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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der neue Botſchafter in London, Fürſt von
Lichnowsky, verſchob ſeine Abreiſe um eine Woche.
Bei Bebra ſtießen geſtern früh zwei Güterzüge
zuſammen; gegen 30 Wagen entgleiſten. Der
Materialſchaden iſt erheblich.
Der italieniſche Miniſter des Aeußern
trifft am 3. November in Berlin ein.
Die unter dem Befehl Nazim Paſchas ſtehenden Türken
wurden bei Lüle=Burgas von den Bulgaren
ge=
ſchlagen und zogen ſich nach Tſchorlu zurück.
Bei Alicante iſt ein Automobil ins Meer geſtürzt;
neun Perſonen ſind ertrunken.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Politiſche Wochenſchau.
— Der Balkankrieg nimmt ſeinen Fortgang
und wird wohl kaum ſo ſchnell beendigt ſein, wie manche
Zeitungsmeldung glauben machen will. Ein klares Bild
über die Kriegslage wird mit jedem Tag ſchwieriger,
weil die einlaufenden Meldungen immer widerſprechender
lauten. Offenbar mit Abſicht wird der Stand der Armeen
von den offiziellen Stellen heute ſo, morgen ſo angegeben,
um den Gegner auf falſche Fährte zu locken. Bisher
hatte man angenommen, daß die türtiſche Armee mit
ihren Hauptſtreitkräften ſüdlich des Ergene=Fluſſes ſtände.
Nach neueren Mitteilungen trifft dieſe Annahme nicht
mehr zu, ſie ſteht vielmehr weiter öſtlich und zwar in der
allgemeinen Linie Lüle=Burgas und Bunar=Hiſſar, mit
der Front nach Nordweſten. Dieſe Stellung iſt ſehr viel
günſtiger als die frühere, weil ſie nicht das Meer im
Rül=
ken hat, ſondern unmittelbar vor Konſtantinopel liegt. Im
Falle eines Mißerfolges ſteht ihr alſo der Rückzug
dort=
hin ofſen und ſie iſt nicht der Gefahr ausgeſetzt, in das
Meer geworfen zu werden. Auch deckt ſie auf dieſe Weiſe
Konſtantinopel beſſer und kann die dorthin führende
Bahnlinie ausnützen. Auch die beiden Flanten ſind veſſer
angelehnt und gegen Umgehungsverſuche geſichert.
Glaub=
würdige Berichte über den Ausgang der
Entſcheidungs=
ſchlacht bei Lüle=Burgas liegen noch nicht vor, private
Meldungemn aus Sofia dagegen behaupten, daß die
bul=
gariſche Armee nach zweitägigem erbitterten Kampfe
einen vollſtändigen Sieg über die türkiſchen
Hauptſtreit=
kräfte erfochten und daß letztere ſich in größter Unordnung
zurückgezogen hätten. Lüle=Burgas ſei von den Bulgaren
bereits eingenommen, die bis Muratli vorgerückt ſeien,
von wo aus ihre Kavallerie=Patrouillen bis ans
Mar=
mara=Meer gelangt ſind. Die Türken dagegen wollen die
Bulgaren verſchiedentlich mit großen Verluſten
zurückge=
ſchlagen haben. Wenn auch nach den bisherigen
Erfah=
rungen die türkiſchen Berichte ſich ſtets als falſch
erwie=
ſen haben, ſo wird man doch gut daran tun, zunächſt die
amtlichen bulgariſchen Depeſchen abzuwarten. Auf dem
weſtlichen Kriegsſchauplatz in Mazedonien haben die
Ser=
ben bei Kumanowo einen viel größeren und
entſcheiden=
deren Erfolg erzielt als man bisher angenommen hatte.
Dementſprechend ſind auch die Verluſte auf beiden Seiten
ſehr groß. Die Türken ſollen ihre ganze Artillerie
ver=
loren haben Skutari hält ſich noch immer, trotzdem es
von allen Seiten eingeſchloſſen iſt und die Beſchießung
des Taraboſchberges fortgeſetzt wird. Im Sandſchak haben
ſich ſerbiſche und montenegriniſche Truppen vereinigt,
ſo daß dieſes Gebiet vollſtändig von ihnen beſetzt iſt.
Die Griechen ſind ſowohl in Mazedonien wie im Epirus
im ſiegreichen Vorſchreiten. Ihre Spitzen haben Veria
verreicht, einen Ort, der in derſelben Höhe wie Saloniki,
etwa 70 Kilometer weſtlich davon liegt. Von allen
Sei=
ten dringen die verſchiedenen Kolonnen der Bulgaren,
Serben und Griechen in der Richtung auf Monaſtir vor,
wo ſie bald zuſammentreffen werden. Während alſo
auf der ganzen Linie die Kämpfe unverändert fortdauern,
verhandeln die Diplomaten in den europäiſchen
Hauvt=
ſtädten weiter über die Folgen des Krieges für die
betei=
ligten und unbeteiligten Staaten. Vor dem Balkankriege
und noch in ſeinen erſten Tagen ſchwuren ſie auf die
Auf=
rechterhaltung des Status quo. Nach den raſchen
Er=
folgen der Verbündeten iſt dieſer Gedanke, wie es ſcheint,
aufgegeben. In Oeſterreich hat das Blatt des
Thron=
folgers das Ziel in die treffenden Worte
zuſammenge=
faßt daß die Doppelmonarchie ſich mit der Macht einigen
müſſe der die Zukunft gehöre. Das iſt natürlich nicht
die Türkei, ſondern der Balkanvierbund. In welcher
Weiſe die Aufteilung erfolgen ſoll, das iſt natürlich den
Diplomaten noch ſehr unklar. Soviel ſteht jedenfalls feſt,
daß die Türkei, wenn ſie nicht noch unerwartete große
Erfolge erzielt, ordentlich bluten muß.
Es liegt auf der Hand, daß der Krieg die geſamte
Politik beherrſcht und daß eine Rückwirkung auf die
ein=
zelnen Länder nicht ausbleiben kann, ſei es auf
wirtſchaft=
lichem wie auf volitiſchem Gebiete In wirtſchaftlicher
Hinſicht iſt das allerdings augenblicklich noch in geringem
Maße wahrzunehmen, die ſchweren Nachteile werden ſich
erſt in der Folge bemerkbar machen Es iſt nicht ohne
Intereſſe, daß im preußiſchen
Abgeordneten=
hauſe bei der Beratung des Sparkaſſengeſetzes der
Finanzminiſter Lentze auf die Kriegswirren
an=
ſpielte, und auf die Bedeutung der Sparkaſſen in dieſer
Zeit aufmerkſam machte. Dieſer Hinweis hat recht großes
Aufſehen erregt, mehr als es ſonſt bei Erklärungen der Fall
iſt, die an dieſer Stelle abgegeben werden. Es iſt wohl
auch nicht von ungefähr, daß die Fleiſchnotinterpellation
einen ſo ruhigen und ſachlichen Verlauf nahm. Auch hier
fehlte es nicht an Hinweis auf die kritiſche Situation
und man geht wohl in der Annahme nicht fehl, daß man
auf der Linken weniger ſcharf vorging, weil man im
Aus=
lande keinen ſchlechten Eindruck über die Stellung des
deutſchen Volkes hervorrrufen wollte. Eine Uneinigkeit
Deutſchlands in ſolcher Zeit wäre unſeren lieben „
Freun=
den” ſehr erwünſcht geweſen, ſo aber kann es im
Aus=
lande nicht ohne Wirkung bleiben, wenn man dort ſehen
muß, daß man unter Umſtänden Zwiſtigkeiten vergeſſen
kann, wenn es ſich darum handelt, Intereſſen der
Regie=
rung zu wahren. Zudem hatte es Herr von Bethmann
Holweg in ſeinen Darlegungen recht geſchickt verſtanden,
der Oppoſition den Wind aus den Segeln zu nehmen und
Maßnahmen vorzuſchlagen, die auf allen Seiten des
Hau=
ſes mit Sympathie begrüßt wurden. Die Ankündigung
von einer verſtärkten Förderung der inneren Koloniſation
kann nur ein freudiges Echo wecken und ſie dürfte ſich als
eine Maßnahme erweiſen die dem preußiſchen Lande für
immer von Nutzen und Segen ſein wird.
Auch der Beſuch, den in der nächſten Woche der.
italieniſche Miniſter des Aeußern San Giuliano in
Berlin abſtatten will, dürfte den Gang der Dinge auf
dem Balkan nicht unweſentlich beeinfluſſen. Aeußerlich ſtellt
ſich dieſe Viſite zwar als ein Gegenbeſuch dar, in
Würklich=
keit hat man aber doch ſehr wichtige Dinge bei dieſer
Ge=
legenheit zu behandeln und zwar bringt die Begegnung
zweifellos eine Fortſetzung der Beſprechungen, die Graf
Berchtold mit ſeinem italieniſchen Kollegen kürzlich
ge=
habt hat, inſonderheit hinſichtlich der Maßnahmen zur
Erneuerung des Dreibundes, die zweifellos erfolgen wird.
Wie hoch Italien die Vorteile einſchäpt, die ihm aus dem
Dreibunde erwachſen, beweiſt, daß es trotz aller
Lockun=
gen von anderer Seite an dem Bündnis feſthalten will,
ſo=
wie der Wunſch, daß auch die neuen Beſitzungen in Libyen
in den Geltungsbereich der Dreibundbeſtimmungen
hin=
eingezogen würden.
Ein Echo finden die Kriegswirren in der mit großer
Spannung erwarteten Bankettrede des franzöſiſchen
Mi=
niſterpräſidenten Poincaré. Dieſer betonte noch
ein=
mal die Bemühungen der Mächte, den Krieg auf ſeinen
Herd zu beſchränken, um dann aber vor allem ein hohes
Lied von der Trivle=Entente zu ſingen. Er hatte dies
umſomehr notwendig, als es ein offenes Geheimnis iſt.
daß man gerade wegen der Balkanangelegenheit nicht
ganz übereinſtimmte, indem der eine oder der andere
eigene Wege zu gehen ſuchte, namentlich England. Dieſe
Divergenzen blicken auch deutlich aus den Ausführungen
des Premierminiſters hindurch, aber er will doch vor
aller Welt konſtatieren, daß trotz allem die Ententemächte
feſt zuſammenhalten. Bezeichnend iſt. daß Herr Poincare
dieſe Unterſtreichung als ſehr notwendig gehalten hat und
dies ſcheint gerade kein Beweis für die unerſchütterte
Feſtigkeit dieſer Mächtekonſtellation zu ſein.
Zum Beſuche San Giulianos in Berlin
ſchreibt der römiſche Vertreter der Täglichen Rundſchau:
Wie bereits gemeldet, trifft der italieniſche Miniſter
des Auswärtigen Anfang November zum Beſuche
Kider=
len=Waechters in Berlin ein. Ueber den Zweck der Reiſe
verbreiten diejenigen Blätter, die mit den leitenden
Re=
gierungskreiſen enge Fühlung haben, folgende
Auffaſ=
ſung: In San Roſſore hat ſich gelegentlich des Beſuches
von Berchtold ein vorläufig unüberbrückbarer
Gegen=
ſatz zwiſchen italieniſcher und
öſterreichi=
ſcher Auffaſſung der Balkanlage gezeigt,
allen frommen offiziöſen Lügen zum Trotz, Italien ſteht
in dieſer Frage infolge ſeiner Abmachungen mit Rußland
und ſeiner traditionellen Politik auf dem Standpunkt,
daß der Balkan den Balkanſtaaten und nicht Oeſterreich
angehöre. San Giuliano will nun in Berlin für
dieſe Auffaſſung Propaganda machen, und man hofft hier,
daß ſich Deutſchland Italien anſchließen wird, um
die „Militärpartei” in Oeſterreich von einer „Dummheit”
abzuhalten. Deutſchland, ſo meint man hier, habe kein
Intereſſe daran, als Nachläufer Oeſterreichs zu gelten,
denn die immer größere Slawiſierung Oeſterreichs dränge
einerſeits die Bedeutung des Deutſchtums in Oeſterreich=
Ungarn immer mehr zurück, und anderſeits bringe es den
Slawen in und außerhalb der Donaumonarchie die
Mei=
nung bei, daß es der Deutſche iſt, der ihr politüſcher
Geg=
ner und Bedrücker ſei, wodurch ein Raſſenhaß
großge=
zogen werde, den ſich unſere franzöſiſchen und engliſchen
Gegner immer zunutze machen würden. Wenn jetzt
Oeſterreich einſeitig vorgehe, um einen Keil in die geo=
graphiſche Vereinigung der Balkanvölker zu treiben,
könnte leicht der europäiſche Frieden ein Ende
nehmen, und im günſtigſten Falle würden ſowohl die
Türken wie die Balkanvölker auch auf Deutſchland ſchlecht
zu ſprechen ſein. Deutſchlands Intereſſen ſeien doch auf
dem Balkan nur handelspolitiſcher Natur und gerade
dieſen Intereſſen könnte eine beſſere Verwaltung der
be=
treffenden Provinzen nur förderlich ſein. Italien werde
darum in Berlin den Vorſchlag machen, daß man auf
einer europäiſchen Konferenz, auf welcher die kleinen
Balkanſtaaten als Gleichberechtigte ſitzen werden, ihnen
eine kleine Gebietserweiterung zugeſtehe und die drei
Wilajets von Mazedonien einem chriſtlichen Gouverneur
mit ausreichenden Vollmachten unterſtelle. . . .
Deutſches Reich.
— Der Bundesrat überwies die Vorlage
be=
treffend die Ausführungsbeſtimmungen nach § 395 des
Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte und die Vorlage,
be=
treffend Einteilung des Geſamtumlaufes an
Reichskaſ=
ſenſcheinen den zuſtändigen Ausſchüſſen, vollzog die Wahl
von ſtändigen Mitgliedern des Reichsverſicherungsamtes,
ſtimmte den Aenderungen der Ausführungsbeſtimmungen
zum Wechſelſtempelgeſetze zu und nahm die Vorlage
be=
treffend die weitere Amtsdauer der Vertreter von
Arbeit=
gebern und Verſicherten in den Krankenkaſſen=
Organiſa=
tionen, den Antrag, betreffend die Aenderung des § 18,
1ce der Ausführungsbeſtimmungen zum
Fleiſchbeſchau=
geſetz vom 3. Juni 1900 und die Vorlage betreffend den
Entwurf der Beſtimmungen über die Konkursſtatiſtik an.
— Der neue engliſche Botſchafter, Fürſt
von Lichnowsky, verſchob ſeine Abreiſe um eine Woche.
Er wird ſein Beglaubigungsſchreiben dem König von
England am 18. November auf Schloß Windſor
über=
reichen, wo zu dieſem Zeitpunkt Fürſt und Fürſtin
Lich=
nowsky empfangen werden.
— Die Petroleummonopol=Vorlage iſt
am Donnerstag in dem Bundesratsausſchuß ſehr
ein=
gehend beraten worden. Die Verhandlungen, die von
morgens 11 bis abends 9 Uhr dauerten, wurden zu einem
Abſchluß gebracht, aber mit Rückſicht auf die Wichtigkeit
der Vorlage ſoll noch eine zweite Leſung im Ausſchuß
abgehalten werden. Man nimmt an, daß in der
Plenar=
ſitzung am Donnerstag der nächſten Woche der Entwurf
vom Bundesrat verabſchiedet werden kann und daß dann
auch ſofort ſeine Veröffentlichung erfolgen wird.
— Zum Seſſionsſchluß des bayeriſchen
Landtags. Die am Mittwoch geſchloſſene erſte Seſſion
des bayeriſchen Landtags hat acht Monate gedauert. Am
27. Februar ds. Js. war das Parlament nach der
Neu=
wahl des Abgeordnetenhauſes zuſammengetreten, Welche
Stimmung in letzterem herrſchte, zeigte ſich alsbald bei
der Präſidentenwahl, an welcher die Linke ſich nicht
betei=
ligen zu wollen erklärte, da das Zentrum den Liberalen
nur den Poſten eines zweiten Vizepräſidenten
einzuräu=
men geneigt war. Und ſo wurde denn ein ausſchließlich
aus Zentrumsmitgliedern zuſammengeſetztes Präſidium
gewählt. Im Laufe der Tagung kam es öfter zu
erbit=
terten Konflikten zwiſchen beiden Parteilagern, und die
Regierung, insbeſondere aber der neue Miniſterpräſident,
wurde von der Linken heftig befehdet. Anlaß dazu gab
in erſter Linie der Jeſuitenerlaß, dann die
Feuerbeſtat=
tungsfrage, bei welcher die Regierung wegen ihrer
ab=
lehnenden Haltung gegenüber der fakultativen
Feuerbe=
ſtattung viel Tadel über ſich ergehen laſſen mußte, was
auch wegen ihres Zögerns in der Frage der Ausnutzung
der Waſſerläufe geſchah. Angriffe erfuhr auch der Erlaß
des Kultusminiſters gegen den Guttemplerorden. Von
allgemein intereſſierenden Ergebniſſen der Seſſion ſeien
noch genannt die Einführung des Unterſtützungswohnſitz=
Geſetzes und der Lotterievertrag mit Preußen, der nach
anfänglichem Scheitern ſchließlich doch unter Dach und
Fach kam. Die gereizte Haltung zwiſchen den beiden
Parteigruppen hielt bis zum Schluſſe der Seſſion
unver=
mindert an.
Ausland.
Frankreich.
Die Entvölkerung Frankreichs. Der
franzöſiſche Miniſterrat hat den Finanzminiſter
beauf=
ußerparlamentariſche Kommiſſion einzuſetzen
tragt,
mit der Aufgabe, alle nationalen, ſozialen und fiskaliſchen
Fragen, die auf die Entvölkerung Frankreichs Bezug
haben, zu prüfen und auf Mittel zur Abhilfe zu ſinnen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
England.
Das Unterhaus nahm den neuen Vorſchlag der
Regierung über die Ergänzung der Mitglieder des
iri=
ſchen Senats nach dem Proportionalwahlſyſtem, der
bei der Beratung der Homerule=Bill dem Hauſe vorgelegt
wurde, an.
Rußland.
Die Fleiſchausfuhr. Das Komitee der
Pe=
tersburger und Moskauer Fleiſchbörſe hat dem
Handels=
miniſter ein Memorandum eingereicht, in welchem in
Hin=
ſicht auf die Fleiſchausfuhr nach Deutſchland auf die
un=
vermeidbare Fleiſchteuerung in Petersburg und Moskau
hingewieſen und die Aufhebung des billigen Tarifes für
Fleiſchausfuhr verlangt wird.
Vereinigte Staaten.
Die Chancen zur Präſidentenwahl.
Während bisher Wilſons ſofortige Wahl für geſichert
er=
achtet wurde, macht ſich jetzt einige Unſicherheit bemerkbar,
die pſychologiſch mit beeinflußt iſt durch die New=Yorker
Ovation für Rooſevelt. Man hörte die Befürchtung
ausſprechen, es könnte vielleicht kein Kandidat die
abſo=
lute Majorität des Elektoral=Kollegiums erhalten, ſo daß
die Entſcheidung dem Kongreß zufiele. Allerdings dürfte
dann erſt recht Wilſon der nächſte Präſident werden.
Perſien.
Die Türken räumen Perſien. Die
Peters=
burger Telegraphen=Agentur meldet: Die Türken
began=
nen die Räumung des perſiſchen Gebiets. Die Soldaten
verließen das Dorf Kenjany zwiſchen Choi und Dilman
und begaben ſich nach der Türkei.
* London, 31. Okt. Die Sitzung der
deutſch=
engliſchen Verſtändigungskonferenz wurde
vom Grafen Leyden eröffnet. Dann hielt Abg. Prof.
Eickhoff einen Vortrag über die Unverletzlichkeit des
Pri=
vateigentums zur See in Kriegszeiten. Er betonte den
großen Fortſchritt im internationalen Seerecht, der durch
die Beſtimmungen der Haager Konferenz im Jahre 1907
und durch die Londoner Deklaration von 1909 geſchaffen
worden ſei, und ſprach den Wunſch aus, daß ſich die
öffent=
liche Meinung aller Länder für die Ratifizierung einſetzen
ſollte. Dies ſei der erſte unerläßliche Schritt zur
end=
gültigen Abſchaffung des Seebeuterechts. Er drückte die
Ueberzeugung aus, daß dieſes Ideal verwirklicht werden
würde. Frank Lascelles verlas einen zuſtimmenden Brief
von Sir Macdonell. Lord Avebury wies auf die Verluſte
hin, die England ſelbſt und namentlich die engliſchen
Ver=
ſicherungsgeſellſchaften in der Vergangenheit durch
Aus=
übung des Seebeuterechts erlitten und brachte eine
Reſo=
lution ein für das Prinzip der Unverletzlichkeit des
Pri=
vateigentums. Direktor Spiecker ſprach zugunſten einer
Reviſion der Beſtimmungen der Londoner Deklaration
über die Blockade. Anſprachen von Lord Weardale of
Stanhope, Sir Brunner, Dr. Liwrence und Profeſſor
Mendelsſohn=Bartholdy folgten. Maddiſon befürwortete
ein Kompromiß zwiſchen England und Deutſchland in
Fragen des Seebeuterechts und der ſchwimmenden
See=
minen. Die Konferenz nahm die Reſolution Aveburys
an. In einer Nachmittagsſitzung behandelte man die
Frage der Abgrenzung der engliſchen und der deutſchen
Intereſſenſphären auf kolonialem Gebiet. Harry Johnſton
erörtert die in Deutſchland herrſchende Unzufriedenheit
mit dem gegenwärtigen Stande von Deutſchlands
An=
ſpruch auf ein Kolonialreich. Es folaten die Verleſung
des Vortrags von Paſtor Umfried und Reden von
Pro=
feſſor Arndt (Frankfurt) und Lord Braſſey. Letzterer
zollte der Entwickelung von Deutſchlands Induſtrie,
Han=
del und Schiffahrt Bewunderung und befürwortete ein
engliſch=deutſches Zuſammenarbeiten ſtatt der gegenſeitigen
Eiferſucht.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. November.
* Vom. Hofe. Der Schriftſteller Hermann Bahr
nahm am Donnerstag an der Frühſtückstafel in
Jagd=
ſchloß Wolfsgarten teil. (Darmſt. Ztg.)
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzoa hoben dem Reichsgerichtsrat Dr. Buff
in Leipzig die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen
es ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von
Preußen, verliehenen Roten Adler=Ordens 4. Klaſſe erteilt.
* Erteilt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den durch die Dekanatsſynode des Dekanats
Büdingen für den Reſt der laufenden Wahlperioden
vollzogenen Wahlen des evangeliſchen Pfarrers Auguſt
Schäfer zu Büdingen zum Dekan und des
evan=
geliſchen Pfarres Ludwig Bär zu Lindheim zum
Stell=
vertreter des Dekans des Dekanats Büdingen, mit
Wirkung vom 16. November d. J., die Beſtätigung.
* Uebertragen wurde dem Gymnaſiallehrer i. P.
Pfarrer Lic. Dr. Dieckmann zu Rodheim v. d. H. mit
Genehmigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs
die Verwaltung der evangeliſchen Pfarrei Ober=Eſchbach
und dem Lehrer Jakob Lippert zu Rimhorn, Kreis
Erbach, die fünfte Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Höchſt i. O., in demſelben Kreiſe.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Kreisvollziehungsbeamten Johannes
Kammer zu Darmſtadt die Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philiops des Großmütigen.
„Verſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Bahnwärtern Franz Sonneck und
Wilhelm Wedel zu Guntersblum, Friedrich Stein zu
Kohden, dem Bahnſteigſchaffner Philipp Heſſel zuh
Bingerbrück aus Anlaß ihrer Verſetzung in den
Ruhe=
ſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift
„Für treue Dienſte” verliehen; der Lokomotivführer
Martin Wenderoth zu Bebra und der Weichenſteller
I. Klaſſe Adam Mundſchenk zu Weiſenau wurden
auf Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt.
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 27,
enthält: 1. Ordensverleihungen. 2. Ermächtigung zur
Annahme und zum Tragen fremder Orden. 3.
Namens=
veränderung. 4. Zulaſſungen zur Rechtsanwaltſchaft.
5. Aufgabe der Zulaſſung zur Rechtsanwaltſchaft. 6.
Dienſt=
nachrichten. 7. Dienſtenthebung. 8. Dienſtentlaſſungen.
9. Erhebung in den Adelsſtand. 10. Charaktererteilungen.
11. Ruheſtandsverſetzungen.
g. Strafkammer. Des Vergehens gegen die
Vor=
ſchriften des Weingeſetzes und des Nahrungsmittelgeſetzes
ſind angeklagt der Chemiker Dr. Hofmann aus
Lüden=
ſcheid, der Kaufmann Friedrich Rößler aus Bensheim
und der Kaufmann Paul Hirſch aus Mannheim. Der
Angeklagte Dr. Hofmann wurde im Jahre 1909 in die
da=
mals der Familie Geibel gehörige Chemiſche Fabrik in
Auerbach aufgenommen, nach ſeiner Angabe ohne Kapital
Die Fabrik erhielt ſodann den Namen Chemiſche Fabrik
Dr Hofmann, G. m. b. H. Hofmann führte, um den
Ge=
ſchäftsbetrieb zu erweitern, ein Konſervierungsmittel für
Früchte, Fruchtſäfte, Fleiſch, Wein uſw. ein, das er unter
dem Namen „Bacitolin” in den Handel brachte. In die
Firma wurde ſpäter als Geſchäftsführer der Angeklagte
Rößler aufgenommen, und nach deſſen Ausſcheiden
über=
nahm Hirſch die Geſchäftsführung. Dieſe hat er im
Auf=
trage einer Mannheimer Bankfirma noch heute inne. Das
erwähnte Konſervierungsmittel enthält neben
Benzoe=
ſäure benzoeſaures Natron, Chlornatrium, ſchwefligſaures
Natrium. Im vergangenen Jahre wurde nun in
zahl=
reichen Fällen das Konſervierungsmittel beſchlagnahmt
und dem Chemiſchen Unterſuchungsamt zur Analyſierung
übergeben. Das Ergebnis veranlaßte die
Staatsanwalt=
ſchaft, die Strafverfolgung gegen die drei Angeklagten
ein=
zuleiten. § 4 des Weingeſetzes überläßt dem Bundesrat,
Beſtimmungen darüber zu erlaſſen, welche Stoffe dem
Wein zugeſetzt werden dürfen. Die Zuſetzung des von
den Angeklagten vertriebenen Bacitolin iſt nicht geſtattet.
Auch gegen das Nahrungsmittelgeſetz verſtoße der
Ver=
trieb, denn die chemiſche Zuſammenſetzung ſei nicht
an=
gegeben, auch gehe aus den Gutachten hervor, daß die in
dem Bacitolin enthaltene Benzoeſäure ſchädigend auf
die Geſundheit ſchwächlicher Perſonen einwirke. Der
An=
geklagte Hofmann beſtreitet dies, während Rößler und
Hirſch erklären, ſie hätten ſich dabei ganz auf Hofmann
verlaſſen. Als Sachverſtändige ſind zu der Verhandlung
geladen der Kreisaſſiſtenzarzt Dr. Beſt und Profeſſor Dr.
Weller. Dr. Beſt aibt ſein Gutachten dahin ab, daß
die Benzoeſäure eigentlich nur in derartigen Stoffen
ſchäd=
lich ſein könne, die in großen Mengen genoſſen werden,
da dann auch die Benzoeſäure in größeren Doſen dem
Körper zugeführt wird. Dr. Weller berichtet über den
Befund der beſchlagnahmten Mittel; er ſchließt ſich dem
Gutachten des Herrn Dr. Beſt an. Der Staatsanwalt
ſtellte bei dem Angeklagten Hofmann die Entſcheidung
in das Ermeſſen des Gerichts gegen Rößler und Hirſch
beantragte er je 100 Mack Geldſtrafe. Das Gericht ſetzte
die Urteilsverkündung auf den nächſten Donnerstag feſt.
— Vom Großh. Hoftheater. Die heutige
Erſtauffüh=
rung von Ludwig Thomas Volksſtück „Maadalena”
iſt die 48. Abonnementsvorſtellung Buchſt. D 12. Der
Beginn iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Morgen, Sonntag
fin=
det, um 2½ Uhr beginnend, die vierte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen ſtatt. Es gelangen Schillers
„Räuber” zur Aufführung. Zu dieſer Volksvorſtellung
findet der Kartenvorverkauf im Verkehrsbureau (Ernſt
Lud=
wig=Platz) ſtatt, die eventuell noch vorhandenen Karten
werden am Sonntag an der Hoftheaterkaſſe erhältlich
ſein, welche zu dieſem Zwecke an dieſem Tag ab 11 Uhr
offen gehalten wird. Sonntag abend iſt als 49.
Abonne=
mentsvorſtellung, Buchſt. B t3, die erſte Wiederholung von
Leo Falls erfolgreicher Operettennovität „Der liebe
Auguſtin” angeſetzt. Montag wird nach längerer
Pauſe Karl Schönherrs Tragödie eines Volkes „Glaube
und Heimat” in Szene gehen. An dieſem Abend
gel=
ten die kleinen Preiſe. Dieſe Inſtitution, die ſich ſtets
wachſender Beliebheit erfreut, hat das Intereſſe der weis
teſten Kreiſe für die klaſſiſchen Werke neu entfacht, was
ſich in den an Tagen der Volksvorſtellungen
ausverkauf=
ten Häuſern beredt ausſpricht.
O Gewerbemuſeum. Es ſei auch an dieſer Stelle auf
die im Gewerbemuſeum bis zum 17. November neu
aus=
geſtellten Arbeiten aufmerkſam gemacht. Im Lichthof
be=
finden ſich Stickereien von Fräulein G. Dodt=München.
Fräulein Dodt, die aus dem Atelier Debſchitz in München
hervorgegangen und mit ihren Arbeiten an der
dies=
jährigen Münchner Gewerbeſchau hervorgetreten iſt,
be=
dient ſich zur Ausführung ihrer Arbeiten der
Kurbel=
ſtickmaſchine. Die ausgeſtellten Arbeiten —
Tiſch=
decken, Portieren, Handtaſchen, Bluſen uſw — beweiſen,
daß es die Künſtlerin vorzüglich verſteht, innerhalb der
Grenzen, die die Kurbelſticktechnik der Arbeit der Stickerin
zieht, möglichſt mannigfaltige und künſtleriſch
ausgezeich=
nete Wirkungen zu erzielen. Die Kurbelſtickmaſchine iſt
keine Maſchine, die mit mechaniſchen Handgriffen bedient
wird. Wie bei allen Techniken, bei denen Auge und Hand
eine Rolle ſpielen, handelt es ſich auch bei der
Kurbel=
ſtickerei nicht um ein genaues Nachbilden des Entwurfes.
Die Stickerin muß ſich in die Abſichten des Entwurfs
verſetzen können und, während die Maſchine in ſchnellem
Gang gehalten wird und Linien, Kurve und Kreiſe
unter=
der Hand der Arbeiterin entſtehen, die Andeutungen des
Entwurfs in die Wirklichkeit der techniſchen Sprache
über=
ſetzen. Die Ornamente, di die Arbeiten von Fräulein
Dodt zeigen, ſind ſozuſagen aus dem Gang der Maſchine
entwickelt, ohne einförmig und leblos zu ſein, im
Gegen=
teil iſt die techniſche Ausdrucksfähigkeit der Künſtlerin
ſehr entwickelt. In Verbindung mit dem geſchmackvoll
ausgeſuchten und zuſammengeſtellten Material und ihrem
kräftigen und ſicheren Farbenempfinden ergeben ſich
Wir=
kungen von eigenartiger Schönheit. In Handſticker ei,
goldene Schnurſtickerei auf weißem und rotem Damaſt,
ſind zwei Meßgewänder gearbeitet, deren
Ausführung=
aus dem Kloſter der Servitinnen in München ſtammt. Ein
drittes Meßgewand, ein Chorrock mit Filetſpitze, iſt von
Ch. Behr=Augsburg ausgeführt. Im Mittelraum iſt auch
eine neue Arbeit von Profeſſor Ernſt Riegel, Mitglied der
Darmſtädter Künſtlerkolonie, ausgeſtellt. Es iſt ein
ſilber=
vergoldeter, reich mit Filigran geſchmückter Becher, der
von der freien Studentenſchaft Darmſtadt der italieniſchen
Studentenſchaft zur Erinnerung an die Studienfahrt
deutſcher Studenten im Sommer 1911 geſtiftet worden iſt
und der im Rektoratsſaal der Univerſität zu Rom
aufge=
ſtellt werden wird. Im rechten Flügel des Muſeums iſt
eine zweite Serie von Architekturaufnahmen
von Suſanne Homann=Darmſtadt ausgeſtellt. Die
Aufnahmen ſind, wie die in der erſten Serie gezeigten,
ausgezeichnet durch die Liebe zu den künſtleriſchen
Schön=
heiten unſerer alten Städte und Städtchen und durch den
Geſchmack, mit der jedesmal ein geſchloſſenes Bild
aus=
gewählt worden iſt. Es genügt, die Namen der Städte
zu nennen, die diesmal in den Aufnahmen vertreten ſind;
München, Augsburg, Donauwörth, Nördlingen,
Dinkels=
bühl, Schwäbiſch=Hall. Wir machen darauf aufmerkſam,
daß ſowohl die ausgeſtellten Aufnahmen, wie auch die
danach in Kupferdruck angefertigten Poſtkarten, beim
Aufſichtsbeamten beſtellt werden können. Eine dritte
Gruppe ſind Arbeiten von Hermann Pfeiffer=
Kammerhof bei Leeheim, der beſonders als Buchkünſtler
hervorgetreten iſt. Es ſind hübſch erfundene Silhouetten.
die als Illuſtrationen für ein Liederbuch der Wandervögel
entſtanden ſind, und ähnlichen graphiſchen Arbeiten. Von
Pfeiffer ſtammt auch der Fries am Reif eines großen
Kronleuchters, der aus den Werkſtätten von Schüz
u. Behringer in Mainz ſtammt. Der Fries, in
Meſ=
ſingblech ausgeſägt. zeigt Szenen einer Hirſchjaad. Die
ausgeſtellten Korbmöbel ſtammen von Valentin
Elſeſſer in Hamm i. W.
H. K. Lehrlingshaltung in Handwerksbetrieben. In
letzter, Zeit mehren ſich in auffälliger Weiſe die Fälle, in
Himmelserſcheinungen im November.
A.K. Nur noch 9 Grade hat die Sonne in ihrer
ſcheinbaren Südwärtsbewegung vom 1. November an bis
zum 22 Dezember, dem Winterſolſtitium, zurückzulegen;
von dieſen entfallen auf den November allein mehr als
7 Grade, die Deklination der Sonne betrug nämlich
am 1. November — 14‟ 23' 53.‟8 und beträgt am 30.
No=
vember — 21‟ 38' 19.‟1. Daraus findet man als
Mit=
tagshöhen in den verſchiedenen geographiſchen
Brei=
ten: für den Parallel von 54‟ (Norddeutſchland) 21."6
am 1. und 14.'4 am 30., für den Parallel von 51 (
Mittel=
deutſchland) 24.‟6 am 1. und 17.'4 am 30., endlich für den
Parallel von 48‟ (Süddeutſchland und Oeſterreich, etwa
die Breite von Wien) 27.6 am 1. und 20."4 am 30.
No=
vember. Die Tageslänge erfährt durch die ſich
ver=
kleinernden Tagbogen der Sonne während des Monats
eine weitere Abnahme im nördlichen Deutſchland von 9½
auf 8 Stunden, im mittleren Deutſchland von 9½ auf 8¼
Stunden und im ſüdlichen Deutſchland, Oeſterreich und
der Schweiz von 10 auf 8½ Stunden.
Der Geſtaltwechſel des Mondes vollzieht ſich im
November folgendermaßen: Letztes Viertel am 2., um
4 Uhr 38 Min. vormittags, Neumond am 9., um 3 Uhr
5 Min. vormittags, Erſtes Viertel am 16., um 11 Uhr
43 Min. nachmittags, und Vollmond am 24., um 5 Uhr
12 Min nachmittags. In Erdnähe befindet ſich der Mond
am 3. November, um 12 Uhr mittags bei einem Abſtande
von 57.99 Erdhalbmeſſern à 6378 Kilometer, in Erdferne
am 16. November, um 11 Uhr vormittags, bei einem
Ab=
ſtande von 63.40 Erdradien und wiederum in Erdnähe am
28. November, um 12 Uhr mittags, bei einem Abſtande
von 57.66 Erdradien. — Die im November ſichtbaren
Sternbedeckungen des Mondes betreffen ſämtlich
ſchwächere Sterne. Die erſte Bedeckung am 16. von Kappa
„Steinbock” liegt ungünſtig, weiter finden Bedeckungen
ſtatt (Zeitangaben für Berlin in MEZ): am 18. November
Chi „Waſſermann‟. Eintritt 7h 29.1m, Austritt 8h
443m nachmittags, am 23. November Zeta „Widder”,
Eintritt 9h 5.7m, Austritt 9h 42.3m nachmittags, am
25. November Chi „Stier‟ Eintritt 1h 50.5m, Austritt
2h 39.6m vormittags, und am 27. November 49 „
Fuhr=
mann”, Eintritt 3h 32.3m, Austritt 4h 24.7m
vormit=
tags. Am 26. November, um 2 Uhr vormittags, nähert
ſich der noch faſt volle Mond dem Firſterne 2. Größe Beta
im „Stier” bis auf geringe Entfernung.
Von den ſieben Hauptplaneten ſind Venus und
Sa=
turn am beſten zu beobachten, Jupiter bleibt nur noch in
den frühen Abendſtunden eine Weile ſichtbar. Merkur,
der am 19. November, um 2 Uhr nachm., ſeine größte
öſtliche Ausweichung von der Sonne. 22‟ 14; erreicht,
bleibt wegen ſeines tiefen Standes (ſeine ſüdliche
Dekli=
nation wächſt bis 25% 35.’5 am 21. November) für das
bloße Auge unſichtbar; daher ſind auch ſeine
Konjunk=
tionen am 10. November, 2 Uhr nachm., mit Alpha des
Skorpions” und am 21. November, 6 Uhr vorm., mit
Jupiter (Merkur iſt Abendſtern) nicht zu beobachten. Der
Planet nähert ſich der Erde von 131 auf 0.77 Einheiten,
d. h. Erdbahnhalbmeſſer à 149,48 Millionen Kilometer,
wobei ſein ſcheinbarer Durchmeſſer von 5."1 auf 8.‟8 wächſt
— Venus, als prächtig alänzender Stern den weſtlichen
Abendhimmel ſchmückend, bewegt ſich aus dem Bilde des
„Skorpions” in das des „Schützen” und bleibt am
Mo=
natsſchluſſe länger als eine Stunde ſichtbar. Am 11.
No=
vember, um 11 Uhr nachm befindet ſie ſich in
Sonnen=
ferne. Auch dieſer Planet nähert ſich der Erde, und zwar
von 137 auf 1.20 Einheiten; ſein Scheibendurchmeſſer
vergrößert ſich aus dem Grunde von 12.‟2 auf 14.‟0. Drei
Konjunktionen werden den Anblick des Abendſternes noch
beſonders verſchönern; am 8. November, 5 Uhr
vormit=
tags, ſteht Venus 1.'7 ſüdlich von Jupiter, am 11.
Novem=
ber, 9 Uhr abends, etwa 3‟ nördlich vom Monde und am
27. November. 12 Uhr mittaas, 1.‟5 nördlich vom Sterne
Sigma des „Schützen” — Mars, der am 5. November,
um 4 Uhr vormittaas, in Sonnenkonjunktion kommt, bleibt
unſichtbar. Sein Erdabſtand, der um dieſe Zeit am
größ=
ten iſt und 2.56 Einheiten beträgt, verringert ſich bis
Mo=
natsſchluß auf 2.50 Erdbahnradien; ſein ſcheinbarer
Durchmeſſer erreicht rechneriſch den kleinſten Wert, 3."7.
Jupiter, im Bilde des „Skorvions” zeigt ſich zunächſt
noch kurze Zeit tief am ſüdweſtlichen Himmel, taucht aber
zuletzt in den Strahlen der Abenddämmerung unter. Der
Abſtand der Erde vom Jupiter nimmt von 603 auf 6222
Einheiten zu. während ſein Scheibendurchmeſſer von 33."1
auf 32.‟1 abnimmt. Der Konjunktion mit Venus am
8 November wurde oben ſchon gedacht; dem Monde
nähert ſich der Planet am 11. November, 2 Uhr
nachmit=
tags, und dem Merkur am 21. November, 6 Uhr
vormit=
tags doch bleibt Merkur 2‟ 47’ ſüdlich vom Jupiter. —
Weitaus die beſten Beobachtungsbedingungen bietet
Sa=
turn dar, der am 23. November, 7 Uhr vormittags. in
Oppoſition gelangt, d. h. der Sonne gerade
gegenüber=
ſteht, und im Bilde des „Stiers” während der ganzen
Nacht über dem Horizonte bleibt. Seine Entfernung von
der Erde verkleinert ſich von 8.17 auf 8.10 Einheiten, und
ſein Scheibendurchmeſſer vergrößert ſich von 19"9 auf
20.‟1. Das Ringſyſtem, das wir von der Südſeite
er=
blicken, öffnet ſich mehr und mehr; ſeine große Achſe
be=
trägt Mitte November 46.‟3, ſeine kleine Achſe 19.‟2. Am
24. November, um 4 Uhr nachmittags, hat der Mond
Kon=
junktion mit Saturn, doch bleibt der ſehr hochſteigende
Vollmond noch 6 nördlich vom Saturn
Uranus im Bilde des „Steinbocks” rückt
all=
mählich in die abendliche Dämmerung, iſt daher
der Beobachtung nicht mehr gut zugänglich. Der
Ab=
ſtand der Erde von Uranus wächſt von 19.92 auf 2039
Erdbahnhalbmeſſer, der ſcheinbare Durchmeſſer des
Pla=
neten nimmt aber nur von 4.‟1 auf 4."0 ab. — Neptun,
nach wie vor im Bilde der „Zwillinge” geht immer früher
auf, er kulminiert zuerſt bald nach 5, zuletzt bald nach
3 Uhr vorm. Seine Poſitionen ſind am 2. November
Rektaſzenſion 7h 51m 39.39s und Deklination —20
27½ 7.‟0, am 29. November Rektaſzenſion 7h 50m 3345s
und Deklination — 20‟ 29' 52.‟8. Der Abſtand zwiſchen
Neptun und Erde wird kleiner, von 29.75 bis 29.30
Ein=
heiten, die allein in ſtärkeren Inſtrumenten ußbare
Scheibe dieſes fernſten bekannten Planeten erſcheint nur
unter dem Winkel von 2.‟6.
Gegenwärtig befinden ſich zwei Kometen am
Him=
mel, beide ſind aber nur in Fernrohren zu beobachten, dieſe
ſind der am 9. September von Gale am Obſervatorium
in Sydney im Sternbilde des „Centaur” entdeckte Komet
1912a und der am 19. Oktober von Schaumaſſe am
Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1913.
Seite 3.
deien in Handwerksbetrieben ſunge Leute unter der
Be=
zeichnung jugendlicher Arbeiter,
Hilfsarbei=
ter oder Volontär eingeſtellt werden, deren ganze
Beſchäftigungsart die Merkmale eines Lehrverhältniſſes
aufweiſen. Die Reviſionen der Beauftragten der
Hand=
werkskammer haben feſtgeſtellt, daß dieſes Verfahren
be=
ſonders oft von Perſonen geübt wird, die weder die
Be=
rechtigung zur Führung des Meiſtertitels beſitzen, noch
den geſetzlichen Vorausſetzungen zur Erlangung der
Be=
fugnis zum Anleiten von Lehrlingen genügen.
Meiſten=
teils ſind dies jüngere Handwerker, die aus irgend
wel=
chen Gründen die Meiſterprüfung nicht ablegen wollen
oder können und nun verſuchen, die geſetzlichen
Beſtim=
mungen über die Regelung des Lehrlingsweſens auf
dieſe Art zu umgehen. Ob hierbei Unkenntnis der
geſetz=
lichen Vorſchriften oder böswillige Abſicht vorliegt, mag
unerörtert bleiben. Die Reichsgewerbeordnung gibt keine
nähere Auslegung des Begriffs „Lehrling”, es muß
da=
her in Zweifelsfällen den Verwaltungsbehörden oder
Ge=
richten überlaſſen bleiben, zu entſcheiden, ob ein
Lehr=
verhältnis vorliegt oder nicht. Hierbei kommt es jedoch
nicht darauf an, welche Bezeichnung der Arbeitgeber dem
Arbeitsverhältnis beilegt, ſondern maßgebend wird immer
die Art und Weiſe der Beſchäftigung des betreffenden
jungen Mannes ſein. Im allgemeinen wird ſtets dann
von einem Lehrverhältnis geſprochen werden können,
wenn eine Perſon in einem Betrieb hauptſächlich zum
Zwecke der Erlernung des betreffenden Gewerbezweiges
eingetreten iſt. Auch der Abſchluß eines Lehrvertrags
kommt nicht in Betracht, wenn auch, trotz des jetzt
hier=
für beſtehenden Zwanges, der ſchriftlich abgeſchloſſene
Lehrvertrag nicht die alleinige Vorausſetzung zum
Be=
ſtehen eines Lehrverhältniſſes abgibt. Den bereits ſchon
in vielen Fällen von Verwaltungs= und
Gerichtsbehör=
den und letzthin wieder von dem preußiſchen Miniſter für
Handel und Gewerbe getroffenen Entſcheidungen über
Feſtſtellungen des Lehrbegriffs liegen ebenfalls die obigen
Merkmale zugrunde, ja es wurde ſogar hierbei noch
an=
geführt, daß, ſobald die beſchriebenen Vorausſetzungen
erfüllt ſind, auch dann von einem Lehrverhältnis
geſpro=
chen werden kann, wenn beide Teile vereinbart haben,
daß ein ſolches nicht beſteht. Dieſer Hinweis mag
ſol=
chen Perſonen, die zurzeit noch glauben, ſich über die
geſetzlichen Vorſchriften hinwegſetzen zu können, zur
Beachtung dienen und ſeien dieſelben beſonders darauf
aufmerkſam gemacht, daß die Handwerkskammer
bei Bekanntwerden ſolcher Verhältniſſe genaue
Feſtſtellun=
gen veranlaſſen und nach Lage der Fälle mit
Straf=
anträgen gegen die Betreffenden vorgehen
wird. Die Beſtimmungen müſſen von jedermann beachtet
werden, ſchon um diejenigen Handwerker, die ihren durch
die Reichsgewerbeordnung vorgeſchriebenen
Verpflichtun=
gen gewiſſenhaft nachkommen, vor Benachteiligung nach
Möglichkeit zu ſchützen.
* Akademiſche Volksunterrichtskurſe. (A. V. D.) Der
Eröffnungsabend mit dem Vortrag des Herrn
Profeſſor Dr. J. Goldſtein über: Der Kampf
ums Daſein und ſeine ethiſche Bedeutung”
hatte ein den Fürſtenſaal über und über füllendes
Publikum aus allen Kreiſen der Darmſtädter Bürger=
und Studentenſchaft zuſammengeführt. Profeſſor Dr.
Goldſtein führte einleitend aus, der Kampf ums Daſein
in der Natur, das Grundprinziv des Darwinismus, ſei
heute von den bedeutendſten Biologen verworfen, und
zeigte dann, welche Folgen eine Uebertragung dieſer für
die Natur angezweifelten Selektionstheorie bei ihrer
Anwendung auf das Leben in der menſchlichen
Geſell=
ſchaft, wie ſie die Anhänger Darwins und Häckels
wünſchten, zeitigen würde. Er bewies mit der ihm
eigenen Begeiſterungsfähigkeit, daß der Kulturmenſch
nicht, dem Darwinismus folgend, die Natur nachahmen
dürfe, ſondern daß er ſeine beſten Kräfte dem Ziele
weihen müſſe, die Natur ſich noch in höherem Maße
untertan zu machen und ſein Wollen und Können
ethiſchen Beſtrebungen szu widmen. — Der Vorſitzende
der A. V. D. überſetzte den reichen Beifall der mit
ge=
ſpannter Aufmerkſamkeit dem Redner folgenden
Zuhörer=
ſchar in warme Worte und ließ dem Ausdruck ſeines
herzlichen Dankes an den Redner eine kurze Aufklärung
über Zweck und Organiſatian der Kurſe folgen. Er
betonte, die ganz unbedeutende Einſchreibegebühr von
50 Pfg. zeige, daß die A. V. D. ſich im Gegenſatz zu
anderen hier exiſtierenden ähnlichen Einrichtungen an
die weniger bemittelten Bevölkerungskreiſe richteten, was
ihr die finanzielle Unterſtützung des Miniſteriums des
Innern und die koſtenloſe Lehrkraft der ehrenamtlich
unterrichtenden Studenten ermögliche. — Die Beliebtheit
der Kurſe bewies denn auch die nun folgende
Ein=
ſchreibung alter Freunde und vieler neuer Hörer für das
Winterſemeſter. Allerdings machte es der große Andrang
nötig, einen weiteren Anmeldungstermin feſtzuſetzen. Es
ſei daher darauf hingewieſen, daß ſeit Freitag abend von
7—9 Uhr weitere Einſchreibungen für die Kurſe Deutſch,
Rechnen, Schönſchreiben, Erdkunde, Stenographie und
Lichtbilder in der Mädchenarbeitsſchule, Karlſtraße 16I.,
angenommen werden.
Jubiläum. Man ſchreibt uns Heute feiert Herr
Karl Klink in Treue und Verläßlichkeit ſein
zehn=
jähriges Jubiläum als Techniker der Piano=Reparatur=
Werkſtätte der rührigen Firma Georg Thies Nachfolger
(Leopold Schutter). Der Jubilar iſt als Vertreter des
altehrwürdigen Klavierhauſes Thies in weiten Kreiſen
bekannt geworden.
* Kunſtverein. Die Gedächtnisausſtellung Hans
Brühlmann, die Ausſtellung der Künſtlervereinigung
„Sema” in München und der Werke Peter Bayers
wird noch bis einſchließlich Sonntag, den 3. November,
geöffnet ſein. Dann bleibt die Kunſthalle auf einige Tage
geſchloſſen.
Rh. Exkurſion. Geſtern nachmittag unternahm Herr
Profeſſor Dr.=Ing. Koehler mit Studierenden der
Ab=
teilung für Maſchinenbau eine Exkurſion zur Beſichtigung
der Aktiengeſellſchaft Gebrüder Lutz hier. — Herr Prof.
Meißner beſichtigt heute mit Studierenden der
Archi=
tektur=Abteilung die Stiftskirche in Wetzlar. — Ende
dieſes und anfangs nächſten Monats finden die Diplom=
Hauptprüfungen ſtatt. Anmeldungen der Kandidaten des
Bauingenieurfaches, des Maſchinenbaufaches haben ihre
Anmeldungen an Herrn Profeſſor Kayſer, den Vorſtand
der Bauingenieurabteilung, bis ſpäteſtens Freitag, den
15. d. M., bezw. an Herrn Geh. Baurat Prof. Gutermuth
bis Samstag, den 9. d. M., bezw. an Herrn Geh. Hofrat
Dr. Wirtz bis zum 15. November einzureichen. Der
An=
meldung iſt die Quittung über bezahlte Unterrichtsgelder
für das laufende Semeſter beizufügen. In Maſchinenbau
und Elektrotechnik findet die Klauſurprüfung vom 26. bis
einſchließlich 28. November ſtatt. Die mündliche Prüfung
beginnt vorausſichtlich im Maſchinenbaufach am 11., im
Elektrotechniſchen Fach am 8. Dezember.
* Inſtrumental=Verein. Für den 100.
Vereins=
abend des Inſtrumental=Vereins, der Mittwoch, den
13. November, abends 8¼ Uhr, im großen Saale des
Saalbaues ſtattfindet, macht ſich unter dem kunſtliebenden
Publikum unſerer Reſidenz ein allgemeines Intereſſe
gel=
tend. Sind einerſeits die Leiſtungen des Vorjahres noch
in aller Erinnerung, ſo dürfte gerade die Wahl des
So=
liſten, als auch das Programm für das Intereſſe
beſtim=
mend ſein. Nach längerer Pauſe wird unſer einheimiſcher
Pianiſt, Herr Willy Hutter, wieder einmal vor die
Oeffentlichkeit treten. Mit dem leider ſo ſelten gehörten
Konzert A-dur op. 23 von Mozart und der Polonäſe
Es-dur op. 22 von Chopin mit Orcheſterbegleitung wird
er die Freunde klaſſiſcher Muſik erfreuen. Von
Orcheſter=
werken kommen zur Aufführung die friſche Ouvertüre zu
Rouslane und Ludmila von Glinka, Tſchaikowskis
Sere=
nade op 48 für Streichorcheſter, die zu den
liebenswür=
digſten Stücken des großen Meiſters gehört, ſowie die
Ouvertüre zu Sakuntala von Goldmark, mit der der
Komponiſt die Muſikwelt zuerſt auf ſich aufmerkſam
machte. Der Kartenverkauf hat in der
Hofmuſikalien=
handlung von Heinrich Arnold, Wilhelminenſtraße 9,
be=
gonnen. Es dürfte ſich empfehlen, ſich jetzt ſchon einen
numerierten Platz zu ſichern, da die meiſten bereits
durch inaktive Mitglieder belegt ſind.
* Nach dem Kolonialvortrage des Herrn
Kapitän=
leutnant Paaſche, auf den wir bereits wiederholt
hinge=
wieſen haben, ſoll eine zwangloſe Zuſammenkunft im
Herrſchaftsſaale des Saalbaues ſtattfinden, zu welcher
alle Intereſſenten freundlichſt eingeladen ſind. Herr
Paaſche bringt eine ganz neue Richtung in die
Kolonial=
fragen hinein, und hat ſich liebenswürdig zur
Beantwor=
tung von etwaigen Fragen bereit erklärt, die im Rahmen
des Vortrages nicht erſchöpfend behandelt werden
konn=
ten. Es iſt zu wünſchen, daß recht viele Zuhörer, die
Be=
lehrung über Einzelheiten wünſchen, von dieſer
Gelegen=
heit zur Information Gebrauch machen mögen.
Die Stenographen=Vereinigung „Gabelsberger”
verweiſt auch an dieſer Stelle nochmals auf den morgen
Sonntag in ſämtlichen Räumen des Kaiſerſaales (
Gra=
fenſtraße) ſtattfindenden Gautag und bittet ihre
Mit=
glieder, ſich recht zahlreich an demſelben zu beteiligen.
(Siehe Anz.)
— Die freireligiöſe Gemeinde hat einen kräftigen
Schritt nach vorwärts getan. In der
Gemeindever=
ſammlung am letzten Mittwoch wurde einſtimmig Herr
Dr. phil. Hermann Ohr zum Prediger gewählt. Die
Einführung iſt am nächſten Sonntag nachmittag 6 Uhr
in der Freimaurer=Loge Sandſtraße 10.
* Akademiſcher Bismarck=Bund Ortsgruppe
Darm=
ſtadt. Die Vorſtandswahl für das Winterſemeſter ergab:
1. Vorſitzender W. Scherpner Gutenbergſtraße 2;
1. Schriftführer L. Brunner, 2. Schriftführer E.
Schiege, Kaſſenwart W. Wirth, Kranichſteinerſtr. 5.
Im Bundesvorſtand ſind nach der Neuwahl auf dem
Bundestage: Vorſitzender Konr. Schwab=Darmſtadt,
Wieſenſtraße 9; Bundeswart Dr. Biereye=Wahlſtatt,
Bundesſchriftwart Dr. Hoffmann=Probſt=Wetzdorf,
Kaſ=
ſenwart Oberlehrer Dr. Mirſch=Markranſtädt. Der
Wirk=
ungskreis der Ortsgruppe Darmſtadt hat ſich ſeit
Ver=
tagung des Studentenverbandes im S. S. 1912 bedeutend
erweitert, auch die Mitgliederzahl wächſt erfreulich,
beſon=
ders auch in den Kreiſen der alten Akademiker. Für das
Winterſemeſter ſind wieder einige größere Vorträge
vor=
geſehen. Satzungen können vom Bundesvorſitzenden
be=
zogen werden.
* Vortrag des Grafen v. Hoensbroech. Man ſchreibt
uns: Der Akademiſche Bismarck=Bund
veran=
ſtaltet am 13. November einen Vortrag im Kaiſerſaal über
das zeitgemäße Thema: „Jeſuitismus — Jeſuitenorden —
Jeſuitengeſetz.” Als Redner wurde der im Kampf gegen
den Ultramontanismus ſchon viel hervorgetretene einſtige
Jeſuit Graf v. Hoensbroech gewonnen. Das Darmſtädter
Publikum hatte zum letzten Male im Januar 1910
Ge=
legenheit, den Grafen als bewährten Vortragsredner
kennen zu lernen. Wegen des zu erwartenden großen
Andranges werden Karten im Vorverkauf ausgegeben.
(Näheres ſ. Anz.)
— Der Zitherklub Darmſtadt=Beſſungen feiert am 10.
November im Saale des „Chauſſeehauſes” ſein 16.
Stif=
tungsfeſt. Er hat zwei hervorragende Zithervirtuoſen,
nämlich Fräulein E. Schmidt und Herrn J. H.
Kor=
ter aus Mannheim, für dieſen Abend engagiert, ſo daß,
zumal auch das übrige Programm ein hervorragendes iſt,
ein ganz beſonderer künſtleriſcher Genuß zu erwarten
ſteht. Der Verein lädt ſchon jetzt zu dieſer Feier ein.
* Preisſchießen. Der Zimmerſchützenklub „Freiſchütz”
Pankratiusſtraße 48, hält von heute abend ab ſein
dies=
jähriges größeres Preisſchießen. (Näheres ſ. Anz.)
— Verband der unteren Poſt= und Telegraphen=
Be=
amten. Wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, wird von
der Geſangsabteilung des Verbandes der unteren Poſt=
und Telegraphen=Beamten (Ortsgruppe Darmſtadt) eine
Abendunterhaltung mit Tombola abgehalten.
Nach dem bis jetzt erfolgten Kartenvorverkauf iſt ein ſtarker
Beſuch des Feſtes zu erwarten, und wäre deshalb jedem,
der einen guten Platz ſich ſichern will, zu empfehlen, ſich
rechtzeitig einzufinden. Einige genußreiche Stunden
ſtehen jedem Beſucher in Ausſicht. (Siehe Anz.)
* Liedertafel. Man verweiſt auf die im heutigen
Inſeratenteil enthaltene Anzeige betreffs Herbſtkonzert
der Liedertafel.
Geſeulſchaft Arminius. Morgen Sonntag, den
3. November, findet in Eberſtadt, Reſtaurant Schwanen,
das diesä rge Herbſt=Tanzvergnügen ſtatt.
(Siehe Anzeige.)
— Unbeſtellbare Poſtſendungen. Bei der Ober=
Poſt=
direktion in Darmſtadt haben, wie uns mitgeteilt wird,
im Jahre 1911 26260 Poſtſendungen aus Orten des
Großherzogtums Heſſen (und zwar 4576 Briefe, 20644
Poſtkarten und 1040 Druckſachen) vernichtet werden
müſ=
ſen, weil ihre Zuſtellung weder an den Empfänger noch,
an den Abſender möglich war. Wie viele
Unannehmlich=
keiten mögen den Empfängern und den Abſendern aus
dieſem Anlaß erwachſen ſein, und wie viele ungerechte
Vorwürfe über Unzuverläſſigkeit ſind wohl gegen die
Poſtverwaltung und ihre Beamten erhoben worden!
Im=
mer wieder müſſen wir daher den Briefſchreibern
empfeh=
len, in oder auf den Poſtſendungen ſtets
Namen und Wohnung des Abſenders, ſei es
handſchrift=
lich oder durch Abdruck eines Stempels, anzugeben, damitz
ihnen, falls der Empfänger nicht ermittelt wird, die
Sen=
dungen zurückgegeben werden können.
nn. Vom „Großen Woog‟. Die Entleerung des
Woogs iſt jetzt ſoweit beendigt, daß man trockenen
Fußes durch deſſen Bett gehen kann. Nur das
Frauen=
bad, die Inſel, die „Weißen Häuschen” und die
Gar=
niſonsſchwimmanſtalt ragen auf ihren Pfahlbauten weit
aus dem Gelände hervor und bieten ſo einen
eigen=
tümlichen Anblick. Erſt jetzt kann man ſich einen
Be=
griff von der ungeheuren Ausdehnung unſeres
natür=
lichen Volksbades machen, das alljährlich vielen Tauſenden
im Sommer die Wohltat eines unentgeltlichen Freibades
und im Winter den Genuß des Eisſports bietet. Um
das Durchſickern von Waſſer nach der Stadtſeite zu
verhindern, werden die Ufer des Woogs neu zementiert
und Treppen und Fußſteige renoviert und mit
Platten=
belag verſehen. Auch die „Planken” haben teilweiſe
neue Steinfundamente erhalten und die Umgebung der
„Inſel” wird zum Schutz gegen Verſchlammung durch
einen neuen Rheinſandbelag geſchützt. Der „Fiſch=
Obſervatorium in Nizza im Sternbilde des „Sextanten”
entdeckte Komet 1912b. Der erſte hat in ſchnellem Laufe
nach Nordoſten Anfang Oktober den Aequator
überſchrit=
ten und befindet ſich im November im Bilde der (nörd=
Uhen) „Krone” aus dem er gegen den 20. in den „
Her=
kules” übertritt, um ſich dann langſamer nordwärts zu
bewegen; ſeine Helligkeit ſinkt von der 7. auf die 8. Größe.
Der letzte, ein ſehr lichtſchwaches Gebilde von der Größe
11.5, nimmt ſeinen Lauf ſüdwärts im Bilde des „
Sex=
tanten” und darauf durch den „Löwen” in den „Becher”
An Sternſchnuppen iſt der November unter
allen Monaten am reichſten. Von den neun
Hauptſchwär=
men zeigen ſich beſonders zwei ſehr ergiebig: der vom 13.
bis 15. unſerer Erde begegnende Leoniden==Schwarm und
der ſich am 23. November zeigende Bieliden= oder
Andro=
mediden=Schwarm. Beide haben in manchen Jahren
Schauſpiele von ungeahnter Pracht entfaltet, doch auch bei
gewöhnlichem Verlauf lohnt ſich die Beobachtung, vor
allem der Leoniden am 15. November, ſehr.
Der Fixſternhimmel wird während der
zwei=
ten Monatshälfte durch Mondſchein in ſeinem Glanze
be=
einträchtigt. In den dunklen Nächten der erſten Hälfte
ſehen wir ſchon gegen 10 Uhr abends die von hellen
Sternen beſäten Winterbilder im Oſten emporſteigen.
Allen voran ſchreitet der „Orion” mit Gürtel, Schwert und
Schild, zuerſt noch in ſtark geneigter Lage, nach und nach
aber ſich aufrichtend. Ihm, dem großen Jäger, Nimrod
bei den Babyloniern, folgen bald der „Kleine Hund” und
der „Große Hund” der letzte mit dem hellſten aller
Fix=
ſterne Sirius. Grade über dem „Orion” bemerken wir
den „Stier” zwiſchen deſſen Hauptſterne Aldebaran und
Siebengeſtirn jetzt der Planet Saturn ſtrahlt. Links neben
dieſem wieder ſtehen „Fuhrmann” und „Zwillinge‟ Die
Milchſtraße ſteigt im Oſten ſenkrecht empor, durchſchreitet
den Zenit, wo gerade das ſchöne W der Caſſiopeja”
fun=
kelt, und fällt darauf ſenkrecht zum Weſten ab, ſchon in
mittlerer Höhe ſich in zwei Ströme gabelnd. Rechts neben
ihr glänzt hier die helle Wega in der „Leier”. Im
Nor=
den breiten ſich die ſieben Hauptgeſtirne des „Großen
Bären” oder „Wagens” aus, während tief am
Nordweſt=
horizont „Bootes” und „Krone” zu finden ſind.
Zur Einweihung der neuen Orgel in der
Stadtkapelle.
Von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl.
Am 3. November, dem Reformationsfeſt, wird die
neue Orgel der Stadtkapelle ihrer Beſtimmung übergeben
werden. Dieſe Tatſache gibt mir Veranlaſſung, über das
alte Werk, das durch dieſe neue Orgel erſetzt wird, einiges
hier mitzuteilen. Und da dies alte Werk, im Unterſchied
von unſerer neuen Orgel, von einer hochherzigen Frau
geſtiftet ward, mögen im Zuſammenhange gleichzeitig
die Stiftungen aufgezählt werden, die zur ſelben Zeit wie
die alte Orgel für die Stadtkapelle gemacht worden ſind.
In den 60er Jahren herrſchte in den Darmſtädter
kirchlichen Kreiſen nur eine Stimme darüber, daß das
alte Kapellchen, das auf eine Geſchichte von über 200
Jah=
ren zurückſchaute, den Bedürfniſſen einer neuen Zeit nicht
mehr entſpreche. Da ein Umbau unmöglich war, wurde
der Plan zu einem Neubau ausgearbeitet, und nach langen
Verhandlungen, deren Darſtellung ich mir, da ſie für das
Darmſtadt der 60er Jahre äußerſt charakteriſtiſch ſind, für
ſpäter vorbehalte, im Mai 1868 mit dem Abbruch des
alt=
ehrwürdigen Kirchleins begonnen, nachdem am zweiten
Oſtertag 1868 von dem erſten Stadtpfarrer,
Oberkonſi=
ſtorialrat und Doktor der Theologie Rinck die letzte
Pre=
digt in ihm gehalten worden war. Der Neubau nahm die
Zeit von zwei Jahren in Anſpruch. Am 22. Mai 1870,
wenige Wochen vor Ausbruch des Krieges konnte das
nach dem Plan des Stadtbaumeiſters Hechler
herge=
ſtellte neue Gotteshaus ſeiner Beſtimmung übergeben
werden. Die Baukoſten trug die Stadt. Sie erreichten
die Höhe von 39608 fl. 26 Kreuzer. Daß die neue Kirche
nicht mehr koſtete, hing damit zuſammen, daß für die
Innenausſtattung bedeutende Schenkungen und
Stiftun=
gen gemacht wurden. Die teuerſte war die Stiftung
der Orgel, die jetzt, nach 42jährigem Daſein, dem
neuen Werk hat weichen müſſen. Sie iſt von Frau
Mag=
dalene Merck, geborenen Hofmann, Witwe des
Obermedizinalrats Merck, geſchenkt und von dem
Darm=
tädter Orgelbauer Heinrich Keller gebaut worden,
Die Koſten, die Frau Merck einſchließlich der Verzierung
und Vergoldung trug, beliefen ſich auf 1600 Gulden. Neben
dieſem Hauptgeſchenk wurden zur Zeit der
Kapellenein=
weihung im Jahre 1870 noch folgende Stiftungen für die
neue Kirche gemacht:
1. Das Glöckchen der Kapelleiſt eine Stiftung
des Großherzogs Ludwig III. Es trägt auf der
Vor=
derſeite die Inſchrift: „Ludwig III., Großherzog von
Heſſen und bei Rhein, der vereinigten evangeliſchen
Civil=
gemeinde ſeiner Reſidenz Darmſtadt bei Erneuerung der
Stadtkapelle 1870.” Auf der Rückſeite iſt zu leſen: „Herr,
thue meine Lippen auf, daß mein Mund Deinen Ruhm
verkündige. Pſalm 51, 17. Ehre ſei Gott in der Höhe.
Luk. 2, 14.”
2. Die Stiftung des Altars übernahm mit 500 fl.
Frau Maria Eliſabeth geborene Emrich
Witwe des Bürgers und Rentners Johann Jakob
Diefenbach.
3. Die Koſten für die Kanzel wurden mit 350 fl.
beſtritten von Oberforſtrat Eduard von
Stockhau=
ſen und deſſen Gemahlin Marie Antonie geborene
von Mettingh.
4. Das der Kanzel gegenüber angebrachte Oelbild
„Chriſtus bei Martha und Maria” iſt geſtiftet von Frau
Bernhardine geborene v. Flotow der Ehefrau des
Gutsbeſitzers Berthold Rößner. Es iſt gemalt von
dem Hofmaler Noack und auf 1000 fl. Wert taxiert.
5. Die gemalten Fenſter der Kapelle gingen
aus dem Etabliſſement von Dr. Oidtmann & Co. in
Linnich bei Aachen hervor. Zu der Anſchaffung des erſten
ſtiftete Fabrikant Heinrich Keller 500 fl., für das zweite
Rentner Wilhelm Schwab 300 fl., für das dritte die
Brüder Karl, Georg und Wilhelm Merck 300 fl.,
für das vierte Chorfenſter mit Ornamenten Geheimer
Oberfinanzrat Auguſt Seederer 200 fl. Das fünfte
bezahlte die Stadt.
6. An der Anſchaffung der Tauf= und
Abend=
mahlsgerät=
1, 2 Kelche, 1 Hoſtienkapſel,
2 Patenen, 1 Taufſchüſſel, 1 Taufwaſſerkanne, 2
Altar=
leuchter), die von dem Beigeordneten Georg Appfel
an=
geregt worden war, beteiligten ſich etwa 70 angeſehene
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
zug” hat einen guten Ertrag geliefert. Es wurden
15 Zentner vorzügliche Karpfen, Schleien und Weißfiſche
gefangen, die bei billigen Preiſen guten Abſatz fanden.
Nach Beendigung der Renovierungsarbeiten nächſter
Woche beginnt die Füllung des Woogs, die etwa
2—3 Wochen dauern wird, ſo daß bei eintretendem Froſt
derſelbe wieder als Eisbahn in Betrieb genommen
werden kann.
Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 5 des
Adreß=
buches für 1913, enthaltend Einwohnerregiſter — Fuchs,
Adam bis Gutekunſt, Franz — liegt im
Hauptmelde=
bureau, Hügelſtraße Nr. 31/33, Zimmer Nr. 13,
während der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr
vor=
mittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags) bis zum 5.
No=
vember vormittags zur Einſichtnahme offen.
* Orpheum. Der morgige Sonntag bringt in zwei
Vorſtellungen das geſamte neue Programm, während
heute Samstag der ubliche Familienabend ſtattfindet. Für
die Sonntag=Nachmittags=Vorſtellung treten die
bekann=
ten billigen Eintrittspreiſe in Kraft, während den
Be=
ſuchern derſelben das vollſtändige Abend=Programm
ge=
boten wird. — Der neue Spielplan dürfte ſich nach jeder
Richtung den voraufgegangenen Darbietungen als
durch=
aus ebenbürtig anſchließen. (S. Anz.)
* Ludwigshöhe. Unter der Aegide des neuen
In=
habers des beliebten Etabliſſements findet morgen das
erſte Sonntags=Konzert ſtatt. Die Ausführung
obliegt der Kapelle des Leibgarde=Regiments und iſt, dem
vorliegenden Programm nach zu urteilen, auf einige
ge=
nußreiche Stunden zu rechnen. (Siehe auch Anz.)
* Der 1. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße, bringt ab
Samstag, den 2. November, in ſeinem Schlagerprogramm
zwei Dramen, dergleichen in letzter Zeit wenig geſehen
wurden; nicht allein das Spiel iſt ein erſtklaſſiges,
ſon=
dern die Beſucher haben auch Gelegenheit, in den Dramen
die ſchönſten Fleckchen Erde zu ſehen. Für humoriſtiſche
Films wie auch wundervolle Naturaufnahmen iſt
eben=
falls Sorge getragen. (Siehe Anzeige.)
gs. Unfall. Von einem Neubau auf der
Mathilden=
höhe ſtürzte geſtern vormittag ein Taglöhner einen
12 Meter tiefen Schacht hinunter. Der Verunglückte,
der ſchwere Kopf= und innere Verletzungen davongetragen
hat, wurde von der Rettungswache in das Städtiſche
Krankenhaus gebracht.
§ Einbrecher feſtgenommen. Am Donnerstag
haben in der Aktienziegelei zwei
Gelegenheits=
arbeiter einen Einbruch verübt und
Gegen=
ſtände im Werte von über 30 Mk. entwendet. Die
Ein=
brecher wurden abgefaßt und feſtgenommen.
§ Aus dem Arbeitshaus Dieburg wurden
während des Oktobers 15 Perſonen, welche daſelbſt
kor=
rektionelle Nachhaft verbüßten, entlaſſen. Die längſte
Dauer der Nachhaft betrug bei zwei Perſonen je 365 Tage
upd dle kürzeſte Dauer bei einer Perſon 34 Tage.
* Eine Kriegskarte der Balkanhalbinſel befindet ſich
auf Seite 40 des heutigen Tagblatts. Sie dürfte unſeren
Leſern willkommen ſein, da ſie die Orientierung über den
jeweiligen Stand der Operationen an Hand der
Kriegs=
berichte bedeutend erleichtert.
— Ober=Ramſtadt, 1 Nov. In der in der „
Starken=
burg” abgehaltenen Verſammlung des
Odenwald=
klubs, Sektion Modautal, wurde beſchloſſen, im „
Gaſt=
haus zum Löwen” ein Wohltätigkeitskonzert
zum Beſten der durch das N.=Modauer
Bankun=
glück Geſchädigten abzuhalten. Der Abend iſt ſo
ge=
dacht, daß außer dem Konzert ſelbſt, das in Händen der
beſten Kräften liegt — Herr Fabrikant Murjahn, Herr
Dr. Daab und Herr Diplom=Ingenieur Otto Nold,
Darm=
ſtadt — noch ein Theaterſtück und einige Sologeſänge, an
denen ſich Fräulein Daab und Herr Fabrikant
Roden=
häuſer in liebenswürdiger Weiſe beteiligen, zur
Auffüh=
rung kommen werden. Die Aufführung des Theaterſtücks
liegt in den bewährten Händen des 2. Vorſitzenden, Herrn
Lehrer Hofmann, deſſen Perſönlichkeit für eine gediegene
Auswahl des Stückes und der Perſonen bürgt.
Selbſtver=
ſtändlich findet nach dem muſikaliſchen Teil ein Tänzchen
ſtatt. Der Eintrittspreis iſt mit 1 Mark für die Perſon
ſo gering bemeſſen, daß ſich wohl jeder dazu entſchließen
wird, ſich recht bald eine Karte im voraus zu ſichern. Im
übrigen wird noch bemerkt, daß der Wohltätigkeit keine
Schranken geſetzt ſind und Beträge von dem erſten
Vor=
ſitzenden oder Kaſſierer jederzeit dankend entgegen
ge=
nommen werden. — Herr Kommerzienrat Heinrich Lanz
in Mannheim ſpendete der hieſigen Sektion zum Beſten
für N.=Modau 100 Mark.
R. Jugenheim, 1. Nov. Der Konzert=Verband
der unteren Bergſtraße veranſtaltete das erſte der vier
Konzerte die er im Laufe dieſes Winters im „Hotel
zur Krone” in Jngenheim zu bieten gedenkt. Da in jedem
der in Betracht kommenden Orte in gut geleiteten
Geſang=
vereinen eifrig die edle Sangeskunſt gepflegt wird, glaubte
der Konzert=Verband vielen eine beſondere Freude zu
machen, indem er einen ganzen Abend dem Kunſtgeſang
widmete. Wie ſehr er damit einem allgemeinen Wunſch
entgegengekommen iſt, bewies der Anblick des Saales, in
dem nur wenige Stühle unbeſetzt geblieben waren. — Um
etwas wirklich Vorzügliches zu bieten, hatten die
Veran=
ſtalter eine Künſtler=Vereinigung geladen, der ein ſehr
guter Ruf vorausging: das Darmſtädter Vokal=
Quartett: Frau Sophie Schmidt=Illing
(Sopran), Fräulein Elſe Diefenthäler (Alt),
Herr Franz Müller (Tenor) und Herr Alfr.
Ste=
phani (Baß). Und wahrlich, was dieſes Quartett uns
bot, dürfte kaum zu übertreffen ſein. Die Zuhörer
ſchwelg=
ten in Wohllaut, als dieſe ausgezeichnet geſchulten
Stim=
men vereint den Raum füllten, und wurden nicht müde,
ihnen zu lauſchen. — Weihevoll eröffnete das „Benedictus”
von Mozart den Abend; es folgten drei Quartette von
Brahms, mit Klavierbegleitung, vier Volkslieder a
ca-
pella, und zum Schluſſe vier Zigeunerlieder, mit
Klavier=
begleitung, von Brahms. Zwiſchendurch trug Herr Franz
Müller drei Lieder vor, und Frau Schmidt=Illing
ver=
einigte ſich mit Herrn Stephani zur Wiedergabe des
herr=
lichen Duetts aus Haydns „Schöpfung”: „Holde Gattin,
dir zur Seite, fließen ſanft die Stunden hin”. Den
Zu=
hörern floſſen ſie nur zu ſchnell dahin, denn wie man ſieht,
war das Programm ſehr abwechſelungsreich
zuſammen=
geſtellt worden. Es fehlte natürlich nicht an begeiſterten
Beifallsbezeugungen, wofür ſich die ſichtlich mit Luſt und
Liebe ſingenden Künſtler durch zwei Zugaben erkenntlich
zeigten. Herr Hofkonzertmeiſter Schmidt, der den
Kla=
vierteil der Kompoſitionen freundlichſt übernommen hatte
und mit feinſtem Anpaſſungsvermögen ausführte, trug
nicht wenig dazu bei, die Darbietungen zu vollendeten zu
machen. Allgemein war der Wunſch, das Darmſtädter
Vokal=Quartett möglichſt bald wieder bei uns zu ſehen.
Lindenſels, 1. Nov. Am verfloſſenen
Kirchweih=
ſonntage ließen einige junge Leute mehrere
zuſammen=
gekoppelte Ballons ſteigen. Auf einer angehängten
Poſtkarte baten ſie den Finder um Nachricht. Geſtern
kam die Karte zurück. Die Ballons waren bei Röſchenbach
in der Oberpfalz gelandet. — Vom 1. November bis zum
31. März wird auf der Strecke Bensheim-Lindenfels
der Autobetrieb eingeſtellt. Es verkehrt während
dieſer Zeit wieder der Poſtwagen täglich zweimal.
Das regneriſche Wetter der letzten Zeit hat unſere
Landwirte in ihrer Arbeit ſehr zurückgebracht. Die
Kar=
toffeln und die Rüben ſind immer noch nicht ganz nach
Hauſe gebracht; auf den Wieſen ſieht man vielfach noch
Grummet liegen, und Winterſaat iſt auch noch wenig
be=
ſtellt.
Offenbach, 1. Nov. Die geſtrige, unter dem Vorſitze
des Oberbürgermeiſters Dr. Dullo abgehaltene
Stadt=
verordnetenſitzung beſchloß, von dem Erlaß einer
Ortsſatzung über die Erhebung einer Filial=
Waren=
hausſteuer zurzeit Abſtand zu nehmen. Der
Oberbürgermeiſter wurde jedoch erſucht, aufgrund der
Er=
gebniſſe der neuen Steuerveranlagung Berechnungen
vor=
zulegen über die ſteuerliche Belaſtung der Filialgeſchäfte
und Warenhäuſer gegenüber den übrigen einſchlägigen
Gewerbebetrieben. Außerhalb der Tagesordnung bildete
der Schlachthofkonflikt zwiſchen Kreisamt und
Stadtver=
waltung den Gegenſtand einer längeren Ausſprache. Es
wurde beſchloſſen, keinen Direktor anzuſtellen und die
Fleiſchbeſchau dem Kreisamte zu überlaſſen.
— Worms, 1. Nov. Die Ergebniſſe der
Verkaufs=
tage die in Heſſen ſtattgefunden haben, ſind unter
Be=
rückſichtigung der Größe der Städte bis jetzt ſtets ſteigend
geweſen. In Darmſtadt gingen 28000 Mark und
einſchließlich Geſchenke 40000 Mark, in Mainz 61000
Mark, in Offenbach 50000 Mark, in Gießen 58300
Mark ein. Hoffentlich ſchließt ſich der Verkaufstag in
Worms ſeinen Vorgängern würdig an. Es erſcheint
zweck=
mäßig, nachdrücklichſt zu betonen, daß der Verkauf der
Gegenſtände mur am 9. November, von 3 Uhr nachmittags
bis ungefähr 9 Uhr abends, ſtattfindet, daß alſo nicht etwa
an einem folgenden Tage ein Nachverkauf ſtattfindet. Der
Zugang zu dem Verkaufstag befindet ſich in der
Feſt=
hausſtraße, an dem Eingang des Spielhauſes, wo ſich auch
die Kaſſen befinden. Wir machen nochmals auf den
Vor=
verkauf der Eintrittskarten aufmerkſam, der an den
Stel=
len erfolgt, die auf den öffentlich angeſchlagenen Plakaten
bezeichnet ſind. Am 9. November ſelbſt wird auch eine
Vorverkaufsſtelle auf dem Bahnhof eingerichtet werden,
um den von auswärts Kommenden die Möglichkeit zu
geben, ſich vor dem Eintritt in den Verkaufstag mit
Ein=
trittskarten zu verſehen. An dem Verkaufsſtand der
Großherzogin, der ſich auf der Bühne des Spielhauſes
befindet, und zu dem man auf breiten Treppen, die zu
dieſem Zweck erbaut werden, gelangt, wirken neben dem
Großherzog und der Großherzogin mit: Frau
Staatsminiſter Dr. Ewald, Frau Miniſter von
Hom=
bergk zu Vach, Herr Generaladjutant General Hahn
und Gemahlin, Herr Geheimerat Römheld und
Ge=
mahlin, Herr Hofmarſchall von Ungern=Stern=
berg und Gemahlin, Herr Kammerherr Freiherr von
Leonhardi und Gemahlin, Herr Oberjägermeiſter
Freiherr van der Hoop und Gemahlin, Baroneſſe
von Rotsmann, Baroneſſe von Bellersheim, die
perſön=
lichen Adjutanten des Großherzogs, die Herren von
Maſ=
ſenbach und von Schröder.
Gießen, 1. Nov. Seit längerer Zeit ſind hier
Beſtreb=
ungen im Gange, aus dem Heſſiſchen
Kunſtver=
ein auszutreten. Wie in der geſtrigen Sitzung der
Stadtverordneten mitgeteilt wurde, ſind dieſe
Beſtrebungen jetzt ſo weit gediehen, daß in den nächſten
Tagen die Gründung eines ſelbſtändigen
Oberheſſiſchen Kunſtvereins erfolgen wird.
Wie die meiſten hieſigen Mitglieder wird auch die Stadt
Gießen dem neuen Verein mit einem Jahresbeitrag von
100 Mark beitreten und ihm den Ausſtellungsſaal in dem
Turmhaus am Brand zur Verfügung ſtellen. Die
Stadt=
verordnetenverſammlung erklärte ferner ihr
grundſätz=
liches Einverſtändnis mit der Einführung einer
Billett=
ſteuer auf alle gegen Eintrittsgeld zugänglichen
Veran=
ſtaltungen, mit Ausnahme künſtleriſcher Darbietungen
(Theater, Konzerte uſw.) Man will damit hauptſächlich
die überhandnehmenden Kinematographentheater treffen
und bedauert, daß das Heſſiſche Geſetz nur eine
Beſteuer=
ung von höchſtens 10 Prozent des Billettpreiſes zuläßt.
Beigeordneter Grünewald will in ſeiner Eigenſchaft als
heſſiſcher Landtagsabgeordneter den Antrag ſtellen, daß
dieſe Beſchränkung aufgehoben wird. Eine Vorlage der
Bürgermeiſterei auf Verbeſſerung des Feuerlöſchweſens
durch Schaffung einer ſtändigen Feuerwache, Anſchaffung
einer Automobilſpritze und Einrichtung einer elektriſchen
Alarmvorrichtung wurde nach längerer Beſprechung
ver=
tagt. Die Einrichtung würde 80000 Mark einmalige und
7000 Mark dauernde Ausgaben verurſachen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 31. Okt. Das
Eiſenbahn=
unglück an der Jannowitzbrücke hat nun leiden
doch ein Todesopfer gefordert. Der 50 Jahre alte
Bau=
arbeiter Auguſt Klingenberg iſt im Krankenhaus Bethanien
ſeinen Verletzungen erlegen. Der Verſtorbene iſt jener
Mann, der beſinnungslos im Abteil eines Wagens des
Nordringzuges aufgefunden und mit einem
Rettungs=
wagen nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht wurden
Die bahnamtliche Unterſuchung der Schuldfrage bei dem
Eiſenbahnzuſammenſtoß auf der Station Jannowitzbrücke
iſt abgeſchloſſen. Die weitere Ermittelung liegt in den
Händen des Staatsanwalts. Bisher ergab ſich, daß nicht
den Lokomotivführer die Schuld trifft. Die Urſache des
Zuſammenſtoßes ſoll eine falſche Signalſtellung geweſen
ſein. — Das Berliner Walhalla=Theater hat
wegen Zahlungsſchwierigkeiten geſchloſſen werden müſſen,
Den Schauſpielern wurden ihre Gagen nicht bezahlt, dier
Telephonverbindung wiurde wegen Nichtbezahlung der
Gebühren dem Theater abgeſchnitten, und geſtern hat auch
die Elektrizitätsgeſellſchaft die Weiterlieferung von Strom
unterbunden, weil die Direktion ſeit längerer Zeit für die
Stromlieferungen nichts bezahlt hatte. Die Direktion hat
den Konkurs angemeldet. — Einen jähen
Ab=
ſchluß fand eine Verlobungsfeier, die in der
Familie des in der Schönhauſer Straße wohnhaften
Gürtlers Haſelau begangen wurde. Als ein Freund des
Bräutigams gerade den Trinkſpruch auf das Brautpaar
ausbringen wollte, ſtürzte der Regulator von der Wand
herab. Der unter der Uhr ſitzende Bräutigam wurde ſo
unglücklich getroffen, daß er eine ſchwere Verletzung an
Hals und an der Schulter erlitt und beſinnungslos zu
ſammenbrach. Bei dem Aufprall des Regulators auf dem
Tiſch wurden Gläſer, Teller und Taſſen zertrümmert, und
durch die umherfliegenden Scherben erlitten der Gürtler
Haſelau, ſeine beiden Töchter und die Mutter der Braut
Schnittwunden im Geſicht, am Kopf und am Hals. Einl
Arzt legte den Verunglückten Verbände an und ſorgte für
den Transport des Bräutigams nach dem Krankenhauſe.
Frankfurt, 1. Nov. In der geſtrigen geſchäftlichen
Sitzung des Frankfurter Journaliſten= und Schriftſteller=
Vereins referierte Redakteur M. Fleiſcher über den Streitt
zwiſchen der Frankfurter
Muſeumsgeſell=
ſchaft und der Frankfurter Zeitung. Nach
ein=
gehender Ausſprache wurde folgende Entſchließung
ein=
ſtimmig angenommen: Der Vorſtand der Frankfurter
Muſeumsgeſellſchaft hat den Verſuch unternommen, einem
Journaliſten die pflichtmäßige Ausübung ſeines Berufs
unmöglich zu machen, indem er zunächſt einen Druck auf
den Verlag ſeiner Zeitung und deſſen Aufſichtsrat, ſowiel
den Redaktionsverband ausübte und, als dies erfolglos
blieb, in einem „offenen Brief” dem Journaliſten und
weiterhin der Geſamtredaktion ohne Beweis unſachliche
Beweggründe bei der kritiſchen Beſprechung der Konzerte
unterſtellte. Der Frankfurter Journaliſten= und
Schrift=
ſteller=Verein, die örtliche Berufsvertretung der deutſchen
Bürger. Die Namen der an der Stiftung Beteiligten ſind
auf den Hauptſtücken eingraviert. Die Herſtellung der
ſtark verſilberten Geräte war dem Hofſilberwarenfabrikant
Ludwig Vietor übertragen. Sie koſtete 400 fl.
7. Das Altarkruzifix iſt eine Stiftung des
Hof=
ſilberwarenfabrikanten Ludwig Vietor und des
Schreinermeiſters Friedrich Quiring; erſterer
lie=
ferte die verſilberte Chriſtusfigur, letzterer das
Kreuz=
geſtell.
Je eine Altardecke ſtifteten Wilhelmine
Melchior und Johanna geborene Härtel
Ehe=
frau des Bankbuchführers und Leihbibliothekars Adalbert
Amelung. Die letztgenannte Altardecke war von der
Stifterin und deren beiden Töchtern Emilie und Charlotte
Amelung in halbjähriger Arbeit hergeſtellt. Die
Melchior=
ſche Altardecke war eine Damaſtſerviette mit Gebilden aus
der Leidensgeſchichte; ein wertvolles Familienerbſtück.
9. Wenige Tage vor der Einweihung ließen Prinz
und Prinzeſſin Karl, Prinz und Prinzeſs
ſin Ludwig und Prin= Alexander
gemeinſchaft=
lich 500 fl. überweiſen zur Beſtreitung der Koſten für das
Doppelportal und die Vorhalle.
Außer dieſen bei Gelegenheit des Neubaues gemachten
Stiftungen iſt zweier Stiftungen aus der vorhergehenden
Zeit Erwähnung zu tun, die gemacht wurden, um das
Projekt des Neubaues in Fluß zu bringen. Sie ſtammen
von zwei Darmſtädtern, die in Paris eine neue Heimat
gefunden hatten, den Herren Karl Pracht und
Fried=
rich Hegendörfer. Pracht ſtiftete im Jahre 1864
den noch vorhandenen, von ihm ſelbſt gefertigten
vergol=
deten Kronleuchter aus Bronze; Hegendörfer ein
von ihm nach einem Bild von Jakobs hergeſtelltes
Glas=
gemälde Chriſtus als Lehrer darſtellend. Dieſe beiden
Stiftungen haben eine merkwürdige Geſchichte
durch=
machen müſſen, bis ſie endlich in die Kapelle kamen. Von
dem Geſchick, das Prachts Kronleuchter betraf, ſchreibt
Pfarrer Ewald in der Kirchenchronik im Jahre 1866:
„Herr Pracht, der ſein Geſchenk ſchon früher gemacht hatte,
lebt gegenwärtig in Darmſtadt; aber gleichwohl fragt kein
Menſch nach ſeiner wertvollen Schenkung. Der
Stadtvor=
ſtand hat den Kronleuchter am Durchzugsbalken des oberen
Rathausſaales aufhängen laſſen, mit einem grünen Stück
Zeug verhüllt, wie es die Schneider zum Umſchlag für
neue Kleider zu gebrauchen pflegen. Es iſt faſt zu
ver=
wundern, daß Herr Pracht ſein Geſchenk noch nicht
zurück=
gefordert hat. Hätte er es der Diakoniſſenhauskapelle
ge=
widmet, dort wäre ihm jedenfalls in anderer Weiſe
begeg=
net und gedankt worden.‟ Das Hegendörferſche
Glas=
fenſter aber, das 1864 geſchenkt ward blieb zwei Jahre
lang, nachdem es eine Zeit lang im Muſeum ausgeſtellt
geweſen war, in einer Ecke des Großh. Staatsarchivs
ſtehen, bis Hegendörfer im Jahre 1866 in Darmſtadt
er=
ſchien und perſönlich für Anbringung in der alten Kapelle
ſorgte. Am 26. Auguſt dieſes Jahres konnten die
Darm=
ſtädter zum erſten Male das neue Werk in der Kapelle
be=
wundern, das ohne Hegendörfers „Uebergriff” wohl noch
Jahre lang dem Orte ſeiner Beſtimmung fern geblieben
wäre. Als im Jahre 1868 mit dem Neubau der
Stadt=
kapelle begonnen ward, wurde das Hegendörferſche
Fen=
ſter herausgenommen. Hegendörfer erklärte ſich bereit,
das Fenſter zurückzunehmen und dafür das mittlere
Hauptfenſter in der neuen Kirche auf eigene Koſten zu
übernehmen, falls man ihm die Herſtellung der übrigen
Fenſter übertrage. Dazu kam es — wie bereits erwähnt
— aber nicht. Die Folge war, daß das Glasgemälde,
das 1866—1868 die Kirche geſchmückt hatte, aus ihr
wie=
der verſchwand.
Bei Scholanders.
C Der Scholander=Abend hatte am
Donners=
tag wieder einen gefüllten Saal zu verzeichnen. Ein
Be=
weis, daß das liebenswürdige Künſtlerpaar ſich einen
dauernden Platz in den Herzen der Darmſtädter erſungen
hat. In dem hübſchen Saal der Vereinigten Geſellſchaft
kamen die doch immerhin für intimem Rahmen mehr ge=
eigneten Vorträge und Geſänge ganz vortrefflich zur
Geltung, und es herrſchte bald eine vorzügliche
Stimm=
ung, nachdem ſchon der einleitende humorvolle
Entſchul=
digungsvortrag” des Herrn Scholander den nötigen
Kon=
takt zwiſchen Publikum und Künſtler ausgelöſt. Papa
Scholander, der Jüngling im Silberhaar, mit dem
köſt=
lichen, unverwüſtlichen Humor in Gemüt und Herz, mußtel
ſich nämlich wieder einmal entſchuldigen: Sein Verlegen
hatte die falſchen Programme geſandt, und es mußte
wie=
der improviſiert werden, wie bei ſeinem erſten Auftreten
in Darmſtadt. Dieſe Improviſation ſeines Programms
hatte aber das Erfreuliche für die zahlreichen Beſucher,
daß ſie eine ganze Reihe neuer Lieder kennen lernten, und
zwar Perlen aus deutſcher und franzöſiſcher
Volkslied=
literatur.
Wie ſie gebracht wurden? Iſt’s wirklich nötig, zu
verſichern, daß es einzig und köſtlich war, was das
Künſt=
lerpaar bot? Wohl kaum! Es könnte nur oft Geſagtes
wiederholt werden. So, daß die Stärke des Vortrages
Sven Scholanders eben in dem Vortrag liegt, der
durch feinpointierende Mimik den Geſang oft völlig erſetzt
und den Textgehalt der Dichtungen mit meiſterhafter
Sicherheit zeichnet. Und daß Liſa, die von dem Papa
die Schelmerei, das köſtlich Humorvolle geerbt hatz
ihn übertrifft in der ſchlichten, aber eindrucksvollen und
wirkſamen Kunſt ihres Geſanges. — Das Künſtlerpaal
eröffnete den Abend mit Kotzebues „Es kann ja nicht
im=
mer ſo bleiben” brachte dann eine Blütenleſe deutſcher
und fremdſprachlicher Volks= und Schelmenlieder, von
denen Bierbaums „Rieke im Manöver” „Das Mädchen
am Spinnrade‟ „Die Henne‟ „Die dumme Liſe”den
ſtärkſten Beifall auslöſten, und ſchloß mit dem ſo
unge=
mein ſtimmungsreichen „Die Glocken” ſeine Solovorträge
und Duette. Der rauſchende Beifall am Schluß veranlaßte
wieder zum gemeinſamen Schlußgeſang „Freut euchdes
Lebens” den das Publikum bereitwilligſt mitſang. Ein
freudig „Auf Wiederſehen” dürfen wir abermals dem
Künſtlerpaar zurufen.
Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Seite 5.
Preſſe, ſieht hierin einen ſchweren Angriff auf die
Unab=
hängigkeit der Kritik und der Preſſe überhaupt. Im
In=
tereſſe der Oeffentlichkeit, die eine unbeeinflußte Kritik
erwartet, muß dieſer Angriff entſchieden abgewehrt
wer=
den. Der Verein erblickt den wirkſamſten Proteſt gegen
das Vorgehen der Muſeumsgeſellſchaft in dem
allge=
meinen Verzicht auf kritiſche Beſprechung ihrer
Veran=
ſtaltungen.
Frankfurt, 1. Nov. Freiherr von Müffling,
Poli=
zeipräſident a. D. in Frankfurt, iſt in ſeinem Landhauſe
zu Grebenheim nach kurzer Krankheit geſtorben.
Bebra, 1. Nov. Heute früh fuhr ein von Kaſſel
kom=
mender Güterzug einem von Göttingen eingefahrenen
Güterzug in die Flanke. Gegen 30 Wagen
ent=
gleiſten aus beiden Zügen; viele davon wurden
zer=
trümmert oder ſonſt ſtark beſchädigt. Auch die Ladungen
ſind zum Teil vernichtet. Die Urſache des
Zuſammen=
ſtoßes iſt Ueberfahren des Halteſignals durch den Kaſſeler
Zug. Das Perſonal blieb unverletzt. Die Gütergleiſe
wurden geſperrt. Der Perſonenverkehr war nicht
unter=
brochen. Der Materialſchaden iſt erheblich.
Havelberg in der Mark, 31. Okt. Ein aus 5000
Mün=
zen im Geſamtgewicht von 25 Pfund beſtehender Fund
iſt dieſer Tage in Netzow unweit Havelberg gemacht
wor=
den. Bei der Herbſtbeſtellung eines Ackers wurden von
den Knechten, die mit ihren Pflügen ziemlich tief griffen,
eine Anzahl Topſſcherben und mehrere kleine dünne
Münzen herausgepflügt. Da die Münzen einen
grün=
lichen Ueberzug hatten und ein altertümliches Gepräge
aufwieſen, lag die Vermutung nahe, daß ſie nur die
Vor=
läufer eines größeren Münzenſchatzes ſeien. Bei weiteren
Nachgrabungen wurden denn auch zwei irdene Töpfe ans
Tageslicht gefördert, die bis obenhin mit Münzen gefüllt
waren. Das Metall beſteht aus einer Miſchung von
Sil=
ber und Kupfer. Die Prägungen ſind ſehr mannigfach,
auf einigen Münzen z. B. erblickt man eine männliche
Figur mit Krummſtab, andere Münzen zeigen eine Hand
mit geſpreizten Fingern, wieder andere Münzen
veran=
ſchaulichen einen Schützen mit einem Pfeil in der Hand,
Anſcheinend ſtammen die Münzen aus dem 14.
Jahrhun=
dert und ſind ſog. Brakteaten. Das Priegnitz=Muſeum,
das den Fund erworben hat, überſandte dem Königlichen
Münzkabinett in Berlin eine kleine Auswahl der Münzen.
Peſt, 31. Okt. Als der Präſident des
Abgeordneten=
hauſes Graf Tisza nach Sitzungsſchluß im
National=
garten frühſtückte, demonſtrierte eine große
Menſchen=
menge gegen ihn. Auf dem Nachhauſewege wurde er eine
Stunde nachher in einem Nebengarten mit Steinen
beworfen und mußte ſich in einen Hausflur begeben,
während die ihm folgenden Detektive telephoniſch von
der Polizei Hilfe erbaten. Graf Tisza äußerte, er fürchte
für ſich nichts, ſondern nur, daß ſeiner Frau auf dem
gleichen Wege Unannehmlichkeiten zuſtoßen könnten.
Peſt, 31. Okt. Die größte Schuhwarenfabrik
Ungarns, die Kobrak=Schuhwarenfabrik,
Aktiengeſell=
ſchaft, geriet in Zahlungsſchwierigkeiten. Der
leitende Direktor und Hauptintereſſent Alexander
Neuge=
bauer iſt flüchtig.
Madrid, 1. Nov. Ein ſchreckliches
Automobil=
unglück hat ſich bei Alicante ereignet. Dort ſtürzte ein
mit 9 Perſonen beſetztes Auto den Quai hinab ins
Waſſer Trotz ſofortiger Rettungsverſuche konnten
ſämt=
liche Inſaſſen des Autos nur als Leichen geborgen werden.
New=York, 31. Okt. Das Urteil gegen den
Polizeileutnant Becker lautet auf Hinrichtung
mittels Elektrizität, und zwar in der zweiten
Dezember=
woche. Gegen das Urteil, das der Richter Goff
verkün=
dete, wird Becker Berufung einlegen. Becker wurde ſofort
nach Sing=Sina in Einzelhaft gebracht; die Hinrichtung
iſt indeſſen verſchoben worden, da die Erledigung der
Be=
rufung ein Jahr in Anſpruch nehmen kann.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion iyr Urteil vor.
* Orpheum. Der Clou des neuen Programms iſt
„Die Gſchamige” Recht amüſant berichtet hierüber in
einer auswärtigen Zeitung ein Referat wie folgt: Die
ſüße Gſchamige zu ſehn, beſchloß ich, in die Stadt zu
gehn . . . Und es hatten ſich ihrer noch viele eingefunden,
denen man von Augen und Mundwinkeln ableſen konnte,
daß ſie von zweg’n der G’ſchamigen gekommen waren.
Das war durchaus keine Schande. Wer oder was iſt denn
eigentlich eine G’ſchamige? Das iſt die Frage. Eine
Gſchamige iſt eine Geſchämige, würde der grundgeſcheite
Berliner definieren. „Derratn!” würde darauf die
Gſchamige ſagen, weils nämlich nicht richtig iſt.
Ge=
ſchämig und g’ſchamig ſind zwei grundverſchiedene
Be=
griffe; ungefähr wie Nepomuck und Mucki, tanzen und
drahn, Halberſtädter und Weißwurſcht. Das ſind doch
immer zwei Paar Stiefel; was mir auch jeder Nichtſchuſter
beſtätigen wird Eine Geſchämige iſt etwas Moraliſches,
das ſich von ſelbſt verſteht; die G’ſchamige will jenſeits
von Gut und Böſe bewertet ſein. Dabei kommſt du dann
zu dem Ergebnis, daß mit der G’ſchamigen jeder Mann
von Reputation einen Pakt ſchließen kann. Das iſt
na=
türlich nur bildlich, nur geiſtig gemeint. Was wäre
übrigens nicht bildlich in dieſem Leben? Alles
Vergäng=
liche iſt ja nur ein Gleichnis. Die Gſchamige iſt ein
Pro=
dukt ihrer Zeit. Sie muß nämlich eine unmittelbare
Ver=
gangenheit beſitzen. Vergangenheit beileibe nicht im
Sinne von Vorſtrafe! Sie hat lediglich eine Münchener
Karnevalsredoute hinter ſich; alſo etwas rein Sachliches.
Und weil die Liesl g’ſchamig iſt, nicht nur geſchämig,
be=
hält ſie hartnäckig die Maske auf dem Geſicht, als ſie nach
der Redoute in beſchaulicher Einſamkeit mit ihrem
Re=
doutenkavalier, dem Hans, plauſcht. Wo? Es wäre
äußerſt ungalant, ſeine Naſe in den
Privatangelegen=
heiten anſtändiger Leute begraben zu wollen. Nun wird
der oder die Nichteingeweihte darauf brennen, daß ich den
ganzen Diskurs zwiſchen Hans und Liesl nach der
Re=
doute hier gefällig ausbreite. Nicht zu machen! Vielleicht
genügt die mit gewiſſenhaften Beobachtungen beſchwerte
Feſtſtellung, daß ich, ſoweit geſtern abend mein Auge
reichte, niemanden auch nur eine Sekunde erröten ſah.
Dagegen mußten wir alle zuſammen immer wieder ſo
herzhaft lachen, daß einem die von vielen Medizinern
be=
haupteten wohltätigen Wirkungen des Lachens wieder
ein=
mal offenbar wurden. — Auf den Gedanken, das
Zwie=
geſpräch zwiſchen dem Tauſendſaſſa Hans und Liesl der
G’ſchamigen zu ſchreiben, iſt ein kluger Kopf durch ein
be=
kanntes Bild des leider ſo früh verſtorbenen Zeichners F.
von Reznicek gekommen. Die Bühnenbearbeitung nimmt
denn auch mit Scharfblick und Raffinement Rückſicht auf
reizende Situationen, Bilder und Geſten, die wert wären,
feſtgehalten zu werden. Vera Forſt ſpielt die G’ſchamige
nit einem Temperament und ſo köſtlichem Uebermut, daß
man vermeint, ein Stück Reznicekſcher Kunſt ſei lebendig
geworden. Robert von Valberg als Hans iſt der
ge=
borene Reznicekkavalier. Das Zuſammenſpiel des „
blitz=
ſaubern Paares” iſt von entzückender Natürlichkeit und
Friſche. Und wie endet der Dialog? werden viele fragen.
Hochanſtändig, meine Gnädiaſte. Ich gebe ja gerne zu,
daß man das Gehabe Liesls an mancher andern Dame
unqualifizierbar finden würde, aber dieſer ſüßen
G’ſchamigen iſt man geneigt, alles, alles zu verzeihen.
O 54. Klaſſiſcher Loewe=Balladen=Abend
von Karl Götz=Loewe am Montag, den 4. November,
im Saale der „Traube‟. Der ausgezeichnete Künſtler, zu
deſſen Ruhm kaum noch etwas geſagt werden braucht,
vird in ſeinem Loewe=Balladen=Abend am Montag u. a.
zu Gehör bringen: Goethe=Loewe: Der Du vom Himmel
biſt. Ich denke Dein. Der Erlkönig, Op. 1. Chopin:
Hans Hautz: G-moll=Ballade. Lieblings=Ballade Seiner
Maieſtät: Kaiſer Heinrichs V. Waffenweihe (Schwab).
Franz Liſzt: Hans Hautz: A-moll=Etude. Campanella.
Liebliegsballade von Franz Liſzt: Der Mutter Geiſt (
alt=
ſchottiſch) von Loewes Schwägerin. Thereſe Amalie Luiſe
von Jakob=Taloy, ins Deutſche überſetzt. — Karl Götz
hat ſein neueſtes Werk „Carl Loewe, ein
Kultur=
verk”, fertiggeſtellt. Profeſſor Dr. Leop. Hirſchberg=
Zerlin hat in zwei bedeutenden Muſikzeitungen
Deutſch=
lands an 37 Loewe=Balladen, darunter „Erlkönig” die
beiden Hauptmotive „Feuerzaubermotiv” und „
Reit=
motiv” nachgewieſen, die Wagner von Loewe, teilweiſe
ohne zu ändern. entnommen hat; eine Tatſache, die ſelbſt
dem blinden Wagnerianer Kopfſchmerzen machen muß.
s weht eben in dem ganzen Wagnerſchen Schaffen
Loe=
weſcher Geiſt. Dieſe Tatſache dürfte ſchon allein einen
gewaltigen Sieg bekunden. (Den Kartenverkauf regelt, wie
mitgeteilt, die Firma Gg. Thies Nachfl., Leop. Schutter.)
Vom Heilſtättenverein.
* Der Vorſtand des Heilſtättenvereins
für das Großherzogtum Heſſen verſendet ſoeben ſeinen
1911er Geſchäftsbericht und die Einladungen zur
ordent=
lichen Mitgliederverſammlung, die diesmal in Worms
im Rathausſaal, Hagenſtraße, Samstag, den 9.
Novem=
ber I. J., vormittags 11 Uhr, abgehalten wird. Auf der
Tagesordnung ſtehen: 1. Geſchäftsbericht für das Jahr
1911 und Bericht über den dermaligen Stand der
Tuber=
kuloſebekämpfung in Deutſchland. 2. Abhör der
Rech=
nung für das Jahr 1911. 3. Vorſchlag für das Jahr 1913.
4. Ausloſung und Neuwahl von Mitgliedern des Landes=
ausſchuſſes. 5. Wahl zweier Rechnungsreviſoren und
zweier Stellvertreter. 6. Vortrag des Herrn Prof. Dr.
Jeſionek=Gießen über „Heliotherapie und ihre
An=
wendung bei Tuberkuloſe”. Hierauf: Sitzung des
Landes=
ausſchuſſes. Tagesordnung: Ausloſung und Neuwahl
von Mitgliedern des Vorſtandes. Alsdann: Sitzung des
Vorſtandes. Den Damen und Herren iſt Gelegenheit
ge=
boten, nachmittags den Verkaufstag Ihrer Königlichen
Hoheit der Großherzogin, der in dem Feſtſpielhauſe
ſtatt=
findet, zu beſuchen.
Dem Geſchäftsbericht entnehmen wir kurz
fol=
gendes: Im Eigentum des Vereins ſtehen die
Eleono=
ren=Heilſtätte bei Winterkaſten i. O. und das
dem=
nächſt zur Eröffnung kommende Lupusheim in
Gießen. Erſte iſt ſtändig belegt; im Jahre 1911 wurden
37003 Pflegetage bei 560 Pfleglingen erzielt. Ihre
Er=
richtung war nur mit Hilfe einer Anleihe bei der
Landes=
verſicherungsanſtalt moglich. Auch das Lupusheim, für
das ſchon jetzt zahlreiche Anmeldungen vorliegen, muß
mit einer beträchtlichen Hypothek belaſtet werden, ſonſt
wäre ſeine Erbauung nicht möglich geweſen. Das
Lupus=
heim erſteht als erſtes ſeiner Art in Deutſchland. Die
beiden Stationen für tuberkulöſe oder
tuberkulös=gefährdete Kinder im St.
Boni=
fatiuskrankenhaus in Hirſchhorn für Knaben und im
evan=
geliſchen Krankenhaus in Lampertheim für Mädchen ſind
ebenfalls Einrichtungen des Heilſtättenvereins. Auch
dieſe ſind ſtändig beſetzt und bewähren ſich, wie die
Eleonoren=Heilſtätte, beſtens. — Die Fürſorgetätigkeit
des Vereins war im Jahre 1911 ſehr umfangreich. Nicht
weniger wie 23 220 Mark hat er teils in der Form von
Ermäßigungen des Pflegeſatzes, teils als Zuſchüſſe zu
Kuren, als Beihilfen an Kindererholungsheime und
Für=
ſorgeſtellen und von Sachleiſtungen (Milch. Eier, Fleiſch,
Butter, Betten, Liegeſtühle uſw.) aufgewendet. Auch
die=
ſer Zweig der Fürſorge wirkt ſehr ſegensreich. Die Zahl
der Vereinsmitglieder betrug Ende 1911 1548 mit 11137
Mark Jahresbeiträgen gegen 1497 mit 9782 Mark im
Vorjahre. Dem Geſchäftsbericht ſind noch intereſſante
ſtatiſtiſche Darſtellungen der ärztlichen Leiter der
Eleono=
ren=Heilſtätte und der beiden Kinderſtationen beigegeben,
ferner der Rechnungsauszug und der
Vermögens=
nachweis.
Die Geſamteinnahmen des Vereins einſchließlich der
Betriebseinnahmen der Eleonoren=Heilſtätte beziſfern ſich
auf 186 250 Mark, die Geſamtausgaben einſchließlich der
Betriebsausgaben der Eleonoren=Heilſtätte auf 179807
Mark. Das Vermögen des Vereins (Buchwert der
Heil=
ſtätte uſw.) beträgt 707042 Mark, die Schulden (Hypothek
bei der Landesverſicherungsanſtalt) 500000 Mark, ſo daß
Ende 1911 ein Reinvermögen von 207042 Mark zu
ver=
zeichnen war.
Der Heilſtättenverein hofft — und zwar insbeſondere
in Rückſicht auf ſeine weitere Inanſpruchnahme durch das
Lupusheim —, daß ihm recht viele Körperſchaften und
Privatperſonen als Mitglieder beitreten möchten, damit
ihm die Erfüllung wenigſtens ſeiner dringendſten
Auf=
gaben ermöglicht wird.
Luftfahrt.
sr. Einen Angriff auf den
Diſtanzwelt=
rekord für Freiballons hat der bekannte
franzö=
ſiſche Freiballonführer Dubois infolge der
ausgezeichne=
ten Reſultate, die das letzte Gordon=Bennet=Rennen
ge=
zeitigt hat, unternommen. Dubois ſtieg mit ſeinem
Bal=
lon „Codoc” am Mittwoch nachmittag kurz nach ½5 Uhr
in Biarritz auf. Die Windſtrömung war günſtig. Der
Ballon wurde nach Deutſchland zu getrieben.
H. B. Paris, 1. Nov. Der franzöſiſche Flieger=
Leutnant Poutrin, der am 18. Oktober bei einer
Landung auf dem Exerzierplatz in Laons einen Trupp
Soldaten vor ſich ſah und um dieſem auszuweichen, über
eine Baumgruppe fliegen wollte, dabei aber in einem
Baum hängen blieb und abſtürzte, iſt geſtern früh im
Militär=Lazarett von Laons ſeinen Verletzungen
erlegen. Einige Tage vor ſeinem Tode war dem
Offizier das Kreuz der Ehrenlegion überreicht worden.
Sport.
* Fußball. Am Sonntag, den 3. November, findet
das 2. Verbandsſpiel der 1. Mannſchaft der Turngemeinde
Beſſungen gegen die gleiche Mannſchaft der Turngemeinde
Griesheim um die Meiſterſchaft des Mittelrhein=Gaues,
auf dem hieſigen Exerzierplatz, ſtatt.
Der Darmſtädter Sportklub 1905 ſtellt
am Sonntag, den 3. November, drei Mannſchaften ins
Feuilleton.
W-l. Großh. Hoftheater. Wolf=Ferraris
bühnen=
wirkſame Oper „Der Schmuck der Madonna” zu
deren Erſtaufführung im April dieſes Jahres Herr
Hof=
theatermaler Kempin eine entzückende ſtimmungsvolle
Szenerie geſchaffen hat, gelangte am Donnerstag mit
ge=
ringen Aenderungen in der Beſetzung und mit ſtarkem
Er=
folge unter Leitung des Herrn Kapellmeiſters Leert
wie=
der zur Aufführung. Die beiden Hauptpartien der Maliella
und des Gennaro wurden wieder von Frl.
Geyers=
bach und Herrn Becker geſungen, deren ſtimmliche und
geſangliche Leiſtungen auf gewohnter Höhe ſtanden und
neben der des Herrn Weber als Rafgele der
Auffüh=
rung in erſter Linie Gelingen und Erfolg ſicherten. Die
Partien der Carmela und der Stella wurden erſtmalig
von den Damen Jacobs und Kallenſee geſungen,
die ihren Vorgängerinnen nicht nur nicht nachſtanden,
ſondern ſie zum Teil noch übertrafen. Die übrige
Be=
ſetzung war dieſelbe geblieben und die Aufführung ſelbſt,
an der das Publikum lebhaftes Intereſſe nahm,
hinter=
ließ einen ſehr befriedigenden Eindruck.
C. K. Königliche Samariterinnen. Als bei den
grie=
chiſch=türkiſchen Kämpfen von Sarandoporo die Geſchütze
donnerten und das Gewehrfeuer knatterte und hinter den
vordringenden Griechen das Feld immer weiter wurde,
auf dem ſtöhnende Verwundete und niedergeſunkene
Kämpfer in ihrem Blute ſeufzten, eilten haſtig Frauen
in der Tracht der Krankenpflegerinnen über die Stätte des
Grauens und des Leides, ſuchten Hilfe und Troſt zu
ſpen=
den, verbanden klaffende Wunden und retteten, ſoweit
ihre Kraft reichte. An der Spitze dieſer Frauen aber, als
eifrigſte von allen und zugleich als Führerin, ſah man
eine hohe Geſtalt mit ſtolzer, freier Stirn: Prinzeſſin
Alice von Griechenland (geb. Prinzeſſin von
Battenberg), die Gemahlin des Prinzen Andreas, des
vierten Sohnes des Königs. In aller Haſt hatte ſie bei
Ausbruch des Krieges ihre Schar der Pflegerinnen
orga=
niſiert und war hinausgeeilt zum Schauplatze des
Kampfes. Schritt um Schritt folgt ſie nun der Armee,
ſpendet auf dem Gefechtsfelde den Verwundeten die erſte
Hilfe; man nennt ſie im Heere nicht Hoheit, nicht Prinzeſ=
ſin, ſchon hat ſie einen neuen Namen erhalten, den jeder
kennt, ſie iſt der „tröſtende Engel” ſie iſt die Seele des
Krankendienſtes. Und ihr Wirken, ſo berichtet aus
La=
riſſa der engliſche Kriegskorreſpondent Sinclair Pooley,
iſt doppelt ſegensreich, denn der Ambulanzdienſt konnte
dem überraſchend ſchnellen Vordringen des Heeres nicht
folgen, und in der Krankenpflege liegt in dieſem Kriege
ja vieles im Argen. Lariſſa ſelbſt iſt von Verwundeten
überfüllt, die aus der Schlacht von Sarandoporo
ſtam=
men, und noch jetzt bringen Tag um Tag Züge und
Ochſenwagen Opfer des Kampfes zu den Hoſpitälern. Die
drei Krankenhäuſer reichen nicht im entfernteſten für die
Bedürfniſſe aus. Mit einem Hoſpitalzua eilte die
Prin=
zeſſin Helena, des Kronprinzen Tochter, nach
La=
riſſa, um zu helfen. Ein ſchweres Amt. Sie ſelbſt
er=
zählte dem Engländer von den Schwierigkeiten; ſie ſtand
mitten im Bahnhof unter den Verwundeten, die Binden
in der Hand, und rief ſchmerzvoll aus: „Nur drei Wochen
Zeit der Vorbereitung für all dieſes hier. Ach, das war
zu wenig und dabei iſt dies nur der Anfang.‟ Im
glei=
chen Augenblick lief ein Zug aus Volo ein, dem die
Kö=
nigin Olga entſtieg. Geraden Wegs eilte ſie ins
Krankenhaus, ging von Bett zu Bett, dankte den
Verwun=
deten, ſuchte zu tröſten. In einem Wagen dritter Klaſſe,
der als Lazarett dient, weilte ſie über eine halbe Stunde
an dem Bette eines jungen Soldaten, der einen Schuß
durch die Lungen erhalten hatte. Er wollte nicht heim
nach Athen. „Ich kann kämpfen, kann ſchießen, nur hier
tut mir’s weh.” Und er wies auf die Bruſt. Er weiß
nicht, daß die Wunde tödlich iſt. Die Königin aber
weinte und über beide Wangen rannen die Tränen. . .
* Der Zylinderhut im Reiche der Mitte. Bei uns
bemüht man ſich, den Zylinderhut ein wenig
zurückzu=
drängen, — ins Reich der Mitte hält er jetzt ſeinen
glor=
reichen Einzug! Bei allen offiziellen Gelegenheiten iſt
es Vorſchrift, ihn zu tragen; ſo will es die neue
Kleider=
ordnung, die die Chineſen auf dem republikaniſchen
Kon=
greß in Peking, nachdem ſie die ſchickſalsvolle Frage in
zehn langen, ſchweren Sitzungen gründlich durchberaten
hatten, beſchloſſen haben. Der Streit der Meinungen
war lebhaft, ja oft ſtürmiſch; einen ganzen Tag lang
wurde allein um den Hut erbittert gekämpft, aber
ſchließ=
lich hat man ſich doch geeinigt, und es wurde folgende
Kleiderordnung angenommen, die der Gaulois in fünf
Paragraphen reſümiert: 1. Alle chineſiſchen Beamten,
ohne Unterſchied des Grades, werden nach europäiſcher
Art gekleidet ſein, d. h. ſchwarzer Rock, Zylinderhut mit
chineſiſcher Seide und Lederſchuhzeug. (Die Hoſe wird
mit keinem Wort erwähnt!) Der kleine Filzhut, und
zwar der ſteife oder der weiche, wird zuſammen mit
Jackett oder kurzem Rock für die Promenade erlaubt. —
2. Alle Bürger, die nicht Beamte ſind, müſſen wie die
Beamten gekleidet ſein, wenn ſie an offiziellen
Feierlich=
keiten teilnehmen. — 3. Die Militärs, die Beamten der
Polizeipräfektur, die Stadtbehörden, die Profeſſoren und
die Mitglieder der gelehrten Körperſchaften müſſen die
be=
ſonders für die beſtimmten Kategorien vorgeſchriebenen
Uniformen anlegen. — 4. Die Frauen müſſen Hüte nach
europäiſcher Art tragen; in den Kleidern können ſie ihr
Nationalkoſtüm behalten, wenn auch mit gewiſſen
Ab=
änderungen. — 5. Der Gruß wird folgendermaßen
ge=
regelt: beim gewöhnlichen Gruß müſſen die Männer ihren
Hut abnehmen und einmal grüßen. Für den offiziellen
Gruß muß der Hut dreimal abgenommen werden. (!)
Erwähnt wird auch, daß die Frauen beim Grüßen ihren
Hut aufbehalten dürfen. . . . Die Chineſen können ſtolz
ſein auf ihre Fortſchritte. Die Republik haben ſie bereits.
und nun bekommen ſie auch den Zylinderhut als
wichtig=
ſtes Wahrzeichen der abendländiſchen Kultur.
* Auf die ſchwäbiſche Eiſebahne . . . Nicht nur die
Dampfbahnzüglein, ſondern auch die Elektriſchen haben
in Schwaben ihre Idyllen. So mußten auf der Strecke
Tettnang=Meckenbeuren an einer Halteſtelle, die
ausge=
rechnet Habacht heißt, die Fahrgäſte dieſer Tage ihr Zügle
die ſchiefe Ebene hinaufdrücken, weil von Bronchenzell her
abſolut kein Strom zu bekommen war. „Wammer dort
wär', gang’s von ſelber” meinte einer, hinaufdeutend,
und gleich darauf hieß es: „Ha, na ſchiebet mer halt dort
na!” Weil dort nämlich das Zügle wieder von ſelber
auf der anderen Seite hinabrutſchen konnte. Geſagt,
ge=
tan. Kräftige Schwabenſchultern ſchoben das Zügle dort
hinauf, dann wurde ſchnell in den Wagen geſprungen und
trulla, trulla, truuauah ging’s hinunter bis
Mecken=
beuren, wo’s wieder Strom gab.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
Feld. Die 1. Mannſchaft fährt nach Kreuznach, um dort
das fällige Verbandsſpiel gegen die 1. Mannſchaft des
F.=K. Kreuznach auszutragen. Auf dem Sportplatz am
alten Schießhauſe treffen ſich die 2. Mannſchaften des
F.=K. Olympia=Darmſtadt und des D. Sp.=K. 1905,
während ſich die 3. Mannſchaften beider Vereine auf der
Rennbahn gegenüberſtehen.
Am Sonntag begibt ſich die 1. Mannſchaft des
Fuß=
ballklubs Olympia nach Ludwigshafen, um gegen
die Ludwigshafener Fußballgeſellſchaft im Ligaſpiel
anzu=
treten. Die 2. und 3. Mannſchaft tragen die
Retour=
ſpiele gegen die gleichen Mannſchaften des Darmſtädter
Sportklubs aus: Die 2. Mannſchaft auf dem
Sportklub=
platz und die 3. Mannſchaft auf dem „Olympia‟=
Sport=
platz an der Heidelberger Straße.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
In der geſtrigen Stadtverordnetenſitzung wurde aus
Anlaß der Beamtenbeſoldungsvorlage insbeſondere von
den Herren Dr. Nöllner, Henrich und Saeng in äußerſt
dankenswerter Weiſe die Mahnung an die Herren
Be=
amten und Lehrer gerichtet „Kaufet am Platze‟. Es iſt
eine bekannte Tatſache, daß das Bauhandwerk in
Darm=
ſtadt und alle mit demſelben in direkter Verbindung
ſtehen=
den Berufe, trotz ihrer großen Leiſtungsfähigkeit ſchwer
darnieder liegt. Es iſt daher Pflicht eines jeden Bürgers,
der in die Lage verſetzt iſt, Handwerker zu beſchäftigen,
in erſter Linie das einheimiſche Handwierk heranzuziehen.
Wie häufig aber findet man an Neubauten die Schilder
auswärtiger Firmen, von denen wir in gleicher Branche
mindeſtens ebenſo bedeutende und leiſtungsfähige am
Platze haben. So kann man auch jetzt wieder in der
Gartenſtadt Hohler Weg die Firmenſchilder einer
gärt=
neriſchen Firma aus Frankfurt a. M. prangen ſehen. Die
Erbauer dieſer drei Villen ſind Lehrer und hätte man
ge=
rade bei dieſen Herren den von Herrn Henrich vertretenen
Standpunft vorausſetzen ſollen Hatten denn dieſe
Herren gedacht, daß unter den hieſigen Gärtnern keiner in
der Lage wäre, der die Gedanken ihres Architekten ſo zur
Ausführung hätte bringen können wie er oder der
Bau=
herr es gewünſcht hätte. Man hätte wegen drei kleinen
Gartenanlagen für zuſammen vielleicht 600 Mark nicht
nötig gehabt, Frankfurter Konkurrenz hierher zu ziehen.
Dieſer Fall zeugt erneut dafür, wie nötig es für die
hie=
ſigen, noch ſchlecht organiſierten Gärtner iſt, ſich der
Darmſtädter Handelsgärtner=Verbinkuing anzuſchließen.
Nur durch engen Zuſammenſchluß aller Beteiligten
können derartige Ungehörigkeiten und derartiger Mangel
an Gemeinſinn energiſch bekämpft werden.
— Wenn man an den Markttagen, vormittags zwiſchen
7½ bis 8½ Uhr, durch die Hochſchulſtraße geht, ſo ſieht
man eine große Anzahl mit Gemüſe beladener Wagen,
ſowie auch Frauen mit hochgepackten Körben voll Gemüſe
nach dem Martinsviertel ziehen, um dort durch Hauſieren
die Ware zu verkaufen. Hieraus erſieht man, wie
not=
wendig es wäre, wenn man in dieſem Stadtteil (und dazu
würde ſich am beſten der Riegerplatz eignen) einen
Markt=
platz errichten würde. Als Darmſtadt noch 30000 und
weniger Einwohner zählte, war der ſeitherige Marktplatz
im Mittelpunkt der Stadt groß genug und vorzüglich
ge=
eignet, auch war die Stadt nicht ſo weit ausgedehnt, wie
ſie heute iſt. Heute, wo die Stadt gegen 90000 Einwohner
zählt, iſt der Markt überlaſtet, die Waren müſſen eng
an=
einander gelegt und können nicht in der richtigen Weiſe
ge=
wertet werden, abgeſehen davon, daß bei Regenwetter
ſich die Schmutzwäſſer, herrührend von Tieren, von der
höher gelegenen ſüdlichen Straße, über den Markt
er=
gießen und die Ware, wie Gemüſe uſw., ekelerregend
be=
ſchmutzt werden. Der Uebelſtand der Enge wird durch die
über den Schillerplatz führende Straßenbahnlinie jetzt
noch vergrößert. Es wäre nur natürlich, wenn endlich
einmal dieſer Marktplatz entlaſtet und Gelegenheit gegeben
würde, daß auch die Bewohner im äußeren Stadtteil
den Bedarf von Gemüſen uſw. bequem decken könnten
und nicht ſo durch Hauſieren beläſtigt würden, wie es eben
geſchieht. Einſender hat mit Gärtnern und Ladenbeſitzern
geſprochen, und letztere ſind der Anſicht, daß bei Errichtung
eines Marktplatzes am Riegerplatz (da die Verkaufstage
doch nicht jeden Tag ſtattfinden, auch dieſe ihre Ware vom
Markt durch die Produzenten decken), ihnen kein Schaden
erwachſen könne. Wie wir hören, hat auf Anregung des
Bezirksvereins Martinsviertel ſich Großh. Bürgermeiſterei
zur Errichtung eines Marktplatzes am Riegerplatz
zuſtim=
mend geäußert und wünſcht nur, daß ſich auch die
Ver=
käufer und Käufer dazu äußern ſollen. Durch Errichtung
des Fiſchſtandes am Riegerplatz iſt bereits zum Teil den
Wünſchen der Bevölkerung des Martins= und
Johannis=
viertels Rechnung getragen worden. Es dürfte ſich
emp=
fehlen, daß auch ſobald als möglich die Errichtung eines
Gemüſe= und Kartoffelmarktes uſw. in die Wege geleitet
würde. Es würde jedenfalls, wenn an zwei Tagen der
Woche am Riegerplatz ein Markt ſtattfände, dies keine
nennenswerte Einbuße für die Geſchäftsleute in der Stadt
bedeuten, und dafür ein großer Nutzen für die Bewohner
des Martins= und Johannisviertels ſein, die auch mit
M.
ihrer Zeit zu rechnen haben.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
** Soweit ſich aus den vorliegenden Nachrichten
er=
ſehen läßt, iſt der linke türkiſche Flügel, der bei
Lüle=Burgas und öſtlich ſtand, geſchlagen
wor=
den und geht eilig auf Tſchorlu zurück. Der rechte Flügel
leiſtet dagegen den heftigſten Widerſtand, und es hängt
von ſeinem Aushalten ab, ob die beſiegten Heeresteile
noch einmal zum Stehen gebracht werden können. Muß
auch der rechte Flügel zurückweichen, ſo gibt es kaum noch
eine andere Möglichkeit für die Türken, als ſo ſchnell es
nur geht, die Linien von Tſchataldſcha zu erreichen zu
ſuchen. Die Sieger haben jedenfalls ſelbſt ſehr ſchwere
Verluſte und müſſen ſich nach dem tagelangen Kampf erſt
wieder ordnen, die Munition erſetzen, die zum
gemein=
ſamen Handeln vereinten verſchiedenen Korps
auseinan=
derziehen, um nicht auf einer einzigen Straße vorzurücken.
Die Entſcheidung für den Gang der Ereigniſſe liegt
aus=
ſchließlich auf dem rechten Flügel, dem von der
Haupt=
ſtadt aus zu Schiff dauernd Verſtärkungen zugehen. Wird
auch er geworfen, ſo iſt die Lage der osmaniſchen Armee
äußerſt gefährdet. Das Türkenheer wird höchſtens
im=
ſtande ſein, das weitere Vordringen der Bulgaren zu
ver=
langſamen und verluſtreich zu geſtalten. Unter ſolchen
Umſtänden iſt vielleicht der Augenblick nahe, in dem eine
Vermittelungsaktion der Mächte — über die
man ſich grundſätzlich einig iſt — die Zuſtimmung der
kriegführenden Parteien erhalten kann.
Daß der erſte Erfolg einer Vermittelung der Mächte
im Abſchluß eines Waffenſtillſtandes beſtehen würde, kann
auch der Uneingeweihte mit einiger Sicherheit vermuten.
Für die weiteren Verhandlungen iſt im gegenwärtigen
Augenblick wohl nur die Beſeitigung der Status
quo=Formel als Tatſache zu betrachten. Welche
Ver=
änderungen aber die Landkarte der Balkanhalbinſel
er=
fahren wird, darüber geſtatten die umlaufenden
Teilungs=
pläne keinerlei ſicheren Rückſchluß. Denn ſie gehen, wie
aus diplomatiſchen Kreiſen verlautet, nicht von den
Mäch=
ten aus, ſondern bringen allenfalls Wünſche von
Balkan=
ſtaaten zum Ausdruck. Die grundſätzliche Bereitwilligkeit
der Donaumonarchie für den Ausgleich ihrer
Balkaninter=
eſſen gegenüber Serbien tritt immer deutlicher hervor.
Schon hat das Wiener Fremdenblatt den Status quo als
ungeſtörten Fortbeſtand wichtiger Intereſſen der
europäi=
ſchen Großmächte auf der Balkanhalbinſel definiert und
führende Organe großer Parteien Oeſterreichs ſind für
ein Zuſammengehen der Donaumonarchie mit den
Bal=
kanſtaaten als kräftigen Trägern der Zukunft eingetreten.
Dieſes allgemeine Einlenken hat in bezug auf Serbien
eine beſondere Bekräftigung durch einen halbamtlichen
Leitartikel des Wiener Fremdenblattes erfahren, der auf
das unumwundenſte den Entſchluß der Donaumonarchie
bekundet, mit Serbien das freundnachbarliche Verhältnis
früherer Jahre zu erneuern. Da vorher auf ſerbiſcher
Seite die gleiche Geneigtheit erkennbar geworden iſt, ſo
ſcheint einer der gefährlichſten Folgen des Balkankrieges
durch den guten Willen der Beteiligten vorgebeugt zu
werden.
Im engliſchen Unterhauſe antwortete auf
eine Frage an den Staatsſekretär des Aeußern, ob er
mit=
teilen könne, wie die Ausſichten für eine baldige
Beendi=
gung des Balkankrieges und das
Zuſtandebrin=
gen eines dauernden Friedens zwiſchen den
Krieg=
führenden ſeien, Sir Edward Grey: Ich
fürchte, ich kann nichts ſagen, außer, daß ich nichts über
die internationale Lage gehört habe, was den
Friedensausſichten hinderlich ſein könnte, ſobald die
militäriſche Lage den Friedensſchluß möglich macht. Der
Liberale King richtete folgende Anfrage an die Regierung:
erſtens ob die Großmächte vor Ausbruch des Krieges
auf dem Balkan übereinkamen, den Status quo
auf=
recht zu erhalten; zweitens, ob ein ſolcher Beſchluß den
Balkanſtaaten mitgeteilt worden ſei; drittens, ob infolge
der Erfolge der Verbündeten weitere Mitteilungen über
dieſen Gegenſtand zwiſchen den Großmächten ausgetauſcht
ſeien, und ob die Politik Großbritanniens und der
Groß=
mächte ſo ſei, die territoriale Herrſchaft der Türkei über
Ma=
zedonien aufrecht zu erhalten, was auch das Ergebnis des
gegenwärtigen Krieges ſein möge? Grey erwiderte: Die
Antwort auf die erſten beiden Fragen iſt bejahend;
das ſteht nicht im Widerſpruch zu den Erklärungen, die die
Balkanſtaaten ſelbſt am Vorabend des Krieges abgaben,
Was die dritte Frage anbetrifft, ſo wurden Mitteilungen
zwiſchen allen intereſſierten Großmächten ausgetauſcht
über die Veränderung der Lage, die aus dem Verlauf des
Krieges ſich ergibt. Im Hinblick darauf wäre es in dem
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ratſam, irgend eine
Er=
klärung über die Politik der britiſchen Regierung und der
anderen Mächte zu machen, die, wie ich mit Vergnügen
ſagen kann, den von Anfang angenommenen Kurs, ſich
untereinander zu verſtändigen, beibehalten haben. Das
Haus kann verſichert ſein, daß ich Erklärungen abgeben
werde, ſobald es mir möglich iſt. Aber ich hoffe, das
Haus wird die Schwierigkeit würdigen, geſonderte
Erklär=
ungen über unſere eigenen Anſichten abzugeben in einem
Augenblick, wo unſer erſtes Ziel iſt, uns in
Verbindung=
mit den anderen Mächten zu halten und Einihung unter
ihnen zu fördern.
Wie das Reuter=Bureau aus diplomatiſchen Kreiſen
erfährt, beſteht kein Grund zu der Befürchtung, daß
Oeſterreich=Ungarn auf dem Balkan eine Aktion
unternimmt, die zu europäiſchen Komplikationen führen
önnte. Es wird vielmehr erklärt, daß Oeſterreich=Ungarn
mit den anderen Mächten in dem Entſchluß, den
Frieden aufrecht zu erhalten, einig ſei und nicht
beab=
ſichtige, eine militäriſche oder eine andere Aktion zu
unter=
nehmen, die dazu angetan ſei, einen entgegengeſetzten
Er=
folg herbeizuführen.
HB. Wien, 1. Nov. Der franzöſiſche Botſchafter
Dumaine hatte geſtern eine einſtündige Beſprechung mit
dem Grafen Berchtold über die
Interventions=
frage. In Wiener diplomatiſchen Kreiſen herrſcht
in=
folgedeſſen eine ziemlich peſſimiſtiſche Auffaſſung bezüglich
der Möglichkeit einer raſch zu unternehmenden
Vermit=
telungsaktion der Mächte. Man iſt ſich weder über dieForm
dieſes von allen Mächten gemeinſam zu
unternehmen=
den Schrittes, noch über die unvermeidlichen
Zugeſtänd=
niſſe an die ſiegreichen Balkanſtaaten klar. Eins iſt ſicher,
daß die Sieger die Situation beherrſchen und daß die
Ausſichten auf einen billigen Frieden mit
jedem Tage geringer werden. Heute ſpricht man ſchon
davon, daß die Balkanſtaaten einer Intervention durch
einen mit der Türkei direkt abzuſchließenden raſchen Frie=,
den zuvorkommen könnten.
* Paris, 1. Nov. Der Sonderberichterſtatter des
Matin in Konſtantinopel hatte eine Unterredung
mit dem Miniſter des Aeußern
Noradung=
hian, der unter anderem ſagte: Wir haben den Krieg
nicht gewollt, und verlangen nur eines, daß die Greuel,
die er mit ſich bringt, möglichſt raſch ein Ende nehmen und
daß dem Blutvergießen möglichſt bald Einhalt getan
wird. Aber, ſo lange wir nicht den Sieg davongetragen
haben, können wir unſere Waffen nicht niederlegen, die
keine Angriffs= ſondern Verteidigungswaffen ſind.
Auf=
die Frage, welche Haltung die Pforke einem
Vermit=
telungsanerbieten der Großmächte
gegen=
über beobachten werde, antwortete der Miniſter:
Wir=
haben gezeigt, daß wir immer bereit waren, die
Rat=
ſchläge Europas zu befolgen. Wir ſind auch heute dazu
bereit. Wir glauben nicht, daß es die Türkei war, die
Kunſthalle am Rheintor.
II.
Die Künſtler=Vereinigung „Scma”.
Die „Semä” verfolgt das Ziel, die wertvollſten
künſt=
leriſchen Kräfte der Moderne zu ſammeln und ſpezifiſche
Neuwerte auf den verſchiedenſten Gebieten der Kunſt zu
organiſieren; ſie wurde im Sommer 1911 ins Leben
ge=
rufen und beſteht heute aus 24 bildenden Künſtlern,
Schriftſtellern und Muſikern, die den ſtärkſten und
eigen=
artiaſten Begabungen der Gegenwurt zugezählt werden
müſſen. So verſchieden und künſtleriſch ſelbſtändig die
Künſtler im einzelnen auch ſind, es iſt das Ziel, das ſie
alle vor Augen haben, doch ein unverkennbares. Im
Gegenſatz zu der in den letzten Jahrzehnten
vorherrſchen=
den rein impreſſioniſtiſchen Kunſtanſchauung ſuchen ſie eine
Kunſt des Ausdrucks, von welcher die junge Generation
ſich einen enormen Aufſchwuna und eine neue Blüte der
Kunſt erhofft. Die neue erpreſſioniſtiſche Auffaſſung ſtrebt
ſtärkſte Vertiefung und Vergeiſtigung der Kunſt an und
ſucht Quinteſſenz und Bekrönung all der Bemühungen zu
geben, die in den letzten 50 bis 60 Jahren in der Kunſt
aufgewendet worden ſind. Vielerorts gärt es in deren
Bereich und mannigfach ſind die Beſtrebungen, einer
Kunſt zum Aufſchwung zu verhelfen, die ein vollkommener
und vollgültiger Ausdruck des Empfindens und Fühlens
unſerer Zeit iſt. Was die „Sema” erhofft, iſt Führerſchaft
auf dem Wege zu jener macht= und wirkungsvollen Kunſt,
die in unſerer Zeit heftiger denn je erſehnt wird
So heißt es in einem Proſpekt, und wer noch inniger
ſich in die Abſichten der „Sema” vertiefen will — es wird
dies für den Beſchauer ſehr notwendig ſein, wenn ſein
Kunſtempfinden und=Kennen nicht hin und wieder
ſchei=
tern ſoll, der leſe zuvor das ſogenannte Vorwort des
Ka=
talogs. Nach längeren Erörterungen zur Malerſchule
von Pont=Aven und über die Kunſt der „drei Großen”
Cézanne, van Gogh, Gauguin heißt es darin. . .
„Nun gibt es aber heute einen kleinen Kreis von
Schaffenden, der an die Möglichkeit der
Fruktifizierung=
von Ideen, wie ſie aus einem ſeit dem Gauauiniſchen
Anſtoß ins Ertreme getriebenen Individualitätsprinzip
heraus ſich entwickelt haben, nicht glaubt, noch glauben
kann. Und ihm erſcheint das Verhalten der engeren und
weiteren Nachfolge des Meiſters, die außer ſeinen
natür=
lich noch eine Menge anderer Einflüſſe aufgenommen hat,
ſo originell es ſcheinbar auch ausſieht, als unheilvoll und
verworren. Künſtler ſolcher Anſchauung haben
ſich in der „Sema” vereint und ſehen ihre Hauptaufgabe
darin, jene Konzentration all der lebensvollen Kräfte der
Moderne herbeizuführen, die nach dem oben Angedeuteten
allein einen Aufbau von ſicherer Fundamentierung
ge=
währleiſtet, den Aufwand des Zuſammenſchluſſes lohnt
und jene Einwirkung auf die Zeit verſpricht, die die Kunſt
jeder ſtarken Epoche bisher noch immer genommen hat.
Eines der Hauptziele iſt inſonderheit jener Scholaſtik des
reinen Theoretiſierens entgegenzuarbeiten, die, das
Zei=
chen einer innerlich verarmten Aera, lediglich dem Gehirn
entſpringt, dieſes allein befriedigt, und ſich darin gefällt,
ſtändig neue und individuelle Theorien, die ſich natürlich
ins Ungemeſſene vermehren laſſen, auf den Schild zu
heben, die in den meiſten Fällen in ein Spielen mit
Form=
problemen, lediglich um des Spieles wegen, auslaufen.
So wertvoll das Formale an ſich auch iſt und ſo wenig
es ſich von dem Inhalt trennen läßt, es gibt eine Grenze
für ſeine Bedeutung; dort hört es auf, das natürliche und
ebenmäßige Gewand des Inhaltes zu ſein und hat ſeinen
Wert für die Kunſt ebenſo dahin, wie der ungeformte
Stoff.
Was die in der „Sema” Vereinigten herbeizuführen
helfen wünſchen, iſt eine Kunſt, die allein dieſen Namen
verdient: eine Erhebung des Geiſtes und Gemütes durch
die Sinne, eine Kunſt, die alle rein artiſtiſchen
Vergnüg=
ungen weit hinter ſich laſſend, der Zeit und Zukunft dient
und ein inneres Schickſal erfüllt, — nicht bloß vortäuſcht.
So die Künſtler ſelbſt, was ſie in Wirklichkeit leiſten,
iſt, ſoweit es die Kollektivausſtellung widerſpiegelt, von
ſehr verſchiedenem künſtleriſchem Wert. Karl
Cas=
par iſt durch ſein Noli me Tangere auf einer früheren
Ausſtellung im Olbrichbau her bekannt. Das hier
aus=
geſtellte kleinere Bild „Stigmatiſation S. Francisci”
er=
reicht nicht die künſtleriſche Höhe dieſes Bildes, es ſcheint
vielmehr nicht ausſtellungsreif. Gut gewollt, verrät es
wohl den zielbewußten Künſtler, aber es gibt doch zu
wenig. Viel beſſer dünkt uns die gut charakteriſierende
Italienerin” die auch im Kolorit ſehr reizvoll iſt. — Von
Maria Caſpar Filſer der in Darmſtadt ebenfalls
nicht unbekannt iſt, ſind zwei auf die Technik der
fran=
zöſiſchen Schule aufgebaute kernhaft gemalte und
groß=
zügig aufgefaßte Landſchaften ausgeſtellt. Auguſt
Fricke gibt in ſeinen „Spaziergängen” ein intereſſant
koloriertes Landſchaftsbild, das durch die Eigenart der
Naturauffaſſung feſſelt, während die „Anbetung” obwohl
auch intereſſant im Kolorit, maniriert erſcheint,
kompo=
ſitionell ſtellt dieſes Bild einen beachtenswerten Verſuch
dar. — Robert Genin hat viel von Eézanne gelernt,
doch ſtrebt er mit gutem Erfolg danach, im Kolorit
kräf=
tiger zu wirken, was im weſentlichen durch ſtärkere
Be=
tonung der Konturen erreicht wird, in dem Bild „Bau”
auch durch erhöhte Leuchtkraft der Farben. — Fritz
Hofmann=Juan gibt in ſeiner Landſchaft aus Süd=
frankreich (Nr. 24) eine zartkolorierte hübſche Arbeit, mit
der die zweite Landſchaft (Nr. 25) nicht Schritt hält.
Ein Künſtler, von dem vielleicht noch Großes zu
er=
warten iſt, iſt Guſtav Jagerſpacher der die Armut,
das Elend und die Arbeit durch ſeine Kunſt verewigen
will. Seine Arbeiten ſind unleugbar großzügig aufgefaßt
und in der „Füſilierung” hält auch Zeichnung und
Kolorit dieſem Zug ins Große, Monumentale Schritt=
Seine Technik iſt robuſt und kraftvoll, aber es fehlt ſeinem
Wollen noch die Reife und die Wege, die ſeine nach
Aus=
druck ringende Jugendkraft einſchlägt, ſcheinen nicht
immer die rechten zu ſein. — Von faſt abſichtlicher
geſuch=
ter Unreife zeugen Zeichnungen und Aquarelle von Paul
Klee. Wenn es aber keine Unreife, ſondern eine neue
Erkenntnis ſein ſoll, geſtehen wir gern, daß=wir dem
Künſtler, der auf dieſem Wege nach der neuen Kunſt
ſucht, nicht zu folgen vermögen. — Edwin Scharff
ſtellt farbige Entwürfe für ein Fresko aus. Sind das an
ſich auch keine Ausſtellungsobjekte, ſo zeigen die Arbeiten
doch von einem beſonders ausgeprägten linearen Können,
von beſonderer Fähigkeit, durch die Linie in Verbindung
mit dem Kolorit Formen zu geben. Seine Bilder, auch
„Abend” und „Mädchen” ſind ebenfalls dekorativ gemeint.
Sie wirken faſt religiös. Jedenfalls iſt Scharff ein
Künſt=
ler, der etwas zu ſagen weiß, deſſen Eigenart, die ſich
be=
ſonders auf kompoſitionellem Gebiet zeigt, ſtark iſt
Adolf Schinnerer iſt uns ebenfalls ſchon
be=
kannt, höher noch als ſeine großen reizvoll kolorierten
Bilder „Badende Frauen” und „Badende” möchten wir
ſeine Kollektion Radierungen einſchätzen, durchweg feine
Herausarbeitungen voll Stimmungsgehalt.
Eines der reizvollſten und reifſten Bilder ſcheint uns
der köſtliche „Frauenkopf” von Eug. Zak, eine ganz
bril=
lante Arbeit, die durch einige Beanſtandungen einer
ſcharfen Kritik kaum beeinträchtigt wird. Dem reifen
zeichneriſchen Können eint ſich hier eine ſeltene Kraft der
Auffaſſung und des Ausdrucks. Die ſcharfe Betonung der
Konturen erfüllt hier einzig den Zweck plaſtiſchen
Heraus=
hebens der Formen und iſt im Kolorit fein
untergeord=
net. Die kernhafte Arbeit entſpricht dem ſinnlich=raſſigen,
ſcharf geſchnittenen Geſicht.
Mit F. W. Schülein, und Carl Schwabach=
München, Max Oppenheimer=Wien, Wilhelm
Laage=Betzingen, Frank S. Herrmann=München
iſt die Reihe der „Sema”=Maler dann erſchöpft. — Von
Wilhelm Gerſtel=Karlsruhe ſind zwei gut
herausge=
arbeitete, charaktervolle naturaliſtiſch aufgefaßte Plaſtiken,
die Büſte einer Italienerin und ein weiblicher Kopf,
aus=
geſtellt, die auf künſtleriſche Reife ſchließen laſſen.
M.
Nummer 258.
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 2. November 1912.
Seite 7
Herrn Poincaré ein Hindernis in den Weg legte, als er
wor Monatsfriſt ſo hochherzige Anſtrengungen unternahm,
um den Frieden Europas zu ſchützen. Die Türkei wird
ihn auch morgen nicht behindern, wenn er die Aufgabe
übernimmt, den Frieden wiederherzuſtellen. Wir werden
den Großmächten des Weſtens von neuem zeigen, daß der
Frieden keine aufrichtigere Stütze hat als uns. Die
Lan=
tterne ſchreibt: Wenn die Mächte nicht einſchreiten, iſt die
ganze europäiſche Türkei den Siegern auf Gnade und
Un=
gnade preisgegeben. Wie aber ſollen die Mächte
inter=
venieren? Man hätte eine Türkei retten können, die eine
Anſtrengung unternommen hätte, ſich ſelber zu retten.
Aber, iſt es möglich, ein Land zu retten, das vom
Ver=
hängnis getroffen ſcheint und wo ſich ſo furchtbare
Zer=
fahrenheit und Unordnung offenbart?
Die Schlacht bei Lüle=Burgas.
* Sofia, 31. Okt. (1.20 Uhr nachmittags). Die
Schlacht auf der Linie Lüle=Burgas-Serai war
ſehr erbittert. Die Türken unter dem Befehl Nazim
Paſchas wurden, wie ſchon gemeldet, völlig in die
Flucht geſchlagen. Sie zogen ſich eiligſt gegen
Tſchorlu zurück und ließen eine große Zahl von Toten und
Verwundeten auf dem Schlachtfelde.
H.B. Wien, 1. Nov Der Kriegsberichterſtatter der
Reichspoſt, der ſich im Hauptquartier der bulgariſchen
Armee befindet, telegraphiert: Die Bulgaren haben
bei der entſcheidenden Schlacht gegen die türkiſche
Oſtarmee auch die auf den übrigen Fronten
verſammel=
ten Truppen herangtzogen. In, der Schlacht von Wiſa
und Lüle=Burgas ſtanden zirka 230000 Mann. Der
urſprüngliche Plan des Hauptquartiers war, die türkiſche
Armee aus der Stellung bei Bataſch zurück zu treiben, um
den Angriff auf Serai=Bunar=Hiſſar vorzunehmen. Es
trat aber inſofern eine Aenderung ein, als ſchon vorher der
linke Flügel der Bulgaren mit den beteiligten Türken
zu=
ſammenſtieß. Hier kam es zu heftigen Renkontres und
er=
bitterten Kämpfen, bei denen die anatoliſchen Redifs
un=
geſtüm vorgingen. Die türkiſche Truppenlinie wurde
vollſtändig durchbrochen und durch gleichzeitige Umfaſſung
zum fluchtartigen Rückzuge gezwungen. Es zeigte ſich die
gleiche Erſcheinung, wie bei Kirk=Kiliſſe: anfänglich
mu=
tiges Vorwärtsgehen der Tücken, dann baldige Löſung
aller Verbände und Flucht, die die ganze Armee mit
fort=
riß. Vier türkiſche Diviſionen ſind verſprengt. Auf dem
anderen Flügel kam es zum Feuer aus befeſtigten
Poſitio=
nen, die die Türken dann räumten. Hier wirkte namentlich
die bulaariſche Armee durch flankenartige Beſchießung der
feindlichen Stellungen. Die bulgariſche Infanterie kämpfte
mit beiſpielloſem Heldenmut und ſetzte den flüchtenden
Türken auf der ganzen Rückzugslinie nach. Die
Nieder=
lage der türkiſchen Armee iſt eine vollſtändige,
kataſtro=
phale Man rechnet hier ſchon mit dem Fall von
Tſchada=
laſchallinin.
H.B. Turin, 1. Nov. Der Korreſpondent der
Stampa in Sofia meldet: In der Schlacht von Lüle=
Burgas ſind 20000 Tücken getötet oder verwundet
worden. 50000 Türken wurden gefangen genommen. (2)
Zahlreiche Sieges=Trophäen wurden von den Bulgaren
er=
obert, deren Geſamtwert 56 Mill. betragen ſoll. Man
be=
ſtätigt das Gerücht, daß Nazim Paſcha gefangen genommen
ſein ſoll. Mit ihm verſchwindet der beſte General der
otto=
maniſchen Armee Nazim Paſcha hatte verſucht, 7 Klm.
ſüd=
lich von Lüle=Burgas iie zerſtreuten Flüchtlirſge wieder zu
ſammeln und den vorrückenden Bulgaren Widerſtand zu
leiſten. Die Bulgaren verfolgten jedoch mit
unermüd=
lichem Eifer den Feind, trotzdem ſie 3 Tage und 3 Nächte
gekämpft hatten. Mehrere Eiſenbahnzüge ſind von den
Bulgaren angehalten worden und werden mit den
türki=
ſchen Gefangenen nach Kirk=Kiliſſe geleitet, wo die
letzte=
ren alle konzentriert werden.
* Sofia, 31. Okt Die Agence Bulgare meldet:
In Lüle=Burgas haben die Bulgaren zwei weitere
Eiſenbahnzüge, die mit Lebensmitteln und Munition
be=
laden waren, abgefangen.
* Konſtantinopel, 31. Okt. (7 Uhr abends.)
Seit geſtern mittag bis jetzt veröffentlichte das
Kriegs=
miniſterium keine amtliche Nachricht über die
Schlacht auf der Linie Wiſa-Lüle=Burgas.
Das Fehlen von Nachrichten verurſacht bei der türkiſchen
Bevölkerung große Unruhe. Alles wartet ungeduldig auf
die Nachrichten und auf den Ausgang der Schlacht. Den
ganzen Nachmittag über ſtand eine große
Menſchen=
menge vor der Pforte, wo die Miniſter eine Beratung
ab=
halten, und vor den Zeitungsredaktionen.
Vom weſtlichen und ſüdlichen Kriegsſchauplatze.
* Rjeka 31. Okt. König Nikolaus begab ſich
mit den Militärattachés nach Antivari um ſich über
den Fortgang der Operationen am Tarraſch zu
infor=
mieren Kronprinz Danilo iſt ins Hauptquartier
Gruda zurückgekehrt.
* Athen, 31. Okt. Vizeadmiral Kunduriotis,
der Befehlshaber des griechiſchen Geſchwaders
im Aegäiſchen Meer, depeſchierte dem
Marine=
miniſterium: „Thaſos und Imbros wurden beſetzt
und auf beiden Inſeln die griechiſche Flagge gehißt. Heute
früh iſt der Kreuzer „Kanaris” mit einigen
Torpedo=
booten zur Beſetzung der kleinen Inſel Strati abgeſchickt
worden.”
* Athen, 31. Okt. Die griechiſche Regierung hat
in den eroberten Gebieten mehrere Kommiſſariate
geſchaffen. Chomatianos, Verwaltungschef im
Miniſte=
rium des Innern, wurde zum Generalkommiſſar mit dem
Sitz in Serfidje ernannt. Eine große Zahl von
Ver=
waltungs= und Finanzbeamten ſind für den Dienſt der
neuen Kommiſſariate beſtimmt worden
* Athen, 31. Okt. Die Griechen marſchieren auf
Saloniki. Prinz Georg iſt zum erſten Adjutanten des
Königs ernannt worden.
Eine Aktion der türkiſchen Flotte.
* Konſtantinopel, 1. Nov. Ein Blatt gab
durch Anſchlag die Beſchießung Burgas und
Varna durch die türkiſche Flotte bekannt. Eine offizielle
Beſtätiaung liegt nicht vor.
* Sofia, 31. Okt. (Agence Bulgare). Der türki
ſche Kreuzer „Hamidie” feuerte neun Granaten
gegen den Leuchtturm auf Kape Mineh zwiſchen
Bur=
gas und Varna und beſchädigte dieſen. Die
Regier=
ung wird gegen die Beſchießung dieſes Gebäudes, das
ausſchließlich friedlichen kulturellen Zwecken dient, Proteſt
einlegen.
Sonſtige Meldungen.
* Sofia, 31. Okt. Die in der letzten Zeit nach
Sofia gebrachten türkiſchen Gefangenen
wer=
den nach der Provinz befördert, wo ſie bis Ende des
Krieges verbleiben ſollen. Die ruſſiſchen Sanitätsmiſ
ſionen führen ein Hoſpital mit 200 Betten und drei
Laza=
rette mit je 50 Betten mit ſich Die Miſſionen begeben
ſich auf den Kriegsſchauplatz. Die Miſſion des
Malteſer=
ordens iſt heute eingetroffen.
* Sofia, 31. Okt. Das bulgariſche Rote
Preuz beſchloß eine Anleihe im Betrage von 20 Mil=
lionen durch Ausgabe von Loſen aufzunehmen. Der
Miniſterrat hat ſeine Zuſtimmung hierzu erteilt. Die
Miſſion wird eine Million Loſeobligationen umfaſſen.
Die Obligationen lauten auf 20 Francs nominell und
ſind in 70 Jahren amortiſierbar. Die Anleihe wird von
der Nationalbank garantiert.
* Konſtantinopel, 1. Nov. Die Zahl der
tür=
kiſchen Familien, die aus den Ortſchaften auf dem
Kriegsſchauplatz hierher flüchten, nimmt beſtändig zu
und ſoll bereits über 10000 Familien betragen. Die
An=
kommenden befinden ſich in einem elenden Zuſtand und
werden in den verfügbaren Häuſern untergebracht, ja
ſo=
gar in den Moſcheen Stambuls. Die Regierung und die
private Wohltätigkeit treffen Hilfsmaßnahmen.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 1. Nov. 32 Bataillone
ſind aus Syrien nach dem Kriegsſchauplatz transportiert
worden. Da die Truppentransporte faſt beendet ſind, iſt
der Perſonen= und Güterverkehr auf den
ana=
toliſchen Bahnen wieder aufgenommen worden.
Der engliſche Botſchafter konferierte geſtern eine Stunde
mit dem Großweſir.
H. B. Muſtapha Paſcha, 1. Nov. Die
rückhalt=
loſe bulgariſche Offenſive ſchreitet mit geradezu
verblüffenden Erfolgen fort. Die Moral der Truppen
gewinnt dadurch, daß niemand mehr an ihrem endgültigen
Erfolge zweifeln kann. Die Bulgaren haben tatſächlich
be=
reits Werke von Adrianopel mit ſtürmender Hand
genom=
men. Ihre Verluſte ſind im Verhältnis zu den Erfolgen
gar nicht groß. Außerdem ſind die Verwundungen durch
Infanteriefeuer in der Mehrheit leicht, ſo daß die
Bleſſier=
ten bald wieder Kombattanten ſein werden. Bei den
Türken ſcheint auch der Nachrichtendienſt ſehr ſchlecht zu
ſein, denn ſonſt wäre es nicht möglich geweſen, daß ihr
letzter für Adrianopel beſtimmter Bahnzug in die Hände
der bulgariſchen Vorpoſten fiel.
H.B. Sofia, 1. Nov. Spät nachts hier eingetroffene
Meldungen wiſſen von einem neuen großen
bulgari=
ſchen Erfolge zu berichten. Einzelheiten fehlen
noch.
* Sofia, 1. Nov. Die Bulgaren beſetzten
Dimetika.
H. B. Sofia, 1. Nov. Neue Formationen
ſollen demnächſt gebildet werden. Aus dem neu
einbe=
rufenen Rekruten=Jahrgang 1912/13 und aus Freiwilligen.
Die Truppen werden über den hieſigen Bahnhof nach dem
weſtlichen Kriegsſchauplatz dirigiert.
* Athen, 1. Nov. Die Griechen beſetzten die Inſel
Samothraki.
* Athen, 1. Nov. Das griechiſche
Torpedo=
boot 12 drang in der Nacht in den Hafen von
Sa=
loniki ein und feuerte erfolgreich gegen den Kreuzer
Feth=i=Bulend ab. Dieſer neigte ſich auf die rechte Seite
und ſank. Das Torpedoboot kehrte unverſehrt nach
Catarina zurück.
* Wien, 1. Nov. Die aus dem Sandſchak über
die öſterreichiſch=ungariſche Grenze geflüchteten
türki=
ſchen Truppen, 50 Offiziere und 1300 Mann, ſind
zu etwa gleichen Teilen nach vier größeren Garniſonen
Oberungarns ſowie nach Reichenberg i. Böhmen gebracht
worden. Während die Mannſchaften hier unter
Bewach=
ung in den Kaſernements gehalten werden, dürfen ſich
die Offiziere gegen ihr Ehrenwort, nicht zu flüchten, in
den Garniſonen frei bewegen. Die Offiziere erhalten die
Bezüge ihres Dienſtgrades, die Mannſchaften die gleiche
Löhnung wie die öſterreichiſch=ungariſchen Soldaten. Die
Türken bleiben bis zum Friedensſchluß in Oeſterreich=
Un=
garn, gleicherweiſe werden etwa noch eintreffende
Flücht=
linge behandelt werden. — Das öſterreichiſche Kriegsſchiff
„Kaiſerin und Königin Maria Thereſia” iſt zum Schutz
des öſterreichiſch=ungariſchen Generalkonſulats und der
öſterreichiſch=ungariſchen Staatsangehörigen nach Saloniki
beordert worden.
* Paris, 1. Nov. Mehrere Blätter berichten, der
ſerbiſche Geſandte hat im Auftrage ſeiner Regierung dem
Miniſterium des Aeußern mitgeteilt, daß die
Meldun=
gen über angebliche öſterreichiſch=ſerbiſche
Verhandlungen falſch ſeien.
Miniſter Saſonow über die „neue Lage‟
* Petersburg, 1. Nov. Der Miniſter des
Aeußern Saſonow gab einem Redakteur der Roſki
Slova gegenüber folgende Erklärung: Vor dem
Aus=
bruch des Kriegs haben alle Großmächte den gemeinſamen
Beſchluß gefaßt, eine Aenderungdes Status quo
auf dem Balkan nicht zuzulaſſen. Die Lage hat ſich
ſeit dem Beginn des Krieges geändert, aber es liegt
für keine der Großmächte eine beſondere Verpflichtung
vor, aktiv einzugreifen und irgend eine Balkanmacht etwa
daran zu hindern, fremdes Gebiet zu behalten. Es
müß=
ten ſich hierüber die Großmächte einzeln verſtändigen. Die
fortgeſetzten Siege der verbündeten Balkanſtaaten haben
eine neue Lage geſchaffen, mit der man nun
rechnen muß. Dieſe neuen Verhältniſſe dringen tief
in das Leben der verſchiedenen Staaten ein; das beweiſen
die übereinſtimmenden Auslaſſungen der Preſſe in den
Staaten der Großmächte. Auch die öſterreichiſche Preſſe
bildet in dieſer Beziehung keine Ausnahme.
In Anbetracht des feſten Entſchluſſes, bei allen
Aktio=
nen in bezug auf den Balkankoyflikt in voller
Ueberein=
ſtimmung gemeinſchaftlich zu handeln, iſt ein
ſelbſtän=
diges Vorgehen einer einzelnen
Machtaus=
geſchloſſen. Die Frage des Status quo und der
Er=
haltung der territorialen Unantaſtbarkeit der Türkei hat
ſich überlebt und ſeine frühere Bedeutung verloren. Sie
hat ſich durch die Praxis als unbrauchbar erwieſen.
Mei=
ner Meinung nach wird das künftige Verhalten von der
öffentlichen Meinung Europas abhängen. Rußland
bringt ohne Zweifel den ſiegreichen
Verbünde=
ten Sympathien entgegen; davon kann ſich aber die
Regierung nicht leiten laſſen, die ihre Verpflichtung nicht
vergeſſen darf, beſtehende Verhältniſſe nach Möglichkeit zu
erhalten.
Ebenſo beſchäftigen Zukunftsfragen die
Auf=
merkſamkeit der europäiſchen Kabinette ohne
Rückſicht auf die Zugehörigkeit zu politiſchen Gruppen. Es
iſt unzweifelhaft, daß das ſolidariſche Vorgehen
der Kabinette den europäiſchen Frieden beſtens
ga=
rantiert und den gegenwärtigen
Meinungsverſchiedenhei=
ten einzelner Mächte vorbeugt. Man kann nicht von einer
Sonderpolitik des Dreibundes oder der Triple=Entente
ſprechen, die der gemeinſamen europäiſchen Politik
ent=
gegengeſetzt ſei; auch die Friedensliebe des
rumäniſchen Königs muß hervorgehoben werden.
Der europäiſche Charakter der rumäniſchen Politik
er=
ſcheint als ein wichtiger Faktor, der von den Großmächten
wie auch den Nachbarn Rumäniens gewürdigt werden
muß. Ich bin überzeugt, daß Rumänien hierdurch
tatſäch=
lich nur gewinnt; die traditionellen ruſſiſch=rumäniſchen
Beziehungen von neuem gefeſtigt und gemeinſame
ruhm=
reiche Erinnerungen geſchaffen werden, die durch vor=
übergehende Meinungsverſchiedenheiten niemals
verdun=
kelt werden können. Ich zweifle nicht, daß Bulgarien
den vollen Wert der gegenwärtigen Beziehungen zu
Ru=
mänien verſteht und daß es keine Lage ſchaffen wird, die
Rumänien es erſchweren würde, ſeine loyale Haltung bis
zu Ende zu bewahren. Jedenfalls müſſen die
Balkanvöl=
ker mit Rumänien als mit einem wichtigen politiſchen
Faktor rechnen. Das Gegenteil wäre Leichtſinn den bei
ihnen anzunehmen kein Grund vorliegt. Die Meinung,
daß die Beſetzung des Sandſchaks durch
Oeſter=
reich jede Minute bevorſtehe, erſcheint unbegründet,
Solche unbegründete Vermutungen werden teils durch die
ruſſiſche Preſſe ausgeſprochen, was bedauerlich iſt. Eine
Einmiſchung der Großmächte in den Krieg
iſt nur nach gemeinſamer Verſtändigung möglich; aber
ohne Einmiſchung wird kaum die Liquidation des Krieges
erfolgen. Wie aber auch der Krieg ausgeht, das
Min=
deſtergebnis werden Reformen ſein, über
deren Einführung bei genügenden Garantien die Mächte
ſich verſtändigt haben. Von einer Rückkehr zum Alten
kann man aber jetzt kaum noch ſprechen,
Vermiſchtes.
— Der Kinderpſychologe und Mitherausgeber den
Zeitſchrit für Kinderforſchung, Dr. Karl Wilker in Jena,
bittet alle deutſchen Eltern um Mithilfe bei einer
kinderpſychologiſchen Unterſuchung. Es
handelt ſich um die Entwickelung des
Anſchauungsver=
mögens bei Kindern. Es gibt in dieſer wichtigen
An=
gelegenheit noch mancherlei zu klären, und beſonders
dieſe Frage iſt für das Verſtändnis des kindlichen
Geiſtes=
lebens und für die richtige Anpaſſung des
Schulunter=
richts an das Kind von großer Wichtigkeit. Um nun über
ein recht reiches Tatſachenmaterial verfügen zu können,
wenden wir uns gewiß nicht vergeblich an die Eltern,
ins=
beſondere auch an die Mütter, die hier einmal die ſchönſte
Gelegenheit finden, ihr Kind nach einer beſonderen
An=
leitung pſychologiſch zu beobachten. Das hierzu
notwen=
dige Material (Anleitung nebſt den auszufüllenden
Fragebogen) findet ein jeder im erſten Heft des
begin=
nenden vierten Jahrganges der „Deutſchen
Elternzeit=
ſchrift” das der Verlag Hermann Beyer u. Söhne (Beyen
u. Mann) in Langenſalza allen Eltern auf Wunſch gerns
koſtenlos zuſendet.
Literariſches.
— Alexander Kochs „Deutſche Kunſt und
Dekoration” iſt mit ihrem Oktoberheft dem erſten
Hefte des neuen, 16. Jahrgangs auf dem Plan erſchienen.
Nach all dem Schönen und Wertvollen, was uns dieſe
führende deutſche Kunſtzeitſchrift in ihren bisher
ausge=
gebenen Heften in ſo edler Form und immer wachſendem
Reichtum dargereicht hat, war etwas Außerordentliches
zu erwarten. Und Hofrat Koch, der unermüdliche,
frei=
ſinnige Herausgeber, bietet mit dieſem Oktoberhefte in der
Tat wieder eine ſtolze Leiſtung dar, ſowohl in der
wohl=
erwogenen Auswahl des künſtleriſchen Materials, in der
techniſch nicht zu übertreffenden Reproduktion, als auch
in der ganzen mit nobelſtem Geſchmack
herausgearbeite=
ten Anordnung des Stoffes und der ſich in das Auge
einſchmeichelnden harmoniſchen Geſamtwirkung. Das
voluminöſe Heft von über 100 Seiten beginnt mit
Ge=
mälden von Prof. Eugen Bracht=Dresden, die u. a.
auf der aus Anlaß des 70. Geburtstages des Meiſters
ſ. Zt. in Darmſtadt ſtattgefundenen Kollektiv=Ausſtellung
vertreten waren. Die hier gezeigten Werke laſſen Brachts
hervorragende Stellung in der deutſchen
Landſchafts=
malerei klar erkennen, gehören ſie doch zu dem Beſten, was
vielleicht auf lange hinaus der deutſchen Landſchaftskunſt
zu verdanken iſt. — Es folgen die ſtärkſten Werke aus der
diesjährigen Großen Berliner
Kunſtausſtel=
lung. Als beſonders intereſſierende weitere Darbietung
iſt der „Deutſchen Kunſt und Dekoration” die Erſt=
Publi=
kation einer größeren Anzahl von Gemälden der
ſpani=
ſchen Maler, Brüder Ramön und Valentin de Zubiaurre=
Madrid zu danken. — Der Tradition der Darmſtädter
Kunſtzeitſchrift entſprechend, die von Beginn an die Pflege
der Innenkunſt auf ihr Banner geſchrieben und unter
die=
ſem Zeichen als „Rufer im Streit” ſo viele Siege
er=
rungen hat, iſt der Raumkunſt ein großer Teil des
Okto=
berheftes gewidmet. Eine Schöpfung Prof. Adelbert
Niemeyers=München, das „Haus Krawehl” in Eſſen
wird an der Hand von ca. 50 prächtigen Abbildungen in
allen Einzelheiten der äußeren und inneren Geſtaltung vor
Augen geführt. Den Beſchluß des Heftes bilden
ver=
ſchiedene Erzeugniſſe des Wiener
Kunſtgewer=
bes, keramiſche Kleinplaſtiken von Powolny, Löffler u.
a., ſilbergetriebene Tafelgeräte, Lederarbeiten,
Porzellan=
ſervice von Prof. Joſef Hoffmann. Schreibzeuge,
Kriſtall=
gläſer, aparte Koſtüme, farbenprächtige Stickereien uſw.
Schließlich ſeien noch klaſſiſche Abendtoiletten von Paul
Poiret=Paris, Anſichten der neuen von Prof. Max
Litt=
mann erbauten Königl. Hoftheater in Stuttgart, ſowie
Puppen für die Vitrine genannt. Das ſtattliche Heft
ent=
hält über 130 meiſt ganzſeitige Abbildungen, Farb= und
Sepiatondrucke und iſt für 2,50 Mark in jeder
Buchhand=
lung einzeln käuflich.
— Arena. In dem kürzlich erſchienenen dritten Heft
des 29. Jahrgangs dieſer handlichen und ſchön
ausge=
ſtatteten, bei der Deutſchen Verlags=Anſtalt in Stuttgart
erſcheinenden Zeitſchrift iſt wiederum eine erſtaunliche
Menge gediegenen Leſeſtoffs vereinigt. Vor allem ſind
es diesmal einige populär=wiſſenſchaftliche Artikel, die im
Verein mit den ihnen beigegebenen Abbildungen das
In=
tereſſe des Leſers finden werden. Zu den Sonderartikeln
und Abhandlungen tritt außerdem noch die bekannte
Re=
vue, die unter dem zuſammenfaſſenden Titel „Kultur der
Gegenwart” ſehr beachtenswerte Abſchnitte über die
neueſte Literatur, die bildende Kunſt und Architektur,
Tech=
nik und Naturwiſſenſchaft, Geſundheitspflege, Recht und
Geſellſchaft uſw. enthält. Der ſchon mehrfach rühmend
hervorgehobene unterhaltende. Leſeſtoff in Form von
Ro=
man, Novellen, Erzählungen und Gedichten, nebſt einem
vornehmen Bilderſchmuck iſt auch in dem vorliegenden
Heft (Preis 1,25 Mk.) reichlich vertreten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Wilhelmshaven, 1. Nov. Die neueſten
Hoch=
ſeetorpedoboote wurden hier zur fünften
Torpedo=
bootsflotille vereinigt; ſie werden damit erſtmalig in
Dienſt geſtellt.
* Bern, 1. Nov. Der deutſche Geſandte Freiherr
Romberg überreichte dem Bundesrat ſein
Beglau=
bigungsſchreiben. Er wurde von dem Bundespräſidenten
Forrer und dem Vizepräſidenten Müller empfangen, die
nachher dem Geſandten einen Gegenbeſuch abſtatteten.
* Rom, 1. Nov. Die Agencia Stefani meldet: Der
italieniſche Miniſter des Aeußern trifft H-
Sekte s.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
Begleitung des Kabinetscheſs de Maring am 3.
Novem=
ber abends in Berlin ein. Staatsſekretär v. Kiderlen=
Wächter gibt am 4. November ein Eſſen, der Reichskanzler
am 6. November. Am Dienstag nimmt Marquis di San
Giuliano an einem Diner beim Kaiſer am Potsdamer
Hofe teil. Die italieniſche Kolonie gibt am Donnerstag
ein Diner. San Giuliano nimmt im Botſchafterpalais
Wohnung.
Liſſabon, 1. Nov. In Oporto kam es zu K
und=
gebungen gegen den die Geſchäfte der Stadt
führen=
den Munizipalausſchuß. Die Menge zog vor das
Rat=
haus, wo 200 Verhaftungen vorgenommen werden
muß=
ten, die jedoch nicht aufrecht erhalten werden konnten. In
Oporto herrſcht im übrigen völlige Ruhe, ebenſo im
gan=
zen Portugal.
* Stockholm, 1. Nov Die Zeitungsmeldung, daß ſich
das Nobelkomitee auf Guſtav Frenſen als
Preis=
träger des Nobelpreiſes für Literatur geeinigt hat,
iſt unrichtig.
* Petersburg, 1. Nov. Heute morgen wurde über das
Befinden des Thronfolgers folgendes
Bulle=
tin ausgegeben: Der Thronfolger verbrachte eine gute
Nacht. Die Wiedergeneſung ſchreitet allmählich
ſort. Die Temperatur betrug heute morgen 36,8 Grad.
Puls 104.
* Petersburg, 1. Nov. Geſtern haben die Wahlen
zur Reichsduma begonnen. Das Wahlreſultat im
europäiſchen Rußland iſt bis heute vormittag 10 Uhr: 54
Rechte, 16 Nationaliſten, 16 Oktobriſten, 1 Progreſſiſt,
2 Kadetten und 2 Sozialdemokraten.
* Moskau, 1. Nov. Bei den Dumawahlen wurde
der frühere Führer der Oktobriſten Gutſchkow nicht wieder
gewählt.
— Brandenburg, 1. Nov. Der Raubmörder Bittkow,
der im März in Hamburg mit einem Komplizen die Frau
eines Bäckermeiſters überfiel, ermordete und beraubte, iſt
feſtgenommen worden.
— Agram, 1. Nov. Geſtern abend 8 Uhr wurde auf
den Banus von Kroatien, von Cuvay, ein
Re=
volver=Attentat verübt. Der 18jährige koatiſche
Student Planiſchnak kletterte auf einen Laternenpfahl,
von dem aus er den Schatten des Banus ſah. Aus einer
Entfernung von 43 Meter feuerte er einen Schuß auf ihn,
der durch das Fenſter ging. Der Banus wurde aber
nicht getroffen. Der Student erſchoß ſich ſelbſt. Er fiel
den Gendarmen und Poliziſten, die auf den Schuß
herbei=
eilten, tot in die Arme.
HB. Konſtantinopel, 1. Nov. Die Ankunft des
Sta=
tionsſchiffes „Loreley” mit Abdul Hamid
erfolgte heute vormittag am Quai Aſcheragan. Abdul
Hamid wird in das kleine Palais an der Küſte überführt
und ſpäter nach Angora.
Briefkaſten.
P. B., hier. Verboten ſind alle Kartenſpiele, die als
Glücksſpiele zu gelten haben. Glücksſpiele ſind ſolche,
deren Ausgang allein oder hauptſächlich vom Zufall
ab=
hängen. Welchen Namen ſie führen oder auf die Höhe
des Einſatzes kommt es hier nicht an. Finden ſolche
Glücksſpiele in Wirtſchaften ſtatt, ſo kann neben den
Spie=
lern auch der Wirt beſtraft werden.
Alten haben ihn Windmond genannt,
den November, und ſie haben gewußt, warum
Iſt doch kein Monat ſo ſehr durch Wind und
Nebel ausgezeichnet, als der vorletzte Monat des
Jahres — keiner aber natürlich auch gefährlicher
für empfindliche Menſchen, als wieder dieſer
Monat. Um dieſe Zeit dürfen Fays ächte
Sodener Mineral=Paſtillen in keinem Haushalt
fehlen, damit ſie bei plötzlich auftretenden
Er=
kältungen, Katarrhen ꝛc. ſofort zur Hand ſind
und ernſteren Erkrankungen vorbeugen. Die
Schachtel koſtet nur 85 Pfg. und iſt in allen
Apotheken und Drogerien zu haben. Man hüte
ſich aber vor Nachahmungen.
(22827)I
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Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Die ſchwediſchen
Journa=
liſten haben auf ihrer Reiſe durch Deutſchland die
Palminwerke H. Schlinck u. Cie. A.=G. in
Ham=
burg beſucht. Ueber den Eindruck, den die ſchwediſchen
Journaliſten gewonnen haben, ſchreibt das Stockholmer
Abendblatt: Das Programm brachte den Beſuch der
Firma H. Schlinck u. Cie. A.=G., Fabrik in Wilhelmsburg.
Dort iſt die Hauptwerkſtatt für Fabrikation von
Pflanzen=
fett unter dem Namen Palmin” und Pflanzen=Butter=
Margarine „Palmona‟ Die erſtere Sorte verwendet man
zum Kochen und Backen, die letztere iſt ähnlich der
Kuh=
butter an Farbe, Geruch und Geſchmack und iſt vortrefflich
zum Butterbrot. Beide werden angefertigt aus
Kokosnuß=
fett (Kopra), das in großen Mengen nach Hamburg aus
den Tropen eingeführt wird. Wir hatten Gelegenheit zu
ſehen, welche außerordentliche Sauberkeit beobachtet wird
bei der Herſtellung, die von Anfang bis zu Ende
auto=
matiſch vor ſich geht. Hände kommen mit der Kunſtbutter
nicht in Berührung, die ſich auch durch große
Dauerhaftig=
keit, erprobt bei Polarexpeditionen uſw., auszeichnet.
Dampfernachrichten
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Bulgaria” 29. Okt. 3 Uhr 15 Min. nachm.
von Baltimore nach Hamburg. „Prinz Oskar” von
Philadelphia kommend, 30. Okt. 3 Uhr morgens in
Hamburg. „Bosnia” von Boſton und Baltimore
kom=
mend, 30. Okt. 8 Uhr abends in Hamburg. „Patricia‟
von New=York kommend, 30. Okt. 10 Uhr 30 Min.
morgens Lizard paſſiert. Prinz Adalbert” 30. Okt.
1 Uhr nachm. von Philadelphia nach Hamburg.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Heute früh 5¾ Uhr entſchlief ſanft nach
langem Herzleiden, verſehen mit dem Troſte
ſeiner hl. kath. Kirche, mein innigſtgeliebter
Mann, unſer beſter treuſorgender Vater,
Schwiegervater und Großvater, Herr
Joseph Gerfelder
Veteran
der Feldzüge 1866 und 1870/71
im faſt vollendeten 74. Lebensjahre. (*10794
Dies zeigt mit der Bitte um ſtille
Teil=
nahme ſchmerzerfüllt an
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marg. Gerfelder Wwe.
Seeheim (Heſſen), Ludwigshafen (Rh.),
den 1. November 1912.
Die Beerdigung findet in Seeheim am
Sonn=
tag Nachmittag um 3 Uhr ſtatt.
überall im
Ge=
derbares Licht,
rinnen nicht, riechen nicht. Guß leicht beſchädigte billiger.
Pak. 65 u. 45 von Franz Kuhn, Chemische Werke, Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. am weißen Turm.
V 17266
Dankſagung.
Für die Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Ableben ihrer lieben
Gattin und Mutter ſagt innigen Dank
Familie Grebe.
Darmſtadt, 2. November 1912.
(*10730
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine treubeſorgte Gattin, unſere Schweſter,
Schwägerin und Tante
(*10750
Frau
Kath. Scheuermann
geb. Fiſcher
nach ſchwerem, geduldig ertragenem Leiden
Donnerstag abend 6¼ Uhr in ein beſſeres
Jenſeits abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
der trauernde Gatte:
Jean Scheuermann.
Nieder=Ramſtadt, 1. Novbr. 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Nov.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, in aller Stille ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der
Ent=
ſchlafenen.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe innigſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten
und unſeres lieben Vaters
(22769
Louis Rosenhain
ſagen wir unſeren herzlichſten Dank.
Sophie Roſenhain, geb. Duft,
Benno Roſenhain,
Hetty Roſenhain.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Depreſſion, die geſtern über der Nordſee lag, iſt
ſchnell nordoſtwärts gezogen. Von Weſten her folgt ihm
hoher Druck. Infolgedeſſen wehen bei uns kühle
nord=
weſtliche Winde, die Abkühlung gebracht haben.
Rand=
gebilde der nördlichen Zyklone werden unſer Wetter noch
etwas beeinfluſſen. Wir werden allmählich in den
Be=
reich des hohen Druckes kommen ſodaß wir Abnahme der
Bewölkung und der Niederſchläge zu erwarten haben,
Bei nördlichen Winden dürfte die Temperatur weiter
ſinken.
Ausſichten für Heſſen, Samstag, 2. November
Ziemlich heiter und trocken, kühl, Nachtfroſt, nördliche
Winde.
Tageskalender.
Samstag, 2. November.
Großh. Hoftheater (Ab. D), Anfang 7½ Uhrn
„Magdalena”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Lutherfeſtſpiel um 7 Uhr im Saalbau.
Konzert von Robert Kothe um 8 Uhr im Saal „Zur
Traube‟
Herbſtball der „Liedertafel” um 9 Uhr im „
Kaiſer=
ſaale‟
Preisſchießen des Zimmerſchützenklubs „Freiſchütz”
um 8½ Uhr Pankratiusſtraße 48.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropole” um 8 Uhr=
Sonntag, 3. November.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang
2½ Uhr: „Die Räuber”. — Abends 7 Uhr (Ab. B)
„Der liebe Auguſtin”
Vorſtellung um 4 Uhr und 8¼ Uhr im Orpheum.
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11 Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Lutherfeſtſpiel um 4 Uhr im Saalbau.
Gautag der Stenographen=Vereinigung im „
Kaiſer=
ſaal” (2½ Uhr Wettſchreiben, 5 Uhr Preisverteilung)
Abendunterhaltung der unteren Poſt= und
Tele=
graphen=Beamten um 5 Uhr im „Mathildenhöhſaale‟
Abendunterhaltung des Geſangvereins „
Lieder=
kranz” um 8 Uhr im „Perkeo”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Rummelbräu
um 4 Uhr und 8 Uhr. — Bürgerkeller um 4 Uhr und
8 Uhr. — Kölniſcher Hof um 4 Uhr. — Singſpielhaus
„Metropole” um 4 Uhr und 8 Uhr. — Münchener Kindl
um 4 Uhr.
Wanderung des Odenwaldklubs nach Beerfelden (
Ab=
fahrt 6.46 Uhr).
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
Groß=Gerau (Abfahrt 8.22 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Montag, 4. November.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Stier (
Nie=
der=Ramſtädter Straße) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Friedrich Schnetz
(Heinheimerſtraße 69) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht
Hofreite=Verſteigerung des Martin
Darm=
ſtädter (Kiesbergſtraße 9) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht II.
Streulaub=Verſteigerung um 10 Uhr zu
Forſt=
haus Böllenfalltor.
Stroh=Verſteigerung um 9 Uhr auf dem
Trup=
pen=Uebungsplatz (Zuſammenkunft an der
Wellblech=
baracke 150).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhre
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhn
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Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23,
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Aaztrae
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt,
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt,
Nummer 259
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912
Seite 9
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Staatspapiere.
3 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,00
78,20
do.
3 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 94,00
88,20
4 do. do.
3 Bad. Staatsanleihe . . 99,20
do.
93,20
3½
do.
3 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
86,90
do.
77,70
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,30
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,20
3 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
87,10
3½
76,50
do.
. 78,90
4 Sächfiſche Rente.
3 Württemberger v. 1907 99,50
do. v. 1875 95,00
1 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,25
3¾ Griechen v. 1887 . . 51,50
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 88,50
4 do. Goldrente . . . 91,80
3 do. einheitl. Rente 85,00
3 Portug. unif. Serie I 62,30
3 do. unif. Ser. III 65,30
5 do. Spezial .
9,90
4 Rumänier v. 1903 . . 98,30
4 do. v. 1890 . . 91,40
4 do. v. 1905 . . 87,50
4 Ruſſen v. 1880 .
. 88,20
4 do. v. 1902.
87,70
3½ do. v. 1905
.100,10
4½ Schweden .
. 85,30
4 Serbier amort. v. 1895 77,25
4 Türk. Admin. v. 1903 76,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 81,80
4 Ungar. Goldrente
87,10
4 do. Staatsrente.
85,00
InProz.
Zf.
5 Argentinier
. 99,90
4
do.
85,00
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,30
do.
4½
4½ Japaner . . . .
93,30
5 Innere Mexikaner . . . 90,70
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 87,80
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,20
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . 150,60
5 Nordde Lloyd .
. .119,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,25
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,00
8 Baltimore und Ohio . 105%
6½ Schantungbahn . . . 125,20
6½ Luxemb. Prince Henri 152,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18,75
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 514,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.245,00
30 Farbwerke Höchſt . . 612,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . .
10 Cement Heidelberg . . 146,00
30 Chem. Werke Albert 452,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 320,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 118,00
InProz.
Dioid.
7½ Schuchert, Nürnberg 148,80
12 Siemens & Halske .224,75
5 Bergmann Electr. . . 123,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 157,00
0 Gummi Peter . . . . 101,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 104,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 567,75
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 200,00
8 Steana Romana Petr. 142,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 202,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 103,00
3 Südd. Immobilien . 57,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 176,75
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 220,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 172,50
10 Gelſenkirchener . . . . 190,75
8 Harpener . . . . . . . 183,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 272,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
83,75
Caro. .
4 Laurahütte . . . . . . 165,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 160,50
Weſteregeln 208,50
11
7½ South Weſt Africa 130,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,80
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 88,00
74,80
3 Prag=Duxer
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,20
77,30
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,30
do.
4
In Proz.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,60
3 Raab=Oedenburg
75,90
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,60
4 Ruſſ. Südweſt. .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
87,10
4 Wladichawchas
85,80
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb.
74,10
86,00
do.
24/ Livornefer . .
69,40
3 Salonique=Monaſtir . 59,90
4 Bagdadbahn . . . . . . 80,25
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 95,60
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 72,50
4 Northern=Paciſic . . . 99,60
4 Southern=Pacific
93,80
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 84,75
5 Tehuantepec . . . . . . 96,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
. 147,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 164,00
6½ Darmſtädter Bank . 119,60
12½) Deutſche Bank . . . 249,25
6 Deutſche Vereinsbank . 122,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,40
10 Diskonto=Kommandit 183,10
8½ Dresdener Bank . . 152,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,40
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,50
5.86 Reichsbank . . . . . 131,70
7 Rhein. Kreditbank. . . 133,00
A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 117,00
7½ Wiener Bankverein . 127,75
Pfandbriefe.
Frankſ. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 99,00
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
88,00
S. 19 . . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
98,80
S.52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
3½
87,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
87,80
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. .
„99,40
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
87,80
S. 3—5 .
87,60
S. 9—11
. 87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
87,30
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,60
31 do. (unk. 1914) . . 87,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
87,30
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . .
3½
do.
88,50
4 Frankfurt:
99,80
3½ do.
94,50
4 Gießen
3½ do.
88,00
4 Heidelberg
97,40
do.
88,00
4 Karlsruhe
97,90
88,30
do.
4 Magdeburg:
3½
do.
4 Mainz
. . . . 97,70
do.
4 Mannheim . . . . .
87,90
do.
4 München .
.100,20
Nauheim
Nürnberg . . . . . . . 99,00
dv.
4 Offenbach . . . . . . . .
In Prot.
8½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . 7.7 . 4 99,80
8½ do.
4 Worms.
4
8½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 ₰
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 105
3½ Cöln=Mindner , 100 133,75
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,80
3 Madriber . . Fs. 100 71,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 138,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 174,00
8 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverziusliche
Aulehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 203,50
Fs. 15
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder
.Fs. 10 —
do.
. fl. 7 —
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 518,00
do. v. 1858 fl. 100 438,00
Ungar. Staats . . fl. 100 371,40
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 153,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,50
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Amerikaniſche Noten. . 4,20
Engliſche Noten . . . . 20,52
Franzöfiſche Noten. . .. 81,35
Holländiſche Noten. . . . 169,80
Italieniſche Noten .
80,50
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten .
Schweizer Noten ..
81,00
Reichsbank=Diskonto.
Reichshank=Lomhard 341. 6
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 128.
Saustag, 2. Nobemnber.
1912.
Bekanntmachung.
Auf Antrag Großh. Polizeiamts Darmſtadt wird mit Zuſtimmung der
Gemeindevertretung von Arheilgen das Hofgut Kranichſtein aus dem
Fleiſchbeſchau=
bezirk der Stadt Darmſtadt ausgeſchieden und dem Fleiſchbeſchaubezirk der
Ge=
meinde Arheilgen zugeteilt.
Darmſtadt, den 28. Oktober 1912.
(22604
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Vollziehungsbeamte
Kammer mit dem 1. k. Mts, in den Ruheſtand tritt und an deſſen Stelle Adam
Volziehungebeamten für die Landgemenden des Kries Darmſtadt
ermannt worden iſt.
Darmſtadt, den 25. Oktober 1912.
(22705
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen zur Kenntnis der beteiligten Kreiſe, daß das Proviantamt
Darm=
ſtadt Roggen, Hafer, Heu und Roggenſtroh (Flegelſtroh, Maſchinenglattſtroh und
Preßlangſtroh) ankauft.
Darmſtadt, den 30. Oktober 1912.
(22704sis
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Damenpelz. 1 Kopftuch, mit Spitzen beſetzt.
1 goldene bogenförmige Nadel mit Gravierung. 1 ſilberne Nadel
mit Amethyſt. 1 Metzgermeſer. 1 Doublering ohne Stein, 1ſchwarzer
Stoffbeutel mit Portemonnaie und Bleiſtift. 1 ſchwarze
Samthand=
taſche mit Goldborden und Portemonnaie mit Inhalt. 1
mittel=
großer Schlüſſel. 1 ſilberne vergoldete Broſche, beſtehend aus 3
Stäb=
chen und Hufeiſen. 1 altes Säbelkoppel. 1 alter defekter
Taſchen=
revolver. 1 großer Schlüſſel mit Nummerblech. — Zugelaufen:
1 Foxterrier, weiß mit dunklen Flecken.
(22745
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Forterrier. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
um 10 Uhr, ſtatt.
(22748
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 3. Nov.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Betreffend: Anſchluß der Polizeireviere an die Reichs=
Fernſprech=Anlage.
Die Polizeireviere I bis VII, die ſeither nur mit dem
Polizei=
amt telephoniſch verbunden waren, ſind neuerdings an die Reichs=
Fernſprechanlage angeſchloſſen worden. Hierbei hat erhalten:
das I. Revier (Kirchſtraße 9)
die Anſchluß=Nr. 2161
(Alexanderſtraße 26)
„ II.
2162
(Lagerhausſtraße 5)
2165
„ III.
(Waldſtraße 21)
„ IV.
2164
(Ludwigshöhſtraße 4)
2165
(Nieder=Ramſtädterſtr. 51) „
2166
„V
(Schwanenſtraße 66)
2167
„ VII.
Das Polizeiamt (Hügelſtraße Nr. 31/33) hat nach wie vor die
Anſchlußnummern 3 und 106.
Es wird dies zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem
Anfügen, daß durch die neuen Anſchlüſſe der Reviere die
Beſtim=
mungen über die Feuermeldung nicht berührt werden. Um
Ver=
zögerungen zu vermeiden, ſind die Feuermeldungen, inſoweit ſie
durch das Reichstelephon übermittelt werden, auch in Zukunft direkt
entweder an die Feuerwehrwache (Kirchſtraße Nr. 13, Fernſprechanſchluß
Nr. 1772) oder an das Polizeiamt (Hügelſtraße Nr. 31/33,
Fernſprech=
anſchlüſſe Nr. 8. und 109) zu richten. In dem Polizeiamtsgebäude
befindet ſich die Zentralſtation für ſämtliche Feuermeldeſtellen. Die
Feuerwehrwache und die Polizeiwache im Polizeiamtsgebäude ſind
Tag und Nacht beſetzt.
(22661fsi
Darmſtadt, den 30. Oktober 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwarent. d. Haupt= u. Reſidemſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
per½. 1g
. 100 Pfg.1 Speck geräuchert
Ochſenfleiſch
. 120 Pfg.
Hörfleiſch
120 ½
94
Rindfleiſch
Schinken m. Bein . . . 120
. 70
Fett, roh
Rollſchinken .
. 140 „
80
Fett, ausgelaſſen
Schweineſchmalz, roh
Leber
80„
u. ausgelaſſen . . . 96
100„
Kalbfleiſch
Schwartenmagen,
. 100
Hammelfleiſch
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
70„
Bruſt
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
. 100
Schweinefleiſch .
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
Winterſchafweide.
Die Schafweide auf den ſtädtiſchen Pallaswieſen, ca. 35 Hektare,
und den früheren Beſſunger Gemeindewieſen, ca. 60 Hektare, ſoll
ver=
pachtet werden.
Pachtdauer bis Mitte März 1913.
Schriftliche Angebote ſind, verſchloſſen und mit entſprechender
Aufſchrift verſehen, bis längſtens Montag, den 4. November I. Js.,
hierher einzureichen.
Die Bedingungen liegen während der Dienſtſtunden in dem
Geſchäftszimmer Nr. 29 des Stadthauſes zur Einſicht offen. Auch
ſind dieſelben gegen Einſendung des Betrages von 20 Pfg. erhältlich.
(22657fs
Darmſtadt, den 28. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Wir zeigen hiermit an, dass wir die Zinsvergütung auf
Scheck-Konto
(P22798
bis auf weiteres auf
2a o
festgesetzt haben.
Für Gelder mit bestimmter Kündigungsfrist bleibt
be-
sondere Vereinbarung wegen der Zinsvergütung vorbehalten.
Darmstadt, den 1. November 1912.
Bank für Handel und Industrie.
Bekanntmachung.
Montag, 4. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufman Friedrich
Schnatz Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
IV 3140/100 442 Hofreite
Hein=
heimerſtraße
Nr. 69,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B5712
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 12. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V21806
Bekanntmachung.
Samstag, 30. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Heinrich Butterfaß
Witwe und deren Kindern dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
V 62957½/10000 92 Hofreite
Pal=
laswieſenſtr.
Nr. 32,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K35/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 15. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V21807
Bekanntmachung.
Montag, 4. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Georg Stier dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II 846 400 Hofreite Nieder=
Nam=
II 847 479
Grab=
ſtädter
ſtädter=
garten ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(B83/12
Darmſtadt, 2. Oktober 19122
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V20743
Bekanntmachung.
Auf freiwilligen Antrag des
Schreinermeiſters Wilhelm
Her=
mann dahier ſollen deſſen
Immo=
bilien:
1. Flur III Nr. 1459%/100 300 qm
Hofreite Kranichſteinerſtraße
Nr. 35,
2. Flur III Nr. 1455%/0g 159 qm
Grabgarten daſelbſt,
Donnerstag, 7. November I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
in unſerem Bureau —
Grafen=
ſtraße 30 — öffentlich verſteigert
(V22388
werden.
Darmſtadt, 25. Oktober 19123
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über den
Nachlaß des Lehrers Johannes
Peter Hartleb zu Darmſtadt iſt
nach erfolgter Abhaltung des
Schlußtermins aufgehoben wor=
(22756
den.
Darmſtadt, 23. Oktober 1912.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Am Montag, den 4. Novem=
Aber, vormittags 9 Uhr, wird
das ausgelagerte Stroh aus den
Strohſäcken des Lagers auf dem
Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
öffentlich gegen Barzahlung ver=
(22643fs
ſteigert.
Sammelpunkt an
Wellblech=
baracke 150.
Garniſonverwaltung.
Aene Markthalle im Schlachthof
und im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
alle Wochentage von vormittags 7 Uhr an
Rindfleiſch all Sticke y. Pfm. 82 Pfe.
Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke. . per Pfund 90 Pfg.
Kruſtisderſltrun g don Pfardſchenen=
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 4457, 5571, 12967, 19349, 24 734, 25791 und 26353
werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen,
vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in
unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen,
widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom
18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt,
die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 1. November 1912.
(22723
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul.
Die Rechnuna
der ev. Petrus=Gemeinde für 1911
liegt vom 4. bis 11. November zur Einſicht im Pfarrhauſe offen.
Für den Kirchenvorſtand:
22772
Wagner, Pfarrer.
Abſchafung eines Zuchtballn.
Die Gemeinde Griesheim beabſichtigt die Abſchaffung eines
zur Zucht ungeeigneten, gut gehaltenen Bullen.
Intereſſenten belieben ihre Angebote auf Lebendgewicht bis zum
Freitag, den 8. November d. Js., vormittags 11 Uhr,
bei der unterzeichneten Stelle ſchriftlich einzureichen, woſelbſt die
Be=
dingungen offen liegen. Bis zum gleichen Termine wird der
Ein=
ſendung von Offerten bezüglich eines anzuſchaffenden Erſatzbullen
entgegengeſehen,
(22811
Griesheim bei Darmſtadt, am 1. November 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.
Städt. Hallenſchwimmbad
Darmſtadt, Mühlſtraße 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder,
Elek=
triſchlichtbäder und
Kohlenſäu=
rebäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit
ge=
öffnet
1. an Werktagen:
von morgens 7 Uhr bis
abends 8½ Uhr
ununter=
brochen.
Samstags bis abends
9 Uhr.
2. an Sonn= und Feiertagen:
vormitags von 7 bis
(9518a
12½ Uhr.
Die Verwaltung.
Bekanntmachung.
Montag, 2. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Georg Ludwig Stier
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II 844115/1000 247 Hofreite
Ried=
lingerſtraße
Nr. 35,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K92/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 31. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V22733
erkaufe zwei noch gute gebr.
V Zugpferde *
G. Köhler, Karuſſellbeſitzer,
(*10792
zurzeit in Arheilgen.
MinzösschrkCoahie
Natürliches Erzeugnis von im Cognac-
Districte geernteten u. destllliert. Weinen.
Preis: Mk. 7.50 bis 30.— pro Flasche.
Pumpen=Verkauf.
Die Gemeinde Georgenhauſen,
Kreis Dieburg, verſteigert am
Mittwoch, den 6. November
1912, nachmittags 2 Uhr, auf
dem dortigen Rathaus
vier Stück komplette
eiſerne Pumpen
(Säulenpumpen) mit allem
Eiſen=
werk, Geſtänge,
Befeſtigungsplat=
ten mit Fuß, ſamt gußeiſerner
Brunnenſchale ꝛc. gegen
Barzah=
lung an den Meiſtbietenden.
Bemerkt wird, daß die Pumpen
noch im Betriebe eingeſehen wer=
(22642is
den können.
Georgenhauſen, 29. Oktober 1912.
Großh. Bürgermeiſterei.
ebrauchte Konzert=Zieh=
Gharmonika billig abzugeb.
*106824) Riegerplatz 8, III. r.
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Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Seite 13.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 1. Nov. (
Börſen=
wochenvericht.) Allmählich beginnen die Börſen in
ruhigere Bahnen einzulenken, nachdem eine gründliche
Siebung der ſchwachen Elemente ſtattgefunden hat. Der
Ultimo hat wider Erwarten einen befriedigenden
Ab=
ſchluß gefunden und die Befürchtungen, daß durch die
ſtärkeren Kursveränderungen größere
Zahlungsverlegen=
heiten eintreten, haben ſich glücklicherweiſe nicht
verwirk=
licht. Selbſt am Londoner Markt, wo enorme
Spekula=
tionen entriert wurden, ſind nur zwei unbedeutende
Fallimente eingetreten. Auch Paris ſcheint in guter
Dispoſition und meldete feſtere Kurſe, obwohl jetzt drei
hintereinanderfolgende Tage dort die Börſe geſchloſſen iſt
und man daher Realiſationen erwartet hat. Dagegen
hat die Bank von Frankreich ihren offiziellen Diskontſatz
auf 4 Prozent erhöht, während die Bank von England
am Donnerstag keine weitere Erhöhung vornahm.
Un=
ſere Reichsbank, die im ganzen den beſten Status aufweiſt,
wird ſich daher nicht mit einer Heraufſetzung beeilen,
umſomehr, da der Privatdiskont auf 4½ Prozent
zurück=
gegangen iſt. Die Börſen verkehrten während der
gan=
zen Betriebswoche in feſter Haltung, hauptſächlich
beein=
flußt durch die äußerſt günſtigen Berichte aus der
In=
duſtrie. Aus Rheinland=Weſtfalen hört man, daß das
Verkaufsgeſchäft in Roheiſen außerordentlich lebhaft iſt
und daß die Käufer durchweg bemüht ſind, den Bedarf für
das erſte Semeſter 1913 voll einzudecken. Der
Auftrags=
eingang ſei außerordentlich ſtark und von einer
Einwirk=
uing des Balkankrieges auf das Geſchäft ſei bisher nicht
das mindeſte zu ſpüren. Vom amerikaniſchen Eiſen= und
Stahlmarkt iſt dasſelbe in ebenſo befriedigender Weiſe
zu konſtatieren. So ſeien dort einige Schienenwerke bis
Juni nächſten Jahres ausverkauft. Der Markt für
Bau=
ſtahl hat ſich über Erwarten günſtig entwickelt, ebenſo ſind
die Werke für Stahlbarren und Stahlplatten ſehr ſtark
beſchäftigt, ſo daß die Vorräte faſt aufgebraucht ſind.
Nur Gießereieiſen iſt bisher ruhiger. Am Kupfermarkt
iſt eine Ermattung zu verzeichnen, die indes nur
zeit=
weiſe ſein dürfte, da der Weltbedarf in fortgeſetztem
Zu=
nehmen begrifſen iſt. Der Hauptverkehr wendete ſich
unter der Beachtung obiger Fakten den Montan= und
Elektrowerten zu; anſcheinend auch noch, weil dieſe
Wert=
gruppen als durch den Krieg in keiner Weiſe nachhaltig
beeinflußt werden, zumal die kriegeriſchen Operationen
zur See offenbar nur ſehr unbedeutend ſind. Die meiſten
Werke ſowohl der Eiſen= als der Kohlenbranche ſind
aus=
gezeichnet beſchäftigt. Der letzte Bericht eines dieſer
Werke, der Königs= und Laurahütte, hat im erſten
Quar=
tal des laufenden Geſchäftsjahres einen Ueberſchuß von
2860000 Mark gegen 1767000 Mark im Vorjahre
aufzu=
weiſen. Ebenſo günſtig arbeiteten die Mannesmann=
Werke, welche eine Erhöhung ihrer Dividende um 1
Pro=
zent auf 13½ Prozent vorſchlagen mit der Zuverſicht, daß
das kommende Geſchäftsjahr nicht zurückſtehen dürfte.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, waren
deutſche Renten durchweg gut behauptet und das
offe=
rierte Material wurde gerne vom Anlagekapital
aufge=
nommen. Hypotheken=Obligationen kamen etwas mehr
zum Verkaufe, doch betrugen auch hier die Preiseinbußen
nur einige Zehntel. Recht feſt lagen ausländiſche
Staats=
fonds, von welchen beſonders Serbiſche, Bulgaren und
Griechen profitieren konnten auf ihre Erfolge und dadurch
zu erwartender Ländervergrößerung; ebenſo ſind
Tür=
kiſche in guter Dispoſition. Ob jetzt der Krieg gut oder
ſchlecht für die Türkei endet, dies bringt der Staatsſchuld
keinen beſonderen Nachteil, da die „Dette ſoublique‟
unter europäiſcher Kontrolle die Intereſſen wahrt und
ſelbſt bei eventuellem Länderverluſte die entſprechende
Schuldquote verrechnen wird. Bankaktien ſchließen nach
zeitweiſer Abſchwächung faſt unverändert gegen die
Vor=
woche, wobei Diskonto=Kommandit ziemlich lebhaft
ge=
handelt wurde. Am Kolonialmarkte waren Otavi matter,
South=Weſt=Afrika ſchließlich befeſtigt. Kolonialanteile für
Südweſtafrika ſind zuletzt etwa 490.
Von Transportaktien unterlagen Hamburger
Paket=
fahrt und Norddeutſcher Lloyd größeren Schwankungen,
vorwiegend auf Spekulationsloſungen, doch konnten die
Kurſe wieder anſehnlich avancieren. Lombarden,
Schan=
tung und Orientbahnen waren etwas nachgebend,
letz=
tere bis 146. 3prozentige Südbahn=Prioritäten in regem
Verkehr (51,75). Montanaktien haben nach dem ſtarken
Rückgang infolge Meldungen der günſtigen Konjunktur
wieder den größten Teil ihres Kursverluſtes eingeholt.
Der Kaſſainduſtriemarkt bekundete ebenfalls eine recht
gute Haltung, da auch hier die Geſchäftserträgniſſe
zu=
friedenſtellend ſind. Es erfolgten ſogar zeitweiſe
Mein=
ungsverkäufe und die Kurſe ſchließen zum Teil noch über
der Vorwoche. Deutſche Gold= und Silber=Scheide=Anſtalt
647¾, Holzverkohlung 319¾, Höchſter Farbwerke 612½,
Badiſche Ainilin 513, Chemiſche Griesheim 244½,
Rüt=
gers 186,90, Kleyer 587,75. Die heutige Dividenden=
Ab=
trennung dürfte etwa 30 Prozent betragen, mit welchem
Ergebnis man auch rechnet. Fahrzeugwerte ruhiger:
Bielefelder 463½, Daimler 300¾, Benz 227½, Motoren
Oberurſel 130. Deutſche Verlag, die eine Dividende von
9 Prozent (8 Prozent im Vorjahre) ausſchütteten,
ſchlie=
ßen 157, Naphtha 277, Steana Romana 142. Von
Zucker=
aktien Waghäuſel 202, Frankenthal 394,75. Die
Ergeb=
niſſe der Zuckerfabrik Waghäuſel geſtatten eine Verteilung
von 12,83 Prozent.
Der Wochenſchluß geſtaltete ſich recht freundlich auf
die Nachricht aus Konſtantinopel, daß ſich der türkiſche
Miniſterrat bereits mit der Friedensfrage beſchäftige. Auf
allen Gebieten erfolgten weitere Kursſteigerungen; auch
entwickelte ſich ein ziemlich lebhaftes Geſchäft. Kleyer
notierten exkl. Dividendenſchein 567¾.
Von Loſen notieren: Augsburger 34,20,
Braunſchwei=
ger 202,80, Pappenheimer 56 Genuaer 202G, Türkiſche
153,60, Freiburger 80, Ungariſche 371,40, Meininger 33,30,
Venediger 44,50, Mailänder 45=Fr.=Loſe 140 nominell,
Raab=Grazer Anr.=Sch. 36,50, Mailänder 10=F.=Loſe 36,40
in Reichsmark, Gothaer Prämie II 116, Madrider 72,70,
Donau=Regulierung 151,75 in Prozent; ferner ſchließen:
4proz. Reichs (rückzahlbar bis 1918) 100,30, 3½proz.
Reichs 88, 3proz. Reichs 78, 4proz. Heſſen von 1899 99,55,
4proz. Heſſen von 1906 99,55, 4proz. Heſſen von 1908/09
99,75, 4proz. Heſſen (rückzahlbar bis 1921) 100,50, 3½proz.
Heſſen 86,80 G, 3proz. Heſſen 76,60 G, 4proz. Darmſtädter
98, 3½proz. Darmſtädter 88,50, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=
Pfdbr. (S. 18—23) 99,60 G, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr.
(S. 24—25) 99,70, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 3
bis 5) 87,60 G, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9
bis 11) 87,70 G, 4proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 10—12)
99,60 G, 4proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 13—14) 99,70G,
3½proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 1—3) 87,80, 3½proz.
Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 4) 87,70 G, Darmſtädter Bank
19,75 G, Südd. Immob.=Geſ. Mainz 80, Südd. Eiſenb.=
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Mühlheim a. M. 61,10, Schantung 123¼, South=Weſt=
Afrika 129, Otavi=Anteile 106½, Otavi=Genußſcheine 78,
4½proz. Ruſſen 100,10, 4proz. 1880er Ruſſen 87 G., 4proz=
1902er Ruſſen 87,40, 3¾proz. Ruſſen 86,10, 3½proz.
Ruſſen 78, 3proz. Ruſſen 72,50, 4proz. Unifiz. Türken
81,80, 4proz. Adminiſtr. Türken 75,20, 4proz. Bagdad=
Türken 79, 4proz. Conv. Türken von 1905/11 74,50 G.,
5proz. Chineſen 99,50, 4½proz. Chineſen 92,70, 5proz.
Chineſen (Tientſin=Pukow) 96,80, 4½proz. Japaner 98,
4proz. Japaner 84, 3proz. Buenos Aires 67½ G., 5proz.
Bulgaren 95,90, 4½proz. Serben 83,50, 4proz. Serben
75,50, Griechen von 1890 55,70, Griechen von 1887 51,50.
Literariſches.
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iſt ſie Aktionären, Aufſichtsräten, Direktoren von
Aktien=
geſellſchaften, Geſchäftsführern von G. m. b. H., allen
Buch=
haltern und Bankbeamten, aber auch Richtern und
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logie der worddeutſchen Tiefebene. Die verſchiedenen
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Alluvium ziehen mit ihrer eigenartigen Flora und Fauna
an uns vorüber und laſſen die gewaltigen Umwälzungen
erkennen, die Norddeutſchland im Laufe der Jahrtauſende
durchlebt hat. Lieferung 4 iſt größtenteils von der
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
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Samstag, 2. November.
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WARNCNG! Man verlange
ausdrück-
lich den Namen Dr. Hommel. (VI 1746
Gefecht bei Utete.
Von Kapitänleutnant a. D. Hans Paaſche.*)
Pünktlich um 3½ Uhr weckte der Poſten und eine
halbe Stunde ſpäter verließ ich das Lager mit zwei
Unter=
offizieren, ſieben Matroſen und achtzehn Askari (
Sol=
daten der Schutztruppe). Der Akide (der Aelteſte der
far=
bigen Bevölkerung einer Stadt) zeigte den Weg. An der
Spitze gingen Sergeant Kühn und ich. Wir ſchlichen
durch verlaſſene Dörfer, drangen in die dunklen Hütten,
die leer waren, und prüften jedes Feuer in den
Herd=
ſteinen auf ſein Alter.
Als es hell wurde, gingen wir lange durch niedrigen,
offenen Wald und kamen gegen 7 Uhr über eine Anhöhe,
die ſich in ſanſtem Abfall zum Rufiyi ſenkte.
Da ſtieg eine Rauchwolke aus dem Schilf empor; der
Akide ſagte, das ſei der Platz, an dem wir die Schenzes
(Buſchbewohner) vermuteten. Um ungeſehen näher zu
kommen, gingen wir ſeitlich in den Wald und ſahen hier
plötzlich eine Hütte mit Wachturm vor uns. Schwacher
Rauch ſtieg daraus empor. Wenn uns die Wächter
bemerk=
ten und Lärm ſchlugen, war der Ueberfall mißglückt; ich
gab deshalb dem Sergeanten einen Wink. Wir liefen
auf den Zehen um das Haus herum, drangen leiſe in die
offene Hütte hinein und ſchlugen die drei Leute, die dort
auf Maisvorräten ſchliefen, mit den Fäuſten nieder, ehe
ſie zu den Waffen greifen konnten; dann wurden ſie
ge=
feſſelt. Die Ueberraſchung dieſer Wächter war ſo groß,
daß ſie nur unartikulierte Laute wimmerten.
Ich teilte nun meine kleine Truppe in drei kleinere
Abteilungen, deren eine ich ſelber führte die zweite
Sergeant Kühn, die dritte der Betſchauſch (ſchwarzer
Feldwebel). Während ich langſam in gerader Richtung
vorging, ſollten Sergeant Kühn und der Batſchauſch von
links und rechts das Lager umfaſſen. Aber trotzdem hier
kein Schuß gefallen war und wir keinen Lärm machten,
mußten wir ſchon bemerkt ſein, denn als ich über eine
niedrige Anhöhe kam, ſah ich viele Bewaffnete in der
Ebene unruhig hin= und herlaufen. Um beſſer ſehen zu
können, lief ich etwa dreißig Schritte vor, blieb ſtehen und
hob mein Doppelglas.
*) Für den am 5. November ſtattfindenden
Vor=
trag des Kapitänleutnants a. D. Paaſche und ſeine
Gattin wird es intereſſieren, ein Kapitel aus ſeinem
be=
kannten Werke Im Morgenlicht” (Verlag J.
Neu=
mann in Neudamm) kennen zu lernen, das wir mit
Ge=
nehmigung des Autors und Verlegers hier zum Abdruck
bringen.
Gras
eine Anzahl Schuiſe ein Matrofe der mir geſolgt war,
brach neben mir zuſammen. Ich riß in der Ueberraſchung
mein Gewehrſchloß auf und repetierte eine neue Patrone
in den Lauf, ohne geſchoſſen zu haben. Dann erſt ſchoß
ich einen Schwarzen nieder, der ſich aus der Rauchwolke
ſeines Vorderladers erhob, um fortzulaufen. Das alles
geſchah in wenigen Sekunden. Die Matroſen und die
Askaris kamen in die Reihe; ein heftiges Feuergefecht
ent=
ſpann ſich. Die Schwarzen lagen hinter Bäumen und
großen Steinen und drückten ſich, nachdem ſie abgefeuert
hatten, wie tot ins Gras, wenn wir vorbeikamen.
Lauter Zuruf von unten ſagte uns, daß der
Betſchauſch und die Begleiter der Askiden in unſere
Schußrichtung gekommen waren, um die fliehenden
Schenzis einzufangen. Da machten die Matroſen von
ihren Seitengewehren Gebrauch, um nicht eigene Leute
durch Schießen zu gefährden, und drangen mit großem
Ungeſtüm auf die noch ſtandhaltenden Neger ein. Nur
kurze Zeit hatte das Gefecht gedauert. Weit unten am
jenſeitigen Ufer eines Sees ſah ich die Aufſtändigen
lau=
fen und verſchwinden und ſandte ihnen einige Schüſſe
mit hohem Viſier nach.
„Wer von uns iſt gefallen?” fragte ich den
Feuer=
werksmaaten Fuchs. „Matroſe Gramkau; er iſt tot”. Ich
ging zu dem Platz, an dem er lag. Er war unmittelbar
neben mir lautlos ins Grab geſunken; ich hatte nicht Zeit
gehabt, mich nach ihm umzuſehen. Da lag der Tote im
Graſe zwiſchen den hohen Steinen, die den Feinden als
Deckung gedient hatten. Ein Geſchoß war ihm in den
Mund gedrungen und hatte die Halswirbel durchſchlagen.
Ein anderer Schuß hatte den rechten Arm getroffen und
die Holzbekleidung des Gewehrs zerſplittert.
Es war ein ſchmerzlicher Verluſt für mich, hier mitten
zwiſchen den zahlreichen Aufſtändigen einen der wenigen
Europäer meiner kleinen Truppe zu verlieren. Ich war
erregt und empfand es als ein Verbrechen und Unglück,
daß dieſer rohe, unebenbürtige Gegner mir einen meiner
wertvollen Männer genommen hatte. Der errungene
Sieg war teuer erkauft.
In dichten Haufen ſtanden die Leute des Akiden auf
dem Wege. Die Askari hatten die Gefangenen in die
Mitte genommen, die alle Pulverhörner und Kugeltaſchen
trugen; ſie hatten auf uns geſchoſſen und waren mit ſchuld
an unſerem Verluſt.
Zur Bewachung und zum Transport der
Gefan=
genen fehlten mir die nötigen Mannſchaften. Von
Fein=
den umgeben, konnte ich keinen meiner Soldaten
ent=
behren.
Es galt, Eindruck auf die Gegner zu machen, um mehr
Blutvergießen zu hindern; deshalb beriet ich kurz mit
den Unteroffizieren und dem Akiden, ließ die Askari
an=
treten und die Rebellen erſchießen. Als ſich die
Pulver=
wolke der Gewehrſalve verzogen hatte, lagen die
Verur=
teilten tot am Boden.
Wir wandten uns unſerem Toten zu; er wurde auf
eine Bahre gelegt und zugedeckt. Die Matroſen traten
auf der einen, die Askari auf der anderen Seite des Weges
an und präſentierten, als die Leiche vorbeigetragen
um uner der Bedeckung von vier Askart nach
Mohorro gebracht zu werden.
Ich fühlte das Bedürfnis nach Ablenkung. Die
Ein=
drücke des Morgens, das Gefecht, der Tod des
Kamera=
den und die Entſchlüſſe, die mich zu dem Todesurteil über
die Rebellen brachten, packten mich ſtark. Und immer
wieder trat das Gefühl der Verantwortung hervor:
würde man einſehen, daß ich recht tat, dem Feinde in
ſeine Schlupfwinkel zu folgen und immer weiter
vorzu=
gehen? Würde man das Opfer verſtehen, das der Kampf
an dieſem Morgen forderte?
Vermiſchtes.
— Deutſchlands Lichtbedürfnis. In Deutſchland wird
bekanntlich recht intenſiv gearbeitet, ſowohl in der
Stu=
dierſtube des Gelehrten, in den Bureaus der Kaufleute
als auch in den großen Arſenalen und Werken der
Fa=
briken. Selbſt die ſchulpflichtige Jugend arbeitet viel,
wenigſtens ihrer Anſicht nach, und wenn man vielen
Leuten glauben will,, nach deren Erfahrung auch das
Vergnügen eine Arbeit iſt, dann wird auch hierin in
Deutſchland viel geleiſtet. Daß für dieſe ungeheure
Ar=
beitsmenge der Tag mit ſeinem natürlichen Lichte nicht
ausreicht, iſt ganz ſelbſtverſtändlich, denn die
Tages=
ſtunden ſind kurz, und zur Winterszeit iſt der Tag nur
eine ſchwache Unterbrechung einer langen Nacht. Da iſt
es kein Wunder, daß der Verbrauch an künſtlichem Licht
ein ungeheurer ſein muß. Aus Ermittlungen, die man
aus den letzten Ergebniſſen der Leuchtmittelſteuer gezogen
hat, hat ſich herausgeſtellt, daß in Deutſchland im April
1912 rund gegen 70 Mll. elektriſche Lampen in Benutzung
waren. Die Zahl der verwendeten Gaslampen betrug
zwar bedeutend weniger, aber immerhin noch rund 26
Millionen. Ueber die Anzahl der im Gebrauch
befind=
lichen Petroleumlampen ſind einigermaßen zuverläſſige
Angaben nicht zu ermitteln, doch iſt anzunehmen, daß ſie
noch unter dem Wert der Gaslampen bleiben werden
Wieviel Streichhölzer müſſen wohl notwendig
ge=
weſen ſein, um dieſes Heer von Gas= und
Petroleum=
lampen täglich anzuzünden, und umgekehrt, wieviel Geld
an Streichhölzern mag geſpart ſein, beim täglichen, oft
mehrmaligen Einſchalten von rund 70 Millionen
elektri=
ſcher Lampen. Rechnet man 70 Streichhölzer pro
Schach=
tel und täglich mit etwa zweimaligem Einſchalten pro
Lampe, ſo haben die Verbraucher von elektriſchem Licht
an 2 Millionen Streichholzſchachteln pro Tag geſpart;
und faſt die gleiche Anzahl könnte noch geſpart werden,
wenn erſt alle Petroleum= und Gaslampen durch elektriſche
Lampen erſetzt wären. Nun, ehe wir ſo weit kommen,
wird es noch ein Weilchen dauern, daß uns aber der nie
raſtende Fortſchritt einmal ſo weit bringen wird, das läßt
uns ein inſtinktiver Fortſchrittsglaube hoffen; und
inſtink=
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
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Neuerdings werden von anderer Seite FAHRRADER und MAHMAscHINEN unter der Bezeichnung
„GEBRÜDER KAVSER‟ angepriesen. Zu dem Gebrauch der einen Bestandteil unsererer Firma bildenden
und uns auch als Warenzeichen geschützten Worte „GEBRUDER KAVSER‟ tritt noch eine Aehnlichkeit
in der Ausstattung hinzu, wodurch die Kaufliebhaber leicht irre geführt werden können.
Um Verwechslungen mit unseren altangesehenen
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zu verhindern, machen wir darauf aufmerksam, dass es sich bei obigen Angeboten um Fabrikate
handelt, welche die vor einiger Zeit in Frankfurt gegründete Firma Gebrüder Kayser liefert.
Diese Firma fabriziert nicht selbst, sondern bringt lediglich Fabrikate in den Handel, die sie von
dritter Seite bezieht; es ist bis jetzt nicht bekannt, in welcher Fabrik diese Nähmaschinen und
Fahrräder hergestellt werden.
Die Firma Gebrüder Kayser in Frankfurt hat mit unserer seit nahezu 50 Jahren bestehenden
Fabrik nichts zu tun und steht mit uns auch in keiner Geschäftsverbindung.
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werden allein von uns hergestellt, und nur die durch uns oder unsere Vertreter bezogenen Kayser-
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zeichen und unsere Schutzmarke genau zu achten.
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Wenige Minuten ſpäter betrat Frau von Dittmark
das Zimmer ihres Mannes. Er legte die Stirn in
Fal=
ten. Seine Frau war der eifrige Anwalt Wullnows, er
wußte es wohl. Sie hatte Gunild das Leben an der Seite
eines Diplomaten in den leuchtendſten Farben geſchildert
und wünſchte nichts ſehnlicher, als daß dieſe Ehe möglichſt
bald zuſtande käme.
Nun, Andreas, was hat unſere Kleine geſagt?
Er ſah ſie mit einem ſcharfen Blicke an. Haſt Du nicht
ſchon ſelbſt mit Gunild geſprochen, Thereſe?
Nein — wahrhaftig nicht! Du biſt doch Herr im
Hauſe! Und da ich weiß, unſere Anſichten decken ſich in
dieſem Falle nicht vollkommen, ſo halte ich mit der meinen
nach Möglichkeit zurück.
Du hätteſt das etwas früher tun ſollen. Mir ſcheint,
Gunild iſt feſt entſchloſſen, Wullnow, gegen deſſen
Per=
ſönlichkeit ich ja auch gar nichts habe, ihre Hand zu
reichen.
Das iſt ein Vorwurf, Andreas.
Den ich Dir leider nicht erſparen kann.
Mir ſcheint, Du biſt Partei — gegen Wullnow.
Nicht in dem Sinne, wie Du denkſt. Ich wünſche ein
dauerndes Glück für mein Kind, und leider muß ich fürch=
ten, die pekuniären Verhältniſſe ſind nicht derart, daß in
dieſer Hinſicht Bedenken ausgeſchloſſen erſcheinen.
Wullnow verfügt mindeſtens über eine Million.
Gewiß, er wird auch noch von ſeiner Mutter erben.
Und Gunild von uns.
Dittmark ſah ſeine Frau an, eine ſchöne, große, reife
Erſcheinung mit brünettem Haar. Du biſt dreiundvierzig,
wirſt, Gott gebe es, noch lange zu leben haben, und an
unſere beiden Jungens müſſen wir auch denken! Egbert
tritt zu Oſtern bei den hieſigen Garde=Ulanen ein, und
aus Sigismund ſoll einmal ein tüchtiger
Verwaltungs=
beamter werden. Wir dürfen die beiden nicht vergeſſen!
Aber wer tut denn das?
Nun, wir können doch Gunild nicht im Stiche laſſen,
wenn ſie etwa einmal beſondere Anforderungen an
unſe=
ren Geldbeutel ſtellt: Die Jungens werden natürlich auch
von Zeit zu Zeit etwas zu beichten haben. Und ewig,
liebe Thereſe, mache ich auch nicht mehr mit, bald habe
ich eine vierzigjährige Dienſtzeit hinter mir, dann möchte
ich meinen Lebensabend in ruhiger Beſchaulichkeit
genie=
ßen, denn mehr, als ich heute bin, werde ich doch nicht.
Das war gar nicht nach dem Wunſche der
lebensluſti=
gen Frau von Dittmark. Sie dachte noch nicht daran, ſich
auf das Altenteil zurückzuziehen. Andreas, Du biſt
ge=
ſund, Dein Beruf ein angenehmer, der Dir viel
Freihei=
ten geſtattet. Ich fürchte, Du würdeſt leiden, wenn Du
untätig Deine Tage verbrächteſt.
Und ich fürchte, ich bin maroder, als Du denkſt!
Uebri=
gens kann man ſich auch im Privatleben angenehm und
nützlich beſchäftigen.
Frau von Dittmark ſeufzte. Aber Du antworteſt doch
Herrn von Wullnow noch heute? fragte ſie dann.
Gewiß, ſobald Du mich verlaſſen haſt.
Dann leb’ wohl einſtweilen!
Langſam, mit großen Pauſen, wohlüberlegt, ſchrieb
der Wirkliche Geheime Oberregierungsrat von Dittmark
vier Seiten voll.
Der Legationsſekretär von Wullnow hatte ſein
luxu=
riös ausgeſtattetes Junggeſellenheim draußen im
Weſten, am Viktoria=Luiſe=Platzaufgeſchlagen. Die ganze
Einrichtung der vier Zimmer verriet künſtleriſches
Em=
pfinden, an den Wänden hingen nur gute Gemälde.
Heute war er früh aufgeſtanden, er erwartete Herrn
von Dittmarks Antwort. Die ſchöne Gunild hatte ihm
vorgeſtern beim Rennen in Karlshorſt manchen Zweifel
genommen. Den kleinen Plattangen hatte er für ſeinen
Rivalen gehalten, und da war es die Tochter geweſen,
die die Eltern vor dem letzten Rennen, in dem der
Zietenhuſar in den Sattel ſtieg, zum Aufbruch gedrängt
hatte.
Die erſehnte Antort lief mit der erſten Poſt ein.
Wullnow brach den Brief haſtig auf.
So ganz befriedigte ihn das Schreiben nicht. Er
trommelte mit den Händen auf der Schreibtiſchplatte, ein
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
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nachdenklicher Zug lag auf ſeinem bleichen Geſicht. Die
braunen Augen überflogen noch einmal den Brief,
nervös drehte die rechte Hand an dem kleinen dunklen
Schnurrbart, dann ſtand er auf und trat ans Fenſter. Er
war groß und ſchlank, die Stirn hoch, etwas bleich ſah er
aus.
Hunderttauſend Taler iſt nicht viel, ſagte er vor ſich,
hin. Und der Vater ſchreibt auch unter aller Reſerve.
Scheint mir faſt, ich bin ihm nicht ſehr ſympathiſch. Er
ſchlug mit der flachen Hand durch die Luft. Ach was,
ſchließlich heirate ich ja nicht ihn, und die Mutter, ſteht
zweifellos auf meiner Seite. — Ob die guten Dittmarks
auch nicht über ihre Verhältniſſe leben? Sie machen ein
großes Haus. — Die hübſche Mutter liebt den Trubel
und — Gunild wohl auch!
Ihm wurde es doch etwas bänglich zu Mute. Er
mußte einen klaren Entſchluß faſſen. Engagierte er ſich
jetzt, war er auch gezwungen, als Freier aufzutreten.
Aber die ſchöne Gunild war in der Tat begehrenswert!
Er kleidete ſich an, der Dienſt rief ihn ins
Aus=
wärtige Amt.
Gegen Mittag ließ er ſich beim Vortragenden Rat
ſeines Reſſorts melden. Er hatte über einige
Angelegen=
heiten Bericht zu erſtatten.
Sonſt noch etwas, Herr von Wullnow? fragte der
Chef, als das Amtliche erledigt war.
Eine Privatangelegenheit, wenn es die Zeit
ge=
ſtattet.
Bitte!
Vor März werde ich wohl ſchwerlich nach
Peters=
burg verſetzt werden?
Ganz ausgeſchloſſen! Ich denke, Sie werden am
erſten April Ihren Poſten anzutreten haben. — Möchten
Sie denn jetzt, wo die geſellſchaftlichen Vergnügungen
beginnen, Berlin verlaſſen?
O nein, durchaus nicht! — Es war nur eine Frage.
Man muß doch ſeine Dispoſitionen treffen.
Richten Sie ſich immerhin auf April ein, Herr von
Wullnow.
Vielen Dank!
Mit einer haſtigen Verbeugung verließ er ſchnell
das Arbeitszimmer des Vortragenden Rates.
Der ſah ihm kopfſchüttelnd nach.
Wenige Minuten ſpäter ſtand Wullnow unſchlüſſig
auf dem Wilhelmsplatz. Sollte er den kurzen Weg nach
der Alſenſtraße zu Dittmarks machen? Jetzt war der
Oberregierungsrat ſiche nicht zu Hauſe, und dem wollte
er wenigſtens die nächſten Tage nicht gerade über den
Weg laufen. Ein kurzes Zögern, dann rief er eine
Droſchke an — und fuhr heim.
*
Mannchen, das iſt ine Ueberraſchung, nicht wahr?
Schneie ich Dir zu Deinem Geburtstag in die Bude!
Gratuliere ſchönſtens, mein Junge!
Chriſtoph von Sollenſtern klopfte ſeinem Neffen auf
Schulter, nachdem er unter Aechzen und Krächzen aus
dem Zuge geſtiegen war.
Plattangen lachte. Onkelchen, Du ſiehſt gut aus, und
Deine Laune ſcheint immer noch brillant zu ſein!
Aeh, weißt Du, die verfluchte Gicht! Und meine Naſe
iſt noch dicker geworden!
Das kommt vom Bordeaux.
Mannchen, laß einem alten Manne ſein Pläſſier!
Sollenſtern ſtützte ſich ſchwer auf ſeinen Stock und
reckte die breite Bruſt heraus. Er war keine Schönheit
— ein wenig größer als Plantangen, ſein Geſicht dich
und aufgeſchwemmt, ein Paar kleine blaue Augen
blick=
ten liſtig vergnügt in die Welt, durch den langen blonden
Vollbart zogen ſich graue Fäden, auf dem Haupte trug er
den grünen Jagdhut mit der Spielhahnfeder.
Das leichte Geſpann des Neffen führte ſie in
wenigen Minuten nach deſſen unweit des Bahnhofs
ge=
legene Villa.
Und nun, Onkelchen, überlaſſ” ich Dich eine halbe
Stunde Deinem Schickſal, dann gehen wir ins Kaſino,
um meinen Geburtstag gründlich zu feiern!
Der alte Sollenſtern wurde von den Herren mit
Hallo begrüßt.
Na, ja dochchen, nun wollen wir mal oſtpreißiſch
nippen!
Er ſprach den breiten, unverfälſchten Dialekt ſeinen
Heimat, der hart und doch gemütlich klingt.
Das trauteſte Onkelchen wurde auf den Ehrenplatz
geführt, neben ihm ſaßen der Neffe und deſſen
Ritt=
meiſter, gegenüber die Schwadronskameraden und
Roß=
dorff. Sollenſtern ſchwang den Humpen beſſer wie der
trinkfeſteſte Leutnant.
Bis zum ſpäteten Nachmittag wurde eine Flaſche
nach der anderen der Hals gebrochen, dann fuhren
Neffe und Onkel heim, um ſich eine Stunde aufs Ohrzu
legen. Abends wollten ſich die Kameraden beiPlat
tangen zur Schlummerbowle einfinden.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912
Seite 21.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
Forman
gegen
Schnupfen=
irungfrappant oſee
Der beiſpielloſe Erfolg des Forman hat wie
üblich zu Nachahmung des Artikels gereizt. Man
verlange ausdrücklich Forman!
(227439
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten.
Vergleiche. — Im Großen und Kleinen. — Eine
Jubi=
larin. — „Königlich preußiſches Porzellan”. — Ein
Be=
ſuch unſerer Königlichen Porzellanmanufaktur. — Künſtler
und Kunſtwerke. — Sammelluſt. — Ein Gradmeſſer. —
Der Nachlaß von Johann Orth. — 2252 Gegenſtände. —
Erinnerungen und Gedanken. — „Gabriel Schillings
Flucht” von Gerhart Hauptmann im Leſſing=Theater.
Das Schauſpiel, welches uns die gegenwärtigen
kriegeriſchen Vorgänge, die hier alle Welt in Atem halten,
zeigen, daß junge und friſche Kräfte die alten und mürben
bekämpfen und deren Erbſchaft ſich anzueignen trachten,
vergegenwärtigt uns im kleinen das Weltſtadtleben
Tag für Tag. Wir ſehen ganz von den zahlloſen
einzel=
nen Exiſtenzen ab, die hier zerdrückt werden oder ſpurlos
verſinken, ſondern haben verſchiedene öffentliche
Einricht=
ungen und Erſcheinungen im Auge, die Jahrzehnt um
Jahrzehnt hindurch, oft auch noch viel länger,
unzertrenn=
lich von dem charakteriſtiſchen Bilde der Stadt erſchienen,
und die dann langſamer oder ſchneller durch neues erſetzt
werden, das raſch das Verſchwundene vergeſſen macht.
Denn im allgemeinen hat der Weltſtädter kein gutes
Ge=
dächtnis für das Geweſene, was durchaus erklärlich iſt,
da ſeine Aufmerkſamkeit zu ſehr durch die ſtets ſich
ver=
ändernden und ergänzenden Anforderungen des Tages
mit all ihrem bunten Drumherum in Anſpruch genommen
wird. In Berlin geht ja das meiſte, wenn wir von
ge=
wiſſen ſtaatlichen und ſtädtiſchen Angelegenheiten abſehen
im Siebenmeilenſchritt. Man braucht nur ein paar
Mo=
nate hindurch eine beſtimmte Gegend nicht beſucht zu
haben und wird, wenn man dann ſeine Schritte hinlenkt,
erſtaunt ſein über die einſchneidenden Veränderungen, die
dort vor ſich gegangen. Neue vielumfaſſende Bauten ſind
entſtanden, neue Geſchäfte, neue Reſtaurants und Hotels.
oft wurden ſogar neue Straßen angelegt und bahnte ſich
durch ſie der Verkehr neue Verbindungen.
Deſto größer iſt die Verwunderung, falls wir in
die=
ſem in ſteter Veränderung und Umwandlung befindlichen
Berlin auf Stätten treffen, die ſich bei allem Anpaſſen an
die quirlende Gegenwart doch noch ihr gut Teil bewahrt
haben von dem Freundlichen und Charakteriſtiſchen der
Vergangenheit. Eine ſolche Ueberraſchung erleben wir
wenn wir einer Jubilarin unſere Aufwartung machen,
die ihr 150jähriges Jubiläum in kurzem feiert — die
Königliche Porzellanmanufaktur iſt’s, die
dem Großen Friedrich ihre Entſtehung verdankt, der ſie aus
einem Privatunternehmen zu einem königlichen Inſtitut
umſchuf, ihr ſein wärmſtes Intereſſe widmend, welchem
Beiſpiele die ferneren preußiſchen Herrſcher folgten, vor
allem auch unſer Kaiſer, der mit Vorliebe kunſtreiche
Er=
zeugniſſe der Manufaktur zu Widmungen und Geſchenken
verwendst, wie erſt neulich gelegentlich ſeines
Aufent=
haltes in der Schweiz. Draußen, nahe den rauſchenden
Baumgruppen des Tiergartens, an der Station
Tier=
garten, in der ſtillen Wegelyſtraße, finden wir die auf
einer Grundfläche von zwanzig Morgen zerſtreuten weiten
Anlagen der Manufaktur, die nicht das Düſtere und
Ge=
waltige anderer großer Induſtriezweige haben, ſondern
denen viel Behagliches und Anmutiges anhaftet, als
fände hier eine Wechſelwirkung ſtatt zwiſchen dem Ort der
Herſtellung und dem Hergeſtellten. Die Organiſation des
Ganzen iſt eine ſorgſam geregelte Die techniſche Leitung
ruht in den Händen des Direktors Geheimen
Regierungs=
rats Dr. Heinicke, die künſtleriſche in jenen des bekannten
Kunſtmalers Profeſſors Th. Schmuz=Baudiß, der
ſchaffensfroh tätig iſt und viele wichtige Anregungen
ge=
geben hat. Der eigentliche Betrieb zergliedert ſich in
zwanzig Haupt= und Unterabteilungen, an deren Spitze je
ein verantwortlicher Vorſteher bezüglich Meiſter ſteht, der
die Arbeiten überwacht und für Ordnung ſorgt. Eine
Eigentümlichkeit dieſer Manufaktur, die heute etwa 600
Angeſtellte beſchäftigt, für welche in umfaſſender ſozialer
Weiſe geſorgt wird, iſt es, daß ſie nicht dem Staate neue
Einnahmen zuzuführen braucht, ſondern daß letztere zur
umſichtigen Pflege von Kunſt und Technik verwendet
wer=
den. Ein Stab der tüchtigſten Bildhauer und Maler iſt
fortgeſetzt tätig, ihnen wird volle Freiheit in der
Aus=
übung ihrer Kunſt gelaſſen, ſodaß auch die modernen
künſtleriſchen Strömungen zur Geltung gelangen. Neben
dieſem künſtleriſchen Wirken iſt man beſtrebt, auch in
tech=
niſcher Beziehung ſtets Vollkommeneres zu erhalten, und
werden die Ergebniſſe der reinen Erfahrung auf das
wiſſenſchaftliche Gebiet übergeführt. Das kommt der
ge=
ſamten keramiſchen Induſtrie zugute, da in der
Chemiſch=
techniſchen Verſuchsanſtalt ſowie in dem
Betriebslabora=
torium außer der Erprobung neuer, grundlegender
Ar=
beiten die wiſſenſchaftliche und praktiſche Ausbildung von
Chemikern erfolgt, die ſodann der Privatinduſtrie ſowie
den Lehranſtalten des Staates ihre Dienſte widmen.
Eine Wanderung durch die Manufaktur, die an
be=
ſtimmten Wochentagen auch dem Publikum ihre Pforten
zur Beſichtigung öffnet, macht uns mit der Herſtellung
des Porzellans vertraut. Die Bereitung desſelben iſt im
weſentlichen die gleiche, wie zu Zeiten des einſtigen
Ber=
liner Apothekers Böttger, dem es auf der Albrechtsburg
bei Meißen 1709 durch einen Zufall — bei den chemiſchen
Verſuchen der Goldgewinnung — gelang, die
Zuſammen=
ſetzung des Porzellans zu entdecken. In großen
gewölb=
ten Kellerräumen wird die Porzellanmaſſe, aus der
weißen Porzellanerde mit Vermiſchung von Feldſpat
ge=
wonnen, aufbewahrt und von dort zur Verarbeitung
ent=
nommen. Letztere erfolgt in verſchiedenartigſten
Abſtuf=
ungen, zum Teil noch immer auf der uralten Töpferſcheibe,
teils auch durch Verwendung von Gipsformen, falls nicht,
wie bei größeren glatten Gegenſtänden, der Guß zur
An=
wendung gelangt. Die brennfertigen Sachen, die vorher
von allen Unebenheiten befreit wurden, werden in
Kap=
ſeln aus feuerfeſtem Ton in Ringöfen mit einer Glut von
1400—1500 Celſius dem Brennprozeß ausgeſetzt, der
24—48 Stunden währt, und nach der Verkühlung einer
ge=
nauen Prüfung unterzogen, um dann poliert zu werden,
Hierauf erfolgt ihre Ablieferung an das Magazin und die
Malerei behufs weiterer künſtleriſcher Ausbildung,
abge=
ſehen natürlich von den Bedarfsartikeln, die für chemiſche
Laboratorien, Elektrotechnik, wiſſenſchaftliche Inſtitute
her=
geſtellt werden und die in Millionenwerten nach allen
Weltteilen hin wandern. Die der Kunſtkeramik gewids
meten Erzeugniſſe werden von den entſprechenden
künſtle=
riſchen Kräften mit ihrem Schmuck verſehen; hier beginnt
die Tätigkeit einer Reihe von feſtangeſtellten Künſtlern
der Manufaktur, zu denen ſich noch weitere, ſelbſtändig
ſchaffende geſellen, die fortgeſetzt Entwürfe in reicher Fülle
liefern und dieſe oft auch ſelbſt ausführen, ergänzt des
ferneren durch etwa hundert Maler, die durch
plan=
mäßigen Unterricht, durch Beſuch der höheren Lehranſtalten
und durch fortgeſetzte Anleitung ſeitens des artiſtiſchen
Direktors zur kunſtgerechten Ausführung von Arbeiten
ge=
eignet und berufen ſind. Reiche Lehrmittelſammlungen
und eine eigene Gärtnerei werden für Studien und
Unter=
richtszwecke von dem Inſtitut unterhalten. Die fertigen
Gegenſtände werden nochmals der eingehendſten Prüfung
unterzogen, ehe ſie, verſehen mit dem bekannten Zeichen,
dem blauen Königsſzevter und eventuell mit dem Reichss
apfel und der roten Buchſtaben K. P. M., in den Verkehr
gelangen.
Intereſſant iſt es und nicht nur bezeichnend für die
Wert=
ſchätzung, die das „Königlich preußiſche Porzellan”
ge=
nießt, ſondern auch für die heute ſo regſame
Sammel=
luſt und für die vorhandenen reichen Mittel, die
der=
ſelben dienen, daß verſchiedene internationale Sammler
ſofort die neuen künſtleriſchen Erzeugniſſe der Manufaktuc
erwerben, um ſie den in ihrem Beſitz befindlichen übrigen
Schätzen der Kunſt und des Kunſtgewerbes hinzuzufügen.
Als Beweis für den ſteigenden Wohlſtand darf man es
anſehen, daß ſich in dem einſt ſo ſparſamen und knickrigen
Berlin die Zahl der Sammler von Jahr zu Jahr
ver=
nehrt und daß es jetzt hier ſchon eine ganze Zahl
be=
achtenswerter Privatgalerien und Privatmuſeen gibt.
Man kann ſich denken, mit welcher Spannung deren
Be=
ſitzer der demnächſt hier beginnenden Verſteigerung des
Nachlaſſes von Johann Orth, ehemals
Erz=
herzog Johann Nepomuk Salvator, die acht Tage dauern
wird, entgegenſehen. Auch aus weiter Ferne haben ſich
ſchon Kaufluſtige angemeldet, und der Andrang dürfte
bei=
nationaler Beteiligung ein ſehr ſtarker ſein — wieder mal
ein Ereignis auf dem Gebiete des Auktionsweſens,
zu=
gleich ein Gradmeſſer für die ſteigende Bedeutung
Ber=
lins als Kaufmarkt für Kunſt und Kunſtgewerbe. Ein
ganzer Eiſenbahnzug brachte die zur Verſteigerung
be=
ſtimmten Gegenſtände aus den Schlöſſern Orth und Val=
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Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Seite 25.
kenhahn ſowie anderen Beſitzungen des verſchollenen
Erz=
herzogs hierher und ſie füllen nun in buntem Gemiſch eine
Flucht von Sälen und Zimmern des Gebrüder
Heilbronn=
ſchen Kunſtauktionshauſes in der Zimmerſtraße aus. Was
und wieviel unter den Hammer kommen wird berichtet
uns der über 400 Seiten ſtarke Katalog in
Großquart=
format mit 120 Lichtdrucktafeln und einem genauen
Ver=
zeichnis der 2252 Gegenſtände, die den verſchiedenſten
Ge=
bieten entſtammen, hauptſächlich den künſtleriſchen und
kunſt=
gewerblichen des 16. und 17. Jahrhunderts. Der
Erz=
berzog war ja kein Sammler, der planmäßig zu Werke
ging und ſeine Sammlungen nach beſtimmter Richtſchnur
vervollſtändigte; er war beſtrebt geweſen, die genannten
Schlöſſer, von denen er das Orthſche völlig leer in den
1870er Jahren erworben, nach ſeinem Geſchmack altdeutſch
auszuſtatten, und dieſer Geſchmack war ein guter und
rich=
tiger. Damals noch konnte der Erzherzog, der zudem
Vorſitzender der öſterreichiſchen Kunſtkommiſſion war,
vieles Gute und Hervorragende vechältnismäßig
preis=
wert erwerben; die zahlreichen Verbindungen ſeiner
fürſt=
lichen Stellung kamen ihm neben perſönlichen Beziehungen
ſehr zu ſtatten: er war ja, was die Wiener nennen, ein
„lieber Kerl” Mitglied des Kaiſerhauſes und in
geſicher=
ten materiellen Verhältniſſen. An Zeit und Geld fehlte
es ihm nicht, in Heimat und Fremde ſich gehörig
umzu=
ſchauen und günſtige Gelegenheiten zu guten Käufen raſch
auszunutzen.
Gewiſſer wehmütiger Gedanken kann man ſich nicht
erwehren, wenn man durch jene Räume ſtreift, die
dicht=
gedrängt all das bergen, was einſt die Freude ihres
fürſt=
lichen Beſitzers war; manches daraus erzählt uns von
ihm, ſeinem Weſen, ſeiner Eigenart! Eine merkwürdige,
äußerlich ſcheinbar ſchmiegſame, innerlich aber ſpröde
Natur, die ſich ihrer Umgebung nie recht anpaſſen konnte
und in ſich den Drang nach Großem fühlte, nach Taten,
welche, tbenn vielleicht nicht die Bewunderung, ſo doch die
Aufmerkſamkeit aller erregten. Schwer genug fühlte er
die Unſelbſtändigkeit, zu der ihn ſeine Stellung verurteilt,
und ſtieß ſich überall an den Vorſchriften, die den
Mit=
gliedern des öſterreichiſchen Kaiſerhauſes beſonders eng
und ſtreng gezogen ſind. Die glücklichſten Stunden mag
er inmitten dieſer von ihm liebevoll zuſammengebrachten
Möbel, Bildwerke Gemälde, Fayencen, Waffen und
Jagd=
geräte, nicht zuletzt der Bücher verbracht haben, von welch
letzteren viele Bemerkungen ſeiner Hand aufweiſen, die
von ſeiner ſelbſtändigen Denkweiſe erzählen. Und nun
wird all das bald zum öffentlichen Ausgebot kommen,
wird zerſplittert werden, entkleidet ſeiner
Zuſammen=
gehörigkeit, herausgeriſſen aus der paſſenden
Umrahm=
ung, und man fragt ſich nicht ohne eine gewiſſe
Bitter=
keit: mußte es ſein?
Eine ähnliche Frage kann man gelegentlich der
Auf=
führung des Gerhart Hauptmann’ſchen Dramas:
Gabriel Schillings Flucht” im „Leſſing=
Thea=
ter” aufwerfen Sechs Jahre hindurch hatte der Dichter
ſein Werk ängſtlich vor aller Augen verborgen gehalten
und es ſchließlich nur zögernd und mit nachdenklichen
Ein=
leitungsworten einer Zeitſchrift zur Veröffentlichung
über=
laſſen. Dann ruhten die „lieben Freunde und
derglei=
chen” nicht mehr, als bis die Dichtung im Lauchſtädter
Naturthegter dargeſtellt ward, vor einer meiſt aus
war=
men und überzeugten Anhängern Hauptmanns beſtehenden
kleinen und gewählten Zuhörerſchar. Der Erfolg war dort
ein großer, und auch in Dresden erwarb ſich die
Dich=
tung freundliche Zuſtimmung, ohne ſich dauernd
behaup=
ten zu können. Nun kam das kühle und kritiſche Berlin
an die Reihe, und was der Dichter geahnt, was ihm aber
ſeine Verehrer ausgeredet: das Publikum hier konnte zu
dem tiefen, im Rampenlicht freilich manchmal etwas
ver=
ſchwommenen Werk kein rechtes Zutrauen gewinnen, die
für einen ſicheren Erfolg nötige Stimmung blieb aus.
Der Inhalt des Stückes war ja hier ſchon des näheren
wiedergegeben und betont worden, wieviel Feines und
Apartes dieſe Künſtlertragödie birgt, die beim Leſen von
tiefer Wirkung iſt. Letztere verſagte bis auf wenige
Stel=
len, in dem großen Hauſe und bei einem Publikum, das
nach haſtiger und angeſtrengter Tagesarbeit nicht die Ruhe
und wohl auch nicht die Luſt hat, den Seelenſchwingungen
dieſer Männer und Frauen, für deren Leben und Weben
es kaum Verſtändnis hat, zu folgen. Der Dichter wurde
zum Schluß mehrfach gerufen, er wird aber ſelbſt das
Gefühl gehabt haben, daß er grad dieſes Stück nicht auf.
den „Hazardtiſch der Premiere” hätte legen ſollen, wie
es ihm ſein richtiges Gefühl eingegeben — ehe die „lieben
Freunde” ihn bedrängten! — —
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16:10. Pl. 12, 14:10. Unpl.: Melton Pet (4) Dumb=bell I.
Kampf Hals-¾—2½ Lg. — Troſt=Jagd=Rennen. 2500
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Prinz A. Taxis‟ Tapage
(Weishaupt), 2. Miß Joy (Newey), 3. Magnificat (
Sand=
mann) Tot. 27110. Pl. 12, 12, 20:10. Unpl.: Beſſy (4),
Dan Mac Gregor, Starſhine (angeh.), Lilian (angeh.)
Scharfer Kampf Hals—3—3 Lg. — Abſchieds=Flachrennen.
Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn.
M. C. Rammingers Degge (Beſ.), 2. Scotsgap (Hr. von
Schilgen), 3. Blitz (Rittm. Keyſer). Tot. 200.10. Pl 22,
13. 19:10. Unpl.: Triglav (4), Etty, laſt not leaſt, Belle
of Jeſſamine, Chauri. Sehr leicht 5—4—3 Lg.
Vermiſchtes.
— Direktor Stoſch=Sarraſani über ſein Frankfurter
Zirkus=Projekt. Frankfurt wird im nächſten Monat als
erſte Stadt Europas den Zirkus der
Fünfzehn=
tauſend verwirklicht ſehen. Es iſt intereſſant, den
Schöpfer des kühnen Plans, den bekannten Direktor Hans
Stoſch=Sarraſani, über ſeine Ideen plaudern zu hören
wie folgt: Ich verkenne die Reize des „intimen
Zirkuſ=
ſes” nicht, wie er in den romaniſchen Ländern zuhauſe iſt.
Aber dieſer Zirkus erfüllt nicht die Wünſche unſerer
Phantaſie. Es war ſtets mein Standpunkt, daß die
Zir=
kuskunſt, als die gemeinverſtändlichſte, unmittelbarſte aller
Künſte, dem Volk inſeiner Maſſe gehört, nicht den
paar Stammgäſten auf dem Sattelplatze und in den
Logen. Und es war ſtets mein Ehrgeiz, dieſen Maſſen,
die nicht nach Abwechſelung, Vergnügen und dem Genuß
der Schönheit allein, ſondern auch nach der Belehrung
hungern, ihr Recht zuteil werden zu laſſen. Eine ganze
Welt an Tieren und Menſchen aller Farben und aller
Ge=
ſtalt wollte ich zum Aufmarſch bringen. Das war mein
Ideal. Daß ich dies Ideal jetzt aus dem Vollen heraus
in Frankfurt werde erfüllen können, iſt meine allerhöchſte
Freude. Solch einen Raum wie die Feſthalle hatte mir
ſtets meine Phantaſie vorgegaukelt. Dort kann man das
Rieſenheer des Publikums verſammeln, dort die
zirzenſi=
ſchen Schauſtücke in voller Pracht zur Entfaltung bringen.
So lange ich meinen Zirkus betreibe, mußte ich mich mit
techniſchen Unzulänglichkeiten abquälen, und ich mußte
mir in Berlin und Dresden meine eigenen Gebäude
er=
richten, um wenigſtens einigermaßen nach meinen Ideen,
nicht in den längſt ausgetretenen Gleiſen, ſchaffen zu
kön=
nen. Was ich ſtets vermißte, ſcheint mir die Feſthalle zu
Frankfurt a. M. in verſchwenderiſcher Fülle zu bieten. Sie
gibt Platz für ein Amphitheater, das 15000 Menſchen faßt.
Und dieſe 15 000 Menſchen, die ich in meinem Optimismus
alltäglich als meine Gäſte erwarte, geben die Möge
lichkeit, ein Programm zuſammenzuſtellen, ohne jede
klein=
liche Bedenken, ein richtiges Feſtſpielprogramm.
Und zirzenſiſche Feſtſpiele ſollen es werden zu
Frankfurt a. M. Es wird ein Material an Tieren
und Menſchen in Frankfurt geſammelt werden, wie es
kein Zirkusleiter Europas bisher zuſammengebracht hat.
Ich habe mir feſt vorgenommen, Rekorde aufzuſtellen.
Die Ziffern: 200 Pferde, 200 exotiſche Tiere, 400
Mitwir=
kende ſollen das Schlagwort geben. Mein Regieplan iſt
aufgeſtellt und durchgearbeitet. Ich habe mich ſelbſt in
Paris und Berlin umgeſehen, ich habe einen
vertrauens=
werten Mann hinüber nach Amerika geſchickt, und ich
habe ein ganzes Tänzerkorps von der Moskauer Oper
engagiert. Was mir beſonderes Vergnügen macht, iſt,
daß in dem pompöſen Luftraume der Feſthalle die alte,
gute und ſtets überraſchende Kunſt der Luftgymynaſtiker
ſich nach Herzensluſt austummeln kann. Ich habe die
beſten Künſtler dieſes Faches angetrieben, neue
Kombina=
tionen auszudenken, und ich glaube, dort oben über den
Köpfen der Fünfzehntauſend wird es einen Kongreß der
Lufteroberer geben.
Das Schlagwort vom Theater der Fünftauſend iſt
vor knappen zwei Jahren geprägt worden. Um dieſe Zeit
hat der Zirkus der Fünftauſend längſt geblüht. Nun tritt
der Zirkus der Fünfzehntauſend zum erſten Male ins
Leben hinein. Ich hoffe, daß er während eines Monates
Glück haben wird, weil er imſtande ſein wird, die
Gren=
zen der bisherigen Möglichkeiten zu durchbrechen. Ich
glaube, daß das Volk, das im tiefſten Grunde
zirkus=
liebend iſt, dieſen Zirkus der Fünfzehntauſend längſt
er=
wartet hat.”
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ausgestellt in unserem Seitenfenster.
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In!
Inn
I
11
Fluscmldte
Serie III
Jeder Hut
Serie IV
Jeder Hut
Serie V
Jeder Hut
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912
Nummer 259.
Dobkand
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Alſo die Feierwehr. Da mag nur aaner ſage was er
will, awwer dadra kann kaaner dibbe, unſere
Schlauch=
addollerie, die is im Schuß, die kann ſich ſehe loſſe. Un
Seine Exſelentz der Herr Schenerahl von Brandinſpeckder,
der kann werklich ſtolz ſei uff ſei Drubbe. Freilich, er is
gach arg dehinner her, und wann er aach vun Geburt aus
e guter Heiner is, ſo hott er doch werklich en preißiſche
Schneid enei gebracht, un die Schlauchaddollerieſaldade
hawwe nix zu lache. Mer muß nor emol ſehe, wann ſe
in ihrm Kaſernehof hinner de Stadtkerch exerziern;
links=
um, rechts um, kehrt, zugsweis und kreizweis,
iwwer=
zwerch un de langewähk; un wann ſe Griff klobbe mit
de Feierlader un de Automobillſpritz; un wann Abäll
ab=
gehalte werd in de erſte, zweite, dridde, vierte, fimſte un
ſerde Ganiduhr, im Drillchazug un in de Stiwwel. Un
wann ſe ausricke zu ere Felddienſtiewung im Gelände.
Ich maan, wann ſe ſo mit ihrne Waffe dorch die Stadt
kajäckern, do hott mer ſei beruhigend Gefiehl, daß mer ſich
ſelwert ſeegt: warum biſte eigentlich noch in de
Feier=
verſicherung; es kann jo gor net mehr brenne; un mer is
imſtand un leßt ſei Bolies verfalle, indem daß deß doch
blos enausgeworfe Geld is.
Ja, wie de Hauptmann vun Kapernaum noch
Feier=
wehrleitnant geweſe is, do war deß noch berechdigt, do
hott ſich ſo e Feierverſicherung noch rendiert; dann was
damols vum Feier un vum Waſſer verſchont gebliwwe
is, deß hott die berühmte „Raummannſchaft” geliwwert;
die hawwe ſo vorſichdig gearweit wie meeglich, damit jo
nix devo kumme is. Die Raummannſchaft hott nemlich
bei eme Brand gewehnlich des Bettzeig un des Weißzeig
an dicke Saaler feſtgebunne un hott’s aus de Fenſter
erunner geloſſe, währendem daß ſe die Klaaderſchränk
un des Biffeh und des Verdigoh un die Spiegel, die wo
net agange worn, eifach freihendig owwe runner gefeiert
hawwe. Deß haaßt, ſie hawwe’s net blos ſo erunner
geſchmiſſe, rickſichtslos un ohne Iwwerlegung; onaa, ſie
hawwe immer erſt dreimol „Achdung” gekriſche, damit daß
kaan Feierwehrmann was uff de Kobb gefalle is. Wie
geſagt, domals war noch e Bliedezeit for die
Feierver=
ſicherungsgeſellſchafte. Awwer heit? Heit waaß ſo e
Verſicherungsdirekder gor net, wos er mit dem Geld
afange ſoll, deß, wo em die Brehmje eibringe dhun, un
es bleibt em in der Verlegenheit nir annerſter iwwrig,
als wie hie un do als emol ſein Gehalt e bische zu erhöhe,
um damit, daß die Herrn Akzionär net de
Diffedende=
biebſer krieje.
Deſſentwege kann ich’s aach unſere notleidende
Haus=
beſitzer ſehr gut noochfiehle, da ſe net ſehr devo entzickt
geweſe worn, wie en die Brandkaß zur Abwechslung
widdermol die Brandſteier e bische in die Heh geſchraubt
hott. Wann mer ſich ſo uff die Feierwehr verloſſe kann,
is e derartig Steier iwwerhaubt iwwerfliſſig. Es is nor
e Glick, daß die Herrn Hausbeſitzer vun Naduhr aus ſchun
an’s Bezahle gewehnt ſin un ſich dodrinn net genug dhu
kenne, im Gejeſatz vun eme gewehnliche Berjer, der ſich
in ſeim Hochmud un in ſeim Dinkel ſogar ſchdreibt, deß
bische Waſſer zu bezahle, deß wo er nachts iwwer deß
Fläſchje Bier laafe leßt, mit dem wo er ſich am annern
Morjend de Brand leſche will. Nadierlich, for derartige
Brend is die Feierwehr aach net do, un die Herrn
Haus=
dirranne miſſe zum allgemeine Beſte un im Indreſſe vun
de öffentliche Feiersgefahr ihrne Mieter des needige
Waſſer ſchun zur Verfiegung ſtelle, um damit daß ſe
mor=
jens ihrn Brand dorch ihr Brifadfeierwehr ſelwert leſche
lenne. Dann dene Aſprich weer unſer Verufsſeierwehr
waaß Gott net gewachſe.
Ich bin nadierlich weit entfernt, an de Dichdigkeit
vun unſere Feierwehr in Punkto vun wege dem „Löſche‟
zu zweifele, kondrollehr im Gegedaal, wann unſere
Schlauchaddollerie Zeit hett un kennt ſich de eirobäiſche
Dibblomahdefeierwehr zur Verfiegung ſtelle, die wo deß
ganze Johr Spritzebrob abhalte dhut, un die wo
nooch=
her doch net bei de Hand is, wann e paar Lausbuwe die
Bordwand a’ſtecke drunne uff em Balkan, alſo wann
unſer hieſiſch Berufsfeierwehr Zeit hett, die weer gleich
anig mit dere neie G. m. b. S. — Sie kenne doch die
neie G. m. b S., deß is nemlich die Geſellſchaft mit
blu=
dige Säwel: Grichenland, Montenegroh, Bullgarie,
Serbje.
Awwer wie geſagt, wann’s auch hier kaum noch emol
richdig brenne dhut, ſo kenne mer unſer Schlauchaddollerie
doch vor de Hand noch net eweg lehne un kenne ſo noch
net grad ſo entbehrn. Un wege warum? — No ich
er=
inner Ihne nor an de Samsdag. He, do weern mer emol
ſchee lackiert geweſe, wann do unſer Automobillſpritz uff
dem Balkan erum gegondelt weer un hier werrn valleicht
um aa Hoor die ganze Freimake verbrennt un die
Poſt=
kadde un die Begleitadreſſe un des Strafporto un ſo.
HHeilig Gewerzel, deß war emol kaa ſchlechter Spaß,
wie am helle Samsdag mitdag um zwelf Uhr uff aamol
die ganz Reſidenz in e eſchibbdiſch Finſternis enei gehillt
war un es hott an de Blagahde geſtanne, daß die
Haupt=
poſt brenne dhet. Ich hab nadierlich in meine kindliche
Unſchuld net ehr was devo gemerkt, bis ich zum
Mitdag=
eſſe haamkumme bin un mei Staarösche is vor ihrm
Gas=
herd erum gedanzt un hott mit de Aerm in de Luft erum
geſchlenkert un hott mit ihrne zwaa un e halwe Zentner
lewend Gewicht en Bauchdanz uſſgefiehrt, als wann ſe
en haaße Kadoffelklees verſchluckt hett.
Wann ich nemlich ſunſt als zum Eſſe haamkumme
dhu, un es is, wie gewehnlich, der Fraß verhunzt, dann
krick ich gleich die Kuraaſch abgekaaft: „Heinerich” ſeegt
dann mei Spinatwachtel, „Heinerich, heit krickſte dei
Leibſpeiſelche un es is mer vorzieglich ausgefalle‟. Un
wann ich dann beim Eſſe beſcheide un rickſichstvoll
eiwende dhu, daß es erſtens net mei Leibſpeis un
zwei=
tens net zu eſſe weer, dann haaßt’s dann gleich: „Noja,
du Stadtekel, du unverſchemter, dir kann mer jo nix recht
mache un wannſte de Dritt in die Dier ſetzt mußte
Speckdagel mit aam a’fange, du Brummdobſch, du
iwwer=
zwercher!“ — No un do is mer froh un is ruhig un worckſt
deß Kochſel enunner.
Awwer wie geſagt, am Samsdag hab ich gleich
ge=
wißt, daß des Kreemche in de Binſe war, dann die Linſeg,
ſubb hott uff eem Gasherd geſtanne un hatt e Haut
ge=
zoge ſo dick wie e Bettvorlag un des Ochſewerſchtche hott
ſo ſehnſichdig eraus geguckt, als wollts ſage: „Die Dräne
die vergeß ich nie, die ich um dich geweint” Un mei
Raachſchwalb hott defor geſtanne un hatt ſchun e ganz
Schächtelche voll Streichhölzer verſtriche un hott
gejam=
mert: ach du Herrjeſſes Herrin, mei. Gasrohr is verſtobbt!
Gleich druff is aach die Endebürzelſen erſchiene un
hott gekriſche: „Brennts dann bei Ihne aach net? Ach du
liewes Gottche, naa, meim Mann ſei Beffſteck! — un mei
Mann kann des Gehackte net roh eſſe, deß macht en ſo
nerfees un da kann ich nachher die ganz Nacht net
ſchlafe!”
E Weil de nooch is aach die Schickedanzſen geſtertzt
kumme un hott geſagt, die Hauptpoſt weer in die Luft
gefloge un ſie hett aach noch die fimf Mak, die wo mer
rer gelehnt hette, eibezahlt un hett ſe uns per Poſtufftrag
zuſchicke wolle, un jetzt ſollte mer uns nor an de
Haupt=
poſt halte, ſie dhet uns die fimf Mak jedenfalls net noch
emol bezahle ätzädderah un ſo weiter.
Mit de Zeit ſin noch e paar Weiwer un Dienſtmädcher
dezu kumme un deß war e Siddewatzion, direckt uff mein
leere Mage, do werr ich noche Weil dro zu lecke haupen
Es frogt ſich nor, wen ich for den Schade verantwortlich
mache kann, die deitſche Reichspoſt, die Feierwehr, des
Gaswerk odder die Bollezei. Dann es hott ſich bei dem
Brand erausgeſtellt, daß die vier Fackeldhäde, genau wie
bei de Wiſſenſchaft, net ganig worrn ſin, un deſſentwege
is uns aach des Gas ſo lang entzoge worrn.
Iwwrigens: die Behörde mecht ich ſehe, die ſich vun
ere annere Behörde ebbes ſage leßt! In dem Fall
nem=
lich werd erſt emol die f† Bollizeibiwel
dorchgeblät=
tert un aus de Dienſtvorſchriftbibliodehk werd emol des
Verhaltungsmaßregelkumfermatzionläckſikohn
erausgeholt=
un werd genau dorchgeſehe, un wann mittlerweil die halb
Stadt abbrennt, ſo macht deß faſt gornix — die Hauptſach
is, daß des heilige Verwaltungsdekorum gewahrt bleibt
un daß mer ſich mir=nix=dir=nix net eifach wos ſage leßt
Nemlich, daß mer net vum Stendehaus uff die Poſt
kumme kann, ohne iwwer Eiſebah’ſchiene zu geh, deßis
bekannt, daß mer awwer die ganz Stadt brauch, um uff
de Poſt ere Gasflamm des Lewenslicht auszubloſe, deß
hett niemand geglaabt. Selbſt des Gaswerk hott’s net
eiſehe wolle un hott ſich mit Hend un Fieß degege
ge=
ſtreibt. Die Feierwehr, die ja blaa karrjehr an de Brands
ſtell erſchiene is, konnt ſelbſt mit de neie Automobillſpritz
nir dro mache un mußt des Flämmche brenne loſſe, un
des Gaswerk hott ſcheints gedenkt, deß brennt uns lang
gut, die Reichspoſt kann’s ja bezahle, die is uns gute
defor! Damit awwer die Zeit net nutzlos evergeid is
worrn, hott mer ſich einſtweile delefoniſch e bische iwwer
die Geſchicht unnerhalte. Die Poſtdirektzion hott deles
foniert un de Herr Branddirektor hott delefoniert, awwer
des Gaswerk hott ſich gornet nervees mache loſſe, — wien
am die Klinglerei zu arg worrn is, hotts eifach kaa
Ant=
wort mehr gewe. Vielleicht dhet mer aach heit noch hie
un her delefoniern, wann net uff aamol als rettender
Engel des Bollezeiamt erſchiene weer. Korz entſchloſſe
hott ſich alſo mei Bollezeiamt in die Automobillſpritz
ge=
ſchwunge (wase Glick, daß mer aa hatte!) un is uffs
Gaswerk in hechſt eigener Perſon perſönlich hingefahrn.
Wie awwer mei Gaswerk die bewaffnete Macht in de=
Automobillſpritz de Frankforterſtroß erunner kumme hott
ſehe, do is ihm doch die Kuraaſch in die Hoſe geritſcht,
es hott ſchläunigſt kabbedulliert un binne Null Komma
Null war meine Linſeſubb de Lewensnerv unnerbunne.
No abgeſehe vun meine Linſeſubb, jedenfalls hott unſer
AAutomobillſpritz ſich bei ihre erſte Premjee vorzieglich
eigeführt, dann wann domit net des Bollezeiamt dem
kratzberſchdige Gaswerk de Kimmel hett ſchleime kenne
— ei do hett deß greeßte Unglick baſſiern kenne.
Allerdings, ich will’s eigeſteh, mit ſo eme klaane
Brändche hatt ich jo ſchun gerechent un ich hett mer
effen=
dunell bei de Brandſchadeauktzion eweil for mei
Neijohrs=
gradelatzionskadde e Pöſtche Dreifennigmake geſteigert,
die valleicht dorch Feier odder Waſſer e bische beſchädigt
geweſe weern; valleicht weer mer aach dodebei billig zu
ſo eme a’geſengte Poſtſchäckkondoche kumme. No es is
halt nix drauß worrn, un wer valleicht an Neijohr uff
en Glickwinſch vun mir worde dhut, odder wer palleicht
in dem Greeßewahn lebt, ich dhet de erſte Jannewah die
eigelaufene Rechnunge per Poſtſchäckkondo bezahle — der
werd vergeblich hoffe un waaß heit ſchun, wer dro ſchuld
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muß mit besonderer Sorgfalt und Vorsicht gewaschen werden, da bei dieser das
Kochen fortfällt und eine gründliche Reinigung deshalb bisher nur schwer zu erzielen
war. Diese Schwierigkeit wird sofort behaben bei Gebrauch von
PERSIL.,
dessen Eigenart sich gerade hierbei in besonderem Masse bewährt. Das Waschen
geschieht wie ſolgt:
Man löst Persil (wieviel, steht auf dem Paket) in lauwarmem Wasser auf;
Zusatz von Seife und Soda muß vermieden werden. Sofort nach dem
Auf-
lösen bringt man die Wäsche in die Lauge, die nur handwarm (30—40 Grad)
sein darf, lässt sie ½—½ Stunde darin liegen und schwenkt sie während
dieser Zeit einige Male hin und her. Die Wäsche ist dann fertig. Hierauf
flüchtiges Auswaschen in lauwarmem Wasser.
Die Wolle ist rein, locker und weich,
aller Geruch nach Schweiß, Schmutz usw., der sonst der Wolle sehr gerne anhaffet,
ist verschwunden, die Wolle duſtet frisch und angenehm, dabei hat das Gewrebe
in keiner Weise gelitten und ist nicht ſilzig. Die Eigenschaft des Persil ermöglicht
also eine Reinigung der Wollwräsche, wie sie nach der alten Methode ausgeschlossen ist.
Aber nicht die Waschkraft allein ist es, die Persil auch für Wollwäsche
unentbehrlich macht, sondern vor aliem seine Desinfektionskraft, ’die ihm
eine grosse hygienische Bedeutung gibt. Wollwäsche verlangt in hygienischer
Beziehung besondere Aufmerksamkeit, da sie Verunreinigungen wie Fett, Schweiß und
ähnliche Stoffe, die die besten Nährböden für Bakterien bilden, hartnäckig festhält
und dadurch leicht zum Ueberträger von Krankheiten wird. Diese Verünreinigungen
genannter Art löst und zerstört Persil vollständig. Wissenschaftliche Versuche
haben ergeben, daß in handwarmer (30—40 Grad) Persillauge schon nach wenigen
Minuten selbst die widerstandsſähigsten Bakterien im Keime getötet werden. Lauwarme
Persillauge steht also an Desinſektionskraſt den bekannten Desinſektionsmitteln nicht
nach, ohne jedoch deren Giſtigkeit und Umständlichkeit im Gebfäüch zu besitzen.
Persil wurde auf der „Internationalen Hygiene-Ausstellung zu Dresden‟ in
Würdigung seiner hervorragenden Eigenschaften als selbsttätiges Waschmittel sowie
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
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Der Vorstand.
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Stadt E. V.
Donnerstag, den 7. Novemb. 1912, abends
8½ Uhr (pünktlich)
mit Lichtbilder=Vor=
Vortrag führungen des Herrn
Kaufmann Paul Kruſe „Freiburg i. B. und
der füdliche Schwarzwald” im Gartenſaale
des ſtädt. Saalbaues.
Die Mitglieder und Freunde des Klubs
nebſt Damen ſind hierzu herzlichſt eingeladen.
Der Vorſtand.
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Zur ſatzungsgemäßen
allemeinen Verſammlung
der
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Schillerstiftung
werden die Mitglieder auf Montag, den 11. November, 5 Uhr,
in das Lehrerzimmer des hieſigen Ludwig=Georgs=Gymnaſiums
Der Vorſtand.
eingeladen.
Verein f. naturgemaßze Lebens= u. Heilweiſe e. V.
(Naturheilverein) Darmſtadt.
Auf unſeren Wunſch hat ſich Herr Dr. med. Kennel hier
bereit erklärt, wie in früheren Jahren wieder einen
Kurſus in den Anwendungsformen
der Naturheilkunde und für hygi=
:::: eniſche Lebensführung :: ::
abzuhalten.
Derſelbe umfaßt Theorie und praktiſche Uebung der häuslichen
Anwendungen. Es werden ferner wichtige hygieniſche Fragen im
Sinne der Naturheillehre beſprochen: Reform der Küche, Diät und
Alkoholmißbrauch, Kleidung, das Licht=Luftbad uſw.
Der Kurſus iſt für Damen und Herren beſtimmt.
Es ſind 5 Unterrichtsabende vorgeſehen; dieſelben werden
im ſogenannten Kneipſgal der Turngemeinde (Woogsplatz 5)
ab=
gehalten, und zwar jeweils von 3½ Uhr abam
Freitag, den 8. November,
Montag, den 11. „
Freitag, den 15.
Montag, den 18. „ und
Freitag, den 22. November 1912.
Als Beitrag zu den Koſten des Lokals und der Anzeigen wird
von den Mitgliedern Mk. 1.50, für jedes weitere Mitglied berſelben
Familie Mk. 1.— und von Nichtmitgliedern Mk. 5. erhoben=
Neu eintretende Mitglieder können zu dem geringeren Sahl
teilnehmen.
Da an dem Unterrichtskurſe nur eine gewilſe Angahl Werſonlen
teilnehmen können, ſo empfiehlt ſich baldige vorherige Anmeldung
bei dem Unterzeichneten, Kirchſtraße 20.
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Darmſtadt, den 1. November 1912.
Der Vorſitzende: L. Saeng=
Gehrock, Frack., Smnpting=un= (ein Nachtſtuhl (gu
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Samstag, den 2. ds. Mts.
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Donnerstag, den 7. November 1912, abends ½8 Uhr.
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5).
Zur Feier des 200. Vereinsabends:
Viertes Konzert der
Meininger Hofkapelle
unter Leitung von Dr. Max Reger.
Programm: 1. Symphonie Nr. 3 (Erolca) von Beethoven.
2 Tasso, Symphonische Diehtung von Franz Liszt. 3. Eine romantische
Suite für Orchester in 3 Sätzen (nach Gedichten von Joseph von
Eichendorff) von Max Reger (zum erstenmale). 4. Vorspiel zu
„Die Meistersinger von Nürnborg” von Richard Waguer.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 Mk.,
Numerierter Balkon zu 3 Mk., Galerie zu 2 Mk. und Studentenkarten
zu 1.50 Mk. sind in beschränkter Zahl bei Heinrich Arnold (Willl
helminenstrasse 9), im Verkehrsbüro und abends an der Kasse zu
haben. — Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr
die noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen
freiem Besuche. Der Beitrag für den Rest des Jahres 1912
(6 Konzerte) beträgt 7 Mk., für einen Sperrsitzplatz 11 Mk.
Der Vorstand.
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Instrumental-Verein,
29. Vereinsjahr. Gegründet 1883. Erstes Konzert.
100. Vereinsabend. (22726a
Mittwoch, den 13. November, abends 8¼ Uhr
im großen Saale des städt. Saalbaues.
Solist: Herr Willy Hutter von hier, Klavier.
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie für
Tonkunst.
1. Glinka: Ouvertüre zu „Ruslan u. Ludmila‟ für Orchester
2. Mozart: Klavierkonzert A-dur Nr. 23. 3. Tschaikowski: Serenade
op. 48 f. Streichorchester. 4. Chopin‟ Polonaise op. 22 Es-dur für
Klavier u. Orchesterbegleitung. 5. Goldmark: Ouvertüre zu „
Sakun-
tala‟ op. 13 f. Orchester.
Konzertflügel: Ibach, Barmen. Orchester-Celesta: I. P. Schiedmayer,
Stuttgart. Vertreter beider Firmen: Hoflieferant Heinrich Arnold,
Wilhelminenstr. 9 u. Mühlstr. 1—3.
Preise der Plätze: Sperrsitz Mk. 3.—, Saal Mk. 2.—.
Studenten und Schülerkarten Mk. 1.—. Karten in der Hofs
musikalienhandlung von Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Mitgliedsbeiträge: 1. Für ein aktives Mitglied jährlich
Mk. 12.—; für jedes weitere Familienglied, das als aktives
Mit-
glied eintritt, jährlich Mk. 4.—; für jedes weitere Familienglied,
das als inaktives Mitglied eintritt, numerierter Platz Mk. 4.—0
unnumerierter Platz Mk. 3.—. — 2. Für ein inaktives Mitglied
numerierter Platz Mk. 8.—, unnumerierter Platz Mk. 6.—, für
jedes weitere Familienglied Mk. 6.— bezw. Mk. 4.—: Studenten
und Schüler höherer Lehranstalten unnumerierter Platz Mk. 3.—4
Aufnahmegesuche sind zu richten an den I. Vorsitzenden,
Herrn Justizrat Hallwachs, Hügelstr. 47. Für die inaktiven
Mit-
glieder liegt ausserdem noch eine Einzeichnungsliste auf in der
Hofmusikalienhandlung Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Stenographen Verenngung.
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Nachm. 2½ Uhr: Wettschreiben
in den Abt. 60, 80, 100 usw. Silben.
Nachm, 5 Uhr: Preisverteilung mit
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
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nach Beerfelden.
Darmſtadt, H.=B. ab 6 Uhr 46 Min.,
4.
O.=B. 6 Uhr 57 Min. (22710
Marſchzeit: 6¼ Stunden.
Führer die Herren: E. Bonsack und
E. Scherer.
Der Vorstand.
Teilnehmer= und Tiſchkarten bei Herrn E. Wetzstein.
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Dienstag, 5. November 1912, 8¼ Uhr, im städt. Saalbau
Kapftänleutnant u. D. Hans Paasche
und Frau Ellen Paasche
erzählen von ihren Erfahrungen u. gemeinsamen Reisen
Inner-Afrika.
Lichtbildervortrag.
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Eintritt an der Abendkasse 1 Mark.
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VIl. Aufführung
Montag, den 4. November, abends 7 Uhr.
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Mittwoch, den 6. November, abends 7 Uhr.
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sowie Programme zu 20 Pf. in der Buchhandlung von Johs, Waitz,
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Elisabethenstr. 12, sowie an der Abendkasse. (22485ids
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Montag, 4. Nor. 1912. 8 150h. 50
52. klassischer Loewe-Balladen-Abend von
arl Götz-Loewe.
Am Ibach-Flügel: Pianist Hans Hautz-Mannheim.
— Zu Gunsten des Baues eines Festspielhauses in Darmstadt.
(K. Götz ist Mitglied.)
Programm: 1. „Goethe-Loewe‟ Der Du von dem
Himmel bist. Ich denke Dein. Der Erlkönig, op. 1. 2. Chopin:
Hans Hautz: G-moll-Ballade. 3. Lieblingsballade Sr. Majestät:
Kaiser Heinrichs V. Waffenweihe (Schwab). Franz Liszt:
Hans Hautz: A-moll-Etude. Campanella. 5. Lieblingsballade
von Franz Liszt: Der Mutter Geist (altschottisch) von Loewes
Schwägerin, Therese Amalie Luise von Jakob-Taloy, ins
Deutsche übersetzt.
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Karten à 3.—, 2.— und 1.— Mk. (für Studierende
Ermässigung) in der Hofmusikalien- und Pianohandlung
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Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 19½
Nummer 259.
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vor dem Neuen Palais
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findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
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der Operette „Die moderne Eva”
von Gilbert. 2. „Ariadne‟
Ouver-
ture militaire v. Kling. 3. a), Vive
Pamour”, b) „Die kleine Barmaid‟
eide aus der Operette „Grigri”
von Lincke. 4. Walzer aus der
Operette „Der liebe Auguſtin” von
Fall. 5. Fantaſie aus der Oper
„Die luſtigen Weiber von
Wind=
ſor” von Nicolai. 6. „Die
Hanſe=
aten bei Loigny”, Marſch von
Warnken.
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1. Matinee. Sonntag, 3. November 1912:
Beethoven: Klaviertrio Nr. 1, Septett für Violine, Viola,
Violoncello, Kontrabafs, Klarinette, Fagott und Horn.
2. Matinee. Sonntag, 17. November 1912:
Cherubini: Streichquartett Nr. 3.
Mozart: Klaviertrio.
Haydn: Streichquartett op. 74 Nr. 3.
3. Matinee. Sonntag, 9. Februar 1913:
Glazounow: Streichquartett.
Volbach: Klavierquintett (unter Mitwirkung des
Kom-
ponisten).
4. Matinee. Sonntag, 6. April 1913:
Zemlinsky: Streichquartett.
Schumann: Klaviertrio D-moll.
Baußsnern: Kammerlieder für Sopran (Frau Schmitt-
IIling), mit Begleitung von Streichquartett, Flöte und
Klarinette.
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beſtehend aus
Konzert, Theater u. humor. Vorträgen.
Abends 8 Uhr: — Tanz.
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner
herzlichſt ein.
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Kaſſenöffnung ½5 Uhr.
Die Kommission.
NB. Die Muſik wird ausgeführt von einer Abteilung des
Leibgarde=Regiments 115.
Karten an Mitglieder zu ermäßigten Preiſen werden an der
Kaſſe nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte abgegeben.
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Leitung Herr Hofmusiker M. Stetefeld.
Sonntag, den 3. November 1912,
abends 8 Uhr,
ng mit Tanz
Abendunte
im Saale zum Perkeo (Alexanderſtraße 12).
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und
Gönner des Vereins ergebenſt ein.
(22493ms
Der Vorſtand.
Sseststte
ARMINIUs
Morgen Sonntag, den 3. November d. J.
findet in
Eberstadt im Schwanen
unser
Herbst-Tanzvergnügen
statt, wozu wir Freunde und Gönner unserer
Gesellschaft freundlichst einladen.
Gesellschaft „Arminius‟.
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Sonntag, den 3. November 1912:
RUNZER!
der Kapelle des Großh. Leibgarde=Regiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Kreutzer: Ouvertüre z. Op.
„Das Nachtlager in Granada”. Beethoven: Fantaſie aus „Fidelio”.
Schumann: „Die beiden Grenadiere” Gluck: Muſette aus „
Ar=
mide” Jones: Motive aus „The Geisha‟. Adam: Ouvertüre z.
Op. „Die Nürberger Puppe‟. Offenbach: Melodien aus „Die
(B22808
ſchöne Helena” uſw.
Eintritt 25 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
NB. Die oberen Räume ſind den Nichtkonzertbeſuchern reſerviert.
DARM-ASMäor
e
Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Seite 37.
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Abonnement für 1912/13.
Die Erhebung der 2. Rate des Abonnementsgeldes für die
Spielzeit 1912/13 findet
Dienstag, den 5. bis Donnerstag, den 7. November 1912,
nachmittags von 3½ bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im Hoftheater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen
Zahlzettel bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
Darmſtadt, den 2. November 1912.
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verehrl. Nachbarſchaft, wie auch titl. Publikum zur gefl.
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übernommen habe.
Im Ausſchank vorzügliches „Rummelbräu” ſowie
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Zu zahlreichem Beſuche lade freundlichſt ein und bitte
um geneigten Zuſpruch.
Georg Brück.
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„Zum goldnen Löwen‟
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:: den 4. November 1912 ::
findet bei mir
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ſtatt, bei gut beſetztem Orcheſter (Train=Kapelle).
Für vorzügliche Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt und
ladet zu zahlreichem Beſuche höflichſt ein.
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empfehlende Erinnerung.
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Brauerei Oſtertag iſt beſtens geſorgt. Hierzu laden höflichſt ein
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Nachkirewenle Rossdert
Sonntag, den 3. November
wozu freundlichst einladet
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Rheinſtr. 2
Rheinſtr. 2
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Der erſtklaſſ. effektvolle Schlager
Der Todestitt!
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Aeußerſt ſpannend!
Geſpielt v. Kopenhag. Künſtlern.
Vorſicht! Friſch geſtrichen!
Einmal wieder zum Lachen.
Fataler Scherz
Drama in 2 Akten.
Hauptdarſteller: A. Perſſon u.
ſonſtige 1. nordiſche Schauſpieler.
Einfach großartig!
Lottchens Streiche
Sehr humorvoll. (*10706
Ein Lebens=
„Sohnesliebe — drama.
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Schweren
Verddcht
Spannendes Drama
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Das Herz
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Ergreifendes Drama.
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der Kapelle des Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
Das ganze Hotel iſt zu Reſtaurationszwecken geöffnet. (22698fs
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ein modernes Drama in 3 Akten, betitelt:
Goldrleber
Dieſes Spiel zeigt uns, wie es leider ſchon oft der
Fall war, wie leichtgläubige, meiſtens kleine Kapitaliſten,
Rentner, Sparer, von der Ausſicht auf hohen Gewinn
geblendet, ihre Gelder einem unſoliden Bankhauſe
an=
vertrauen. Nur aber zu bald ſtürzt der unſolide Bau
in ſich ſelbſt zuſammen, und unter dem Anſturm
hunderter verzweifelter, um ihr Hab und Gut
be=
trogener Menſchen, gibt ſich der Bankier ſelbſt den Tod.
Das ausgezeichnete lebenswahre Spiel der Darſteller,
die hochintereſſanten Einblicke in das Getriebe der
Börſe und die erſtklaſſige gediegene, in einzelnen Szenen
zu märchenhafter Pracht geſteigerte Ausſtattung
ſichern dem Film eine tiefgehende nachhaltige Wirkung.
Aus Band
Eine Perle der Lichtbildkunst!
Dieſer Film iſt nicht nur künſtleriſch hochvollendet,
ſondern er weiſt auch hervorragende ſchöne
Land=
ſchaftsaufnahmen Italiens auf, eines der
beſtgeſpiel=
teſten und vornehmſten Dramen, die in letzter Zeit
geſpielt wurden.
Die 7 Goldbarren. Tiefergreifendes Drama.
Das neue Baby. Origineller Humor.
Lehmann hat Geburtstag. Gut humoriſtiſch.
Ein Ausflug nach der Grande Chartreuse.
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Ein Kriegsroman aus den marokkanischen Wirren.
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Die beiden Ausreißer
S§ 5 1 Ein Angriff aus den Wolken 5 ₰
und das übrige Schlager-Programm!
Die radioaktwen Gicht-Bäder
Gastein-Joachimsthal-Teplitz.
Seite 38.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Nummer 259.
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Samstag, den 2. November 1912
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Magdalena.
Ein Volksſtück in 3 Aufzügen
von Ludwig Thoma.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Perſonen:
Thomas Mayr,
gen. Paulimann,
Gütler . . . . Ludw. Wagner
Marann Mapn,
ſein Weib .
Sofie Heumann.
Magdalena, beider
. Herta Alſen
Tochter .
Jak. Moosrainer,
Bürgermeiſter . Kt. Weſtermann
Lorenz Kaltner,
Aushilfsknecht b.
Mayr
Hs. Baumeiſter
Benno
Köckenber=
ger, Kooperator. Frz. Schneider
Barbara Mang,
Taglöhnerin . . Minna Müller=
Rudolph
Martin Lechner,
Bauernſohn
Paul Eisner
Valentin Scheck,
Bauer
. Emil Kroczak
Johann Plank,
Bauer
Johannes Heinz
Ein Gendarm. . Ad. Jungmann
EinBauernburſche Frz. Herrmann
Bauern, Weiber, Knechte, Mägde,
Schuljugend.
Die Handlung ſpielt im Hauſe des
Thomas Mayr in Berghofen,
einem Dorfe des Dachauer
Be=
zirkes. Zwiſchen dem 1. u. 2.
Auf=
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2. und 3. einige Tage.
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Oberinſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
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loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7½ Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
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Sonntag, 3. Nov. Nachmittags
2½ Uhr: Vierte Volksvorſtellung
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Räu=
ber” von Schiller. Vorverkauf
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Montag, 4. Nov. 50. Ab.=Vſt.
A 13. „Glaube u. Heimat.”
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Dienstag, 5. Nov. 51. Ab.=Vſt.
D 13. „Der Freiſchütz.”
Aenn=
chen Frau Margarete Beling=
Schäfer vom Hof= und
National=
theater in Mannheim, a. G. Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, den 3. November 1912.
Vierte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Die Räuber.
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Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Maximilian, Graf
von Moor
. Herm. Knispel
Karl, 1 ſeine . . Hs. Baumeiſter
Franz,Söhne. . K. Weſtermann
Amalie, ſ. Nichte Barb. Uttmann
. Richard Jürgas
Spiegelberg
Johs. Heinz
Schweitzer .
Emil Kroczak
Grimm
Paul Peterſen
Schufterle
. Guſtav Semler
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eines Edelmanns FranzSchneider
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Nach dem 2. Ate längere Bauſe.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M.,
Mittel=
loge 2.05 M., Balkonloge 2.05 M.,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.,
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.
II. Galerie 0.35 M.
Der Verkauf der noch
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denen Karten erfolgt an der
Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtellung,
vormit=
tags von 11 Uhr ab.
Anf. 2½ Uhr. Ende geg. 5½ Uhr.
Sonntag, den 3. November 1912.
49. Ab.=Vorſtellung. B 13.
Zum erſten Male wiederholt:
Der liebe Auguſtin.
Operette in 3 Akten von Rudolf
Bernauer und Ernſt Weliſch.
Muſik von Leo Fall.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Bogumil, Regent
von Theſſalien . Adolf Jordan
Helene, ſ. Nichte . Elſa von Blank
Gjuro,
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präſident . . Auguſt Kräger
Nicola, Fürſt von
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Hauptm. Mirko . Willi André
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Klavierlehrer. . Otto Thomſen
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merdiener der
Prinzeſſin Helene L. Schützendorf
Anna, ſ. Tochter Hede Schaub
Sigilloff,
Gerichts=
vollzieher . . . Karl Bernhardt
Matthaeus,
Laien=
bruder u. Kloſter=
. W. Riechmann
pförtner.
Erſter 1. Be= . Adolf Klotz
Zweiter amter . Adolf Braun
Emil Kroczak
Erſter
Diener
Fritz Lang
Zweiter)
Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe.
Anf. 7 Uhr. Ende geg. 10¾ Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 4. Nov. 50. Ab.=Vſt.
A 13. „Glaube u. Heimat.”
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 5. Nov. 51. Ab.=Vſt.
D 13. „Der Freiſchütz.”
Aenn=
chen . . Frau Margarete Beling=
Schäfer vom Hof= und
National=
theater in Mannheim, a. G. Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 6. Nov. 52. Ab.=Vſt.
C 13. „Zar und
Zimmer=
mann.” Kl. Pr. Anf. 7 Uhr.
Die Erhebung der 2. Rate
des Abonnementsgeldes für 1912/13
findet Dienstag, den 5., bis
Don=
nerstag, den 7. November 1912,
nachmittags von 3½ bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im
Hoftheater.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 7. Novbr. Außer
Abonnement. I.
Sondervor=
ſtellung. „Wilhelm Tell”
(Schauſpiel von Schiller). Zu
dieſer Vorſtellung findet ein
Kar=
tenverkauf nicht ſtatt. Ueber
ſämt=
liche Plätze iſt anderweitig verfügt.
Freitag, 8. Nov. 53. Ab.=Vſt.
A 14. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Magdalena”. Kleine
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.,
Samstag, 9. Nov. 54. Ab.=Vſt.
D 14. „Der liebe Auguſtin.”
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 10. Nov. Neu
ein=
ſtudiert: Wallenſtein=Trilogie.
Nachmittags 2½ Uhr: „
Wallen=
ſtein’s Lager.” „Die
Pic=
colomini.” (Fünfte
Volksvor=
ſtellung zu ermäßigten Preiſen.) —
Abends 7½ Uhr: 55. Ab.=Vorſt.
C 14. „Wallenſtein’s Tod.”
Nummer 259.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. November 1912.
Seite 33.
Mahrichen, des Sianeamte Dauſian t.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Okt.: dem Lackierer Ludwig Joſeph
Götz, Karlſtr. 44, eine T. Luiſe Maria. Am 27.: dem
Bureaudiener Chriſtoph Hartmann, Schloßgartenſtr. 8,
ein S. Willi. Am 27.: dem Straßenreiniger Georg
Michael Poth, Darmſtr. 3, ein S. Johann Karl. Am
23.: dem Brauer Joſeph Decker, Soderſtr. 44½, eine T.
Anna Gertrud. Am 27.: dem Uhrmacher Paul Otto
Sturm, Liebfrauenſtr. 61, ein S Kurt Reinhold Horſt.
Am 24.: dem Oberbahnaſſiſtent Georg Karl Gottfried
Zimmermann, Liebigſtr. 75, eine T. Eliſabetha. Am
24.: dem Former Heinrich Johann Hummel, Rhönring
Nr. 123, ein S. Heinrich. Am 25.: dem Bäcker und
Kon=
ditor Joſeph Krug, Landwehrſtr. 1½, eine T. Eliſabeth
Elfriede. Am 28.: dem Hausdiener Johannes Schmidt.
Kranichſteiner Straße 34, eine T. Gertrud Maria
Wil=
helmine. Am 27.: dem Steinmetz Peter Arnold,
Lieb=
frauenſtr. 77, ein S. Nikolaus. Am 25.: dem Betonarbeiter
Adam Walter, Sackgaſſe 10, eine T. Mathilde. Am 31.:
dem Schreiner Joſeph Fuchs, Liebfrauenſtr. 66, eine T.
Kreszentia.
Aufgebote. Am 30. Okt.: Sergeant Wilhelm
Böcher, hier, mit Anna Diehl, Villingen.
Fabrik=
arbeiter Balthaſar Keßler, Laudenbach, mit Anna
Fiſcher, Heppenheim. Gaſtwirt Karl Gölz,
Viktoria=
ſtraße 100, mit Dienſtbotin Eliſabetha Brehm. Am
29.: Techniker Karl Böhm mit Marie Daab, beide in
Groß=Bieberau. Chauffeur Leonhard Hedderich, Fröſel,
mit Eliſabetha Schmitt, Weinheim. Glaſer Ad Weicker,
Lich, mit Anna Eliſabetha Heling, Auerbach. Buchhalter
Adam Fleiſchmann, hier, mit Barbara Scherfius, Gau=
Algesheim. Am 30.: Schloſſer Auguſt Ferdinand Dietz
mit Arbeiterin Frieda Maria Derzbach, beide in
Frank=
furt a. M. Gemeindehelfer Wilhelm Martin Frenz,
Aſchersleben, mit Olga Hulda Trautewig,
Quedlin=
burg. Zigarrenarbeiter Franz Engelhardt mit
Katha=
rina Wahlig, beide in Lorſch. Packer Guſtav Adolf
Deibert, Lüdenſcheid, mit Lina Marie Georgine
Brandt, Wilhelmſtr. 23.
Geſtorbene. Am 26. Okt.: Jakob Klaus, S. des
Fabrikarbeiter, 8 J., ev., Hahn. Am 29.: Luiſe Marie
* Götz, T. des Lackierers, 1 Tag, Karlſtr. 44. Am 28.:
Kaufmann Louis Roſenheim, 72 J., iſr., Ernſt=
Lud=
wigſtraße 5. Am 29.: Katharina Mariane Johanna
Franziska Leopoldine Krüger, geb. Weber, Ehefrau des
Dentiſten, 44 J., ev., Hügelſtr. 4. Am 28.: Barbara
Krauß, geb. Stein, Ehefrau des Knechts, 30 J., ev.,
Döngesborngaſſe 2. Am 29.: Eliſabeth Grebe, geb.
Graf, Ehefrau des Oberpoſtſchaffners i. P., 70 J., ev.,
Soderſtr. 51. Anna Behrmann, geb. Köbig, Witwe des
chir. Inſtrumentenmachers, 64 J., ev., Schützenſtr. 10. Am
30.: Willi Niklas, S. des Schuhmachermeiſters, 1 J., ev.,
Roßdörfer Straße 46. Am 29.: Wilhelm Weber, S. des
Weißbinders, 5 J., ev., Wixhauſen. Pfläſterer Georg
Demmel, 78 J., ev Obergaſſe 5. Am 30.: Margarete
Schaefer, geb. Schaffner, Witwe des Schmieds, 63 J.,
ev., Eberſtadt. Handelsgärtner Jakob Weicker, 70 J.,
ev., Nieder=Ramſtädter Straße 50. Am 29.: Kaufmann
Georg Franz Joſeph Fink, 31 J. kath., Große
Ochſen=
gaſſe 12. Am 30.: Johann Karl Poth, S. des
Straßen=
reinigers, 3 Tage, ev., Darmſtr. 3
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
22. Sonntag nach Trinitatis, den 3. November 1912
Reformationsfeſt
Kollekte für die Guſtav=Adolf=Stiftung
Hoſkirche: Samstag, den 2. November, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 3. Nov., vormittags um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Feier des heil. Abendmahls. — Nachm. um 3 Uhr:
Vesper. — Mittwoch, den 6. Nov., abends um 6 Uhr:
Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. — Vorm.
um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl.
— Nachm. um 6 Uhr: Pfarrer Beringer.
Stadtkapelle: Vormittags um 10 Uhr:
Refor=
mationsfeier und Einweihung der neuen
Orgel. Pfarrer Velte. — Vorm. um 11 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
8. Nov., abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtcke. — Kindergottesdienſt fällt aus.
Johannesüirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingelden. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Nachm. 5½ Uhr: Pfarrer Marx. In beiden
Gottesdienſten Feier des heil. Abendmahls mit
Vor=
bereitung.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½ 10 Uhr an in der Sakriſtei. — Vorm.
um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk.
Pfarrer Widmann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Widmann. — Nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im
Martinsſtift. Miſſionar Weismann.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann.
Eliſabethenſtift: Samstag, den 2. Nov., abends um
8 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 3. November, vorm. um
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit hl. Abendmahl. Pfarrer
Hickel. — Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. Feier des heil. Abendmahls.
Anmel=
dung in der Sakriſtei. — Abends um 6 Uhr:
Pfarr=
aſſiſtent Flöel.
Bauluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. Feier des heil. Abendmahls
mit Beichte. — Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Rückert. — Abends um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent
Herpel. Feier des hl. Abendmahls mit Beichte.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 3. Nov.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Schmidt=
Mannheim.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 3. Nov., vorm. um 9½ Uhr:
Gebetsverſammlung. — Vorm. um 10½ Uhr:
Sonntags=
ſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 3. Nov., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Abends um 8 Uhr: Predigt.
Prediger Lutz aus Frankfurt a. M.
Freireligiöſe Gemeinde: Sonntag, den 3. November,
abends um 6 Uhr in der Loge Sandſtr. 18: Einführung
des neuen Predigers Dr. Hermann Ohr.
Katholiſche Gemeinden
23. Sonntag nach Pfingſten, den 3. November 1912
St. Lndwigskirche: Samstag, den 2. Nov.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Armenſeelenandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. —
Nachm. um 3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit
Predigt und Prozeſſion. — An allen Werktagen, abends
um ½ 7 Uhr: Armenſeelenandacht. — Am Donnerstag
fällt die Spätmeſſe wegen der ſtattfindenden
Rekruten=
vereidigung aus.
Der Erſtkommunikantenunterricht beginnt am
Mitt=
woch und wird für die Mädchen um ½3 Uhr und für
die Kraben um ½4 Uhr nachmittags abgehalten.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Vortrag und Verſammlung im Mädchenheim. — Um
6 Uhr: Armenſeelenandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vormittags um
9 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 2. Nov.,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Von Montag bis Freitag, abends um 5½ Uhr:
Armen=
ſeelenandacht.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um 9½ Uhr: Hochamt
und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
2. Nov., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr:
Armenſeelen=
andacht. — Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag,
nach=
mittags von 6—7 Uhr. — An den Wochentagen, abends
um 6 Uhr: Armenſeelenandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 2. Nov., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. —
Um ½ 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um ½ 2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¼ 8 Uhr: Singmeſſe mit Armenſeelenandacht. —
Donners=
tag, abends um ½ 6 Uhr: Andacht für die Abgeſtorbenen.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Sonntag, vormittags um 8 Uhr: heil.
Meſſe mit Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, nachm. um ½2 Uhr:
Andacht für die Abgeſtorbenen. — Montag, abends um
5 Uhr: Armenſeelenandacht.
The Church of England Service
22nd Sunday after Trinity, 3rd Nov. 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche,
Residenz-
schloss at 4.15 p. m.
The Rev. Canon Mac Lulich, Chaplain of Bad Homburg,
will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 27. Okt.: Dem Kaufmann
Friedrich Habermehl S. Fritz, geb. 6. Okt. 30. Okt.: Dem
Laternenwärter Johannes Siegriſt S. Karl Heinrich, geb.
19. Okt. Dem Taglöhner Georg Friedrich Heinzinger
S. Otto Heinrich, geb. 28. Juli. 31. Okt.: Dem
Zapf=
burſchen Johannes Paul Roch S. Heinrich Karl geb.
26. Juli. 27 Okt.: Dem Obergärtner Ludwig Eduard
Volkert S. Georg Friedrich, geb. 28. Sept.
Johannesgemeinde: 27. Okt.: Dem
Metzger=
meiſter Auguſt Freund S. Auguſt Georg Guſtav, geb.
29. Aug. 30. Okt.: Dem Magazinaufſeher Max Paul
Franke S. Max Paul, geb. 3. Juni 1911.
Martinsgemeinde: 27. Okt.: Dem
Telegraphen=
arbeiter Geora Hinkel S. Walter Georg, geb. 21. Auguſt.
Dem Glaſer Max Friedrich S. Max, geb. 16. Sept. Dem
Straßenreiniger Georg Arheilger S. Kurt Heinrich, geb.
21. Juli.
Petrusgemeinde: 21. Okt.: Dem prakt. Arzt
Dr. med. Hüffell T. Maria Magdalena, geb. 4. Juli.
27. Okt.: Dem Maſchiniſten Karl Beck T. Katharina
1 Margareta, geb. 30. Aug.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. Okt.: Lehrer Friedrich
Siefert in Hainſtadt i. O. und Anna Margarethe
Phi=
lippine Bormuth. 29. Okt.: Magazinarbeiter Emil Karl
Jakob Keßler und Anna Margarethe Spengler.
Petrusgemeinde: 30. Oktbr.:
Proviantamts=
arbeiter Jakob Schäfer und Eliſabethe Uebel.
Paulusgemeinde: 24. Oktbr.: Finanzaſpirant
Auguſt Mangold zu Bensheim a. d. B. und Margarete
Axt zu Auerbach a. d. B. 26. Okt: Maurer Heinrich
Georg Aßmuth und Margarete Kindinger. Bürogehilfe
Karl Fuchs und Marie Vey.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 29. Okt.: Helene Sturm, geb.
Hackenſpiel, Wwe. des Tapeziers, 69 J., ſtarb 27. Okt.
Friedrich Hofmann, S. des Tapeziers, 5 J., ſtarb 27. Okt.
31. Okt.: Johanna Kreuger, geb. Weber, Ehefrau des
Dentiſten, 44 J., ſtarb 29. Okt. Anna Behrmann, geb.
Köbig, Wwe. des chirurg. Inſtrumentenmachers, 64 J.
11 Mon., ſtarb 29. Ok. 1. Nov.: Jakob Weicker, Gärtner
und Steinmetz, 71 J., ſtarb 30. Okt. Willi Nicklas, S.
des Schuhmachermeiſters, 1 J., ſtarb 30. Okt. 25. Okt.:
Eliſabeth Beh, geb. Dietz, Ehefrau des Muſiklehrers,
23 J., ſtarb 22. Okt. Margot Wilhelmine Henriette Beh,
derſelben T., 19 Tage, ſtarb 23. Okt. Anna Maria
Eck=
ſtein, T. des Schuhmachers, 7 M., ſtarb 23. Okt. 27. Okt.:
Margarethe Barth, ledige Näherin, 44 J., ſtarb 25. Okt.
31. Okt.: Barbara Krauß, geb. Stein, Ehefrau des
Tag=
löhners, 30 J., ſtarb 28. Okt. Eliſe Grebe, geb. Graf,
Ehefrau, 70 J. 2 Mon., ſtarb 29. Okt.
Johannesgemeinde: 28. Okt.: Kutſcher Joh.
Seipp, 61 J., ſtarb 26. Okt. 29. Okt.: Schloſſer Heinrich
Bletſch, 68 J., ſtarb 27. Okt.
Martinsgemeinde: 24. Okt.: Kartoffelhändler
Karl Hermann, ſtarb 22. Okt. 26. Okt.: Schloſſer
Lud=
wig Heudorf, 17 J., ſtarb 24. Okt. Schreiner Georg
Schäfer, 42 J., ſtarb 24. Okt.
Paulusgemeinde: 26. Okt: Privatin Anna von
Müller, 66 J., ſtarb 24. Okt. zu Tübingen. 30. Okt.:
Hans Keil, Sohn des Hausburſchen, 8 M, ſtarb 28. Okt.
Beerdigte von auswärts: 25. Okt.: Anng
Walter, ledig, 64 J., ſtarb 22. Okt. zu Eberſtadt. 26. Okt.;
Lehrer Daniel Lantelme zu Ueberau, 61 J., ſtarb 24. Okt.
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