Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bes.
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Zum Erzbiſchof von Köln wurde der bisherige
Biſchof von Münſter Felix von Hartmann
ge=
wählt.
In der geſtrigen Sitzung des öſterreichiſchen
Abgeordnetenhauſes beantwortete
Miniſter=
präſident Graf Stuergkh die Interpellationen über den
Balkankrieg.
Das ungariſche Parlament wird heute wieder
eröffnet.
Zwiſchen Frankreich und Italien iſt ein
Ab=
kommen über Marokko und Libyen getroffen worden.
Präſident Fallieres unterzeichnete ein Dekret,
wo=
durch das franzöſiſche Parlament auf den
5. November einberuſen wird.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Der Dreibund.
— Kaum iſt Graf Berchtold von ſeiner
Be=
gegnung mit dem italieniſchen Miniſter des Aeußeren
nach Hauſe zurückgekehrt, ſo hört man ſchon wieder von
einer abermaligen diplomatiſchen Begegnung
und zwar ſoll ſich San Giuliano anfangs
Novem=
ber nach Berlin begeben, um hier mit dem
Reichs=
kanzler und Herrn von Kiderlen=Waechter zu konferieren.
Es ſteht wohl außer Frage, daß zwiſchen dieſen beiden
Zuſammenkünften ein gewiſſer innerer Zuſammenhang
vorhanden iſt, und daß dieſe Begegnung gleichſam die
Fortſetzung der vorigen bildet. Um was es ſich bei
die=
ſen Beſprechungen handelt, iſt unſchwer zu erraten,
ein=
mal handelt es ſich um die geſamte internationale Lage,
dann aber gilt es auch der Erneuerung des
Dreibundes.
Man muß zugeſtehen, daß die Beziehungen innerhalb
der Dreibundmächte nie ſo intime waren, wie
augenblick=
lich, was gerade in einer ſo ſchwierigen Kriſis, wie der
jetzigen, von größter Wichtigkeit iſt. Hat ſich doch dieſes
enge Verhältnis auch im italieniſch=türkiſchen Kriege in
jeder Beziehung bewährt, Deutſchland iſt für beide Teile
ein trefflicher Vermittler geweſen, und es heißt ja auch,
daß der Friedensvertrag auf einer Baſis zu Stande
ge=
kommen ſei, die von Herrn von Kiderlen=Waechter
vor=
geſchlagen war. An einer Erneuerung des Dreibundes
iſt unter dieſen Umſtänden nicht zu zweifeln, es kann ſich
höchſtens darum handeln, daß man einige Beſtimmungen,
die ſich zum Teil als hinderlich erwieſen haben, ändert,
um den einzelnen Mitgliedern des Dreibundes unter
ge=
wiſſen Umſtänden eine Bewegungsfreiheit zu ſichern. Eine
ſolche iſt für alle Teile durchaus wünſchenswert, das
Bündnisverhältnis wird keineswegs gelockert, im
Gegen=
teil , es kann dadurch nur befeſtigt werden, wenn jedem
ſein Recht wird und er das tun kann, was für ihn von
Intereſſe iſt, ohne daß die anderen Verbündeten dabei
ge=
ſchädigt werden. Die Hauptſache iſt, daß eine einheitliche
Richtung eingeſchlagen wird, und daß die drei
verbünde=
ten Mächte in allen wichtigen Fragen einmütig
zuſam=
mengehen.
Es gab bekanntlich eine Zeit, wo die bekannten
Extraturen Italiens beinahe zur Regel wurden, in den
letzten Jahren hat das aber aufgehört, Italien hat wohl
eingeſehen, daß es die meiſten Vorteile hat, wenn es auf
Seiten des Dreibundes verharrt. Man hat in Rom eine
ganze Menge Enttäuſchungen erlebt, ſowohl von England
als von Frankreich, die ſich äußerlich bemühten, Italien
auf ihre Seite hinüberzuziehen, aber wenn es ſich darum
handelte, die eigenen Intereſſen zu wahren, waren die
beiden guten Freunde für anderes nicht zu haben; es ſei
nur daran erinnert, daß Frankreich gezögert hat, den
Frieden von Lauſanne anzuerkennen, weil es bei dieſer
Gelegenheit für ſich ſelbſt im Hinterlande von Tripolis
Nutzen herauszuſchlagen gedachte. Derartige
Vorkomm=
niſſe tragen erſichtlich dazu bei, die Beziehungen der
Dreibundmächte untereinander zu feſtigen. Daß man an
die Feſtigkeit des Dreibundes auch bei den anderen
Mäch=
ten glaubt, geht aus einer Aktion des Temps hervor,
wel=
cher namentlich des Balkankrieges wegen gegen den
Dreibund vom Leder zieht und als Schützer der
Balkanſtaaten die Entente=Mächte in den
Vorder=
grund rückt. Es geht anſcheinend wieder das alte
Treiben los, indeſſen darf wohl gehofft werden,
daß die Beſonnenheit der leitenden Kreiſe die
Mächte daran verhindert, dieſen Lockungen zu folgen.
Jedenfalls iſt der Beſuch San Giulianos in Berlin ein
erfreuliches Zeichen, das man auch bei den Entente=
Mächten ſehr wohl verſtehen dürfte.
Aus der Türkei.
O Luigi Barzini veröffentlicht eine Reihe
eigen=
artiger und bedeutungsvoller Beobachtungen, die ihm ein
erſt in dieſen Tagen aus Kleinaſien zurückgekehrter
Ge=
währsmann, der die Umſtände der türkiſchen
Mo=
bilmachung genau verfolgte, mitgeteilt hat. Das
Urteil dieſes Unterrichteten erhält beſonderes Gewicht
durch die Tatſache, daß es ſchon vor der Eroberung Kirk=
Kiliſſes gefällt wurde, alſo noch in Stunden, da niemand
mit einem ſo ſchnellen Eintreffen der Prophezeiungen
rechnen konnte. Wenn man hört, in welchen Formen
die Einreihung der türkiſchen Kämpfer in das Heer ſich
vollzieht, wird vieles an dem plötzlichen Zuſammenbruch
des osmaniſchen Kriegsruhmes begreiflich, und man
ver=
ſteht, daß die moderne militäriſche Bildung ihrer
wenigen Generalſtabsoffiziere fruchtlos bleiben muß,
wenn das Inſtrument, mit dem ſie wirken ſollen, brüchig
und ſchartig geworden iſt.
Der Gewährsmann Barzinis berichtet davon, daß die
türkiſche Mobilmachung noch bei weitem nicht durchgeführt
ſei, ſie vollzieht ſich unter gewaltigen Schwierigkeiten,
voll=
zieht ſich langſam und mit allen Anzeichen einer kopfloſen
Verwirrung. Aber zugleich vollzieht ſie ſich unter
Um=
ſtänden, die grauen Peſſimismus rechtfertigen. Der Ruf
zu den Waffen wird nirgends von den Reſerviſten mit
Begeiſterung aufgenommen. Die Reſerviſten haben in
den letzten Jahren unter dem Druck militäriſcher
Inſtitu=
tionen ſchwer leiden müſſen wurden unzählige Male
ein=
berufen und mit ſchlechter Organiſation bald hierin, bald
dorthin geworfen, wieder entlaſſen, wieder einberuſen,
und die Entbehrungen, die ſie dabei zu durchleiden hatten,
ſind bei der minimalen Organiſationskraft des türkiſchen
Temperamentes hart und aufreizend geweſen. So iſt
eine Abneigung gegen die Armee, eine Apathie und eine
Gleichgültigkeit erſtanden, die ſich in Kleinaſien und in
anderen Teilen bei den Einberufungen ſogar zu
Meute=
reien ſteigerte. In Bruſſa, in Bandurma weigerten ſich
die Reſerviſten, Dienſt zu tun; jetzt, als gegen Bulgarien
mobiliſiert wurde. Die Regierung gab dann Befehl, die
eingezogenen oder noch unter den Waffen gehaltenen
Reſerviſten durch ſofortige Entlaſſung zu beruhigen. Aber
kaum hatten die Leute endlich ihre Dörfer erreicht, als ſie
von neuem der Einberufungsbeſehl traf. Viele
verſtecl=
ten ſich, noch mehr flohen, vor allem die chriſtlichen
Ele=
mente. Die Zurückgebliebenen mußten durch die
Gendar=
merie gewaltſam in die Kaſernen gebracht werden. Man
kann heute ſagen, daß die Manneszucht und die
Selbſtver=
leugnung, die bisher die charakteriſtiſchen Tugenden des
türkiſchen Soldaten waren, ganz erſchrecklich abgenommen
haben. In Konſtantinopel und in den Nachbarſtädten
ſieht man täglich Poliziſten und Gendarmen alle Bürger,
die noch imſtande ſind, eine Waſſe zu tragen, zu den
Ka=
ſernen und zum Militär ſchleppen. Mit nackter Gewalt
wer=
den dieſe Leute zum Heresdienſt gezwungen. Mankann ſich
durch eine Summe von 40 türkiſchen Pfund freikaufen,
viele Bürger haben dies Loskaufgeld ſchon zwei= oder
dreimal bezahlen müſſen. Die meiſten ziehen vor, ſich zu
verſtecken. Die Kriegsdemonſtrationen in Stambul gehen
in Wirklichkeit nicht vom Volke aus, ſondern von den
Laſt=
trägern, Ruderern und Kurden, die von Geiſtlichen oder
jungtürkiſchen Rednern aufgeſtachelt wurden. In dem
Augenblick der Einſtellung in die Truppe legt ſich die
Be=
geiſterung und die Menge läuft auseinander
Dieſe Wandlungen im türkiſchen Volksgeiſte ſind ſo
tiefgreifend, daß ſie nicht verheimlicht werden können.
In Wirklichkeit iſt alles und alle enttäuſcht, man iſt der
langen Anarchie müde, iſt mißtrauiſch gegen Junatürken
und Alttürken, iſt unter dem Druck der neuen ſchweren
Steuern, iſt durch die ewigen Unruhen eingeſchüchtert und
blickt der Zukunft ſehr peſſimiſtiſch entgegen. Das Volk
iſt einfach nicht mehr imſtande. Begeiſterung
aufzubrin=
gen, das Volk iſt erſchöpft. Selbſt die Fähigkeit zu
reli=
giöſem Enthuſiasmus iſt in den letzten vier Jahren der
Mißwirtſchaft völlig ertötet worden. Das chriſtliche
Ele=
ment ſympathiſiert insgeheim mit dem Siege der Slawen,
man hat es durch rückſichtsloſen Zwana und durch
Beu=
gung ins militäriſche Joch erbittert. Das reintürkiſſche
Element aber iſt völlig apathiſch geworden und nicht mehr
imſtande, ſich zu erregen, weder nach der einen, noch nach
der anderen Seite. Vielleicht könnte die Heranziehung
der wilden halbbarbariſchen Aſiatenſtämme, der Kurden
und Araber, in dem jetzigen Aſchenhaufen wieder etwas
wie einen Funken von Begeiſterung entflammen: aber
wenn die Regierung dieſe Reiterhorden auf den
Kriegs=
ſchauplatz wirft, dann wird ein maßlos grauſamer und
blutiger Kampf entbrennen und die Zeit der
mittelalter=
lichen Türkenkriege wieder erſtehen.
Deutſches Reich.
Sicherheitsmaßnahmen für
über=
ſeeiſche Perſonenbeförderung. Im Reichs=
amt des Innern fand unter perſönlicher Leitung des
Staatsſekretärs des Innern, Dr. Delbrück, die
Schlußkon=
ferenz zur Beratung der Sicherheitsmaßnahmen für
über=
ſeeiſche Perſonenbeförderung ſtatt, an der neben den
Kommiſſaren der beteiligten Reichsämter und der
preußi=
ſchen Miniſterien ſowie die nachgeordneten
Reichsbehör=
den, Vertreter der Bundesregierungen und die bereits an
der Konferenz vom 6. Mai 1912 beteiligt geweſenen
Kör=
perſchaften und Vereine, im ganzen 50 Perſonen,
teil=
nahmen. Staatsſekretär Dr. Delbrück eröffnete die
Ver=
handlung und wies einleitend u. a, darauf hin, daß er
ſämtliche Vorſchläge, die von den auf der Konferenz vom
6. Mai 1912 eingeſetzten drei Kommiſſionen inzwiſchen
ausgearbeitet ſeien, dem Vorſtand der See=
Berufsgenoſ=
ſenſchaft mit dem Erſuchen überwieſen habe, ſie nach
Maßgabe des § 119 des See=Unſallverſicherungsgeſetzes
vom 30. Juni 1900 unter Zuziehung der Vertreter der
Verſicherten einer Begutachtung zu unterziehen. Dieſe
fand am 3. Oktober 1912 ſtatt und hatte das Ergebnis,
daß im weſentlichen allen Kommiſſionsvorſchlägen auch
ſeitens der Vertreter der Verſicherten einſtimmig
beige=
treten worden ſei. Sodann erſtatteten die genannten
drei Kommiſſionen Referate über Schottvorſchriften,
Ret=
tungsboote, drahtloſe Telegraphie und Eisnachrichten=
Dienſt. Am Schluſſe wurden einige weitere Fragen, die
auf der internationalen Konferenz zur Beſprechung
ge=
langen ſollen, einer Erörterung unterzogen. Ueber alle
Punkte der umfangreichen Tagesordnung wurde ein
Ein=
verſtändnis der Verſammlung erzielt. Das Ergebnis
der Konferenz wird nunmehr die Unterlage zur
Stellung=
nahme der deutſchen Delegierten auf der ſpäter in
Lon=
don ſtattfindenden internationalen Konferenz bilden.
— Die Reichseinnahmen im erſten
Halb=
jahr 1912. Die Einnahmen des Reichs aus Zöllen,
Steuern und Gebühren haben in der erſten Hälfte des
laufenden Rechnungsjahres rund 820 Millionen Mark
betragen und damit den Voranſchlag um 14 Millionen
überſchritten. An dem Mehrertrage ſind die Börſenſteuer
mit 3,5 Millionen Mark beteiligt.
— Das Reichstheatergeſetz, Ueber den
augenblicklichen Stand der Vorarbeiten zu einem
Reichs=
theatergeſetz wird mitgeteilt: Gegenwärtig ſind die
Juſtiz=
reſſorts — das Reichsjuſtizamt und das preußiſche
Juſtiz=
miniſterium — damit beſchäftigt, die zivilrechtliche Seite
der Frage zu prüfen und feſtzuſtellen, wie weit eine
ge=
ſetzliche Regelung in den Engagementsvertrag eingreifen
kann. Sobald das geſchehen iſt, wird eine Vorlage
ent=
worfen und den Bundesregierungen unterbreitet weerden.
Es iſt auch nicht ausgeſchloſſen, daß der Entwurf. ehe er
an die geſetzgebenden Körperſchaften gelangt, den
beteilig=
ten Kreiſen mitgeteilt wird. Aller Wahrſcheinlichkeit nach
wird die Vorlage dem Reichstage während ſeiner Tagung
1913/1914 zugehen.
— Der Papſt über die
Gewerkſchafts=
frage. Wie wir ſeinerzeit mitgeteilt haben, ſteht die
Veröffentlichung einer Kundgebung des Papſtes zu dem
Streit im Lager der katholiſchen Arbeitervereine bevor.
Die Kölniſche Volkszeitung teilt hierüber folgende
Einzel=
heiten mit:
Die Enzyklika des Heiligen Vaters über die
Gewerk=
ſchaftsfrage, an die Adreſſe der deutſchen Biſchöfe
ge=
richtet, iſt dieſen bereits zugegangen und wird direkt nach
der Fuldaer Biſchofskonferenz (die bekanntlich am 4.
No=
vember ſtattſindet) veröffentlicht werden. Die deutſche
Ueberſetzung wird der Biſchofskonferenz voei igen und
von ihr auf die Richtigkeit geprüſt werden, damit nicht
wieder falſche Ueberſetzungen in Umlauf geſetzt werden.
Ueber den Inhalt der Enzyklika iſt bis jetzt nur ſoviel zu
erfahren, daß der Heilige Vater, wenn er auch rein
konſeſ=
ſionelle Arbeiterorganiſationen als die wünſchenswerteſte
Organiſationsform anſehen muß, doch den deutſchen
Ver=
höltniſſen Rechnung trägt und die Zugehörigleit
katho=
liſcher Arbeiter zu den interkonfeſſionellen Gewerkſchaften
nicht mißbilligt. Von beſonderer Bedeutung dürfte jener
Paſſus ſein, der betont, daß die Geaner der chriſtlichen
Gewerkſchaften kein Recht haben, die Rechtgläubigkeit der
dieſen angehörenden Katholiken in Zweifel zu ziehen und
herebenſetzen.
Die Köln. Ztg. fügt dem hinzu, daß nach ihrer
Kenntnis der Dinge die päpſtliche Enzyklika ſchon Anfang
Oktober den deutſchen Biſchöfen zugeſtellt worden iſt. Sie
habe aber in ihrer urſprünglichen Faſſung ſo wenig den
Anſchauungen der Biſchöfe entſprochen, daß dieſe
Be=
denken trugen, ſie zu veröffentlichen.
— Das bayeriſche Geſetz über den
Kriegszuſtand wurde in der Abgeordnetenkammer
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Nummer 256.
mit allen Stimmen gegen die der Sozialdemokraten
ange=
nommen.
Der Jeſuitenerlaß der bayeriſchen
Regierung wird am 22. oder 25. November im
Bun=
desrat verhandelt werden. Nicht Freiherr v. Hertling,
ſondern Kultusminiſter v. Knilling wird in der Sitzung
den Standpunkt ſeiner Regierung vertreten.
Ausland.
Frankreich.
Franzöſiſch=italieniſches
Ueberein=
kommen. Miniſterpräſident Poincaré und
Miniſter=
präſident Tittoni unterzeichneten folgende Erklärung: Da
Frankreich und Italien wünſchen, das zwiſchen ihnen
ab=
geſchloſſene Abkommen in freundſchaftlichſtem Geiſte
aus=
zuführen, verſichern ſie ſich gegenſeitig der Abſicht, beide
der Verwirklichung aller Maßnahmen, deren Erlaß
Frankreich in Marokko und Italien in Libyen für
oppor=
tun halten werden, kein Hindernis zu bereiten. Sie
kom=
men auch darüber überein, daß die Behandlung als
meiſt=
begünſtigte Nation gegenſeitig Frankreich in Libyen und
Italien in Marokko zugeſichert wird. Die
Meiſtbegünſti=
gung ſoll im weiteſten Maße den Angehörigen,
Erzeug=
niſſen, Einrichtungen und Unternehmungen beider
Staa=
ten gewährt werden. Zu dieſem franzöſiſch=italieniſchen
Uebereinkommen über Marokko und Libyen wird offiziös
gemeldet:
Infolge des Abſchluſſes dieſes Uebereinkommens
würden die Konſulargerichte und das Regime der
Schutz=
befohlenen in Libyen abgeſchafft werden. Frankreich
werde hierzu ſeine Zuſtimmung erteilen, ebenſo wie
Ita=
lien zu demſelben Zeitpunkte die Abſchaffung der
Konſu=
largerichte in Marokko und die Abänderung der Madrider
Konvention über die Frage der Schutzbefohlenen in
Ma=
rokko annehmen werde. Bezüglich dieſer beiden letzteren
Fragen ſei zwiſchen Spanien und Frankreich eine
Eini=
gung erzielt worden. Sobald die franzöſiſche
Organiſa=
tion in Marokko eine vollſtändigere ſein werde, werde
Frankreich auch bei den anderen Mächten die Abſchaffung
der Konſulargerichte und die Abänderung der Madrider
Konvention beantragen. Von dem Petit Pariſien wird
gemeldet, daß die italieniſche Regierung ſich verpflichtet
habe, auch verſchiedene tuneſiſche Fragen in einem für
Frankreich freundlichen Sinne zu regeln.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen
Verhand=
lungen. Offiziös wird berichtet, die franzöſiſche
Re=
gierung beabſichtige, ein Gelbbuch über die
franzöſiſch=
ſpaniſchen Verhandlungen von 1900—1904 zu
veröffent=
lichen, die zu dem Geheimabkommen über Marokko von
1904 geführt haben. Dies letzte Abkommen hat bekanntlich
als Grundlage für die ſoeben abgeſchloſſenen
ſpaniſch=
franzöſiſchen Marokkoverhandlungen gedient. Durch
die=
ſes Gelbbuch ſoll der gegen den damaligen Miniſter des
Aeußern und gegenwärtigen Marineminiſter Delcaſſé
er=
hobene Vorwurf entkräftigt werden, daß der
Geheimver=
trag von 1904 in übereilter Weiſe abgeſchloſſen worden
ſei.
England.
Einziehung von
Flottenmannſchaf=
ten. Da die Meldung der Londoner News Agency, daß
die Klaſſe A der britiſchen Flottenreſerve den
Be=
fehl erhalten habe, ſich zur ſofortigen Einziehung
bereit=
zuhalten, im Auslande eine gewiſſe Beunruhigung
her=
vorgerufen hat, teilt das Reuterſche Bureau mit: Die
Ein=
ziehung der Mannſchaften der Flottenreſerve hat keine
be=
ſondere Bedeutung. Es handelt ſich lediglich um eine
Routinemaßregel, wonach die Mannſchaften klaſſenweiſe
periodiſch zu alljährlichen Uebungen einberufen werden.
Dies geſchieht gegenwärtig.
Rußland.
Strafbarkeit der
Dumaabgeordne=
ten. Der Senat hat beſchloſſen, daß die Abgeordneten
der Duma der ſtrafrechtlichen Verfolgung für Reden in der
Duma und in den Kommiſſionen, ſowie für
Interpella=
tionen an die Regierung unterliegen ſollen, wenn ſie
da=
bei die Strafgeſetze verletzen. Alle Straftaten der
Abge=
ordneten als ſolche müſſen vor dem höchſten Strafgericht
verhandelt werden, ſelbſt dann, wenn nur eine
Privat=
klage eingereicht iſt.
Mexiko.
General Diaz zum Tode verurteilt.
General Felix Diaz iſt als Führer der letzten
mexikani=
ſchen Revolution vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt
worden, doch wurde die Hinrichtung verſchoben, da die
öffentliche Meinung ſich gegen eine ſolche Exekution
wen=
det und Präſident Madero um Begnadigung gebeten
wurde. Madero erklärte einer Abordnung von Frauen,
die ihn erſuchten, er möge wegen Diaz intervenieren, er
wäre vollſtändig entſchloſſen, die Urteile über Diaz und
andere Revolutionäre nicht zu ändern. Trotzdem ſind viele
einflußreiche Perſonen bemüht, die Hinrichtung Diaz’ zu
verhindern, die ganz von der Entſcheidung des oberſten
Gerichtshofes über die Geſetzmäßigkeit des
kriegsgericht=
lichen Verfahrens abhängt.
China.
Proteſt der Mächte. Am Montag fand in
Peking eine Konferenz der Geſandten der elf Mächte
ſtatt, die das Friedensprotokoll nach dem Boxeraufſtand
unterzeichnet haben. Die Konferenz beſchloß einen
Pro=
teſt gegen eine anderweitige Verpfändung der Einkünfte
aus der Salzſteuer, ſofern die fälligen Raten der
Kriegs=
entſchädigung nicht regelmäßig bezahlt würden. Die
Proteſtnote, die jetzt überreicht werden ſoll, wendet ſich
hauptſächlich gegen die chineſiſche Auffaſſung, daß China
berechtigt ſei, die Salzſteuer anderweitig zu verpfänden,
wenn ſie fünf Millionen Taels überſchreite, denn das war
ihr Betrag, als ſie für die Boxerentſchädigung
verpfän=
det wurde.
Finanzkontrolle. Nach einer Meldung der
Peking Daily News beabſichtigt das Finanzminiſterium,
in allen Provinzen Finanzvertreter zu ernennen, die
er=
mächtigt werden ſollen, die Finanzen der Provinzen zu
kontrollieren und monatliche Berichte zu liefern haben.
Dieſe Maßnahme wird als ein weiterer bemerkenswerter
Beweis für die ſteigende Macht der Zentralregierung
an=
geſehen.
* Petersburg, 29. Okt. Die ruſſiſche
Fleiſchausfuhr nach Deutſchland hat die
hie=
ſige Fleiſchbörſe erregt. Ein Komitee hielt bereits zwei
Sitzungen ab, um die Ausfuhr zu hindern, die für
Peters=
burg und Moskau, die Abſatzgebiete der beſten Qualitäten,
verhängnisvoll werde. Die Fleiſchbörſe erſuchte um
Zu=
ückziehung des niedrigen Exporttarifes.
Stadt und Land.
Darmſt adt, 30. Oktober.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften begaben ſich am Montag mittag 12¼ Uhr
im Auto nach Friedrichshof und kehrten abends 6½ Uhr
nach Jagdſchloß Wolfsgarten zurück. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Wilhelm Rothmann aus Gau=Köngernheim, Kreis
Alzey, die Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Kaulſtos,
Kreis Schotten.
g. Strafkammer. Die vorbeſtrafte 26jährige
Ein=
legerin Anna Sanderbeck von hier hatte ſich geſtern
wegen Diebſtahls vor der hieſigen Strafkammer zu
ver=
antworten. Die Angeklagte hatte am 10. Auguſt dem noch
nicht ſchulpflichtigen Mädchen des Metzgers Steinmetz,
das von der Mutter zum Einkaufen geſchickt war, in
einem Laden in Anweſenheit anderer Frauen ein
Fünf=
markſtück aus der Hand genommen und darauf den Laden
verlaſſen, ohne ein Wort zu ſagen. Das Gericht
verur=
teilte die Angeklagte wegen Rückfalldiebſtahls zu 6
Mo=
naten Gefängnis. — Der 31jährige Fuhrmann
Ernſt Mutz aus Bickenbach war längere Zeit bei dem
Fuhrunternehmer Möſer in Darmſtadt tätig. Die
hier=
durch erworbene Ortskenntnis machte er ſich am 30. Auguſt
zunutze, indem er zur Nachtzeit ſich in das Anweſen des
Möſer einſchlich und ein in der Waſchküche ſtehendes
Fahr=
rad mitnahm. Das geſtohlene Rad verkaufte er ſpäter
für 5 Mark in Frankfurt. Das Gericht erkennt auf 3
Mo=
nate Gefängnis. — Eine weiter zur Verhandlung
kommende Berufungsſache gegen den 52jährigen
Gerichts=
vollzieher Wedel von hier wegen Zuwiderhandlung
gegen das Zigarettenſteuergeſetz vom 3. Juli 1906 ſpielt
in die große Betrugsaffäre des Zigarettenhändlers
Jacobſohn hinein. Als die Manipulationen des
Jacobſohn bekannt wurden, erwirkte eine Berliner Tabak=
und Zigarettenfirma, die große Lieferungen für
Jacob=
ſohn ausgeführt hatte, wegen einer FForderung von
4—5000 Mark einen Arreſtbefehl vom hieſigen
Amts=
gericht. Als der Gerichtsvollzieher Wedel als
Beauftrag=
ter der Firma den Arreſtbefehl vollſtrecken wollte, fand
er in der Mädchenkammer 80000 Stück Zigaretten, die er
zur Sicherung gegen unbefugtes Beiſeiteſchaffen durch
Jacobſohn, der ſich damals erwieſenermaßen in der Nähe
von Darmſtadt aufhielt und noch größere Summen
ein=
kaſſierte, alſo unter Umſtänden auch noch Beſtände
ver=
äußern konnte, zu einem Spediteur ſchaffen ließ, wo er
die gepfändeten Waren unter ſeinem Verſchluß
be=
hielt. Die neue Aufbewahrungsſtelle der noch nicht
banderolierten Zigaretten zeigte er der Steuerbehörde
an, die jedoch ſchon vorher von der Verbringung
Kennt=
nis erhalten hatte und Wedel nun aufforderte, entweder
die Zigaretten wieder an die alte Stelle zurückzubringen,
oder ſie in zollamtlichen Verſchluß zu geben. Wedel
wei=
gerte ſich, indem er gleichzeitig angab, ſeine
Auftrag=
geberin ſei bereit, jede gewünſchte Summe zur Sicherung
der Steuer zu hinterlegen. Er ſei durch ſeine
Dienſtvor=
ſchriften angewieſen, für die Sicherſtellung der von ihm
gepfändeten Waren zu ſorgen, und da ihm aus
verſchie=
denen, näher dargelegten Gründen die
Mädchenkammer=
als Aufbewahrungsort nicht geeignet erſcheine, könne er
der Aufforderung nicht nachkommen. Daraufhin erließ
am 24. April 1912 die Steuerbehörde gegen Wedel einen
Strafbefehl von 20 Mark wegen Zuwiderhandlung gegen
§ 3 des Zigarettenſteuergeſetzes, da er beabſichtigte, durch
Verſteigern die nicht banderolierten Zigaretten zu
geſchäft=
lichen Zwecken in den Inlandsverkehr zu bringen.
Außer=
dem wurde nach § 23 des erwähnten Geſetzes auf
Ein=
ziehung der Zigaretten erkannt. Gegen dieſen
Straf=
befehl erhob Wedel Einſpruch beim Schöffengericht, das
auch den Strafbefehl aufhob, da es eine Kolliſion
zwi=
ſchen Dienſtvorſchriften und Geſetz erblicke und zugunſten
des Angeklagten annahm, daß ſein Verhalten durch die
zivilrechtlichen Beſtimmungen gedeckt ſei. Gegen dieſes
Erkenntnis erhob die Staatsanwaltſchaft Berufung, die
geſtern vor der Strafkammer zur Verhandlung kam. Das
Gericht erkannte aber wiederum auf Freiſprechung und
auf Aufhebung der Einziehung. Das Gericht nahm an,
daß Wedel nicht beabſichtigt habe, die Zigaretten in den
Verkehr zu bringen, da nicht jede Pfändung zur
Verſtei=
gerung führe. Die Verbringung ſei nur im Intereſſe der
Sicherheit und im Intereſſe des Gläubigers geſchehen.
Dies ſei auch die einzige mögliche Sicherung geweſen.
Bei der Kompliziertheit der Rechtslage wurden dem
An=
geklagten auch die Koſten der Verteidigung erſtattet.
A Vom Großh. Hoftheater. Heute Mittwoch wird
als 45. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 12, Offen=,
bachs Operette „Die ſchöne Helena” wiederholt. Am
Donnerstag geht nach längerer Pauſe Wolff=Ferraris
„Schmuck der Madonna” in teilweiſer Neubeſetzung in
Szene. Freitag findet eine Aufführung von Nicolais
entzückender Oper „Die luſtigen Weiber von Windfor”
ſtatt. Am Samstag iſt eine ſehr intereſſante Novität zur
Erſtaufführung angeſetzt. Ludwig Thomas Volksſtück
„Magdalena” das bei der Uraufführung am Kleinen
Theater in Berlin tiefgehende Wirkung erzielte, wird, von
Herrn Baumeiſter ſzeniſch geleitet, zur Darſtellung
ge=
langen. Der große Erfolg, den Leo Falls „Lieber
Augu=
ſtin” bei der Premiere am Sonntag gefunden hat,
ver=
anlaßt die Hoftheaterleitung, die Operette für nächſten
Sonntag zur Wiederholung anzuſetzen.
Aus Anlaß der 25jährigen Zugehörigkeit des Kammers
ſängers Wilh. Riechmann zum Enſemble des Großhl”
Hoftheaters wird im Laufe des Monats November eins
Benefizvorſtellung veranſtaltet werden; der
Zeit=
punkt wird ſpäter angegeben werden.
— Ausbau der Ueberlandzentralen. Die
Heſ=
ſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft
Darm=
ſtadt macht hiermit die Einwohner der Gemeinden, die
an die Ueberlandſtromverſorgungsanlagen angeſchloſſen
werden ſollen, darauf aufmerkſam, daß Hausinſtallationen
nur von ſolchen Inſtallateuren ausgeführt werden dürfen,
die hierfür eine ſchriftliche Erlaubnis erhalten haben. Die
konzeſſionierten Inſtallateure haben der Heſſiſchen
Eiſen=
bahn=Aktien=Geſellſchaft über Anlagen, die ſie zum
An=
ſchluß an ihre Leitungsnetze ausführen wollen,
ent=
ſprechende Projektpläne, die ſowohl von dem
Auftrag=
geber wie vom Inſtallateur zu unterſchreiben ſind, zur
Prüfung und Genehmigung vorzulegen. Nur die mitt
Genehmigungsvermerk und Stempel verſehenen Pläne
geben dem Beſteller eine Gewähr dafür, daß er eine
ordnungsmäßige und richtig projektierte Anlage erhalten
wird, und daß der betreffende Inſtallateur zu ihrer
Aus=
führung berechtigt iſt.
Zu dem Brande in der Hauptpoſt und die
Gas=
abſperrung am Samstag, 26. Oktober, teilt das Großh.
Polizeiamt mit: Am Samstag, den 26. Oktober,
vor=
mittags 11.15 Uhr wurde „Feuer in einem Keller Rhein=
Eine neue Art von Wirbeltieren.
*⁎* Gondwanaland, dieſer verſunkene
Erd=
teil der Urwelt, der auf der Südhalbkugel Afrika
mit Indien verband, den Indiſchen Ozean
er=
füllte und ſich weſtlich in den Atlantiſchen ſchob,
war von einer Tierwelt bevölkert, wie ſie ſo wunderlich
und ſeltſam nie wieder geſehen worden iſt. Ein Geſchöpf
dieſes verſchollenen Kontinents, der in der Jurazeit
unterging und an deſſen Stelle der Indiſche Ozean trat,
lebt noch in unſere Tage hinüber und iſt erſt vor kurzem,
wie ſchon mitgeteilt, in den nachtdunklen Wäldern des
holländiſchen Neuguinea entdeckt worden. Von dieſem
merkwürdigſten Tier des auſtraliſchen Erdteils, dem
„Vliesigel” erzählt Wilhelm Bölſche in Ueber Land
und Meer. Die Gondwanatiere glichen teils Reptilien,
keils Säugetieren, teils war es, als wolle ſich in ihnen
ein ganz neuer dritter Typus bilden, der aus den
verſchie=
denen Tierklaſſen grotesk zuſammengeſtückelt war. An
dieſe phantaſtiſche Laune der Natur aus Urweltstagen
er=
innert heute noch das ſagenumwobene Schnabeltier.
Schon vor Jahren wies ein einzelner Schädel die erſte
Spur, daß in Auſtralien große Landſchnabeltiere
vor=
kämen; nach und nach aber hat es ſich herausgeſtellt, daß
das eigentliche Entfaltungsgebiet dieſer Landſchnabeltiere
in unſeren Tagen Neuguinea iſt. Hier wohnen
mehrere jener großen Sorten, für die man den Namen
Vliesigel” erfunden hat, wenngleich die meiſten
dieſer Arten kein weiches Vlies, ſondern wirkliche
Stacheln beſizen. Zum erſten Mal iſt ein ſolcher lang=
und dickſtacheliger Vliesigel (Proechidna nigroaeuleate)
in den Zoologiſchen Garten zu Amſterdam lebend
ge=
langt. Faſt wie ein winziger Elefant ſieht dieſer
einzig=
artige Geſelle aus: der Schnabel biegt ſich zu einem
ge=
waltigen krummen Rüſſel wie ein Pfeifenrohr ein; der
Leib wird bei dieſem Stacheltier von hohen, ganz
elefan=
tenartigen Säulenbeinen getragen. Dazu kommen noch
die ſtark ausgebildeten äußeren Ohrmuſcheln. Und doch
hat dieſer „Elefant von Neuguinea” in Wahrheit nichts
mit einem Elefanten zu tun; er iſt vielmehr der letzte
Bote aus jenem geheimnisvollen untergegangenen
Gond=
wanaland, der Vertreter einer neuen Klaſſe der
Wirbel=
tiere, die nach der Anſicht mancher Zoologen gleichwertig
neben Reptilien, Vögeln und Säugetieren ſtehen müßte.
Dieſe Schnabeltiere ſind ja keine echten Säugetiere, denn
man weiß, daß ſie den der Schildkröten ähnliche
Eier=
legen und daß ihre Bluttemperatur je nach der äußeren
Luftwärme ſteigt und fällt, eine Eigenſchaft, die die
wech=
ſelwarmen Reptilien von den dauerwarmen Säugetieren
unterſcheidet. Nun haben ſie aber bereits das Haar des
Säugetieres, wenigſtens in der Form von Stacheln, und
ihre Jungen werden noch im Ei durch Säfte des
Mutter=
leibes, ſpäter aber durch eine Art Muttermilch ſelbſt
ge=
nährt. Miſchbildungen zwiſchen Reptil und Säugetier
ſind ſie, gerade ſo wie jene alten Gondwanatiere, die
Saurier und ſaurierähnlichen Weſen, in deren
Knochen=
bau Reptil und Säugetier gleichſam miteinander rangen
und daneben eine dritte Klaſſe ſich durchzukämpfen ſchien.
Je genauer in letzter Zeit das Geſamtgerippe dieſer
uralten Tiere bekannt wurde bis faſt in jede Einzelheit,
deſto ſieghafter machten ſſich die Uebereinſtimmungen
zwiſchen den Sauriern und den Schnabeltieren geltend.
Dazu kam, daß die Tiere heute nur noch in Auſtralien
und ſeinem nächſt zugehörigen Inſelland leben; dort aber
befinden wir uns noch heute auf der letzten geologiſch
unverſehrten Scholle, die von dem alten Urweltserdteil
übrig geblieben iſt. Neuguiena, die Heimat der
Para=
diesvögel, dieſer farbenfrohen „Kunſtwerke der Natur”
das uns nun auch den Vliesigel geſchenkt hat, birgt in
ſeinen alten Geſteinsſchichten wohl noch manche zoologiſche
Ueberraſchung, die den Zuſammenhang der heutigen
Schnabeltiere mit den alten Geſchöpfen von Gondwana
aufklären könnte. Dann wird die neue Klaſſe der
Wir=
beltiere, deren ſeltſamſter Vertreter jetzt unſer Staunen
erweckt, im wiſſenſchaftlichen Syſtem der Zoologen ihre
bedeutſame Stelle erhalten.
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 28. Oktober.
„Hamlet”
W-l. Shakeſpeares „Hamlet” wurde heute in neuer
Infzenierung zur Darſtellung gebracht, und bs wahr
höchſte und edelſte Kunſt, was uns mit dieſem neuen
Hamlet geboten wurde. Vielleicht mag es mancher
be=
dauert haben, daß die erſt vor einigen Jahren mit der
Neuinſzenierung der Tragödie geſchaffenen neuen
ſzeni=
ſchen Bilder dem Prinzip der Stilbühne geopfert werden
ſollten, der Erfolg hat aber gezeigt, daß die Aufführung
dadurch nicht verloren, ſondern gewonnen hat. Ueber
den Zweck und die Einrichtung der neuen
Shakeſpeare=
bühne wird folgendes mitgeteilt:
„Bei der ſog, Shakeſpeare=Bühne, einer Erfindung des
ehemaligen Münchener General=Intendanten Freiherrn
von Perfall, die in den letzten Jahren weſentlich
vervoll=
kommnet wurde, handelt es ſich vor allem darum, die
langen Verwandlungspauſen, die die Stimmung
zer=
ſtören, zu vermeiden, und einen raſchen und ungehemmten
Fortgang der Handlung zu erreichen. Zu dieſem Zweck
wird die Bühne gewiſſermaßen in drei Stockwerke
ge=
teilt, die jeweils durch einige Stufen von einander
ge=
trennt ſind, und zwar ſo, daß die Vorderbühne auf
nor=
malem Bühnenboden liegt, die Mittelbühne erhebt ſich
einige Stufen über demſelben und der hinter letzterer
be=
findliche dritte Plan iſt wieder um einiges erhöht. Drei
klar von einander geſchiedene Räume werden ſo
geſchaf=
fen, die untereinander wieder durch Vorhänge, welche die
ganze Bühnenbreite einnehmen, getrennt werden können.
Als Hintergrund bei freier Landſchaft dient der Himmelz
Nur wenige, aber charakteriſtiſche Möbel werden
ange=
wandt, um den Schauplatz anzudeuten. Die
Verwand=
lungen können, da die Bühne nicht mit überflüſſigen
Gegenſtänden angepropft iſt, ſchnell und geräuſchlos von
ſich geben. Während z. B. auf dem vorderen Plan ge=
Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Seite 3.
ſtraße 11/13” gemeldet. Die Feuerwehr fand bei ihrem
Eintreffen in einem Keller des Poſtgebäudes ſehr ſtarkes
Feuer, das ſofort mit drei Schlauchleitungen bekämpft
wurde; bei der großen Hitze war das Vordringen zum
Feuerherd ſehr erſchwert. Aus verſchiedenen Röhren
her=
aus brannten ſtarke Gasflammen, die durch den
Waſſer=
ſtrahl nicht zum Erlöſchen gebracht werden konnten; es
war auch richtiger, das Gas zunächſt brennen zu laſſen,
da ſonſt das ausſtrömende Gas unbedingt zu einer
Explo=
ſion hätte führen müſſen. Der Hauptabſperrhahn war bei
den ſtarken Stichflammen und der Hitze nicht zu erreichen,
ſo daß nach der Anſicht der Feuerlöſchleitung die
Gas=
zufuhr anderweitig unterbunden werden mußte. Die
Poſt=
direktion hatte alsbald nach Ausbruch des Brandes das
Gaswerk telephoniſch um Abſtellen der Gaszufuhr
er=
ſucht; dies wurde zunächſt zugeſagt, dann aber als
unmög=
lich bezeichnet. Nach Eintreffen der Feuerwehr
wieder=
holte der Branddirektor das telephoniſche Erſuchen vom
Poſtgebäude aus mit dem Hinweis, daß Eile geboten ſei
und die Gefahr einer Exploſion vorliege. Der
Poſtdirek=
tion gegenüber, die ſich nochmals mit der Direktion der
Gaswerksverwaltung telephoniſch in Verbindung geſetzt
hatte, wurde erneut die Abſperrung abgelehnt, dagegen
andere Maßnahmen an Ort und Stelle zugeſagt. Da nach
Ablauf einiger Zeit noch niemand vom Gaswerk
einge=
troffen war, fuhr der auf der Brandſtelle anweſende
Ver=
treter des Polizeiamts, nachdem ihm trotz
Inanſpruch=
nahme der Poſtbehörde eine telephoniſche Verbindung
mit der Gaswerksverwaltung nicht gelungen war, in
Be=
gleitung eines Poſtbeamten mit der Automobilſpritze
nach dem Bureau der Gaswerksverwaltung und
wieder=
holte dort das bereits von der Poſtdirektion und dem
Branddirektor geſtellte Erſuchen. Die Direktion des
Gas=
werks erklärte zunächſt, eine teilweiſe Abſperrung ſei
un=
möglich, die Abſperrung für die ganze Stadt berge aber
große Gefahren in ſich, da bei Wiederöffnung der Leitung
Exploſionen bei den Hausanſchlüſſen entſtehen könnten.
Auf die Vorſtellung hin, daß die Bekämpfung des Feuers
und die dort vorhandene Exploſionsgefahr das Einſtellen
der Gaszufuhr in das Poſtgebäude dringend verlange
und daß nötigenfalls das Einſtellen polizeilich angeordnet
werden müſſe, ließ die Direktion die Hauptleitung
ab=
ſperren. Die Möglichkeit, das Zuleitungsrohr zum
Poſt=
gebäude in der Rheinſtraße abzutrennen, wurde hierbei
überhaupt nicht erörtert. Die Arbeiten hierzu waren
in=
zwiſchen durch die am Poſtgebäude eingetroffenen
Ange=
ſtellten des Gaswerks aufgenommen worden, ſie wurden
aber überholt durch das Abſperren der geſamten Leitung.
Ob der Verſuch der lokalen Abſperrung bei der Stärke
der Gaszufuhr zum Poſtgebäude und dem Umfang des
Feuers ohne Gefährdung der Arbeiter und
Löſchmann=
ſchaften überhaupt oder wenigſtens ſchnell genug hätte
durchgeführt werden können, iſt zum mindeſten fraglich.
Das Verlangen des Polizeiamts als Feuerpolizeibehörde
war geſtützt auf das Gutachten des Branddirektors als
techniſchen Leiters der Löſcharbeiten und geboten durch
die Gefahr einer Exploſion, die vielleicht Unglücksfälle,
jedenfalls aber gerade in einem dem öffentlichen Verkehr
dienenden Gebäude Beläſtigungen nach ſich gezogen hätte.
die für die Allgemeinheit noch ſtörender als die zeitweiſe
Entziehung der Gaszufuhr geworden wären. Wie lange
die Wiederöffnung der Hauptzuleitung hinauszuſchieben
war, darüber hatte das Polizeiamt nicht zu entſcheiden;
es hat nur dem Wunſch der Gaswerksleitung entſprochen
zund alsbald durch die Schutzmannſchaft in gleicher Weiſe
wie die Poſtdirektion durch die Briefboten nach
Möglich=
keit’die Einwohnerſchaft auf das Schließen und
Wieder=
öffnen der Gaszuleitung aufmerkſam machen laſſen. Da
dieſe Benachrichtigung nach der Anſicht der
Gaswerksver=
waltung unbedingt erfolgen mußte, dieſe Arbeit aber bei
der Ausdehnung der Stadt einige Zeit erforderte, hat
die für die Einwohnerſchaft gewiß ſehr unangenehme,
aber durch die Situation gebotene Störung längere Zeit
andauern müſſen.
* Der Geſangverein „Teutonia” hielt im
dicht=
beſgtzten Saale des „Feierabend” ſeine Abendunterhaltung
a Im Verlauf des Abends leiſtete der Chor unter der
tüthtigen Leitung des Dirigenten Herrn H. Becker ganz
vorzügliches. Von weiteren Programmnummern ſeien
noch hervorgehoben: Baritonſolo des Herrn Schwarz,
DDuette der Herren Usner und Baden Deklamationen
von Fräul. E. Roch und Herrn Katzenmeier, und be=
ſonders die humoriſtiſchen Vorträge des Herrn Gerhardt.
Das flott geſpielte Theaterſtückchen „Wenn man verliebt
iſt” der beiden Damen Reinheimer und Roch fand vielen
Beifall. Den Glanzpunkt des Abends bildete K. Schaffnits
„De Stammdiſch” in Darmſtädter Mundart, geſpielt von
den Damen Maſſing und den Herren Schnur, Baden,
Gerhardt, Egly, Maſſing, Dillmann jun., Grimm und
Brunnengräber.
* Die „Hottonia” hielt eine ſehr gut beſuchte
Ver=
ſammlung ab, in der Herr Oberlehrer Dr. Schilling
über „Die neueſten Forſchungen über das
Leuchten der Tiere und Pflanzen” einen
Vor=
trag hielt. Die Leuchtvorgänge beruhen entweder auf
Photo= oder Chemoluminiſzenz. Erſcheinungen jener
Art zeigen beſonders die Schwefelverbindungen der
alkali=
ſchen Erden, die das Licht in ſich aufnehmen und nach und
nach wieder abgeben. Erſcheinungen dieſer Art entſtehen
durch Orydation von allerlei Stoffen, wie Phosphor,
Magneſium und Kohlenſtoff. Auch das Leuchten der
Lebe=
weſen gehört hierher. Der Vortragende ging im einzelnen
auf das Leuchten des Meeres durch Infuſorien und
Kie=
ſelalgen, des Fleiſches, beſonders der Fiſche, durch
Pho=
tobakterien, des faulen Holzes durch Pilzmyeelien und des
Johanniswürmchens durch lebhafte Oxydation von
beſon=
deren Leuchtſtoffen ein. An der Hand der neueſten
For=
ſchungen auf dieſem Gebiete, beſonders von Weitlaner,
wies er darauf hin, daß dieſe Leuchtſtoffe
Stoffwechſel=
produkte im Körper des Tieres ſeien; durch chemiſche
Ver=
ſuche laſſe ſich zeigen, daß Humus, der die
Hauptnahrungs=
quelle für dieſe Tiere bilde, durch lebhafte Oxydation
ebenfalls zum Leuchten zu bringen ſei. Verſuche
phyſika=
liſcher und chemiſcher Art, ſowie das Vorzeigen von
leuch=
tendem Fleiſch und leuchtendem Holz erläuterten die
Aus=
führungen des Vortragenden, dem die Anweſenden
leb=
hafteſten Beifall bekundeten. Nach einer kleinen Verloſung
blieb man noch einige Zeit zuſammen, um allerlei
Erfahr=
ungen aus dem Gebiet der Aquarien= und Terrarienkunde
auszutauſchen.
* Warnung. Eine Berliner Firma ſendet
vor=
nehmlich an Dienſtmädchen unaufgeſordert Proben eines
Allheilmittels Visnervin” gratis und franko. Die Firma
teilt aber gleichzeitig dabei mit, daß die Probe allein
nicht helfe und daß eine weitere Sendung unter
Nach=
nahme von 5, 75 Mk. an die Empfängerin abgehen
würde, Selbſtverſtändlich brauchen nur ſolche Sendungen
eingelöſt zu werden, die beſtellt worden ſind. Man
ver=
weigere alſo ruhig die Annahme, wenn keine
Be=
ſtellung der Pillen erfolgt iſt.
V Traiſa, 28. Okt. Die Ortsgruppe Traiſa
des Deutſchen Flottenvereins veranſtaltete
geſtern einen Vereinsabend, der in allen ſeinen Teilen
glatt verlief. Geſprochen wurde über unſere
Schwierig=
keiten bei einem zukünftigen Kriege, die darin beſtehen
werden, daß die für unſere Gegend in Betracht
kommen=
den Induſtrien ſtille ſtehen werden, ſobald der Seeweg
uns abgeſchnitten iſt. Um die Belebung des Abends
haben ſich zwei Geſangvereine durch ihre wirklich ſchönen
Geſänge beſondere Verdienſte erworben.
D Wixhauſen, 29. Okt. Heute vormittag wollte der
Landwirt (früher Weißbinder) Georg Weber mit
ſei=
nem mit einer Kuh beſpannten Fuhrwerk ins Feld fahren.
Sein 6jähriger Sohn, der vorn auf dem Wagen ſaß, fiel
bei dem Herausfahren aus dem Hofe durch das plötzliche
Anziehen herunter und wurde in der Bruſtgegend
über=
fahren. Der Junge wurde ſofort mittels
Kranken=
autos in das Städtiſche Krankenhaus nach Darmſtadt
ven=
bracht, wo er bereits ſeinen Verletzungen
er=
legen iſt.
A Beerfelden, 28. Okt. Der vor zwei Jahren hier
neu gegründete Volksbildungsverein hielt
geſtern nachmittag in einem Schulſaal der Gewerbeſchule
ſeine Generalverſammlung ab. Eine Anzahl
z. T. gemeinſam mit dem Gewerbeverein arrangierte
Vorträge und eine wohlausgeſtattete Bibliothek an
eigenen und geliehenen Werken geben Kunde von der
Rührigkeit des Vereins. Herr Pfarrer Wahl erſtattete
den Geſchäfts= und Tätigkeitsbericht. Die Rechnungen
der Jahre 1910 und 1911 ergaben einen kleinen
Ueber=
ſchuß. Auch für dieſen Winter ſind mehrere Vorträge in
Ausſicht genommen.
Bensheim, 29. Okt. Vor dem Rangierbahnhof
ſprang eine Lokomotive, die über einen
Brems=
klotz gefahren wurde, aus dem Geleiſe. Es
entſtan=
den beſonders für die Strecke nach Worms empfindliche
Zugverſpätungen. Bis abends gegen halb 7 Uhr war die
Maſchine wieder fahrbereit.
Mainz, 29. Okt. Der künftige Leiter des
Main=
zer Polizeiamts, der zum Polizeirat gewählte
Polizei=Inſpektor Rob. Vohmann aus Mülhauſen in
Elſaß iſt 1873 zu Zweibrücken geboren. Nachdem er der
Militärpflicht beim Infanterie=Regiment Nr. 130 als
Einjährig=Freiwilliger genügt hatte, trat er als
Amts=
anwaltsanwärter bei der kaiſerlichen Staatsanwaltſchaft
zu Saargemünd ein. Im Auguſt 1895 beſtand Vohmann
das Amtsanwaltsexamen mit der Note „gut‟ Alsdann
war er bei der kaiſerlichen Kreisdirektion in Saargemünd,
bei der kaiſerlichen Polizeidirektion in Straßburg und bei
der Landesverſicherungsanſtalt in Straßburg beſchäftigt,
worauf er vom 1. Januar 1898 ab als Polizeikommiſſär
in Erſtein verwendet wurde. Dann wurde Vohmann
zu=
erſt die Leitung eines Polizeireviers eines Vororts von
Straßburg, dann eines ſolchen in der Stadt übertragen.
Hierauf wurde er zum kaiſerlichen Polizeikommiſſär bei
dem Polizeipräſidium in Straßburg ernannt. Daſelbſt
hatte er u. a. auch die Kriminalabteilung zu leiten. Seit
dem 1. April 1911 iſt Vohmann beim Polizeipräſidium in
Mülhauſen tätig. Daſelbſt ſind ihm u. a. ſämtliche ſechs
ſtädtiſchen Polizeireviere unterſtellt; er leitet in eigener
Verantwortung den geſamten polizeilichen Dienſt,
ins=
beſondere die Abteilung für Ueberwachung der Spionage,
ſowie die der Sittenpolizei.
Mainz, 29. Okt. Ein ſtarker Fleiſchabſchlag iſt ſeit
letztem Samstag hier eingetreten. Eine große Anzahl
Metzger ſetzte den Preis für ſämtliche Fleiſch= und
Wurſtwaren ganz erheblich herab. Einzelne
verkauften däniſches Rindfleiſch ſchon zu 60 Pfg. per
Pfund, andere zu 64, 68 und 70 Pfg. Sogar deutſches
Maſtochſenfleiſch wird für die Ausnahmetage Samstag,
Sonntag und Montag zu 70 Pfg. für das Pfund
ange=
boten. Kalbfleiſch koſtet 70—85 Pfg., Schweinefleiſch
75—95 Pfg. Wurſt wird ſchon zu 60 bis 70 Pfg. offeriert.
Am billigſten iſt Hammelfleiſch, das ſchon zu 50—70 Pfg.
zu haben iſt. Auch in zahlreichen Landgemeinden ſind die
Metzger mit den Fleiſchpreiſen erheblich heruntergegangen.
Nierſtein, 29. Okt. Auf der Spatzenjagd
verun=
glückt iſt der Bäckerlehrling Zimmermann von hier.
Die Piſtole, die er hinter ſich hielt, ging plötzlich los; die
Kugel drang ihm in den Fuß. Die Verletzungen des
jungen Menſchen ſind derartig, daß er nach Mainz ins
Krankenhaus kam.
Gießen, 29. Okt. Die Burſchenſchaft
Fran=
konia beging am Samstag nachmittag die Feier der
Grundſteinlegung zu ihrem Burſchenſchaftshaus,
das an der Kaiſer=Allee zwiſchen dem Teutonen= und dem
Adelphenhaus errichtet wird. Um 4 Uhr begaben ſich
die Mitglieder der Burſchenſchaft, die Alten Herren und
zahlreiche Angehörige anderer Burſchenſchaften vom
„Andres” aus in geſchloſſenem Zug nach dem Bauplatz.
Nach einem Muſikvortrag hielt der Vorſitzende des
Ver=
eins „Frankenhaus” Profeſſor Hauff=Darmſtadt,
die Feſtrede, in der er ein Bild der Entwickelung der
Frankonia entwarf und die Beſtrebungen, zu einem
eige=
nen Verbindungshaus zu gelangen, ſchilderte. Zum
Schluß gab er dem Wunſche Ausdruck, daß das neue Heim
der Frankonia allezeit Zeuge echt deutſchen
burſchen=
ſchaftlichen Lebens ſein möge. Sodann verlas
Forſt=
meiſter Schneider die Stiftungsurkunde. — Das angeſagte
gute Haſenjahr iſt zum Leidweſen für die Jäger
nicht eingetroffen. Die Haſen zeigen ſich in
ver=
hältnismäßig geringer Anzahl im Revier. Man
ver=
ſicherte dagegen mehrfach, daß die Haſen in dieſem Jahre
beſonders feiſt und kräftig entwickelt ſeien.
Gießen, 29. Okt. Wegen Vergehens gegen
das Viehſeuchengeſetz wurden lt. Gieß. Anz. die
Angeklagten M. R. von Wenings, H St., G. G., Chr. Sch.
und J. V von Hitzkirchen zu je 15 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt. Sie haben aus Preußen Klauenvieh eingeführt!
und entgegen den Verwaltungsverordnungen in
Gehöf=
ten untergebracht, die mit anderem Klauenvieh beſtellt
waren. Das Gericht empfahl den Angeklagten die
Ein=
reichung eines Gnadengeſuchs da zufolge der geſetz=
ſpielt wird, ordnet man rückwärts bereits alles zur
näch=
ſten Szene. Die Schauſpieler gehen ab, der Vorhang,
der den erſten und zweiten Plan trennte, geht auseinander,
jund während der Zuſchauer eben noch in das Gemach des
Polonius ſah, bietet ſich ihm nun der Blick auf einen
größeren Teil des Bühnenraums, den Audienzſaal im
Palaſt des Königs Claudius. Gerade in dieſem
zeit=
loſen Rahmen kommt nun der Ewigkeitsgehalt klaſſiſcher
Werke voll zur Geltung. Der Blick des Beſchauers wird
nicht durch Bühnenkram und kleinliche
Ausſtattungsmätz=
chen abgelenkt. In ſtatuariſcher Wucht ſtehen die
einzel=
nen Figuren vor dem mächtigen, einfachen und doch
far=
ebenfrohen Hintergrund.”
Wenn dieſe neue Bühne, deren Einführung wir Herrn
Generaldirektor Dr. Eger und deren Geſtaltung wir
den Herren Kempin und Schwerdtfeger verdanken,
nur den einen Vorzug hätte, die häufigen,
ſtimmung=
zerſtörenden ſzeniſchen Verwandlungen zu vermeiden und
einen raſcheren Fortgang der Handlung herbeizuführen,
ſo würde ſie ſchon als eine geradezu bahnbrechende
Ver=
beſſerung bezeichnet werden können. Es iſt aber nicht zu
beſtreiten, daß auch der andere künſtleriſche Zweck dieſer
Bühne, der Darſtellung und dem geſprochenen Worte
grö=
ßeren Nachdruck und erhöhte Wirkung zu verleihen und
die Aufmerkſamkeit des Publikums auf dieſe zu
konzen=
trieren, und dadurch beſonders die Einheitlichkeit
der Stimmung zu erhöhen, erreicht wird. Namentlich
wird dies bei einem Schauſpiel wie Shakeſpeares Hamlet,
in dem ſozuſagen jedes Wort Gold iſt, wohltuend und
dankbar empfunden.
In dieſer neuen, allen Aeußerlichkeiten abholden
Auf=
machung war es dann auch wohl begründet, daß die
Tragödie, obwohl die Hauptrollen meiſtens keine andere
Beſetzung erhalten hatten, einen viel tieferen Eindruck
machte, als früher. Wir haben uns über Herrn Bau
meiſters „Hamlet” den er vor vier Jahren zum erſten
Male geſpielt hat, ſchon mit Worten höchſter Anerkennung
ausgeſprochen, und doch erſchien uns heute in ſeiner
Auf=
faſſung und Darſtellung alles noch vergeiſtigter und
ver=
tiefter, und wir müſſen angeſichts dieſer als Muſterleiſtung
empfundenen Darſtellung des durch das ihm aufgetragene
ſchwere Rächeramt aus ſeinem inneren Gleichgewicht ge=
Fratenen Temperaments= und Gemütsmenſchen und
Mär=
tyrers ſeines Charakters das ihm früher erteilte Lob noch
unterſtreichen.
Für die „liebreizende” Ophelia fand Frl. Meißner,
die dieſer rührenden Geſtalt zugleich eine überzeugende
iVerkörperung verlieh, warme, zu Herzen gehende Töne.
iDie ſchwierige Rolle des Königs Claudius wurde
erſt=
malig von Herrn Weſtermann geſpielt, der ſich in
ſeiner Auffaſſung und Darſtellung an die Charakteriſtik
des Dichters hielt, welcher den König als einen immer
lächelnden Schurken kennzeichnet, der neben ſeinem
ermor=
deten Bruder wie Satyr neben Apoll erſcheint. Herr
Weſtermann, deſſen unverſtändliche Erregung im Sprechen
anfangs befremdete, führte die Rolle ſeiner Auffaſſung
entſprechend durch. Mit Befriedigung iſt feſtzuſtellen, daß
die Gebetſzene endlich einmal richtig aufgefaßt und
ge=
ſpielt wurde. Wenn die Verzweiflung und die Reue des
Mörders hier nicht zu überzeugendem Ausdruck gelangt,
hat ſie keinen Sinn. Den „Horatio” ſpielte Herr
Schnei=
der mit jugendlicher Friſche und Wärme; in den Rollen
der Königin und des Polonius bewährten ſich Frl.
Heu=
mann und Herr Wagner wieder als tüchtige Kräfte.
Der impulſive und draufgängeriſche Laertes, der
die=
ſelbe Aufgabe zu erfüllen hat, wie Hamlet, nämlich den
Mord ſeines Vaters zu rächen, iſt vom Dichter ohne
Zweifel in bewußten Gegenſatz zu dem unſchlüſſigen und
paſſiven Hamlet geſtellt worden, und die Schlußtragödie
gewinnt dadurch an Bedeutung, da es erſt Laertes iſt, der
Hamlet endlich zum Handeln zwingt Ihn ſpielte Herr
Ehrle mit natürlichem Temverament. Von den übrigen
Rollen ſeien noch der humorvolle Totengräber des Herrn
Jordan und der Geiſt des Herrn Heinz beſonders
erwähnt. Der politiſche Teil der Tragödie, die
For=
tiobrasſzenen, war auf das rechte Maß beſchränkt.
Herrn Oberregiſſeur Valdek, der jetzt die zweite
Neuinſzenierung der Hamlet=Tragödie geleitet hat,
ge=
bührt für die erfolgreiche Löſung der neuen Aufgabe
un=
eingeſchränktes Lob. Das Arrangement der einzelnen
Szenen war zweckentſprechend und eindrucksvoll und nach
dem Grundſatz getroffen worden, die Vorgänge auf der
Bühne ſtets in den Mittelpunkt zu rücken und das
In=
tereſſe auf ſie zu konzentrieren. In der Friedhofsſzene
iſt man in Befolgung dieſes Grundſatzes vielleicht zu weit
gegangen. Daß das Grab der armen Ophelia
unmittel=
bar vor dem Friedhofstor und zwiſchen Tor und Treppe
liegt, iſt nicht nur unwahrſcheinlich, ſondern auch
be=
ängſtigend. Vielleicht gönnt man dieſem unſterblichen
Kinde der Shakeſpeareſchen Muſe ſpäter einen beſſeren
Platz.
Mögen dieſer herrlichen Hamlet=Aufführung, die mit
Begeiſterung aufgenommen wurde, bald weitere
Aufführ=
ungen Shakeſpeareſcher Meiſterwerke folgen!
Konzerte.
mm, Das Darmſtädter Streich=Quartett
(Mehmel, Diedrich, Brückmann und Weyns) hat am
Montag abend ein neues Jahr ſeiner Tätigkeit begonnen
mit dem erſten Kammermuſikabend dieſes Winters. Dem
Beſtreben, ſtets auch neuen Kompoſitionen hier Gehör zu
geben, blieb auch die Vereinigung jetzt wieder treu. Ein
Streichquartett in A=dur, op. 2, des ruſſiſchen
Komponiſten Reinhold Gliére, deſſen einzelnen Sätzen
ſtarke volkstümliche Züge zugrunde liegen, war an den
Anfang geſtellt und zeigte in der gefälligen Wirkung, die
es als Ganzes macht, daß der Komponiſt, der ja wohl
ſelbſt auch ein tüchtiger Geiger ſein mag, die Vorteile des
Quartettſatzes ſehr gut kennt. Anmutig geht das erſteAllegro
vorüber, in einer heiteren Grundſtimmung und für den
Freund geſchickter polyphon=ſelbſtändiger Stimmführung
nicht ohne Intereſſe an vielen Stellen. Wenn der
Variationenſatz allerdings ſtellenweiſe unbedeutender
er=
ſcheinen will, ſo iſt das weniger eine Schwäche der
Kom=
poſition ſelbſt, als die natürliche Wirkung der allzu
ſenti=
mentalen, traumverſonnenen Volksweiſe, die nicht genug
rhythmiſche Geſtaltungsfähigkeit beſitzt, um ſie anderen
Motiven wirkſam gegenüberzuſtellen; zudem ſind ähnliche
Weiſen von allen jüngeren ruſſiſchen Komponiſten ſo ſehr
im Uebermaß verwendet worden, daß ſie bei ihrer
moti=
viſchen Schwäche (wenigſtens hier bei uns, wo ſie nicht
für ſich als Nationalweiſe den Hörer feſſeln) nicht mehr
recht wirken können. Größeren Anteil nimmt man
des=
halb an dem fließenden Finale. Wenn die Novität auch
den klaſſiſchen Meiſterwerken der Quartettliteratur nicht
an die Seite geſtellt werden kann, ſo weiſt ſie doch eine
Fülle anziehender Stellen auf und hört ſich recht hübſch
an, ohne gerade tiefere Eindrücke zu hinterlaſſen. Für die
Ausführung von Franz Schuberts B- dur=Trio
für Violine (Herr Mehmel), Violoncell (Herr Weyns)
und Klavier war noch Herr Chr. Gerhard Eckel
aus Frankfurt a. M. gewonnen worden, der als
Kammer=
muſikſpieler längſt hier geſchätzt wird. Daß die
Wieder=
gabe eine recht befriedigende war und im Scherzo ihren
Höhepunkt fand, verſteht ſich darum von ſelbſt. Dem
Pianiſten fiel dabei ein beſonders verantwortungsvoller
Part zu, den er trefflich durchführte.
Den reinſten Genuß bereitete zum Schluß die
tadel=
loſe Ausführung von Ludwig van Beethovens
Streichquartett op. 18 Nr. 6 in B=dur, deſſen immer
neu quellende Gedankenfülle das Werk als die Arbeit eines
unerreichten Genies kennzeichnet, das frei ſchaffend ſeine
Ideen niederſchreibt. Auch war die Ausführung frei von
kleinen Intonationsſchwankungen, die bei den
vorher=
gehenden Werken hin und wieder bemerkbar waren.
Der gute Beſuch des Saales „Zur Traube” zeigte
aufs neue die Beliebtheit dieſer Quartettabende, die
einen feſten Platz im hieſigen Muſikleben behaupten.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Nummer 256.
lichen Beſtimmungen auch in Erkenntnis der Notlage der
Angeklegten eine Freiſprechung nicht erfolgen konnte.
Zwei weitere Angeklagte, die Landwirte W. F. und A. K.
von Hitzkirchen wurden wegen desſelben Vergehens
frei=
geſprochen. Sie hatten, bevor ſie die Tiere aus Preußen
einführten, bei dem zuſtändigen Kreisamt über die
geſetz=
lichen Beſtimmungen telephoniſch Erkundigungen
einge=
zogen, die ihnen aber, ſei es durch ihren Beauftragten,
ſei es durch ein Verſehen des betreffenden Beamten, falſch
übermittelt worden waren.
Bad Nauheim, 29. Okt. Die Ehefrau Stoll glitt
beim Einbiegen in die Johannisſtraße aus und ſchlug mit
dem Hinterkopf derart auf den Randſtein auf, daß ſie
ſchwer verwundet wurde und bewußtlos weggetragen
werden mußte. Nach wenigen Minuten ſtarb ſie.
Lauterbach, 29 Okt. In dem Hof der hieſigen
Mol=
kereigenoſſenſchaft kam der fünfjährige Sohn des
Ober=
poſtaſſiſtenten Bömel dem Bernhardinerhund zu
nahe, wurde von dieſem erfaßt und furchtbar
zuge=
frichtet. Das herbeigeeilte Perſonal hatte Mühe, den
Hund von dem bewußtloſen Kinde loszubringen. Dem
Kind war das eine Ohr faſt vollſtändig abgebiſſen und
mußte angenäht werden, außerdem hatte der Hund dem
Knaben noch andere ſchwere Wunden beigebracht.
Merkau, 29. Okt. Hier ereignete ſich ein recht
be=
dauernswerter Unfall. Das einzige, 4 Jahre alte
Töchterchen eines hieſigen Landwirts, welches beim
Dick=
wurzmahlen zugegen war, hatte in einem unbewachten
Augenblick die Hand in den Trichter der Dickwurzmühle
geſteckt, wodurch ihm der Mittelfinger der rechten Hand
vollſtändig ausgeriſſen und der Ringfinger losgeriſſen
und zerquetſcht wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. Okt. Am Sonntag, den
3. November, findet in Berlin die erſte Tagung des
Bun=
des zur Bekämpfung der
Frauenemanzi=
pation ſtatt. In dieſer Verſammlung werden u. a.
Graf E. Reventlow=Berlin, Profeſſor Dr. Sigismund=
Weimar, Profeſſor Dr. Langemann=Kiel, ferner Frau
Herm. Schneider=Gießen und Frau Anna Schellenberg=
Mannheim Vorträge halten. — Ueber die Entlaſſung des
Räubers und Meſſerſtechers Minow aus
Buch bringen Berliner Blätter folgende Mitteilung: Das
Landgericht I Berlin hatte aufgrund des Gutachtens eines
Gerichtsarztes die Entmündigung des Minow aufgehoben.
Infolgedeſſen mußte die Leitung der Anſtalt den Minow
wieder entlaſſen, obgleich die Aerzte in Buch den
Men=
ſchen noch für krank hielten. Sie wurden nicht um ihre
An=
ſicht befragt. Die Staatsanwaltſchaft legte auch keine
Berufung gegen die 1912 erfolgte Entſcheidung des
Land=
gerichts ein, obgleich aufgrund eines gleichlautenden
Gut=
achtens des Gerichtsarztes die Wiederaufhebung der
Ent=
mündigung ſchon einmal beantragt, aber damals
abge=
lehnt worden war. So wurde dann ein ſo überaus
ge=
fährlicher Menſch wieder auf die Menſchheit losgelaſſen
— nicht durch die Schuld der Irrenärzte. — Die
zahlrei=
chen Einbrüche die in den letzten Monaten in großen
Berliner Geſchäften verübt wurden, ließen auf eine große,
wohlorganiſierte Einbrechergeſellſchaft ſchließen. Es iſt
jetzt gelungen, 18 Mitglieder der Bande feſtzunehmen. Sie
ſehen ihrer Verurteilung in Kürze entgegen.
Rombach (Lothringen), 29. Okt. In das
Gold=
warengeſchäft des Juweliers Schrottka ſchlichen
un=
bemerkt Diebe ein. Zwei von ihnen raubten die
Laden=
tiſche und Schaufenſter aus, während ein dritter an der
Tür ſtehen blieb und den Aufpaſſer machte. Die Frau
des Geſchäftsinhabers bemerkte den Einbruch und lief,
da ihr Mann nicht zu Hauſe war, zur Hintertür hinaus.
Alsbald wurde ſie von einem vierten Räuber durch
Re=
volverſchüſſe ſchwer verletzt.
Köln, 29. Okt. Bei der heutigen Wahl eines
Nach=
folgers für den Erzbiſchof Dr. Fiſcher wurde Felix
von Hartmann, Biſchof von Münſter, zum
Erz=
biſchof von Köln gewählt.
Dresden, 29. Okt. Bei der Reitjagd des
Großen=
hainer Parforce=Jagdvereins ſtürzte der bei einem
Reiterregiment ſtehende Oberleutnant Graf zu Münſter
ſo ſchwer, daß er ſich eine Gehirnerſchütterung zuzog.
Leipzig, 28. Okt. Das Landgericht verurteilte
den Chemiker Franz Ophaus wegen Fälſchungen,
die er im phyſikaliſch=chemiſchen Inſtitut der Univerſität
Leipzig begangen hat, zu zwei Jahren drei Wochen
Ge=
fängnis. Ophaus verſchaffte ſich auf den Namen des
In=
ſtituts Waren im Werte von 7000 Mark und beging im
Inſtitut ſelbſt mehrfach Diebſtähle und Unterſchlagungen.
Die erſchwindelten Waren ließ er beim Rentamt der Uni=
verſität zur Zahlung anweiſen. Er bezeichnete ſich bei
den Betrügereien als Dr. chem., obwohl er niemals die
Univerſität beſucht hat.
Weimar, 29. Okt. Anläßlich der Taufe des
Erb=
großherzogs ſtiftete der Großherzog 100000
Mark für Zwecke der Landeswohlfahrt.
Peſt, 29. Okt. Wie gemeldet wird, hat der ärztliche
Senat in ſeiner Entſcheidung ausgeſprochen, daß der
Ab=
geordnete Kovacz ſein Attentat gegen den
Präſidenten des ungariſchen
Abgeordneten=
hauſes, Grafen Tiſza, in momentaner
Sinnesverwir=
rung und in unfreier Willensäußerung getan hat. Es
wird daher ſeine Freilaſſung in den nächſten Tagen
erfol=
gen. Man glaubt, daß das Verfahren gegen ihn ſofort
eingeſtellt werden wird.
Mailand, 29. Okt. Als geſtern 20 Perſonen in dem
Neubau der Gräfin Vialandi di Villarnova zu
Ver=
celli zum Richtfeſt verſammelt waren, ſtürzte der Bau
infolge zu großer Belaſtung in ſich zuſammen. Vier
Perſonen waren ſofort tot, zwölf verletzt.
Paris, 29. Okt. In Dünkirchen ſind die
Gas=
arbeiter in den Ausſtand getreten. Ein Teil der
Stadt, ſowie fünf Ortſchaften der Umgebung waren
geſtern abend in Dunkel gehüllt. Falls der Streik
andauern ſollte, würden für die Stadt noch unangenehme
Störungen erwartet, da die Arbeiter der
Elektrizitäts=
zentrale erklärten, mit den Gasarbeitern gemeinſame
Sache machen zu wollen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
— Die Kammermuſik=Vereinigung
de Haan, Schmidt, Schnurrbuſch, Gims
und Andrä eröffnet am kommenden Sonntag mit
dem größten der Tondichter ihre diesjährigen Matineen.
Zur Aufführung gelangen zwei Werke aus den erſten
Wiener Jahren Beethovens: ſein 1. Klaviertrio op. 1,
dem Fürſten Lichnowsky gewidmet, und das im Jahre
1800 komponierte Septett op. 20 für Violine, Viola,
Violoncello, Kontrabaß, Klarinette, Horn und Fagott.
Doch ſind dieſe Opuszahlen nicht abſolut aufzufaſſen,
ſondern es iſt immerhin zu bedenken, daß Beethoven
vor jenem op. 1 bereits an 300 „Jugendwerke” von
nicht zu unterſchätzender Bedeutung geſchaffen hatte und
ſo iſt auch die meiſterhafte Beherrſchung der Form zu
verſtehen, die beide Werke auszeichnet. Für die
Mit=
wirkung beim Septett wurden die erſten Kräfte des
Hoforcheſters gewonnen, die Herren Winkler (Klarinette),
Rohde (Horn), Wendorf (Fagott) und Müller (
Kon=
trabaß).
C) Karl Götz — Loewe=Balladenabend.
Der berühmte und auch in Darmſtadt ſchon beſtens
be=
kannte Loewe=Interpret Karl Götz, wird am Montag,
den 4. November, im Saale „Zur Traube” ſeinen
54. klaſſiſchen Loewe=Balladen=Abend
ver=
anſtalten, nachdem er am 1. Okt. in Hannover unter
beiſpielloſem Erfolg den 50. Loewe=Abend gab. Das
Konzert erhält eine für uns in lokaler Hinſicht
beſon=
dere Bedeutung dadurch, daß der Reinertrag des Abends
dem Feſthausverein zugeführt wird, deſſen Mitglied
der Künſtler iſt. In künſtleriſcher Beziehung braucht über
die Berufung des Künſtlers kaum noch etwas geſagt zu
wer=
den. Er iſt wohl zur Zeit der beſte Loewe=Interpret.
Von den den vielen uns vorliegenden Kritiken aus
neuerer Zeit ſeien nur einige hier angeführt: Er beſitzt
alle ſtimmlichen und muſikaliſchen Eigenſchaften, die
ihn zu einem Interpreten der Loeweſchen Balladen
berufen erſcheinen laſſen: ein klangvolles und
modula=
tionsreiches Organ und eine intelligente, von echtem
künſtleriſchen Empfinden getragene und von
hervorragen=
dem geſangstechniſchen Können zeugende Vortragsweiſe.
Man kann daher die begeiſterte Hingabe, mit der
ſich ein Künſtler wie Karl Götz ganz der Propaganda für
Loewe widmet, ſehr gut verſtehen und begreifen. Er hat
ſich denn auch in die Eigenart ſeines Meiſters bis ins
Innerſte eingelebt und ſingt ihn mit einer Kraft und
Schärfe der Charakteriſtik, einer Lebendigkeit und Wärme
des Ausdrucks, einem poetiſchen Schwung und einer
künſt=
leriſchen Hingabe, daß die Hörer vom erſten bis zum letz
ten Takte gefeſſelt wurden. — Herr Karl Götz hat die ſich
ſelbſt geſtellte ſchwierige Aufgabe ſo glänzend gelöſt, daß
man ſeine Wiederkehr und einen neuen Loewe=Abend nur
dringend wünſchen kann. Wir kennen außer Ludwig
Wüllner kaum einen Interpreten, der dem Dichter und
Komponiſten ſo durchaus gerecht wird, wie Herr Götz.
Als ein bedeutender Loewe=Interpret erwies ſich. Herr
Karl Götz, der in einer glücklichen Auswahl wenig
bekann=
ter Werke des größten Meiſters der deutſchen
Geſangs=
ballade ein feines künſtleriſches Urteil zeigte. Die naive
Genialität und die unvergleichliche Stimmungskraft des
Meiſters kam durch den Künſtler voll zur Geltung; von
einer prächtigen Stimme unterſtützt, wußte er ſeinen
Vor=
trägen Leben einzuflößen, indem er den einer jeden
Bal=
lade eigenen Ton mit einer kaum von einem anderen
Sänger erreichbaren Treue zu treffen verſtand.
Luftfahrt.
Internationaler Luftverkehr.
* Die Ausdehnung der Luftſchiffahrt macht den Ab= von Uebereinkünften ur
Regelung=
des Luftverkehrs zwiſchen Nachbarſtaaten
zu einer gebieteriſchen Forderung, damit Zufälle von
mehr oder weniger bedenklichen Folgen bei der
Ueber=
ſchreitung der Grenzen und bei der Landung auf
auslän=
diſchem Boden vermieden werden. Ein Entwurf zu
die=
ſem Zweck iſt auch bereits ausgearbeitet worden und
wird im letzten Heft der Deutſchen Luftfahrerzeitſchrift
veröffentlicht. Die Beſtimmungen ſollen den Verträgen
der einzelnen Staaten zugrunde gelegt werden und für
alle Arten von Luftfahrzeugen, alſo für Freiballons,
Luftſchiffe und Flugzeuge, gelten. Zunächſt muß jeder,
der zum Luftverkehr zugelaſſen werden will, einmal einen
Abnahmeſchein des betreffenden Luftfahrzeugs und
zwei=
tens ein Führerzeugnis von der internationalen
Luft=
fahrervereinigung beſitzen. Landet er auf fremdem
Bo=
den, ſo muß er ſich ſowohl den Vorſchriften des Vertrags
als auch den Geſetzen und Beſtimmungen des
betreffen=
den Landes unterwerfen. Jedes Luftfahrzeug muß auf
beiden Seiten in deutlicher Schrift eine Nummer, die
mit dem Abnahmeſchein übereinſtimmt, und einen
Buch=
ſtaben des Heimatlandes tragen. Die Namen der
Staa=
ten ſind in einfachſter Weiſe abgekürzt, Deutſchland
durch D, Großbritannien durch GB, die Vereinigten
Staaten durch U uſw. Eine weitere Reihe von Artikeln
des Vertragsentwurfs beſchäftigt ſich mit der
Lichter=
führung, die ſtets zwiſchen Sonnenuntergang und
Sonnenaufgang ſtattfinden muß. Scheinwerfer werden
nur unter der Bedingung zugelaſſen, daß ſie mit den
vor=
geſchriebenen Lichtern nicht verwechſelt werden können.
Dieſe beſtehen bei allen motoriſchen Fahrzeugen aus
einem hellen weißen Licht vorn, einem grünen Licht auf
der rechten und einem roten Licht auf der linken Seite.
In dieſer Hinſicht iſt alſo eine völlige Parallele mit den
Signallampen der Schiffe gezogen worden.
Selbſtverſtändlich wird eine beſtimmte Anbringung
und Wirkungsweiſe der Lichter gefordert. Die
Seiten=
lichter zum Beiſpiel dürfen von hinten nicht ſichtbar ſein,
nach unten dagegen in voller Ausdehnung. Die
Trag=
weite iſt für das weiße Licht auf wenigſtens 4, für das
rote und grüne auf wenigſtens 2 Kilometer bei völliger
Dunkelheit und klarer Luft bemeſſen. Für die Unterſeite
des Fahrzeuges wird ein beſonderes weißes Licht
vorge=
ſchrieben. Für Flugzeuge wird die Beleuchtung derart
vereinfacht, daß nur eine Laterne auf der Vorderſeite
ge=
fordert wird, die nach vorn weiß, nach rechts grün und
nach links rot leuchtet. Freiballons müſſen nur eine
La=
terne mit weißem Licht bei ſich führen, um ſie in der
Nach=
barſchaft eines anderen Fahrzeuges beizeiten zu zeigen.
Bei Nebel, unſichtigem Wetter, Schneefall und heftigem
Regen tritt eine Ergänzung durch ſtarke Schallſignale
un=
abhängig von der Tageszeit ein, und zwar auch für die
Freiballons, wenn ſie in die Nähe von Flugfahrzeugen
kommen. Jedes Fahrzeug hat von dem anderen einen
Abſtand von wenigſtens 100 Metern in jeder Richtung
zu halten. Die Motorfahrzeuge ſind verpflichtet, den
Ballons auszuweichen. Bei geringerem Abſtand als 300m
Meter hat das Ausweichen nach rechts zu erfolgen. Hat
ein Luftſchiff ſeinen Motor abgeſtellt, ſo muß es eine
ſchwarze Kugel zeigen, hat es durch Beſchädigungen ſeine
Manövrierfähigkeit verloren, zwei ſchwarze Kugeln
über=
einander. Vor der Landung iſt tags eine rote dreieckige
Flagge, nachts ein weißes Blinklicht zu zeigen.
Not=
ſignale werden in ähnlicher Weiſe gegeben. Als
Ballaſt=
darf nur ein ungefährlicher Stoff, wie feiner Sand oder
Waſſer, benutzt werden.
Vom Gordon=Bennett=Flug.
* Stuttgart 28. Okt. Der Führer des däniſchen
Ballons „Clouth IV‟ Kapitän Geidelin, meldet: Glatte
Landung 8 Uhr vormittags bei der Gemeinde Noſtin bei
Prag.
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. 30 000
Büh=
nenangehörige. Das Deutſche Theater=Adreßbuch
1912/13, das der Deutſche Bühnenverein herausgibt, gibt
eine Ueberſicht, wieviel Menſchen an deutſchen Bühnen
außer den Theaterarbeitern feſt angeſtellt ſind, und es zeigt
ſich, daß es mehr als 30000 Bühnenangehörige gibt —
die engagementsloſen Schauſpieler nicht eingerechnet Die
Zahl der Theater, deren Perſonalverzeichniſſe im
Deut=
ſchen Theater=Adreßbuch verzeichnet ſind, iſt gegen das
Vorjahr wiederum vermehrt. Es ſind dieſes Mal 379
Winter=Theater, 306 Sommerbühnen und 137 reiſende
Ge=
ſellſchaften verzeichnet. — Das Enſemble des Stuttgarter
Schauſpielhauſes wird, einer Einladung folgend, im
Feſt=
ſpielhaus in Worms Lengyels „Die Zarin” in nächſter
Zeit zur Darſtellung bringen. — Das Mittagsblatt des
Hamburger Korreſpondenten teilt mit, daß Dr. Karl
Hagemann, deſſen Vertrag mit dem „Deutſchen
Schau=
ſpielhaus, Aktiengeſellſchaft, Hamburg‟. Ende dieſes
Theaterjahres abläuft, zu dieſem Termin von der Leitung
desſelben zurücktreten wird. — Hermann
Suder=
manns neues Werk „Der gute Ruf” iſt, wie man
aus München meldet, von der Direktion des dortigen
Schauſpielhauſes erworben worden.
** Uesküb, das Herz Alt=Serbiens. Uesküb, der
Hauptort des Wilajets Koſſowo, das Herz Alt=Serbiens,
iſt das Ziel und die Sehnſucht des ſerbiſchen Heeres, das
dieſe ſeit mehr als einem halben Jahrtauſend den Serben
entriſſene türkiſche Stadt nunmehr wohl bald im Beſitz
haben wird. Mit ſtolzen Gefühlen werden die Serben
durch die große hiſtoriſche Ebene Koſſowo Polje, durch
das in ſo vielen Heldenliedern und Volkshymnen
be=
ſungene Amſelfeld ziehen, auf dem am 15. Juni 1389
die ſüdſlawiſche Heldenſchar König Lazars dem Anſturm
der Mohammedaner erlag. Von einem Schimmer
roman=
tiſchen Glanzes ſind für den Serben die düſteren Berge
umgoldet, die dies Gefilde einer großen Vergangenheit
einkreiſen: der Name Uesküb läßt ihr Herz höher ſchlagen.
Der alte Name der Stadt war Skupi, der ſich in dem
modernen ſlawiſchen Skopia und dem türkiſchen Uesküb
erhalten hat. Nur ſpärlich fließen die Nachrichten über
ſeine Vergangenheit. Im Jahre 1002 wurde die Stadt
durch Baſileos II. den Bulgaren entriſſen, durch jenen
grauſamen Vernichter des Bulgayenreiches, der zwölf
Jahre ſpäter nach der Entſcheidungsſchlacht beim
heuti=
gen Demirhiſſar 15000 gefangenen Bulgaren die Augen
ausſtechen ließ und hundert, denen er ein Auge geſchont
hatte, mit der Aufgabe beauftragte, die unglückliche Schar
heimzuführen. Im 14. Jahrhundert, in der Blütezeit der
ſerbiſchen Herrſchaft, war Skupi der Mittelpunkt des
politiſchen Lebens; hier wurde 1346 Stephan Duſchan
zum Zaren der Serben und Griechen gekrönt.
Doch dem glanzvollen Zarentume war in Skupi nur eine
kurze Freude beſchieden. Auf dem Amſelfelde ſank
Ser=
biens Macht dahin, und hundert Jahre ſpäter pflückten
die Osmanen neue Lorbeeren auf der blutgetränkten
Ebene. Am 23. Oktober 1448 brachte Murad II. einem
ungariſchen Heere des Hunyad, der für die Serben
ein=
getreten war, eine vernichtende Niederlage bei. Nie mehr
ſeitdem haben die Serben in Uesküb und im Lande
rings=
umher feſten Fuß faſſen können. Aber ihre Herzen flogen
Jahrhunderte lang voll Sehnſucht über die Bergeshöhen;
ihre Heldengeſänge kreiſten immer wieder um die Schlacht
auf dem Amſelfeld und um Skupi, die Hochburg
altſer=
biſcher Herrlichkeit.
In maleriſcher Lage breitet ſich Uesküb aus, auf dem
Hintergrund der im Nordweſten den Horizont
umrah=
menden, ſchneereichen Höhen. Ein wunderſames
Farben=
ſpiel entfaltet ſich ringsum in den rötlich=grauen ſanften
Hügelmaſſen des Südweſtens, der in idylliſcher Anmut
ſchroff kontraſtriert mit den in bläulichgrauer Düſternis
herüberſchimmernden Gebirgsformen der Tſcherna Gora,
des Schwarzen Landes. Aus der weiten Ebene mit dem
breit und gemächlich ſtrömenden Fluſſe, den ſchweren
Dunſtwolken des Sumpfſees von Kaplan hebt ſich Uesküb,
an den beiden, von breiten Kai=Anlagen umſäumten
Ufern des Wardar. Hier am Fluß hat die Stadt nichts
mehr vom orientaliſchen Gewirr der Gaſſen, die den
äilteren Stadtkern noch zu einem unverfälſchten Stück Aſien
machen. Von der Höhe der altrömiſchen Brücke, die über
den breiten Strom ſetzt, blickt man auf dieſe ganz
euro=
päiſchen Uferviertel, wo ſtattliche Moſcheen, große
Bau=
werke und alttürkiſche Anlagen ſich dehnen. Am rechten
Ufer hat die Stadt ihre jüngſte Entwickelung zu
verzeich=
nen. Hier dehnt ſich die Bahnhofsanlage aus, und an
ſie haben ſich in raſcher Bautätigkeit eine Menge moderner
Unterkunfts= und Gaſthäuſer angeſchloſſen. Das line
Ufer wird von einem flachen Hügel beherrſcht, den ein
mittelalterliches, von niederem Mauerring eingeſchloſſenes
Kaſtell bekrönt. Dieſes Denkmal der alten Geſchichte iſt
heute zu einer türkiſchen Kaſerne mit Hoſpital und
Ge=
fängnis umgeſtaltet. Während man ſich hier in Europa
fühlt, tragen einen wenige Minuten Weges mitten in den
Orient. Im Baſar wogt das ewige Ein= und Vielerlei,
wie man es in ſo vielen türkiſchen Orten antrifft: ein
immer reges Leben und Treiben in holprigen, krummen
Gäßchen, wo elende Baracken, Kaufläden und Werkſtätten
unter dem Schirm weit ausgeſpannter Matten oder Tücher
gegen die Sonne eine kaufluſtige Bevölkerung anlockeng
Das bunte Gemiſch der Einwohner, Albaneſen, Serben,
Bulgaren und Türken, geht ganz in dieſem behäbigen
Kleinſtadtbetriebe auf, und ſo harrt Uesküb ſeit langem
des großen, nun vielleicht näher gerückten hiſtoriſchen
Momentes, wo der Glanz halbtauſendjähriger
Vergangen=
heit wieder erweckt wird, wo aus Uesküb wieder Skupf
wird, das Herz Alt=Serbiens. . .
CK. Die Hochzeit der 2000 Indianer. Aus Nebraska
wird berichtet: Im kommenden Frühjahr wird Amerikal
eine einzigartige Maſſenhochzeit erleben, nicht weniger als
2000 Rothäute werden an einem Tage vor den Altar
tre=
ten, um nach chriſtlichem Brauch zu heiraten. In der
letz=
ten Beratung des Stammes der Winnebago=Indianer
wurde der Beſchluß gefaßt, mit den alten Hochzeitsſitten
der roten Ahnen zu brechen und ſo zu heiraten wie der
weiße Mann heiratet. Die Beſtimmung erſtreckt ſich
je=
doch auch auf die Vergangenheit, und ſo wird ſich an
einem Tage der ganze Stamm trauen laſſen.
Doppel=
hochzeiten kommen öfter vor, daß drei oder vier Paare am
gleichen Tage und am gleichen Orte ihr Bündnis
ein=
ſegnen laſſen, iſt ſchon ſeltener, aber ein Hochzeitsfeſt von
1000 Ehepaaren wird wohl einſtweilen ein Rekord
blei=
ben. Die Winnebagos verbinden mit dieſer
Maſſentrau=
ung auch praktiſche Erwägungen; bei Hochzeiten werden
befreundete Stämme geladen und ſtiften Geſchenke.s
iſt bei den Rothäuten Ehrenſache, die koſtbarſten und
wert=
vollſten Geſchenke zu machen und Fälle, in denen ein roten
Hochzeitsgaſt ſein ganzes Hab und Gut opfert, ſind keine
Seltenheiten. Die Winnebagos rechnen damit, durch dieſe
Maſſenhochzeit mit einem Schlage zu einem der reichſten
Indianerſtämme Amerikas zu werden.
Nummer 256
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912,
Seite 5.
* Stuttgart, 28. Okt. Von dem amerikaniſchen
Ballon „Uncle Sam” Führer Homeywell, liegt eine
Nachricht von heute morgen 5 Uhr 30 Minuten aus
Zwickau vor, die beſagt, daß der Flug nach Nord=Oſt geht.
Von dem ſchweizeriſchen Ballon „Helvetia” Führer
Premierleutnant Forg, wird von heute vormittag 10
Uhr 40 Minuten gemeldet: 2000 Meter über Potsdam.
Richtung Stettin. Sehr ſchön.
* Stuttgart, 29. Okt. Der ſchweizeriſche Ballon
„Azuria”, Führer R. O. Müller, iſt bei Königshofen in
Unterfranken glatt gelandet. Andauernder Regen
ver=
kürzte die Fahrt. Der ſchweizeriſche Ballon „Helvetig”
Führer Premierleutnant Forg, landete Montag abend um
4 Uhr 55 Minuten bei ſtürmiſchem Wetter bei Miechutſchin,
42 Kilometer von Danzig.
* Stuttgart, 29. Okt. Im Bureau der Gordon=
Bennett=Fahrt ſind noch folgende Meldungen über
Bal=
lonlandungen eingegangen: Ballon „Aſtrate” (
Oeſter=
reich), Führer E. v. Siegmund, Montag abend 5 Uhr 21
Minuten bei Zarzytſche (Bezirkshauptmannſchaft Bielitz).
Ballon „Busley” (Oeſterreich), Führer Hauptmann
Mannsbart, Montag abend 6 Uhr 10 Minuten bei Busza
bei Inares, ſüdöſtlich von Prag. Ballon „Libia” (
Ita=
lien), Führer Aino Poccoli, bei Groß=Gorzyce (Kreis
Adelmann) in der Provinz Schleſien.
* Weimar, 28. Okt. Am Samstag tagte im
Reſi=
denzſchloß unter dem Vorſitz des Herzogs Ernſt Günther
zu Schleswig=Holſtein das Geſamtpräſidium des
Deutſchen Flugverbandes. Es wurde
be=
ſchloſſen, die Werbe= und Arbeitstätigkeit aufzunehmen,
nachdem die Nationalflugſpende vollſtändig abgeſchloſſen
iſt. Als erſter Flugſtützpunkt wird Weimar, als zweiter
Koburg in Angriff genommen. Im Anſchluß an die
Sitzung wurden auf dem für den Flugſtützpunkt in Weimar
vom Verein für Luftverkehr zur Verfügung geſtellten
Ge=
lände vam Großherzog von Sachſen=Weimar und dem
Herzog Ernſt Günther die erſten Spatenſtiche getan.
Sport.
* Fußballſport. F.=Kl. „Olympia” Am
Sonn=
tag war es trotz allen Spieleifers keiner Mannſchaft
ver=
gönnt, einen Sieg zu erringen. Die erſte Mannſchaft
ver=
lor gegen den F.=Kl. „Boruſſia”=Neunkirchen mit 5 : 0.
Die zweite und dritte Mannſchaft unterlagen gegen die
gleichen des Darmſtädter Sportklubs mit 4 : 1, bezw.
1: 0. Die vierte Mannſchaft endlich weilte in Bensheim
und verlor gegen die durch Spieler aus der erſten
Mann=
ſchaft verſtärkte zweite des F.=Kl. Bensheim 6: 0.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Nach all den Reformen, die in letzter Zeit in unſerer
Stadt durchgeführt worden ſind, wäre es auch einmal an
der Zeit, unſerer weit hinter dem „Heute”
zurückgebliebe=
nen Leſehalle zu gedenken. Die zwei kleinen Zimmer
ge=
nügen längſt nicht mehr den Anforderungen der Hygiene
und des Verkehrs, was man bei einem Beſuch der
all=
abendlich überfüllten engen Räume beſtätigt ſehen wird.
Die Lichtverhältniſſe ſind die denkbar ungünſtigſten;
eben=
ſo ſind, man ſtaune, Abort und Schreibgelegenheit
über=
haupt nicht oder nur für die Aufſicht führende Perſon
vor=
handen. Man vergleiche einmal damit die hellen
luf=
tigen Säle mit überzogenen Tiſchen und bequemen
Rohr=
ſeſſeln davor der Leſehallen unſerer Nachbarſtadt
Frank=
ffurt, und man wird finden, daß dieſe Verhältniſſe einer
Haupt= und Reſidenzſtadt von nahezu 90000 Einwohnern
unwürdig ſind. In gleicher Weiſe verhält es ſich mit dem
Leſematerial. Die wichtigſten Zeitungen ſind, weil nur
in je einem Exemplar vorhanden, für Leute, die nicht
lange Zeit haben zum Warten, überhaupt nicht zu haben.
Von Berliner Zeitungen iſt in unſerer Halle nur der
„Vorwärts” vertreten; ſtatt deſſen kann man in den
di=
verſen „Urwaldsboten” nachleſen, was einen intereſſiert.
Genau ſo iſt es mit den Zeitſchriften allgemeinen Inhalts
und der Spezialgebiete. Man müßte doch mit Recht
ver=
langen, daß Zeitſchriften, wie: Woche, Ueber Land und
Meer, Meggendorfer, Luſtige Blätter, Jugend uſw
ſo=
wie die verſchiedenen Nachſchlagewerke, wie Kürſchner,
Spemann uſw. in unſerer Halle vertreten ſind. Daßu
kommen noch die verſchiedenen Fachzeitſchriften, wie
Manufakturiſt, Schreinerzeitung uſw., die in jedem Café
zu haben ſind. So bliebe in unſerer Leſe,halle” auch
hin=
ſichtlich der unhaltbaren Garderobenverhältniſſe noch
mancherlei zu wünſchen übrig, und hofft Einſender dieſes,
daß der kurze Appell genügen möge, unſere
Stadtverwal=
tung zu einer ſchon im Intereſſe der vielen
Stellenſuchen=
den dringend nötigen Reform der in jeder Hinſicht un=
W. P.
genügenden Zuſtände zu veranlaſſen.
Handel und Verkehr.
II. Frankfurt a. M., 29. Okt. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt vollzog ſich der Verkehr in
mäßigen Grenzen. Während die Kaufluſt ſehr gering
blieb waren die Abgeber in ihren Forderungen etwas
erhöht. Von ausländiſchen Brotfrüchten ſind indes die
amerikaniſchen etwas billiger, wogegen ruſſiſches Getreide
kaum offeriert wurde und dieſes teuer war. — Mehl und
Futtermittel war feſt bei guter Konſumfrage. — Der
Mannheimer Getreidemarkt iſt ſtetig bei
un=
veränderten Forderungen. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war die Haltung für Getreide ziemlich
feſt auf neue politiſche Befürchtungen; doch nur
unweſent=
lich beſſer, da die Budapeſter Mattigkeit und das milde
Wetter drückte. Die glänzenden argentiniſchen
Ernteaus=
ſichten veranlaßten auch zu Abgaben. Auslandsofferten
ſind nicht erhöht. Hafer blieb gut behauptet. Nach den
letzten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (New=York und Chicago) lag Weizen
matter auf Meldungen über günſtiges Wetter, auf größere
Zufuhren im Innern der Verein. Staaten, die enttäuſchende
Exportnachfrage, ſowie auf den Viſible Supply=Ausweis.
Mais war ſtetig auf die Vorausſage einer frühen
Bewe=
gung in neuem Mais und auf Käufe der
Kommiſſions=
häuſer. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 37,44 Mill. Buſh. auf 40,29 Mill. Buſh. geſtiegen.
während die Maisvorräte von 3,16 Mill. Buſh. auf
3 Mill. Buſh. zurückgegangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 21.50—21.75, Kurheſſi
ſcher 21.50—21.75, Laplata 23.75—25. Kanſas 24.75—25,
Redwinter 24.75—25. Nordd. 21.50—21.75, Ruſſiſcher 23.50
bis 25.25, Rumäniſcher 32.50—25.25. Manitoba 23.25 bis
23.75, Walla Walla 23.50—24 75; Roggen hieſ. 18.75 bis
18.85, Ruſſiſcher 19—19.25, Rumäniſcher 19—19.25.
Baye=
riſcher (Pfälzer) 13.75—18.90, Amerikaniſcher — Gerſte
((Pfälzer)21—21.50, Fränkiſche 21—21.50, Riedgerſte 20.50
bis 21.25, hieſ. und Wetterauer 20.50—21, Ungariſche —
Futtergerſte 15.75—16.50; Hafer hieſ. 19.25—21,
Ruſſi=
ſcher 20.50—22, Rumäniſcher 20.50—22, Bayeriſcher 19.50
bis 21, Amerikaniſcher —; Mais mixed 15.50—15.75,
Donaumais 16—16.25, Laplata 15.25—15.75, Ruſſiſcher
16—16.25, Rumäniſcher 16—16.25, Weißer Mais 15.50 bis
16, Weizenſchalen 10.50—11, Weizenkleie 10.50—11,
Rog=
genkleie 10.50—11, Futtermehl 14—16, Biertreber getr. 13.50
bis 14, Weizenmehl hieſ. Baſis ab Mannheim Nr. 0
32.50—32.75, feinere Marken 33.25—33.50. Nr. 1 30.75—31
feinere Marken 31.25—31.50, Nr. 2 28.50—28.75, feinere
Marken 29—29.25, Nr. 3 27.75—28, feinere Marken 28.25
bis 28.50, Nr. 4 24.75—25, feinere Marken 25.25—25.50,
Roggenmehl hieſ. Nr. 0 27—27.75, Nr. 1 25—25.50, Nr. 2
22—22.25.
Vermiſchtes.
— Der Verbrauch von Zigaretten nimmt
von Jahr zu Jahr reißend zu. Während in Deutſchland
im Jahre 1897 rund 1,1 Milliarde Zigaretten hergeſtellt
wurden, hat ſich die Produktion in der Zwiſchenzeit
reich=
lich verzehnfacht. Beſonders in den letzten fünf
Jahren iſt eine außerordentlich raſche Entwicklung der
deutſchen Zigaretteninduſtrie zu erkennen; übertrifft doch
die hergeſtellteMenge die des Vorjahres, nach der
Süd=
deutſchen Tabakzeitung, um 12,2 Prozent, und die des
Jahres 1907 um reichlich 82 Prozent; in einem Zeitraum
von nur fünf Jahren hat ſich alſo die Produktion nahezu
verdoppelt. Daneben iſt es intereſſant, welchen Umfang
das Zigarettenrauchen angenommen hat. Nimmt man
an, daß in Deutſchland 20 Millionen Menſchen als
Zi=
garettenraucher in Betracht kommen, ſo ergibt ſich auf
den Kopf ein Konſum von 620 Stück pro Jahr. Alles
in allem dürften die deutſchen Raucher im Jahr reichlich
250 Millionen Mark für Zigaretten ausgeben.
C. K. Seen als Wärmeſpeicher. Man weiß
ſeit langem, daß die Seen Wärmeſpeicher ſind. Während
des Sommers erwärmt ſich das Waſſer bis zu einer
be=
ſtimmten Tiefe; im Winter kühlt es ſich wieder ab, indem
es die Wärme ganz allmählich an die Luft wieder
ab=
gibt. Der italieniſche Gelehrte Vercelli hat nun die
Wärmemenge ausgerechnet, die auf dieſe Weiſe vom
Comerſee aufgeſpeichert worden iſt. Er legte die
allge=
mein anerkannte Tatſache zu Grunde, daß eine
Tempera=
turerhöhung des Seewaſſers um ein Grad mit der
Ab=
ſorption einer Kalorie durch ein Kilogramm Waſſer
über=
einſtimmt. Es ergab ſich, daß der See im Sommer
täg=
lich 260 Milliarden Kalorin aufſpeichert, was der
Ver=
brennung von 34000 Tonnen Kohlen entſpricht. Vom
Ende Februar bis Ende Auguſt beträgt die Geſamtzahl
der aufgeſpeicherten Kalorien 43000 Milliarden. Der
größte Teil dieſer Wärme bleibt in den oberen
Waſſer=
ſchichten, das milde Klima an den Ufern des Sees und
der Reichtum der Vegetation erklärt ſich aus der
Wärme=
abgabe in der kälteren Jahreszeit.
Literariſches.
— Im Gea Verlag G. m. b. H., Berlin W. 35, iſt
ſo=
eben die von Prof. W. Liebenow bearbeitete „
Kriegs=
karte der Balkan=Halbinſel im Maßſtabe
111250000” erſchienen. Die inhaltsreiche Karte
unter=
ſcheidet vielfarbig die einzelnen Monarchien und
verzeich=
net die Ortsnamen in umfaſſender Weiſe, welche zur
Ver=
folgung der Kriegsereigniſſe in erſter Linie erforderlich
ſind Da Gebirgsſchattierungen ausgelaſſen ſind, treten
Ortſchaften, Flüſſe und Eiſenbahnen ſehr klar hervor.
Einzelkarten zeigen Griechenland, Kreta und den
Bos=
porus mit Konſtantinopel. Der Preis für die 97172
Zen=
timeter große Karte iſt mit 1 Mark als angemeſſen zu
be=
zeichnen. — Das k. und k. Militärgeographiſche
In=
ſtitut in Wien hat ſoeben einen Zuſammendruck aus der
Alberſchen Karte von Europa 1:750000 herausgegeben,
welcher die nördlichen Balkanſtaaten
Ser=
bien, Montenegro Bulgarien umfaßt. Im
Norden und Weſten ſind die angrenzenden Gebiete
Oeſter=
reich=Ungarns und Rumäniens zu erſehen, im Oſten
bil=
det das Schwarze Meer den Abſchluß, den ſüdlichen Rand
bezeichnet eine Linie, die von der Längenachſe des
Mar=
marameeres und der Nordküſte des Aegäiſchen Meeres
über die Punkte Saloniki und Berat gegen die Mündung
des Vojuſafluſſes reicht. Die Karte enthält ſomit alles,
was zur Verfolgung der ſich dort abſpielenden Ereigniſſe
von Wichtigkeit iſt. Die Karte koſtet 5 Mark, auf Leinen
7,50Mark und iſt durch R. Lechner (Wilh. Müller), k. u. k.
Hof= und Univerſitäts=Buchhandlung, Wien I, ſowie durch
alle Buchhandlungen zu beziehen.
— Die Architektoniſche Rundſchau (Verlag
von Paul Neff (Max Schreiber) Eßlingen a. N.)
über=
ſendet uns ſoeben das erſte Heft ihres neuen (29.)
Jahr=
ganges, das uns mit ſeinen vielen, zum Teil mehrfarbigen
Tafeln in wundervoller Ausführung als wahres
Kunſt=
werk entgegentritt. Das Heft befaßt ſich vornehmlich mit
den neueſten Münchener Bauten, und wir finden darin
die bedeutendſten Baumeiſter Münchens, wie Richard
Berndl, Th. Fiſcher, K. Hocheder, Hönig und
Söldner, Fr. Zell u. a. m. vertreten. Der Leitaufſatz
behandelt, was die Bayeriſche Gewerbeſchau dem
Archi=
tekten bietet; er entſtammt der Feder des Architekten (B.
D. A.) Otto Voepel, des neuen Herausgebers der A. R.
deſſen treffliche Ausführungen ebenſo wie ſein überall
erkennbarer guter Geſchmack die Gewähr dafür bietet, daß
die altbekannte Architekturzeitſchrift mehr denn je zuvor
neuzeitlichen Kunſtrichtungen dienen und bahnbrechend
wirken wird. Im Hinblick auf den reichen Inhalt und
die ausgezeichnete Wiedergabe der Bauten, denen das
große Format ſehr zu ſtatten kommt, iſt der Preis von
2 Mark für das Heft (jährlich 12 Hefte für 24 Mark) ſehr
mäßig.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
Die von Reynold Newspapers verbreitete
Mit=
teilung, daß die Türkei durch ihre Botſchafter in den
europäiſchen Hauptſtädten die Mächte um ſofortige
In=
tervention erſucht habe, iſt nach zuverläſſiger
Aus=
kunft unzutreffend. In Wahrheit iſt die Türkei zur
Fortſetzung des Widerſtandes gegen die Balkan=
König=
reiche entſchloſſen. Von dem Erfolg, mit dem dieſer
Widerſtand fortan geleiſtet werden wird, dürfte das zue
Erwägung ſtehende Eingreifen der Mächte abhängen.
Die bisherigen Niederlagen der Türken, das Verſagen
ihrer Führung, die Panik der Truppen, die Preisgabe von
Geſchützen, Munition ꝛc., ſprechen nicht dafür, daß in
dieſem Kriege ein für die Türkei ſiegreicher Ausgang noch
zu erwarten iſt. Aber da die türkiſche Hauptmacht bisher
nicht eingeſetzt wurde, iſt zum mindeſten die Herſtellung
der türkiſchen Waffenehre, die Erzielung eines zweiten
Plewna, möglich. Von dem Maße in dem den Türken
dies gelingt, wird es wahrſcheinlich abhängen, ob die
Mächte in der Lage bleiben, an ihrer programmatiſchen
Formel „Keine Veränderung des status quo am Balkan”
wenigſtens bis zu einem gewiſſen Grade feſtzuhalten,
denn daß die unbedingte Durchführung des status quo=
Programms der Mächte nach dauernden Waffenerfolgen
des Balkanbundes möglich ſein ſollte, leuchtet dem
geſun=
den Menſchenverſtande nicht ein. Es iſt eben eine
Tat=
ſache, um die auch die Mächte nicht herumkommen, daß
militäriſch leiſtungsfähigen Staaten nicht einfach
Vor=
ſchriften gemacht werden können. Anſcheinend hat die
Diplomatie damit begonnen, dieſen Sachverhalt zu
be=
rückſichtigen. Denn in der Rede des franzöſiſchen
Mi=
niſterpräſidenſten, Poincaré fehlt einerſeits jede
An=
ſpielung auf die status quo=Formel der
Mächte, während andererſeits ſein Hinweis auf die
Möglichkeit größerer, durch Intereſſengegenſätze
hervor=
gerufener Konflikte die Kompenſationsfrage berührt,
die von der Veränderung des status quo am Balkan
ſchwer zu trennen ſein wird. Wenn Poincaré in ſeiner
Rede das Feſthalten Frankreichs an der Politik des
drei=
fachen Einvernehmens ſtark betont hat, ſo kann dies
ge=
rade gegenwärtig aus dem Grunde nicht Wunder nehmen,
weil die Reiſe des Grafen Berchtold nach Piſa, die Reiſen
des Marquis die San Giuliano nach Berlin und Wien
die Gefliſſentlichkeit anzeigen, mit der der Dreibund
ſeinen engen Zuſammenhalt kundgibt.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Konſtantinopel, 29. Okt. Es beſtätigt ſich,
daß der Prinz Abdul Halim, der Sohn des
Ex=
ſultans Abdul Hamid, hier ankam. Er iſt bei dem Gefecht
bei Kirk=Kiliſſe am Fuße verwundet worden. Ein
halbamtliches Communiqué erklärt, nach den
Telegram=
men, die dem Kriegsminiſterium zugingen, begann die
Armee in voller Ordnung die Vorwärtsbewegung. Der
engliſche Marinereformer Admiral Lymas wohnte dem
geſtrigen Miniſterrate bei. Dem Vernehmen nach begibt
ſich der Thronfolger, der den Rang eines Marſchalls
be=
kleidet, auf den Kriegsſchauplatz.
* Wien 28. Okt. Der Kriegsberichterſtatter der
Reichspoſt meldet unter dem 28. Oktober: Das
konzen=
triſche Vorgehen der Bulgaren gegen die
türkiſche Oſtarmee iſt trotz des ungünſtigen Wetters
im ſtändigen Vorſchreiten begriffen. Der Rückzug der
Türken nach Konſtantinopel iſt bereits abgeſchnitten. Die
Bahnlinie Konſtantinopel-Lule-Burgas-Tſcherkezkeci
iſt unterbrochen. Die dortige Eiſenbahnbrücke über den
Tſcharlafluß wurde in die Luft geſprengt. Die türkiſche
Armee iſt jetzt gezwungen, die Schlacht am Ergenefluß
anzunehmen. Die Stärke der im Gebiete von Eskibaba-
Lule-Burgas befindlichen türkiſchen Streitkräfte wird
auf vier Armeekorps geſchätzt. Ein Teil der türkiſchen
Truppen von Adrianopel konnte noch den Rückzug
längs der Maritza nach Dimotica antreten. Der Reſt der
Beſatzung iſt bereits eingeſchloſſen. Unter der gemachten
Beute bei Kirk=Kiliſſe befindet ſich die ganze Bagage des
General Mahmud Mukhtar Paſcha, eines Sohnes des
Großweſirs, insbeſondere auch der mit Brillanten beſetzte
Ehrenſäbel, den Mukhtar von dem Sultan erhalten hat.
* Sofia, 28. Okt. Bunar=Hiſſar wohin ſich
die Garniſon von Kirk=Kiliſſe zurückgezogen hatte, iſt von
den Bulgaren genommen worden. Ein aus zehn
Wagen beſtehender Zug, der von den Bulgaren auf dem
Bahnhof Baba=Eski erbeutet wurde, wird nach Kirk=
Kiliſſe gebracht. — Der türkiſche Kreuzer „Haireddin
Bar=
baroſſa” iſt geſtern wieder vor Warna erſchienen, ohne
einen Angriff zu unternehmen. Vor Burgas liegt ein
Kriegsſchiff. Die Kriegskorreſpondenten ſind nach Muſtafa
Paſcha abgereiſt.
Vom weſtlichen und ſüdlichen Kriegsſchauplatz.
* Belgrad 29. Okt. König Peter mit dem
Miniſterpräſidenten hält heute ſeinen feierlichen Einzug
in Uesküb. Die Türken ziehen ſich von Iſtip gegen
Veleſch und Kofbrueluf zurück. Die Bevölkerung von
Iſtip befindet ſich im Aufſtand gegen die Türken und
be=
mächtigte ſich der Waffen aus den türkiſchen Magazinen.
Die ſerbiſchen Truppen trafen in Iſtip ein. Die
Ein=
nahme von Uesküb machte auf die ſerbiſche
Bevöl=
kerung einen überwältigenden Eindruck. Uesküb wird
nunmehr als Kleinod betrachtet, für deſſen Verteidigung
das geſamte ſerbiſche Volk bis zum letzten Blutstropfen
kämpfen werde. Die gänzliche Aufteilung der
europäi=
ſchen Türkei werde ſich höchſtens durch das rechtzeitige
Eingreifen der Großmächte vereiteln laſſen (!), da
Ma=
zedonien anſcheinend für die Türkei bereits vollkommen
verloren ſei.
* Belgrad, 28. Okt. Laut amtlichen Nachrichten
aus Vranja erfolgte der Einzug der Serben in
Uesküb am Samstag abend um 6 Uhr. Die Türken
zogen ſich in großer Unordnung nach Köprülü zurück.
In Kalkandelen ließen ſie Waffen und Munition zurück.
Die Serben fanden in Uesküb 18 Mörſer und zwei
Feld=
geſchütze. Im ganzen wurden von den Serben bisher 98
Kanonen weggenommen. Die Serben erreichten bei der
Verfolgung der Türken bereits Ovtſchepolje, wo ein
kur=
zer Kampf ſtattfand, nach welchem die Türken die Flucht
fortſetzten. Die Serben beſetzten darauf Kliſcheli an der
Südſeite von Ovtſchepolje. Eine ſerbiſche
Offizierspa=
trouille, die nach Kalkandelen vorgeſchickt war, meldete,
daß die Türken nach Monaſtir weiter ſlüchteten. — Nach
amtlichen Nachrichten aus Ghilan nahmen die Serben
Mitrowitza ein und marſchieren durch das Defilee von
Katſchanik nach Veriſovitſch. Hier wurden 15 türkiſch:
Kanonen genommen.
* Belgrad, 28. Okt. Das Hauptquartier
ſoll morgen von Vranja nach Uesküb verlegt
wer=
den. Nach Privatmeldungen ergab ſich Tetovo. Die
ſer=
biſche Armee ſteht vor Veles. Die türkiſchen Truvpen
ſollen ſich bei Demirkapu, nach noch unbeſtätigten
Nach=
richten ſogar in Seres konzentrieren. Die Albaneſen in
Drenice haben ſich ergeben.
HB. Cetinje, 29. Okt. Geſtern fand ein ſtarker
Artilleriekampf am Taraboſch, ſüdlich von Skutari,
ſtatt. Der Verluſt der Montenegriner iſt nur
ge=
ring. Das Vorgehen gegen die Befeſtigung auf dem
Ta=
raboſch=Berge erfolgt ganz ſyſtematiſch. Die Türken
halten alſo Skutari noch immer beſetzt. Ihre hartnäckige
Verteidigung zwingt die Montenegriner zu einem ganz
planmäßigen Vorgehen, das viel Zeit beanſprucht. Der
Angriff hat infolgedeſſen mehr den Charakter eines
Feſt=
ungskrieges angenommen.
HB. Paris, 29. Okt. Der Korreſpondent des
Jour=
nal in Skutari meldet: Skutari ſei ohne Lebensmittel,
ohne Eiſenbahn und ohne Nachrichten von außen. Es
befindet ſich in ſeinem Golf wie von aller Welt
abgeſchnit=
ten. Eine Deputation von angeſehenen Bulgaren und
Kaufleuten hat ſich trotz der Wachſamkeit der türkiſchen
Truppen zum Prinzen Danilo von Montenegro begeben
und ihm die Uebergabe der Stadt angeboten,
um zu verhindern, daß Skutari in Flammen aufgehe und
geplündert wird. Der türkiſche Generalſtab und die
Be=
ſatzung erfuhr von dieſem Schritte und, um die Bürger
hierfür zu beſtrafen, eröffneten ſie von der Höhe des Ta=
Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Seite 6.
raboſch=Berges auf ein Viertel der Stadt ein lebhaftes
Bombardement, wodurch eine große Feuersbrunſt
aus=
brach, welche die ganze Nacht dauerte. Die Montenegriner,
unter dem Befehl des Prinzen Danilo und des Generals
Martinowitſch, profitierten natürlich von dieſem Umſtand,
der es ihnen geſtattete, die Aufmerkſamkeit der Türken
von ſich abzulenken und einen gewagten Angriff auf
Sku=
tari vorzunehmen.
* Rjeka, 29. Okt. Die Montenegriner
beſetz=
ten geſtern mittag Plevlje.
* Athen, 29. Okt. Nach einem Scharmützel in dem
Engpaß Tripotamos zogen ſich die Türken unter
Zurück=
laſſung von fünf Proviantwagen zurück. Die Griechen
ſetzen ihren Vormarſch fort.
* Belgrad, 29. Okt. Die Nachricht von der
Ein=
nahme von Köprülü wird heute abend amtlich
beſtätigt. Die Türken ſetzen ihren Rückzug auf
Sa=
loniki fort.
Sonſtige Meldungen.
* Konſtantinopel, 28. Okt. Heute iſt hier die
erſte Abordnung des deutſchen Roten Kreuzes
eingetroffen, beſtehend aus den zwei Aerzten Dr. Lieber
und Dr. Hitzler, zwei Schweſtern vom Olga=Krankenhaus
in Stuttgart und vier Pflegern. Sie bezog das
Militär=
krankenhaus in der Nähe der deutſchen Botſchaft.
— Konſtantinopel, 28. Okt. Die Panik in
Konſtantinopel hat nicht den Umfang angenommen, der
anfangs befürchtet wurde. Die geſamte Lage in den
beiden letzten Tagen hat ſich, namentlich infolge des
energiſchen Eingreifens des Kriegsminiſters, entſchieden
gebeſſert. Da jetzt erſt die Linientruppen beſter
Qua=
lität aus dem Innern Kleinaſiens eintreffen, um an die
Front abzugehen, wird hier den letzten Kämpfen keine
irgendwie entſcheidende Bedeutung beigemeſſen. — Die
fremdländiſchen Militärattachees ſollen endgültig morgen
mittag abreiſen.
* Sofia, 28. Okt. Die in den hieſigen Spitälern
gepflegten Verwundeten, unter denen ſich 20 türkiſche
Sol=
daten und ein türkiſcher Major befinden, werden täglich
von den Frauen einiger Mitglieder des diplomatiſchen
Korps, ſowie von anderen Damen beſucht. Auch
Miniſter=
präſident Geſchow beſuchte die Verwundeten. Die
Schü=
lerinnen des Gymnaſiums haben den Wunſch
ausgeſpro=
chen, als Gehilfinnen der Wärterinnen ſich dem Roten
Kreuz anzubieten. Die Königin iſt in Philippopel täglich
bei der Ankunft der aus Stara=Zagora Eintreffenden
zu=
gegen und gibt die erſten Anweiſungen für die Pflege der
Verwundeten.
* Sofia, 29. Okt. Die deutſche
Sanitäts=
abtei lung vom Roten Kreuz, beſtehend aus Dr.
Kirſchner, Dr. Schuber, zwei Krankenwärtern und
vier Krankenſchweſtern, iſt heute hier eingetroffen und
wurde von einer Deputation und der Königin von
Bul=
garien empfangen.
* Belgrad, 29. Okt. Infolge der großen Zahl der
käglich eintreffenden Verwundeten mußten ſämtliche
Schu=
len als Spitäler eingerichtet werden. Das
Kriegs=
miniſterium fordert alle mit der Krankenpflege vertrauten
Mädchen und Frauen auf, ſich in den Dienſt des Roten
Kreuzes zu ſtellen. Bisher ſind 1500 Verwundete
ein=
getroffen. Die Bevölkerung ſpendet den Verwundeten
Speiſen, Getränke, Geld und Blumen. Vor den Spitälern
ſtehen Hunderte von Frauen, welche auf Einlaß warten.
Miniſterpräſident Stuergkh über den Balkankrieg.
* Wien, 29. Okt. Im Abgeordnetenhauſe
erklärte bei der Fortſetzung der erſten Leſung zum
Staats=
voranſchlag Miniſterpräſident Stuergkh in
Beantwor=
tung der an ihn gerichteten Interpellationen über die
kriegeriſchen Ereigniſſe auf der
Balkan=
halbinſel und deren Rückwirkung auf die
all=
gemeine internationale Lage: Ich erlaube
mir zunächſt auf die während der eben verfloſſenen
Ta=
gung der Delegationen von berufenſter Stelle abgegebenen
Erklärungen Bezug zu nehmen, nach denen der Charakter
unſerer auswärtigen Politik in Uebereinſtimmung mit der
von uns Jahrzehnte hindurch unentwegt feſtgehaltenen
Tradition auch gegenwärtig ein durchaus friedlicher iſt.
(Beifall.) Die öſterreichiſch=ungariſche Monarchie
be=
ſtätigte dieſe friedlichen Tendenzen, als es galt, den
Aus=
bruch kriegeriſcher Verwicklungen auf dem Balkan
hintan=
zuhalten. Angeſichts der durch die Eröffnung der
Feind=
ſeligkeiten geſchaffenen Situation wird die Leitung unſerer
auswärtigen Angelegenheiten im engen Verein mit unſern
Verbündeten und im ſteten Einvernehmen mit allen
übri=
gen Mächten bemüht ſein, im geeigneten Zeitpunkt bei der
baldigen Beilegung des Konflikts mitzuwirken. (Beifall.)
Die Ergebniſſe des bisher gepflogenen
Gedankenaus=
tauſches berechtigen zu der Hoffnung, daß dieſe
Bemü=
hungen von Erfolg begleitet ſein werden und daß es
ge=
lingen wird, der Monarchie die Segnungen des Friedens
auch fernerhin zu erhalten. Bezüglich der in der
Inter=
pellation Pernerstorfer und Genoſſen vorgebrachten
weit=
gehenden Wünſche, betreffend die Einflußnahme auf die
Regierung wegen Erhaltung des Friedens in jedem Fall,
kann ich betonen, daß unſer auswärtiges Amt gewiß
kei=
nerlei aggreſſive Ziele verfolgt. Ich muß jedoch beifügen
— dieſe Bemerkung iſt natürlich ganz allgemein ohne
Rückſicht auf die gegebene Situation —, daß das Prinzip
der Erhaltung des Friedens in jedem Falle und um jeden
Preis nicht die Grundlage der Politik einer, wenn auch
noch von ſo friedlichen Intentionen geleiteten, doch
legi=
timer Weiſe auf den Schutz der berechtigten Intereſſen
be=
dachten europäiſchen Großmacht bilden kann. Was die
Gerüchte über angebliche Mobiliſierungsmaßnahmen des
Inlandes betrifft, ſo bin ich in der Lage, auf das
Beſtimm=
teſte zu erklären, daß bisher nicht einmal eine Verſtärkung
des Friedensſtandes unſerer Truppen verfügt wurde,
ge=
ſchweige darüber hinausgehende, den Charakter einer
Mobiliſierung tragende Maßnahme getroffen worden iſt.
Letzte Nachrichten.
H. B. Berlin, 29. Okt. Durch das Einſchreiten der
Feuerwehr wurde heute in einem Hauſe in der
Roſtocker=
ſtraße bei einem Großfeuer eine Arbeiterfamilie, aus
5 Perſonen beſtehend, mit großer Mühe gerettet.
Frankfurt a. M., 29. Okt. Im Hauptbahnhofe
ſtießen heute früh beim Rangieren zwei
Poſt=
wagen zuſammen, von denen einer entgleiſte, Einige
Poſtbeamte erlitten Hautabſchürfungen.
HB. Greiz, 29. Okt. Heute früh wurde der 61jährige
Maurer Buhmann aus Meſchlitz durch den Scharfrichter
Brandt hingerichtet. Buhmann hat am 10. März
vorigen Jahres den 80jährigen Arbeiter Zſchäpner
er=
ſchlagen und ſeiner Barſchaft in Höhe von 20 Mk. beraubt.
— Dresden, 29. Okt. Nach umfangreichen
Wechſel=
ſchwindeleien in Höhe von über 100000 Mark iſt
der 30jährige Friedrich Wilhelm Dingel verhaftet
worden. Dingel iſt der Sohn reicher Eltern, die ſich aber
bereits von ihm losgeſagt hatten. Er trat als Doktor
der Medizin Dingel auf.
— Hildesheim, 29. Okt. Auf dem Jahrmarkt
explo=
dierte bei einem Schnellphotographen ein
Spiritus=
behälter, als gerade mehrere Schulkinder dem
Photo=
graphen zuſahen. Vier Schulkinder wurden
lebensgefähr=
lich, vier leichter verletzt. Der Photograph, der leicht
ver=
letzt iſt, wurde verhaftet.
* Wien, 29. Okt. Wie die Blätter erfahren, hat
ſich die geſtrige nächtliche Miniſterratsſitzung nur
mit bosniſchen Wahlfragen beſchäftigt. Die
verlautbar=
ten Gerüchte, daß es ſich um Militärangelegenheiten
ge=
handelt habe, ſeien unbegründet.
HB. Peſt, 29. Okt. Anläßlich der morgen
ſtattfinden=
den Parlamentsſitzung wird das
Parlaments=
gebäude wieder von Militär und einem Polizeikordon
umgeben werden. Da für morgen die Sozialiſten zehn
Volksverſammlungen einberufen haben und dieſerhalb
Ruheſtörungen befürchtet werden, wird das hieſige
Mili=
tär durch Truppen aus den Provinz=Garniſonen verſtärkt.
HB. Peſt, 29. Okt. Ein Boot mit 12 Inſaſſen,
wel=
ches bei Sciba die Schamos überſetzen wollte, kippte um.
Elf Perſonen ertranken, während nur eine Frau
gerettet werden konnte.
H. B. Mailand, 29. Okt. Die Gazetta del Popolo
mel=
det, daß der Miniſter des Aeußern di San Giuliano
ſeine Reiſe nach Berlin verſchoben hat. Eine
politiſche Perſönlichkeit erklärte dem Blatt zufolge in
einem Interview, Italien müſſe nicht nur Oeſterreich
gegenüber Sympathie hegen, ſondern auch Deutſchland
gegenüber, welches ſeine Freunde in der Gefahr nicht
ver=
laſſen werde. Was Bulgarien anbetrifft, ſo ſei ſicher,
daß die Bulgaren jede Intervention der Mächte abweiſen
werden, ſolange ſie nicht wiſſen, daß ihnen geſtattet wird,
der Türkei ihre Friedens=Bedingungen aufzuzwingen.
** Madrid, 29. Okt. Der Erzbiſchof Burgot iſt heute
geſtorben.
H. B. Warſchau, 29. Okt. Die Berliner
Schläch=
tergeſellen, die vom Berliner Magiſtrat hierher
ge=
ſandt worden waren, um im hieſigen Schlachthausbetrieb
für die Stadt Berlin tätig zu ſein, haben heute aus bis
jetzt noch nicht bekannten Gründen völlig unvorhergeſehen
die Arbeit niedergelegt und ſollen ſich zum Teil ſchon auf
der Rückreiſe nach Berlin befinden.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51,
Tel. Nr. 1073.
Dampfernachrichten
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Steiermark” 24. Okt. 4 Uhr morgens in
Neworleans. „Amerika” von New=York kommend,
27. Okt. 6 Uhr 15 Min. morgens in Hamburg. „Antonina”
26. Okt. 11 Uhr 15 Min. morgens von Philadelphia
nach Hamburg. „Barcelona” von Philadelphia
kom=
mend, 28. Okt. 5 Uhr 30 Min. morgens auf der Elbe.
„Cincinnati” 27. Okt. 8 Uhr abends in New=York.
„Dortmund” von Philadelphia lommend, 26. Okt. 8 Uhr
morgens in Galveſton. „Moltke” von Genua, Neapel
und Almeria nach New=York, 27. Okt., 6 Uhr morgens
Gibraltar paſſiert. „Norman Monarch” 26. Okt. in
Galveſton. „Preſident Grant” 26. Okt. 11 Uhr 30 Min.
morgens von New=York über Plymouth und Cherbourg
nach Hambura.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet, das geſtern über dem
Atlan=
tiſchen Ozean lag, iſt nach England vorgedrungen. Das
Hochdruckgebiet hat ſich infolgedeſſen etwas
zurück=
gezogen. Wir haben bei ſüdlichen Winden heute morgen
erhebliche höhere Temperaturen als geſtern. Da im
Südweſten Frankreichs der Druck ſteigt, dürfte das
Tiefdruckgebiet nach Nordoſten abziehen und uns nur
heute etwas beeinfluſſen.
Ausſichten für Mittwoch, den 30. Oktober
Wolkig, meiſt trocken, etwas kühler.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr: „Diel
ſchöne Helena”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Ernſt Zahn=Abend um 8¼ Uhr im „Kaiſerſaal”
(Vortragsverband).
Lichtbilder=Vortrag von Louis Geiſt um 8½ Uhr
im „Mathildenhöhſaal” (Badener Verein).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Singſpielhaus
„Metropole” um 8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23,
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr,
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 31. Oktober.
Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Hermann
(Kranichſteinerſtraße 35) um 9 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr i
der „Ludwigshalle‟
Pferdedecken=Verſteigerung um 4 Uhr Runde
turmſtraße 16.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereig
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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langem und ſchwerem Leiden meine liebe,
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beſorgte Frau und meine Tochter
(22539
Frau
Johanna Krueger
geb. Weber.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Karl Krueger, Dentist,
Georg Weber, Rentner.
Darmſtadt, 29. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Okt.,
nachm. 3½ Uhr, vom Trauerhauſe Hügelſtr. 4
aus, ſtatt. Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute morgen 6½ Uhr verſchied nach
längerem, mit großer Geduld ertragenem
Lei=
den im 71. Lebensjahre meine liebe Frau,
unſere gute Mutter, Großmutter,
Schwieger=
mutter und Schwägerin
(*10489
Frau Elise Grebe.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt,
Offenbach a. M.,
Rüſſelsheim a. M
den 29. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Okt.,
nachm. 3 Uhr, vom Friedhofsportal ab, ſtatt.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Louis Roſenhain, Kaufmann
findet am Mittwoch, den 30. Oktober,
nachmit=
tags 4 Uhr, vom Portal des iſrael. Friedhofs
aus, ſtatt.
(22530
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Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 88,30
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4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
3½ do. Conſols . . . 88,40
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3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,20
92,70
do.
3½
3.
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4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
86,80
do.
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,50
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,50
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
3½
do.
87,20
3
do.
76,50
3 Sächſiſche Rente. .
78,90
4 Württemberger v. 1907 99,25
3½
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 95,90
1¾ Griechen v. 1887 . . 51,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 88,20
4 do. Goldrente . . . 92,00
4 do. einheitl. Rente 84,60
3 Portug. unif. Serie I 61,50
3 do. unif. Ser. III 65,20
3 do. Spezial . . . . 9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 98,50
4 do. v. 1890 . . 91,60
4 do. v. 1905 . . 88,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,20
4 do. v. 1902 .
87,20
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
3½ Schweden .
85,90
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 76,00
4 Türk. uniſiz. v. 1903 81,80
4 Ungar. Goldrente . . . 87,50
4 do. Staalsrezte. . . 85,10
In Proz=
Zf.
.100,20
5 Argentinier .
4
84,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,50
4½
do.
93,20
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 90,60
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 87,80
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,70
3 Buenos Aires Provinz 67,60
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
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5 Nordd. Lloyd . . . . . 115,30
16 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,25
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,30
8 Baltimore und Ohio . 104,25
6½ Schantungbahn . . . 122,50
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18,30
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
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Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
.. 510,00
Fabrik ..
14 Chem. Fabrik Gries=
.240,00
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30 Farbwerke Höchſt . . 608,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 147,00
30 Chem. Werke Albert 450,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 310,50
4 Lahmeyer . . . . . . . 118,00
Letz
Inbro
Dioid.
7½ Schuchert, Nürnberg 145,00
12 Siemens & Halske .221,00
5 Bergmann Electr. . . 124,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 156,50
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30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 578,90
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 200,00
8 Steana Romana Petr. 140,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 231,80
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
. 198,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 102,90
3 Südd. Immobilien .
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 179,75
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 219,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 168,00
10 Gelſenkirchener . . . . 188,00
8 Harpener . . . . . . . 182,40
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 268,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . .
82,00
4 Laurahütte . . . . . . 166,25
10 Kaliwerke Aſchersleben 162,00
11
Weſteregeln 208,50
7½ South Weſt Africa 128,75
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Obligationen.
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,60
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 88,00
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,40
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,00
do.
*76,60
Oeſterr. Südb. (Lomb.)
do.
4
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,30
3 Raab=Oedenburg
75,90
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,80
4 Ruſſ. Südweſt..
84,75
4½ Moskau=Kaſan .
94,90
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,00
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,40
do.
2¼/0 Livorneſer . . . . . 69,30
3 Salonique=Monaſtir . 59,80
4 Bagdadbahn .
80,00
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,75
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 72,80
4 Northern=Pacific . . . 99,80
4 Southern=Pacific . . . 128,75
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 84,90
5 Tehuantepec . . . . . . 96,25
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 181,50
7 Bergiſch=Märkiſche
.147,00
Bahn.
9½ Berlin. Handelsgef. .163,25
6½ Darmſtädter Bank . 119,75
12½ Deutſche Bank .245,50
6 Deutſche Vereinsbank . 122,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,40
10 Diskonto=Kommandit 180,75
8½ Dresdener Bank . . 151,6014 Karlsruhe
9½ Frankf. Hypoth.=B. 211,50
6½ Mitteld. Kreditbank 116,70
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,80
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,50
.133,00
5.86 Reichsbank
7 Rhein. Kreditbank. . . 133,30
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . .
7½ Wiener Bankverein . 126,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 39,00
Zut
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
.. . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . .
98,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
31
87,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
31
87,80
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,50
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
87,80
S. 3—5 .
87,60
S. 9—11
.87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
3½
do.
87,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,60
do. (unk. 1914) . . 87,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
87,30
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 98,00
do.
4 Frankfurt.
99,70
do.
94,50
4 Gießen .
88,00
do.
4 Heidelberg
. 97,80
88,00
do.
3½
. 97,90
88,30
do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
98,00
do.
4 Mannheim
. 9600
do.
,80
4 München .
100,20
Nauheim
Nürnberg.
99,80
8760
do.
4 Offenbach .
2
3½ Offenbach . . . . .. —
4 Wiesbaden . 7.7. 4
-
8½ do.
4 Worms . .
3
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 ₰
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 109 170,00
3½ Cöln=Mindner „ 100 133,70
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
. . . 138,00
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 173,00
3 Olbenburger . . . . . . 128,50
2½ Raab=Grazer fl. 159 110,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . ſl. 7 24,55
Braunſchweiger Tlr. 20
Fs.15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder
Fs. 10
do.
fl. 7
Meininger .
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100 517,00
do. v. 1858fl. 100 438,00
Ungar. Staats . . fl. 100
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 152,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,50
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,20
Engliſche Noten . . . . . 20,50
Franzöſiſche Noten. . . . 81,40
Holländiſche Noten. . . . 169,50
Italieniſche Noten . . . . 80,50
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto. . .
Reichsbant=Rombard 1 6
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Nummer 256.
I
Kammermusik-
Vereiniqund
Hofrat W. de Haan, Hofkonzertmeister E. Schmidt,
Konzertmeister P. Schnurrbusch,
Hofmusiker G. Gims und Hofmusiker E. Andrä.
Vier Matineen
im Musikvereinssaal, Steinstr. 24.
1. Matinee. Sonntag, 3. November 1912:
Beethoven: Klaviertrio Nr. 1, Septett für Violine, Viola,
Violoncello, Kontrabaßz, Klarinette, Fagott und Horn
2. Matinee. Sonntag, 17. November 1912:
Cherubini: Streichquartett Nr. 3.
Mozart: Klaviertrio.
Haydn: Streichquartett op. 74 Nr. 3.
3. Matinee. Sonntag, 9. Februar 1913:
Glazounow: Streichquartett.
Volbach: Klavierquintett (unter Mitwirkung des
Kom-
ponisten).
4. Matinee. Sonntag, 6. April 1913:
Zemlinsky: Streichquartett.
Schumann: Klaviertrio D-moll.
Baufsnern: Kammerlieder für Sopran (Frau Schmitt-
IIling), mit Begleitung von Streichquartett, Flöte und
Klarinette.
Tag
u.
Nacht
geöffnet.
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Donnerstag, den 7. November 1912, abends ½8 Uhr.
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5).
Zur Feier des 200. Vereinsabends:
Viertes Konzert der
Heinlinger Horkapele
unter Leitung von Dr. Max Reger.
Programm: 1. Symphonie Nr. 3 (Eroica) von Beethoven.
2. Tasso. Symphonische Dichtung von Franz Liszt. 3. Eine
roman-
tische Sulte für Orchester in 3 Sätzen (nach Gedichten von
Eichen-
dorff) von Max Reger (zum erstenmale). 4. Vorspiel zu „Die
(22548
Meistersinger von Mürnberg” von Richard Wagner.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 Mk.,
Numerierter Balkon zu 3 Mk., Galerie zu 2 Mk.; Studentenkarten
zu 1.50 Mk. und Schülerkarten (für Schüler unter 21 Jahren) zu
1 Mk. sind in beschränkter Zahl bei Heinrich Arnold (
Wil-
helminenstrasse 9), im Verkehrsbüro und abends an der Kasse zu
haben. — Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr,
die noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen
freiem Besuche. Der Beitrag für den Rest des Jahres 1912
(6 Konzerte) beträgt 7 Mk., für einen Sperrsitzplatz 11 Mk.
Der Vorstand.
Der Vorverkauf ist eröffnet.
Gosangtorei, Blederkrane Darmstadt
Leitung Herr Hofmusiker M. Stetefeld.
Sonntag, den 3. November 1912,
abends 8 Uhr,
Abenäanterhaltung Itr Tanz
im Saale zum Perkeo (Alexanderſtraße 12).
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und
Gönner des Vereins ergebenſt ein.
(22493ms
Der Vorſtand.
Achtung
Achtung!
Während der Arheilger Kirchweihe, 2. u. 3. Nov., findet in der
Restauration zum Nordbahnhof
Grosses Schlachtfest
ſtatt. Für gute Speiſen, ſowie ein vorzügliches Glas Bier aus der
Brauerei Oſtertag iſt beſtens geſorgt. Hierzu laden höflichſt ein
vis-ä-vis der
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bringt ab Mittwoch, den 30. Oktober 1912, den
großen erſtklaſſigen Schlager:
Bludes Blur!
Dieſer Schlager iſt ein däniſcher Kunſtfilm und einer
der ſchönſten und beſtgeſpielteſten der letzten Zeit. Mit
einer Ausſtattung, die nicht zu übertreffen iſt, wird
derſelbe ſeine Wirkung nicht verfehlen.
Schla-
Unter der Kitterrustung : ger.
Großherzogl. Hoftheater
Luſtſpiel mit wundervoll. Momenten u. beſt. Ausſtatt.
Max iſt ein Aufſchneider. Originelle Humoreske
mit dem ſo beliebten Max Linder. Die
Ginſter=
katze. Hervorrag. gute, ſehrbelehrende Naturaufnahme. 6
Auf der Suche nach einem Mann. Guter Humor.
Ruſſiſche Landſchaftsbilder. Hervorragend ſchöne
Naturaufnahme. Moritz auf der Brautſchau. Guter
Humor. Einlage.
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daß ich ein
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moderne Tanzkunst
eröffnet habe. Durch meine frühere langjährige Tätigkeit als
Solo=
tänzerin am hieſigen Hoftheater glaube ich verſprechen zu können, allen
an mich geſtellten Anſprüchen zu genügen. Ebenſo übernehme
Privat=
ſtunden, ſowie Arrangements von Feſtlichkeiten.
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In der Erwartung, regen Zuſpruch zu finden
zeichnet hochachtungsvoll
Johanna Georg, geb. Merz.
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vor dem Neuen Palais
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des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. Armeemarſch Nr. 7 (1. Batl
Garde 1806). 2. Ouverture zum
Oper „Wenn ich König wäre” von
Adam. 3. Roſenlieder von
Eulen=
burg. 4. Walzer aus der Operette
„Grigri” von Lincke. 5. Fantaſie
aus d. Oper „Undine” von Lortzing=
6. „Les Quirassiers à la frontiere
Marſch von Trave.
Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Seite 9.
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dem am letzten Samstag im
Kaiſer=Café (Schloßgartenſtr.) ſein
Lodenrad (Cape)
verwechſelt wurde, wird um gefl.
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erſucht.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Nummer 256.
Sport.
** Opel beteiligt ſich am franzöſiſchen Automobil=
Grand Prix. Als erſte deutſche Automobil=Firma wird
Adam Opel=Rüſſelsheim Meldungen für den Grand Prix
de France abgeben, und zwar beabſichtigen ſich die
be=
kannten Automobil=Werke mit drei Wagen an dem
gro=
ßen Automobil=Rennen zu beteiligen. Der eine Wagen
wird jedenfalls von Jörns geſteuert werden.
sr. Delegierten=Sitzung des Kaiſerlichen Automobil=
Klubs. Der Kaiſerliche Automobil=Klub hält am
Sams=
tag, den 9. November, vormittags 10 Uhr, in ſeinen
Klub=
räumen eine Delegierten=Sitzung des Kartell=Ausſchuſſes
ab. Auf der Tagesordnung ſtehen zunächſt die
Aufnahme=
geſuche von fünf Klubs, und zwar: Großherzoglicher
Automobil=Klub Oldenburg, Herzoglicher Automobil=Klub
Gotha, Heſſiſcher Automobil=Klub Darmſtadt, Lippiſcher
Automobil=Klub Lemgo und Oberſchleſiſcher Automobil=
Klub Beuthen. Des weiteren wird man ſich mit den
ver=
ſchiedenen ſportlichen Konkurrenzen des nächſten Jahres
befaſſen. Neben den vom Kaiſerlichen Automobil=Klub
ſelbſt für das Jahr 1913 in Ausſicht genommenen
Veran=
ſtaltungen beantragt der Leipziger Automobil=Klub eine
Internationale Völkerſchlacht=Jubiläumsfahrt 1913, die
als Sternfahrt gedacht iſt, der Magdeburger Automobil=
Klub eine Sternfahrt nach Magdeburg zum Kronprinzen=
Renntage, vorausſichtlich am 20. Auguſt, der Kölner
Auto=
mobil=Klub und der Rheiniſch=Weſtfäliſche Automobil=
Klub, eventl. in Verbindung mit noch anderen
weſt=
deutſchen Klubs, eine Sternfahrt im Juni; ferner der
Norddeutſche Automobil=Klub in Hamburg, der
Magde=
burger Automobil=Klub und der Großherzoglich
Mecklen=
burgiſche Automobil=Klub Schwerin eine gemeinſame
mehrtägige Geſellſchaftsfahrt oder Schnelligkeitsprüfung
der Oſtdeutſche Automobil=Klub eine dreitägige
Zuver=
läſſigkeitsfahrt durch Rominten, Maſuren nach Zoppot,
ſowie endlich der Schleſiſche Automobil=Klub eine
Stern=
fahrt nach Breslau oder ſonſtige automobiliſtiſche
Ver=
anſtaltungen daſelbſt anläßlich der Jahrhundertfeier 1913.
Die Tagesordnung vervollſtändigen eine Reihe von
An=
trägen betreffend Eingaben an Reichs= und
Staatsbehör=
den, ſowie die Beſprechung verſchiedener anderer
Anreg=
ungen.
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von Lehnin; 2500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Frhrn.
v. Oppenheims Souveraine (Naſh), 2. Miriam (
Raſten=
berger), 3. Muttchen (Sandmann). Tot. 77110, Pl. 26,
15, 29.10. Unpl.: Sankt Theobald (4), Iren, Barbarina,
Sirene II, Fahnenwacht, Pius Golden Flower. Leicht,
1—2 Lg. — Zweiter Preis von Lehnin; 2500 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Herrn G. v. Lippas Erfinderin (Jentzſch),
2. Seetang (Ludwig), 3. Prinzeß (Steffen). Tot. 30110,
Pl. 13. 18, 26:10. Unpl.: Louvre (4), Toska, Perahta,
Me=
teor, Frieda, Perſiſtenz. Sicher, ½—½ Lg. — Mühltal=
Jagdrennen; 2500 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn
W. Lindenſtädts Royaliſt (Koch), 2. Menelik (Stübing),
3. Herkus Monte (Naſh). Tot. 69110, Pl. 16, 26, 12110.
Unpl.: Jeſſonda (4), Oſtia, Marlock, Memorial, Riff.
Leicht, 1½ Lg.-Kopf. — Preis von Lieberoſe:
Ehren=
preis und 3700 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn H.
Katz’ Aſtree III (Herr Herfeld), 2. Beautiful Eve (Leutn.
Frhr. v. Berchem), 3. Kilmallock (Leutn. Graf
Strach=
witz). Tot. 230110, Pl. 80, 40, 21:10. Unpl.: Mooſe (4),
Kings, Love, Cymbal, Colclough II, Sweet Pippin,
Pro=
miſed, Luck (gef.), Lads Love (angeh.), Literature (gef.
und erſchoſſen). Scharfer Kampf, ½—1½ Lg. — Preis
von Gonſen; 1900 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn
W. Lindenſtädts Firlefanz II (Koch), 2. Moſel (Naſh)
3. Toncſi (Jentzſch). Tot. 143:10, Pl. 35, 19. 60110. Unpl.:
Terxes (4), Myrthe (lahm, angeh.), Niobe II (gef.),
Kol=
lege, Banditenhäuptling (ausgebr.), Sodar. Leicht, 2—4
Längen. — Oktober=Preis; Ehrenpreis und 2200 Mark,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn C. v. Heyden=Lindens
Stre=
tenſe (Leutn. Graf Strachwitz), 2. Ruſtikana (Beſ.), 3.
Vielleicht (Schröter). Tot. 61:10, Pl. 23, 46, 95:10.
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plaziert: Dora, Baſuto (gef.), Rohrau (gef.), Mein Neffe.
Kanter, 15—2 Lg. — Preis von Heſſenwinkel; 2500 Mark.
Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn H. v. Treskows Seehund
(Streit), 2. Siena (Wurſt), 3. Venezia (Sandmann).
Tot. 21:10, Pl. 11, 11, 13:10. Unpl.: Hilda (4),
Wunder=
hold, Ordnung, Schikane, Hotzenplotz. Sehr ſicher, 2—2
Längen.
Der Kampf umdas Championat der
Her=
renreiter wird von den allein noch in Betracht
kom=
menden Leutn. v. Egan=Krieger und Leutn. Frhrn.
v. Berchem mit großer Erbitterung geführt. Leutn.
v. Egan=Krieger gewann am Sonntag in Lüneburg zwei
Rennen und hat damit in dieſer Saiſon 57 Siegesritte zu
verzeichnen. Leutn. Frhr. v. Berchem, der am Sonntag in
Dortmund und am Montag in Strausberg leer ausging,
brachte es bisher nur auf 54 Siegesritte. Da bis zum
Schluß der Saiſon noch zehn Renntage in Betracht
kom=
men, kann ſich das Bild allerdings noch weſentlich
ver=
ſchieben. Es beſteht ſogar für jeden der beiden Offiziere
noch die Möglichkeit, den von Leutn. v. Raven im Jahre
1909 mit 63 Siegesritten aufgeſtellten Rekord zu
über=
bieten.
sr. Erfolgreiche Rennſtälle. Die deutſche
Flachrennſaiſon iſt mit dem letzten Grunewald=Renntage
offiziell beendet. Die gelegentlichen einzelnen Rennen,
die noch bis zum Saiſonſchluß auf der Flachbahn
gelau=
fen werden, vermögen an dem Geſamtbild nichts mehr zu
ändern. Außerdem pflegen auch die größeren Ställe in
dieſe kleinen Konkurrenzen nicht mehr einzugreifen. An
der Spitze der erfolgreichen Rennſtallbeſitzer ſtand
wäh=
rend der ganzen Saiſon hindurch das Königliche
Haupt=
geſtüt Graditz, das mit 801820 Mark einen neuen
deutſchen Gewinnrekord aufgeſtellt hat. Dieſe
Summe verteilt ſich auf 30 verſchiedene Pferde, die im
ganzen 45 Rennen gewannen. Den erſten Platz nimmt der
Derby=Sieger Gulliver II, zugleich das erfolgreichſte
Pferd der verfloſſenen Kampagne, mit 239270 Mark ein.
In weitem Abſtande folgen Grita, die Gewinnerin des
Hammonia=Preiſes in Hamburg, mit 87500 Mark, die
ſchnelle Flagge, die Gewinnerin des Henckell=Rennens mit
76330 Mark, und als erſter Zweijähriger Laudon, der
Bezwinger des Franzoſen Fidelio im Badener
Zukunfts=
rennen, mit 52650 Mark. Da die Graditzer Gewinne die
des Vorjahres um rund 300000 Mark überſteigen und die
Ueberſchüſſe aus dem Rennbetrieb den Rennvereinen
wie=
der zufließen, ſo ſtehen für die nächſte Saiſon hohe
Gra=
ditzer Geſtüt=Preiſe in Ausſicht. — An zweiter Stelle
folgen die Herren A. und C. v. Weinberg, deren
Pferde nach mancherlei Fehlſchlägen in der erſten Hälfte
der Saiſon dann im Herbſt eine ausgezeichnete Form an
den Tag legten und mit 49 Siegen die Zahl der Graditzer
Siege ſogar noch übertreffen. Auch die Gewinne ſelbſt
überſteigen mit 552610 Mark noch um 130000 Mark die
vergangene Saiſon, ſo daß alſo die Frankfurter Züchter
mit den Leiſtungen ihres neuen Trainers F. Taral
zu=
frieden ſein können. Von den Pferden zeigte ſich der
un=
verwüſtliche Fervor, der auch nächſtes Jahr noch im
Trai=
ning bleiben ſoll, mit 90 400 Mark am erfolgreichſten.
Dann kommen von den Zweijährigen, die hauptſächlich
die Stütze des Stalles bildeten, Metaſtaſio mit 74950 Mk.
und Fabella mit 70750 Mark. — Der Stall des Freiherrn
S. A. v. Oppenheim der eine Zeit lang die Gewinne
der Herren v. Weinberg überholt hatte, iſt trotz der guten
Erfolge ſeiner Zweijährigen bei 333 499 Mark ſtehen
ge=
blieben, da ſein beſter Vertreter Dolomit vorzeitig außer
Gefecht geſetzt wurde. Außer Dolomit, der 104300 Mark
gewann, konnte nur Royal Blue mit 79980 Mark noch eine
größere Summe zuſammengaloppieren. Im ganzen
ge=
wannen die Vertreter des Schlenderhaner Züchters 29
Rennen. Hinter ſeiner vorjährigen Gewinnſumme bleibt
Freiherr S. A. v. Oppenheim mit rund 50000 Mark
zu=
rück. — Auch Herr A. v. Schmieder hat mit 216310
Mark ſeine vorjährigen 299530 Mark betragenden
Ge=
winne nicht erreicht. Dem bayeriſchen Züchter fehlte es
diesmal ganz an einem erſtklaſſigen Vertreter, und ſo
ſetzen ſich ſeine Gewinne aus 23 in kleineren Konkurrenzen
erfochtenen Siegen zuſammen. Der Amerikaner Colleoni
war mit 39100 Mark ſein erfolgreichſtes Pferd. — Eine
ſehr gute Saiſon hatte Herr R. Haniel mit 196 280 Mk.,
alſo 80000 Mark mehr als im Jahre 1911. Die Träger
der Hanielſchen Farben, unter denen ſich beſonders die
Zweijährigen auszeichneten, gewannen im ganzen 20
Ren=
nen. Am erfolgreichſten war Turmfalke mit 28370 Makk.
Da die Ställe des Frhrn. S. A. v. Oppenheim und Herrn
R. Haniel bekanntlich in der Hand eines Trainers
ver=
einigt ſind, ſo reicht deren Geſamtſumme dicht an die der
Herren A. und C. v. Weinberg heran.
Die Horder Een
lehrt haushalten. Niemand wird
heute leichthin aus dem Vollen
wirtſchaften, jeder vielmehr ſelbſt
mit ſolchen Werten ſorgſam
um-
gehen, die ihrer ſcheinbaren
Ge-
ringfügigkeit halber in Tagen
des Ueberfluſſes vielleicht achtlos
überſehen würden.
Unterernäh-
rung iſt praktiſch Eiweißmangel
infolge Fleiſchteuerung. Fleiſch
enthäll durchſchnittlich etwa 18
Prozent Eiweiß, der ſtark entölte
Wanderer-Hotorrad
neueſtes Modell, wenig gebraucht,
ſehr billig
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Einterüberzieher, faſt neu (
Maß=
arb.), f. gr. Fig., preisw. zu ver k.
(*10302im
Riedeſelſtr. 70, 2. St.
Schrank, 1 Seſſel,
Antiker 1 Diwan, Trumeau bill.
zu verk. Soderſtr. 79, II. (*10293im
Deugscheße
E
A
Kakao dagegen ſogar 27 Prozent.
Zudem iſt das Kakao=Eiweiß
ſehr ſtickſtoffreich und deshalb
be=
ſonders wertvoll. Da Reichardt-
Kakao im Einkauf billiger, im
Gebrauch etwa doppelt ſo
er-
giebig iſt wie der übliche
Mor=
genkaffee, ſo iſt dieſe
Eiweiß-
quelle ohne Koſtenaufwand,
ſogar unter
Koſtenverminde-
rung zu erſchließen. Reichardt=
Kakao wird zu Fabrikpreiſen
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Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Seite 11,
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſilberne Damenuhr mit Goldrand. 1 goldene
bogenförmige Nadel mit Gravierung. 1 kleines Stoffportemonnaie
mit Inhalt. 1 Lupe mit weißer Hornfaſſung. 1 Hundehalsband
ohne Marke. 1 grauwollener Handſchuh. 1 kleiner Schlüſſel. 1 kleines
ſchwarzes Portemonnaie mit 10 Pfennigen. 1 Damenſchirm mit
braunem Griff (in der Stadtkapelle am verfloſſenen Sonntag
ver=
tauſcht worden). 1 Geldbetrag (loſe). 1 Brille mit bläulichen Gläſern.
— In der Geſchäftsſtelle des „Darmſtädter Tagblatt” liegen
ge=
blieben: 1 kl. rotes Damenportemonnaie ohne Inh. 1 ſchwarze
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1 braunlederne Viſitkartentaſche. 1 Notizbuch mit techniſchen
Auf=
zeichnungen. — Zugelaufen: 1 braun und weißgefleckter Jagdhund.
1 Boxer mit heller Schnauze.
(22497
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Bernhardiner, 1 Foxterrier. 1 Dachshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (22518
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten für
den Ausbau der elektriſchen Straßenbahn wird die Heidelbergerſtraße
von der Annaſtraße ab, in der Richtung nach Eberſtadt, von heute
an, dem Fortgang der Arbeiten entſprechend, bis auf weiteres für
den Fuhrwerks= und Radfahrverkehr ſtreckenweiſe geſperrt. (22544
Verdingung.
Die Lieferung und Aufſtellung der Eiſenkonſtruktion für den
Fußgängerſteg von 15,0 und 38,4m Stützweite nach dem
Lokomotiv=
ſchuppen auf Bahnhof Wiesbaden im Gewichte von 31,60 Tonnen
Flußeiſen und 0,88 Tonnen Flußſtahlguß ſoll vergeben werden.
Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen liegen in unſerem
Verwaltungsgebäude, Rhabanusſtraße 1, Zimmer Nr. 100, zur
Ein=
ſichtnahme aus und können gegen gebührenfreie Einſendung von
0,80 Mk. für die Bedingungen und 1,0 Mk. für die Zeichnung in bar
— nicht in Briefmarken — von unſerem Zentralbureau bezogen werden.
Die Angebote ſind verſiegelt und mit der Aufſchrift: „Angebot
auf Ausführung der Eiſenkonſtruktion für den Fußgängerſteg auf
Bahnhof Wiesbaden” verſehen poſt= und beſtellgeldfrei bis zum
Er=
öffnungstage am Donnerstag, den 14. November 1912,
vor=
mittags 11 Uhr, an uns einzuſenden. Die Eröffnung der
Ange=
bote findet auf Zimmer Nr. 72 unſeres Verwaltungsgebäudes ſtatt.
(I22566
Mainz, den 25. Oktober 1912.
Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 31. Oktober 1912, vorm. 10 Uhr
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
vor=
ausſichtlich beſtimmt mit unbedingtem Zuſchlag folgende Pfänder:
1 ſchweren Ausziehtiſch, 1 achteckigen Salontiſch, 1 grünes
Plüſchſofa mit 2 Seſſel, 1 Silberſchrank, 1 Serviertiſch,
1 Muſikwerk m. Zubehör, 2 gepolſterte Stühle, 3 Stühle m.
Rohrſitz, 1 Bauerntiſchchen, 1 Klavierſtuhl, 1 gr. Spiegel,
1 Kleiderſtänder, 1 verſchließbare Anrichte, 1 Gasherd, 1
Laden=
theke, 3 Geſtelle, 1 Wage m. Gewichten, 4 Teile Zwirn=,
2 Teile Tuch= und 2 Teile Plüſchvorhänge mit
Uebervor=
hängen, Stangen und Zubehör, 1 Dtzd. Handtücher, ½ Dtzd.
Tiſchtücher, 1 Dtzd. Bettücher, 1 Dtzd. Kiſſenbezüge und
6 Damaſtbezüge.
Nachm. 4 Uhr verſteigere ich daſelbſt vorausſichtlich:
3½ Sack Erbſen, 1 Sack Runkelrübſamen, ½ Sack
Fleiſch=
mehl, 3 halbe Sack Bohnen, ½ Sack Senegalhirſen, ½ Sack
Inkarnatklee, 2 Sack Herbſtrüben, 1 kleinen Sack Senf,
1 Sack Gras= und 1 Sack Diſtelſamen;
ferner: 1 Schreibſekretär, 1 Damenſchreibtiſch, 1
Pfeilerſchränk=
chen, 1 Kommode, 1 Diwan, 1 Kontor= und 1 Kleiderſchrank,
3 Vertikos, 1 Tiſch, 2 Landauer u. a. m.
(22520
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Bleichſtraße 28.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 31. Oktober 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtr. 16
öffent=
lich gegen Barzahlung auf Grund des § 373 H.G. B.:
6 Ballen Pferdedecken.
(22491md
Darmſtadt, den 29. Oktober 1912.
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
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Man verlange ausdrücklich die Marke Percy Jones & Co. Ltd
(76440f
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des am 25. Januar
1910 verſtorbenen
Bauunterneh=
mers Philipp Bayer von Nieder=
Ramſtadt iſt Termin zur
Beſchluß=
faſſung der Gläubiger über den
von dem Konkursverwalter
be=
ätigten Immobilienverkauf, ſowie
zur Prüfung der nachträglich
an=
gemeldeten Forderungen vor
unter=
zeichnetem Amtsgericht anberaumt
auf:
(22529
Dienstag, 5. November 1912,
vormittags 11 Uhr, Zimmer 118.
Darmſtadt, 24. Oktober 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Dünger=Verſteigerung.
Am Samstag, den 2.
Novem=
ber ds. Js., um 9 Uhr
vormit=
tags, wird im Hofe der Artillerie=
Kaſerne am Beſſunger Weg die
Matratzenſtreu aus dem
Remonte=
ſtall öffentlich und meiſtbietend
verſteigert.
(22459im
Darmſtadt, im Oktober 1912.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Verſteigerung
von Kiſten, Brennholz, Eiſen=,
Meſſing= und Kupferabfällen
(22567
findet am
Dienstag, den 5. Nov. ds. Js.,
vormittags 9 Uhr,
auf dem Hofe der
Materialprü=
fungsanſtalt der Techniſchen
Hoch=
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jeder Beamte und Geschäftsmann denselben mit Freuden begrüßen.
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Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch
alle Buchhandlungen.
Seite 12.
Darmſtadter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
Nummer 256.
Diese Woche:
und Abschnitte von Weisswaren, Hemdentuchen, Damasten, Piqeé- und Croisé-
Flanellen, Kleider- und Blousen-Stoffen, Schürzen- und Kleiderzeugen, Velours,
bedruckten Hemden-Flanellen, Bett-Satins, Bettzeugen, Möbel-Kattunen,
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stoffen, die sich während meines
Serien-Verkaufs angesammelt haben, Zum Jussuchen duigelegt.
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an. Näheres Wienerſtraße 10,
Hinterhaus 1. Stock. (*10432mm
Weissnäherin wünſcht Heim=
(*10390ms
arbeit jeder Art.
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Frau empfiehlt ſich im Flicken
und Ausbeſſern von Wäſche und
Kleidern.
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Magdalenenſtr. 5, Hths., 1. St., r.
Schneiderin empfiehlt ſich in u.
(*10400ms
außer dem Hauſe
N. Landgraf Georgſtr. 70, Stb., III.
Friseuse
ſucht hier Stellung in einem
Ge=
ſchäft zur weiteren Ausbild. Off.
unter C91 an die Exp. (*10207sm
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fahren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe. Näh. in der Exped. (18745a
Junge Frau, tüchtig in allen
Zweigen d. Haush., ſow. d. franzöſ.
Sprache mächtig, ſucht Stelle als
Stütze od. Erzieherin. Offerten u.
B 51 an die Expedition. (B21811
Mädchen, welch. 3 Jahre b. ein.
Herrſch. war, Mädch., w. koch., ſowie
Krankenpfl. ſelbſt. k., mehr.
Haus=
mädchen u. nette Landm. ſ. Stellen.
Fr. Berta Neßling, gewerbsmäßige
Stellen-
vermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*10439md
Reinliche, zuverl. Frau ſucht
Laufdienſt oder Aushilfe. Näher.
in der Expedition ds. Bl. (*10410
Empfehle mich im Waſchen u.
Putzen. Frau Reinhard, Roß=
(*10408
dörferſtraße 1.
Junge Frau geht Waſchen
und Putzen Taunusſtraße 44,
3. Stock rechts.
(*10460md
Jung. Frau ſucht Beſchäftig. ſ.
einige Std. am Tage, o. Laufſtelle
Mathildenpl. 9, Hof, links. (*10452
Aelt. Mädch. ſucht St. i. k. Haush.
od. bei einz. Dame. Frau Margarete
Schmidt, gewerbsmäßige
Stellenver=
mittlerin, Schlachthauspl. 3. (*10450
17 jähr. Mädchen ſucht Laufdienſt
zum 1. Nov. Riegerpl. 14, Mſ. (*10449
Mädchen ſucht Laufſtelle (*10482
Gervinusſtraße 41, I. Stock.
Junge, ſaub. Frau ſucht 2 bis
3 Stunden Laufdienſt vormittags
*10471) Roßdörferſtr. 26, III. St.
Männlich
empfieht
Maschinentechmiker ſich im
An=
fertigen, Kopieren wie Anlegen
von Konſtruktionen. Offert. unt.
10478mf
D 47 an die Exp.
Junger, perfekter Kunſt., Bau=
und Maſchinen=Schloſſer ſucht
Stellung. Offerten unter D 60
(*10484
an die Expedition.
Mäler Feengrutet
d. n. Zeichn. arb., in Ofen= u.
Keſſel=
bau erf., ſucht Stellung. Off. u.
D 28 an die Exped. (*10365im
Kaſſierer=oder and.
Vertrauens=
ſtellung von kautionsfäh. Mann
geſ. Off. u. D 45 Exp. (*10442mdf
mit floter
Fräulein Handſchrift
fur Büro=Arbeiten geſucht.
Wilh. Kraetzinger,
22521mdf) Ludwigsſtraße.
Eine jüngere
aus anſtändiger Familie von ein
hieffgen Kohlenhandlung für ſof.
bissvorläufig zum 1. April 1913
geſücht. Offerten unter D 57 an
die= Exped. ds. Bl. erb. (22550ms
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per 1. Dezember einige
Tüchtige Verkäuferinnen
bei hohem Gehalt. Offerten erbitten, mündliche
nur vormittags,
(22543
Geschwister Knopf.
Mehrere
können ſofort eintreten. (22517
Hofdruckerei H. Hohmann,
Waldſtraße 4.
aus anſtändiger Familie ſofort
geſucht Wilhelm Rheinhold jr.
Schuchardſtraße 6.
(*10314im
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie, gegen ſof
Vergütung ſofort geſucht. (22540md
Gebr. Unger.
Ehrliches ſauberes Laufmädchen
oder Frau vorm. u. nachm. 1 St.
geſucht Aug. Baum, Uhrmacher,
Gervinusſtr. 30, I. (*10309im
Sauberes, zuverlaſſiges
Mäd=
chen, das ſchon gedient hat, per
ſofort geſucht. Arheilgen, bei
Darmſtadt, Apotheke. (22443a
Zuverläſſiges, ſauberes
Hausmädchen,
das alle Hausarbeit gründlich
ver=
ſteht, nähen, bügeln und ſervieren
kann u. ſchon in beſſerem Hauſe
gedient hat, per ſofort geſucht
22483a)
Wendelſtadtſtr. 6, I.
Kindergarcherin
oder beſſ. Kindermädchen,
das Liebe zu Kindern hat u. Poſten
einneh=
men kann, für Kinder von 7
5 und ¼ Jahr per 15.
No=
vember geſucht. (22419imd
Heinrich Bober
Schuhgeschäft Frankfurt a. M.
Fahrgasse 121.
Saubere Lauffrau morgens 2
Stunden geſucht
(*10403
Frankfurterſtr. 55, pt., r.
geſucht für morg. (*10398
Vetter, Waldſtr. 18.
Such. ſof. ein jg., reinl. Mädchen
f. nachm. v 2—3U. u. Samst. d. ganz.
Mittag. Eckhardstr. 21, II. rochts. (*1043;
Zum Ausfahren eines Kindes
w. ein zuverl., ſaub., jg. Mädchen,
das nicht mehr ſchulpflicht. iſt, auf
1. November geſucht
Wendel=
ſtadtſtraße 7, 2. Stock. (*10433md
Lauffrau für 2 Vormittagsſtde.
vom 1. Nov. ab geſucht.
Viktoria=
ſtraße 45, I. Vorſtell. nach 8 Uhr
vormittags.
(*10429
Weg. Verheiratung meiner
ſeitherigen, ſuche gut empfohl.
(22551
(ms
Rochm
die etwas Hausarbeit
über=
nimmt vom 15. Novemb. ab.
Näh. vormitt. v. 9—11 oder
nachmittags von 6—7 Uhr.
Heinrichſtraße 43. Darmſtadt.
für vormittags
Laufmädchen ſofort geſucht
Schützenſtraße 7, II. (*10455
Jüng. Laufmädchen für
tags=
über geſucht. Eintritt zum 1. Nov.
Näheres in der Exped. (22542md
ofort 1. Hausmädchen
Geſuhhl in beſſere Stellung. Nur
ſolche mit guten Zeugniſſen wollen
ſich melden. Zu erfr. Exp. (*10483
Junges Mädchen tagsüber od.
Lauffrau geſucht
B22558) Heidelbergerſtraße 61, I.
Braves, fleißiges Mädchen per
15. November geſucht
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Tucht grofe Anaht Madch.
mit gut. Zeugn. in gute
Privat=
u. Geſchäftsh. Johannette
Weiß=
mantel, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Kaſinoſtr. 17. (*10490
Tücht. Mädchen vom Lande
für kleinen Haushalt, das ſich auch
für Geſchäft eignet, ſofort geſucht
*10498md) Saalbauſtr. 63½, Laden.
das koch, kann,
Dienſtmädchen, nach
Rhein=
heſſen ſofort geſucht. (*10508mdf
Näh. Soderſtr. 44, I., Darmſtadt.
Suche: Köch, Haus=, Kinder=,
All.= u. Küchenm. Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*10503
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Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
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modell geſucht. Zu melden von
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Saalbauſtr. 73, Gartengebäude,
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Liſten, ſowie beſſere Schreinerware‟
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gut eingeführten (22378oim
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der Eiſenbranche, Angabe der
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Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
59)
Es kam ein Tag, wo ſie mit Tränen in den Augen zu
ihm ſagte: „Verzeihen Sie mir, lieber Freund! Ich habe
unrecht an Ihnen gehandelt, ich habe mich verſündigt an
dem Glück unſerer Kinder. Helfen Sie mir, daß ich den
rechten Weg finde, es wieder gutzumachen!
Da floß auch dem alten Herrn das volle Herz über,
und er begann zu erzählen; erſt etwas ängſtlich und
un=
ſicher, dann, immer kühner werdend, ſchilderte er das
Glück des Hauſes Leerſen in Berlin. Und weiter erzählte
er der jedes Wort förmlich von ſeinen Lippen Leſenden,
wie heiß Joachim und Chriſta die Verſöhnung mit der
Mutter herbeiwünſchten, wie ſie in verlangender Liebe
die Hände nach ihr ausſtreckten. Als Belege für
ſeine Worte aber brachte er Briefe ihrer Kinder mit, die
er ſorgfältig geſammelt hatte. Auch von Ada waren
einige darunter, Sie werden aus dieſen Briefen am beſten
mein Kind kennen lernen, ſagte er ſchlicht und einfach.
Frau von Leerſen aber las und vergaß alles um ſich
her. Ihre durſtende Seele, die wie verſchmachtet war
in der Dürre der letzten Jahre, trank ſich ſatt an dem
Bronn der Liebe, der ſich aus dieſen Briefen auch auf
ſie ergoß. Wie einer, der lange im Dunkeln geſeſſen
hat und nun das goldene Licht der Sonne nicht gleich
er=
tragen kann, ſchloß ſie oft die Augen und fühlte die
war=
men Tränen der Freude über ihr Geſicht rinnen.
Tagelang bildete dieſes Leſen der Briefe ihre
ein=
zige Beſchäftigung, und wenn dann Herrr Jerling kam,
wurde er mit Fragen beſtürmt, und er mußte beſchreiben
und erzählen ohne Ende. Staunend ſah dieſer Frau von
Leerſen immer und immer wieder an. Welche Wandlung
hatte Gott an dieſer Frau vollzogen! Für alles hatte ſie
jetzt ein liebevolles und mütterliches Verſtändnis, ſelbſt
daß Chriſta zur Bühne gegangen war und ſich mit Peter
Geißler, dem Sohne eines Lakaien, verlobt hatte. Sie
hat das getan, wozu ſie ihr Herz gedrängt hat! Ich habe
einſehen gelernt, daß das der richtigſte Weg iſt, den ein
Menſch gehen muß, wenn er glücklich werden will, ſagte
ſie ernſt.
Vor ihr ſtanden und lagen alle Bilder, die Herr
Jer=
ling von ſeinen Lieben beſaß. Auch das Brautbild
Chriſtas und Peter Geißlers war darunter. Mit
glück=
lichem Aufleuchten ihrer Augen ſtrich ſie, anfänglich
zagend, als ob ſie ſich deſſen ſchämte, dann aber immer
öfter liebkoſend über das Papier, das ihr die Züge derer
zeigte, die nun auch ihr gehörten, deren Beſitz ſie reich
machte und um derentwillen ſie wieder leben wollte.
Adas Bilder ſah ſie lange und prüfend an. Sie iſt
ſehr ſchön, lieber Freund, ſagte ſie und reichte Herrn
Jer=
ling die Hand, und aus ihren Briefen habe ich geleſen,
daß ſie großdenkend und gut iſt, denn ſie trägt keinen
Groll gegen die Frau in ihrem Herzen, die trübe
Schat=
ten auf ihr Leben und ihr Glück geworfen hat. Ich habe
viel abzubitten! Ich will um ihre Liebe werben und will
ſie ſegnen für das, was ſie meinem Sohne iſt! Und dies
hier, das iſt ja das Schönſte und Liebſte von allem! Nach
glücklichem Lächeln hob ſie die reizenden Kinderbilder der
Zwillinge empor. Sind Sie nicht eiferſüchtig, daß Sie
auch dieſe nun mit der fremden Großmutter werden
teilen ſollen?
Liebe, gnädige Frau, von Herzen gern tue ich das!
Uebrigens ſind ſie von der Geburt an uns beiden bereits
gewidmet, wenn ich ſo ſagen darf. Das Mädchen heißt
Marie nach Ihnen, das Jungchen trägt meinen Namen
Adolf.
Gerührt erwiderte Frau von Leerſen den Blick
groß=
väterlichen Stolzes, der ſie bei dieſen Worten traf.
Auch Peter Geißlers Bild wurde einer eingehenden
Prüfung unterzogen. Nur dunkel noch erinnerte ſie ſich
an ihn. Aber von ſeinen Werken und ſeinen Erfolgen
hatte ſie nun gleichfalls geleſen, in den Zeitungen, die ihr
Herr Jerling gebracht hatte. Das ſollte nun der
Lebens=
gefährte ihrer Chriſta werden! So ſah der Mann aus,
der ſie ſich durch jahrelange Treue erkämpft hatte — ein
berühmter Mann, der durch eigene Kraft das erreicht
hatte, was er war.
Und Chriſta ſelbſt und Joachim? Immer wieder
verſenkte ſie ſich in den Anblick dieſer geliebten Züge und
konnte ſich nicht ſatt ſehen an ihnen. Sie trugen beide
den Kopf ſo hoch und ſtolz. Das Leben hatte ſie gereift
und ihnen zu ihrem perſönlichen Adel den ihrer Kunſt
verliehen.
Immer heißer brannte die Sehnſucht in ihr, ihre
Kinder wiederzuſehen, von ihren Lippen zu hören, daß
ſie der Mutter — verziehen hatten. Aber nicht ſchriftlich
ſollte es geſchehen, ſondern Auge in Auge — Herz an
Herz! Vereint mit Papa Jerling, der ihr geſtanden
hatte, daß man in Berlin vorläufig noch gar nichts
da=
von wüßte, was ſich hier zwiſchen ihnen in Bellburg
ab=
ſpielte, machte ſie Pläne, wie und wo dieſes Wiederſehen
am beſten ſtattfinden könnte. Was waren das für ſelige
Stunden für die beiden alten Leute, wenn ſie ſo
zuſam=
menſaßen, die Köpfe über die Bilder ihrer Lieben geneigt,
und Rat hielten, wie ſie das alles machen wollten!
Nun war auch bei Frau von Leerſen der Wunſch da,
bald geſund zu werden und zu erſtarken, den früher der=
Arzt ſo vermißt hatte. Die Hoffnung auf das Kommende
war die heilende Medizin, die wundertätig wirkte, und
von Tag zu Tag machte die Geneſung bei ihr Fortſchritte.
Ueber ihr Programm waren ſie und Papa
Jerling’gleich=
falls einig. Sobald Frau von Leerſen ſtark und kräftig
genug ſein würde, wollte ſie in Begleitung der Schweſter
Gertrud, die gern dazu bereit war, ihre Urlaubswochen
Frau von Leerjen zu widmen, nach einem von, den A.
Seite 14.
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als Reiſemarſchall angeboten und war dankbar
ange=
nommen worden. Joachim mit Frau und Kindern und
das junge Ehepaar Chriſta, und Peter Geißler, deren
Hochzeit inzwiſchen in aller Stille in Berlin ſtattgefunden
hatte, ſollten ſie dann dort beſuchen!
Und wie alles geplant war, ſo geſchah es auch. Papa
Jerling hatte es übernommen, alles in die richtigen Wege
und Bahnen zu leiten. Aus ſeinem Munde erfuhren es
Frau von Leerſens Kinder, daß die Mutter ihrer harre
in Sehnſucht und Liebe, um das, was ſie einſt an ihnen
gefehlt, bereuend wieder gutzumachen.
Die Stunde des Wiederſehens zwiſchen denen,
die fremd und getrennt einander ſo lange
fernge=
ſtanden hatten, und die doch zuſammengehörten
durch die heiligſten Bande des Blutes, war
gekom=
men. Fehl und Schuld gingen unter in dem
be=
ſeligenden Gefühl des Wiedervereintſeins, des
Zu=
ſammengehörens. Wie ſich Glied und Glied einer
Kette zuſammenſchmiegen zu einem Ganzen, ſo
faßten ſich die Hände, fanden ſich die Herzen. Ada,
ihr Vater und Peter Geißler aber ſtanden nicht
ab=
ſeits; nein, ſie waren vollwertige Glieder dieſer Kette, die
nunmehr nichts mehr, weder Glück noch Unglück,
zer=
reißen ſollte.
Ein Sommerſonntag war’s. Draußen blühten und
dufteten die Roſen und rankten ſich empor zu den Fenſtern
des Zimmers, in dem Frau von Leerſen im Kreiſe der ihr
Wiedergegebenen ſaß. Ihre Hände hielten die Joachims
und Chriſtas, die neben der Mutter ſaßen. Zu ihren
Füßen ſchmiegten ſich ſpielend Marie und Dolf, und die
fröhlichen, luſtigen Kinderſtimmchen klangen wie helle,
jubelnde Glöcklein in den heiligen Ernſt dieſer Stunde.
Ein Abglanz der Sonntagsſtimmung, die aller Herzen
erfüllte, lag auf allen Geſichtern und ſtrahlte aus aller
Augen. Immer wieder ließ Frau von Leerſen ihre Blicke
glückſelig von einem zum andern ſchweifen. Sie trafen
grüßend die jugendſchöne Schwiegertochter Ada, die
blonde Reckengeſtalt Peter Geißlers, der ſein ihm vor
wenigen Wochen angetrautes junges Weib Chriſta
mit abgöttiſcher Zärtlichkeit umgab, und hafteten zuletzt
in heißer Dankbarkeit auf dem weißen Kopfe ihres
neue=
ſten, treueſten Freundes Papa Jerling. War er es doch
geweſen, der ſie, die Verlaſſene, Einſame und Verzweifelte
ins Leben zurückgeführt und ihr den Weg gezeigt hatte
zu den unermeßlichen Reichtümern, mit denen ſie in
Wahr=
heit geſegnet war!
Am Abend desſelben Tages aber ſchrieb ſie noch an
Karl Auguſt, ihren älteſten Sohn. Es war der erſte Brief
den ſie, ſeit ſie geneſen war, an ihn richtete. Er ſollte von
dieſem Tage nicht ganz ausgeſchloſſen ſein, der ihr ſelbſt
liebevolles Verzeihen in ſo reichem Maße gebracht hatte.
Milde, gütige Worte waren es, die ſie an den, deſſen
Lieb=
loſigkeit ſie ſo ſchwer getroffen hatte, ſchrieb: „Ich will
den Abend meines Lebens in Frieden beſchließen, mein
Sohn, ſchloß ihr Brief, ich will, wenn ich einſt vor Gottes
Thron gerufen werde, nicht mit Furcht und Zittern
hin=
treten, daß ich das, was mir Gott einſt gab an heiligſten
Gütern, nicht geachtet und gehütet hätte, ich meine die
Liebe meiner Kinder! Meine letzten Lebensjahre, die mir
noch beſchieden ſind, ſollen dazu da ſein, gutzumachen, was
ich an Deinen Geſchwiſtern Joachim und Chriſta verbrach.
Ich habe mich mit ihnen voll und ganz ausgeſöhnt. In
Dein Haus werde ich nach allem, was vorgefallen iſt, nicht
wieder zurückkehren, aber meines, das ich mir in der Nähe
meiner Kinder und Enkelkinder in Berlin aufſchlagen
werde, ſteht Dir und, wenn ſie Dich dahin begleiten will,
auch Deiner Frau jederzeit offen. Gott behüte Dich mein
Sohn! Deine getreue Mutter.”
Karl Auguſt aber las dieſen Brief erſt nach langen,
langen Wochen. Als das mütterliche Schreiben Frau von
Leerſens in Gardone eintraf, wo er mit Jula weilte, lag
er bewußtlos mit durchſseſſener Bruſt in der Klinik
eines Arztes. Im Duell hatte ihn die Kugel eines jungen
öſterreichiſchen Offiziers getroffen, dem Jula über die
Grenzen des Erlaubten hinaus ihre Gunſt geſchenkt hatte.
Ein dauerndes Siechtum war die Folge dieſer ſchweren
Verletzung. Er kehrte überhaupt nicht mehr nach
Deutſch=
land zurück. Die totwunde Bruſt vertrug nur noch die
Luft des Südens. So lebte er, fern der Heimat, ein
ein=
ſamer, mürriſcher Menſch, ängſtlich beſorgt, das immer
trüber flackernde Lämpchen ſeines Lebens ſo lange als
möglich zu erhalten. Mit ſeiner Mutter blieb er in einem‟
oberflächlichen Briefwechſel. Stets darauf bedacht, die
äußere Form zu wahren, ſöhnte er ſich aber auch mit den
Geſchwiſtern wenigſtens kurz brieflich aus.
Und Jula?
Um ſich an ihr zu rächen, willigte Karl Auguſt in
keine Scheidung mit ihr ein, obwohl Jula alles verſuchte,
eine ſolche herbeizuführen. Und jetzt — wohl zum erſten
Male in ihrem Leben — ſtanden die Eltern ſeiner Frau
auf ſeiner Seite. Sie gewährten ihrem durch die Schuld
ihres Kindes zum Krüppel gewordenen Schwiegerſohne
eine auskömmliche Rente, denn auch das Elternhaus
be=
trat Inla ſeit jenem ſkandalöſen Vorfalle in Gardone nicht
wieder, durch den ſie ſich in ihren Kreiſen unmöglich
ge=
macht hatte. So büßten die alten Leute bitter, was ſie einſt
in falſcher Liebe an der Erziehung Julas geſündigt hatten.
Geſtützt auf die reichen Mittel, die ſie trotzdem der einzigen
Tochter zur Verfügung ſtellten, zog ſie, Abenteuer ſuchend,
draußen in der Welt herum. Ueberall ſah man ſie, in
Paris, Nizza, Oſtende und an allen jenen Orten, die die
Lebewelt im guten und im ſchlechten Sinne als
Aufent=
haltsort bevorzugte, und ſtets an der Seite irgendeines
eleganten, jungen Begleiters, den, da ſie die Veränderung
liebte, des öſteren wechſelte.
Der alte Stamm der Leerſen aber blühte neu auf in
Joachims und Chriſtas Kindern.
— E 1.d
Nummer 256.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 30. Oktober 1912.
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Seite 16.
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Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 22.—28. Oktober.
Die Balkanereigniſſe übten in der Berichtswoche
zeit=
weiſe eine befeſtigende Wirkung auf die Stimmung der
Getreidemärkte aus. Die türkiſchen Niederlagen haben
die Furcht bezüglich einer Sperrung der Dardanellen
wie=
der mehr in den Vordergrund gerückt, und die Folge
da=
von war, daß die Seefrachten vom Schwarzen Meer in
der letzten Woche wieder um etwa 5 Mark geſtiegen ſind.
Während Rußland infolgedeſſen nur ſpärlich offeriert,
entfaltet Amerika andauernd eine ſehr lebhafte
Export=
tätigkeit, und es iſt beſonders bemerkenswert, daß trotz
dieſer großen Verſchiffungen die ſichtbaren Vorräte von
Woche zu Woche anwachſen. Wenn die amerikaniſchen
Märkte deſſen ungeachtet feſte Haltung bekundeten, ſo war
dies der politiſchen Lage und dem lebhaften Exportabzug
zuzuſchreiben. Außerdem wurde in Auſtralien, wo jetzt
die kritiſche Zeit für die Saaten beginnt über Hitze und
Trockenheit geklagt. Im allgemeinen neigt der
Getreide=
händler zur Zurückhaltung und beſchränkt ſich nach wie vor
auf die Deckung des unmittelbaren Bedarfs. Dieſes
Ver=
halten erklärt es aber auch, daß ſowohl der Handel als
auch die Verbraucher ſchwach verſorgt ſind. Die Käufer
verhielten ſich bisher um ſo vorſichtiger, als ſie auf das
Herauskommen ſtärkeren inländiſchen Angebots rechnen;
eine Hoffnung, die ſich allerdings noch nicht erfüllt hat,
ob=
wohl die Feldarbeiten bereits zum großen Teile erledigt
ſind. Während der Mangel an inländiſchem Weizenange=
n ee nne
frage fehlt und die Mühlen wenig Kaufluſt zeigen, erweiſt
ſich die beſtehende Warenknappheit angeſichts der
ſchwa=
chen Verſorgung der Mühlen für Roggen als ein
befeſti=
gendes Moment, zumal auch der Export andauernd
An=
ſprüche ſtellt. Dieſe Verhältniſſe fanden im
Lieferungs=
geſchäft inſofern ihren Ausdruck, als Weizen ſeinen
Preis=
ſtand ſeit der Vorwoche nicht viel verändert hat, während
Roggen ſich per Oktober um 6 Mark, per Dezember um
2 Mark höher ſtellte. Hafer wird gleichfalls nur ſpärlich
angeboten, doch beſtand wenig Neigung zur Bewilligung
der geforderten Preiſe. Ruſſiſcher Hafer blieb feſt, aber
wenig beachtet, während billigere Offerten in
amerikani=
ſchem Clipped zu größerem Geſchäft führten. Für
Fut=
tergerſte bewirkten die geſteigerten Frachten ein erneutes
Anziehen der Preiſe. Mais hatte bei anfangs ermäßigten,
zuletzt wieder erhöhten Preiſen ruhiges Geſchäft. Es
ſtell=
ten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg. . 205
179 (*
174 (*4
Danzig
177
176 (*-
Stettin
179 (*4 ) 180
200
Poſen
207 (41 ) 171 (41 ) 181 (*1
Breslau.
297
176
181
209 (*1
Berlin
181 (*4 ) 207 (*1
Magdeburg . 208 (41
195
175
Halle .
208 (*1 ) 181 (*3 ) 204
Leipzig
208 (*1 ) 179 (*1 ) 202
Dresden .
179 (*1
.209
205
Hamburg
175. (*3 ) 179 (*4
Roſtock
(—4
200 (—
. 214
182
Düſſeldorf . . 214
190
205
Frankfurt a. M. 217½ (*
190
)210
Mannheim: 222½(
197½
192½ (*
Straßburg . . 220
195
205
München
. 235
190
202(
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Peſt Okt. 186,50 (41), Paris Okt. 223,90 (— 1,60),
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pool Dez. 176,50 (* 1,40), Chicago Dez. 144,30 (*75),
Roggen: Berlin Okt. 185,50 (*6), Hafer: Berlin Okt.
189 (*3), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
un=
verzollt ſchwim. 144,75 (*0,75), Okt. 144,50 (45),
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Ben=
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Kammacher Johannes Mittelſtädter, Kiesſtr. 22, eine T.
Marie Hermine. Dem Fuhrmann Georg Kramer,
Rundeturmſtr. 4, ein S. Georg. Am 23.: dem
Fabrik=
arbeiter Ludwig Bien, Arheilgerſtr. 67, ein S. Philipp
e Am dem Geſchäftsführer Reue
3 Liedemann, Rheinſtr. 2, ein S. Rens Friedrich Ernſt.
Am 24.: dem Bureaugehilfen Jean Jakob Fink Kiesſtr.
31, eine T. Anna Eva Maria. Am 23.: dem Bierbrauer
Joſeph Eigenſchink, Wendelſtadtſtr. 35, eine T.
Ma=
thilde. Am 20.: Poſtbote Philipp Hillgärtner,
Alexan=
derſtr. 2, ein S. Philipp. Am 24.: dem
Buchdruck=
maſchinenmeiſter Guſtav Friedrich Wilhelm Grürmann,
Bleichſtr. 43, eine T. Emma Sophie. Am 20.: dem
Schreiner Heinrich Hammer, Neue Ireneſtr. 61, ein S.
Wilhelm. Am 24.: dem Schneider Peter Hebel,
Weiter=
ſtädterſtr. 35, ein S. Erwin Wilhelm Friedrich. Am 22.:
dem Gaſtwirt Rudolf Friedr. Auguſt Krüger,
Guten=
bergſtr. 2, ein S. Walter Wilhelm.
Aufgebotene. Am 24. Oktober: Friſeur Hugo Emil
Jacobi, Neue Ireneſtr. 21, mit Anna Martha Weber
zu Koburg. Am 25.: Mühlenbeſitzer Johann Georg
Sauer zu Unter=Schönmattenwag, mit Pauline
Eliſa=
beth Gütle, Nieder=Ramſtädterſtr. 30. Am 26.:
Bezirks=
feldwebel Franz Müller, hier, mit Ottilie Helma
Mar=
garetha Wolf zu Körner. Am 28.: Kaufmann Karl
Chriſtian Ruttmann, Mollerſtraße 36, mit Kontoriſtin,
Katharina Louiſe Wilhelmine Braun, ebendaſelbſt.
Schloſſer Adam Volk Kiesſtr. 15, mit Wirtſchafterin
Margaretha Marie Stoll, Hochſtr. 10. Zimmermann
Georg Leinberger, Woogſtr. 1, mit Laufmädchen
Eliſa=
betha Katharina Heilmann, ebendaſelbſt. Chemiker und
Aſſiſtent an der Techniſchen Hochſchule, Dr. Stanislaw
Kielbaſinski, Gutenbergſtr. 34, mit Chemikerin Frena
Stanislawa Galewska, ebendaſelbſt.
Eheſchließungen. Am 21. Oktober: Kaufmann z. Zt.
Kellner Otto Speicher, mit Anna Harrer, beide hier.
Am 24.: Kaufmann Max Wolf zu Berlin, mit Anna
Kahn, hier. Am 26.: Friſeur Jakob Auracher mit
Maria Friedrich, beide hier. Tapezier Philipp
Schmitt, mit Dorothea Fertig, beide hier. Schreiner
Georg Reinhardt, mit Eva Hafner, beide hier.
Schloſſer Johann Schneider, mit Katharine Klau,
beide hier. Generalagent Adam Wembacher zu
Wies=
baden, mit Eva Eliſabeth Vetter zu Waſchenbach.
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Bethke, hier.
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Mahler, S. des Hauſierers 5 Mte., ev., Kleine
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7 Mte ev., Liebfrauenſtr. 81. Margarete Vonderſchmidt,
geb. Rückert, Ehefrau des Landwirts, 64 J. ev.,
Spach=
brücken Am 26.: Kutſcher Johannes Seipp, 62 J., ev.,
Feldbergſtr. 58. Am 25.: Stickerin Margarethe Barth,
44 J., ev Große Ochſengaſſe 10. Am 27.: Schloſſer
Hein=
riſch Bletſch, 68 J.. ev., Landwehrſtr. 61. Am 28.:
Schuhmachermeiſter Valentin Weidner, 77 J., ev.,
Kirchſtr. 5. Am 27.: Philipp Friedrich Hoffmann, S.
des Tapeziers, 4 J. ev Kiesſtr. 40. Johanna Helene
Sturm, geb. Hackenſpiel, Witwe des Tapeziers, 69 J.,
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