Darmstädter Tagblatt 1912


05. Oktober 1912

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175. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 38 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Reichskanzler hat ſich am Donnerstag auf Ein=
ladung
des Prinzregenten von Bayern zu kurzem Be=
ſuch
nach. Linderhof begeben.
In der Frankfurter Stadtverordneten=
Verſammlung berichtete der vereinigte Finanz=
und Rechtsausſchuß, daß der für die Univerſität
noch aufzubringende Betrag von 7,2 Millionen Mark
durch Stiftungen geſichert iſt, ſo daß die Univerſität
am 1. April 1914 ins Leben treten kann.
Das engliſche Unterſeeboot B. 2 iſt von
einem amerikaniſchen Ueberſeedampfer gerammt worden
und geſunken. Die Beſatzung von 14 Mann
iſt ertrunken mit Ausnahme des zweiten Offi=
ziers
.
Sicheren Informationen zufolge hat der türkiſche
*Miniſterrat beſchloſſen, den letzten Vorſchlag
*Italiens anzunehmen. Die Friedens=
präliminarien
ſollen alsbald in Ouchy unter=
zeichnet
werden!
In Weſtport wbecticut) erplodierte die Loko=
motive
des Boſton=Expreßzuges, wodurch
der ganze Zug zertrümmert wurde. 20 Leichen
ſind bereits geborgen. 35 Reiſende haben Verletzungen
erlitten.

Politiſche Wochenſchau.

Der Balkan in Flammen! Endlich hat man’s ſo=
weit
, wie man wollte, die Kriegstreibereien ſind arfolg=
reich
geweſen, und ſo, wie die Dinge jetzt ſtehen, muß mit
dem unmittelbaren Ausbruch des Krieges gerechnet wer=
den
, wenn nicht noch in letzter Stunde eine unerwartete
Wendung eäntritt. Die vier Balkanſtaaten, die ſich ſonſt
untereinander als eiferſüchtige Rivalen zeigten, haben ſich
zuſammengefunden, in der Hoffnung, die durch den Krieg
wie durch die inneren Wirren geſchwächte Türkei nieder=
zuzwingen
und ihre alten Wünſche zu befriedigen. Unbe=
deutende
Vorwände miſſen als Grund herhalten, der
Türkei ein Ultimatum zu überreichen. König Ferdinand=
iſt
zum Kriegsherrn der verbündeten Staaten auserſehen,
während im Süden der Kronprinz von Griechenland das
Kommando führt. Mit großen Hoffnungen ſcheint man
in den Kampf zu ziehen, aber es kann auch leicht anders
kommen. Vor allem fällt ein Moment ins Gewicht, näm=
lich
der Geldmangel der Balkanſtaaten, durch den die
Operationen ſehr beeinflußt werden dürften, mehr viel=
leicht
, wie durch diplomatiſche Bemühungen der Mächte,
die Differenzen aus der Welt zu ſchaffen. Schon die
nächſten Tage müſſen die Entſcheidung bringen. Man hat
vielfach geglaubt, daß Rußland den Draht hinter den Ku=
liſſen
ziehe und namentlich die auffallende Probemobil=
maſchung
der polniſchen Armeekorps ließ allerlei erwarten.
Indeſſen war dieſe Maßnahme, wie jetzt mitgeteilt wird,
angeblich ſchon ſeit Monaten geplant und überdies läßt
ſich auch nicht recht einſehen, was Rußland von den Wür=
ren
auf dem Balkan für ſich erwarten könnte. Erfreu=
licherweiſe
haben zwiſchen den Großmächten Beſprechun=
gen
ſtattgefunden, mit dem Reſultate, daß man alles daran
ſetzen werde, den Krieg auf ſeinen Herd zu beſchränken,
um weitere Verwickelungen zu vermeiden, und daß man
am Statusquo nicht rütteln laſſen werde. Das gibt eine
gewiſſe Beruhigung, wenn es auch trotzdem nicht ausge=
ſchloſſen
iſt, daß doch Komplikationen irgend welcher Art
ſich einſtellen. Aus einem ofizibſen Kommunique, das
in der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung erſchienen iſt,
geht der Ernſt der Lage ſehr deutlich hervor, geichwohl
aber verſucht man die öffentliche Meinung zu beruhigen,
Hat doch das Wirtſchaftsleben durch den Ausbruch des
Krieges und wenn man auch ſelber nicht beteiligt
ſchwer zu leiden, und ſo gab es dann in dieſer Woche an
den deutſchen Börſen große Kursſtürze, die zu enormen
Verluſten geführt haben; es war daher gut, daß von zu=
ſtändiger
Stelle zur Beſonnenheit gemahnt wurde.
Angeſichts der Vorgänge auf dem Balkan treten alle
ſonſtigen Vorgänge weit in den Hintergrund. Unter die=
ſen
Umſtänden hat man dem Londoner Aufenthalte des
Leiters der ruſſiſchen auswärtigen Politik Saſonow
wohl nicht die Aufmerkſamkeit gewidmet, die ihm von
rechtswegen zukommt. Was im Schloſſe Balmoral zwi=
ſchen
den Herren Edward Grey und Saſonow abgemacht
worden iſt, hat man der Oeffentlichkeit vorenthalten, man
hat im allgemeinen eine ſchöne Phraſe gehört, gleichwohl
aber ſteht es außer Frage, daß bei dieſen Konferenzen die
Richtlinie für die beiderſeitige Außenpolitik im großen
und ganzen feſtgelegt worden iſt. Begreiflicherweiſe war
es in erſter Hinſicht natürlich der Balkan, über den man
ſich eingehend unterhalten hat, dann aber dürfte auch vor
allem die perſiſche Frage in den Bereich der Erörterungen
gezogen worden ſein. Im Lande des Schahs geht es nach
mie vor drunter und drüber, eine wirkliche Ordnung gibt

es ſchon lange nicht mehr es herrſchen wahrhaft anarchi=
ſtiſche
Zuſtände im Lande. Aehnlich wie Marokko iſt
Perſien reif für eine Auſteilung, die man aber nur auf=
ſchiebt
, weif einer dem anderen nicht den Löwenanteil
gönnen möchte, Auch die Bagdad=Bahn=Frage ſpielte
hiermit hinein, wenigſtens ſoweit die Verlängerung der
Strecken in Frage kommt. Herr Saſonow wird nicht ver=
fehlen
, ſich wegen dieſer Frage auch mit Frankreich und
Deutſchland in Verbindung zu ſetzen. Der Beſuch Saſo=
nows
in Paris war ein Selbſtverſtändlichkeitsakt, er=
freulich
dagegen iſt, daß Herr Saſonow auch nach Berlin
kommt, indem er auf dieſe Weiſe dolumentieren will, daß
Rußland trotz ſeiner Zugehörigkeit zur Triple=Ententie
mit dem deutſchen Nachbar auf gutem Fuße zu leben
gewillt iſt. Es iſt nicht anzunehmen, daß Herr Saſonow
mit ſeiner anſcheinend deutſchfreundlichen Politik ein fal=
ſches
Spiel treibt, und daß er in Wahrheit anders ge=
ſonnen
wäre; er hat gerade in den letzten Monaten mehr=
ſach
Beweiſe ſeiner Lopalität gegeben, und man darf
wohl hoffen, daß ſeine gänze Geſinnung auf der Abwicke=
lung
der Balkan=Wirren dazu beitragen wird, um wei=
teren
Komplikationen vorzubeugen.
Die Maxokko=Frage harrt noch immer der definitiven
Löſung, das Uebereinkommen zwiſchen Spanien und
Frankreich will nicht zu Ende kommen, obwohl alle
Augenblicke der Abſchluß als unmittelbar bevorſtehend
angekündigt wird. Es iſt hierüber mehrfach zu hitzigen
Auseinanderſetzungen gekommen, ja man wollte ſchon die
beiderſeitigen Botſchafter auf Reiſen ſchicken reſpektive
verſetzen, und die Verhandlungen gänzlich abbrechen. Von
dem erwarteten Anſchluß Spaniens an die Triple=Entente
wird wohl unter dieſer Umſtänden kaum etwas werden.
Der Frieden zwiſchen Italien und der Türkei ſoll nun
endlich geſichert ſein. Wie es heißt, habe der türkiſche
Miniſterrat am Donnerstag beſchloſſen, die letzten Vor=
ſchläge
Italiens anzunehmen. Die Friedenspräliminarien
würden nach Ankunft des geweſenen Botſchaftsrats bei
der türkiſchen Botſchaft in Rom, Seif Eddin, in Ouchy
unterzeichnet werden können. Die Meldungen über den
Krieg ſelbſt und der bevorſtehende Friedensabſchluß ſind
aber ſo oft dementiert worden, daß man auch hier leider
ſagen muß: abwarten!

Der bewaffnete Friede.

K. K. Das Deutſche Reich hat im Jahre 1873 für
Heer und Flotte annähernd 400 Millionen Mark ausge=
geben
. Der gegenwärtige Aufwand für den gleichen
Zweck iſt der vierfache. Andere Völker ſind auf dieſer
Bahn ähnlich vorangeſchritten, nicht bloß die großen,
ſondern auch die kleinen. Selbſt die Schweiz, die oft und
gern von den Gegnern des Heerweſens als ein belehren=
des
Beiſpiel angeführt worden iſt, hat ſich der allgemeinen
Entwialung anſchließen müſſen. Die Fortſchritte der
Technik für die Zwecke der Landesverteidigung, die Fort=
ſchritte
des Wohlſtandes und der Finanzen, der Wetteifer
aller Staaten und Reiche ffür die Sicherſtellung ihrer
Selbſtändigkeit durch die höchſtmöglichen Anſtrengungen
dieſe Umſtände haben jene Entwicklung veranlaßt, und
es iſt nicht abzuſehen, wann und wie ihr Halt geboten
werden ſoll. Es liegt ſomit die Frage nahe, ob es denn
nicht möglich ſei, durch gemeinſame Maßregeln der Völ=
ker
dieſes Schickſal zu beſchwören. Dieſe Frage iſt ver=
ſchieden
beantwortet worden.
Abrüſten, die Rüſtung ablegen das iſt unmöglich.
Soll das Wettrennen rückwärts ſich wenden, nachdem es
ſo lange nach vorwärts gegangen iſt, wie jedes Wett=
rennen
? Es iſt begriffsmäßig ausgeſchloſſen. Oder ein
gemäßigter Rückſchritt? Wie ſoll das in die Wirklichkeit
verſetzt werden? Auch die Löſung der Schwierigkeit durch
eine Vereinbarung der Staaten würde eine ſonderbare
Aufgabe für einen diplomatiſchen Kongreß bilden. Wie
ſollte das wohl gemacht werden? Viele ſchlagen daher
eine Verlangſamung in den Fortſchritten der Rüſtungen
vor. So iſt es beiſpielsweiſe geſchehen, als man in der
neueſten Zeit von dieſen Dingen im Hinblick auf den
Wetteifer des Flottenbaues in England und Deutſchland
redete. Indeſſen hat die Beſprechung dieſes Vorſchlags
nur einen Vorgeſchmack von der Unmöglichkeit gegeben,
ihn durchzuführen. Im Parlament und in den Zeitungen
hat das Vorſpiel derartiger Erörterungen gezeigt, daß
dadurch die Gereiztheit der wetteifernden Völker ver=
größert
wurde. Denn alsbald entſtand der Streit dar=
über
(oder er drohte) in mehr oder weniger deutlichen
Worten, wo eins der beiden Völker das Recht herleiten
wolle, dem anderen Volke Schranken zu ſetzen für den
Umfang ſeiner Seemacht, für das Verhältnis in der Fort=
entwicklung
der beiden Flotten uſw. Man erhielt den
Eindruck, daß eine Konferenz der Völker in die Gefahr
käme, Zündſtoffe des nationalen Wetteifers anzufachen
und auf das Gegenteil eines Friedenswerkes hinauszu=

laufen. Nun gar ſtatt zweier Völker die Verſammlung
aller Völker!
Viel gemäßigter als dieſes Verlangen iſt das Be=
ſtreben
nach friedfertiger Beilegung von Streitpunkten
zur Vermeidung kriegeriſcher Zerwürfniſſe. Hierbei bleibt
zunächſt die ſchwere Rüſtung der Staaten die gegebene
Vorausſetzung, und man begnügt ſich damit, denjenigen
internationalen Zuſtand aufrechtzuerhalten oder befeſtigen
zu wollen, deſſen wir uns ſeit vierzig bis fünfzig Jahren
erfreuen den bewaffneten Frieden. Inwiefern die
Einrichtung internationaler Schiedsgerichte dazu geeignet
ſein wird, neben der Erledigung untergeordneter Streit=
fragen
auch große kriegeriſche Zerwürfniſſſ hintanzu=
halten
um Streitpunkte, die tiefer an die Wurzeln des
internationalen Wetteifers reichen das mag die Zu=
kunft
lehren. Das eine ſteht jedenfalls feſt, daß daß Ver=
trauen
dazu nicht ſonderlich verbreitet iſt.
Der bewaffnete Friede unter dem Schutze einer ſtar=
ken
Rüſtung iſt alſo vorausſichtlich noch lange das Beſte,
was wir erreichen können. Wenn es in der Zukunft ge=
lingen
ſollte, durch zunehmende Rüſtungen den Frieden
zu erhalten, wie es jetzt zweiundvierzig Jahre gelungen
iſt, ſo würde der Preis für den Frieden immer noch er=
träglich
ſein, wenn man damit die zerſtörenden Gewakten
eſines Krieges vergleicht und ſelbſt eines glücklichen
Krieges. Der Preis des bewaffneten Friedens iſt auf
dieſe Weiſe eine ähnliche Gegenleiſtung für die Wohltaten
des Gemeinweſens, wie die ſonſtigen Laſten für Stagt
und Gemeinde eine Gegengabe ſind für das, was die
Kultur jedem Mitgliede der Staatsgemeinſchaft zuführt.

Deutſches Reich.

Der Reichskanzler begab ſich am Donners=
tag
abend zu kurzem Aufenthalt nach Linderhof. Er folgt
damit einer vor längerer Zeit angenommenen Einladung
des Prinzregenten von Bayern. Der Reichskanzler hat
den Beſuch nicht in letzter Stunde abſagen wollen, um
nicht zu grundloſen Beunruhigungen wegen Gefährdung
des Friedens unter den Großmächten durch die Balkan=
wirren
Nahrung zu geben.
Amtliche Zahlen zur Fleiſchverſor=
gung
. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt
über die Entwicklung der Fleiſchverſorgung des Deutſchen
Reiches im Verhältnis zum Anwachſen der Fleiſchver=
braucher
von 1816 bis 1912:
Setzt man die Verhältniszahl der 1816 vorhandenen
Fleiſchmengen (Rinder, Kälber, Schafe und Schweine)
gleich 100, ſo ergibt ſich 1873 die Zahl 393 und 1907 843.
Hieraus geht hervor: Die Menge des im Inland her=
vorgebrachten
Schlachtfleiſches iſt erheblich ſchneller ge=
wachſen
als die Bevölkerungsziffer, nämlich im Verhält=
nis
von 1 zu 8,4 beim Fleiſch, und bei der Bevölkerung
nur von 1 zu 2,6, da dieſe 1816 rund 25, 1912 rund 65
Millionen betrug. Vergleicht man die einzelnen Arten
des Schlachtviehs, ſo ergibt ſich, daß ſich das Rindfleiſch
um das 6fache vermehrt hat, das Schweinefleiſch ſogar
um das 21fache geſtiegen, das Schaffleiſch in dauerndem
Rückgang begriffen und das Kalbfleiſch nur in geringem
Maße an der Steigerung beteiligt iſt. Weitere ſtatiſtiſche
Unterſuchungen ergeben, daß bei den vornehmlich in Be=
tracht
kommenden Schlachttieren rund eine Verdoppelung
des durchſchnittlichen Schlachtgewichts ſtattgefunden hat,
was auf die Verbeſſerung der Raſſen zurückzuführen iſt.
Der Fortſchritt in der deutſchen Fleiſcherzeugung iſt weiter
durch die Beſchleunigung des Umſatzes in den einzelnen
Viehgattungen erklärlich. Dieſe iſt bei Rindvieh als eine
1½fache, bei den Schweinen als 1½fache zu veranſchla=
gen
. Auf Grund der Verhältniszahlen läßt ſich erwarten,
daß die deutſche Landwirtſchaft auch in Zukunſt einen
Vorſprung vor dem Anwachſen der Bevölkerungsziffer
behalten wird. Weiter ergibt ſich aus den ſtatiſtiſchen
Ermittlungen, welche wichtige Rolle beſonders der
Schweinezucht für die Ernährung der deutſchen Bevöl=
kerung
innewohnt. Die Maßnahmen der preußiſchen
Regierung müßten daher vornehmlich die ſtändige Erhal=
tung
und möglichſte Förderung der Schweinezucht im
Auge behalten, Maßnahmen, die ganz beſonders den
kleinen und mittleren Viehzüchtern zugute kommen.
Eine Novelle zur Gewerbeordnung
wird, wie die Tägliche Rundſchau hört, dem Reichstage
zugehen. Es wird eine Konzeſſionierung der Wirtſchaften
mit Mädchen=Bedienung geplant, um den Auswüchſen
der Animierkneipen wirkſam entgegentreten zu können.
Ferner ſollen die Kinos konzeſſionspflichtig ſein und die
Neuerrichtung von Kinos von der Bedürfnisfrage ab=
hängig
gemacht werden.
Die Jeſuitenfrage. Der Zuſammentritk
des Juſtizausſchuſſes des Bundesrats iſt nach neueren
Meldungen erſt für Ende dieſes oder Anfang nächſten

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

Monats zu erwarten. Als Grund für die Verzögerung
vermutet man, daß die vertrauliche Fühlungnahme zwi=
ſchen
Preußen und den größeren Bundesſtaaten noch
nicht zum Abſchluß gelangt iſt. Sicherem Vernehmen
nach beabſichtigen mehrere Bundesregierungen, ihren
Standpunkt in längeren Expoſés darzulegen, ſo daß dem
Juſtizausſchuß außer dem Gutachten des Reichsjuſtizamts
und den beiden biſchöflichen Eingaben noch weitares
ſchätzenswertes Material vorliegen wird. Es wird auch
erwogen, das Gutachten des Reichsjuſtizamts wenig=
ſtens
in ſeinen wichtigſten Stellen gelegentlich der Be=
ſprechung
der Jeſuitenfrage im Reichstag den Abgeordne=
ten
zugänglich zu machen. Die Entſcheidung wird jeden=
falls
bis zum Zuſammentritt des Reichstags gefallen ſein.
Eine Erklärung des ſüddeutſchen
Eiſenbahnerverbandes. Bekanntlich entſtammte
dem Widerſtreit zwiſchen dem angeblich ſozialiſtiſch
angehauchten Süddeutſchen und dem zentrumsfreundlichen
Bayeriſchen Eiſenbahnerverband die Feindſchaft des
bayeriſchen Zentrums gegen den frühern Verkehrsminiſter
v Frauendorfer, der im Anfang des Jahres die Miniſter=
kriſe
verurſackſte. Seitdem der neue Verkehrsminiſter
v. Seidlein von allen Eiſenbahnbedienſteten den ausdrück=
lichen
Verzicht auf ihr Streikrecht gefordert hat, war man
geſpannt, ob die Haltung des Süddeutſchen Eiſenbahner=
verbandes
zu der vom Zentrum gewünſchten Unterdrük=
kung
des Verbandes Anlaß geben werde. Aber obwohl
der Sozialiſt Segitz erſt jüngſt im Landtage das Streik=
recht
für alle Staatsarbeiter gefordert hat, ließ der Vor=
ſtand
des Süddeutſchen Eiſenbahnerverbandes dem Ver=
kehrsminiſterium
und dem Landtage folgende Erklärung
zugehen: Seitens des Verbandes des Süddeutſchen
Eiſenbahn= und Poſtperſonals wird der Streik nicht als
ein geſetzlich zuläſſiges Mittel zur Verbeſſerung der Lage
der Arbeiter und Beamten betrachtet. Der Verband iſt
ſich wohl bewußt, daß ein ſolcher Streik die ſchwerſten
Erſchütterungen des Erwerbslebens hervorrufen würde.
Damit ſtellt ſich der Süddeutſche Eiſenbahnerverband in
der Frage: Streikrecht, auf den Standpunkt, den ſämtliche
Parteien des bayeriſchen Landtags, mit Ausnahme den
Sozialdemokratie, einnehmen. Liberale Zeitungen ver=
merken
als auffällig, daß der Verkehrsminiſter, da die den
Verzicht auf das Streikrecht betreffende, vom 24. Septem=
ber
datierte Erklärung des Süddeutſchen Eiſenbahner=
Verbandes am 26. September bereits in den Händen des
Miniſters war, zwei Tage ſpäter eine ſcharfe Rede gegen
den Verband halten konnte.
Württemberg und die Fleiſchteue=
rung
. In der Sitzung der Zweiten Kammer lehnte der
Miniſter des Inyern von Piſchek bei der Beratung der
ſozialdemokratiſchen Anfrage betreffend Maßnahmen zur
wirkſameren Verbilligung der Fleiſchpreiſe in längerer
Begründung die Forderung ab, für die Aufhebung der in
§ 12 des Fleiſchbeſchaugeſetzes enthaltenen Beſchränkun=
gen
, ſowie für die Aufhebung der Vieh= und Fleiſchzölle
und der Zölle auf Futtermittel im Bundesrat einzutreten.
Zum Fall Hildebrand. In einer außer=
ordentlichen
Generalverſammlung des Sozialdemokra=
tiſchen
Vereins in München erſtattete die Delegation ihren
Bericht vom Chemnitzer Parteitag. Dabei erklärte Land=
tagsabgeordneter
Adolf Müller, nach dem Bericht der
Münchener Poſt, der Chemnitzer Beſchluß über Hildebrand
werde der Partei noch viel zu ſchaffen machen. Was in
Chemnitz geſündigt wurde, müſſe wieder gut gemacht wer=
den
. Die Einzelorganiſationen ſollten den Beſchluß nicht
gutheißen. Wie könnte man noch auftreten gegen die
Willkür bürgerlicher Gerichte, wenn die Partei ſelbſt in
ihrer eigenen Rechtſprechung ſo außerordentlich mangel=
haft
und fehlerhaft verfahre. Gegen 6 Stimmen wurde
dann eine Reſolution angenommen, in der die Verſamm=
lung
den Ausſchluß des Genoſſen Hildebrand bedauert
und der Befürchtung Ausdruck gibt, daß dieſer Beſchluß
eine Hemmung der wiſſenſchaftlichen Forſchung der Par=
tei
zur Folge haben werde. Auch die Mainzer Sozial=

demokraten faßten eine Reſolution gegen den Ausſchluß
Hildebrands Nützen werden ihnen dieſe Beſchlüſſe nicht
viel. Sie müſſen ſich doch, wie man weiß, dem Partei=
dogma
löblich unterwerfen.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Der bosniſche Ausſchuß der öſterreichi=
ſchen
Delegation hat den bosniſchen Kredit ange=
nommen
. Die ſlawiſchen Redner traten für Regelung
der ſtaatsrechtlichen Verhältniſſe der annektierten Provin=
zen
gegenüber der Monarchie ein. Der gemeinſame
Finanzminiſter v. Billinski erklärte, daß alles, was mög=
lich
wäre, für den kulturellen und wirtſchaftlichen Fort=
ſchritt
des Landes geſchehen ſolle. Auf die Anfrage eines
Redners, der auf die Gefahr der großſerbiſchen Bewe=
gung
hinwies, erklärte der Miniſter, die Bevölkerung ſei
dim Kaiſerhauſe treu. Er fürchte nicht, daß unter den
Ereigniſſen, die ſich jetzt auf dem Balkan abzuſpielen be=
ginnen
, die Bevölkerung nicht loyal handeln werde,
Frankreich.
Aufenthalt fremder Offiziere in
Frankreich. In Beſtätigung einer ſchon vor einigen
Tagen von elſaß=lothringiſchen Blättern gebrachten Mel=
dung
, wonach den deutſchen Offizieren der Aufenthalt in
Frankreich nur unter Beobachtung gewiſſer Bedingungen
geſtattet ſein werde, wird offiziös gemeldet, daß in eini=
gen
Tagen ein Erlaß erſcheinen werde, welcher eine Schutz=
zone
feſtlegen werde, die die fremden Offiziere ohne vor=
harige
Ermächtigung nicht betreten dürfen. Die Maß=
nahme
werde übrigens allgemeiner Natur ſein und auch
auf die Offiziere der anderen Nachbaxländer Belgien,
Luxemburg, die Schweiz und Italien, angewendet wer=
den
. Sie ſei bereits auf diplomatiſchem Wege den be=
teiligten
Regierungen angekündigt worden und dieſe
hätten keinerlei Einwendungen erhoben.
Der Beſuch Saſonows in Paris. Der
Miniſterpräſident Poincaré hatte am Donnerstag vormit=
tag
, ehe er ſich mit dem Miniſter des Aeußern Saſonow
nach Rambouillet zu dem Präſidenten Falliéres begab,
eine längere Unterredung mit dem deutſchen Botſchafter.
Präſident Falliéres gab zu Ehren Saſonows ein Früh=
ſtück
, an dem der ruſſiſche Botſchafter Iswolski und Mi=
niſterpräſident
Poincaré teilnahmen. Die Abreiſe Sa=
ſonows
ſollte Freitag nachmittag erfolgen. Er reiſt
über Berlin, wo er eine Unterredung mit den führenden
Perſönlichkeiten über die Orientfrage haben wird.
Rußland.
Warnruf vor England. Die politiſchen Kreiſe
bekunden laut, daß die Dürftigkeit des Inhaltes der
Mitteilung über Saſonows Londoner Verhandlungen tief
enttäuſcht habe. Der Bruder des früheren Premiermine=
ſters
Stolypin veröffentlicht in der Nowoje Wremja einen
Warnruf vor England, der Aufſehen erregt und als
ſymptomatiſch für die Stimmung gelten kann. Man trete
in eine hiſtoriſche Zeit ein, die reich an Klippen für das
Staatsſchiff ſei. Deshalb müſſe man ſich einmal ganz
nüchtern Englands Ueberlieferung ins Gedächtnis rufen.
Die großbritanniſche Politik ſei Haß und Feindſchaft gegen
Rußland geweſen, und dieſe Gefühle hätten ſich über
Nacht nicht geändert. Wenn man dies bedenke, ſich ferner
die Selbſtſucht Englands und die Klagen ſeiner Bundes=
genoſſen
, daß ſie für England die Kaſtanien aus dem
Feuer holen mußten, vergegenwärtige, müſſe man dop=
pelt
vorſichtig ſein, durch Freundſchaft mit England
gegen kleine Vorteile große Nachteile einzutauſchen. Der
Angelpunkt der engliſchen Politik ſei die Feindſchaft gegen
Deutſchland. Zur Durchführung des Rieſenkampfes gegen
Deutſchland habe England verſucht, Frankreich und Ruß=
land
heranzuziehen. Rußland ſoll aber bedenken, daß
das, was für England Lebensfrage ſei, für Rußland
keine gebieteriſche Geltung habe. Für England ſei es
wichtig, das europäiſche Gleichgewicht zu ſtören, für Ruß=
land
dagegen, es zu erhalten. Deshalb müſſe ſich Ruß=

land zur Pflicht machen, ebenſo mißtrauiſch gegen die
Vorſchläge und Abſichten dieſer Freunde wie gegen
hypothetiſche Feinde zu ſein.
Amerika.
Anarchie in Nikaragua. Der Geſandte der
Vereinigten Staaten in Managua teilte der Regierung
mit, zwölf Männer und Frauen, darunter Engländer,
Deutſche, Holländer und Italiener, hätten ſich namens
von 300 Flüchtlingen in Maſaya an ihn mit der Bitte
um Hilfe gewandt. Sie erklärten, es herrſche vollſtändige
Anarchie im Lande. In Maſaya ſeien die Häuſer der
Fremden geplündert worden; 70 Frauen ſeien in Ge=
fangenſchaft
. Das Volk eſſe aus Mangel an anderen
Nahrungsmitteln Pferdefleiſch. Zahlreiche Frauen und
Kinder ſeien des Hungers geſtorben.
China.
Die belgiſche Anleihe. Die belgiſchen Kapi=
taliſten
vereinbarten eine Anleihe von 250 Millionen
Francs im Zuſammenhang mit dem Vertrag betr. die
Erbauung einer Eiſenbahnlinie zwiſchen Honanfu in der
Provinz Honan und Sianfu in der Provinz Schenſi mit
Fortſetzung nach Lantſchou in der Provinz Kanſu und
Haitſchou in der Provinz Kiangſu. Die Eiſenbahn dient
als Sicherheit für die Anleihe. Es verlautet, daß ſie
gänzlich unter fremder Aufſicht gebaut wird. Die Linie
Haitſchou=Lantſchou wird den Stamm des Eiſenbahn=
ſyſtems
Sunyatſens bilden.

Stadt und Land.
Darmſt adt, 5. Oktober.

Zur Beſoldungsfrage
hat der erweiterte Erſte Ausſchuß der Erſten Kammer
folgende
Erklärung
beſchloſſen:
Wenn die zu erwartenden Vorlagen über die Beſol=
dungen
der Staatsbeamten und Lehrer weitere Mittel
erfordern, als ſie das Geſetz vom 17. Juli 1912, die Dienſt=
bezüge
der Staatsbeamten und Volksſchullehrer und ihrer
Hinterbliebenen, ſowie die Deckungsmittel betreffend,
(Reg.=Bl. S. 423) erforderlich machte (rund 2½ Millionen
Mark), können ſie auf eine Zuſtimmung des Aus=
ſchuſſes
nur dann rechnen, wenn glleich=
zeitig
die Deckungsmittel nachgewieſen
werden, die wohl zu einem erheblichen Teile durch
weitere Erſparniſſe in der Staatsver=
waltung
aufgebracht werdene können und
im übrigen ſo gewählt ſein müſſen, daß durch ſie die ge=
ſunden
Grundlagen, auf denen die finanzielle Leiſtungs=
fähigkeit
des Landes beruht, nicht in einer Weiſe ange=
taſtet
werden, die auf die Dauer das Staatsintereſſe ge=
fährden
würde.
In der Begründung heißt ek:
Die Notwendigkeit der Erhöhung der Gehalte der
Staatsbeamten und Lehrer wurde von der Erſten Kam=
mer
bereits in der Adreſſe auf die Thronrede vom 20. De=
zember
1911 anerkannt, weiter aber vor allem durch die
Beſchlüſſe, die ſie im Sommer dieſes Jahres bei der vor=
läufigen
Regelung der erhöhten Gehalte faßte. Daß je=
doch
dieſe Verbeſſerung der Bezüge der Beamten und
Lehrer nur im Rahmen der finanziellen Leiſtungsfähigkeit
des Landes erfolgen könne, iſt vom Ausſchuß bereits in
dem damals erſtatteten Bericht in Beilage Nr. 24 aus=
drücklich
erklärt worden. Zur Beſtreitung des Bedarfs,
der ſich zur Erhöhung der Zivilliſte des Großherzogs,
zur Verbeſſerung der Bezüge der Beamten und Lehrer, der
Staatsdienſtanwärter und Schulverwalter, ſowie der
Penſionäre und der Hinterbliebenen von Beamten und
Lehrern ergibt, iſt nach den Beſchlüſſen der Kammern und
dem Geſetz vom 17. Juli 1912 ein Betrag von rund
2½ Millionen Mark erforderlich. Durch dieſe Bewilligung,
die eine dauernde Belaſtung des Budgets bedeutet, dürf=
ten
dem Lande zur Beſtreitung dieſer Bedürfniſſe bereits
genug Opfer auferlegt werden; im übrigen ſetzt dieſe Be=
willigung
eine Verſtändigung über die vom Ausſchuß
gebilligten Vorlagen über die Beiträge an die Kommunen
zu den Koſten der höheren Schulen, ſowie zu den Gehalten
der Volksſchullehrer voraus. Der Ausſchuß glaubt des=
halb
das Verlangen ausſprechen zu ſollen, daß, falls die

Die Geburt der deutſchen romantiſchen
Oper.

Eine Hundertjahrerinnerung.
Von Dr. Martin Ehrenhaus.
Mit der Herrſchaft der deutſchen Romantik vollzog
ſich zugleich im deutſchen Geiſtesleben ein Ereignis, das
für die Kunſt der folgenden Zeit von weittragender Be=
deutung
werden ſollte: der Eintritt der Muſik in die all=
gemeine
Kultur an der Wende des 18. und 19. Jahrhun=
derts
. Noch am Ausgange des 18. Jahrhunderts gingen
Muſik und Muſiker ohne inneren Zuſammenhang mit der
Geiſtesſtrömung ihre eigenen Wege; von einer nationalen
Kunſt der Muſik konnte keine Rede ſein, denn das wich=
tigſte
Mittel zur Feſtigung einer ſolchen, das Theater,
ſtand unter der einſeitigen Herrſchaft der italieniſchen
Oper von wenigen Ausnahmen abgeſehen. Erſt die
führenden Muſiker des 19. Jahrhunderts bewirken einen
allmählichen Umſchwung in der Schätzung ihrer Kunſt als
des Ausdrucks einer Perſönlichkeit. Die Romantiker=
Muſiker nehmen kulturell eine ganz andere Stellung ein,
als die muſikaliſchen Klaſſiker. Ihr Intereſſenkreis iſt
weiter gezogen; ſie ſtehen in lebendiger Fühlung mit Wiſ=
ſenſchaft
und Bildung, haben lebendige Beziehungen zur
literariſchen Bewegung der Zeit. Drei der bedeutendſten
unter ihnen, Hoffmann, Weber, Schumann, ſind
auch romantiſche Dichter, Schriftſteller und Kritiker, denen
das Eintreten und Kämpfen für eine deutſchnationale
Kunſt als entſcheidendes Merkmal gemeinſam iſt. Am
wichtigſten erſcheint ihnen zur Erreichung dieſes Zieles
die Befreiung der Oper von fremden Feſſeln, die Schöpf=
ung
der deutſchen Oper als eines ſelbſtändigen, einheit=
lichen
Kunſtwerks. Der erſte, der begeiſtert dieſe Idee
faßt und ſie zuſammenhängend entwickelt, iſt E. T. A.
Hoffmann.
Wie es dem genialen Erzähler Hoffmann zu Leb=
zeiten
nicht gerade glänzend ergangen iſt, ſo hat man ihn

auch nach dem Tode lange ſchlecht behandelt, weil einige
Literaturpäpſte ohne künſtleriſches Verſtändnis es ſo in
ihren weitverbreiteten Literaturgeſchichten eingeführt hat=
ten
. Immerhin brachte die Zeit einen durchgreifenden
Umſchwung in der Beurteilung des Dichters, nachdem
Frankreich und franzöſiſche Schriftſteller längſt vorange=
ſchritten
waren. Auch der Menſch in Hoffmann wurde
einigermaßen rehabilitiert. Anders ſteht es noch heute
mit Hoffmanns Stellung als Komponiſt. Es iſt zwar
durch die neueſten Forſchungen zweifellos feſtgeſtellt, daß
er urſprünglich Muſiker geweſen iſt, und nur von dieſer
Fähigkeit her richtig begriffen werden kann. Aber nur
ſehr langſam will ſich dieſe Erkenntnis durchſetzen, vor=
wiegend
deshalb, weil in den Literatur= und Muſikge=
ſchichten
faſt immer geſchrieben ſteht: der Begründer der
deutſchen romantiſchen Oper war C. M. v. Weber, wo es
doch heißen müßte: der Schöpfer der erſten vollendeten
romantiſchen Oper iſt C. M. v. Weber, ihr Begründer
iſt E. T. A. Hoffmann. Fünf Jahre vor der Premiere
des Freiſchütz in Berlin (1821) fand die Uraufführ=
ung
der Undine von Hoffmann am gleichen Ort ſtatt.
Lange bevor Weber den Freiſchütz begann, Spohr ſeinen
erſten Erfolg hatte und Beethoven den Fidelio in ſeiner
letzten Geſtalt formte, lange vor dieſer Zeit war die erſte
deutſche romantiſche Oper entſtanden. Ihre
Geburt fällt in den Herbſt des Jahres 1812, alſo genau in
die Zeit vor 100 Jahren. Der erſte Gedanke an die Un=
dinen‟
=Over war in Hoffmann im Juni 1812 emporge=
keimt
. Noch unbeſtimmt und dunkel ſchwebten ihm die
muſikaliſchen Eindrücke vor. Er ſuchte nach dem Dichter,
der ihm das poetiſche Gerüſt und die förmliche Ausführ=
ung
gab. Mit dem Augenblick, wo er dieſen Dichter ge=
funden
und den Anfang des Librettos fertig in Händen
hatte, war das Zuſtandekommen des Werkes geſichert.
Hoffmann ſelbſt hat dieſen Zeitpunkt angegeben, und zwar
in einem Briefe an ſeinen Textdichter Fouqué vom
4. Oktober 1812, welcher Tag demnach als der eigent=
liche
Geburtstag der deutſchen romantiſchen Oper gelten

kann. Denn für das Entſtehen eines Kunſtwerkes aus=
ſchlaggebend
iſt nicht der Tag, an dem das äußere Ge=
wand
ausgeführt iſt, und nicht der Tag ſeiner erſten
öffentlichen Aufführung, ſondern die Stunde, in der es
innerlich vollendet in der Seele ſeines Schöpfers aufge=
gangen
iſt.
Hoffmann, der damals als Muſikdirigent und Theater=
maſchiniſt
, zuweilen auch als Regiſſeur und Dramaturg
tätig, in Bamberg lebte, hatte ſchon ſeit ſeinem Aufent=
halt
in Warſchau (1804) nach einem paſſenden Operntext
Umſchau gehalten und war, da er nichts Zuſagendes fand,
mehrmals gezwungen, recht belangloſe Libretti zu ver=
tonen
. Da lernte er im Sommer 1812 Fouqués Un=
dine
kennen und ward ſo ergriffen von dieſer liebens=
würdig
=romantiſchen Dichtung, daß er beſchloß, aus ihr
eine Oper zu machen. Die größte Freude aber für ihn
war es, als ſich Fouqué ſelbſt, auf Vermittelung des ge=
meinſamen
Freundes Eduard Hitzig, bereit erklärte, die
Umgeſtaltung der Novelle zum Textbuch vorzunehmen.
Wie begeiſtert Hoffmann von dem Stoffe war, wie dank=
erfüllt
er ſich Fouqué gegenüber zeigte, das offenbaren am
ſchönſten die Briefe, die er im Auguſt und September 1812
an den Dichter richtete. Dieſe Briefe ſind aber vor allem
von hoher Bedeutung für das Entſtehen der romantiſchen
Oper überhaupt. In ihnen iſt ſchon alles enthalten, was
Hoffmann ſpäter zur Theorie des deutſchen Muſikdramas
ſchrieb und in dem Serapionsbrüder=Dialog Der Dichter
und der Komponiſt geſammelt niederlegte. Denn hier
vollzieht ſich eben jene lange vorbereitete und erſehnte
Syntheſe zwiſchen Muſik und Dichtung, zwiſchen deutſcher
Romantik und deutſcher Tonkunſt. Am Wortdrama waren
die literariſchen Romantiker ſamt und ſonders geſchei=
tert
, die Schlegel, Tieck, Brentano, Arnim und Zacharias
Werner. Andererſeits ſuchte und fand der Drang nach
dem Erfaſſen des Unendlichen ſeinen Ausdruck in der
Kunſt, die allein fähig iſt, das Unendliche an ſich auszu=
ſprechen
: in der Muſik. Das romantiſche Drama konnte
nur Muſikdrama ſein. Allerdings, es galt einen weiten

[ ][  ][ ]

Aummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

bevorſtehenden Vorlagen die Aufbringung weiterer
Mittel über die für das Jahr 1912 bewilligten 2½ Mil=
lionen
Mark hinaus erforderlich machen ſollten, dieſer
Mehrbedarf zu einem erheblichen Teil durch Erſparniſſe
auf den verſchiedenen Gebieten der Staatsverwaltung
aufzubringen iſt. Die in der Vereinfachungskommiſſion
gemachten Vorſchläge über die Vereinfachung und Ver=
billigung
des Steuerveranlagungsverfahrens, weiter bei
der Erhebung der ſtaatlichen Gefälle und Steuern, ſowie
die andere Organiſation der Baubehörden laſſen mit an=
deren
möglichen Vereinfachungsmaßnahmen nennens=
werte
Erſparniſſe erwarten. Im übrigen ſei auch darauf
hingewieſen, daß bereits bei früheren Veranlaſſungen, ſo
zuletzt bei Beratung des Budgets 1912 (Prot. Nr. 3) vom
Finanzausſchuß und ſeinen Referenten darauf hingewieſen
wurde, daß man an die Vereinfachung auf den verſchie=
denen
Gebieten der Staatsverwaltung die Hoffnung
knüpfe, die berechtigten Wünſche der Beamken und Lehrer
zur Verwirklichung zu bringen. Allerdings müſſen ſolche
Vereinfachungsmaßnahmen ohne Rückſicht auf die viel=
leicht
davon betroffenen Beamten und ohne Rückſicht auf
die Stadt oder das Städtchen, das vielleicht hierdurch
einen Beamten oder Amt verliert, zur Durchführung ge=
bracht
werden; dieſe Opfer ſind der Allgemeinheit, ſowie
den Beamten und Lehrern, die dieſe Verbeſſerung drin=
gend
erſtreben, zu bringen.

* Vom Hofe. Prinz und Prinzeſſin Victor zu
Erbach=Schönberg, ſowie Gräfin Széchényi von Särväri=
Felſövidék nebſt Gräfin=Tochter nahmen am Donnerstag
an der Frühſtückstafel zu Jagdſchloß Wolfsgarten
teil. (Darmſt. Ztg.)
* Konſulardienſt. Der Konſul der Schweizeriſchen
Eidgenoſſenſchaft in Frankfurt a. M., Lucien Picard,
dem das Reichsexequatur erteilt wurde, iſt zur Ausübung
konſulariſcher Funktionen im Großherzogtum Heſſen zu=
gelaſſen
worden.
* Perſonalien der Miniſterialabteilung für öffent=
liche
Geſundheitspflege. Durch Entſchließung Großh.
Miniſteriums des Innern wurde der Veterinärarzt
Dr. Wilhelm Schmidt aus Darmſtadt zum zweiten
veterinärärztlichen Hilfsarbeiter bei Großh. Miniſterial=
abteilung
für öffentliche Geſundheitspflege beſtellt.
* Uebertragen wurde dem Schulverwalter Ludwig
Mager zu Ober=Laudenbach, Kreis Heppenheim, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule daſelbſt.
g. Kriegsgericht. Eine äußerſt impulſive Natur
ſcheint der Gardefüſilier Chriſtian Reuß aus Offenbach
vom Garde=Infanterie=Regiment Nr. 115 zu ſein, denn
bereits zum dritten Male hatte er ſich geſtern vor dem
Kriegsgericht der 25. Diviſion wegen unerlaubter Ent=
fernung
zu verantworten. Er entfernte ſich am 18. Auguſt
ohne Urlaub von der Truppe, fuhr nach Offenbach zu ſei=
nen
Eltern, von da nach Oberrad, wo er mit ſeinem Mäd=
chen
die Nacht hindurch tanzte. Später trieb er ſich in
Frankfurt und Offenbach herum und ſtellte ſich erſt am 26.
Auguſt in Offenbach bei dem Infanterie=Regiment
Nr. 168. Einen wirklichen Grund konnte er niemals an=
geben
, das erſte Mal ſagte er, er hätte ſeinen Vater wie=
der
einmal ſehen wollen, das zweite Mal, ſein Mädchen.
Auch diesmal gibt er an, die Sehnſucht nach ſeinem Mäd=
chen
habe ihn dazu getrieben, ſich vom Regiment ohne
Urlaub zu entfernen. Als Sachverſtändiger war der
Oberarzt der Reſerve Dr. Vix geladen, der ſein Gut=
achten
dahin zuſammenfaßt, daß der Angeklagte ſchwach=
ſinnig
ſei. Sein Vater leide an periodiſcher Tobſucht,
in der Schule ſei der Angeklagte vom 8. Lebensjahre an
beim Lernen ſehr zurückgeblieben. Die Bedingungen des
§ 51 ſeien wohl nicht vorliegend, denn der Angeklagte
habe die nötige Einſicht in die Folgen ſeiner Tat wohl
gehabt, nur laſſe er ſich ſehr oft von ſeinen Eingebungen
leiten. Sein Schwachſinn mache ſich nicht in intellektueller
Hinſicht bemerkbar, ſondern in einer gewiſſen Haltloſig=
keit
. Dafür ſprechen auch die erlittenen hohen Vorſtra=
fen
, die von einer ziemlichen Roheit zeugen. Das Ge=
richt
verurteilte den Angeklagten auf Grund dieſes Gut=
achtens
wegen erſchwerter unerlaubter Entfernung zu
der Mindeſtſtrafe von 43 Tagen Gefängnis.
Der bisher unbeſtrafte Musketier Johann Bernhard
Hein aus Mainz von der 9. Kompagnie des Infanterie=
Regiments Nr. 117 hatte ſich wegen eines während des
Manövers in Alzey verübten Diebſtahls zu verantwor=
ten
. Der Angeklagte lag in der Zeit vom 22. bis 25.
Auguſt in Alzey mit zwei Kameraden bei dem Quartier=
wirt
Engel. Er hat nun in dem Zimmer, in dem die bei=
den
Kameraden wohnten, herumgeſucht, als die beiden
ſich einmal entfernt hatten. Er fand in einem offen da=
ſtehenden
Nähkäſtchen eine ältere goldene Damenuhr, die
er für nicht ſehr wertvoll hielt. Er ſteckte ſie in ſeinen
Torniſter und verſuchte ſie einige Tage ſpäter, als er wie=
der
nach Alzey zurückkam, bei dem Uhrmacher zu verkau=
fen
, bei dem die Uhr von der Eigentümerin. Fräulein
Engel, gekauft war. Der Uhrmacher benachrichtigte die

Eigentümerin, und dadurch wurde erſt der Diebſtahl ent=
deckt
. Der Angeklagte iſt geſtändig, doch gibt er an, er
habe die Uhr zurückgeben wollen. Der Vertreter der An=
klage
beantragte, prinzipiell bei jedem Quartierdiebſtahl
auf Verſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes
zu erkennen. Das Gericht erkannte demgemäß auf Ver=
ſetzung
in die zweite Klaſſe des Soldaten=
ſtandes
und auf 3 Wochen ſtrengen Arreſt,
worauf 1 Woche der Unterſuchungshaft angerechnet wird.
Der zur Dispoſition der Erſatzbehörden geſtellte, am
4. Juli 1911 als unſicherer Heerespflichtiger eingeſtellte
und am 21. Juli 1911 als zurzeit unbrauchbar entlaſſene
31jährige Jakob Held aus Weſthofen hatte ſich wegen
verſäumter Anmeldung beim Bezirkskommando vor dem
Kriegsgericht zu verantworten. Der Angeklagte hatte ſich
das letzte Mal im Dezember 1911 beim Bezirkskommando
abgemeldet, aber eine erneute Anmeldung verſäumt, ſo
daß ein Steckbrief hinter ihm erlaſſen werden mußte. Er
konnte am 23. September in Roßdorf feſtgenommen wer=
den
. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen er=
ſchwerter
unerlaubter Entfernung zu 43 Tagen Ge=
fängnis
, abzüglich der ganzen Unterſuchungshaft.
-g. Strafkammer. Der 47jährige, unbeſtrafte Lackierer
Johann Heinrich Adolf Waldſchmidt aus Offenbach
iſt beſchuldigt, am 22. Mai vor dem Amtsgericht Offenbach
einen ihm auferlegten Offenbarungseid fahrläſſig falſch
geſchworen zu haben. Der Angeklagte hatte aus einem
Prozeß mit ſeiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau
Koſten zu bezahlen, die der Anwalt der Ehefrau nicht ein=
zutreiben
vermochte. Deshalb erwirkte er, daß dem Wald=
ſchmidt
der Offenbarungseid auferlegt wurde. Hiermit
hatte es zunächſt Anſtände, da W. nicht zu dem angeſetzten
Termin erſchien. Am 22. Mai war er dann vom Ge=
richtsvollzieher
zum Amtsgericht geführt worden, und
nachdem der Richter und der heutige Angeklagte das auf=
geſtellte
Vermögensverzeichnis durchgegangen waren,
leiſtete W. den Eid vorſchriftsmäßig. Später ſtellte ſich
dann heraus, daß er eine ſeinem Bruder gegebene
Hypothekarforderung von 1000 Mark verſchwiegen hatte.
Der etwas unbeholfene, ſchwerhörige und ſchwer begrei=
fende
Angeklagte gibt zu ſeiner Verteidigung an, er habe
geglaubt, er brauche nur das anzugeben, was er tatſäch=
lich
beſitze. Ob er von der Hypothek jemals etwas be=
kommen
wird ſei ſehr fraglich, denn das Haus ſei über=
laſtet
. Das Gericht kann ſich der Ueberzeugung nicht ver=
ſchließen
, daß der Angeklagte tatſächlich den beſten Willen
hatte, alles anzugeben; es erkannte deshalb auf Frei=
ſprechung
. Die Koſten des Verfahrens fallen der
Staatskaſſe zur Laſt.
In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt=
verordneten
=Verſammluug wurde für das am 1. Ok=
tober
d. Js. errichtete ſtädtiſche Verſicherungsamt Herr
Amtmann Kröll zum erſten und Herr Oberſtadt=
ſekretär
Hopp zum zweiten Stellvertreter des Vor=
ſitzenden
beſtellt.
* Kunſtverein. Die bisherige Ausſtellung ( Lipp=
mann
, Eimer, Witte u. a.) wird nur noch bis
einſchließlich den kommenden Sonntag geöffnet ſein.
Dann bleibt die Kunſthalle bis Donnerstag, 10. Oktober,
geſchloſſen. Die neue Ausſtellung gilt dem Ge=
dächtnis
eines früh verſtorbenen Stuttgarter Künſtlers,
Hans Brühlmann, der ſchon vor einigen Jahren
durch ſeine Ausmalung der Pfullinger Hallen
weiten Kreiſen bekannt geworden iſt. Ferner wird der
Mannheimer Maler Peter Bayer eine größere
Sammlung von Landſchaften, Tier= und Figuren=Bildern
zeigen, und vorausſichtlich auch eine Gruppe hochbegabter
Künſtler ausſtellen, die ſich in München unter dem Na=
men
Sema vereinigt haben. Von ihnen iſt A dolf
Schinnerer, der 1910 die hieſige Ausſtellung des
Künſtlerbundes beſchickt hatte, dem Darmſtädter Publi=
kum
nicht fremd.
* Unentgeltliche Benutzung der deutſchen Patentſchrif=
ten
. Bei der Bibliothek der Großh. Zentralſtelle für die
Gewerbe, Darmſtadt, Neckarſtraße 3, befindet ſich eine
Auslegeſtelle der vom Kaiſerlichen Patentamt in Berlin
herausgegebenen Patentſchriften über die ſeit dem 1. Juli
1877 erteilten Patente. Die Auslegeſtelle iſt geöffnet an
den Wochentagen von 1012½ und 35½ Uhr ( Sams=
tag
=Nachmitag ausgenommen) und kann von jedermann
unentgeltlich benutzt werden. Durch dieſe Einrichtung ſoll
jedermann Gelegenheit gegeben werden, ſich über den In=
halt
von Patenten zu unterrichten. Um auch auswärts
wohnenden Perſonen die Einſicht der Patentſchriften zu
ermöglichen, iſt die leihweiſe Abgabe einzelner Nummern
auf kürzere Zeit geſtattet. Die neu erſcheinenden Patent=
ſchriften
werden den Auslegeſtellen in einwöchentlichen
Zwiſchenräumen überwieſen und dem Publikum alsbald
nach ihrem Erſcheinen zugänglich gemacht.
Die Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe zu Darm=
ſtadt
beabſichtigt, im kommenden Winter wiederum einen
Holzſchnitzkurſus in Reinheim i. O. zu veran=
ſtalten
, der bei ausreichender Beteiligung am Samstag,
den 2. November ds. Js., beginnt. Der Unterricht findet

den Winter hindurch während 4 Monaten an Samstag=
Nachmittagen von 2 bis 6 Uhr durch Herrn Holzbildhauer
Pitro aus Darmſtadt im Gebäude der Handwerkerſchule
in Reinheim i. O. ſtatt. Der Beſuch des Kurſes iſt eben=
ſowohl
Anfängern als auch den im Holzſchnitzen bereits
vorgeſchrittenen Schreinern, Zimmerern uſw. zu empfehlen.
Das Unterrichtsgeld iſt für Gewerbetreibende auf 5 Mk.,
für Nichtgewerbetreibende auf 10 Mk. feſtgeſetzt und iſt
gleichzeitig mit der Anmeldung an die Großh. Zentralſtelle
für die Gewerbe in Darmſtadt, Neckarſtraße 3, einzuſenden.
Die Anmeldungen haben bis ſpäteſtens 25. Oktober ds. J.
zu erfolgen. Weiter beabſichtigt die Großh. Zentral=
ſtelle
für die Gewerbe im kommenden Winter wiederum
einen Aktzeichenkurſus für Gewerbetreibende
abzuhalten. Vorausſetzung für die Zulaſſung zu dem
Kurſus iſt, daß die Teilnehmer in gewerblichen Berufen
tätig ſind, in denen ſie das Erlernte praktiſch verwerten
können. Der Kurſus dauert etwa 4 Monate und ſoll Mon=
tag
, den 4. November ds. J., beginnen. Die Unterrichts=
zeit
iſt auf Montag und Freitag abends von 7 bis 9 Uhr
feſtgeſetzt. Das Unterrichtsgeld beträgt 15 Mk. und iſt bei
der Anmeldung zu entrichten.
* 40jähriges Arbeitsjubiläum. Der bei der Firma E.
Merck, hier, beſchäftigte Arbeiter Adam Mahr aus
Nieder=Ramſtadt feierte am 3. ds. Mts. ſein 40jähriges
Arbeitsjubiläum bei genannter Firma. Aus dieſem An=
laß
verſammelten ſich am Vormittage dieſes Tages die
Chefs des Hauſes, ſowie ſämtliche Arbeiter=Jubilare und
die mit dem Jubilar in näheren Beziehungen ſtehenden
Beamten im Konferenz=Saal der Firma, um dem Jubilar
ihre Glückwünſche darzubringen. In herzlichen Worten
der Anerkennung und des Dankes für die in 40 Jahren
der Firma geleiſtete Arbeit feierte einer der Chefs im
Namen der Firma den Jubilar als einen zuverläſſigen
und treuen Axbeiter und überreichte ihm als äußeres
Zeichen der Anerkennung ein namhaftes Geldgeſchenk.
Herr Regierungsrat Gennes überbrachte dem Jubilar
namens der Großh. Regierung die herzlichſten Glück=
wünſche
und überreichte ihm die von Sc. Kgl. Hoheit dem
Großherzog verliehene ſilberne Medaille für treue Arbeit.
Von der ſchlichten, aber ſehr eindrucksvollen Feier waren
alle Anweſenden ſichtlich bewegt und es mag auch jetzt, wie
bei ſo vielen anderen früheren Gelegenheiten ein jeder die
Gewißheit mitgenommen haben, daß es die Firma E.
Merck ſehr wohl verſteht, mit ihren Arbeitern die herzlich=
ſten
Beziehungen zu pflegen und zu fördern.
* Wohlratigreitstonzert zum Beſten der Barm=
herzigen
Schweſtern. Nochmals ſei auf das am
Montag, den 7. Oktober, im Städtiſchen Saalbau ſtatt=
findende
Schweſternkonzert hingewieſen. Das von der
Meiſterhand des Herrn Hofrat de Haan aufgeſtellte
Programm wird auch in dieſem Jahre allen Erwartungen
der Beſucher gerecht werden. Unter den Mitwirkenden
heben wir beſonders die Namen der dem Darmſtädter
Publikum bereits bekannten Großh. Hofopernſängerin
Frau Olga Kallenſee und des Großh. Hofopern=
ſängers
Herrn Auguſt Globerger hervor. Als
Rezitator wird Herr Fredy Wiener auftreten. Wir
wünſchen dem Konzert wegen ſeines guten Zweckes und
des Kunſtgenuſſes, den es bieten wird, einen zahlreichen
Beſuch. Wie man hört, geht der Kartenvorverkauf flott
vonſtatten.
Gartenbauverein. Die Monatsverſamm=
lung
des Gartenbauvereins war von über 100 Mitglie=
dern
beſucht. Herr Lehrer Grimm hielt einen äußerſt
lehrreichen Vortrag über die Dahlienkultur. Die
Dahlien ſtammen aus Mexiko, von wo aus ſie nach Spa=
nien
gebracht wurden. Ihren Namen haben ſie von dem
ſchwediſchen Botaniker Dahl erhalten. Nach Deutſchland
ſeien ſie durch Alexander v. Humboldt gekommen und zwar
benannte ſie hier der Direktor des Berliner Botaniſchen
Gartens, der die erſten Kulturen pflanzte, nach dem ruſ=
ſiſchen
Gelehrten Georgi Georginen. Die bis dahin
einfachen Blüten wurden 1808 durch Garteninſpektor Hart=
wig
zu gefüllten Dahlien kultiviert. Ein bedeutender
Züchter war Chr. Deegen in Köſtritz. 1836 war die erſte
Dahlienausſtellung in Jena. Durch Kreuzungen entſtanden
erſt die ſtrahlenartigen Edeldahlien und Edelſchmuck=
dahlien
, die einfach blühenden Rieſendahlien und die Hals=
krausdahlien
. Meiſter in der Zucht waren bisher die Eng=
länder
und Holländer, wurden aber in neueſter Zeit von
Deutſchland übertroffen, hauptſächlich durch die Firma
Goos und Koenemann in Niederwalluf a. Rh. Auch die
Verſuchsfelder der Deutſchen Dahliengeſellſchaft in Frank=
furt
a. M. im Palmengarten und im Botaniſchen Garten
in Berlin leiſten hervorragendes. Der Redner ging näher
auf die Kultur der Blumen ein und riet von Vermehrung
durch Samen ab, während Knollenteilung empfehlens=
werter
und durch Stecklinge nur Sache der Gärtner ſei.
Herr Halbritter gab hierauf bedeutungsvolle Rat=
ſchläge
zur Ueberwinterung von Gemüſe aller Art. Im
Vorſaal war eine ſchöne Ausſtellung aufgeſtellt. Die
Firma Goos und Koenemann hatte eine außerordentlich
reiche Kollektion der ſchönſten und ſeltenſten Dahlienblüten

Weg von Hoffmann über Spohr, Weber und Marſchner
zurückzulegen, bis die relative Vollendung bei Richard
Wagner erreicht war.
Die Briefe Hoffmanns an Fouqué, des Muſikers an
ſeinen Dichter, aber ſind gerade deshalb ſo bedeutſam,
weil ſie zeigen, wie klar ſich Hoffmann über die Beding=
ungen
eines muſikaliſchen Dramas als des Typs eines
neuen Kunſtwerkes im bewußten Gegenſatz zur älteren
Oper war. Darum mögen einige der markanteſten Stel=
len
, beſonders aus den wichtigen und entſcheidenden
Dokumenten vom 15. Auguſt und 4. Oktober 1812, hier
mitgeteilt ſein. Da heißt es: Nicht mit Worten ſagen kann
ich es, wie ich das tiefe Weſen der romantiſchen Perſo=
nen
in jener Erzählung (der Undine) nicht allein innig
empfunden, ſondern wie Undine=Kühleborn uſw. ſich
gleich beim Leſen meinem Sinn in Tönen geſtalteten,
und ich ſo ihre geheimnisvolle Natur mit den wunder=
barſten
Erſcheinungen recht zu durchdringen und zu er=
kennen
glaubte. Die Ueberzeugung von dem ganz eigent=
lichen
Opernſtoff, den die Undine darbietet, war dabei
nicht das Reſultat der Reflektion, ſondern entſprang von
ſelbſt aus dem Weſen der Dichtung. Und ferner: Wie
fern mir jede Anmaßung liegt, den herrlichen Dichter auch
nur im mindeſten beengen zu wollen, darf ich wohl nicht
verſichern, nur ſey es mir erlaubt, zu bemerken, daß, wenn
manche Begebenheiten wegfallen, weil der Raum des
Dramas ſie nicht aufnehmen kann, und dadurch manche
Nüancierung verloren zu gehen ſcheint, die Muſik, welche
mit ihren wunderbaren Tönen und Akkorden dem Men=
ſchen
recht eigens das geheimnisvolle Geiſterreich der Ro=
mantik
aufſchließt, alles wieder zu erſetzen im Stande iſt.
Wie alle romantiſchen Opernkomponiſten, ſo wirkte
auch Hoffmann ſelbſtändig auf die Geſtaltung des Textes
ein. Der folgende Abſchnitt iſt ſomit typiſch für die Ent=
ſtehungsweiſe
aller folgenden romantiſchen Opern ( Frei=
ſchütz
, Euryanthe, Oberon, Fauſt, Jeſſonda, Vampyr,
Templer und Jüdin, Hans Heiling), wenn auch nie wieder
das Verhältnis zwiſchen Dichter und Komponiſt, ſo

innig ausſieht, wie hier: Ueberhaupt kann ich es nicht
genug wiederholen, daß ich Ihnen jede Abänderung mei=
nes
Planes mit dem Zutrauen, das wohl jeder Kompo=
niſt
zu dem wahren Dichter hegen muß, überlaſſe; nur
den zur muſikaliſchen Wirkung nötigen Klimax der Muſik=
ſtücke
habe ich bezeichnen wollen, und da ſind es beſon=
ders
drei muſikaliſche Maſſen, die, in näherer Beziehung
aufeinander, das ganze Weſen der Oper ausſprechend
auf den Zuhörer mächtig wirken ſollen; nämlich der
Sturm im erſten Akt, das zweite und dritte Finale. Das
Schickſal der vollendeten Oper entſpricht in ſeiner Zu=
fälligkeit
dem abenteuerlichen Lebensgange ihres
Schöpfers. Im Jahre 1815 wurde ſie zur Aufführung
am Berliner Königlichen Schauſpielhauſe angenommen.
Die erſte Vorſtellung fand am 3. Auguſt 1816 ſtatt, und
bis zum 29. Juli 1817 wurde das Werk 22mal wieder=
holt
. An dem unglückſeligen 29. Juli brannte das Schau=
ſpielhaus
mit der geſamten Ausſtattung der Undine‟
nieder. Dem Plane, die Oper im Opernhauſe herauszu=
bringen
, widerſetzte ſich der Komponiſt, wie man meint,
aus künſtleriſcher Einſicht, weil der größere Rahmen des
neuen Hauſes der Intimität ſeiner Schöpfung geſchadet
hätte. So blieb die Undine unbeachtet liegen, da ange=
nommen
wurde, die Partitur ſei verbrannt. Abgeſehen
von vereinzelten Hinweiſen in muſikaliſchen Zeitſchriften,
wurde der Wiedererwecker Hans Pfitzner, der im Jahre
1906 den erſten Klavierauszug der Oper herausgab, wäh=
rend
die beiden ſäuberlich geſchriebenen Originalpartitu=
ren
als koſtbarer Beſitz auf der Königl. Bibliothek in Ber=
lin
liegen.
Man kann bei unbefangener Prüfung der eben er=
zählten
Tatſachen nur zu dem Ergebnis kommen, daß der
deutſchen Bühne durch Zufälle und rein äußerliche Um=
ſtände
ein Werk verloren ging, das ſeiner inneren Quali=
tät
nach ſicherlich verdient hätte, lebendig erhalten zu wer=
den
. Bei der Betrachtung ſeiner Muſik muß man ſich
allerdings vergegenwärtigen, daß Hoffmann vollſtändig
auf den von ihm überſchwänglich verehrten Meiſtern Gluck

und Mozart fußte, und überall da, wo es ſich um die Ver=
tonung
konventioneller, opernhafter Nummern ( Feſt=
chöre
, Duett zwiſchen Bertalda und Undine uſw.) han=
delte
, als Epigone jener Großen erſcheint. Wo aber die
Dichtung neue Anregungen bot, da ſchlägt auch die Muſik
zum Teil ganz neue, ſeltſame Töne an. Im Mittelpunkt
der Handlung ſteht der gewaltige Elementargeiſt Kühle=
born
, für deſſen Charakteriſtik Hoffmann bis dahin noch
nie gehörte Klänge und Klangmiſchungen gefunden hat,
ſo daß Kühleborn der erſte, vollwertige Vertreter des
dämoniſchen Prinzips iſt, das dann in Mephiſto. Kaſpar,
Lyſiart, Vampyr, Hans Heiling bis zum Fliegenden
Holländer weiter ausgebildet wurde. Intervallführung
und Inſtrumentation muten an dieſen Partien ſchon ganz
romantiſch an; auch die Melodik weiſt hier und da auf
Weber hin, der ja der Uraufführung beiwohnte und da=
von
nachhaltige Eindrücke für den Freiſchütz empfing.
Vor allem aber betritt Hoffmann mit der Undine ſtili=
ſtiſch
neue Bahnen: trotz der Nummerneinteilung, trotz
des geſprochenen Dialogs iſt die Oper ein Ganzes mit
einer einheitlich durchgeführten Grundidee, der Idee der
Erlöſung durch reine Liebe. Die üblichen komiſchen Epi=
ſoden
ſind vermieden; das Maß der gewöhnlichen Solo=
arien
iſt auf das allernötigſte beſchränkt, überall tritt das
Streben nach der muſikdramatiſchen Szene, nach möglich=
ſter
Geſchloſſenheit im Aufbau, zutage.
So muß Hoffmanns Undine trotz der mit=
unter
etwas altväterlichen Muſik, noch heute weit über
Lortzings gleichnamiges, erſt 30 Jahre ſpäter geplan=
tes
Werk, geſtellt werden, weil es als Kunſtwerk originell
und wertvoll iſt, während dieſes zwar durch ſeinen glück=
lichen
Schluß theatraliſch wirkungsvoller iſt, in ſeinem
Stil aber zwiſchen komiſchem Singſpiel und großer Oper
hin= und herſchwankt und jener alten Zauberpoſſe viel
näher ſteht, aus der Hoffmanns Undine als die erſte
deutſche romantiſche Oper trotz zeitlich viel
engerer Nachbarſchaft ſo gewaltig emporwächſt.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 225.

geſandt, und die Firma Rühl und Schneider hatte Primeln
und Farren ausgeſtellt, wofür ihr ein Monatspreis zuer=
kannt
wurde. Herr Fuldner dankte den beiden Rednern
und machte auf den demnächſt ſtattfindenden Obſt= und
Kartoffelmarkt aufmerkſam. Mit der üblichen Gratisver=
loſung
ſchloß die Verſammlung.
* Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft bittet
funs, noch einmal darauf hinzuweiſen, daß die Aufführung
des Marloweſchen Fauſt am 9. Oktober im
Städtiſchen Saalbau (vergl. heutige Anzeige) zum
Beſten des Feſtſpielhaus=Vereins ſtattfindet.
Herr Emanuel Stockhauſen, der als Interpret der
Kleiſt=Feier im November vergangenen Jahres hier noch
in beſtem Andenken ſtehen dürfte, weilt ſeit 14 Tagen
bereits in Darmſtadt, um die Proben der Aufführung zu
leiten. An dieſer beteiligen ſich einige 30 Herren und
Damen aus der Stadt, Mitglieder der Geſellſchaft.
Zur Aufführung ſelbſt wird auch Profeſſor Richard
Lukſch aus Hamburg, der Schöpfer der glänzenden
Masken und Koſtüme des Abends, erwartet.
C Ein Rundgang durch den Botaniſchen Garten, der
nunmehr in das Zeichen des Herbſtes eingetreten iſt, bietet
dermalen hohen Genuß. Gleich nach dem Eintritt von
der Roßdörfer Straße aus entzückt die prächtige Herbſt=
färbung
verſchiedener ausländiſcher Eichenarten das
Auge. Wenden wir unſere Schritte dem erſten großen
Beet, dem der Kompoſiten, zu, ſo gewahren wir u. a.
das Helenium autumnale commutatum und die Chry-
sopsis
villosa, beide mit gelben und die Artemisia lacti-
klora
(Beifuß) mit winzigen weißen Blüten, die ver=
ſchiedenen
Aſternarten nicht zu vergeſſen. Die in nörd=
licher
Richtung ſich anreihende Flora der Eberſtädter und
Bickenbacher Tanne iſt nur noch durch einige Spätlinge,
wie Flachs, Scabioſe und Steinnelke, vertreten. Unter
den benachbarten Windern, Blattrankern und Blattklim=
mern
erfreuen die großen lilafarbigen Blüten der mexi=
kaniſchen
Scobaea scandens und die ähnlich gefärbte der
Maurandia scandens das Auge, während Lathyrus
latikolius bereits ſeine Schotenfrucht angelegt hat. In
der Nähe prangt die eigenartig geformte Blüte der
Elsholtzia Stauntonii aus der Familie der Labiaten und
aus deren Gattung Salvia die rotblühende Oaxacana,
während die Familie der Gramineen u. a. durch das
prächtige Pampasgras mit ſeinen mächtigen Blüten=
büſcheln
vertreten iſt. Wenden wir uns nunmehr dem
Darmbach zu, ſo feſſelt uns wenige Schritte von dem
Brückchen zur Rechten der Anblick des braſilianiſchen Ko=
rallenſtrauchs
(Erythrina Cristagalli) mit ſeinen prächti=
gen
ſcharlachroten Blütentrauben, während die benach=
barten
Roſenarten bereits ſämtlich ihre Scheinfrüchte
(Hagebutten) angeſetzt haben. Nach Ueberſchreitung des
Baches grüßen uns aus der Familie der Oenotheraceae
die weißen Blüten der Gaura Lindhemeri und die eigen=
tümlichen
unregelmäßigen Blüten der Cuphea aequipe-
tala
, neben denen eine ſeltene Lupinenart ihre Düfte ver=
breitet
. Staudige Balſaminaceen, Amarantaceen und
Polygonumarten reihen ſich an. Wenden wir uns nun
dem ausgedehnten Beete der Gift= und offizinellen
Pflanzen zu, ſo bewundern wir auch hier eine ſeltene
Ueppigkeit als Folge der reichlichen Regengüſſe. Der
Blütenſtengel der Tabakpflanze (Nicotiana tabacum)
überragt die Mannesgröße, und die nordamerikaniſche
Phytolacca decandra (Kermesbeere) übertrifft ſie noch.
Daneben bieten die Tollkirſche (Atropa belladonna) mit
ihren glänzend ſchwarzen Beeren, die Rizinusſtaude mit
ihrem mächtigen Stengel, ſowie das gelb blühende
Chrysanthemum einerariaefolium charakteriſtiſche Er=
ſcheinungen
. Jenſeits des Baches führt uns der Weg
noch an dem Beet der Srophulaiaceae und Saxifra-
gaceae
vorbei, wovon erſtere Familie unter anderem
durch die Gattung Verbascum (Wollkraut, Königskerze),
eine alte Bekannte aus den Sanddünen unſerer Umgeb=
ung
und letztere durch die ebenfalls noch in voller Blüte
ſtehende Hydrangea panieulata (japaniſche Hortenſie)
vertreten iſt. Erwähnt ſei ſchließlich noch, daß die Reno=
vierung
der Gewächshäuſer in einigen Tagen vollendet
ſein wird. Möchte der noch viel zu ſchwache Beſuch dieſer
hervorragenden Bildungsſtätte ein immer lebhafterer
werden!
* Die Eröffnung des 47. Winterkurſes der Gr. Land=
wirtſchaftl
. Winterſchule zu Darmſtadt findet am 4. No=
vember
ds. Js., vormittags 11 Uhr, in den Schul=
räumen
(Alexanderſtraße 20, neben der Infanteriekaſerne)
ſtatt. Wir wollen nicht verſäumen, darauf beſonders hin=
zuweiſen
, daß es die Schulleitung auch entfernter wohnen=
den
Schülern ermöglicht hat, täglich mit der Bahn nach
Darmſtadt zu fahren und nachmittags wieder nach Hauſe
zurückzukehren. Der Unterricht beginnt vormittags um
9.15 und ſchließt um 3.45 nachmittags. Es können die
Züge wie folgt benützt werden: Ankunft in Darmſtadt
vorm. 8.05 Bahnſtrecke Heidelberg-Darmſtadt, Abfahrt
von Darmſtadt nachm. 5.58; Frankfurt a. M.Darmſtadt
8.55 bez. 4.39; Aſchaffenburg-Darmſtadt 7.57 bez. 6.25;
Worms-Darmſtadt 8.42 bez. 4.37; Mainz-Darmſtadt 8.50
bez. 4.31; Wiebelsbach=Heubach-Darmſtadt 8.56 Oſtbhf.
bez. 4.14 Oſtbhf.; Lampertheim-Darmſtadt 8.42 bez. 4.37;
Groß=Zimmern-Darmſtadt 8.00 Oſtbhf. bez. 5.43 Oſtbhf.;

Seeheim-Jugenheim-Darmſtadt 8.05 bez. 5.58. Auf dieſe
Weiſe iſt es mit geringem Koſtenaufwand möglich, die
Landwirtſchaftl. Winterſchule zu beſuchen. Es darf wohl
angenommen werden, daß die Landwirte von der ge=
botenen
günſtigen Gelegenheit recht ausgiebigen Gebrauch
machen. Anmeldungen werden in den Kreiſen Darmſtadt,
Groß=Gerau, Dieburg und Offenbach durch die Großh.
Bürgermeiſtereien vermittelt; auch können dieſelben un=
mittelbar
an den Vorſteher der Schule nach Darmſtadt
gerichtet werden.
In der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule be=
ginnt
am nächſten Donnerstag der Tagesunter=
richt
für das Winterhalbjahr. Zu Hand= und
Maſchinennähen, Flicken, Stopfen und Sticken, Bügeln,
Kochen, Deutſch und Rechnen tritt im Winterhalbjahr auch
noch Kleidermachen als Unterrichtsfach. Alle Anmeld=
ungen
(auch für die Abteilungen in der Lagerhaus=
und Hermannſtraße) müſſen an dieſem Tage zwiſchen
1112 Uhr vormittags bei der Fortbildungsſchulleitung,
Rundeturmſtraße 9, erfolgen. Für die Abendkurſe,
die erſt in folgender Woche beginnen, wird der Anmelde=
termin
ſpäter bekannt gegeben.
* Unentgeltliche Fiſch=Kochkurſe. Durch den See=
fiſchverkauf
unter ſtädtiſcher Kontrolle iſt eine weſent=
liche
Verbilligung der Fiſchpreiſe eingetreten. Wohl in=
folgedeſſen
laufen bei der Fortbildungsſchulleitung ſtän=
dia
Nachmeldungen zu den Fiſchkochlurſen ein, welche die
Einteilung der Kurſe ſehr erſchweren. Deshalb ſoll am
nächſten Donnerstag, 10. d. Mts., von 1112 Uhr
vormittags, und 78 Uhr abends, Rundeturm=
ſtraße
9, nochmals Gelegenheit zur Anmeldung, auch
für die Abteilungen in der Lagerhaus= und Her=
mannſtraße
, gegeben werden. Außer der Einſchreibgebühr
von 10 Pfg. entſtehen den Teilnehmerinnen keinerlei
Koſten.
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
des Monats September wurde die Leſehalle im ganzen
von 3443 (im September 1911 von 3452) Perſonen be=
ſucht
, durchſchnittlich an jedem Tage 114 Perſonen. Aus
der Bücherhalle nach Hauſe entliehen wurden im ganzen
8828 (1911: 8472) Bände, darunter 3346 wiſſenſchaftliche
und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit dem 1. April
d. J. neu eingeſchriebenen Leſer ſtieg auf 3138. An
Büchergeſchenken gingen in dieſem Monat weiter ein:
von Frau Oberſt Habermehl 4 Vde. und 40 Jahrg.
Zeitſchr., von Frau Kommerzienrat Hedderich 18 Jahrg.
Zeitſchr., aus dem Nachlaß des Herrn Schriftſtellers K.
Hepp 20 Bde. und 8 Jahrg. Zeitſchr., von Frl. E. Kröh
3 Bde., von Frau Rechnungsrat Scriba 1 Bd., von
Frau Springmayer 40 Bde. und 7 Jahrg. Zeitſchr.
Allen Gebern herzlichen Dank! Weitere Schenkungen
von Büchern, ſoweit ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit
willkommen.
Wahlen für die Privatangeſtellten=Verſicherung.
Die letzte öffentliche Verſammlung vor den
Wahlen findet Dienstag, den 8. Oktober, abends 9 Uhr,
im großen Saale des Kaiſerſaales, Grafenſtraße, ſtatt.
Herr Gauvorſteher Julius Schellin aus Frankfurt a. M.
wird über das Thema: Was ſteht auf dem Spiel ?
ſprechen. (Siehe Anzeige.)
* Der Verein Kunſtfreund wird demnächſt ſeine
zu Verloſungszwecken angeſchafften Bilder zur Aus=
ſtellung
bringen.
* Der Heſſiſche Fechtverein Waiſenſchutz ( Zweig=
verein
Darmſtadt) hält am Sonntag, den 6. Oktober,
im Schützenhof ein Tanzkränzchen ab, worauf hiermit
beſonders aufmerkſam gemacht wird. (Näheres ſiehe
heutige Anzeige.)
* Kriegerverein Darmſtadt. Wie aus dem An=
zeigenteil
erſichtlich, findet Sonntag Vereinsſchießen
ſtatt. Es iſt dies das letzte Schießen vor dem dem=
nächſtigen
Preisſchießen, weshalb ſich die Kameraden
zahlreich beteiligen wollen.
Vom Preisfriſieren. Wie man uns mitteilt,
wird Frl. Maria Detrez van Iſeghem, Konzert=
und Opernſängerin, bei dem am 6. Oktober im Kaiſer=
und Fürſtenſaal ſtattfindenden Modeabend nach über=
ſtandener
zweimonatiger Krankheit ihre Tätigkeit wieder
aufnehmen. Sie wird zum Vortrag bringen die Arie
aus dem Barbier von Sevilla: Trag ich mein be=
klommenes
Herz ſowie Lieder von Schubert, d’Albert,
Hildach uſw. Alles nähere durch die hieſigen Tages=
blätter
.
Einziehung von Fernſprechgebühren. Am
7. Oktober wird mit der Einziehung der Fern=
ſprechgebühren
begonnen werden. Es empfiehlt
ſich, die fälligen Beträge bereitzuhalten.
* Der diesjährige Darmſtädter Pferdemarkt
findet am 21., 22. und 23. Oktober ſtatt. Für die
Prämiierung der Pferde und Fohlen ſtehen 2000 Mk.
zur Verfügung. Zur Prämiierung kommen: 1. Händler=
pferde
, 2. Zuchtſtuten, nachweisbar in 1912 gedeckt,
3. zweijährige (1910 geborene) Fohlen. Die Anmeldungen
zur Prämiierung von Stuten und Fohlen haben bis
ſpäteſtens 16. Oktober ſchriftlich bei dem Schriftführer
des Pferdemarkts, Herrn W. Tönges in Darmſtadt,
Hermannſtraße 7, zu erfolgen. Anmeldungen von
Händlerpferden zur Prämiierung werden Montag, den

21. Oktober, vormittags von 89 Uhr, im Geſchäfts=
zimmer
des Pferdemarktes, Holzhofallee 32, entgegen=
genommen
. Der Ankauf von Pferden und Fohlen zur
Verloſung, ſowie das Vorführen der Pferde und Fohlen
zur Muſterung und Prämiierung beginnt Montag, den
21. Oktober, vormittags 9 Uhr. Nachmittags 3 Uhr
findet die Preisverteilung ſtatt, wobei die prämiierten
Pferde vorgeführt werden. Dienstag, den 22. Oktober,
wird erforderlichenfalls der Ankauf der Pferde und
Fohlen zur Verloſung fortgeſetzt. Mit dem Pferdemarkt
iſt eine Verloſung von Pferden, Wagen, landwirtſchaft=
lichen
und ſonſtigen Gegenſtänden verbunden, die Mitt=
woch
, den 23. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in den
unteren Räumen des Pferdemarkrgebäudes beginnt.
Donnerstag, den 24. Oktober, vormittags 9 Uhr, erfolgt
auf dem Pferdemarktplatz die Abnahme der zur Ver=
loſung
angekauften Pferde und Fohlen.
* Orpheum. Das Eröffnungsprogramm
findet bei gutem Beſuch allſeitig ungeteilten Beifall.
Heute, Samstag, findet der erſte Familienabend ſtatt,
morgen Sonntag zwei Vorſtellungen. Die
Nachmittag=Vorſtellung bringt bei den üblichen ſehr bil=
ligen
Preiſen das ungekürzte Abendprogramm, darunter
die Darbietungen von Prinz Charly, welche ſicherlich viel
zur Erheiterung für Groß und Klein beitragen werden.
(Siehe Anzeige.)
* Dus neſidenztheater am weißen Turm bringt in
ſeinem neuen Programm das ſenſationelle dreiaktige
Drama Zollſtation Nr. 12. Ein Spionageroman, hoch=
intereſſant
und äußerſt ſpannend bis zum Ende. Auch die
zwei amerikaniſchen Schlager, die Komödie Der Mann
aus dem Weſten und das Drama Dampf gegen Benzin
ſind erſtklaſſig. In dem neuen kinematographiſchen Wochen=
bericht
ſehen wir Zum Tode des japaniſchen Generals
Nogi die franz. Herbſtmanöver, die neueſten Schöpfungen
der erſten Pariſer Schneiderateliers uſw., humoriſtiſche
Films und herrliche Naturaufnahmen beſchließen das ab=
wechslungsreiche
Programm. (S. Anzeige.)
* Reſtaurant Rummelbräu. Mit der großzügigen
äußeren Entwickelung der Stadt Darmſtadt hält die Um=
geſtaltung
ſeiner Reſtaurants zu großſtädtiſchen Etabliſſe=
ments
gleichen Schritt. Nachdem die Stadt bereits eine
Reihe ſolch erſtklaſſiger Lokale aufzuweiſen hat, kann ſich
nunmehr ein weiteres den bereits beſtehenden würdig an=
reihen
. Das ſchon ſeit langen Jahren beſtehende Reſtau=
rant
Rummelbräu (in der Nahe des Hauptbahnhofes,
Allee 61, gelegen) wurde unter Leitung erſter Architekten
einem vollkommenen Umbau unterzogen und findet heute
nach Fertigſtellung, infolge der überaus anheimelnden
und gemütlichen Geſtaltung ſeiner Räume und der künſt=
leriſchen
Innenausſtattung, den allſeitigen Beifall der
Beſucher. In dem großen Konzertſaal des Reſtaurants
werden ab Sonntag, den 6. Oktober, allſonntäglich
Streichkonzerte abgehalten, zu denen erſte hieſige
Militärkapellen verpflichtet wurden. Jeden Donnerstag
abend finden in der Folge Künſtlerkonzerte zur
Unterhaltung der Beſucher ſtatt. Die Leitung des Reſtau=
rants
liegt in bewährten Händen, und iſt für eine erſt=
klaſſige
Bewirtung der Gäſte in beſter Weiſe geſorgt.
(Siehe auch Anzeige in heutiger Nummer.)
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im Monat
September ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
Nachtwachbeamten folgende Fälle: 304 offene Haustüren
und Tore vorgefunden; 158 mal brannte Licht in Ge=
ſchäfts
= und Bureaulokalitaten, Kellern und Boden=
räumen
, bezw. wurde vergeſſen dasſelbe zu löſchen; 15 de=
fekte
Schlöſſer und Türen, ſowie ſteckengebliebene Schlüſſel
vorgefunden; 4 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt;
8 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen hatten, ge=
öffnet
.
§ Naturalverpflegungsſtation. Im September
wurde die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungsſtation
von 174 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruch genommen.
Im vorhergehenden Monat Auguſt ſind nur 150 (oder
weniger 24) Perſonen unterſtützt worden.
§ Zwangszöglinge. Geſtern wurden dahier zwei
Zwangszöglinge, welche aus der Erziehungsanſtalt
Pilgerhaus bei Weinheim a. d. B. entlaufen ſind, auf=
gegriffen
.
§ Hundefang. Im September ſind durch den
hieſigen Polizeihundeaufſeher 32 Hunde eingefangen
worden. Hiervon wurden 15 Hunde von ihren Eigen=
tümern
wieder ausgelöſt, 5 Hunde ſind verkauft worden
und 12 Hunde mußten getötet werden.

g. Eberſtadt, 4. Okt. Der 59jährige Johann
Fiſcher III. hat ſich heute in ſeiner Wohnung er=
hängt
.
tr. Dieburg, 4. Okt. Auf Anregung des Herrn Prof.
Diehl war es uns geſtern abend vergönnt, der Kunſt
Hans Eſchelbachs lauſchen zu können. Die lyriſchen
Stücke, die er vortrug, waren ſeinen Lebensliedern ent=
nommen
. Echtes, lauteres, vollwichtiges Gold war in
ihnen zu erkennen. Stürmiſcher Beifall lohnte daher den
vortragenden Dichter. Weiter trug Eſchelbach Kleine
Geſchehniſſe aus dem 1. Band ſeiner Proſa vor; auch dieſe
fanden begeiſterte Aufnahme. Auch eine Probe aus ſeinem

Die Sinfonie=Konzerte der Großh. Hofkapelle,

deren erſtes am 14. Oktober im Hoftheater ſtattfindet, tre=
ten
dieſen Herbſt in das 60. Jahr ihres Beſtehens ein. Ihre
Gründung vollzog ſich, dank der Anregung des tatkräftigen
Hofkapellmeiſters Louis Schindelmeißer, im September
1853. In nachdrücklichſter Weiſe unterſtützt von hervor=
ragenden
Mitgliedern des Orcheſters, wie F. Büchler, Leid=
hecker
, Niederhof u. a., bildeten die Konzerte raſch den
Mittelpunkt des geſamten muſikaliſchen Lebens der heſſi=
ſchen
Reſidenz. Außer der auf die höchſten künſtleriſchen
Ziele gerichteten Leiſtungsfähigkeit war es beſonders ein
Faktor, der dem Unternehmen große Anziehungskraft ver=
lieh
und ſeine Lebenskraft von vornherein ſicherte: enge
perſönliche Beziehungen der Kapell=Mitglieder zur Bür=
gerſchaft
, der ſie zumeiſt durch Familienbande naheſtan=
den
, vermittelten und erleichterten einen regen Verkehr
zwiſchen den Trägern der Kunſt und ihren Freunden, und
ſchufen ſo eine lebhafte Wechſelwirkung, die ihren Nieder=
ſchlag
in anteilvollſtem Intereſſe des Publikums an jeder
Art künſtleriſcher Betätigung fand, die von der Hofkapelle
ausging.
Manches hat ſich hier im Wandel der Zeiten geändert.
Die damalige kleine Reſidenz iſt eine große, moderne
Stadt geworden, und der freie Wettbewerb hat auch in
künſtleriſchen Dingen und das iſt gut ſo! ungeahnte
Entwicklungsmöglichkeiten geſchaffen. Von Richard Wag=
ners
Erſcheinen ausgehend, hat die Inſtrumentaltechnik
einen gewaltigen Aufſchwung genommen. Mehr als ſech=
zig
aus hervorragend tüchtigen Kräften zuſammengeſetzte
reichsdeutſche Orcheſter ſtehen heute im Dienſte der ernſten
Tonkunſt und ſind ausnahmslos imſtande, den höchſten
Anforderungen gerecht zu werden. Nennt man die beſten
dieſer Korporationen, ſo fehlt unter ihnen nicht die

Darmſtädter Hofkapelle. Wo ſie in jüngſter Zeit,
ſei es geſchloſſen oder in kleineren Gruppen zur Bildung
größerer Inſtrumentalkörper erſchien, auf Muſikfeſten in
Bonn, Trier, Straßburg, Düſſeldorf uſw., überall wurde
ihr Ehre und Anerkennung in reichem Maße zuteil. So
hat ſie auf künſtleriſchem Gebiete mit der nie ſtillſtehen=
den
Aufwärtsbewegung gleichen Schritt gehalten. Iſt
nun auch allmählich der früher im weſentlichen befolgte
Grundſatz aufgegeben worden, Neubeſetzungen durch in
Darmſtadt ſelbſt oder innerhalb der heſſiſchen Landesgren=
zen
herangebildete junge Kräfte vorzunehmen, in einem
lebt doch noch der gute alte Geiſt in unſerer Hofkapelle fort:
wie einſt, ſo beſtehen auch heute viele freundſchaftliche
Verbindungen zwiſchen den Mitgliedern der Hofmuſik
und den beſten bürgerlichen Kreiſen der Stadt. Und die=
ſer
ſchöne, patriarchaliſche Zuſtand iſt die Haupturſache,
daß unſere Künſtler ſich gar bald in Darmſtadts Mauern
heimiſch fühlen und ſelten einer, obwohl die materiellen
Exiſtenzverhältniſſe nicht gerade glänzend ſind, auch wenn
ein möglicher Wechſel eine Verbeſſerung ſeiner Lage her=
beiführen
würde, den ihm liebgewordenen Wohnſitz ver=
läßt
. Dieſen an ſich gewiß erfreulichen Tatſachen ſteht
leider die bedauerliche gegenüber, daß ein großer Teil
unſerer modernen Mitbürger den künſtleriſchen Beſtre=
bungen
des Orcheſters lau und gleichgültig gegenüber ſteht
und daß die Gemeinde treuer Anhänger der Hofmuſik=
Konzerte, die jeder bei weitem größeren Stadt zur
ſtolzen Zierde gereichen würden, ſich in den letzten Jahren
nicht in der mit Recht zu wünſchenden Weiſe vergrößert
hat. Ehrenpflicht aber aller gebildeten und bemittelten
Kreiſe iſt es, die einheimiſche Kunſt, die ein nicht
hoch genug zu veranſchlagendes Verdienſt um die geiſtige
und kulturelle Entwickelung eines Gemeinweſens hat, mit
allen Kräften perſönlicher Anteilnahme fördern zu helfen.

Feuilleton.

* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Willy Bur=
meſter
, der berühmte Violin=Virtuoſe, der ſich bisher
ſchriftſtelleriſch nur durch Herausgabe klaſſiſcher Kompo=
ſitionen
betätigt hat, veröffentlicht zum erſtenmal drei
Original=Kompoſitionen: Träumerei, Walzer im alten
Stil und Menuett im alten Stil. Die Stücke ſind leicht
ausführbar, werden aber durch den Vortrag des Kompo=
niſten
, der ſie auf ſeiner dieswinterlichen Tournee überall
ſpielt, zweifellos die größte Wirkung ausüben. Der
Wiener Volkstheaterpreis von 3000 Kronen
wurde Schönherr für ſein Drama Glaube und Heimat
verliehen. Der rote Leutnant das ſoziale
Schauſpiel von Hermann Kienzl und Eduard Goldbeck,
früher Repertoireſtück des Berliner Schillertheaters, iſt
jetzt zu Berlin im neu eröffneten Komödienhaus Dr. Ru=
dolf
Lothars wieder mit großem Erfolge aufgeführt
worden. Das Hoftheater in Altenburg hat vom Ver=
faſſer
der Brüder von St. Bernhard, Hofrat Profeſſor
Dr. Anton Ohorn in Chemnitz, ein neues Bühnenwerk,
das vieraktige Schauſpiel Die Einödspfarre‟
zur alleinigen Aufführung angenommen. Das Werk
wird vorausſichtlich im Dezember herauskommen. Der
Leipziger Stadtrat ließ den. Stadtverordneten
eine Vorlage zugehen, wonach er den Bau eines
Kunſtgewerbemuſeums plant, das mit einem
Koſtenaufwand von 2 bis 2¼ Millionen Mark errichtet
werden ſoll. Zur Erlangung von Entwürfen ſoll ein
Wettbewerb unter den deutſchen Architekten veranſtaltet
werden. Ludwig Habicht, der Baumeiſter der
Reichsbank in Berlin, iſt, noch nicht 40 Jahre alt, plötzlich
geſtorben. Seine Reichsbanken, wie ſie in Eſſen, Siegen,
Göttingen, Emmerich, Lüneburg, Nürnberg. Elbing,

[ ][  ][ ]

Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 5.

Chriſtusroman kam in vollendeter Form zur Darſtellung.
Der Dichter ſpendete am Schluſſe noch einige humoriſtiſche
Sachen.
fr. Groß=Zimmern, 4. Okt. Am Sonntag hält der
hieſige Turnverein im Saale der Turnhalle ſein
Abturnen ab. Von 10½ Uhr iſt Wetturnen, um 3 Uhr
Abmarſch zum Feſtplatz, daſelbſt Konzert und Schau=
turnen
der Schüler=, Turner= und Damenriegen von hier
und Groß=Bieberau. Um 8 Uhr findet die Preisverteilung
ſtatt mit darauffolgendem Tanze.
Offenbach, 4. Okt. Den Hauptgegenſtand der geſtrigen
Stadtverordnetenſitzung in der Oberbürger=
meiſter
Dr. Dullo den Vorſitz führte, bildete die Frage
der Sanierung der Offenbacher Straßen=
bahn
deren jährliches Defizit die Höhe von 80000 Mark
bereits erreicht hat. Nach langer Ausſprache wurde, ſo=
weit
die Bürgeler Linie in Betracht kommt, der Antrag
der Verwaltung angenommen. Die Uebernahme des zur
Unterſtützung des Schulzſchen Mädcheninſtituts, das von
der Stadt übernommen wurde, angeſammelten Fonds im
Nennwerte von 19500 Mark wurde beſchloſſen und die
nähere Regelung dem Oberbürgermeiſter überlaſſen.
Die Handelskammer nahm auf Veranlaſſung der
Kreiſe der Induſtrie, des Handels und Gewerbes zu der
von der Stadtverordneten=Verſammlung beſchloſſenen
obligatoriſchen Einführung der Fortbild=
ungsſchule
für Mädchen bis zum 17. Lebensjahre
aller Berufszweige Stellung. Die Kammer iſt der Anſicht,
daß Fortbildungsſchulen für Mädchen wohl ihre Berech=
tigung
haben, vertritt jedoch den Standpunkt, daß dieſe
Einrichtung nicht durch ein Ortsſtatut, ſondern durch
ſtaatliche Maßnahmen erfolgen und demnach auf
ganz Heſſen Ausdehnung erhalten ſollen.
Offenbach, 4. Okt. Der über den Manſardenbrand
im Hauſe des Gaſtwirts Schmidt geäußerte Verdacht
auf vorſätzliche Brandſtiftung hat ſich, wie die
Offenb. Ztg. berichtet, durch die polizeilichen Ermittelungen
und den richterlichen Augenſchein nun beſtätigt. Es
liegt zweifelsohne vorſätzliche Brandſtiftung
vor, und zwar iſt das Feuer an drei verſchie=
denen
Stellen angelegt worden. Der vollſtändig
verbrannte Schrank im Wohnzimmer hat an der Wand,
an der er ſtand, durch mehr oder weniger ſtark verbrannte
Stellen Spuren zurückgelaſſen, die darauf ſchließen laſſen,
daß das Feuer in einem unter der Schrankdecke befindlichen
Schubkaſten ſeinen Urſprung hatte. Fahrläſſigkeit iſt in=
folgedeſſen
ſo gut wie ausgeſchloſſen. In der Küche fand
man denn auch einen großen Holzkoffer mit allerhand
Teppichen, Decken und dergleichen, die ſich noch feucht an=
fühlten
und ſtark nach einer terpentinähnlichen Flüſſigkeit
rochen. Die beiden Bewohner der Manſarde, die Eheleute
K. waren verreiſt; dagegen war die Schweſter der Frau K.
aber vorgeſtern mittag geraume Zeit in deren Behauſung
geſehen woden. Da nun die Schweſter der Frau K. ſich
bei der polizeilichen Vernehmung in Widerſprüche ver=
wickelte
, wurde ſie feſtgenommen und dem Gericht
zugeführt, das ſie jedoch wieder freilaſſen mußte,
da Zweifel an ihrer Täterſchaft beſtehen.
-1- Heppenheim, 4. Okt. Geſtern nachmittag nach 4
Uhr ertönten die Feuerglocken. In dem oberen Stockwerk
des ſtädtiſchen Hoſpitals war Feuer aus=
gebrochen
. Es handelte ſich um einen Zimmerbrand,
der durch die eigene Löſcheinrichtung alsbald wieder ge=
löſcht
war, ſo daß die erſchienene Feuerwehr nicht in Tätig=
keit
zu treten brauchte. Der Brand wurde durch einen 7 Knaben, der im Hoſpital ſich aufhält, verurſacht.
Es iſt dies ſchon das dritte Mal, daß dieſer Junge das
Krankenhaus in Brand zu ſtecken verſuchte. Der Schaden
beträgt zirka 500600 Mk.
i. Beerfelden, 2. Okt. Ein bedauerlicher Un=
glücksfall
widerfuhr heute nachmittag dem ſechsjähri=
gen
Söhnchen des Fuhrmanns W. Breimer. Derſelbe
turnte an einer Stange der Brunneneinfriedigung und
fiel dabei ſo unglücklich, daß er einen Arm brach.
n. Beerfelden, 2. Okt. Gegenwärtig wird in hieſiger
Gegend Obſt in großen Mengen aufgekauft. Für Moſt=
obſt
wird pro Zentner 3 bis 3,50 Mark bezahlt, gebroche=
nes
Obſt erzielte dieſer Tage pro Zentner 67 Mark.
Nach der in anderen Jahren ſehr begehrten Champagner=
birne
iſt heuer wenig Nachfrage, dieſe Obſtart iſt ſonſt
immer am verkäuflichſten. Dieſen Herbſt bleibt wohl
kaum ein Apfelweinfaß oder ein Mustopf ungefüllt.
Gleich günſtig fällt die Kartoffelernte aus. Sie
hat früher eingeſetzt als ſonſt. Auch die ſogenannten Dick=
wurzeln
zeigen eine Körperfülle wie ſonſt ſelten,
Kraut iſt in genügender Menge vorhanden, es wird nur
mit dem dazu gehörenden Fleiſch hapern. Die hohen
Fleiſchpreiſe werden manches Wuzchen dem heimatlichen

Gehöfte entfremden, das ſonſt in heimiſchen Mägen ſeine
Stätte gefunden hätte.
Mainz, 4. Okt. Berechtigtes Aufſehen erregt das vor
einigen Tagen erfolgte Verſchwinden der 15 jäh=
rigen
Töchter zweier hieſiger Familien. Die beiden
Mädchen waren als Lehrmädchen in einem hieſigen Ge=
ſchäft
tätig. Ohne Veranlaſſung verließen ſie vor eini=
gen
Tagen ihre Lehrſtellen und kehrten auch nicht mehr
nach Hauſe zurück. Alle Bemühungen, den Aufenthalts=
ort
der beiden Verſchwundenen zu ermitteln, ſind bis jetzt
erfolglos geblieben.
Oſthofen, 4. Okt. Das Gerücht, wonach ſich der ver=
ſchwundene
Aſchinger von Rhein=Dürkheim bei Ver=
wandten
im Schwarzwald aufhalte, beſtätigt, der W. Ztg.
zufolge, ſich nicht. Ueber das Verſchwinden und den Ver=
bleib
Aſchingers herrſcht noch vollſtändiges Dunkel.
Gießen, 4. Okt. Der Windhof iſt jetzt in ſeiner
äußeren Geſtalt nach Plänen des Architekten Nicolaus
fertiggeſtellt; er nimmt ſich weit maleriſcher aus als vor
dem Brande. Die Bedachung iſt ſtatt mit Schiefer mit
roten Ziegeln (Bieberſchwänzen) ausgeführt worden.
Der Turm iſt etwas abgetragen und hat eine abgeſtumpfte
Haube bekommen.
(*) Aus dem Kreiſe Alsfeld, 3. Okt. Die Auto=
mobilverbindungen
im nordweſtlichen Teil un=
ſeres
Kreiſes haben ſich der kurzen Zeit ihres Beſtehens
bereits ſo bewährt, daß geſtern eine neue Linie Kirchhain=
Ehringhauſen eröffnet wurde. Dieſe verbindet die Main=
Weſer=Bahn mit der Strecke Gießen=Fulda und berührt
ſieben Orte.
(*) Lauterbach, 3. Okt. Sein 40jähriges Dienſt=
jubiläum
feierte der Forſtwart Georg Schnell in
Jahmen, der im Dienſte der Freiherrn Riedeſel zu
Eiſenbach ſteht. Im Auftrag der Freiherrn ernannte
ihn Forſtrat Eulenfeld zum Förſter und übergab ihm ein
namhaftes Geldgeſchenk. Schnell nahm als Unteroffizier
am Feldzug 1870/71 teil.
(*) Vom Vogelsberg, 3. Okt. Der Schikklub
Winterſport legt gegenwärtig auf dem Hoherods=
kopf
einen Sprunghügel an, die Koſten belaufen ſich
auf 700 Mark. Es müſſen bedeutende Felsſprengungen
vorgenommen werden. Die Fertigſtellung erfolgt im
Laufe dieſes Monats. Man gedenkt die Sprunghügel im
November einzuweihen falls ſchon Schnee vorhan=
den
ſein wird. Die nebelſichere Mackierung wird weiter
ausgebaut.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 4. Okt. Ein ungewöhn=
licher
Raubüberfall wurde heute mittag am Kur=
fürſtendamm
in Charlottenburg verübt. In der Wohnung
der verwitweten Rentiere Roſalie Michgelis erſchien
gegen Mittag in Abweſenheit der Wohnungsinhaberin ein
Mann mit einer Dienſtmütze eines Telegra=
phenarbeiters
und begehrte Einlaß, angeblich um
das Telephon zu prüfen. Ahnungslos ließ das Dienſt=
mädchen
den Mann in die Wohnung, der ſich plötzlich auf
das Mädchen warf, es zu Boden riß und verſuchte, ihm
Feſſeln anzulegen. Dabei löſte ſich der falſche Backenbart,
den der Mann trug. Schließlich gelang es ihm, ſein Opfer
zu überwältigen. Er legte ihm an Armen, Händen, Beinen
und Füßen eiſerne Feſſeln an, die er mit Schlöſſern be=
feſtigte
. Dann zog er einen Revolver und drohte dem
Mädchen, daß er es niederſchießen würde, wenn es einen
Laut von ſich gebe. In dieſem Augenblick kam über die
Hintertreppe eine Frau, die eine Maske vor dem Ge=
ſicht
trug. Beide machten ſich hierauf daran, die in der
Wohnung befindlichen Koſtbarkeiten zuſammenzutragen,
um ſie fortzuſchaffen. Als die Wohnungsinhaberin uner=
wartet
zurückkehrte, rief das gefeſſelte Mädchen ihr zu, daß
ſie die Wohnung nicht betreten ſolle, da Räuber da ſeien.
Frau Michaelis flüchtete hierauf auf die Straße. Die
Rufe der Frau Michaelis alarmierten das Haus und nun
flohen die beiden Räuber und entkamen leider. Bisher
konnten ſie noch nicht ermittelt werden. Die Kriminal=
polizei
und ein hinzugerufener Schloſſer hatten über eine
Stunde zu tun, ehe ſie das Dienſtmädchen von ihren
Feſſeln befreien konnten. Der Schöneberger Kri=
mimalpolizei
iſt es geſtern gelungen, eine ſechs=
köpfige
Einbrecherbande feſtzunehmen, die ſeit Wochen
nächtliche Raubzüge unternahm. In der Diebeshöhle
wurde ein Lager von geſtohlenen Gegenſtänden aller Art
gefunden, deren Wert etwa 20= bis 30000 Mark beträgt.
Auf dem Bahnhof Zoologiſcher Garten machte
ſich in der Gepäckannahmeſtelle in den letzten Tagen immer
ſtärker ein übler Geruch bemerkbar, welcher einem
großen Karton entſtrömte, der vor 10 Tagen aufgegeben,

aber nicht wieder abgeholt worden war. Beim Oeffnen
wurde die ganz in Verweſung übergegangene Leiche
eines neugeborenen Kindes gefunden.
Hanau, 3. Okt. Nach dem Zuſammenbruch der Bau=
firma
Hack hat ſich ergeben, daß der ſeit kurzem ver=
ſchwundene
Sohn des Inhabers dieſer Baufirma Wech=
ſelfälſchungen
in der Höhe von 100000 Mark be=
gangen
hat.
München, 3. Okt. Der Ausſchuß des Deutſchen
Muſeums hielt heute vormittag unter dem Vorſitz des
Prinzen Ludwig in der Akademie der Wiſſenſchaften
ſeine neunte Sitzung ab. In Vertretung der Reichsregie=
rung
war Staatsſekretär Dr. Delbrück erſchienen, in
Vertretung der bayeriſchen Staatsregierung Staatsmini=
ſter
Freiherr v. Knilling und Freiherr v. Soden.
Herr v. Knilling begrüßte als Ehrenpräſident die An=
weſenden
im Namen der bayeriſchen Staatsregierung.
Sodann gab Reichsrat Oskar v. Miller den Haushal=
tungsplan
bekannt, Dr. Hermann Blohm verkündigte
die Stiftung eines Planetariums, Geheimerat Dr. Bus=
ley
übergab im Namen von 32 deutſchen Schiffsreedern
dem Deutſchen Muſeum ein kunſtvoll ausgeführtes Mo=
dell
der Victory des engliſchen Flaggſchiffes in der
Schlacht bei Trafalgar. Die Verſammlung beſchloß, im
Ehrenſaal des Deutſchen Muſeums Ferdinand Schichau=
Elbing ein Denkmal zu ſetzen; ferner wurde beſchloſſen,
der Kaiſer=Wilhelms=Stiftung das Recht einzuräumen,
ein Mitglied in den Vorſtand zu ſenden. An Stelle des
Vorſitzenden des Vorſtandsrates Regierungsrat Profeſſor
Dr. Klein wurde Geheimerat v. Heigel gewählt.
Prinz Ludwig ſprach in ſeinem Schlußwort u. a.
von der hohen Vollendung, die der Schiffbau gefunden
habe. Er ſagte: Wir müſſen trachten, daß der Schiff=
bau
auf der Höhe der Zeit bleibt, ſei es für die Handels=,
ſei es für die Kriegsflotte, daß, wenn jemals das Deutſche
Reich wieder in einen Krieg verwickelt werden ſollte, wir,
wie im letzten Landkriege zu Lande, im Seekriege Lor=
beeren
an ſeine Flaggen heften. Der Prinzregent ſowie
der Kaiſer werden dem Muſeum ihr Bronzebild ſchenken.
München, 3. Okt. Geh. Rat Profeſſor v. Angerer,
der regelmäßig alle 14 Tage den Regenten in ſeinem Hof=
lager
beſucht, verließ nach zweitägigem Aufenthalt Berch=
tesgaden
. Von den beiden Leibärzten wird folgendes
mitgeteilt: Das Befinden des Regenten iſt zufrie=
denſtellend
: insbeſondere übte die warme Witter=
ung
in den letzten Tagen einen günſtigen Einfluß aus.
Der Regent fühlt ſich friſcher und kräftiger; Appetit und
Schlaf ſind gut. Zu Beſorgniſſen beſteht nach wie vor
kein Anlaß. Profeſſor von Angerer, Dr. von Kaſtner.
Chemnitz, 4. Okt. Der ſächſiſche Landtagsabgeordnete
Merkel aus Mylau vergiftete ſich mit Zyankali in
einem hieſigen Hotel. Der Grund hierzu iſt bisher nicht
bekannt.
Bremen, 4. Okt. Hier wurde geſtern der Feld= und
Häuſermakler Mar Schultz wegen umfangreicher Betrü=
gereien
und Urkundenfälſchung verhaftet. Er hat ſich
unter Vorlegung gefälſchter Dokumente von zahlreichen
hieſigen Kaufleuten insgeſamt 75000 Mark erſchwindelt.
Das Geld benutzte er zur Beſtreitung der Koſten ſeines
verſchwenderiſchen Lebenswandels.
Königsberg i. Pr., 4. Okt. Heute nacht iſt hier der
erſte Schneefall eingetreten.
Paris, 3. Okt. Der Orkan, der ſeit zwei Tagen
im weſtlichen Frankreich wütete, hat beſonders das bre=
toniſche
Finiſtére=Departement heimgeſucht. Hunderte von
Fiſcherbarken ſind untergegangen oder zerſchellten an den
Klippen.
Bayonne, 4. Okt. In der Nacht drangen Einbrecher
in das bei Bibart gelegene Schloß der Königin
Natalie von Serbien ein. Was geſtohlen iſt, konnte
noch nicht feſtgeſtellt werden. Man glaubt den Verbre=
chern
auf der Spur zu ſein.
Petersburg, 4. Okt. Infolge des gewaltigen Stur=
mes
der geſtern herrſchte, wurden die niedriger ge=
legenen
Stadtteile unter Waſſer geſetzt. Auf der Newa
ſind 81 Barken untergegangen. Viele Bäume
wurden von dem Orkan entwurzelt, zahlreiche Dächer
fortgeriſſen.
Helſingfors, 4. Okt. Der Berliner Domchor
gab am Dienstag im Saale der Adelsverſammlung ſein
hieſiges 1. Konzert mit außerordentlichem Erfolg. Ein vor=
nehmes
Publikum ſpendete lebhaften Beifall und ver=
langte
ſtürmiſch Wiederholungen. Profeſſor Rumdel
wurde durch Ueberreichung von Lorbeerkränzen geehrt.
Zum Dank dafür trug der Chor die ruſſiſche National=
hymne
vor.

Neiſſe und manchen anderen Orten ſtehen, ſind, ſo ver=
ſchiedenartige
Gepräge dieſe Landſchaften auch tragen,
durch die Selbſtändigkeit der Löſung bei einem ſo feinen
Sinn für Einordnung geradezu Dokumente des neuen
Städtebaues geworden.
A.S. Tanzſtunden. Die beliebten Tanzſtunden haben
in dieſen Tagen von neuem begonnen. Etwas linkiſch
noch, aber in ihrer Naivität doppelt entzückend, machen
Gretchen, Lieschen, Käthchen, Frieda, Martha, Trude und
wie ſie ſonſt noch heißen mögen, die erſten Tanzverſuche.
Sie alle haben ſich die Sache eigentlich leichter gedacht.
So etwa wie ein zierliches Getändel. Nicht aber wie
eine mehr oder weniger künſtleriſche Leiſtung, bei der
ein Schock ſtrenger, nüchterner Regeln zu beachten ſind!
Es ſoll ſogar vorkommen, daß des Lehrers unerbittliche
Strenge da und dort eine heimliche Träne fließen läßt,
die erſt ſpäter durch viel Freude und Lebensluſt wieder
aufgehoben wird. Doch das iſt nun einmal im Leben
ſo. Dies und das und jenes iſt eben mehr als ein Hopp=
ſaſſa
! Alles will gelernt ſein. Selbſt der fröhliche Tanz.
Anmut und Grazie ſollen in ihm ihren Ausdruck finden.
Auch in der Tanzkunſt braucht man modernes Geiſtes=
wehen
. Anſtelle der alten pedantiſchen Tanzſchule iſt der
methodiſierte Tanzunterricht getreten, der den Lehrer vor
eine höhere Aufgabe geſtellt hat, indem die moderne Ge=
ſundheits
= und perſönlichkeits=fördernde Geſamt= Körper=
erziehung
mit den Zielen der neuen Tanzlehre identiſch
geworden iſt. Alſo fort mit der früheren parodiſtiſchen
Unzulänglichkeit. Wie mit Flügeln ſollen die Damen
über den Parkettboden dahinſchweben. So verlangts
nicht nur der Lehrer. Nein, ſo verlangen es ſpäter auch
die anderen Herren der Schöpfung. Selbſt der ſteifſte
Tänzer verzeiht es ſeiner Dame ſchwer, wenn ſie ſchlecht
tanzt. Dafür gelten eben die Frauen für das ſchöne Ge=
ſchlecht
! Gar merkwürdig muß es mancher Mutter ums
Herz werden, wenn ſie zum erſtenmal ihr Töchterchen in
die Tanzſtunde ſchickt. Aber vielleicht noch eigentümlicher,
wenn ſie zum erſtenmal ſieht, wie das kaum erwachſene
Backfiſchchen in den Armen ihrer Herren davonſchwebt.
Alte und daher doch gar nicht ſo lange zurückliegende Er=
innerungen
wachen auf. Iſt’s denn wirklich ſchon ſo lange
her, daß die Mutter ſelbſt noch in die Tanzſtunde ging?
Ach ja. Und geſtern fand ſie wieder ein weißes Haar.

Da
Du mein Gott, wie die Jahre doch vergehen
ſchrickt die Mutter auf. Ihr Töchterchen läßt ſich hochrot
und tiefaufatmend neben ihr nieder und fragt beſeligt:
Mama, habe ich gut getanzt?
* Ein Relief der Jungfraugruppe für den Kaiſer.
Der Ingenieur Simon in Bern hat in dreißigjähriger
Arbeit vom Berner Oberland ein großes Relief, im
Maßſtab 1:10000, angefertigt. Als Teilſtück dieſes Re=
liefs
hat Simon im Auftrag der Jungfraubahn, der
Wengernalpbahn und der Berner Oberlandbahnen im
genannten Maßſtab ein Relief der Jungfraugruppe her=
geſtellt
, das Eiger, Mönch, Jungfrau, Schreckhorn, Wetter=
horn
und Vieſcherhörner umfaßt. Das Werk iſt von
einer wunderbaren Naturtreue. Man glaubt die Berg=
gipfel
, Schneefelder, Gletſcher, Felsbänder und die Täler
in Wirklichkeit vor ſich zu ſehen. Da es Kaiſer Wil=
helm
Anfang September bei ſeinem Beſuche in der
Schweiz leider nicht vergönnt war, die vorgeſehene Tour
aufs Jungfraujoch auszuführen, haben Jungfraubahn,
Wengernalpbahn und die Berner Oberlandbahnen ſich
entſchloſſen, dem Kaiſer ein Relief der Jungfraugruppe
zu überreichen, mit deſſen Ausführung ſie eben Ingenieur
Simon betrauten. Der Kaiſer hat ſich bereit erklärt, das
Geſchenk entgegenzunehmen. Der deutſche Geſandte hat
es kürzlich beſichtigt. Ingenieur Simon wird es dem
Kaiſer demnächſt überreichen. Auf den Einfaſſungs=
rahmen
ſtehen die Worte: Seiner Majeſtät Kaiſer Wil=
helm
II. gewidmet von Jungfraubahn, Wengernalpbahn
und den Berner Oberlandbahnen, September 1912.
Simon, ein geborener Baſeler, hat für die Herſtellung
des großen Oberlandreliefs, von dem, wie erwähnt, das
für den Kaiſer beſtimmte ein Teilſtück bildet, achthun=
dert
Bergtouren machen und Tauſende photogra=
phiſche
Aufnahmen anfertigen müſſen.
hys. Nochmals das Talent Rothſchilds. Folgende Be=
trachtung
ſei aus der italieniſchen Zeitung Corriere della
Sera wiedergegeben: Die Literatur verdirbt uns in ge=
wiſſem
Sinne. Sie iſt in unſerer Exiſtenz ein Gaſt, dem
man im Grunde wenig Bedeutung beimißt um nicht
von den Glücklichen zu ſprechen, die ihm überhaupt keine
gewähren, im Gegenteil, nichts von ihm wiſſen und ſich
dabei doch ſo wohl fühlen er iſt trotzdem hochmütig,
anmaßend, dabei voll von Einbildung auf ſeine eigene

Größe, um uns damit zu ſuggerieren. Er ähnelt jenen
Freunden, die von Tag zu Tag leben, bei denen man
nicht weiß, wovon, die aber alle Anſtandsregeln beherr=
ſchen
, die die beſten Bezugsquellen für Leckerbiſſen ken=
nen
, die die Mode vorherwittern, die einen mitleidigen
Blick werfen auf die Einrichtung unſeres Salons, auf
den Hut unſerer Frauen, auf den Anzug, in dem man
das erſtemal ausgeht, auf das Geſchenk, das man ihnen
gibt, die einen beängſtigen und ſo weit bringen, daß
man jedesmal fragt, wenn man etwas kauft, ein Diner
ſeinen Freunden geben will oder den Ferienort ausſucht:
Was wird Herr T. dazu ſagen?; man fragt ihn, findet
es ſchlecht, hat aber ſeine Gewiſſensruhe.
Die Literatur hat es ſchließlich ſo weit gebracht, daß,
wenn man ſagt, der Herr Müller iſt ein großer Geiſt, oder
das iſt ein Meiſterwerk, wir uns in Herrn Müller gleich
einen Künſtler oder doch mindeſtens einen Gelehrten
vorſtellen, ſeltener einen Soldaten oder Staatsmann, und
daß das Meiſterwerk ein Buch, eine Statue oder ähnliches
ſein muß. Nehmt einen mittelmäßigen Schriftſteller, der
ſchlecht und recht ſich durchſchlägt, und wartet, bis die
Welt ſich den Luxus einer kleinen Ferienzeit leiſtet, um
ſeine Größe anzuerkennen, führt ihn vor einen Friſeur=
laden
und ſagt ihm folgendes: Betrachte Dir dieſen
Laden, es iſt ingeniöſe und ſolide Arbeit, und der Mann
drinnen ſchafft und iſt intelligenter als Du. Dann höre
man, was er auf dieſe Vernunftstheſen zu erwidern weiß.
Erfordert es mehr Talent, eine rbeliebige Novelle zu
ſchreiben, oder ein Bild zu malen, auf dem die Bäume
nicht von Pudeln zu unterſcheiden ſind, die mit den
Hinterbeinen Kunſtſtücke machen, oder einen Laden zu
leiten, die Kunden heranziehen und ſie erhalten, das
Geſchäft zu vergrößern und auf ehrliche Weiſe den Söhnen
ein fettes Sümmchen anſammeln?
Man las dieſer Tage viel von Rothſchild und ſeinen
Ahnen, wenn er welche hatte; einfache Kerls, arme Teu=
fel
, die herumirrten, das Glück zu ſuchen. Einer von
ihnen, wenn kein armer Teufel, ſo doch ein kleiner, un=
ſcheinbarer
Bankier, befand ſich im Schlachtengetümmel
von Waterloo, als die heftige hiſtoriſche Schlacht tobte.
Kaum hatte er bemerkt, daß Napoleon ſozuſagen ge=
macht
war, ſo dachte er: Hier gibts ein Geſchäftchen zu
machen. Er eilte nach London, kam noch vor der Noti=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Kunſtnotizen.
ieber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
behenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)

C) Konzertabend Dr. Wolfgang Bülau.
In der Fülle der Konzertveranſtaltungen, die für die
nächſte Zeit in Ausſicht ſtehen, nimmt der Violinabend
des Hamburger Geigenmeiſters Dr. Wolfgang Bülau
eine hervorragende Stelle ein, wie denn überhaupt der
junge Künſtler zu einer außergewöhnlichen Erſcheinung
im Reiche der Muſik geworden iſt. Die Kritik aller großen
Städte, in denen Dr. Bülau nach ſeinem erſten Konzert=
abend
in Darmſtadt, der ihn vor mehr als Jahresfriſt bei
uns ſo überaus vorteilhaft einführte, konzertiert hat, er=
kennt
rückhaltlos ſeine künſtleriſche Bedeutung, die macht=
voll
der Reife entgegenſtrebt, an. So ſchreibt z. B. der
Dresdener Anz.: Ein reichlich zweiſtündiges Programm
bewältigte am Sonntag (10. Dez.) Wolfg. Bülau im
Künſtlerhauſe, und zwar mit wohlverdientem Erfolge.
Sein mit Eleganz und Wohllaut gerichteter Bogenſtrich
erzeugt eine ſchöne und beſeelte, jedoch nie ſüßliche Kan=
tilene
, die namentlich in den Pianoſchattierungen ein=
ſchmeichelnd
wirkt. Eine große Technik, reine Intonation,
verſtändige Phraſierung und rhythmiſche Genauigkeit
ſichern im Verein mit einem geſunden Muſikſinn und fri=
ſchem
Temperament einen ſehr erfreulichen Geſamtein=
druck
. Mag man über Einzelheiten der Auffaſſung auch
anderer Meinung ſein.
Der hieſige Konzertabend findet am Freitag, den
11. Oktober, im Saale des Hotels Zur Traube ſtatt.
Arrangement und Kartenverkauf liegt in Händen der Hof=
muſikalienhandlung
Gg. Thieß Nachfl. (Leop. Schutter),
Eliſabethenſtraße.

Kongreſſe und Verbandstage.

10. Generalverſammlung des Bundes
Deutſcher Frauenvereine.
Die 10. Generalverſammlung des Bundes
Deutſcher Frauenvereine, die in dieſem Jahre
in Gotha tagt, wurde am Abend des 1. Oktober durch
eine Feſtlichkeit, der die Herzogin von Sachſen=Coburg=
Gotha beiwohnte, eingeleitet.
Die Eröffnung der eigentlichen Generalverſammlung
fand am Morgen des 2. Oktober ſtatt. In ihrer Er=
öffnungsrede
begrüßte die Vorſitzende, Dr. Gertrud
Bäumer, die Herzogin, die Vertreter der Staats= und
Stadtregierung, ſowie die zahlreich erſchienenen Delegier=
ten
und Gäſte Es folgten Anſprachen von Fräulein
Eliſabeth Müller, der Vorſitzenden des Gothaer Frauen=
fortbildungsvereins
, Sr. Exzellenz des Herrn Staats=
miniſters
Dr. von Richter, der die Leiſtungen der Frauen
in der Gemeindearbeit des Herzogtums Sachſen=Coburg=
Gotha hoch anerkannte, und des Herrn Bürgermeiſters
Oſtertag.
Sodann ergriff Frau Alice Bensheimer das
Wort zur ihrem Bericht über die Tätigkeit des Bundes
in der abgelaufenen Geſchäftsperiode. In erſter Linie
iſt der erfolgreiche Frauenkongreß im Frühjahr ds. Js.
in Berlin zu nennen, dem wohl zum Teil auch das
ſtarke Wachſen des Bundes zu verdanken iſt. Zahlreiche
Petitionen, die Herausgabe von Schriften zur Frauen=
bewegung
, die Gründung eines Frauenberufsamts, die
Teilnahme an der Vorſtandsſitzung des Internationalen
Frauenbundes bildeten einen Teil der Arbeit des Bun=
des
. Darauf hielt Fräulein Dr. Bäumer ein Referat
über das Thema: Warum müſſen die Frauen Politik
treiben? In der Diskuſſion überwog bei weitem die
Stellungnahme zugunſten der politiſchen Mitarbeit der
Frau. Sie fand ihren Ausdruck in der von der Verſamm=
lung
angenommenen Reſolution folgenden Inhalts:
Die 10. Generalverſammlung des Bundes Deutſcher
Frauenvereine ſieht in der Mitarbeit der Frauen in den
politiſchen Parteien eine notwendige Konſequenz der
Frauenbewegung und einen ſeit Erlaß des Reichsvereins=
geſetzes
gebotenen Weg ſtaatsbürgerlicher Pflichterfüllung.
Angeſichts der vermehrten Gefahren, die dadurch der Ein=
heitlichkeit
der deutſchen Frauenbewegung drohen, erklärt
der Bund Deutſcher Frauenvereine bei Aufrechterhaltung
ſeiner politiſchen Neutralität, mit allen Kräften dafür
eintreten zu wollen, daß die zunehmende Politiſierung
der Frau zugleich der Förderung der Frauenintereſſen
dient, die durch die organiſierte deutſche Frauenbewegung
vertreten werden.
Am Abend ſprach Helene Lange über das weibliche
Dienſtjahr.
Oberin Helene Meyer (Dortmund) ſprach über die
Arbeits= und Lebensverhältniſſe der Krankenpflegerinnen,

Oberin E. v. Keudell über Ausbildung der Kranken=
pflegerinnen
. Es wurde ſchließlich eine Reſolution
angenommen, in der es u. a. heißt: Bei der wachſenden
Bedeutung der Krankenpflege für die ſoziale Entwicke=
lung
Deutſchlands muß dringend ein Ausbau der Ausbil=
dung
auf drei Jahre unter Berückſichtigung der haus=
wirtſchaftlichen
Kenntniſſe gefordert werden. Dahin
zielende Anträge ſeien bei den Behörden zu ſtellen. Ebenſo
iſt für die leitenden und lehrenden Poſten ein Befähi=
gungsnachweis
auf Grund einer beſonderen Vorbildung
und Prüfung zu fordern. Durch Verkürzung der Arbeits=
zeit
, Vermehrung des Perſonals, Trennung von Tag=
und Nachtdienſt, Entlaſtung von der groben Hausarbeit
iſt eine beſſere Ausgeſtaltung der materiellen und phyſi=
ſchen
Lebensverhältniſſe des Pflegerinnenperſonals zu er=
ſtreben
, damit der Pflegerinnenberuf zu einem Lebens=
beruf
werde. Eine ſorgfältige lokale, nationale und
internationale Organiſation der Pflegerinnen iſt mit allen
Kräften zu fördern, da nur durch eine ſolche die zur Er=
reichung
des Zieles nötige Selbſthilfe entwickelt werden
kann. Ein beſonderes Augenmerk iſt auf die Verhältniſſe
in den Privatanſtalten zu richten. Um den beſtehenden
Mißſtänden entgegenzutreten, ſolle man von den betroffen=
den
Behörden fordern, die Zulaſſung zur Privatpflege vom
Nachweiſe der Prüfung und einer dreijährigen Erfahrung
abhängig zu machen. Zu erſtreben ſei auch, daß Frauen
in die ſtädtiſche Kommiſſion für Krankenhäuſer gewählt
werden, um dort Reformen durchführen zu können,

über die Schlacht an, machte ſeine kleine Kommiſſion
auf der Börſe und ſetzte die Nachricht in Umlauf . . . . am
nächſten Tag gehörte er zu den Millionären. Man muß
es anerkennen, Herr Rothſchild machte da ſein Meiſter=
ſtück
, das, wie alle Meiſterwerke, z. B. Dantes Göttliche
Komödie, Wagners Opern, Shakeſpeares Dramen, mit
der Zeit größer wurde. . . .
Man male ſich aus: Tauſend und Abertauſend Men=
ſchen
im Handgemenge, das Blut ſtrömt in Flüſſen, die
Kanonen donnern, die Kavallerie reitet mit Lebensver=
achtung
in den Tod, etwas Uebernatürliches ſcheint ins
Stürzen zu kommen, etwas wie eine ganze Welt von
Wille, Kraft, Genie bricht zuſammen, es iſt eine drama=
tiſche
Dämmerung am geſchichtlichen Horizont, und in
jener Dämmerung ſteht ein kleiner, unſcheinbarer Mann
mit einer gebogenen Naſe, wenn man will entdeckt,
daß die Moral dieſes fürchterlichen Unglücks und Schick=
ſals
für ihn der Verdienſt einiger ſchöner Millionen wer=
den
kann! Brrr! Gewiß ein eigenartiges Meiſterwerk!
Aber da kommt man wieder auf die Literatur zurück.
Sagten wir nicht ſchon oben, ſie verwirrt unſere Anſchau=
ungen
, ſie verdirbt uns in gewiſſer Hinſicht?
ml. Der ſchlaue Fuchs und die Gans. Eine engliſche
Zeitſchrift teilte kürzlich die folgende Beobachtung eines
alten Parkwächters mit, aus der ſich ergibt, daß der
Fuchs mit Recht wegen ſeiner Liſt gerühmt wird. Der
Wächter ſah eines Tages, als er in ſeinem Zimmer ſaß,
einen Fuchs mit einer Gans nach einer 5 Fuß hohen,
rauhen Steinmauer ſchleichen. Er hatte die Gans über
die Schultern geworfen und hielt den Hals im Maule
feſt. Als er an die Mauer kam, verſuchte er mehrere
Male, ſie mit ſeiner Laſt zu erklettern oder über ſie zu
ſpringen; beides mißlang ihm aber. Dann ſtellte er ſich
auf die Hinterfüße und ſtemmte ſich mit den Vorderfüßen
gegen die Mauer, nahm den Hals der Gans, ganz nahe
am Kopf, ins Maul und ſuchte den Schnabel in eine Ritze
zu ſtoßen. Nach mehreren Verſuchen gelang es. Nun
hing die Gans ungefähr in der Höhe von 4 Fuß vom
Boden an der Mauer; der Fuchs ſprang jetzt ſchnell auf
ſie, lehnte ſich über und zog die Gans zu ſich hinauf,
worauf er an der anderen Seite verſchwand! Die koſtbare
Beute war allo trotz dem böſen Hindernis gerettet.

Luftfahrt.

* Hannover, 4. Okt. Der Pilot Birkmayer
der heute früh von der Vahrenwalder Heide Flüge unter=
nommen
hatte, ſtürzte mit ſeinem Eindecker bei dem Be=
ſchreiben
einer Kurve in Höhe von 15 Metern infolge Ver=
ſagens
des Motors ab und wurde am Hinterkopf ſchwer
verletzt.
* New=York, 3. Okt. In Trenton ſtürzte der Flie=
ger
Walen angeſichts einer größen Menſchenmenge aus
einer Höhe von 3000 Fuß ab. Er war ſofort tot.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

In der vorgeſtrigen Stadtverordnetenſitzung iſt mit
Bezugnahme auf das Eingeſandt in Nr. 233 des Darmſt.
Tagblatts von Herrn Beigeordneten Ekert erklärt wor=
den
, daß die Zeitangaben bezüglich des Kurſierens der
rot=weißen Straßenbahnlinie nicht den Tatſachen ent=
ſprechen
. Ich erkläre demgegenüber, daß ich meine in
dem diesbezüglichen Eingeſandt gemachten Angaben, wo=
nach
in der Zeit von 10,15 bis 10,33 Uhr abends kein
Wagen die Bismarckſtraße in der Richtung nach dem
Rheintor paſſiert hat, vollkommen aufrecht er=
halte
und bereit bin, meine Angaben eidlich zu erhärten.
Ich habe in der ganzen Zeit unausgeſetzt an der bezeich=
neten
Halteſtelle geſtanden und konſtatiere nochmals, daß
in dieſer Zeit 3 Wagen nach dem Schloßgartenplatz, aber
keiner nach der anderen Richtung die Strecke paſſiert hat.
Wenn die amtlichen Ermittelungen etwas anderes ergeben
haben ſollen, ſo ſind ſie eben falſch, reſp. beruhen auf
unrichtigen Angaben. Ich habe, um einmal dieſe ſchon
häufig beobachteten Unregelmäßigkeiten zu konſtatieren,
aufs genaueſte mit der Uhr in der Hand die Zeitangaben
gemacht. Jeder Irrtum hierüber iſt völlig ausgeſchloſſen.
Wenn die Direktion der Sache näher auf den Grund gehen
und feſtſtellen will, auf welcher Seite der Irrtum oder die
zweifellos vorliegende Unregelmäßigkeit ſteckt, ſo ſtehe ich
mit meinen näheren Angaben gern zur Verfügung. Das
Publikum wird Herrn Stadtverordneten Dr. Oſann für
ſeine durchaus zutreffende Kritik des ganzen Straßen=
bahnbetriebes
, die durch die Darlegungen des Herrn Bei=
geordneten
in keiner Weiſe entkräftet worden iſt, nur auf=
richtig
dankbar ſein!

Mit Intereſſe ſah man der geſtrigen Stadtverord=
netenſitzung
entgegen, in der Hoffnung, energiſche Worte
ſeitens der Stadtväter über die grauenhaften Mißſtände
in unſerem elektr. Bahnbetrieb zu hören. Teilweiſe wurde
ſich von verſchiedenen Herren in anzuerkennender Weiſe
ins Zeug gelegt, nur muß man ſich wundern, daß von an=
deren
Stadtverordneten wie z. B. Herrn Hüfner und auch
Herrn Beigeordneten Ekert, den Klagen reſp. den Ein=
geſandts
kein allzugroßer Wert beigemeſſen und zum Aus=
drucke
gebracht wurde. Kein Menſch, ſelbſt wenn er wenig
zu tun hat, wird ohne Beweggründe Artikel ſchreiben,
aber aus den Eingeſandts ging ja immer hervor, daß es
ſich meiſt um Leute handelt, die die Bahn zu geſchäftlichen
Fahrten benützen und ſolche Leute ſchreiben nicht aus
Langeweile, ſondern beleuchten nur dann Mißſtände, wenn
es zu arg wird. Auf ein unlängſt erſchienenes Eingefandt,
betreffend den großen Papierkorb auf der Direktion der
Heag für Beſchwerden, erwartete man doch eine Antwort,
aber es blieb ſtill, und ſo muß ſich eben das beſchwerde=
führende
Publikum immer wieder an die Preſſe wenden.
Dem Herrn, der eine halbe Stunde auf den Wagen in
der Bismarckſtraße=Caſinoſtraße wartete, wird ſeitens des
Herrn Beigeordneten Ekert zugetraut, daß er in der Auf=
regung
den kommenden Wagen überſehen hätte! Mit wel=
chem
Hohn wird dieſer Herr abgetan. Hoffentlich erwidert
er gebührend. Nachdem ſich die Herren Stadtverord=
neten
Kalbfuß, Dr. Oſann und Link mit kurzen Worten in
dankenswerter Weiſe für Abſtellung der Mißſtände ver=
wandt
haben, würde ihnen noch beſonderes Lob zu teil,
wenn ſie durch Hinweis auf den früheren Fahrplan dafür
plädieren würden, daß die Taunuswagen unbedingt direk=
ten
Anſchluß nach und von dem Hauptbahnhof auf dem
Ernſt=Ludwigsplatz haben. Es wird ſeitens der Beam=
ten
ſtets behauptet, daß nur 3 reſp. 6 Minuten Abſtand
ſeien, aber dies trifft wohl ſelten zu. Bei ſchlechtem Wetter,
wo der Verkehr auf der Tram bekanntermaßen immer ſehr
ſtark iſt, muß man, wenn man ſich durch die Andrängen=
den
nicht durchhauen will, oft mehrere beſetzte Wagen nach
der Taunusſtraße an ſich vorbeipaſſieren laſſen und iſt der
Witterung vollſtändig ausgeſetzt, denn das Wartehäuschen
reicht bei ſchlechtem Wetter nicht aus. Auch iſt es ſchon vor=
gekommen
, daß der Warteraum abends verſchloſſen iſt,
oder dient er bloß dem Perſonal?
K. H.

Leiſe Anfrage!
Wann werden die ſchon lange von den Landſtänden
für die Alt=Penſionäre uſw. bewilligten Gelder den be=
dürftigen
Penſionären zur Zahlung angewieſen? Für dieſe
Beamten hätten in erſter Linie vor den aktiven Be=
amten
die Gelder fließen müſſen. Man ſcheint kein Ver=
ſtändnis
dafür zu haben, wie es dieſen Bedürftigen geht.
Sollte die Anweiſung eine ſo große Arbeit erfordern, dann
möge man durch Ueberarbeiten der Sache Rechnung tragen.
Mehrere bedürftige Alt=Penſionäre.

Landwirtſchaftliches.

* Groß=Gerau, 2. Okt. Der letzte Ferkel=
markt
verlief ziemlich günſtig. Nahezu ſämtliche auf=
getriebenen
654 Tiere konnten zu annehmbaren Preiſen
Abſatz finden und wurden für Ferkel 1018 Mk., für
Springer 2334 Mk. pro Stück gelöſt. Da bei dem näch=
ſten
Ferkelmarkt am Montag, den 7. ds. Mts., eine Prä=
miierung
ſtattfindet, iſt ein lebhafter Geſchäftsgang wahr=
ſcheinlich
.

Ein engliſches Unterſeeboot geſunken.

* Dover, 4. Okt. Das engliſche Unterſeeboot
B 2 iſt von einem amerikaniſchen Ueberſeedampfer ge=
rammt
worden und geſunken. Die Beſatzung von 14
Mann iſt ertrunken, ausgenommen der zweite Offizier.
* London, 4. Okt. Ueber den Untergang des
Unterſeebootes B 2 wird ergänzend gemeldet:
Das Unterſeeboot manövrierte mit der Flotille auf der
Höhe von South Foreland. Das erſte Zeichen von dem
Unglück wurde von dem Unterſeeboot B 16 bemerkt, das
den zweiten Offizier des B 2 Bulleyne auf dem
Waſſer treibend auffand. Bulleyne war zu erſchöpft, um
mehr ausſagen zu können, als daß das Unterſeeboot in
zwei Teile zerſchnitten worden ſei. Er ſei eine Meile
hinabgeſunken. Aus der Erklärung ſchließt man, daß der
Offizier im Augenblick der Kataſtrophe unter Deck war.
Er befindet ſich jetzt in völlig erſchöpftem Zuſtand an Bord
des Forth‟
* London, 4. Okt. Die dritte Unterſeebootflottille
iſt nach Dover zurückgekehrt. Außer Leutnant Bulleyne
ſoll auch ein Quartiermeiſter gerettet worden ſein. Doch
fehlt jede Beſtätigung. Das Unterſeeboot B 2 war mit
allen modernen Verbeſſerungen ausgeſtattet.

Friedensverhandlungen zwiſchen Italien
und der Türkei.

* Konſtantinopel, 4. Okt. Sicheren Infor=
mationen
zufolge hat der geſtrige Miniſterrat be=
ſchloſſen
, die letzten Vorſchläge Italiens
anzunehmen. Die Friedenspräliminarien werden
nach Ankunft des geweſenen Botſchaftsrates bei der tür=
kiſchen
Botſchaft in Rom, Seif Eddin in Ouchy unterzeichnet
werden können. Seif Eddin iſt bereits geſtern nachmittag
nach Ouchy abgereiſt.
* Rom, 4. Okt. Das Giornale d’Italia erhält aus
Ouchy folgendes Telegramm: Es kann verſichert werden,
daß die Souveränität Italiens in Tripoli=
tanien
unangetaſtet bleiben wird. Die Türkei wird
zwar die italieniſche Oberhoheit offiziell nicht anerkennen,
ihre Truppen aber zurückziehen. Italien erklärt ſich mit der
religiöſen Souveränität des Sultans einverſtanden und
verpflichtet ſich, Schulen zu gründen, ſowie die öffentlichen
Schulden zu übernehmen. Auf dieſer Grundlage dürfte
der Friede zuſtande kommen.
H.B. Paris, 4. Okt. Nach Meldungen aus Genf
iſt geſtern eine lange Depeſche, welche die letzten ita=
lieniſchen
Konzeſſionen enthält, aus Rom in
Ouchy eingetroffen. Trotz des unverbrüchlichen, von den
Delegierten beobachteten Stillſchweigens will man wiſſen,
daß der Friedensvertrag die italieniſche Souveränität
über Lybien enthalte, wenn ſchon dieſe Tatſache nicht offen
ausgeſprochen ſei. Andererſeits gewähre Italien der
Türkei wichtige finanzielle Vorteile, die ihr grade jetzt an=
geſichts
der Balkanwirren doppelt erwünſcht ſeien.

Die Lage auf dem Balkan.

Die Türkei.
* Konſtantinopel, 4. Okt. Geſtern veranſtalte=
ten
Schüler der Univerſität und der Hohen Schulen in der
Aula der Univerſität eine Kundgebung für den
Krieg. Sie begaben ſich dann mit Fahnen, von einer
zahlreichen Menge bagleitet, nach dem Kriegsminiſterium,
ſangen patriotiſche Lieder und riefen: Auf zum Kriege!
Der Unterſtaatsſekretär ſprach ſeinen Dank aus und er=
klärte
, die Regierung werde ihr Pflicht tun. Die De=
monſtranten
durchzogen ſodann die Straßen unter Hoch=
rufen
auf den Krieg; vor den Zeitungsredaktionen mach=
ten
ſie Halt und kamen ſchließlich zum Palaſt. Der Sul=
tan
erſchien am Fenſter und dankte. Als den Demon=
ſtranten
die Dragomans, die ſoeben anläßlich des Ge=
burtstages
des Sultans ihre Glückwünſche ausgeſpro=
chen
hatten, begegneten, riefen ſie auf Franzöſiſch: Wir
wollen den Krieg! Der griechiſche Dragoman und der
montenegriniſche Geſchäftsträger wurden mit den Rufen:
Nieder mit Griechenland! Nieder mit Montenegro!
empfangen. Am Abend kehrten die Demonſtranten in
voller Ordnung zurück und riefen: Nieder mit den Bal=
kanſtaaten
!
* Konſtantinopel, 4. Okt. Die Pforte rich=
tete
an die Mächte ein Rundſchreiben, worin
ſie gegen die Unterdrückungen proteſtiert, die man ſich in
Bulgarien gegen die Mohammedaner zuſchulden kommen
laſſe. Gleichzeitig erklärte dieſelbe, daß die Verantwort=
ung
die Balkanſtaaten treffen würde, wenn ein Krieg
ausbreche.
* Konſtantinopel, 4. Okt. Da die türkiſche Be=
gierung
auch die Bulgaren an der Abreiſe hin=
dert
verlangte der erſte Dragoman der bulgariſchen
Geſandtſchaft von der Pforte Aufklärung und ſofortige
Antwort. Auch der erſte Dragoman der griechiſchen
Geſandtſchaft wurde in gleichem Sinne vorſtellig. Die
Regierung unterſagte den Verkauf von griechiſchen und
bulgariſchen Dampfern, welche ſchon formell beſchlag=
nahmt
ſeien. Der Kriegsminiſter wurde zum
Oberbefehlshaber der türkiſchen Streitkräfte ernannt.
* Konſtantinopel, 3. Okt. Die Schwierig=
keit
der Verbindung der Diplomaten der
Balkanſtaaten mit ihren Regierungen ſchaf=
fen
eine unentwirrbare Situation. Der ſerbiſche Geſandte
Nenadowitſch erhielt noch keine Antwort von der Pforte
bezüglich der Durchfuhr der ſerbiſchen Munition. Das
Ausbleiben jeder Antwort kann als Ablehnung betrachtet
werden. Da Nenadowitſch keine Inſtruktionen erhält,
weiß er nicht, ob er abreiſen ſoll. In derſelben Lage be=
findet
ſich der griechiſche Geſandte Gyparis, der auch
keine endgültige Antwort betreffend die freie Durchfuhr
durch die Meerenge für die griechiſchen Handelsſchiffe er=
hielt
. 24 griechiſche Dampfer, drei große Segelſchiffe, eine
große Anzahl von Schleppern und kleinere Schiffe ſind
hier und können nach der Kriegserklärung beſchlagnahmt
werden. Faſt 70 große Schiffe mit Getreide befinden ſich
im Schwarzen Meer.
* London, 4. Okt. Wie das Reuterſche Bureau er=
fährt
, hat die Türkei die Großmächte benachrichtigt,
daß ſie ſich angeſichts der offenbar aggreſſiven Haltung
der Balkanſtaaten volle Bewegungsfreiheit
vorbehalte. Sie ſei überzeugt, daß die ziviliſierte Welt
ihrer maßvollen Haltung Gerechtigkeit widerfahren laſſen
werde. Dies könne jedoch nicht ausſchließen, daß die

[ ][  ][ ]

Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 7

Türkei dafür ſorge, ihre Würde, Sicherheit und Rechte zu
wahren.
Konſtantinopel, 4. Okt. Tanin erklärt: Es
gibt keine Annahme der Forderung der Bal=
kanſtaaten
, keine Konferenz! Wer Krieg wünſcht, iſt
willkommen; die Türkei iſt bereit!

Die Balkanſtaaten.

Softa, 4. Okt. Die Regierung beabſichtigt, an
die Mächte eine Note zu richten, in der die Gründe
dargelegt werden, die Bulgarien beſtimmten, zu der
ſchwankenden Haltung der Türkei Stellung zu nehmen,
und in der die Maßnahmen begründet werden, zu welchen
Bulgarien ſich gezwungen ſah. In der Note, deren Ueber=
reichung
unmittelbar bevorſtehen ſoll, werden alle For=
derungen
Bulgariens aufgezählt.
* Belgrad, 4. Okt. Wie verlautet, wird die
Skupſchtina ſtatt des Moratoriums nur ein Pro=
viſoriumsgeſetz
verabſchieden, wonach die ſchrift=
lichen
Zahlungsverpflichtungen der Wehrpflichtigen bis
zur Demobilmachung aufgehoben ſind. Von maßgeben=
der
Stelle wird erklärt, daß die Frage der Durchfuhr der
Munition nicht zum Abbruch der diplomatiſchen Bezieh=
ungen
führen wird.
* Belgrad, 4. Okt. Die offiziöſe Samou Prava
erklärt: Da alle Mächte einig ſeien über die Unerträglich=
keit
der Lage in Mazedonien und der Notwendigkeit von
Reformen, ſo werde Serbien mit ſeiner Aktion
warten, bis die Großmächte bei der Pforte Schritte
getan haben, und ihre Bemühungen ſich als erfolglos er=
wieſen
hätten.
Belgrad, 4. Okt. Serbien reichte ein neues
Ultimatum an die Pforte ein mit der Erklärung,
daß es, falls die Pforte nicht innerhalb 24 Stunden die
ſerbiſche Munition freilaſſe, ſeinen Geſandten zurückberufen
werde.
* Bukareſt, 3. Okt. Die Mobiliſierung der
rumäniſchen Armee wurde n icht angeordnet.

Die anderen Mächte.

* Paris, 3. Okt. Der Temps und das Journal des
Débats beurteilen heute abend die Frage des vereinten
und entſchloſſenen Eingreifens der Groß=
mächte
zu dem Zweck, den Frieden zu erhalten, ſehr
peſſimiſtiſch. Wenn es ſich darum handele, meint der
Temps, den Bulgaren, Serben und Griechen Halt zuzu=
rufen
, ſo ſeien allerdings die Mächte bereit; aber um den
Türken zu erklären: Schafft Reformen unter der Kon=
trolle
Europas, da zeige ſich ſogleich Zögern. In ge=
wiſſen
Kanzleien, namentlich in Berlin und London
fährt der Temps fort, iſt dies Zögern offenſichtlich, und
wir können hinzufügen, daß es nicht erſt von geſtern da=
itert
. Das habe die franzöſiſche Diplomatie bei ihrem
Vorſchlage, dieſe Reformen von der Türkei zu fordern,
erſt vor 14 Tagen feſtſtellen können. Deshalb iſt die
Schlußfolgerung des Blattes, daß auch jetzt noch ein
Einvernehmen zwiſchen den beiden
Mächtegruppen Europas ſchwer herzuſtel=
len
ſein werde. Wenn, ſo ſchließt das Blatt, man
dabei beharrt, ſich in unfruchtbaren Ratſchlägen in Sofia
zu erſchäpfen, ohne in Konſtantinopel unmittelbare Ver=
pflichtungen
zu erzielen, ſo wird man zu nichts gelangen.
Der öſterreichiſch=ruſſiſche und der deutſch=engliſche Gegen=
ſatz
laſſen mit ihren Folgen, nämlich der Unmöglichkeit
nahezu, dieſe vier Mächte zu einer gemeinſamen und pa=
rallelen
Einwirkung auf die beiden kriegführenden Grup=
pen
zu vereinen, befürchten, daß dieſe Notwendigkeit ver=
kannt
wird. Das Journal des Débats ſieht nur zwei
Hilfsmittel: Die Anwendung von Gewalt ſeitens
der Großmächte oder genügende Genugtuung für die Bal=
kanſtaaten
. Da das erſtere wegen der augenblicklichen
Lage Europas undurchführbar ſei, ſo bleibe nur das
zweite. Hierfür gibt das Blatt den Großmächten das
Rezept: Man muß auf den Berliner Vertrag zurückgrei=
fen
und auf ſeine diplomatiſche Anwendung. Man muß
dies ſofort tun und ſeinen Willen durch Taten beweiſen.
Das Siécle endlich hat entdeckt, man ſuche heute
Frankreich und Rußland eine Politik aufzuzwingen, die
darin beſtehe, unter dem Vorwande eines gemeinſamen
Eingreifens der Mächte eine öſterreichiſch=ruſſiſche Ver=
ſöhnung
herbeizuführen und damit Rußland unmerklich
zu dem Syſtem von 1897 und 1903 zurückzuführen, das
mit dem mandſchuriſchen Abenteuer begonnen und mit
der Einverleibung Bosniens geendet habe. Natürlich
warnt das Blatt eindringlich, ſich in dieſe Falle locken zu
laſſen.
London, 4. Okt. Nach der Pal Mal Gazette iſt
die ſehr kurz gehaltene Kollektivnote der Bal=
kanmächte
an die Türkei heute bei den betreffen=
den
Geſandtſchaften eingetroffen. Sie ſoll zunächſt
den Mächten zwecks Abänderungsvorſchlägen vorgelegt
werden.
* Konſtantinopel, 4. Okt. Sabah meldet aus
Athen: Die Geſandten Englands, Frank=
reichs
und Rußlands eröffneten dem Miniſterprä=
ſidenten
Venizelos, daß ihre Mächte dem Verſuche, den
Status quo auf Kreta zu ſtören, energiſch entgegentreten
würden.

Letzte Nachrichten.

* Wien, 4. Okt. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Konſtantinopel: Der Miniſter des Aeußern
äußerte beim Verlaſſen des Miniſterrats, daß ein Waf=
fenſtillſtand
mit Italien in einigen Tagen zu erhoffen
ſei; dagegen ſeien alle Hoffnungen auf eine friedliche
Löſung der Balkanfrage, trotz aller Bemühungen
der Großmächte, ſtark geſunken.
* Konſtantinopel, 4. Okt. Die Nachricht von
einem Verbot der Abreiſe der griechiſchen
Untertanen ſcheint auf einem Mißverſtändnis zu
beruhen. Auf den Schritt des griechiſchen Geſandten gab
der Großweſir den Befehl, die griechiſchen Untertanen
abreiſen zu laſſen. Mehrere ſind bereits abgereiſt. Nach=
dem
die griechiſche Geſandtſchaft mehrere Depeſchen er=
halten
hat, die ſie nicht zu entziffern vermochte, beginnen
die Depeſchen wieder in verſtändlicher Form einzulaufen.

HB. Athen, 4. Okt. Im Volk herrſcht andauernd
kriegsluſtige Stimmung. Die Einberufung der
Altersklaſſen, durch welche die Kriegsmacht auf 160000
Mann gebracht werden ſoll, erſcheint ſicher. Dem zu der
Armee abreiſenden Kronprinzen, dem Führer im bevor=
ſtehenden
Kriege, wird ein begeiſterter Abſchied bereitet.
HB. London, 4. Okt. Laut einer Depeſche aus
Sofia lauten die Forderungen der vereinig=
ten
Balkanmächte in ihrer gemilderten Form auf
Ernennung nichttürkiſcher Gouverneure für die chriſtlichen
Wilajets. Die Großmächte ſollen die Namen der Gou=
verneure
vorſchlagen, unter denen der Sultan zu wählen
haben würde. Mazedonien und die anderen europäiſchen
Provinzen ſollen ihren eigenen Landtag wählen. Die
Großmächte ſollen die Durchführung der Reformen ga=
rantieren
.
Paris, 4. Okt. Der ruſſiſche Miniſter Saſo=
now
und Miniſterpräſident Poincaré ſollen gemein=
ſam
eine Note ausgearbeitet haben, die den Großmäch=
ten
vorgelegt wird, um nach gemeinſamer Vereinbarung
der Pforte unterbreitet zu werden. Im heutigen Mini=
ſterrat
berichtete der Miniſter des Aeußern über die mit
Saſonow gepflogenen Verhandlungen und legte die
Grundzüge derſelben dar. Frankreich wird danach
vereint mit Rußland und im Einvernehmen
mit den übrigen Großmächten ſich bemühen,
einen etwaigen Konflikt auf dem Balkan zu lokaliſieren
und den Status quo aufrecht zu erhalten. In
hieſigen politiſchen Kreiſen hegt man immer noch die
Hoffnung, daß es den Großmächten gelingen wird, den
Frieden aufrecht zu erhalten.
Berlin, 4. Okt. Der Lokalanzeiger bringt in
einer Extra=Ausgabe die Meldung aus Konſtantinopel,
daß bei Timros ein Gefecht zwiſchen Bulgaren
und Türken und bei Novibazar zwiſchen Serben und
Türken ſtattgefunden haben ſoll. In beiden Fällen ſeien
die Türken ſiegreich geweſen.

Vermiſchtes.

Frankfurt 4. Okt. Die Schauhäuſer des
Palmengartens bieten immer etwas Neues und zur
Zeit ſteht das tropiſche Waſſerpflanzenhaus im Mittel=
punkt
des Intereſſes. Die mächtigen, bis 2 Meter im
Durchmeſſer haltenden Blätter der rieſigſten aller Waſſer=
pflanzen
, der Vietoria regia, bedecken die ganze Fläche
des mittleren Baſſins, eine Reihe intereſſanter Sumpf=
pflanzen
befindet ſich in den ſeitlichen Becken, wo wir u. a=
verſchiedene
Arten von Reis, reich mit Früchten garniert,
die hochaufſtrebenden Halme des Zuckerrohres, die charak=
teriſtiſchen
Blätter der Lotuspflanze finden. Beſonders
apart ſind die mannigfachen Schlinggewächſe, die einen
prächtigen Anblick bieten, man ſtaunt über die Größe der
oſtindiſchen Wachskürbiſe. Benincasa eerikera, deſſen
grau bereiften Früchte bis 40 Pfund ſchwer ſind, über
die ſchlanken Früchte der Lukka und anderer Cueurbita-
ceen
. Alles in allem ein Bild von eigenartigem Reize
und ſeltener Vollkommenheit, Auch die anderen Häuſer
bieten viel Schönes, es ſei nur auf die farbenprächtigen
Knollenbegonien in Haus 8 hingewieſen, auf die vorzüg=
lich
kultivierten Nepenthes und Bromelien in Haus 9, auf
die Orchideen in Haus 10 und 11 und auf die reizenden
Gesnerien, in Haus 13. Im Freien iſt der Anzuchts=
garten
mit den Anpflanzungen von Dahlien und Sommer=
blumen
für den Beſucher, Fachmann wie Laie, außer=
ordentlich
anziehend.
Neue Sport=Reklamemarken Der
Verlag Das Auto München, hat ſoeben eine Reihe von
neuen Reklamemarken herausgegeben, die in ihrer Art
bisher einzig in Deutſchland daſtehen. Allen Gebieten
des Sports ſind die Szenen, die auf den einzelnen Mar=
ken
abgebildet ſind, entnommen. Die künſtleriſch ausge=
führten
Marken ſind zu je 30 Stück in einem Bogen ver=
einigt
und in verſchiedenfarbigem Druck als Marken der
illuſtrierten Zeitſchrift Das Deutſche Auto und To=
ſolini’s
Sport=Magazin vom genannten Verlag in
München, Neuhauſerſtr. 50, zum Preiſe von 60 Pfg. pro
Bogen zu beziehen. Dieſe originelle Neuheit wird ſich
bald unter Sammlern viele Freunde erwerben.

Literariſches.

Im neueſten 3. Heft der illuſtrierten Zeitſchrift
Zur Guten Stunde (Deutſches Verlagshaus Bong
u. Co., Berlin W 57 Preis des Vierzehntagsheftes 40
Pfg) plaudert Dr. Fritz Skowronnek über die Nonnen=
gefahr
und über die zu ihrer Bekämpfung von den Forſt=
behörden
gemachten Anſtrengungen. Die Lektüre des
hochintereſſanten Aufſatzes ſei jedermann empfohlen. Das
gleiche Heft bringt auch ſonſt noch eine Fülle von unter=
haltendem
und belehrendem Leſeſtoff. Da finden wir
eine mit vorzüglichen Photographien verſehene Schilder=
ung
der Königl. Handels= und Gewerbeſchule für Mäd=
chen
in Potsdam, einen Aufſatz über das Meter und das
Kilogramm, einen anderen über die Spielneſter der
Vögel. Novellen, Gedichte, kleine Aufſätze ſchließen ſich
an. Den Hauptleſeſtoff des Heftes bilden die beiden
großen Romane, Das Lied der Parzen von Alfred
Schirokauer und Drohnen, von Felicitas Roſe. Zwei Er=
trarubriken
Erfindungen und Entdeckungen und Für
unſere Frauen bringen in Wort und Bild das Neueſte
auf dieſen Gebieten.
Die Standorte des deutſchen Reichs=
heeres
mit Armee=Einteilung und Verzeichnis der Re=
gimenter
nach dem Stande vom 1. Oktober 1912. Preis
20 Pf. Leipzig, F. A. Berger. Ein kleines, überſichtliches
Nachſchlagebuch, das alle durch die Neubildung von zwei
Armeekorps eingetretenen Veränderungen enthält, auf
kleinem Raum außerordentlich viel bietet und durchaus
zuverläſſig iſt.

Darmſtadt, 5. Oktober.
Vom Großh Hoftheater. Die heutige Vorſtellung
von Wilhelm Tell im Abonnement Buchſtabe
C 6, findet zu kleinen Preiſen ſtatt. Am Sonntag geht

zum erſtenmal in dieſer Spielzeit Richard Wagners
Fliegender Holländer als 24. Abonnements=
vorſtellung
, Buchſtabe B 7, in Szene. Die muſikaliſche Lei=
tung
des Abends hat Herr Hofrat de Haan, Herr Valdek
führt die Regie. Für Montag iſt eine durchaus amüſante
Novität angeſetzt. Zu Ehren von Max Dreyer, der dieſer
Tage ſeinen 50. Geburtstag feiert, wird ſein übermütiger
Junggeſellenſchwank Großmama zum erſtenmal
aufgeführt werden. (25. Abonnementsvorſtellung Buch=
ſtabe
D 6,) Der Dichter, der eine der liebenswürdigſten
Erſcheinungen der zeitgenöſſiſchen Literatur darſtellt, hat
ſich ſeinerzeit in Darmſtadt durch ſeinen Probekandidaten
und die Siebzehnjährigen eine große Anzahl von
Freunden geſchafft. Am Dienstag dirigiert Kapell=
meiſter
Lert zum erſtenmal Bizet’s Carmen. Die Vor=
ſtellung
gewinnt dadurch beſonders an Intereſſe, als Frl.
Jacobs Gelegenheit erhält, in einer großen Partie vor das
Publikum zu treten.
Gleichzeitig mit dem Wiener Hofburgtheater bringt
unſere Bühne am 10. Oktober die Uraufführung
des neueſten Werks von Thaddäus Rittner, der drei=
aktigen
Komödie Sommer Rittner, bekanntlich ein
Anwärter auf den Poſten des Burgtheaterdirektors, iſt
eine der intereſſanteſten Erſcheinungen der jungöſterreich=
iſchen
Literatur.
g Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte in
ſeiner geſtrigen Sitzung in der Anklage gegen den am 25.
Dezember 1884 geborenen Landarbeiter Adam Petſchek
und ſeine Schwägerin, die am 22. September 1889 geborene
ledige Arbeiterin Michaline Dzadek, beide aus Brons=
zewize
(Rußland), zuletzt auf Gut Mönchhof, wegen Tot=
ſchlags
und Kindestötung. Verteidiger ſind die
Rechtsanwälte Kalbhenn und Schödler Vertreter
der Anklage Gerichtsaſſeſſor Meiſel; da die Angeklagten
und ein Teil der Zeugen der deutſchen Sprache nicht in
vollem Umfange mächtig ſind, fungiert Herr Dipl.=Ing.
Herszberg als Dolmetſcher. Der Angeklagte Pet=
ſchek
hatte am 11. Auguſt in der Gemarkung Kelſterbach
das dem Verhältnis entſproſſene Kind gleich nach der
Geburt in den Main geworfen, womit die Angeklagte
Dzadek einverſtanden war. Sie ſteht jedoch nur unter
der Anklage der Kindestötung, während Petſchek des Tot=
ſchlags
beſchuldigt iſt. Die beiden Angeklagten hatten die
Tat zunächſt geleugnet, legten jedoch in der Unterſuchungs=
haft
ein offenes Geſtändnis ab. Die Beweisaufnahme
erfolgte unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit. Die Ange=
klagten
widerriefen in der geſtrigen Verhandlung ihr Ge=
ſtändnis
und behaupteten insbeſondere, daß das Kind
überhaupt nicht gelebt habe. Die Zeugenvernehmung
war erſt kurz vor halb 11 Uhr abends beendet, worauf die
Weiterverhandlung auf heute vormittag halb 10
Uhr vertagt wurde.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 4. Okt. Zu den letztgemeldeten Vor=
gängen
in Südweſtafrika ſind von chntlicher
Seite folgende ergänzende Nachrichten eingegangen: Ende
September wurde der Reiter Müller auf der Suche
nach entlaufenen Pferden in den Dünen öſtlich von
Huneroberſchoſſen. Gewehr und Patronen waren
ihm abgenommen, das Pferd Müllers jedoch nicht mit=
genommen
, ſondern an einen Baum gebunden worden.
In der Nähe lag ein friſch geſchoſſener Strauß. Der Vor=
fall
iſt bis jetzt nicht aufgeklärt. Nach den SSpuren
kommen indeſſen Koperleute nicht in Betracht. Nach den
Ausſagen von Anfang September gefangenen Hottentotten
ſind wahrſcheinlich noch mehr Eingeborene zur Jagd über
unſere Grenze gezogen. Beim Abſtreifen des in Be=
tracht
kommenden Geländes wurden in den letzten Tagen
an einzelnen Stellen der Grenze ältere und neuere Hot=
tentottenſpuren
feſtgeſtellt, doch liegt nach Anſicht des
Gouvernements irgend ein Grund zur Beunruhigung
nicht vor.
* Berlin, 4. Okt. Die Kriminalpolizei verhaftete
geſtern in Lichterfelde den Bäcker Pieper, der geſtändig
iſt, am 13. und 14. September in ſeiner Heimatſtadt Alt=
Ruppin Brandſtiftungen vorgenommen und während des
letzten Brandes in der Wohnung des Oberführers der
Feuerwehr, eines Sparkaſſenrendanten, unter Bedrohung
der Gattin des Rendanten mit einem Revolver einen
Raub verſucht zu haben.
* Saarbrücken, 4. Okt. Der evangeliſche Bund
begann heute hier ſeine 25. Tagung. An den Kaiſer
wurde folgendes Telegramm gerichtet: Eurer kaiſerlichen
und königlichen Majeſtät bringt die 25. Generalverſamm=
lung
des Evangeliſchen Bundes von der Stätte, wo das
erſte Heldenblut des großen Krieges gefloſſen iſt, den
Ausdruck ehrerbietigſter Huldigung, unentwegter deutſcher
Treue und Anhänglichkeit dar. Das Präſidium des Evan=
geliſchen
Bundes. gez. Generalleutnant z. D. v. Leſſel.
* Landan i. d. Pfalz, 4. Okt. Nach langem Leiden iſt
geſtern abend Rechtsanwalt Juſtizrat Bangratz ge=
ſtorben
, der lange Jahre Führer und Direktor des Ver=
bandes
Pfälziſcher landwirtſchaftlicher Genoſſenſchaften,
ſowie Aufſichtsratspräſident der Pfälziſchen Landwirt=
ſchaftsbank
und u. a. Mitglied des Geſamtausſchuſſes und
des Verwaltungsrats des Reichsverbandes der Deut=
ſchen
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften war.
* Madrid, 4. Okt. Die Kammern ſind zum 14.
Oktober einberufen worden. Sie werden ſich zunächſt mit
dem Ausſtand der Eiſenbahnangeſtellten beſchäftigen.
* New=York, 4. Okt. In Weſtport (Connecticut) ex=
plodierte
die Lokomotive des Boſton= Expreß=
zuges
, wodurch der ganze Zug zertrümmert wurde.
20 Leichen ſind bereits aus den brennenden Trümmern
hervorgezogen worden. 35 weitere Reiſende haben Ver=
letzungen
erlitten. Nähere Einzelheiten über das Unglück
fehlen noch.
* Mexiko, 4. Okt. Die Abgeordnetenkammer hat die
Regierung zu einer Kriegsanleihe von 20 Mil=
lionen
Peſos ermächtigt. Der Senat wird beſtimmt
ſeine Zuſtimmung erteilen.

Ausgewählte Gruppen
ausider Internationalen
Hygiene=Ausſtellung.
Dresden 11911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

H. B. Berlin, 4. Okt. Die Firma Schichau ſpen=
dete
anläßlich ihres 75jährigen Geſchäfts=Jubiläums über
2 Millionen Mark zu gemeinnützigen und wohl=
tätigen
Stiftungen.
H, B. Berlin, 4. Okt. Aus vielen Teilen des Reiches
laufen Froſtberichte ein, ſo ans Hannover, Schle=
ſien
und Oſtpreußen, wo die Temperatur bei klarem Him=
mel
in der heutigen Nacht bis auf 4 Grad unter Null ge=
ſunken
iſt. Aus Königsberg wird Schneefall gemeldet.
München, 4. Okt. Heute nachmittag wurde der
Goldwarenhändler Hans Walter von einem Mann
überfallen, der verſuchte, ihn mit einem ſchweren
Hammer zu erſchlagen. Es gelang jedoch dem Ueber=
fallenen
ſich zu befreien und auf die Straße zu eilen.
Auf ſeine Hilferufe eilten Paſſanten herbei, mit deren
Hilfe der Verbrecher feſtgenommen werden konnte.
Halle a. S., 4. Okt. Der kürzlich in Schönebeck
verſtorbene Großinduſtrielle Allendorf hinterließ
den Gemeinden Groß=Salza und Schönebeck Stif=
tungen
in Höhe von einer halben Million Mark zur
Gründung von Waiſenhäuſern. Seine beiden Söhne
ſtifteten ferner zum Gedächtnis ihres Vaters je 50000 Mk.
zu Unterſtützungen für ihre Arbeiter und Beamten.
H.B. Gotha, 4. Okt. Der 22jährige Student
Jachahn und ſeine 18jährige Schweſter aus Deſſau
weilten bei Bekannten zu Beſuch. Das Geſchwiſterpaar
feuerte aus einer Browning=Piſtole mehrere Schüſſe auf
ſich ab. Der junge Mann war ſofort tot, das Mädchen iſt
ſchwer verletzt. Als Grund für die Verzweiflungstat wer=
den
Zerwürfniſſe mit den Eltern angenommen.

Briefkaſten.

K. R. in Karlsruhe. Heſſen hat ein Großherzogliches
Kataſteramt; es iſt dies eine dem Großh. Miniſterium
der Finanzen, Abteilung für Steuerangelegenheiten,
unterſtellte Behörde. Die Kreiſe haben Vermeſ=
ſungsämter
, die dem Kataſteramt unterſtellt ſind.
In den Städten Darmſtadt, Mainz, Offenbach, Gießen
iſt die Funktion des Vermeſſungsamtes dem Stadt=
geometer
übertragen.

enn Säuglinge durch irgendwelche Umſtände nicht
ſelbſt geſtillt werden können, ſo reiche man ihnen
das bereits durch Generationen bewährte Neſtle’ ſche
Kindermehl, welches durch ſeine ſtets gleich=
bleibende
Reinheit und Güte die abſolute Sicherheit
bietet, dem Wachstum und Gedeihen der Kinder
(20747M
förderlich zu ſein.

über Vermögens=, Fami=
lien
= u. Geſchäftsverhält=
Auskunkre
niſſe, Beobachtungen,
Ermittelungen bei Eheſcheidungs= u. Alimentenpro=
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der Handelshochſchule einſchließt, ſowie die Prüfungsordnungen
für die kaufmänniſche Diplom=, die Handelslehrer= und die
Verſicherungsverſtändigen=Prüfung werden unentgeltlich von
der Quäſtur zugeſandt.
Der Verwaltungsausſchuß: De. Adiokes, Oberbürgermeiſter.

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Importfirma Tee Meßmer wird wie früher allen
Intereſſenten von der Zentrale Frankfurt a. M. gratis
und franko zugeſandt.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns betroffenen ſchweren Verluſte
ſprechen unſeren tiefgefühlteſten Dank aus.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Becker,
Lokomotivführer,
(20816

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſeres
Kindes, ſowie für die vielen Blumenſpenden,
ſagen wir hiermit unſeren innigſten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Dann,
Sabina Hartmann Witwe.
Darmſtadt, den 4. Oktober 1912. (*8157

Da es wohl für jeden Leſer von Vorteil ſein

dürfte, ſeine Einkäufe in Herrentuchen und
Damenkleiderſtoffen beiſolchen Geſchäften zu machen
die ſtets beſtrebt ſind, ihre Kundſchaft mit nur guter
Ware bei äußerſt billigen Preiſen zu bedienen, ſo wird
ſeitens der Firma Schwetasch & Seidel, Tuchfabrik
in Spremberg, Nied.=Lauſitz, auf den der heutigen
Nummer beigelegten Proſpekt aufmerkſam gemacht. (25757m

Jamiliennachrichten.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich über Deutſchland aus=
gebreitet
und verſtärkt, während das Tiefdruckgebiet nach
Nordoſten abgezogen iſt. Es trat daher in Deutſchland
vielfach Aufheiterung ein, während in Nordeuropa hier
und da Regen niederging. Infolge der Nordwinde iſt
erhebliche Abkühlung eingetreten; in Nordeuropa herrſcht
Froſt, in unſerer Gegend trat vielfach Nachtfroſt auf.
Wir bleiben auch morgen noch unter dem Einfluß des
Hochdruckgebietes; es iſt alſo mit der Fortdauer des
herrſchenden Wetters zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Sams tag, den 5. Ok=
tober
: Meiſt heiter und trocken, nachts kalt, ſtellenweiſe
Nachtfroſt, tags wärmer.

Statt Karten.
Die Geburt eines gesunden
Töchterchens
beehren sich anzuzeigen
Dr. med. Fritz Linkenheld
und Frau Ruth, geb. von Papen.
Cassel, den 3. Oktober 1912.
Landkrankenhaus.

Todes=Anzeige

(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Allen Verwandten, Freunden und Be=
kannten
hierdurch die traurige Nachricht, daß
heute abend 6 Uhr nach kurzem Krankenlager
mein lieber Gatte, unſer guter Vater, Onkel
(20794
und Schwager
Herr
Georg Philipp Feid
Kaufmann
ſanft entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Suſanna Feid, geb. Schäfer,
nebſt Kinder.
Darmſtadt, den 3. Oktober 1912.
Frankfurterſtraße 21.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Okt.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Fried=
hofes
aus, ſtatt.

Todes=Anzeige.
Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht,
unſere Mitglieder von dem Hinſcheiden unſeres
langjährigen, treuen Mitgliedes
(20855
Herrn Georg Feid
in Kenntnis zu ſetzen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Ok=
tober
, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Friedhofes aus, ſtatt, und bitten wir um zahl=
reiche
Beteiligung.
Der Vorstand
des Darmstädter Bicycle-Elub.

Tageskalender.
Samstag, 5. Oktober.

Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr: Wil=
helm
Tell
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von W. Schnellbächer um 9 Uhr im Fürſten=
ſaal
(Kaufmänniſcher Verein).
Wahl von Vertrauens= und Erſatzmännern für die
Privatbeamten=Verſicherung (von 911 Uhr für die
Arbeitgeber und von 11½12½ Uhr für bie Ange=
ſtellten
).
Zuſammenkunft des Sachſen=Vereins um 9 Uhr im
Reſtaurant Kaiſerſaal
3. Stiftungsfeſt des Geſellſchaft Columbia um
8½ Uhr im Mathildenhöhſaal.
14. Stiftungsfeſt der Kaufm. Stenographen= Geſell=
ſchaft
Gabelsberger um 8½ Uhr im Kaiſerſaal
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Singſpielhaus
Metropole um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):
Der Kaiſer, Großadmiral von Tirpitz und der Ge=
neralſtabschef
von Moltke auf S. M. S. Deutſchland;
die Ankunft der Hanſa in Kopenhagen; Tote der
Woche; die Jahrhundertfeier für 1812 in Smolensk.

Sonntag, 6. Oktober.

Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhrt Car=
men

Vorſtellung um 4 Uhr und 8¼ Uhr im Orpheum.
Feſtakt für die Mitglieder der Darmſtädter Volksbank
um 11 Uhr im Saalbau.
Vortrag um 8½ Uhr im Reſtaurant Kaiſerſaal
(Thema: Der Ruhetag des neuen Bundes).
Gemütliches Zuſammenſein des Heſſiſchen
Fechtvereins Waiſenſchutz um 4 Uhr im Schützenhof.
Kunſt=Preisfriſieren des D. P. G. V. um 7 Uhr
im Kaiſerſaal
Vereinsſchießen des Kriegervereins um 3 Uhr auf
Stand 6 der Militärſchießſtände.
Konzerte: Rummelbräu um 8 Uhr. Singſpielhaus
Metropol um 4 Uhr und 8 Uhr.
Herrenſpaziergang des Geſangvereins Lieder=
zweig
(Zuſammenkunft um 8 Uhr Ecke Wenck= und
Taunusſtraße).
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
Gundernhauſen. (Abmarſch um 9 Uhr an der Oden=
waldbahnbrücke
, Dieburger Straße.)

Verſteigerungskalender.
Montag, 7. Oktober.

Zigaretten=Verſteigerung um 10 Uhr auf dem
Hauptſteueramt, Pädagogſtraße 1.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der Ludwigshalle‟

Ausſtellung Der Menſch im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der Mathil=
denhöhe
(geöffnet von 106 Uhr).
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otte Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

Handel und Verkehr.

H. Frankfurt a. M., 4. Okt. ( Börſen=
wochenbericht
.) Wie ein Blitz aus heiterem Himmel
kam anfangs unſerer Berichtswoche die Nachricht von der
Mobiliſierung der Armeen in Bulgarien und Serbien.
Die Börſen hatten ſich ſeither in Sicherheit gewiegt, daß
keine politiſchen Komplikationen auf der Balkanhalbinſel
entſtehen würden, und nunmehr ſind die geſamten
Balkanſtaaten zur Rebelion gegen die Türkei geſtimmt.
Dieſe drohende Kriegsausſichten machten die Spekulation
im erſten Augenblick faſt kopflos. Ein Glück iſt es noch
zu nennen, daß die Ultimoregulierung erledigt war und
daher bis zur nächſten Liquidation noch vier lange
Wochen ſind. Recht beruhigend auf die Geſamtſtimmung
wirkte der Ausweis der Deutſchen Reichsbank. Dank der
Entwickelung der vorausgegangenen Wochen und der auf
Kräftigung des Inſtituts bedachten Politik der Reichs=
bankleitung
, präſentierte ſich der Geſamtſtatus, trotz der
Anſpannung der letzten Woche, weſentlich günſtiger als in
den letzten Jahren. Der Geldmarkt ebenfalls dadurch
beeinflußt bleibt recht befriedigend bei einem Zinsſatz
von 3½ Prozent für tägliches Geld und einem Privatdis=
kont
von 4.3½ Prozent. Es wurde viel für ſchwache
Hände realiſiert; aber die Tatſache, daß das Publikum
unter, dem Einfluß der minder aufgeregten Preſſe= Be=
trachtungen
ruhiger und kaufluſtiger geworden iſt, ver=
lieh
dem ſpäteren Verkehr einen beträchtlichen Halt. In
den erſten Tagen unſerer kritiſchen Woche fanden zeitweiſe
Interventionen ſtatt; doch waren dieſe weiterhin nicht
mehr nötig; da dem Angebot ebenſo ſtarke Abnehmer
gegenüber ſtanden. Es läßt ſich allerdings vorerſt nicht
porausſehen, wie ſich die politiſchen Verhältniſſe geſtalten,
aber man hofft immer noch, daß eine größere kriegeriſche
Aktion vermieden wird. Von Paris lauteten dieſerhalb
die Nachrichten in intenſiv vermittelndem Sinne ſeitens
der Großmächte.
Zu den Einzelheiten des recht bewegten Geſchäfts
übergehend, haben deutſche Renten ſich im Ganzen gut
behauptet: es erfolgten nur Abſchwächungen von Bruch=
teilen
; während z. B die 4 prozentigen Heſſiſchen Gat=

kungen unverändert ſeſt blieben. Größere Einußen er=
folgten
bei Serben, Bulgaren, und Griechen, die mehrere
Prozente verloren; auch Türken und türkiſche Loſe wurden
weſentlich billiger abgegeben; während bei Rumäniern
Ungarn und Oeſterr. Renten, ſowie Ruſſiſchen nach
zeitweiſem Angebot ſpäterhin Erholung eintrat. Der
Markt für Transportwerte zeigte vorwiegend Rückgänge
auf. Orientbahnen bis 159 weichend uſw. Lombarden
bis 18½ erhältlich, beſſerten ſich auf 20¾; auch die ver=
ſchiedenen
öſterr.=ungariſchen Prisritäten, ſowie die
Ruſſiſchen ſind, wenn auch in geringerem Maße von der
Mattigkeit betroffen worden. Bankaktien haben gleichfalls
größere Abſchwächungen erlitten, die bei Wochenſchluß
indes durch leichte Erholung ſich etwas verringerte.
Am Montangebiet war das Intereſſe der Spekulation
am größten und dementſprechend die Angſtverkäufe viel
ſtärker. So wichen Gelſenkirchener um volle 17 Prozent,
Harpener, Phönix und Luxemburger um je 10 Prozent.
Weiterhin ſtellten ſich doch wieder viele Käufer ein, die
eine weſentliche Erholung brachten. Das Kaſſainduſtrie=
gebiet
geſtaltete ſich anfangs ſehr bewegt, da ängſtliche
Beſitzer verkaufen wollten. So gingen Kleyer um 40
Prozent auf 571, um ſich ſpäter auf 602 zu beſſern. Deutſche
Gold= und Silberſcheide=Anſtalt um 45 Prozent auf 655
zurück, dann wieder 681. Höchſter Farbwerke um 33 Pro=
zent
auf 612, nachher 640, Holzverkohlung um 30 Prozent
auf 322, dann wieder 338,75 und ſo iſt die ganze Reihe
dieſer Gattungen mehr oder minder niedriger. Zu er=
wähnen
bleibt dabei, daß zu den gewichenen Kurſen ſtets
Abnehmer vorhanden waren; es hat ſomit eine Reini=
gung
derart ſtattgefunden, daß die ſchwachen Hände
hinausgedrängt ſind Gold= und Silberhüte Braubach
waren auf lokale Urſachen bis 18 erhältlich. Von
Petroleumwerten fielen Naphtha um 28 Prozent bis 310,
Steana=Romana um 6 Prozent auf 147,50, Zuckeraktien
ebenfalls ſchwächer, Waghäuſel bis 208, Frankenthal bis
411½2:. Aluminium waren raſch wieder befeſtigt bis
259½; Elektrizitätsaktien und Automobilwerte ſehr leb=
haft
und bis 10 Prozent nachgebend, dann aber ebenfalls=
mehrere
Prozente erholt; Akkumulatoren um 47 Prozent
bis 512 rückgängig, gingen wieder auf 38.
Die Nachricht von dem nunmehrigen Friedensſchluß

der Türket mit Zialien gab der Spelulakion einen neuen
Impuls zur Kaufkuſt.
Es erfolgten auf allen Gebieten größere
Kursbeſſerungen; insbeſondere auch auf dem
Kaſſainduſtriemarkt.
Von Loſen notieren: Augsburger 32, Braunſchweiger
202, Pappenheimer 56, Genua 205, Türkiſche 168,20 G.,
Freiburger 72.10, Ungariſche 365 B., Meininger 32.50,
Venediger 46.90, Mailänder 45=Fr.=Loſe. 140, Mai=
länder
10=Fr.=Loſe 33, Raab=Grazer Anrechtsſcheine
37.25 in Reichsmark; Gothaer Präm. II 177.75,
Donau=Regulierung 153.25, Madrider 74 B., in
Prozent: ferner ſchließen 4proz. Reichs. (unkündbar bis
1918) 100 3'proz. Reichs 88.55, 3proz Reichs. 78.25,
4proz. Heſſen von 1899 100 G., 4proz. Heſſen von 1906
99.75, 4proz. Heſſen von 1908/09 100.10, 4proz. Heſſen
(unkündbar bis 1921) 100.50, 3½proz. Heſſen 87.05, 3proz.
Heſſen 76.50, 4proz. Darmſtädter 97.75 G 3½proz. Darm=
ſtädter
90 G., 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 1823)
99.80 G., 4proz. Heſſ. Land.=Hyp=Pfdbr. (S. 2425)
99.90, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 35) 87.80 G.,
3Aproz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 911) 87.90 G.,
4proz. Heſſ. Kom.=Pfdbr. (S. 1012) 99.80 G., 4proz.
Heſſ. Kom.=Pfdbr. (S. 1314 9990 G., 3½proz Heſſ.
Kom.=Pfdbr. (S. 13) 88 G., 3½proz. Heſſ. Kom.=Pfdbr.
(S. 4) 87.90 G. Darmſtädter Bank 121½, Südd. Eiſen=
bahn
=Geſellſchaft 126, Südd. Imob.=Geſellſchaft (Mainz)
63.80 G., Lederwerke vorm. Spicharz (Offenbach a. M.)
60, Schramms Lack= und Farben=Fabriken. (Offenbach
a. M.) 285.50 G., Chemiſche Mühlheim a. M. 61, Schan=
tungbahn
131¾, South=Weſtafrika 143, Otavil=Anteile
109, Otavi=Genußſcheine 78.50 G., 4½proz. Ruſſen 100.10,
4proz. 1880er Ruſſen 88.20 G., 4proz. 1902er Ruſſen 89.75
G., 3/proz. Ruſſen 86.50, 3½proz. Ruſſen 83 P. Zproz.
Ruſſen 74.50, 4proz. Unifiz. Türken 88, 4proz. Adminiſtr.=
Türken 80, 4proz. Bagdad=Türken 82.50, 40 Convertierte=
Türken 1905/11 79, 5proz. Chineſen 99.60, 4½proz. Chine=
ſein
92.75, 5proz. Chineſen (Tientſin=Pukow) 97.20, 4 ½=
proz
. Japaner 93.10, 4proz. Japaner 86.50, 3proz. Buenos=
Aires 70.25, 5proz. Bulgaren 93, 4½proz. Serben 87,
4proz. Serben 79.

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jedermann die Liſte einſehen und
gegen die Richtigkeit oder Voll=
ſtändigkeit
derſelben ſchriftlich oder
durch abzugebendes Protokoll Ein=
ſprache
erheben.
Darmſtadt, 5. Oktober 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

eber die am 1. Ottober ds. Js.
an dieſer Stelle erſchienene, mich

betreffende Verſteigerungsanzeige,
wurde mitr von der Gerichts=
ſchreiberei
des Großherzoglichen
Amtsgerichts I die nachſtehende
Beſcheinigung erteilt:
Franz Anton Argenton
Darmſtadt
Landgraf Philipp=Anlage 62.
Beſcheinigung.
Die am 1. Oktober 1912 im
Darmſtädter Tagblatt ſtattgehabte
Veröffentlichung der Zwangsver=
ſteigerung
der Liegenſchaften des
Frans Anton Argenton beruht auf
(*8320
einem Irrtum.
Darmſtadt, 3. Oktober 1912.
Gerichtsſchreiberei
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
gez.: Hofferberth.,
Großherzogl. Akt.=Aſſiſtent.
Amtsſiegel
des
Groh. Heſſ. Amtsgerichts.

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Joſef Schmitt vom Landwehr=
bezirk
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laubten
Entfernung verdächtig.
Sämtliche Militär= und Zivil=
behörden
werden gebeten, denſelben
im Ergreifungsfalle an die nächſte
Militärbehörde abzuliefern.
Darmſtadt, 3. Oktober 1912.
gez. von Falkenhayn,
Oberſt z. D. und Bezirks=
Kommandeur.
Beſchreibung.
Größe: 1,715 m,
Beruf: Backofenbauer,
Geboren: 10. März 1884 zu
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Bez. Coblenz. (20828
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[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

38 17.

Samstag, 5. Oktober.

1912.

Bekanntmachung.

Gemäß § 100 der Gewerbeordnung iſt bei uns der Antrag geſtellt worden, an=
zuordnen
, daß innerhalb des Bezirks der Gemeinde Darmſtadt ſämtliche Gewerbe=
kreibende
, die das Handwerk eines Damenſchneiders bezw. einer Damenſchneiderin
ausüben, einer neu zu errichtenden Innung (Zwangsinnung) anzugehören haben.
Um feſtzuſtellen, ob die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden der Ein=
führung
des Beitrittzwangs zuſtimmt, fordern wir die beteiligten Gewerbetreibenden
zu einer Aeußerung für oder gegen die Einführung des Beitrittzwangs auf. Zur
Leitung der Abſtimmung haben wir gemäß § 100a der Gewerbeordnung und des
§ 14 der Ausführungsanweiſung als Kommiſſar den Großh. Kreisamtsgehilfen
Herling beſtellt.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Michel.

Bekanntmachung.

Die Aeußerungen für und gegen die Errichtung einer Zwangsinnung für das

im Bezirk der Gemeinde
Darmſtadt ſind bis zum 1. November 1912 einſchließlich bei mir abzugeben.
Die Abgabe kann ſchriftlich erfolgen. Sie kann auch in der Zeit vom 10. Oktober
bis 1. November einſchließlich werktäglich von 912 Uhr vormittags in den Dienſträumen
des Großh. Kreisamts (Neckarſtraße 3), Zimmer 19, mündlich erfolgen.
Alle Handwerker, welche im Bezirk der Gemeinde Darmſtadt das Handwerk
eines Damenſchneiders bezw. einer Damenſchneiderin betreiben, fordere ich zur Abgabe
ihrer Aeußerung mit dem Bemerten auf, daß nur ſolche Erkärungen, weiche erkennen
laſſen, ob der Erklärende der Errichtung einer Zwangsinnung zuſtimmt oder nicht,
gültig ſind, und daß nach dem 1. November 1912 eingehende Aeußerungen unberück=
ſichtigt
bleiben.
Eine Liſte der beteiligten Handwerker liegt vom 10. Oktober bis 1. November
einſchließlich werktäglich von 912 Uhr vormittags in den Dienſträumen des Großh.
Kreisamts (Neckarſtraße 3), Zimmer 19, offen.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
(20845
Der Kommiſſar:
Herling.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Geldbetrag. 1 Granatarmband mit Goldſchloß.
1 filberne Damenuhr. 1 Sparkaſſenbuch. 1 ſchwarze Lüſterſchürze.
1 Notizbuch. 1 Brille. 1 Vorſtecknadel mit blauem Stein und weißen
Perlen. 1 Handtuch, Seife und Waſchlappen. 1 ſeidenes Täſchchen
mit gehäkeltem Baultuch. 1 evang. Kirchenliederbuch. 1 ſeid. Schirm
mit gebogenem Griff.
(20761

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=

licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher. 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Foxierrier,
1 Dachshund, 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
ſelbſt
jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(20765

Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 6. Okt.,

ſind nachmitags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende Apo=
theken
geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Polizei=Verordnung bringen wir erneut zur
allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 3. Oktober 1912.
(20764si
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Polizei=Verordnung,

betreffend den Betrieb der elektriſchen Straßenbahn
in der Kirchſtraße zu Darmſtadt.
Um Unglücksfälle und Verkehrsſtörungen beim Betrieb der
elektriſchen Straßenbahn in der Kirchſtraße zu Darmſtadt zu verhüten,
wird nach Anhören der Stadtverordneten=Verſammlung mit Geneh=
migung
des Großh. Miniſteriums des Innern vom 9. Oktober 1900
zu Nr. M. d J. III 11075 auf Grund des Art. 56 der Städteordnung
verordnet, was folgt:
§ 1 Das Aufſtellen von Fuhrwerken ieglicher Art, von Hand=
wagen
, Tieren und ſonſtigen den Verkehr hindernden Gegenſtänden
iſt in dem Teil der Kirchſtraße zwiſchen der Ludwigſtraße und der
Pädagogſtraße während der Zeit des Betriebes der elektriſchen
Straßenbahn (gegenwärtig zwiſchen 5½ morgens und 11 nachtsſ
im allgemeinen verboten.
§ 2. Während der Zeit des Betriebes der elektriſchen Straßen=
bahn
kann in Fällen dringenden Bedürfniſſes ausnahmsweiſe vom
Polizeiamt nach Benehmen mit der ſtädtiſchen Straßenbahnverwal=
tung
geſtattet werden, auf dem ſüdlichen (zunächſt der Stadtkirche
und des erſten Polizeireviers gelegenen) Straßenbahngleis der in § 1
genannten Straßenecke Gegenſtände der erwähnten Art aufzuſtellen.
Dabei darf der zwiſchen den Weichenſpitzen der Gleiswechſel liegende,
zur größeren Deutlichkeit durch Marken im Pflaſter und an den an=
grenzenden
Häuſern bezeichnete Teil der Straßenfläche nicht über=
ſchritten
und der Straßenverkehr auf dem anderen Gleis in keiner
Weiſe beeinträchtigt werden.
Geſuche um Gewährung von Ausnahmen der vorgenannten
Art ſind möglichſt 24 Stunden vorher beim Polizeiamt oder bei der
ſtädtiſchen Straßenbahnverwaltung anzubringen. Bei der Geneh=
migung
ſolcher Ausnahmen iſt der Zeitraum, worauf ſie ſich beziehen,
jedesmal genau nach der Tageszeit zu beſtimmen.
§ 3. Fuhrwerke und Handwagen, die aus geſchäftlichen oder
anderen Gründen in der Nähe der Kirchſtraße aufgeſtellt werden ſollen,
können außerhalb der Straßenbahngleiſe auf dem Straßengelände zu
beiden Seiten der Stadtkirche aufgeſtellt werden. Dabei dürfen die
durch Marken im Pflaſter bezeichneten Straßenſlächen nicht über=
ſchritten
werden. Die Ausfahrt für die Geräte der Feuerwehr aus
dem Geräteraum hinter der Stadtkirche muß in genügender Breite
dauernd freigehalten werden.
§ 4. Alle in Bewegung befindlichen Fuhrwerke, insbeſondere
auch Automobile und Motorfahrräder, haben auf der genannten
Straßenſtrecke die rechte Seite der Fahrbahn in der Fahrtrichtung
einzuhalten. Findet ausnahmsweiſe eingleiſiger Betrieb ſtatt (§ 2),
ſo iſt, ſobald ein Straßenbahnwagen naht, nach der Seite des be=
triebsfreien
Gleiſes auszuweichen.
Das Vorfahren, ſowie der Verſuch des Vorfahrens vor Fuhr=
werke
oder Straßenbahnwagen iſt verboten.
Kurzes Halten der Fuhrwerke (zum ſofortigen Auf= und Ein=
ſteigen
, Ab= oder Ausſteigen und dergl.) iſt geſtattet, ſofern dadurch
keine nennenswerte Hemmung des Fahrverkehrs eintritt.
Unter allen Umſtänden müſſen die Lenker ihre Fahrzeuge
dauernd unter Aufſicht halten und jederzeit bereit ſein, den Straßen=
bahnwagen
Platz zu machen oder auszuweichen.
§ 5. Für den durchgehenden Verkehr von beladenen Laſt=
fuhrwerken
, von Automobilen und Motorfahrrädern, ſowie von ſolchen
Fuhrwerken, die wegen ihrer Beſchaffenheit oder Ladung ſchwer
lenkbar ſind, oder die Breite der Fahrbahn auf mehr als die Hälfte
in Anſpruch nehmen, wird der in § 1 genannte Teil der Kirchſtraße
geſperrt.
§ 6. Fußgänger, die nicht ein beſtimmtes einzelnes Haus
der genannten Straßenſtrecke beſuchen wollen, haben während
der Zeit des Betriebs der Straßenbahn ſtets den in der Fahrt=
richtung
rechts gelegenen Fußſteig zu benutzen.
Das unnütze Stehenbleiben von Fußgängern auf den Fuß=
ſteigen
oder der Fahrbahn, insbeſondere an den Straßenecken, iſt
verboten.
§ 7. Für den in § 1 genannten Straßenteil werden die mit
den vorſtehenden Beſtimmungen nicht in Einklang ſtehenden Vor=
ſchriften
der Polizeiverordnung vom 15. Auguſt 1899, betr. Maß=
regeln
zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrsſtörungen
aus Anlaß des Betriebs der Straßenbahnen in der Stadt Darmſtadt,
aufgehoben.
§ 8. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der § 16
werden, ſofern nicht nach anderen Strafbeſtimmungen eine höhere
Strafe verwirkt iſt mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 9. Dieſe Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Betriebs=
eröffnung
auf dem in der Kirchſtraße neugelegten zweiten Gleis der
elektriſchen Straßenbahn in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.

Sid. galenſenſunteh

Darmſtadt, Mühlſtraße 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Braufebäder, Heißluft, Dampf.,
Maſſage= und Duſchbäder, Elek=
triſchlichtbäder
und Kohlenſäu=
rebäder
.
Die Anſtalt iſt zur Zeit ge=
öffnet

1. an Werktagen:
von morgens 7 Uhr bis
abends 8½ Uhr ununter=
brochen
.
Samstags bis abends
9 Uhr.
2. an Sonn= und Feiertagen:
vormitags, von 7 bis
12½ Uhr. (9518a
Die Verwaltung.

Die Aöbrngarbeiten

der maſſiven Seitengebäude Drei=
brunnenſtraße
Nr. 13 ſollen ver=
geben
werden.
Arbeitsbeſchreibungen liegen bei
dem unterzeichneten Amte, Grafen=
ſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9,
offen.
Angebote ſind bis
Freitag, 11. Oktober 1912,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(20647fs
Darmſtadt, 2. Oktober 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.

Bekanntmachung.

Samstag, 2. November I. Js.
vormittags 9½ Uhr,
ſollen die dem Philipp Adam und
deſſen Sohn Philipp Wilhelm
Adam zu Nieder=Modau im Grund=
buch
hieſiger Gemarkung zuge=
ſchriebenen
Grundſtücke:
Flur Nr. am
Acker unterhalb
20 190 794
der
20 191 787
1 Schneidmühle,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (B49/12
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 17. September 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V19696

Bekanntmachung.

Montag, 14. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Johann Schnell Witwe,
Martha, geb. Stolzenbach, dahier
und deren Kindern im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
22 5131/100 129 Hofreite Blu=
menthalſtraße

Nr. 91,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K3411
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 23. September 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V20184

Bekanntmachung.

Montag, 4. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Georg Stier dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
Nieder=
II 846 400 Hofreite Ram=
II 847 479 Grab=
ſtädter
ſtädter=
garten
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(B3/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 2. Oktober 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V20743

Garan=
tiert
Ia. Speiſekartoffel
Magnum bonum, Industrie
für Winterbedarf empfiehlt
Wilhelm Mißback,
(*8301sm
Kahlertſtraße 1.

Bekanntmachung.

Die Beleuchtung von Einfahrten, Höfen, Treppen, Fluren uſw. betr.
Wir weiſen wiederholt auf die den Eigentümern von Grund=
ſtücken
obliegende Verpflichtung hin, die Toreinfahrten, Höfe,
Hausflure, Gänge und Treppen, ſofern und ſolange ſie jeder=
mann
zugänglich ſind, während der Dunkelheit ſo ausreichend
zu beleuchten, daß für die daſelbſt verkehrenden Perſonen keine
Gefahr beſteht.
Dieſe Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von
Fabriken, gewerblichen Anſtalten und Arbeitsſtätten, von Ver=
gnügungs
=, Verſammlungs= und Schankſtätten (den letzteren ins=
beſondere
auch hinſichtlich der Bedürfnisanſtalten) ob.
Pflichtwidrige Unterlaſſung der Beleuchtung begründet, falls
hierdurch jemand zu Schaden kommt, die Entſchädigungspflicht, ſo=
wie
die ſtrafrechtliche Verantwortlichkeit.
Die Verpflichtung kann durch Vertrag auf Hausverwalter,
Mieter uſw. übertragen werden. Dies ſetzt jedoch die überein=
ſtimmende
Willenserklärung beider Parteien, des Vermieters und
des Mieters voraus. Eine einſeitige Erklärung des Vermieters (als
ſolche iſt auch der ohne vorherige Verſtändigung mit dem Mieter er=
folgende
Aushang einer Hausordnung zu zählen) kann die oben=
genannte
Verpflichtung für die Mieter nicht begründen.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
(20556ds
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Bekanntmachung,

die Aufſtellung der Kehrichtgefäße betreffend.
Beſtehender Vorſchrift zufolge iſt das Aufſtellen der Kehricht=
gefäße
vor den Hofreiten auf der Straße verboten. Ebenſo dürfen
offene Kehrichtgefäße innerhalb der Hofreiten an den Eingängen nicht
ſo aufgeſtellt werden, daß ihr oft widerwärtiger oder Ekel erregender
Inhalt von der Straße aus geſehen werden kann. Zur Aufbewah=
rung
des Hauskehrichts eignen ſich am beſten die mit Deckel verſehenen
Kehrichtgefäße, wie ſie von hieſigen Firmen in den Handel gebracht
werden. Dieſe runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran
befeſtigtem Deckel verhindern das Herausſcharren und Verſchleppen
des Kehrchts durch Hunde, erleichtern die Entlerung der Behälter
bei der Abfuhr und ſind, wenn ſie, wie vorgeſchrieben, innerhalb der
Hofreiten an den Eingängen aufgeſtellt werden, für das Straßen=
bild
nicht mißſtändig.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
(20555ds
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Bekanntmachung.

Im Intereſſe des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den
Fußſteigen iſt das Befahren der Fußſteige mit Fuhrwerken jeder
Art (auch Handwagen) bei Strafe verboten. Ausgenommen von
dieſem Verbote iſt, ſoweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht ge=
hindert
wird, die Beförderung von Kindern in Kinderwagen und
von Kranken in Krankenwagen (Fahrſtühlen); es dürfen jedoch
niemals 2 Kinder= oder Krankenwagen gleichzeitig nebeneinander
auf dem Fußſteig aufgeſtellt oder fortbewegt werden.
Die Schutzmannſchaft iſt zur Ueberwachung angewieſen und
wird namentlich gegen das die Fußgänger in hohem Grade gefähr=
dende
Abwärtsfahren der Kinder mit Sportwagen u. dergl. auf
den Fußſteigen ſteiler Straßen einſchreiten.
Darmſtadt. den 1. Oktober 1918.
(20557ds
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Bekanntmachung.

Zur Verhütung von Unglücksfällen ſehen wir uns wieder=
holt
veranlaßt, die Eigentümer und Führer von Fuhrwerken jeder
Art auf die geltenden Beſtimmungen über die Beleuchtung der
Fuhrwerke nach Eintritt der Dunkelheit, ſowie über Einhalten
der rechten Straßenſeite und Fahren in gemäßigter Geſchwin=
digkeit
hinzuweiſen.
Die Schutzmannſchaft iſt zur ſtrengen Ueberwachung und ge=
gebenenfalls
Anzeigeerhebung angewieſen.
(20623ds
Darmſtadt, den 1. Oktober 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Verkaufspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren t. d. Hanzt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

per ½ kg
Ochſenfleiſch
. 100 Pfg.
94
Rindfleiſch
. 70
Fett, roh
. 80
Fett, ausgelaſſen
80
Leber
. 100
Kalbfleiſch
. 100
Hammelleiſch
Bruſt . . 70
. 100
Schweinefleiſch
Rippchen, Kammſtück, ge=
ſalz
. Fleiſch u. Kottelets 110

per
Speck geräuchert
. 120 Pfg.
. 120
Hörrfleiſch
Schinken m. Bein:
. 120
Rolſchinken.
140
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen.
96
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt : . 80

Verdingung.

Die Lieferung der Küchenbedürfniſſe ſowie die Abnahme der
Küchenabfälle der II. Abteilung Feldartillerie=Regiments Nr. 61 für
die Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913 ſollen vergeben
werden.
Für die Lieferung von Kartoffeln werden Landwirte bevorzugt.
Die Bedingungen können im Geſchäftszimmer Zimmer 50 der=
Artillerie=Kaſerne eingeſehen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote, mit der Aufſchrift An=
gebot
auf Lieferung von Küchen=Bedürfniſſen verſehen, ſind bis zum
15. Oktober 1912, um 10 Uhr vormittags, an die unterzeich=
nete
Küchen=Verwaltung einzuſenden.
(20783
Babenhauſen, den 3. Oktober 1912.
Küchen=Verwaltung der II. Abteilung Feldart.=Regts. 61.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte.

Für die Wahl der Vertrauensmänner und Erſatzmänner für
die Angeſtelltenverſicherung ſind von den Angeſtellten die folgenden
gültigen Vorſchlagsliſten eingereicht worden:
Vorſchlagsliſte A.
Wählervereinigung: Verein für Handlungskommis von 1858 ( Kauf=
männiſcher
Verein) in Hamburg, Bezirk Darmſtadt.
1. Friedrich Schelle, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Schloß=
gartenplatz
7,
2. Peter Jenſen, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Liebigſtr. 42,
3. Albert Theuerjahr, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Heidel=
bergerſtraße
6,
4. Konrad Krauſch, Prokuriſt, Darmſtadt, Ireneſtr. 7,
5. Friedrich Schäfer, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Clemens=
ſtraße
15,
6. Hans Tölcke, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Schloßgartenpl. 7,
7. Otto Doſe, Handlungsgehilfe, Darmſtadt. Mühlſtr. 13,
8. Hermann Clement, Prokuriſt, Darmſtadt, Kahlertſtr. 45.
9. Friedrich Hölz, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Stiftſtr. 83,
10. Karl Henkelmann, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Riedlinger=
ſtraße
17,
11. Peter Frühwein, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Emilſtr. 28,
12. Friedrich Ströſſinger, Handlungsgehilfe, Darmſtadt,
Heidelbergerſtraße 118,
13. Karl Pflugfelder, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Eliſa=
bethenſtraße
40,
14. Albert Stumpp, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Stiftſtr. 91.
Vorſchlagsliſte B.
Wählervereinigung: Freie Vereinigung für ſoziale Verſicherung
der Privatangeſtellten.
1. Ernſt Wöbke, Ingenieur, Darmſtadt, Parcusſtr. 9,
2. Bruno Lang, Ingenieur, Darmſtadt, Pallaswieſenſtr. 35.
3. Anton Sparr, Arbeiterſekretär, Darmſtadt, Schloßgartenſtr. 51,
4. Karl Kirſten, Ingenieur, Darmſtadt, Kahlertſtr. 34,
5. Johannes Schultheis, Buchhändler, Darmſtadt, Sandberg=
ſtraße
60,
6. Ludwig Standt, Zuſchneider, Darmſtadt, Karlſtr. 63½,
7. Joſef Hütſch, Geſchäftsführer, Darmſtadt, Soderſtr. 2,
8. Jakob Lumb, Geſchäftsführer, Darmſtadt, Kiesbergſtr. 58,
9. Eliſabeth Weidmann, Kontoriſtin, Darmſtadt, Grafenſtr. 27.
Vorſchlagsliſte C.
Wählervereinigung: Deutſchnationaler Handlungsgehilfenverband,
Ortsgruppe Darmſtadt.
1. Philipp Caſtritius, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Hein=
heimerſtraße
71,
2. Friedrich Hutzler, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Mollerſtr. 43,
3. Richard Böhme, Geſchäftsführer, Darmſtadt, Liebigſtr. 48,
4. Friedrich Eckhard, Buchhalter, Darmſtadt, Moosbergſtr. 93,
5. Adam Hölzel, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Eckhardſtr. 7,
6. Philipp Seifert, Handlungsgehilfe Darmſtadt, Tannenſtr. 23,
7. Alfred Liebig, Buchhalter, Darmſtadt, Rhönring 27,
8. Emil Weller, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Viktoriaſtr. 65
9. Karl Bernhard, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Viktoriaſtr. 98.
Vorſchlagsliſte D.
Wählervereinigung: Kaufmänniſcher Verein Darmſtadt, E. V., Werk=
meiſter
=Bezirksverein Darmſtadt, Frankfurter Kaufmänniſcher Verein,
Bez.=Verein Darmſtadt, Verband deutſcher Handlungsgehilfen zu
Leipzig, Deutſcher Gruben= und Fabrikbeamtenverein.
1. Wilhelm Schnellbächer, Handlungsgehilfe, Darmſtadt,
Riegerplatz 11,
2. Güſtav Gieſelmann, Werkmeiſter, Darmſtadt, Saalbau=
ſtraße
63½,
3. Wilhelm Feix, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Taunusſtr. 47,
4. Karl Bell, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Erbacherſtr. 6,
5. Peter Berg, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Mollerſtr. 17,
6. Reinhold Lehmann, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Kranich=
ſteinerſtraße
59,
7. Leo Weglein, Handlungsgehilfe, Darmſtadt, Kirchſtr. 21,
8. Konrad Wilhelm, Prokuriſt, Darmſtadt, Hügelſtr. 61,
9. Jean Hower, Verſicherungsbeamter, Darmſtadt, Neue
Niederſtraße 6.
Vorſchlagsliſte E.
Wählervereinigung: Deutſcher Bankbeamten=Verein, Zweigverein
Darmſtadt.
1. Georg Wilhelm, Bankbeamter, Darmſtadt, Heinrichſtr. 78,
2. Edmund Palm, Bankbeamter, Darmſtadt, Viktoriaſtr. 58.
3. Willy Neudörfer, Bankbeamter, Darmſtadt, Roßdörferſtr. 45,
4. Hermann Ullrich, Bankbeamter, Darmſtadt, Gutenbergſtr. 61,
5. Paul Elsner, Bankbeamter, Darmſtadt, Karlſtr. 67,
6. Eugen Metzger, Bankbeamter, Darmſtadt, Wienersſtr. 72,
7. Otto Marquardt, Bankbeamter, Darmſtadt, Hügelſtr. 21,
8. Georg Hofmann, Bankbeamter, Darmſtadt, Neckarſtr. 9,
9. Rudolf Nees, Bankbeamter, Darmſtadt, Kiesſtr. 40.
Vorſchlagsliſte F.
Wählervereinigung: Deutſcher Techniker=Verband, Zweigverwaltung
Darmſtadt.
1. Hermann Sattler, Maſch.=Techniker, Darmſtadt, Viktoria=
ſtraße
26,
2. Philipp Rückert, Maſch.=Techniker, Darmſtadt, Wendel=
ſtadtſtraße
43,
3. Adam Kadel, Bauführer Darmſtadt, Kranichſteinerſtr. 37,
4. Ludwig Bernhard, Ingenieur, Darmſtadt, Steinſtr. 33,
5. Heinrich Heldmann, Ingenieur, Darmſtadt, Parcusſtr. 9,
6. Philipp Stroh, Techniker, Darmſtadt, Eliſabethenſtr. 48,
7. Hermann Thümmel, Bauführer, Darmſtadt, Schulſtr. 3,
8. Heinrich Müller, Techniker, Darmſtadt, Neue Ireneſtr. 66,
9. Konrad Wilbert, Techniker, Darmſtadt, Bleichſtr. 5.
Die Vorſchlagsliſten A, C, D und F ſind als verbunden
(20550ds
erklärt.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Der Wahlleiter:
Kröll, Amtmann.

Lieferungs=Vergebung.

Die in der Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913
in den Küchen des Bataillons erforderlichen Kolonialwaren, Kar=
toffeln
, Gemüſe und Milch, ſowie die Abnahme der Küchenabfälle
(Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
(20505ms
(Alexanderſtraße) eingeſehen werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: Angebot auf Liefe=
rung
von Küchenbedürfniſſen und Proben ſind bis zum 15. d. M.,
mittags 12 Uhr, an die unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Zuſchlag erfolgt ſchriftlich. (Beſchränktes Verfahren.)
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Die Küchenverwaltung
des 1. Bataillons Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115.

Küchenlieferungen.

Die Lieferung von Kartoffeln, Gemüſe, Viktualien und Back=
waren
ſowie Abgabe des Spülichts für die 3 Kompagnien des
Bataillons ſollen vom 1. November 1912 ab auf 1 Jahr verdungen
werden. Die Lieferungsbedingungen liegen in der Küche der 1. und
und 3. Kompagnie, Eſchollbrückerſtraßé 24, zur Einſicht offen.
Angebote mit Proben ſind verſiegelt mit entſprechender Auf=
ſchrift
verſehen bis zum Eröffnungstermine, den 8. Oktober 1912,
vormittags 11 Uhr, portofrei bei der Kaſſenverwaltung abzugeben.
Train=Bataillon Nr. 18.
(20207)

Konkurs-Ausverkauf!
Der Verkauf der Konkursmaſſe J. Hachenburger jr. wird in den Geſchäftslokalen
Rheinstrasse 7 u. Karlstrasse 115
(neben der Merck’ſchen Apotheke)
(neben der Beſſunger Apotheke).
fortgeſetzt.
PDie Freise Sid Nochmuls ermassigt.
Es befinden ſich noch am Lager:
Kurzwaren aller Art, Korſetts, Korſettſchoner, durchbr. und glatte
Strümpfe, ſeidene Ananas=Tücher, Echarpes, Handſchuhe, farbige
Taſchentücher, ſchwarze Schürzen, Zierſchürzen, Häkelſeide, Wäſche=
borden
ſchmal und breit, farbige Wolle und Baumwolle, Garne ꝛc. ꝛc.
Herren=Kragen, Manſchetten, Vorhemden, Maccohemden, Kra=
watten
, Hoſenträger, Socken ꝛc. ꝛc.
Kinderjäckchen, Ruſſenkittel, Leibchen, Hauben, Sweaters, Schür=
zen
, ſchwarz und farbig, Söckchen ꝛc. ꝛc.

Darmſtadt, den 25. September 1912.

(20396ids

Karl Dechert, Konkursverwalter.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Frau Mag=
dalene
Schmidt, geb. Matheis,
Inhaberin des Schuhwarenhauſes
Schillerplatz 5 und des Schuh=
hauſes
Alligator, Ludwigsplatz 3
dahier, iſt infolge eines von der
Gemeinſchuldnerin gemachten Vor=
ſchlags
zu einem Zwangsvergleiche
Vergleichstermin und Termin zur
Prüfung der nachträglich ange=
meldeten
Forderungen auf
Montag, 21. Oktober 1912,
nachmittags 5 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgericht I in
Darmſtadt, Zimmer Nr. 219, an=
(20793
beraumt.
Der Vergleichsvorſchlag und die
Erklärung des Gläubigerausſchuſ=
ſes
ſind auf der Gerichtsſchreiberei
des Konkursgerichts zur Einſicht
der Beteiligten niedergelegt.
Darmſtadt, 1. Oktober 1912.
Der Gerichtsſchreiber des
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

In unſer Handels=Regiſter, Ab=
teilung
B, wurde heute einge=
tragen
hinſichtlich der Firma:

Bank für Handel und In=
duſtrie
, Darmſtadt.
Den Bankbeamten Carl Gooßen
und Otto Hirſch, beide in Berlin,
iſt Prokura für die Niederlaſſun=
gen
in Berlin und Darmſtadt er=
teilt
.
(20786
Darmſtadt, 27. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

In unſer Handets=Regiſter, Ab=
teilung
B, wurde heute einge=
tragen
hinſichtlich der Firma:

Backſtein=Verkaufsſtelle
Darmſtadt, Gefellſchaft
mit beſchränkter Haf=
tung
, Darmſtadt.
Das Stammkapital iſt auf Grund
der Beſchlüſſe der Geſellſchafter
vom 18. April 1912 und vom
31. Mai 1912 um 4000 Mark und
24000 Mark erhöht worden und
beträgt jetzt 197 200 Mark. (20785
Darmſtadt, 28. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

En unſer Handels=Regiſter, Ab=
teilung
A, wurden folgende
Einträge vollzogen:

Am 28. September 1912.
Aenderung hinſichtlich der
Firma:
Johannes Radtke, vorm.
Georg Kühnel, Darmſtadt.
Die Firma iſt geändert in:
Johannes Radtke.
Gelöſcht die Jirma:
J. V. Haenzel, Darmſtadt.
Hinſichtlich der Firma:
Zenner & Co., Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft
iſt aufgelöſt, die Firma iſt er=
loſchen
.
(20784
Darmſtadt, 30. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Bekanntmachung.

(Stadtwald.)
Wir erlauben das Leſen von
Bucheln und Eicheln gegen ent=
geltliche
Abgabe guter Samen.
Die Forſtwarte: Herr Hof=
mann
, Hirſchköpfe, und Herr
Förſter Lehr, Klappacherſtraße,
zahlen für das Kilo Eicheln 10 Pfge.
und Bucheln 15 Pfge. (20781
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmaun.

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u
. Dienſthelm bill. abzugeb.
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Städtiſcher Fiſchmarkt.

Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber Don=
nerstag
und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den Verkaufs=
ſtänden
angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Mueller.

Auslegeſtelle
der deutſchen Patentſchriften.

Die ſeit dem 1. Juli 1877 erſcheinenden Patentſchriften über
die vom Kaiſerlichen Patentamt in Berlin erteilten Patente können
in unſerer Bibliothek wochentäglich von 1012½ und 35½ Uhr
(Samstag=Nachmittag ausgenommen) von jedermann unentgeltlich
eingeſehen werden.
Darmſtadt, im Oktober 1912.
(20780
Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe.
Noack.

Lieferung von Lebensmitteln.

Die für das Wirtſchaftsjahr 1912/13 in der Küche der I. Ab=
teilung
Feldartillerie=Regiments Nr. 61 erforderlichen Kartoffeln,
Gemüſe, Hülſenfrüchte und ſonſtige Beköſtigungsmittel, aus=
ſchließlich
Kaffee und Salz, ſowie Abgaben der Küchenabfälle
(Spülicht) ſollen vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen
können täglich auf Zimmer 18 im Stabsgebäude der Kaſerne am
Beſſungerweg, eingeſehen werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift Angebot auf Küchen=
lieferung
und Proben ſind bis zum 15. Oktober 1912 an die
I. Abteilung des Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61, verſchloſſen ein=
zureichen
.
(20798soi
Darmſtadt, im Oktober 1912.
Die Küchenverwaltung.

Verſteigerungs-Anzeige.

Montag, den 7. Oktober 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, vor=
ausſichtlich
beſtimmt folgende Pfänder:
6000 Zigarren (beſſere Marken), 1 Büfett (mit Schnitzerei),
1 Pianino, 1 Vertiko, 1 ſchweren Ausziehtiſch, 1 acht=
eckigen
Salontiſch, 1 Plüſchſofa mit 2 Seſſel, 1 Silber=
ſchrank
, 1 Serviertiſch, 5 Stühle (2 gepolſtert und 3 mit
Rohrſitz), 1 Bauerntiſchchen, 1 Klavierſtuhl, 1 gr. Spiegel
und 1 Muſikwerk mit Zubehör.
(20827
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Bleichſtraße 28.

Wegen Amzug zu Verſteigerungspreiſen:

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(nußbaum), 1 Büfett (eichen) und Auszugtiſche, Trumeaux=
ſpiegel
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ſchreibtiſche
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Rollpult (amerik.), Vertikos, Ankleide= und Goldſpiegel, Tiſche
und Stühle, Kleiderſtänder und Flurgarderoben, kompl. einz.
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Grafenſtraße 4.
Verkauf täglich ununterbrochen. Beſichtigung ohne Kaufzwang.
Vom 15. Oktober ab befindet sich
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Die Lieferung von
Speise=Kartoffeln
für die Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913 wird
am 9. Oktober ds. Js., vormittags 10 Uhr, im Garniſonlazarett hier,
wo die Bedingungen vorher einzuſehen ſind, öffentlich vergeben. (19673a
Garniſonlazarett Darmſtadt.

[ ][  ][ ]

Nummer 285

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 13.

Die Fortbildungsſchule für die aus der Volks=
ſchule
entlaſſene männliche Jugend.

Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule
für den Winter 1912/13 findet Montag, den 14. d. Mts., 5 Uhr
nachmittags, ſtatt, und zwar für die Schüler des vormaligen
Stadtbezirks Darmſtadt im Schulhaus am Ballonplatz, ſowie
im Schulhaus in der Müllerſtraße, für die Schüler der vormaligen
Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule geſetzlich verpflichtet ſind
alle diejenigen jungen Leute, die in den Jahren 1910, 1911 und 1912
aus den hieſigen Volks= und Mittelſchulen entlaſſen worden ſind, und
diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus Schulen anderer Gemeinden
ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden Schulunterricht zu
genießen. Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom
Beſuche der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichti=
gung
alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
(Neckarſtraße Nr. 3) zu richten. Nach dem 15. Oktober einlaufende
Geſuche können keine Berückſichtigung mehr finden.
Bis zur erfolgten Entſcheidung dieſer Behörde muß die
Fortbildungsſchule beſucht werden. Die Geſuche müſſen von den
Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und Angaben
enthalten über: Alter, Heimatsort, Namen und Geſchäft der Eltern,
ſeitherigen Schulbeſuch, dermalige Beſchäftigung des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung
beanſprucht wird; außerdem ſind Art, ſowie Stundenzahl etwaigen
anderen Unterrichts und die dieſen Unterricht erteilenden Lehrer zu
bezeichnen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für Bau=
handwerker
und Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule
der Gewerbeſchule (der Beſuch einer Fachklaſſe oder des Zeichen=
unterrichts
allein befreit nicht von der obligatoriſchen Fortbildungs=
ſchule
) oder die kaufmänniſche Schule dahier beſuchen, ſind von dem
Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit, ebenſo diejenigen
Schüler der landwirtſchaftlichen Winterſchule, welche letztere bereits
zwei Jahre mit günſtigen Zeugniſſen beſucht haben. Ferner ſind
befreit die Schüler höherer Lehranſtalten, die ein Jahr lang die
Obertertia beſucht und in den Hauptfächern das Ziel erreicht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo
Dienſtherrſchaften und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute im
Dienſt oder in der Lehre haben, ſind kraft des Geſetzes verpflichtet,
die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule anzuhalten
(Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen
Gewerbeordnung). Die Behauptung, der Schulpflichtige ſei zur Zeit
des Unterrichts im Geſchäfte der Eltern, Lehrherren oder Dienſt=
herrſchaft
unentbehrlich, kann nicht zur Entſchuldigung dienen; viel=
mehr
iſt den Schülern die zum Beſuche der Fortbildungsſchule nötige
Zeit und zwar ſelbſtverſtändlich in der Ausdehnung zu laſſen, daß
ſie ſich vor Beginn des Unterrichts genügend waſchen und ankleiden,
auch eſſen können. Zuwiderhandlungen werden mit einer Polizei=
ſtrafe
von 2 bis 20 Mark (Art. 25 des Schulgeſetzes) geahndet.
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen
(je 20 Pf., im Wiederholungsfalle 40 (Pf.), welche nötigenfalls durch
Haft nach Maßgabe der §§ 28 und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuches
vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe Abholung in die
Schule, wofür 10 Pf. für den Abholenden zu entrichten ſind. Die
Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1910/11 und 1911/12
die Fortbildungsſchule dahier ſchon beſuchten, haben ſich am
14. Oktober, 5 Uhr nachmittags, in den Turnſälen derjenigen
Schulhäuſer dahier einzufinden, in welchen ſie in den früheren Jahren
Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1912 aus der Stadtknabenſchule I
und II, aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſchule, ſowie aus
der Knabenmittelſchule I und II entlaſſen worden ſind haben ſich
zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes am Ballonplatz
einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen
Schulpflichtigen müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am Ballon=
platz
ſtellen.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnen=
den
Schüler aus den drei Jahrgängen 1910, 1911 und 1912 haben
ſich Montag, den 14. d. Mts., 4 Uhr nachmittags, in der Turn=
halle
des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße Nr. 42 einzufinden.
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages= und Abend=
klaſſen
; die Unterrichtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit
zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags gelegt werden. Die Klaſſen, in
denen Zeichenunterricht iſt, haben wochentlich 9 Stunden, die übrigen
Klaſſen 7 Stunden Unterricht.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter
und Bauhandwerker wird von einem Maſchinentechniker und
einem Architekten erteilt, in der Konditorfachklaſſe unterrichten
in Zeichnen, Modellieren und Gewerbekunde zwei Konditoren.
Den Unterricht im Fachzeichnen in der neu eingerichteten
Schneiderfachklaſſe erteilt ein der Innung angehöriger Meiſter.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1910,
1911 und 1912, die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule
befreit ſein wollen, haben auch wenn ſie ſchon um Befreiung bei
Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind in den Turnhallen
der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 14. d. Mts.,
nachmittags präzis 5 Uhr bezw. 4 Uhr, zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch
diesmal das Vertrauen aus, daß ſie den großen Nutzen des der
männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen Fortbildungsunterrichts
erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke der Schule
durch Ueberwachung des Schulbeſuches und Anſpornung der Schüler
zur Folgſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer der Schule, ſowie zu
Fleiß, Ordnung und guter Sitte in und außerhalb der Schule zu
fördern.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
(20815sms
Dr. Gläſſing.

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Das Wintersemester beginnt
Dienstag, den 8. Oktober.
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in der Instrumentenschule: Donnerstag, den 10. Oktober.
Vollständige Ausbildung in allen Fächern der Musik.
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Einzel- u. Klassenunterricht je nach Wunsch. Schriftliche oder mündliche An-
meldungen
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12½ Uhr. Prospekte kostenfrei durch die Direktion, die Musikalienhandlungen u. das Verkehrsbüro,

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ſchinenbauer
am Montag, den 4. November 1912; Schulaeld
40 Mk. Abteilung für Dekorationsmaler am Freitag, den 1. No=
vember
1912; Schulgeld 30 Mk. Die Direktion der Schule iſt be=
rechtigt
, Maler= und Weißbinderlehrlingen, die drei Winter hindurch
die Fachſchule für Dekorationsmaler der Tagesſchule beſucht haben,
ein Abgangszeugnis auszuſtellen, dem gemäß der Entſchließung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 30. Mai 1908 die Wirkung der Zeug=
niſſe
über das Beſtehen der Geſellenprüfung beigelegt iſt. (§ 134
Abſatz 2 der Gewerbeordnung.) Programm und jede weitere Aus=
kunft
durch die Direktion.
Anmeldung möglichſt bald an die Direktion der Gewerbe=
ſchule
Darmſtadt (Nieder=Ramſtädterſtr. 8) erbeten.
Darmſtadt, im September 1912.
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Der Vorſitzende des Aufſichtsrates:
Der Direktor:
Jäger.
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ſtaatliche Anſtalten vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl
ermöglicht eine durchaus perſönliche Behandlung; daher aus=
gezeichnete
Ergebniſſe.
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beſten Erfolge zu verzeichnen. Nähere Mitteilungen, Prüfungs=
ergebniſſe
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

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Nummer 235.

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Der luſtigſte von allen war jetzt Peter Geißler. Nein,
er wollte gewiß nicht dem Freunde durch Trantümpelei
den heutigen Tag trüben. Es ſollte kein Menſch ahnen
und wiſſen, wie es ihm eigentlich zumute war. Und
immer toller wurden ſeine Späße und Einfälle.
Anfangs hatte ſich Chriſta über ihn amüſiert und
herzlich gelacht. Dann aber war ſie ernſt geworden und
hatte den Freund prüfend betrachtet.
Peterchen, Sie gefallen mir gar nicht! ſagte ſie plötz=
lich
leiſe zu ihm.
Das weiß ich ja längſt!
Nein! Sie geben ſich anders, als Sie ſind., Das
paßt nicht zu Ihnen!
Ich paſſe überhaupt zu niemand!
Danke fürs Kompliment.
Aergern Sie mich nicht!
Sie ſind jetzt ungezogen. Chriſta wandte ſich leicht
von ihm ab.
Fräulein Chriſta? Bitte, ſeien Sie wieder gut! Und
als Chriſta nicht zu hören ſchien, wagte es Peter Geißler,
Aganz leiſe über die feine, ſchmale Mädchenhand zu ſtrei=
lcheln
, die da neben ihm auf dem Tiſchtuch lag. Ich
itte herzlich, ſeien Sie wieder gut! Denken Sie an das
leine Verschen, das Sie mir neulich ſagten:
nd wenn der Freund Dich kränkt, verzeih’s ihm und
verſteh:
Ps iſt ihm ſelbſt nicht wohl, ſonſt tät er Dir nicht weh.
Sehen Sie, nun können Sie auf einmal betteln und
hitten. Chriſta war bei der Berührung ihrer Hand rot

geworden! Alſo, ich will wieder gut ſein. Offen ge=
ſtanden
, wenn ich nicht wüßte, daß in der rauhen Schale
ein guter Kern ſteckte
Nein, ein Teufel ſteckt drin, ein hundsgemeiner Kerl.
Kennen Sie das Märchen vom Schweinehirten, der ſich
in eine Prinzeſſin verliebte?
Peter Geißler. Ich nehme Ihnen das Glas weg.
Sie wiſſen nicht mehr, was Sie ſagen.
Ja, es ſcheint ſo, als hätte ich den Verſtand ver=
loren
, nicht wahr?
Ich weiß gar nicht, was heute in Sie gefahren iſt!
Und gerade heute. Es iſt etwas ſo Schönes, mich ſo Be=
glückendes
, was ich Ihnen ſagen wollte. Denken Sie ſich,
Joachim war neulich mit mir bei Reinhardt. Er hat mich
geprüft und als Schülerin angenommen. Nun ſoll mein
Traum Wirklichkeit werden: Ich werde Künſtlerin!
Sie werden Karriere machen, Fräulein Chriſta, denn
Sie ſind ſchön berauſchend ſchön! Nicht als Kompli=
ment
ſagte das Peter Geißler, ſondern als nüchterne Be=
ſtätigung
einer Tatſache, und doch errötete Chriſta dun=
kel
. Es war das erſtemal, daß ſie etwas derartiges von
ihm hörte.
Und Peter Geißler fuhr fort mit bitterklingendem
Tone, halb als wenn er zu ſich ſelbſt ſpräche: Schönheit
iſt die Hauptſache für eine Schauſpielerin. Dann kom=
man
gute Konnexionen und zuletzt erſt das Talent.
Chriſta ſah ihn erſchrocken an.
Aber wie können Sie das ſagen, und in dieſem Ton!
Gerade bei Ihnen, dachte ich, würde ich Verſtändnis fin=
den
, und nun nehmen Sie mir alle Freude an meinem
zukünftigen Beruf.
Das will ich nicht aber Sie werden es an ſich
ſelbſt erleben! Oder nein, geb’s Gott, lieber nicht! Drum

wollen wir anſtoßen auf eine erfolgreiche Zukunft durch
ihr Talent. Er ſtieß mit Chriſta an. Was hatte er denn
nur? Sie verſtand den Freund nicht!
Alſo ein Hoch unſcrer beiderſeitigen Berühmtheit,
oder wenn Ihnen das lieber iſt, der Erfüllung un=
ſerer
Wünſche, ſagte ſie.
Da leuchteten Peter Geißlers Augen auf.
Auf die Erfüllung unſerer Wünſche, Fräulein
Chriſta! Topp! Das war ein rechtes Wort zu rechter
Zeit! Mit einem Zug trank er ſein Glas aus und warf
es an die Wand, daß es klirrend zerſchellte.
Erſchreckt fuhr Papa Jerling, der ſich eben mit Ada
und Joachim unterhielt, zuſammen.
Müſſen Sie denn immer Radau machen?
Ja, immer. Dann iſt mir überhaupt erſt richtig
wohl. Wenn ich froh bin, äußere ich ſo meine Freude,
und wenn ich traurig bin, meinen Schmerz.
Jetzt war es doch wohl Freude? fragte Chriſta.
Gepaart mit Schmerz!
Nanu?
Jawohl! Abſchiedsſchmerz. Ich hab’ ſoeben einen
Entſchluß gefaßt. Ich mach’s wie das junge Paar. Ich
reiſe!
Sie wollen fort?
Bebte die weiche Mädchenſtimme wirklich, als ſie es
fragte, oder kam es Peter Geißler nur ſo vor?
Ja, ich will nach München und dann nach dem
Süden. Die Berliner Luft bekommt mir nicht, ſie macht
mich träge, faul! Ich fühl’s, ich muß fort, ich muß ſchaf=
fen
, arbeiten ich habe mir ein hohes Ziel geſteckt und
will’s erreichen! Und, beim allmächtigen Gott ich
werd’s erreichen.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 20.

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haben sich schnell und gern
zu der Ansicht bekehrt, daß der
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deres
ist. Er Kann niemand enttäuschen.

(20749M)

Er reckte ſeine hohe Geſtalt, ſeine Bruſt dehnte ſich,
etwas Entſchloſſenes kam in ſeine Züge und ſeine ſonſt ſo
träumeriſchen, blauen Augen wurden hart wie Stahl.
Und wann wollen Sie reiſen, fragte Chriſta müh=
ſam
und ſchwer.
Morgen!
Morgen! Mechaniſch wiederholte ſie das Wort und
ſenkte die Augen. Warum ruhten Peter Geißlers Blicke
ſo fragend, ſo bittend auf ihr? Wenn er ſie wirklich
liebte, warum ging er? Hatte ſie ſich wirklich getäuſcht?
Hatte ſie für Liebe gehalten, was nur Freundſchaft war?
Würden Sie ſich freuen, Chriſta, wenn ich bald
wiederkäme?
Gewiß, denn einen wahren Freund findet man im
Leben ſo ſelten, ſagte ihre Lippen, aber ihr Herz rief:
Warum geſt Du überhaupt? ich habe Dich doch ſo lieb
bleibe!
Aber Peter Geißler hörte nur das, was die Lippen
ſprachen. Erbleichend zuckte er zuſammen. Er hatte es
ja geahnt und gefürchtet.
Das junge Paar brach bald auf. Es wollte für ein
paar Tage in die Sächſiſche Schweiz fahren. Der Ab=
ſchied
, auch von Peter Geißler, den ſie bei ihrer Heimkehr
nicht mehr in Berlin finden ſollten, war ein herzlicher
und warmer.
Vom Fenſter aus winkten die drei Zurückbleibenden,
als Joachim und Ada unten auf der Straße die Droſchke
beſtiegen hatten, den Davonfahrenden nach.
Chriſta ſtand mit Papa Jerling, der noch in Berlin
blieb, um die letzte Hand an die Einrichtung des Heims

des jungen Paares zu legen, an dem einen Fenſter.
Peter Geißler lehnte an dem andereß.
Plötzlich ſchlang Chriſta beide Arme um den Hals
des alten Herrn und weinte bitterlich.
Na, na, na, Mauſelchen. Warum denn weinen und
ſchreien. Die beiden da fahren doch ihrem Glück ent=
gegen
. Aber Chriſta weinte immer heftiger.
Aber, Kindchen, Sie ſind ja ganz außer ſich! Ja,
die Nerven, die Nerven, die wollen nach der Krankheit
doch noch nicht ſo recht mittun.
Ach, Papa Jerling, ich fühle mich nun ſo grenzenlos
einſam und verlaſſen!
Einſam und verlaſſen? Du lieber Gott! Der alte
Herr ſchluckte und würgte, um nicht ſelbſt zu weinen.
Wer war es denn jetzt mehr in dieſem Augenblick, als
er? Jetzt, wo ſein Kind, ſein einziges Kind, mit dem
Mann ſeiner Liebe hinaus in die Welt zog, und er,
der Vater, allein für immer zurückblieb? Aber er faßte
ſich. Sie werden ja mit ihnen ziehen, mein Kind, und
bei ihnen wohnen! Und was mich anbelangt: Einſam
und verlaſſen, nein, das ſind wir nicht! Auch in der Tren=
nungsſtunde
müſſen wir das dankbar bedenken, ſo lange
es in der Ferne noch Herzen gibt, die uns liebend mit
ihrer ganzen Sehnſucht und Stärke umfaſſen und treu
für uns ſchlagen!
Haha, ſehr gut! Papa Jerling als Apoſtel der Liebe!
Fein haben Sie gepredigt, Alterchen! Aber Liebe iſt Un=
ſinn
, Mumpitz, Gefühlsduſelei. Es gibt arme Teufel ge=
nug
, die an ihre Exiſtenz nicht glauben.
Peter Geißler rief es. Es ſollte luſtig klingen, aber
es klang hart und bitter

In einer halben dritten Etage der hübſchen villen=
artigen
, in grüne Gärten eingebetteten Häuſer Frieden=
aus
, des bekannten Vororts von Berlins, lag die Inſel
der Seligen, ſo nannte in all ihren Briefen an den fernen
Vater, der, nachdem er ſeine Kinder noch nach ihrer Hoch=
zeitsreiſe
in Berlin begrüßt hatte, abgereiſt war, Frau
Dr. Ada von Leerſen ihr Heim.
Unendlich behaglich, mit künſtleriſchem Geſchmack war
es ausgeſtattet. Soweit es in ſeinen Kräften ſtand, hatte
der alte Jerling jeden Wunſch ſeiner Einzigen berück=
ſichtigt
und mit feinem Verſtändnis den Rahmen gewählt,
in den Ada mit ihrer Eigenart hineinpaßte. Er hatte
es ſich zur Bedingung gemacht, daß Joachim und Ada
mit der fertigeingerichteten Wohnung überraſcht würden.
Erſt nach der Hochzeitsreiſe ſollten ſie ſie betreten. Schon
vor der Hochzeit und dann, während das junge Paar auf
der Hochzeitsreiſe war, hatte er mit Chriſta, die ihm
treulich half, viel zu tun.
Die Wohnung muß das Gepräge der Menſchen
tragen, die darin wohnen, Kindchen, hatte er gleichſam
wie entſchuldigend zu Chriſta geſagt, als ſie ihn wegen
ſeiner allzu großen Verſchwendungsſucht ſcherzend aus=
zankte
. Wir wollen uns verbünden und nichts davon ver=
lauten
laſſen, was es koſtet, bat er oft, wenn ſie zuſam=
men
die Läden durchſtreiften, und er irgendeine Vaſe,
eine Bronze oder irgendeinen anderen Kunſtgegenſtand
kaufte, der ihm beſonders gefiel und deſſen Preis Chriſta
zuweilen recht hoch dünkte.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 235

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 21.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

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Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.

Alſo ich will dorchaus net vorgreife, un will derr
Ihne alles de Reih nooch un vum vorderſte A’fang a’ ge=
nau
, un nooch beſtem Wiſſe un Gewiſſe, un uff Ehr un
Seeligkeit, ſo wie’s ſich’s zugetrage hat, verzehle, awwer
deß ſag ich Ihne im Voraus un ſoviel ſind die Werſcht im
Keſſel: aamol uff ere Herſchbrunſt un net mehr!
Un wege meiner darf mich jetzt aaner mit eme gepol=
ſterte
Automobbel enausfahrn un wann er meintwegen
noch zwaa Gail devor ſpanne dhut, um damit daß es
ſchneller gingt, ich mach net mehr mit, ab un en Walzer,
ich mach im Lewe net mehr enaus, nachts in de Wald
wege dere Herſchkreiſcherei.
En Eid hab ich mer druff gelegt, aamol un net wid=
der
, un wann aaner extra dodewege e halbdutzend gute
Hoſe a’ziehn dhut un ſtibbuliert am Jorjebrunne e
ganz Subbee un Kunnjack un Schnabs un belegte Kaw=
wallerie
=Breedcher mit Schinke druff un Worſcht, un wann
ſich ſogar aaner erwaaſche leßt un kredenzt en ganze Lim=
borjerſchweinedarm
mit Muſik und Freilaaf ich geh
net mehr mit uff de Herſchbrunſterei. Net for e ſcheel
Gaas.
Un wann meintwegen em Herr Großherzog ſei Herſch
en Mennerkohr grinde un halte Singſtund ab un ſtudiern
die neunte Sinnfonie vum Oskar Strauß und ver=
arrangſchierne
Wohltädigkeitskunzert nooch beriehmtem
Muſter un zum Beſte vun de notleidende Schambannjer=
fawrigande
, weil die dorch die Fleiſchnot bereits an
Unnerernährung leide un ſich kaum noch uff de Baa halte
kenne, weil ſe bei ihre aſtrengende Arweit kaa Fleiſch
mehr uff de Diſch krieje, als wie hechſtens morjens e paar
Ruhmſtickelcher odder ſo was, un mitdags e bische was
Gebradenes un awends hechſtens e paar kalte Bladde un
fo; un im iwrige miſſe ſich im Notfall mit Wildbredder
begniege un miſſe ſich vun gewixte Heringseier ernehrn,
die wo ſie zu ihre druckene gereeſte Kriſtcher Brod eſſe
ja, un wann ich aach ei’ſeh, daß deß kaa Fudder is for
Säckfabrigande, die wo ſo ſchun ſo ſchwer ſchaffe miſſe,
un wan ich aach zugeb, daß da e Wohltädigkeitskunzert
entſchiede a’gebracht is, un daß da die Mendel der kriſt=
liche
Nächſtenliewe drum gehenkt werrn miſſe, un daß da
die wohltädige Wohltädigkeit in erſter Linie ei’ſetze muß,
wann des Schambannjergewerwe net zu Grund geh ſoll,
un daß mer em Herr Großherzog ſeine Herſch nor dank=

bar ſei kann, wann ſe ihr Kunſt in den Dienſt der guten
Sache ſtelle wolle dhun, awwer ich ſtreik! Ab, kaa
zehe Gail brechte mich noch emol enaus in de Pack, ſelbſt
dem wohltädige Zweck zulieb net un wann mer meint=
wege
die ganze Schambannjerfritze bees werrn und dhete
brotze un dhete ſage: ſo un ſo, un gell for die annern
notleidende Brieder, die wo’s net ſo nehdich hette, wie
mir, wie for die Saigling un ſo, gell do werd gewohl=
tädigkeit
, un for uns hatt mer nix iwrig un mir Säck=
fawrikante
mir kenne verhungern, awwer mir werrn aach
viſſe, was mer zu dhu hawwe, un mir mache eifach kaan
Schambannjer mehr, un wann Deitſchland nachher net
mehr Hurrah un Hoch un ſo kreiſche kann, dann ſoll uns
nor aaner kumme un ſoll fage ſo un ſo. . . ." Alſo deß, es
is mer alles dutt mem ſchoos, ich hab die Nas voll vun
de Herſchbrunſt, un wann die Herrn Herſch uff mich
reflekdiern bei ihrm Kunzert, dann kenne ſe’s an de
Nagel henke.
Iwwrigens, zu was brauch ich aach awends do
enaus zu dabbe wege dene äbſche Herſch ihrm Gekriſch,
ich kann mer des Vergniege dehaam leiſte, gottſeidank,
indem ich nehmlich e Bladd uff meim Grammofohn hab,
wo die Herſchbrunſt druff is, mit Mennerkwardätt=
un
Waldhernerbegleidung im Hinnergrund, un do kann
ich mich gemietlich uff mei Kannabee ſetze un kann die
Herſch brille loſſe, ſo oft ich will, un wann ich will, un
ſo langs bollezeilich genehmigt is. Un ich brauch mer
debei net des Mak in de Knoche zu verfriehrn un brauch
mer en Schnubbe zu hole ſo groß wie e zwaaſtöckig
Aaafamilljehaische un brauch mer in dem ſticke dunkelige
Wald en Baam wedder die Schaal zu renne, daß mer
heit noch de Kobb brummt, als dhet e Dutzend Brobäller
drinn erum ſchnorrn.
Awer no, was dhut mer ſchließlich net ſeine gute
Freunde zulieb un in Bezugnahme vun de geſellſchaft=
liche
Verflichtunge, die wo uff aam laſte dhun, dann wer
ewe aiß’ſt e bische was ſei will, der muß ſich ſchun emol
an eme Herſchbrille beteiligt hawwe. Deſſentwege hab
ich aach gedenkt, ich weer deß Obfer meine ſchriftſtelle=
riſche
Ehr un meim ſchornaliſtiſche Ruf ſchuldig, indems
nemlich aach bei uns Schriftſteller haaße dhut: noweläß
obliſch! Un mei annern Kolleſche vum Bau, die mache
als hie un do emol ſo e klaa Exbeditziönche mit, nooch
Tibett, odder an de Siedbohl odder ſo wohin; es gibt
gach Schornaliſte, die ſin ſchun emol in ere gedraamte
Flugmaſchin gefahrn, wann ſie ſich noch erinnern kenne,
noch annern ſogar in eme werkliche Zebbelin, un neilich
hott ſich ſogar aaner am Blinddarm obberiern loſſe, um
Stoff zu krieje for en gemiedvolle Fölljetongadickel. Ja,
deß Schriftſtellerſei hott wos uff ſich, un deſſentwege
hab ich aach gedenkt, es weer am End vun Vorteil, wann
ich emol an ſo ere Herſchbrunſt=Exbeditzion daal nemme
dhet. Freilich, die Geſchicht is mit emenend große Ge=
fahrn
verknibbelt un mer kann dodebei ſei Lewe uff’s
Spiel ſetze, denn ſo Herſche, die verſtehn kaan Spaß, un
wann mer es bische wedder ſe kimmt, dann ſpiele ſe
gleich de Beleidichte un werrn grob un ſo. E Herſch=

eſſe is, wann’s valleicht aach gefehrlicher klingt, deß is
awwer jedenfalls erheblich weniger mit gefehrliche Ge=
fahrn
verbunne, obgleich mir’s zwar aach ſchun miſſerawe=
lich
bekumme is un is mer drei Dag lang uffgeſtoße.
Bei eme Herſcheſſe kimmts aach ſchließlich blos uff
en gute Mage a’, wehrendem bei der Herſchbrunſt, do
muß mer for alle Dinge Geiſtesgegewadd hawwe un
muß die Siddewatzion auszunutze verſteh. Un ich weer
gach net allaans enaus, wann mer net zu acht geweſe
weern. Newebei bemerkt, wars aach Vereinsbeſchluß,
un dodegege kann mer ſich net embern un wann’s zwaa
Mak koſt, indem mer nemlich ſunſt nix gilt unner ſeines=
gleiche
un mer werd iwwer die Achſel a’geguckt un ſo.
Un zum allgemeine Beſte, un damit die Leit wiſſe, wos
ſe vun ſo ere Herſchbrunſt zu halte hawwe, will ich Ihne
jetzt emol den ganze Schwindel wohrheitsgemäß ver=
kleeſe
.
Alſo mir hatte uff unſere letzte Monatsverſammlung
vun de Stammdiſchgeſellſchaft Griffelheesche beſchloſſe,
uns in Korberee an de dißjährige Herſchbrunſt zu betei=
lige
. Unſer Vereinsdiener, der aach gleichzeitig des Amt
pum Vergniegungs=Ausſchuß verſieht, der hatt die Sach
a’geregt un die Leidung vun dere Exbeditzion iwwer
numme. In ere achtköbbige Bräck, wo unſer Verein grad
eneigebaßt hatt, bis uff unſerm zweite Vorſitzende ſeim
unvorſchriftsmäßige Frikadellebauch, der wo iwwerall im
Wähk is, ſin mer dann gemiedlich enaus gegondelt.
Am Jorgebrunne ſind mer dann aus dere Kaleſch
erausgekrawwelt un hawwe unſer ſteife Baa
mit eme Werfche Kunjack widder gelehm gemacht. Un
deß is emol klar, wo e par deitſche Brieder beiſamme ſin
un ſie ſehe e paar Beem uff eme Butze beinanner ſteh, do
werd aach des ſcheene Lied a’geſtimmt: Wer hatt dich,
du ſcheener Wald. Noochdem mer dann den Kohr in die
Nacht eneigeſchmettert hatte, ſin mer dann losgedibbelt,
zwiſche de Beem erum, hin un her, awwer vun Herſche
hawwe mer net die Spur geſehe. Die hawwe ſcheints
gemerkt, daß ſe uns im brille doch noch kaa Kongkuh=
renz
mache kenne. Wie mer awwer noch ſo beiſamme
ſteh, richdich, da heern mer uff aamol ganz in unſere
Neh aan kreiſche, mir derr alſo korraſchiert druff zu, un
was mane Se, ſteht do ja ſoe Meſſeler Kummbier hin=
ner
me Baam un hott ſoe groß Babbedeckelfoatz un
makiert die Herſchbrunſt. No, wie ich gemerkt hab, daß
es kaa richdicher Herſch war, do bin ich awwer uff en zu
un hab em de Staar geſtoche. Sie iwwerrickſer Gauck=
ler
, hab ich zu em geſagt, wie kenne Se ſich unnerſteh
un kenne die Leit do eraus uhze mit ihne ihre ſchläächte
Foatz, ſie Ochſeblotſcher; hawwe Se iwwerhaubt en
Kunnzertſchei?
No, wie ich ſo ennerſchiſch mit em verfohrn bin, hott
er ſich ſchläunigſt aus de Aeſt gemacht, un des war aach
ſei Elick, dann wann unſer erſter Schriftfiehrer an en ge=
rickt
weer, der hett em jedenfalls was annerſter geſagt,
dann der verſteht ſich net ſo gebild auszudricke, als wie
ich, der werd nemlich immer gleich grob.

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Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 23.

Wie ich mich awwer jetzt umguck, ſeh ich, daß mich
mei Freunde ganz allaans geloſſe hawwe. No. hab ich
gedenkt, deß kann gut werrn, dann als verheirader
Familljevadder mutterſeelig allaans bei dene Herſche
erum zu mache, is ſchließlich kaa Eſſig. Korraſchiert bin
ich derr Ihne jetzt ſchnell de Schoſſee zu gelaafe bauf,
do kimmt mer ſo e verflixt Worzel zwiſche die Baa un da
hab ich geleje. No, deß ſin awwer aach werklich kaa Witz
un kaa Späß, un wann mer in eme Verein is, kann mer
doch verlange, daß aam ſei Freunde beiſteh in Nod un
Gefahr.
Ich hab mich alſo widder uffgerabbelt un die
Hoorn ſtehn mer heit noch aanzling in die Heeh, wann
ich dro denk, ſteht derr Ihne jo uff aamol e richdicher
werklicher Herſch vor mir, e Mordskerl, ſo groß wie em
Größmann ſei hölzerne Karreſſelgail un mit eme Geweih
uff em Kobb, wiee ausgewachſener Klaader=
ſtender
. Es war gornet zu verkenne, des Dier hatt
beeſe Abſichte mit mer im Schild, es hott die Aage uff=
geriſſe
un hott en ferchterliche Kriſch ausgeſtoße, wie’s
awwer dann widder raſch nooch Adem geſchnabbt hott,
bin ich ſchnell hinner en Baam geflicht deß wor
Kurraſch! hab ich zu mer ſelwert geſagt. Mei Herſch is
awwer jetzt widder langſam uff mich zu kumme un hott
mit ſeim äbſche Geweih immer nooch mer gegiekſt, un ich
bin ſo, ſo kitzelich. No wie mer uns ſo e vertel Stund
lang um den Bam erum enanner noochgemacht ſind, do
hob ich zu em geſagt heern ſe uff, hab ich geſagt, ich
kann des Lache net mehr halte‟.
Ei ich glaab mir dhete heit noch um den Bam erum

mache, wann mer nett uff aamal e ſchenialer Gedanke
kumme weer. Ich hab korz entſchloſſe in mein Sack ge=
griffe
un hab mein Verſicherungstarif eraus gezoge un
hab zu em geſagt: Erlaawe Se giedigſt, Herr Herſch,
ſin Se ſchun in de Läwensverſicherung?
Wie awwer mei Herſch deß Wort heert Läwens=
verſicherung
, macht er uff em Dobſch erum un fort wor
er. Vun de Fern hab ich en noch emol ſo dräckig lache
heern.
No wie ich zu meine Freunde kumme bin, hott mer’s
nadierlich kaaner glaawe wolle, wos ich mit dem Herſch
erlebt hab, die hawwe ſchee in de Bräck geſotze un hawwe
Kunnjack gebafft, die Schläächtkebb. Awwer dene kann
mer jo nix verzehle, die glaabe, es weer immer alles ge=
loge
, deſſentwege verzehl ich’s nor Ihne ganz allaa un
Sie braiche kaan Gebrauch devo zu mache. Behalte Se ’s
for ſich, un wann Se aach emol uff die Herſchbrunſt geh
wolle, dann bleiwe Se liewer dahaam, dann alles, wos
do driwwer verzehlt werd, is fauler Zauwer. R. Sch.

Literariſches.

Zaubereiund Hexenprozeß von Dr. Jul.
Dumcke. Bibliothek Auguſt Scherl, Berlin. Geb. 1,50
Mark. Der Verfaſſer geht dem alten Glauben an die
Bezwingung überirdiſcher Gewalten durch Zauberei und
Hexerei nach, unterſucht ihn von ſeinen Uranfängen an
und verweilt dann bei den Einzelheiten des Zauberglau=
bens
, den Hexenprozeſſen, dieſer gräßlichen Verirrung der
Vergangenheit. Das ebenſo feſſelnd wie gründlich ge=
ſchriebene
Buch beſitzt gegenüber ähnlichen Werken den

Vorzug größter Biligkeit. Es wird von den vielen Lied=
habern
kulturgeſchichtlicher Lektüre ohne Frage freudig
begrüßt werden.
L. Thelemanns Verlag in Weimar bringt jetzt auf
vielſeitigen Wunſch eine neue, ganz weſentlich vermehrte
Geſamt=Ausgabe der Schnetzchen on
Schnarzchen in Thüringer Mundart von
Otto Kürſten, Direktor der Königin Luiſen=Schule in
Erfurt heraus. In derſelben wird nun der Verfaſſer alle
die heiteren Kinder ſeiner Muße, ausgezeichnet durch
natürlichen, ſonnigen Humor und die längſt bekannte,
meiſterliche Beherrſchung des Dialektes, die bisher ver=
ſtreut
waren, vereinigen. Die Ausgabe wird etwa acht
Bändchen zu je 50 Pfg. umfaſſen; der erſte iſt ſoeben er=
ſchienen
, die weiteren werden in zweimonatigen Pauſen
folgen.
Federzeichnen. Das Federzeichnen wird nicht
bloß für techniſche, ſondern auch für künſtleriſche Darſtel=
lungen
immer mehr geſchätzt, findet es durch die neuen
Reproduktionsverfahren doch immer mehr praktiſche Ver=
wertung
. Die Technik des Federzeichnens wird in den
neun trefflichen Heften der Sammlung Federzeichnen
(Verlag von Otto Maier in Ravensburg, Preis pro Heft
1 Mark) in vorzüglicher Weiſe dargelegt, hauptſächlich
wird eine klare, einfache Darſtellung gezeigt, die eine
ſchöne Wirkung mit einfachen Mitteln ergibt. Den zahl=
reichen
Vorlagen iſt außerdem eine ſachlich geſchriebene
Anweiſung beigegeben, die viele Winke für den Anfänger
enthält. Jedes Heft enthält acht Tafeln. Für ſolche, die
ſich ſelbſt in den Darſtellungen ohne Unterricht einüben
können, ſind dieſe Vorlagen ſehr geeignet.

INTER-
WarloNAlE
IAVGIENE-
Aosrettone
VORETDEN

rotz der enormen Verbreitung von Persil gibt es noch manche Hausfrauen, die noch immer nicht
die hervorragenden Eigenschaften dieses modernen selbsttätigen Waschmittels voll auszunutzen ver-
stehen
. Vor allem merke man sich, dass irgend ein Zusatz von Seiſe, Seiſenpulver etc. überflüssig
und zzwecklas ist. Im Ubrigen halte man sich an ſolgende bewährte

Aebtddels

Man löst Persil in kaltem oder lauwarmem Wasser durch Umrühren im Kessel auf;
dann die Wäsche soſort hineintun, zum Kochen bringen und nur einmal ½ ½ Stunde
unter zeitweiligem Umrühren am Kochen halten. (Bei besonders schmutziger Wäsche
empſiehlt sich vorheriges Einweichen in Henkel’s Bleichsoda). Nach dem Kochen läßt
man die Wäsche einige Zeit (am besten über Nacht) in der Lauge stehen; sie ist danw
rein und blendend weiß. Zum Schluß wird die Wäsche in klarem, möglichst in
warmem Wasser sorgfältig ausgespült.

Der Erfolg ist überraschend!

Alle Schmutz-, Staub-, Schweiß-, Fett-, Kakao-, Tee-, Blut-, Tinten-, ja sogar alle Obst=
ſlecken
sind spurlos verschwunden. Rasenbleiche ist nicht nötig, da Persil der Wäsche
nicht nur die blendende Weiße, sondern auch den frischen duſtigen Geruch der
Rasenbleiche verleiht. Dies ist besonders vorteilhaſt für die Reinigung der meist
scharf riechenden Kinderwäsche.
fiber noch einen weiteren Vorzug besitzt Persil! Wie durch wissenschaftliche bakteriologische Vere
suche ſestgestellt ist, wirkt Persil stark desinſizierend und zwar schon bei der niedrigen Temperatur von
3040 Grad. d. h. beim Waschen in handwarmer Lauge. Dies ist besonders wesentlich für das

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Waschen von Bunt- und Wollwäsche,

die bekanntlich nicht gekocht werden darf und deshalb in Erkrankungsfällen gern zur Trägerin von Krank-
heitskeimen
wird. Während sonst oſt recht umständliche Desinſektionsvorbereitungen getroffen werden
mußten, genügt jetzt einſaches Auswaschen in handwarmer Persil-Lauge, um etwaige Krankheitserreger zu
beseitigen; die Desinſektion ist vollständig. Fürwahr
ein einfaches und müheloses Waschverfahren,
dessen ungefährliche und garantiert unschädliche Anwendung Persil den Vorzug sichert gegenüber der bis=
berigen
umständlichen, kostspieligen und zeitraubenden veralteten Waschmethode.
Erhältlich nur in Originalpaketen, niemals lose.

aul der Intermstonalen
Hygiene-Ausstellung
Dresden 1911

[ ][  ][ ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

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Sohand
Anzeiger.
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
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Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 25.

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Seite 26.

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[ ][  ][ ]

Nummer 235.

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Nr. 26. (14409E

[ ][  ][ ]

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nuchdruck verboten.

Gibts Krieg? Die Balkanwirren und ihre Erregungen.
Deutſchlands und Berlins wirtſchaftliche Intereſſen.
In den Geſandtſchaften. Vom bulgariſchen Geſandten
Die Herbſtflugwoche und deren Ergebniſſe. Haus=
frauenſorgen
. Groß=Berliner Teuerungskonferenz.
Die Ausſtellung altoſtaſiatiſcher Kunſt. Was ſie uns
bietet. Fremde Kulturen. Im Schulteſchen Kunſt=
ſalon
. Karl Schuch und Lovis Corinth. Aus dem
Theaterleben.
Gibts Krieg? Immer wieder wird hier die
Frage aufgeworfen und beherrſcht faſt alle Geſpräche. Die
von den Zeitungen ausgegebenen Extrablätter über die
fortſchreitenden Mobilmachungen und die Kampfſtimmung
der Balkanvölker werden den Verteilern aus den Händen
geriſſen und ſofort eifrigſt geleſen, wobei ſich auch zwiſchen
Unbekannten allerhand Unterhaltungen entſpinnen über
die Vorgänge da unten und über die Zufälle und Mög=
lichkeiten
eines eventuellen blutigen Ringens zwiſchen
Kreuz und Halbmond. Den Endpunkt bildet faſt immer
die erregte Erörterung, ob nicht ſchließlich auch Deutſch=
land
noch in den Wirrwarr hineingezogen wird, falls es
nicht gelingt, den Krieg auf ſeinen eigentlichen Herd zu be=
ſchränken
. Auf jeden Fall aber wird unſer Fi=
nanz
= und Wirtſchaftsleben erheblich berührt, wie
dies ja ſchon der Börſen=Barometer, der plötzlich
auf ſchlecht Wetter ſank, bewieſen. Viele Millionen
deutſchen Kapitals ſind ja ganz beſonders in türkiſchen
Werten angelegt, aber auch die Ausfuhr nach den Balkan=
ſtaaten
und der Türkei Deutſchland führte im letzten
Jahre allein nach Bulgarien für etwa 30 Millionen Mark
aus wird eine jähe Unterbrechung erfahren, die mit
ſchweren Verluſten auch für den Berliner Handel und
Wandel verbunden iſt.

Man kann ſich denken, wie lebhaft es jetzt in den hie=
ſigen
Geſandtſchaften der betreffenden
Staaten zugeht. In Scharen ſtellen ſich die zu den
Fahnen gerufenen Reſerviſten ein, um nähere Auskünfte
über die beſten Zugverbindungen nach der Heimat und
oft auch um die nötigen Barmittel zur Fahrt zu er=
halten
. Depeſchenboten löſen ſich ab, auch abenteuer=
luſtige
frühere Soldaten und Offiziere klopfen mit Er=
kundigungen
an, ob man ihre Dienſte nicht gebrauchen
kann, werden aber höflich abgewieſen; daneben fehlts
nicht an Unternehmern und Vermittlern aller Art, die mit
hunderterlei Anerbietungen für Armeebedarf und der=
gleichen
kommen, in der Hoffnung, ein gehöriges Profit=
chen
machen zu können. Nur der türkiſche Botſchafter und
der bulgariſche Geſandte ſind gegenwärtig in Berlin an=
weſend
; die Geſandtſchaften Griechenlands und Serbiens
Montenegro beſitzt überhaupt eine ſolche nicht hier,
nicht einmal ein Konſulat ſind ſeit längerer Zeit un=
beſetzt
, ſie werden durch jüngere Geſchäftsträger ver=
waltet
Der türkiſche Botſchafter Osman Niſami
Paſcha hat kaum die fünfziger erreicht und macht per=
ſönlich
einen liebenswürdigen und eleganten Eindruck:
vom Alttürkentum hat er nichts an ſich, er gehörte von
Anfang an zur jungtückiſchen Partei und vertrat energiſch
deren Intereſſen in Konſtantinopel. Eine ſehr feſſelnde
Erſcheinung, ſicher und weltgewandt, iſt der bulgariſche
Geſandte Iwan S. Guéchow der ſeit drei Jahren
ſein Vaterland hier vertritt und ſchon einmal den Türken
eine harte Nuß zum knacken aufgegeben. Im Herbſt 1908
weilte er als diplomatiſcher Vertreter Bulgariens in Kon=
ſtantinopel
und wurde mit Abſicht ſeitens des türkiſchen
Miniſters der Auswärtigen Angelegenheiten bei den Ein=
ladungen
zum üblichen Jahresdiner der Vertreter der
auswärtigen Mächte bei der Hohen Pforte übergangen;
als Vorwand diente, daß Bulgarien im Vaſallenverhält=
nis
zur Türkei ſtände, eine unglaubliche Dummheit der
Jungtürken, die Guéchow, ein ſehr geſchickter und ent=
ſchloſſener
Mann, ſofort benutzte, um den Stein ins
Rollen zu bringen und auch die letzte Abhängigkeit Bul=
gariens
von der Türkei abzuſchütteln, unterſtützt dabei von
anderen Fehlern der türkiſchen Regierung. Wenige
Wochen ſpäter, am 5. Oktober, wurde feierlich die Unab=
hängigkeit
Bulgariens und ſeine Erhebung zum König=
reich
verkündet!
Unter den unruhigen und beunruhigenden politiſchen
Nachrichten wurde das Intereſſe für allerhand andere

Berliner Vorkommniſſe erheblich beeinträchtigt. Selbſt
die Veranſtaltungen der Herbſtflugwoche litten da=
runter
, freilich nicht minder unter der ungünſtigen Witter=
ung
, die den Wettbewerb um die mannigfachen ausgeſetzten
Preiſe ſehr beeinträchtigte. Starteten doch am erſten
Tage von 35 zugelaſſenen Teilnehmern für den Dauerflug
nur 7, und auch deren Ergebniſſe waren nicht allzu erfreu=
licher
Art. Am beſten ſchnitt diesmal ein holländiſcher
Flieger ab, der ſich auch den Höhenpreis holte und mit
ſeinem Apparat hoch oberhalb der Friedrichſtraße erſchien.
Sturm und Regen die ja leider allzu treuen Genoſſen des
Sommers und leider auch des Herbſtes, verhinderten
unſeren bekannten Herrenflieger Hellmuth Hirth, ſeinen
für den letzten Sonntag angeſetzten Fernflug von Berlin
nach Paris auszuführen, und noch iſt gar nicht abzuſehen,
wann dieſer ſeit längerer Zeit gehegte Plan verwirklicht
werden kann.
Selbſt in die Sorgen unſerer Hausfrauen
und in die Ausgabebücher der Hausherren
ſpielen die Balkanwirren hinein. Mit großer Genug=
tuung
hatte man die Regierungsmaßnahmen gegen die
Fleiſchteuerung begrüßt, zu denen ja auch die Einführung
von friſchem Fleiſch aus Serbien und Bulgarien gehörte
jetzt aber ſchließen jene Staaten die Grenzen für die
Viehausfuhr und wer weiß, wie bald ihnen Rumänien,
Rußland und Oeſterreich=Ungarn folgen. Behufs weiterer
Erleichterungen ſollen demnächſt hier eine Teuerungs=
konferenz
der Groß=Barliner Gemeinden
ſtattfinden, deren Beſchlüſſe gewiß wichtige Anregungen
für die Provinz geben dürften. Tatkräftig geiff ſofort
Schöneberg ein, das 30000 Mark zum Ankauf von Fleiſch
und Vieh bewilligte; dies ſoll den Schöneberger Schläch=
tern
zum Vertrieb übergeben werden, jedoch nur unter der
Bedingung einer beſtimmten Preisfeſtſetzung; kann da=
rüber
keine Einigung erzielt werden, ſo will der Magiſt=
rat
den Einzelverkauf in eigene Regie übernehmen, wie
dies ähnlich ſchon bei den Seefiſchen der Fall iſt. Im all=
gemeinen
halten die Verwaltungen von Groß=Berlin
daran feſt, daß der Fleiſchnot nur durch Zulaſſung der
Einfuhr aus außereuropäiſchen Ländern, namentlich von
gefrorenem argentiniſchen und auſtraliſchen Fleiſch, begeg=
net
werden könne und haben dies in einer Eingabe an den
Reichskanzler des näheren begründet.
Erregen gegenwärtig die nahen öſtlichen Länder
unſere Aufmerkſamkeit, ſo können wir uns jetzt hier auch
mit dem ferneren Oſten beſchäftigen und zwar in der die=

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Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Seite 29.

ſer. Tage eröffneten Ausſtellung altoſtaſiati=
ſcher
Kunſt in den Sälen der Akademie der Künſte am
Pariſer Platz. Es iſt eine kleine und feine Ausſtellung,
die ſich eigentlich nur an Kenner und Sammler wendet,
welche ſchon das erforderliche Verſtändnis für die einzel=
nen
Stücke, deren techniſche Herſtellung, Alter, Künſtler
und eventuell geſchichtliche, bezüglich religiöſe Bedeutung
mitbringen. Nur das Beſte vom Beſten ward zugelaſſen
in ſehr vorſichtiger Auswahl, damit nicht die Augen belei=
digt
werden durch jene bekannten Ausſchreitungen chine=
ſiſcher
und japaniſcher Kunſt, an denen dieſe von altersher
bis auf heute überreich iſt. In ſehr geſchickter Anordnung,
die jedem einzelnen größeren Gegenſtand den paſſenden
Rahmen verleiht und ihm gewiſſermaßen Beachtung er=
zwingt
, finden wir alte Stickereien aus Tempeln und Pa=
läſten
, vielerlei der ſchmalen, auf Papier oder Seide ge=
malten
, zuſammenrollbaren Wandbilder, Buddahfiguren in
Metall und Holz, auch allerhand andere plaſtiſche Werke,
dagegen auffallend wenig Porzellangeräte. Sehr ſchön
und lehrreich ſind die Sammlungen der Lackarbeiten,
Schwertſtichblätter und japaniſchen Farbenholzſchnitte,
während jene der Schauſpielermasken mehr als Kurioſi=
täten
gelten können. Gewiß, dieſe Ausſtellung iſt wich=
tig
für Kunſtgeſchichte und Kunſtgewerbe der beiden gro=
ßen
oſtaſiatiſchen Reiche, Neues gibt ſie uns nicht und
konnte ſie uns auch nicht geben. Dagegen beſtätigte ſie
wiederum die alte Erfahrung, daß dieſe Kunſt als ſolche
uns völlig kalt läßt und unſerem ſeeliſchen Empfinden
nicht das Geringſte bietet. Alles, was uns in dieſer Be=
ziehung
hier geboten wird, liegt weit ab unſeres Den=
kens
und Fühlens, es zeigt uns, welche unüberbrückbare
Kluft zwiſchen jener Kultur und der unſeren liegt, wie
unſere Anſchauungen von Schön und Erhaben ſo gänzlich
andere ſind, als jene der Aſiaten. Uns eine andere Mei=
nung
aufzuzwingen, wie es des öfteren verſucht wird und
wie es vielleicht auch dieſe Ausſtellung bezweckt, wird nie
gelingen. Dazu ſind unſere Anſchauungen glücklicherweiſe
doch viel zu geſunde.
Das merken wir ſo recht, wenn wir unſere Schritte
von dem traulichen Heim der Akademie der Künſte über
die Linden fort zum Eduard Schulteſchen Kunſt=
ſalon
richten, deſſen neue Monatsausſtellung viel Be=
merkenswertes
bietet. In erſter Linie durch eine 50 Werke
umfaſſende Sammlung von Gemälden Karl Schuchs,

jenes glänzenden Künſtlers, um den ſich zu ſeinen Leb=
zeiten
nur wenige gekümmert haben und der erſt nach
ſeinem 1903 erfolgten Tode zu der ſo ſehr verdienten An=
erkennung
gelangte. Jetzt reißen ſich alle Galerien um
ſeine Werke und Privatſammler bewerten dieſelben aufs
höchſte was ſchon daraus hervorgeht, daß von den hier
vereinten Bildern nur drei verkäuflich ſind. Schuch, ein
Sohn des lebensluſtigen Wien, wo er im Jahre 1846 ge=
boren
worden, gehörte, wie ſein Freund Karl Hagemeiſter,
der ſich ſeit kurzem des ehrlich erworbenen Ruhmes er=
freuen
kann, zu jenen Künſtlern, die ſich mehr und mehr
in ſich zurückzogen, ſich nur ihrer Kunſt widmeten und ſich
herzlich wenig um Publikum und Kritik kümmerten. Be=
wundernswert
iſt ſein koloriſtiſches Talent, das ſich be=
ſonders
in der Wiedergabe von Stilleben zeigt, aber auch
in ſeinen Landſchaften erfaßt er mit tiefſter Innerlichkeit
die Natur, ganz gleich, ob er uns das Hochgebirge ſchil=
dert
, einen Birkenwald, ein holländiſches Moor oder Nacht=
ſtimmung
an der Havel. Außerordentlich charakteriſtiſch
iſt auch ſein Selbſtbildnis, das wehmütige Erinnerungen
an den ſchaffensfrohen Künſtler erweckt, der, nachdem er
ſich genug in der Fremde umgeſehen, nach ſeiner Vater=
ſtadt
zurückkehrte dort bald ver geiſtigem Siechtum er=
griffen
wurde, bis ihn einige Jahre ſpäter der Tod da=
von
erlöſte.
Glücklicher als Karl Schuch war Lovis Corinth,
von dem wir bei Schulte gleichfalls eine Sammlung von
Gemälden finden, die ſehr bezeichnend füc ſeine ganze
künſtleriſche Wirkſamkeit ſind. Auch ihm ſind harte Kämpfe
nicht erſpart geblieben, aber ſtark und ſelbſtbewußt über=
wand
er alle Hinderniſſe und gehört jetzt zu jenen aner=
kannten
Meiſtern, die ſich ſelbſt recht gewagte künſtleriſche
Schrullen leiſten können. Auch Corinth iſt ein blendender
Koloriſt, wie es in eindringlichſter Weiſe ſeine zum Schluß
der 1880er Jahre in Paris und im folgenden Jahrzehnt
in München und Königsberg entſtandenen Werke zeigen,
ſo ſein Bacchantenzug und ſeine Magdalena. Sein
ſtarkes Talent wandte ſich dann in Berlin völlig der Se=
zeſſion
zu, deren anerkannter Führer Corinth bald wurde,
einen weit größeren Einfluß ausübend, als Liebermann.
Dieſe Führerſchaft aber, verbunden mit einer lärmenden
Vergötterung ſeiner Schülerinnen und ſeines Anhänger=
kreiſes
, führten ihn zu mancher Entgleiſung in kompoſi=
tioneller
und ſelbſt koloriſtiſcher Hinſicht, wobei aber trotz

allem und allem ſeine techniſche Meiſterſchaft zu bewun=
dern
iſt.
In unſerem Theaterleben der letzten Woche ſpielten
wieder einmal, wie ſo häufig, die fremden Dichter eine
Hauptrolle. Auf zwei Bühnen kam Auguſt Strind=
berg
zum Wort, im Deutſchen Theater mit dem
vieraktigen Drama Totentanz und im Deutſchen
Schauſpielhauſe mit zwei Einaktern: Mit dem
Feuer ſpielen und der kurzen ergreifenden Tragödie
Gläubiger‟ Die beiden letzten Werke waren uns
ſchon vom Hebbel=Theater her bekannt, feſſelten aber von
neuem durch ihre ſcharfe Geſtaltungskraft und ihren Ideen=
reichtum
. Im Totentanz werden wir in die Irrungen
und Wirrungen einer unglücklichen Ehe eingeführt mit
dem harten gegenſeitigen Kampf des Ehepaares der erſt
mit dem Tode aufhören wird. Der ganze Strindberg mit
ſeinem Haß und ſeiner Verachtung gegen die Ehefeſſeln
und gegen die Frau ſpricht hier zu uns; manches erinnert
unwillkürlich an die Bitterniſſe des Hauptmannſchen
Friedensfeſtes. Des Ruſſen Leo Birinski vier=
aktige
Komödie Narrentanz, von der ſich das Premieren=
publikum
viel verſprochen hatte, brachte uns eine Ent=
täuſchung
, da das Literariſche hinter dem Poſſenhaften
verſchwindet. Und auch dieſes Poſſenhafte iſt uns ſchon
in ähnlichen ruſſiſchen Stücken, die, wie dieſes, die ruſſiſche
Beamtenmißwirtſchaft geißeln wollen, vorgeſetzt worden.
Lebhaften Beifall fand im Komödienhauſe der
beiden ungariſchen Schriftſteller Melchior Lengyel
und Ludwig Biros dreiaktiges Schauſpiel Die
Zarin. Sehr geſchickt und theaterwirkſam werden uns
hier allerhand oft recht pikante Epiſoden aus dem Leben
Katharinas II. vorgeführt, die übrigens mit dieſem Na=
men
nicht genannt wird, ebenſowenig wie uns die übrigen
Hauptperſonen nach Art und Herkunft diskret verſchleiert
werden. Aber wer, wie wohl die Mehrzahl der Theater=
beſucher
, Eugen Zabels vor kurzem erſchienenen und
weit verbreiteten, ebenſo ſpannenden wie geſchichtlich
feſſelnden Roman einer Kaiſerin Katha=
rina
II. von Rußland zur Hand genommen, wußte, um
wen und worum es ſich handelte und konnte ſeine Ver=
gleiche
zwiſchen Wirklichkeit und Dichtung ziehen, wobei
unſer Romanſchriftſteller nicht zu kurz kam.

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Freie Literarisch-Künstlerische Gesellschaft,

Mittwoch, den 9. Oktober, abends 8 Uhr, im Saalbau
zum Besten des Festspielhaus-Fonds:

1913
1912 Mi. Mertscheter Gendimgus
Sechs Sinfonie-Konzerte
zum Besten des
Witwen- und Waisenfonds der Grossh. Hofmusik.
im Grossh. Hoftheater.
Abonnement.
Schriftliche Bestellungen sind zu richten an Kammer-
musiker
A. Diedrich, Kiesstrasse 47, I.
Gesamt-Programm.
I. KO NZERT: Montag, den 14. Oktober 1912. Mit ver-
stärktem
Orchester. Sol. Mitw.: Herr Kammersänger Franz
Steiner aus Wien.
1. Eine Serenadenmusik für Orchester . . . Paul Juon
Gust. Mahler
2. Drei Gesänge mit Orchester . .
3. Lieder am Klavier
Gust. Mahler
4. Erste Sinfonie (D-moll).
II. KONZERT: Montag, den 11. November 1912. Sol.
Mitw.: Frau Kammervirtuosin Frieda Kwast-Hodapp aus Berlin.
Cl. Debussy
1. Kleine Suite für Orchester
2. Klavierkonzert mit Orchester (A-moll) . . Ed. Grieg
3. Klavierstücke
4. Sinfonie in D-moll (Rich. Wagner gewidmet) A. Bruckner
III. KONZERT: Montag, den 2. Dezember 1912. Sol.
Mitw.: Fräulein Edith von Voigtländer aus Berlin.
J. Cleuver
1. Suite für Streichorchester
2. Violinkonzert mit Orchester in H-moll . . C. Saint-Saéns
3. Solostücke am Klavier für Violine
L. v. Beethoven
4. Sinfonie Nr. 1 in C-dur
IV. KONZERT: Montag, den 6. Januar 1913. Sol. Mitw.:
Herr Professor Hugo Becker.
Max Reger
1. Konzert für Orchester im alten Stil
A. Dvorak
2 Konzert für Violoncell und Orchester
B. Marcello
3. Sonate in F mit Klavierbegleitung
C. M. v. Weber
4.. Ouvertüre Euryanthe‟
V. KONZERT: Montag, den 17. Februar 1913. Sol. Mitw.:
Herr Alfred Cortot, aus Paris.
W. A. Mozart
1. Sinfonie in Es-dur .
C. Saint- Saéns
2. Viertes Klavierkonzert mit Orchester
Rich. Strauss
3. zuite für dreizehn Blasinstrumente
4. Zwei Solovorträge für Klavier allein
Vivaldi-Bach
a) Konzert .
Franz Liszt
b) Zweite ungarische Rhapsodie
VI. KONZERT: Montag, den 10. März 1913. Mit ver-
stärktem
Orchester. Sol. Mitw.: Fräul. Marie Pkilippi aus Basel.
.G. von Keußler
1. Sinfonische Dichtung Der Einsiedler‟
(unter Leitung des Komponisten)
Hugo Wolf
J. Zwei Gesänge mit Orchester . . . .
J. Lieder am Klavier
L. v. Beethoven
4. Sinfonie Nr. 5 in C-moll
Preise der Konzerte.

Im Abonnement Tagespreis
für jedes einzelne Konzert Proszeniumsloge Mk. 28. Mk. 5.50. Balkonloge u. Mittelloge 25. 5. I. Rang‟) 20. 4. II. Rang 9.- Sperrsitz . . . . . . 17.- 3.50. Parterre 10. 2.20. I. Galerie . . 1.. II. Galerie . 60.

Vom 7. bis 14. Oktober können die Abonnementskarten gegen
Entrichtung des Betrages abgeholt werden in der Pianoforte-
und Musikalienhandlung von Gg. Thies Nachf. (Leopold
Schutter), Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12. (Daselbst sind
auch Hauptprobekarten à Mk. 1.50 zu haben.)
Die nicht abgeholten Karten sind beim I. Konzert (14. Ok-
tober
) abends nur an der Hoftheatertageskasse erhältlich.
*) Ganze Logen I. Rang im Abonnement:
a) zu 3 Plätzen zusammen Mk. 55.
70.
b) 4
c) 5
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Friedrich Ludwig Jahn-Feier
am 12. und 13. Oktober 1912 in Darmſtadt.
Zur Erinnerung an die Eröffnung des erſten deutſchen Turnplatzes
auf der Haſenheide in Berlin 1812
Veranſtaltet von den vereinigten Darmſtädter Turnvereinen und
dem Verein für Verbreitung von Volksbildung, Darmſtadt.

Samstag, den 12. Oktober 1912, abends 8¼ Uhr,
im Feſt=Saal der Turngemeinde Darmſtadt (Woogsplatz).
Unter gütiger Mitwirkung von Frl. A. Krömmelbein, der Herren
Fritz Kugler, Bruno Schulz, Darmſtädter Turnerinnen, Turn= und
Singmannſchaften und der Kapelle des Großh. Leibgarde=Infanterie=
Regiments (i. Gr. Heſſ.) unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters
Hugo Hauske.
Preiſe der Plätze: Parkett und Balkonloge 3 Mk., Sperrſitz
2 Mk., Balkon 1.50 Mk., numerierter Saal 1 Mk., Nichtnum. Saal
und Gallerie 50 Pfg.
Sonntag, den 13. Oktober 1912, nachmittags 3 Uhr,
im großen Saal der Turngemeinde Darmſtadt Woogsplatz).
Schauturnen der vereinigten Darmſtädter Turnvereine,
ausgeführt von 400 Turnern, Turnerinnen und Schülern.
Preiſe der Plätze: Sperrſitz 2 Mk., Saal 1 Mk., Gallerie 50 Pfg.
Der Reinertrag der Veranſtaltung iſt für die Errichtung eines
Jahn=Gedenkſteins beſtimmt.
Kartenverkauf und Programme für 12. und 13. Okt. im Verkehrs=
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bureau und am Saaleingang.

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Jahresbeitrag 6. Mk.
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Brahms: Sonate A'Dur. Conus: Violinkonzert. Mozart:
Adagio, Gavotte. Saint-Saéns- Havanaise.- Paganini: Caprice.

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zu wollen. Wir laden hierzu unſere verehrlichen Mitglieder, ſowie
Freunde und Gönner des Vereins höflichſt ein und erhoffen einen
zahlreichen Beſuch.
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Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

[ ][  ][ ]

Vereinfürnaturgemäße Lebens=u. Heilweiſer. 9.
(Maturheilverein) Darmſtadt.

Am Freitag, den I1. Oktober 1912, abends 8¼ Uhr.
wird Frau Dr. med. Purtscher aus Zürich
im Kaiſerſaal Grafenſtraße, einen Vortrag für
Damen halten mit Lichtbildern über das Thema:
Gibt es eine operationsloſe Heilweiſe
bei Frauenleiden ?
Unſere weiblichen Mitglieder und die erwachfenen Töchter
der Mitglieder, ſowie neu beitretende Mitglieder haben gegen
Vorzeigung der Mitgliedskarte freien Zutritt.
Von Nichtmitgliedern werden zur teilweiſen Deckung der Un=
koſten
50 Pfennig Eintrittsgeld erhoben.
Wir laden zu recht zahlreichem Beſuche ein.
(20706sf
Der Vorstand.
Unſer Luftbad bleibt bis Mitte Oktober noch geöffnet.
Ustadraht Rammelbrad
Inhaber: E. Ekey.
Sonntag, den 6. Oktober
Abends 8 Uhr
Militär-Streich-Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Leitung: Obermusikmeister Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Ouvertüre zu Wenn ich König
wäre von A. Adam. Fragmente aus Der Freiſchütz von C. M.
w. Weber. Magyar Czardio von J. Petri. Berühmte Arie aus
Titus von Mozart, Solo für Oboe und Klarinette. Fantaſie aus
Cavalleria Ruſticana von Mascagni. Ballet=Suite von F. Popy.
Stücke aus Die ſchöne Helena von J. Offenbach u. a. m. (20846
Eintritt 25 Pfg.
Donnerstag, den 10. Oktober:
Künstler-Konzert bei freiem Eintritt.
Kirenweie zu Rossderr.
Sonntag, den 6., und Montag, den 7. Oktober,
Café Ernst=Ludwig
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Familien-Abend

Sonntag
Morgen
6. Oktober

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Nachm. 4 Uhr:
Volks-
Vorstellung
bei kleinen Preisen‟
mit ungekürztom Programm
sowie abends 8¼ Uhr.
In mumem beiden
Sonntags-Vorstellungen
(nachmittags und abends):
Prinz
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Der Menschen-Affe
Ferner das glänzende I. Okt.:
Eröffnungs-Programm.

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Samstag, den 5. Oktober 1912
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Samstag,
den 5. Okt.

Metzelsuppe
wozu freundlichſt einladet (*8228
Friedr. Lautenschläger, Sonntag, 6. Okt. 24. Ab.=Vſt.
Metzger und Wirt.

Teder Suse. Wein
eigenes Gewächs
Liter 0,80 Mk. ohne Glas
zu haben bei (*8240som
P. Clanss, Liebigstr. 6, II.
Weingutsbeſitzer in Guntersblum.

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Sonntag, den 6. und Montag, den 7. d. Mts.
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J. W. Krämer, Darmstädter Hof.

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Gesellschaften für Diner etc. Vorausbestellung erbeten.
Hochachtend Carl Behrens-Aufnagel.
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Programm
zu dem am Samstag, den
5. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Die Ehrenkompagnie Marſch
von P. Karius. 2. Jubel= Ouver=
ture
von Ch. Bach. 3. El Turia‟,
ſpaniſcher Walzer von D. Granabo.
Steuermannslied und Matroſen=
chor
aus der Oper Der fliegende
Holländer von R. Wagner. 5. Des
Negers Traum, amerik. Fantaſie
von H. Myddleton. 6. Vivat
Germania, Marſch von B. Kutſch.

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Samstag, den 5. Oktober 1912.
23. Ab.=Vorſtellung. C 6.
Wilhelm Tell.
Schauſpiel in 5 Akten von Fried=
rich
Schiller.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Hermann Geßler,
Reichsvogt . . K. Weſtermann
Werner, Frhr. v.
Attinghauſen . . Herm. Knispel
Ulrich v. Rudenz Frz. Schneider
Werner Stauf=
.Johannes Heinz
facher
Konrad Hunn . Chriſtoph Speer
Itel Reding . . Rich. Jürgas
Hans a. d. Mauer Frd. Jachtmann
Jörg im Hofe . Ludwig Hinkel
Ulrich der Schmid Adolf Braun
Joſt von Weiler . Ludwig Indorſ
Walter Fürſt . . W. Riechmann
Wilhelm Tell . . Hs. Baumeiſter
Röſſelmann, der
. Auguſt Kräger
Pfarrer .
Petermann, der
. A. Fleiſchmann
Sigriſt .
Kuoni, der Hirte Paul Peterſen
Werni, der Jäger Willi André
Ruodi, d. Fiſcher Guſtav Semler
Arnold v. Melchtal Kurt Ehrle
Konrad Baum=
.Ludw. Wagner
garten
Meier v. Sarnen Edm. Göllnitz
Struth v. Winkel=
. Frz. Herrmann
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Klaus v. d. Flüe Fritz Lang
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Bühel .
. Joſef Grote
Arnold v. Sewa. Jean Sautier
Jenni, Fiſcher=

knabe. . . . . Hede Schaub

Seppi, Hirten=
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. Greta Kumpf
Gertrud, Stauf=
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Hedwig, Tells
Gattin.
Sofie Heumann
Walther,) Tells Hdw. Jungkurth
Wilhelm,Knaben Erna Jungkurth
Berta v. Bruneck Barb. Uttmann
Armgard, Bäue= Ilſe Berka
Mechthild, rinnen Marie Hartig
Frießhardt,Söld= Adolf Klotz
Leuthold, ner Adolf Jordat.
Rudolf d. Harras Emil Kroczak
Johs. Parricida . Heinrich Hacker
Stüßi, der Flur=
ſchütz
.
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A 7. Carmen Gewöhnliche
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Sonntag, den 6. Oktober 1912.
24. Ab.=Vorſtellung B 7.
Der fliegende Holländer.
Romantiſche Oper in 3 Akten von
Richard Wagner.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
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weg
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Senta, ſ. Tochter . G. Geyersbach
Erik, ein Jäger Georg Becker
Mary, Senta’s
Amme . . . . Anna Jacobs
Der Steuermann
.Karl Jahn
Daland’s
Der Holländer Georg Weber
Nach d. 1. u. 2 Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M., Mittel=
loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.,
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal. 0.65 M.
Anfang 7 Uhr. Ende 10 Uhr.
Kartenvk. v. 10½1½ u. v. 6 Uhran.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 7. Okt. 25. Ab.=Vorſt.
D 6. Zur Feier von Max Dreyers
50. Geburtstag. Zum erſten Male:
Großmama . Junggeſellen=
ſchwank
in 4 Aufzügen von Max
Dreyer. Gew. Pr. Anf 7½ Uhr.
Dienstag, 8. Okt. 26. Ab.=Vſt.
A 7. Carmen. Gew. Preiſe.
Anfang 7. Uhr.
Mittwoch, 9. Okt. 27. Ab.=Vſt.
C 7. Die ſchöne Helena‟
Gewöhnliche Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 10. Okt. 28 Ab.=
Vorſtellung. B 8. Uraufführung:
Sommer. Komödie v Thad=
däus
Rittner. Gewöhnl. Preiſe.
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Seite 34.

Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
B 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 1. Okt.: Dem Fahrradhändler Karl
Landzettel Magdalenenſtraße 7, ein S. Karl. Am 25.
Sept.: dem Königl. Eiſenbahngütervorſteher Joh. Huff,
Friedrichſtraße 13, ein S. Helmut Wilhelm Johannes.
Am 1. Okt.: dem Schuhmacher Georg Karl Ludw. Abt,
Große Bachgaſſe 22, ein S. Ludwig Karl. Am 26. Sept.:
dem Heizer und Maſchiniſten Konrad Kredel, Kranich=
ſteiner
Straße 34, ein S. Hermann. Am 30.: dem Dienſt=
mann
Jakob Joſt, Grafenſtraße 33, eine T. Eliſabeth.
Am 28.: dem Dentiſt Albert Boſch, Dieburger Straße 10,
ein S. Edgar Adam Heinrich Guſtav Albert. Dem Stra=
ßenreiniger
Jakob Deny, Fuhrmannſtraße 10, eine T.
Maria Thereſe. Am 2. Okt.: dem Dachdecker Heinrich
Löchel, Rundeturmſtraße 4, eine T. Johanna. Am 28.
Sept.: dem Handelsmann Johannes Seeger, Große
Kaplaneigaſſe 34, eine T. Marie. Dem Obergärtner Lud=
wig
Edmund Volkert, Inſelſtraße 21, ein S. Georg
Friedrich. Am 2. Okt.: dem Waffelbäcker Gerhard Arnold
van Riggelen, wohnhaft in Bobenheim bei Frankenthal
in der Pfalz, ein S. Hibert, hier.
Aufgebote. 30. Sept.: Sergeant Peter Rothermel, Holz=
hofallee
25, mit Eliſabeth Arnold in Veitsberg. Schneider
Hermann Appel, Schwanenſtraße 2, mit Katharina
Spieß in Pfungſtadt. Am 1. Okt.: Sergeant Heinrich
Lotz hier mit Philippine Weicker in Lich. Buchhalter
Gg. Konrad Werner hier mit Maria Magdalena Wilk
in Guntersblum. Am 2. Okt.: Kaufmann Max Neupert,
Schwanenſtraße 71, mit Katharina Jacoby, Pankratius=
ſtraße
68. Küfermeiſter Gg. Herrmann in Mölsheim
mit Katharina Rittmann in Worms. Kaufmann Peter
Münſter hier mit Magdalena Müller in Worms.
Geſtorbene. Am 30. Sept.: Magdalena Joſephina
Dann, T. des Fabrikarbeiters, 5 Jahre, kath., Schloß=
gartenſtraße
47. Am 1. Okt.: Ludwig Karl Abt, S. des
Schuhmachermeiſters, 12 Stunden, ev., Gr Bachgaſſe 22.
Eliſab. Kalbfleiſch, T. des Maurers, 9 Mon., ev., Wei=
terſtadt
. Maria Margareta Becker, ohne Beruf, 23 J.,
ev., Bleichſtraße 51. Am 2. Okt.: Auguſte Stromeyer
geb. Geider, Ehefrau des Rentners, 65 J., ev., Ernſt Lud=
wigs
=Platz 1. Fabrikarbeiter Friedrich Schäfer. 54 J.,
ev., Magdalenenſtraße 23. Am 1. Okt.: Eduard Hormel,
14 Tage, ev., Heinheimerſtraße 21. Ella Dorothea Eliſa=
bethItmann
, T. des Poſtboten, 2 Mon., ev., Helfmann=
ſtraße
42. Am 2,: Paula Marg. Hackmann, 5 Mon., ev.,
Karlſtraße 65. Johann Fröba, S. des Lagerhalters,
28 Tage, ev., Liebfrauenſtraße 91. Johann Heberer,
6 Mon., ev., Kiesſtraße 16. Am 3.: Anna Kath. Geier
geb. Schmitz, Witwe des Heizers, 72 Jahre, ev., Lange=
gaſſe
10.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
18. Sonntag nach Trinitatis, den 6. Oktober 1912
Hoſkirche: Samstag, den 5. Oktober, abends um
6 Uhr: Beichte. Sonntag, den 6. Oktober, vormittags
um ½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kom=
munion
in der Sakriſtei. Vorm. um 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
mit Feier des heil. Abendmahls. Mitt=
woch
, den 9. Okt., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Kollekte für den Kirchbau in Frei=Weinheim. Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Abends um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Herpel. Kollekte
für den Kirchbau in Frei=Weinheim.
Stadtkapelle: Der Gottesdienſt fällt wegen
Aufſtellung der neuen Orgel aus.
Freitag, den 11. Oktober: Konfirman=
denanmeldung
. A. Mädchen um 3 Uhr, B. Knaben
um 4 Uhr. Im Gemeindehauſe, Kirchſtr. 17:
für den Südweſt bezirk (Pfarrer Velte), für den Süd=
oſt
bezirk (Pfarrer Kleberger), für den Schloßbezirk
(Pfarrer D. Dr. Diehl), für den Kaplaneibezirk
(Pfarrer Beringer). Im Feierabend, Stift=
ſtraße
47: für den Oſt bezirk (Pfarrer Vogel).
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Mittwoch, den
9. Okt., abends 8½ Uhr: Vortrag von Miſſionsinſpektor
Weishaupt=Leipzig: Erlebniſſe und Eindrücke auf dem
Miſſionsfeld am Kilimandjaro
Ailitärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Twele. Vorm. um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt, Steinſtraße 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Kollekte für Frei=Weinheim. Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Zum Konfirmandenuntericht erfolgt die
Anmeldung der Knaben am Donnerstag, den 10. Okt.,
der Mädchen am Freitag, den 11. Oktober im Gemeinde=

hauſe von 57 Uhr abends. Die Konſtrmanden ſind
durch ihre Eltern oder deren Stellvertreter vorzuſtellen.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Kollekte für die Evangeliſchen in
Oeſterreich. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk.
Pfarrer Widmann. Nachmittags um 4 Uhr: Bibel=
ſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann.
Eliſabethenſtift: Samstag, den 5. Oktober, abends
um 8 Uhr: Beichte. Sonntag, den 6. Oktober vorm.
um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit hl. Abendmahl. Pfarrer
Hickel. Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Donnerstag, den 10. Oktober, abends um 8 Uhr: Licht=
bilder
=Vortrag im Schweſternhaus von Miſſionsinſpektor
Weißhaupt=Leipzig: Bilder aus Deutſch=Oſtafrika.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt mit Beichte und Feier des heil. Abend=
mahls
. Pfarrer Wagner. Anmeldung in der Sakriſtei.
Montag, den 7. Oktober, vorm. um 11 Uhr:
Vorſtandsſitzung des Frauenvereins.
Freitag, den 11. Oktober: Anmeldung der
Konfirmanden im Gemeindehaus für die Mädchin
um 3 Uhr, für die Knaben um 4 Uhr nachmittags.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Herpel. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 6. Okt.,
vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. Montag, den 7. Oktober, abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. Dienstag, den 8. Okt.,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und Blau=
kreuzſtunde
. Mittwoch, den 9. Okt., nachm. von 2 bis
3 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben. Von 34 Uhr:
Hoffnungsbund für Mädchen. Abends um 8½ Uhr:
Uebung des gemiſchten Chors. Donnerstag, den 10. Okt.,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Freitag, den 11. Okt.,
abends um 8½ Uhr: Sonntagsſchul=Vorbereitung.
Samstag, den 12. Okt., abends um 9 Uhr: Verſamm=
lung
für Beamte der Poſt, Eiſenbahn, Polizei, Gen=
darmerie
u. dergl. Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hinterbau): Sonntag, den 6. Okt., vor=
mittags
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmittags
um 3 Uhr: Jugendbund für Jünglinge, nachmittags um
4½ Uhr: Jugendbund für Jungfrauen. Freitag, den
11. Oktober, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.

Gettesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 6. Okt., vorm. um 9½ Uhr
und nachm. 4 Uhr: Predigt. Prediger Mundhenk=
Wiesbaden. Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule.
Abends um 6 Uhr: Jugendverein. Montag, den
7. Okt., abends um 8½ Uhr: Geſangverein. Mittwoch,
den 9. Okt., abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 6. Okt., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). Abends um 8 Uhr: Predigt.
Prediger Lutz aus Frankfurt a. M. Freitag, den 11. Okt.,
abends um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde.
Von Sonntag, den 13. Oktober bis Freitag, den
18. Oktober, werden Evangeliſationsvorträge
gehalten von Prediger Eckert aus Offenbach.

Katholiſche Gemeinden
19. Sonntag nach Pfingſten, den 6. Oktober 1912
Roſenkranzfeſt
St. Ludwigskirche: Samstag, den 5. Okt., nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſen=
kranzandacht
. Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. Um 9 Uhr: Levi=
tiertes
Primizamt mit Predigt Um 11 Uhr: letzte heil.
Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Roſenkranz= Bruderſchafts=
andacht
mit Predigt und ſakramentaliſcher Prozeſſion.
Abends um ½7 Uhr: Roſenkranzandacht. Von
Montag an beginnt die werktägige Spätmeſſe um 9 Uhr.
An allen Werktagen, abends um ½7 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vormit=
tags
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. Um 4 Uhr: Vortrag und Verſamm=
lung
im Mädchenheim.
Kapelle der Engliſchen Fränlein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um
9 Uhr: hl. Meſſe und Predigt.

t. Elſabechentrehe: Samstag, den 5. Dt., nachmit=
tags
um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Roſenkranz und
Segen, ſodann Aufnahme der Aſpirantinnen in die
Sodalität. Dienstag und Freitag, abends um ½ 6 Uhr:
Roſenkranz.
St. Aartinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
5. Okt., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½ 9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Roſenkranz=
andacht
. Bibliothek (Herdweg 28): Dienstaa, nachmit=
tags
von 67 Uhr. An allen Werktagen Roſenkranz=
meſſe
um 7 Uhr:
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 5. Okt., nachmit=
tags
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichtgelegenheit.
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion.
Um ¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachm. um
½ 2 Uhr: Chriſtenlehre. Um 2 Uhr: Andacht. Werk=
tags
, vormittags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. Um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Nachm. um ½2 Uhr: Andacht.

The Church of England Service
will recommense in the Court Chapel in the Residenz-
Schloss in all probability on Sunday, 13. October,
A notice on the Saturday before will appear in the
local papers.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Sept.: Dem Regierungs=
aſſeſſor
Dr. jur. Karl Auguſt Friedrich Joſeph zu Köln
T. Hilde Auguſte Luiſe, geb. 18. Juni. 15. Sept.: Dem
Friſeur Guſtav Schnaars T. Margarete Friederike Berta,
geb. 20. Aug. 29. Sept.: Dem Schneider Jakob Schmidt
S. Friedrich Jakob, geb. 25. Aug. Dem Taglöhner Wilh.
Peter Wenz T. Katharina, geb. 23. Aug. Dem Schneider
Jakob Ihrig S. Heinrich Chriſtian Jakob, geb. 24. Juli.
Dem Laborant Otto Luft S. Ernſt Otto, geb. 5. Aug.
Dem Metzgermeiſter Philipp Fiſcher S. Heinrich, geb.
7. Aug. Dem Bäcker Andreas Kaiſer S. Georg Heinrich,
geb. 17. Juli. Dem Schloſſer Georg Ludwig Hörr S.
Heinrich Ludwig, geb. 6. Juli.
Johannesgemeinde: 29. Sept.: Dem Former
Georg Michel S. Georg Jacob, geb. 25. Aug. Dem
Hilfsheizer Heinrich Weber T. Eliſabeth, geb. 6. Sept.
2. Okt.: Dem Gaſtwirt Ludwig Geiß T. Karoline Eliſe,
geb. 29. Aug.
Martinsgemeinde: 29. Sept.: Dem Kaufmann
Otto Sucher T. Lina, geb. 10. Juli.
Petrusgemeinde: 29. Sept.: Dem Buchdrucker
Paul Otto Wolf T. Margareta Regina, geb. 14. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 28. Sept.: Fuhrmann Johann
Philipp Ehnis und Anna Eliſabetha Hübner.
Johannesgemeinde: 28. Sept.: Poſtillon Wilh.
Müller von hier und Katharine Brenner von Zeilhard.
3. Okt.: Schloſſer Anton Löffler und Emma Schmidt
von hier.
Petrusgemeinde: 28. Sept.: Gärtner Ludwig
Friedrich Johmann zu Karlsruhe und Eliſe Maria
Johanna Sachs dahier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. Sept.: Kammermuſiker Alfred
Hayn, 63 J., ſtarb 23. Sept. 35. Sept.: Peter Ludwig
Koch, Sohn des Kellners, 1½ J., ſtarb 27. Sept. 29. Sept.:
Schuhmachermeiſter Heinrich Schwebel, 65 J., ſtarb!
26. Sept. 27. Sept.: Schneidermeiſter Peter Raab, 53 J.,
ſtarb 25. Sept. 1. Okt.: Milchfahrer Philipp Schmitt,
48 J., ſtarb 29. Sept. 2. Okt.: Marie Straßburger, geb.
Oſterrath, Ehefrau des Bürgermeiſtereibüro=Oberaſſiſtenten
40 J., ſtarb 29. Sept. 4. Okt.: Paula Margarete Hack=
mann
, 6 Mon., ſtarb 2. Okt. Johann Heberer, 6 Mon.,
ſtarb 2. Okt.
Johannesgemeinde: 3. Okt.: Marie Becker,
Tochter des Lokomotivführers, 23 J., ſtarb 1. Okt.
Petrusgemeinde: 29. Sept.: Karoline Heß, geb.
Scriba, Witwe des Oberlandesgerichtsrats, 80 J., ſtarb
27. Sept. 1. Okt.: Friedrich Geiß, Sohn des Schneiders,
½ J., ſtarb 29. Sept. (Einſegnung.)
Beerdigte von auswärts: 3. Okt.: Eliſe
Greiner, geb. Schafhaus, Witwe des Kataſter=Ingenieurs,
77 J., ſtarb 1. Okt. zu Langen.

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Nummer 235.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

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Seite 38.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Oktober 1912.

Nummer 235.

Hygiene und Mode.

Hygiene und Mode, insbeſondere Kleidermode, ſind
zwei der grimmigſten Feinde. Niemals, ſolange die Mode
die Welt beherrſcht, hat ſie ſich nach Geſetzen der Geſund=
heit
und des körperlichen Wohlbefindens gerichtet und in
allen Ländern der Erde gibt es noch heute modiſche Ge=
wohnheiten
, die den hygieniſchen Anforderungen zuwider=
laufen
und dem menſchlichen Körper Zwang antun.
Wohl erhoben ſich ſchon in früheren Jahrhunderten
Stimmen gegen die Modetorheiten. Spött und Satire
wandten ſich gegen ſie; die Prediger eiferten von den
Kanzeln dagegen und die Behörden erließen Kleider=
geſetze
, die von der Polizei mit großer Strenge gehand=
habt
wurden. Aber alle dieſe Einwendungen und Ver=
bote
richteten ſich nur gegen den Luxus und die Ver=
ſchwendungsſucht
, die die Ausſchreitungen der Mode mit
ſich brachten, und höchſtens wurden ſie noch im Intereſſe
des guten Geſchmacks und der Sitte erlaſſen. Vom Stand=
punkt
der Hygiene aus geſchah in früheren Zeiten noch
wenig gegen die Verirrungen der Kleidermode. Sie
konnte ungehindert und ungeſchwächt durch die zeitweiligen
Gegenſtrömungen ihren ſchadlichen Einfluß auf die menſch=
liche
Geſundheit von einem Jahrhundert auf das andere,
bis in unſere heutige Zeit, übertragen. Hier aber tritt
ihr ein mächtiger Feind entgegen: Die Hygiene. Un=
aufhaltſam
, zu gleicher Zeit mit dem mächtigen Auf=
ſchwung
der Naturwiſſenſchaften, iſt auch die Geſundheits=
lehre
immer mehr in alle Erſcheinungen des menſchlichen
Lebens eingedrungen und hat ſo auch die Gegenſtände der
Mode, insbeſondere der Kleidermode, in den Bereich ihrer
Unterſuchungen gezogen.
Die Ausſtellung Der Menſch in Darm=
ſtadt
liefert zu dem Kampf gegen die Torheiten der
Mode ein reichhaltiges Rüſtzeug. Sie zeigt in bildlichen
und plaſtiſchen Vorführungen des menſchlichen Körpers
und ſeiner einzelnen Teile, daß die Mode in vielen, meiſt
ſogar in ihren gebieteriſchſten Forderungen unſere Geſund=
heit
und die natürliche Entwickelung unſerer Körper=
formen
beeinträchtigt und damit auch unſerem, aus der
Zeit der Antike ſtammenden Ideal von der Schönheit des
menſchlichen Körpers zu nahe tritt.
Der erſte Grundſatz inbezug auf unſere Kleidung
lautet: Der Körper ſoll frei und gelöſt, nicht von der
Kleidung eingeengt ſein, damit er zu einer Ausbildung
höherer Vollkommenheit fähig ſei! Deshalb verwirft die
Hygiene vor allem das Korſett, das den Körper entſtellt
und viele Krankheiten auf dem Gewiſſen hat. Das Korſett
engt die Bruſt ein und ſchädigt Lungen, Rückenmuskeln
und Herz. Aber es führt auch zur Verlagerung der Ein=
geweide
beeinträchtigt den Blutkreislauf und ſchwächt die
allgemeine Leiſtungsfähigkeit. Die Darmſtädter Aus=
ſtellung
führt uns in einer Reihe von Modellen und
Abbildungen alle dieſe Schäden anſchaulich vor und ſtellt
uns daneben die Geſtalt einer Venus als wirkliches Schön=
heitsideal
hin.
Ebenſo wie das Korſett verwirft die Hygiene auch
das Schleppkleid, das im Straßenſtanb und =ſchmutz
ſchleift und Hunderte von Bazillen in die Wohnung bringt.
Sie verwirft ferner den hohen Kragen, der eine Stauung der
Blutzirkulation verurſacht und dadurch ungünſtig auf Ge=
hirn
und Auge einwirkt. Die Hygiene wendet ſich auch
gegen die ſteifen, luftdichten Hüte, die durch Druck und
Ueberhitzung ſchädigenden Einfluß auf die Kopfhaut und
auf das Haarwachstum ausüben. Sie wendet ſich gegen
die falſchen Fußbekleidungen, die von der Mode verlangt
werden: enge Strümpfe und ſpitze Schnabelſchuhe. Sie
wendet ſich gegen ſchnürende Gürtel und enge Strumpf=
bänder
und gegen viele andere Dinge, die uns die Mode
aufgedrungen hat.

Der Kampf gegen die Mode, namentlich gegen die
weibliche Mode, iſt ſchwer, er erſcheint Vielen als hoff=
nungslos
und vergeblich, aber der Erfolg wird nicht aus=
bleiben
, wenn die herriſchen Gewalttaten, die die Mode
gegen unſere Geſundheit verübt, einem großen Publikum
in unnachſichtlicher, zwingender Weiſe vor Augen geführt
werden und dabei gezeigt wird, wie unſere Kleidung vom
Standpunkt der Hygiene aus beſchaffen ſein muß. Die
Ausſtellung Der Menſch in Darmſtadt hat das große
Verdienſt, auch auf dieſem Feld ein großes anſchauliches
Material zu bringen und ſo mitzuhelfen an dem Kampf
gegen die Auswüchſe der Mode. Sie hat eine beſondere
Gruppe Kleidung und Körperpflege in denen ſo
lebendig und eindringlich, wie wohl ſelten in einer Aus=
ſtellung
, auf alles, was ſchädlich und gefährlich für den
Körper iſt, hingewieſen wird, daß wohl an keinem Be=
ſucher
die ernſten Mahnungen unbeachtet vorübergehen
M. H.
werden.

Luftfahrt.

sr. Für den ſüddeutſchen Rundflug, wel=
cher
in der Zeit vom 14. bis 20. Oktober abgehalten wird
liegen jetzt die definitiven Meldungen vor. Danach nann=
ten
von aktiven preußiſchen Offizieren 4, von aktiven baye=
riſchen
Offizieren 5 und von Zivilfliegern 8 und zwar
H. Hirth (Rumpler=Eindecker), Lindpaintner (Ago= Doppel=
decker
), Referendar Kaspar (Rumpler=Taube), Baierlein
(Ago=Doppeldecker), P. Senge (Hübner=Eindecker), Lt.
Krüger (Harlan=Eindecker), Schmidt (Kühlſtein=Torpedo=
Eindecker), Fritz Dick (Deutſchland=Doppeldecker). Die
aktiven Offizier=Flieger ſind: Leutn. Engwer (Rumpler=
Taube), Lt. Reinhardt (Albatros=Doppeldecker), Lt. von
Buttlar (Albatros=Doppeldecker) und Lt. Joly (Rumpler=
Taube), ferner von bayeriſchen Offizieren Oberlt. Pohl
(Euler=Doppeldecker), Oberlt. Ehehardt (Ago=Doppeldecker),
Lt. Vierling (Ago=Doppeldecker), Lt. Hailer (Ago= Doppel=
decker
), Lt. Beißbarth (Euler=Doppeldecker). Die meiſten
Maſchinen ſind mit 100 Ps.=Motoren ausgeſtattet. Oeſter=
reichiſcherſeits
wurden keine Meldungen abgegeben, ob=
wohl
der Flug auch für öſterreichiſche Flieger offen war.
Der Rundflug wird am 13. Oktober durch Schauflüge in
Frankfurt a. M. eingeleitet. Wie an anderen Orten des
Rundfluges werden auch in München Schauflüge ſtatt=
finden
, an denen ſich auch Flieger beteiligen können, die
den ſüddeutſchen Flug nicht mitgemacht haben.
Berliner Herbſt=Flugwoche. Der 5. Tag
der Berliner Herbſt=Flugwoche auf dem Flugplatz Johan=
nisthal
wies trotz des immer noch böigen Windes regemn
Flugbetrieb auf. Es wurde um den Dauerflug=Preis,
den Gleitflugwettbewerb und den Preis des Kriegsmini=
ſteriums
für den ſchnellſten Aufſtieg auf 1000 Meter Höhe
geſtartet. Die längſte Flugzeit des Tages hatte wieder
Sedlmayr auf Wright=Doppeldecker der 1 Std. 51 Min.
in der Luft blieb, während ein zweiter Wright=Apparat
mit dem Teltower Piloten Mohns am Steuer, mit
1.13:00 die zweitbeſte Leiſtung erzielte. Auf den Preis
des Kriegsminiſteriums hat von drei Bewerbern Krie=
ger
auf Jeannin=Eindecker mit 14 Min. 4 Sek. die erſte
Anwartſchaft. Thelen und Faller, die ebenfalls für dieſe
Konkurrenz aufſtiegen, gebrauchten eine längere Zeit, um
die 1000 Meter Höhe zu erreichen. Zum erſten Male
fanden ſich auch Bewerber um den längſten Gleitflug ein,
der auf 150 Meter Höhe mit abgeſtelltem Motor auszu=
führen
iſt. Leutnant Krüger (Harlan=Eindecker), Faller
(Aviatik=Eindecker) und Oberlt. Bier (Mars=Eindecker) be=
warben
ſich um den Preis und vollführten aus der vor=
geſchriebenen
Höhe ſchöne Gleitflüge, deren Reſultate erſt
am Freitag bekannt gegeben werden können, doch ſcheint
Faller das beſte Reſultat erzielt zu haben. Der Beſuch
des Flugplatzes war verhältnismäßig recht gut. Kurz

nach 3 Uhr traf auch Prinz Friedrich Leopold von Preu=
ßen
mit Gemahlin und ſeinen beiden Söhnen auf dem
r
Felde ein.

Sport.

* Fußball. Am kommenden Sonntag ſteht in der
Reihe der Meiſterſchaftsſpiele in der Klaſſe A2.
auf dem Sportplatze des Darmſtädter Spoctklubs 1905 am
alten Schießhauſe ein hochintereſſanter Wettkampf bevor.
Dort treffen ſich die 2. Mannſchaften des F.=K. Germania=
Pfungſtadt und des D. S.=K. 05. Die 1. Elf des D.
S.=K. 05 fährt nach Pfungſtadt, um dort in neuer Auf=
ſtellung
der beſtbekannten 1. Mannſchaft des F.=K. Ger=
maniaa
gegenüberzutreten.
* Pferde=Rennen. Karlshorſt. Preis vom Für=
ſtenhaus
. 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. R.
Heydens Dahme (Newey), 2. Gitarre (Fritſche), 3. Da=
marra
(Fibr). Tot. 352:10. Pl. 59, 15, 103:10. Unpl.:
Poſtillon (4), Stelle d'Oro (gef.), Amedicus, La Turbie,
Nogat, Leilah. Leicht 1½½ Lg. Preis von Torn=
dorf
. Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 4200 Meter:
1. Rittm. v. Roſenbergs Voigt (Lt. v. Egan=Krieger), 2.
Loki (Beſ.), 3. Imker (Lt. Frhr. v. Berchem). Tot. 15:10.
Pl. 16, 29110. Unpl.: Apache (4), Bluff (gef.). Weile7
Lg. Haupt=Hürden=Rennen. 17000 Mark, Diſtanz 3000
Meter: 1. Herren E. u. G. Buggenhagens Santuzza ( Weis=
haupt
), 2. Luchs (Streit), 3. Rahana (Newey). Tot. 15:10.
Pl. 12, 14, 21:10. Unpl.: Blumenflor (4), Rejoice (5),
Frühwach (6), Grace, Seehund, Salut, Herkus Mont,
Grasmücke Fabius. Leicht 2½1½% Lg. Lands=
berg
=Jagdrennen. Ehrenpreis und 15000 Mark, Diſtanz
4200 Meter: 1. Hrn. O. Kampfhenkels Ruſtikus (Hr. von
Weſternhagen), 2. Ritterſchlag (Hr. Purgold), 3. Thu’s
lieber (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 90110. Pl. 18, 18, 14:10.
Unpl.: Alpenfex (4), Werra (5), Zitat, Gardone. Ueber=
legen
3½Hals-2 Lg. Züchter=Preis. Ehrenpreis und
5000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Hrn. H. Schultzes Re=
veuſe
(H. Brown), 2. Miasma (Printen), 3. Doma ( Frit=
ſche
). Tot. 62:10. Pl. 29, 25, 32:10. Unpl.: Fiſchotter (4),
Conſtantin (5), Chicago Wetterwolke, Großherzog, Milo,
Haarküniſtler, Farneſe, Et Cetera. Leicht 421½ Lg.
Drei Kilometer. Ehrenpreis und 3700 Mark, Diſtanz 3000
Meter: 1. Hrn. H. Weſtens Dakota (Hr. Purgold), 2. Fe=
tiſch
(Lt. Frhr. v. Berchem), 3. Old Girl (Lt. Frhr. von
Wangenheim). Tot. 31:10. Pl. 14, 16, 22:10. Unpl.;
Petrucchio (4), Angola, Lobelia, Orſini, Gerolſtein, Neng
Sahib. Ueberlegen 73 Lg. Preis von Hoppegarten.
4500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. R. Haniels Rouſ=
ſeau
(Rice), 2. Markus (Schläfke), 3. Azur (Archibald),
Tot. 59110. Pl. 18, 17, 15:10. Unpl.: Wad, Goldamſel,
Muttchen, Ottowa, Frieda, Barbarina, Rheinpfalz, Flit=
ter
, Prinzeß, Golden Flower, Orloy. Sehr ſicher 1½ bis
Hals.
* Automobilſport. Das Internationale Auto=
mobil
=Rennen um den Vanderbilt=Pokal,
das alljährlich in Amerika beſtritten wird, kam am Mitt=
woch
bei Milwaukee zur Entſcheidung. Es hatten ſich
zirka 50000 Perſonen eingefunden, welche dem großen
Schauſpiel mit lebhaſtem Intereſſe folgten. Sieger blieb
Ralph de Palma auf Mercedes, der Zweite des vorjäh=
rigen
Rennens der die 292 engliſche Meilen lange Strecke
in 4 Std. 20 Min. 31 Sek. zurücklegte. Die Zeit des Voe=
jahres
wurde nicht erreicht, was wohl auf die mangel=
hafte
Beſchaffenheit der Straßen zurückzuführen iſt. Ein
amerikaniſcher Knox=Wogen mit Hughes am Steuer wurde
mit einer Fahrzeit von 4 Std. 21 Min. 14 Sek. Zweiter,
während der dritte Platz wiederum von einem Mercedes=
Wagen belegt wurde, den Wiſhart ſteuerte. Anfangs
hatte Tetzlaff die Führung auf ſeinem Fiat=Wagen, doch
ſchied er in der 23. Runde infolge einer Panne aus.

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