
Grabgarten daſelbſt,
Donnerstag, 14. November I. Js.
vormittags 9 Uhr,
in unſerem Bureau —
Grafen=
ſtraße 30 — zum dritten und
letztenmal öffentlich verſteigert
werden und bei annehmbarem
Ge=
bot ſoll Zuſchlag erfolgen. (V22388
Darmſtadt, 25. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
Auserl. Induſtrie
Kartoffeln. 100 Mg. 4.60 M.
frei Keller, auch in kleinerem
Quan=
tum abzugeben. H. Görgen,
Mühlſtraße 5.
(*12059s
10—15 Malter
prima Eßkartoffeln (23138fs
zum Tagespreis zu verkaufen.
Zu erfragen i. d. Exped. ds. Bl.
heilt (22262a
Stottern
Dir. F. Baum
Wilhelminenſtr. 35 (Ecke Hügelſtr.)
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
per 1a per½ k Ochſenfleiſch 100 Pfg. Speck, geräuchert .120 Pfg. Rindfleiſch Dörrfleiſch 120 „ Fet, roh 8 Schinken m. Bein . . 120 Fett, ausgelaſſen 80 Rollſchinken .140 Leber 80 „ Schweineſchmalz, roh Kalbfleiſch 100 „ u. ausgelaſſen 96 Hammelfleiſch . 100 Schwartenmagen, Bruſt . 70 Fleiſch= u. Bratwurſt . 96 Schweinefleiſch .100 „ Leber= u. Blutwurſt . 80 Rippchen, Kammſtück, ges ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110Bekanntmachung.
In meinem neuen Möbel= und Auktionshauſe
1 Bleichſtraße 1
finden Sie jeden Tag nur gute, beſſere neue und gebrauchte Möbel,
als Schlafzimmer, Wohnzimmer, Salons, komplette Küchen,
ſowie einen großen Kaſſenſchrank.
Betten (vollſtändig) Bücherſchränke,
Einzelne Möbel: Vertikos, Büſetts, Auszieh=,
Herren=
zimmer= und andere Tiſche, Klubſeſſel, Diwan, Chaiſelongues, Sofa,
Diwan mit Umbau, Schreibtiſche, Backenſeſſel, Goldſpiegel, Stühle
aller Art, Teppiche, Bilder, 1 Fahrrad, Nippſachen, Regulator=Uhren
(*11418
u. v. Ungenannte.
Schränke, Truhen, Pulte, engl. Kaſten=
Antike Möbel: uhr, Porzellan, Oelgemälde u. a. m.
zu niedrigen Taxpreiſen.
Johannes Krummeck,
Auktionator und Taxator.
NB. Es lohnt ſich, mein neues Auktionshaus zu beachten.
Heute
Samstat
erhält jeder Kunde beim Einkauf von 1 Pfd. „Mello”
allerfeinſte Pflanzen=Butter=Margarine
ein Pfund beſten Würfelzucker
ratis!
„Mello” iſt genau wie Natur-Butter
zu verwenden und koſtet per Pfund 90 Pfennig.
kriſche Eier
10 Stück 58, 63 und 68 Pfg.
10 Stück 78 Pfg.
Große Koch=Eier
Friſche große Sied=Eier 10 St. 88 Pfg.
Garantiert reinſchmeckende feinſte Trink=Fier
— (friſcheſte Eier) billigſt.
Lieferung von 25 Eiern an frei ins Haus.
Darm-
Stüdiel Eiergrobnander
Math. Rosenstock
Ludwigſtr. 18, Karlſtr. 102 u. Kaupſtr. 42 (Riegerpl.)
(2391;
Telefon 490 und 602.
Betanntmachung.
Samstag, 7. Dezember 1. Js.,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die dem Gärtner Hermann
Geyer II. zu Eberſtadt, im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 246 31 Hofreite
Schloßgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K7912
Darmſtadt, 23. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V22288
Kleinhandlung
Kohlen, Briketts, Holz, gangbar,
ſucht Lieſeranten.
(*11355
Offerten unter F 91 a. d. Exp.
dieſes Blattes.
Geee e
I lteilung 2, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 25. Oktober 1912.
Gelöſcht die Firma:
Anton Gehring, vorm.
Heinrich Merz, Darmſtadt.
Am 30. Oktober 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Eduard Roether,
Darm=
ſtadt.
Geſchäft und Firma ſind auf
die Witwe des
Buchdruckereibe=
ſitzers Karl Eduard Roether,
Minna Bertha, geb. Gerwig, in
Darmſtadt, und Kind: Gerhard
Otto Rudolf Roether daſelbſt,
ge=
boren am 9 Februar 1300,
wäh=
rend ſeiner Minderjährigkeit durch
ſeine vorgenannte Mutter geſetzlich
vertreten, übergegangen (2322)
Darmſtadt, 5. November 1912.,
Großh. Amtsgericht Darmſtadt L.
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 13.
Spezial-Angebot
in
Damen-Konfektion
:: in denkbar größter Auswahl ——.
Neu eingerUnen und außerordentlicher Preiswürdigkeit.
aus aparten Diagonal-, Flausch- oder
englischartigen Stoffen . . . . . . 9.75 16.50 24.- 32.— Jacken-Kostüme aus vorzüglichen Stoffen englischer Art,
sowie blauen und schwarzen Kammgarn-
stoffen in bekannt guter Verarbeitung 17.50 26.- 34.− 42.− Samt-Mäntel u. Paletots aus soliden seidenen, halbseidenen und
baumwoll. Samten, in aparten Formen,
ganz gefüttert . . . . . . . . 29.50 38.− 49.− 88.− Schwarze Tuch-Paletots Zur Verarbeitung meiner Tuch-Paletots
gelangen nur solide, tiefschwarze Tuche,
darunter die besten Aachener Qualitäten 18.50 27.50 36.— 48.− Kleider-Röcke aus guten Stoffen englischer Art und
blauen und schwarzen Kammgarnstoffen 250 4.50 6.90 9.75 Blusen in Tüll, Spachtel, Seide, Samt, Voile,
Popeline, Wollbattist etc. . . . . . 2.95 5.75 7.50 1250
Kinder-Konfektion in größter Auswahl zu bekannt billigen Preisen.
in besonders
Ball= und Tanzstunden=Kleider
schöner Auswahl.
Besichtigen Sie mein Spezial-Ball-Fenster Ludwigstraße.
KäuFHaus
Rabattmarken.
Darmstadt
Ludwrigstr. 2, Ecke Kirchstrasse.
(23269
Rabattmarken.
Weber’sche Augenklinik Darmstadt
:: Frankfurterstrasse 42 —.
(im Jahre 1911 vollständig renoviert und neu eingerichtet)
Sprechstunden: Werktags von 10—12½ u. 2—4 Uhr
(auch für Mitglieder der Krankenkassen),
Augenarzt Dr. med. Ollendorff,
leitender Arzt der Klinik,
ord. Arzt der Augenabteilung des Diakonissenhausee
(23191a
„Elieabethenstift‟.
Günstige
Gelegenheit
*11358)
Brillanten
3 Brillantringe mit echt. Smaragd
à Mk. 200, 225, 250; Brillantring
mit echter Perle Mk. 125 3
Bril=
lantringe mit Saphir à Mk. 70, 100,
120: Brillantbroche mit 2 echten
Perlen Mk. 95; Brillant=Collier
mit 9 Brillanten Mk. 185; 2 maſſiv
filberne Brotkörbe, 300 geſt. Mk. 120,
2 goldene Damen=Ketten, 585 geſt.,
à Mk. 95, 70; goldene Cavalier=
Ketten, 585 geſt., das Gramm
Mk. 2.70; goldnes Armband mit
2 Brillanten Mk. 85; echt ſilberne
Löffeln u. Gabeln, das Gramm v.
8 Pfg. an. Stets
Gelegen-
heitskäufe am Lager bei
A. Kurtz,
Pädagogstr. 2. Tel. 1202.
e
Sofa12 Mk. ooal. Liſch pol. pl Rockſ Fautd alte Zahngeb. v. Zahn 30 Pf.
bill. Heidelbergerstr. 110, p. (Bassss G. Best, Ludwigshöhstr. 60, I. (22907a
Lebkuchen
von heute ab täglich friſch
in bekannt vorzüglicher Güte
Georg Delp,
Bäckermeiſter
Schloßgaſſe 22. (23231soi
Mehrere neue Chalſelongues
(*11434
binie Mälrſtr..
Selische
e e ter
Garantien
in den
meiſten
Schmerzioses Zähnzienen
Fällen.
Man höre das Urteil der behandelten Zahnkranke.
Billige Preiſe.
Verſuche und urtele ſelbſt.
Zahnpraxis L. Scharfscheer
Pohl’s Nachf.
Frust-ludwigstr. 5
Gegründet 1887 —
*(12
Sprechſtunden von 8—7 Uhr. Sonntags von 9—2 Uhr.
Fabrikant
Gutenberg’s Salmiak-Terpentin-Gallseife, w. Autenbers,
Darmstadt, ist besser u. billiger wie Seifen pulver u. allesonstigen
Waschmittel, da reine Seife ohne jeglichen Sodezusatz. Kein Auf-
Springen der Hände. — Blendend weisse Wäsche ohne Bleiche,
ver-
züglich für wollene u. bunte Stoffe. Kinder- u. Krankenwäsche
sollte nur mit dieser außerordentlich desinfizierenden Seife behandelt
werden. Man verlange ausdrückl. Pakete mit Schutzmarke„
Guten-
berg‟. Preis pro Paket 40 und 20 Pf., überall käuflich. (18173a
SähAes
Nr. 2r. ur.
aus frenzösischen Weinen
Hervarragendes Erzeugniss der Cognächrennerei.
LANbAUER & MAchekt,
HEilEReRN.
our acht ait der Hammar-Schutzmarke. Oberall erhältncb
Städt. FleiſchB
aan
Aeue Markthalle im Schlachthof
und im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
alle Wochentage von vormittags 7 Uhr an
Rindfleiſch (alle Stücke p.) Pfund 82 Pfg.
Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke
per Pfund 90 Pfg.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265,
Aoae
nseres
162
Sroben bilngenHsvenververkau
Sie haben noch Gelegenheit
von diesem
fabelhaft billigen Angebot
ausgiebigen Gebrauch zu machen
Kanarien,
gute Vorſänger, Stamm Seifert.
Lederhandlung
20607a) Gg. Wedel, Schusterg. 7.-
Doppelpon
(12jährig)
pr. im Zug u. Acker, ſteht
preis=
wert zu verkaufen (23179sm
Griesheim b. D., Sandaaſſe 64.
Sahos
— Extra=Ausleſe — (19285a
als Stärkungswein für Kinder u.
Kranke ärztlich empfohl., empfiehlt
per Flaſche ohne Glas Mk. 1.—
G. Roth, Dieburgerſtr. 9.
Brot aus erſter Hand!
Prima Bauernbrot 5 Pfd. 62 Pf.,
4 Pfd. 50 Pf., aus dem Mühltal.
Beſtellungen erbeten unt. E49 an
(*11437
die Exp. d. Bl.
mit Haſpel
Schönes Spinnrad zuverkauf.,
paſſend als Weihnachtsgeſchenk.
Wo? ſagt die Exv. (*11336
Damenmänkel und
Knaben=
überzieher zu verkaufen Alice-
(*11408
straße 17, 2. Stock.
ſus einer Sammlung werd. eine
(22468a
A größere Anzahl
altertüml. Gegenstände
(Möbel, Bilder, Porzellan u. ſ. w.)
bill. abgeg. Heinheimerſtr. 25, I.
ühnerzugen
und Nageloperationen
werden ſorgfält. ausgeführt
Fr. Hartmann, appr. Heilgeh.,
Grafenſtr. 20, Tel. 273. (14215a
Schirmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen ver
ſofort, billig und gut.. (20362a.
züte w. ſchick u. ſ. garn., alt. Sach.
w. verw., Stola u. Rüſch. fert.
b. a. Ludwigspl. 8, Vh. III. (22940a
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt.
Heinheimerſtr. 20, 3. Stock. (827a
Fraut wird eingeſchnitten in
jedem Quantum (*11431sid
Zimmer, Wendelſtadtſtr. 49.
du verkauf.: 2 Betten m. Inh.,
1 Kleiderſchr., 1 pol. Kommode,
2 Sofas, 1 Anrichte, 1 Tiſch (J,
2 Stühle Liebfrauenſtr. 74, p. (*11422
6 junge Hühner
rebhuhnfarbige, zu kaufen geſucht.
Off. unter F 81 Exp. (*11341soi
Wie ich eine
chicke Frau wurde?
Dadurch, dass ich meine
überall bewundert. Kleider
nur nach d. entzückenden
Favorit-Moden-Album,
Preis nur 60 Pf., wählte u.
nach den vorzügl.
Favorit-
schnittenleicht u. preiswert
selbst schneiderte. Favorit-
Mstr. sind einzig.
Hundert-
tausende benutz. nur diese.
Die Verbraucher erh. 1912
wertv. Jub.-Gaben. Präm.-
Liste gratis d. alle Agent.
* Ferner empfohlen: a.
Jugend-Moden-Album 60 Pf.
Favorlt-Handarbelts-Album 60 Pf.
Verlag: Internat.
Schnitt-
manufaktur Dresden-N. 8.
Empfehle mich im Liefern von
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle
Bedienung
(20715a
Peter Karn,
Friedhof=Allee. Telephon 1396
Wohmma.: Djedrichſtraße 11.
Arthur Sittig, Louisenplatz 4.
Wegzugshalber
billig zu verkaufen:
gr. ſtark. Arbeitstiſche; kl. Theke;
80 cm tief. Schrank, Holzbettſtelle.
Kl. Gasarme, Glaslyras, elektr.
Pendel, ſehr billig.
Gr. Trumeauſpiegel, Großh. Büſte.
Hausfahne, kl. Spiegel, Türſchließ.,
Radſtänd., Einmachgl., Fenſtertritt.
Für Weihnacht: 2 vollſt.
ein=
ger. Puppenküch. 1 P.=Klderſchr.,
1 Krokettſpiel (neu). Zu beſ.
(B23303
10—1 u. 4—7 Uhr.
VillaDaheim, Schießhausſtr. 130.
Liſ. Kinderbettſt. (weiß) u. hölz., faſt
neu, m. Matratze, bill. abzugeb.
Näh. in der Expedition. (*11401
Schönes (23038ms
Eichenholz
in 35mm, 40 mm, 45 mm, 50 mm
und 60 mm eingeſchnitten,
Durch=
meſſer 30 bis 50 cm, per cbm zu
120.− Mark abzugeben
Holz=
ſhandlung Adam Krug. Eberstadt.
E. Adler
uur Mauerſtr. 20 (*11411sms
für Pferde= und
streu Hühnerſtälle, für
Gärtnereien als
Tolfmull Gartendung uſw.
offeriert i. Ztr.=Ballen bill. fr. Haus.
Mäe
ſonſt. Zeichenmaterial zu kauf. geſ.
Off. m. Pr. u. Postlagerk. 58. (*11234
Hoeben gelangte zur Ausgabe:
November=Heft 1912
Gut erhaltenes Puppenbett
mit Bettzeug u. Puppe zu kaufen
geſucht. Offert. mit Preis erbeten
unt. P 73 an die Exped. (*11326
Achtung!
Kaufe gebr. Flaſchen, zahle per
Stück 3½ Pf.
(*11405soi
S. Pazenowsky, Holzſtr. 24.
Poſtkarte genügt.
altes Gold, Platin,
Brillauten, Silber, ſowie
Pfandſcheine nur auf obige
Gegen=
ſtände kauft Juwelengeschäft Kurtz,
Pädagogſtr. 2, Tel. 1202. (23261a
ebrauchte Gaslüſter zu kaufen
geſucht. Offert. m. Preisang.
B.80 an die Exped. (*11333
Heſſiſchen Chronik
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl
Inhalt: Biliothekdirektor Profeſſor Dr. Hugo Brunner:
Orangerie=
ſchloß und Marmorbad in der Karlsaue bei Kaſſel. I. Das
Orangerie=
ſchloß. — Profeſſor Dr. Auguſt Roeschen: Der oberheſſiſche Genremaler
C. Engel. — Paul Theodor Falck: Der Mainzer Komponiſt und Dichter
Paul Schumacher. — Oberlehrer Otto Praetorius: Scriba=Katz’ſche
Ahnentafel. — Dr. Albert Mannheimer: Wimpfen; Ein Beitrag zur
Ortsnamenkunde. — Dr. Hermann Bräuning=Oktavio: Das Thomaeſche
Familienbuch. — Stadtpfarrer D. Dr. Wilhelm Diehl: Lichtenberg und
Lichtenberger. — Oberlehrer Dr. Wilhelm Martin Becker: Nochmals:
Schweizer im Odenwald. — Bücherſchau. — Aus Zeitſchriften. — Umfragen.
Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte:
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.
Man abonniert bei dem Verlag der „Heſſiſchen Chronik‟
(L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt) und allen
(23082dfs
Buchhandlungen.
Aehfere Raume!
die ſich für Unterrichtszwecke eignen, für ſofort oder
ſpäter zu mieten geſucht. Offerten unter E 89 an
die Expedition d. Bl. erbeten.
(22955ms
Patent=Schlafdiwan, 1 Chaiſe=
. longue und 1 Sofa mit zwei
gleichen Seſſeln, alles noch faſt neu.
ſind billig zu verkaufen
Kaſino=
ſtraße 21. 1. St.
(*11360sm
billig
Wegen Platzmangel
abzu=
gebeu: vorzügl., kaum gebrauchte
Waſchmaſchine u. gebr.
Petroleum=
ofen Beckſtraße 89, p. (23296sm
Neu-Auslagen in sämtlichen Abteilungen.
Manzer Warenhaue
Markt 7
Markt 7
Guggenheim & Marx
(23318
[ ← ][ ][ → ] Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 15.
inliene ailtmut .
2. 3 u. 4 Seitenteil.
Damen-Zuschneide
Institut
Prämiiert mit Ehrendiplom f
sehr gute Leistung.
Erstkl. Ausbildung für den Beru
als:
(8478a
Directricen, Zuschneiderinnen,
Arbeitslehrerinnen, sowie
privat schneidernde Damen.
Neue Kurse boginnen jed. Montag
A. & J. Schlegel
Lnisenstr. 10. Tel. 2173.
Nach langjähriger Tätigkeit als Assistent Sr. Exzellenz
des Herrn Wirkl. Geheimrat Prof. Dr. Czerny in
Heidel-
berg habe ich mich als
Spezialarzt für Chirurgie
in Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstrasse 83
niedergelassen und gleichzeitig ein Institut für
Röntgen-, Radium-, Eiektro- und Chemotherapie
der Geschwülste eröffnet.
Sprechstunde: Wochentags von 11 bis 1 Uhr.
Telephon II, 33.
Dr. med. Albert Caan,
bisher I. Assistenzarzt am Samariterhaus in
Heidelberg.
(22652H
in der „Ernst-Luawig-Rellanstan
(Dr. Lossen’s Klinik)
ist ein Radiumemanatorium
eröffnet worden.
Inhalationszeit: 10—12 Vorm.
4—6 Nachm.
(15727a
an Wochentagen. Sonntags nur Vormittags.
Günstig beeinflusst werden:
Gicht in allen Formen, chronischer
Rheuma-
tismus der Muskein u. Gelenke, Zuckerkrankheit,
Störungen des Stoffwechsels, Blutkrankheiten,
owie eine Reihe von Haut- und Nervenleiden.
wirkt Zahns Rheumatismus-Salbe, Ob.-Ingelheim a. Rh.
Zu haben i. d. Apotheken per Dose 1.20 u. 1.75 Mk.
Inh.: Ung. Vaseline 68,5, Cera Flav 10,6, Tannin
(22351a
7,4, ol Tereb 12,0. camphor 3,5.
Kaufgeſuch.
Herrſchaftliche Beſitzung
in Darmſtadt ſuche ich für hochſtehenden
Auftrag=
geber zu kaufen. Das Haus muß zum
Alleinbewoh=
nen eingerichtet ſein, mindeſtens fünfzehn Wohnräume
enthalten und in gutem Zuſtande ſein. Größerer
Garten erwünſcht. Uebernahme könnte ſofort oder
auch per 1. April 1913 erfolgen. Barauszahlung.
Offerten an den Beauftragten:
(*11413so
Großh. Geometer I. Kl.
Gg. Kell, Immobilien-Hypotheken.
Darmſtadt, Rheinſtraße 47.
Telephon 2070.
Johannes Schäfer
Schreinermeister Tel. 1694 Gardistenstr. 6.
empfiehlt sein
Beerdigungs-Geschäft
bei vorkommenden Sterbefällen von der einfachsten bis zur
vor-
nehmsten Ausführung.
(930a
u den reirenee SZe
können die nur in obiger Faeſtung bekommen.
Alleiniger Fabrikant auch der
so bellebten Schuheréme „Higrin‟
Carl Gentner, Fabrik chem.-kechn. Prod., Göppingen.
23740
Das narürlichſte aus der friſchen Brenneſel,
all=
bewährte, immer gefragte Haarwaſſer bei
Schuppen, Haarausfall, Kahlköpfigkeit, Dünnhaar
iſt Wendelſteiner Häusner’s Brennessel-Spiritus
Flaſche à M. 1.—, 2.— und 3.— (V19404
Marke „Wendelſteiner Kircherl” in die Flaſche
ein=
geprägt. Wendelſteiner Kräuter=C Eme à M. —.50
u. 1.—, beſtes Hautpflegemittel bei Aufſpringen und
Sprödewerden. In Apothek n, Drogerien u. Parfümerien.
Central-, Bismarck-,Martins-, Merkur-Drog.,
Germanig, Viktoria-, Bavaria-, Minerva-Drog.
vvenheimer &C0.
Schulstrasse 2 — Ainterhaus.
Wer verkauft
Wohn-Geschäftshaus
od. ſonſt. Liegenſchaft. Angeb. unt.
F. D. A. 5498 a. Rud. Mosse, Mainz. (28241m
5 fache Sicherh. u. hoh.
Mk. 300.- Zinſ. v. Selbſtg. a. ½ J.
z. leih. geſ. Off. u. F90 Erv. (*11357
geſucht. Herr oder
Teilhaber Dame m. 3—4000 Mk.
Geſchäft ausdehnungsfähia. Keine
Kenntniſſe erforderlich. Off. unt.
F 84 an die Exp. d. Bl. (*11353
Tüchtiger Kaufmann
ſucht ſich an rentablen Geſchäft mit
einigen Tauſend Mark zu beteiligen,
übernimmt event. auch Filiale. Off
unter & 6 an die Exped. (23352
Tüchtige Wirtslente
für Lokal Mitte der Altſtadt
als auch nach Beſſungen (B23131
per ſofort
von Großbrauerei geſucht. Anerb.
unter F 57 an die Exp. ds. Bl.
Auswärtige s
Grossbrauerei
mit la hellen und dunklen
Export=
bieren ſucht für Darmſtadt u.
Um=
gebung Wirte ſowie
Flaſchen=
bierhändler zur Belieferung. Off.
unter F 83 an die Exp. (23245soi
Wirtſchaft od.
Gaſthof=
zu kaufen geſucht. Platz egal.
Hohe Anzahl. Off. unter K 5 an
Daube & Co, Frankfurt a. M. (232370
Mrier
Das herrschaftliche
Anwesen
des verſtorb. Herrn
Oberlandes=
gerichtsrats Heß,
Heidelberger-
str. 63, in bevorzugt., ſchöner Lage,
beſteh. aus ein. 2½ ſtöck., maſſiven
5=Zimmerhaus m. Zub., ſow.
Vor=
uſſchönem Hintergarten, auch zum
Alleinbewohnen geeignet, iſt
erb=
teilungshalber zu verkauf.
Beſich=
tigung gerne geſtattet. Näh. Ausk.
erteilt Teſtamentsvollſtrecker
Rech=
nungsrat trarch, Sade str. 1 8. (23197a
Mittags vor
Uhr geschlossen.
Günstige Gelegenheit für Wiederverkäufer für billigen Einkauf.
Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dass wir
eine spezielle Abteilung für Detailverkauf unserer Fabrikate
eingerichtet haben und bringen wir alle Arten Herren- und
Knabenbekleidung zu den billigsten Preisen zum
Verkauf:
Elegante Herren- und Knaben-Anzüge, Jünglings-Anzüge,
Sportanzüge, Gehrock-Anzüge und einzelne Gehröcke,
Ueber-
zieher und Ulster, Pyjacks, Sonntags- und Werktagshosen,
Knabenhosen, Knaben-Blusen, Sommer- und Winterjoppen in allen
Grössen, Berufskleidung aller Art etc.
(23052ds
Der Verkauf der Restbestände unseres Detailwarenlagers findet
nun-
nehr in unserem Fabriklokal: Schulstr. 2, Hinterhaus, statt.
Die Waren werden
zu jedem annehmbaren Preis
abgegeben. — Es sind noch in reicher Auswahl vorrätig:
Kleiderstoffe in einfarb. u. gemust., Bettzeuge,
Baum-
wollflanelle für Röcke, Jacken, Hemden u. Kleider, Schürzenstoffe
u. fert. Schürzen all. Art, Trikotagen, Kinderkleider, Vorhangstoffe,
gestrickte Westen und Unterhosen, Handtuchzeuge,
Kleider-
kattune und diverse sonstige Manufaktur- und Weisswaren.
Buckskinstoffe für Herren- und Knaben-Anzüge, für
Damenkostüme und-Röcke etc.
Wollene Jacdüard-Decken
einfarbig graue Decken.
Kamelhaar-
Stepp- u. Reisedecken
in bekannt guten Qualitäten
volle Grösse, in der Preislage
von Mk. 6.25 anfangend
empfehlen
als „Spezialität‟
Tleyl & onn, Darmstadt
Ludwigsstrasse 6.
Schwarz-weisse Rabattmarken.
(23284
HerfUn
welche moderne, solide, wirklich
vornehme Garderobe wahrhaft
billig kaufen möchten, erreichen
dies sicher und überzeugend
durch meine Konfektion
Frhorf
(22275a)
Grafenstr.
Nr. 23½
Telephon 1949.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
in den Abteilungen
von Samstag, den 9., bis einschließlich Samstag, den 16. November.
Herren-Normal-Unterjack.
Extra billig!
Herren-Normalhemden
Ia Qualität, alle Grössen
2.20, 1.80,
Herren-Normalhemden
Wolle gemischt, schwere Ware
3.65, 3.15,
Damen-Normalhemden
alle Grössen, auch extra weit, mit
¼ u. ½ Aerm., wollgem. 3.80, 3.35,
Damen-Untertaillen
normal und geflockt, alle Grössen
1.95, 1.45, 1.20,
Normal-Kinderjacken
für das Alter von 3 bis 14 Jahren
1.45, 1.25,
Herren-Westen
95
Normal-Eins.-Hemden
mit waschecht., hübschem Einsatz,
schwere Ware . . . 2.85, 2.40,
in allen Grössen, 2reihig, beste
haltbare Qualität . . . . 3.60,
Gelegenheitskauf!
Ein Posten
geflockte Herren-Unterhosen 165
in grau und beige, schwere Ware
2.20, 1.90,
Ein
Posten Herren-Normalhosen 150
solide Qualitäten, alle Grössen
2.65, 2.25, 1.95,
Ein Posten.
180
braungestrickte Herrenhosen
altbewährte gute Qualitäten
2.35, 2.10,
Kinder-Kostüme (Leib u. Seel)
in normal und geflockt, schwere Ware
100
90
Grösse 60 70 . 80
volle Grösse, nur schwere Qualit.
1.50, 1.25, 38 ₰
Damen-Normaljacken
auch extra weit, wollgemischt,
. . 2.25, 1.75,
½ Aermel
Extra billig!
1.00 1.20 1.30 1.40 1.50 Lungenschützer
osten Strum
Ein
Posten Damen-Futterhosen
auch extra weit, schwere Ware
2.50. 2.15,
Ein
Posten Normal-Mädchenhos. 1 10
geschlossen, nur gute Ware
1,60. 1.35,
in normal u. gestrickt
Damen-Leibbinden 1.50, 1.10
Kniewärmer
1.45, 1.25, 1.10
1.15
Besonders billig!
Damenstrümpfe
Wolle plattiert, schwarz und braun
Grösse 9
10
11
12.
85 ₰ 1.00 1.15 1.30
reine Wolle, extra lang
1.20 1.35 1.50
1.65
Kinderstrümpfe reine Wolle
in schwarz und lederbraun
Grösse 0
Preis 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 ₰
farb. Erstlingsstrümpfe
in grau und beige
3
Grösse 0
40 45 50 55 60 ₰
Preis 36
Auffallend billig!
Herren-Socken
Wolle, prima Qualität
85, 65₰
Beinlängen
reine Wolle, engl. lang.
. 85,
Damen-Handschuhe
gestrickt, in weiss und farbig,
85, 70,
für
Trikot-Handschuhe pamen
in schwarz und farbig,
1.25, 95,
Herren-Handschuhe
gestrickt, schwarz, weiss u. farbig,
1.25. 35₰
Solange Vorrat:
Herren-Krimmerhandschuhe
in allen Grössen . . . 2.30, 1.90,
Ein Posten prima Strickwolle
in schwarz und farbig,
Preis nur bis einschliesslich ietzt Strang 1.45,
16. November
Pfund
(23246
[ ← ][ ][ → ]Vertreter
Schuenardstrasse 5
Tolephon (12s.
Kognak
Arrak-Rum
feinste deutsche und
ausländische Marken
in größter Auswahl bei
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Ecke Schul= u. Kirchſtr.
und Wilhelminenſtr. 11.
Schwarz-weiße Rabattmarken.
(21254a)
Eichene Diplomaten
mit englischen Zügen
Größere Partie zu Mk. 85.—
pro Stück abzugeben.
Georg Schmitt
Schlossgraben 13a.
des Lobes, wenn Sie einen Verſuch mit
Apo=
theſer Ehrecke’s Lebertran gemacht haben;
jetzt iſt es Zeit zur Kur für Kinder und
Er=
wachſene. Flaſche 30, 50, 85 Pfg. (21805a
Pankratius=
Martinsdrogerie, strasse 41.
Krawatten-Fabrik
P. H. Preyers jor.
St. Tönis-Krefeld 69.
Billige Preise. (21257M
Stoffmuster und Prei liste kostenfrei.
Achtung!
Achtung!
Hammelfleisch
per Pfund 60 und 70 Pfg.
Spezialität: Prima gerollten Hammelsnierenbraten.
Julius Strauss
Ochsen-, Kalbs- und Hammelsmetzgerei
Teleton 1230.
(23174) Holzstrasse 10.
rima
Adler-Auto
neu, 7/17 PS, Sporttype,
reich=
haltig ausgeſtattet, ſofort
preiswert lieferbar. (22909a
Hoflieferant
Ober,
Karlsstrasse 30.
ständig frischer Vorrat
empfehlen
Gg. Wilh. Weidig Nachf.
Oskar u. Ernst Matzelt
Telefon 233. Hoflieferanten. Schulstr. 4.
Spezialgeschäft für alle Delikatessen,
3152a
Konserven, Südfrüchte.
Armband-Uhren
Neuheiten in reicher Auswahl
in Stahl, Silber, Tula und Gold
von 12 bis 200 Mark und höher.
Hofuhrmacher
E Sorhe Ernst-Ludwigstr. 25
Beachten Sie bitte meine Schaufenster.
(29342a
Mererſche erente Srertetet
Herrlichſte Haarwellen
in 5 Min. mit der geſch. Haarweller=Preſſe „Rapid‟.
ſoforiger Erfolg und ſicherſte Schonung der Haake ga
rantiert. Leichteſte Handhabung. Tonpieren und
Haar=
erſatz nicht nötig. Dünnſtes Haar erſcheint voll und
üppig. Preis Mk. 4.— gegen Nachnahme. Geld zurück,
(22240a
wenn erfolglos.
Versandstelle „Rapid‟ Frankfurt a. M., Hermesweg 26, II.
Micht nur der Preis,
vielmehr die Qualität ist ausschlaggebend!
Winter-Artikel
mit Deckel, fein
Kohlenkasten bemalt, v. 4.75 bis 1.95
Kohlenkasten jack., von 2.25
95 ₰
Kohlenfüller
m 1.75 bis 95 ₰
Kohleneimer
1.25
Kohlenschaufeln . von 95 bis 10 ₰
Stocheisen
von 45 bis 18 ₰
Verdampfschalen von 245 bis 95 ₰
Wärmflaschen . von 5.50 bis 95 ₰
Schirmständer
95 ₰
Küchenlampen
24₰
Stehlampen
21.75 bis 95 ₰
Hängelampen
von 2850 bis 2.95
Wärmkrüge
45 ₰
Grosse
Lampen-Ausstellung
Garantie für tadelloses Brennen.
Petroleum-Gasbrenner
auf jede Lampe passend ohne Glühstrumpf,
Stenertrei 3,00 Mk.
Obsthorden
95
Telephon 1804
Stioldeisennamnn
achf. Ludwigstr. 10.
[ ← ][ ][ → ]Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Moderne
Arpter bratetdte
Jeder deutschen
Schreibmaschine
überlegen ist die
Bozener Mäntel,
Pelerinen und
Anzüge
von den einfachſten bis zu den
hoch=
feinſten finden Sie in enormer
Aus=
wahl zu außergewöhnlich billigen
Preiſen im
Konfektions=Raus
euster
ilhelm
1
marktſtraße 2 Darmſtadt marktſtraße 2
Wegen Umbau und
Erweiterung meiner
Verkaufsräume
10-20 Prozent.
Preisermäßigung.
Die ermäßigten Preiſe ſind an jedem Stück mit
Blauſtift unter den ſeitherigen deutlich
aus=
gezeichnet.
Fabrikat der Wanderer-Werke, Chemnitz.
Grand Prix: San Remo 1908
Grand Prix: Genua 1908
Grand Prix: Brüssel 1910 (20711a
Verlangen Sie vor Kauf eine Maschine zur Probe.
Grafenstr.
J. Donges & wiest —26.-
Satilerei H. Buchhammer
Telefon 1214 Elisabethenstr. 44 Telefon 1214
empfiehlt
(22274a
Pferdeteppiche
Lederdecken
(22694a
Grosser
leischabschlag
Hammelfleisch 60 u. 70 Pf.
Ecke Ober- und Schloss=
Geoigsipplergasse Telephon 929.
Ochsen=, Kalbs= und Hammels-Metzgerei.
Keine Stahlspähne mehr,
daher müheloses und staubfreles
Arbeiten.
Das
277. Beste auf dem
Gebiete von Parkett-
D.RM
reinigungsmitteln. Am
hiesigen Platze bereits vorzügl. eingeführt.
Verblüffender Erfolg. Splegelblanke Böden.
(6346f
Zu haben in Darmstadt bei:
Anton Fischer, Materialwaren, Frankfurterstrasse 12—14.
F. W. Pfersdorff, Hof-Optiker, nur Luisenplatz 4,
empfiehlt in grosser Auswahl: Moderne Finger-Pince-nez,
Brillen u. Pince-nez, mit u. ohne Rand, in Gold, Doublé Schild‟
patt, Celluloid, Nickel u. Stahl. Spezialität: Brillen u. Pince-nez
nech ärztlicher Vorschrift. Kombinierte Zylindergläser innerhalb
einiger Stunden. Ferner Prismen-Gläser von 65 Mk. an, Feld- u.
Jagdgläser von 9 Mk. an, Overngläser von 6.50 Mk. an, Barometer
mit Thermometer von 6.50 Mk. an, Hygrometer von 3.20 Mk. an,
Barometer mit Hygrom. v. 15.50 an. Ferner alle in das optische Fach
schligende Artikel in größt. Answahl zu den billig. Preisen. (20241a
TBobo-StAofEh-Kirt
E klebt, leimt, kittet Alles!
Tabakspfeifen
aller Art und Preislagen
nur erſtklaſſige Fabrikate.
Sämtl. Erſatzteile u. Rauchartikel
Pfeifen=Spezialiſt
Fr. Marguth, Darmstadt,
Ecke Große Ochſengaſſe
Filiale: Marktſtr. 3. (22114a
Solange Vorrat reicht,
offerieren:
Hexe Dampf-
Waschmaschinen
ſtatt 28 Mk. — zu 15 Mk.
Garantie für jedes Stück.
J. Donges & Wiest
Grafenſtraße 26 und
Eliſabethenſtr. 25½. (20686a
2 Oelgemälde
(Stilleben), ſowie div. einfache
Möbel, Bett, Waſchtiſch,
Nacht=
tiſch, eintürig. Kleiderſchrank,
Tiſch, Stühle, Küchenmöbel,
Gartenbank u. Stuhl,
Balkon=
käſten, Schubkarren u. 1
Kon-
zert-Zither wegen Wegzug bill.
(23020ms
zu verkaufen
Paul Wolf & Co., G. m. b. II.
Rheinſtraße 51.
1 Hausuhr
(Pferdemarktgewinn) billig abzug.
Anzuſehen Karlſtr. 29. (23014a
tut erhaltenes Klavier zu ver=
Gkaufen, Preis 220 Mk. Ger=
(22763a
vinusſtraße 62.
für Ainder bird
in=
folge ſeines milden
Geſchmacks gerne
genommen.
Kraft=Emulſion
Markte Dorſchlopf
Scotts Emulsion
in Packung
zu Mk. 1.-, 2.- u. 3. (22839a
ADLER-
D ROGEBIE
Frankfurterſtr. 12114.
in allen Preislagen.
Sämtliche Artikel
Empfehle mich zur Ausführnng von
Umzügen
mittelſt ganz neuer Patent=Möbelwagen und unter
vollſtändiger Garantie zu nachſtehenden Preiſen:
Stadttransporte:
Zweizimmer=Wohnung Mk. 12
Dreizimmer=Wohnung Mk. 15
Vierzimmer=Wohnung Mk. 20 ₰ (22014a
Fünfzimmer=Wohnung Mk. 25
Landſtraßentransporte:
2—3 Zimmerwohnung (bezw. 5 m Wagen) pro
Wegſtunde Mk. 7; 3—4 Zimmerwohnung (bezw.
6 m Wagen) pro Wegſtunde Mk. 8; größere
Transporte nach Vereinbarung.
Möbeltrans=
Eiberf Vogf vortgeschäft
Gutenbergſtraße 37. — Telephon 2050.
Kiefern=Brennholz
5
prima trocken, 15 cm lang geſchnitten
per Zentner Mk. 1.40
frei Keller inkl. Oktroi
Karl Schimmer,
(20596a
Heinheimerstr. 76
Telefon 212. —
Ziehung den 23.und 25. Navember 1912
annstädter
EidLetterie
3333 Gewinne zus. Mark:
o0C
20000
5000
Porto u. Liste 25Pfg.
Moskaiiik. versendet
Lofferiebankümb. H Eisenach.
(dchtt
[ ← ][ ][ → ]Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 19.
uf unserer letzten Einkaufsreise haben wir bedeutende Posten Paletots unter dem
(673
regulären Wert erstanden. Wir kaufen prinzipiell nur erstklassige Fabrikate.
Hierauf gründet sich unser Ruf, dass wir zu mässigen Preisen Vorzügliches bieten.
Serie I
Serie II
Serie III
110
M110025ISC
Paletots, offen u. geschlosse-
Ulster aus besten Flausch-
Paletots, aus guten
Velour-
nes Fasson, mit
Riegelgarni-
stoffen, offen und
geschlos-
stoffen, lange Form
tur, lange Form
senes Fasson, 140 cm lang
Nur moderne, tadellose Ware, die wir jetzt erst einkauften, ist dieser Sonderveranstaltung
unterstellt. — Ausser diesen 3 Posten haben wir ca.
400 Jaletots, Alsters, Kostüme u. Kindermäntel
unter Preis gekauft, die wir zu sehr vorteilhaften Preisen zum Verkauf bringen.
Aenderungen werden sorgfältigst und kostenlos ausgeführt.
Ludwigs-
9 platz 9
FebraderSed
Ausgabe von schwarz-weissen Rabattmarken.
Ludwigs-
9 platz 9
(23221
me
solange Vorrat
Statt Mk. 39.— nur Mk. 28.−
darantie für jedes Stück.
J. Donges & Wiest
Grafenstrasse 26 u. Elisabethen-
20688a
Strasea 25½
Zu verkaufen (gebrauchte)
7 Schaukaſten,
2 Bücherſchränke,
4 Stehpulte,
1 Glastheke,
1 Bücherregal,
1 Formularſchrank. (*10895os
Näheres b. Ehrhardt & Söhne,
Feldbergſtraße 36.
Diese
Gelegen-
heit ist günstig!
(22365a
Einen Posten prima seidene und
halb-
seidene farbige
Damen-Schirme
im Preise bedeutend herabgesetzt.
Diese Schirme sind teilweise in einem meiner
Schau-
fenster mit den billigen Preisen ausgestellt.
J. Merziom L. Schäfer
Ernst-Ludwigstr. 14 Hoflieferant Ernst-Ludwigstr. 14.
1
Versuchen
ombella
Die nichtfettende Hautcréme!
Weltberühmt u. ärztlich empfohlen zur
Haut- u. Schönheitspflege, gegen rauhe,
rote, risbige, aufgesprungene Händel
Un=
erreicht gegen unschönen Teint, Mitesser
eto. Tube 60 u. 100 Pfg. Kombella-Seife 50 Pf.
Schnupfenereme 50 Pf. Prostereme 80 Pf
Schweissoréme 40 Pf. (21243f
Zu haben in den Apotheken und
Drogerien: Fr. Beckenhaub,
Wil-
helminenstr., G. F. Frank, Parf.,
Elisabethenstr. 9, A. Logel, Central-
Drog., C. Bley, Wilhelminenstr.,
Fr. Schaefer, Drog., Gerh. Schmitt Nchf.,
Luisenstr. 10.
Mannchen.
Roman aus Maſuren von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
*B)
Da hält ſich Plattangen mit beiden Händen den Kopf.
Mach’ mir das Leben nicht ſchwer, mein Herz trage ich
nicht auf der Zunge, ich muß jetzt alle Kräfte
zuſammen=
nehmen, um den Schlag zu überwinden, den mir Gunild
Dittmark verſetzen wird! Und ich darf ihr nicht mal böſe
ſein, ihr gutes Recht iſt es, zum Mann zu wählen, wen
ſie will.
Was weiß ine ſolche Remonte vom Leben.
Jedenfalls wird es ihr mehr behagen, in der großen
Welt zu verkehren, als eine Landwirtsfrau in Maſuren
zu werden.
Du biſt doch ein rechter Waſchlappen! Dieſem
trau=
rigen Kerl, dem Wullnow, ließe ich das hübſche Mädel
ohne Kampf noch lange nicht! Den wirſt Du doch
aus=
ſtechen, Mannchen, wenn Du auch durchaus keine
Schön=
heit biſt. — Ich will Dir was ſagen. Heute abend ſind
wir ja auch noch bei Deiner charmanten
Schwadrons=
mama eingeladen, morgen früh ſetze ich mich auf die
Bahn und werde ’n paar Tage länger in Berlin bleiben
und viel mit meinem Freunde Andreas Dittmark
zuſam=
men ſein. Mit dem Teufel müßte es zugehen, ich brächte
dem Kerl nicht Vernunft bei!
Du vergißt — ſeine Frau.
Aber auch gar nicht! Vor allen Dingen werde ich mir
von ihrem Manne ſagen laſſen, warum ſie einen Affen
an dieſem Legationsſekretär gefreſſen hat. Der alte
Söllenſtern kann, wenn’s drauf ankommt, ein=Fſilou ſein.
Ich wede unic diſ den donen eſ in de ote ſohn
und dann finde ich ſchon ’raus, wo der Haſe im Pfeffer
liegt.
Es hat wahrhaftig keinen Sinn. So gewogen wie
mir Herr von Dittmark iſt, gegen ſeine Frau kommt er
nicht auf, und Gunild läßt ſich von der Mutter
beein=
fluſſen. Nimm ſelbſt an, Du erreichteſt Dein Ziel. Was
dann, wenn die Ehe ein großes Unglück würde?
Das iſt dann Deine Sache, wie Du mit Deiner Frau
fertig wirſt. Ich ſtecke nachher einfach die Hände in die
Hoſentaſchen und ſehe zu.
Plattangen mußte lachen. Er kannte Onkelchen zu
gut, das tat er ganz beſtimmt nicht. Um des lieben
Friedens willen ließ er ihn aber bei dieſem Glauben.
Na, denn Pröſtchen, meine Herrſchaften! Hoffentlich
ſieht Sie bald ’mal unſere maſuriſche Ecke wieder!
Dort wird’s jetzt kalt — hu! Frau von Dittmark
ſchüttelte ſich.
Auch dann iſt ſie ſchön, gnädige Frau, wenn man
ſeinen dicken Pelz anzieht, und im Ofen die großen
Holz=
ſtücke kniſtern und krachen! — Ja—a, Gunildchen, wenn
dann der Förſter meldet: aus dem ruſſiſchen iſt ein Wolf
rübergewechſelt, und man zieht mit einem ordentlich
Pullchen los und kriecht durch Dorn und Strauch und
er=
wiſcht endlich den Halunken! und läßt das Fellchen fein
zurecht machen für ſein Frauchen! — Und die
Schlitten=
partien mit den flotten Pferdchen davor, holterdiepolter
über den Graben, früber aufs Eis, daß man
wohlgebor=
gen drüber hinrutſcht, als läge man in Mütterchens
Arm. Ja—a! Dabei revidiert man die Futterſtellen,
und das Bild iſt ſo vertraut, daß es keine fünfzig Schritte
ſücht weir, und man ſigt ſchde Prchtlrch ulter ear
Hirſchen aus, die im nächſten Herbſte dran glauben ſollen,
daß es noch weidgerechte Jäger in Maſuren gibt! —
An=
dreas, ankaufen ſollteſt Du Dich auf Deine alten Tage
noch in unſerer Ecke, damit Deine Jungens den Flug nach
dem heimatlichen Schlag nicht verlernen!
Aber der machte eine abwehrende Handbewegung.
Dazu bin ich zu alt, lieber Chriſtoph.
Und ich bedankte mich ſchön, meinte Frau von
Ditt=
mark lachend.
Sollenſtern machte ein ungläubiges Geſicht. Das iſt
doch nicht Ihr Ernſt, gnädige Frau! Sollten im
Früh=
jahr mal früh um vier fraus und den Birkhahn
anſprin=
gen, wenn der Südwind einſetzt, und das Eis zu krachen
beginnt. Dem ſingt der Freund Sturm ſein Liebeslied
entgegen.
Gäbe das ein Bild!
Nu, nu, ich dächte immerhin — noch ein recht
paſſab=
les! — Was meinen Sie dazu, Gunildchen?
Die ſchob die Unterlippe vor. Die Paſſionen ſind
eben verſchieden, Herr von Sollenſtern!
Wär’s denn Ihre nicht?
Nein.
Jemine, klingt das froſtig! Stellen Sie ſich mal im
fußfreien Lodenrock mit hübſchen Gamaſchen an den
Bein=
chen und ’nem grünen Hut mit dem Birkhahnſtoß drauf
auf dem Kopf vor den Spiegel, ich wette zehn Faß
Spiri=
tus — denaturiert — gegen ’nen faulen Appel, Sie
ge=
fallen ſich beſſer in dem Koſtüm, wie in größter
Ball=
toilette. Und die Bäcken werden rot werden, und die
Aeugelchen blank
Nummer 205.
Seite 20.
Wir kauften in
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
den letzten Tagen persönlich in Berlin enorme Posten
erstklassige Fabrikate, tadellos verarbeitet,
in schönen hellen und mittleren Farben,
braun, grau, blau
zu tragen.
offen und
23266)
ganz bedeutend unter Preis
und offerieren diese, soweit der Vorrat reicht,
(Marke Schwan)
in Verbindung mit dem modernen
Bleich-
mittel Seifix gibt durch einmaliges
viertel-
stündiges Kochen schneeweiße Wäsche, wie
auf dem Rasen gebleicht. Zu haben in allen
Geschäften, wo Dr. Thompson’s Seifenpulver
verkauft wird. — Machen Sie einen Versuch!
Spezialmarke
(23151fs)
hochfeine
Modernes Spezialhaus für Damen-
und Kinder-Konfektion. Tel. 2539. Lüdwigstr. 5
Glegante Jacken-Kleider
jetzt weit unter Preis!
8 Pfg.-Zigarre
einstes Aroma
3 St. 1 Mk. 100 St. 7.50
Georg
Ludwig Kriegk
gegründet 1862
Rheinstrasse 17.
August Schäfer
Inhaber des Ateliers Wolff
Ludwigsplatz 6 Fernruf 1703 Ludwigsplatz 6
Werkstätten für:
Photographie, Vergrösserung,
Malerei, Heim- und Aussen-
Aufnahmen, Gruppenbilder ——
bei billigster Berechnung —
Bestellungen von Medaillons, Schmucksachen mit Seml
oder echter Emaille in verschiedenster Ausführung
— und in allen Preislagen werden angenommen
Lager von Ständern in Holz und in echter Bronze
Sonntags geöffnet von 10—4 Uhr. (9481a
zu nachstehend außergewöhnlich
billigen Preisens
Man beachte unsere Schaufenster!
So geht es mäncherTräus gestern
noch füxnichts Andres zu haben
heute schon überzeugte
Für=
spracherin des „Harnfransk:
Ahn gichl ung der üide Selanſten icht der,
die Damen merkten die Abſicht und wurden verſtimmt.
So kam er alſo anſcheinend nicht zum Ziele.
Pro=
bieren wir’s auf eine derbere Art, ſagte er ſich.
Natürlich, für den Wullnow wär das nichts, wird ſich
ſchwerlich gern den Wind um die Ohren pfeifen laſſen,
ſieht aus, wie ’n Mutterſöhnchen das gern die Füße am
Ofen wärmt.
Wullnow iſt ein ſehr gediegener Menſch, der vorwärts
kommen wird, erwiderte Frau von Dittmark überzeug
und gereizt.
Sollenſtern ſchmunzelte. Nun konnte das
Keſſel=
treiben beginnen. Glaub’ ich gern, aber ’n richtiger Mann
iſt der doch nicht! Was ſo geſchniegelt und gebügelt
rumläuft, mit Fingernägeln ſo lang wie ’ne Zange, und
egal das verbindliche Lächeln um den Mund, iſt doch
bloß ine Puppe, die quietſcht, wenn man drauf drückt!
Das war zu viel für Frau von Dittmark, ſie ging
aus der Reſerve heraus zum Angriff über, Alles im Leben,
Herr von Sollenſtern, iſt Geſchmackſache, jeder kann den
Ihren nicht teilen, und ich und meine Tochter wären
ſicher=
lich die letzten, die Sie an Ihrer Seite finden würden. Es
gibt nicht zwei Welten, nicht fünf, ſondern tauſende, und
jeder ſoll verſuchen, ſich in der ſeinen ſo gut
zurechtzu=
finden, wie er kann.
Was meinſt Du zu der Anſicht Deiner Gattin,
An=
dreas?
Den heiten die ſohnſtn ichen, die hinder und der
über flogen, den Mut geſtärkt. Ich gehe noch weiter,
lie=
ber Chriſtoph, wie meine Frau. Jeder einzelne Menſch
muß ſich ſeine Welt zuſammenzimmern, und ins
Allep=
heiligſte läßt er nicht einmal die hinein, die ihm am
näch=
ſten ſtehen!
Auch ſeine Frau nicht? fragte Frau von Dittmark
ſpitz.
Liebe Thereſe, auch die nicht, erwiderte er mit größter
Seelenruhe.
Da hört doch alles auf!
Venſteh mich recht, unſer innerſtes Leben müſſen
wir ganz allein leben, an das darf man nicht rühren
laſ=
ſen, ſonſt bleibt man kein Charakter!
Hm — ja dochchen, brummte Sollenſtern ſehr
zufrie=
den. Nun hatte er die Stelle gefunden, an der er den
Hebel einſetzen mußte. Du willſt doch damit ſagen, lieber
Andreas, man ſoll ſich peinlich hüten, in den tiefſten
Kern eines Menſchenherzens einzudringen?
Ungefähr, Chriſtoph. Leiten ſollen wir alle die, die
uns anvertraut ſind, wir dürfen ſie aber nicht auf Wege
drängen, die ſie nur widerwillig gehen. Hält man ein
junges Pferd zu feſt an der Kandare, legt es ſich gegen
ſie und geht durch.
Oder wird verriſſen und hartmäulig.
Beides iſt vom Uebel.
Bleiben wir bei dem Bilde. Alſo loſe Hand, auch
wenn das junge Tier ſteigt und Kapriolen macht. Wenn
es nur vorwärts kommt und auf der Heerſtraße bleibt.
So meine ich.
Gunilds Blick hing an den Augen ihres Vaters,
Frau von Dittmark zerkrümelte nervös ein Brötchen.
Lieber Andreas, Du ſagteſt vorhin: wir ſollen die
Menſchen, die uns anvertraut ſind, leiten, aber ſie nicht
drängen. Nicht wahr?
Allerdings ſagte ich das, Thereſe.
Biſt Du imſtande, eine klare Grenze zu ziehen?
Mit meinem Gefühl, ja, mit Worten nicht. Von Fall
zu Fall muß man entſcheiden.
Da läßt ſich natürlich gar nichts darauf erwidern,
ſagte Frau von Dittmark leichthin.
So ſchnell gab ihr aber Sollenſtern den Weg nicht
frei. Allgemeine Richtlinien gibt es aber doch, gnädige
Frau.
Da wäre ich geſpannt.
Nun zum Beiſpiel ſoll man ſeine Kinder nicht
beein=
fluſſen, durchaus das Ziel, das ſich Elternliebe geſteckt
hat, zu erreichen. Nehmen wir an, Egbert erklärte Ihnen
eben, er habe keine Luſt mehr, Offizier zu werden — was
würden Sie tun?
Mich abſolut nicht ſträuben, wenn er eine andere
natürlich ſtandesgemäße — Laufbahn einſchlagen will.
Das wollte Ihr Herr Gemahl wohl auch vorhin
un=
gefähr ſagen. Ich möchte noch mehr Beiſpiele
an=
führen.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 21.
findet reiche Auswahl in
Kostumen, Jacketts,
man-
tein, Rocken, Kleiderstonen
einzelne Stücke, wie: Betten, Tische, Stühle, Vertikos,
Büfetts, Diwans etc., sowie komplette Zimmer- und
Wohnungs-Einrichtungen unter denkbar günstiger
Zahlungs-
erleichterung mit ganz kleiner Anzahlung und geringer Abzahlung
Kredit an Jedermann ungeachtet seiner Stellung u. seines Berufes.
Lager in allen Artikeln bedeutend vergrössert.
Seder Hert
erhält bei mir hochelegante, solide
Anzuge und Taletots,
eisters, Kinder- und
Burschen-Anzuge etc.
ar Dai
Familien-
Nähmaschinen
sind die vollkommensten!
Man kaufe nur in unseren Läden
oder durch deren Agenten. —
21798a
Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges.
Darmstadt, Ernst-Ludwigstr. 18.
Eine Broſchüre mit Anleitung zum Stepfen von Wäsche
wird gratis an Jedermann abgegeben.
Geſchalts=Aevernayme u. Empfeylung.
Mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die von meinem
verſtorbenen Manne betriebene
Parkett=Schreinerei
übernommen habe und, durch die bewährte Leitung meines Sohnes
unterſtützt, in unveränderter Weiſe weiterbetreibe. Ich bitte das
meinem verſtorbenen Manne geſchenkte Vertrauen auf mich und
meinen Sohn übertragen zu wollen. Durch langjährige Tätigkeit
meines Sohnes bei ſeinem Vater iſt er in der Lage, allen
An=
forderungen gerecht zu werden.
Hochachtungsvoll
Frau Georg Schäfer Wwe.,
Heinrich Schäfer,
Eckhardtstrasse 2.
(23255
eee
HasenRen uemschtene
kauft zu den höchſten Preiſen (22701a
Lippmann May,
Kl. Ochſengaſſe 14.
ist das gesetzlich geschützte Warenzeichen für
den „echten Steinhäger” von H. C.KöNIG
in Steinhagen in Westfalen.
Da sich unter dem Namen „Steinhäger” sehr
viel minderwertige Nachahmungen im Handel
befinden, verlange man ausdrücklich:
„Steinhäger-Urquell‟
weil man dann die Garantie hat, den wirklich
echten, vorzüglichen „Steinhäger” zu erhalten.
Vertreter:
Konrad Koch, Darmstadt
Markt 3.
(23200a
Hieſige Maſchinenfabrik
übernimmt ſämtliche Reparaturen an Maſchinen jeder Art, ſowie
Dreh=, Hobel= und Bohrarbeiten zu mäßigen Preiſen. Gefl. Anfragen
bitten zu richten unter E 65 an die Expd. ds. Blattes. (22885ims
(2176a
Speiſekartoffel, per Zentner
2 Mk. 75 Pfg.
gelbſl. Induſtrik, Kiesſtr. 13.
2ſlamm. Gas=
Wegzugshalber herd und
Schaukelbadewanne billig abzug.
*11193ds) Heidelbergerſtr. 130, p. I.
Wegen Ruumung zu verk.:
gr. Oelgemälde (Stilleben),
Hand=
webeapparat, ſtarkes Photo=
Stativ mit Neigungsvorrichtung,
kl. Malerſtativ, 3 arm. Lüſter;
ferner eine Anzahl Fenſter, dabe
ein grozes eiſernes, Holztreppe
(23949ds
und ſonſtiges
Dr. Büchner, Pfungſtadt.
Wanderer-Motorrad
neueſtes Modell, wenig gebraucht,
ſehr billig
(20685a
Grafenſtraße 26.
Eichen=Scheitholz „ 1.
Buchen=Scheitholz, 1.25
Tannen=Klötzchen 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (19932a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billige:
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei
Pallaswiesenstr. 30. — Tel. 305.
Eine wertvolle Bibliothek für das Haus!
Für wenig Geld eine für alle Zeit wertvolle Bibliothek
zu erwerben — dieſe Gelegenheit bietet ſich Ihnen durch Abonnement
auf die im Verlage der Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft
in Stuttgart erſcheinende
Bibloinen der Unterhaftung
unld des wissens.
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens”
er=
ſcheint bereits ihm 37. Jahrgang.
(V21804
In vielen Millionen von Bänden verbreitet
erfüllt ſie ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit
zu geben zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens
zugleich bietenden
Privatbibliothek:
aufs allerbeſte.
Die Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens”
er=
ſcheint in 13 vierwöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in
echte Leinwand gebundenen Bänden mit Goldrücken= und
Deckelpreſſung. Jeder Band iſt mit einem hübſchen, farbigen
Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger
Be=
mittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnnementspreis
nur 75 Pfennig für den Band
ein Preis, zu welchem der Buchbinder im einzelnen noch nicht
einmal den bloßen Einband zu liefern imſtande wäre.
Beſtellungen nehmen Buch= und
Kolportage=
handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Anion Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
xtra-Angebot!
Trotz der sehr billigen
Nummer 265.
Preise erhält
eder Käufer von Mk. 8.— an
heute
1 Paar Hausschuhe gratis.
Schuhhaus Strimpel, Schulstrasse 3.
aller Arten in
reich-
haltigster Auswahl
zu bekannt billigen
Preisen.
Glagé-Handschuhe Mk. 1.50, 1.80, 2.30 bis 4.−
Wasch- u. Wildleger-Handsc uhe, grau, braun,
gelb und weiss, bestes
Tragen für den Herbst Mk. 1.80, 2.—, 2.40 bis 5.50
Wollene Handschuhe, gestrickte Handschuhe,
Automobil- und Kutscher-Pelz-Handschuhe,
Ball-Handschuhe in allen Längen in Glacé- u. Dänischleder.
Rabattmarken, Flor u. Seide in grösster Auswahl. Rabattmarken.
Emil Daum, Handschuh-Spezialgeschäft
Wittmannstr. 26, part. (kein Laden). (B23265
maechie
70
kostet nur wenig mehr als eine Trstmaschins
mit Verschlusskasten.
23195a
ORKOPP
Nähmaschinen
sind die vollendeteten Maschinen der
Welt. Gediegenste Konstrukeion,
eiohtester geräuschſoser Gane nd
sauberstesarboſten eindkigensefasten,
die die Dürkopp-Nähmaschinen
über=
al unentbehrlich machen: eis bildon
das Entzücken
der Hausfrau!
Prospekte und Angabe des nächeten
Vertrotere duroh, dis Fabrit.
Keacne
V0
Ges. 1807. bünkopp 4. Oo. A.-G., Blelekolc, über 40bo Aebeſter
Vertr: L. BEUDT NACHF,, Inh. L. Waldechmitt, Hölgesstr. 1.
Pelzwaren=Vertrauenssachel
Es ist eine unabweisbare Tatsache, dass man in einem
— Spezialgeschäft
eine durchaus fachmännische Bedienung erfährt.
oes Pelzhaus Carl Hau
nur Wilhelminenstrasse 7, Telephon 1533
empfiehlt daher zur Saison sein reichhaltig assortiertes Lager
in Muffen, Echarpen, Mänteln stc.
Neue
KarlJahrling, Darmstädt, Irenestr. 4, pt.
Alleinige Niederlage der „Herforder Süssrahm-Margarine- und
Pflanzenbutter-Industrie‟.
Lieferung von la „Süssrahm-Margarine‟ und
Ia „Eigelb-Pfanzenbutter‟ (Margarine)
zu Fabrikpreiſen, frei ins Haus,
vorzüglicher Molkereibutter-Ersatz,
Brotaufstrich,
zum Kochen, Braten und Backen.
Reelle Preiſe, prima Ware, keine Lockmittel: gratis.
Kein Laden.
Poſtkarte genügt.
Kein Laden.
(Porto wird vergütet.)
(*11416
Neuanfertigungen, Umarbeiten, Reparaturen,
On parle frangais.
(23244a
Urin- u. Magensaft-
— Untersuchungen
werden schnell und gewissenhaft ausgeführt
Spez.-Laboratorium Hans Metzler
7 Schützenstrasse 7
(22908a
Wissenschaftlicher Vertreter der Naturheilmethode.
Hervorragende Quafftat.
Mit wertvollem Gutschein.
Alleinige Fabrikanten:
Petzold & Aulhorn A.G., Dresden
Vartreter. Verdinand. Jaos, Darmatalt.
(22720Mf
Meut eriaen
½ Pf. 20, 25,30,40 ₰
I. Reu
(23198a
Kolonialwarenhaus,
Ecke Bleich- u. Kasinostr.
Fpeciton oenered, cltet . te ge e hien
u. Reise-Effekten etc. Prampte Bedienung. Teleph. 555. (20714a
P. P.
Dem hochgeehrten Publikum Darmſtadts und Umgebung hiermit
zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich mit dem Heutigen die
Pissteranstalt
von Frau Dora Kiefer kiey
käuflich erworben habe. — Es wird mein Beſtreben ſein, dieſelbe in
der bisherigen Weiſe weiter zu führen und mir dabei überdies alle
auftauchenden Neuerungen dienſtbar zu machen, um meine werte
Kundſchaft in jeder Hinſicht zufrieden ſtellen zu können.
Hochachtungsvoll.
(23277sm
Marie Neukirch, Alicestrasse 1, I.
u. ſonſtige Möbel
Betten zu verkaufen
*11152ds) Alexanderſtr. 25, I.
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 23.
(VI2169
Nehmen Sie
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr
Ner-
vensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte
werden gehoben, Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
Sport.
* Fußballſport. F.=Kl. „Olympia‟ Nachdem am
vergangenen Sonntag die erſten drei Mannſchaften des
Fußballklubs Olympia ſich ihren jeweiligen Gegnern
beugen mußten, ſind die zweite und dritte Mannſchaft am
kommenden Sonntag ſpielfrei, während die erſte
Mann=
ſchaft auf eigenem Sportplatz dem Fußballklub „Phönix”=
Ludwigshafen gegenübertritt. In Ludwigshafen
muß=
ten ſich die Einheimiſchen vor einiger Zeit eine Niederlage
von 3: 1 Toren gefallen laſſen. Spielbeginn 3½ Uhr.
sr. Kaiſerpreis für die Akademiſche Hockey=
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland. Der Kaiſer hat dem
Akademi=
ſchen Sportbund für die Akademiſche Hochſchul=
Meiſterſchaft von Deutſchland einen Goldpokal als
Wanderpreis geſtiftet. Dieſe hohe Auszeichnung
dürfte einer ausgiebigen Pflege geſunden Spiel= und
Sportbetriebes an den deutſchen Hochſchulen in
hervor=
ragendem Maße förderlich ſein. Auch für den zweiten
Sieger in dieſer Meiſterſchaft iſt ein wertvoller
Ehren=
preis von dem Berliner Bildhauer Prof.
Wand=
ſchneider geſtiftet worden, der den lanzenwerfenden
Achilles in Bronce darſtellt Es iſt nicht zweifelhaft, daß
dieſe ſoeben erfolgten Stiftungen der Meiſterſchaft eine
beſondere Anziehungskraft verleihen werden.
Luftfahrt.
sr. Oktober=Statiſtik des Flugplatzes
Johannisthal. Im vergangenen Monat wurde,
abgeſehen von der vom 29. September bis 6 Oktober
dauernden Herbſtflugwoche an 28 Tagen von insgeſamt
71 Aviatikern Flüge ausgeführt. Mit 7 Std. 45 Min.
und 73 Aufſtiegen erzielte Boutard auf M. B.=Taube die
höchſte Summe der Flugzeiten und die größte Anzahl von
Flügen. Die Geſamtzahl der Flüge betrug 1036 bei
einer Geſamtdauer von 97 Std. 44 Min. Dabei
ereig=
neten ſich nur acht nennenswerte Flugzeugbeſchädigungen,
ſodaß der geringe Prozentſatz von 0,13 zu verzeichnen
war. Die Bedingungen für das Führerzeugnis erfüllten:
Oblt. Popkriſtev (Albatros), Oblt. Hilcoff (Albatros),
Gſell (Reißner), und Wieting (Rumpler=Taube), Außer=
dem wurden von 15 Fliegern Ueberlandflige ausgeführt.
— Neuer Weltrekord im Paſſagierflug.
Einen Flug mit 5 Paſſagieren vollführte am
Donnerstag nachmittag auf dem Flugplatz Johannisthal
der bekannte Herrenflieger v. Gorriſſen mit ſeinem
neuen Ago-Otto=Doppeldecker mit 100 PS. Argus=Motor.
Der 18 Meter breite Apparat erhob ſich trotz der ſchweren
Belaſtung nach einem verhältnismäßig ſchweren Anlauf
leicht vom Boden und blieb 23 Minuten in der Luft,
wo=
bei er in etwa 50 Meter Höhe ſtändig das Flugfeld
um=
kreiſte. Das Gewicht der Paſſagiere einſchließlich der
mit=
geführten Betriebsſtoffe betrug 428,5 Kilogramm, ſodaß
dieſe glänzende Leiſtung einen neuen Weltrekord im Fluge
mit 5 Paſſagieren bedeutet.
sr. Der deutſch=öſterreichiſche
Aeroplan=
flug Wien-Berlin, der als Gegenſtück zu dem in
dieſem Jahre veranſtalteten Fluge Berlin-Wien
gemein=
ſam vom k. k. öſterreichiſchen Aero=Klub und dem
Reichs=
flugverein Berlin für den Sommer 1913 in Ausſicht
ge=
nommen war, wird nicht zuſtande kommen. Der
öſter=
reichiſche Aeroklub hat nämlich den Beſchluß gefaßt, von
der Veranſtaltung dieſes Fluges vorläuſig abzuſehen, und
zwar einmal mit Rückſicht auf die ungeklärte politiſche
Lage, zweitens mit Rückſicht auf ein großes,
internatio=
nales Flugmeeting, das auf dem Flugfelde von Aſpern
bei Wien für den Juni 1913 vorbereitet werden ſoll. Ob
ein franzöſiſcherſeits angeregter Flug Paris-Wien
zu=
ſtande kommt, iſt noch offen.
Handel und Verkehr.
Im Reichspoſtgebiet iſt die Zahl der Kontoinhaber
im Poſtſcheckverkehr Ende Oktober 1912 auf 73 106
geſtiegen. (Zugang im Monat Oktober allein 1 269). Auf
dieſen Poſtſcheckkonten wurden im Oktober gebucht 1450
Millionen Mark Gutſchriften und 1433 Millionen Mark
Laſtſchriften. Das Geſamtguthaben der Kontoinhaber
betrug im Oktober durchſchnittlich 151 Millionen Mark.
Im Verkehr der Reichspoſtſcheckämter mit dem
Poſtſpar=
kaſſenamt in Wien, der Poſtſparkaſſe in Budapeſt, der
luremburgiſchen und belgiſchen Poſtverwaltung, ſowie
den ſchweizeriſchen Poſtſcheckbureaus wurden 7,1
Mil=
lionen Mark umgeſetzt und zwar auf 3070 Uebertragungen
in der Richtung nach und auf 13700 Uebertragungen in
der Richtung aus dem Auslande.
Vermiſchtes.
Vom klugen Eſel. Ein intereſſantes Beiſpiel
dafür, wie ungerecht die Menſchheit iſt, wenn ſie im
Sprachgebrauch den Eſel zu einem Sinnbild der
Dumm=
heit ſtempelt, erzählt der Direktor des Pariſer Muſeums
Edmond Perrier in einem intereſſanten Aufſatz über das
Weſen der Tiere, der in Ze fals tout veröſſnlicht wird.
Im Muſeum von Patihou hielt man einen Eſel, der
Laſten des Laboratoriums zu ſchleppen hatte. Wenn das
Tier nicht gerade gebraucht wurde, hielt man es in einem
großen ummauerten Hofe. Durch eine Tür konnte man
von dieſem Hofe in den Garten kommen, wo die
ſchön=
ſten, üppigſten und ſaftigſten Pflanzen grünen. Der
Eſel verſäumte keine Gelegenheit, um heimlich in den
Garten zu ſchlüpfen. Und das geſchah beſonders oft
während der Zeit, in der ein Maurer an der Wand des
Hofes Reparaturen auszuführen hatte. Man etnpfahl
dem Maurer dringend, die Tür zum Garten ſtets
ſorg=
ſam geſchloſſen zu halten, aber man fand den Eſel trotz
alledem immer wieder in dem Garten. Schließlich
be=
ſchloß man, den liſtigen Meiſter Langohr zu belauſchen
und da ſtellte ſich dann heraus, daß der Eſel die
Tür=
klinke mit den Zähnen öffnete, die Tür aufſtieß und dann
in den Garten ging. Der Maurer begnügte ſich nunmehr
nicht mehr damit, die Tür zuzuklinken, ſer legte auch
einen Riegel vor, der am unteren Ende der Tür
ange=
bracht war. Drei Tage lang ging alles gut; dann aber
begann der Eſel wieder auszubrechen, und man fand ihn
Tag um Tag immer wieder im Garten. Es zeigte ſich,
daß das Tier nach ſorgſamer Beobachtung es gelernt hatte.
auch den Riegel zu öffnen. Erſt ſchlug er den Riegel
zurück, dann klinkte er die Tür auf und marſchierte
ſeelen=
vergnügt in den Garten. Nun entſchloß ſich der Maurer
endlich, die Tür regelrecht mit dem Schlüſſel abzuſchließen.
Dieſe Maßnahme mußte der Eſel, der ohnehin vom
Mau=
rer ſeiner häufigen Eskapaden wegen nicht gerade ſanft
behandelt worden war, als eine beſonders ſchwere
Be=
leidigung empfunden haben, umſomehr, als er dagegen
nichts tun konnte; jedenfalls war von dieſem Tage an der
Maurer ſein erklärter Feind. Und bald vollzog ſich auch
des Eſels Rache. Jeden Morgen ſetzte ſich der Maurer
zum Frühſtück gemächlich auf den Boden und befeuchtete
ſein Butterbrot mit einer Flaſche Rotwein. Eines Tages
kommt der Eleſ herbei und wirft durch ein Verſehen die
Flaſche um. Man kann ſich vorſtellen, welche Flut von
Schimpfreden ſich über den Meiſter Langohr ergoß; das
Tier ſah aber ſeinen Feind dabei mit einem ſo
merk=
würdig höhniſchen Ausdruck der Augen an, daß der
Maurer überzeugt war, der Eſel habe ſich bewußt gerächt.
Am nächſten Tage war der Handwerker ſo vorſichtig, die
Flaſche nach jedem Schlucke zuzukorken. Der Elel warf
die Flaſche wiederum um und ſchien ſich über ſeinen
Miß=
erfolg ſehr zu wundern. Zwei Tage ſpäter aber hatte
das Tier ſeine Taktik geändert; es beſchränkte ſich nicht
mehr darauf, die Flaſche umzuwerfen, ſondern zerbrach
ſie auch, bis der Maurer ſchließlich das Feld räumte und
ſich eine andere Stelle ſuchte, an der er von ſeinem Feinde
ungeſtört frühſtücken konnte.
Sertrbest 600
Serterv &e Cee
(9960)I
Die besten
in Deutschland auf
Glaschen gefüllten
französischen
Champaoner
Das selbsttätige
Waschmittel.
Spitzenwäsche, Gardinen, Stickereien
und andere empfindliche Stoffe, die nicht
gerieben werden dürfen, wasche man nur
mit Persll. Vollkommenste Reinigung
bei größter Schonung des Gewebes. Persil
- wäscht von selbst
nur durch einmaliges, ca. ½ — ½ stündiges
Kochen. Verletzen des Gewebes
aus-
geschlossen.
Erprobt u. gelobt!
Nur in Originalpaketen, niemals lose.
HENKEL. & CO., DUssELDORF.
Alleinige Fabrikanten auch der allbeliebten
Buchen Brennholz
Buchenſcheitholz, 16 cm kurz geſchnitten und grob geſp., pr. trocken,
(20595a
per Zentr. 1,30 Mk. frei Keller, inkl. Oktroi
Heinheimerstr. 76.
karl Schimmer Telephon 212.
Für den
Frühstückstisch
empfehle, frisch eingetroffen:
die so sehr beliebten
Heipetia-Konfturen
Aprikosen, Himbeer,
Erdbeer, Brombeer ete.
in Gläsern u. Eimerchen.
Keillersche Jams
Orange, Aprikosen,
Jo-
hannisb., Kirschen,
Erd-
beeren etc.
Konfituren
Pflaumen, Kirschen,
Erdbeeren, etc,
Gelées, Glasierte Früchte
Georg Ludwig Kriegke
Rheinstr. 17 Fernspr. 779
Mitgl. d. Rab.-Sp.-Ver. (23178
Briefmarken.
Auf meiner Reiſe in Skandinavien
u. England habe einige
Sammlun=
gen im Werte v. 150000 Mk. angek.
Prachtv. Auswahl. m. 40—60% unt.
Senfkat. von gar. echt. Mark. gerne
zu Dienſten. A. Weisz, Wien I,
Adler=
gaſſe 8. Einkauf von Sammlungen,
Agent. erhalt. hohe Prov. (21410)f
Verandamöbel
Rohrlehnsessel S
Chaiselonques
Triumpfsessel 5
etc. etc.
in größt. Auswahl
billigst
Karl Knaub, Obere Schützenstr.
Hauenſtaſtüme u. Mäntel
werden angefertigt einf. u. eleg. bei
Ludwig Getrost, Damenſchneider
Heinheimerſtr. 20. (20984a
Aarokobfre
23196a
Die beljebteste und beste deutsche Marke.
Rhein-
Ver-
treter: Haas & Bernhard, strasse 19
Saätsgesgessoleeod
Einem geehrten Publikum hieſiger Stadt zur gefl. Kenntnisnahme.
daß ich ein
Institut für
moderne Tanzkunst
eröffnet habe. Durch meine frühere langjährige Tätigkeit als
Solo=
tänzerin am hieſigen Hoftheater glaube ich verſprechen zu können, allen
an mich geſtellten Anſprüchen zu genügen. Ebenſo übernehme
Privat=
ſtunden, ſowie Arrangements von Feſtlichkeiten.
(22336a
In der Erwartung, regen Zuſpruch zu finden
zeichnet hochachtungsvoll
Johanna Georg, geb. Merz.
Gefl. Anmeldungen erbeten vormittags von 11 Uhr ab
Riegerplatz 7, I.
Wäsche-Mangeln
in allen Preislagen
J. Donges & Wiost
Gas-Glühstrümpfe billigst
Wilhelm Caſtan, Kirchst.5. (20712a
Elisabethenstr. 2
Wachtelſpitz,
treu, wachſam u. zimmerrein zu verk.
*11115ms) Lauteſchlägasſtr. 10, I. I.
20687a
[ ← ][ ][ → ]Seite 25.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Anzeige
obhandz
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Steinstrasse 5, I. St.
Sandstr. 18
Haus
2½ ſtöckig mit 14 Zimmern,
Bodenkammern, Dampfheiz.,
Veranden, Obſtgarten, Gas
ꝛc., vollſtändig neu hergericht.,
zu vermieten. Auch zu verk.
od. getrennt z. verm. 21015ms
Haus Martinstr. 35
10 ſehr große Zimmer, herrliche
Diele, vollſt. Bad, Zentralheizung,
Gas, elektr. Licht, ſchöner Garten,
Veranda, Loggia, große Küche
m. Nebenräumen, Speiſe=Aufzug,
Keller, großer Speicher, ſofort zu
vermieten. Näheres
Eliſabethen=
ſtraße 53, Kontor, Tel. 547. (21263ms
Rhein=
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (21010ms
zum Alleinbewohnen
in feinſter Lage, 15 Zimmer,
Garten, Stallung, ꝛc., p. ſofort
zu vermieten oder zu verkauf.
Näh. Auskunſt erteilt nur
Ludwig Alter, Eliſabethen=
(13056s
ſtraße 34.
6 Zimmerwohnung mit Zubehör,
(20468ms
ſofort oder ſpäter
Kheinstrasse 43
wird der zweite Stock zum
1. April n. J. anderweit
ver=
mietbar. Er enthält 8 Zimmer,
Badezimmer u. reichl. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallation,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
11—1 und 5—7 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
(16317s
Calinoſtraße 8.
5
Erdgeſchoß, 6 Zimmer,
Fremden=
zimmer und reichliches Zubehör,
Zentralheizung, Gas, elektr. Licht,
Gartenanteil, ſof. zu verm. (21793s
Grüner Weg 83
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad, nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof.
bezieh=
bar, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
(B17976ms
parterre.
Elisabethenstr.5 ,I.
8 Zimmer (auch geteilt) für
alsbald oder ſpäter
Vor=
züglich geeignet für Geſchäft
mit oder ohne Wohnung.
Sämtliche Räume werden
neu hergerichtet event nach
Wunſch verändert. (B21312s
Näheres II. Stock.
nächſt der Neckarſtraße,
Wohnung mt Balkon,
Beletage, 6 Zimmer m.
Zubehör u. Garten, mit
oder ohne Stallung für
6 Pferde, Burſchenzim.,
Heubod. u. Remiſe,
neu=
zeitlich hergerichtet, per
ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 59 i.
(10892ms
Comnt.
Stiſtſtraße 21 eleg. 6
Zimmer=
wohnungen ſof. od. ſpät. (22532s
Wendelstadtstr.
Wendelſtadtſtr. 23,
iſt das Parterre, beſteh. a.
ſchön. Räum als Büro ol
zu verm. Näh. 3. St.
Ohlyſtraße
herrſchaftlich eingerichtete Villa,
3 Zimmer, Diele und reichl.
Zu=
behör, Zentralheizung, Garten, zu
verkaufen eventl. zu vermieten.
Näh. Erbacherſtaße 4, Baubureau,
Teſ. Nr. 260.
(29507ms
Berrſchafts=
Wohnung
Eliſabethenſtraße 51, nächſt d.
Neckarſtraße, im früheren von
Willich’ſchem Hauſe,
Bel=
etage, 9 Zimmer m. Balkon
und Garten, mit oder ohne
Stallung für 6 Pferde,
2 Burſchenzimmer, Heuboden
und Remiſe, neuzeitlich
her=
gerichtet, p. ſofort od. ſpäter z. v.
Näheres Eliſabethenſtraße 59,
im Comptofr.
(19781ms
Artilieriestrasse 9
herrſchaftliche 8 Zimmerwohnung,
Erker, Veranda mit ſchöner
Fern=
ſicht, Badezim., gr. Küche, ſep.
Fremdenz. 2 Mädchenz., 1
Schrank=
zim., gr. Bodenraum u. Kammer.
Garten m. Wäſchetrockenraum. Näh
daſelbſtpart. bei W. Holtz. (B20597ms
Herrſch. 8=Zimmerwohnung!
in 2 Etagen, durch Innentreppe Eliſabethenſtraße 70, parterre,
verbunden, m. reichlichem Zubehör, hocheleg., mit elektriſch. Lichtanlage,
feiner Lage mit freier Ausſicht,geſchloff. Veranda, Burſchenzim.,
4 II. Et.
Rheinstr. 12½ 7 gr. Z.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (18799ms
Riedeselstr. 21, II.
hochherrſchaftliche 7 Zim.=Wohn.
mit Zentralheizung, reichl. Zubeh.
und Gartenanteil per ſofort zu
verm. Anfragen ſind zu richten
an Paul Wolf & Co. G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
(19977ms
Schätzenstrase 5, I.
geräumige 7 Zimmerwohn. mit all.
Zubehör Gas, elektr. Licht,
Bal=
kon u. Badezimmer, per 1. Jan.
oder 1. April zu verm. Näheres
daſelbſt im 1. Stock. (21235ms
Rossdörferstr. 16,
Ecke Stiftſtraße, 1. St., geräum.
7 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör, Gas, Baderaum; ebendaſ
3. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunft erteilt Herr Leißler,
Stiftſtraße 62.
(22500ms
Heidelbergerstr. 9, II.
herrſchaftliche Wohnung, 7 Zim.,
2 Balkone, Erker 1 Fremdenzim.,
Badez., Gas u. elektr. Licht,
Kohlen=
aufzug und reichl. Zubehör per
ſof. oder ſpäter.
(22829a
Herrſchaftswohnung
Garten, evtl. Stallung, in ſüdlicher Kochgas, 7 Zimmer, Badezimmer,
per ſofort. Näh Heinrich Funk, Manſardenräume per ſof. zu ver=
Soderſtraße 76, Tel. 1031. (21319msmieten. Auf Wunſch Stallung für
23 Pferde. Näh. zu erfragen im
Büro im Seitenbau zwiſch. 11—12
Herrschafts wohnung
und 2—5 Uhr.
(19719s
Viktoriaſtr. 42, 2. Et., 8 gr. Zim.,
Badez., 3 Manſ., 2 gr. Kell., Gas,
elektr. Licht, neu herg., ſof. z. vm.
Näh. Kahertſtr. 1
(31234ms
Das Haus
Riedeſelſtr. 12
mit kl. Vor= u. Hintergart.,
ſof. z. Alleinbewohnen zu
verm. Näh. nur durch die
Firma Joseph Trier,
Wilhelwinenſtr. 25. (16404s
Haus
zum Alleinbewohnen
Ecke Landskron= und
Franken=
ſteinſtraße 70, 9 Zimmer, Bad,
Balkon, Veranda, Vorgarten und
reichl. Zubehör per ſofort. Näh.
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 1031.
(21543ms
(B18464
karlstr. 83
ms
Wohnung von 8 Zimmern (in
zwei Stockwerken) mit Bad und
reichl. Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. Arch. Münch,
Ludwigs=
xplatz 8. Telephon 1693.
Ee
Neubau
Heinrichſtraße 136, Ecke der
Beck=
ſtraße, herrſchaftl. 6 Zimmerwohn.
im 1. Stock, mit Zubehör, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
Einzu=
ehen v. 10—12 Uhr vorm. (20988ms
Mathildenplatz 7,
ohne Gegenüber, per ſofort ſchöne
6= Zimmerwohnung überall Gas,
Waſchküche, Bleichplatz u.
Trocken=
boden. Näheres part. (20394ms
Herrſchaftliche
6 Zimmer wohnungen
Stallung, in ſüdlicher feiner Wohn=
Näheres Heinrich Funk, Soder=
Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, eiektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76. Tel. 1191. (18468ms
Eichbergstr. 1, part.
6 Zimmerwohnung ſofort zu ver=
(B21531ms
mieten.
Lner. Alieſtaße 16. 2
iſt die neu hergericht. Parterre=
Wohn., 6 Zim., darunt. 2
Entre=
ſols, alsb. weiter z. verm. Näh.
dortſelbſt II. od.
Rechtsanwalts=
bureau Kaſinoſtr. 8. (17064ms
etet, , t. ee
wohnung mit allem Zubehör ſof.
zu verm. Preis 550 Mk. (21831ms
Viktoriastr. 30, II.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (21011ms
Palleswieſenſtraße 25, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (9545ms
Frankfurterſtr. 11, am
Herrn=
garten, 1. St., 5 Zimmer nebſt
Zubehör per ſofort an eine ruh.
(18705ms
Familie zu verm.
Waldſtraße 15, 1. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung, Balkon, Bad,
Manſarde und allem Zubehör per
ſofort. Näheres part. (20466ms
Riedeſelſtr. 66 im 1. St. eine
5 Zimmerw. per ſofort zu
ver=
mieten. Näheres part. (21014ms
Miestr. 3, Lochpartere
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (21832ms
II. Er.,
Rheinstr. 129
5 Zim.
m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(18822ms
Stiftſtraße 67, Ecke
Linden=
hoſtraße, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem
Vor=
platz, komplettem Bad, Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
ſofort. Näheres parterre bei
(VII20539
Philipp Spieß, jr.
5= Zimmer=
Hochſtr. 24
Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., in ruhigem Hauſe
per ſofort zu verm. Preis 650 Mk.
Näheres 1. Stock. (B21522ms
Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
as, neuher=
1. St., 5 ſch. Zim., Bad
gericht. Balk., ev. elektr. Licht. (*1264ms
Georgenſtr. 5, part, 5
Zimmer=
mit allem Zubehör, per ſofort
an ruhige Familie. — Näheres
erſte Etage.
(21013ms
Roßdörferſtr. 20 ſchöne 5
Zim=
merwohn., 1. St., m. ſämtl. Zub. p.
ſofort. Näh. part. (21008ms
Martinstr. 74.
iſt eine herrſchaftl. 5=Zim.=Wohn.,
1. St., m. all. Comfort ausgeſtatt.
und ſchönem Garten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (B16677ms
Viktoriaſtraße 66 5= Zimmer=
Wohnung mit Veranda per ſofort
zu vermieten.
(22272s
Schöne 5 Zimmerwohnung mit
Fremdenzimmer, 2 Manſardenzim.”
u. Zubeh. in feiner Lage ver ſof. z.
verm. Näh. Ausk. ert. Ludwig Alter,
Eliſabethenſtraße 34. (21788s
Landskronstr. 93
eine 5= Zimmer=Wohnung, parterre
(780 Mk.) mit Fremdenzimmer,
Mädchenzimmer, zu vermieten.
Gartenanteil und ſchöne Fernſicht.
Näh. Landskranſtr. 91, pt. (B21527s
Mühlſtr. 52, am Woogsplatz
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung m.
Zubehör, Gas, Veranda,
Bade=
zimmer uſw. Näh part. (20169s
Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Alles Näh.
Wendeſtadtſtr. 28, 2. St. (21262ms
Viktoriaſtr. 24, I.
5 Zimmer mit Badekabinett, mod.
eingerichtet, mit Zubehör, per ſof.
zu verm. Zu erfr. part. (21012ms
frdl.
Heidelbergerſtr. 92, I., 5=84
Wohn. p. ſofort od. ſuäter. (18178ms
Mathildenstr. 11
Ecke Moſerſtraße, herrſchaftl.
5 Zimmerwohn. mit
Küchen=
balkon, Bad, Fremdenzimmer
u. reichl. Zubeh., per ſofort.
Näh. durch Hch. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (20737ms
Wendelſtadtſtraße 28
ger. 6 Zimmerwohnung, 1. ode
2. Etage, m. allen Bequemlichkeiten
per ſofort zu verm. Alles Nähere
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (20716ms
Moſerſtraße 11, 1. St., eleg.
6 Zimmerwohn. nebſt 2 Zimmern
und 2 Kammern im 3. Stock per
ſofort oder ſpäter. (B20474ms
Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part.
(B21520ms
Ohlystrasse 31
wegen Verſetzung ſchöne 6 Zimm.=
Wohnung mit reichl. Zubehör, Gas
u. elektr. Licht und
Entſtaubungs=
anlage, ſofort zu vermieten.
Näheres Baubüro,
Wittmann=
ſtraße 36, Tel. 291. (B20475ms
Schulſtraße 1
(am Ludwigsplatz) 6 Zim.,
Küche, 1 tapez.
Manſarden=
zimmer, kompl. Bad, 2 Keller,
Waſchküche, Trockenboden f.
ſofort zu verm. Die
Woh=
nung, äußerſt bequem und
angenehm, iſt vollſtändig neu
hergerichtet, Gas und elektr.
Licht vorhanden. Näh. daſelbſt
1. Etage, Jean Stichel. (20740ms
Hoftheaterplatz 2
Zimmer=
Wohnung, II. Stock. (21548ms
Heidelbergerſtraße 81¼0
II. Etage, 6 ſchöne große
Zimmer mit Balkon u. Ver.,
kompl. Bad, 1—4 ſchön. groß.
Manſardenz. u. ſonſt. Zubeh.,
alsbald beziehbar, zu verm.
Näh. 3. Stock. (B20473ms
Laudekronstrase 33
Mtälte, tr et
Soderſtr. 76, Tel. 1031.
Heidelbergerſtraße 9½,
derrſchaftswohn., 6 Zimmer
Zubehör zu vermieten. (22
Elisabethenstr. 56
1. u. 2. Stock, je 6 Zimmerwohn.
mit reichl. Zubehör, Garten evtl. mit Zubeh., neuzeitl. erbaut. Haus,
zuſammen oder getrennt zu verm.
lage mit freier Ausſicht, per ſofort. Der 1 Stock iſt zu Bürozwecken
ſtraße 2e Teleſon 031 21300ms eingerichtet, paſſend für
Rechtsan=
wälte u. Aerzte u. baldigſt zu
be=
ziehen. Einzuſ. 1. St., Büro,
wo=
ſelbſt das weitere gezeigt wird.
Alles Nähere Georg Freund,
Lukasweg 13, 2. Stock. (*11247sms
Elegante 6=Zimmerwohnung in
freier Lage, ohne Gegenüh., elektr.
Licht und allem Komfort, per
1. April 1913 zu vermiet. (23264a
Off. unter F87 an die Exped.
Motelstr. 34 1.5.,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör per ſofort an
ruhige Mieter zu verm. Näh.
J. Glückert, Hofmöbelfabrik,
Bleichſtr. 31.
(20720ms
Hoffmannſtr. 21, part.. 5 Z.
Wohnung mit Gas, Veranda und
Zubehör und Gartenbenutzung per
(B21519ms
ſofort.
Frankfurterstr. 24, II.
gegenüber dem Herrngarten, ger
3 Zimmerwohn. mit 2 Kammern v.
ſofort. Näh. i. Seitenbau. (21558ms
Ecke Rhein= u. Georgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.=
Wohn. mit Zub. per ſof. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 33, I. (21830ms
Oſtviertel, 1. Stock, großen
5=Zimmerwohnung in kinderloſem
Hauſe an ruhige Familie, für ſoa
fort beziehbar, preiswert zu
ver=
mieten. Näheres Exped. (22714ms
Wienersstr. 56, I.
große 5 Zim.=Wohn. mit Zubehör
a. ruh. Fam., ſof. beziehb. (17063ms
Bleichstr. 35, II.
5 Zimmer nebſt Zubehör ſofort zu
vermieten und beziehbar. Näher)
1. Stock oder parterre. (17793ms
Aerderstrase 15 u.15
5=Zimmerwohnungen, Mk. 600.−
700.—, 800.—, per ſof. Näh.
Herder=
ſtr. 15, II., u. bei Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (21323ms
Klappacherstr. 16, I.
5=Zimmer=Wohnung mit großer
Veranda, freiem Ausblick, Gas,
elektr. Licht, Bad, großem
Bleich=
platz alsbald zu verm (B19464ms
Caſinoſtr. 16, II. Stock, 5
Zim=
mernebſt Zubehör z. verm. (22796ms
Auf 1. April 1913.
Herderstr. 18, part.
ſonnige, komfort. Parterrewohn.,
5 Zimmer nebſt allem
Zubehör=
nahe Wald u. Elektr. Bei
mehr=
jähr. Kontrakt billigſt. (B19747ms
Reinrichsstr. 160, I. St.
ſchöne 5=Zimmerwohnung m. allem
Zubehör für 1. April 1913 zu verm.
Näh. Mathildenſtr. 41, II. (B21557ms
Heidelbergerstr. 105
im Parterre und 1. Stock je eine
5=Zimmerwohnung ſofort zu
ver=
mieten. Vollſtändig neu
herge=
richtet. Dampfheiz., Gas ꝛc.
Dort=
ſelbſt e. Manſarde m. 3 Z. u. Küche.
Näh. Roßdörferſtr. 9, I. (20725ms
Viktorlaplatz 10
1 Wohnung, 5 Zimmer mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. nebenan im Metzgerladen u.
Kranichſteinerſtr. 13, Lad. (20155ms
Herrſchaftliche
5-Zimmer-Wohnung
mit reichl. Zubehör, Garten, evtl.
Stallung, in ſüdlicher feiner
Wohn=
lage mit freier Ausſicht, per ſofort.
Näh. Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76, Telefon 1031. (21322ms
intasprsitr 2. eh
ſchöne 5=Zim.=Wohn. mit Badezim.,
1 Manſardenz., 1 Souterrainzim.,
Veranda und allem Zubehör per
1. April 1913 zu vermieten.
Näheres part. (23204ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (12615a
Nummer 265.
Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör
als=
bald billig zu vermieten. Näheres
Griesheimerweg 19, Kontor. (22866t
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Schöne neuzeitl. 5 oder 6 Zim.=
Wohn. mit allem Zubehör zu
(23259ms
vermieten.
Näh. Heidenreichſtr. 29. pt.
Wienersſtr. 70, 2. Stock, ſchöne
5=Zimmer=Wohn., neu herger., mit
Zubehör, ſow. gr. Bleichpl. nebſt
Trockenhalle, mit od. ohne Garten
ſof. preiswert zu verm. (23232ms
Gutenbergſtr. 62, II., 5= Z m.=
Wohn. mit Zubehör. Anzuſehen
zwiſchen 10—3 Uhr.
(23206s
Bessungerstr. 111, part.
hübſche 5=Zimmerwohn. mit
ſämtl. Zubeh., Bad, Veranda,
Gartenanteil weg. Verſetzung
bis 1. April 1913 zu vermiet.
Einzuſehen von 10 bis
12 Uhr. Näheres daſelbſt u.
Beſſungerſtr. 2. (B23235s
Bismarckstrasse 48
1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh
per ſofort zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 10—12 und 3—5 Uhr.
Näheres daſelbſt parterre. (20721ms
Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (B21521ms
Eliſabethenſtr. 47, parterre,
4 Zimmerwohn. mit Gas u. elektr.
Licht, per ſofort für 650 Mk.
zu vermieten.
(19439ms
Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, p. ſof. zu
ver=
mieten. Näh. Max Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(17992ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½,
1. St., neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. per ſofort zu verm.
Näh. daſ. 2. Stock. (17448ms
Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näh. Rhönring 81, part. (17746ms
Viktoriaſtraße 63 eine ſchöne
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh. p. ſofort. Näh. part. (20719ms
Lichtenbergstrasse 80
1. Stock, 2 neu hergericht. 4=
Zim=
merwohnungen mit Zubeh. ſofort
zu vermieten. Preis 500 Mk.
daſelbſt bei Bauführer Dauber,
3. Stock.
(18948ms
Kaupstrasse 32, 2. St.
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näh. b. M. Schad. 1. St. (B21526ms
Ludwigspl. 2, 3. St., ſchöne 4. Z.=
Wohn., Zentralheizung, Leucht= u.
Heizgas. Zu erfr. i. Laden. (18705ms
Ernſt=Ludwigſtr. 21, 2. Stock,
4 ſchöne Zim., Küche, Gas, od. 1. St.
ſch. 6 Z.=Wohn., Gas u. reichl. Zub. p.
ſofort. Näh. 1. Stock. (21561ms
ſchöne 4=
Sandbergſtraße 66
Zimmer=
wohnung, Badezimmer mit kompl.
Bad freie Lage, Preis 600 Mk
per ſofort zu vm. (B21523ms
Ecke Landskron=
Kiesbergſtr. 64, part., 4 Zim. ꝛc.
per ſofort zu verm. (21829ms
Kahlertſtr. 5½, 3. St., ſchöne
4 Zimmerwohn. mit großem
Bal=
kon, nebſt allem Zubehör, per
ſofort od. ſpäter zu verm. Einzuſ.
10—5 Uhr. Näheres
Kahlert=
ſtraße 7, p.
(20999s
Obere Liebfrauenſtraße 108
in ruh. 4 Familienhaus bei der
Tau=
nusſtr., beſſere Lage, iſt der hübſche
1. Stock, 4 Z. u. Zubeh., zu 520 M.
zu vermieten. Alles neu gemacht.
Näh. b. Sior, oberſt. Stock. (22718s
Neckarſtr. 22, II., neu herg. helle
4 Zimmerw., Bad, Gas, Speiſek.,
an ruhige Mieter baldigſt. (17319s
Frankenſteinſtr. 36, I., neuzeitl.
einger. 3 Zimmerw. m. reichl. Zubeh.
ſof. z. vm Näh. daſ. pt. l. (B22563ms
Dreibrunnenstr. 11,
4 Zim.=Wohn. mit Bodenkammer
etc. u. Gartenanteil, 500 Mk. Daſ.
Manſarde, 1 groß. u. 2 kleine Zim.,
Küche und Keller, nur an ruhige
Familie, 250 Mk.
(B21859s
Ecke Riegerplatz u.
Heinhei=
merſtr. 53, II., ſchöne 4 Z.=Wohn
billig zu vermieten. (22989a
Hoffmannſtr. 5, 1. St., iſt pr.
ſofort eine ſchöne 4 Zimmerw.
an ruh. Leute z. v. N. daſ. (22505ms
Blumenthalstr. 111
iſt in der 1. Etage links eine hübſche
4 Zimmerwohnung per ſofor
zu verm. Näh. Max Guckenheimer,
Große Ochſengaſſe.
(22984ms
Zim.=
Raönring 25, I. Wohn
mit Bade=Kab., nebſt Zub. per
ſofort zu verm.
(22503s
Zu erfragen parterre.
Kirchstrasse 5, II.,
hübſche 4 Zimmerwohn. per ſofort
zu ver. Näh. im Laden. (22738ms
Gutenbergſtr. 47, part., ſehr
ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Jan.
1913 ev. a. früher. Näheres
Karl=
traße 10, parterre.
(18976m
Karlſtr. 73, I., 4 Zim., Badez.,
Veranda, Bleichplatz u. Zubehör,
Gas überall, vollſtändig neu
her=
gerichtet, zu vermieten. Näheres
Hinterhaus, Manſarde. (B22971ms
Neue Sandbergstr. 69
Parterrewohnung, 4 Zimmer, per
. Januar 1913 zu vermieten.
Daſelbſt III. Stock 4 Zim. per
1. April 1913 zu verm. Näh. daſelbſ
oder Niederſtraße 23. (B22972ms
Rhönring 53, I. Stock, ſchöne
=Zimmerwohn. ver 1. Dezember.
Näheres II. Stock. (22975ms
4 Zimmer
neuzeitlich, mit allem Zubehör
ſchöne ruhige Lage per 1. Januar
1913 wegzugshalber zu vermieten
Der jetzige Mieter trägt eventl. Teil
der Miere bis 1. April 1913. Näh.
unt. A 26 hauptpoſtlag. (22993a
Grafenſtr. 21, I., geräumige
4=Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten. Näheres Brauerei
Wagner, Gr. Ock ſena. 26. (21835omds
Gutenbergſtr. 29, I., gr.4 Zim.
Wohn. Näh. 2. Stock. (22629ids
Soderſtr. 104, pt., ſchöne 4—
Z.=W. Näheres 2. St. (23260ms
Untere Wilhelmſtraße 4=Zim.=
Wohnung, Gas u. allem Zubehör
ſofort od. ſpäter zu verm. Preis
380 Mk. Näheres bei J. Konr. Mahr,
Heidelbergerſtr. 43, part. (B23214ms
Rhönring 41, I. Et., 4 Zim.,
Bad, Veranda per ſof. Näh. II. Et.
u. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*11363
Zimmer
Karlſtr. 60 3=Zim.=Wohnung p.
1. Jan. ev. früh. Pr. 280 M. (B19458ms
Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichen
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (21009m
Kaupstrasse 1, I.,
ſch. 3=Zimmerw. m. Gas. (18656ms
Wilhelminenstr. 27
3 Zimmer ohne Küche m. Keller,
Nebenraum und Gas per ſofort
zu vermieten. Näher. Hofkonditor
Graß m ann,
Wilhelminen=
ſtraße 6.
(*2717ms
Erbacherſtraße 17, Hinterbau,
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit
Werk=
ſtätte (in derſelben wurde längere
Jahre eine gutgeh. Schuhmacherei
betrieb.) p. ſofort zu verm. (21266ms
Fuhrmannſtraße 14 eine der
Neuzeit entſprechende 3=
Zimmer=
wohnung zu vermieten, per ſofort
beziehbar. Näh. part. (21560ms
3 Zimmer=
Wienersstrasse 51 wohnung
(Manſarde) ſofort oder ſpäter zu
verm. Näh. 1. Stock. (21559ms
Obergasse 16
3=Zimmer=Wohnung. Näheres
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 1031.
(18269ms
Kiesbergſtr. 39 ſch. 3 Zim.=W.
mit Zub., z. Preis v. 440 M., per
ſofort. Näh. b. Hrn. Gg. Kugel, Arch.,
Wittmannſtr. 4, Tel. 763. (B17745ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 15,
Manſarde, 3 kleine Zimmer, Küche,
Hlasabſchluß, Bleichplatz mit
Zu=
behör an nur ruh. Leute. (18461ms
Bessungerstrasse 116
(Seitenbau) 3 Zimmerwohnung
per ſofort oder ſpäter. (B18523ms
Villa.
Kranichſteinerſtraße 51 zwei
3=Zim=Wohn. zu verm. (18713ms
Löffelgaſſe 26 ſchöne 3
Zim=
merwohn. mit Glasabſchl. Zu erfr.
Gardiſtenſtr. 17, 1. St. (18974ms
Neue Ireneſtr. 8, 2
Dreizimmer=
wohnung. per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei
Hausverwal=
ter Veith.
(19474ms
Soderſtraße 40 3 Zimmerw.
1. Stock, per ſofort. Näh. Roß=
(20160ms
dörferſtraße 27.
Fuhrmannſtr. 2 billige 3 Z.=
Wohnung per alsbald. Nah.
Eckladen daſelbſt. (20157ms
Ahaſrraße 14 ſchone 3=Zimmer=
Wohn. per ſof. zu verm. (B20251ms
Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3=
Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. St.
daſelbſt.
(21924ms
Htb.,ſchöne
Eliſabethenſtr. 29, 3
Zimmer=
wohnung. Näh. Laden. (20231ms
Taunusstr. 45, part.
ſchöne 3 Zimmerw. z. v. (20533ms
eine ſchöne
Wienersſtr. 82 3=
Zimmer=
wohnung per ſof. z. verm. (20730ms
Wittmannstrasse 43
im Gartenhaus parterre, ſchöne
3=Zimmerwohn. an ruhige Leute
per alsbald zu verm. (B20802ms
Wittmannstrasse 31
I. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnung
mit Küche und Veranda ſowie
2 Manſardenzimmer per 1. Jan.
eventl. früher zu vermieten, Preis
Mk. 700.—. Näheres in der
Man=
ſarde 9—12 vorm. (B21260ms
Soderſtr. 64 ſchöne 4=Zimmer=
Wohn. ſofort zu verm. (22296s
Roßdörferſtraße 26 4= Zim.=
Wohnung, II. Stock. (21552ms
Kahlertſtraße 10, 1. Stock
ſchöne 4 Zimmerwohn., Bad,
Speiſekammer, Veranda, per
ſofort zu vermieten. Näh.
part. bei Reis u. Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (21265ms
Kerderstr. 20
2 ſchöne 4=Zimmerwohng. m. all.
Zubeh. per ſofort zu vermieten.
Preis 600 und 500 Mk. Näheres
Moosbergſtr. 53, part. (B21525ms
Blumenthalstr. 89
Ecke Liebigſtraße
erſter Stock, neu hergerichtete
Zimmerwohnung, nach der
Liebigſtraße gelegen, ſofort zu
verm. Näh. daſelbſt parterre
rechts.
(22506ms
Luiſenſtraße 34, Mitelbau,
große 4 Zimmerwohnung. Näh.
Luiſenſtr. 36, Laden. (20523ms
Schuchardstr. 18,
Ecke Luiſenſtraße, ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, 3. Stock, per ſofort
zu vermieten.
(22982ms
Wendelſtadtſtr. 31, Hth. II.,
4=Zimmerwohnung ſofort zu verm.
Näh. Vorder
Stock. (B20754ms
Verl. Soderſtraße große
mod. 4 Zimmerwohnungen zu
vermieten. Näh.
Heidenreich=
ſtraße 31, part. (17301ms
Ernst-Ludwigstr. 11
3. Stock, ſchöne 4 Zimmerwohn.
per ſofort oder ſpäter an ruh. Leute,
Näheres 1. Stock.
(20170ms
Beſſungerſtraße 116, I., 4 gr.
Zimmer mit allem Zubehör, weg.
Verſetzung per ſofort zu verm.
Näh. part.
(B18283ms
Mathildenpl. 9, Ausſicht
Garten=
ſtraße, 4=Zim.=Wohn. mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. Mathildenpl. 9, I. St. (18701ms
Neue Darmstr. 69, II. St.
Herrschaftliche —
4 Zimmer-Wohnung
in idyllischer Lage, Neubau
alsbald zu verm. (20161ms
Näh. Soderstr. 110, part.
224 Zimmerwohnungen mit
Zubehör, 2. und 3. Stock, zu
ver=
mieten. — Näheres
Heinheimer=
ſtraße 94, part.
(21006ms
Annaſtraße 8, II., moderne
Wohnung von 4 Zimmern, Küche,
Badezimmer, Boden m.
Linoleum=
belag, gr. Veranda u. reichl. Zubeh
ſofort zu vermieten. (B20476ms
Seitersweg 8, pt., 4 Zim.=Wohn.
ſofort oder ſpäter. Preis 600 Mk.
Näh. Dreibrunnenſtr. 1, I. (22323ms
Wienersſtr. 47, III., ſchöne
=Zim.=Wohnung mit Veranda
Bad u. allem Zubehör per ſofort
eventuell ſpäter. Näheres part
u. Kiesſtr. 68, I. Stock. (20574ms
Im unteren Herdweg
4 Zimmerwohnung mit Bad und
Küche, ebendaſ. 2 Zimmerwohn.
mit Küche; Stallung f. 2—3 Pſerde,
verſchiedene Lagerraume u. Hallen
zuſammen oder getrennt, per ſof.
(B20734ms
zu vermieten.
Näh. Büro Wittmannſtraße 36.
Telephon 291.
Gutenbergſtr. 19, II., ſchöne
4 Zimmerw. mit all. Zubehör
per 1. Januar 1913, evtl. auch
ſofort zu verm. Näh. daſ. und
Gervinusſtr. 55, pt. (21054ms
Aboiſesbieſte Straſte 25, lt.
Stock, mod. 4=Z=Wohnung m
allem Zubehör, gr. Veranda v.
Küche u. Schlafz., p. Jan., ev.
früher. 650 Mk.
(21629ms
Kranichſteinerſtr. 44, pt., 4 Z.=
Wohn., Veranda, Gas und allen
Zub. per ſof. oder ſpät. zu verm.
(20745ms
Näh. 1. St
Landskronstr. 65
1. Stock, 4 Zimmerwohnung
ver=
ſetzungshalber ſofort. (22269ms
Näheres daſelbſt.
Frankensteinstr. 62,
part., ſchöne 4=Zimmer=Wohnung
nit Zubehör, per ſofort. Näheres
daſelbſt und bei Heinrich Funl
Soderſtraße 76. Tel. 1031. (21324ms
Heidelbergerſtraße 122,
ſchöne 4=Zimmerw. (3 größ.,
1 Kabinett) mit allen
Be=
quemlichkeiten, Gas, Balkon,
Vorgarten, in gutem Hauſe
per ſofort od. ſpäter zu
ver=
mieten. Näheres daſelbſt bei
Engelhardt, Manſarde, oder
Riedeſelſtr. 56, pt. (B21535ms
Große 3. Zimmerwohnung ſofort.
Zu erfr. Ludwigsplatz 4, I. (21367a
Herrngartenſtraße 9, part.,
Herderſtraße 5, 1. Stock,
Riedlingerſtraße 19, part.
ſchöne 3=Zimmerwohnungen mit
Zubehör per ſofort. Näheres
da=
ſelbſt und bei Heinrich Funk,
Soderſtraße 76, Tel. 1031. (21325ms
Fuhrmannstrasse 12
Dreizimmerwohnung per 1. De
zember 1912 zu vermieten. Preis
25 Mk. Näheres Klingler,
parterre.
(22817ms
Karlſtraße 49, Manſ., 3 Zim.
mit Gas per ſof. (21358ms
Karlſtraße 47, Seitenbau,
Drei=
zimmerw. pr. 1. Januar. (21359ms
Wendelſtadtſtraße 56 3=Zim.=
Wohn., I., II. u. III. St. (21554ms
Neue Ireneſtraße 57 3= Zim.=
Wohnung, I. Stock. (21550ms
Ahaſtraße 12, Hinth., 3= Zim.=
Wohnung, 1. Stock. (21547ms
Kiesſtraße 16
eine 3 Zimmerw. zu verm. Näheres
Karlſtraße 20, 1. Stock. (22045ms
Soderſtr. 42, Manſ., 3
Zim=
mer, 22 Mk. p. Mt., ſof. (21617ms
Soderſtr. 34, 3. St., ſchöne
3=Zimmerwohn., jährl. 350 Mk.,
ſofort oder ſpäter. Näheres
Ried=
ingerſtraße 21, part. (21604ms
Neue Niederſtr. 3, Seitenbau
1. St., 3 Zimmer, Küche, Keller,
Bleichplatz zu vermieten. Preis
280 Mk.
(B22286ms
Magdalenenstrasse 7
Hths. part., gr. 3 Zimmerw., nebſt
Zubeh., alsbald zu vm. (22712ms
Heinrichstrasse 92
Hinterb., hübſche 3 Zimmerwohn.
mit allem Zubehör, vollſtändig
hergerichtet, an ruh. Leute zu vm.
Näheres Gg. Hillgärtner,
Lieb=
frauenſtra e 10.
(22711ms
Landwehrſtr. 43, I., 3 Z.=Wohn.
per. 1. Dez. oder 1. Jan. (22752ms
Kranichſteinerſtraße 59½, II.,
eleg. große 3 Zimmerwohnung mit
reichl. Zubehör per ſofort. Näh.
daſelbſt 1. Stock. (22751ms
Hochſtr. 42, ſch. 3 Zimmerwohn.
per 1. April, ev. früher. (B2 742ms
Magdalenenſtraße 9,
Vorder=
haus, Manſarde, eine Wohnung,
3 Zimmer, Küche, nebſt Zubehör,
alsbald zu vermieten. (22739ms
Gutenbergſtr. 33, 3=Zimmer=
Wohnung, wegzugshalber, ſofort
zu vermieten.
(*10914msm
Inselstr. 19, II. Stock
ſchöne 3=Zimmerwohn. mit Küche,
Speiſekammer, Gas, 2 Keller per
1. Dezember, eventl. auch früher,
zu vermiet. Näh. bei Flickinger,
Inſelſtr. 21, I., Vorderh. (23003ms
Zim=
Schießhausſtr. 55 mer=
Wohnung, Manſarde, an ruhig
Mieter od. einzelne Leute bis zum
1. Jan. 1913 zu verm. (B21351s
Seite 25.
Karlſtr. 12, Stb., 1. St., frdl.
3 Zimmerwohn. m. Gas u.
Glas=
abſchl. an ruhige Fam. (20772s
Näheres Vorderh., 1. St.
Blumenthalſtraße 115 ſchöne
3 Zimmerwohn. zu verm. (17311s
Eliſabethenſtr. 74, part.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung per
1. Jan. ev. früher zu verm. Zu
beſichtigen zw. 10 u. 12 Uhr. Näh.
Eliſabethenſtr. 68, Kont. (19959s
Herdweg 88, II., 3
Zimmer=
wohnung mit Zubehör. (B21819s
Heinheimerſtr. 20, Hinterbau,
ſch. 3 Zimmerw. zu 22 M. monatl.
per ſofort zu verm. (20404ids
Moosbergſtr. 60, Hinterhaus,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung mit
Balkon, Gas und allem Zubehör
billig zu vermieten. (*11189ds
Ecke Grafen= u. Eliſabethenſtr.
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung. Zu
erfragen bei Donges & Wiest,
Eliſabethenſtraße 25½. (21653t
ſchöne 3 Z mmerwohn.
Soſoll zu vermieten. Näheres
Saalbauſtraße 10, part. (22915a
Hochſtraße 4, 1. Stock, 3
Zim=
mer, Küche u. alles Zubehör per
ſofort zu vermieten, per Monat
36 Mark.
(23153a
Schuchardſtr. 13, 3. St.
ſchöne 3 Zimmerwohn. Zu erfr.
Nieder=Ramſtädterſtr. 49. (19147s
Heidelbergerſtr. 98, ſch. Hochp.,
Zimmerwohnung, Gas,
Raſen=
bleiche, in ſtillem Haus, per ſofort
oder ſpäter. Näh. 1. St. (B23267
Wendelſtadtſtr. 8, part., 3 gr.
u. 2 kl. Zimmer und Zubeh. per
ſof. Näh. I. Etage. (*11362
Pankratiusſtr. 14 3 Zim. und
Manſarde mit Zubehör per ſof.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*11364
2
Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Näh. Wirtſchaft. (23207ms
Magdalenenſtr. 6 2 u. 3
Zim=
merwohnungen zu vm. (18949ms
Clemensſtraße 8
ſchöne 2 Zimmerwohnung m. allem
Zubehör p. ſofort. (B18245ms
Hofgartenſtr. 9 2 Zimmerw.
per ſofort zu verm. (16812ms
Stiſtſtr. 2 1 abgeſchl. Mſd.=W.,3 Z.,
Küche, große Veranda, an Damen
ſofort od. ſpä er z. verm. (22541s
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34.
(12515
Weinbergſtraße, 2= Zim.=
Woh=
nung mit Kammer, p. Mon. 17 Mk.
Näh. Orangerie=Allee 6. (B18419 ms
Parcusstrasse 6
Manſarde, 2 Zimmer u. Küche an
kinderl. Leute zu verm. (19837ms
Ecke Boch- u. Kissstr. 34 2 gr. Part.=
Zim. (auch für Büro). (VII20545
Roßdörferſtr. 51½, kl. Manſ.,
2 Zim. u. Küche ſof. z. v. (20775ms
Landwehrſtr. 26 2= Zimmer=
Wohnung, II. Stock. (21551ms
Heinheimerſtraße 42 2=Zim.=
Wohnung, III. Stock. (215 9ms
Erbacherſtraße 16, 2= Zimmer=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Preis 13.— Mk. Näheres
Stifts=
traße 19, parterre. (21544ms
Kranichsteinerstr. 42
wegzugsh 2 Zim.=Wohn., Gas u.
allem Zubehör, per ſof. (21792ms
Weudelſtadtſtraße 49 ſchöne
Manſ., 2 Zimmer, ſofort. (22027a
Kiesſtraße 16
ein 2 Zimmerw. zu verm. Näheres
Karlſtraße 20, 1. Stock. (22044ms
Teichhausſtr. 40, eine kleine
2 Zimmerwohnung an einzelne
Leute zu verm. (22270oms
Wendelſtadtſtr. 51, I. ſch. 2=Z.=
W., m. Zub. a. ruh. Mieter. (22819ms
Frankenſteinſtraße 47 ſchöne
Zweizimmerwohnung mit
abge=
ſchloſſenem Vorplatz, Gas uſw. zu
verm. Näh. Karlſtr. 94. (22810ms
Hölgesſtr. 11 2= Zim.=Wohn.
ſofort zu vermieten. (22332ms
Ballonplatz 7, 2 Zim.=Wohn.,
Vorderhaus, an ruhige Familie
(22502ms
zu vermieten.
Saalbaustrasse 26
kl. Manſ., 2 Zimmer, Küche, mit
Zubehör, Glasabſchl., ſofort zu
vermieten. Zu erfragen
Vorder=
haus, 2. Stock.
(22571ms
Heidelbergerstr. 127
Manſ., 2 u. 3 Zimmer z. v. (22761ms
Pankratiusſtraße 41 (Martins-
Drogerle) 2 Zimmer, 3. Et., Küche,
Keller, an ruhige Leute ſofort od.
ſpäter für 18 Mk. zu vm. (22988ms
Kaulsſtraße 79, zwei unmöbl.
Zimmer, im 1. Stock, bis 15. Nov.
zu vermieten.
(*11017ms
Aleranderſtraße 21, Hth., I.,
2 Zimmer, Kabinett u. Kuche an
ruhige Mieter ſof. zu verm. Näh.
Kontor. Dieburgerſtr. 73. (22978ms
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Annaſtr. 23, gr. Herrſchaftsw.L
mit od. ohne Stall 9 Zim., allemikledeselstr. 19, 2. St. Hochstrasse 54, I. St.
Zub. Näh. Frz. Koch, Mühlſtr. 64½ſprachtvolle, ſchöne neuzeitlicheſherrſchaftliche 5=Zim.=Wohnung,3
u. Heidelbergerſtr. 9½, part. (17440s/6 Zimmerwohn., 1 Manſardenz., Bad, Gas, elektr. Licht, Vor= und
(elektr. Licht, Bad, Veranda uſw. Hintergarten viele Nebenräume.
(17825ms
ſp. 15. Okt. od. ſpät. Näh. Bergmann, Näheres 1. Stock.
Rheinstrasse
17
(Ecke d. Grafenſtr.), 8 Zimmerwohn., Wilhelminenſtr. 19, Laden. (18778ms Heinrichſtr. 118, 2. St., geräum.
Bad u Zubehör, für einen
Zahn=
arzt, Rechtsanwalt, Arzt ſehr
ge=
eignet, per 1. April. Näheres im
(21064ms
Zigarrenladen.
n8
Karlstr. 66, 1. u. 2. St.
beſtehend aus je 7 Zimmern, Bad,
Gas, elektr. Licht, Kalt= u.
Warm=
waſſerleitung, Trockenboden, reichl.
Zubehör, per ſofort. Näheres
(2103ms
3. Stock daſelbſt.
Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
p. ſofort od. ſpäter. (22097ms
. St., 6 Zim.=
Rheinstr. 3, Wohn. mit all.
Zubeh. p. ſofort. Näh. i. Lad. (14100s
Heidelbergerſtr. 73, part.,
freie Lage, große ſch. 5 Zimmerw.,
mit Vorgarten, reichlich. Zubehör,
Waſſer, Bad, Gas, ev. n. 1 Zimm.
(18514ms
mehr, per ſofort.
Saalbaustraße 78
5 Zimmerwohn., Bad, Gas,
Bal=
kon, Loggia, alles neuzeitlich. Näh.
(19981ms
Soderſtr. 102, I.
Martinstr. 60, I. St.
ſchöne Wohnung, 5 Z., 1 Z.=Manſ.,
kompl. Badez., Speiſekammer, gr.
Vorplatz, g. Veranda, Erker,
Gar=
ſtenanteil, freie Lage, am 1. April 1913
ſev. früher, Mk. 1200.—. Näheres
(22329s
Heinrichſtraße 58, I.
5 Z.=Wohn. mit Zubehör, Veranda,
Balkon ꝛc; per ſofort. (21336ms
Wendelstadtstr. 38
ſpart., ſchöne 5=Zimmerwohn., reichl.
Zubehör, Bleichplatz, v. 1. Januar
ſod. früher. Näh. 1. St. (18260ms
Schöne Manſ. in gutem Hauſe
2 grade u. 2 ſchräge Zim., Küche,
ſgr. Veranda, Gas, Glasabſchluſ
uſw., nur an ruhige Mieter Näh.
Hügelſtraße 11, 1. St. (18513ms
ſchöne 5 Zim=
Grüner Wes merwohnung,
Manſardenz., Gas, Garten. Näh.
(22103ms
Grüner Weg 31, II.
Martinſtr. 64, I., wegzugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk.,
Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,
Loggia mit prachtvoller Ausſicht,
Garkenanteil, per ſofort. 120 Mk.=
Näheres Fuchsſtraße 16, 3. Stock.
Telephon 247.
(22096ms
Aliceſtr. 17, Seitenb., 1. Stock,
ſchöne 4 Zimmerwohn. per ſofort.
Näh. Vorderhaus, 2. St. (22328s
Teichhausſtraße 51 4=Zimmer=
Wohn., Gas, per ſofort. Preis
550 Mk. Näh. 1. Stock. (17489ms
Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim.,
Gas, Veranda u. all. Bequemlichk.
v. ſofort. Pr. 460 M. p. J. (18511ms
Rheinstrasse 47
Vorderh. 2. Stock, ſehr ſchöne gr.
4 Zimmerw. wegen Verſ. d. ſeith.
Mieters, auf 1. Jan. Näh. Vorder=
(23275ms
haus, Baubüro.
Ernſt Ludwigsſtr. 16, 3. St.,
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u.
Leucht=
gas, an ruhige Leute. Preis 400
(20260ms
Mark.
Schwanenſtr. 6, part., ſchöne
3 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. Januar. (23276ms
Kiesſtr. 47, Manſ., 3 ſchräge
Zimmer, Küche, Gas u. Zubeh. p.
1. Nov. 20 Mk. monatlich. (22327s
Htb., ſchöne
Eliſabethenſtr. 29, 3=
Zimmer=
woh. Näheres Laden. (21337ms
Schlachthausplatz 1 2 Zimmer,
Küche m. Waſſer, p. 1. Dez. (23009ms
Lichtenbergſtraße 78, Hinterb.,
ſchöne 2 Zimmerwohn. m. großer
Küche, Trockenboden, abgeſchloſſ.
Vorplatz per ſofort. Näh. 1. Stock
Vorderhaus b. Hern Heid. (23010ms
Grafenſtr. 31, Stb., Manſarde,
2=Zim.=Wohn. per 1. Nov. (20824ms
Ludwigsplatz 3 Laden nebſt Zub.
ſper ſofort.
(17824ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Kont. per ſofort.
(21338ms
Fuchsſtr. 14 Stall f. 2 Pferde,
Heuboden, Burſchenſtube. (22095ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Sernrt. 1 e
per 1. Dez. zu vermieten. (2950ms
Lichtenbergſtr. 25, part., 2= Zim.=
Wohn. Näh. 1. St. b. Köhler. (23006ms
Erbacherstrasse
2 Zimmerwohnung, per Monat
14 Mark, ſofort zu verm. Näh.
Stiftſtraße 19, Büro. (17323s
Tannenſtr. 37, Manſarde,
ge=
räumige 2=Zimmerwohn. (B21537s
Zwei Zimmer
an einzelne Perſon zu vermieten.
Näh. Waldſtr. 34, 1. St. (13990s
2 ineinandergeh.
Manſarden=
zimmer, monatl. 10 Mk. Näh. Hein=
(21825s
heimerſtr. 77, 2. St.
Grünerweg 9
ſchöne gerade 2 Zimmer=Wohnung,
gr. Vorplatz, Küche mit Gas uſw.
inur an ruh. Leute ohne Kinder,
tſof. beziehb., 25 M. p. Mon. (21443is
Grafenſtr. 2, Htb., 2=
Zimmer=
wohnung mit Zubehör. (23021ms
Bleichſtr. 17, Hinterh., 1. St.,
ſchöne 2 Z.=Wohn. p. 1. Dez. (23142t
Grafenſtr. 16, Stb., kleine 2=
Zimmerwohnung zu verm. (*11352
Arheilgerſtr. 14, eine 2 Zim.=
Wohnung nebſt Zub. (*11351
Hübſche 2=Zim.=Wohn. m. Kam.
u. Zub. v. kl. Fam. (2 Perſ.) geſ.
Off. m. Pr. u. F74 a. d. Exp. (*11324
1 Zimmerch
Stube, Kammer u. Küche, per alsb.
Näh. Eckladen daſelbſt. (20158ms
ete et
Manſardenwohnung nebſt Klicheu.
Zubehör v. 1. Januar k. Z. ab, an
ruhige Dame zu vermieten. Näh.
(21541ms
im oberen Stock.
Kaupstrasse 7, III.
ſchöne Wohnung, monatl. 23 Mk.,
ſofort zu vermieten. Zu erfragen
Schuchardſtraße 13, I., Allgemeiner
Hausbeſitzer=Verein (21610ms
Gervinusſtr. 45 kl. Manſarde
per ſofort an ruhige Leute. Näh.
daſelbſt oder Landgraf Philp=
Anlage 4.
(21291oms
Hermannſtraße 33, gegenüber
dem Prinz Emilgarten, große,
ſchöne Manſarde, neu hergerichtet,
p. ſof. od. ſpät. zu bez. (B22979ms
Kleine Bachgasse 10
kleines Haus zu verm. (22498s
Näh. Hohmann, Eliſabethenſtr. 16.
Parkusstrasse 21
ſchöne, helle Manſ. per ſofort od.
ſpäter zu vermieten. (*11161dfs
zunächſt
Kanber-Mle
der
Merck’ſchen Fabrik, kleines Haus
mit großem Garten, Hühnerſtall
zu verm. Näh. bei Joh. Konrad Mahr,
Heidelbergerſtr. 43. (B23213ms
Roßdörferſtr. 42 Manſardenz.,
Küche, Waſſ, Gas u. Klof. (13019ms
Waldſtraße 34, Seitenbau, zu
vermieten Zimmer, Kammer und
Küche mit Zubehör an einzelne
Perſon oder ält. Ehepaar.
Monat=
lich Mk 12.—
(18940ms
Karlſtr. 94 ſchön. unmöbl. Z.
m. Nordlicht zu verm. (20463ms
Forſtmeiſterplatz 3 1 Zimmer,
Küche und Zubehör (B21233ms
Waldſtraße 25, Stb., 1 Zim.
mit Küche an einz. Perſ. (21824ms
Steinackerstr. 9, III.
1 ſchönes gr. Zim. per ſof. (B22516ms
Zu erfr. im Bureau,
Steinacker=
ſtraße 1. Seitenbau.
Bleichſtr. 35, Seitenb., 1 Zim.
imit Küche, Keller u. 2 Bodenkam.
ſofort zu vermieten und beziehen.
Zu erfr. Vorderhaus, pt. (22555ms
Kiesſtr. 94 ein ſchönes, unmöbl.
Zim. im 3. Stock an einz. Dame
zu verm. Näh. parterre. (22981ms
Waldſtr. 34, Seitenb., 1 Zim.
mit Küche, Keller u. Zubehör an
einzelne Perſon zu verm., pr. Mnt.
9 Mk. Zu erfr. Vrdrh. I. (21790s
Arheilgerſtr. 78, ſchönes
un=
möbliertes Zimmer mit Kochofen
u. Waſſerleitung zu vm. (23205ms
Soderſtr. 78 geräum. Zimmer
mit Bodenkam. zum
Möbelein=
ſtellen zu vermieten. (*11317sm
Ine Zimmer
Darmſtr. 10 Manſ. an ruhige
Leute v. ſofor.t z. vm. (18185ms
Inſelſtraße 21, Hinterhaus,
Ten
Llmln
Eberstadt, Wilhelmstr.
Nähe Dampfſtraßenbahn, 6 Zim.=
Haus mit Zubehör, Garten ꝛc.,
alshald zu verm. Mietpr. 400 Mk.
Näh. bei Emil Werner,
Darm=
ſtadt, Rhönring 15, III. 22983ms
Ebeistaar D. D.
Moderne 5 Zim.=Wohnung,
Gas, Kalt= und
Warmwaſſer=
leitung, Veranda, in nächſter
Nähe der Straßenbahn, per
ſofort zu verm. (21293ms
Darmſtädterſtr. 35.
Geeäue
Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau.
Keller und Magazin, a. als
Werk=
ſtatt geeignet, können dazu gegeben
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (19983ms
Schulstrasse 3, Hinterbau
zwei größere Räume für ruhigen
Bürobetrieb ꝛc. zu verm. (23208ms
Ernst-Ludwigstr. 3, I. St.
2 oder 3 Zim. zu Geſchäftszwecken
zu verm. Näh. im 2. St. (22740ms
Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte
Ge=
ſchäftslage, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(22273ms
ſſchöne Manſarden=Wohnung per
ſofort billig zu vermieten.
Näh. daſ. Vorderh., 1. St., oder
Kiesſtraße 25, kl. Manſ.=W.
zu vermieten.
Ernst-Ludwigstr. 11
der Marktpaſſage gegenüb., mod.
durchgeh.
Laden
(z. Zt. Schneiderutenſil.) per April
1913 zu verm. Näh. 1. St. (20492ms
Rheinſtraße 32, part. (18540ms Ecke Schützen= u. Hügelſtr. 21,
mit Zimmer ſofort zu
(VII20762 Läden v. Pr. 480 M. (19289ms
S
AGrosser Laden
Elifabethen=
ſtraße 2 (Stadt Pfungſtadt)
per ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (19930ms
Schlossgartenstr. 43
Eckladen an 3 Straßen. mit
Wohnung zu vermieten. Näheres
Schloßgartenſtr. 41, part. (19475ms
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 Mtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolft. Wilhelminenſt. 26. (19923ms
Heinheimerſtraße 42 Laden
(21556ms
zu vermieten.
Schöner geräumiger Laden mit
Ladenzimmer per 1. Dezember zu
verm. Näheres bei Dintelmann,
Kleine Ochſengaſſe 2. (20488ms
Forſtmeiſterplatz 4 Laden mit
3 Zim.=Wohn., für jedes Geſchäft
geeignet, ſof. zu verm. (B18272ms
nebſt Zub. Ludwigs=
Laden platz 3 anderweit zu
vermieten.
(20744ms
Näheres im Laden nebenan.
Pankratiusſtraße 26½ Laden
zu vermieten.
(21555ms
Nieder-Kanstädterstr. 5
Laden ſofort oder ſpäter zu verm.
Näh. Konditorei Frey. (22040ms
In meinem Hauſe am Markt
iſt der Laden ſowie erſte Etage
mit je 2 großen Schaufenſtern,
während der Weihnachts=
Verkaufs=
zeit als Ausſtellungslokal zu
ver=
mieten. Näheres bei Architekt
Küchler, Bismarckſtraße 20.
Frau H. Günther. (22531ms
Ecke Rhein= und Grafenſtraße
(23209
Laden oms
nebſt Lagerräumen zu vermieten.
Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtraße 17.
Laden mit oder
Waldſtr. 20 ohne Wohnung a.
als Büro zu vermieten. Näheres
Seitenbau, parterre. (18817s
Luisenplatz 1
moderner Laden zu 1500 Mk. zu
(B21816s
vermieten.
Wilhelminenſtr. 17
Laden mit kompl. hochfeiner
Einrichtung u. Zubehör, 2 groß.
Erkern, Zentralheizung, zu
ver=
mieten. Näh. Wilhelminenſtr. 17
bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
G. Hinkel, Dipl.=Ing. (22716s
Willlenhienstr. 35
ſchöner großer Laden 48 qm
mit 2 gr. Doppelſchaufenſtern und
3 Nebenräumen per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. Alicebazar Nr. 21
und Herdweg 91, I. (B20791s
nee
Mathildenplatz 8
Hinterbau, als Lager od.
Werk=
ſtätten geeignet, per ſof. zu verm.
Näh. daſ. zw. 11—12 Uhr. (19234ms
Ernſt=Ludwigſtr. 11, Seitenb.,
ebener Erde, ſchönes Lokal als
Lagerraum oder Werkſtätte mit
ruh. Betrieb. Näh. 1. St. (20493ms
Seſlung
Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde,
Heuboden und Remiſe, ſofort zu
vermieten.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt,
Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun,
Martinsſtraße 74.
(22048ms
Luiſenſtraße 34, Mittelbau
1. Stock, große, helle 4 Zimmer
mit Küche, auch als Lagerräume
geeignet. Näh bei Gg. Korbus,
Luiſenſtr. 36, Laden. (22554ms
Kahlertſtraße 32,
Sei=
tenbau, 3 Räume für
Werk=
ſtätte, Lager ꝛe. billig zu
vermieten. Näheres Wilhelm
Castan, Kirchſtr. 5. (22124ms
Mieder-Kanstähdterstr. 51
große Werkſtätten od. Lagerräume
zu vermieten.
(22265is
Karlſtraße 12
helle Werkſtatt, 50 am, m. Licht
u. Kraft m. o. oh. Wohng. Näh. 1. St.
kl.
Werk=
weinbergstr. 11 ſtätte od.
Magazin zu vermieten. (20156s
Mechan. Werkstatt
evtl. mit Maſchinen zu vermieten
Frankfurterſtraße 36.
(21698t
Grafenstrasse 25, I.
großer Lagerkeller zu vm. (23210ms
Keiler zu vermieten
22865t)
Soderſtraße 14, II.
Sellme
Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für
Biernie=
derlage, Kutſcher od.
Fahrunter=
nehmer, im nördlichen
Stadt=
teil ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(16814ms
Obergaſſe 16 Stalung,
Heu=
boden, Lagerraum, Hof, mit und
ohne Wohnung per ſofort z. verm.
Näh. Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (18268ms
Löffelgaſſe 9,
Stallung, Wagenremiſe u.
Heu=
boden per ſofort zu verm. Näh.
Frankfurterstr. 100, Bangert. (17818ms
Martinstrasse 72
iſt eine ſchöne Stallung f. 3 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer u.
Heu=
boden, p. ſofort zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74. (B19200ms
Karlſtraße 60 Stallung zu
vermieten.
(B21818s
Das Geſchäftshaus
Marktplatz 1.
ſeither von der Firma Gebr. Rothſchild gemietet, Laden m. Kontor
und 4 großen Schaufenſtern, Galerien und großen Verkaufsräumen
im 1. Stock, verbunden mit breiter Treppe u. Lauftreppe mit 2. Stock
und Manſarden iſt per 1. Oktober 1913 zu vermieten, od. auch 3 Läden.
Näheres beim Beſitzer: Gerhard Schmitt,
Schießhausſtraße 120.
— (B23216
Riedeſelſtr. 72 Stall. n. Zubeh.
ſowie 2 Remiſen zu verm. Näh.
Heidelbergerſtr. 9½, part. (23211s
Ler
Umer
Heinrichſtraße 69 kl. frdl. mäbl.
Zimmer mit g. Penſion. (21004ms
Wienersſtr. 62, I., gut möbl.
2fenſtr. Zim. z. vermieten. (18016ms
Waldſtr. 44 möbl. Zimmer zu
verm. Näheres parterre. (18181ms
Schießhausſtraße 27, freundl.
möbl. Zimmer zu verm. (19429ms
Bleichstr. 40, I. u. III.
Stock, je ein Zim. zu vm. (22267ms
Neckarſtr. 9 I. I., möbl. Zim.
m. Kaff. p. Woche 3.80 Mk. (20812ms
Frankfurterſtr. 58, p., frdl. Z.
m. od. o. Penſ. a. ruh. Miet. (19587ms
Kiesſtraße 45, 2. Stock, einſach
möbl. Zim. zu vm. (20163ms
Heinheimerſtr. 81, III., ſchön.
möbl. Zimmer zu verm. (20457ms
Karlſtr. 49, III., ſchönes möbl.
Zim., Woche 3.50 Mk. (20455ms
Neue Niederſtr. 3, I., m.
Wohn=
u. Schlafz., auch einz. (B20739ms
Hochſtr. 13, I., gut möbl. Zim.,
evtl. m. Penſ. ſofort z. v. (20726ms
Eliſabethenſtr. 49
ſchönelogler=
räume ſof. auf einige Mte. (21333ms
Kiesſtr. 40, part., möbl. Zim.
(VII21612
zu vermieten.
Grafenſtraße 31, 1. St., möbl.
Zimmer zu vermieten. (22042ms
Saalbauſtr. 25, III., ſehr gut
(22298ms
möbl. Zimmer.
Hofſtallſtr. 8, I., links., möbl.
(22499ms
Zimmer zu vm.
gut möbl.
Blumenthalstr. 47, Zim. mit
ſep. Eingang zu verm. (22630ms
Wohn= u. Schlafzimmer, evtl.
2 Betten in beſſerem Hauſe zu
verm. Näh. Expedition. (21823oms
Hochstr. 53, II.
ein großes, gut und bequem möbl.
Zimmer zu verm. (B21126oms
Liebfrauenſtr. 59, I., Ecke
Pan=
kratiusſtraße, ein ſchönes, möbl.
Zim. billigſt zu verm. (*10904oms
möbl. Zim. bill. (*104ms
Zentrum Ernſt Ludwiaſtr. 9, III.
Kiesſtr. 58, in ruhigem, ſeinen
Hauſe, ſehr gemütlich u. nett möbl.
Zimmer für jungen Kaufmann ꝛc.,
ev. mit voller Penſion. (22973ms
Kranichſteinerſtr. 5, III., ſchön
möbl. Zimmer, auch Wohn= und
Schlafzim., zu verm. (22977ms
Riedeſelſtr. 70, II., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (22985ms
Ecke Wilhelm- u. Karlstr.
1. Stock, helles, gut möbl. Zim.,
ſep. Eingang.
(B23012ms
Sintr aih, ncht. e
oder ohne Penſion zu v. (2220ms
Feldbergſtr. 30, I., einf. möbl.
Zim. mit Koſt ſofort. (*1073ms
Heinrichſtraße 125, I., fein
möbl. Wohn= u. Schlafz., ev. 2 B.,
an ſol. Herrv.od. Dame. (22448ids
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Die Hofreite
Kariſtr. 10
14,75 m Straßenfront, zuſammen
345 Um Flächeninhalt, iſt erb
teilungshalber unter der orts
gerichtlich. Taxation zu verkaufen.
— Auskunft wird erteilt
Karl=
ſtraße 104½, Laden. (B17250
Orangerie-Allee 14
Haus zum Alleinbewohnen zu
ver=
kaufen oder zu vermieten. (520216
Näheres Kaſinoſtraße 8, pt.
Micheſchit
von etwa 100 Ltr. zu kaufen
ge=
ſucht. Off. u. F 65 Exp. (23154a
Konditorei und Café.
Bleichſtr. 43 iſt nach Eröffnung
der Verbindungsſtraße nach dem
neuen Bahnhof die ſchon ſeit 40
Jah=
ren beſtehende Konditorei u. Cafe
ab 1. April 1913 neu zu vermiet.
Näh. im 1. Stock.
(23249ms
Griesheim.
Zwei nenerbaute Wohnhäuſer
mit je großem und kleinerem
Grab=
garten, Stallung, Waſchküche,
preis=
würdig zu verkaufen. (22385a
Baugeſchäft,
Wilh. Müller U. Wilhelmſtr. 41.
Mlleru
I. Hypothek
auf Wohn= und Geſchäftshaus ir
der oberen Rheinſtraße in Höhe
von ca. 160 000 Mk. geſucht.
Mieten 20 000 Mk.
(*11268fs
Gefl. direkte Angebote unter
F 58 an die Expedition.
von 38 000 Mk.
I. Kypothek von ſicher.
Zins=
zahler auf prima Obiekt von
F 86 an die Exped. (23253a
t Privatier an
verb
Seld reelle ſichere Leute ohne
Bürgen, zu 5
auf 5 Jahre, kleine
Ratenrückzahlung. A. Müller,
Ber-
lin, SW. 6½, Teltowerſtr. 16. (*9451a
verleiht an jedermann
Bar Geid reell, diskr. u. ſchnell
C. Gründier, Berlin 51,
Oranienſtraße 165a. Ratenrückz.
Koſtenloſe Ausk. Prov. erſt bei
Auszahl. Tägl. eingeh.
Dank=
ſchreiben.
(19193a
Froßh. Heſſiſcher Gerichts=
Waſſeſſor wünſcht
Aſſozia=
tionmit Darmſtädter Rechtsanwalt.
Gefl. Offerten unter P 18 an
die Expedition d. Bl. (*11111ms
Hypothekdarlehen
an 1. Stelle von einer Kaſſe auszul.
Off. u. E 32 a. d. Exp. erb. (22794a
Seite 27.
Dor
r Rele Taua
Die angesammelten Reste meiner sämtlichen Artikel kommen
Montag
den Enkorbr!
Inhaber
Jeuh Siicker der Firmd Manz
Rheinstrasse 4, I. Etage.
Te
zum Verkauf.
fürStraßen- u. Gesell-
für Knaben- u. Herren-
Buckskhl-Fieste Anzuge u. Hosen. Kleiderston-ieste Schattskleiger.
11
für Blusen und
in Bettzengen, Leinen,
Meste fur Uostamer Hesté einzeine Rocke. Fieste Bett-Damast.
(23272
Grafenſtr. 2, part, 2 Schlaſ=
(21826s
ſtellen zu vermieten.
Soderſtr. 44½, 1. St., freundl.
möbl. Zim. mit ſep. Eing. (19888s
Eliſabethenſtr. 35, Htb. II, IIs.,
b. Paus, ſch. mbl. Z. ſof. bill (22165a
Meder-Kanstädterstr. , Hth,1Tr.,
möbl. Zim. zu verm.
(*11337
Kafinoſtr. 27 hübſch., gemütl.
Zim per ſof. zu verm. (*11339
Neckarſtr. 4, II. I. (Gartenhaus),
ein oder zwei ſchön möbl. Zim.
mit ſep. Eing. ſofort. (*11340sm
II. I., eleg. möbl.
Neckarſtr. 22, Zimmer ſofort
zu vermieten.
(*11332
Gr. Ochſengaſſe 20 ein Logis
zu verm. Zu erfr. im Lad. (*11320
Teichhausſtraße 42 ein
un=
möbliertes Zimmer. (*113238ss
Hochſtraße 14 einſach möbl.
Zimmer zu vermieten. (23116a
1—2 große, helle Zimmer mit
ſepar. Eingang an ruhige Dame
zu verm. Näh. Eeped (*11149sss
Fuchsſtr. 14, Hinterh., erhält
einfacher, ſolider Arbeiter Zimmer
m. Kaffee, pro Woche 3 Mk. (23262a
Ein freundl. möbl. Zim. mit
Kaffee für 12 Mk. zu vermieten.
Näh. Eckhardtſtr. 15, part. (*11365sm
Fremdenpension
Haus Holthusen
Darmstadt, Orangerie-Allee 10
empfiehlt (B22052
Zimmer mit u. ohne Penſion
für jede Zeitdauer. — Teleph. 973.
Elektr. Bahn bis Hermannſtraße.
Sämtliche
4 Schaufenſter
in dem ehemaligen
Oktroiaufſichts=
häuschen an der Bleichſtraße ſind
ſofort anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft: Stadthaus,
(16840a
Zimmer 64.
Ein grosser Saal
zu verm., geeignet für Vereine,
zum Abhalten von Hochzeiten uſw.
Zu erfr. Marktplatz 12. (22501ms Selbſtgeber geſucht. Offert. unter
zu vermieten. (*11344aid
Eliſabethenſtr. 62, Hths., I. I.,
ſchön möbl. Zim. zu verm. (*11335
Wer ſucht
Käufer oder
Teilhaber
für Geſchäft, Fabrik= od.
Gewerbe=
betrieb, Haus= und Grundbeſitz,
der findet
(1474
ſolche ſofort durch
E. Kommen Nachf. (Inh. C. Otto)
Köln a. Rh., Kreuzgaſſe 8.
Za. 3000 kapitalkräft.
Reflek=
tauten ſind allerorts f. allerh.
Obiekte notariell nachweisb.
vor=
handen und werden ſolche durch
Inſertion in za. 800 Zeitungen
immer wieder neu beſchafft.
Abschlüsse werden fortlauf. erzielt.
Verlangen Sie koſtenfreien Beſuch.
Filiale
der Kaffee- und
Confituren-
branche geſucht von
kautions=
fäh ger Dame. Bevorzugt
Darm=
ſtadt, Mannheim, Karlsruhe
Würzburg. Offerten unter F 62
an die Exp. ds. Bl. (*11282fs
Mürnberger Spar-= u. Dariehns-Haut
e. G. m. A. Nürnberg, gibt an ſolv.
Leute jed. Standes
(22846)
Freihliſe Sr. oöhe,
Ansichten
und
Bücher
über
Hessen
und
Darmstadt
zu höchſten Preiſen zu kaufen
geſucht. Offerten unter
Post-
fach 77 Darmstadt.
5138a
3. Kabin
Kaupstrasse 46,
kauft zu höchſten Preiſen (3 Pfg.
das Stück, da eiligen Bedarf) (21368a
alte Flaschen.
zahlt die höchſt. Preiſe
für alte Flaschen. Eisen,
Metalle, Lump. u. Papier?
nur H. Zwickler.
Hoizstr. 24, I. 1. (*11215ds
Telephon
Kaufe getr. Herren= und Damen=
Kleider, Stiefel Bettwerk, alt. Gold,
Zahngebiſſe. Poſtkarte genügt od.
Telephon 2085.
(2299za
M. Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 7.
Ca. 500 Zentuer
Dickwurz
in kleineren u. größeren Mengen
abzugeben Arheilgerſtr 41. (22238a
Birnen. und Tweischen-
Latwerg
w. noch abgeg. Diehurgerstr. 234. (*10791ss
Kaufe fortwähr. gebr. Flaſchen.
W. Feldmann, Lohndiener,
Karlſtraße 73, Hth. (22949a
Guterhalt. Klavier
gegen Barzahlung zu kaufen
geſucht. Offerten m. Preisang.
unt. P 41 Exped. (*11210dfs
Karfokein.
Für den Winterbedarf empfehle
handverleſen, frei Keller:
Valer Rhein per Ztr. 2.75 ℳ
2.25 ℳ
Ella
Heinrich Vogel
Arheilgerſtraße 25.
(*11163dso
Karioffeln!
Für den Winterbedarf empfehle
handverleſen, frei Keller, u. zwart
Induſtrie, gelbfleiſch.,)2
Uptodate, weißfleiſch., ſ 2.50 M.
Kaiferkrone,
Sileſia .
.2.00 „
Kleine
1.50 ₰
W. Schwarz,
Großherzogl. Hofmeierei,
Telephon 184. (21125a
3 Mt.
billig zu
olfſpitz verkaufen
alter
Alte Niederſtraße 3. (B23016
Hobelbank u. verſch.
Schreiner=
werkzeug zu verk. (*11157ds
Näheres in der Exped. ds. Bl.
Fochbirnen per Pfd. 8 Pfg.,
§10 Pfd. 75 Pfg, zu verk.
B23090)
Schießhausſtr. 6.
1911er Matur-
Weiß-
mut Melhene
empfiehlt
(11860a
von 80 Pf. per Fl. an
Martin Jahn
Pallaswiesenstrasse 30
Telephon 305.
Für Geflügelzüchter
Die Zuchtanſtalt „Roſenhof” in Seeheim a. d. B.,
beſtens eingerichtet, iſt billig (ca. 20000 Mark unter
gerichtlicher Taxe) zu verkaufen. Näheres durch
An-
waltsbüro Moritzstrasse 20 in Wiesbaden. (122755
Sehr grose Hartens
für mehr. Hüte u. dgl. geeign., bill.
zu verkaufen. Schubkegel,
Ludwigsplatz 1. (*1121ds
Zu verkaufen: faſt neues Loden=
O kleid, Gr. 44, für 12 Mk.
*1116ds) Beckerſtr. 25, 3. St.
ſerſchiedene eichene Waſchbutten
zu verkaufen. Näh.
Heinrich=
ſtraße 103, parterre. (23073a
Gehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (13320s
ngut. Ton, ſch. Aeuſt, plaßh.
Pianino, b. z. vf. Viktoriaſtr. 32 I. (*1s
Tafelobst
groß. Vorrat, 10 Pfd. gemiſcht 1 M.
Hofmann, Karlſtraße 26.
Telephon 2037. (23089a
Kanden: eng. Kröofer, w Pfaut.
E. (Ausſtellungstiere), 2 ſch.
Tauben=
häuſ. zu vk. od. geg. Vög. umzutauſch.
*11271fs) Ludwigshöhſtr. 15, III.
Minterbirnen per Zentner 6 Mk.
Arheilgerſtraße 12. (*10931is
Ja. Ruhrkohlen
Union-Briketts
in Fuhren und einzelne Zentner.
Man verlange Preisliſte.
Georg Schött, Karlſtraße 54,
Telephon 1503.
(B21261
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Gummi-Gchuhe-
Heickk, legant, haldag
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Fragen über Fragen. — Und keine Antworten. — Die
Nacht der Amerikaniſchen Kolonie. — Wer wird Sieger
ſein? — Reichstagswahl. — Politiſche Fragen. —
Italie=
niſcher Beſuch. — Törichte Gerüchte. — Der
Zuſammen=
bruch des Komödienhauſes. — Unerklärliches. — Berliner
Theaterverhältniſſe. — Das erwartete Theatergeſetz. —
Der wunde Punkt. — Gegen die Frauenemanzipation. —
Schwarz=Weiß=Ausſtellung der Sezeſſion.
Das war in dieſen Tagen hier ein oft ſehr erregtes
und haſtiges Frageſpiel, häufig recht beluſtigend für
den unbeteiligten Zuſchauer, da ihn ja nichts die
Beant=
wortung anging — und er wäre ja auch in die berühmte
„tödliche Verlegenheit” gekommen, wenn er eine Antwort
hätte geben ſollen. „Wer wird Präſident werden? Wie
ſtehen die Chancen?” — immer wieder und wieder wurde
dies gefragt in der Nacht zum Mittwoch in der großen
kunſtgeſchmückten Empfangshalle und in den
anſchließen=
den Reſtaurationsräumen des Hotel Adlon, woſelbſt ſich
nach Schluß der Theater viele Mitglieder der
amerikani=
ſchen Kolonie eingefunden hatten, um beſtimmte
Nach=
richten über die Präſidentenwahl in den
Ver=
einigten Staaten zu erhalten. Denn dorthin waren
die Zeitungstelegramme von drüben beordert worden, man
durſte daher in dieſem Zentralpunkt des vornehmen
Fremdenverkehrs am ſchnellſten ſichere Auskunft erwarten,
Wie furrte und ſummte das unaufhörlich durcheinander,
Schleppen rauſchten über die ſchimmernden Orientteppiche,
Juwelen blitzten, von den ſchwarzen Geſellſchaftsanzügen
der Herren hoben ſich die duſtenden Gardenien ab, eine
Fülle ſehr ſchöner und ſelbſtbewußter eleganter Damen
neben den glattraſierten, geſund ausſchauenden, ſchlanken
männlichen Vertretern des Amerikanertums. Die faſt nur
engliſch geführte Unterhaltung drehte ſich ausſchließlich
um die Wahl des Staatsoberhauptes der größten
Repu=
blik, und es war intereſſant zu beobachten, wie
leiden=
ſchaftlich auch die Damen Partei nahmen für den einen
oder anderen der Bewerber um den Wohnſitz im Weißen
Hauſe zu Waſhington. Die Namen Taſts, Wilſons und
Rooſevelts ſchlugen ſtets von neuem an das Ohr, recht
hohe Wetten wurden auf den und jenen der Drei
abge=
ſchloſſen, von denen jeder ſeine leidenſchaftlichen
Partei=
gänger hatte, wie auch auf jeden beim ſchäumenden „Extra
dry. ſchallende Hochs ausgebracht wurden, während
mehr=
fach die Kapelle die Sternenbannerhymne ſpielte, die ſtets
lauten Jubel erweckte. Man erkannte die ſonſt ſo kühlen
und zurückhaltenden Amerikaner und Amerikanerimen
gar nicht wieder, ſie ſchienen ſämtlich wie von einem
Fieber erfaßt zu ſein, zumal als mit der erſten Morgen=
ſtunde das erſte Telegramm einieſ, das für Taſt günſtig
lautete. In längeren Zwiſchenräumen folgten dann
wei=
tere aber es ließ ſich doch bald erſehen, daß noch manche
Stunde vergehen würde) bis man einen ungefähren
Ueberblick über die Stimmen für den Sieger und die
Be=
ſiegten erhalten würde. Und das dämpfte dann
allmäh=
lich den „Ueberſchwang der Gefühle” und ließ mit der
zunehmenden Ermüdung eine Abſpannung der Erregung
eintreten, ſo daß nur noch die Ausdauerndſten
ſtandhiel=
ten. Aber auch ſie mußten wohl das zweite Frühſtück
ab=
warten, bis ihre Geduld durch einigermaßen ſichere
Zah=
len belohnt ward.
In derſelben Nacht verkündeten Extrablätter der
Zei=
tungen die für den Reichstag erfolgte Wiederwahl
Dr. Kaempfs im Wahlviertel des Königsſchloſſes, was
in vielen Vevölkerungskreiſen lebhaſte Befriedigung
her=
vorrief. Aber die Teilnahme wäre wohl noch eine weit
größere geweſen, wenn nicht die Aufmerkſamkeit
zerſplit=
tert und abgelenkt würde durch die großen
politi=
ſchen Fragen, die mit den Balkanereigniſſen
zuſam=
menhängen und die immer von neuem hier
leidenſchaft=
lich erörtert werden. Auch hier Fragen üver Fragen aller
Art, auf die ſelbſt die genaueſten Kenner der Verhältniſſe
— von den „berufenen‟ Diplomaten ſchweigt man lieber
keine Antwort erteilen können. Mit aller Offenheit hat es
ja der zum offiziellen Beſuche hier weilende italieniſche
Miniſter des Auswärtigen, Marquis di San
Giu=
liano eingeſtanden, daß er ſelbſt nicht weiß, wie ſich die
Ereigniſſe des weiteren entwickeln werden. Noch immer
fürchtet man in vielen Schichten unſerer Bevölkerung, nicht
am wenigſten in jenen des Handels und Wandels, daß
es unter Umſtänden noch zu ernſteren mitteleuropäiſchen
Verwickelungen kommen kann, und das wirkt leider ſehr
lähmend auf die Tätigkeit unſerer Induſtrie und auf den
Geldmarkt ein. Allerhand törichte Gerüchte, die aus den
namentlich an den Stammtiſchen ſo beliebten „ſicheren
Quellen” ſtammen, daß im Geheimen Vorbereitungen für
eine eventuelle Mobiliſierung getroffen werden, verſtärken
noch die Unſicherheit: geht man ihnen auf den Grund, ſo
ergeben ſich militäriſche und ſeemänniſche Anordnungen,
die zu beſtimmten Friſten regelmäßig vorgenommen
wer=
den. Auch die Frage einer europäiſchen Konferenz zur
Regelung der Neugeſtaltung der Balkan=Landkarte wird
hier mehrfach aufgeworfen — na, darauf kann man ſchon
die Antwort erteilen, und zwar, daß im Falle einer
ſol=
chen Diplomaten=Zuſammenkunſt Verlin ſicher nicht der
Ort derſelben ſein wird!
Mit mancherlei Fragen, die nicht minder ſchwer als
allerhand politiſche zu löſen ſind, iſt auch das Schickſal
des „Komödienhauſes” verknüpft. Der
Zuſam=
menbruch der Direktion Lothar iſt für Berlin eine neue
Erſcheinung, denn ſonſt erfolgten derartige Kataſtrophen
erſt zum Schluß der Saiſon, nachdem im Laufe derſelben
alle Hoffnungen fehlgeſchlagen. Jetzt aber ſtehen wir am
Beginn der Theaterzeit, und das „Komödienhaus” hatte
Erfolge, um die es von vielen anderen unſerer Bühne
be=
neidet wurde Man war überraſcht, als man ſeinerzeit
erfuhr, daß Dr. Rudolf Lothar die Leitung einer
neuzu=
ſchoffenden Verliner Bühne übernehmen wolle, und
forſchte vergeblich nach den Beweggründen. Der genannte
Schriftſteller war vor mehreren Jahren aus Wien
hier=
hergekommen, hatte ſich infolge ſeiner literariſchen und
perſönlichen Eigenſchaften ſchnell eine angeſehene Stellung
errungen, ſeine Stücke wurden vielfach geſpielt, ſeine
Ro=
mane und Feuilletons fanden warmen Anklang, und nun
vertanſchte er plöblich dieſen ſiheren, einträglichen und
behaglichen Platz an der ſonnigen Gunſt des Publikums
und der Preſſe mit dem höchſt unſicheren eines Berliner
Theaterdirektors. Auch hier blieb ihm die erwähnte
Gunſt treu, mit ſichtlichen Sympathien begrüßte man ſeine
Direktionsführung und ſah über allerhand Beiwerk
hin=
weg, das man einem anderen geviß aufs Kerbholz
ge=
ſchrieben hätte. Und trotzdem und alledem, neben reichen
Kaſſenerfolgen ſchon nach acht Wochen Schwierigkeiten
über Schwierigkeiten, die bei einem Haar zu einer
plötz=
lichen Schließung des Theaters geführt hätten. Nur
durch ein beſonderes Entgegenkommen der betreffenden
Behörde und der finanziell hauptſächlich Beteiligten
wurde dies Aeußerſte verhindert und kann vorläufig
weitergeſpielt werden, freilich immer mit der Ausſicht,
daß die ganze Geſchichte eines Tages ihr Ende hat und
zahlloſe Exiſtenzen jetzt im Winter eine ungewiſſe und
trübe Zukunft vor ſich ſehen. Dieſe Theatergründung, die
leider bezeichnend für Berlin iſt, muß doch recht planlos
begonnen worden ſein, in erſter Linie mit erheblichſten
Schulden, ſo daß ſchon bei der erſten Vorſtellung ein
Fehl=
betrag vorhanden war der ſich bei den bedeutenden
Aug=
gaben von Tag zu Tag vergrößerte. Aber auch ſonſt
mögen wohl noch andere Fehler gemacht worden ſein ſo
durch die Verpflichtung eines viel zu umfangreichen
Per=
ſonals von achtzig Köpfen, durch Erwerbung einer
Un=
zahl neuer Stücke, durch überflüſſige Ausgaben innerhalb
des Theaterraumes ſelbſt. Da konnte der Krach nicht
aus=
bleiben, nur hatten ihn die „Kundigen” an denen es ja
natürlich auch in dieſem Falle nicht fehlte, für weit ſpäter
vorausgeſagt.
Zugleich hört man, daß es auch mit einer zweiten
großen Bühne im Weſten unſerer Stadt, die ſich in
muſikaliſcher Beziehung einen guten Ruf erworben und
gleichfalls anhaltende Erfolge zu verzeichnen hat, ſehr
wackelig ſtehen ſoll, ſodaß man auch hier das Schlimmſte
befürchtet. Es ſcheint nach dieſen neueſten böſen=
Erfahr=
rungen, daß die Geſetzgebung grade den Theatern
gegen=
über ſehr empfindliche Mängel aufweiſt, denn es wird
zwar bei Erteilung einer Konzeſſion die Hinterlegung
iner beſtimmten Summe beanſprucht, um die Gehälter
des Perſonals für eine gewiſſe Zeit zu ſichern, letztere iſt
aber viel zu kurz bemeſſen. Es wäre dringend zu
wün=
ſchen, daß die Behörde auch eine weitere finanzielle
Sicherung verlangt, die ähnliche Ereigniſſe, wie beim
„Komödienhauſe”, ausſchließt. Eine Beſſerung erwartet
man ja von dem Theatergeſetz, das ſchon vor vier
Jahren von allen Parteien des Reichstages gefordert und
von der Regierung auch zugeſagt wurde, das aber immer
noch auf ſich warten läßt. Um eine Beſchleunigung
herbei=
zuführen, iſt in dieſen Tagen dem Reichsamt des Innern,
welches das Geſetz vorbereitet, eine Denkſchrift
über=
mitelt worden mit Aeußerungen einer Anzahl von
Parla=
mentariern ſowie hervorragenden Bühnenkünſtlern und
Künſtlerinnen, die mehr oder minder eingehend ihre,
Wünſche vorbringen. Eine Frau, und zwar Roſa
Ber=
tens in Berlin, ſcheint unſeres Erachtens am treffendſten
die zu beſeitigenden wunden Punkte berührt zu haben:
„Ein Geſetz, das dem Uebel abhelfen ſoll, muß damit
be=
ginnen, den Andrang zum Theater und die Vergebung
von Theaterkonzeſſionen zu erſchweren. Es muß den=
Unterricht kontrollieren, durch den häufig gänzlich
Talent=
loſen der letzte Erbgroſchen geraubt und, was noch
bedenk=
licher iſt, das Leben zu eitler Stümperei verpfuſcht wird.
Es muß verhüten, daß Theater von Leuten aufgemacht
werden, die nicht ſelbſt einen Teil ihres Lebens in nächſter=
Frankfurt a. M.
DAehanz An der Markthalle 6, I. Etage.
Meine diesjährigen
Große Schurzen-Verkaufs Tuge
beginnen Montag, den 11. November.
(T23226
— Dieselben sind eine hervorragend preiswerte Gelegenheit zum Einkauf von Weihnachts-Schürzen.
Knaben-Spielschürzen
aus bestem Water Siamosen, mit 2 Taschen,
schöne helle und dunkle Dessins
Serie
Serie II
per Stck. 85 8
per Stck. 58₰
Ein Posten
Hausschürzen
mit Volant und Tasche
per Stück 68 ₰
2 Serien allerbeste Water Siamosen-
Hausschürzen
120 cm breit, mit Volant und Tasche
Serie I
Stück
Serie II
Stück 35
Ein Restbestand weisser u. farbiger
Zierschürzen
mit Träger, sonst Wert von 1.35 bis 2.50
per Stück 95 ₰
6 danz hervorragend große Sortimente Damen-B
aus dem besten Water Siamosen hergestellt, hell und dunkel
Sortiment I
Sortiment II
Sortiment III
Sortiment IV
Sortiment V
Stück 1120
Stück 33 ₰
Stück 1.50
Stück 1.40
Stück
senschürzen
Sortiment VI
1.68
Stück 1.55
Damen-Blus.-Schürzen
aus türkischem Satin und Tupfen-Satin,
nur la Qualitäten
Serie I Serie II Serie III Serie IV
Stck. 1.20 1.48 1.68 1.95
Türkische
Satin-Zierschürzen
mit Träger
5
Stück 95 ₰ 12 122 148
Ein Restbestand
Kinder-Schürzen
nur kleine Grössen
Stück 48 ₰
5 große Sortimente Kinder-
Sortiment I, Länge 45, 50,
55. 60, 65, 70, 75 cm, alle
obigen Längen
Stück 95 ₰
Sortiment II, bessere Sach.,
Länge 45, 50, 55, 60 cm,
alle obigen Längen
Stück 95 ₰
Sortiment III, bessere Sach.,
Länge 65 70, 75 cm. alle
obigen Längen
Stück 1.25
Damen-Kimono-Reformschürzen ärmein
Damen-Kleiderschürzen mit langen Aermeln
mit Halb-
Ein Restbestand
Kinder-Schürzen
bis 100 cm lang, sonst 2.25
Stück 35 ₰
aus den besten Water Siamosen und
:: guten Satindruck, hell und dunkel
Sortiment IV, Länge 80, 85,
90, 95, 100 cm, alle obigen
Längen
eitr 1. 18
Sortiment V, Länge 80, 85, 90,
95 und 100 cm, bessere Sachen,
alle genannten:
Längen . . Stück 1.9₰
Serie I
Stück 1.95
Serie II
Stück 2.25
Serie I
Stück 2. 35
Serie III 65
Stück 2.50
Serie II
Stück 3.25
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 29.
Verbindung mit dem Theaker verbracht haben Es muß
Minimalgehälter beſtimmen, unter denen kein Direktor ein
Mitglied engagieren, und Marimalforderungen an
Toi=
lettenaufwand, über die er nicht hinausgehen darf. Es
muß Schauſpieler, die ohne Gehalt länger als ein halbes
Jahr tätig ſind oder gar in irgendeiner Form den
Bühnenleiter für ihr Engagement entſchädigen, aus dem
Beruf entfernen”.
Auch in den in der erwähnten Denkſchrift enthaltenen
übrigen Eingaben von Frauenhand macht ſich ein
über=
zeugtes und warmes Eintreten für den ſo vielfach
ge=
fährdeten Schauſpielerinnenberuf geltend, wie es ähnlich
ſchon in öffentlichen Frauenverſammlungen zum
Aus=
druck gelangte. Ein derartiges energiſches Drängen iſt
nun gar nicht im Sinne des „Deutſchen Bundes
zur Bekämpfung der
Frauenemanzipa=
tion” der letzthin hier ſeine erſte Hauptverſammlung
abhielt, in welcher es redſelig und kriegeriſch zuging. Die
zahlreich erſchienenen Gegner hatten ſchließlich mehr
Er=
folge, als die Anhänger, die zu dem Meinungsaustauſch
eingelaben, was leicht erklärlich iſt, da die von dem Bund
unternommene Bewegung ſich nicht bloß gegen die
Aus=
wüchſe der Frauenemanzipation richtet, ſondern gegen
letztere insgefamt. Das iſt ein großer Fehler, da er das
Kampfgebiet unnütz erweitert mit Angriffen auf längſt
verlorene Poſitionen, ſo daß Kraft und Zeit ganz
um=
ſonſt verpufft werden. Viele der Vorwürfe, die von den
Einberufern gemacht wurden, waren völlig uferlos, u. a.,
wenn der Vorſitzende hervorhob, daß die Frauen nicht
das Verſtändnis für die organiſatoriſchen
Zuſammen=
hänge im Staatsleben und für den Wert des geſchichtlich
Gewordenen hätten und daß ſie nicht fähig wären,
poli=
tiſch zu urteilen. Natürlich fehlte es nicht an ernſtem
Widerſpruch, der lebhafte Zuſtimmung fand, zumal er
klug und feſt begründet wurde. Es iſt anzunehmen, daß
der genannte Bund ſeine Tätigkeit nicht allzu lange
aus=
üben wird.
Das ewig Weibliche ſteht auch im Mittelpunkt der
ſo=
eben eröffneten Schwarz=Weiß=Ausſtellung der
Sezeſſion, natürlich nur, was Form und Art
anbe=
langt, denn die Beteiligung der Künſtlerinnen iſt im
Gegenſatz zu den großen ſommerlichen Sezeſſions=
Aus=
ſtellungen eine ganz verſchwindende. Auch diesmal finden
wir’s wieder beſtätigt, daß dieſe ſezeſſioniſtiſche
Ausſtel=
lung von Zeichnungen, Radierungen, Aquarellen,
Litho=
graphien, Illuſtrationen viel Feſſelnderes bietet, als jene
von Gemälden und Skulpturen. Zeichenſtift, Griffel und
Feder ermöglichen eben weit eher die Ausführung neuer
Ideen und verwegener Gedanken, als Pinſel und Meißel,
und ihre Erzeugniſſe wirken, auch wenn ſie noch ſo keck und
geſucht ſind, nie ſo ſchwer, brutal und verletzend, wie die
Werke der gleichen Künſtler in Helfarbe und Ton. Des
ferneren bedingt die ganze Anlage der Schwarz=Weiß=
Kunſt auch mehr Gründlichkeit in techniſcher Beziehung
und läßt uns viel eher das Charakteriſtiſche eines
Künſt=
lers erkennen, als es bei der Leinewand der Fall iſt.
Ohne uns auf Einzelnes einzulaſſen, was bei der Fülle
der Namen ſchwer wäre, wollen wir erwähnen, daß neben
vielem Leichten und Leichtfertigen ſehr viel Gutes und
Gründliches vorhanden iſt, und daß man neben ſtarken
Kraftproben junger Talente viel Ausgezeichnetes älterer
und verſtorbener Meiſter findet. Am eindringlichſten
ſpricht die Kunſt eines der Dahingeſchiedenen zu uns,
jene Adolf Menzels, deſſen Zeichnungen, aus dem Beſitz
Max Liebermanns ſtammend, eine ganze Wand bedecken
und zu denen wir, wenn wir genng haben von den
benach=
barten Fineſſen und Pikanterien der Pariſer Illuſtratoren,
mit verdoppelter Genugtuung zurückkehren, uns an der
Ehrlichkeit, Vertiefung bis ins kleinſte, Berückſichtigung
des Großen, an der nie nach Mätzchen und
Ueberraſchun=
gen ſtrebenden kernigen Hingebung und Wahrheitsliebe
unſeres Altmeiſters erfreuend.
Literariſches.
„Folge der Natur!” „Wie ſollen wir uns
ernähren in geſunden und kranken Tagen?” Mit Anhang:
Auswahl diätetiſcher Menus und Kochrezepte. Von Dr.
med C. Bruhin, Spezialarzt für Magen= und
Darmkrank=
heiten in Vern. Verlag von Herm. Hambrecht in Olten
(Schweiz). 260 Mk., geb. 3.60 Mk. Das Buch
unterſchei=
det ſich von Werken ähnlicher Art weſentlich dadurch, daß
es in aller Kürze und doch in gemeinverſtändlicher Weiſe
die wichtigſten allgemeinen Geſichtspunkte der Diätetik
er=
ſchöpfend behandelt. Im Anhange des Buches fügt
Ver=
faſſer eine Sammlung diätetiſchr Tages=Menus und
Kochrezepte bei, was von mancher Hausfrau freudig
be=
grüßt werden wird. Das Buch gibt viele wertvolle Winke
hinſichtlich der Ernährung, und von einer richtigen
Er=
nährung hängt nichts Geringeres ab als Geſundheit,
Wohl=
ſtand und Lebensglück nicht nur der einzelnen Familie,
ſondern des ganzen Staates.
— Als ein „Goldmacher” galt der Apotheker Johann
Friedrich Böttger, deſſen Kunſt Kurfürſt Auguſt der Starke
von Sachſen in ſeinen Dienſt gezwungen hatte. Wom
Böttger auch nicht Gold fand, ſo führten ſeine Experimente
ihn doch zur Darſtellung des echten, des wirklichen
Por=
zellans. Welch gewaltiges Aufſehen dieſer Erfolg
her=
vorrief, wie er die Lebenshaltung beeinflußte, wie er den
Wohlſtand ganzer Länder begründete, anderer minderte,
kurz die tiefgreifende Kultuebedeutung dieſer Entdeckung
ſchildert Profeſſor Cornelius Gurlitt in Hans Kraemers
großem Prachtwerk „Der Menſch und die Erdel
deſſen Lieferungen 156—161 ſoeben erſchienen ſind. in
höchſt packender Weiſe (Deutſches Verlagshaus Bong
u. Ko., Berlin W. 57, Lieferung 60 Pfg.). In dieſer
außer=
ordentlich wertvollen Arbeit entwirft uns der berühmte
Dresdener Kunſthiſtoriker mit großen klaren Strichen und
lebendiger Sprache ein farbenreiches Bild von der
ge=
ſchichtlichen Entwicklung der Keramik, der Glasherſtellung,
künſtleriſchen Bearbeitung der Metalle und illuſtriert ſeine
populären Ausführungen durch eine überaus reiche Fülle
von ausgezeichneten Bildern und Farbtafeln hiſtoriſchen
und techniſchen Charakters. Aber es handelt ſich hier
keineswegs um eine trockene rein wiſſenſchaftliche
Abhand=
lung, die nur auf einen beſchränten Leſertreis rechnet,
ſondern unſer Intereſſe wird dauernd in Atem gehalten
durch die Betonung dier Wechſelbeziehungen zwiſchen
Kunſthandwerk und Leben, zwiſchen Kultur und Kunſt.
So finden wir hier — entſprechend dem Zweck des ganzen
Werkes — eine Antwort auf die jeden Gebildeten
be=
wegende Frage: „Wie hat der Menſch die Schätze der Erde
für ſeine Kulturentwickelung verwertet?‟
* Neu erſchienene Broſchüren.
Kennzeich=
nung der n=Potenz=Differenzen als Inpotenzen.
Erläu=
terung und Ergänzung der „Lbſung des Fermatſchen
Problems”. Otto Andr Bergholz, Lehrer. Preis 1,50
Mark. 1912. Druck und Verlag von H. S. Art’l, Deſſau —
Das gefährliche Alter oder: Die Wechſeljahre der Frau.
Gefahren, Verhütung und Behandlung. Von Dr. med.
Kühner, Arzt und Herzogl. Kreisphyſikus z. D. 3. Aufl.
(50 Pfg) Hof=Verlag Edmund Demme, Leipzig. — Krupp.
1812—1912. Die Entwickelung der Firma durch hundert
Jahre nach neuen Quellen dargeſtellt von Wilh. Jutzi.
Mit Zeichnungen von Robert Engels und Karl Thiemann.
Einundzwanzigſtes der Grinen Bändchen, herausgegeben
von Nikolaus Henningſen. Verlag: Hermann u.
Fried=
rich Schaffſtein, Köln a. Rh. — Die Kunſt des Erfindens.
Anleitung und Ratgeber für jedermann mit Beiſpielen
von Udo Haaſe, Ingenieur. Verlag: Eduard Butzmann,
Berlin=Wilmersdorf. 1912 — Haarſchwund und Glatze,
Haarſchwund und Kopfbedeckung, Kopfarbeit und
Gehirn=
kollämie Von Dr. med M. Meyer. (Preis 40 Pfg.) Hof=
Verlag von Edmund Demme, Leipzig. — Schriften des
Bundes der techniſch=induſtriellen Beamten. Nr. 27.
Ein=
heitliches Angeſtelltenrecht. Referat (mit anſchließender
Diskuſſion) dem achten ordentlichen Bundestag der
tech=
niſcheinduſtriellen Beamten, erſtattet von Do Heinz
Pott=
hoff. (Als Sonderabdruck aus dem Geſamtprotokoll
ver=
öffentlicht.) Induſtriebeamten=Verlag, G. m. b. H.,
Ber=
lin NW. 52. Werftſtraße 7. — Der moderne Finanz= und
Darlehensſchwindel. Nach amtlichem Material geſichtet
und bearbeitet. Von Miris. Argus=Verlag Goßau=St. G.
Preis 1,25 Francs.
— Hiller, Prof. Dr., A. (Berlin): Zimmer=
Gymnaſtik ohne Geräte. 50 tägliche Uebungen
für die geſamte Körpermuskulatur zur Erhaltung der
Geſundheit und Förderung der Gewandtheit. Zweite
Auflage. Verlag von Georg Thieme in Leipzig. Mit 41
Abbildungen. 1.60 Mk. Der Verfaſſer beſpricht zunächſt
die Notwendigkeit und Wirkungsweiſe der Ehmnaſtir
und entwickelt dann ein Uebungsprogramm, das leicht
und ohne Hilfsmittel ausführbar iſt und ſämtliche
Mus=
keln des Körpers nacheinander in Anſpruch nimmt. In
50 Uebungen werden alle der Willtür unterworfenen
Muskeln in zweckmäßiger Weiſe angeführt, wodurch die
Wahl der Uebungen für beſtimmte Zwecke erleichtert wird.
Bezüglich der Lebensweiſe für die Ausführung der
Zim=
mergymnaſtik bekundet der Verfaſſer bewährte
Grund=
ſätze.
Heſſes Volksbücherei. Nr. 695—720.
Preis jeder Nummer 20 Pf. Leipzig, Heſſe u. Becker,
Verlag. Vielen vielerlei Gutes bringt die neue
um=
faſſende Folge der Volksbücherei. Willibald Alexis
mit ſeinem großen Romane „Der falſche Woldemar”
(Nr 701—709) muß billig zuerſt genannt werden. Auch
L. Salomons Berliner Schloß= und Stadtgeſchichten
(Nr. 711/12) führen in die alte Zeit zurück, während
Kretzers Millionenbauer (Nr. 716—20) einen
Aus=
ſchnitt aus dem „modernen Sündenbabel” gibt. Fein
im=
preſſioniſtiſch ſind die auf Stimmung geſtellten Bilder,
die J. Havemann in ſeinem „Am Brunnen u. a.
Er=
zähl.” bietet (Nr. 695/96), wogegen des
Thüringerwald=
poeten A. Trinius „Neuer Meſſias u. a. Erzähl.” auf
wenig Bogen Muſter der Volkskunſt von tiefer Tragik
lis zur harmloſen Fröhlichkeit vereinen (Nr. 715). Th.
Pienings heitere Erzählungen (Nr. 710), ſowie
Ger=
ſtäckers Indianer= und Jagdgeſchichten „In der
Wild=
nis” (Nr. 713/14) gehören der anſpruchsloſen, aber
äußerſt unterhaltſamen Gattung der Volkserzählung im
engeren Sinne an, im ſtarken Gegenſatze dazu behandeln
Droop und Latweſen in den Nummern 697/98 und 699/700
J. Bierbaum und O. Ernſt als Lyriker unter
Bei=
fügung zahlreicher Proben.
Sreiswerteothgebste!
Ulster und Winter-Mäntel
in Preislagen Mk. 12.— 18.— 22.50 38.− 48.−
blau und schönen Stoffen in englischem Geschmack.
56.— und höher, in schwarz, marine-
in Preislagen Mk. 45.− 69.− 80.− 90.− 110.− und
Flusch-, velour au Nord- u. veivet-manten höher, in soliden, seit vielen Jahren sich gut bewährten
Qualitäten. Plüsch- und Velour du Nord-Jacketts von
Mk. 39.— in grosser Auswahl.
Jackett-Kostüme
in Preislagen Mk. 19.50 29.− 32.− 38.− 48.− 58.− 68.− 85.− und höher, in marineblau, schwarz und
neuesten velourartigen weichen Stoffen. Nur neueste schicke Formen. Vorrätig von Backfischgrössen bis zu den
weitesten Massen für starke Damen.
grosse Sortimente in Toiletten für die Strasse, Gesellschaft, Ball- und sogenannte Teekleider, vom einfachsten Genre
allieh-Kostume an bis zu den elegantesten Kopien erstklassiger Pariser Modell-Häuser. Blusen in Tüll, Wolle und Seide in grosser
Auswahl und in jeder Preislage.
Kostüm-Röcke
(Reklame-Angebot) in marineblau, schwarz und schön gestreiften, englisch gemusterten Stoffen, in Preislagen von
Mk. 3.— 5.— 7.50 12.— 18.—.
Kindermäntel und Kinderkleider
in grossen Sortimenten, für jedes Alter passend.
Spezial-Abteilung für Pelzwaren, Stolas, Muffen, Jacketts und Paletots
in allen modernen Pelzarten vom billigsten Genre bis zu den edelsten Sorten.
100
gegenüber der Hauptpost
Deit 105 Haltestelle der Strassenbahn
Frankfurk am Main.
(Y23227
[ ← ][ ][ → ]Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
bepr. hoslein,
Telefon 790
Ludwigsplatz
Sammt die grosse Mode
0 50
Sammikleider:M.zu-. M. 45.-. M.70.-. M.5n.-.M. 90.- und hoher.
Sammtmantel in jeder Preislage in nur pa. Qualitaten.
Seal-Plüsch-Mäntel in jeder Preislage nur pa. Qualitaten.
Sammt vom Stück schwarz u. farbig in vielen Aualitaten.
Ludwioshöhe
Sonntag, den 10. November, nachmittags 4 Uhr:
Grosses Konzert (Streichmusik)
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regiments Nr. 61
Leitung: Obermuſikmeiſter M. Weber.
Populäres Programm.
U. a.: Auber: Ouvertüre „Der erſte Glückstag”. Tonbilder
aus Mascagni’s =Cavalleria Rusticana‟ Offenbach: „Die
ſchöne Helena‟ A. Mello: „Eine Reiſe durch Europa”, Potpourri.
(B23289
Wiggl Gebhart: „Frühlinsklänge” uſw.
Eintritt 25 Pfg.
Obere Räume für Nichtkonzertbeſucher.
Der Weg nach dem Böllenfalltor iſt beleuchtet.
Britannia-Hotel
(23238
Von Sonntag, den 10. November ab
jeden Sonntag Künstler-Konzerte.
Restaurant „Münchener Kindl‟
Neckarſtraße 4.
(*11395
Sonntag, den 10. November, nachmittags von 4 Uhr ab:
FREI-KONZERT.
Hochf. Bayer. Exportbier
ans der Martin’s=Brauerei, Markt=Heidenfeld in Bayern.
Küchen-Spezialität: Hasen und Geflügel.
J. MoHR.
Hierzu ladet höflichſt ein
Otther=Glub Darmſtadt=Beſſungen.
Gegründet 1896.
Dirigent: F. Siess.
Sonntag, den 10. November 1912, präzis 7 Uhr
im Saale des „Chauſſeehauſes”
XVI. Stiftungsfest
unter Mitwirkung der Zithervirtuoſen Herrn J. B. Korter und
Fräulein E. Schmidt aus Mannheim.
Alle Freunde und Gönner der Zithermuſik ladet hierzu höflichſt ein
Der Vorstand.
Eintritt im Vorverkauf 40 Pf., an der Kaſſe 50 Pf.,
Familien=
karten für drei Perſonen gültig 1 Mark. (Vorverkauf bei Herrn
Rud. Fey, Ludwigshöhſtraße und Muſikalienhandlung Ldg. Schäfer,
(B23293
Beſſunger Straße.)
Zur Marrns Krenweile!
Sonntag, den 10. November, von 4 Uhr ab:
bei freiem
Lonzer& Eintritt.
Es ladet freundlichſt ein
Georg Gunder, Wirt
*11316)
Schloßgartenplatz 6.
Für prima Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt.
Martins-Gans.
Martins-Gans.
Ck StIME SEMES HEAAN
TaANE-MARH-
Darmstadts erstes u. grösstes
Spezialgeschäft in echten
Grammophon-Apparaten
und Platten
K. Jäger, Georgenstr. 11.
Offizielle Verkaufsstelle der
Deutsch. Grammophon-A.-G.
Berlin-London.
Kataloge u. Plattenverzeichn.
kostenlos. (12932a
Kianrallen
zur Fortuna.
Inh.: Philipp Hartung
Dieburgerſtr. 18.
Eigene Schlachterei!
Empfehle guten bürgerlichen
Mittagstiſch zu 60 Pf.
im Abonnement zu 50 Pfg.
ff. Biere und Weine.
Gute reelle Bedienung.
Um geneigten Zuſpruch bittet
der Obige.
22569a)
Seltene Gelegenheit!
IBACH
PIANINO
tadellos erhalten
385 Mk.
Pianofortegrosshandlung
KarlArnold
Magazin nur
(23290a
cke
Erbacherstr.
nächst dem Schwimmbad.
Spezialität:
aller Fabrikate
W. Heppenheimer
Ecke
Wieners- und
Kies-
strasse 80. (18763a
das Liter
Auto-Benzin 33 Pfg.
Willy Neuroth
*11315) Auto=Garage,
Pankratiusstr. 63. Tel. 1060.
Restauration zur „Stadt Pfungstadt‟
— Elisabethenstrasse 2 —
Mittagstiſch à 75 Pfg. u. 1.10 Mk., im Abonnement
billiger. Von 5 Uhr ab Soupers à 1 Mk.
Während der Geflügelausstellung ganz besonders reichhaltige
Speisekarte, verschiedenes Geflügel, Fische, Gaus, Hasenbraten,
Hasenpfeffer, Braten und Ragouts.
(*11328
Die meiſten Speiſen werden ſofort ſerviert.
Dienstback,
(Düſſeld.
Oelgemälde Meiſterſch.)
ſpottbillig abzugeben. Anzuſehen
Sonntags zwiſchen ½11—1 Uhr.
Heidelbergerſtr. 3, part. (*11330so
50 Ps 4 Cyl.- Bootsmotor
billig zu verkauſen. (*11298
Willy Neuroth,
Motorfahrzeuge,
Pankratiusstr. 63, Tel. 1060.
ut erh. Wormſer Ofen bill.
G½ zu verkaufen
Schießhaus=
ſtraße 31.
(B23215
rauk wird eingeſchnitten Frau
KFink. Kiesſtr. 12, Htb. (21298a
Auftlärende Broſchüre
Frfinder! geg. 25 Pfg., Auskunft
koſtenl. d. erfahrenen Fachmann.
Ingenieur Fr. Schmidt, Frankfurt a. M.,
Wittelsb. Allee 66. (17341a
Akademischer Bismarck-Bund.
Oeffentlicher Vortrag
des
Grafen von Hoensbroech
über
Jeſuitismus — Jeſuitenorden — Jeſuitengeſehzt
Mittwoch, 13. November, abends 8½ Uhr
im Kaiſerſaal, Grafenſtraße
Eintritt 30 Pfg. Reſervierte Plätze nur Vorverkauf in der
Hofmuſikalienhandlung Gg. Thies Nachf., Eliſabethenſtraße, 1. Platz
1 Mk., 2. Platz 0,50 Mk. An der Abendkaſſe (beſchränkte Anzahh)
1. Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1 Mk. Mitglieder frei.
(23190
Der Vorstand.
Orisgrupe Darmstalt ds dbutseden Wahrcreale,
Freitag, den 15. November, abends 8 Uhr
im „Kaiſerſaal”, Grafenſtraße 18
Vortrag des Herrn Oberſtlentngut Hübner
über:
„Das franzöſiſche Heer” mit Lichtbildern
die in neuerer Zeit in Frankreich bei Herbſtübungen
aufgenommen ſind.
(23223
Eintritt frei.
Gäſte willkommen.
Nach dem Vortrag Verſammlung der Ortsgruppe Darmſtadt.
Meret ir belhretnt un (otehltant.
Drei öffentliche Vorträge
von Profeſſor Dr. Berghoff-Ising
Profeſſor der Volkswirtſchaftslehre an d. Techn. Hochſchule zu Darmſtadt:
„Deutschland in der Weltwirtschaft,
inbesondere neben England‟.
Zeit: Freitag, den 15. November, Freitag, den 22. November.
Freitag, den 29. November, abends 8¼ Uhr. 23138sf
Ort: Hörſaal 330 der Techn. Hochſchule (Eingang Weſtportal).
Karten für die drei Vorträge: 1 Mk., Einzelkarten 40 Pfg.,
für Mitglieder und angeſchloſſene Vereine Dauerkarten zu 60 Pfg.,
Einzelkarten 25 Pfg. am Verkehrsbureau u. bei I. Mylius, Herdweg 2.
Kaufmauniſcher Verem Darmſtadt (E. v.)
Dienstag, 12. November, abends 8¼ Uhr
im Festsaal der Turngemeinde
II. Programm=Vortrag —
Rudolf Herzog-Abend.
Eintrittskarten gegen Rückgabe des Gutſcheins Nr. 2 an den
bekannten Stellen erhältlich.
(23248
Der Vorstand.
Hational-Stenosraphen-Verein
„von Kunowskr Darmstadt.
Am Dienstag, den 12. November ds. Js.,
abends 8½ Uhr, beginnt ein neuer
Anfänger-Kursus
im Vereinslokal „Zur Krone‟ Schuſtergaſſe, 1 Treppeh.
Lehrgeld, einſchließlich Lehrmittel, 3 Mark, Militär u. Schüler 2 Mk.
Anmeldungen an genanntem Abend und jeden Dienstag
abend, von 8 Uhr ab, in dem Vereinslokal
(23183
Der Vorstand.
Badeeinrichtung
mit Wandgasofen, modern, zu
kaufen geſucht. Beſchreib. u. Preis
unter Poſtlagerkarte 65. (*11426
Odruſch, iſt zu verkaufen bei Lud=verk. Morgens zwiſch. 9—11 Uhr.
wig KilianII., Arheilgen. (*11425so 1 B23317) Wathildenſtr. 33, I.
Eine gut erhaltene, weiß lackierte
zu kaufen
Kinderbettſtelle geſucht.
Zu erfragen in der Exped. (*11452
Kehr gut erhalt. Frackanzug u.
Dirka 30 Ztr. Kornſtroh, Flegel= ſchwarz=weiße Pelzgarnitur zu
Um die reiche Blütenpracht der jetzt in
vollem Flor stehenden Chrysanthemum zu
zeigen, haben wir in unserem Ladengeschäft,
Ernst-Ludwigsstrasse 15, eine
arrangiert und laden zur Besichtigung
er-
gebenst ein.
(2328sm
Hofblumenhandlung H. Henkel & Co.
Kaiserl. Kgl. Grossh. Hoflieferanten.
Darmstadt, Ernst-Ludwigsstrasse 15, Tel. 16.
5 Alexanderstrasse 5.
Täglich
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 31.
Restaurant
Rummelbrau
7
Allee 61
Allee 61
Aufang
Anfang
4 und 8 Uhr Sohltags deh 10. KoVpr. 1er
4 und 8 Uhr
Grosse
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde-Infanterie-Regiments Nr. 115, unter persönlicher Leitung
des Obermusikmeisters Herrn Augo Hauske.
Eintritt 25 Pfg.
Eintritt 25 Pfg.
Abendkonzert: Wiener Walzer-(Strauss) Abend.
Die vorderen Restaurationsräume sind für Nichtkonzertbesucher reserviert.
NB. Jeden Donnerstag abend 8 Uhr Künstlerkonzert bei freiem Eintritt.
(23306
Reſtaurant
„Zum Landgrafen”
Grafenſtraße 27
Heute Samstag
Metzel-
ſuppe
wozu ergebenſt einladet (*1142;
M. Kaufmann.
Verzogen von der Arheilgerſtraße
Nr. 10, jetzt Lauteſchlägerſtr. Nr.5.
Neu eröffnet! Ladengeſchäft.
Großer Gelegenheitskauf in
neuen Wollwaaren, Hemden,
Un=
terhoſen, Bettücher, Schürzen,
Taſchentücher uſw., all. beſte
Quali=
tät, außerdem guterhaltene
Herren=
überzieh., Anzüge, Hoſen, Damenkl.,
Ober= und Unterröcke, 3 lange
Jackettkl., Herren= u. Damenſtiefel,
1 Küchenſchrank mit Schubladen,
1 Nachtſchränkchen, 1
Petroleum=
ofen und noch verſchiedenes; ich
verkaufe mit wenig Nutzen.
Leute lauft, kauft
Lauteſchlägerſtraße Nr. 5,
alles für billige Preiſe. (23268
Bernhard Fuchs
Inh.: Rika Fuchs,
Lauteſchlägerſtr. Nr. 5. Laden.
Golegenholtskauf.
Prachtvoll., mod. (*11354
Schlafzimmer
echt Nußbaum, ganz kompl. mit
beſt. Bettinhalt für nur 350 Mk.
abzugeb. Daſelbſt hochmod. Küche,
do. feines Diwan, Vertikow,
Aus=
zugtiſch, Stühle, alles weit unter
Preis Heidelbergerſtr. 85, 2. St.
(Die Möbel ſind unter Garantie
noch nicht in Gebrauch geweſen).
Kinderkleider, ſpez. Knabenanz.,
werden ſchön u. billig angef.
21503a) Neckarſtr. 24, 3. St. r.
Programn
zu dem am Samstag, den
9. Nov., von 12 Ulr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Touriſtenmarſch v. C. Müller.
2. Ouverture zu „Raymond” von
A. Thomas. 3. Tonbilder aus
„Hänſel und Gretel”. 4. Gebet
aus „Indra” von F. v. Flotow.
5. „Wiener Blut”, Walzer von
Strauß. 6 „Wir präſentieren”,
Armeemarſch von H. Ailbout.
Sonntag, den 10. November
von 11½—12¼ Uhr mitt. auf dem
Paradeplatz Konzert d. Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=Regts. Nr. 115.
Programm:
1. Armeemarſch Nr. 9, Herzog
von Braunſchweig. 2. Vorſpiel zu
„Die Meiſterſinger von Nürnberg‟
von R. Wagner. 3. Zwei
bul=
gariſche Tänze von G. Sebatz.
14. Fragmente aus „Fauſt” von
Eh. Gounod. 5. „Eval=Walzer
von F. Lehär. 6. Italieniſcher
Königsmarſch von W. Gabetti.
Restaurant „Chausseehause.
Ecke Beſſunger= und Heidelbergerſtraße.
Heute Samstag
und morgen Sonntag
Metzelſuppe.
Ia Schweinepfeffer, Wellfleiſch, Bratwurſt u. Hausmacherwurſt.
Zu zahlreichem Beſuche ladet freundl. ein der neue Inhaber
Georg Brück.
B23236)
Restauration Hawerkaste.
Heute
Samstag Mietzelsuppe
von morgens 8 Uhr ab Wellfleiſch mit Kraut.
Es ladet ergebenſt ein
Em. Friebis.
(*11447
Nachkirchweihe Arheilgen.
zum goldnen Löwen
Sonntag, den 10. November 1912
findet bei mir
Sroßes Tanzvergnügen
ſtatt, bei gut beſetztem Orcheſter (Train=Kapelle).
Für vorzügliche Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt, und
(23180
et zu zahlreichem Beſuche höflichſt ein.
Georg Erzgräber IV.
Darmſtedt
Verein, Ornis‟
XIN. Geflügel- und
SOogel=Ausstellung
in der „Stadt Pfungstadt‟ Eliſabethenſtraße 2.
Eröffnung: Samstag, den 9. ds. Mts=, 12 Uhr mittags.
Schluß: Montag, den 11. d. Mts., 6 Uhr abends. Eintritt: Samstag
30 Pfg., Sonntag und Montag 20 Pfg., Kinder 10 Pfg.
Glücksrade
Gewinne werden sofort ausgehändigt. Los 10 Pfg.
Morgenfütterung erfolgt mit Spratt’s Geflügelfutter. (23182
Mereseher ehte e ete, e Sehnte Haernchte
Mittwoch, 13. November, abends 8¼ Uhr
Saal zur Traube
(23225som
FREMDENLEGION
Lichtbildervortrag des Afrikareisenden
Albert Wohlgemuth-Heidelberg.
Karten zu Mk. 3.—, 2.—, 1.— und 75 Pfg. (auf den ersten
Platz für die Herren Offiziere Preisermässigung) bei Georg
Thies Nachf., Leopold Schutter, Hofmusikalien- und
Piano-
handlung, Elisabethenstrasse 12, und an der Abendkasse.
e
Tiroler Sänger und Tänzer.
Sonntag Anfang 4 Uhr. (*11446
Sehr guter Petroleumofen
in Sofa billig zu verkaufen
verkauf. Soderſtr. 6½, I. (*11448 Kranichſteinerſtr. 1, II. (23320
Tel. 160.
(23043mds
überaus bekömmlich
per ¼ Fl. 18, ½ Fl. 10 Pfg.
A. Merz, Schulstrasse 12.
Rabatt=Sparvereins.
Mitglied de
Komischer Hor
Bleichstrasse 51
Jeden
Sonntag IVillltaf-Konzert
Eintritt frei
(*11347)
Anfang 4 Uhr.
lanzinsthar Geist u. Trau.
Sonntag, den 10. November:
Großes Tanzkränzchen
bei Herrn H. Lipp, Weinbergstr. 10; daſelbſt:
Grosses Paar-Preistanzen.
Es ladet höflichſt ein
(*11385
J. Geist. Tanzlehrer.
Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Nopember 1912.
Die noderne kleiduf
Der Uister
zweireihig mit breitem Revers
— recht weit geschnitten
in neuesten Farben vorrätig
M. 18.- 22.- 26.-32.- 36.- 40.-
45.-50.- 55.- 60.- 65.— bis 95 M.
Derraleler
ein- und zweireihige Fassons, in
schwer u. halbschwer, mit u. ohne
Samtkrag., marengo u. gemustert
M. 12.- 18.- 24.- 30.- 36.- 40.-
45.-50.- 55.-60.- 65.-bis 75 M.
Die Preislagen ab M. 55.— ganz
— auf Seide gefüttert —
Daich einen großen Teil meiner
Konfektion selbst anfertigen
lasse, so biete die größten
Vorteile
Spezialität:
Kleidung für Schlanke u. korpulente Figuren
Fhinpp hess, Darmstädt
(23271
Spezialhaus für Herren- und Knaben-Bekleidung.
Nummer 265.
[ ← ][ ][ → ]Das Klavier und seine Verwandten.
Von der Zeit an, da durch die Erfindung des Klaviers
ein Inſtrument geſchaffen wurde, das alle Soloſtimmen
des Orcheſters vereinigte und es möglich machte, ein
breitgeſetztes vollſtändiges Kompoſitionswerk unter den
Henden einer einzigen Perſon erklingen zu laſſen, datiert
der Aufſchwung der muſikaliſchen Kunſt, als einer
eben=
bürtigen Schweſter der übrigen Künſte. Von da an wurde
die Muſik in kurzer Zeit zum Ausdruck des Größten und
Schönſten, was die Menſchheit empfand und — wurde
ein Gemeingut des Volkes.
Ein unſchätzbarees Hilfs= und Anſchauungsmittel des
ſchaffenden Künſtlers iſt das Klavier für die Muſik
trei=
bende und genießende Welt, ebenſo notwendig, wie das
Auge zum Bücherleſen. Darum kann für jeden Menſchen,
der die Muſik in ihrer ganzen Schönheit und Ausdehnung
kennen lernen und genießen will, als Inſtrument nur das
Klavier in Betracht kommen. Neben jenem
Hauptge=
ſichtspunkt empfiehlt ſich das Klavier heutzutage auch noch
durch ſeine Beliebtheit in der Familie und die
An=
ziehungskraft, die es auf jedermann ausübt; es erhöht
die Liebe der Menſchen zu Haus und Heim; für die
Zu=
hörer hat das Klavier etwas Zuſammenſchließendes, es
iſt ein geſellſchaftliches Inſtrument, das die Stimmung
anregt und „gemütlich macht”, es ergötzt alle und
abſor=
biert dabei nicht immer die ganze Aufmerkſamkeit eines
geſelligen Kreiſes. Ueberdies iſt die Anſchaffung eines
Klaviers jeder Hausfrau willkommen, denn das Klavier
der modernen Fabriken iſt ſo glänzend und geſchmackvoll
ausgeſtattet, daß es ein Prachtſtück in jeder vornehmſt
ausgeſtatteten Wohnung bildet. Der Klavierſpieler hat
endlich auch die Gewißheit, ſein Inſtrument in faſt jedem
Hauſe zu finden.
Naturgemäß haben die Fabrikanten und Klavierbauer
alle Errungenſchaften der Technik und der maſchinellen
Wiſſenſchaft, alle modernſten Erfindungen für die
Her=
ſtellung der Inſtrumente ausgenutzt. Die kleinen Mängel,
die das Klavier noch in den letzten Jahrzehnten beſaß,
ſind ſo vollſtändig beſeitigt worden, daß die techniſche und
materielle Vollendung und die dauerhaft geſicherte höchſte
Klangſchönheit durchaus nicht mehr übertroffen werden
kann.
Die Anſchaffungskoſten eines Klaviers. als eines
In=
ſtrumentes, das ſeinem Beſitzer die vollſtändige
Aus=
übung der Muſik ein Menſchenalter hindurch ermöglicht,
ſind verhältnismäßig gering: man zahlt für ein
erſt=
klaſſiges Pianino 800—1200 Mark und für 1400—1750
Mark kann man ſich den vollendetſten Flügel erſtehen.
Der Einkauf eines Klaviers iſt aber durchaus keine
einfache oder leichthin zu behandelnde Sache. Man muß
ſich in erſter Linie über die erfahrungsmäßig feſtgeſtellten
Werte und Eigenarten der verſchiedenen Fabrikate
orien=
tieren; zunächſt hat man dann allerdings durch die Namen
altberühmter Firmen wie Schiedmayer u. Söhne,
Per=
zing, Lipp, Irmler, Kaps die Garantie für die tadelloſe
Qualität des Kaufs; alle dieſe Firmen laſſen nur
ſchlecht=
hin klaſſiſche Inſtrumente in die Hände des Publikums
gelangen. Eine beſondere Beachtung gebührt übrigens
eee e e
die ſich in den letzten Jahren durch verſchiedene geniale
Neukonſtruktionen, wie u. a. die des Perzina=Harfen=
Cembalo=Klaviers, welches die Pflege hiſtoriſcher
Kla=
vier= und Kammermuſikwerke im engſten Familienkreiſe
ermöglicht, ganz beſonders verdient gemacht hat.
Neben dieſen „Marke=Inſtrumenten” gibt es eine ſehr
große Anzahl von Fabrikaten in mittlerer Preislage, die
bei glücklicher ſachkundiger Auswahl und Erprobung
auch bereits verwöhnten Anſprüchen Rechnung tragen.
Bei dieſer Sachlage iſt es von äußerſter Wichtigkeit,
eine Pianohandlung zu finden, die durch ihr gutes altes
Renommee Vertrauen erweckt, die dem Käufer mit ihren
Erfahrungen und unparteiiſchem Rat zur Seite ſteht, und
deren heutige Erfolge garantieren, daß ſie ſich auf der
Höhe der Zeit erhalten hat. Beim Einkauf iſt es
not=
wendig, daß die Klavierhandlung bei einer reichen
Aus=
wahl auch Gelegenheit bietet, die verſchiedenen
Inſtru=
mente unter den nämlichen akuſtiſchen Verhältniſſen zu
vergleichen.
Was die Größe der Auswahl, als auch die zu
über=
ſichtlichem Vergleich geeignete Inſtallierung der
Inſtru=
mente betrifft, kann man am hieſigen Platze die Firma
Karl Arnold. Ecke Erbacherſtraße, als vorbildlich
hinſtellen. Bei dieſer Firma hat auch der Käufer beim
Umtauſch Gelegenheit, unter den Inſtrumenten der
ver=
ſchiedenſten Fabriken auszuwählen.
Bei der Bezahlung der Klaviere ſind neben dem
Preiſe auch die Modalitäten der Zahlung von Wichtigkeit.
Der an ſich etwas ominöſe Begriff der Ratenzahlung
hat für das Klaviergeſchäft auf Grund einer
eigentüm=
lichen hiſtoriſchen Entwicklung nicht den bewußten
Bei=
geſchmack erhalten. Gerade in den beſten muſikaliſchen
Kreiſen gab es von jeher überwiegend Leute von mäßiger
pekuniärer Potenz. Damit dieſe nicht zur Anſchaffung
billiger und minderwertiger Inſtrumente gezwungen
waren, wurde von einer Reihe guter alter Firmen in
Deutſchland ſchon frühzeitia im Verkehr zwiſchen Publikum
und Klavierfirma der Gebrauch der Ratenzahlung
ge=
ſchaffen, bei welchem, ohne in Schematismus zu
ver=
fallen, im ſpeziellen Falle die verſchiedenſten
wirtſchaft=
lichen Verhältniſſe des Einzelnen berückſichtigt werden.
Um auch den Zwecken eines vorübergehenden Bedarfs
entgegenzukommen, hat man das ſogenannte Mietſyſtem
eingeführt. Unter den guten alten Firmen von
traditio=
nellem Renommee, die dieſe beiden Syſteme ausgebildet
haben, ſteht die hieſige Firma Karl Arnold,
Er=
bacherſtraße, wieder mit an erſter Stelle.
Eine irrige Anſicht iſt es, zu glauben, daß die
Be=
ziehungen des Käufers und Verkäufers nach Kauf des
Inſtruments abgeſchloſſen ſeien, im Gegenteil. es iſt
Pflicht der Pianohandlung, dem Beſitzer bei der Pflege
des Klaviers auch weiterhin dauernd mit Rat und Tat
zur Seite zu ſtehen. Pflege und Behandlung des Klaviers
ſind für deſſen Lebensdauer von größter Wichtigkeit. Zu
dieſer Pflege gehört neben einer Aufſtellung des
Inſtru=
ments unter guten Raum= und Temperaturverhältniſſen
ein regelmäßiges Stimmen, welches nur zu oft aus
fal=
ſcher Sparſamkeit oder einer gewiſſen Müßigkeit zu lange
unterbleibt. Sämtliche Autoritäten des Klavierbaues
ſind ſich darüder einig, daß ein Klawter drei bis diermat
im Jahre geſtimmt werden ſollte.
Das Klavier iſt das Inſtrument unſeres Zeitalters;
unter allen das kunſtvollſte, iſt es das einzige, das eine
„Maſchine” darſtellt, und ſo war es unter allen auch das
einzige, das durch die Ausnützung der
bewunderungswür=
digen Erfindung der Neuzeit noch eine Steigerung, eine
Vervollkommnung erfahren konnte, Technik und
Elektrizi=
tät haben ſich ſeiner bemächtigt und „das Unmögliche‟
erreicht, haben es dahin gebracht, daß es „von ſelbſt”
ſpielt. Fanden die ſelbſt nicht zur Ausübung fähigen
Muſikliebhaber im „elektriſchen Klavier” nur einen ſehr
unvollkommenen Erſatz des perſönlichen Spiels ſo haben
die neuen ſinnreichen, äußerſt vollkommenen
Einrichtun=
gen der „Hupfeld=Phonola” die tote Mechanik beſeelt, und
es durch ihre neuen Prinzipien ermöglicht, die menſchliche
Eigenart im Spiel feſtzuhalten. Allen Muſikfreunden, die
nicht ſelbſt Klavier ſpielen können, erlaubt jetzt, das
„Kunſtſpielklavier” deſſen beſte Form nach
übereinſtim=
mendem Urteil aller künſtleriſchen Autoritäten die
Pho=
nola der Firma Hupfeld iſt, ohne Fingerfertigkeit und
Notenkenntnis den eigenen Vortrag.— Dieſe
Phonola macht es jedem möglich, den aus dem
Inſtru=
ment ſtrömenden Originalvortrag der erleſenſten Künſtler
entweder unverändert ertönen zu laſſen oder nach
per=
ſönlichem Geſchmack zu nüancieren. Das „Dea”
Inſtru=
ment der Hupfeldſchen Fabrik bietet gar Gelegenheit, ohne
jede perſönliche Mitwirkung in beſchaulicher Ruhe aus
der Sofaecke zuzuhören, wie das Klavier ſeinem, inneren
Zauber gehorchend, das Originalſpiel der erſten Virtuoſen
ertönen läßt. Der ſeltene Vorzug der Hupfeldſchen
„Phonola” und „Dea” beruht auf dem eigenartigen
Ur=
ſprung der Notenrollen, die ähnlich wie der Phonograph
das unmittelbare wirkliche Spiel des Künſtlers mit allen
Virtuoſeneigenheiten zurückgeben. Durch die Anwendung
pneumatiſcher Wirkung wird mit unfehlbarer Sicherheit
die geringſte Eigentümlichkeit des aufgenommenen Spiels
übertragen. Einen Begriff von der künſtleriſchen
Qua=
lität des „Phonola”= und „Dea”=Syſtems gibt die
Tat=
ſache, daß man, wie durch verdecktes Spiel vor einem
muſikaliſch gebildeten Publikum ausprobiert wurde, nicht
imſtande iſt, das Spiel des gegenwärtigen Künſtlers von
ſeinem durch die Phonola oder Dea aufgefangenen und
wiedergegebenen Spiel zu unterſcheiden. Daher iſt die
Phonola, durch die man zu jeder Stunde den Genius der
größten Virtuoſen in ſeinem Muſikzimmer beſchwören
kann, nicht nur für den Laien, ſondern auch für den
Mu=
ſiker zu Studienzwecken von größtem Wert.
Alle Vervollkommnungen und vornehmſten:
Ver=
wandten des Klaviers haben aber ſeinen ehrwürdigen
Ahnen, das Harmonium, nicht entbehrlich oder weniger
beliebt gemacht Gerade neuerdings findet das
Harmo=
nium in ungeahntem Umfang Verwendung und Beifall,
zumal ſeine Beherrſchung infolge des langſamen
Hervor=
bringens der Töne geringe Schwierigkeiten bereitet. Die
wundervollen Orgelkompoſitionen der alten deutſchen
und italieniſchen Muſik machen die Erlernung des Spiels
auf dem Harmonium ſehr dankbar, daher auch alle großen
Künſtler, beſonders die Komponiſten, Klavier= und Orgel=
23209
ſpiel gleichmäßig gepflegt haben.
MäRKE CoNboR-
Mereere
uulak
Z
vom 9. bis 16. November
Die neuen Herbst- und Winter-Modelle zu Ausnahmepreisen!
Neue Herren-Schuh-Modelle Neue Damen-Schuhmoden
MARKEConpoR
Waren-Reserven für
ca. 5 Millionen
Mark.
22
Harenzeichen
Soese beeee
Prima Chromleder- u. Boxhorse-
Schnürstiefel, schlanke und
breite amerik. Modeform.
5.95
jetzt . . . . .
Ia Boxhorse- und Chromleder-
Schnürstiefel in
ver-
schiedenen Formen jetzt 6.75
Echt Boxcalf- und Chevreaux-
Schnürstiefel, neue
Charakter-
formen, mit und ohne
Derby . . . . jetzt 7.75
Prima Boxcalf- und Chevreaux-
Schnürstiefel, neue rassig.
Mo-
deformen, m. Derby,
Pres-
fallten, Lackkappen jetzt 9.65
Boxkalf-, Chevreaux- und Lack-
Schnür- und Knopfstiefel,
ausgesucht gute Materialien,
neu-
este Modellé, mit u. ohne Derby,
Lackkappen, Pressfalten, auch
mit Wildleder-Einsätzen,
Good-
vear- Welt (
rahmenge-
näht) . . . . jetzt 11,45
Boxhorse-, Chromleder-
Schnür-
stielel, sol. Materialien
elegante Formen jetzt 6.75
Boxkalfbesatz u. Rosschevreau-
Schnürstiefel mit Lackkapp.,
Derby, Pressfalten, neue
amerik. Form . jetzt 7.75
Ia Boxkalf- u. Chevreau-
Schnür-
stiefel, mit und ohne
Lack-
kappen, schlanke und
breite Formen . jetzt 9.65
Ia Boxkalf-, Chevreau- und
Lackschnürstiefel, mit und
ohne Derby, Pressfalt., schlank,
breit und spitz, amerik.
neue Modeformen, jetzt 11.45
Boxcalf-. Cheyreaux- und Lack-
Schnür- und Knopfstiefel,
auch mit farbigen
Wildleder-
einsätzen, neue
amerika-
nische u. französische
Modelle . . . jetzt 13.25
Rationelle Kinderstiefel
zu Ausnahme-Preisen.
Darmstadt: Ludwigstrasse Nur- 17.
[ ← ][ ][ → ]Seite 34=
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
ſind Heſſenbräu=Flaſchenbiere. Sie werden in den
Kellern der Brauerei dirckt vom Lagerfaß gefüllt.
Ueberall erhältlich, auch dirckt aus der Braucrei. lelefon 121
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, den 9. November 1912.
54. Ab.=Vorſtellung D 14.
Der liebe Auguſtin.
Operette in 3 Akten von Rudolf
Bernauer und Ernſt Weliſch.
Muſik von Leo Fall.
Perſonen:
Bogumil, Regent
von Theſſalien . Adolf Jordan
Helene, ſ. Nichte . Elſa von Blank
Gjuro, Miniſter=
Auguſt Kräger
präſident
Nicola, Fürſt von
. Richard Jürgas
Mikolics
Oberſt Burko . . Paul Peterſen
Hauptm. Mirko . Willi André
Pips, Fähnrich . Käthe Gothe
Pasperdu, Advok. Guſtav Semler
Auguſtin Hofer,
Klavierlehrer. . Otto Thomſen
Jaſomirgott,
Kam=
merdiener der
Prinzeſſin Helene L. Schützendorf
Anna, ſ. Tochter Hede Schaub
Sigilloff,
Gerichts=
vollzieher . . . Karl Bernhardt
Matthaeus,
Laien=
bruder u. Kloſter=
W. Riechmann
pförtner.
Erſter ) Be= . Adolf Klotz
Zweiter amter . Adolf Braun
Emil Kroczak
Erſter
Diener
Fritz Lang
Zweiter)
Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7 Uhr. — Ende 10¾ Uhr.
Kartenverk. v. 9½ —1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 10. Nov. Außer Ab.
Zu Schillers Geburtstag. Neu
einſtudiert: Wallenſtein=Trilogie.
(Vergl. beſonderes Plakat.)
Nach=
mittags 2½ Uhr: Fünfte
Volks=
vorſtellung bei ermäßigten Preiſen.
„Wallenſtein’s Lager”.
„Die Piccolomini” —
Abends 7½ Uhr: Sechſte
Volks=
vorſtellung bei ermäßiaten Preiſen.
„Wallenſtein’s Tod.”
Dienstag, 12. Nov. 55. Ab.=Bſt
O 14. „Hamlet.” Ophelia .
Charlotte Pils, vom Großh.
Hof=
theater in Weimar, a. G. Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, den 10. November 1912.
Zur Feier v. Schillers Geburtstag.
Neu einſtudiert:
Wallensteintrilogie.
Fünfte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Wallenſtein’s Lager.
Dramatiſches Gedicht in 1 Aufzug
von Schiller. (1. Teil d. Trilogie.)
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen-
Wachtmeiſter . . W. Riechmann
Trompeter . . . Adolf Klotz
Konſtabler .
L. Schützendorf
Erſter 1 Scharf= Ad Jungmann
Zweiter) ſchütz Ludw. Indorf
Erſter Holk.reit. Frz. Schneider
Zweiter) Jäger Otto Thomſen
Erſter Buttler. Auguſt Kräger
Zweiter) Drag. Br. Waigandt
Arkebuſ.
Erſter vom Rgt. Guſtav Semler
Zweiter Tiefen= Otto Wolf
bach
Küraſſ. von einem
wallon. Regim. Hs. Baumeiſter
Küraſſ. von einem
lombard. Regim. Walter Cant
Kroat
. Emil Kroczak
Uhlan.
. Cornel. Hobski
Rekrut
. Paul Peterſen
Bürger
Franz Geibel
Bauer.
. Ludw. Wagner
Bauernknabe . . Hed. Jungkurth
Kapuziner . . Adolf Jordan
Soldatenſchul=
meiſter.
. A. Fleiſchmann
Marketenderin . Minna Müller=
Rudolph
Aufwärterin
E. Mühlpforth
Soldatenjunge . ErnaJungkurth
Hierauf:
Die Piecolomini.
Dramatiſches Gedicht in 5 Aufz.
von Schiller. (2. Teil d. Trilogie.)
Spielleiter: Emil Valdeck.
Perſonen:
Wallenſtein,
Her=
zog zu Friedland Johann. Heinz
Octavio
Piccolo=
mini,
General=
leutnant
. Hs. Baumeiſter
Max Piccolomini,
ſein Sohn, Obriſt Kurt Ehrle
Graf Terzky,
Wal=
lenſteins Schwag. Heinrich Hacker
Illo, Feldmarſch. Guſtav Semler
Iſolani, General
der Kroaten . . Richard Jürgas
Buttler, Chef eines
Dragoner=Reg. . Kt. Weſtermann
Tiefenbach
W. Riechmann
Don MaradasS Ludwig Wenzel
Götz
Adolf Klotz
CColalto
S Frz. Herrmann
Rittm. Neumann,
.Terzky’s Adjut. . Paul Eisner
(VI23299)
Oifizielle Verkaufsstellen:
K. Jäger,
Georgenstr. 11. Fernsprecher 2579.
J. Techel,
Schillerplatz 3.
Telephon 1589.
Tadelloser Sitz
nach Mass
Beste Arbeit
77
72
Wilhelminenstra se.
23254si
Im Interesse einer baldigen Abrechnung
er-
suchen wir, die
(23173
Rechnungen
über Lieferungen und Leistungen für die 25 jähr.
Jubelfeier des Hessischen Hauptvereins des
evangelischen Bundes und für das Luther-Fesispiel sicher bis
zum 15. d. Mts., bei Herrn Oberkonsistorialregistrator Wahl,
Insel-
strasse Nr. 41, einreichen zu wollen.
Der Rechnungs-Ausschuss,
dies Erevon= Kleid (neu) zu
Epoliertes KinderbettlZ verkaufen
(*11444
zu verkauf. Hochſtr. 8, 2. St. (K23311
Liebigſtr. 24, part.
Tuterd. grauer H.=Ueberzten
für ſchlanke Figur für 8 A.
zu verkauf. Aliceſtr. 14, I. (*113.
Kriegsrw.
dueſten=
berg, vom Kaiſer
geſendet
. Herm. Knispel
Baptiſta Seni,
Aſtro og
. Ludw. Wagner
Herzogin v.
Fried=
land,
Wallen=
ſtein’s Gemahlin Sofie Heumann
Thekla, Prirzeſſin
von Friedland,
ihre Tochter . .
Gräfin Terzky, der
Herzog. Schweſt. Herta Alſen
Ein Kornet . . Emil Kroczak
Kellermeiſter des
Grafen Terzky . Paul Peterſen
Ein Diener des
Ockavio.
Franz Geibel
Hede Schaub
Pagen des
Tilli Art’.
Herzogs
E. Mühlpforth
Thekla . . Charlotte Pils,
vom Großh. Hoftheater in Weimar,
als Gaſt.
Nach „Wallenſtein’s Lager” und
dem 3. Aufzuge der „Piccolomini”
findet je eine längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M.,
Mittel=
loge 2.05 M., Balkonloge 2.05 M,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.,
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Ga erie 0.45
II. Galerie 0.35 M.
Der Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten erfolgt an der
Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtellung,
vormit=
tags von 11 Uhr ab. (Vergl.
beſonderes Plakat.)
Anf. 2½ Uhr. — Ende nach 6 Uhr,
Sonntag, den 10. November 1912.
Sechſte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen,
Wallenſtein’s Tod.
Trauerſpiel in 5 Aufzügen von
Schiller. (3. Teil der Trilogie.)
Spielleitung: Emil Valdeck.
Perſonen:
Wallenſtein,
Her=
zog zu Friedland Johann. Heinz
Octavio
Piccolo=
mint, General=
.Hs. Baumeiſter
leutnant
Max Piccolomini,
ſein Sohn, Obriſt Kurt Ehrle
Graf Terzly,
Wal=
lenſteins Schwag. Heinrich Hacker
Illo, Feldmarſch. Guſtav Semler
Iſolani, General
der Kroaten . . Richard Jürgas
Buttler, Chef eines
Dragonerregim. Kt. Weſtermann.
Rittm. Neumann,
Terzky’s Adjut. . Paul Eisner
Obriſt Wrangel,
von den
Schwe=
den geſendet . . W. Riechmann
Gordon,
Komman=
dant von Eger . Herm. Knispel
Baptiſta Seni,
Aſtrolog . . . Ludw. Wagner
Schwed. Hautm. FranzSchneider
. L. Schützendorf
Devroux,
Macdo=
5
nald, H— . Auguſt Kräger
Herzogin v.
Fried=
land,
Wallen=
ſtein’s Gemahlin Sofie Heumann
Thekla, Prinzeſſin
von Friedland,
ihre Tochter
Gräfin Terzty, d.
Herzog. Schweſt. Herta Alſen
Fräul. Neubrunn,
Hofd. d. Prinzeſſ. E. Mühlpforth
Kammerdiener . Paul Peterſen
Ein Adjutant . . Adolf Klotz
Ein Gefreiter . . Emil Kroczak
Ad. Jungmann.
Erſter
Küraſſie=
Ludwig Indorf.
Zweiter)
Thekla . . Charlotte Pils,
vom Großh. Hoftheater in Weimar,
als Gaſt.
Nach dem 3. Aufz. längere Pauſe.
Anf. 7½ U. — Ende nach 11 U.
Kartenvk. v. 10½—1½ u. v. 6½ U. an
(vergl. beſonderes Plakat).
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Dienstag, 12. Nov. 55. Ab.=Vſt.
C 14. „Hamlet.” Ophelia .
Charlotte Pils, vom Großh.
Hof=
theater in Weimar, a. G. Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 13. Nov 56. Ab.=Vſt.
B 14. „Der Troubadour.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Montag, 11. Nov. 2. Konzert
der Hofmuſik. (Soliſtin: Frieda
Kwaſt=Hodapp.) Anf 7 U. —
Diens=
tag, 12. Nov. 55 Ab.=Vſt. C 14.
„Hamlet.” Kl. Pr. Anf. 7 Uhr. —
Mittwoch, 13. Nov. 56. Ab.=Vſt.
B 14. „Der Troubadur.” Kl. Pr.
Anf. 7 U. — Donnerstag, 14. Nov.
Außer Ab. II. Sondervorſt. Zur
Feier von Glucks 125. Todestag.
„Iphigenia in Aulis” Anfang
3 Uhr. Zu dieſer Vorſtell. findet
ein Kartenverkauf nicht ſtatt. —
Freitag, 15. Nov. 57. Ab.=Vſt. D15.
Cave leria rusticange.
Hierauf: „Der Bajazzo.” Gew.
Preiſe. Anf. 7½ U. — Samstag,
16. Nov. 58. Ab.=Vſt. A 15. Zum erſten
Male: „Gabriel Schillings
Flucht‟ Drama in 5 Akten von
Gerhart Hauptmann. Gew. Pr.
Anf. 7 Uhr. — Sonntag, 17. Nov.
9. Ab.=Vſt. C 15. „Die
Wal=
küre.” Gew. Preiſe. Anf. 6 Uhr.
Ab heute
DARM-ASMADTE
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 33.
Ainerlear B10
Ernst-Ludwigstr. 23 Beim Bismarckdenkmal
Eeuts u. .
Der Detektivschlager
Ieles3
0
Aus dem Tagebuch einer Geheimagentin
*
* * * * in 3 Abteilungen.
Der Detektiv: Vigo Larsen. (23295
Die Geheimagentin: Wanda Treumann.
Die Geheimagentin stiehlt bei einem Diplomaten ein
geheimes Aktenstück. Ein Detektiv vertolgt sie zu
Wasser und zu Lande. Die zahlreichen spannenden
Abenteuer, die die beiden Gegner erleben, bilden den
Inhalt des überaus szenenreichen, wunderbar gespielten
Sensationsfilms. Einzelne Etappen aus der Flucht der
Geheimagentin und der Verfolgung des Detektivs
ver-
setzen das Publikum in atemlose Spannung.
Dazu das sonstige erstklassige Programm.
Z
Gabelsberger-Stenographenverein Darmstadt
Gegr. 1851 (Protektor Se. Königl. Hoheit der Grosherzog) Gegr. 1861
Damen-Stenographenverein „Gabelsberger‟.
Herbstresr mtr Dan
am Samstag, den 16. November 1912, abends 8½ Uhr
im „Kaisersaal‟
(23279
Eintritt für Mitglieder frei. Für Nichtmitglieder 30 Pfg.,
Familienkarte (3 Personen) 50 Pfg. nur an der Abendkasse.
Z
Kaufmanniſcher Verein Darmſtadt (6. v.)
Samstag, 9. November 1912
abends ½9 Uhr
(23201
im Kaiſerſaal — Fürſtenſaal:
Sttungstest
Solampia-
Sonntag, den 10. November 1912
im Mathildenhöhſaale, Bieburgerſtraße 26
von nachmittags 4 Uhr ab:
(*11322
Großes Tanzkränzchen.
Hierzu ladet freundlichſt ein
Gesellschaft Columbia.
Sonntag, den 10. November 1912
Im Hotel „zur Krone‟ in Auerbach:
Nach=Kirchweihrelt.
2 Ballorchester.
2 Ballorchester.
Das ganze Hotel iſt zu Reſtaurationszwecken geöffnet.
Gross-Brauerei
ringfrei
ſucht mit ſolventen Wirten von Darmſtadt u. Umgebung
unter äußerſt günſtigen Bedingungen in Verbindung
zu treten. Off. unt. F 47 an die Exped. d. Bl. (23112ds
Karnevalgesellschaft
„Harrhalla‟
Sonntag, 10. November 1912, abends 8 Uhr 11 Minuten
zur Eröffnung der Karnevalsaison
1913 (23187
Karnevalistisches Konzert,
Tanz
in sämtlichen Räumen des
Kaisersaals:Fürstensaals
Kapelle Weber
1211 Uhr Begrüßung
des Karnevals
1913
Eintrittspreis
50 Pfg.
EANF1
GRAFENSTR-I2EcKE RHEINSTR
Sehr gut erhaltener
Kinder=
liegewagen zu verkaufen
*11388) Arheilgerſtr. 10, part. I.
in Pärchen Brieſtauben bilig
&zu verkaufen Schrickel,
Griesheim, Ludwigſtr. 29. (23220
Größte und beſte Lichtbildbühne Darmſtadts
bringt in ſeinem von Samstag, den 9. bis
inkl. Dienstag, den 12. November, laufenden
Programm
den großen Senſationsſchlager, betitelt
Abseits vem Wege!
es bringt die Geſchichte eines
Wilderers in allen Formen wieder.
Die vertrauliche Gans. Ergötzlicher Humor.
Die Feſſ ln der Liebe. Tiefergreifendes Drama einer
Stenotypiſtin.
Bei den Möven. Herrliche Naturaufnahme.
Durch Flammen geläutert. Lebensſchickſale eines
Arztes zeigend.
Max will größer werden. Humoreske von dem
beliebten Kinohumoriſten Max Linder. (*11436
Gute Heizung und beste Ventilation.
Habe ene Farie
gut erhaltene
Kiſten
abzugeben.
Edm. Türtmann,
Grafen=
ſtraße 19, Tel. 1425. (*11343
Salon=Piano
Mahagoni, ſehr gut erh., weg.
An=
ſchaffung eines Flügels für 250 M.
ſofort zu verkaufen. Offert. unt.
F 70 an die Expedition. (*11309
am weissen Turm.
Filmkompanie:
Nordisch!
1211 (
Die Zukunft
liegt in der Luft
Hochintereſſante
Natur=
aufnahme des Luftſchiffes
„Viktoria Luiſe” über
Mannheim, Ludwigshafen,
Bergſtraße, Darmstadt,
Frankfurt.
Wochenchronik
Neueſte Kriegsereigniſſe
vom
Balkan.
Treu zur Fahne!
Drama aus den amerikan.
Freiheitskriegen
etc. etc. (23257
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 205.
in fole gruer, Kiniher Abechſiene din ich i der liahe, auf meine ur
prima Qualitäten englischer und deutscher Strickwollen,
schwarz-weisse Rabattmarken zu geben.
Rud. Mäck Nachf., W. Nagel.
23280
16 Ernst-Ludwigstrasse 16.
Instrumental-Verein.
29. Vereinsjahr. Gegründet 1883. Erstes Konzert.
100. Vereinsabend. (22726a
Mittwoch, den 13. November, abends 8¼ Uhr
im großen Saale des städt. Saalbaues.
Solist: Herr Willy Hutter von hier, Klavier.
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie für
Tonkunst.
1. Glinka: Ouvertüre zu „Russlan u. Ludmilla‟ für Orchester.
2. Mozart: Klavierkonzert A-dur Nr. 23. 3. Tschaikowski: Serenade
op. 48 f. Streichorchester. 4. Chopin: Polonäse op. 22 Es-dur für
Klavier u. Orchesterbegleitung. 5. Goldmark: Ouvertüre zu „
Sakun-
tala‟ op. 13 f. Orchester.
Konzertflügel: Jbach, Barmen. Orchester-Celesta: J. P. Schiedmayer,
Stutigart. Vertreter beider Firmen: Hoflieferant Heinrich Arnold.
Wilhelminenstr. 9 u. Mühlstr. 1—3.
Preise der Plätze: Sperrsitz Mk. 3.—, Saal Mk. 2.—,
Studenten und Schülerkarten Mk. 1.—. Karten in der
Hof-
musikalienhandlung von Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Mitgliedsbeiträge: 1. Für ein aktives Mitglied jährlich
Mk. 12.— für jedes weitere Familienglied, das als aktives
Mit-
glied eintritt, jährlich Mk. 4.—; für jedes weitere Familienglied,
das als inaktives Mitglied eintritt, numerierter Platz Mk. 4.—.
unnumerierter Platz Mk. 3.—. — 2. Für ein inaktives Mitglied
numerierter Platz Mk. 8.—, unnumerierter Platz Mk. 6.—, für
jedes weitere Familienglied Mk. 6.— bezw. Mk. 4.—: Studenten
und Schüler höherer Lehranstalten unnumerierter Platz Mk. 3.—.
Aufnahmegesuche sind zu richten an den I. Vorsitzenden,
Herrn Justizrat Hallwachs, Hügelstr. 47. Für die inaktiven
Mit-
glieder liegt ausserdem noch eine Einzeichnungsliste auf in der
Hofmusikalienhandlung Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Montag, den 11. November 1912
abends 7 Uhr
Zücheskonzert
im Großherzoglichen Hoftheater
zum Beſten des Witwen= und Waiſenfonds der
:: : Großherzoglichen Hofmuſik : ::
und unter Mitwirkung
der Großherzoglich Heſſiſchen Kammervirtuoſin
Frau Frieda Kwast-Hodapp
aus Berlin.
3. Paganini=Variationen für Kla=
1. Kleine Suite für Orcheſter
Cl. Debuſſy.
vier aus dem 1. und 2. Heft
J. Brahms.
4. Sinfonie in D-woll (Richard
2. Klavier=Konzert in A-moll
Ed. Grieg.
Wagner gewidmet)
A. Bruckner.
Konzertflügel: Steinway & Sons, New-Vork-Hamburg.
Alleiniger Vertreter in Darmſtadt:
Hoflieferant A. W. Zimmermann.
Vormittags 10 Uhr. Karten zur Haupt=
Hauptprobe; probe à Mk. 1.50 ſind an der Hoftheater=
Tageskaſſe, ſowie in der
Muſikalienhand=
lung von Leopold Schutter,
Eliſabethen=
ſtraße 12, zu haben.
(22953ms
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des
Pro=
gramms zu Gehör gebracht.
Darmſtädter Kontums, Spar= und
Produktions=Genoſſenſchaft e. G. m. b. H.
Einladung zur ordentl. Generalverſammlung
am Sonntag, den 17. November 1912, nachm. 3½ Uhr,
im großen Saale des „Städtiſchen Saalbaues”, Riedeſelſtraße.
Tagesordnung:
1. Bericht des Aufſichtsrats und Vorſtandes über das abgelaufene
9 Monate betragende Geſchäftsjahr.
2. Genehmigung der Bilanz und Beſchlußfaſſung über die
Ver=
wendung der Erübrigung.
3. Erſatzwahl eines Mitgliedes zum Aufſichtsrat.
4. Bericht über den Genoſſenſchaftstag in Berlin und über das
neue genoſſenſchaftliche Verſicherungsweſen.
5. Anträge.
Mitglieder, welche Anträge zu ſtellen beabſichtigen, müſſen dieſe
ſchriftlich bis zum Mittwoch, den 13. November, mittags 12 Uhr,
auf dem Kontor, Schloßgartenplatz 11, einreichen.
(23287sd
Der Aufſichtsrat:
(Kein Trinkzwang.)
J. Jung.
ug- Einladun gin
des Kath. Frauenbundes zur Generalverſammlung mit Teeabend
Montag, 11. Nov., abends 8 Uhr im Geſellenhauſe, Friedrichſtr.
Mitteilungen über die Tätigkeit in den letzten Vereinsjahren
und Referat von Frl. Ida Eckhardt über die Generalverſammlung
des Geſamtbundes in Straßburg.
(23186
Eintritt frei.
braun, ſchönes Tier, (Ein Sofa, aufgearbeitet u. neu
Dackel, billig zu verkaufen! überzogen, billig zu verkaufen.
Wittmannſtr. 3, IV
(*1134§11439 Kranichſteinerſtr. 8. Stb.
Schoßhunde, Malteſer, rein, weiß,8
Enſchkommode m. Marmarpl.
prämiiert, Hund u. Hündin zu z. kauf. geſ. Off. m. Pr. u
vark. Parkusſtr. 9, 1. St. (*11408som M 20 poſtl. Hermannſtr. (*11449
Tag
u.
Nacht
geöffnet.
Wiener Lafs IMPkRIIl.
(21962a
LUDwiGsPLATZ 2, I. STOCk.
AB 11 UHR NAcHTs FRiscHEs WiENER GULAScH. E geöffnet.
Nacht
Mnlane
Orphleunt
He
3
amstag,
9. November
Familien-Abend
Morgen
Sonntag
10. Novmb.
Vorstellungen
Nachm. 4 Uhr:
Grosse extra arrang.
Volks-
Vorstellung
zu besonders ermäss. Preisen.
Abends 8¼ Uhr:
zu üblichen Preisen.
Letztes Sonntags-Auftreten
Nur noch 5 Tage!
Kirchlich=poſinde Bereinigung zur Heſſen
Montag, den 11. November 3½ Uhr, (er4il
wird im hieſigen Kaiſerſaal (Grafenſtraße) der
Schriftleiter der „Allgemeinen luther. Kirchenzeitung”
Herr Pf irer Laible zu Leipzig
in öffentlich. Verſammlung über das Thema ſprechen:
„Kaun man bei der heutigen Lage des
Ehriſten=
tums noch von einem Fortſchritte desſelben reden?‟
Eintritt frei. — Freie Ausſprache. — Jedermann iſt eingeladen.
WVera Foretu. ob. , Halber
in:
Die G’schamige.
Raffayette’s
akrobatische Terriers.
Hermann Mestrum
ARheinlands beliebt. Humorist
Vindobona’s
Urkom. musikalischer Akt.
Jahn-Truppe
Leiter-Equilibristen.
Erwent Floretty-Trio
Hochturn- u. Balance-Künstler
Biedermeier-Duette
von Sophie u. Erwin Hemmer
Restauration
„Zur guten Quelle‟
Samstag, den 9. Nov mber 1912
Metzel=
Suppe,
wozu freundlichſt einladet (*11366
J. Riegler, Kaupſtraße.
Unübertroffen
in
Zualität
sind
Kronenbrau
Flaschenbiere 4
diter Korn
Zu verkaufen:
1 Büfett, 3 m lang mit
Marmor=
belag, Majolika=Schankſäule nebſt
Zubeh. u. 1 Gläſerſchrk. bill. Näh.
Kirchstr. 21, im Eisengeschäft. (23291a
von denkbar ſeinſter Dualitäk, aus der alrenommterten Brennerei
Magerfleisch, Wismar (gegr. 1734), weltbekannt und beliebteſte
Marke aus derſelben Brennerei, Whisky genau wie Schottiſcher.
Zu haben bei: Oskar & Ernſt Matzelt, Hofl., Schulſtraße 4,
Ernſt Breimer, Hofl., Eliſabethenſtraße 14, A. Reichard,
Kaſino=
ſtraße 12, Wilh. Weber Nachf., Eliſabethenſtraße 6. (23244)
Schw. Gehrock=Anzug, Maßarb.,
für mittl. Gr., nur einigemal
getr., für 25 Mk. zu verkaufen
*11430) Riedlingerſtr 23, II.
zin vollſt. pol. Bett mit Waſch=
und Nachttiſch, ein
Chaſe=
longue, zwei Diwans, eine
Näh=
maſchine, Gaslampe, Teppiche und
verſchiedenes andere, faſt neu, billig
zu verk. Schwanenstr. 12, p. (*11412
Brautausſtattung
(noch nicht in Gebrauch geweſen),
als: echt nußb. pol. engl.
Schlaf=
zimmer, beſt. in 2 ſchweren engl.
Betten mit beſt. Inh., groß. 2tür.
Spiegelſchrank, ſchön. Waſchkom.
mit weißem Marmor u. Toilette,
2 Nachtſchr. mit Marmor,
Hand=
tuchhalter; Wohnzimmer, beſteh.
aus fein. Diwan, eleg. Vertiko m
3 Spieg., groß. Auszugtiſch, 4 beſſ.
Stühlen, ſowie der hochf.
Küchen=
einrichtung, als: Schrank, Anrichte
mit M. ſſingverglaſ., Tiſch, 2 Stühle,
Ahlaufbrett, alles zuſammen f. nur
620 Mk. abzugeben
(*11387
Eliſabethenſtr. 46.
Verkaufe von heute ab
prima erſtklaſſiges
Hammelfleiſc
per Pfund 90 Pfg.
Metzgerei Egner,
Inhaber W. Falter, Kirchſtraße 2.
Telephon 322. cus7o Telephon 322.
Zwei Herrenräder mit Freil. bitl.,
2 ſowie Grammophon mit Platt.
f.35 M. ſof. z. verk. Sonnt. d. ganz. Taa
anzuſ. Maadalenenſtr. 7, Hh) I. (*1197
Neue eſ Betſtelle oillig zu verk.
M *11338) Arheilgerſtr. 27.a
Eiserne Bettstelle
mit Matratze zu verkaufen
*11372) Kiesſtraße 45, I.
tadelos
1 geb. Nnhmaſc iuk, nähend.
ſehr billig Hölgesſtr. 3, part. (*11380
Tüchtiger Reisender
welcher in
(23242
Kurz- und Manufakturwarengeschäften
gut eingeführt ist, von leistungsfähiger Fabrik in
Stickereiroben und Wäschestickereien gegen Provision und
Spesenzuschuss gesucht. Gefl. Angebote u. S. S. 6175
an Rudolf Mosse. Frankfurt a. M. erbeten.
Nummer 265a
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Weiblich
empfieht ſich in und
Modistin außer dem Hauſe.
*10723sss) Lauteſchlägerſtraße 38
Kontoriſtin, in Stenographie
Maſchinenſchr. perfekt, ſow. in allen
Bureauarb. vollkommen vertraut,
ſucht Stellg. für 1. Jan. ev. früh. Off.
u. F 93 an die Exped. d. Bl. (*11404
Hadsäatterm.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fahren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe. Näh. in der Exped. (18745a
Junge Dame, tüchtig in allen
Zweigen d. Haush., ſow. d. franzöſ.
Sprache mächtig, ſucht Stelle als
Stütze od. Erzieherin. Offerten u.
B 51 an die Expedition. (B22970
44 Jahre alt, mit fünf
Witwe, Jahre altem Kind,
ſſucht Stelle als Haushälterin.
Gefl. Offerten unter F 19 an die
(*11116ds
Expedition.
Jg. Frau geht halbe Tage waſch. u.
putz. Magdalenenſtr. 5, I. (*11421
Mädchen, 14 J., Odenwalderin,
ſucht Stellung.
(*11435
Näh. Kahlertſtr. 32, part.
Fräulei, mutl. Alters, im ganzen
Hausweſ. erf., ſucht Stell. z. Führ.
ein. klein. Haush. bei ält. Herrn od.
Dame. Beſte Zeugniſſe vorhand.
Offerten u. F 92 Exped. (*11402
Perf. Schneiderin nimmt noch
einige Kunden in in u. auß. d. H.
an Liebfrauenſtr. 63, pt. (*11329
Anſt. Mädchen ſucht tagsüber
Stellung oder Aushilfe (*11450
Wienersſtraße 38, Manſ.
Stäte, 38 Jahrealt, I.einmädch., 260 Jahre
alt, kann bürgerlich kochen, beide mit lang.
Jährigen Zeugnissen, suchen Steilen Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige Stellervermit!
lerin, Elisabethenstr. 5. T I. 531. *1145
empf. ſich mn und auß. d.
Friſenſe Hauſe gegen mäß.
Ver=
gütung Frau Seibert Wwe.,
Lieb=
frauenſtraße 107, 3 St. (23167a
Unabh., gutempf. Frau ſ. Laufd.
Alexanderſtraße 11, II. (*11443
Mädch., d. gut näh. büg. u. ſervier.
Eu. ſchon in beſſ. Häuſ. gew., ſ. Stellg.
als l. od. 2. Hausm. Off. u. F 98 Exp. (*
Ein in Küche u. Haushalt, ſow.
in der Pflege erfahr. Mädchen m.
Kind ſucht bei ält. Herrn Stell. hier
o.ausw. Nh. Mauerſtr. 22, I. (*11318sm
Jung. Mädch. vom Lande ſ. Stelle.
Näh. Rundeturmſtr. 3. (*11051mfs
Wännlich
24jähr., mehrere
Kaufmann, Jahre als
Ex=
pedient u. Buchhalter tätig, auf
la Zeugniſſe geſtützt, ſucht per
1. Jan. 1913 Stellung. Gefl.
Offerten erbeten unter P. H. 889
Darmſtadt, poſtlagernd
Poſt=
amt 4 (Stiftſtraße).. (*11027ms
Zuverläſiger alterer Mann
ſucht für Mittags einige Stunden
Beſchäft. Langegaſſe 37. (*11225ds
21 Jahre, ſucht,
Junger Mann, geſtützt aufgut.
Zeugn., Stellung per 1. Jan. 1913.
Off. unt. F 61 Exped. (*11280fso
Kaufm. Lehrſtelle
für 1 j. Mann, 17 J. alt, m. b.
Schulbildung geſucht. Offert. u.
F 50 a. d. Expedition. (*11235ds
Erfahr. jung. Kaufmann (brog.),
lled., ſucht bei gering. Anſprüchen
Stellung auf Lager od. Comptoir.
Off. unt. G 4 an die Exp. (*11427sd
Ein früher im Eiſenbahndienſt
angeſtellter, durch Unfall verabſch.
jung. Mann, der Jahreskurſus in
hieſig. Handelsſchule beſuchte u. an
Stenogr. u. Maſchinenſchr. teilnahm,
ſucht ſof. od. ſpät. in ein. kaufm. Bur.
Stell. Off. G 9 Exped. (*11409sm
Chaufeur
nüchterner, zuverläſſiger Fahrer,
Stella. Off. F 96 Exvd. (*11400soi
Junger Mann ſucht Stelung
per ſofort als Lageriſt oder
Ver=
käufer irgend welcher Branche.
Off. u. G 3 a. d. Exped. (*1178i
ſucht Beſchäftizung
Jg. Mann
Off. unter G. 2 a. d. Exp. (*11374
ſucht Stellung als
Kaufmann Buchhalter od. ſonſt.
Offerten unter F 88 an die
Ex=
pedition ds. Bl. (*11420
Seite 37.
Sronksvat
KabferC
haben die Welt erobert: Ueber
150000 Flügel und Pianinos des
Hauses Steinway & Sons, gespielt
in allen Teilen des Erdenrundes,
legen eindringlich Zeugnis ab von
der Beliebtheit und den besonderen
Vorzügen dieser Instrumente. Ein
Kapital, das die gewaltige Summe
von 500 Millionen Mark übersteigt,
repräsentiert ihren Ankaufswert.
Einladung zur Prüfung und Be-
Sichtigung der Steinway-Flügel und
Pianinos im Magazin des Vertreters
Tüchtigen
Bautechniker
(Architekt), geſetzten Alters,
Hort. Leichner
im Detail. u. Perſpektiven für das
Büro eines hieſigen Architekten per
1. Jan. 1913 geſucht. Offert. mit
Skizze in Briefformat u.
Gehalts=
anſprüchen unter D 36 an die
Expedition ds. Blattes erb. (B22515
Luichere Eriſtens für Kaufmann,
Techniker ꝛc. Größeres Werk, i.
flott. Betr., mit Staats= u.
Ge=
meinde=Auftr. beſchäft., ſ. Pächter
m. 6—8 Tauſend Mk. Verm.
Fach=
mann vorh. Off. u. F 52 Exp. (*11289fs
Tüchtige Kolporteure und
Hauſierer auf Zeitſchriften geſucht.
Zu melden vormittags zwiſchen
9 u. 11 Uhr u. nachmittags zwiſchen
3 und 6 Uhr. Wilh. Didzuhn,
Darmstadt, Franichsteinerstr. 7. (3
Mehrere
tüchtige Berren
m. tadelloſer Vergangenheit finden
angenehme Stellung mit
Wochen=
od. Monatsgehalt. Off. u. P 7934
an Haaſenſtein & Vogler A.=G.,
(21453f
Frankfurt a. M.
te
M
Oe
L. Stellenvermittig. ſe
EN EImENANN
Mann
(Penſionär), welcher auch einen auf
den Beinen ſchwachen, ſonſt aber
geſunden Herrn im Fahrſtuhl
ausfahren kann, für dauernd
ge=
ſucht. Derſelbe ſoll auch leichte
ſchriftliche Arbeiten erledigen helf.
Selbſtgeſchriebene Offert. mit
An=
ſprüch u. F 82 a. d. Exp. (B23233
Hoflieferant
Rheinstrasse.
Steinway-Flügel werden gespielt in den Konzerten der Großh.
Hofmusik von Frau Prof. Kwast-Hodapp, sowie Prof. Burmester
von Herrn Schmidt-Badekow.
e
:
23281a
Zum Führen und
Bei=
tragen der Bücher
empfiehlt ſich ein Kaufmann, der
über freie Zeit verfügt. Off. unt.
F 89 an die Exped. erb. (*11414
Weiblich
Verkäuferinnen
ſowie eine (22956msm
ſucht ein großes, hieſiges Mode=
Putz= und Kurzwarengeſchäft per
1. Januar 1913. Offerten nebſt
ſeitheriger Tätigkeit und
Gehalts=
anſpr. unter E 92 an die Exped.
Gerſälleinen
für Manufaktur- u.
Kurz-
waren zur Aushilfe für den
Monat Dezember bis
Weih=
nachten geſucht. (22446a
Gebr. Rothschild. Markt 2.
Lenrtraulein
gegen ſofortige Vergütung oder
junge Verkäuferin alsbald geſucht
Papierhandlung Hipfel,
Karl=
ſucht geſtützt auf prima Zeugn.,ſtraße 67. Perſönliche Angebote
(B23315
mittags 2 Uhr.
Praves, reinliches, fleib.
Zweit=
mädchen bei gutem Lohn zum
15. Nov. geſucht. Zu erfragen
5—6 Uhr Steinſtr. 20. pt. (*11155dfs
Heimarbeit
irgend welcher Art geſucht. Off.
unt. G 8 an die Exp. erb. (*11410
Kindermädchen
gleich welcher Art. nicht unt. 18 Jahr., zur Pflege eines
11 Mon. alten Kindes geſucht;
das=
ſelbe muß Hausarb. mit übernehm.
Mädchen vorhanden. Nur ſolche
Beſchäftigung auf einem Büro. Mädchen, die in gleicher Stelle tätig
waren u. beſte Zeugniſſe aufweiſen,
wollen ſich nachm. zwiſchen ½4 und
5 Uhr vorſtellen bei Frau v. Sutiner,
Heinrichſtraße 160, III. (*11267fs
Aelt. unabhängiges Mädchen
bei gutem Lohn tagsüber ſofort
geſucht. Näheres Mühlſtraße 11,
bei Möller.
(23161fs
1 Servierfraulein Fiſcher,
Heidelbergerſtraße 42. (*11382so
geſucht bei
Großes Verlagsunternehmen
ſucht noch einige
Damen
für die Reiſe zur Gewinnung neuer
Abonnenten für bekannte und
be=
liebte Wochenſchrift. Hoher
Ver=
dienſt wird gewährt. Intelligente,
unabhängige u. gewandte Damen
wollen Angebote einreichen unter
D. B. 1135 a. d. Exp. (23239D
Junge mädchen
im Hand= und Maſchinennähen
bewandert, finden lohnende
Be=
ſchäftigung Gottlieb L.orz,
Hof=
kürſchner, Eſchollbrückerſtr. 3. (23222
Hausmädchen mit guten
Zeug=
niſſen, das nähen und bügeln kann,
nach Frankfurt geſucht. Näheres
Saalbauſtraße 81, part. (*11346
Laufmädchen geſucht
Luiſen=
ſtraße 30, 3. Stock.
(*11368
Ein ordentliches Mädchen für
ſofort geſucht
(23314so
Ballonplatz 7.
tagsüber
Saub. Laufmädchen geſucht
Kiesſtraße 95, part. (VII23312
Ein ſunges Laufmädchen ſofort
geſucht Dieburgerſtraße 5 (zwei
Treppen rechts).
(*11454
Tüchtige, fleißige Putzfrau von
einer Behörde für etwa 3½
Stun=
den täglich geſucht. Angebote ſind
unter F 76 erbeten. (23189so
Männlie
Kutſcher u. Huſchmiede köm
eintreten Grafenſtr. 6. (*11244
Redegew. Herr od. Dame ſ.
Neuheit D. R. P.) geſ., gut. Verd.,kein
hauſ. Off. u. G7 a. d. Exp. (*11407
Kraftiger Junge
14—16 Jahre alt, aus guter
Fa=
milie, für Ausgänge uſw. beſorgen
geſucht Heinrichſtr. 3, Büro. (23224soi
Am Kanaliſanonsbau
Erbacherſtraße wird ſofort ein
tüchtiger Zimmermann eingeſtellt
*11334) Paul Schmidt Sohn.
Zum Ausziehen
von Zeichnungen ſofort geſucht
(*11455.
ein junger Mann.
Offerten unter G 11 an die
Expedition dieſes Blattes.
Selbständige Existenz
findet tüchtiger Vertreter
durch Uebernahme unſerer
Engros-Versandstelle
für größeren Alleinverkaufsbezirk.
Verdienſt 6000 Mk. u. mehr. Streng
reeller Artikel, glänzend begutachtet
von Behörden, Fachleuten ꝛc.
Re=
klame, Annoncen ꝛc. auf unſere
Koſten. Laden und Vorkenntniſſe
unnötig. Kann auch als
Poſtver=
ſandgeſchäft von der Wohnung aus
betrieben werden. Auch als
Neben=
erwerb geeignet. Herren, die
ge=
wöhnt ſind, viel Geld zu verdienen,
erhalten Näheres gratis u. franko
unter „Poſtlager=Karte 74,
Köln 10.”
(232380
Einlegerin
ſucht C. W. Leske.
(*11441so)
Saubere Lanffrau
für beſſeren Haushalt vormittags
event. auch nachmittags, ſofort
geſucht. Zu melden
Beſſunger=
ſtraße 6, II., links.
(B23285
Steilnlohſe Madchen ſinden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(22512a
Tüchtige erfahrene Waſchfrau
(*11391
für dauernd geſucht
Frankfurterſtraße 80.
3—5 Mk. lägl. Verdienst!
Gesucht sofort
an allen Orten arbeitſame Perſonen zur Uebernahme einer
Trikotagen- und Strumpfstrickerei. Hoher, dauernder
Verdienſt! Angenehme leichte Beſchäftigung. Koſtenloſer
Unterricht. Ohne jede Vorkenntniſſe leicht zu lernen. Arbeit
wird von uns an alle Orte Deutſchlands franko geliefert.
Proſpekt mit glänzenden Zeugniſſen und Dankſchreiben gratis
und franko. Neher & Fohlen, Trikotagen- u. Strumpf-
(A21808
fabrik, Saarbrücken A 17.
Berufs-Wechsel.
Fleiß., zielbewußter Herr, mögl. nicht unter 30 Jahre alt, der
ſeinen Beruf wechſeln möchte, kann ſich i. Außendienſt eines der größten
deutſchen Unternehmen (A.=G.) bei aquſſitoriſcher und organiſatoriſcher
Tätigkeit hohes Einkommen u. Lebensſtellung ſchaffen. Die
Einarbei=
ung im Außendienſt erfolgt durch Beamte d. Geſellſchaft. Nach kurzer,
ca. 3—4 wöch. Probezeit erfolat bei befriedigend. Leiſtungen Anſtellung
durch die Direktion, bis 200 Mk. garant. monatl. Einkommen u. Extraprovis.
je nach Leistung. Off. unter F 78 an die Expedition.
(*11325
ſofort
Servierfräulein geſucht
*11370) Eſchollbrückerſtraße 6.
Ordentliches Mädchen
tags=
über geſ. Wienersſtr. 72, I. (*11440
Geſucht Waſchfrau Tau
alle 14 Tage für halben Tag, die
mit Waſchmaſchine umgehen kann.
Nachzufr. Ohlyſtr. 40, II., zwiſchen
8 u. 10 Uhr vormittags. (B23234
Reinl Frau oder Mädchen zum
Putzen geſucht (zweimal i. d. Woche;
Kranichſteinerſtr. 53, part. (*11367
Seite 38.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Nummer 265.
Alte deutsche Feuer-
Versiche-
rungs-Aktien-Gesellschaft
ſucht am hieſigen Platz unter
gün=
ſtigen Bedingungen einen
Vertreter
der ſich intenſiv dem Erwerb neuer
Verſicherungen (in Feuer und
Ein=
bruchsdiebſtahl) widmen will. Gefl.
Offerten (diskrete Behandlung
zu=
geſichert) unter F 85 an die
Ex=
pedition ds. Bl. erbeten. (23256sif
Die Haupt=Agentur
Darmſtadt
einer großen deutſchen
Feuerverſicherungs=
geſellſchaft
mit Nebenbranchen und
be=
ſtehendem Inkaſſo iſt ſofort
an eifrigen Herrn mit guten
(23240fI
Beziehungen
zu vergeben.
Offerten unter T 8509 an
Haasenstein & Vogler,
A.-G., Frankfurt a. M.
Zum Besuchv. Landkandschaft!
Ein redegewandter, an rege Tä=
(23278soi
tigkeit gewöhnter
Mann
im Verkehr mit der
Landbevölke=
rung bewandert, findet dauernde
Stellung als Einkaſſierer und
Ver=
käufer für die Gegend Höchſt,
König, Michelſtadt uſw. im
Oden=
wald gegen Fixum und hohe
Pro=
viſion ꝛc. Kleine Kaution
erforder=
lich. Offerten mit Angabe von
Alter und bisheriger Tätigkeit unt.
F 94 an die Expedition ds. Bl.
Lemmore
Ecke Kies= und Beckſtraße 78,
1. Stock, Fünf=Zimmerwohnung
per ſofort oder ſpäter zu verm.
(*11397sm
Preis 680 Mk.
Heinheimerſtr. 12
Parterrewohnung, 4 Zimmer,
Küche und Mädchenzimmer,
per bald zu vermieten. Preis
Mark.
(22753a
Peu hergerichtete 3 Zim.=Wohn.
ſofort od. ſpäter zu vermieten.
Näheres bei Frau Ewald,
Kranichſteinerſtr. 51, II. (23308ms
Soderstrasse 7, 3. St.
ſchöne 3 Zimmerw. per 1. Januar
1913 zu verm. Näheres daſelbſt bei
Leiderer, Färberei. (*11383sms
Neue Irenenstr. 59, 1. Etage.
3 Zimmerwohn., p. Monat
32 Mk. Näh. b. Herrn Vogt
daſelbſt u. Kirchſtr. 21, im
(23305ms
Eiſengeſchäft.
ſchöne
Lauteſchlägerſtr. 32, p., 2. Z.=
Wohn. im Seitenb. zu v. (*11403sm
Vallonplatz 10, Stb., kl. Zwei=
Zimw. ſofort zu verm. (23251a
Eckhardtſtr. 5 frdl. 2 Z.=W. Näh.
Landwehrſtr. 1. Ch. Rückert. (*11598sm
Lauteschlägerstr. 20
2 Zim. u. Küche p. ſof. zu verm. (23282a
Mühlſtraße 41, ein leeres Zim.
zu vermieten.
(*11433sm
1 Zimmer mit Küche zu vermieten
Näh. Erbacherſtr. 13, Hinterh. (*11451
Mlierte Zimmer
Karlſtr. 30, Hinterh 2. St. lks.
Frdl. Zim. für Mk. 3.50 p. W. (*11371so
Magdalenenſtr. 7, Hths. I.,
einf. möbl. Zimmer ſofort. (*11376
Beckſtraße 78 2 möbl. Zim.,
ungeniert, an 1 oder 2 Herren per
ſofort zu vermieten. (*11396sm
Wilhelmſtr. 51, pt. I., möbl.
Zimmer zu vermieten. (23301a
Zu vermieten:
Kirchſtraße 21
m. Nebenz.
Großer Laden u. Magazin
evt. m. Wohnung, elektr. u.
Gaslicht. Ein leer. Zimmer
im 1. Stock, auch für
Büro=
zwecke geeignet. (23304ms
Näh. im Eiſengeſchäft.
Soderſtraße A1 ein Raum
als Werkſtätte oder zum Möbel
einſtellen ſof. zu vörm. (*11373som
Pelzwarenfabrik.
(23230
Frankfurt a. M., Rossmarkt 15, Tel. I. 4297
Frankfurt a. M., Katharinenpforte 2a, Tel. I. 332. Offenbach a. M., Frankfurterstr. 42, Tel. 8.
Besichtigen Sie bitte meine Lager!
In Frankfurt a. M. grösste Auswahl
fertiger Pelzwaren jeder Art und
Preislage.
Verlangen Sie bitte meine
Preis-
liste(gratis u. franko). Sie informiert
Sie über die beliebtesten Fellarten,
deren Preise und Formen.
In meiner Grosskürschnerei gelangen seit Jahren nur bestbewährte Fell-
Qualitäten zur Verarbeitung. Niedrige, offen ausgezeichnete Preise.
Zwechs Heirur
bek. z. w. Off. u. M. K. 50
SooreF
antitautui Zu u ai E u du
Ziehung-15. Norember 1912
Darmstädter
Schloßfreiheit-
zeld-Lotterie
3329 Geldgewinne im Betrage v. M.
ue
1 Hauptgewinn
1
T
2 Hauptgewinn
3 à 10
usu. usw.
Porto u. Liste
Lose à 1 Mk., 25 Pfg. extra.
Zu haben bei den Königl. Preussisch.
Lotterie-Einnehmern u. in allen
Lose-
verkaufsstellen oder direkt durch:
O. Petrenz, Darmstadt,
à A. Dinkelmann, Worms,
MHEhaAE
(M22390)
Schwere belgiſche Lucheinte
5 Jahre alt (181 cm Stockmaß)
prima im Zug, iſt wegen
Krank=
heit des Beſitzers zu verkaufen.
(*11429sis
Anzuſehen bei:
Karl August Mahr I.,
Traiſa b. D.
Schöne
Ferkel
(23313so
zu verkaufen
Ballonplatz 7.
Wegzugsh. ſehr bill. z. verk. 1 Bett,
1 Tiſch, Kleiderſchr. u. verſch.
Hofmann, Rhönring 53, I. (*11428
Zu verkaufen
1 gut erhaltenes Rad mit Freilauf,
ein größerer Grammophon mit
43 Platten, für Wirtſchaftsbetrieb
geeignet, und ein faſt neues Luft=
(*11445
gewehr.
Näheres Bismarckſtr. 27, p.
Wendelſtadtſtraße 45½, Einige
Malter kartoffeln
zu Salat, daſelbſt Futter=Kartoff.
zu verkaufen.
(*11319sm
„Induſtrie”,
Speiſekartoffel p. Ztr. 2.75 M.
Müllerſtraße 15.
*109321s)
n gutem Privatmittagstiſch
A können einige beſſ. Herr. teiln.
*11417) Schloßgartenſtr. 55, II.
5 Herren ſuchen
bürg. Privat=Mittagstiſch
(*11399
Nähe Rheinſtraße.
Offerten mit Preisangabe unter
P 60 an die Exped. ds. Bl.
In einer guten Familie wird
evenil.
Mittag- auch Abendessen
geſucht. Offerten unter F 11 an
ie Expedition ds. Bl. (*11081ms
Häusl. erz. Frl., w. verm., wünſcht
w. M. a. paſſ. Verk. mit Herrn i
ſich. Stell. im A. v. 30—40 J.
eine prachtvolle Sprechmaschine mit Dauernadel
(wie Abbildung), Grösse ca. 30X30 cm,
70 cm hoch, haben wir uns
ent-
schlossen, bis zum
22. November,
um unsere Apparate in weiteren
Kreisen einzuführen, allen Lesern des
„Tagblatt‟,
die von uns Schallplatten beziehen
wollen, gegen Einsendung dieser
Annonce zu liefern.
Wir bitten bei Aufgabe der
Be-
stellung um genaue Angabe der
Adresse, sowie 20 Pfg. für Spesen
mitzusenden.
(23181
Monopol
Sprechmaschinen-
Gesellschatt
Berlin C. 54, Abt. 337.
Fox=Terrier
junge echtraſſige, zu
ver=
kaufen bei Dr. Vermeil.
Auerbach (Heſſen),
Darm=
ſtädterſtraße 66. (23297soi
ittelg., gut erhaltener Kraut=
Mhobel zu verkaufen (*11423
Landwehrſtraße 45, part.
Haſen= und Rehlelle kauft und
werden abgeholt. (*11327soms
L. Ranis,
Mathildenplatz 4. Pfälzer Hof.
Herrenüberzieher
wenig getragen, billig abzugeben.
Näh. Pallaswieſenſtr. 39, pt. (*11286
N. ſchwz. m. oſtbr.,
Dobermahn, 11 M. alt, u. Garant.
z. vk. Näh. Gartenſtr. 19, I., I. (*11345
hauptpoſtl. Darmſtadt erb. Anon.
zweckl. Verſchw. zugeſ. (*11350
anfangs der 40er
Witwe, Jahre, wünſcht
Heirat mit einem Herrn in ſicherer
Stellung. Offerten unter F 27
an die Exp. ds. Bl. (*11141ds
amen find. diskr. liebev. Aufn. bei
b alleinſt. Wwe. Hebamme Finger,
Astheim, Post Trebur, Kr. Groß-Gerau. (*11230dis
4 Zimmer-Wohnung
zum 1. April 1913 von Beamten
geſucht. Ausführl. Offerten unter
F 99 an die Expedition dieſes
(*11390
Blattes.
Neuzeitl., geräum. 3—4 Zim.=
Wohn. m. Bad, Veranda u. ſonſt.
Zub. in ruh. Hauſe, von Beamten=
Familie (2 Erw.) z. April geſucht.
Off. unt. F 79 Exped. (*11321
Böbl. Zimmer, mögl. ſep. und
Mſonniger Lage, Umgebung der
unteren Rheinſtraße, von Beamten
geſucht. Offerten unt. G 1 an die
Exped. ds. Blattes. (*11393
Suche
freundl. möbl. Zimmer
mögl. mit Schreibtiſch, Nähe
Hoch=
ſchule. Offerten mit Preis unter
10 an die Exved. (*11438
Sol. ieſſ. Fräul. ſucht bis 1. Dez. g.
möbl. Zim. m. ganz. Penſ. Off.
unt. E 97 an die Exp. (*11044ms
Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
Seite 39.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt 1.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 1. Nov.: Dem Dachdecker Alexander
Wolf, Inſelſtraße 19, eine T. Marie. Am 31. Okt.: dem
Friſeur Wilhelm Weber Gutenbergſtraße 14, ein S.
Wilhelm Friedrich. Am 3. Nov.: dem Handelsmann
Johannes Kappes, Waldſtraße 32, ein S. Johannes.
Am 5.: dem Schloſſer Guſtav Peter Bach, Langegaſſe 11,
ein S. Georg. Dem Schuhmacher Johann Kani,
Kaſino=
ſtraße 14, ein S. Johann. Dem Bildhauer Chr.
Hart=
mann, Landgraf=Georg=Straße 64, eine T. Hildegard
Marie. Dem Bierbrauer Alois Fuchs, Dieburger
Straße 40, eine T. Luiſe. Am 4.: dem verſtorb.
Verſicher=
ungsinſpektor Nathan Simon, Gardiſtenſtraße 18, eine
Tochter Nanni. Am 6.: dem Taglöhner Joh. Matthäus
Dörner, Schloßgaſſe 29, eine T. Mathilde.
Aufgebote. Am 4. Nov.: Bauer Johann Gottfried
Schneider in Geroda mit Dienſtmagd Marie Luiſe
Friedrike Wüſt, hier. Eiſenbahnbeamter Heinr.
Engel=
bert Schüßler, hier mit Hausmädchen Anna Margar.
Krop in Roßdorf. Geſchäftsführer Otto Spohr mit
Liſette Graf, beide Riedeſelſtraße 72. Am 5.: Sergeant
im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Hermann Schlörb,
Alexanderſtraße 22, mit Margar. Fleiſchhacker,
Diebur=
ger Straße 41. Sanitätsſoldat Valentin Kochhan, hier
mit Einlegerin Sophie Groos in Wiesbaden.
Kauf=
mann Phil. Schmidt, hier mit Anna Eliſab.
Wanne=
macher in Oppenheim. Maſchinenmeiſter Gg. Volk in
Saarbrücken mit Luiſe Greßkinski, hier. Friſeur Adam
Sehnert, Kahlertſtraße 23, mit Schneiderin Katharina
Stauth in Pfungſtadt. Am 6.: Trompeter Sergeant im
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Herm. Oskar
Scheff=
ler, hier mit Schneiderin Elſa Hilda Werner in Roſitz.
Heizer Joſeph Schüpfer mit Eva Hedwig Fromm.
beide in Mainz. Hausburſche Karl Daupert mit
Eliſa=
betha Weitzel, beide Eliſabethenſtraße 26. Schreiner
Georg Nikolaus Karn, Ruthsſtraße 13, mit Einlegerin
Anna Maria Krick, Pankratiusſtraße 67. Fabrikarbeiter
Eugen Dern, Rheinſtraße 28, mit Dienſtbote Eliſab.
Arnold, Sackgaſſe 2. Am 7.: Bäcker Heinrich Chriſtoph
Daum, Orangerieſtraße 2, mit Sophie Kathar.
Engel=
hardt in Erbach. Chauffeur und Monteur Karl Friedrich
Preißer mit Roſina Amalie gerufen Emilie Törge,
beide Rheinſtraße 4.
Geſtorbene. Am 5. Nov.: Karl Arnold Heinrich
Lö=
ding, S. des Buchbindermeiſters, 11 Jahre, ev.,
Lieb=
frauenſtraße 93. Am 4.: Regine Trottmann geb. Becker,
Ehefrau des Werkmeiſters, 33 Jahre, ev., Sindlingen.
Steinmetz Auguſt Beitel, 40 Jahre, kath., Hirſchhorn.
Am 5.: Laufmagd Luiſe Graf, 39 Jahre, ev.,
Hinkels=
gaſſe 11. Am 6.: Eliſab. Marie Herrmann geb. Bär,
Witwe des Privatiers, 66 Jahre. ev., Pallaswieſenſtr. 41.
Am 7.: Handelsmann Adolf Will, 69 Jahre, ev.,
Mathil=
denplatz 9.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Oktober: dem Schneider Guſtav
* Rampe, Ludwigshöhſtr. 10, Zwillinge, ein Sohn Georg
und eine Tochter Margareta. Dem Betriebsleiter
Her=
mann Stößer, Moosbergſtr. 90, ein Willi Valentin.
Am 25.: dem Poſtaſſiſtent Guſtav Albert Kunze,
Tannenſtr. 45, ein S Ernſt Günther. Am 28.: dem
Finanzaſpirant Karl Heinrich Walter, Ludwigshöhſtr.
(66, eine T. Hertha Maria. Am 25.: dem Bäckermeiſter
Wilhelm Trautmann, Roßdörferſtr. 59, eine T. Erna
Maria Margareta. Am 23.: dem Bankbeamten Friedrich
Wilhelm Ehrhard, Moosbergſtr. 48, eine T. Eliſabeth
Margareta. Am 1. November: dem Wächter der Wach=
und Schließgeſellſchaft Carl Herter Rückertſtr. 10, eine
T. Anna Maria Eliſabeth. Am 29. Oktober: Dem
Kaſer=
nenwärter Johann Adam Maul, Beſſungerweg 125,
eine T. Maria Am 30.: dem Friſeur Friedrich Ernſt Paul
Gubſch, Karlſtr. 117, eine T. Helena Hildegard Martha.
Am 31.: dem Großh. Hofjunker, Regierungsaſſeſſor Louis
Ferdinand Leo Robert Freiherr Löw von und zu
Steinfurth, Grünerweg 26, ein Sohn. Dem Schuhmacher
Johannes Müller, Sandbergſtr. 45 ein S. Johannes.
Am 30.: dem Großh. Amtsrichter Carl Chriſtian Pückel,
zu Friedberg (Heſſen), eine T. Eliſabeth Hedwig Minna
Maria, Am 4. November: dem Schmied Konrad
Schlitz=
berger, Ludwigshöhſtr. 3, eine T. Anna Wilhelmine.
Am 30. Oktober: dem Mechaniker Karl Korell,
Schieß=
hausſtr. 54, ein S. Friedrich Valentin. Am 2. November:
dem Depotarbeiter Wilhelm Sander, Ahaſtr. 22, ein S.
Wilhelm Ludwig. Am 29. Oktober: dem
Vizewacht=
meiſter im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23, Ludwig
Nicolaus, Ahaſtv. 14, eine T. Anna Margareta. Am
1. November: dem Stadttaglöhner Philipp Gimbel,
Neue Niederſtr. 15, ein S. Hans Friedrich. Am 2.: dem
Rentner Georg Wilhelm Schuchmann, Karlſtr. 104½,
ein S Georg. Am 1.: dem Keſſelſchmied Wilhelm
Gim=
bel, Martinſtr. 34, eine T. Margareta. Am 30. Oktober:
dem Vizewachtmeiſter im Großh Artillerie=Korps,
Hein=
rich Kaul, Ahaſtr. 24, ein S Karl Willi.
Aufgebotene Am 28. Oktober: Stukkateur Heinrich
Bauer, Ahaſtr. 22, und Eliſabetha Winkel,
Liebig=
ſtraße 38. Am 30.: Sergeant im Feld=Artillerie=Regiment
Nc. 61 Nicolaus Ohl und Emma Maria Katharina
Jung zu Freienſeen. Am 1. November: Bauaſpirant
Carl Laur zu Bingen am Rhein und Martha Dorothea
Grünewald Heidelbergerſtr. 106 Am 5.: Gürtler und
Metallgießer Adolph Ludwig Malſy, Moosbergſtr. 48,
und Anna Chriſtine Groh, Ahaſtr. 22.
Eheſchließungen. Am 26. Oktober: Maurer Heinrich
Georg Aßmuth, Orangerieſtr. 34, und Margarethe
Kin=
dinger, daſelbſt. Am 30.: Proviantamtsarbeiter Jakob
Schäfer, Beſſungerſtr. 107, und Eliſabetha Uebel,
Weinbergſtr. 18. Am 2 November: Schriftſetzer Johann
Wilhelm Friedrich Völz, Moosbergſtr. 70, und Anna
Margaretha s Beil, daſelbſt. Väler Ludwig e Vollt,
Kiesbergſtr. 12, und Wilhelmine Jakobine Chriſtine
Poth, daſelbſt.
Geſtorbene, Am 28. Oktober: Hans Keil, S. des
Hausburſchen, 7 Mte., ev., Herdweg 21. Chemiker Dr.
phil. Albert Heyer, 48 J., ev., Heidelbergerſtr. 35. Am
1. November: Auguſte Kauder, geb. Hoinkes, Witwe des
Pfarrers, 72 J., ev., Mathildenſtr 15. Am 3.: Elſa
Merkel, T. des Bureaugehilfen, 14 Tage, ev.,
Kiesberg=
ſtraße 39. Eliſabeth Charlotte Holzſchuh, geb. Büchler,
Witwe des Modellſchreiners, 66 J., ev., Karlſtr. 115.
Am 6.: Lehrer i. P. Johann Heinrich Roth, 72 J., ev.,
Beſſungerſtr. 110. Henriette Arnold, geb. Diehl, Witwe
des Fabrikarbeiters, 80 J., ev., Kiesbergſtr. 7.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
23. Sonntag nach Trinitatis, den 10. November 1912
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Mittwoch, den 13. Nov., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 8 Uhr: Feſtgruß des „
Wart=
burg‟=Poſaunenchors vom Stadtkirchturm. — Vorm. um
10 Uhr: Feſtgottesdienſt anläßlich des 11. Jahresfeſtes
des Chriſtl. Vereins junger Männer „Wartburg” unter
Mitwirkung des Poſaunenchors. Feſtprediger Pfarrer
Beringer. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Velte. — Nachm. um 6 Uhr: Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
Kleberger. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
15. Nov., abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Alilitärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Twele. — Vorm. um 10½ Uhr:
Gottesdienſt im Lager. Diviſionspfarrer Liedtcke. —
Vorm. um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24
(Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
— Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer J.
Ram=
baud, Reiſeprediger der Geſellſchaft zur Ausbreitung
des Evangeliums. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer
Veller.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags um 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Wagner. — Mittwoch, den 13. Nov., abends
um 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 23. Sonntag nach Trinitatis, den 10. Nov.,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 51:
Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 10. Nov.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 10. Nov., vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Freitag, den 15. Nov.,
abends um 8½ Uhr: Allgemeine Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Ehriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 10. Nov., vormittags um
9½ Uhr: Glaubensvertiefung und Gebetsſtunde. —
Vor=
mittags um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachm. um
4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 10. Nov., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Abends um 8 Uhr: Predigt.
Prediger Schubert aus Frankfurt a. M. — Freitag, Johann Friedrich Völz und Anna Margareta Weil.
den 15. Nov., abends um ½9 Uhr: Bibel= u. Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
24. Sonntag nach Pfingſten, den 10. November 1912
Kirchweihfeſt
St. Ludwigskirche: Samstag, den 9. Nov.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur beil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Armenſeelenandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. —
Nachmittags um 3 Uhr: Vesper. — Freitag, abends um
6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 9 Nov.,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um 9½ Uhr: Amt
und Predigt.
St. Martinolapelle zu Beſungen: Samstag, den
9. Nov., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Feierliche
Vesper.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 9. Nov., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um ½ 2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¼8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Vorm. um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nachm. um ½ 2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
23rd Sunday after Trinity, 10th Nov. 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche,
Residenz-
schloss, at 3,15 p. m.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 24. Okt.: Dem Metzger Ludw.
Banyai S. Karl Ludwig, geb. 27. Juli. 27. Okt.: Dem
Taglöhner Georg Römer S. Ernſt Ludwig. 31. Okt.:
Dem Taglöhner Johannes Löbig T. Katharina, geb.
23. Sept. 3. Nov.: Dem Tapezier Karl Peter Auguſt
Horn S. Karl Peter Auguſt, geb. 21. Sept. 6. Nov.:
Dem Taglöhner Karl Georg Robert Schneider T. Maria
Ottilie, geb. 9. Aug. 7. Nov.: Dem Taglöhner Adam
Walter T. Mathilde, geb. 25 Okt. Dem Taglöhner
Jo=
hannes Stork T. Johanna, geb. 6. Okt. 3. Nov.: Dem
Maſchinenarbeiter Friedrich Auguſt Adolf Wegener T.
Friederike Charlotte Marie, geb. 26. Sept. Dem
Kamm=
macher Johannes Mittelſtädter T. Marie Hermine, geb.
21. Oktober. 1. Nov.: Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Stay
S. Heinrich Wilhelm, geb. 12. Mai. 2. Novemb.: Dem
Kaſſengehilfen Friedrich Knörzer T. Liſelotte Antonie,
geb. 24. September.
Johannesgemeinde: 1. Nov.: Dem Schloſſer
Philipp Keller S. Karl, geb. 24. Sept. 3. Nov.: Dem
Likörfabrikant Peter Bertſch T. Johanna Eliſabeth, geb.
8. Okt. Dem Fuhrmann Heinrich Beiſel S. Karl Heinrich,
geb. 8. Okt. Dem Eiſenbahngehilfen Ludwig Gräf S.
Hans Philipp Jacob Adam, geb. 8. Sept. 6. Nov.: Dem
Gußputzer Franz Buſch T. Auguſte Ottilie, geb. 9. Aug.
Martinsgemeinde: 24. Okt.: Dem Schneider
und Laternenwärter Wilhelm Dietz S. Ernſt Ludwig,
geb. 9. Juli. Dem Reichsbankgeldzähler Johann Heintich
Markert S. Hans Heinrich Ernſt, geb. 18. Okt. 25. Okt.:
Dem Oberpoſtaſſiſtent Johannes Eduard Schäfer T.
Ger=
trude, geb. 30. Sept. 30. Okt.: Dem Küchenmeiſter Ernſt
Adolf Jörns S. Emil Auguſt, geb. 22. Sept. 3. Nov.:
Dem Fabrikarbeiter Johannes Willemann T. Dorothea
Wilhelmine, geb. 16. Okt. 1. Nov.: Dem Eiſendreher
Karl Storck T. Margarethe, geb. 16. Septemb. 3. Nov.:
Dem Taglöhner Peter Göbel S. Peter, geb. 20. Auguſt.
Petrusgemeinde: 3. Novbr.: Dem Schloſſer
Andreas Bong S. Andreas, geb. 20. Okt. Dem Hof=
Chorſänger Johann Peter Heinrich Geyer T. Margareta
Sophie Friederike, geb. 8. Okt.
Paulusgemeinde: 3. Nov.: Dem Kaufmann
Theodor Wilhelin Schwab T. Charlotte, geb. 3. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 7. Oktob.:
Gerichtsſchreiber=
gehilfe Friedrich Wilhelm Werner in Wimpfen a. N. und
Margarethe Wörner aus Richen. 2. Nov.: Schneider
Jakob Sior und Katharina Borger.
Martinsgemeinde: 27. Okt.: Schreiner Georg
Reinhardt und Eva Hafner. 2. Nov.: Weißbinder Otto
Schnauber und Katharina Nagelſchmidt, beide hier.
Kaufmann Heinrich Rullmann und Lollo Binzer, beide
hier. 3. Nov.: Fabrikarbeiter Heinrich Zahn und
Eliſa=
bethe Schäfer, beide hier.
Petrusgemeinde: 2. Nov.: Schriftſetzer Wilh.
Paulusgemeinde: 31. Okt.: Kaufmann Herm.
Otto Paul Collmann und Eva Dürſelen.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 5. Nov.: Johanna Marie Rein,
Tochter des Großh. Saalwärters, 3 Jahre alt.
Stadtgemeinde: 26. Okt.: Eliſabeth Mahler, T.
des Hauſierers, ½ J., ſtarb 24. Okt. 29. Okt.: Chriſtine
Hohenhoff, Ehefrau des Konditors, 31 J., ſtarb 27. Okt.
30. Okt.: Schuhmachermeiſter Valentin Weidner, 77 J.,
ſtarb 28. Okt. 1. Nov.: Pfläſterer Georg Demmel, 78 J.,
ſtarb 29. Okt. 3. Nov.: Eliſabeth Margarethe Katharine
Krug, geb. Wenner, Witwe des Landwirts, 50 J., ſtarb
1. Nov. 4, Nov.: Witwe Katharina Rapp, geb. Ritzert,
82 J. 3 Mon., ſtarb 1. Nov.
Johannesgemeinde: 2. Nov.: Barbara Lenges,
geb. Becker, Witwe des Hilfſchutzmanns, 71 J., ſtarb
31. Okt.
Martinsgemeinde: 26. Okt.: Johannes Arnold,
Sohn des Taglöhners, ¾ J., ſtarb 25. Okt.
Petrusgemeinde: 3. Nov.: Eliſe Küſter, geb.
Schneider, Ehefrau des Straßenreinigers 40 J., ſtarb
1. Nov. 5. Nov.: Charlotte Holzſchuh, geb. Büchler, Witwe
des Modellſchreiners, 66 J., ſtarb 3. Nov.
Paulusgemeinde: 3. Nov.: Auguſte Kauder,
Witwe des Pfarrers, 72 J., ſtarb 1. Nov.
Beerdigte von auswärts: 3. Nov.: Kath.
Scheuermann, geb. Fiſcher, Ehefrau des Lageriſten, 51 J.,
ſtarb 3. Nov. zu Nieder=Ramſtadt. 8. Nov.: Lilli Weigel,
geb. Dittmar, Ehefrau des k. k. öſterreichiſchen Majors
zu Caſtelnuovo di Cattaro, 38 J., ſtarb 30. Okt daſelbſt.
Seite 40.
Jakobysche
Lebkuchen
empfiehlt
(23194a
Heinrich Koch,
Bäckermeiſter
Hochſtraße 14.
Jede Frau ihre
eigene Schneiderin!
schönste u. praktischste Neuheit.
Oſang’s Schnittmuſter
Schnell=Zuſchneide=Syſtem.
Nach dieſ. Schnittmuſt. k. ſ. eine
größ. Anzahl v. Damen ohne
Vorkenntn. i. k. 5 Min. Bluſen
zuſch. V. viel. Tauſ. benutzt. Pr.
komplett m. Anleit. Mk. 2.75. Bei
Voreinſend. portofr., ſonſt
Nach=
nahme. Schnittmuſtervert. (22217
Ph. Lautenschläger, Darmst., Wenckstr. 7.
Underwood
Schreibmaſchine ſpottbillig z. verk.
Friedr. Rühl, Kranichſteiner=
(*11361
ſtraße 591/10=
Prechmaschinen
mit Schallplatten
ſehr billig zu verkaufen. (23292a
Roßdörferſtr. 74, III.
f. Ausland.
Vorzügl. Penſioſt u.
Auslän=
derinnen. Tägl. deutſchen
Unter=
richt durch ſtaatl. gepr. Lehrerin
*11023ms) Waldſtr. 50, 2. St.
Gewissenhaft. Unterricht
in Französisch u. Englisch. Nachhilfe
wird allerbilligst erteilt. Off. unter
F 44 an die Exped. (*11217dfs
Sprach-Lehr-Institut
für moderne Sprachen
Herderstrasse 3.
Französisch
Aussprache, Konversation u. Grammatik,
Vortragskunst, Hande’s- u. techn. Korre-
Fspondenz. Vorbereitung für alle
Fachprü-
fungen. Nachweisliche Erfolge.
Iialienisch u. Englisch (für Anfänger).
B22864) J. Berryer, ak. geb.
leune Fraugaise
désire donner lecons de
conver-
sation. Ecrire à 1'Expédition du
journal sub F 97. (*11394
Euglischen Unterricht
erteilt Miss Kathleen Mackimm,
B14856) Herdweg 91, II.
Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B21821
Franzose
ert. franz. Privat=Unterricht. Off.
unt. P 12 an die Exp. (*11083ms
Student ert. bill. Nachhilfeunterricht,
B beſ. in Mathem., Phyſ. u. Chemie.
Off. unt. D 17 an die Exp. (22488a
erteilt Unterricht,
Studenl beſ. Mathem, neue
Sprachen u. Phyſik. Anfrag. erb.
unt, B 98 an die Exp. (*11389sid
Wolkann man Stenographie
u. Maschinenschr. erlernen?
Offert. mit Stundenpreis unter
F.77 an die Exp. erb. (*11331so
Dunger Kaufmann sucht
französ. Unterricht.
Gefl. Off. mit Preisangabe unt.
G. 5 an die Exv. d. Bl. (*11415so
Tcht. Klarterl. ert. Unt. b. m. Pr.
Off. u. F 95 Exped. (*11432smf
Klavierspiel ohne Noten!
— Speziell für Erwachsene —
Eigene Methode u. Erfindung von
— Direktor P. A. Fay.
Die Methode bietet jedermann
Gelegenheit, nach einigen Stunden
die schönsten Lieder, Tänze,
Salon-
u. Faytasiestücke usw. zu spielen.
Vorkenntnisse sind nicht nötig!
Erfolg garantiert!
Elisabethenstr. 17. (23140a
Anmeldungen bis 8 Uhr abends.
Landwirtssöhne n.
andere junge Leute erhalten koſtenlos
aus=
führlichen Proſpekt der Landw. Lehranſtalt
u. Lehrmolkerei, Braunſchweig. Direktor
Krauſe. In 20 Jahren über 3300 Beſucher.
Beſte Referenzen.
Halschule v. Kdfe Ross
Waldstr. 1½, I.
Gründl. künſtler. (22806a
Tiefbrand=Unterricht
Samt-, Seidemalerei
Metallplastik
Kerbschnitt Satin-Tarso.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. November 1912.
In grossen Sortimenten
in vielen Fassons
in allen Weiten
in erstklass. Ausführung
empfehle
zu hervorragend billigen Preisen:
Fertige Herren-Olster. . von Mk. 25—125
Fertige Herren-Paletots von Mk. 25—110
Fertige Strassen-Anzüge von Mk. 35 — 72
(23286
Drert Saouo
Spezialhaus vornehmer Herren- und Kindermoden
Ludwigsplatz
Ecke Schulstrasse.
Nummer 265.
Zahnarzt
(22261a
Fritz Heuss
Rheinstr. 14. Tel. 2171
Sprechzeit 9—1, 3—6 Werktags.
Clich. Luherdterlam
Dr. W. Vaubel
Darmstadt, Heinrichstr. 98
Telefon 1645 (1393a
Analysen aller Art
Techn. Untersuchungen, Gutachten etc.
Brucht
leidende, auch ſolche, die ſchon alles
vergeblich angewandt haben,
er=
reichen mit geringen Koſten Heilung
ohne jede Berufsſtörung in 3 bis
6 Wochen durch mein einzig
da=
ſtehendes, die Bruchteile
zuſam=
menziehendes Heilverfahren.
Pro=
ſpekte und Zeugniſſe gratis. (22536a
W. Belitz, Zü ich-Seinau
(Briefporto 20 Pf., Poſtk. 10 Pf.
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Witwitzky, Spez.f.
Haut-u Geschlechtsteiden
Farnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frarkfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver.
fahren ohne Queckzilber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 11—1 und 4—8
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10—1 Uhr.
(14412a)
werden ſachgeinäßz ünter
Ver=
ſchwiegenheit angefertigt. Offert.
unt. F 72 an die Exped. (*11314
fert. ſache
Steuer=Erklärungen gemäß
*11442sid) Maul. Riedeſelſtr. 72,III.
Deichnungen
des Bau=Ingenieurfaches werden
ſauber u. ſchnellſtens angefertigt.
Gefl. Offerten unter A 79 an
die Expedition ds. Bl. (21623a
Soae Bane
iſt zufrieden, wenn ſie ihre
Näh=
maſchine bei Peter Rickert,
Me=
chaniker, Hölgesſtraße 3, parterre,
reparieren läßt. Poſtk. genügt(*11381
Stuhle!
Das Flechten u. Aufpolieren von
Stroh= u. Rohrſtühlen, ſowie alle
Reparaturen prompt und blligſt.
J. Gerhard, Stuhlſchreiner,
(23203a
Darmſtraße 23.
K ufarbeiten von Betten u. Polster-
A möb. In, ſowie Neuanfertigung
der=
ſelben in u. außer dem Hauſe bitligſt
M. Hoffmann, Tapeziermeiſter,
Kiesſtraße 40. (VII21271
erren=Kleider werden
auf=
gebüg u. repariert, Knaben=
Anzüge und Kinder=Kleider
an=
gefertigt Frau Wargin, Laute=
(11121ms
ſchlägerſtraße 10.
Empfehle mich den geehrten=
Damen in den modernſten
Friſuren zu 60 Pf., im
Abon=
nement 5 Mk. B. Dauth,
Pankratiusſtr. 6, III. (*11349a
werd. gut
Knabenkleider u. billigſt
angefertigt, ält. Sachen verarv.
Liebfrauenſtr. 79, pt. (19736a
werden angefertigt
Rüschen und kleine Muffe
werden zu großen umgearbeitet
Mauerſtraße 20.
23300a)
Zwei ſchöne getragene
Damenkleider
Größe 46 pro St. 10 Mk. und ein
getragener Herren=
Winterüber=
zieher zu 5 Mark abzugeben.
Näheres Friedrichſtraße 14,
(*11359
1. Stock.
kuter atener Kinderliegwagen,
0 ſowie eiſerne Kinderbettſtelle
billig zu verkaufen Heidelberger=
114