Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Geheimer Oberfinanzrat Dr. Fuchs in
Darmſtadt wurde zum erſten Bürgermeiſter
von Jena gewählt.
Der Kaiſer hat ſich geſtern auf der „Hohenzollern”
zu den Flottenmanövern nach der Helgoländer
Bucht begeben.
Bei der Reichstags=Erſatzwahl im 6. elſaß=
loth=
ringiſchen Wahlkreis für den verſtorbenen Abgeordneten
Will (Elſ. Zentr.) wurde der Zentrumskandidat
Haegy gewählt.
Das ungariſche Abgeordnetenhaus wurde
geſtern mit einer Skandalſzene wieder eröffnet.
Der engliſche Dampfer „Barnes More” fuhr
in den Dardanellen auf einen Torpedo auf, der
losging. Man hofft, den Dampfer retten zu können.
Auf der Inſel Samos fanden neue antitürkiſche
Kundgebungen ſtatt.
Zur Kataſtrophe des Torpedoboots „6 171
*⁎* Das Torpedobootsunglück bei Helgoland ruft im
ganzen Reiche die herzlichſte Teilnahme hervor, es zeigt
von neuem, daß dieſe Schiffsklaſſe nicht nur für den
Feind eine furchtbare Waffe birgt, ſondern auch von
ſteter Gefahr für die eigene Mannſchaft iſt.
Bekanntlich hat ſich der jetzige Staatsſekretär des
Reichsmarineamts um die Entwicklung der Torpedowaffe
große Verdienſte erworben. Man hatte immer geglaubt,
daß das Torpedoboot nur in der Nähe der Küſte oder
doch wenigſtens in ruhigen Gewäſſern verwendet werden
müßte und im Intereſſe ſeiner Beweglichkeit und
Unſicht=
barkeit ſo klein wie möglich zu bauen ſei, wodurch ſeine
Seetüchtigkeit freilich ſtark beſchränkt würde. Herr von
Tirpitz aber vertrat die Anſicht, der er auch Geltung zu
verſchaffen wußte, daß die Torpedoboote im Kriege nur
dann ihren Zweck erfüllen könnten, wenn ſie fähig wären,
hauf hoher See ſelbſtändig’ zu operieren und die Offenſive
zu ergreifen. Infolgedeſſen wurde bei uns der Haupt=
(wert darauf gelegt, daß die Torpedoboote unter allen
(Umſtänden und Verhältniſſen ſeefeſt ſein und dabei den
höchſten Anforderungen in bezug auf Geſchwindigkeit
ge=
nügen mußten. Weniger Wert maß man der Armierung
bei, die Hauptſache war der zur Vernichtung der
feind=
lichen Schiffe beſtimmte Torpedo.
Bei aller Sorgfalt, die auf die Seetüchtigkeit der
Torpedoboote verwendet wird, hat es ſich doch nicht
ver=
meiden laſſen, daß gerade dieſe Schiffsklaſſe die meiſten
Unfälle aufzuweiſen hat. Schon der erſte Verluſt war
ſehr ſchmerzlich, als im Auguſt 1895 das Torpedoboot
„S. 41” bei ſchwerer See mit 13 Mann unterging. Im
April 1896 ſtieß „S. 48” mit „S. 46” zuſammen und ſank
mit 5 Mann. Ende 1897 fand der Herzog Friedrich
Wil=
helm von Mecklenburg und 7 Mann der Beſatzung auf
„S. 26‟ in der Elbemündung den Tod. Einige Jahre
hindurch wurde dann die Torpedoflotte nicht heimgeſucht,
bis im Juni 1902 ein britiſcher Dampfer das Boot „S. 42‟
überrannte, wobei der Kommandant und 3 Mann
unter=
gingen. Beſonders ſchwer war die Kataſtrophe im
No=
vember 1905 bei einem Nachtmanöver, indem „S. 126‟
mit dem Kreuzer „Undine” zuſammenſtieß und 30 Mann
ihr Leben einbüßten. Im März 1908 ſank „S. 12‟ und
ein Mann ertrank. Das Jahr 1910 brachte drei Unfälle:
„S. 122” wurde von dem kleinen Kreuzer „München”
ge=
rammt, und zwei Mann verſanken in den Wellen; auf
„S. 33” explodierte eine Sprengpatrone und tötete 5
Per=
ſonen, und vor der Kieler Föhrde ſtießen die Boote
„S. 76‟ und „S. 32‟ zuſammen, ohne einen Verluſt von
Menſchenleben herbeizuführen, wogegen im Juli ds. Js.,
als „G. 110” vom Linienſchiff „Heſſen” gerammt wurde,
3 Mann der Beſatzung umkamen.
Bei allen dieſen Kataſtrophen hat ſich die
Mannes=
zucht in unſerer Marine aufs glänzendſte bewährt, und
Offiziere wie Matroſen haben immer freudig ihr Leben
eingeſetzt, um die verſinkenden Kameraden den Fluten
wieder zu entreißen. Leider war dies, wie auch jetzt, nicht
immer möglich, die Wellen forderten ihre Opfer.
Dank=
bar gedenkt letzteren, die im Dienſte fürs Vkterland
ſtar=
ben, das deutſche Volk und betrauert herzlich ihren
Ver=
luſt=
Fleiſchverbrauch und Fremdenverkehr.
C Aus der Denkſchrift, die die Stadt Köln
über Fleiſchverbrauch und Fleiſchpreiſe veröffentlicht hat,
gibt die Kreuzztg, die Angabe wieder, daß für den Kopf
der Bevölkerung der geſamte Fleiſchverbrauch inf den
erſten acht Monaten der Jahre 1909—1912 betragen habe:
42,17 Kilogramm, bezw. 39,92 Kilogramm, bezw. 42,35
Kilogramm, bezw. 42,25 Kilogramm. Das konſervative
Hauptorgan fügt dieſen Zahlen folgende
Schlußfolgerun=
gen hinzu:
„Der Jahresverbrauch für den Kopf ſtellt ſich danach
auf etwa 63½ Kilogramm gegen etwa 50 Kilogramm des
Reichsdurchſchnitts. Man muß aber weiter berückſichtigen,
daß dieſer ſtarke großſtädtiſche Verbrauch denjenigen der
Kleinſtädte und des platten Landes auf etwa 40
Kils=
gramm für den Kopf herabdrückt. Die Großſtädter eſſen
alſo etwa das Anderthalbfache an Fleiſch wie die übrige
Bevölkerung und ſchreien trotzdem mehr als doppelt ſo
ſtark wie dieſe; die Behauptung von einer Fleiſchnot
oder auch nur einer für ſie unerſchwinglichen Teuerung
iſt alſo eine frivole Hetphraſe.
Für den Fleiſchverbrauch Kölns wie jeder anderen
Großſtadt ſpielt der Fremdenverkehr eine wichtige
Rolle. Es läßt ſich nicht beſtreiten, daß der eine
Groß=
ſtadt beſuchende Fremde, abgeſehen von Wanderarbeitern
und reiſenden Handwerkern, in der Regel reichlich Fleiſch
verzehret, mag er Vergnügungs= oder Geſchäftsreiſender
ſein. Infolge dieſer Tatſache erhöht ſich in den
Groß=
ſtädten der Fleiſchverbrauch auf den Kopf der
Bevölke=
rung, ohne daß aus dieſer errechneten Zahl für die
an=
ſäſſige großſtädtiſche Bevölkerung die Folgerung
reich=
lichen Fleiſchverbrauches gezogen werden darf. Je
grö=
ßer der Fremdenverkehr einer Großſtadt iſt, um ſo mehr
fällt für die Beurteilung der Frage ins Gewicht, ob der
wirkliche Fleiſchverbrauch der anſäſſigen großſtädtiſchen
Bevölkerung dem auf den Kopf berechneten entſpricht. Ob
bei den Kölner Zahlen der Fremdenverkehr überhaupt
berückſichtigt worden iſt, geht aus den von der Kreuzztg.
mitgeteilten Zahlen nicht hervor. Ein erheblicher Teil des
Fremdenverkehrs wird ſich aber der ſtatiſtiſchen Erfaſſung
ſtets entziehen. Cinmal deswegen, weil in Großſtädten
von der Beſchaffenheit Kölns die Zahl der Fremden recht
beträchtlich iſt, die zwar tagsüber ſich in Köln aufhalten,
aber gegen Abend abreiſen. Sodann aus dem Grunde,
weil die bei Verwandten oder Freunden abſteigenden
Fremden großenteils polizallich nicht zur Anmeldung
krmmen. Daß dieſer ſtatiſtiſch nicht erfaßbare Teil des
Fremdenverkehrs trotzdem die Statiſtik des großſtädtiſchen
Fleiſchverbrauchs ſtark beeinflußt, ſpringt in die Augen.
Die obigen Schlußſolgerungen der Kreuzztg, erſcheinen
daher wegen unzureichender oder gänzlich fehlender
Be=
rückſichtigung des Fremdenverkehrs als Trugſchlüſſe.
Bayern und das Reich.
* Das Berliner Tageblatt veröffentlicht eine
Unter=
redung ſeines Münchener Vertreters mit dem
baye=
riſchen Miniſterpräſidenten Freiherrn
v. Hertling über Bayerns augenblickliche
Stellung zum Reich, wobei v. Hertling u. a.
ſagte:
So lange ich an der Spitze der bayeriſchen Regierung
ſtehe wird und darf nichts geſchehen, was eine
partikula=
riſtiſche Zuſpitzung dem Reiche gegenüber irgendwie
för=
dern könnte. Ich habe ſchon kürzlich meine Anſicht dahin
geäußert, daß alle ſolche bayeriſchen Hoheitt:
rechte, die ſich als unpraktiſch erweiſen, ruhig
aufge=
geben werden ſollen. In dieſer Anſchauung wurzelt meine
Stellungnahme zur Lotteriefrage. Ferner erklärte
Mi=
niſterpräſident Freiherr v. Hertling, daß dieſe
Stellung=
nahme mit dem Jeſuitengeſetz in keinem
Zuſammen=
hange ſtehe. Er perſönlich halte es für vollkommen
aus=
geſchloſſen, daß ſich das harmloſe Häuflein Jeſuiten mit
etwas anderem als mit der Seelſorge der Katholiken und
mit wiſſenſchaftlicher Betätigung beſchäftigen würde
Allerdings würden die Jeſuiten überhaupt gegen die
Atheiſten, wie gegen alle Ungläubigen kämpfen und damit
in gewiſſem Sinne auch Politik treiben, aber nicht zur
Unterminierung des Proteſtantismus. Auf die Frage,
ob er die von dem bayeriſchen Kurier veröffentlichte
For=
mel, die in Bundesratskreiſen über den Jeſuitenerlaß
be=
reits aufgeſtellt ſei, für irgendwie authentiſch halte,
er=
klärte Herr v Hertling, er habe nichts derglaichen von
Bundesratsmitgliedern gehört und halte auch dieſe
Auf=
faſſung für nicht wahrſcheinlich. Ich habe zuletzt nur im
Juni dieſes Jahres in Berlin mit maßgebenden
Perſön=
lichkeiten, wie dem Reichskanzler, mit dem ich übrigens
meinem Empfinden nach durchaus gut ſtehe, ſowie mit
dem Miniſter des Innern v. Delbrück über den Erlaß mich
unterhalten. Seitdem habe ich kein Bundesratsmitglied
mehr geſprochen. Auch von einer angeblichen Denkſchrift
über dieſe Frage iſt mir bisher nichts bekannt. Sodann
meinte der Miniſterpräſident, daß gewiſſe Auslaſſungen
der Zentrumspreſſe nicht immer die
wünſchens=
werte Geſchicklichkeit haben, und auf eine weitere Frage:
Ja, die letzten Artikel der Germania ſind, ſo gut ſie
ge=
meint ſind, recht ungeſchickt. Zur Frage der
Fleiſch=
teuerung äußerte Herr v. Hertling: Er könne
na=
türlich nicht ſeinen Miniſter v. Soden, der eine direkte
Fleiſchteuerung ja beſtreitet, desavouieren. Ich ſtimme
gern der Maßnahme zu, die eine Linderung der
Fleiſch=
not herbeizuführen imſtande wäre, vorausgeſetzt, daß ſie
der Landwirtſchaft nicht gerade großen Schaden zufügt,
und einen großen Schaden ſieht auch Herr v. Hertling in
der Deffung der Grenzen. Weiterhin erlärte der
Mi=
niſterpräſident, in allen Wirtſchaftsfragen und im
Aus=
wärtigen handeln wir ſelbſtverſtänklich im engſien
An=
ſchluß an das Reich. Darnach wies Miniſterpräſident
Freiherr v. Hertling die Annahme zurück, daß er gewichtige
Reformen einführen wolle, auch ließe er ſich nicht auf
eine abenteuerliche Politik ein. Es ſei Unſinn, die
baye=
riſche Regierung in die Braganz=Affäre hineinzuziehen.
Das Intereſſe der Herzogin Karl Theodor ſei dagegen
verſtändlich. Mit dem Prinzregenten glaube er
vollkom=
men gut zu ſtehen. Im übrigen habe er nur aus
Pflicht=
gefühl ſein Amt übernommen.
Deutſches Reich.
Falſche Anſchauungen. Der Köln. Ztg.
wird aus Berlin geſchrieben: Anläßlich des Streites
zwiſchen England und Amerika wegen des Panamakanals
fühlt ſich die offiziöſe Roſſija bewogen, der deutſchen
Preſſe Vorwürfe wegen ihrer Haltung gegenüber England
zu machen, die auf merkwürdiger Unkenntnis und
Vorein=
genommenheit beruhe. Die deutſche liberale Preſſe ſoll
nämlich verlangen, daß die engliſche Regierung ihr
Schiff=
bauprogramm ſo lange verkürzen müſſe, bis die deutſche
Flotte der engliſchen ſowohl nach Zahl der Wimpel als
auch nach der Summe der Waſſerverdrängung gleich ſei.
Jetzt ſchon, ſo meint das ruſſiſche Blatt, ſei die deutſche
Flotte der engliſchen faſt gleich, und es gibt daher
der engliſchen Regierung den Rat, in keinem Falle auf
Vorſchläge einzugehen, durch die Deutſchland das
vollkom=
mene Gleichgewicht erreichen würde. Jetzt habe England
noch den Vorteil einer Aktionsfreiheit, die es aber
ver=
lieren würde, wenn es dem deutſchen Verlangen auf
gleiche Stärke der Kriegsmarinen nachkäme. Das
halb=
amtliche ruſſiſche Blatt ſcheint dabei vergeſſen zu haben,
daß Deutſchland im Verhältnis zu England niemals ein
auf Gleichſtellung der Seekräfte beider Mächte gegründetes
Abkommen erſtrebt hat. Es war bekanntlich England, von
dem der Gedanke an eine vertragsmäßige Begrenzung der
Flottenſtärke ausgegangen iſt, bis man ihn auch dort als
undurchführbar erkannte. Deutſchland hat bei jedem
An=
laß betont, daß es ſeine Flotte nicht mit Hintergedanken
gegen andere Mächte, ſondern nach ſeinen eigenen
Bedürf=
niſſen baut. Daran möchten wir die Roſſija noch einmal
erinnern.
— Reichstagserſatzwahl. Bei der
Reichs=
tags=Erſatzwahl im 6. elſaß=lothringiſchen Wahlkreis für
den verſtorbenen Abg. Will (Elſ. Zentr.) wurden bei
16 157 eingeſchriebenen Wahlberechtigten und 12197
abge=
gebenen gültigen Stimmen nach dem vorläufigen
Ergeb=
nis abgegeben für Abbé Dr. Haegy, Redakteur in Colmar
(Elſ. Zentr.), 7112, für Rentner Andlauer=Schlettſtadt
(Elſ. Fortſchr.) 2306 und für den Gewerkſchaftsſekretär
Imbs=Straßburg (Soz.), 2769 Stimmen. Haegy iſt ſomit
gewählt. Bei der Wahl im Januar d. J. fielen von den
12 466 abgegebenen Stimmen 8 340 auf den
Zentrums=
kandidaten und 4065 auf den ſozialdemokratiſchen
Kandi=
daten. Hieraus iſt zu erkennen, daß von den 4000 nur
etwa die Hälfte ſozialdemokratiſche Stimmen geweſen
ſind, andernfalls würde die Partei 1300 Stimmen verloren
haben.
— Die Beſitzſteuervorlage. Ueber die Frage
der Beſitzſteuervorlage an den Reichstag wird in einer
offiziöſen Berliner Korreſpondenz eine Mitteilung
ver=
breitet, wonach als Grund für die kommende Vorlage die
Tatſache zu gelten hat, daß die Einbringung einer
allge=
meinen Beſitzſteuer geſetzlich feſtgelegt iſt. Als allgemeine
Beſitzſteuer gelten nach einer Erklärung der
Reichsregie=
rung eine Vermögensſteuer und eine Erbſchaftsſteuer. Nun
gibt es aber für beide Arten von Steuern eine ganze Reihe
von Spielarten, und das Reichsſchatzamt hat nun dem
Bundesrat bezw. den Bundesregierungen eine Denkſchrift
zugehen laſſen, in der die Vor= und Nachteile einer jeden
einzelnen Variation angeführt ſind. Im Spätherbſt d. J.
wird eine Beratung der bundesſtaatlichen Finanzminiſter
in Berlin ſtattfinden, wie ſie in den letzten Jahren bei jeder
finanzpolitiſch bedeutenden Vorlage ſtattgefunden hat. In
dieſer Beratung wird dann die Entſcheidung über die
aus=
zuführende Steuerreform fallen. Gegenwärtig aber, und
auch in der nächſten Zeit, iſt niemand in der Lage, auch
nur einen Schein von berechtigten Mutmaßungen über die
kommende Beſitzſteuer anzuſtellen, und auch in Bezug au
den Zeitpunkt ihrer Einbringung im Reichstage geht aus
dem Geſagten hervor, daß ein ſicherer Termin ſich noch
nicht feſtſtellen läßt. Jedenfalls wird im laufenden Jahre
die Vorlage eines Beſitzſteuergeſetzentwurfs nicht mehr
er=
folgen können.
— Beſuch des ruſſiſchen
Miniſterpräſi=
denten in Berlin. Miniſterpräſident Kokowzew wird
Ende dieſes Monats ſeine Urlaubsreiſe antreten und in
Berlin, wo er wahrſcheinlich von Kaiſer Wilhelm in
Audienz empfangen werden wird, mehrere Tage
Aufent=
halt nehmen.
— Um die Jeſuiten. Der Evangeliſche Bund
in Bayern hielt in Fürth ſein diesjähriges Landesfeſt
ab. Im Mittelpunkte der Tagung ſtand die Behandlung
der Jeſuitenfrage, die der Vorſitzende des Geſamtbundes,
Exzellenz v. Leſſel, behandelte. Er bezeichnete dieſe
An=
gelegenheit als eine deutſch=völkiſche von weitgehendſter
Bedeutung. Seine Rede ſchloß mit dem Wunſche, daß das
geſamte Vaterland dieſer neuen ſchweren Belaſtung
über=
hoben bleiben möge. Nach Schluß der Jeſuitendebatte
wurde folgende Entſchließung gefaßt:
„Der Hauptverein des Evangeliſchen Bundes rechts
des Rheins bedauert, daß das Miniſterium Hertling durch
ſeine Stellungnahme gegenüber dem Jeſuitengeſetz die für
den konfeſſionellen Frieden motwendige Rückſicht auf
be=
rechtigte Empfindungen der bayeriſchen Proteſtanten leider
hat vermiſſen laſſen. Weiter bedauert der Verein nicht
minder, daß die bekannte Eingabe der bayeriſchen Biſchöſe
an den Bundesrat es fertig bringt, eine Frage, welche die
im modernen Staatsleben geſetzlich garantierte Parität
ſo eng berührt, nur vom einſeitigen römiſch=konfeſſionellen
Standpunkt zu behandeln und den Verſuch macht, deutſches
Recht in römiſchem Sinne zu meiſtern. Der Bund erhebt
daher gegen die Aufhebung und gegen jede Abſchwächung
des Jeſuitengeſetzes einmütig Einſpruch in der frohen
Zuverſicht, mit dieſem Proteſt allen denen aus dem
Her=
zen zu ſprechen, denen es heilige Pflicht iſt,
deutſch=
proteſtantiſche Rechte zu ſchützen und unfer Volk vor
ver=
ſchärften konfeſſionellen Kämpfen zu bewahren.”
Die württembergiſchen
National=
liberalen. Auf der Landesverſammlung der
National=
liberalen Württembergs in Eßlingen wandte der
Land=
tagsabg. Knöbel ſich ſcharf gegen die „
Abſplitterungsver=
ſuche” des altnationalliberalen Reichsverbandes. Es ſei
zu betonen, daß ſich trotz des Abkommens mit der
Volks=
partei die Stellung der Nationalliberalen zur
Sozial=
demokratie nicht geändert habe. Die württembergiſchen
Nationalliberalen ſeien ſich darüber einig, daß ein
Zu=
ſammengehen mit der Sozialdemokratie unmöglich ſei
Abg. p. Mülberger gab der Meinung Ausdruck, daß das
Wahlabkommen mit der Volkspartei nur eine Etappe auf
dem Wege zu einer ſpäteren, noch viel engeren
Verbin=
dung der beiden liberalen Parteien ſein werde.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Das ungariſche Abgeordnetenhaus trat
Dienstag früh 10 Uhr wieder zuſammen. Die Oppoſition
ſetzte wiederum mit voller Obſtruktion ein, indem ſie
jedes=
mal, ſobald der Präſident Tisza zu reden begann, einen
Höllenlärm verurſachte. Es wurde gepfiffen, geblaſen,
geſchrien und mit Pultdeckeln geſchlagen. Tisza und
Lu=
kacs wurden Schimpfworte zugerufen. Einmal drohte
es ſchon in der Mitte des Saales zu Tätlichkeiten zu
kom=
men. Schließlich verlas Graf Tisza unter ungeheurem
Tumult etwas, wovon man nichts verſtand. Gegen
11½ Uhr dauerte der Lärm noch an.
Frankreich.
Präſident Falliéres reiſte in Begleitung
Poincarés zu den Manövern im Weſten Frankreichs ab.
Niederlande.
Ein Proteſt. Der Staatsrat Denbeer Poortugaal
veröffentlicht im „Vaderland” einen Artikel unter der
Ueberſchrift: „Mißverſtändnis, Unwiſſenheit oder
Unver=
ſtand?‟ Er kritiſiert darin die Behauptung des
franzö=
ſiſchen Vizeadmirals Germinet im „Echo de Paris” daß
Frankreich die Straße von Calais im Kriegsfalle als ein
Territorialgewäſſer ſperren könne Poortugaal
charakteri=
ſiert die Bemerkung als eine auf nichts begründete, ans
Unglaubliche grenzende Behauptung und ſtützt ſich dabei
auf Anſichten berühmter Volksrechtslehrer. Eine
derar=
tige Sperre würde für den Handel und die Schiffahrt,
ins=
beſondere der Niederlande, unberechenbare Verluſte
ver=
urſachen. Vielleicht ſei der Artikel Germinets ein
Ver=
ſuchsballon. Amtliche Auskünfte über dieſe für die
Nieder=
lande überaus wichtige Frage ſeien nicht unangebracht.
Sozialdemokratiſche Kundgebung. Dem
17. September ſah man in der Hauptſtadt mit
leb=
hafter Spannung entgegen. Die Sozialdemokratie hatte
nämlich die Abſicht, den Tag der ſeierlichen Eröffnung der
Generalſtaaten zu einer Kundgebung für das allgemeine
gleiche Stimmrecht zu benützen. Eine ſolche Kundgebung
hat ſchon im vorigen Jahre ſtattgefunden und der
Bürger=
meiſter hatte damals der Sozialdemokratiſchen Partei die
Veranſtaltung eines Maſſenumzuges durch die Straßen
geſtattet. Im letzten Augenblick verzichtete dann aber die
Königin darauf, die Generalſtaaten in eigener Perſon zu
eröffnen, und man brachte dieſen Verzicht in
Zuſammen=
hang mit der ſozialdemokratiſchen Kundgebung, von der
man Ruheſtörungen befürchtete. Diesmal hat nun der
Bürgermeiſter die Veranſtaltung des Umzuges verboten.
Die Sozialdemokratie hat ſich darauf hin ein großes in
Privatbeſitz befindliches Terrain geſichert zur Abhaltung
einer Maſſenverſammlung. Die Kundgebung, in der zu
dieſer Maſſenverſammlung eingeladen wird, fügte jedoch
hinzu, wenn man von einem förmlichen Umzug abſehen
müſſe, weil man ſonſt in Konflikt mit den Behörden und
ihren Organen gerate, ſo ſei doch niemand gehindert, auf
andere legale Weiſe zu demonſtrieren. Die öffentlichen
Straßen ſeien frei auch am Tage der Kammereröffnung
und die Sozialdemokratie werde von dieſer Freiheit
Ge=
brauch machen, ſobald der königliche Zug vorüber ſei.
Gegen 2½ Uhr wollten die Demonſtrauten ſich nach dem
Gebäude der Kammer bewegen in dem Augenblick, wo
dieſe ihre Arbeit beginnt. Zur Aufrechterhaltung der
Ordnung ſind umfangreiche Maßregeln getroffen worden,
England.
Die Manöver der britiſchen Armee
be=
gannen am Montag bei Cambridge. Es wurde
unter=
ſtellt, daß eine feindliche Armee an der Küſte von Norfolk
gelandet iſt und gegen London marſchiert. Die britiſche
Armee in der Umgebung von Cambridge ſoll dem
Vor=
dringen des Feindes Widerſtand leiſten. — Die
Opera=
tionen der Flieger waren ſehr erfolgreich. Der König
trifft am Mittwoch in Cambridge ein.
China.
Die Mandſchurei. In den politiſchen Kreiſen
Chinas wächſt ſeit der Rückkehr Katſuras aus Petersburg
die Ueberzeugung, daß nach dem Begräbnis des Kaiſers
ein energiſches Vorgehen Japans in der Mandſchurei
ein=
ſetzen werde. Als erſte Maßnahme wird das Einrücken
einer ſtarken japaniſchen Streitmacht in die Mandſchurei
erwartet, die die Schlichtung der Grenzſtreitigkeiten zur
Aufgabe erhalten wird.
Der Premierminiſter und Miniſter des
Aeußern Liuhengſchiang iſt aus Geſundheitsrückſichten
zu=
rückgetreten. Liangmenting iſt zum Miniſter des Aeußern,
Liuhingen zum Geſandten in Petersburg ernannt worden.
Chaopingſchan bleibt auf ſeinem Poſten als
ſtellvertreten=
der Premierminiſter.
* Tokio 16. Sept. Prinz Heinrich von
Preußen machte heute ſeinen Abſchiedsbeſuch beim
Kaiſer und nahm darnach an der kaiſerlichen
Frühſtücks=
tafel teil, wozu auch Staatsſekretär Knox und der
franzö=
ſiſche Spezialgeſandte General Lebon geladen waren.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 18. September=
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen dem Oberleutnant
Kotzen=
berg im Infanterie=Leib=Regiment Großherzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 und dem Zeugwart der
frei=
willigen Feuerwehr zu Mainz Bernhard Schreiber
die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen.
Vom Großh. Hoftheater. Den Proben zu der
indiſchen Märchenoper „Wenn ich König wärel”
wohnte als wiſſenſchaftlicher Berater auch Theodor
H. Thomann, der bekannte Indologe, bei, um in
den Volks= und Hofſzenen die Einhaltung indiſcher
Ge=
bräuche feſtzulegen. Auch bei der Auswahl der
Requi=
ſiten und Möbel hat Herr Thomann ſich in
liebens=
würdiger Weiſe beteiligt. Hans Pellar, nach deſſen
Angaben die Tänze in „Wenn ich König wäre!”
arran=
giert werden, hat auch die Entwürfe zu den
Ballett=
koſtümen für die Novität geliefert. Er wohnte allen
Ballettproben bei. Die überaus ſorgfältige Vorbereitung,
die das Werk Adams, das bislang in Darmſtadt
un=
bekannt war, ſeitens des Hoftheaters erfährt, hat das
beſondere Intereſſe unſeres Publikums für die Novität
des heutigen Abends erweckt.
Donnerstag, den 19. ds., geht als erſte Mozartoper
in dieſer Spielzeit „Die Zauberflöte” in Szene.
Für Samstag iſt eine ſehr intereſſante Premiere
vor=
geſehen. Die anmutige Komödie mit Tänzen und
Zwiſchenſpielen „George Dandin” oder „Der
be=
ſchämte Ehemann” von Moliére gelangt in der
Bearbeitung von Carl Vollmöller, die in Berlin bei
Reinhardt großen Beifall gefunden hat und dem alten
Spiel zu Serienaufführungen verhalf, hier erſtmalig
zur Darſtellung.
g. Strafkammer. Ein 15 jähriger Lehrling W. B.
und ein 14 jähriger Hausburſche G. A. von hier hatten
ſich wegen eines übermütigen Streiches vor der
Straf=
kammer zu verantworten. Sie bemerkten am 27. Mai,
wie ein Bekannter einen Brief in den Poſtbriefkaſten
ſteckte. Um ihre Neugierde zu befriedigen, an wen wohl
der Brief gerichtet ſein möge, angelten ſie ihn aus dem
Kaſten heraus. Hierbei zerriß aber der Brief und konnten
ſie deshalb auch nicht die volle Adreſſe erfahren. Sie löſten
ſchließlich die Marke vom Umſchlag und ſtellten den
Brief dem Abſender wieder zu. Beide wurden von der
Anklage wegen Vergehens nach § § 133, 299 St.=G.=B.
Unter=
ſchlagung einer Urkunde, die ſich im amtlichen
Gewahr=
ſam befand uud unbefugtes Oeffnen eines Briefes
frei=
geſprochen, da ſie ſich nicht der Rechtswidrigkeit ihrer Hand:
lung bewußt waren. B., der ſich die Briefmarke aneigneteg
erhalt wegen einfacher Unterſchlagung einen Verweis.
— Zwei Jugendliche aus Groß=Zimmern (ein 17 jähriger
Lehrling und ein 13 jähriger Schüler) waren Ender
Februar in das Anweſen der Witwe Anton Heck
ein=
geſtiegen und hatten aus einem Taubenſchlage zwei“
Tauben im Werte von 2 Mark entwendet. Da ſich
dieſe Tat als ſchwerer Diebſtahl qualifiziert, erkannte
das Gericht gegen beide Angeklagte auf je 1 Woche
Gefängnis. Der ältere der Taubenliebhaber wird
außerdem wegen eines einfachen Taubendiebſtahls zu
einem Verweis verurteilt.
* Geheimer Oberfinanzrat Dr. Fuchs, vortragent
der Rat in der Abteilung für Forſt= und
Kameralver=
waltung im Großh. Miniſterium der Finanzen, wurde
zum Erſten Bürgermeiſter von Jena gewählt
wie wir hören, fielen die Stimmen ſämtlicher Parteien
auf ihn. Geheimer Oberfinanzrat Dr. Fuchs wird
vor=
ausſichtlich im nächſten Monat ſein neues Amt antreten
Kunſtverein. In der Kunſthalle am Rheintor
ſind außer den ſchon mitgeteilten Kollektionen noch fünf
Heidebilder und ein Mädchenakt von Erich
Hart=
mann=München ausgeſtellt.
* Die Ausſtellung „Der Menſch” an Sonntagen. Die=
Ausſtellungsleitung wendet ſich an das Darmſtädter
Publikum mit der dringenden Bitte, für die Beſuche
zur Ausſtellung „Der Menſch” nur die Wochentage
zu wählen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt,
daß die auswärtigen Vereine, die in größeren Maſſen
mit Sonderzügen kommen, ſich hauptſächlich die Sonntage
für ihren Beſuch auswählen. Zu dieſen auswärtigen
Be=
ſuchern kommt nun häufig noch ein ſehr zahlreiches
Darm=
ſtädter Publikum hinzu, ſo daß der Einzelne wegen des
Schuberts „Traum‟ — eine
Lebens=
beichte.
E In Franz Schuberts Nachlaß fand ſich eine
mär=
chenhafte Erzählung „Mein Traum” die in ihrem
inner=
lich=perſönlichen und doch dabei phantaſtiſch=romantiſchen
Ton allerlei Bekenntniſſe der eigenen Lebensgeſchichte zu
enthalten ſchien, von der Forſchung aber bisher nicht recht
gedeutet werden konnte. In der ſoeben bei Schuſter und
Loeffler erſchienenen großen Schubert=Biographie von
Walter Dahms erfährt nun dieſe Erzählung auf
Grund neuer Feſtſtellungen und Unterſuchungen von Prof.
Alois Fellner zum erſten Mal eine eingehende
Deu=
tung und offenbart ſich als eine ergreifende Lebensbeichte
unſeres größten Liederſängers.
Schuberts Märchen beginnt damit, in dichteriſcher
Verſchleierung die ſchweren Konflikte im Elternhauſe zu
ſchildern, die ſo viel Trauer in ſeine Jugend brachten.
Der Vater, der ihm die Muſik nur als Liebhaberei
ge=
ſtatten wollte, verſuchte 1811 ein letztes äußerſtes Mittel,
um den Franz zu den Studien zu zwingen: er verbot
ihm das Elternhaus. „Ich war ein Bruder vieler
Brü=
der und Schweſtern,” ſo hebt „Mein Traum” an. „Unſer
Vater, unſere Mutter waren gut. Ich war allen mit
tiefer Liebe zugetan. Einſtmals führte uns der Vater zu
einem Luſtgelage. Da wurden die Brüder ſehr fröhlich.
Ich aber traurig. Da trat mein Vater zu mir und befahl
mir, die köſtlichen Speiſen zu genießen. Ich aber konnte
nicht, worüber mein Vater zürnend mich aus ſeinem
An=
geſicht verbannte. Ich wandte meine Schritte und mit
einem Herzen voll unendlicher Liebe für die, welche ſie
verſchmähten, wanderte ich in ferne Gegend.‟ Der Vater
wollte alſo Schubert auch an den „gedeckten Tiſch” eines
ſo=
liden bürgerlichen Broterwerbs ſetzen, aber für ihn waren
die Studien keine „Luſtgelage” die Lehrgegenſtände keine
„köſtlichen Speiſen”; ihm war Seelennahrung Muſik, und
ſie zu ſuchen, wandte er ſich in die Fernen ſeiner Phantaſie.
Den aus dem Vaterhaus Verſtoßenen führte ſchließlich ein
ſchweres Unglück, das die Familie traf, wieder in die
Ame des Vaters. Den 28. Mai 1812, am Fronleichnams=
tag, ſtarb Schuberts geliebte Mutter, wie ſpäter ihr großer
Sohn, am Nervenfieber. Der Verbannte, der die Schwelle
der Heimat nicht übertreten durfte, mußte den unendlichen
Schmerz erleben, daß er die Mutter nicht mehr lebend ſah.
„Jahrelang fühlte ich den größten Schmerz und die größte
Liebe mich zerteilen,” ſo berichtet er in ſeiner Erzählung,
„da kam mir Kunde von meiner Mutter Tode. Ich eilte
ſie zu ſehen, und mein Vater, von Trauer erweicht, hinderte
meinen Schritt nicht. Da ſah ich ihre Leiche. Tränen
ent=
floſſen meinen Augen. Wie die gute alte Vergangenheit,
in der wir uns nach der Verſtorbenen Meinung auch
be=
wegen ſollten, wie ſie ſich einſt, ſah ich ſie liegen. Und wir
folgten ihrer Leiche in Trauer und die Bahre verſank. —
Von dieſer Zeit an blieb ich wieder zu Hauſe.”
Durch die gemeinſame Trauer kamen Hater und Sohn
einander wieder näher. Der Alte gewährte ſeinem
genia=
len Sprößling die Erlaubnis, ſich in der Kompoſition
gründlich auszubilden, und ſchon einen Monat nach dem
Tode der Mutter wurde der große Salieri der Lehrer des
jungen Schubert. Aber Pegaſus mußte ſich für dieſes
Ent=
gegenkommen auch ins Joch ſpannen laſſen; Schubert
mußte den Lehrerberuf einſchlagen, den ſein Vater
aus=
übte; 1813 wurde er Lehramtskandidat bei St. Anna und
von 1814—1817 war er dann drei Jahre lang Schulgehilfe
in der ABC=Klaſſe in der Lichtenthaler= und der Roſſauer=
Schule des Vaters. Schlimme Jahre waren es in denen
das Genie unter der Laſt des Unterrichts und den
Unge=
zogenheiten einer ausgelaſſenen Jugend ſchmachtete. Aber
die angſtvolle Scheu vor dem Vater hielt ihn ab, ſeinen
Herzenswunſch zu erfüllen und ſich ganz der Kunſt
hinzu=
geben. Er war keine Kämpfernatur und ſo ſchwieg er denn,
wenn ihm der Vater das Schulleben als das Ideal pries:
„Da führte mich mein Vater einſtmals wieder in ſeinen
Lieblingsgarten: er fragte mich, ob er mir gefiele? Doch
mir war der Garten ganz widrig und ich getraute mir
nichts zu ſagen‟ Doch war der Vater im Herzen gut, er
kannte die hohe Begabung ſeines Sohnes und verſchaffte
ihm einen einjährigen Urlaub, in dem er ſich ganz ſeinem
Schaffen hingeben konnte und die herrlichſten Werke ſchuf.
Aber das ſelige Jahr der Freiheit verſtrich; verſpätet
kehrte der Sohn im November 1818 zurück, und nun kam
es zu einem ſchweren Zerwürfnis zwiſchen den beiden, da
Franz ſich ſtandhaft weigerte, von neuem das Joch auf ſich
zu nehmen. „Da fragte er mich zum zweiten Male
er=
glühend, ob mir der Garten gefiele?” ſo wird das
poe=
tiſche Bild im Märchen fortgeſetzt, „ich verneinte es
zit=
ternd. Da ſchlug mich mein Vater und ich entfloh. Und
zum zweiten Male wandte ich meine Schritte und mit
meinem Herzen voll unendlicher Liebe, für die, welche ſie
verſchmähten, wanderte ich abermals in ferne Gegend.”
Die Entſcheidung war gefallen; zum zweiten Mal
wan=
derte Schubert fort aus dem Vaterhaus in ein Leben
voller Sorgen, Entbehrungen und Einſamkeit. „Wieder
ſang ich nun lange Jahre. Wollte ich Liebe ſingen, ward
ſie mir zum Schmerz. Und wollte ich wieder Schmerz nur
ſingen, ward er mir zur Liebe. So zerteilte ſich die Liebe
und der Schmerz.” Schubert litt unendlich unter der
Trennung, der Vater auch, aber nur ſchwer konnten die
beiden den Weg zur Verſöhnung finden. Nach vier
Jahren, 1822, kam ſie zuſtande. Schuberts Freude war
groß und in dieſem Entzücken über die Heimkehr, zugleich
in dem Hochgefühl, nun endlich zum Meiſter herangereift
zu ſein, ſchrieb er die Schlußworte ſeines Märchens, das
vom 3. Juli 1822 datiert iſt. In rührender Weiſe ſchildert
er hier ſeine Walfahrt zur „Jungfrau”, zur heiligen
Cä=
cilie, zur Muſik, ſeine Entwicklung zum Künſtler. „Und
einſt bekam ich Kunde von einer frommen Jungfrau, die
einſt geſtorben war. Und ein Kreis ſich um ihr Grabmal
zog, in dem viele Jünglinge und Greiſe auf ewig wie in
Seligkeiten wandelten. Sie ſprachen leiſe, die Jungfrau
nicht zu wecken. Himmliche Gedanken ſchienen
immerwäh=
rend aus der Jungfrau Grabmal auf die Jünglinge wie
leichte Funken zu ſprühen, welche ſanſtes Geräuſch
erreg=
ten. Da ſehnte ich mich ſehr, auch da zu wandeln. Doch
nur ein Wunder, ſagten die Leute, führt in dieſen Kreis.
Ich aber trat langenſamen Schrittes, immer Andacht und
feſter Glaube, mit geſenktem Blicke auf das Grabmal zu,
und eh’ ich es wähnte, war ich in dem Kreiſe, der einen
wunderlichen Ton von ſich gab; und ich fühlte die ewige
Seligkeit wie in einen Augenblick zuſammengedrängt.
Auch meinen Vater ſah ich verſöhnt und liebend. Er ſchloß
mich in ſeine Arme und weinte. Noch mehr aber ich.”
Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Seite 3.
zu ſtarken Beſuches oft nicht zu einem ruhigen gründlichen
Studium der Ausſtellung kommen kann. Es iſt natürlich,
daß die Leute von auswärts, die für ihre Vorbereitungen,
für die Reiſe uſw. mehr Zeit brauchen, nur die Sonntage
zum Beſuch wählen können, während das Darmſtädter
Publikum ſicher auch an Wochentagen genügend Zeit zur
Beſichtigung hat. Die Ausſtellung iſt abends bis 10 Uhr
geöffnet, ſo daß jeder, ſelbſt wenn er tagsüber verhindert
ſein ſollte, ſeinen Beſuch noch auf den Abend verlegen
kann. Es liegt dies auch im eigenen Intereſſe des
Be=
ſuchers, da er bei der Ueberfüllung an Sonntagen
ſelbſt=
verſtändlich nicht die Zeit und Ruhe zur Beſichtigung hat,
wie ſie ihm an anderen Tagen, beſonders nach 7 Uhr
abends, zu Gebote ſteht. Wer es alſo einigermaßen
ermög=
lichen kann, tut gut daran, für den Beſuch der Ausſtellung
nicht die Sonntage, ſondern einen
Werk=
tag zu wählen. Die Ausſtellungsleitung wird ihrerſeits
noch im Innern der Ausſtellung bauliche Aenderungen
vornehmen laſſen, damit der Maſſenbeſuch an Sonntagen,
der alle Erwartungen überſteigt, einen geordneten Verlauf
nehmen kann.
* Kongreſſe während der Ausſtellung „Der Menſch”
Von morgen bis zum 20. September findet hier die
Tagung des Frauenvereins für das
Deutſch=
tum im Ausland (Allgemeiner deutſcher Schulverein)
ſtatt. Im Anſchluß an die Tagung wird der Verein
ge=
meinſam die Ausſtellung „Der Menſch” eingehend
beſich=
tigen. — In der Zeit vom 20. bis 23. September tagt der
Kongreß des Vereins für Säuglingspflege in
Darmſtadt.
II. v. II. Noch eine Ausſtellung. Man ſchreibt uns:
Die Herren Maler K. Gunſchmann und Bildhauer
Fritz Decker, zeigen in ihrem Atelier, Liebigſtr. 24, zum
erſten Mal öffentlich Proben ihres Könnens, und recht
be=
achtenswerte Proben. Gunſchmann, der nahezu
Auto=
didakt iſt, zeigt gut angepackte Porträte und Aktſtudien in
Oel und Paſtell, und hält ſich in der Behandlung ſeiner
Vorwürfe mit feinem Takt fern von allem gekünſteltn
oder gewollt eigenbrödleriſchem Weſen. Beſonders die
Paſtellzeichnung eines jungen Mädchens iſt von
beachtens=
werter Friſche und Lebendigkeit. Sehr gut auch die
Charakteriſtik des Selbſtporträts, auf dem ein eigen ernſter
Zug erzählt von dem ſtarken Willen ſelnes Schöpfers.
Deckers, des Vildhauers Arbeiten bieten ebenfalls viel
Erfreuliches. Auch ſein Gebiet iſt hauptſächlich das
Por=
trät, wenn auch gute Anſätze zu monumentaler Plaſtik
vor=
handen ſcheinen. Bei ſtrenger Geſchloſſenheit der Form,
die ſich fern hält von geſucht Stiliſiertem, geht er feinen
Einzelheiten der Natur getreulich nach und bringt gute
Wirkungen zu ſtande Luſtige Buntpapierſchnitte, ſowie
Federzeichnungen ſtellte endlich Herr A. M. Schwindt
zur Ausſchmückung des Treppenaufgangs zur Verfügung.
Schwindt arbeitet beſonders auf kunſtgewerblichem Gebiet.
Alle drei Künſtler, die ſich vereinten, um ihrer Vaterſtadt
zum erſten Mal ein Bild ihres Schaffens zu zeigen,
be=
rechtigen zu den beſten Hoffnungen. Ein Beſuch der
Aus=
ſtellung, die vom 22. bis 28. September, nachmittags von
2 bis 5 Uhr bei freiem Eintritt zu beſichtigen iſt, kann nur
warm empfohlen werden.
Einquartierung. Anläßlich der diesjährigen
Herbſtübungen wird der weſtliche Teil der Stadt
om 20. auf 21. September d. Js. mit
Einquar=
tierung belegt: Grenze Frankfurterſtraße,
Wilhelminen=
ſtraße, Karlſtraße und Beſſungerſtraße. Die Stärke der
Truppen, welche in Privatquartiere unterzubringen ſind,
beträgt: 4 Generäle, 22 Stabsoffiziere, 44 Hauptleute,
31 Leutnants, 38 Feldwebel, 80 Vizefeldwebel, 232
Unter=
offiziere, 2394 Mann. Außer dieſen Truppen werden
noch mehrere Tauſend Mann in den freien Kaſernen
untergebracht. Die betreffenden Quartiere werden bereits
durch die Schutzmannſchaft angeſagt.
— Landesverein für Innere Miſſion. Am 15. und
16. September feierte der Heſſiſche Landesverein
für Innere Miſſion ſein Jahresfeſt in
Darm=
ſtadt. Es wurde eingeleitet durch eine Feſtpredigt von
Pfarrer Hickel=Darmſtadt in der Stadtkapelle über
Matth. 16, 24—26. Am Abend fand in dem dichtbeſetzten
Gemeindehaus Kiesſtraße 17 ein Familienabend
ſtatt, in dem Pfarrer D. Dr. Diebl aus ſeiner reichen
Kenntnis der heſſiſchen Geſchichte in feſſelnder Weiſe ſeine
Zuhörer in die Zeit des Pietismus in Heſſen führte, in
die Zeit von 1690—1760, wo der Freund Franckes, Pfarrer
Zühl, ſein groß angelegtes Waiſenhaus ſchuf, der Pfarrer
Freſenius ein Erziehungshaus für Proſelyten ins Leben
rief, und der pietiſtiſche Landgraf Ernſt Ludwig mit Hilfe
ſeines gut pietiſtiſchen Miniſteriums ein geordnetes
Armen=
weſen ſchuf. Dr. Burckhardt aus Berlin ſprach mit
warmer Begeiſterung von dem Kampf gegen den
Alkoholis=
mus, wie er zwar treu und gut gemeint, aber
unzuläng=
lich, vor 70 Jahren geführt wurde, wie er aber heute an
Kraft und Umfang gewonnen, begleitet von der
wiſſen=
ſchaftlichen Arbeit der Gelehrten, immer unaufhaltſamer
vordringt, auch in unſerem Heſſenland, und namentlich
auch die Jugend unter ſeine Fahne ruft. Beſonders
ver=
ſchönt wurde der Abend noch durch die Darbietung des
Chores der Pauluskirche. In der Mitgliederverſammlung
am Montag morgen wurde der Jahresbericht gegeben, dem
wir u. a. entnehmen, daß das Krüppelheim des
Landes=
vereins in Nieder=Ramſtadt ſich gut entwickelt hat; das
Heim iſt vollſtändig belegt, bald werden es 16 Verkrüppelte
ſein, die dort eine liebevolle Aufnahme gefunden. Es iſt
dringend zu wünſchen, daß ein größeres Krüppelheim
an=
ſtelle der Däckerſchen Baracke mit 30—35 Betten errichtet
werden könnte; die Plätze wären ſchnell belegt. Im Laufe
des letzten Jahres wurden eine Reihe erfolgreicher
Ope=
rationen ausgeführt, eine eigene Lehrerin und eine in der
Krüppelpflege beſonders ausgebildete Schweſter angeſtellt.
Auch im Kampf gegen Schmutz und Schund hat der
Lan=
desverein durch ſeine immer weiter ausgedehnte
Gemeinde=
kolportage im vergangenen Jahre wirkſam mitgearbeitet
zur Erneuerung unſeres Volkes. Ein wihtiges Stück
ſol=
cher Arbeit, vielleicht das wichtigſte in der Gegenwart,
iſt das helfende Eingreifen in eine Doppelnot unſeres
Vol=
kes: die Alkoholnot und die ſittliche Not. Von beiden
handelte die öffentliche Verſammlung des Vormittags.
Wieder war es Dr. Burckhardt, der in packender Weiſe
die Alkoholnot vor Augen führte in der Abſtinenz den
Hebel zeigte, mit dem man dieſe ſchwere Laſt hebt, weil
ſie die innere Kraft und Freude beſitzt, die in jeder
Ent=
ſagung liegt. Hauptträger der Pflicht, aber auch des
Segens dieſes Kampfes gegen den Alkoholismus iſt die
Gemeinde, die nicht ruhig zuſehen darf, wenn ihre
Glie=
der nicht nur ſelber zugrunde gehen, ſondern auch andere,
ganze Geſellſchaften zugrunde richten. Einen warmen
Appell richtete ſodann Frl. Gradwohl aus Darmſtadt
an die Anweſenden, die Not der unehelichen Mutter noch
mehr zu lindern, und namentlich derer zu gedenken, die
zum zweitenmal in ſolcher Not ſich befinden. Beide
Re=
ferate wurden durch Diskuſſion bereichert und ergänzt
In der öfſentlichen Hauptverſammlung des Nachmittags
referierte Pfarrer Wurm aus Stuttgart über „Die
Stel=
lung der Inneren Miſſion zur Gemeindeorganiſation und
zur Humanität”. Er zeigte, wie durch die veränderte
Zeit=
lage die Innere Miſſion gezwungen ſei, ein engeres
Bünd=
nis mit Kirche und Kirchengemeinde einzugehen, und das
auch mit Freuden tun dürfe, wenn die kirchliche Gemeinde
die finanziellen Opfer bringen, der Laienarbeit ihr Recht
wahren, die Notwendigkeit der Miſſionsarbeit neben der
bewahrenden und erziehenden Tätigkeit anerkennen wolle.
Daneben hat die Innere Miſſion die humanitäre Arbeit
in ihrem ſittlichen Wert und ihrer Bedeutung
unumwun=
den anzuerkennen und mit ihr, ſoweit ein Bedürfnis
vor=
handen iſt, zuſammenzuarbeiten. Dafür kann die Innere
Miſſion auch verlangen, daß ihre Arbeit von der
humani=
tären erkannt, in ihren Motiven gewürdigt und in ihrer
Bedeutung anerkannt werde. Auch auf dieſes reichhaltige
Referat folgte eine wertvolle Diskuſſion.
— Ortsgewerbeverein. Das neue
Gemeinde=
umlagengeſetz, nach deſſen Grundſätzen die
Ge=
meindeſteuern zum erſtenmal für das Steuerjahr 1913
zu veranlagen ſind, ſtellt den beteiligten Steuerpflichtigen
ſchwierige Aufgaben. Mit dem am Freitag abend
im Fürſtenſaal ſtattfindenden Vortrag des Herrn
Stadt=
verordneten Sames, der durch ſeine langjährige
Mit=
arbeit in den Steuerveranlagungskommiſſionen als
Kenner der ſteuerlichen Verhältniſſe gilt, will deshalb
der Ortsgewerbeverein ſeinen Mitgliedern ſowohl wie
auch ſonſtigen Intereſſenten Gelegenheit bieten, ſich mit
den bezüglichen neuen Vorſchriften vertraut zu machen.
Beſonders ſollen an Hand von praktiſchen Beiſpielen die
Veranlagung der Grundſteuer und der Gewerbeſteuer
erläutert werden. Für jeden Beſucher des Vortrages
wird es von Vorteil fein, wenn er ſich deshalb die
ver=
ſchiedenen Steuererklärungsformulare mitbringt. Die
geſamte Materie iſt von wichtiger Bedeutung, ein
zahl=
reicher Beſuch des Vortragsabends kann daher nur
em=
pfohlen werden.
* Koſtenlos 12 Tage im vorderen Odenwald.
Veranlaßt durch die überaus günſtige Aufnahme ſeiner
künſtleriſchen Reklamemarken hat der Verkehrsverband
für den vorderen Odenwald, wie ſchon mitgeteilt, eine
Prämie ausgeſetzt für denjenigen, der am 1. März 1913
die meiſten mit ſeiner Adreſſe verſehenen und mit der
Marke: „Der Odenwald, das Ziel des Wanderers”
be=
klebten Poſtſachen, die aus Darmſtadt oder Orten des
Odenwaldes abgeſandt ſind, aufweiſen kann. Die
Be=
werbungen ſind rechtzeitig an die Geſchäftsſtelle des
Vereins Gartenſtadt Niederramſtadt=Traiſa in Traiſa bei
Darmſtadt einzuſenden. (Näh. ſ. Anz.)
— Reſidenztheater. Das vollkommenſte und
ſpannendſte Drama der ſo beliebten Nordiſchen Film=Comp.
kommt abheute im Reſidenztheater am Weißen Turm.
zur Vorführung. Die große Zirkusattraktion
nennt ſich der neueſte Schlager. Herr Pſylander, der ſo
beliebte Kinoſchauſpieler, kreiert die Hauptrolle. Ab
Samstag wird der erſte von der neuen Serie der Aſta
Nielſen=Films gezeigt.
Eberſtadt, 17. Sept. Ein Kugelballon iſt geſtern
abend 6 Uhr zwiſchen Eberſtadt und Nieder=Ramſtadt
unweit der Papiermühle glatt gelandet. Der
Ballon, der von Fräulein Kätchen Paulus geführt wurde,
war mit 4 Inſaſſen um 5 Uhr nachmittags im
Wies=
badener Kurhausgarten aufgeſtiegen.
3 Pfungſtadt, 17. Sept. Wegen Ausgleichung der
zwiſchen dem Zigarrenfahrikanten Freund
und deſſen Arbeiterſchaft beſtehenden Differenzen
wurden von dem zuſtändigen
Gewerbegerichtsvorſitzen=
den, Herrn Rechtsanwalt Kalbhenn, wie auch von Herrn
Bürgermeiſter Lang Unterhandlungen eingeleitet.
Dieſelben führten jedoch bis jetzt zu keinem
Reſul=
tat. Da die Zigarrenarbeiter in den Ausſtand getreten
waren, ohne die Kündigungsfriſt einzuhalten, ſo
wur=
den ſie für letzten Samstag vor den Gewerberichter in
das Rathaus geladen; ſie leiſteten jedoch der Ladung
nicht Folge. Darum iſt an zirka 100 Arbeiter wegen
vor=
zeitiger Auflöſung des Arbeitsverhältniſſes
Verſäumnis=
urteil ergangen. Die Koſten ſamt eingeklagtem Betrag
belaufen ſich auf über 1000 Mark, welche den beteiligten
Arbeitern zur Laſt fallen.
* Dieburg, 17. Sept. Man ſchreibt uns: Am
Sonn=
tag nachmittag fand hier eine vom Gewerkſchaftsſekretär
Delp=Darmſtadt einberufene öffentliche
Verſamm=
lung ſtatt, um über die Eiſenbahnverkehrsverhältniſſe
zu beraten. Eingeladen waren zu dieſer Verſammlung,
die aus den beteiligten Orten ſehr ſtark beſucht war, auch
die Bürgermeiſter jener Orte, der Landtagsabgeordnete
des Bezirks, Herr Uebel, Vertreter der Regierung in
Darmſtadt, der Eiſenbahnverwaltung in Mainz und in
Frankfurt und der Landtagsabgeordnete Eißnert=
Offen=
bach. Der Einberufer erklärte eingangs, daß in dieſer
Verſammlung alle politiſchen Geſichtspunkte wegfallen
und nur die Intereſſen der Arbeiter und der beteiligten
Gemeinden behandelt werden ſollten. Viele Hundert
Arbeiter aus dieſen Orten ſeien ihr Leben lang
gezwun=
gen, ihr Brot in Frankfurt, Offenbach, Hanau und
Darm=
ſtadt zu ſuchen. Während die in Hanau und Darmſtadt
beſchäftigten Arbeiter abends wieder nach Hauſe kommen,
müſſen das die in Offenbach und Frankfurt beſchäftigten
Arbeiter aufgeben, wenn ſie nicht abends an die zwei
Stunden mit der Bahn fahren wollen, wie ſie das des
Morgens, um zur Arbeit zu kommen, wieder tun müſſen.
Eine Möglichkeit iſt, daß von Groß=Zimmern ein Zug
ab=
gelaſſen wird, der aus allen Orten bis Ober=Roden die
Arbeiter aufnimmt, dort in zwei Züge, einen nach
Frank=
furt und einen nach Offenbach, getrennt wird und ohne
weiteren Aufenthalt dort eintrifft. Eine andere
Möglich=
keit iſt, gleich von Groß=Zimmern aus zwei Sonderzüge,
einen für Frankfurt und einen für Offenbach, abzulaſſen,
die von Ober=Roden aus ohne Aufenthalt ihr Ziel
er=
reichen. Redner weiſt nach, daß die finanzielle Wirkung
für den Eiſenbahnfiskus eine ſolche Aenderung durchaus
möglich mache. Dann nahm Reichstagsabgeordneter
Hüttmann=Frankfurt das Wort, um die ſoziale,
wirtſchaftliche und moraliſche Seite der Sache einer
Be=
trachtung zu unterziehen. Er betonte beſonders, daß es
ſich nicht um eine Parteiſache, nicht um chriſtlich=nationale
oder ſozialdemokratiſche Intereſſen handelt, ſondern um
eine Angelegenheit reiner Menſchlichkeit, für die alle
zu=
ſammenſtehen ſollten. In der Diskuſſion ergreift
Bür=
germeiſter Krausmann von Dieburg das Wort. Er
habe mit den anderen Bürgermeiſtern ſchon zweimal eine
diesbezügliche Eingabe bei der Eiſenbahndirektion
Frank=
furt gemacht (die Redner im Wortlaut verlieſt), auf die
geantwortet wurde, daß man „Erhebungen” veranſtalten
werde. Dieſe müſſen wohl noch nicht beendet ſein, ſonſt
Feuilleton.
** Harakiri. Die alte, durch die Religion geheiligte
Selbſtmordform des Harakiri iſt im modernen Japan nach
den Vorſchriften des Strafgeſetzes und nach den
Anſchau=
ungen der Wiſſenſchaft eine überkebte und verpönte Sache.
Die Behörden eifern dagegen als ein Unrecht und die
Profeſſoren ſchreiben dagegen als einen finſteren
Aber=
glauben. Welche Macht aber dieſer wilde und barbariſche
Brauch auch heute noch im Lande der aufgehenden Sonne
über die Gemüter beſitzt, das zeigt in einem Beiſpiel der
Tod, den ſich Graf Nogi und ſeine Gemahlin an der Bahre
des Mikado ſelbſt gegeben haben. Einige weniger erlauchte
Männer waren ihm in dieſer Hingabe für den Herrſcher
bereits voraufgegangen; ein Kaufmann hatte ſich ſogar
während der Krankheit des Kaiſers getötet, damit ſeine
Seele anſtelle der Seele des erhabenen Herrſchers vom
Schickſal angenommen werde.
Das Harakiri iſt ein Brauch, der im Japan der
Tele=
phone und Flugmaſchinen noch unerſchüttert fortbeſteht.
Bald begeht ein Stationschef an der Eiſenbahn Harakiri,
weil der Zug des Mikado ohne ſein Verſchulden zehn
Mi=
nuten Verſpätung hat, dann wieder eine Geiſha, die ſich
in ihrer Ehre verletzt glaubt. In früheren Zeiten war
das Harakiri ein unantaſtbares Privileg der Samurais,
von denen Nogi abſtammt, die dadurch das Recht
erhiel=
ten, die über ſie verhängten Todesurteile ſelbſt zu
voll=
ziehen Dem Verurteilten wurde Ort und Stunde ſeines
Todes angekündigt und nur als Zeugen wohnten einige
Beamte der feierlichen Todeszeremonie bei. In einem
weißausgeſchlägenen Tempel verſammelten ſich dann die
Freunde des Todgeweihten und im weißen Trauergewand
erſchien der Verurteilte. Vor ihm auf einem zierlichen
weißen Tiſche lag das Schwert, ſorglich in weißes
Perga=
ment gewickelt, ſo daß nur einige Zentimeter der ſcharfen
Spitze freiblieben. Mit feierlicher Gebärde ſetzt der
Ver=
urteilte ſich nieder, langſam und gemeſſen ſchlägt er ſein
Gewand zurück und greift dann zum Stahl. Ein Freund
von ihm, der das Ehrenamt des Sekundanten
übernom=
men, der Kaiſſaku, ſteht hinter ihm. Und während der
Verurteilte mit dem ſpitzen Stahl ſich den genau 20
Zenti=
meter langen traditionellen Schnitt beibringt, Wibt er dem
harrenden Freunde ein Zeichen. Der Sekundank hebt ſeine
Waffe und einen Augenblick ſpäter rollt das Haupt des
zerurteilten zu Boden und das weiße Gewand rötet ſich
nit warmem Blute. Noch 1871 ſtarben die verurteilten
Samurai auf dieſe Weiſe. In drei Fällen befiehlt der
japa iſche Ehrenkodex das Harakiri: um der Entehrungzu
entgehen, um einen Freund zu retten oder als Akt der
Sühne und des Opfers, als Zeichen der Treue über den
Tod hinaus. Auch als Proteſt iſt dies Mittel öfters
an=
gewandt worden. So begingen 40 japaniſche Offiziere
nach dem japaniſch=chineſiſchen Kriege, als Japan unter
dem Druck der Mächte den Preis ſeines Sieges, die
Liau=
tung=Halbinſel, Rußland überlaſſen mußte, Harakiri, um
ſo durch ihren Tod gegen die Nachgiebigkeit zu proteſtieren,
die ſie als Feigheit empfanden.
Ein Schimmer der Bewunderung und des Ruhmes
umſchwebt die Selbſtmörder, die auf dieſe Weiſe geendet,
ihr Andenken erſcheint geheiligt und in einer viel
leuch=
tenderen Gloriole, als das berühmter Selbſtmörder des
Abendlandes, eines Sokrates, Cato, Brutus und Seneca.
Im Volk gehen die Erzählungen von den durch Harakiri
Gefallenen von Mund zu Mund und die berühmteſte
die=
ſer Geſchichten, die von den 47 Ronin, kennt jedes Kind.
Dieſer denkwürdige Vorfall, der ſich am 31. Januar 1703
ereignete, war veranlaßt, durch den Untergang eines Edlen,
Aſano, den der Samurai Kira ins Verderben geſtürzt hatte.
47 der Krieger Aſanos, die durch den Tod ihres geliebten
Führers zu herrenloſen Soldaten, zu Ronin, geworden
waren, drangen zwei Jahre ſpäter in das Haus Kiras,
töteten, was ſich ihnen entgegenſtellte, und ſchlugen dem
Feigling, der nicht den Mut fand, ſich ſelbſt das Leben zu
nehmen, den Kopf ab. Dann zogen die 47 in guter
Ord=
nung zum Sengakuyi=Tempel; das Volkk jubelte ihnen zu.
Blumen und Liebesgaben begleiteten ſie bis zur
Tempel=
pforte. Dort erwartete ſie der Prieſter, auf Aſanos Grab
ward feierlich das abgeſchlagene Haupt Kiras gelegt. Und
dann, mit allen Zeremonien, verübten die 47 Harakiri.
Nicht einer von ihnen blieb am Leben.
C) Wie der Kapitän Trench in der Zitadelle von Glatz
lebt. Der Vater des Kapitäns Trench hat nach langen
Bemühungen die Erlaubnis erhalten, mit ſeiner Tochter
ſeinen im Auguſt 1910 wegen Spionage verurteilten Sohn,
den Kapitän Bernard Trench, in der Zitadelle von Glatz
zu beſuchen, und er erzählt nun in Londoner Blättern
aus=
führlich von ſeinen Erfahrungen. Seine Schilderung endet
mit der Feſtſtellung, daß er glücklich ſei, zu wiſſen, daß die
deutſchen Behörden gegenüber ſeinem Sohn alles tun, was
im Bereich ihrer Pflicht liegt. Seit der Flucht des
fran=
zöſiſchen Kapitäns Lux ſind allerdings die Beſtimmungen
erheblich verſchärft. Trench darf keine engliſchen Zeitungen
leſen und er darf nur mit ſeinem Vater jeden Monat einen
Brief austauſchen. „Aber er iſt munter und geſund,”
er=
zählte der Vater, „die Gerüchte über ſeinen
Selbſtmord=
verſuch anfangs dieſes Jahres waren natürlich nicht wahr.
Meine Tochter und ich erhielten die Erlaubnis, Glatz zu
beſuchen, durch unſer Auswärtiges Amt, das dieſe endlich
bei der deutſchen Regierung durchſetzte. Ein junger
Ar=
tillerieleutnant war in Glatz zu unſerer Verfügung
ge=
ſtellt, der als Sohn einer engliſchen Mutter ausgezeichnet
engliſch ſprach und unſeren Aufenthalt in jeder Weiſe
er=
leichterte. Meine Tochter und ich durften den Kapitän
Trench nicht zuſammen ſehen, wohl weil man — was ja
ſchon vorgekommen iſt — befürchtete, er könnte in den
Kleidern ſeiner Schweſter entfliehen. An vier aufeinander
folgenden Tagen durften wir ihn eine Stunde im Beiſein
des deutſchen Offiziers ſprechen. Beim General von
Gre=
gory, dem Kommandanten der Feſtung, der uns
freund=
lich empfing, mußten wir zunächſt eine Erklärung
unter=
ſchreiben, daß wir keine politiſche Unterhaltung pflegen
und auch nicht irgendwie Fluchtpläne begünſtigen würden.
Endlich gelangten wir zu meinem Sohn. Er war in
einem komfortablen Zimmer, das unter den
Verſchanzun=
gen liegt, an einem von hohen Mauern umgebenen Hof.
Sein Zimmer iſt wie ein Studierzimmer ausgeſtattet; ein
Bett ſteht darin, ein bequemer Armſtubl, zwei
Bücher=
ſchränke mit deutſchen und engliſchen Werken und ein
Petroleumofen, auf dem er ſich alles allein kocht, obwohl er
ſeine Mahlzeiten aus einem Reſtaurant der Stadt holen
laſſen könnte. Eine Anzahl Kanarienvögel ſangen und
ſchwirrten in dem Raum umher, und mein Sohn erzählte
mir, daß der General von Gregory ihm am Beginn ſeiner
Gefangenſchaft geraten habe durch die Haltung und Pflege
einiger Vögel ſich ſeine Einſamkeit zu erleichtern, und daß
er ihm ein Paar Kanarienvögel aus Breslau habe
kom=
men laſſen, die ſich nun ſchon vermehrt hätten . ‟ Früher
durfte Kapitän Trench mit anderen Gefangenen zuſammen
ſein; ſeit der Flucht des Kapitäns Lur iſt dies nicht mehr
geſtattet, aber er darf nach Belieben auf dem Hofe Sport
treiben, beſonders Golf. Croquet iſt ihm verboten,
nach=
dem der franzöſiſche Hauptmann die eiſernen Bügel beim
Oeffnen einer Tür benutzt hat. Kapitän Trench darf ſich
Wein, Bier und Tabak holen laſſen, aber er macht nur
wenig von der Erlaubnis Gebrauch. Er kann zu Bett
gehen und aufſtehen, wann es ihm beliebt, und fünf
Stun=
den darf er auf dem Hofe verweilen. Auch die Beſchränk=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
wäre doch Antwort da. Wir Bürgermeiſter ſind mit
war=
mem Herzen bei dem ſo wichtigen und gerechtfertigten
Verlangen der Arbeiter, wir müſſen und wollen alle mit
ganzer Kraft dahin wirken, daß der Staat hier ſeine
Pflicht tut. In der weiteren Diskuſſion werden die
vor=
getragenen Beſchwerden noch im einzelnen geſchildert
und dann einſtimmig der Antrag angenommen: „Die
heſſiſche Regierung und die Eiſenbahndirektionen mögen
darauf hinwirken, daß möglichſt bald die
Verkehrsver=
hältniſſe der Orte Groß=Zimmern, Dieburg, Münſter,
Eppertshauſen, Ober=Roden mit dem Frankfurt=
Offen=
bacher Wirtſchaftsgebiet derart geändert werden, daß den
in Betracht kommenden vielen hundert Arbeitern, die in
Frankfurt=Offenbach dauernd beſchäftigt ſind, der tägliche
Verkehr zwiſchen ihren Wohnorten und ihren
Arbeits=
orten ermöglicht werde.‟ Es wurde dann zur weiteren
Führung der Angelegenheit eine Kommiſſion gewählt,
die beſtehen ſoll aus den vier Bürgermeiſtern, den
Land=
tagsabgeordneten Eißnert und Uebel den
Gemeindever=
tretern Pullmann und Herbert=Groß=Zimmern, Fuchs
und Enders=Dieburg, Roßkopf=Münſter, Gotta=
Epperts=
hauſen und den Referenten Delp=Darmſtadt und
Hütt=
mann=Frankfurt.
* Heppenheim, 17. Sept. Am 4. November d. J.,
vor=
mittags halb 11 Uhr, wird die
Landwirtſchaft=
liche Winterſchule Heppenheim wieder eröffnet.
Die Schule iſt in der Lage, mehr als 50 Schüler
aufzu=
nehmen und dieſen die weitgehendſte Ausbildung zuteil
werden zu laſſen. Landwirten, die Söhne im Alter von
15 bis 18 Jahren haben, kann dieſe Anſtalt nur dringend
empfohlen werden. Söhnen wenig bemittelter Landwirte
können Stipendien gewährt werden.
g. Birkenau, 17. Sept. Das zweijährige Töchterchen
des Steinhauers Peter Maſſelotto fiel geſtern
mor=
gen in einem unbewachten Augenblick in einen Topf
ſie=
denden Waſſers und erlitt hierbei ſo ſchwere
Verletzungen, daß es geſtern abend ſtarb.
Offenbach, 17. Sept. Die Sonderkommiſſion der
Stadtverordnetenverſammlung zur Bekämpfung der
Fleiſchnot hat beſchloſſen, däniſches Fleiſch zu
be=
ſtellen, das bereits nächſte Woche durch die hieſigen Metzger
mit einem Preisaufſchlag verkauft werden ſoll. Ebenſo
werden Fiſche beſtellt, die durch die einſchlägigen
Ge=
ſchäfte vertrieben werden ſollen. — Der 56jährige
ſtädtiſche Vorarbeiter Peter Burhofer ſtürzte
geſtern abend in der Dämmerung die zur Wirtſchaft
„Zum Maintälchen” Mainſtraße 11, gehörige
Keller=
treppe hinab und blieb in bewußtloſem Zuſtande im
Keller liegen. Er hat einen Schädelbrucherlitten
und iſt in verfloſſener Nacht, ohne das Bewußtſein
wie=
der erlangt zu haben, verſtorben. — Die
Erheb=
ung des Brückengeldes an der Heſſen und
Preu=
ßen gemeinſchaftlich gehörenden Mainbrücke bei
Offenbach iſt mit Zuſtimmung der Königlich Preußiſchen
Regierung vom 1. Oktober d. J. ab auf 6 Jahre an den
Verkehrsunternehmer Richard Majewski in Köln
ver=
pachtet worden. Die Verpachtung erfolgte auf Grund
öffentlicher Ausſchreibung, wobei der Genannte das
Höchſtgebot einlegte.
Seligenſtadt, 17. Sept. Der Dachdeckermeiſter R.
Neſſel fiel vom Dach der Gendarmeriewohnung im
Ab=
teihofe. Der Verunglückte mußte ſich in ärztliche
Behand=
lung begeben und iſt längere Zeit arbeitsunfähig. — Das
neunjährige Söhnchen des Fiſchers Th. Beike war in
der Mainanlage auf einen Baum geklettert. Ein Aſt brach,
der Knabe fiel herunter und hat beide Arme
ge=
brochen.
Erhach i. O., 17. Sept. Lt. Erb. Kreisblatt begeht
heute S. E. der Graf Alexander zu Erbach ſeinen 21.
Geburtstag. Aus Anlaß ſeiner Großjährigkeit fand
geſtern im Palais J. D. der Gräfin Arthur ein größeres
Diner ſtatt. Graf Alexander wird, nachdem er Oſtern
dieſes Jahres ſeine Studien am Gymnaſium beendet hat,
am 1. Oktober in die Automobilwerke Benz u.
Co. zu Mannheim eintreten, um dort als Volontär
ein halbes Jahr lang praktiſch zu arbeiten, da er den
Ingenieur=Beruf zu ergreifen gedenkt.
Mainz, 17. Sept. Die Teuerungsdeputation
hielt am Samstag eine Sitzung ab. Da die Stadt Köln,
Zeitungsmeldungen zufolge, mit dem Bezug däniſchen
Viehs gute Erfahrungen gemacht haben ſoll, wurde
Schlachthofdirektor Dr. Peters beauftragt, nach Köln zu
reiſen, um dort genaue Feſtſtellungen über Preis und
Qualität anzuſtellen. — Die Beamten=Baugenoſſenſchaft,
die ſtattliche Wohnhäuſer an der Wallſtraße beſitzt, hat
am Oberen Zahlbacherweg, in der Nähe des neuen
Kran=
kenhauſes, 4612 Quadratmeter Gelände angekauft und
läßt dort 15 Einfamilienhäuſer in geſchloſſener
Bauweiſe errichten. Außerdem befinden ſich dort bereits
vier Privatvillen.
nz. Mainz, 17. Sept. Bei dem Umbau eines
Muſik=
tempels auf dem Schillerplatz in eine
Transformator=
ſtation für die Straßenbahn wurde heute vormittag in
4½ Meter Tiefe ein ſteinerner Koloſſallowe
freigelegt. Das Tier ruht in ſitzender Stellung auf
einer Steinplatte, die noch nicht vollſtändig ausgegraben
iſt und hat eine Süd-Nordrichtung (Sehrichtung), doch
iſt der Kopf um 90 Grad nach Weſten gedreht. Man
ver=
legt die Entſtehungszeit des intereſſanten Kunſtwerkes in
das 9. Jahrhundert. Das Material iſt weicher
Rotſand=
ſtein. Die Arbeit iſt außerordentlich ſchön ausgeführt;
vor allem feſſelt der Kopf durch ſeine Prägnanz und Tiefe
der Züge. Welche Größe der Fund hat, geht daraus
her=
vor, daß die Höhe von Platte bis Scheitel zirka 1,40
Me=
ter, die Länge 1,80—2 Meter der Durchmeſſer des Halſes
etwa 60 Zentimeter hat. Der Fund iſt bei der
unver=
muteten Ausgrabung nur geringfügig beſchädigt worden
und wird dem Städtiſchen Muſeum einverleibt werden.
Man vermutet, infolge der Stellung des Löwen, daß noch
ein zweiter vorhanden iſt, ſo daß beide etwa ein Portal
oder dergleichen flankiert haben.
Mainz, 17. Sept. Der Friedhofarbeiter Otto Kreß,
der vor drei Wochen verſchwunden iſt und deſſen Leiche,
wie gemeldet, aufgefunden wurde, hat aus Furcht vor
Strafe Selbſtmord verübt. K. hatte von einer
hieſigen Familie den Auftrag erhalten, ein Grab mit
Steinen einzufriedigen. Um dies billig zu bewerkſtelligen,
entnahm er die Einfriedigung von einem anderen Grabe,
wurde aber bei der Grabſchändung erwiſcht. Kreß wurde
vorläufig auf das Tiefbauamt verſetzt. Da ihm eine
ſchwere Strafe bevorſtand, hat ſich K. dieſer durch
Selbſt=
mord entzogen.
Worms, 17. Sept. Im hieſigen Feſtſpielhauſe finden
gegenwärtig von Wormſer Bürger und Bürgerinnen
aufgeführte Feſtſpiele ſtatt, die das hiſtoriſche
Cha=
rakterbild von Otto Devrient „Guſtav Adolf” zum
Gegenſtand haben. Die volkstümliche, echte deutſche Art
der Devrientſchen Dichtungen verfehlt auch diesmal
wie=
der nicht ihre große Wirkung. Die Vorſtellungen erfreuen
ſich eines enormen Beſuches und bei der geſtrigen fünften
Aufführung herrſchte wahre Feſtſtimmung und große
Be=
geiſterung. Um verſchiedenen Wünſchen gerecht zu
wer=
den, hat ſich der Spielausſchuß entſchloſſen, noch zwei
weitere Vorſtellungen einzuſchieben, die am Donnerstag
und Samstag, abends 7 Uhr, im ſtädtiſchen Spiel= und
Feſthauſe ſtattfinden. Kartenbeſtellungen nimmt der
Hausmeiſter des Feſthauſes telephoniſch (905) oder
ſchrift=
lich entgegen.
Oppenheim, 17. Sept. Vom Großh. Miniſterium des
Innern iſt dem Schüler Jacob Schmitt in
Anerkenn=
ung der von ihm mit Mut und Entſchloſſenheit
bewirk=
ten Rettung des 4½jährigen Töchterchens des
Schreiner=
meiſters Friedrich Rooſen von hier vom Tode des
Er=
trinkens eine Geldprämie von 25 Mark verliehen
wor=
den. Auch von dem Vater des Kindes hat der mutige
Retter einen Geldbetrag erhalten.
Oſthofen, 17. Sept. Der 35jährige Bureaudiener
Lud=
wig Dietzer iſt nach Unterſchlagung von 400 Mark
fluchtig gegangen. In einem Brief aus Karlsruhe
an ſeine Familie hat er erklärt, daß er ſich an einem
ein=
ſamen Orte erſchießen wolle.
Bingen, 17. Sept. Die geſtrige Tagung des
Ver=
bandes Deutſcher Gewerbevereine und
Handwerkervereinigungen war von ſämtlichen
gewerblichen Verbänden Deutſchlands beſchickt und
infolge=
deſſen gut beſucht. Die Tagung wurde von dem
Vor=
ſitzenden des Verbandes, Herrn Geh. Regierungsrat
Noack=Darmſtadt eröffnet, der den Herrn Kreisrat Dr.
Steeg als Vertreter der Heſſiſchen Regierung, ſowie die
anderen Regierungsvertreter begrüßte. Den Kaſſenbericht
erſtattete der Rechnungsführer, Herr Mahr=Darmſtadt.
Danach hatte der Verband an Einnahmen im letzten
Rech=
nungsjahr 24000 Mark, Ausgaben 19000 Mark, ſo daß
rund 5000 Mark übrig blieben. Das Vermögen des
Ver=
bandes beziffert ſich jetzt auf 41761 Mark, von denen
37000 Mark in mündelſicheren Wertpapieren angelegt ſind.
Die finanzielle Lage des Verbandes ſei günſtig und man
hoffe auch fernerhin, obwohl im Vorſtandsrat die
Herab=
ſetzung der Verbandsbeiträge beſchloſſen worden wäre, auf
eine günſtige Entwicklung. Hierauf hielt Herr
General=
leutnant Erz. v. Pawlowski=Hannover einen Vortrag
über „Die Mitarbeit der Gewerbe= und
Handwerkerver=
eine an der Lehrlingsfürſorge, insbeſondere die
Notwen=
digkeit der körperlichen und ſittlichen Ertüchtigung der
deutſchen Jugend‟ — Es folgte ein Vortrag des Herrn
Hauptlehrers Schindel=Alsfeld über „Daz
Berechtigungs=
weſen der gewerblichen Unterrichtsanſtalten” Auch
hier=
über entwickelte ſich eine Ausſprache mit anſchließender
Annahme der Grundſätze, worauf die geſtrigen
Verhand=
lungen ihren Abſchluß fanden.
Nieder=Saulheim, 17 Sept. Auf ſchreckliche Weiſe iſt
hier das 1½jährige Kind des Landwirts J. Müller
ums Leben gekommen. Das arme Kind
verbrühte=
ſich an einem Gefäß mit kochendem Kaffee, der ſich über den
kleinen Körper ergoß, derart ſchwer, daß nach kurzer
Zeit=
der Tod eintrat.
(*) Gießen, 16. Sept. Heute war Reiterfeſt, auch
ſtieg der Flieger nochmals auf. Der Beſuch der
Kreis=
ſchau war infolge dieſer wichtigen Ereigniſſe auch heute
ſtark. Geſtern waren wohl an 15000 Menſchen zur
Aus=
ſtellung gekommen, ſo daß man den Geſamtbeſuch an den
drei Tagen auf 20000 Perſonen ſchätzen kann. Dem
heuti=
gen Rennen wohnten wieder Fürſt Karl zu Lich und ſeine
Gemahlin bei.
— Gießen, 17. Sept. Der Heſſiſche
Desinfek=
torenverband hatte am Sonntag, den 15. Sept.,
einen recht feierlichen Akt zu verzeichnen. Durch eine
De=
putation wurde dem neu ernannten
Ehren=
mitglied, Herrn Medizinalrat Dr. Bötticher in
Gießen, die Ehrenurkunde überbracht. Der erſte
Vorſitzende des Verbandes, Herr Herling= Darmſtadt,
überreichte dieſelbe mit einer kurzen Anſprache an Herrn
Dr. Bötticher, worauf dieſer hocherfreut über die Ehrung
ſowohl, als auch über die geſchmackvolle Ausführung des
Diploms herzlich dankte. Die Deputation, welche von
Herrn und Frau Dr. Bötticher dann aufs gaſtfreundlichſte
bewirtet wurde, lud denſelben zu der im November in
Friedberg tagenden Verſammlung ein, zu der bereits
auch das Großh. Kreisamt, ſowie Herr Kreisarzt
Medi=
zinalrat Dr. Nebel=Friedberg, zugeſagt haben. Auch Herr
Dr. Bötticher, der ein ſehr großer Förderer des heſſiſchen
Desinfektionsweſens iſt, nahm mit Freuden an. Nach
einer Stunde gemütlichen Zuſammenſeins verabſchiedete
ſich die Deputation von Herrn und Frau Dr. Bötticher
herzlichſt mit dem Wunſche auf ein frohes Wiederſehen in
Friedberg.
* Büdingen, 17. Sept. Man ſchreibt uns: Es regnek
hier wie allerwärts. Wir Büdinger ſchauen uns die
Augen aus nach Gäſten — doch wer hätte bei dieſem
Hundewetter ſo viel mehr an Stimmung, daß er das
Dornröschen Oberheſſens, unſer ſchönes Büdingen,
auf=
ſuchen möchte. Es liegt ſo ſchön parat zum Kuß, und
niemand iſt, der küſſen will. Mißgelaunt und
übel=
geſtimmt habe ich heute morgen meine Schritte nach der
Ausſtellung gelenkt, und ſiehe da, Dornröschen
iſt wach geworden und hat mich alten Griesgram
wieder munter werden laſſen. Ich hätte gewünſcht, meine
zahlreichen Freunde in Frankfurt, Hanau, Gießen und
was ſonſt noch drumherum iſt, hätten ſich mit mir freuen
können an dem ſtimmigen und gemütvollen Ausdruck,
den Vogelsberger Leben und Eigenheit in Farbe und
Form in der Kunſtabteilung gefunden haben. Wir machen
zunächſt die Bekanntſchaft mit den fleißigen,
umfangrei=
chen Arbeiten des Baurats Diehm. Die Gemälde zeugen
von treuem Fleiße und ſcharfer Beobachtung. Neben der
mit liebender Sorgfalt ausgearbeiteten Kleinmalerei
überraſcht uns Bahner mit kühner Farbenſprache und
gewandter Technik. Hält er ſich auch noch von den
Exzeſ=
ſen unſerer Futuriſten oder derer vom „blauen Reiter”
fern, ſo geht er doch den geſunden Anregungen der
Mo=
dernen nicht aus dem Wege. Ungemein anſprechend ſind
ſeine Zeichnungen; klein, zierlich und oft von packender
Sprache. Die ganze Poeſie oberheſſiſcher
Straßenbilder=
mit ihren intimen Stimmungen, mit dem duftigen
Schleier der Heimlichkeit, gibt uns Landgrebe in
ſei=
nen Zeichnungen und Aquarellen. Unter ihnen muten
uns beſonders die Ronneburg=Darſtellungen wie ein.
Märchen an. — Sieh da! Wagt ſich da einer, der nur mit
ſchwarzem, ſprödem Metall arbeitet, unter die Geſellſchaft
der Meiſter von Licht und Farbe, Kunſtſchloſſer Sann=
Weitershain. Recht ſo, er iſt ein Künſtler von Gottes
Gnaden, der das Material derart meiſtert, daß man von
einem Maler in Eiſen reden könnte. Mit freudiger
Ueber=
raſchung ſehen wir die Originalzeichnungen eines
Ubbe=
lohde, der wohl jedem mit ſeinen bekannten
Repro=
duktionen in Kunſtzeitſchriften und auf Poſtkarten viel
Freude gemacht hat. Wie feinſinnig weiß er uns zu
er=
zählen in ſeinen Schilderungen maleriſcher Büdinger
Straßenwinkel, die wie lauſchige Geſchichten anmuten.
Liebe Blumengrüße bietet uns Fräulein Lina Weber in
ihren duftigen Stilleben. Die Künſtlerin leiſtet
gleich=
zeitig Hervorragendes auf dem Gebiete der Keramik.
Eimer! Es iſt wirklich Einer, ein Einziger — ich habe
mich geärgert und dabei gefreut! Geärgert über die
in=
fam ſpitzbübiſchen Geſichter ſeiner Kobolde, gefreut über
den lieben Schalk, der aus dieſen ſchelmiſchen Augen
blin=
zelt. Alles lebt, ob er einen Küchenſchrank oder einen
Gnom ma-lt. Ein echter Oberheſſe! Läßt mit 20 Jahren
Ochs und Pflug ſtehen und überſetzt, was er erlebt, auf
die Leinwand. Stillſinnig geht Gönner ſeine eigenen
ung im Briefwechſel iſt erſt ſpäter eingetreten, und die
Briefe vom und an den Vater werden von den Behörden
geleſen. Er hat keine Gelegenheit engliſch zu jemand zu
ſprechen. „Er ſchien ſehr vergnügt,” ſchloß der Vater
ſeinen Bericht, „während wir dort waren, und er war
ent=
zückt, wenn ſeine Kanarienvögel ſich auf ſeinen Kopf ſetzten
und aus ſeiner Hand aßen. Es war eine große
Erleich=
terung für uns, meinen Sohn zu ſehen und ihm von
Hauſe zu erzählen. Es war gewiß unſere glücklichſte
Ferienreiſe.”
* Die Technik der Pariſer Hundediebe. In Paris
allein werden täglich 350 Hunde geſtohlen. In den
ein=
ſameren Gegenden der Stadt arbeiten die Hundediebe
ge=
wöhnlich in kleinen Trupps. Mit einem großen Wagen
begeben ſie ſich am Abend zu der Stunde, wo die Hunde
heruntergelaſſen werden, auf den Raubzug. Behutſam
ſpähen ſie nach allein promenierenden Tieren aus, und
kaum ſind dieſe um eine Ecke verſchwunden, ſodaß ſie von
ihrem Beſitzer nicht mehr geſehen werden können, ſo ſind
ſie mit raſchem Griff in dem Wagen untergebracht. Die
Beute ſind aber gewöhnlich nur einfache Straßenhunde;
der vornehmere Hundedieb, der es auf den koſtbaren
Lieb=
ling einer eleganten Dame abgeſehen hat, begibt ſich allein
an ſein ſchwieriges Werk. Er beſucht in eleganter
Klei=
dung die vornehmen Modemagazine, die faſhionablen
Ge=
ſchäfte die einen reichen Kundenkreis unter den
vorneh=
men Damen haben, und weiß in ſehr geſchickter Form, den
King, Charles oder For einer Mondäne von ihr zu
tren=
nen und dann mit ihm zu verſchwinden. Dabei wird
bis=
weilen ein ingeniöſes Mittel angewendet: der
Hunde=
fänger ſteckt ein Stück Fleiſch oder Wurſt in ſeinen Strumpf.
Sobald der Hund den ihm ſo angenehmen Geruch wittert,
folgt er dem Diebe und wird dann leicht ſein Opfer. Für
die finanzielle Verwertung der geſtohlenen Hunde ſorgt
eine ſehr ſtraffe Organiſation der Hundediebe, die ihre
Rendezvous=Plätze und ihre Depots für die lebendige
Diebesbeute haben. Die Tiere werden gut verſorgt, bis
man ſie wieder verkauft oder als „ehrlicher Finder” gegen
gute Belohnung der unglücklichen Herrin wiederbringt.
Auf ſolche „ehrliche” Weiſe verdient man bisweilen mehr
als durch den Weiterverkauf.
Johannes Lippmann=Ausſtellung in der
Kunſthalle.
Der Kunſtverein für das
Großherzog=
tum Heſſen hat ſoeben in der Kunſthalle eine
Kollek=
tivausſtellung von neueren Gemälden Johannes
Lippmanns, Lichtenberg i. Odenw., eröffnet,
die wohl dazu beitragen wird das Intereſſe weiterer
Kreiſe auf die künſtleriſche Perſönlichkeit und die
Schöpf=
ungen dieſes heimiſchen Malers hinzulenken. Und
Lipp=
mann verdient es ſehr wohl, daß man ſich mit ihm und
ſeinen Werken befaſſe, denn was er in jahrelanger,
emſi=
ger Arbeit, fern vom Lärmen und Haſten der Stadt in
ſeinem idylliſchen Odenwaldwinkel geſchaffen hat, das iſt
bleibendes Gut, keine Talmiware, die die nächſte
Mode=
laune beiſeite wirft. Nicht leicht iſt es ihm allerdings
geworden, ſich durchzuſetzen, die ihm eigene,
charakter=
volle Ausdrucksweiſe zur Geltung zu bringen. Weder
der Senſation noch dem flachen Allerweltsgeſchmack macht
Lippmann Konzeſſionen; unbekümmext um das, was der
jeweiligen Tagesmode heilig iſt, geht er den Weg, den
ihm ſein künſtleriſches Gewiſſen vorzeichnet. So kam es
auch, daß er lange ringen mußte, um ſich die ihm
gebüh=
rende Beachtung zu ſichern, um den Platz zu erobern, auf
den ſein Können Anſpruch erheben darf. Und als man
endlich anfing, ſich mit ihm zu befaſſen, da traten
Gegen=
ſätze in der Beurteilung hervor.
Aber gerade dieſe ſcharfen Gegenſätze bewieſen, daß
in den Werken dieſes Künſtlers doch etwas ſteckte, das ſie
hinausdrängte aus dem Kreis des gewohnten
Mittel=
maßes, daß ihnen eine Kraft innewohnte, die auf der
einen Seite zu packen und anzuziehen verſtand, auf der
anderen zum Widerſpruch reizte. Freundliche
Anerken=
nung von vornherein und auf allen Seiten wird
gemein=
hin nur dem beſſeren Durchſchnitt zuteil. Wo ſich aber
die Anſichten über ein Werk oder einen Künſtler ſchroff
gegenüberſtehen, dürfen wir mit ziemlicher Sicherheit
darauf rechnen, etwas nicht Gewöhnliches, vielleicht
etwas an Größe Erinnerndes vor uns zu haben.
Die Zeit muß erſt das entſcheidende Wort ſprechen.
Und hier hat ſie geſprochen. Denn in den letzten Jahren,
namentlich infolge der Lippmann=Ausſtellungen in allen
größeren Städten Deutſchlands, hat ſich das allgemeine
Urteil über den Künſtler zu einer uneingeſchränkten
Wert=
ſchätzung verdichtet.
Man ſieht nun in ihm den echten Heimatkünſtler, der
ſeine Stoffe der ihm vertrauten Umgebung entnimmt
und ſie mit Eigenem durchtränkt, nie aber dabei einſeitig
wird und in der Enge des Vierpfähletums erſtarrt,
ſon=
dern das Weſen der Dinge erkennt und im Beſonderen
das allerſeits Gültige wiedergibt. Die Landſchaft, wie
ſie ſein tiefblickendes Auge erſchaut und ſeine Hand
ge=
ſtaltet, trägt wohl die unverkennbaren Züge des
Oden=
walds, aber ſie atmet auch den Geiſt der deutſchen
Land=
ſchaft überhaupt; der derbknochige Bauer und das
rot=
backige Mädchen ſind typiſche Kinder des Heſſenlandes,
aber ſie ſpiegeln zugleich das innerſte Weſen des deutſchen
Bauerntums.
Lippmanns Gemälde ſind deshalb keine mechaniſchen
Nachbildungen irgend welcher Motive, die dem Künſtler
in der Natur entgegentreten, ſondern ſie ſind perſönlich
aufgefaßt, durchtränkt mit ſeinem Geiſte und neu geſtältet.
Zum Geſtalten und Bilden zwingt ihn eine innere
Not=
wendigkeit, und ſo zeigen denn auch ſeine Schöpfungen
lebendige Kraft, die dem Nuräſtheten vielleicht oft als
derb erſcheint, die aber doch immer das Natürlich=Schöne
verkörpert. Er iſt Meiſter in der Wiedergabe von
Be=
wegungen und großen Linien, in der Zuſammenſtellung
von Formen, von Hell und Dunkel. Er beſitzt die Gabe,
den Raum vollkommen auszunutzen und auszugeſtalten
und die Farben gegeneinander abzuſtimmen. Das
Un=
weſentliche gilt ihm nichts, das Eigentliche alles.
In der Arbeit des Bauern erblickt er z. B. die rein
menſchliche, einfache Kraft in der Bewegung, in der
ruhig=
ſtillen Landſchaft intereſſiert ihn neben der maleriſchen
Geſamtſtimmung der ſchlichte, großzügige Aufbau in der
Kompoſition. Nie malt er in der Natur zufällige
Aus=
ſchnitte oder die ſogenannte „ſchöne Ausſicht”, ſein Werk
will eine in ſich geſchloſſene Einheit von Maßen, Formen
und Farben darſtellen, die als untrennbare Beſtandteile
den Bildgedanken geben.
Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912=
Seite 5.
Wege. Seine Bilder ſind das Hohe Lied auf die
ober=
heſſiſche Heimat, duftig und farbenfroh. Keck und kühn
arbeitet Fries. Flammende Lichter weiß er aufzuſetzen;
in ſeinen Bildern flackert und glaſt das Licht, und wieder
fängt er das Licht und gibt es wieder, gedämpft, in ſtiller
Farbenharmonie. Und nun Ködding. Er redet, ſage
ich, redet, und ich ſage nicht zu viel, in ſeinen
Porträt=
plaketten. Er ſingt das Lob der Arbeit in ſeinen kräftig
urwüchſigen Geſtalten: dem Steinbrecher, dem
Kartoffel=
gräber und dem Senſenwetzer. Stille Behaglichkeit haucht
ſeine Miß Cook; düſterer, ſchwerer Ernſt liegt in ſeinem
„Abſchied”, und namentlich in der „Grablegung.” — Unſer
Gang durch die Kunſtabteilung iſt zu Ende. Unmöglich
iſt im kleinen Rahmen dieſer Skizze alles zu bringen, was
des Erwähnens und Schilderns wert geweſen wäre,
Froſtig und kalt war ich gekommen, warm und belebt
der=
laſſe ich die Ausſtellung und nehme mir heute nicht
ein=
mal Zeit, einen Blick zu werfen in die anderen
Abteil=
ungen der gutbeſchickten „Vogelsberger Ausſtellung‟ Die
Gefühle, die in mir ausgelöſt ſind, möchte ich unberührt
hinaustragen, und ſiehe da, warmes, leuchtendes
Sonnen=
licht flutet über Alt=Büdingen, über Burg, hochgiebelige
Dächer und Mauerkranz.
Bei den „Bauern im Wirtshaus” iſt der
Bildgedanke ein Gruppenproblem, das in der Figur des
Vorleſenden konzentriert iſt.
In den „Baumfällern” wurde eine große
Lebendigkeit des Eindrucks erreicht. Die
zuſammen=
gehaltene Kraft der Gruppe klingt in der
Silhouetten=
wirkung der vorderſten Geſtalt rechts aus und wird ſo
zu einer kühnen Diagonalkompoſition.
Ein Bild von großer Form= und Farbenanſchauung
iſt die „Frau im Felde” In einer mit ſatten Farben
gemalten Abendlandſchaft lehnt ein müdes Weib auf
einer Hacke und die einfachen und großzügigen Formen
des Ganzen vermitteln mit zwingender Kraft den
Ein=
druck der Ruhe.
Fein differenzierte Farbwerte zeichnen das Bild
„Pflügender Bauer mit Pferden” aus. In
leichter und lockerer Malerei läßt Lippmann hier das
Licht durch die Frühlingslandſchaft ſtrömen, die
kraft=
volle Bewegung der Pferde iſt von zwingender
Lebendig=
keit. Den glänzenden Eindruck, den er in dieſem Bilde
erzielt, erweckt er auch mit dem Gemälde „Hinter dem
Dorf” in dem das wunderbare Spiel der
Sommer=
ſonne, durch die Bäume über die blumige Wieſe
hin=
gleitend, zu ſtarker Wirkung gebracht wird.
Ein außerordentlich reizvolles, faſt an Millet
ge=
mahnendes Werk iſt der „Schäfer” der an einem
lich=
ten Frühlingsabend die Herde heimwärts führt. Der
„Großvater”, der mit dem Enkel auf der Ofenbank
ausruht, zeigt wieder alle Vorzüge Lippmannſcher
Aus=
drucksweiſe: einfache, große Linien des Aufbaus, Ruhe
und Geſchloſſenheit der Kompoſition und warme
Farben=
gebung. Es wäre ungerecht, aus der 16 Gemälde
um=
faſſenden Kollektion einzelne beſonders hervorheben zu
wollen, denn die ganze Sammlung enthält Ein Bild, das
nicht vollwertig genannt werden müßte. Sie offenbart
als geſchloſſenes Ganzes die in ernſter Selbſtzucht und
Selbſtkritik gereifte Kunſt dieſes Heimatmalers, der auf
der Höhe ſeines Könnens ſteht und von dem wir noch
vieles Gute erwarten dürfen. H. L. Linkenbach.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Sept. Als erſtes
Beileids=
telegramm iſt bei derFrau desOberbürgermeiſters
Kirſch=
ner in Ehrward am Samstag nachmittag ein Telegramm
des Kaiſers eingegangen. Die Beerdigung Dr. Kirſchners
wird Mittwoch abend 6 Uhr auf dem ſtädtiſchen Friedhofe
in Friedrichsfelde erfolgen. Die kurze Andacht wird
Prediger Hans Fiſcher von der Markuskirche halten. —
Das Denkmal für den Reichstagsabgeordneten M.
Liebermann v. Sonnenberg, das von perſönlichen
Freunden geſtiftet iſt, wird morgen nachmittag 3 Uhr, auf
dem Kirchhof des kgl. Invalidenhauſes eingeweiht. Die
Weiherede hält Diviſionspfarrer Heiſe. Das Denkmal iſt
die Schöpfung des bekannten Bildhauers Hans Dammann
(Grunewald), der ſeinerzeit als Sieger aus dem
Wett=
bewerb hervorging. — Ueber die ſchwere
Fleiſchver=
giftung, von der ſieben Perſonen betroffen wurden,
wird weiter berichtet: Nach dem Genuß ſelbſtzubereiteter
Gänſeleberpaſtete iſt die fünf Köpfe ſtarke Familie des
Kaufmanns Bernhard Kasket, Krauſenſtraße 37, ſowie
das Dienſtmädchen und eine ſechsjährige Tochter des
Por=
tiers ſchwer erkrankt. Die Gans, die aus einer der erſten
Geflügelhandlungen ſtammte, wies keinerlei Anzeichen von
Verdorbenheit auf und war am Tage vorher von allen
Familienmitgliedern genoſſen worden, ohne daß ſich
irgend=
welche Spuren von Uebelkeit eingeſtellt hätten.
Infolge=
deſſen beſtand auch kein Verdacht, daß die Leber
ungenieß=
bar ſein könnte. Den Bemühungen der ſchleunigſt
herbei=
gerufenen Aerzte gelang es, bei den Mitgliedern der
Fa=
milie Kasket die beſtehende Lebensgefahr zu beſeitigen.
Das Kind des Portiers, das eine Koſtprobe erhalten hatte,
iſt ebenfalls außer Gefahr. Dagegen mußte das
Dienſt=
mädchen nach dem Krankenhauſe gebracht werden, wo es
ſchwer darniederliegt. — Die Kriminalpolizei hob
heute abend in der Wohnung des früheren
Zigarrenhänd=
lers Emil Mihlan in der Kneſebeckerſtraße eine
Buch=
macherzentrale aus, wobei mehrere tauſend Mark
Wettaelder beſchlagnahmt wurden.
Heidelberg, 16. Sept. Die Leiche des am 19. Auauſt
im Stift Neuburg bei Heidelberg auf ſeltſame Weiſe
ums Leben gekommenen achtjährigen Freiherrn
Alerander v. Bernus iſt auf Veranlaſſung der
Staatsanwaltſchaft vorgeſtern abend auf dem
Ziegel=
hauſener Friedhof exhumiert und zur Feſtſtellung
der Todesurſache nach dem Heidelberger pathologiſchen
Inſtitut übergeführt worden.
Gelſenkirchen, 19. Sept. Die 16jährige Tochter des
Direktors Girſchberg hantierte geſtern mit einem
Revol=
ver. Plötzlich entlud ſich die Waffe und das Mädchen
wurde auf der Stelle getötet.
Pyrmont, 17. Sept. Ein großer und ſeltſamer
Münzenfund wurde in dem benachbarten Dorfe
Grie=
ßen gemacht. Spielende Kinder fanden in dichtem
Ge=
ſtrüpp einen Topf voll alter Münzen, im ganzen nicht
weniger als 1800 Stück. Die Münzen ſtammen aus dem
15., 16. und 17. Jahrhundert und ſind ſehr wertvoll.
Hamburg, 17. Sept. Auf einem engliſchen, von
Ro=
ſario (Braſilien) in Hamburg eingetroffenen Dampfer
ſind zwei Peſtfälle vorgekommen. Der erſte Fall
hat tödlich geendet, der zweite Kranke befindet ſich im
Quarantänelazarett zu Groden bei Kurhaven. Der
Dampfer hat Hamburg und Kurhaven bereits verlaſſen.
Die erforderlichen Vorſichtsmaßregeln ſind unverzüglich
getroffen worden. Zur Beunruhiaung der
Bevölke=
rung liegt, wie weiter amtlich verſichert wird. ein Anlaß
nicht vor. Die vorzüglichen ſanitären Einrichtungen, die
in Hamburg zur Bekämpfung eingeſchleppter Seuchen
ge=
troffen ſind, ſowie auch die Exaktheit, mit der in der bei
Kuxhaven liggenden Quarantäneſtation Groden
vorge=
gangen wird, gewährleiſten einen völlig ſicheren Schutz
gegen eine Verbreitung der Seuche.
Krailsheim, 16. Sept. Geſtern abend 6 Uhr fuhr das
Automobil des Prinzen Biron von
Cur=
land, der ſich auf der Fahrt nach ſeinem Schloſſe
War=
tenberg in Schleſien befand, an einer ſteilen Böſchung am
Eingange in den Ort Martakappel gegen eine
Tele=
graphenſtange und überſchlug ſich. Der Prinz zog ſich
eine unerhebliche Verletzung zu, während der
Chauffeur und der Diener mit dem Schrecken davonkamen.
Das Automobil iſt größtenteils verbrannt.
Hirſchberg, 16. Sept. Der Kamm des Rieſengebirges
iſt ſeit geſtern mit einer dicken Schneeſchicht
be=
deckt.
Allenſtein, 17. Sept. Bei der geſtrigen Feſtungsübung
bei Lötzen photographierten und ſkizzierten zwei elegante
Fremde. Beide entflohen, als ſie ſich beobachtet ſahen.
Einer wurde ergriffen und als Spion verhaftet.
der andere entkam. Die Unterſuchung wird ſtreng geheim
geführt.
Lens, 16. Sept. In einer Zeche zu Oſtricourt
entſtand infolge des durch ein Strohfeuer verurſachten
Qualmes eine große Panik. Alle Bergleute ſtürzten
zum Aufzug und verlangten, ſofort hinaufbefördert zu
werden. Um auch die unter der Bevölkerung
hervorge=
rufene Aufregung zu beſchwichtigen, ließen die Ingenieure
ſämtliche Bergleute zutage bringen.
Amiens, 17. Sept. Drei Arbeiter der Nordbahn,
die bei Longneau mit der Errichtung einer
Kohlenver=
ladungsbrücke beſchäftigt waren, wurden von dem
Ex=
preßzug Paris-Calais erfaßt. Zwei wurden getötet,
der dritte ſchwer verletzt.
London, 17 Sept. Carden Hall der berühmteſte
Hochſitz in Cheſhire in der Nähe von Broxton iſt geſtern
nacht durch Feuer vollſtändig zerſtört worden.
Der Schaden wird, abgeſehen von den im Schloſſe
aufbe=
wahrten Kunſtwerken, auf über 1¼ Millionen Mark
ver=
anſchlaat.
Belfaſt, 17. Sept. Bei den Krawallen anläßlich
der Fußballſpiele wurden 150 Leute leicht verletzt, viele
ſehr ernſt. Es wurde mit großer Erbiſterung und Roheit
gekämpft. Ein Mann ſaß auf einer großen Kiſte und
feuerte kaltblütig in ſeine Gegner hinein. Vonn 500
Da=
men, welche auf der Tribüne waren, fielen viele in
hyſte=
riſche Kämpfe. Die Ambulanzwagen wurden teilweiſe
zertrümmert.
Socorro (am Rio Grande Neu=Mexiko)), 16. Sept.
Der amerikaniſche Multimillionär Luna wurde bei der
Inſpizierung ſeiner ausgedehnten Ländereien von ſeinem
plötzlich ſcheuen Pferde geworfen. Er flog in einen
großen Keſſel, der zur Verarbeitung von Konſervenfleiſch
diente. Es wurde als Leiche herausgeholt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil oor.)
— Sinfonie=Konzerte der Hofkapelle.
Ein reichhaltiges, mit Sorgfalt zuſammengeſtelltes
Pro=
gramm und hervorragende, zum Teil hier noch unbekannte
Soliſten, das ſind die hervortretenden Merkmale der in
Ausſicht ſtehenden Darbietungen, die in der üblichen
Ver=
teilung auf 6 Konzerte im Hoftheater den Mittelpunkt der
öffentlichen Muſikpflege Darmſtadts bilden. Große
Auf=
gaben erwachſen dem Orcheſter, das im 1. und 6. Konzert
durch auswärtige Kräfte bedeutend verſtärkt wird, durch
die Sinfonien in D-moll von Mahler, die D-moll=Sinfonie
von Bruckner, ein „Konzert im alten Stil” von Mar
Reger, ſowie die Es=dur=Sinfonie von Mozart und Nr. 1
und Nr. 5 von Beethoven. — Kleinere Inſtrumentalwerke
von bekannten neueren Tonſetzern: Paul Juon, Debuſſy,
Rich. Strauß und ſolchen, die mit ihren ſchöpferiſchen
Gaben noch um die Palme des Ruhmes ringen, wie J.
Cleuver und Keußler bieten eine Fülle intereſſanten Stoffs
auf dem Schaffensgebiete der neuzeitlichen Tonkunſt. Wenn
von den ſoliſtiſch mitwirkenden Künſtlern die Namen
Frieda Kwaſt=Hodapp, Marie Philippi und Hugo Becker
zuerſt genannt werden, ſo weiß jeder in muſikaliſchen
Din=
gen Unterrichtete, daß er hier nur erſtklaſſige Leiſtungen
zu erwarten hat. Die drei andern, die Geigerin Edith
von Voigtländer, der Pariſer Pianiſt Alfred Cortot und
Kammerſänger Franz Steiner aus Wien beſitzen neben
ihrem feſtgegründeten Rufe als hervorragende Künſtler
für Darmſtadt auch noch den Vorzug des erſten hieſigen
Auftretens. Möge es den Bemühungen unſerer Hofkapelle,
durch vortreffliche Aufführungen den künſtleriſchen Ruf der
heſſiſchen Reſidenz zu mehren, nicht an gerechter
Wür=
digung fehlen, die ihren beſten Ausdruck in regſter
Abon=
nementsbeteiligung findet.
— Darmſtädter Streichquartett. Zu den
feſt eingebürgerten Konzertgeſellſchaften zählt das ſeit
vierzehn Jahren erfolgreich tätige Darmſtädter
Streich=
quartett. Sein demächſt erſcheinendes Programm zeigt
das bekannte ſichere Verſtändnis für Auswahl und
Anord=
nung der zur Aufführung kommenden Werke. Beſonders
reichhaltig geſtaltet ſich die Darbietung hier noch nicht
öffentlich geſpielter Kompoſitionen, für deren künſtleriſchen
Gehalt die Namen der Autoren die beſte Gewähr bieten.
Zu den wertvollſten Erzeugniſſen der Gegenwart zählen
das C=moll=Streichquartett Op. 16 von Scheinpflug, ein
„Divertimento” für Saiteninſtrumente von Joſ. Haas und
ein Klavierquartett Op. 50 von Paul Jnon, drei Werke,
die mit glänzendem Erfolge im Mai d. J. auf der
Ton=
künſtler=Verſammlung in Danzig aus der Taufe gehoben
wurden. Juon wird die Klavierpartie ſeines Werkes ſelbſt
interpretieren. Eine vom Hergebrachten abweichende durchaus
eigene Geſtaltung erhält der am 18. Nov. ſtaitfindende zweite
Abend, der ausſchließlich dem Schaffen eines bedeutenden
franzöſiſchen Meiſters, Théodore Dubois, gewidmet iſt.
Der im 76. Lebensjahre ſtehende Künſtler war 1896 bis
1905 Direktor des weltberühmten Pariſer Konſervatoriums
und bekleidet als Mitglied der „acadeinie des beaux arts”
eine der höchſten Ehrenſtellen in ſeinem Vaterlande. Mit
ihm kommt eine ausgezeichnete Pariſer Konzertſängerin,
Madame Bureau=Berthelot hierher, deren Liedervorträge
der Komponiſt ſelbſt begleiten wird. An dieſem Abend,
dem 50. des Darmſtädter Streichquartetts,
beteiligen ſich noch der vortreffliche Hofpianiſt Rehberg
aus Frankfurt und der 1. Oboiſt unſerer Hofbühne, Herr
Kreß. Ein, farbenprächtiges, von ſprühendem Leben
er=
fülltes Streichquartett des Ruſſen Gliére, ſowie
auser=
leſene Gaben der Klaſſiker Haydn, Mozart, Beethoven und
das B=dur=Klaviertrio von Schubert mit Herrn Eckel am
Flügel vervollſtändigen den Vortragsplan und verſprechen
eine Fülle edler, erhebender Kunſtgenüſſe, wie ſie nur das
intim=vornehme Gebiet der Kammermuſik zu bieten
ver=
mag. Abonnementsbeſtellungen erledigt die
Hofmuſikalien=
handlung Thies Nachf. (Leop. Schutter), Eliſabethenſtr. 12.
Die Manöver der 25. Diviſion.
Oppenheim, 16. Sept. Seinem Auftrage
ent=
ſprechend trat am Montaa früh 7 Uhr „Rot” den Vor=
marſch auf Wörrſtadt an, während „Blan” aus der Gegend
von Bechtheim auf Spießheim vorging. Noch bevor der
Führer von „Rot” genauere Nachrichten über die Kräfte
von „Blau” erhielt, lief die Meldung ein, daß die „roten”
Hauptkräfte zum entſcheidenden Angriff gegen den ſüdlich
Bornheim=Bechenheim ſtehenden Gegner vorgingen.
Ge=
neralmajor Noeldechen beſchloß, dieſen Angriff durch
eigenen Angriff zu unterſtützen und befahl dem
Regiment 168 ſich in den Beſitz von Wörrſtadt
und den Höhen öſtlich davon zu ſetzen, den
bei=
den anderen Regimentern 115 und 116 unter Oberſt von
Trotta über Sulzheim im Anſchluß an Infanterie=
Regi=
ment 168 gegen den feindlichen linken Flügel vorzugehen.
Der Führer von „Blau” hatte ſofort erkannt, wie gefährdet
ſein linker Flügel und zog deshalb alle auf dem rechten
Flügel verfügbaren Kräfte in Richtung Eichloch, um
ſeinerſeits der drohenden Umfaſſung durch einen
energi=
ſchen Angriff vorzubeugen. Während der rote Angriff auf
den äußerſten linken Flügel, wo Regiment 168 im Feuer
ſtand, glückte und auch im Zentrum Teile des Regiments
115 erfolgreich waren, fiel zunächſt auf dem rechten Flügel
keine Entſcheidung zu Gunſten von „Not‟. Da aber der
„blaue” rechte Flügel ſich nicht mehr halten konnte, ſah von
Breugel, daß nur ein richtiger Abzug einen Mißerfolg
ver=
hindern konnte. In dieſem Augenblicke wurde die Uebung
durch „Das Ganze Halt” unterbrochen. Den Befehl über
die „Blauen” übernahm Generalmajor Franke,
Komman=
deur der 50. Infanterie=Brigade. Schon vor dem Signal
„Das Ganze Halt” war bei dem Führer von „Blau” die
Nachricht eingegangen, daß die 50. Reſerve=Infanterie=
Brigade vom Lager Griesheim auf Oppenheim im
An=
marſch und im Begriffe ſei, den Rhein dort zu
über=
ſchreiten. Er ſandte ihr den Befehl, ſchleunigſt nach dem
Uebergang auf Undenheim vorzugehen. Bevor aber der
Rheinübergang beendet — er begann 9.15 Uhr vormittags
und war um 12 Uhr beendet — war die Entſcheidung bei
Wörrſtadt bereits gefallen und auch die „Blauen” ſüdlich
Bornheim=Bechenheim gaben die dortige Stellung auf und
gingen, bis zur Entſcheidung auszuharren, auf die Höhen
ſüdweſtlich Alzey zurück, von hier den Ausgang am 17.
ab=
zuwarten. Die „Roten” folgten nur bis in Linie
Bechen=
heim-Heimersheim und ſandten ihrer verſtärkten 49.
In=
fanterie=Brigade den Befehl, am nächſten Tage, 17.
Sep=
tember, die linke Flanke des auf Alzey vorgehenden Korps,
gegen die heute geſchlagene 50. Infanterie=Brigade und die
über den Rhein gegangene Verſtärkung zu decken. Hierauf
entſchloß ſich Generalmajor Noeldechen mit ſeinen
Trup=
pen zunächſt in der Gegend Wörrſtadt zu verbleiben,
Bi=
waks zu beziehen, Sicherungen in Linie Eders=Berg,
ſüd=
öſtlich Spießheim gelegen, Gabsheim-Undenheim
vorzuſchieben. Der „blauen” verſtärkten 50. Infanterie=
Brigade glückte es, über Bechtolsheim hinter (öſtlich) den
Selzbach zurückzugehen Sie verblieb bei Dolgesheim mit
Sicherungen an der Weiß=Mühle am Selzbach, weſtlich
Weinolsheim bis ſüdlich Bechtolsheim. Die Reſerve=
In=
fanterie=Brigade ging bei Schwabsburg-Derheim zur
Ruhe über, Sicherungen am Selzbach zwiſchen
Köngern=
heim und Weiß=Mühle. Mit Gewehr im Arm erwarteten
die Truppen den kommenden Morgen.
Der Großherzog und die Großherzogin die
Prinzeſſin Luiſe von Battenberg der Fürſt zu Iſenburg
und Büdingen=Birſtein, Major àla suite der Armee,
wohn=
ten der Uebung an, außerdem der kommandierende
Gene=
ral des 18. Armeekorps, Exzellenz von Eichhorn mit
ſeinem Stabe, der auf Schloß Herrnsheim bei Worms
Quartier bezog.
Die Rückkehr des Großherzogspaares
aus dem Manövergelände erfolgte geſtern nachmittag
zwiſchen 2 und 3 Uhr. Der Erbgroßherzog unternahm
morgens halb 10 Uhr mit dem Prinzen Ludwig einen
halbſtündigen Spaziergang durch die Stadt. Nach dem
Eſſen hatten die beiden Prinzen eine Ausfahrt per
Wa=
gen unternommen, während die Großherzogin und die
Prinzeſſin Ludwig von Battenberg in Begleitung der
Oberhofmeiſterin Freiin von Grancy kurz vor 4 Uhr
nach=
mittags dem Alicenheim einen Beſuch abſtatteten. Dort
wurden ſie von den Vorſtandsdamen, den Frauen Geh=
Rat Dr. Strecker und Geh. Rat Dr. Krug
empfan=
gen; zwei Schweſtern überreichten den hohen Herrſchaften
Blumen, Schweſter Hedwig hielt dabei eine kleine
An=
ſprache. Die Großherzogin beſichtigte eingehend das
Heim, ließ ſich die Apparate der Anſtalt erklären und
be=
grüßte die im Heim liegenden kranken Kinder, mit denen
ſie ſich in leutſeliger Weiſe unterhielt. Die Großherzogin
ließ ſich auch die Pläne zum neuen Krankenhaus vom
Roten Kreuz vorlegen. Nach einſtündigem Aufenthalte
fuhren die hohen Herrſchaften wieder zum Schloß zurück;
dort war inzwiſchen auch Kammerherr v. Leonhardi
ein=
getroffen. Um 5 Uhr wurde der Tee eingenommen; von
einer Beſichtigung der Domänenkellerei wurde Abſtand
genommen. Geſtern abend beſuchte das
Großherzogs=
paar die Theatervorſtellung, nachdem fand im Schloſſe
das Souper ſtatt.
Kongreſſe und Verbandstage.
2. Reichsdeutſcher Mittelſtandstag.
II.
— Braunſchweig, 16. Sept. Zu Beginn der
heutigen zweiten und letzten Sitzung des Reichsdeutſchen
Mittelſtandstages gab der Vorſitzende, Bürgermeiſter
Dr. Eberle (Noſſen) die Antworten des Königs von
Sachſen und des Herzogregenten von Braunſchweig auf
die abgeſandten Huldigungstelegramme bekannt, worauf
Generalſekretär Dr. Bille (Saarbrücken) über „die
gemeinſamen Intereſſen der
ſelbſtän=
digen Gewerbetreibenden” ſprach. Redner
be=
ſprach dann die gemeinſamen Intereſſen der ſelbſtändigen
Gewerbetreibenden, die er in drei Gruppen trenntat
Lebens=, Schutz= und Förderungsintereſſen. Die
Lebens=
intereſſen faßte er in drei Stichworte: „Vaterland,
berufs=
ſtändige Geſellſchaftsordnung und Wirtſchaftsfrieden”
zu=
ſammen, die Schutzintereſſen in den Schutz der gewerblichen
Freiheit, während er die Förderungsintereſſen in
Han=
delspolitik und Kapitalspolitik teilte. Auf dem letzteren
Gebiete hat der Staat bisher vollſtändig verſagt. Eine
beſondere Kapitalpolitik muß dazu dienen, das wichtigſte
außermenſchliche Wirtſchaftsmittel zu ſteigern. Auf dem
Gebiete des Sparweſens herrſchen in Deutſchland die
drückendſten Verhältniſſe, nirgends iſt die Kapitalnot ſo
groß und der Leihzinsfuß ſo hoch. Die Folgen ſind eine
allgemeine Kreditnot, ein niedriger Kursſtand der
Staats=
papiere und die Einſtellung der Bautätigkeit in jeder
Hochkonjunktur. Die Steuerpolitik muß darauf
eingerich=
tet werden, möglichſt nur den Aufwand zu treffen, das
Klaſſenrentenweſen muß beſchränkt werden und ein
Be=
ſtreiten von laufenden Staatsausgaben aus dem Kapital
muß aufhören. — Dr. Schönemann=Dresden ſprach
über den „Schutz der Arbeitswilligen‟ Der
Referent betonte, daß die Reichsregierung erklärt habe,
daß für ein neues Geſetz zum Schutze der Arbeitswilligen
eine Notwendigkeit nicht beſtehe; auch der Reichstag habe
ſich dafür nicht erwärmen können. Und doch hanäle es
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
ſich um kein Ausnahmegeſetz. Der Boykott iſt eine gegen
die guten Sitten verſtoßende Schädigung, für die nach dem
Geſetze der Urheber faſt nie haftbar gemacht werden kann.
Die Forderung nach einem Geſetz zum Schutz der
Arbeits=
willigen richtet ſich lediglich gegen die Grundlage unſerer
Rechts= und Sittenordnung verſtoßende Form, in der
viele Kreiſe der Arbeiter ihre Forderungen durchſetzen
wollen. Mit dem Verlangen nach einem
Arbeitswilligen=
ſchutzgeſetz ſollen ſogar ſechs Bundesregierungen
einver=
ſtanden ſein. Die Verrufserklärungen muten
mittelalter=
lich an. Der Referent legte ſodann eine im Sinne ſeiner
Ausführungen gehaltene Reſolution vor. —
Fleiſcher=
meiſter Wohlgemut=Braunſchweig ſprach über
„Fleiſchteuerung‟. Er betonte, daß dieſe Not
nnicht erſt jüngſt entſtanden ſei und erläuterte die Lage der
Landwirtſchaft. Eine vorgelegte Reſolution nimmt das
Fleiſchergewerbe gegen den Vorwurf der
Fleiſchverteue=
rung in Schutz und beauftragt den Vorſtand,
dahinzuwir=
ken, daß Notſtandsaktionen zur Milderung der Teuerung
der Fleiſchpreiſe nur unter Mitwirkung des anſäſſigen
Ge=
werbes durchgeführt werden; ferner verlangt die
Reſo=
lution ein Zuſammenwirken des Fleiſchergewerbes und
der Landwirtſchaft und der Regierung zur Feſtſtellung
der Urſachen der plötzlichen Preisſteigerung. —
General=
ſekretär Beythien (Hannover) vom Verband der
Ra=
battſparvereine Deutſchlands ſprach über den Detailhandel
und forderte das Eingreifen der Geſetzgebung für
Wa=
renhäuſer und ähnliche Betriebe, für Filialen und
aus=
wärtige Betriebe, den heimlichen Warenhandel, für
Hauſierer und Detailreiſende, ſowie für Wanderlager. —
Den Schluß der Tagung bildete ein Vortrag von
Bürger=
meiſter Dr. Eberle (Noſſen) über das Thema: „Geld
zum angemeſſenen Zins‟. Er forderte eine
Förderung des Kreditgenoſſenſchaftsweſens und die
Er=
richtung von ſtaatlichen Kaſſen nach dem Muſter der
preu=
ßiſchen Zentralgenoſſenſchaftskaſſe. — Nach Vornahme der
Wahlen fanden verſchiedene geſellſchaftliche
Veranſtaltun=
gen ſtatt. — Im Anſchluß an dieſe Tagung fand eine
Sitzung des niederſächſiſchen Schutzvereins für Hamdel
und Gewerbe ſtatt.
Sozialdemokratiſcher Parteitag.
II.
— Chemnitz, 16. Sept. In dem Vorort Schönau,
der von der Stadt Chemnitz etwa eine halbe Stunde
ent=
fernt iſt, trat heute vormittag der ſozialdemokratiſche
Par=
teitag zu ſeinen diesjährigen Verhandlungen zuſammen.
Der Saal war mit den Büſten von Liebknecht, Singer und
Laſſalle geſchmückt. Der Vorſitzende begrüßte zunächſt die
Vertreter der Bruderparteien aus den fremden Ländern,
die ihrerſeits mit Begrüßungsanſprachen antworteten.
Hierauf erſtattete der Parteiſekretär Ebert den
Ge=
ſchäftsbericht. In dieſem wird ausgeführt, daß die
Aufgaben des klaſſenbewußten Proletariats immer größer
werden, aber es gehe vorwärts in allen Zweigen der
modernen Arbeiterbewegung. Die deutſche
Sozialdemo=
kratie ſehe mit Zuverſicht den kommenden Kämpfen
ent=
gegen. Sie werde den Kampf um die Eroberung der
politiſchen Macht fortſetzen mit aller Kraft und ſie
werde jederzeit eingedenk ſein der Richtlinien, die ihre
großen Vorkämpfer mit genialem Seherblick ihr gewieſen
haben. Der Bericht geht dann auf Einzelheiten ein. Die
Kreisorganiſationen zählten am 30. Juni 970 112
Mitglie=
der, darunter 130371 weibliche. Gegen das Vorjahr iſt
eine Steigerung von 15,9 Prozent zu verzeichnen. Der
größte ſozialdemokratiſche Wahlkreis iſt Hamburg 3
mit=
über 42000 eingeſchriebenen Genoſſen. Von den 390
organi=
ſierten Wahlkreiſen haben 316 eine Zunahme und 71 eine
Abnahme von Mitgliedern zu verzeichnen gehabt. Die
Zahl der Abonnenten der „Arbeiterjugend” betrug 80000
gegen 65000 im Vorjahre. Jugendausſchüſſe beſtehen in
574, Jugendheime in 195 Orten. Die Parteipreſſe
ver=
fügte über ca. 1½ Millionen Abonnenten. Die Einnahmen
aus Inſſeraten beliefen ſich auf 6 830000 Mark. Der „
Vor=
wärts” erbrachte einen Ueberſchuß von 307000 Mark und
hatte 165000 Abonnenten. Der „Wahre Jakob” hatte
380000 Abonnenten und ſchloß mit einem Ueberſchuß von
52000 Mark ab. Der Parteiſekretär Ebert machte im
An=
ſchluß hieran noch einige Mitteilungen. Alsdann erſtattete
Braun den Kaſſenbericht. Bei den
Reichstagswah=
len habe die Kaſſe gut funktioniert, für die Wahlen
ſeien 900000 Mark aufgebracht worden. Während
einzelne Länder wie Sachſen, Oldenburg uſw. ohne
Zu=
ſchuß ausgekommen ſeien, wurden andere durchweg aus
der Parteikaſſe geſpeiſt.
Inzwiſchen war die Reſolution des Parteivorſtandes
zur Teuerungsfrage eingegangen, in der zur Durchführung
des Reformprogramms die ſofortige Einberufung des
Reichstags für unerläßlich erklärt wird. Hierauf erhält
Schepperle (Göppingen) eine halbe Stunde Redezeit,
um die Gründung des Parteiblattes zu rechtfertigen, das
bekanntlich zuſammengebrochen iſt und der Parteikaſſe einen
Schaden von 82000 Mark gebracht hat. Schöpperle meint,
die Göppinger müßten Fliegen freſſen und das Blatt
grün=
den, weil ſie eben in Not waren. Mattutat (
Stutt=
gart) erwidert, man ſei in unverantwortlicher Weiſe bei
der Gründung dieſes Organs vorgegangen. Es fei nicht
eine Hetze gegen das Göppinger Organ eingeleitet
wor=
den, aber zum Wegwerfen ſeien die Beiträge der Arbeiter
doch nicht da, dazu ſei das Geld zu koſtbar. Die angebliche
Hetze war nur der naturnotwendige Widerſtand der
Ge=
noſſen gegen das Vorgehen der Göppinger Volkszeitung,
die andere Parteigenoſſen in ſyſtematiſcher Weiſe
herunter=
geriſſen und provoziert habe. Für die Gegner war das
natürlich ein gefundenes Freſſen und hat uns ein Mandat
gckoſtet. Es handelt ſich hier nicht um Radikale und
Reviſioniſten. Der ganze Streit bezieht ſich auf
perſön=
liche Stänkereien und hat eine Zuſpitzung erfahren, wie
ſie ſchlimmer nicht gedacht werden kann. Seitdem herrſcht
eine Verbitterung und Verhetzung in Württemberg, wie
man ſich ſie nicht ſchlimmer ausdenken kann. Der
mitange=
griffene Weſtmeier verteidigt ſich: Die Gegenſeite hat
eine beſondere geheime Organiſation geſchaffen und zu
gewiſſen Sitzungen ergehen nur an die „haſenreinen”
Ge=
noſſen Einladungen. Noch in den letzten Tagen hat man
mit anonymen Flugblättern gegen mich gearbeitet, in
denen ſogar mein Familienleben in der niedrigſten Weiſe
heruntergeriſſen wurde. Man hat in der württembergiſchen
Landesverſammlung mich zu hängen verſucht, es iſt nicht
gelungen und wird auch hier nicht gelingen.
Reichstags=
abgeordneter Hildenbrandt (Stuttgart): Die
Göp=
pinger Genoſſen hätten in der geſchäftlich unfähigſten
Weiſe die ganze Zeitungsgründung unternommen. Henke
(Bremen) und Dr. Lenz (Leipzig) verteidigen dann die
Bremer Bürgerzeitung und die Leipziger Volkszeitung, die
ſeinerzeit die Göppinger Volkszeitung ſcharf angegriffen
hatten. Ein Schlußantrag machte der Debatte ein Ende,
worauf die Verhandlungen auf morgen vertagt wurden.
* München, 17. Sept. Am erſten Arbeitstage des
deutſchen Bankiertages iſt der große Saal der
Tonhalle bis auf den letzten Platz beſetzt. Geheimer
Juſtizrat Profeſſor Dr. Rießer begrüßte als Vorſitzender
des Zentralverbandes des deutſchen Bankgewerbes die
Verſammlung, deren Beſuch um mehrere hundert
Per=
ſonen ſtärker ſei als im Vorjahre. Zuerſt richtete er
be=
ſondere Begrüßungsanſprachen an die zahlreich
er=
ſchienenen Vertreter von Miniſterien und Staatsſtellen,
ſowie an die der wiſſenſchaftlichen Korporationen. Hierauf
wählte die Verſammlung Rießer zum vierten Male zum
Vorſitzenden.
Flottenmanöver.
* Wilhelmshaven, 16. Sept. Der Kaiſer
machte heute morgen in Begleitung des Kommandanten
der Hohenzollern, Kapitäns Karpff, und des
Flügeladju=
tanten Kapitäns v. Bülow einen Spaziergang an den
Schleuſenanlagen. Um 8¼ Uhr begab er ſich mit dem
Sleipner unter dem Salut der Deutſchland und der
Sa=
lutbatterie an Bord der Deutſchland, die auf der
Reede lag. Um 9 Uhr ging die Deutſchland in See zur
Flottenparade. Die Hohenzollern, der Sleipner ſowie die
Kreuzer Breslau und Hela folgten. Eine große Anzahl
von Dampfern mit Tauſenden von Zuſchauern war
hin=
ausgegangen. Das Wetter iſt warm und veränderlich.
Es herrſchen böige Winde. Um 9,20 Uhr traf die
Deutſch=
land mit den Begleitſchiffen auf der Schilling=Reede ein.
Der Kaiſer nahm hier im Paſſieren die Parade über
die dort vor Anker liegenden Küſtenverteidigungsfahrzeuge
ab und ſetzte die Fahrt nach der Helgoländer Bucht fort.
* Wilhelmshaven, 16. Sept. Die Parade
über die Küſtenverteidigungsfahrzeuge auf
der Schilling=Reede iſt programmäßig verlauſen. Mittags
begann in der Helgoländer Bucht die große Parade
über die am Manöver teilnehmenden Seeſtreitkräfte. Bei
Beginn wurde zwiſchen Wangeroog und Helgoland der
Luftkreuzer Hanſa geſichtet. Auf die Parade folgten
Uebungen der Hochſeeflotte nach einem beſondern
Pro=
gramm. Hierauf frühſtückte der Kaiſer auf der Deutſchland
mit den auf dem Flottenflaggſchiff eingeſchifften Herren
beim Chef der Flotte, Admiral v. Holtzendorff.
Nachmit=
tags begab ſich der Kaiſer an Bord der „Deutſchland” bis
zur Schilling=Reede zurück und ging um 6 Uhr an Bord
der „Hohenzellern” über. Die Hohenzollern traf um
½8 Uhr auf der Wilhelmshavener Reede ein, wo ſie
ankerte. Es herrſcht Regenwetter. Morgen beginnen die
Manöver der Hochſeeflotte.
* Wilhelmshaven, 17. Sept. Die „
Hohen=
zollern” iſt heute morgen mit dem Kaiſer an Bord
nach der Helgoländer Bucht abgegangen, wo die
Flotten=
manöver ihren Anfang nehmen. Die Garniſon
Wilhelms=
haven wurde in der Frühe um 6,30 Uhr alarmiert. Das
Wetter iſt klar, es herrſchen aber böige Winde.
Luftfahrt.
* Hamburg, 16. Sept. Ueber die Fahrt des
Luftſchiffes „Hanſa” nach Helgoland wird
noch mitgeteilt: Nachdem das Luftſchiff bei klarem Wetter
um 7.15 Uhr, mit ſechzehn Paſſagieren an Bord, unter
Führung des Grafen Zeppelin Hamburg verlaſſen hatte,
fuhr es über Schulau hinweg elbabwärts, dann an
Kux=
haven vorbei und über die Nordſee hinweg nach
Helgo=
land. Südweſtlich von Helgoland wurde die Flotte
er=
reicht in dem Augenblick, als ſämtliche Kriegsſchiffe bei
Ankunft des Kaiſers den Kaiſerſalut ſchoſſen. Das
Luft=
ſchiff nahm dann ſeinen Kurs über die dort liegenden
Kriegsſchiffe und nahm an den einzelnen Manövern der
Flotte teil. Der Aufenthalt des Luftſchiffes erſtreckte ſich
von halb 1 Uhr bis 1.06 Uhr, zu welcher Zeit es die
Rück=
fahrt antrat. Auf dem Wege nach Helgoland hatte es mit
heftigen Gegenwinden zu kämpfen. Auf dem Rückwege
ging jedoch die Fahrt gut vonſtatten. Um 1 Uhr 20 Min.
erreichte das Luftſchiff das Feuerſchiff „Elbe I‟, änderte
ſodann ſeinen Kurs und fuhr landeinwärts über Büſum
und Heide nach Itzehoe, das es um 3 Uhr 3 Min.
über=
flog. Die Fahrt ging weiter nach Wedel, das um 3.29 Uhr
paſſiert wurde. Das Luftſchiff wandte ſich dann Hamburg
zu. Inzwiſchen hatte ſich ein ſehr heftiger Nordweſtwind
eingeſtellt, ſo daß das Luftſchiff nur mit geringer
Ge=
ſchwindigkeit vorwärts kam. Um 4.38 Uhr erſchien es
über dem Flugplatz und ſchickte ſich zur Landung an, die
um 4 Uhr 44 Min. erfolgte. Das Luftſchiff konnte aber
wegen heftiger Querwinde nicht in dieHalle gebracht
wer=
den und mußte bis halb 7 Uhr draußen liegen bleiben.
Dann kam es glücklich in die Halle. Die Gegenwinde,
gegen die das Luftſchiff zeitweiſe anzukämpfen hatte,
waren 15—16 Sekundenmeter ſtark. Durchſchnittlich hatte
das Luftſchiff in der Stunde 120 Kilometer zurückgelegt.
* Paris, 17. Sept. Der Flieger Weyman ſtieg
geſtern früh mit einem Waſſerflugzeug bei Antwerpen
auf, um an einem Tage bis Paris zu fliegen.
Nach Zwiſchenlandungen in Vliſſingen, Boulogne und
Dieppe flog er über Havre und Rouen, in der Abſicht,
inmitten von Paris, an der Concorde=Brücke, gegenüber
der Deputiertenkammer zu landen. In Vernon (
Departe=
ment Eure), kam er jedoch vom Wege ab. Sein Flugzeug
blieb bei einer ſcharfen Wendung an einem Baume
hän=
gen und erlitt mehrfache Beſchädigungen. Weyman konnte
infolgedeſſen den Flug nicht fortſetzen, hat mit dieſem
jedoch einen Rekord für Waſſerflugzeuge aufgeſtellt.
Erdbeben.
* Ebingen, 17. Sevt. Geſtern nachmittag um
4 Uhr 20 Min. wurde auf der Hohenheimer
Erdbeben=
warte ein Erdſtoß verzeichnet. Auch abends um 10 Uhr
7 Min, wurde ein ſchwaches Fernbeben regiſtriert.
* Konſtantinopel, 16. Sept. Privatnachrichten
heſtätigen, daß alle Ortſchaften, die bereits vom letzten
Erdbeben heimgeſucht worden ſind, durch neuerliche
Erdſtöße zerſtört wurden. Nach bisher vorliegenden
Meldungen ſind drei Perſonen getötet und zwölf verletzt
worden, Bei Ganos brachen plötzlich große
Waſſer=
mengen hervor, die bald wieder verſchwanden. In der
Nähe von Myriophito ſenkte ſich der Boden um
einen halben Meter.
Sturm im ungariſchen Abgeordnetenhauſe.
* Peſt, 17. Sept. Im weiteren Verlaufe der
Sitzung des Abgeordnetenhauſes intonierten Abgeordnete
der Volkspartei die ungariſche Nationalhymne, ſodann
das Koſſuth=Lied. Dann begann wieder das Pfeifen,
Lär=
men und Toben. Einige Abgeordnete der Linken ſangen
ein Schmählied auf die Deutſchen. Um ¾12 Uhr
unter=
brach Präſident Graf Tisza die Sitzung und verließ den
Saal. Um 12 Uhr 5 Min, wurde die Sitzung wieder
er=
öffnet und der Lärm ſetzte von neuem ein. Am
Steno=
graphentiſch verſuchten einige Abgeordnete, die Aufnahme
etwaiger Mitteilungen des Präſidenten zu verhindern. Es
eutſtand ein kleines Handgemenge, das dadurch bei=
gelegt wurde, daß Graf Karolyi vom Grafen
Apponyi=
vom Tiſch der Stenographen zurückgezogen wurde
Auf=
der Präſidententribüne kam es zu einem Wortwechſel
zwi=
ſchen Erbſey und dem Grafen Batthyanyi. Beide
ballten die Fäuſte gegeneinander. Erbſey eilte ſchließlich
von der Tribüne hinunter, wurde aber von ſſeinen
Freun=
den feſtgehalten. Einen beſonderen Sturm erregte es, als
der Präſident den Direktor des Stenographen=Bureaus zu
ſich berief und ihm Mitteilungen machte. Einige
Abgeord=
nete von der Volkspartei intonierten die ungariſche
Nationalhymne und ſangen ſodann das Koſſuthlied. Die
ganze Linke erhob ſich und ſang mit. Die Rechte brach
bei den Worten: „Es lebe das Vaterland” in ſtürmiſche
Beifallrufe und Händeklatſchen aus. Nachdem das Lied
geſungen war, begann wieder ein Lärmen und Johlen.
Dazwiſchen riefen die Abgeordneten der Oppoſition der
Rechten zu: Warum ſingt ihr nicht das „Gott erhalte?”.
Einige Abgeordneten der Linken ſangen ein Schmählied
auf die Deutſchen. Als der Präſident trotz des Lärmens,
zu den Stenographen gewandt, weiter ſprach und ſich die
Stenographen Notizen machten, kam es wieder zu
ſtür=
miſchen Szenen. Graf Karolyi machte den
Steno=
graphen heftige, beleidigende Vorwürfe. Das Lärmen
dauerte ununterbrochen fort. Um 1¾ Uhr erhob ſich
Graf Tisza und verließ unter ſtürmiſchen Beifallrufen
der Rechten und Pfui= und Schmährufen der Linken, den
Saal.
Graf Tis za wurde bei ſeinem Erſcheinen um 2 Uhr
wiederum mit großem Spektakel empfangen. Einige
Abgeordnete hatten Huſarentrompeten mitgebracht. Da
der Tumult gar kein Ende nehmen wollte und Graf
Tisza nicht zu Wort kommen konnte, übergab er um 2 Uhr
15 Min. den Vorſitz dem Vizepräſidenten Levethy.
Abgeordneter Rath rief ihm zu: Sie ſind ein polkiſcher
Schurke. Er wurde zur Ordnung gerufen. Die
Ordnungs=
parteien wollen die Sitzung fortſetzen, bis die Oppoſition
erſchöpft iſt und ihren Lärm einſtellt.
Zur Lage auf dem Balkan.
H. B. Paris, 17. Sept. Der Spezial=Korreſpondent
des Matin in Konſtantinopel meldet ſeinem Blatte: Der
Miniſter des Aeußern machte ihrem Korroſpondenten
folgende Mitteilungen: Die alarmierenden Telegramme,
die in den europäiſchen Blättern über die kriegeriſche
Agitation in Sofia veröffentlicht werden, haben
einen tendenziöſen Charakter, der uns geſtattet, dieſer
Be=
wegung nur geringe Beachtung zu ſchenken. Welche
Stimmung herrſcht denn überhaupt im bulgariſchen Volke
vor. In den tieferen Volksſchichten macht ſich allerdings
eine größere Erregung bemerkbar. Aber in den oberen
Kreiſen und in den Regierungszirkeln herrſcht Ruhe und
Kaltblütigkeit. Die Türkei kann nicht für die
Zwiſchen=
fälle in Kotſchana verantwortlich gemacht werden, da die
Bombe von Bulgaren gegen den bulgariſchen Baſar
ge=
ſchleudert wurde. Man ſtößt in Bulgarien die Rufe aus:.
Ueber die Grenze! Aber man ſcheint zu vergeſſen, daß die
Türkei noch über eine ziemlich anſehnliche Truppenmacht
verfügt, die immer noch ſtark genug iſt, der bulgariſchen
Armee ein ſtarkes Paroli zu bieten. Europa hat keinerlei
Grund zur Beunruhigung und braucht dieſen tendenziöſen
Berichten keinen Glauben zu ſchenken. Ich bin überzeugt,
daß zwiſchen der Türkei und Bulgarien kein Krieg zum
Ausbruch kommen wird. Was die Friedensverhandlungen
betrifft, ſo erklärte der Miniſter, haben wir uns
gegen=
ſeitig aufs Wort verpflichtet, nichts über die
Friedensver=
handlungen verlauten zu laſſen. Alles, was ich ſagen kann,
iſt, daß die allgemeine Lage der Unterhandlungen auf
gutem Wege ſich befindet.
* Sofia, 17. Sept. In Erwiderung auf einen
Artikel des Temps wendet ſich das Blatt „Mir” mit
Ent=
ſchiedenheit gegen die Behauptung, daß Bulgarien
die gegenwärtigen Schwierigkeiten der Türkei benutzen
wolle, um gegen dieſes Reich Krieg zu führen. Das
Blatt erklärt: Wenn Bulgarien tatſächlich von einem
derartigen Wunſche beſeelt wäre, ſo hätte es bereits 1908,
wo es unendlich viel mehr Ausſicht auf Erfolg hatte, zu
den Waffen greifen müſſen. Was heute Bulgarien in
Aufregung verſetzt, ſind nicht die Verlegenheiten des
otto=
maniſchen Reiches, ſondern die verzweifelte Lage ihrer
Volksangehörigen in der Türkei, auf deren wirkliche
Ur=
ſachen der Temps nicht eingehen will. Die Drohungen
des Temps, daß der Druck Europas, Serbien,
Griechen=
land und Montenegro zwingen würde, Bulgarien in
einem etwaigen Kriege mit der Türkei iſoliert zu laſſen,
verfolgen die gleiche Tendenz. Diejenigen, welche ſich als
unſere Freunde empfehlen, mögen aber wiſſen, daß wir
künftig taub gegen Ratſchläge bezüglich der Eintracht mit
den Balkanſtaaten ſein werden und das Heilmittel dort
ſuchen könnten, wo wir es finden werden, und zwar in
einer für unſere eigenen Intereſſen aünſtigeren
Kombi=
nation.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleiht auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— In einer Zeit, wo alles von Klagen über Teuerung
widerhallt und wo jedermann froh iſt, wenn es unſerer
tüchtigen Stadtverwaltung gelingt, ihren Haushalt ohne
erhebliche Steuererhöhung im Gleichgewicht zu halten,
muß man ſtaunen, daß immer wieder Projekte auftauchen
und mit einer gewiſſen Zähigkeit verfochten werden,
deren Ausführung zu einer dauernden Belaſtung des
Stadtſäckels, d. h. der Steuerzahler, führen müßte, ohne
daß man von einer Notwendigkeit zu reden berechtigt
wäre. Dahin gehören z. B. die verſchiedenen
Garten=
ſtadtpläne und das Verlangen nach einer
Markt=
halle. Die Vorkämpfer ſolcher Projekte müſſen
ent=
weder unpraktiſche Weltbeglücker ſein, die über ſo
klein=
liche Rückſichten wie die auf die pekuniären Folgen hoch
erhaben ſind, oder Wortführer einer kleinen
Intereſſenten=
gruppe, denen für das Verhältnis ihrer Beſtrebungen zu
den Bedürfniſſen der Allgemeinheit das richtige
Augen=
maß fehlt, oder auch Leute, die aus dem Zuſtandekommen
jener Pläne irgend welchen perſönlichen Nutzen ziehen
wollen,
Ueber den Gartenſtadtrummel ſind kürzlich in einer
Sitzung der Bezirksvereine endlich einmal ein paar
kräf=
tige Töne erklungen. Inbezug auf die Markthalle
möchten wir hier der Oeffentlichkeit einen Artikel
unter=
breiten, der ſich mit Berliner Verhältniſſen beſchäftigt,
aber ſehr geeignet erſcheint, auch unſeren
Markthalle=
ſchwärmern etwas Waſſer in ihren Wein zu gießen. Er
ſteht in der Deutſchen Zeitung vom 14. September und iſt
überſchrieben: „Die Abneigung gegen die Markthallen”.
Bekanntlich hat ſich der Magiſtrat in den letzten Jahren
dazu entſchließen müſſen, eine Anzahl der Berliner
Markt=
hallen zu ſperren, da ſie ſo wenig einbrachten, daß die
Stadt nicht unerhebliche Zuſchüſſe leiſten mußte. Man iſt
vielfach geneigt geweſen, den Rückgang dem ausgedehn=
Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Seite 7.
ten Straßenhandel und den Warenhäuſern zuzuſchreiben,
die ihren Lebensmittelverkauf immer mehr erweitert
haben und darin ein ſehr erfolgreiches Abſatzgebiet ſehen.
Der Hauptgrund liegt aber in der Abneigung des
Publi=
kums, das vom erſten Augenblick an den Hallen keinen
Geſchmack abgewann und ſich im Laufe der Zeit nicht nur
nicht an ſie gewöhnte, ſondern ſich ihnen immer mehr
ent=
fremdete. Dieſer Abneigung fiel gleich die erſte
Markt=
halle, die ſpäter zum Zirkus Schumann umgewandelt
wurde, zum Opfer, und wenn ſich auch die
wohlhabende=
ren Kreiſe in einzelnen Stadtteilen mit dem Einkauf in
den Markthallen befreundet haben, ſo zieht der breite
Mittelſtand, und namentlich das Kleinbürgertum, immer
noch die offenen Wochenmärkte vor. Wo ſolche noch
be=
ſtehen, ſind ſie überall rege und nicht bloß aus den
nächſt=
liegenden Straßen beſucht. Sicher ſind dieſe offenen
Märkte für die Gegend, in der ſie ſtattfinden, keine Zierde
denn es gehört jedesmal ein ganzer Nachmittag dazu
ihre Spuren einigermaßen zu beſeitigen, und wenn der
Wind durch die Straßen peitſcht und das Papier
fort=
treibt, ſo iſt die ganze Gegend damit beſät. Aber alle
Mißſtände, die ſich damit verbinden, haben die Beliebtheit
der Wochenmärkte, gegen die ſich die umwohnenden
Haus=
beſitzer oft genug geſträubt haben, nicht zu erſchüttern
vermocht. Man behauptet, es kaufe ſich dort beſſer. So
wie man in der Halle kaufe, könne man im Laden auch
kaufen; und das will man bei gewiſſen Dingen eben nicht.
Auf dem Markte iſt das Treiben, Handeln und Feilſchen
ganz anders wie in der HHalle; es geht viel lebhafter,
un=
gezwungener, volkstümlicher zu. Dazu mag kommen, daß
der Markt nur einige Stunden dauert und die
Kaufluſti=
gen ſich alle zu ungefähr gleicher Zeit einfanden müſſen
Dieſes anregende Marktgewimmel liebt die Berlinerin
außerordentlich; die Nachbarinnen treffen ſich dort, es
wird flugs ein bißchen geplaudert, gemeinſchaftlich
ge=
kauft und gemeinſchaftlich der Nachhauſeweg angetreten.
Das wird ſich ſchwer ändern, da ſich auch die Verkäufer
dabei wohl fühlen und die Unbilden der Witterung bei
dem flotten Handel ruhig mit in den Kauf nehmen.”
So iſt es alſo in der Weltſtadt Berlin. Wir
Darm=
ſtädter ſind wohl großſtädtiſcher und großzügiger!?
Zum Geburtstag der Großherzogin.
* Der Geburtstag Ihrer Kgl. Hoheit der
Großher=
zogin wurde diesmal in Mainz gefeiert, woſelbſt noch
während der Dauer der Manöver das Großh. Hoflager
ſich befindet. Die Schulen waren überall geſchloſſen
und alle öffentliche und viele Privatgebäude hatten
Flag=
genſchmuck angelegt. Im Schloſſe zu Mainz war die
Frühſtückstafel von der Schloßgärtnerei mit
Gir=
landen und Blumen prächtig geſchmückt. Nach
dem Frühſtück wurde der Großherzogin von dem
Groß=
herzog und den übrigen hohen Herrſchaften zum
Geburts=
tag gratuliert. Um 7 Uhr 20 Min. ging es ins
Manöver=
gelände. Die Rückkehr aus dem Manövergelände erfolgte
um halb 11 Uhr. Um 12 Uhr wurden die Herren
Provin=
zialdirektor Dr. Breidert und Bürgermeiſter Kuhn
von der Großherzogin empfangen, um die Glückwünſche
der Provinz Rheinheſſen, des Kreiſes und der Stadt
Mainz zu überbringen. Beide Herren überreichten
koſt=
bare Blumengebinde. Vorher hatte namens der Militärs
Gouverneur v. Schlieffen der Großherzogin die
Glückwünſche ausgeſprochen und ebenfalls Blumen
über=
reicht. Mittags um 4 Uhr brachte der Mainzer „
Lieder=
kranz” im Schloßhof ein Ständchen. Abends fand im
Stadttheater Feſtvorſtellung ſtatt, in der auf Wunſch des
Großherzogspaares „Rigoletto” gegeben wurde. Das
Großherzogspaar und die zu Beſuch weilenden
Fürſt=
lichkeiten wohnten der Vorſtellung bei.
Darmſtadt, 18. September.
D Vom Großh. Hoftheater. Die heutige
Erſtauf=
führung der romantiſch=komiſchen Oper „Wenn ich
König wäre” von Adam findet als Feſtvorſtellung
zur Feier des Geburtsfeſtes Ihrer Königlichen Hoheit der
Großherzogin ſtatt. Es wird erſucht, die Plätze
recht=
zeitig einzunehmen. — Die morgige Vorſtellung von
„Zauberflöte” wird von Hofrat de Haan dirigiert.
Die ſzeniſche Leitung hat Oberregiſſeur Valdek. Die Oper
weiſt gegen die letzte Aufführung einige Neubeſetzungen
auf. Frau Kallenſee ſingt hier zum erſten Male die
Kö=
nigin der Nacht, Fräulein Jüttner die Papagena, Herr
Globerger den Tamino, Herr Schützendorf den
Papa=
geno. Im Beſitze ihrer Rollen ſind verblieben Fräulein
Geyersbach (Pamina) und die Herren Stephani (
Sara=
ſtro), Semper (Sprecher) und Bernhardt (Monoſtatos).
Das Damenterzett ſingen Frau v. Sugh, Frau Rudolph
und Fräulein Jacobs. — Die Premiere von „George
Dandin” von Moliére, in der Bearbeitung von Carl
Vollmöller, findet am Samstag, den 21. Sept., ſtatt. Die
Muſik zu den Tänzen und Geſängen ſtammt von Ejnar
Nilſon und hat weſentlichen Anteil an dem Erfolg gehabt,
den das heitere Spiel an zahlreichen Abenden im
Ber=
liner Deutſchen Theater errang. Vollmöller wurde
ein=
geladen, der Premiere beizuwohnen. — Am Sonntag
werden „Die Meiſterſinger von Nürnberg”
gegeben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 17. Sept. Die Großherzogin Luiſe
don Baden iſt um 9 Uhr 20 Min. auf dem Anhalter
Bahnhof eingetrofen. Sie wurde von der Kronprinzeſſin
Cecilie empfangen.
* Berlin, 17. Sept. Nach dem Reichsanzeiger wurde
dem deutſchen Botſchafter in Konſtantinopel. Grafen
Pourtales, das Großkreuz des Roten Adlerordens
mit Eichenlaub verliehen.
* Hamburg, 17. Sept. Die Hamburg-
Süd=
amerikaniſche Dampfſchiffahrts=
Geſell=
ſchaft hat bei der Firma Blohm u. Voß einen
gro=
ßen Dreiſchrauben=Paſſagierdampfer der „Kapklaſſe” in
Auftrag gegeben. Das Schiff erhält, wie der zurzeit auf
der Vulkanwerft in Hamburg im Bau befindliche
Kap=
dampfer, Zweikolbenmaſchinen und eine Abdampfturbine.
* Lübeck, 17. Sept. Auf Einladung des Senats trafen
heute Graf Zeppelin und Dr. Eckener zum Beſuche
Lübecks hier ein. Sie wurden auf dem Bahnhof vom
Senator Dr. Vermehren empfangen, worauf ſie eine
Rundfahrt durch die Stadt unternahmen und die
Sehens=
würdigkeiten in Augenſchein nahmen. Sie nahmen dann
am Diner beim praſidierenden Bürgermeiſter
Eſchen=
burg teil.
* Preußiſch=Stargard, 17. Sept. Bei der heutigen
Erſatzwahl im Wahlkreiſe Barent= Dirſchau=
Preußiſch=Stargard wurde an Stelle des
ver=
ſtorbenen Abgeordneten Hobrecht der Kandidat der
Deut=
ſchen, Rechtsanwalt Menzel=Dirſchau (natl.), mit 354
Stimmen gewählt. Der Kandidat der Polen, Probſt
Wroblewski, erhielt 208 Stimmen.
* Haag, 17. Sept. In der Thronrede zur
Er=
öffnung der Generalſtaaten heißt es: Die
Be=
ziehungen zu den anderen Mächten ſind die
freundſchaft=
lichſten geblieben, die Entwickelung von Landwirtſchaft,
Handel, Induſtrie und Schiffahrt iſt günſtig, die
allge=
meine Lage in Indien befriedigend; die Finanzlage des
Reiches iſt gegenwärtig infolge der großen Zunahme der
Einnahmen nicht ungünſtig. Indeſſen erfordern die
zahl=
reichen unvermeidlichen Neuausgaben, die Bewilligung
aller Geſetzentwürfe, die zur dauernden Stärkung der
Staatseinnahmen eingebracht werden. Die
Regierungs=
vorlagen betr. die Reviſion der Verfaſſung werden im
Laufe des Jahres 1912 eingebracht werden können. In
der gegenwärtigen Seſſion werden außer dem Entwurf
der Invaliditäts= und Altersverſicherung, deſſen Prüfung
noch nicht beendet iſt, einige andere Entwürfe eingebracht,
darunter einer über die Kanaliſation der Maas für den
Transport von Bergwerksprodukten aus Limburg und
andere zur allmählichen Auflaſſung der Kaffeeplantagen
der Regierung in Indien. Ferner wird die Regierung
den Vorſchlag machen, das Kriegs= und
Marinedeparte=
ment durch ein Landesverteidigungsminiſterium zu
er=
ſetzen.
* Peſt, 17. Sept. Das Magnatenhaus hielt heute
eine kurze Sitzung ab, in der das königliche Handſchreiben
betreffend Vertagung der vorigen Seſſion verleſen wurde.
Die Wahl der Delegationsmitglieder erfolgt morgen
nachmittag.
* Paris, 17. Sept. Am Sonnlag fand in einem
hie=
ſigen Vororte ein. Zweikampf zwiſchen zwei 15
jäh=
rigen Knaben ſtatt. Die Piſtolen hatten ſie dem
Gewehrſchranke ihrer Väter entnommen. Der eine der
Duellanten wurde am Kopfe ſchwer verletzt, worauf ſich
die anderen Beteiligten flüchteten. Eine Stunde ſpäter
fan=
den Feldarbeiter den ſchwerverletzten Knaben.
* Belgrad, 17. Sept. Geſtern nacht iſt der Belgrader
Konventionalzug auf der Station Kuſadak mit
einem Güterzug zuſammengeſtoßen. Drei Reiſende
wurden ſchwer, mehrere Zugbedienſtete leicht verletzt.
Der Materialſchaden iſt bedeutend.
* Saloniki, 17. Sept. Der engliſche Dampfer
„Barnes More” von der Johnſton=Linie in Liverpool,
welcher geſtern nachmittag auf der Fahrt nach Saloniki die
Dardanellen vor dem Fort Kunkaleh paſſierte, wollte die
Fahrt nach Saloniki fortſetzen, ohne den Lotſendampfer
ab=
zuwarten. Da er weder die Signale des Forts noch zwei
blinde Kanonenſchüſſe beachtete, fuhr er auf ein
Tor=
pedo auf, welches losging, den Dampfer ſtreifte und
ernſtlich beſchädigte. Einige Perſonen der Beſatzung
wur=
den verwundet. Dem Kapitän gelang es, den Dampfer
auf den Strand laufen zu laſſen. Gegenwärtig wird die
Ladung gelöſcht. Man hofft, den Dampfer retten zu
können.
* Muenza, 17. Sept. Im Anſchluß an die letzten
Be=
richte von der Reiſe des Staatsſekretärs Dr.
Solf wird weiter gemeldet: Nach der Rückkehr von der
Reiſe in das Nordbahngebiet beſichtigte der
Staatsſekre=
tär am 31. Juli die Hafenanlagen von Tanga, nahm an
einem von der Bevölkerung Tangas veranſtalteten
Ab=
ſchiedsabend teil und ſchiffte ſich am nächſten Tage nach
Mombaſſa in Britiſch=Oſtafrika ein, um unter Benutzung
der von Mombaſſa nach dem Viktoriaſee führenden
eng=
liſchen Bahn das engliſch=deutſche Viktoria=See=Gebiet zu
beſuchen. Der Staatsſekretär benutzte die Gelegenheit, um
ſich über die wirtſchaftlichen Verhältniſſe in der engliſchen
Nachbarkolonie zu unterrichten. Nach dem Eintreffen in
Mombaſſa trat er am 2. September die Fahrt nach
Hai=
robi, der Hauptſtadt von Britiſch=Oſtafrika, an. Dort
empfingen ihn am folgenden Tage die engliſchen
Behör=
den. Der Staatsſekretär beſichtigte das Laboratorium für
tierärztliche Unterſuchungen, die Forſtverſuchsſtation, die
Gouvernementspflanzung Kadete und die dortigen
Kaffeepflanzungen, am 5. September auf der Weiterfahrt
nach Port Florence die Viehfarm des engliſchen
Gouver=
nements in Naivaſha und in Port Florence ſelbſt die
Spinnerei der Cotton=Corporation. Die Weiterreiſe
er=
folgte zu Schiff auf dem Viktoriaſee. Am 7. September
wurden die Anlagen in Djinja, am 8. September der
Gouvernementsgarten in Kampala beſichtigt. Am gleichen
Tage beſuchte der Staatsſekretär den Köxig von Uganda.
Die Strecke Kampala-Entebbe wurde im Automobil
zurückgelegt. Von Entebbe aus erfolgte die Weiterfahrt
nach dem auf deutſchem Gebiete liegenden Eukoba, wo der
Staatsſekretär von den unter deutſcher Schutzherrſchaft
ſtehenden Sultanen feſtlich empfangen wurde. Nach
Be=
ſichtigung des Ortes und der dortigen Anlagen fand eine
Beſprechung mit der weißen Bevölkerung ſtatt, bei der
der Staatsſekretär die Wünſche der Bevölkerung
ent=
gegennahm. Am 11. d. Mts. erfolgte die Ankunft in dem
Hauptorte des deutſchen Viktoria=Gebietes, in Muenza.
Der Staatsſekretär wurde durch die weiße Bevölkerung
und die Eingeborenen feſtlich empfangen und beſichtigte
am 12. September die Baumwollfelder der
Einge=
borenen, die Baumwollentkernungsanlagen der Firma
Hanſing und die Landesproduktenausſtellung. Der
Staats=
ſekretär verabſchiedete ſich von der Einwohnerſchaft
Muenzas auf einem von dieſer veranſtalteten Bierabend
und trat am 13. September die Rückreiſe an.
Tokio, 17. Sept. Prinz Heinrich, der ſich
geſtern von dem japaniſchen Kaiſerpaare verabſchiedet
hatte, empfing heute vor ſeiner Abreiſe das
Stadtober=
haupt von Tokio zur Entgegennahme einer Adreſſe mit
künſtleriſcher Widmung. Der Prinz ſpendete eine
Geld=
ſumme für die Armen Tokios. An dem Abſchiedsdiner in
der deutſchen Botſchaft nahmen teil: Fürſt Katſura,
der Hofminiſter, der Marineminiſter und andere
japa=
niſche Würdenträger. Die Ankunft des Sonderzuges
er=
folgte in Yokohama heute mittag. Der Panzerkreuzer
„Scharnhorſt” geht mit dem Prinzen und dem Gefolge
alsbald in See.
Berlin, 17, Sept. In Heringsdorf wurde die Leiche
des Direktors der Zentrale für Offizierspferde Schröder
aus Charlottenburg angetrieben.
Chemnitz, 17. Sept. Der Heiratsſchwindler
Thieringer der aus der Landesirrenanſtalt
Phi=
lippsthal entſprungen war, wurde hier verhaftet.
— Greifswald, 17. Sept. Auf der Inſel
Hidden=
ſee ſind infolge Unterſpülungen große Teile des
Vor=
landes ins Meer geſunken.
—— Wien, 17. Sept. In zahlreichen Städten Böhmens,
Nieder=Oeſterreichs und auch in Wien veranſtalteten die
Deutſch=Radikalen geſtern Proteſtverſammlungen
gegen den Euchariſtiſchen Kongreß, wobei
für die „Los von Rom=Bewegung” Propaganda gemacht
wurde. Zahlreiche Perſonen meldeten ihren Austritt aus
der katholiſchen Kirche an. — Der Papſt empfing ein
Tele=
gramm des Kaiſers Franz Joſef, das die Freude des
Monarchen über das Gelingen des Euchariſtiſchen
Kon=
greſſes, ſeinen Dank für die Delegierung des
Kurienkardi=
nals van Roſſum und ſeine Wünſche für die Erfolge des
religiöſen Reformwerkes des Papſtes ausſpricht. Der
Papſt dankte dem Kaiſer telegraphiſch in ſehr bewegten
Worten, und rühmte die Verdienſte des Kaiſerhauſes um
den Kongreß und die katholiſche Religion.
H. B. Kopenhagen, 17. Sept. In diplomatiſchen
Krei=
ſen Kopenhagens wird erklärt, daß der engliſch=
ruſ=
ſiſche Flottenbeſuch in den däniſchen
Ge=
wäſſern nach vorher gegangener Verſtändigung
Deutſchlands und ſeiner beiden Verbündeten ſtattfindet.
Eine Teilnahme Frankreichs an dieſem Flottenbeſuch der
beiden befreundeten Nationen ſei vermieden worden, um
jedem Mißverſtändnis von vornherein die Spitze
abzu=
brechen. Es ſei dadurch klar ausgedrückt, daß der
engliſch=
ruſſiſche Beſuch in keiner Weiſe gegen Deutſchland
gerich=
tet iſt.
H. B. Smyrna, 17. Sept. Auf Samos nimmt die
Gärung unter der Bevölkerung zu. Nachdem in der
vorigen Woche drei politiſche Morde vorgekommen ſind,
beſetzten geſtern 80 Bewaffnete Marathon Campos und
raubten die Zollkaſſe aus, worauf ſie ſich in die Berge
zu=
rückzogen. Gendarmerie und türkiſche Truppen verfolgten
die Schar und es kam zu einem Kampf, deſſen Ergebnis
noch nicht bekannt iſt. Die Bewegung greift inzwiſchen
weiter um ſich. Die Bevölkerung fordert immer drohender
die Zurückziehung der türkiſchen Garniſon.
Briefkaften.
O. G. Wenden Sie ſich an die ſtädtiſche
Rechts=
auskunftsſtelle.
lausendfach bewährte
Nahrung bei:
Brechdurchfall,
Diarrhöe,
Kindermehl.
Kankenkost. Darmkatarrh, etc.
Das ist doch wahrhaffig nicht schwer zu begreifen!
Daß die Sodener Heilquellen vortrefflich ſind,
das geben Sie doch zu, nicht wahr? Na alſo!
Warum ſollen dann Fays Sodener Paſtillen, in
denen alle wirkſamen Beſtandteile der Quellen
vollſtändig enthalten ſind, nicht ähnlich und um
der konzentrierten Form willen nur prompter
wirken, als die Quellen? Wie die Quellen, ſo
ſind auch die Paſtillen ein Remedium gegen alle
Affektionen der Luftwege, nur ſind ſie uberall zu
haben, bequem zu benützen, und ſie verſagen in der
Tat eigentlich nie. Die Schachtel koſtet dabei nur
85 Pfg. Nachahmungen weiſe man zurück. (19452Mf
Ausgewählte Gruppen
ausader Internationalen
Hugiene=Ausſtellung.
Dresden 11911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß
Der Stadtauflage heutiger Ausgabe liegt ein
Proſpekt bei: „Moden=Zeitung fürs Deutſche
Haus” von der Firma W. Vobach & Co., Leipzig,
hier vertreten durch Herrn Karl Herzberger, Buch=
und Zeitſchriftenhandlung, Karlſtraße 3, worauf wir
ſpeziell die Leſerinnen unſeres Blattes aufmerkſam
machen.
(19469
Seder Tag der Arbeit raubt Nervenkraft.
Sana=
togen ſtärkt und ſtählt die geſchwächten und
er=
ſchöpften Nerven, indem es ihnen die wichtigſten
Be=
ſtandteile zuführt und die verbrauchte Kraft erſetzt. Die
natürliche Folge iſt eine Neubelebung und Verjüngung
des geſamton Organismus, eine Hebuna aller ſeiner
Kräfte und Leiſtungen.
Zum Wintersemester empfehlen:
Abonnements auf sämtliche
Zeitſchriften u. Lieferungswerke
prompte und gewissenhafte Zustellung.
Moderne Leihbücherei
stets die neuest. belletrist. Erscheinungen.
Journal-Leſezirkel
mit 34 der beliebtesten Zeitschriften.
Prospekte bitte zu verlangen.
Müller & Rühle, Hofbuchhandl.
— 5 Elisabethenstrasse 5. — (19299P
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
Tagestalender.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7 Uhr: „Wenn
ich König wäre‟
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Büraerkeller
um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr.
Für alle Aufmerksamkeiten
gelegent-
lich unserer Silbernen Hochzeit
und Geschäftjubiläums sagen wir
auf diesem Wege unseren herzlichsten
Dank.
Heinrich Brandstätter
und Frau.
(19507
Allen Denjenigen, die uns in ſo liebevoller
A
Weiſe anläßlich unſerer Goldenen Hochzeit
geehrt und unſerer gedacht haben, ſagen wir auf
dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank. (B19488
Familie Konrad Aßmuth
Schießhausſtraße 68.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute verſchied nach langer, ſchwerer
Krank=
heit mein lieber Mann, unſer guter Vater,
(B19487
Bruder, Schwager und Onkel
Herr Karl Diehl.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Kath. Diehl, geb. Hofmann,
und Kinder.
Darmſtadt, den 17. September 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 19. Sept.,
nachm. 5 Uhr, vom Sterbehauſe
Wingerts=
gäßchen 6 aus, auf dem Beſſ. Friedhofe ſtatt.
Am 15. dieses Monats verschied hierselbsteim Alter von 69 Jahren
Herr Baurat Otto Wolff.
Der Verblichene gehörte seit Gründung unserer Gesellschaft bis zu seiner
am 1. April 1911 erfolgten Pensionierung der Direktion als Mitglied an und
war vorher schon nahezu ein Jahrzehnt hindurch bei der vorbesitzenden
Ver-
waltung in gleicher Stellung tätig.
Er hat sich durch sein stets freundliches entgegenkommendes Wesen
ausgezeichnet und seine verantwortungsvolle Stellung mit regem Interesse und
grosser Pflichttreue versehen. Ein dauerndes ehrendes Andenken ist ihm gesichert.
(19526
Darmstadt, den 17. September 1912.
Der Aufsichtsrat und die Direktion
der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Geſtern nachmittag 3 Uhr entſchlief nach
langem Leiden plötzlich und unerwartet im
Krankenhaus meine liebe Frau, unſere gute
Mutter, Tochter, Schweſter und Schwägerin
Christine Schwarz
geb. Schmidt
im 32. Lebensjahre.
(*6522
Emil Schwarz u. Sohn.
Nürnberg, Darmſtadt, den 17. Sept. 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt am Mittwoch, den
18. September, nachmittags 5 Uhr, vom Portale
des Beſſunger Friedhofes aus.
Vertehrs= Verein oſſutliches Verkehrshuremn
Ernſt Ludwigsplatz (Zentrale der elektriſchen
Straßenbahn). Auskünfte jeder Art.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe freundlicher Teilnahme
beim Hinſcheiden meiner treuen Schweſter, unſerer
lieben Tante und Großtante, ſagen wir
herz=
lichen Dank.
(19486
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Auguste Dingeldey.
Darmſtadt, den 17. September 1912.
Druk und Perlage z. g. Pitläſe Seſtachornchenſ.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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uns eine Aufnahme bestellt, erhält
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Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Seite 9.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
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und 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 brauner Spazierſtock mit Silbergriff.
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2 Schlüſſeln und 1 Taſchentuch, gez. M. 1 Milchkanne. 1
gelblich=
grüner Gummimantel. 1 weißes Taſchentuch, gez. K. 1 ſchwarzes
Damenportemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 ſilbernes
Ketten=
armband mit Anhänger. 1 Säckchen Schrot. 1 filberne Herrenuhr
mit Gehäuſe und Kette.
(19441
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Kriegshund, 1 Windhund (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(19449
Verdingung von Kanaliſationsarbeiten.
Die zur Herſtellung von rd. 150 m Zementrohrkanälen nebſt
den erforderlichen Einſteigſchächten, Straßenſinkkaſten uſw. für die
Gemeinde Arheilgen, Kreis Darmſtadt, erforderlichen Lieferungen
und Arbeiten ſollen durch ſchriſtliche Angebote ungetrennt
ver=
geben werden.
Pläne und Bedingungen ſind bei uns, letztere auch bei der
Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen einzuſehen.
Ange=
botsvordrucke ſind nur von uns gegen Bareinſendung von 2.50 Mk.
(nicht in Briefmarken) zu beziehen.
(18882a
Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift
verſehen bis längſtens
Mittwoch, den 25. September 1912, vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen woſelbſt
auch die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der erſchienenen
Bieter ſtattfindet. Es können nur Angebote unter Benutzung der
Vordrucke ohne Kextänderungen und Zuſätze berückſichtigt werden.
Freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt vier
Wochen.
Darmſtadt, den 7. September 1912.
Großherzogliche Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.
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der Strauss’schen Buchhandlung und Antiquariat
am 7. Oktober und folgende Tage, täglich nachmittags von 3 Uhr an,
unter Leitung des Herrn Fr. Lehmann, Antiquar, Frankfurt a. M. im Blbllotheksaal
des alten Senckenberglanum am Eschenheimer Turm, Frankfurt a. M.
Deutsche Literatur!
I. Die, Bibliothek des f Herrn A. Helmrich, Neffe Fr. Chr. Schlossers, enth. die
deutsche Literatur von Anfang bis zur neueren Zeit, darunter viele Erst-Ausgaben
besonders Goethe, Schiller (u. a. Der Venuswagen) Varnhagen von Ense u. .
seltene Werke der deutschen Literatur, zum grossen Teil in schöne Lederbände
gebunden.
II. Die reichhaltige Bibliothek des f Herrn Dr. Gustav Zieler, zuletzt Redakteur am
Frankfurter General-Anzeiger, enth. die Literatur der letzten 20 Jahre, darunter
viele Erstausgaben moderner Autoren, Vorzugsdrucke und numerierte
Exem-
plare, ferner Bücher mit eigenhändiger Widmung der Verfasser, Werke des insel-
und Tempel-Verlages, sowie von Diederichs und Müller.
(19451M
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Jos. Strauss’sche Buchhandlung u. Antiquariat
Frankfurt a. M.
Verpachtung von Hofjagden.
I. Dienstag, 1. Oktober, 2 Uhr nachmittags, werden in
Darmſtadt (Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20) folgende ab
Darmſtadt, Frankfurt a. M., Mainz gut erreichbare
Jaaden auf länger einzeln verpachtet:
1 von Harras 152 ha, 2. von Harras=Trieſch 188 ha,
3. Eichwäldchen 78 ha, dicht bei Darmſtadt=Griesheim,
4. Faulbruch 173 ha, unmittelbar bei Station Erzhauſen,
5. Koberſtadt 357 ha bei Egelsbach, G. Frankenſtein 253 ha
bei Eberſtadt, 7. Daraberg80ha, 8. Felsberg 61ha, beide
bei Jugenheim (Bergſtraße), 9. Burgwald 111 ha bei
Auerbach (Bergſtraße), 10. Schönauer Hof 216 ha Feld
bei Biſchofsheim, 11. Sensfelder Hardt mit Hoffeld 24 ua
Wald, 65 ha Feld bei Wixhauſen, 12. Sensfelder Tanne,
Hegberg Kräſee 340ha bei Egelsbach=Mörfelden, 13.
Wie=
ſental, Groß=Gerauer Wald 730 ha bei Mörfelden-Groß=
Gerau, 14. Mitteldick 1295 ha unmittelbar bei Station
Sprendlingen und Halteſtelle Mitteldick, 15. Forſtwald
1030 ha bei Station Dieburg und Altheim. Schönaler
Hof iſt gute Haſen= und Hühnerjagd. alle übrigen Reviere
ſind ſchöne Waldjagden, meiſt mit Wieſen. Vorkommende
Wildarten: Rehe, Haſen, dazu in Nr. 12, 13, 14 Damwild,
in Nr. 4 und 15 Faſanen.
II. Donnerstag, 3. Oktober, ¾12 Uhr vormittags in
Gießen (Lenz’ſcher Felſenkeller) folgende bei Alsfeld (Bahn
Gießen-Fulda) gelegene ſchöne Waldlagden (
hauptſäch=
lich Rehe:
1. Forſtwarteien Ruhlkirchen und Ohmes 702 ha Wald
nebſt 520 ha Feldſchutzjagden, 2. Forſtwartei Röddingen
und Teil von Diſtrikt Stollenberg 480 ha Wald, 26 ha
Wieſen nebſt 320 ha Feldſchutzagden, 3. Domanialwald
Burg=Gemünden nördlicher Teil 514 ha Wald, 9 ha Wieſen,
nebſt 323 ha Feldſchutzjagd, 4. Domanialwald Burg=
Ge=
münden ſüdlicher Teil 584 ha Wald, 8 ha Wieſen, nebſt
(Ki8380
546 ha Feldſchutziagd.
Auskunft erteilt Großh. Hofjagdamt in Darmſtadt,
Paradeplatz 4 woſelbſt wie bei den betr. Oberförſtereien
Ein=
teilung und Bedingungen Werktags, 8—12 Uhr vormittags,
ein=
zuſehen, ebenſo bei Firma Jakob Sackreuter, Frankfurt am
Main, und Großh. Oberförſterei Schiffenberg in Gießen
(8—12 Uhr vormittags).
Manaſdean,.
Die Ausführung einer
gemauer=
ten Kanalſtrecke in der
Pallas=
wieſenſtraße unter den Gleiſen der
Staatsbahn ſoll verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
Tiefbau=
amt, Zimmer Nr. 7 während der
Dienſtſtunden zur Einſicht offen.
Auch werden dort die
Angebot=
ſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Montag, 23. September I. J.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(19210sm
Darmſtadt, 12. September 1912.
Tieſbauamt.
„ V.: Heuſel.
Haferlieſerung.
Die Lieferung von 60 Zentner
Hafer für die Faſelſtallungen iſt
zu vergeben.
Angebote und Haferproben ſind
bis
Donnerstag, den 19. Ifd. Mts.,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
Die Bedingungen liegen im
Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur
Einſicht offen.
(19388im
Darmſtadt, 13. September 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jgeger.
Verkauf von Matraßzenſtren
Samstag, den 21. September,
wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der
Ka=
valleriekaſerne an der Holzhofallee
verſteigert. Der Verkauf beginnt
um 9 Uhr 30 Minuten vormit=
(19491a
tags.
Micſer Heioſpferbenatn 1912.
Der Herbſtpferdemarkt
findet am
Donnerstag, den 19. September 1912,
im ſtädtiſchen Viehhofe ſtatt. Marktprogramm und
Prämiierungs=
plan, ſowie weitere Auskünfte ſind durch die Schlacht= und
Viehhof=
verwaltung Mainz erhältlich.
(Fr18007
Mainz, im September 1912.
Die ſtädtiſche Pferdemarktkommiſſion.
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(*6563
Artillerieſtraße 10.
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Näheres in der Expedition. (*6533
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werden im ſtädtiſchen Pfründnerhauſe, Frankfurter Straße Nr. 35,
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Portemonnaies, altes Eiſen, weiße und blaue Lumpen ꝛc. gegen
Bar=
zahlung öffentlich verſteigert.
Darmſtadt, den 11. September 1912.
(19240sm
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(19509
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Bekanntmachung.
Die Stimmliſte zu der im Oktober d. J. ſtattfindenden
Vor=
ſtandswahl der Waſſergenoſſenſchaft I und II Griesheim liegt von
heute ab 4 Wochen lang zur Einſicht der Intereſſenten in der
Woh=
nung des Genoſſenſchafts=Vorſtehers offen. Abänderungsanträge
müſſen innerhalb dieſer Friſt daſelbſt vorgebracht werden.
Griesheim, den 17. September 1912.
(19417
Der Vorſteher der Waſſergenoſſenſchaft I und II
Griesheim b. D.
Feldmann.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
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ſtraße 94,
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mannſtraße 1, zwangsweiſe
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ſteigert werden.
Darmſtadt, 13. Auguſt 1912.
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Frantz. (VI17454
Bekanntmachung.
Dienstag, 1. Oktober 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Heinrich Schäfer
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VIII 699/100 510 Hofreite
Hei=
delberger
delberger=
ſtraße 130,
VIII 679/10 365 Hofreite
Moosberg.
ſtraße 94,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
Darmſtadt, 12. Auguſt 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
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Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
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Das starre Festhalten an einer Gewöhnheit
hat mancher Frau einen Streich gespielt.
Spät erst lernte sie einsehen, daßs sie
die Vorteile des „Kornfranck” schon
früher hätte wahrnehmen Kännen.
Jamilie Heerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa.
(Nachdruck verboten.)
13.
gleichen Gründen geheiratet haben und zufrieden und
glück=
lich geworden ſind.
Aber Chriſta ſchwieg. Sie hatte ſo gar keine Luſt
da=
zu, noch mehr ſolcher Fälle zu hören. Sie vermied es
ſo=
gar in Zukunft, direkt ein Thema zu berühren, das
irgend=
wie mit Heiraten in Zuſammenhang ſtand. Die häufige
Wiederkehr dieſer Art Unterhaltungen mit Mama fing ſie
an zu ängſtigen. Was verfolgte Mama eigentlich für einen
Zweck damit? Es ſchien ihr, als wollte ſie mit geſchickten
Fragen ihre innerſten Gedanken, Meinungen und Anſichten
erforſchen, und ſie, die auf einem ganz andereen
Stand=
runkte ſtand als die Mutter, dazu bewegen, auf deren Ideen
inzugehen. Auch ärgerte ſich Chriſta darüber, daß die
Mutter über Dinge, denen ſie Stunden ernſten
Nach=
denkens gewidmet hatte, mit leichtem verſtändnisloſen
Achſelzucken, als ſeien ſie überhaupt nicht wert, daß man
von ihnen rede, hinwegging. Mamas Anſchauungen
wur=
zelten ſo vollſtändig in der alten Zeit. Sie hatte gar kein
Verſtändnis für das nach perſönlicher Freiheit ringende
moderne Weib. Daher hütete ſich Chriſta wohl, von dem
zu ſprechen, was ſie innerlich bewegte.
Es war inzwiſchen Hochſommer geworden und das an
und für ſich nicht gerade allzuſehr belebte Bellburg lag
ziemlich verödet und verlaſſen da. Die Ferienzeit hatte
die meiſten Familien nach irgendeinem Erholungsort
ge=
führt und auch der Hof reſidierte, wie alljährlich zur
Som=
merzeit, auf einem der fürſtlichen Schlöſſer in den nahen
Bergen.
Frau von Leerſen war mit Chriſta gleichfalls in eine
nahe, in einem ſtillen Waldtale verſteckt liegende
Som=
merfriſche gereiſt. Der Trauer wegen, ſo ſagte man zu
Be=
kannten, wolle man ganz zurückgezogen in dieſem einſamen
kleinen Ort leben. Es hätte richtiger heißen mögen: der
Billigkeit wegen. Aber dergleichen Dinge mit dem rechten
Namen zu nennen, das umgingen Frau von Leerſen und
Karl Auguſt ängſtlich.
Chriſta aber gefiel das einfache Leben und Treiben
in Talheim außerordentlich. Sie hatte in den beiden
Töchtern einer verwitweten Majorin aus Breslau einen
„ſtandesgemäßen” Umgang gefunden und durfte nun mit
dieſen beiden, ſchon etwas verblühten jungen Mädchen nach
Herzensluſt in der freien Natur herumſtreifen. Der
Haupt=
verkehr Frau von Leerſens beſtand, nächſt dieſer Frau
Major von Wertern, in den alten Damen eines adligen
Fräuleinſtiftes, das hier in Talheim eine Art
Erholungs=
heim beſaß. Dieſe alten Dämchen brachten der
verwit=
weten Exzellenz von Leerſen eine ſo unbedingte und
unbe=
grenzte Wertſchätzung und Hochachtung, eine Devotion
und Ergebenheit entgegen, die ihr nach all den bitteren
Erfahrungen, die ſie hatte machen müſſen, ſeitdem ihr Gatte
tot und ſie nicht mehr eine „einflußreiche‟ Perſönlichkeit
war, ſehr wohl tat. Man war infolgedeſſen ſehr viel mit
den alten Fräulein zuſammen. Chriſta aber benutzte die
weniger ſtrenge Aufſicht der Mutter jetzt oft, um allein in
den Wald zu wandern. Dann machte ſie, wie ſie es nannke,
„Sprechübungen‟. Das heißt, ſie lernte alle möglichen
Ge=
dichte, Monologe und Dialoge auswendig und jubelte,
klagte, ſchmetterte und flüſterte, je nachdem es ihr Inhalt
verlangte, mit vollen Tönen in den ſtillen Wald hinein.
Die grünen ſchweigſamen Bäume, die jubilierenden Vögel
und murmelnde kleine Bergwaſſer waren ihr Publikum
und Auditorium.
An Ada und Joachim ſchrieb ſie begeiſterte, launige
Mama widmete ſich ihr auf einmal in einer Weiſe,
wie ſie es nie vorher getan hatte. Es fiel Chriſta auf, daß
ihre Unterhaltungen ſich meiſt um Mamas eigene
Mädchen=
ind Jugendzeit drehten. Warum erzählte ihr Mama, daß
ſie, trotzdem ſie als Hofdame der Fürſtin Harrisburg
un=
zählige Triumphe und Huldigungen erfahren habe, doch
bei all ihrer Schönheit beinah achtundzwanzig Jahre alt
geworden ſei, ehe ſie geheiratet habe? Lediglich ihre
Ver=
mögensloſigkeit — das harte Wort Armut ſprach Frau
von Leerſen nicht gern aus — ſei daran ſchuld geweſen.
Erzähle mir, Mama! Dann kam Papa eines Tages in
Begleitung Seiner Durchlaucht an Euren Hof. Ihr lerntet
Euch kennen und lieben? Beſeelt von dem Wunſche, etwas
über ihr geliebtes Väterchen zu hören, rief es Chriſta.
Ja, das heißt — Dein Papa war bereits damals
Ge=
heimer Regierungsrat und die rechte Hand Seiner
Durch=
aucht. Er bat mich um meine Hand. Ich nahm ſeinen
Antrag an, obgleich Papa damals durchaus nicht mehr der
Jüngſte war, nun, und ſchön, ſo zum Verlieben, wie Du
Dir das in Deinem törichten Kindeskopf vielleicht vorſtellſt,
war Papa auch damals nicht. Aber er bot mir eine
ge=
ſicherte Lebensſtellung, Rang und Reichtum!
Darum alſo! Wie Eiſeskälte legten ſich die Worte der
Mutter auf Chriſtas warm empfindendes Haxz.
Siehſt Du, mein Kind, und unſere Ehé von meiner
Seite rein aus Vernunftsgründen geſchloſſen, iſt ſehr
glück=
lich geworden. So könnte ich Dir hundert Fälle aus
unſe=
ren Bekanntenkreiſen nennen, bei denen die Frauen aus
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
kleine Briefchen. Da Frau von Leerſen einen allzu
häu=
figen Briefwechſel — ſie ſelbſt ſchrieb nie an den fernen
Sohn — mit Joachim nicht liebte, erhielt ſie poſtlagennd
die Antworten. Auch von Ada natürlich. Faſt täglich
konnte ſie ſich etwas von der Poſtſtelle beim
Gemeindevor=
ſteher des etwas auf der Höhe liegenden nahen Dorfes —
Leerſens wohnten in dem etwas abſeits gelegenen, aus
einigen Landhäuſern und Hotels beſtehenden Bad
Tal=
heim — holen. Oft waren es nur Anſichtskarten aus der
Umgebung von Berlin, und nie fehlten die großen
charak=
teriſtiſchen Schriftzüge Peter Geißlers darauf, der neckende
Grüße mitſandte. An ſolchen Tagen aber war dann
Chriſta beſonders aufgeräumt und fröhlich.
Die Luftveränderung bekommt Chriſta ausgezeichnet,
konſtatierte bei ſeinem Beſuch Karl Auguſt. Frau von
Leerſen beſtätigte es. Sie war glücklich darüber, daß
Chriſta immer ſchöner erblühte.
Man wurde ſich ſchlüſſig, bis nach dem Manöver hier
zu bleiben. Dann ſollte Karl Auguſt noch eine Woche
ſeines Urlaubes hier verbringen und den Reſt auf dem
Gute der Eltern Jula von Warburgs, die ihn für die
Herbſtjagden eingeladen hatten. Eigentlich hatte Karl
Auguſt wenig Luſt, dieſer Jagdeinladung Folge zu leiſten.
Die gute Jula war ihm doch zu dick und dumm, und die
Abſicht der Eltern, ihn zum Schwiegerſohn zu haben,
unverkennbar. Na, wenn Chriſta Schmettwitz heiratete,
wars ja nicht nötig — ſonſt freilich — —! Karl Auguſt
ſpann dieſen ihm unangenehmen Gedanken nicht weiter
aus, aus was deun auchs Mamg hatte geſagt, Lhäſta
ſei dank ihrer ſyſtematiſchen und ſehr diplomatiſchen
Be=
arbeitung entſchieden fügſamer und vernünftiger
gewor=
den.
Da trat etwas ein, was ihn allerdings an der
Füg=
ſamkeit ſeiner Schweſter neuerdings zweifeln ließ und
Mamas Behauptung ins Wanken brachte.
Eines Sonntags — er war wieder einmal nach
Tal=
heim gekommen, um Mutter und Schweſter zu beſuchen
traf er gerade ein, als dieſe mit einer Anzahl der alten
Stiftsfräulein und mit den Damen Wertern in einen
mächtigen Kremſer ſteigen wollten. Es ſollte eine
gemein=
ſame Partie nach einer nahegelegenen Ruine gemacht
werden. Karl Auguſt war ja nicht gerade entzückt von der
Ausſicht, mit dieſer „Galerie ſchöner Frauenköpfe” wie
er die Damen innerlich nannte — denn auch Ella und
Gertrud von Wertern waren weder jung noch ſchön —
den ganzen Sonntag zu verbringen, aber er war viel zu
ſehr Kavalier, ſich das merken zu laſſen. Er ſtieg alſo auf
die Einladung der Damen mit ein und fand allmählich
Vergnügen daran, wirklich Hahn in Korb, wenn auch
einem etwas antiken zu ſein. Es war übrigens ſehr luſtig.
Die Anweſenheit des jungen, flotten Offiziers wirkte
an=
regend nud belebend auf die alten Dämchen. Es fehlte,
da man vollſtändig „unter ſich” war, nicht an
Geſprächs=
themen; gemeinſame Bekannte und deren Schickſale
liefer=
ten genügenden Stoff dazu. Da fiel plötzlich der Name
vein Schmettwitz. Es ſtellte ſich heraus, daß Jesko von
Schmettwitz ein Großneffe des alten Fräuleins von
Hel=
den war.
Nach dem gemeinſamen Mittagsmahl ſchrieb man
eine Anzahl Anſichtspoſtkarten, die alle Anweſenden
unter=
ſchreiben mußten. Auch an Jesko von Schmettwitz hatte
Fräulein von Helden eine adreſſiert. Chriſta hatte ſie,
ſohne mit zu unterſchreiben, weitergegeben und gehofft,
daß das Fehlen ihres Namens niemanden auffallen
würde. Da aber kam Fräulein von Helden ſchon
ange=
trippelt.
Ach, Kindchen, hier, an meinen Großneffen Jesko
müſſen Sie aber auch noch mit unterzeichnen.
Wie Feuer brannte der Bleiſtift in Chriſtas Hand.
Sie warf ihn hin. Ich tu’s nicht! raunte ſie Karl Auguſt,
der neven ihr ſaß, zu.
Unnſinn, herrſchte er dieſe an. Du mußt einfach, Du
kannſt Dich doch nicht blamieren!
Da unterſchrieb Chriſta mit zitternden Händen, kaum
leſerlich ihren Namen.
Ein paar Tage darauf fand Karl Auguſt, als er vom
Dienſt nach Hauſe kam, einen Brief ſſeiner Mutter vor,
die ihm mit eiligen Worten, denen man die Beſtürzung
anhörte, meldete, daß Herr von Schmettwitz ganz
uner=
wartet zum Beſuch ſeiner Großtante Fräulein von
Hel=
den in Talheim eingetroffen ſei.
Donnerwetter! Das war ein Schlag in die Parade!
Karl Auguſt überlegte, daß es vorderhand beſſer ſei,
an=
ſtrengenden Dienſt vorzuſchützen und Mutter und
Schwe=
ſter nicht eher zu befuchen, als ſich die Dinge da geklärt
hätten. Augendlicklich wäre ein Zuſammentreffen mit
Schmettwitz für ihn doch zu peinlich geweſen!
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„Ein ſolch gutes Mittel gegen
Wunden sa
wie Zucker’s „Saluderma” habe
ich noch nie kennen gelernt. Mein
Arm war ſtark vereitert. Nur
zwei=
malige Anwendung von „
Salu=
derma” beſeitigte ſofort die
Ent=
zündung und Eiterung. Helene
Stöhr.‟ Doſe 50 Pfg. u. 1 Mark
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Rheinſtraße 8, A. Logel,
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Nummer 220.
Seite 21
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Haar-
ausfall fast
verschwunden.
Hierdurch teile ich Ihnen ergebenst
mit, daß ich mit dem Javol sehr
zufrieden bin, da mir bisher alle
Arten von Haarwasser unangenehme
Ersoheinungen hinterlassen haben.
Beim Frisieren fiel mir stets eine große
Menge von Haaren aus, sodaß ich
fürchtete, in kürzester Zeit, trotz aller
Haarwasser, kahl zu werden. Nachdem
ich nun mein Haar mit Javol behandele,
ist es nicht nur sammetweloh geworden,
sondern auch der Haarausfall fast
ganz verschwunden.
M. T.
Gleiwitz, 3. Juni 1910.
JAVOL., fetthaltig oder fettfrei,
Originalflasche 2 M.,
Doppel-
flasche 3,50 M. Ueberall
zu haben. Kolberger
Anstalten für
Exteri-
kultur, Ostseebad
Kolberg.
Die Verlängerung des Lebens.
Ein Sprichwort ſagt: alt werden will jeder, alt ſein
niemand. Schon von jeher iſt es das Beſtreben wohl der
meiſten Menſchen geweſen, ein möglichſt hohes Alter zu
erreichen, und die griechiſche Sage erzählt uns von dem
trojaniſchen Prinzen Tithonus, dem auf Bitten ſeiner
Gemahlin von den Göttern Unſterblichkeit gewährt
wurde. Aber die liebende Gattin vergaß dabei, die ewige
Jugend für ihn zu fordern, und ſo mußte ſich Tithonus
müde und welk dahinſchleppen, bis ſeine Stimme erſtarb
und zu einem unhörbaren Flüſtern herabſank, worauf er
von den milden Göttern in eine Grille verwandelt wurde.
Alſo ein ſchwaches und hinfälliges Greiſenalter war es
nicht, was als das begehrenswerte Ideal ſchien, und wenn
auch Ludwig Eſiſchrodt in ſeinem ſpaßigen Vers vom
alten Methuſalah rühmend ſagt:
Neunhundert Jahr lebt ehedem
Der würdige Greis Methuſalem,
wenn auch die Bibel uns von dem hohen Alter der
Erz=
väter und anderer frommer Männer erzählt, ſo fügt ſie
doch meiſt hinzu: „Sie ſtarben alt und lebensſatt.”
Was man wünſchte und durch alle möglichen Hilfsmittel
zu erlangen ſuchte, das war ein möglichſt langes Leben,
ein Hinausſchieben des Todes, ein Erhalten des Daſeins
bei körperlicher und geiſtiger Friſche und Genußfähigkeit.
Zu allen Zeiten ſuchte man deshalb nach Mitteln, die
menſchliche Lebensdauer zu verlängern, und die
Quack=
ſalber, Schwindler und Charlatane machten ſich das zu
Nutze und prieſen und verkauſſten ihre Amulette, Pillen
und Lebenselixiere. Der berüchtigte Abenteurer
Cag=
lioſtro, der im 18. Jahrhundert mit ſeinem
Lebens=
trank die Welt durchzog und behauptete, durch den Genuß
ſeines Tränkleins 150 Jahre alt geworden zu ſein, machte
bei Hoch und Niedrig die glänzendſten Geſchäfte, und
der kühne aber zugleich geiſtvolle Lebensverlängerer
Theophraſtus Paracelſus hatte Zulauf von Schülern
und Patienten aus ganz Europa.
Alle dieſe künſtlichen Mittel und Hilfsmittel ſind
ver=
ſchwunden. Die Menſchheit hat einſehen gelernt, daß es
eigentlich überhaupt keiner Mittel bedarf, um ſich ein
möglichſt langes von Krankheiten freies Leben zu
ver=
ſchaffen. Man hat allmählich begriffen, daß es eigentlich
nur einer vernünftigen, geregelten Lebensweiſe bedarf,
wie ſie uns die Natur vorſchreibt und daß wir nur dafür
Sorge tragen müſſen, alles, was dem Körper ſchädlich iſt,
von ihm fernzuhalten. Die Geſundheitslehre hat uns
da=
mit vertraut gemacht, daß wir ſelbſt, wenn nur der Körper
von Natur aus geſund und kräftig iſt, es in der Hand
haben, Hinfälligkeit und frühes Greiſenalter
hinauszu=
ſchieben und andererſeits wieder ein hohes von
Krank=
heiten freies Alter zu erreichen. Die Ausſtellung
„Der Menſch” im Großherzoglichen
Reſi=
denzſchloß zu Darmſtadt wird jedem, der ſie mit
offenen Augen durchwandert, mehr als alle Vorſchriften
und Geſundheitslehren begreiflich machen, worin die
Kunſt beſteht, das Leben zu verlängern. Die Ausſtellung
iſt wiſſenſchaftlich ſo gediegen und gründlich, daß Aerzte
und Hygieniker mit dieſem reichen Aufklärungsmaterial
einverſtanden ſein können. Sie iſt aber zugleich ſo
ver=
ſtändlich, ſo ſinnfällig belehrend und aufklärend, daß auch
jeder Laie, ſelbſt der einfachſte Mann aus dem Volke, der
ohne die geringſte Kenntnis und Vorbildung die
Aus=
ſtellung beſucht, ohne Schwierigkeit ſich in dem Material
zurecht finden kann und eine hygieniſche Belehrung
mit=
nimmt, die ihm für ſein Leben ſnützlich und wertvoll iſt.
Hier ſind nicht nur Vorſchriften, nicht nur Paragraphen
und Zahlen, die dem Beſchauer zurufen: Das darfſt du
nicht! An einer Fülle von ſinnreich konſtruierten
Appa=
raten, an kunſtvollen, der Natur getreu nachgeahmten
Modellen und Präparaten wird der Menſch vor Augen
geführt und in möglichſt lebendiger Art der ganze Aufbau
des menſchlichen Körpers in ſeinen mannigfachen
Fein=
heiten und ſeinem wunderbaren Organismus dargeſtellt.
Eine reiche Auswahl von fein ausgearbeiteten
Zeichnun=
gen, Abbildungen und Modellen gibt über die Pflege
und Erhaltung des menſchlichen Körpers Auskunft, und
alles wird ſo greifbar gezeigt, daß kein Beſucher die
Be=
lehrung ſpürt und doch alles dauernd in ſeinem
Gedächt=
nis haftet.
Der berühmte Arzt Hufeland, deſſen Andenken
kürzlich in ſeinem 150. Geburtstage gefeiert wurde, nennt
ſein bedeutendſtes Werk, Die Makrobiotik: Die Kunſt,
das menſchliche Leben zu verlängern. „Iſt eine
Ver=
längerung des Lebens möglich?” fragt er und fügt
hin=
zu: „Sie iſt es allerdings, aber nicht durch Zaubermittel
und Tinkturen” und nun gibt er in ſeinem lebendig
ge=
ſchriebenen Büchlein eine Geſundheitslehre, die in der
Hauptſache auf einer vernunftgemäßen Lebensweiſe, auf
Schonung und Uebung der Kräfte und auf einer
gründ=
lichen Kenntnis des menſchlichen Körpers, ſeiner Organe
und ihrer Funktion beruht. Dieſe Kenntnis zu verbreiten,
dieſe vernunftgemäße Lebensweiſe jedem anzuerziehen, iſt
die ſchöne Aufgabe, die ſich die Ausſtellung „Der
Menſch” in Darmſtadt zum Ziel geſetzt hat.
M. H.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchlo
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 8. Sept.: dem Tapezier Friedrich
Wil=
helm Fiſcher, Liebfrauenſtraße 100, eine T. Auguſte
Eliſabeth. Am 11.: dem Gerbermeiſter Bernhard Wilhelm
Oskar Neubauer, Waldſtraße 16, ein S. Wilhelm Ad.
Otto. Am 13.: dem Schutzmann Johann Karl Georg
Schwarz, Darmſtraße 7, eine T. Friedrike Frieda. Am
12.: dem Knecht Philipp Krauß, Döngesborngaſſe 2,
eine T. Barbara. Am 11.: dem Fahrburſchen Wilhelm
Schmidt, Eliſabethenſtraße 42, eine T. Katharina
Wil=
helmina Maria. Dem Forſtaſſiſtent Karl Kakſpar
Rat=
tinger, wohnhaft in Eberſtadt, Villenkolonie Nr. 100, ein
Sohn Fred Kermit Walter Otto Guſtav, Lagerhausſtr. 24
hier. Am 14.: dem Straßenreiniger Johann Chriſtian
Heinrich Luſt, Pankratiusſtraße 70, ein S. Johann Chr.
Heinrich. Am 10.: dem Wachtmeiſter im Garde=Drag.=
Regt. Nr. 23 Heinrich Karl Dreſte, Marienpl. 1, eine T.=
Kathar. Eliſabeth Magdalene.
Aufgebote. Am 13. Sept.: Sergeant Emil Schneider,
Uebungspl. Griesheim, mit Hausmädchen Eliſ. Anſpach,
Bismarckſtr. 78. Schloſſer Anton Löffler,
Blumenthal=
ſtraße 103, mit Dienſtbote Emma Schmidt, Hügelſtr. 6.
Spengler und Inſtallateur Ernſt Albert Sieber,
Gries=
heimer Weg 9, mit Schneiderin Mathilde Petri in
Wei=
terſtadt. Am 16.: Bahnarbeiter Philipp Meid VII. mit
Eliſab. Ziergöbel, beide in Hähnlein. Artiſt Wilhelm
Friedrich Adam Klöß, Obergaſſe 44, mit Kath. Treuſch,
Eckhardtſtraße 33.
Eheſchließungen. Am 10. Sept.: Ingenieur Adam
Beck in Bielefeld mit Kathar. Heß, hier. Poſtbote
Jakob Trautmann mit Kathar. Schneider, beide hier.
Poſtbote Jakob Seip mit Sophie Heilmann, beide
hier. Am 13.: Vorſtand des Eiſenbahn=Maſchinenamts
Trier II, Regierungsbaumeiſter Ernſt Braun in Trier,
mit Elfriede Koch hier. Am 14.: Schreiner Joh.
Krä=
mer mit Eliſab. Hering, beide hier. Kaufmann Georg
Saalfrank in Aſchersleben mit Anna Kathar.
Brun=
ner hier. Hilfsrangierführer Wilhelm Holzſchuh mit
Luiſe Meckes, beide hier. Kommiſſariſcher
Konſulats=
ſekretär Karl Wilhelm Ludwig Heinecke in Mailand
mit Eliſab. Mathilde Präfried in Dornheim. Am 16.:
Kaufmann Otto Huf in Groß=Umſtadt mit Karoline
Wilhelmine Johannette Franziska Frey hier.
Geſtorbene. Am 13. Sept.: Meta Schlapp geb.
Schlapp, Witwe des Bankbeamten, 76 Jahre, ev.,
Hein=
heimerſtraße 12. Am 12.: Erna Seipp, T. des
Schrei=
ners, 10 Tage, ev., Schuknechtſtraße 63. Marie Kraft,
T. des Bauingeneurs, 2 Mon., ev., Hoffmannſtraße 5½.
Am 13.: Marg. Merkel, ohne Beruf, 23 Jahre, ev.,
Er=
bacher Straße 69. Gerda Carola Denecke, T. des
Ma=
ſchinenmeiſters, 11 Mon., kath., Schloßgartenſtraße 51.
Am 14.: Privatin Eliſe Julie Marie Henriette Agathe
Dingeldey, 81 Jahre, ev., Liebigſtraße 29. Am 15.:
Schmiedemeiſter Georg Peter Fleck, 61 Jahre, ev.,
Georgenſtraße 9. Sophie Eliſab. Hartmann geb.
Adel=
berger, Ehefrau des Fabrikarbeiters, 31 Jahre, kath.,
Obergaſſe 44. Chriſtine Keil, T. des Gaſtwirts, 4 Jahre,
ev., Gervinusſtraße 41. Frieda Zwach, T. des Töpfers,
2 Mon., kath., Große Kaplaneigaſſe 15.
Eiſenbahndirek=
tor i. P. Baurat Otto Richard Wolff, 69 Jahre, ev.,
Grü=
ner Weg 14. Am 16.: Privatin Emma Schneider, 28 J.,
ev., Langd.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Nummer 220.
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Anerkannt beste Qualitäten.
(19123sm)
Darmstädter Volksbank
eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
Wir beehren uns hiermit, unſere Mitglieder zur einer
Anßerordentlichen Generalverſammiung
auf Freitag, 4. Oktober 1912, abends 8 Uhr,
in das Reſtaurant des Herrn Georg Christ, Grafenſtraße 18/20,
„Fürſtenſaal”, ergebenſt einzuladen.
Tagesordnung:
1. Antrag auf Genehmigung der Satzung für die Jubiläums=
Stiftung.
2. Antrag auf Ueberweiſung eines Betrages vom
Reſerve=
fonds II auf Jubiläumsfonds und Verwendung des letzteren.
Darmſtadt, den 18. September 1912.
(19444a
Der Vorſtand
Der Aufſichtsrat
Stein. L. Habicht. Thomas.
Ludwig Roll, Vorſitzender.
HeisgemerbvereinHarmstadf.S
Freitag, 20. September 1912, abends 8½ Uhr,
im Restaurant Fürstensaal (Grafenstrasse 20)
Vortrag
des Herrn Stadtverordneten H. Sames
über
Das Gemeindenmlagengeſetz vom 8. Suli 1911
insbeſondere die Veranlagung der
Grund= und Gewerbeſtener.
Unſere Mitglieder, ſowie ſonſtige Intereſſenten laden wir hierzu
freundlich ein und bitten um zahlreiches Erſcheinen. (19418mf
Der Vorstand.
Darmstädter Vortragsverband.
Freitag, 20. September 1912, abends 8¼ Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde
Vortra
von Herrn Generaldirektor Dr. Paul Eger:
Das moderne Theater‟
Eintrittskarten: Sperrsitz zu 3 Mk., Galerie zu 50 Pfg.
im Verkehrsbüro und, soweit noch vorhanden, abends an der
(19471.
Kasse.
Der Vorstand.
Ausikverenn
Unſeren Mitgliedern werden für den Beſuch der Ausſtellung
„Der Mensch‟ Vergünſtigungen bezüglich der Eintrittspreiſe
geboten.
Die Ermäßigung richtet ſich nach der Zahl der entnommenen
Karten (ſtatt 1 Mk. — 70, bezw. 60 und 50 Pf.) Die Karten dürfen
von unſeren Mitgliedern und deren näheren Angehörigen benutzt
werden. Der Beſuch unſeres Vereins muß nicht korporativ erfolgen,
ſondern die gelöſten Karten behalten, vom Tage der Löſung an
gerechnet, 8 Tage Gültigkeit. Die Karten gelten für einen
ein=
maligen Beſuch; doch kann man die Ausſtellung an demſelben Tage
noch einmal unentgeltlich beſuchen, wenn man ſich beim Austritt an
der Kaſſe den Tagesſtempel in den Handteller drücken läßt und
dieſen ſowie die Eintrittskarte beim zweiten Beſuch vorweiſt.
Anmeldungen für Karten bitten wir bis zum 21. September
einſchließlich an unſeren Hausmeiſter, Steinſtraße 24, gelangen
zu laſſen. Die Karten können vom 23. September an dort
abge=
holt werden und ſind von dieſem Tage an gültig. Letzter
Gel=
tungstag: 30. September.
Wir fordern unſere Mitglieder, Aktive und Inaktive, auf,
von dieſem Angebot recht zahlreich Gebrauch zu machen.
19423)
Der Vorstand.
Heſſenbräu
wird aus erſtklaſſigen Rohmaterialien
nach eigener Nethode hergeſtellt; hierauf
beruht der reine Geſchmack, die gute Qualität
und die Wohlbekömmlichkeit dieſes Bieres.
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am Wild-Park b. Darmstadt.
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vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
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Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)
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Diners und Soupers.
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720 919 1000
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Ab Messel: 110 320 52t 64475 etc.
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Pallaswiesenstr. 30/
(801a)
Woog, am 17. September 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,74 m.
Luſtwärme 99 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 120 C.
Woog=Polizei=Wache.
Schiffsbericht. Hamburg=Ame=
rika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Hrn. Adolf Rady,
Darm=
ſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Amerika”, 14.
Septem=
ber 10 Uhr 45 Min. morg. in New=
York. — Dampfer „Calabria” von
New=Orleans kommend, 15.
Sep=
tember 2 Uhr morgens in
Ham=
burg. Dampfer „Kronprinzeſſin
Cecilie‟, 14. Sevtember 1 Uhr
nach=
mittags von New=York über
Ply=
mouth und Cherbourg nach
Ham=
burg. — Dampfer „Pretoria” nach
Baltimore, 14. September 8 Uhr
15 Minuten morgens in Boſton.
— Dampfer „Hamburg‟, 14.
Sep=
tember 8 Uhr morgens in New=
York. — Dampfer „Prinz
Adal=
bert‟, 14. September 11 Uhr
mor=
gens von Philapelphia nach
Ham=
burg.
Odenwaldklub
Ortsgruppe Darmstadt.
Bei unſerem Mitglied, Herrn Wetzstein,
Eliſabethenſtraße, ſind bis auf weiteres Karten
zum Beſuche der Ausſtellung „Der Menſch” und
der „Eugen Bracht=Ausſtellung” zum Preiſe von
Zn
je 50 Pfg. zu haben.
Da die Ortsgruppe eine beſtimmte Anzahl
Karten abnehmen mußte, um die Preisermäßigung
zu erzielen, werden die Mitglieder gebeten, von
der Gelegenheit ausgiebig Gebrauch zu machen.
Die Karten werden auch an Angehörige unſerer Mitglieder abgegeben.
19413)
Der Vorſtand.
Kohenles 1z euge innt
vorderen Odenwald!
Veranlaßt durch die überaus günſtige Aufnahme ſeiner
künſt=
leriſchen Reklamemarken hat der Verkehrsverband für den
vor=
deren Odenwald eine Prämie ausgeſetzt für denjenigen, der am
1. März 1913 die meiſten mit ſeiner Adreſſe verſehenen und mit der
Marke: „Der Odenwald, das Ziel des Wanderers” beklebten
Poſt=
ſachen, die aus Darmſtadt oder Orten des Odenwaldes abgeſandt
ſind, aufweiſen kann. Die Bewerbungen ſind rechtzeitig an die
Ge=
ſchäftsſtelle des Vereins Gartenſtadt Niederramſtadt=Traiſa in
Traiſa bei Darmſtadt einzuſenden.
Der mit der Prämie Bedachte findet 12 Tage lang koſtenloſe
Unterkunft nach freier Wahl bei den nachſtehend aufgeführten
Gaſt=
bofbeſitzern und Penſionsinhabern, die Mitglieder des Verbandes ſind:
Gaſthof zur ſchönen Ausſicht (Gg. Schellhaas) in Lichtenberg i. O.
Gaſthof von Gg. Schanz in Lichtenberg i. O.
Gaſthof zum grünen Baum (Ad. Meyer) in Neunkirchen i. O.
Penſion Waldeck in Nonrod.
Gaſthof zum Schwanen in Reichelsheim.
Gaſthof zum Adler „
Penſion Göttmann
Gaſthof zum Darmſtädter Hof in Traiſa bei Darmſtadt.
Penſion Haus Friedheim in Traiſa.
Darmſtädter Hof (Ludw. Schaller) in Nieder=Modau.
Von denjenigen, die bei der Prämie ausfallen, erhalten die 6
nächſthöchſten als Troſtpreis das Werk: „Heimatlieder” von dem
Odenwalddichter Karl Schäfer.
(19493
Die Marken ſind in allen Orten des vorderen Odenwaldes,
ſowie im Verkehrsbüro und in den Schreibwarenhandlungen in
Darm=
ſtadt zum Preiſe von 20 Pfg. für den Satz (6 Stück) erhältlich.
Der geſchäftsführende Ausſchuß des
Verkehrs=
verbandes für den vorderen Odenwald.
Ziegelgedeckte Bretterhalle
95X5 m, ſowie größere hölzerne
Einfriedigung zu verk. (19416
Näheres Heinrichſtraße 66.
ehrere elektr. Lüſter und
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geſtell, Kinderbett wegzugshalber
billig zu verk. Schulſtr. 10, I. Einzuſ.
9—11 vorm, u. 2—4 U.nachm. (*6454md
Nummer 220.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. September 1912.
Ab heute! Nur
Tage
Das grossartigste, vollkommenste
und spannendste Drama
Filmkompagnie.
in der
lder Hauptrolle.
Der beliebte Kino-
Schauspieler Herr
Eichtbndervertras mnrkaisersauf
Heute, 8½ Uhr:
Die Mutterkirche, ihre Entwickelung
und Entfaltung ihrer Macht.
Sonntag, 8½ Uhr:
Chriſti Gleichnis v. den 10 Jungfrauen.
Jedermann willkommen. Eintritt frei. (B19499
Hotel „he
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Heute Mittwoch unc
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Wilhelmſtraße 51.
Wegen Trauer abzugeben:
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1 und Aufſatz und 1 mit Samt
beſchlagene Staffelei zu verk.
Artillerieſtraße 3, (*6520
vorm. 8—10, nachm. 1—3½ Uhr.
Großherzogl. Hoftheater=
Mittwoch, den 18. September 1912.
8. Ab.=Vorſtellung. A. 2.
Feſt=Vorſtellung
zur Feier des Allerhöchſten
Ge=
burtsfeſtes Ihrer Königl. Hoheit
der Großherzogin.
Zum erſten Male:
Wenn ich König wäre!
Romantiſch=komiſche Oper in drei
Akten von d’Ennery und Bréſil.
Muſik von Adolphe Adam.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Moſſoul, König v.
Goa . . . . . . . . Otto Semper
Prinz Kadoor, ſein
Vetter . . . . . . . Georg Weber
Aug. Globerger
Zephoris
Piféar Fiſcher
. Karl Bernhardt
Zizél,
Küſtenauf=
ſeher.
.L. Schützendor
Atar, Kriegsmin. Auguſt Kräger
Neméa, Kuſine d.
Königs .
. . Olga Kallenſee
Zelide, Schweſter
des Zephoris . . Kathar. Jüttner
Iſſalim, Leibarzt
des Königs . . . Willi André
Der Großadigar . Engelb. Zimber
Ein Sklave . . . . Franz Geibel
Fiſcher, Fiſcherinnen, Mitglieder
des Staatsrates, Gefolge des
Königs u. der Prinzeſſin,
Baja=
deren, Brahminen, Soldaten,
Sklaven, Volk.
Ort der Handl.: Goa. Zeit: 1520
Die Tänze im 2. Akt, von Helene
Thiele=Leonhardt einſtudiert,
wer=
den ausgeführt v. Sybille Huber,
Adelheid Croneberg u. den Damen
des Corps de Ballet.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ober=
inſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Die neuen Koſtüme ſind in den
Werkſtätten des Hoftheaters
an=
gefertigt. (Garderobe=Vorſteherin
Frau Heß. Garderobe=Inſpektor
Herr Jacobi.)
Nach dem 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Das Haus wird nur nach den
Akt=
ſchlüſſen erleuchtet; die längeren
Pauſen werden durch Herablaſſen
des eiſernen Vorhangs angezeigt.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
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Vorſtell. D 2. „Die
Zauber=
flöte‟ Gew. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 20. Sept. Keine Vorſt.
Samstag, 21. Sept. 10. Ab.=Vſt.
C 3. Aus Anlaß des deutſchen
Kongreſſes für Säuglingsfürſorge.
Zum erſten Male: „George
Dantin oder: Der
be=
ſchämte Ehemann”. Eine
Komödie mit Tänzen und
Zwi=
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Mo=
liere. Neu übertragen u. für die
deutſche Bühne eingerichtet von
Karl Vollmoeller. Gewöhnliche
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Sonntag, 22. Sept. 11. Ab.=Vſt.
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vorheriger Anmeldung jederzeit) von der unterzeichneten Vorſteherin
entgegengenommen.
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Verkauf von 7 Uhr abends ab nüP in meinem Geschäftslokal statt.
(19520
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Erſparniſſe
im Haushalt u.
in der Küche
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möglicht durch
Selbſt=Anferti=
E
äer Ae de Teer Gosccue
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unter dem Titel einer Modenzeitung iſt die
Wöchentlich ein Heft à 15 Pfg.
Abwechſelnd bringen die einzelnen Hefte
1) Moden für Erwachſene und
Handarbeitsvorlagen. mit Schnitt=
2) Kindergarderobe und Wäſche muſterbogen
in jedem Heft
gung der
Gar=
derobe und der
Wäſche ſowie
durch
erprob=
te Kochrezepte
unſre „Moden=
Zeitung fürs
Deutſche Haus”
für Erwachſene und Kinder
Ein umfangreicher hauswirtſchaftlicher
Teil mit zahlreichen erprobten Kochrezepken
ud Artikeln über Haushalt und Küche,
gediegene, ſpannende Romane,
reich illuſtrierte, belehrende Aufſätze aus
allen Gebieten des Wiſſens und der Kunſt
vervollſtändigen das reiche Drogramm.
Wraktische, illustrierte Zeitschrift zur Selbstanfertigung der
Garde-
robe und Wäsche für Erwachsene und Kinder sowie Handarbeiten.
Mit einem umfangreichen unterhaltenden und belehrenden Teil.
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Die einzelnen Hefte der
„Moden=Zeitung fürs Deutſche
Haus” bringen abwechſelnd:
7) Moden für Erwachsene
und Kandarbeitgvorlagen,
2) Kindergarderobe und
Uläsche für Erwachgene
und Wläsche für Kinder
mit doppelſeitigem, gebrauchsfertigem
Schnittmusterbogen in jedem
Heft.
Pfg. wöchentlich (frei ins Haus).
Umſtehende Beſtellkarte bitte auszuſchneiden
und mit Ihrer Anterſchrift zu verſehen.
Drobe=Illuſtration aus dem Wäſcheteil
der „Moden=Zeitung fürs Deutſche
Haus”. (Jährlich eg. 600 Mbellezur
Seilbſt=
anfertigung der einfachen und elegankeren
wöchentlich
frei ins Haus
(Verkleinerte Nachbildung des Amſchlags)
Wäſche für Erwachſene und Kinder mit
gebrauchsfertigen Schnittmuſterbogen)
Immimmmm
urch ihren vielseitigen und gediegenen
D Inhalt und durch ihre braktischen
Moden-, Wäsche- und Handarbeits-Bei=
Damen, die nur Moden wünschen
und auf den Wäsche- und
Handarbeits-
teil der „Aocken=Zeitung fürs Deutsche
Haus” keinen Wert legen, abonnieren
den Modenteil apart unter dem Titel:
„Die Hausschneiderei‟
Die „Moden=Zeitung fürs Deutſche Haus” koſtet wöchentlich nur
1Pfg.! — Damen, die nur Moden wünſchen, wollen die Zeitſchrift
„Die Hausſchneiderei” beſtellen, die vierzehntäglich à 15 Pfg. erſcheint.
lagen iet die „Mlodken=Zeitung fürs Deutsche
Haus‟ das Lieblingsblatt der Hausfrau.— Jedes
Heft enthält einen umfangreichen Modenteil
mit doppelseitigen, gebrauchsfertigen
Schnitt-
musterbogen. Das reiche Programm
vervoll-
ständigen: gediegene, sdannende Romane.
reich Mllustrierte belehrende Artikel und
ein umfangreicher hauswirtschaftlicher Teil.
gebrauchsfertige
Schnitt=
g. wöchentlich
(aleverseien Tage ein ift 15 Pfg0)
Pfg.wöchentlich.
muſter=
koſten alſo durchſchnittlich die alle vierzehn
Tage erſcheinenden Hefte der Zeitſchrift:
Kosten alsdhurechehnit.
lich die alle 14 Tage
er-
scheinenden Hefte der
Zeitschrift „Die
Haus-
schneiderei‟. Damen,
die neben Moden auch
Wert auf Wäsche und
Handarbeiten und einen
umfangreicheren
unter-
haltenden und
hauswirt-
schtaftlichen Teit legen,
bestellen die „Moden-
Zeitung fürs Deutsche
die der Hausfrau
die
Selbst-
anfertigung
der Garderobe u.
Wäſche für ſich
und ihre Kinder
ermöglichen.
Abwechſelnd bringen dieſe Hefte:
1) Moden für Erwachſene, 2) Kindergarderobe.
Alle Damen, die auch Wert auf einen umſangreicheren
unterhaltenden Teil legen, sowie ausser Moden- auch
Wäsche- und Handarbeitsmodelle sowie praktische
Rat-
sehläge für Haushalt und Küche weünschen, bestellen die „Moden-
Zeitung fürs Deutsche Haus‟. (Preis jedes Heftes 15 Pfg. wöchentlach.)
Außer den Moden=,
Wäſche=
u. Handarbeitsbeilagen enthält
jedes Heft einen praktiſchen
hauswirtſchaftlichen Teil mit
zahlreichen Artikein über alle
Fragen des Haushalts und mit
vielen erprobten Kochrezepten,
Romane erſter Schriftſteller
ſowie Novellen und poetiſche
Bei=
träge, ferner viele
Illuſtrationen nach Gemälden
berühmter Künſtler.
Die „Illuſtrierte Chronik der
Zeittbringtallewichtigen
Ereig=
niſſe derWoche und iſt eine bildliche
Ergänzung zu jeder Tageszeitung.
Belehrende Artikel aus allen
Gebieten des Wiſſens und
der Kunſt vervolſtändigen das
reiche Programm, das jedem
Familienmitglied Unterhaltung
und geiſtige Anregung bietet.
Drobe=Illuſtration aus dem Handarbeitsteil
(Details finden Sie in den Heſten.)
Haus- (das Heſt 15 Pfg.
wöchentlich).
Doſtkarte.
zieſe Beſtell=
Dkarte wollen
Sie abtrennen
und, mit Ihrer
Unterſchrift
ver=
ſehen, derjenigen
Firma ſenden,
die Ihnen dieſen
Proſpekt zuſtellte.
Drobe=Illuſtration aus dem Modenteil der „Moden=
Zeitung fürs Deutſche Haus”. Eine praktiſche Frauen= u.
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der einfachen und eleganteren Damen= und Kindergarderobe,
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Medaille ausgezeichnet
ferner ca. 600 Modelle für Wäſche für Erwachſene und —
ſowiecn. 30 Mfüſterdorlagen fürbrartiſche wertbliche Handarbeiten
wurde die
„Moden=Zeitung fürs Deutſche Haus”
in allen Techniken und für alle Bedürfniſſe des räglichen Lebens.
Vor der Beſtellung
wollen Sie umſtehende Beſtellkarte ausſchneiden
und, mit Ihrer Anterſchrift verſehen, an die
Firma ſenden, die Ihnen dieſen Droſpekt zuſtellte.
Drobe=Illuſtration aus der Gratis
Beilage „Kinder=Wäſche und Baby
— Ausſtattung” mit gebrauchsfertigen
Drobe=Illuſtration aus dem Handarbeitsteil der „Moden=
Zeitungfürs Deutſche Haus= (Dekalls inden einzelnen Heften.)
bitte umſtehende Beſtell=
Jährlich eg. 300 Muſtervorlagen für weibliche Handarbeiten in
allen Techniken und für alle Bedürfniſſe des praktiſchen Lebens.
karte genau durchzuleſen
Karlsſtr. 3.
Schnittmuſterbogen zur Selbſtanfertigung
[ ← ][ ]wöchentlich,
Die einzelnen Hefte bringen abwechſelnd:
7) Moden für Erwachsene und
Fandarbeitsvorlagen.
2) Kindergarderobe und
Wäsche für Erwachgene und
Mäschs für Minder
mit doppelſeitigen, gebrauchsfertigen
in iedem
Schnittmusterbogen Faft.
Nach einem Gemälde von
Hrobe=(lluſtration aus dem unterhaltenden Teil der
Teidelberg.
— „Moden=Zeitung fürs Deutſche Haus”: J%
Nudolf Sichstgedt.
Durch ihren vielseitigen und gediegenen
Inhalt und durch ihre braktischen Moden-,
Wäsche= und Handarbeus-Beilagen 1st
die „Moden-Zeitung fürs Deutsche Haus‟
das Vieblingsblatt der ausfrau.
gedes Zeſt
Wöchenlich
152
G. (frei ins Hem).
Damen, die nur Moden wünschen und auf Wäsche und
klandarbeiten, sotcte auf den umfungreieneren unter=
und hauswirtschaftlichen Teil der „Möden:
Zeitung fürs Deutsche Haus” keinen Wertrlegen,
keönnen den Mockenteil auch apart als eine selb-
Ständige Zeutzeſtrift abenmeren unter cem. Piel:
obe=Illuſtration aus dem Wäſche:
teil der „Moden=Zeitung fürs
Deut=
ſche Haus”. Eine praktiſche Frauen=
und Handarbeits=Zeitung. (Jährlich ca. 600
Modelle zur Selbſtanfertigung der
ein=
fachen und eleganteren Wäſche für Er=
Jedes Heft
15 Pfg.
vierzehntäglich.
Drobe=
Illuſtra=
tion aus dem
Handarbeitsteil.
Deinis in Heſt.
Krauen= und Handarbeits=Neitung
unter dem Titel einer Modenzeitung iſt die
Jährlich etwa
1200 Modelle für einfache und elegantere
Damengarderobe,
Modelle für einfache und elegantere
Kinderkleidung,
Modelle für einfache und elegantere
Wäſche
für Erwachſene und Kinder,
Muſtervorlagen für alle Techniken
weiblicher Handarbeiten.
50 dopelſitige, gebrauchsſerige
Schnit=
muſterbogen für Mode und Wäſche für
Erwachſene und Kinder, ferner 12
dop=
pelſeitige Handarbeitsbogen mit den
Detailsmuſtern zu den Handarbeitsmodellen.
Nekmachfs.
Bieniandeden
ußer den praktiſchen Moden=,
Wäſche= und
Handarbeits=
beilagen in jedem Heft, bringt
unſre praktiſche
Wgeetcehane
1) Sorgfältig ausgewählte Romane
erſter Schriftſteller.
FernerRovel=
len und zahlreiche poetiſche Beiträge,
2) Illuſtrationen nach Gemälden
be=
kannker Künſtler ſchmücken die eing
zelnen Hefte.
3) Jahlreiche illuſtrierte Aufſätze
orientieren über alle Gebiete des
Wiſſens und der Kunſt.
4) Die wöchentlich beigefügte
hauswirtſchaftliche Beilage
ent=
hält eine Sammlung erprobter
Koch=
rezepte aus allen Gebieten der
Koch=
kunſt und bringt zahlreiche Aufſätze
über Haushalt und Küche,
Geſund=
heitspflege und Erziehung.
5) Die wöchentliche Beilage:
„Illuſtrierte Chronik der Zeit”
bringt Darſtellungen der neueſten
Zeitereigniſſe in Bild und Text und
iſt eine anſchauliche, bildliche
Ergän=
zung zu jeder Tageszeitung.
6) Die vierzehntägliche Beilage:
Das Neich der Kinder” bringt
Herz und Geiſt anregende Lektüre
und Ankerhaltung für unſere kleinen
Lieblinge.
7) Muſikſtücke beliebter
Kompo=
miſtenerſcheinen in zwangloſer Folge.
bringt in grosser Nuswahl
das Oktober-Dezember- Quartal.
Jährlich ca. 300 Muſtervorlagen für
weibliche Handarbeiten.
Alle Monate erhalken Sie außerdem einen
Handarbeitsbogen mit
Muſtervorlagen in natürlicher Größe.
8) Jährlich ein Weihnachts= und ein
Oſterheft ohne Modenteil mit
farben=
prächtiger Kunſtbeilage.
Drobe=Illuſtration aus dem
Modenteil der „Moden=Zeitung
fürs Deutſche Haus”. (Jährlich
ca. 1800 Modelle für einfache und elegantere
Damen= und Kindergarderobe, ferner ea. 600
Modelle für Wäſche für Erwachſene und Kinder. ſowie
ca. 300 Muſtervorlagen für weibliche Handarbeiten)
e
ſtellarte ausſchneiden und. mit Ihrer
Anterſchrift verſehen, an die
Firmaſen=
den, die Ihnen den Proſpekt zuſtellte.
Jede Freundin weiblicher Handarbeiten
findet eine reiche Auswahl
geschmackvol-
ler und praktischer Handarbeitsvorlagen.
etcehaene
* Abmechselnd in7.) Moden für Erwachzené.
jedem Heft:) 2) Kindergarderobe.
wachſene und Linder mit doppelſeitigen,
gebrauchsfertigen Schnittmuſterbogen.)
eineelen ein e eneehenhinnieesenhann
(Diese Zeitschrift bringt aiso keine Wüsche u
Handarbeitsrorlagen, de diese nur in der zModen:
Probe=Illuſtration aus der
Mä=
ſche=Beilage (Jährlich eg. 60 Mdr
hellzſir Seibſanſertigung dereinſachen
Neueſtes Heft 7 und Folge.
Mit dem Anfang des neuen Romans.
frei ins Haus.
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lein und Kinder mit Schnittmuſterbogen.);
Abwechſelnd bringen die einzelnen Hefte:
1) Moden für Erwachſene und
Handarbeitsvorlagen,
2) Kindergarderobe und Wäſche für
Erwachſene und Kinder.
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frei ing Haus.
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fürs Deutſche Haus”. (Jahrlich 300 Muſtervorlagen.)
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Bitke die vorſtehenden beiden Beſtellzettel genau durchzuleſen
S dorchff-gichen.
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und Folge.
Neueſtes Heft
Damen, welche die wöchentlich erſcheinende Mo
Zeitun; fürs Deutſche Haus= wünſchen, di
Moden auch Waſche Handarbeiten,
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dennedenſnebenden Teil der Beſtellarte (nts) ſehent
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