Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 34 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Geſtern vormittag hielt der Kaiſer an Bord der
„Hohenzollern” in Wilhelmshaven eine
Be=
ſprechung des Manövers ab und nahm anſchließend
da=
ran militäriſche Meldungen entgegen.
Die unter dem Verdachte des Gattenmordes in Haft
befindliche Frau des vor 8 Tagen im Walde bei
Unter=
berg tot aufgefundenen Dr. Blume in Poſen, hat
dem Unterſuchungsrichter eingeſtanden, ihren
Gatten erſchoſſen zu haben.
In Belfaſt fanden am Donnerstag abend erneute
po=
litiſche Straßenkämpfe ſtatt.
Nach einer amtlichen Meldung von der Inſel Samos
haben die dortigen Einwohner die türkiſchen
Truppen und Gendarmen entwaffnet und von der
Inſel verjagt.
Die Ankunft des ruſſiſchen Miniſters des
Aeu=
ßern Saſonow in London ſollte geſtern abend
erfolgen. Am Sonntag begibt er ſich nach Balmoral
zum König, wo er bis Donnerstag verbleibt.
Politiſche Wochenſchau.
— Das Thema, das gegenwätig alle Gemüter in
Deutſchland bewegt, iſt die Fleiſchteuerung. Die
Gründe für dieſe ſchiebt man, je nach dem Parteiſtande,
bald dem Agrariern, bald dem Zwiſchenhandel in die
Schuhe. Indeſſen iſt damit wenig getan, die Hauptſache
iſt die, auf welche Weiſe es möglich wäre, eine Milderung
der Teuerung herbeizuführen. Zur Oeffnung der Grenzen,
wie ſie verſchiedentlich verlangt wird, mag ſich die
Re=
gierung nicht entſchließen, immerhin iſt inſofern ſchon ein
Fortſchritt zu verzeichnen, als die Regierung in „
Erwä=
gung” eintritt, wie ſie die Kalamität beſeitigen kann. Man
iſt dabei auf das argentiniſche Gefrierfleiſch geſtoßen; ehe
dies aber hier ſein kann vergehen noch mehrere Monate,
während deren die Not fortdauert und ſich vielleicht noch
ſteigert, ohne daß dann der Import dieſes Fleiſches
ge=
nügend Abhilfe bringt. Zu einer entſcheidenden
Maß=
nahme kann ſich aber Herr von Bethmann Hollweg vorerſt
nicht entſchließen, er will in dieſer wichtigen Frage erſt
die Stimmung der hauptſächlichſten Bundesſtaaten hören.
Dieſe Verzögerung wird allgemein recht mißlich
empfun=
den, da die Zeit ſehr drängt. Insbeſondere beginnt man
in den Städten ungeduldig zu werden, und die
kommung=
len Verwaltungen ſind daher vielfach in dieſer
Angelegen=
heit zuſammengetreten, wie ſich auch mehrere Städtetage
damit befaßt haben. Verſchiedentlich ſucht man auch
ſelbſt durch Errichtung von Fiſch=Verkaufshallen und
Einkauf von Fleiſch eine Milderung herbeizuführen.
Aber auch dies iſt nur ein unzulängliches Mittel und
es wäre dringend notwendig, daß Mittel und Wege
ge=
funden würden, der herrſchenden Not entgegenzuſteuern.
Mit der Fleiſchteuerung beſchäftigte man ſich auch auf
dem ſozialdemokratiſchen Parteitage in
Chemnitz. Es kam indeſſen nicht, wie erwartet, zu
ſtürmi=
ſchen Szenen, man begnügte ſich mit einem ſcharfen Referat
Scheidemanns, um dann einſtimmig die zu der Frage
vor=
liegende Reſolution anzunehmen Auch ſonſt iſt es bei
dieſer „roten Heerſchau” ziemlich ruhig zugegangen, man
war wohl übereingekommen, nicht zur Freude anderer vor
aller Oeffentlichkeit die ſchmutzige Wäſche zu waſchen und
der Welt ein Schauſpiel zu geben. Ab und zu platzten
zwar die Gemüter etwas anfeinander, namentlich in der
Frage des Organiſationsſtatuts, aber es kam nicht zu
ſolchen Szenen, wie man ſie gelegentlich anderer
Partei=
tage wahrnehmen konnte. Damit iſt freilich nicht geſagt.
daß die Gegenſätze ausgeglichen wären, ſie beſtehen nach
wie vor in unverminderter Schärfe, wie die heftigen
Aus=
einanderſetzungen innerhalb der Partei beweiſen.
Die Verlegung des dritten Geſchwaders
Frankreichs aus der Nordſee nach dem
Mittel=
meer beſchäftigt noch immer die volitiſchen Kreiſe Es
hört ſich ſpaßig an, wenn Herr Deleaſſs die Maßnahme
mit marinetechniſchen Gründen zu erklären verſucht, indem
er durch die ihm naheſtehenden Organe ausſprengen läßt,
man wolle nur aus Gründen der Ausbildung die drer
Ge=
ſchwader unter ein einheitliches Kommando bringen, es
ſei nicht ausgeſchloſſen, daß über kurz oder lang das
Nordſeegeſchwader wieder nach Breſt zurückkehren werde.
Natürlich glaubt niemand dieſe Auslegung, denn wenn
jemals eine maritime Maßnahme einen politiſchen
Cha=
rakter getragen hat, ſo iſt es dieſe: ſie bedeutet nichts
anderes, als den Geſchwadern der Dreibundſtaaten im
Mittelmeer, ſpeziell der öſterreichiſchen Flotte, ein Paroli
zu bieten. Natürlich hat es bei dieſem Anlaſſe wiederum
nicht an hämiſchen Angriffen auf Deutſchland gefehlt, ſo
daß man ſich in der Wilhelmſtraße genötigt ſah. auf
offiziöſem Wege einen kalten Waſſerſtrahl nach den Vogeſen
hinüber zu ſchicken. Es wurde erklärt. aß und für ſich
gehe Deutſchland die Verlegung des Geſchbaders nichts
an, wenn man ihr aber in der franzöſiſchen Preſſe eine
beſtimmte Spitze gebe, ſo könnte ein Echo nicht ausbleiben.
Im übrigen dürfte die Maßnahme der franzöſiſchen Re=
gierung leicht eine unerwünſchte Folge haben. Die
Er=
neuerung des Dreibundes ſteht vor der Tür, und Italien
hat jetzt Gelegenheit, zu ſehen, was es von Frankreich zu
erwarten hat. Dieſes erſtrebt die Vorherrſchaft im
Mit=
telmeer, wodurch natürlich die italieniſchen Intereſſen
ſchwer bedroht werden. Dieſe Tendenz der franzöſiſchen
Politik kann nur geeignet ſein, den Dreibund und die
Zu=
gehörigkeit Italiens zu dieſem zu feſtigen.
Ganz abgeſehen von allem übrigen, kann man es den
Franzoſen nicht verdenken, wenn ſie den Schwerpunkt ihrer
Seemacht nach dem Mittelmeer verlegen, denn tatſächlich
dreht augenblicklich die Weltpolitik zu einem ſehr großen
Teile ſich um jene Gegenden. Die Marokkofrage
iſt noch lange nicht erledigt und wird den Franzoſen noch
manche Nuß zu knacken geben Nicht nur, daß im Land
ſelbſt Wirren an der Tagesordnung’ ſind, die große Opfer
fordern, auch die Verhandlungen mit Spanien ſind noch
immer nicht zu Ende, und wenn man ſagt, daß eine
Eini=
gung in Kürze bevorſtehe, ſo iſt es lediglich Schönfärberei.
In Wirklichkeit ſtehen beide Teile recht ſchroff gegenüber,
und wenn man auch, wie es jetzt ſcheint, vielleicht zu
einer Verſtändigung gelangen wird, ſo läßt ſich doch
vor=
ausſehen, daß auf ſpaniſcher Seite eine Verſtimmung
zurückbleiben wird, die der Geſtaltung der beiderſeitigen
Beziehungen ſchwerlich förderlich ſein kann,
Auch die öſtliche Hälſte, der ſogenannte nähere Orient,
iſt nach wie vor als Wetterwinkel anzuſehen. Der
ita=
lieniſch=türkiſche Krieg ſcheint freilich ſeinem
Ende entgegenzugehen; ſelbſt von offizieller türkiſcher
Seite wird jetzt zugegeben, daß die Vorverhandlungen
trotz mancher Unterbrechungen und verſchiedener
Differenz=
punkte auf dem beſten Wege ſeien, indeſſen gibt die innere
Lage und vor allem das Verhältnis zu den übrigen
Bal=
kanſtaaten noch immer Anlaß zu ſchweren Beſorgniſſen.
Die Türkei ſelbſt iſt kriegeriſch nicht geſinnt, um ſo mehr
aber die Balkanſtaaten, mit Ausnahme von Rumänien.
Herr Nikita, der Beherrſcher der „Schwarzen Berge”, hat
ſich ſogar interviewen und dabei durchblicken laſſen, daß
der Krieg vor der Tür ſtehe. Indeſſen iſt hierbei
der Wunſch der Vater des Gedankens und man darf
hof=
fen, daß die Großmächte energiſch eingreifen werden, falls
die Dinge bis zum Aeußerſten gediehen ſind.
Ein Wetterwinkel in innerer politiſcher Hinſicht iſt
und bleibt Ungarn. Dort iſt es wiederum nach
Er=
öffnung des Parlaments zu derart tumultuöſen Szenen
gekommen, daß nach zweitägiger Dauer das Haus
ver=
tagt werden mußte, um erſt nach Beendigung der
Dele=
gationsberatungen wieder zuſammenzutreten. Die
Sze=
nen, die ſich im Peſter Abgeordnetenhauſe abgeſpielt
ha=
ben, ſpotten jeder Beſchreibung. Die Art, wie die
Oppo=
ſition in Ungarn verfuhr, iſt geradezu ein Hohn auf den
parlamentariſchen Anſtand und die Folgen dieſer
Vor=
gänge werden nicht ausbleiben.
Zum Konflikt der Schwarzburg=Rudolſtädter
Regierung mit der ſozialdemokratiſchen
Land=
tagsmehrheit
wird der Tägl. Rundſch. aus Bundesratskreiſen
mitge=
teilt:
Es iſt durchaus unangebracht, im gegenwärtigen
Augenblick ven einem drohenden Verfaſſungskonflikt in
Schwarzburg=Rudolſtadt zu ſprechen, und daher entfallen
vorerſt alle Hinweiſe auf den § 76 der Reichsverfaſſung,
der bekanntlich bei Verfaſſungsſtreitigkeiten in einem
Bundesſtaat auf Anrufen die Entſcheidung des
Bundesrats vorſieht. Es liegen in Schwarzburg=
Rudolſtadt zwiſchen Regierung und Landtag erhebliche
Meinungsverſchiedenheiten über die Rechte der Exekutive
und Legislative vor. Es darf aber angenommen
wer=
den, daß es an Verſuchen nicht fehlen wird, eine
Verſtän=
digung herbeizuführen. Zu einer derartigen Verſtänd! bleibt reichlich Zeit, denn die thüringiſchen Staaten
haben bekanntlich zwei= und dreijährige Etatsperioden und
die thüringiſchen Verfaſſungen enthalten die Beſtimmung,
daß, falls ein Etatsgeſetz nicht zuſtande kommt, die
Aus=
gaben für die laufende Etatsperiode auf Grund des letzten
Etatsgeſetzes zu leiſten ſind. Ferner hat die Regierung
den in nahezu allen Verfaſſungen enthaltenen
Notpara=
graphen zur Verfügung, der es ihr ermöglicht, Geſetze,
die keine Verſchiebung erdulden können, unter
Voraus=
ſetzung der nachträglichen Genehmigung durch den
Land=
tag im Verordnungswege in Kraft zu ſetzen. Eine
Zu=
ſpitzung des Konflikts und damit die Möglichkeit, den
Bundesrat zum Schiedsrichter anzurufen, kommt erſt in
Frage, wenn nach Ablauf der jetzigen Etatsperiode,
wäh=
rend der die Regierung verfaſſungsgemäß die Ausgaben
auf Grund des alten Geſetzes leiſtet, eine neue
Etats=
periode beginnt. Theoretiſch iſt es ja möglich, daß bis
dahin eine Einigung noch nicht erzielt iſt, praktiſch iſt die
Wahrſcheinlichkeit dafür nicht ſehr groß.
Die Vertagung des Landtages erfolgte, da der
Bericht des Landesausſchuſſe” über die Teuerungszulagen,
der im ſcharfen Gegenſatz zur Anſicht der Regierung ſteht,
unzweifelhaft vom Plenum angenommen worden und
da=
mit eine weitere Verſchärfung der Gegenſätze entſtanden
wäre. In dieſer Frage wird die Verſtändigung einige
Schwierigkeiten bereiten; die übrigen Gegenſätze dürften
leichter ausgeglichen werden.
Was nun die Perſönlichkeit des Schwarzburg=
Rudol=
ſtädter Miniſters Freiherrn von der Recke betrifft, ſo iſt es
durchaus falſch, Herrn von der Recke als ultraregktionär
hinzuſtellen. Freiherr von der Recke ſteht politiſch
viel=
mehr auf dem gemäßigten Flügel der nationalliberalen
Partei. Er hat von ſeiner gemäßigt=liberalen Geſinnung
niemals ein Hehl gemacht. Selbſtverſtändlich iſt es auch,
daß Freiherr von der Recke mit der Reichsleitung über die
Streitfragen konferiert hat, um ſich über die Anſichten
der maßgebenden Stellen zu unterrichten. Das bekannte
Labandſche Rechtsgutachten, das übrigens
nur zum kleinen Teil veröffentlicht wurde, iſt den
Ver=
bündeten Regierungen ebenfalls zur Kenntnis
gebracht worden. Ein weiteres Hineinziehen des Reiches
in den inneren Streit des kleinen Fürſtentums ſteht aber
vorerſt nicht in Frage.
Deutſches Reich.
Die Konferenz der leitenden
Mi=
niſter der Bundesſtaaten wird neueren
Nach=
richten zufolge im November ds. Js. in Berlin
abgehalten werden. Gegenſtand der Beſprechungen wird
die Frage ſein, welche Beſitzſteuer oder Beſitzſteuern dem
Reichstag vorgelegt werden ſollen. Die Anſichten des
Reichs=
ſchatzamts werden den Verbündeten Regierungen bis
da=
hin bekannt ſein, da, wie es heißt, die Denkſchrift des
Reichsſchatzamts zur Beſitzſteuerfrage im Laufe des
Mo=
nats Oktober an die Verbündeten Regierungen gelangen
wird. Eine Veröffentlichung der Denkſchrift iſt nicht in
Ausſicht genommen. Gemäß den Beſchlüſſen der leitenden
Miniſter wird das Reichsſchatzamt mit der Ausarbeitung
einer Vorlage an den Bundesrat beginnen. Es beſteht
die Abſicht, angeſichts der Wichtigkeit der Materie zu
ver=
ſuchen, eine einmütige Willenskundgebung der
Verbünde=
ten Regierungen zur Beſitzſteuerfrage herbeizuführen.
— Die reichsgeſetzliche Regelung des
Luftſchiffahrtsrecht iſt ſo weit gediehen, daß
innerhalb der beteiligten Reſſorts beſtimmte Grundzüge
aufgeſtellt ſind, die als Unterlage für die demnächſt an
Sachverſtändige zu entſendenden Fragebogen dienen
ſra=
len. Im Laufe des Herbſtes werden dieſe, unter ihnen
vorzugsweiſe Praktiker, über die Materie gehört werden,
worauf dann die Aufſtellung eines endgültigen
Geſetzent=
wurfs erfolgen ſoll. Hinſichtlich der Geſtaltung des
Luft=
ſchiffahrtsrechts iſt zu bemerken, daß die Verhandlungen
des Deutſchen Juriſtentages die gebührende Beachtung
finden werden. Von der Reichsregierung iſt nicht
beab=
ſichtigt, einer Regelung der Frage der
Zwangsgenoſſen=
ſchaften näherzutreten, dagegen dürfte die Haftpflicht zu
den Fragen gehören, die bei der reichsgeſetzlichen
Rege=
lung Berückſichtigung finden. Es iſt anzunehmen, daß
die Haftpflicht für Kraftfahrzeuge auf die entſprechenden
Beſtimmungen für die Luftſchiffahrt übertragen wird.
Was die ſtrafrechtliche Seite der Materie anbetrifft, ſo
dürften vorausſichtlich beſondere Beſtimmungen, die ins
Gewicht fallen, nicht notwendig werden, da die bereits
beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften für Ueberſchreitungen
auf dieſem Gebiet als hinreichend zu erachten ſind. Die
Frage der Eigentumsanſprüche an der Luft, die nach
Zei=
tungsmeldungen gleichfalls geregelt werden ſollte, kommt
bei der Aufſtellung eines Geſetzentwurfs nicht in Frage.
Ueber dieſen Punkt iſt keine beſondere Beſtimmung
not=
wendig, da das Bürgerliche Geſetzbuch berens
entſpre=
chende Beſtimmungen enthält. Ebenſo dürfte das
Ueber=
fliegen von befeſtigten Plätzen im Frieden, die Ausſpähung
von Maßnahmen zur Landesverteidigung nicht zu den
Gegenſtänden gehören, die im neuen Recht Platz finden
ſollen. Letzteres iſt, nach den Beſtimmungen des
Spio=
nagegeſetzes, ſtrafbar. Abgeſehen von den erwähnten
Punkten, ſoll das Luftfahrtrecht bekanntlich auch in
tech=
niſcher und gewerblicher Beziehung eine Regelung
er=
fahren.
Veränderungen in der Marine. Dem
Admiral v. Holtzendorff wurde der Schwarze Adlerorden
verliehen, der Konteradmiral Lans wurde zum Chef des
Nordſeegeſchwaders und Konteradmiral Graf von Spee
zum Chef des Kreuzergeſchwaders ernannt=
Seite 2
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
Anfrage des Abg. Erzberger. Der
Zentrumsabgeordnete Erzberger hat beim Bureau des
Reichstages bereits eine kleine Anfrage eingereicht, die
folgendermaßen lautet:
a) Iſt dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß der
ehemalige Befehlshaber des franzöſiſchen
Mittelmeerge=
ſchwaders, Vizeadmiral Germinet, es als eine perſönliche
Ueberzeugung ausgeſprochen hat, daß England und
Frankreich den Aermelkanal mit Recht als engliſches und
franzöſiſches Gewäſſer anſehen und im Falle einer
Kriegs=
erklärung ſofort den neutralen Mächten das Verbot der
Schiffahrt durch den Aermelkanal bekannt geben: „Auf
dieſe Weiſe wird man genau wiſſen, mit wem man es zu
tun hat. Es iſt dies eine elementare
Verteidigungsmaß=
nahme und ein unzweifelhaftes Recht der
Kriegführen=
den”? b) Hat der Herr Reichskanzler Anhaltspunkte,
inwieweit dieſe das Völkerrecht ſchwer verletzende
per=
ſönliche Ueberzeugung des franzöſiſchen Admirals von den
Regierungen in London und Paris geteilt wird? e) Welche
Vorbeugungs= und Abwehrmaßnahmen gedenkt der Herr
Reichskanzler in Gemeinſchaft mit den in erſter Linie
intereſſierten neutralen Mächten gegen ſolche Abſichten
als=
bald zu ergreifen?
Der Abg. Erzberger bemerkt dazu in der „Germania”:
„Die Begründung zu dieſer kleinen Anfrage liegt in den
Worten des franzöſiſchen Admirals, der ſich über das
Völkerrecht einfach hinwegſetzt, der nicht nur dem eigenen
Verbündeten (Rußland), ſondern namentlich den kleinen
neutralen Mächten (Belgien, Holland, Dänemark,
Schwe=
den und Norwegen) unermeßlichen Schaden zufügen will.
Man kann nicht mit dem Einwande kommen, daß es ſich
um eine unverantwortliche Auslaſſung eines Offiziers
handelt Dieſe Offenheit mag man in Paris und
Lon=
don beklagen, wir Deutſche können ſie nur begrüßen und
uns danach einrichten — mit den anderen bedrohten
Staa=
ten oder allein, Zu letzterem ſind wir durch eine ſtarke
Luftflotte imſtande, dieſe kann den Kanal in kürzeſter Zeit
ſäubern. Wenn ſolche Machtpolitik blutigſter Art gegen
uns proklamiert wird, kommt man mit Roſenöl und
Köl=
niſchem Waſſer nicht weiter. Gewiß iſt die kleine Anfrage
leichter geſtellt als eine kurze Antwort erteilt, darum ſei
auf dieſe verzichtet ſofern das Erforderliche alsbald in
die Wege geleitet wird.”
— Bayern und das Jeſuitengeſetz. Wie
der „Köln. Ztg. aus Berlin gemeldet wird, verlautet in
unterrichteten Kreiſen, daß dem Reichskanzler ein Antrag
vorliege, den bayeriſchen Antrag zum Jeſuitengeſetz mit
der Feſtſtellung zu beſcheiden, daß die von der bayeriſchen
Regierung in Vollzug der Bekanntmachung des
Bundes=
rats vom 5. Juli 1872 erlaſſenen
Ausführungsbeſtimmun=
gen dem Sinne des Geſetzes widerſprechen.
— Schulgeldfreiheit an den ſächſiſchen
Volksſchulen. Die Zwiſchendeputation der
ſäch=
ſiſchen Zweiten Kammer zur Beratung der
Volksſchul=
reform beſchloß am Mittwoch, die völlige
Schulgeldfrei=
heit für die Volksſchulen in Sachſen einzuführen. Dafür
ſtimmten die Nationalliberalen, die Volkspartei und die
Sczialdemokraten, dagegen die Konſervativen. Die
Re=
gierung erklärte, nur dazu die Hand bieten zu können,
daß den Gemeinden zur Pflicht gemacht wird,
Unbemit=
telten das Schulgeld zu erlaſſen.
Ausland.
Frankreich.
Die ſpaniſchen Konſuln in Marokko.
Miniſterpräſident Poincaré teilt mit, der ſpaniſche
Mi=
niſter Garcia Prieto habe dem franzöſiſchen Botſchafter
Geoffray in San Sebaſtian erklärt, daß die ſpaniſchen
Konſuln in Marokko Anweiſung erhalten hätten, ſich der
politiſchen Einmiſchung in der franzöſichen Zone zu
ent=
halten und im Einklang mit der zwiſchen den beiden
Re=
gierungen beſtehenden loyalen Freundſchaft zu handeln.
Spanien behalte ſich die Möglichkeit vor, die ihm zur Laſt
gelegten Tatſachen nach eingehender Unterſuchung
richtig=
zuſtellen; aber es willige zum Zeichen der Freundſchaft
ein, die beiden Konſuln in Mogador und Mazagan
end=
gültig abzuberufen. Dieſe Erklärung wird von den
Pa=
riſer Blättern mit großer Genugtuung beſprochen.
Mehr=
fach wird ausgeführt, daß Spanien mit den ſeinen
Kon=
ſuln erteilten Weiſungen Frankreich einen überaus
ſchätzenswerten Freundſchaftsbeweis gegeben habe. Die
franzöſiſch=ſpaniſchen Marokkoverhandlungen, die
nun=
mehr wieder aufgenommen ſeien, würden jetzt wohl raſch,
vorausſichtlich noch vor Ende dieſes Monats, zum Abſchluß
gelangen. Die Lanterne ſieht das Ergebnis der
diploma=
tiſchen Aktion Frankreichs in dieſem Falle als ſehr
bedeu=
tungsvoll an, denn es ſcheine eine neue Phaſe in den
franzöſiſch=ſpaniſchen Beziehungen überhaupt zu eröffnen.
England.
Gegen Homerule. Im Zuſammenhang mit
dem Kampf der Unioniſten gegen Homerule in Ulſter gab
Sir Edward Carſon, der Führer der iriſchen Unioniſten,
den Inhalt folgenden unioniſtiſchen Vertrages bekannt:
„Ueberzeugt, daß Homerule ein Unglück für die nationale
Wohlfahrt Ulſters und der ganzen Inſel bedeutet und für
die Einheit des Reiches gefährlich iſt, verpflichten wir
unterzeichneten Männer von Ulſter als treue Untertanen
des Königs uns, in dieſer unglückbedrohten Zeit einander
beizuſtehen, für uns und unſere geliebten Kinder unſere
Stellung als gleichberechtigte Bürger der vereinigten
Königreiche zu verteidigen und alle Mittel zu gebrauchen,
um die gegenwärtige Verſchwörung, in Irland Homerule
einzurichten, zunichte zu machen. Wenn uns ein derartiges
Parlament aufgezwungen werden ſollte, verpflichten wir
uns feierlich, ſeine Gültigkeit nicht anzuerkennen.”
Rußland.
Zur Ausführung des „kleinen
Flotten=
programms” erweitert das Marineminiſterium die
Admiralitätswerft, die Baltiſche Werft und die Obuchow=
Werke und Kronswerften mit einem Koſtenaufwand von
10 Millionen Rubel. Der Ausgabeetat des
Marinemini=
ſteriums für 1913 wurde auf 230 300000 Rubel feſtgeſetzt.
Davon entfallen 69 500000 Rubel auf den Schiffsbau des
„kleinen Programms” 18 Millionen auf den Weiterbau
der Linienſchiffe „Sewaſtopol”, „Petropawlowsk”, „
Gan=
gut” und „Poltawa” und 28 Millionen Rubel auf den
Weiterbau von Schiffen der Schwarzmeerflotte.
Serbien.
Zur Lage auf dem Balkan. Die Nachricht,
daß die ſerbiſche Regierung ein Memorandum an die
Großmächte über die Lage in Alt=Serbien und Mazedonien
vorbereite, ſowie die Blättermeldung über den Abſchluß
eines Abkommens mit den chriſtlichen Valkanſtaaten,
wer=
den von maßgebender Stelle entſchieden dementiert. — In
Belgrad erhalten ſich trotz aller offiziöſen
Beſchwichti=
gungen hartnäckig die Gerüchte über eine angeblich in
kürzeſter Zeit bevorſtehende Aktion Serbiens und
beſchleu=
nigte militäriſche Vorbereitungen zu einer für den
23. September zu erwartenden teilweiſen Mobiliſierung.
Maßgebenden Ortes wird jedoch erklärt, daß außer den
durch die allgemein ernſte Lage am Balkan bedingten
Vor=
ſichtsmaßnahmen keine Vorkehrungen getroffen werden,
die zu einer Beunruhigung Anlaß bieten könnten.
Türkei.
Die Friedensverhandlungen. Der
Mi=
niſter des Aeußern erklärt die Meldung des „Alendar”
für unrichtig, wonach der Miniſterrat beſchloſſen habe, die
Friedensverhandlungen abzubrechen und den
Unterhänd=
ler Nabi Fahr Eddin abzuberufen. Im Gegenteil, die
Beſprechungen dauerten fort und ſeien auf dem beſten
Wege. Es verlautet, daß der Miniſterrat am 22.
Septem=
ber einen entſcheidenden Beſchluß faſſen wird.
Amerika.
Der Panamakanal. Wie die Blätter melden
wird das erſte amerikaniſche Kriegsſchiff den
Panama=
kanal vorausſichtlich am 15. Auguſt 1913 durchfahren,
während der Kanal von Handelsſchiffen von Dezember
1914 an benutzt werden kann. Der Crbauer des Kanals,
Oberſt Goethals, ſchätzt die Baukoſten jetzt nur auf 375
Millionen Dollars.
* Zur Fleiſchfrage. Das von der Stadt Köln
beſtellte Rindfleiſch aus Dänemark — zwei Waggons, die
72 Halbſtücke Großvieh enthielten — iſt jetzt dort einge=
troffen und unter den Metzgern zum Verkauf verloſt
wor=
den. Das vorzügliche Fleiſch ſtellt ſich auf 70 bis 90 Pfg.
pro Pfund, was für das Publikum eine Minderausgabe
von 20 bis 30 Pfennig pro Pfund gegen die Preiſe des
deutſchen Fleiſches bedeutet.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. September.
* Vom Hofe. Am Donnerstag nachmittag 330 Uhr
begaben ſich im Auto von Jagdſchloß Wolfsgarten aus
die Großherzoglichen Herrſchaften in Begleitung der
Hof=
dame Freiin von Rotsmann und des Flügeladjutanten
Rittmeiſter Frhrn. von Maſſenbach anläßlich des
elf=
hundertjährigen Jubiläums der Kirche von Schlitz zum
Beſuch des Grafen von Görtz nach Schlitz und die
Prinzeſſin Ludwig von Battenberg mit der Prinzeſſin
Luiſe und dem Prinzen Georg nach Schloß
Fried=
richshof. (Darmſt. Ztg.)
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Reviſor bei der
Zentral=
ſtelle für die Landesſtatiſtik Rechnungsrat Friedrich
Feick in Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, mit Wirkung
vom 1. Oktober 1912 an und demſelben die Krone zum
Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen verliehen.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Regierungsaſſeſſor Dr. Jakob Koehl,
Mitglied der Eiſenbahndirektion zu Breslau, den Charakter
als Regierungsrat, dem Bahnhofsarbeiter in der
Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Johannes
Mauer zu Armsheim aus Anlaß ſeines Ausſcheidens
aus dem Staatseiſenbahndienſte das Allgemeine
Ehren=
zeichen mit der Inſchrift „Für treue Arbeit” dem Förſter
Friedrich Schmaus das Silberne Kreuz des
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen und dem Forſtwart
der Forſtwartei Einſiedel, Förſter Ernſt Vöglin, die
Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen, letzteren beiden aus Anlaß ihrer
Ver=
ſetzung in den Ruheſtand.
— Regelung des Ueberganges der Beſugniſſe von
dem Großherzoglichen Landesverſicherungsamt in
Darmſtadt auf das Reichsverſicherungsamt. Mit
Zuſtimmung des Großherzoglich Heſſiſchen Miniſteriums
des Innern wurde folgendes beſtimmt: 1. Die dem
Großherzoglichen Landesverſicherungsamt in Darmſtadt
reichsgeſetzlich übertragenen Befugniſſe gehen vom 1.
Ok=
tober 1912 auf das Reichsverſicherungsamt über. 2. Die
Erledigung der am Tage dieſer Bekanntmachung bei dem
Großherzoglichen Landesverſicherungsamt anhängigen
und ſpäter anhängig werdenden Reviſionsſachen der
Invaliden= und Hinterbliebenenverſicherung übernimmt
das Reichsverſicherungsamt. Andere, insbeſondere aus
dem Gebiete der Unfallverſicherung bis zum 30.
Sep=
tember 1912 anhängig werdende Sachen wird das
Groß=
herzogliche Landesverſicherungsamt noch tunlichſt
er=
ledigen. Die am 1. Oktober 1912 noch nicht erledigten
Sachen ſind unverzüglich an das
Reichsverſicherungs=
amt abzugeben. 3. Das Großherzogliche
Landesver=
ſicherungsamt wird diejenigen Sachen, welche ſich auf
die Durchführung der Reichsverſicherungsordnung
be=
ziehen, insbeſondere die Genehmigung der Satzung der
land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für
das Großherzogtum Heſſen, auch vor dem 1. Oktober
1912 alsbald nach dem Eingang an das
Reichsver=
ſicherungsamt abgeben.
g. Strafkammer. Der 12jährige Schüler E. M. aus=
Offenbach war am 24. Februar in Offenbach in einen
Fabrikneubau eingeſtiegen und hatte dort herumliegende
Holzabfälle, Eiſen, Blei und Gummi in mitgebrachten
Säcken mitgenommen. Er erhält die mindeſtzuläſſige
Strafe von 1 Tag Gefängnis. — Der Wirt Franz
Faver Dorn und ſein Geſchäftsführer Joſeph
Reip=
rich, beide in Offenbach, waren vom Schöffengericht
wegen des Duldens von Glücksſpielen zu 60 bezw. 30
Mark Geldſtrafe verurteilt worden. Sie legten gegen das
Urteil Berufung ein, die geſtern vor der hieſigen
Straf=
kammer zur Verhandlung kam. Der Angeklagte Dorn
iſt Beſitzer des Kaiſercafés in Offenbach, das ein
durch=
aus vornehmes Geſchäft ſein ſoll. Er hatte einigen
Gäſten erlaubt, das ſogenannte „Mauſcheln ohne
Aßzwang” zu ſpielen. Die Polizei nahm jedoch auf eine
Anzeige hin Anſtand an dieſem Spiel und ſtellte
Straf=
antrag wegen des Duldens von Glücksſpielen. Ein
Spieler hatte angegeben, er habe bei dieſem Spiele in
dem Lokal des Angeklagten in einem Jahre 2500 Mark
verſpielt. Der Angeklagte Dorn gibt an, er habe in
ver=
ſchiedenen Frankfurter Lokalen Schilder bemerkt, die das
Mauſcheln ohne Aßzwang geſtatten. Er habe das
Mau=
ſcheln für ein Spiel gehalten, das nicht vom Zufall
ab=
hängig ſei, ſondern das eine große Berechnung verlange.
Das Gericht hatte auch Zweifel, ob bei dieſem Spiel der
Der Dichter der Zauberflöte.
(Zum 100. Todestage Emanuel Schikaneders, 21. Sept.)
Von Dr. Paul Landau.
Wunderlich und vielverſchlungen ſind die Wege zur
Unſterblichkeit. Jeder Goethe hat mehr als einen
Eckermann, und während nur wenige Große aus eigener
Kraft zu den ſeligen Höhen des Ruhmes emporſteigen,
fliegen an ihren Rockſchößen gar viele zu den
ſilberleuch=
tenden verklärten Firnen hinauf. Einer der ſeltſamſten
und barockſten Geſellen, die ſo gleichſam als „blinde
Paſſagiere‟ Einlaß auf dem Olymp erhalten haben, iſt
Emanuel Schikaneder, deſſen 100. Todestag ſeine breite,
joviale Geſtalt wieder ins volle Licht des Tages
ſtellt, wie ſie ſo gerne ſtand. So lange die weihevollen
Klänge der Zauberflöte die Menſchheit entzücken werden,
ſo lange wird Schikaneder als der Anreger und
Text=
dichter dieſes unvergänglichen Werkes neben Mozart
ge=
nannt werden, und er hat dazu ein gutes Recht, wie
D. F. Strauß in ſeinem Scnett ſingt:
„Was ſchikanieret Ihr den Schikaneder?
Der Käfer ſei er, ſprechet Ihr mit Hohn,
Der auf des Adlers Schweife ſich zum Thron
Jovis’ emporſchwang, nicht mit eigner Feder.”
Aber wie Trithonos ewig jung iſt im Arm der
Mor=
genröte, ſo „Schikaneders Text ſich ewig neu verklärt in
Mozarts Tönen!”
Freilich war dieſer „Unſterbliche” eine recht
zweifel=
hafte, derb plumpe und ſehr ſinnlich erdenhafte
Erſchei=
nung, ein ſkrupelloſer Theaterpraktiker ohne eigentliche
Bildung — ſogar Schreiben und Rechnen wurden ihm
ſchwer — bei dem ſich eine edle Dreiſtigkeit mit
ver=
ſchwenderiſchem Leichtſinn paarte. Mit flinkem
Bühnen=
ſinn hat er eine Unmenge einſt erfolgreicher, heute
ver=
geſſener Zugſtücke zuſammengeſtoppelt, hat mit einem
ſcharfen Blick für den ewig gleichen Geſchmack der Menge
glänzende Ausſtattungen und ungeheuerliche Szenerien
erdacht, iſt faſt zwei Jahrzehnte (1789—1807) der
all=
mächtige Wiener Theaterpapſt geweſen. — Aber, was
wüßten wir wohl heute von ihm, wenn nicht die
Flug=
bahn dieſes trüben Kometen zufällig den Sonnenlauf
eines ſtrahlenden Fixſternes gekreuzt hätte, wenn der
Schikaneder, der gemütlich frivole Praſſer und an
erfolg=
reichen Einfällen unerſchöpfliche Bühnnmenſch, dem
„Wolfgangerl” nicht ein guter Kumpan geweſen wäre,
den er zu manchem leichtſinnigen Streich, aber auch zu
der „großen Maſchinenkomedi” verlockte?
Bei ſeinen Lebzeiten war die Berühmtheit, die ihm
ſeine Theaterſtücke, beſonders die „Zauberflöte”
ein=
trugen, nur eine heroſtratiſche. Ganz Deutſchland ſah
in dieſem Operntext das Urbild ſinnloſer Albernheit,
das nur geſungen möglich iſt, in ihm den Typus des
„elenden Skribenten wüſter Spektakelſtücke” und „
ſchika=
nederiſch” nannten ein Jean Paul. A. W. Schlegel, Börne
alles, was läppiſchen Spaß mit hohlem Prunk und
ge=
ſchmackloſem Aufwand vermiſchte. Nach Mozarts Tode
erhob die Familie die ſchlimmſten Anklagen gegen ihn,
der den Text geſtohlen und das weltunkundige Genie in
der ſchurkiſchſten Weiſe betrogen und ausgebeutet haben
ſollte. Aber auch dieſem „Ritter von der traurigen
Ge=
ſtalt” deſſen Irrfahrten durch die Welt des Theaters
ſo viel Aufſehen erregten, ſind Retter erſtanden. Goethe
meinte von dem Text der Zauberflöte, „man müſſe doch
auf alle Fälle dem Autor zugeſtehen, daß er in bohem
Grade die Kunſt verſtanden, durch Kontraſte zu wirken
und große theatraliſche Effekte herbeizuführen” und der
Olympier dünkte ſich nicht zu gut, als Verfaſſer eines
„zweiten Teils” der Zauberflöte auf Schikaneders Spuren
zu wandeln. Ja, der ganze Mann und ſein Lebenswerk
hat einen Verteidiger gefunden in ſeinem Biographen
Egon von Komorzynski, der ihm ſeinen immerhin
bedeu=
tenden Platz in der Entwicklung des Wiener
Theater=
weſens angewieſen hat und ihn ſogar für ein „
drama=
tiſches Genie” erklärte Dies „große Talent” ſei durch
notgedrungene Hingebung an das unmittelbare Leben in
niedrige Sphären gezogen und in einem tragiſchen
Schick=
ſal aufgerieben worden.
Als das 12. Kind eines Aushilfsdieners wurde
Emanuel 1751 in Regensburg geboren. Das Einzige,
was ihm die Eltern mit auf den Lebensweg gaben, war
eine muſikaliſche Begabung, die der Knabe ſchon als
herumziehender Geigenſpieler ausnutzte. So
vagabun=
dierte er in den bayeriſchen Städten und Dörfern, ein
ver=
wahrloſter Burſche, bis er in Augsburg zum erſten Male
eine Komödiantentruppe ſah, wie elektriſiert ſeine Geige
wegwarf und mitlief. Er hatte ſich für immer dem
Theaterdämon verſchrieben. Unglaublich raſch wurde er
ein guter und vielgenannter Schauſpieler. Damals, in
ſeiner Jugend Blütetagen, als ihm noch nicht das
ſtatt=
liche Embonpoint zu niedrig=komiſchen Rollen
verur=
teilte, hat er als Hamlet Triumphe gefeiert. Man rühmte
ſſeinen ſtattlichen Wuchs, ſein lebhaftes Gebärdanſpiel,
ſeine wobllautende, wenn auch kleine Stimme, mit der er,
eine durch und durch muſikaliſche Natur, bis zuletzt
treff=
lich ſeine Couplets ſang.
Bald war der unternehmungsluſtige junge Mann
Theaterdirektor und wurde mit einer ausgezeichneten
Truppe der wackere Vorkämpfer in Süddeutſchland für
die große norddeutſche Bühnenreform, die die Namen
Leſſing und Schröder am beſten bezeichnen. Für
Deutſch=
tum und Volkskunſt iſt er ſein Leben lang, halb aus
In=
ſtinkt, halb aus Reklame, eingetreten: ſtets war er auch
ſelbſt ſein erſter Schauſpieler, ſtets ſein beſter
Bühnen=
dichter. Aber ſchon in dieſer erſten Periode ſeines
zehn=
jährigen Wanderlebens traten die ſchlimmen
Eigenſchaf=
ten ſeines Talentes bedenklich hervor. Größenwahn und
Prahlerei verbanden ſich mit einer fanatiſchen Hinneigung
zu äußerlichen Effekten. Er inſzenierte große
Vorſtellun=
gen im Freien, gab zum Beiſpiel das bekannte
Soldaten=
ſtück „Der Graf von Walltron” in einem Lager von 200
Zelten und ein anderes Ritter= und Spektakelſtück auf
einer Donauinſel, ließ große Soldatentrupps auftreten
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 3.
Zufall oder Berechnung entſcheide, und ſprach die
An=
geklagten von Strafe und Koſten frei. Wenn auch durch
Reichsgerichtsentſcheidungen Mauſcheln ohne Aßzwang
als Glücksſpiel anzuſehen ſei, ſo könne das Gericht in
jedem Fall einzeln entſcheiden.
sk. Urteil des Reichsgerichts vom 19. September 1912.
(Nachdruck verboten.) Der jetzige Privatier Jakob
Mohr betrieb früher in offener Handelsgeſellſchaft mit
dem Kaufmann B. die Löwenbrauerei zu Darmſtadt. Im
Brauereibetrieb war damals der Braumeiſter H.
beſchäf=
tigt, mit dem Mohr ſich bald geringfügiger Differenzen
wegen verfeindete. Als es ſchließlich zum offenen Bruche
kam, ſchickte Mohr einen Brief an die Großherzogliche
Staatsanwaltſchaft, in dem er, wider beſſeres Wiſſen, den
Braumeiſter des Diebſtahls bezichtigte. H. ſtand nämlich
vertraglich das Recht zu, jeden Montag 20 Flaſchen Bier
für ſeinen Privatverbrauch mit nach Hauſe zu nehmen:
als ſeine Frau erkrankte, machte er längere Zeit von ſeinem
Bierdeputatrecht keinen Gebrauch. Daß H. nun ſpäter das
ihm zuſtehende Bier, ohne die Brauereileitung zu
benach=
richtigen, wieder regelmäßig an ſich nahm, legte Mohr
ihm fälſchlicherweiſe als Diebſtahl aus. Das gegen H
eingeleitete Verfahren war alsbald wieder eingeſtellt
wor=
den. Mohr jedoch wurde wegen wiſſentlich falſcher
An=
ſchuldigung (§ 164 Str.=G.=B.) vom Landgericht
Darm=
ſtadt am 30. April 1912 zu zwei Monaten Gefängnis
ver=
urteilt, und H. die Publikationsbefugnis zugeſprochen.
Gegen das Urteil legte Mohr Reviſion beim
Reichs=
gericht ein die aber vom höchſten Gerichtshof auf
An=
trag des Reichsanwalts als unbegründet verworfen
wurde.
Vom Großh. Hoftheater. Heute, Samstag,
geht als 10. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C3,
zum erſtenmal „George Dandin oder der
be=
ſchämte Ehemann” von Moliére, in der
Bear=
beitung von Karl Vollmöller, in Szene. Die Muſik zu
den Tänzen und Zwiſchenſpielen der Komödie ſtammt
von Einar Nilſon, der auch der Komponiſt der Geſänge
in dem alten Spiel von „Jedermann” iſt. Der Abend,
der mit der Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit” eröffnet
wird, iſt zu Ehren des hier tagenden Kongreſſes
für Säuglingsfürſorge veranſtaltet. Es wird
um pünktliches Erſcheinen erſucht, da während des
Vor=
ſpiels und bei offener Szene kein Einlaß in den
Zu=
ſchauerraum gewährt wird. Die Vorſtellung beginnt
um 7½ Uhr. In der ſonntägigen Vorſtellung der
„Meiſterſinger” ſingt Herr Schützendorf zum erſtenmal
den Beckmeſſer. Neu iſt ferner Frl. Jacobs als
Magdalena. Die Oper, die Herr Hofrat de Haan
dirigiert und deren ſzeniſche Leitung Herr Oberregiſſeur
Valdek hat, weiſt im übrigen die gewohnte Beſetzung auf.
Für Montag iſt eine Wiederholung der erfolgreichen
Ko=
mödiennovität „Der Gardeoffizier” in der von
der Erſtaufführung bekannten Beſetzung vorgeſehen.
* III. deutſcher Kongreß fur Sauglingsfurforge.
Am heutigen Samstag, den 21. September,
be=
ginnt, wie bereits gemeldet, der III. deutſche Kongreß
für Säuglingsfürſorge in Darmſtadt. Der
Groß=
herzog und die Großherzogin haben ihr
Er=
ſcheinen für Samstag zum Kongreß zugeſagt.
* Dekanatsſynode. Am Mittwoch tagte hier die
Sy=
node des Dekanats Darmſtadt. Die
Eröff=
nungsanſprache hielt Pfarrer Vogel=Darmſtadt; dann
begrüßte Dekan Schneider=Weiterſtadt die
Syno=
dalen und gedachte des in dieſem Jahre verſtorbenen
Mitgliedes Pfarrer Walz von der Petrusgemeinde.
ach Beſprechung der verſchiedenen Berichte des
Deka=
natsausſchuſſes über den kirchlichen und ſittlichen Zuſtand
der Dekanatsgemeinden, über den Stand der äußeren und
inneren Miſſion, über Guſtav=Adolfs=Verein und
Evan=
geliſchen Bund, über die Fürſorge der in
Zwangserzieh=
ung gegebenen Jugend, behandelte Pfarrer Beringer=
Darmſtadt das Thema: „Welche Anforderungen ſtellt die
auf größere Belebung unſerer Gemeinden hinzielende
Bewegung der Gegenwart an die kirchlichen Organe der
Einzelgemeinde?‟ Die Ausführungen fanden allgemeine
Zuſtimmung. Zuletzt wurde im Anſchluß an den
Be=
richt über den Evangeliſchen Bund folgende Reſolution
angenommen: „Die Dekanatsſynode des Dekanats
Darm=
ſſtadt erklärt ihre einmütige Zuſtimmung zu der
Kund=
gebung der Landesſynode gegen die beabſichtige
Aufheb=
ung und Abbröckelung des ſogenannten Jeſuitengeſetzes
und ſpricht die Erwartung aus, daß auch die
Evange=
liſchen des Dekanats Darmſtadt zur Wahrung der
deutſch=proteſtantiſchen Intereſſen und zum Schutz des
konfeſſionellen Friedens gegen dieſen erneuten Vorſtoß
zugunſten der Jeſuiten, der entſchiedenſten Vertreter
päpſtlicher Machtanſprüche und Bekämpfer des
Proteſtan=
tismus, mit allem Nachdruck Stellung nehmen.”
— Die ſchriftliche Staatsprüfung für den höheren
Finanzdienſt findet am 27. November d. J. und an den
folgenden Tagen von vormittags 9 Uhr an in einem noch
näher zu bezeichnenden Prüfungszimmer ſtatt. Geſuche
um Zulaſſung zu dieſer Prüfung ſind unter Verwendung
eines Eingabeſtempels von 1,50 Mk. bei Großh.
Prüfungskommiſſion für den höheren
Finanz=
dienſt zu Darmſtadt bis zum 16. November d. J.
ein=
zureichen.
* Reviſion der Handwerksbetriebe mit weiblichen
Lehrlingen. Wie wiederholt durch die Tagespreſſe
be=
kannt gegeben wurde, unterſtehen alle genannten
Be=
triebe ſeit 1. Oktober v. J. den von der Handwerkskammer
zu Darmſtadt erlaſſenen und vom Großh. Miniſterium
ge=
nehmigten Vorſchriften zur Regelung des
Lehrlings=
weſens, ebenſo wie die mit männlichen Lehrlingen; jedoch
mit verſchiedenen Erleichterungen während der
Ueber=
gangszeit. Betroffen werden von dieſen Vorſchriften
zu=
nächſt alle Kleidermacherinnen,
Weißnähe=
vinnen, Putzmacherinnen und Friſeuſen.
Es wird uns nun mitgeteilt, daß in den nächſten Tagen
mit einer Reviſion all dieſer Betriebe in hieſiger Stadt
be=
gonnen werden ſoll, um zu ermitteln, ob und inwieweit
die genannten Vorſchriften erfüllt ſind, bezw. noch erfüllt
werden müſſen und geben wir unſeren Leſern, ſoweit ſie
es angeht, hiervon Kemtnis, mit dem Bemerken, daß der
Beauftragte der Handwerkskammer, Herr Leonh. Kehl
aus Worms, in jedem einzelnen Fall alle und jede
ge=
wünſchte Auskunft und Belehrung bereitwilligſt erteilen
wird
* Sportplatzweihe am alten Schießhaus. Morgen
Sonntag findet die Platzweihe des Darmſtädter
Sport=
klubs 1905 ſtatt. Sie verſpricht, einen glänzenden Verlauf
zu nehmen. Die Einweihungsfeierlichkeiten werden ſich
trotz anderen ſportlichen Veranſtaltungen eines guten
Be=
ſuches erfreuen dürfen, zumal der Sportklub
außerordent=
lich billige Eintrittspreiſe feſtgelegt hat. Man iſt hierbei
von dem Gedanken ausgegangen, jedem
Sportintereſſen=
ten den Beſuch eines ſolchen ſportlichen Ereigniſſes zu
er=
möglichen. Der erſten Mannſchaft des Fußballklubs
„Germania”=Frankfurt wird zur Erinnerung an die
Platz=
weihe ein von den Alten Herren des Darmſtädter
Sport=
klubs geſtifteter ſilberner Becher überreicht werden.
Fuß=
ballklub „Germania” iſt Meiſter von Frankfurt a. M. und
Sieger in der diesjährigen Spielrunde um den
General=
anzeiger=Preis. Beſonderes Intereſſe dürfte auch das
Klubhaus erwecken. Im Erfriſchungsraum desſelben hat
Herr Fritz Mund für Speiſe und Getränke beſtens Sorge
getragen. Den neuen Sportplatz erreicht man bequem
mit der elektriſchen Straßenbahn (weiße Linie) und iſt die
Ausſteigeſtelle Schießhausſtraße.
— Fiſch=Kochkurſe. Gelegentlich der Kurſe, die im
letzten Winter auf Koſten der Stadt in der
Haus=
wirtſchaftlichen Fortbildungsſchule
ein=
gerichtet waren, wurde aus den beſſer ſituierten Kreiſen
mehrfach die Veranſtaltung von Fiſch=Kochkurſen auf
Koſten der Teilnehmerinnen angeregt.
Die=
ſem Wunſche ſoll nun ſtattgegeben werden. Die Kurſe
ſind für den Oktober vorgeſehen. Anmeldungen
nimmt am nächſten Dienstag zwiſchen 4—5 Uhr
nach=
mittags die Fortbildungsſchulleitung,
Rundeturm=
ſtraße 11, entgegen. Näheres enthält die Anzeige in
die=
ſer Nummer.
* Darmſtädter Oberheſſen=Verein. Den diesjährigen
Geburtstag der Großherzogin begeht der
Darmſtädter Oberheſſen=Verein am
Sonn=
tag abend im „Kaiſerſaal” (Fürſtenſaal). Die
Veranſtal=
tung wird, wie immer, viel Unterhaltung bieten. (Siehe
Anzeige.)
O Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitalie derſtand betrug am 14. September l. J.
männ=
lich 9773, weiblich 6607, zuſ. 16 380, in Prozenten 59,67,
40,33. Der Krankenſtand betrug am 14. Sept. I. J.
männlich 334, weiblich 310, in Prozenten 3,41, 4,69.
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
vom 9. Sept. bis 14. Sept. I. J. 4893,74 Mk. (1911: 5058,04
Mark). An Wöchnerinnen waren vorhanden am
14. September I. J. 30. Sterbefälle kamen vor in der
Woche vom 9. Sept. bis 14. Sept. I. J. 2.
§ Milchreviſionen. Im Juli ſind durch die
hieſige Polizei 2965 Milchreviſionen vorgenommen
worden. Hierbei wurden 12 Proben teils wegen zu
ge=
ringem Fettgehalt und teils wegen Waſſerzuſatz und
ſtarkem Schmutzgehalt beanſtandet und daher zwecks
Unterſuchung dem chemiſchen Unterſuchungsamt
über=
wieſen. Infolge dieſer Beanſtandungen und zwecks
Aufklärung des Sachverhalts war die Erhebung von
7 Liefer= und 3 Stallproben erforderlich. Außerdem
wurden 60 Liter gewäſſerte Milch und 20 Liter ſtark
verunreinigte Milch dem Verkehr entzogen. Im Monat
Aug uſt wurden 2640 Milchreviſionen vorgenommen und
hierbei 10 Proben teils wegen zu geringem Fettgehalt
und teils wegen Waſſerzuſatz und ſtarkem Schmutzgehalt
beanſtandet und dem chemiſchen Unterſuchungsamt zur
Unterſuchung übergeben. Infolge dieſer Beanſtandungen
und zwecks Aufklärung des Sachverhaltes war die
Erhebung von 8 Liefer= und 5 Stallproben erforderlich.
Außerdem wurden 36 Liter gewäſſerte Milch und
20 Liter ſtark verunreinigte Milch dem Verkehr entzogen.
* Ludwigshöhe. Morgen Sonntag, den 22.
Septem=
ber findet wieder das erſte Konzert der Kapelle des
Leibgarde=Regiments nach der Rückkehr aus dem
Manö=
ber, findet wieder das erſte Konzert der Kapelle des
nommen. (Siehe auch Anzeige.)
* Olympia=Theater. Der Direktion des Olympia=
Theaters (Rheinſtraße 2), iſt es gelungen, den
erſtklaſſigen, künſtleriſchen, ſowie äußerſt
ſpannen=
den Detektiv=Roman „Durchkreuzte Pläne‟
in ſein neues Programm ab Samstag zu bringen.
Dieſer Film wurde mit größtem Erfolg in anderen
Städten, wie Berlin, Hamburg, Frankfurt vorige
Woche vorgeführt. Der eiferſüchtige Bruder, ein
herrliches Drama (farbige Bilder), Motiv aus Holland,
ſowie vorzügliche humoriſtiſche Schlager und, Einlagen
bilden das hervorragende Programm.
Auerbach a. d. B., 20. Sept. Geſtern verſchied der
weithin im Heſſenſand bekannte Kriegsvetgran
Herr Oberſt z. D. Brentano=Bernarda. Er kam
als Fähnrich in das 4. Großh. Heſſ. Infanterie=Regiment
(118.), wurde 1853 Leutnant im Leib=Garde=Regiment
(115.), 1859 Oberleutnant im 4. Regiment und 1866
Haupt=
mann. Im 4. Regiment machte er die Feldzüge 1849 und
1866 mit. Im Jahre 1868 erhielt Brentano als
Haupt=
mann die heſſiſche Pionierkompagnie, die er im Kriege
1870/1871 mit Auszeichnung führte. Die heſſiſche
Pionier=
kompagnie wurde 1872 aufgelöſt und als 9. Kompagnie
in das Regiment 117 eingeteilt; noch heute trägt die
9. Kompagnie am Helmlöwen ein Emblem, darauf
hin=
weiſend. 1874 wurde der jetzt Verſtorbene Major und
erhielt 1877 als Bataillonskommandeur das 1. Bataillon
des 6. brandenburgiſchen Infanterie=Regiments Nr. 52
in Frankfurt a. O. Die letzte aktive Tätigkeit hatte er in
Woldenberg (Neumark). Als Bezirkskommandeur im
5. brand. Inf.=Regt. Nr. 48 erhielt er vom Großherzog
den Charakter als Oberſt z. D.
-h- Auerbach, 20 =Sept. Heute vormittag findet in
dem hieſigen Leichenhauſe die gerichtliche Obduktion
der Leiche des ſo plötzlich verſtorbenen Knaben
Spek=
hardt ſtatt. Der Fall erregt hier großes Aufſehen und
bildet faſt ausſchließlich das Tagesgeſpräch.
-t. Heppenheim, 20. Sept. Der Taglöhner Johannes
Franz von Viernheim, der zurzeit an der Dreſchmaſchine
hier beſchäftigt iſt, geriet geſtern mit dem rechten
Armin das Getriebe der Maſchine, wobei ihm
der Arm vollſtändig ausgeriſſen wurde. Der
Ver=
unglückte wurde durch die hieſige Sanitätskolonne in
ſchwer verletztem Zuſtande in das Akademiſche
Kranken=
haus nach Heidelberg gebracht, wo er in hoffnungsloſem
Zuſtande daniederliegt.
Offenbach, 19. Sept. Das Kreisamt hat eine
Polizei=
verordnung erlaſſen, die den Beſuch von jugendlichen
Perſonen in den Kinematographen=Theatern
regelt. Nach dieſer Verordnung dürfen Kinder unter
6 Jahren überhaupt nicht zugelaſſen werden. Jugendliche
Perſonen unter 15 Jahren dürfen nur zu ſolchen
Vorfüh=
rungen ohne Aufſichtsperſonen zugelaſſen werden, die als
Jugendvorſtellungen gelten. In Jugendvorſtellungen, die
ſpäteſtens 8 Uhr abends beendet ſein müſſen, dürfen nur
Spielpläne zur Durchführung gelangen, die von der
Poli=
zeibehörde für ſolche Vorſtellungen genehmigt ſind. In
alle anderen Vorführungen dürfen Kinder von 6 bis 15
Jahren nur in Begleitung ihrer Eltern, Vormünder,
Pfle=
ger oder anderer Perſonen, denen ein Aufſichtsrecht über
Jugendliche zuſteht, und zwar nur bis 10 Uhr abends.
Bemerkt ſei noch, daß wegen Uebertretung der
Polizeivor=
ſchrift nicht nur die Unternehmer und Leiter der Kinos
beſtraft werden, ſondern auch Perſonen, die kein
Aufſichts=
recht über Jugendliche haben und trotzdem Kinder in
Vorführungen mitnehmen, die keine Jugendvorſtellungen
ſind; ebenſo Perſonen, die Kinder unter 6 Jahren in Kinos
mitnehmen, alſo in dieſem Falle auch die Eltenn.
Offenbach, 20. Sept. In der geſtrigen
Stadtver=
ordnetenſitzung, in der Oberbürgermeiſter Dr.
Dullo den Vorſitz führte, kam es außerhalb der
Tages=
ordnung zu einer langen Debatte über die zu ergreifenden
Maßnahmen gegen die Fleiſchteuerung. Es
wurde beſchloſſen, däniſches Fleiſch und Schellfiſche
ſo=
wie Kabeljau durch die hierfür beſtimmte Kommiſſion zu
beſchaffen, die dann von den einzelnen Branchegeſchäften
weiter verkauft werden ſollen. In der öffentlichen
Sitz=
ung machte der Vorſitzende Mitteilung von einer
Ein=
gabe der ſtädtiſchen Beamten der 10., 11. und 12.
Gehalts=
klaſſe um Gewährung einer einmaligen
Teuerungs=
zulage.
Mainz, 20. Sept. In letzter Zeit ſuchte durch
Zei=
tungsanzeigen ein angeblicher Beamter in guter
Stellung und mit großem Einkommen eine Frau, auch
Witwe, mit Vermögen. Es meldeten ſich eine Anzahl
mit gewaltigen Maſſenwirkungen von vielen Hunderten,
lange vor Reinhardt, führte — vor Roſtands „
Chantee=
ler” — eine phantaſtiſch inſzenierte Komödie auf, in der
lauter Hühner und Gänſe erſchienen. Seine
Spektakel=
vorſtellungen wuchſen ins Ungeheuerliche. Eine freie
Be=
arbeitung von Schillers „Räuber” — natürlich von ihm
— ſpielte im Wald und gipfelte im Kampf der Räuber
und Soldaten und im Einſturz des brennenden Moorſchen
Schloſſes. Das Publikum lockte er in vollen Strömen
durch bombaſtiſche Ankündigungen; ſo wurde zum
Bei=
ſpiel bei Aufführungen der „Agnes Bernauer” nicht die
unſchuldige Heldin, ſondern der böſe Vicedom „über die
Brücke geſtürzt”. Auch in ſeinen blutrünſtig tollen
Schauerdramen erreichte er ſchon damals mit dem
„Grandprofes” den Höhepunkt von wüſter Brutalität und
Rührſeligkeit.
Nachdem er ſich 1789 in der Kaiferſtadt, dieſem
Do=
rado des Theaters, feſtgeſetzt, wurde er ſchnell zum Abgott
der Wiener. Mit fabelhafter Anpaſſungsfähigkeit gelang
es ihm, ſich zum Uröſterreicher zu machen, ſo daß er eine
Zeitlang als der Vertreter des echten Wienertums galt
und Reiſenden als die originellſte, urwieneriſche
Sehens=
würdigkeit gezeigt wurde. Im Freihaustheater und im
Theater an der Wien hat er unumſchränkt geherrſcht mit
ſeinen prunkvollen Opern, ſeinen derben Lokaldramen
und ſeinen in der Ausſtattung an Wahnſinn ſtreifenden
Spektakelſtücken. Er ſchenkte den Wienern zwei auf lange
hin volkstümlich gebliebene komiſche Figuren, den „
dum=
men Anton” und den „Tiroler Waſtel”; er ſchenkte ihnen
aus ſeiner Luſt an Tieraufzügen heraus die „
Pferde=
komödie” er ritt ſelbſt auf einem Kamel; er machte in
ſeinen wilden Dekorationskünſten einmal aus der Bühne
ein rieſiges Fernrohr, durch das das Publikum guckte.
Und man ging nur „zum Schikaneder” füllte ihm das
Haus und die Börſe, auf daß er mit vollen Händen
ver=
ſchwenden und genießen konnte. . Bis endlich ſeine
Zeit vorbei war. Seine Zauberopern und Lokalſtücke,
ddenen man zugejubelt hatte, ſie wurden ausgeziſcht, er
ſelbſt beim Auftreten verhöhnt. Schließlich flüchtete er
nach Brünn, wo er neue, nie dageweſene ſzeniſche
Wun=
der mit 300 Mann Infanterie und Kavallerie auf die
Bühne brachte und eine große ungedeckte Arena (eine Art
Theater der 5000) baute. Der Theaterwahn ging
all=
mählich in den wirklichen Wahnſinn über. Der
Geiſtes=
kranke, deſſen Verblödung ſchon in ſeinen letzten Stücken
ſchrecklich deutlich geworden war, wandte ſeine fanatiſche
Wut nun gegen die Leidenſchaft, deren Monomane er
geweſen. Er wollte ſeine Bühne mit einem Beil
zer=
trümmern. . . . Dann ſaß er nur noch ſtumpfſinnig, in
ein Bettlaken gehüllt, da, vor äußerſter Not geſchützt durch
mildtätige Spenden. Ein ergreifendes Bild menſchlichen
Jammers. Bis der Tod ihn erlöſte und die ſterbliche
Hülle ins Grab geſenkt wurde unter den hehren
Feier=
klängen jenes Requiems, das der große Freund des
un=
glücklichen Verſchwenders als ſeinen Schwanengeſang
hinterlaſſen. So flog die Seele des armen Schikaneder
auf Flügeln Mozartſcher Kunſt ſternenwärts, und
Mo=
zartſche Kunſt hat ihr unvergängliches Leben geliehen.
Als der Theaterdirektor Schikaneder 1780 in Salzburg
mit der Familie Mozart befreundet wurde, ahnte er
nicht, welche Rolle der junge Konzertmeiſter Wolfgang,
der ſich damals mit ihm im Bolzenſchießen übte, in ſeinem
Leben ſpielen ſollte. Aber als praktiſcher Mann ſuchte
er den vielverſprechenden Komponiſten für die Oper zu
intereſſieren, und hat ſo indirekt zwei größere Arbeiten
des jungen Mozart veranlaßt, die Muſik zu Geblers
Drama „Thamos” und die Partitur zu der Oper „Zaidi”
Merkwürdig iſt es, daß der „Thamos” ſpäter bei der
Ent=
ſtehung der „Zauberflöte” wieder eine wichtige Rolle
ſpielt. In Wien erneuerten die beiden ihre Freundſchaft;
ſie gehörten auch derſelben Freimaurerloge „Zur
ge=
krönten Hoffnung im Orient” an. Es bedurfte nun keiner
dringenden Verlegenheit Schikaneders, von der man
ge=
fabelt hat, damit er an den Komponiſten mit der Bitte
um eine Zauberoper herantrat. Er hielt ſtets Umſchau
nach zugkräftigen Sachen; die märchenhafte „Maſchine=
komödie” hatte ihm reiche Erfolge gemacht; es war
na=
türlich, daß er die Quelle, aus der er ſeine erſte Oper
„Der Stein der Weiſen” geſchöpft hatte, Wielands
Feen=
märchen=Sammlung „Dſchinniſtan” die auch den Stoff
der Zauberflöte lieferte, Mozart empfahl. Eine
Zauber=
oper mußte es ſein, obwohl ſich der „Wolfgang” ent
ſchuldigte: „Wenn wir ein Malheur haben, ſo kann ich
nichts dazu, denn eine Zauberoper hab” ich noch nicht
komponiert.‟ Er ward in den kleinen Gartenpavillon
beim Freibaustheater eingeſchloſſen und der Direktor ging
ihm mit ſeiner Theatererfahrung und dem Text zur Hand.
Schikaneder beſtand auf volksmäßig einfachen Melodien,
er trällerte dem Meiſter das Lied „Ein Mädchen und ein
Weibchen” vor; er zwang ihn, ſeine Sachen
umzuſchrei=
ben, bis er zufrieden war. Dafür wußte er ihn aber auch
bei guter Laune zu erhalten, lud ihn zum Eſſen, brachte
ihn in lockere Geſellſchaft und verleitete den von ſeinem
„Crnſtanzerl” damals getrennten Mozart zu
Ausſchwei=
fungen, die in übertriebenen Klatſchereien noch
aufge=
bauſcht wurden.
Hatte ſo Schikaneder einen, wenn auch geringen
Einfluß auf die Muſik, ſo iſt Mozarts Geiſt ſicherlich in
dem kindlich reinen Ton des Ganzen zu ſpüren. Den
Text aber wird man Schikaneder nicht ſtreitig machen
können. Wohl benutzte er eine ganze Reihe Vorlagen,
aber das entſcheidende Element, die freimaureriſche
Ein=
kleidung, ſtammt wohl von ihm und ebenſo die echt
deutſche, treuherzig derbe Geſtalt des Papageno, den es
ſelbſt darſtellte. Es war ein glücklicher Zufall, daß es
ihm gelang, ein Werk zu ſchaffen, das die großen Ideen
des 18. Jahrhunderts, Humanität und
Menſchenbrüder=
ſchaft, das Streben nach Freiheit und Wahrheit, den Sieg
des Lichts über die Finſternis in der Aufklärung, ja die
Rouſſeauſche Naturſchwärmerei in dem Naturmenſchen
Papageno, in einfachen Allegorien widerſpiegelt. Was
Wiſſenſchaft und Dichtung verherrlicht, konnte auch in der
Muſik auf ewig verklärt werden.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
heiratsluſtiger Mainzer Damen, mit denen er ſich in
Verbindung ſetzte, nach und nach bei jeder Familie ſich
einlogierte und höhere Geldbeträge erſchwindelte. Eine
Dame zeigte der Polizei die Sache an und es gelang der
Mainzer Kriminalpolizei, den Schwindler
feſtzunehmen. Er will früher in Poſen
Stations=
verwalter geweſen ſein und Müller heißen. Er iſt im
Alter von 35—36 Jahren. In ſeinem Beſitze befanden ſich
viele Briefe von Damen aus Frankfurt Hanau,
Darm=
ſtadt uſw., aus denen hervorgeht, daß Müller die
Be=
trügereien in großem Maßſtabe betrieben hat. Auch
meh=
rere Ringe wurden in ſeinem Beſitze gefunden, die von
den Betrogenen herrühren dürften.
Bingen, 20. Sept. Anläßlich des 75jährigen
Jubiläums des Landesgewerbevereins
wurden folgende verdiente Mitglieder, welche ſchon über
50 Jahre dem Verein angehören, zu
Ehrenmitglie=
dern ernannt: Herr Schneidermeiſter Auguſt Staab
aus Groß=Umſtadt, Herr Baurat Ferdinand Becker und
Herr Tapezierermeiſter Georg Borger aus Darmſtadt, Herr
Weißbindermeiſter Ludwig Petri und Herr Otto
Bergen aus Gießen, Herr Bauunternehmer Konrad
Haaf zu Bensheim und Herr Kaufmann Heinrich
Krau=
ter aus Worms.
Büdesheim, 20. Sept. In letzter Zeit haben
wieder=
holt Verſiehmungen durch die Großh. Staatsanwaltſchaft
Mainß, betreffend
Eiſenbahntransportgefähr=
dung, hier ſtattgefunden. Es wird auch eine größere
Anzahl von Beamten, welche bei den Binger Nebenbahnen
angeſtellt ſind beſchuldigt, daß ſie Zuſammenſtoße
der elektriſchen Straßenbahn mit der
elektri=
ſchen Gütermaſchine auf der eingleiſigen Strecke Bingen-
Büdesheim verurſacht haben. Bei einem ſolchen
Zuſam=
menſtoß am Scharlachberg wurden mehrere Inſaſſen der
Elektriſchen ſowie der Wagenführer ſelbſt erheblich
ver=
letzt. Letzterer befindet ſich zurzeit noch im Spital zu
Bingen.
Bad=Nauheim, 19. Sept. Wie ſchon öfter in dieſem
Jahre, wurden jetzt wieder zwei Kurgäſte für ihre
langjährige Treue von der Kurverwaltung
ausgezeich=
net. Fabrikant Meier aus Stuttgart iſt zum 30. Mal
und Frl. Friedrichs aus Straßburg zum 26. Mal
Kur=
gaſt. — Der bekannte Schachmeiſter Mieſes aus
Leipzig gab auf Veranlaſſung der Kurverwaltung, welche
ſich damit den Dank aller Freunde des geiſtreichen Spiels
erwarb, geſtern im Tenniscafé eine Vorſtellung im
Si=
multan= und Blindſpiel. Außer den Mitgliedern des
Bad=Nauheimer Schachvereins hatte ſich eine große Menge
Kurgäſte, namentlich Ruſſen und Amerikaner, zu dieſer
intereſſanten und an geiſtreichen Kombinationen
abwechs=
lungsreichen Vorſtellung eingefunden. Mieſes ſpielte
zu gleicher Zeit 14 Partien (Simultanpartien), von denen
er 12 Partien gewann. Eine Partie verlor er gegen den
ruſſiſchen General v. Teleguine aus Odeſſa, eine zweite
Partie gegen Studioſus Ludwig aus Bad=Nauheim ging
„remis” aus. Die ſich anſchließenden drei Blindſpiele, bei
welchen Mieſes weder ein Schachbrett ſieht, noch ſelbſt ein
ſolches vor ſich hat, ſondern abſeits ſitzend lediglich aus
dem Kopfe die Züge gegen die Gegner anſagt, gewann
Mieſes bis auf eine von Dr. Gräupner gewonnene Partie.
Daran ſchloß ſich noch ein längeres Beratungsſpiel
meh=
rerer Herren gegen den Meiſter.
Bad Nauheim, 20. Sept. Bis zum 19. September
ſind 34371 Kurgäſte angekommen, wovon an
genann=
tem Tage noch 3111 anweſend waren. Bäder wurden
bis zum 19. September 454 547 abgegeben.
Heuchelheim, 20. Sept. Die Bürgermeiſterei hat vom
heſſiſchen Staatsminiſterium die Nachricht erhalten, daß
beim Friedensſchluß im Jahre 1866 zwiſchen Preußen und
Heſſen Zweifel darüber vorhanden waren ob der
Ge=
meindewald von Heuchelheim, der zwiſchen dem
Kin=
zenbacher und dem Rodheimer Wald liegt, nicht auch an
Preußen abzutreten ſei. Dieſe Zweifel ſeien jetzt
gelöſt und es ſtehe feſt, daß der Gemeindewald von
Heuchelheim tatſächlich 1866 an Preußen abgetretet ſei.
Da dieſe Tatſache rechtlich für die Gemeinde von
Bedeu=
tung iſt, hat man einen namhaften Juriſten beauftragt,
ſich über die rechtliche Seite der Sache zu informieren und
für die Gemeinde einzutreten, damit ihr keine Nachteile
aus dem nachträglichen Preußiſchwerden ihres Waldes
er=
wachſen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 19. Sept. Die
Kron=
prinzeſſin Cecilie feiert morgen ihren 26.
Ge=
burtstag. — Der verſtorbene Oberbürgermeiſter Kirſch=
ner iſt geſtern nachmittag 5 Uhr, wie er das gewünſcht
hatte, nur von ſeinen nächſten Anverwandten und einem
kleinen Kreis anderer Perſonen auf dem ſtädtiſchen
Fried=
hof in Friedrichsfelde zur letzten Ruhe beſtattet worden.
Die Feier nahm den von dem Verſtorbenen feſtgeſetzten
Verlauf. Die Berliner Liedertafel ſang die erſten Strophen
des Liedes „Es iſt beſtimmt in Gottes Rat” dann ging
der Sarg in die Tiefe Es folgte eine kurze Trauerrede
des Pfarrers und dann erklang der letzte Vers des Liedes
und die Feier war zu Ende. Der Berliner Magiſtrat mit
dem Oberbürgermeiſter Wermuth an der Spitze war faſt
vollzählig erſchienen. — Der Strafprozeß gegen die
ſozialdemokratiſchen Landtagsabgeordneten Borchardt
und Leinert wegen der Vorgänge im preußiſchen
Abge=
ordnetenhauſe am 9. Mai, wird am nächſten Montag vor
der erſten Strafkammer des Landgerichts I zur
Verhand=
lung kommen.
Frankfurt, 20. Sept. Heute nacht ſtarb plötzlich
in=
folge eines Herzſchlages der Stadtverordnete Kämpf,
der der Partei des Mittelſtandes angehörte.
Kaſſel, 19. Sept. Bei einem Automobilunfall
auf der Landſtraße zwiſchen Wolffshagen und Naumburg
wurde der Kutſchwagen des Pfarrers Ritters aus Elben
infolge Scheuwerdens der Pferde gegen einen
Stein=
haufen geſchleudert, wobei alle Inſaſſen verletzt wurden,
die Frau des Pfarrers lebensgefährlich.
Blienſchweiler bei Schlettſtadt, 19. Sept. Heute in
den Morgenſtunden brach hier ein Feuer aus, das 7
Wohnhäuſer, 6 Stallungen, 8 Scheunen in Aſche legte.
Köln, 20. Sept. Wie die Köln. Volkszeitung aus
Geiſtingen a. d. Sieg meldet, wurde Biſchof Willi
von Limburg, der zurzeit im Redemptoriſtenkloſter
in Geiſtingen weilt, geſtern von einer Herzaffektion
be=
fallen. Der Biſchof ließ ſich geſtern abend 9¼ Uhr die
Sterbeſakramente reichen.
Köln, 19. Sept. Ein hieſiger 25 Jahre alter
Mon=
teur, der ſeit langer Zeit ſtellungslos iſt, hatte in einem
Hauſe auf dem Ubierring einen Raubanfall auf
einen Geldbriefträger geplant. Ein Drogiſt, der
mit dem Monteur in Verbindung ſtand, hatte ihm einige
Tage vorher Gift und Betäubungsmittel verſchafft, die
der Monteur bei der Ausführung des Verbrechens benutzen
wollte. Er gab eine Poſtanweiſung mit 3 Mark auf die
nach einem Hauſe auf dem Ubierring gerichtet war. Durch
einen Zufall bekam die Polizei Kenntnis von dem
ge=
planten Anſchlag und verhaftete den Monteur in der
Wohnung ſeiner Mutter in der Aitwerpener Straße. In
den Taſchen des Verhafteten fand man einen ſogenannten
Totſchläger, ein Stück Blei mit einem dicken Bleiknopf,
ein Meſſer, deſſen Spitze mit Kupfervitriol veraiftet war,
damit der Stich tödlich wirken ſollte, eine Schachtel
Pfef=
fer, Betäubungsmittel und ein Fläſchchen mit Morphium.
Der Verhaftete geſtand kaltblütig die Mordabſicht ein.
Poſen, 19. Sept. Wie ſchon mitgeteilt, wurde unter
dem Verdacht, ihren Gatten, den 29 Jahre alten
Ar=
chäologen Dr. Erich Blume, ermordet zu haben, ſeine
Ehefrau auf dem elterlichen Gute Ruſczkowo bei
Schroda verhaftet und in das Poſener
Unterſuchungs=
gefängnis eingeliefert. Blume, ein Berliner, der ſeit vier
Jahren beim Kaiſer=Friedrich=Muſeum in Poſen
ange=
ſtellt war, iſt ſchon am Mittwoch voriger Woche an der
Warthe bei Unterberg, einem Ausflugsort in der Nähe
von Poſen, mit einem Revolverſchuß in der Schläfe tot
aufgefunden worden. Urſprünglich wurde angenommen,
daß es ſich um einen Unglücksfall oder um einen
Selbſt=
mord handle. Es iſt dann aber feſtgeſtellt worden, daß
an dem betreffenden Tage das Ehepaar einen
Spazier=
gang nach Unterberg gemacht hatte, und daß um 8 Uhr
abends die Frau in größter Beſtürzung in ein dortiges
Reſtaurant kam, mit der Meldung, daß ihr Mann ſich aus
Verſehen einen Schuß in den Kopf beigebracht habe. Als
man hinzukam, war Blume bereits tot. Frau Blume ſagte
aus, ſie hätten, als ſie nach dem Spaziergang beide auf
einer Bank Platz genommen, plötzlich ein Geräuſch gehört.
Erſchreckt ſei ſie aufgeſprungen, da habe ihr Mann gerufen:
Es kann uns nichts paſſieren, ich habe einen Revolver.
In demſelben Augenblick habe auch ſchon der todbringende
Schuß gekracht. Die Staatsanwaltſchaft ſetzt in dieſe
Dar=
ſtellung aber erhebliche Zweifel, da das Eheleben der
Gatten kein ungetrübtes war. Auffallend iſt auch der
Umſtand, daß die Waffe bei der Leiche nicht gefunden
wurde. Erich Blume hatte ſich in Fachkreiſen durch
meh=
rere Schriften einen guten Namen gemacht. Die Eltern
des unter ſo eigenartigen Umſtänden aus dem Leben
ge=
ſchiedenen Archäologen wohnen in Steglitz. Es fiel weder
dem Vater noch den anderen Anverwandten auf, daß die
junge Frau des tödlich Verunglückten an der Beerdigung
nicht teilnahm, weil ſie angab, ſchwer erkrankt zu ſein,
was mit dem Todesfall ja in Zuſammenhang ſtehen
konnte. Keiner der Anverwandten iſt auf den Gedanken
gekommen daß der junge Gelehrte durch Mord
aus dem Leben geſchieden ſein könnte. Die
Eltern und Geſchwiſter ſind über die
eigen=
artige Wendung der Angelegenheit, die durch die
Ver=
haftung der jungen Frau erfolgte, ſelbſt ganz beſtürzt und
untröſtlich. Sie können ſelbſt noch nicht an einen Mord
glauben. Sie halten es auch heute noch für möglich, daß
die Angabe der jungen Frau, die Schußwaffe habe ſich
zu=
fällig entladen, der Wahrheit entſpreche.
London, 20. Sept. In Belfaſt gerieten geſtern
abend wiederum Ulſter=Leute und Homerule=Anhänger
zuſammen und lieferten ſich eine regelrechte Schlacht.
Die Polizei hatte Mühe, die Kämpfenden
auseinander=
zubringen. Kaum war ihr das gelungen, als ſie ſchon
nach einem anderen Stadtviertel gerufen wurde, wo
ebenfalls Anhänger beider rivaliſierenden
Part=
einander geſtoßen waren. Die Streitenden bearbeiteten
ſich mit Stöcken und Steinwürfen. Eine ganze Anzahl
Perſonen wurde erheblich verletzt. Als die Polizei
ein=
ſchritt, richtete ſich die Wut der Streitenden gegen die
Beamten, die nun von beiden Parteien mit Meſſern und
Steinen angegriffen wurden. Mehrere Mitglieder der
Unioniſten drangen in die Häuſer ihrer Gegner ein, die
ſie ausplünderten. Die Polizei hatte große Mühe, die
Ordnung wieder herzuſtellen.
Madrid, 20. Sept. Ein Automobil=Omnibus,
der den Dienſt zwiſchen Artera und Segre verſieht,
ſtürzte infolge Verſagens der Steuerung in einen
Graben. 16 Paſſagiere ſind verletzt, 8 davon ſchwer.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
nehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
* Unſere Leſer werden nochmals aufmerkſam gemacht
auf den letzten Abend des Chopin=Liſzt=Feſtes,
veranſtaltet von Raoul von Koczalski, der
Mon=
tag, 23. September, 8 Uhr, im Hotel zur Traube
ſtatt=
findet. Dieſesmal wird Herr von Koczalski Polonäſe
A-dur, Nocturne Des=dur, 3 Etüden, Fantaſie=
Im=
promptu, Prélude und Ballade As=dur von Chopin,
Cuius animam von Roſſini, chant polonais von Chopin,
Elſas Traum und Lohengrins Verweis an Elſa von
Wag=
ner, Große Fantaſie aus den Hugenotten von Meyerbeer,
alles in brillanter Bearbeitung von Liſzt, und des Meiſters
Originalwerke: Campanella und Ungariſche Rhapſodie
Nr. 11, zum Vortrag bringen.
— Darmſtädter Streichquartett Die
Freunde der Kammermuſik ſeien auf das im Anzeigenteil
der heutigen Nummer erſchienene Winter=Programm des
Darmſtädter Streichquartetts aufmerkſam gemacht. Einen
kurzen Ueberblick enthält eine ſchon früher erſchienene
Notiz. Auf den Inhalt der einzelnen Werke ſoll vor den
betreffenden Abenden etwas näher eingegangen werden.
Die Wahl zweier älterer Stücke, des G=moll=
Streichquin=
tetts von Mozart und des B=dur=Klaviertrios von Fr.
Schubert iſt auf den ausdrücklichen Wunſch einiger
Abon=
nenten zurückzuführen. Sie gehören zum Beſten, was die
geſamte Kammermuſikliteratur aufzuweiſen hat. — Den
öffentlichen Alleinverkauf der Abonnements= und
Einzel=
karten hat, wie bisher, die Firma Thies Nachf. (Schutter),
Eliſabethenſtraße 12, übernommen.
Kongreſſe und Verbandstage.
32. Deutſcher Kongreß für Armenpflege
und Wohltätigkeit.
Braunſchweig, 19. Sept. Unter zahlreicher
Beteiligung von Delegierten aus dem ganzen Reiche und
in Anweſenheit eines Vertreters des Braunſchweigiſchen
Miniſteriums, ſowie der Stadt Braunſchweig trat hier
der Deutſche Verein für Krankenpflege und Wohltätigkeit
zu ſeiner 32. Verſammlung zuſammen. Der Vorſitzende,
Juſtizrat Dr. Ruland=Kolmar, eröffnete die Tagung mit
der Begrüßung der Anweſenden. Nach Bekanntgabe des
Jahresberichtes, der die hauptſächlichſten Daten des
Ver=
einslebens einer Beſprechung unterzieht, referierte Frau
H. Götze=Braunſchweig über „Beſchaffung der
Geld=
mittel fur die Betätigung der freien Liebestätigkeit” Sie
wandte ſich eingehend gegen verſchiedene unter dem
Deck=
mantel der Wohltätigkeit verborgene Beſtrebungen,
warnte vor mißbräuchlichem Beiwerk und verband
da=
mit eine Reihe von praktiſchen Vorſchlägen, wie Er=
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 19. September.
„Die Zauberflöte‟.
W-l. Die heutige Vorſtellung war die erſte in dieſer
Saiſon, die uns nicht befriedigt hat; denn ſie litt an
mancherlei ſtimmlichen und geſanglichen
Unzulänglich=
keiten, auch fehlte es ihr an der rechten Stimmung. Eine
gewiſſe Unſicherheit, die ſich bemerkbar machte, dürfte auf
die vielen Neubeſetzungen zurückzuführen ſein. Im Dialog
kamen neben dem Darmſtädter auch der bayeriſche und
öſterreichiſche Dialekt zur Geltung. Die früheren bewährten
Vertreter der Solopartien, allen voran Frl.
Geyers=
bach, welche die Partie der Pamina mit gewohnter
ſtimm=
licher Wärme Schönheit und Zuverläſſigkeit ſanig, ſodann
auch Herr Stephani als Saraſtro, Herr Vernhardt
als Monoſtatos und Herr Semper als Sprecher waren
ſich gleich geblieben. Herrn Globerger bot die Partie
des Tamino, die er hier ſchon als Gaſt geſungen hat,
Ge=
legenheit zu voller Entfaltung ſeiner ſchönen Stimmittel,
und er ſang ſie mit muſikaliſchem Verſtändnis und
Emp=
finden, ſein Spiel war aber noch zu befangen. Etwas
enttäuſcht hat uns Frau Kallenſee als Königin der
Nacht, die offenbar nicht gut disponiert war.
Unverſtändlich iſt es uns geblieben, weshalb in der
Beſetzung der Papageno=Partie eine Aenderung
vorge=
nommen worden war, da Herr Weber für ſie ſtimmlich
geradezu prädeſtiniert und ein vorbildlicher Vertreter des
Papageno iſt, überdies die Partie gar nicht zum
Reper=
toire des Herrn Schützendorf gehört, der als
alleini=
ger Vertreter des Baß=Buffo=Faches hinreichend
Beſchäf=
tigung und Gelegenheit zu künſtleriſcher Betätigung
findet. Herr Schützendorf gab als Papageno eine
be=
achtenswerte Talentprobe; mehr konnte man von dem
jungen Sänger, der die Partie zum erſten Male geſungen
haben ſoll, auch gar nicht erwarten, auf den trockenen
Humor, die witzigen Pointen und vor allem auf die
ge=
ſanglichen Glanzpunkte (man denke nur an Webers Lied:
„Ein Mädchen oder Weibchen ꝛc.”) an die wir gewöhnt
ſind, mußte man verzichten. Das Koſtüm des Herrn
Schützendorf hatte ſeiner äußeren Erſcheinung nicht
ge=
nügend Rechnung getragen und er machte keine gute
Figur. Die Jugend macht es nicht allein. Die Partie
der Papagena ſang Frl. Jüttner ſauber und korrekt.
Feuilketon.
C. Meteorologiſches aus Heſſen (vgl. Nr. 197 dieſes
Blattes vom 22. Auguſt). Während in der Regel im
Auguſt Ausläufer des azoriſchen Hochdruckgebietes von
Südweſt nach Mitteleuropa vordringen und uns
verhält=
nismäßig beſtändiges Wetter bringen, zeigte heuer die
Wetterkarte unaufhörlich barometriſche Tiefs, die das
nördliche Europa durchzogen und ungewöhnlich trübe,
naſſe und kühle Witterung im Gefolge hatten. Das
Temperaturmittel ſchwankte zwiſchen 15,9 Grad Celſius
in Mainz, dem Worms mit 15,4 folgt, und 12,6 in
Neun=
kirchen. Darmſtadt weiſt ein ſolches von 149 (3,2 unter
normal) auf, ein Mittel, wie es in ſolcher Tiefe in den
letzten 50 Jahren im Auguſt daſelbſt noch nicht
vorgekom=
men war. Die Höchſtſtände, die allenthalben auf den 4.
fielen, bewegten ſich zwiſchen 27,2 in Offenbach und 24,0
in Gießen (Darmſtadt 26,5), während am 29., der faſt
überall der kühlſte Tag war, das Thermometer in
Lauter=
bach auf 3,5 Grad ſank (Darmſtadt 6,9). Die Bewölkung
war allenthalben ſehr bedeutend; die Prozentſätze
ſchwankten zwiſchen 82 in Mainz und 76 in Alzey und
Lauterbach. Das Darmſtädter Bewölkungsmittel betrug
77 gegenüber dem zehnjährigen Durchſchnitt von nur 52.
Nirgends gab es mehr als einen Sommertag, und in
Gießen. Schotten, Lauterbach und Neunkirchen kamen
ſolche Tage (Maximum 25 Grad und darüber) überhaupt
nicht zur Beobachtung. Die Zahl der Niederſchlagstage
überſchritt an den meiſten Stationen die Zahl 20, auf der
Tromm betrug ſie ſogar 29. Auch die Menge des
gefalle=
nen Regens überſtieg faſt allenthalben, beſonders aber
im hohen Vogelsberg, den langjährigen Durchſchnitt ſehr
erheblich. Die Gegenſätze bilden Herchenhain mit 271,3
und Grolsheim (Kreis Bingen) mit 50,3 Millimetern.
Allein am 24. fielen in Herchenhain 66,5 Millimeter, alſo
mehr als in Grolsheim im ganzen Monat. Auch
Gerns=
heim mit 53,5 Millimetern war verhältnismäßig trocken,
während die Darmſtädter Summe von 109,1 Millimetern
etwa das Anderthalbfache der normalen beträgt. Hagel
kam im allgemeinen ſelten vor; die höchſte Zahl der
Beob=
achtungen ſtellte ſich auf 4 in Herchenhain, während an
39 Stationen dieſe Art des Niederſchlags ganz fehlte.
Die höchſte Zahl der Gewitter meldet Echzell mit 13
gegenüber nur 1 in Mainz (Darmſtadt 9). Zum erſten
Male ſeit längerer Zeit lag das Mittel der Waſſerſtände
des Rheins infolge der reichlichen Niederſchläge über
dem Vergleichswert, während beim Main annähernd
normale Verhältniſſe herrſchten.
— Sprechende Uhren. Zu der unter obiger
Spitz=
marke kürzlich durch unſere Zeitung gegangenen Notiz
erfahren wir von Herrn Hofuhrmacher Karp folgende
intereſſante Mitteilungen: Die ſprechende Uhr dürfte
wohl das Merkwürdig=Schönſte ſein, was bisher auf dem
Gebiete der Uhrentechnik gebracht wurde. Mancher Leſer
mag vielleicht die erſten Veröffentlichungen hierüber in
das Reich der Märchen verwieſen haben. Allein man
konnte feſtſtellen, als die ſprechende Uhr dieſer Tage
vor=
geführt wurde, mit welcher Präziſion und in welch
ori=
gineller Weiſe durch dieſe aufſehenerregende Uhr die
jeweilige Zeit mit dem wohlverſtändlichen Organ eines
männlichen Sprechers prompt zugerufen wurde. Staas
der Zeiger der Uhr beiſpielsweiſe auf ½2 Uhr, ſo rief
ſie mir laut und vernehmlich zu: „Ein Uhr 30‟ Zwar
iſt die Uhr nicht nur für deutſche Sprache, ſondern für
engliſche, franzöſiſche, italieniſche, ruſſiſche, insgeſamt
für etwa 35 Weltſprachen eingerichtet. Das Sprechen
er=
folgt auf phonographiſchem Wege mittelſt eines in der
Uhr befindlichen Phonographenbandes, und ſoll auf gleiche=
Weiſe demnächſt die weitere Neuheit geſchaffen werden,
die naturgetreue Wiedergabe hervorragender
Glocken=
ſpiele und Geläute (wie zum Beiſpiel die Glocken der
Weſtminſterabtei in London, der Salzburger Glocken, des
Darmſtädter Glockenſpiels uſw.), durch Einbau in die
ſprechende Uhr zu bewerkſtelligen. Die Gehäuſe werden
in Stand= und Wanduhrformen gefertigt und an
den=
ſelben iſt oberhalb des Zifferblattes eine durch ein
Zier=
gitter verdeckte Oeffnung angebracht, aus welcher der
Schall des geſprochenen Wortes dringt, das nachts
ab=
ſtellbar iſt. Der Preis für eine ſolche Uhr ſtellt ſich je nach
Gehäuſe auf zirka 100 Mark das Stück. Die Werke laſſen
ich auch in vorhandene Gehäuſe einbauen, wodurch deren
Verwendbarkeit bedeutend erhöht wird. Die erſten
Exemplare dieſer Uhr treffen vorausſichtlich im Monat
November hier ein.
C. K. Authentiſches über die Wintermode, Seit
lan=
gem bereits herrſchen in den großen Pariſer Modeſalons
fieberhafte Vorbereitungen für die große Premiere des
Jahres, das Erſcheinen der Wintermode. Ueber das=
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 5.
hebung von Eintrittsgeld für den Beſuch privater Parks,
Muſeen uſw., Spendung von Geldbeiträgen bei
beſon=
deren Familienfeſten uſw. — Dr. Levy=Berlin hielt
vom Grundcharakter der freien Liebesbetätigung aus
nur das direkte Vorgehen bei der Sammlung von
Geld=
mitteln angezeigt. Er bezeichnete das Kollektenweſen,
Zuwendungen durch Teſtamente und die Beihilfe von
Körperſchaften und dergleichen trotz mancher Bedenken
für normal, während er ſich gegen
Wohltätigkeitsveran=
ſtaltungen, wie Baſare, Blumentage uſw., durchaus
ab=
lehnend verhielt. Er ſtellte eine Reihe von Leitſätzen auf,
die im Sinne ſeiner Ausführungen gehalten waren und
die in der ſich anſchließenden Debatte von allen
Dis=
kuſſionsrednern im weſentlichen gutgeheißen wurden und
ſchließlich mit großer Mehrheit angenommen wurden. In
der Debatte hatte der Vorſitzende Dr. Ruland darauf
hingewieſen, daß die ganze Frage eigentlich eine
Er=
ziehungsfrage ſei und daß die private Wohltätigkeit,
wenn ſie Erfolg erzielen wolle, nach beſtimmten
Grund=
ſätzen arbeiten müſſe. Er forderte Beſchränkung der
Auf=
gaben für die private Fürſorge, keine Neugründung auf
dieſem Gebiete, wo nicht die Notwendigkeit hierfür
beſteht.
Bürgermeiſter v. Hollander=Mannheim und Stadtrat
Dr. Sperling=Mannheim ſprachen über „Die
geſetz=
liche Regelung der Aufgaben der
öffent=
lichen Armenpflege‟ Die Referenten legten
ge=
meinſchaftliche Leitſätze vor, in welchen die Einführung
der Rechtseinheit auch auf dem Gebiete des materiellen
Armenrechts durch ein einheitliches deutſches Armengeſetz
verlangt und als Pflichtleiſtungen der Armenverbände
in dieſem Reichsgeſetz als feſtzulegend bezeichnet werden
die Gewährung des unentbehrlichen Lebensunterhaltes
die erforderliche Pflege in Krankheitsfällen, die
Gewähr=
ung eines angemeſſenen Begräbniſſes und die Sorge für
die Erziehung und Erwerbsfähigkeit der Kinder.
Schließ=
ich wurde ein Antrag angenommen, wonach ein
Aus=
ſchuß zur Vorbereitung der baldigen Neuregelung der
Armengeſetzgebung gebildet werden ſoll. — Nach
Vor=
nahme der Wahlen wurde dem Vorſitzenden Dr. Ruland
der Dank des Vereins zum Ausdruck gebracht und ſodann
die Tagung für geſchloſſen erklärt.
Sozialdemokratiſcher Parteitag.
— Chemnitz, 19. Sept. In der heutigen Sitzung
des Sozialdemokratiſchen Parteitages erfolgte der
Be=
richt des Abgeordneten Stadthagen über die
Reichstagswahlen. Er kam bei ſeinen
Ausführ=
ungen auf die Vorgänge bei der Wahl des
Reichstags=
präſidiums zu ſprechen. Irgend eine Verpflichtung zu
übernehmen, die außerhalb der Vorſchriften der
Ge=
ſchäftsordnung des Reichstags liegt, kann nicht Aufgabe
der Sozialdemokratie ſein, das wäre eine Unterwerfung
unter bürgerliche Anſchauungen. Wir haben keinen
Zweifel darüber gelaſſen, daß die Fraktion in ihrer
Halt=
ung bei einem Kaiſerhoch eine Aenderung nicht eintreten
laſſen wird. Bei Beginn der Seſſion war eine kleine
Differenz in der Fraktion. Es wurde aber mit
Zwei=
drittel=Majorität beſchloſſen, auf keinen Fall zu Hofe zu
gehen, da dies eine Verletzung der ſozialdemokratiſchen
Auffaſſung ſein würde. Die Frage, ob es richtiger ſei,
hinauszugehen oder ſitzen zu bleiben, iſt müßig. Wenn
man früher hinausgegangen iſt, ſo iſt das vielleicht aus
Gründen der Höflichkeit geſchehen, weil man glaubte, die
Gefühle der anderen nicht verletzen zu ſollen. Jedenfalls
dürfen wir nicht die Huldigung mitmachen, das iſt die
ausdrückliche Anſicht der Fraktion. — Henſchel=Berlin
begründet einen Antrag, gegen das Sitzenbleiben des
Abgeordneten Dr. Landsberg beim Kaiſerhoch energiſch
zu proteſtieren. — Meerfeld=Köln wendet ſich ſcharf gegen
die Sonderkonferenzen, die eine Vergiftung des
Partei=
lebens darſtellten. Bei der Wahl Scheidemanns hätte
ſich die Fraktion ſofort überlegen ſollen, ob die Wahl für
die Dauer geſichert ſei. — Hoch=Hanau erklärt, daß die
Leute, die die Sonderkonferenzen einführten, jetzt in
un=
verantwortlicher und ſchamloſer Weiſe gegen die
Partei=
genoſſen vorgingen. Der Redner erhält hierfür einen
Ordnungsruf. — Baron=Aachen ſpricht gegen die
Todes=
ſtrafe. — Hierauf nimmt Bebel das Wort. Er ſei früher
auch gegen Beteiligung an den Präſidentenwahlen
ge=
weſen, aber die Zeiten hätten ſich geändert. Was wir
getan haben, das entſprach ſchon langjähriger Praxis.
Wir waren aber in der Fraktion nicht im Zweifel
dar=
über, daß die Wahl Scheidemanns nur eine
vorüber=
gehende Erſcheinung ſein werde. Man hat geſagt, man
hätte von einer Partei von 110 Stimmen mehr erwartet,
aber man darf nicht glauben, daß eine, wenn auch ſtarke,
Minorität große Taten vollbringen kann. Er bat, einen
Antrag des Genoſſen Sindermann anzunehmen, daß die
Genoſſen Sonderkonferenzen beſtimmter Richtungen
vermeiden. — In der dritten Stunde wurde ein
Schluß=
antrag angenommen und Vertagung auf morgen
be=
ſchloſſen.
was diesmal die launiſche Königin ſpendet, hat man
ſchon viel gemunkelt und viel geflüſtert, aber das myſtiſche
Dunkel, in das die Modeſchöpfer ſo gern ihre künftigen
Werke hüllen, wird erſt jetzt gelichtet. Der Gaulois
ver=
mag auf Grund eingehender Umfragen bei den
führen=
den Firmen Authentiſches über die großen Richtlinien
und die Einzelheiten der Wintermode mitzuteilen. Die
neue Mode will weder das Majeſtätiſche, noch das Kokett=
Frivole. Die ihr eigentümliche Note ſoll das Niedliche,
das Anmutige, das Reizende ſein. Mit der Enge des
unteren Rockteiles will ſie die Schönheit der Linie retten,
während ſie durch die Hüftdrapierungen dem
Rock=
futteral, über das man ſo lange geklagt hat, ein Ende
be=
reitet, und zugleich die Faltengrazie der griechiſchen
Tracht heraufzuführen ſucht. Das morgendliche
Prome=
nadenkoſtüm ſoll einfach und ſchlicht ſein; hier herrſcht
die Kunſt des Schneiders in der Form des
feſtanliegen=
den Jacketts vor und das Neue liegt nur in den Stoffen,
die man mit Vorliebe verarbeitet. Weiche, warme und
ſchmiegſame Wollplüſchſtoffe werden das beliebteſte
Ma=
terial bilden, und ebenſo gelten durchwirkte Wollſtoffe
als ſehr elegant. Bei der bekannten Schmiegſamkeit
dieſer Gewebe bietet ſich ſogar die Möglichkeit, an
den Röcken des Schneiderkleides diskrete Drapierungen
anzubringen. Auch das Wiederauftreten des lange Zeit
vernachläſſigten Tuches wird bei vielen Damen Freude
erregen. Die Jacketts werden wieder länger; ſie werden
aus Seide und aus weichem Samt gearbeitet und gern
mit Pelz beſetzt. Eine beſondere Silhouette verleiht
ihnen der hinten ein wenig anſteigende Halskragen;
vielleicht wird auch das weſtenartige Gilet, mit dem viele
von ihnen verbunden ſind, Beifall erringen. Originell
ſind die Federkragen, die an die Garnierung der in der
Herbſtmode ſo beliebten kleinen Toques ekinnern; ſie
haben den Reiz einer farbigen Pikanterie und klingen
gut zuſammen mit dem Pelz, der in der Garnierung der
Koſtüme ſo reich erſcheint. Eine der großen Neuheiten
des Winters wird der kurze Mantel ſein, der anſtelle des
Jacketts tritt. Die Prinzeßrobe bewahrt ſich in der
Gunſt; aber ſie, wie jedes Geſellſchaftskleid, erhält nun
die Hüftdrapierung, den ſich ſanft rundenden Panier, der
der Wintermode ihre charakteriſtiſche Note verleihen
wird. Je mehr ſich der Rock verbreitert, deſto einfacher
wird die Taille. Dies Geſetz bewahrheitet ſich auch in
der neueſten Renaiſſance des Rokokos; der Hauptakzent
der Garnierung liegt auf dem unteren Teil des Koſtüms.
Völlig verdrängt ſind aus dem Geſellſchaftskleid die hohen
Kragen, die etwas Strenges und Unbequemes haben. Da
die Mode den Halsausſchnitt anbefiehlt, ſo duldet ſie nichts,
was den Hals verdeckt. Die große Feſttoilette ſteigert
Formen und Schmuck des gewöhnlichen Kleides, ſie
be=
vorzugt fließenden Moiree, geſtickten Crepe de Chine, mit
perlenüberſätem Tüll. Unerläßlich ſind die Schleppen,
deren manche gar zwei, eine aus Seide und eine aus
Samt, aufweiſen. Sehr tief iſt das Dekolletee, und zwar
im Rücken weniger ausgeſprochen als vorn. In der
Garnierung treten als exotiſch große byzantiniſche
Mo=
tive auf. Als Modefarben kann man Blau,
Smaragd=
grün und das zarte Roſa, das von dem Gefieder des
Ibis ſeinen Namen trägt, bezeichnen.
ml. Der eleganteſte Mann der Welt. Als der am
beſten gekleidete Herr in der Welt hat oder hatte
wenig=
ſtens bis vor kurzem nach einem engliſchen Blatt Fürſt
Albert von Thurn und Taxis zu gelten. Er trägt jeden
Tag einen neuen Anzug, und die Anfertigung ſeiner
Gar=
derobe nimmt die volle Tätigkeit von 12 erfahrenen
Be=
kleidungskünſtlern in Anſpruch. Die Geſamtkoſten der
Kleidung beziffern ſich auf 60000 Mark pro Jahr. Der
Fürſt läßt ſeine Anzüge mit Roſenöl parfümieren, das
100 Mark pro Unze koſtet. Die Zahl der Krawatten, die
der Fürſt im Jahre anlegt, iſt auf rund 1000 Stück zu
berechnen, und an Schuhen benötigt er jährlich 200
Paare!
Zur Tagung der Frauen= und
Mädchenorts=
gruppen des Allgemeinen deutſchen Schulvereins
iſt noch folgendes nachzutragen: Nachdem noch kurz eine
Beſprechung darüber ſtattgefunden hatte, daß nach einer
etwaigen Auflöſung des Richard=Wagner=Verbandes
deutſcher Frauen die Frauen=Ortsgruppen des Vereins
für das Deutſchtum im Auslande die Aufgaben dieſes
Verbandes weiter zu erfüllen in der Lage ſein könnten,
wurde die Verſammlung mit herzlichen Dankesworten
der Vorſitzenden geſchloſſen. — An die Tagung ſchloß ſich
ein gemeinſchaftliches Feſteſſen an. Zu dem
Begrüßungsabend hatten ſich mehrere hervorragende
Künſtlerinnen und Künſtler des Großh. Hoftheaters für
den künſtleriſchen Teil des Programms zur Verfügung
geſtellt. Nach dem von Frau Berta Behre=Hacker
eindrucksvoll geſprochenen Prolog erfreute Frau
Hofkon=
zertmeiſter Sophie Schmidt=Illing durch den
Vor=
trag dreier Lieder für Sopran: „Die Allmacht” von Fr.
Schubert, „Liebesbotſchaft” von Fr. Schubert, „Heimweh”
von H. Wolf, zu denen, rauſchendem Beifall Folge
gebend, die über ganz ungewöhnliche Stimmittel
ver=
fügende Künſtlerin als Zugabe ein weiteres reizendes
Liedchen von Hugo Wolf folgen ließ. Herr Hoftheater=
Regiſſeur Hacker brachte eine für Darmſtadt neue
Dicht=
ung Ernſt von Wolzogens: „Der Flieger”, zum Vortrag
und wußte durch ſeine ausgereifte Künſtlerſchaft, die den
dramatiſchen wie den pſychologiſchen Feingehalt der
Dichtung erſchöpfend und mit packender Wirkung zur
Gel=
tung brachte, die Zuhörer in Bann zu ſchlagen. Herr
Hof=
konzertmeiſter Ernſt Schmidt erfreute und erbaute
durch den hochkünſtleriſchen Vortrag von vier Stücken für
Violine: Romanze von Beethoven, Menuett von Ph. E.
Bach, Air auf der G=Seite von Mattheſon, Präludium
von Händel. Das meiſterhafte Spiel des Künſtlers
be=
wies aufs neue, welche unſchätzbare Kraft unſere
Hof=
kapelle in ihm beſitzt. Sehr ſtarken Beifall wußte auch
Fräulein Paula Manecke mit ihren ganz reizend
geſungenen und vorgetragenen Liedern zur Laute
auszu=
löſen. Die junge Künſtlerin ſang u. a.: „Träumſt von
Kränzlein in den Locken” von A. Mayer, „Niggerſong”
von Clutſam, eingerichtet von W. Manecke, „In der
Fremde” von Taubert, eingerichtet von W. Manecke, „Die
luſtige Maid” eingerichtet von P. Manecke, und bewies
aufs neue, daß ihre ſchöne Kunſt immer mehr der Reife
entgegenblüht. Schließlich brachte Herr Hofſchauſpieler
R. Jürgas einige humoriſtiſche Vorträge, die ihm,
dem ſouveränen Meiſter der Salon=Komik, ſtürmiſchen
Beifall eintrugen und eine außerordentlich animierte
Stimmung auslöſten. Vielen Beifall fand auch Herr
Generalſekretär Geiſer, der aus ſſeinen reichen
Erfahr=
ungen eine Anzahl feſſelnder Bilder aus dem Leben der
deutſchen Frau im Auslande entwarf.
Ein ſchnell improviſierter „erwärmender” Tanz
be=
ſchloß den in allen Teilen zur beſten Zufriedenheit
ver=
laufenen Abend, auf den die Ortsgruppe des Vereins für
das Deutſchtum im Auslande mit Stolz zurückblicken
kann.
Geſtern fand noch ein gemeinſamer Beſuch der
Aus=
ſtellung „Der Menſch” und der Eugen Bracht=Ausſtellung
ſtatt. Ein Ausflug nach Jugenheim beſchloß nachmittags
St.
die Tagung.
Dritter deutſcher Kongreß für Säuglingspflege.
St. Darmſtadt, 20. September.
Der von der deutſchen Vereinigung für
Säuglings=
ſchutz veranſtaltete 3. deutſche Kongreß für
Säuglings=
pflege wurde heute nachmittag mit einer
Mitgliederver=
ſammlung der Großherzoglichen
Zentrale für Mutter= und
Säuglings=
fürſorge in Heſſen
im ſtädtiſchen Saalbau eingeleitet. Die
Mitgliederver=
ſammlung wurde nach vorausgegangener Ausſchußſitzung
um 4¾ Uhr durch Se. Exz., den Herrn Finanzminiſter
Dr. Braun eröffnet. In Vertretung des Miniſters des
Innern, der mit den allerhöchſten Herrſchaften in Schlitz
weilt, hieß Exzellenz Braun die Erſchienenen herzlichſt
willkommen und betonte in ſeiner einleitenden Anſprache
wiederholt die immer ernſter und dringender werdende
Notwendigkeit, in der Zeit zweifellos herrſchenden
Ge=
burtenrückganges dafür nach Möglichkeit zu ſorgen, daß
aus den neugeborenen Menſchenkindern ein ſtarkes,
geſun=
des und leiſtungsfähigſtes Geſchlecht erwachſe. Der ſo
zahlreiche Beſuch der Tagung beweiſe, daß die von Heſſen
ausgehende zielbewußte Säuglingsſchutzbewegung kein
verpuffendes Strohfeuer war, ſondern einen nachhaltigen
Eindruck hinterließ und eine zielbewußte Tätigkeit
wirk=
ſam eingeleitet hat.
Zur Tagesordnung übergehend erteilte Redner
zu=
nächſt dem Geſchäftsführer der Zentrale, Herrn
Regie=
rungsrat Piſtor, das Wort zu ſeinem Bericht der
Direk=
tion über das abgelaufene Geſchäftsjahr. Herr Regie=
rungsrat Piſtor betonte zunächſt die Notwendigkeit, daß
die Kreiſe höhere Zuſchüſſe zahlen müßten und erkannte
dankbar an, daß ſchon jetzt von den Kreiſen Mainz und
Darmſtadt höhere Zuſchüſſe gewährt wurden.
Selbſtver=
ſtändlich ſei die Lage der Großh. Zentrale keineswegs
be=
denklich. Das Vermögen der Zentrale beträgt
195 709 Mark inkl. der Immobilien, das Vermögen des
Patronats beträgt 134376 Mark in bar. Dazu kommt der
Ertrag der Poſtkartenwoche
mit 102 289 Mark. Das Ergebnis der
Poſtkarten=
woche der Großherzogin und der Flugpoſt 1912 war
folgendes: Die Flugpoſt fand unter der Kontrolle und
Mitarbeit der Kaiſerlichen Reichspoſt ſtatt. Laut
Anord=
nung der Kaiſerlichen Oberpoſtdirektionen des
Luſtpoſt=
gebietes wurde keine Flugmarke mit dem amtlichen
Flug=
ſtempel beſtellt, die nicht ſtreckenweiſe im Luftweg befördert
worden iſt. Von philateliſtiſchen Sachverſtändigen werden
die Flugpoſtmarken als „halboffizielle Poſtmarken”
ange=
ſprochen. An Einnahmen gingen ein aus der Stadt
Darmſtadt 23 136,40 Mk., Landkreis Darmſtadt
2 465,40 Mark, Kreis Bensheim 4 239,02 Mark, Kreis
Die=
burg 2122,71 Mark, Kreis Erbach 1390,50 Mark, Kreis
Groß=Gerau 3478,78 Mark, Kreis Heppenheim 2 244,71
Mark, Kreis Offenbach 9632,65 Mark, Kreis Gießen
3014,67 Mark, Kreis Alsfeld 952 Mark, Kreis Büdingen
2 645,71 Mark, Kreis Friedberg 6 721,30 Mark, Kreis
Lau=
terbach 1365,50 Mark, Kreis Schotten 1 716,88 Mark, Kreis
Mainz 11547,86 Mark, Kreis Alzey 2312,40 Mark, Kreis
Bingen 3072,24 Mark, Kreis Oppenheim 2 126,40 Mark,
Kreis Worms 2 690,90 Mark, Villenkolonie Buchſchlag
1855 Mark, Stadt Frankfurt a. M. 35 297 Mark, Firma
Ullſtein, Berlin 2 083,80 Mark, für unmittelbar verkaufte
Karten und Marken 7595,34 Mark. Summe der
Einnahmen der Poſtkartenwoche und der
Flugpoſt 133 706,77 Mark. Davon entfallen auf
Flug=
poſt alllein: ca. 95000 Mark. Insgeſamt wurden
nahe=
zu eine Million Poſtkarten gedruckt und vertrieben.
Die Ausgabe betrug: 1. Für Poſtkarten und
Bil=
der 21355,65 Mark; 2. Für Flugpoſtmarken und
Flugpoſt=
karten 2 791,70 Mark; 3. Für Anzeigen in den
Tages=
blättern 1613,75 Mark; 4. Für Druckſachen 290,79 Mark;
5. Für Vergütungen für beſondere Dienſtleiſtungen
1210,90 Mark: 6. Für verſchiedene Ausgaben (
Haftpflicht=
verſicherung, Fernſprechgebühren, Porto, Frachtvorlagen,
Schreibmaterialien uſw.) 1904,34 Mark; 7. Für
Beförde=
rung der Luftpoſt durch die Delag 1650 Mark; 8. Für den
Vertrieb der Luftpoſtkarten in Frankfurt a. M. 600 Mark.
Summe der Ausgaben 31 417,13 Mark. Der
Abſchluß ergibt alſo: Einnahmen: 133 706 Mark 77 Pfg.
Ausgaben: 31417 Mark 13 Pfg. Verglichen, ergibt ſich
ein Reinerträgnis von 102 289 Mark 64 Pfennig.
Die Wirkung der Fürſorgetätigkeit iſt
ſchon jetzt eine außerordentlich ſegensreiche Die
Sterb=
lichkeit der Säuglinge im Bereiche der
Für=
ſorge der Zentrale hat merkbar
abge=
nommen. Es ſind jetzt 45 ärztlich geleitete
Mut=
terberatungsſtellen der Großherzoglichen
Zen=
trale im Großherzogtum in Betrieb. Dazu kommen 5
weitere Beratungsſtellen, die im Anſchluß an die
Groß=
herzogliche Zentrale aber nicht von dieſer ſelbſt betrieben
werden. Die Beratungsſtunden ſind bei den Frauen der
Bevölkerungskreiſe, für die ſie beſtimmt ſind, ſehr beliebt.
Der Beſuch iſt durchweg gut, der Erfolg an der beſſeren
Ernährung und Pflege der Säuglinge, die regelmäßig in
die Beratungsſtunden kommen, ſichtbar. Der Hauptwert
der Beratungsſtellen liegt darin, daß die Mütter lernen,
ſich für das Gedeihen ihrer Kinder verantwortlich zu
fühlen, und daß ſie den unentgeltlichen ärztlichen Rat höher
einſchätzen lernen als „Unterſtützungen” und „
Still=
prämien‟. Die Naturalunterſtützungen (Milch, Hafer,
Tropon), die von den Beratungsſtellen gegeben werden,
ſollen in keiner Weiſe eine Unterſtützung im eigentlichen
Sinne des Wortes bedeuten. Sie werden mehr vom
medi=
ziniſchen als vom ſozialen Standpunkt aus gegeben und
ſollen den Ernährungszuſtand der Mutter heben, damit
ſie in ausreichender Weiſe für ihr Kind ſorgen und es
genügend lang ſtillen kann. Die ärztlichen Leiter
der Beratungsſtellen ſind durchweg mit den Erfolgen
recht zufrieden. Sehr oft werden beginnende
Krankheiten entdeckt und die Kinder ſofort dem
behandeln=
den Arzt zugewieſen, den die Eltern nie aufgeſucht
hät=
ten, wenn ſie nicht von der Beratungsſtelle darauf
aufmerk=
ſam gemacht worden wären. Die Kreispflegerinnen der
Großherzoglichen Zentrale ſind regelmäßig bei den
Bera=
tungsſtunden anweſend, um dem Arzt zu helfen und um
die hygieniſchen Vorſchriften, die der Arzt gibt, den oft
ſchwerverſtehenden Frauen eingehend zu erläutern.
An die Arbeit der Mutterberatungsſtunden ſchließt
ſich die Fürſorge für die werdenden Mütter
und für die Wöchnerinnen an. Die
Kreispflegerin=
nen der Großherzoglichen Zentrale haben in den ihnen
zugeteilten Gemeinden durch ihre enge Zuſammenarbeit
mit Aerzten, Bürgermeiſtereien, Frauenvereinen, Hebammen
uſw. häufig Gelegenheit, ſchwachen Frauen ſchon vor der
Geburt des Kindes durch Abgabe von Milch oder ſonſtigen
Naturalbeihilfen beizuſtehen. In vielen Fällen werden von
den Beratungsſtellen häuſig ſogenannte
Hauspfle=
gerinnen geſtellt; anſtändige, ehrliche Frauen, die
während des Wochenbettes der Hausfrau den Haushalt
verſorgen, kochen, putzen, waſchen und die größeren
Kin=
der verſorgen, ſo daß die Mutter ruhig ſo lange zu Bett
bleiben kann, als für ihre Geſundheit notwendig iſt. An
einzelnen Orten wurden ſchon auf dem Prinzip der
Selhſt=
hilfe beruhende Hauspflegevereine gegründet oder
vorbereitet, Auch bei dieſer Tätigkeit iſt die Mithilfe
orts=
anſäſſiger Frauen als freiwillige Helferinnen unbedingt
nötig; dieſe Helferinnen beauſſichtigen die
Hauspflegerin=
nen und verteilen die einzelnen Pflegen. Auch die
Hebam=
men helfen hier wie bei allen anderen Einrichtungen der
Großherzogl. Zentrale mit. Auch die katholiſchen
Kranken=
ſchweſtern helfen bei der Fürſorge tatkräftig mit, ſoweit
es ihnen ihre Ordensregeln geſtatten.
In den Landkreiſen Darmſtadt und Mainz werden
die Pflegekinder auf Wunſch der Kreisämter von den
Kreispflegerinnen und Helferinnen der Großherzoglichen
Zentrale beaufſichtigt. Die Kreispflegerinnen ſtellen
durch häusliche Beſuche feſt, ob der Haushalt der
Pflege=
mutter reinlich iſt und ob das Kind richtia gehalten und
einwandfrei ernährt und gepflegt wird. In der Stadt
Darmſtadt wird im engeren Zuſammenhange mit der
Berufsvormundſchaft gearbeitet, die alle von ihr
beaufſichtigten Säuglinge der Großherzoglichen Zentrale
und deren Schweſtern übergibt. Für den Landkreis
Darm=
ſtadt hat die Großherzogliche Zentrale einen
Berufsvor=
mund angeſtellt, der Anfang Juni ſeine Tätigkeit begonnen
hat. Die enge Zuſammenarbeit mit der Tuberkuloſe=
Fürſorge (die Tuberkuloſe=Fürſorgeſchweſter nimmt.
regelmäßig an den Helferinnenſitzungen der
Großherzog=
lichen Zentrale teil) ermöglicht es, häufig im richtigen
Augenblick Hilfe durch Heilſtättenbehandlung zu vermit=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
teln und dadurch manche Mutter ihrer Familie zu erhalten.
Durch das Entgegenkommen des Heſſiſchen Vereins für
Krüppelfürſorge konnten ſchon eine große Anzahl
rachiti=
ſcher Kinder, die den Helferinnen der Großherzoglichen
Zentrale bei ihren Hausbeſuchen bekannt wurden, in
An=
ſtalten behandelt und dadurch von dauerndem Siechtum
gerettet werden.
Da die ärztlich geleiteten Mutterberatungsſtellen nur
in Orten von über 3000 Einwohnern eine genügende
Frequenz verſprechen, ſo muß die Fürſorge in den
klei=
neren Gemeinden in anderer Weiſe durchgeführt werden.
Es wurden deshalb in einer großen Anzahl Gemeinden
Vertrauensperſonen gewonnen, die den Zuſammenhang
zwiſchen der Zentrale und den Fürſorgebedürftigen der
Gemeinde vermitteln, die Druckſachen der Zentrale
ver=
teilen, etwa notwendige Stillbeihilfen veranlaſſen und
dem Verſtändnis für Säuglingspflege bei den Müttern
Eingang zu verſchaffen ſuchen. Weiter wurden nach dem
Muſter des Vereins für Säuglingsfürſorge in Düſſeldorf
Wanderkurſe in Säuglingspflege und=Ernährung
abgehalten. Es meldeten ſich ſo viele Schülerinnen, daß
überall Doppelkurſe abgehalten werden mußten, und daß
die Zentrale eine eigene Wanderlehrerin für dieſen Zweck
anſtellen mußte. Auch die Arbeit in der geſchloſſenen
Für=
ſſorge ſchreitet gut vorwärts. In Gießen iſt die
Kinder=
klinik der Großherzoglichen Zentrale jetzt dem
Be=
triebe übergeben worden, die eventuell vom Staat als
Univerſitätsklinik übernommen werden ſoll. Bau und
Einrichtung der Klinik ſind muſterhaft.
Das Eleonorenheim in Darmſtadt wurde
am 1. Juni 1911 eröffnet. Bis zum Ablauf des erſten
Betriebsjahres wurden 90 Kinder aufgenommen. Die
Zahl der monatlich im Heim verpflegten Kinder und der
Verpflegungstage hat ſich ſeit Beſtehen des Heims
fort=
dauernd vergrößert. Dementſprechend mußte die
an=
fängliche Zahl von 6 Säuglings= und 4 Mutterbetten
all=
mählich auf 16 Betten und 6 Korbbettchen für Säuglinge
und 6 Mutterbetten vermehrt werden. Am Ende des
erſten Betriebsjahres waren 3 Schweſtern und 3
Lern=
ſchweſtern am Heim tätig. Die Säuglinge wurden meiſt
wegen ungünſtiger häuslicher Verhältniſſe aufgenommen;
Der guten Anſtaltspflege, der zweckmäßigen Ernährung
und beſonders der Tatſache, daß 29 Säuglingen
aus=
ſchließlich oder teilweiſe Muttermilch=Ernährung geboten
werden konnte, ſind die erzielten günſtigen Reſultate zu
verdanken. Auch die dem Eleonorenheim angegliederte
Milchküche entwickelt ſich gut; ſie deckt die Bedürfniſſe
des Säuglingsheims und der Mutter=Beratungsſtellen
der Großh. Zentrale und dient außerdem einer größeren
Zahl von Privaten, an die trinkfertige Säuglingsnahrung
in Einzelportionen auf ärztliche Verordnung abgegeben
wird.
Im Berichtsjahr wurden, abgeſehen von der
ſonſtigen Arbeit an 19 Beratungsſtellen (15
Beratungs=
ſtellen wurden erſt nach dem 1. April 1912 eröffnet) von
Schweſtern und Helferinnen der Großh. Zentrale bei rund
2200 Säuglingen zirka 7500 Beſuche gemacht. In 27
Be=
ratungsſtellen wurden insgeſamt 3205 Kinder gebracht
und 16 251 ärztliche Beratungen erteilt. Für das neue
Rechnungsjahr werden ſich dieſe Zahlen verdoppeln.
Dieſe Zahlen geben ein Bild der von den Hilfskräften
geleiſteten Arbeit; man muß aber auch wiſſen, wie ſie
ge=
leiſtet wurde, wie die Schweſtern in ihrer Arbeit
auf=
gingen, um zu verſtehen, warum zum Beiſpiel die
Säug=
lingsſterblichkeit in Darmſtadt in den Jahren 1906 bis
1910 13,7 und in dem heißen Sommer 1911 nur 12,7
Pro=
zent betrug.
Der Bericht wurde mit Beifall aufgenommen. In der
Diskuſſion
gab Schweſter Wilhelmine Schubert eine
inter=
eſſante Ergänzung über die Erfahrungen, die mit
Wan=
derkurſen gemacht wurden, die außerordentlich belehrend
gewirkt haben. Ueber die Tätigkeit der Helferinnen
be=
richtete Schweſter Marie von Gordon. Herr Profeſſor
Dr. Köpp berichtete kurz über die Gießener Kinderklinik,
Herr Dr. Schlippe über das Eleonorenheim, Herr Dr.
Herzog=Mainz ſpricht die Bitte aus, auf das
Pro=
gramm der nächſten Tagung zu ſetzen: Welche Pflichten
werden durch die neue Reichsverſicherungsordnung der
Zentrale auferlegt? Die Anſichten über Nutzen und Not=
wendigkeit der Stillprämien ſind geteilt. Regierungsrat
Piſtor begrüßt die Anregung. Es ſei bereits an den
Direktor des kommenden Reichsverſicherungsamtes
ge=
ſchrieben worden. Die Frage der Stillprämien bedürfe
noch durchaus der Klärung, ob dieſe anſtatt in Geld nicht
beſſer in Naturalien gegeben werden. Gleicher Anſicht
iſt auch Finanzminiſter Braun Exz.
Es folgen einige kurze Berichte über die Tätigkeit der
Zweigſtellen. Kreisrat v. Schenck=Alzey referiert über
die Zweigſtelle Alzey, Kreisrat v. Hahn über die
Zweig=
ſtelle Heppenheim, Kreisrat Beckmann über die
Zweig=
ſtelle Büdingen, Kreisrat Dr. Steeg über die
Zweig=
ſtelle Bingen, Kreisrat Freiherr v. Starck über die
Zweigſtelle Erbach i. O.
Es folgte die den Punkt 2 der Tagesordnung
bil=
dende
Rechnungsablage.
Der Rechenſchaftsbericht liegt gedruckt vor. Die
Ein=
nahmen betragen 65 466,65 Mark, die Ausgaben 58 821,62
Mark. Verglichen, ergibt ſich ein Einnahme=Ueberſchuß
von 6645,03 Mark. Die Rechnung iſt geprüft und in
Ord=
nung befunden worden. Dem Rechner, Herrn Reviſor
Metzger, wird auf Antrag des Herrn Geh.
Regierungs=
rats Dr. Diez Entlaſtung und Dank und Anerkennung
für die umfangreiche Arbeit erteilt. — Den
Schluß der Tagesordnung
bildete die Ueberreichung der von Ihrer Kgl. Hoheit der
Frau Großherzogin verliehenen Anſtellungs=Urkunden an
die Schweſtern v. Gordon, Schubert, Eliſabeth
Dornhecker, Anna Schweißgut, Louiſe Lehr,
Alwine Rümmler, Minna Bock, Aloyſia Steiner.
Mit einem Hinweis auf die Bedeutung der morgen
be=
ginnenden Kongreßverhandlungen und herzlicher
Einlad=
ung zur Teilnahme an dieſen, ſowie an dem
Begrüßungs=
abend in der „Traube” ſchloß darauf Se. Exz.
Finanz=
miniſter Braun die Verſammlung.
Abends fand im „Hotel zur Traube” ein zwangloſer
Empfangs= und Begrüßungsabend der
Kongreßteilnehmer ſtatt, der recht anregend verlief. Etwa
180 bis 200 Herren und Damen aus dem ganzen Reiche
waren erſchienen.
Luftfahrt.
* Bitterfeld, 20. Sept. Zu dem Unfall des
japaniſchen Parſeval=Luftſchiffes in
Yoko=
hama wird der Luftfahrzeug=Geſellſchaft in Bitterfeld
entgegen der geſtrigen Darſtellung der japaniſchen
Bot=
ſchaft in Berlin von ihrem in Japan weilenden Vertreter
mitgeteilt, daß der Unfall nicht auf einen Taifun, ſondern
lediglich auf die Unvorſichtigkeit eines der japaniſchen
Offiziere zurückzuführen iſt, wodurch die Gashülle ein
kleines Leck erhielt. Der Ballon wurde völlig entleert und
wird erſt wieder nach dem jetzt beginnenden Taifunmonat
neu gefüllt werven, um ihn nicht zu gefährden. Von einer
Zerſtörung des Luftſchiffes lann demnach keine Rede ſein,
ebenſo iſt die Luftſchiffhalle völlig unverſehrt geblieben.
* Die Teilnehmer an dem
Internatio=
nalen Gordon=Bennett=Rennen der
Frei=
ballons, das in dieſem Jahre am 27. Oktober von
Stuttgart aus beginnt, ſtehen jetzt ſämtlich feſt.
Deutſch=
land wird durch die Herren Ingenieur Hans Gericke,
Ma=
jor Dr. v. Abercron und Oberleutnant Hopfe vertreten
werden. Von dieſen hat Ingenieur Gericke als
vorjäh=
riger Sieger den Bennett=Pokal zu verteidigen. Als
Stell=
vertreter kommen in erſter Linie die Herren Otto Korn,
Alfred Dierlamm, Ferdinand Eimermacher, in zweiter
Linie Dr. Bröckelmann, Oberleutnant Stach von
Goltz=
heim in Frage. Gleichfalls je drei Vertreter entſenden
Amerika, Belgien, Frankreich, Oeſterreich und die Schweiz,
je zwei Vertreter ſtellt Italien und einen England.
Sport.
* Lawn=Tennis. Es ſei nochmals darauf
hinge=
wieſen, daß an dem am Mittwoch, den 25. September 1912
nachmittags 2½ Uhr, beginnenden internen
Herbſt=
turnier des Schlittſchuhklub=
Sportver=
eins alle in Darmſtadt dauernd anſäſſigen Tennisſpieler
und Spielerinnen ohne Rückſicht auf die Zugehörigkeit zu
einem Klub teilnehmen können. Der Einſatz beträgt
2 Mark pro Perſon und Wettſpiel. Es gelangen folgende
Konkurrenzen zum Austrag: 1. Herren=Einzelſpiel ohne
Vorgabe, 2. Damen=Einzelſpiel ohne Vorgabe, 3. Herren=
Doppelſpiel ohne Vorgabe, 4. Herren= und Damen=
Doppel=
ſpiel ohne Vorgabe, 5. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe,
6. Damen=Einzelſpiel mit Vorgabe, 7. Herren=Doppelſpiel
mit Vorgabe, 8. Herren= und Damen=Doppelſpiel mit
Vorgabe, 9. Damen=Doppelſpiel mit Vorgabe, 10.
Ju=
nioren=Einzelſpiel mit Vorgabe für 1896 und ſpäter
Ge=
borene. Nennungsſchluß iſt Dienstag, den 24. lfd.
Mts., abends 8 Uhr. Nennungen und Anfragen ſind zu
richten an Herrn Dr. Flimm, Schießhausſtraße, oder an
Herrn Dr. Fitting, Martinſtraße 59.
* Pferde=Rennen. Die großen Herbſt=Rennen
in Wiesbaden, welche Samstag, Sonntag und
Diens=
tag ſtattfinden, verſprechen ſehr guten Sport. Zirka 600
Pferde ſind genannt worden. Auswärtige Beſucher, die
im Hauptbahnhof Wiesbaden ankommen, finden ſofort
Anſchluß mit der Staatsbahn nach Erbenheim (
Renn=
platz), da durchſchnittlich alle 12 Minuten ein Extrazug
fährt.
Vermiſchtes.
— Vorſicht bei Veteranenſpenden! Unter
dem vertrauenerweckenden Namen „Zentrale zur
Unter=
ſtützung deutſcher Kriegsveteranen” wird ſeit Auguſt d. J.
an wohlhabende und hochgeſtellte Perſönlichkeiten in ganz
Deutſchland ein Aufruf geſandt, in dem unter geſchickter
Benutzung des kürzlich in der Tagespreſſe eingehend
er=
örterten Falles des 70jährigen Veteranen Drur zur
Ein=
ſendung von Beiträgen zur Unterſtützung bedürftiger
deut=
ſcher Kriegsveteranen an die genannte Zentrale zu Händen
der Nationalbank für Deutſchland, Berlin, Oranienſtr. 161,
oder des Poſtſcheckamtes Berlin NW. 7 (Poſtſcheckkonto
Nr. 4008) aufgefordert wird. Unterzeichnet iſt der Aufruf:
„Zentralſtelle zur Unterſtützung deutſcher Kiegsveteranen”
z. H. des Vorſitzenden, Herrn P. Loeſin, Berlin 65, Seeſtr.
118. Dieſer Appell an die Mildtätigkeit des Publikums
iſt nicht vergeblich geweſen. In kurzer Zeit ſind bei den
obengenannten Zahlſtellen zahlreiche Beträge von 10—1000
M., insgeſamt bisher etwa 3000 M. eingegangen.
WelcheBe=
wandtnis hat es nun mit dieſer Zentralſtelle? Am 3.
Au=
guſt d. J. gründeten drei Herren, der Buchhändler S., der
Kaufmann B. aus Gr.=Lichterfelde und der Buchhalter
P. Loeſin aus Berlin, Seeſtr. 118, einen Verein zur
Unter=
ſtützung hilfsbedürftiger deutſcher Kriegsveteranen und
nannten ihn „Zentralſtelle zur Unterſtützung deutſcher
Kriegsveteranen‟ Der Verein beſteht zurzeit nur aus dem
Vorſtande, in dem die genannten drei Gründer ſitzen, und
einem Mitgliede. Vorſitzender des Vereins, der nach dem
Gründungsprotokoll zur gerickſtlichen und
außergericht=
lichen Vertretung des Vereins ſowie zur alleinigen
Emp=
fangnahme aller den Verein betreffenden Sendungen
be=
rechtigt iſt, iſt Herr Loeſin. Dieſer entſcheidet zunächſt auch
darüber, ob und in welcher Höhe ein Veteran Unterſtützung
erhalten ſoll. Loeſin bezieht für ſeine Mühewaltungen eine
ihm von den beiden anderen Vorſtandsmitgliedern
zugebil=
ligte Vergütung von monatlich 150 M., die zurzeit
anſchei=
nend ſein ausſchließliches Einkommen bilden. Bisher iſt
aus den eingegangenen Beträgen nur eine Unterſtützung
an einen bedürftigen Veteranen in Höhe von 25 M.
ge=
währt worden. Es iſt zu bezweifeln, ob bei Kenntnis der
Sachlage ſo zahlreiche Spenden an den Verein eingezahlt
worden wären. Geber, die ſich durch Verſchweigung der
wahren Sachlage etwa getäuſcht und geſchädigt fühlen,
werden erſucht, ſich bei dem Polizeipräſidium Berlin.
Zim=
mer 100, mündlich oder ſchriftlich zu melden.
W. B.
Die Manöver der 21. Diviſion.
* Aus dem Odenwald 20. Sept. Von den beiben
Brigaden der 21. Diviſion ſteht zurzeit die 41. in
Darm=
ſtadt, die 42. im Mümlingtale bei Michelſtadt. Von dort
aus begann geſtern der Anmarſch. Der Ruhetag wurde
zum Inſtandſetzen der Sachen und zum Muſtern der Pferde
benutzt. Die 81er liegen zum größten Teile in Michelſtadt.
Das Biwak der ganzen Diviſion, das geſtern abend
ſtatt=
fand, warf ſeine Schatten voraus. Von allen Seiten rücken
Unteroffizierkommandos ab, um die Lebensmittel zu
emb=
fangen. Die 42. Brigade empfing ihr Brot uſw. in Reichels=
Das Moderne Theater.
Auf Anregung des Darmſtädter Journaliſten=
und Schriftnellervereins hielt der neue Leiter
unſeres Hoftheaters, Herr Generaldirektor Dr. Paul
Eger geſtern abend im Darmſtadter Vortragsverband
einen Vortrag über „Das moderne Theater‟ Der
große Feſtſaal der Turngemeinde war bis auf den letzien
Platz beſetzt und der Herr Vortragende wurde ſchon beim
Erſcheinen auf dem Podium mit lebhafrem Beifall
be=
grußt, der, da er dem Vortragsredner doch wohl kaum
gelten konnte, als Beweis dafur gelten darf, daß das
Darmſtädter Theater=Publikum mit der kunſtleriſchen
Reformtätigkeit des neuen Generaldirektors zum
min=
deſten ſympathiſiert, und daß er es verſtanden hat, das
In=
tereſſe an allen unſer Hoftheater berührenden Fragen
wie=
der lebhafter zu geſtalten und neu zu wecken. Wer nun
etwa ein vielleicht revolutionär wirkendes „künſtleriſches
Bekenntnis” in dem Vortrag erwartet hatte, der kam
wohl kaum auf ſeine Koſten. Denn im weſentlichen
waren es Dinge, die eigentlich ſelbſtverſtändlich ſein
ſſollten, die Erorterung und Betonung fanden neben den
ſchon bekannten Neuerungen, die die kurze Tätigkeit Dr.
Egers ſchon für unſer Hoftheater gezeitigt hat. Daß der
Vortrag ſo ſtarke und tiefe Wirkung auslöſen konnte,
be=
wies einesteils die Unkenntnis dieſer Dinge in einem
großen Teile des Publikums, andererſeits die ſtark
per=
ſönliche Art, in der Herr Dr. Eger zu ſprechen und zu
feſſeln wußte. Seine reformkünſtleriſchen Forderungen
und Verheißungen gipfelten etwa in dem Folgenden:
Vor allem ſei es für einen modernen Theaterleiter
eine unerläßliche Notwendigkeit, zu erreichen, daß
zwi=
ſchen Theater und Publikum ein ſtetig enger Kontakt
beſteht. Ein Kontakt, der nicht etwa in Kolportierung
jeglichen Bühnenklatſches beſteht, ſondern darin, daß das
Publikum über die Tätigkeit des Theaterleiters dauernd
unterrichtet iſt. Will man die Frage aufwerfen, ob es
überhaupt ein modernes Theater gibt, ein Theater,
das ſich von dem vergangener Zeiten weſentlich
unter=
ſcheidet, ſo muß dieſe Frage unbedingt bejaht werden.
Dieſe grundſätzliche Verſchiedenheit begründet vor allem
die moderne Regiekunſt, die mit der vergangener
Zeiten nichts mehr gemein hat. Um das begreifen zu
können, muß man ſich zunächſt darüber klar werden, was
ein Regiſſeur überhaupt iſt, über deſſen Tätigkeit die
allergrößte Unkenntnis herrſcht. Des Regiſſeurs erſte und
größte Aufgabe iſt, das Stück ſeinem Gehalt und ſeiner
Tendenz nach zu kennen und dann das Spiel auf dieſe
Tauvtmomente hinzuleiten. Nehmen wir zum Beiſpiel
Ibſens „Nora‟. Dieſes Stück kann gar keinen anderen
Schluß haben, als den es hat, und alle anderen Anſichten
müſſen verworfen werden. Aufgabe des Regiſſeurs iſt
es, das Publikum davon zu überzeugen. Ibſens „Nora”
ſoll nicht ſo geſpielt werden, als müßte das Publikum
zwiſchen den Zeilen leſen. Es gibt auch bei Ibſen nichts
zum Nachdenken, während das Publikum dem Spiele
zu=
ſchaut. Das Theater ſoll überhaupt nicht zum
Nach=
denken anregen; im Theater muß man momentan gepackt
werden. Man muß alſo Ibſen ganz genau ſo ſpielen, wie
andere Dichter. Das Flüſtern und Säuſeln iſt von der
modernen Bühne völlig verſchwunden. Stücke, wie
„Wenn wir Toten erwachen”, haben auf der Bühne
über=
haupt nichts zu ſuchen.
Wir verdanken die moderne Regie im weſentlichen
zwei deutſchen Männern: dem Herzog von Meiningen
und Richard Wagner. Der Herzog von Meiningen war
derjenige, der zuerſt auf Enſemble=Wirkung hingearbeitet
hat. Das iſt eine der erſten Forderungen des modernen
Theaters. Nicht ein Einzelner darf das geſamte Intereſſe
auf ſich vereinigen. (Beiſpiel „Kean”.) Das
Zuſammen=
wirken Aller bringt den Erfolg. Richard Wagner braucht
den tüchtigſten Opern=Regiſſeur. Aber er erleichtert
die=
ſem inſofern wieder die Arbeit, als er kaum einen
Zweifel darüber läßt, was er will. Plaſtiſche
Dekoratio=
nen und hiſtoriſche Treue bis ins kleinſte Detail ſind
un=
erläßlich. Um hierin nicht zu weit zu gehen, und aus
anderen Gründen — Erreichung der Konzentration auf
den künſtleriſchen Gehalt des Stückes — kommen wir zur
Stilbühne, zur weiteſtgehenden Vereinfachung alles
Nebenſächlichen in der Dekoration. Es gibt Stücke, in
denen man vom Hiſtoriſchen abgehen muß, die man
moderniſieren muß; andere hingegen dürfen nicht aus
ihrem hiſtoriſchen Rahmen heraus. Für Shakeſpeare
zum Beiſpiel muß in jedem Jahrhundert eine
Moderni=
ſierung erfolgen; für Moliére darf die Hiſtorie nicht
ver=
laſſen werden. Sehr gut iſt es für einen Regiſſeur, wenn
er eine gehörige Portion Reſpektloſigkeit beſitzt, allerdings
mit durchgreifender Bildung gepaart. Es gibt bei dem
Theater ein Wort, das ſcharf bekämpft werden muß:
„Das iſt immer ſo geweſen!” Etwas, das immer ſo
ge=
weſen, iſt dadurch noch lange nicht richtig und gut. Sehr
oft iſt Bruch mit der Tradition eine unerläßliche
Not=
wendigkeit. So darf es keine Tradition geben für die
Inſzenierung der Klaſſiker. Redner gab dafür
verſchie=
dene Beiſpiele.
In der Oper iſt bei Wagner inbezug auf
Zuſammen=
wirkung der Inſzenierung mit der Muſik das Vollendetſte
erreicht. Man ſollte nun meinen, daß Wagner für andere
Opernaufführungen vorbildlich gewirkt hat. Leider iſt
das nicht der Fall. Man glaubt überall noch die Opern
ſo herunter ſpielen zu müſſen, wie man es von jeher
ge=
wohnt iſt. Nur wenige Ausnahmen gibt es. Und dieſe ſind
nicht gut, denn man hat dieſe Opern ſo inſzeniert, als ob
ſie Schauſpiele ſeien. Das ließe ſich höchſtens bei „
Sa=
lome” und „Elektra” verantworten. Eine dankbare
Auf=
gabe müßte ſein, den Venusberg einmal neu zu
inſze=
nieren, wie man die Rheintöchter neu inſzeniert hat in
einer Weiſe, die ſicher Wagners Beifall finden würde.
In „Arda” iſt ſtilechte ägyptiſche Dekoration
durchaus nicht am Platze. Arda war eine wilde
Italienerin, zu der die ſteife ſtilechte ägyptiſche Dekoration
kaum gut paßt. Jede Oper hat gewiſſermaßen ihren
eigenen Stil. Der Regiſſeur muß den richtigen finden.
Redner ſchloß: Keine Zeit war reicher an
litera=
riſchen und künſtleriſchen Strömungen, als die unſrige.
Neben dem ſtreng ſymboliſchen Drama beſteht die
na=
turaliſtiſche Dichtung. Unſere Zeit hat den
graziös=
ſpieleriſchen Roſenkavalier hervorgebracht und die
monu=
mentale Roſe vom Liebesgarten von Hans Pfitzner. Debuſſy
hat Maeterlinck vertont und Charpentier eine moderne
franzöſiſche Boulevardtragödie in Muſik geſetzt. Dieſe reiche
Kunſt muß ſich immer neud Darſtellungsmöglichkeiten ſuchen,
Darſtellungsſtile ſchaffenund ſobeginnt auchnatürlich, wenn
auch in der Oper langſamer als im Schauſpiel, die moderne
Regie am Werke zu ſein. Wir müſſen nur verſtehen,
richtig ins Kunſtwerk hinein zu horchen, um ihm ſein
tief=
ſtes Geheimnis zu entlocken, vor allem aber, wir dürfen
uns keiner Kunſtrichtung verſchließen, wenn wir ſelbſt
nicht innerlich ärmer werden wollen. In dieſem Sinne
be=
ginnt es ſich nun überall zu regen. Alle Künſte und
Kunſt=
fertigkeiten ſind am Werk, um dem Theater zu jener
kunſt=
kulturellen und ethiſchen Stellung zu verhelfen, die ihm in
unſerer Zeit gebührt. Geniale Regiſſeure haben das
Theater aus dem Bann der Tradition erlöſt und verſucht,
es zu neuen Zielen zu führen. Aber alle Arbeit iſt
ver=
gebens, wenn der ſtarke Widerhall ausbleibt, deſſen alles
Schaffen bedarf, wenn es nicht verkümmern ſoll. Laſſen Sie
mich drum im Namen aller, die mit tiefem Ernſt an der
Entwicklung des Deutſchen Theaters arbeiten, mit den
Worten ſchließen, mit denen ſich Richard Wagner an das
Publikum wandte, das gekommen war, um die Premiere
der „Götterdämmerung” beizuwohnen: Sie haben jetzt
geſehen, was wir können wollen Sie jetzt — und
wenn Sie wollen, werden wir eine Kunſt haben.
Das Publikum ſpendete dem Vortragenden
anhal=
tenden, rauſchenden und herzlichen Beifall.
M. Stri.
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 7.
heim, Lagerſtroh und Helz im Manöverproviantamt bei
Reinheim. Die Kriegslage wurde für die letzten
bei=
den Tage nachts neu ausgegeben. Der Anmarſch der 41.
Brigade, die jetzt die Blaue iſt, erfolgte von Darmſtadt
über Roßdorf. Die jetzige rote, die 42. Brigade,
ſam=
melte ſich auf der Böuſeiner Höhe. Der Anmarſch
be=
gann lange vor Tagesanbruch. Das Treffen ging im
un=
teren Gerſprenztale vor ſich.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Ein grober Unfug.
Seit die Kaſtanien reif ſind, werden Hausbeſitzer,
die Kaſtanienbäume im Garten haben, von früh bis ſpät
von Knaben beläſtigt, die um Erlaubnis bitten, dieſelben
abſchlagen zu dürfen. Solange angefragt wird, mag es
noch hingehen, obwohl auf eine Ablehnung oft mit
Schimpfworten geantwortet wird. Vielfach aber brechen
die Jungen wie Räuber in die Gärten ein, ſchlagen mit
Stöcken alle erreichbaren Kaſtanien ab und die Beſitzer der
Gärten (beſonders, wenn es ſich um einzelne Damen
handelt!) können kaum mit den Buben fertig werden.
Schutzleute ſind natürlich ſtets unſichtbar. Beſondere
Formen nimmt der Unfug in den Kaſtanienalleen an. Nicht
nur, daß die ſchönen Kaſtanienbäume durch Stockſchläge
und Steinwürfe ruiniert werden, das Betreten der Straße
iſt geradezu lebensgefährlich. Man riskiert ſtets
einenStein=
wurfund kannnoch froh ſein, wenn manbloß einpaar wüſte
Schimpfworte einſtecken muß. Mitten in einer großen
Stadt ſollte das doch unmöglich ſein. Einer für viele.
Darmſtadt, 21. September.
* Das Gemeindeumlagengeſetz. Auf Einladung des
Ortsgewerbevereins ſprach geſtern abend im
überfüllten „Fürſtenſaal” Herr Stadtv. Sames über das
Gemeindeumlagengeſetz vom 8. Juli 1911, insbeſondere
die Veranlagung der Grund= und
Gewerbe=
ſteuer. Der Vorſitzende des Ortsgewerbevereins, Herr
Schloſſermeiſter Jacobi, hieß die Erſchienenen
will=
kommen und erteilte dann dem Redner das Wort zu
ſei=
nem Vortrag. (Den Bericht hierüber finden unſere Leſer
auf S. 17 und 18.) An den beifällig aufgenommenen
Vortrag ſchloß ſich eine intereſſante Diskuſſion.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 20. Sept. Bei der Beratung des
Eiſen=
bahnetats in der Kammer der Abgeordneten kam
der Verkehrsminiſter Seidlein auch auf die Frage der
gewerkſchaftlichen Organiſationen zu
ſpre=
chen. Er betonte, daß die Bayeriſche Staatseiſenbahn=
Verwaltung den Eiſenbahn=Beamten und=
Ar=
beitern das Koalitionsrecht im Sinne der
Reichsge=
werbeordnung nicht zugeſtehen könne. Um den Gefahren
eines eventuellen Streiks auf den Eiſenbahnen, der
veſon=
ders im Kriegsfalle von tief einſchneidender Bedeutuna
wäre, vorzubeugen, müſſe die Regierung ſolchen
Vereini=
gungen, welche die Arbeitseinſtellung als zuläſſig erklären,
entgegentreten. Sie könne nicht erſt warten, bis ſolche
Ver=
einigung ſich zu einem Ausſtand entſchließe. Eiſenbahn=
Beamte und=Arbeiter müßten ſich klar ſein, daß ihnen aus
ſtaatlichen und dienſtlichen Intereſſen das Recht auf
Ar=
beitseinſtellung nicht eingeräumt werden könne, welcher
Organiſation ſie auch angehörten, ſeien es freie oder
chriſt=
liche Gewerkſchaften. Solange ſich die Beamten= und
Ar=
beiterorganiſationen aber auf geſetzlichem Boden bewegten,
lege ihnen die Staatsregierung keine Schwierigkeiten in
den Weg.
* Karlsruhe, 20. Sept. In der geſtrigen Sitzung des
Stadtrates berichtete der Oberbürgermeiſter über die
bereits gemeldeten Beſchlüſſe der
Oberbürgermeiſterkon=
ferenz der Städteordnungs=Städte vom 16. September in
Freiburg bezüglich der Fleiſchnot. Der Stadtrat
er=
klärte ſich mit den Maßnahmen einverſtanden und beſchloß,
zum Zweck der Prüfung, welche weiteren Maßnahmen
er=
griffen werden ſollen — wobei insbeſondere der Bezug
von friſchem Fleiſch aus dem Auslande und der Bezug
von Gefrier=Hammel auf Koſten der Stadt in Betracht
käme — eine Kommiſſion einzuſetzen, der auch Vertreter
aus dem Metzgergewerbe angehören. Die freie
Metzger=
innung hat ſich bereit erklärt, ſobald die Einfuhr von
Ge=
frierfleiſch zugelaſſen wird, ſolches in großen Mengen
(waggonweiſe) zu beziehen, an verſchiedenen Stellen der
Stadt zu verkaufen und bei der Feſtſetzung des
Verkaufs=
preiſes der Stadtverwaltung eine Kontrolle einzuräumen,
da die erforderlichen Kühlräume im ſtädtiſchen
Schlacht=
haus zur Verfügung geſtellt werden.
* Wilhelmshaven, 20. Sept. Heute mittag 1¼ Uhr
begann in der Offiziersſpeiſeanſtalt die Paradetafel
für die Flotte, wozu über 300 Einladungen ergangen
waren. Der Kaiſer ſaß zwiſchen dem Großadmiral von
Köſter und dem Fürſten zu Fürſtenberg und Admiral
Müller rechts, Großadmiral von Tirpitz, den Admiralen
Graf Baudiſſin und Coerper links; gegenüber von dem
Kaiſer ſaß Prinz Eitel Friedrich, Prinz Chriſtian von
Heſſen=Philippsthal=Barchfeld, links Prinz Adalbert und
Prinz Heinrich XXXVII. von Reuß. Die Muſik ſtellte
die zweite Matroſen=Diviſion. — Der Kaiſer trank im
Verlaufe des Mahles im Kaſino auf die bei dem Manöver
verſammelten Streitkräfte.
* Poſen, 20. Sept. Die Staatsanwaltſchaft
teilt mit, daß die wegen Verdachts des Gattenmordes in
Unterſuchungshaft genommene Gattin des
Muſeums=
aſſiſtenten Dr. Blume bei dem letzten Verhör ein
Geſtändnis ablegte und angab, ihren Mann in
einem Anfall von Verwirrung erſchoſſen zu haben.
Ein Verdacht gegen eine dritte Perſon beſteht demnach
nicht mehr.
* Paris, 20. Sept. Der ruſſiſche Miniſter des Aeußern,
Saſanow. wird heute abend 7 Uhr in London
er=
wartet. Am Sonntag begibt er ſich nach Balmoral,
um dem König ſeine Aufwartung zu machen. Er wird
dort bis Donnerstag verweilen. Staatsſekretär Sir Eduard
Grey reiſt am Samstag ebenfalls zum Könige ab. Er
hatte zweimal mit dem Kabinettschef eine eingehende
Be=
ſprechung, der auch Lloyd Morley beiwohnte. Der Ab=
ſchluß eines Abkommens mit Rußland, ſo behauptet das
Echo, wird jedenfalls das Ende der Selbſtändigkeit
Per=
ſiens bedeuten. Auch der perſiſche Vertreter ſprach bei Sir
Eduard Grey vor und verteidigte Perſien mit größter
Hartnäckigkeit. Es heißt ferner, daß der perſiſche Regent,
der vor einer Woche Perſien verlaſſen hatte, um
wahr=
ſcheinlich nicht mehr zurückzukehren, der Konferenz im
Bal=
moral beiwohnen werde, jedoch liegt hierfür noch keine
Be=
ſtätigung vor.
H. B. Berlin, 20. Sept. Die Vertreter der
Kreta=Schutzmächte ſprachen heute bei dem
Staats=
ſekretär des Auswärtigen Amtes vor, um für Kreta die
Zuſtimmung des deutſchen Reiches zu einem weiteren
3prozentigen Aufſchlag auf die Zölle zu erlangen, wobei
die gegenwärtige kretenſiſche Regierung zu Garantien
da=
für veranlaßt werden ſoll, daß dieſer Zuſchlag
ausſchließ=
lich zur Entwickelung des Landes verwendet werde.
H.B. Leipzig, 20. Sept. Großfeuer entſtand heute
vormittag in Borsdorf bei Leipzig. Es brannte die
Wachs= und Ledertuch=Fabrik von Schuhmann.
Sämt=
liche Feuerwehren der Nachbarorte ſind zu Hilfe geeilt,
konnten jedoch bis mittags das Feuer nicht bewältigen,
ſo daß man die Leipziger Feuerwehr um ½1 Uhr zur
Unterſtützung herbeirief. Das ganze Hauptgebäude der
Fabrik iſt zuſammengeſtürzt. Die kleineren Gebäude
ſtehen ſämtlich in Flammen.
H. B. Breslau, 20. Sept. Einer Meldung der
Neu=
ſtädter Zeitung zufolge wurden die bisherigen
Vorſtands=
mitglieder des Vorſchuß=Vereins in Groß=Neundorf,
Strietzel und Blaſig verhafte t. Die Verhafteten
haben, wie jetzt feſtgeſtellt iſt, 637000 Mark
Genoſſen=
ſchaftsgelder unterſchlagen und verſpekuliert.
H. B. Paris, 20. Sept. In Breſt fand geſtern ein
gro=
ßes Proteſtmeeting gegen die beſchloſſene
Verle=
gung des Nordſeegeſchwaders nach dem
Mittelmeer ſtatt. Der Bürgermeiſter und ſein
Stell=
vertreter ſowie der Deputierte von Breſt kritiſierten
leiden=
ſchaftlich die von der Regierung beſchloſſene Maßnahme,
die die Intereſſen der Stadt Breſt aufs empfindlichſte
ſchädigen würde. Am heftigſten ſprach der Abgeordnete
von Breſt, Goude. Von jedem Standpunkte aus, ſagte er,
ſei die Verlegung des Geſchwaders ein unnützes
Unter=
nehmen und eine ganz unnötige Provokation der
Mittel=
meermächte. Die Verſamlung ſtimmte jedem der Redner
durch ſtürmiſchen Beifall zu und wählte ſodann ein
Ko=
mitee, das die Wahrnehmung der Intereſſen der Stadt
Breſt in die Hand nehmen will.
Petersburg, 20. Sept. Im Laboratorium der
Uni=
verſität wurden durch Einbruch mehrere Platintiegel
im Werte von 20000 Mark geſtohlen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſeine Lage und Stärke
wenig verändert. Unter ſeinem Einfluß heiterte es
gegen Abend ganz auf. Niederſchläge wurden kaum
noch feſtgeſtellt. Die Morgentemperaturen liegen heute
ziemlich tief, in höheren Lagen treten Nachtfröſte auf.
Wir haben vorläufig noch mit dem Hochdruckeinfluß zu
rechnen. Jedoch dürften uns Teiltiefs vorübergehend
Bewölkung bringen. In höheren Lagen beſteht
Nacht=
froſtgefahr.
Ausſichten für Samstag, den 21. September:
Vor=
übergehend wolkig, trocken, tags wärmer; in höheren
Lagen Nachtfroſt.
Rheinisches
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Maschinsnbau, Sloktrotochnit,
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Herrn Ludw. Roth, Makler
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Herrn Peter Keil, Invalide
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Herrn Karl Grünig IV.,
Bahnhofſtraße
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Schuh=
macher
Herrn Johann Mathias,
Invalide, Nordſtraße 19
Herrn Carl Böhm,
Darm=
ſtädterſtraße
Herrn Wilhelm Deucker,
Invalide
Frau Friebeling,
Wieſen=
ſtraße 10.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
Eickna-Reizen brauch! Wun=
überall im
Ge=
derbares Licht,
Ea
rinnen nicht, riechen n cht. Guß leicht beſchädigte billiger.
Pak. 65 u. 45 von Franz Kuhn, Chemische Werke, Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. am weißen Turm.
V17266
Ihre am 21. September 1912 vollzogene
Vermählung zeigen hiermit an
Dipl.-Ing. Ludwig Keyl
Helene Keyl
geb. Kürſchner.
Natibor, O.-S., September 1912.
Viktoriaſtraße 21.
(19668
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Hierdurch die traurige Mitteilung, daß
geſtern Abend 8 Uhr meine innigſt geliebte Frau,
unſere gute Mutter, Tochter, Schweſter, Schwä=
(19758
gerin und Tante
Frau Marie Wolff
geb. Jordan
nach kurzem Leiden im 32. Lebensjahre ſanft
verſchieden iſt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Wolff.
Darmſtadt, den 20. September 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Sept.,
nachmittags 3 Uhr, vom Hauptportal des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Ableben ihres
lieben Vaters, des
Eiſenbahndirek=
tor a. D. Baurat
Otto Wolff
in Darmſtadt ſprechen innigen Dank
aus
(19791
Darmſtadt, September 1912.
Nachruf.
Am 19. d. M. ist unser Prinzipal
Herr Heinrich Wedel
nach langem Leiden aus diesem
Leben geschieden. Wir betrauern in
dem Heimgegangenen einen tüchtigen,
guten Prinzipal und werden sein
Andenken stets in Ehren halten.
Das Arbeiterpersonal
der Firma Heinrich Wedel.
(*6802
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Fabrikant Heinrich Wedel
findet am Samstag, den 21. September,
nach=
mittags 4 Uhr, von der Friedhofskapelle des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt. (19775
Wir erſuchen die Kameraden von Ackermann
bis Dußmann, ſowie des 2. Bezirks, ſich dort
zu verſammeln.
Der Vorſtand.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute nachmittag 4 Uhr entſchlief nach
langem mit Geduld ertragenem Leiden, im
Alter von 64 Jahren, unſere liebe Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter und
Schwägerin
Frau Helene Mess.
Darmſtadt, den 20. September 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Sept.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portal des Beſſunger
Friedhofs aus ſtatt.
(19794
Dankſagung.
Allen Teilnehmenden an unſerer Trauer,
ins=
beſondere Herrn Pfarrer Wagner für ſeine
troſt=
reiche Grabrede, den Freunden des Verblichenen,
ſowie für den Geſang am Grabe, ſagen hierdurch
herzlichen Dank.
Familie K. Diehl.
Darmſtadt, Roßdorf, den 20. Sept. 1912. (B19761
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Donnerstag abend entſchlief ſanft nach
kur=
zem, ſchwerem Leiden infolge eines Unfalles
im Eliſabethenſtift mein lieber Mann, unſer
guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Ludwig Simon
Landwirt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabeth Simon, geb. Schmidt,
und Kinder,
Familie Wilh. Simon,
Familie Friedrich Netz.
Eberſtadt, Darmſtadt, den 19. September 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Sept.,
nachmittags 4¼ Uhr, vom Eliſabethenſtift aus,
auf dem Darmſtädter Friedhof ſtatt. Einſegnung
(19785
½ Stunde vorher.
Tageskalender.
Samstag, 21. September.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7½ Uhr:
„George Dandin oder: Der beſchämte Ehemann”
Schüleraufführungen um 5 Uhr im
Konſervato=
rium für Muſik Mühlſtraße 70.
Zuſammenkunft des Sachſen=Vereins um 9 Uhr im
Reſtaurant „Kaiſerſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropole” um 8 Uhr.
Sonntag, 22. September.
Großh. Hof theater (Ab. D), Anfang 6 Uhr: „Die
Meiſterſinger von Nürnberg”.
Lichtbildervortrag um 8½ Uhr im „Kaiſerſaal”
(Thema: Chriſti Gleichnis von den 10 Jungfrauen”).
Geburtstagsfeier J. K. H. der Großherzogin um
7 Uhr im „Kaiſerſaal” (Darmſtädter Oberheſſenverein).
Zemütlicher Abend des Geſangvereins „
Lieder=
zweig” um 5 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Ueb ungsſchießen des Kriegervereins um 3 Uhr
auf Stand 6 der Militärſchießſtände.
Turngang der Turngeſeuſchaft über den Otzberg nach
Hainſtadt (Abfahrt 8.19 Uhr).
Sport pla tz=Einweihung des Darmſtädter
Sportklub 1905 um 3 Uhr.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
4 und 8 Uhr — Singſpielhaus „Metropole” um 4 und
8 Uhr. — Café Union um 3 Uhr.
Verſteigerungslalender.
Montag, 23. September.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Mathildenſtraße 48.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Dkuck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 20. September 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 88.95
78,70
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,89
3½ do. Conſols . . . 88,80
78,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,80
93,50
do.
3½
83,0)
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,80
do.
87,30
3½
do.
77,70
4 Hamburger Staatsanl. 99,90
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,75
4 do. do. (unk. 1918) 99,90
do.
3½
87,20
do.
3
76,70
3 Sächſiſche Rente.
78,75
4 Württemberger v. 1907 99,90
do. v. 1875 93,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 55,60
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,30
4 do. Goldrente .
4 do. einheitl. Rente 86,30
3 Portug, unif. Serie I 64½
3 do. unif. Ser. III 67,60
13 do. Spezial . . . . 9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 95,45
4 do. v. 1905 . . 90,70
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,30
4 do. v. 1902 . . . . 90,75
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,00
4 Türk. Admin. v. 1903 83,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,80
4 Ungar. Goldrente . . . 89,6.)
4 do. Staatsrente. . . 87,50
InProz.
Zf.
5 Argentinier . . . . . . 100,70
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,60
do.
4½
94,30
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner . . . 83,45
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,20
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,30
3 Buenos Aires Probinz
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . 161,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 129,70
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. .
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 115,50
8 Baltimore und Ohio . 1095.
6½ Schantungbahn 137½
6‟ Luxemb. Prince Henri 161,50
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,00
6 Pennſylvania R. R.
Letzte. Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
70,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. 539,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.259,00
30 Farbwerke Höchſt . . 645, 10
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 353,00
10 Cement Heidelberg . . 153,25
30 Chem. Werke Albert 470,25
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 350,60
4 Lahmeyer . . .
126,00
In Proz
etzt
Tivid.
7½ Schuchert, Nürnberg 160,75
12 Siemens & Halske .238,10
5 Bergmann Electr. . . 140,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 167,50
0 Gummi Peter . . . 101,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 116,75
30 Adier=Fahrradwerke
Kleyer . . . . 611,00
10 Maſchinenf. Badenia 179,50
6 Wittener Stahlröhren 219,00
8 Steana Romana Petr. 156,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 242,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 207,90
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 117,50
3 Südd. Immobilien . 64,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 194,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 238,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 182,00
10 Gelſenkirchener . . . . 212,60
8 Harpener .
. 203,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 282,20
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
. 92,00
4 Laurahütte . . . . . . 179,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 171,00
11 „ Weſteregeln 225,60
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Bloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 89,50
3 Prag=Duxer . .
75,20
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn 93,10
3
79,30
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90
4
do.
78,20
In Proz.
8t.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 55,00
3 Raab=Oedenburg
77,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,40
4 Ruſſ. Südweſt. .
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,00
4
do.
87,80
4 Wladichawchas
88,80
4 Rjäſan Koslow
87,90
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,60
87,00
do.
2½ Livorneſer
70,50
3 Salonique=Monaſtir 63,20
4 Bagdadbahn .
83,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,80
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 72,50
4 Northern=Pacific
99,20
4 Southern=Pacific . . . 94,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 85,40
5 Tehuantepec . . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 199,75
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
9½ Berlin. Handelsgeſ. .170½
6½ Darmſtädter Bank . 123,50
12½ Deutſche Bank . . . 257,10
6 Deutſche Vereinsbank . 122,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,00
10 Diskonto=Kommandit 188,90
8½ Dresdener Bank . . 156,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,30
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank
.136,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 121,50
7½ Wiener Bankverein . 135,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
99,20
In Pro;
St=
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 .
88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . . . . 99,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
31
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
31
do.
88,10
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
88,10
S. 3—5
.87,9
S. 9—11
88,00
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . 99,00
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
3½
89,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . —
3½ do.
-
4 Frankfurt.
99,80
3½ do.
94,80
4 Gießen .
3½ do.
90,00
Heidelberg
98,50
3½ do.
88,20
4 Karlsruhe
98,50
3½ do.
87,80
4 Magdeburg
99,90
3½ do.
4 Mainz
98,50
do.
89,50
4 Mannheim
98,40
3½ do.
88,60
München
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,70
3½ do.
88,00
4 Offenbach .
-
In Proz.
3½ Offenbach .
.₰
4 Wiesbaden . . .. . 7 99,50
8½ do.
4 Worms .
97,60
8½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 ₰
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner . 100 133,60
3 Holl. Komm. . ſl. 100 108,00
3 Madrider . . Fs. 100
Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,10
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,90
3 Oldenburger . .
.125,60
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
.ſl. 7 34,20
Augsburger .
Braunſchweiger Tlr. 20 204,50
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45 140,00
Mailänder
Fs. 10
do.
Meininger .
.fl. 7 33,30
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 517,00
do. v. 1858 fl. 100 442,50
Ungar. Staats . . fl. 100 365,00
Benediger . . . . Js. 30
Tärkiſche . . . . Fs. 400 176,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke .
16,16
Amerikaniſche Noten .
4,19
Engliſche Noten . . . .. 20,42
Franzöſiſche Noten. . . . 80,80
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . .
80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten . . . . . —
Schweizer Noten . . . . . 80,70
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard 86k 5½
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
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(Dr. Lossen’s Klinik) wieder aufgenommen.
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von 10½ bis 12½/ Uhr und — ausgenommen Dienstag
und Freitag — von 4 bis 6 Uhr nachmittags.
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Verſicherungs=Geſetz für Angeſtellte.
Da von den Arbeitgebern innerhalb der vorgeſchriebenen Friſt
nur eine Vorſchlagsliſte eingereicht worden iſt, findet die für die
Arbeitgeber auf Dienstag, den 8. Oktober ds. Js., anberaumte
Wahl der Vertrauensmänner und Erſatzmänner für die
Angeſtellten=
verſicherung nicht ſtatt.
Es gelten die nachſtehend genannten, in der Vorſchlagsliſte
verzeichneten Herren als gewählt
1. Wilhelm Kalbfuß, Kaufmann in Darmſtadt,
5 Eugen Trier, Kaufmann in Darmſtadt,
3. Emil Schenck, Fabrikant in Darmſtadt,
(1—3 als Vertrauensmänner),
4. Carlo Zimmer, Architekt in Darmſtadt,
5. Hugo Brink, Bankdirektor in Darmſtadt,
6. Auguſt Jacobi, Fabrikant in Darmſtadt,
7. Samuel Jofeph, Kaufmann in Darmſtadt,
8. Paul Sander, Hofbankier in Darmſtadt,
9. Dr. Otto Böhm, Fabrikant in Darmſtadt, (19773so
(4—9 als Erſatzmänner).
Darmſtadt, den 19. September 1912.
Der Wahlleiter:
Kröll, Amtmann.
Kohanterer u. Care
Soderstr. 16
Karl Güll
Fiſch=Kochkurſe.
Anläßlich der Fiſch=Kochkurſe, die im Vorjahre auf ſtädtiſche
Koſten ſtattfanden, wurde verſchiedentlich die Einrichtung ſolcher
Kurſe auf Koſten der Teilnehmerinnen für Frauen und Mädchen
aus den finanziell beſſer geſtellten Kreiſen angeregt. Es iſt deshalb
geplant, im Oktober derartige Kurſe zu veranſtalten.
Die Kurſe können je nach Bedarf in den Küchen der
Haus=
wirtſchaftlichen Fortbildungsſchule in der Rundeturm=,
Lager=
haus= und Hermannsſtraße abgehalten werden. Jeder Kurſus
wird 4 Uebungstage zu je 3 Stunden umfaſſen, die je nach Wahl in
die Zeit von 3—6 Uhr nachmittags oder 7—10 Uhr abends verlegt
werden können.
Die hergeſtellten Gerichte werden jedesmal am Schluß des
Unterrichts in gemeinſamer Mahlzeit von den Teilnehmerinnen
ver=
zehrt. Von den Küchenreinigungsarbeiten ſind die Teilnehmerinnen
dieſer Kurſe befreit.
Alle, die ſich an dieſen Kurſen beteiligen wollen, werden erſucht,
ſich am nächſten Dienstag, 24. d. Mts., zwiſchen 3—5 Uhr, in
der Schulküche der Abteilung I der hauswirtſchaftlichen
Fort=
bildungsſchule, Rundeturmſtraße 11, bei dem Leiter der Anſtalt
zu melden.
Die Koſten betragen für jede Teilnehmerin 2 Mk., welche
bei der Anmeldung zu entrichten ſind. Weitere Koſten entſtehen nicht.
Darmſtadt, den 17. September 1912.
(19573dso
Der Schulvorſtand:
J. V.: Mueller.
Französischer Unterricht
für Anfänger und für Vorgeschrittene.
Beginn Anfang Oktober.
Honorar für einen ganzen Kursus Mk. 10.
Der Unterricht wird von Ausländern (Kaufleuten) erteilt.
Nach Beendigung Bescheinigung mit Note auf Wunsch.
Einzelunterricht: Stunde 2 Mk.
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Gewerbeſchule Darmſtadt
Unter ſtaatlicher Aufſicht ſtehende dreiklaſſige
Fach=
ſchule für Bauhandwerker, für Metallarbeiter
und Maſchinenbauer und für Dekorationsmaler.
Eröffnung des Winterhalbjahres:
Fachklaſſen für Bauhandwerker, Metallarbeiter und
Ma=
ſchinenbauer am Montag, den 4. November 1912; Schulgeld
40 Mk. Abteilung für Dekorationsmaler am Freitag, den 1.
No=
vember 1912; Schulgeld 30 Mk. Die Direktion der Schule iſt
be=
rechtigt, Maler= und Weißbinderlehrlingen, die drei Winter hindurch
die Fachſchule für Dekorationsmaler der Tagesſchule beſucht haben,
ein Abgangszeugnis auszuſtellen, dem gemäß der Entſchließung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 30. Mai 1908 die Wirkung der
Zeug=
niſſe über das Beſtehen der Geſellenprüfung beigelegt iſt. (§ 131
Abſatz 2 der Gewerbeordnung.) Programm und jede weitere
Aus=
kunft durch die Direktion.
Anmeldung möglichſt bald an die Direktion der
Gewerbe=
ſchule Darmſtadt (Nieder=Ramſtädterſtr. 8) erbeten.
Darmſtadt, im September 1912.
(19179a
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates:
Der Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meiſel.
C
Hohere Privatſchuie Darmſtadt
Grüner Weg 19 Inh. u. Leiter: H. Rupp Fernſprecher 1512
Die Anſtalt bereitet in ſorgfältigem Unterricht zur Einjährig.,=
Primaner=, Fähnrich= und Reifeprüfung, ſowie zum Eintritt in
ſtaatliche Anſtalten vor. Die grundſätzlich beſchränkte Schülerzahl
ermöglicht eine durchaus perſönliche Behandlung; daher
aus=
gezeichnete Ergebniſſe.
Bei den Reifeprüfnngen dieſes Herbſtes hatte die Anſtalt die
beſten Erfolge zu verzeichnen. Nähere Mitteilungen,
Prüfungs=
ergebniſſe uſw. durch den Vorsteher
B19658a)
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und Haushaltungspenſionat
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Gediegene, wiſſenſchaftliche Ausbildung. Franzöſin im Hauſe
praktiſche u. Kunſthandarbeit. Kochen v. Haushaltungslehrerin.
Muſik=
u. Malunterricht. Relig. chriſtl. Erziehung. Gewiſſenh. Verpflegung
geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater, Konzerten, Vorträgen
und Kunſtſammlungen. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a.
Empfehlungen durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem
wiſſen=
ſchaftlichen, Handarbeits= u. Kochunterricht können auch erterne
Schülerinnen teilnehmen. Proſpekte und nähere Auskunft täglich
von 11—12 und 4—5 Uhr durch die Vorſteherin
(*6480msm
Fri. Clementine Dupré, staatl. gepr. Oberlehrerin.
Stroß ente
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Feinſte Qual. Heu u. HaferKirſchner, Eberſtadtb. D., Müller=
Carl Manck Nackf., Wendelſtadtſtr. 40. ſtraße 11.
(19163a
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſilberne Nadel mit gelbem Stein. 1 Säckchen
Schrot. 1 ſilberier Kinderfingerring mit blauem Steinchen. 1
ver=
goldete Broſche mit Anhänger (Herz). 1 Kinderbrille. 1 weißſeidenes
Tiſchtuch mit Franſen. 1 Maſchinenteil (Ring mit Schraube). 2 kl.
Schlüſſel an blauem Band. 1 kleines braunes Kinderportemonnaie
mit einigen Pfennigen. 1 ſchwarzer Damenregenſchirm mit braunem
verzierten Griff. 1 ſchwarze Spitzenborde. 1 großer Hohlſchlüſſel
goldenes Medaillon in Kleeblattform. 1 Taſchentuch mit roten
Streifen. 1 mittelgroßer Schlüſſel. — Zugelaufen: 1 junge Katze. (1970g
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde könnenvon den
Eigen=
tümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vor
(19723
mittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 22. Sept.
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende Apo
theken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr., und Apotheke
am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind
von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung
betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt=
und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 29. Sept. 1912
für die Stadt ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten
iſt, wird hiermit auf Grund des § 105b Abſatz 2 der
Reichsgewerbe=
ordnung und der §§ 143 und 145 der Ausführungsverordnung zur
Gewerbeordnung für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen
Verkaufsſtellen einſchließlich der Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit
von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
(19591dsd
Darmſtadt, den 17. September 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Herbſtmeſſe 1912
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziff. 10 St.=G.=B., Art. 264 Pol.=
St.=G. und Art. 129b Abſ. 2 der Stadteordnung wird für die Dauer
der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände gegenüber dem
Hallen=
ſchwimmbad ſtattfindenden Herbſtmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und
Verkaufs=
buden zu reiten oder mit Fuhrwerken irgend weicher Art,
namentlich auch mit Fahrrädern, zu fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen
(Lindenhof=, Mühl= und Landgraf=Georgs=Straße) darf nur
im Schritt gefahren oder geritten werden.
(19724soi
Darmſtadt, den 18. September 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Sleiſch=u. Wurſtwarent. d. Haupt= u. Keſidentſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
Ochſenfleiſch . . .
Rindfleiſch . . . . . 94 „
. , „
Fett, roh
Fett, ausgelaſſen . . . 80
Leber
... . 2
Kalbfleiſch . . . . . 100
. 100
Hammelfleiſch
Bruſt . . 70
100
Schweinefleiſch . . .
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per ½ kg
. 100 Pfg.
Speck, geräuchert . . . 120 Pfg.,
. . 120 „
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 120 „
140 „
Rollſchinken . .
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 96 „
Schwartenmagen,
96
Fleiſch= u. Bratwurſt
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
Dickwurzel=Verſteigerung.
Dienstag, den 24. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr beginnend,
wird die Dickwurzelernte von ca. 20 Morgen der ſtädtiſchen Pallas
wieſe losweiſe an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
(19756so
Zuſammenkunft am Wieſenwärterhaus.
Darmſtadt, den 17. September 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Kraſtlaserklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 1195, 1897, 2616, 3011, 4349, 10344, 11506,
15068, 15293, 15313 17379, 19749 und 20618
werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen,
vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in
unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen,
widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom
18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt,
die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
(19666
Darmſtadt, den 19. September 1912.
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung des Kartoffelbedarfes für das ſtädtiſche
Kranken=
haus ſoll im Wege der Verdingung vergeben werden.
Es ſind zu liefern 500 Malter guter und vor allem geſunder
Speiſekartoffeln (Induſtrie und Ella) und zwar die eine Hälfte nach
erteiltem Zuſchlag und die andere Hälfte im Frühjahr 1913 an einem
noch näher zu beſtimmenden Tag. Das Malter verſteht ſich gewogen
zu 100 kg. Wir bemerken ausdrücklich, daß die zu liefernden
Kar=
toffel möglichſt groß ſein müſſen.
Wer ſich an der Lieferung beteiligen will, den erſuchen wir
das verſchloſſene, mit Aufſchrift verſehene Angebot mit Preisangabe
am 7. Oktober l. Js., vormittags zwiſchen 10 und 12 Uhr in den im
ſtädtiſchen Krankenhaus, Grafenſtraße Nr. 9, im Haupteingange
an=
gebrachten Angebotkaſten einzulegen. Die Proben ſollen mit einem
Zeichen verſehen ſein, welches auch in dem Angebot deutlich zu
er=
ſehen iſt. Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswah
unter allen Anbietenden bleibt dem Herrn Oberbürgermeiſter vor=
(19671ss
behalten.
Die Direktion:
Dr. Fiſcher, Medizinalrat.
ldeal
vonl
(19739a)
Seidel & Naumann
General-Vertretung:
August Engel
Schuchardstr. 8
Telephon 1123.
Bauplanänderung.
Der Bebauungsplan über
Aende=
rung der Fluchtlinie an der Eck
Pankratiusſtraße und Laute
ſchlägerſtraße liegt vom 23.
Sep=
tember bis einſchließlich 8. Oktobe
ds. Js. bei dem Stadtbauamt,
Grafenſtraße 30, zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan
ſind während dieſer Friſt, bei
Mei=
dung des Ausſchluſſes, bei dieſem
(19757ss
Amt vorzubringen.
Darmſtadt, 19. September 1912
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Samstag, 2. November I. Js.,
vormittags 9½ Uhr,
ſollen die dem Philipp Adam und
deſſen Sohn. Philipp Wilhelm
Adam zu Nieder=Modau im
Grund=
buch hieſiger Gemarkung
zuge=
ſchriebenen Grundſtücke:
Flur Nr. qm
190 794 Acker unterhalb
20
der
20 191 787 1 Schneidmühle,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K49/12
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche Hinder
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 17. September 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V19696
Bekanntmachung.
Mittwoch, 2. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll das den Gaſtwirt Heinrich
Müller Eheleuten zu Neu=
Iſen=
burg, in hieſiger Gemarkung
zu=
ſtehende Anweſen:
Flur Nr. qm
22 65%/100 475 Hofreite
Emil=
ſtraße 21.
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, zwangsweiſe verſteigert
(K48/12
werden.
Falls keine anderen rechtlichen
Hinderniſſe entgegenſtehen, kann
Genehmigung der Verſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das ein
gelegte Meiſtgebot die Schätzung
nicht erreicht.
Darmſtadt, 10. September 1912.
Großh. Ortsgericht. Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (V19134
älteſter Gerichtsmann.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Forſtbureau „Silva”,
Ge=
ſellſchaft mit beſchränkter
Haftung, Darmſtadt.
Die Geſellſchaft iſt durch
Be=
ſchluß der Geſellſchafter vom 11.
Sep=
tember 1912 aufgelöſt.
Ober=Bücherreviſor
Johan=
nes Beyel in Düſſeldorf iſt zum
(19717
Liquidator beſtellt.
Darmſtadt, 17. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Darmſtädter
Eiſengieße=
rei, Maſchinenfabrik und
Mühlenbauanſtalt,
Geſell=
ſchäft mit beſchränkter
Haf=
tung, Darmſtadt.
Gerhart Berninger, Kaufmann
in Offenbach am Main, iſt zum
Geſchäftsführer beſtellt. (19716
Darmſtadt, 17. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handeis=Regiſter,
Ab=
a teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 12. September 1912.
Gelöſcht die Firma:
Patent= und Techniſches
Bureau Heinrich Uhrig,
Darmſtadt.
Am 17. September 1912
Neu eingetragen die Firma:
Löhr’s Havannahaus Jean
Löhr, Darmſtadt.
Inhaber iſt: Jean Löhr,
Kauf=
mann in Darmſtadt.
Gelöſcht die Firmen:
1. Erhardt Schatz, Darm
(19715
ſtadt.
2. Marie Löhr, Darmſtadt.
Darmſtadt, 18. September 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Verkauf von Matratzenſtren
Mittwoch, den 25. September,
wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der
Ka=
valleriekaſerne an der Holzhofallee
verſteigert. Der Verkauf beginnt
um 9 Uhr 30 Minuten vormit=
(19491a
tags.
elee
Aeplelmos
Fläglich frisch gekelter!
Marhin Jahn
Pallaswiesenstr. 30₰
(17801a)
Verdingung von Bachreinigungsarbeiten.
Die bei der Reinigung des Winkelbachs von der
Lang=
wadener Brücke bis zur Mündung in den Rhein bei Gernsheim
er=
forderlichen Räumungsarbeiten ſollen durch ſchriftliche
Ange=
bote in einem Loſe vergeben werden.
Die Angebotsvordrucke mit Bedingungen ſind von uns gegen
Bareinſendung von 1.00 Mk. (nicht in Briefmarken) zu beziehen.
Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen
bis längſtens
Mittwoch, den 25. September 1912, vorm. 10½ Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen, woſelbſt
auch die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es können
nur Angebote unter Benutzung der Vordrucke ohne Textänderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt
ausdrück=
lich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
(19178a
Darmſtadt, den 12. September 1912.
Großh. Kultur=Inſpektion Darmſtadt.
Wallek.
Die Lieferung von
I
Speise=Karfenei
für die Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913
wird am 9. Oktober ds. Js. im Garniſonlazarett hier, wo die Be
(19673a
dingungen vorher einzuſehen ſind, öffentlich vergeben.
Garniſonlazarett Darmſtadt.
Verſteigerung eines Karnſſell=Platzes.
Mittwoch, den 2. Oktober I. J., nachmittags um 3 Uhr,
wird im Rathausſaal hier ein Platz zur Aufſtellung eines Karuſſells
zur Benutzung während der am 3., 4. und 10. November d. J. hier
ſtattfindenden Vor= und Nachkirchweihe öffentlich verſteigert.
(19718sm
Arheilgen, den 18. September 1912.
Großh. Burgermeiſterei daſelbſt.
Benz.
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 23. September lfd. Js.,
vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Auftrag der Erben, im Hauſe Mathildenſtr. 48,
die zum Nachlaß der Fräulein M. Vogel gehörigen Möbel= und
Haushaltungsgegenſtände, und zwar
1 antike eingelegte Kommode, 2 antike
Spiegel mit Konſole (Biedermeier), 2
Glas=
ſchränke, nußbaum poliert, verſchiedene Kleider= und
Weiß=
zeugſchränke, 3 Kommoden, Tiſche und Stühle, 1 Spieltiſch,
Ausziehtiſche, 2 komplette Betten, 2 Waſchſchränkchen und
Nachttiſchchen, 1 Chaiſelongue, 1 Sofa mit 2 Seſſel,
ver=
ſchiedene andere Seſſel, 2 Bauerntiſche, 1 Nähtiſch, verſchiedene
Ziertiſche, 1 Schreibtiſch, 1 Flurgarderobe, 1 Toilettenſpiegel,
2 hübſche Hausapotheken und Wandſchränkchen, elektr. Lüſter=
und Gaszuglampe, 2 Säulen mit Büſten, 2 Paneelbretter,
1 Regulator, 1 Notengeſtell u. a. m., 1 Linoleum=Vorlage
Teppiche, Vorhänge, die ganze Kücheneinrichtung und ſonſtiger
(19545ds
Hausrat, 1 Gartentiſch mit 6 Stühlen.
Bett= und Tiſchwäſche, Glas und
Por=
zellan, darunter 1 antikes Service mit
Gold=
rand, 1 Meißner Eßſervice für 24
Per=
ſonen, 1 Meißner Kaffeeſervice.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 18. September 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Verſteigerungs-Anzeige.
Dienstag, den 24. September 1912,
vormittags 10 Uhr anfangend, verſteigere ich an Ort und Stelle
Soderſtraße 96 dahier auf freiwilliges Anſtehen, aus einem
Nach=
laſſe herrührend, meiſtbietend gegen Barzahlung:
1 Pianino, 1 Garnitur (Sofa, 2 Seſſel und 4 Stühle),
1 Luthertiſch, 1 Schreibtiſch, 1 Ausziehtiſch, diverſe andere
Tiſche, 2 vollſtändige Betten, Uhren, Bilder, Spiegel,
Lam=
pen, 1 Lüſter, 1 Waſchkommode, verſchiedene Schränke,
1 Badewanne mit kl. Ofen, Vorhänge, Nippſachen, Bücher,
Küchengeräte aller Art, Porzellan und Glasſachen, 1
Küchen=
ſchrank, 1 Gasofen mit Geſtell, diverſe Silberſachen,
insbe=
ſondere je 1 Dutzend Meſſer, Gabeln und Löffel u. a. m.
Verſteigerung beſtimmt.
(19774
Darmſtadt, am 20. September 1912.
Deibert,
Stellvertreter des Großh. Gerichtsvollziehers
Kapp, Friedrichſtr. 24, I.
60
I der Vernsr Zudwig Hehanstant
(Dr. Lossen’s Klinik)
ist ein Radiumemanatorium
eröffnet worden.
Inhalationszeit: 10—12 Vorm.
4—6 Nachm.
(15727a
an Wochentagen. Sonntags nur Vormittags.
Günstig beeinflusst werden:
Gicht in allen Formen, chronischer
Rhsima-
tismus der Muskeln u. Gelenke, Zuckerkrankheit,
Störungen des Stoffwechsels, Blutkrankheiten,
sowie eine Reihe von Haut- und Nervenleiden.
er beste Schutz gegen Einbruch-Diebstahl-
Bschäden u. eine Beruhigungfür die Reisezeit
ist der Abschluss einer Versicherung. Die Prämien sind
(12566a
gering. Auskunft und Prospekte durch die
Kachener und Mäuchener Fener-Versich-Gesellschaft
Ernst-Ludwigstr. 6. Darmstadt. X. KLEIN.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
Preiswördige
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Zuſchneiden und Kleidermachen eingerichtet. Derſelbe ſteht unter
der gewiſſenhaften Leitung meiner Tochter.
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Paletots, halbschwer, dunkel gemustert
Mk. 16, 22, 30, 36, 45, 55 bis 65
Paletot, mit Samtkragen, 1- od. 2-reih. Fassons,
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 13.
Dasservogeis Reilane-Verkauf
ist für jede Dame von höchstem Interesse.
Um meiner geschätzten Kundschaft in Darmstadt einmal etwas ganz Aussergewöhnliches zu bieten, veranstalte ich
von Dienstag, den 17. September bis Samstag, den 28. September
einen grossen Reklame-Verkauf, zu welchem ich riesige Posten aus meiner Berliner Fabrik nach Darmstadt
gesandt habe. Während dieser Reklame-Tage sind die Preise zum grössten Teil 30—40 Prozent
billiger, als in meinen Berliner Filialen. Aus der Fülle der Ausnahme-Angebote hebe ich hervor:
Tüllbluse auf Tüllfutter, mit Passe und Einsätzen, hübsch garniert
Mk. 2.90
Tiillbluse mit breiten Klöppeleinsätzen und Fältchen-Garnierung . .
Mk. 3.90
Schoss-Bluse aus Fältchentüll, mit schönem Klöppeleinsatz und Passe . . . .
Mk. 4.90
Feine Hemdbluse aus bestem eréme Popeline, reine Wolle, prima Qualität in Stoff und Verarbeitung . Mk. 7.50
Vornehme, marineblaue Seidenbluse mit reicher Stickerei
Mk. 8.75
Elegante Schoss-Bluse aus Klöppelstoff, mit Passe, aus ganz feinen Tüllsäumchen
Mk. 9.75
Wollbluse ganz auf Futter, aus prima reinwollenem Mousseline, sehr hübsch garniert .
Mk. 2.90
Blasen-Spezianstrn Wasservoger
Filiale Darmstadt, Wilhelminenstrasse 29.
Der Verkauf findet während dieser Zeit nur gegen bar statt.
(19784
, ſucht Kunden in u.Schneiderin außer dem Hauſe
Zu erfr. Soderstr. 44½, pt. (*6850si Jung. ſaub. Frau ſucht Beſchäft.
im Haushalt von morgens bis
ie über mittag. Offerten unt. R 79
an die Exved. ds. Bl. (*6740
er ſucht Stelle
1s
Jung. Mädchen für tagsüber.
Redegewandte, intellig., junge Näh. Hügelſtr. 57, 2 Trepp. (*6752so für meine Tochter, 19
Suche Jahre, paſſende Stell.
in nur feinem Haushalt. Lohn
ſeit zwei Jahren als Propa=Nebenſache! Gute Behandlung
gandiſtin für bedeutende Nah=(Bedingung! Näh. Neckarſtr. 16,
Gartenhaus.
(*6839 in d. fein. bürgerl. Küche, ſucht ſelbſt.
Stell. wo Hilfe f. grob. Arbeit vorh.
Zeugn. u. Referenz. z. Verfügung.
Off. u. § 12 an die Exped. (*6808 el Junge ſaubere Frau ſucht 1 bis
I.2 Stunden Laufſtelle Lichtenberg=
ſtraße 78, Seitenbau, rechts. (*6822 bergring 30.
(*6847 Schneiderin fertigen von Damen= Unabh. ſaub. Frau ſucht Laufdienst.
und Kinderkleidern (*6529ms Zu erfr. Nd.=Ramſtädterſtr. 53, II,
morg. v. 9—11, mittg. v. 2—4. (*6776 eNung. empf. Waſchfrau hat noch
Schneiderin frei, geht auch Tage frei. Fr. Gerhardt, Kranich=
ſteinerſtraße 15, Stb. (*6824 Für 19jähr. Mädchen, aus guter
anfertigung u. Familie, wird in kleinem Haus=
halt Stelle geſucht, wo ſie den
Haushalt gründlich erlernen kann.
Gute Behandlung und etwas
Friſeuſe nimmt noch Kunden Taſchengeld erwünſcht. Offert. u.
§ 20 an die Expedition. (*6855 19ähr. kräſt. Mädch a. g. Fam.,
alle Hausarbeit gelernt, ſucht St.
ſtin gutes Haus, durch Eliſabeth
Croner, gewerbsmäßige Stellen=
vermittlerin, Mühlſtr. 23. (*6876 -Alleinſteh. Frau ſucht tagsüber
einige Stdn. Aushilfe im Haus=
halt. Näheres Expedition. (*6873 Schneiderin auszugehen. Näheres Aelt. Mädchen nimmt Laufd.
an, geht halbe Tage waſchen und
putzen Heinheimerſtr. 90, pt. (*6875 Beſchäft. Teichhausſtr. 38, p. (*6770 nimmt Aus=
Köchin hife an.
Stellung bei älterem Herrn in! Hernzannſtr. 9, part. (*6834 perfekte Taillenarbeiterin Männlich
Welblich
Feilin, gsete
K 63 an die Exp. erb.
men
Dame
v. angenehm. Aeußern, welche
rungsmittel=Fabrik erfolgreich
tätig iſt, ſucht ähnliches Engage= Aelt. Wwe., a. gut. Fam., perfekt
ment oder als
Kelledame
Fräulein m. ſchön., flott. Hand= Mädchen, weiches einfach. koch,
ſchrift, in Stenographie u. Maſch.=k., ſowie 2 gew. Hausmädch. ſuch.
ſchreib. bew., ſ. Stell. Gehalt monatl. 1 Stelle Katharina Jäger, gewerbs=
60 M. Gefl. Off. u. R 92 Exv. (*6746 mäßige Vermittlerin, Donners=
empfieht ſich im An=
Viktoriaplatz 12, II.
Andern u. Ausbeſſern. Tag 2.50 M.
Off. u. P 99 a. d. Exp. (*6363ids
Ausbeſſ. v. Weißzeug in u. auß. d.
Hauſe. Frau Daum, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 54, Hth. I. lks. (*6605ds
an, bei billigſter Berechnung Neue
Ireneſtraße 71, 3. Stock, Ecke
(*6763sms
Mollerſtraße.
od. zu einzel. Herrn.
wünſcht mit
Schneiderin einer älter.
(*6849
n der Exped. ds. Bl.
Hausdaterm.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fahren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe. Näh. in der Exped. (18745a
ſucht Lauf=
Saub. Schuljunge ſtelle (*6867
Pallaswieſenſtraße 38, Manſarde.
Verheirateter
eventl. Kaufmann
in allen Arbeiten durchaus
er=
fahren, empfiehlt ſich Aerzten,
Hoktoren, Handwerkern, kaufm.
Firmen (allen, die keinen ſtändigen
Buchhalter halten wollen) zur
ge=
wiſſenhaften Erledigung aller
Sachen (auch Mahnweſen pp.,
Bilanzaufſtellung pp.) (*6857sif
Gefl. Anfragen unter § 18 an
die Expedition.
Ein tücht, junger Mann, 20 J.
alt, ſucht leichte Beſch. als
Bureau=
diener oder ſonſt. Beſchäftigung.
Kaution kann geleiſtet werden.
Off. u. P 97 a. d. Exp. (*6370ids
Junger Mann mit flotter
Hand=
ſchrift ſucht Beſchäftigung bei
be=
ſcheidenen Anſprüchen. Offerten
unter R 71 an die Exv. (*6647dfs
Jung. Mann, zu aller Arb. willig,
ſucht dauernde Beſchäft. Näh. an
Peter Schüller, Kiesſtr. 14, I. (*6732fs
Kautionsfähiger Mann, 35 J.
alt, ſucht Vertrauenspoſten. Für
Vermittlung angemeſſ. Proviſion.
Off. u. 8 3 an die Exped. (*6767soi
Bedienung von
Zentralheizg=
wird prompt ausgeführt. Off. u=
R 95 an die Exped. (*6764
Sohn achtbarer Eltern ſucht
Lehrſtelle auf kaufmänniſchen
Kon=
tor. Offerten unter R 99 an die
Expedition ds. Blattes. (*6756
ſucht Be=
14jähr. Junge ſchäftig.
Heiß, Liebfrauenſtr. 112. (*6775
Ofe Stellen
Tücht. Arbeiterin ſowie Lehr=
Aelt. unabh. Mädchen ſ. mittags mädchen geſ. Flora Wenzel.
Damen=
ſchneiderin, Grafenſtr. 4. (*6597soi
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
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und das neue Gemeindeumlagengeſetz.
(Vortrag, gehalten von Herrn Stadtv. Sames.)
* Das neue Geſetz über die Gemeindeumlagen iſt
vom 8. Juli 1911. Die Gemeinden erheben direkte
Steuern, jedoch nur im Bedarfsfalle, vom
Grund=
beſitz, vom Gewerbebetrieb, vom Einkommen und vom
Kapitalvermögen der Steuerpflichtigen. Wenn die
Ge=
meindeeinkünfte nicht ausreichen, iſt der Bedarfsfall
gegeben. Daß der Bedarfsfall bei der Stadt Darmſtadt
egeben iſt, brauche ich nicht beſonders zu betonen. Der
Brundſteuer, Steuer vom Grundbeſitz, ſind
unter=
worfen: 1. Die in der Gemarkung der Gemeinde gelegenen
Grundſtücke und Gelände, nebſt demjenigen, was
ihr als Zubehör im Sinne des Geſetzes über
Vermögens=
ſteuer anzuſehen iſt. 2. Fiſchereirechte im Gebiete der
Gemeindegemarkung und Ortsbürgernutzungen. 3. Die
Rechte, mit denen in der Gemarkung der Gemeinde
gge=
legene Grundſtücke oder Gelände belaſtet ſind, mit
Aus=
nahme der Hypotheken und Rentenſchulden, ſowie
der=
jenigen Rechte, die mit dem Eigentum an einem
Grund=
ſtück oder Gelände verbunden ſind. Gemeindegrundſtücke,
die in einer anderen Gemarkung liegen, können mit dem
2öfachen Steuerbetrage abgelöſt werden.
Eine Grundſteuerpflicht für Bergwerks=Eigentum
beſteht nicht. Ueber das Jagdrecht gelten beſondere
Be=
ſtimmungen. In den rechtsrheiniſchen Provinzen, bei
zuſammenhängenden Flächen von 300 Morgen, in
Rhein=
heſſen bei 200 Morgen Wald oder 100 Morgen Feldgüter,
in den rechtsrheiniſchen Provinzen außerdem, wenn die
Güter eine beſondere Gemarkung bilden. Das Jagdrecht,
das der Grundherr auf Grund der Beſtimmungen ſelbſt
ausüben kann, iſt ſteuerpflichtig, als Zubehör des
Grundſtücks. Das Jagdrecht an fremdem
Grund=
beſitz iſt Gegenſtand ſelbſtändiger Beſteuerung. Als
Zu=
behör in ſteuerlichem Sinne ſind anzuſehen: Jagd= und
Fiſchereirechte, ferner bewegliche Sachen, die mit dem
Grundſtück dauernd verbunden ſind; auch alle ſonſtigen
Berechtigungen, die einer Perſon in ihrer Eigenſchaft
als Beſitzerin eines beſtimmten Grundſtückes zuſtehen.
Als Zubehör zum Eiſenbahngelände ggilt auch der Wert
der Schienen, Schwellen und ſonſtigen Einrichtungen.
Fiſchereirechte werden ſelbſtändig beſteuert, wenn das
Recht unabhängig vom Beſitz iſt.
Die Rechte, die einer Perſon unabhängig vom Beſitz
zuſtehen, ſind: Nießbrauch, beſchränkte perſönliche
Dienſt=
barkeiten, Leibgedings=, Altenteils=, Auszugs= und
ähn=
liche Rechte; dieſe kommen in Darmſtadt kaum vor. Was
der Grundſteuer nicht unterliegt, iſt in Artikel 3 des
Ge=
ſetzes geſagt:
„Artikel 3.
Steuerbefreiungen. Der Grundſteuer
unter=
liegen nicht:
* 1. Die zu Zwecken der Hofhaltung benützten Schlöſſer
und Paläſte des Großherzogs und die dazu gehörigen
Gebäude Gärten und Anlagen, ſowie das Hoſtheater.
2. Die für beide Kammern der Landſtände beſtimm=
ten Gebände und die dazu gehörigen Gären und
An=
lagen.
3. Die einem fremden Staate gehörigen Grundſtücke,
auf denen Geſandtſchaftsgebäude errichtet ſind, ſofern von
dem fremden Staate Gegenſeitigkeit geübt wird,=
4. Die Grundſtücke und Gebäude die im Eigentum
des Staates, der heſſiſchen Provinzen, Gemeinden,
Kreiſe, der evangeliſchen und katholiſchen Kirche, der
rechtsfähigen Religionsgeſellſchaften, ſowie der
überwie=
gend für die Gemeindeangehörigen beſtimmten
gemein=
nützigen Anſtalten und Stiftungen ſtehen und dieſen
un=
mittelbar dienen: a) dem öffentlichen Dienſt, wie
Amts=
gebäude für Staats= und ſonſtige Behörden,
Gemeinde=
häuſer uſw., mit Ausnahme ſolcher Grundſtücke und
Ge=
bäude, die der Verwaltung oder dem Betrieb von
Ver=
kehrsanſtalten dienen; b) dem öffentlichen Gottesdienſt
und der Totenbeſtattung; e) dem öffentlichen Unterricht
und der ſonſtigen geiſtigen Fortbildung, wie zum
Bei=
ſpiel die öffentlichen Bibliotheken, Muſeen uſw.; d) der
Armen=, Kranken= und Waiſenpflege; e) der
Strafrechts=
pflege und der Fürſorge für Beſſerungsbedürftige.
5. Grundſtücke und Gebäude, die unmittelbar
militä=
riſchen Zwecken dienen und im Eigentum des Reiches
oder des Staates ſtehen mit Ausnahme der Grundſtücke
und Gebäude für Militärkaſinos, Militärkantinen,
=Bäckereien, =Konſervenfabrßken und ähnliche
gewerbe=
artige Betriebe Proviant= und Bekleidungsämter.
6. Die Gebäude, die zur Unterbringung des
leben=
den oder toten Inventars, oder der rohen Erzeugniſſe
einem landwirtſchaftlichen Betriebe (einſchließlich der
Biehzucht, des Wein=, Obſt= und Gartenbaues) dienen.
Dient ein Grundſtück oder Gebäude nur teilweiſe den
unter 1—6 angegebenen Zwecken, ſo bleibt es nur für
dieſen Teil von der Steuer befreit.
3. Die dem öffentlichen Verkehr dienenden Straßen und
Wege, ſowie die öffentlichen Plätze und Anlagen, die
Flüſſe mit den zugehörigen Leinpfaden die öffentlichen
Bäche und öffentlichen künſtlichen Gewäſſer. Neuanlagen
von Weinbergen (Rodfelder) in der Größe von
minde=
ſtens 3 ar bleiben auf Antrag des Steuerpflichtigen für
die erſten drei Jahre nach der Anpflanzung ſteuerfrei.
Die durch beſondere Geſetze und Verordnungen
bewillig=
ten Steuerfreiheiten bleiben in Kraft.”
Grundſteuerpflichtig ſind jedoch die Kabinettsgüter
und ſonſtiger landesherrlicher Grundbeſitz, Staats= und
Hausdomänen, ſoweit nicht die erwähnten Ausnahmen
in Betracht kommen; Grundbeſitz der Provinzen, Kreiſe
und der Gemeinden, wie Gas= Waſſer=,
Elektrizitäts=
werke. Die Vorausſetzung der Steuerfreiheit für
Grund=
ſtücke und Gelände iſt, daß dieſelben im Eigentum der
genannten Perſon ſtehen. Für dieſe Zwecke gemietete
Gelände oder Grundſtücke ſind nicht ſteuerfrei. Der
Grundbeſitz, der der Verwaltung oder dem Betriebe von
Verkehrsanſtalten dient, unterliegt, ohne Rückſicht auf
ſeinen Eigentümer der Grundſteuer, ſoweit nicht durch
Staatsverträge Grundſteuerfreiheit vereinbart iſt. Vonden
im Eigentum der Gemeinden ſtehenden Verkehrsanſtalten
und ſonſtigen öffentlichen Unternehmungen hat der
Grundſteuerausſchlag nur praktiſche Bedeutung für die
Umlagen für Kreis und Provinz,
bände der Reichspoſt ſind grundſtenerpflichtig. Die
ſeit=
herige Steuerfreiheit der Pfarrer= und
Schulbeſoldungs=
güter iſt aufgehoben. Bei den landwirtſchaftlichen
Oeko=
nomiegebäuden bleibt der überbaute Grund und Boden
und Oekonomiegebäude grundſteuerfrei. Unbebaute
Grundſtücke zur Unterbringung der Erzeugniſſe,
Hof=
raum, Düngerſtätte, Lagerraum, ſind nicht
grundſteuer=
frei. Ein Stallgebäude zur Unterbringung von Pferden
eines Gewerbetreibenden, Rentners uſw. iſt nicht
ſteuer=
frei, auch wenn dieſelben einige Grundſtücke haben und
landwirtſchaftlich bebauen. Auf die einzelnen
Steuer=
befreiungen und=Beſteuerungen kann in dieſem Rahmen
nicht näher eingegangen werden; es würde zu weit
füh=
ren. Die Steuer wird vom gemeinen Werte der ihr
unterliegenden Gegenſtände und Rechte erhoben. Beim
Waldbeſitz gilt der 25fache Jahresreinertrag nach den
Durchſchnittserlöſen der letzten 5 Jahre. Bei
Grund=
ſtücken, die dauernd landwirtſchaftlichen Zwecken dienen,
kann der Steuerpflichtige Beſteuerung nach dem
Mittel=
werte vom Ertrags= und gemeinen Wert verlangen,
wenn er nachweiſt, daß der geſamte Ertragswert ſeiner
ſteuerpflichtigen Grundſtücke hinter dem geſamten
ge=
meinen Werte mehr als 5 vom Hundert zurückbleibt.
Die=
ſes trifft in erhöhtem Maße für Darmſtadt zu. Der
Mittelwert ſetzt ſich zuſammen aus der Hälfte des
Er=
tragswertes und der Hälfte des gemeinen Wertes. Als
Ertragswert gilt der 25fache Reinertrag.
Iſt zum Beiſpiel ein Grundſtück 10 000 Mark wert
und bringt einen rauhen Ertrag von 50 Mark, ſo ſetzt ſich
der Wert zuſammen:
5000 Mark halber Wert
50.25 — 1250 Mark gemeiner Werk
620 Mar.
Unbebaute Grundſtücke, die innerhalb des
Ortsbau=
planes liegen, werden mit dem vollen gemeinen Wert zur
Grundſteuer herangezogen. Gebäuden, die gewerblichen
Zwecken dienen, iſt auf Antrag der Steuerpflichtigen dem
gemeinen Werte des Grund und Bodens für die Gebäude
höchſtens der Brandverſicherungswert nebſt Zubehör
unter Berückſichtigung der nach der letzten
Brandverſiche=
rung erfolgten Abnützung, zuzuſchlagen. Ein Abzug
von Schulden und ſonſtigen perſönlichen Laſten findet
nicht ſtatt. Abzugsfähig ſind die dinglichen Laſten nur
inſoweit dieſelben der ſelbſtändigen Beſteuerung
unter=
worfen ſind. Dem Steuerpflichtigen liegt die
Beweis=
laſt ob, ob der Ertragswert ſeiner Grundſtücke, die
dauernd landwirtſchaftlichen Zwecken zu dienen beſtimmt
ſind, um mehr wie 5 v. H. zurückbleibt. Die bloße
Be=
hauptung oder Verſuch der Glaubhaftmachung genügt
nicht; es iſt ein voller Beweis zu erbringen. Der gemeine
Wert in hieſiger Gemarkung ſteht durch die vor zwei
Jah=
ren erfolgte Neueinſchätzung feſt, die jedem
Steuerpflich=
tigen zugegangen iſt. Im Zweifelsfalle iſt als
Unter=
lage eine ortsgerichtliche Schätzung vorzulegen. Der
Er=
tragswert wird ermittelt durch die tatſächlichen
Betriebs=
einnahmen und =ausgaben, die der ſelbſt wirtſchaftende
Beſitzer hat. Den Betriebsausgaben iſt der Geldwert,
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
der vom Betriebseigentümer und ſeinen
Familienange=
hörigen für den Betrieb geleiſteten Arbeit nach billigem
Anſchlag zuzuſetzen. Daß die Feſtſtellung des
Rein=
ertrages noch in anderer Form einwandfrei gefunden
werden kann, ſoll nicht unerwähnt bleiben. Ueber die
Abſchreibungen des Abnutzungswertes beſtehen keine
be=
ſtimmten Vorſchriften. Dieſelben können verſchieden ſein nach
der Benutzung und Bauart der Gebäude.
Grund=
ſteuerpflichtig ſind nicht nur natürliche Perſonen,
ſon=
dern jeder, der als Eigentümer Grundbuchmäßig
einge=
tragen iſt. Dem Haushaltungsvorſtand wird auch die
Grundſteuer für Grundſtücke, die auf dem Namen vom
Haushaltungsangehörigen ſtehen, zugeſetzt. Ein Wechſel
in der Perſon eines Steuerpflichtigen im Laufe des
Steuerjahres, das je am 1. April beginnt, hat eine
Aende=
rung in der Steuerpflicht nicht zur Folge. Aenderungen
in der Perſon des Steuerpflichtigen werden etwa bei der
Veranlagung, die früher wie das Steuerjahr naturgemäß
erfolgt, von Amtswegen und ſoweit dieſes nicht vor
Be=
ginn des Steuerjahres erfolgt, auf Antrag des
Steuer=
pflichtigen gewährt. Der Steuerpflichtige iſt verbunden,
den Steuerbehörden auf Verlangen über alle die
Beſteue=
rung ſeines Grundvermögens beeinfluſſenden Tatſachen
innerhalb einer regelmäßig auf mindeſtens 2 Wochen zu
bemeſſenden Friſt Auskunft zu geben. Er iſt nicht
ver=
pflichtet, über den Wert ſeiner Grundſtücke Erklärungen
zu geben. Es kann Auskunft verlangt werden:
Ueber Beſchafſenheit und Benutzungsart, Zeit und Art
des Erwerbs, Vorbeſitzer, Erwerbspreis und ſonſtige
Er=
werbsbedingungen, Miet= und Pachteinnahmen, Höhe
etwaiger ſonſtiger Erträge, etwa bereits abgegebene
Kauf=
angebote und Verkaufsforderungen. Die Nichterfüllung
der Auskunftspflicht iſt unter Strafe geſtellt und hat die
Unterlaſſung der Auskunftspflicht auch den Verluſt des
Berufungsrechts zur Folge. Freiwillig kann der
Steuer=
pflichtige eine Erklärung über ſein Grundvermögen
ab=
geben, die nur allen Steuerpflichtigen empfohlen werden
kann.
2. Steuer aus dem Gewerbebetrieb. Die
Gewerbeſteuer wurde ſeither nach rein äußerlichen
Merk=
malen veranlagt. Nach dem neuen Gewerbeſteuergeſetz
von ganz anderen Grundlagen. Der Gewerbeſteuer in
einer Gemeinde ſind unterworfen: 1. Die ſtehenden
Ge=
werbe. 2. Die bergbaulichen Betriebe. 3. Die Land=
und Forſtwirtſchaftlichen Betriebe, einſchließlich der
Viehzucht, des Wein=, Obſt= und Gartenbaues.
Dauernd dem Gewerbe gewidmete oder dienende
Gegenſtände und Rechte, die einen in Geld
ab=
ſchätzbaren Wert haben. Erwerbs=,
Wirtſchaftsgenoſſen=
ſchaften und die Konſumvereine gelten als
Gewerbebe=
trieb. Erhoben wird die Steuer von derjenigen Gemeinde,
in der das Gewerbe betrieben wird, ſofern
Betriebsan=
lagen irgend welcher Art vorhanden ſind. Der ſteuerliche
Begriff, Gewerbe, deckt ſich nicht mit der
Gewerbeord=
nung, geht vielmehr über dieſelbe hinaus. Steuerlich wird
unter Gewerbebetrieb jede mit Abſicht der Wiederholung
und der Gewinnerzielung vorgenommene ſelbſtändige, auf
eigene Rechnung unternommene und erlaubte Tätigkeit,
verſtanden die eine allgemeine Beteiligung am allgemeinen
wirtſchaftlichen Güterverkehr darſtellt. Einmalige
Tätig=
keit, ohne Abſicht der Wiederholung, ſtellt keinen
Gewerbe=
betrieb dar. Iſt die Abſicht der Wiederholung
vorhan=
den, ſo braucht die Tätigkeit keine ununterbrochene und
dauernde zu ſein (z. B. Saiſongewerbe). Eine einmalige
Tätigkeit iſt gewerbeſteuerpflichtig, wenn ſie Ausfluß einer
ſtändigen gewerblichen Tätigkeit, auch außer Landes iſt.
Bei der Abſicht der Gewinnerzielung iſt es gleichgültig,
ob tatſächlich ein Gewinn erzielt wird oder nicht.
Stehen=
des Gewerbe iſt jedes Gewerbe, das nach den
gewerbe=
polizeilichen Vorſchriften nicht als Gewerbetrieb im
Umherziehen anzuſehen iſt; letztere werden beſonders
ver=
ſteuert. Der Bargbaubetrieb iſt gewerbeſteuerpflichtig
Das Bergwerkseigentum iſt nur dann Beſtandteil des
Anlage= und Vetriebskapitals, wenn es der Eigentümer
ſelbſt ausnutzt. Der Betrieb der Land= und
Forſtwirt=
ſchaft umfaßt die geſamte Tätigkeit, die auf Gewinnung
der Früchte des Bodens und der Verwertung der
gewon=
nenen Früchte gerichtet iſt. Die weitere Verwertung ſtellt
nur einen Teil des Land= und Forſtwirtſchaft=Betriebes
dar. Als beſonderer Gewerbebetrieb iſt zu betrachten:
Das Vermahlen ſelbſtgewonnenen Getreides, Verkauf von
Mehl, Verarheitung des Holzes aus eigenen Wald=
Holz=
ſchneidereien.
Die landwirtſchaftlichen Nebenbetriebe, wie
Brannk=
weinbrennerei, Fuhrwerksbetrieb, ſoweit dieſe nicht den
Haupterwerb darſtellen, ſind Nebenbetriebe des
Landwirt=
ſchaftsbetriebs. Fuhrwerksbetrieben, wie ſolche von den
meiſten Darmſtädter Landwirten unterhalten
wer=
den, ſtellen ſteuerlich einen ſlebſtändigen
Ge=
werbebetrieb dar. Viehzucht, Wein= Obſt= und
Gartenbau gelten als landwirtſchaftliche Betriebe,
auch wenn ſie nicht unmittelbar mit einem
landwirtſchaftlichen Betriebe zuſammenhängen. Werden
jedoch fremde Erzeugniſſe in erheblichem Maße zu uns
weiter verkauft, gilt der Betrieb als Gewerbebetrieb.
Ge=
werbeſteuerpflichtig ſind nur die dem Betriebe dauernd
gewidmeten Gegenſtände und Rechte. Vorübergehende
Betriebsmittel bleiben ſteuerfrei. Wiederholt ſich dieſer
Bedarf in einzelnen Geſchäftsjahren, ſo kann von einem
vorübergehend gewidmeten Gegenſtand nicht mehr gereder
werden. Die Gewerbeſteuerfreiheit für die Erwerbs= und
Wirtſchaftsgenoſſenſchaften und rechtsfähige
Konſumver=
eine iſt aufgehoben. Dieſelben ſind
gewerbeſteuerpflich=
tig, wenn ſich ihr Geſchäftsbetrieb auch nur auf Mitglieder
beſchränkt. Damit iſt ein Teil der Ungleichheit in der
Be=
ſteuerung im Erwerbsleben beſeitigt. Auch
Perſonen=
vereinigungen ſind gewerbeſteuerpflichtig, wenn für ihren
Betrieb die Vorausſetzungen für einen Gewerbebetrieb
gegeben ſind. Geſchloſſene Vereine und Kaſinos, die für
ihre Mitglieder wirtſchaftliche Vorteile verfolgen, ſind
gewerbeſteuerfrei, wenn ſich ihre Tätigkeit nur auf ihre
Mitglieder beſchränkt. Das hieſige Kaſino wird durch
ſeinen Weinhandel und Verkauf an Nichtmitglieder
ge=
werbeſteuerpflichtig. Ein Gewerbebetrieb, der ſich über
mehrere Gemeinden erſtreckt, iſt in jeder Gemeinde
ſteuer=
pflichtig. Betriebsſtätte iſt jede Einrichtung, die als feſter
örtlicher Mittelpunkt der Ausübung des Gewerbebetriebs
dient und durch die der Gewerbebetrieb in äußere
Er=
ſcheinung tritt, z. B. Bauhütte, Büro, Lagerräume für
Betriebmittel, aus denen kein Verkauf ſtattfindet. Selbſt
die Wrhnung kann in dieſem Sinne Betriebsanlage ſein;
Händler ohne Warenlager, Agenten, Kommiſſionäre,
Mak=
ler etc. Ein Maurergeſchäft, das von auswärts hier
Bauten ausführt, wird hier gewerbeſteuerpflichtig, weil
es auf Grund anderer Geſetze verpflichtet iſt, zu jedem
Bau eine Bauhütte zu errichten. Gewerbeſteuerpflichtig
iſt der Grundbeſitz, der einem gewerblichen Betrieb dient,
nicht, dieſer Grundbeſitz iſt grundſteuerpflichtig.
Gewerbeſteuerfrei ſind: 1. Betriebe, die
ausſchließlich wohltätigen oder gemeinnützigen Zwecken
dienen, insbeſondere die öffentlichen Sparkaſſen, wenn ſie
ihre verfügbaren Ueberſchüſſe nur zu dieſen Zwecken
verwenden, oder in öffentliche Kaſſen fließen laſſen.
2. Ausübung eines amtlichen Berufs, künſtleriſchen,
wiſſen=
ſchaftlichen oder erzieheriſchen Tätigkeit, auch die Praxis
der Aerzte, Zahnärzte, Heilgehilfen und Hebammen,
Tier=
ärzte, Rechtsanwälte und Geometer, ſoweit ſich nicht in
Ausübung dieſer Betriebe in beſonderen Fällen ein
ge=
werblicher Betrieb entwickelt, z. B. Penſionate,
Sana=
torien, Bautechniſche Bureaus; befreit iſt jedoch nicht das
Kunſtgewerbe, auch nicht die Zahntechnik. Der Betrieb
von Verkehrsanſtalten durch Verbände des öffentlichen
Rechts. Dieſelben werden grundſteuerpflichtig und iſt
deshalb für den Ausfall der Gewerbeſteuer Sorge
ge=
tragen.
Die EErhebung der Steuer geſchieht nach dem im
Be=
trieb innerhalb der Gemeinde arbeitenden
Betriebs=
kapital. Für beſtehende Betriebe iſt der Beſtand der drei
letzten Geſchäftsjahre maßgebend. Zum gewerblichen
Be=
triebskapital gehört: für den Gewerbebetrieb benutzte
Waſſerkräfte, Maſchinen, Geräte, Werkzeuge und ſonſtige
Betriebseinrichtungen, Warenvorräte, Roh= und
Hilfs=
ſtoffe, einſchließlich der in Bearbeitung befindlichen Stoffe,
die für den Betrieb gehaltenen Tiere, Wagen, Geſchirre,
Futtervorräte, Vorräte an Geld, verzinslichen und
unver=
zinslichen Wertpapieren, Noten, Wechſeln, ſowie die vom
Gewerbebetrieb herrührenden Ausſtände, einſchließlich der
im Konto=Korrent laufenden Guthaben, Kautionen,
Ur=
heber=, Vertrags= und Patentrechte und ſonſtige zuſtehende
Berechtigungen. Ueber das land= und forſtwirtſchaftliche
Betriebskapital gelten beſondere Beſtimmungen.
Abzugs=
fähig ſind nur die aus dem laufenden Geſchäftsbetrieb
herrührenden Schulden. Aufwendungen zur Erweiterung
des Geſchäftsbetriebs oder Verbeſſerung ſind nicht
abzugs=
fähig. Tarlehen zur Tilgung von
Geſchäfts=
ſchulden, ſoweit es ſich nicht um Schulden im
Kontokorrent=
verkehr handelt, ſind auch nicht abzugsberechtigt. Um
je=
doch die Schulden abziehen zu können, müſſen ebenſo die
Vermögensteile genau feſtgeſtellt werden. In vielen
Fällen wird das erſtere genau gemacht, letzteres glaubt
man verſchweigen zu dürfen. Für alle diejenigen, die keine
Handelsbücher führen, iſt der Zeitpunkt dieſer Feſtſtellung
der 1. September des Veranlagungsjahres bei
Steuer=
pflichtigen, die Handelsbücher führen, Stand, Wert nach
dem Zeitpunkt der letzten Bilanz. Weicht bei Saiſon= oder
anderen Geſchäften Stand und Wert zur Zeit der
Bilanz=
ſtellung weſentlich von dem durchſchnittlichen Beſtande ab,
ſo iſt das mittlere Betriebskapital feſtzuſtellen.
Berechnet ſich bei einem ſtehenden Gewerbe oder
berg=
baulichem Betriebe im abgelaufenen Geſchäftsjahre der
Ertrag des Gewerbebetriebs auf mehr als 6 Prozent des
rauhen Wertes der dem Gewerbe dienenden Vermögen,
ſo iſt der feſtgeſtellte Betrag der Betriebsmittel um ein
vielfaches dieſes Mehrertrags zu erhöhen, von weniger als
500 Mark um das einfache des Mehrertrags,
v. 500 M. bis weniger als 1000 M. u. d. 2fach. des Mehrertr.
„1000 „ „ „ „ 1500 „
„1500 „ „
„ 2000 „
„2000 „
„ 2500 „
„ 3000 „
„2500 „
4000 „
„3000 „
„4000 „
6000 „
8 „
10000 „
„6000
9 „
über 10000
„10 „ „
Bei Betrieben mit einem Ertrag von weniger als
1300 Mark findet ein Zuſchlag nach den vorſtehenden
Be=
ſtimmungen nicht ſtatt. Um ein praktiſches Zahlenbeiſpiel
zu geben:
Eine Schloſſerei hat 8000 Mk. Betriebskapital.
der Reingewinn beträgt 3000 „
Der Ertrag von 6 Prozent von 8000 Mk. wäre 480 Mk.=
2520 „
Der Reingewinn mehr
mithin wäre von 8000 Mk. Betriebsmitteln zuzuſchlagen
2520. 6 — 15 120 Mark.
Das der Veranlagung zu Grunde konſtruierte Vermögen
würde demnach 23 120 Mark betragen. Dem Anlage= und
Betriebskapital iſt zuzuſetzen, der Wert der
Gewerbelokali=
täten. Als Ertrag gilt der Unterſchied zwiſchen
Betriebs=
einnahmen und Betriebsausgaben, abzüglich der
Wert=
minderung der zuläſſigen Abſchreibung des Inventars uſw.
Nicht abzugsfähig ſind Zinſen für das Anlage=
und Betriebskapital, mag es dem
Gewerbetrei=
benden ſelbſt oder dritten Perſonen gehören. Auch ſind
nicht abzugsfähig die Zinſen für Schulden, die zur
Er=
weiterung des Geſchäftes, Verſtärkung des Betriebes oder
ſonſtige Verbeſſerungen aufgenommen ſind Dem
Er=
trag müſſen zugeſetzt werden die aus den
Betriebs=
einnahmen beſtrittenen Ausgaben für Verbeſſerungen
und Geſchäftserweiterungen, ſowie die Ausgaben für den
Unterhalt des Gewerbetreibenden und ſeiner Angehörigen.
Sie erſehen hieraus, daß unter dem ſteuerbaren Ertrag
etwas anderes zu verſtehen iſt, als was ſonſt ſehr oft
an=
genommen wird. Was unter Betriebseinnahmen und
Be=
triebsausgaben zu verſtehen iſt, wird vorausgeſetzt.
Be=
triebsausgaben ſind z. B. nicht: Anſätze für die
Ar=
beitskraft des Geſchäftsinhabers oder fingierte Beträge
für Arbeitslöhne von Angehörigen. Die Abſchreibungen
ſind jedoch nur in dem Jahre zuläſſig, in dem die
Wert=
minderung eingetreten iſt. Abſchreibungen für
vorher=
liegende Jahre ſind unzuläſſig.
Steu erpflichtig iſt und für die Steuer haftet
derjenige, auf deſſen Namen und Rechnung der Betrieb
ſtattfindet. Für alle Gewerbetreibende beſteht die
Ver=
pflichtung, für das neue G. U. G für das Jahr 1913 von
dem Finanzamt in der Veröffentlichung feſtgeſetzten Friſt
zu deklarieren, wenn deren Anlage= und Betriebskapital
mehr wie 3000 Mark beträgt. Der Steuerpflichtige iſt
ver=
pflichtet, zur Feſtſtellung des Ertrags aus dem Betrieb
der Steuerbehörde in der auf 2 Wochen zu bemeſſenden
Friſt Auskunft zu geben. Die Deklarationspflicht für das
An=
lage= und Betriebskapital geht weſentlich weiter als beim
Staatsſteuergeſetz. Unaufgefordert iſt zur erſtmaligen
Veranlagung zu deklarieren, wenn das Anlage= und
Be=
triebskapital mehr als 3000 Mark beträgt.
Deklarations=
pflicht dann in Abſtänden von nicht mehr wie drei Jahren.
Die Gemeinden können durch Ortsſatzung beſtimmen, daß
die Gewerbeſteuer auch nach anderen Merkmalen als den
vorgetragenen für den Umfang des Betriebes gemeſſen
werden kann. Dieſe Ortsſatzung bedarf der Zuſtimmung
des Miniſteriums. Einzelne Betriebe können mit
Ge=
nehmigung der Aufſichtsbehörde entlaſtet werden, mit
Steuerpflichtigen Vereinbarungen über die Höhe der
Steuer getroffen werden, z. B. bei Zugang von
in=
duſtriellen Unternehmungen. Die Gemeinden ſind
berech=
tigt, Sondergewerbeſteuern zu erheben für gewerbliche
Unternehmen, die den Kleinhandel mit Waren
verſchiede=
ner Gattungen, nach Art der Warenhäuſer, Großbaſare,
Abzahlungs=, Verſteigerungsgeſchäfte betreiben. Durch
Ortsſatzung kann beſtimmt werden, ob einzelne oder alle
genannten Gewerbe einer beſonderen Gewerbeſteuer,
Warenhausſteuer, unterworfen werden ſollen. Die
Orts=
ſatzung bedarf der Genehmigung des Miniſteriums des
Innern und der Finanzen.
Unter den gleichen Vorausſetzungen kann eine
Son=
derſteuer für Filialgeſchäfte und den gewerbsmäßigen
Handel mit ländlichen Grundſtücken eingeführt werden;
Es würde zu weit führen, in dieſem Rahmen näher
da=
rauf einzugehen.
Zum Schluſſe noch einige Bemerkungen: Nach Art. 15
des Gemeindeumlagegeſetzes iſt der Steuerpflichtige, deſſen
Kapitalvermögen mindeſtens 3000 Mark beträgt und jeder
Gewerbetreibende, deſſen Anlage und Betriebskapital den
rauhen Wert von 3000 Mk. hat, und jeder Grundbeſitzer
ver=
pflichtet, zu deklarieren. Die Vorſitzenden der
Veranlag=
ungskommiſſionen, das Finanzamt Darmſtadt I und
Darmſtadt II und Langen, haben gemeinſame
Bekannt=
machungen in den Tagesblättern erlaſſen und die Friſt auf
30. September ds. Js. feſtgeſetzt. Wer bis zu dieſem
Zeit=
punkte nicht deklariert hat, kann unter Verluſt des
Ein=
ſpruchsrechts eingeſchätzt, außerdem können
Ordnungs=
ſtrafen verhängt und bei Steuerhinterziehungen das
Straf=
verfahren eingeleitet werden. Eine beſondere ſchriftliche
Aufforderung der einzelnen Steuerpflichtigen für die
Ge=
meindeumlagen ergeht nicht mehr. Bei einem
Bundes=
ſtaate wurde bei der neuen Steuergeſetzgebung allen
den=
jenigen, die ſeither nicht richtig deklariert, und ſich der
ge=
rechten Beſteuerung entzogen hatten,
Straf=
freiheit zugeſichert wenn bei der erſtmaligen
Ver=
anlagung nach den neuen Geſetzen richtig deklariert würde
und von Steuernachträgen befreit. Dieſe Maßnahme hat
für die Veranlagung einen großen Erfolg gezeitigt. In
Heſſen iſt man nicht ſo weit gegangen. Von der
Nach=
zahlung können die Steuerpflichtigen nicht befreit werden,
er bleibt jedoch ſtraffrei, wenn er freiwillig richtige
An=
gaben macht und Einkommen, Vermögen ꝛc. jetzt in der
richtigen Höhe angibt. Deshalb kann jedem
Steuerpflich=
tigen empfohlen werden, ordnungsgemäß und rechtzeitig
zu deklarieren.
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26)
Sie war wieder ruhiger geworden und ſchob ihre
vorherige Unruhe und Angſt auf die Hitze, die während
der Tafel in dem kleinen Raum geherrſcht hatte. Hier
draußen in der freien Luft war ihr mit einemmal ganz
anders zumute. Nein, nein, ſie mußte ſich vorhin getäuſcht
haben! Die beleidigende Zudringlichkeit, die ſie vorhin
an Schmettwitz abgeſtoßen hatte, hatte wohl mehr in ihrer
Einbildung exiſtiert. Jetzt benahm er ſich durchaus korrekt.
Seit Schmettwitz aus Chriſtas für ihn ſo gefährlicher
Nähe gekommen war, hatte er ſeine Selbſtbeherrſchung
ſo=
weit wiedererlangt, daß er ſich zuſammennahm und ſich
ſagte, er dürfte in Gegenwart der anderen keine
Veran=
laſſung dazu bieten, Gloſſen über ihn oder Chriſta zu
machen. Er brannte jedoch darauf, Chriſta von ſeiner
Liebe zu ſprechen, und ſehnte ein Alleinſein mit ihr mit
allen Faſern ſeines Herzens herbei. Aber er hatte ſeine
Rechnung ohne Ella und Gertrud von Wertern gemacht.
Die beiden nahmen ſeine Kavalierdienſte überreich in
An=
ſpruch. Alle Minuten mußte er ein neues Streichholz
an=
zünden, die Aſcheſchale reichen oder dieſen und jenen zu
Boden gefallenen Gegenſtand aufnehmen. Zum Lohn
da=
für ſah man ihm dann tief und vielſagend in die Augen.
Da ſchlug er in ſeiner Verzweiflung einen kleinen
Spaziergang vor. Der Hotelgarten, Park genannt, endigte
an den ſogenannten Kuranlagen, die dann an den Wald
ſtießen. Aber auch jetzt wurde Schmettwitz die Geiſter
nicht los, die er gerufen hatte. Rechts und ſinks ſchritten
die Majorstöchter neben ſihm und umgirrin ihn mit
lieblichen Reden.
Chriſta ging voraus. Es war ihr ſehr recht ſo. Rüſtig
und behende ſchritt ſie den nach einem kleinen
Ausſichts=
tempelchen führenden Waldweg bergan. Bald hatte ſie
die ihr nur langſam Folgenden ein ganzes Stück
zurück=
gelaſſen.
Schmettwitz verfolgte ſie mit den Augen. Er war
einfach wütend. Nun rannte er hier neben den alten,
ver=
liebten Gänſen her und inzwiſchen lief ihm ſeine Chriſta
davon.
Er begann raſcher zu gehen, obgleich ihm das bei der
Hitze, dem ſteilen Weg, ſeiner Stärke und dem nicht gerade
mäßigen Weingenuß nicht allzu leicht wurde. Sein Atem
keuchte und er hörte ſchon gar nicht mehr darauf, was ſeine
Begleiterinnen ſagten. Nur etwas von Umkehr hörte er.
Umkehren? Auf keinen Fall!
O Gott, o Gott, mir iſt es plötzlich ſo ſchlecht
gewor=
den, klagte Ella. Ich habe nämlich noch nicht geraucht,
bekannte ſie kleinlaut.
Oh, ſagte Schmettwitz bedauernd, aber ohne auch nur
im geringſten ſeinen Geſchwindſchritt zu hemmen.
Meine Schweſter — ich glaube, wir müſſen jetzt
um=
kehren, flüſterte Gertrud, die ängſtlich Ella immer bleicher
werden ſah.
Sofort blieb Herr von Schmettwitz ſtehen und fand
zur großen Freude der Schweſtern, die ſich über ſeine
„Liebloſigkeit” vorhin gekränkt hatten, eine Fülle von
be=
dauernden Worten für das plötzliche Unbehagen des
gnä=
digen Fräuleins.
Das beſte iſt, mein gnädiges Fräulein, ſo ſehr ich
perſönlich auch Ihr Fernbleiben bedauere, Sie legen ſich
ein Stündchen ruhig hin. Es iſt entſchieden eine kleine
Rauchvergiftung! Ich bin untröſtlich, daß ich mit meinen
Zigaretten die Urſache dazu bin. Ruhe, vollſtändige Ruhe
iſt da das beſte. Hoffentlich habe ich das große Glück und
den Vorzug, Sie dann zur gemeinſamen Kaffeeſtunde
be=
grüßen zu dürfen. Ich würde Sie ſelbſtverſtändlich am
liebſten begleiten, meine Damen, — aber — es iſt Fräulein
Ella peinlich, wenn
Dankbar für ſein Zartgefühl nickte Ella nur. Sie
würgte und ſchluckte, um des immer ſtärker werdenden
Brechreizes Herr zu werden.
Alſo recht gute Beſſerung, mein liebes, gnädiges
Fräu=
lein! Herr von Schmettwitz neigte ſich und küßte, was
bisher noch nie geſchehen war, Ella die Hand. Dieſe
un=
erwartete, in ihren Augen aber ſehr ſchwerwiegende Tat
zauberte auf ihrem ſchmalen, blaſſen Geſichtchen
Purpur=
roſen der Freude hervor. Geſtützt von der Schweſter ſtieg
ſie trotz des körperlichen Unbehagens ſeeliſch ſehr gehoben,
talwärts.
Beſchwingten Fußes aber ſtürmte jetzt Jesko von
Schmettwitz, im Innern die Schwere ſeiner ruſſiſchen
Zigaretten ſegnend, bergan, dem harrenden Glück entgegen.
Chriſta war inzwiſchen, ohne zu verweilen, vorwärts
geſchritten. Sie hatte den breitrandigen Strohhut
abge=
mommen und trug ihn in der Hand. Die friſche, kühle
Waldluft ſtrich über das Geſicht und ſpielte mit ihrem
dunklen Haar. Ein tiefer Ernſt, ein rührender Hauch
un=
geſtillter Sehnſucht lag auf dem jungen Geſicht. Irrende
kleine Sonnenſtrahlen huſchten und zuckten ab und zu durch
das dichte Geäſt der Bäume. Sie woben goldene Lichter
um das Haupt des ernſten Mädchens.
Auf der Anhöhe ſtand das Ausſichtstempelchen, von
dem man einſt, als Sträucher und Bäume hier noch klein
und niedrig geweſen waren, eine weite ſchöne Ausſicht
gehabt hatte. Jetzt war alles dicht verwachſen. Nur ein
lauſchiger, grüner Waldwinkel voll träumeriſcher Ruhe
war es noch.
Chriſta ſetzte ſich auf die morſche Holzbank, lehnte den
Kopf zurück und ſchloß die Augen.
Die Bäume des Waldes rauſchten leiſe, ſonſt ſtörte
nichts die feierliche Ruhe und Stille, in der flüſternd die
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
Sinmen der Fuier eliengene Aenen dant eiter
Rer=
ſchenſtimme, keinen Schritt eines Fußes hörte man. Es
wird ihnen zu anſtrengend geweſen ſein, ſie ſind
wahr=
ſcheinlich umgekehrt, dachte ſie und atmete auf! Ach, das
Allein= und Unbeobachtetſein tat ſo wohl. Aber mitten in
dieſem Gefühl der Befriedigung beſchlich ſie mit einem
Male eine ſeltſame Unruhe, die ſie zwang, die Augen zu
öffnen und aufzublicken.
An einer altersgrauen Tanne, nur wenige Schritte
von ihr entfernt, lehnte Herr von Schmettwitz und ſtarrte
ſie mit einem ſonderbaren, ſie erſchreckenden Ausdruck an.
Ihr Herz begann unruhig zu ſchlagen.
Er war allein? Wo waren Ella und Gertrud? Auf
das tiefſte beunruhigt, erhob ſie ſich.
Wo ſind Werterns.
Zu Hauſe hoffentlich. Man raucht nicht ungeſtraft das
erſtemal. Fräulein Ella wurde unterwegs unwohl!
Und Sie haben ſie allein zurückgehen laſſen? Das war
nicht recht.
Man ſoll ſtets dahin gehen, wohin einen das Herz
zieht, Fräulein Chriſta. Langſam trat er Schritt für
Schritt näher.
Herr von Schmettwitz! Angſt, Empörung zitterte in
dieſem Ruf, und abwehrend ſtreckte ſie die Hände nach
ihm aus.
Aber Schmettwitz mißverſtand ihre Worte und dieſe
Bewegung. Er ergriff die feinen weißen Hände, und als
er ſie in den ſeinen fühlte, wuchs die ſo lange in ihm
zurückgedrängte Leidenſchaft zu hellen Flammen empor.
Feſter, immer feſter umſchloß er die zitternden Hände
Chriſtas, und immer näher drängte er ſich an die
Zurück=
weichende heran.
Zu Dir, zu Dir zogs mich, ſtieß er bebend hervor,
denn ich bin ſchier ſinnlos vor Liebe zu Dir, Du ſüßes,
Du berauſchendes Geſchöpf. Was kümmert mich das Ge=
den Deiner Auitr, zu waren dis des Srnerſchr ortei
iſt. Nicht einen Tag länger tue ich es. Die ganze Welt
ſoll es wiſſen, daß Du meine Braut biſt. Mein, mein biſt
Du, Chriſta. Deine Mutter und Dein Bruder haben es
mir ja ſelbſt geſagt, daß Du mich lieb haſt.
Er ließ ihre Hände los und breitete die Arme aus, um
die ſchlanke Mädchengeſtalt an ſich zu ziehen. Seine Lippen
brannten den ihren entgegen, ſich von ihnen das
Geſtänd=
nis ihrer Gegenliebe zu küſſen. Aber ſeine erhobenen
Arme ſanken langſam wieder, als er das bleiche
Mädchen=
geſicht anſah.
Wie verſteinert waren die ſonſt ſo lieblichen Züge, und
rätſelhaft, beinahe beängſtigend der Ausdruck der
über=
natürlich weit geöffneten dunklen Augen.
Meine Mutter — mein Bruder — ſagten Ihnen, daß
— ah, nun begreife ich — alles!
Chriſta ſchlug die Hände vor das Geſicht. Ein Zittern
und Beben rann durch ihre Glieder.
Nach dem, was ſie ſoeben gehört hatte, mußte dieſer
Mann, den ſie verabſcheute und den ſie am liebſten dafür,
daß er wagte, ihre Hand zu ergreifen und ihr Worte der
Liebe zu ſagen, gezüchtigt hätte, ja annehmen, daß er ein
Anrecht auf ſie beſitze. Man hatte ſie ihm ja, ohne ihr
Wiſſen, zugeſichert! Oh, man hatte es meiſterhaft
verſtan=
den, ſie einzuſpinnen, zu umgarnen und ſie zu täuſchen!
Chriſta!
Ein Ruf banger Liebe ſchlug an ihr Ohr. Da ging
ein Ruck durch ihre zuſammengeſunkene Geſtalt. Sie
rich=
tete ſich auf, ihre Glieder ſtrafften ſich wie in einem
plötz=
lichen Entſchluß. Langſam, als drängten ſich die Worte
ſchwer von ihren Lippen, ſagte ſie:
Man hat ein unwürdiges Spiel mit Ihnen getrieben,
Herr von Schmettwitz; ich ſchäme mich in tiefſter Seele
für die, die es taten.
Ein Soalt ich verſehe ngr. I0 —ig hehe dach
den Majortöchtern nur darum den Hof gemacht, weil Deine
Mutter es mir riet. Ich ſollte Dich eiferſüchtig machen!
Meine Mutter ſagte Ihnen, daß Sie mich eiferſüchtig
machen ſollten? Hahaha! Bitter und ſchneidend lachte
Chriſta auf. Und was ſagte Ihnen meine Mutter noch,
Herr von Schmettwitz? Was ſagte Sie Ihnen als
Ant=
wort auf den Brief, in dem Sie vor ein paar Monaten um
meine Hand anhielten?
Du weißt — Sie wiſſen — um dieſen Brief? Aber
Exzellenz von Leerſen und Karl Auguſt ließen mich doch
glauben, daß man Dir nichts von dieſem Briefe geſagt
habe. Karl Auguſt war ſelbſt bei mir. Er bat mich, mit
meiner Werbung bei Dir zu warten, bis das Trauerjahr
vorbei ſei.
Karl Auguſt! Ich hätte es mir ja denken können! Und
weiter, weiter, drängte Chriſta.
Aber ſchweigend, betreten, in tiefſter Beſtürzung ſtarrte
Schmettwitz vor ſich hin. Dämmernd ging auf einmal
etwas wie ein Verſtändnis in ihm auf, wie die Worte
Chriſtas gemeint ſein konnten. Man hat ein unwürdiges
Spiel mit Ihnen getrieben, hatte ſie geſagt. Hatte man
ihm etwas glauben gemacht, was nicht wahr war? Hatte
man ihn betrogen, genasführt? Um ihn begann ſich alles
im Kreiſe zu drehen und er fühlte, wie ihm ſiedend heiß
das Blut zu Kopfe ſtieg.
Man ſagte Ihnen auch, daß ich Sie liebe und Ihnen
dann mein Jawort geben würde? vollendete Chriſta
bei=
nahe atemlos.
Schmettwitz nickte ſchweigend.
Auch Chriſta ſchwieg. Sie rang nach Faſſung und
wußte nicht, wie ſie das, was ſie ſagen wollte und mußte,
in Worte kleiden ſollte.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 223.
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Unterm Heutigen habe ich die Vertretung für den
Alleinverkauf meiner Biere in Frankfurta. M. und
Umgebung sowie für das Grossherzogtum Hessen
und Provinz Hessen-Nassau überhaupt
Herrn Theodor Remmelmann
in Firma
Bier-Kellerei Th. Remmelmann
Frankturt a. M., Mainzerlandstr. 116
übergeben.
München, 13. September 1912.
G. Pschorr,
Pschorrbräu, München.
Ich gebe hiermit unter Bezugnahme auf Vorstehendes
bekannt, dass ich unterm Heutigen die Vertretung für
den Alleinverkauf der Biere aus der Brauerei
G. Pschorr, Pschorrbräu, München
Kaiserl. Königl. Hoflieferant
für Frankfurt a. M. und Umgebung, sowie für den
Bezirk Hessen-Nassau und Grossherzogtum
Hessen übernommen habe und halte mich zum
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Frankfurt a. M., 13. September 1912.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nummer 223.
Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Jingſt las ich widdermol, dick un braad
Die reichſte Stadt vum heſſiſche Staat,
Deß weer unſer Darmſtadt, ohne Späß,
Nu freegt e Mancher, wie kimmt dann deß.
Ei no, ganz eifach, hier wohnt ſichs bequem
Un billig un ſchee un a’genehm,
In dere Beziehung faſt ohne gleiche
Kann Darmſtadt niemand es Waſſer reiche.
Ja unſer Städtche is weit im Land
Aach als die „ſauwerſte‟ Stadt bekannt,
Un deß is waaß Gott net zuviel geſagt
Wann mer die Sach bei Licht bedracht.
Un erſt die „Ruhe” is kolloſal:
Kaa Lewe, kaan Zoores un kaan Schkandal,
’s gibt Jeder hibſch acht, mit frommem Gemiet,
Daß er kaam annern uffs Hiehneraag driet.
Un unſer prakdiſche Bahnverbindung,
Deß is doch werkliche ſchee Erfindung:
Wanns aam in Darmſtadt mol net gefellt,
Rutſcht er nooch Frankfort for wenig Geld.
Drum ſuche aach viele hier ihrn Friede
Nach ihrer Sinden Maienbliete,
Hier beißt ſe kaa Maus, hier ſticht ſe kaa Floh,
Hier lewe ſe ſittſam, vergniegt un froh.
Doch aans geſteh ich Eich offe ei‟:
Es brauch uff uns Niemand neidig zu ſei
Dann all die Leit dhun uns wenig nutze,
Weil ſe meiſtens ihr Geld wo annerſt verbutze.
Un deshalb, ihr Heiner, macht Eich net braad
Als „Berjer” der reichſten Stadt im Staat,
Bezehmt Eiern Ehrgeiz un dhut Eich gedulde,
Dann: — Wo viel Geld is, do ſin aach viel Schulde!—
So, deß Gedicht mecht ich jetzt mol dene ins
Stamm=
buch ſchreiwe, die wo des ganze Johr iwwer ihrn hoche
Steierzettel reſſeniern, un die wo des ganze Johr nix
annerſter zu dhun hawwe, als wie neie Brojäckte
auszu=
briehe un die Leit dorchenanner zu mache; un die wo
un=
ſere Stadtverordnete uff em Belz lieje mit neie Iddeje,
indem die doch ſo ſchun net mehr wiſſe wo en de Kobb
ſteht, for lauter Sorje un Mieh un Arweit die wo ſe ewe
dorch uns, un mit uns hawwe. Ei ich habs ſchun
manch=
mol meim Bech gedankt, daß ich domols net enuff gewehlt
bin worrn uffs Rothaus, dann ich kann ſicher ſei, jetzt hett
ich de ganze Dag e Dutzend vun meine Wehler an der
Rock=
flitſch henke, die wo mer de Kobb voll brewele dhete, un
die aane dhete mer ins linke Ohr kreiſche: Wannſte net for
unſer Intreſſe eidrete dhuſt un ſorgſt defor, daß des
Waſſergeld kinftig vun de Mieter bezahlt werd, dann
hott’s geraacht in de Ebbelkammer! — Un die annern
dhete mer ins rechte Ohr kreiſche: Wannſte net for unſer
Intreſſe eitrete dhuſt un ſorgſt defor, daß des Waſſergeld
vun Hausbeſitzer weiter bezahlt werd, dann hott’s e Loch
mit deine Herrlichkeit als Stadtrat! — Un die annern
dhete mich hinne im Gnick krieje un dhete ſage: In
unſerm Intreſſe ligts, wann recht viel gebaut werd, un
deshalb ſtimmſte for die Gaddeſtadt „Ziejelbuſch”, dann
do werrn mer unſer Aecker los, die wo mer eigentlich an
die Eiſeboh’ verkitſche wollte! — Un noch annern dhete
mer die Piſtohl uff’s Aage dricke un dhete mer vorhalte:
In unſerm Intreſſe ligts, wann möglichſt wenig
ge=
baut werd, un vor alle Dinge kaa Gaddevorſtädt, dann
dodorch verliern unſer Haiſer in de Stadt ihrn Wert! —
Un ſo dhets weiter geh un jeder vun meine Wehler wollt
ſei Intreſſe in Vordergrund geſtellt hawwe. Daß ich do
ſelbſtverſtendlich vor lauter Brifadintreſſe die Intreſſe vun
unſerer Vadderſtadt aus em Aag verliern dhet, deß könnt
mer verninftiger Weis niemand veriwwele.
Ich will jo dorchaus net behaubte, daß deß eme
werk=
liche Stadtrat aach ſo ehnlich baſſiern kann, ſundern ich
ſchwäzz ewe blos vun mir. Nemlich ich bin vun Geburt
aus e bische gutmiedig veralagt un kann niemand was
abſchlage, mich könnte uff de verſchiedene
Bezirksverſam=
melungen die Herrn alſo nur genieße; uff em Rothaus
freilich kennt mer’s baſſiern, daß ich im Intreſſe meiner
Freunde mit aller mir zu Gebot ſtehende
Iwwerzeigungs=
kunſte Agelegenheit vertrete dhet un bei de Abſtimmung
mißt ich im Intereſſe meiner eigene Iwwerzeigung
degege ſtimme. Ja, daß deß mei Geſundheitszuſtand
uff die Dauer net aushalte dhet, deß is doch ſo klar wie
Kleesbrieh.
Ob deß jo bei eme werkliche Stadtrat aach ſo is, deß
entzieht ſich meiner Kenntnis, jedenfalls waaß ich heit,
daß ſo e Stadtratämtche doch ſei Nauwe hott, un daß es
viel eifacher is, wann mer blos als gewehnlicher Berjer
bei alle megliche un unmegliche Gelegenheite ſeim gedrickte
Herz Luft macht. Un wann deß nix nitzt, dann dhut mer
ſich an die Oeffentlichkeit verflichtige un dunkt die Fedder
ins Dindefaß un ſchreibt e Eigeſandt in die Zeitung, daß
des ganze Rothaus wackelt un de Seismograf in
Jugend=
heim e Fernbewe azeige dhut. Deß haaßt, die Zeitunge
hawwe jo aach ihr lieb Not mit dene Eigeſandte, indem
daß ewe aach manchmal noch annere Sache baſſiern, die
wo ſe abdrucke miſſe, wie zum Beiſpiel die Lumberei mit
dem Pannemeramakanal, iwwer den ſich die Englenner
ſo uffrege dhun, weil ſe kaa Flotteſtatzion eneimache derfe,
un dann hawwe die Zeitunge aach driwwer zu berichte,
ob de „Parſeval” jetzt iwwerall erumflieje derf odder ob
er blos in Beireid zu ſehe is, dann deß is ewe e Frog,
die brenzlicher is wie die Fleiſchnot.
Mer kann’s de Zeitunge deſſentwege net iwwel nemme,
wann ſe als emol e paar Dutzend Eigeſandt per Dag net
zur Werkung kumme laſſe könne. Wer alſo abſelud
explo=
diern will, der kann nix Geſcheidteres dhu, als wie er
arrangſchiert e Prodeſtverſammlung. Dort kann er ſich
Franze an’s Maul babbele un kann ſich e Dutzendmol zum
Wort melde. Iwwer e Frag odder en Atrag, der wo zur
Dißkorzion ſteht, kann mer e paar Stund lang hie un her
redde, un kann vum hunnerſte ins tauſendſte kumme und
kann Sache uffs Dabehd bringe, die wo (wie neilich uff
em Rothaus bei de Fleiſchnotinterpällatzion) gornet
her=
geheern. E’ jeder Redner, der wo ſich zum Wort melde
dhut, ſchließt ſich voll un ganz un mit Iwwerzeigung ſeim
geehrte Herr Vorredner a’ un behaubt des Gegedaal vun
dem, was der geſchätzte Herr Vorredner vorgebracht hott,
der iwwerhaubt kaan Dunſt hett vun ere Ahnung, ſunſt
dhet er ſich net uffs Bodium enuff ſtelle un dhet Sache
be=
haubte, do wo er net verſteh dhet, un deshalb weer er im
Brinzieb gege deß, wos der geehrte Herr Vorredner
vor=
gebracht hett un deshalb dhet er alle Awäſende bidde, ſich
der Stimm zu enthalte un im Intereſſe der guten Sache
den Atrag vun dem geſchätzte Herr Vorredner zu
unner=
ſtütze uſw. uſw. uſw. . . .
Un wann noch eme Dutzend deartiger Redde kaaner
mehr waaß, wos er eigentlich will, dann werd e
Reffe=
lutzion uffgeſetzt, es werd abgeſtimmt un in de allgemeine
Uffregung aa Schöbbche nooch em annern uff des erregde
Gemiet geſchitt, bis mer zuletzt „voll un ganz” der
Iwwer=
zeigung is, daß mer’s ſen widdermol geſagt hott, dene
Herrn „do owwe” un daß mer ſich noch lang net alles
zu gefalle zu geloſſe braicht, un dann geht mer ausenanner
in dem Bewußtſein, widder emol e paar aregende
ver=
gniegte Stunde verlebt zu hawwe.
Freilich, wann mer am annern Dag den Bericht in
de Zeidung lieſt, do geht’s aam aach widder wie manchem
Stadtverordnete un mer konſtadiert mit Schrecke, daß mer
eigentlich des Gegedaal vun dem gemaant hott, wos mer
geſagt hott, un daß mer ſich grad iwwer deß, wos in de
Reffelutzion gewinſcht un verlangt werd, ſo forchtbar
uff=
geregt hott.
No, wann aam als Stadtrat ſo ebbes baſſiert, ſo is
deß nadierlich net ſchlimm, dann mer kann jo den Beſchluß
dorch e anner Beſchlißche widder uffhewe, awwer ſo e
Reffolutzion, die verſteht kaan Spaß, wos do beſchloſſe is,
deß is beſchloſſe un do beißt kaa Maus kaan Fadem ab,
un mer kann ſich nor domit dreeſte, daß die ganze
Reffo=
lutzione abſelud net de geringſte Wert hawwe.
Ja, un wann ich jetzt mei Geſchribbſel iwwerles, ſeh
ich, daß mer’s ganz genau aach ſo gange is wie dene Herrn
Prodeſtverſammlungsredner, dann ich hatt eigentlich die
Abſicht, iwwer die hundsmiſſerawel ſchläächte Zeit, un
ganz beſunners iwwer die Fleiſchnot emol kräftig vum
Ledder zu ziehe un bin im Eifer uffe anner Thema
ge=
ritſcht. No, der Schade leßt ſich rebariern. Alſo bis zum
R. Sch.
nechſtemol.
Literariſches.
Führer durch die deutſche
Reichsver=
ſicherung. Ein unſere ſoziale Geſetzgebung
betreffen=
des Buch iſt ſoeben im Verlage der Krabbenſchen
Buch=
druckerei in Koblenz erſchienen. Es iſt über 400 Seiten
ſtark und dürfte ſowohl für Arbeitgeber wie für
Ver=
ſicherte, und ganz beſonders für die Inhaber von Fabrik=,
kaufmänniſchen und Handwerksbetrieben von größter
Bedeutung ſein, weil es faſt über jede Frage, die auf dem
Gebiete unſeres reichsgeſetzlichen Verſicherungsweſens zu
Zweifeln Anlaß geben könnte, Aufſchluß gibt. An Hand
dieſes Buches kann jeder mit Leichtigkeit feſtſtellen, welche
Rechte und Pflichten das Geſetz den Arbeitgebern und den
Verſicherten auferlegt, und welche Rechtsmittel ihnen zur
Seite ſtehen. Auch für die mit der Bearbeitung der
Ver=
ſicherungsangelegenheiten betrauten Behörden und
Beam=
ten dürfte dies Buch ein unentbehrliches Hilfsmittel ſein.
Unter Würdigung all dieſer Eigenſchaften, die das Buch
beſitzt, können wir es nicht nur als einen „Führer”
ſon=
dern als einen durchaus praktiſchen „Führer durch die
deutſche Reichsverſicherung” empfehlen. Es iſt durch den
Buchhandel oder direkt vom Verlag zum Preiſe von 3,50
Mark zu beziehen.
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in den teurenZeiten ist sicherlich eln Glühkörper, derwie
Dr. W. Schmids Reichs-Blühftrumpf
Billigkeit mit Leuchtkraft und Haltbarkeit vereint.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 228.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 294
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Algemälde, Aqusrelle, Zeichnungen, Radierungen, Lithegraphien
350 Werke des Meisters sind verkäuflich.
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Fr. Mehmel, A. Diedrich, Fr. Brückmann, A. Weyns.
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im grossen Saale des Hotels „Zur Traube‟.
I. Montag, 28. Oktober, Mitwirk.: Chr. G. Eckel (Klavier),
Frank-
furt. — Progr.: Streichquartette v. Gliere: op. 2, A-dur u. Beethoven:
op. 18, 6, B-dur, Klaviertrio op. 99, B-dur v. Schubert.
II. Montag, 18. November: 50. Abend seit Bestehen des
Darmstälter Streichquartetts. Mitwirk.: Théod. Dubois (
Kla-
vier), Mitglied d. „académie des beaux arts‟, Paris, Frau Bureau-
Berthelot (Gesang), Paris, Hofvianist W. Rehberg, Frankfurt und
Hofmusiker Gg. Kress (Oboe). Progr.: Kompositionen v. Ih. Dubois:
Streichquartett, kanonische Stücke für Oboe, Vel. und Klavier,
Quin-
tett f. Klavier, Oboe, Viol., Bratsche und Vel. und Lieder.
III. Montag, 13. Januar. Mitwirk.: Kammermusiker P. Uhlmann
(Violine). Progr.: Scheinpflug, Streichquartett, op. 16 C-moll, Haas,
Divertimento für Streichquartett op. 32, C-dur, und Mozart,
Streich-
gnintett, K. V. 516, G-moll.
IV. Montag, 3. März: Mitwirk.: Prof. Paul Juon (Klavier), Berlin.
Progr.: Juon, Streichquartett und Klavierquartett op. 50; Haydn, Streich-
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Zur Harmonie (Weinbergſtraße 10)
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Sonntag, den 22. und Montag, den 23. September
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Moliére.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Perſonen der Komödie:
George Dandin,
ein reicher Land=
Rich. Jürgas
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Angélique, Tocht.
des Monſteur de
Sotenville, ſeine
.. . Ilſe Berka
Frau.
Monſteur de
So=
tenville, e.
Land=
edelmann .
. Adolf Jordan
Madame de So=
. Minna
Müller=
tenville .
Rudolph
Clitander
. Frz. Schneider
Claudine, Zofe d.
Angélique . . . Käthe Gothe
Lubin, e. Bauer Paul Peterſen
Colin, Burſche
Ge=
orge Dandins . Auguſt Kräger
Perſonen
der Zwiſchenſpiele:
(Muſik, mit Benützung einiger
Melodien zeitgenöſſ. Komponiſten,
von Einar Nilſon.)
Tirſis, 1. zwei K. Bernhardt
Philen, Schäfer Otto Thomſen
Chloris, 1 zwei Hede Schaub
Climene, (Schäfer. Kath. Jüttner
Chor der Fiſcher, Schäfer und
Schäferinnen.
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v. Helene Thiele=Leonhardt, wird
ausgeführt von den Damen des
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Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
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Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr.
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D 3. „Die Meiſterſinger
von Nürnberg.‟
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Montag, 23. Sept. 12. Ab.=Vſt.
A 3. Zum erſten Male
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holt: Der Gardeoffizier=
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 24. Sept. 13. Ab.=Vſt.
B 4. Zum erſten Male wiederholt:
„Wennich König wäre!”. Gew.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 22. September 1912.
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Perſonen:
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KunzVogeigeſang,
Kürſchner . . . Karl Jahn
Konrad.
Nachti=
gall, Spengler . Adolf Klotz
Sirtus
Beck=
meſſer, Schreiber L. Schützendorf
Fritz Kothner,
Bäcker
. . . Otto Semper
Balthaſar Zorn,
Zinngießer . . Fritz Lang
Ulrich Eißlinger,
Würzkrämer . . A. Fleiſchmann
Auguſtin Moſer,
Schneider . . . Br. Waigandt
Hermann Ortel,
Seifenſieder . . Franz Geibel
Hans Schwarz,
Strumpfwirker . Auguſt Kräger
Hans Foltz,
Kupferſchmied . Edm. Göllnitz
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Stol=
zing, jung. Ritter Georg Becker
David, Sachſens
Lehrbube . . . Karl Bernhardt
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G. Geyersbach
Magdalene, Eva’s
Amme
Anna Jakobs
Ein Nachtwächter Willy André
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
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inſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Nach d. 1. u. 2. Aufz. je läng. Pauſe.
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I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
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Anf. 6 Uhr. Ende gegen 11 Uhr.
Kartenvk. v. 10½ —1½ u. v. 5 Uhr an.
Anfang des 2. Aufzuges 7¾ Uhr.
Anfang des 3. Aufzuges 9 Uhr.
Verkauf für die Vorſtellungen=
Montag, 23. Sept. 12. Ab.=Vorſt.
A 3. Zum erſten Male
wieder=
holt: Der Gardeoffizier”.
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 24. Sept. 13. Ab.=Vorſt.
B 4. Zum erſten Male wiederholt:
„Wenn ich König wäre!” Gew.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 25, Sept. 14. Ab.=Vſt.
A 4. „Iphigenia in Aulis”.
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 26. Sept. 15. Ab.=
Vſt. D 4. Zum erſten Male
wieder=
holt: „George Dandin”. Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Nummer 223.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Seite 31.
[ ← ][ ][ → ]Zeite 32.
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Nummer 223.
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. September 1912.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. September: dem Großh.
Hofkanz=
liſt Ludwig Schlitt, Liebfrauenſtr. 33, ein S. Karl
Lud=
wig. Am 18: dem Kaufmann Albert Max Robert Otto
Theuerjahr, Heidelbergerſtr. 6, ein S. Albert Karl
Chriſtoph Georg. Am 12.: dem Sergeant und
Hilfs=
hoboiſt im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115, Kord Karl
Chriſtian Wüpper, Pankratiusſtr. 44, ein S. Kord Karl
Heinrich. Am 16.: dem Eiſendreher Karl Stork,
Lieb=
frauenſtr. 92, eine T. Margarete. Am 17.: dem Steinmetz
Philipp Vock, Ballonplatz 9, eine T. Eliſe. Am 14.: dem
Taglöhner Valentin Kraft, Große=Kaplaneigaſſe 40, ein
S Valentin Georg. Am 15.: dem Muſiker Heinrich
Kap=
pes, Schwanenſtr. 65, eine T. Eliſe. Am 18.: dem
Inſpek=
tor des Städtiſchen Hallenſchwimmbades Karl Alexander
Klein, Mühlſtr. 33, ein S. Wilh. Alexander Sigismund.
Aufgebotene. Am 17. September: Lagerarbeiter
Wil=
helm Frank zu Frankfurt a. M., und Eva Katharina
Jo=
hanna Stürzelmeier, Sandbergſtr. 18. Lehrer Georg
Becker zu Freienſteinau, und Marie Eliſabetha Karolina
Decher zu Lehrbach. Bücherreviſor und Handelslehrer
Ferdinand Eugen Brüllmann zu München, und Thereſe
Ebner zu München. Schloſſer Eduard Seipp, und
Johanna Roſa Seiler, beide zu Zürich. Eiſendreher
Johannes Seeger Arheilgerſtr. 48, und Anna Doſtal,
Luiſenſtr. 42. Handarbeiter Johann Friedr.
Leut=
häuſſer, und Maria Eliſabetha Sudheimer, beide zu
Biebesheim. Fabrikarbeiter Konrad Kempf,
Luiſen=
ſtraße 32, und Margareta Glock, Große=Bachgaſſe 9.
Sanitätsvizefeldwebel Egidius Hoffmann zu
Wies=
baden, und Helene Gradinger zu Pfeddersheim.
Schmied, Wilhelm Hufnagel zu Heidelberg, und
Ger=
trude Köbel zu Ober=Wollſtadt. Schneidergehilfe
Wil=
helm Bergoint, hier und Schneiderin Eliſabethe Gaß
zu Ober=Ramſtadt. Am 18.: Architelt Paul Adam Hubert
Thurn zu Köln=Kalk, und Anna Margareta Bethke,
Grafenſtr. 21. Schneider Jakob Sior, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 31, und Dienſtbote Katharina Borger,
Hein=
richſtr. 141. Am 19.: Hausburſche Karl Fick zu
Heidel=
berg, und Luiſe Apfel zu Heidelberg. Schneider Georg
Adam Meyer und Eliſabetha Dorothea Wörtge beide
zu Ueberau. Landwirt Karl Hermann Hoffmann und
Marie Helene Liebing, beide zu Bleicherode. Pfarrer
Johannes Hermann Friedrich Haſenkamp zu
Swakop=
mund und Martha Maria Agnes Laue zu Düren.
Krankenpfleger Ernſt Georg Knecht, Kiesſtr. 77, und
Margareta Wilhelmine Hörr, Roßdörferſtr. 27.
Schrei=
ner Georg Reinhardt, Rhönring 9, und Eva Hafner,
Rhönring 109.
Geſtorbene. Am 16. Sept.: Dragoner Karl
Schnee=
berger 23 J., ev., Marienplatz 1. Chriſtine Schwarz,
geb. Schmidt, Ehefrau des Beizmeiſters, 31 J., ev., Fürth
in Bayern. Am 17.: Thekla Marx, ohne Beruf, 25 J.,
isr., Karlſtr. 53. Am 18.: Hofgartengehilfe Jakob
Fer=
dinand Gebhardt, 43 J., ev., Arheilgerſtr. 77.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
16. Sonntag nach Trinitatis, den 22. September 1912
Hofkirche: Samstag, den 21. September, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 22. Sept., vorm. um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Feier des heil. Abendmahls.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Kollekte für die evang. Bewegung in Oeſterreich. —
Vor=
mittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Kollekte für die evang. Bewegung in
Oeſterreich. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger. — Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrer
Weißgerber von Meſſel. Kollekte für die evang.
Be=
wegung in Oeſterreich.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
22. Sept., vormittags um 11¼ Uhr: Chriſtenlehre für
den Kaplaneibezirk (Schluß). Pfarrer Beringer. —
Nachm. um 2 Uhr: Taubſtummengottesdienſt.
Pfarrer D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vormittags
um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtraße 24
(Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Kollekte für den Kirchbau in Frei=Weinheim. — Vorm.
um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk.
Pfarraſſiſtent Müller. — Nachm. um 4 Uhr:
Bibel=
ſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Weſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. —
Vor=
mittags 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Panluskirche: Kollekte für die Evangeliſchen in
Oeſter=
reich. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Rückert. Feier des hl. Abendmahls. — Vormittags um
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Die Anmeldung der Konfirmanden findet
Montag, den 23. September, im Gemeindeſaal ſtatt,
für die Mädchen um 4½ Uhr, für die Knaben um 5 Uhr.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 22. Sept.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. — Montag, den 23. Sept., abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den 24. Sept.,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und
Blau=
kreuzſtunde. — Mittwoch, den 25. Sept., nachm. von 2
bis 3 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben. — Von 3 bis
4 Uhr: Hoffnungsbund für Mädchen. — Abends um
8½ Uhr: Uebung des gemiſchten Chors. —
Donners=
tag, den 26. Sept., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
— Freitag, den 27. Sept., abends um 8½ Uhr:
Sonn=
tagsſchul=Vorbereitung. — Samstag, den 28. Sept.,
abends um 9 Uhr: Verſammlung für Beamte der Poſt,
Eiſenbahn, Polizei, Gendarmerie u. dgl. — Zweig der
Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hinterbau):
Sonn=
tag, den 22. Sept., vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Jugendbund für
Jünglinge, nachmittags um 4½ Uhr: Jugendbund für
Jungfrauen. — Freitag, den 27. September, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Waptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 22. Sept., vorm. um 9½ Uhr
und nachm. 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner. —
Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends um
6 Uhr: Jugendverein (Unterhaltungsabend). — Montag,
den 23. Sept., abends um 8½ Uhr: Geſangverein. —
Mitt=
woch, den 25. Sept., abends um 8½ Uhr:
Gebetsver=
ſammlung. — Freitag, den 27. Sept., abends um 8½ Uhr:
Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunnsſtraße 53): Sonntag,
den 22. Sept., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Abends um 8 Uhr: Predigt.
Prediger Lutz aus Frankfurt a. M. — Freitag, den
27. Sept., abends um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde.
Katholiſche Gemeinden
17. Sonntag nach Pfingſten, den 22. September 1912
St. Ludwigskirche: Samstag, den 21. Sept.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt —
Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. — Nachm. um 3 Uhr:
Katechetiſche Predigt und Herz=Jeſu=Andacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Roſenkranz=
andacht. — Jungfrauen=Kongregation:
Aus=
flug nach Eberſtadt-Pfungſtadt. Abfahrt mit der
Dampfſtraßenbahn um 2 Uhr nachmittags.
Kapelle der Engliſchen Jränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 21. Sept.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachmittags um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt und
Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
21. Sept., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½ 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Andacht. zu
Ehren der allerheiligſten Dreifaltigkeit. — Bibliothek
(Herdweg 28): Dienstag, nachmittags von 6—7 Uhr.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 21. Sept.,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Beicht=
gelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichtgelegenheit.
— Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. —
Um ½¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um
½ 2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. —
Werk=
tags, vormittags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
— Nachm. um ½4 Uhr: Predigt und Andacht für die
Jungfrauen=Kongregation Darmſtadt.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. Sept.: Dem Poſtboten
Ludwig Schäfer T. Eliſabeth, geb. 1. Sept. Dem Poſtillon
Jakob Breitwieſer S. Philipp Auguſt, geb. 27. Auguſt.
Dem Schloſſer Robert Adam Joſeph Fornoff T. Anna
Margarete, geb. 25. Aug. Dem Kaufmann Wilhelm
Hofmann T. Martha, geb. 13. Juli. 19. Sept.: Dem
Spengler und Inſtallateur Friedrich Schmunk T. Kath.
Margarete, geb. 18. Juli. Dem Schloſſer Anton Martin
Weitzel T. Anna, geb. 22. Mai. 15. Sept.: Dem
Schloſſer=
meiſter Karl Melchior Jung S. Ludwig Emil, geb.
31. Aug.
Johannesgemeinde: 15. Sept.: Dem
Schnei=
der Philipp Meyer S. Hans, geb. 21. Juli. Dem
Mechaniker Adolf Völger T. Hildegard Chriſtine Ella,
geb. 26. Juli. 19. Sept.: Dem Gaswerkheizer Gottlieb
Porzel S. Jakob Gottlieb, geb. 28. Mai.
Martinsgemeinde: 14. Sept.: Dem Schloſſer
Karl Zörgiebel T. Mathilde, geb. 2. Aug. 15. Sept.:
Dem Inſtallateur Friedrich Wilhelm Hundsdorf T. Anna
Marie, geb. 12. Juli. Dem Kranenführer Georg Heinrich
Bretſch S. Karl, geb. 5. Aug. Dem Schloſſer Adam
Klinger T. Anna, geb. 16. Aug. Dem Fabrikarbeiter
Georg Bonin T. Anna, geb. 19. Aug. Dem
Fabrik=
arbeiter Adam Georg Peter Ewald T. Paula, geb.
24. Aug. Dem Badewärter Joh. Großhaus T. Marie
Bertha, geb. 26. Aug. 17. Sept.: Dem Eiſendreher Ludw.
Friedrich Haßelmann S. Georg Ludwig Friedrich, geb.
27. Aug. 15. Sept.: Dem Lehrer Wilhelm Seitz T.
Anne=
lieſe, geb. 9. Aug. Dem Buchbinder Ludwig Schildknecht
T. Wilhelmine Sophie, geb. 8. Aug. Dem Diener Hrch.
Ferdinand Steen S. Ferdinand Friedrich Wilhelm, geb.
4. Aug. 16. Sept.: Dem Schloſſer Georg Götz S. Walter,
geb. 31. Juli.
Petrusgemeinde: 14. Sept.: Dem Rechtsanwalt
Dr. Alexander Heinrich Franz Bopp S. Alexander Theodor
Maria Victor Georg Eugen, geb. 26. Mai. 15. Sept.:
Dem Telegraphenaſſiſtenten Friedrich Frieß S. Friedrich
Willi Walter, geb. 21. Aug. Dem prakt. Arzt Dr. Karl
Johann Jacob Robert Hammer T. Lieſelotte Elſa Luiſe
Anna Chriſtiane, geb. 15. Aug. 17. Sept.: Dem Arbeiter
Friedrich Zulauf S. Georg, geb. 7. Juli.
Paulusgemeinde: 17. Sept.: Dem Pfarraſſiſtenten
Otto Herpel T. Katharina Berta Martha Johanna Ruth.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Sept.: Konſulatsſekretär
Karl Wilhelm Ludwig Heinecke zu Mailand und Eliſabeth
Mathilde Praefried in Dornheim. Regierungsbaumeiſter
und Vorſtand des Eiſenbahn=Maſchinenamtes Trier II
Ernſt Albert Braun und Elfriede Hermine Karoline Koch.
Dekorateur Fritz Duenſing zu Darmſtadt und Auguſte
Galonske zu Meſſel.
Johannesgemeinde: 14. Septbr.: Schreiner
Johann Krämer und Eliſabeth Hering von hier.
Hilfs=
rangierführer Wilhelm Holzſchuh und Luiſe Meckes
von hier.
Martinsgemeinde: 14. Sept.: Kaufmann Georg
Saalfrank zu Aſchersleben und Anna Katharina Brunner.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Sept.: Marie Kraft, Tochter
des Ingenieurs, 4 M., ſtarb 12. Sept. 14. Sept.: Privatin
Wilhelmine Beyerle, 55 J., ſtarb 11. Sept. 17. Sept.:
Oberpoſtſekretär Wilh. Ackermann, 48 J., ſtarb 15. Sept.
13. Sept.: Liſette Schneider, geb. Lorenz, Ehefrau des
Bäckers, 56 J., ſtarb 10. Sept. 16. Sept.: Margarete
Merkel, 23 J. 7 M., ſtarb 13. Sept. 18. Sept.: Chriſtine
Keil, 5 J., ſtarb 15. Sept. 17. Sept.: Eliſabethe
Hart=
mann, geb. Adelberger, Ehefrau des Taglöhners, 31 J.,
ſtarb 15. Sept.
Johannesgemeinde: 16. September: Eliſe
Dingeldey, T. des verſt. Pfarrers, 80 J., ſtarb 14. Sept.
17. Sept.: Schmiedemeiſter Georg Fleck, 61 J., ſtarb
15. September.
Martinsgemeinde: 15. Sept.: Meta Schlapp,
Witwe des Bankbürochefs, 77 J., ſtarb 13. Sept. 17. Sept.:
Schloſſer Adam Haas, ſtarb 13. Sept. zu Gernsheim.
Petrusgemeinde: 13. Sept.: Wagner Adam
Heinrich Schneider, 29 J., ſtarb 10. Sept. 17. Sept.:
Kupferdrucker Georg Philipp Wolf, 66 J., ſtarb 14. Sept.
18. Sept.: Chriſtine Schwarz, geb. Schmidt, Ehefrau des
Beizmeiſters zu Nürnberg, 31 J., ſtarb 16. Sept.
Paulusgemeinde: 9. Sept.: Leopold Hendrich
aus Gießen, 12 J., ſtarb 7. Sept. 13. Sept.:
Privat=
diener Johannes Hühnergarth, 62 J., ſtarb 11. Sept.
17. Sept.: Margarete Geyer, Witwe des Invaliden, 80 J.,
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ſchaftskleider, Capes, Jacketts,
Ueber-
zieher, einzelne Röcke, gr. Poſten
ſchwarzer Bluſen, Mädchenkl. für
13—14jähr., Herren=Anzüge,
Sport=
anzüge, weiße Hemden u. Hoſen,
Bettücher, Koltern, Schaftſtiefel
Nr. 40. Sacco für 16 jähr. u. a. m.
Kein Laden, Ballonpl. 10. (*6758so
Ein faſt
Eneuer Kinderwagen
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Neue Niederſtr. 21, 1. St., links.
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anss zur Herbst- und Wintersaison nss
werden nach den neuesten Pariser Modellen u. Farben elegant
ss umfassoniert sowie auch
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aus allen Stoffarten wie Sammet, Plüsch, Velvet, Atlas usw.
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Hutwäscherei und Fassonieranstalt
Gebr. Weicker, Liebfrauenstr. 90.
Moderne Hutformen, Linonhüte und Köpfe sind stets vorrätig.
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K. Stier, Orang.=Allee 17. (B19763
Torpede-Halbrenner
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Hölgesſtraße 1, Laden.