Inſerate
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175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
onatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
ren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage; ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
1.80 Mk. viertelj. Veranzwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
r Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
zriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
rgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
)er Kaiſer wird, wie offiziös beſtätigt wird Anfang
Juli mit dem Zaren in den Finniſchen Schären
zu=
ſammentreffen. Bei der Zuſammenkunft wird der
Reichskanzler zugegen ſein.
ronprinz Konſtantin von Griechenland
hat ſich von Kronberg im Automobil nach Frankfurt
am Main begeben, um von hier aus eine Reiſe nach
Paris anzutreten.
ie Eidesleiſtung und Thronbeſteigung
der Großherzogin Marie Adelheid von
Luxemburg erfolgte geſtern unter großer
Feier=
lichkeit.
der König der Bulgarbn iſt vom Anhaſter
Bahnhof Berlin nach Dresden abgereiſt.
otſchafter Frhr. v. Marſchall mit Familie iſt
in London eingetroffen. Er wurde am Bahnhof vom
Botſchaftsrat Kühlmann und anderen Herren der
Bot=
ſchaft empfangen.
der Arbeiter Koch in Frankfurt geſtand
geſtern, ſein Kind ermordet zu haben, das er als
ent=
ſchwunden der Polizei gemeldet hatte
m engliſchen Unterhauſe iſt die Vorlage über
die Wahlrechtsreform eingebracht worden. Ihr
zu=
folge fällt das Pluralſyſtem und die Wahlen werden
allgemein, ſodaß etwa zweieinhalb Millionen
Stim=
men zu der Wählerſchaft kommen.
Zei den Wettflügen in Angers gewann
Gar=
ros den großen Preis des Aeroklubs von Frankreich.
indem er 157 Kilometer viermal hintereinander in 15
Stunden 40 Min. 57 Sek. zurücklegte.
In Springfeld (Ill.) wurde die Fliegerin Julia
Clark beim Abſturz mit einem Zweidecker getötet.
Deutſchland und Amerika.
C) Das aus repräſentativen Gründen nach
Nord=
rmerika entſandte deutſche Geſchwader hat dort eine
Aufnahme gefunden, wie ſie bisher ſchwerlich
Kriegs=
chiffen anderer Nationen zu teil geworden iſt. Mag
dielleicht dabei auch der Umſtand mitſprechen, daß ein
richtz unbeträchtlichen Teil der Bewohner deutſchen
Stammes iſt und in den Vereinigten Staaten eine
ein=
lußreiche Rolle ſpielt, ſo ſind es doch nicht zuletzt auch
indere Elemente geweſen, die den deutſchen
Marineoffi=
ieren und Mannſchaften zugejubelt und in jeder Weiſe
gefeiert haben. Selbſt derjenige Teil der amerikaniſchen
Preſſe, der ſonſt für Deutſchland herzlich wenig übrig
hat, brachte reſpektvolle Artikel, die der Hochſchätzung
ge=
genüber Deutſchland Ausdruck liehen, und zwar
keines=
vegs aus Höflichkeitsgründen, ſondern in gerechter
Wür=
digung der beiderſeitigen Beziehungen.
Daß mit der Entſendung des Geſchwaders ein
be=
timmter Zweck verbunden war, liegt auf der Hand, und
bezeichnend hierfür iſt auch der in der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung ausgeſprochene Dank für die
glän=
zende Gaſtfreundſchaft, die den deutſchen
Marineange=
hörigen zu teil geworden iſt. In dieſer Auslaſſung heißt
es: „Das Verhalten der amerikaniſchen Behörden, wie
aller an dem Empfang Beteiligten ließ keinen Zweifel
darüber, daß man in den Vertretern unſerer Flotte
Deutſchland ſelbſt zu ehren wünſchte. Die freundlichen
Beziehungen zwiſchen dem Deutſchen Reiche und den
Vereinigten Staaten ruhen auf der geſunden Grundlage
einer wechſelſeitigen, willigen Anerkennung der beiden
Völker, die ſich in ihren tüchtigen Eigenſchaften mehr
und mehr kennen lernen. Die Herzlichkeit der unſeren
Schiffen erwieſenen Gaſtfreundſchaft war in allen
ame=
rikaniſchen Kreiſen außerordentlich. Aufrichtig dankbar
blicken wir auf den ſchönen Verlauf dieſes
Flotten=
beſuches zurück und hoffen, daß die Erinnerung an die
Tage gemeinſamer Freundſchaft im Sinne einer
wachſen=
den Wertſchätzung und Verſtändigung zwiſchen
Deutſch=
and und den Vereinigten Staaten fortwirken wird.”
Aus dieſen offiziöſen Ausführungen läßt ſich
erken=
nen, wie erfreut man an unſeren leitenden Stellen über
den Empfang der deutſchen Schiffe iſt und wie man von
ihm politiſche Rückwirkungen erhofft, die man ja wohl
auch zweifellos angeſtrebt hat. Tatſächlich ſind beide
Länder, wenn auch weniger in politiſcher Hinſicht als
auf wirtſchaftlichem Gebiete, ſo aufeinander angewieſen,
daß ein ſo ſchroffes Verhältnis, wie es unter Mc.
Kin=
ley beſtand, das törichſte war, was es geben konnte.
Allerdings fehlt es auch heute noch nicht an Elementen,
die von einer wirtſchaftlichen Verſtändigung nicht viel
wiſſen wollen, und zwar ſitzen dieſe Leute nicht. bloß
jenſeits des Ozeans, ſondern es gibt auch bei uns Kreiſe,
die ſich in ihren Intereſſen geſchädigt glauben, wenn
ein feſter Handelsvertrag zu Stande käme. Vielleicht
wird jetzt in den Vereinigten Staaten der Boden für
eine Verſtändigung ein beſſerer ſein, zumal auf dem
Gebiete der Weltpolitik nirgends Reibungsflächen
zwi=
ſchen beiden Staaten vorhanden ſind, und es wäre in
hohem Maße erfreulich, wenn in dieſer Richtung hin
unſere Marine die Wege geebnet haben ſollte.
Mahnungen.
* Die France Militaire, das auch in der franzöſiſchen
Zivilbevölkerung mit großer Aufmerkſamkeit geleſene
ſehr einflußreiche militäriſche Organ, das ſich ſtets durch
eine beſondere Deutſchfeindlichkeit auszeichnet, hat uns
vor kurzem etwas über unſere Finanzkraft und ihr
Ver=
hältnis zur Wehrmacht geſagt, das wohl beachtet zu
wer=
den verdient. Das Blatt ſchreibt:
„Deutſchland hat genügendes
Menſchen=
material, um 35 bis 40 aktive Armeekorps
auf die Beine zu bringen. Wer da ſagt, daß
ihm ſeine Finanzen niemals erlauben würden, dieſe
Menſchenquellen auszunützen, beweiſt, daß er ſich in
ſeltſamer Unwiſſenheit befindet. Duuch eine
wunder=
liche Verirrung fährt man bei uns fort, anzunehmen,
daß Deutſchland arm iſt. Das iſt ein rieſiger Irrtum.
Der deutſche Geſamtreichtum iſt um ein Fünftel dem
Geſamtwerte des franzöſiſchen Reichtums überlegen,
das Kapital, auf den Kopf der Bevölkerung verrechnet,
trotzdem bedeutend niedriger jenſeits des Rheins wie in
Frankreich, weil dort die Bevölkerung viel zahlreicher iſt.
Dagegen iſt das Einkommen faſt das gleiche weil die
Kapitalien auf Grund der induſtriellen Tätigkeit größer
und beſſer angelegt, viel fruchtbringender ſind, als bei
uns. Und endlich: das deutſche Kapital und
Einkom=
men vermehrt ſich mit Schneligkeit während das
franzö=
ſiſche Kapital und Einkommen faſt in der Entwickelung
ſtehen bleibt.”
Dies franzöſiſche Zugeſtändnis ſollte bei uns doch
ſehr beachtet werden, man ſollte ſich bemühen, dem im
erſten Satz gegebenen Fingerzeig zu folgen, um ſo niehr,
als man in Frankreich eifrig beſtrebt iſt, durch
umfana=
reiche Maßregeln ſich die Ueberlegenheit an Menſchen
und taktiſchen Einheiten zu ſichern, wie der Wehrverein
vor kurzem nachweiſen konnte.
Ueber die Ueberlegenheit an Zahl äußert ſich aber
Generalleutnant z. D. v. Zwehl in den Jahrbüchern für
die deutſche Armee und Marine wie folgt:
Läßt ſich auch nicht ſagen, daß die Vorbedingung
für den Angriff Ueberlegenheit an Zahl ſein müßte, ſo
iſt doch bei dem heutigen Stande der Wehrverfaſſungen
der Großmächte, bei der Gleichartigkeit der Bewaffnung,
der Ausbildung und aller techniſchen Hifsmittel für den
Krieg auf glänzende Erfolge einer Minderheit gegen eine
Mehrheit kaum zu rechnen. Mit ie größerem Nachdruck
das Prinzip der Vernichtung des Gegners durch
Um=
faſſung bei nachdrücklichen Angriffen auf allen anderen
Teilen des Schlachtfeldes betont werden muß um ſo
bedeutungsvoller iſt neben innerer Tüchtigkeit die
Ueber=
legenheit an Zahl geworden. Es iſt ein ganz
vergeb=
liches Bemühen, die folie des nombres zu verſpotten.
Geſunde ſtrategiſche Grundſätze bauen ſich am ſicherſten
auf der Ueberlegenheit an Zahl auf.
Die beſitzen wir aber, wie der Kriegsminiſter
in der Budgetkommiſſion vor wenigen Wochen zugeben
mußte, und wie der Wehrverein es in ſeinen
Veröffent=
lichungen wiederholt nachgewieſen hat, allein
Frank=
reich gegenüber nicht mehr, noch weniger
na=
türlich, falls Engand der Republik in einem Kriege
ihren Beiſtand leiſtet; insbeſondere, da wir gegen
Ruß=
land ſtets 4 bis 5 Armeekorps ſtehen laſſen müſſen.
Deutſches Reich.
— Kaiſer und Zar. Die Norddeutſche
Allge=
meine Zeitung ſchreibt: Wie jetzt bekannt gegeben wird,
wird der Kaiſer mit dem Zaren in den erſten Tagen
des Juli in den Finniſchen Schären zuſammentreffen.
In Begleitung des Kaiſers wird ſich der Reichskanzler
befinden.
Aus Anlaß der Bekanntgabe der Tatſache,
daß der Kaiſer und der Zar zuſammentreffen, ſchreibt
die Voſſiſche Zeitung:
Das deutſche Volk hat ſeine Friedensliebe jetzt über
4 Jahrzehnte bewieſen. Es will mit allen Nationen
nicht nur in Frieden, ſondern, wenn es angeht, in
Freundſchaft leben, auch mit England. Es wollte nicht
um England willen den Draht nach Petersburg zerreißen,
aber es iſt auch gern bereit, den Draht nach London
wieder herzuſtellen, wenn auf der Gegenſeite gleiche
Neigung vorhanden
deutſche. Nation würdigt
auch die Gefühle der
öſiſchen Nation gerecht und
verſtändnisvoll, obwohl es nicht ohne Bedauern ſieht,
wie der Chauvinismus ienſeits der Page
i
an Boden gewinnt. Aber es iſt auf der Hut und es hat
auch ganz die Meinung des Herrn Poincaré, unſere
Zu=
kunft liege ſchließlich in uns ſelbſt und wir werden
ge=
achtet werden im Verhältnis unſerer Stärke. In dieſem
guten Vertrauen beobachtet der Deutſche die politiſchen
Reiſen von Staatsoberhäuptern und Staatsmännern.
Etwaige Einkreiſungsgelüſte werden eitel, etwaige
Be=
mühungen, Rußand in den Dienſt einer
deutſchfeind=
lichen Politik zu ſtellen, vergeblich ſein. Sollten die
orientaliſchen Ereigniſſe eine neue Kriſis bringen fo
wird Deutſchland nicht in erſter Reihe davon berührt
werden, ſondern, um das Wort Bismarcks zu wiederholen,
den ehrlichen Makler ſpielen können. Mögen daher die
kleinen Unſtimmigkeiten unter den Entente=Mächten noch
beſtehen oder ſchon beglichen ſein, mag alles das
ausge=
zeichnet ſtehen, wie Herr Poincaré ſagte, oder auch eine
Steigerung der Herzlichkeit am 10. Auguſt möglich ſein,
die Reiſe des deutſchen Kaiſers zum Jaren wird die
Deutung erfahren, daß die Völker zuverſichtlich der
wer=
benden Arbeit nachgehen können und daß nicht zu
beſor=
gen iſt, der Krieg zwiſchen Italien und der Türkei werde
zu einem beiſpielloſen verheerenden Welſtbrieg
aus=
arten.
Zur Frage des Dreibundes und der
Inſelbeſetzung wird der Voſſiſchen Zeitung aus
Wien unter dem 17. Juni telegraphiert:
Der ehemalige italieniſche Miniſter und
Abgeord=
nete di Marini behauptete in einem Bologneſer Blatte.
daß im Dreibundvertrag ein Artikel vorkomme, der ſich
auf den Status quo territoriales der Türkei beziehe.
Nach dieſem Paragraphen dürfte Italien weder Teile der
europäiſchen Türkei, noch Inſeln im Aegäiſchen Meere
beſetzen. Da Italien gegen dieſen Punkt des
Dreibund=
vertrages verſtoßen habe ſollen in den letzten Tagen in
Rom vertrauliche Beſprechungen ſeitens Deutſchlandis
und Oeſterreich=Ungarns ſtattgefunden haben. Wie ein
Korreſpondent von maßgebender und unterrichteter Seite
erfährt iſt dieſe Behauptung des italieniſchen Miniſters
vollſtändig falſch. Es beſtehe kein derartiger Artikel im
Dreibundvertrag. Auch habe weder Oeſterreich=Ungarn
noch Deutſchland Vorſtellungen in Rom erhoben und
ge=
gen die Beſetzung von Inſeln im Aegäiſchen Meer
pro=
teſtiert. Oeſterreich=Ungarn und Deutſchland ſtehen nach
wie vor im türkiſcheitalieniſchen Konflikt auf dem
Stand=
punkt ſtrengſter Neutralität.
— Deutſchland und England. Die Kölniſche
Zeitung verbreitet ſich an leitender Stelle über die
voli=
tiſche Lage und erklärt bezüglich des Verhältniſſes
Deutſchlands zu England:
Auch heute bleibt noch als kennzeichnendes Merkmal
der Lage die beiderſeitige gute Abſicht. zu einer
Eini=
gung zu gelangen, beſtehen. Beiden Teilen ſollte es nicht
darauf ankommen, daß ſie ſich über Flotenvorlagen,
Bündniſſe, Freundſchaften und Ententen verſtändigen,
ſondern daß das Mißtrauen verſcheucht werde, das
gegenwärtige Beziehungen verbittert. Nicht
Flotten=
rüſtungen ſind die Gründe des Mißtrauens, ſondern das
Mißtrauen hat in den Flottenrüſtungen ſeinen Ausdruck
gefunden.
Aus Elſaß=Lothringen. Die Zweite
Kammer des elſaß=lothringiſchen Landtags hat mit
rüh=
render Einhelligkeit ſich ihre Diäten um 500 Mark
gegen die Regierungsvorlage erhöht. Dieſe hatte eine
Pauſchale von 2000 Mark für die Seſſion vorgeſehen.
Die Herren Volksvertreter, die ſich ſonſt im Sparen nicht
genug tun können — man denke an ihr Verhalten in der
Kaiſerjagd — fanden, daß der Betrag für ſie zu wenig
ſei und bewilligten ſich pro Kopf 500 Mark mehr, was
dem Lande im Jahre 30000 Mark Mehrkoſten verurſacht.
Direktor Heyler vom Grafenſtadener Werk der
Elſäſſiſchen Maſchinenbaugeſellſchaft wurde, wie wir
ſeinerzeit ankündigten, zum Direktor der Filiale der
Ge=
ſellſchaft in Belfort ernannt. Dort an der Grenze kann
er nun nach Herzensluſt unter den Refraktären
franzöſi=
ſieren. Pekuniären Schaden hat ihm ſeitens ſeiner Firma
die „Affäre” nicht gebracht.
Ausland.
Frankreich.
Miniſterpräſident Poincaré beſchloß, ſich
für die Ablehnung des Geſetzentwurfes Augagneur
ein=
zuſetzen, um die parlamentariſche Lage zu klären und
zurückzutreten, wenn er in dieſer Frage nicht die
Ma=
jorität der Republikaner hinter ſich habe. Endgültig
Beſchlüſſe werden jedoch erſt im Miniſterrat gefaßt
werden.
Die Kämmer trat in die zweite Leſung der
Wahl=
reform ein. Der ehemalige Miniſter Augagneur
begrün=
dete ſeinen vermittelnden Gegenentwurf und appellierte
an die Einigkeit aller Republikaner. Grouſſier trat ihm
unter großem Beifall entgegen. Miniſterpräſident
Poin=
caré erklärte, er ſei nur bezüglich der weſentlichen
Grund=
lagen ſeines Entwurfs. unerbittlich und müſſe den
Gegen=
entwurf Augagneurs ablehnen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juni 1912.
Nummer 142
England.
Lord Charles Beresford proteſtiert in
einer Zuſchrift an die Zeitungen gegen die neue
Ver=
teilung der Flotte und gegen die Zurückziehung der
briti=
ſchen Kriegsſchiffe aus dem Mittelmeer. Er erklärt, der
Plan der Regierung, ſich zur Wahrnehmung der ſtrittigen
Intereſſen im Mittelmeer auf Frankreich zu ſtützen,
müßte das Preſtige des britiſchen Reiches vernichten.
Die Wahlrechtsreform im Unterhaus
Der Unterrichtsminiſter Peaſe brachte die
Regierungs=
vorlage über die Wahlrechtsreform ein. Der Miniſter
er=
klärte, die Vorlage ſchaffe das Pluralwahlſyſtem und die
Vertretung der Univerſitäten ab und beſeitige alle
Ano=
malien, die in dem Wahlgeſetz vorhanden ſind. Die
ein=
zige Bedingung für die Ausübung des Stimmrechtes ſei
daß der Wähler ſechs Monate lang ununterbrochen ſeinen
Wohnſitz in dem Wahlkreiſe gehabt und dort ſeinen
Be=
ruf ausgeübt habe. Die Regierung beabſichtige, ſpäter
eine Vorlage über eine Neueinteilung der Wahlkreiſe
einzubringen. Es ſei aber vorher notwendig, daß die
Wahlvorlage Geſetz werde. Gegenwärtig beſäßen etwa
4 Millionen Männer kein Stimmrecht. Es ſei
ausgerech=
net, daß unter dem neuen Geſetz etwa 2 bis 2½ Millionen
Stimmen zu der Wählerſchaft hinzu kommen würden.
Der Miniſter erwähnte, daß, wenn auch den Frauen
das Stimmrecht gewahrt werden würde, würden etwa
10½ Millionen Frauen ſtimmberechtigt. Vor dem 1. Inni
1914 werde das Geſetz nicht in Kraft treten. Nur im
Falle der allgemeinen Wahl könne es vorher zur
Anwen=
dung kommen, während Nachwahlen noch nach dem alten
Wahlſyſtem vorgenommen werden müßten.
Portugal.
Das neue Miniſterium. Der
Miniſterpräſi=
dent ſtellte der Kammer die neuernannten Miniſter vor
und verlas das Programm der neuen Regierung. Das
neue Miniſterium fand in der Kammer ſympathiſche
Aufnahme.
Amerika.
Eine Kraftprobe zwiſchen den
Anhän=
gern Rooſevelts und Tafts wird auf dem
Nationalkonvent in Chicago erwartet. Die Anhänger
Rooſevelts kündigen an, daß ſie die angefochtenen
Dele=
gaten an der Stimmabgabe verhindern werden.
Rooſe=
velts Campagneführer behauptet, Rooſevelt verfüge jetzt
über 42 Delegatenſtimmen mehr als erforderlich ſeien
Die Anhänger Tafts behaupten, die Nomination Tafts
ii erſten Wahlgange ſei ſicher. Es wird zugegeben, daß
die Hauptaufgabe der Anhänger Tafts darin beſteht, eine
Deſertion der neugewonnenen Delegaten zu verhüten.
Das Werben um die Delegaten dauert an. Cecil Lyons,
einer der Agitatoren Rooſevelts, forderte den Delegaten
von Oklahoma auf, die Szenen der Pariſer Commune zu
wiederholen, falls der Nationalkonvent die Handlungen
des Nationalkomitees gutheiße.
China.
Tangſchaoyi hat erklärt, er beabſichtige,
zurück=
zutreten, da er das Vertrauen in ſeiner Partei verloren
habe. Man verſucht, ihn von ſeinem Vorhaben
abzu=
bringen. Tangſchaoyi kehrte noch nicht nach Peking
zu=
rück, obgleich Juanſchikai ſeinen Sekretär Liangſchihyi
am Samstag im Sonderzug nach Tientſin entſandte, um
den Premierminiſter dringend zur Rückkehr aufzufordern.
Als Ergebnis des letzten Miniſterrats iſt
Liangſchi=
hyi abermals in ähnlichem Auftrag nach Tientſin geſchickt
worden. Der Präſident und die übrigen Mitglieder des
Kabinetts halten die geheimnisvolle Abreiſe des
Premier=
miniſters für unerklärlich. Es ſcheint, feſtzuſtehen, daß
Tangſchaoyi nicht beabſichtigt, zurückzukehren. Die
Er=
klärung dafür liege möglicherweiſe in der Mitteilung der
Behörden der Kantone an die Zentralregierung, daß die
Unabhängigkeitserklärung der Kantone ausgearbeitet
würde. Die Mandſchuabteilung, die im Sommerpalaſt
einquartiert iſt, hrach kürzlich nach Peking mit der
aus=
geſprochenen Abſicht auf, Bezahlung zu verlangen.
Die Truppen Juanſchikais, die ſich ihr entgegenſtellten,
unterdrückten den Ausbruch einer Meuterei. Der
Füh=
rer wurde verhaftet. Nach Nachrichten aus Schanſi
und Schantung drohen auch dort Meutereien
aus=
zubrechen, falls die Soldaten ihren Sold nicht erhalten.
Es iſt weſentlich, daß die Regierung baldigſt
Summen für dieſen und andere Zwecke zur Verfügung
erhält. Die Regierung wandte ſich angeſichts der Lage
an die internationale Bankengruppe, die einen Vorſchuß
von 3 Millionen Taels gewährte. Trotz dieſer
beun=
ruhigenden Erſcheinungen iſt Juanſchikais Einfluß
ſtän=
dig im Wachſen begriffen, wie die Lage ſich überhaupt
allgemein beſſert. Ein endgültiger Rücktritt Tangſchaoyis
würde nur eine Stärkung der Regierung bedeuten.
* Hamburg, 17. Juni. Der Kaiſer kehrte um
2¾4 Uhr an Bord der „Hohenzollern” zurück. Um 3 Uhr
legte die „Hohenzollern” ab und ging, vom „Sleipner”
gefolgt, unter Hochrufen des Publikums elbabwärts nach
Brunsbüttel. — Der Kaiſer wird an der den 19. Okt.
in Ausſicht genommenen feierlichen Einweihung der
St. Michaelskirche teilnehmen.
* Brunsbüttel 17. Juni. Die „
Hohen=
zollern” mit dem Kaiſer an Bord iſt in der Schleuſe
eingelaufen.
* London 18. Juni. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, iſt die Studiengeſellſchaft für die geplante
transperſiſche Eiſenbahn förmlich konſtituiert
Auf der erſten Verſammlung des Aufſichtsrats, die am
Freitag in Paris ſtattfand, wurde eine Kommiſſion
be=
auftragt, ſich mit den beteiligten Regierungen in
Ver=
bindung zu ſetzen, um die notwendigen Vermeſſungen
und Pläne zu vollenden und von der perſiſchen
Regie=
rung eine Konzeſſion für die Linie zu erhalten. Der
Aufſichtsrat der Studiengeſellſchaft beſteht aus je acht
engliſchen, franzöſiſchen und ruſſiſchen Vertretern.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Juni.
Eugen Bracht=Ausſtellung.
D Wie bereits bekannt, beabſichtigt die „Freie
Ver=
einigung Darmſtädter Künſtler” den 70. Geburtstag ihres
Ehrenmitgliedes Geh. Rats Profeſſor Eugen Bracht
in Dresden, durch eine Ausſtellung ſeiner Werke im
ſtädti=
ſchen Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe zu feiern.
Es bedarf hier keines Hinweiſes auf die Bedeutung des
Mannes, deſſen Name in der ganzen deutſchen Tagespreſſe
und in den deutſchen Kunſtzeitſchriften in den letzten Wochen
ehrend genannt, und der kürzlich von Seiner Königlichen
Hoheit durch die Verleihung der goldenen Medaille für
Kunſt ausgezeichnet worden iſt. Es iſt freudig zu
begrü=
ßen, daß gerade in Darmſtadt die Ausſtellung ſtattfindet,
die einen Ueberblick über den künſtleriſchen
Entwickelungs=
gang unſeres großen Landſchafters geben wird. Hier hat
Bracht einen großen Teil ſeines Lebens zugebracht, und
Darmſtadt iſt ſeine eigentliche Vaterſtadt geworden.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog
hat das Protektorat über die Ausſtellung
übernommen. Was der Ausſtellung beſonderen Wert
verleihen und ſie zu einem künſtleriſchen Ereignis machen
wird, iſt einmal der Umſtand, daß eine ganze Reihe von
ſchwer zugänglichen, in Privatbeſitz befindlichen Werken
in ihr vertreten ſein wird, aber noch mehr, daß der Meiſter
ſelbſt aus ſeiner Werkſtatt eine große Anzahl von bisher
noch völlig unbekannten, noch niemals ausgeſtellten
Wer=
ken an die Oeffentlichkeit bringen will.
Die Mittel für die Durchführung der Ausſtellung
ſollen durch freiwillige Beikragszeichnungen aufgebracht
werden. Es iſt zu hoffen, daß die wegen Leiſtung von
Garantiebeträgen ergangenen Einladungsſchreiben um ſo
mehr von Erfolg begleitet ſein werden, als die Ausſtellung
ohne Zweifel das Intereſſe der weiteſten Kreiſe in
An=
ſpruch nehmen wird, und infolge deſſen mit ſtarkem Beſuch
und erheblichen Einnahmen zu rechnen ſein wird. Es mag
hier daran erinnert werden, daß die Ausſtellungen
letzten Jahre ſämtlich mit Ueberſchüſſen abgeſchloſſen ha
Zur Bewältigung der umfangreichen Vorbereitungen
Ausſtellung hat ſich ein Arbeitsausſchuß gebi
dem folgende Herren angehören: Maler Georg Alth
Profeſſor Dr. Back, Profeſſor Adolf Beyer, Profeſſor
Georg Biermann, Bankdirektor Brink, Finanzrat
Emr=
ling, Regierungsrat Gennes, Bürgermeiſter Mue
Stadtverordneter Stemmer, Buchdruckereibeſitzer Wit
Regierungsaſſeſſor Dr. Winkelmann. Vorſitzender
Ausſchuſſes iſt Herr Bürgermeiſter Mueller,
Geſchäfts=
rer Herr Regierungsaſſeſſor Dr. Winkelmann. Wenn
die Erledigung der umfangreichen Vorarbeiten
geſta=
ſoll die Ausſtellung bereits am 20. Juli eröffr
werden. Dem Unternehmen, das den Ruf Darmſta
als einer Pflegſtätte der Kunſt befeſtigen wird, iſt
beſte Gelingen zu wünſchen.
* Vom Hofe. Graf Lönyay iſt am Mon
mittag zum Beſuch im Jagdſchloß Wolfsgarten
getroffen. (Darmſt. Ztg.)
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr.
vom 18. Juni hat folgenden Inhalt: 1.
Bekanntmachu=
das Ergebnis der Verwaltung des Fonds zur
währung von Beihilfen bei Ueberſchwemmungen
1910 betreffend. 2. Summariſche Ueberſicht der
Rechnu=
der Regierungsrat Mayſchen Schulunterſtützungsſtiftu
für 1909 und 1910. 3. Bekanntmachung, die Brennha
taxe für die Großh. Domanialwaldungen betreffe
4. Ueberſicht der von Großh. Miniſterium des
Inn=
für das Rechnungsjahr 1912 zur Erhebung genehmig=
Umlagen zur Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe
den zum Finanzamtsbezirk Bingen gehörigen Lan
gemeinden des Kreiſes Bingen. 5. Dienſtnachrichten.
* Militäriſche Abſchiedsfeier. Am 17. d. M., aben
7 Uhr, fand im Kaſino des Leibgarde=Infanterie=
Re=
ments 115 ein Abſchiedseſſen für Herrn Hauptmann v=
Stülpnagel und von Olberg ſtatt, zu dem
Gedecke aufgelegt waren. Herr v. Stülpnagel gehörte de
Regiment ſeit 16. Februar 1904 an, Herr v. Olberg ſeit,
März 1895. Herr v. Stülpnagel wurde am 21. Marz 19
unter Beförderung zum Hauptmann als Oberquartie
meiſter=Adjutant zum Großen Generalſtab, Berlin, u
Herr v. Olberg am 21. April 1912 unter Beförderung zu
Hauptmann als Adjutant zur dritten Infanterie=Brigat=
Berlin, verſetzt.
* Vorträge in der St. Eliſabethenkirche. Auf d
heute abend 8 Uhr ſtattfindenden Vortrag des Hocht
Herrn Profeſſor Schwarz ſei hiermit nochmals verwieſe
Als Thema hat ſich der Redner gewählt: Die Prohlen
der Uebernatur.
L. K. Kein Ziegenmarkt. Der für Mitte Juli in Auf
ſicht genommene Zentral=Ziegenmarkt in Darn
ſtadt kann leider nicht abgehalten werden; die kreit
amtliche Genehmigung wurde aus veterinär=polizeiliche
Bedenken hierzu nicht erteilt.
§ Milchreviſionen. Im Mai ſind durch die hieſie
Polizei 3840 Milchreviſionen vorgenomme
worden. Hierbei wurden 16 Proben teils wegen Waſſer
zuſatzes und teils wegen zu geringen Fettgehalts hean
ſtandet und dem Chemiſchen Unterſuchungsamt zwel
Unterſuchung überwieſen. Infolge dieſer Beanſtand
gen und zwecks Aufklärung des Sachverhalts war dieEn
hebung von zwölf Lieferproben erforderlich. 36,5 Lite
gewäſſerte Milch ſind dem Verkehr entzogen worden.
* Der I. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12, bringt i
ſeinem Mittwoch Donnerstag und
Freita=
laufenden beſonders hervorragenden Programm den
großen Schlager: In Trauer vereint” oder „
Ver=
ſcherztes Glück”, ein Meiſterwerk der Lichtſpielkunſt, welche
in Ausſtattung wie hervorragender Darſtellung alles
vor=
hergebrachte in den Schatten ſtellen ſoll. (Näh. ſ. Anzeige=
§ Seinen Verletzungen erlegen iſt der 29 Jahre alt
Maurer Peter Poth aus Weiterſtadt, der ſich am vorige
Mittwoch am Exerzierplatz in ſelbſtmörderiſcher Abſich
einen Revolverſchuß in die rechte Seite beibrachte.
sd. Beerfelden, 17. Juni. In der letzten Nacht entſtanf
in einer Wirtſchaft im nahen Gammelsbach eil
Wortwechſel zwiſchen dem Steinbrecher Wilhelm=
Sterzelmaier und dem Portefeuiller Wilhelm Kern, in
deſſen Verlauf der Sterzelmaier dem Kern eine Flaſche
auf den Kopf ſchlug. Kern erhielt eine ſehr ſtarle
Verletzung auf der Stirn und müßte ſich ſofort zum Arzt
begeben. Er dürfte längere Zeit arbeitsunfähig ſein.
Viernheim, 18. Juni. Das 3jährige
Töchterchen=
des Jak. Fettel fiel vorgeſtern in die ſogen. Tränke
und wäre unrettbar verloren geweſen, wenn nicht glück=
Eiſenbahnkataſtrophen.
ck. Die tragiſche Kataſtrophe bei Malmslätt, wo der
gewöhnlich ſtark beſetzte Nachtſchnellzug Malmö-Stockholm
durch falſche Weichenſtellung mit voller Kraft auf einen
Güterzug ſtieß, weiſt eine eigenartige Aehnlichkeit mit einem
amerikaniſchen Eiſenbahnunglück auf, das ſich vor einigen
Jahren bei der Station Jefferſon ereignete und das damals
zu umfangreichen pſychologiſchen Unterſuchungen über die
Urſachen derartiger Unglücksfälle führte. Wie bei
Malms=
lätt geriet der in voller Fahrt dahinſtürmende Schnellzug
durch ein Verſehen in der Weichenſtellung auf ein falſches
Gleiſe, und der einzige Unterſchied zwiſchen den beiden
Kataſtrophen liegt darin, daß der ſchwediſche Expreß auf
ſeiner Bahn auf einen Güterzug ſtieß, während der
ameri=
kaniſche Zug einen Prellbock überrannte und mit ſämtlichen
Wagen einen ſteilen Abhang hinabſtürzte. Wie
Malms=
lätt, beſaß auch Jefferſon ein doppeltes Seitengleiſe, auf
dem Güterzüge abgefertigt wurden. Dort pflegte nun ein
Lokalzug täglich einige Güterwagen von Jefferſon
mitzu=
nehmen. Dabei wird die Lokomotive des Zuges
abgekop=
pelt, fährt über die eingeſtellte Weiche auf das Nebengleiſe,
ſetzt ſich vor die Güterwagen und ſchiebt ſie dann vor den
im Bahnhof bereitſtehenden Perſonenzug. Die Weiche wird
dabei von einem beſonderen Beamten bedient. Der Zufall
will, daß eines Tages die Zahl der mitzunehmenden
Güter=
wagen größer iſt als ſonſt. Der Lokomotivführer ſetzt die
ungewohnte größere Länge der Wagenkette nicht in
Rech=
nung, fährt mit etwas zu viel Kraft, ſo daß ein zu harter
Zuſammenſtoß mit dem Perſonenzug bevorzuſtehen ſcheint.
Der Weichenſteller bemerkt dieſen Mangel an Berechnung,
ſpringt auf einen der vorbeigleitenden Wagen und bremſt.
Dieſe Notwendigkeit eines ungewöhnlichen Entſchluſſes reißt
ihn aus der mechaniſchen Gleichmäßigkeit ſeiner täglichen
Verrichtungen, ſeine Aufmerkſamkeit wird auf einen
Augen=
blick abgelenkt, und er vergißt, die Weiche wieder umzu
ſtellen. Eine Stunde ſpäter brauſt der Expreßzug durch die
Station, gerät durch die Stellung der Weiche auf das
Ne=
bengleiſe, und eine der furchtbarſten Kataſtrophen iſt
ſchehen.
Auch bei Malmslätt hat eine Ungewöhnlichkeit,
Abweichung von dem gewöhnlichen Ablauf des Betrieb=
unmittelbar zur Kataſtrophe geführt: der Schnellzug hatte
die ungewöhnliche Verſpätung von mehr als einer Stunde,
und den Führer des Güterzuges beherrſchte
gewohnheits=
gemäß das Gefühl, daß der Nachtexpreß wie immer um dieſe
Zeit längſt vorüber ſein müſſe, er handelte, wie er nach
Gewohnheit und Fahrplan ſtets zu handeln pflegte, und
das Unglück war geſchehen. Dieſer traurige Fall iſt wieder
ein lehrreiches Beiſpiel dafür, daß die wenigſten
Eiſenbahn=
kataſtrophen auf techniſche Mängel zurückgehen: die Urſache
von weitaus den meiſten Bahnunfällen iſt und muß ſeiner
Natur und ſeinem ganzen Weſen nach der Menſch ſein.
Der bekannte amerikaniſche Eiſenbahningenieur Keyes hat
vor einiger Zeit außerordentlich intereſſante und lehrreiche
Unterſuchungen über die Pſychologie der Eiſenbahnunfälle
herausgegeben, die ſich mit der vermeintlichen „
Fahrläſſig=
keit” beſchäftigen, die bei den meiſten Kataſtrophen die
ent=
ſcheidende Rolle ſpielt. Faſt immer iſt dieſe „Fahrläſſigkeit”
nur eine Augenblicksſchwäche des Gehirns, wie ſie jeder im
täglichen Leben an ſich immer wieder beobachten wird.
Mit der Erkenntnis, daß eine Vorſchrift von einem
Be=
amten nicht genau befolgt worden iſt, kann man ſich dabei
nicht begnügen: faſt immer wird der Pſychologe ziemlich
klar die Urſachen aufweiſen können, die in den einzelnen
Fällen zu dem momentanen Verſagen der Intelligenz, der
Aufmerkſamkeit oder des Gedächtniſſes geführt haben. Faſt
alle Eiſenbahnkataſtrophen gehen in ihren letzten Urſachen
auf irgend einen Vorgang zurück, der den altgewohnten
täglichen Ablauf des Betriebes unterbrochen hat. In Jef
ferſon zwang ein Berechnungsfehler des Lokomotivführers
den Weichenſteller zu einem plötzlichen ungewohnten
Ent=
ſchluß, in Malmslätt durchbrach eine ungewohnte
Zugver=
ſpätung den gewöhnlichen Gang des Betriebes: bei allen
Kataſtrophen wird man faſt immer finden, daß irgend eine
Abweichung von der mechaniſchen Gleichmäßigkeit des
Tageslaufes den Keim zum Unglück in ſich trug. So lange
die Dinge von der Alltäglichkeit nicht abweichen, iſt die
Ge=
fahr minimal; ſobald aber irgend etwas nicht Alltägliches
eintritt, nimmt die Möglichkeit eines Unfalles zu. Dabei
iſt es belanglos, ob dieſe ungewohnte Beſonderheit aus
einer Verſpätung entſpringt, ob aus der Einſchiebung eines
ſt nicht laufenden Sonderzuges oder ob ein unerwartet
anders ſtehendes Signal plötzlich die Aufmerkſamkeit eines
Beamten auf ſich lenkt und damit auf Sekunden oder
Min=
ten aus dem gewohnten Gedankengleiſe reißt. Mit dieſen
„Unſicherheit des Menſchengeiſtes” wird man immer rechneſt
müſſen, und der Kampf gegen die Gefahr der Kataſtrophe
wird nie Früchte tragen, ſo lange er ſich nur auf die ſſt
laſſung der „Schuldigen” und auf die „Verbeſſerung
Betriebes beſchränkt.
Das Streben muß danach gehen, die Unzuverläſſſleit
des menſchlichen Geiſtes durch Gegenmaßregeln zu
paalh=
ſieren, denn ſie auszurotten, wird ſtets unmöglich bleiben
Verbeſſerungen der Betriebsſicherheit ſind nach Keyes daher
auch nur in mechaniſchen Vorrichtungen zu ſuchen, die
un=
abhängig vom Menſchen automatiſch die von einem
Be=
amten begangenen Fehler korrigieren, oder deren Folgen
aufheben; etwa in Weichen, die nur einmal benutzt werden
können und ſich dann wieder automatiſch ſchließen, oder in
Signalen, die ſich nicht darauf beſchränken, dem
Lokomotip=
führer die Sperrung einer Strecke anzukündigen, ſondern
die zugleich, vielleicht auf elektriſchem Wege, den Zug
autd=
matiſch zum Stehen bringen, ſobald das Signal auf „
ge=
ſperrte Fahrt” ſteht. In dieſem Zuſammenhange darf auch
darauf hingewieſen werden, daß die Betriebsſicherheit der
Eiſenbahn in den letzten Jahrzehnten gewaltige Fortſchritte
gemacht hat und daß die Eiſenbahn verhältnismäßig viel
weniger Opfer fordert, als die harmloſe alte Poſtkutſche.
Statiſtiſche Unterſuchungen haben gezeigt, daß auf den
ge=
mächlich durch das Land trabenden Poſtkutſchen der guten
alten Zeit 14mal mehr Reiſende getötet und 20mal mehr
Reiſende verwundet wurden, als auf den Eiſenbahnen. Die
amtliche Statiſtik der Eiſenbahnunfälle gibt in der Tat ein
erfreuliches Bild.
Der Rekordder Betriebsſicherheit im
Eiſen=
bahnweſen fällt Deutſchland zu: hier zählte man im
Jahre 1906 auf eine Million Reiſende nur 0,08 Todesfälle
und 0,39 Verletzungen. Schon für Oeſterreich=Ungarn
lau=
ten die entſprechenden Unfallzahlen 0,12 und 0,96, für die
Schweiz 0,15 und 1,12. Ungleich ungünſtiger liegen die
Ver=
hältniſſe auf den ruſſiſchen Eiſenbahnen, wo auf eine
Mil=
lion Reiſende 0,99 Tote und 3,93 Verletzte gezählt wurden.
In Amerika dagegen iſt die Zahl der Toten auf eine
Mil=
lion Reiſende 0,45, während die der Verletzten nicht weniger
als 6,59 beträgt.
zerweiſe Lehrerin Doré den Abſturz bemerkt hätte.
is mutige Fräulein ſprang ſofort in die ſehr
ſchlam=
ge Tiefe und kam dabei bis unter die Arme ins Waſſer.
gelang noch, das Kind lebend herauszuholen.
Mainz, 17. Juni. In nichtöffentlicher
Sitz=
i g beſchloſſen die Stadtverordneten, an Stelle des
aus=
eidenden Dr. Berndt zwei beſoldete
Beige=
dnete zu wählen. Der eine Poſten ſoll mit einem
riſten beſetzt werden, der die Qualifikation zum
höhe=
i Richteramt beſitzt. Auch für den zweiten Poſten iſt
geſchloſſene akademiſche Bildung erforderlich; ein
An=
g Adelung, für dieſe zweite Stelle auch Nicht=
Akade=
ker wie Kaufleute uſw. zuzulaſſen, wurde abgelehnt.
hluß der Meldefriſt für beide Stellen, für die je ein
ifangsgehalt von 7500 bis 9500 Mark ausgeworfen
irde, iſt am 5. Juli.
Mainz, 18. Juni. Die neugebildete Freie
Ver=
nigung heſſiſcher Nationalliberaler will
den Wormſer Reichstagswahlkreis als Gegengewicht
r Wormſer Zeitung (Heylſcher Richtung) ein Organ
inden.
Mainz, 18. Juni. Ein eigentümlicher Unfall hat
) bei dem Ausladen von Steinkohlen von einem Schiff
eignet. Dort wurde mittels der ſogen. Greifer, die
ka 30 Zentner Kohlen faſſen, ein Schiff in den bereit
henden Wagen entladen. Ein Wagen nach dem
ande=
i fuhr bei dem Schiffe vor, um ſeine Ladung zu
er=
lten, als plötzlich auch ein Wagen ohne Fuhrmann
rangefahren kam. Die Ausladearbeiter waren der
einung, daß ſich der Fuhrmann noch unterwegs
auf=
lte, ſie fuhren den Wagen unter den „Greifer” und
er 30 Zentner Steinkohlen rollten in den Wagen
nab. In dem Augenblick, als dies geſchah, hörte man
i lautes Stöhnen aus dem Wagen hervordringen. Die
it dem Laden beſchäftigten Arbeiter ergriffen
darauf=
n ſofort den Kohlenwagen, riſſen denſelben nach dem
er zu und leerten den ganzen Inhalt des Wagens auf
rmal auf das Ufer aus, und aus den ausgeſchütteten
einkohlen löſte ſich auch etwas zerſchunden eine
menſch=
he Geſtalt — der Fuhrmann des Wagens los. Der
ihrmann hatte ſich nämlich vor dem Kohleneinnehmen
den Wagen gelegt und war in demſelben eingeſchla=
1. Das Pferd war gewohnheitsmäßig an die
Lade=
lle gefahren und die Arbeiter hatten die Steinkohlen
laden, ohne in den Wagen hineinzuſehen.
Oſthofen, 18. Juni. Wegen ſtarken Auftretens von
charlach wurden ſämtliche Schulen in Oſthofen bis
f weiteres geſchloſſen.
Lich, 18. Juni. Der Fürſt zu Solms=Hohen=
Ims=Lich läßt ſein hieſiges Schloß auf der
öſt=
hen Seite mit einem Flügelbau verſehen, der unter
itung des Prof. Metzendorf=Bensheim errichtet wird.
erbei wird ein altes Turmfundament Verwendung
iden, deſſen Tragfähigkeit durch Eiſenbetonabdeckung
her geſtellt wird. Neben Räumen für wirtſchaftliche
vecke werden in dem neuen, durch einen Turm flankierten
au ein Gobelinſaal und die Silberkammer Platz
fin=
n. Später ſoll an der entgegengeſetzten Seite des
chloſſes ebenfalls ein Flügel=Anbau errichtet werden.
— Nidda, 18. Juni. Der in den Monaten April und
ai l. J. hier abgehaltene elektrotechniſche
Fach=
irſus für Handwerksmeiſter fand ſeinen Abſchluß durch
ie mit einer Schlußprüfung verbundenen Feier. Dieſe
itete als Vertreter der Großh. Zentralſtelle für die
Ge=
erbe Herr Regierungsrat Reuter mit einer Anſprache
n. Er dankte vor allem namens der Großh.
Zentral=
lle der Großh. Provinzialdirektion Gießen, als deren
ertreter Herr Oberingenieur von Stadler erſchienen war,
m Aufſichtsrat der Gewerbeſchule, den Vertretern der
lektrizitätsaktiengeſellſchaft vorm. Herm. Pöge, den
erren Oberingenieur Hampe und Ingenieur Heßler für
re erſprießliche Mitwirkung bei der Veranſtaltung des
urſes, ferner dem Kurſusleiter, Herrn Diplom=Ingenieuu
rabert, ſowie den bei der Leitung und der Unterric”
s=
teilung beteiligten Herren Hauptlehrer Höhn und
Ge=
erbelehrern Endres und Vitt für ihre erfolgreiche
Be=
tigung; den Kurſusteilnehmern zollte er für den von
nen bewieſenen Fleiß uneingeſchränktes Lob. Ueber den
teilten Fachunterricht verbreitete ſich ſodann Herr
Diplom=
ngenieur Trabert, wobei derſelbe insbeſondere auf
e ſchwierigen Verhältniſſe, unter denen der Kurſus
zu=
inde kam, hinwies. Die Inſtallationsarbeiten ſeien in
kleinen Gruppen unter Anleitung eines Elektromonteurs
in fünf Gebäuden ausgeführt worden. Herr Hauptlehrer
Höhn dankte als Vorſitzender des Verbandes der
Ge=
werbevereine des Bezirks Büdingen-Schotten, welch letz
terer die Abhaltung eines elektrotechniſchen Fachkurſes
an=
geregt und eifrig betrieben hatte, den Behörden, dem
Auf=
ſichtsrat der Schule und allen mit der Unterrichtserteilung
befaßten Herren. Ueber die den Kurſusteilnehmern nach
Er=
füllung der in § 15a der Inſtallations=Vorſchriften zu
er=
teilende Konzeſſion zur Ausführung ſelbſtändiger
Inſtalla=
tionen, ſowie über die ſchon mehrfach hervorgetretene,
irr=
tümliche Auffaſſung des Begriffes „Inſtallateur” äußerte
ſich Herr Oberingenieur v. Stadler. Derſelbe machte
hierbei darauf aufmerkſam, daß ſtreng nach den
Inſtalla=
tionsvorſchriften verfahren werde. An das Leitungsnetz
würden nur ſolche Inſtallationen angeſchloſſen, die von
Firmen oder Handwerksmeiſtern ausgeführt ſeien, welche
die Konzeſſion von der Provinz vorher erhalten hätten
Die Prüfung beſtand aus einer Frageſtellung an den von
den Kurſusteilnehmern ausgeführten Inſtallationen,
außer=
dem war ein Inſtallationsplan anzufertigen. Nach
Beur=
teilung der nachgewieſenen Leiſtungen ward eine
Beſchei=
nigung über den erfolgreichen Beſuch des Kurſes von dem
Vertreter der Großh. Zentrale den Kurſusteilnehmern
ausgehändigt und an dieſe die Aufforderung gerichtet, ſich
weiterhin an elektriſchen Inſtallationen eifrig zu beteiligen,
damit ihnen die Konzeſſion zu ſelbſtändiger Ausführung
bald übertragen werden könne. Mit Dankesworten eines
Kurſusteilnehmers fand die Feier ihren Abſchluß.
Reich und Ansland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Juni. In der
Nar=
koſe verſtorben iſt der 36jährige Weichenſteller
Her=
mann Hoffmann, Goetheſtr. 2, in Charlottenburg. Er litt
ſeit zwei Wochen an einer ſchweren Zahnfiſtel, die ihm
große Schmerzen verurſachte. Eine Kieferoperation mußte
vorgenommen werden, zu dieſer war eine Narkoſe
not=
wendig. Der operative Eingriff war beendet, als plötzlich
der Puls des Patienten zu ſchlagen aufhörte. Die beiden
Aerzte ergriffen ſofort die erforderlichen Maßnahmen, um
eine Gefahr abzuwenden. Alle Bemühungen waren jedoch
vergeblich. — Eine langjährige Angeſtellte der Firma Stein
u. Roſenberg, die in dem Hauſe Prenzlauer Straße 42 eine
Mützenfabrik betreibt, bemerkte, daß der Schlüſſel zum
Not=
ausgang fehlte. Sie teilte dem Chef ihre Wahrnehmung
mit. Da mit der Möglichkeit zu rechnen war, daß
Ein=
brecher das Geſchäft heimſuchen würden, ſchloß ſich dieſer
mit dem Buchhalter geſtern abend in den Geſchäftsräumen
ein. Gegen 12½ Uhr nachts hörten die Eingeſchloſſenen ein
Geräuſch, gleich darauf wurde die Nottür geöffnet, und drei
Männer betraten den Raum. Kaum hatten ſie die Tür
wie=
der hinter ſich abgeſchloſſen, ſo machte der Chef Licht, er
und der Buchhalter zogen ihre Revolver und gaben vier
Schüſſe ab. Die erſchreckten Einbrecher ergaben ſich nun, ſie
wurden mit vorgehaltenen Waffen ins Kontor gebracht;
dann wurde das Revier benachrichtigt. Kurze Zeit darauf
erſchienen Schutzleute, um die Einbrecher in Haft
abzu=
führen. Einer benutzte einen unbewachten Augenblick,
ſchwang ſich übers Fenſterbrett, ließ ſich am Telephondraht
auf den Hof hinab und entkam. Einer der Verhafteten iſt
der Hausdiener Willi Buchholz, der bis geſtern bei der
Firma angeſtellt war. — Unter dem Verdacht
zahl=
reicher Scheckfälſchungen wurde in Neukölln der
25 Jahre alte Bauunternehmer Otto Bläſing in der
Karls=
gartenſtraße 2 feſtgenommen. Bläſing hatte bei der
Deut=
ſchen Bank einen Betrag von 1500 Mark eingezahlt, dieſen
jedoch gleich danach wieder abgehoben. Die noch in dem
Scheckbuch befindlichen Formulare füllte er aus und gab ſie
bei Geſchäftsleuten in Zahlung. Die Schecks wurden, als
ſie ſpäter bei der Deutſchen Bank zur Präſentation
gelang=
ten, natürlich ſofort als Fälſchungen erkannt und
feſtge=
halten, bis ſchließlich ſämtliche Schecks des Buches
ge=
ſammelt waren. Alsdann erſtattete die Deutſche Bank
An=
zeige, worauf die Feſtnahme erfolgte. Die Fälſchungen
führte Bläſing derart aus, daß er ſie auf den Namen eines
Bildhauers Joachim aus der Hermannſtraße 127 ausſtellte
und dieſe Schecks dann bei Geſchäftsleuten in Zahlung gab.
Er ſtellte ſich dann in einem Bildhauermantel vor der
Türe des Hauſes auf und wartete, bis die Geprellten dort
Nachfrage hielten. Sobald ſie eintrafen, ſtellte er ſich als
der Bildhauer Joachim vor und erzählte ihnen, daß es mit
den Schecks ſeine Richtigkeit habe. — Unter
verdäch=
tigen Erſcheinungen erkrankte die
Arbeiter=
familie Wuthe in Blankenfelde bei Mahlow. Drei
Kinder ſind bereits geſtorben. Der Kreisarzt erkannte die
Möglichkeit an, daß Cholera vorliege. Es wurde deshalb
Ueberführung nach dem Kreiskrankenhaus und
Unterbring=
ung in den beſonderen Pavillon für Infektionskranke
ange=
ordnet. Nach Ausſage des dirigierenden Arztes des
Kran=
kenhauſes iſt ein Grund zu ernſter Beunruhigung nicht
vor=
handen. Es handelt ſich wahrſcheinlich um eine häufig
nach dem Genuß von unreifem Obſt auftretende ſchwere
Darmerkrankung und nicht um Cholera aſiatica. — Der
43jährige Tiſchler Müller, ſeine 45jährige Ehefrau und
ſein elfjähriger Sohn wurden abends in der Neuen
Fried=
richsſtraße 100 erhängt aufgefunden.
Wieder=
belebungsverſuche waren erfolglos. Anſcheinend wurde die
Tat heute morgen begangen. Die Frau Müller trug für ein
Milchgeſchäft Ware aus. Als ſie heute morgen nicht
er=
ſchien wurden Erkundigungen eingezogen, die zur
gewalt=
ſamen Oeffnung der Wohnung führten. Die Leute
er=
hängten wahrſcheinlich zuerſt den Knaben und dann ſich.
Die Beweggründe ſind vermutlich Nahrungsſorgen und
Krankheit. — Der Gattenmörder Julius Finke
aus der Flottwellſtraße, der ſeit Sonntag morgen geſucht
wird, hält ſich zurzeit in Leipzig auf. Von dort hat er
geſtern abend einen Brief nach Berlin an einen bekannten
Reſtaurateur aufgegeben, in dem er die Abſicht ausſpricht,
ſeinem Leben freiwillig ein Ende zu machen. Die
Leip=
ziger Polizei iſt telegraphiſch verſtändigt worden und
ſeine Verhaftung dürfte, wenn er noch am Leben iſt, bald
erfolgen.
Frankfurt, 18. Juni. Volleſommerliche Pracht
hat ſich jetzt über den Zoologiſchen Garten
er=
goſſen, der ganze herrliche Park ſchimmert in allen
Nuancen ſaftigen Grüns und die bunten Kinder Floras in
reizvoller Abwechſelung heben ſich ſtimmungsvoll aus dem
grünen Ganzen heraus. Aber bunter und lebhafter noch als
dieſes Bild der Natur und doch auch nicht des poetiſchen
Reizes entbehrend iſt das von der Beduinen=Karawane
täglich dem Auge dargebotene. Wie wir erfahren, war es
keine leichte Aufgabe, beſonders die Beduinenfrauen zum
Verlaſſen ihrer Heimat zu bewegen. In ihrer
Weltab=
geſchiedenheit mißtrauten ſie der Sache und fürchteten
namentlich auf irgend eine Weiſe durch den zwiſchen Italien
und der Türkei herrſchenden Krieg leiden zu müſſen. Ihre
Hauptſorge war, daß der Dampfer, auf dem ſie das
Mittel=
meer zu durchkreuzen hatten, von den Italienern gekapert
und ſie als Gefangene in die Hände der Ungläubigen
fallen könnten. Trotzdem gelang es, eine Anzahl Frauen
zur Fahrt nach „Allemania” zu bewegen. Unter ihnen
be=
finden ſich mehrere ausgezeichnete Tänzerinnen.
Hervor=
ragend iſt namentlich eine Tänzerin mit faſt vollſtändig
tätowiertem Geſicht, die bei den ſchwierigſten
Tanzbeweg=
ungen einen mit Waſſer gefüllten Krug auf ihrem Kopfe
balanziert. Die Frauen entſtammen zum Teil vornehmen
Beduinenfamilien, davon zeugt der reiche Silberſchmuck,
mit dem ſie ſich nach unſeren Begriffen in übermäßiger
Weiſe geſchmückt haben. Die Beduinen bleiben nur noch
kurze Zeit in Frankfurt. Bereits am 25. ds. Mts. ſiedeln ſie
nach Köln über.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Vater des auf
rät=
ſelhafte Weiſe verſchwundenen fünfzehnjährigen
Mäd=
chens Anna Koch aus Bergen, der Fabrikarbeiter Koch,
hat heute morgen ein Geſtändnis abgelegt und
ange=
geben, daß er ſeine Tochter im Iſenburger Walde
er=
würgt habe. Die Polizei ſucht gegenwärtig in
Beglei=
tung Kochs den Wald nach der Leiche der Ermordeten ab.
Die Leiche der Ermordeten wurde gegen ¾2
Uhr in der Nähe der Flitterſeewieſe, ein Kilometer von
dem Ort Neuhof entfernt, in einem Dickicht auf dem
Rücken liegend gefunden. Der Kopf war zerfreſſen
und ſchon ganz ſchwarz; auch der Hals und die
Weich=
teile waren angefreſſen. Die Leiche war, wie in der
Be=
kanntmachung ſeinerzeit angegeben wurde, mit einem
blauen Kleide und grauen Strümpfen bekleidet. Der
Vater gibt an, daß er ſeine Tochter in einer Lichtung
mit den Händen erwürgt und dann zwei bis drei Schritte
in das Dickicht hineingeſchleppt habe.
Höchſt a. M., 18. Juni. Der 33.
Stenographen=
tag des Heſſiſch=Naſſauiſchen (Main=Rheingau)=Verban=
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Fräulein
athleen Howard gab am 7. Juni in London ein
onzert, dem Ihre Königliche Hoheit Prinzeſſin
hriſtian von Schleswig=Holſtein und ihre Tochter
Prin=
ſſin Viktoria nebſt Gefolge beiwohnten. Das Haus war
ellbeſetzt. Der Daily Telegraph ſchreibt: Miß Kathleen
oward zeigte einen dramatiſchen Inſtinkt und breiten
til, die entſcheidend beweiſen, daß ihre unbezweifelten
jaben in dem Gebiet der Oper einen vortrefflichen
kahmen finden ſollten. Doch fehlen ihr auf keine Weiſe
ie erforderlichen Fähigkeiten der Konzertſängerin. Ihre
ltſtimme bewährte ſich als ganz außergewöhnlich in
lmfang, wie in Tonfülle und in der Reſonanz der Tiefe;
hre Erfahrenheit hat ihr die Tonfarben mit vorzüglicher
Virkung zu variieren gelernt. Miß Howard ſang ihr
gut=
usgewähltes Programm auf engliſch, italieniſch, deutſch
nd franzöſiſch. Die Reinheit der Ausſprache war eine
Lohltat; auch die Gewandheit und Feinheit der
Behand=
ung von Sachen wie „Le Miroir” von Guſtave Ferrari
nd „Crépuscule” von Maſſenet, zeigten ganz
unverkenn=
ar, daß ſie zu den nicht zu oft gefundenen Sängerinnen
ehört, die große, umfangreiche Töne beherrſchen, und
och ſehr feine Wirkungen und ſubtile Effekte zu erzielen
iſſen. In einem Wort, machte die Konzertgeberin einen
ortrefflichen Eindruck.
Ww. Aachener Freilichtſpiele. Aus Aachen, 15. Juni,
vird uns geſchrieben: Die Eröffnungs=Vorſtellung der
lachener Freilicht= und Kurbühne (Direktion Dr. Ernſt
Vachler) brachte als Uraufführung „Herrn Karls
Schwert” von Franz Herwig. Unter geſchickter
Verwert=
ng von alten Aachener Ortsſagen ging das Schauſpiel
ei etwas regneriſcher Witterung in Szene vor einem
ahlreichen, dankbaren Publikum. Die Naturſzenerie
ietet ein ſehr günſtiges Terrain und eine an ſich nicht
ngünſtige Schallwirkung, die nur von ſtürmiſchem
Wet=
er und ſtarkem Blätterrauſchen beeinträchtigt wird. Die
ratürlichen Kuliſſen der waldigen Höhe des Lousberges
rleichtern das Auftreten und die Gruppierung der
Dar=
teller ungemein. Leider griff bei Beginn der
Vorſtel=
ung, die mit Beethovens Egmont=Ouvertüre” und
inem Prolog’ von Ernſt Wachler, „Kaiſer Karl und die
Schlange” eröffnet wurde, der Regen= und Donnergott
inige Male ſtörend ein. Daß die Stimmung und das
Lempo der Darſtellung, die etwas ſchneller ſein durfte,
enter dieſer Ungunſt merkbar litt, hinderte nicht, daß
as Publikum tapfer ausharrte und ſich namentlich an
der Komik der Volksſzenen ergötzte, welche mit ihrem
derben Humor zum Teil an Shakeſpeareſche
Beweglich=
keit und Draſtik erinnern. Die ſagenhafte Geſtalt des
Ungeheuers „Baakauf” eines ſtruppigen Unholdes, der
die ehrſamen Bürger ſchreckt und am Schluſſe nach
Granatien” mit einem elfiſchen Weſen entſchwindet,
hält die Zuſchauer in guter Laune und unterbricht durch
ſein Erſcheinen beſtändig die ernſtere Handlung des
Schauſpiels, in welchem Gelegenheit zur Entfaltung
maleriſcher Gruppen und Bilder voll prächtiger
Gewand=
ung gegeben iſt. Denn neben dem Hofe Kaiſer Karls,
mit Gelehrten und Prieſtern, neben Alkuin und
Egin=
hard und Prinzeſſin Emma treten byzantiniſche
Heirats=
ritter, Eunuchen und Prinzen auf, und zum Ende noch,
als maleriſcher Kontraſt, der Sachſenherzog Wittekind
im ſtruppigen Tierfell und der Papſt Leo III. mit
Ge=
folge, ſodaß zum Schluß eine allgemeine Verſöhnung,
Uebertritt Wittekinds zum Chriſtentum und feierlicher
Akt des Segens unter der päpſtlichen Hand die „
wider=
ſtreitenden” Gefühle ausklingen läßt. Kein Drama, aber
ein unterhaltſames Stück für die Naturbühne, mit
Ent=
faltung von Glanz und Märchenſchimmer: heidniſche
Naturpoeſie und chriſtlich=katholiſche Motive ſpielen
un=
vermittelt ineinander über. Die Darſtellung litt unter
der Ungunſt der Witterung und mußte einmal auf Grund
heftigen Regens unterbrochen werden. Bei der
außer=
gewöhnlich günſtigen Waldſzenerie der Aachener
Frei=
lichtbühne, die ſich z. B. für Shakeſpeares „
Sommer=
nachtstraum” eignet, wird die Wiederholung des
Schau=
ſpiels ſicher günſtigere Ergebniſſe erzielen. Am Montag
iſt Erſtaufführung von Calderons „Großem Welttheater”
(geiſtliches Fronleichnams=Feſtſpiel, überſetzt von
Eichen=
dorff) und am Dienstag der „Sommernachtstraum” von
Shakeſpeare.
C.K. Maeterlincks Philoſophie der Blumen.
Mau=
rice Maeterlinck, der Dichter und Philoſoph, blickt mit
helleren Augen in Welt und Natur, als der gewöhnliche
Sterbliche, und ſieht in dem reichen Leben der Tiere und
Pflanzen, das uns umgibt, ein tieferes Abbild unſeres
eigenen Schickſals. So hat er Weſen und Walten der
Bienen mit feinſtem Verſtehen erfühlt und in ſeinem
ſchönen Bienen=Buche Weisheit geſpendet, die aus den
geheimen Quellen der Schöpfung fließt und uns
Klar=
heit bietet für unſer eigenes Sein, ſo hat er dem Tun
und Treiben der Käfer und Inſekten nachgeſpürt, ſo
be=
trachtet er Sinn und Seele der Blumen in einem
Auf=
ſatz, den er in den Annales veröffentlicht. Nicht als
friedevolle Idylle, nicht als ſtilles, beſcheidenes Wachſen
und Blühen, wie ſo vielen anderen Dichtern und Ge=
lehrten, erſcheint ihm die Stimmung der Pflanzenwelt,
ſondern als das Reich der Natur, da die Auflehnung
gegen das Schickſal ſich am heftigſten und am
hartnäckig=
ſten entfaltet. „Das Weſentliche, das Nähr=Organ der
Pflanze, ihre Wurzel, hält ſie unauflöslich feſt am Boden.
Wenn es ſchwer hält, unter den großen Geſetzen, die auf
uns laſten, dasjenige zu entdecken, das am ſchwerſten
unſere Schultern drückt, ſo gibt es bei der Pflanze keinen
Zweifel: es iſt das Geſetz, das ſie zur Unbeweglichkeit
verdammt von Geburt bis zum Tode. Daher weiß ſie
auch beſſer als wir, die wir unſere Kräfte zerſplittern,
wogegen ſie ſich empört. Und die Energie ihres einzigen
Gedankens, der aus den Dunkelheiten ihrer Wurzeln
auf=
ſteigt, um ſich zu geſtalten und zu entfalten in dem Licht
ihrer Blüte, iſt ein unvergleichliches Schauſpiel. Sie
ſtrebt mit all ihren Kräften nur dem einen Ziel
ent=
gegen: dem Verhängnis des Unten durch das Wachſen
zur Höhe zu entgehen, die Schranken des ſchweren und
düſteren Geſetzes zu zerbrechen, ſich zu befreien, die Enge
der ihr vorbeſtimmten Exiſtenz zu überwinden, Flügel
zu erfinden und zur Hilfe anzurufen, den Raum zu
be=
ſiegen, in den ihr Geſchick ſie einſchließt, ſich einem
ande=
ren, lichteren, leichteren Reich zu nähern, in eine bewegte
und beſeelte Welt einzudringen.‟ So gibt die Blume
dem Menſchen ein wunderſames Beiſpiel
unbezwing=
lichen Strebens, hartnäckiger Ausdauer und
ſcharfſinni=
gen Stolzes. Wenn wir, um die mannigfachen Nöte,
die uns zermalmen, wie etwa den Schmerz, das Alter
und den Tod, zu überwinden, nur die Hälfte der Energie
aufbringen würden, die ſolch eine kleine Blume unſerer
Gärten entfaltet hat, ſo darf man wohl glauben, daß
unſer Geſchick ſehr verſchieden von dem ſein würde, wie
es iſt.‟ Dieſer „Hunger nach dem Raum” äußert ſich
bei den meiſten Pflanzen in der Blüte und in der Frucht.
Maeterlinck ſpricht von der unendlichen Klugheit, die
jedes höchſten Lobes würdig iſt, mit der die Bkume ihren
Samen vor der Vernichtung bewahrt und ihm
Exiſtenz=
möglichkeiten verſchafft, in denen die neuen Keime
eben=
falls zu Licht und Luft gelangen können, und er wendet
ſich in eindringlichen Worten gegen unſeren beſchränkten
Stolz, der in uns den Glauben erweckt, wir ſeien
wun=
derſame, einzigartige und begnadete Weſen. aus einer
anderen Welt heruntergefallen, ohne feſte Beziehungen
zu den übrigen Leben und ausgeſtattet mit
unvergleich=
lichen und ungeheuerlichen Fähigkeiten. „Wie viel
tröſt=
licher iſt es, zu beobachten, daß wir denſelben Weg
wan=
deln, wie die Seele dieſer großen Welt, daß wir dieſelben
Gedanken, dieſelben Hoffnungen, dieſelben
Heimſuchun=
gen und dieſelben Gefühle haben! Wie viel beruhigender
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Jnni 1912.
Nummer 142.
des Gabelsbergerſcher Stenographen findet in Höchſt am
Main am 29., 30. Juni und 1. Juli ſtatt. Schon ſeit
lan=
ger Zeit iſt man mit den Vorbereitungen für dieſes Feſt
beſchäftigt, das, aller Vorausſicht nach, ſich nicht nur
würdig ſeinen Vorgängern anſchließen wird, ſondern ſie
wohl in jeder Beziehung übertreffen dürfte. Dem Feſt=
Ehrenausſchuß traten ſämtliche aufgeforderten Herren,
die den erſten Kreiſen von Höchſt angehören,
bereit=
willigſt bei, ein Beweis der Wertſchätzung, der ſich die
Stenographie auch hier zu erfreuen hat. Für die
Durch=
führung des bereits endgültig feſtgelegten Programms
iſt in weitgehendſtem Maße Sorge getragen. Ein
be=
ſonderes Intereſſe dürfte die am Samstag ſtattfindende
Vertreterverſammlung durch den Bericht über die erſte
Sitzung des 23er=Ausſchuſſes für die Ausarbeitung eines
deutſchen Einheits=Stenographie=Syſtems haben. Einen
der Hauptpunkte der Tagung bildet jedenfalls das
Wett=
ſchreiben, zu dem diesmal mehr als 1000 Teilnehmer
er=
wartet werden. Dank der Unterſtützung ſeitens
Behör=
den, Firmen und Privaten, können auch diesmal wertvolle
Ehrenpreiſe in allen Klaſſen zur Verteilung gelangen.
Für den Nachmittag iſt ein Ausflug in den herrlichen
Taunus, und zwar nach Bad Soden, geplant.
Ulm, 18. Juni. Geſtern vormittag um ¼10 Uhr
wurde hier ein Schutzmann von einem
Automobi=
liſten ſchwer verletzt. Der Schutzmann wollte ein
vom Stuttgarter Stadtpolizeiamt ſignaliſiertes Saccharin=
Schmuggler=Automobil anhalten und ſprang zu dieſem
Zweck auf das Trittbrett des Wagens. Der Chauffeur
kehrte mit dem Automobil, mit dem er bis an den
Ein=
gang zur Stadt gefahren war, um und fuhr auf der
Ehinger Landſtraße ſamt dem Schutzmann in raſender
Geſchwindigkeit davon. Etwa 2 Kilometer von Ulm
ent=
fernt, gab der Inſaſſe des Autos dem Schutzmann einen
Stoß auf die Bruſt, ſodaß dieſer auf die Straße fiel und
ſchwer verletzt wurde. Das Auto kam dann nach
Oberbalt=
heim im Oberamt Laubheim, wo nach Zürich und
Nürn=
berg Depeſchen aufgegeben wurden. Man vermutet, daß
das Auto ſeinen Weg nach Prag in Böhmen genommen
hat.
„Bamberg, 17. Juni. Im Anſchluß an die Tagung
des Vereins für die Hebung der Fluß= und
Kanalſchiff=
fahrt in Bayern wurde heute der neue Prinz=
Lud=
wighafen in Anweſenheit des Herzogs von Koburg
durch den Prinzen Ludwig feierlich eröffnet.
Ottersweiler, 18. Juni. (Amtlich.). Infolge der
weiteren Ausbreitung der Pocken außerhalb der Kreis=
Pflege=Anſtalt Hub iſt auf behördliche Anordnung hin die
Volksſchule in Ottersweiler geſchloſſen worden und den
Bewohnern die Schutzimpfung anempfohlen worden.
Köln, 18. Juni. Der Rhein iſt in ſeinem Oberlauf
über zwei Meter geſtiegen. In Klein=Laufenburg,
Beuggen und Minſeln herrſcht Hochwaſſer. Vielfach
mußten die unteren Stockwerke der Häuſer geräumt
werden.
Solingen, 18. Juni. Auf einer Bauſtelle der
Klein=
bahn nach Kronenberg fuhr eine Lokomotive infolge
Ver=
ſagens der Bremſe über das Geleiſe hinaus. Die
Loko=
motive und zwölf Wagen ſtürzten 20 Meter tief ab und
wurden zertrümmert. Das Perſonal rettete ſich durch
Abſpringen.
Halle (Saale), 17. Juni. Bei der Reichstagswahl)
miſchten ſozialdemokratiſche Arbeiter, die eine Gefährdung
des Wahlgeheimniſſes durch die als Wahlurne dienende
ſchmale Kakesbüchſe befürchteten, in Piesdorf gegen den
Willen des Wahlvorſtehers gewaltſam vor der Auszählung
die Wahlkouverts und zerriſſen einige. Die hieſige
Straf=
kammer verurteilte die Angeklagten wegen dieſer Tat zu je
vier Monaten Gefängnis.
Kiel, 17. Juni. Auf dem diesjährigen Verbandstage des
Vereins der Fiſchinduſtriellen Deutſchlands kam u. a. die
Frage der Fiſchvergift ung zur Erörterung.
Hier=
bei wurde an die Tatſache angeknüpft, daß ſeinerzeit die
Todesfälle im Berliner Aſyl für Obdachloſe auf
Fiſchver=
giftungen zurückgeführt wurden. Dadurch ſei eine große
Beunruhigung im Publikum entſtanden und auch die
Fiſchinduſtriellen hätten duech den verminderten Abſatz
ſchweren Schaden gehabt. Schließlich ſei ja, nachdem ſich
die wahre Urſache der Todesfälle herausgeſtellt, wieder
eine gewiſſe Beruhigung eingetreten. Es wäre beſſer
ge=
weſen, wenn man erſt eine ganz genaue Unterſuchung über
die Erkrankungen angeſtellt hätte, ehe man unerwieſene
Behauptungen von der Entſtehung derſelben aufſtellte.
Jedenfalls ſei es erwieſen, daß Fleiſchgifte in Fiſchen
nicht häufiger auftreten, als in anderen Nahrungsmitteln,
und daß auch Konſerven giftig wirken könnten. In den
weiteren Verhandlungen des Verbandstages wurde
ge=
klagt, daß der Konſum von Fiſchen noch immer viel zu
wünſchen übrig laſſe, trotzdem dieſe ein billiges
Nahrungs=
mittel für breite Volksſchichten ſeien. Der Verein werde
es ſich angelegen ſein laſſen, in dieſer Hinſicht eine eifrige
Propaganda zu entfalten.
Brügge, 18. Juni. Zu dem Doppelſelbſtmord
wird weiter gemeldet, man neige zu der Anſicht, daß das
angebliche Ehepaar Paul Caruſter alias Parents
vielleicht zu den portugieſiſchen royaliſtiſchen
Verſchwö=
rern gehört. Man nimmt ſogar an, daß Paul Caruſter
mit dem Führer der portugieſiſchen Verſchwörer,
Con=
ceiro, identiſch ſei und vielleicht ſeine Gefährtin getötet
habe, weil infolge eines von ihr verübten Verrates das
zum Waffenſchmuggel benützte Schiff „Vos” beſucht
wor=
den ſei. In Brügge und in den benachbarten Seebädern
ſollen ſich gegenwärtig an dreihundert Portugieſen
auf=
halten.
Wien, 18. Juni. Das Fremdenblatt meldet aus
Salz=
burg, Sir Fred Loongham=Dublin ſtürzte bei der
Beſteigung der Hochplatte über eine 40 Meter hohe
Fels=
wand ab. Er wurde zerſchmettert tot aufgefunden.
Innsbruck, 18. Juni. Ein mit acht Paſſagieren
be=
ſetztes Poſtautomobil geriet bei Toblach über den
Straßenrand und ſtürzte ab. Eine Inſaſſin wurde
ſchwer, die anderen Paſſagiere leicht verletzt.
Paris, 18. Juni. Auf dem Schießplatze von
Vincennes wurden geſtern von einer Kompagnie
des 46. Infanterie=Regiments intereſſante Verſuche
vor=
genommen. Die Soldaten feuerten aus einer Höhe von
100 Metern auf eine Schießſcheibe, auf die
kinemato=
graphiſch bewegte Figuren projeziert wurden.
Man ſtellte feſt, daß faſt alle Kugeln trafen.
Paris, 18. Juni. Wie aus Nizza gemeldet wird
hat der von der neuen Gemeindevertretung eingeſetzte
Ausſchuß zur Prüfung der ſtädtiſchen Geldgebarung
feſt=
geſtellt, daß das letzte Verwaltungsjahr anſtatt des in
den Büchern verzeichneten Ueberſchuſſes von zirka 100000
Francs einen Fehlbetrag von mindeſtens 500000 Francs
aufweiſe und die Stadt an ſechs Millionen
Schul=
den habe.
Paris, 18. Juni. Wie aus Oran gemeldet wird,
wurden in Remurs in Algerien zwei Engländer namens
Broodie und Williams in dem Augenblick verhaftet, als
ſie an Bord eines algeriſchen Dampfers nach Tanger
ab=
reiſen wollten. Broodie iſt ein engliſcher Offizier, der
ſich vor kurzem für die Fremdenlegion anwerben ließ.
Es heißt, daß Williams, der ſich für einen Studenten
ausgibt, Broodie zur Flucht verhelfen wollte.
Moskau, 18. Juni. Bei einer Automobilfahrt,
an der drei Herren und die Schauſpielerin Kißnowski
beteiligt waren, entſtand eine Exploſion. Die
Schau=
ſpielerin wurde getötet, ein Herr ſchwer, die beiden
an=
deren leichter verletzt.
Jekaterinburg, 17. Juni. Auf dem 35 Quadratwerſt
großen See bei Werchne newinſk ſind infolge
hef=
tigen Sturmes viele Fiſcherboote und Fahrzeuge mit
Aus=
flüglern gekentert. Bisher ſind zehn Ertrunkene
ge=
borgen worden. Fortgeſetzt werden leere Boote an Land
geſchwemmt.
New=York, 18. Juni. Wie gemeldet wird. iſt die Lu
ſitania mit einer Verſpätung von einem Tag dort
an=
gekommen. Man hatte bereits Beſorgniſſe über das
Schick=
ſal des Schiffes. Die Verſpätung war dadurch entſtanden,
daß die Luſitania in der Nähe der iriſchen Küſte den Bruch
eines Propellers erlitt und infolge der
Eisbergge=
fahr einen außerordentlich weiten Umweg nach Süden zu
nahm.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Ucteil vor.)
* Tolſtoi=Enſemble=Gaſtſpiel im
Saal=
bautheater. Man ſchreibt uns: Einen ganz
beſon=
deren Kunſtgenuß bietet uns das bevorſtehende Gaſtſpiel
von zwei der hervorragendſten Berliner Bühnenkünſtler,
Friedrich Kayßler und Helene Fehdmer von Pri
feſſor Max Reinhardts Deutſchem Theater in Berlin, di
mit einem eigenen Enſemble von 20 Mitgliedern erſte
Berliner Bühnen am nächſten Freitag, den 21. un
Samstag, den 22. Juni, abends 8 Uhr, im Saalbau
theater das nachgelaſſene Drama von Leo Tolſtoi: „Un
das Licht ſcheinet in der Finſternis” hier zu
Aufführung bringen werden. Das bedeutſame Werk ha
im Berliner Kleinen Theater einen großen, einſtimmige
Erfolg gehabt, und die genannten Künſtler haben darit
als Gäſte die Hauptrollen, in denen der große ruſſiſch
Dichter ſich ſelbſt und die Gräfin Tolſtoi darſtellt, kreier=
Das ausgezeichnete Enſemble hat inzwiſchen dieſes
intereſſante Werk in faſt allen Großſtädten
Deutſchland=
unter anderem in den Stadttheatern Breslau, Bonn=
Straßburg, Zürich, im Deutſchen Theater Köln, Schau
burg Hannover, Hoftheater Karlsruhe, Baden=Baden und
Mannheim, ſowie im Schauſpielhaus Leipzig, Stuttgar=
und München, wo das Schauſpiel infolge des
außer=
ordentlichen Gaſtſpielerfolges zweimal verlängert wer
den mußte, zur Darſtellung gebracht. Von hier
begib=
ſich das Enſemble nach Wiesbaden und Frankfurt a. M
Da für alle dieſe Städte bereits Kontrakte für mehrere
Wochen abgeſchloſſen ſind, ſo iſt eine Verlängerung des
hieſigen Gaſtſpiels nicht möglich. Umſo nachdrücklicher
darf alſo auf dieſe Gelegenheit, das außerordentliche
Werk hier in ſo hervorragender Wiedergabe kennen zu
lernen, hingewieſen werden. Der alleinige
Vorverkauf=
iſt ſchon im Verkehrsbureau, Wartehalle Ernſt=Ludwigs
Platz, eröffnet.
Kongreſſe und Verbandstage.
Verbandstag des Reichsverbandes der
Deutſchen Preſſe.
* München, 17. Juni. Die
Delegiertenverſamm=
lung des Reichverbandes der Deutſchen Preſſe und des
Verbandes der Journaliſten= und Schriftſtellervereine
ſetzte heute ihre Beratungen unter dem Vorſitz von Marx=
Berlin fort. Die Tagung beſchäftigte ſich zunächſt mit der
Frage der Vorbildung der Journaliſten. Das=
Reſerat hierüber erſtattete Dr. Conzen=Zürich, der
fol=
gende Reſolution vorſchlug: „Die Delegiertenverſammlung
des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe, überzeugt von
der Notwendigkeit, die Frage der Vorbildung der
Jour=
naliſten ihrer Löſung enſgegenzuführen, beauftragt den
Vorſtand, mit dem Verein Deutſcher Zeitungsverleger in
Verbindung zu treten, um gemeinſam mit ihm über Mittel
und Wege zu beraten, wie die Vorbildungsfrage auf der
Grundlage eines abgeſchloſſenen akademiſchen
Fach=
ſtudiums in Verbindung mit dem Beſuch von Vors
leſungen über Zeitungsweſen und der Teilnahme an
einem journaliſtiſchen Seminar möglichſt bald geregeſt
werden könne. — An das Referat ſchloß ſich eine
ausführ=
liche Diskuſſion, an der ſich Bernhard=Berlin, Dr. Obſt=
Hamburg, Wenzel=Berlin, Dr. Kaſtan=Berlin und Hager=
Stettin beteiligten. — Chefredakteur Dr. Moh
München ſchlug der Verſammlung eine andere Reſolutim
vor, die folgenden Wortlaut hat: „Der Frage der jom
naliſtiſchen Berufsbildung muß erhöhte Aufmerkſanen
zugewendet werden. Daher wird der Vorſtand beaufttagt
die geeigneten Schritte in die Wege zu leiten.
Insbeſon=
dere erklärt es der Delegiertentag für wünſchenswert, daß
an den Hochſchulen Vorleſungen und Seminare
eingerich=
tet werden, um unter Zuziehung von Männern der Praxis
die Frage des Zeitungsweſens zu behandeln. Zugleich
ſoll mit allen Mitteln danach geſtrebt werden, die wilden
Inſtitute zur Vorbildung von Journaliſten zu beſeitigen.,
Der Delegiertentag ſpricht den Grundſatz aus, daß
der=
journaliſtiſche Beruf ein freier Beruf iſt und nach wie
vor jeder Begabung aus jedem Berufskreiſe offen
ſtehen=
nuß.‟ Die Reſolution Conzern wurde abgelehntg
desgleichen die Reſolution Mohr bis auf den letzten Satz
der angenommen wurde. Darauf beſchäftigte ſich die
Delegiertenverſammlung mit der Frage der Vertretung
des Reichsverbandes in der vom Bund für
Irrenrechts=
reform ins Auge gefaßten pſychiatriſchen Kommiſſion,
Das Referat hierüber erſtattete Gieſen=Frankfurt a. M.=
Die Angelegenheit wurde dem Vorſtand zur Erledigung
überwieſen.
iſt es, zu wiſſen, daß wir uns, um unſer Geſchick zu
ver=
beſſern, um die Kräfte, Mittel und Geſetze der Materie
zu benützen, genau der gleichen Dinge bedienen müſſen,
die ſie verwendet!‟ Die troſtreiche Botſchaft, die uns
aus der Vertiefung in das Leben der Blumen
entgegen=
klingt, faßt Maeterlinck in die Worte zuſammen: „Die
Mächte, die hier walten, ſind eng verwandt mit denen,
die unſer Sein beherrſchen. Unſer Geiſt ſchöpft aus den
gleichen Quellen, wie der ihre. Wir ſind von derſelben
Welt, wie ſie, faſt Gleiche unter Gleichen.”
ck. Hammerſteins neue Pläne für New=York. Nun
kehrt Oskar Hammerſtein doch wieder an die Stätte
ſei=
ner früheren Tätigkeit zurück; er hat den Plan, die
Lon=
doner Oper weiterzuführen, endgültig aufgegeben, da das
beſcheidene Muſikintereſſe in der Londoner Bevölkerung
ein ſtändiges Operntheater in der Fünfmillionenſtadt
un=
möglich macht. Hammerſteins rechte Hand,
Blumen=
thal, der ſoeben aus London wieder in New=York
einge=
troffen iſt, gibt zu, daß bereits im kommenden Jahre
Hammerſtein in New=York neue Opernaufführungen
ver=
anſtalten wird. Nach dem Vertrage, den der
unermüd=
liche Impreſario ſeinerzeit bei Aufgabe der Manhattan=
Oper mit der New=Yorker Metropolitan=Opern=
Geſell=
ſchaft geſchloſſen hat, iſt er verpflichtet, zehn Jahre lang
in New=York keine Opernbühne zu führen, aber
Hammer=
ſtein iſt bereit, die in dem Vertrage vorgeſehene
Kon=
ventionalſtrafe von 200000 Dollars, alſo von mehr als
800000 Mark, zu entrichten. Er kehrt bereits im Auguſt
endgültig nach Amerika zurück, wird noch in
dieſem Herbſte mit dem Bau ſeiner neuen
New=Yorker Oper beginnen, und bereits in
dem kommenden Jahre wird die
Eröffnungsvor=
ſtellung ſtattfinden. Mit Miß Lyne, der von ihm
ent=
deckten Sopraniſtin, die nach ihrem Auftreten in London
mit einem Schlage internationalen Ruhm erlangt hat,
hat Hammerſtein bereits Abmachungen für New=York
getroffen.
Ein neues Mittel gegen die Gefahr der Eisberge.
Um die Nähe von Eisbergen zu erkennen, werden bei
transatlantiſchen Dampferfahrten bei unſichtigem Wetter
oder zur Nachtzeit in kurzen Zwiſchenräumen die
Meeres=
temperaturen gemeſſen, da ein raſches Fallen der
Waſſer=
temperatur in den meiſten Fällen die Nachbarſchaft von
Eisbergen ankündigt. Aber dieſe Temperaturſenkungen
ſind nur in der unmittelbaren Nähe der Eisberge
ein=
wandfrei feſtzuſtellen, und die auf dieſem Wege
gewon=
nene Sicherheit iſt daher in der Praxis nur relativ. Nun
tritt der Profeſſor an der Univerſität von Leeds, Myer
Coplais. mit einem neuen Beobachtungsſyſtem hervor
das ſich auf die Schwankung der elektriſchen Lei
tungs=
fähigkeit im Meerwaſſer ſtützt. Das Süßwaſſer iſt
be=
kanntlich kein Leiter; das Auftreten der Eisberge führt
dem Meerwaſſer Süßwaſſer zu und vermindert damit die
Leitungsfähigkeit. Experimente haben gezeigt, daß
be=
reits ein Zuſatz von ein Achtzigſtel getauten Süßwaſſers
die Leitungskraft des Meerwaſſers um ein Prozent
ver=
mindert; bei ein Zehntel Süßwaſſerzuſatz ſinkt die
Leit=
ungsfähigkeit bereits um 12 Prozent. Ein Apparat, der
dieſe Wandlungen regiſtriert, würde alſo auf ſichere und
zuverläſſigere Feſtſtellungen rechnen laſſen, als ſie der
Thermometer gegeben hat.
** Franzöſiſcher Witz. Doch einer, der’s verdient hat.
Auf der Ordensliſte prangt der Name eines
Porzellan=
händlers: „Na, wenigſtens einer” ſagt ein Leſer der Liſte
befriedigt, „der das Kreuz wohl verdient hat.” „Aber
wieſo?” „Na gewiß doch! Das Porzellan wird nur
dekoriert, wenn es ins Feuer kommt!“ — Künſtlerſtolz,
„Was, 170 Franken wollen Sie für den Anſtrich der
Fen=
ſterläden? Sie haben ja für keine 30 Franken Farbe dazu
gebraucht . . .‟ „So, und für wieviel Farbe, meinen Sie,
iſt in Regnaults „Salome” für die einer 528000 Franken
bezahlt hat!“ — Ein ganz Energiſcher. Madame: „Ich
gehe jetzt aus.” Ehemann: „Und wohin gehſt Du?‟
Madame: „Wohin mir’s Spaß macht.‟ Ehemann: „Aber
das ſage ich Dir, daß Du mir ja nicht wo anders
hin=
gehſt!“ — Macht nichts. „Wollen ſie heute abend mit uns
dinieren?” „Ach, heute geht’s leider nicht; ich gehe zu
„Nora”. „Macht nichts, oder ein Grund mehr
Brin=
gen Sie ſie mit!“ — Er kann warten. Der
Gefängnis=
direktor fragt einen Verbrecher am Morgen vor ſeiner
Hinrichtung, ob er noch einen letzten Wunſch habe. „Aber
freilich” ſagt der Todeskandidat, „ich möchte gern noch
Pfirſiche eſſen.” „Aber Mann, Pfirſiche! Wir ſind jetzt
doch im Februar! Das dauert noch lange, bis die reif
werden.” „Na, meinetwegen, ich kann ja auch warten.”
— Den Zweck verfehlt. „Ja, meine Liebe, ich habe Dich
geheiratet, weil Du mir leid tatſt.” „Da haſt Du was
Schönes gemacht. Jetzt tue ich aller Welt leid.”
Münchener Sezeſſion.
P. Nach dem Durcheinander der juryfreien
Früh=
jahrsausſtellung iſt die Sommerausſtellung der Sezeſſion
ein wahres Labſal, ſowohl hinſichtlich der Qualität, als
auch durch die Beſchränkung, die man ſich hinſichtlich der
Quantität auferlegte. Der Katalog weiſt kaum 400
Num=
mern auf, darunter nicht eine einzige, die nicht in irgend
einer Weiſe intereſſant wäre: Die beſten Namen der
Sezeſſion ſind vertreten, wie v. Habermann,
Char=
les Tooby, Hermann Groeber, Franz von
Stuck, Rich. Winternitz uſw. Ueber dieſe
Stamm=
gäſte iſt kaum etwas Neues zu ſagen; wichtiger iſt dier
Feſtſtellung, daß der Nachwuchs nur ſpärlich vertreten iſt,
Doch ſind immerhin einige Werke vorhanden, die auf eine
fortſchreitende Entwickelung ihrer Urheber ſchließen laſe
ſen und das lebhafte Intereſſe an deren weiterem Schaffen
wach halten. Dazu zählt vor allem Albert Weise
gerbers „Jeremias” Ueber die ganze untere
Bild=
hälfte liegt eine nackte Greiſengeſtalt, gebogen wiereine
Gerte. Das ungeheuere, niederdrückende Leid iſt durch
eine Körperſprache ſymboliſiert, wie ſie eindringender
nicht gedacht werden kann. Die machtvolle
Geberdeſtild=
noch gehoben durch ein maleriſches Raffinement von
prickelndem Reiz. Weisgerbers bisher mehr ſkizzenhafte,
virtuos umſchreibende Kunſt gelangt immer mehr zu einer
Syntheſe, die um ſo mächtiger wirkt, je weniger ſie gewollt
erſcheint. Eine große Ueberraſchung bietet auch Rudolf
Nißl mit ſeiner „Weiblichen Figur im Raum” Nißl iſt
bunt, mit Abſicht bunt; bei ihm ſchlägt immer die Freude
an der ſubſtantiellen Farbe durch. Aber das iſt eine
Far=
bigkeit von Delikateſſe und großem Geſchick des
Arrange=
ments. Nur noch der Dresdener Gotthard Kuehl darf in
dieſer Hinſicht neben ihm heute genannt werden. Einen
gewiſſen Gegenſatz dazu bildet der Meiſter zarter
Tonig=
keit, der maleriſche Lyriker Chriſtian
Landenbex=
ger. Sein Schlafendes Mädchen” weiſt feine
Nuancier=
ungen von Silbergrau auf, faſt immateriell und doch von
erſchöpfender Körperlichkeit. Ein Künſtler von prächtiger
Eigenart iſt Schmid=Fichtelberg. Sein „Klarer
Märzentag” bannt den ganzen Duft und Zauber des
Vor=
frühlings im Berchtesgadener Land auf die Leinwand.=
So oft man dieſem Maler in der letzten Zeit begegnet,
immer hatte er der von ihm bevorzugten Berchtesgadener
Landſchaft neue Schönheiten und Reize abgewonnen. Die
Entwickelung dieſes eigenartigen Talents muß man
ent=
ſchieden im Auge behalten. Julius Hüther, deſſen
Auftreten in der heurigen Frühjahrsausſtellung mit ſo
einmütigem Beifall begrüßt wurde, zeigt ſich mit ſeinem
Selbſtbildnis” und einer „Touriſtin” von gleicher
Friſche, erſcheint aber nicht von einer neuen Seite. Die
plaſtiſche Abteilung iſt auch von unſeren Darmſtädter
Künſtlern reich beſchickt. Benno Elkan,’Alsbach bei
Darmſtadt, iſt mit vierzehn Werken vertreten, die die
ſtärk=
ſten Eindrücke im Plaſtikſaal vermitteln. Heinrich
Jobſt (Darmſtadt) zeigt die Bronzebüſte eines Negers,
und Bernhard Hoetger (Darmſtadt) entzückende
Majoliken und eine Bronze: Weiblicher Torſo,
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juni 1912.
Seite 5.
* München, 17. Juni. In der heute fortgeſetzten
verhandlung des Delegiertentages des
Reichsver=
andes der deutſchen Preſſe, gelangte ein
An=
rag Dr. Mohr=München zur Annahme, wonach der Dele
iertentag es im Intereſſe des journaliſtiſchen
Nach=
zuchſes für nötig hält, der Frage der journaliſtiſchen
Be=
ufsausbildung erhöhte Aufmerkſamkeit zuzuwenden. Der
orſtand wird beauftragt, geeignete Schritte in die Wege
u leiten. Zugleich ſoll mit allen Mitteln danach geſtrebt
erden, die wilden Inſtitute zur Vorbereitung von
Jour=
aliſten zu beſeitigen. Der Delegiertentag geht von dem
zrundſatz aus, daß der Beruf des Journaliſten ein freier
Zeruf bleiben und nach wie vor den Begabten aus jedem
zerufskreiſe offen ſtehen muß.
* München, 17. Juni. Der Delegiertentag des
teichsverbandes der deutſchen Preſſe wählte den
Chef=
edakteur Dr. Marx=Berlin wiederum zum
Vorſitzen=
en und beſtimmte Düſſeldorf als Ort der nächſten
Tagung für 1913.
j. Konferenz der Zentralſtelle für
Volks=
wohlfahrt.
S. & H. Danzig, 17. Juni. Unter zahlreicher
Be=
eiligung von ſozial=intereſſierten Perſönlichkeiten aus
zanz Deutſchland trat heute hier im „Danziger Hof” die
„Zentralſtelle für Volkswohlfahrt” zu ihrer 6. Konferenz
zuſammen, die geſtern von einer Vorſtandsſitzung und
einer Begrüßungsverſammlung eingeleitet worden war.
Die Tagung wurde durch eine Anſprache des Vorſitzenden
Staatsminiſters a. D. v. Möller eingeleitet, der die
Er=
ſchienenen herzlich willkommen hieß. — Darauf begrüßte
Geheimer Oberregierungsrat Dr. Hinze die Verſammlung
namens des Kultusminiſteriums. Regierungspräſident
Förſter ſprach in Vertretung des Oberpräſidenten der
Provinz Weſtpreußen und namens der Königlichen
Re=
zierung, Konſiſtorialpräſident Peters für das
Konſi=
torium und Oberbürgermeiſter Schultz für die Stadt
Danzig. — Die Pflege der ſchulentlaſſenen
weiblichen Jugend bildet das Hauptthema des
Tages. — Die erſte Vortragende zu dem Thema war
Frau Eliſabeth Gnauck=Kühne (München), die die
allge=
neine Bedeutung und Notwendigkeit der weiblichen
Jugendpflege behandelte. Sie befürwortet die Pflege
des hausmütterlichen Sinnes und ſetzt ſich damit in
ſchar=
em Gegenſatz zu den Individualiſtinnen im bürgerlichen
Lager, die die von der Sozialdemokratie abgelegte
Unter=
chätzung der, hausmütterlichen Aufgaben aufgegriffen
haben und darauf ausgehen, die Frau von der heutigen
Sklaverei zu befreien und für den Erwerbsberuf
freizu=
nachen. Die Referentin ſieht das letzte Ziel der
weib=
ichen Jugendpflege darin, das Wort des Kirchenvaters
Auguſtinus wahr zu machen: Beſſere Mütter und damit
eine beſſere Weit zu gewinnen. — An zweiter Stelle ſprach
Frl. Dr. Agnes Bluhm (Berlin=Gr.=Lichterfelde) über
„Weibliche Jugendpflege und
Volksge=
ſundheit” Sie führte aus: Die Geſundheit der
Nachkommenſchaft iſt in erſter Linie abhängig von deren
angeborenen Anlagen. Es iſt daher Aufgabe der
Volks=
geſundheitspfege, nicht nur für die Vererbung der von
erbwegen gur ausgeſtatteten Individuen zu ſorgen,
ſon=
dern es iſt auch zu verhindern, daß die guten Keime
ent=
arten. Die heutige weibliche Jugend genügt nicht den
Anforderungen, die man an eine geſunde Jugend ſtellen
muß. Ebenſo bleiben die heutigen
Mutterſchaftsleiſtun=
gen hinter der Norm zurück. Wenn es ſich bei den
Min=
derwertigen auch vielfach um ererbte Anlagen handelt,
ſo kann eine verſtändige Fürſorge doch gute Erfolge
er=
zielen. Es dürfen allerdings nicht nur einſeitige
hygie=
niſche Fürſorgemaßregeln in Frage kommen, ſondern man
muß Sorge tragen, daß in ſämtlichen Schichten des
Vol=
kes das Bewußtſein von der hohen Bedeutung der
Mutterſchaft kebendig wird durch Hebung des geiſtigen
und ſittlichen Niveaus.
Das, dritte Referat hielt Frl. Elſe Deutſch die
Leiterin der Mädchenfortbildungsſchule in
Charlotten=
burg, über das Thema „Organiſation und
Aus=
bau der Pflegeeinrichtungen namentlich in
Verbindung mit der Fortbildungsſchule‟. Eine
Abſtim=
mung über die von den drei Referentinnen der
Verſamm=
lung vorgelegten Leitſätze fand nicht ſtatt. Sie wurden
vielmehr der Gepflogenheit gemäß der Zentralſtelle für
Volkswohlfahrt als Material überwieſen. — Die
Ver=
handlungen werden morgen fortgeſetzt.
Der neue Berndt=Schapiro=Prozeß.
-g. Vor der Strafkammer I Darmſtadt begann geſtern
vormittag im Schwurgerichtsſaale die erneute
Verhand=
lung in der öffentlichen Anklage gegen den 59jährigen
Thefredakteur des Mainzer Neueſten Anzeigers Heinrich
Hirſch wegen Beleidigung der Polizeiaſſiſtentin Frau
Schapiro und des Beigeordneten Berndt. Hirſch
war bekanntlich am 29. September 1911 von der
Straf=
kammer Mainz zu ſechs Monaten Gefängnis verurteilt
weil in einer Reihe von Artikeln, die im Herbſte 1910
im Mainzer Neueſten Anzeiger erſchienen und ſich mit der
Tätigkeit der Polizeiaſſiſtentin Frau Schapiro
beſchäftig=
ten, Beleidigungen der als Nebenkläger zugelaſſenen Frau
Schapiro und des Beigeordneten Berndt erblickt wurden.
Die Artikel warfen der Polizeiaſſiſtentin
Sittlichkeits=
ſchnüffelei und unzuläſſige Behandlung der ihr
unterſtell=
ten Pflegebefohlenen vor. Sie habe eine Anzahl von
Klagen veranlaßt, die nachher als völlig unbegründet
ein=
geſtellt werden mußten. Dem Beigeordneten Berndt war
vorgeworfen, daß er nach ſeiner Vergangenheit keinen
Anlaß habe, jetzt den Tugendhelden zu ſpielen. Ferner
wurde er der wiſſentlichen Rechtsbeugung beſchuldigt,
in=
dem er die in den vorgehenden Artikeln erhobenen
An=
ſchuldigungen gegen die Polizeiaſſiſtentin nicht nach ſeiner
Pflicht unparteiiſch unterſucht und verfolgt habe. Nach
viertägiger Verhandlung, in der eine Flut von Schmutz
aufgewühlt und die Tätigkeit der Mainzer Sittenpolizei
in allen Einzelheiten durchgegangen wurde, verurteilte
die Strafkammer den Angeklagten Hirſch zu 6 Monaten
Gefängnis. Sie ſah eine Beleidigung der Frau Schapiro
und des Beigeordneten Berndt als erwieſen an und in
allen inkriminierten Artikeln eine fortgeſetzte, nach § 185
St. G. B. ſtrafbare Handlung als vorliegend. Der Schutz des
§ 193 (Wahrung berechtigter Intereſſen) wurde dem
An=
geklagten auch im allgemeinen nicht zugebilligt. Die von
dem Verurteilten beim Reichsgericht eingereichte
Reviſion beſchäftigte am 20. Januar 1912 das
Reichs=
gericht, das auf Aufhebung des Urteils und
Zu=
rückverweiſung der Sache an das Landgericht Darmſtadt
erkannte. Von den erhobenen prozeſſualen Beſchwerden
konnte keine für begründet erachtet werden. Von den
materiellen Rügen erwies ſich diejenige, welche unrichtige
Anwendung des § 186 behauptete, gleichfalls als
unbe=
gründet. Dagegen war zu beanſtanden die Annahme
einer fortgeſetzten Handlung. An und für ſich iſt es
mög=
lich, in einer Reihe von einzelnen Artikeln, ine. ige
Aeußerung zu erblicken. Es iſt auch möglich, daß durch
eine Aeußerung zwei Perſonen beleidigt werden. Allein
ſoweit darf man nicht gehen, daß man eine einheitliche
Handlung auch dann annimmt, wenn es ſich um
inhalt=
lich ganz verſchiedene Beleidigungen handelt, wie es hier
der Fall iſt. Die Vorwürfe gegen Frau Schapiro bezogen
ſich auf ihre Amtsführung, während die Beleidigung des
Beigeordneten Berndt hauptſächlich darin erblickt worden
iſt, daß ſein Privatleben als ſittlich nicht einwandfrei
be=
zeichnet und behauptet wurde, er habe die Unterſuchung
in der Angelegenheit der Polizeiaſſiſtentin parteiiſch
ge=
führt. Daß eine einzige Handlung angenommen worden
iſt, würde den Angeklagten nicht benachteiligen, wenn die
weitere Feſtſtellung nicht zu beanſtanden wäre, daß er in
Bezug auf beide Perſonen berechtigte Intereſſen nicht
habe wahrnehmen wollen. Es läßt ſich bei unbefangenem
Leſen der einzelnen Artikel gar nicht verkennen, daß bei
verſchiedenen Behauptungen die Zubilligung des Schutzes
des § 193 ſehr wohl möglich iſt. Während bezüglich
Berndts von dem höhniſchen Tone die Rede iſt, wird
be=
züglich der Frau Schapiro nur von Eingriffen geſprochen
die ja zweifellos vorgekommen ſind wenn auch geſagt iſt,
daß ſie durch ihre vorgeſetzte Behörde gedeckt ſei. Daß
die Rüge eines polizeilichen Mißgriffes ein öffentliches
Intereſſe darſtellt und daß an deren Erhebung jeder
Ein=
wohner von Mainz berechtigt ſein muß, ja ſogar ſein
verdienſtliches Werk ſein kann, iſt klar. Der Verdacht iſt
nicht abzulehnen, daß wenigſtens inbezug auf die
Belei=
digung der Frau Schapiro dem Angeklagten der Schutz
des Paragraphen 193 deshalb abgeſprochen
wor=
den iſt, weil nur eine einzige Handlung angenommen
worden iſt.
In der geſtern vor der Strafkammer I Darmſtadt
begonnenen erneuten Verhandlung führte
Landgerichts=
direktor Nagel den Vorſitz; Staatsanwalt
Bern=
hards vertritt die Anklage. Verteidiger des Angeklagten
ſind Juſtizrat Bernſtein=München und Dr. Bopp=
Darmſtadt. Es ſind etwa 170 Zeugen geladen.
Die Verhandlung begann mit der Verleſung zweier
Artikel, die ſich durchaus wohlwollend und ſympathiſch
für die Nebenklägerin Frau Schapiro ausſprechen.
Der zweite, nicht aus der Feder Hirſchs ſtammende
Arti=
kel war am 18. Oktober 1910 erſchienen und hatte nach der
Ausſage des Angeklagten eine Reihe von Zuſchriften zur
Folge, die übereinſtimmend betonten, die tatſächlichen
Verhältniſſe, die die Polizeiaſſiſtentin geſchaffen habe, ſeien
das gerade Gegenteil von dem, was in den beiden Artikeln
enthalten ſei. Auch von ſeinem Vertreter Juſtizrat Dr.
Horch wurde ihm mitgeteilt, er hätte eine Menge
Ma=
terial, das das Wirken der Polizeiaſſiſtentin im
ſchlechte=
ſten Lichte erſcheinen ließe. Dadurch ließ er ſich
veran=
laſſen, das Wirken der Frau Schapiro auch von der
an=
deren Seite einmal näher zu beleuchten. Zu ſeinen
per=
ſönlichen Angriffen gegen den Beigeordneten Berndt
ſei er durch eine Rede des Herrn Berndt auf den dritten,
den erſten Angriffsartikel, veranlaßt, der gegen ihn
per=
ſönliche Angriffe erhob ihm Mangel an Mut vorwarf
und ausdrückte, der Artikel ſei lediglich der Ausdruck des
Unwillens derer, die aus ihren Jagdgründen verſcheucht
worden ſeien. Der Angeklagte gibt an, er konnte dieſen
Vorwurf nach Lage der Sache nur auf ſich beziehen, da
nie=
mand ſonſt als Verfaſſer des Artikels genannt wurde. Er
habe dann Material von vertrauenswürdiger Seite
er=
halten und es für ſeine Pflicht gehalten, das nach ſeiner
Ueberzeugung unzuläſſige und taktloſe Vorgehen der
Polizeiaſſiſtentin zur öffentlichen Diskuſſion zu ſtellen
und dadurch die Bürgermeiſterei zur Unterſuchung der
Affäre zu veranlaſſen. Dem Beigeordneten Berndt war
in den folgenden Artikeln Rechtsbeugung vorgeworfen,
da Berndt Partei ſei und nicht gleichzeitig Ankläger ſein
könne. Aus dieſem Grunde wollte der Angeklagte ſein
Material auch nur dem Oberbürgermeiſter vorlegen. Auf
denſelben Standpunkt habe ſich auch Juſtizrat Horch
geſtellt. Es folgte ſodann eine Verleſung eines
Ar=
tikels, der nach der Verurteilung erſchienen und
Gegen=
ſtand einer Nachtragsklage iſt, ſowie des Briefwechſels
zwiſchen Hirſch und dem Oberbürgermeiſter Göttelmann.
Nach der Mittagspauſe begann um 3 Uhr die
Ver=
nehmung der Zeugen. Als erſter Zeuge gab
Oberſtaatsanwalt Schwarz=Mainz zunächſt Auskunft
über die ihm näher bekannt gewordene Tätigkeit der
Polizeiaſſiſtentin Frau Schapiro. Er ſtellte ihr das beſte
Zeugnis aus, es ſei ihr in hervorragendem Maße
ge=
lungen, das Vertrauen der Mainzer Bevölkerung zu
er=
langen. Duxch ihr geſchicktes Auftreten ſei es ihr in
vielen Fällen gelungen, aus dem Fürſorgeheim in Mainz
entlaſſene Mädchen in Familien als Dienſtmädchen
unterzubringen und ihnen ſo wieder zu ordentlicher
Ar=
beit Gelegenheit zu geben. Dieſe gute Betätigung ſei
auch vom Braunshardter Heim dadurch anerkannt
worden, daß ſie zu den Vorſtandsſitzungen hinzugezogen
wurde. Ueber die Tätigkeit auf ſittenpolizeilichem
Ge=
biete kann Zeuge nichts weſentliches bekunden. Die
Be=
hauptung des Angeklagten, daß die Befugniſſe der Frau
Schapiro nach den Artikeln des Neueſten Anzeigers
be=
ſchnitten worden ſeien, bezeichnet der Zeuge als irrig.
Es ſind lediglich Differenzen darüber entſtanden, ob
Sachen kriminaliſtiſcher oder fürſorglicher Behandlung
bedürfen, und dies ſei einer einheitlichen Regelung
unterworfen worden. Auch der Vorwurf des
Angeklag=
ten, die meiſten Anklagen, die von Frau Schapiro
ein=
gereicht wurden, ſeien erfolglos geblieben und
provo=
ziert geweſen, ſei hinfällig, denn die Polizei ſei
ver=
pflichtet, Anzeigen, die zu ihrer Kenntnis gelangen, an
die Staatsanwaltſchaft weiterzugeben.
Amtsgerichtsrat Dr. Kolb hat in ſeiner Tätigkeit
als Vormundſchaftsrichter niemals Uebergriffe der Frau
Schapiro feſtſtellen können. — Juſtizrat Horch hat den
Angeklagten zum erſten Male auf die angeblich
unrecht=
mäßige Betätigung der Frau Schapiro aufmerkſam
ge=
macht. Da dieſer Zeuge auch mit dem Zeugen Berndt
anwaltliche Beſprechungen gehabt hat und ihn Berndt
von der Amtsverſchwiegenheit nicht entbindet, beſchränkt
er ſeine Ausſagen dementſprechend. Ihm ſei viel
Material über das Wirken der Frau Schapiro
zugefloſſen und gelegentlich eines Beſuchs des
Angeklag=
ten hat er ihm einige Zeilen diktiert, um eine einſeitige
Würdigung der Tätigkeit der Polizeiaſſiſtentin zu
ver=
hindern. Er ſei auch heute noch davon überzeugt, daß
deren Tätigkeit für Mainz nicht von Segen ſei, wie
immer, wenn polizeiliche Betätigung und Fürſorgepflege
miteinander verquickt werden. Er habe auf Erſuchen der
Bürgermeiſterei ſein Material dem Oberbürgermeiſter
Göttelmann überreicht, habe jedoch erlebt, daß die ihm
durchaus glaubwürdig und zuverläſſig erſchienenen
Zeu=
gen verſagt haben. Zwei Fälle hält dieſer Zeuge noch
heute für Uebergriffe der Polizeiaſſiſtentin, indem ſie
Mädchen unter Kontrolle ſtellte, die er für durchaus
an=
ſtändig hält. Bezüglich der Aeußerung des Beig. Berndt
in der Stadtverordnetenſitzung, der Artikel ſei der
Aus=
druck des Unwillens derjenigen, die in ihren
Jagdgrün=
den geſtört ſeien, gibt der Zeuge an, er habe dieſe
Aeußer=
ung zurerſt auf ſich bezagen, ſpäter ſei ihm vor anderen
Stadtverordneten geſagt worden, daß Hirſch damit
ge=
meint ſei. Als Zeuge dem Oberbürgermeiſter ſagte, daß
es doch bis jetzt noch nicht üblich war, derartige Affären
in der Arena der Preſſe auszufechten, habe der Herr
Oberbürgermeiſter geantwortet: Ja, ich habe doch den
Beigeordneten Berndt nicht gewählt. Zeuge ſei der
Mein=
ung, daß die Angelegenheit nie eine ſo große
Ausdehn=
ung erfahren hätte, wenn nicht die Bürgermeiſterei einen
Artikel ohne Unterſchrift dem Neueſten Anzeiger zur
Veröffentlichung zugeſchickt hätte. Denn nach ſeiner
Ueberzeugung ſei es nur der Zweck des Hirſchſchen
Ar=
tikels geweſen, die Sache zur Unterſuchung zu bringen.
Er habe es auch ſtets bekämpft, daß der Beigeordnete
Berndt die Unterſuchung gegen die Polizeiaſſiſtentin
führte, da er ihn nicht für geeignet hielt, die Sache
un=
parteiiſch zu prüfen. Die Tätigkeit der Frau Schaviro
habe ſich nach dem Erſcheinen der Artikel weniger
be=
merkbar gemacht.
Hierauf wurden die Protokolle der
Stadtverordne=
tenverſammlung, die ſich mit der Angelegenheit
beſchäf=
tigten, verleſen. In der fortgeſetzten
Zeugenvernehm=
ung beſtätigt Stadtv. Obmann, daß er keineswegs
den Eindruck gehabt habe, der Ausdruck mit den
Jagd=
gründen ſei auf Hirſch gemünzt. Auch gibt er an, daß
Berndt durchaus nicht für ſtrenge ſittliche Maßnahmen
eingetreten ſei, im Gegenteil, er habe den
Polizeibeam=
ten ſtets weiſe Zurückhaltung zur Pflicht gemacht.
Hiernach wurde gegen 7 Uhr die Verhandlung auf
heute vormittag 8 Uhr 15 Minuten vertagt. Die
heu=
tige Verhandlung beginnt mit der Vernehmung der
Zeu=
gen und Nebenkläger Frau Schapiro und
Beigeord=
neter Berndt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 18. Juni. Der
Finanzaus=
ſchuß ſetzte heute die Beratung mit der Regierung über
die Beſoldungsvorlage fort. Gleich zu Beginn erklärten
die Vertreter des Zentrums, daß ſie in ihrer
Fraktions=
ſitzung den Beſchuß gefaßt hätten, eine Mehrbelaſtung
der Gemeinden abzulehnen. Der durch dieſen Beſchluß
entſtehende Ausfall könne durch Abzüge an den von der
Regierung vorgeſchlagenen Gehaltserhöhungen
ausge=
glichen werden. Insgeſamt würden für dieſe
Mehr=
belaſtung 465000 Mark erforderlich ſein, von denen die
Regierung bereits 285000 Mark übernommen hat, ſodaß
noch 180000 Mark zu decken wären. Die Regierung
er=
klärte ſich gegen dieſen Zentrumsvorſchlag und hob
her=
vor, daß ſie ſchon in ihrer Vorlage die Mindeſtſätze der
dringend nötigen Erhöhung in Vorſchag gebracht habe.
Die Beratung wurde um halb 2 Uhr abgebrochen und
ſoll morgen vormittag fortgeſetzt werden, nachdem ſich
ſämtliche Fraktionen mit der neuen Sachlage beſchäftigt
haben.
Flugpoſt am Rhein und Main.
C Das Poſtluftſchiff „Schwaben”
hat ſeine Tätigkeit unter der Reichspoſtflagge im Dienſte
der Poſtkarten=Doppelwoche geſtern ſehr erfolgreich
fort=
geſetzt. Nach 6 Uhr ſtieg die „Schwaben” mit reicher
Poſtfracht an Bord in Frankfurt auf, um die heſſiſchen
Städte aufzuſuchen. Vorgeſehen war der Beſuch von
Offenbach, Mainz und Darmſtadt. Hier kam das
Luftſchiff kurz nach 7 Uhr in Sicht und überflog bald
dar=
auf Darmſtadt, um ſich nach einer ſchönen Schleifenfahrt
dem „Luftpoſt=Landungs= und Ladeplatz” zuzuwenden,
auf dem ſich wieder Tauſende Neugierige eingefunden
hatten. Aus etwa 100 Meter Höhe warfen Inſaſſen der
Kabine den erſten Poſtkartenbeutel herab, der am
Fall=
ſchirm ruhig und ſanft niederſchwebte. Nicht ſo glatt
gings mit dem zweiten Beutel, deſſen Laſt für den
Fall=
ſchirm zu groß war. Dieſer zerriß und der
ſchwere Beutel ſauſte in die Tiefe. Das
Schauſpiel wiederholte ſich noch mehrmals. Sechs
Poſtbeutel flogen ſo herab, dann hatte das Luftſchiff
den Platz überflogen. Es ſtieg ſchnell höher, wendete
dann, flog eine zweite ſchöne Schleife über
Darmſtadt und näherte ſich wiederum dem Exerzierplatz.
Noch 5 Poſtbeutel an Fallſchirmen flogen herab. Im
ganzen wurden alſo 11 ſchwere Poſtbeutel
herabgeworfen. Nicht weniger als 5 Fallſchirme
zerriſſen, jedoch nahm niemand Schaden, da der Platz
gut abgeſperrt war. Es wurden insgeſamt 400
Kilogramm Poſtkarten abgeworfen. Dann
flog das Reichspoſtluftſchiff in der Richtung auf Mainz
oder Frankfurt davon. Ueber der Menge wurden noch
zahlreiche frankierte und mit Luftpoſtmarken verſehene
graue Flugpoſtkarten abgeworfen, die langſam
her=
niederflatterten und den Boden noch nicht erreicht hatten,
als die ſtolze „Schwaben” ſchon längſt unter den
Bäu=
men entſchwunden war. Die Karten waren
unbeſchrie=
ben, alſo für die glücklichen Finder beſtimmt. Eine
Aufnahme von Poſt erfolgte in Darmſtadt
nicht.
* Die neue grüne Luftpoſtmarke zu 30 Pfg., die nur
in kleiner Auflage vorhanden war, iſt bereits faſt
voll=
ſtändig von verſchiedenen Seiten aufgekauft worden.
Eine neue Auflage kann nicht mehr erfolgen. (Berichtigt
wiederholt.)
Luftfahrt.
* Friedrichshafen, 18. Juni. Wie die
Unter=
ſuchung ergeben hat, iſt die geſtrige Exploſion an
dem Luftſchiff „Z. 3” auf die Gelbſtentzündung
von Knallgas beim Entleeren der letzten Zelle
zurückzu=
führen. Das Luftſchiff iſt Mitte Juli wieder
abnahme=
fähig, da der Unfall zur Vornahme einiger anderer
grö=
ßerer Bauten benützt werden ſoll. Der eine der beiden
verletzten Arbeiter befindet ſich bereits wieder zu Hauſe,
es wurden ihm etwas die Haare verſengt. Der andere
liegt noch mit einer Handverletzung im Krankenhauſe,
befindet ſich aber verhältnismäßig wohl.
* Düſſeldorf, 18. Juni. Das Luftſchiff „
Vik=
toria Luiſe” iſt um 4,45 Uhr mit 9 Paſſagieren nach
Hamburg aufgeſtiegen.
H. B. Amſterdam, 18. Juni. Das Zeppelin=
Luftſchiff „Viktoria Lu iſe” das heute früh 4,45 Uhr
in Düſſeldorf zur Fahrt nach Hamburg aufgeſtiegen war,
überflog heute vormittag 7,30 Uhr unſere Stadt, von der=
Bevölkerung lebhaft begrüßt. Es machte in geringes
Höhe über der Stadt eine Schleifenfahrt und flog dann
in nördlicher Richtung weiter.
* Wien, 18. Juni. Am Sonntag abend um 7 Uhr
ſtiegen in Paris Graf Ariſtide Economo und Jules
Dubois mit dem Freiballon „Sonja 2” zu einer
Wett=
fahrt auf. Nach 19ſtündiger Fahrt landete der
Ballon in der Nähe von Aſpern in Nieder=Oeſterreich.
* Angers, 17. Juni. Der große Preis des
Aeroklubs von Frankreich iſt von Garros in 15
Stunden 40 Minuten gewonnen worden. Der große
Ge=
ſchwindigkeitspreis wurde ebenfalls von Garros in 15
Stunden 40 Minuten gewonnen. Den Troſtpreis über
427 Kilometer gewann als erſter Eſpanet in 4 Stunden
4 Min, mit Paſſagier, zweiter wurde Bobba in 4
Stun=
den 21 Min., dritter Brindejong in 4 Stunden 32 Min.,
vierter Garros in 5 Stunden 53 Min., fünfter Gaubert
in 6 Stunden 40 Min. mit Paſſagier. Garros wurde
ſehr gefeiert. Er hat den Monoplan der Regierung zur
Verfügung geſtellt.
* Angers 17. Juni. Bei den heutigen
Flugver=
kanſtaltungen legte Garros den 157 Kilometer
betra=
genden Rundflug Angers-Cholet-Samur-Angers
viermal hintereinander zurück und gewann damit den
großen Preis des Aeroklubs von Frankreich.
* Angers 17. Juni. Bei den fortgeſetzten
Flü=
gen um den Preis des Aeroklubs, die bei
ſtür=
miſchem Wetter ſtattfanden, ſtürzte der Aviatiker
Alland mit 2 Paſſagieren aus 20 Meter Höhe ab. Ein
Paſſagier erlitt einen Beinbruch. Der Flieger
De=
buſſy ſtürzte in der Nähe von Chartres ab. Er
39g ſich innere Verletzungen, ſein Paſſagier Beinbrüche zu.
Sport.
* Kuxhaven, 18. Juni. Die internationale
Segelwettfahrt des Norddeutſchen
Re=
gatta=Vereins auf der Unterelbe begann heute
mittag 12½ Uhr bei mäßigen ſüdweſtlichen Winden. Als
Herſte ſtarteten in der Klaſſe A „Meteor” mit dem
Kali=
ſer an Bord, „Hamburg” und „Germania” „Meteor”
wurde vom „Sleipner” und einem Torpedoboot begleitet.
Im ganzen ſtarteten 30 Boote. Das Wetter iſt trübe.
Zahlreiche Begleitdampfer, darunter die
Turbinen=
dampfer „Kaiſer” und Cobra”, ſowie viele andere
Fähr=
zeuge begleiteten die Regatta, Von den reich
bewimpel=
ten Landungsbrücken und dem Ufer beobachtete ein
zahl=
reiches Publikum die Wettfahrt.
* London, 17. Juni. Auf der internatſonalen
Olympia=Pferdeſchau, Klaſſe für Offiziers=
Chargenpferge erhielt den 1. Preis die Stute „Others”
des Leutnants Erbgrafen zu Fugger vom Regiments
Gardes=du=Korps den zweiten England den dritten
Frankreich unter 28 Bewerbern.
Die deutſche wiſſenſchaftliche Station
in Spitzbergen.
* Die von Geheimrat Hergeſell im Sommer
vorigen Jahres in Spitzbergen errichtete wiſſenſchaftliche
Station hat nunmehr ein volles Beobachtungsjahr hinter
ſich. Der Verſuch, im arktiſchen Winter die ärologiſche
und meteorologiſche Erforſchung der Atmoſphäre zu
unternehmen iſt als geglückt zu bezeichnen. Es ſind eine
Reihe von Pilotballonaufſtiegen, zahlreiche gefeſſelte
Aufſtiege mit Ballons und Drachen unternommen, auch
Regiſtrierballonaufſtiege bis zur Höhe von 7000 Meter
ſind ausgeführt worden. Die klimatiſche Erforſchung
von Spitzbergen iſt durch 3 meteorologiſche Stationen
in verſchiedenen Höhen, wovon die höchſte auf dem
Nordenſkiöldberg (1024 Meter) allerdings nur zeitweiſe
gearbeitet hat, ebenfalls gefördert worden. Die beiden
Gelehrten der Station, Dr. Rempp und Dr. Wagner,
haben außerdem eine ununterbrochene Reihe von
mag=
netiſchen und ſeismiſchen Beobachtungen ausgeführt. Der
gute Erfolg dieſer Ueberwinterung hat zum Entſchluß
geführt, die Station noch ein weiteres Jahr zu erhalten.
Dank der Unterſtützung von Seiten des Kaiſers und des
Reiches und durch das Intereſſe weiterer Kreiſe an
die=
ſen wichtigen wiſſenſchaftlichen Unterſuchungen wird die
Station nunmehr eigene Häuſer, nämlich ein Wohnhaus
und ein Werkſtättenhaus, erhalten. Ob der alte
Beob=
achtungsort oder ein anderer etwa günſtiger gelegener
für die neue Einrichtung für die Zukunft gewählt
wer=
den wird ſteht noch nicht feſt.
Die beiden Gelehrten, Dr. Rempp und Dr. Wagner,
die die ſchweren Mühen der Ueberwinterung und mit
Erfolg die mühſamen wiſſenſchaftlichen Arbeiten
ausge=
führt haben, werden durch 2 andere Herren abgelöſt.
Herr Dr. Kurt Wegener, der das geophyſikaliſche
Obſer=
vatorium in Samoa vor 2 Jahren geleitet hat, iſt von
Profeſſor Hergeſell mit der Führung der
wiſſenſchaft=
lichen Arbeit für das nächſte Jahr beauftragt worden.
Ihm zur Seite ſteht Herr Dr. Robitzſch aus Marburg
Der Reichsdampfer „Poſeidon” hat am 7. Juni
Geeſte=
münde verlaſſen, um die neuen Stationsleiter, neues
Material für die Stationen und vor allen Dingen die
beiden bereits in Norwegen fertiggeſtellten Holzhäuſer
nach Spitzbergen zu transportieren. Der Dampfer iſt
am 13. Juni bereits in Tromſö eingetroffen und am
14. in See nach Spitzbergen gegangen. Das Schiff wird
den Auftrag, die Stationsgebäude aufzubauen, die
Sta=
tion neu zu verproviantieren und nachher die Herren
Dr. Rempp und Dr. Wagner zurückzubringen, hoffentlich
mit Erfolg durchführen können. Es gilt nicht nur
ſchwie=
rige Eisverhältniſſe zu überwinden, ſondern vor allen
Dingen die Station an einem ſicheren und geeigneten
Platz dieſer arktiſchen kaum bewohnten Inſeln
unterzu=
hringen.
Eine kaiſerliche Botſchaft an die Ruthenen.
* Wien, 18. Juni. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Der Stellvertreter des Miniſterpräſidenten, der
Mini=
ſter des Innern v. Heinold, teilte heute den
Ruthe=
nen die kaiſerliche Botſchaft mit. Er ließ das
Präſidium des Ukrainiſchen Verbandes und die Präſidien
der drei in dieſem Verbande vereinigten Gruppen,
fer=
ner die parlamentariſchen Kommiſſionen der drei
ruthe=
niſchen Parteien zu ſich rufen und verlas folgendes
Schriftſtück:
Der Kaiſer, den die anfängliche Stellungnahme der
Ruthenen zu der Wehrvorlage lebhaft befremdete, hat
mit beſonderer Befriedigung wahrgenommen, daß der
Ukrainiſche Verband zur rechten Zeit eingelenkt
und ſich für eine beſonnene, dem Ernſt der in Frage
ſtehenden Angelegenheit Rechnung tragende, taktiſche
Halt=
ung entſchieden hat. Der Kaiſer erwartet mit
Beſtimmt=
heit von der bewährten patriotiſchen Geſinnung und
der Kaiſerkreue des rutheniſchen Volkes, daß deſſen Ver=
treter in dieſer ihrer den obigen Militärvorlagen
gegen=
über eingenommenen Haltung folgerichtig auch beharren
werden.
Auf die rutheniſchen Führer machte dieſe Mitteilung
großen Eindruck.
Die kaiſerliche Botſchaft an die Ruthenen
rief in den Kreiſen der polniſchen Abgeordneten höchſte
Erregung hervor, insbeſondere deshalb weil der
Mi=
niſter für Galizien ſeitens der Regierung ſie nicht vorher
von der Erlaſſung der Botſchaft in Kenntnis geſetzt hatte.
Der Miniſter erklärte vor der parlamentariſchen
Kom=
miſſion des Polenklubs, daß er ſofort ſeine
De=
miſſion einreiche. Die Gerüchte über den
bevor=
ſtehenden Rücktritt des gemeinſamen Finanzminiſters
beſtätigen ſich bisher nicht. Der Polenklub iſt verſammelt,
um über die weitere Haltung gegenüber der Regierung
Stellung zu nehmen. Man nimmt an, daß der
Polen=
klub den Wehrvorlagen und dem Budgetproviſorium
keine Schwierigkeiten bereitet.
In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, der
Kai=
ſer beauftrage bei der Entgegennahme des
Be=
richtes über die Verhandlungen der Wehrvorlagen den
Miniſter des Innern, dem Polenklub mitzuteilen, daß
der Kaiſer neuerlich mit Freude wahrnahm, daß die
Polen ſtets bereit ſind, zur Anbahnung friedlicher
Ver=
hältniſſe Galizien die Hand zu bieten. Seine beſondere
Anerkennung laſſe der Kaiſer für die ſeit Jahrzehnten
be=
währte beſondere Kaiſertreue, die patriotiſche Haltung
und Geſinnung der Polen ausſprechen.
Thronbeſteigung der Großherzogin von
Luxemburg.
* Luxemburg, 18. Juni. Heute nachmittag
er=
folgte die Eidesleiſtung der am 14. Juni 1912
groß=
jährig gewordenen und damit zum Thron gelangten
Großherzogin Marie Adelheid. Bei herrlichem
Wetter langte um 3 Uhr, von Schloß Colmar=Berg
kom=
mend der Sonderzug mit der Großherzogin am Weichbilde
der Stadt Luxemburg an, wo die Großherzogin vom
Bür=
germeiſter und den Gemeinderäten begrüßt wurde.
Auf die Begrüßungsrede des Bürgermeiſters
antwor=
tete die Großherzogin, ſie danke für den überaus
herzlichen Empfang und werde ſich glücklich ſchätzen,
mög=
lichſt oft und lange in Luxemburg zu reſidieren. Dann
ſetzte ſich der Zug in Bewegung und langte 3,15 Uhr
vor dem Abgeordnetenhauſe an. Die Großherzogin
ent=
ſtieg dem Wagen und wurde von einer Abordnung
Depu=
tierter begrüßt und in den Sitzungsſaal geleitet, wo ſich
inzwiſchen die Großherzogin=Witwe, ferner die
Großher=
zogin=Mutter, das Großherzogspaar von Baden, die fünf
Schweſtern der Großherzogin, der Fürſt von Löwenſtein,
ſowie die beglaubigten Diplomaten eingefunden hatten.
Mit heller, deutlicher Stimme leiſtete die junge Fürſtin
den vorgeſchriebenen Eid und verlas dann ſitzend eine
Thronrede, in der ſie verſpricht, den Luxemburgern
eine gute, gerechte, mildtätige und nachſichtige Fürſtin zu
ſein, die ihr beſonderes Augenmerk auf die ſoziale
Für=
ſorge richten wolle. Sie ſchloß mit den Worten, ſie liebe
ihr Vaterland und werde alles zu deſſen Glück und
Wohl=
ergehen tun. Brauſender Beifall folgte den Worten der
jungen Fürſtin, welche ſich nach dem feierlichen Akt mit
Gefolge in den nebenan befindlichen Palaſt begab, wo ſie
auf den Balkon trat und der tauſendköpfigen Menge für
die jübelnden Zurufe dankte.
Heute abend findet im Großherzoglichen Schloß ein
Feſteſſen ſtatt, an dem die diplomatiſchen Vertreter
teil=
nehmen werden. Aus Anlaß der Eidesleiſtung ſind etwa
300 Ordensauszeichnungen verliehen worden.
Das Eiſenbahnunglück bei Linköping.
* Berlin, 17. Juni. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Das tiefſte Mitgefühl erregen
in Deutſchland die Meldungen über das ſchwere
Eiſen=
bahn=Unglück, das dem Berlin-Stockholmer Schnellzug
auf der Strecke Malmö-Stockholm zugeſtoßen iſt und
ſchwere Opfer forderte. Nach Privatmitteilungen iſt die
Kataſtrophe durch Nachläſſigkeit eines einzelnen Beamten
des vorzüglich verwalteten ſchwediſchen
Eiſenbahn=
weſens verurſacht, einer jener unbegreiflichen Fälle, wie
ſie vereinzelt in jedem Lande vorkommen. Wir ſprechen
der ſchwediſchen Regierung und dem Volke unſere
wärmſte Teilnahme aus.
* Berlin, 17. Juni. Bezüglich des Eiſenbahn=
Unglücks bei Linköping wird noch mitgeteilt,
daß jetzt feſtſteht, daß von dem Unglück überhaupt nur
Schlafwagen, die von Kopenhagen nach Malmö und
Karlskrona kamen, betroffen worden ſind. Die deutſchen
Schlafwagen und die direkten Durchgangswagen 1. bis
3. Klaſſe die zwiſchen Berlin und Stockholm verkehren,
waren nicht im Unglückszuge, da die Fähre Verſpätung
hatte und die deutſchen Wagen, die mit der Fähre
beför=
dert werden, den Anſchluß nicht erreichten.
* Linköping, 17. Juni. Die
Rettungs=
arbeiten wurden die ganze Nacht fortgeſetzt. Geſtern
gelang es die Züge in langſamer Fahrt an der
Unfall=
ſtelle vorbeizuführen. Die beiden großen Lokomotiven
ſind tief in die Erde eingegraben. Der Bahnkörper iſt
an der Stelle des Zuſammenſtoßes eine große Strecke
aufgeriſſen. Das amtliche Verhör begann heute in
Malmslaett. An der Unfallſtelle wird außer der
Kö=
nigin Prinz Karl erwartet.
* Malmslaett, 17. Juni. Königin
Vik=
toria und Prinzeſſin Ingeborg trafen heute mittag
hier ein und beſuchten das Krankenhaus, wo ſie ſich nach
den Aetletzten erkundigten und dieſen Blumenſträuße
überreichten. Abends 7,30 Uhr reiſten ſie wieder ab.
H. B. Stockholm, 18. Juni. Bei der
Verneh=
mung des Perſonals der Station Malmslaett,
die von dem Staatsnotar Anderſen geleitet wird gab
der Stationsſchreiber Erikſen an, daß er Sonntag früh
5 Uhr den Dienſt an ſeinen Kollegen den
Stationsſchrei=
ber Gellſon abgetreten hatte und daß er dieſem die
De=
peſche, die die veränderte Ankunft der Züge meldete,
aus=
geliefert habe. Gellſon dagegen behauptet, die Deveſche
nicht erhalten zu haben. Er habe plötzlich das Nahen
des Zuges bemerkt und ſei hinausgeſtürzt. Es ſei aber
ſchon zu ſpät geweſen, denn der Zuſammenſtoß war ſchon
erfolgt. Der Stationsvorſteher will ebenfalls von einer
Aenderung im Fahrplan nichts gewußt haben. Er ſagte
aus den Dienſt bis 9 Uhr am Samstag verſehen zu
haben, dann habe er ſich zur Ruhe begeben. Die
Erhebun=
gen dauern noch fort. Als Dr Philp der Gatte der
älteſten Tochter Strindbergs und bekannte Stockholmer
Arzt, die Nachricht vom Tode ſeiner „Frau erhielt,
ver=
ſuchte er auf dem Bahnſteige ſich das Lehen zu nehmen,
wurde aber durch zwei hinzueilende Offiziere daran
ver=
hindert. Er erzählte daß er kurz nach dem
Zuſammen=
ſtoß noch einige Worte mit ſeiner Frau gewechſelt habe.
Auf ſeine Frage, ob ſie noch lebe oder verletzt ſei, ar
wortete die Frau nur mit kaum hörbarer Stimme.
Streiks.
* Halle a. d. S., 18. Juni. Der Verband de
Metallinduſtriellen beſchloß, zur Unterſtützur
des Vereins der Metallinduſtriellen in
Hannover=
nächſten Samstag in ſämtlichen der Verbandsgrup)
Hannover, Halle und Magdeburg angehörenden Betri
ben die Entlaſſung von 60 Prozent der A
beiterſchaft eintreten zu laſſen, wenn bis dahin nicht d
innerhalb des hannoverſchen Vereins beſtehenden A
beiterbewegungen beigelegt worden ſind.
* Paris, 18. Juni. Die Bataille
Syndicaliſt=
das Blatt des revolutionären allgemeinen Arbeiterve
bandes, meldet aus Haore: Der Befehl zu einem Nati
nalausſtand iſt telegraphiſch an alle franzöſiſche
Häfen ergangen. Die Arbeit ſoll Mittwoch früh eing
ſtellt werden. Von dieſem Augenblick an werden
Matroſen die Schiffe verlaſſen und ſich nach ihren
wöhnlichen Verſammlungsorten begeben, wo ſie beſon
dere Weiſungen erhalten werden. Auch an die Dockarbe
ter iſt dieſelbe Weiſung zum Streik ergangen. Es han
delt ſich alſo um einen Nationalausſtand, in dem
eingeſchriebenen Seeleute und die Dockarbeiter einig un
ſolidariſch den Reedern gegenüberſtehen.
* Le Havre, 18. Juni. Gegenüber der Nachrid
der Bataille ſyndicaliſte wird gemeldet, daß hier bie
her ein Streikbefehl nicht eingelaufen iſt.
* Breſt, 17. Juni. Der Ausſtand der eingeſchrie
benen Seeleute iſt beendet. Die Reeder gewährte
den Ausſtändigen eine monatliche Erhöhung ihrer Be
züge um 15 Francs.
* London, 17. Juni. In der Abſtimmung de
Mitglieder der nationalen Gewerkſchaft der Matroſe
und Heizer über die Frage des Anſchluſſes an den natio
nalen Streik der Transportarbeiter ſtimmten für de
Streik 2137 und gegen denſelben 3678 Mit
glieder.
* London, 17. Juni. In der geheimen
Abſtim=
mung der ſchottiſchen Transportarbeite
über die Streikfrage wurde mit erdrückender Mehrhei
gegen die Arbeitsniederlegung geſtimmt.
* London, 18. Juni. Im Londoner Hafer
wurden geſtern zum Leichtern Leute verwendet, die nich
mehr der alten, privilegierten Geſellſchaft der Leichter
männer angehören. Es geſchah zunächſt verſuchsweiſ
und unter Deckung der Polizei.
Vom Krieg um Tripolis.
Griechenland und die Aegäiſchen Inſeln.
Die vorliegenden Meldungen laſſen keinen Zweifer
darüber, daß die Agitation für eine endgültige Aenderung
des ſtaatsrechtlichen Verhältniſſes der Aegäiſchen Inſeln
immer lebhafter wird. Die Frage aber iſt, ob es ſichbei
dieſer Agitation wirkich darum handelt, ein neues
ſelbſtändiges Staatsweſen zu ſchaffen, das aus den ſetzt
von den Italienern beſetzten Inſeln gebildet wären
römiſche Nachricht, ein Ausſchuß der Inſelgriechen
auf der Fahrt nach Rom, wo er für die Selbſtänd
der Inſeln zu wirken beabſichtigte, in Athen vomes
chiſchen Miniſterpräſidenten Venizelos zurückgehlllen
worden, weil dieſer ſelbſt Italien und die Ententemächte
für die Angelegenheit intereſſieren wolle, deutet darauf
hin, daß Griechenland Abſichten auf den Erwerb der
In=
ſeln hat. Iſt dem wirklich ſo, dann wird Venizelgs=
ſchon=
bei den Ententemächten ſchwerlich einen einmütigen
Ent=
ſchluß zur Förderung ſeiner Abſichten erreichen.
Denn=
würde Griechenland als ein Balkanſtaat, der am
türkiſch=
italieniſchen Kriege keinerlei aktiven Anteil genommen
hat, trotzdem mit einem ſo erheblichen Gewinn aus
die=
ſem Kriege hervorgehen, ſo könnte es nicht ausbleiben,
daß auch die übrigen kleineren Balkanſtaaten
Anſprüche=
auf Gebietszuwachs auf türkiſche Koſten erhöben.
Für=
eine derartige Demütigung der Türkei iſt bei dem In
tereſſe, das insbeſondere Frankreich an einer proſperies
renden Türkei naturgemäß nehmen muß, ein
Einver=
nehmen ſchön unter den Ententemächten, wie geſaghe
kaum zu erzielen. In welchem Maße aber die Ausſichten
auf den Friedensſchluß durch die jetzige Inſel=Agitation
beeinträchtigt werden, bedarf angeſichts der erwähnten
Möglichkeiten keiner langen Erökterung. Für
dene=
densſchluß wäre es offenbar am vorteilhafteſten, wem
die von den Italienern beſetzten Inſeln als Kompen
ſationsobjekte dienten, deſſen Rückgabe an die Türkeiedözu
beitrüge, letztere der Abtretung Tripolitaniens geneigte
zu machen.
* Athen, 18. Juni. Die Vertreter der 12 vonda
Italienern beſetzten Inſeln des Archipels kamenf
Patmos zuſammen, um über die Zukunft der Inſelnzu
beraten. Sie beſchloſſen, ſich an General Ameglio i
der Bitte zu wenden, die Inſeln mit Griechen
land zu vereinigen. Falls dieſe Löſung untüge
lich ſei, fordern ſie volle Autonomie. Zu gleichergeit
hißten ſie die autonome Flagge (weißes Kreuzauf
blauem Grunde)
* Rom, 17. Juni. Die Tribuna erklärt, daßedie
Gerüchte, die Operationen der Italiener im Roten
Meer=
könnten die Pilgerfahrten der Mohammedaner nach
Mekka und Medina hindern, unbegründet ſeien.
* Rom, 17. Juni. Die Agenzia Stefani erklärt in
einer Note: Die türkiſche Darſtellung des Kampfes bei
Lebda iſt eine unwürdige Myſtifikation, die den
Zweck hat, Europa und die öffentliche Meinung in der
Türkei zu täuſchen. Die ernſte Niederlage der Türken
und Araber wird dreiſt in einen Sieg umgewandelt,
ob=
wohl ſelbſt die türkiſche Meldung zugeben muß, daß ſich
die Türken und Araber zurückziehen mußen. Was die
Verluſte anbetrifft, ſo wurden bekanntlich 421 Leichen
der Feinde bei Lebda geborgen. Es blieben noch viele
auf dem Felde liegen, während die Italiener 31 Tote
und 52 Verwundete hatten.
* Rom, 18. Juni. Gegenüber den in Paris
um=
laufenden Verſionen über eine Begrenzung der
italieniſchen Aktion im Aegäiſchen Meere ſeitens
der Mächte, insbeſondere gegenüber der Behauptung des
früheren Unterrichtsminiſters Demhrini im Reſto del
Carlino daß auf Grund des Dreibundvertrages ein
Ideenaustauſch zwiſchen den Dreibundmächten
ſtattge=
funden habe deſſen Folgen die zeitweiſe Unterbrechung
der Aktion im Aegäiſchen Meere bildeten, erklärt der
Popolo Romano daß es ſich bei dieſen Verſionen mehr
um Phantaſien als um Tatſachen handele.
* Konſtantinopel. 17. Juni. Der Miniſter des
Innern teilte mit, daß geſtern nachmittag ein
italie=
tiſcher Torpedobootszerſtörer den Hafen
von Marmaba anlief und ſich wieder entfernte,
nach=
dem er den Hafen rekognosziert hatte. Nach einer Mit=
eilung des Kriegsminiſteriums ſtieg geſtern bei Derna
in italieniſcher Aeroplan auf und warf in das türkiſche
tager Bomben, die jedoch keinen Schaden anrichteten.
der Aeroplan wurde von einem Schrapnell
ge=
roffen und fiel herab Der Sultan ſprach über
en neuen Sieg der Türken bei Lebda ſeine Befriedigung
ius.
* Paris, 18. Juni. Nach Blättermeldungen haben
ch 230 aus Konſtantinopel ausgewieſene
Ita=
iener, die mit dem Poſtdampfer „Iſpahan” der
fran=
öſiſchen Schiffahrtsgeſellſchaft Meſſageries maritimes in
Zenua eingetroffen ſind, bei ihrer Ankunft bitter darüber
eſchwert, daß ſie ſeit 24 Stunden auf dem Schiff keinen
ziſſen zu eſſen bekommen hätten. Der Bürgermeiſter
von Genua habe die italieniſche Regierung telegraphiſch
rſucht, energiſche diplomatiſche Schritte zu unternehmen.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 18. Juni. (
Fruchtmarkt=
ericht.) Am Wochenmarkt war nur kleines Geſchäft.
andweizen und Landroggen werden jetzt mäßiger offeriert,
nſcheinend auf die allmähliche Leerung der Vorräte. Das
orhandene Material ging ſchlank zu teils unveränderten
nd teils etwas gebeſſertem Preiſe ab. Hafer bleibt in
uter Frage und iſt feſt; auch Mais preishaltend.
Aus=
ändiſche Brotfrüchte waren etwas mehr angeboter
Zerſte geſchäftslos. Futterartikel williger. Die
Forder=
ingen für Mehl waren ermäßigt. Der Mannheimer
Zetreidemarkt iſt behauptet. An der Berliner
Produktenbörſe war die Haltung für Getreide feſt,
iuf Käufe für Weſtdeutſchland und die Nordſeeküſte,
an=
altendes Regenwetter, das als ſchädlich für die Saaten
ehalten wird, ſowie auf die höheren ruſſiſchen Offerten.
dafer feſt auf Deckungen und regere Nachfrage auf
Loko=
vare. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
aniſchen Getreidemärkten (New=York und
Ehi=
ago) ſchließt Weizen, nach zeitweiſer Abſchwächung, in
eſter Tendenz auf die heftigen Regenfälle im Süd= und
kordweſten der Vereinigten Staaten. Das ungünſtige
Vetter erſchwert die Dreſcharbeiten in Oklahoma und
exas. Die reduzierte Anbaufläche in Kanada übte
eben=
alls Einfluß aus. Mais wurde bei Schluß höher bezahlt
n Uebereinſtimmung mit der Wetterbeeinfluſſung des
Leizenmarktes. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort
n dieſer Woche von 34,19 Mill. Buſh. auf 30,57 Mill. Buſh.
urückgegangen, hingegen die Maisvorräte von 6,43 Mill.
Zuſh. auf 8,17 Mill. Buſh. geſtiegen. In Kanada gingen
ie Weizenvorräte in dieſer Woche von 14,14 Mill. Buſh.
uf 12,17 Mill. Buſh. zurück.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Leizen, hieſiger und Wetterauer, 23,50—23,75, nordd.
3,50—23,75, kurheſſiſcher 23,50—23,75, ruſſiſcher 23,75 bis
5,25, La Plata 23,50—24,— rumäniſcher 23,50—24,25,
Redwinter 23,50—24,— Manitoba 23,50—24,—, Kanſas
3,50—24,—, Walla Walla 25—25,25: Roggen, hieſiger,
0,70—20,75, bayeriſcher (Pfälzer) 20,70—20,80, ruſſiſcher
— rumäniſcher 20,25 bis
0,25—21,—, amerikaniſcher
1.—; Hafer, hieſiger, 21,75—22,— bayeriſcher 21,90 bis
22,15, ruſſiſcher 22—22,50, amerikaniſcher 18,25—19,25,
umäniſcher 22— 22,50; Mais, mired, 18—18,25, ruſſiſcher
8,25—18,50, Donaumais 17,75—18,—, rumäniſcher 18,20
is 18,35, La Plata 18,10—18,25, weißer Mais 18,25 bis
18,40, Weizenſchalen 12—12,10, Weizenkleie 12,10—12,25,
Roggenkleie 14,40—14,50, Futtermehl 15,75—15,80,
Bier=
reber, getrocknet, 15,25—15,50; Weizenmehl, hieſiges (Baſis
ib Mannheim) Nr. 0 31,25—31,50, feinere Marken 31,75
is 32,— Nr. 1 30—30,25, feinere Marken 30,50—30,75,
Nr. 2 29,50—29,75, feinere Marken 30—30,25, Nr. 3 27 bis
27,25, feinere Marken 27,50—27,75, Nr. 4 24—24,25, feinere
Marken 24,50—24,75; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 27,75
is 28,—, Nr. 1 25,75—26,—, Nr. 2 21,50—21,75.
Literariſches.
Das hundertſte Heft der Meiſter der
Farbe iſt kürzlich in dem bekannten Kunſtverlag von
E. A. Seemann in Leipzig erſchienen, und man kann
wohl ſagen, daß dieſe „ideale Kunſtzeitſchrift” einen
Mark=
tein in der Entwicklung der heute aufs Höchſte geſteigerten
Reproduktionstechnik bezeichnet. Die „Meiſter der Farbe‟
haben längſt internationale Bedeutung erlangt. In den
teun Jahren ihres Beſtehens haben die „Meiſter der
Farbe” die wichtigſten und ſtärkſten Leiſtungen der
mo=
dernen Kunſt in unübertroffener farbengetreuer
Wieder=
zabe, einem Blumenſtrauße gleich, zuſammengeſtellt:
für=
wahr eine reiche Gemäldegalerie von 600 Nummern, die
richt wenig dazu beitragen dürfte, das Kunſtverſtändnis
im Volke auszubreiten. Nicht blos alle Gattungen der
Malerei ſind in dieſen Heften vertreten, ſondern es haben
innerhalb jeder Gattung wieder die auserleſenſten Meiſter
Faller Kulturländer Aufnahme gefunden. In dieſer
Man=
nigfaltigkeit und in der Farbenpracht liegt der ganz
be=
ſondere Reiz, den dieſe ſchönen Hefte ausſtrahlen und
das alles für den billigen Abonnementspreis von
monat=
lich 2 Mark das Heft, der auch dem minderbemittelten
Kunſtfreunde keine Opfer auferlegt, ihm aber jeden Monat
ſechs Bilder ins Haus bringt, die Freude und Stimmung
wachrufen, denn jedes Heft läßt ſich in ſeine ſechs Bilder
zerlegen und geſtattet dieſe hinter einem Wechſelrahmen
aufzuhängen: ein Schmuck des Hauſes mit dem Vorzug
ſtändiger Abwechſelung und Neuheit. Ueberdies iſt dieſe
Zeitſchrift auch textlich trefflich redigiert. Die
Erläute=
rungen zu den Bildern ſtammen aus berufener Feder und
eine von Dr. Max Osborn geſchriebene „Kunſtſchau”
unterrichtet über die wichtigſten Ereigniſſe im Reiche der
zeitgenöſſiſchen Kunſt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Juni. Der Arbeiter Wuthe aus
Blan=
kenfelde, ſeine Frau und der 11jährige Sohn, die in das
Kreiskrankenhaus in Britz unter
choleraverdäch=
tigen Erſcheinungen Aufnahme gefunden hatten,
ſind außer Lebensgefahr. Es wurde feſtgeſtest, dar es
ſich um Cholera noſtras handelt. Zur
Beun=
ruhigung liegt kein Grund vor.
* Köln 18. Juni. Im Walde bei Fiſchenich kam
nachts ein Kampf zwiſchen Wilderern mit einem
Jagd=
aufſeher und dem Sohn des Jagdbeſitzers v. Kempig
aus. Die Wilderer ſchlugen v. Kempig nieder und
leg=
ten auf den Aufſeher an. Dieſer erſchoß den 30jährigen
verheirateten Summer durch einen Schuß ins Herz. Die
anderen Wilderer entkamen.
* Plauen (Vogtl.), 18. Juni. Heute vormittag ſchoß
der nach Verbüßung einer Zuchthausſtrafe zurückgekehrte
Gemüſehändler Koch aus Eiferſucht auf ſeine Frau und
deren Liebhaber und verwundete beide ſchwer. Er
er=
ſchoß ſich dann ſelbſt.
* Brunnsbüttelkoog, 18. Juni. Der Kaiſer ging
heute vormittag 10 Uhr an Bord der Segeljacht „
Me=
teor” um an der internationalen Segelwettfahrt des
Norddeuſſchen Regattavereins auf der Untezelbe bei
Kuxhaven teilzunehmen. Mit dem Kaiſer gingen Prinz
Eitel Friedrich und die Herren des Gefolges an
Bord Außerdem waren zur Mitfahrt geladen Admiral
Graf Baudiſſin, Staatsſekretär Dr. Delbrück, der
Kom=
mandant der „Hohenzollern” Kapitän Karpf, Geſandter
von Bülow und General von Plettenberg.
* Peſt, 18. Juni. Die Sitzung des
Abgeord=
netenhauſes verlief ſehr ruhig. Nur die Mitglieder
der Regierungspartei waren anweſend. Präſident
Tisza teilte mit, daß das Magnatenhaus die
Wehr=
vorlagen angenommen habe und daß ſie der königlichen
Sanktion unterbreitet werden würden. (Lebhafte
Eljen=
rufe.) Hierauf wurde die erſte Seſſion durch ein
könig=
liches Reſkript geſchloſſen. Die zweite Seſſion wird
morgen eröffnet.
* Peſt, 18. Juni. Die ausgeſchloſſenen
Oppoſitionellen erſchienen unter Führung von
Apponyi und Juſth bei dem Militärkordon, der das
Ab=
geordnetenhaus umgibt. Da die Ausgeſchloſſenen
zurück=
gewieſen wurden, verzichteten alle Oppoſitionellen auf
das Recht des Eintritts und zogen ſich lebhaft
proteſtie=
rend zurück.
— Neumark (Oberpfalz), 18. Juni. Heute vormittag
entſtand eine ſchwerſe Pulverexploſion in dee
hieſigen Sprengſtoffabrik. Einem Chemiker) wulden
beide Arme abgeriſſen; mehrere Arbeiter wurden ſchwer
verletzt.
Poſen, 18. Jnni. In Morinowo wurde in der
vergangenen Nacht gegen den Pfarrer Kapſa ein
An=
ſchlag verübt, indem in dem Keller des Pfarrhauſes
große Mengen Pulver durch eine Zündſchnur zur
Explo=
ſion gebracht wurde. Die Vorderfront des Hauſes
wurde völlig aufgeriſſen. Der Pfarrer blieb unverletzt.
Die Täter ſind noch nicht ermittelt.
H.B. London, 18. Juni. Baron Marſchall von
Bieberſtein traf heute morgen 8 Uhr mit ſeiner
Ge=
mahlin und Begleitung auf dem Liverpooler Bahnhof in
London ein und wurde vom Stabe der deutſchen Botſchaft,
von Vertretern der deutſchen Kolonie und den britiſchen
Behörden empfangen. Nach kurzer Begrüßung begab ſich
das Botſchafterpaar nach dem Palais der deutſchen
Bot=
ſchaft an der Carlton Houſe=Terraſſe. Das Publikum
brachte dem Botſchafter warme Willkommenwünſche dar.
Eine Badereiſe mit Kindern ſoll nicht nur für dieſe,
ſondern auch für die Mutter eine Erholung ſein.
Trotzem müſſen die Kinder zu ihrem Rechte kommen,
beſonders die Kleinſten bedürfen der gleichen pünktlichen
Wartung und Pflege und derſelben ſorgfältigen
Er=
nährung wie daheim. Ein Nahrungsmittel, das die
Vorzüge einer leichten Zubereitung und langen
Halt=
barkeit mit denen der Nahrhaftigkeit und leichten
Ver=
daulichkeit vereint, iſt „Kufeke” und es iſt deshalb für
ſolche Fälle nur beſtens zu empfehlen.
(13252f
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Teſ. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Zum Schutze gegen die großen Schäden, die jahraus
jahrein durch die Motten, bezw. durch deren Maden
verurſacht werden, iſt durch die Pharmakon G. m.
b. H. Berlin ein ſeit Jahren ſtändig im Gebrauch
befindliches Schutzmittel gegen die Motten unter
dem Namen Dr. Weinreich’s Mottenäther
in den Handel gebracht worden. Inzwiſchen ſind
zahlreiche Anerkennungsſchreiben von Behörden,
mili=
täriſchen Kleider=Magazinen und aus allen
Geſell=
ſchaftskreiſen eingegangen, welche übereinſtimmend die
vollſte Zufriedenheit aller, die Dr. Weinreich’s
Motten=
äther verwendet haben, ausdrücken. Gerade bei
Be=
ginn der Reiſezeit wird es viele wertvoll ſein zu wiſſen,
daß in dem obigen Präparat ein zuverläſſiges Mittel
exiſtiert, um Garderobe, Möbel, Teppiche uſw. während
der Abweſenheit vor Mottenſchaden zu ſchützen. Dieſes
Mittel iſt durch alle beſſeren Drogerien, Parfümerien
und Apotheken zu beziehen, und achte man auf
den geſetzlich geſchützten Namen „Dr. Weinreich’s
Mottenäther”
Prächtig ſchmeckt ein Pudding oder eine Speiſe,
wenn der dazu verwendete Ueberguß mit Reichels
Limonadenſyrup=Extrakten ſelbſt hergeſtellt iſt.
Eine Originalflaſche für 75 Pfg. ergibt 5 Pfund
Limo=
nadenſyrup, ein Pfund ſtellt ſich demnach fix und fertig
auf nicht viel mehr als 25 Pfg. Die Bereitung iſt ſehr
leicht und dabei praktiſch und ökonomiſch. Zu haben in
den bekannten Drogerien, wenn nicht erhältlich, wende man
ich an die alleinige Fabrik Otto Reichel, Berlin SO. 33.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute nachmittag entſchlief ſanft nach
langem, ſchwerem Leiden, und verſehen mit den
heiligen Sterbeſakramenten, meine liebe gute
Frau, unſere gute Mutter Großmutter,
Schwiegermutter, Schweſter und Tante (13311
Barbara Eckhardt
geb. Kühn
im 71. Lebensjahr.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
G. Eckhardt, Schneidermeister.
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
5 Uhr, vom Portale des Friedhofs aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Freunden und Bekannten die ſchmerzliche
Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen
ge=
fallen hat meinen innigſtgeliebten Gatten,
unſeren lieben Vater, Bruder, Onkel u. Schwager
Johann Philipp Heist
Metzgermeister
nach kurzem, ſchwerem Leiden im 44.
Lebens=
jahre zu ſich zu nehmen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Fran Marie Heiſt, geb. Trumpfheller,
und Kinder.
Darmſtadt, Würzberg, Gronau u. Traiſa,
(13309
den 18. Juni 11912.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
3 Uhr, vom Friedhof aus, ſtatt.
Für die zahlreichen Beweiſe aufrichtigſter
Teil=
nahme beim Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen
Herrn Jakob Schwarz
ſagen wir unſeren herzlichſten Dank. (13253
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elise Schwarz,
geb. Müller.
Darmſtadt, den 18. Juni 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Mitteleuropa liegt ein Hochdruckgebiet. Jedoch
haben uns Randgebilde weſtlichen Tiefs Regenfälle
ge=
bracht. Die Morgentemperaturen ſind gegen geſtern
nicht weſentlich geändert. Unter dem Hochdruckeinfluß
werden wir wohl noch trübes, doch trockenes Wetter
erwarten dürfen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 19. Juni:
Meiſt trüb, doch trocken; etwas milder.
Tageskalender.
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr in der
Eliſabethenkirche.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. — „Perkeo”
um 8 Uhr. — Reſt. „Metropol” um 8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Start
des Fliegers Hirth in Johannisthal zum Fernflug
Berlin-Wien; das Großfeuer in Stambul;
Schutz=
leute vor dem Parlamentsgebäude in Budapeſt; die
Merriſonſtraße in Peking nach der Plünderung.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 20. Juni.
Hofreite=Verſteigerung der Geſchwiſter Ernſt
und Albert Ziſſel (Alexanderſtraße 15) um 9 Uhr auf
dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Moos=
bergſtraße 44½
Heugras=Verſteigerung der Gemeinde Traiſa
(Zuſammenkunft um 10 Uhr am Bahnübergang der
Odenwaldbahn).
anC
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
ach Pilsner Art u
nach Münchner Art
Aell Export 6uuG
feinste Tafelbiere
n Flaschen und Syphons.
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Innt 1912.
Nummer 42.
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Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juni 1912.
Seite 9.
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u. b. Friſeuren.
V2327
Seite 10.
Das Kriegsſpiel der Jngend.?)
Von Dr. Karl Tittel.
„Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! Ins
Feld, in die Freiheit gezogen!” Wem ſchlägt das Herz
nicht höher, wenn Schillers ewig jugendfriſches
Reiter=
lied erklingt? Aber ach, die Zeiten, in denen ſich jene
Träume von herzhaften Heldentaten verwirklichen
lie=
ßen, ſind unwiederbringlich dahin. Und doch ſehnt ſich
die Jugend von heute genau ſo wie ehedem hinaus in die
Weite, zu fröhlichem Streifen und Schweifen in der
freien Natur. Gibt es wirklich keinen Erſatz? Nun
denn, habt ihr ſchon einmal ein Kriegsſpiel verſucht?
Räuber und Soldaten zu ſpielen, iſt von jeher der Jugend
höchſte Luſt geweſen. Wie leuchten die Augen, wenn ein
Ueberfall gelungen iſt! Die Freude, den Gegner zu
über=
liſten und zu bezwingen, iſt noch heute in unſerer Jugend
lebendig, allen Friedensſchwärmern zum Trotz. Wie
len=
ken wir aber dieſen ungeſtümen Spieltrieb in geregelte
Bahnen? Unſer Rat lautet: Unternehmet ein
wohlge=
ordnetes Kriegsſpiel! Daran werden nicht nur wilde,
abenteuerluſtige Jungen, ſondern auch heranwachſende
Jünglinge und bewegungsfrohe Erwachſene mit Luſt
und Liebe teilnehmen. Die altgermaniſche Freude am
Waffenhandwerk glüht auch heute noch in Deutſchlands
Söhnen.
Darum ergeht an alle Erzieher der männlichen
Ju=
gend, an die Leiter von Schulen aller Art, an die
Vor=
ſtände von Turn= und Jünglingsvereinen und wem ſonſt
die Pflege des heranwachſenden Geſchlechtes anvertraut
iſt, die freundliche Bitte: Unternehmet ein Kriegsſpiel!
Ihr ſeid gewiß überzeugt, daß durch lebhafte Bewegung
im Freien Körper und Geiſt, vom Wiſſensqualm
ent=
laden, in Licht und Luft geſund ſich baden. Aber ihr
fragt bedenklich: Wie ſollen wir die unruhigen Geſellen
in all den langen Stunden beſchäftigen, wenn die
Um=
gebung keine beſonderen landſchaftlichen Reize bietet?
Wohlan, unternehmet ein Kriegsſpiel! Das
unſchein=
barſte Dörfchen, die ödeſte Sandſtrecke gewinnt eine
magiſche Anziehungskraft, wenn ſie beim Kriegsſpiel
von den Parteien heiß umſtritten werden. Die rege
Be=
teiligung freiwilliger Teilnehmer wird euch zeigen, daß
ihr das Rechte getroffen habt. Andere Bewegungsſpiele
haben gewiß ihre Vorzüge. Aber ein Kriegsſpiel hält
die Geiſter ſtundenlang in Spannung. Wie
abwechs=
lungsreich läßt es ſich geſtalten! Bald eine andere
Auf=
gabe, bald ein anderes Gelände, bald ein anderes
Stärkeverhältnis der Parteien: eine Uebung gleicht der
anderen! Zugleich wird die Jugend mit der engeren
*) Wir entnehmen die nachſtehenden Ausführungen
dem ſoeben bei B. G. Teubner in Leipzig und Berlin
erſchienenen Buche „Das Kriegsſpiel der Jugend” Von
Dr. Karl Tittel. Preis kartoniert 1,20 Mark.
und weiteren Umgebung ihres Wohnortes vertraut:
das Kriegsſpiel wird zur Heimatskunde. Wer einſam auf
Poſten ſteht oder durch das Gelände ſtreift, dem erſchließt
ſich ſo mancher Reiz der Landſchaft, den er ſonſt nicht
ken=
nen gelernt hätte. Vgl. Schäfer, Geländeſpiele.
Einem Irrtum muß jedoch von vornherein
entgegen=
getreten werden. Es handelt ſich beim Kriegsſpiele
nicht darum, alle einzelnen Vorſchriften der deutſchen
Felddienſtordnung oder gar des Exerzier=Reglements
einzuüben, wozu vielleicht mancher begeiſterte
Mars=
jünger geneigt ſein dürfte. Wir wollen der militäriſchen
Ausbildung nicht vorgreifen, ſondern die Wehrhaftigkeit
vorbereiten. Wo ſollen unſere Jungen lernen, ſich
ge=
ſchickt im Gelände zu bewegen, wenn ſie beſtändig
zwi=
ſchen Häuſermeeren auf Granitplatten, Pflaſterſteinen
oder Aſphalt wandeln? Beim Kriegsſpiel ſoll die
Ju=
gend lernen, was ſie auch auf den Turnplätzen nicht
ler=
nen kann: ausdauernd wandern, Pfade finden, Karten
leſen. Entfernungen ſchätzen, Deckung ſuchen, ſcharf
be=
obachten, gewiſſenhaft melden, raſch ſich entſchließen,
ſelbſtändig handeln. Durch dieſe Felddienſtübungen ſoll
der Wille geſtählt und die Entſchlußkraft geſteigert
wer=
den. Bei den jugendlichen Führern ſoll das Gefühl der
Verantwortlichkeit geweckt, ja eine gewiſſe Freude an
der Verantwortlichkeit entwickelt werden. „Im Felde,
da iſt der Mann noch was wert,” Und Männer braucht
Deutſchland, markig und feſt.
Schließlich wird durch die Tätigkeit im großen
Ver=
bande von den jugendlichen Teilnehmern die Erkenntnis
gewonnen, daß der einzelne ſernen Eigenwillen unter
das große Ganze unterordnen muß, wenn viele Kräfte
zu einem gemeinſamen Zwecke erfolgreich
zuſammen=
wirken ſollen. In dieſer Hinſicht iſt das Kriegsſpiel eine
Arbeitsſchule, in der die Zöglinge nicht den Vortrag
eines Lehrers anhören und ſich einprägen, ſondern in
der ein jeder an ſeinem Teil zum Gelingen des Ganzen
beiträgt. So wird in dem empfänalichen Herzen der
Ju=
gend der Grund gelegt zu ſtaatsbürgerlicher Geſinnung,
auf daß ſie ſpäter als Männer aus innerer
Ueberzeu=
gung ihre Pflichten gegen Fürſt und Volk, Staat und
Gemeinde getreulich erfüllen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 8. Juni: dem Schneider Georg
Ge=
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Friedrich, Dieburgerſtr. 41, eine T. Maria. Am 16.: dem
Handarbeiter Chriſtian Becker, Heinheimerſtr. 20, ein
S. Peter. Am 15.: dem Optiker Arthur Melcher, Luiſen=
platz 4, eine T. Lieſelotte Friederike. Am 11.: dem Friſeur
Jacob Schmidt, Landwehrſtr. 31, eine T. Käthe. An
16.: dem Dipl.=Ingenieur Edmund Karl Burckardt,
Emilſtr. 28, ein S. Dem Schmied, Heinrich Karl Paul
Herwig, Arheilgerſtr. 94, eine T. Annemarie Georgine.
Am 1.: eine unehel. Tochter Eliſe. Am 16.: dem Sergeant
und Hoboiſt im Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 11
Adam Leichtweiß, eine T. Luiſe Anna Katharina.
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Steinbach, Dieburgerſtr. 72, und Johannette Reuter
Roßdörferſtr. 35. Am 14.: Kaufmann Friedrich Auguſt
Schmacheit zu Offenbach a. M., und Marie Bourboom
Hügelſtr. 53. Werkſtätte=Schmied Friedrich Eckert zu A
heilgen, und Anna Katharina Göbel, Moſerſtr.
Bauführer Adam Friedrich Wilhelm Wöhrn,
Land=
wehrſtr. 20, und Katharina Beſt, Erbacherſtr. 10.
Poſt=
bote Karl Reinheimer, Schützenſtr. 12, und Dienſtbote
Anna Kugel, Heinrichſtr. 92. Am 15.: Bauaſpirant
hann Georg Ruppel, hier, und Johanna Frieda
Rei=
chert zu Offenbach. Am 17.: Magazinarbeiter Ludwig
Horch III., Arheilgerſtr. 18, und Anna Chriſtina
Heinzinger, Fuhrmannſtr. 8. Schneider Friedrich
Heidenreich, Karlſtraße 110, und Eliſabetha Münk
Dienſtmädchen, Heinrichſtr. 38. Former Auguſt
Hoch=
ſtätter, Holzſtr. 24, und Waſch= und Putzfrau Katharina
Stumpf, Holzſtr. 24. Glaſer Wilhelm Bernhard
Fel=
mer, Hölgesſtr. 8, und Anna Egner, Wendelſtadtſtr. 33.
Kaufmann Chriſtoph Friedrich Zorn, Mauerſtr. 3, und
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Schuchmann, geb. Spengler, Ehefrau des Taglöhners,
66 J., ev., Weiterſtadt. Am 16.: Maurer Peter Poth,
29 J., ev., Weiterſtadt. Am 15.: Marie Friedrich, T. des
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ſowie in Zentnern. Bei größerer
Abnahme billiger.
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poliert mit Matratze u. Keil,
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ring 93, Friedel.
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Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
schias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und
Bauchfellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Schwester K. Sedlmair.
Prospekte und klinisch-therapeutische Abhandlung kostenfrei
durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
Bestandt.: Dun-Salbe Corat. reein, pini 25, Cerrat. Cetacci 25; O1. Jecor Aselll
15 Cer. Plav. 15 Bals. Ganad. 2 Mirha 0,5; Seb. gorv. Altr. 15; Vitell.
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Cer. Flav. 12; Bals, Canad, 1 5 Cerar Cetacci 2; Seb. eorv Altr. 12; Vitell,
ori 125; Rad. Uig. 28. — Dan-Zäpfchen: Gerat. ros, pint 25; Cera. ½
Mirrah 0,5z Vittell, evi 20; Cerat Cetacci 25: O1. Jesor Asoll’ 15; Mal. 5
Palg. Canad. 2: Seb. cerv. fltr. 4.
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Nummer 142.
Verlosung von Piandbrieten und Kommunglobligationen des
Rheiniſchen Hypothekenbank Mannheim.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juui 1912.
Seite 11.
Infolge der vor dem ſtaatlichen Treuhänder vorgenommenen Verloſung iſt beſtimmt, daß zur Rückzahlung gezogen ſind:
von den 4’igen Pfandbriefen der Serien 66, 67, 68 alle Stücke mit den Endziffern 049, 249, 449, 649, 849 auf 1. April 1912.
„ XXIIII bis einſchl. KxKix, 41, 42, 61, 62 alle Stücke, mit den Endziffern 198, 398, 598, 798, 998 auf 1. April 1912.
oigen
77 alle Stücke, mit den Endziffern 121, 321, 521, 721, 921 auf 1. April 1912.
½oigen
’oigen Kommunal=Obligationen der Serien III und IV alle Stücke, mit den Endziffern 156, 356, 556, 756, 956 auf 1. April 1912.
igen Pfandbriefen der Serien 46 bis mit 60 alle Stücke, mit den Endziffern 198, 398, 598, 798, 998 auf 1. Juli 1912.
(13260
„ 69 „ „ 76 alle Stücke, mit den Endziffern, 121, 321, 521, 721, 921 auf 1. Juli 1912.
3½igen
Mit dem 1. April 1912 bezw. dem 1. Juli 1912 endet die couponsmäßige Verzinſung.
Wir ſind bereit, die gezogenen Stücke in die in Ausgabe befindlichen 4%igen unverlosbaren Pfandbriefe, welche zum Börſenkurs berechnet
3
werden, umzutauſchen.
Die Einlöſung oder der Umtauſch der verloſten Stücke erfolgt an unſerer Kaſſe, ſowie bei allen Pfandbriefverkaufsſtellen; auch iſt daſelbſt das Verzeichnis der aus
früheren Verloſungen noch rückſtändigen Pfandbriefe, ſowie
— Proſpekt betr. die bei unſerer Bank zuläſſigen mündelſicheren Kapitalanlagen erhältlich.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polzeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 2 ſilberne Kettchen mit Anhänger. 1 farb.
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handtäſchchen. 1 Damenſchirm mit Horngriff. 3 kleine Schlüſſel an
einem Ring. 1 goldener Damenring mit blauem Stein. 1 Paar hell=
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braune Glarshandſchuhe. 1 kleiner Hohlſchlüſſel.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
(13277.
um 10 Uhr, ſtatt.
Hengras=Verſteigerung.
Freitag, den 21. d. Mts., nachmittags 3½ Uhr
beginnend, wird das Heugras von den Teich= und
Scheftheimer=
wieſen, den Wieſen öſtlich des Heuwegs im Oberwald, ſowie die
Futternutzung von den Waldwieſenwegen an Ort und Stelle öffentlich
meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft um 3½ Uhr auf der Backofenſchneiſe
ſüd=
lich des Oberwaldhauſes, ſodann auf dem Scheftheimerweg am
Waldausgang.
(13271md
Darmſtadt, den 16. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter
J. V.: Jaeger.
Verpachtung von Grasnutungen.
Die Grasnutzungen an den Böſchungen der neuen
Odenwald=
linie von lm 4,4 bis 6,8 in der Gemarkung Darmſtadt ſollen
Samstag, 22. Juni d. Js., öffentlich an Ort und Stelle bis zum
31. Oktober 1914 verpachtet werden.
Mit der Verpachtung wird in km 4,4 nächſt dem
Nordbahn=
hof an der Kreuzung des alten Arheilger Wegs um 11 Uhr vorm.
begonnen. Ende gegen 12 Uhr am hohlen Weg hinter dem Orpheum.
(313251
Darmſtadt, 12. Juni 1912.
Eiſenbahn=Betriebsamt 2.
Heugras.=Verſteigerung.
Montag, 24. Inni I. J., nachmittags 3 Uhr,
wird bei Wirt Braunwart zu Eppertshauſen das Heugras von den
Domanialwieſen in Gemarkung Forſt Eichen und Urberach, ſowie
das Futtergras von den Schneiſen des Domanialwaldes verſteigert.
Steigliebhaber wollen die Kreszenz vorher einſehen.
(13278
Meſſeler Forſthaus, 17. Junk 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.
Verſteigerungs=Anzeige.
Donnerstag, den 20. Inni I. J., vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich im Hauſe Moosbergstrasse 44½
auf freiwilligen Antrag des Erben die zum Nachlaß des Fräulein
Marie Korell gehörigen Möbel u. Haushaltungs=Gegenſtände, als:
1 Sofa, 1 Chaiſelongue, 1 Damenſchreibtiſch, 1
Salon=
tiſch, 1 Büfett, 1 Vertiko, 2 Hocker, 1 Bauerntiſch
1 Ausziehtiſch, 2 Etageren, 1 Ständerſäule, 1 Spiegel
mit Trumeau, 2 Kommoden, 1 Flur=Garderobe, 1
Haus=
apotheke, 1 Schränkchen mit Aufſatz, 1 Nähmaſchine
(Naumann) für Hand= und Fußbetrieb,
ſo gut wie neu, und ſonſt. kleine Möbel, Spiegel, Bilder,
2 Teppiche, Vorhänge und 1 Wanduhr, verſchied. Stühle
und Seſſel; ferner 2 kompl. Betten mit Roßhaar=
Matratze, 2 Waſchkommoden mit Marmorplatte,
2 Nachttiſche, 1 Spiegelſchrank, 1 pol.
Kleider=
ſchrank, 1 Küchenſchrank, 1 Küchentiſch, faſt neu, 1
Putz=
ſchränkchen, 1 Fliegenſchrank, 1 Stehleiter, 1
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ofen, 1 Gaszuglüſter ꝛc.
Die Möbel ſind ſehr gut erhalten und faſt alle in nußb.
poliert.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 17. Juni 1912.
(13224im
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
alle
Sprächfcehler
heilt
Dir. T. Baum,
Wilhelminenstrasse 35, Ecke Hügelstrasse.
Empfohlen durch die oberste Schulbehörde.
Kursus für Vortrag und Redekunst (erhalten eine
wohltönende Sprache) für Studenten, Kauf- und
Geschäftsleute.
Angst schwindet, freies Auftreten im Verkehr mit
Menschen.
(*2355a
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 1. bis 15. Juni 1912 Sack. à 100 Kilo
Weizen von Mk. 24.— bis 26.50
„22.50
Kom
„ „ 19.-
„ „ 18.50 „ 22.50
Gerſte
„ 19.25 „ 24.—
Hafer
Butter ½ Kilo Mk. 1.50
Vutter in Partien Mk. 1.40
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mſ. 2.—
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 11.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 3.—
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 4.—
Heu per 50 Kilo Mk. 5.—
Darmſtadt, 18. Juni 1912.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 3. Juli I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Ingenieur Friedrich
Borchert zu Frankfurt am Main,
im Grundbuch der Gemarkung
Darmſtadt zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
22 611/1000 322¾/10 Hofreite
Viktoria=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K44/15
verſteigert werden.
Darmſtadt, 18. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V11645
Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Heid u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
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Kurse: Anf. jed. Viertelj. — Einzelunt.: jederzeit.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 17. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schuhmachermeiſter
Wilhelm Deichert Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II 9971/100 138½0 Hofreite
=
Wieners=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K45/12
Darmſtadt, den 29. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V12381
Aufforderung.
Forderungen an den Nachlaß
der in Pfungſtadt verſtorbenen
Eliſabethe Hans geborene Baltzer,
früher in Darmſtadt wohnhaft,
ſind innerhalb 10 Tagen bei dem
unterzeichneten Nachlaſtverwalter
einzureichen, andernfalls ſolche
ſpäter keine Berückſichtigung finden
können.
(13256
Darmſtadt, den 17. Juli 1912.
Ernst Wolff,
Amtsgerichtstaxator, Mühlſtr. 62.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juni 1912.
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Speisezimmer
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Herrenzimmer
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1 Tisch
2 Lederstühle
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hell nußbaum mit Intarsien
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Speisezimmer
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1 Kredenzschrank
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Herrenzimmer
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1 Schreibsessel mit Leder
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22)
Elfriede hatte der Unterhaltung aufmerkſam gelauſcht.
Ihre Wangen glühten und ihre Augen leuchteten. In ihrer
Seele keimte ein Entſchluß empor, der immer feſtere Geſtalt
annahm.
Darf ich mir einen Vorſchlag erlauben? fragte ſie,
in=
dem ſie ſich erhob.
Bitte, gnädiges Fräulein, entgegnete der Graf, ſie
for=
ſchend anblickend. Wollen Sie etwa ſelbſt die Klytia
ſpielen?
Halten Sie mich für fähig dazu, Herr Graf?
Ach, Sie wiſſen es ja. Eine ſolche Klytia wie Sie finden
wir nie im Leben!
Nun denn — wenn meine Eltern es erlauben, möchte
ich es verſuchen!
Elfriede — Mädchen! Du — Du willſt die Klytia
ſpielen, Zum erſten Mal auf öffentlicher Bühne eine große
Rolle? Das iſt undenkbar — unmöglich!
Schätzeſt du mein Talent ſo gering ein, Papa?
Was wird deine Mutter — was werden deine
Groß=
eltern ſagen? Ich kann die Verantwortung nicht
über=
nehmen. Man würde glauben, ich hätte dich dazu
über=
redet. Nein — nein, da geht nicht.
Ohne die Erlaubnis Mamas allerdings nicht! Ich
kann ja unter einem fremden Namen auftreten. Außerdem
werden ſie kaum etwas von der Aufführung leſen.
Deier endeden eing ereg im Zumer nfund nd.
Er gewahrte nicht, wie die Blicke Ellerburgs und Elfriedens
geheime Zwieſprache hielten und wie der Graf ihre Hand
in innigem Kuß an die Lippen führte.
Habe ich in Ihrem Sinn gehandelt, Herr Graf? ſprach
ſie leiſe.
Ich bewundere Ihren Mut, Elfriede. Aber ich bin
gewiß, daß das Wagnis Ihrerſeits nicht groß iſt. Einige
Proben werden genügen, Ihnen die erforderliche
Bühnen=
ſicherheit zu geben. Ich glaube, beſter Herr Doktor, wandte
er ſich dann an dieſen, es iſt der beſte Ausweg. Ja, ich bin
ſogar der Ueberzeugung, daß Ihr Werk durch die
Mit=
wirkung Fräulein Elfriedens ungemein gewinnt.
Ja, auch ich glaube es — aber ich kann, ich darf meine
Zuſtimmung nicht geben!
Jetzt erſchien Frau Wendeborn. Anfangs war ſie
auch überraſcht und erſchrak über den Vorſchlag. Es ſteckte
doch noch ein gut Teil der kleinbürgerlichen Anſchauung
ihrer Eltern in ihr, eine Scheu vor dem öffentlichen
Auf=
treten und zugleich eine gewiſſe Furcht vor dem Konflikt
mit ihrer Familie, der dadurch hervorgerufen werden
konnte. Gleichzeitig beſeelte ſie aber auch mütterlicher Stolz
über das Talent ihrer Tochter, und echt weiblich war der
Wunſch, Elfriede bewundert und angeſtaunt zu ſehen.
Schließlich meinte ſie: „Wenn Elfriede unter einem
anderen Namen auftreten würde, könnte man es vielleicht
wagen.
Willſt du die Verantwortung übernehmen? fragte ihr
Gatte. Ich will keinen Unfrieden in der Familie
hervor=
rufen — du kennſt ja deine Eltern und deinen Bruder.
Vem öſticde dein eigtes ind wirs, virden i
auftreten laſſen? fragte Frau Wendeborn.
Ihr Gatte ſah ſie einen Augenblick erſtaunt an, daſ
antwortete er:
Mein eigenes Kind? Ah, ich würde Gott für eiſe
ſolche Tochter danken! Natürlich würde ich es geſtatten
mit tauſend Freuden! Ich würde es für meine Pflicht
halten, meiner Tochter die Bahn frei zu machen!
Und mich hältſt du für ſo kleinlich, daß ich meinem
Kinde den Weg zu Ruhm und Anſehen verſperren ſollte?
Frau Martha richtete ſich ſtolz empor.
Ich nehme die volle Verantwortung auf mich!
Ichge=
ſtatte Elfriede das Auftreten — allerdings nur dieſes
Mal . . .
Sie konnte nicht weiter ſprechen, denn Elfriede ſchlang
den Arm um den Hals der Mutter und küßte dieſe in
ſtürmiſcher Dankbarkeit.
Na, dann habe ich auch nichts mehr einzuwenden,
lachte Wendeborn. Kinder, es war ja ſtets mein geheimer
Wunſch, daß Elfriede die Klytia ſpielte, ich wagte mich nur
nicht mit ihm hervor. Ich danke euch von ganzem Herzen,
vor allem dir, meine kleine mutige Elfe. Nun, lieber Graf,
was ſagen Sie? Werden wir jetzt die Klytia aufführen?
Es wird eine Muſteraufführung werden, Doktor!
Da=
für garantiere ich jetzt. Fräulein Elfriede, Sie leiſten nicht
nur Ihrem Vater einen großen Dienſt, ſondern auch der
Kunſt. Sie ſollen ſehen, mit dieſer Aufführung iſt Ihnen
der Weg eröffnet, der zu Ruhm und Ehren führt.
Sie reichte ihm in tiefer Bewegung die Hand. Rubys
Gesetzlich
Sonntags ist das Atelier nur von
morgens 11 bis nachmittags 5 Uhr
ununterbrochen geöffnet.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Juni 1912.
Sraristdder!
Der vielen Nachfragen wegen geben wir Jedem, der sich in der Zeit
Seite 18.
md öhre n ſo des won eit ie chnte ih wachden fe
auf Glück und Liebe mutig verzichtet hatte.
Man beſprach die Angelegenheit noch von allen
Sei=
ten. Das Werk ſelbſt wurde geholt und Ellerburg
er=
läuterte, wie er die einzelnen Szenen eingerichtet hatte.
Die Herzogin intereſſiere ſich außerordentlich für das
Werk, der Herzog ſpottete freilich darüber und nannte es
unverſtändliches Zeug. Aber die Herzogin hatte auch
diesmal, wie faſt immer, ihren Willen durchgeſetzt. Das
Drama ſollte mit allem Glanz ausgeſtattet werden, deren
die Hofbühne von Neuenburg nur fähig war.
Ich will Ihnen nur geſtehen, Fräulein Elfriede, ſagte
der Graf lächelnd, daß ich der hohen Frau bereits von
Ihnen erzählt habe. Ihre Auffaſſung der Rolle lag mir
immer im Sinn, daher auch der Streit mit Fräulein
Scheidemann, die die Klytia wie eine Operettenfigur
auf=
faßte. Ich hätte es nicht über das Herz gebracht, das
Werk mit Fräulein Scheidemann zu geben; es kam mir
vor wie eine Entweihung. Die Herzogin iſt nun ſehr
neugierig, Sie kennen zu lernen.
Ich glaube, Herr Graf, fiel Wendeborn lachend ein,
Sie wären ein guter Diplomat geworden. Jetzt
durch=
ſchaue ich Ihren Plan.
Der Graf errötete leicht. Ich konnte doch nicht
unbe=
ſcheiden mit der Tür ins Haus fallen, meinte er.
Dann wurde verabredet, daß Doktor Wendeborn und
Elfriede ſchon in den nächſten Tagen nach Neuenburg
überſiedeln ſollten. Den Bekannten würde man ſagen,
daß Wendeborn die letzten Proben ſeines Werkes leiten
wollte. Das war gewiß keine Unwahrheit, nur ver=
ſawich nang dasß Eiſtiat an dieſen Fander tlchtnen
ſollte.
In der folgenden Nacht vermochte Elfriede faſt kein
Auge zu ſchließen. Fieberſchauer ſchienen ihre Seele zu
durchziehen und machten ihren Körper erbeben. Sie wußte,
ſie ſtand vor einem Ereignis, das folgenſchwer und
ent=
ſcheidend für ihr ganzes Leben war. Und er, den ſie von
ganzem Herzen liebte, und der ſie auch liebte, er bot ihr
die Hand, um ſie auf die Bahn des Ruhmes zu geleiten!
Oft hatte an dieſem Abend ſein Auge mit ſeltſam
wei=
chem, wehmütigem Ausdruck auf ihr geruht, und als er
Abſchied genommen, hatte er ihr zugeflüſtert: Wenn die
Liebe unſere Lebenswege nicht erhellen kann, dann ſoll
wenigſtens die ſtrahlende Sonne des Ruhmes Ihren
Scheitel küſſen, Elfriede! Und ich will ſtolz darauf ſein,
Ihnen den Weg dazu geebnet zu haben.
Dieſe Worte ſchwanden nicht aus ihrem Gedächtnis.
Alſo auch er verzichtete auf ſeine Liebe, auch er gab den
Kampf um dieſelbe auf und bot ihr dafür den Ruhm
einer Künſtlerin. Vorhin, in dem hellerleuchteten Salon,
umringt von den frohbewegten Menſchen, hatte ſie das
Schmerzliche ihres Tauſches kaum gefühlt; jetzt aber in
der Stille und Dunkelheit der Nacht überkam ſie der
Ge=
danke mit ſeiner ganzen ſchmerzlichen Gewalt und drohte
ſie mutlos zu machen. Ja, faſt zürnte ſie Ellerburg, daß
er ſo ſchwach in ſeiner Liebe war, daß er ſie kampflos
auf=
gab und ſich mit der kühlen, vornehmen Ruhe des
Welt=
mannes mit den Tatſachen und Verhältniſſen abfand.
Das heiße, wünſchevolle Blut empörte ſich gegen dieſen
Verzicht und wild ſchluchzend drückte Elfriede ihr
Ant=
litz in die Kiſſen.
TIII.
Ganz Neuenburg war im höchſten Maße geſpann:
auf den neuen Gaſt des Hoftheaters: Fräulein Elfriede
Born, wie die Ankündigungen ſie nannten. Niemand
wußte, woher ſie kam und an welchem Theater ſie früher
geweſen war. Wenn die Herren und Damen vom Hofe
den Grafen nach der neuen Schauſpielerin fragten, lächelte
Ellerburg geheimnisvoll und vertröſtete die Neugierigen
auf die Aufführung der Klytia.
Ich habe eine glückliche Entdeckung gemacht, ſagte er,
wie ein Kapellmeiſter, der einen neuen Tenor oder eine
hervorragende Sopraniſtin entdeckt. Sie werden ja
ſehen und urteilen, meine Herrſchaften, ob meine
Ent=
deckung eine glückliche war.
Welche Rollen wird Fräulein Born denn ſpielen?
Vorläufig nur die Klytia in dem neuen Drama.
Und ſpäter.
Das weiß ich nicht. Das hängt ganz von den
Ent=
ſchließungen der Dame ab.
Beſter Graf, Sie ſprechen in Rätſeln.
Ja, Herrſchaften, ich kann nichts dafür. Sie müſſen
ſich ſchon in Geduld faſſen.
Laſſen Sie den Grafen nur, meinte lachend ein
jovi=
aler Flügeladjutant des Herzogs, er will nur etwas
Reklame machen. Unſer Hoftheater hats ja auch nötig,
daß friſches Blut hereinkommt. Das meinte Hoheit
neu=
lich auch.
Ja, Hoheit iſt ſehr für — Abwechſlung . . . lächelte
der Kammerherr von Klipphauſen diskret und alle
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Motiven der Offenbachſchen Oper
„Hoffmanns Erzählungen” von
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aus der Operette „Boccaccio” von
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