Darmstädter Tagblatt 1912


22. Mai 1912

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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 26 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Bei der geſtrigen Beratung der Deckungsvor=
lage
im Reichstag erklärte der Schatzſekretär
Kühn, daß die Verbündeten Regierungen dem Geſetz=
entwurf
der Budgetkommiſſion zuſtimmten, in welchem
die Vorlegung eines Geſetzes zur Einführung einer
allgemeinen Beſitzſteuer bis zum 30. April
1913 gefordert wird. Die Verbündeten Regierungen
würden, falls dieſer Antrag der Budgetkommiſſion zum
Beſchluß erhoben würde, innerhalb der vorgeſchriebenen
Zeit dem Reichstag einen Geſetzentwurf vorlegen, der
eine allgemeine, die verſchiedenen Formen
des Beſitzes erfaſſende Steuer vorſchreibt.
Der Reichstag nahm geſtern den Geſetzentwurf
betr. Einbringung einer Erbſchafts=
ſteuer
mit 184 gegen 169 Stimmen an.
Der Reichstagspräſident Kaempf beabſich=
tigt
, Blättermeldungen zufolge, ſein von der Kommif=
ſion
angefochtenes Reichstagsmandat nieder=
zulegen
.
Das preußiſche Abgeordnetenhaus lehnte
alle Anträge auf Abänderung des beſtehen=
den
Wahlrechts ab.
Prinz Georg Wilhelm von Cumberland,
Herzog zu Braunſchweig, iſt auf einer
Automobilfahrt in der Mark mit ſeinem Be=
Agleiter ums Leben gekommen.
Der 3. internationale Bundestag land=
Awirtſchaftlicher Genoſſenſchaften wurde
Eſtern in Baden=Baden eröffnet.
Der türkiſche Miniſterrat beſchloß die Aus=
Aweiſung aller Italiener aus der Türkei.

Eine Verſuchsanſtalt für Luftfahrt und die
Bildung eines Freiwilligen Fliegerkorps.

* Der zweite Ergänzungsetat zum Etat
für das Reichsamt des Innern auf das Rech=
nungsjahr
1912 fordert u. a. 250000 Mark als Beitrag
zu den Begründungs= und Unterhaltungskoſten einer
deutſchen Verſuchsanſtalt für Luftfahrt. Dieſe Forderung
wird wie folgt begründet:
Die Exrichtung ſeiner Verſuchsanſtalt für Lufſt=
ſchiffahrt
und Flugtechnik iſt bereits ſeit ge=
raumer
Zeit in der Oeffentlichkeit und in den an der
Luftfahrt beteiligten Kreiſen lebhaft erörtert worden.
In den letzen zwei Jahren ſind die Vorarbeiten für die
Errichtung einer ſolchen Verſuchsanſtalt ſo weit gediehen,
daß die Errichtung dieſer Anſtalt nunmehr erfolgen kann.
Dieſe Anſtalt wird ein Inſtitut ſein, das in ſyſtematiſcher
Weiſe und auf wiſſenſchaftlicher Grundlage die für die
Technik des Baues von Flugzeugen und für die Verwen=
dung
von Luftfahrzeugen überhaupt ſich ergebenden
Fragen durch Verſuche zu löſen hat. Die rein wiſ=
ſenſchaftliche
Forſchung ſoll ausgeſchaltet ſein
und bleibt den Techniſchen Hochſchulen überlaſſen. Im
Vordergrunde werden zunächſt Verſuche mit Flug=
zeugen
zu ſtehen haben. Die Anſtalt iſt ein Privat=
unternehmen
. Da bei der Durchführung der der Ver=
ſuchsanſtalt
geſtellten Aufgaben auch Reichsintereſſen be=
rührt
werden, ſo erſcheint die Beteiligung des
Reiches an den Koſten gerechtfertigt. Der am 20.
April 1912 gegründete Verein Deutſche Verſuchs=
anſtalt
für Luftfahrt hat einen dahingehenden
Antrag geſtellt, eine Beihilfe aus Reichsmitteln zu ge=
währen
. Der Antrag ging dahin, zu den Koſten der Er=
richtung
400000 Mark zu bewilligen und zur Unterhal=
tung
der Anſtalt jährlich 200000 Mark. Die Reichsregie=
rung
hat für die Begründung der Anſtalt einen Zuſchuß
von 200000 Mark und für den Betrieb während des
Rechnungsjahres 1912 einen Zuſchuß von 50000 Mark
bewilligt.
Dieſe Vorlage iſt vom Reichstag, wie ſchon ge=
meldet
, in erſter und zweiter Leſung angenommen
worden.
Um die zahlreichen ausgebildeten deutſchen Flieger,
die ſich in letzter Zeit beſonders vermehrt haben und als
verwendbar für militäriſche Dienſte in Betracht kommen,
im Kriegsfalle zum Heeresdienſte nutzbar zu machen, iſt,
wie wir in Berliner Blättern leſen, die Schaffung
eines Freiwilligen Fliegerkorps ge=
plant
, zu welchem Zweck die Heeresverwaltung
mit den maßgebenden und in Frage kommenden Stellen
bereits in Verhandlungen eingetreten iſt. Gegenwärtig

befinden ſich dieſe noch in den Vorſtadien, ſodaß die
Feſtlegung der Organiſation noch einige Zeit auf ſich
warten laſſen dürfte. Der grundlegende Gedanke iſt, daß
das Fliegerkorps im Frieden etwa eine Tätigkeit wie
das Freiwillige Automobilkorps entwickeln ſoll. Es ſoll
alſo im Frieden zu militäriſchen Uebungen herangezogen
werden und eine zweckentſprechende Ausbildung erhalten,
um im Kriegsfalle der Heeresverwaltung zur Verfügung
zu ſtehen. Für das geplante Freiwillige Fliegerkorps
dürfte einſe Subventionlerung in Frage kom=
men
, durch die für die Dienſtleiſtungen im Frieden Ent=
ſchädigungen
gewährt werden. Durch Aufſtellung eines
derartigen Fliegerkorps im Frieden wird es möglich ſein,
daß jederzeit eine große Anzahl von Fliegern und mo=
dernen
Flugzeugen der Armee zur beliebigen Verwen=
dung
zur Verfügung ſtehen, was entſchieden vorteilhaf=
ter
erſcheint, als wenn die Heeresverwaltung ſelbſt eine
große Zahl von Flugzeugen anſchaffen muß, die nur
zeitweiſe benutzt werden würden und vor allem leicht
veralten können.
Aehnliche Erwägungen haben in England bereits
dazu geführt, ein Königliches Fliegerkorps zu organi=
ſieren
. Die Tätigkeit eines jeden Angehörigen dieſes
Korps gilt als königlicher Dienſt.

Das preußiſche Abgeordnetenhaus gegen die
Aenderung des Landtagswahlrechts.

* Am Montag kamen im preußiſchen Abgeordneten=
hauſe
die Anträge der Fortſchrittlichen Volkspartei,
Aronſohn und Genoſſen, und der Nationalliberalen, Dr.
Friedberg und Genoſſen, über die Aenderung des
Landtagswahlrechts zur Verhandlung.
Der Antrag der Nationalliberalen lautete:
die Regierung zu erſuchen, einen Geſetzentwurf vorzu=
legen
, der unter Beibehaltung des Syſtems eines abge=
ſtuften
, plutokratiſche Auswüchſe vermeidenden Wahl=
rechts
und unter Beſeitigung der Beſtimmungen des Ge=
ſetzes
von 1893, die den Grundſatz der Bemeſſung des
Wſahlrechts nach der Steuerleiſtung im Gemeindebezirk
verletzten, die geheime Stimmabgabe und die direkte
Wahl einführt.
Die Volkspartei hatte folgenden Hauptantrag
geſtellt: die Regierung zu erſuchen, noch in dieſer
Seſſion (der Antrag trägt das Datum vom 27. Fe=
bruar
1912) einen Geſetzentwurf vorzulegen, durch den
1. das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht mit ge=
heimer
Stimmabgabe zur Einführung gelangt. 2. zugleich
auf Grund der Ergebniſſe der letzten Volkszählung und
entſprechend den Grundſätzen des Geſetzes vom 27. Juni
1860 eine anderweitige Feſtſtellung der Wahlbezirke
herbeigeführt und die Geſamtzahl der Abgeordneten neu
beſtimmt wird.
Für den Fall der Ablehnung dieſes Hauptantrages
beantragt die Volkspartei in einem Eventual=
antrage
, die Regierung zu erſuchen, noch in dieſer
Seſſion einen Geſetzentwurf vorzulegen, durch welchen
das allgemeine und direkte Wahlrecht mit
geheimer Stimmabgabe zur Einführung ge=
langt
. Dieſer Eventualantrag verzichtet alſo auf die
Forderung des gleichen Wahlrechts.
Bei der Abſtimmung wurde der Prinzipalantrag der
Fortſchrittlichen Volkspartei von der Rechten und den
Nationalliberalen abgelehnt. Der nationalliberale An=
trag
fiel gegen die Stimmen der Nationalliberalen. Die
Abſtimmung über den fortſchrittlichen Eventualantrag
erfolgte namentlich. Dafür ſtimmte die ganze Linke und
das ſchwach beſetzte Zentrum, während die Konſervativen
und Freikonſervativen dagegen ſtimmten. Von 347 ab=
gegebenen
Stimmen lauteten 188 auf nein und 158 auf ja
Somit iſt auch der fortſchrittliche Eventualantrag avge=
lehnt
und alle Anträge ſind gefallen.
Die Regierungsvertreter waren, wie bemerkt, den
Verhandlungen fern geblieben. Bei der Generaldebatte
über den Etat, und vor einigen Wochen beim Etat des
Innern, hat die Regierung Erklärungen über ihre Stel=
lung
zur Wahlrechtsfrage abgegeben, wonach ſie von der
Uebertragung des Reichstagswahlrechts nach wie vor
nichts wiſſen will und für eine ſonſtige Reform ſie den
Zeitpunkt noch nicht für gekommen und die Parteiver=
hältniſſe
nicht für günſtig hält. Die Debatte iſt verhält=
nismäßig
ruhig verlaufen und die Frage, die wiederholt
im Abgeordnetenhaus mit großer Erregung verhandelt
wurde, iſt verhältnismäßig kühl beſprochen worden.

Deutſches Reich.

Neue Präſidentenwahl im Reichs=
tag
? In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, daß
Kaempf während der Vertagung das Reichstagsmandat

niederlegen wird, da nach dem ſchriftlichen Bericht der
Wahlprüfungskommiſſion dem Sozialdemokraten Düwell
von den 5588 Kaempfs 19 Stimmen zu ſeinen 5575 zuzu=
zählen
ſind.
Das Direktorium der Reichsverſiche=
rungsanſtalt
für Angeſtellte verſammelte am
17. Mai die Vertreter der Angeſtellten, etwa 40, zu einer
Beſprechung im Reichstage, die der Direktor der Anſtalt,
Wirkl. Geh. Regierungsrat Koch leitete. Dr. Thyſſen,
der frühere Verwaltungsdirektor des Vereins für Hand=
lungskommis
von 1858, der in den Dienſten der Anſtalt
ſteht, berichtete ſüber Beitragsverfahren, Heilverfahren
und Organiſationsfragen. Die Beiträge werden, wie be=
reits
kurz mitgeteilt, auf das Poſtſcheckkonto der Reichs=
verſicherungsanſtalt
in Berlin eingezahlt. Auf das Kle=
ben
von Marken wird der Koſten wegen verzichtet; denn
die Poſt fordert als Vergütung 2½ Prozent des Um=
ſatzes
, ſchätzungsweiſe etwa 3½ Millionen Mark. Der
Arbeitgeber trägt in die Verſicherungskarte die Gehälter
und Beiträge ein und beglaubigt die Eintragung durch
Firmenſtempel. Die Ausfertigung der Aufnahmekarren
findet vorausſichtlich Ende Juli oder Mitte Auguſt ſtatt.
Die Vertrauensmännerwahlen erfolgen in den einzelnen
Wahlbezirken Anfang November an einem Sonntage
ſchriftlich durch Stimmzettel nach dem Württzemberger
Syſtem auf Grund gebundener und verbundener Wahl=
liſten
. Für ſchriftliche Abſtimmung der Verſicherten
durch Einſchreibebrief, die von dem Vertreter des Leip=
ziger
Handlungsgehilfen=Verbandes gefordert wurde,
war keine Stimmung. Vertrauensmänner in der im
Geſetze vorgeſehenen Zahl werden für jede Verwaltungs=
behörde
beſtellt. Bis auf weiteres ſind nur ein Renten=
ausſchuß
und ein Schiedsgericht in Ausſicht genommen.
Die Oſtmarkenzulage. Ueber die Ge=
währung
der Oſtmarkenzulagen, die bekanntlich bei der
zweiten Beratung des Poſtetats vom Reichstag abgelehnt
worden waren, iſt für die dritte Leſung eine Verſtändi=
gung
zuſtande gekommen. Es wird, wie es heißt, der An=
trag
geſtellt werden, Zulagen in der Höhe der bisherigen
Oſtmarkenzulagen in allen gemiſchtſprachigen Diſtrikten
zu gewähren, in denen mehr als 60 Prozent der Bevöl=
kerung
ſich einer nichtdeutſchen Sprache bedienen.
Kamerun=Kongo= Grenzkommiſ=
ſion
. Wie offiziös verlautet, wird die deutſch= franzö=
ſiſche
Kommiſſion, die die Arbeiten für die Feſtſtellung
der neuen Grenze zwiſchen Kamerun und Franzöſiſch=
Kongo vorbereiten ſoll, anfangs Juni in Bern zuſam=
mentreten
. An der Spitze der franzöſiſchen Kommiſſions=
mitglieder
wird der Direktor im Miniſterium des In=
nern
Conty ſtehen.
Vom Altnationalliberalen Reichs=
verband
. Ueber die Gründung dieſes Verbandes
berichtet der Hannoverſche Courier noch folgendes: Die
Herren haben beſchloſſen eine beſondere Organiſation
mit einer beſonderen Zentralſtelle in Berlin zu ſchaffen,
der der frühere Abgeordnete Fuhrmann als geſchäfts=
führender
Direktor vorſtehen ſoll. Von dieſer Zentrale
wird eine täglich erſcheinende Korreſpondenz für Zei=
tungen
ſowie ein Wochenblatt herausgegeben werden.
Wie ſich dieſe neue Organiſation, die, wie manche be=
haupten
, den Namen Bennigſenbund führen ſoll, in
den Rahmen der Geſamtpartei einfügen wird, und ob
ſie ſich mit dem Geiſte des Kompromiſſes verträgt, das
am letzten Samstag beſchloſſen wurde, wird man abzu=
warten
haben.
Der Streit in der württembergiſchen
Sozialdemokratie hat ein neues Opfer gefordert.
Dem Reviſioniſten Dr. Hugo Lindemann, dem Kommu=
nalpolitiker
, der vor einem Jahre als Kandidat der So=
zialdemokratie
für den Poſten des Stuttgarter Oberbür=
germeiſters
ohne Erfolg kandidierte, iſt ſein Landtags=
mandat
von einer ſozialdemokratiſchen Parteiverſamm=
lung
abgenommen worden. Als ſein Nachfolger wird
ein radikaler Abgeordneter für den württembergiſchen
Landtag kandidieren.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die Parlamentskriſe in Ungarn. Der
Präſident des ungariſchen Abgeordnetenhauſes v. Na=
vay
hat nunmehr offiziell ſeine Entlaſſung gegeben. Die
Präſidentenwahl wird bereits heute Mittwoch ſtattfinden.
Die ungariſche Regierung iſt feſt entſchloſſen, den Kampf
mitader Obſtruktion aufzunehmen. Es wird aber ver=,

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.
Nummer 119,

ſichert, daß die Regierung auch ohne Durchführung des
Wehrgeſetzes die proviſoriſche Erhöhung des Rekruten=
kontingents
durchzuführen gedenkt.
Frankreich.
Der Kampf um die Nachſolgerſchaft
Briſſons als Kammerpräſident wird von den An=
hängern
der einzelnen Bewerber, in ungewöhnlich leb=
hafter
Weiſe geführt.
In den Wandelgängen der Kammer fanden Bera=
tungen
der Freunde Delcaſſés Etiennes und Deschanels
ſtatt, die ſich hauptſächlich mit der Frage beſchäftigten,
ob eine Vollverſammlung der Gruppen der Linken ſtatt=
finden
ſolle, welche die Aufgabe haben ſoll, den Kan=
didaten
der republikaniſchen Parteien namhaft zu
machen. Die Anhänger Delcaſſés, die auf deſſen An=
ſehen
bei der Reichstagsmehrheit rechnen, ſind entſchie=
den
für die Einberufung einer ſolchen Verſammlung und
begründen dies damit, daß dann jede Zerſplitterung der
linksrepublikaniſchen Gruppen vermieden und ſo verhin=
dert
werden könne, daß die Rechte und die geeinigten
Sozialiſten bei der Wahl den Ausſchlag geben. Dagegen
bekämpfen die Freunde Etiennes die Ideeseiner vorberei=
tenden
Verſammlung, da man der Kammer volle Freiheit
bei der Wahl ihres Präſidenten laſſen müſſe. Die Grup=
pen
der Linken werden ſich nach der Kammerſitzung ver=
ſammeln
, um über dieſe Frage zu entſcheiden. Von der
radikalen Preſſe, die faſt durchweg für Delcaſſé eintritt,
wird die Frage der Kammerpräſidentſchaft eifrig erörtert.
Die Frangaiſe ſchreibt: Delcaſſé iſt der Mann, der der
radikalen Partei jene Haltung verleihen könnte, die ihr
ſeit einiger Zeit abhanden gekommen iſt. Nach außen
hin werde dieſe Wahl nicht als ein Akt der Herausforde=
rung
, ſſondern des hohen ſelbſtbewußten Stolzes aufge=
faßt
werden. Der Rappel, der gleichfalls ein Anhänger
Delcaſſés iſt, erklärte, wenn das Erbe Briſſons einem
Mann zufallen ſollte, der nicht der radikalen oder ſozia=
liſtiſch
=radikalen Partei angehöre, dann werde dies als
der endgültige Zuſammenbruch der Radikalen angeſehen
werden.
England.
Ausdehnung der Telephon= und Kabel=
verbindungen
. In der Sitzung des Unterhauſes
erklärte gelegentlich der Beratungen des Poſtetats Gene=
ralpoſtmeiſter
Samuel, daß Schritte getan würden, um
die telephoniſche Verbindung auf die Schweiz, Holland
und Teile von Deutſchland auszudehnen. Er hoffe, daß
man in nicht ferner Zeit deutlich mit Berlin werde ſpre=
chen
können. Samuel erwähnte ferner, daß ein neues
Kabel zwiſchen England und Deutſchland gelegt werden
ſolle, das den telegraphiſchen Dienſt mit dem Feſtland
verbeſſern werde.
Schweden.
Schwedens Neutralitätspolitik. Die
Zweite Kammer beriet den ſozialdemokratiſchen Antrag,
Schweden ſolle ſich dauernd neutral erklären. Der An=
trag
war von dem zuſtändigen Ausſchuß zur Ablehnung
empfohlen worden. Der Miniſter des Aeußern ſprach ſich
gegen die permanente Neutraliſierung Schwedens aus
und betonte, die ſchwediſche Regierung halte unverbrüch=
lich
an der Neutralitätspolitik feſt und beabſichtige auch
in Zukunft wie bisher ſich außerhalb der herrſchenden
Gegenſätze in der Weltpolitik zu halten. Schweden ſei
aber anderſeits bereit, ſeine Neutralität mit allen ihm
zu Gebote ſtehenden Mitteln zu verteidigen. Er hoffe
daß dieſe von den früheren Regierungen Schwedens
lange Zeit befolgte Neutralitätspolitik, die die weitaus
überwiegende Mehrheit des Volkes unterſtütze, auch in
Zukunft für die ſchwediſche Regierung und das ſchwe=
diſche
Volk beſtimmend ſei. Die Redner der verſchie=
denen
Parteien ſchloſſen ſich dieſem Feſthalten an der
traditionellen Neutralitätspolitik an, worauf der Antrag
ohne Abſtimmung abgelehnt wurde.
Rußland.
Das Schiffsbauprogramm. Die Landes=
verteidigungskommiſſion
der Reichsduma hat in gehei=
mer
Sitzung über den Regierungsantrag betreffend die
Bewilligung von 502 Millionen Rubel zur Durchführung

des ſogenannten kleinen Schiffsbauprogramms beraten.
Für den Regierungsantrag ergriff verſchiedentlich der
Miniſterpräſident das Wort. Die Beratung, die bis in
die ſpäten Nachtſtunden dauerte, wurde nicht abgeſchloſ=
ſen
. Es liegen verſchiedene Anträge vor, die für unauf=
ſchiebbare
Arbeiten die Anweiſung einer Teilſumme
fordern.
Japan.
Die Neuwahlen zum Abgeordneten=
hauſe
führten eine geringe Parteiänderung herbei. Die
Konſtitutionellen (Seiyukai) erhielten 217, die National=
liberalen
(Kokuminto) 96 Sitze, damit beide geringe
Verſtärkungen. 179 von den insgeſamt 381 Gewählten
ſind neu gewählt.
China.
Die Anleihefrage. Wie ein Telegramm aus
Paris meldet, wurde der öſterreichiſch=ungariſchen Regie=
rung
zu verſtehen gegeben, daß ihr Vorſchlag, in die
Sechsmächte=Gruppe für die chineſiſche Anleihe aufge=
nommen
zu werden, den Finanzplan der Mächte ſchwierig
geſtalten würde, da dann zu viele Teilnehmer vorhanden
wären. Gleichzeitig wurde betont, daß für die öſter=
reſchiſche
finanzielle Beſtelligung jeglicke Erleichterung
gewährt würde.

* Hamburg, 20. Mai. Der Kaiſer ſandte an
Bürgermeiſter Dr. Burchard zur 25jährigen Wieder=
kehr
des Tages, an welchem dieſer zum Bevollmächtigten
des Bundesrats ernannt wurde, ein Glückwunſchtele=
gramm
und ließ durch den preußiſchen Geſandten ein
beſonders ſchönes Orchideenarrangement überreichen.
Ebenſo telegraphierte Großherzog Friedrich Auguſt von
Oldenburg warme beglückwünſchende Worte. Vom Bun=
desrat
ging ihm eine außerordentlich ſchönd Blumen=
gabe
und ein in ſehr freundlichen Worten gehaltenes
Glückwunſchſchreiben zu. Auch der Reichskanzler und eine
Reihe Bundesratsbevollmächtigter ſprachen dem Bür=
germeiſter
ihre Glückwünſche aus.
* London 21. Mai. Heute beginnt der Streik
auf den Leichterfahrzeugen auf der
Themſe. Zunächſt treten gegen 6000 Mann in den
Ausſtand, denen vielleicht eine verwandte Gewerkſchaft
von 5000 Mann folgen wird. Nur die Leichterfahrzeuge
für Kohlen werden bisher nicht berührt. Die Londoner
Transportarbeiter haben beſchloſſen, ſich in dieſem Streik
zunächſt neutral zu verhalten, aber in den Ausſtand ein=
zutreten
, falls die Arbeitgeber Streikbrecher heranzögen.
Die Transportarbeiter zählen 100000 Mann. Anſchei=
nend
wünſchen ſie aber den Streik nicht, da ſie unter dem
Kohlenſtreik zu lange arbeitslos waren.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Mai.

Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Direktor der Landesirrenanſtalt bei Alzey
Dr. Ludwig Römheld dem Kreisarzt des Kreis=
geſundheitsamts
Lauterbach Dr. Otto Heinricy, dem
Oberarzt an der Landesirrenanſtalt bei Gießen Dr.
Johannes Dietz, dem Kreisarzt des Kreisgeſund=
heitsamts
Dieburg Dr. Adolf Schwan, dem Leiter
des Unterſuchungsamts für Infektionskrankheiten zu
Gießen Dr. Eduard Bötticher und dem Direktor der
Hebammenlehranſtalt zu Mainz Dr. Heinrich Kupfer=
berg
den Charakter als Medizinalrat, ferner dem
Bürgermeiſter, Ortsgerichtsvorſteher und Standes=
beamten
Franz Joſeph Nuß zu Gernsheim die Krone
zum Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen.
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Staatsminiſter,
Miniſter des Großherzoglichen Hauſes und des Aeußern
und Miniſter der Juſtiz Dr. Karl Ewald und dem
Miniſter der Finanzen Dr. Dr.=Ing. Ernſt Braun die
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihnen von
Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von Preußen,
verliehenen Roten Adler=Ordens 1. Klaſſe erteilt.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Kreisarzt des Kreisgeſundheitsamts Groß=
Gerau Medizinalrat Dr. Hermann Lindenborn zum
Kreisarzt des Kreisgeſundheitsamts Mainz.

* Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog haben der von der Dekanatsſynode des Dekanat=
Nidda für den Reſt der laufenden Wahlperiode voll
zogenen Wahl des evangeliſchen Pfarrers Heinrich Bril
zu Ober=Widdersheim zum Stellvertreter des Dekans der
Dekanats Nidda die Beſtätigung erteilt; den von Sämt
lichen Riedeſel Freiherren zu Eiſenbach auf die evan
geliſche Pfarrſtelle zu Brauerſchwend präſentierten Pfarr
verwalter Hans Eichenauer daſelbſt für dieſe Stell
beſtätigt, ſowie dem Pfarrer Rudolf Marx zu Walldor
die zweite evangeliſche Pfarrſtelle an der Johannes
gemeinde zu Darmſtadt und dem Pfarrer Arthur Röm
held von Wingershauſen zu Grüningen die evan
geliſche Pfarrſtelle zu Ilbeshauſen übertragen.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Heinrich Kreb
zu Oſthofen eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
Rhein=Dürkheim, Kreis Worms.
g. Strafkammer. Der 39jährige Handarbeiter Geor
Dehner aus Eberſtadt entdeckte im Mai vorigen Jal
res in der Eberſtädter Gemarkung eine dem Kommerzien
rat Hickler gehörige Jagdhütte, in die er einſtieg, nack
dem er den das Fenſter der Hütte verſchließenden Holz
laden gewaltſam erbrochen und das Fenſter eingedrüdck
hatte. Durch ein Loch im Fußboden der Hütte entdeckt
er Eßvorräte, Beſtecke und Wein, wovon er zunächſt ver
ſchiedenes mit nach Hauſe nahm. Den Tag darauf macht
er dem 31jährigen Fabrikarbeiter Hermann Schmölze
und deſſen 23jährige Ehefrau Eliſabeth Mitteilung vo=
ſeiner
Entdeckung, worauf ſich ſofort alle drei gemeinſar
auf den Weg zu der Hütte begaben, um ſie erneut zu plün
dern. Später begaben ſich Schm. und ſeine Ehefrau noch
mals allein zur Hütte. Der Wert der geraubten Ware
beträgt etwa 50 Mark. Wegen ſchweren Diebſtahls i
zwei Fällen und Hehlerei wird Dehner zu 7 Mona
ten Gefängnis, Schmölzel zu 4 Monater
Gefängnis und die Ehefrau Schmölzel zu 3 Mo
naten 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Wegen de=
in
der Nacht vom 12. auf 13. Dezember 1911 ausgeübter
Einbruchsdiebſtahls auf dem Schloß des Generalmajor=
a
. D. Freiherrn von Gemmingen zu Fränkiſch=Crumbac
hatten ſich geſtern der 39jährige Pferdehändler Wilhelm
Schmidt aus Rixfeld und der 25jährige Muſiker Chr
Winter aus Kirbach wegen Hehlerei vor der hieſigen
Strafkammer zu verantworten. Der oder die Täter ge
langten bei dem Diebſtahl in das zur Zeit unbewohn=
geweſene
Schloß, das ringsum verſchloſſen war, inden
die Tür des Vorgartens eingebrochen wurde. Dann iſ
der Täter durch ein Fenſter, das nur wenig über dem Erd=
boden
lag, in das Haus eingedrungen. Bei der Durch
ſuchung des ganzen Schloſſes wurden von einer Wand=
tafel
zwei afrikaniſche Schwerter entwendet. Von vie=
verſchloſſenen
Schränkchen, in denen ſich eine wertvoll=
Münzenſammlung befand, war einer gewaltſam erbro=
chen
und faſt völlig ſeines Inhalts beraubt. Die Art des
Diebſtahls und ſonſtige Umſtände ließen keinen Zweife
darüber, daß der Diebſtahl von Zigeunern ausgeführ
wurde. Als Täter kommen ſicher in Betracht die Zigeuner
Blumenfeld, Laubinger und Deichfiſcher, die jedoch nich=
ermittelt
werden konnten. Beim Angeklagten Schmid=
fanden
ſich bei der Feſtnahme noch 15 Münzen und bei
Winter die geſtohlenen zwei Schwerter, und iſt es
wahrſcheinlich, daß die Angeklagten kurz nach dem Dieb=
ſtahl
mit den Tätern im Weſchnitztal zuſammen gekom=
men
ſind und die geſtohlenen noch bei ihnen vorgefun=
denen
Gegenſtände gekauft haben, trotzdem ſie wiſſen
konnten, daß die Gegenſtände nicht auf ehrliche Weiſe in
den Beſitz der Verkäufer gekommen ſein konnten.De
Angeklagten haben wahrſcheinlich noch mehr Gegenſtände
erworben und bereits verkauft. Sie beſtreiten, gewuß
haben, daß die Sachen geſtohlen waren. Verkäufer ſeien
Zigeuner geweſen, die ſie nicht genau kennen. DasGe=
richt
hielt die beiden Angeklagten trotz ihres Leugnens=
der
Hehlerei überführt und verurteilte ſie zu je ſechs=
Monaten Gefängnis; von der Unterſuchungshaft=
werden
jedem 3 Monate angerechnet.
*Oberſtaatsanwalt v. Heſſert hier wird, wie wir
hören, am 1. Juni auf ſechs Monate in Urlaub gehen,
um in der Direktion der Bank für Handel und Induſtrie
in Berlin zu arbeiten und darnach eventuell in deren
Dienſte überzutreten.
* Auszeichnung. Bei der dieſer Tage erfolgten end=
gültigen
Auflöſung der Internationalen Hygieneaus=
ſtellung
zu Dresden wurde Herrn Profeſſor Dr. Roller
von der hieſigen Ludwigsoberrealſchule das Ehren=
diplom
für wiſſenſchaftliche Mitarbeit
bei der hiſtoriſchen Abteilung der Ausſtellung
zuerkannt. Es iſt dies die höchſte Auszeichnung, die
die Ausſtellung für wiſſenſchaftliche Leiſtungen zu ver=
geben
hatte.

erſten und letzten Zweck des Frankfurter Oſt=
hafens
an: der Stadt eine neue Lebensader zu er=
ſchließen
. Frankfurt hat bis vor kurzem allzu ausſchließ=
lich
von ſeiner Vergangenheit gezehrt, aber eine Stadt
kann auf die Dauer nicht von dem Ruhme leben, eine alte,
ſchöne und reiche Kulturſtätte zu ſein, Deutſchland den
größten Dichter geſchenkt und lange Zeit den wichtigſten
Börſenhandel beſeſſen zu haben. Gegenwärtig eine
reichlich charakterloſe Stadt, muß Frankfurt unbedingt auf
neues organiſches Wachstum bedacht ſein, will es nicht
ſeinen alten Ruf und ſeine Lebensfähigkeit einbüßen. So
ſucht es nun ſozuſagen ſeeliſch und körperlich ſich auszu=
dehnen
; ſein geiſtiger Horizont ſoll ſich künftig zu einem
Univerſitätsliterarum erweitern, ſeinem Körper will es
durch den Oſthafen neues Blut zuführen. Ungefähr 4½
Millionen Quadratmeter umfaßt das ganze Oſthafen=
terrain
(die Grunderwerbskoſten haben rund 33 Millionen
Mark betragen), und etwa 3 Millionen Quadratmeter ſind
davon als Induſtriegelände nutzbar. Hier alſo kann und
muß Frankfurt ſich zu einer impoſanten Induſtrieſtadt
entwickeln, wozu bis jetzt doch nur die Anſätze vorhanden
waren, und die Einweihung dieſes Oſthafens bedeutet
den Anfang einer Entwicklung, aus der die alte Kaiſer=
ſtadt
mit einem ganz neuen, charaktervollen und leben=
ſprühenden
Geſicht hervorgehen wird.
Heute ſind etwa erſt 20 Prozent des nutzbaren Ge=
ländes
verwertet und bebaut. Noch alſo hat die Ver=
gangenheit
räumlich über die Zukunft die Oberhand, noch
weht von den freien Feldern im weiteren Umkreiſe her un=
verfälſchte
Landluft über das ganze Gebiet, noch liegen ein
paar alte Höfe mit verwitterten Dächern tief in grünen
Büſchen, wenngleich ſchon Eiſenbahnſchienen mit eiſerner
Grauſamkeit mitten durch das Idyll ſchneiden; noch knieen
Bäuerinnen in weißen Kopftüchern auf fruchtbaren Aeckern
und rupfen Unkraut aus, und ungehemmt kann der Blick
zu fernen Wäldern, verſchwimmenden Höhenzügen und
hinüber zum jenſeitigen, grünend und blühend anſteigen=
den
Ufern des Main ſchweifen. Möven ſchaukeln auf ſeiner
dunklen Flut oder werfen die flüchtigen Schatten ihrer
Schwingen über ſeine kleinen Wellen. Und irgendwo ver=
rät
ein=Quaken gareden ungeſtörteſten Froſchfrieden. Das

Frankfurts Hafen.

Zur Einweihung des Oſthafens am 23. Mai.
Von Dr. Carl Weichardt=Frankfurt a. M.
Mit der Elektriſchen fahren wir unmittelbar vom
Frankfurter Hauptbahnhof in etwa 20 Minuten, entlang
der ganzen weſt=öſtlichen Ausdehnung der Stadt, main=
aufwärts
mitten ins Reich des neuen Oſthafens hinein.
Die ſchwarze Hütte des alten Oſtbahnhofes taucht auf, und
nicht weit dahinter erhebt ſich auch ſchon der bald vollen=
dete
rote Sandſteinbau des ſtolzen neuen Oſtbahn=
hofes
, ohne deſſen gewaltig erweiterte Betriebsanlagen
der neue Hafen wie ein See ohne Abfluß wäre; dann fällt
der Blick auf die niedergeriſſenen Mauern, auf grabende
Arbeiter; Laſtfuhrwerke und raſſelnde Lokomobilen laſſen
den Boden erſchüttern, plakatbunte Situationspläne und
Wegweiſer prunken in Farbenfriſche zur Seite der Straße,
ſchimmernde Geleiſe, hohe Eiſenbahnbrücken, die Draht=
netze
elektriſcher Leitungen alles verkündet, daß menſch=
liche
Arbeit ein neues Stück Erde mit Beſchlag belegt hat
und Großes hier erſtehen laſſen will.
Eine langgeſtreckte Zollwerfthalle läßt rechts ſchon das
eigentliche Hafenzentrum ahnen, aber wir fahren über die
Hanauerlandſtraße noch bis zur Endſtation der Tram=
bahn
; es lohnt ſich. Denn eine=Straße der In=
duſtrie
iſt hier in kürzeſter Friſt emporgewachſen. Fa=
brik
neben Fabrik Brauhäuſer, chemiſche, elektrotech=
niſche
, Zigaretten=Fabriken uſw. und Kontor neben
Kontor, die Fronten graue, poröſe Kalkſtein= oder rote
Mainſandſteinfaſſaden, die Hintergebäude aus Glas und
Eiſen. Eine keineswegs troſtloſe Straße, ſondern von der
energiſchen Schönheit des neuen Stils: geradlinig, hoch=
ſtrebend
, ehrlich und ſachlich, doch dank der glücklichen
Rhythmik der Verhältniſſe nichts weniger als tot, vielmehr
etwa durch die wohlerzogene Verteilung der Fenſter in
den Flächen faſt anmutig belebt. Es ſtehen Fabrikburgen
an dieſer Straße, die nichts mehr von finſteren modernen
Zwingburgen zur Schau tragen, ſondern einzig den Stolz
und die Ehre der Arbeit architektoniſch machtvoll verkör=
pern
. Dieſe Induſtrieſtraße zeigt aher auch bereits den

iſt in den entengrün überwucherten Baſſins des Ober=
hafens
, der vorläufig noch nicht eingemauert iſt und erſt
nach Bedarf ausgebaut werden wird. Wir wenden uns,
vorüber an den neuen Lagerhäuſern des Kelterobſtmarktes
(für die Unmengen Apfelwein, die Frankfurt braucht, reicht
das heimiſche Obſt nicht aus!), über die friſch angelegte
Mainpromenade, rückwärts dem Unterhafen, zu den
zwei großen Baſſins die jetzt dem Verkehr feierlich ge=
öffnet
werden. Am Südufer des Mainſtroms träumt als
letztes Symbol der Vergangenheit eine Feſtung aus
grünem Laub, kaſtanienumtürmt, die Gerbermühle, die
Thoma ſo gerne gemalt, die Stätte von Goethes ſpätem
Suleika=Erlebnis; hier aber, am rechten, nördlichen Ufer,
zwiſchen dem Fluß und dem erſten Hafenbaſſin, ſind zwei
mächtige moderne Mühlen emporgewachſen, hohe, vielge=
ſchoſſige
Fabrikgebäude, Zeugen der neuen Zeit auch darin
wieder, daß ihre Mauern in Verhältniſſen von ſtrenger
Schönheit ſich gliedern und türmen. Der Silo ( Getreide=
ſpeicher
) der Hafenmühle hat bei aller Schlichtheit eine
Architektur von faſt feierlicher Monumentalität, wie ein
Tempel der Ceres. Dieſe Großmühlen ſind die erſten
Vorläufer der gewerblichen Etabliſſements, wie dolche be=
ſonders
hier, am Südufer des ſüdlichen Beckens, des ſoge=
nannten
Induſtriehafens ſich niederlaſſen ſollen, ſo=
weit
für ſie die unmittelbare Waſſernähe von Wert iſt, Sie
grenzen mit ihren Lagerplätzen und Kranen direkt an die
Kaimauer des Hafenbeckens. Eine faſt ſchwindelnde Höhe
haben dieſe ſteilen, ſauberen, aus Beton gebauten und mit
Baſaltſäulen verblendeten Kaimauern, die in einer Ge=
ſamtlänge
von über 4 Kilometer die Hafenufer umrahmen
und auch bei größtem Hochwaſſer den Schiffen ſicheren
Schutz gewährleiſten, während andererſeits bei niedrigſtem
Waſſerſtand noch eine Mindeſtwaſſertiefe von 2,7 Meter ge=
ſichert
iſt. Als Sicherheitshafen für die Rheinſchiffe zu
dienen, iſt ja auch ein ausgeſprochener Nebenzweck der
neuen Oſthafenbecken. Zwiſchen dem Induſtriehafen und
dem nördlichen Becken, dem Handelshafen, erſtreckt
ſich eine Landzunge von 150 Meter Breite und nach
ungefährer eigener Schätzung 600 Meter Länge; wir
ſpazieren mitten auf ihr entlang, dem Molenkopf zu, wo
Induſtrie= und Handelshafen ſich zu einem Vorhafen ver=

[ ][  ][ ]

Nummer 119.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1913.

Seite 3.

* Verband für Jugendwohlfahrt und Jugendfür=
orge
in der Stadt Darmſtadt. Die für Freitag, den 24.
Mai, anberaumte Mitgliederverſammlung muß Umſtände
alber auf Freitag, den 7. Juni, nachmittags
Uhr, verlegt werden.
Jubiläum. Am Donnerstag, den 23. Mai, feiert
derr Friedrich Netz, bei der Firma H. Bodenheimer,
Landes=Produkten=Geſchäft, ſein 50jähriges Arbeits=
ubiläum
. Herr Netz hat die beiden Kriege 1866 und
870, von der Firma H. Bodenheimer mit der Lieferung
eauftragt, mitgemacht.
* Der Darmſtädter Wingolf feierte am 19. und
0. Mai ſein 13. Stiftungsfeſt in hergebrachter
Veiſe. Unter großer Beteiligung ſeiner Philiſter und
er Vertreter mehrerer Bruderverbindungen fand am
Nontag feierlicher Kommers mit Landesvater ſtatt, zu
em ſich auch unter anderen Gäſten Mitglieder des
Lehrkörpers der Techniſchen Hochſchule einfanden. Vom
errlichſten Wetter begünſtigt, verlief das ganze Feſt in
riſcher und fröhlich ſtudentiſcher Weiſe, ſodaß die Teil=
Lehmer ſich noch lange der ſchönen Tage erinnern
zerden.
* Apologetiſche Vorträge in St. Eliſabeth. Heute
bend findet in der St. Eliſabethenkirche der Monats=
Vortrag des Hochw. Herrn Profeſſor Schwarz=Frankfurt
att. Das Thema lautet: Die Probleme der Welt=
nſchauung
. (Näheres ſiehe Anzeige.)
er. Darmſtädter Lehrerinnen=Verein. Man ſchreibt
ns verſpätet: Am Sonntag machte der Darmſtädter
Lehrerinnen=Verein einen Ausflug nach Dreieichenhain,
n dem ſich 31 Damen beteiligten. Etwa die Hälfte der
Teilnehmerinnen fand ſich um 11 Uhr vormittag an den
Hirſchköpfen ein, um den Weg ganz zu Fuß zurück=
ulegen
, während die älteren Damen um 1 Uhr 42 Min.
vom Hauptbahnhof nach Buchſchlag fuhren und von
vort aus auf nicht ganz freiwilligen Umwegen das
Ziel erreichten. Diejenigen, die den wunderſchönen
Spaziergang durch die Faſanerie und den Meſſeler Park
nitmachten, hatten jedenfalls das beſſere Teil erwählt.
Es wanderte ſich gar herrlich bei dem prachtvollen
Frühlingswetter auf ebenen ſchattigen Wegen durch den
naigrünen Wald, wo der Kuckuck rief und die Vöglein
witſcherten, Eichhörnchen von Baum zu Baum huſchten
ind in der Ferne ſich wohl auch mal ein Hirſch zeigte
der ein Storch gravitätiſch durch die Wieſe ſchritt. Auch
ie Raſt auf weichem Graſe im Waldesſchatten war
öſtlich und erquickend, ſo daß man wenig ermüdet in
em alten Städtchen Dreieichenhain anlangte, wo in
em hübſchen Garten der Krone der Kaffeetiſch gedeckt
var. Nachdem auch die andere Hälfte der Geſellſchaft
ingetroffen war und ſich von den Strapazen ihrer
Irrwege erholt hatte, wanderte man zu der maleriſchen
Schloßruine, in deren Mitte Frl. Welſch in ihrer
Priſchen lebendigen Art einen ausführlichen intereſſanten
Vortrag über die Geſchichte des alten Schloſſes hielt.
Nach Beſichtigung einiger alten Gebäude, wie des
Trierer Hauſes des Pfarrhauſes, des ehemaligen
Hoſpitales uſw. kehrte man befriedigt per Bahn heim.
* Heſſiſcher Hof. Heute Mittwoch wird die Kapelle
des Leibgarde=Regiments unter Obermuſikmeiſter Hauske
das erſte Gartenkonzert geben. Eine vorzügliche Vor=
tragsordnung
, welche auch einige Neuheiten enthält,
liefert einige angenehme Stunden. (Siehe Anzeige.)
Zigeuner in Darmſtadt. Es wurde jüngſt auf
dievon Offenbach ab zu erwartende Anſiedelung von
Zgeunern in Darmſtadt hingewieſen. Tatſächlich hatten
ſchrauch im Januar d. Js. 8 Familien hier nieder=
gelaſſen
, ſie ſind aber bereits wieder abgezogen,
a ihnen der Aufenthalt von der Wohnungspolizei
öffenbar verleidet worden iſt.

Eberſtadt, 19. Mai. Man ſchreibt uns: Vorgeſtern
ibend wurde unſer langjähriger, allgemein beliebter und
zeachteter Briefträger Herr Oberpoſtſchaffner Schmidt.
ruf ſeinem Beſtellgange, als er im Begriff war, im drit=
ien
Stock eines Hauſes Alte Darmſtädter Straße einen
Brief abzugeben, vom Herzſchlag getroffen und war ſo=
fort
tot. Unter außerordentlich großer, hier ſelten
geſehener Beteiligung wurde er heute zu Grabe getragen.
Der Verſtorbene war nicht nur ein getreuer, außerordent=
lich
dienſteifriger Beamter, ſondern auch ein ehrlicher,
liebenswürdiger, jederzeit hilfsbereiter Menſch. Die Fa=
milien
, denen er faſt zwei Jahrzehnte die Poſt ins Haus
brachte, verlieren in ihm einen immer gerne geſehenen
Freund.
Ernſthofen, 21. Mai. Der Landwirt Samuel Adam
aus Lützelbach iſt freiwillig aus dem Leben ge=
ſchieden
. Adam gehörte dem Aufſichtsrat der Nieder=
Modauer Kaſſe an und war ein geachteter und recht=
m

ſchaffener Mann. Es ſchmerzte ihn, ſo ſchreibt die W.
Ztg., am meiſten, daß ſein Schwiegerſohn die Veran=
laſſung
zum Zuſammenbruch gegeben hatte. Dieſem
Schmerze gab er öfters in verzweifelter Stimmung Aus=
druck
.
Mainz, 20. Mai. Geſtern vormittag ſcheute an der
Gaſtellſchen Waggonfabrik das Pferd eines Ha upt=
manns
von den 27ern und kam auf dem Geleiſe der
Straßenbahn zu Fall. Dabei ſtürzte der Hauptmann
kopfüber auf die Straße; er wurde in bewußtloſem Zu=
ſtande
ins Vinzenzhoſpital gebracht. Ein Straßen=
bahnunfall
ereignete ſich am Samstag abend am
Neutor. Ein junger Mann, der auf die noch im Fahren
befindliche Straßenbahn aufſpringen wollte, trat fehl
und ſtürzte zu Boden. Der Wagen fuhr ihm quer über
einen Fuß. Der Verletzte wurde ins Rochushoſpital ge=
bracht
.
Mainz, 21. Mai. Eine Dame, die durch die Au=
guſtinerſtraße
ging, fühlte, daß ihr plötzlich ein Gegen=
ſtand
mit großer Heftigkeit auf den Hut geworfen
wurde. Als ſie erſchreckt emporſah, gewahrte ſie noch, wie
die Viktoria Luiſe in geringer Höhe über ihr
ſchwebte. Sie hob dann den Gegenſtand, der ihr auf den
Kopf gefallen war, auf: es war eine ſchwere goldene
Broſche die das Bildnis eines Mannes trug. Der
Schmuckgegenſtand konnte nur aus der Kabine der Vik=
toria
Luiſe einer Dame entfallen ſein. Die Broſche wird
an geeigneter Stelle aufbewahrt, um der Eigentümerin
wieder zugeſtellt werden zu können.
Worms, 21. Mai. Im Hauſe Gauſtraße Nr. 74,
Stadtteil Worms=Neuhauſen, ſtürzte das 3jährige
Töchterchen eines Lokomotivheizers vom Balkon des
erſten Obergeſchoſſes herab in den Hof, wobei es einen
Beinbruch erlitt. Das Kind war in einem unbewachten
Augenblick auf einen Tiſch geklettert, von wo es die
Brüſtung erreichte und darüber hinausfiel. Es wurde,
nachdem ihm von einem zufällig zur Stelle geweſenen
Arzt ein Notverband angelegt war, ins ſtädtiſche Kranken=
haus
gebracht.
Nierſtein, 21. Mai. Ein an der Kiſſelsau ſtatio=
nierter
Bahnwärter beobachtete einen Mann der ſich
in auffallender Weiſe auf dem Leinpfad am Stromufer
herumtrieb. Plötzlich warf der Unbekannte Hut und
Rock auf die Erde und ſtürzte ſich in den Strom,
in deſſen Wellen er nach kurzer Zeit verſchwand. Die
Kleidungsſtücke wurden auf die Bürgermeiſterei zu Nacken=
heim
getragen. Bis jetzt konnte nicht feſtgeſtellt werden,
wer der Lebensmüde iſt.
Bingen, 20. Mai. Als der Schnelldampfer Boruſſia‟
der Köln=Düſſeldorfer Geſellſchaft auf ſeiner Fahrt zu
Berg bei der Burg Rheinſtein angelangt war, mußte er
vor Anker gehen, da ſeine Maſchinen heiß gelau=
fen
waren. Die Paſſagiere mußten das Boot verlaſſen
und mit dem Dampfer der Niederwaldgeſellſchaft ihre
Fahrt nach Bingen fortſetzen. Die Boruſſia konnte erſt
nach ſtundenlangem Aufenthalte weiterfahren.
Heidesheim, 21. Mai. Bei dem Gewitter, das geſtern
abend gegen halb zehn Uhr, von Weſten kommend, über
unſeren Ort zog, ſchlug der Blitz in die fünf Mi=
nuten
vor dem Ort gelegene Behauſung des Landwirts
A. Schlitz. Der Blitz fuhr am Schornſtein, von dem er ein
Stück abſchlug, in die Küche, wo mehrere Familienmit=
glieder
beiſammen waren, ohne denſelben jedoch zu ſcha=
den
. In die Küchenwand riß er ein Loch und nahm ſeinen
Weg in den daneben befindlichen Stall, wo er das Acker=
pferd
erſchlug und eine Kuh betäubte. Das Gewitter
brachte nur mäßigen Regen.
Gießen, 21. Mai. Am Samstag abend zwiſchen 8
und 9 Uhr fand auf dem Sportplatz des Vereins für Be=
wegungsſpiele
an der Marburger Straße die Füllung
des Rieſenluftballons (Syſtem Montgolfiere) zu einem
Probeaufſtieg ſtatt. Kurz nach 9 Uhr ſtieg der B allon
mit Herrn Baumgart auf dem Trapez in die Höhe. Als
das Luftſchiff die Höhe von ſchätzungsweiſe 7080 Meter
erreicht hatte, legte es ſich auf die Seite und durch einen
Riß in der Hülle entſtrömte die heiße Luft. Der Ballon
ſchlug um und ſank. Von einer Höhe von etwa ſechzig
Metern ſauſte der Ballon mit Herrn Baumgart mit rieſi=
ger
Geſchwindigkeit in die Tiefe. Der ſofort gerufene
Arzt konnte an Ort und Stelle keine ernſteren Verletzun=
gen
des Herrn Baumgart feſtſtellen. Auch die nähere
Unterſuchung des Verunglückten ergab, daß keine Lebens=
gefahr
beſteht. Ein aufregender Vorfall, der
beinahe ein Menſchenleben gekoſtet hätte, trug ſich an der
Ecke des Kirchplatzes nach dem Marktplatze zu. Eine
Schulklaſſe vom Lande wollte die Fahrſtraße überſchrei=
ten
, als vom Marktplatz her in raſcher Fahrt ein Rad=
fahrer
ſich näherte. Er läutete, aber die Kinder konnten

in der Verwirrung nicht raſch genug ausweichen, ſo daß
ein Mädchen angefahren wurde und zu Boden fiel. In
demſelben Augenblick kam ein Bierfuhrwerk um die Ecke,
die Pferde gingen über das Kind hinweg und alle Zu=
ſchauer
erwarteten, daß das Kind entweder tot oder doch
ſchwer verletzt herausgezogen werden würde. Statt deſſen
ſtellte es ſich glücklicherweiſe heraus, daß das Kind nur
einige leichte Hautabſchürfungen an der Hand davonge=
tragen
hatte, im übrigen aber völlig unverletzt geblieben
war.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 20. Mai. Die American
Expreß Company ſchickte heute nachmittag zwei Kaſ=
ſenboten
nach der Dresdener Bank, um 100000
Mark abzuholen. Als das Geld abgehoben war,
erklärte der eine der Boten namens Haaſe, er müſſe
dringend austreten. Sein Begleiter begab ſich inzwiſchen
entgegen der Inſtruktion nach der Reichsbank. Als er
in kurzer Zeit wieder auf der Dresdener Bank eintraf,
war Haaſe mit dem Geld verſchwunden. Die
Summe beſteht aus 85000 Mk. in Tauſendmarkſcheinen,
10000 Mk. in Hundertmarkſcheinen, der Reſt aus kleineren
Scheinen. Heute vormittag um 2 Uhr 20 Min. wurden
drei Streckenarbeiter der Bahnmeiſterei II Landsberg
a. d. Warthe auf der Strecke Berlin-Schneidemühl in der
Nähe des Bahnhofes Zantoch auf dem Wege zur Arbeits=
ſtelle
vom D=Zug Nr. 7überfahren und getötet.
Unter den Mannſchaften des Füſilierbatail=
lons
beim erſten Garderegiment zu Fuß in Potsdam
traten zahlreiche Fiſchvergiftungen auf. Es er=
krankten
insgeſamt 69 Mann unter Erbrechen und Un=
wohlſein
. Alle Erkrankten hatten geſtern mittag Schell=
fiſch
gegeſſen, der aus Potsdam bezogen worden war.
Die Unterſuchung iſt ſofort eingeleitet worden. Ueber
Nacht erholten ſich alle Mannſchaften bis auf zwei wieder
ſo weit, daß ſie zum Dienſt erſcheinen konnten. Auch die
beiden noch in Behandlung ſtehenden Füſiliere ſind
außer Lebensgefahr.
Freiburg i. Br., 20. Mai. Aus der weiteren Ver=
handlung
im Prozeß gegen den Lokomotivführer
Platten geht hervor, daß Platten ſchon am Tage nach
der Kataſtrophe ein vollſtändiges Geſtändnis abgelegt
habe. Er gab dem Staatsanwalt in Müllheim gegen=
über
zu, geſchlafen zu haben und durch die Einfahrt in
Müllheim völlig überraſcht worden zu ſein. In Freiburg
hat Platten dem Unterſuchungsrichter erklärt, zugeben zu
müſſen, daß er die Entgleiſung verſchuldet habe. Er ſei
erſt in Müllheim aufgewacht, als der Heizer ihm zurief:
Bremſen Sie doch! Er habe auf der Fahrt gar nicht
mehr gewußt, wo er ſei und was er tue. Bei der Unter=
ſuchung
in der pſychiatriſchen Klinik in Freiburg wurde
von Platten behauptet, daß er ſich in einem krankhaften
Schlafzuſtande befunden habe und ſei erſt nach dem Un=
glück
wieder zu ſich gekommen, als der Heizer ihn auf das
furchtbare Ereignis hinwies. Aus den verleſenen Zeugen=
ausſagen
des Schaffners Mann=Frankfurt a. M., der noch
jetzt krank iſt, geht hervor, daß der Zugführer ſich gewun=
dert
habe, warum der Zug ſo ſchnell laufe und daß er bei
Müllheim nach der Notbremſe gegriffen habe, aber
wenige Sekunden darauf ſei der Zug entgleiſt geweſen.
Sonneberg, 20. Mai. Heute früh brach in Ottmar
Großfeuer aus, das das bekannte Gaſthaus Bauer=
ſachs
bis auf die Grundmauern einäſcherte. Die Wirts=
leute
konnten nur das nackte Leben retten; ebenſo konnte
ſich auch das Dienſtperſonal nur notdürftig bekleidet in
Sicherheit bringen. Es iſt viel Geflügel umgekommen.
Vier Feuerwehrleute, die ein großes Faß Petroleum in
Sicherheit bringen wollten, wurden bei der Exploſion
des Faſſes ſchwer verletzt. Man nimmt Brandſtiftung an.
Magdeburg, 21. Mai. Das große Los der
Preußiſchen Klaſſenlotterie, das in der erſten
Abteilung in eine hieſige Kollekte gefallen iſt, wird durch=
weg
von kleinen Leuten in Achteln geſpielt. Ein Achtel
ging nach Oſchersleben.
Nauen, 21. Mai. Zwei Verbrecher, die drei
Einbrüche verübt hatten und ſchließlich ertappt wur=
den
, ergriffen vor einem Gendarmen und mehreren Bahn=
arbeitern
, die ſie verfolgten, die Flucht. In der Nähe
von Bredow wurden ſie geſtellt. Dabei ſchoß der eine
den Amtsdiener nieder und verſuchte ſich dann ſelbſt
durch einen Schuß zu töten. Sein Komplize flüchtete wei=
ter
, bis er ſchließlich auch geſtellt wurde. Man umzin=
gelte
ihn, worauf er ebenfalls zum Revolver griff und
auf ſeine Verfolger feuerte. Schließlich wurde der Bandit
erſchoſſen. Die Leichen der beiden Verbrecher wurden
nach Bredow gebracht.
Stalluvönen, 20. Mai. Von dem Grenzkommiſ=
ſar
Dreßling ging, wie die Oſtdeutſchen Grenzboten

einen und in den Mainſtrom übergehen, und etwas wie
echter Hafengeruch umfängt uns hier, gemiſcht aus den
Düften beſonnten Waſſers und friſchgeteerten Holzes,
faſt könnte man an die Waterkant ſich verſetzt fühlen. Zur
Linken, am Nordufer des Induſtriehafens, reiht ſich
ſchwarzfunkelnd ein Kohlenlagerplatz an den andern, zur
Rechten ziehen ſich ſonſtige Lagerplätze und Lagerhäuſer
bis ans Südufer des Handelshafens, auf deſſen jenſeitigem
Ufer der allgemeine Handels= und Umſchlagsverkehr ſich
abwickeln wird; dort liegt auch bereits die erſte Zollwerft=
halle
. Rings um die Häfen aber dehnt ſich ein Schienen=
netz
von Hochbahnen, auf denen ſchon jetzt in ſteter Beweg=
ung
überall mächtige fahrbare Krane hin= und herlaufen
und mit ihren weitausholenden Fangarmen unermüdlich
ein= und ausladen.
Wo beide Becken zuſammenfließen, am Kopf der ſie
ſtrennenden Landzunge, erheben ſich die Grundmauern
ſeines Reſtaurants, von dem man künftig eine intereſſante
Ausſicht auf die Hafeneinfahrt genießen wird; dieſer ſo
weit und luftig angelegte, ganz aus dem äſthetiſchen Em=
pfinden
unſerer Zeit heraus entworfene und erbaute Hafen
wird ja überhaupt den ſchönheitsdurſtigen Beſuchern und
Beſchauern reiche Augenweide bieten. Wir überſchreiten
hier die Brücke über den Induſtriehafen, um alsbald auf
die große Brücke zu gelangen, die in gewaltiger Eiſen=
wölbung
die ganze Hafeneinfahrt überquert. Hier
tut ſich weſtwärts der Blick auf den Vorhafen und auf die
Altfrankfurter Stadtſilhoueite am Main auf, während wir
nach Oſten zu noch einmal von erhabenem Standpunkt
zurück ſchauen auf die Hafenbecken und das rieſige Ge=
lände
ringsum. Noch leuchtet von ferne das Grün der
Aecker herüber, die einſt hier in der ganzen Runde ſich brei=
teten
; heut aber denken wir nicht mehr an Ackerbau da=
bei
, ſondern ſehen nur noch das Symbol der Hoffnung,
der Hoffnung auf eine große Zukunft, darin. Man kann
in dieſe lichtflimmernde, zukunfthelle Weite nicht hinaus=
träumen
, ohne auch hier wie beim Univerſitätsprojekt
des weitblickenden, großzügig planenden Mannes zu
gedenken, der ſeine ganze Kraft an die Verwirklichung die=
ſer
verheißungsvollen Pläne geſetzt hat: Oberbürger=
meiſter
Adickes.

Zum Oſthafen und zum neuen Oſtbahnhof iſt
last not least auch ein großer, ſchöner Oſt=Park ge=
ſchaffen
worden, der in dem parkarmen Frankfurt doppelt
begrüßenswert iſt. Er wird in erſter Linie für die Tau=
ſende
, die künftig im Bereich des Hafens ſich müde ar=
beiten
werden, die nächſte und willkommenſte Erholungs=
ſtätte
ſein; eine langgeſtreckte Fußgängerbrücke führt über
das Bahnhofsgebiet zu ihm hinüber. Und am Rande die=
ſes
Parkes beginnen wunderhübſche Arbeiterkolonien,
Einfamilienhäuſer zum Teil, zu entſtehen; hier werden
viele von denen, welchen der neue Hafen Arbeit und Brot
gibt, Wohnungen finden, um die ſie der Mietskaſernen=
bewohner
drinnen in der Stadt beneiden kann. Den Ruf
ſeiner ſozialen Geſinnung hat Frankfurt hier von neuem
bewährt, indem es der gewaltigen wirtſchaftlichen Neu=
ſchöpfung
unmittelbar ein Werk ſozialer Hygiene angeglie=
dert
hat.

Konzerte.

* Am Montag abend fand im Kaiſerſaal ein Kon=
zertdes
Hans A. Haynſchen Frauenchors ( Mu=
ſikſchulchor
Darmſtadt) unter Leitung des Di=
rektors
und Pianiſten Herrn Hans A. Hayn
ſtatt, in dem nur reſpektable Leiſtungen gebo=
ten
wurden. Neben dem Frauenchor wirk=
ten
als Soliſten mit: Herr Hans A. Hayn und Frl.
Ella Hayn (Klavier), die Damen Frl. Anna Kröm=
melbein
(Sopran), Frl. Agathe Landzettel (Alt),
Frl. Anna Supp (Deklamation) und Herr Wilhelm
Horn (Violine).
Der Chor trug im erſten Teil die Mozartſche Hymne
Preis Dir Gottheit mit Soloſtimmen, die Chöre Roſe
und Nachtigall mit Violinbegleitung von Meyer= Olbers=
leben
, und Der Mai von Ferdinand Hummel vor. Der
Vortrag legte von einer vortrefflichen Schule und guter
Diſziplin Zeugnis ab. Die Reinheit der Intonation im
einzelnen und die Sauberkeit und Akkurateſſe des
Enſemblegeſanges, durch die ſich der Chor auszeichnet, ver=
dienen
doppelte Anerkennung, wenn man die Schwierig=
keiten
in Ermägung zieht, die dem Leiter eines ſolchen

Chors aus der Verſchiedenheit des Alters und des ſtimm=
lichen
Materials der Mitwirkenden erwachſen. Wie als
Dirigent, ſo bewährte ſich Herr Hans A. Hayn auch als
Pianiſt, als welcher er in dem Vortrag dreier ſchwieriger,
brillant gearbeiteter Stücke des geiſtreichen norwegiſchen
Komponiſten Grieg, einer Transſkription des Preisliedes
aus den Meiſterſingern von Jaell und der 12. ungari=
ſchen
Rhapſodie von Liſzt höchſten Anforderungen ent=
ſprach
. Ganz prächtig ſpielte er die Transſkription des
Feuerzaubers aus der Walküre die er als Zugabe
folgen ließ.
Der jugendliche Violiniſt Herr Wilhelm Horn, ein
Schüler der Haynſchen Muſikſchule, der den Violinpart
in dem genannten Frauenchor geſpielt hatte, beteiligte
ſich ſoliſtiſch an der Ausführung des Programms weiter
mit dem Vortrag zweier Stücke. Romanze Op. 26 von
Svendſen, und Scénes de la Cſärda 4 von Hubay, mit
denen er einen ſo durchſchlagenden Erfolg erzielte, daß
er ſich zu einer Zugabe, Gavotte von Goſſec, genötigt
ſah. Frappierend ſind an dem Spiel des jungen Violini=
ſten
die Schönheit und die Seele ſeines Tones, mit denen
ſich eine für ſein Alter ungewöhnliche Technik vereinigt.
Jedenfalls iſt er ein Talent, das ſich in der Stille ge=
bildet
hat und zu ſchönen Hoffnungen berechtigt, wenn
ihm auch fernerhin, wie bisher, eine tüchtige Ausbildung
zur Seite ſteht.
Den Schluß des Programms bildete die Märchen=
dichtung
von Fritz Werner (Muſik von Attenhofer) Die
falſche Prinzeſſin Frauenchor für Sopran= und Altſolo
mit verbindender Deklamation. Es iſt eine in popu=
lärem
Stile gehaltene gefällige, freilich etwas langaus=
gedehnte
Kompoſition, deren Soli von den Damen Frl.
Krömmelbein und Frl. Landzettel hübſch ge=
ſungen
wurden, während der verbindende Text von Frl.
Anna Supp, einer Schülerin des Herrn Hofſchauſpie=
lers
Baumeiſter, mit Geſchmack und ſchöner Empfindung
geſprochen wurde. Die Klavierbegleitung zu den Chö=
ren
lag bei Frl. Hayn in berufenen Händen.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Nummer 119.

mitteilen, in Eydtkuhnen ein Brief an ſeine Frau ein,
in welchem er beſtätigt, daß er ſich in Suwalki in Unter=
ſuchungshaft
befindet. Wann die gerichtliche Verhand=
lung
dort ſtattfindet, iſt noch nicht bekannt.
Paris, 21. Mai. Die Agence Havas berichtigt die
Meldung vom 19. d. M. aus Cherbourg dahin, daß nicht
der Dampfer Kronprinzeſſin Cecilie ſondern der am
17. Mai von New=York abgegangene Dampfer Kai=
ſerin
Auguſte Viktoria Schiffbrüchige eines un=
bekannten
Dampfers aufgenommen habe.
Paris, 21. Mai. In einem verrufenen Viertel Tou=
lons
war in der vergangenen Nacht auf der Straße ein
Kampf zwiſchen Apachen ausgebrochen. Einer
derſelben namens Bour, der einen anderen tödlich verletzt
hatte, feuerte auf die Schutzleute und Gendarmen, die
ihn verfolgten, aus einem Revolver und tötete einen
Gendarmen. Nach längerem Kampfe gelang es, Bour
feſtzunehmen, der von der Menge gelyncht worden wäre,
wenn er nicht von der Polizei beſchützt worden wäre.
Brüſſel, 21. Mai. Seit zirka 14 Tagen zirkulierte in
Brüſſel das Gerücht von einem Drama, das ſich im
Königlichen Schloſſe abgeſpielt haben ſoll. Es
hieß, die Königin habe den König in intimer Unter=
haltung
mit der Kammerfrau getroffen und dieſe durch
einen Revolverſchuß getötet. Der König erfuhr heute
von dieſem Gerücht und bat ſeinen Privatſekretär, einen
Vertreter der Brüſſeler Preſſe und der Agence
Havas zu erſuchen, in der Oeffentlichkeit die Erklärung
abzugeben, daß dieſe Gerüchte jeder Grundlage
entbehrten und daß es ſich um eine elende Verleum=
dung
handele. Der Staatsanwalt wurde beauftragt,
gegen den Urheber der Gerüchte Strafantrag zu
ſtellen. Es ſoll bereits gegen drei Perſonen Strafan=
trag
geſtellt ſein. Das Dementi, das geſtern abend von
den Blättern veröffentlicht wurde, ruft allgemeine Be=
friedigung
hervor. Die ganze Bevölkerung iſt über die
Verbreiter dieſer unwahren Gerüchte in höchſtem Maße
entrüſtet.
London, 20. Mai. Das Urteil über den Arbeiter=
führer
Tom Mann, der während des Grubenarbeiter=
ſtreiks
die Soldaten aufgefordert hatte, dem Befehl, auf
die Streikenden zu ſchießen, nicht zu gehorchen, iſt von
ſechs auf zwei Monate herabgeſetzt worden.
London, 21. Mai. Zu der geſtrigen Verhandlung
vor der Titanic= Unterſuchungskommiſſion erſchien
wieder die Creme der engliſchen Geſellſchaft. Sir und
Lady Cosmo Duff Gordon wandten ſich energiſch
gegen die direkte Anſchuldigung, die Rettung anderer im
Waſſer treibender Schiffbrüchiger verhindert zu haben.
Lady Gordon leugnete, mit dem in der New=Yorker
Hearſt=Preſſe erſchienenen dramatiſchen Rettungsberichte
etwas zu tun zu haben und erklärte, ſie habe nur einem
Freunde gelegentlich eines Diners in New=York von
ihren Erlebniſſen erzählt. Dieſer habe es einem Hearſt=
Reporter wiedererzählt, der dann aber die Erzählung für
ſeinen Artikel ausgeſchmückt habe. Sie lehne jede Ver=
antwortung
dafür ab. Sie habe tatſächlich entſetzliche
Schreie gehört, aber nicht vorgeſchlagen, zurückzurudern.
New=York, 20. Mai. Die Verhandlung des
Prozeſſes gegen den Kaffeetruſt iſt auf Frei=
tag
vertagt worden. Der Prozeß erregt viel Aufſehen.

Zum neuen Straßenbahntarif.

D Es herrſchen im Publikum noch vielfach Unklar=
heiten
über die neuen Tarifbeſtimmungen für die Darm=
ſtädter
Straßenbahn (elektriſche Bahn und Dampfbahn).
Fehler in der Benutzung der Linien beim Umſteigen, bei
Löſung der Fahrſcheine uſw. und daraus entſtehende Un=
annehmlichkeiten
ſind die Folge. Zur Regelung des Ver=
kehrsdienſtes
lund zur ordnungsmäßigen Durchführung
des Betriebes ſind für die Benutzung der Straßenbahn
beſondere Ausführungsbeſtimmungen zur Eiſenbahnver=
kehrsordnung
für die Eiſenbahnen Deutſchlands erlaſſen.
Der Tarif und die Tarifbeſtimmungen ſind zwar käuflich
zu haben, es wird jedoch hiervon nicht in dem Maße Ge=
brauch
gemacht, daß hierdurch eine allgemeine Kenntnis
dieſer für das Publikum wichtigen Beſtimmungen er=
reicht
werden könnte Eine auch nur auszugsweiſe Wie=
dergabe
der wichtigſten Beſtimmungen auf den Fahrſchei=
nen
iſt natürlich auch nicht möglich. Es ſei deshalb aus
dem Straßenbahntarif hierdurch folgendes mitgeteilt:
1. Ein Kind unter 6 Jahren in Begleitung einer er=
wachſenen
Perſon, für das kein beſonderer Platz verlangt

wird, iſt frei; für je zwei Kinder unter 6 Jahren, ebenſo
für jedes mindeſtens 6 Jahre alte Kind iſt das Fahrgeld
für eine Perſon zu zahlen.
2. Jeder Fahrgaſt, der nicht im Beſitz eines Fahrt=
ausweiſes
iſt, hat ſofort nach Beſteigen des Wagens
einen Fahrſchein unter ausdrücklicher Angabe des Fahrt=
zieles
vom Schaffner zu löſen.
3. Es darf an den Haltepunkten einer Strecke, über
die mehrere Linien verkehren, nur ein direkt nach dem
Fahrtziel verkehrender Wagen benutzt werden. Ein Um=
ſteigen
von einer Linie auf die andere iſt nur erlaubt
wenn es an dem Ausgangspunkt der Fahrt nicht möglich
iſt, einen direkt nach dem Fahrtziel verkehrenden Wagen
zu benutzen. Beim Umſteigen iſt alsdann die vom Schaff=
ner
auf dem Fahrſchein gelochte Umſteigeſtelle zu be=
nutzen
. Einſatzwagen, d. h. nicht fahrplanmäßige Wa=
gen
, bei denen die Richtungsſchilder umgelegt und die
Richtungsaufſchriften nicht erſichtlich ſind, können unbe=
ſchränkt
benützt werden. Die Umſteigefahrſcheine
gelten zur Weiterfahrt von der feſtgeſetzten Umſteigeſtelle
ab mit dem nächſt anſchließenden, nicht vollbeſetzten Wa=
gen
und haben keine Gültigkeit, wenn die Fahrt von
einem anderen Haltepunkt aus fortgeſetzt wird.
4. Zur Vermeidung von Weiterungen und nochmali=
ger
Fahrgeldentrichtung haben die Fahrgäſte zu prüfen,
ob auf dem gelöſten Fahrſchein die Einſteige= und Um=
ſteigeſtelle
und die Zeit der Löſung vom Schaffner richtig
gekennzeichnet wurde und ob der aufgedruckte Fahrpreis
dem gezahlten Betrag entſpricht. Zur Erläuterung des
vorſtehend Geſagten ſei als Beiſpiel angeführt, daß vom
Haſuptbahnhof oder einer Halteſtelle der Rheinſtraße,
vom Schloß oder Markt aus zur Fahrt nach dem Böllen=
falltor
nicht die Wagen der blauen oder roten Linie zu
benutzen ſind, ſondern nur die nach dem Böllenfalltor
direkt verkehrenden Wagen der weißen Linie, wenn man
nicht doppeltes Fahrgeld entrichten will. Wird von
einem der genannten Ausgangspunkte der Fahrt in vor=
ſtehendem
Falle dennoch ein blauer oder roter Wagen zu=
nächſt
benutzt und der direkte Streckenwagen nicht abge=
wartet
, ſo erhält der Fahrgaſt keinen Umſteigefahrſchein
und iſt gezwungen, beim Umſteigen nochmals einen Fahr=
ſchein
zu löſen. Eine ſolche Vorſchrift beſteht bei
allen größeren Straßenbahnen und iſt berechtigt, weil
der Fahrgaſt bei dem unnötigen Umſteigen doch nicht eher
ans Ziel gelangen kann, als wenn er den direkt verkeh=
renden
Wagen abwartet. Dabei nimmt er jedoch unnö=
tiger
Weiſe bei ſtark beſetzten Wagen, bei ſtarkem Verkehr
am Hauptbahnhof, an Regen= und Sonntagen, ſolchen
Fahrgäſten den Platz weg, die mit dem Wagen direkt
nach ihrem Fahrtziel gelangen könnten und nun auf den
nächſten Wagen warten müſſen, bei dem ſich für ſie viel=
leicht
das gleiche Mißgeſchick wiederholt.
5. Das Fahrgeld iſt abgezählt bereit zu halten. Die
Schaffner ſind zum Geldwechſeln nur verpflichtet. ſoweit
ſie genügende Scheidemünze beſitzen. Das Wechſeln des
dem Schaffner als Zahlung übergebenen Geldſtückes
kann dieſer verſchieden, bis er die Ausgabe von Fahr=
ſcheinen
an die im Wagen befindlichen Fahrgäſte been=
det
hat.
6. Die Fahrſcheine ſind von den Fahrgäſten bis zum
Schluß der Fahrt aufzubewahren und den Kontrollbeam=
ten
offen auszuhändigen. Ungültig iſt jeder Fahrſchein,
der zerriſſen oder ſo beſchädigt iſt, daß der Druck, die
Kontrollzeichen, ſowie die Zeit der Löſung darauf unvoll=
ſtändig
oder unerkennbar ſind.
7. Wer ohne gültigen Fahrſchein im Zuge betroffen
wird, nachdem der Fahrſcheinverkauf bei den zugeſtiegenen
Perſonen beendet war, oder ſich auf die Frage des
Schaffners Iſt noch jemand ohne Fahrſchein nicht ſo=
fort
zur Fahrgeldentrichtung meldet, oder wer die Vor=
zeigung
ſeines Fahrtausweiſes verweigert, hat für eine
Nachlöſekarte neben dem gewöhnlichen Fahrpreis für die
Weiterfahrt einen erhöhten Fahrpreis von 1 Mark zu
zahlen. Bei Zahlungsverweigerung erfolgt Ausſchluß
von der Fahrt und die Forderung erhöht ſich auf 4 Mark.
8. Eine Zurücknahme, ein Umtauſch oder eine Gül=
tigkeitsverlängerung
gelöſter Fahrſcheine findet nicht
ſtatt. Für jeden infolge falſcher oder ungenauer Anfor=
derung
vom Fahrſcheinblock des Schaffners abgetrennten
Fahrſchein iſt der aufgedruckte Fahrpreis zu zahlen.
9. Fahrtunterbrechungen auf Fahr=
ſcheine
ſind unzuläſſig. (In einem Wagen, der

nur auf einer Teilſtrecke verkehrt, werden demnach direk
Fahrſcheine zur Weiterfahrt über dieſe Teilſtrecke hinar
nicht ausgegeben.) Will z. B. jemand nach Hirſchköp
oder Böllenfalltor fahren, ſo wird er nicht zunächſt eine
nur bis Taunusſtraße oder Heerdweg fahrenden Wage
benutzen und an dieſen Halteſtellen warten, bis ein na
den Endpunkten durchgehender Wagen kommt, er wi
vielmehr gleich von Beginn der Fahrt an einen b
Hirſchköpfe und Böllenfalltor durchfahrenden Wage
nehmen. Es würde ihn ſonſt, wie bei dem nicht zuläſſ
gen, oben erläuterten Umſteigen, der Nachteil der Entrie
tung doppelten Fahrgeldes treffen.
10. Die Mitnahme von Hunden iſt nur im Verke
von und nach Arheilgen, Eberſtadt, Griesheim, Hirſe
köpfe und Böllenfalltor widerruflich verſuchsweiſe geſta
tet. Es darf gleichzeitig nur ein Hund auf der vorder
Plattform eines Triebwagens befördert werden. A
der vorderen Plattform eines Anhängewagens ſind zw
Hunde zugelaſſen. Der Führer muß mit ſeinem ang
leinten Hund auf dem der Einſteigeſeite entgegengeſetzt=
Raum der Plattform Platz nehmen. Für den Hund
der Fahrpreis für eine Perſon zu entrichten.
11. Handgepäck darf gebührenfrei in den Wagen m
genommen werden, wenn die Mitfahrenden dadurch nie
beläſtigt werden, Steuer= und Polizeivorſchriften nie
entgegenſtehen und kein beſonderer Platz dafür beanſprue
wird. Größere Gepäckſtücke, die nach dem Ermeſſen d
Schaffners und unter den vorſtehenden Vorausſetzunge
beförderungsfähig ſind, dürfen auf der vorderen Plar
form mitgeführt werden, wenn der Raum dreier Ste
plätze hierzu ausreicht und nicht durch Fahrgäſte beſe
iſt, denen kein anderer Platz im Wagen angewieſen we
den kann. Als Fracht iſt der Perſonenfahrpreis für e
Stück Gepäck zu entrichten.

IX. Lawn=Tennis=Turnier des Schlittſchuhklul
Sportvereins.

* Das rege Intereſſe, das ſeit Jahren allen Veranſta
tungen des Sportvereins und ganz beſonders dem al
jährlich ſtattfindenden Turnier entgegengebracht wird, hi
auch dieſes Jahr dem 9. Internationalen Lawn
Tennis=Turnier eine große Anzahl Teilnehme
und Zuſchauer während der Turniertage zugeführt. D
Teilnehmerzahl war mit 314 Meldungen wieder eir=
höhere
wie im Vorjahre und der Beſuch war ebenfall=
ſehr
gut. Wenn nun gar die Hütte einem dem Sportpla=
würdigen
Sporthaus Platz gemacht haben wird, wa
im nächſten Jahre, wie wir hören, der Fall ſein wird,
werden die Veranſtaltungen des Sportvereins ſicher noe‟
mehr wie jetzt einen großen Anziehungspunkt für das ſpor
liebende Publikum bilden. Daß unſer Darmſtädter Tur=
nier
auch außerhalb einen guten Ruf genießt, beweiſt di
Tatſache, daß der beſte deutſche Spieler Froitzhein
gemeldet hatte. Leider war er aber im letzten Augen=
blick
zu kommen verhindert, doch war eine ganze Reih=
anderer
ausgezeichneter auswärtiger Spielerinnen un
Spieler dem Rufe zum Wettſpiele gefolgt. Zu dem Er
folg und ſchönen glatten Verlauf des Turniers trug nich
zum geringſten die vorzügliche Vorbereitung und Leitun
durch die Herren Dr. Flimm und Fitting bei.
Nachſtehend laſſen wir die Reſultate des Tur=
niers
folgen:
1. Heoren Einzelſpiel um den Pokal
von Heſſen. 21. Meldungen. 1. Preis v. Biſſiſg
(Wanderpreis, geſtiftet von Sr. Königl. Hoheit dem Groß=
herzog
und einen Ehrenpreis); 2. Preis Dr. Fittingie
einen 3. Preis v. Nariſchkin und Krengel.
II. Herren=Einzelſpiel um die Meiſter
ſchaft von Darmſtadt. 25 Meldungen. 1.Preis
v. Biſſing o. S. (Meiſterpreis, geſtiftet von Herrn und
Frau E. Piſtor); 2. Preis v. Nariſchkin; je einen 3. Preis
Dr. Fitting, H. Müller.
III. Herren=Doppelſpiel ohne Vorgabe
9 Meldungen. Je einen 1. Preis v. Biſſing-Dr. Fitting
je einen 2. Preis Bonte-Flimm.
IV. Damen=Einzelſpiel ohne Vorgabe.2.
Meldungen. 1. Preis Frl. Salin=Frankfurt; 2. Preis Frl
v. Enckevort.
V. Gemiſchtes Doppelſpiel ohne Vor
gabe. 14 Meldungen. Je einen 1. Preis Frl. Bam

Feuilleton.

C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vergl. Nr. 93 die=
ſes
Blattes vom 20. April). Der wegen ſeiner Wetter=
wendigkeit
ſprichwörtlich gewordene April machte wäh=
rend
ſeiner erſten Hälfte ſeinem Rufe alle Ehre, während
die zweite Hälfte von ſeltener Beſtändigkeit war. Froſt
und Schnee herrſchten beſonders vom 2. bis 4. und 10. bis
14., worauf allmählich bedeutende Erwärmung eintrat.
Die Monatsmittel der Temperatur ſchwanken zwiſchen
9,8 Grad Celſius in Mainz und 6,4 in Neunkirchen, wäh=
rend
hinſichtlich der Höchſtſtände Mainz mit 20,7 und
Michelſtadt mit 18,8 Grad die Gegenſätze bilden. ( Darm=
ſtadt
: 19,6). Die niedrigſte Temperatur wurde am 13. in
Michelſtadt mit 6,0 Grad gemeſſen, während Mainz am
gleichen Tage nur 0,7 aufwies. (Darmſtadt: 3,2).
Auch die Zahl der Froſttage ſchwankte beträchtlich. In
Lauterbach gab es nicht weniger als 15, in Mainz nur 2.
(Darmſtadt: 7). Die Bewölkung war für die Jahreszeit
bei vorherrſchenden Winden aus dem Nordoſtquadranten
gering, wobei Alzey mit 44 und Bad=Nauheim mit 59
Prozent die Gegenſätze bilden. (Darmſtadt: 48). Damit
hängt auch die ungemeine Trockenheit des Monats zuſam=
men
. In Darmſtadt wurde nur eine Menge von 11,6
Millimeter gemeſſen (26,4 unter normal) und Gerns=
heim
als der trockenſte Ort des Landes wies nur 5,2 Milli=
meter
auf. Selbſt in Herchenhain und Gedern, die zu den
niederſchlagsreichſten Punkten gehören, wurden nur 41,6
Millimeter verzeichnet. Schnee fehlte nur in Worms und
Viernheim, während in Herbſtein 7 Schneetage notiert
wurden. (Darmſtadt: 3). Hagel fiel nur vereinzelt, wo=
gegen
die Zahl der Tage mit Graupen an verſchiedenen
Orten des Odenwaldes und Vogelsberges ſich auf 34
belief. An 29 Stationen (unter 70) wurde ein Gewitter
beobachtet. Die Waſſerſtände von Rhein und Main zeig=
ten
anfänglich geringe Schwankungen und fielen dann
ſtändig infolge der Trockenheit. Bei erſterem Fluſſe lag
das Mittel der Waſſerſtände 37 bis 94 Zentimeter unter
dem ſechzigjährigen Aprildurchſchnitt.
Eine Weltſprache, die jedermann verſteht. Ein
franzöſiſcher Sprachkundiger, der als vereidigter Ueber=
ſetzer
am Pariſer Appellationshof wirkt, hat ein Syſtem
erſonnen, das einen klaren, einfachen und müheloſen
ſchriftlichen Verkehr zwiſchen Angehörigen aller Nationen
ermöglicht: ein Syſtem, das weder Studium noch eine
Vorbereitungsarbeit erfordert. Der Erfinder dieſes ori=
ginellen
Verfahrens, Joſeph Orſat, bedient ſich einfach

der Ziffern und in der Tat läßt ſeine Methode an Ein=
fachheit
und Klarheit nichts zu wünſchen übrig. Orſat
verfaßt für jede Sprache ein grammatiſches Wörterbuch,
das aus zwei Teilen beſteht. Der erſte Teil bringt die
Wörter mit Deklinationen und Konjugationen in alpha=
betiſcher
Reihenfolge und hinter jedem Wort iſt eine be=
ſtimmte
Ziffer angegeben. Der zweite Teil bringt die Zif=
fern
, ihrer Reihenfolge nach und hinter jeder Ziffer das
Wort, das ſie bedeutet. Aus dem Wörterbuch dieſes
Syſtems entnehmen wir als Probe folgende Beiſpiele: Im
erſten Teil leſen wir etwa: In = 1, haben 8, wir haben
19, ihr habt 20, Gepäck 26, erhalten 331. Im
zweiten Teil finden wir dasſelbe in der Reihenfolge der
Ziffern, alſo etwa 1 in, 18 haben, 19 wir haben
uſw. Nun ſind die verſchiedenen Wörterbücher für alle
Sprachen genau nach der gleichen Zahlenbedeutung be=
arbeitet
, man braucht alſo nur das Ziffernverzeichnis für
die eigene Sprache und hat die Gewißheit, daß der anders
ſprechende Korreſpondent die Bedeutung der ihm mitge=
teilten
Ziffern ohne weiteres aus ſeinem Wörterbuch ent=
nehmen
wird. Wenn alſo ein Deutſcher, der nicht italie=
niſch
ſchreiben kann, ſeinem italieniſchen Geſchäftsfreunde
z. B. mitteilen will: Wir haben Gepäck erhalten ſo
ſchreibt er auf Grund ſeines Wörterbuches einfach: 19
331 26. Der Italiener ſchlägt nach und findet in
ſeinem Ziffernverzeichnis, daß 19 wir haben heißt. 331
erhalten 26 Gepäck: die Bedeutung der Mitteilung
iſt ihm alſo klar und ein Irrtum ausgeſchloſſen. Auf dieſe
Weiſe kann ſich ein Franzoſe ſchriftlich ebenſo gut mit
einem Chineſen verſtändigen, wie ein Deutſcher mit einem
Japaner uſw. Die Methode, über die die Illuſtration be=
richtet
, ermöglicht einen müheloſen ſchriftlichen Verkehr
und läßt ſich auch für telegraphiſche Mitteilungen verwen=
den
, ohne ſich mit den Telegrammcodes zu berühren, die
ja nicht eine Verſtändigung zwiſchen anders ſprechenden
Beteiligten erſtreben, ſondern in erſter Linie eine Ver=
billigung
der drahtlichen Verſtändigung.
K. Das Begräbnis des Titanic=Kapellmeiſters. In
der ſtillen Landſtadt Colne in der Grafſchaft Lancaſhire
war der kleine Kirchhof am Samstag der Schauplatz eines
ergreifenden Epiloges zu der Titanic,=Kataſtrophe: der
tapfere Kapellmeiſter der Titanic Wallace Hartley,
wurde feierlich zur letzten Ruhe beigeſetzt. Von weither
aus der Umgegend waren die Leute in die Heimatſtadt
des unglücklichen Muſikers gekommen, um dem ſo tapfer
in den Tod Gegangenen die letzte Ehre zu erweiſen. In
der ganzen Stadt waren die Läden geſchloſſen, überall

flatterten Fahnen, melancholiſch auf Halbmaſt geſenkt, und
die Straßen, die der Leichenzug nehmen mußte, waren zu
beiden Seiten mit dichten Menſchenmaſſen beſetzt. Man
ſchätzt die Zahl derer, die auf dieſe Weiſe an dem Leichen
begängnis teilnahmen, auf 30000; wortlos und ſtumn
ſtand dieſe gewaltige Menge, und als im langſamen
Schritt der Totenwagen vorüberzog, gefolgt von den Kut
ſchen mit den Angehörigen des Verblichenen, zog alle
den Hut und ließ barhaupt den Trauerzug vorüberziehen=
Von der kleinen Methodiſtenkapelle, in der Hartleys Vate
25 Jahre lang Chormeiſter geweſen war und in der de
Sohn als Chorknabe ſeine muſikaliſche Laufbahn begann
bewegte ſich der Zug zum Kirchhof; die Stadt Colne hatt=
eine
Deputation geſandt, ebenſo das Territorial=Regiment
dem Hartley angehört hatte, vor allem aber die Muſik
vereine und Muſikorganiſationen der Umgegend. Fün
Muſikkapellen begleiteten mit den Klängen eines Trauer=
marſches
die Bahre, und als auf dem Friedhofe der Sare
beigeſetzt wurde, begannen die verſammelten Chöre der
Hymnus Näher zu dir, mein Gott anzuſtimmen, der
Hartley ſeiner wackeren Kapelle dirigierte, als die Ti
tanic ſank und nur noch der ſichere Tod der Muſiker harrte
Und während die weithin hallenden, getragenen Klänge
dieſes Chorals durch die Lüfte zitterten, ſah man aus den
Augen der Sänger die Tränen rinnen. Nun ruht der
heldenmütige Kapellmeiſter in heimatlicher Erde und ſein
Andenken wird fortleben als das eines Mannes, der
furchtlos im Angeſicht des Todes die Allgewalt der Muſil
anrief, um Hunderten von verzweifelten Menſchen noch
in ihren letzten Minuten den ſchwachen Troſt zu ſpenden,
der in jenen Stunden allein noch in menſchlicher Machtlag.
* Die Beſteuerung von Junggeſellen und kinderloſen
Ehepaaren. Der Nationale Kongreß amerikaniſcher Müt=
ter
, der zurzeit in Chicago tagt, hat, wie die Londoner
Zeitungen berichten, eine geharniſchte Reſolution gegen
die Selbſtſucht der Junggeſellen und kinderloſen Ehepaare
gefaßt. In dieſer Reſolution werden die geſetzgebenden
Körperſchaften aller Einzelſtaaten aufgefordert, Geſetze zu
erlaſſen, nach denen jeder Junggeſelle und jedes kinderloſe
Ehepaar mit einem Mindeſteinkommen von 80 Mark
wöchentlich gezwungen ſein ſoll, ein ſchutzloſes Kind zu
erhalten. Bevor dieſe Reſolution angenommen wurde,
hielt Dr. Erneſt Coulter, der früher Beiſitzender des New=
Yorker. Jugendgerichtshofes war, und als Autorität in
Erziehungsfragen gilt, einen Vortrag, in dem er die For=
derungen
der Reſolution begründete. Er ſagte: Es gibt
keine ſchreiendere Ungerechtigkeit, als daß ein Mann, der

[ ][  ][ ]

Nummer 119.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Seite 5.

berger-Goſewich; je einen 2. Preis Frl. Flinſch-Dr.
Fitting.
Vla. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
Klaſſe A. 27 Meldungen. 1. Preis Flimm o. S.; 2. Preis
Lt. Daub (Worms); je einen 3. Preis v. Biſſing, Krengel.
Vlb. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
Klaſſe B. 29 Meldungen. 1. Preis Dintelmann; 2. Preis
Reinhart; je einen 3. Preis Roßbach und Jakobi.
VII. Damen=Einzelſpiel mit Vorgabe.
34 Meldungen. 1. Preis Frl. Weihermann; 2. Preis Frl.
Schott; je einen 3. Preis Frl. Lott und Frl. Dexheimer.
VIII. Herren=Doppelſpiel mit Vorgabe.
15 Meldungen. Je einen 1. Preis v. Biſſing-Dr. Fitting;
je einen 2. Preis Oblt. Freienſehner-Weidenhammer
(Worms).
IX. Herren= und Damen Doppelſpiel
mit Vorgabe. 27 Meldungen. Je einen 1. Preis Frl.
Dexheimer-v. Nariſchkin; je einen 2. Preis Frl. Schott-
Krengel.
X. Junioren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
16 Meldungen. 1. Preis Buß (Mannheim); 2. Preis
Bonte; je einen 3. Preis Weber, Reinhart.
Nach Verteilung der Preiſe dankte Herr Dr. Flimm
allen Turnierteilnehmern und beſonders den auswärtigen
Spielerinnen und Spielern für ihre Beteiligung mit dem
Wunſche, ſie nächſtes Jahr wieder hier begrüßen zu kön=
nen
. Beſonderen Dank iſt der Schlittſchuhklub=Sportverein
auch ſämtlichen Stiftern von Preiſen oder Zuſchüſſen zur An=
ſchaffung
ſolcher ſchuldig, da es nur dadurch möglich war,
ſo ſchöne wertvolle Preiſe für die Konkurrenzen beſchaffen
zu können.

Zweiter deutſcher Zuverläſſigkeitsflug
am Oberrhein.

Letzter Tag: Zuverläſſigkeitsflug Freiburg-Konſtanz mit
Schwarzwaldüberquerung: ca. 105 Kilometer.
* Freiburg, 21. Mai. Zur ſiebenten und letzten
Etappe Freiburg-Konſtanz über den Schwarzwald ſtar=
teten
heute morgen vom hieſigen Flugplatz Oberleutnant
Barends 4,35 Uhr, Leutnant Mahnke 4,36 Uhr,
Rittmeiſter Graf Wolffskeel 4,38 Uhr, und Ober=
ingenieur
Hirth 4,53 Uhr. Wie aus Konſtanz ge=
meldet
wird, ſind die Flieger mit folgenden Ankunfts=
zeiten
eingetroffen: Hirth um 6,08 Uhr, Ba=
rends
6,10 Uhr. Graf Wolffskeel 6,14 Uhr u. Leut=
nant
Mahnke 6 Uhr 14 Min. 10 Sek. Leutnant Fiſch
beabſichtigt gegen 7 Uhr aufzuſteigen, um über Baſel das
Rheintal hinauf gegen Konſtanz zu fliegen.
Gegen 5,30 Uhr erſchien das Luftſchiff Z. 12"
über Freiburg mit Graf Zeppelin in der Gondel.
Nach prächtigen Schleifen und Kreuzflügen kehrte der
Luftkreuzer wieder nach Friedrichshafen zurück.

nicht heiratet, dasſelbe Einkommen hat wie ſein Kamerad
der für Frau und mehrere Kinder zu ſorgen hat. Der
erſtere iſt vom ſozialen Geſichtspunkt eine Drohne, der
andere ein nützlicher Staatsbürger, der eine muß verzwei=
felt
um ſeine Exiſtenz kämpfen, der andere kann das Geld,
das der Kamerad für die Ernährung und Erziehung ſeiner
Familie ausgibt, für hübſche Krawatten und guten Whisky
(verwenden. Hier ſollte der Staat wenigſtens in kleinem
Maße einen Ausgleich herbeiführen. Es ſoll dem Jung=
igeſellen
, der ein beſtimmtes Alter erreicht hat und ein
igenügendes Einkommen beſitzt, die Wahl geſtellt werden,
ein heimatloſes, armes Kind zu ſich zu nehmen, oder, wenn
ſer das nicht will, 800 Mark jährlich für die Unterbringung
des Kindes zu zahlen. Genau ſo ſoll man mit Ehepaaren
verfahren, die nach etwa zehnjähriger Ehe kein Kind haben.
Das wäre für viele Ehepaare, die ihrer Kinderloſigkeit
halber ſchrullige, ungenießbare Menſchen werden, ein
SSegen, eine Wohltat für die Kinder und zugleich das beſte
Mittel, um dem zunehmenden Raſſenſelbſtmord in Ame=
frika
zu ſteuern. Da dem Kongreß ſehr viele hervorragende
Amerikaner beiwohnen, ſo iſt es wahrſcheinlich, daß dem=
nächſt
in einzelnen Staaten derartige Beſteuerungen ein=
geführt
werden.
* Ein Abnormitäten=Kongreß. Man hat ſchon die
mannigfaltigſten Kongreſſe in Berlin tagen geſehen. Alle
möglichen Berufsſtände ſind hier zuſammengetreten, um
über Standesintereſſen zu reden und zu raten. Daß aber
die letzten Azteken, der Haarmenſch, das Bärenweib, die
lſiameſiſchen Zwillinge, der Löwenmenſch, die Frau mit
der Pferdemähne, die Dame ohne Unterleib, und was ſich
iſonſt noch von Attraktionen dieſer Art in Schaubnden
jund Panoptikums zu zeigen pflegt, zu einem Kongreß
zuſammenkommen, dürfte noch nicht vorgekommen ſein.
Dieſe Seltſamkeit wird aber in Berlin geſchehen, und
fzwar im Juni und Juli, wo ſich, nach der Fachzeitſchrift
der Schauſteller, Der Komet, in der Reichshauptſtadt die
hervorragendſten Beſitzer von lebenden Abnormitäten
zuſammenfinden werden, um in öffentlichen Sitzungen
über die Hebung der Standesintereſſen zu verhandeln.
Anſchließend an den Kongreß ſoll eine Ausſtellung aller
ſich meldenden Abnormitäten ſtattfinden, um zum erſten
Male eine umfaſſende Ueberſicht von allen Abarten des
menſchlichen Organismus zu geben. Wie die Leitung
des Paſſage=Panoptikums mitteilt, ſoll die Ausſtellung
mit Demonſtrations=Vorträgen in den Räumen dieſes
Panoptikums ſtattfinden, die zu dieſem Zweck umgebaut
werden.

Luftfahrt.

Die erſte deutſche Luftpoſt.
Mit Genehmigung der Poſtämter Heidelberg und
Mannheim wurde, wie ſchon gemeldet, bei den Ueberland=
flügen
von Mannheim nach Heidelberg und umgekehrt eine
Anzahl von Poſtkarten mit dem Flugapparat beſördert.
Auf den Flugplätzen in Heidelberg und Mannheim und
in den Städten ſelbſt waren Spezialbriefkäſten
aufgeſtellt, in die die offiziellen Luftpoſtkarten, die mit
dem Flugzeug befördert werden ſollten, eingeworfen wur=
den
. Die Poſtämter hatten ſpeziell für die Flugzeugbe=
förderung
Stempel mit dem Aufdruck Flugpoſt
Mannheim=Heidelberg anfertigen laſſen, mit
denen ſämtliche Karten verſehen wurden. Die Flugzeug=
beſtellung
wurde gewaltig in Anſpruch genommen. Es
lagen in Mannheim allein über 2500) Karten vor, die
allerdings infolge des großen Gewichts der mitzuneh=
menden
Poſtſäcke in dem einen Flug nicht befördert wer=
den
konnten. Man mußte ſich deshalb damit begnügen,
nur einen Teil der Karten mit dem Flugzeug zu über=
mitteln
, während der größere Teil nur mit dem Stempel
verſehen und auf dem gewöhnlichen Wiege beſtellt wurde.
Die Beförderung der Luft=Poſtkarten mit

dem Flugzeug iſt in Deutſchland etwas ganz Neuartiges
und dürfte allgemein Intereſſe finden.

* München, 20. Mai. Die Korreſpondenz Hoff=
mann
meldet: Der Kaufmann Wilhelm Boſſe in München
hat, wie wir hören, dem bayeriſchen Kriegsminiſte=
rium
den Betrag von 25000 Mark zur Beſſerung des
Flugweſens im Heere, und zwar beſonders zu der
Schaffung eines Flughafens, zur Verfügung
geſtellt. Prinzregent Luitpold hat die Genehmigung
zur Annahme der Spende erteilt. Die Stiftung wird von
der Heeresverwaltung mit beſonderer Genugtuung be=
grüßt
. Die Anlage von Flughäfen, verteilt im ganzen
deutſchen Lande, iſt geeignet, das militäriſche und das
allgemeine Flugweſen einen guten Schritt vorwärts zu
bringen. Denn die Flughäfen, die ja günſtige Gelegen=
heit
zum Landen, zur Einſtellung von Flugzeugen und
zu Reparaturen bieten ſollen, ermöglichen eigentlich erſt
die Ausbildung von wirklichen Ueberlandfliegern, und
gerade das iſt dringend notwendig.
* Friedrichshafen, 21. Mai. Das Luft=
ſchiff
Z. 3 iſt heute früh 2,30 Uhr zu einer Fahrt
nach Freiburg aufgeſtiegen, wo gegenwärtig der
Oberrheiniſche Zuverläſſigkeitsflug ſtattfindet. Es be=
gleitete
ſodann die Flieger nach Konſtanz, wo es um 7,17
Uhr landete. Die Führung hatte Graf Zeppelin.
Er lud die vier in Konſtanz befindlichen Flieger des
Oberrheiniſchen Zuverläſſigkeitsfluges, den Oberingenieur
Hirth und drei Offiziere, ein, mit ihm nach Friedrichs=
hafen
zu fahren. Die Flieger nahmen dankend an und
kamen im Luftſchiff um 7,55 Uhr in Friedrichshafen an,
wo um 8 Uhr eine glatte Landung erfolgte. Auf dem
ganzen weiten Fluge nach Freiburg und zurück mit den
verſchiedenen Etappen hat ſich das neue Luftſchiff in allen
Funktionen tadellos bewährt. Heute vormittag folgten
die vier Flieger einer Einladung des Grafen Zeppelin
zum Frühſtück im Kurgartenhotel. Vorausſichtlich findet
heute noch ein Aufſtieg des Z. 3" ſtatt, der wieder ledig=
lich
Propellerverſuchen und dergleichen dient.
* Baden=Oos, 21. Mai. Das Luftſchiff Schwa=
ben
iſt heute morgen 7 Uhr 7 Min. mit 7 Paſſagieren
an Bord zur Fahrt nach Freiburg aufgeſtiegen.
* Freiburg, 21. Mai. Die Schwaben kam 8.34
Uhr hier an, wechſelte die Paſſagiere und fuhr wegen
drohender Gewitterbildung ſofort nach Baden=Oos zurück.
Infolgedeſſen ſind die beabſichtigten Paſſagierflüge in
Freiburg unterblieben.

Sport.

* Athletik. Von dem in Mainz ſtattgefundenen
Gaufeſte des Rhein=Main=Gaues konnte der Ath=
leten
=Verein Darmſtadt bei großer Kon=
kurrenz
mit 29 gemeldeten Mitgliedern preisgekrönt zu=
rückkehren
. Faſt in allen Konkurrenzen belegte
der Verein die erſten Plätze, indem er folgendes Reſul=
tat
erzielte: 5 Ehrenpreiſe, ſowie 3 goldene und 8 ſil=
berne
Medaillen. Ein nennenswerter Sieg war das
Erringen des 1. Vereinspreiſes (1 wertvolles, ſilber=
beſchlagenes
Trinkhorn), ſowie des erſten Muſterriegen=
preiſes
(ein prachtvoll ſilbervergoldeter Pokal).
* Radſport. Die Zuverläſſigkeits=
Fernfahrt Rund um Speſſart und Rhön
findet am 26. und 27. Mai 1912 (Pfingſten) zum 4. Male
auf der Strecke: Schweinfurt-Neuſtadt-Mellrichſtadt-
Meiningen Salzungen Fulda Hanau Offenbach
Langen Mörfelden Gr. Gerau Darmſtadt
Dieburg Babenhauſen Obernburg Klingenberg
Miltenberg Wertheim Würzburg Werneck Pop=
penhauſen
-Maibach-Schweinfurt ſtatt. Start und Ziel
iſt auf der Straße Schweinfurt-Maibach, Kilometer=
ſtein
1. Die bedeutendſten deutſchen Straßenrennfah=
rer
ringen hier auf der äußerſt ſchwierigen und 500 Kilo=
meter
langen Strecke um die Siegespalme. Unſere Stadt
dürften die Fahrer aller Vorausſicht nach in der Zeit
zwiſchen ½1 Uhr und ½2 Uhr Sonntag nachts paſſieren
und werden alle Freunde des Radſportes gebeten, den
Fahrern bei etwaiger Anfrage den Weg zu zeigen und
hilfreich zur Seite zu ſtehen.

Tödlicher Unfall des Prinzen von
Cumberland.

* Das vom Unglück vielfach heimgeſuchte Haus
Cumberland iſt von einem neuen ſchweren Schickſals=
ſchlag
betroffen worden. Der älteſte Sohn des Herzogs=
paares
, Prinz Georg Wilhelm, iſt auf einer
Automobilfahrt in der Mark ums Leben ge=
kommen
. Ueber das ſchreckliche Ende des 31jährigen
Prinzen wird aus Frieſack folgendes berichtet:
Prinz Georg Wilhelm von Cumberland und ſein
Kammerherr von Greve ſind einem ſchweren Automobil=
unfall
zum Opfer gefallen. Der Prinz befand ſich auf
dem Wege nach Kopenhagen, um der Beiſetzung
ſeines Oheims, des Königs von Dänemark, beizuwohnen.
Er ſaß ſelbſt am Steuerrad des Automobils. Nachdem
er Montag nachmittag um 5 Uhr Frieſack paſſiert hatte,
gab er dem Wagen die volle Geſchwindigkeit von 90 bis
100 Kilometer in der Stunde. Etwa 10 Kilometer hinter
der Stadt werden zur Zeit an der Chauſſee Reparaturen
vorgenommen. Das Automobil fuhr in voller Geſchwin=
digkeit
in die friſch gepflaſterte, aber noch nicht gewalzte
Chauſſee hinein. Der Wagen geriet ins Schleudern und
wurde in den Chauſſeegraben geworfen. Der
Prinz ſchlug vornüber mit dem Kopf auf das Blechge=
häuſe
des Motors. Sein Kopf war vollſtändig zermalmt.
Das Steuerrad hatte dem Prinzen den Bruſtkorb einge=
drückt
. Kammerherr von Greve hatte bei dem Sturz
das Genick gebrochen. Der Prinz und ſein Beglei=
ter
waren auf der Stelletot. Dem Chauffeur, der
im Innern des Wagens ſaß, wurde der linke Arm zer=
ſchmettert
. Die beiden Leichen wurden in die Kirche
des nahe gelegenen Dorfes Nackel gebracht.
Einer anderen Meldung zufolge verfagte die Steue=
rung
und das Automobil raſte mit einer ſcharfen Biegung
durch den Chauſſeegraben in den Wald, wo es gegen
Bäume anprallte. Durch den ſcharfen Fall wurden die
Inſaſſen herausgeſchlendert, wobei der Prinz eine tödliche
Quetſchung der Bruſt und einen Schädelbruch erlitt,
während der Kammerherr ebenfalls einen tödlichen Schä=
delbruch
davontrug. Die Leichen wurden nach Nackel ge=
bracht
. Wie das Frieſacker Wochenblatt meldet, wurden
die Leichen im dortigen Schloſſe des Herrn von der Ha=
gen
aufgebahrt. Der erſte Arzt an der Unfallſtelle war
Sr. Hirſch=Fricſack; hald danach trgfen auch die Aexzte

Teske aus Frieſack und Dr. Feige aus Neuſtadt a. d. Doſſe
ein. Dr. Hirſch begleitete die Leichen nach Nackel.
* Nackel (Mark), 21. Mai. Zu dem Automobil=
unglück
wird weiter gemeldet, daß Prinz Georg
Wilhelm nicht aus dem Wagen geſchleudert, ſondern
vermutlich durch Aufſchlagen auf die Steuerung einen
Schädelbruch erlitten hat, der ſeinen ſofortigen Tod her=
beiführte
. Der Prinz war morgens von Prag aufgebro=
chen
und wollte ſich über Schwerin nach Kopenhagen zur
Beiſetzung des Königs begeben. Kammerherr v. Greve
ſtürzte aus dem Automobil gegen einen Baum und brach
das Genick. Der Chauffeur wurde ebenfalls heraus=
geſchleudert
, kam aber mit leichteren Verletzungen davon.
Die beiden Leichen ſind in der Kirche des hieſigen Ortes
aufgebahrt worden.
* Nackel, 21. Mai. Der Bericht des Chauffeurs
und der eines Waldhüters, die Spuren der Beſchädigung
des Waldes und des Autos laſſen keinen Zweifel daran,
daß ſich die Kataſtrophe folgendermaßen abſpielte:
Der Prinz ſaß am Steuer ſeines 60 Ps 6ſitzigen Auto=
mobils
, mit dem er geſtern morgen von Prag gekommen
war. An der Grenze der Ortſchaften Nackel und Segel=
letz
, etwa 3 Kilometer hinter Frieſack, iſt die hügelige,
aber breite und gut erhaltene Chauſſee an einer Stelle
friſch aufgeſchüttet. Hier geriet das Automobil ins
Schleudern und fuhr rechts in den Graben. Der Prinz
verlor durch die ſprunghafte Bewegung des Wagens, der
ſich mit einer ſchätzungsweiſen Geſchwindigkeit von 90
Kilometern in der Stunde bewegte, das Steuerrad aus
der Hand. Das Auto ſprang noch etwa 30 Meter wei=
ter
und ſauſte dann in den Wald hinein. Hier
beſchädigte es eine Kiefer, riß eine junge Eiche und zwei
Fichten aus und klemmte dann zwiſchen drei Fichten
zertrümmert feſt. Von der Fahrgeſchwindigkeit kann
man ſich ein Bild machen, wenn man hört, daß eine um=
geriſſene
Fichte nicht umfallen konnte, ſondern gerade=
wegs
von dem Auto fortgeriſſen und an einen anderen
Baum geſtellt wurde. Der ſchwere große Wagen ſtürzte
über dem rechten Vorderrade zuſammen. Der Wald=
hüter
erzählt, er habe einen dumpfen Knall gehört und
ſcherzhaft zu den anderen Arbeitern geſagt, Berliner
Jäger ſeien wohl etwas zu früh eingetroffen. Als er
dann dem Knall nachging, fand er den Prinzen tot am
Steuer des großen Autos ſitzen.
* Gmunden, 21. Mai. Der Herzog und die
Herzogin von Cumberland geben die Reiſe zum
Begräbnis des Königs von Dänemark auf und treffen
morgen aus Dresden in Gmunden ein, wo die Bei=
ſetzung
des Prinzen in der hieſigen Familiengruft
erfolgt. Die ganze Stadt Gmunden iſt ſchwarz beflaggt.

Prinz Georg Wilhelm von Cumberland
Herzog zu Braunſchweig, bekanntlich der Schwager des
Großherzogs von Mecklenburg=Schwerin und des Prin=
zen
Max von Baden, hat in ſeiner Jugend viel durch
Krankheit zu leiden gehabt. Er wurde ſeinerzeit viel ge=
nannt
, als Prinz Albrecht von Preußen, der Regent von
Braunſchweig, geſtorben war und ſomit die Frage der
braunſchweigiſchen Thronfolge wieder aufgerollt wurde.
Damals erklärte ſein Vater für ſich und den verunglückten
Prinzen auf die Thronfolge in Braunſchweig
verzichten zu wollen, wenn der jüngſte Sohn, Prinz Ernſt
Auguſt, die Regierung in Braunſchweig übernehmen
könne. Sowohl der Kaiſer als auch der Reichskanzler lehn=
ten
es ab, in dieſem Sinne Schritte zu tun, wenn ſich der
Herzog nicht entſchließen könne, ſeinen Verzicht auf das
Königreich Hannover auszuſprechen. Der Herzog von
Cumberland konnte dieſe Bedingung nicht erfüllen, weil
er für ſich und ſeinen älteſten Sohn dem letzten Könige
von Hannover auf dem Totenbett verſprochen hatte, alle
Rechte auf Hannover aufrecht zu erhalten.
Der Herzog hat drei Söhne gehabt, von denen
der zweite, Prinz Chriſtian, im Jahre 1901 ſchon im Alter
von 16 Jahren geſtorben iſt. Nunmehr iſt der einzige
noch überlebende Sohn der jüngſte, Prinz Ernſt
Auguſt (geb. 1887), durch den bekanntlich eine Annähe=
rung
an das deutſche Kaiſerhaus verſucht worden iſt.
Er dient in der bayeriſchen Armee und iſt Leutnant im
Reiter=Regiment Prinz Karl von Bayern. Ob der Prinz
die Anſprüche ſeines älteren Bruders auf Hannover für
ſeine Perſon aufrecht erhalten oder verzichten wird, muß
abgewartet werden. Im letzteren Falle dürfte ſeiner
Thronfolge in Braunſchweig nichts weiter mehr im Wege
ſtehen, als nur der Wille ſeines Vaters.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 21. Mai. Präſident Dr. Kaempf er=
öffnet
um 11,20 Uhr die Sitzung. Auf der Tagesordnung
ſteht zunächſt die erſte Leſung eines
Geſetzentwurſes ziu einem Militärluſt=
fahr
=Fürſorgegeſetz.
Abg. Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Unverſtänd=
lich
iſt die ungeheuerliche Haſt, mit der die Ausbildung
der Flieger vorgenommen wird. Das iſt ein Spiel mit
Menſchenleben. Dem treten wir entgegen. Dieſes leicht=
fertige
Spiel iſt nicht wieder gut zu machen durch eine
nachträgliche Entſchädigung an die Hinterbliebenen.
Abg. Erzberger (Zentr.): Wir ſtimmen der Vor=
lage
zu. Eine Kommiſſionsberatung iſt nicht nötig.
Abg. Schulenburg (nl.): Wir ſehen in der Vorlage
eine Aufmunterung für die jungen Offiziere, ſich dem
Flugfach zu widmen. Abg. Doormann (Fortſche=
Vp.): Auch wir begrüßen die Vorlage.
Die Vorlage wird ohne Kommiſſionsberatung auch
in der zweiten Leſung angenommen.
Es folgen
Etatsreſte.
Ohne Debatte wird der Etat für das Schutz=
gebiet
Kiautſchou in zweiter Leſung angenommen,
ebenſo der Reſt des Etats des Innern, des Poſt=
etats
und des Etats der Reichseiſenbahnen. Beim Etat
der allgemeinen Finanzverwaltung wird für die Deckung
der Wehrvorlagen Hinausſchiebung der Herabſetzung der
Zuckerſteuer und die Einbringung eines Geſetzes zum 30.
April 1913 zur Einführung einer 1916 in Kraft tre=
tenden
Beſitzſteuer von der Kommiſſion beantragt.
Weiter liegt ein von der Kommiſſion beantragter
Geſetzentwurf zur Einführung der Erb=
ſchaftsſteuer

zum 1. April 1913 vor. Abg. Erzberger (Zentr.)
berichtet über die Verhandlungen der Budgetkommiſſion.
Abg. Baſſermann (nl.): Uns wäre es am lieb=
ſten
, wenn wir uns heute ſchon über die völlige Verab=
ſchiedung
der Deckungsvorlage einigen könnten. Mit un=
ſerem
Antrag auf Einführung einer Beſitzſteuer wollten
wir eine Bindung der Regierung herbeiführen. Wir
wollen uns in der Forderung einer Beſitzſteuer den Weg
offen halten, eine Vermögensſteuer oder Erbſchaftsſteuer

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mat 1912.

Nummer 119.

zu wählen. Bleiben Ueberſchüſſe aus dieſen Steuern,
ſo können ſie verwendet werden für Herabſetzung der
Altersgrenze bei der Altersverſicherung oder für die
Kriegsveteranen. Abg. Ledebour (Soz.): Eine
derartig reaktionäre Geſetzgebung können wir nicht mit=
machen
. Wir können es nicht verantworten, die Wehr=
vorlagen
mit einer wenn auch nur proviſoriſchen Be=
laſtung
des Konſums zu decken. Wir werden uns, alle
Rechte vorbehalten, prinzipiell für die Erbſchaftsſteuer=
vorlage
entſcheiden. Abg. Spahn (Zentr.): Die
Herabſetzung der Zuckerſteuer tritt unter allen Umſtänden
ſpäteſtens am 1. Oktober 1916 in Kraft, jedenfalls ſechs
Monate nach dem Inkrafttreten der bis zum 30. April
1913 dem Reichstag zugehenden Beſitzſteuer. Ueber die
Geſtaltung der Beſitzſteuer ſoll der Regierung freie Hand
gelaſſen werden. Ob ſie in Form einer direkten Steuer
oder einzelſtaatlichen Abgaben eintreten wird, können
wir ruhig abwarten. (Lachen bei den Soz.) Nun wird
andererſeits die Erbſchaftsſteuer verlangt. Warten wir
doch ab, wie die Beſitzſteuer ſich geſtalten wird. (Zuruf
bei den Soz.: Gleichzeitig!) Das iſt nicht nötig, wir
wollen doch nur die nötigen Mittel zur Deckung des Be=
darfs
aufbringen. (Zuruf bei den Soz.: Heben Sie die
indirekten Steuern dafür auf!) Dazu liegt jetzt kein An=
laß
vor. Abg. Graf Weſtarp (konſ.): Der Antrag
auf Vorlegung einer Erbſchaftsſteuer bis zum 1. April
1913 iſt nicht geeignet, eine einmütige Erledigung dieſes
Teils der Wehrvorlagen herbeizuführen. Ueber die Form
der Beſitzſteuer ſoll ſpäter entſchieden werden, deshalb
ſtimmen wir dem Geſetzentwurf der Budgetkommiſſion zu,
behalten uns aber unſere prinzipielle Stellungnahme zur
Erbſchaftsſteuer vor, die wir jedenfalls ablehnen werden.
Abg. Fiſchbeck (Fortſchr. Vp.): Wenn wir nicht
bindende Verpflichtungen ſchaffen für die neuen Einnah=
men
, ſo kommen wir durch die Wehrvorlagen wieder in
die alte Schuldenwirtſchaft hinein. Bei der Beſeitigung
der Liebesgabe iſt lediglich eine Verſchiebung der Ver=
hältniſſe
eingetreten. Für das Reich iſt kein finanzieller
Erfolg ſichtbar. Es gibt keine beſſere Gelegenheit,
Steuerhinterziehungen aufzudecken, als die Durchführung
der Erbſchaftsſteuer. Wem es ernſt iſt mit der Wehr=
vorlage
, mag unſerem Geſetzentwurf zuſtimmen.
Staatsſekretär Kühn: Es iſt gefragt worden, was
wir unter einer Beſitzſteuer verſtehen. Wir verſtehen
darunter die Steuer von Vermögen oder Nachlaß in den
verſchiedenſten Nuancen und Konſtruktionen. Auch die
Erbſchaftsſteuer gehört dazu. Der erſte Geſetzentwurf
enthält ſchon die Forderung derErbſchaftsſteuer. Es beſteht
ſomit ein gewiſſer Widerſpruch zwiſchen beiden. Dem erſten
Geſetzentwurf iſt der Vorzug zu geben; er hält feſt an dem
Prinzip der Deckung beſchloſſener Ausgaben. Die Ver=
bündeten
Regierungen würden ſich dem nicht entgegen=
ſtellen
. Wenn der zweite Abſatz fällt, wonach die Höhe
der Steuerquoten alljährlich durch den Etat feſtzuſetzen
iſt, kann ich namens der Verbündeten Regierungen er=
klären
, daß wir, falls der Antrag der Kommiſſion zum
Beſchluß erhoben wird, bereit ſind, dieſem Beſchluß zuzu=
ſtimmen
und die Vorlage zu der angegebenen Friſt vorzu=
legen
. (Hört! Hört!)
Abg. Liz. Mumm (Wirtſch. Vgg.): Wir ſtimmen
für beide Geſetzentwürfe, um unſere grundſätzliche Zu=
ſtimmung
zur Erbſchaftsſteuer darzulegen. Abg. Frhr.
v. Gamp (Rp.): Die Erbſchaftsſteuer, für die wir
grundſätzlich zu haben ſind, mit dieſer Frage zu verkup=
peln
, iſt nicht zweckmäßig. Wir wollen zum Ausdruck
gebracht wiſſen, daß die Ausgaben für Heer und Marine
vom Beſitz zu tragen ſind. Die Quotiſierung lehnen wir
ab Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird ange=
nommen
. Damit iſt die erſte Leſung der beiden Ge=
ſetzentwürfe
erledigt.
Das Haus tritt darauf in die
zweite Leſung der Geſetzentwürfe
ein. Abg. Dr. Südekum (Soz.): Die Definition
der Beſitzſteuer, die uns der Reichsſchatzſekretär gab, ge=
nügt
uns nicht. Wir hätten eine beſtimmtere Erklärung
erwartet. Man wagt es jetzt, die Ermäßigung der Zucker=
ſteuer
noch weiter hinauszuſchieben und weitere indirekte
Steuern zu ſchaffen, weil die Neuwahlen vorausſichtlich
noch in weiter Ferne liegen. Abg. Roland=
Lücke (nl.): Wir wollen, daß die für 1914 vorgeſehene
Ermäßigung der Zuckerſteuer auch wirklich eintritt. Wir
wollen keine Verſchleierung der Zuckerſteuer. Wir wollen
vielmehr die Regierung zwingen, uns jetzt den Geſetz=
entwurf
zur Schaffung einer Erſatzeinnahme für die
aufzuhebende Zuckerſteuer rechtzeitig vorzulegen.
Wir haben klar zum Ausdruck gebracht, daß wir unter
Beſitzſteuer ausſchließlich die Vermögensſteuer oder die
Erbſchaftsſteuer verſtehen. Wir wollen das eine oder das
andere, aber nichts weiteres haben. Abg. Gräfe=
Sachſen (Dtſch. Refpt.): Wenn nicht eine gerechtere, wirk=
ſamere
Beſitzſteuer ſich finden laſſen ſollte, bin ich für die
Erbſchaftsſteuer. Damit ſchließt die Diskuſſion. Der
Geſetzentwurf auf Hinausſchiebung der Zuckerſteuerherab=
ſetzung
und Einbringung einer Beſitzſteuer wird ange=
nommen
, die Quotiſierung aber abgelehnt.
Ueber den Geſetzentwurf auf Einbringung der
Erbſchaftsſteuer wird namentlich abgeſtimmt. Mit
Ja ſtimmen 184 Abgeordnete, mit Nein 169, einer enthält
ſich der Abſtimmung. Der Geſetzentwurf iſt ſomit
angenommen. (Bravo! links. Lachen rechts.)
Beim Titel Zuwachsſteuer des Kapitels Zölle,
Steuern und Gebühren weiſt Abg. Dr. Arendt (Rpt.)
darauf hin, daß die Ergebniſſe der Wertzuwachsſteuer
weſentlich hinter der Veranſchlagung zurückgeblieben ſeien.
Die Belaſtung des Grundbeſitzes ſei ſehr erheblich und
ſtehe nicht im Einklang mit dem finanziellen Ergebnis für
das Reich.
Staatsſekretär Kühn: Von einem Mißerfolg der
Wertzuwachsſteuer kann keine Rede ſein. Wenn die Er=
träge
nicht ſo erheblich erſcheinen, ſo liegt das daran, daß
die Buchungen wegen des Jahresſchluſſes nicht ganz über=
ſichtlich
ſind. Für April ſind beiſpielsweiſe nicht 400000
Mark, ſondern 3 400000 Mark vereinnahmt worden. (Hört!
Hört!)
Der Etat der Alllgemeinen Finanzver=
waltung
wird bewilligt. Der Reſt des Etats wird
bewilligt. Einige Rechnungsſachen paſſieren ohne Debatte.
Es folgen Petitionen. Eine Petition auf Einführung
des Befähigungsnachweiſes in der Maßſchneiderei ſoll der
Regierung als Material überwieſen werden. Die Ab=
ſtimmung
bleibt zweifelhaft. Es iſt Hammelſprung not=
wendig
. Es ſtimmen für die Ueberweiſung als Material
156, dagegen ebenfalls 156 Abgeordnete. (Große Heiter=
keit
.) Der Antrag auf Ueberweiſung als Material iſt da=
mit
abgelehnt. Es wird Uebergang zur Tagesordnung
beſchloſſen. Eine Reihe weiterer Petitionen
werden nach den Anträgen der Kommiſſion erledigt. Es
folgen mündliche Berichte der Wahlprüfungskommiſſion
über Eingaben wegen Beſchaffung von Wahlurnen durch
das Reich. Abg. Schwarze Lippſtadt beantragt
namens der Kommiſſion Ueberweiſung der Eingaben an

den Reichskanzler. Die Sozialdemokraten beantragen
den Zuſatz, den Reichskanzler zu erſuchen, die Einführung
einheitlicher und das Wahlergebnis ſichernder Wahlurnen
alsbald zu veranlaſſen. Beide Anträge werden einſtimmig
angenommen.
Damit iſt die Tagesordnung erledigt. Nächſte Sitz=
ung
heute nachmittag ¾5 Uhr. Schluß 1.20 Uhr.

Präſident Kaempf eröffnet die Sitzung um 4 Uhr
53 Min. Auf der Tagesordnung ſteht die Fortſetzung der
Beratung über die Heeres= und Marinevorlage. Abg.
Haaſe (Soz.): Wir bedauern nur, daß wir noch nicht
ſtark genug ſind, die Vorlagen einfach abzulehnen.
Hiermit ſchließt die Debatte. Auf Antrag des Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.) werden die Vor=
lagen
en bloe angenommen und zwar gegen die
Stimmen der Sozialdemokraten, der Polen, Dänen und
Elſäſſer. Bei den bürgerlichen Parteien ertönt lebhaftes
Bravo, bei den Sozialdemokraten Ziſchen. Hiermit ſind
die geſamten Wehrvorlagen definitiv
angenommen.
Der Reichskanzler verabſchiedet ſich mit herzlichem
Händedruck von den Regierungsvertretern. Es be=
ginnen
ſodann
Wahlprüfungen.
Zu den Wahlen von Kölſch (natl.) und Kaempf
(Fortſchr. Vpt.) wird Beweiserhebung beſchloſſen. Die
Wahlen von Baudert und Lenſch (Soz.) werden für
gültig erklärt. Die Kommiſſion beantragt, die Wahl
von Pauli=Hagenow (konſ.) für ungültig zu erklären.
Ein Antrag von Konſervativen und Zentrum will die
Wahl zur nochmaligen Prüfung an die Kommiſſion zu=
rückverweiſen
; dieſer Antrag wird abgelehnt und die Wahl
für ungültig erklärt. Bei der Wahl des Abg. Kuckhoff=
Köln (Ztr.) beantragt die Fortſchrittliche Volkspartei Be=
weiserhebung
über Wahlbeeinfluſſungen. Der Antrag
wird durch Hammelſprung mit 180 gegen 156 Stimmen
angenommen. Bei der Wahl des Grafen Oppersdorf
wird Beweiserhebung beſchloſſen. Es beginnt die
dritte Leſung des Geſetzes über die Be=
ſeitigung
des Branntwein=Kontingents.
Abg. Fiſcher (Soz.): Daß durch die Beſeitigung des
Kontingents eine Preisſteigerung eintritt, läßt ſich nicht
beſtreiten. Man ſpricht bereits von 12 Millionen. An=
ſtatt
ein derartiges Privatmonopol zu ſchaffen, ſollte man
eher zum Staatsmonopol übergehen. Abg. Door=
mann
(Fortſchr. Vpt.): Nachdem in der zweiten Leſung
alle unſere ſo beſcheidenen Anträge abgelehnt worden
ſind, ſtimmt der größte Teil meiner Freunde gegen das
Geſetz. Hiermit ſchließt die Generaldebatte. In der
Spezialberatung wird auf Antrag des Abg. Paaſche
(natl.) den Lederfabriken auch die Rückvergütung gewährt.
Das Geſetz wird ſodann gegen die Stimmen der So=
zialdemokraten
, der Freiſinnigen, einiger Nationallibera=
len
, der Elſäſſer und Polen definitiv angenom=
men
. Bei der Abſtimmung über eine Reſolution der
Polen, die Ueberſchüſſe aus dem Branntweinſteuergeſetz
zur Herabſetzung der Altersgrenze in der Invalidenver=
ſicherung
und zur Unterſtützung der Veteranen zu verwen=
den
, macht ſich abermals Hammelſprung nötig. Es ſtim=
men
dafür 156 dagegen 161 Abgeordnete. Die Reſolution
iſt alſo abgelehnt. Hiermit iſt die Tagesordnung erledigt.
Nächſte Sitzung Mittwoch, 10 Uhr: Vertagungs=
vorlage
, 3. Leſung des Etats. Schluß nach ½8 Uhr.

Der italieniſch=türkiſche Krieg.

* Konſtantinopel 20. Mai. Gerüchtweiſe ver=
lautet
, daß das Kriegsminiſterium Maßnahmen getroffen
hat, die beiden Ufer des Bosporus mit großen Trup=
penmaſſen
zu beſetzen. Von Konſtantinopel aus ſind
ſtarke Truppenabteilungen abgegangen, wovon bereits
zwei Bataillone in Boiuk Dere angekommen ſind.
* Konſtantinopel, 21. Mai. Verläßlichen In=
formationen
zufolge umfaſſen die im Gange befindlichen
Militärtransporte nur die 1. Diviſion in Stam=
bul
. deren Entſendung nach Veriſowitſch beſchloſſen wurde.
Mit dem bereits in der Gegend von Ipek, Djakova, Veri=
ſowitſch
und Kadſchanik befindlichen Truppen wird die
in Oberalbanien verfügbare Truppenmacht 30 Bataillone
betragen. Außerdem werden einzelne Redifs entſandt,
um die Effektivſtände der verſchiedenen Truppeneinheiten
in Mazedonien zu verſtärken.
* Konſtantinopel, 21. Mai. Ein geſtern abge=
haltener
Miniſterrat beſchloß die Ausweiſung aller
Italiener im ganzen ottomaniſchen Reich, ausge=
nommen
Arbeiter, Witwen und Krüppel. Den Ausge=
wieſenen
iſt eine Friſt von 14 Tagen geſetzt. Das
Miniſterium des Aeußern reichte bereits eine Liſte von
96 Italienern der deutſchen Botſchaft ein, die im
Verlauf einer Woche die Türkei verlaſſen müſſen. Die
Italiener haben die Inſel Symi im ägäiſchen Meer be=
ſetzt
. Das Agrement für den deutſchen Geſandten in
Athen, Freiherrn von Wangenheim, als Nachfolger des
Freiherrn von Marſchall iſt geſtern erteilt worden.
* Konſtantinopel, 21. Mai. Der Sabah zufolge
wird der Beſchluß betreffs Ausweiſung aller
Italiener tatſächlich damit begründet, daß die Ita=
liener
die Zivilbeamten von Rhodos entgegen dem Völ=
kerrecht
als Kriegsgefangene erklärt und nach Italien ge=
bracht
haben, und außerdem damit, daß die Beſetzung von
Rhodos, welche auf den Ausgang des Krieges keinen Ein=
fluß
haben werde, den Haß gegen die Italiener noch mehr
aufgeſtachelt habe. Die Jeni Gazetta äußert ſich bei=
fällig
zu dem Ausweiſungsbeſchluß.

Vermiſchtes.

Die heſſiſche Wohnungspflege. Man
ſchreibt uns: Die Techniſche Hochſchule in Liver=
pool
gibt unter dem Titel The Town Planning
Review eine periodiſche Zeitſchrift heraus, die allen
Problemen wirtſchaftlicher, ſozialer und techniſcher Natur
ihre Spalten öffnet. In Nummer 4 vom Januar 1912
findet ſich eine Arbeit von T. C. Horsfall die ſich
insbeſondere mit einer Vexgleichung der Geſundheits=
und Wohnungsverhältniſſe der minder bemittelten Klaſ=
ſen
in England und Deutſchland befaßt. Seine Vergleiche
allen im großen und ganzen für England günſtiger aus
als für Deutſchland. In der Wohnungspflege iſt nach
ſeiner Meinung in Deutſchland ſchon ſehr viel geſchehen;
Hamburg, Regierungsbezirk Düſſeldorf, Heſſen und
Bayern haben namentlich die Wohnungsaufſicht in durch=
greifender
Weiſe organiſiert. Das Syſtem in Heſſen be=
zeichnet
er als am beſten ausgebildet und er rühmt
namentlich die Verdienſte des Landeswohnungsinſpektors
Gretzſchel, deſſen Aufgabe es war, die Lokalinſpektionen
anzuleiten und einzurichten und deſſen Pflicht es jetzt iſt,
darüber zu wachen, daß dieſe Lokalinſpektionen gut funk=
tionieren
, und ferner Ratſchläge zu geben zur richtigen

Durchführung der Aufgabe. Die Notwendigkeit einer
ſyſtematiſchen Inſpektion der kleinen Wohnungen iſt ſo
vollkommen nachgewieſen, daß auf dem Internationalen
Hygienekongreß in Dresden im letzten Oktober bei allen
angeſehenen Perſonen ſowohl Deutſchlands als auch des
Auslandes Einigkeit darüber herrſchte. Herr Gretzſchel,
der auf dem Kongreß präſidierte, ſagt in einem Artikel in
der Zeitſchrift für Wohnungsweſen vom 10. November
1911, daß keine Regierung zögern ſollte, die Inſpektionen
durch Geſetz einzuführen. Dieſer Teil der Wohnungs=
frage
, fügte er hinzu, iſt vollſtändig reif für einen geſetz=
geberiſchen
Akt. Die auf dem Kongreß erſtatteten Be=
richte
von Dr. Frenay und Bürgermeiſter Mueller von
Darmſtadt enthalten genaue Mitteilungen über die Auf=
gabe
und Organiſation der Wohnungsinſpektion in
Deutſchland. Die Berichte ſind deshalb auch für alle eng=
liſchen
Fachleute ſehr nützlich.

Literariſches.

Das Recht auf Freude. Roman von El=
Correi. (Concordia Deutſche Verlags=Anſtalt G. m.
b H. in Berlin SW. 68.) Broſchiert 3,50 Mk., gebunden
4,50 Mk. In ihrem neuen Roman Das Recht auf Freude‟.
ſchildert die Verfaſſerin das Schickſal einer Frau, die dem
Leben mit ganz beſtimmten und unerbittlichen Forderungen
gegenübertritt, die lieber zugrunde gehen will. als ſich vom
plumpen Alltag das Recht auf Freude, das mit ihr geboren
iſt, verkümmern zu laſſen. Sie iſt alſo das, was die Bür=
ger
achſelzuckend eine Idealiſtin nennen. Tauſende und
Abertauſende finden in dieſem Roman die Wahrſage ihrer
Zukunft. Aber der innerſte Sinn dieſes ſtarken Buches iſt
nicht: Laſſet die Hoffnung draußen! ſondern: Gehet
hin und tuet nicht desgleichen!
A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches
Taſchenbuch über alle Länder der Erde
Neunzehnter Jahrgang 1912. Nach den neueſten Anga=
ben
bearbeitet von Profeſſor Dr. Friedrich Umlauft.
8 Bogen. Duodez. Gebunden 1 Mk. 50 Pfg. A. Hart=
leben’s
Kleines Statiſtiſches Taſchenbuch, deſſen 19. Jahr=
gang
uns vorliegt, bringt, wie alljährlich, eine Fülle=
ſtatiſtiſcher
Angaben über alle Staaten der Erde in un=
gemein
handlichem Format und in äußerſt praktiſcher An=
ordnung
, ſo daß das Gewünſchte ſtets leicht und ſchnell=
zu
finden iſt. A. Hartleben’s Verlag in Wien und
Leipzig.

Darmſtadt, 22. Mai.
g. Der Provinzialausſchuß hielt geſtern nachmittag
eine Sitzung ab, in der zunächſt die Einwendungen des
Peter Schmidt und Heinrich Frieß in Sickenhofen
gegen den Voranſchlag der Gemeinde Sickenhofen zur=
Verhandlung kamen. In dem Voranſchlag der Gemeinde=
für
1912 war eine Verminderung der Losholznutzungen
der Ortsbürger um je einen Raummeter Kiefern= Scheit=
holz
vorgeſehen, wie bereits im Voranſchlag 1911. Die
Einwendungen gegen den Etat für 1911 waren aus for=
mellen
Gründen vom Kreisausſchuß abgewieſen worden.
Dieſes Jahr wurden die Einwendungen erneuert, mit=
der
Begründung, daß nach Artikel 90 Abſ. 3 der Land=
gemeinde
=Ordnung ein derartiger Beſchluß acht Tage=
offengelegt
werden müßte. Die Mehrzahl der Ortsbür=
ger
ſei für eine Erhöhung der Kommunalſteuer geweſen,
um die notwendigen Ausgaben zu beſtreiten. Auchsſei
weder eine Verminderung der Ertragsfähigkeit desPal=
des
noch eine Steigerung der Zahl der Teilhaber m
Ortsbürgernutzen eingetreten, wodurch nach Artikel10
des Geſetzes über die Feſtſetzung der Gemeindenutzung
der Ortsbürger vom 21. Juni 1852 eine Vermindeſſung
gerechtfertigt ſei. Die Minderung geſchehe nur zues
ſtreitung der Koſten einer neuen Schulſtelle und zurEr=
richtung
einer Brücke. Die Gemeinde beantragteAh=
lehnung
der Beſchwerde formell darum, weil der Ge=
meinderatsbeſchluß
im Voranſchlag gewahrt und recht=
zeitig
offengelegt worden; materiell, weil ſich die Er=
tragsfähigkeit
des Waldes dadurch vermindert habe, daf
die Ausgaben für Kultur und Arbeitslöhne ſich derartig
geſteigert haben, daß eine jährliche Mehrausgabe vor
3000 Mark entſtanden ſei. Die Verminderung der Los=
holznutzung
ſei alſo ſchon lediglich durch die auf den
Walde ruhenden Laſten gerechtfertigt. Der Kreisausſchuf
Dieburg verwarf daraufhin die Einwendungen aus for
mellen und materiellen Gründen. Der Provinzialausſchuß=
erkennt
jedoch den Rekurs der Beſchwerdeführenden für
begründet an und hebt den Beſchluß des Kreisausſchuſ=
ſes
auf. Die Koſten des Verfahrens einſchließlich de=
Vertretung der Gegenſeite, ſowie 10 Mark Averſional
betrag hat die Gemeinde Sickenhofen zu tragen.
Es wird ſodann in der Klage des Ortsarmenver
bandes Offenbach gegen den Landarmenverband Offen
bach auf Erſatz von Pflegekoſten für den Konrad Zeh
ner das Urteil dahin verkündet, daß die Klage unte
Auferlegung eines Averſionalbetrages von 10 Mark au
den Kläger abgewieſen wird.
In der Gemeinde Birkenau erfolgten bisher di
Anſchlüſſe der Abnehmer an die Hauptwaſſerleitung bie
an die Hofreiten auf Koſten der Gemeinde, trotzdem de=
§ 7 des Ortſtatuts das Gegenteil beſtimmt. Der Ge
meinderat hatte ſpäter beſchloſſen, dies auch in Zukunft ſt
zu halten und eine dahingehende Aenderung dieſet
Paragraphen zu beantragen, die Aenderung wurde jedoc
vom Miniſterium abgelehnt. Nunmehr veranlaßte das
Kreisamt den Bürgermeiſter, den betreffenden Beſchluf
des Gemeinderats zu beanſtanden und die Koſten
von den auf Koſten der Gemeinde Angeſchloſſenen ein
zuklagen. Der Gemeinderat beharrte jedoch auf ſeinen
Beſchluſſe; auf Antrag des Kreisamts wurde der Be
ſchluß vom Kreisausſchuß Heppenheim als ungeſetzlid
aufgehoben. Der eingelegte Rekurs der Gemeinde wurd=
vom
Provinzialausſchuß als unbegründet abgewieſen
unter Auferlegung eines Averſionalbetrages von 10 Mk
Franz Joſeph Fiſch in Jügesheim hatte bei ſeinen
neuerrichteten Doppelwohnhaus entgegen den Beſtim
mungen des § 47 der allgemeinen Bauordnung an de=
Stelle der Brandmauer das Holzgeſims durchgeführt
Da er trotz der Aufforderung der Baubehörde das Holz
geſims nicht entfernte, erließ das Kreisamt einen Polizei
befehl, durch den die Entfernung innerhalb einer beſtimm
ten Friſt auferlegt wurde. Der gegen dieſen Polizeibefeh
eingelegte Rekurs wurde vom Provinzialausſchuß als
unbegründet abgewieſen. Der Rekurrent hat 5 Mark zur
Provinzialkaſſe zu zahlen.
Der Schutzmann Tieß aus Offenbach war vom
April 1907 bis 10. März 1911 in Dienſten der Stadt
Offenbach und war während dieſer Zeit bereits mit
Diſziplinarſtrafen belegt worden. Am 10. März 1911
wurde er durch einen übereinſtimmenden Beſchluß von
Stadtverordnetenverſammlung und Bürgermeiſterei ohns
Penſion aus dem Dienſte entlaſſen, weil er am 31. Ja=
nuar
und am 3. Februar 1911 ſeinem Vorgeſetzten au
wiederholtes Befragen wegen Wirtſchaftsbeſuches wäh=
rend
des Poſtenſtehens erklärte, jede Auskunft zu ver=
weigern
. Der Kreisausſchuß verwarf die eingelegte Be=

[ ][  ][ ]

Nummer 119.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Seite 7.

ſchwerde als undegründet, da ſich Tieß eines Vergehens
ſchuldig machte, das nur mit der Dienſtentlaſſung zu
ahnden war, da er kurz bevor erſt diſziplinariſch mit 25
Mark Geldſtrafe belegt worden war. Der Provinzial=
ausſchuß
erkannte ebenfalls auf Verwerfung der Be=
ſchwerde
.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. Mai. Im Abgeordnetenhauſe
iſt § 1 des Beſitzbefeſtigungsgeſetzes in namentlicher Ab=
ſtimmung
mit 220 gegen 115 Stimmen bei einer Stimm=
enthaltung
angenommen worden.
* Berlin, 21. Mai. Das Abgeordnetenhaus
nahm heute den Antrag der Geſchäftsordnungskommiſſion
auf Erteilung der Ermächtigung zur ſtrafrecht=
lichen
Verfolgung des verantwortlichen Redakteurs
des Vorwärts gegen die Stimmen der Sozialdemokraten,
Polen und Dänen und der Volkspartei an. Der Antrag
der Geſchäftsordnungskommiſſion auf Erteilung der Ge=
nehmigung
zur Einleitung des Ermittelungsver=
fahrens
gegen die Abgg. Borchardt und Leinert
wurde nach längerer Debatte gegen die Stimmen der So=
zialdemokraten
, der Volkspartei und der Polen ebenfalls
angenommen.
* Baden=Baden, 21. Mai. Der 3. internatio=
nale
Bundestag landwirtſchaftlicher Ge=
noſſenſchaften
wurde heute vormittag durch den
Bundesvorſitzenden, Geheimerat Haas aus Darmſtadt,
mit einer herzlichen Begrüßungsanſprache eröffnet. An=
weſend
ſind etwa 200 Delegierte und zahlreiche Regie=
rungsvertreter
, darunter Miniſterialrat Arnold im Auf=
trage
des badiſchen Miniſteriums des Innern und Mini=
ſterialrat
Flichtenberg=Straßburg, der das Miniſterium
von Elſaß=Lothringen und zugleich die Reichsbehörde
vertrat. Sämtliche dem Bunde angehörenden Länder, und
zwar Deutſchland, Oeſterreich=Ungarn, Italien, die Nie=
derlande
, Dänemark, Serbien. Bulgarien und Finnland,
haben Delegierte entſandt. Die ſtärkſte Vertretung weiſt
Deutſchland mit 130 Delegierten auf. An den Kaiſer und
den Großherzog wurden Huldigungstelegramme gerich=
tet
. Aus den Verhandlungen iſt die Aenderung in den
Statuten hervorzuheben, nach welcher künftig nicht nur
europäiſche, ſondern auch außereuropäiſche Genoſſen=
ſchaften
dem Bunde als Mitglieder beitreten können.
Derſelbe zählt 40 000 Genoſſenſchaften.
* Hamburg, 21. Mai. Bei der Aufnahme Schiff=
brüchiger
durch den Dampfer Kaiſerin Auguſte
Viktoria handelt es ſich wahrſcheinlich um die bei
Borkum am 16. Mai erfolgte Bergung der Beſatzung des
Segelkutters Ulk durch den Hapagdampfer Kaiſerin
Auguſte Viktoria
* London, 21. Mai. Die Regierung von
Neu=Seeland hat den Schlachtkreuzer, den
Neuſeeland dem Mutterlande während der Flottenpanik
von 1909 geſchenkt hat und der ſich im Bau befindet, der
engliſchen Admiralität zur unbedingten Verfügung ge=
ſtellt
. Urſprünglich ſollte dieſer Kreuzer an die chine=
ſiſche
Station gebunden ſein. Da aber das engliſche Ge=
ſchwader
dort kürzlich verſtärkt worden iſt, ſoll das neu=
ſeeländiſche
Schiff in den engliſchen Gewäſſern Verwen=
dung
finden.
* New=York, 21. Mai. Wie aus Havannah gemeldet
ird, iſt eine Verſchwörung der Neger in
allen Provinzen Kubas entdeckt worden. Die
Neger ſollen zum Aufſtand getrieben worden ſein durch
die Weigerung der Regierung, ihnen für die im Unab=
hängigkeitskriege
geleiſteten Dienſte politiſche Kompen=
ſationen
zu Teil werden zu laſſen. Der Hauptherd der
Verſchwörung iſt Saguala Grande in der Provinz Santa
Clara. Die Regierung hat Truppen in der Stärke von
1200 Mann in die Provinz Santa Clara entſandt.
* Santiago de Chile, 21. Mai. Das Miniſterium
hat ſich nunmehr konſtituiert. Es ſetzt ſich wie folgt
zuſammen: Präſidium und Inneres Guillermo Rivera,
Auswärtiges, Kultus und Koloniſation Joachim Figueroa,
Finanzen Samuel Claro, Juſtiz und öffentlicher Unter=
richt
Arturo Delis, Krieg und Marine Luis Devoto, In=
duſtrie
und öffentliche Arbeiten Beltor Fernandez.
H.B. Homburg v. d. H., 21. Mai. Das Kaiſer=
paar
reiſt heute abend von Homburg ab. Der Kaiſer
begibt ſich zur Schiffstaufe nach Hamburg, die Kaiſerin
kehrt nach Potsdam zurück.
H. B. Kopenhagen, 21. Mai. Ueber 10000 Menſchen
defilierten geſtern an der Bahre des Königs
Friedrich vorüber. Der Andrang war außerordentlich
ſtark. Bereits um 6 Uhr morgens hatten ſich viele Per=
ſonen
angeſammelt, obgleich die Pforten der Schloß=
kirche
erſt um 10 Uhr geöffnet wurden.

Briefkaſten.

Stammtiſch Lohfink. Das Gaswerk wurde am 1. Juli
1880 ſtädtiſch.
H. J. Anonyme Anfragen wandern in den Papier=
korb
.

Ein Kind, das bei reiner Milchernährung häufig an
EVerdauungsſtörungen leidet, verträgt ſeine Nahrung
beſſer mit einem Zuſatz von Kufeke, dieſes alt=
bewährte
Nährmittel läßt die Milch in den Verdauungs=
organen
feiner gerinnen, macht ſie dadurch leichter ver=
daulich
und erhöht außerdem noch ihren Gehalt an
Nährſtoffen.
(1612ff

Tpargeliuppe. Hierzu verwendet man bänne unan=
ſehnliche
Spargel, die man putzt, von allen harten
Teilen befreit, in 2 em lange Stücke ſchneidet und in
ungeſalzenem Waſſer weich kocht. Während des Kochens
gibt man je nach der Menge einen oder einige Maggi’s
Bouillonwürfel hinein (pro ½ Liter Suppe 1 Würfel),
verdickt die Suppe mit einer hellen Mehlſchwitze, ſchmecki
ſie beim Anrichten mit Maggi’s Würze, etwas Pfeffer
und nötigenfals noch nach Sals ab, ſtreut gehackte
Peterſilie darauf und legt geröſtete Weißbrotwürfelchen ein.

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Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner unvergeßlichen Gattin,
unſerer Mutter, Schwiegertochter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
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Frau Eva Binstadt
geb. Lambert
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Binſtadt.
Darmſtadt, den 21. Mai 1912.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
an dem unerſetzlichen Verluſte, den wir durch das
Hinſcheiden unſeres lieben, treuen Gatten u. Vaters
Fr. Adolf Ludwig
erlitten, ſagen wir Allen, inſonderheit Herrn
Prediger Rieber für ſeine innigen Worte, der
Freireligiöſen Gemeinde, dem Kriegerverein, ſowie
der Firma Beck & Roſenbaum Nachf. und ſeinen
Mitarbeitern, für die zahlreiche Beteiligung unſeren
herzlichſten Dank.
(11668
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 21. Mai 1912.

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nach kurzem Krankſein im 93. Lebensjahre
ſanft verſchieden iſt.
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Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 21. Mai 1912.
Darmſtraße 10.
Beerdigung: Donnerstag nachmittag 2 Uhr,
von der Friedhofskapelle aus.
Blumenſpenden dankend abgelehnt.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der kurzen Krankheit und bei der Be=
erdigung
unſeres lieben, unvergeßlichen Sohnes

Willy

ſagen wir Allen, insbeſondere für die ſehr zahl=
reichen
Blumenſpenden und den reichen Troſt,
der uns zugeſprochen wurde, unſeren tiefempfun=
denen
Dank.
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
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[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Nummer 119.

Die Beerdigung des Herrn Joh.
Keßler findet vom Portale des
Städtiſchen Friedhofes aus ſtatt.
(11666)

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Teilwirbel des weſtlichen Tiefs brachten geſtern abend
vielfach Gewitter. Regenfälle melden die meiſten deutſchen
Stationen. Heute morgen iſt es im Reiche meiſt wolkig
bis trüb bei ziemlich hohen Temperaturen. Die Depreſſion

iſt nach Jütland und Südſkandinavien vorgedrungen; ſie
wird ſich wohl langſam weiter öſtlich verlagern, ſo daß=
das
unbeſtändige Wetter anhalten wird.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 22. Mai:
Unbeſtändig, ſtrichweiſe Gewitterregen, mäßig warm.

Tageskalender.

Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
Der fliegende Holländer.
Hauptverſammlung der Kolonialgeſellſchaft ( Ab=
teilung
Darmſtadt um 8 Uhr im im Reſt. Sitte.
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr in der
Eliſabethenkirche.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß,
Bürgerkeller, Heſſiſcher Hof und Perkeo um 8 Uhr.
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe ( ge=
öffnet
von 106 Uhr).

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 23. Mai.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerunz um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

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Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und Bauchfellent-
zündung
u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Darmstadt, 3. Juni 1910.
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[ ][  ][ ]

Nummer 119.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Seite 11.

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Auch Kontrolle am Tage. Spezialbewachung für alle Zwecke. Vorzügliche Bewachungsreſultate und Anerkennungen. (11628a

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

* Gefunden: 2 Miſtkrappen. 3 Portemonnaies mit Inhalt.
1 goldenes Kettenarmband. 1 kl. Photographenapparat. 1 ſilbernes
Armband mit verſchiedenen Münzen. 2 Schlüſſel (zuſammengebunden).
1 Türdrücker 16 Loſe in einem Kuvert. 1 ſilbernes Zigarettenetui.
Eine Anzahl verſchiedener Schliſſel. 1 Brille. 1 Kneiſer mit Nickel=
bügel
. 1 Korallenkette. 1 ſchwarzer Samtgürtel. 1 weißes Jabot.
1 Damenſchirm mit Schwanenkopfgriff. 1 goldenes Medaillon mit
einer Photographie. 1 goldener Zwicker mit Futteral. 1 Damenſchirm
mit braunem Griff. 1 Päckchen Spitzeneinſätze und Nähſachen ꝛc.
1 Roſenkranz mit weißen Perlen. 1 Damenſchirm. 1 Damenſchirm
mit Silbergriff. 1 Schulnotizbuch (Geſchichte). Zugelaufen: 1 Dober=
mann
, 1 Pinſcher. Zugeflogen: 1 Kanarienpogel.
(11601
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Bernhardiner. 1 Pinſcher, 1 Kriegshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (11620

Großherzogliches Hoftheater.
*6

Der Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen
über Leiſtungen und Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater
und die Hofmuſik wird wegen bevorſtehenden Bücherſchluſſes
bis zum 3. Juni 1912
entgegengeſehen.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzu=
reichenden
Koſtenrechnungen getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen
Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können
erſt bei der nächſten Abrechnung Berückſichtiaungsfinden.
Darmſtadt, den 21. Mai 1912.
(11670ms
Großherzogliche Hoſtheater= und Hofmuſik=Direktion.

Fehienungen Sachriniengarbeitn,

Die bei der Reinigung des Winkelbachs von der Lang=
wadener
Brücke bis zur Mündung in den Rhein bei Gernsheim
erforderlichen Räumungs= und Uferbefeſtigungsarbeiten
ſollen durch ſchriftliche Angebote, und zwar:
Los I. von Klein=Rohrheim bis zur Mündung (ca. 3100 m),
Los II. von Langwadener Brücke bis Klein=Rohrheim (6100 m)
vergeben werden.
Die Angebotsvordrucke mit Bedingungen für beide Loſe ſind
bon uns gegen Bareinſendung von 1,00 Mk. (nicht in Briefmarken)
Abeziehen. Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Auf=
ſchrift
verſehen bis längſtens
Mittwoch, den 29. Mai 1912, vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen,
Poſelbſt auch die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es
önnen nur Angebote unker Benutzung der Vordrucke ohne Text=
änderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt
gausdrücklich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Darmſtadt, 13. Mai 1912.
(11181mm
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.

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Donnerstag, den 23. Mai, nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale zur Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, öffent=
lich
meiſtbietend gegen Baarzahlung folgende Gegenſtände:
1. beſtimmt auf freiwilligen Antrag: 1 Partie Schuß= und
andere Wafſen älterer Konſtruktion für Sammler)
2. voransſichtlich zwangsweiſe verſchiedene Möbel, darunter
Sofas, Büfetts, Spiegel, Diwans, Schreibtiſche, Vertikos
Kleiderſchränke, Bilder, Uhren u. a. m.; 4 Nähmaſchinen
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nur 75 Pfennig für den Band
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einmal den bloßen Einband zu lieſern im ſtande wäre.
Beſtellungen nehmen Buch= und Kolportage=
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Konkursverfahren.

Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hiermit zur öffentlichen
Kenntnis gebracht:
Ueber das Vermögen des Kauf=
manns
Wilhelm Löber, Inhabers
der Firma H. Pfersdorff, Papier=
handlung
und Hofbuchbinderei
hier, Eliſabethenſtraße 41, wird
heute, am 18. Mai 1912, vormittags
11 Uhr, das Konkursverfahren
eröffnet, da Wilhelm Löber ſeinem
glaubwürdigen Zugeſtändniſſe nach
überſchuldet und zahlungsunfähig
iſt.
Der Kaufmann Karl Dechert
hier wird zum Konkursverwalter
ernannt.
Konkursforderungen ſind bis
zum 1. Juli 1912 bei dem Ge=
richte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des er=
nannten
oder die Wahl eines ande=
ren
Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigeraus=
ſchuſſes
und eintretenden Falls
über die in § 132 der Konkurs=
ordnung
bezeichneten Gegenſtände
auf
Freitag, 14. Jnni 1912,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer Nr. 219,
und zur Prüfung der angemeldeten
Forderungen auf
Mittwoch, 17. Juli 1912,
vormittags 9 Uhr.
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Zimmer Nr. 219, Termin anbe=
raumt
.
(11621
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird aufgege=
ben
, nichts an den Gemeinſchuld=
ner
zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und
von den Forderungen, für welche
ſie aus der Sache abgeſonderte
Befriedigung in Anſpruch nehmen,
dem Konkursverwalter bis zum
8. Juni 19 12 Anzeige zu machen.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

Bekanntmachung.

Mittwoch, 3. Juli I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Ingenieur Friedrich
Borchert zu Frankfurt am Main,
im Grundbuch der Gemarkung
Darmſtadt zugeſchriebene Liegen=
ſchaft
:
qm
Flur Nr.
22 6115/1000 322¾10 Hofreite
Viktoria=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K4/12
Darmſtadt, 18. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V11645

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4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100, 10
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,20
80,75
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . 90,30
89,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
92,75
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100, 20
89,10
do.
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,75
4 do. do. (unk. 1918) 99,90
89,20
do.
3½
78,00
do.
3
. 79,90
3 Sächfiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,50
95,00
3½
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101, 40
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,70
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,70
4 do. Goldrente . . . 96,50
4 do. einheitl. Rente 89,30
3 Portug. unif. Serie I 64,60
3 do. unif. Ser. III 67,35
3 do. Spezial . . . . 9,90
15 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 92,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,20
4 do. v. 1902 .
.90,20
. 100,20
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 83,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 91,20
4 do. Staatsrente. . 89,20

Zf.
InProz.
5 Argentinier .
. . 101,10
4.
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,50
5 Chineſ. Staatsanleihe .
4½
do.
4½ Japaner . . . . .
94,50
5 Innere Mexikaner . . . 94,60
3
do.
60,20
4 Gold=Mexikanerv. 1904 38,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,50
3 Buenos Aires Provinz 71,60
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 143,90
5 Nordd. Lloyd . . . . . 117½.
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 .
8 Baltimore und Ohio . 108,00
6½ Schantungbahn . . . 135,00
6½ Luxemb. Prince Henri 159,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 124,50
6 Pennſylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . 504,75
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

.259,00
30 Farbwerke Höchſt . . 610,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim .

10 Cement Heidelberg . . 153,50
30 Chem. Werke Albert 462,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 314,90
4 Lahwener . .128.00

Lete
Znpro.
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,00
12 Siemens & Halske . 239,00
5 Bergmann Electr. . . 144,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 175,50
0 Gummi Peter . . . 133,60
0 Kunſtſeide Frankfurt 173,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 481,00
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 195,40
8 Steana Romana Petr. 139,20
15 Zellſtoff Waldhof . . 237,00
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . 213,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 123,00
3 Südd. Immobilien . 69,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 190,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. . . . 239,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. 181,00
10 Gelſenkirchener . . . . 191,00
8 Harpener . . . . . . . 190,75
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 258,40
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . .
. 87,00
4 Laurahütte . . . . . . 179,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
11 Weſteregeln 191,50
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 89,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,50
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,50
5 Oeſterr. Staatsbahn . 105,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
do.
78,50
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99.80

3t.
Sem
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 79,40
do.
53,70
(*/10
3 Raab=Oedenburg
76,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 95,50
4 Ruſſ. Südweſt.
. 88,60
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
do.
88,20
4 Wladichawchas . . . . 89,00
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 75,25
do.
91,70
2½0 Livorneſer . . . . . 68,30
3 Salonique=Monaſtir . 65,00
4 Bagdadbahn .
. 84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,10
4 Miſſouri=Pacific.
73,40
4 Northern=Pacific . . . 100,20
4 Southern=Pacific . . . 95,50
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,90
5 Tehuantepec . . . . . . 99,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 197,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,40
6½ Darmſtädter Bank . 121,75
12½ Deutſche Bank . . . 255,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,36
10 Diskonto=Kommandit 185,00
8½ Dresdener Bank . . 153,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,60
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5.86 Reichsbank . . . . . 136,70
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7½ A. Schaaffhauſen.
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8½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
do.
8½
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
1823. .
. 100,35
8½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68
. 89,50
S. 35 .
. 89,30
S. 911
. 89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
3½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
8½ do. (unk. 1914) . . 88,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,00
do.
8½
89,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
8½ do.
89,50
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* 100,50
3½ do.
95,10
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8½ do.
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8½ do.
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98,80
8½ do.
90,00
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98,70
3½ do.
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99,00
3½ do.
89,80
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99,25
3½ do.
89,00
4 München
100,20
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,80
3½ do.
90,00
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3½ Offenbach . . .
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3½ do.
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3 Madrider . . Fs. 100 74,00
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,50
Unverzinsliche
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Oeſterreicherv. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100
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Holländiſche Noten. . . . 169,60.
Italieniſche Noten . . . . 80,45
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[ ][  ][ ]

Nummer 119

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

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Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Nummer 119.

Unfallkrankenhaus und Arzte.

Der Gießener Anzeiger enthält auf einen von ihm
unter obiger Ueberſchrift gebrachten Artikel die nach=
ſtehende
Erwiderung von allgemeinem Intereſſe, um
deren Abdruck wir erſucht werden:
Die Errichtung eines Lehrſtuhls für ſoziale Medizin
an der Landesuniverſität und die damit in Zuſammen=
hang
ſtehende Erbauung eines Unfallkrankenhauſes in
Gießen iſt der Gegenſtand wiederholter Veröffentlichun=
gen
in den Tagesblättern und auch von Berichten an die
maßgebenden Stellen geweſen. Man hätte daher er=
warten
dürfen, daß der Zweck und die Aufgaben des
neuen Unternehmens eine hinreichende Aufklärung erfah=
ren
und hierdurch auch alle Befürchtungen über eine
Schädigung ärztlicher Intereſſen oder gar derjenigen der
mediziniſchen Fakultät ein für alle Mal als abgetan hät=
ten
gelten können. Aus der Förderung, die die gegebene
Anregung ſeitens der Großherzoglichen Regierung und
der mediziniſchen Fakultät in ihrer Mehrheit gefunden
hat, geht auch unzweideutig hervor, daß, wenn zur Zeit
noch Bedenken erhoben werden, dieſe zum Teil nur in
verſönlichen Momenten und vielleicht gar bei einer Stelle
zu ſuchen ſind, von der man billigerweiſe hätte erwarten
dürfen, daß auch ſie bereit geweſen wäre, die neue Ein=
richtung
zu fördern und ihr keinerlei Schwierigkeiten in
den Weg zu legen. Der Oeffentlichkeit ſind daher die nach=
ſtehenden
Ausführungen, die im Intereſſe einer richtigen
Beurteilung nochmals erfolgen ſollen, zweifellos will=
kommen
, auch wird der einſichtige Teil der Aerzteſchaft
ſich ihr nicht verſchließen können.
Die Berater der ärztlichen Kreisvereine Oberheſſens
und des Kreiſes Wetzlar verkehren das Unternehmen nach
ihren Darlegungen in das gerade Gegenteil von dem,
was ſich ſchließlich in Wirklichkeit als ſeine Hauptaufgabe
und als ſein Endzweck darſtellt. Man ſagt, um hier alle
Einwendungen nochmals zuſammenzufaſſen, das Unfall=
krankenhaus
ſchädige das Standesanſehen und das
materielle Intereſſe der Aerzte, es entziehe der Univer=
ſität
und den Kliniken wichtiges Lehrmaterial und beein=
trächtige
damit den Zuzug von Studenten, benachteilige
ferner die kleinen Krankenhäuſer und nehme ſchließlich
den praktiſchen Aerzten die Möglichkeit, ſich in der Be=
handlung
chirurgiſcher Fälle hinreichend zu betätigen.
Das wäre gewiß eine ganze Reihe wichtiger Einwände,
die geeignet wären, die Urteilsfähigkeit der beteiligten
Verſicherungsträger in der öffentlichen Meinung herab=
zuſetzen
, wenn ſie dieſe Möglichkeiten nicht gleichfalls ins
Auge gefaßt hätten. Man wird allerdings zuvor zu
prüfen haben, ob die Vertrauensmänner der ärztlichen
Kreisvereine nicht doch aus dem Gedanken an vermeint=
liche
perſönliche Nachteile ſich ihre Meinung vorweg ge=
bildet
haben oder aber zu denjenigen gehören, die Herr
Rechtsanwalt Raab am Schluß der folgenden Ausführun=
gen
in ſeinem Artikel Das Unfallkrankenhaus in Gießen
im Sinne hat, wenn er ſchreibt: Einem unter ſo günſti=
gen
Ausſichten begonnenen und mit ſo regem Eifer vor=
bereiteten
Unternehmen kann man ohne Uebertreibung
die Diagnoſe kerngeſund und ſehr entwickelungsfähig
ſtellen, und es bleibt zu wünſchen, daß die Beteiligten,
alſo Staat, Landſtände, Verſicherungsträger und nicht
zuletzt die Stadt Gießen ſelbſt, ſich der Einſicht nicht ver=
ſchließen
, daß hier eine Sache vor ihrer Verwirklichung
ſteht, und deshalb mit allen Kräften unterſtützt werden
muß, die das Intereſſe aller Kreiſe beanſprucht und für
den Fortſchritt der Stadt Gießen von einer Tragweite
ſein wird, die vielleicht jetzt von den meiſten noch gar
nicht verſtanden werden kann.
Der Geſellſchaftsvertrag bezeichnet ausdrücklich als
Gegenſtand des Unternehmens die wiſſenſchaftliche För=
derung
der ſozialen Medizin, neben der Mittel für die
Unterſtützung Medizin=Studierender nach freier Bewerb=
ung
und ohne jegliche Verpflichtung zur Verfügung ge=
ſtellt
werden ſollen. Der Anſtalt ſind hierdurch von ihren
Begründern die Richtung und die Grenzen vorgeſchrieben,

innerhalb deren ſie ſich künftighin zu betätigen hat. Es
iſt damit auch die Richtlinie gegeben, die eine angebliche
Schädigung des ärztlichen Standesanſehens völlig aus=
ſchließt
.
Die ärztlichen Vereine erkennen nach ihren Ausführ=
ungen
die Notwendigkeit der Errichtung eines Lehrſtuhls
und damit die Zweckmäßigkeit einer beſonderen Vorbild=
ung
der Aerzte für die ſoziale Verſicherung und die ihnen
ſpäter in der Praxis zufallenden Aufgaben derſelben rück=
haltlos
an. Es bedarf auch keines beſonderen Beweiſes,
daß dieſe Vorbildung auf dem Gebiete des Heilverfah=
rens
, das heutzutage bei Verletzungsfolgen nach den For=
derungen
der Verſicherungsträger insbeſondere auf eine
Wiederherſtellung der Funktion hinausläuft, und eine
Summe ſpezieller Kenntniſſe erfordert, in beſonderem
Maße und wiederum nur durch die praktiſche Unterweiſ=
ung
des jungen Mediziners auf der Univerſität durchge=
führt
werden kann. Wenn man daher die Erteilung des
Lehrauftrages für notwendig hält, muß man notgedrun=
gen
auch die Errichtung des Krankenhauſes als ſolchem
als zweckmäßig anſehen, denn eines iſt ohne das andere
nach der Art, wie ſich der kliniſche Unterricht an der Hoch=
ſchule
vollzieht, Stückwerk. Es iſt dem Dozenten bei dem
Fehlen eines Krankenhauſes ſchlechthin unmöglich, ſich
aus den Kliniken die in Betracht kommenden Patienten
mühſam zuſammenzuſuchen. Vor allem bedenke man
aber auch, und das ſei nachdrücklich betont, daß heutzu=
tage
die Unfallheilkunde ein Spezialgebiet geworden iſt,
deſſen wiſſenſchaftliche Förderung ſich die Verſicherungs=
träger
, wenn man von idealen Werten abſehen will, ſchon
aus dem Grunde angelegen ſein laſſen müſſen, weil ſie,
einmal, weil es ihre Pflicht iſt, zum andern, weil die
Aufſichtsbehörde einer Betätigung auf dem hochwichtigen
Gebiete verlangt und weil, rein materiell betrachtet,
ſchlecht oder nicht hinreichend geheilte Verletzungensfolgen
in einer Weiſe belaſten, daß der Haushaltsplan der mei=
ſten
Berufsgenoſſenſchaften heute nur noch mit Millionen
rechnen muß, ſo daß hier eine weitere Steigerung aus
nationalwirtſchaftlichen Geſichtspunkten gerade unmög=
lich
iſt. Wer von den Herren Aerzten ſich übrigens über
die Behauptung, daß die Unfallheilkunde ein Spezialge=
biet
geworden iſt wie jedes andere kliniſche Spezialfach
auch, noch des näheren belehren will, leſe den an
gleicher Stelle früher veröffentlichten Artikel: Die Er=
richtung
eines Lehrſtuhls für ſoziale Medizin an der
Landesuniverſität nochmals durch. Er enthält neben
einer Reihe anderer für die Beurteilung der uns beſchäf=
tigenden
Fragen auch zahlreiche einwandfreie Belege,
nach denen Männer der mediziniſchen Wiſſenſchaft die
gleiche Forderung erheben, wie ſie durch das Unterneh=
men
in die Tat umgeſetzt werden ſoll.
Es war oben ſchon angedeutet, daß es von dem Wil=
len
der Verſicherungsbehörden völlig unabhängig iſt, wie
ſie ſich heutzutage zu den ihnen durch das Heilverfahren
übertragenen Aufgaben ſtellen. Das Reichsverſicherungs=
amt
hat für dasſelbe ganz beſtimmte Richtlinien vor=
gezeichnet
und Anleitung gegeben, nach denen zu handeln
iſt und deren Durchführung, wie auch ſchon geſagt, von
der Aufſichtsbehörde zudem übertragen wird. Vor eini=
gen
Wochen ſind von dem Reichsverſicherungsamt ſogen.
Leitſätze veröffentlicht worden, welche Vorſchriften dieſer
Art enthalten und ein raſches und entſchloſſenes Vorgehen
verlangen. Dieſe Leitſätze ſind unter Mitwirkung her=
vorragender
mediziniſcher Sachverſtändiger, unter ande=
rem
eines erſt kürzlich in das heſſiſche Miniſterium be=
rufenen
Medizinalbeamten, dem niemand eine Hintenan=
ſetzung
ärztlicher Standesintereſſen wird nachſagen kön=
nen
, ausgearbeitet worden. Es heißt darin, daß nicht
Geldunterſtützung, ſondern die Wiederherſtellung der
Leiſtungsfähigkeit und damit der Arbeitsfreudigkeit auf
dem ſchnellſten und beſten Wege oberſtes Gebot iſt. Bei
einer erheblichen Zahl entſchädigter Betriebsunfälle ſind
es nicht unabänderliche und unvermeidliche Unfallfolgen,
ſondern ein unzureichendes oder zu ſpät eingeleitetes
Heilverfahren, das die Höhe einer ſpäter notwendigen

Rente ungünſtig beeinflußt. Es wird niemand Verſtän
digem einfallen, den Aerzten aus dieſen Mängeln eine
Vorwurf zu machen, oder dieſe Zuſtände anders als au
den gegebenen Verhältniſſen heraus zu beurteilen, di
eine baldige Heilung namentlich von Verletzten auf der
Lande beeinträchtigen oder mitunter völlig unmöglie
machen. Wenn daher das Reichsverſicherungsamt hie
Wandel ſchaffen will, ſo haben hieraus die behandelnde
Aerzte am allerwenigſten eine Schädigung ihres Standes
anſehens oder einen materiellen Nachteil zu gewärtiger
Man hat zwar in den Leitſätzen für beſtimmte Verletz
ungsfolgen die Anſtaltsbehandlung als notwendig be
zeichnet, verlangt jedoch keine ſchablonenhafte Behand
lung, ſondern ein dem Einzelfall angepaßtes Verfahrer
das durch die erforderlichen Maßnahmen den günſtige
Einfluß auch auf die künftig Belaſtung gewährleiſten ſo
Darin liegt der Schwerpunkt für die Entſchließung de
vereinigten Verſicherungsträger. Sie wollen nicht jede
Fall wahllos einem Klankenhaus überweiſen, vielmeh
unter Mitwirkung der behandelnden Aerzte einen We=
gehen
, der beide Teile befriedigt; legt doch das Reichs
verſicherungsamt auf die verſtändnisvolle Anwendun
ſeiner Anleitung ſelbſt das allergrößte Gewicht. Gerad
das in Gießen zu erbauende und der Univerſität auf dere
Forderung hin unmittelbar als Lehranſtalt zur Verfüg=
ung
ſtehende Unfallkrankenhaus ſoll das Bindeglie
abgeben zwiſchen Verſicherungsträgern, dem junge
und älteren Arzt, denen es Rüſtzeug und die Anregun
geben will, die großen Aufgaben der nächſten Zukun
in Bezug auf eine wirkſame Durchführung der Heilbe
handlung gemeinſam zu erfüllen. Nicht aus kleinlichen
ſondern aus ideellen Rückſichten, gerade auch auf die be
rechtigten Intereſſen einer tüchtigen, aufwärtsſtrebende
Aerzteſchaft, ſoll für unſere Univerſität ohne Koſten
den heſſiſchen Staat eine neue Bildungsmöglichkeit ge
ſchaffen werden, die Keinem Nachteile bringt und de
Zuzug der Medizin=Studierenden nach Gießen nicht hen
men, ſondern erheblich fördern wird.
Jeder gewiſſenhafte Arzt weiſt heute ſchon eine=
Schwerverletzten und Kranken, deſſen Wiederherſtellun
unter den häuslichen Verhältniſſen im Zweifel ſteht, eine
Klinik oder einem Krankenhauſe zu. Man bedenke fernen
daß ſich an dem Unternehmen außer der Ortskrankenkaß=
und der Stadt Gießen die das ganze Großherzogtum un
faſſende landwirtſchaftliche und außerdem große Gebiet=
zu
ihrer Zuſtändigkeit zählende auswärtige gewerblich=
Berufsgenoſſenſchaften beteiligen, daß zahlreiche Verletzt=
und Kranke einer Anſtalt ſchon zur Beobachtung und Be=
gutachtung
zugewieſen werden müſſen, und man wir
einſehen, daß hier auch eine Benachteiligung der Gießene=
Kliniken, die mit den hier in Betracht kommenden Per=
ſonen
unter anderen Verhältniſſen überhaupt nicht
rechnen gehabt hätten, ebenſo wenig in Frage kommt, wi=
eine
Schädigung der Aerzte und kleinen Krankenhäuſe
des dortigen Bezirks.
Die Anſtalt wird errichtet, das iſt wohl kaum noch zu
bezweifeln. Es wäre aber für die Stadt Gießen, deren
Vertretung mit ihrem tatkräftigen Oberbürgermeiſter au
der Spitze, die Bedeutung des Unternehmens für die künf
tige Entwickelung einſehen und fördern, zweifellos ein
unerſetzlicher Verluſt, wenn die beteiligten Verſicherungs
träger auf die Errichtung in Gießen verzichten und etwa
Frankfurt mit ſeiner kommenden Univerſität, das örtlich
vielleicht auch mehr Vorzüge bietet, wählen würden
Hindern kann ſie daran niemand man zweifle auch nich
daran, daß dies von mancher Seite lieber geſehen
den wäre. Wenn die in Frage ſtehenden Körperſchaften
ſich anders entſchloſſen und den Wunſch gehabt habendie
Anſtalt in den Rahmen unſerer Landesuniverſität eile
gliedern, ſo gebührt ihnen dafür Dank und die Anerkem=
ung
auch ſeitens unſerer Herren Aerzte, die über die Auf=
gaben
der künftigen Heilanſtalt offenbar noch nicht ge=
nügend
aufgeklärt waren, und von denen eine Würdigung
dieſer Darlegungen sine ira et stuclio in dem Gedanken
Vertrauen gegen Vertrauen erbeten wird.

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Nummer 110.

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für meine Jungens und kann Ihnen nur beſtätigen,
daß die im vorigen Jahre gekauften Anzüge ſich
tadellos gewaſchen und getragen haben.
Frau Direktor S. ſchreibt:
teile Ihnen gern mit, daß die Waſchanzüge
Marke Duro ſich vorzüglich bewähren, tadellos
waſchen, gut tragen und ſauber gearbeitet ſind.
Frau Oberſekretär C. ſchreibt:
Die vor einigen Jahren ſchon bei Ihnen gekauften
Waſchanzüge Marke Duro haben ſich im Tragen
ſowie Waſchen beſtens bewährt.
Frau H . . . ſchreibt:
mit den Waſchbluſen und=Anzügen Marke Duro war
ich ſtets durchaus zufrieden, ſowohl die Verarbeitung
wie die Stoffe ſind gefällig und gut. Jeder Anzug
wird von meinen beiden Jungens nacheinander 4 Jahre
getragen und muß dann nur abgelegt werden, weil die
Jungens herausgewachſen ſind. Ich habe noch nichts
Beſſeres gefunden und kann dieſelben nur beſtene
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§ 119.

Mittwoch, 22. Mai.

1912.

Sceseeee

Gesangverein Liederzweig Arheilgen.

Samstag den 25., Montag den 27. und Dienstag den 28. Mai (Pfingsten) 1912
50jähriges ſubiläum
verbunden mit
großem nationalen Gesangswettstreit
PROGRAMM:
Samstag abend 9 Uhr großer Lampionzug der Arheilger Vereine nach dem Festplatz.
Daselbst Ausprache, Uberreichung der Ehrenurkunden und Jubiläumsgeschenke.
Großer Kommers, Musik- und Gesangsvorträge, turnerische Aufführungen.
Montag den 27. Mai, von 7 Uhr vormittags ab:
(11422sm
Abholen der auswärtigen Vereine.
Von 9 Uhr ab:
Beginn des Klassensingens in drei Lokalen.
Das Ehrensingen reiht sich sofort an das Klassensingen an.
Vormittags II Uhr:
Beginn des Höchsten Ehrensingens
um den von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog gestifteten Ehrenpreis.
Nachmittags ½3 Uhr:
Aufstellung des Festzuges in der Mühlstraße. Zug durch die Ortsstraßen nach
dem Festplatz. Daselbst großes Konzert, Gesangsvorträge, Volksbelustigungen,
Tanz, turnerische Aufführungen.
Nachmittags 5 Uhr:
Preisverteilung auf dem Festplatz.
Abends 8 Uhr:
Fortsetzung der Feier auf dem Festplatz, Konzert, Tanz, turnerische Darbietungen,
Großes Brillant-Feuerwerk.
Dienstag den 28. Mai (dritter Pfingsttag), nachmittags 3 Uhr:
Großes VOL.KSREST

Zum Klassen- und Ehrensingen à Person 1 Mark.
Eintrittspreise: Zum Höchsten Ehrensingen à Person 50 Pfennig.

Auf den Festplatz am Montag à Person 20 Pfennig.
Festkarten mit Festbuch (Dauerkarten) zu 1.50 Mk. berechtigen zu allen
Veranstaltungen (außer dem Höchsten Ehrensingen).
Am Samstag abend sowie am Dienstag ist der Eintritt auf den Festplatz frei.
Zum Besuche ladet höflichst ein

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Morgen, am 23. Mai, abends 8 Uhr:
I. Bonnerstugs Konzert
der ganzen Kapelle des Leibgarde-Regts‟
Dirigent: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Aus der Vortragsfolge: Beethoven: Ouvertüre zu
König Stephan. Tſchaikowsky: Valse des kleurs aus Der
Nußknacker Mendelsſohn: Fantaſie aus Ein Sommernachts=
traum
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Puceini: Tonbilder aus La Toska. R. Wagner: Ouvertüre
zu Der fliegende Holländer Buron: Stücke aus Rund um
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Der Hof des Hchweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
50)

Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Und wie dann Signes roter Mund lachte, und wie
ſie jauchzend ihren kleinen, dicken Jungen emporhob und
ihn dem glücklichen Vater entgegenhielt, damit er das
Bübchen auf den kleinen, offenen Mund küßte. Und wie
ſie dann gemeinſam zum Hafen gingen, nach dem dicken
Kommerzienrat auszuſchauen, der nie wiederkam.
Nun ſtahl ſich auch ein Lächeln um Hallgerdrs Lip=
pen
, ein ſüßes, wehmütiges Lächeln.
Die törichte, leichtfertige Signe war ein ſo frohes und
glückſeliges Weib geworden.
Und noch eine andere war glücklich, Helga Anderſen. Nur
ſie allein ging leer aus bei dem Feſtmahl des Lebens.
Sie würde immer einſam ſein.
Unſicher taſtete Hallgerdrs Hand nach der Taſche
ihres Kleides.
Nein, da hatte ſie den Brief nicht, der ihr wie Feuer
auf der Seele brannte.
Im Mieder mit den Silberkordeln, da hatte ſie ihn
gebwegen,

Langſam, zögernd zog ſie ihn hervor, langſam ent=
faltete
ſie ihn, dann aber las ſie doch mit großen, weit
geöffneten Augen:
Hallgerdr Jonſon!
Von allen Menſchen, die mir je im Leben nahe ge=
treten
, ſeid Ihr die einzige, der ich ſagen möchte, wie ſich
mein Leben gewandelt hat.
Ihr habt einſt mit mir getrauert um einen Mann,
der beiden unſeren Herzen teuer war. Es gab eine Zeit,
da ich Euch gezürnt, nein, ich habe Euch gehaßt, weil Ihr
mir und meinem Kinde alles nehmen wolltet, aber ſeit=
dem
ich Euch geſehen, nachdem ich erkannt, daß Eure
Seele litt, wie die meine, da habe ich Euch geliebt wie
eine Schweſter, und weil Ihr mir in Eurer herben Jung=
fräulichkeit
, in Eurer ſüßen, ſtolzen Mädchenhaftigkeit ſo
wert geworden, da möchte ich Euch, Hallgerdr, künden,
heute grüßt Euch ein glückliches Weib.
Einar Aßmuſſen, der treue Freund meiner Kinder=
jahre
, der treue Freund Ingwalds, iſt mein Gatte und
Orms Vater geworden. Ein heiliges Glück, ein heiliger
Frieden liegt über Helgenaes, unſerem ſtillen Hof, über
dem blauen Fjord. Und wenn wir im Abenddämmern
Arm in Arm, das Kind an der Hand, hinab zu unſerem
ſtillen Kirchlein wandeln, mit dem roten Dach und dem
ſchwarzen Turm, in deren Schatten Ingwald Anderſen
ruht, dann fliegen unſere Herzen auch zu Euch, Hallgerdr,

in dem wildſchönen Eislande, und unſere Gedanken ein
ſich zum Gebet, auf daß auch Ihr den Frieden gefunde
Ich habe es an mir ſelber erfahren, wie aus tot
Lava wieder neue Funken ſprühen, ich hätte es nie e
glaubt, daß aus der Aſche meines Herzens noch einm
ein Glück erſtehen könnte, um das Einar ein ganzes L
ben gerungen, und das ihn ſelig macht.
Alles, Hallgerdr, iſt dem Wechſel unterworfen.
ten auch noch einmal rote Funken aus der Aſche Eur
Herzens aufſprühen, dann erſt wird Ingwald Anderſ=
ſelig
ſchlafen, der nur Euer Glück gewollt und Reue tru
daß er es vernichtet.
Ingwalds Knabe hebt bittend ſein Händchen u
der fernen Tante Hals, und ſchmiegt ſeine Wange an i
Geſicht.
Er iſt ein lieber, kleiner Kerl, und ſelig, daß erni
auch einen Vater hat.
Ueber das weite Meer reicht Euch, Hallgerdr, trei
Helga Aßmuſſen.
Freundeshände immer Eure
Hallgerdr hatte den Brief wieder, immer wied
geleſen.
Warum brannte ihre Wange in Scham, wenn ſie
der Stelle kam, wo Helga von einem neuen Glück für
ſprach?
Nein, das war für ſie für immer vorbei, trotzde

[ ][  ][ ]

Darmſt
ter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912

Nummer 119,

heute vielleicht noch einer kam, an den ſie nie wieder den=
ken
wollte, und der doch immer in ihren Gedanken lebte.
Wie ein Lauffeuer war es vor einigen Wochen durch
Reykjavik gegangen: Die Expedition Kaare Myrdals
kehrt heim. Nachdem die Froa jahrelang verſchollen
geweſen, nachdem man ſchon jede Hoffnung aufgegeben
hatte, die kühnen Forſcher wiederzuſehen, hieß es plötz=
lich
, daß ſie von einer Erforſchung Grönlands nach Ko=
penhagen
zurückgekehrt ſeien mit reicher Beute für die
Wiſſenſchaft.
Mit glänzenden Ehren hatte man ſie dort empfan=
gen
. Der König ſelbſt hatte Kaare Myrdal umarmt, und
das Volk hatte den kühnen Männern zugejubelt und ſie
gefeiert.
Mit klopfendem Herzen hatte Hallgerdr das alles ver=
nommen
. Mit brennenden Wangen hatte ſie alle Nach=
richten
der Zeitungen über die Forſchungsreiſenden ver=
folgt
, aber ihr ſelbſt war kein Wort, keine Zeile von
Kaare Myrdal zugegangen. Er hatte ſie vergeſſen, wie
ſie ihn.
Nein, ſie nicht. Wie von einer ſtillen Glorie um=
ſtrahlt
lebte ſeine Liebe in ihrer Bruſt, wie eine heilige
Erinnerung.
Wie anders erſchien ihr jetzt Kaare Myrdals Liebe
in ihrer unerſchütterlichen Treue, die einſt mißachtete, ge=
genüber
der flammenden Leidenſchaft von Ingwalds
Bebe, die ſie faſt in den Abgrund geriſſen.
Aufſtöhnend verhüllte Hallgerdr ihr Angeſicht. Es

war ja doch alles vorbei, vorbei wie der verſunkene Hof
in dem Lavafeld.
Von Tromſö aus war ihr dann die erſte Kunde von
Kaare Myrdal gekommen. Ein ſchmaler Brief mit ſeiner
großen, charakteriſtiſchen Handſchrift, in dem er ihr
ſchrieb, daß er nicht aufgehört habe, ſie zu lieben, daß er
in Tromſö ihre Antwort erwarten wolle, ob ſie ihm treu
geblieben und ob er kommen dürfe, ſie heimzuführen in
das Land des Glücks, das er immer für ſie erträumt. Nur
wenn ſie ihm folgen wollte, ſollte ihn die Froa an
Islands ſtolzen Felſenküſten tragen, ſonſt würde ihn Js=
land
nie wiederſehen.
Und Hallgerdr hatte mit ſich gerungen in Schmerz
und Qual, und endlich hatte ſie ſich aufgerafft und ihm
geſchrieben, alles, was ihr auf der Seele lag.
Wie ſie über einer anderen Liebe ihn vergeſſen, und
welches Leid ihr Herz trug, vom Ende des Widarhofes,
und wie Gott ſelbſt den Fluch von ihrem Hauſe gelöſt.
Aber kein Wort hatte ſie geſchrieben, daß ſie ſeiner voll
Sehnſucht gedenke, daß ſie glücklich ſein würde, wenn er
ſie großmütig, milde verzeihend an ſein Herz nehmen
würde. Nein, das konnte ſie ihm nicht ſagen. Zu un=
würdig
kam ſie ſich vor, ihm gegenüber, der ſo groß und
rein ihr die Treue bewahrt.
Die Froa kommt, hatten heute am Morgen ſich
ſchon die Kinder auf der Straße zugejubelt.
Hallgerdr ſchloß erſchauernd die Augen. Wenn ſie
wirklich in den Hafen einzog, dann war Kagre Murdel

ſicher nicht an Bord. Er hatte dann von ihr ſein Todes=
urteil
empfangen, denn wie konnte es ihm noch nach
einem Weibe verlangen, das, wie ſie, ſeine treue Liebe
verraten?
Wie ſtill es im Hauſe war.
Hallgerdr preßte die Hände feſt gegen ihr Herz. Ein
tiefes Erſchrecken, ein heißes Erglühen nahm ihr den
Atem.
Klangen nicht Schritte die Straße herauf? Waren
es nicht Kaare Myrdals Schritte, die ihr ſo ſchnell damals
in der Mittſommernacht verwehten, als ſie ihn zum letz=
en
Male geküßt?
Nein, Kaare Myrdal kam nimmer. Er würde ſie nun
verachten. Er würde ſich ſtill von ihr wenden. Nie,
nie wieder mochte ſie in ſeine Augen ſchauen.
Klangen nicht die Schritte jetzt draußen; auf der
Stiege?
Kamen die Kirchgänger ſchon zurück?
Nein, noch klangen die Glocken nicht durch die Luft.
Sie beteten noch in der Kirche, und ſie, ſie konnte nicht
beten.
Und da, da ſetzten die Glocken ein. Mit ehernem
Klang dröhnten ſie durch die ſtille Stadt, und bezwungen
von ihrer eindringlichen Macht, ſank Hallgerdr in die
Knie, und von ihren Lippen bebte es leiſe:
Und vergib uns unfere Schuld, wie auch wir ver=
geben
unſeren Schuldigern!
SSchluß fole.!

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20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Nummer 119.

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Nummer 119.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Seite 21.

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Seite 22.

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zu vermieten.

[ ][  ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Mai 1912.

Nummer 119,

Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes in
Heſſen und Heſſen=Naſſau im April.

Der Streik der zirka 5000 Metallarbeiter in
Frankfurt a. M. bei den größten Firmen, von dem wir
ſchon im vorigen Monatsbericht meldeten, hat ſich im
Berichtsmonat weiter verſchärft. Der Verband der Metall=
induſtriellen
von Frankfurt a, M. und Umgegend ( Frank=
furt
a. M., Offenbach a. M., Fechenheim a. M. und Hanau
a. M.) hat den Streik mit einer Ausſperrung von 60 Pro=
zent
beantwortet. Wenn die Arbeiterorganiſation ihre
Drohung, die reſtlichen 40 Prozent aus den Betrieben
heraus zu holen, wahr macht, ſo würden 1012000 Ar=
beiter
in Frankfurt a. M. und Umgegend teils ſtreiken,
teils ausgeſperrt ſein. In Mainz herrſchte hauptſächlich
Nachfrage nach Gürtlern für Beleuchtungskörperfabriken,
Bauſchloſſern und Spenglern, weniger dagegen nach Ma=
ſchinenſchloſſern
und Elektrotechnikern. In Offenbach
waren infolge des Streiks ſchon Ende April keine offenen
Stellen für Schloſſer oder Dreher mehr gemeldet. Schmiede
waren ſehr geſucht in Fechenheim und Bad Wildungen.
Die Beſchäftigung in der Portefeuilleinduſtrie
in Offenbach a. M. iſt der Saiſon entſprechend gegen den
Vormonat weiter zurückgegangen. Für Sattler und
Tapezierer war in Frankfurt a. M. reichlich Arbeits=
gelegenheit
vorhanden. In der Induſtrie der Holz=
und Schnitzſtoffe herrſchte bei der Arbeitsvermit=
telungsſtelle
in Frankfurt a. M. beſonders von auswärts
ſtarke Nachfrage nach Schreinern auf beſſere Möbel. Der
Bedarf konnte nur zum geringen Teile gedeckt werden.
Aus der Induſtrie der Nahrungs= und Genuß=
mittel
meldet Kaſſel, daß ein großer Teil der von
auswärts kommenden Geſellen untergebracht werden
konnte. Aus Gießen berichtet der Deutſche Tabakarbeiter=
verband
, daß Ausſicht vorhanden ſei, daß die Lage des
Arbeitsmarktes im Mai eine beſſere wird, da gegen End=
des
Berichtsmonats mehrere Fabriken wieder voll beſchäf=
tigt
geweſen wären. Im Bekleidungs= und Rei=
nigungsgewerbe
war der Beſchäftigungsgrad
für Schuhmacher in Frankfurt a. M. ſehr gut. Nachfrage
herrſchte beſonders nach erſtklaſſigen Herren= und
Damenarbeitern, doch konnten meiſtens nur Herrenarbei=
ter
beſchafft werden. Die Beſchäftigung in den Offenbacher
Schuhfabriken in dem Berichtsmonat war gut. Die Nach=
frage
nach Schneidern konnte faſt nirgends befrie=
digt
werden. Der Streik im Schneidergewerbe
in Darmſtadt wurde beigelegt. Die Nachrichten über das
Baugewerbe lauten verſchieden. Die Angaben über
die Vermittelungstätigkeit der Arbeitsnachweiſe geben
jedoch kein klares Bild, da bekanntermaßen im Bau=
gewerbe
, hauptſächlich aber bei den Maurern und Zim=
merleuten
, faſt allgemein noch die Sitte der Umſchau nach
Arbeit auf den Bauſtellen oder die Mitteilung von Ar=
beitsgelegenheit
durch Kollegen herrſcht. In Darmſtadt
befindet ſich die Bautätigkeit in einer Aufwärtsbewegung;
die Zahl der Baugeſuche iſt gegenüber derſelben Zeit des
Vorjahres geſtiegen und die Bauſummen haben ſich faſt
verdoppelt. In der Mehrzahl handelt es ſich um kleinere
Objekte. In Mainz iſt die Bautätigkeit ſowohl in Hoch=
bauten
als Tiefbauten eine ſehr rege. Im graphi=
ſchen
Gewerbe verſchlechterte ſich nach dem Bericht
der Tarifgemeinſchaft der Buchdrucker in Frankfurt a. M.
der anfänglich günſtige Stand des Arbeitsmarktes für
Setzer durch die Feiertage, beſſerte ſich dann für vierzehn
Tage durch die Fertigſtellung der Fahrpläne wieder und
flaute dann gegen Ende des Monats wieder ab. Bei den
Druckern war ebenfalls eine Vermehrung der Arbeits=
loſen
zu verzeichnen. Die Schriftgießereien dagegen
waren nach wie vor ſtark beſchäftigt; arbeitsloſe Schrift=
gießer
waren nicht vorhanden. Im Gaſt= und Schank=
wirtſchaftsgewerbe
haben nach dem Bericht der
Städtiſchen Arbeitsvermittelungsſtelle in Frankfurt a. M.
die anhaltend gute Witterung und die damit verbundene
Eröffnung einer Anzahl Saiſongeſchäfte auf den Arbeits=
markt
günſtig eingewirkt. Die Zahl der offenen und be=
ſetzten
Stellen war bedeutend höher als im gleichen Mo=
nat
des Vorjahrs. Verlangt wurden hauptſächlich jüngere
Leute. Im Transportgewerbe dauert der Streik
der Rheinſchiffer noch an. Ueber den landwirtſchaftlichen
Arbeitsmarkt iſt nicht viel zu berichten, da die trockene
Witterung ein intenſives Arbeiten auf den Feldern noch
nicht zuließ. Im Rheingau haben ſich die Winzer
durch Zuſammenſchluß höhere Löhne erwirkt.

Landwirtſchaftliches.

Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 14. bis 20. Mai.
Der Weltmarkt für Getreide befand ſich nach der
vorangegangenen Hauſſebewegung allgemein in matter
Haltung, wie es ſeit längerer Zeit nicht der Fall geweſen
war. In Deutſchland ſind endlich auch für viele Gebiete,
welche bisher unter einer außergewöhnlichen Trockenheit
gelitten hatten, Niederſchläge eingetreten, welche den
Saatenſtand weſentlich verbeſſert haben. Jedoch iſt nicht
zu leugnen, daß für wichtige Produktionsgebiete, beſon=
ders
im Norden und Nordoſten, noch zu wenig Regen=
mengen
niedergegangen ſind und daß dort nach wie vor
ein erheblicher Ausfall ſowohl an Getreide wie auch an

Futtermitteln befürchtet wird. Immerhin vermochte der
Markt dem überwiegend günſtigen Eindruck der Saaten=
ſtandsnachrichten
des In= und Auslandes in der letzten
Woche nicht ſtand zu halten und ſo flaute er von Tag zu
Tag mehr und mehr ab, ſowohl für Mai= als auch für
Juli= und Herbſtlieferung. Am ſtärkſten zeigte ſich dies
beim Roggen, während der Weizen in den letzten Tagen
einer weiteren Abwärtsbewegung etwas mehr Wider=
ſtand
entgegenſetzte, da der inländiſche Markt außer Be=
zugsparität
mit dem Weltmarkt zu kommen drohte. Wie
die Verhältniſſe ſich weiter entwickeln werden, iſt ſchwer
vorauszuſehen. Für Deutſchland wird es vor allem auf die
Fortdauer einer fruchtbaren Witterung ankommen. In
dieſer Hinſicht haben die letzten Tage leider wieder trocke=
nes
Wetter gebracht, was umſo bedauerlicher iſt, als für
Mittel= und Norddeutſchland die bisherigen Regenfälle
der letzten Woche in den meiſten Bezirken angeſichts des
niedrigen Grundwaſſerſtandes noch nicht als genügend
angeſehen werden dürfen. Dazu kommt noch, daß die
preußiſche Landesanſtalt für Gewäſſerkunde ein überaus
ungünſtiges Gutachten über bevorſtehenden Stromwaſſer=
mangel
und das Sommerwetter abgegeben hat. Sie
weiſt darauf hin, daß der Waſſerſtand der Flüſſe und
Seen ſich ſchon jetzt relativ ungünſtiger geſtaltet, als zur
ſelben Zeit des Vorjahres. Man wird deshalb in der
Beurteilung der Ernteausſichten und der Preisbewegung
noch die größte Vorſicht üben müſſen.

Weizen
Roggen
Hafer
200
Königsberg. .228 ( ) 190 (
200
192½ (2
Danzig .
194 (2
Stettin
198
225
Poſen
188 (
193
.223
Breslau .
192 (*1 ) 195
.223
196
Berlin
211
*226
Magdeburg .224
198
212
200
Halle
218
.226
200
221
Leipzig
.228
213
.223
Dresden .
197
193
201
Roſtock
.224
212
202
Hamburg . .234
-
207
Hannover . . 226
220
220
Düſſeldorf . . 240
215
222½
Frankfurt a. M. 235
210
225
Mannheim . . 245
212½
230
Straßburg . . 240
215
228
München . . 247 (
)224

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 229,50 (2),
Sept. 205 ( 3), Peſt Mai 198,90 ( 0,50), Liverpool Juli
171,30 ( 2,60), Paris Mai 248,05 (0,80), Chicago Mai
173,85 (8,50), Roggen: Berlin Mai 197,50 ( 4,50),
Sept. 175,50 ( 4,25), Hafer: Berlin Mai 200,25 (3),
Sept. 171,75 ( 6,50). Futtergerſte frei Hamburg un=
verzollt
ſchwim. 166 ( 5,50), Mai 165 (3,75), Mais:
La Plata April=Mai 120 ( 2,50), Mai=Juni 120 (2,50) Mk.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Mai: dem Kaufmann Georg
Friedrich Heim, Ernſt=Ludwigſtraße 20, eine T. Adel=
heid
Anna Eliſabeth. Am 16.: dem Kutſcher Georg
Leichtlein, Erbacherſtr. 144, eine T. Frieda Eliſe. Am
17.: dem Zimmermann Johann Wilhelm Roth, Becker=
ſtraße
34, eine T. Eliſabeth. Am 8.: dem Hausburſchen
Leonhard Kröh, Langegaſſe 29, eine T. Eliſabeth Kuni=
gunde
. Am 17.: dem Dreher Adam Weiner, Wieners=
ſtraße
52, eine T. Margarete. Am 11.: dem Beizmeiſter
Heinrich Meß, Heinheimerſtraße 15, eine T. Babette.
Am 15.: eine unehel. T. Gertrud. Am 14.: dem Kaufmann
Johann Paul Bayer, Eliſabethenſtraße 37, ein S.
Chriſtian Paul. Am 16.: ein unehel. S. Otto. Am 12.:
dem Rittmeiſter und Eskadronchef im Garde=Dragoner=
Regiment Nr. 23 Wilhelm Heinrich Alexander von
Ramdohr, Artillerieſtraße 5, eine T. Dem Maſchiniſten
Peter Frank, Liebfrauenſtraße 44, eine T. Anna Marie.
Am 13.: dem Kaufmann Wilhelm Maas, wohnhaft in
Weinheim, Bergſtraße, eine T. Gerda Antonie, in der
Lagerhausſtraße 24 dahier. Dem Stadtkaſſenaſſiſtenten
Johann Chriſtian Debus, Teichhausſtraße 46, eine T.
Gertrud Chriſtine Johanna. Am 19.: ein unehel. S. Jo=
ſeph
. Am 15.: eine unehel. T. Anna Othilde. Am 14.:
dem Schreiner Jakob Vetter, wohnhaft in Ober= Klin=
gen
, ein S. Jakob, Grafenſtraße 9 dahier. Am 20.: dem
Kaufmann Louis Oskar Wolff, Rheinſtraße 46, ein S.
Kurt Heinrich. Am 19.: dem Fabrikarbeiter Georg Hein=
rich
Moter, Alexanderſtraße 17½, eine T. Am 14.: dem
Fabrikarbeiter Adam Mez, Kahlertſtraße 34, eine T.
Minna Marie. Dem Schuhmacher Simon Linck, Wil=
helminenſtraße
35, eine T. Marie Frieda.
Aufgebotene. Am 17. Mai: Kaufmann Eugen Mül=
ler
, Nieder=Ramſtädterſtraße 5½, mit Inhaberin eines
Konfektionsgeſchäfts Emma Helene Krägeloh, Nieder=
Ramſtädterſtraße 16. Bahnarbeiter Karl Wilhelm Buch=
hammer
, Dieburgerſtraße 32, mit Köchin Anna Bücking,
Dieburgerſtraße 26. Am 19.: Finanzaſpirant Wilh. Edu=
ard
Beyſel, hier, mit Sidonie Charl. Fritzſching.
Bahnarbeiter Wilh. Bajus mit Philippine Ottilie
Maier, beide in Nauheim. Am 20.: Badewärter Jakob
Fleiſchmann mit Handarbeiterin Margaretha =

mus, beide Obergaſſe 26. Kaufmann Otto Mayer, Eck=
hardtſtraße
23, mit Marie Louiſe Naſt, Kaupſtraße 35
Bautechniker Peter Joſeph Kremer, Weilburg, mit Max=
garetha
Geiſel, Wilhelminenſtraße 27. Maſchiniſt Ge
org Delp, Elfeicherweg 145, mit Anna Katharin=
Trautmann, Schloßgaſſe 34.
Eheſchließungen. Am 15. Mai: Bierbrauer Johan
Leibl mit Maria Aſam, beide hier. Am 18.: Ver
ſicherungsbeamter Johann Graßl mit Katharin
Vollhardt, beide hier. Poſtbote Philipp Hillgärtne
mit Emilie Diels, beide hier. Kreisaſſiſtent Em
Utſch in Siegburg mit Gertrud Starcke, hier. Tron
peter=Sergeant Albert Wehlan mit Marie Wagne
beide hier. Former Anton Lehr mit Anna Heerin
beide hier. Milchhändler Karl Hellermann mit Kathe
rina Hirz, beide hier.
Geſtorbene. Am 16. Mai: Heizer Egidius Ludwi
Diemunſch, 73 J., kath, Fuhrmannſtraße 3. Mar
Eliſabeth Auracher, geb. Gottmann, Ehefrau des M
ſchinenmeiſters, 52 J., ev., Heinheimerſtraße 75. Pet
Philipp Engel, S. des Bauunternehmers, 7 Mte., ei
Griesheim. Hauſierer Karl Guſtav Scharſchmidt, 59
ev., Große Bachgaſſe 13. Am 17.: Jakob Schuberth,
des Bierbrauers, 24 Tage, ev., Kaupſtraße 48. Am
Klöß, T. des Friſeurs, 11 Mte., ev., Lindenhofſtraße 1.
Ortskrankenkaſſebeamte Heinrich Seibert, 37 J., e
Müllerſtraße 12. Monteur Friedrich Adolf Ludwi
63 J., freireligiös, Neckarſtraße 16. Ludwig Blei
ſchmitt, S. des Hausburſchen, 8 Mon., kath., Schulze
gaſſe 3. Karl Wilhelm Klenk, S. des Gaſtwirts, 12
kath., Obergaſſe 12. Am 18.: Fuhrmann Friedrich Ja
ſen, 60 J., ev., Große Bachgaſſe 13. Am 19.: Eliſe Augu
Becker, geb. Göller, Ehefrau des Straßenreiniger=
38 J., ev., Gardiſtenſtraße 8. Otto Klar, S. des El=
tromonteurs
, 1 J., ev., Hölgesſtraße 5. Färber Friedr
Jakob Lehr, 80 J., ev., Frankenſteinerſtraße 7. M
chaniker Georg Heinrich Trautmann, 23 J., kath., A.
heilgen.

Gewinnansing
der
226. Röniglich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
5. Klaſſe. 8. Ziehungstag. 20. Mai 1912.

Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und I.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 5000 Mk. 16619 45060
52 Gewinne zu 3000 Mk. 3035 3512 20991 24813
25982 32092 37924 40348 49804 81142 81927 96013
100180 113286 117964 125490 126072 145202 154320
156531 159559 163427 167337 170575 173934 185398
100 Gewinne zu 1000 Mk. 3653 4989 5190 9944
12959 13720 16595 25257 26882 29050 29121 31017.
33039 44527 50843 52168 53225 54440 58770 65635
73274 74769 74827 81513 82485 82635 84029 87177
90991 91027 103436 104292 108453 110549 117518
118266 121784 133457 138896 141556 142631 150741
159502 169012 171772 176839 177723 179521 185616
187128
166 Gewinne zu 500 Mk. 1372 4223 5140 5563
9766 10715 21753 34254 35603 41474 41874 45737
46006 46081. 46736 46902 48370 50352 57371 61512
66097 68192 68226 68370 69380 72073 73372 78967
84025 74689 76903 78277 79878 79987 84815 87819
96228 96670 97149 100290 101473 102803 104988
106906 108884 109449. 110570 110576 110807 114176
114305 120555 128649 136828 137464 142624 143322
143367 143812 143918 145100 148393 152587 152989
155554 155966 158629 158895 160572 160926 165552
165961 168533 171479 172018 172584 177887 179867
181531 181630 181914 185973 189899
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 500000 Mk. 179124
2 Gewinne zu 15000 Mk. 115285.
2-Gewinne zu 10000 Mk. 102920
2 Gewinne zu 5000 Mk. 109633
46 Gewinne zu 3000 Mk. 608 1204 4656 8395
8678 30217 31385 43881 53199 63560 66318 68034
71468 75175 95169 106494 108708 131032 143237.
148580 150867 169278 172188
96 Gewinne zu 1000 Mk. 2840 14502 14980 19735
23554 24056 24201. 25195 26601 27165 29903 34488
86647 41624 47808 49255 52002 53771 62928 65212.
78617 86992 89961 95216 97056 99564 99689 101200
105420 111664 114432 114574 116258 126730 126853
128966 132886 134162 134600 136504 141910 147558
151395 152889 173747 175709 183100 183877
138 Gewinne zu =500 Mk. 5522 7011 9543 13268
13987 15123 17178 24037 24080 25646 26563 27115
28640 37439 38033 38739 39477 41031 41931 42813
49709 55281 56715 61419 61814 64355 70054 77122
79102 85722 87532 88170 88451 92613 95098 96090
96735 105026 111672 112044 116832 119771 120099
130094 130422 130773 131767 143928 144833 145238
145929 148230 149272 152125 152171 152542 158025
158079 162996 163644 166351 166619 171245 172305
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