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monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Inſerafe
175. Jahrgang
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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werden angenommen in Darmſtadl.
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die neuen Entwürfe für eine zeitgemäße
Verfaſſung für beide Mecklenburg ſind
dem engeren Ausſchuß des mecklenburgiſchen Landtages
zur Beratung zugegangen.
Der erſte deutſche Marineluftkreuzer (L I)
wurde am Donnerstag in Johannisthal von der
Ma=
rine definitiv abgenommen.
Der Vorſitzende der konſervativen Reichstagsfraktion von
Normann iſt im 69. Lebensjahre geſtorben.
Die italieniſche Regierung hat einen Erlaß,
betr. die Pazifizierung der italieniſchen Provinzen
Tripolitanien und Cyrenaika,
veröffent=
licht.
Die franzöſiſch=kpaniſchen
Verhandlun=
gen ſind nahezu beendet. Man erwartet den
endgül=
tigen Abſchluß binnen kurzer Zeit.
Der König von Bulgarien erließ ein
Mani=
feſt an die Nation, in dem der Kampf des
Kreuzes gegen den Halbmond proklamiert wird.
Griechenland hat ſich den
Kriegserklärun=
gen der Balkanſtaaten angeſchloſſen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Politiſche Wochenſchau.
— „und Mars regiert die Stunde!‟ Der Krieg
iſt da, und die Balkanſtaaten können ſagen: Es iſt erreicht!
Mit aller Gewalt haben ſie auf den Krieg hingeſteuert,
die fadenſcheinigſten Gründe wurden hervorgezogen, da
man um jeden Preis den Krieg haben wollte. Es läßt
ſich nicht leugnen, daß Montenegro den Verbündeten im
großen und ganzen recht gut vorgearbeitet hat. Freilich
war das nicht ſo ſchwer, die Truppen ließen ſich dort ſehr
ſchnell zuſammenziehen und die ihnen gegenüberſtehenden
Türken waren nur gering an Zahl. Die Monténegriner
haben große Siegesdepeſchen in die Welt geſetzt und ſo
getan, als ob wunder was errreicht wäre. So ſehr viel
iſt es keineswegs, es handelt ſich um den erſten Vorſtoß,
der für die Weiterentwicklung der Dinge keineswegs
aus=
ſchlaggebend iſt. Nur inſofern ſind die Montenegriner
erfolgreich geweſen, als ſie ſich den Weg nach Skutari
frei=
gemacht haben. Der Kampf ſelbſt wurde damit eröffnet,
daß das erſte Geſchütz von einem jungen Prinzen unter
dem Spiele der Nationalhymne abgefeuert wurde. Man
entſinnt ſich, daß es in einem anderen Kriege vor Jahren
einmal eine ähnliche Szene gegeben hat, die ſehr
ver=
heißungsvoll erſchien, während der Ausgang des Krieges
mit allen entſprechenden Begleiterſcheinungen ein recht
unglücklicher war Wird es vielleicht hier auch ſo werden?
Leicht wird die Abwehr den Türken nicht fallen, denn ſie
haben dem von mehreren Seiten vordringenden Feinde
verſchiedene Armeen gegenüber zu ſtellen. Indeſſen haben
die Türken Strategie gelernt und ſie werden ſich ihrer
Haut zu wehren wiſſen. In Erkenntnis der ganzen
Situation hat ſich denn auch die osmaniſche Regierung
beeilt, ihren Frieden mit Italien zu machen. Durch das
Abkommen, das ſich im weſentlichſten in den bereits
an=
gekündigten Grenzen bewegt, werden viele Tauſende von
Truppen zum Kampfe gegen die Balkanſtaaten
verfüg=
bar, dadurch beſſert ſich die Lage für das Osmanenreich
ganz bedeutend, und man hat ſofort begonnen, die
Trup=
pen, die an der Kleinaſiatiſchen Küſte, zu deren Schutze
ſie zuſammengezogen worden waren, nach der europäiſchen
Türkei zu transportieren. Bis die wirlichen großen
Operationen und Schlachten ihren Anfang nehmen
wer=
den, dürfte immerhin noch einige Zeit ins Land gehen,
freilich wird man ſich beeilen müſſen, denn der Winter naht
in jenen rauhen Gegenden ſehr bald heran. Nachdem die
Dinge ſoweit gediehen ſind, muß es etwas eigenartig
an=
muten, wenn Herr Poincaré jetzt mit dem Vorſchlage
herausrückt, die Differenzen durch einen internationalen
Kongreß zu erledigen. Man weiß auch zur Genüge, was
bei derartigen Konferenzen herauskommt und von
Ber=
lin hat man denn ſehr ſchnell abgewinkt und eine
der=
artige Konferenz für den jetzigen Augenblick für
ausge=
ſchloſſen erklärt. Man hat dieſe Abſage überzuckert,
in=
dem man hinzufügte, es ſei immerhin ein erfreuliches
Zeichen, daß die Mächte ſich nicht nur für den Augenblick
ſelbſt einlegen, ſondern ſich auch bereit zeigen, für künftige
Fälle vorzubeugen. Der Vorſchlag Poincarés mag
viel=
leicht auch von der Erwägung ausgegangen ſein,
inter=
nationale Verwicklungen zu vermeiden, denn es gibt
an=
dauernd Leute, die die Anſicht vertreten, daß es wohl
doch zu einem Konflikt zwiſchen Rußland und
Oeſter=
reich kommen werde. Vorläufig iſt daran ſchwerlich zu
denken, nachdem beide Mächte über die Erhaltung des
Status quo ſich verſtändigt haben. Allerdings hat man
in Wien ſehr entſchieden erklärt, daß man zwar jetzt im
Sandſchak nichts verhindern werde, da dies Sache der
Türkei ſei, daß man ſich aber angeſichts der großen
In=
tereſſen der Donaumonarchie vorbehalten müſſe, bei einem
eventuellen Friedensſchluſſe einzugreifen, wenn etwa in
jener Gegend territoriale Veränderungen vorgenommen
werden ſollten.
Der gerade in ſo kritiſcher Zeit freie Londoner
Botſchafter=Poſten iſt nicht mehr verwaiſt, Fürſt
Lichnowsky iſt Nachfolger des Freiherrn von Marſchall
gsworden. Zwar war er unter den Kandidaten genan
worden, doch gab man ihm weniger Chancen als anderen
Diplomaten, namentlich hatte man an den Waſhingtoner
Botſchafter Grafen Bernsdorff gedacht, zumal der Fürſt
ſeit acht Jahren der Diplomatie nicht mehr aktiv
ange=
hört. Wenn die Wahl auf ihn gefallen iſt, ſo hat das
verſchiedene Gründe. In erſter Linie iſt der neue
Bot=
ſchafter ein intimer Freund des Kaiſers, der ihn wohl
doppelt ſo gerne in London ſieht, weil er in die
Inten=
tionen des Monarchen am beſten eingeweiht ſein dürfte,
dann aber ſteht der Fürſt mit an der Spitze jener
Bewe=
gung, die ein gutes Verhältnis zwiſchen Deutſchland und
England anſtrebt, und er iſt in Wort und Schrift für
die=
ſes ſehr warm eingetreten. Fürſt Lichnowsky iſt mit den
Geheimgängen der Diplomatie durch längjährige
Tätig=
keit an den verſchiedenſten Stellen vertraut, er war eine
ganze Reihe von Jahren in der Zentralſtelle in der
Wil=
helmſtraße beſchäftigt, eine intime Freundſchaft verband
ihn mit dem damaligen Leiter der auswärtigen
Ange=
legenheiten, Fürſt Bülow, der ihn zweifellos weit mehr
wie andere in die tiefſten Geheimniſſe einweihte, und
mehrfach war er Vertreter des Auswärtigen Amtes auf
den Reiſen des Kaiſers.
Nicht lange dauert es mehr, dann werden auch die
Parlamente ihre Pforten wieder eröffnen. Der
preußiſche Landtag fängt nächſte Woche an und im
No=
vember wird ihm der Reichstag folgen. Der letztere wird
bei ſeinem Zuſammentritt eine für unſer Wirtſchaftsleben
wichtige Frage vorfinden, den Entwurf eines
Petroleum=
handel=Monopols. Die Regierung folgt damit einem
vom Reichstag geäußerten Wunſch, und es ſteht zu
er=
warten, daß dem Entwurfe keine allzu großen
Schwie=
rigkeiten entſtehen werden. Insbeſondere iſt die gewählte
Form als eine durchaus praktiſche zu nennen, ſie iſt der
Verfaſſung der Reichsbank nachgebildet, indem man eine
Vertriebsaktiengeſellſchaft errichtet, an der der Staat
be=
teiligt iſt und die er kontrolliert. Erfreulich iſt auch, daß
damit keine neuen Konſumſteuern geſchaffen werden
ſol=
len. Die Vorlage richtet ſich nicht zuletzt gegen die
Standard Oil Company, deren Uebermacht man im
Intereſſe des deutſchen Wirtſchaftslebens beſeitigen will.
Die Geſellſchaft wird freilich nicht müßig bleiben, und
es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die Union=Regierung mit
Repreſſalien antwortet. — Im übrigen dürfte es in den
erſten Tagen des neuen Seſſionsabſchnittes im Reichstag,
recht lebhaft zugehen, da man ſich durch die
Mandats=
niederlegung des Herrn Kaempf vor eine abermalige
Prä=
ſidentenwahl geſtellt ſieht Wie dieſe ausfallen wird,
läßt ſich heute kaum ſagen. Es wird einen Kampf um
Kaempf geben, die Vorgänge vom März dieſes Jahres
werden ſich wiederholen, und es darf als ein Symptom
aufgefaßt werden, wenn man ſchon jetzt von der
äußer=
ſten Rechten durchblicken läßt, daß man bei einer
Stich=
wahl mit einem Sozialdemokraten im Berliner
Wahl=
kreiſe Kaempfs ſich der Stimme enthalten würde
In der öſterreichiſchen Parlamentsmaſchine iſt
augen=
blicklich keine Störung zu verzeichnen, und dieſer
erfreu=
liche Zuſtand iſt ein Ergebnis der Balkankriſe. Die
gro=
ßen Kredite für die Verſtärkung der Wehrkraft zu Waſſer
und zu Lande haben eine glatte Annahme gefunden,
wäh=
rend es ſonſt zu monaſtelangen ſcharfen
Auseinande=
ſetzungen gekommen wäre. Man hat nur zu deutlich die
Gefahr geſehen, welche Schwierigkeiten die Balkanwirren
für die Donaumonarchie bringen können, und darum will
man ſich mit Recht beizeiten vorſehen, denn wenn es
ein=
mal zu einer großen Auseinanderſetzung kommen wird,
dann wird nur der im Vorteil ſein, der der Stärkere iſt.
Kriegsbeginn und Völkerrecht.
(* Die Reutermeldung vom Beginn der
Feindſelig=
keiten an der ſerbiſchen und an der bulgariſchen Grenze
beſeitigt jeden Zweifel daran, daß Montenegro unter
den kriegführenden Balkanmächten der einzige Staat iſt,
der durch ſeine Kriegserklärung an die Türkei gemäß den
Beſchlüſſen der Haager Friedenskonferenz von
1907 vorgegangen iſt. Denn Artikel 1 des damals
ab=
geſchloſſenen „Abkommens über den Beginn der
Feind=
ſeligkeiten” beſtimmt:
„Die Vertragsmächte erkennen an, daß die
Feindſelig=
keiten unter ihnen nicht beginnen dürfen, ohne eine
vor=
ausgehende unzweideutige Benachrichtigung, die entweder
die Form einer mit Gründen verſehenen Kriegserklärung
oder die eines Ultimatums mit bedingter Kriegserklärung
haben muß.”
Die übrigen kriegführenden Balkanmächte haben
we=
der eine Kriegserklärung noch ein formales Ultimatum
mit bedingter Kriegserklärung erlaſſen. Dieſe Tatſache
warnt von neuem vor einer Ueberſchätzung der
Ergeb=
niſſe, die die zweite Friedenskonferenz auf dem Papier
gehabt hat. Die Plötzlichkeit des Kriegsbeginns unter
Mißachtung der Haager Vereinbarungen muß alſo von
den Völkern nach wie vor in Rechnung geſtellt werden.
Und das umſomehr, als von den beteiligten
Balkan=
ſtaaten jetzt ein Präzedenzfall geſchaffen iſt, der
völker=
rechtlich zugunſten der Wiederherſtellung des früheren
Zu=
ſtandes geltend gemacht werden kann. Dieſen früheren
Zuſtand umſchreibt der Münchener Staatsrechtslehrer
Gareis in ſeinen „Inſtitutionen des Völkerrechts”
folgen=
dermaßen:
„Die Streitfrage, ob der Beginn des Krieges
not=
wendig mit einer förmlichen Kriegserklärung eingeleitet
werden müſſe, iſt inſofern zu verneinen, als ein Formalakt
weder durch das Gewohnheitsrecht noch durch eine
an=
dere Quelle des Rechts vorgeſchrieben iſt;
völkerrechts=
widrig wäre allerdings eine mit dem friedlichen
beſtehen=
den Verhältniſſe plötzlich brechende Ueberrumpelung, ein
durch die politiſche Lage in keiner Weiſe motivierter
Ge=
waltangriff gegen einen Nachbarſtagt. Wenn dagegen die
ſtreitig gewordenen Intereſſen bereits längere Zeit
hin=
durch Gegenſtand eines immer feindſeliger werdenden
Meinungsaustauſches zwiſchen den Diplomaten der
be=
teiligten Staaten geworden ſind und die Spannung
zwi=
ſchen den völkerrechtlichen Intereſſenten eine derartige
geworden iſt, daß der Uebergang zur Gewalt menſchlicher
Berechnung nach unvermeidlich erſcheint, oder
we=
nigſtens niemand im Kreiſe der beteiligten
Staats=
organe überraſchen kann, ſo iſt der in dieſer
Situa=
tion unternommene Einmarſch auf das Gebiet des
Nach=
barſtaates und dergleichen keine Verletzung des
Völker=
rechts. Ein Staat, welcher in einer ſolchen politiſchen
Situation ſeine Intereſſen und darunter auch ſeine
Ge=
bietshoheit nur mit Noten und Worten ſchützen wollte,
könnte ſich, immer die erwähnte hochgradige Spannung
vorausgeſetzt, nicht darüber beſchweren, daß der
Nach=
barſtaat zum Schutze ſeiner im Streite befangenen
Inter=
eſſen von der Schärfe der Diplomatenſprache zur Schärfe
des Schwertes übergeht und die Gewalt der vergebens
geſprochenen Worte durch die Gewalt der Waffen erſetzt
oder unterſtützt. Demnach würde unter dar Vorausſetzung,
daß die politiſche Kontroverſe diplomatiſch herangereift
und gezeitigt iſt, bis zur Gewaltanwendung, der
Uek=
gang zu dieſer letzteren auch ohne formelle Androhung den
Grundſätzen der Kriegsraiſon nicht
wi=
derſprechen, ſomdern entfprechen. Wienn
aber das zum Streit führende Intereſſe derart iſt, daß der
Konflikt durch eine beſtimmte einzelne Handlung des
geg=
neriſchen Staates, zum Beiſviel einen Rückzug der
be=
waffneten Macht oder eine Auslieferung von Perſonen,
beweglicher oder unbeweglicher Sachen und dergleichen
beſeitiat werden könnte, ſo erheiſcht es die Sitte, daß die
Vornahme dieſer ſtreitſchlichtenden Handlung vor dem
Uebergange zur Gewalt ausdrücklich unter der Eröffnung
der Ausſicht auf dieſen Uebergang zugemutet, mit anderen
Worten ein ſogenanntes Utimatum geſtelt werde. Wird
die in demſelben geſetzte Friſt zur Vornahme jener
Hand=
lung nicht benutzt, ſo kann die Gewaltamwendung ohne
weiteres erfolgen, und zwar ſowohl von der einen, wie
von der anderen Seite. Wenn eine förmliche
Kriegserklärung der Lage der Sache nach vor
dem Beginne der Gewaltanwendung demnach nicht
notwendig erſcheint, ſo iſt durch die Sitte doch
wenig=
ſtens eine mit der beginnenden Gewaltanwendung
gleich=
zeitig mit an den feindlichen Staat agrichtete Kundgebung
(Notifikation) der Kriegsabſicht üblich.”
Nach Artikel 2 des Haager Abkommens von 1907 iſt
der Kriegszuſtand den neutralen Mächten
unver=
züglich anzuzeigen und wird für dieſe erſt nach Eingefig
einer Anzeige wirkſam. Jedoch können ſich die neutralen
Mächte auf das Ausbleiben der Anzeige nicht berufen,
wenn unzweifelhaft feſtſteht, daß ſie den Kriegszuſtand
tatſächlich gekannt haben.
Deutſches Reich.
Zur Durchführung des Petroleum=
Monopols. Der fertiggeſtellte Entwurf iſt zwar dem
Bundesrat bereits zugegangen, jedoch haben die
Bera=
tungen noch nicht begonnen. Trotzdem nimmt man an,
daß es möglich ſein wird, den Entwurf dem Reichstag
ſchon bei ſeinem Zuſammentritt vorzulegen. Wie ſich die
Beratungen im Reichstag geſtalten werden, darüber laſſen
ſich naturgemäß noch keine Mutmaßungen anſtellen.
Im=
merhin iſt zu berückſichtigen, daß die Reſolution, mit der
der Reichstag im vorigen Jahr die Reichsregierung um
Einführung eines Petroleum=Monopols erſuchte,
einſtim=
mig zur Annahme gelangt iſt. Aus zahlreichen Eingaben
aus den Kreiſen des Kleinhandels an die maßgebenden
Stellen geht hervor, daß die Monopolſtellung der
Stan=
dard Oil Co, zu einer außerordentlichen Bedrückung des
Kleinhandels und zu einer Benachteiligung der
Konſu=
menten, zu denen in erſter Linie die minderbemittelten
Kreiſe gehören, geführt hat. Bei den Erörterungen des
ganzen Planes iſt die Frage aufgeworfen, wie ſich die
Vereinigten Staaten dem Monopol gegenüber verhalten
werden. Dabei wird aber überſehen, daß das
Unter=
nehmen in keiner Hinſicht gegen die Vereinigten Staaten
oder ein anderes Land gerichtet iſt. Es ſoll vielmehr die
Monopolſtellung einer einzigen Geſellſchaft beſchränken,
gegen die die Geſetzgebung der Vereinigten Staaten ſelbſt
und die zuſtändigen Gerichte mit ſcharfen Maßnahmen
vorgegangen ſind. Es läßt ſich ſogar annehmen, daß
man in den Vereinigten Staaten in allen Kreiſen, die
nicht von der Standard Oil Co. beeinflußt ſind, das
ge=
plante Monopol mit Genugtuung begrüßt, weil es auch
den anderen amerikaniſchen Geſellſchaften die
Möglich=
keit eines Abſatzes auf dem deutſchen Markt erſchließt.
— Der Reichstagsabgeordnete v.
Nor=
mann, Vorſitzender der konſervativen
Reichstagsfrak=
tion, iſt am Donnerstag vormittag auf Schloßgut Bargos
im Kreiſe Greifenberg in Pommern nach längerem
Lei=
den im 69. Lebensjahre geſtorben. Herr Normann war an
den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870/71 beteiligt. In
den Jahren von 1869 bis 1874 wurde er als perſönlicher
Adjutant dem Prinzen Friedrich Karl von Preußen
zu=
geteilt und nahm im Jahre 1883 als Major ſeinen
Ab=
ſchied. Politiſch trat er als Abgeordneter der
konſerva=
tiven Partei und des Bundes der Landwirte im
preußi=
ſchen Abgeordnetenhauſe hervor, dem er vom Jahre 1897
ab ununterbrochen angehörte. Vom Jahre 1890 ab ſaß er
auch im Reichstag, wo er von 1902 ab den Vorſitz ſeiner
Fraktion einnahm.
— Herabſetzung der Altersgrenze für
Rentenempfang. Die in Dresden tagende
Kom=
miſſion von Regierungsſachverſtändigen, die Beſchlüſſe
über die Herabſetzung der Altersgrenze für
Altersrenten=
empfang von 70 Jahren auf 65 Jahre vorbereitete, hat
beſchloſſen, der Reichsregierung eine Erweiterung des
für die ſtaatliche ſoziale Fürſorge in Betracht kommenden
Perſonenkreiſes zu empfehlen. Die Richtlinien für dieſe
Erweiterung wurden feſtgeſtellt.
— Ein neuer Verfaſſungsentwurf der
mecklenburgiſchen Regierung. Dem engeren
Ausſchuß der Ritterſchaft und der Landſchaft zu Roſtock
iſt ein Reſkript des Großherzogs zugegangen, das in
einer Anlage einen neuen Verfaſſungsentwurf der
meck=
lenburgiſchen Staatsregierung enthält. Danach ſoll in
Zukunft der allgemeine Landtag für Mecklenburg=
Schwerin aus 34 Abgeordneten beſtehen. Von dieſen
ent=
ſenden 20 Abgeordnete die Ritterſchaft, 20 die Landſchaft,
20 die einzelnen Berufsſtände und die Amtsverſammlung
im Domanium, 10 Abgeordnete die ländliche Bevölkerung,
10 Abgeordnete die Städte und 4 werden vom
Großher=
zog auf Lebenszeit ernannt. Für Mecklenburg=Strelitz
iſt eine ähnliche Zuſammenſetzung des Landtages
vorge=
ſehen. Das Wahlverfahren für die Wahlen der
Abgeord=
neten iſt aus allgemeinen Wahlen nach dem preußiſchen
Dreiklaſſenwahlſyſtem feſtgeſetzt. Die Wahlen ſollen
öffentlich und indirekt ſtattfinden.
Gegen die Miſchehen. Nach dem bekannten
Miſchehenantrag im Reichstage hat ſich der „
Deutſch=
nationale Kolonialverein” an ſämtliche Gouvernements
und Selbſtverwaltungskörperſchaften mit der Bitte
ge=
wandt, zu dieſer Lebensfrage der Kolonien von ſich aus
Stellung zu nehmen. In den Siedelungskolonien,
Oſt=
afrika und Südweſtafrika, haben, wie gemeldet, einmütig
und energiſch die großen Verbände gegen die Zulaſſung
der Miſchehen Stellung genommen. Auch in den
Han=
delskolonien, Kamerun und Togo, wo die Frage für die
nächſte Zeit vielleicht nicht ſo brennend iſt, iſt der
Reichs=
tagsbeſchluß einſtimmig verurteilt worden. Die
Han=
delskammern für Kamerun hielten es im allgemeinen
kolonialen Intereſſe für geboten, gegen eine ſtaatliche
Sanktionierung der Miſchehen ſich auszuſprechen. Der
Gouvernementsrat in Togo erſuchte das Gouvernement.
darauf hinzuwirken, daß die Eingehung von Miſchehen
im Schutzgebiet unter allen Umſtänden unmöglich gemacht
wird.
Ausland.
Rußland.
Kredite für Schiffsbau. Auf die Erklärung
des Marineminiſters hin, daß die bewilligten Kredite im
Betrage von 8 Millionen Rubel für den Bau von
Schiffs=
docks nicht ausreichend ſeien, da die Baukoſten neun
Mil=
lionen betragen würden, hat der Miniſterrat beſchloſſen,
der Reichsduma eine Vorlage zur Bewilligung eines
Er=
gänzungskredites zu unterbreiten.
Amerika.
Mexiko. Die mexikaniſche Eiſenbahngeſellſchaft
hat von ihrem Generaldirektor folgendes Telegramm
er=
halten: Vera=Cruz iſt heute, den 16. Oktober, früh, von
General Diaz ohne Widerſtand eingenommen worden.
die Regierungstruppen, die Flotte und die Polizei ſind
zu ihm übergegangen. Die Stadt iſt ruhig. Der
ameri=
kaniſche Kreuzer „Desmoines” hat Befehl erhalten, mit
oller Geſchwindigkeit von Progreſo nach Vera=Cruz zu
gehen, um die amerikaniſchen Intereſſen zu ſchützen. Der
Kapitän iſt ermächtigt worden, nach eigenem Ermeſſen zu
handeln und darf, wenn er es für nötig hält, Matroſen
landen.
Argentinien. Nach den Schätzungen des
Acker=
bauminiſteriums ſind von der Anbaufläche Argentiniens
für die neue Ernte 6 668000 Hektar mit Weizen, 1 749000
Hektar mit Leinſaat und 1190000 Hektar mit Hafer
be=
ſtellt. Die Ernteerträge von ganz Argentinien ſind
in=
folge des ausreichenden Regens ſehr zufriedenſtellend.
Perſien.
Vormarſch der Ruſſen. Die Zahl der
Trup=
pen, die Rußland nach Aſerbeidſchan zu ſenden
beabſich=
igt, ſoll etwa 3000 betragen. In gewiſſen Kreiſen glaubt
man, daß die Entſendung weniger wegen der erneuten
Unruhen der Fidai und Kurden erfolgt, als weil Rußland
die Balkankriſe benutzen will, um den türkiſchen
Ueber=
riffen in perſiſches Gebiet Einhalt zu tun. Die Regierung
at den Generalſchatzmeiſter erſucht, ihr Mittel für die
nötigen Maßregeln gegen Salar ed Dauleh zu beſchaffen,
der über Kum nach Teheran vorgehen will.
China.
Der Abſchluß der Sechsmächte=Anleihe.
Inter der Ueberſchrift: „Die große Anleihe iſt
abgeſchloſ=
en” bringt die Korreſpondenz des Fernen Oſtens in einem
Pekinger Telegramm vom 16. d. M. Mitteilungen über
Erklärungen, die in einer Geheimſitzung der
Geſetzgeben=
en Verſammlung die Regierung über die Verhandlungen
mit der Sechsmächte=Gruppe und über die gegenſeitigen
Zugeſtändniſſe beider Teile gemacht hat. Danach hat die
Sechsmächte=Gruppe ihren Anſpruch, daß die von einer
europäiſchen Verwaltung ähnlich der Seezollverwaltung
einzuziehenden Salzgefälle in die Kaſſe der Gruppe
kämen, die daraus zunächſt Zinſen= und Tilgungsdienſt
eſorgte, infolge der Vermittlung der japaniſchen Bankiers
fallen laſſen, ſo daß die Salzverwaltung wie der
See=
zoll eine chineſiſche Behörde, allerdings mit europäiſchen
Beamten, würde. Der in Ausſicht genommene
Finanz=
beirgt der Sechsmächte=Gruppe fällt als überflüſſig fort,
da China es ablehnt, ſich an deſſen Meinung zu binden.
Vertreter Chinas der Sechsmächte=Gruppe gegenüber
vird nicht ein Fremder, ſondern ein Chineſe. Neben die
on der Gruppe zu ernennenden europäiſchen Reviſoren
treten von China ernannte chineſiſche Reviſoren. Die
ereinigten Reviſoren veröffentlichen jedes Vierteljahr
einen Rechenſchaftsbericht in chineſiſcher und in mehreren
fremden Sprachen. Bei der Verwendung von Teilen der
Anleihe zu induſtriellen Zwecken, Eiſenbahnen und
der=
gleichen ſtellt China fremde Ingenieure an, aber keinen
europäiſchen Finanzoberaufſeher. In den erſten fünf
Jahren nach dem Abſchluß der großen (1200 Millionen
Mark) Anleihe nimmt China keine fremden Anleihen auf.
Die vor ihrem Abſchluß aufgenommenen Anleihen, z. B.
die Londoner 200 Millionen Mark=Anleihe und die
bel=
giſche Eiſenbahn=Anleihe, bleiben beſtehen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Oktober.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Philipp Orth aus Eich, Kreis Worms, die Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Hohen=Sülzen, in demſelben
Kreiſe; dem Schulamtsaſpfranten Karl Schloſſer aus
Dintesheim, Kreis Alzey, eine Lehrerſtelle an der
Ge=
meindeſchule zu Egelsbach, Kreis Offenbach.
* Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem
Amtsgericht Lorſch Heinrich Hock zum Kanzleidiener
am Oberlandesgericht mit Wirkung vom Tage der
Er=
nennung ſeines Dienſtnachfolgers.
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 26,
enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung. 2.
Bekannt=
machung, die Genehmigung von Schenkungen betreffend.
3. Summariſche Ueberſicht der Rechnung der Großh.
Landeswaiſenkaſſe zu Darmſtadt für das
Rechnungs=
jahr 1910. 4. Ueberſicht der von Großh. Miniſterium
des Innern für das Rechnungsjahr 1912 genehmigten
Umlagen zur Beſtreitung von Kommunalbedürfniſſen
der iſraelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Dieburg.
5. Sterbefälle.
*X* Die Beratungen der Regierung über die
organiſche Reviſion der Beſoldungsordnung nähern
ſich jetzt ihrem endgültigen Abſchluß. In den einzelnen
Miniſterien finden zurzeit noch einige Erörterungen über
die Abänderungsſätze für einzelne Beamtenkategorien
ſtatt und anfangs der Woche waren auch die
Abteilungs=
chefs zu einer gemeinſamen Beratung beiſammen. Im
Laufe der nächſten Woche dürfte ſich noch einmal das
Geſamtminiſterium eingehend mit der ganzen ſchwierigen
Materie beſchäftigen und man hofft alsdann beſtimmt,
gegen Ende des Monats die Vorlage zum Abſchluß
bringen und ſie zunächſt dem Präſidium der Zweiten
Kammer überreichen zu können.
g. Kriegsgericht. Wegen Gehorſamsverweigerung
und Achtungsverletzung vor verſammelter Mannſchaft und
Beharrens im Ungehorſam hatte ſich geſtern der aus
Oberſelbold ſtammende und vor dem Dienſteintritt noch
nicht beſtrafte Dragoner Friedrich Heinrich Göb vom
Leibdragoner=Regiment Nr. 24 vor dem Kriegsgericht der
25. Diviſion zu verantworten. Der Angeklagte iſt ſchon
wiederholt diſziplinariſch beſtraft, zuletzt wegen des
glei=
hen Delikts, wie jetzt, mit 3 Monaten Gefängnis. Am
7. Oktober forderte der Sergeant Möller den Angeklagten,
als er zum Eſſenholen ging, auf, ſeinen Eßnapf ſauber
zu machen. Göb antwortete ganz ungehörig: Allemal,
wenn ich zum Eſſen geh, wird mir nachgemacht, ich gehe
zum Rittmeiſter und beſchwere mich. Auf einen zweiten
Befehl ſagte er: Ich werde mir überhaupt kein Eſſen mehr
holen, ſondern mir etwas in der Kantine kaufen. Auf
einen dritten Befehl ſagte er nur: Nein, ich tue es nicht.
Auch vor dem Wachtmeiſter beharrte er auf ſeinem
Unge=
horſam. Er ſagte hier, alle Unteroffiziere tanzten auf
ihm herum. Einen hätten ſie ſchon verrückt gemacht, er
würde es auch bald. Der Angeklagte führte zu ſeiner
Ver=
eidigung an, er ſei ſo erregt geweſen darüber, daß ihm
vorher vom Rittmeiſter 4 Wochen Kaſernenarreſt wegen
Trunkenheit zudiktiert worden ſeien, daß er in ſeiner
Er=
regung ſich nichts überlegt habe. Er hätte im Eßnapf
noch Kartoffeln vom Tage vorher gehabt, die er braten
vollte. Die Unteroffiziere könnten ihn alle nicht leiden
und auch bei dem zur Anklage ſtehenden Vorfall Eätte
Möller nur ſeinen Eßnapf kontrolliert. Das Gericht
ver=
urteilt den Angeklagten zu 4 Monaten 1 Woche
Ge=
fängnis; 1 Woche wird auf die Unterſuchungshaft
an=
gerechnet. — Der am 19. März 1884 zu Bell (Kreis
Koblenz) geborene Reſerviſt Backofenbauer Franz Joſeph
Schmidt vom Landwehrbezirk I Darmſtadt hatte ſich
wegen erſchwerter unerlaubter Entfernung zu
verantwor=
ten. Der Angeklagte erhielt am 24. Juli in Eberſtadt
einen Geſtellungsbefehl auf den 6. September zu einer
vierzehntägigen Uebung. Er ging jedoch wegen
Arbeits=
loſigkeit nach Mannheim, als er hier keine Arbeit fand
nach Lüttich und Aachen und ſtellte ſich am 1. Oktober in
Darmſtadt. Er hatte ein Geſuch um Befreiung von der
Uebung eingereicht, hatte die Antwortet aber nicht
abge=
wartet. Das Gericht erkannte auf die Mindeſtſtrafe von
43 Tagen Gefängnis. Eine Woche der
Unterſuch=
ungshaft wurde ihm angerechnet.
g. Strafkammer. Die 33jährige Philipp Neff
Ehefrau aus Karlsruhe, jetzt in Offenbach, iſt der
fahr=
äſſigen Tötung ihres eigenen Kindes beſchuldigt und in
Gemeinſchaft mit ihrem Ehemann, dem 31jährigen
Weiß=
binder Philipp Neff, der Körperverletzung. Die
An=
geklagte, die eine räumlich ſehr beſchränkte Wohnung in
der Herrnſtraße hat, hatte die Angewohnheit, ihr 1
½jäh=
riges Kind auf den Tiſch zu ſetzen, wenn ſie mit einer an=
Bilder von der Inſel des Aufruhrs.
C2 Kreta ſoll nun endlich nach dem Willen der
grie=
chiſchen Regierung das große Ziel erlangen, dem es ſeit
zweiundeinemhalben Jahrhundert in ewigen Kämpfen
und blutigen Aufſtänden nachſtrebt: die Vereinigung mit
Griechenland. Seitdem die viel gerühmte Inſel in der
zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den Venezianern
an die Türken abgetreten wurde, haben ihre Bewohner
immer wieder verſucht, das verhaßte Joch der
Ungläubi=
gen abzuſchütteln, haben mit den griechiſchen Brüdern
den Freiheitskampf gegen die Türken gekämpft. Doch eine
engherzige Diplomatie gab die Inſel 1832 wieder in die
Gewalt des Sultans, und ſeitdem iſt dieſe ehrwürdige
Stätte älteſter griechiſcher Kultur, auf der die
Ausgrab=
ungen eine ungeahnte Wunderwelt der Schönheit
ent=
ſtehen ließen, das Schmerzenskind der europäiſchen Politik
geweſen. Immer wieder empörten ſich die der
Willkür=
herrſchaft preisgegebenen Kreter, und 1867 ſchienen ſie am
Ziel ihres Strebens; ihre leidenſchaftliche Tapferkeit trieb
die Moslim zurück; eine proviſoriſche Regierung unter
Georg I. von Griechenland wurde eingeſetzt. Aber in der
Pariſer Konferenz von 1869 mußten die Griechen die
Kre=
ter wieder ihrem Schickſal überlaſſen; von neuem wehte
der Halbmond über der Inſel, und dasſelbe Schauſpiel
wiederholte ſich 1897. Die Oberherrſchaft des Sultans
blieb, wenngleich die Inſel völlige Selbſtregierung und
einen chriſtlichen Statthalter erlangte, und immer noch
wehte die verhaßte Flagge, von den vier Fähnlein der
Schutzmächte umgeben, jedem entgegen, der am Eingang
der Suda=Bai Halt machte, bevor er ſich dem eigentlichen
Hafen von Kreta näherte.
Dies Eiland, um deſſen ſchneebedeckte Gipfel noch
alt=
helleniſche Sagen ihren romantiſchen Schimmer breiten,
deſſen paradieſiſches Flachland, ein ewig grüner Garten,
die Stätte unzähliger Grauſamkeiten und Metzeleien
ge=
wefen, iſt ſo, gleich weit entfernt gelegen von den drei
alten Kulturweltteilen Europa, Aſien und Afrika, ſtets ein
politiſcher Mittelpunkt geblieben; ſeine Bewohner fühlten
ſich als die erwählten Vorkämpfer gegen die Ungläubigen,
denen ſie mit Größe unterlagen. Die ſchroffen Gegenſätze
von unzugänglichen Gebirgsmaſſen, von ewigem Schnee
und halb tropiſch fruchtbaren, blühenden Tälern ſind auch
im Charakter der Kreter ausgeprägt, die ungebrochene
Wildheit mit harmloſer Fröhlichkeit vereinigt. Auf dieſer
Inſel haben in unſeren nüchternen modernen Zeiten
romantiſche Abenteuerluſt und idylliſcher
Schönheitszau=
ber, primitive Urwüchſigkeit und der idylliſche Glanz
ur=
alter Kultur eine Zufluchtsſtätte gefunden, und der
Be=
ſucher kann hier von den Trümmern gewaltiger Paläſte,
von der großen Vergangenheit träumen, und in
unzu=
gänglichen Gebirgsdörfern den Herd des nie ganz
er=
loſchenen Aufruhrs finden. In dem hufeiſenförmigen
kleinen Hafen, der nur kleinen Schiffen zugänglich iſt,
ent=
faltet ſich eins der maleriſchſten Bilder, das der nahe
Oſten bietet. Immer ſind die Kais von einer bunten
Menge erfüllt; Araber in Burnuſſen, hoch gewachſene
Neger, Türken und Soldaten der Schutzmächte miſchen ſich
mit den ſchönen maleriſchen Geſtalten der Kreter, und
da=
zwiſchen begegnet man wildblickenden Albaneſen, elegant
gekleideten Griechen, rotjackigen Montenegrinern und
Schiffern aus Malta. Das ſchlanke Minarett einer
Mo=
ſchee winkt aus einem Palmenhain und gemahnt daran,
daß wir uns im Orient befinden. Auch die Hauptſtadt der
Inſel, Kanea, zeigt mit ihren vielen Minaretts einen
orientaliſchen Charakter. Das eigentliche Herz des
Lan=
des aber ſind die „weißen Berge” und von ihnen aus iſt
der Sturmwind der Empörung ſtets herniedergebrauſt
mit der reißenden Gewalt der Waſſerfälle, die von den
Felſen niederſtürzen. Wer den Ritt wagt empor auf den
rauhen Pfaden, wo die mageren Ponys nur mühſam den
Weg finden und tiefe Abgründe zu beiden Seiten gähnen,
der kennt erſt die Seele Kretas und ſeiner Bewohner.
Der Engländer Reginald Wyon hat eine Zeitlang
unter dieſen Bergmenſchen gelebt und das
Haupt=
quartier der Aufſtändiſchen in den letzten
Kämpfen gegen die Türken, das Felſenneſt Theriſſos,
beſucht. Das Dorf liegt am oberen Ende einer langen,
außerordentlich engen Schlucht, und es genügen einige
wenige Männer, um den Zugang zu verſperren, ſo daß
keine Truppenmacht der Welt hier eindringen kann.
Quellen rinnen von den Felſen hernieder, und wenn Regen
fällt, verwandeln ſich dieſe kleinen Kaskaden in gewaltige
Sturzbäche, die die Wege noch unzugänglicher und
gefähr=
licher machen. Die Häuſer, die an den Abhängen dicht
zu=
ſammen liegen, ſind meiſt einſtöckig; unten Küche und
Ställe. Mit einer Leiter kriecht man in die dunklen
Schlaf=
räume empor. Um Luft zu ſchöpfen, ſteigt man hinauf
zu den flachen Dächern, auf denen kleine Gärten angebracht
ſind. In Theriſſos, dem „heiligen Dorf”, halten die
Auf=
ſtändiſchen ihre Verſammlungen. Neben den Bauern in
ihren blauen Pluderhoſen, groben Stiefeln und rieſigen
ſcharlachrotem Fez ſtehen europäiſch gekleidete Männer
aus den gebildeten Kreiſen, die das geiſtige Element der
Bewegung bilden. Wilde Erregung loht durch die
Ver=
ſammlung; die griechiſche Nationalhymne wird geſungen
und die Luft mit Hunderten von lauten „Zitos” erfüllt.
Flintenſchüſſe hallen darein. Auf den Felſen rund herum
ſtehen in einſamer Ruhe die Wachtpoſten. Das iſt noch
der Boden. auf dem Helden aufwachſen, und ſo haben denn
auch die Kreter ihre Vorbilder aus jüngſter Zeit, deren
Namen ihnen auf den Lippen ſchweben, wenn ſie für ihre
Ideen kämpfen und leiden. Einer dieſer Führer im
Auf=
ſtand von 1905 war Manos, ein reicher, wohlhabender
Mann, dem es aber in ſeinem ſchönen Beſitz und in dem
Kreiſe ſeiner Familie nicht duldete, ſondern der jahrelang
als Geächteter und Ausgeſtoßener lebte, um den Brand
gegen die Türken zu ſchüren. Als Viehtreiber durchzog er
Mazedonien und große Teile des Balkans, organiſierte
die Empörung und wurde der Held von Dutzenden von
Kämpfen, die er mit zuſammengerafften Banden führte.
Viele Monate hat er in türkiſchen Gefängniſſen
geſchmach=
tet, aber mit ungebrochenem Mut kehrte er nach Kreta
zu=
rück. Solcher Aufrührer hat die Inſel ſo manchen nach
dem Balkan geſandt, und in dem Kampf, der nunmehr
losgebrochen iſt, fühlen ſich die Kreter durch ihre ganze
Vergangenheit dazu berufen. in den vorderſten Reihen zu
ſtehen und endlich zu behaupten, worum ſie ſo lange
ringen.
deren Arbeit beſchäftigt war. Da dieſer Tiſch dicht am
Fenſter ſtand und nur 8 Zentimeter niedriger iſt als
die=
ſes, band ſie auf Anraten des Ehemannes das Kind feſt.
Am 25. Auguſt nun ſetzte die Angeklagte das Kind wieder
auf den Tiſch bei offenem Fenſter, als ſie noch ſchnell
etwas im anderen Zimmer beſorgen wollte. Sie ließ
ihren 6½jährigen Buben bei dem Kleinen. In der
kur=
zen Zeit aber, in der ſie das Kind allein gelaſſen hatte,
war dieſes ſchon in die Nähe des Fenſters gekommen und
aus dieſem zwei Stock hoch gelegenen Fenſter auf die
Straße gefallen. Es hatte tödliche Verletzungen
davon=
getragen, denen es bald erlag. Am 28. Auguſt äußerte
ſich die Margarethe Wirſing den Eheleuten gegenüber, als
ſei ihnen der Tod des Kindes erwünſcht geweſen,
wo=
durch ſie ſich hinreißen ließen, der Wirſing mit der Hand
und einem Schürhaken Schläge zu verſetzen. Das
Ge=
richt verurteilt die Angeklagte wegen fahrläſſiger Tötung
zu 3 Tagen Gefängnis, wegen der Körperverletzung
zu 3 Mark Geldſtrafe und den Ehemann zu 5 Mark
Geldſtrafe. — Der 64 Jahre alte Lumpenhändler
Joſeph Blam aus Offenbach wurde wegen Verbrechens
nach § 175 des Strafgeſetzbuches zu 9 Monaten
Ge=
fängnis und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
* Sonderzug für die Ausſtellung „Der Menſch” mit
doppelter Ermäßigung. Sonntag, den 20. Oktober, fährt
ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Eintritts=
Ermäßigung für jedermann von Wiesbaden ab 7,27
Uhr vorm. nach Darmſtadt. Abfahrt von Mainz
Hbf. um 7,45 Uhr vormittags. Fahrpreis 3. Klaſſe von
Wiesbaden und zurück einſchließlich Eintrittsbillett für die
Ausſtellung 2,30 Mark. Andere Stationen entſprechend
weniger. Das Sonderzugbillett wird in der Ausſtellung
abgeſtempelt. Rückfahrt ab 5,18 Uhr nachmittags.
— Städtiſche Maßnahmen gegen die Fleiſchteuerung.
Der Verkehr in den Städtiſchen Fleiſchverkaufsſtellen iſt
nach wie vor ein reger. Neuerdings wird auch
Ochſen=
fleiſch zu dem gleichen Preis wie Rindfleiſch (82 Pfg.
pro Pfund) abgegeben. — Der Fiſchmarkt erfreut ſich
eines überaus großen Zuſpruchs. Die Ware iſt billig und
gut. — Von dem liebenswürdigen Entgegenkommen
hie=
ſiger Kohlenhandlungen, an Minderbemittelte Holz und
Kohlen zu ermäßigten Preiſen abzugeben, wird eifrig
Gebrauch gemacht. Die Ausweisſcheine ſind auf Zimmer
Nr. 41 des Stadthauſes zu beantragen.
* Silberne Hochzeit. Das Feſt der Silbernen
Hoch=
zeit feiern heute die Eheleute Schloſſer Wilhelm
Neu=
rot und Frau, geb. Bönſel.
* Jubiläum. Am 20. Oktober ſind es 25 Jahre,
daß Herr Eduard Chriſt als Braumeiſter in der
Großbrauerei von Herrn Diſchinger tätig iſt.
Lutherfeſtſpiel. Als Spieltage ſind, wie wir
hören, folgende Tage in Ausſicht genommen: Freitag, 25.,
Sonntag, 27., Dienstag, 29., Donnerstag, 31. Oktober,
und Samstag, 2. November. Die Vorſtellungen beginnen
um 7 Uhr abends. Um weiteſten Kreiſen den Beſuch zu
ermöglichen, ſind trotz der enormen Unkoſten der
Veran=
ſtaltung die Preiſe dieſelben niedrigen geblieben, wie vor
16 Jahren: Beſonderer Sperrſitz 4 Mk., Sperrſitz 3 Mk.,
numerierter Saal, numerierte Eſtrade und numerierte
Galerie 2 Mk., Saal, Eſtrade und Galerie 1 Mk., Vorſaal
60 Pfg. Der Vorverkauf in der Hofbuchhandlung von
Johs. Waitz hat geſtern begonnen. Bei der ſtarken
Nach=
frage nach Karten (auch von auswärts) empfiehlt es ſich
dringend, ſich ſolche baldigſt zu ſichern.
— Die Jubiläumsſtiftung des Evangeliſchen
Bundes, die aus Anlaß des 25jährigen
Jubi=
läums des Heſſiſchen Landesvereins des
Evangeliſchen Bundes und zum Gedächtnis des
im Jahre 1911 verewigten Führers der evangeliſchen
Bewegung in Oeſterreich, D. Friedrich Meyer,
ge=
ſammelt werden ſoll, muß allen Evangeliſchen nochmals
dringend ans Herz gelegt werden. Die Zinſen der
Stiftung ſind für die heſſiſchen Pflegegemeinden in
Oberſteiermark beſtimmt. Hier kann jeder Proteſtant
die Dankbarkeit, die er dem Evangeliſchen Bund und
ſeinen führenden Männern für das in 25 jähriger treuer,
ſelbſtloſer Arbeit Geleiſtete ſchuldet, einmal ſichtbar
be=
weiſen. Man hofft, die heſſiſche Stiftung bis zum
Jubiläumstage auf den Betrag von 10000 Mk. bringen
zu können. Dazu ſind aber noch manche Gaben aus
Stadt und Land nötig. Beiträge in jeder Höhe nimmt
der Schatzmeiſter, Rechnungsrat Rothermel in
Darm=
ſtadt, gerne entgegen.
Frauenverein für den Schloßbezirk. Die am
Donnerstag abend im Gemeindehauſe, Kiesſtraße 17,
abgehaltene ordentliche Mitgliederverſammlung des
Frauenvereins für den Schloßbezirk zeigte,
daß dieſer Verein trotz der ſchwierigen Aufgaben, die er
im verfloſſenen Jahre zu löſen hatte, in einer günſtigen
Entwicklung begriffen iſt. Aus der Rechnung, die Herr
Kaufmann Warnecke vortrug, ergab ſich, daß es dem
Verein gelungen iſt, trotz der namhaften Aufwendungen
für Einrichtung der Kleinkinderſchule für den
Schloß=
bezirk (zirka 1200 Mk.) ſein Stammkapital faſt vollſtändig
zu erhalten. Aus Veranſtaltungen gingen 600 Mk., aus
Schenkungen 900 Mk. ein. In dem Jahresbericht
ent=
warf Herr Pfarrer D. Dr. Diehl ein Bild der
umfang=
reichen Vereinsarbeit von 1911/12. Im Januar 1913
ſollen weiteren Kreiſen lebende Bilder aus der Zeit vor
100 Jahren dargeboten werden, für die Herr Pfarrer
Diehl einen ausgearbeiteten Entwurf vortrug.
Ernſt Zahn gedenkt ſeiner Vorleſung aus
eigenen Werken, die er am 30. Oktober hier im
Vortrags=
verbande halten wird, den Titel „Jugend” zu geben.
Er will diesmal, wie er ſchreibt, in Vers und Proſa
auch in einer kleinen Novelle von eigener und anderer
Jugend plaudern. Der Vorverkauf der Eintrittskarten
im Verkehrsbureau hat begonnen. Der auf den gleichen
Tag angeſetzt geweſene Klavierabend von Télémaque
Lambrino iſt, um ein Zuſammentreffen beider
Veran=
ſtaltungen zu vermeiden, in dankenswerter Weiſe auf
den 29. Oktober verlegt worden.
* Zum Beſten des Feſthaus=Vereins Darmſtadt, für
deſſen Beſtrebungen das Intereſſe hier ſtetig wächſt,
beab=
ſichtigt, wie wir hören, Herr Geh. Hofrat Profeſſor Willy
Burmeſter am Samstag, den 23. November, im
Feſt=
ſaale der Turngemeinde ein Konzert zu geben. Im
Hin=
blick auf den nahe bevorſtehenden Wegzug des beliebten
Künſtlers von Darmſtadt dürfte dies Konzert eine ganz
beſondere Anziehungskraft auf unſer kunſtliebendes
Püblikum ausüben.
„Alkoholunterricht” Man erſucht uns um Abdruck
nachfolgender Zuſchrift: Am 16. Okt. hielt Fräulein
Loh=
mann=Bielefeld, Lehrerin, die ſchon am Abend vorher
im Auftrage des hieſigen Alkoholgegnerbundes und des
Lehrerinnenvereins im Kaiſerſaal geſprochen hatte vor
etwa 100 Lehrern und Lehrerinnen, eine Unterrichtsübung
in der Alkoholfrage vor einer Knabenklaſſe der
Bal=
lonſchule. Der Zweck der Veranſtaltung war, den Lehrern
und Lehrerinnen Darmſtadts in kurzen Zügen praktiſch
vorzuführen, wie ein ſolcher ſogenannter „
Antialko=
holunterricht” vor ſich zu gehen habe. In
treffen=
der Weiſe gelang es Frl. Lohmann, ſich ihrer Aufgabe zu
entledigen. Ausgehend vom deutſch=franzöſiſchen Krieg,
der 40000 Opfer verlangt hat, wies ſie darauf hin, daß
eben ſtändig unſer Volk von einem Feind bedroht iſt, der
ticht nur einmal, ſondern jährlich 40000 Opfer fordert
— der Alkohol, der giftige Beſtandteil der geiſtigen
Ge=
tränke. Dann führte ſie eine Reihe praktiſcher Verſuche
vor, wie man Alkohol in Bier, Wein uſw. nachweiſen
kann, indem man ſeine Brennbarkeit benutzt: ſie erhitzte
Bier, ſo daß der Alkohol, der eher verdampft als das
Waſſer, aus der Flaſche aufſteigt und entzündet werden
kann. Nachdem Frl. Lohmann den Kindern ſo den Feind
gezeigt hatte (auch in reinem Zuſtande), ging ſie zur
Wir=
kung des Giftes über, das auf alle Organe des Körpers
ſchädigend einwirkt, beſonders auf Leber, Herz, Nieren
und Gehirn, den Sitz des Verſtandes. An Hand einer
Ta=
belle zeigte Frl. Lohmann, wie die geiſtigen Getränke die
Leiſtungen der Schulkinder beeinfluſſen. Aber nicht nur
auf den Verſtand, ſondern beſonders auch unſer Gefühl
und unſern Willen wirkt der Alkohol ſchädigend. Er
führt uns zu Verbrechen, wie Frl. Lohmann an einer
Tafel zeigte, die die Beziehungen des Alkoholgenuſſes zu
den Straftaten darſtellt. Am Sonntag und im
Wirts=
haus werden die meiſten Körperverletzungen begangen.
Auch auf das Gebiet Alkohol und Sittlichkeit ging die
Rednerin ein. In eindrucksvoller Weiſe hat es Frl.
Loh=
mann verſtanden, dieſe ſchädlichen Wirkungen des
Alko=
holgenuſſes zu beleuchten. Zum Schluß zeigte ſie, wie
dieſer gefährliche Feind zu bekämpfen iſt, nämlich durch
verſönliche Enthaltſamkeit, wie ſie auch unſer Kaiſer
ver=
angt hat. Mit der Ermahnung an die Schüler, für ihre
Perſon den Alkohol ganz zu meiden, ſchloß Frl.
Loh=
mann ihre Darlegungen, die ſtarken Eindruck nicht nur
auf die Schüler, ſondern auch auf die übrigen
Anweſen=
den gemacht zu haben ſcheinen.
— Ein Welte=Mignon=Konzert, veranſtaltet von der
Hof=Muſikalien= und Inſtrumenten=Handlung Heinr.
lrnold, Wilhelminenſtraße 9 und Mühlſtraße 1—3,
fand am Donnerstag abend im gutbeſetzten Saal „Zur
Traube” ſtatt. Muſikſchriftſteller Rudolf Kaſtner=
Frankfurt a. M. hielt den einleitenden Vortrag, in dem er
die von der modernen Technik geſchaffenen
Reproduktions=
apparate allgemein, das Welte=Mignon=Klavier beſonders
würdigte, das durch äußerſt ſinnreiche Vorrichtungen das
Originalſpiel großer Künſtler auf ſeinen Rollen fixiert
und ſo für die Kunſtfreunde und =ſtudierenden der
ſpäte=
ren Generationen von hohem äſthetiſchen und
praktiſch=
pädagogiſchen Werte iſt. Der Redner beſprach ſodann die
einzelnen Nummern des etwas zu umfangreichen
Pro=
gramms, das Kompoſitionen von Beethoven, Schubert,
Chopin, Schumann, Grieg, Brahms, Dohnany, Strauß,
Debuſſy, Liſzt und Wagner in der Wiedergabe durch
Chlotilde Kleeberg (* 1909), Eugen d’Albert, Tereſa
Car=
reno, Alfred Reiſenauer († 1907), Olga Samaroff, Karl
Friedberg, Dohnany, Richard Strauß, Erneſt Schelling
Feruccio Buſoni und Felix Mottl († 1911), verhieß und,
dank der wunderbaren Einrichtung des Apparates in der
Tat die Illuſion weckte, die genialen Pianiſten ſelbſt in
glänzendſter Gebelaune am Flügel wirken zu hören.
— Krupp und ſein Werk. Im Städtiſchen Saalbau
ſprach am Donnerstag abend Herr Zivilingenieur Heinr.
Lenſch=Wiesbaden über „Krupp und ſein Werk”.
Un=
terſtützt durch treffliche Lichtbilder, teilweiſe Autochrom=
Aufnahmen, gab der Redner ein lebendiges Bild von dem
Werden jenes Weltunternehmens des „Kanonenkönigs”
Er zeigte, wie durch unermüdlichen Fleiß und deutſche
Tatkraft aus der kleinen Schmiede des alten Krupp, der
raſtlos mitarbeitete, um die Seinen zu erhalten, das
Rie=
ſenwerk in weniger als hundert Jahren hervorgegangen
iſt, das heute über 50000 Arbeiter zählt und wohl 150000
Menſchen Lebensunterhalt gewährt. Hochofenwerke,
Berg=
werke, Kohlenzechen ſtehen im Eigentum der Firma. Es
zogen in Bildern die einzelnen Werke in Eſſen,
Magde=
burg, Rheinhauſen uſw. vor dem Auge vorüber. Man
ver=
folgte mit Intereſſe die Herſtellung von Eiſen und Stahl,
unter beſonderer Berückſichtigung der Erzeugung des
Beſ=
ſemer= und Martinſtahls. Durch Krupps Spezialität, den
Stahlguß, ſind für Armee und Marine unſchätzbare
Dienſte geleiſtet worden: der Stahlguß ermöglicht die
Her=
ſtellung von Panzerplatten und Geſchützrohren, die heute
Weltruf beſitzen. Ausführlich behandelte der Redner die
Panzerplattenfabrikation und zeigte einige
Gußſtahl=
fabrikate. Der Vortrag fand den ungeteilten Beifall des
zahlreich erſchienenen Publikums.
Der Ortsgewerbeverein Darmſtadt erinnert an
den morgen nachmittag ſtattfindenden Ausflug nach
Groß=Zimmern. Gäſte willkommen.
* Katholiken=Verein. Auf den am nächſten
Sonn=
tag ſtattfindenden erſten Wintervortrag des Katholiken=
Vereins ſei nochmals hingewieſen. Profeſſor Dr.
Ledroit=Mainz ſpricht über den hl. Bonifatius im
Kampfe mit dem Heidentum. (Siehe Anzeige.)
* Evangeliſcher Arbeiter= und Handwerker=Verein.
Um Irrtum zu vermeiden, ſei hier nochmals bemerkt, daß
das Wohltätigkeitskonzert nicht im
Gemeinde=
haus, Kiesſtraße 17, ſondern morgen Sonntag, den 20.
Oktober, im „Feierabend” Stiftſtraße 51, ſtattfindet. Das
Programm wird nicht geändert, nur anſtelle des Herrn
Scheuermann iſt Herr Ernſt Roth (Bariton) gütigſt
eingetreten. (Näheres im Anzeigenteil der heutigen
Nummer.)
. Kriegerverein Darmſtadt. Wie aus dem
Anzei=
genteil erſichtlich, findet Sonntag nachmittag von 2 Uhr
ab das diesjährige Preisſchießen ſtatt. Es werden
6 wertvolle Preiſe ausgeſchoſſen und iſt daher rege
Be=
teiligung ſeitens der Mitglieder ſehr wünſchenswert. Die
Preiſe werden im Laufe der nächſten Woche bei Herrn
Kamerad Kirchner, Mathildenplatz 6, ausgeſtellt.
Der Martinskirchengeſangverein veranſtaltet
mor=
gen Sonntag, den 20. Oktober, abends ½6 Uhr, ein
liturgiſches Erntedankfeſt mit den dazu gehörigen
liturgiſchen Geſängen von Heinrich von Herzogenberg.
Der Eintritt iſt frei.
— Von der Ludwigshöhe. Die Pachtung der
Ludwigshöhe iſt dem bisherigen Eigentümer des
„Chauſſeehauſes” Herrn Jean Wenz, zugeſchlagen
wor=
den, der den Betrieb bereits am 1. November übernehmen
wird.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 12. Oktober I. J.
männ=
lich 9711, weiblich 6716, zuſ. 16427, in Prozenten 59,11,
40,88. Der Krankenſtand betrug am 12. Oktober I. J.
männlich 351, weiblich 283, in Prozenten 3,61, 4,21.
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
vom 7. Oktober bis 12. Oktober I. J. 4998,65 Mk. An
Wöchnerinnen waren vorhanden am 12. Oktober
I. J. 36. Sterbefälle kamen vor in der Woche
vom 7. Oktober bis 12. Oktober l. J. 3.
* Orpheum. Der morgige Sonntag bringt, wie
üblich, zwei Vorſtellungen, wobei beſonders
her=
vorzuheben iſt, daß auch in der Nachmittags=Vorſtellung
außer dem ungekürzten neuen Programm Törtola
Valencia beſtimmt auftreten wird.
Feuilleton.
** Wie das Attentat auf Rooſevelt geſchah. Die erſten
Meldungen über die Einzelheiten des Attentats auf
Rooſe=
velt erfahren jetzt intereſſante Ergänzungen durch die
Mit=
teilungen von Augenzeugen, die ſpäter, als Rooſevelt
end=
lich eine ärztliche Unterſuchung zuließ, nicht wenig erſtaunt
waren, daß die Verwundung ſchwerer iſt, als man
urſprünglich glaubte. Nach einer zweiten Unterſuchung
im Hoſpital in Chicago ſtellten die Aerzte feſt, daß es ſich
keineswegs nur um eine Fleiſchwunde handele, ſondern um
eine ſchwere Bruſtwunde, die dem Patienten das Atmen
bisweilen ſehr ſchmerzhaft macht. Das Verhalten
Rooſe=
velts unmittelbar nach dem Ereignis hatte in der
Umge=
bung den Glauben erweckt, die Verwundung wäre nur
leicht. Der Schuß fiel in dem Augenblick, als Rooſevelt
in ſein Automobil geſtiegen war und der Menge zuwinkte.
Er ſank in ſeinen Sitz zurück, erhob ſich aber ſofort wieder
trotz aller Bitten ſeines Vetters Philipp Rooſevelt, der
immerfort rief: „Bleib ſtill ſitzen, Vetter Theodor, bleib
ſtill ſitzen!” Aber Rooſevelt hatte geſehen, wie die Menge
den Täter packte, und ihn lynchen wollte. Seine erſten
Worte nach der Verwundung waren: „Laßt niemand dem
Manne etwas antun!” Und dann rief er laut der Menge
zu: „Tut dem armen Teufel nichts, er weiß nicht, was er
tat.‟ Er hatte die Geiſtesgegenwart, der wütenden Menge
zu ſagen: Ich bin nicht verletzt, gute Freunde, ich fahre
jetzt in die Halle, um zu ſprechen, viel Glück!‟ Das alles
ſpielte ſich blitzſchnell ab. Rooſevelt wandte ſich an den
Chauffeur und ſagte, ſcheinbar mit größter Ruhe: „Nun
fahren Sie gleich ins Auditorium, ich bin nicht verletzt,
alles iſt in Ordnung.”
Das Automobil fuhr ab jetzt wandte ſich Rooſevelt
zu Hary Cochem, der bemerkte, wie Rooſevelt die Hand
auf die Bruſt gepreßt hielt. Er hat mich durchlöchert,
Harry” meinte Rooſevelt. Nun beſtürmten ihn die
Freunde, ſofort ins Krankenhaus zu fahren. Seine einzige
Antwort war: „Ich halte heute abend meine Rede.‟ Dann
fuhr er mit Aufbietung aller Entſchloſſenheit fort: „Ich
werde ſie halten, und wenn ich dabei draufgehe. Ich
werde ſprechen, und wenn ich dabei umfalle. Ich habe eine
Botſchaft zu ſagen und das iſt vielleicht die letzte
Gelegen=
heit, ſie auszuſprechen. Ich fühle mich jetzt ſtark genug
und will ſofort reden, ehe ich ſchwach werde.‟ Dabei
öff=
nete er ſeine Weſte, beſchaute ſein Hemd, an dem das Blut
herablief, und murmelte: „Am Ende iſts eine innere
Blu=
tung‟. Dann lächelte er grimmig: „Es ſieht aus, wie ein
Schuß aus einem 38er Revolver; aber da ich nicht huſte
wird ſchon alles gut werden. Gebt mir bitte irgend ein
Taſchentuch.‟ Dr. Terrill reichte ihm das Tuch und
Rooſe=
velt legte es auf die Wunde. Der Arzt beſtand darauf,
Rooſevelt ſofort zu unterſuchen, aber Rooſevelt war nicht
dazu zu bringen. Im Vorraum des Auditoriums gab
es noch eine Auseinanderſetzung mit dem Arzt, der immer
wieder darauf beſtand, die Wunde zu ſehen. „Sie
dür=
fen nicht hinein, ehe ich Sie unterſucht habe. Das
ſchul=
den Sie ſich ſelber.” Rooſevelt lachte: „Nun denn, in
Got=
tes Namen, damit Sie Ihr Gewiſſen beruhigen, Aber
das ſage ich Ihnen ſchon jetzt, ich werde die Rede halten,
und wenn ich dabei ſterbe.‟ Er ließ aber in Wirklichkeit
keine Unterſuchung zu, ſondern erlaubte nur, daß ihm ein
paar Binden umgewickelt wurden. Im Saal hatte man
die Menge inzwiſchen verſtändigt; das Publikum war aufs
höchſte erregt und grüßte Rooſevelt mit jubelnden
Zuru=
fen, mit dem Augenblick aber, da er Miene machte zu
ſpre=
chen, entſtand Totenſtille. Und Rooſevelt hielt ſeine Rede.
Eine Stunde und 45 Minuten lang ſprach er, von Zeit zu
Zeit von jubelnden Kundgebungen unterbrochen. Er
ſprach mit lauter Stimme, die erſt gegen Ende etwas
müder klang; aber er begleitete ſeine Rede nicht wie ſonſt
mit ſtarken Geſten.
Als er geſchloſſen hatte, ging er ins Krankenhaus, legte
ſich ſelbſt auf den Operationstiſch und ließ ſich unterſuchen.
„Eine 38er?” fragte er lächelnd. Die Aerzte machten ernſte
Mienen und beſchloſſen, die Suche nach der Kugel erſt in
Chicago vorzunehmen. Rooſevelt ſtieg wieder in ſein
Automobil und aufrecht ſitzend erwiderte er lächelnd die
Grüße der Menge. Am Bahnhof begab er ſich ſofort in
einen Wagen und beſtand darauf, ſich gleich zu raſieren.
„Ehe ich nicht ſauber bin, kann ich mich nicht wohlfühlen,
erklärte er, raſierte ſich ſelbſt, kleidete ſich aus und legte ſich
zu Bett. Und er ſchlief bis Chicago durch. Neben ihm lag
die gebrochene Brille und das von der Kugel durchlöcherte
blutige Manuſkript. Nicht einen Augenblick ließ auch
nach=
her ſeine Willenskraft nach. Er ſcherzte, beruhigte ſeine
Umgebung und als er beim Ausſteigen in Chicago von
zahlloſen Reportern photographiert wurde, meinte er
lachend beim Aufflammen des Blitzlichtes: „Schon wieder
erſchoſſen!” Frau Rooſevelt reiſte ſofort nach Chicago.
Ich bin — ſagte ſie — die Einzige, die ihn dazu bringen
kann, den Aerzten zu gehorchen.
ml. Die Ermordung des Fürſten Felix Lichnowsky.
Der Name des neuernannten deutſchen Botſchafters in
London ruft die Erinnerung an eine traurige Epiſode der
neueren deutſchen Geſchichte wach, nämlich an die
Ermord=
ung ſeines Oheims, des Fürſten Felix Lichnowsky, in
Frankfurt a. M., am 18. September 1848. Fürſt Felix, der
Sohn des Fürſten Eduard Maria Lichnowsky, war eine
vielſeitige und glänzende Perſönlichkeit. Die
Unterneh=
mungsluſt trieb ihn in den Dienſt des ſpaniſchen
Kron=
prätendenten Don Carlos, an deſſen Seite er in den
Jah=
ren 1837 bis 1839 in Spanien focht. Nach ſeiner Rückkehr
nach Deutſchland veröffentlichte der Fürſt ſeine „
Erin=
nerungen” aus Spanien. Durch ſeine Darſtellung fühlte
ſich der Bruder des Generals Montenegro beleidigt. Die
Affäre führte im Jahre 1841 zu einem Duell, in dem
Lich=
nowsky ſchwer verwundet wurde. Nach ſeiner Geneſung
unternahm er eine Reiſe nach Portugal, die er gleichfalls
in einem Werke beſchrieben hat. Als im Jahre 1847 in
Preußen mit der Berufung des erſten Landtags das
par=
lamentariſche Leben begann, nahm Fürſt Lichnowsky an
ihm lebhaften Anteil. Als im Frühjahr 1848 die Wahlen
für das erſte deutſche Parlament ausgeſchrieben wurden,
ſandte der oberſchleſiſche Kreis Ratibor den Fürſten nach
Frankfurt a. M. Felix Lichnowsky war in ſeinen
politi=
ſchen Anſchauungen konſervativ. Er zählte bald zu den
bekannteſten Perſönlichkeiten auf der rechten Seite dieſes
Parlaments. Freilich zog er ſich auf dieſe Weiſe den
bit=
teren Haß der Demokraten und Republikaner zu, der ihn
ſchließlich das Leben koſten ſollte. Am 26. Auguſt hatte
nämlich der Krieg des neuen Deutſchlands gegen
Däne=
mark in dem Waffenſtillſtand von Malmö ſein vorläufiges
Ende gefunden. Die Nachricht von dieſem für Dänemark
ſehr günſtigen Vertrage erregte überall in Deutſchland die
höchſte Entrüſtung; eine Stimmung, die ſich auch im
Frankfurter Parlament Luft machte. Aber das
Reichs=
miniſterium entſchloß ſich dennoch am 16. September, den
Vaffenſtillſtand zu genehmigen. Nun erreichte die Auf
egung des Frankfurter Volkes ihren Höhepunkt. Am 17.
* Reſtaurant Rummelbräu. Man ſchreibt uns: Auch
das letzte Donnerstags=Künſtler=Konzert erfreute ſich
vorzüglicher Darbietungen. Die wunderbaren Solis
er=
zielten großen Beifall. Wie aus dem Anzeigenteil zu
erſehen iſt, konzertiert am Sonntag wiederum die beliebte
Kapelle unſeres Leibgarde=Infanterie=Regiments in dem
großen Saale und wird auch dieſes Mal eine gute
Stim=
mung erzielt werden.
* Ludwigshöhe. Es ſei auch an dieſer Stelle auf das
morgige Sonntagskonzert der Kapelle des
Leib=
garde=Inf.=Regts. hingewieſen. In gewohnter Weiſe
ent=
hält das Programm nur gute und gehaltvolle Muſik.
(Siehe auch Anzeige.)
* Der Erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt ab heute den erſten Film ſeiner Nebuſchka=
Serie. Liſſi Nebuſchka, kaiſerlich ruſſiſche
Hofſchau=
ſpielerin, ſoll in ihrem Spiel die däniſche Künſtlerin Aſta
Nielſen noch übertreffen. Es wird daher den beſuchenden
Publikum wieder ein neuer Genuß geboten.
* Im Reſidenz=Theater am weißen Turm kommt
ab heute das zweite Bild der neuen Aſta Nielſen=Serie
zur Vorführung, betitelt: „Die Kinder des Generals”.
Hatte das erſte Drama der Aſta Nielſen=Serie II „Der
Totentanz” vor dem Zuſchauer ein tragiſches
Frauen=
ſchickſal entrollt, hatte es der großen däniſchen Tragödin
Gelegenheit gegeben, eine Rolle zu kreieren, in der ſie
den erſchütternden Kampf zwiſchen Liebe und Pflicht in
allen Phaſen zum Ausdruck bringt, ſo läßt Urban Gad
in „Die Kinder des Generals” ihre vielſeitige Kunſt in
einem ganz neuen Gewande erſcheinen, um dem
Publi=
ikum Gelegenheit zu geben, die Künſtlerin in raſcher Folge
in einer hochtragiſchen und in einer Backfiſch=Rolle zu
ſehen. Ein Werk, glücklich in der Wahl der Sujets,
glück=
lich in der Kompoſition, unübertrefflich in der
meiſter=
haften Darſtellung durch die Vertreterin der Hauptrolle,
Aſta Nielſen; ein Werk, das von der erſten bis zur
letzten Szene lebenswahr und lebenswarm wirkt,
pracht=
volle Naturbilder zeigt, photographiſch ein Meiſterwerk
iſt, frei bleibt von jeder gekünſtelten Sentimentalität und
von Anfang bis zu Ende den Zuſchauer feſſelt und
be=
friedigt.
gs- Unfall. In einer hieſigen Möbelfabrik
verun=
glückte geſtern vormittag gegen 8 Uhr ein Arbeiter
da=
durch, daß ihm ein zurückſchlagendes Stück Holz durch
die Hand ging. Er wurde durch die Rettungswache
nach dem Städtiſchen Krankenhauſe gebracht.
d. Tödlicher Unfall. Ein bedauerlicher Unfall
ereig=
nete ſich geſtern nachmittag gegen 4 Uhr in der
Hermann=
ſtraße. Der Fuhrmann Hafner fuhr mit einem
belade=
nen Kiesfuhrwerk die abſchüſſige Straße hinab, rutſchte
beim Anziehen der Bremſe auf dem naſſen Pflaſter aus
und kam unter die Räder des Wagens zu
liegen. Der Bedauernswerte hatte Bruſtquetſchungen
und ſchwere Verletzungen am Kopfe erlitten. Der ſofort
herbeigeeilte praktiſche Arzt Dr. Hammer konnte nur
feſtſtellen, daß die erlittenen Verletzungen unbedingt
töd=
lich waren. Die Rettungswache brachte ſodann den
Ver=
unglückten in das Krankenhaus, wo er gleich nach ſeiner
Einlieferung ſtarb.
Offenbach, 18. Okt. In der geſtrigen nichtöffentlichen
Stadtverordnetenſitzung wurde der Gerichtsaſſeſſor und
bisherige Amtsanwalt beim Offenbacher Schöffengericht,
Dr. Aull, zum Berufsvormund der Stadt
Offen=
bach gewählt. Dem Berufsvormund, der den Titel
„Ratſyndikus” führt, wird außerdem der Vorſitz des
Ge=
werbe= und Kaufmannsgerichts übertragen. — Nachdem
die Verbindungsſtraße zwiſchen Blumen= und
Finken=
ſtraße genehmigt iſt, werden aus dem ſtädtiſchen
Bau=
gelände zwiſchen Blumen= und Finkenſtraße, Dickſtraße
und Taunusring Bauplätze für
Einfamilien=
häuſer in der Preislage von 13 bis 15 Mark für den
Quadratmeter verkauft. Mit dem Preiſe werden auch
die Koſten der erſtmaligen Straßen= Kanal= und
Fuß=
wegherſtellung bezahlt. Die Bauplätze haben einen
In=
halt von 240 und mehr Quadratmeter. 7 Plätze ſind
be=
treits verkauft.
Offenbach, 18. Nop. Die Landesabteilung Heſſen des
Deutſchen Frauenvereins vom Roten
Kreuz für die Kolonien trägt ſich mit dem Gedanken, in
Swakopmund in Deutſch=Südweſtafrika einen
Kindergarten für deutſche Stammesgenoſſen aller
Konfeſſionen zu errichten, um ſich mit dieſem ſchönen
Werke, das einem dringenden Bedürfniſſe entſpricht, ein
dauerndes Denkmal praktiſcher Wohltätigkeit zu ſetzen.
Die Errichtung dieſes Kinderheims, das unſerer
Landes=
fürſtin ganz beſonders warm am Herzen liegt, will einem
kraſſen Uebelſtande abhelfen, unter dem die in Swakop=
September, einem Sonntag, fand auf der Pfingſtweide
eine Rieſenverſammlung ſtatt, in der man die 258
gemä=
ßigten Abgeordneten, die für den Vertrag geſtimmt hatten,
für Verräter erklärte. Und am Tage darauf kam es zum
Aufſtand. Unglücklicherweiſe fielen Fürſt Felix
Lichnows=
ky und ein anderer Abgeordneter der Rechten, der General
von Auerswald, der erbitterten Menge in die Hände; und
beide wurden auf der Bornheimer Heide in der
grauſam=
ſten Weiſe ermordet. Der Chef des Hauſes Lichnowsky
wurde nun an Stelle des Toten ſein jüngerer Bruder,
Fürſt Karl, deſſen Sohn iſt der neu ernannte Botſchafter
Fürſt Karl Max von Lichnowsky.
* * Die neueſte Mode im gedeckten Tiſch. England war
his vor kurzem das klaſſiſche Land der eleganten
Tafel=
dekoration; in neueſter Zeit aber fängt man an, ſich von
dem ſtrengen Regelkodex der Briten zu emanzipieren, und
die Franzöſin entfaltet ihren feinen Geſchmack, um auch
in dieſen althergebrachten Formen Neues zu bieten. So
hat ſie in der neueſten Mode mit dem Tiſchtuch gebrochen,
daß doch bisher die unerläßliche Grundlage jeder feinen
Tafeldekoration war. Bei den kleineren Mahlzeiten des
Tages werden Beſtecke und Teller auf kleine, mit Spitzen
beſetzte Servietten geſtellt; die Mitte des Tiſches nimmt
ein geſticktes Milieu ein, auf dem der Fruchtkorb oder
Blu=
men arrangiert ſind. Die ſilbernen Schmuckſtücke der
Ta=
fel werden in Blumen und Laub eingebettet und eine
beſon=
dere Fineſſe iſt es, den natürlichen Blumenſchmuck mit dem
Blumendekor des Services in Uebereinſtimmung zu
brin=
gen. Das eleganteſte Geſchirr iſt Porzellan, und zwar das
aus den ſächſiſchen Staatsmanufakturen, in dem die alten
Formen und Muſter der Rokokozeit genau nachgeahmt ſind.
Der gedeckte Tiſch von heute muß eine fein abgeſtimmte
Farbenharmonie in Roſa und Weiß, oder in Gelb und
Weiß ſein und dieſe koloriſtiſchen Töne baden ſich im
hel=
len Glanz einer elektriſchen Kerzenbeleuchtung, bei der die
Leitungsdrähte geſchickt verborgen ſind.
* Ein neuer Titel! Das Mainzer Journal ſchreibt:
Unter den ſtädtiſchen Perſonalnachrichten iſt zu leſen, daß
dem ſeitherigen Polizeirat Dr. Obſtfelder der Titel
„Rechtsrat” verliehen wurde. Leider konnten wir
nicht erfahren, wer den neuen Titel geſchaffen hat, auch
nicht, wer ihn verliehen hat. „Rechtsrat” iſt etwas
Deues für Mainz. Oder ſoll Rechtsrat eine
Verdeutſch=
von Juſtizrat ſein?
mund lebenden deutſchen Familien in hohem Maße zu
leiden haben. Der beſtehende Zuſtand iſt abſolut
unhalt=
bar und bedarf der ſchleunigſten Abänderung. Ein kleines
Holzhaus — das einzige dieſer Art in ganz Swakopmund
—, mit einem auf etwa 30 Perſonen berechneten Raum,
dient gegenwärtig den Zwecken des Kindergartens, in
dem rund 60 Kinder unter der Leitung der Schweſter
Anna Wichmann untergebracht ſind. Die weſentlichſten
Grundzüge des geplanten Neubaues ſind, der Offenb. Ztg.
zufolge, folgende: Die Koſten betragen rund 25000 Mk.
Davon übernimmt der Frauenverein vom Roten Kreuz in
Swakopmund 5000 Mark, während 20000 Mark von der
Landesabteilung Heſſen=Darmſtadt
getra=
gen werden. Es wird ein zu 4½ Prozent verzinsliches
und mit anderthalb Prozent zu tilgendes Darlehen
auf=
genommen, ſo daß vorerſt jährlich 1200 Mark zu bezahlen
ſind. Davon entfallen 950 Mark auf den Landesverband
und 250 Mark auf die einzelnen Ortsgruppen, ſo daß jede
Gruppe rund 45 Mark zu beſtreiten hat, die aus den
lau=
fenden Einnahmen entrichtet werden. Eine Belaſtung der
einzelnen Mitglieder kommt demnach nicht in Frage. Mit
dieſem Projekte befaßte ſich der Vorſtand der hieſigen
Ab=
teilung des Frauenvereins. Es wurde eine prinzipielle
Einigung dahin erzielt, daß ſich die Abteilung Offenbach
an dem Neubau des Kindergartens, der den Namen „
Heſ=
ſenheim” tragen ſoll, beteiligen wird.
A Beerfelden, 17. Okt. Eine Frau beging geſtern
nachmittag die Unvorſichtigkeit, einen Kübel mit
heiß eingeweichter Wäſche auf einem nicht mehr
ſtand=
feſten Stuhle zu plazieren. Ihr zweijähriges Kind
brachte letzteren zu Fall, geriet unter die Wäſche und zog
ſich am Oberkörper recht erhebliche
Brandwun=
den zu.
Mainz, 18, Okt. Der Turngau Rheinheſſen
iſt mit ſeinen 156 Vereinen und über 18000 Mitgliedern
in der deutſchen Turnerſchaft nicht nur der größte,
ſon=
dern auch der älteſte Turngau. Er beſtehl
jetzt 50 Jahre und begeht dieſes Jubiläum in
groß=
zügiger Feier am 3. November in der Mainzer
Stadt=
halle mit turneriſchen, muſikaliſchen und ſonſtigen
glän=
zenden Aufführungen. Außer den zwölf Gründervereinen
wird man auf dem Feſt vorausſichtlich auch den einzigen
noch lebenden Mitgründer des Gaus, den früheren
Main=
zer Turnlehrer Gehry, der jetzt im hohen Alter in
Speyer lebt, begrüßen können.
Mainz, 18. Okt. Der Geflügelhändler M.
Bohnen=
berger aus Weiſenau war kürzlich wegen
Mißhand=
lung der Witwe Jakob zu zehn Tagen Gefängnis
ver=
urteilt worden. Als die J. geſtern eine Wirtſchaft auf
dem Graben verließ, wurde ſie von B. überfallen und
mit einem Taſchenmeſſer mehrmals in den Kopf
ge=
ſtochen. Auf das Hilfegeſchrei der Ueberfallenen ließ B
von ihr ab und entfernte ſich. — Die hieſige
Fortifikations=
verwaltung ließ das Abfallaub auf den Glacis ſämtlicher
Forts in der Umgebung der Stadt in einzelnen Loſen
gegen Barzahlung verſteigern. Die
Land=
wirte, und insbeſondere auch die Gemüſezüchter aus
Mombach, die das Laub zum Decken der
Wintergemüſe=
vorräte brauchen, hatten ſich ſehr zahlreich eingefunden
Die Preiſe der einzelnen Loſe ſind ſehr hoch. Der
vorjäh=
rige Geſamtertrag wurde bedeutend überboten.
Worms, 18. Okt. Wie der W. Ztg. von gut
unterrich=
teter Seite mitgeteilt wird, ſchweben zurzeit
Verhand=
lungen für die Erbauung einer vierten
Groß=
mühle im hieſigen Induſtriegebiet mit einer täglichen
Leiſtung von 2000 Sack Weizen und 1000 Sack Roggen.
Auch iſt dabei ins Auge gefaßt, andere der
Mühlenindu=
ſtrie naheſtehende Fabrikate mit herzuſtellen. Das
Unter=
nehmen ſoll einer benachbarten Großmühle angegliedert
werden. Es ſchweben zurzeit nach jener Richtung hin
Verhandlungen, die bereits ſo weit gediehen ſind, daß das
neue Unternehmen als ziemlich geſichert angeſehen werden
kann, und es ſoll mit dem Rohbau mit Beginn des
Früh=
jahrs bereits begonnen werden.
Oppenheim, 18. Okt. 1000 Mark aus den
Ueber=
ſchüſſen der Bezirksſparkaſſe gelangen
dem=
nächſt zur Verteilung an Dienſtboten, die ledig und
ununterbrochen vier Jahre bei einer Herrſchaft ſind und
durch Einlage bei der Kaſſe Sparſamkeitsſinn bewieſen
haben.
Bingen, 18. Okt. Geſtern fand hier die große
Ver=
ſammlung des Vereins zur Erbauung eines
Bismarck=Nationaldenkmals auf der
Eliſen=
höhe bei Bingerbrück=Bingen bei außerordentlich
zahlrei=
chem Beſuch ſtatt. Außer Exzellenz Freiherrn von
Rhein=
baben, Oberpräſident der Rheinprovinz, Dr. Beumer,
Vor=
itzender des großen Ausſchuſſes, Profeſſor Kreis,
Archi=
tekt, waren viele andere Mitglieder dieſes Ausſchuſſes
an=
weſend. Die Verſammlung wurde von Bürgermeiſter.
Neff=Bingen, dem Vorſitzenden des Vereins, eröffnet.
Die=
ſer teilte mit, daß der Verein in der letzten Zeit einen
Zu=
wachs von 165 Mitgliedern erhalten habe und jetzt eine
Mitgliederzahl von 554 aufweiſe. Hierauf wurde über die
neuen Satzungen für den Verein beraten und dieſelben
nach geringen Aenderungen angenommen. Der Verein
er=
hält ſeinen Sitz ſtatt wie bisher in Bingen in Koblenz
da man damit ins Auge faßte, ihn ſeines örtlichen
Cha=
rakters zu entkleiden und auf eine breitere Grundlage zu
ſtellen. Herr Geyger=Bingerbrück brachte als
Schatzmei=
ſter des Vereins nunmehr die Rechnungsablage. Danach
hatte der Verein eine Einnahme von 1457,10 Mark und
eine Ausgabe von 1222 Mark. Hierauf wurde der
Vor=
ſchlag, den Binger Verein als Ortsgruppe weiterbeſtehen
zu laſſen, von der Verſammlung einſtimmig genehmigt.
Es fanden verſchiedene Vorſtandswahlen ſtatt,
woraufExzel=
lenz von Rheinbaben eine Anſprache hielt, in der er
herz=
lichen Dank allen denen ausſprach, welche ihre Arbeit für
das Wohl des Ganzen im Verein bisher eingeſetzt hatten.
Die Binger in ihrem Verein ſeien Bahnbrecher geweſen
und Pioniere, ſie hätten die Stätte geſichert, auf welcher
das Denkmal ſtehen ſolle. Noch manche Rede wurde
ge=
halten und mancher Toaſt ausgebracht auf den Kaiſer, das
Vaterland, die Ausſchüſſe und Vereine. In ſpäter Stunde
wurde die Verſammlung geſchloſſen.
Gießen, 17. Okt. Die im Laufe des Sommers von den
Profeſſoren an der Landesuniverſität Geh. Hofrat Dr. A.
Hanſen und Dr. F. Schwally aus Ceylon bezw.
aus den Oaſen weſtlich des Nils mitgebrachten
wert=
vollen ethnographiſchen Sammlungen
wer=
den im Muſeum für Völkerkunde nur noch bis
zum Sonntag, den 3. November, in der bisherigen Weiſe
auf Tiſchen ausgeſtellt ſein; ebenſo eine Sammlung von
Dr. med. et phil. R. Houy aus Ruanda und eine ſolche
von Gouvernementsſekretär Heß (Leihgeſtern) aus
Ta=
bora. Später werden ſie in Schränke verteilt. — Treue
Kundſchaft nannte ein hieſiger Kaufmann drei Frauen,
die häufig zuſammen bei ihm erſchienen und
Kleinig=
keiten einkauften. Auffällig war ihm dabei nur, daß
jedesmal etwas im Laden vermißt wurde, was nicht
ver=
kauft worden war. Vor einigen Tagen beobachtete er
nun, laut Gieß. Anz., daß, als die Frauen einkauften,
wieder an einem Warenſtoß etwas herausgezogen
wor=
den war. Er ließ die Frauen auf die Polizei ſiſtieren.
Man fand nichts im Beſitze der Frauen, wohl aber fand
ſich vor dem Hauſe in einem dort ſtehenden Abfalleimer
eine neue Weſte, die ſich vorher noch im Laden befunden
hat. Eine Hausſuchung ergab, daß alle drei Frauen
Waren beſaßen, die in dem Laden des Kaufmanns
ver=
mißt worden waren. Die Waren trugen zum Teil noch
die Geſchäftsmarke. Die Sache wird ein gerichtliches
Nachſpiel haben.
Friedberg, 18. Okt. Auf der
Braunkohlen=
grube „Eleonore” bei Rodheim wurde der Bergmann
Bender durch niedergehende Kohlenmaſſen verſchtittet
und getötet.
Bad Naheim, 18. Okt. Das letzte Konzert im
Kurhaus am Dienstag abend führte die Kapelle des
Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61 aus Darmſtadt
unter Leitung ihres Dirigenten. Herrn Obermuſikmeiſter
M. Weber, aus. Hierüber ſchreibt der General=Anzeiger
von Bad Nauheim: Dieſe Kapelle gehört mit zu den
beſten von den zahlreichen, die in der vergangenen Saiſon
hier aufgetreten ſind. Ihr alter, guter Ruf wurde am
Dienstag wieder aufs neue bekräftigt. Ein Programm
mit Vorſpiel zum Bühnenweihſpiel Parſifal”, der
Fan=
taſie aus „Tiefland” und aus „Freiſchütz” erwartet man
ſonſt nur von größeren Orcheſtern, die reichlich mit
Strei=
chern ausgerüſtet ſind. Die 61er verfügen aber nur über
Bläſer (Meſſinginſtrumente) und es iſt zu bewundern, wie
die feinen zarten Stellen herausgearbeitet wurden. Eine
reine Stimmung und ein zart durchgebildetes Pianiſſimo
ſind Hauptvorzüge der Kapelle. Dies muß man aber
rich=
ig zu ſchätzen wiſſen und an die Schwierigkeiten denken,
mit denen Blasinſtrumente zu behandeln ſind. Als Soliſt
trat Herr Lemmer auf, der einigen Liedern eine
vor=
treffliche Wiedergabe verlieh. Im allgemeinen wurde
der Kapelle ein reicher Beifall zuteil, der ſich oft ſo
ſtei=
gerte, daß ſie ſich zu Einlagen verſtehen mußte. — AAm
15. Oktober iſt in Bad Nauheim die offizielle
Sai=
ſon zu Ende gegangen. Kurhaus und die
Badehäuſer 3 und 9 ſind geſchloſſen worden, ebenſo haben
das Inhalatorium und Emanatorium, ſowie das
Gra=
dierwerk am Badehaus 9 den Betrieb eingeſtellt. Das
Tennis=Café, das auch als Badehaus dient, und einige
Badehäuſer bleiben vorerſt noch geöffnet; auch das
Zander=Inſtitut wird noch bis in den Dezember hinein
in Betrieb ſein.
Bad Nauheim, 11. Okt. Bis zum 10. d. M. ſind
35 337 Kurgäſte angekommen. Bäder wurden bis zu
dem genanten Tage 472 228 abgegeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Okt. Der Kaiſer
trifft am Samstag, von Hamburg kommend, in
Wil=
helmshaven ein und begibt ſich ſofort nach dem Coligny=
Denkmal, das enthüllt wird. An der Feier nehmen
Groß=
admiral v. Tirpitz, der Chef des Marinekabinetts Admiral
Müller und der Chef der Marineſtation Graf v.
Bau=
diſſin teil, bei dem der Kaiſer abends ſpeiſen wird. —
Der Vertreter des Magiſtrats teilte in der
Stadtver=
prdnetenverſammlung mit, daß täglich eine Licferung von
ſechs Waggons friſchen ruſſiſchen Fleiſches
zugeſichert ſeien. Die Preiſe würden ſich nach der
Quali=
tät des Fleiſches richten, Suppenfleiſch aber für den
Preis von 55 Pfennig erhältlich ſein. — Ein
aufſehen=
erregender Vorgang ſpielte ſich geſtern mittag im
Nordoſten der Stadt ab. Aus Liebeskummer ſtürzte ſich
die 15jährige Tochter des Schneidermeiſters Pruſſak aus
einem Fenſter des vierten Stockwerks auf die Straße und
blieb mit zerſchmetterten Gliedern bewußtlos liegen.
Sterbend wurde ſie ins Krankenhaus gebracht.
Heidelberg, 18. Okt. Der Prozeß des Profeſſors
Adolf Koch gegen Univerſitätsprofeſſor Weber endigte,
wie ſchon gemeldet, damit, daß der Kläger durch ſeinen
Verteidiger die Klage zurückziehen ließ. Gegen Adolf
Koch wird nun die philoſophiſche Fakultät der hieſigen
lniverſität ihrerſeits ein neues Diſziplinarverfahren
er=
öffnen. Der Dekan der philoſophiſchen Fakultät, Profeſſor
Oncken, erklärte, daß ein journaliſtiſches Seminar, von
dem Profeſſor Koch immer rede, überhaupt nicht an der
Heidelberger Univerſität beſtehe.
Ludwigshafen, 18. Okt. (Amtliche Meldung.) Der
Güterzug 2282 kam vergangene Nacht 1 Uhr 10 Min.
bei der Einfahrt in den Rangierbahnhof Ludwigshafen
nicht rechtzeitig zum Stehen. Die Lokomotive geriet über
das Sicherungsgleis hinaus, entgleiſte und bohrte
ſich in den Erdboden ein. Der Tender und der Packwagen
wurden von den nachdrängenden Wagen in die Höhe
ge=
hoben und entgleiſten. Das Lokomotivperſonal konnte
noch rechtzeitig abſpringen. Lokomotivheizer Lützel wurde
jedoch von ausſtrömendem Dampf an den Armen und den
Beinen verletzt; das übrige Perſonal blieb unverletzt,
da der Zug nur noch in ſchwacher Bewegung war. Der
Materialſchaden iſt nicht erheblich, auch trat eine
Betriebs=
törung nicht ein. Einige Frühzüge erlitten kleine
Ver=
ſpätungen, da kurze Zeit eingleiſiger Betrieb zwiſchen
Ludwigshafen und Mannheim durchgeführt werden
mußte.
München, 18. Okt. Das Projekt einer großen
Gartenſtadt bei München, für deſſen
Verwirk=
lichung bekanntlich ſeinerzeit Reichsrat Freiherr von
Cra=
mer=Klett in hochherziger Weiſe die Summe von 200000
Mark zur Verfügung ſtellte, begegnet großen, ja es will
faſt ſcheinen, unüberwindlichen Hinderniſſen. Die erſte
Vorausſetzung für die Beſiedelung einer ſolchen
Garten=
ſtadt iſt naturgemäß eine raſche, dabei aber auch billige
Verkehrsverbindung. In letzter Zeit haben nun im
Schoße der Stadtverwaltung wie im
Verkehrsminiſte=
rium und zwiſchen Vertretern beider Behörden
Beſprech=
ungen über dieſe Frage ſtattgefunden, ohne daß dieſe
jedoch eine der Verwirklichung des Gartenſtadt=Projekts
günſtige Löſung gezeitigt hätten. Allgemein kam die
An=
ſchauung zum Ausdruck, daß der Bau und Betrieb einer
Bahnverbindung mit großen Koſten verbunden wäre,
denen in abſehbarer Zeit wenigſtens keine auch nur
an=
nähernd entſprechende Verzinſung gegenüberſtehen würde.
Andererſeits iſt weder der Staat noch die Gemeinde in
der Lage, zur Beſtreitung einmaliger hoher Bau= und
fortlaufender hoher Betriebskoſten Summen zu opfern,
ie nicht der großen Allgemeinheit, ſondern einer doch
immerhin nur beſchränkten Zahl von Bewohnern einer
ſolchen Gartenſtadt zugute kommen würden.
Breslau, 18. Okt. Die Streckenreklame, die die
Landſchaftsbilder längs der Eiſenbahnen mit weithin
ſchreienden Empfehlungen verunziert, iſt durch eine am
1. November d. J. in Kraft tretende Polizeiverordnung
des Regierungspräſidenten von Breslau verboten
worden. Hiernach dürfen ſowohl auf beiden Seiten der
Eiſenbahnſtrecken bis auf eine Entfernung von je 300
Meter vom Bahnkörper wie auch auf beiden Seiten des
Oderſtromes auf die gleiche Entfernung von den Ufern ab
Reklameſchilder und ſonſtige Aufſchriften und
Abbildun=
gen nicht angebracht werden. Bereits beſtehende Anlagen
ſind binnen drei Monaten zu entfernen. Die Verordnung
erſtreckt ſich auf neunzehn Kreiſe Mittelſchleſiens und
Niederſchleſiens.
Mirow (Mecklenburg), 18. Okt. Infolge Scheuens
der Pferde eines Bauerngutsbeſitzers ſtürzte auf der
Fahrt zum Herbſtmarkt ein Wagen um. Dabei
explo=
dierte eine brennende Lampe im Innern des Wagens
und ſetzte dieſen in Brand. Der Beſitzer, der auf dem
Kutſcherbock ſaß, konnte ſich retten, ſeine Frau, die im
Innern des Wagens eingeſchlafen war, verbrannte.
Rom, 17. Okt. Die Tribuna meldet aus Spezia:
Marconi ließ ſich von Profeſſor Fuchs das rechte
Auge herausnehmen. Die Operation, die
not=
wendig war, um die Sehkraft des linken Auges zu
erhal=
ten, ſei glücklich verlaufen. Das Befinden des Patienten
ſei den Umſtänden nach gut.
Mailand, 17. Okt. Ueber die
Giftverſand=
affäre wird noch gemeldet: Die Polizeidirektion von
Mailand neigt, dem Corriere della Sera zufolge, der
An=
ſicht zu, daß die Verſendung der vergifteten Tabletten
an 2000 Perſonen in Mailand, die alle dem
Hausbeſitzer=
ſtande angehören, ein anarchiſtiſcher Racheakt
dafür iſt, daß am Sonntag die Kundgebung anläßlich des
Todestages Ferrers nicht ſtattfinden durfte. Für dieſes
Verbot wurde die Stadtverwaltung verantwſortlich
ge=
macht, die aus konſervativen Elementen beſteht und deren
hauptſächlichſte Stützen die Hausbeſitzer ſind. Die
Unter=
ſuchung wird in dieſer Richtung fortgeſetzt, hat aber,
bis=
her zu keinem ſicheren Ergebniſſe geführt.
Brüſſel, 18. Okt. Die durch die Fälſchungen
ihres flüchtigen Direktors Wilmart geſchädigte
Eiſen=
bahngeſellſchaft Gent--Terreuzen ſoll, nach
Blätter=
meldungen, geſtern beim Gericht, um einer
Konkurs=
erklärung vorzubeugen, einen Zwangsvergleich beantragt
haben.
Paris, 17. Okt. Freiherr Clemens v.
Rado=
witz, der am letzten Freitag auf die Denunziation eines
Kunſthändlers verhaftet worden war, iſt heute durch
Ver=
fügung des Unterſuchungsrichters wieder in Freiheit
ge=
ſetzt worden, nachdem ſein Gläubiger befriedigt worden
iſt und ſeine Klage zurückgezogen hat.
Kriſtiania, 18. Okt. Der norwegiſche Viermaſter
„Daghild” iſt im nördlichen Eismeer beim Vorgebirge
Kanin geſunken. Sechzehn Mann der
Schiffsbeſatz=
ung ſind umgekommen, neun Matroſen wurden
ge=
rettet.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
Konzert der Liedertafel. Das
diesjäh=
rige Herbſtkonzert der Liedertafel, das
Mon=
tag, den 21. Oktober, abends 8¼ Uhr, im Kaiſerſaal
ſtatt=
findet, hat, obwohl die Zeit zu Vorproben infolge des
Wechſels in der Leitung nur ſehr kurz bemeſſen war, ein
intereſſantes Programm zur Grundlage. Die
Hauptnum=
mer des Abends bildet die „Rhapſodie” von Brahms für
eine Altſtimme mit Begleitung des Männerchors und des
Orcheſters. Der Kompoſition — eines der tiefempfundenen
Werke des Wiener Altmeiſters — dient ein Stück aus
Goethes „Harzreiſe im Winter” als Grundlage. Es wird
hier die Verzweiflung und der Weltenſchmerz eines in
ſeiner Liebe betrogenen Menſchenkindes geſchildert, das
ſich vor allem, was Menſchheit heißt, in Oede und
Ein=
ſamkeit zurückgezogen hat, dann aber im Gebet und
Auf=
blick zum Allvater der Liebe ſeinen Troſt findet. Das Alt=
Solo wird von der 1. Altiſtin unſerer Hofbühne, Fräulein
Anna Jacobs, geſungen, die außerdem noch einige
Brahmslieder zum Vortrag bringen wird. Das weitere
Programm bilden dann: Ein Chor mit Orcheſterbegleitung
— Landsknechtlied — eine ältere Kompoſition von
Lach=
ner, deren neuer Text Herrn Hofſchauſpieler
Wag=
ner zum Verfaſſer hat; ferner 2 a capella=Chöre, ein
einfaches altdeutſches Minnelied und einer von den
un=
verwüſtlichen Koſchatſchen Dialektchören. Den Beſchluß
des Abends bildet dann die „Kirchweih’ im Dorf” ein im
leichteren heiteren Stile gehaltener Chor von Fr. Notz
mit Orcheſterbegleitung. Außerdem wird die Kapelle des
Großh. Leibgarde=Inf=Regts. Nr. 115, welche auch die
Ausführung der Brahms=Rhapſodie und die Begleitung
der Chöre übernommen hat, unter Leitung ihres
Ober=
muſikmeiſters Herrn Hauske zwei ſelbſtändige
Orcheſter=
ſtücke zum Vortrage bringen. Die Leitung der Chorwerke
hat der Dirigent der Liedertafel, Hofkapellmeiſter Erich
Kleiber, inne.
— Dr. Emil Milan, der am 23. ds. Mts., in der
Freien literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft (
Mathildenhöh=
ſaal) deutſche Meiſterproſa von Goethe bis
Lilien=
cron zum Vortrag bringt, iſt merkwürdigerweiſe in
Darm=
ſtadt noch ein Fremdling. Außerhalb kennt und rühmt
man ihn bereits geraume Zeit als einen der glänzendſten
Sprecher, die wir haben. Sein Kontakt mit dem
Pu=
blikum, das er vom erſten Worte an in ſeinen Bann zu
bringen verſteht, iſt um ſo inniger, als er ſämtliche
Dich=
tungen aus dem Gedächtnis rezitiert. Die Art, wie er
z. B. Goetheſche Proſa in ſchlicht erzählender Form
wie=
dergibt, ſoll geradezu hinreißend ſein. Herr Dr. Milan
wirkte als Lehrer an der Max Reinhardtſchen
Schauſpiel=
ſchule in Berlin.
* Das Scholander=Konzert begegnet, wie
man uns mitteilt, ſchon jetzt — es iſt für 31. Oktober
an=
beraumt — dem größten Intereſſe der kunſtliebenden
Kreiſe in unſerer Reſidenz. Die beiden Künſtler haben
eben in dieſen Tagen ihre diesjährige Tournée begonnen
und in Hamburg vor einem übervollen Saale
ge=
wohnten ſtürmiſchen und herzlichen Erfolg gehabt. Das
Publikum konnte ſich in Zuaabebegehren wieder nicht
ge=
nug tun und trotzte ſo Papa Sven, wie ſeiner in ihrer Kunſt
mehr und mehr gereiften Liſa, ein improviſiertes zweites
Konzert ab. Die beiden haben über Sommer wieder
einen neuen Reigen von traum= oder liebesſeligen
Ro=
manzen. Canzonetten ſchwediſchen, franzöſiſchen
undſchlicht=
alt=deutſchen Volksliedern aus Freud und Leid vergangener
Zeiten in Archiven aufgeſtöbert, mit der möglichſt
pri=
ginalgetreuen Lautenmelodie verſehen, und nun
empfan=
gen dieſe allzu lange ſtumm geweſenen Zeugen ferner
Zeiten und Geſchicke durch den liederreichen Mund
Scho=
landers und ſeines Töchterleins ihr tönend Leben. Es
ſei darauf aufmerkſam gemacht, daß der Kartenverkauf
zum Scholander=Konzert nur bei Heinrich Arnold,
Hofmuſikalienhandlung, Wilhelminenſtr. 9, erfolgt.
Luftfahrt.
Südddeutſcher Rundflug.
* Nürnberg, 17. Okt. Der Flieger Leutnant
Reinhardt iſt bei Faulbach am Main im Speſſart
aus 1100 Meter Höhe wegen völliger Unſichtigkeit
nieder=
gegangen und glatt gelandet. Bei einem zweiten Start
verſagte in 50 Meter Höhe der Motor. Der Apparat
ſtürzte zu Boden und wurde völlig
zertrüm=
mert. Flieger und Paſſagier blieben unverletzt.
Somit ſind in Nürnberg zwei Flieger und unterwegs
fünf gelandet, drei ſind abgeſtürzt und einer iſt nach
Frankfurt a. M. zurückgekehrt.
* Würzburg, 17. Okt. Leutnant Joliy nahm,
von Frankfurt kommend, um 4 Uhr 25 Minuten eine
Zwiſchenlandung vor und ſetzte bereits fünf
Minu=
ten ſpäter die Fahrt nach Nürnberg fort.
* Nürnberg, 17. Okt. Von den in Frankfurt a. M.
aufgeſtiegenen Fliegern landete in der Nähe von
Aſchaf=
fenburg Lindpaitner wegen Molordefekts bei
Großwallſtadt; ferner Leutnant Beißbarth bei dem
Dorfe Prozelten, v. Buttler ging bei Klein=
Heu=
bach und Vierling bei Mainaſchaff nieder. Der
Flieger Dick iſt bei Heidingsfeld in der Nähe von
Würz=
burg abgeſtürzt und hat den Arm gebrochen.
Leutnant Reinhardt landete in Aſchaffenburg, ſtieg
aber bald darauf wieder auf. In Nürnberg iſt als
zwei=
ter gelandet Leutnant Joliy um 5 Uhr 17 Minuten
33 Sekunden. Er ging im Gleitflug nieder. Leutnant
Hailer iſt wegen ſtarken Nebels um 4,20 Uhr bei
Worms glatt gelandet. Leutnant Krüger iſt
nördlich von Sommerkahl bei Schöllkrippen abgeſtürzt.
Der Apparat wurde total zertrümmert. Flieger und
Paſſagier blieben unverletzt.
* Frankfurt. 17. Okt. Der Flieger
Baierlein=
der um 3 Uhr 15 Minuten hier aufgeſtiegen war, geriet
mit ſeinem Doppeldecker über dem Speſſart in dichten
Nebel. Da außerdem ſein Kompaß verſagte, zog er es
vor, umzukehren. Er landete auf dem Frankfurter
Flugplatz kurz nach 5 Uhr. Er will heute nochmals
ſtarten.
* Frankfurt, 18. Okt. Der Flieger Baierlein,
der geſtern mit nach Nürnberg geſtartet war, aber wegen
des unſichtigen Wetters über dem Speſſart umgekehrt war,
hat heute früh 7 Uhr 30 Minuten wiederum den Flug
nach Nürnberg angetreten.
* Nürnberg, 18. Okt. Von den geſtern in
Frank=
furt aufgeſtiegenen und unterwegs gelandeten Fliegern
iſt um 9 Uhr 40 Minuten Leutnamt Vierling mit
ſeinem Doppeldecker hier gelandet. Leutnant Hailer
iſt um 9 Uhr 8 Minuten in Worms aufgeſtiegen. Der
Otto=Doppelderler des Fliegers Lindpaintner iſt beim
Aufſtieg in Großwallſtadt an den Tragflächen beſchädigt
worden und muß nach Ulm geſchafft werden.
* Nürnberg, 18. Okt. Der Flieger Baierlein
landete um 11 Uhr 8 Minuten. Leutnant Hailer
traf, von Worms kommend um 11 Uhr 20 Minuten ein.
* Nürnberg. 18. Okt. Flieger Leutnant
Beiß=
barth iſt um 1 Uhr 45 Minuten auf dem Flugplatz
glatt gelandet.
* Frankfurt, 18. Okt. Das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” iſt heute früh 7 Uhr 20 Minuten
zur Fahrt nach Nürnberg=
Friedrichs=
hafen aufgeſtiegen. In Nürnberg findet eine
Zwiſchenlandung mit Paſſagierwechſel ſtatt. Das
Luft=
ſchiff bleibt etwa drei bis vier Tage in Friedrichshafen
und kehrt ungefähr Mitte nächſter Woche nach Frankfurt
zurück.
* Nürnberg, 18. Okt. Das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” traf gegen 10 Uhr hier ein, machte
eine Fahrt über die Stadt und landete um 10 Uhr
15 Minuten glatt auf dem Flugplatze.
* Friedrichshafen, 18. Okt. Das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” iſt heute nachmittag ½3 Uhr, von
Nürnberg kommend, hier glatt gelandet.
* Kaiſerslautern, 18. Okt. Die beiden
Militärflieger die geſtern von Metz den Rückflug
nach Darmſtadt angetreten hatten und abends um ½6 Uhr
in Kaiſerslautern gelandet waren, ſind heute vormittag
um 11 Uhr bei prächtigem Wetter zum Weiterflug
nach Darmſtadt aufgeſtiegen.
sr. Für die Ueberquerung des
Atlanti=
ſchen Ozeans im Aeroplan iſt jetzt in New=York
von einer Kommiſſion ein Preis von 125000
Dol=
lar ausgeſetzt worden. Als Start für dieſen
Rieſen=
flug wird New=York angenommen; über das Ziel in
England reſp. Frankreich iſt man ſich noch nicht klar.
Die Abnahme des Reichsmarineluftſchiffs.
* Der erſte deutſche Marineluftkreuzer,
der kürzlich die glänzende 31=Stunden=Fahrt
ab=
ſolvierte, wurde in Johannisthal von der Marine
definitiv abgenommen. Zu dem bedeutſamen
Akt war der Staatsſekretär des Reichsmarineamts
Exzellenz von Tirpitz erſchienen, der von dem
Vizeadmiral Dick, Korvettenkapitän Hoffmann und
Kapitän Müller begleitet wurde. Die
Abnahmekom=
miſſion der Marine vertraten Korvettenkapitän Metzing,
der Kommandant der Marineluftſchiffer=Abteilung, und
Kapitänleutnant Hanne, der zukünftige Führer des
Marineluftkreuzers. Von der Zeppelingeſellſchaft waren
Graf Zeppelin, Oberingenieur Dürr und Direktor
Colsmant erſchienen. Die Marine beläßt vorläufig ihr
Luftſchiff noch in Johannisthal, von wo aus verſchiedene
Fahrten unternommen werden ſollen. Der
Marineluft=
kreuzer iſt das größte Zeppelinſchiff, das bisher gebaut
wurde. Er hat eine Länge von 160 Meter, einen
Durch=
meſſer von 15 Meter und einen Rauminhalt von etwa
22000 Kubikmeter. Die Hülle umſchließt 18 Gaszellen.
Das Schiff wird bewegt von drei Maybach=Motoren vor
je 170 Pferdeſtärken, die vier Aluminiumpropeller
antrei=
ben. Die Steuerung ſitzt vereinigt in einem Rahmen am
Heck des Schiffes. Das Höhenſtemer beſteht aus 8
Hori=
zontal= und das Seitenſteuer aus ſechs Vertikal=Flächen.
Auf dem Rücken des ſtarren Luftſchiffkörvers befindet ſich
eine Plattform aus Aluminiumblech als
Beobachtungs=
ſtand für die Offiziere, die durch einen Steiaſchacht, der
durch den Luftſchiffkörver führt, erreicht wird. Das
Reichs=
marineluftſchiff iſt der 14. Zeppelinkreuzer, der in
Friedrichshafen gebaut und zugleich das vierte Luftſchiff,
das in dieſem Jahre durch die Zeppelingeſellſchaft
herge=
ſtellt worden iſt.
Der Balkankrieg.
Der Beginn des Balkankrieges.
*⁎* Der Worte ſind nun genug gewechſelt, jetzt geht
man am Balkan zu Taten über. Zwar hat
Monte=
negro ſolche ſchon geleiſtet, aber man legt ihnen keinen
großen Wert bei, und der Tag des eigentlichen
Kriegs=
beginnes wird der 17. Oktober bleiben, an welchem ſowohl
an der bulgariſchen, wie an der ſerbiſchen Grenze die
Feindſeligkeiten einſetzten und auch die griechiſche Flotte
eine Aktion unternahm, auf welche die Türken angeblich
gar nicht reagierten. Nun iſt der ernſte Augenblick
ge=
kommen, wo der ſo ängſtlich gehütete Friede am Balkan
zur Chimäre geworden iſt und wo die Kanonen über das
Schickſal der Völker entſcheiden ſollen. Es muß ſich bald
zeigen, ob die Kriegsbegeiſterung der kleinen
Balkan=
ſtaaten allen aufzubringenden Opfern gegenüber
ſtand=
hält, auch gegenüber der Gewißheit, daß dieſer Krieg
keinen Siegespreis bringt und daß es noch ſehr fraglich er=
ſcheint, ob der Türkei die zugunſten der osmaniſchen
Chriſten geſtellten Forderungen abgezwungen werden
können.
Die Türkei befindet ſich inſofern in einer ähnlichen
Lage wie ihre Gegner, als ſie gleichfalls auf einen
Sieges=
preis nicht rechnen kann, ſondern ſich im günſtigen Falle
mit dem moraliſchen Erfolge begnügen muß. Denn
Ge=
bietserwerbungen wollen die Mächte nicht zulaſſen, und
ſelbſt hinſichtlich eventueller Kriegsentſchädigungen wird
ſich die Türkei Beſchränkungen auferlegen müſſen, denn
mit den Finanzen der kleinen Balkanſtaaten iſt es
ohne=
hin ſchlecht beſtellt, und daß dieſe gänzlich ruiniert
wer=
den, dürften wieder die Mächte nicht zulaſſen. Beiden
Teilen ſind alſo in dieſem Kriege von vornherein
Schran=
ken gezogen, was geeignet ſein könnte, die Begeiſterung
einzudämmen.
So ſehr ganz Europa den Krieg bedauert, dem nun
beginnenden Ringen und ſeinem Ausgange ſieht es mit
großem Intereſſe entgegen.
Die Türkei.
* Konſtantinopel, 18. Okt. Offiziell erklärte
der Miniſter des Auswärtigen einem Vertreter des
Pa=
riſer Matin gegenüber, der Krieg werde ein erbitterter
werden, aber die Türkei werde ihr Möglichſtes tun,
da=
mit der Krieg kein grauſamer ſei. Die Türkei habe Befehl
erteilt, daß alle in der Türkei lebenden Serben, Griechen
und Bulgaren, die gegen die Türkei nicht kämpfen, nicht
als Feinde betrachtet werden. Der Kriegsminiſter hat an
die Armee einen Tagesbefehl gerichtet, daß ſofort nach
Ueberſchreiten der Grenze jeder Soldat, der die
Kriegs=
artikel überſchreitet, erſchoſſen wird.
— Bukareſt, 17. Okt. Aus zuverläſſiger Quelle
verlautet, daß ſich an Bord des geſtern von Conſtanza
nach Konſtantinopel abgegangenen rumäniſchen
Dampfers „König Carol” 70 Millionen Mark
be=
finden. Dieſe Summe ſoll unter dem Regime Abdul
Hamids in Deutſchland deponiert und ausſchließlich für
Kriegszwecke beſtimmt worden ſein. Dem Verlangen der
türkiſchen Regierung nach Auslieferung des
Kriegs=
fonds wurde von Deutſchland Folge gegeben.
Ein Manifeſt des Königs Ferdinand an die Nation.
* Sofia, 18. Okt. Der König erließ folgendes
Manifeſt an die Nation: Bulgaren! Im Laufe
meiner 25jährigen Regierung habe ich ſtets in friedlicher
Kulturarbeit den Fortſchritt, das Glück und den Ruhm
Bulgariens erſtrebt, nur nach dieſer Richtung habe ich die
bulgariſche Nation beſtändig ſich entwickeln ſehen
wollen. Aber die Vorſehung entſchied anders. Es iſt der
Augenblick gekommen, wo die bulgariſche Raſſe berufen
iſt, auf die Wohltaten des Friedens zu
verzich=
ten und die Hilfe der Waffen anzurufen zur
Verwirklich=
ung des großen Problems. Jenſeits des Rita= und
Rho=
dopegebirges waren unſere Blutsbrüder und
Religions=
genoſſen bis heute, 30 Jahre nach unſerer Befreiung, nicht
ſo glücklich, ein erträgliches menſchliches Daſein zu
er=
langen. Der Seufzer von Millionen von Chriſten mußte
unſere Herzen erſchüttern und die Herzen der Stammes=
und Religionsgenoſſen, die, wie wir unſere Freiheit und
friedliches Leben der großen chriſtlichen Befreierin
ver=
danken, und die bulgariſche Nation hat ſich der
propheti=
ſchen Worte des Zar=Befreiers erinnert: Das heilige
Werk muß zu Ende geführt werden. Unſere
Friedensliebe iſt erſchöpft. Um der chriſtlichen
Bevölkerung in der Türkei zu helfen, bleibt uns kein
anderes Mittelübrig, als uns zu den
Waf=
fen zu wenden. Wir ſehen, daß dies das einzige
Mittel iſt, womit wir ihnen den Schutz des Lebens und
des Eigentums ſichern können. Die Anarchie in den
tür=
kiſchen Provinzen hat ſelbſt unſer nationales Leben
be=
droht.
Nach den Maſſakres in Iſtip und Kotſchana ordnete
die türkiſche Regierung, ſtatt den Geprüften Gerechtiakeit
und Genugtuung zu gewähren, wie wir gefordert hatten,
die Mobiliſierung ſeiner militäriſchen Streitkräfte an.
Unſere Langmut wurde auf eine harte Probe geſtellt. Die
menſchlichen und chriſtlichen Gefühle, die heilige Pflicht,
ſeinen Brüdern zu helfen, wenn ſie mit der Vernichtung
bedroht ſind, die Ehre und Würde Bulgariens legten mir
die gebieteriſche Pflicht auf, die für die Verteidigung des
Vaterlandes bereiten Söhne unter die Fahnen zu rufen.
Unſere Aufgabe iſt gerecht, groß und heilig.
Im Glauben an den Schutz und Beiſtand des
Allmächti=
gen bringe ich zur Kenntnis der bulgariſchen Nation, daß
der Krieg zur Verteidigung der menſchlichen und
chriſt=
lichen Rechte an die Türkei erklärt worden iſt. Ich
be=
fehle der tapferen bulgariſchen Armee,
in das türkiſche Gebiet zu marſchieren. An
unſerer Seite und mit uns kämpfen mit dem gleichen Ziel
gegen den gemeinſamen Feind die Armeen mit Bulgarien
verbündeter Balkanſtaaten: Serbien, Griechenland und
Montenegro. In dieſem Kampfe des Kreuzes
gegen den Halbmond, der Freiheit gegen die
Tyrannei, werden wir die Sympathien aller haben, welche
die Gerechtigkeit und den Fortſchritt lieben. Möge,
ge=
ſtützt auf dieſe Sympathien, der tapfere bulgariſche Soldat
der Heldentaten ſeiner Väter und Ahnen eingedenk ſein
und der Tapferkeit ſeiner ruſſiſchen Lehrer und Befreier!
Möge er von Sieg zu Sieg eilen! Nun vorwärts, und
Gott mit uns!
Das Manifeſt iſt vom König unterzeichnet und von
den Miniſtern gegengezeichnet.
* Sofia 18. Okt. Die Kriegserklärung,
die in Form eines Manifeſtes erlaſſen worden iſt, wurde
vom Zaren Ferdinand vor der Truppenfront in Zarigrod
verleſen.
Die Kriegserklärungen Serbiens und Griechenlands.
* Belgrad, 18. Okt. Die Regierung hat geſtern
nachmittag dem ſerbiſchen Geſandten in Konſtantinopel
die Kriegserklärung an die Türkei überſandt
und dieſelbe den Großmächten notifiziert.
Der ſerbiſche Geſandte in Konſtantinopel erhielt den
Auftrag, heute früh der Pforte die Kriegserklärung
zu übermitteln und hierauf ſofort Konſtantinopel
zu verlaſſen. Man begründet die Kriegserklärung mit
der Erſchöpfung aller Mittel zur Beſſerung der Lage und
den wiederholten Uebergiffen türkiſcher Truppen.
* Athen, 18. Okt. Die griechiſche
Regier=
ung hat, dem Beiſpiele Serbiens und Bulgariens
fol=
gend, ihren Geſandten in Konſtantinopel beauftragt, der
türkiſchen Regierung die Kriegserklärung
Grie=
chenlands zu überreichen.
* Athen, 18. Okt. In der offiziöſen Mitteilung
über die Kriegserklärung heißt es,
Griechen=
land habe ſich von ſeinen Verbündeten nicht abſondern
wollen, und den Geſandten in Konſtantinopel beauftrag
der Pforte die Kriegserklärung zu übermitteln, indem es
igleichzeitig den verbündeten Nationen den brüderlichen
Gruß ſendet.
Die Balkanſtaaten und Griechenland.
* Sofia, 17. Okt. Miniſterpräſident Geſchow
er=
klärte über die Zirkularnote der Pforte
betref=
fend die Note der Balkanſtaaten: M; einem Hochmut, der
ſchlecht zu der Rolle paßt, die die Türkei im europäiſchen
Konzert ſpielt, erklärte die Türkei ſoeben, die identiſche
Note der drei Balkanſtaaten verdiene keine Antwort. Es
genügt, an die Definition der Rolle zu erinnern, die Lord
Salisburv auf dem Berliner Kongreß gegeben hat, um
den komiſchen Charakter der Erklärung zu verſtehen. Lord
Salisbury ſagte: „Die militäriſchen Opfer, die zur Zeit
des Krimkrieges zwei Weſtmächte brachten, um die Türkei
vor ihrem Zerfall zu retten, und die ſoeben abgehaltene
Konferenz, die die gleiche Gefahr abwenden ſoll, wären
eine überflüſſige Intervention geweſen, wenn die Türkei
nicht eine Macht wäre, die zu ihrem Fortbeſtehen von dem
Schutze der anderen abhängt.” — Dieſer Staat, der von
anderen abhängig iſt, um exiſtieren zu können, findet, daß
die von den drei unabhängigen Staaten überreichte Note
keine Antwort verdient. Die Türkei wirft außerdem den
Balkanſtaaten vor, ſie ließen es an Achtung den
Groß=
mächten gegenüber fehlen. Es iſt lächerlich, zu ſehen, wie
eine Regierung, die ſeit dem Krimkriege nur alle
Verpflich=
tungen gegenüber den Schutzmächten, von denen ſie
ab=
hängt, mit Füßen trat, uns vorwirft, wir ließen es an
Reſpekt ihren Schützern gegenüber fehlen.
* Athen, 18. Okt. Die Nationalbank ſpendeke
den verſchiedenen Vereinigungen zur Pflege Verwundeter
und zur Unterſtützung bedürftiger Familien von
Reſer=
viſten 46 000 Francs. Der Gouverneur der Bank erklärte,
die metalliſchen Reſerven und die Depots der Bank im
Auslande ſeien ſo beträchtlich, daß jede Beſorgnis
ausge=
ſchloſſen ſei und die Bank es nicht nötig habe,
außerge=
wöhnliche Maßnahmen zu ergreifen.
* Paris, 18. Okt. Nach einer Blättermeldung aus
Kanea ſind geſtern 800 kretiſche Milizſoldaten
unter Führung ihrer Offiziere an Bord des
griechi=
ſchen Dampfers „Pinos” nach dem Pyräus
abge=
gangen. Die kretiſche Regierung ſei außerſtande geweſen,
ſie zurückzuhalten. Die Anwerbungen dauern fort. In
Kandia haben ſich 1000 Milizſoldaten auf dem Dampfer
„Arkadia” eingeſchifft.
Vom Kriegsſchauplatz.
* Belgrad, 17. Okt. Amtlich wird beſtätigt, daß
bei Prepolac ein Kampf ſtattfand, der ſich gegen
die Forts des Berges Kopaonik richtete. Der Angriff
er=
folgte von türkiſcher Seite, während ſich die Serben in
der Defenſive hielten. Der türkiſche Vorſtoß wurde durch
das Artilleriefeuer der Serben zum Stehen gebracht.
* Konſtantinopel, 17. Okt., 7 Uhr abends.
Meldungen des Kriegsminiſteriums beſagen: Die Kämpfe
bei Krania in der Gegend von Tuzi haben mit dem
Erfolge der Türken geendet. Die Montenegriner
zogen ſich zurück. Auf türkiſcher Seite wurden zwei
Offi=
ziere und 15 Mann getötet und drei Offiziere und 51
Mann verwundet. Die Verluſte der Montenegriner
wer=
den auf 500 (?) Mann geſchätzt. Die Kämpfe bei
Guſ=
ſſinje dauern an. Die Türken haben den Poſten bei
Politzi beſetzt und haben ein Geſchütz und Munition
er=
beutet.
— Wien, 18. Okt. Die Hauptkolonne der
Montenegriner unter Erbprinz Danilo und die
Küſtendiviſion unter General Martinowitſch werden ſich
wahrſcheinlich vor Skutari vereinigen, doch werden ſich
die Montenegriner eine Erholungspauſe gönnen müſſen.
Die Zahl der Opfer ſoll größer ſein als nach
montenegriniſchen offiziellen Angaben bekannt iſt. Die
Verproviantierung und die ſanitären Zuſtände ſeien
trau=
rige. Die türkiſchen Kriegsgefangenen würden daher als
eine Belaſtung empfunden.
* Podgoritza, 17. Okt. 6 Uhr abends. In dem
Kampfe zwiſchen Montenegrinern und
Türken iſt eine Pauſe eingetreten. Die Truppen der
mittleren Kolonne verſammeln ſich bei Tuzi, im in der
Richtung nach Skutari vorzugehen. Anſehnliche feindliche
Streitkräfte würden ihnen von Skutari entgegengeſchickt.
Man erwartet eine Schlacht auf einem für die
montenegriniſche Armee ſehr ungünſtigen Terrain,
namentlich auf dem ſumpfigen öſtlichen Ufer des Skutari=
Sees. Im Falle eines Mißerfolges ſind die
Montene=
griner im Rücken ungedeckt, da der hinter ihnen liegende
kleine See von Hum, die Verbindung mit ihrem Zentrum
erſchwert. Von der Nordarmee ſind über 300 Verwundete
hierher transvortiert worden. Es macht ſich bereits der
Mangel an Aerzten fühlbar. Aus Rußland laufen viele
Opfergaben für das Rote Kreuz ein. Die
Kronprin=
zeffin Militza leitet perſönlich die Pflege in den
proviſoriſchen Spitälern von Tuzi, in denen die
verwun=
deten Türken und Maliſſoren untergebracht ſind.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel. 17. Okt. (10 Uhr abends.)
Wie verlautet, erließ das Kriegsminiſterium infolge des
Beſchluſſes des Miniſterrats einen Armeebefehl, in
dem alle an dem Krieg beteiligten Truppen
aufgefor=
dert werden, bei dem Einfall in feindliches Gebiet ſich
jeder Ausſchreitung zu enthalten. Das Miniſterium des
Innern beauftragte die Provinzbehörden, der
muſelma=
niſchen Bevölkerung anzuraten, ſich anläßlich des Krieges
nicht aufhetzen zu kaſſen, ſondern mit den Chriſten in
Ein=
tracht zu leben. Die Pforte erhob Beſchwerde bei der
ruſſiſchen Botſchaft, weil das ruſſiſche Stationsſchiff durch
ſeine Apparate die drahtloſen Verbindungen zwiſchen
dem Schwarzen Meer und der kreuzenden türkiſchen Flotte
ſowie der hieſigen Station ſtört.
* Konſtantinopel, 18. Okt. Die Pforte
rich=
ſtete durch Vermittlung der Botſchafter eine
Zirkular=
note an die Mächte, in welcher ſie von ihrem
Be=
ſchluß bezüglich Bulgariens und Serbiens Kenntnis gibt
und ihn rechtfertigt. Durch die Note der Türkei wird die
Ueberreichung eines Ultimatums durch Serbien und
Bul=
garien unmöglich.
* Saloniki 18. Okt. Das Gefecht bei
Kudu=
ſewa und Prepolc an der ſerbiſchen Grenze nimmt
einen größeren Umfang an. Auf beiden Seiten treffen
Verſtärkungen ein. Die Türken konnten bisher alle
An=
griffe der ſerbiſchen Truppen zurückſchlagen. Auf
türki=
ſcher Seite wird mit großer Erbitterung gekämpft. Die
Türken machen Anſtalten, ſich bei Novi Bazar einen
Ueber=
gang über die Grenze zu erzwingen.
* Sofia, 18. Okt. Heute morgen wurden im ganzen
Königreiche feierliche Gottesdienſte für den
Erfolg der bulgariſchen Waffen abgehalten.
Als die Königin in Sofia ſich nach der Kathedrale begab,
wurde ihr zugejubelt. Dem Te Deum wohnten die
bul=
gariſchen Miniſter und die Geſandten Griechenlands und
biens bei. In der Stadt herrſcht große Begeiſterung.
Eine große Menge lieſt das angeſchlagene Manifeſt des
Königs.
* Sofia, 18. Okt. Die Regierung beauftragte
ihren Geſandten bei der Pforte folgende
Mit=
teilung zu unterbreiten: Da die Pforte nicht auf die
identiſche Note geantwortet hat, die die Regierungen
Bulgariens, Serbiens und Griechenlands ihr unterm
13. Oktober übereicht haben, und da die Lage, die bereits
durch die Beſchlagnahme ſerbiſcher Munition und
griechi=
ſcher Dampfer, die unter dem Bruch des Völkerrechts
vorgenommen wurde, ſehr ernſt war, durch Angriffe auf
bulgariſche und ſerbiſche Vorpoſten unter Verletzung der
internationalen Grundſätze, außerdem durch den Abbruch
der Beziehungen zwiſchen Bulgarien und dem
Ottoma=
niſchen Reich noch geworden iſt, beauftragte die
Regie=
rung ihren Geſandten Sarafow, der Pforte mitzuteilen,
daß von dem Augenblick der Ueberreichung der Note
Bulgarien ſich im Kriegszuſtande mit der
Türkei betrachte. — Der Geſandte fügte hinzu, daß er
ſeine Aufgabe für beendet anſehe und ſo raſch als
mög=
lich Konſtantinopel verlaſſe. Er erklärte weiter, daß es
den in Bulgarien wohnenden ottomaniſchen Untertanen,
die das Land verlaſſen wollten, freigeſtellt werde, dies zu
tun; diejenigen aber, die es vorziehen würden, dort zu
verbleiben, könnten auf den Schutz der Geſetze zählen.
* Belgrad, 18. Okt. Der König iſt heute
mor=
gen in Begleitung des Prinzen Georg und des
Miniſter=
präſidenten nach Niſch abgereiſt. Auf dem Bahnhof
fanden ſich die Miniſter und zahlreiche Abgeordnete, die
Gefandten Rußlands, Bulgariens, Griechenlands und
andere Perſönlichkeiten ein. Der König verabſchiedete
ſich von den Abgeordneten mit den Worten: Ich begebe
mich zu meinem tapferen Heer, mit der Hoffnung auf
ſieg=
reiche Wiederkehr. Die Abgeordneten riefen: Möge es Gottes
Wille ſein. Hierauf erteilte der Metropolit dem König
den Segen und unter brauſenden Ziviorufen verließ der
Zug die Halle.
* Volo (Teſſalien), 18. Okt. Drei griechiſche
Regimenter überſchritten geſtern früh in der
Nähe von Elaſſona die türkiſche Grenze, ohne
Widerſtand zu finden.
* Berlin, 18. Okt. Die Vertreter Bulgariens,
Serbiens und Griechenlands teilten heute
amtlich mit, daß ihre Regierungen geſtern abend der
Tür=
kei den Krieg erklärt haben.
* Paris, 18. Okt. Die Agence Havas meldet aus
Toulon: Fünf Kriegsſchiffe werden ſich bereit halten,
um an die Küſten Syriens zu gehen. falls ihrd
Anweſenheit zum Schutz der franzöſiſchen
Staatsange=
hörigen nötig werden ſollte. Zwei franzöſiſche Schiffe
befinden ſich bereits in der Nähe.
Der Friede von Ouchy.
* Rom, 17. Okt. (Amtlich.) Der folgende Erlaß
hinſichtlich des Geſetzes vom 25. Februar 1912, das
Tripolitanien und die Cyrenaika in
voll=
ſtem Umfange unter die Oberhoheit des
König=
reichs Italien ſtellt, wird zu dem Zwecke
veröffent=
licht, um die Pazifizierung der genannten Provinzen
durchzuführen:
Artikel 1: Vollſtändige Amneſtie wird den
Be=
wohnern Trivolitaniens und der Cyrenaika gewährt, die
an den Feindſeligkeiten teilgenommen und ſich anläßlich
der Feindſeligkeiten bloßgeſtellt haben, ſoweit es ſich
nicht um gemeine Verbrecher handelt. Daher wird
nie=
mand, welcher Klaſſe oder welcher Lebensſtellung er
an=
gehören mag, verfolgt oder in ſeiner Perſon, ſeinem
Eigentum oder in der Ausübung ſeiner Rechte geſtört
wer=
den wegen von ihm begangener politiſcher oder
militäri=
ſcher Handlungen oder wegen während der
Feindſelig=
keiten von ihm geäußerter Meinungen. Perſonen, die aus
dieſem Grunde ſich in Haft befinden oder deportiert
wor=
den ſind, werden ſofort in Freiheit geſetzt.
Artikel 2: Die Einwohner Tripolitaniens und
der Cyrenaika werden, wie in der Vergangenheit, auch
weiterhin vollſtändige Freiheit in der Ausübung des
muſelmaniſchen Kultus genießen. Der Name Seiner
Kaiſerlichen Majeſtät des Sultans als Kalifen wird
wei=
ter in den öffentlichen muſelmaniſchen Gebeten erwähnt
werden und ſeing Vertretung in einer von ihm ernannten
Perſon anerkannt. Die Einkünfte dieſes Vertreters
wer=
den aus lokalen Eingängen beſtritten werden. Die Rechte
der frommen Stiftungen werden, wie in der
Vergangen=
heit, reſpektiert werden und die Muſelmanen werden in
keiner Weiſe behindert werden in ihren Beziehungen zu
ihrem religiöſen Oberhaupt, dem genannten Kadi, deſſen
Ernennung durch den Scheich ül Islam erfolgt und zu den
Naibs, die von dem Kadi ernannt und deren Einkünfte
ebenfalls aus lokalen Eingängen beſtritten werden.
Artikel 3: Der genannte Vertreter wird auch bei
dem Schutz der Intereſſen des ottomaniſchen Staates
und der ottomaniſchen Untertanen, ſoweit ſie in den
bef=
den Provinzen nach dem Geſetz vom 25. Februar 1912
verbleiben, anerkannt werden.
Artikel 4: Durch ein anderes Dekret wird eine
Kommiſſion ernannt werden, an der auch die Notabeln
der Eingeborenen teilnehmen werden, um für die beiden
Provinzen zivil= und verwaltungsrechtliche Maßnahmen
vorzuſchlagen, die auf liberalen Prinzipien beruhen und
lokale Sitten und Gebräuche reſpektieren.
Das Dekret iſt vom König in San Roſſore vom
17. Oktober gezeichnet und von dem Miniſterpräſidenten
Giolitti, ſowie von dem Miniſter des Auswärtigen und
allen anderen Miniſtern gegengezeichnet.
* Rom, 18. Okt. Popolo Romano hebt die
Ini=
tiative Deutſchlands und Oeſterreichs
in=
bezua auf die Anerkennung der italieniſchen Souveränität
in Libyen hervor. Dieſer gute Gedanke beweiſe wieder
die herzlichen unveränderlichen Beziehungen zwiſchen den
drei Staaten. Die Anerkennung ſeitens Frankreichs und
Englands ſtehe bevor. Meſſagero begrüßt die
Ent=
ſcheidung Deutſchlands und Oeſterreichs mit Genugtuung.
Sie beſtätige die loyalen Gefühle der Freundſchaft, die
beide Länder für Italien empfänden, Gefühle, die Italien
herzlich erwidere. Vita verweiſt auf die Bedeutung, welche
die Entſcheidung der verbündeten Mächte habe.
Vermiſchtes.
* Auf den deutſchen evangeliſchen
Kir=
chengeſangvereinstag, der vom 21.—23. Oktober
in Frankfurt a. M. ſtattfinden wird, möge nochmals
die Aufmerkſamkeit der zahlreichen
Kirchengeſangvereins=
mitglieder unſerer Stadt und die Freunde des
evangeli=
ſchen Kirchengeſanges überhaupt, gelenkt ſein. In der
un=
ter dem Vorſitz des Prälat D. Dr. Flöring=
Darm=
ſtadt am Dienstag vormittag ſtattfindenden Sitzung des
Zentralausſchuſſes ſpricht Pfarrer Wilhelm He =it aus
Memmingen, der Redakteur der Pin, uber „Unſere
Kirchenkonzerte und die gottesdienſtliche Aufgabe unſerer
Kirchenchöre” während in der Hauptverſammlung am
Mittwoch Profeſſor D. Spitta aus Straßburg über das
aktuelle Thema: „Kirchenbau und Kirchenmuſik” einen
Vortrag halten wird. Ein reicher Kranz von
Feſtkon=
zerten und liturgiſchen Gottesdienſten an den
Nachmit=
tagen und Abenden, in denen alle Frankfurter
Kirchen=
höre, ſowie Mitglieder des Cäcilienvereins, der
Neff=
ſche Frauenchor und die Bachgemeinde mitwirken werden,
mſchließt die Verhandlungen. Der Preis der Feſtkarte,
die zur Teilnahme an allen Veranſtaltungen berechtigt,
beträgt nur 3 Mk.
Eine patriotiſche Bismarck=Feier
am Rheinſtrom.
M. St. Mainz, 18. Okt.
Zu einer impoſanten patriotiſchen Kundgebung am
Rheine geſtaltete ſich die heutige Verſammlung des
Großen Ausſchuſſes zur Errichtung eines
Bis=
marck=National=Denkmals auf der Eliſenhöhe
bei Bingerbrück=Bingen.
Rheinfahrt Bingen=Mainz.
Eine Rheinfahrt von Bingen nach Mainz bildete den
Auftakt zu der impoſanten Feier. Etwa 500 Perſonen
nahmen auf dem prachtvollen Doppeldecker der Köln-
Düſſeldorfer=Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft Platz. Der
Dampfer fuhr mit etwa zweiſtündiger Verſpätung von
Bingen ab. Die Kapelle der 88er konzertierte während der
Fahrt. Ueberall wurde der Feſtdampfer mit
Böllerſchüſ=
ſen der ihm begegnenden Schiffe begrüßt. Die meiſten
Rheinorte waren mit Flaggen und Girlanden feſtlich
ge=
ſchmückt. In Frei=Weinheim und Oeſtrich war die
Be=
grüßung beſonders herzlich; Schulkinder bildeten an
bei=
den Seiten Spalier mit wehenden Fahnen. Nach der
An=
kunft der Feſtgäſte in Mainz ging es in die feſtlich
ge=
ſchmückte Stadthalle, wo ſich bereits 1800 bis 2000
Perſonen eingefunden hatten, zur
Feſtverſammlung.
Unter den Ehrengäſten befanden ſich die Herren Fürſt
Friedrich zu Wied, Finanzminiſter Dr. Braun Exz.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Exz.,
Oberlandesgerichtspräſident Hangen Exz., viele
Gene=
räle, darunter der Gouverneur von Mainz, die
Reichs=
agsabgeordneten Baſſermann, Bartling,
Land=
tagsabgeordneter Dr. Oſann, Hugo Stinnes,
Le=
gationsrat Dr. Neidhardt, Provinzialdirektor
Brei=
dert, Regierungspräſident von Meiſter=Wiesbaden,
Oberpräſident Momm, Regierungspräſident zur
Ned=
den, Frhr. von Hammerſtein, viele Kreisräte und
Bürgermeiſter Heſſens uſw.
Der Abgeordnete Beumer=Duisburg eröffnete die
Verſammlung um 4½ Uhr und bat den Oberpräſidenten
der Rheinprovinz, Freiherrn von Rheinbaben, den
Vorſitz zu übernehmen. Exzellenz Frhr. von Rheinbaben
nahm das Anerbieten an, dankte herzlichſt für die Ehre
und hieß die Erſchienenen willkommen. Er gab ſodänn
der Hoffnung Ausdruck, daß das gute Werk, das den
größten deutſchen Patrioten für alle Zeiten ehren ſolle,
oll und ganz gelingen möge. Die Herren Prof. Kreis
und Lederer haben in den letzten Monaten eifrigſt
ge=
arbeitet, um ihr geſchaffenes Werk nach verſchiedenen
Richtungen hin zu vervollkommnen und auszugeſtalten.
Die heute arrangierte Ausſtellung gebe ein ſprechendes
Bild von dieſer Arbeit. Der Vorſitzende teilte hierauf
noch mit, daß geſtern in Bingen eine Verſammlung des
Vereins zur Erbauung eines Bismarck=National=
Denk=
mals ſtattgefunden habe, in der folgende Herren in den
Vorſt and gewählt wurden: Als
Ehrenvorſitzen=
der Se. Exzellenz der Reichskanzler von Bethmann
Holl=
weg, als Vorſitzender Dr. Beumer=Duisburg, ferner
Ge=
neralkonſul Dr. von Schwabach=Berlin, Kommerzienrat
Louis Hager=Köln, Rechtsanwalt Falk=Köln,
Bürgermei=
ſter Neff=Bingen, Generalſekretär Peter=Köln, als
Bei=
ſitzer Baurat Häuſer=Kreuznach und Bürgermeiſter Daub=
Bingerbrück. In den Vorſtandsbeirat wurden als
Vor=
ſitzender Oberpräſident der Rheinprovinz Freiherr von
Rheinbaben, als ſtellvertretende Vorſitzende
Regierungs=
vräſident a. D. zur Netten=Koblenz, Oberbürgermeiſter der
Stadt München v. Borſcht, Geh. Regierungsrat Arnold,
als Mitglieder u. a. Geh. Reg.=Rat Prof. Dr. Schmid=Aachen,
Kommerzienrat Bartling=Wiesbaden,
Reichstagsabgeord=
neter Baſſermann=Mannheim, Weingutsbeſitzer Biermann=
Bingerbrück, Dr. Krupp=Bohlen. Reichsrat Dr. Buhl=
Dei=
desheim, Heinrich Fiſcher jr.=Bingen, Bürgermeiſter
Göt=
telmann=Mainz, der jeweilige Vorſitzende des deutſchen
Journaliſtenvereins, Exzellenz von Hombergk zu Vach=
Darmſtadt. Dr. von Mallinckrodt=Köln, Profeſſor
Mol=
denhauer=Köln, Landrat von Naſſe=Kreuznach, Dr. Porſch=
Breslau, Prinz Hohenlohe=Schillingsfürſt=Weſtfalen.
Röchling=Saarbrücken, Fürſt von Wied=Neuwied, Graf
Zeppelin, Fürſt Hatzfeldt und viele andere gewählte.
Siehe auch beſonderen Bericht unter Bingen.)
Mit dem dringenden Wunſche, kein Umſtand möge
das endliche volle Gelingen des großen nationalen Werkes
zum Scheitern bringen, ſchloß Redner ſeine mit
lebhaf=
tem Beifall aufgenommene Ausführungen.
Hierauf ergriff der Abg. Dr. Beumer das Wort zur
Begrüßung.
Er begrüßte als Vorſitzender des geſchäftsführenden=
und Kunſtausſchuſſes mit dankbarem Herzen die zahlreich
Erſchienenen und weiſt darauf hin, daß die Ausſchüſſe der
Vereiniaung auf ein Jahr mühevoller Tätigkeit
zurück=
blicken können, die durch Angriffe der verſchiedenſten Art
erſchwert worden ſei. Es ſolle aber heute auf dieſe
An=
griffe in keiner Weiſe eingegangen werden. Alle die
hier=
her gekommen, werden zuſtimmen, wenn es heißt, laßt
genug ſein des Streits, eines gilt nur noch, einig zu ſein
zur Tat, zur Ehrung des Schöpfers des einigen
Deutſch=
lands beizutragen. In allen Gauen Deutſchlands hat
man Denkzeichen und ragende Feuer, eigens zur
Erin=
nerung an ihn errichtet. Lederers Roland=Bismarck
in Hamburg, nach Mönckeberas weihenden Worten ein
Mahnruf an Jeden, der ins Ausland fährt, ſein
Deutſch=
tum zu wahren und der erſte Willkommengruß für den
Zurückkehrenden, der die heimatliche Erde wieder betritt;
das Grabmal in Friedrichsruh ein Mekka, wohin
wir pilgern, wenn wir in Ruhe und Stille ſeiner
geden=
ken wollen, an der Stätte, wo er ſelbſt ruht von der reichen
Arbeit ſeines Lebens unter den Buchen und Eichen im
Sachſenwalde, den er ſo ſehr geliebt. Nun gilt es noch
ein Denkmal zu errichten, geſetzt vom ganzen deutſchen
Velk. auf einer Höhe des Rheines, wo im
rebengeſegne=
ten Gaue des Stromes Waſſer ſich bäumend und
brauſend=
die Felſen durchbricht, ein Bild der unverwüſtlichen Kraft,
deutſcher Einheit, wo von den Ufern grüßen
blüh=
ende Städte und Burgen und Kapellen, ſoll ſeinem
Ge=
dächtnis ein Denkmal erſtehen in Stein und Erz. Dort
wo die Germania grüßend herüberſchaut, wollen
wir=
jauchzend hinausziehen mit Kindern und Kindeskindern,
da wir froher als unſere Altvordern ſingen dürfen
„Deutſchland, Deutſchland über alles”. In dieſer
Geſin=
nung gehen wir an die Arbeit des heutigen Tages.
Dann hielt
Profeſſor Wilhelm Kreis
einen Vortrag, in dem er etwa folgendes ausführte:
Bismarcks Charakter und hiſtoriſche Größe, ſeine
Er=
ſcheinung, ſein Leben und ſein Ende. Ein Heros von ſo
überragender Gewalt, dämoniſch und heiter, ſtolz und
treu, kuhn und weiſe, iſt ein Problem für die Kunſt. Will
man alle Macht und Vielſeitigkeit bei aller Konzentration
imponierend zum Ausdruck bringen, ſo faßt den Künſtler
die Leidenſchaft, und er ſucht ihn in großen, kühnen Linien
zu erfaſſen. Aber wie den Bismarck in Wahrheit nicht
allein Großartigkeit auszeichnet, ſondern wie er edel und
vornehm gefaßt, gebändigt und vorſichtig war, auf das
Erreichbare bedacht und weiſe, ſo kann man ihm mit
gro=
ßem Maßſtabe allein nicht beikommen. Tiefer liegt die
Bedeutung ſeiner Perſönlichkeit! Wenn er heute ſchon
wie ein Held der Sage vor uns ſteht, ſo iſt es eben die
Unfaßbarkeit, die Unmeßbarkeit ſeines Charakters, die
uns unfähig machen, ihn ganz zu erkennen und
darzuſtel=
len. Wir müſſen alle Kunſt vereinen zu einem erhabenen
Ausdruck der Verehrung, nicht allein in großen Linien,
ſondern in tiefer, edler Aufaſſung, in reiner Schönheit,
und im Innern der Erſcheinung ſolcher Kunſt muß die
unergründliche Tiefe wohnen, die Dämonie, der
unbegreif=
liche Genius. Vor welchen Kunſtwerken der großen
Zei=
ten empfinden wir ſolche Macht auf uns wirken, vereint
mit Adel und Schönheit? Zur Beantwortung dieſer
Frage führte Redner im Lichtbilde vor: Die Akropolis,
die Abtei St. Michel in der Normandie, die Burg
Schön=
burg an der Moſel, St. Leo, die Stammburg der
Monte=
feltre Caſtel del Monte bei Bari in Apulien, Grabmal
des Theodorich in Ravenna, das eine Pilgerſtätte aller
deutſchen Baumeiſter iſt, die Porta Nigra, Türme
des Caſtel Nuovo in Neapel, die Loggia dei Lanzi in
Florenz, das Grab der Cäcilia Metella, das Grabmal des
Hadrian, das Pantheon in Rom, den doriſchen
Tempel=
bau. Er fuhr dann fort:
Nun aber galt es mir, auf der Eliſenhöhe den
Aus=
druck zu finden, den ich eingangs erwähnt. Die edle
Ge=
ſtalt des rieſigen Helden, keines Haudegen und
Kraft=
meiers, ſondern eines vollkommenen Menſchen, der in ſich
eine Welt von ſtreitenden Kräften vereinte und mit der
höchſten Kultur eines geläuterten Charakters alles
bän=
digte und in eiſerner Selbſtbeherrſchung über eine Welt
von Feinden Sieger bleiben konnte nach außen. Wenn
ich ſchon ſagte, daß nicht allein der große Maßſtab dieſen
Helden darzuſtellen vermag, ſo meinte ich auch, daß ich
ſelbſt in der Leidenſchaft der Hingabe an das Werk zu
Ehren dieſes Genius im Maßſtab früher zu weit gegangen
war, und daß ich dies keineswegs bereue, ſondern, das
darf ich ſagen, als eine Vorbedingung anſehe, zu einer
möglichen Reife der Idee zu gelangen. Keine
Beſchränk=
ung von vornherein konnte die Freudigkeit der Hingabe
erzeugen, die nötig war, ſich ſo in das Werk zu verſenken,
daß die Tiefe der Aufgabe ganz zu ergründen war. Aber
die immerwährende Arbeit der Selbſtüberwindung durfte
auch die Urſprünglichkeit der Empfindung nicht
verküm=
mern laſſen. Darum habe ich an den Beiſpielen der
edel=
ſten Kunſt, die der Verehrung hoher Ideale galten, die
Aufgabe gemeſſen, die für ein Bismarck=National=
Denk=
mal geſtellt war, und fand, daß die Veredelung derjenigen
Idee, welche ich zu Anfang für die Aufgabe fand, zu einem
Ziele führen könnte, das dem Ideal nahe wäre. Das
Uebermaß mußte ſchwinden und ein Maßhalten im
An=
blick der lieblichen Landſchaft hat ſich mir als die oberſte
Richtſchnur erwieſen. Von 60 Meter Höhe auf 30 Meter
herabgehend, in der Breite wenig verringernd, aber in
der Lage auf dem Berg durch einen ſeitlichen kleinen
Aus=
bau verbunden mit der ungleichen Berggeſtalt, ſo hat ſich
im Hinblick auf alle möglichen Wirkungen die neue Geſtalt
des Denkmals ergeben. In die langen Hügellinien ſtellt
ſich die Eliſenhöhe ſchroff hinein mit dem vorſpringenden
Bug einer länglichen ſchmalen Hochebene, dahinter der
anſteigende Wald. Auf dieſem Vorſprung, befeſtigt
durch eine Mauer von ſtarker Wirkung, gleich einer
Burg=
mauer aus der mykeniſchen Zeit, und nicht unähnlich den
Mauern der Akropolis, erhebt ſich die Rundung, frei und
gelöſt, aus dem kleinlichen der zufälligen Linie. Alles
Unregelmäßige und Zufällige endet an der ſtützenden
Mauer; von da ab die einfache, klare Rundung.
Allerdings war es notwendig, dieſe zu beleben und
zu teilen, und wie die Schatten der Intercolumnien auf
doriſchen Tempeln die Maſſen gliedern, ſo hier die Niſchen
und die Bogen, getragen von Säulen. Ein feiner
Maß=
ſtab durchzieht den Bau und bringt ihn in das rechte
Verhältnis zur umgebenden Natur. Die Platzgeſtaltung
aber vor dem Rundbau iſt durch eine zuſammenfaſſende
Halle von weit ſchönerer Wirkung, als anfänglich, da der
große Rundtempel allein und unvermittelt als zu trotzig
daſtand. Eine Harmonie der kleineren und größeren Teile
führt von den Menſchen bis zu dem Geſimſe hinauf. Der
Blick wird nicht mehr herriſch herausgefordert, er gleitet
ruhig über die Linien der Architektur und wendet ſich zu
dem Portale, das feierlich einleitet. Zu beiden Seiten
des Portales wachen die Geſtalten des Hagen und
Sieg=
fried, der Helden, die den Charakter unſeres
Volksſtam=
mes ergänzend darſtellen. Ueber dem Portal eine
Kamp=
fesdarſtellung und um den Kuppelbau, bevor er in die
Rundung übergeht, an den zwölf Ecken Kriegerköpfe von
dämoniſcher Art, alle Leidenſchaften des Kampfes
zei=
gend.
Die Rundung des Inneren umfängt freier als früher
den Eintretenden, der nicht plötzlich aus der hellen
Außen=
welt in den düſteren Raum eintritt, ſondern vorbereitet
durch einen Portalraum in die Halle, die von tiefen Niſchen
erweitert, hell gegen die dunklen Seitenräume ihn umgibt.
In der großen Rundniſche, der Bismarck, nicht als ein
ſtreitbarer Rieſe ſtehend und drohend wie der Roland=
Bismarck in Hamburg, ſondern verklärt als ein Symbol
mahnend und warnend, das Auge in die Ferne gerichtet,
wie in unſere Zukunft blickend, die Geſtalt ſitzend,
bedeu=
tender in der Wirkung als ſtehend, weil das gewaltige
Haupt uns näher iſt, und die ganze Geſtalt unmittelbarer
als eine monumentale Einheit wirkt. Dieſes erſcheint mir
als Ganzes der Entwurf, wie wir ihn zur Ausführung
empfehlen zu dürfen glauben. Nach vielen und ſchweren
inneren Kämpfen, nach all den Anfechtungen meiner Idee,
habe ich in der Anſchauung der edelſten Werke Italiens
und Siziliens die Ruhe wieder gefunden, die es mir nach
meiner Rückkehr ermöglichte, noch einmal von vorne
an=
zufangen und die Grundidee nachprüfend, ſo zu geſtalten,
daß der an der antiken Kunſt geläuterte Sinn ſchon faſt
befriedigt war. Ich glaube hoffen zu können, daß bei der
Ausführung alle Einzelheiten noch ſo viel gewinnen
wer=
den, daß ein Werk zuſtande kommt, wie es mir als das
Höchſte erſchien, deſſen unſere vereinten Kräfte fähig ſind.
(Lebhafter Beifall.)
Exzellenz Frhr. von Rheinbaben ſprach dem
Vortragenden herzlichſt Dank aus und ſpendete auch
war=
men Dank und Anerkennung beiden Künſtlern für ihre ge=
waltige Arbeit, die ſie während der letzten Monate
geleiſtet haben.
Darauf gab Herr Dr. Beumer das folgende
Gutachten des Kunſt= und Bauausſchuſſes
(Beſchloſſen in der Sitzung zu Mainz am 17. Oktober 1912.)
bekannt:
Anweſend die Herren: Alt=Mannheim,
Beu=
mer=Düſſeldorf, Biermann=Darmſtadt, Calmann=
Alzey, Deſſoir=Berlin, Ehrhardt=Weimar, Falk=Köln,
Geyger=Bingerbrück, Häuſer=Kreuznach, Hofmann=
Darmſtadt, Klapheck=Düſſeldorf, Klotz=Düren, Koch=
Bin=
gen, Kreis=Düſſeldorf (als Gaſt), Lederer=Berlin, zur
Nedden=Koblenz, Netzer=Düſſeldorf, Peter=Köln, v.
Reu=
mont=Erkelenz, Frhr. von Rheinbaben=Koblenz, Schmid=
Aachen, Schultz=Köln, Seeboeck=Rom, Stalling=Oldenburg,
Zimmermann=München.
Der Kunſt= und Bauausſchuß für das Bismarck=
Natio=
nal=Denkmal hat der Tagesordnung gemäß die Entwürfe der
Herren Profeſſoren Kreis und Lederer für das Bismarck=
National=Denkmal einer eingehenden Prüfung
unter=
zogen. Nach Anſicht des Kunſt= und Bauausſchuſſes haben
ſich die Künſtler mit beſtem Erfolge bemüht, die
Grund=
gedanken ihrer früheren Entwürfe zu entwickeln und in
der Form ausreifen zu laſſen. Das Projekt des Herrn
Profeſſors Kreis hat alle Vorzüge des Vorprojektes
ge=
wahrt, insbeſondere die monumentale Wirkung in der
Landſchaft. Der Kuppelbau iſt infolge ſorgſamer
Maß=
ſtabbeobachtungen erheblich niedriger geworden. Er
er=
hält 27 Meter Höhe, von der Terraſſe bis zur Oberkante
des Hauptgeſimſes gemeſſen. Der nach der Bergſeite hin
gelegene Feſtplatz wird jetzt von einer Säulenhalle
um=
zogen. Er ſteht in einem glücklichen Verhältnis zum
Hauptbau und zur Landſchaft. Die Säulen dieſes
Feſt=
platzes haben die Höhe der Stützen des heute auf der
Eliſenhöhe ſtehenden Tempelchens und geben damit einen
guten Maßſtab für die Halbſäulen des Kuppelbaues.
Vor=
teilhaft für die Beurteilung der Geſamtanlage iſt die
An=
fügung des ſeitlichen Wärterhauſes. Der Kuppelbau hat
auch in den Einzelformen eine Reihe von Umgeſtaltungen
erfahren, die alle darauf hinziehen, ihm eine feinere
Gliederung zu geben. Daß es damit Herrn Profeſſor
Kreis in der Hauptſache gelungen iſt, die ihm geſtellte
Auf=
gabe in würdiger und bedeutſamer Form zu löſen, wurde
allgemein anerkannt. Profeſſor Lederer hat die ernſte,
ge=
ſchloſſene, feierliche Haltung ſeiner Bismarck=Statue noch
zu erhöhen vermocht. Die Geſtalt iſt vortrefflich in ihrer
zwar ruhigen, aber energiſchen und ſtraffen Haltung. Die
Gewandung iſt ſtreng ſtiliſiert und damit dem in
Aus=
ſicht genommenen Steinmaterial glücklich angepaßt. Im
Gegenſatz zum Vorprojekt iſt ſie jetzt reicher aufgeteilt um
ein lebhaftes Spiel von Licht und Schatten zu bewirken
und der 6 Meter hohen Figur dadurch noch mehr Leben zu
verleihen Die ruhige Hauptfläche des Oberkörpers wird
beiderſeits von ſenkrechten Gewandlinien begleitet, die
den Blick des Beſchauers auf das charaktervoll
durchge=
bildete Antlitz der Statue hinlenken. Einzelne Wünſche,
die in der Sitzung zur Sprache kamen und im
ausführ=
lichen Sitzungsprotokoll niedergelegt ſind, wurden den
Künſtlern zur eingehenden Prüfung übermittelt. Beide
Künſtler verſprachen, dieſe Wünſche durch Verſuche im
Fortgang der Arbeit zu prüfen.
Der Kunſt= und Bauausſchuß erklärt nunmehr, daß
die Projekte ſoweit gefördert ſind, daß er ſie zur
Ausführ=
ung empfehlen kann unter Vorbehalt der notwendigen
Nachprüfungen an der Hand eines Modells im Maßſtab
1:20. Er ſchlägt vor, den Herren Profeſſoren Kreis und
Lederer auf Grund dieſer Entwürfe den
Auf=
trag zur Ausführung zu erteilen.
Zur ſachgemäßen Begutachtung etwaiger
Abänder=
ungen ſowie der Ausführung überhaupt empfiehlt der
Kunſtausſchuß die Einſetzung einer kleinen Kommiſſion
beſtehend aus den Herren: 1. Clemen, 2. Deſſoir, 3.
Haeu=
ſer 4. Hofmann=Darmſtadt, 5. Mutheſius, 6. Zur Nedden
(als Juſtitiar), 7. Netzer, 8. Rehorſt, 9. Schmid.
Mainz, den 18. Oktober 1912.
gez.:
Deſſoir, Hofmann, Nutheſius, Schmid.
Im Anſchluß hieran gab Herr zur Nedden=
Koblenz das
Gutachten des Großen Ausſchuſſes
bekannt:
Der große Ausſchuß hat im Anſchluß an das ihm
vorgelegte ausführliche begründete Gutachten des
Kunſt=
usſchuſſes mit großer Befriedigung und Freude davon
Kenntnis genommen, daß die Herren Kreis und Lederer
bei ſorgſamſter Vertiefung in die Größe ihrer Aufgabe
nunmehr ihren Entwürfen eine in ihrer
Geſamterſchei=
nung gereiftere Geſtaltung gaben. Der Große Ausſchuß
trägt darum kein Bedenken, auch ſeinerſeits dem Verein
zur Errichtung eines Bismarck=National=Denkmals auf
der Eliſenhöhe die Ausführung des Denkmals nach dem
jetzt vorliegenden Entwurf — vorbehaltlich der Prüfung
von Einzelheiten — und der Vorausſetzung der baldigen
Beſchaffung der nötigen Mittel, zu empfehlen. (Lebhafter
Beifall.)
Beide Gutachten und der Antrag des
Regierungs=
präſidenten zur Nedden fanden einſtimmige
An=
nahme.
Nach einem kernigen und eindrucksvollen Schlußwort
des Präſidenten Frhrn. von Rheinbaben wurde
die Verſammlung dann geſchloſſen. — Es folgte eine
Beſichtigung der
Ausſtellung.
die in einem Nebenſaal arrangiert war. Die Ausſtellung
enthielt Skizzen, Pläne, Zeichnungen und Photographien
des alten Entwurfes, des engeren Wettbewerves und der
Neubearbeitungen, ſowie ein Rieſenmodell der beiden
Rheinufer mit der Eliſenhöhe und den jenſeitigen Höhen
und Burgen, in dem die Wirkung des nunmehr zur
Aus=
führung beſtimmten Entwurfes gut und eindrucksvoll
ſtudiert werden konnte. Auch die monumental ernſte,
wuchtige Bismarck=Figur Lederers war in mehrfacher
überlebensgroßer Plaſtik in Gips ausgeſtellt. Der
Ver=
gleich all der Entwürfe feſtigte wohl die Ueberzeugung
daß in dem Ausführungsentwurf tatſächlich das Beſte
geſchaffen wurde. Die zahlreich beſuchte Ausſtellung
er=
weckte in jedem Beſucher das lebhafteſte Intereſſe.
Inzwiſchen war in einem durch Laubwände geſchickt
abgegrenzten Teil der rieſigen Halle gerüſtet worden zum
Feſtmahl
an dem etwa 500 Perſonen teilnahmen. Die Kapelle des
Infanterie=Regiments 88 ſtellte die Tafelmuſik.
Den erſten Trinkſpruch brachte aus:
Miniſter des Innern von Hombergk
zu Vach:
Geſtatten Sie mir, Sie alle, die die gemeinſame
Be=
geiſterung für unſer geeintes deutſches Vaterland und die
nie verſiegende Dankbarkeit für den gewaltigen Schöpfer
der deutſchen Einheit heute an den Ufern des Rheines
zuſammengeführt hat, auf heſſiſchem Boden willkommen
zu heißen.
Hier im alten goldenen Mainz redet mit uns eine
mehrtauſendjährige Geſchichte eine gar eindringliche und
lehrreiche Sprache. Sie erzählt uns von der Weltreiche
Glanz und Macht und von Deutſchlands tiefſter Schmach
und Bedrängnis, von den Zeiten der Fremdherrſchaft und
des Untergangs des römiſchen Reiches deutſcher Nation,
das zu Grunde gehen mußte weil es nicht auf nationaler
Grundlage aufgebaut war. Sie berichtet uns weiter, wie
von hier aus der geoße König Wilhelm ſeinen Siegeszug
gen Weſten angetreten hat, von dem er mit der von allen
deutſchen Patrioten ſo heiß erſehnten Kaiſerkrone
ge=
ſchmückt wieder heimgekehrt iſt.
Hier im herrlichen Rheingau, wo ſich nord= und
ſüd=
deutſche Kultur vermählen, da iſt wahrlich der rechte Ort,
um die Feuer vaterländiſcher Begeiſterung hell
auf=
flammen zu laſſen und das Dankopfer darzubringen „dem
Manne, in dem Gott der Herr das Werkzeug geſchaffen
hat, den unſterblichen Gedanken an Deutſchlands Einheit
und Größe zu verwirklichen” Rieſengcoß iſt das Werk,
das uns Bismarck hinterlaſſen hat, aber größer iſt der
Geiſt, mit dem er es vollbracht hat. In den müſſen wir
immer tiefer einzudringen und ihn fortzupflanzen
ver=
ſuchen von Generation zu Generation, damit wir das
Ge=
wonnene immer beſſer auszugeſtalten und immer feſter
zu bewahren lernen. Wer ſich von Bismarckſchem Geiſt
durchglühen läßt, der muß allem voran die volle und
un=
eingeſchränkte Treue und Hingabe zu Kaiſer und Reich zu
Fürſt und Vaterland ſtellen. Das ſind für uns von
Bis=
marck ſelbſt untrennbar zuſammengeſchmiedete Begriffe.
Nachdem die beiden erſten Kaiſer des neuen Reiches,
deſſen großer Begründer und ſein edler Sohn, ſo bald nach
einander in das Grab geſunken waren, fügte es ein
gütiges Geſchick, daß in der Perſon Kaiſer Wilhelms II.
ein ſeiner Vorfahren würdiger Nachfolger auf den Thron
berufen wurde. Daß der Kaiſer Wilhelm II. uns den nun
ſchon über vier Jahrzehnte dauernden ehrenvollen
Frie=
den bis jetzt erhalten hat, iſt und bleibt ſein
unvergäng=
liches Verdienſt und das danken wir ihm vor allem aus
vollem Herzen. Nur im Schutze dieſes Friedens war der
Ausbau des Reiches im Innern möglich. Nur ſo konnten
Handel und Wandel mächtig gefördert, das
Nationalver=
mögen gewaltig vermehrt und die ſoziale Fürſorge für
die Minderbemittelten ausgeſtaltet werden, wie in keinem
anderen Land der Welt. Dabei iſt die Machtſtellung des
Reiches geſichert worden durch die raſtloſe
Weiterentwicke=
lung des Heeres und durch die Schaffung einer ſtarken
Flotte, ſo daß wir, wenn der Kaiſer ſich bewogen finden
ſollte, ſein Volk zu den Waffen zu rufen, jederzeit
kampf=
bereit getroſt einer Welt in Waffen Trotz zu bieten
ver=
mögen.
Das perſönliche Verdienſt unſeres Kaiſers um die
Erhaltung des Friedens, um den Ausbau des Reiches und
um die Stärkung der Wehrmacht zu Waſſer und zu Land
wird keineswegs gemindert, wenn ich hinzufüge, daß die
Entwickelung nicht möglich geweſen wäre, wenn Bismarck
es nicht ſo meiſterlich verſtanden hätte, in der
Reichsver=
faſſung den bundesſtaatlichen Charakter des Reiches zur
Geltung zu bringen. Er hat dieſem Gedanken ſo treffend
Ausdruck verliehen in den Worten „daß es derſelbe Boden
ſei, auf dem ein lebendiges Nationalgefühl und ein ſtarkes
Stammesbewußtſein wurzele‟ Der deutſche Kaiſer iſt
nicht zu trennen von den deutſchen Fürſten. Sie ſtehen ihm
zur Seite als gleichgeſinnte Hüter des nationalen
Ge=
dankens. Nur wenn wir gute Preußen, Bayern, Heſſen
uſw. ſind, ſind wir auch gute Deutſche. Darum laſſen
Sie uns die Gefühle der Vaterlandsliebe, die uns heute
und immerdar beſeelen, hineinlegen in den Ruf:
Seine Majeſtät der Kaiſer Wilhelm II. und König von
Preußen und ſeine getreuen Bundesgenoſſen die
deut=
ſchen Fürſten, insbeſondere der Fürſt des Landes auf
deſſen Boden wir heute uns vereinigt haben, Seine
Königliche Hoheit der Großherzog Ernſt Ludwig von
Heſſen und bei Rhein, ſie leben hoch! hoch! hoch!
Die Rede wurde mit lebhaftem Bravo aufgenomma.
Die Nationalhymne wurde von der Verſammlung
be=
geiſtert mitgeſungen.
Nach dem zweiten Gange erhob ſich zum Willkomm
im Namen der Stadt Mainz Herr
Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann:
Nachdem das Hoch auf den Kaiſer und die
Landes=
fürſten verklungen iſt, geſtatten Sie mir, meine
hochver=
ehrten Damen und Herren, daß ich Ihnen den herzlichen
Willkommengruß der Stadt Mainz entbiete. Es gereicht
uns zur hohen Freude, heute eine ſo ſtattliche Anzahl der
führenden Männer Deutſchlands und ſo viele verehrte
Damen als unſere willkommenen Gäſte in unſern Mauern
vereinigt zu ſehen, und wir danken dem großen Ausſchuß)
für die Errichtung des Bismarck=National=Denkmals, daß
er uns dieſe erwünſchte Gelegenheit durch Abhaltung
ſeiner Verſammlung in Mainz verſchafft hat.
Insbeſon=
dere begrüße ich die Mitglieder des Präſidiums: Seine
Durchlaucht den Fürſten Friedrich zu Wied, Seine Exz.
den Oberpräſidenten der Rheinprovinz. Herrn
Staats=
miniſter Dr. Freiherrn von Rheinbaben, und Herrn
Reichstagsabgeordneten Baſſermann aus Meimheim,
ſowie den hochverdienten Vorſitzenden des
geſchäfts=
führenden Ausſchuſſes, Herrn Dr. Beumer aus
Düſſel=
dorf. Ich begrüße unſere beiden heſſiſchen Miniſter, die
unſer Feſt mit ihrem Beſuche beehren, Seine Exzellenz
den Finanzminiſter Herrn Dr. Braun und Seine Exzellenz
den Miniſter des Innern Herrn von Hombergk zu Vach.
Ich begrüße die Vertreter der deutſchen Preſſe, die
dan=
kenswerter Weiſe der Einladung des großen Ausſchuſſes
in ſo ſtattlicher Anzahl gefolgt ſind, und ich begrüße mit
beſonderer Freude die Schöpfer des zukünftigen
Denk=
mals, Herrn Profeſſor Wilh. Kreis und Herrn Profeſſor
Hugo Lederer, ſowie alle die hervorragenden Künſtler,
Kunſtgelehrten und Männer der Wiſſenſchaft und des
öffentlichen Lebens, die zur Förderung des Werkes hier
erſchienen ſind.
Was uns zuſammengeführt hat und vereint, das iſt
die Treue, die wir alle tief im Herzen bewahren dem
weltgeſchichtlichen Manne, den ein gutes Geſchick zur
rech=
ten Zeit dem Deutſchen Volke geſchenkt hat, das iſt die
Dankbarkeit, die unabtragbar wir ihm ſchulden, das
iſt der Stolz auf unſer Vaterland, iſt der
ent=
ſchloſſene Wille an ſeinen Beſtand, ſeine
Unabhängig=
keit und ſein Glück alles zu ſetzen, alles zu wagen bis zum
letzten Blutstropfen. Allem dieſem deutſchen Empfinden,
dieſem vaterländiſchen Glauben ſoll durch das Bismarck=
National=Denkmal ein gewaltiger, ſinnfälliger Ausdruck
gegeben werden. Wen will es da Wunder nehmen, daß
über die Frage, wie dieſe Aufgabe zu löſen ſei, die
Mei=
nungen auseinander gingen, die Gemüter ſich er
hitzten? Die Entſtehungsgeſchichte des Werkes, das
Deutſchland ſeinem Bismarck geben will, weiſt — in
allerdings verkleinerten Spiegelbilde — ähnliche
auf wie die Geſchichte des großen Bismarckſchen We=
der nationalen Einigung. Hier wie dort der auf ein
großes Ziel gerichtete Wille aller, hier wie dort
gewal=
tige Anſtrengungen und Leiſtungen der Großen unſeres
Volks auf geiſtigem und materiellem Gebiet zur
Errei=
chung dieſes Ziels, hier wie dort Verſchiedenheit der
Meinungen über Art und Umfang des zu Erſtrebenden
und hier wie dort die freudige, opſerwillige Bereitſchaft
des deutſchen Volkes, dem Ruf ſeiner Führer zu folgen.
Und ſo möge endlich, wie es dort geſchehen, auch hier ein
Ziel erreicht werden, das — mag es auch nicht alle
Wün=
ſche eines Jeden erfüllen — doch Jedem ein ſtolzer
Aus=
druck deſſen iſt, was wir für Bismarck, was wir für unſer
Vaterland fühlen!
Auch weiterhin bedarf es hierfür der vollen Hingaba
aller Derer, die mit der Ausführung des Werkes betraut
ſind und der weitern begeiſterten Opferwilligkeit unſeres
Volkes. Möge das große Werk ein einmütig ſeine
Aus=
geſtaltung förderndes deutſches Volk ſehen, und möge
die heutige Tagung dem großen nationalen Werke neue
Freunde und Förderer zuführen, die ſich freudig
ſam=
meln unter dem Namen des Einigers der Deutſchen —
Bismarck! Mit dieſem Wunſche wollen wir Mainzer
unſere Gäſte begrüßen und rufen: Unſere hochverehrten,
willkommenen Gäſte, hoch! hoch! hoch!
Nach verklungenem Hoch brauſten die Klänge des
ewig=jungen Trutzgeſanges „Deutſchland, Deutſchland
über alles” durch den Saal.
Den dritten offiziellen Trinkſpruch brachte
Staats=
miniſter
Freiherr von Rheinbaben
auf das Vaterland aus. Seine Rede war ein lebhaft
ſpiegelnder Abriß aus der Geſchichte des deutſchen
Vater=
landes. Zurückgreifend auf die Zeit der Zerriſſenheit
und grelle Schlaglichter werfend auf all das viele
Unheil, das ſie gezeitigt, da ſie das
deutſche Vaterland förmlich zum Spielball der Launen
anderer Nationen herabwürdigte, die nach Gutdünken
auf ſeinem Boden ihre Fehden ausfochten und ſeiner
Ohn=
macht ſpotteten, leiteten ſeine kernigen und geiſtvollen
Ausführungen über auf die Momente, da deutſcher Geiſt
begann auf ſich ſelbſt zu beſinnen und mit dem
erwachen=
den Nationalgefühl ein neues Deutſchtum ſich zu regen
und Leben zu gewinnen begann. So kam er von ſelbſt
zu dem größten und treueſten Deutſchen, der Hagen und
Siegfried in ſich einend, des Deutſchtums ſchärfſte
Cha=
raktereigenſchaften repräſentierte, zu dem Einiger
Deutſch=
lands, den zu ehren das Nationaldenkmal beſtimmt ſein
ſoll. Es ſei eine der bedauerlichſten menſchlichen
Eigen=
ſchaften, alles Schwere, Niederdrückende doppelt tief zu
empfinden und alles Befreiende und Schöne, das das
Geſchick ihm verleiht, ſo ſchnell zu vergeſſen, ſo daß der
Dank erſtirbt. Das gilt beſonders im politiſchen Leben,
im Leben der Nation. In von Herzen kommenden und
zu Herzen gehenden Ausführungen habe Se. Exzellenz
Herr Miniſter von Hombergk zu Vach hingewieſen auf die
eminente Bedeutung der Einheit und Einigkeit zwiſchen
Reich und Bundesſtaat, zwiſchen Kaiſer und Landesfürſt.
Dieſe glückvolle Einheit verdanken wir dem Fürſten
Bis=
marck, der mit ſeltenem prophetiſchem Scharfblick die
Be=
deutung dieſer Einigkeit für die deutſche Nation erkannt
und ſie gefeſtigt hat, dadurch, daß er die Laſten für Heer
und Marine den Bundesſtaaten abnahm und im übrigen
ihre Selbſtändigkeit, eigene Entwickelung fördernd,
wahrte. So wurde der Bundesrat zu einem Hort der
Eintracht, und das iſt er bis heute geblieben. (Bravo!)
Heute allerdings iſt es notwendig, daß wir uns wieder
auf uns ſelbſt beſinnen und uns in Verachtung der
mate=
riellen Güter und Genüſſe üben. Es iſt von je eine
Seite unſeres Volkscharakters geweſen, in einer Zeit des
Wohllebens das zu verlernen. Aber Gott ſei Dank,
wenn eine ſchwere, ernſte Stunde rufen ſollte, das
deut=
ſche Volk wird auf dem Plane ſein; wir werden beweiſen,
daß wir die Söhne unſerer Väter ſind. (Lebh. Beifall.)
Die Geſchichte der letzten vierzig Jahre hat uns gezeigt,
daß unſere größte und vornehmſte Aufgabe ſein muß, die
Sünden einer früheren Zeit, die das Trennende zu ſehr
betonte, gut zu machen, indem wir nur ein einigendes
Ziel kennen und verfolgen.
Bismarck hat uns den Weg gezeigt, wie wir die
Gegenſätze der Parteien überwinden können. Das
Denk=
mal, das wir ihm ſchaffen wollen, ſoll uns und unſere
Kommenden ſtets mahnen an eine große Zeit des
deut=
ſchen Volkes und des deutſchen Vaterlandes, die Kaiſer
Wilhelm I. und Bismarck, ſein treueſter Diener,
herauf=
ziehen ließen; an die große Zeit der Einigkeit, in der
aller Zwietracht und Hader der Volksſtämme aus ſeinem
Weſen verbannt wurden. — Die Rede klang aus in ein
dreifach Hoch auf Heimat und Vaterland, das brauſenden
Widerklang fand.
Im weiteren Verlauf des Mahles toaſtete Präſident
Schultz=Bromberg, der frühere Vizepräſident des
Reichstages, der beſonders betonte, daß in des Reiches
Oſten die Begeiſterung gleich groß und ſtark ſei, auf die
beiden Schöpfer des Denkmals, Kreis und Lederer, und
Herr Abg. Dr. Beumer auf die deutſchen Frauen.
Gegen 10 Uhr war das Feſtmahl und damit die ganze
ſchöne Feier zu Ende.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 der
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Allenthalben iſt man darauf bedacht, dem
Publi=
kum den in ſo zahlreichen Fällen nötigen Verkehr mit
den Behörden zu erleichtern, nur bei dem Meldeweſen in
hieſiger Stadt iſt dies bis jetzt nicht geſchehen. An dem
häufigen Wechſel der Dienſtboten tragen nur zum
kleine=
ren Teil die Herrſchaften die Schuld und zu dieſem
Miß=
ſtand ſind ſie noch bei Strafe verantwortlich dafür, daß
jedesmal eine geſonderte Abmeldung und wieder
Anmeldung bei der Polizei und bei der Meldeſtelle in der
Waldſtraße ſtattfindet. Ließe es ſich nicht ermöglichen,
daß dieſe Meldungen nur bei einer Stelle und zwar auf
dem zunächſt gelegenen Polizeirevier vorgenommen
wer=
den könnten, das die für die Meldeſtelle in der Waldſtraße
beſtimmten Zettel dann weiterreichte? Dadurch könnte
den Arbeitgebern, die — was die Dienſtboten anbelangt
— wohl meiſtens auch die Beiträge der Arbeitnehmer
be=
zahlen müſſen, wenigſtens die Lauferei geſpart werden.
Zudem iſt es für Beamte mit Bureauzeit recht ſchwer,
jene Gänge zu beſorgen, weil die Meldeſtelle nicht wie die
Stadtkaſſe um ½1, ſondern ſchon um 12 Uhr das Bureau
ſchließt.
— Weshalb muß zuerſt ein Unfall vorkommen, ehe
man eingreift? Während die Staatsbahn weder Mühe
noch Koſten ſcheut, um Gefahren tunlichſt vorzubeugen,
tritt das gewiß anerkennenswerte Beſtreben ſichtbar zurück,
wo ſie zur Verhütung von Unfällen wohl beitragen, aber
nicht haftpflichtig gemacht werden könnte. — Seit
Ver=
llegung des Güterbahnhofs bildet die relativ ſchmale
Feld=
bergſtraße die einzige Verbindung zwiſchen dieſem
und der Stadt. Wer ſie oft paſſiert, muß ſtaunen, daß es
bis jetzt abging ohne ernſte Unglücksfälle. Wagen und
Räder aller Art, Militärabteilungen, Fußgänger oft Kopf
an Kopf, namentlich bei Beginn bezw. Schluß der
Fa=
briken, ſtauen ſich nicht ſelten in bedenklichſter Weiſe.
Ab=
hilfe kann aber nicht eher eintreten, bis der Durchbruch
zwiſchen dem Dornheimer Weg und der Bismarckſtraße
geſchehen iſt und dieſer iſt erſt dann vollends möglich,
wenn das ſüdliche Bahnterrain geräumt und keine
Gleis=
verbindung mehr erfordert. Man hätte nun denken ſollen,
daß die Staatsbahn ihr Möglichſtes dazu beitragen
würde, um ſchnellſtens einen weiteren Zugang ſchaffen
zu=
helfen. Statt deſſen wurde die Räumung ſeither
gerade=
zu hervorragend gemächlich betrieben, es wurden ſogar
Strecken entgleiſt, wie nach Aſchaffenburg und Arheilgen,
bei denen Eile gewiß nicht vorlag, Es ſei deshalb
wieder=
holt darauf hingewieſen, daß nach Herſtellung des zweiten
Zugangs nicht blos die gefahrvollen Zuſtände in der
Feld=
bergſtraße aufhören werden, es entfällt alsdann auch die
hauptſächlichſte Urſache der Klagen über die rote
Linie. Man iſt daher heute voll berechtigt, alle Folgen
der Verzögerung auch auf das Konto der Staatsbahn zu
buchen, denn bei etwas mehr gutem Willen würde die
er=
wähnte Gleisverbindung heute — nach bald 6 Monaten
nicht mehr nötig ſein.
7.
Darmſtadt, 19. Oktober.
D Vom Großh. Hoftheater. Die heutige
Uraufführ=
ung von Hermann Bahrs Luſtſpiel „Das Prinzip” findet
als 35. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe A 9, ſtatt. Das
außerordentliche Intereſſe, das ſich fün dieſe Premiere
hier kundgibt, hat auch außerhalb Darmſtadts lebhaften
Widerhall gefunden, der ſich in den zahlreichen
An=
neldungen ortsfremder Theaterbeſucher auf Billets
deut=
lich ausſpricht. Morgen, Sonntag, um 2½ Uhr geht als
zweite Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen Leſſings
ewig junges Luſtſpiel „Minna von Barnhelm oder das
Soldatenglück” in Szene. Der Kartenvorverkauf zu
die=
ſer Vorſtellung findet im Verkehrsbureau (Ernſt
Ludwig=
platz) ſtatt. Der Verkauf der reſtlichen Karten erfolgt an
der Tageskaſſe des Hoftheaters am Sonntag von 11 Uhr
vormittags ab. Am Sonntag abend gelangt unter der
muſikaliſchen Leitung von Kapellmeiſter Lert, von Herrn
Riechmann inſzeniert, Lortzings romantiſche Zauberoper
„Undine” (im Abonnement, Buchſtabe D 9) zur
Aufführ=
ung. Das Werk, hier ſeit längerer Zeit nicht mehr gegeben,
at in der Beſetzung einiger Hauptpartien Veränderungen
erfahren, ſo ſingt Herr Jahn zum erſtenmal den Hugo,
Herr Schützendorf den Hans und Fräulein Jacobs die
Martha. Vielfach geäußerten Wünſchen entſprechend,
hat die Hoftheaterleitung für Montag und Dienstag zwei
Wiederholungen angeſetzt und zwar kommen die überaus
luſtigen Komödien Großmama” von Max Dreyer und
Molnars „Gardeoffizier” die beide einen großen
Heiter=
keitserfolg errungen haben, zur Aufführung. Die
Pre=
miere von Ludwig Thomas Volksſtück „Magdalena” das
ſoeben bei der Uraufführung im Berliner Kleinen
Thea=
ter einen großen Erfolg erzielt hat, findet in den erſten
Novembertagen ſtatt.
*X* Der Zweite Ausſchuß der Zweiten Kammer
hält heute eine Sitzung ab, um über einige
toch ausſtehende Punkte der Tagesordnung zu beraten.
die Regierungsvorlage, betr. die Landeskreditkaſſe wurde
vom Ausſchuß zur Annahme empfohlen. Zwei Anträge
llrich über die Handhabung der Sitzungspolizei bei den
Gerichten, ſowie der Antrag, daß den ſchriftlichen
Ent=
ſcheidungen des Gerichts eine Rechtsmittelbelehrung
bei=
gegeben werden ſoll, wurde der Regierung als Material
überwieſen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Okt. Das Reichspoſtamt meldet:
Sämtliche türkiſchen Landlinien in Europa
ſind ſeit dem 6. Oktober unbenutzbar. Die
Verbin=
dungen mit Montenegro ſind ſeit dem 9. Oktober
abge=
brochen. Da auch der Weg über Trieſt unterbrochen iſt,
können Telegramme nach der Türkei bis auf weiteres nur
via Konſtanza oder zu den in dem Tarif angegebenen
höheren Worttaxen via Rußland und via Odeſſa
nach Konſtantinopel angenommen werden. Sie erleiden
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redeter Sprache ſind ſie nicht zugelaſſen und werden
vor=
kommendenfalls angehalten. Auf Durchgangstelegramme
findet dieſe Beſchränkung keine Anwendung. Telegramme
in geheimer Sprache nach Bulgarien, Griechenland und
Serbien ſind bis auf weiteres nicht anzunehmen.
* Rom, 18. Okt. Berchtold verläßt am 20. Oktober
Wien, um ſich dem König von Italien vorzuſtellen
und mit San Giuliano zuſammenzutreffen.
Berch=
told trifft in Piſa am 21. Oktober abends in Begleitung
der Gräfin Berchtold und des Kabinettschefs Graf Hoyos
ein. San Giuliano reiſt am 20. Oktober nach Piſa. Beide
Miniſter begeben ſich am 22. Oktober nach San Roſaro
und werden vom Könige empfangen. Das Königspaar
gibt dem Grafenpaar Berchtold und San Giuliano ein
Frühſtück. In Piſa werden u. a. anweſend ſein:
Botſchaf=
ter Morey und der Herzog von Avarna.
* Odeſſa, 18. Okt. Der Friedensſchluß
zwi=
ſchen Italien und der Türkei hat den Verkehr
im hieſigen Hafen belebt. Die Frachtpreiſe ſind ſofort
ge=
ſunken. Die im Hafen zurückgehaltenen griechiſchen
Damp=
fer laufen aus, da ihnen freie Durchfahrt durch die
Darda=
nellen zugeſichert worden iſt.
H. B. Berlin, 18. Okt. Das Kaiſerpaar traf heute
vormittag im Automobil von Hubertusſtock in Potsdam
wieder ein. Der Kaiſer legte darauf im Mauſoleum
Kaiſer Friedrichs, deſſen Geburtstag heute iſt, einen Kranz
am Sarkophage nieder.
H. B. Berlin, 18. Okt. Der neue Londoner
Bot=
ſchafter Lichnowsky iſt heute in Berlin
einge=
troffen, um mit dem Reichskanzler und dem
Staats=
ſekretär von Kiderlen=Wächter zu konferieren. In einem
Interview mit einem Vertreter der B. Z. am Mittag
er=
klärte der Botſchafter, er ſetze ſich im allgemeinen die
Auf=
gabe, die Beziehungen zwiſchen den beiden Staaten ſo
vertrauensvoll als möglich zu geſtalten. Er erkenne nur
das Beſtehen an, ja ſogar die Notwendigkeit eines
fried=
lichen Wettbewerbes zwiſchen beiden Nationen. Die
Eng=
länder müſſen ſich jetzt von der Hypnoſe befreien, daß wir
unſere Flotte ihnen zum Trutz und zur Gefahr bauen.
Sie müſſen erkennen, daß unſere Kriegsflotte uns genau
von derſelben wirtſchaftlichen Notwendigkeit eingegeben
wird, wie unſere Eiſenbahnbauter uſw. Die Englander
dürfen nicht mehr nach der NortV. ſtarren. Wir denken
nicht daran, England zu überfallen, erklärte der Botſchafter.
Ich werde meine ganze Kraft darein ſetzen, in England
dieſe Aufklärung zu verbreiten. So ſehr wir Vertrauen
in England uns gegenüber ſetzen müſſen, ebenſowenig
dürfen wir jemals unſere Würde vergeſſen. Die richtige
Mitte zu finden, das iſt der Kern des Problems der
deutſch=engliſchen Beziehungen.
— Hamburg, 18. Okt. Der frühere
Reichstagsabge=
ordnete Bömelburg iſt nach längerem Krankenlager
an einem Magenleiden geſtorben.
H. B. New=York, 18. Okt. Rooſevelts
Befin=
den iſt andauernd gut. Die Verwundung weiſt bisher
keinerlei Komplikationen auf. Infolgedeſſen verlangt
Rooſevelt ſeinen baldigen Transport nach Oſterbai, den
die Aerzte jedoch nicht vor Anfang der nächſten Woche
ge=
ſtatten wollen. Die Aerzte warten heute die Entſcheidung
ab, ob eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung
ſich zu bilden beginnt. Niemand außer den Aerzten und
Rooſevelts Familie wird zu dem Verwundeten zugelaſſen.
Briefkaſten.
B., hier. Der letzte Sonntag im Oktoberisszwar
der 30. Oktober.
E. E. 29. Die Hauptgewinne der Lotterie werden
regel=
mäßig in unſerem Blatte bekannt gegeben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Zwiſchen ſtarken Hochdruckgebieten über Südweſt=
und Nordoſteuropa liegt eine Furche tiefen Drucks, in
der die über Island lagernde ſtarke Depreſſion ſchnell
ſüdoſtwärts wandern dürfte. Ihre ſüdlichen Randgebilde
werden uns wechſelnde Bewölkung und einzelne
Regen=
fälle bringen. Die Morgentemperaturen ſind infölge
kühler nordweſtlicher Winde etwas geſunken;
Nieder=
ſchläge fielen verbreitet.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 19.
Ok=
tober: Wechſelnd bewölkt, einzelne Regenſchauer,
Tem=
veratur wenig verändert, nordweſtliche Winde.
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Herzlichen Dank für die vielen
Beweise von Liebe und
Freund-
schaft, die uns zu unserer
Silber-
nen Hochzeitsfeier von Freunden
und Bekannten, insbesondere der
Singmannschaft der Turgemeinde
Bessungen, erwiesen wurden.
Darmstadt, 18. Oktober 1912.
Friedrich Speyer u. Frau
Moosbergstr. 44. (21888
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem Hinſcheiden und bei der Berdigung
un=
ſeres teuren Entſchlafenen,
Herrn Peter Herd
(21910
ſagen innigſten Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 18. Okt. 1912.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem
Allmächtigen gefallen hat, unſer einzig geliebtes
Töchterchen, Schweſterchen und Enkelchen
Martha
am Freitag vormittag nach kurzem, ſchwerem
Krankenlager im zarten Alter von 2 Jahren
zu ſich abzurufen.
(21916
Die tiefbetrübten Eltern u. Geſchwiſter:
Familie Hans Neurohr,
Wenckſtraße 2.
Darmſtadt, den 18. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den 20.
Ok=
tober, nachmittags 3 Uhr, vom Vortale des
Friedhofes aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Mannes,
unſeres auten Vaters, Schwiegervaters,
Groß=
vaters, Bruders, Schwagers und Onkels, des
Herrn Ludwig Adam Weitzel
ſprechen wir unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Insbeſondere danken wir der Firma Karl Schenck,
ſeinen Mitarbeitern, Herrn Pfarrer Lautenſchläger
für ſeine troſtreiche Grabrebe, den beiden
Ge=
meindeſchweſtern für ihre liebevolle Pflege und
der Zweigſtelle des Deutſchen Metallarbeiter=
Verbandes.
(21926
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelmine Weitzel, geb. Henkel,
und Kinder.
Darmſtadt, den 19. Oktober 1912.
Tageskalender.
Samstag, 19. Oktober.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7 Uhr: „Das
Prinzip”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Familienabend des Sachſenvereins um 9 Uhr im
Reſtaurant „Kaiſerſaal”
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Vilder vom Tage (Anslage Rheinſtraße 29
Ein Demonſtrationszug der Bevölkerung
Konſtantino=
pels; Sultan Mohammed V.; König Nikolaus I. von
Montenegro; montenegriniſche Soldaten; Geſamtanſicht
von Podgoritza, dem Sammelpunkt der
montenegrini=
ſchen Armee: Straßenbild aus Podgoritza; König
Fer=
dinand von Bulgarien; bulgariſche Truppen in den
Grenzbefeſtigungen.
Sonntag, 20. Oktober.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang
2½ Uhr: „Minna von Barnhelm”. — Abends 7 Uhr:
(Ab D): „Undine‟.
Vorſtellung um 4 Uhr und 8½ Uhr im Orpheum.
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um
10 Uhr im Saalbau.
Evangeliſationsvorträge von Prediger
Rei=
ner um 4 und 8 Uhr Mauerſtraße 17.
Vortrag von Profeſſor Dr. Ledroit um 8 Uhr im
„Konkordiaſaal” (Katholikenverein).
Liederabend der Beſſunger Geſangvereine um 8 Uhr
in der Beſſunger Turnhalle.
Konzert zum Beſten der Unterſtützungskaſſe des Ev.
Arbeiter= und Handwerkervereins um 8 Uhr im „
Feier=
abend”.
Schauturnen der Turngeſellſchaft um 3½ Uhr im
Turnhauſe.
Preisſchießen des Kriegervereins um 2 Uhr auf
Stand 6 der Militärſchießſtände.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Kölniſcher Hof
um 4 Uhr. — Rummelbräu um 8 Uhr.
Familienwanderung des Ortsgewerbevereins
nach Groß=Zimmern (Zuſammenkunft um 2½ Uhr an
den Hirſchköpfen)
Verſteigerungskalender.
Montag, 21. Oktober.
Hofreite= uſw. Verſteigerung des Martin
Darm=
ſtädter um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Weißzeug= und Kleidungsſtücke=
Verſteiger=
ung um 2 Uhr im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Kunſthalle am Rheintor, geöfnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vprſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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1.05 ℳ.
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Damen-Strümpfe, fein gewebt, mit
ver-
stärkten Fersen und Spitzen
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Herren-Socken, Wolle, grau und schwarz
68 ₰ 85 ₰ 1.25 ℳ
45 ₰
farbig, gestr. und kariert,
Herren-Hemden, Biber, solide Qualitäten
1.35 ℳ 1.85 ℳ 2.45 ₰
farbig, Biber mit Spitzen
garniert
Damen-Hemden,
1.65 ℳ 1.90 ℳ
1.25 ℳ
Postern und Sehntenchle
Damen-Hemden, weiss Croise, mit Spitzen
oder ausgebogt
1.95 ℳ
1.25 ℳ 1.55 ℳ
farbig und weiss Biber, mit
Spitzen oder ausgebogt
Damen-Hosen,
1.75 ℳ
1.35 ℳ
95 ₰
volle Grössen, in imitiert
Farbige Koltern, Kamelhaar und Jacquard
2.95 ℳ 3.95 ℳ
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in all. mod. Farben u. Geweben, ap. Dessins, sol. Strickarten
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aus gutem Drell mit Spitzen garniert
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[ ← ][ ][ → ]Bekanntmachung.
Auf Grund des § 2 der Bekanntmachung, die Ausführung des
Verſicherungs=
geſetzes für Angeſtellte betreffend, vom 4. ds. Mts. (Regierungsblat Feite 489) hat
Großh. Miniſterium des Innern die nachfolgende Dienſtanweiſung erlaſſen.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Dienſtanweiſung
für die Gemeindebehörden über die Ausſtellung von Krankheitsbeſcheinigungen
im Sinne des § 54 Abſ. 2 des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte vom
20. Dezember 1911 (R. G. Bl. S. 989).
1. Die Krankheitsbeſcheinigungen nach § 54 Abſ. 2 des Verſicherungsgeſetzes für
Angeſtellte werden von den Gemeindebehörden ausgeſtellt (§2 der Bekanntmachung, die
Ausführung des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtelite betreffend, vom 4. Oktober 1912).
2. Gemeindebehörde iſt in Städten von über 20 000 Einwohnern der
Ober=
bürgermeiſter, in den übrigen Städten der Bürgermeiſter, in Landgemeinden die
Bürgermeiſterei (§ 1 Abſatz 3 der Bekanntmachung, die Ausführung des
Verſicherungs=
geſetzes für Angeſtellte betreffend, vom 11. Juli 1912, Reg.=Bl. S. 411).
3. Zur Erteilung der Krankheitsbeſcheinigung iſt dieſenige Gemeindebehörde
zuſtändig, in deren Bezirk der Verſicherte während der Krankheitsdauer ſeinen
Be=
ſchäftigungs=, Wohn= oder Aufenthaltsort hatte.
4. Die Gemeindebehörden ſind befugt, mit Genehmigung des Kreisamts die
Ausſtellung von Krankheitsbeſcheinigungen einer anderen Gemeindedienſtſtelle zu
übertragen.
5. Die beſcheinigende Stelle hat den Verſicherten über die Dauer der mit einer
Arbeitsunfähigkeit und Berufsverhinderung von mindeſtens einem Kalendermonat
alſo vom 1. bis zum letzten Tag desſelben Monats — verbundenen Krankheiten
Beſcheinigung zu erteilen (§ 51 Nr. 3 des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte).
6. Die Geneſungszeit wird der Krankheit gleichgeachtet. Dasſelbe gilt für die
Dauer von zwei Monaten bei einer Arbeitsunfähigkeit, die durch eine
Schwanger=
ſchaft oder ein regelmäßig verlaufendes Wochenbett veranlaßt iſt (§ 52).
7. Die Krankheitsbeſcheinigung wird auf Antrag des Verſicherten, des
Arbeit=
gebers oder eines Organs der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte ausgeſtellt.
6. Die Krankheitsbeſcheinigung iſt nur dann zu erteilen, wenn die zu
beſchei=
nigenden Tatſachen der Stelle bekannt ſind oder nachgewieſen werden; als genügende
Nachweiſe ſind insbeſondere die Zeugniſſe von Krankenkaſſen (§ 225 der
Reichsver=
ſicherungsordnung), knappſchaftlichen Krankenkaſſen (§§ 495 ff. R. V. O.), Erſatzkaſſen
(§§ 503 ff. R. B. O.), Aerzten und Krankenhausverwaltungen zu erachten.
9. In der Krankheitsbeſcheinigung iſt der Tag des Beginns und der Tag der
Beendigung der Arbeitsunfähigkeit und Berufsverhinderung anzugeben. Eine Angabe
über die Art der Krankheit iſt nicht erforderlich. Die Krankheitsbeſcheinigungen ſind
mit Siegel (Stempel) und Unterſchrift zu verſehen. Die Krankheitsbeſcheinigungen
ſind nach dem nachſtehend abgedruckten Muſter auszuſtellen.
10. Iſt der beſcheinigenden Stelle bekannt, daß Tatſachen vorliegen, die nach
§ 53 des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte die Anrechnung der Krankheit
aus=
ſchließen, ſo iſt die Erteilung der Krankheitsbeſcheinigung abzulehnen oder doch im
Falle der Ausſtellung der Beſcheinigung ein entſprechender Hinweis über die
Tat=
ſachen aufzunehmen.
11. Beſchwerden über die Verweigerung von Krankheitsbeſcheinigungen oder
über ihren Inhalt werden von der der Gemeindebehörde vorgeſetzten Aufſichtsbehörde
entſchieden.
Die Beſchwerden ſind bei der beſcheinigenden oder der die Beſcheinigung
ver=
weigernden Stelle einzureichen.
12. Die Ausſtellung der Kgnkheitsbeſcheinigungen erfolgt gebühren= und
ſtempelfrei.
13. Nach § 2 Abſ 2 der Bekanntmachung, die Ausführung des
Verſicherungs=
geſetzes für Angeſtellte betreffend, vom 4. Oktober 1912, ſind bei den in Betrieben
oder im Dienſte des Reichs, des Staats, eines Gemeindeverhandes oder einer
Ge=
meinde Beſchäftigten die vorgeſetzten Dienſtbehörden zur Ausſtellung der
Krankheits=
beſcheinigungen beſugt. Für die in Betrieben oder im Dienſte des Staats
Beſchäf=
tigten iſt auch die ſtaatliche Betriebskrankenkaſſe befugt, die Krankheitsbeſcheinigungen
auszuſtellen.
Für die im Dienſt der Großh. Hof=, Domanial=, Kameral=, Forſt= und
ähn=
lichen Verwaltungen Beſchäftigten werden die Krankheitsbeſcheinigungen von der
Kabinettsdirektion, dem Hofmarſchallamt, dem Hofmarſtallamt, dem Hoffagdamt
und der Generaldirektion des Hoftheaters und der Hofmuſik für die im Geſchäftstreis
dieſer Behörden beſchäftigten Perſonen ausgeſtellt (§ 2 Abſatz 3 der Bekanntmachung).
Erfolgt eine ſolche Ausſtellung, ſo hat die Gemeindebehörde von Erteilung einer
Krankheitsbeſcheinigung Abſtand zu nehmen.
Darmſtadt, den 5. Oktober 1912.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
Ruppel.
I. V.: Hölzinger.
Muſter für Krankheitsbeſcheinigung nach dem
Verſiche=
rungsgeſetz für Angeſtellte.
Auf Grund des § 51 Ziffer 3, der §§ 52—54 des Verſicherungsgeſetzes für
An=
geſtellte vom 20. Dezember 1911 (Reichs=Geſetzblatt Seite 989) wird hierdurch
be=
ſcheinigt, daß
(Vorname, Zuname und Berufsſtellung des Erkrankten)
geboren am . . ten
wohnhaft in
. Kreis .
. zu
im Jahre.
Staat
. 191 . .
. in der Zeit vom
Provinz
. 191 . . wegen Krankheit arbeitsunfähig und
bis einſchließlich zum
dasurch verhindert geweſen iſt, ſeine Berufstätigkeit fortzuſetzen.
(Siehe Rückſeite.)
„ 19 ..
.„den
Namen der Dienſtſtelle:
Unterſchriſt.
Gebühren= und ſtempelfrei.
(Siegel.)
Rückſeite der Krankheitsbeſcheinigung.
Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte.
§ 51.
Als Beitragsmonate . . . . werden die Kalendermonate angerechnet, in denen
der Verſicherte
1.
3. wegen einer Krankheit zeitweiſe arbeitsunfähig und nachweislich verhindert
geweſen iſt, ſeine Berufstätigkeit fortzuſetzen.
4.:
§ 52.
Die Geneſungszeit wird der Krankheit (§ 51 Nr. 3) gleichgeachtet. Dasſelbe gilt
für die Dauer von zwei Monaten bei einer Arbeitsunfähigkeit, die durch eine Schwanger=
(21779
ſchaft oder ein regelmäßig verlaufendes Wochenbett veranlaßt iſt.
§ 53.
Nicht angerechnet wird eine Krankheit die ſich der Verſicherte vorſätzlich oder
bei Begehung eines durch ſtrafgerichtliches Urteil feſtgeſtellten Verbrechens oder durch
ſchuldhafte Beteiligung bei Schlägereien oder Raufhändeln zugezogen hat.
An die Ortspolizeibehörden und die Feldpolizeibehörden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, bis zum 15. November I. J. zu berichten, was zur
Ausführung unſeres nachſtehend abgedruckten Ausſchreibens vom 5. Auguſt 1912
(Amtsverkündigungsblatt Nr. 93 und 94 von 1912) geſchehen iſt.
Darmſtadt, den 16. Oktober 1912.
(21776
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Es kommt leider ſehr häufig vor, daß Haushaltungs=Abfälle Scherben,
altes Papier u. dergl., namentlich auch alte Blech= und Emailgefäße, in Feld
und Wald, auf Wege und Plätze oder auf fremde Grundſtücke in unzuläſſiger
Weiſe gebracht oder weggeworfen werden. Art. 112 und 375 des
Polzeiſtraf=
geſetbuchs geben die Möglichkeit, gegen ſolche Verunreinigungen von öfentlichen
Straßen, Plätzen und Anlagen einzuſchreiten. Sofern auf Privatgrundſtücken an,
öffentlichen Wegen ſolcher Unrat unverdeckt lagert, kann mit Polizeiverkügung im
ein=
zeinen Falle auf Grund des Art. 66 der Kreis= und Provinzialordnung durch uns
oder auf Grund des Art. 129b der Städteordnung durch den zuſtändigen
Polizei=
beamten vorgegangen werden Nach Art. 33 des Feldſtrafgeſetzes iſt ſtrafbar, wer
unbefugt Steine, Scherben, Schutt oder Unrat auf fremde Felder wirft.
Ferner bildet es einen beklagenswerten Mißſtand, daß das Waſſer der Bäche
und Gräben durch Einleitung und Einwerfen fremder Stoffe immer mehr
Ver=
unreinigungen ausgeſetzt wird. Es iſt deshalb erforderlich, daß die
Ortspolizeibehör=
den auf den Zuſtand der Bäche und der in dieſelben mündenden Gräben ein
beſon=
deres Augemerk richten und alljährlich Beſichtigungen derſelben vornehmen laſſen.
Direte Zuleitungen verunreinigender Stoffe müſen abgeſtellt werden. Oſt kommt
es vor daß Schutt und Unrat an den Uſern der Bäche abgeſchüttet wird, damit er
vom Waſſer weggeſchwemmt werde, und daß Abfälle aus Haushaltungen (alte
Blech=
geräte, Scherben uſw.) in Gräben und Bäche geworfen werden. Bei dem allgemeinen
Intereſſe, welches an der Erhaltung eines möglichſt reinen Bachwaſſers beſteht,
er=
ſcheint es unbegreiflich, daß die Einwohnerſchaft mancher Orte an der Bekämpfung
dieſer bedauerlichen Mihſtände ſelbſt ſo wenig Anteil nimmt. Nach Art. 120 des
Polizeiſtrafgeſetzes iſt das unbefugte Einlegen oder Einwerfen von Steinen, Sand,
Erde, Bäumen Schutt, Unrat und anderen feſten Körpern in die Bäche oder Gräben
oder Triebwerkskanäle bei erheblicher Geldſtrafe unterſagt.
Die erwähnten Mißſtände werden nicht ſeiten auch dadurch begünſtigt, daß von
der Gemeinde nicht in ausreichender Weiſe für Plätze geſorgt iſt, wo Schutt,
Haus=
haltungsabfälle uſw. abgeladen werden können, oder daß dieſe Pläße bei der
Ein=
wohnerſchaft nicht genügend bekannt ſind.
* Wir beauftragen Sie daher:
1. das Polizei= und Feldſchutzperſonal zu genauer Aufmerkſamkeit auf die
be=
regten Mißſtände und deren Verhütung anzuweiſen:
2. für Abladeplätze für Schutt, Haushaltungsabfälle u. dergl. ſoweit erforderlich
zu ſorgen und bekannt zu machen, wo dieſe Abladeplätze liegen;
3. aus den Bächen und Gräben, ſowie von öffentlichen Wegen und Plätzen den
Unrat, wie Scherben. Blechgefäße uſw. entfernen zu laſſen und, ſofern auf
Privatgrundſtücken in der Nähe von öffentlichen Wegen ſolcher Unrat in
mißzſtändiger Weiſe lagert, den Eigentümern zur Beſeitigung desſelben
aufzu=
fordern, wenn dieſer Aufforderung aber nicht entſprochen wird, das Weitere
wie oben bemerkt zu veranlaſſen.
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Durch § 17 Ziffer 4 des Reichsviehſeuchengeſetzes vom 20. Juni 1909 und das
Ausſchreiben Großh. Miniſteriums des Innern vom 12. Juni 1912 (
Amtsverkündigungs=
blatt Nr. 14) iſt vorgeſchrieben, daß die Viehhändler Kontrollbücher zu führen haben.
Unter Hinweis auf die Strafbeſtimmung in § 76 Ziffer 1 des
Reichsviehſeuchen=
geſetzes ordnen wir hiermit an, daß die im Kreis Darmſtadt anſäſſigen Viehhändler
bis ſpäteſtens 15. November 1912 im Beſitz dieſer Kontrollbücher ſein müſſen. Alle
Viehhändler, die nach dieſem Zeitpunkt ohne Kontrollbücher betroffen werden ſollten,
werden unnachſichtlich zur Anzeige gebracht werden.
Großh. Kreisveterinäramt hat ſich bereit erklärt, einen gemeinſamen Bezug von
Kontrollbüchern zu beſorgen. Preis pro Stück 20 Pfenig. Etwaige Beſtellungen ſind
bei der zuſtändigen Bürgermeiſterei innerhalb der nächſten 8 Tage aufzugeben.
Darmſtadt, den 17. Oktober 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
(21775
Bekanntmachung.
Zufolge Bundesratsbeſchluſſes vom 27. Inni 1912 findet im Deutſchen Reich
am 2. Dezember 1912 eine Viehzählung ſtatt. Gleichzeitig wird die Zahl der in dir
Zeit vom 1. Dezember 1911 bis 30. November 1912 vorgenommenen, von der
amt=
lichen Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau befreiten Haus= oder Privatſchlachtungen
ermittelt werden.
Darmſtadt, den 17. Oktober 1912.
Großh. Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
(21873
Bekanntmachung.
Um alle Zweifel, die bei der Auslegung des Begriffs „Wanderſchafherden” im
Sinn des § 13 der Bundesratsverordnung zum Reichsviehſeuchengeſetz entſtehen
könnten, zu beheben, hat Großh. Miniſterium des Innern durch Verfügung vom
4. Oktober 1912 auf Grund der §§ 17 Ziffer 2 und 79 Abſatz 2 des
Reichsviehſeuchen=
geſetzes beſtimmt, daß die Vorſchriften unſerer Bekanntmachung vom 21. Auguſt 1912
(Amtsverkündigungsblatt Nr. 100) und die zur Abwehr und Unterdrückung der Maul=
und Klauenſeuche getroffenen Aenderungen (vergl. unſere Bekanntmachung vom
2. Februar 1912 im Amtsverkündigungsblatt) auf alle Wanderſchafherden auch dann
anzuwenden ſind, wenn dieſe zum Zweck der Schlachtung transportiert werden.
Darmſtadt, den 17. Ottober 1912.
Großh. Kreisamt Darmſtadt.
(21874
J. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Der § 79 Ziff. 4 der Eiſenbahn=Bau= und Betriebsordnung ſchreibt vor, daß
Fuhrwerke und Tiere, welche Uebergänge von Nebenbahnen überſchreiten, an den
Warnungstafeln, oder wo ſolche fehlen, in kangemeſſener Entfernung von der Bahn
angehalten werden müſſen, wenn ſich ein Zug nähert.
Dieſer Beſtimmung wird nicht immer die gebührende Beachtung geſchenkt und
deshalb die Gefahr eines ſchweren Unfalls leichtſinnig heraufbeſchworen.
Wir ſehen uns daher veranlaßt, alle Wagenführer, insbeſondere auch die zur
Feldbeſtellung fahrenden und von dieſer heimkehrenden Landwirte auf obige
Vor=
ſchrift aufmerkſam zu machen und vor den ſchweren Folgen, die Zuwiderhandlungen
leicht herbeiführen können, eindringlich zu warnen.
Darmſtadt, den 17. Oktober 1912.
Großh. Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
(21875
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 gelb= und weißwollenes Umhängetuch. 1
ver=
goldete Broſche mit zwei Kinderphotographien. 1 großer Schlüſſel.
1 Schild mit der Aufſchrift Grünewald”. 1 kleines Portemonnaie
mit einigen Pfennigen. 1 halbſeidener Herrenregenſchirm. 1
waſſer=
dichte Pferdedecke. 1 gelber Kinderſchuh. 1 Stück graugeſtr.
Bluſen=
ſtoff. 1 gelbe ovale Gürtelſchnalle. — Im Monat September im
Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der dortigen
Verwal=
tung in Verwahr: 1 Stock. 1 ſchwarzes Spitzentuch. 1 gelber
Beutel. 2 Opernglas=Futterale. 3 Damenſchirme. 6 Paar
Hand=
ſchuhe. 10 Taſchentücher, gez. Emmy, A. R., B., L. F., T. G., S. S.,
(21853
3 ohne Zeichen. — Zugelaufen: 1 Huhn.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Foxterrier. 2 Pinſcher (
zuge=
laufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
(21854
10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 20. Okt.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr., und Apotheke
am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Pferde=Verkauf.
Donnerstag, den 24. u.
Frei=
tag, den 25. Oktober 1912,
vormittags 9 Uhr beginuend,
werden auf dem Hofe der
Train=
kaſerne, Eſchollbrückerſtraße Nr. 24,
an jedem Tage ca. 80 Stück
über=
zählige Dienſtpferde öffentlich
meiſtbietend gegen Barzahlung
(321441
verſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18,
Darmſtadt.
Warnung
zur Vorſicht bei Aufbewahrung giftiger oder
geſundheits=
ſchädlicher Flüſſigkeiten.
Vielfach ſowohl im Haushalt als im Gerwerbebetriebe werden
Gefäße, die zur Aufnahme von Nahrungs= oder Genußmitteln
beſtimmt ſind, wie Wein=, Bier= und Mineralwaſſerflaſchen, zur
Auf=
bewahrung giftiger oder geſundheitsſchädlicher Flüſſigkeiten, die im
Haushalt oder im Gewerbebetrieb Verwendung finden ſollen (z. B.
Salz=
ſäure, Salpeterſäure, Karbolſäure, Lyſol, Salmiakgeiſt,
Sublimat=
löſung, Petroleum u. dergl.), benutzt, ohne daß Vorkehrungen getroffen
werden, durch die die Gefahr der Verwechslung des ſchädlichen Inhalts
der Gefäße mit einem Nahrungs= oder Genußmittel ausgeſchloſſen
wird. Infolge dieſes teils auf Unkenntnis und Unachtſamkeit, teils
auf Gleichgültigkeit und Rückſichtsloſigkeit zurückzuführenden
Ver=
fahrens ſind ſchon häufig Perſonen, die aus Verſehen aus ſolchen
Flaſchen getrunken haben, ſchwer erkrankt oder geſtorben. Als in
be=
ſonderem Maße mißbräuchlich und unter Umſtänden ſtrafbar muß es
auch bezeichnet werden, wenn giftige oder geſundsheitsſchädliche
Flüſſigkeiten (z. B. Petroleum) in ſolchen Bier= oder
Mineralwaſſer=
flaſchen aufbewahrt werden, die noch im Eigentum der betr.
Bier=
eder Mineralwaſſerlieferanten ſtehen und demnächſt an dieſe zur
Weiterbenutzung zurückgegeben werden.
Wie es für den Gifthändler durch § 15 der Verordnung, betr.
den Verkehr mit Giften, vom 17. April 1905 verboten iſt, Gifte in
Trink= oder Kochgefäßen, oder in ſolchen Flaſchen oder Krügen
abzu=
geben, deren Form oder Bezeichnung die Gefahr einer Verwechslung
des Inhalts mit Nahrungs= oder Genußmitteln herbeizuführen
ge=
eignet iſt, ſo muß auch dem, der giftige oder geſundheitsſchädliche
Flüſſigkeiten im Beſitz hat, um ſie im Haushalt oder im Gewerbe zu
verwenden, ſchon im Hinblick auf ſeine zivil= und ſtrafrechtliche
Ver=
antwortlichkeit dringend anempfohlen werden, die gleiche Vorſicht bei
ihrer Aufbewahrung obwalten zu laſſen.
(21764
Darmſtadt, den 16. Oktober 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung,
den Schutz der Angeſtellten in offenen Verkaufsſtellen gegen
Geſundheitsgefährdungen, insbeſondere die Einrichtung
aus=
reichender Sitzgelegenheit betreffend.
Die Inhaber von offenen Verkaufsſtellen ſind zufolge § 62,
Abſ. 1 des Handelsgeſetzbuches verpflichtet, die Geſchäftsräume ſo
ein=
zurichten und den Geſchäftsbetrieb ſo zu regeln, daß die Angeſtellten
gegen eine Gefährdung ihrer Geſundheit, ſoweit die Natur des
Betriebes es geſtattet, geſchützt ſind.
Zum Zwecke der Durchführung dieſes Grundſatzes hat der
Bundesrat auf Grund des § 139h der Gewerbeordnung folgende
Beſtimmungen über die Einrichtung von Sitzgelegenheit für
An=
geſtellte in offenen Verkaufsſtellen erlaſſen. (Bekanntmachung des
Reichskanzlers vom 28. November 1900):
*1. In denjenigen Räumen der offenen Verkaufsſtellen, in welchen
die Kundſchaft bedient wird, ſowie in den zu ſolchen
Verkaufs=
ſtellen gehörenden Schreibſtuben (Kontoren) muß für die
da=
ſelbſt beſchäftigten Gehilfen und Lehrlinge eine nach der Zahl
dieſer Perſonen ausreichende, geeignete Sitzgelegenheit
vor=
handen ſein. Für die mit der Bedienung der Kundſchaft
beſchäftigten Perſonen muß die Sitzgelegenheit ſo eingerichtet
ſein, daß ſie auch während kürzerer Arbeitsunterbrechung
benutzt werden kann.
Die Benutzung der Sitzgelegenheit muß den bezeichneten
Perſonen während der Zeit, in welcher ſie durch ihre
Be=
ſchäftigung nicht daran gehindert ſind, geſtattet werden.
2. Unberührt bleibt die Befugnis der zuſtändigen Behörden,
im Wege der Verfügung für einzelne offene Verkaufsſtellen
(§ 139g der Gewerbeordnung) oder durch allgemeine
An=
ordnung für die offenen Verkaufsſtellen ihres Bezirks (§ 139h
Abſ. 2 a. a. O.) zu beſtimmen, welchen beſonderen
Anforde=
rungen die Sitzgelegenheit in Rückſicht auf die Zahl der
Perſonen, für welche ſie beſtimmt iſt, ſowie hinſichtlich ihrer
Lage und Beſchaffenheit genügen muß.”
Allgemeine Anordnungen zur Ausführung dieſer
Bundesrats=
vorſchriften im Sinne der Ziffer 2 ſind bis jetzt nicht erlaſſen.
Es iſt darum Sache der Polizeibehörde, im einzelnen die zur
Durchführung der Bundesratsvorſchriften, ſowie überhaupt des § 62,
Abſ. 1 des Handelsgeſetzbuchs erforderlichen Anordnungen zu erlaſſen.
Zu dieſem Zwecke werden wir eine zeitweilige Beſichtigung
der offenen Verkaufsſtellen und der zu ſolchen gehörenden
Schreibſtuben (Kontoren) während der Geſchäftsſtunden durch unſere
Beamten vornehmen laſſen. Hierbei vorgefundene
Zuwiderhand=
lungen gegen die erwähnten Bundesratsvorſchriften werden gemäß
§ 147 Abſ. 1 Ziffer 4 der Gewerbeordnung Beſtrafung des
verant=
wortlichen Geſchäftsinhabers mit Geldſtrafe bis 300 Mark, im
Un=
vermögensfalle mit Haft zur Folge haben.
(21763so
Darmſtadt, den 16. Oktober 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Verpachtung des ſtädtiſchen Oberwaldhauſes.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 3. I. M.
wird die Neuverpachtung der Wirtſchaft des ſtädtiſchen
Oberwald=
hauſes, ſowie der wirtſchaftlichen Ausnutzung des Steinbrückerteichs
hiermit nochmals öffentlich ausgeſchrieben.
Die Verpachtung erfolgt vom 1. April 1913 ab auf zunächſt
6 Jahre. Die näheren Bedingungen, die die gleichen ſind, wie bei
dem erſten Ausſchreiben vom 3. Juli I. Js., können gegen Zahlung
von 50 Pfg. im Stadthaus, Zimmer 39, erhoben oder gegen
Ein=
ſendung von 70 Pfg. von dort bezogen werden.
Die Bewerber müſſen eine Sicherheit von 8000 Mark
hinter=
legen können.
Mit den erforderlichen Unterlagen verſehene Bewerbungen
ſind bis zum 1. November I. Js. an die unterzeichnete Stelle zu
richten.
Die früher auf das Ausſchreiben vom 3. Juli l. Js. einge=
(21387os
reichten Angebote haben ihre Gültigkeit verloren.
Darmſtadt, den 11. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
(20343a
Darmſtadt, den 28. September 1912.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Mueller.
Wegſperrung.
Wegen Ausführung der Erd= und Abbruchsarbeiten zur
Be=
ſeitigung des alten Main=Neckar=Bahndammes auf der Strecke zwiſchen
der Pallaswieſen= und Landwehrſtraße wird der, öſtlich des
Bahn=
dammes, zwiſchen den beiden genannten Straßen gelegene
Verbin=
dungsweg bis auf weiteres für jeglichen Verkehr geſperrt.
(21725fs
Darmſtadt, den 16. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
Fuhrleute
die ſich bei der Anfuhr des
Stif=
tungsholzes beteiligen wollen,
werden hierdurch eingeladen, ſich
Montag, 21. Oktober ds. Js.,
vormittags 11 Uhr,
pünktlich im Stadthaus,
Zim=
mer Nr. 15, einzufinden. (21878
Darmſtadt, 16. Oktober 1912.
Städtiſches Pflegeamt.
Krapp.
Bekanntmachung.
Samstag, 2. November I. Js.,
vormittags 9½ Uhr,
ſollen die dem Philipp Adam und
deſſen Sohn Philipp Wilhelm
Adam zu Nieder=Modau im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebenen Grundſtücke:
Flur Nr. qm
20 190 794 Acker unterhalb
der
20 191 787
Schneidmühle,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K49/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 17. September 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V19696
Bekanntmachung.
Montag, 4. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Georg Stier dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 846 400 Hofreite Nieder=
II 847 479 Grab=
Ram=
garten
ſtädter=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K83/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 2. Oktober 1912.
broßh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V20743
Bekanntmachung.
Montag, 28. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die zum Nachlaß der Lehrer
Andreas Friedrich Ruhland
Ehe=
leute dahier gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 146/100 396¾/10 Hofreite
Wendel=
ſtadtſtraße
Nr. 11,
wecks Auseinanderſetzung in
unſe=
rem Büro zwangsweiſe verſteigert
verden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird Ge
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 5. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
K61/12 Müller. (V21242
Bekanntmachung.
Montag, 4. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufman Friedrich
Schnatz Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3143/100 442 Hofreite
Hein=
heimerſtraße
Nr. 69,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K57/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 12. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V21806
Bekanntmachung.
Samstag, 30. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Heinrich Butterfaß
Witwe und deren Kindern dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 62981/10000 92 Hofreite
Pal=
laswieſenſtr.
Nr. 32,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K35/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 15. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V21807
Bekanntmachung.
Die Gemeinde Nieder=Ramſtadt
hat eine Anzahl Petroleum=
Straßenlaternen mit Ständer
und Wandarmen billig
abzu=
geben. (21439ids
Intereſſenten belieben ſich an
uns zu wenden.
Nieder=Ramſtadt, 14. Okt. 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei
Nieder=Ramſtadt.
Appel.
Bekanntmachung.
Da in letzter Zeit wiederholt über Beläſtigungen des
Publi=
kums durch Ball= und andere Spiele auf der Straße Beſchwerde
geführt worden iſt, ſehen wir uns veranlaßt, darauf hinzuweiſen, daß
nach Art. 292 des Polizeiſtrafgeſetzbuches und § 366,7 des
Reichsſtrafgeſetzbuches derjenige mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk.
oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft wird, der auf Straßen
oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenſtänden
wirft, wodurch Menſchen beſchädigt oder verunreinigt werden
können. Unter dieſen Tatbeſtand fallen insbeſondere auch Spiele
mit Hartgummibällen.
Iſt die mit Strafe bedrohte Handlung von Kindern begangen
worden, ſo werden nach Art. 44 des Polizeiſtrafgeſetzbuches die
Eltern oder andere aufſichtspflichtige Perſonen, die es an der
er=
forderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen, beim erſten Fall
poli=
zeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle mit Geldſtrafe bis zu
einem Drittel der auf die Uebertretung ſelbſt angedrobten Strafe
belegt.
Bei eintretenden Körperverletzungen können außerdem nach
§§ 823 ff., 832 des Bürgerlichen Geſetzbuches für den Täter und
auf=
ſichtspflichtige dritte Perſonen (Eltern uſw.) weitgehende
zivilrecht=
liche Schadenerſatzverpflichtungen entſtehen.
Darmſtadt, den 16. Oktober 1912.
(21765
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir erneut mit
dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Schutzmannſchaft
angewieſen iſt, auf den Befolg dieſer Vorſchrift beſonders zu achten.
Die Verkäufer der in § 1 bezeichneten Gegenſtände werden
hier=
mit erſucht, nicht nur ihre Angeſtellten, ſondern auch die nicht in ihren
Dienſten ſtehenden Fuhrleute und Arbeiter, ſowie die Käufer
der=
artiger Gegenſtände entſprechend zu verſtändigen.
Darmſtadt, den 15. Oktober 1912.
(21744fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Polizeiverordnung,
betr. das Auf= und Abladen, ſowie den Transport von
Metallgegenſtänden.
Auf Grund des § 366 Ziff. 10 St.=G.=B. und des Art. 56
Ziffer 1 der Städte=Ordnung wird nach Anhörung der
Stadtverord=
neten=Verſammlung mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern und der Juſtiz vom 22. September 1893, zu Nr. M. J.
26979, für den Bezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt
ver=
ordnet, was folgt:
§ 1. Bei dem Auf= und Abladen und bei dem Transport
von Gegenſtänden, welche bei dem Herabwerfen oder bei dem
Trans=
port auf Wagen ein ſtarkes Geräuſch verurſachen, wie eiſerne
Trag=
balken, Schienen, Metallröhren und Stangen, Bleche, Ketten
und dergleichen, ſind ſolche Einrichtungen zu treffen, daß beläſtigendes
Geräuſch vermieden wird. Namentlich müſſen derartige
Metallgegen=
ſtände, welche bei dem Transport durch Aneinanderſchlagen ein ſtarkes
Geräuſch verurſachen, in zweckentſprechender Weiſe mit Stroh oder
anderem geeigneten Material unterlegt oder ſo feſt mit einander
verbunden werden, daß der Lärm vermieden wird. Solche
Gegen=
ſtände dürfen beim Abladen nicht vom Wagen herabgeworfen,
ſondern müſſen, gegebenen Falles unter Anwendung geeigneter
Vor=
richtungen, langſam herabgelaſſen werden.
§ 2. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmung
wer=
den in Gemäßheit des § 366 Ziff. 10 des R.=Str.=B. mit Geldſtrafe
bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 3. Dieſe Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer
Ver=
kündigung in Kraft.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1893.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwarent. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
.100 Pfg.
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
94
Fett, roh
70
80
Fett, ausgelaſſen
80
Leber
100
Kalbfleiſch
100
Hammelfleiſch
Bruſt.
70
100
Schweinefleiſch
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per ½ kg
Speck, geräuchert
.120 Pfg.
Dörrfleiſch
120 „
Schinken m. Bein .
120
Rollſchinken
. 140
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
96
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96 „
Leber= u. Blutwurſt . . 80
Maßnahmen gegen die Fleiſchteuerung.
Fleiſchverkauf in ſtädtiſcher Regie.
Die ſtädtiſche Verwaltung richtet vom 8. lfd. Mts. an in der
neuen Markthalle des Schlachthofs, Frankfurterſtraße 69, einen
Verkauf friſchen Fleiſches zu ermäßigten Preiſen ein. Verkaufstage
ſind alle Wochentage. Die Abgabe des Fleiſches erfolgt während
des gänzen Tags gegen Barzahlung an Jedermann.
Fiſchmarkt.
In Ergänzung dieſer Einrichtung iſt auf dem Marktplatz und
auf dem Riegerplatz Gelegenheit zum Einkauf guter und billiger
Fiſchſorten geſchaffen worden (ſ. beſondere Bekanntmachung).
Auch werden in der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule
Seefiſch=Kochkurſe abgehalten.
Sonſtige Vergünſtigungen.
Um der minderbemittelten Bevölkerung die Koſten der
Lebens=
haltung zu verringern, haben ſich mehrere hieſige Kohlenhändler in
dankenswerter Weiſe bereit erklärt, Allen, die von mir einen Ausweis
über ihre Bedürftigkeit erhalten, auf die Kohlen= und Holzpreiſe
weſentliche Ermäßigungen zuzugeſtehen.
Die Lieferung der Kohlen erfolgt nur gegen Barzahlung
bei Beſtellung.
Der Ausweis iſt auf Zimmer Nr. 41 des Stadthauſes zu
be=
antragen. Daſelbſt wird auch nähere Auskunft über die Namen der
Lieferanten und die Preiſe erteilt.
(20907a
Darmſtadt, am 5. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Städt. Fleiſch=Verkauf
Neue Markthalle im Schlachthof
und im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
alle Wochentage von vormittags 7 Uhr an
Rindfleiſch (alle Stücke) p. Pfund 82 Pfg.
Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke. . per Pfund 90 Pfg.
Verdingung der für das Statsljahr 1913 erforderlichen
Werkſtattsmaterialien als:
15 150 Stück Schaufelſtiele,
Los 1 8000 „ Hammerſtiele aus Hikoryholz,
2350
unbearbeitete,
700 Tafeln Filz,
420 kg Schmirgel,
67000 Bogen Schmirgelleinen,
Los 2
7400 Bogen Schmirgel= und Glaspapier,
1550 Stück Schwämme,
890 kg Treibriemen, lederne
70000 kg Oelfarbe, fertige,
Los 3
13000 kg Fenſter= und Metallkitt,
Los 4 13500 Stück Lampenteile aller Art,
Los 5 19200 m eiſerne und verzinkte Röhren für Gas=, Waſſer=,
Bremsleitungen und Dampfheizung; Mannesmannrohr,
1200 Stück Heizer= und Schlackenſchaufeln,
2090 Stück gewöhnliche Schraubenſchlüſſel,
280 Stück verſtellbare Schraubenſchlüſſel,
Los 6
30000 Stück rohe Schrauben mit Muttern,
10000 Stück fertige Schrauben ohne Muttern,
330 000 Stück eiſerne und ſtählerne Unterlagſcheiben,
800 Stück Achsbuchsbügel,
Los 7 ; 16000 kg Stahlformguß,
( 620 kg Hartlot,
200 qm Milchglas,
8250 am klares Glas,
Los § 1 100 Tafeln unbelegtes Spiegelglas,
200 am mattgeſchliffenes Glas,
4750 Stück Glasglocken,
11000 Stück Glasſcheiben für Schmierapparate.
Die Verdingungsunterlagen können bei unſerem Zentralbureau
(Zimmer 51) hier eingeſehen und gegen gebührenfreie Einſendung von
50 Pfennig in bar (nicht in Briefmarken) für jedes einzelne Los
bezogen werden.
Die Angebote ſind verſiegelt und mit der Auſſchrift:
„Angebot auf Lieferung von Werkſtattsmaterialien Los Nr. . . .
verſehen, bis zum 6. November 1912, vormittags 10 Uhr, porto= und
beſtellgeldfrei an uns einzuſenden.
Die Eröffnung der Angebote findet am 6. November 1912,
vormittags 10 Uhr, im Zimmer 72 unſeres Verwaltungsgebäudes ſtatt.
Ende der Zuſchlagsfriſt einſchließlich 21. November 1912.
Mainz, den 9. Oktober 1912.
(I21856
Königlich Preußiſche und Großherzoglich
Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
Roggen, Hafer, Heu und Stroh wird fortgeſetzt angekauft.
J21838)
Proviantamt Darmſtadt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Samstag, den 19. Oktober 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag deſſen, den es angeht, am
Hauptgüterbahnhof dahier gegen Barzahlung:
1 Waggon Hafer, erca 200 Zentner.
Die Verſteigerung findet in Partien von circa 10 Zentner ſtatt.
Zuſammenkunft der Steigliebhaber am Haupteingang des
Hauptgüterbahnhofes.
Darmſtadt, den 18. Oktober 1912.
(21905
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
Patente
Musterschutz
Warenzeichen
Entstaubungsanlagen
8701a)
Diol. Inu. Kenens Herszben u. C0.
Patent- und Ingenieur-Büro
Telephon 1695 Rheinstr. 19, I.
Darmstadt
eetet e
1bett, 1 Badew., 1 Blumentiſch zu
verk. Roßdörferstr. 31, Hth., I. (*9478si
faſt nen, billig zu
Prand, verkauf. Näheres
in der Expedition.
(21895
Honkurs-Ausverkauf!
Der Verkauf der Konkursmaſſe J. Hachenburger jr. wird in den Geſchäftslokalen
Rheinstrasse 7 u. Karlstrasse 115
(neben der Merck’ſchen Apotheke)
(neben der Beſſunger Apotheke)
fortgeſetzt.
Die Preise sind nochmals ermässigt.
Es befinden ſich noch am Lager:
Kurzwaren aller Art, Korſetts, Korſettſchoner, durchbr. und glatte
Strümpfe, ſeidene Ananas=Tücher, Echarpes, Handſchuhe, farbige
Taſchentücher, ſchwarze Schürzen, Zierſchürzen, Häkelſeide,
Wäſche=
borden ſchmal und breit, farbige Wolle und Baumwolle, Garne ꝛc. ꝛc.
Herren=Kragen, Manſchetten, Vorhemden, Marcohemden,
Kra=
watten, Hoſenträger, Socken ꝛc. ꝛc.
Kinderjäckchen, Ruſſenkittel, Leibchen, Hauben, Sweaters,
Schür=
zen, ſchwarz und farbig, Söckchen ꝛc. ꝛc.
Darmſtadt, den 25. September 1912.
(21778
Karl Dechert, Konkursverwalter.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute unter
Nr. 95 die Geſellſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung unter der Firma:
Haſſia=Schokoladefabrik,
Geſellſchaft mit
beſchränk=
ter Haftung, und mit dem
Sitz in Darmſtadt,
eingetragen.
Gegenſtand des Unternehmens
iſt die Herſtellung und der
Ver=
kauf von Kakao und Schokoladen.
Das Stamm=Kapital beträgt
20 000 Mk.
Geſchäftsführer iſt: Conrad
Der Geſellſchaftsvertrag iſt am
9. Oktober 1912 feſtgeſtellt.
Der Geſellſchafter Kaufmann
Conrad Maier in Hanau bringt
folgende ihm gehörigen Maſchinen
und ſonſtigen Mobilien ein:
1 komplette Kühlanlage,
Kom=
preſſer u. Kaſten,
1 Wärmeſchrank inkl.
Einmaue=
rung,
1 Kakao=Röſtmaſchine inkl.
Ein=
mauerung,
1 Transmiſſionsanlage, kompl.
mit Riemen,
1 Motor (Elektromotor) inkl.
Stellſchine,
1 elektriſche Leitung inkl.
Mon=
tage für Motor,
1 Kontoreinrichtung,
1 Beleuchtungsanlage,
1 komplette Muſterkollektion mit
3 Koffer 65/45,
1 Handmuſterkollektion,
Schokoladeformen,
20000 Etiketten,
wofür ihm 9000 Mark auf ſeine
Stammeinlage angerechnet werden.
Die Bekanntmachungen der
Ge=
ſellſchaft erfolgen durch den
Deut=
ſchen Reichs=Anzeiger. (21840
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
a teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 3. Oktober 1912.
Aenderung hinſichtlich der
Firma:
Cigarren=Import=Haus
Edmund Gerber,
Darm=
ſtadt.
Geſchäft und Firma ſind auf
Kaufmann Ernſt Creter in
Darm=
ſtadt übergegangen.
Der Uebergang der in dem
Be=
triebe des Geſchäfts begründeten
Verbindlichkeiten und Forderun=
Maier, Kaufmann in Hanau. gen iſt bei dem Erwerbe des
Ge=
ſchäfts durch Ernſt Creter
aus=
geſchloſſen.
* Die Firma iſt geändert in:
Cigarren=Import=Haus
Edmund Gerber, Nachf.
Ernſt Creter.
Hinſichtlich der Firma:
Geſchäft und Firma ſind auf
Kaufmann Guſtav Voigt Ehefrau,
Katharina, geborene Maag, in
Darmſtadt, übergegangen.
Der Uebergang der in dem
Be=
triebe des Geſchäfts begründeten
Verbindlichkeiten iſt bei dem
Er=
werbe des Geſchäfts durch Guſtav!
Voigt Ehefrau, Katharina, geb. verkauft.
Maag, in Darmſtadt, ausgeſchloſſen.
Die Prokura der Guſtav Voigt
Ehefrau, Katharina, geb. Maag, abzug. Pr. 6 M. N. i. d. Exv. (*954
iſt erloſchen.
Am 10. Oktober 1912.
Hinſichtlich der Firma:
C. A. Stützer Nachf.,
Darmſtadt.
Kaufmann Karl Grünpeter in
Darmſtadt übergegangen.
triebe des Geſchäfts begründeten
Darmſtadt, 12. Oktober 1912. Verbindlichkeiten und Forderungen Hausſchlachter, Liebfrauenſtr. 31, p
iſt bei dem Erwerbe des Geſchäfts
durch Karl Grünzeter ausge
ſchloſſen.
Am 14. Oktober 1912.
Hinſichtlich der Firma:
Hch. Wedel, Darmſtadt.
Geſchäft und Firma ſind auf
Ingenieur Joſef Hermes in
Darm=
ſtadt übergegangen.
Der Uebergang der in dem
Be=
triebe des Geſchäfts begründeten
Verbindlichkeiten und Forderungen
iſt bei dem Erwerbe des Geſchäfts
durch Joſef Hermes ausgeſchloſſen.
Die Ehefrau des Ingenieurs
Joſef Hermes, Bertha, geborene
Wedel, in Darmſtadt, hat
Pro=
kura.
(21839
Die Prokura der Heinrich Wedel
Ehefrau, Marie, geborene
Lauten=
ſchläger, in Darmſtadt, iſt erloſchen.
Darmſtadt, 15. Oktober 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
P. Rettig, Darmſtadt. Brennholz=
Verkauf
Samstag, den 19. Okt. wird
in der Beckerſtraße
klein=
geſchnitten. Brennholz per
Zentner zu Mk. 1.20
(*9650,
ſanne (Wellenbadſch), faſt neu=
Sehr ſchöne Pleureuſe bill zu verk.
Moosbergſtr. 63, III. r. (*9594
(*9659
Empfehle
Geſchäft ſamt Firma ſind auf mich verehrl. Publikum wie den
Herren Reſtaurateuren im
Kraut=
inſchneiden ſowie im Haus=
Der Uebergang der in dem Be=ſchlachten. (Poſtkarte genügt.)
Hochachtungsvoll Heinrich Pabst,
Kurſe vom 18. Oktober 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Sf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,40
78,10
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,90
. 88,10
3½ do. Conſols
78,10
3 do. do.
4 Bad, Staatsanleihe . . 99,70
93,00
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
86,80
do.
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,75
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
3½
76,50
do.
3
78,90
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 39,60
do. v. 1875 94,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 92,75
1¾ Griechen v. 1887 . . 49,60
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 87,60
4 do. Goldrente . . . 92,00
4 do. einheitl. Rente . 84,40
3 Portug. unif. Serie I 62,70
3 do. unif. Ser. III
10,00
3 do. Spezial
99,00
5 Rumänier v. 1903
4. do. v. 1890 . . 92,00
88,50
4 do. v. 1905
87,80
4 Ruſſen v. 1880 .
88,00
4 do. v. 1902 .
.100,10
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 70,40
4 Türk. Admin. v. 1903 78,00
4 Türk. uniſiz. v. 1903 83,10
4 Ungar. Goldrente . . . 87,50
4 do. Staatsrente. . . 84.90
InProz.
Zf.
.100,10
5 Argentinier .
4
85,40
do,
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99, 40
do.
92,80
4½
4½ Japaner . . . . . . . 92,50
5 Innere Mexikaner . . . 92,20
59,30
do.
3
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,10
3 Buenos Aires Provinz 68,40
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 152,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 120,50
87,2516 Südd. Eiſenb.=Geſ.
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 .
8 Baltimore und Ohio . 107,00
6½ Schantungbahn . . . 127,90
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,20
6 Pennſylvania R. R.
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
67,00
4 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 518,00
14 Chem. Fabrik Gries=
248,25
heim
30 Farbwerke Höchſt . . 617,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 343,00
10 Cement Heidelberg . . 150,00
30 Chem. Werke Albert 452,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 325,00
4 Lahmeper . . . . . . . 121,00
Eitzte
Iußrot.
Divid.
77½Schuchert, Nürnberg 150,75
5 Bergmann Electr.
10Deutſch.Ueberſee Electr. 160,00
0 Gummi Peter . . . . 101,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 107,25
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 586,25
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 206,00
8 Steana Romana Petr. 145,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 235,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 204,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 108,50
3 Südd. Immobilien . 59,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 184,40
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 228,70
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 174,20
10 Gelſenkirchener . . . . 193,00
8 Harpener . . . .
188,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 272,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
85,00
4 Laurahütte . . . . . . 168,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 165,50
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſahethbahn, freie 92,70 5.86 Reichsbank
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,40
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,40
76,70
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,90
M.
4
Zupre,
2t.
2¾/15 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,40
76,80
3 Raab=Oedenburg
12 Siemens & Halske .227,00( 4 Kronprinz Rudolfbahn 76,80
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 85,80
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,50
87,10
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,20
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,00
do.
4½
. 69,10
2½ Livorneſer .
3 Salonique=Monaſtir . 59,90 18—23.
81,25
4 Baadadbahn.
4½ Anatoliſche Eiſenb., 95,40
4 Miſſouri=Pacific. . . . 94,00
4 Northern=Paciſic . . . 99,50
93,40
4 Southern=Paciſic
5 St. Louis und San
Francisch. . . . . 85,00
5 Tehuantepec . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 183,75
7 Bergiſch=Märkiſche
. 148,00
Bahn.
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 164,75
6½ Darmſtädter Bank . 120,00
12½ Deutſche Bank . . . 246,40
6 Deutſche Vereinsbank . 122,504 Gießen
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,80
Weſteregeln 214,25 10 Diskonto=Kommandit 183,25
8½ Dresdener Bank . 152,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 212,00
6½ Mitteld. Kreditbank 117,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 121,00
7 Pfälziſche Bank. . 126,50
.132,50
7 Rhein. Kreditbank. . 133,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 117,60
7½ Wiener Bankverein . 127,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. .
Zußret,
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . .
.. . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . .
98,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
99,50
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
88,00
S. 3—5
87,80
S. 9—11
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
87,30
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,80
3½ do. (unk. 1914) . . 87,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
87,30
do.
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
do.
4 Frankfurt.
. 99,70
do.
94,50
do.
88,50
4 Heidelberg
97,60
do.
88,00
4 Karlsruhe
. 97,50
do.
88,30
4 Magdeburg.
do.
4 Mainz
do.
89,00
4 Mannheim
do.
4 München
.100,20
Nauheim
Nürnberg.
. 99,90
do.
87,10
. 29.204 Offenbach
97.804
Zußrot.
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . 7.7₰ 4 100,50
8½ do.
89,00
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1688 J 75,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tr. 109 170,40
g½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . ſl. 100 108,50
8 Madriber . . Fs. 100 73,40
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 137,90
4 Oeſterr. 1860er Lofs . 173,00
8 Olbenburger . . . . . . 126,80
7½ Raab=Grager ſl. 159 112,80
Unverzinsliche
Anlebensloſe.
Augsburger . . . . . ſl. 7 34,50
Braunſchweiger Tlr. 2 202,00
Ft. 15
Freiburger .
F4.45 —
Mailänder
ds.
„ . 58.10 —
Meininger .
.ſl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 517,90
do. v. 1858 fl. 100 436,00
Ungar. Staats . . fl. 100 366,00
Benediger . . . . Ft. 30
Türkiſche . . . . 63. 400 157,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,47
20 Franis=Stücke
16,22
Amerikaniſche Noten.
4,20
Engliſche Noten
20,45
Franzöſiſche Noten,
81,10
Holländiſche Noten.
169,60
Italieniſche Noten .
80,40
Oeſterr.=Ungariſche Roten 84.70
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskente.
band Aes. 5af.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 18. Okt. (Börſenbericht.)
An den Börſen iſt eine entſchiedene Beruhigung
einge=
treten, nachdem man ſich der Lokaliſierung des Krieges auf
denBalkan verſichert glaubt und derFrieden mitItalien und
der Türkei nunmehr definitiv abgeſchloſſen wurde.
Nach=
dem die Angſtverkäuſe in der vorigen Woche beendigt
wa=
ren, hat der Markt durchgängig eine geſundere Baſis
an=
genommen. Dazu geſellten ſich viele Kaufordres des
Pri=
vatpublikums, das zu den gewichenen Kurſen alles
Ange=
botene aufnahm. Der Verkehr geſtaltete ſich während der
ganzen Geſchäftswoche recht lebhaft und man machte die
Erfahrung einer neugebildeten größeren Spekulation, die
den Märkten ein regeres Gepräge verlieh. Die ſchon
letzt=
hin erwähnte knappere Geldlage an den internationalen
Plätzen hat eine Beſtätigung in der Diskont=Erhöhung
der Bank von England auf 5 Prozent gefunden. Bei
un=
ſerer Reichsbank dürfte eine Erhöhung erſt in der
dem=
nächſtigen Sitzung des Zentralausſchuſſes beſchloſſen
wer=
den, und man glaubt auf 5½ Prozent, um einem
eventuel=
len größeren Goldausgang zu parieren. Die Balkankriſe
und die Börſenderoute ſind auch bei der Reichsbank
ver=
ſpürt worden; doch hat ſich der letzte Status wieder
er=
heblich beſſern können; auch der Metallbeſtand hat ſich um
38 Millionen geſtärkt und die fremden Gelder haben ſich
um 43 Millionen vermehrt; letzteres iſt indes ſtets bei
be=
wegten Zeiten der Fall geweſen.
Zu den Einzelheiten übergehend, haben deutſche
Ren=
ten keine weſentliche Veränderung erfahren, doch bemerkte
man ſtärkere Käufe zu Anlagezwecken. Von den
auslän=
diſchen Staatsfonds ſind die Werte der kriegführenden
Mächte durchweg umProzente erholt; was vielleicht
haupt=
ſochlich Interventionskäufen zuzuſchreiben wäre.
Türki=
ſche Gattungen und türkiſche Loſe konnten anſehnlich
profi=
tierens ebenſo öſterreichiſch=ungariſche Renten und Ruſſen.
Der Markt für Transportwerte war ſehr belebt,
namentlich Hbgr. Paketfahrt, Nordd. Lloyd, Schantung
und Lombarden, die weſentlich ſteigen konnten. Orient=
bahnen blieben gut behauptet bei 157. 3prozentige
Süd=
bahnprioritäten zu 52½ vielfach gekauft; ferner wurden
Ruſſiſche Prioritäten beſſer bezahlt. Bankaktien haben ſich
dieſe Woche wieder befeſtigen können, wobei
Diskontokom=
mandite am bevorzugteſten waren. Am Markt entwickelte
ſich zu Anfang der Woche eine ſtärkere Aufwärtsbewegung;
bewirkt durch bedeutende Rückläufe und Deckungen der
Baiſſe=Spekulation. Später erfolgten
Gewinnſtrealiſa=
tionen, die eine Abſchwächung hervorriefen. Das
Aus=
ſcheiden des Fiskus aus dem Kohlenſyndikat wurde
viel=
fach beſprochen wegen der neugeſchaffenen Situation und
deren eventuellen Folgen. Dabei laufen über die
Abſatz=
verhältniſſe recht günſtige Berichte ein.
Das Kaſſainduſtriegebiet geſtaltete ſich ebenfalls recht
lebhaft; es erfolgten auch hier größere Preisſteigerungen,
die etwas überhaſtet erſcheinen dürften. Man darf ſich
nicht der Hoffnung hingeben, daß nach dem erſten
Kanonen=
ſchuß und der Eindämmung des Krieges eine ruhigere
Periode an den Börſen eintreten werde. Vielmehr ſind
noch mit vielen Bewegungen zu rechnen und es kann auch
hier nicht genug gewarnt werden, daß das Publikum nur
auf Ausſicht eines längeren Beſitzes kauft, aber ſogenannte
Luftgeſchäfte vermeidet. Die Kurſe aller Gattungen auf
dieſem Gebiete haben mehr oder minder Steigerungen
erfahren. Deutſche Gold= und Silberſcheideanſtalt bis
650, Badiſche Anilin bis 516, Höchſter Farbwerke bis
617½, Holzverkohlung bis 326½, Kleyer bis 586½,
Biele=
felder bis 470, Daimler bis 313½, Benz bis 235½,
Weſter=
egeln bis 214, Steana Romana bis 145, Naphtha bis 290.
Elektrizitätsaktien, die anfangs in recht gedrückter
Stim=
mung waren, konnten ſpäter ganz weſentlich avancieren.
Dabei ſtimulierte der Abſchluß der Allgem. Elektrizitäts=
Geſellſchaft, die wieder 14 Prozent Dividende verteilen
kann. Hervorgehoben wird dabei, daß der Reingewinn
ausſchließlich aus demFabrikationsgeſchäfte erzielt worden
iſt. Was über das neue Jahr berichtet wird, lautet
weiter=
hin recht günſtig. Wiederum wird von einer ſehr
erheb=
lichen Steigerung des Umſatzes und der Aufträge für die
erſten zwei Monate 1912/13 berichtet. Die projektierte
Aktien=Emiſſion in Höhe von 25 Mill. Mk. dürfte den
Aktionären zu 210 Prozent angboten werden.
Akkumula=
toren waren bis 500¼ zurückgegangen; erholten ſich wieder
bis 522,75.
Von Loſen notieren: Augsburger 34,90,
Braun=
chweiger 203,—, Pappenheimer 55,—, Genua 205,—,
Tür=
kiſche 158,20, Freiburger 75,—, Ungariſche 365, Meininger
35,40, Venediger 45,90, Mailänder 45 Fres.=L. 140 nominell,
Mailänder 10 Fres.=L. 34, —, Raab=Grazer Anr.=Sch.36,50,
in Reichsmark; Gothaer Prämie II 153,25, Madrider 73,40,
Donau=Regulierung 117,—, in Prozent; ferner ſchließen:
4 proz. Reichs (unkündbar bis 1918) 100,35,
3½proz. Reichs 88,35, 3proz. Reichs 78,—, 4proz. Heſſen
von 1899 99,80, 4proz. Heſſen von 1906 99,80, 4proz. Heſſen
von 1908/09 99,80, 4proz. Heſſen (unkündbar bis 1921)
100,50, 3½proz. Heſſen 87,—, 3proz. Heſſen 76,50, 4proz.
Darmſtädter 97,75, 3½proz. Darmſtädter 88,80, 4proz.
Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 18—23) 99,60 G., 4proz.
Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 24—25) 99,70 G., 3½proz. Heſſ.
Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 3—5) 87,80 G., 3½proz. Heſſ.
Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 9—11) 87,90 G., 4proz. Heſſ.
Kommunal=Pfdbr. (Serie 10—12) 99,60 G., 4proz. Heſſ.
Kommunal=Pfdbr. (Serie 13—14) 99,70 G., 3½proz. Heſſ.
Kommunal=Pfdbr. (Serie 1—3) 88,— G., 3½proz. Heſſ.
Kommunal=Pfdbr. (Serie 4) 87,90 G., Darmſtädter Bank
120,—, Südd. Eiſenbahn=Geſellſchaft 126,50, Südd.
Im=
mob.=Geſellſchaft (Mainz) 61.—, Lederwerke vorm. Spicharz
(Offenbach a. M.) 60,—, Schramms Lack= und Farben=
Fabriken (Offenbach a. M.) 280,— Chemiſche Mühlheim
a. M. 60,— Schantung 128,75, South=Weſtafrika 139,—,
Otavi=Anteile 113,—, Otavi=Genußſcheine 81,50, 4½proz.
Ruſſen 100,—, 4proz. 1880er Ruſſen 87,90, 4proz. 1902er
Ruſſen 87,55, 3¾oproz. Ruſſen 86,50, 3½proz. Ruſſen 77,75,
3proz. Ruſſen 70,—, 4proz. unifizierte Türken. 82,20, 4proz.
Adminiſtrations=Türken 78,—, 4proz. Bagdadbahn 81,—,
4proz. konvertierte Türken 1905/1911 77,50, 5proz. Chineſen
99,30, 4½proz. Chineſen 92,90, 5proz. (Tientſin=Pukow)97,50,
4½proz. Japaner 92,25, 4proz. Japaner 85,20, 5proz. Buenos=
Aires 68,30, 5proz. Bulgaren 94,—, 4½proz. Serben 78,50,
4proz. Serben 70,40, Griechen 48,70.
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[ ← ][ ][ → ]Au die Tbangeriſchen Deiboyaer der eiabr Darmſtadrt
Der Heſſiſche Hauptverein des Evangeliſchen Bundes begeht am 27. und 28. Oktober ds. Js. die Jubelfeier ſeines 25jährigen Beſtehens
in den Mauern der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt. Aus dieſem beſonderen Anlaß, ſowie zu Ehren der aus dem ganzen Heſſenland zu erwartenden Feſtgäſte
wird gleichzeitig unter Mitwirkung von nahezu 300 Perſonen Devrients „Luther” aufgeführt werden, der zum erſten Mal vor 16 Jahren vor die evangeliſche
Bevölkerung Darmſtadts hingetreten iſt und ſie zu nachhaltiger Begeiſterung fortgeriſſen hat. — Dankbar wollen wir bei dieſer Gelegenheit als deutſche Proteſtanten
der reichen Segnungen und gemeinſamen Geiſtesgüter gedenken, die auch das Heſſenland dem großen Werke der Reformation und der unermüdlichen Arbeit des
Evangeliſchen Bundes, des Bannerträgers evangeliſchen Glaubens, proteſtantiſcher Ehre und deutſcher Freiheit im Kampfe gegen ihre Widerſacher, zu verdanken hat.
Von neuem wollen wir uns zu dem heiligen Dienſte ſtärken, den wir im Geiſte unſerer Väter, treu dem eigenen Bekenntnis und duldſam gegen fremde Ueberzeugung,
unſerem Volke und Vaterland ſchuldig ſind. — Die Unterzeichneten laden daher alle Evangeliſchen Darmſtadts, ſeiner näheren und weiteren Umgebung und aus dem
ganzen Großherzogtum zu allgemeiner Beteiligung an dieſer Jubelfeier ein und hegen die Erwartung, daß dadurch die Freude am evangeliſchen Weſen und die Treue
zum deutſchen Proteſtantismus neu geſtärkt werden.
Feſtordnung:
Freitag, den 25. Oktober, abends 7 Uhr: Erſte Aufführung des Devrient’ſchen Lutherfeſtſpiels im Städt. Saalbau.
Samstag, den 26. Oktober, abends 7 Uhr: Geläute der evangeliſchen Kirchen Darmſtadts und der Vororte.
Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 8 Uhr: Choralblaſen vom Turm der Stadtkirche.
Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 10 Uhr: Feſtgottesdienſt.
Sonntag, den 27. Oktober, vormittags 11¼ Uhr: Jugendgottesdienſt in der Stadtkirche.
Sonntag, den 27. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Evangeliſche Volksverſammlungen:
1. In der Turnhalle am Woogsplatz unter Mitwirkung der Kirchengeſangvereine der Johannes= und Petrusgemeinde. Leitung: Hauptlehrer Löſch=Darmſtadt.
2. Im Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18, unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins der Martinsgemeinde und des Gemeindegeſangvereins der Stadtgemeinde.
Leitung: Profeſſor Knoll=Darmſtadt.
1. Begrüßung: Der Vorſitzende des Zentral=Vorſtandes, Generalleutnant von Leßel, Exzellenz. 2. Vorträge: Unſer evangeliſcher Glaube u. unſere
heſſiſche Heimat.
1. Die Reformation und das Heſſenland — was verdanken beide einander? Stadtpfarrer D. Dr. Diehl=Darmſtadt.
2. Der Evangeliſche Bund und das Heſſſiſche Volk — was haben beide einander gegeben und was haben beide von einander zu
erwarten? Pfarrer D. Waitz=Darmſtadt.
Abends 7 Uhr: Feſtaufführung des Devrient’ſchen Lutherfeſtſpiels (mit vorausgehender Begrüßung) für auswärtige Feſtgäſte im Städtiſchen Saalbau.
Abends 8 Uhr: In der Turnhalle am Woogsplatz unter Mitwirkung der Kirchengeſangvereine der Stadtgemeinde und der Paulusgemeinde: Evangeliſche
Feſt=
verſammlung.
1. Eröffnung: Landgerichtspräſident Theobald; 2. Begrüßungen durch Behörden und Vereine; 3. Muſikaliſche Darbietungen; 4. Schlußwort: Der
Vor=
ſitzende des Hauptvereins.
Montag, den 28. Oktober, vormittags 11¼ Uhr: Im Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18: Hauptverſammlung.
1. Eröffnung und Leitung: Der Vorſitzende des Hauptvereins; 2. Vortrag: Der Proteſtantismus — ein Erzieher des deutſchen Volkes zur Kraft.
Univerſitätsprofeſſor D. Eck, Rektor der Landesuniverſität Gießen.
Montag, den 28. Oktober, nachmittags 1½ Uhr: Feſteſſen (mit Damen) im Hotel Heß, Rheinſtraße 22.
Bemerkungen; 1. Zu den Feſtveranſtaltungen ſind alle evangeliſchen Glaubensgenoſſen willkommen. 2. Eintrittskarten und Tiſchkarten
ſind im Empfangs= und Auskunftsbureau im Hotel Köhler, Rheinſtraße 48, zu haben.
Der Vorſtand des Heſſiſchen Hauptvereins des Evangeliſchen Bundes:
Pfarrer D. Waitz=Darmſtadt, 1. Vorſitzender: Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher=Gießen, 2. Vorſitzender; Pfarrer Berck=Mainz=Mombach, 1. Schriftführer; Großh. Rat
Sonne Darmſtadt, 2. Schriſtführer: Rechnungsrat Rothermel=Darmſtadt, Schatzmeiſter; Pfarrer Lio. Dr. Vert=Weiſenau: Pfarrer Bickelhaupt=Groß=Umſtadt; Kammerrat Bröckelmamn=
Laubach; Lehrer Dollinger=Ober=Gleen; Landgerichtsdirektor Dornſeiff=Darmſtadt; Pfarrer Eckel=Lampertheim: Oberhofprediger Ehrhardt=Darmſtadt; Pfarrer Eſchenrüder=Worms;
Pfarrer Fritſch=Ruppertsburg; Kapitänleutenant a. D. Grill=Bensheim; Dekan lic. Jacob=Mainz; Gymnaſialprofeſſor Lampas=Friedberg; Pfarrer Loos=Groß=Umſtadt:
Amts=
gerichtsrat Mann=Worms; Geh. Schulrat Direktor Dr. Otto=Darmſtadt: Pfarrer Rehwald=Heppenheim a. d. B.: Pfarrer Reinhardt=Bingen; Dekan Sauerwein=Alsfeld; Profeſſor
der Theologie D. Dr. Schian=Gießen; Profeſſor der Theologie D. Dr. SchvellFriedberg; Pfarrer Wagner=Darmſtadt, Oberſt z. D. Weimer=Nidda, Dekan Zaubitz=Bensheim.e
Der Vorſtand des Zweigvereins Darmſtadt:
Profeſſor Knoll, 1. Vorſitzender; Pröfeſſor Pfannmüller, 2. Vorſitzender; Rechnungsrat Keutzer, Schriftführer; Oberkonſiſtorialregiſtrator Wahl, Rechner: Obermedizinalrat
Dr. Balſer, Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule Dr. Berger; Pfarrer D. Dr. Diehl, Landgerichtsdirektor Dornſeiff Oberhofprediger Ehrhardt; Profeſſor Heil Beigeordneter
und Baurat Jäger; Oberpoſtaſſiſtent Jäger; Pfarrer Kleberger: Wirkl. Geh. Oberpoſtrat Kobelt; Lehrer Krapp; Geh. Oberkonſiſtorialrat Merck= Geh. Oberkonſiſtorialrat D. Peterſen;
Seminarlehrer und Stadtverordneter Pickert; Rechnungsrat Rothermel; Oberlandesgerichtsrat Schilling=Trygophorus; Stationsvorſteher a. D. Schmalz; Großh. Rat Sonne;
Hof=
zimmermaler Stier; Pfarrer D. Waitz Schneidermeiſter Weber.
Der Ehrenausſchuß zur Aufführung des Lutherfeſtſpiels:
Prinz Viktor zu Erbach=Schönberg, Durchlaucht; Finanzminiſter Dr. Dr. ing. Braun, Exzellenz; Provinzialdirektor Fey, Prälat D. Dr. Flöring; Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing; Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel; Diviſionskommandeur Generalleutnant von Plüskow, Exzellenz; Stadtkommandant Generalmajor von Randow; Geheimerat
Römheld; Hofmarſchall Freiherr von Ungern=Sternberg.
(21812
Der Jeſt=Ausſchuß:
Darmſtadt: Profeſſor Pannmüller, Vorſitzender;
Kanzleirat Albohn; Kaufmann Allgower; Chefredakteur
Ammenn; Kaufmann J. Andres; Redakteur Anhäuſer;
Profeſſor Dr. Anthes; Polizeiwachtmeiſter i. P. Appel;
Hof=Pianofortefabrikant H. Arnold: Waſchanſtaltsbeſitzer
Aßmuth; Muſeumsdirektor Profeſſor Dr. Back;
Ober=
finanzrat Balſer; Werkführer Barth; Schreiner
Bau=
müller; Profeſſor Dr. Baur; Oberpoſtaſſiſtent Beck;
Güter=
vorſteher Becker; Chefredakteur Behre; Privatier
Frei=
herr von Bellersheim; Kammerherr Freiherr von
Bellers=
heim; Buchdruckereibeſitzer Bender; Weißbindermeiſter
Bender; Rechnungsrat Bergauer; Profeſſor Dr. Berger:
Kirchenrat Bergmann; Oberkonſiſtorialrat Dr. Bernbeck;
Geheimerat Dr. Beſt; Rentner Beſt; Poſtdirektor Blaß;
Geheimer Oberſchulrat Block; Kaſſediener
Boll=
bach: Rentner Bonte; Tapeziermeiſter Borger;
Rechnungsrat Bormet; Generalmajor von Branconi;
Kaufmann Brandſtätter; Revierpolizeikommiſſär
Breit=
barth: Sanitätsrat Dr. Brückner: Hofgartenauffeher
Büttner: Oberſtleutnant a. D. Bullrich: Oberpoſtſelretär
Colin; Arzt Dr. Collatz; Amtsrichter Conradi;
Bureau=
gehilfe Creter; Armenaufſeher Creter; Bureaudirektor
Daub; Bureaudiener i. P. Dechert: Redakteur Dr.
Dett=
mann; Geh. Schulrat Profeſſor Dr Derſch; Schloſſer
Deſor; Lehrer Dickel; Oberforſtrat Diefenbach; Pfarrer
Dingeldey; Metzgermeiſter Dintelmann; Geheimer
Schul=
rat Dr. Dorfeld; Oberbahnaſſiſtent Döll; Hofrat Edward;
Reviſor Enders; Gaſtwirt Enes; Weißbindermeiſter Erb;
Telegraphenſekretär Erzgräber; Lehrer Eſcher:
Ober=
konſiſtorialrat Euler; Rechnungsrat Feick; Kaufmann
Fertig; Schloſſermeiſter Fey; Landwirt Chr. Fey;
Land=
wirt H. Fey; Schreinermeiſter Fiſcher;
Obertelegraphen=
aſſiſtent H. Fiſcher; Pfarraſſiſtent Flöel; Geheimer
Schul=
rat Dr. Forbach; Kreisſchulinſpektor Prof. Dr. Frenzel;
Rentner Freund; Miniſterialkanzliſt Fritz; Geh.
Ober=
finanzrat Dr. Fuchs; Regierungsrat Fuchs; Landwirt
Geiger; Kaufmann Gerhard; Sattlermeiſter Geyer:
Bahnarbeiter Geyer VII., Kommerzienrat Göbel;
Rech=
nungsrat Göbel; Rechnungsrat Götz; Oberregierungsrat
Gräf; Hofapotheker Gros; Gärtner Grünewald;
Kauf=
mann Günzler; Kanzliſt Gutkäſe: Reallehrer Guyot;
Geheimerat Haas; Sanitätsrat Dr. Habicht:
General=
adjutant Generalmajor Hahn; Juſtizrat und Notar
Hall=
wachs; Oberlehrer Dr. Hammann; Redakteur Hannemann;
Rektor Hanſtein; Fabrikant Hannes: Betriebsſekretär
Handtke: Leibarzt Dr. Happel; Handſchuhfabrikant
Haupt=
mann; Geh. Obermedizinalrat Dr. Hauſer; Wachtmeiſter
i. P. Hechler: Profeſſor Dr. Heil; Bureauaſſiſtent Heil;
Oberforſtrat Hein; Geh. Oberforſtrat Heinemann;
Fabri=
kant Heißner; Handels= u. Sprachlehrer Held;
Oberfinanz=
rat Dr. Hellwig; Staatsſchuldbuchführer und
Landtagsab=
geordneter Henrich; Geh. Hofrat Prof. Dr, Henneberg;
Lehrer Herbſt; Pfarraſſiſtent Herpel; Archivrat D. Herr=
mann; Stadtverordneter Dr. Ing. Heyd: Generalmajor
Freiherr von Heyl; Kommerzienrat Heyn; Privatier
Hirſch; Lehrer Hof; Prof. Geh. Oberbaurat Hofmann;
Juſtizrat Dr. E E. Hoffmann; Kammerherr und
Ober=
jägermeiſter Freiherr van der Hoop: Privatier Hölzel;
Miniſterialrat Hölzinger: Poſtaſſiſtent Huck;
Sattler=
meiſter Hufnagel; Hauptlehrer Huff; Verführer Hüfner;
Rentner Jäger; Kommerzienrat Jakobi; Kaufmann
Jayme; Kommerzienrat Ihrig: Metzgermeiſter Illert;
Profeſſor Kalbfleiſch; Rechtsanwalt Kalbhenn; Kaufmann
Kalbſuß; Hauptlehrer Kaßlick; Senatspräſident Do.
Keller; Inſpektor Keller; Profeſſor Kellner; Lehrer Keſſel:
Kreis=Schulinſpektor Profeſſor Kiſſinger; Tapezierer
Kiſtinger; Geheimrat Prof. Dr. Kittler: Geh.
Landes=
kulturrat Dr. Klaas; Kaufmann Kleber: Lehrer
Klein: Bildhauer Klein: Geheimer Juſtizrat Dr.
Kleinſchmidt; Forſtwart Klipſtein: Betriebs=Ingenieur
Klopfer; Hofweißbindermeiſter Klump; Geheimer
Ober=
finanzrat Dr. Knell; Lehrer Knell= Geh. Baurat
„Prof. Koch; Kirchenrat Köhler; Lehrer Köhres;
Sanitäts=
rat Dr. Kolb; Rechnungsrat Kornmann; Kanzleirat Kraft;
Amtmann Krapp; Miniſterialrat Dr. Kratz; Geh.
Finanz=
rat Krebs; Rechnungsrat Kreuder; Schreiner Krenz;
Weißbindermeiſter Kugel: Oberlandesgerichtspräſident
Kullmann; Forſtmeiſter Kullmann; Profeſſor Kunkel;
Landgerichtsdirektor i. P. Küchler; Weißbindermeiſter
Küſter: Landwirt Küſter: Geh. Finanzrat Dr. Lauer;
Rentner L. Lautenſchläger; Rentner G. Lautenſchläger;
Pfaraſiſtent Lautenſchtüger: Geh. Medlzinalral Dr.
Lehr: Stadtverordneter Lehr:; Profeſſor Lenhardt:
Kam=
merherr Freiherr von Leonhardi; Geh. Oberbergrat Prof.
Dr. Lepſius; Reallehrer Lerch; Profeſſor Lendhecker:
Divi=
ſionspfarrer Liedtke; Bahnbeamter i. P. und
Stadtverord=
neter Leyerzapf: Juſtizrat und Stadtverordneter Lindt;
Miniſteriallanzliſt Löfſier: Hauplehrer Vöſch: Direkbr
Prof. Dr. Lueins: Amtsgerichtsrat Dr Mahr: Geh.
Schulrat Dr. Mangold: Ingenieur und Stadtverordneter.
Markwort: Pfarrer Marx: Prof. Die Matthes; Lehrer
Mathen: Sanitätsrat Dr. Maurer: Küſer Ma; Profeſſor
Mendelsſohn; Dr. Willy Merck; Oberpoſtdirektor Milkau:
Wachtmeiſter i. P. Mohr; Oberſtleutnant z. D Modtz;
Ortsgerichtsvorſteher Müller; Pfarraſſiſtent Müller;
Bür=
germeiſter Mueller: Weißbindermeiſter Miller: Geh.
Schulrat Münch: Werkmeiſter Münkler; Legationsrat Dr.
Neidhart; Kirchenrat Neuroth; Zimmermeiſter Nickels;
Geheimer Regierungsrat Noack: Stadtbibliothekar Noack;
Geh. Oberſchulrat Nodnagel; Generalleutnant z. D. Exz.
Nölli Stadtverordneter Nohl:; Privatier Nohl:
Kammer=
herr Ritter und Edler von Dettinger: Lehrer Offenbächer;
Juſtizrat und Landtagsabgeordneter Dr. Oſann; Rentner
W. G. Ottv: Geh. Rechnungsrat Petry:
Oberlandes=
gerichtsrat Pfannmüller: Hofbibliothekar Lie.
Pfann=
müller: Hauptlehrer Pfannmüller: Profeſſor Pfaff;
Geh. Baurat Profeſſor Pfarr; Kaufmann Pfeifer; Reviſor
Pfeiffer; Rentner Poth; Rentner Pöllot; Kaufmann
Ouerner; Apotheker Ramdohr; Eiſenbahn=Oberſekretäy
Rauſch; Kaſſediener Reimund; Kohlenhändler Rinner;
Kanzlei=Inſpektor Rittershofer; Rentner Rockel;
Hofkam=
merrat i. P. Rolshauſen; Profeſſor Dr. Roller; Privatier
Roßmann; Kaufmann Georg Roth; Poſtſekretär Roth;
Lehrer Röder; Geh. Juſtizrat Römheld; Geh. Baurat
Rötelmann; Pfarrer Rückert; Schuhmachermeiſter Rückert;
Eiſenbahn=Oberſekretär Rädiger: Hauptlehrer Sames;
Bauunternehmar Sames; Oberlandesgerichtsrat
Sand=
mann; Reallehrer Sann; Kaufmann Schaaf; Hauptlehren
Schäfer; Lehrer i. P. Schäfer; Schreinermeiſter H. Schäfer;
Schneidermeiſter Scheidler; Geh. Oberſchulrat Dr.
Scheuer=
mann; Geh. Juſtizrat Schmeel; Schloſſer Schmidt;
Seifen=
fabrikant Schmitt: Privatier Schmunk; Geh, Hofrat Prof.
Dr. Schering: Diakoniepfarrer Schneider: Pfarrer 1. P.
Schneider; Ziegelei=Beſitzer Schneider; Kaufm. Schneider;
Metzgermeiſter Schneider: Grubenbeſitzer Schneider;
Schreinermeiſter Schneider II.; Kaufm. Schnellbächer;
Pro=
feſſor i. P. Dr. Schopp; Kreisbautechniker Schreiner;
Pro=
feſſor Schüler; Schloſſer Schüler: Schuhmachermeiſter
Schweinsberger; Prof. Dr. Schweisgut; Hoflieſerant
Schweisgut; Landwirt Gg. Seibel; Poſtſekretär Seipel;
Oberpoſtaſſiſtent Specht; Chemiker Dr. Spiegel; Kaufm.
Sulzmann; Geheimerat Süffert; Kirchenrat Stamm;
Geh. Hofrat Dr. Städel; Reallehrer Stephan; Major
Frhr. v. Stetten: Zimmermſtr. Stier; Werkmſtr. Sting;
Redakteur Streeſe: Privatier Stumpf; Wagnermſtr.
Stumpf; Finantzrat Stroh; Riedakteur Stümke;
Land=
gerichtspräſident Theobald: Reallehrer Thierolf; Gerichts
vollzieher Thüre; Kaufmann Thomaſius; Forſtmeiſter Dr.
Urſtadt; Chemiker Dr. Vaubel; Stadtpfarrer Velte;
Dip=
lom=Ingenieur Vogel: Stadtpfarrer Vogel; Büro=Aſſiſtent
Bogt: Oberbibliothekar Profeſſor Dr Voltz: Geheimer
Hofrat Profeſſor Dr. P. Wagner; Oberlandesgerichtsrat
Wagner; Hofbuchhändler Waitz; Geh. Baurat Profeſſor
Walbe; Chefredakteur Dr. Waldaeſtel; Geh. Oberforſtrat
Dr. Walther: Geheimerat D. Walz: Miniſterial=Reviſor
Wamſer; Kaufmann Warnecke; Präſident des
Verwal=
tungsgerichtshofes Geheimerat Dr. Weber; Lederhändler
Weber; Rentner Weber; Schneidermeiſter Weber:
Hof=
theater=Feuerwächter Weber; Kabinettsſekretär Dr. Wehner;
Schuhmachermeiſter Weidmann; Oberverwalter Weidner;
Veterinärrat Dr. Weinsheimer; Kaufmann Weis:
Kanz=
leidiener Weiſel; Profeſſor i. P Dr. Weis; Direktor=
Weitzel: Reſtaurateur Wenz; Poſtſekretär Wenzel; Lehrer
i. P. Wenzel; Geh. Baurat Prof. Wickop; Pfarrer
Wid=
mann; Rentner Wiener; Kaufmann Will; Zimmermann
Wittmann; Landwirt Wittmann III.; Maurermeiſter
Wolf; Schriftſetzer Würthele; Poſtſekretär Zacheiß;
Kir=
chenrat Zentgraf; Kaufmann Zeißler; Fabrikant Ziegler;
Oberſtleutnant Zierold: Landgerichtsrat Zimmermann;
Telegraphenſekretär Zöller,
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aus farbigen
Jackenkleider Stoffen von 16an
marine Cheviot
Jackenkleider
von 171m
engl. Stoff-
Kostüm-Röcke arten von Zan
marine und V 95
Kostüm-Röcke schwarz von 4an
Unterröcke, Halbtuch von 1an
Unterröcke, Moiré von Aan
Wollblusen, gefüttert von 2an
Oxford-Blusen
von 95m
Hermelin-Kanin
Mouflon-Hase, grau
Weiß Tibet
Schwarz Kanin
Mouflon, natur
Fehwamme
von 1an
von Jan
750
von Ban
von Gan
von Han
von Gan
von 5an
mit Köpfen u.
Murmel-Kanin Schweik. garn. v. 11an
Mouflon, silbergrau von 12an
mit Köpfen und
Sibir. Hase Schweilen von 13an
Nerz-Murmel
von 16m
Fehrücken
von 21an
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Blusenstoffe Meter 1.45, 1.35, I
schwarz
Moderne Nadelstreifen
60
und blau Meter 3.20, 2.70, 2.45, 2.—, 1
Noppen und
Hauskleiderstoffe Streifen
Meter 1.10, 95, 85 ₰
Moderne Melangen f. Röcke
110 cm breit
Meter 10
Frikotagen:
Wollwaren:
Herren-Normalhemden ven 1an
Stück 125
Herren-Normalhosen von Jan
St.C
Herren-Normaljacken von 95an
St.
Herren-Einsatzhemden von 1an
Kinder-Leib-u. Seelhosen,
(Futter)
Stück von50 an
Kinder-Leib-u. Seelhosen
(ormal) Stück von 75 an
(Futter-
Herren-Unterhosen hosen) 130
Stück von Jan
St.
Damen-Normaljackenvon95an
Stück 445
Normal-Untertaillen von Jan
mit ¼ Aermel
von 1.
Kinder-Palentins von 12a
Kopftücher viereckig, von 35 an
Wollene Shawis von 65an
Damen-Serviteurs von 60an
Ohrenwärmer
Umschlagtücher
von 1an
Damen-Westen
von Jan
Blusenschoner
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Woll. Damen-Unterjacken, 35
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Chenille-Tücher von Jan
Ananas-Tücher
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Schulterkragen
von Zan
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engl. Art, 110 cm 495
Kostümstoffe breit Meter 2.20, I
130 cm breit
Kostümstoffe Meter 3.80, 3.40, 260, 2
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Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
50)
Chriſta war an den Verkaufstiſch getreten. Die
Ver=
käuferin war ein flinkes junges Mädchen und bediente ſie
mit größter Zuvorkommenheit. Sehr bald hatte Chriſta
die gewünſchten Ohrgehänge gefunden. Als Chriſta eben
mit dem ihr ausgeſtellten Preiszettel zur Kaſſe gehen
wollte, blickte ſie auf und ihr Auge traf den ſie wie
ent=
geiſtert anſtarrenden jungen Mann.
Mit unwilliger Bewegung wandte ſie ſich ab. Sie
haßte dieſes freche Anſtarren der in Berlin oft ſehr
auf=
dringlichen Männerwelt. Aber plötzlich blieb ſie zögernd
ſtehen. Wer war das? Das Geſicht kam ihr bekannt vor.
Nein, ein unverſchämtes Muſtern, eine Zudringlichkeit
hatte in den Blicken, denen ſie begegnet war, nicht gelegen.
Da ſchlug auch ſchon ihr Name an ihr Ohr, ihr Name von
den Lippen) des Fremden.
Fräulein von Leerſen! Nein, es iſt keine Täuſchung,
Sie ſind es ſelbſt! Verzeihen Sie, daß ich es wage, Sie
anzureden!
Sie hatte ſich umgewandt und blickte den Sprecher
voll an. Wer war das? Sie kannte ihn nicht. Aber die
Stimme — dieſe Stimme, wo hatte ſie die gehört? Ein
fernes Erinnern ſtieg in ihr empor und nahm nach und
nach Geſtalt und Leben an. Dann ſtand plötzlich jener
dämmernde Frühlingsabend auf dem ſtillen Friedhofe in
Bellburg vor ihr, an dem ſie einen Unglücklichen, Ver=
zweifelten, der den Tod ſuchte, zurück zum Leben geführt
hatte. Ja, jetzt eckannte ſie ihn auch, trotz des dunklen
Vollbartes, der das einſt bartloſe Geſicht umwallte!
Herr Silbergleit, wie ich mich freue! Herzlich ſtreckte
ſie ihm die Hand entgegen, die er an ſeine Lippen führte.
Mein gnädiges Fräulein! Eine tiefe, innere
Erreg=
ung klang aus der Stimme hervor, die an Chriſtas Ohr
ſchlug. Ich erkannte gnädiges Fräulein ſofort, aber ich
ich erlaubte mir nicht, Sie anzuſprechen!
Aber, Herr Silbergleit, eine ſo alte, gute Freundin?
Das wäre doch nicht nett geweſen! Mit Abſicht ſchlug
Chriſta, obgleich auch ſie innerlich bewegt war von dem
Wiederſehen, einen leichten Ton der Unterhaltung an.
Ich glaube gar, Sie hätten mich, ohne mir guten Tag und
guten Weg zu wünſchen, laufen laſſen.
Nein, bei Gott, das hätte ich nicht vermocht! Ich habe
mir ja in all den verfloſſenen Tagen ſo brennend
ge=
wünſcht, es Ihnen ausſprechen zu dürfen, wie ſehr ich
Ihnen, gnädiges Fräulein, danke, daß Sie einſt, als die
Wellen des Lebens über mir zuſammenzuſchlagen und
mich hinabzuziehen drohten, die rettende Hand boten. Im
Kampf um das Daſein habe ich eingeſehen, daß man lebend
und kämpfend mehr gut machen kann, als wenn man feige
aus der Welt geht.
Herr Silbergleit, laſſen Sie das Vergangene ruhen!
Wir wollen nicht von dem reden, was einſt war, ſondern
von dem, was jetzt iſt. Es geht Ihnen gut? Sie ſind ein
zufriedener Menſch geworden?
Ja, mein gnädiges Fräulein. Ich hoffe vor allem
it ein drnahdares Migſies der meſhichen
Gifel=
ſchaft geworden zu ſein, ein Menſch, der den Platz, auf
den ihn das Geſchick geſtellt hat, ausfüllt. Ich ſchäme mich
jetzt, das einſt nicht geweſen zu ſein.
Umſo ſtolzer iſt das Gefühl, ein ſolches Ziel, trotz
aller Kämpfe, erreicht zu haben!
Karl Silbergleit atmete erregt. Er ſchien nach einem
Ausdruck zu ringen für das, was ihn innerlich bewegte.
Aber wiſſen Sie, ſetzte er endlich raſch hinzu, was es
in der Hauptſache war, was mich, wenn ich zu unterliegen
drohte, immer wieder anſpornte? Der Gedanke war’s,
Sie ſollten keinen Unwürdigen gerettet haben!
Aber nicht doch! In leichter Verlegenheit entzog
Chriſta dem vor ihr Stehenden die Hand, die dieſer
aber=
mals an die Lippen führen wollte, ohne darauf zu achten,
daß die Vorübergehenden ihnen neugierige Blicke
zuwar=
fen und die Verkäuferinnen kichernd die Köpfe
zuſammen=
ſtreckten und zu ihnen herüberſchielten.
Chriſtas abwehrende Bewegung aber ließ es dem
jungen Manne mit einem Male bewußt werden, was er
in der erſten Aufwallung ſeiner Empfindungen vollſtändig
außer acht gelaſſen hatte: der Ort, an dem ſie ſtanden, war
nicht der richtige zu einer derartigen Ausſprache! Erſchreckt
trat er zurück: Pardon, mein gnädiges Fräulein, ich
es war ſo übermächtig, was auf mich einſtürmte, als ich
Sie wiederſah — daß ich darüber ganz und gar vergaß,
daß — daß es eine Unbeſcheidenheit von mir war, als
Angeſtellter dieſes Hauſes in dieſer Weiſe mit Ihnen zu
ſprechen. Ich bitte, verzeihen Sie mir gütigſt.
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Herr Silbergleit! Mit herzlicher Liebenswürdigkeit ſagte
es Chriſta. Es tat ihr leid, daß er ſie mißverſtanden hatte.
Der Zufall hat uns zuſammengeführt, warum ſollten wir
ihn nicht nutzen! Aber an einem anderen Orte, da könnten
Sie mir gewiß noch vieles erzählen, wie es Ihnen
er=
gangen iſt, und ich könnte mich revanchieren. Das beſte
wird ſein, Sie beſuchen uns einmal, lieber Freund.
Die Verlegenheit in Karl Silbergleits Geſicht machte
einer freudigen Ueberraſchung Platz.
Ich ſollte —2 Nein — das iſt doch unmöglich! Nach
allem, was vorgefallen iſt! Was würde Ihre Mutter ſagen?
Meine Mutter lebt nicht mit hier. Sie iſt in Bellburg.
Und Gnädigſte ſind hier in Berlin verheiratet?
Auch das nicht! Chriſta ſchüttelte lächelnd mit dem
Kopf. Ich lebe im Hauſe meines Bruders Joachim, der,
wie Sie wiſſen, unter die Schriftſteller ging und Ada
Jer=
ling, die Tochter des Ballettmeiſters Jerling in Bellburg,
heiratete!
Nichts, gar nichts weiß ich davon, gnädiges Fräulein.
Erſt ganz vor kurzem bin ich aus dem Auslande
zurück=
gekehrt, wo ich mich in meiner Branche ausgebildet habe,
entgegnete er augenſcheinlich lebhaft intereſſiert.
Perſön=
lich ſtehe ich mit niemanden mehr in Bellburg in
Ver=
bindung.
Auch ich nicht! Ohne daß ſie es wollte, hatte es Chriſta
geſagt. Sie fühlte einen Blick fragenden Staunens auf
ſich ruhen. Auch ich, ſetzte ſie ernſt hinzu, habe hier in
Berlin einen Beruf gefunden, und mich frei gemacht von
einem Leben ohne Arbeit und ernſte Ziele, das mich nicht
befriedigte. Aus Chriſta von Leerſen iſt Chriſta Franz
geworden.
Chriſta Franz — vom Schillertheater? unterbrach er
überraſcht. Er ſchien ſie als Künſtler zu kennen,
a, ich din eine Minſterit gewoden mi ed und
Seele, beſtätigte ſie, die auf ihren Beruf ſtolz iſt, wenn
er mich auch in den Augen mancher daheim zu einem
Außenſeiter ſtempelt.
Sie adeln jeden Beruf, den Sie ausüben! Es lag
eine uneingeſchränkte Bewunderung und Hochachtung in
dem Ton, wie er dieſe Worte ſprach und Chriſta fühlte es
warm zum Herzen gehen.
Als ſie nach einer kleinen Weile ſich von Karl
Silber=
gleit verabſchiedete, wußte ſie, daß das Wort „auf
Wieder=
ſehen” keine bloße Phraſe für ſie beide bedeutete. Sie
wollte mit ihm plaudern, von Bellburg, von den alten
Zei=
ten und auch von Peter Geißler. Und wieder waren ihre
Gedanken bei Peter Geißler!
18. Kapätel.
Sicher iſt das halbe Feſt ſchon vorbei, ehe wir
hin=
kommen, klagte Frau Ada und ſah durch die Fanſter der
Droſchke auf die vor ihnen haltende Wagenreihe, die nur
ſchrittweiſe zum Portal der „Schlaraffenburg”, dem
ele=
ganten Heim der die Kunſt und den Humor pflegenden
Geſellſchaft „Schlaraffia”, auf dem Enkeplatze, vorrückte.
Ada ſtand ganz aufrecht von ihrem Platze auf. Da
aber gerade in dieſem Augenblick die Droſchke, in der ſich
Joachim mit ſeinen beiden Damen befand, weiterfuhr,
fiel ſie mit einem kleinen Schrei in die Polſter zurück.
Chriſta fing ſie auf. Das kommt davon, Signora,
wenn man ſo vergnügungsſüchtig iſt und es durchaus nicht
erwarten kann, auf Capri zu landen, neckte ſie, Freuſt Du
Dich denn wirklich ſo ſehr auf dieſen Abend? Ein leiſes
ungläubiges Staunen klang in ihrer Stimme.
Sie war ſelbſt noch gar nicht in Feſtſtimmung.
Et=
was Schweres, ſie Bedrückendes laſtete ſeit ein pgar Tagen
St onhe ſeinſ niht vehr s ien, daß Fhe
Gedanken förmlich wie magnetiſch angezogen immer
wie=
der nach Bellburg — zu ihrer Mutter ſchweiften. Ihr
Ge=
ſicht, ihre Stimme, ihre ganze Erſcheinung drängten ſich
fortwährend in ihre Gedanken, und ſie überlegte ſich dann,
ob die Jahre der Trennung ſie wohl verändert haben
möchten. War das unverhoffte Wiederſehen mit dem
jungen Silbergleit die Veranlaſſung, daß die
Vergangen=
heit plötzlich ſo lebensvoll vor ihr ſtand und mit ihr die
Sehnſucht nach der Mutter ſich regte? Dieſe Sehnſucht,
die immer in ihr gelebt hatte, die ſie aber mit tauſend
Vernunftsgründen immer wieder zum Schweigen brachte,
nun war ſie mit einemmal ſchier übermächtig in ihr
er=
wacht. So übermächtig, daß ſie ſie förmlich wie einen
Schmerz empfand, der ihr die Tränen in die Augen trieb
und ihr das Herz ſchwer machte. Sie hatte ſchon bereut,
daß ſie es verſprochen hatte, die Geſchwiſter zu dem
heu=
tigen Feſte zu begleiten. Es kam ihr bei dieſer Stimmung
geradezu wie ein Unrecht vor.
Ada und Joachim neckten ſie in fröhlichem, glücklichem
Uebermute während der ziemlich langen Droſchkenfahrt.
Sie ſaß ſtumm in der Ecke und dachte darüber nach, was
ſie gerade heute nachmittag über Seelentelepathie geleſen
hatte. Jawohl, es gab ein ſolch geheimnisvolles Band,
das ſich unſichtbar, aber doch ſo fühlbar von Seele zu Seele
ſchlang, das die Schwingungen und Regungen des
Schmer=
zes und der Freude, die geliebte Menſchen in der Ferne
traf, weitergab und mitempfinden ließ! Sie wußte es
jetzt mit poſitiver Gewißheit, auch die Gedanken der
Mut=
ter beſchäftigen ſich jetzt mit ihr! Aber freilich ahnte ſie
es=
nicht, daß es eine Schwerkranke, eine mit dem Tode
Rin=
gende war, die in dem öden Krankenzimmer des
Bell=
burger Hoſpitals ſehnſuchtvoll den Namen ihrer fernen
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Es brennt! — Das Kriegsfeuer. — Hoffnungen. —
Brenz=
liches in Berlin. — Erregte Gemüter. — Gegenſätze in der
Feuerwehr. — Hie Weingartner! — Verbannung nach
Fürſtenwalde. — „Erlebniſſe eines „Königlichen
Kapell=
meiſters” in Berlin”. — Genug des Streitens. — Auf
der Muſeumsinſel. — Der Kampf der Natur= und
Menſchengewalten. — Wieder einmal die Waldfrage.
Vom Jubiläum des Vereins „Berliner Preſſe‟. — Aus
dem Theaterleben.
Es brennt! Ein Schreckensruf, der nirgends ſeine
Wirkung verfehlt. Wir haben’s gemerkt an den ſchweren
Erſchütterungen der Börſe, richtiger der Börſen, die ſchon
arge Verwirrung in manchem Geheimfach mit
Wert=
papieren, zumal ausländiſchen, angerichtet. Der
Balkan=
brand wird ja nun in hellen Flammen auflodern, und es
iſt nur zu hoffen, daß die Erwartung unſeres
Staats=
ſekretärs des Aeußgen, die er kürzlich bei einem den
Mit=
gliedern der Internationalen diplomatiſchen
Ausſtellungs=
konferenz gegebenen Bankett in ſeiner Rede zum
Aus=
druck gebracht, in Erfüllung gehen möchte: daß es
ge=
lingen wird, ein Ueberſpringen des Brandes auf die
Nach=
bargebäude zu verhüten und die etwa notwendig
wer=
denden Aufräumungs= und Wiederherſtellungsarbeiten
auf der Brandſtätte in friedlichem Einverſtändnis zu
voll=
ziehen.
Aber auch im geruhſamen Berlin brennts an
einzel=
nen Stellen ganz lichterloh, nur daß man das Feuer nicht
erblickt, da es die Gemüter erfaßt hat. In erſter Linie bei
jenen, die, wenn wirklich die echten und rechten Flammen
aufzüngeln, zu ihrer Löſchung die Berufenſten ſind: bei
unſerer Feuerwehr. Ein erhebliches Zerwürfnis iſt
zwiſchen den Mitgliedern der Berliner Feuerwehr und
dem Branddirektor reſp. dem Polizei=Präſidenten als
Ver=
treter der ausſchlaggebenden Behörde entſtanden und hat
zu mancherlei öffentlichen Erörterungen geführt. Aus
dieſen war bisher ſchwer zu erkennen, wer im Recht und
wer im Unrecht iſt, denn es handelt ſich um innere
Ver=
einsangelegenheiten, die noch nicht ganz klar gelegt
wor=
den ſind. Es ſcheint jedoch, daß man von der vorgeſetzten
Stelle gleich etwas ſcharf eingegriffen hat und daß dadurch
der Widerſpruch heftiger wurde, als wenn man zunächſt
mildere Saiten aufgezogen hätte. Die Befürchtung, daß
man einem beträchtlichen Teile des Perſonals „wegen
Ungehorſams” kündigen würde, daß alſo unſere Berliner
Wehr plötzlich ohne geübte Mannſchaft wäre, was ja bei
einer Gefahr von ernſten Folgen ſein könnte, iſt
voraus=
ichtlich gehoben worden; ſonſt würden auch recht ſcharfe
Angriffe gegen die Verwaltung, welche die Dinge bis zum
äußerſten gehen ließ, nicht unterblieben ſein. Man hat
dort wohl noch nicht in Betracht gezogen, welch warme
Sympathien die geſamte Berliner Einwohnerſchaft den
Feuerwehrmännern entgegenbringt, die ſtets mit
außer=
ordentlicher Hingebung ihre ſchwierigen Pflichten erfüllen
und immer bereit ſind, ihr Leben für das Anderer zu
opfern. Möchten die Zwiſtigkeiten bald ihr Ende finden
und das gute Einvernehmen beider Teile wieder
herge=
ſtellt werden, das im Intereſſe des Dienſtes und damit
der Allgemeinheit unbedingt erforderlich iſt.
Auch innerhalb eines Teiles unſeres muſikliebenden
Publikums züngeln die Flämmchen der Erregung: hie
Felix Weingartner iſt der Kampfruf, ohne daß er
wie dereinſt bei den Welfen und Waiblingen, ein
drohen=
des Gegenwort erweckt. Denn gar ſo ernſt nimmt man’s
in unſeren kunſtintereſſierten Kreiſen nicht mit dem
Fron=
dieren des glänzenden Orcheſterleiters, der nach der
Mein=
ung Einſichtiger es zu weit treibt in ſeinem Kampfe gegen
die Generalintendanz unſerer königlichen Theater.
Ver=
leitete er doch ſogar ſeine Anhänger und Anhängerinnen
am Dienstag abend zu einer Spritzfahrt nach
Fürſten=
walde, in deſſen Geſellſchaftshauſe er mit dem
Blüth=
nerorcheſter ſein erſtes Konzert gab. Drei
Sonder=
züge gingen vom Charlottenburger Bahnhof ab nach dem
freundlichen märkiſchen Städtchen, wo ſie nach einſtündiger
Fahrt anlangten, alle autbeſucht in der zweiten
Wagem=
klaſſe, wie auch der nüchterne Saal dicht gefüllt war und
es in ihm nicht an rauſchendem Beifall fehlte. Dieſer galt
nicht nur dem meiſterhaften Dirigenten und den
Leiſt=
ungen der Kapelle, die, wie es nicht anders zu erwarten
war, hin und wieder die Einheitlichkeit vermiſſen ließ,
ſondern war hauptſächlich der Ausfluß perſönlicher
Stim=
mungen, richtiger Verſtimmungen. Man weiß ja, warum
Weingartner, wie man hier ſagt, „auf die Dörfer” gehen
muß, da ihm durch Gerichtsurteil verboten worden, in der
Reichshauptſtadt ſelbſt und in einem Umkreis derſelben
von 30 Kilometer zu dirigieren — gewiß eine harte
Be=
ſtimmung, die man gern wieder fortgewiſcht ſehen möchte,
denn ſie richtet ſich nicht allein, wie beabſichtigt, gegen den
berühmten Dirigenten, ſondern auch gegen das Publikum,
von dem doch nur ein geringer Prozentſatz Luſt hat, an
Herbſtabenden, mögen ſie auch noch ſo ſchön ſein,
ein=
ſtündige Spritzfahrten nach Fürſtenwalde und ähnlichen
Nachbarorten zu unternehmen. Denn bei allem
Enthu=
ſiasmus und bei aller Vorliebe für Weingartner iſt der
Kunſtgenuß kein ungetrübter; gar viele denken während
des Konzertes an die Heimfahrt, wie ſie von ſtatten
gehen und wann man wieder in Berlin eintreffen wird.
An demſelben Tage, an welchem der aus Berlins
Kanzertſälen Verbannte den Taktſtock in Fürſtenwalde
ſchwang, hatte das Reichsgericht die von
Wein=
gartner geforderte Reviſion ſeines Prozeſſes, den er gegen
den König von Preußen, vertreten, durch die General=
intendanz, angeſtrengt, zurückgewieſen. Und an demſelben
Tage erſchien (im Verlage von Paul Caſſirer in Berlin)
ein Büchlein Felixs Weingartners: „Erlebniſſe
eines „Königlichen Kapellmeiſters” in
Ber=
lin‟. Das gelbe Heftchen ſah man in den Händen vieler
Fahrgäſte der erwähnten Sonderzüge, und ſein
Inhalt=
bildete den Kern manch ſehr belebten Geſpräches. Selbſt
ſehr treue Freunde Weingartners mißbilligen dieſe ſeine
Flucht in die Oeffentlichkeit, denn was er uns da auf faſt
neunzig Seiten erzählt, intereſſiert bloß ſehr enggezogene
Theaterkreiſe. Wer mit dem Bühnenleben nur
einiger=
maßen vertraut iſt, weiß zur Genüge daß die Leitung
unſerer Oper unter dem Grafen Hochberg manches zu
wünſchen übrig ließ und daß namentlich der Einfluß, den
ſein Geheimer Intendanzrat Pierſon ausübte, oft kein
guter geweſen iſt. Gewiß hatte Weingartner begründetes
Recht, ſich als Künſtler und als Vertreter einer
hervor=
ragenden Stellung innerhalb des Rahmens der
König=
lichen Oper wiederholt ſchwer verletzt zu fühlen, dieſe
Sachen liegen aber jetzt faſt zwanzig Jahre zurück; Graf
Hochbera wird kaum antworten wollen, und Herr Pierſon
gehört längſt dem Schattenreiche an, warum alſo nochmals
dies Auskramen ſolch altbackener Angelegenheiten, die
wirklich keinerlei weitergehende Teilnahme erwecken? Die
Anzapfungen des gegenwärtigen Generalintendanten
ſind aber ſchon mehr als zur Genüge in den
Prozeßver=
handlungen der letzten Jahre vorgebracht und an
Ge=
richtsſtätte erörtert wie widerlegt worden — es handelt
ſich da um Meinungsverſchiedenheiten, bei denen, je nach
der Auffaſſung, jede Partei im Recht iſt.
Erhebliche Meinungsverſchiedenheiten ſind auch bei
dem Untergrundban der auf unſerer Muſeumsinſel
entſtehenden neuen Muſeen zum Ausbruch gelangt.
Seit geraumer Zeit ſind dort viele Hunderte von
Ar=
beitern beſchäftigt, um die Fundamente für die geplanten
gewaltigen Gebäude herzuſtellen, Millionen von Mark
wurden bereits dafür entrichtet, aber die
Natur=
gewalten waren bisher ſtärker als alle menſchlichen und
maſchinellen Kräfte: immer wieder und wieder gab das
Erdreich nach, immer wieder und wieder brachen
Waſſer=
maſſen hervor. Ueber die endgültige Beſeitigung dieſer
Hinderniſſe gehen nun die Anſichten des Bauleiters und
des Bauminiſteriums auseinander; erſterer will den
un=
ſicheren Grund überwölben und auf dieſer allerdings ſehr
koſtſpieligen Wölbung aus Eiſen= oder Eiſenbeton die
Bauten aufführen, letzteres aber iſt mehr für Ausfüllung
des umfangreichen Schachtes mit Pfählen und
Sand=
ſchüttungen und hat die Leitung einem bei Hafen= und
Kanalbauten erprobten Fachmanne übertragen. Natürlich
gabs da allerhand Auseinanderſetzungen, die zu
Rück=
trittsgeſuchen und zu Erwägungen der Streitfrage in den
einſchlägigen Zeitſchriften führten. Hoffentlich wird man
ſich bald ſchlüſſig, wie am beſten und ſicherſten die
tech=
niſche Seite der Angelegenheit gelöſt wird, damit man
nicht ſpäter bittere und koſtſpielige Enttäuſchungen erlebt.
Von Enttäuſchungen und Koſten war auch in
dring=
licher Weiſe die Rede bei der kürzlich ſtattgefundenen Ta=
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gung des Groß=Verkiner
Zweckverbandes=
der ſich jetzt ernſthaft mit einer ſeiner bedeutſamſten
Auf=
gaben, der Waldfrage, beſchäftigt. Auch hier ſind
er=
hebliche Gegenſätze zwiſchen Fiskus und Zweckverband zu
überbrücken, denn was der erſtere als Bauland verwerten
möchte, gedenkt der letztere als dauernden Waldbeſitz zu
beanſpruchen. Nun muß ſich aus Vorſchlägen und
Gegen=
vorſchlägen ein dauerndes Ergebnis zeitigen.
Oberpräſi=
dent von Conrad, der jener Sitzung beiwohnte, drückte die
Erwartung aus, daß die Angelegenheit für Groß=Berlin
zu einem befriedigenden Ergebnis geführt wird, ſchon
deshalb, weil man endlich eine feſte Grundlage für die
weiteren Verhandlungen gefunden hat. Dies war denn
auch das hauptſächlichſte Reſultat der Tagung, und es
kommt nun ganz auf das Entgegenkommen des Fiskus
an, ob der erſehnte Wald= und Wieſengürtel bald als
geſichert und unantaſtbar für jegliche geſchäftsmäßige
Aus=
beutung gelten kann.
Diejenigen, die ſonſt die Feder zu manchen ſcharfen
Meinungsäußerungen gegen die Ueberzeugungen anderer
Berufsgenoſſen und zu literariſchen Kämpfen anſetzen,
werden ſich demnächſt einträchtig verſammeln zu „
löb=
lichem Tun” und werden in frohem Kreiſe alles vergeſſen,
was ſie ſonſt politiſch und literariſch trennt. Die
Gelegen=
heit dazu wird das 50jährige Jubiläum des
Vereins „Berliner Preſſe” bieten, das durch ein
Herrenbankett und ein Feſt mit Damen gefeiert werden
ſoll. Aus kleinen Anfängen hat ſich der Verein zu ſeiner
gegenwärtigen großen Blüte entwickelt, im Laufe der
Jahrzehnte ſein eigentliches Weſen und ſeine frühere
Be=
ſtimmung gänzlich verändernd, denn aus der anfänglichen
Vereinigung befreundeter Schriftſteller und Journaliſten,
die ſich perſönlich nähertreten und ein geſelliges
Zuſam=
menſein pflegen wollten, entſtand ein Berufsverein, der
in erſter Reihe die Wahrung der ſchriftſtelleriſchen und
journaliſtiſchen Berufsintereſſen die Unterſtützung ſeiner
Mitglieder in Notfällen, die Fürſorge für die
Hinterblie=
benen und erſt zuletzt die Pflege der Geſelligkeit bezweckt.
Für die erwähnten hauptſächlichen Aufgaben verfügt der
Verein, der gegenwärtig 364 ordentliche Mitglieder zählt,
über ein Vermögen von 660000 Mark, deſſen Zinſen der
Unterſtützungs= und Sterbekaſſe, der
Witwenunterſtütz=
ungs= und der Alterspenſionskaſſe in erſter Linie zufließen.
Drei der Begründer weilen noch in voller körperlicher
Friſche und Arbeitsfreudigkeit unter den Lebenden,
Ju=
lius Rodenberg, Karl Frenzel und Paul
Lindau, und es wird ihnen an mancherlei Ehrungen
bei dieſen Jubiläumsfeſten nicht fehlen. Der Verein
„Berliner Preſſe” hat ſich eine feſtgegliederte Stellung
er=
worben, er erfreut ſich auch über die Kreiſe der Kollegen
hinaus verdienten Anſehens und ſein Einfluß zeigte ſich
wiederholt auch jenſeits des Berliner Weichbildes bei
Wahrung von Berufsintereſſen als ausſchlaggebend im
beſten Sinne.
Unſer Theaterleben war letzthin ein
buntgeglie=
dertes. Caruſo feierte in ſeiner dritten und letzten
Rolle als Graf Richard in Verdis „Maskenball”
einen großen und durchaus verdienſten Erfolg, der den
zum Schluß ertönenden Jubel und die immer erneuten
Hervorrufe als berechtigt erſcheinen ließ. Der Sänger
ſtand an dieſem Abend auf der Höhe ſeiner Kraft und bot
geſanglich wie ſchauſpieleriſch eine ſeiner vollendetſten und
abgerundetſten Leiſtungen, hervorragend unterſtützt von
den übrigen Mitwirkenden, dem Chor und Orcheſtex.
Das Kleine Theater brachte die Erſtaufführung von
Ludwig Thomas dreiaktigem Volksſtück „
Magda=
lena‟ Die Titelheldin iſt eine Bauerntochter, die nach
mancherlei bedenklichen Erlebniſſen in der Hauptſtadt in
das dörfliche Elternhaus zurückkehrt, nicht als büßende
Magdalene, ſondern mehr um eine Zuflucht zu haben
und ſich, wenn irgend möglich, eine ehrbare Zukunft zu
ſichern. Das gelingt ihr nun nicht. Der Knecht ihres
Vaters, auf den ſie ſehr energiſch beide Augen geworfen,
will von „ſo einer” nichts wiſſen und verläßt den Dienſt.
Und nun verliert auch das Dorf für die Heimgekehrte an
Anziehungskraft, ſie will wieder in die Stadt, und um ſich
die Mittel dazu zu verſchaffen, ſchreckt ſie vor nichts zurück.
Darüber allgemeines Hallo in der ganzen Gemeinde, man
verlangt die Entfernung der bedenklichen Bauerstochter
und verſucht, deren Vater dazu zu zwingen, der, ehe er
ſeine Tochter wieder in die Schande hinausſöhſt, ſie
er=
ſticht. Thoma, der Meiſter der Satire, hat uns hier in
derber Weiſe nur Tatſächliches geben wollen; manches
ſtößt ab, manches iſt zu breit geraten, aber an ſich iſt’s
doch ein ernſtes Werk, in welchem der Dichter wohl nur
zunächſt ſeine Kraft erproben wollte, ob er auch auf dem
Gebiete des Dramas ſeinen Mann ſtehen kann — vielleicht
wird er uns bald den echten und rechten Beweis dafür
geben. — Im Deutſchen Schauſpielhauſe fand
eine ſatiriſche Komödie: „Der gutſitzende Frack”
von Gabriel Drégely eine recht freundliche
Auf=
nahme. Geſchickt iſt hier die uralte Wahrheit, daß ſehr
viele den Schein für das Sein nehmen, und daß Kleider
Leute machen, theatraliſch verarbeitet worden, keine
origi=
nelle Idee, aber ganz nett mit allerhand hübſchen
Späß=
chen und Einfällen aufgeputzt. Ein Schneidergeſelle mauſt
einen Frackanzug nebſt Pelz, pumpt ſich fünfzig Kronen
— das Stück ſpielt auf öſterreichiſchem Boden — und
mimt nun den Gentleman. Das gelingt ihm, auch
vor=
trefflich, er wird Günſtling eines Miniſters, Abgeordneter,
bekommt eine reiche Braut, nimmt ſchließlich den
Miniſter=
ſeſſel ein. Nun ſind ja die, die dieſen Ritter vom
Nadel=
öhr für ernſt nehmen, wahre Idioten, aber . . . wir haben’s
ja mit einer „Satire” zu tun, und da muß man ſowas
ſchon mit in den Kauf nehmen! — Das Deutſche
Theater erfreute uns mit der ſehr ſorgfältig
vorberei=
teten Neueinſtudierung des erſten Teils von „König
Heinrich IV.‟ Hier ward uns mehr Inhalt gegeben,
als Schale, wie letzteres leider ſchon öfter bei der
Rein=
hardt=Bühne der Fall geweſen. Diesmal hatte man auf
verblüffende Regiekünſte verzichtet und dafür dem Dichter
nichts entzogen, im Gegenteil, den Hauptwert auf die
Dar=
ſtellung gelegt. Eine Meiſterleiſtung bot Albert
Baſſer=
mann als Percy, eigenartig in jeder Hinſicht und
unver=
geßlich in dem Geſamteindruck. Nur die Rolle des
Fal=
ſtaff war nicht wünſchenswert genug herausgearbeitet,
glänzend dagegen war Herr Wegener als Heinrich und
Moiſſi als Prinz Heinrich. Mit großer Spannung darf
man dem zweiten Teile des Werkes entgegenſehen.
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hawwe Se’s dann aach ſchun geheert? — Ei, die ganz
Stadt ſchwäzzt ja devo! — Un an de Blagahde dhets ſteh.
Es gebt Krieg!!! — Un die Entebürzelſen hott ſchun
ihr ſilwerne Alpaggakriſtoffelblechteeleffel, die, wo ſe
voriges Johr uff em Ferdegailsmak gewunne hott, in ihr
Blumeſtöck vergrawe un hott ſe in ihrm Keller verſteckelt,
als wie wann mir hier kei Pandhaus hette, un als wie
wann ihr deß unbekannt weer, de Entebürzelſen, dem
dumme Geſteck, wo ich doch aus ganz kombletter Quell
wiße dhu, daß ſe’s auch oft genug benitzt, un unſer
Weſch=
frau hott auch noch geſagt, — awwer ich will ruhig ſei,
un es ſoll nett heiße, ich dhet iwwer die Leit reſſeniern;
bloß) ich mein emal, wann mer äxtra ſei Weiszeug
ver=
ſetze mißt, um damit daß mer in die Sommerfriſch mache
kennt, do braicht mer net ſei Teeleffel zu vergrawe. Un
was kann ſe jetzt ſo froh ſei, daß ſe damals die Leffel
gewunne hatt un net den vierſpennige Zwaaſpenner, uff
den, wo ſe exbräß geſpitzt hatt, die hochnäſig Schrull;
dann do weer ſe aam doch de ganze Dag mit im Wäg
erum gefahrn. Awwer des Schickſaal hott’s widdermol
gut mit ihr gemaant, obgleich ſe’s net verdient, un uff de
Knie kann ſe mir heit dankbar ſei, daß ich ihr damals die
Eckwibaaſch net gegunnt hab; freilich damals hott ſe deß
net eiſehe wolle un hott mich e neidich Schadeek geheiße
un hott in aaner Duhr gejammert, daß ſie immer deß
Unglick hett, un ſie hett ſich ſchun ſo uff die Schees gefreid,
wo ſie als emol e Bräckduhr drinn hett mache kenne, un
hett aach als Sonndags morſchens in dem Kubbee vun
dere Schees in die Kerch fahrn kenne, un jetzt mißt ſie
ausgerechnet die ſilwere Leffel gewinne. Un heit?
Heit mecht ich emol deß Gedhus heern, wann ſe die Schees
ſamſt dene Gail in ihre Blumeſtöck vergrawe mißt, do hett
ſe nadierlich aach widder gejammert un hett geſagt:
na=
dierlich, ausgerechent mich muß des Unglick dreffe, un ich
muß die lumbig Eckwibaaſch gewinne, wo ich doch e paar
ſilwerne Leffel viel nehdicher hett brauche kenne. Un
dadra ſieht mer widder mal gleichnißweis un zum
Eck=
ſembel, daß uff de Welt alles gut eigericht is und daß mer
vun Afang a als iwwer ebbes verzweifele will, un ſpeter
ſieht mer erſt, zuwos es widdermol gut wor,
Awwer ſo ſin die Menſche, ſie wolle’s allemal net
ei=
ſehe un huſte uff die Weltordnung un gehn liewer zu de
Kaddeſchlägern, un ſie wolle alles beſſer wiſſe wie die
Vorſehung un ſo. — So is es aach mit de Schickedanzen
ihre Lina; die genſiſch Krott hott abſelud en
Reſerveleit=
nant hawwe miſſe, um damit daß ſie ja groß un broad
ff die Verlobungskarte drucke hott kenne: „Die
Verlob=
ung ihrer Tochter Lina mit Herrn Heinerich Suppegrünes,
L. d. R., erlauwe ſich ergebenſt un ſo weiter.” — Jetzt hott
e’s, die Dunſel, die aafellig. Un jetzt ſoll ſe mer nor net
kumme un ſoll greine wolle un ſoll ſich unnerſteh un ſoll
uff mei Mitleid ſpickeliern un uff mei Teilnahm, indem
daß ihr Heinerich aach mit enei mißt, in de Krieg, un
mißt ſiege helfe gege die Englenner un gege die Franzoſe
un gege die Derke un gege die Ruſſe, Wanze, Motte un
Schwawe, un wie die Velker all haaße dhun, die wo do
unne am Boßboruß uff em Kriegspfad erum wandele un
ſinge: „O—ho-ho, meine Muff is weg!” un wie dene
bollezeiwüdrige Volksſtemm ihr blutrinſtige
Natzional=
hymne all haaße dhun.
Iwwerhaubt waaß ich gor net, wos die wolle, der
Muff is doch ſchun lengſt widder do, im Herrngadde unner
ere Bank hott er gelege un er war gar net viel wert,
ſun=
dern es war nemlich ere echte Zobelpelzimidatzion genau
noochgemachter Katzebalg. Freilich, die Unfloode kenne
net genug krieje, un hott ſich’s die ganz Zeit blos um den
äbſche Muff gedreht, ſo hannelt ſich’s jetzt uff amol um en
Sandſack.
Ja, un dene Schlowackebrieder ſoll gor net zu draue
ſei, die hawwe nemlich kei Ahnung vun de Genfer
Kon=
fuſſion un peife druff, wie ich mer hab ſage laſſe, un
wann zum Beiſpiel mir Kulldivierte ſpaßhalwer en Krieg
mache, dann derfe mer laut der Genfer Konfektion blos
mit gewöhnliche Kanone un Gewehrn ſchieße, un vor alle
Dinge blos mit rauchlos Pulfer, um damit daß de
Zu=
ſchauer nix in die Aage kimmt, un dann aach, damit die
Saldade beſſer ziele kenne un net ſchließlich wohie ſchieße,
wo ſe aam weh dhu kenne. Awwer die Maisfallehennler
hawwe ja kaan Dunſt vun raachlos Schießpulfer, un des
ganzige Pulfer, wo bei dene Verwendung finde dhbt, is
des Inſeckdepulfer, un deß is doch jedenfalls ſehr
gefehr=
lich, dann wann die mit ihre Zacherlinpißdohle loslege,
un de Schickedanze Lina ihrm Heinerich kommt wos in
die Aage, der kann for ſei lebdag blind werrn.
Wos bin ich ſo froh, deß mei Briehinkel net mehr mit
brauch; deß weere ſcheener Spaß, wann ich derr Ihne
noochher blottſitze dhet. Awwer de Peifedeckelſen ihrer
muß mit, un ſie is ſchun ganz aus em Haische, dann dere
ihr Mann hott nemlich bei de wichſtigſte Drubbe gedient,
un der kemt im Ernſtfall gleich hinner de Schenerahle,
in=
dem er nemlich beim Schenieregiment geſtanne hett, odder
uff Deitſch, beim Drain. Un mei Kallche muß mer heit
noch aus em „Junge=Darmſtadt” eraus, un wann ich aach
gern gehatt hett, daß er emol en Orden kreegt odder ſo,
awwer deß is mer doch zu rißgand.
Iwwerhaubt maan ich, mir braichte ewe kaan Krieg,
mir hawwe doch genug annern Unnerhaltunge; unſer
Theater is ewe ſo ſchee im Schuß, un die Herrn Kinſtler
und Kinſtlerinne dhun alles, was ſe ihrm neie
Generahl=
direkder an de Aage abſehe kenne; dene gefellt’s jetzt im
Theater uff aamol ſo gut, daß ſie iwwerhaubt net mehr
haamgeh wolle, noch net emol zum Eſſe un ſo. Un dann
ham mer unſer Orfeum mit dere ſcheene Dentzern, un wos
is all noch vor den Winter in Darmſtadt alles geplant
vun de verſchiedene Vereine; ei, mir ſin allaans for die
neechſte acht Dag zu ſiwwe Stiftungsfeſte, dreizeh
Kunn=
zerte, achtzeh Vorträg un ſechzeh Wohltätigkeitskrenzcher
eigelade, un jetzt kimmt mer uff aamol mit ſooo Straach
un ſchmeißt deß ganze Programm iwwern Haufe un
macht Krieg. Ach awwer naa, ſo wos! —
Ja, jetzt bitt ich Ihne die Menſchheit, zu wos bezehlt
mer dann do johraus johrein ſei Steiern, un zu wos
hawwe mer dann unſer Dibblomahdekohr, un waan die
kaa Zeit hawwe, dann is doch aach noch de Herr Harden
da, un de Herr Erzberger, un die Klara Zättkin, un die
Roſa Luxemburg, un wie ſe all noochenanner haaße, die
wo als bei baſſender Gelegenheit des Vaderland rette
dhun. Dann daß es ſehr ſchei ausſieht, deß is emol klar,
net blos weil die Entebürzelſen ihr ſilwerne Leffel
be=
grawe hott. Odder glaawe Sie, es hett nix zu bedeite, daß
ewe alle Dage Kombannie Flugſchiffer Felddienſt
ab=
halte dhut iwwer unſere Kebb? Die gucke nor haamlich,
ob die Derke net ſchun de Roßderfer Stroß ereikumme;
ich dhet mich jedenfalls for ſo e Eiquaddierung bedanke;
ich hab noch genug vum letztemol. Un glaawe Sie, deß
hett nix zu bedeite, daß de Gunther ſchun de Große Wöog
abgefillt hatt un dhut die Fiſch eraus? Deß dhut er bloß,
damit de Derke net unſer Seezunge eſſe un unſer
Kabbel=
jau un Salme; nadierlich hott’s aach en ſtradegiſche Wert,
indem nemlich, wann kaa Waſſer im Woog mehr is, un
da kenne uns die Derke aach net vun de Seeſeit mit ihre
Kriegsſchiff agreife. — Un ſin Se ſchun emol de Ahrhelljer
Stroß enunner gange un hawwe Se uff em Eck vun de
Löffelgaß den große Schubbe ſteh ſehe, der wo de ganze
Nachbarſchaft die Guck verſperrn dhut? — Ja, do haaßt’s,
der dhet eme Stadtverordnete geheern un der hett ſo
aller=
hand Sache drinn, un wann’s kaa Stadtverordneter weer,
do hett er die Genehmigung aach net krickt, ſo en Schubbe
dohie zu ſtelle, un de annern Leit grad vor die Nas.
Deß is nadierliche Verleimdung; dann e
Stadtverord=
neter hott net mehr Recht wiee annerer Berjer aach. —
Na, der Schubbe ſieht zwar net ſchee aus, awwer der hott
den Zweck, im Ernſtfall e Schwadron Flugſchiffer
uffzu=
nemme, die deß „Watzevertel” beſchitze ſolle, wann’s vun
de Nordſeit agegriffe werd. Mer kann alſo dem
Stadt=
verordnete nor dankbar ſei (un beſunners des
Watzever=
tel!), daß er den Schubbe dohie geſtellt hott, mitte in die
Gaß; da nemlich des Vertel da unne immer noch kaa
Bahnverbindung mit em Zentrum vun de Stadt hatt, ſo
weer’s im Ernſtfall dem Feind uff Gnad un Ungnad
iwwerliefert.
Awwer ſo weit derf’s gor net kumme, deshalb hawwe
mir, die Entebürzelſen, die Schickedanzen, die
Peifeldeckel=
ſen un ich, beſchloſſen, emal brifadim beim Herr
Borje=
maaſter Mueller uff em Rathaus vorſtellig zu werrn; er
hott ſchun ſo oft die Katz dorch die Bach geſchleift, un ſo
muß er aach diesmol ſei Meeglichſtes dhu, un er ſoll ſich
emol die Hauptkragehler vun dene verſchiedene Völker
kumme loſſe un ſoll emol mit en verhannele. Un wann
ſe’s gor net annerſter dhue, dann ſoll er uff em
Sport=
platz ſo e klaa Brifatkriegelche veraſtalte un ſoll ſe
uff=
enanner losloſſe, un da kenne ſe ſich ganz nooch Wunſch
un in aller Gemietsruh umbringe, ganz wie in em
werk=
liche Krieg. Die, wo noochher devo kumme, die hawwe
die Nas voll, un die, wo net devo kumme, die ſin ſchun
vun ſelwert ruhig. Mir weern awwer wenigſtens net in
unſere Wintervergniege geſtört. Alſo deß is unſer Aſicht,
un deß wolle mer en Herrn Borjemaaſter
vorpeditzio=
niern. Awwer er brauch ſich uns zu lieb uff em Rothaus
net extra in Unkoſte zu ſtertze, mit eme Kennche voll Kaffee
un e bische wos zum Dunke ſin mer zufridde. No, ich
werd Ihne noch ſage, wie’s ausgeht, bis dohie ſin Se
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8 am Sonntag, 20. Okt., abends 8 Uhr, in der-Bessunger Turnhalle.
Hederdsenug Einzel- u. Gesamtchöre. — Konzert der Kapelle der 115er.
— Eintritt à Person 25 Pfg.
iedertafel Narmstadt.
71. Vereinsjahr.
Montag, den 21. Oktober 1912, abends 8¼ Uhr
im Kaisersaal
Herbst Konzert
anter gütiger Mitwirkung der Grossh. Hofopernsängerin Frl. Anna
Jacobs (Alt) und der Kapelle des Grossh. - Leibgarde-Inftr.
Regts. unter Leitung des Obermusikmeisters Hugo Hauske.
Leitung der Chöre: Hoftheaterkapellmeister Erich Kleiber.
Vortragsfolge.
1. Hebriden-Ouvertüre (Fingalshöhle) . F. Mendelssohn-Bartholdy
2. Rhapsodie von Brahms: Männerchor mit Orchester
und einer Altstimme.
3. Landsknechtlied: Männerchor mit Orchester. Comp.
von
. . Lachner
Text von Hofschausvieler L. Wagner.
4. Ballet-Suite aus Glucks Werken .
F. Mottl
I. Introduktion (Don Juan), Airgai (Iphigenie in
Aulis), Lento (Iphigenie in Aulis), Airgai
wiederholt.
II. Reigen seliger Geister (Orpheus).
III. Musette. (Armida).
IV. Airgai (Iphigenie in Aulis), Sieilienne (Armida),
Airgai wiederholt.
5. Drei Lieder für Alt: Frl. Jacobs.
Brahms
a) Schwesterlein, b) Feinsliebchen Du sollst, c) Wie
komm ich denn zur Tür hinein.
Otto
6. Zwei Chöre: a) Altdeutsch Minnelied
b) A Busserl von Diandlen . .
Koschat
7. Dideldum, Kirchweih im Dorf. Männerchor mit
Notz
Orchester .
Konzertflügel gestellt von
der Firma K. Arnold.
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und Verkehrsbüro.
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An der Kasse 50 Pfg. höher.
Das Konzert findet ohne Restauration statt.
Unser diesjähriger Herbstball findet am
2. November im Kaisersaale statt.
Ev. Arbeiter- u. Handwerker-Verein glüſcheapes 3 Mk.
Sonntag, den 20. Oktober 1912, abends 8 Uhr
im „Feierabend‟, Stittstr. 51:
Wonltatigkeits-Konzert u. England habe einige
Sammlun=
z. Besten d. Unterstützungskasse d. Kv. Arbeiter- u. Handwerker-Vereins
Mitwirkende: Fräulein A. Krömmelbein (Sopran), Fräulein
W. Weinmann (Klavier), die Herren Ernst Roth (Bariton), Lehrer
Hermann Schmidt (Klavier), Gesanglehrer Franz Müller (Klavier), Agent. erhalt. hohe Prov. (21410M
Stadtpfarrer Vogel (Vortrag), sowie der gemischte Chor des Ev.
Arbeiter- u. Handwerker-Vereins (Dirigent: Reallehrer A. Schäfer.)
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nichtnum-
merierter Platz 50 Pfg. Vorverkauf: bei Herrn Friseur Reeg, lſind verſchied. noch ſehr gute ein=
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am Hauptbahnhof.
Sonntag, den 20. Oktober 1912:
Grosses Militär-
Streich-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde-
Regi-
ments unt. pers. Leitung Herrn Obermusikmeisters
: Hugo Hauske :
.
Anfang 8 Uhr. 21865 Eintritt 25 Pfg.
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Samstag, den 26. Okt., abends 9 Uhr
im Festsaale d. Turngemeinde, Woogspl.
Herbst-Konzert mit Ball
Mitwirkende: Frl. PAULA MANECKE. Herr FREDT
WIENER, Herr Hofmusiker WILHELMI MANECKE,
Herr Musikdirektor MARTIN KLASSERT
Leitung: Herr Kammermusiker F. BRÜcKMANN
Fremdenkarten z. Konzert 50 Pf. à Person
Unsere Mitglieder, sowie Freunde und Gönner des
Vereins werden hiermit freundlichst eingeladen. Die
Mitglieder werden gebeten, ihre Personalkarten an
der Kasse vorzuzeigen.
DER VORSTAND.
Sonntag, den 27. Oktober,
Nachfefer in Braunshardt.
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Sonntag, 20. Oktober, nachm. 3½ Uhr
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hauſes, Dieburgerſtraße 26
Abends 8 Uhr: TANZ.
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner
(2150ms
des Vereins herzlichſt ein.
Die Vorturnerſchaft.
Das Wetturnen der Turner, ſowie Zöglinge findet ebendaſelbſt
D. O.
vormittags 8 Uhr ſtatt.
Donnerstag, d. 31. Oktober 1912, abends
8 Uhr, im Saale der Vereinigten
Gesell-
schaft, Rheinstrasse 36
Liederabend
von Lisa u. Sven Scholander
aus Stockholm
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Begleitung: Schwedische Laute von 1798
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musikalienhandlung Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Ludwigshöhe
Sonntag, den 20. Oktober 1912:
KONZERT
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde=Regts.
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Wallacce: Ouvertüre zu
„Maritana”. Mgzart: Fantaſie aus „Figaros Hochzeit”. Gungl:
„Mein ſchönſter Tag in Berlin”, Walzer. Dermersseman: „Ein
Feſt in Aranjuez”. Hamm: „Zwiegeſpräch”, Solo für Oboe und
(B21899
Klarinette uſw.
Eintritt 25 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
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Alle Freunde und Gönner, sowie die geschätzte Nachbar-
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schaft sind freundlichst eingeladen.
Carl Teuschler.
am weissen Turm.
Abheute Samstag und folgende Tage, unter anderem:
Alleiniges Erst-Aufführungsrecht
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unter anderem:
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Drama.
in der Hauptrolle.
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Sonntag, den 20. Oktober 1912,
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Der Vorſtand.
Deutsche Meisterprosa: Göthe, Storm, Liliencron.
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Montag, den 21. Oktober 1912
abends 8½ Uhr
Monatsversammlung
im Vereinslokal „Zur Stadt Pfungſtadt‟
Tagesordnung: 1. Mitteilungen, 2. Ausſtellung 1912, 3.
Vor=
trag über Fütterung zur Hebung der Legetätigkeit der Hühner,
4. Reichhaltige Verloſung von 1,4 Silberbrakel, 1912er, Raſſetauben
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und Futterartikel.
Der Vorſtand.
Katholiten-Verein Darmstadt.
Sonntag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr
im „Konkordiasaale‟, Waldstrasse 33:
Erster Winter-Vortrag
Professor Dr. Ledroit, Mainz:
Der hl. Bonifatius im Kampfe mit dem Heidentum.
Eintrittskarten im Konkordiasaal und auf dem Bureau des
Verkehrsvereins.
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19. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
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findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
„Deutſchlands Fürſten”,
Marſch von C. Blankenburg.
2. Ouverture zur Oper „Wenn ich
König wäre” von A. Adam. 3. Zwei
Sätze aus dem Divertimento von
W. A. Mozart. 4. Einzug der
Götter in Walhall aus „Das
Rheingold” von Rich. Wagner.
5. „Wiener Blut”, Walzer von
J. Strauß. 6. Altdeutſcher Marſch
von H. Kämpfert.
amstag,
19. Oktober
Kurzes Gastspiel
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O. Oktober
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Sonntag, 20. Okt. 36. Ab.=Vſt.
D 9. „Undine.” Gewöhnliche
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Montag, 21. Okt. 37. Ab.=Vſt.
C 10. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Großmama.” Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 22. Okt. 38. Ab.=Vſt.
B 10. „Der Gardeoffizier.”
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Sonntag, den 20. Oktober 1912
Zweite Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Minna von Barnhelm.
Ein Luſtſpiel in 5 Aufzügen
von Leſſing.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Major von
Tell=
heim, verabſch. . Hs. Baumeiſter
Minna von
Barn=
helm .
. Ilſe Berka
Franziska, ihr
Mädchen . . . Käthe Gothe
Paul Werner,
ge=
weſener
Wacht=
meiſter d. Majors Johannes Heinz
Juſt, Bedienter d.
Majors.
Ludw. Wagner
Der Wirt
. Adolf Jordan
Eine Dame in
Trauer .
. Sofie Heumann
Riccaut de la
Mar=
liniére
.. . Herm. Knispel
Ein Feldjäger . . Adolf Klotz
Erſter Diener d. Ad. Jungmann
Zweiter Fräuleins Ludwig Indorf
Die Szene iſt abwechſelnd in dem
Saale eines Wirtshauſes u. einem
daran ſtoßenden Zimmer.
Nach dem 3. Aufz. längere Pauſe.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M.,
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loge 2.05 M., Balkonloge 2.05 M.,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.,
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
II. Galerie 0.35 M.
Der Vorverkauf zu dieſer
Vorſtel=
lung findet im Verkehrsbüro
(Ernſt=Ludwigsplatz) ſtatt.
Der Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten erfolgt an der
Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtellung,
vormit=
tags von 11 Uhr ab.
Anf. 2½ Uhr. Ende nach 5 Uhr.
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, 19. Oktober 1912.
35. Ab.=Vorſtellung. A 9.
Uraufführung.
Das Prinzip.
Luſtſpiel in 3 Akten
von Hermann Bahr.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Dr. Friedrich Eſch Hs. Baumeiſter
Gertrud, ſ. Frau Ilſe Berka
. Frz. Schneider
Hans .
. Tilli Art’!
Luz
. K. Weſtermann
Peter Irle .
Thomas Kreger,
Weinhändler . . Ludw. Wagner
Everbuſch,
Ober=
kellner im Rieſen Richard Jürgas
. Käthe Gothe
Lene Kuk
Suſe Schebitz . . Sofie Heumann
Grafin Aggern . Minna Müller=
Rudolph
Der 1. Akt ſpielt im Landhaus
Friedrich Eſch, auf dem grünen
Hügel nächſt einer kleinen
deut=
ſchen Stadt, der 2. bei der Gräfin
Aggern in der kleinen deutſchen
Stadt, der 3. wieder im
Land=
haus Friedrich Eſch.
Geſtaltung des Bühnenbildes:
Hoftheatermaler Kurt Kempin u.
Oberinſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
ſtiefeln, Damenkl., Bluſen, 3 Stück Sonntag, den 20. Oktober 1912.
36. Ab.=Vorſtellung. D 9.
Undine.
verkaufen. Bei Einkauf von 2 Mark Romantiſche Oper in 4 Akten
von A. Lortzing.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Vertalda, Tochter
Ritter Hugo von
Ringſtetten . . Karl Jahn
Kühleborn, ein
mächtigerWaſſer=
fürſt .
. Otto Semper
Tobias, ein alter
Auguſt Kräger
Fiſcher
Marthe, ſ. Weib Anna Jacobs
Undine, i. Pflege=
. G. Geyersbach
tochter
Pater Heilmann,
Ordensgeiſtlicher Alfred Stephani
Veit, Hugo’s
Schildknappe . . Karl Bernhardt
Hans, Keller=
. L. Schützendorf
meiſter .
Reichskanzler . . Adolf Klotz
Der 1. Akt ſpielt in einem
Fiſcher=
dorfe, der 2. in der Reichsſtadt,
im Herzogl. Schloſſe, der 3. u. 4.
ſpielt in der Nähe und auf der
Burg Ringſtetten.
Nach d. 2. u. 3. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7 Uhr. Ende 10¼ Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 21. Okt. 37. Ab.=Vſt.
C 10. Zum erſten Male
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holt: „ Großmama‟. Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 22. Okt. 38. Ab.=Vſt.
B 10. „Der Gardeoffizier.”
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 23. Okt. 39. Ab.=Vſt.
D 10. Neu einſtudiert: „Gyges
und ſein Ring” Tragödie in
5 Akten von Friedrich Hebbel.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
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gebäude, Neckarſtraße 3, ein
Unterricht im Aktzeichnen
für Gewerbetreibende,
der etwa 4 Monate dauert. Unterrichtet wird
wöchent=
llich zweimal, Montag und Freitag, abends von 7 bis
19 Uhr. Als angemeldet gilt, wer das Unterrichtsgeld
im Betrage von 15 Mk. bis zum 30. Oktober d. J.
entrichtet hat.
Darmſtadt, den 18. Oktober 1912.
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Kolonne Darmſtadt.
Montag, 21. Oktober, abds. 8 ½ Uhr
findet die
Eröffnung des
Winterkurſus
in der
Turnhalle der alten Viktoriaſchule
Ecke der Grafen= und Eliſabethenſtraße (Eingang von der
Eliſa=
ethenſtraße) ſtatt.
Teilnahmefähig ſind unbeſcholtene, männliche Perſonen
deut=
ſcher Staatsangehörigkeit, welche das 18. Lebensjahr zurückgelegt
(21507ms
aben.
Anmeldungen werden am Eröffnungsabend
entgegenge=
kommen.
Reinhard Lotheissen, Oberleutnant a. D.,
Dieburgerſtraße 52.
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H. VOLKERT und Tochter
liſabethenſtraße 17, I. Ecke Wilhelminenſtraße.
An unſeren Winterkurſen können noch Damen und
erren aus guten Kreiſen teilnehmen. Gefl. Anmeldungen
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tismus der Muskeln u. Gelenke, Zuckerkrankheit,
Störungen des Stoffwechsels, Blutkrankheiten,
sowie eine Reihe von Haut- und Nervenleiden.
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Zahnarzt
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dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. Okt.: dem Hilfstriebwagenführer
bei der Staatsbahn, Auguſt Schramm, Waldſtr. 24, eine
T. Roſa Katharina. Am 9.: dem Magazinarbeiter Martin
Kreſſel, Bachgang 20, ein S. Heinrich Wilhelm. Am 16.:
dem Fabrikarbeiter Johannes Willemann,
Lichtenberg=
ſtraße 62, eine T. Dorothea Wilhelmine. Am 17.; dem
Schloſſer Georg Kiefer, Aliceſtr. 35, eine T. Marie
Berta.
Aufgebotene. Am 14. Okt.: Tapezierer Andreas
Schmitt, Heinheimerſtr. 23, mit Köchin Chriſtim
Braun, Bismarckſtr. 53. Fabrikarbeiter Jakob
Ber=
nius Liebfrauenſtr. 81, mit Laufmädchen Johanna Volk,
Liebfrauenſtr. 81. Seilermeiſter Friedrich Balthaſar Och
in Langen, mit Wilhelmine Heinbüchner hier.
Land=
wirt Philipp Schneider V. in Bickenbach, mit Maria
Eckhardt in Brünnau. Am 15.: Elektromonteur
Wil=
helm Göriſch in Willsbach, mit Schneiderin Wilhelmine
Sturm in Willsbach. Ausgeher Johann Peter
Krocha=
berger in Nürnberg, mit Preſſerin Margarete Karoline
Gmöhling in Nürnberg. Fabrikarbeiter Wilh. Adolf
Groß in Eberſtadt, mit Klara Anna Zickler in
Eber=
ſtadt. Fabrikarbeiter Johs. Alberſtadt in Lampertheim
mit Zigarrenarbeiterin Eva Maria Erk in
Lampert=
heim. Sergeant Karl Döring, hier, mit Näherin
Eliſa=
betha Berger in Rebgeshain. Hausburſche Gg.
Rei=
bold, Gr. Kaplaneigaſſe 21, mit Köchin Suſanna Schlang,
Anngſtr. 37. Eiſendreher Jakob Schönbein,
Rhön=
ring 31, mit Büglerin Eva Schmidt, Wendelſtadtſtr. 51.
Werkzeugmacher Johann Schmitz, Mühlſtr. 5, mit
Ver=
käuferin Anna Saß Mühlſtr. 5. Am 16.: Dreher
Bal=
thaſar Kimpel Sensfelderweg 4, mit Anna Bauer in
Bonsweiher. Zimmermann Andreas Günther in
Lan=
zenhain, mit Marie Eliſe Kappes in Büdesheim
Eiſen=
bahngehilfe Julius Wilh. Weißgerber in Friedberg,
mit Kontoriſtin Berta Johanna Emma Gottmann,
Vik=
toriaſtr. 98. Maſchinenſchloſſer Heinrich Beiſel in
Ar=
heilgen mit Chriſtine Philippine Brenner in Arheilgen.
Geſtorbene. Am 14. Okt.: Barbara Walthes, geb.
Häußge, Witwe des Landwirts, 67 J., ev Auerbach. Am
15.: Portier Peter Herd, 59 J., ev., Mühlſtr. 16. Am
16.: Regina Blum, geb. Röſe, Ehefrau des
Kranken=
pflegers, 75 J. ev., Kaſinoſtr. 7. Hobeler Adam Ludwig
Weitzel, 56 J., ev., Eckhardtſtr. 19. Luiſe Liſtmann,
geb. Rahn. Witwe des Polizeikommiſſärs, 67 J., ev.,
Soderſtr. 104. Am 15.: Franz Rudolf Rakow, S. des
Bierfahrers, 1 J., ev., Kranichſteinerſtr. 6. Am 16.:
Ro=
bert Schäfer, S. des Taglöhners, 3 J., kath.,
Schwanen=
ſtraße 10.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
20. Sonntag nach Trinitatis, den 20. Oktober 1912
Erntedankfeſt
Hofkirche: Samstag, den 19. Oktober, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 20. Okt., vormittags um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Feier des heil. Abendmahls. — Nachm. um 3 Uhr:
Vesper. — Mittwoch, den 23. Okt., abends um 6 Uhr:
Andacht.
Stadtkirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer D. Dr. Diehl. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Vogel.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Beringer.
Feier des heil. Abendmahls mit unmittelbar
voraus=
gehender Vorbereitung. — Vorm. um 11 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt (Entlaſſung der Konfirmanden). Pfarrer
Kle=
berger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
25. Oktober, abends um 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtcke. — Vormittags um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt, Steinſtraße 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Kollekte für die Kleinkinderſchule. —
Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Kollekte für das Diakoniſſenhaus
Eliſabethenſtift. — Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Oſt bezirk. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
— Nachmittags um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt bezirk. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. — Um
½ 6 Uhr: Liturgiſche Feier des Kirchengeſangvereins mit
Anſprache. Pfarrer Widmann. — Um 4 Uhr:
Bibel=
ſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für die
Kirche. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Wagner. — Vormitags um 11 Uhr: Kindergatesdienſt.
Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Kollekte für den Kirchenfonds. —
Vor=
mittags um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt (Entlaſſung
der Konfirmanden). Pfarrer Rückert. — Nachm. um
6 Uhr: Pfarraſſiſtent Herpel.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 20. Trinitatis=Sonntag, den 20. Okt.,
nach=
mittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 51:
Pfarrer Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 20. Okt.:
Jahresfeſt der Stadtmiſſion. Vormittags um
10 Uhr: Feſtpredigt von Herrn Pfarrer Eßlinger=
Auerbach. — Nachm. um 3 Uhr: Nachfeier. Redner:
Herr Pfarrer Eßlinger=Auerbach und Herr Pfarrer
Dr. Kertz=Frankfurt a. M.; außerdem Chorgeſänge,
Deklamation, Berichterſtattung. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. Redner: Herr Pfarrer Dr. Kertz=
Frankfurt a. M.
Adventiſtengemeinde (Neckarſtraße 22, Hinterbau):
Sonntag, den 20. Okt., abends um ½9 Uhr: Vortrag:
„Das Bild des Tieres (Offenb. 14,9). — Freitag, den
25. Okt., abends um ½9 Uhr: Vortrag: „Das Malzeichen
des Tieres” (Offenb. 14,9). Jedermann iſt freundlichſt
eingeladen.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Hemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Ehriſten (Waptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 20. Okt.: Vorträge v. Prediger
Reiner aus Berlin. Vorm. um 9½ Uhr: „Unſere Parole‟.
— Nachmittags 4 Uhr: „Ein Brauch in alter Zeit und
ſeine Bedeutung für uns”. — Abends um 8 Uhr: „Eine
Lebensfrage‟. — Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule.
— Nachm. um 6 Uhr: Jugendverein. — Montag, den
21. Okt., abends um 8½ Uhr: Geſangverein. — Dienstag,
den 22. Okt., abends 8½ Uhr: Frauen=Miſſions=
Arbeits=
verein. — Mittwoch, den 23. Okt., abends um 8½ Uhr:
Gebetsverſammlung. — Freitag, den 25. Okt., abends um
8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 20. Okt., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Abends um 8 Uhr: Erntedankfeſt.
— Freitag, den 25. Okt., abends um ½9 Uhr: Bibel=
und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
21. Sonntag nach Pfingſten, den 20. Oktober 1912
St. Ludwigskirche: Samstag, den 19. Okt.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und
Roſen=
kranzandacht. — Um 7 Uhr: Austeilung der heil.
Kom=
munion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½10 Uhr:
Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe.
— Nachm. um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchafts=
andacht mit Predigt. — An allen Werktagen, abends
um ½ 7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des 3. Ordens. — Um 6 Uhr:
Roſenkranz=
andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um 9¼ Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 19. Okt.,
nachmit=
tags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentaliſche
Andacht und Segen. — Montag, abends um 8 Uhr:
Vortrag von Prof. Schwarz.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt
und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
19. Okt., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½ 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½ 3 Uhr:
Sakra=
mentaliſche Bruderſchaftsandacht. — Bibliothek (
Herd=
weg 28): Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr. — An allen
Werktagen um 7 Uhr Roſenkranzmeſſe.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 19. Okt.,
nachmit=
tags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Roſenkranz. — Um 7 Uhr: Austeilung der hl.
Kommunton, gemeinſchaftliche Kommunion der
Erſt=
kommunikanten. — Um ¼10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachm. um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr:
Andacht; vorher Prozeſſion und Segen. — Werktags
um ¼8 Uhr: Singmeſſe mit hl. Roſenkranz.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Sonntag, vormittags um 8 Uhr: heil.
Meſſe und Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, nachm. um ½ 2 Uhr:
Andacht zu Ehren des heiligſten Altarſakraments.
The Church of England Service
20th Sunday after Trinity, 20th Oet. 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche,
Residenz-
schloss, at 4,15 p. m.
The Rev. Canon Mac Lulick, Chaplain of Bad Homburg,
will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 6. Okt.: Dem Großh Hofkutſcher
Zimmer T. Eliſabeth, geb. 21. Auguſt. Dem Großh.
Kabinettsdiener Liebig S. Hans Heinrich, geb. 20. Juli.
Stadtgemeinde: 16. Okt.: Dem Handelsmann
Johannes Seeger T. Marie, geb. 28. Sept. 17. Okt.;
Dem Taglöhner Johannes Eckert T. Anna, geb. 24. April
1910; demſelben S. Heinrich, geb. 2. Okt. 22. Sept.:
Dem verſt. Schuhhändler Wilhelm Heldmann T. Anna
Margarete, geb. 7. Sept. 13. Okt.: Dem Schutzmann
Johann Karl Georg Schwarz T. Friederike Frieda, geb.
13. Sept. 17. Okt.: Dem Ingenieur Karl Alfred Richard
Demmig S. Werner Georg Guſtav, geb. 15. Mai.
Johannesgemeinde: 12. Okt.: Dem
Bahn=
arbeiter Johann Freidel S. Hans Erich, geb. 15. Juli.
13. Okt.: Dem Lokomotivführer Friedrich Horn S. Friedr.
Ludwig, geb. 7. Aug.
Martinsgemeinde: 13. Okt.: Dem Maſchiniſten
Karl Gumbel S. Kurt, geb. 29. Aug. Dem Taglöhner
Georg Heinrich Buß S. Heinrich Georg geb. 8. Aug.
10. Okt.: Dem Kaufmann Alfred Georg Dreeſſen T.
Ger=
trude Helene Marie, geb. 8. Juli. 13. Okt.: Dem
Milch=
händler Georg Schmidt T. Marie Eliſabeth, geb. 20. Aug.
Dem Schneider Ludwig Jakob Hölzel S. Rudolf Jakob,
geb. 9. Sept. Dem Maler und Lackierer Georg Dörſch
T. Elſa, geb. 19. Sept. 14. Okt.: Dem Schreiner Johann
Philipp Jährling S. Karl, geb. 22. Sept.
Petrusgemeinde: 10. Okt.: Dem Wirt Friedrich
Auguſt Rummel S. Philipp Jakob, geb. 3. Okt. 13. Okt.:
Dem Steindrucker Ludwig Krämer T. Helene Luiſe, geb.
14. Sept. Dem Elektromonteur Valentin Niebes S. Erwin
Karl, geb. 27. Aug. 14. Okt.: Dem Packer Georg Becker
S. Johann Heinrich, geb. 14. Aug. 15. Okt.: Dem Kaufe
mann Georg Rackur T. Aſta Marie, geb. 26. Aug.
Paulusgemeinde: 11. Okt.: Dem Oberingenieur
Heinrich Friedrich Karl Julius Schimmelbuſch T. Claka
Marie Mathilde Inez, geb. 28. Juli.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 17. Okt.: Großh. Hoflakai Friedr.
Frauls und Margarete Stuckert hier.
Stadtgemeinde: 12. Okt.: Kaufmann Johann
Jakob Neff zu Babenhauſen und Sofie Veronika Luiſe
Haag. Stellvertr. Standesbeamte Heinrich Georg Hugo
Heppenheimer und Anna Marie Hild. Spengler und
Inſtallateur Auguſt Ludwig Fiſcher und Anna Marie
Sattler. 21. Sept.: Fuhrmann Georg Korwall und
Barbara Arheilger, geb. Gaß. 14. Okt.: Diplom=Ingenieur
Richard Huck zu Eſſen und Liſette Voegele. 15. Okt.:
Reichsbankaſſiſtent Martin ter Vehn und Helene Börſt.
Johannesgemeinde: 12. Okt.: Fabrikarbeiter
Adam Glaſer und Mathilde Pullmann hier. Maſchiniſt
Wilhelm Metz und Katharine Kraus hier. Bahnarbeiter
Wilhelm Roos und Margarete Schmidt hier
Martinsgemeinde: 12. Okt.: Poſtbote
Bern=
hard Steinmetz und Eliſabeth Becker. „
Paulusgemeinde: 12. Okt.: Lagerarbeiter Wilh.
Frank zu Frankfurt a. M. und Eva Katharina Johanna
Stürzelmeier. 15. Okt.: Apotheker Georg Friedr. Theodor
Heidrich und Karoline Chriſtine Braun.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. Okt.: Johannette Wagner,
Tochter des Taglöhners, 2 J., ſtarb 12. Okt. 17. Okt.:
Portier Peter Herd, 59 J., ſtarb 15. Okt. 22. Sept.:
Marie Wolff, geb. Jordan, 32 J. 4 M., ſtarb 19. Sept.
18. Okt.: Luiſe Liſtmann, geb. Rahn, 67 J. 5 M., ſtarb
16. Okt.
Johannesgemeinde: 13. Okt.: Mathilde Trompp,
geb. Berg, Ehefrau des Maſchiniſten, 50 J., ſtarb 11. Okt.
Martinsgemeinde: 10. Okt.: Katharina Reininger,
geb. Wolf, Ehefrau des Weißbindermeiſters, 57 J., ſtarb
8. Okt. 11. Okt.: Dachdecker Johann Graff, 49 J., ſtarb
9. Okt. 16. Okt.: Franz Rudolf Rakow, S. des
Bier=
fahrers, 1 J., ſtarb 15. Okt.
Paulusgemeinde: 15. Okt: Anna Marie Külp,
geb. Vorbach, Witwe des Hauptmanns, 88 J., ſtarb
13. Okt.
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Mhuu Deumen Warter der Bestef
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Hilfsverein für die Geiſteskranken in Heſſen.
— Der Bericht des Vorſtandes des Hilfsvereins für die
Geiſteskranken in Heſſen (Unterſtützungskaſſe der heſſ.
Lan=
des=Heil= und Plegeanſtalten und der Klinik für pſychiſche
und nervöſe Krankheiten in Gießen) über das
Rech=
nungsjahr 1911/12 (1. April 1911 bis Ende März
1912) iſt erſchienen. Wir entnehmen dem Bericht
folgen=
des: Die im Jahre 1911/12 aus der Kaſſe des
Hilfsver=
eins unterſtützten Pfleglinge, nach Fällen und Anſtalten
geordnet, waren: in Heppenheim 390 Fälle, in
Philipps=
hoſpital 589 Fälle, in Alzey 87 Fälle, in Gießen 29 Fälle,
in Gießen (Klinik) 158 Fälle, zuſammen 1253 Fälle. Es
betrug die Zahl der Fälle in 1891/92: 349, in 1901/02: 675,
in 1910/11: 1157. Selbſtredend hat ſich im Laufe der
Jahre eine Art Richtſchnur für die Verwilligung der
gro=
ßen Zahl der Gaben herausgebildet, auf die wir hier kurz
eingehen müſſen. Außer den ſich auf alle unbemittelten
Pfleglinge erſtreckenden Gaben zur Freimachung der
Korreſpondenz mit ihren Angehörigen werden einmalige
Gaben an in der Anſtalt befindliche Pfleglinge ſtets von
dem betreffenden Abteilungs=Oberarzt, dem die häuslichen
und Familienverhältniſſe des Kranken am beſten bekannt
ſein müſſen, beantragt. Ebenſo die Gaben bei der
Ent=
laſſung der Pfleglinge. Sie betreffen zumeiſt das
Reiſe=
geld armer Angehöriger. Bei der Unterſtützung
ent=
laſſener Pfleglinge läßt der genannte Oberarzt ſtets eine
die Verhältniſſe des Kranken klarlegende Korreſpondenz
mit dem Vertrauensmanne des Wohnortes des früheren
Pfleglings ſeinem Antrag vorausgehen. Ebenſo verfährt
er bei der Verwilligung von Gaben an die Angehörigen
von Pfleglingen. Iſt bei friſch Erkrankten durch die
Krankheit vorübergehender Notſtand eingetreten, wie es
ja bei Armen und Geringbemittelten die Regel iſt, dann
tritt meiſt ſchon während des Anſtaltsaufenthaltes des
(oder der) Kranken die Frage ein, wie dem Notſtand
ab=
zuhelfen ſei, damit die Familie bei Geneſung des
Kran=
ken, die wir ja im Anfang immer, ohne Rückſicht auf
et=
waigen Widerſpruch aus wiſſenſchaftlicher Erfahrung, ins
Auge zu faſſen haben, zur Wiederaufnahme des Kranken
fähig bleibe, dann liegen die Verhältniſſe meiſt klar vor
Augen und mit geringen Mitteln, oft mit einmaliger,
öfter durch kurzdauernde fortlaufende Unterſtützung iſt dem
Notſtand abzuhelfen. Schwieriger liegt die Sache bei
ſchwereren Krankheitsfällen und beſonders bei den
ſoge=
nannten verſchleppten Fällen, in denen man aus Gründen
des immer noch vielfach herrſchenden Aberglaubens, daß
man einen (eine) Kranke, dieweil eine Geiſteskrankheit
eine Schande ſei, nicht eher in eine Anſtalt verbringen
dürfe, als bis er „anſtaltsreif” geworden ſei, bis er ſo
ſchwer krank geworden ſei, daß jede häusliche Pflege und
Gemeinſchaft unmöglich geworden ſei oder der Kranke
für ſich oder ſeine Familie gefährliche
Krankheitsäußer=
ungen unaufhörlich darbiete. Dann iſt die
Familienzer=
rüttung, wie auch die Krankheit eine tiefere und ſchwerere
geworden dann wird die Hilfe des Hilfsvereins oft eine
viel ſchwierigere und langwierigere wie in allen
langan=
dauernden Krankheitsfällen, zumal dann
Krankheitsrück=
fälle noch häufiger einzutreten pflegen, wie ſie ja
über=
haupt nicht ſelten drohen
Nächſt der Erhaltung kleinen Beſitzes machte die
Er=
ziehung der Kinder bei akut und günſtig verlaufenden
Er=
krankungsfällen, die zur Entlaſſung des Pfleglings
führ=
ten, die Hilfe unſeres Hilfsvereins am häufigſten nötig.
Nicht ſelten tat um deswillen ſchleunigſte Hilfe not,
da=
mit durch die Krankheit eines der Eltern nicht die Kinder
aus der gewählten Laufbahn geſchleudert wurden. Hier
konnte mit relativ kleinen Mitteln am meiſten geholfen
werden. Trüber geſtaltete ſich in ähnlichen Fällen die
Lage der Familie, wenn die erwartete Geneſung ſich in
die Länge zog, oder Rückfälle ſich einſtellten, wie ſie ja
bei manchen Formen häufig ſind, oder wenn Beſſerung
und Heilung ausblieben. Dann konnten oft die Mittel
des Hilfsvereins nur teilweiſe helfen, auch wenn ſie
reich=
licher bemeſſen werden mußten, auch wenn ſie jahrelang
fortgeſetzt wurden. In einer Reihe von Fällen haben ſich,
nachdem der Hilfsverein oft Jahre lang es den früheren
Pfleglingen möglich gemacht hatte, in ihrer Heimat bei
ihren Angehörigen oder bei Verwandten zu leben, durch
die Vertrauensmänner belehrt, die betreffenden vordem
ſich ſtreng abweiſend verhaltenden Armenverbände bereit
finden laſſen, dem Hilfsverein die Laſt der Unterſtützung
ganz oder teilweiſe abzunehmen, eine andere Reihe von
früher Unterſtützten konnte auf die Unterſtützung ganz
oder teilweiſe verzichten, nachdem Kinder in die Lage
ge=
kommen waren, ihnen beizuſtehen, ſeltener ſind die
erfreu=
lichen Fälle, in denen früher Kranke, meiſt Handwerker,
ſich ſoweit geiſtig und finanziell im Laufe der Jahre
ge=
beſſert haben, daß ſie beim Aelterwerden der Kinder auf
die Unterſtützung verzichten können. Zum Schluß möchten
wir noch einer Hilfe gedenken, die unſer Hilfsverein
5 Männern und 13 Frauen zurzeit in ſogenannter
Fa=
milienpflege bietet. Dieſe früheren Anſtaltspfleglinge
ſind in achtbaren Familien in Heppenheim untergebracht.
Der Hilfsverein zahlt dieſen Familien je 400 Mark für
Wartung, Pflege und Kleidung und übernimmt die
etwa=
igen Koſten für Arzt und Apotheke. Die Pfleger und die
Pflege dieſer meiſt nur wenig beſchäftigungsfähigen
frühe=
ren Anſtaltspfleglinge wird durch die Aerzte der Anſtalt,
durch das Oberwartperſonal der Anſtalt, durch den
Ver=
trauensmann der Kreisſtadt Heppenheim, Herrn
Bürger=
meiſter Kohl, durch den Landtagsabgeordneten, Herrn
Poſtmeiſter, Rechnungsrat Wiegand Vorſitzender der
ge=
meinnützigen Baugenoſſenſchaft Heppenheim, und die
Hausärzte der Familien überwacht. Zu weiterer beſſerer
Ueberwachung kommen die Kranken alle 14 Tage mit
ihren Pflegern in die Anſtalt, nehmen da ein Bad und
ſtellen ſich den Aerzten vor Bei Veränderuna ihres
pſychi=
ſchen Krankheitszuſtandes kehren ſie in die Anſtalt zurück,
ſobald dies nötig wird. Durch die zuſtändigen
Armen=
verbände wird dem Hilfsverein für jeden Kranken die
Summe von je 400 Mark zurückvergütet. Die Koſten, die
dieſe Kranken in Familienpflege dem Hilfsverein
ver=
urſachten, betrugen im Jahre 1911/12 abzüglich der
Rück=
vergütung 256.61 Mark. Alle dieſe Kranken fühlen ſich
wohl in Familienpflege und rühmen ſich ihrer „Freiheit”
Aus den ſtatiſtiſchen Erhebungen des Berichtes ſei
feſtge=
ſtellt, daß verglichen mit dem Vorjahr die Zahl der Geber
in 5 Kreiſen (Darmſtadt, Erbach, Heppenheim, Mainz und
Alzey (im ganzen um 775 Geber) abgenommen, in den
übrigen 13 Kreiſen (im ganzen um 1722 Geber)
zuge=
nommen hat. Die Geſamtzunahme gegen das Vorjahr
beträgt: 947 Geber. Die Geſamt=Summe der Geber
be=
trägt 72907 (im Vorjahre 71960). Die Beiträge aus
Spar=, Kreis=, Gemeinde=, Armen=, Kirchen=, Vereins= ꝛc.
Kaſſen beliefen ſich für Starkenburg auf 2066,90 Mark, für
Oberheſſen auf 918,10 Mark und für Rheinheſſen auf
2346,43 Mark, zuſammen 5331,43 Mark. Die Beiträge von
Privaten im Großherzogtum betrugen von 3496 Gebern
708,90 Mark. Die Geſamt=Einnahme beträgt 46 525,18
Mark, die Geſamt=Ausgabe beträgt 45150,16 Mark.
Ver=
bleibt ein barer Vorrat von 1375,02 Mark. Das Vermögen
betrug Ende des Rechnungsjahres 1910/11 74 266,91
Mark. Im Rechnungsjahr 1911/12 gingen zu 600 Mark.
Zuſammen 74866,91 Mark. Durch Rückzahlungen und
Er=
laß gingen ab 3453,25 Mark. Vermögensſtand Ende des
Rechnungsjahres 1911 71413,66 Mark. Hierzu Bar=
Vorrat 1375,02 Mark. Summa 72 788,68 Mark.
Vermiſchtes.
— Anſteckungsfähigkeit der Warzen. In der
Münche=
ner mediziniſchen Wochenſchrift ſchreibt Dr. Karl Stern
(aus Darmſtadt), Spezialarzt für Hautkrankheiten in
Fürth in Bayern: Der im Volksmunde vielfach
herr=
ſchende Glaube, daß Warzen anſteckend ſind, iſt zuerſt
durch Jadasſohn und ſpäter durch andere wiſſenſchaftlich
begründet worden. Folgende Mitteilung möge nun auch
kliniſcherſeits einen Beitrag zur Anſteckungsfähigkeit der
Warzen liefern: Es handelt ſich um zwei Patientinnen,
eine 29jährige Köchin und ein 27jähriges
Zimmermäd=
chen. Beide ſind ſeit einigen Jahren bei derſelben
Herr=
ſchaft tätig und haben auf beiden Handrücken eine
Aus=
ſaat von kleinen, teils rundlichen, teils polygonalen,
etwas über die Oberfläche hervorragenden, geblich=
bräun=
lichen Warzen (Verrucge plange juveniles). Bei der
Köchin finden ſich ferner noch zwiſchen den Fingern der
linken Hand mehrere, etwa erbſengroße, an der
Ober=
fläche wie zerklüftet ausſehende Verrucae vulgares.
Letz=
tere beſtehen bei ihr bereits ſeit 5—6 Jahren, während
ſie die Verrucae plange juveniles erſt ſeit zirka einem
Jahre hat. Das Zimmermädchen, das früher nie mit
Warzen behaftet war, bemerkte dies ſeit zirka einem
Vierteljahre. Beide haben nun ſchon von jeher beim
Ar=
beiten in der Küche gemeinſam ein Handtuch zum
Abtrock=
nen der Hände benutzt. Die Herrſchaft und deren
Kin=
der haben keine Warzen, wobei die Tatſache berückſichtigt
werden muß, daß niemand von ihnen das Handtuch in
der Küche gebraucht. Es ſcheint ſich alſo hier zweifellos
um eine Uebertragung von Warzen zu handeln. Dafür
ſpricht, daß die Köchin zuerſt die Warzen hatte (ſeit zirka
einem Jahre). Erſt ſpäter (zirka 9 Monate danach)
er=
krankte das Zimmermädchen. Als
Uebertragungsgegen=
ſtand kommt höchſtwahrſcheinlich das von ihnen
gemein=
ſam benutzte Handtuch in Betracht. Bemerkenswert iſt
es, daß die Herrſchaft und deren Kinder nicht erkrankten.
Der Fall zeigt, daß die Möglichkeit der Uebertragung von
Warzen tatſächlich beſteht. Durch die Prophylaxe läßt ſich
aber viel erreichen und ſo ein Fall, wie der ſoeben
mit=
geteilte, mit allergrößter Wahrſcheinlichkeit vermeiden.
(VI 2169
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werden gehoben, Warnung: Man verlange
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Das am Sonntag, den 20. Oktober, nachmittags 3 Uhr,
auf dem Sportplatze am alten Schießhaus ſtattfindende
Verbandswettſpiel in Klaſſe A zwiſchen F.=K. Alemannia=
Worms und Darmſtädter Sportklub 1905 dürfte
beſon=
deres Intereſſe erwecken, zumal Sportklub zum erſten
Male mit ſeiner diesjährigen Verbandsmannſchaft auf
eigenem Platze ſpielt. Die Einheimiſchen verfügen
die=
ſes Jahr über eine äußerſt flinke und ſpielſtarke
Mann=
ſchaft. Sie findet in der Elf des F.=K. Alemannia=Worms
einen ebenbürtigen Gegner, bei dem der Sturm die
Haupt=
ſtütze iſt. So dürfte ſich dieſes Wettſpiel zu einem
gut=
beſuchten ſportlichen Ereignis geſtalten.
F.=K. „Olympia”. Auf das morgen ſtattfindende
Spiel zwiſchen dem Fußballklub „Olympia” und
dem Weſtkreismeiſter „Phönix”=Mannheim ſei
nochmals hingewieſen. Im vergangenen Jahre konnte
„Olympia” dieſen Verein mit 211 beſiegen. Ob es ihr
diesmal wieder gelingen wird, iſt fraglich, denn die
Mannheimer haben durch die hochklaſſigen Spiele, die ſie
als Weſtkreismeiſter auszutragen hatten, viel gelernt.
Jedenfalls wird das Spiel für jeden Anhänger des
Fuß=
ballſports von beſonderem Intereſſe ſein.
* Radſport. Von allen deutſchen
Renn=
bahnen ausgewieſen wurde, laut einer
Bekannt=
machung im Wochen=Rennkalender, Dr. jur. Otto
Schrö=
der auf Grund des § 50, Abſatz 3 des Renn=Reglements.
Dieſer erſt vor zwei Monaten auf Antrag des Großen
Schiedsgerichts in Renn=Angelegenheiten dem § 50
zu=
gefügte Abſatz 3 hat folgenden Wortlaut: „Perſonen,
deren Verweiſung von allen Rennbahnen auf Grund
die=
ſes Paragraphen wegen ehrenrühriger oder betrügeriſcher
Handlungen von einem Renn=Vereins=Vorſtande
bean=
tragt iſt, kann der Zutritt zu den Rennbahnen bis zur
Entſcheidung über dieſen Antrag durch die techniſche
Kom=
miſſion des Union=Klubs verboten werden.‟ Dr.
Schrö=
der, eine in Spielerkreiſen ſehr bekannte Perſönlichkeit,
iſt, wie man hört, in ein vor dem Großen Schiedsgericht
ſchwebendes Verfahren verwickelt.
* Automobilſport. Die Reſultate der
Auto=
ſtern= und Fernfahrt, die der Deutſche Rad= und
Kraftfahrerbund am Sonntag mit dem Ziel Berlin für
Motor=Wagen und=Räder veranſtaltete, ſind jetzt, nach
Legitimation ſämtlicher Legitimations= und
Kontroll=
papiere, wie folgt feſtgeſtellt: Wagenklaſſe: 1. Vanſelow=
Berlin (5,9 PS.=Brennabor), der 508,7 Kilometer in 9
Stunden 54 Minuten zurücklegte, 292,34 Punkte, 2.
Peter=
ſen=Berlin (9,9 PS.=Opel) 577,3 Kilometer in 10 Stunden
20 Minuten, 282,54 Punkte, 3. Kranz=Charlottenburg
(9,9 PS.=Audi) 316,5 Kilometer in 4 Stunden 45 Minuten
258,36 Punkte, 4. Louis=Brandenburg (5,9 PS.=
Brenna=
bor) 295 Kilometer in 6 Stunden, 214,02 Punkte.
Motorräder: 1. Weber=Magdeburg (1 PS.=N. S. U.) 544,7
Kilometer in 10:35, 244,36 Punkte, 2. Thiede=Jüterbog
(1,75 PS.=Magnet) 317 Kilometer in 7 Stunden 17
Mi=
nuten, 156,75 Punkte, 3. Wöhr=Berlin (1,53 PS.=N. S. U.)
299,7 Kilometer in 6:57, 140,83 Punkte, 4. Roßner=Berlin
(3,8 PS.=India) 525 Kilometer in 10:57, 136,21 Punkte.
Die Auszeichnungen werden in der Art verteilt, daß für
jede Klaſſe ein Preis gegeben wird. Außerdem werden
an die Nächſtplazierten Plaketten verteilt.
Die vom Wiener Automobil=Klub am 6.
und 7. Oktober entſchiedene Niederöſterreichiſche
Automobil=Zuverläſſigkeitsfahrt zeitigte
n dem jetzt vorliegenden Geſamtklaſſement hervorragende
Erfolge der deutſchen Automobil=Induſtrie. In allen
vier Klaſſen gelang es den deutſchen Teilnehmern, ſich
auf den vorderen Plätzen zu plazieren, und zwar
gewan=
nen ſie in der erſten, zweiten und dritten Klaſſe je den
2. und 4. Preis und in der vierten ſchweren Wagenklaſſe
den 1. Preis, ferner den Hauptpreis der ganzen
Veran=
ſtaltung, den Ehrenpreis der Stadt Krems für die vierte
Klaſſe, ſowie mehrere Regularitäts=, Bergprüfungs= und
Ehrenpreiſe.
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Amerika=Linie. Mitgeteilt durch
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Dampfer „Rotterdam”, 13.
Okto=
ber nachmittags in New=York
ein=
getroffen. — Dampfer „Nieuw
Amſterdam” 11. Oktober
vormit=
tags in Rotterdam eingetroffen.
— Dampfer „Noordam” 8.
Okto=
ber vormittags von New=York
ab=
gegangen. — Dampfer „Ryndam”
15. Oktober vormittags, von New=
York abgegangen. — Dampfer
„Potsdam” 13. Oktober 7½
vor=
mittags Lizard paſſiert.
Schiffsbericht. Norddeutſcher
Lloyd Bremen. Mitgeteilt von dem
Vertreter Anton Fiſcher,
Darm=
ſtadt, Frankfurterſtraße 12 und 14.
Dampfer „Kaiſer Wilhelm der
Große‟ 15. Oktober von
Bremer=
haven abgegangen. — Dampfer
„Kleiſt” 14. Oktober in Bremen
angekommen. — Dampfer „
Gnei=
ſenau” 14. Oktober von Neapel
abgegangen.
Schiffsbericht. Hamburg=
Ame=
rika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Hrn. Adolf Rady,
Darm=
ſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Graf Walderſee” von
Philadelphia kommend, 15. Oktober
8 Uhr morgens in Hamburg.
Dampfer „Kaiſerin Auguſte
Vik=
toria” nach New=York, 15. Oktober
12 Uhr 15 Minuten morgens von
Cherbourg. — Dampfer „Moltke‟,
von New=York, 14. Oktober 3 Uhr
30 Minuten nachmittags in
Ge=
nua. (Berichtigung.) — Dampfer
„Steiermark” nach New=Orleans,
14. Oktober 7 Uhr 30 Minuten
mor=
gens in Boſton.