Inſerate
Abonnementspreis
175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt.
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
taren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 38 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
die Landwirlſchaftskammer für das
Großherzogtum Heſſen hielt geſtern ihre 10.
Hauptverſammlung ab und wählte den Vorſtand, die
Schriftführer und die Kommiſſionen.
Im Reichstage provozierte geſtern der
ſozialdemo=
kratiſche Abgeordnete Scheidemann eine
Skandal=
ſzene. Reichskanzler von Bethmann
Holl=
weg gab eine längere Erklärung über die
elſaß=
lothringiſche Angelegenheit ab.
Churchill kündigte einen Nachtrag, betr.
Erwei=
terung des engliſchen Flottenprogramms,
an.
Die Dardanellen ſollen heute früh wieder
er=
öffnet werden.
Politiſche Wochenſchau.
— Wenn auch die Wehrvorlagen noch nicht vollſtändig
unter Dach und Fach gebracht worden ſind, ſo ſteht es
doch außer Zweifel, daß ihre definitive Erledigung ohne
gau zu große Schwierigkeiten erfolgen wirp, indem
man auch für die finanzielle Löſung eine Formel finden
wird. Die Militärvorlage hat nur ganz minimale
Ab=
ſtriche erfahren, die Marinevorlage iſt völlig unverändert
alſenommen worden. Tatſächlich iſt dieſe glänzende
Aufnahme nicht nur aus dem Grunde erfolgt, weil man
an den Entwürfen wenig oder gar nichts auszuſetzen
hatte, ſondern weil man ſich auch bewußt war, daß man
damit eine tiefgehende Wirkung auf das Ausland
aus=
üben werde. Vielleicht mit Rückſicht darauf ging es auch
bei der Duelldebatte recht glimpflich zu, nachdem in der
erſten Leſung ſich über die Worte des Kriegsminiſters
ein Entrüſtungsſturm erhoben hatte. Es iſt erfreulich,
daß man im Reichstag in den letzten Jahren immer mehr
dahin gelangt iſt, in nationalen Fragen im bürgerlichen
Lager möglichſt Einmütigkeit zu zeigen und damit vor
dem Auslande zu dokumentieren, daß man es auch
ver=
ſteht, alle Parteirückſicht fallen zu laſſen, wenn es ſich um
das Wohl und Wehe des deutſchen Volkes handelt.
Früher war das bekanntlich anders. Der Eindruck einer
derartigen Haltung iſt am Auslande nicht ſpurlos
vor=
übergegangen, wie man in den Kommentaren erſieht, die
namentlich in Frankreich und England in den dortigen
Blättern an die Reichstagsverhandlungen geknüpft
worden ſind.
Der Kaiſer hatte ſich von Karlsruhe nach Straßburg
begeben, um den Reichslanden einen kurzen Beſuch
ab=
zuſtatten. Hier hat der Kaiſer Gelegenheit genommen,
ſich zu den bekannten Vorgängen im elſaß=lothringiſchen
Landtage zu äußern. Der Kaiſer hat hierbei ſeinem
Unmut in kräftigen Worten Ausdruck verliehen. und wenn
die hierüber in die Oeffentlichkeit gelangten Mitteilungen
auch nicht ganz authentiſch ſein mögen, ſo kennt man
doch den Kaiſer zu genau, als daß man in Abrede ſtellen
könnte, daß er ſich ſehr energiſch ausgeſprochen haben
dürfte. Die Beſtürzung über die kaiſerlichen Worte iſt in
den Reichslanden ſehr groß, weil man gerade in dem
Monarchen einen Förderer der Selbſtändigkeit der
Reichs=
lande erblickte und nun ſehen muß, daß ſeine Stimmung
völlig umgeſchlagen iſt. Auf das Verhältnis Elſaß=
Lothringens zum Reiche dürften die geſamten Vorgänge
eine leider wenig günſtige Wirkung ausüben, ſehr zur
Freude der Herren jenſeits der Vogeſen.
In Frankreich und in England hatte man in dieſer
Woche kaum für etwas anderes Intereſſe, als für die
Karlsruher Beſprechungen und die Berufung des Frhrn.
v. Marſchall auf den Londoner Botſchafterpoſten. Als
ein erfreuliches Moment kann es bezeichnet werden. wenn
Sir Edward Grey dem die Schuld an ſcharfen
Differen=
zen mit dem Grafen Wolff=Metternich nachgeſagt wurde,
im Unterhauſe dem ſcheidenden Botſchafter einen überaus
warmen Abſchiedsaruß widmete, in dem er ſein
Be=
dauern über den Weggang des Botſchafters ausdrückte
und hierbei einer auffallend herzlichen Ausdrucksweiſe
ſich bediente. Hoffentlich darf man hierin ein günſtiges
Omen für das Wirken des Nachfolgers erblicken.
Nicht minder Aufmerkſamkeit bei den
parlamentari=
ſchen Vorgängen ſchenkte man den Karlsruher
Beſpre=
chungen, die vom Kaiſer mit dem Reichskanzler, mit dem
Staatsſekretär von Kiderlen=Wächter und den eigens
nach Deutſchland berufenen bisherigen Konſtantinopeler
Botſchafter Frhrn. Marſchall von Bieberſtein gepflogen
wurden. Die Hinzuziehung des Botſchafters hatte
erſicht=
lich zweierlei Gründe. Erſtens wollte man ſich durch ihn
perſönlich über den Stand der Dinge im Orient
infor=
mieren, dann aber galt es, die Grundlagen für ſein
Wir=
ken auf den neuen Poſten in London zu beſtimmen. Die
hohe Bedeutung der Londoner Miſſion Marſchalls liegt
auf der Hand und es iſt zweifellos ein recht geſchickter
Zug. gerade den beſten und erfahrenſten Diplomaten nach
Lordon zu ſchicken, um den Boden für eine Annäherung
zwiſchen England und Deutſchland vorzubereiten. In
England fühlt man ſich auf der einen Seite hierdurch
ge=
ſchmeichelt, anderſeits aber glaubt man, auf der Hut ſein
zu müſſen, um bei den zu erwartenden Verhandlungen
nicht ungünſtig abzuſchneiden. Bezeichnend iſt es auch,
daß bereits Unterſtrömungen vorhanden ſind, die
erſicht=
lich darauf abzielen, den Bemühungen auf eine
deutſch=
engliſche Verſtändigung Schwierigkeiten zu machen. Dieſe
Kreiſe ſind es auch, die gerade jetzt nicht müde werden,
zu betonen, daß, ſo freundlich ſich auch die Beziehungen
zu Deutſchland geſtalten könnten, England niemals
ver=
geſſen würde, ſeine Freundſchaft mit Frankreich
voran=
zuſtellen. Dieſe Vemerkung ſollte auch für die
zuſtän=
digen anellen Deutſchlands ein Wink ſein, gegenüber
England nicht gar zu nachgiebig aufzutreten, da uns
viel=
leicht in ſpäterer Zeit unliebſame Ueberraſchungen
be=
vorſtehen könnten. Man weiß aus der Geſchichte zur
Genüge, daß man John Bull gegenüber nicht vorſichtig
genug ſein kann.
Eine große Ueberraſchung hat der plötzlich erfolgte
Tod des Königs von Dänemark gebracht, der auf der
Durchreiſe in Hamburg am Mittwoch morgen infolge
eines Herzſchlages verſchieden iſt. Der Könia war eine
ruhige Natur, der nicht gern in die Oeffentlichkeit trat,
der es aber trotzdem verſtanden hatte, ſich durch ſeine
Schlichtheit und Geradheit die Zuneigung ſeines Volkes
zu erwerben. Auch wir in Deutſchland dürfen dem
däni=
ſchen Volke unſer Mitgefühl ausdrücken, denn der
Ver=
ſtorbene war kein Gegner Deutſchlands, es lag ihm
viel=
mehr daran, freundnachbarliche Beziehungen zu pflegen.
und mit Kaiſer Wilhelm ſtand er auf überaus gutem
Fuße. Von dem jetzigen König hat man noch nicht viel
gehört. obwohl er ſchon im 42. Lebensjahre ſteht; man
hat aber keinen Grund. anzunehmen, daß er gegen
Deutſchland unfreundliche Geſinnungen hegt.
Nachdem die Italiener in Rhodos Truppen
gelan=
det, haben ſie noch mehrere andere, allerdinas ſehr kleine
und unbedeutende Inſeln im Aegäiſchen Meere ohne
Schwertſtreich beſetzt. Alle dieſe Inſelchen hatten keine
Garniſon, es gab dort nur eine Hand voll Politik. Von
einem großen kriegeriſchen Erfolge kann man alſo gerade
nicht ſprechen. Zur Abwechslung tauchen wieder einmal
Gerüchte auf, daß man erneut ſeitens der Mächte
ernſt=
liche Vermittelungsverſuche machen wolle, und man nennt
damit in Zuſammenhang die Karlsruher Konferenzen.
in=
dem man gaubt, daß Herr von Marſchall nicht von
Kon=
ſtantinopel weggehen werde, ohne nicht vorher noch
ein=
mal all ſeinen Einfluß für das Friedenswerk aufgeboten
zu haben Die Türken ſehen ihn ungern ſcheiden, denn
er war ihnen, wenn er auch ſehr entſchieden die
Inter=
eſſen Deutſchlands wahrnahm, ſtets ein warmer Freund.
„In Zeiten wachſender Rüſtungen”.
* Auff einem Bankett der Geſellſchaft der
Schiff=
bauer in London hielt Winſton Churchill eine
Rede, in der er ausführte:
Es iſt eine wichtige und in unſerem Lande
wohlbe=
kannte Tatſache, die aber nicht oft genug wiederholt
wer=
den kann, daß wir in Britannien zwar mehrere
Parteien, aber nur eine Flotte haben, die der
Ge=
genſtand und die Sorge aller Parteien iſt und von der
alle Parteien in gleicher Weiſe abhängen. Es iſt gut,
daß dies bekannt iſt, denn wir leben in Zeiten
wachſender Rüſtungen; jeder Monat bringt eine
gleichmäßige Steigerung der ſchrecklichen Rüſtungen,
ge=
gen die wir uns mit allen Mitteln ſichern müſſen. Es iſt
meine Pflicht, in dieſem Jahre das Parlament wieder
um Mannſchaften, Geld und Kriegsmaterial anzugehen,
und wenn auch der Ergänzungsetat nicht ſo groß
aus=
fällt, wie einige hoffen und andere fürchten, ſo hat die
Regierung keinen Zweifel, daß ſie das Unterhaus davon
wird überzeugen können, daß das Geforderte notwendig
und ausreichend iſt. Wir halten uns jetzt für fähig,
auch für die Zukunft die Suprematie zur
See aufrecht zu erhalten; aber ein Krieg kann
lange dauern, ehe die Entſcheidung fällt. Wenn wir
an=
derſeits ſo handeln, wie wir tun werden. mit Diskretion,
Mäßigung, Aufrichtigkeit und autem Willen gegen alle
Nationen, ohne Vorurteil und Rancüne gegen irgend
je=
mand, dann iſt es wahrſcheinlicher — und ich ſage dies
aus aufrichtiger Ueberzeugung — daß es in unſerer Zeit
zu keinem Kriege kommen wird.
Wir müſſen uns gegenwärtig halten, daß mit jeder
Entwickelung der Flotten auf dem Kontinent. mit jedem
friſchen Geſchwader das im Auslande aufs Waſſer
kommt, mit jedem weiteren Schritt in der raſtloſen
An=
häufung der Flottenmacht, die weltberühmte
Schlaa=
fertigkeit der britiſchen Flotte merklich
eingeſchränkt wird. Wenn die Hauptaufgabe der
Flottenentwickelung in den letzten zehn Jahren darin
beſtand, die britiſche Flotte an entſcheidenden Orten zu
konzentrieren, ſo ſcheint es mir nicht unwahrſcheinlich, daß
die Flottenenwickelung in den nächſten zehn Jahren ein
Wachstum der Flottenſtärke in den großen Dominions
über See bringen wird. Dann werden wir ſozuſagen
eine Arbeitsteilung zwiſchen dem Mutterland und den
Tochterſtaaten vornehmen können, die darin beſteht, daß
wir die maritime Suprematie an dem entſcheidenden
Punkte aufrecht erhalten, während die Dominions die
Kontrolle im ganzen übrigen britiſchen Reiche ausüben
würden. Die Admiralität ſieht keinen Grund, warum
nicht Anſtalten getroffen werden ſollten, den Dominions
volle Kontrolle über die Flotenbewiegungen in
Frie=
denszeiten zu geben. Im Kriege, das wiſſen wir,
wer=
den unſere Landsleute über See nur einen Wunſch haben,
dem Feinde entgegenzutreten, wo immer die Not und
Gefahr am ernſteſten iſt.
Daily Chroniele ſchreibt: Wir können nicht
behaupten, daß wir von der Notwendigkeit eines
Nach=
tragsetats überzeugt wären; wir beſitzen gegenüper
Deutſchland eine große Ueberlegenheit in der
Schnelligkeit des Schiffsbaues. Schon darin ſehen wir
einen guten Grund, die Anfangskoſten für die Extraſchiffe
in den ordentlichen Etat des nächſten Jahres
aufzuneh=
men. Es liegt keine Notwendigkeit zu einer fieberhiften
Eile vor und es iſt aller Grund vorhanden, die Dinge
ruhig aufzufaſſen. — Die Daily News ſagen: Das
Land hat allen Anſpruch darauf, zu erfahren, inwiefern
die Ziffern der deutſchen Wehrvorlage den Nachtragsetat
der Flotte rechtfertigen. Churchills Rede bei der
Ein=
bringung des Flottenetats rief den Eindruck hervor, daß
die einzige Vorausſetzung für diesjährige
außerornent=
liche Flottenausgaben gegeben ſei, wenn Deutſchland
die=
ſes Jahr Schlachtſchiffe extra bauen würde, was aber
nicht geſchieht.
Die Times führt in einem Artikel über die
flotten=
politiſche Lage aus, daß der von Churchill
angekün=
digte Nachtragskred ilt automatiſch aus ſeiner
Rede vom 18. März folge. Das Blatt wendet ſich gegen
die Auffaſſung, daß die entſprachende Vermehrung
des engliſchen Schiffbauprogramms bis
zum nächſten Jahre verſchoben werden könnte. da die
Re=
organiſation der deutſchen Flotte zum Teil ſofort
eintre=
ten und da die nahe Zukunft ſich noch gefährlicher
ge=
ſtalten würde. Die Admiralität und die Regierung
müßten die Entwickelung in ſofortige und ernſte
Erwa=
gung ziehen und man dürfe aus Churchills Rede
ſchlie=
ßen, daß das im vollen Bewußtſein der Lage geſchehen
ſei. — Daily Telegraph betont, daß ſich in Europa
eine neue energiſche Bewegung zur Vermehrung der
See=
macht geltend mache und daß auch die kleineren Mächte,
wie Spanien und die Türkei, größere Sorge für ihre
Verteidigung zur See an den Tag legten. Dies lege
England eine beſondere und erhöhte Verantwortung auf.
Es ſei Pflicht der Admiralität, nicht nur das britſche
Reich vor wirklicher Gefahr zu ſchützen, ſondern auch
Maßregeln zu ergreifen, die die Wiederkehr von Paniken
verhinderten, die das engliſche Preſtige ſchädigen
könn=
ten und zu erneuter Rivalität ermutigen würden.
Weſtminſter Gazette ſagt. die Ankündigung
Chur=
chills über den Nachtragsetat für die Flotte ſei zu
er=
warten geweſen und fährt fort: Natürlich bedauern wir
die Notwendigkeit vermehrter Ausgaben, aber wenn
dieſe für die Sicherheit und die Ungbhängigkeit bezahlt
werden müſſen, ſo ſind wir imſtande, ſie zu bezahlen und
wir bekommen etwas für unſer Geld.
Deutſches Reich.
Das Straßburger Kaiſerwort. Der
Kölniſchen Zeitung wird noch aus Berlin telegraphiert:
Bisher liegt noch keine vollſtändige Erklärung über die
Aeußerungen, die der Kaiſer in Straßburg getan haben
ſoll, vor. Soviel ſcheint indeſſen ſicher zu ſein, daß er in
der Tat ſeiner Verſtimmung ſehr ſcharfen Ausdruck
gege=
ben und darauf hingewieſen hat, daß es ſo, wie bisher,
nicht weiter gehen könne. Daß der Kaiſer nicht die
Ver=
faſſung von Elſaß=Lothringen über den Haufen werfen
und die Reichslande ohne weiteres dem preußiſchen Staat
einverleiben kann, iſt ſelbſtverſtändlich. Wenn der
Kai=
ſer ſich wirklich ſo geäußert haben ſollte, ſo würde man es
wohl nur in dem Sinne aufzufaſſen haben, daß er ſeinem
Mißvergnügen über die in ſo unnötiger und kopfloſer
Weiſe geſchaffene Lage kräftigen Ausdruck gab und die
El=
ſäſſer darauf hinweiſen wollte, daß auch das größte
Wohlwollen die äußerſte Geduld erſchöpft. So wie die
Dinge ſich jetzt entwickelt haben, iſt die Regierung feſt
entſchloſſen, an ihrer bisherigen Stellungnahme
feſtzuhal=
ten und dem Grafenſtadener Werk ſolange keine
Beſtellun=
gen zu geben, als, bis dieſe ſich in ihrem politiſchen
Ver=
halten nach den herrſchenden Verhältniſſen eingerichtet
haben werden. Darüber herrſcht in den leitenden Kreiſen
vollſtändige Uebereinſtimmung. Die Tatſache, daß die
Aeußerungen des Kaiſers zuerſt in Pariſer Zeitungen
bekannt geworden ſind, möchten wir übrigens als eine
neue Taktloſigkeit anſehen, deren ſich einige Herren, die
an dem Frühſtück teilnahmen ,ſchuldig gemacht haben.
Im übrigen iſt daran zu erinnern, daß es ſich um
ein Tiſchgeſpräch, eine private Unterhaltung handelte, die
dadurch, daß ſie vom Kaiſer ausging und — anſcheinend
auch mit ſeinem Wunſche — weiteren Kreiſen bekannt
wurde, politiſche Bedeutung gewonnen hat, die aber doch
immer ein Privatgeſpräch bleibt, in dem nicht jedes
Wort zur Prüfung ſeiner ſtaatsrechtlichen Korrektheit auf
die Goldwage gelegt wird. Der Kaiſer ſprach lediglich
für ſeine Perſon. Daß er ſich aber bei Durchführung
Seite Z.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
ſeiner Abſichten an die verfaſſungsrechtlich feſtgelegten
Formen halten würde, iſt ſelbſtverſtändlich.
— Aus der Nationalliberalen Partei.
Die Nationalliberale Korreſpondenz veröffentlicht „zur
Richtigſtellung” folgende Zuſchrift:
„Es iſt der Preſſe eine gleichlautende Mitteilung
zu=
gegangen, daß am Sonntag abend in einer kurzen
Be=
ſprechung eine größere Anzahl von Parteifreunden zu
dem Entſchluſſe gekommen iſt, ſich zu einem Verband
zu=
ſammenzuſchließen, um innerhalb der Nationalliberalen
Partei für die auch von dem letzten Parteitag wieder
ge=
billigte Aufrechterhaltung des Charakters einer
ſelb=
ſtändigen Mittelpartei zu wirken. Die Tatſache, daß auch
die Kreuzzeitung dieſe Nachricht übernommen und ſich zu
ihr geäußert hat, gibt dem Berliner Tageblatt
Veran=
laſſung, davon zu fabeln, daß es ſich hier um eine
ge=
plante Organiſation handle, die unter dem Schutze der
Kreuzzeitung und in Anlehnung an die konſervative
Par=
tei durchgeführt werden ſolle. Dieſer tendenziöſen
Ent=
ſtellung gegenüber ſtellen wir feſt, daß es ſich um den
Zuſammenſchluß von Männern handelt, die dafür
arbei=
ten wollen, daß die Partei bleibt, was ſie in
vierzigjäh=
riger ruhmreicher Geſchichte war: die Partei des
national=
liberalen maßvollen Liberalismus, die im Schutze von
Staat, Kultur und Einzelperſönlichkeiten gegen den
An=
ſturm der Sozialdemokratie eine ihrer vornehmſten
Auf=
gaben ſieht.”
— Die Jeſuiten in den Reichslanden.
Wie in Straßburg amtlich mitgeteilt wird, haben
Er=
mittelungen der reichsländiſchen Regierung ergeben, daß
in einigen Kirchen der Stadt Metz und Vororte während
der Oſterzeit mehrere inländiſche und ausländiſche
Je=
ſuitenpatres bei der Abhaltung von Miſſionen mitgewirkt
haben. Da nach den vom Bundesrat erlaſſenen
Beſtim=
mungen Angehörigen des Jeſuitenordens die Abhaltung
von Miſſionen ausdrücklich unterſagt iſt, hat dies die
Re=
gierung zu der Verfügung veranlaßt, daß Angehörige der
Geſellſchaft Jeſu von den Pfarrern in Zukunft nicht den
reichsgeſetzlichen Beſtimmungen zuwider zu Miſſionen
herangezogen werden.
— Nationalliberale und
Konſer=
vative in Sachſen. Zu den fehlgeſchlagenen
An=
näherungsverſuchen der Konſervativen an die
national=
liberale Landtagsfraktion äußert ſich die Leitung der
Landespartei, die Nationalliberale Partei wolle ſelb)
ſtändig ihre Wege gehen; weder die Fraktion noch die
Landespartei habe Urſache, von dieſer Meinung
abzu=
weichen; an die Wiederherſtellung des Kartells ſei nicht
zu denken.
Ausland.
Frankreich.
Botſchafterwechſel in Petersburg. Dem
Echo de Paris zufolge, habe ſich vor etwa 10 Tagen der
hieſige ruſſiſche Botſchafter Iswolski zum
Miniſterpräſi=
denten Poincaré begeben, um ihm die Gründe
darzu=
legen, aus denen der franzöſiſche Botſchafter in
Peters=
burg, Louis, nicht länger auf ſeinem Poſten verbleiben
könne! Der Miniſter des Aeußern Saſonow habe ſich
darüber beklagt, daß ſeine Pläne betreffend die
Vermitt=
lung der Mächte im türkiſch=talieniſchen Kriege und eine
im Orient anzuſtrebende Ententepolitik ſowie verſchiedene
andere Fragen nicht verſtanden würden. Saſonow habe
den Eindruck gewonnen, daß ſeine Anſichten von dem
Botſchafter Louis nicht in der gewünſchten Weiſe nach
Paris übermittelt würden. Da dieſer Schritt des
Bot=
ſchafters einer verbündeten und befreundeten Macht wie
Rußland ein wenig dem diplomatiſchen Brauch
zuwider=
laufe, und Botſchafter Louis ſtets hervorragende Dienſte
geleiſtet hat, habe der Miniſterpräſident Herrn Louis
ver=
teidigt und erklärt, daß die Frage des
Botſchafterwech=
ſels in Petersburg im gegebenen Augenblick ins Auge
gefaßt werden ſolle, daß aber kein Grund vorliege, die
Dinge übers Knie zu brechen, umſo weniger, als er die
Abſicht habe, im Laufe dieſes Sommers nach Petersburg
zu kommen und mit Saſonow und Kokowtzow über alle
die beiden verbündeten Nationen intereſſierenden Fragen
zu ſprechen. Iswolski habe jedoch auf ſeinen
Forderun=
gen beharrt und darauf hingewieſen, daß Botſchafter
Louis ganz zurückgezogen lebe, nie in Geſellſchaft gehe
und durchaus nicht in Einklang mit ſeiner Stellung als
Botſchafter Frankreichs lebe. Infolgedeſſen habe
Poin=
caré, die Abberufung Louis ins Auge gefaßt und
Deschanel den Botſchafterpoſten in Petersburg angeboten,
dieſer habe jedoch abgelehnt. Uebrigens ſei man der
An=
ſicht, daß für den Fall eines Botſchafterwechſels in
Pe=
tersburg auch die Stellung Iswolskis in Paris eine
ziemlich ſchwierige werden würde.
Geſetz über die Herſtellung billiger
Wohnungen. Der Miniſter für Arbeit und ſoziale
Fürſorge, Bourgois, bereitet einen Geſetzentwurf
betref=
fend die Herſtellung billiger Wohnungen vor, der bereits
in Kürze dem Parlament vorgelegt werden ſoll. Das
durch den Geſetzentwurf angeſtrebte Ziel ſoll
insbeſon=
dere erreicht werden 1. durch die Förderung von Vereinen
für billige Wohnungen, und 2. durch die Schaffung von
eigenen Gemeindeämtern, die mit dem Bau und der
Ver=
waltung billiger Wohnungen betraut werden ſollen.
England.
Das Unterhaus hat nach viertägiger Debatte
die zweite Leſung der Bill betreffend die Trennung von
Staat und Kirche in Wales mit 348 gegen 267 Stimmen
angenommen.
Portugal.
Der Senat nahm ein Geſetz an, in welchem die
Amneſtie auf Streikvergehen ausgedehnt wird, außer auf
Fälle von Tötung und Tötungsverſuche.
Serbien.
Kabinettskriſis? Die Lage der Regierung
er=
ſcheint durch den Rücktritt des Finanzminiſters
weſent=
lich erſchwert, weil Protitſch zu den ſtärkſten Säulen des
altradikalen Regiments gehört. Der Rücktritt der
geſam=
ten Regierung erſcheint nunmehr nahe bevorſtehend, und
die Ausſchreibung der Neuwahlen für die Skupſchtina iſt
wahrſcheinlicher als vor kurzem.
China.
Die Verhandlungen der Sechsmächte=
Bankengruppe mit der chineſiſchen Regierung und
ſoweit Peking in Betracht kommt ſind zum Abſchluß
ge=
bracht. Der Vertragsentwurf geht zunächſt nach London.
Die erſten Vorſchüſſe betragen zehn Millionen Pfund und
werden bis Ende Oktober geleiſtet, ſie unterliegen in der
Verwendung der Aufſicht der vereinigten ausländiſchen
und chineſiſchen Reviſoren. Später ſoll eine weitere
An=
leihe von 40 Millionen Pfund zur Ausgabe gelangen, die
indes nicht für unproduktive Zwecke, mit Ausnahme der
Tilgung früherer Anleihen und Verpflichtungen,
verwen=
det werden darf. Die Arrangements für die Aufſicht ſind
die gleichen wie bei der Kanton=Kowloon Eiſenbahn=
An=
leihe. Wie der Daily Telegraph erfährt, ſuchte
Oeſter=
reich=Ungarn auf der in Verbindung mit der Sechsmächte=
Anleihe in London abgehaltenen Konferenz um die
Be=
teiligung an der Anleihe nach.
* New=York, 17. Mai. Das Bürgerkomitee gab
ein längeres Feſtprogramm zum Beſuch des
deutſchen Geſchwaders bekannt. Am 10. Juni
gibt die Stadt den deutſchen Gäſten zu Ehren ein
Ban=
kett, am 11. Juni ſind die Offiziere des deutſchen
Geſchwa=
ders Gäſte von James Speyer auf deſſen Landſitz, am
Abend desſelben Tages Gäſte Cornelius Vanderbilts. Die
deutſchen Vereine ſtellten gleichfalls ein gemeinſames
Feſt=
programm auf.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 18. Mat.
* Hoftrauer. Wegen des Ablebens Sr. Maj. des
Königs Friedrich VIII. von Dänemark wurde
eine Hoftrauer vom 15. bis einſchließlich 28. Mai
d. Js. angeordnet.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Forſtwart der Kommunalforſtwartei Gedern
Karl Junker zu Gedern aus Anlaß ſeiner Verſetzung
in den Ruheſtand das Band des Verdienſtordens
Philipps=
des Großmütigen zu dem ihm bereits verliehenen
Allge=
meinen Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für treue Dienſte‟.
* Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Im Namen der Großh. Regierung
vollzogene Ernennungen und Beförderungen (1. April.
bis 1. Mai 1912): zum Bahnhofsvorſteher der
Oberbahn=
aſſiſtent Zimmer zu Ober=Ramſtadt; zu Schaffnern
die Schaffner i. Pr. Klöß und Cramme zu Worms
und Hilfsſchaffner Feick zu Bingerbrück; zu
Bahn=
wärtern die Hilfsbahnwärter Wörlein zu Langen
(Heſſen) und Nußbickel zu Mannheim=Waldhof;
zu Werkmeiſteraſpiranten die Werkmeiſterdienſtanfänger
Heſſe zu Mainz, Martter zu Darmſtadt, Rohr zu
Mainz und Wölfelſchneider zu Darmſtadt; zu
Unter=
aſſiſtenten die Eiſenbahngehilfen Beckhaus zu
Buden=
heim und Kröhle zu Mainz=Mombach; zu
Weichen=
ſtellern die Hilfsweichenſteller Drucktenhengſt zu
Lache, Hofmann zu Worms, Köhler zu
Nacken=
heim und der Schreibgehilfe Nauth zu Mainz.
g. Strafkammer. Seine Stiefſchweſter um 143 Mark
beſtohlen hat der 19jährige Fabrikarbeiter Kark
Erk=
rath aus Mühlheim a. M., der ſich deshalb geſtern
wegen ſchweren Diebſtahls zu verantworten hatte.
Erk=
rath hatte ſich freiwillig zum Militär angemeldet, ſpäter
iſt ihm dies aber wieder leid geworden und er beſchloß
deshalb, mit ſeiner Braut ins Ausland zu gehen.U
ſich die hierzu nötigen Mittel zu verſchaffen, entwendete
er am 10. Januar 1912 aus dem Vertiko ſeines Schwae
gers, des Milchhändlers Ferdinand Stein in Mühlheim,
einen Geldbetrag, wobei er zum Oeffnen einen auch zu
dem Vertiko paſſenden Schlüſſel benutzte. Der
Ange=
klagte und ſeine Braut flüchteten dann nach Luxemburg,
von wo ſie ausgeliefert wurden. E. gibt den
Diebſtahl=
zu, doch will er nur 126 Mark erlangt haben. Das
Ge=
richt verurteilte ihn wegen ſchweren Diebſtahls zu
6 Monaten Gefängnis. Da er geſtändig war,
wurden ihm auch 2 Monate von der Unterſuchungshaft
angerechnet. — Der bereits mehrmals vorbeſtrafte 20jähs
rige Metzgergeſelle Ludwig Hohmann aus Frankfurt
war von Oktober 1903 bis 16. Juni 1910 bei dem Metzger=
Jakob Kämmerer beſchäftigt und hat während dieſer Zeit
fortgeſetzt Wurſt mit nach Hauſe genommen und
zwar=
verbrauchte er die Wurſt nicht allein, ſondern ſeine
Hauss=
wirtin erhielt auch einen ziemlichen Teil davon. Kubes
rechnet den Schaden, den er durch das Treiben des
Ange=
klagten erlitten hat, auf 50 Mark, während der Angeklagte
angibt, die Wurſt hätte im ganzen nur einen Wert von
10 Mark gehabt. Er ſei während jener Zeit Mitglied
eines Athletenklubs geweſen und da hätte ihm die Koſt
nicht genügt. Er hätte die Wurſt lediglich zum
angenblick=
lichen Verzehr mitgenommen. Als Kämmerer die Dichg
ſtähle bemerkte, entließ er den Angeklagten ſoforteüm
nun ſeine Invalidenkarte zu erhalten, füllte der
klagte eine Beſcheinigung aus, die er mit der
ſchrift ſeines Arbeitgebers unterzeichnete. Dieſe ſichals
einfache Urkundenfälſchung qualifizierende Handlſge
gab der Angeklagte zu und das Gericht erkannte dahe
auf eine Geſamtſtrafe von 2 Wochen
Gefängnts=
die als durch die Usterſuchungshaft verbüßt erachte
wurde.
Stadtverordneten=Verſammlung. Die
Tages=
ordnung zur 4. Sitzung der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung am Donnerstag, den 23. Mai, nachmittags
3¾ Uhr, lautet: 1. Mitteilungen. 2. Geſuche um
Ge=
ſtattung einer Ausnahme von der Beſtimmung in§5
des Ortsbauſtatuts (für Bauvorhaben am alten Arheilger
Weg und auf dem Grundſtück Flur V Nr. 118/122 am
Böllenfalltor). 3. Geſuch um Befreiung von den
Be=
ſtimmungen des § 32 Abſatz 1 und 6 und § 33 der
Baupolizeiordnung für Ludwigsplatz Nr. 9. 4,
Be=
bauungsplan für die Heidelbergerſtraße und
Erwerb=
von Gelände auf der Oſtſeite von der Landskronſtraße
Die Wiesbadener Maifeſtſpiele.
I.
(Nachdruck verboten.
Der Feſtfreude, die ſchon tagelang vor dem Eintreffen
des Kaiſers den vielen großen und kleinen Bildern,
die ſich zu dem vielgerühmten Wiesbadener
Frühlings=
feſte einen, ihren pikanten Reiz verleiht, iſt ganz
uner=
wartet die bitterſte Enttäuſchung gefolgt. Als die Kunde
vom Ableben des däniſchen Königs hier eintraf, keimte
allenthalben ſchon die Beforgnis auf, daß der kaiſerliche
Kurgaſt und damit der vielen ſo unentbehrliche
patrio=
tiſche Einſchlag dieſen Feſtſpielen fehlen werden. Daß
der höfiſche Prunk nicht zuletzt den Maitagen eine ſo ſtarke
Anziehungskraft gibt, iſt eine Tatſache, die keiner
leug=
nen wird. Und da die Wiesbadener Kurintereſſenten
alle gute Geſchäftsleute ſind, ſo iſt die Enttäuſchung bei
dieſen Feſtteilnehmern verſtändlich, ſie werten die
Kai=
ſertage eben nach dem finanziellen Ertrag, und der
Scha=
den, den die plötzliche Abſage des Hofes verurſacht, iſt
unbgrechenbar. Haben doch viele der Ausländer, die
einmal bei dieſer Gelegenheit den deutſchen Kaiſer von
Angeſicht zu Angeſicht ſehen wollten, nun, da es
feſt=
ſteht, daß die Feſtſpiele ohne die Gegenwart des Hofes
ſtattfinden, ihre Koffer wieder gepackt. Als vor zwei
Jahren auch mitten in den Maifeſttagen König Eduard
von England ſtarb und der Kaiſer hier ſeinen Aufenthalt
abbrach, um nach London zu eilen, verließen zahlloſe
Kurgäſte mit ihm das Weltbad, man iſt alſo zu der
heu=
tigen Betrübnis auf Grund der Erfahrung berechtigt.
Und wie wundervoll waren wieder dieſe Tage der
Vorfreude. Gewiſſermaßen Wiesbaden als Reſidenzl
Das Bild macht ſich vorzüglich. Zu der idylliſchen Ruhe
der Villenſtadt, zu der friedvollen Lenzespracht der Natur
bildet der höfiſche Glanz, den das kaiſerliche Hoflager
mit ſich bringt, einen reizvollen Kontraſt, der zudem aufs
beſte mit dem vornehmem Luxus harmoniert. Die
Ein=
drücke überſtürzen ſich, die man in dieſen Tagen von der
Bädermetropole empfängt, die Bilder wechſeln raſch und
wetteifern an Farbenpracht. Eine Augenweide
ſonder=
gleichen, wenn man über die Wilhelmſtraße wandelt,
dieſe friſche ungekünſtelte Vig triumhpalis.
Feiertags=
ſtimmung überall, es iſt, als wäre die vornehmſte
inter=
nationale Geſellſchaft, ein hoher Adel und ein
ſelbſtbe=
wußtes Vürgertum zu einem Hoffeſte geladen.
Das Programm der Feſttage hat freilich im Laufe
der Jahre eine Vereinfachung erfahren. An Glanz haben
ſie allerdings nicht verloren, an Anziehungskraft auch
nicht, aber an Fülle des Gebotenen doch unleugbar
ein=
gebüßt. Früher ſtanden ſie, und das war eine
ange=
nehme Bereicherung, auch im Kampfe der Wagen und
Geſänge, neben den der Kunſt gewidmeten Feſten waren
es die Sportfeſte, die der alten Thermenſtadt einen ſtarken
Reiz verliehen. Unvergeſſen ſind noch die Kaiſer=
Regat=
ten auf dem Rhein in dieſer ſo lieblichen, vom Zauber
der Romantik und der Hiſtorie umwobenen Landſchaft
die Soprtfeſte, der Blumenkorſo und die Radfahrreigen.
Es iſt beinahe, als wolle der Monarch in ſeine
Wies=
badener Ferientage mehr Ruhe und Einfachheit bringen.
Das Rühmenswerteſte an dieſen Maifeſttagen aber
iſt der künſtleriſche Zug, der durch die Feſtſpiele geht. Sie
wurden geſchaffen vor anderthalb Jahrzehnten durch die
Initiaſtive des Kaiſers, der in ſeinem goldſtrotzenden
Hoftheater vorbildliche Feſtaufführungen zeigen wollte.
Die letzten Jahre brachten leider mehr Wiederholungen
als Neuſchöpfungen, aber ihr Ruf iſt nicht geſunken.
Ihre Anziehungskraft iſt die alte geblieben. Das
Hof=
theater prangt wieder im Schmuck der Roſen und
Gir=
landen und des Flieders, und all dieſer dekorative Glanz
erhielt durch die Feſtſpielgäſte in Frack und Uniform und
in den lichten Toiletten ein lebendiges Relief. Es iſt
im=
mer wieder ein Bild von ſeltener Schönheit, deſſen ſtarkem
Reiz ſich niemand entziehen kann.
Das Programm umfaßt diesmal acht Vorſtellungen,
der Over ſind fünf Abende reſerviert Man hatte früher
den glücklichen Gedanken, aus Wiesbaden ein Bayreuth
des Schauſpiels zu machen, aber dem Kaiſer naheſtehende
Künſtler haben ihn auf die Oper hingewieſen, in der auch
die künſtleriſche Kraft unſerer Hofbühne wurzelt. So
entſtanden die prunkvollen Aufführungen, die den
Welt=
ruf dieſer Bühne begründen halfen. Man hat ihr daraus
den Vorwurf gemacht, auf die Entfaltung des
Prunk=
vollen das Hauptgewicht geleat zu haben.
Generalinten=
dant Graf Hülſen ſchrieb deshalb zur künſtleriſchen
Auf=
klärung und Motivierung: Was das Szenarium,
Ma=
lerei und Technik auf der Wiesbadener Hofbühne geben
will, iſt die Nachahmung der Natur. Statt hohler
äuße=
rer Pracht und ſchreienden Prunkes gediegene wertvolle
kulturhiſtoriſche Bilder, ſtatt ballettartiger äußerlicher
Effekte poetiſch abgetönte Stimmungsbilder, die nie ver=
geſſen laſſen, daß ſie nur Mittel zum Zweck ſind, daß ſie
nur den Grund bilden ſollen, von dem ſich die Perlen
der Kunſt unbeeinflußt von theatraliſchen, ſtörenden
Ele=
menten reiner und klarer abheben.
Die Feſtſpiele leitete das Luſtſpiel „Renaiſſance” ein.
Die Wahl des harmloſen Stückes ſoll aus der Erwägung
geſchehen ſein, daß neben der Kaiſerin auch Prinzeſſin
Vik=
toria Luiſe der Aufführung beiwohnen ſollten, zum
an=
deren, daß die koſtümreiche Epoche der Welt= und
Kunſt=
geſchichte, in der die Handlung vor ſich geht, wieder die
Möglichkeit bietet zur Entfaltung eines prunkvollen
Rahmens und zur Betätigung unſerer bewährten
Regie=
kräfte. Die Aufführung bot ſchauſpieleriſch viel Gutes;
aus Berlin waren Frau Willig, Marcheſa und Frl.
Arn=
ſtädt, Vittorino, gekommen, die mit aller Meiſterſchaft
den Ton des Luſtſpiels trafen. Ein trefflicher Magiſter
war Herr Andriano und das Amt des Dichters
übernah=
men mit beſtem Erfolge auch die Damen Bleibtreu, Gauby
und Doppelbauer, d. h. ſie charakteriſierten ſo ſcharf, wie
die Autoren es eigentlich hätten tun ſollen. Das
Zu=
ſammenſpiel war aufs feinſte abgetönt.
Auch der Sport war zum Feſte geladen. Auf der
neuen Rennbahn verlief der erſte Tag des
Frühjahrs=
meetings in allem Glanze, den unſere landſchaftlich ſo
idylliſch gelegene Bahn an den großen Renntagen zeigt.
Auch hier wieder das internationale Publikum, die
koſt=
barſten Toiletten und die ſchönſten Frauen. Und auf dem
Tennisplatz am Kurgarten ging das internationale
Tur=
nier zu Ende.
Weil nun einmal alle dieſe Maibilder ihre
Haupt=
effekte aus der Natur empfangen, hat das Kurhaus ſeine
Feſte in den Kurgarten verlegt. Auf der Terraſſe
erklan=
gen alle Sprachen der Welt durcheinander. Lebensfreude
und Lebensluſt beherrſchten die Stunde. Und als ſich die
Dämmerung auf den Garten legte, da ſchoſſen aus dem
Weiher die goldenen und ſilbernen Fontänen zum
Him=
mel empor, da erwachten in den Beeten die tauſende
von=
künſtlichen Blumen mit den bunten Flämmchen im Kelche,
ſchaukelten ſich leiſe die roten und grünen Lamvions in
den Zweigen und ſpielten neckiſch miteinander, als
huſch=
ten Glühwürmchen durch die Nacht.
Aber immer wieder miſchte ſich in die hohe
Feſtes=
ſtimmung das Bedauern. der Kaiſer fehlt!
W. Müller=Waldenburge
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 3.
zum Wald. 5. Aenderung der Fluchtlinien für den
ublock vor dem neuen Hauptbahnhof. 6. Abtretung
1 Straßengelände in dem Baublock Beckſtraße,
Soder=
iße, verl. Heidenreichſtraße und Straße ſüdlich des
dogs, ſowie Tauſch von ſtädtiſchem Baugelände.
Erwerb von Gelände zur Durchführung der
Kirſchen=
te von der Weiterſtädter Straße bis zum Dornheimer
eg. 8. Vergebung der kleinen Unterhaltungsarbeiten
1912. 9. Kreditnachbewilligung für die
Erweiterungs=
uten des ſtädtiſchen Krankenhauſes. 10. Geſuch um
laß der Koſten für den Neuanſchluß der
Haus=
wäſſerungen bei Umlegung des Kanals in der
ſſungerſtraße. 11. Anſchaffung eines
Zylinderöl=
ſtillators für die Maſchinenanlage im Schlachthof.
Kreditbewilligung für die Beſchaffung von weiteren
imſparbüchſen durch die ſtädtiſche Sparkaſſe. 13.
An=
affungen für die phyſikaliſchen Sammlungen der
ebigs=Oberrealſchule. 14. Waſſerabgabe für
Straßen=
d Kanalbauten. 15. Bauliche Unterhaltung des
ſtädti=
en Hauſes Luiſenſtraße 16 in 1912. 16. Herrichtung
es Aufenthaltsraumes für die Händler im
Schlacht=
fe. 17. Herſtellung der Hintergebäude der
Stadt=
ushofreite.
Vom Hoftheater. In der Operette Grigri am
vnntag, den 19. Mai, wird Fräulein Grünberg als
vonne” in der Oper „Carmen” am Dienstag, den
Mai, Fräulein Howard vom Darmſtädter
blikum Abſchied nehmen. Beide Künſtlerinnen
ge=
ren unſerer Hofbühne drei Jahre an (1909/10 bis
11/12). Fräulein Grünberg erſchien zum erſten Male
f dem Hoftheater als Bronislawa im Bettelſtudent,
äulein Howard in der gleichen Partie, in der ſie ſich
ſt verabſchiedet.
— Die Ausſtellung Mittelalterlicher
Wand=
mälde auf heſſiſchem Boden (Denkmalarchiv) in dem
ublikum am Sonntag, den 19. Mai, vormittags
—½1 Uhr, unentgeltlich geöffnet. Aula der
Tech=
ſchen Hochſchule (Haupteingang). Am Montag, den
Mai, vormittags 11 Uhr, veranſtaltet das
Denkmal=
ſchiv eine Führung durch die Ausſtellung, die
zu=
ſichſt für die Studierenden der Tehniſchen Hochſchule
ſtimmt iſt. Sonſtige Teilnehmer ſind gern
will=
mmen, wenn ſie ſich vorher rechtzeitig durch
Poſt=
rte beim Großh. Denkmalarchiv (Techniſche Hochſchule)
imelden.
— Jungdeutſchland=Bund. Die erſte
Ausſchuß=
ßung dieſes über ganz Deutſchland ſich erſtreckenden
ereins fand am 14. Mai in Berlin im Sitzungsſaale
s Landeshauſes der Provinz Brandenburg ſtatt. Die
jerhandlungen, geleitet von dem Generalfeldmarſchall
d. Goltz, dauerten mit Unterbrechung durch eine
halb=
ändige Pauſe von morgens 10 bis abends 6 Uhr. Der
eſſiſche Landesverband war durch den
Ver=
auensmann des Großherzogs, Herrn Generalmajor
Heyl, die deutſche Turnerſchaft durch Herrn
Schul=
it Schmuck vertreten. Die Verhandlungen ergaben.
nen intereſſanten Ueberblick über die bis jetzt erreichten,
hr befriedigenden Reſultate, ſowie neue Richtlinien
ir die fernere Arbeit, die ſich bekanntlich ein
einheit=
ſiches Zuſammenwirken aller der körperlichen Erziehung
ienenden Beſtrebungen zum Ziele geſetzt hat. Von
eſonderer Bedeutung dürften die Verhandlungen für
Uinterſprießliches Zuſammengehen mit der älteſten und
bedeutendſten dieſer Körperſchaftrn, der deutſchen
Turner=
chaft, ſein.
Landsmannſchafter=Konvent. Der Allgemeine
Landsmannſchafter=Konvent auf der
Marks=
nurg, dem auch die Darmſtädter
Landsmann=
ſchaften Haſſo=Boruſſia und Normannia angehören,
eranſtaltet an den Pfingſtfeiertagen vom 25.—29. Mai cr.
uf der Marksburgbei Braubach am Rhein ſeinen
Verbandstag; gelegentlich desſelben findet die
Ein=
eihung der Räume ſtatt, die dem A. L. C. auf der
Marks=
urg ſeitens der Vereinigung zur Erhaltung deutſcher
Bur=
en als Verbandsſitz überlaſſen wurden und die dieſer
m Stil der alten Burg ausbauen ließ.
Konzert. Das Konzert des Hans A.
Haynſchen Frauenchores iſt von Samstag den
18. Mai auf Montag den 20. Mai verſchoben
wor=
den. Es findet abends 8 Uhr im Kaiſerſaale ſtatt.
A Stdtiſches Pfründner= und Armenhaus. Aus dem
Pfründerhaus an der Frankfurterſtraße ſind im
April 3 Perſonen ausgeſchieden. Ende genannten
Mo=
nats wurden dort noch 66 Pfründner verpflegt, 28
männ=
lichen und 38 weiblichen Geſchlechts. In die mit dem
Hauſe verbundene Kinderpflegeſtation fanden 5
Neuaufnahmen ſtatt, 16 Kinder konnten wieder entlaſſen
werden, 22 waren am Monatsſchluß noch in Pflege. — Der
Inſaſſenbeſtand im Armenhaus an der
Pallaswieſen=
ſtraße betrug Ende April noch 43 Köpfe, 23 Männer, 13
Frauen und 7 Kinder.
O Fernſprecher und Gewitter. Mit der
fort=
ſchreitenden Jahreszeit mehren ſich die Fälle, in denen
der Fernſprechbetrieb wegen Gewitters
eingeſtellt werden muß. Zwar ſind ſowohl die
techniſchen Einrichtungen bei den Vermittelungsſtellen
wie auch diejenigen bei den Teilnehmerſprechſtellen
mit empfindlichen Blitzſchutzvorrichtungen verſehen, die
etwaige Entladungen atmoſphäriſcher Elektrizität ſicher
auffangen und ableiten. Trotzdem iſt zur Sicherheit der
Beamtinnen und der Teilnehmer öfter eine völlige
Ein=
ſtellung des Betriebs notwendig. Nach den gemachten
Wahrnehmungen wird aber die durch Anſchlag bei jeder
Sprechſtelle bekannt gegebene Empfehlung, bei nahen
und ſchweren Gewittern die Fernſprechapparate und die
Leitungen nicht zu berühren, von den Teilnehmern
häufig nicht beachtet; es gehen vielmehr auch während
eines Gewitters bei der Vermittelungsanſtalt häufig
Anrufe ein, die aber nicht beantwortet werden können
und den Teilnehmer unter Umſtänden gefährden. Es
empfiehlt ſich daher, ſolche Anrufe auch dann zu
unter=
laſſen, wenn ein Gewitter anſcheinend nicht ganz nahe
oder nicht heftig iſt, weil die in der
Vermittelungs=
anſtalt auftretenden Erſcheinungen auch in ſolchem Falle
die Einſtellung des Betriebes notwendig machen können.
Weſentlich für eine glatte Abwickelung des nach einem
Gewitter erfahrungsgemäß beſonders heftig einſetzenden
Verkehrs iſt es zuletzt, daß die Teilnehmer nach der
Wiederaufnahme des Betriebes jede Erörterung über
Urſache nnd Dauer der Betriebseinſtellung mit dem
Betriebsperſonal unterlaſſen.
* Immobilien erkehr. In der Gemarkung des
Ortsgerichts Darmſtadt II (Beſſungen) wurden
ver=
kauft: im Monat März — 2 bebaute Grundſtücke
zum Geſamtpreis von 70000 Mk., 3 unbebaute
Grund=
ſtücke zum Geſamtpreis von 5535 Mk. im Monat
April — 1 bebautes Grundſtück zum Geſamtpreis von
32 500 Mk., 4 unbebaute Grundſtücke zum Geſamtpreis
von 17694,10 Mk. (Mitgeteilt durch das
Immobilien=
bureau von C. W. Braun, Martinſtraße 74.)
— Kriegerverein Darmſtadt. Es ſei auch an dieſer
Stelle nochmals auf den am Sonntag, den 19. Mai
nachmittags ſtattfindenden
Familienſpazier=
gang mit Muſik hingewieſen, welcher den Mitgliedern
bei dem jetzigen ſchönen Waldesgrün einige genußreiche
Stunden bieten dürfte. Einkehr auf dem Heiljgenkreu;
* Die Stenographen=Vereinigung „Gabelsberger” hält
im Anſchluß an das ſtark beſuchte und ſo ſchön verlaufene
Frühlingsfeſt morgen Sonntag nachmittag in
Eber=
ſtadt „Zum Schwanen” eine Nachfeier ab. Auch bei
dieſer Nachfeier ſoll es an Gemütlichkeit und Frohſinn,
wie dies ja immer bei der Vereinigung der Fall war, nicht
fehlen. (Näh. im Anzeigenteil.)
* Ludwigshöhe. Das heutige Samstag=
Konzert und das Konzert am Sonntag, den
19. Mai, werden von der Kapelle des Großh. Art.=Regts.
Nr. 61 unter Muſikmeiſter Webers Leitung
aus=
geführt. Da die Kapelle nach wochenlanger
Abweſen=
heit wieder zum erſten Male konzertiert, iſt auf das
Pro=
gramm beſondere Sorgfalt verwendet worden. Außerdem
werden die bekannten Soliſten der Kapelle das
Pro=
gramm künſtleriſch bereichern. (Siehe auch Anzeige in
der heutigen Nummer.)
* Kaninchen=Ausſtellung. Am Sonntag, den
19. Mai, veranſtaltet der Kaninchenzucht=Klub
Darmſtadt in der Reſtauration Schmitt, gegenüber den
alten Hauptbahnhöfen, ſeine 5. Lokal=Ausſtellung
mit Konzert und Verloſung. Es kommen wieder, wie
immer, die allerbeſten Tiere von verſchiedenen Raſſen
zur Schau und iſt deshalb ein Beſuch für jeden Freund
der Kaninchenzucht ſehr lohnend.
* Das Reſidenz=Theater am Weißen Turm
bringt u. a. am Samstag wieder einen erſtklaſſigen
Film zur Vorführung: das Drama „Der fliegende
Zirkus” Verfertiger dieſes hervorragenden Films iſt
die Nordiſche Filmkompagnie. Das Stück iſt dem
Artiſtenleben entnommen und wirken darin die ſo
be=
liebten däniſchen Schauſpieler, welche ſchon in manchem
Stück bewundert wurden. In der Wochenchronik
be=
merken wir die Naturaufnahme „Der Kampf der
fran=
zöſiſchen Polizei mit dem Autobanditen Bonnot‟ Durch
ſeine Größe, Höhe und gute Ventilation iſt das Theater
auch in den heißen Tagen kühl und luftig. (Siehe
Anzeige.)
* Der 1. Darmſtädter Kino, Grafenſtr. 12, bringt
zur=
zeit die Paſſionsſpiele, ein Kunſtwerk erſten
Ran=
ges. Das eigens für die Lichtbildbühne aufgeführte Werk
iſt in Darſtellung, Ausſtattung und Farbenpracht den
all=
jährlich von Tauſenden beſuchten Oberammergauer
Paſ=
ſionsſpielen beinahe ebenbürtig. Auch das übrige
Pro=
gramm iſt hervorragend und deshalb ein Beſuch ſehr zu
empfehlen.
gs. Unfälle. Geſtern nachmittag gegen ½3 Uhr fiel
ein in der Schulſtraße beſchäftigter Kaufmann bei der
Ankunft des Zeppelin=Luftſchiffes vom
Dache aus einer Höhe von 12 Metern und zog ſich
an=
ſcheinend innere Verletzungen zu Der Verunglückte wurde
von der Rettungswache mittels Krankenkraftwagens nach
dem Städtiſchen Krankenhaus gebracht. — Geſtern
nach=
mittag gegen ½5 Uhr fiel einem Keſſelſchmied in einer
hieſigen Maſchinenfabrik ein etwa 3 Zentner ſchwerer
Gußblock auf den Fuß, wobei der Fuß erheblich
ge=
quetſcht wurde. Der Verunglückte wurde von der
Ret=
tungswache in das ſtädtiſche Krankenhaus gebracht.
g. Ein Zuſammenſtoß zwiſchen einem Zug der
Dampfſtraßenbahn und einem Automobil
er=
eignete ſich geſtern nachmittag kurz vor ½4 Uhr in der
Rheinſtraße vor dem Stadthaus. Der Führer des
Auto=
mobils hatte verſucht, ſeinen Wagen umzulenken und fuhr
zu dieſem Zweck von der linken Straßenſeite nach der
rech=
ten Seite. In dieſem Augenblick kam ein Zug der
Dampf=
ſtraßenbahn, der nicht ſofort zum Halten zu bringen war
und gegen das quer die Straßenhälfte ſtehende Automobil
fuhr. Der Zuſammenſtoß hat jedoch nur das Verdeck des
Wagens etwas beſchädigt.
Offenbach, 17. Mai. Oberbürgermeiſter Dr. Dullo
machte in der Sitzung des Verfaſſungsausſchuſſes
Anga=
ben über die vom Kreisamt geplante Errichtung
eines Waſſerwerkes, das nach den guten
Erfol=
gen der Bohrverſuche im Gerſprenztal ſeiner
Ver=
wirklichung etwas näher gerückt ſei. Der Ausſchuß
er=
klärte ſich mit der Beteiligung der Stadt Offenbach an
dieſer gemeinſchaftlichen Waſſerverſorgung des Kreiſes
im Prinzip einverſtanden. Bezüglich der Beteiligung der
anderen Orte ſoll eine Rundfrage veranſtaltet werden.
Weiſenau, 17. Mai. Geſtern vormittag um ½5 Uhr
wurde auf der Chauſſee Laubenheim=Weiſenau ein Mann,
anſcheinend dem Fuhrmannsſtande angehörig,
bewußt=
los aufgefunden. Er wurde in das Hoſpital nach
Mainz gebracht und ſtarb bald darauf, ohne das
Bewußt=
ſein wieder erlangt zu haben. Die näheren
Ermittelun=
gen ergaben, daß der Verſtorbene der Fuhrmann
Kon=
rad Faßbinder aus Eltville iſt. Er hatte einen
Fuhr=
transport nach Nierſtein gebracht, befand ſich auf dem
Rückwege und iſt anſcheinend vom Fuhrwerk abgeſtürzt.
Heidesheim, 17. Mai. Die ſchon lange als
notwen=
dig erkannte Vergrößerung des hieſigen
Bahnhofsgebäudes ſoll nun vorgenommen
wer=
den. Die Eiſenbahnbehörde hat ein Projekt
ausgearbei=
tet, das in Bälde zur Ausführung kommen ſoll. Danach
iſt die Errichtung eines größeren Anbaues auf der Weſt=
Feuilleton.
C) Perſönliches von Friedrich VIII. Dem
Dänen=
önig, dem auf der Rückkehr von einer Erholungsreiſe
nach dem Süden auf deutſchem Boden der Tod plötzlich
die Hand auf die Schulter legte, war es nicht an der
Wiege geſungen worden, daß er dereinſt als König die
Krone Dänemarks tragen ſolle. Als am 26. Mai 1842
die Prinzeſſin Luiſe von Heſſen=Kaſſel mit dem jungen
Herzog Friedrich Chriſtian von Schleswig=Holſtein, dem
Vater des jetzt verſtorbenen Monarchen, vor den Altar
trat, war es keine Fürſtenheirat mit politiſchen Zielen
die damals beſchloſſen wurde, ſondern eine echte und
rechte, Liebesheirat. Niemand glaubte damals, daß es
dem jungen Herzoge, der kaum ein Jahr vor ſeiner
Heirat ſeine Studentenzeit in Bonn abgeſchloſſen hatte,
dereinſt beſchieden ſein würde, einen Königsthron zu
beſteigen. Die jungen Ehegatten waren auch alles andere
als reich. Man erzählt ſich, daß der junge Prinz die
be=
ſcheidenen Einkünfte ſeines Haushaltes durch Tätigkeit
als Lehrer zu erhöhen ſuchte; er erteilte reichen
Darm=
ſtädter und Frankfurter Kindern
Zeichen=
unterricht und die Prinzeſſin Luiſe ſoll ſich ſelbſt ihre
Kleider und ihre Hüte hergeſtellt haben. „Sie beſaßen,”
ſo berichtet ein Biograph, „nur einen einzigen Wagen
um ihre ſechs Kinder ausfahren laſſen zu können.” Als
das Londoner Protokoll von 1852 den Prinzen zum
däniſchen Thronfolger beſtimmte, zählte der kleine
Fried=
rich ſchon 9 Jahre. Die Einfachheit und die
Schlicht=
heit ſeiner Kinderjahre ſind auf ſein Leben nicht ohne
Einfluß geblieben. Inmitten von Bürgerkindern beſuchte
er die Schule, erſt mit 18 Jahren trat er ins Heer und
1863 ſchickte man ihn nach England, damit er dort an der
Univerſität Orford ſeinen Geſichtskreis erweiterte. Der
Krieg von 1864 rief ihn zurück und als Führer der
däni=
ſchen Gardebrigade nahm er an dem Feldzuge teil. Auch
ſeine Ehe mit der Prinzeſſin Luiſe von Schweden war
gleich der ſeiner Eltern eine reine Neigungsheirat. Sein
Leben war das Daſein eines Kronprinzen: als er den
Thron beſtieg, zählte Friedrich VIII. 63 Jahre. Aber
ſein Leben hatte ſchon vorher die Popularität des
ſpä=
teren Königs begründet. Seine Gemahlin hatte ihm ein
großes Vermögen mit in die Ehe gebracht, aber der
Reichtum hat es nicht vermocht, die ſchlichten
Lebens=
gewohnheiten des königlichen Ehepaares zu verändern.
Wie bis in die letzten Jahre hinein noch als König, ſo
auch als Kronprinz, pflegte Friedrich mit Vorliebe als
einfacher Bürger ſich unerkannt unter die Menge zu
miſchen; jeder Aufwand war ihm läſtig und ſeine größte
Freude blieb es, wenn er unauffällig in Hut und Mantel
durch die Straßen wandelte, kleine Einkäufe machte, mit
den kleinen Kaufleuten ſprach und dieſe aus dem
wirk=
lichen Leben geſchöpften Beobachtungen als koſtbare
Be=
reicherung ſeines Weltbildes mit nach Hauſe nahm.
Ohne Adjutanten, ohne jede Begleitung wanderte er
dann durch Kopenhagen. Im Gegenſatz zu ſeinem Vater,
der ſtets nur ein mäßiger Redner geweſen war, galt
Friedrich der VIII. als ein glückliches Rednertalent
und als ein klug beobachtender Geſellſchafter. Im
inti=
men Kreiſe erzählte er dann gern von ſeinen
Kinder=
tagen. Der alte Anderſen ſei damals ſein Freund
ge=
weſen, auf ſeinen Knien habe er geſeſſen und den
Mär=
chen gelauſcht, die der greiſe Dichter dem ſpäteren König
von Dänemark erzählte. Er hatte es immer verſtanden,
bei der Berührung mit ſchlichten Menſchen aus dem
Volke den anderen das Gefühl der Befangenheit zu
ney=
men. Er war auch ein Kinderfreund, der an jeder
Aeuße=
rung einer naiven Kinderſeele ſich freute.
* Der Gefangene und das Luftſchiff. In Frankfurt
a. M. iſt in der vergangenen Woche ein Ausläufer namens
Scharmann wegen elf Fahrraddiebſtählen verhaftet
wor=
den. Er hatte zuvor verſucht, ſich im Röderbergwald zu
erſchießen, war aber ohne ernſtliche Verletzungen
davon=
gekommen. Nun iſt er auf eine eigenartige Weiſe wieder
in die Freiheit gelangt. Scharman war im
Unterſuchungs=
gefängnis in der Hammelsgaſſe und ſollte am Montag
vormittag dem Unterſuchungsrichter im Gebäude der
ehemaligen Klingerſchule zur Vernehmung vorgeführt
werden. Der Gefängnisbeamte übergab ihn zur
Vor=
führung einem Gerichtsdiener. Dieſer führte
Schar=
mann in ein Zimmer im Erdgeſchoß und hieß ihn, ſich
auf einen Stuhl zu ſetzen, bis der Unterſuchungsrichter
ihn rufen laſſe. Der Gerichtsdiener, der noch andere
Sachen zu beſorgen hatte, bat den im Zimmer
befind=
lichen Kanzliſten, er möge auf Scharmann aufpaſſen, was
allerdings nicht zu den Obliegenheiten dieſes Beamten
gehörte. Der Gefangene ſaß wie ein Lamm auf ſeinem
Platz. Plötzlich vernahm man ein Rauſchen in den
Lüf=
ten: hoch über Frau Juſtitias ſtattlichem Haus flog die
Schwaben” dahin. Der Kanzliſt eilte ans Fenſter,
Scharmann aber ging leiſe und gemächlichen Schrittes
zur Tür und — entfernte ſich auf Nimmerwiederſehen.
Der Kanzliſt bemerkte die Abweſenheit des Mannes gar
nicht. Da klingelte ein Beamter telephoniſch das
Unter=
ſuchungsgefängnis an, daß Scharmann jetzt vorgeführt
werden könne. „Der iſt ja längſt drüben,” lautete die
Antwort, und nun ging man auf die Suche, aber
Schar=
mann blieb verſchwunden. Bis heute iſt es der Polizei
noch nicht gelungen, des jungen Mannes wieder habhaft
zu werden.
* Treffende Antwort. Eine Dame begegnete einem
kleinen Jungen, der Vogeleier in ſeiner Mütze trug. „Du
böſer Junge, wie kannſt du nur das Herz haben, ſo etwas
zu tun,” ſchalt ſie. „Denk doch daran, wie verzweifelt
die arme Vogelmama ſein wird, wenn ſie das Neſt leer
findet!“ — „Ih wo!” antwortete der Junge. „Die
haben Sie ja auf Ihrem Hut!”
Alexander Kochs Handbuch neuzeitlicher
Wohnungskultur. Baud: Schlafzimmer.
Das Wort „Neuzeitliche Wohnungskultur” ſchließt
eines der ſchwierigſten Probleme unſerer Zeit ein. Daß
wir es auf dem Gebiete der Technik und Wiſſenſchaft
herrlich weit gebracht haben, wird wohl von niemandem
beſtritten werden; ob wir aber den Anſpruch erheben
dürfen, trotz oder dank der Fortſchritte der Elektrizität
und anderer ſchöner Dinge eine wirlkiche neuzeitliche
Kultur zu beſitzen, das erſcheint doch ſehr zweifelhaft
Eine wahre, kräftig ſproſſende Kultur weiß in allen
Dingen, was ſie will und verſteht durch die Klarheit des
Wollens Einheitlichkeit bis ins Kleinſte hinein zu
er=
zeugen. In unſerer Zeit ſtreben zu viel Kräfte
auseinan=
der, und ſelbſt der ſtolze Anlauf, der vor etwa 10 Jahren
Deutſchland in die vorderſte Reihe der Kulturvölker
brachte, droht heute nachzulaſſen und in eine, wie man
hoffte, endgültig überwundene Stilnachahmung
überzu=
gehen Die Schuld für einen ſolchen Rückſchritt würde
nicht bei den Künſtlern liegen, deren es heute recht viele
gibt, ſondern am Publikum, den Auftraggebern, die ohne
Kenntnis der Stärke unſerer Zeit lieber am „
Altbewähr=
ten” feſthalten, anſtatt den Sprung in die freie
Selbſtän=
digkeit zu wagen. Da erſcheint denn zur rechten Zeit
wieder Hofrat Koch mit einer Sammlung der beſten
neu=
zeitlichen Leiſtungen auf dem Gebiete der
Wohnungs=
kultur, die er unter dem Sammelnamen eines
„Handbuches” in große Gruppen getrennt darbietet.
„Factis, non verbis” wird hier eindringlich durch 300
Ab=
bildungen bewieſen, daß unſere Zeit der ſeinſten und
reifſten Leiſtungen aus eigener Kraft fähig iſt, daß
mo=
derner Stil nicht das gleiche iſt wie Jugendſtil, und
mo=
derne Kunſt nicht bloß Luruskunſt. Der eben erſchienene
Band behandelt Schlafzimmer und verwandte
Raumgeſtaltungen. wie Alnkleide=, Freinden=,
Tochter= und Kinderzimmer, Baderäume.
Studenten= und Junageſellenzimmer und
Einzelmöbel, die für dieſe Räume paſſend ſind. Faſt
alle modernen Künſtler ſind mit ihren beſten Werken
ver=
treten, ſodaß das Werk wie ein Muſeum des
Geſſchmacks wirkt. Angeſichts ſolcher wirklich
vor=
bildlicher Leiſtungen wird es jedem offenbart, daß wir
wohl eine moderne Kultur beſitzen oder beſitzen könnten,
wenn nur alle den Mut hätten. modern im beſten Sinn
ſein zu wollen. Kochs Handbuch wird
vorausſicht=
lich einen kräftigen Schritt vorwärts bedeuten und
wi=
alle ſonſtigen künſtleriſchen Leiſtungen ſeines Verlages
reichen Segen ſtiften. Das Werk iſt eine der ſchönſten
Gaben des verdienſtvollen Herausgebers.
Prof. Dr. Vetterlein.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mat 1912.
ſeite des jetzigen Stationsgebäudes in Ausſicht
genom=
men. Ein Warteſaal zweiter Klaſſe ſoll errichtet und
eine Vergrößerung der übrigen zu kleinen Räume,
ins=
beſondere des Platzes vor dem Fahrkartenſchalter,
vorge=
nommen werden.
Bad=Nauheim, 17. Mai. Bis zum 16. Mai ſind
6812 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem Tage
noch 4727 anweſend waren. Bäder wurden bis zum 16.
Mai 57 642 abgegeben.
(*) Alsfeld, 16. Mai. Der evangeliſche
Kirchen=
bauverein hielt unter dem Vorſitze des Dekans
Sauerwein ſeine Hauptverſammlung ab.
Die Geſamteinnahme beträgt 1183 Mark, das
Vereinsver=
mögen ſtieg auf 15910 Mark. Dieſe Summe ſoll zur
Renovierung der altehrwürdigen Walpurgiskirche dienen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Mai. Der frühere
Ge=
ſandte beim Vatikan, Freiherr Wolfram v. Rotenhan,
wurde von einer Kraftdroſchke überfahren und
er=
litt einen ſchweren Schädelbruch. — Der
Landtags=
abgeordnete v. Baumbach erlitt heute morgen mitten
in der Rede, die er in der Budgetkommiſſion des
preußi=
ſchen Abgeordnetenhauſes hielt, einen Schlaganfall
an deſſen Folgen er bald darauf im Hauſe verſchie d.
Der Verſtorbene iſt im Wahlkreiſe Caſſel 8 Homberg=
Zie=
genhain gewählt und gehörte der konſervativen Partei an.
— Der 57jährige, ſeit mehreren Jahren bei der Berliner
Stadthauptkaſſe beſchäftigte Magiſtratsſekretär Georg
Hülſen iſt geſtern nach Unterſchlagung von über 60000
Mark flüchtig geworden. Er hatte in den letzten
Jahren die Bücher für Schulangelegenheiten zu führen.
Er unterſchlug in dieſer Stellung Gelder und verdeckte
die Unterſchlagungen durch unrichtige Eintragungen. Am
Mittwoch vormittag wurde plötzlich in der Hauptkaſſe des
Berliner Magiſtrats eine Reviſion der Bücher
vorgenom=
men. Dabei kam man ſchon länger zurückliegenden
Un=
terſchlagungen auf die Spur. Es ſollte ihnen näher
nach=
geſorſcht werden, und alle Beamten waren hierzu
an=
weſend, außer Hülſen, dem der Reviſor und ein Rendant
die Defraudationen auf den Kopf zugeſagt hatten. Er
hatte ſofort die Verfehlungen eingeſtanden. Man hatte
darüber ein kurzes Protokoll aufgenommen. Danach war
Hülſen in ein anderes Zimmer gegangen und iſt ſeitdem
verſchwunden. Was den als fleißig und pünktlich
bekannten Mann, der nicht über ſeine Verhältniſſe gelebt
haben ſoll. zu den Unterſchlagungen verleitet hat, iſt
vor=
läufig noch unbekannt.
Frankfurt, 17. Mai. Die Einweihung des
Oſt=
hafens und die Grundſteinlegung der Alten
Brücke haben eine Aufſchiebung erfahren müſſen, da
der Kaiſer ſeinen beabſichtigten Beſuch in Frankfurt a. M.
aufgegeben hat Die ſtädtiſcherſeits geplanten
Feſtlichkei=
ten fallen auch aus. Das Volksfeſt am Main, auf dem
Römerberg und in den Römerhallen wird verſchoben.
Auch die übrigen, vom Verkehrsverein geplanten
Ver=
anſtaltungen, wie Feſtfahrt nach dem Oſthafen,
Abend=
fahrt während der Beleuchtung der Alten Brücke und der
Ufer, Serenade der Frankfurter Geſangvereine uſw. fallen
aus.
Trier, 17. Mai. Bei Dockweiler verunglückte
geſtern ein Automobil. Die Inſaſſen wurden ſchwer
verletzt, das Auto zertrümmert.
— Freiburg i. Br., 17. Mai. Das furchtbare
Eiſen=
bahnunglück von Müllheim, das zu den
ſchwer=
ſten Eiſenbahnkataſtrophen der letzten Jahre zählt,
ge=
langte heute vor der 2. Strafkammer des hieſigen
Landgerichts zur Verhandlung. Die Anklage richtet
ſich gegen den Lokomotivführer Karl Platten aus Lauf,
den Zugführer Leonhard Bähr aus Leimen und den
Re=
ſerveheizer Matthias Männle aus Urloffen. Die drei
Angeklagten werden der fahrläſſigen Tötung,
Körperver=
letzung und Gefährdung eines Eifenbahntransportes
be=
ſchuldigt. Am 17. Juli v. J. durcheilte die Welt die
Schreckenskunde von der furchtbaren Eiſenbahnkataſtrophe
von Müllheim, die im Ganzen 14 Tote, 12 Schwerverletzte
und zahlreiche Leichtverletzte forderte. Der Unglückszug
war der Eilzug Nr. 9, der 8 Uhr früh Baſel verläßt und
11 Uhr abends in Berlin eintrifft. Vor der Station
Müll=
heim in Baden, die damals einem gründlichen Umbau
unterworfen wurde, entgleiſte der Zug, als er in eine
Weiche einfuhr und eine beinahe fertiggeſtellte Brücke
über=
fuhr. Der Lokomotivführer Platten und der Heizer
Männle wurden verhaftet, da nach den erſten
Ermittelun=
gen ſie durch zu ſchnelles Fahren das Unglück verſchuldet
haben ſollen. Der geſamte Materialſchaden betrug gegen
150000 Mark. An Entſchädigungen gegen die
Hinter=
bliebenen, ſowie an die Schwerverletzten und
Leichtver=
letzten mußte der badiſche Staat ſchon über 1 Million
Mark bezahlen. — Für die Verhandlung ſind ungefähr
§ Tage vorgeſehen und zahlreiche Zeugen und
Sachver=
ſtändige geladen. Im Auftrag des Reichseiſenbahnamts
nahmen verſchiedene Betriebsinſpektoren aus Straßburg
an den Verhandlungen teil. Auch ſind im Auftrag der
badiſchen Eiſenbahnverwaltung verſchiedene hohe Beamte
aus Karlsruhe erſchienen. Lokomotivführer Platten gab
die Erklärung ab, daß er vor der Station Auggen
einge=
ſchlafen ſei infolge Ueberanſtrengung an den beiden
vor=
aufgegangenen Tagen. Die beiden anderen Angeklagten
beſtreiten jede Schuld.
Leipzig, 17. Mai. In dem großen SBogen, den die
Parthe zwiſchen Borsdorf und Taucha im Bezirk Leipzig
be=
ſchreibt, liegt in einem fruchtbaren Wieſentale das etwa
300 Einwohner zählende Dörfchen Sehlis. Inmitten
des Dorfes erhebt ſich auf einem Hügel das alte
Wehrkirch=
lein, eines jener Gotteshäuſer, die einſt auf hoher Warte
erbaut und mit einem Wall umgeben wurden, um im
Kampfe gegen einen Feind den Bewohnern als letzte
Zu=
flucht zu dienen. Heute iſt das romantiſch gelegene
Gottes=
haus eine Ruine. Mitſamt dem Dörflein iſt es das
Opfer einer furchtbaren Windhoſe geworden,
die am Sonntag über das Dorf hinwegbrauſte. Vom Dorfe
Plöſitz herkommend, prallte der Sturm zunächſt an die
große Scheune des Gutsbeſitzers Sperling und warf das
ausgedehnte Gebäude mit einem einzigen Ruck über den
Haufen. Dann faßte es die Schule, hob deren Dach ab
und riß die nach Süden gelegene Giebelwand des Hauſes
weg. Mit knapper Mühe konnten der Lehrer und ſeine
Frau — beide waren bereits zur Ruhe gegangen — ſich
in Sicherheit bringen. Gleichzeitig faßte der Orkan die
Kirche. Im Augenblick war das Dach heruntergeriſſen,
und ein Hagel von Ziegeln bewies, daß auch das Schiff
in Trümmer ging. So ſteht das Kirchlein jetzt als Ruine
da, Auf dem Friedhofe liegen umgeſtürzte Grabmäler und
geborſtene Säulen. Zahlreiche Hügel ſind dem Erdboden
gleichgemacht, von der Kapelle eines Erbbegräbniſſes wurde
das fünf Zentner ſchwere Zinkblechdach abgehoben und
100 Meter weit getragen. Der Sturm wickelte es wie ein
Stück Papier um den Stamm einer Pappel. Schrecklich
klang das Brüllen der Stalltiere, dumpf tönte der Auf=
ſchlag fallender Mauern, Giebel und ganzer Gebäude in
das Krachen des Donners. Aus den Trümmern der Ställe
ſtürmten ſcheu gewordene Pferde und Rinder in die tolle
Nacht. Des Unglücks ganze Größe ließ ſich erſt bei
Tages=
anbruch überſchauen: das Dorf glich einem
Trümmer=
haufen. Ueber geſtürzte Bäume, gefallene Mauern
Balken, Zäune und Torflügel mußte der Fuß ſeinen Weg
ſuchen. In den Obſtgärten lagen Bäume, deren bis zu
½ Meter ſtarker Stamm wie abraſiert wurde. Im
Dorf=
teiche ſchwammen Balken und Möbelſtücke. Die
Mehr=
zahl der Gebäude war dem Erdboden gleichgemacht. Viele
Einwohner mußten in der Nachbarſtadt Taucha Unterkunft
ſuchen. Für die Aufräumungsarbeiten wurden zwei
Kom=
pagnien Pioniere aus Rieſa kommandiert. Die Bildung
der Windhoſe iſt höchſtwahrſcheinlich in unmittelbarer Nähe
von Taucha erfolgt. Darauf deuten die Verheerungen, die
im Weſten des Städtchens beginnen. Von den
Wohnhäu=
ſern wurden auch dort die Schornſteine geriſſen; einer
durchſchlug im Fallen das Dach der Automobilgarage im
Nachbargrundſtück und zertrümmerte ein Automobil, eine
15 Meter hohe Eſſe fiel auf das Dach einer
Maſchinen=
fabrik und durchſchlug dieſes. Sämtliche Telephon= und
Telegraphendrähte wurden zerriſſen. Ein Radfahrer, der
vor dem Unwetter flüchten wollte, blieb in den Drähten
hängen und erlitt ſehr ſchwere Verletzungen. Den Weg,
den der Orkan dann nahm, bezeichnet die lange Reihe der
geknickten Obſtbäume zu beiden Seiten der Landſtraße.
Unterwegs wurden ſämtliche Feldſcheunen, darunter viele
maſſiv ausgeführte, wie Kartenhäuſer umgeweht.
Schwe=
ren Schaden erlitt auch die Ortſchaft Plöſitz. Von Sehlis
aus nahm die Windhoſe ihren Weg nach Püchau, Groß=
Zſchopa, Niſchwitz und Hohburg in der Wurzener Gegend.
Breslau, 17. Mai. Das heute morgen um 8 Uhr
über das Befinden des Kardinals Kopp
ausgege=
bene Bulletin lautet nach der Schleſiſchen Volkszeitung:
Die lokal begrenzte entzündliche Ausſchwitzung wird
deutlicher. Ein leichter Anſtieg der Temperatur iſt dem
Allgemeinbefinden günſtig.
Graz, 17. Mai. Die 26jährige Opernſängerin Amanda
Doppelmayr hat ſich in einem Anfalle von
Wahn=
ſinn gänzlich unbekleidet aus dem Fenſter ihrer im
drit=
ten Stock belegenen Wohnung auf die Straße geſtürzt.
Sie war auf der Stelle tot.
Brünn, 17. Mai. Bei einem Neubau in Iglau
ſtürzte ein Gerüſt ein. 20 Arbeiter fielen in die
Tiefe; 4 von ihnen erlitten tödliche Verletzungen.
Paris, 16. Mai. Nach einer Blättermeldung aus
Bordeaux wurde daſelbſt ein angeblicher deutſcher
Profeſſor namens Miceler unter der Beſchuldigung
der Spionage verhaftet und nach dem Fort H.
gebracht. In ſeiner Wohnung ſeien zahlreiche mit der
Hand gezeichnete Karten verſchiedener Gegenden
Frank=
reichs gefunden worden.
Paris, 16. Mai. Aus den genaueren Angaben der
Blätter geht hervor, daß, als die Polizei heute nacht das
Haus der Banditen nach mehrſtündigem Kampf ſtürmte,
ſie den einen der Banditen, Garnier, bereits tot darin
auffand. Der andere, Vallet, gab zwar, ebenfalls in
ſeinem Blute liegend, noch Lebenszeichen von ſich und
vermochte ſogar noch die Browningpiſtole, die er
krampf=
haft in der Hand hielt, mit dem letzten Aufgebot ſeiner
Kräfte gegen die Eindringenden abzufeuern. Aber
jeden=
falls hatten die Kugeln, mit denen die Eindringenden
alsdann noch erwiderten, auch ihm den letzten Reſt
gege=
ben, als er von Schutzleuten ergriffen hinausgetragen
wurde. Die Menge hatte nur noch Tote vor ſich, als ſie
ihn, wie auch Garnier, den Armen der Schutzleute entriß
und lynchen wollte. Der Gerichtsarzt hat nachmittags
den Leichenbefund vorgenommen, deſſen Ergebnis noch
nicht bekannt gegeben worden iſt. Doch teilte man bereits
mit, daß Vallet bei dem Kampfe drei Kugeln in den
Kopf erhalten hat und eine in die rechte Schulter.
Gar=
nier hatte die Schläfe von zwei kleinkalibrigen Kugeln
und außerdem den Oberkörper an der Seite durchbohrt.
Man nimmt an, daß er wahrſcheinlich im letzten
Augen=
blick der Kataſtrophe ſelbſt Hand an ſich legte, um nicht
lebend der Polizei in die Hände zu fallen. Garnier ſtand
im 23. Lebensjahre und war ſeines Zeichens Dachdecker.
Mit den Anarchiſten ſtand er ſeit einigen Jahren ſchon
in Verbindung und war an allen Anſchlägen beteiligt,
die die Banditen im letzten halben Jahre ausgeführt
haben. Vallet iſt erſt 22 Jahre alt und ebenfalls durch
ſeinen anarchiſtiſchen Verkehr auf den Weg des
Verbre=
chens getrieben worden. Von den Schutzleuten iſt nur
der Wachtmeiſter Fleury ſchwer verwundet. Jetzt hat
man auch eine neue und, wie es ſcheint, richtigere Lesart
darüber, wie die Polizei das Verſteck der beiden
Ban=
diten ausfindia machte. Sie hatte erfahren, daß Garnier
und Vallet vielleicht, um einen neuen Anſchlag zu
unter=
nehmen, mit einem Anarchiſten namens Millet in
Ver=
bindung getreten waren, der vorgeſtern morgen in Paris
auf dem Nordbahnhof ankommen ſollte. Der Anarchiſt
entging zwar bei ſeiner Ankunft der Polizei, aber dieſer
gelang es, ſich geſtern morgen ſeiner zu bemächtigen.
Man fand in ſeiner Taſche die Adreſſe Garniers und
Val=
lets in Nogent=ſur=Marne vor. Die Behörde hat heute
vormittag eine genaue Durchſuchung des Verſtecks der
beiden Banditen vorgenommen. Sie fand dabei außer
850 Franken in barem Gelde vier Revolver, 12
Selbſt=
lader mit einem Vorrat von 350 Patronen und gegen 600
abgeſchoſſene Patronenhülſen, die, wie man annimmt.
die Zahl der von den Banditen im Laufe des Abends
und der Nacht abgegebenen Schüſſe angeben. Von dem
Feuergefecht zwiſchen ihnen und den Belagerern legt
fer=
ner der Zuſtand des Hauſes ein beredtes Zeugnis ab.
Die Fenſterläden und Türen ſind wie ein Sieb von den
Kugeln durchbohrt, ebenſo die dünnen Mauern des
Hau=
ſes. Eine große Menge Neugieriger hat ſich heute
mor=
gen nach der Kampfesſtätte begeben.
New=York, 16. Mai. Der Dampfer „Oceanic” der
heute hier angekommen iſt, hat am 12 Mai ein
zuſam=
menlegbares Rettungsboot der „
Tita=
nie” mit drei Leichen aufgegriffen. Daß mehrere
Fahr=
gäſte der „Titanic” in den Rettungsbooten tagelang
um=
hergetrieben ſind, bis ſie verhungerten, erſcheint
hiernach gewiß Der Schiffarzt der „Oceanic” erklärt,
das Rettungsboot habe drei verweſte Männerleichen
ent=
halten. Zwei am Bootende kauernde Leichen hielten im
Munde Korkſtücke feſt, die dritte Leiche lag zur Hälfte
über dem Bootrande. Das Boot enthielt einen
wert=
vollen Pelzmantel und zwei Trauringe. Andere
Um=
ſtände deuteten darauf hin, daß das Boot mindeſtens
zwei weitere Inſaſſen bara, die offenbar, nachdem ſie
Hungers geſtorben waren. über Bord geworfen wurden.
Die Korkgürtel und die Kanevashülle des Rettungsbootes
waren von Fingernägeln aufgeriſſen worden. ein Beweis,
daß die Inſaſſen in ihrem Hunger= und Durſtdelirium
davon aßen. Das Rettungsboot wurde 210 Meilen von
der Unglücksſtätte entfernt aufgegriffen. Das Schickfal
dieſer Geretteten iſt alſo ſchlimmer geweſen als das der
Ertrunkenen=
New=York, 17. Mai. An dauernde
Regen=
güſſe haben den Bruch eines neuen Damme
in Luiſiana zur Folge gehabt. Durch dieſen neuen Deich
bruch ſind 5000 Menſchen ſtark gefährdet. Viele Perſone
ſind ertrunken. 25 Dörfer ſind von ihren Bewohner
verlaſſen worden. Die Regierung verteilte an 15000
Menſchen, die durch die Ueberſchwemmung in größte Ne
geraten ſind, Lebensmittel und Zelte.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtlee und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Kirchenkonzert in der St. Eliſabethen
kirche. Zu dem mit Genehmigung des Herrn Biſchof
am 2. Juni, abends 8 Uhr, in der St. Eliſabethenkirch
zum Beſten einer Kapelle in Arheilgen ſtattfindender
Kirchenkonzert ergeht im Inſeratenteil der heutigen Num
mer eine beſondere Einladung, auf die wir an dieſe
Stelle eigens hinweiſen möchten. Die Mitwirkung heu
vorragender Kräfte iſt geſichert. Großh. Hofopernſängerit
Frl. Lehmann (Geſang). Konzertſänger Franz Mülle
(Geſang), Hofmuſiker Weyns (Cello), Kammermuſike
Mehmel (Violine), Bankvorſtand Lechner (Orgel), Muſil
direktor Klaſſert (Orgel) und Domkapellmeiſter Vogt
Mainz (Orgel) werden mitwirken. Die Namen dieſe
Künſtler ſprechen für die muſikaliſche Bedeutung des Un
ternehmens und laſſen hoffen, daß der Verkauf der Kar
ten, der in der nächſten Woche beginnt, ein ſehr reger ſeit
wird.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 17. Mai. Präſident Dr. Kaempf er
öffnet die Sitzung 1 Uhr 15 Minuten. — Auf der Tages
ordnung ſtehen zunächſt
kurze Anfragen.
Abg. Colshorn (Welfe): Iſt dem Herrn Reichs
kanzler der authentiſche Wortlaut der Kundgebung ſeine
Majeſtät des Kaiſers an den Bürgermeiſter von Straß
burg bekannt, welche eine evtl. Aufhebung der elſaß
lothringiſchen Verfaſſung und die evtl. Einverleibung
Elſaß=Lothringens in Preußen zum Gegenſtand
gehab=
haben ſoll? Uebernimmt der Herr Reichskanzler die per
faſſungsmäßige Verantwortung für dieſelbe? — Reichs
kanzler v. Bethmann Hollweg: Ich kommerau
dieſe Frage bei der ſofort beginnenden Beratung meines
Etats zurück. — Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a.M
(Soz.): Iſt der Herr Reichskanzler bereit, Auskunf
darüber zu geben, ob nach dem Vorgang von Frankreich
nunmehr auch der Abſchluß einer literariſchen Konventior
zwiſchen Deutſchland und Rußland auf Grund des
Artt=
kels 35 des ruſſiſchen Urheberrechts=Geſetzes vom 20.Mäht
1911 zu erwarten ſteht? — Geheimer Legationsrat
Lehmann: Verhandlungen ſind in dieſer Frage in
Gange. — Es folgt der
Etat des Reichskanzlers
Zunächſt werden Fragen der inneren Politik erditert=
— Abg. Scheidemann (Soz.): Wir empfinden eine
gewiſſe Zärtlichkeit dem Reichskanzlers gegenüber, den
uns mit ſeiner Politik zu unſerer jetzigen Stärke verholfen
hat. Wenn der Reichskanzler den internationalen
Frie=
den will und wenn er eine deutſch=engliſche Verſtäldie
gung herbeiführen will, ſo wünſchen wir, daß er hierin
mehr Erfolg hat, als auf dem Gebiete der inneren
Poll=
tik. Wir leben jetzt in einer Uebergangszeit und daſag
es ſchwer ſein, eine richtige Politik zu machen. Unſälte
bar iſt die Aufrechterhaltung des perſönlichen Reginens
Dieſes perſönliche Regiment ſteht in Widerſpruch mden
Wünſchen des ganzen Volkes. Wenn der Reichstagſich
energiſcher wird, dann muß er bald Platz machen
enek=
ſcheren Männern, die dafür ſorgen werden, daß bald nach
der Errichtung der chineſiſchen Republik auch Preußen=
Deutſchland zu einem modernen Staat umgeſtalteteſird
(Lachen rechts, Bravo bei den Soz.) Auf die Verſprechuns
gen der Thronrede iſt keine Einlöſung erfolgt. Hier
iſt=
eine Ehrenſchuld einzulöſen.. Das Volk erwartet abe
nichts mehr von oben, ſondern verläßt ſich auf ſeine eigene
Kraft. Wird dies gefährliche Spiel fortgeſetzt, ſo heißt,
das, das Schickſal herausfordern. Der Vorgang in der
Grafenſtadener Maſchinenfabrik gibt ſchwer zu denken,
zu=
mal die Vorgänge durch einen exzellenten Denunzianten
zur Sprache gekommen ſind. Wenn die Verfaſſung
El=
ſaß=Lothringens in Scherben geſchlagen und dieſes Volk
in Preußen einverleibt werden ſoll. ſo iſt das allerdings
die Androhung ſchärfſter Strafe (Heiterkeit), das
bedeu=
tet Zuchthausſtrafe und Verluſt der bürgerlichen
Ehren=
rechte! (Lärmende Pfuirufe rechts, Sehr richtig! bei den=
Soz.) Man ſollte weniger unvorſichtig ſein bei der
Ver=
ſetzung eines Volkes in die zweite Klaſſe des
Soldaten=
ſtandes. (Präſident Dr. Kaempf: Ich bitte Sie, ſich zu
mäßigen, ſonſt muß ich Sie zur Ordnung rufen. — Der
Reichskanzler. die Staatsſekretäre Kühn und Dr.
Lisco, Miniſter v. Breitenbach ſowie die
Regierungskom=
miſſare und ein großer Teil der Rechten verlaſſen
oſtentativ den Saal. Rufe bei den
Sozialdemo=
kraten: Endlich allein! Rufe rechts und große Unruhe.
Präſident Dr. Kaempf: Ich behalte mir vor, einen
Ordnungsruf auf Grund des Stenogramms noch
nach=
träglich zu erteilen.) — Aba. Scheidemann (
fortfah=
rend): Was ſagt Herr Baſſermann dazu, daß er zum
Pe=
troleur von Mannheim avanciert iſt? (Der Präſident ruft
den Redner zur Ordnung. Heiterkeit links.) Das war
natürlich nur ſcherzhaft. Wir wollen nicht, daß Preußen
länger das deutſche Sibirien bleibt. (Pfui=Rufe rechts
und Lärm.) Ich werde mich über dieſen Ordnungsruf
be=
ſchweren. Es ſollte nicht heißen: In Elſaß=Lothringen
rückwärts, ſondern in Preußen vorwärts! Das
Eindrin=
gen der Polizei in das Abgeordnetenhaus iſt eine
Er=
ſcheinung der völlig unhaltbaren Zuſtände. (Präſident
Dr. Kaempf: Ich bitte, auf dieſe Dinge im Landtag
nicht einzugehen.) Bisher war es ſtets zuläſſig, auf ſolche
Sachen hier einzugehen. Die Mitglieder der Mehrheit
im Abgeordnetenhaus ſind nicht da auf Grund eines
Ge=
ſetzes, ſondern auf Grund einer Verordnung, die vor 63
Jahren unter Bruch eines Königswortes zuſtande kam.
(Große Unruhe. Präſident Dr. Kaempf rügt dieſen
Ausdruck.) Die Vorgänge im Abgeordnetenhauſe waren
lediglich ein Reſultat des dortigen Bodens. (Große
Un=
ruhe.) Treiben Sie dieſe Dinge nicht zu weit, das Volk
fühlt ſich beleidigt! (Präſident Dr. Kaempf rügt
nach=
träglich auf Grund des Stenogramms die Aeußerungen
des Redners.)
Abg. Dr. Spahn (Ztr.): Ich halte es nicht
für=
gerechtfertigt, auf die Angelegenheit im
Abaeordneten=
haus einzugehen, weil die Sache ſchwebt. Anders liegt
es mit der angeblichen Aeußerung des Kaiſers in
Straß=
burg. Ich bedauere dieſe Aeußerung und die Drohung,
die darin ausgeſprochen ſein ſoll. Selbſtverſtändlich hat
der Kaiſer nicht die Macht, die Reichslande einem
Bun=
desſtaate einzuverleiben, ohne Anhörung der Volksver=
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 5.
etung. — Abg. Graf von Schwerin=Löwitz
onſ.): Ich halte es nicht für angezeigt, auf angebliche
eußerungen des Kaiſers hier einzugehen, ſo lange der
tthentiſche Wortlaut nicht vorliegt. Die Vorgänge in
lſaß=Lothringen beſtärken uns in der Annahme, daß es
n Fehler war, den Reichslanden die Verfaſſung zu
ge=
n, und daß wir im Recht waren, ſie abzulehnen. Ob
id wie dieſer Fehler wieder gut zu machen, iſt mag der
ukunft vorbehalten bleiben. Ebenſo gehe ich nicht auf
e Frage der Führung der Geſchäfte im
Abgeordneten=
ruſe ein. Für uns ſteht die Frage des Abſchluſſes der
euen Handelsverträge im Vordergrund des Intereſſes.
abei iſt zu berückſichtigen der ganze wirtſchaftliche
Auf=
hwung, den unſere Entwicklung ſeit Verabſchiedung des
olltarifs genommen hat.
(Sämtliche Sozialdemokraten, die in lebhafter
Un=
rhaltung zuſammengeſtanden haben, verlaſſen den Saal
m Hauſe herrſcht große Unruhe, in der die meiſten Worte
es Redners verloren gehen. Die Sozialdemokraten
er=
heinen nach und nach wieder auf ihren Plätzen.
Wäh=
nd der weiteren Ausführungen des Redners erſcheinen
nige Bundesratsvertreter, unter dieſen der hanſeatiſche
eſandte Klügmann und Unterſtaatsſekretär Richter,
ieder auf der Bundesratsempore, gehen aber alsbald
ſieder hinaus, worauf ſich in den Reihen der
Sozial=
emokraten eine ſchallende Heiterkeit auslöſt. Als
Red=
er ausführlich auf die wirtſchaftspolitiſchen Verhältniſſe
ingeht, bittet ihn Präſident Dr. Kaempf, nicht zu weit
om Thema abzuſchweiſen. Redner ſchließt): Wir wollen
berall eine ziel= und kraftbewußte innere und äußere
Jolitik. (Beifall rechts.)
Präſident Dr. Kaempf ruft den Abgeordneten
scheidemann nachträglich auf Grund des Stenogramms
egen ſeiner Aeußerung über die Verſetzung eines Volkes
t die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes, in der eine
hwere Beleidigung Preußens liege, nochmals zur
Ord=
ung. (Lebhafter Beifall.)
Abg. v. Calker (natl.): Ich wollte als Alldeutſcher
nd Neuelſäſſer heute eigentlich über die Dinge reden, die
ber Elſaß=Lothringen hinaus ganz Deutſchland
intereſſie=
en. Nach den Worten des erſten Redners aber habe ich
anz vergeſſen, daß ich ein Elſäſſer ſei. Es kam mir die
Zeit in Erinnerung, als ich in früher Jugend das Lied
ernte: „Ich bin ein Preuße!” (Lebhafter Beifall rechts
nd der bürgerlichen Parteien, Lärm bei den
Sozialdemo=
raten und Lachen.) Ich bin ſehr traurig darüber, daß Sie
achen können, wenn ein Deutſcher und Preuße ſich aus
ollem Herzen zu ſeinem Vaterlande bekennt. Gerade als
Ddeutſcher fühle ich mich in dieſem Hauſe (Lebhaftes
Bravo!) Wir haben die heilige Verpflichtung, uns
be=
bußt zu bleiben, was Preußen für Deutſchland geweſen
ſt. (Lebhaftes Bravo!) Gegen die Rede des
Abgeord=
ieten Scheidemann muß ich proteſtieren. In England
be=
eidigt niemand den König, das iſt nicht gentlemanlike.
da richtet ſich ein ſolches Verhalten ſelber. (Zurufe bei
den Sozialdemokraten, Lärm).
Die Bundesratsvertreter erſcheinen wieder
im Saal, ſpäter auch der Reichskanzler mit lauten
Ahal=Rufen begrüßt. Ruf bei den Nationalliberalen:
Po=
litiſche Kinder!). Eine Aenderung in den Verhältniſſen
Elſaß=Lothringens halte ich nicht für richtig, zweckmäßig
lundgerecht. Wir müſſen weiter marſchieren auf dem von
Bismarck gezeigten Weg. Das iſt geſchehen durch die Ver=
Aihung der Verfaſſung. Ich hoffe, daß die weitere
Ent=
wicklung eine gedeihliche ſein wird. Die Grafenſtadener
Reſolution der Kammer bedauere ich. Unrichtig iſt die
franzöſiſche Auffaſſung, als ob in Elſaß=Lothringen das
Volk in Ketten ſchmachte und darauf warte, ſich Frankreich
wieder anſchließen zu können. Tatſächlich ſind es ſehr
wenige, die nach Frankreich zurückkehren möchten (ſehr gut).
Fehler werden auch von der Regierung gemacht, die der
Entwicklung hinderlich ſind und die vermieden werden
müſſen, wenn Elſaß=Lothringen von ganzem Herzen
deut=
ſches Land werden ſoll. Sind Aeußerungen des Kaiſers
geſchehen, wie ſie getan ſein ſollen, ſo ſind ſie bedauerlich,
andererſeits hat der Kaiſer aber das Recht, unwillig zu
ſein. Für die Elſaß=Lothringer ſollte es heißen: Souvenir,
ja! Espérance nein! Wie müſſen in dem Bewußtſein
arbeiten, daß Elſaß=Lothringen ein deutſches Land iſt.
(Bravo!).
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
führt darauf aus: Auf die Vorgänge, die mich und die
Mitglieder des Bundesrates veranlaßt haben, eine
Zeit=
lang den Saal zu verlaſſen, gehe ich ſelbſtverſtändlich nicht
ein, nachdem von ſeiten des Präſidenten ein
Ordnungs=
ruf wegen der Aeußerung, die der erſte Vorredner gemacht
hat, erteilt worden iſt. Ein Mann, der von ſeinem Lande
ſo ſpricht, wie es geſchehen iſt (Zuruf bei den Soz.: Sein
Land?), verurteilt ſich ſelbſt. (Stürmiſcher Beifall rechts,
große Unruhe links. Abg. Liebknecht (Soz.): Von der
Regierung, von Ihnen!) Ihre Zurufe, meine Herren,
machen mich nicht irre. In meinem Gefühl als Preuße
und Deutſcher weiß ich, was Deutſchland Preußen
ver=
dankt. (Beifall.) Ich will, wie ich das bereits bei meiner
Antwort auf die Frage des AAbg. Colshorn geſagt habe,
über die elſaß=lothringiſche Angelegenheit
ſprechen. Vorher muß ich mit einigen Worten auf die
Grafenſtadener Angelegenheit eingehen, da
die Reſolution, die zu ihr gefaßt worden iſt, wie der Herr
Abg. v. Calker eben ausgeführt hat, eine gewiſſe
Bedeut=
ung erlangt hat. Der Sachverhalt in der Grafenſtadener
Angelegenheit iſt kurz folgender: Grafenſtaden gehört der
Norddeutſchen Lokomotivvereinigung an und hat deshalb
Anteil an den Beſtellungen für die Reichseiſenbahgen
und für die preußiſchen Bahnen. Der Wert der
Beſtellun=
gen hat in den letzten Jahrzehnten durchſchnittlich vier
Millionen pro Jahr betragen. Im Januar dieſes Jahres
iſt die Preußiſche Eiſenbahnverwaltung durch
Zeitungs=
artikel und durch eine mit Namensunterſchrift verſehene
Zuſchrift darauf aufmerkſam gemacht worden, daß von
der Leitung des Grafenſtadener Werkes behauptet wurde,
ſie wirke indirekt in deutſchfeindlichem Sinne. Danach
hat die Eiſenbahnverwaltung im Einvernehmen mit der
Landesverwaltung eine Unterſuchung angeſtellt, deren
Ergebnis Unterſtaatsſekretär Mandel in der elſäſſiſchen
Kammer mitgeteilt hat. Ich will aus dieſer Mitteilung
nur kurz folgendes anführen: Die elſaß=lothringiſche
Re=
gierung erklärt, es ſei für ſie notoriſch, daß der leitende
Direktor des Werkes die Seele aller deutſchfeindlichen
Beſtrebungen ſei und ſich in und um Grafenſtaden
bemerk=
bar macht. Alle perſönlichen Beziehungen zwiſchen der
Fabrikleitung und der Behörde hätten aufgehört und
daran habe dieſer Direktor Schuld. Er benutze jede
Ge=
legenheit, um ſich über Deutſchland in abfälliger Weiſe zu
äußern. Er habe die geſelligen Vereinigungen des
Wer=
kes in franzöſiſches Fahrwaſſer gelenkt und bekämpfe auch
falles, was deutſch iſt. Auf Grund dieſes Ergebniſſes
ſtellte die Eiſenbahnverwaltung dem Werk die Einſtellung
weiterer Aufträge in Ausſicht, falls nicht in beſtimmter
Friſt dieſer Direktor von ſeinem Poſten entfernt würde
AHört hört! links. Beifall rechts.) Falls nicht bis zu ſei=
ner Entfernung Gewähr dafür geboten würde, daß er ſeine
Tätigkeit in deutſch=feindlichem Sinne in der Fabrik unſ
in der Gemeinde einſtelle. (Zurufe bei den
Sozialdemo=
kraten. Vizepräſident Dove: Ich bitte, Zurufe zu
unter=
laſſen.) Das iſt der Tatbeſtand. Es iſt unbegreiflich, wie
man daraus Vorwürfe gegen die Eiſenbahnverwaltung
herleiten kann. Für die Verwaltung der deutſchen
Reichs=
eiſenbahnen wie auch der preußiſchen Staatsbahnen iſt
es ein Ding der Unmöglichkeit, geſchäftliche Beziehungen
zu einem Werk aufrecht zu erhalten und ihm jährliche
Millionenbeſtellungen zuzuwenden, deſſen Leitung die
Verachtung deutſchen Weſens zur Schau trägt und in die
Tat umſetzt. (Zurufe bei den Soz.) Die Herren
kom=
men ja auch noch zum Wort und ich bitte, mich deshalb
nicht zu ſtören. Die deutſche Eiſenbahnverwaltung würde
pflichtwidrig gehandelt haben, wenn ſie dieſe Vorgänge
ignoriert hätte. Es iſt nicht Geſinnungsſchnüffelei
ge=
weſen — dieſer Ausdruck iſt in der elſäſſiſchen Kammer
gebraucht worden — ſondern es war notwendig, daß die
Verwaltung durch Vermittelung der Landesbehörde die
Unterſuchung einleitete. Es war ein Gebot ſtaatlicher
und nationaler Notwendigkeit. (Sehr richtig! rechts.)
Niemand unterhält geſchäftliche Beziehungen ohne
zwin=
gende Notwendigkeit, wenn der andere Teil ſich fortgeſetzt
dahin ergeht, wichtige Intereſſen ſeines Auftraggebers zu
ſchädigen. Und hier ſollte es der Staat tun, wenn die
nationalen Intereſſen angegriffen werden? Davon kann
ſelbſtverſtändlich keine Rede ſein. Der Staat iſt dazu
be=
rufen, in allererſter Linie dieſe ſtaatlichen Intereſſen zu
ſchützen. (Allgemeines Bravo! rechts.) Dann iſt noch
der Vorwurf gemacht worden, die Eiſenbahnverwaltung
wäre von der rheiniſch=weſtfäliſchen Induſtrie als
Vor=
ſpann benutzt worden, um die Konkurrenz von
Grafen=
ſtaden auszuſchalten. Man hat das daraus geſchloſſen,
daß zufällig auch die Rheiniſch=Weſtfäliſche Zeitung auf
die Quertreibereien von Grafenſtaden aufmerkſam
ge=
macht hat. Dieſer Vorwurf iſt hinfällig. Ich habe bereits
mitgeteilt, in welchem Umfange nicht nur die
Reichseiſen=
bahnverwaltung, ſondern auch die preußiſche
Grafenſta=
den mit Aufträgen verſehen hat. Preußen beſitzt Fabriken
genug, um ſeinen Bedarf zu decken. Es würde nicht auf
die reichsländiſchen zu reflektieren brauchen. Preußen
ſieht es jedoch als ſeine Aufgabe an, die reichsländiſche
Induſtrie ſo viel als möglich zu fördern, und ich ſetze mich
dafür ein, daß das dauernd geſchehen wird. (Bravo!)
Alſo meine Herren, das Konkurrenzmotiv fällt weg. Für
das Vorgehen der Eiſenbahnverwaltung iſt es nicht
be=
ſtimmend geweſen und beſteht nur in der Phantaſie
der=
jenigen Perſonen, die die Angelegenheit politiſch
aus=
beuten wollen. Gegenwärtig hat Grafenſtaden nur für
das erſte Halbjahr Maſchinen im Werte von etwas über
einer Million, zuſammen für zweieinhalb Millionen, im
Bau. Die Beſtellungen ſind bis 1912 vergeben. Bis zum
Ablauf dieſes Zeitpunktes werden wir mit Beſtellungen
ſo weit wir können, zurückhalten, in der Hoffnung, daß
baldigſt eine Verſtändigung herbeigeführt wird. Bisher
iſt eine Verſtändigung nicht zuſtande gekommen, weil ſich
das Werk weigerte, den Direktor zu entlaſſen. Dies iſt aber
eine Notwendigkeit. Wenn die Arbeiter der Fabrik Not
leiden ſollten, was ich nicht hoffen will. ſo trägt nur das
Werk die Schuld weil es die ſelbſtverſtändlichen
Forder=
ungen nicht erfüllt. Es iſt eine Illuſion, wenn behauptet
wird, daß die Eiſenbahnverwaltung die Verantwortung
trägt; denn was gefordert wird, iſt nicht unbillig, ſondern
es iſt nur ſelbſtverſtändlich, wenn die
Eiſenbahnverwalt=
ung dazu beiträgt, Leuten, die das Deutſchtum
bekämp=
fen, entgegenzutreten. Es iſt auch abſurd, wenn geſagt
wird, daß zu rückſichtslos vorgegangen ſei, denn in
an=
deren Länden würde man mit Leuten, die das Vaterland
bekämpfen, noch ganz anders umgehen. Man hätte ihnen
ſchon längſt einfach ſtillſchweigend die Beſtellungen
ent=
zogen. Man iſt deshalb in Verhandlungen mit dem
Werk eingetreten, um keinen Agitationsſtoff zu liefern.
Aus dieſem Grunde und zu Gunſten des Werkes und zu
Gunſten der Arbeiter hat man Verhandlungen gepflogen.
Von gewiſſer Seite iſt aus den Verhandlungen Kapital
zu ſchlagen verſucht worden. In welcher Weiſe dies
ge=
ſchah, dafür ein kurzes Beiſpiel: Die Verhandlungen
gal=
ten als vertraulich und ſollten natürlich auch vertraulich
geführt werden. Im materiellen Intereſſe der Fabrik
und der Arbeiter ſollte kein Agitationsſtoff geliefert
wer=
den. Bei den Erörterungen, die ſich an die
Verhandlun=
gen knüpften, hat die Regierung ſelbſtverſtändlich das
Vertrauliche gewahrt; auch als die Sache im Preußiſchen
Abgeordnetenhauſe zur Sprache kam, beſchränkte ſie ſich
lediglich auf eine kurze Bemerkung. Dem Abg.
Blu=
menthal blieb es vorbehalten, die Sache in der
elſäſſi=
ſchen Kammer in die Oeffentlichkeit zu tragen. Und nun
kommt die allgemeine politiſche Bedeutung dieſes Falles.
Die elſäſſiſche Kammer hat hier ganz offen für
Grafen=
ſtaden geſprochen. Und aus dieſem und anderen
Vor=
kommniſſen iſt gegen die vorjährige Verleihung der
eige=
nen Verfaſſung der Schluß gezogen worden, daß ſie
ver=
fehlt oder verfrüht geweſen ſei. Daß ſich die neue
Ver=
faſſung leicht und ohne Reibung einführen würde, habe
ich nicht erwartet. Ich kann mir erſparen, auf
Einzel=
heiten näher einzugehen, zumal ich auf die ganz
vorzüg=
liche Rede des Abg. Dr. van Calker hinweiſen kann. Die
Schwierigkeit liegt hauptſächlich darin, daß ſich Elſaß=
Lothringen noch niemals einer ſelbſtändigen
Staatsver=
faſſung zu erfreuen gehabt hat, von der die große
ſtaat=
liche, kulturelle und wirtſchaftliche Entwickelung der
letz=
ten Jahrzehnte ausgegangen iſt, daß ſich keine
einheit=
liche Staatsform entwickeln konnte, weil ſich bald
deut=
ſcher, bald franzöſiſcher Einfluß geltend machten. Dieſe
Gedanken und Erwägungen habe ich vor einem Jahre
ausdrücklich hervorgehoben. Dieſe Schwierigkeiten ſind
nun in draſtiſcher Weiſe zunächſt bei den Wahlen zur
Kammer im vorigen Herbſt hervorgetreten. Die Parteien
mußten ſich erſt vollſtändig neu bilden, dann mußten ſie
ihre gegenſeitigen Verhältniſſe feſtſtellen. Charakteriſtiſch
für dieſe verworrenen Zuſtände waren auch die
Getelſ=
ſenskonflikte, durch die die Wähler vor die Frage geſtellt
wurden, ob ſie mit Hilfe der Sozialdemokraten den
Natio=
nalismus zum Siege führen oder ihn bekämpfen
wollten. Aus allen dieſen Gründen haben viele den
Schluß gezogen, daß die Verleihung der Verfaſſung
ver=
fehlt geweſen ſei. Das kann nun heute noch nicht
entſchie=
den werden. Feſt ſteht aber, daß dieſe Vorgänge das
nationale Empfinden weiter Kreiſe verletzt und Unwillen
hervorgerufen haben.
Dieſer Unwille iſt es auch geweſen, dem der
Kaiſer in Straßburg dem Bürgermeiſter Schwander
gegenüber Ausdruck gegeben hat. Wegen dieſes
Geſprächs ſind in der Oeffentlichkeit wiederholt Angriffe
auf die Perſon des Kaiſers gerichtet worden. Hiergegen
muß ich entſchieden Verwahrung einlegen. Wie lag denn
die Sache? In einem Kreiſe geladener Gäſte hat der
Kaiſer ſeinem Unmut Worte verliehen, der wohl auch die
Herzen vieler Deutſcher erfüllt hatte. Bedauerlich aber
ſind vor allem die Indiskretionen, an denen der Herr nicht
beteiligt iſt, an den ſie gerichtet wurden, durch den ſie in
die Oeffentlichkeit geraten ſind. Und äußerſt peinlich nicht
nur für jeden Elſaß=Lothringer, ſondern für jeden
Deut=
ſchen iſt es, daß die Veröffentlichung nicht in einer
deut=
ſchen, ſondern in einer franzöſiſchen Zeitung geſchah.
Trotz dieſer Veröffentlichung iſt keine Situation
geſchaf=
fen, für die ich nicht die volle Verantwortung übernehme.
So lange ich an dieſer Stelle ſtehe, trete ich vor den
Kaiſer, nicht aus höfiſchen Rückſichten, wie mir ſo oft in
der Preſſe vorgeworfen wurde, ſondern aus ſtaatlichem
Pflichtgefühl. Wenn ich dieſer Pflicht nicht mehr gerecht
werden kann, werden Sie mich nicht mehr an dieſem Platz
ſehen. Mit dem Einwand, das ſei Billigung des
Ver=
faſſungsbruches und Uebergehung des Bundesrates und
Reichstags, werden offene Türen eingerannt. Es hat
dem Kaiſer ſicher fern gelegen, das Recht des Bundesrats
und des Reichstags auch nur irgendwie zu berühren.
Denn es will mir doch niemand Glauben machen, daß,
wenn der Kaiſer von Beſeitigung der Verfaſſung
geſpro=
chen hat, dies nicht auf reichsgeſetzlichem Wege zu
ge=
ſchehen habe. Immer werden Bundesrat und Reichstag
zu entſcheiden haben, wenn einmal die Zeit kommen ſollte,
ob die Verfaſſung geändert oder ob ſie aufgehoben
wer=
den ſoll. Niemand kann darüber heute ein endgültiges
Urteil abgeben, aber ſo viel ſteht feſt, daß wir gegen
Vaterlandsfeinde vorgehen müſſen. Und darum müſſen
wir uns ſorgen um die Zukunft unſeres Reichslandes
Elſaß=Lothringen. Wenn Beſtrebungen überhand
neh=
men, die die Exiſtenz des Reichslandes als ſelbſtändigen
Bundesſtaat gefährden können, ſo hat Bundesrat und
Reichstag die Pflicht, nach Mitteln auszuſchauen, um
dem Treiben ein Ende zu machen. (Lebhafter Beifall
— Abg. Ledebour ruft: Unſinn! — Vizepräſident
Dove rügt dieſen Ausdruck.)
Abg. Haas (Fortſchr. Vpt.): Der Reichskanzler hat
ſich unzweifelhaft ein großes Verdienſt um die Schaffung
der Verfaſſung in Elſaß=Lothringen erworben. Wir
müſ=
ſen uns aber ernſte Gedanken darüber machen, daß in
dieſe Vorgänge Privatgeſpräche desKaiſers hineingetragen
wurden, namentlich, daß dies von der franzöſiſchen Preſſe
geſchah. Der Kaiſer beurteilte vor zehn Jahren die
Elſaß=Lothringer ganz anders als heute, wie er den
Dik=
taturparagraphen aufgehoben wiſſen wollte. In Elſaß=
Lothringen ſind viele gute Deutſche. Eine
Rückwärts=
änderung der Verfaſſung iſt nicht angebracht. In Elſaß=
Lothringen iſt nichts ſchlechter geworden, im Gegenteil
bedeutend beſſer. Wenn nicht alles gut iſt, trägt auch die
Regierung ein gut Teil Schuld daran. Bei den
Maßnah=
men gegen das Grafenſtadener Werk hätte auch der
Direk=
tor gehört werden müſſen. Die Worte des Kaiſers haben
großen Schaden angerichtet. Eine Zurückhaltung, auch
in privaten Geſprächen des Kaiſers, war nicht zu
mer=
ken. Welche Depeſche hätte wohl ein ſüddeutſcher Fürſt
erhalten, wenn er ſich ähnlich geäußert hätte. — Abg.
Schultz (Reichspt.): Der Kaiſer war von der elſäſſiſchen
Kammer in unverantwortlicher Weiſe behandelt worden,
deshalb war es auch erklärlich, daß er ſich unwillig zeigte.
Die Aeußerungen erſcheinen alſo durchaus berechtigt,
be=
ſonders, wenn man berückſichtigt, daß noch nicht einmal
die Form der Aeußerung genau bekannt iſt. Von einem
Staatsſtreich zu reden iſt frivol, zumal von den
Sozial=
demokraten, die doch auch immer die Verfaſſung ändern
wollen; ſie werfen nun dem Kaiſer Mißbrauch ſeiner
Amtsgewalt vor. — Abg. Hauß (Elſaß=Lothr.): Ich bin
auch einer der Miſſetäter, die dem Kaiſer den
Dispoſi=
tionsfonds geſtrichen haben. Deshalb kann aber von
einer Reichsfeindlichkeit keine Rede ſein. Die Beamten
dringen auf eine Beſſerſtellung, deshalb muß überall
ge=
ſpart werden. Die Worte des Kaiſers haben in Elſaß=
Lothringen keinen großen Eindruck gemacht. Die
Prüf=
ung durch die Kammer in der Grafenſtadener
Angelegen=
heit iſt ein ſchweres Verſäumnis geweſen. Ich klage auch
die Reichsregierung an. Niemand denkt daran, Elſaß=
Lothringen vom Reich loszulöſen. Wir geben dem Reich
gerne, was ihm gebührt; wir wollen aber auch nicht
im=
mer als Reichsangehörige zweiter und dritter Klaſſe
be=
handelt werden. Der Kaiſer iſt ſchlecht informiert
wor=
den; deshalb bitte ich den Reichskanzler, ihn beſſer zu
informieren. — Abg. Lenſch (Soz.): Wir ſehen die
Sache lediglich als Kinderei an. Das perſönliche
Regi=
ment hat ſich ſeit der Königsberger Rede jetzt aufs beſte
offenbart. — Es iſt ein Schlußantrag eingelaufen, der
gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Welfen und
Polen angenommen wurde.
Die Weiterberatung über den Etat des Reichskanzlers
wird auf Samstag 1 Uhr vertagt. — Schluß ½7 Uhr.
* Berlin 17. Mai. In der
Budgetkommiſ=
fion des Reichstages zur Beratung des
Geſetz=
entwurfes über die Deckung der Koſten zur
Ver=
ſtärkung für Heer und Flotte iſt ein Antrag Baſſermann
eingegangen, im Fall der Annahme des vorgeſtern
mit=
geteilten Zentrumsantrages betr. Hinausſchiebung der
Ermäßigung der Zuckerſteuer bis 1. Oktober 1916,
fol=
gende Beſtimmung beizufügen: Bis zum 31. Dezember
1913 ſoll das Reichsgeſetz, welches eine allgemeine
Be=
ſteuerung des Beſitzes vorſchreibt, eingeführt
wer=
den. Dieſes Geſetz iſt dem Reichstage bis zum 1. April
1913 vorzulegen. Sechs Monate nach dem Inkrafttreten
desſelben tritt die in dem Artikel 5 des Geſetzes betr.
Aenderungen im Finanzweſen vom 15. Juli 1009
vorge=
ſehene Ermäßigung der Zuckerſteuer in Kraft.
Zehnte Hauptverſammlung der
Landwirt=
ſchaftskammer.
Sitzung vom Freitag, den 17. Mai.
St. Die Landwirtſchaftskammer für das
Großherzog=
tum Heſſen trat heute vormittag unter dem Vorſitz des
Präſidenten Geheimerat Haas zu ihrer zehnten
Haupt=
verſammlung zuſammen.
Als Regierungsvertreter wohnen bei:
Miniſterial=
rat Hölzinger, Geh. Landesökonomierat Müller,
Regierungsrat Spamer.
Präſident Haas eröffnet die konſtituierende
Sitzung mit herzlichem Willkommengruß, beſonders
für die neugewählten Mitglieder der
Landwirtſchafts=
kammer und für die Regierungsvertreter. Als
Stimmen=
zähler werden berufen die Mitglieder Dehlinger und
Stauffer und als Schriftführer die Mitglieder Viehl
und Eibach. Es wird dann zunächſt eine große Anzahl
von
Wahlen
vorgenommen. Hierzu iſt Aufruf der Anweſenden
not=
wendig. Es ſind 43 Mitglieder anweſend: die Kammer
iſt alſo beſchlußfähig. Zur Wahl des erſten
Vor=
ſitzenden wird von Mitglied Eibach
Akklamations=
wahl vorgeſchlagen. Mitgl. Trautmann ſchlägt vor,
den verdienſtvollen Geheimerat Haas wiederzuwählen.
Die Kammer ſtimmt dem einſtimmig zu. Präſident
Haas dankt herzlich für die Wiederwahl und übernimmt
die Geſchäfte.
Zur Wahl des zweiten Vorſitzenden
bean=
tragt Mitgl. Henſel=Dortelweil ebenfalls Akklama=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
tionswahl und Wiederwahl des Landtagsabgeordneten
Bähr. Doch wird hiergegen von Mitgl. Romer (
Rhein=
heſſen) Widerſpruch erhoben und die Wahl des
Oekonomierat Hahn=Heßloch zum Vizepräſidenten
vor=
geſchlagen. Es entfallen auf den Landtagsabgeordneten
Bähr 17 und auf Oekonomierat Hahn 25 Stimmen; ein
Zettel war weiß. Hahn iſt alſo gewählt. Der
Neugewählte dankt herzlichſt für die Wahl und für das
ihm dadurch erwieſene Vertrauen und nimmt die Wahl
mit dem Wunſche an, daß der erſte Vorſitzende ſo geſund
bleiben möge, daß er die Geſchäfte dauernd ſelbſt leiten
könne.
Zum dritten Vorſitzenden wird
Landtagsabgeordne=
ter Bähr einſtimmig durch Akklamation gewählt.
Weiter werden zu Vorſtandsmitgliedern gewählt für
Oberheſſen Oekonomierat Henſel=Dortelweil, für
Starkenburg Oekonomieräte Walter=Lengfeld und
Fritſch=Dilshofen, für Rheinheſſen Schätzel=
Sel=
zen.
Zu Schriftführern werden gewählt die
Bür=
germeiſter Viehl=Rainrod mit 30 und Schott=
Eſſen=
heim mit 29 Stimmen. Zu Stellvertretern die
Bürger=
meiſter Joſt=Bermutshain und Krapp=Sickenhofen.
Es folgen Wahlen zu den Kommiſſionen uſw.
In die (I.) Wahlprüfungskommiſſion werden
die ſeitherigen Mitglieder: Landtagsabgeordneter Bähr=
Rohrbach bei Büdingen, Konrad Keutzer=Hofgut
Stu=
benwald bei Bensheim, Bürgermeiſter Trautmann=
Rim=
bach, Friedrich Fenchel=Griedel, Bürgermeiſter Eibach=
Pfaffen=Schwabenheim, Oekonomierat Jakob Schmitt I.=
Guntersblum ſämtlich wiedergewählt. — Desgleichen in
die (II.) Rechnungsprüfungskommiſſion:
Bürgermeiſter Krapp=Sickenhofen, Bürgermeiſter Müller=
Uſenborn, Oekonomierat Schmitt=Guntersblum. — In
die Kommiſſion (III) für Wirtſchaftspolitik
Geſetzgebung, Landesrecht, Landesverwaltung werden
gewählt Gutsbeſitzer J. H. Stauffer=Wachenheim (
wieder=
gewählt), an Stelle des Gutsbeſitzers E. Lutz=Elpenrod
Landtagsabgeordneter Korell=Angenrod,
Bürgermei=
ſter Krapp=Sickenhofen (wiedergewählt). — In die
Kom=
miſſion (IV) für Handel Verkehr und
Verſiche=
rungsweſen werden wiedergewählt: Oekonomierat
Fritſch=Dilshofen, Bürgermeiſter Hahn=Heßloch und
an Stelle von Gutsbeſitzer Henſel=Dortelweil Heinrich
Weith jr.=Nieder=Wöllſtadt gewählt. — In die
Kommiſſion (V) für Bodenkultur,
Verſuchs=
weſen und Maſchinenweſen werden die
ſeitheri=
gen Mitglieder: Oekonomierat Walter=Lengfeld, Dr.
Deh=
linger=Weilerhof, Friedr. Fenchel=Griedel wiedergewählt
und Bürgermeiſter Keller=Spiesheim, Mitgl.
Schnei=
der=Utphe, Bürgermeiſter Schott=Uffhofen neugewählt
Kommiſſion (VI) für Tierzucht: Oekonomierat Heil=
Habitzheim, Jakob Friedrich II.=Groß=Rohrheim,
Bür=
germeiſter Keller=Spiesheim, Wilhelm Weil=Lang=Göns,
wurden wieder= und Abg. Korell=Angenrod,
Bürgermei=
ſter Eibach=Pfaffen=Schwabenheim neugewählt.
Kommiſſion (VII) für Pferdezucht: Oekonomierat
Fritſch=Dilshofen, J. H. Stauffer=Wachenheim, Guſtav
Mogk=Grund=Schwalheim wiedergewählt. —
Kommiſ=
ſion (VIII) für Obſt= Wein=, Gemüſe= und
Gar=
tenbau: Landtagsabgeordneter Breidenbach=Dorheim,
F. Bauer=Schmahlmühle, Bürgermeiſter Schmidt=
Oppen=
heim wieder= und Bürgermeiſter Benner=Treis, Landw.
Puhmann=Rumpenheim, Bürgermeiſter Saalwächter= N.=
Ingelheim neugewählt. — Vertretung im
Deut=
ſchen Landwirtſchaftsrat. a) Mitglieder:
Ge=
heimerat Haas=Darmſtadt, Landtagsabgeordneter Bähr=
Rohrbach, Oekonomierat Hahn=Heßloch; b) Stellvertreter:
Oekonomierat Walter=Lengfeld. Landw. Henſel=
Dortel=
weil, Bürgermeiſter Schätzel=Selzen. — Vertretung
im Bezirkseiſenbahnrat. Bisher Mitglieder:
Geheimerat Haas=Darmſtadt, Landtagsabgeordn. Bähr=
Kohrbach; neu gewählte Mitglieder: Oekonomierat
Mah=
ler=Herrnsheim. Stellvertretende Mitglieder:
Oekonomie=
rat Walter=Lengfeld, Landtagsabgeordneter Breidenbach=
Dorheim; Bürgermeiſter Schätzel=Selzen.
Damit waren die ſehr langwierigen Wahlen erledigt
Die Verhandlungen wurden dann auf Samstag vertagt.
Landwirtſchaftliches.
L, K. Darmſtadt, 17. Mai. Am 14. Mai I. Js.
fand dahier im Gartenſaale des ſtädt. Saalbaues die
kon=
ſtituierende Sitzung des
Landwirtſchafts=
kammer=Ausſchuſſes für Starkenburg in
An=
weſenheit ſämtlicher, am 27. April I. Js. neugewählter 45
Ausſchußmitglieder ſtatt. Mit Worten freundlicher
Be=
grüßung eröffnete der Vorſitzende der
Landwirtſchafts=
kammer, Herr Geheimerat Haas=Darmſtadt, die
Verſamm=
lung. Die Großh. Regierung war durch Herrn
Miniſterial=
rat Hölzinger vertreten. Es fand zunächſt die Neuwahl
des Vorſitzenden des Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes
ſtatt. Als ſolcher wurde einſtimmig durch Zuruf der
bis=
herige Vorſitzende des Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes,
Herr Oekonomierat Walter=Lengfeld, gewählt und nach
Uebernahme des Vorſitzes der Verſammlung durch
letzte=
ren fanden weitere Neuwahlen ſtatt. Zum ſtellvertretenden
Vorſitzenden wurde Herr Oekonomierat Fritſch=Dilshofen
gewählt. Zu weiteren Vorſtandsmitgliedern wurden
ge=
wählt: die Herren Oekonomierat Hammann=Biebesheim,
Bürgermeiſter Meiſinger=Kirch=Brombach und
Bürger=
meiſter Wenzel=Hainſtadt. Die Namen der zugewählten
Sachverſtändigen und neugewählten Mitglieder der
ver=
ſchiedenen Kommiſſionen, der Preisrichter uſw. werden
in dem in der heſſiſchen landwirtſchaftlichen Zeitſchrift
dem=
nächſt zur Veröffentlichung gelangenden Bericht näher
an=
gegeben. Als letzter Punkt der Tagesordnung ſtand der
Voranſchlag für 1912 zur Beratung. Bei einzelnen
Poſi=
tionen dieſes Voranſchlags, der vom Sekretär, Herrn
Oeko=
nomierat Lang, vorgetragen wurde, entſpann ſich eine
leb=
hafte Debatte, ſo u. a. bei Bezirksrindviehſchauen.
Jung=
viehweiden uſw. Ein Antrag, für Bezirksrindviehſchauen
3000 Mark mehr in den Voranſchlag einzuſtellen, wurde
abgelehnt und dabei beſchloſſen, in dieſem Jahre nicht
3, wie vor 2 Jahren, ſondern nur 2 Bezirksſchauen
abzu=
halten. Der für „Jungviehweiden” vorgeſehene Betrag
von 2180 Mark wurde dagegen auf 4000 Mark erhöht.
Ein Antrag des Ausſchußmitgliedes Schwinn=Schöllenbach
betr. Umwandlung von Eichenſchälwaldungen in
Jung=
viehweiden, ſoweit die betreffenden Flächen dafür geeignet
ſind, ſowie um Gewährung von Beihilfen zu ſolchen
Kul=
turveränderungen, wurde, nachdem ſich auch der Herr
Re=
gierungsvertreter dazu beifällig geäußert, einſtimmig
ge=
nehmigt und zugleich beſchloſſen, bei der
Landwirtſchafts=
kammer zu beantragen, für verſuchsweiſe Anlagen
frag=
licher Art noch weitere entſprechende Mittel bereit zu
ſtellen. Gemäß dem ſchließlich einſtimmig vom Ausſchuß
angenommenen Vorſchlag ſind für das Jahr 1912 zur
För=
derung der einzelnen Zweige der Landwirtſchaft
nach=
ſtehende Summen vorgeſehen: 1. Pferdezucht 7120 Mk.,
2. Rindviehzucht 30 500 Mk., 3. Schweinezucht 4832 Mk.,
4. Ziegenzucht 8962 Mk., 5. Geflügelzucht 1600 Mk., 6. Obſt=,
Wein=, Gemüſe= und Gartenbau 6074 Mk., 7. Bodenkultur
2894 Mark. Der Ausſchuß entſchied weiter noch über einige
prinzipielle Fragen betr. Gewährung von 20 Mark
Prä=
mien an Gemeinden in den Provinzen Rheinheſſen und
Oberheſſen, welche von Starkenburger Züchtern
Herdbuch=
faſel kaufen, ſowie über die Zuziehung der
Kreiskörkom=
miſſionsmitglieder zu den Vertreterverſammlungen der
Rinderzuchtvereine. Um 2½ Uhr fand die um 11 Uhr
er=
öffnete Ausſchußſitzung ihr Ende.
Zweiter deutſcher Zuverläſſigkeitsflug
am Oberrhein.
* Mainz, 17. Mai. Das Reſultat des
ge=
ſtrigen Schaufliegens iſt: Frühpreis, 300 Mark:
Fokker; Höhenpreis, 1000 Mark: Weyl mit ca. 800 Meter
Höhe; Dauerpreis, zur Verteilung gelangen prozentual
nach der Flugdauer 1500 Mark, davon erhielt Weyl mit
38 Minuten 605 Mark. Laitſch 35 Minuten 560 Mark,
Fok=
ker 21 Minuten 335 Mark. Ferner erhielt Laitſch 200 Mk.
für die größte Geſamtflugleiſtung im Dauerflug. Den
Ehrenpreis, einen ſilbernen Pokal für die beſte
Geſamt=
leiſtung, bekam Weyl.
* Frankfurt a. M., 17. Mai. Bei der den
Flie=
gern und dem Zeppelin=Luftſchiff „Viktoria Luiſe” in
Mainz geſtellten Aufgabe handelte es ſich darum, wie
ſchnell eine Höhe von 500 Metern erreicht
werden kann. Dem Zeppelin=Luftſchiff war die Aufgabe
erteilt, ſo ſchnell wie möglich eine Höhe von 1000 Metern
zu erreichen. Es hat ſich herausgeſtellt, daß das
Luft=
ſchiff doppelt ſoſchnell zu ſteigen vermac
als die Flugzeuge. Das Luftſchiff gelangte in die
Höhe von 1000 Metern in einer Zeit von rund 4
Minu=
ten, während die Flieger rund 5 Minuten brauchten, um
auf 500 Meter Höhe zu gelangen. Die „Viktoria Luiſe‟
hat dieſe Höhe dynamiſch, ohne jede Ballaſtausgabe zu
erreichen vermocht. Wenn der Führer hätte Ballaſt
aus=
geben laſſen, ſo wäre er wahrſcheinlich noch ſchneller
ge=
ſtiegen und zwar um einen Meter in der Sekunde
ſchnel=
ler: Es befanden ſich 9 Mann Beſatzung und 5
Paſſa=
giere an Bord. Außerdem führte das Luftſchiff noch 1300
Kilogramm Waſſerballaſt und 700 Kilogramm Benzin mit
ſich. Es hat zunächſt über Mainz und Umgebung
ge=
kreuzt und iſt dann in der Richtung nach Homburg v. d.
Höhe weitergefahren, um den Kaiſer zu begrüßen. Die
Abfahrt erſolgte um 5 Uhr 29 Min. in Mainz. Gegen
8 Uhr war das Luftſchiff in Frankfurt. In 1000 Meter
Höhe betrua die Temveratur 0 Grad. Die größte Höhe
war 1180 Meter, die Windgeſchwindigkeit 16 Meter in der
Sekunde, während unten 8 bis 9 Sekundenmeter feſtgeſtellt
wurden. In der Paſſagierkabine befanden ſich der
Gou=
verneur von Mainz Graf Schlieffen. Exzellenz von der
Goltz und Major Füßlein, in der vorderen Gondel waren
Geheimrat Hergeſell, Baron Baſſus und Hauptmann
Hil=
debrand
* Dieuze, 17. Mai. Die Maſchine des Fliegers
Fiſch wurde heute morgen beim Start in mäßiger
höhe von einem Wirbelwind erfaßt und völlig
umge=
drebt, wobei der rechte Flügel der Maſchine gegen einen
Erdhügel ſtieß. Der hintere Längsträger, die rechte
un=
tere Fläche und fünf Speichen ſind gebrochen. Erſatzteile
ſind ſofort telegraphiſch verlangt worden und kann die
Reparatur am Sonntag wieder beendet ſein.
Flugtag in Darmſtadt.
St. Darmſtadt, 17. Mai.
Am Nachmittag war der Beſuch des Flugplatzes noch
viel ſtärker als am Vormittag; wohl noch nie hat auf der
Chauſſee nach Griesheim und ſämtlichen Waldwegen ein
ſo lebhafter Verkehr geherrſcht, als am heutigen
Nach=
mittag. Autos, Motorräder, Wagen und Fußgänger
bevölkerten während der Nachmittagsſtunden ſämtliche
Zugangsſtraßen zum Flugplatz. Die Zahl der Beſucher
am Nachmittag wird 20000 weit überſchritten haben.
Das Wetter war zuerſt ſtürmiſch und auch einige
Regen=
ſchauer gingen nieder, ſo daß der Aufſtieg der „Viktoria
Luiſe” in Frankfurt, für die für den Darmſtädter Flugtag
Paſſagierfahrten vorgeſehen waren, verſchoben werden
mußte. Gegen 2 Uhr aber trat ſiegreich die Sonne durch
das Gewölk und bald legte ſich auch der Sturm. Von
Frankfurt traf die Meldung ein, daß die Viktoria Luiſe‟
aufgeſtiegen ſei. Zehn Minuten nach halb 3 Uhr
verkün=
deten Böllerſchüſſe, daß der Zeppelinkreuzer in Sicht ſei;
wenige Minuten ſpäter traf die „Viktoria Luiſe” über
dem Flugplatz ein und zog eine prachtvolle Schleife über
den ganzen Platz, von brauſenden Hurrarufen der
Tau=
ſende freudig begrüßt; dann flog ſie in der Richtung nach
Darmſtadt wieder davon, um über Darmſtadt eine
Schleife zu fliegen. Zwei Minuten vor 3 Uhr erſchien das
Luftſchiff wieder über dem Flugplatz und ging nieder,
von den erneuten Hurrarufen der Menge begrüßt. Schon
in faſt erreichbarer Nähe kämpfte das Luftſchiff längere
Zeit vergeblich gegen den wieder ſtärker werdenden
Bo=
denwind. Nach längeren Bemühungen begann der
Luft=
kreuzer ſich wieder zu heben. Er mußte den Kampf mit
dem ſtärkeren Gegner aufgeben. Der Sturm ermöglichte
es dem Luftſchiff nicht, zu landen. Es flog nach Austauſch
von Flaggenſignalen in der Richtung nach Frankfurt
davon.
Sehnſüchtig ſehen die Tauſende dem entſchwindenden
Rieſen nach, ſehen ſeinen ſchlanken, glänzenden Leib
klei=
ner und kleiner werden und endlich am Horizont
unter=
tauchen in eine Wand von Wolken und Nebel, durch die
eben wieder glänzende Strahlen der Sonne brachen.
Doppelt ſehnſüchtig alle die, denen der große gelbe
Fahr=
ſchein die Teilnahme an der Fahrt ſchon geſichert hatte.
Und dann hieß es eben warten und immer wieder
war=
ten. Warten, trotz zahlloſer dringender Geſpräche nach
und von Frankfurt und mit der Wetterwarte. Immer
wieder tröſtete die Verſicherung derjenigen, die durchaus
etwas wiſſen mußten weil ſie doch eine weiß= oder
rot=goldene Armbinde hatten, daß die „Viktoria Luiſe‟
wiederkomme und daß die Flieger beſtimmt ſtarten zum
Fluge nach Frankfurt. Und der Wind nahm immer noch
zu und zu alledem türmten ſich ſüdlich mächtige
Gewitter=
wolken zuſammen und Tropfen um Tropfen fiel. Doch
von den Tauſenden Zuſchauern wankte niemand.
Trotz=
dem die Geduld auf eine ſo harte Probe geſtellt wurde,
man blieb friedlich und — wartete und verkonſumierte
Unmengen von Steinhäger, Kognak und Likören zur
in=
neren Erwärmung, die bei der zunehmenden Abendkühle
dringend notwendig ward.
Und das Ausharren wurde endlich glänzend belohnt.
Um ¼7 Uhr etwa ging die rote Flagge hoch: Es wird
geflogen! Von der Wetterwarte war gemeldet, daß das
auch in Frankfurt ſichtbare Gewitter nach Oſten abzieht.
Und die „Delag” telephonierte, daß die „Viktoria Luiſe‟,
falls ſich Darmſtädter Paſſagiere nach Frankfurt
be=
geben und dort einſteigen, eine weitere Fährt nach
Darmſtadt wagen und wenn irgend möglich auch landen
wolle. Die Paſſagiere fanden ſich. Bald ratterten Autos
die ſie nach Frankfurt brachten.
Um 7 Uhr ging auch an der Flughalle die rote Flagg
hoch und die Apparate der vier Flieger wurden langſar
zum Startplatz geſchoben, wo ſie dicht neben einande
Aufſtellung nahmen. Noch waren die Verhandlungen m
der Oberleitung, die inzwiſchen in Darmſtadt eingetro
fen war und telephoniſch mit dem Prinzen Heinrich kor
ferierte, nicht beendet. Bald aber zeigte das Probiere
der Flugmotoren, daß der Abflug nach Frankfurt
Tat werden ſollte. Um 7 Uhr 20 Min. traf die Meldur
ein, daß die „Viktoria Luiſe” zur Fahrt nach Darmſtal
aufgeſtiegen ſei und nach wenigen Minuten ging der Sta
der Flieger ſchnell und ſicher vor ſich.
Um 7 Uhr 28 Min. beginnt der Argus=Motor de
Albatroß=Doppeldeckers Mahnkes ſeine knattern!
Tätigkeit und der ſchöne Apparat ſchießt über den Raſ
dahin, um ſich vor der Mittellinie langſam in die Lüſ
zu erheben. Zwei Minuten ſpäter folgt Bahrend
„Taube” in dem Augenblick, als Mahnke, der ſich m
einer Ehrenrunde verabſchiedet, etwa 100 Meter über d
„Taube” ſchwebt, die dann ebenfalls eine Runde flieg
ehe ſie dem Doppeldecker in der Richtung auf Frankfu
folgt. Hirth und Graf Wolffskeel laſſen um 7,
Uhr ihre Motoren gleichzeitig an. Schon eine hall
Minute ſpäter fliegt Wolffskeels Doppeldecker
a=
beinahe eine halbe Minute ſpäter gefolgt von Hirth
„Taube‟
Erfreut ſich Helmuth Hirth beſonderer Sympathit
oder ſieht man in ihm ſchon den Sieger auch des zweite
Deutſchen Zuverläſſigkeitsfluges oder hat’s einen au
deren Grund: Die Hochrufe, die die Starts der andere
Flieger begrüßt, ſchwellen an zu brauſender Begeiſterun
die ſich über den ganzen Platz fortpflanzt, überall ei
Echo findend und die erneut ſpontan ausbricht, als d
„Taube”, trotzdem ſie ihren Kreis der Ehrenrunde
b=
deutend weiter zieht, noch in dieſer den früher aufgeſtie
genen Doppeldecker gerade über der Tribüne überhol=
Nun ſchweben drei Apparate gleichzeitig über dem Flug
platze. Hirth fliegt noch eine zweite Runde, ehe
e=
begleitet von den begeiſterten Hurrarufen, in
ſtolzen=
ſicherem, ſchnellem Fluge entſchwindet.
Die Landung in Frankfurts
Hirth 7 Uhr 56 Min.,
Bahrends 7 Uhr 59 Min.,
Mahnke 8 Uhr 2 Min.
Wolffskeel 8 Uhr 9 Min.
Der Apparat Mahnkes iſt etwas unſanft gelande
Er ſtellte ſich beim Aufſtoßen auf den Boden auf die Spitze
Die beiden Inſaſſen wurden herausge
ſchleudert und das Höhenſteuer beſchädig
Mahnke und ſein Begleiter blieben aber unverletzt.
Noch war ein Doppeldecker zwiſchen den Baum
kronen am Horizont ſichtbar, als wenig weſtlich davot
der „Viktoria Luiſe” ſchlanker glänzender Rieſen
leib in der Abendſonne letzten Strahlen auftaucht. Schne
kommt ſie näher, und wieder zieht ſie in weitem
Boge=
um den Flugplatz, einmal und noch einmal, ehe ſie, noc
immer ſchwer gegen den ſeitlichen Wind ankämpfend,
ſo=
weit niedergehen kann, daß das ausgeworfene Seil, vot
kräftigen Soldatenfäuſten gepackt, den Rieſenaar ſiche
hält und langſam herabzieht zu der Menge, die zu Tau
ſenden dem Landungsplatz zuſtrömt, trotz Infanterien
poſten und Dragonerpferde, die ſich vergeblich mühen,der
Strom zu dämmen. Aber ohne Gefahr landet der von
den Kapitänen Eckener und Pluw geführte
Luftkrell=
zer um 7 Uhr 55 Min., und ſofort beginnt der
Paſſallel=
wechſel, der etwas umſtändlicher iſt, aber doch ſo ſchſelll
von ſich geht, daß ſchon 8 Uhr 10 Min. nach kurzem
wiegen das Kommando „Los!” erſchallt und unter ernus
ter Begeiſteruna der enthuſiasmierten Menge der Lüff
kreuzer ſich wieder in die Lüfte erhebt. Gegen 8.20 Uhr
entſchwindet er langſam den Blicken. Um 9 Uhr iſtedie
„Viktoria Luiſe” glatt in Frankfurt gelandet.
Nun beainnt der Flugplatz ſich ſchnell zu leeren. Wer
von 1—8 Uhr gewartet, um das glänzende Schauſpie
des Aufſtieges von vier hervorragenden Fliegern und
eines Zepelinkreuzers zu ſehen, das ſich in wenig mehr
als einer Viertelſtunde abſpielte, hatte es nun eilig, näch
Hauſe zu kommen, und eine wahre Völkerwanderunger
goß ſich nach der Stadt. Ein halbes Dutzent
Ertrazüge wären voll beſetzt worden, wenn — nur
wenn ſie dageweſen wären; aber es ging keiner mehr,
Der Flugtag Darmſtadts war zu Ende.
Loftfahrt.
sr. Einen tödlichen Abſturz auf einen
Bleriot=Apparat hat der franzöſiſche Artillerie
Hauptmann Echeman auf dem Flugfelde von Etam
pes erlitten. Obwohl es für franzöſiſche Offiziere verbo
ten iſt, ſich der Bleriot=Eindecker zu bedienen, hatte Haspt
mann Echeman privatim einen Flug mit einem Bleriot
Eindecker unternommen. Nach kurzem Fluge verlor der
Apparat das Gleichgewicht und ſtürzte ſo unglücklich zu
Boden, daß Hauptmann Echeman ſchwere Ver
letzungen erlitt, denen er bald darauf erlag, ohne das
Bewußtſein wieder erlangt zu haben. Hauptmann Eche
man gehörte zu den bekannteſten und
erfolgreichſter=
franzöſiſchen Offiziers=Fliegern. — Auch der weit über
die Grenzen Frankreichs bekannte Flieger Beauvais
erlitt einen ſchweren Unfall. Er ſtürzte bei
Abbe=
ville infolge Verſagens des Motors aus 200 Meter
Höhe ab und trug ſo ſchwere Verketzungen davon, daß
an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird.
Sport.
— Darmſtadt 17. Mai. Am Sonntag ſpielt die
erſte Mannſchaft des Leib=Dragoner=
Re=
giments Nr. 24 gegen die gleiche Mannſchaft der
Turngemeinde Beſſungen. Es ſteht hier ein
äußerſt intereſſantes Spiel in Ausſicht; da die Dragoner
in letzter Zeit ſehr gute Erfolge erzielt haben, ſo dürfte
den Turnern der Sieg nicht ſo leicht ſein, obwohl dieſe
in guter Form ſind. Das Spiel findet um 3 Uhr auf dem
Exerzierplatz ſtatt.
Literariſches.
— Nie zuvor hat die Mode dem perſönlichen
Ge=
ſchmack ſoviel Spielraum gelaſſen wie jetzt, und gerade
deshalb iſt guter Rat beſonders wertvoll, nicht nur wie
man die perſönliche Note in der äußeren Erſcheinung
zum Ausdruck bringſt, ſondern auch wie man es mit
be=
ſcheidenm Mitteln durchzufüllren vermag. Nicht jebe
Frau kann ſich an einen der großen Modekünſtler wenden,
aber jede kann geſchmackvoll gekleidet ſein, wenn ſie
ent=
ſprechend beraten iſt. Dieſer Aufgabe unterzieht ſich der
Leitaufſatz des neuen Heftes der „Wiener Mode‟
ſowie die zahlreichen Abbildungen, die von der
Sommer=
mode das Allerbeſte erwarten laſſen.
Nammer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 7.
Sreune meitene Gegenbeſtclung briet die
ziener Mode” in ihrem ſoeben erſchienenen 16.
ft: Bilder von der Praterfahrt 1878 und 1912. Sie
gen, daß ſich unſere Damen neben ihren Schweſtern
n 1878 ſehen laſſen können, ja viele werden finden, daß
r Geſchmack ganz außerordentliche Fortſchritte gemacht
t. In der Tat iſt ja auch die Mode von heute überaus
izvoll und namentlich — wie man ruhig behaupten
nn — in der immer mehr zutage tretenden Eigenart, die
in Wien erhält. Dies zeigt deutlich der Vergleich
it den Pariſer Modellen desſelben Heftes, die ja auch
ön, aber doch ſo ganz anders, fremdartig anmuten. Im
iterhaltungsteil, deſſen Reichhaltigkeit immer wieder
n neuem auffällt, wird das Feuilleton „Ein paar
chuhe für 12000 Kronen” beſonders intereſſieren, da es
igt, zu welch erſchreckenden Ausſchreitungen ſich der
nrus in Paris hinreißen läßt.
Darmſtadt, 1. Mat.
Pp. Glück im Unglück, ſo können die Eheleute
Tän=
ir, Marktplatz 7 wohnhaft, ſagen, als ſie ihr einziges
öhnchen von den Rädern der elektriſchen
Straßen=
ahn glücklich befreit ſahen. Schreiber dieſer Zeilen
ind auf dem Marktplatz, als die „Viktoria Luiſe”, unſer
olzes Zeppelin=Luftſchiff abends 8 Uhr, Abſchied
neh=
end, über unſerer Stadt kreiſte. Begeiſterte Rufe
erſchol=
n und alles eilte auf die Straße, um den herrlichen
An=
ick zu genießen. Doch in den Jubel ertönte plötzlich der
telle Ruf: „Ein Junge iſt überfahren!” Wir eilten zur
lektriſchen und hoben, zirka 30 Mann, den Wagen auf
er Seite in die Höhe, und der Kleine kam hervor, zum
lück nur geſchürft und gedrückt, etwas bleich, doch
fröh=
lch und dankbar ernſt, empfangen von der weinenden
kutter. Die Elektriſche reſpektive ihr Führer iſt
ſchuld=
s; die Begeiſterung des Jungen für Zeppelin hatte das
nglück verurſacht! — Eine Mahnung ſei hier
ausgeſpro=
en: In unſerer modernen Zeit muß auch die Elektriſche
lodern, alſo raſch fahren. Darum Eltern, mahnt
nmer und immer wieder die Kinder: „Vorſicht bei der
lektiſchen Straßenbahn!”
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burea u.)
* Stuttgart, 17. Mai Die Mehrheit der
bürger=
ichen Kollegien hat den Stadtvorſtand ermächtigt, dem
Preußiſchen Geſandten das Bedauern auszuſprechen über
zen Demonſtrationszug, den am Dienstag
inige Hundert Sozialdemokraten nach einer
Verſammlung wegen der Vorgänge im preußiſchen
Ab=
zeordnetenhauſe vor dem Geſandtſchaftspalais ausführten.
* Stallupönen, 17. Mai. Die Oſtdeutſchen
Grenz=
boten berichten über den Fall Dreßler daß von der
Gräfin Dohna, der Gemahlin des deutſchen
Militär=
bevollmächtigten in Petersburg, am Donnerstag ein an
Dreßler gerichteter Brief aus Petersburg eingegangen
war, in dem die Gräfin ihn zu ſeiner Freilaſſung
be=
glückwünſcht. Die Gräfin hatte alſo geglaubt, Dreßler
ſei bereits in Eydtkuhnen und hieraus gefolgert, daß
Dreßlers Rückkehr täglich erfolgen könne. Andererſeits
haben die Oſtdeutſchen Grenzboten aus ruſſiſcher Quelle
die Nachricht erhalten, daß der ruſſiſche Miniſter des
In=
nein Dreßlers Freilaſſung bereits angeordnet hatte, aber
auſden Widerſtand des Kriegsminiſters geſtoßen ſei. Es
ſolle deshalb in dieſer oder nächſter Woche in Suwalki
eine gerichtliche Verhandlung ſtattfinden, die
vorausſicht=
lich mit der Freiſprechung Dreßlers enden wird.
* Rom, 17. Mai. Heute begann vor dem hieſigen
Gericht der Prozeß gegen den früheren
Kavallerieleut=
nant Baron Vincens Paterno, der am 2. März 1911
ſeine Geliebte, eine Hofdame Gräfin Guilig Trigona, in
einem kleinen Hotel in Rom ermordete. Die Tat erregte
ſeinerzeit größtes Auffehen. Der Andrang des Publikums
zu dem Prozeß iſt daher ungeheuer.
* Konſtantinopel, 17. Mai. Amtlich wird mitgeteilt.
daß die Dardanellen morgen früh geöffnet
werden.
— Bielefeld, 17. Mai. Ein Benz=Wagen eines
Erfur=
ter Herrn fuhr in einen Chauſſeegraben. Während
ſich der Beſitzer des Wagens mit einem vorüberfahrenden
Fuhrmann um den Verletzten bemühten, fuhr ein aus
Bielefeld kommendes Automobil in die Gruppe und
verletzte den Fuhrmann Werning ſo ſchwer, daß er bald
darauf ſtarb. Den Chauffeur des Benz=Wagens hofft
man am Leben zu erhalten. Der Chauffeur des anderen
Wagens wurde leicht verletzt.
H. B. Kopenhagen, 17. Mai. Die Ankunft des
„Danebrog” in Kopenhagen erfolgte heute
mit=
tag, wo unter großem Zeremoniell die Leiche an Land
gebracht und in die Schloßkirche übergeführt wurde.
König Chriſtian verbrachte den geſtrigen Tag mit ſeiner
Familie in aller Stille im Schloß „Sorgenfrei” wo ſich
ſpäter auch die übrigen anweſenden Mitglieder des
könig=
lichen Hauſes verſammelten. Der König richtete an
das Volk eine Botſchaft, in der er ſagte daß er
glaube in Uebereinſtimmung mit dem Geiſte ſeines
ver=
ſtorbenen Vaters zu handeln, wenn er das Volk bitte,
die Geldbeträge, welche zur Stiftung von goldenen und
ſübernen Kränzen zur Beiſetzung beſtimmt ſeien, für
wohltätige Zwecke zu verwenden.
I . Landon, Ir. Mal. Eine geheimntsvolle
Vergiftungs=Affäre macht zur Zeit in Charley von
ſich reden. Von verſchiedenen Aerzten ſind über hundert
Fälle angezeigt worden, 80 weitere Fälle, die allerdings
leichterer Art ſind, ſind im benachbarten Orte Coppel
und Adlinton vorgekommen. Bis jetzt iſt nur ein
Todes=
fall zu verzeichnen. Man erwartet, daß die Leichenſchau
Aufklärung über dieſe ſeltſame Vergiftung bringt, deren
Urſachen vorläufig noch in Dunkel gehüllt ſind.
H. B. Atlantic City, 17. Mai. Das amerikaniſche
Unterſeeboot „Geo” iſt vier Meilen von Long Port
entfernt geſtrandet. Die Lage des Bootes gibt zu
Bedenken Anlaß. Vierzehn Mann der Beſatzung ſind
gelandet, während fünf an Bord blieben. An der Küſte
herrſcht ein furchtbarer Sturm. Das Boot war den
Ma=
rinebehörden noch nicht abgeliefert worden. Auch die
Mannſchaft gehört der Privatſchiffbauwerft an.
Meine kleine unnelteſe
konnte im Alter von 14 Monaten noch nicht laufen
und hatte noch kein Zähnchen. Der ihr zur Stärkung
gegebene gewöhnliche Lebertran wollte nicht helfen,
be=
ſonders, weil er von dem Kinde nicht vertragen wurde.
Ich erſetzte dieſen daher durch Scotts Lebertran=
Emulſion, welche das Kind ſofort gern nahm und
an=
dauernd gut vertrug.
Scotts Emulsion
hat meinem Töchterchen die gewünſchte Kräftigung
ge=
bracht, es bekam ein friſches, hübſches Ausſehen, machte
bald die erſten Sitz= und Gehverſuche, und heute, nach
noch nicht einem halben Jahre, läuft es ſchön und ſicher
überall ganz allein umher. Eine Reihe hübſcher, ſtarker
Zähnchen hat die Kleine inzwiſchen ohne Beſchwerden
gleichfalls bekommen.
(Gez.) Frau Anna Kettlitz, Breslan, Adalbertſtr. 9. 24. Januar 1911.
So gut und heilkräftig der gewöhnliche Lebertran an und
für ſich unbeſtritten iſt, ſo kann doch nicht geleugnet werden, daß
die Mehrzahl der Menſchen, und zwar Kinder wie Erwachſene,
ihn ſeines Geruches und Geſchmackes wegen einfach nicht nehmen
können. Scotts Lebertran=Emulſion hingegen, worin die
Eigenſchaften und Werte des Lebertrans noch durch Zuſätze
ver=
beſſert ſind, wird von den meiſten Menſchen gern genommen und
auch bei längſtem Gebrauch leicht vertragen.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft.
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maße ſofdern nuſt zu verſegelten
Originalſlaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarte (Fiſcher mi dem
Dorſch. Stotz 4=Downe, 6 u. v. B. F.arſinun g. 9., 51
Poſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, primg Elyzerin
500, unterphosphoriaſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Ratron 29,
vuld. Tragant 3.0, feinſter arab. Gummt pulv. 2.0, Waſr 120,0. Alkohok
11.0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl.
je2 Tropfen.
Verlangen Sie ansdrücklich in Ihrer Apoth.,
Drog. o. Friſ. Dr. Kuhn’s Mürnberger
Brennessel-Haarwasser. Hilft ſofort gegen
Haarausfall, Schuppen, Haarſpalte. Keine
Glatze mehr! Devot: Seifenfabrik Grodhaus. (V8288
über Vermägens=,
Fami=
lien= u. Geſchäftsverhält=
Luskuhle
niſſe, Beobachtungen,
Ermittelungen bei Eheſcheidungs= u.
Alimentenpro=
zeſſen! Solide Preiſe! Zahlreiche Empfehlungen.
G. m.
Fr. Detektiv-Zentrale b. u. Salzhausb
Tel. I 4359. (6416a
für Spezial-Auskünfte, Ar.
Detektv-Institut mittelungen, Beobachtungen
— u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Lebernahms nur einwandtreier Aufträge. Gakanlbs für
gerissenhafte Triedigung. Riesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134
Ruaust Schwab if., Darmstadt
Nächst dem
Telephon
Bahnhet Mhlelnstrasse 58—41 —307—
Spez.
: Kompl. Wohnungseinrichtungen
Voh 1eoe-1eee0 Mk.
Freie Lieferung. Alies offen ausgezeichnet. Darernde Garantie.
Manverlange Preisliste u. Abbildungen
Photographische Aufnahmen
der einzelnen Zimmer. (10529a
Han Feschte unsere 6 Schaufenster.
as Sperialhlausfür Damen-Honfoieten
Dnenatnte enchen aenent
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren
mög-
lichst billig zu liefern. z: :: 23
atltertchad
e
E Wilh. Götze
Bildhauer, Vertreter der Wies-
:: badener Geselischaft
5 Darmstadt, Karlstrasse 94
Ständiges Lager von
Grabdenk-
mälern, Modelien u. Skizzcn in
jeder Preislage.
Sanitenacheichte,
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
am Mittwoch abend meine innigſtgeliebte Gattin,
unſere gute Mutter, Schwiegertochter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(11366
Frau Eva Binstadt
geb. Lampert
im Alter von 27 Jahren abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Binſtadt, Schreiner.
Darmſtadt, 17. Mai 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag, 19. Mai,
nachmittags 4½ Uhr, vom Portale des
Fried=
hofs aus, ſtatt.
Kriegerkameradſchaft
„Germania‟
Darmſtadt.
Nach langem, ſchwerem
Krankenlager verſchied heute
unſer langjähriges Mitglied
und Feldzugskamerad
Ludwig Diemunsch I.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. Mai,
nachmittags 4 Uhr, vom Darmſtädter
Fried=
hof aus, ſtatt.
Sammlung um ¾4 Uhr daſelbſt.
Wir bitten unſere Kameraden um zahl=
(11455
reiche Beteiligung.
Der Vorſtand.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher
Teilnahme an dem uns betroffenen
schweren Verluste sagen innigsten
Dank.
(*12519
Familie C. Schäffler,
Familie Gg. Hoffmann.
Für die Pfinast=Feiertage
(HELL).
Vorzüglicher Feiertagstrunk!
Versand ab Montag, den 20. Mai d. J.
Bestellungen hierauf nehmen jetzt schon die bekannten Verkaufsstellen
sowie die Brauerei selbst — Telephon 385 — entgegen.
(11406sd
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 29)1:
Frei=
herr Marſchall von Bieberſtein, der deutſche Botſchafter
in Konſtantinopel, nach ſeinem Beſuch beim
Reichskanz=
ler in Berlin; die Beſatzung des größten deutſchen
Panzerkreuzers „Moltke”; vom Bau des
Völkerſchlacht=
denkmals bei Leipzig; der populärſte türkiſche
Truppen=
führer Major Enver=Bei.
Sonntag, 19. Mai.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
„Grigri”.
Generalprobe zur 9. Sinfonie um 10 Uhr im Saalbau.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß und
Bürgerkeller um 4 und 8 Uhr. — Heſſiſcher Hof um
8 Uhr. — „Perkeo” um 4 und 8 Uhr.
Wanderung des Odenwaldklubs nach Groß=Umſtadt
(Abmarſch um 6½ Uhr am Botaniſchen Garten).
Waldſpaziergang des Kriegervereins (
Zuſammen=
kunft um 2½ Uhr am Ausgang der Roßdörferſtraße).
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
ge=
öffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Zwiſchen Hochdruckgebieten über Skandinavien und
Südweſteuropa liegt eine Furche tiefen Drucks, die von
Irland über die Nordſee, Nordweſtdeutſchland nach
Rußland zieht. Auf ihrer Südſeite ſind wir im Bereiche
nordweſtlicher Winde, die Abkühlung brachten. Die
Morgentemperaturen liegen in ganz Deutſchland bei
10 C. Niederſchläge ſind vietfach gefallen (Hamburg
meldet 25 mm.) Da von Südweſten her der Druck ſteigt,
haben wir Abnahme der Bewölkung zu erwarten.
Ausſichten für Samstag, den 18. Mai 1912:
Bewölkung abnehmend, meiſt trocken, wärmer.
Tageskalender.
Samstag, 18. Mai.
Vortrag von Dr. Lietz um 8¼ Uhr im „Kaiſerſaal”.
Preisſchießen des Schützenklub Darmſtadt im
Vereins=
lokal Soderſtraße 90.
8. internationales Lawn=Tennisturnier auf
dem Sportplatz des Schlittſchuhklub=Sportvereins am
Böllenfalltor.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß,
Bürgerkeller, Heſſiſcher Hof und „Perkeo” um 8 Uhr.
Hthmpla=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Stages
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 20. Mai.
Hofreite=Verſteigerung der Johann Schnell Witwe
(Blumenthalſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
—1 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr, Samstag
—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
elde, Fot Oder Weils lacklert 2 Sessel zusammen Mk.
1 Sofa
2 Sessel
. zusammen Mk.
1 Sofa
Elegante Garnitur:
Ha Mit Eichennolz . . Mk.
umenkrippen, weiß Jackiert . . . .
. von Mk.
an
elegante Ausführungen.
moderne Dessins auf Creton oder Leinen
in allen Preislagen und Grössen
auch für runde Tische!
120 u. 140 cm breit per Mtr. Mk. 1.65 u. höher
sehr praktisch, in geschmsckvoller Ausführung
(11158
wegen Geschäffsauf lösung
werdenmeine Gewalfigen Lager
rroderner Kleider, Mänfel, Röcke.
Blousen erc. zwecks scmellster
Räumung zu
Euger
beishelosen Genselicnspreise
zum Verkauf
gebrachf!
5
Spezialhaus für Damen-Conffecktor
2e1l64. Frankfurf q. Zeilo‟
nächsf der Consfabler-Wache-
von etwa 210 qm Grundfläche,
möglichſt in einem Stockwerk
ge=
legen (mit Keller, Bodengelaß uſw.)
vom 1. Oktober 1912 ab dauernd
zu mieten geſucht. Stadtgegend
beliebig. Angebote mit niedrigſter
Preisforderung unter L 59 an
(11458
die Exped. ds. Bl.
Eine mit allen neuzeitlichen
Ein=
richtungen und
Bequemlich=
keiten verſehene ſchöne Wohnung
von 8—10 Zimmern in einer oder
zwei mit einander verbundenen
Etagen, in freier und doch dem
Mittelpunkt der Stadt naher Lage
und in der Nähe einer Halteſtelle
der Elektriſchen zum 1. Oktober
d. J. geſucht. Angebote mit
Preis=
angabe unter K 55 an die
Ex=
pedition ds. Bl.
(*12144oms
Kleine ruh. Fam. ſucht f. dauernd
R 5—6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Veranda ꝛc., neuzeitl. einger., i. d
Nähe d. Viktoriaſchule z. 1. Okt.
Off. m. gen. Beſchr. u. Preisang.
u. L 22 an die Exp. (*12473
Zu mieten geſucht per 1. Zuſt
komfortabel eingerichtetes
Ein=
familienhaus v. 5—7 Z., m. Gart.,
in freier Lage. Off. unter L 18
an die Exped. ds. Bl. (*12414
eſucht per 1. Ott. v. 2 erwachſc
Perſonen 3= ev. 4=Zimmer=
Wohnung in ruh. gut. Hauſe u.
Lage. Off. u. K 96 Exp. (*12283ms
Aeltere pünktlich zahlende Frau
ſucht bis Auguſt oder
Septem=
ber kleine 2=Zimmer=Wohnung
in anſtändigem Haus, abgeſchloſſ.
und nicht zu hoch. Martins= od.
Johannesviertel bevorzugt. Off. u.
L 30 an die Exp. (*12470
5 Herren (Stud.) ſuch. für 1. Jun
2 möbl. Zim., mögl. im Zentr.
der Stadt. Off. mit Preisang. u.
I. 52 an die Exy
(*12520
wird großes, gut möbliertes
Zimmer (oder Wohn= u.
Schlaf=
zimmer) m. Frühſtück in ruhigem
Haus per sofort zu mieten
ge=
ſucht. Hochparterre oder 1. Etage
bevorzugt. Offerten unter L 40
an die Expedition ds. Bl. (*12486
Gunger Herr ſucht gut möbl. Z.
) mit Gas in ruh. Hauſe. Off.
unt. L 55 an die Exp. (*12595
roß. möbl. Zim. m. Gas u. ſep.
Eingang geſ. Off. unt. L. 51.
an die Exp.
(*12524
Gebild. ält. Dame ſucht Penſion
i. geb. Familie, a. l. auf d. Lande.
Penſionspr. mäßig, da Anſprüche
beſcheid., auf Wunſch aber kl.
Hilfe=
leiſtung od. bewährt.
Sprachunter=
richt. — Empfehl. gegeb.u. erwünſcht.
Adr. Frau E. Schroeder,
Wein=
heim a. d. B., Ludwigſtr. 5. (*12458
erztl. u. ſtaatl. gepr. Maſſeuſe u.
Pfleg. empf. ſich d. verehrl. Patient.
Karlſtr. 45, II., Tel.=Beſtell. 82. (11168a
ar mit je 14 rein=
2 Glucken raſſ.
rebhuhn=
farbigen Italienern zu verkaufen.
Klappacherſtr. 14, 2. St. (B11347
in 3 Wochen altes Kind (Mäd=
Echen) wird in gute Pflege
ge=
geben. Zu erfragen Schloß=
(*12589
gaſſe 29.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 9.
2472&
Ssstattt. Sate
Diese beiden Zweige, die sich zur Sommerzeit einer ganz besonderen Gunst
er-
freuen, stehen jetzt im Zenit ihrer Bedeutung. Die Grösse beider Artikel wurde von
uns rechtzeitig erkannt aus diesem Grunde ist unsere Auswahl darin ungewöhnlich
gross und vielseitig.
Unser
Gusverkau
wegen Ambau
ermöglicht den ungemein billigen Einkauf moderner
Batistblusen u. Rostümröcke
Batist-Blusen
m. Valencienne-Einsätzen, hübsch
garniert . . . . 1.30, 1.10,
6
m. Sticke-
Batist-Blusenrei u.
Va-
lencien.-Einsätz. 4.80, 4.50, 4.20,
4.00, 3.60, 3.40, 2.90, 2.50, 2.30,
2.10, 1.90, 1.50,
Kostümröcke
aus marine u. schwarzen Wollstoffen
14.00, 13.75, 12.00, 9.00, 8.50, 6.50
Kostümröcke
Batist-Blusen beurrefarb.
weiß und
m. Klöppeleinsätzen 6.75, 6.30, 6.00,
5.80, 5.00, 4.80, 4.70, 4.20, 4.10,
aus Stoffen engl. Art
14.00, 11.00, 9.50, 7.00, 6.00,
Schoß-Blusen
Kostümröcke
in sehr großer Auswahl
19.00, 18.75, 14.00, 12.75,
aus Leinen u. sonst. Waschstoffen
14.75, 11.75, 10.50, 9.50, 9.25, 8.50,
6.75, 5.80,
Letzte Modeerscheinung!
Robespterre-Btusen — —: Fasson —: 1—
8.75
21.00 19.00 9.50
sehr fesches kleidsames
8.50
Backfischblusen aus Batist, Leinen und Wollmousseline, in grosser Auswahl.
Dieses Angebot enthält nur einen verschwindend kleinen Bruchteil unseres Lagers.
Sebrader Gea
Ludwigsplatz 9
(11410)
Ludwigsplatz 9.
ant
Asporer Ter
nächſter Nähe der Hochſchule
empfiehlt (10472a
guten bürgerlichen
Mittag-
und Abendtisch.
Ausschank der
Brauerei Hess. Hof.
Konditor
Café Orient, Joh. Kiesel,
alle Lieferungen auf
ſchrift=
liche Beſtellung.
(*12502
Seltener
Gelegenheitskau
für
Braufeate!
Herrschäftliche
Einrichtung
noch vollſtändig neu, ganz modern,
als Schlafzimmer: Mahagoni, mit
Intarſien, zwei Betten mit beſter
Einlage, 3 türiger Spiegelſchrank,
½ für Wäſche, gr. Waſchkommode
mit Marmor, do. 2 Nachtſchränke,
2 Stühle, Handtuchſtänder.
Speiſe=
zimmer: eichen gebeitzt, hübſches
Büfett mit reicher Verglaſung,
Kredenz mit Aufſatz, prachtv.
Um=
bau, mod. Diwan, Auszugtiſch,
Lederſtühle, ſowie pitch- pine-
Küche, 2 Schränke mit echter
Meſ=
ingverglaſung, Linoleumbelag,
Tiſche, Stühle, alles zuſammen f.
den Spottpreis von nur
Mark 1150.
(*12423sss
Baumweg 33, I. Etag
Frankfurt a.
Leichter, gut erk. iltener
Zimmerfahrſtuh
mit Gummirädern
zu kaufen geſucht.
Offerten unter L. 54 an die
Exped. d. Tagblatt.
(1144
Ich kaufe
getragene Kleider und Schuhe.
Zahle d. höchſt. Preiſe. Poſtkarte gen.
j. Blum, Große Bachg. 19. (*12562soi
Eis-Schrank, gebraucht, zu
kaufen geſucht. Off. m.
Preis=
angabe u. L 36 an die Exp. (*12491
Gebr. Aivellier=Inſtrument
(Bauart Breithaupt) zu kaufen
gesucht. Offerten u. L 34 an
die Exped. ds. Bl. erbeten. (*12490
Englischen Unterricht
erteilt Miss Kathleen Mackimm,
B821) Annastrasse 30, II.
Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B9429
Englischer Unterricht
Gramm., Konvers., Lit., wird v. einer Engländ.
ertei t, Uebers tzu igen, Deuts h f. Ansländer
10899a) Heidelbergerstr. 25, III.
onfervatoriſch gebild. Dame
K erteilt Anfängern und
Vorge=
ſchritt. gründl. Klavierunterricht u.
Theorie. Off. u. N 68 Exp. (B5162
Verlangen Sie
Proſpekt meiner Methode
Klavierspfel
ohne Moten.
Meine Methode bietet
jeder=
mann Gelegenheit, nach
eini=
gen Stunden die ſchönſten
Lieder, Tänze, Märſche, Opern,
Salonſtücke ꝛc. zu ſpielen. (8519)
Vorkenntnisse sind nicht erforderl.
Für Erfolg garantiert
Direkter P. A. Fay
Frankfurt a. M.
Frinlein erteilt gründlichen
Klavierunterricht
Kranichſteinerſtr. 57.
2552sm
Tanzhats.
Wegen Abreiſe nehme nur noch
Anmeld un
bis 5. entgegen.
Hofballetmeiſterin
*2518) Hügelſtraße 53.
Sveiswerte RRtertatten!
Für das Ffingstfest
Stickerei-Untertaillen, Stickerei-Untertaillen mit Banddurchzug,
Cretonne-Untertaillen mit Feston, Stickerei oder Stickerei-Einsätzen:
Stück
Mitglied des
Rabatt-
Spar-Vereins
Markk 2
liefert an Jedermann
Darmstadt
Kirchstraße 19
(*12435fs
Maus-Tausch.
Vertauſche mein Haus in ruh.
angenehmer Wohnungslage
Darmſtadts, 3X5 Zim., Gart.
u. Werkſtatt gegen evtl. gleiches
Haus mit Toreinfahrt u.
ge=
ſchäftlich ausnutzb. klein. Hth.
Nur ganz reelle Angeb. (
Ver=
mittler zweckl.) erb. unter L38
an die Exp.
11402a
Seit
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
(12
I
6
n
2
In MK
u
in NN
15
„ N
2
N
E
1
2
n
1
n
1
„ N
1
1
2
„
EnNLADUnG zu den VerkKAu
über die Gewinnung von Fruchtsäften,
sowie Herstellung von Konserven im Haushalt
am Dienstag, den 21. Mai, nachmittags 3 Uhr,
im Kaisersaal, Grafenstrasse 18.
Bei dieser Gelegenheit werden die überall bekannten und beliebten Fruchtsaft-Apparate.
Vorrats-
kocher und Konservengläser der Rex-Conservenglas-Gesellschaft, Homburg v. d. Höhe, praktisch vorgeführt.
Insbesondere dürfte die Demonstration des Dreyer’s Fruchtsaftapparat „REx‟ reges Interesse erwecken.
Derselbe stellt eine vollständig neue Erfindung dar, die für die moderne Hausfrau bald unentbehrlich
werden wird.
Der Besuch des Vortrages ist vollständig kostenlos und werden die geehrten Damen und Interessenten
hierzu freundlichst eingeladen.
(11390soi
Vertreter:
Wilh. Castan.
Wilh. Kraetzinger.
M
N
N
N
N
N
MK
XN
N
N
2
2
IAHEEEIIIIIIIIIIHHIIIIIIIIGSFIIIIIAITIAIIIIILIIIERTTERRRfaaffg!
Im Mittelpunkt
einer wohlh. Stadt am Rhein iſt
ein kl. Haus mit ſehr gutgehend.
Konditorei
(auch Beſtellgeſchäft) mit Café
umſtändehalber billig zu verkaufen.
Anzahlung 3—4000 Mk. Näheres
(11289fs
Inſelſtr. 30, 2. St.
Schönes Landhaus für
7000 Mk. mit großem Garten
ſofort zu verkauf. Off. u. L 42
an die Exp. erbeten. (11418a
od. nett. Wohnhaus, welch.
Villa ſich z. Vermiet. an
Sommer=
gäſte eign., ſof. b. gut. Anzahlung
geſ. Preisw. Ang. an 1. Johnson,
postlagernd Kaiserslautern. (113400
9—10000 Mk. II. Hypothek
auf la Haus z. 5% alsb. o. 1. Juligeſ.
Off. u. L. 45 a. d. Erv. (*12547sm
Tahne nde erctichte 2 0
E der neu erſchlofenen Straße
zum Botan. Garten zu vrk. Anfr.
unter F 92 an die Exped. (9978a
Villenkolome Seeherm
4207 qm Bangelände zu verk.
Klingelhöfer Gerolſtein. (*12480
itſchst 1. Ztenent
gutes Geſchäft, gereg. Hypotheken,
mit kleiner Anzahlung billig zu
verkaufen. Off. u. L 46 an die
Exped. d. Blattes.
*12545soi
Schönes Haus
zum Alleinbewohnen, 10 Zimmer, Garten
und allen neuzeitlichen Einrichtungen, zu
ver=
kaufen. Preis Mk. 54000.
Ortsgericht=
liche Taxe Mk. 80 000.
Anfragen unter K 43 an die Exp. ds. Bl. (*12122oif
10—12000 Mark Baukapital
auf ein im Bau befindl. Wohnhaus
für ſofort geſucht. Offerten erbitte
u. L. 53 a. d. Exp. d. Bl. (*12565
Nute 2. Hyp. übernehme ſelbſt ſofort.
U Angebote mit ganz ausführl.
Angab. erb. u. 685 a. d. Exp. (11116a
Wer Geld ſucht
geg. Ratenrückz., mäß. Zinſen, reell,
diskr., ſchreibe ſof. an C. Gründler,
Berlin 51, Oranienstr. 165a. Koſtenloſe
Ausk. Viele Dankſchr. u. Hund. v.
abgeſchloſſenen Geſchäften. (8845a
Credit bis 1500 Mark
erhält jedes neu zugelaſſene
Mit=
glied durch Credit-Verein
Reichels-
dork i. B. Proſp. gratis. (113000
verborat Privatier an
Geld reelle ſichere Leute ohne
Bürgen, zu 5% auf 5 Jahre, kleine
Ratenrückzahlung. A. Müller, Ber-
Iin SW. 61, Teltowerſtr. 16. (10451a
Wer Geld braucht
erhält ſolches auf Wechſel,
Schuld=
ſchein, Mobiliar vorſchußfrei in
jeder Höhe, ſowie Hypotheken=
Ver=
mittelung ꝛc. durch E. Mauthe,
Vertreter R. Foege,
Riedeſel=
ſtraße 48, I. Sprechſt. von 9—12 u.
2—6, Sonntags v. 9—1 Uhr. (10808a
Tomar
flanzen
ſowie alle Arten Gemüſe, Sellerie
und Lauchpflanzen
(B11348
Herdweg 14.
Selten günstige Gelegenheit!
Ein liegender, 10—12 PII gut
er=
haltener Motor mit 15 Pfl ganz
neuer Sauggasanlage, ſowie div.
Schreinerwerkzeuge, ſpeziell 200
Stück Kehleiſen u. ſonſt. billig zu
verkaufen
(*12526
Darmſtadt, Bachgang 20, 1. Stock.
Soka mit 6 gepolſt. Stühlen, ſehr
gut erhalt., wegen Platzmangel bill.
zu verk. Darmſtr. 43, 1. St. (*12535
Bekanntmachung.
Samstag, den 15. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Gaſtwirts
Johann Friedrich Tumm dahier=
und deren Kindern zugeſchriebene=
Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
22 6160/100 254¾/10 Hofreite
Pallas=
wieſenſtr.
Nr. 35,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K114/11
Darmſtadt, 1. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V10387
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 22. Mai l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schreinermeiſter Karl
N Nau Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 672 453 Hof=
Nieder=
reite
II 673 47 Gras=
Ram=
garten
ſtädter=
ſtraße
II 683¾/10 177 Grab=
Nr. 9,
garten
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K2112
Falls andere rechtliche Hinda
niſſe nicht entgegenſtehen, kanne
nehmigung der Verſteigerung allce
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 27. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V10386
in Mintertche
Darmſtadt, Mühlſtraße 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder,
Elek=
triſchlichtbäder und
Kohlenſäu=
rebäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit
ge=
öffnet
1. an Werktagen:
von morgens 7 Uhr bis
abends 8½ Uhr
ununter=
brochen.
Samstags bis abends
9 Uhr.
2. an Sonn= und Feiertagen:
vormittags von 7 bis
12½ Uhr.
(9518a
Die Verwaltung.
Heirat
ſtreng reell u. ganz diskret. Größte
Verbindung u. Erfolge! 25jährig.
Renommee. Proſpekt in verſchl.
Kuvert. Reunion
internatio-
nale Ernst Gärtner,
Dres=
den-A., Schulgutſtr. 2, I. Rückporto,
Reelles Gesuch.
Witwer, ev., Privatier, hoher
40er, früh. Geſchäftsmann, ſucht
Briefw. mit nur beſſerer, älterer
Dame, zwecks Verehelich. Annäh.
durch Verwande erw. Strengſte
Verſchwiegenheit verl. u.
zuge=
ſichert. Genaue Off. bitte u L13
a. d. Exped. ds. Bl. (*12357ms
Hypotheken-Kapital
in kleineren und grösseren Posten anzulegen durch
Grossherz. Geometer I. Kl.
Gg. Keil, Immobilien : Hypotheken
Darmstadt, Rheinstrasse 47, Telephon 207o. (4697a
f. Waiſ, Deutſchamerkanerin,
21120000 Doll. Barmitzift,
ferner 38jähr. kinderl. Witwe ohne
Anhang 75000 Kr., 18 ähr. Serbin
150000 Frcs., 25jähr. evang.=
Land=
wirtstochter 50 000 Mk., 23j. Ruſſin
50000 Rubel, 28 j. Majorswitwe
420000 Kr. Verm. und noch viele
100 vermögende Damen mit
10—500000 Mk. wünſchen
raſche Heirat.
Herren, wenn auch ohne
Ver=
mögen, erhalten koſtenl. Auskunft
von Schlesinger, Berlin 18. (9303a
3 50.
Samstag, 18. Mai.
1912.
Bekanntmachung,
den Kreishaushalt des Kreiſes Darmſtadt betreffend.
Gemäß Art. 43 Abſatz III der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 8. Juli 1911 bringen
r nachſtehend den Auszug aus der von Großh. Ober=Rechnungskammer revidierten und unverändert
geſchloſſenen Rechnung der Kreiskaſſe des Kreiſes Darmſtadt für die Zeit vom 1. April 19090
31 Mär: 1910 zur öfentlichen Kenntpis
Betrag
Betrag
Einnahme:
Ausgabe:
4
(4
Beiträge der Gemeinden und
Ge=
aotswi
L
markungen
669125
Tagegelder und Gebihren:
. 1453 650-
Gebühren für Duplikate von Mi=
Botenlohn u. Verkündigungskoſten 494141
litärpapieren .
48/50
Für Bureaubedürfniſſe und Gerät=
Teilweiſer Erſatz der Entſchädigung
4 844/45
ſchaften . . . . . .
für an Milzbrand, Rauſch=
185 23219715
61 Kreisunterſtützungen . . .
brand und Schweinerotlauf ge=
(196 279199
Provinzialumlagen .
fallene Tiere
1 013/89
Unterhaltung und Erbauung von
Stiftungen, Schenkungen und Ver=
Kreisſtraßen
1192 905/37
mächtniſſe .
8000-
Entſchädigung für an Milzbrand
489552
Kapitalzinſen
Rauſchbrand u. Schweinerotlauf
Koſten des öffentlichen Verfahrens 2431—
gefallene Tiere
2 027178
Strafgelder zur Belohnung des
2803174
Zuſchuß in andere Kaſſen .
6 468170131 Uneinbringliche Ausſtände .
Aufſichtsperſonals
43 76709
Erſatzpoſten
Strafgelder zur Belohnung des
Beiträge zu Wegbau= und Unter=
6 468170
Aufſichtsperſonals
(114 379156
haltungskoſten
Für Vertilgung ſchädlicher Vögel 961145
Aus Nutzungen von Kreisſtraßen 7 746/80
169137)
Koſten der Brandhilſe
Gebühren in Bauangelegenheiten 12 436174
Koſten der Nahrungsmittelkontrolle 134418
Beihilfe für ehemalige Kriegsteil=
Beihilfe an ehemalige
Kriegsteil=
nehmer .
16 070 .
16 36988
Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau in
Penſionen an Kreisangeſtellte und
den Landgemeinden .
2 194/68
Beitrag zur Fürſorgekaſſe für
Strafen aus Uebertretungen des
Beamte und Bedienſtete der
Nahrungsmittelgeſetzes .
307140
Landgemeinden u.
Kommunal=
verbinde
3 442169)
Kaſſevorrat aus vorhergehenden
Sanitätspolizeiliche Aufwendungen 1 148/57
30 90201
Jahren . . . . .
39 Sicherheitspolizeil. Aufwendungen
401 Kreisanſtalt für techn. Verarbeitung
u. Verwertung der Tierkadaver 9 634152
1 072197)
Für landwirtſchaftliche Zwecke
Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau in
den Landgemeinden .
1904ſ19l.
Auszuleihende Kapitalien.
9 221172l
Summe der Einnahme
Summe der Ausgabe
1 9657
Abſchluß
Die Einnahme beträgt . . .
702 123 ℳ 89 ₰
671966 75 ₰
Die Ausgabe beträgt
30 157 ℳ. 14 5.
Verglichen bleibt Reſt
eſtehend in barem Vorrat.
Darmſtadt, den 11. Mai 1912.
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
Fey.
Jakob Gernand II. von Griesheim wurde als Nachtſchutzmann der Gemeinde
Griesheim verpflichtet.
(11335
Bekanntmachung,
die Verwaltung der Kreis=Abdeckerei des Kreiſes Darmſtadt betreffend.
Gemaß Art. 43 Abſatz II der Kreis= und Provinzial Ordnung vom 8. Jult 1911 bringen
twir nachſtehend den Auszug aus der von Großh. Ober=Rechnungskammer revidierten und unverändert
abgeſchloſſenen Rechnung der Kreis=Abdeckereikaſſe des Kreiſes Darmſtadt für die Z
vom 1. April 1909 bis 31. März 1910 zur öffentlichen Kenntnis.
Betrag
Betrag
Einnahme:
Ausgabe:
ℳ
5 48456
Für verkaufte Häute
Allgemeine Verwaltung
5 208/27
Für verkauftes Fett
Remuneration des Verwalters,
Für Kadavermehl
3 722115
Löhne des Perſonals, Kranken=
Sonſtige Einnahmen
78710s
und Unfallverſicherung
491454
Zinſen aus dem Erneuerungsfonds
207173) 91 Koſten des Fuhrweſens.
6 190
963452
Unterhaltung der Gebäude, Reinig=
6 1 Zuſchuß aus der Kreiskaſſe
ung der Schornſteine
104643
Unterhaltung der Maſchinen der
Schlachthauseinrichtung, Putz=,
Pack= und Schmiermaterial
1 298ſe
Heizung, Beleuchtung, Reinigung 3 136152
Wagen, Möbilien, Faß=und
Band=
geſchirr
651106
Steuern, Brand= und
Mobiliar=
verſicherung
220115
Telephon, Porto, Inſeratgebühren,
368190
..
Druckſachen
103150
Tagegelder, Remunerationen .
6 15619s
Ernelerungsſonds
700-
Vergütung für gefallenes Vieh
Sunme der Einnahme ſ.23 atbſts
Summe der Ausgabe 25 0451
Abſchluß
Die Einnahme beträgt
25045 ℳ 16 ₰
25045 . 16 .
Die Ausgabe beträgt
Vergleicht ſich
Darmſtadt, den 11. Mai 1912.
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
Fey.
(12313
Bekanntmachung.
Die Firma Gebr. Trier, G. m. b. H., dahier, beabſichtigt an der
Induſtrie=
gleisanlage auf der Südſeite der Weiterſtädter Straße dahier ein Anſchlußgleis
nach ihrem Gelände herzuſtellen.
Der Plan der Anlage liegt in der Zeit von Montag, den 20. bis Dienstag,
den 28. ds. Mts. einſchließlich, auf Großh. Bürgermeiſterei dahier (Zimmer
Nr. 29), zu jedermanns Einſicht offen.
Etwaige Einwendungen gegen die Anlage ſind bei Meidung des
Aus=
ſchluſſes innerhalb der bezeichneten Friſt bei Großh. Bürgermeiſterei hier
vor=
zubringen.
(11411
Darmſtadt, den 16. Mai 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
AAmtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 goldener Zwicker. 1 ſilbernes Armband (Reif.
=Handarbeit (rundes Deckchen). 1 weißer Kinderſtrumpf mit
ge=
häkeltem Schuhchen. 1 blau= und weißgeſtreiftes Herrenhemd. 1
ver=
nickelter Hohlſchlüſſel. 4 Schlüſſel an einem Ring. 1 ſilbernes
Arm=
band mit verſchiedenen Münzen. 1 braunes Portemonnaie mit
In=
aalt und 1 Trguring. 1 Damenſchirm. 1 Taſchentuch.
(11391
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(11395
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 19. Mai,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung,
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier Ausnahmetage
betreffend.
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der
Reichs=
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc), ſowie im Sinne
des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung (
Verlänge=
rung der Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen bis 10 Uhr
abends) werden hiermit beſtimmt:
die zwei letzten Werktage vor Pfingſten.
Hiernach dürfen am 24. und 25. Mai lfd. Js. ſämtliche offene
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den
geſchäft=
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Anwendung.
Darmſtadt, den 15. Mai 1912.
(11394sid
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren 1. d. Haupt= u. Reſidemſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (8823
per ½ kg
Ochſenfleiſch
. 96 Pfg.
Rindfleiſch
*90
Kalbſleiſch
100
Hammelfleiſch
100
Bruſt . . 60
Schweinefleiſch
86
Kottelettſt. u. geſalz. Fleiſch 96
Speck, geräuchert
110
per½ kg
Dörrfleiſch
. 100 Pfg.
Schinken m. Bein.
.110 „
Rollſchinken
. 130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen .
86
Schwartenmagen,
Fleiſch=v Bratwurſt
Leber= u. Blutwurſt
76
für den Standort und
Die Fleiſchverdingung den Truppenübungs=
platz Darmſtadt für die Zeit vom 1. Juli 1912 bis 31. Dezember
1912 findet am 3. Juni 1912, 9 Uhr vormittags, im Geſchäftszimmer
des Proviantamts, Eſchollbrückerſtraße 25, ſtatt.
Die Lieferungsbedingungen liegen in der Garniſon=
Fleiſch=
ausgabeſtelle, Blumenthalſtraße 111, aus, können auch gegen
Be=
zahlung der Selbſtkoſten bezogen werden.
Verſiegelte Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf
Fleiſch=
lieferung ſind im Geſchäftszimmer des Proviantamts vor Beginn
des Termins abzugeben.
(133ss
Proviantamt Darmſtadt.
ſolange Vorrat reicht, 3 Stück
33 Pfg. bei L. Stilliug Wwe.,
Hochſtraße 4.
(*12439fs
Ein ſchönes Stück Klee zu
ver=
kaufen. Tannenſtr. 13. (*12496
noch guterhalt. Kinderwagen
1 und Laufſtuhl zu verk. Näh.
Wendelſtadtſtr. 30, II. r. (*12498
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 1. bis 15. Mai 1912:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 24.50 bis 25.—
19.− „ 22.—
Korn
18.50
22.50
Gerſte
19.25 „ 24.—
Hafer
Butter ‟ Kilo Mk. 1.50
Butter in Partien Mk. 1.40
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.—
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 11.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 3.—
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 4.50
Heu per 50 Kilo Mk. 5.50
Darmſtadt, 17. Mai 1912.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Montag, den 3. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die der Auguſt Rädge
Ehe=
frau, Erneſtine, geb. Krimm, zu
Darmſtadt, und der Otto Kilp
Ehefrau, Anna, geb. Gunder, zu
Wiesbaden, im Grundbuch der
Gemarkung Darmſtadt
zugeſchrie=
benen Immobilien:
Flur Nr. qm
IV 5247/10 316 Hofreite
Gar=
diſtengaſſe,
IV 524//10 336 Grabgarten
daſelbſt,
IV 524¾/10 369 Zimmerplatz
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K1212
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, den 14. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Miller. (611339
Bekanntmachung.
Montag, den 20. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Johann Schnell Witwe
Martha, geb. Stolzenbach, und
deren Kindern dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
22 512/100 129 Hofreite
Blu=
menthalſtr.
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(B3411
Darmſtadt, 15. April 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V9406
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Abendkurſe in Kochen und Handarbeiten.
Ende Mai ſollen in allen Abteilungen, alſo in der
Runde=
turm=, Lagerhaus= und Hermannsſtraße, beſondere Abendkurſe
eröffnet werden. Mädchen und Frauen, denen es durch anderweitige
Beſchäftigung tagsüber nicht möglich iſt, ſich mit den Hausarbeiten
vertraut zu machen, werden in dieſen Kurſen im Kochen, Einmachen
und Einkochen von Früchten, ſowie im Nähen, Flicken und
Stopfen unterwieſen.
Die Zahl der Unterrichtsabende iſt auf 60 feſtgeſetzt.
Die Verteilung derſelben auf die einzelnen Wochen und Tage
unterliegt ſpäterer Vereinbarung.
Die Unterrichtszeit liegt zwiſchen 7—10 Uhr abends.
Das Schulgeld für den ganzen Kurſus beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen 2 Mark
b) „ auswärtige „
Es iſt bei der Anmeldung zu entrichten.
Anmeldungen von Teilnehmerinnen aus dem Stadtbezirk
Darmſtadt werden Mittwoch, den 22. Mai, von 7—8 Uhr
abends, in der Schulküche Rundeturmſtraße 11, und von ſolchen
aus dem ehemaligen Beſſunger Bezirk Donnerstag, den 23. Mai,
von 7—8 Uhr abends, in den Fortbildungsſchulräumen
Her=
mannsſtraße 21, von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
Darmſtadt, den 13. Mai 1912.
(11424
Der Schulvorſtand:
Dr. Gläſing.
Polirebuch=Aufgebot!
Das auf den Namen des Herrn Konrad Stephan, Darmſtadt,
Heerdweg 17, lautende Poliebuch Nr. 1486 126 iſt nach Anzeige des
Verſicherten in Verluſt geraten. Dies wird mit dem Bemerken
be=
kannt gemacht, daß, falls ein Verechtigter ſich nicht meldet, nach
Ab=
lauf von drei Monaten das genannte Poliebuch für kraftlos erklärt
und an Stelle desſelben ein neues Poliebuch ausgefertigt wird.
Berlin, den 15. Mai 1912.
(11370
Die Direktion.
Friedrich Wilhelm
Preußiſche Lebens= und Garantie=Verſicherungs=
Aktien=Geſellſchaft zu Berlin.
Wegen Umzug zu Verſteigerungspreiſen
2 komplette Herrenzimmer, eichen, 1 komplette, mod.
Küchen=
einrichtung, 4 komplette, gute Betten, 2 Reform= und
ein=
zelne Betſtellen, Büfett, Ausziehtiſch und 12 Stühle,
An=
kleideſpiegel, Sekretäre, Herren= und Damenſchreibtiſche.
Bücherſchrank, Waſchtoilettenſchränkchen, Kleiderſchränke, vol.,
Waſchkommode und Nachttiſche mit und ohne Marmor,
Steh=
pult, Stühle, Schreibſeſſel, Drehſtuhl, Klubſeſſel (Rindleder).
Kleiderſtänder, Nähmaſchine, Auszieh=, runde, ovale und
viereckige Tiſche, Gasherd mit Tiſch, Gaszuglampe, Rollwand,
große Fliegenfenſter, 1 Ofen, 1 Badewanne mit Ofen für
Kohlen= und Holzfeuerung, 1 komplettes Wirtſchaftsbüfett,
50 Wirtſchaftsſtühle, 1 eiſernen Gartentiſch und 10 Stüble,
Kommode, Spiegel, Bilder, Wirtſchaftsgeſchirr. Regulatuhre,
Teppiche, Tiſchdecken, Chaiſelonguedecken, Fenſtermäntel,
Handtücher u. a. m.
(*12540
Der Verkauf findet täglich ſtatt, den ganzen Tag geöffnet,
ſämtliche Gegenſtände ſind gebraucht, jedoch gut erhalten, durch
Johannes Krummeck,
Auktionator und Taxator.
Grafenſtraße 4.
Veaseafdsgiaker
n . i. . . . . . t. e. . t. . . . . . . . . . . . . . . . n e et et . . . . . . . . . n . . e. n e . e e
Trikot, glatt . . . . Paar 28 38 50 60 ₰ bis1.60
Trikot, durchbr. . . . . . Paar 28 38 95 ₰ bis2.50
Damen- Seide, kürz . . Paar 1.20 Seide, lang . . Paar 1.95
Kandschufe: Trikot, lang . Paar 80 ₰ durchbr., lang . Paar 80 ₰
Wild, imit. . . Paar 1.10 Glacé . Paar
Handschuh-Halter
Wildleder . . . Paar 3.75
Paar 15u.25 ₰
Kinderstrümpfe:
Macco-Socken . . Paar 38, 55 ₰ u. höher
Vigogne-Socken Paar 56, 85 ₰ u. höher
Ringel, Zwickel
* antasie-Qualitaterl, u. durchbrochen.
Für Schweißfüße:
Neuheit! Qualität „Alba
Herren-Handschuhe, Trikot . . . von 55 ₰ an
Reise-Handschuhe, porös
von 1.40 an
Reise-Handschuhe, gezwirnt
. von 1.50 an
lederfarbig . 65 70 75 80 90 100 110 115
Fiider-Sockerert
unifarbig mit gewebtem
Wollrand, verhüten das
lästige Herunterfallen der
* . : Socken : : 3
Markt 2
S
Weiblich
Ce0
Fräulein ſucht Anfangsſtelle in
Geſchäft, a. l. Lebensmittelbranche
p. 1. Juli. Off. u. L.6 Exp. (*12576
Geftodtagg
Markt 2
Sehr tüchtige,
geschäfts-
gewandte Dame
der Mode=, Weiß= u.
Kurzwaren=
branche, die vollſtändig firm im
Ein= u. Verkauf und gewandt im
Verkehr mit jeder Kundſchaft iſt,
ſucht paſſenden Wirkungskreis in
Darmſtadt. Prima Referenzen
ſtehen zu Dienſten. Gefl. Off. u.
L 24 an die Exp. d. Bl. (11311a
ſucht Filiale zu über=
Fräulei nehmen. Kaution kann
geſtellt werden. Offert. unt. L. 25
an die Exp. ds. Bl. (*12433fs
Tüchtige
Buchhalterin
mit prima Zeugn. ſucht Stell.
per 1. Juli 1912. Gefl. Offert.
u. K 75 an die Exp. (*12239ims
(evang.), ſucht z. Führung d.
Haus=
haltes Stellung bei älterem Herrn
oder in frauenloſem gutem Hauſe.
Suchende iſt im Hausweſen, Küche,
Krankenpflege u. Vorleſen erfahren.
Beſte Referenzen ſtehen zur Seite.
Näheres i. d. Expedition. (10149a
Tüchtige Verkäuferin
mit beſten Zeugniſſen, ſucht
Stel=
lung in größerem Geſchäft. War
bisher in Cöln tätig und iſt auch
für Kontorarb. geeignet. Offerten
an Elly Ruhrig, Diez a. d. Lahn,
Emſerſtraße 11.
(*12487
Jung. Fraul., flott in
Steno=
graphie u. perf. im Maſchinenſchr.,
ſucht Anfangsſtell. b. beſch. Anſpr.
Off. u. L 56 an die Exp. (*12587
ſucht Beſchäftigung,
Frauiein am liebſten i. Geſchäft.
Gefl. Angebote unter L 50 an
die Expedition ds. Bl. (*12525
Perf. Schneiderin nimmt u. Kund. an in u.
auß. d. Hause Marktpl. 10, III. (11020a
Junge ſaub. Frau ſ. Laufd. morg.
u. mitt. 2—3 Std. Frau Geider,
Erbacherſtr. 16, Hinterb. (*12440fs
Fräulein ſucht Stell. z. k. Kind.
ff. u. L 20 a. d. Exp. (*12408fso
Besseres Mädchen
im Nähen, Bügeln und Friſieren
durchaus bewandert, ſow. mit all.
ſonſt. Hausarb. vertraut, ſucht
ge=
ſtützt auf gute Zeugn., Stell. in
fein. Hauſe per 1. Juli od. ſpäter.
Off. u. L. 32 a. d. Exp. (*12467
Mädchen v. Land. 17 jähr.
Mädchen vom Land ſucht l. Stell.
Stiftſtraße 79, pt. I. (*12483
Geb. Frl., geprüſte
Kranken=
ſchweſter, ſucht paſſende Stelle.
Selbige iſt in allen Zweigen des
Haushaltes wohl erfahren. Beſte
Zeugn. Gefl. Offert. unt. L. 58
an die Expedition erbet. (*12588
Ein tücht. ſelbſtänd. Mädchen
ſucht Stelle in kleinen Haushalt
Friedrichſtr. 11, 1. St. (*12465
Für gebildetes Fräulein
30 J., im Haushalt ſehr erfahren,
ſprachenkundig, heiter. Weſen, nette
Erſchein., ſehr kinderlieb, Stellung
zur Vertretung der Hausfrau od.
zu mutterloſen Kindern geſucht. Off.
unt. L. 33 an die Exp. (*12459sm
Ein junges, kräftiges Mädchen
ſucht Laufſtelle für einige Stdn.
*12577) Dieburgerſtraße 32, I.
Kath. Mädchenschutzverein
Niederramſtädterſtraße 30.
Es haben ſich gemeldet:
1 Reiſebegleiterin, 3 Stützen,
mehrere Kindermädchen, ein
Kinderm. f. vorm., 2 gediente
Alleinmädchen, mehrere jüng.
brave Mädchen.
(*12572
Junges Mädch. ſucht für nachm.
Beſchäftia. Gardiſtenſtr. 5. (*12534
Junge, unabhängige Witwe
ſucht tagsüb. Stellg. auch i. Geſchäft.
Erbacherſtr. 12 V. Manſ. (*12536
Frau ſucht Laufdienſt, geht auch
Waſchen. Hofaartenſtr. 13. (B11439
Frau
ſucht Laufdienſt den
ganzen Tag. (*12582
Liebfrauenſtraße 79.
Gewiſſenh. Frau hat noch Tage
frei zum Waſchen. (*12581
Frau Lösch, kl. Ochſengaſſe 13.
Frau ſucht Laufdienſt.
Sack=
gaſſe 7. Fr. Seipp. (*12578
Saub. Mädch. ſucht Laufd. Karte
gen. Sackgaſſe 7. Hemschemeier. (*12579
Reinliches Mädchen ſucht
mor=
gens Laufſtelle.
(*12593
Blumenthalſtraße 115, I. St.
Mädchen
finden dauernde u. lohnende
Beſchäftigung bei (11131ims
Ph. Ullrich, Liebigſtr. 25.
St. ſuch. ſof. u. 1. Juni erſtes
Mädchen in Geſchäftsh., 2
Allein=
mädch., d. bürg. koch., in Privath.
Eliſabeth Frank, gewerbsmäßige
Stellenverm., Saalbauſtr. 33. (*12532
ſucht Stellung
Tücht. Mädchen per ſofort
Liebfrauenſtraße 75.
(*12566
Gut empf. Frauſucht v.8—10 Laufd.
Näh. Beſſungerſtr. 39, Laden. (B11441
in ſauberes, kräft., anſtändiges
E Mädchen ſucht tagsüber
Lauf=
ſtelle, auch Aushilfe, per ſofort.
Kiesbergſtr. 5.
(B11440
Unabhängige Frau hat Tage
frei im Waſchen und Putzen
*12517)
Pallaswieſenſtr. 23.
Junges Fraulein, hubſche
Er=
ſcheinung, ſucht Stellung als
Empfangsdame
bei Arzt oder Photograph. Offert.
unter K 4 an die Exped. (*12505
Männticeh
Für einen durchaus zuverläſſigen
älteren Mann mit vorzügl.
Zeug=
niſſen, welcher 20 Jahre in einer
Stellung war, wird
(11387
Vertra
sken
e
Sp
als Aufſeher od. dergleichen geſucht.
Gefl. Angeb. unter L 41 an die
Exp. d. Bl.
Arbeiterinnen u. Lehrmädchen
ſucht Konfektion Bayer-Haack,
Kapellplatz 14.
(10474a
Dame
nur aus beſſ. Famil., kann
Gärtn., ſpez. Blumenzucht,
Binderei gründl. erlernen
und ſpät. ſelbſt. Exiſtenz
fin=
den. Näh. Auskunft
Mühl=
ſtraße 50, part.
(*12474
Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht (*12355ms
Konfektion, Kranichſteinerſtraße 57.
Saubere unabhängige Laufftan
oder Mädchen geſucht (*12466
Mathildenſtraße 275
Wegen Erkrankung meines
Mädchens ſuche ſof. od. 1. Juni ein
zuverläſſ. Alleinmädchen,
das kochen kann.
(B11383
Martinsſtraße 59 II.
Geſucht
gut empf. Frau od. Mädchen
für einige Stunden vorm. zur Hilfe
in feinem Haushalt. Wo? ſagt die
Expedition ds. Bl.
B11443
zur Aushülfe
Küchenmädchen geſ. p. 1. Junt.
Offizier=Kaſino Train=Bataillon
Nr. 18.
(*12583soi
In kl. Penſion wird anſtändig.
fleißiges Mädchen ſofort geſucht
*12453fs)
Landwehrſtr. 6.
oder Mädchen zum Putzen
Frall und Spülen tagsüber
ſofort geſucht
(*12448fs
Möller, Mühlſtr. 11, 2. St.
Ein
der ſchon mehr.
tüchtig. Mann
Jahre als
Wächter tätig war, ſucht Stellung
als Fabrikwächter. Off. u. L. 48
an die Exp. d. Bl.
(*12537
Venerten
Weiblich
Saubere Frau ſucht
Beſchäf=
tigung für nachmittags, daſelbſt
ſchulentl. Mädchen für morgens
Pankratiusſtr. 26½, Stb. (*12564
U=
verläſige Stenotypiſtin
(mögl. Adler=Schreibmaſchine)
per ſofort geſucht. Angebote
mit Zeugnisabſchriften und
Gehaltsanſprüchen an das
Patent= u. Techniſche Bureau
Uhrig. Rheinſtr. 47. (11369
Serviermädchen geſucht
Hochſtraße 10. (*12497
Tüchtiges, gewandtes
Allein=
mädchen ſof. geſucht (*12380mso
Eliſabethenſtraße 29, 1. Stock.
Zu alleinſtehend. Dame
wird ein älteres Mädchen geſucht
das gut bürgerlich kochen kann.
Näheres in der Exped. (B11137
Ein kräftiges, wiliges, 16= bis
17 jähriges Mädchen vom Lande
in kl. Haushalt geſucht.
Friedrich=
ſtraße 9, 2. Stock.
(*12471sm
w. perf. koch
Virtschafterin per 1. Juni
oder ſpäter geſucht. Darmſtadt,
Nikolaiweg 12.
(*12299ms
Tüchtiges,
ordentliches Mädchen
für kleinen Haushalt per 1. Juni
geſucht Obere Liebfrauenſtraße
Nr. 45, II., r.
(113681
Tüchtiges, ſolides
Küchenmädchen
per ſofort geſucht. Lohn Mark 28.
pro Monat und freie Reiſe. (11460
Hotel „Heß‟ Darmſtadt.
Laufmädchen ſ. d. gz. Tag geſ.
*12539) Grafenſtraße 35, I., r.
Frau oder Mädchen
tagsüber für Haus= u. Küchen=
(11450so
arbeit geſucht
Pallaswieſenſtraße 146.
vor= u.
Schulentl.
ehrliches Mädchen nachm.
geſucht Dubiel, Schneiderin,
Martinſtraße 25, 1. Stock. (*12569
p. ſofort od. ſpät.
Hausmädchen geſ. Vermittl. d.
Vermietbur. nicht ausgeſchl. Näh.
Hügelſtr. 73, 1. St. rechts. (11371
Suche ein Mädchen
für alle Hausarbeit, kochen wird
nicht verlangt Frau von Linſingen,
Alsbach a. d. Bergſtr. (11457sod
Zur Aushilfe
wird Frau oder Mädchen ſofort
geſucht für 6 Wochen (von 9 bis
Uhr). Näh. Expedition. (*12596so
Geſucht
eine durchaus tüchtige Verkäuferin zur Führung
einer Filiale in Kurz= und Modewaren. Eintritt
eventuell ſofort.
Schriftliche Offerten mit Angabe ſeitheriger Tätigkeit erbitte
(10685mis
unter J 32 an die Expedition dieſes Blattes.
Anzüge für Herren in allen Grössen . . . von 6.50 an
Joppen, Hosen für Herren
von 1.50 an
Knaben-Anzüge in Kieler Jacken-Blusen von 1.25 an
Knaben-Blusen u. Hosen
. von 55 an
bis zu den allerbesten garantiert waschechten Qualitäten
in unerreichter Auswahl zu enorm billigen Preisen.
Willenn Beuster, Darmstauf
Markt 11½ — Eingang Marktstrasse.
zür ein Fabrikgeſchäft eine
Putzfrau, für zwei halbe Tage
n der Woche, ſofort geſucht. Zu
rfragen Lagerhausſtr. 20. (*12550
Ein ſehr tüchtiges, zuverläſſiges
Kindermädchen
wird geſucht.
(*12560
Fr. Mund, Schloßgaſſe 1.
Zum 1. Juni tüchtiges,
ſelb=
ſtän
ſtän=
für Küche und
diges Hddchen Haus zu 2 Pert
geſ. A. Kieber, Bismarckstr. 3. (*12476
Jüngere, tüchtige
Haushälterin
in kl. Haushalt (2 Perſ.) per 1. Juni
geſucht. Selbſtändiges Kochen bei
der Hausarbeit erfordert. Offert.
u. L. 37 a. d. Exped. ds. Bl. (*12475
Unabhängige Frau od. Mädchen
für Hausarbeit u. gutb. Küche von
morgens 7 bis 6 Uhr abends geſ.
Näh. bei Frau Sidonie Frank,
Schulſtr. 9, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin.
(*12506
Mädchen erhalten recht gute
Stellen zu einer Dame, zu zwei
Leuten, ſowie in Geſchäftshäuſer
Frau Berta Neßling. Ludwigstr. 8,
oswerbsmäßige Stellenve mittle in. (*3
Ein fleißiges Dienſtmädchen
(15—17 J.) wird von einer klein.
am. (3 Perſ.) geſucht. Perſönl.:
Liebfrauenſtr. 107, II. (*12504
Herr od. Dame mit ſämtlichen
Kontorarbeiten und Buchhaltung
(amerik.) vertraut, ſofort od. ſpäter.
la. Referenzen notwendig. Off.
unt. L. 7 an die Exped. (B11226
Zwei tücht. Herren
die durch Fleiß und Strebſamkeit
ſich ein gutes Einkommen ſichern
wollen, ſofort geſucht. Feſte
An=
ſtellung, Fixum und Speſen. Evt.
Lebensſtellung. Offerten unter
49 an die Expedition. (10732a
Ainder- u. Feuer-Versicheran
Gesellschaft I. Ranges.
(105350
Wochen=Zahlung.
Günſtige Vergütung.
Vertreter geſucht
Offerten unt. D. A. 562 an
Daube & Co., Frankfurt a. M.
Tüchtige, Madchen fünr dea
Haushalt ſofort geſucht
(*12527
Bismarckſtr. 80, 2. Stock.
zum 1. Juli
Gesucht ein tüchtiges
Alleinmädchen
das bürgerlich kochen kann, alle
Hausarbeit gründlich verſteht, gute
Zeugniſſe beſitzt und nur in beſſeren
Häuſern geweſen. Näh. Exp. (11420si
zum 1. Juni mehrere
Suche Alleinmädchen (*12521
Frau Sidonie Frank, Schulſtr. 4,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin.
Ein ſchulentlaſſenes
Mädchen
von morgens bis abends für
Haus=
haltung geſucht. Näheres in der
Expedition ds. Bl. (11423som
Lauffrau oder Mädchen für
2 Stund. vorm. geſucht. (*12318ms
Inſelſtraße 32, 1. Stock.
Aushilfe für Kochen und
Haus=
arbeit und Lauffrau geſucht
*12590)
Roquetteweg 34.
Laufmädch. od. Frau geſucht,
für vor= u. nachm. einige Stunden
Eliſabethenſtr. 74, 2. St. (*12568
Tüchtiges Mädchen
das etwas kochen kann, in
Haushalt ohne Kinder geſucht.
Frau Büchner,
Eberſtadt bei Darmſtadt,
Pfungſtädterſtr. (*12485
ir nachmitags
Laufmädchen geſucht (*12495
terhaus.
Schützenſtr.
Männtich
Jüngerer Schneider auf Woche
ſofort geſucht
(*12492
A. Wergin, Lauteſchlägerſtr. 10.
Engos-Geschtate
ſucht per ſofort, event. 1. Juli für
Regiſtratur und andere kleine
Bureauarbeiten jungen Mann mit
ſchöner Handſchrift. — Der Poſten
iſt auch für ält. penſionbeziehenden
Herrn geeignet, der früher ähnliche
Stellung bekleidet hat. Offerten
mit Angabe ſeith. Tätigkeit, der
Gehaltsanſpr. ꝛc. sub L 39 an
die Expedition.
(*12477
k. jederim m.
Viel Geld verdienen Hauſe (51151
Ganzneue Wege. Faſt ohne Kapital.
Kein Lager nötig. Gratis=Auskunſt. Dr. G.
Weisbrod & Co., Berlin, Waidmannslust 397.
Hoher Nebenverdienſt
wird Ihnen in bar ausbezahlt durch
Vermittlungen von Verſicherungen
aller Art. Off. u. K 22 a. d. Exp. 10991
Wer im Baugewerbe Stelle zucht, verlange
V gegen 30 Pfg. Probe-Nummer von
Bau-
zeitung für Württemberg. Baden, Hessen,
Eisass-Lothringen. Brief-Adr. Bauzeitungs-
Verlag Stuttgart.
(3629M
und andere ſunge
Reſerviſten Leute, 15—34 Jahre,
welche in fürſtl., gräfl. u.
herr=
ſchaftl. Häuſern Diener werden
wollen, geſucht. Proſpekt frei.
Kölner Dienerfachſchule, Köln,
Chriſtophſtraße 7.
(113415d
(1784a
Tüchtiger jüngerer
Schuhmacher
welcher die Abſicht hat, ſich
ſelbſt=
ſtändig zu machen, kann ſämtliche
Reparaturen in einer unſerer aus
wärtigen Filialen übernehmen.
Meldungen an
Speiers Schuhwarenhaus
11453) Ludwigſtraße 16.
Junger Kellner, Haus= l
und Servierburſche, Diener (ledig)
Köche, ſelbſt. Bei= u. Kaffeeköchinn.,
Servierfräul., Stütze in beſſ. Café,
w. kochen kann, Haus= u.
Küchen=
mädchen geſ. A. Dingeldein,
gewerbsmäßiger Stellenvermittler,
Schützenſtr. 10½.
(*12585
Einkassierer
für das Inkaſſo von
Feuer=
verſich.=Prämien per 1. Juni
er. von alter Geſellſchaft geg.
höchſte Vergütung
gesucht.
Zuverläſſige und gewandte
Bewerber, welche ſchon als
Vertreter tätig waren,
bevor=
zugt. Off. unt. P 4141 an
Haaſenſtein & Vogler A.=G.
Frankfurt a. M. (11342H
Ein Mann wird für einige Stdn
des Tages zum Ausfahren eines
Krankenwagens geſucht (*12574
Soderſtraße 2, 1. Stock.
Schiffsjungen
erhalten gratis Auskunft über
Kar=
riere und Ausrüſtung J. Brandt,
Altona a. Elbe, Fiſchmarkt 20. (11346E
Jüngerer
Tkarer
geſucht (B11101
Gebr. Wenglein,
Weinhandlung.
Eücht.WBaguergehifen ſuch
Johannes Kaffenberger
Pfungstadt (*12134oims Rügnerstrasse.
Jüng. Hausburſche
ſofort geſucht
(*12501
Heil, Hofmetzger,
Markt 5.
Zwei tüchtige, kräftige
Packer
für dauernd geſucht (11269ms
Es wollen ſich nur Leute
mit la. Zeugniſſen melden
Joseph Trier
Hof-Möbelfabrik
Wilhelminenſtr. 25.
Jungerer, ſauberer
Hausburſche
per ſofort geſucht. Nur Leute mit
Zeugniſſen werden berückſichtigt.
Fr. Beckenhaub
Wilhelminenſtr. 11
Drogen=Handlung. (11325fs
Baueritellung.
Für ſofort wird ein ehrlicher
Hausburſche geſucht
(*12512
Off. u. L. 44 a. d. Exped. ds. Bl.
Tüchtige geübte Näherinnen
die feinere Arbeiten in größeren Mengen liefern können, für
Heim=
arbeit und auf unſere Werkſtatt bei guter Bezahlung per ſofort für
dauernd geſucht.
(11434si
Oppenheimer & Co., Schulstr. 2.
PK-
Bei der Ziehung der Loſe zum Beſten des
Frauenvereins der Guſtav Adolf=Stiftung
haben folgende Nummern gewonnen und ſind Montag den 20. und
Dienstag den 21 Mai von ½10 bis 12 und ½3 bis 6 Uhr im
Alten Palais am Luiſenplatz in Empfang zu nehmen. Was an
genannten Tagen nicht abgeholt iſt, fällt dem Frauenverein zu.
Darmſtadt, den 18. Mai 1912.
(11360
Der Vorſtand.
1 7 9 21 22 23 45 48 54 57 60 77 78 91 105 19 29 35 49 50 53
61 85 94 213 34 41 43 49 55 72 97 304 5 20 26 33 37 38 42 64 66 80
82 96 404 17 18 22 49 53 72 96 508 10 12 18 27 30 34 44 51 62 67 69
88 618 24 50 56—61 62 66 67 68 72 79 81 701 14 19 25 30 31 33 34 37
51 54 73 87 88 802 4 17 27 36 38 42 68 79 87 92 905 9 16 20 26 27
29 37 51 54 62 75 80 86 1007 14 20 22 25 37 62 63 71 74 84 1103 15
22 35 36 52 54 58 73 74 78 79 88 89 91 99 1203 13 17 22 60 82 1304
12 25 31 44 51 62 63 69 74 76 84 1403 10 15 28 34 37 40 53 65 89
1515 17 21 34 51 52 58 63 65 72 79 81 86 87 96 1605 7 8 13 14 15 26
27 31 34 35 36 37 44 45 49 52 53 55 63 68 70 71 72 75 77 79 80 81 82
86 94 1701 16 31 32 36 51 53 73 77 82 85 87 1808 15 22 26 35 37 43
44 50 69 72 75 78 87 88 91 92 95 1906 8 21 30 31 41 52 69 71 73 74
75 79 92 93 95 97 2009 11 16 24 38 40 45 63 68 69 81 82 93 95 96
2104 9 10 14 41 45 46 57 62 66 67 82 97 98 2200 15 17 34 52 57 61 64
73 75 78 87 94 98 2303 7 21 22 28 29 33 41 56 72 84 86 93 98 2402 4.
7 12 39 43 60 66 6775 78 81 2508 15 22 23 60 78 93 2609 17 19 22 30
33 41 70 71 83 87 97 2709 14 17 20 34 43 49 50 58 70 74 77 78 82 84
85 37 93 2801 2 7 § 13 18 23 25 34 36 45 62 68 78 84 93 95 2901 2 3
§ 19 42 44 51 57 62 67 76 83 3011 31 43 45 47 52 56 76 3108 15 21 28
32 37 38 39 44 46 49 52 55 59 65 68 70 74 93 3211 15 26 32 40 62 65
71 73 3301 § 17 23 38 39 41 42 49 52 64 68 73 75 84 3419 20 32 35 58
59 72 73 80 82 95 3506 19 28 29 30 36 43 45 47 59 61 67 70 79 88 91
95 3614 17 29 31 42 46 50 62 83 87 88 96 98 3706 8 12 14 17 19 63 69
78 84 96 98 3800 26 30 40 46 53 66 67 68 71 81 85 92 95 96 3906 21
56 60 66 70 86 4006 13 19 21 33 51 73 89 91 99 4132 52 73 77 84 90
92 99 4206 19 36 41 48 50 59 60 64 70 75 88 98 4304 15 40 59 74 80
81 95 98 4404 25 26 33 35 39 56 61 63 64 79 80 82 85 89 94 95 98
4510 12 50 56 61 63 71 86 4612 14 22 29 30 33 34 43 53 55 68 69 94
4700 1 11 12 20 41 43 49 69 76 80 4815 18 26 32 34 42 44 60 73 82 90
4901 3 7 8 13 20 24 28 32 41 48 53 54 59 72 85 92 94 5002 6 17 21
23 30 43 66 68 75 78 82 86 89 5107 17 22 27 37 48 57 74 75 89 5201
2 5 17 24 29 34 41 52 59 60 62 72 81 84 85 91 5300 9 14 38 51 55 61
70 83 84 90 93 5408 16 19 21 45 47 50 60 62 77 82 83 87 97 98 5504
19 21 23 29 34 40 55 63 65 73 75 91 97 5610 15 16 45 51 81 89 5701
22 33 34 37 48 59 64 69 71 72 80 84 85 92 5811 30 45 55 63 71 73 77
79 84 86 97 98 5901 2 16 24 26 27 33 53 63 65 66 77 81 88 90 6003 10
26 32 40 43 46 47 58 60 61 68 71 72 77 91 93 6105 11 16 20 38 49 51.
52 84 85 87 92 6201 9 20 26 37 38 42 49 69 85 89 6302 5 12 18 23 34
45 46 55 66 75 86 87 88 6402 12 16 23 49 59 61 80 83 6504 18 20 23
53 57 65 66 77 89 6612 15 27 45 49 60 69 90 91 6721 30 43 45 48 71
77 79 82 83 6805 11 43 57 69 75 76 85 93 97 6905 20 22 28 37 47 49
50 59 65 66 69 72 74 91 7011 24 26 38 40 49 58 60 64 90 91 7106 31
42 44 51 64 65 66 92 98 7212 40 43 50 66 74 77 96 7302 5 12 19 30
34 76 94 7407 9 11 26 70 76 7511 35 42 48 51 54 60 63 7600 6 12 14
15 21 27 40 43 47 50 51 53 58 62 72 80 87 88 7726 30 49 66 71 90 97
7800 16 26 33 58 71 76 80 82 85 88 93 96 7903 5 9 21 44 66 68 72 87
93 96 8000.
Einen braven ehrlich. Burſchen
von 16 bis 18 Jahren ſucht
Kaiſer=Automat.
(*12544
Jüngeren Burschen mit
guten Zeugniſſen im Alter von
15—16 Jahren ſofort geſucht
(*12591)
Saalbauſtr. 63½.
Junger
Restaurations-Hausbursche
für alle Arbeit geſucht (11413so
„Hotel Heß‟.
Jüngerer Hausburſche, welche
etwas Gartenarbeit mitverrichten
muß, ſofort geſucht
(*12523
Mühlſtraße 74, Laden.
Lehrling für ein kaufm. Geſchäft
geſucht bei ſofortiger Vergütung.
Off. u. L. 47 a. d. Exp. d. Bl. (*12538
Gr. Ochseng. 12
geräumige, helle Werkſtätte
mit Nebenraum und 3ſtöckiges
Lagerhaus für jeden Betrieb
geeignet per ſofort billig zu
vermieten.
(11449ms
Näheres Heidelbergerſtr. 7I.
Umſtändehalber
eine ganz neue elegante, blaugraue
Kücheneinrichtung mit herrlicher
Kunſtverglaſung ſtatt 150 Mk. für
100 Mk. ſofort zu verkaufen
Soderſtraße 29½, part. (*12479
reichl. Zub. billig zu verm. N.
Liebigſtr. 79, part. (*12592
Neue Ireneſtr. 2 ſchöne 4= Zim.=
Wohn. mit Gas und allem Zub.
zu verm. Näh. 1. St. (*12586sms
Wienersſtr. 79 ſchöne 4=
Zim=
merwohn. mit Gas, Manſardenz.
per 1. Juli. Näh. Manſ. (11446ms
Mühlſtr. 50, 1. St., 2—3 unm.
Zimmer, ev. mit Bad. (*12554si
Dieburgerstr. 13
1 Zimmer, Küche u. Keller. Daſ.
Stall, Remiſe und Heuboden zu
vermieten.
(11445a
Grafenſtraße 18, 4. St., lks.=,
ſchön möbliertes Zimmer. (*12558
Bleichſtraße 17, Vordh., 3. S
Schlafſtelle zu vermieten. (*12556
Roßdörferſtraße 44, 3. St.,
möbl. Zimmer zu verm.
12553
Schützenſtr. 10½, 3. St., möbl.
a
Das deutsche St. Moritz
heilt Nervosität, Asthma und
Schiaflosigkeit. — Nachkuren.
Nöhen-u. Nerven-Kurort.
Direkte Bahnverbindung
mit Frankfurt a. M.
und Wiesbaden.
Prosp. frei durchd.
a städt Knrverwalt.
Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegene(10154a,
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, grosser Saal,
Autogarage, Stallung, Fernspr. 31.
1911: 30000 Lesucher
Schönster Strand, starker Wellen-
Schlag, ozonreiche Secluft. Herren-,
Damen- u. Familienbad. Licht- u. Luftbad.
f. ca. 4000 Personen
Neu: Strand-Wandelhallé setzt Borkuman
die Spitze sämtl. deutschen Nordseebäder,
Tennisplätze, Reitbahn. Tägl. mehrm. Dampfschiffsverbind. Prospekte,
Fahrpläne grat. d. d. Eade-Direktion und bei Haasenstein & Vogler, A.-G.
Konigsfeld
Badischer Schwarzwald
Hotel-Dension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
Familien-Arrangements
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: Alfred Schmitz.
(u21a)
E1S,
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: MESSEI. (20 Min.)
Telie e ehelten Aehen, Anen ar t.
Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-Wünchen.
Passende Züge ab Darmstadt:
750 915 1005 1137 110330 505 etc.
21 644
14 72 etc.
Ab Messel: 119 320 H21
Luftkurort Reichelsheim im Odenw.
E Gasthof und Pension „Zum Schwanen‟ E
Conditorei und Café. Beliebtes Touristen- und
Familienhaus an der gelben Markierungslinie, in
un-
mittelbarer Nähe des Waldes, mit anerkannt schönen
Gartenterrassen und herrlicher Aussicht,
Kinderspiel-
platz, Sonnnenbad, elektr. Licht, Tel. 26. Pension von
3.50 Mk. an. Titl. Vereinen, Touristen u.
Sommerfrisch-
lern bestens empfohlen. Besitzer: J. Treusch. (11381a
bdchodu
15 Min. v. Stat. Hetzbach
— Odenwaldbahn —
„Hotel Pfeifer‟.
Telegr. u. Telef. Marbach
Bekannt. Luftkurort
mit vorzügl. Verpfleg.
:: Schönste Ausflüge::
Autohalle. Familien-
Pension. Mäss. Preise.
Luft- und Sonnenbad.
— Forellenfischerei. —
Postamt Beerfelden 17.
Luftkurort Altenburg
20 Min. von Alsfeld, der Strecke Gießen-Fulda, durch
prächtige Lage und waldreiche Umgebung vielbeſuchter
Aufenthaltsort für Sommerfriſchler.
— Neuerbautes Logierhaus.
Gasthaus zur Linde, Telefon 211.
Beſitzer: Georg Herdt.
(11337a
Anerkannt vorzügliche Küche. — Prachtv., großer schattiger Garten.
Der besuchteste Ausflugsort
zwiſchen Mainz und Worms iſt (10903a
heim um Kneile
Haltepunkt aller Schnell= u. D=Züge. —
Dampfſchiffs=
ſtation. I. Sehenswürdigkeit: St. Katharinenkirche;
von der Ruine Landskrone mit den hübſchen
An=
lagen und dem Rupprechtsturm großartiger
Fern=
blick. Wirtſchaftshalle. Regie=Weine. —
Anmel=
dungen von größeren Geſellſchaften vorher erbeten.
Auskunft und
Führer durch d. Verſchönerungsverein Oppenheim.
Bad Langenschwalbach
im
Taunus-
gebirge
Stahl- und
Moorbad
(8371)I
Herzbad
Frauenbad
Prospekte gratis und frei durch den Verkehrsverein.
HöhenlaſtkurortWaldkatzenbach
im Badischen Odenwald. — 580 Meter hoch.
Gasthaus und Pension zum Adler.
Beſitzer: Jakob Köbler. Herrlicher Sommeraufenthalt,
ruhige Lage. 5 Minuten vom Walde entfernt. Schattiger
Garten, Terraſſe. Bad im Hauſe. Bahnſtation Gaimühle.
Eigenes Fuhrwerk. Mäßige Preiſe. (10954a
Haus I. Rg
Eden-Hotel u. Kurhaus rel. 24.
Terrassenrestaur. „CIf6. Schönste Lage. AlleirtBäd.
Besitzer
Grand Hotel Konigstein zd. Stern
Erstes u. grösstes Haus. Herrliche Lage.
in Schönster Lage
Hotel Bender Pension v. Mk. 5.—
Elektr. Lich . Zentralheizung. Man verl. Prespekt.
SanatoriumSan.-Ratbr. Amelung
für Nerven- u. innere Frankheiten. —
(8315m.
500 Meter über dem Mer.
Kurhaus Steck.
Bahnstat. Eberbach u. Gaimühle.
Post und Telefon im Hause.
aisen volle Pension mit 4
Mahl-
zeiten von 3.50 Mk. an. Direkt am Walde gelegen. Gute
Küche. Speisesaal. Veranda. Gut eingericht.
Fremden-
zimmer mit 30 Betten. Sommerfrischlern u. Touristen
bestens empfohlen. Karl Weib.
(10901a
Waldreiche Gegend.
Ange-
nehmer Sommer-Aufenthalt.
Anerkannt vorzügliche
Ver-
pfleg. Pensionspr. Mk. 3.80.
Kuuu
im badische
: Odenwald
n Hotel Engel
*: Bes.: Edm. Hofmann. (10951a
Rümmelbacherh
bei Heidelberg. Beliebter Ausflugsort, direkt am Walde,
mit Terraſſe und ſchöner Ausſicht. Halteſtelle der
Vorort=
züge. Penſion von 5 Mark an. Man verlange Proſpekte.
Neuer Beſitzer: Karl Münch. Telefon 99. (10952a
bad. Schwarzw., Station Oppenau.
Lufkurort, Mineral- u. Moorhad.
Griesbach
Adlerbad-Hotel u. Pension.
Stahl., Fichtennadel= u. Solbäder i. Hauſe. Eig. Molkerei.
Badearzt. Penſ. v. 5.— Mk. an. Saiſon 1. Mai bis 1. Okt.
Proſp. grat. Tel. 1 Peterstal. Eigentümer: Franz Nock. (88681
im Renchtal, bad.
Schwarzwald. 20 Min.
von Stat. Hubacker. Herrl.,
Bad Salzbuch
durch waldr. Höhe gesch.
Lage. Angenehm. Sommeraufenthalt. Altbew.
Glaubersalz-
thermen. Anerkannte Heilerfolge bei Schwächezuständen
aller Art, rheumatischen und gichtischen Leiden,
Frauen-
krankheiten usw. Post, Telegraph und Telefon im Hause.
Mässige Pensionspreise bei ausgezeichneter Verpflegung.
Ausführ! Prosp. durch den Besitzer L. Börsig. (10507a
Seite 14
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
— Altenburg, maleriſch an der Schwalm gelegen, in
der Nähe von Alsfeld (20 Minuten). Aerztlich empfohlen
als Erholungsaufenthalt. Spaziergänge in herrliche
Nadel= und Laubwälder in nächſter Nähe des Ortes.
Kräftige Luft. Riedeſelſches Schloß mit Park.
Milch=
kuren, Jagd, Fiſcherei, Fuhrwerk. Zur Nachkur
empfoh=
len. Gaſthaus „Zur Linde” Beſitzer G. Herdt. Gute
Zimmer, vorzügliche Küche, Frankfurter und Münchener
Biere, reine Weine.
— Langenſchwalbach. Die Saiſon wurde am 1. Mai
eröffnet. Die Betriebsgeſellſchaft der Königl. Preuß.
Bäder Langenſchwalbach und Schlangenbad, die unſer
Bad pachtweiſe übernommen hat, plant eine
durchgrei=
fende Moderniſierung, die ſich bei uns hauptſächlich auf
den Ausbau des Konverſationshauſes und die
Verbeſ=
ſerung der der Unterhaltung der Kurgäſte und dem Sport
dienenden Einrichtungen beziehen wird. Schon für dieſe
Saiſon iſt das rühmlichſt bekannte Blüthner=Orcheſter aus
Berlin als Kurorcheſter verpflichtet und wird ein
Kur=
theater im großen Kurſaal eingerichtet. Allgemein erhofft
man von dem Einzuge kaufmänniſchen Geiſtes in unſer
Gebirgstal einen neuen kräftigen Aufſchwung unſeres
Bades.
— Das Hotel und Penſion Bellevue=Rößli mit 90
Fremdenbetten, großem Speiſeſaal mit kleinen Tiſchen,
Leſeſalon, Badzimmer und modernen ſanitären
Einrich=
tungen liegt im Zentrum des Kurortes, direkt an der
Dampfſchiffſtation und 2 Minuten vom Bahnhofe der
Brünigbahnlinie. Von ſchattigen Park= und
Garter=
anlagen aus erfreut ſich der Beſucher eines prachtvollen
Blickes auf den See und Gebirge; gegenüber die Rigi,
der Bürgenſtock, Buochſerhorn uſw. und im Rücken den
majeſtätiſchen Pilatus. In fünf Minuten gelangt man
zum romantiſchen Lopperberge mit ſeinen Ruheplätzen
und ſchattigen Waldwegen, von wo aus ſich verſchiedene
Streifereien unternehmen laſſen.
Hunkarerf Bahnstation Leustetten-Heiligenberg (½ Std.)
Heiligenberg b. Bodensee
780 Meter ü. d. M.
Vielbesuchter Luftkurort mit prachtvoller Umgebung. Ueber 60 km gut gepfl. Waldspazierwege, viele Ruhebänke.
Unvergleichliche Aussicht auf Bodensee und die gesamte Alpenkette. Sommeraufenthalt S. D. des Fürsten zu Fürstenberg.
Altrenommiertes Haus. In unmittelbarer Nähe der Anlagen und Waldungen.
Hotel Post. Grosser Speise- u. Restaurationssaal. Billard-, Lese-, Schreibzimmer mit ged. Balkon.
80 Betten. Dependance. Bäder. Geschlossene Gartenhalle. Terrasse. Grosser schatt. Garten. Lawn-Tennis. Equipage
zund Automobil. Pensionspreis 4.80 bis 6.— Mk. Frühjahr und Herbst ermässigte Preise. Bitte verlangen Sie Prospekte.
4410399m
F. Bücheler, Bes.
Telefen Nr. 8.
Höhenluftkurort 763 m ü. d. M.
Station Peterzell- Königsfeld. (10375f
Prachtvolle Lage, inmitten von Tannenwäldern. Saubere,
kanalisierte Strassen. Viele abwechslungsreiche ebene
Spaziergänge. Schöne Ausblicke. Königsfeld bietet jedem
einen äusserst angenehmen, behaglichen, ruh. Aufenthalt.
Reine, stärkende Höhen- und Waldluft.
Nähere Auskunft und Prospekte durch die Kurverwaltung.
am Vierwald-
Hergiswil stätterse
Bahn- u. Schiffstation. 20 Min. von Luzern. (10508a
Hotel u.
direkt am
Pension Bellevue-Rössli, — See
Gross. Garten, Ruderboote, Angelfischerei, Dunkelkammer
Pension von Frs. 5.— an. Prosp. durch Th. Furler, Bes.
Luftkurort
Besuchteste, herrl.
Sommer-
frische der Rheinpfatz. All-
Er Szüwern gemeine Prospekte durch die
Kurverwaltung. Spezial-
Prospekte durch Kurhäuser Westenhoefer, Behret,
Waldmühle‟, Koch, Zeiss. Sanatorium Dr. Bossert.
Hotel Rössel. Gasthaus Pfälzer Hof. (10377I
Schd
Prächtige Sommerfrische!
Hotel u. Pension zum Kreuz
im Luftkurort Sachseln am Sarnersee.
Brünigbahnstation. Herrl.,
freund-
liche Lage in landschaftl. u. Klimatisch berorzeugter Gegehl
(zwisch. Luzern u. Interlaken). Komfortables Familienhotel
mit schönen Anlagen, Badeh., Ruderbooten u. Garten am See.
Pensionspreis M. 5-6. Prosp. durch Familie Britschgi. (10425f
(8273ff.
in Holstein
(Bahnstation) C
Seefahrten,
See-
hunds- und
Enten-
jagden, Wattenlaufen.
Pröspokte gratie durch
Badekommisslon.
d u u 2
Den „Fährert undm
diescm schönsten Nordseebade versendet umsonst und postfreit
Direktor Diedrich Becker, Esens (Ostfriesl.)
IIIIINEFEE2EE2 2 4 50
Nordseebad Langeoog Wezweisert nach-
Köhler’s Strandhotel. Haus l. Ranges. Prospekt versendet Th. Köhler.
Nordsee-Hotel (Strandhotel). Allerersten Ranges. Prospekt gratis.
Hotel Bakker sen., I. Ranges, altrenommiert. Bes. E. W. Bakker. (11345ff
Bansin
auf der Insel Usedom.
Eisenbahnstation.
Schönstes aller
Ost-
seebäder, direkt am
Strand u. herrlicher
Wald. Ungezwungenes
Badeleb., kein
Toiletten-
luxus, dabei beste
Ge-
sellschaft. Breiter,
stein-
freier Strand ohne Tang.
Mässige Preise, niedrige
Kurtaxe. — Pros pekte
frei durch die
Bade-
direktion. (10505a
Reise nach der Wasserkanfe
des unabhäng. Mainzer Flottenvereins
vom 3. bis 10. Juli 1912
(Bremen-Bremerhafen-
Helgoland-
ſenhats iatrhtrn. ähet.
Travemünde-Kiel) (1780f
Preis Mk. 98--. Alles eingeschlossen.
Ausführl. Progr. kostenl. durch d. Reisebureau
L. Lyssenhop & Co., G. m. b. H.,
Mainz, Katserstrasse 7.
4 Mineralquellen f. Trink- u. Badekuren. Stärkste, natürl., kohlensaure Bäder. Bedeut. Heilerfolge
bel: Herzkrankhelten, Nierenleiden, Blutarmut, Katarrhe der Luftwege, Frauenleiden. Stoffwechsel-
Krankhelten u. Nervenleiden. Leit. Arzt: Dr. med. Grisslich, Gute Unterkunft zu mässigen Preisen!
Badhotel (H. Schanz) 160 Betten, Pension mit Zimmer v. Mk. 6.— an.
Hotel Hirsch (A. Andler) 70 „
„ „ „ „ „ 5.50 „
Gasth. z. Fass (A. Männer) u. Gasth. Kühler Brunnen (K. Walch) je 30 Bett., Pens. m. Zimmer jev. 4 M. an.
Privatwohnungen. — Prospekte durch die Kurverwaltung und Hotels.
Teinacher Hirschquelle
Fafelwasser Sr. Maj. des Königs von Württemberg. Bewährtes Tafel- und Gesundheitswasser.
Rein natürlich. Leicht verdaulich. Wohlbekömmlich, Von Hunderten von Aerzten im
täglichen eigenen Gebrauch. Versand nach allen Ländern über 5½ Millionen Flaschen jährlich.
Prospekte, Analysen und Auskunft durch die
Teinächef Mineralquellen, Bad Teinach. Bes.: Emil Bosshardt.
(10002f
[ ← ][ ][ → ]für den Pfingstbedarf!
Sommer-Paletots
Paletots imit. Leinen, mod. Fassons, mit
Kragengarnierung . . . 10.50, 7.50,
Paletots Popeline, kurz u. halblang,
19.50, 15.00, 12-
Paletots Popeline, in aparten langen 1450
Fassons u. mod. Farben . 26.00, 19.75, T2
Mäntel Popeline und Seide, neueste
45.00, 34.00, 26.00, 15-
Formen
Kostüm-Röcke
Kostüm-Röcke aus soliden Stoffen, engl.
. 12.00, 8.50, 5.75, 2
Geschmacks .
Kostüm-Röcke in blau Kammg., neueste
1500, 10.50, 7.75,
Fassons
Kostüm-Röcke in Leinen und anderen
6—
. 10.50, 8.25, 4.75,
Waschstoffen
garniert, auch halsfrei . . 2.45, 1.75. mit Stickerei-Vorder-
Batist-Blusen teil, halsfrei u. hoch
. . . 5.50, 4.75,
geschlossen m. reichen Stickereien
Batist-Blu
u. and, Zwischensätzen . . 7.75, 6.50, in hocheleg. Ausführ,
Batist-Blusen weiss u. farb., halstr.
und hochgeschlossen . . 14.50, 10.50,
Stickereikleider
Batistkleider mit reichen Zwischensätzen
und Stickerei .
18.50, 14.00, 14—
Stickereikleider elegante Ausführung,
24.50, 22.00, 18
p mit elegant. Zwischen-
Stickereikleiden sätzen, apart garniert.
halsfrei und hochgeschlossen 38.00, 32.00. a6-
Sommer-Kostüme
P in Leinenstoffen, m.
Jacken-Kleider schick. Garnierung.,
alle modernen Fassons . 24.00, 16.75,
Jacken-Kleider in hellen Kammgarn-
Stoffen
und engl.
35.00, 29.00,
in Voile u. anderen
Prinzess-K
eT eleganten
Mode-
stoffen u. apart. Ausführg., 65.00, 48.00
Prinzess-Kleider in Musseline und
leichten Sommerstoffen . 26.00, 21.00,
12-
195
900
O2−
10-
Wasch-Unterröcke
Waschröck0 aus guten soliden Stoffen
mit hohem Volant . . . 3.25, 2.50, 1.95,
Waschröcke Ia Qualität, in allen mod.
29
Farben, reich garniert . . . 4.25, 3.75,
Leinenröcke mit hohem Volant und
2
. . 5.25, 3.75,
reicher Garnitur
Einfach garnierte Hüte
Engl. garn. Hut, Matelot, engl. Geflecht,
mit guter Ripsbandgarnitur, besonders
1.00
vorteilhaft
Engl. garn. Hut, extra grosser Bretton,
sol. Phantasiegeflecht, mit reich. Samtband-
3.95
garn., sehr schicke Form
Backfisch-Hut, solides Geflecht
Bret-
tonform, mit reich., geschmackvoller Sei-
4.50
denbandgarmitun
Engl. garn. Hut, feiner, weich
gearbei-
teter Strohhut, mit Ia Seidenbandgarni-
5.95
tur, sehr preiswert . . . .
Elegant garnierte Hüte
Heller Sommerhut, moderne Form.
leichtes Phantasiegeflecht mit schöner
5.50
Blumengarnitur, sehr preiswert
Heller Sommerhut, sehr eleg. Form,
echt Florentiner-Geflecht m. Blumenranke
und Samtbandgarnitur .
6.75
Heller Sommerhut, Ia italienischer
Bast, in champagne u. weiss m.
vor-
nehmer Rankengarn., sehr fesche, hüb- 12.30
sche Form, versch. Zusammenst.
Eleganter Sommerhut, in versch.
Farb., in Bast- oder imit.
Rosshaar-
form, mit eleg. Bandgarnitur und Seiden- 16.30
rosen, sehr hübsch garniert
Kinder-Hüte
Schulhut, Glocke, mit blau od. weiss. Band
und einfacher Garnitur
Weisser Kinder-Hut, kleine
Stroh-
glocke, mit Blüten- und Bandgarnit.
1.95
Weisser Kinder-Hut, grosse Glocke
mit schöner Blumen- und
Bandgarni-
tur . .
.2.75
Weisser Kinder-Hut, grosse Glocke,
gutes modernes Geflecht, mit Band und
Blüten garniert
3.95
Damen-Wäsche
Damen-Hemden, Cretonne, Schulter-
. 1.95, 1.45,
schluß mit Stickerei
Knie-Beinkleider, Cretonne mit breit.
. 1.95, 1.45,
Feston-Stickerei
Vorder- und Rückengar-
Untertaillenl, nitur mit Einsatz u. breit.
Stickerei
1.50, 1.10, 0.95,
mit breiten Feston-
Stickerei-Röcke Einsätzen und Sticke-
6.75, 5.50, 4.25,
reien .
Damen-Strümpfe
glatt gewebt, engl
Damen-Strümpfe, lang, schwarz und
. 95. 50, 55 ₰
lederfarbig
durchbr., schwarz,
Damen-Strümpfe, braun u. eleg. Mode-
1.35, 95, 15 ₰
farben
Flor, gute Qual. in
Damen-Strümpfe, allen mod. Kleider-
Paar 1.50, 1.25, 95 ₰
farben
Flor, Neuheit schw.
Damen-Strümpfe, mit weißen Tupfen,
. Paar 85 ₰
besonders preiswert
Damen-Handschuhe
Damen-Handschuhe, lang, ohn. Fing.,
25.
. 70, 45,
weiss und farbig
Damen-Handschuhe, lang, m. Fing
1.95, 1.55, 95 ₰
weiss und farbig
2-knöpfig, weiss,
Damen-Handschuhe, schwarz u. farb.
. 95, 75, 50, 38 ₰
durchbrochen und glatt
weiss, schwarz
Damen-Handschuhe, und farbig, reine
4.50, 3.50, 2.20,
Seide, extra lang
Korsetts
Herren-Wäsche
Korsetts
grau Drell mit Spiralstangen,
1.85, 1.35,
Korsetts Satin-Dreil,
gestreift, und uni
Directoire-Form,
. 2.95, 2.25,
Korsetts Directoire- Form, extra lang,
eleg. verarbeitet, f. starke Fig., 5.50, 4.50,
Herren-Kragen 4, 5, 6 u. 7 em hoch,
Steh- u. Umlegekragen
. . 70, 55,
Herren-Garnituren bunt, aparte Neu-
Garnitur 1.65, 1.25, 0.95,
heiten .
breite Binder, in
Herren-Krawatten eleg. Dess. neueste
Farbenstellungen .
1.95, 1.25, 0.85,
45₰
75₰
48 ₰
Trikotagen
Nacco-Hemden Schulter- u. Vorderschluss . . 2.45, 1.95, Nacco-Hosen extra gute Qualitäten . . . 2.20, 1.65, Einsatz-Hemden beige und weiss- grundig, moderne Dessins . . 3.50, 2.40, 100Rabatt-Marken oder 5 Prozent in bar.
Raumaus Rn Cohneider
Darmstadt
2 Ludwigstraße 2
Ecke Kirchstraße.
11417
[ ← ][ ][ → ] Jamen-Strümpfe, englisch lang,
Paar
braun
Jamen-Strümpfe, englisch lang,
verstärkte Ferse u. Spitze, braun u. schwarz . Paar
amen-Strümpfe, durchbrochen,
Paar
braun und schwarz
Damen-Strümpfe, echt diamantschwarz,
mit Doppelsohle u. verstärkt. Ferse
. Paar
Damen-Strümpfe, durchbrochen,
Paar
in modernen Kostümfarben
Damen-Strümpfe, durchbrochen,
schwarz und lederfarbig, dauerhafte Qualität . Paar
Damen-Strümpfe, Flor, mit mod. Jacquard-
. Paar
Längsstreifen, schwarz und farbig
Schweiss-Socken,
gut wollhaltig
. Paar 48,
Herren-Ringel-Socken
in diversen Farben . .
,,
Herren-Socken, einfarbig,
in den neuesten Farben
Herren-Socken, naturgrau, ohne Naht,
mit Doppelspitze und Doppelferse
Herren-Socken, durchbrochen,
in allen Farben, mit Längsstreifen .
Herren-Socken, reine Wolle,
sehr dauerhafte Qualität, uni, grau
Herren-Socken, Seide imitiert,
.
unifarbig mit gleichfarbiger Stickerei . .
Besonders beachtenswert für Herren!
Schweissocken für empfindliche Füsse!
ohne Naht!
waschecht!
in weicher Qualität:
in feiner Masche:
MARKE.
FABRIK
Mer seht ven mi dleser berte
in starker Masche: 3 Paar 2.65 Mk.
Rabattmarken.
Konsummarken.
(11362)
-Tach vieljähriger spezialistischer Ausbildung, längerer
N Tätigkeit als Privatdozent für Chirurgie und
Ober-
arzt der Königl. chirurgischen Universitätsklinik zu
Königsberg i. Pr. habe ich mich in Darmstadt als
Spezialarzt für Chirurgie
& niedergelassen.
Ich halte Sprechstunde werktäglich
nach-
mittags von 3—4 Uhr.
Anerkannt der schnittigste,
rassigste, formvollendetste,
dabei preiswerteste Wagen
der ersten Steuerklasse.
Einziger
Wagen mit
wirklich
bahnbrechen-
den
Neue-
rungen,
un-
verwüstlich,
zuverlässig
und schnell.
Ausser-
ordentlich
geräuschlos.
Professor Dr. Max Draudt
N
Heinrichstr. 70, I.
Telefon Nr. 1898.
Kunen
H
Akad. Zuschneide-Lehrschule
Nieder-Ramstädter=
E. Steingässer, akad. geb. Lehr., strasse 57, II.
Katalog
gratis und
franko.
Gewissenhafter Unterricht im Zuschneiden
und Verarbeiten nach erstklassig. System.
Anmeldungen täglich. (10488a
Schuchard-
strasse 8.
(2449a
ich frilſch geſtochener Spargel,
Polierter, antik. Tisch
ſelten ſchönes Stück, groß, rund u.
feinſter Nußbaum=Maſer, ſowie
alte Bilder, teilweiſe in antiken
Rahmen, ſehr preiswert abzugeben.
Näheres Expedition. (*12405mfs
CPraunſchweiger Rieſen, Ia, per=
Pfd. 55 Pf., II. Sorte per Pfd.
40 Pf., ſowie gute Speiſekartoffel
10 Pfd. 55 Pf. u. kleine zum Röſten
u. Salat 10 Pfd. 50 Pf. (*12399mfs
bei L. Stilling Wwe., Hochſtr. 4.
Sagdfaſanen=ESier z. vert. p. 2
zuterhaltlner Kinder= Sihliege
wagen, vernick., bill. zu verk. Parkettböden
45 Pf. b. Karl Winkler in Ob.=
Ramſtadt, Steinrehw. 2. (*12358ms Schwanenſtr. 77, 4. St. (*12428fs werd. gerein. Dieburgerſtr. 4. (5073a
36 116.
Samstng, 13. Mal.
1912.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 116
Eilen Sie!
bietet sich die selten billige Gelegenheit
in unserem TorAL-AUSVERKAUF
wegen gänzlicher Geschäftsaufgabe
Feinste und solideste Herren- und Knaben-Anzüge
Paletots: Hosen . Joppen . Fantasiewesten
11
11
11
Lüster- und Leinen-Saocos
11
zu Spottpreisen einzukaufen.
Lerffer us0
am Ludwigsplatz.
Einladung
zur freien Besichtigung meines Ausstellungshauses ohne jede Kaufverpflichtung.
Ich offeriere Ihnen bei nur erstklassigster Qualität zu folgenden billigen Preisen:
Schlafzimmer: ℳ 275.- 395.-
Herrenzimmer: ℳ 385.− 515.−
Speisezimmer: ℳ 345.− 465.−
Damenzimmer: ℳ 595.-− 715.−
Küchen:
ℳ 63.− 75.−
Darmstädter Möbeleinrichtungshaus
LudwigStritzinger, Heinrichstr. 67
Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattung
Inhaber der hessischen Staatsmedaille für hervorragende Leistungen.
Lieferung franko.
Garantie: 10 Jahre.
(11338a
Mlehten
genheits=
Eine größere Partie Herren=
Damen=, Knaben=, Mädchen=1
Kinderſtiefel, ſowie alle Größe
Sandalenſpottbilli
zu verkaufen
(11284
Michael Fick, Schuhmachere
Holzſtraße 24.
Pflege die Zähne
Ein angenehmer Mund erhäl
erſt durch weiße reinl. Zähne voll
Schönheit, Friſche u. Anziehungs
kraft und hat ſich die
Zahnpaſta (Odontingſ
von C. D. Wunderlich, Nürnberg pri
miiert, am meiſten Eing. verſchaftz
da ſie die Zähne glänz. weiß mällt
und üblen Geruch entfernt, à 50f
und 60 Pf.
(V227i
A. Walchner Nachf
vorm. E. Scharmann, Hoflieferani
Ecke Eliſabethen= u. Luiſenſtraße
Kernſeifen, Schmier
ſeifen in Eimern
Wachs= u. Stearinlichte
Parkettwachs, Parkettrof=
Toilette=Seifen u
Parfumerien
Kämme, Schwämme
Zahnbürſten (10756s
Mediziniſche Seifen
Abfallſeifen zu55 u
65 Pf. das ½ Kilo gewog=
Alles in beſter u. geringere
Ware. (Rabattmarken.)
um a. weiß
F. B. Grodhaus,
Turm.
Der Hof des Schweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
47)
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Was habt Ihr vor? keuchte Ingwald Anderſen.
Augen=
blicklich laßt Ihr mich los, oder ich zwinge Euch.
Wir ſterben jetzt zuſammen, mein Knabe. Meine
Vor=
fahren ließen Eueren Großvater ſterben, Ihr aber nahmt
meinem Kinde das Leben! Was ſagte ſie doch? Wir ſind
quitt? Aber wie ich Euch ſchon vorhin ankündigte, einer
iſt dennoch zu viel von uns auf dieſer Welt. Und darum
mein Söhnlein, auf jetzt zum letzten Gang. Macht Euch
fertig, Kapitän.
Kampfbereit ſtand er ſeinem Todfeind gegenüber.
Ein gewaltiges Ringen begann. Der alte Jonſon hatte
Rieſenkräfte, aber Ingwald Anderſen wollte auch nicht
unterliegen, und dazwiſchen zitterte in ſeiner Bruſt nur
immer der eine Gedanke: du darfſt ihn nicht töten, du
darfſt ihr den Vater nicht auch noch nehmen, du nicht.
Nur noch ein Keuchen ging von den ringenden
Män=
nern aus, ein dumpfes Stöhnen.
Schon fühlte Ingwald Anderſen ſeine Kräfte ſchwinden.
Nun iſt es vorbei, dachte er, und wie einen Schatten
ſah er das ſtille, leidvolle Geſicht ſeines Weibes und das
ſüße, lachende Antlitz ſeines Kindes. Hallgerdr ſah er nicht.
Tiefe Nacht ſenkte ſich auf ſein Bewußtſein.
Ein furchtbares Donnern war in der Luft. Noch
ein=
mal hob und ſenkte ſich die Erde, und der Widarhof ſtürzte
ene ene ir e re e e
mern begrabend.
Schwarze Rauchſäulen ſtiegen zum Himmel empor.
In wildem Entſetzen floh das Vieh, das ſich losgeriſſen,
über die bebende Erde. Ein Hagel von glühenden Steinen
regnete hernieder. Große, helle Feuerkugeln wurden gegen
den tiefſchwarzen Himmel emporgeſchleudert, um dort zu
zerſprühen, und in tauſenden von kleinen Feuerkugeln
nie=
derzuſauſen.
Heißer Dampf und Aſchenregen deckten das bebende
Land zu. Tiefſchwarz kam die Nacht, ſchauerlich
durch=
leuchtet von blutrotem Feuerſchein.
Die Eisberge löſten ſich, von Feuersglut geſchmolzen,
und ſanken ins Meer, das ſeine aufrühreriſchen Wogen
weit ins Land warf, um noch zu vernichten, was vom
Feuer verſchont blieb.
Feurige Wolken jagten am Nachthimmel dahin.
Endlich verſtummte das Krachen und Donnern. Nur
in leiſen Stößen bebte noch der zitternde Leib der Erde.
Ein Zucken, wie ein letztes, verzweifeltes Aufbäumen, dann
wurde es ſtill, und als aus dunkler Nacht und
Feuers=
gluten der Morgen anbrach, da lag tiefes Schweigen über
der von grauer Aſche und Lavaſteinen bedeckten Stätte, auf
der geſtern noch der Widarhof trutzig emporragte.
Nur eine öde, eingeſunkene Wüſte, über welcher
kräch=
zend die Raben kreiſten, war übrig geblieben von dem
ſtatt=
lichen Hof.
So hatte, wie Bjarni glaubte, das Gottesgericht
ge=
ſprochen.
Durch das Polarmeer zieht ein Schiff. Schwarz
iſ=
ſein Leib, blutrot flammt ein dampfender Schlot. Wie
auf der Flucht eilt es dahin durch die kochende Flut.
Wei=
ter, immer weiter geht die tolle Fahrt. An felſigen Riffen
durch endloſe Waſſer, raſtlos der Heimat zu.
Goldſterne wiegen ſich im tollen Tanz auf den
blau=
ſchimmernden Wellen. Blaſſe Roſenglut fliegt über die
ſtarren weißen Gletſcher, und zarte Duftgebilde vom
hell=
ſten Blau bis zum tiefſten Violett verſchleiern die ſchwarzen
Felſen, die drohend aus dem Meere emporwachſen, als
wollten ſie der ſchwarzen „Katla” den Weg wehren, den
ſie unentwegt zur Heimat nimmt.
Mit Volldampf geht die Fahrt.
Sie hält’s nicht aus, Frau Anderſen, gibt der alte
Steuermann mit ſorgenſchwerer Miene zu bedenken, wie
ich ſchon ſagte, ſie iſt ſchwach auf der Bruſt, die „Katla”.
Da kann es paſſieren, daß wir eines ſchönen Tages
ein=
fach vor die Hühner gehen.
Es iſt ſein Wille, Steuermann, der Wille des Kapitäns,
gibt die blaſſe Frau, die an der Reeling ſteht und über
das Waſſer ſtarrte, zurück, und ſein Wille iſt hier Geſetz.
Der alte Stevens ſtrich ſich verlegen über das dünne
Haar.
Ja doch, ja doch, ich meine ja nur ſo. Es verſchlägt
doch aber vielleicht nichts, ob wir einen Tag früher oder
ſpäter in Merok ſind.
Nein, Stevens, das iſt nicht unwichtig. Ein einziger
Tag kann vieles ändern.
Der Alte nickte, und kopfſchüttelnd trottete er von
dannen.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 19.
0
₰
Speziat-Kaus für Damen=
und Rinder-Kon.
Täglich grosse Eingänge allerletzter Neuheiten!
Tngst-Ausflüge
empfehlen:
Jetterfeste Loden-Kostüme
Kostüm-Röcke
Mäntel u. Cäpes
oden-Kostüme 19.50, 25.00, 30.00, 39.00
oden-Röcke . . 5.75, 7.25, 11.50, 15.75
oden-Mäntel . 9.75, 15.75, 18.50, 25.50
oden-Cäpes f. Damen 10.50, 14 50, 19 50
oden-Cäpes für Kinder in all. Größen
3.75, 4.45, 5.50, 645.
Spezial-Offerte!
Ia grosses
Sortiment Engl. Paletots
Stoffe, Rumpf u. Aermel
it la Seidenserge gefüttert,
otter Schnitt —
Schneider-
beit — regul. Wert 39.00,
Weisse Batist- und Stickerei-Blusen
1.30, 275, 3.50, 4.25, 4.90, 550, 6as u. höher.
Wasch-Voile- u. Wollmousseline-Blusen
2.85, 4.75, 5.50, 6.90, 7.50, 9.75, 11.75 u. höher.
Wasch-Kostümröcke
3.25, 4.90, 5.50, 6.75, 7.50, 8.75, 11.75, 13.50 u. höher.
in Stoffen englischer Art, Fresko,
Kostümröcke Voile, Kammgarn, Alpacca : : :
3.90, 4.75, 6.50, 8.50, 9.75, 12.50, 16.50, 19.50 u.höher.
Frotté- und Leinen-Kostüme
13.50, 17.50, 21.50, 29.50, 35.00, 45.00, 65.00 u. höh.
Voile-, Stickerei- u. Wollmouss.-Kleider
9.75, 11.75, 14.75, 19.50, 24.50, 29.50, 34.00, 46.00,
55.00 und höher.
Reisende Kinderktleider
in weiss, leichten Woll- und Waschstoffen, vom
einfachsten bis zum elegantesten Genre, in all. Größ.
JAcKEN-KOSTUME
aus Stoffen engl. Art, blau u. schwarz Kammgarn,
24.50, 29.00, 35.00, 42.00, 49.00, 59.00, 65.00 u. höh.
Popeline-Mäntel und -Jacken
11.75, 15.75, 19.50, 24.50, 29 00, 34.00, 39.00 u. Aöh.
Mäntel aus Gloria- und Como- Seide
in allen Farben und Grössen8
22.50, 25.00, 39.00, 42.00.
Voile-, Eolienne- und Spitzen-Mäntel
19.50, 23.50, 29.00, 36.00, 42.00, 49.00, 65 00, 85.00.
Grosse Auswafit
Lingerie-Blusen und -Kleider
in Batist und Wasch-Voile, mit Hand-Stickereien,
handgehäkelten und Klöppel-Spitzen.
Kurze Taffet-Jacken:: Staubmäntel,
Regenmäntel:: Morgenröcke, Matinés
Unterröcke in Seide, Lustre und Waschstoffen
Versäumen Sie es nicht, bevor Sie Ihre Einkäufe machen,
über-
zeugen Sie sich von unserer enorm grossen Auswahl aller Art Nodhsommer-Konfektion.
Wir bitten um Besichtigung unserer Schaufenster!
* Darmstadt
Z. m.
6. R. Ludwigstr. 3, 2539.
Telefon
SPEZIAL.-HAUS FÜR DAMEN- UND KINDER-KONFEKTION.
11386
Straussfederhaus i. Ranges
H.R.
Hermann Hesse, Dresden, Scheffelstr. 46/50
Lieferant hoher Herrschaften u. fürstl. Häuser.
Aus meinem wohl nnerreicht reichhaltigen Lager
gelangen zum Verkauf: gar. echte Straussfedern,
10—15 cm breit, 40—50 cm lang, 1, 2, 3. 4 u.
5 Mark, ca. 18 cm breit 6 u. 8 Mark, 20 cm
breit 10, 12, 15 u. 18 Mark, 25 cm breit 20, 22,
25 u. 28 Mark, 30 cm breit 30 u. 36 Mark,
Prachtstücke bis 100 Mark, Pleureusen, 30—40 cm breit, 30 cm
lang 9 Mark, 40 cm lang 18 Mark, 50 cm lang 25 Mark, 70 cm
lang 48 Mark. Aus den kl. Straussfedern gefertigte Boas 1¾ m
lang, 9—12 cm dick 10 Mark, 2m lang 14 Mark, 15 cm dick 17
Mark, 18 cm dick 21 Mark, 20 cm dick 31 Mark. — Katalog frei. —
Auswahlsendungen.— Bestellen Sie bitte gleich, da gerade jetzt
wunderbare Sachen am Lager. Von 10 M. an Versand spesenfrei.
„Chlorodont” ver=
„Gegen
nichtetallegauinisereger
im Munde u. zwiſchen den
Süblen Mundgerden Jahnen und bleicht
mit=
farbene Zähne biendend
weiß, ohne d. Schmelz zu
Gehen. Derih eſeich h nte ehnenene f emen u. inr. e Weh. austc.,140,
Probetube 50 3. In der Internationalen Hygiene=Ausſtellung Dresden allſeits bewundert.
Man verlange Proſpekt und Gratismuſter direkt vom Laboratorium Leo‟”. Dresden 3
oher in den Apptheten, Drogerien, Friſenr= und Warfümeriegeſchäften.
Gaslüster
ſehr gut erhalten 5fl., ſowie eine
Meſſingzuglampe im Auftrag
billig abzugeben.
(10152a
Gottfr. Beck,
Karlſtraße 39.
Reise=
körbe
Wasch-
körbe
Markt-
körbe
Flaschen-
körbe
Markt-
taschen
ſowie
Korb-
waren jeder
Art in größt.
Auswahl billigſt. (V6981
Obere
Karl Knaub Schützenſtr.
Fabrikant
Gutenberg’s Salmiak-Terpentin-Gallseife, w. intenbers.
Darmstadt, ist besser u. billiger wie Seifenpulver und alle sonstigen
Waschmittel, da reine Seife ohne jeglichen Sodazusatz. Kein
Auf-
springen der Hände. — Blendend weisse Wäsche ohne Bleiche,
vor-
züglich für wollene und bunte Stoffe. Kinder- und
Kranken-
wäsche sollte nur mit dieser ausserordentlich desinfizierenden Seife
behandelt werden. Man verlange ausdrücklich Pakete mit Schutzmarke
„Gutenberg‟. Preis pro Paket 40 u. 20 Pf., überall käuflich. (1666a
Grösste Auswahl
Grösste Auswahl
Echter
Schweizer Stickereien
Hoflieferanten Strauss & Mayer, Schulstr. 8
9934
Sie geſichihin gur nich, die ſche Fen Heh.,
eit=
dem ſie ihm den halbtoten Kapitän aufs Schiff gebracht,
zur Heimreiſe, wie ſie ſagte, zur letzten Fahrt mit der
„Katla”, wie er es gewollt. Etwas Starres, Fremdes lag
in ihrem Blick, etwas, vor dem den braven Steuermann
ein Grauen ankam. Freilich, ein ſolches Unglück, das mußte
ja auch dem Menſchen jede Lebensfreude nehmen.
Wenn er nur gewußt hätte, der alte Stevens,
wes=
halb damals die Kapitänsfrau nicht an. Bord geblieben,
als ſie kam, ihren Mann zu überraſchen?
Der alte Mann ſann und grübelte, und Frau Helga
ſtand am Bug und hielt Ausſchau über das brauſende
Aeer, das jetzt in matten, graulila Tinten wogte.
Eine troſtloſe, unendliche Weite, troſtlos, wie ihr eige=
Ne2 Leben.
Noch dünkt Frau Helga alles wie ein Traum. Voll
geheimen Schauders denkt ſie des Tages, da Schwefelregen
und Aſchendampf das wilde Island verheerte, wo ſie, von
Bjarnis Arm aus dem Widarhof geriſſen, ſehen mußte, wie
der zuſammenſtürzende Widarhof ihren Mann und den
alten Jonſon begrub.
Mit eigenen Händen hatte ſie ihn ausgraben wollen,
den Mann, der ſie verraten, und der doch der Vater ihres
Kindes war. Und Hallgerdr und ſie — ſie hatten nicht
nachgelaſſen, bis Bjarni im Verein mit den zitternden
Knechten, die ſich alle aus dem ſtürzenden Hauſe gerettet,
die Trümmerſtätte durchwühlt hatten, um die beiden
Ver=
ſchütteten aufzufinden.
Aufener ſeſigen deße huie man Zeits erichte, wet
niemand es wagte, in ein hier und da noch ſtehendes Haus
zu treten.
Feuer flammten durch die Nacht, und beim Schein der
Fackeln, und bei dem dumpfen Murren der aufrühreriſchen
Erde, da hatte man endlich Ingwald Anderſen unter den
Trümmern hervorgezogen. Bleich, entſtellt, mit
eingedrück=
ter Bruſt, lag er da, wie ein Toter.
Bjarni Petrurſſon aber hatte Kraft für zehn. Er war
willig und geſchickt und tat, was Hallgerdr befahl, ſtill
und ſtumm, unterwürfig wie ein Hund.
Aber Ravna Jonſon blieb trotz aller Nachforſchungen
verſchwunden. Der war mit einem Teil des Hofes auf
ewig verſunken in die grauſame, ſich gierig öffnende Erde,
die ſich über ihm zum Grabe geſchloſſen. Ravna Jonſon
fand niemand wieder.
Helgas Augen ſchloſſen ſich noch ſchaudernd in der
Er=
innerung.
Nur ein ſchwaches Erdbeben, wie ſie in Island ſo
häufig den Ausbruch irgend eines fernab liegenden
Vul=
kans begleiten, hatte genügt, ſo viel blühendes Leben in
eine troſtloſe Wüſte zu wandeln.
Helga wußte jetzt nicht mehr, wie lange es gedauert,
bis man den auf den Tod Verwundeten auf Reitpferden
in tagelanger, mühſeliger Reiſe nach Reykjavik gebracht.
Sie wußte nur, daß die blonde Baerstochter, die an einem
einzigen Tage Vater, Geliebten und Vaterhaus verloren,
Ingwald und ihr helfend zur Seite ritt, ſie und die alte
erer e ere er ne ne er nche
Träume und Sagen raunte und geheimnisvoll lachte, daß
all ihre Träume grauſige Wirklichkeit geworden.
Wie ein Todesritt war es Helga geweſen. Der Kranke
auf einer Bahre von zwei Pferden getragen, ohne ein
Zeichen des Bewußtſeins, ohne ein Erkennen, ohne einen
Seufzer und ohne ein Wort.
Und Hallgerdr ihm zur Seite, königlich und ſtolz, als
wäre das ihr Platz für alle Zeit.
Und als ſie ſo über die heiße Aſchenwüſte, über die
glühenden Lavabrocken dahinritten, da hatte Helga
Ander=
ſen die Empfindung gehabt, als müſſe ſie das blonde
Mäd=
chen, das ihr ihres Mannes Herz entriſſen, von ſeiner Seite
ſtoßen, als dürfe ſie ihre Gegenwart nicht dulden, aber
dann hatte es bitter um ihre Lippen gezuckt, weil ſie ſich
ſagen mußte: Nicht dieſes blonde Mädchen da hat er
zu=
rückgewieſen, ſondern dich, ſein Weib. Wenn eine von
euch weichen muß, ſo biſt du es, die ſeine Liebe verlor. Und
dabei die raſende Angſt um ihn. Nur nicht ſterben, nicht
ſterben ohne ein verſöhnendes Wort, ohne ein Zeichen, daß
ſie einander vergeben.
Und in all dieſe wirren, quälenden Gedanken hinein,
da hatte Hallgerdr dicht ihr Pferd an das ihre gedrängt,
und plötzlich hatte ſich Auge in Auge getaucht, tief und feſt,
und Hallgerdrs Hand hatte ſich der ihren entgegen
ge=
ſtreckt, und eine weiche, ſüße und doch ſo klare
Mädchen=
ſtimme hatte zu ihr geſprochen.
(Fortſetzung folgt.)
für Damen, Herren und Knaben
Touristenhemden
Touristen-Selbstbinder
Touristenkragen
Touristenvorhemden
Touristenstrümpfe
Touristengamaschen
Wickelgamaschen
Ledergamaschen
Touristenstöcke
Touristengürtel
Tricothemden mit Einsätzen
in allen Farben und Ausführungen. Ueber 100
Stück zur Auswahl. Billigste Preise.
Neuheit! Wagen mit Pneumatics
— vollständig stoßfrei.
9442a
I. Donges & Wiest, Grafenstr. 26
uereeftarten
HPEELIWEIE
pr.ltn 35bf.
AVoA OBSTGÜT HCHENAU
Post Nackenheim beiMainz
E. SEcRETET
VERSRNDvonTAFEl und WihfScHAFfs-Oh
Nähere Auskunft an unseren Schaltern.
856l
u. Technisches Bureau
H. Uhrig
Falent Darmstadt, Rheinstr. 47.
erwirkt und verwertet Patente, Gebrauchsmuster u. Warenzeichen.
Sachverständige Beratung auf allen Gebieten des gewerblichen
Rechtsschutzes durch erfahrene Spezialingenieure. Bereitwillige
Auskunft unverbindlich und kostenlos.
(7238a
Tagblatt, Samstag, den 18.
Seite 20₰
Darmſtädter
W.Konlere
627 Telephon 627.
Kontor: Karlstrasse 34
Kollſen-Roks Erieits
en detail (4550a
en gros
Man verlange Probezentner und Preise.
Sede Daine
weiß es, daß die besten u. billigsten
Haararbeiten
bei mir angefertigt werden.
Hadrzopte
je nach Länge der Haare
2 Mk. 2.00, 3.00, 4.50, 6.50
65
s Haarzöpfe
aus Naturhaar
Mk. 6.00, 8.05, 10.00,
12.00 bis 30.00
2
m: Haarzöpfe
4
aus prima Schnitthaar
0 Mk. 15.00, 18.00, 24.00
bis 50.00.
Scheltel-Unterlagen
Haarunterlagen f. Scheitel-Frisuren
Mk. 3.00, 5.00, 8.00 bis 2000.
Für runde Frisuren dieselben Preise.
Nur prima Material.
Anfertigung aller anderen
prakt. Haar-Ersatzteile.
3 Auffärben alter Haararbeiten
Een
in kurzer Zeit.
Empfehle den
)Damen mein.
nach den
neuesten
Er-
fahrung.
ein-
gerichteten
Damen-Salon
Vollständ. senarat
Kabineneinteilung
Neueste elektrische
Lentral-Trockenanlag.
Größte Anlage am Platze.
esündeste Behandlung
der Haare.
ee
Kopfwaschen
mit Frisur
Mk. 1.00
Kopfwaschen d
m. Ondulation
Mk. 1.50
Kinder-
Kopfwaschen
75 Pfg.
(11336a
Friedr
Spezial-Damen-Salon
Elisabethenstraße 21.
Gee
Abert 60g
Möbel=Spedition
Gutenbergstrasse 1.
Telephon Nr. 2050
Pünktliche und gewiſſenhafte Bedienung. — Erſtklaſſigt
neue Patentmöbelwagen.
(10652af
Mässige Preise. a
1912.
Mai
Nummer 116.
Landgraf-Philipp-Anlage 6
und
Depositenkasse: Wilhelminenstr. 44
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark
Iimem Ste
: schwarz-weisse : :
RABATT-MARKEN
und lösen Sie Ihr gefülltes
Sparbuch bis zum 22. Juni
Verwaltung von Weripapierbeständen
auch Hypotheken—
gegen
Verzinsung von Bardepositen
Einlagebücher
ein.
Für die Reisezeit:
Ausländisches Geld
Stahlkammern (Safes)
von 5 Mark an für ein Fach
Kreditbriefe
ev. für die ganze Welt gülbig
Feuer- und diebessichere Aufbewahrung von
Wertpapieren u. Wertgegenständen aller Art
in nehmen Sie
an der von dem Verein
ver-
anstalteten
Prämienverteilung
teil. 400 Prämien zu M. 5.-
Alles Nähere zu erfahren auf der
Geschäftsstelle des Vereins:
Ver-
kehrsbüro, Ernst-Ludwigsplatz.
Daselbst sind auch neue Sparbücher
u. Mitgliederverzeichnisse erhältlich.
Der Vorstand
des Rabatt-Spar-Vereins Darmstadt
(Rechtsfähiger Verein).
10878a
Die erfolgreichste und
beste deutsche Marke
sind weltberühmt durch Verwendung nur erstklassigen
Materials und feinste Arbeit.
Grösste Auswahl in allen Preislagen.
Rheinstrasse 19.
(7513a
Mathildenplatz 2 Telephon 2572
empfehlen
ausser ihrem reichhaltigen Lager in allen Sorten
Därmen und Gewürzen:
Füllmaschinen
Fleischmühlen
Eisschränke
Laden- u. Wiegeblöcke
Wagen und Gewichte
Mengmulden
Messer, Stähle, Haken
Theken u. vollständige
Laden-Einrichtungen
u. S. W.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 21.
aussergewöhnlich vorteilhafte Preise
3.
prachtvoller Glanz
50
reiche, feine Qualitäten
3.
s grösste Auswahl!
(11248ms
Henebetubri Ladwig inter, Darmstadf
Iule Reise
Reisekoffer für Damen und Herren, Ia Ausführung, von
Mk. 22.− bis 145.−
Handkoffer, Ia Rindleder, von Mk. 30.− bis 60.−
HHandkoffer, Lederimitation, von Mk. 5.− bis 15.−
HHandtaschen, nur la beste Rindlederware, in allen
Fassons und Preisen.
(11025a
A. Buchhammer
Elisabethenstraße 44.
Telephon 1214.
Mein Geschäft
befindet sich jetzt
Karfebtr.
Telefon 1870.
Paul Woll
Uhren, Goldwaren, Optik. (8994a
Reparaturwerkstätte.
Ein wenig
Cgebrauchte Hundehütte
und 1 Sofa billig zu verkaufen
41282fs) Roßdörferſtr. 58, 1. St.
Ale Sorien Gemüfe
und Tomatenpflanzen
hat abzugeben
(10730a
Karl Walter,
Gärtnerei, Alter Arheilgerweg.
wieneu,
Hesse
n-Rad ſehrbill.
Grafenſtraße 26.
(4431a
Für Amateure.
Entwickeln von Platten u. Films,
ſowie alle phot. Arbeit. Jed. Auftr.
w. individuell ausgef. Spezialiſt
nur Zimmer= oder Freilicht=Aufn.
Zu erfr. Darmſtr. 33, p. (*12378ms
CGin gut erh. Fahrrad mit Frei=
Ekauf billig zu verk. (*124291s
Rhönring 73, part. links.
Kut erhalt. eieg. Kinder=
Liege=
wagen billig zu verk. (*12426fs
Näh. Aliceſtraße 26½, 3. St.
A. Castrielus
Mühlstrasse 20/22
Telefon 546
Baumaterialien- u. Nutzholz-Handlung
Hilft sofort
geg. Haarausfall, Schuppen,
Haar=
ſpalte, keine Glatze mehr mit
Dr. Kuhn’s Brennessel-Spiritus-
Haarwasser, erhältlich bei (9085a
G. Kanzler, Marktstr. 3.
Cement — Kalk
Tonröhren
Bimscementdielen
Schwemmsteine
S
Dach- und Isolierpappen
Carbolineum
Falzziegel- Biberschwänze
Fnßboden- und
Bretter — Dielen
Rahmen — Latten
Bauholz
Eichen — Kiefern
Deutsche, schwedische u.
amerik. Fußbodenriemen
Tellow Pine usw. usw.
Wandplatten.
(1665a
Hohnenſtangen
geſpitzt
Baumpfähle
imprägniert (10879a
Gerüſtſtangen etc.
preiswert bei
Jonas Meyer
Holzhandlung.
as
Beste auf dem
Gebiete von
Parkett-
z.W.Z.
reinigungsmitteln. Am
esigen Platze bereits vorzügl. eingeführt.
Verblüffender Erfolg. Spiegelblanke Böden.
Zu haben in Darmstadt bei:
(6346II
Anton Fischer, Materialwaren, Frankfurterstrasse 12—14.
Das natürlichſte aus der friſchen Brenneſſel,
alt=
bewährte, immer gefragte Haarwaſſer bei
Schuppen, Haarausfall, Kahlköpfigkeit, Dünnhaar
iſt Wendelſteiner Häusner’s Brennessel-Spiritus
Flaſche à M. 1.—, 2.— und 3.— (VI9404
Marke „Wendelſteiner Kircherl” in die Flaſche
ein=
geprägt. Wendelſteiner Kräuter=Créme à M.—. 50
u. 1.—, beſtes Hautpflegemittel bei Aufſpringen und
Sprödewerden. In Apotheken, Drogerien u. Parfümerien.
Central-,Bismarck-,Martins-, Merkur-Dreg.,
Germania-, Viktoria-, Bavaria-, Minerva-Drog.
Seit
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
verllais ues-Ausverkaufe
wegen gänzlicher
Geschäftsaufgabe
Ende dieses Monats.
Die noch grossen Vorräte in modernsten Herren-, Jünglings- und Knaben-
Anzügen, Herren- und Knaben-Hosen, -Joppen, alle Arten Berufskleider etc.,
Buxkinstoffe für Herren- und Knabenkleider und Damenkostüme, Damenkleider-
und Blusenstoffe in allen Farben, uni und gemustert, in Wolle und Baumwolle,
Kattune und Wollmousseline, Oxfords für Jacken, Röcke, Kinderkleider und
Hemden, Baumwollzeuge für Kleider und Schürzen, Handtuchzeuge,
Vorhang=
stoffe, Bettkattune, Bettücher und Bettkoltern, farbige Hemden für Herren,
Frauen und Kinder, farbige Damen- und Kinderschürzen in schwarz, weiss
9 e und farbig, Normalwäsche etc. etc. e 6% 6 6
werden
zu jedem annehmbaren Preis
verkauft.
Versäume niemand diese nicht wiederkehrende Gelegenheit zum Einkauf bester Waren.
(11407
— Detall:
PPENHEIMER Sé C
Kirchstr. 4.
fingst.
fest
empfiehlt das
offen-
bacher Spezial-
Leder-
warenhaus sein großes
Lager in Koffer aller
Art, ferner:
Reisetaschen, Reise-Necessaires,
Damentaschen, Schreib-u.
Akten-
sowie alle übrigen feinen Lederwaren, bei
soli-
mappen dester Ausführung zu bekannt billigen Preisen
Ernst-Lud-
W. KamRter, wigstr. 21.
Eigene Fabrikation in Offenbach a. M. (11334sm
Neuheiten
in
SREMNAENR
Kinderwagen
Sportwagen und
Klaup-Sportwagen
von den einfachsten bis zu den elegantesten
Prome-
nade-Wagen, treffen fortwährend ein und empfehle
solche in bekannter, guter Qualität zu äusserst billig
gestellten, Preisen. — Gleichzeitig mache auf mein
reichhalt. Lager in Reisekörben, Reisekoffern,
Reisetaschen, Rohrmöbeln sowie allen feineren
Korbwaren aufmerksam. — Ferner bringe ich noch
meine selbstverfertigten Bürstenwaren sowie alle
Putzartikel in empfehlende Erinnerung.
Wilh. Lehrbach
Tel. 976 Schillerplatz 7 Tel. 976
(130a
edition Monnard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
u. Reiso-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 556. (879a
Entfernen der Motten
us Polſtermöbel ohne aufpolſtern
(5252a
nter Garantie billigſt
. Frieß, Möbel. u. Tapeziergeschäft,
Neue Kiesſtraße 43.
Gartenkies
liefert unter billigſter Berechnung
Kiesinduſtrie L. Enes,
Beſſunger=
ſtraße 66.
(B8160
Große,Auswahl.
Garnierfer
Oamenhüfe
L.3 M. FULD
Krchſtr. 12.
gegenüber der Stadtlirche
00ogogoo
Schagpfeifen
ſchichteie
aller Art u. Preislagen,
nur erſtklaſſige
Fabri=
kate, ſämtl. Erſatzteile
u. Rauchartikel.
Pfeifen=
ſpezialiſt Fr. Marguth,
Darmſtadt, Marktſtr. 3,
Ecke große Ochſengaſſe.
(10372a)
Tannenklötzchen
zum Anfeuern (8150a
kurz geſchnitten und gehackt
Brennholz, buchen und eichen
von Mk. 1.20 per Ztr. empfiehlt
Brennholz=Dampfſchneiderei
Martin Jahn,
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.
Geweihekrütier
(Prachtſtück) zu verk. (*12454fs
Kranz, Arheilgerſtr. 2.
ſollte die Hausfrau im
Mai, Juni in
Waſſer=
glas einlegen, um in
der Zeit, in welcher ſolche teuer
ſind, billigen Vorrat verbrauchen
zu können. Laſſen Sie ſich über
Qualität der Eier und Einlegen
derſelben im Frühjahr Rat erteilen.
Die Sache iſt hochrentabel. (10489a
Drogerie F. Seibert
Pallaswieſenſtr. 44.
4
4
Unerreicht in Qualität und Preis!
(4993:
Preislagen: Mk. 85.-, 115.-, 125.-, 135.-, 1455
August Engel
Schuchardstr. 8. Darmstadt Telephon 1128
August Schäfer
Inhaber des Ateliers Wolff
Ludwigsplatz 6 Fernruf 1703 Ludwigsplatz 6
Werkstätten für:
Photographie, Vergrösserung,
Malerei, Heim- und Aussen-
Aufnahmen, Gruppenbilder ——3
— bei billigster Berechnung —
Bestellungen von Medaillons, Schmucksachen mit Semi
oder echter Emaille in verschiedenster Ausführung.
und in allen Preislagen werden angenommen
Lager von Ständern in Holz und in echter Bronze
Sonntags geöffnet von 11—5 Uhr. (9481a
Matürliche Mineralwässer.
Bilin, Sauerbrunnen; Brückenau, Wernazquelle; Carlsbad, Mühle
brunnen; Dürkheimer Maxquelle; Ems, Kränchen; Friedrichshalt
Bitterwassser; Giesshübl, Sauerbrunnen; Levico; Marienbad
Kreuzbrunnen; Mergentheim, Karlsquelle; Neuenahr, Sprüdel!
Offenbach, Kaiser-Friedrich-Quelle; Ober-Salzbrunn, Kronenquelle
und Oberbrunnen; Ofen Hunyjadi Janos: dto. Apenta; Salzschlirf
Bonifaciusbrunnen; Kgl. Selters; Vichy, Celestins u. Grande Grille
Wildungen, Helenen- und Viktoriaquelle und andere.
Preisliste und Brunnenschriften bitte zu verlangen.
Pallas-
releten 305 Martin Jahn wiesenstr. 31
Niederlage aller natürlichen Mineralwässer. (2712a
für Herren, Damen und Kinder
Kieler Mädchenkleider
in weiss und gestreiften Waschstoffen
Stickerei-Röcke
Russen-Kittel
6 Sade-Wäsche jeder Art. 8
Strümpfe und Söckchen
Macco-Wäsche
Zephir-Hemden
Sport-Hemden
Sport-Strümpfe
Kragen, Kravatten u. Socken
empfiehlt in grösster Auswahl
Wäsche-
Fillpp Hesss Abteiung
Schillerplatz 5 Darmstadt Schillerplatz 5.
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins. (11329
Wanderer
416.
Numut
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mat 1912.
Seite 23.
Nur noch einige Wochen werden die
Stbeständen Damenkonfektion
zu jedem Preis ausverkauft.
Vorhanden sind noch:
in Wolle
Jacken-Costumes, Paletots, Costumröcke, Blusen seide u. Tüll
,,
Taillen-Kleider, Leinen-Costumes, Unterröcke etc.
.,
jetzt Marktplatz 12
Lana
r1. Stock (Schillereck):
(*12495
Besonders preiswert
Elegante Damen-Halbschuhe
Derby-Lackkappen . . .
Gründungs-
jahr 1869
Hlak Dieen
Berlin
Chemische
Gründungs-
jahr 1869
Elegante Damen-Schnürstiefel 4.90 6.50 7.50
mit Lackkappen
Dioderne Herren-Schnürstiefel
mit Lackkappen
4.70 3.50 6.50
Eleg. braune Damen-Halbschuhe 5.75 6.50 7.50
6.50 7.50 9.50
Moderne Boxleder-Kinder-Schnürstiefel
25/26 3.75 27/30 4.— 31/35 1.50
-Moderne braune Kinder-Schnürstiefel
25/26 3.75 27/30 k.25 31/35 4.75
Sandalen, Tennisschuhe, Turnschuhe, Segeltuchschuhe,
,,
. Lastingschuhe, Reiseschuhe, Hausschuhe etc. :.
in bekannt grösster Auswahl zu billigsten Preisen-
Schuhwarenhaus
Waschanstalt u. Färverel
Garderoben-Reinigungs- und Reparaturanstalt
Reinigen u. Umfärben
aller Arten Stoffe, sowie
(11330
Gardinen, Portieren, Möbelstoffe, Teppiche
Annahmestelle
für Darmstadt und Umgegend
bei Herrn
ilhelm Harth, Tapeziermeister
Rheinstrasse 47 (Hansa-Haus)
Original-Fabrikpreise.
Schnellste Lieferung.
1 Luisenplatz 1.
(11433
M
wird Jeder
Eiatiseike gewaſchene Stoff
eden Gewebes, vorrätig in Paketen zu 45 und
25 Pfg. bei Friedrich Schaefer.
(6922f
Buchenſcheitholz!
kurz geſchnitten und geſpalten
In trocken (7001a
per Ztr. Mk. 1.30, frei Keller
Karl Schimmer
Heinheimerſtr. 76. Telephon 212
das Beste
deuische
(9443a) Fahrrad
I.Bouges & Miest, Aratentr. 2,
Tannenſchwarten
u. Klötzchen zum Anfeuern, prima
trocken, ca. 15 cm lang, per Zent.
1,50 Mark einſchließlich Oktroi
frei Keller Karl Schimmer,
Tel. 212. (6149a) Heinheimerſtr. 76.
Kompl. Badeeinrichtung
Holzfeuerung, ſehr große
Zinkbade=
wanne mit Metallfüßen, alles in
vorzügl. Zuſtand, für 50 Mk. zu
verkaufen Näh. Exped. (*12404mfs
RezickJohn, Hanufaktarwareg, 5155a
Sommerüberzieher
für kräftige Figur, modefarben,
gut erhalten, für 10 Mk. zu verk.
*180t) Saalbauſtraße 42, 1. St.
69 wenig getr. Uniformröcke für
Gendarm, ſtarke Fig., bill. abzug.
*12405fso) Gutenbergſtr. 28, II.
Krankheitshalber
la Adler=Rad
ſpottbilig zu verk.
(*42397ms
Stilling., Hochſtraße 4.
Gehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (1273a
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten.
Auf der Plattform des Rathausturmes. — Groß=Berlin
zu unſeren Füßen. — Regen und Streben. —
Oberbürger=
meiſter Wermuth. — Der neue Präſident der Akademie
der Künſte: Ludwig Manzel. — Kunſtfragen im
Abgeord=
netenhauſe. — Taktloſe Angriffe. — Amerikaniſche Gäſte.
Beim Reichskanzler. — Der Friedensbote.
Von keinem anderen Punkte der Stadt gewinnt man
einen ſo umfaſſenden und gewaltigen Ueberblick über
Berlin, wie von der Plattform des
Rathaus=
turmes aus. Ein langer und nicht ganz
unbeſchwer=
licher Aufſtieg iſt’s zwar, dieſen Auslug zu erreichen, und
„von der Stirne heiß rinnen muß der Schweiß”, wenn
man bei warmem Lenzeswetter auch noch ſo langſam
Ab=
ſatz um Abſatz erklimmt; aber endlich ſind wir oben, nur
noch wenige Stufen, und wir treten hinaus in das Freie
ah, wie groß, wie eindringlich und überwältigend iſt
dieſer Ausblick! Da liegt ſie unter uns und um uns, die
Rieſenſtadt mit ihren drei Millionen Einwohnern, da
breitet ſie ſich ſchier endlos nach allen Richtungen aus,
ein einziges, ſteinernes Ganzes, aus welchem wie Inſeln
die kleinen Park= und Erholungsanlagen hervorſchauen.
Hier wird einem der Begriff des vielerörterten „
Häuſer=
meeres” der „Rieſenſtadt” klar; hier ſtrömen gewaltige
Empfindungen auf uns ein, Empfindungen von dem
Glück, dem Glanz, dem Reichtum, aber auch von dem
Elend, der Sorge und dem raſtloſen Kampfe um das
bischen tägliche Leben, dem Neid und Streit unter den
tauſenden und abertauſenden von Dächern und Giebeln.
Nach welcher Himmelsgegend der Blick auch fällt,
Haus an Haus, Straße an Straße! Wie ſchmal ſie uns
vorkommen, wie klein, wie winzig die Menſchen ſind, die
da geſchäftig, Ameiſen gleich, hin und her haſten, wie
zier=
lich all’ die ſcheinbar ſo träge dahintrottenden,
verſchieden=
artigen Gefährte und die zwiſchen ihnen hinflitzenden
Autos, wie das alles in ſtetem Wechſel durcheinander
kribbelt und wibbelt, genau wie Kinderſpielzeug.
All=
mählich erſt kann man die Gegenden unterſcheiden: ganz,
ganz fern im Norden und Südweſten noch brachliegen:
des Land, mit kümmerlichem Gras bewachſen, mit Schutt
und Geröll der Weltſtadt beſtreut, wie bald aber ſchon
vollſtändig von ihr in Beſitz genommen und in kurzer Zeit
mit Straßen und Plätzen bedeckt und das Weichbild
Ber=
lins um einen neuen Teil bereichernd. In der Nähe die
von Frühlingsduft erfüllten Oaſen des Tiergartens und
Friedrichshains; dort ganz hinten die grünen Flächen
des Grunewalds, der Jungfern= und der Köpenicker Heide,
dazwiſchen die ſilbernen Linien der Havel und der Spree,
und nun, deutlicher erkennbar, die vielbevölkerten
Stra=
ßen und Plätze, nach der einen Richtung die endlos
lan=
gen Häuſerreihen der ärmeren Straßen, unterbrochen
durch gewaltige Fabrikanlagen, nach der anderen die
Kaiſer Wilhelm=Straße mit ihren ſtattlichen
Prachtbau=
ten, die „Linden” mit ihren Alleen und Paläſten, weiter
nach Weſten die breiten, von Baumreihen durchzogenen
vornehmen Quartiere und, wie runde Luftſchächte, der
Schloßplatz, der Gendarmenmarkt, der Dönhoffplatz und
Spittelmarkt über die ſich gleich zahlreichen, unruhigen
Schlangen die faſt ununterbrochenen Ketten von Wagen
und Straßenbahnlinien winden und ſchlängeln.
Direkt unter uns, eng zuſammengedrückt um das
grote Haus” wie die Küchelchen um die Henne, die
Gaſ=
ſen und Gäßchen des alten Berlin, der Eity, wenn man
ſo ſagen will — zum Teil noch mit engbrüſtigen,
ver=
räucherten, niedrigen Häuschen, mit Kramläden jeder Art,
mit altmodiſchen Verzierungen um die Torbogen und
ſchwindſüchtigen Höfen, mit ſpitzen Giebeln und ſchmalen
Erkern nach der Straße All' dieſe Häuſer und Häuschen,
ſie haben ein gutes Stück Berliner Geſchichte miterlebt
und mancherlei Menſchen und mancherlei Zeiten an ſich
vorübergehen ſehen, denn von hier unten breitete ſich
Berlin aus, in immer mächtigeren Kreiſen und Ringen,
ſeine Fangarme wie ein rieſiger Polyp nach allen
Rich=
tungen hin ausſtreckend und alles an ſich reißend!
Wahrlich ein ſtolzes, aber auch ein
nach=
denkliches Bild! Hier müßte einmal der neue
Oberbürgermeiſt er Wermuth, den
wir jetzt mit aufrichtiger Freude als unſer
Stadtoberhaupt begrüßen können, ein ſtilles
Stindchen verbringen. Denn bieles Lehrech, aber
auch vieles Ermahnende birgt der herrliche Blick über
die ſtrebſame, fleißige, raſtlos vorwärtsdrängende
Welt=
ſtadt, und es müßte für den unter ſo glücklichen
Ausſich=
ten erkorenen neuen Chef der ſtädtiſchen Verwaltung ein
das ganze Innere erfüllendes, anſpornendes, wuchtiges
Gefühl ſein, dieſe aus einem armſeligen Fiſcherdorf ent.
ſtandene, machtvolle, das deutſche Kaiſerreich
repräſen=
lierende Stadt immer höheren und glänzenderen, aber
daneben auch edlen und idealen Zielen entgegenzufüh
ren. Ein ſchönes und verantwortliches Amt wurde Herri
Wermuth anvertraut, es iſt an ihm, die vielen Hoffnun
gen, die ſich mit ihm verknüpfen, zu erfüllen.
Wie dieſe Wahl mit warmer Sympathie in ſtädti
ſchen Kreiſen aufgenommen wurde, ſo eine andere it
jenen unſerer Künſtler: die Wahl Ludwig
Manzel=
zum Präſidenten der Königlichen Akade
mie der Künſte. Die Zeiten ſind vorüber in dener
die bereits von dem erſten preußiſchen König begründet
Akademie ein Dornröschendaſein führte und ſich ihr
Mitglieder nur zu langweiligen Sitzungen im Zopfſti
vereinten. Mit dem immer reger ſich entfaltenden Er
tereſſe für alle Zweige der Kunſt innerhalb der Berline
Einwohnerſchaft, mit der Entwickung Berlins zu eine
ſtets internationaler werdenden Kunſtſtadt entſtande
auch für die Akademie bedeutſame Aufgaben, denen fil
bei verſchiedenen Gelegenheiten — wir erinnern an di
Franzöſiſche und Engliſche, ſowie an die letzte, Friedrie
d. Gr. gewidmete Ausſtellung — gerecht wurde. Da
kommende Jubiläumsjahr des Kaiſers wird der
Akadem=
abermals Veranlaſſung bieten, eine umfaſſende Ausſte
lung zu veranſtalten, die ein feſſelndes Bild der En
wicklung unſerer Kunſt innerhalb des letzten
Vierteljah=
hunderts geben dürſte. Ludwig Manzel iſt dazu der g.
gebene Leiter, denn während des genannten Zeitraume
ſtand er als einer der emſigſt und erfolgreichſt Schaffer
den inmitten unſerer künſtleriſchen Bewegungen, ei
ernſter, zielbewußter Künſtler und tüchtiger, gerade
Mann. Sein Können und ſein Charakter flößen Bei
trauen ein, ſeine ruhige Objektivität wird künſtleriſch.
Mißgriffe. beſtimmte Bevorzugungen und perſönlich
Rückſichtsloſigkeiten, an denen es gelegentlich nicht gefehl
vermeiden, er wird ſeinen Platz zu ſeiner und der Ehr
der Künſtlerſchaft ausfüllen. Das iſt wichtig in dem hei
tigen Wirrwarr künſtleriſcher Fehden und Befehdunge,
Mit Fragen der Kunſt hatte ſich in den jün
ſten Tagen auch wieder einmal das hohe Haus de
Slenbacher KaiserFreufen Guene dicht, Rheumatismus, Blasen- un
ist bei Katarrhen der Luft- u. Verda
ungsorgane, sowie bei Anfällen vo
Nierenleiden vorzugsw. zu empfehle
San.-Rat Dr. S. schrei b-Lässt man Kaiser Friedrich Quelle längere Zeit und reichlich trinken, so wird der sichere Erfolg ohne schädl. Nebenwirkung nicht ausbleiben
Med-. Rat Prof. Dr. O. schreibt, dass unter dem Gebrauch des Offenbacher Wassers gichtisch-rheumatische Störungen verschwunden sind.
San.-Rat Dr. Sch. nennt Kaiser Friedrich Quelle ein fast souveräues Mittel gegen Gicht und Nierensteine.
Med.-Rat Dr. K. sagt, das Wasser bekommt dem Magen vorzüglich. Hat es ja nnier allen gegen Gicht gebrauchten Wässern den geringsten Kalkgehalt. 0,01605 gege
0,6253 von Fachingen etc.: Die Gefahr der Kalkablagerungen in den Gefässwandungen ist bei diesem Wasser sicher nicht vorhanden.
(8858
Hauptniederlage für Darmstadt bei: MARIIN JAHN, Pallaswiesenstrasse 30, Telephon Nr. 305.
Rheinstrasse
Rheinstrasse
39—21
39—41
2
usr Schwur
6
Elabhssenlenr tur Rempierte Wennungs Einrichtungen mn unen Preistagen.
Wir empfehlen aus unserem reichhaltigen Lager in unserer Abteilung für gut-bürgerliche Einrichtungen zu folgenden ausnahmsweise billigen Preisen:
Komplette
Einrichtungen:
Schlafzimmer
nußbaum oder satinfarbig
lackiert
2 Betten mit Einlage
1 Waschkommode
2 Nachttische
1 2tür. Kleiderschrank
1 Handtuchhalter
2 Stühle
Mk. 225—275
Wohnzimmer
nußsbaum poliert
1 Vertiko mit Spiegel
1 Auszugtisch
6 Stühle
1 Diwan
Mk. 180-220
Herrn-Wohnzimmer
nutzbaum poliert
Schrank
Umbau
Tisch
Stühle
Soia
Mk. 240—320
beichte inte achen
1 Küchenschrank
1 Anrichte
1 Wandbrett
1 Tisch
2 Stühle
Mk. 70—1
Mk. 715.—915
Schlafzimmer
moderne Form
nußbaum oder satinfarbig
lackiert
2 Betten mit Einlage
1 Waschtisch mit hohem
Marmor
2 Nachttische
1 2tür, Kleiderschrank
I Handtuchhalter
2 Stühle
Mk. 350—390
Speisezimmer
nußbaum poliert
1 Büfett
1 Servante
1 Auszugtisch
6 Stühle‟
1 Diwan
Mk. 375—425
Herrn-Wohnzimmer
eiche gebeizt
1 Schrank
1 Umbau
1 Schreibtisch
1 Tisch
1 Sofa
4 Stühle
Mk. 450—510
Küche
beliebige Farbe lackiert
1 Küchenschrank mit
Kunstverglasung
1 Tisch mit Linoleum
2 Stühle
1 Anrichte
1 Wandbrett
Mk. 98—110
Mk. 1273—1435
Schlafzimmer
moderne Form satin oder
nußbaum poliert oder Eiche
1 2tür. Spiegelschrank
2 Betten
1 Waschkommode mit hoh.
Marmor
2 Nachttische
1 Handtuchhalter
2 Stühle
Mk. 390—420
Speisezimmer
eiche oder nußbaum mit
Facetteverglasung
1 Büfett
1 Credenz
1 Umbau
1 Auszugtisch
6 Stühle
1 Diwan
Mk. 485—530
Herrn-Wohnzimmer
eiche gebeizt
1 Schreibtisch
1 Schreibtischstuhl
1 Herrntisch
4 Stühle
1 Diwan
Mk. 460—580
Küche
pitsch-pine lasiert
1 Küchenbüfett
pitsch-pine lasiert
1 Anrichte
1 Wandbrett
1 Tisch
2 Stühle
Mk 125—150
Mk. 1460—1680
Schlafzimmer
modern aparte Form, eiche
oder nußbaum
1 3tür. Spiegelschrank
2 Betten
1 Waschtisch mit hohem
Marmor
2 Nachttische
1 Handtuchhalter
2 Stühle
Mk. 490—590
Speisezimmer
eiche, rüstern odernußbaum
mit reichen Beschlägen
1 Büfett 1,45 breit
1 Gredens
6 Stühle mit Rindleder
1 Diwan mit Moquett
Mk. 640—840
Herrn-Wohnzimmer
eiche gebeizt
1 großer Schrank
1 Umbau
1 Schreibtisch
1 Tisch
1 Sofa
4 Stühle
Mk. 850—950
met iechene intene
Küchenbüfett
1 Anrichte
Wandbrett
Tisch
Stühle
Mk. 150—175
Mk. 2130-2555
Schlafzimmer
aparte Form, silbergrau
eiche oder mahagonl mit
Intarsien
1 3tür. Spiegelschrank
2 Betten
1 Waschkommodemit hoh.
Marmor
2 Nachttische
1 Handtuchhalter
2 Stühle
Mk. 700—790
Speisezimmer
eiche oder rüstern mit
schwerem Kupfer- oder
Messinobeschlag
1 Büfett, 2 Meter breit
1 Credenz
1 Auszugtisch
6 Stühle mit Leder
1 Diwan
Mk. 960—1050
Herrn-Wohnzimmer
eiche, dunkel
1 großer Schrank (sehr
schwer)
1 Umbau
1 Schreibtisch
1 Tisch
1 Leder-Diwan
4 Stühle m. echt. Rindled.
Mk. 975—1075
Küche
moderne pitsch-pine mit
Messingverglasung
1 Küchenbüfett
11 Anrichte
1 Wandbrett
1 Tisch
2 Stühle
Mk. 225—275
Mk. 2860 —3 190
Schlafzimmer
Kirschbaum od. Esch, pol.
mit Stell. Schrank, sonst
wie nebenstehend
Mk. 850—950
Fremdenzimmer
weiß lackiert mit 2teil.
Schrank, sonst wie oben
Mk. 290—420
Speisezimmer
dunkel eiche mit
Kunst=
vergl. und engl. Zügen
1 Bütett, 2,40 Meter breit
1 Credenz mit Verglas. u.
Auffatz
1 Umbau mit Spiegel
1 Diwan
1 Patenzugtisch m. 4 Züg.
12 Lederstühle mit echtem
Rindeder
Mk. 1380—1460
Herrn-Wohnzimmer
eiche gebeizt
1 groß. Schrank, 3-teil. mit
reich. Schnitzerei, rund
vorgebarit
1 Diplomaten-Schreibtisch
1 Tisch
2 Stühle
1 sch.. Club-Sofa mit 2
Sessel in echt. Rindl.
Mk. 1250—1450
Küche
pitschpine mit
Kunstver-
glas., schräg vorgebaut
1 Küchenbüfett mit großem
Schrank und Anrichte
1 Tisch mit Linoleum
2 Stühle
Mk 275—350
Mk. 4045—4620
Weitere Spezial-Offerten und Voranschläge von 4—6 Zimmer-Einrichtungen und mehr in der Preislage von Mk. 5530, 6970, 7327, 8065, 9210,
(11388
9765 usw., sowie komplette Einrichtungen von Pensionats, Hotels, Villen usw. stehen auf Wunsch gerne zur Verfügung.
Franko-Lieferung. — Man verlange Preisliste mit Abbildungen. — Dauernde Garantie.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 25.
Aögeordneten zu beſaſſn. Wenn das geſchieht,
o kann man ſich, nach früheren Erfahrungen, nicht eines
eichten Schauders erwehren und muß unwillkürlich des
Heineſchen Verſes gedenken: „Blamier mich nicht, mein
iebes Kind 18 Es iſt erſtaunlich, wie weltfremd
doch oft unſere Volksvertreter den künſtleriſchen
Ange=
egenheiten gegenüber ſtehen und wie ſie dieſe durch die
Parteibrille betrachten. Unerfreulichſter Art war der
An=
triff eines Abgeordneten auf die nicht dem deutſchen
Untertanenverbande” angehörenden Mitglieder — meiſt
rerikaniſcher Herkunft — unſerer Hofoper. Wer
ich dazu berufen fühlt, ſoll, falls ein Grund vorliegt,
Kritik an den Leiſtungen üben, aber tüchtige Sänger und
Sängerinnen anzugreifen, nur weil ſie im Lande des
Sternenbanners geboren worden, iſt taktlos und
ent=
ſpricht nicht deutſchem, auch der fremden Kunſt und ihren
Vertretern volle Gerechtigkeit zollenden Weſen. Was
würde man bei uns ſagen, wenn im Weißen Hauſe zu
Waſhington ähnliche Hetzereien gegen die zahlloſen, an
amerikaniſchen Bühnen vorübergehend oder dauernd
be=
ſchäftigten deutſchen Künſtler angezettelt würden? Es
jände ſicher ein übles Echo bei uns.
Gerad’ gegenwärtig weilen ja amerikaniſche
Gäſte in unſeren Mauern, um das Intereſſe der
Regie=
rungs= und ſonſtigen Kreiſe für die anläßlich der
Eröff=
nung des Panamakanals im Jahre 1915 in San
Fran=
zisko ſtattfindende „Panama=Pacific
Inter=
national Expoſition” zu erwecken. Die Herren
erfreuten ſich hier der liebenswürdigſten Aufnahme und
haten Gelegenheit, beim letzten Geſelligen Abend
des Reichskanzlers der am vergangenen Freitag
mehrere hundert Herren in den geſchichtlich denkwürdigen
Räumen des ſchlichten Palais der Wilhelmſtraße
ver=
einte, mit einer Reihe hervorragender Perſönlichkeiten
Fühlung zu nehmen. Große Neigung, jene Ausſtellung
in umſgaſenderem Maße von Reichswegen: zu beſchicken,
herrſcht zunächſt hier noch nicht vor, denn man iſt
aus=
ſtellungsmüde, ſehr müde, und möchte nicht weittragende,
viele Opfer erfordernde bindende Verpflichtungen
über=
nehmen, zumal der politiſche Horizont noch nicht ſo ganz
„ſtubenrein” iſt.
In dem Gewühl intereſſanter und vielgenannter
Männer, die der ſehr wohl gebräunt ausſchauende
Reichs=
kanzler in ſeinem gaſtfreien Heim verſammelt hatte,
tauchte um die zehnte Abendſtunde auch der jetzt
interefſan=
teſte und vielgenannteſte auf, Freiherr von
Mar=
ſchall, der ſo viele Federn hüben und drüben in
Be=
wegung ſetzt. Groß, die Mehrzahl der anderen um eines
Hauptes Länge überragend, den ſehnigen Oberkörper
etwas nach vorn gebeugt, im bartloſen Geſicht einige
Schmiſſe noch deutlich wahrnehmbar, wieſen die Mienen
das verbindlich=freundliche Lächeln auf, hinter dem ſich
vieles, gar vieles verbirgt. Mit dem gleichen Lächeln
überhörte dieſer nervige Friedensbote denn auch alle
Fragen, die ſeine Miſſion betrafen, während einzelne
weniger Wißbegierige ihre Gedanken ſtill wandern ließen
von dem Gewaltigen, der einſt hier gewohnt und
ge=
herrſcht, manch’ diplomatiſche Ränkeſpiel kraftvoll
zer=
ſtörend, bis zu unſeren Tagen, in denen ängſtlicher und
bänglicher Gerüchte flatternde Schar oft den Ausblick in
eine nahe Zukunſt verwirrt und beirrt.
Vermiſchtes.
* Wie entſtand das Wiener Kaffeehaus?
Jeder=
mann kennt es, denn das „Wiener Cafe” wie es heute
vornehm allenthalben betitelt wird, iſt zur
internationa=
len Einrichtung geworden. Selbſt in kleinen und
klein=
ſten Städten iſt es zu Hauſe und — beliebt. Und wohl
mancher Gaſt hat ſich auch ſchon Gedanken gemacht über
die Frage, wie wohl die ganze geradezu unentbehrlich
gewordene Inſtitution entſtanden ſein mag. Schwerlich
aber oder doch nur ſelten wird der eine oder andere den
richtigen Sachverhalt über den Urſprung des Wikner
Kaffeehauſes ohne weiteres zu ergründen vermocht
ha=
ben. Dieſen Grüblern kommt nun eine Planderei zu
Hilfe, die Ernſt Klein im 9. Heft der Arena (Deutſche
Verlagsanſtalt in Stuttgart erſcheinen ließ und die neben
manchem anderen auch über die Entſtehung dieſes
Sor=
gen= und Langeweiletöters intereſſante Aufſchlüſſe gibt.
Der genannte Verfaſſer erzählt da über die Entſtehung
des erſten Wiener Kaffeehauſes u. a. folgendes: Als
die Türken im großen Heldenjahr Wiens (1683) von dem
Entſatzheer in die Flucht geſchlagen worden waren,
ver=
gaßen ſie in der Eile des Davonrennens nicht nur ihre
grüne Prophetenfahne und ihre Kanonen, ſondern auch
die Säcke mit dem Kaffee, aus dem ſie ſich den duftenden
Trank gebraut, den ſie ſelbſt in Kampf und Schlacht nicht
entbehren mochten. Die Fahne und die Kanonen
wur=
den als Reliquien und Kriegstrophäen von aller Welt
bewundert und beſtaunt. mit den kleinen braunen
Boh=
nen wußte aber kein Menſch etwas anzufangen. Schon
wollte man ſie als völlig wert= und nutzlos in die Donau
werfen, als ſich ein Mann meldete, der zu wiſſen
behaup=
tetz, wozu die unſcheinbaren Dinger gehörten. Das war
Kolſchitzky, ein Pole, der ſich jahrelang im Orient
herum=
getrieben und während der Belagerung Spionendienſte
für die Oeſterreicher getan. Zum Lohn dafür erbat er
ſich nichts als die Säcke mit dem Kaffee. Man überließ
ſie ihm achſelzuckend. Die Stadt ſchenkte ihm ein Haus
in der heutigen Domgaſſe, und hier vollführte er eine
große Tat. Er eröffnete das erſte Wiener Kaffeehaus
und ſicherte ſich damit ſeinen Platz in der Unſterblichkeit.
lungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Gäte
Pfungstädter „Pilsner‟
Pfungstädter „Kaiserbräu‟
Pfungstädter „Märzen‟
Pfungstädter „Bock Ale‟
Brauerei-Füllung
direkt vom Lagerfass
Bestellungen erbittet man per Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Exvortbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Pfungstadt.
(3114a
MOlOREN
AureMoßllE
Jourenwagen, Stadtwagen,
Kleine Wagen, Motordraschken.
Lastfahrzeuge, Ompibusse
Feuerwehru. Special- Fahrzeuge
Gas-Benzin-Benzol-Kohäl-(Diesel )u. Fetroleum-Matoren, Sauggasanlagen
für Anthracit. Braunkohlenbriketts. Halzkohlen u. larf. Fahrbare Roforen mit
Baumaschinen, Bandsägen ete. Dieselmateren für leerdl-Betrieb
Direkt umsteuerbare Diesel-Schiffsmaschinen, Patent Hesselman
KHENiSchE Aurowosn- u. MoroREN-FaBRIK
BENZ Z. Ge
AKTIENGESELLScHAFT
MANNHEIM
Vertretung: R. Spitzner & Co., Frankfurt a. M., Opernplatz 2.
Hers Stoſträsche
aus der Fabrik von Mey & Edlich in Leipzig-Plagwitz
ist der beste Ersatz für Leinenwäsche.
Elegant. Wohlfeil. Praktisch.
Vorrätig in Darmstadt bei:
H. Nau & Sohn (auch en gros),
Schu-
stergasse 16, neb. der Krone; Herz
Hachenburger Sohn(en gros),
Rhein-
strasse 1; Augusta Graulich,
Kirch-
srasse 27; Armold Kleber,
Bismarck-
strasse 3; Meister & Weißheimer,
Grosse Ochsengasse 24; Georg Hof
(Inh. Edgar Wetzstein),
Hofpapier-
handlung: W. Heckmann, Mühlstrasse 72, gegenüber
der Stadtkapelie: Gebräder Unger, Ludwigstrasse 9;
L. & M. Fuld, Kirchstrasse 12, „Zum weissen Schwanen‟;
Geschw. Merkel, Pankratiusstrasse 23; Adam Rühl,
Kasinostrasse 25; L. Engelhardt Nachf., J. Scheuer.
mann, Grosse Ochsengasse 27; Math. Becher,
Kirch-
strasse 17, sowie in allen durch Plakate kenntlich
ge-
machten Verkaufsstellen.
(6350a
Man hüte sich vor Nachahmungen mit ähnlichen Eti-
Fetten und Verpaekungen, sowie denselben Benennungen.
für Sporkkleidung!
Jedem Pakethegt eine Anienung mit Zeichnungen
bei. vonach auef Ungebte Kostöne, Jackots,
ebeten Sbesuge, blufis uen gonen aus tabat
stricken und hakelg können.
(SternvolStrumpt. u. Sockengarne
io oben Babngee
Wonschtehlfeh wobeteis Pobeh
Grosisten und Handlangen nach.
Sternwoll-Spinnerei, Aitona- Sahrenteig.
Bezugsquellen: Zu haben bei: Adolf Geiger, Georg Heckmann-
Schmidt, Herz Hachenburger Sohn (en gros), J. Hachenburger jun. (en gros),
Adam Horn, Emil Löb (en gros), H. Nau & Sohn, Rud. Nick Nachf., I. Carl
Schmidt und Arthur Sittig.
(VI2649
Keiistkur
erstklassiges Tafelwasser (9463rf
ärztlich empfohlen bei Verdauungsstörungen, Nieren- und
Blasenleiden, Magen- und Leberbeschwerden, bei Gicht und
Rheumatismus.
Elisabethenstrasse 25.
General-Vertreter: Wilhelm Schulz,
Telefon 36.
midhgefalhenen Schinten
SartensKies
25 Mfd. 1.06 M., und mildgefalz,
liefert H. Kaus, Grüner Weg 93,
Telephon 1591.
(B8587
Söhne Anzahlung erhalten
Be=
amte
Manufaktur-
waren ohne Preiserhöhung
Kunen-
von auswärt z. bedeutender Firma.
Gefl. Offerten unter K 89 an die
Expedition ds. Bl. (*12269mss
Kästen aus Holz ſgrüngeſtrichen
i. 6 Größen à ℳ 1.10, 1.25, 1.40,
1.60, 1.75, 1.95 empf.
(8326a
E. Crämer, Ludwigſtraße 7.
Werrn= u. vamenstiefel a Jar 5.50 Mk.
— Deutsche Schuhzentrale, Pirmasens. (2661a
Seitenſtück à Pfd. 95 Pfg., beides
trock.Winterwaren, offer. Plelsch- u.
Wurstwarenversand von Karl
Völ-
zing, Oberhessische Wurstfabrikat.,
(10525a
Ruppertenrod. O.-H.
z. Waſch. u. Bleich, große
Wäſche St. 10 Pfg., kl. St. 4 Pfg.
9161a) J. Plößer I., Malchen.
AD LER
FAHRRADER
Weltbekannte erstklassige Marke .—
Solldeste Konstruktion.
Nur bes t es Material.
Präzisionsarbeit bis in
älle Einzelheiten, daher
Splelend leichter Lauf.
ADLERWERKEvorm. HEINRICHKLEVER A. G.
FRANKFURT AM MAIR —
Vertreter-Müller & Ober
Inhaber A. Ober, Großh. Hoflieferant
Karlstraße 30.
Tel. 651.
(6386a
Hütewerd. jed. Geſchmackentſprech.
ſchick u. fein angef., ältere Hüte
mod. umgearb. in u. außer d. Hauſe
Ludwigsplatz 8, Vdh., III. (9107a
Pat und Mälfe bei (10646a
eeichenten
durch Maul, Karlstrasse 25, II.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116,
Sohaft
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Irenestr. 12,
Slitte Zimmer
Luisenplatz 1, II. Heinrichstr. 146, I. St.
Geräumige 6 Zimmerwohnung mit elegante 5 Zimmerwohn., gr. Manſ.=
Rhein=
Ecke Viktoriastr.Gas, elektr. Licht und Bad. Preis
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (7971ms
Martinſtraße 35, Herrſchaftsh.,
10 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht,
Garten ꝛc., zu verm. oder zu verk.
Näheres: Laden Kiesſtraße (6, Ecke
Nieder=Ramſtädterſtraße. (7372ms
Eiulgetteltsguz
Ecke Ohlyſtraße u. Grüner Weg,
neu erbaut, 11 Zimmer mit reichl.
Zubehör, herrſchaftl. eingerichtet,
Der ſofort beziehbar, zu
ver=
mieten ev. zu verkaufen. Näheres
Ohlyſtraße 69, parterre. (B3395ms
Herrschaftswohnung
Viktoriaſtraße 42, 1. u. 2. Etage,
je 8 Zimmer, 3 Manſarden, 2 große
Keller, neu hergerichtet, zu
ver=
mieten. 1. Etage v. 1. Seplember,
2. Etage per 1. Juli. Näheres
Kahlertſtraße 13, 1. Stock (7002ms
Hügelstrasse 8
iſt die im 2. Stock gelegene
Woh=
nung, beſtehend aus 8 Räumen
nebſt Zubehör, Gas, elektr. Licht,
per 1. Oktober 1912 zu verm.
Einzuſ. v. 3—6 Uhr nachm. Näh.
Hügelſtr. 16, Geſchäftslokal. (9415ms
Kheiunstrase 43
wird der zweite Stock zum
1. Oktober I. J. anderweit
ver=
mietbar. Er enthält 8 Zimmer,
Badezimmer u. reichl. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallation,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
11—1 und 5—7 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
Caſinoſtraße 8.
(10655ms
Annastrasse 8, 2. St.
ſchöne moderne Wohnung von
10 Zimmerr Badezim., Küche mit
Gas, 2 gr. Verandas, Garten nebſt
reichlichem Zubeh. ꝛe, ohne
Gegen=
über, an ruhige Familie per ſofort
event. 1. Juli, zu verm. Preis
1600 Mk. Die Wohnung kann
event. orich geteilt werden. (3023a
Das Haus
Riedeſelſtr. 12
mit kl. Vor= u. Hintergart.,
ſof. z. Alleinbewohnen zu
verm. Näh. nur durch die
Firma Joseph Trier,
Wilhelminenſtr. 25. (965s
Neckarstr. 8, 3. St.
Herrſchaftswohnung, 9 Zimmer,
Bad, reichl. Zubehör, per ſofort.
Näh. Neckarſtr. 8, Stb. II. (964s
Kiesſtraße 95
Haus zum Alleinbewohnen, ca.
12 Zimmer, gr. Garten, per ſofort
oder ſpäter zu vermieten, evtl. zu
werkauf. Näh. durch Paul Wolf & Cg.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (4166s
Das Haus
Hermannſtr. 16
mit Garten, zum
Alleinbe=
wohnen, per 1. Oktober
zu verm. 9 Zimmer, Bad,
Gas u. elektr. Licht. Preis
2200 Mk. Beſichtig. 11—1,
3—6 Uhr. (B11345ms
Annaſtraße 42
Haus mit 11 Zimmern und
reich=
lichem Zubehör, mit Vor= und
Hintergarten, nebſt Stallgebäude,
per 1. September lfd. Js. zu
vermieten. Das Haus wird im
Innern vollſtändig neu hergerichtet,
mit Zentralheizung u. elektr.
Licht=
anlage verſehen. Einzuſehen an
Wochentagen vormittags von ½11
bis ½ 1 Uhr. Wegen weiterer
Aus=
kunft wende man ſich an B. L. Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (11374s
Mhein n. Graſenſtraſt chte
2. Etage 10 Zimmer, wovon zwei
in der Manſarde, alles mit jedem
Komfort ausgeſtattet, zu vermiet.
(11419ms
H. Lastz.
Rossdörfer-
strasse 60
ſchöne große 7 Zimmer=
Wohnung, 2 Trepp. hoch,
zum 1 Juli d. J. zu verm.
Einzuſehen von 11—1 Uhr.
Zu erfragen 1. St. (8569ms
Heidelbergerſtr. 7, Ecke
Riedeſel=
ſtraße, 7 Zimmerwohnung m. gr.
Bad, Balkon, Gas, Elektr. event.
für 2 bekannte Familien auch
ge=
teilt, per ſofort zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (10369ms
iſt der 1. St., neuzeitl. eingerichtet,
6 gr. Zim., Badezim., Fremdenz.,
Balkon und andere Nebenräume,
ſofort zu vermieten. Näh. im
3. St., ſowie bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz8, Tel. 1603. (7980ms
Mathildenstr. 53, part. u. I.
eleg. 6=Zimmerwohnung m. reichl.
Zubeh. ſof. Näh. 2. St. (B8114ms
Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnune mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1031. (1849ms
„Bile Rheinbier,
Herdweg 56 iſt die herrſchaftl.
Wohn. d. unt. Stocks, beſteh. i. 6
Zim. m. reichl. Zubeh., Gartenant.
p. 15. April 1912 ab zu vermieten.
Näher. d. Architekt Weber,
Die=
burgerſtraße 8.
(7409ms
Roßdörferſtraße 86, 3. Stock,
6 Zimmerwohnung in freier Lage,
mit Loggia, Balkon u. ſonſtigem
Zubehör zu verm. Näh.
Heiden=
reichſtr. 29 u. 31, part. (6732ms
Herdweg 99, Hochpart.
iſt eine ſehr ſchöne neuhergerichtete
6=Zim.=Wohnung d. Neuzeit entſpr.,
reichl. Zubeh., 2 Veranden, Bad m.
Einrichtung, Mädchenzim.,
Waſch=
küche, auf Wunſch 2 Zimmer im
Obergeſchoß, elektr. Licht, Gas uſw.
p. 1. Juli Näh. daſ. 2. Etage (B8115ms
.33, I.
6=Zimmerwohn., eleg. hergerichtet,
Badezimmer, Gas. Einzuſ. v. 11—1
vorm. u. 3—4 Uhr nachm. Auskunft
a. v.Hesgert, Martinſtr. 14 (B8113ms
Niederramſtädterſtr. 49, I.
ſchöne 6=Z.=Wohn. p. ſof. (8028ms
Bichbergstr. 11, part.
6 Zimmerwohnung per 1. Juli
zu vermieten.
(B7612ms
Heinrichstr. 68, 2. St.
große 6= Zim.=Wohn. mit
Fremden=
zimmer, großer Veranda — per
ſofort zu verm. Näh. Soderſtr. 70,
1. Stock.
(8014ms
Pallaswiesenstr. 28
2. St., 6 Zimmer m. reichl. Zubeh.,
Näh. daſelbſt.
(7979ms
Heinrichstr. 124
6 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
und Garten per ſofort. (9159ms
Beckstrasse 64
Belletage, eleg. 6 Zimmerwohnung,
Erker, Loggia, Badez., Küche zwei
Manſardenz., zwei Keller, Vor= u.
Hausgarten Bleichplatz, p. 1. Juli
zu verm. Einzuſeh. von morgens
11 Uhr ab.
(6041ms
Taumsſtraße 4, 1. Stoc,
6 Zim. Gas, neu hergericht.
(auf Wunſch Garten) per ſof.
zu perm. Näheres 2. Stock
bei Fr. Dr. Winecke. (10162ms
Steinſtraße 5
6 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. Juli evtl. früher.
(1191ms
Näheres parterre.
eee ene enenten
Lage, Südſeite, 5 große. 1 kleines
Zimmer, überall Vorfenſter, vollſt.
eingerichtetes Badezimmer, Gas,
Speiſekamm., Vorgarten, Veranda,
reichliches Zubehör, wegen
Todes=
fall auf 1. Jult oder ſpäter zu vm.
(B10668s
Näheres 1. Stock.
Soderstr. 191
Ecke der Inſelſtr., ſchöne 6=Zimm.=
Wohn., Balkon, Bade= u. 2
Man=
ſard.=Zimm., Gas u. allem Zubeh.
Mk. 800.— pro Jahr zu vermieten
Wolf, Soderſtr. 101.
(9977s
Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part. (B8116ms
Inselstrasse 36, I.
neuzeitl. 6 Zimmerwohnung mit
Badezimmer und allem Zubehör
per 1. Juli event. früher zu verm.
Näheres Inſelſtraße 34. (7068ms
Zu vermieten.
Mathildenplatz 10 große ge
räum. 6=Zimmerwohnung, 2. St.
alles neu hergerichtet, ſofort
bezieh=
bar, zu vermieten. Näheres
9743ms) Kahlertſtr. 38, 1. St.
Mathildenplatz 7 eing große
6 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
im 2. Stock per ſofort, desgleichen
im 1. Stock 4 event. 5 Zimmer per
(964ms
Juli zu vermieten.
Heidelbergerſtraße 23, 1. od.
2. Stock, große 6 Zimmerwohnung
m. allem Zubehör, Veranda, Balkon,
Magdkammer, zu verm. (B4615s
Heidelbergerſtr. 35
Ecke Annaſtraße
Herrſchaftl. Wohnung
hochparterre, beſtehend
aus 6 Zimmern,
Bade=
zimmer u. reichlichem
Zu=
behör, Veranda, elektr.
Licht, großer Vorgarten,
per 1. Oktober zu
ver=
mieten.
(3399s
Näheres nur bei J.
Glückert,
Hofmöbel=
fabrik, Bleichſtraße 31.
Annaſtraße 8
2. Stock, moderne Wohnung von
6 Zimmern, Veranda, ev. Garten,
ganz neu hergerichtet, mit reichl.
Zubehör an ruhige Familie per
1. Juli billigſt zu verm. (5709s
6 Zim.
Herrſchaftswohnung, ꝛc. mit
oder ohne Stallung für 3 Pferde
zu vermieten. Näh. bei J. Conr.
Mahr, Heidelbergerſtr. 43. (B8126s
Ecke Hobrecht=
GrünerWeg 44ſtraße iſt der
2. Stock, 6 Zimmer, große Diele
m. Garderobe, Zentralheiz.,
Warm=
waſſerleit, Bad, Gas u. elektr. Licht,
Fremd.= u. Mädchenz., ſow. 4 Ver.,
herrl. Blick a. d. Wald für 1. Juli
zu verm. Näh. daſ. (*12386msm
1200 Mark.
(B11380s
Mauerstr. 18, 1. St.
5 Zimmerwohnung mit all. Zubeh.
zu vermieten, zu ſofort beziehen.
Näheres park.
(6761ms
Kiesſtr. 80, I., ſchöne geräumige
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör zu verm.
(456ims
Wienersſtraße 83,
5= Zimmerwohrung.
1. Stock,
(7664ms
eene e e ee
dars bewohnte 1. Etage, 5 Z
mit reichl. Zubehör, neuzeitl.
hergerichtet, iſt per ſofort zu
vermieten.
(7981ms
Näh. im Laden Ludwigſtr. 10.
Oe tehe te en e
1. St.,5ſch. Zim. Bad. Gas,
neuher=
gerichtet, Balk., ev elektr. Licht. 1983ms
Wittmannstrasse 25, I.
5 gr. Z. m. Bad, Veranda, gerad.
Manſardz. per ſofort zu verm. ev.
mit Stallung. Näh.
Wittmann=
ſtraße 23, part.
(B8117ms
Zimmer u. kl. Zimmer, Gas, elektr.
Licht, an ruhige Leute p. 1. Juli z. v.
Einzuſehen v. 2—5 Uhr. (B7389ms
Saessesestsggogtet
Heinrichstr. 134, I.
elegante 5 Zimmerwohnung mit
Badeeinricht., Fremden= u. Mädch.=
Zim., Balkon u. Veranda, Gas u.
elektr. Licht u. Bleichplatz, Südſeite
ohne Gegenüber, auf 1. Jült ev.
früher wegzugshalber zu vermieten.
Näh. daſelbſt part. (6618ms
Moosbergſtr. 94
Ecke Heidelbergerſtr., 5 Zimmer=
Bad, Manſ. und allem Zubehör
per ſofort zu verm. (B3707ms
0p
Heidelbergerstr. 88
große 5 Zimmerwohn. m.
Lino=
leumbelag. Näh. Heinr. Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031 (B8124ms
Pallaswieſenſtr. 39, part.
5 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
zu vermieten. Näh. 2. Stock oder
Rheinſtr. 25, Kontor A. (7606ms
Vitioriastr. 30, I.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (3010ms
3 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näheres 1. Stock.
(B8138ms
Ireneſtr. 7, a. d. Frankfurterſtr.,
Wohnung: 5 Zimmer u. Zubehör,
per 1. Juni. Einzuſ. v. 11—1 Uhr.
Näh. Rheinſtr. 12, 1. St. (10170ms
M
B Emilstr. 42 platz) z. 1. Zuli
oder früher
ſehr große 5 Z.-Wohnung
Aim 2. Stock mit all. Zubehör,
Balkon, Veranda, Garten,
kompl. Bade=Einrichtung uſw.
Näheres 1. Stock. (4129ms
Friedrichſtr. 9, 2. St.,5 Zimmer
mit Zubehör zu vermieten. Preis
550 Mark.
(9505ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (112a
Luisenstrasse 6
Wohnung: 5 große Zimmer,
Küche, Zubeh., auch als Büro
ſehr geeignet, per ſofort z. vm.
Näh. Heinr. Funk,
Soder=
ſtraße 76, Tel. 1931. (4348ms
Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit all.
nötigen Zubehör per 1. Juli, auf
Wunſchfrüh. zu verm. All. Nähere
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (7304ms
Wienersstr. 56
1. Stock, große helle, neu hergericht.
5 Zim.=Wohn. mit vollſt. Zubehör,
Licht= u. Brenn=Gas an ruh. Fam.
für ſof. anderw. zu verm. (6340ms
Beſſungerſtraße 115, 1. Stock,
5= Zimmerwohnung. (7662ms
Viktoriaſtraße 24, III., 5
Zim=
merwohnung mit Bad u. Zuhehör
per 1. Juli zu verm. Einzuſehen
von 11—1 und v. 3—5 Uhr. Zu
erfragen parterre.
(7608ms
Obere Taunusstr. 15, I.
ſchöne große 5 Zimmerwohnung
auf 1. Jult zu vermieten. Zu
be=
ſichtigen von 10 Uhr vormittags
bis 4 Uhr nachm.
(6085ms
Karlſtraße 20 eine 5=
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör ſof.
zu verm. Preis 550 Mk. (3931ms
ruh. Familie. Näh. part. (*91ms Beſſungerſtr. 88, verſetzungsh.,
iſt im. Hth. pt. eine Wohn. v. 5 Zim.,
Speiſek., abgeſchl Vorpl., 2. Rell.,
Gasl., gem. Waſchk., Bleichpl., gr.
Trockenb., p. 1. Juli 1912 anderw.
zu verm. Pr. 425 M. Näh. Bau=
büro Dieburgerſtr. 8. (7408ms Schloßgartenſtraße 11, 1. St.,
5=Zimmerwohnung.
(7663ms Heinrichstr. 116, 2. Btage
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubeh. 2 Manſardenzimmer, Gas,
Bad, Kalt= u. Warmwaſſerleitung,
Mitbenutzung des Trockenbodens,
Bleichplatzes, zu vermieten. Näh.
Soderſtr. 102, 1. u. 3. Etage. (7613ms Soderſtraße 106
part., 5 Zimmerwohnung,
m. Balkon u. Veranda p. 1. Juli
zu vermieten.
(8058ms Hoffmannſtr. 1, frdl. 5 Zim.=
Wohnung im 2. St. mit Zubeh.
per 1. Juli zu verm. Näheres
parterre.
(8179ms 1U0b
Alicestr. 19, II. ms
frdl. 5=Zim.=Wohnung, 2 ſchöne
Manſard., 2 Keller, Trockenbodenꝛc.
p. 1. Juliod. ſpäter. Zu erfrag, part. Viktoriaſtraße 78,
eine Wohnung in der erſten Etage,
enthaltend 5 große Zimmer, Baden
zimmer, Küche, Speiſekammer, Vab=
platz und Balkon, Mitgebrauch diu
Waſchküche, des Bleichplatzes und
Trockenboden, iſt per 1. Juli zu
vermieten.
Desgl. zweite Etage, 5 große
Zimmer, Badezimmer, Küche gr.
Vorplatz, Magdkammer, Mitge=
brauch der Waſchküche und Bleich=
platz ſowie Trockenboden, iſt per
1. Mai, evtl. 1. Juli zu vermieten.
Nähere Auskunſt erteilen Paul=
Meſſerſchmitt, Ludwigſtraße 18
und C. W. Braun, Martins=
ſtraße 74.
(8999ms Rcke Rhein- u. (ralensr.
2. Etage, 5 ſehr große Zimmer
m. Bade= u. Ankleidezimmer, hoch=
herrſchaftlich, mit allem Komfort,
Dampfheizung, p. 1. Juli bezieh=
(9715ms
bar. H. Lautz. Stiftſtraße 67, Ecke Linden=
hofſtraße, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelas, großem Vor=
platz, komplettem Bod. Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
1. Juli. Näheres parterre bei
(V8193
Philipp Spieß, ir. Wieherstrasse 1
5=Zimmerwohnung (1. Etage od.
Parterre) mit allem Zubeh. (Gas)
per 1. Juli zu verm. (8453ms Alicestr. 3, Hochparterre
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per 1. Juli zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (8955ms Niederramſtädterſtr. 57, I.
Schöne 5 Zimmer=Wohnung per
1. Juli zu vermieten. Näheres
8990ms
parterre. Reinrichstr. 160, 1. St.
5 elegante Zimmer mit allem Zu=
behör für 1. Juli zu verm. Näh.
Mathildenſtr. 41, 2. St. (B8270ms Wilhelminenstr. 171.
5=Zimmerwohnung mit Zentral=
heizung u. Zubehör per ſofort zu
vermieten. Näheres beim Beſitzer
Gg. Hinkel, dipl. ing., Frankfurter=
ſtraße 16½, part., od. Wilhelminen=
ſtr. 17, b. H. u. F. Becker. (3438ms
2. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunft erteilt Herr Leißler,
(10910ms
Stiſtſtraße 62.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mat 1912.
Seire 27.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädfer Hausbesirzerverein. Wilhelminenstrasse 19,
Zu vermieten:
Hermannſtr. 39, Haus, 15 Zim.,
Stall., Garten, per 1. Oktober.
Näh. Aliceſtr. 17, II. (*12037sms
Annaſtr. 23, gr.
Herrſchafts=
wohn. mit od. ohne Stall., 9 Zim.
aufder Etage nebſt allem Zub. Näh.
Frz. Koch, Mühlſtr. 64½. (8651s
Grünerweg 40, Neubau
zwei 7 Zimmerw., 2 Fremdenz.,
Zen=
tralh., Vacuumreinig., per ſofort
Näh. Hoffmannſtr. 21, oder b. Hrn.
Archit. Klee. Heinrichſtr. 82. (8036ms
Aliceſtr. 19½, 1. St., Eckhaus,
freie Lage, herrſchaftl. Wohnung,
Zimmer, Erker, Veranda, reichl.
Zubehör wegzughalber per 1. Juli.
Auf Wunſch Gartenanteil. Näh.
parterre.
(9726ms
Karlſtr. 66, berrſch. 7
Zimmer=
wohnung, Bad. Gas, elektr. Licht,
reichlichem Zubehör, per 1. Juli.
(10985ms
Näheres 3. Stock.
elegante ie
Zimmerw.,
Eisabethenstr. 30
Bad, reichl. Zubh., p. ſofort. (8039ms
Heidelbergerstrasse 9½
herrſchaftl. 6=Zimmerwohn., reichl.
Zubeh. Näh. 3. Stock. (8038ms
2. St., 6 Zim.=
Rheinstr. 3, Wohn. mit all.
Zubeh. p. ſofort. Näh. i. Lad. (1094s
Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
ſo= Zimmerwohn., vornehm gehalt,
getäfelt. Speiſeſaal, glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
ſp. ſofort od, ſpäter. (9227ms
Grünerweg 91, part.
5=Zimmmerw., 1 Fremdenz.,
Zen=
ſtralhz., Veranda, Balkon. Näheres
Grüner Weg 93.
(204ims
Bismarckstrasse 60
Wohnung v. 5—6 Zimmer, reichl.
Zubeh., p. 1. Juli. Näh. 1. St. (9970ms
Martinſtr. 64, I., wegzugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk.,
Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
„mit vollſtändig. Badeeinrichtung,
Loggia mit prachtvoller Ausſicht,
Gartenanteil per 1. Oktober, evtl.
früh., 1200 Mk. Näh. Fuchsſtr. 16,
3. St. Telephon 247. (9225ms
Heidenreichstrasse
und Saalbauſtraße 78
5 Zimmerwohn., Fremdenz., Bad,
Gas, Balkon, Loggia, alles
neuzeit=
lich. Näh. Soderſtr. 102, I. (6433ms
Roßdörferſtraße 28Landwehrstr. 5, 3. St.
lneuzeitliche 5 Zimmerwohn., Bad,
Veranda u. Zubehör per 1. Juli.
Näh. part. Preis 620 Mk. (8197ms
Zimm.=
Viktoriastr. 96, I. wohn.,
Bad, Manſ. per 1. Juli. (8942ms
Beckſtr. 83, 2. St., 5 Zimmerw.
mit Bad, Gas u. allem Zubehör
ſper 1. Juli. Näh. part. (11427ms
Friedrichstr. 40, 2. St.
ſchöne 5 Zimmerwohn., ſämtlichem
Zubehör, per 1. Juli, auch früher,
dazu ev. ferner Manſ., 3 Zimmer,
abgeſchl. Vorplatz. Näheres imſ
Kontor
(6743ms
Rhönring 9, ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung, neuzeitlich eingerichtet,
ſper 1. Juli. Näh. part. (10465ms
Schwanenſtr. 39, III. Stock,
4=Zimmerwohn., Balkon, Zubeh.,
480 Mk., per 1. Juli. (8940ms
neuzeitl. 5 Zimmerwohn., Magdk.,
Gas, Bad mit Gasofen, Keller am
31. Juli. Einzuſeh. v. 11—1 Uhr u.
—6 Uhr. Näh. Mylius, 1. St. (7398ms
Ecke der Klappacher= und
Schießhausſtraße 26 ſchöne
4 Zimmerwohnung per ſofort ev.
1. Juli.
(4620ms
Bismarckſtr. 78, III., ſchöne
4—5=Zimmerwohnung, Gas, weg.
Verſetzung, per 1. Mai. Näheres
parterre.
(9223ms
Mathildenplatz 2
ſchöne 3 Zimmerwohn. pex 1. Juli
ſevent. früher u. ſchöne 2
Zimmer=
wohnung desgleichen. (10701ms
Viktoriaſtraße 54, Eckhaus, I,
part., ſchöne 3 Zimmerwohnung,
nebſt ſchöner Dachſtube. Näheres
Nied.=Ramſtädterſtr. 50, I. (10986ms
Bleichſtraße 19, 1. St., 4 Zim.=
Wohn., Gas, allem Zubeh., 1. Juli,
zu verm.
(8199ms
Aite Niederſtraße 25 ſchöne
3 Zimmerwohn. u. Zubeh. p. 1. Mai.
24 Mk. mongtlich.
(6742ms
Grafenſtr. 35, Ecke Waldſtr.,
2. u. 3. Stock, je eine 4 u. 5 Zimmer=
„Wohnung per 1. Juli. oder ſpäter.
Näheres 2. Stock.
11425ms
Kirchſtr. 14, III., 3 Zim.=Wohn.
Küche, Kammer, neu hergerichtet,
ſper ſofort.
(11428ms
Sandbergſtr. 54, neuzeitliche
3 Zimmerw. ſof. beziehb. (11426ms
Liebfrauenstrasse 68
3 event. 4 Zimmerwohn. Näheres
11. Stock.
(10702ms
Mühlſtraße 26, 2. u. 3. Stock,
83= und 4=Zimmerwohnung., Bad,
Balkon, ganz modern eingerichtet,
per 1. Juli. Näh. part. (9725ms
Eliſabethenſtraße 29, Hinterh.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung. Näh.
(7400ms
m Saden.
Gr. Kaplaneigaße 35, helle
2= Zimmerwohn., 2 Treppen hoch.
(9226ms
Näh. Beckſtraße 57.
Lichtenbergſtr. 78, 1. Stck., Htb.,
ſchöne 2 Zimmerwohnung, abgeſch!
Vorplatz, große Küche. Näheres
Vorderhaus, 1 Stock. (10984ms
part., 2 Z.=W., Küche,
Sandstr. 42, eignet ſich auch für
Büro. Näh. daſ.
(8043ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 14, Magazin,
Kont. per ſofort.
(8045ms
Suchsſtr. 14 Stglungſ.a Pferde,
hochelegant, Remiſe u. vollſtändige
Kutſcherwohnung. Näheres
Fuchs=
ſtraße 16.
(6434ms
Grafenſtraße 31, 1. Stock, gut
möbliertes Zimmer. (11251ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Frankfurterstr. 19, II.
5 Zimmerwohnung mit Bad und
allem Zubehör per 1. Juli. Näheres
zu erfragen parterre. (8475ms
Rheinſtraße
Eingang Georgenſtraße, 1. Stock,
5 Z.=Wohn., Gas, elekt. Licht per
1. Juli. Näh. Rheinſtr. 33, I. (8907ms
Herderstrasse 24
ſchöne 5 Zim.=Wohnung alsbald z. v.
Näh. Moosbergſtr. 53. (B8610ms
Mreſstr. 20, I.
5 Zimmer, Balkon, Gas u. elektr.
äicht, Badez. m. kompl. Einricht.,
Küche, Keller, Boden ꝛc. an ruhige
Mieter per ſof. zu verm. (679ms
2. Stock, ſchöne 5 Z.=Wohnung
m. Badez. u. Zubehör per 1. Juli
zu vermieten. Heiz= u. Leuchtgas,
Kloſett im Vorpl. Einzuſehen von
morg 11 Uhr ab. Näheres daſelbſt
u. Mathildenſtr. 44, II. (B8922ms
Hölgesstr. 10, 1. Stock
ger. 5 Zimmerw., Badez., Mädchenz.,
Balkon, Gas, Waſchk., Bleichpl. u.
all. Zubeh. wegen Weazug. (9192ms
Frankfurterſtraße 17, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Balkon
und Veranda auf den 1. Oktober
zu vermieten. Zu erfragen 1 Treppe
hoch v. 10—1 Uhr vorm. (9907ms
Mathildenstr. 50, part.
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung per
1. Juli. Preis 1000 Mk. Näheres
Beletage.
9622ms
Zum 1. Juli
ſchöne 5 Zimmerwohn. m. Gas,
elektr. Licht u. all. ſonſt. Zubehör
zu verm. Näheres Ecke
Erbacher=
ſtraße im Pianoforte-Magazin. (9700ms
Heidelbergerſtr. 85, 2. St.
ſchöne geräumige 5=Zimmerwohn.
mit Balkon u. all. Zubeh. v. 1. Juli
abzu vermieten. Näheres daſelbſt
und Soderſtraße 112. (9909ms
Bismarckstrasse 48
5 Zimmerw. per ſofort zu verm.
Einzuſ. tägl. v. 10—12 u. 3—5 Uhr.
Näh. daſ. part.
(6214t
Heinrichstr. 70
moderne 5 Zimmerwohnung,
2. Stock, mit allem Zubehör
(Gas, Bad, elektr. Licht,
Veranda) ſofort zu verm.
Näheres Mathildenſtraße 54,
1. Stock.
(B10200ms
Grüner Weg 48, II.
verſetzungshaber 5 Zimmerwohn.,
neuzeitl. einger., in beſter Lage,
ſofort zu vermieten. (B10173ms
Mathildenſtr. 9,
1. Stock, 5=Zimmerwohnung
mit Balkon u. Veranda, nebſt
Zubehör, bis 1. Juli zu
ver=
mieten, auch früh. (B10232ms
Zu erfragen im ſelben Hauſe
ebener Erde.
Hügelſtraße 55, part.
5 Zimmerwohnung
Entreſol, Badezimmer u. Zubeh.,
neuzeitl. hergericht., alsbald zu vm.
Näh. 1. Stock.
(10169ms
Alicestrasse 25
2 große 5=Zimmerwohnungen, II.
u. III. Stock mit reichl. Zubehör,
in ruhigem Hauſe mit Gartenanteil,
per ſofort, zum 2. Stock ev. noch
ein Zimmer. Näh. durch B. Baer,
Landwehrſtraße 18. (10384a
Wenckstr. 56, I.
in ruh. Hauſe eine 5 Zimmerw. mit
all. Zubeh., neu hergericht., zu verm.
Einzuſ. von 9—3 Uhr (19511a
Hügelſtraße 55, part.,
gegenüber dem Palaisgarten,
vollſt. modern hergerichtete
5 Zimmerwohn., Entreſol,
Badezimmer, Zubehör,
als=
bald zu verm. Einzuſehen von
9—11 u. 3—5 Uhr. (10660ms
Soderſtr. 90, Ece Becſtr.,
große 5 Zimmer=Wohnung m.
Gas, Bad u. allem Zubehör
als=
bald billig zu vermieten. Näh.
Griesheimerweg 19, Kontor. (9777t
Soderſtraße 67, 1. St., ſchöne
5 Zimmerw. mit Balkon, Badez.,
Manſardenz., Küche, Gas u. ſonſt.
Zubeh. an ruh. Leute bis 1. Juli,
event. auch früh. zu verm. Lage
Ecke Gervinus= und Soderſtraße.
Näheres daſelbſt.
(11193a
Mathildenstr. 12, II.
mod. 5 Zimmerwohn. mit Badez.,
Veranda, Linoleumbelag, Waſchk.
Bleichpl. u. Zubehör per 1. Juli,
auch früher, zu vermieten. Preis
880 Mark. Näheres Ludwig=
(5782s
ſtraße 6. 2. Stock.
Taunusſtraße 1
ſehr ſchöne Belle=Etage, 5 Zimmer,
Badezim., Küche, Koch= u. Leuchtgas
etc, ert. a. mit ſchön. Garten (9994s
Alicestrasse 25, I.
zum 1. Juli
auch früher oder ſpäter
f. Juli, August, September
1912 erhebliche
Miet-
preisermäßigung nach
Ver=
einbarung, in freier, ruh. Lage
ſehr geräumige. preiswerte
5-Zimmer-Wohnung
Bad, Küche, Speiſekam., mehr.
Wandſchränke, Manſ., 3 Keller
uſw. Balkon, Gartenanteil.
Näh. in der Wohnung. (9634s
Wittmannstr. 27, part.
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. Oktober zu vermieten.
Einzuſ. v. 10—12 u. 3—6 Uhr. (B3839,
Pieientertene 13
1. St., 5 ſchöne gr. Zimmer, Balk.,
Bad, Gas, ſowie Part. 5 ſchöne
gr. Zimmer, davon 2 Entreſol, beide
Wohng. m. all. Zubeh., auf 1. Juli
zu verm. Einzuſ. v. 11—12½ u.
3½—6. Näheres 2. St. (8055s
Viktoriaſtr. 66 ſchöne 5= Zim.=
Wohnung mit Gas, Veranda per
(9470s
1. Oktober zu verm.
Grafenstr. 27, II. r.
ſchöne 5 Zimmerwohn. mit Bad,
650 Mk., per 1. Juli. (11358ms
Wendelſtadtſtr. 8
part., 3 gr. u. 2 kl. Zim. m. Zub. p.
1. Juli. Näh. 1. Etg. daſ. (*12529
Roßdörferſtr. 73, I., große
neu=
zeitl. 5—6 Zimmerw. mit all. Zub.,
neu herger., ſof. Näh. pt. (11375ms
Mengrtr. 3
ſchöne gr. 4=Zimmerwohnung nebſt
Badezimmer zu verm. (B6203ms
Heidelbergerstr. 7
Seitenbau part., 4 Zimmerwohn.
mit Küche per ſofort zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(6900ms
Schwanenſtr. 79, Ecke
Rhön=
ring, ſehr ſchöne 4
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör
preiswert per 1. Juli. Näheres
daſelbſt oder Emilſtr. 42, I. (8185ms
Lichtenbergſtraße 26, Nähe der
Dieburgerſtr., 1. St., 4 Zimmer uſw.
p. 1. Juli od. früher z. v. (8181ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 87
3. St., ſchöne 4=Zimmerwohnung,
evtl m. Bad, Bodenraum u. 2 Keller
per 1. Juli od. früher. Einzuſehen
nachmittags 2—6 Uhr. (B7118ms
Mathildenſtr. 5, 1. St., 4 Zim.=
Wohnung, neuzeitlich, per ſofort zu
verm. Näh. parterre. (B8125ms
Wienersſtr. 65
eine 4=Zimmerwohnung ſofort
zu verm. Preis 460 Mk. (8024ms
Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (B8136ms
Mauerſtr. 19, 1. St., neuzeitl.
ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Juli.
Näh. im 3. St. bei H. Petri. (8155ms
Landskronſtraße 67
2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör,
per 1. Juli. Näh. daſ. (6049ms
Mollerſtraße 25
ſchöne geräumige 4 Zimmerwohn.
mit Veranda, Speiſe= und
Bade=
zimmer, kein Gegenüber, per ſof.
zu verm. Zu erfr part. (4262ms
Mauerstr. 30, 1. Stock
ſchöne 4 Z.=W. m. Veranda u. reichl.
Zubeh. z. 1. Juli z. vm. Einzuſ.
zwiſchen 11 u. 3 Uhr. Näh. daſ.
und Kiesſtraße 84, part. (7311ms
Kahlertstr. 32
1. Stock, hübſche 4 Zim.=Wohn. per
1. Juli zu verm. Näh. Wilhelm
Caſtan, Kirchſtr. 5, Laden. (6335ms
Kiesſtr. 81 iſt eine ſchöne
Vier=
zimmerwohnung per 1. Juli zu
verm. Näh. daſ. part. (6769ms
Beſſungerſtr. 113, am
Süd=
bahnhof, iſt wezugshalber eine gr.
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh. u. Gartenant. p. ſofort od.
1. Juli zu vermieten. (B6721ms
Mauerstrasse 21, 3. Stock,
ſchöne 4=Zimmerwohnung,
Man=
ſardenzimmer, große Veranda und
all. Zub. p. 1. Juli an ruh. Leute.
Näheres 1. Stock.
(8075ms
Schöne mod. 4 Zim.=Wohnung
mit Balk Badez., Speiſek. u. reichl.
Zubeh. Näh. Karlſtr. 30, I.(8418ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (112a
Riegerplatz 5, 1. St., 4
Zimmer=
wohnung zu vermieten. (8434ms
Moosbergſtraße 26, 2. Stock,
4 ſchöne Zim. per 1. Juli. (6333ms
Sandbergstr. 43
Wohnung z. Alleinbewohnen
von 4—5 Zimmern, Veranda,
großer Hof, Werkſtätte mit
Lagerraum, ſof. bill. zu vm.
durch Heinrich Funk,
Soder=
ſtraße 76. Tel. 1031. (7423ms
Bismarckstrasse 48
1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per 1. Juli zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 10—12 und 3—5 Uhr.
Näheres daſelbſt parterre. (7909ms
Kaupstrasse 32, 2. St.
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per 1. Juli d. J. zu verm.
Näh. bei M. Schad, 1. St. (8419ms
Stiftſtraße 75, III. Stock (
Hol=
länder) 4 Zimmer u. Badezimmer
per 1. Juli an ruhige Familie zu
vermieten. Preis 500 Mk. (8480ms
Viktoriaſtraße 90, 3. Stock
ſchöne gr. 4 Zimmerwohnung mit
2 Manſardenzimmern, 2 Keller,
Trockenboden, Bleichplatz u. ſonſt
allem Zubehör per 1. Juli zu verm.
Auskunft wird part. erteilt. (7959ms
Eckhardtſtraße 1, 1. Stock r.
geräum. 4 Zimmerwohn., Speiſek.,
Gas uſw. per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt. (8401ms
Luiſenſtr. 36, II., 4 Zimmer per
1. Juli. Näh. im Laden. (8605ms
ſt d. Part=
Alicestr. 16 Stock, beſt.
a. 4 größ. u. 2 Entreſole=Zim.,
auf den 1. Juli l. J. zu verm.
Näh. dortſelbſt im 2. St., ſowie
Kaſinoſtr. 8 (Anw.=Büro). seall
Zimmerſtr. 11, Ecke Hügeſtr,
gegenüber dem Neuen Palais=
Garten, freundliche 4=
Zimmer=
wohnung, parterre, mit Zubehör
per 1. Juli d. J. an nur ruhige
Leute, Näh. in der Buchbinderei,
einzuſ. v. 2—4 Uhr nachm. (8920ms
Beſungerſtr. 8, 2. St., ſchöne
4 Zimmerwohnung mit Bad per
1. Juli zu vermieten. (B9152m
Eckhardtſtraße 21, 1. Stock,
kein vis=ä-vis, 4 Zimmer zum
1. Juli zu vermieten. (9144ms
Mollerſtraße 2 (Eckhaus) ſchöne
4 Zimmerwohnung im 1. Stock
per 1. Juli zu vermieten. (10155ms
Kahlertſtraße 5½, Nahe dem
Herrngarten, part., ſchöne 4=Zim.=
Wohnung nebſt Zubehör zu verm.
Näh. Kahlertſtr. 7, p., Gg. MöſerI.,
Maurermeiſter. Einzuſehen von
11—1 u. 5—7 Uhr.
(8880ms
Friedrichstr. 13, part.
große 4 Zimmerwohn. mit Bad,
Gas und allem Zubeh. p. 1. Juli
zu vermieten.
(9633ms
Gulenbergſtraße 27, 2. St.
ſch. 4 Zimmerwohnung mit zwei
Balkons, Badeeinrichtung, Speiſe=
und Bodenkammer nebſt Zubehör,
per 1. Juli. Näh. part. (9435ms
Obere Liebfrauenſtraße 108
ruh. 4 Familienhaus bei der
Tau=
nusſtr., beſ. Lage, iſt der hübſche
1. Stock, 4 Z. u. Zubeh., zu 520 M.
p. 1. Juli zu verm. Neu gemacht.
Näh. bei Sior, oberſter Stock. (9438a
Neue Irenestr. 67, I.
freundl. 4 Zimmerwohnung
mit Bad, großer Diele und
Zubehör, per 1. Juli zu
ver=
mieten. Näh. daſelbſt. Preis
500 Mk.
(10501ms
Lichtenbergſtraße 80
parterre und 1. Stock, drei neu
her=
gerichtete 4=Zimmerwohnungen
mit Zubehör ſofort oder 1. Juli zu
vermieten. Preis 450 bzw. 500 Mk.
Näheres daſelbſt bei Bauführer
Dauber. 3. Stock.
(9504ms
Riedingerstr. 33, I.
mod. 4 Zimmerwohn. per 1. Juli
oder früher zu verm. Näheres
Schießhausſtr. 42, part. (B8611ids
Dieburgerstrasse 62
ſchöne neu hergericht. Belletage,
4 Zimmer mit Balkon, Küche,
Koch= u. Leuchtgas, eventl. 1—2
Zimmer 2. Stock mehr, alsbald
oder ſpäter.
(6716ms
Mathildenstrasse 35
hochpart., hübſche 4 Zim.=Wohnung,
ohne Gegenüber, an ruhige. Familie
preiswert p. 1. Juli zu verm. Näh.
nur Soderſtr. 115, 1. St. (9685ms
Seitersweg 10
ſchöne 4 Zimmerwohn. im 1. S
Veranda, Bad ꝛc. zu verm. Näh.
daſelbſt 2. Stock
(10168ms
Ireneſtraße 13, per 1. Juli
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör
im 3. Stock. Näh.
Frankfurter=
ſtraße 70 und Wendelſtadtſtr. 46,
1. Stock.
(3878ms
Schillerplatz 2, 4= Zimmerwohn.
zu vermieten.
(9189ms
e. 4 Zim.=
Müllerstr. 14 wohn. im
1. Stock zu verm.
(10365ms
Soderſtraße 104, part., ſchöne
4—5 Zimmerwohnung mit Zubeh.
per 1. Okt. evtl. früher. (10672ms
Blumenthalstrasse 41
eine 4 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör. Näh. im Laden. (8351ms
Liebigſtr. 67 ſchöne 4
Zimmer=
wohn. per 1. Juli.
(10918a
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912,
Roquetteweg17, Villenneubau,
2. Stock, 4 Zimmerwohnung, Gas,
Elektr., Zentralheizung, an ruhige
Familie zum 1. Juli zu verm. Näh.
Nied.=Ramſtädterſtr. 33, I. (10671ms
Heidelbergerſtr. 122
ſchöne 4=Zimmerwohnung, pt.,
mit Balkon, Gas,
Speiſekam=
mer, Bleichplatz, Manſarden= ſa
zimmer per 1. Juli zu
ver=
mieten. Näh. Riedeſelſtr. 56,
parterre.
(10721ms
Kiesstrasse 30, part.
4 Zimmerwohnung bis 1. Juli,
wird neu hergerichtet, zu vermiet.
Näh. daſ. bei Herrmann im 1. St.
nach 6 Uhr abends. (10928ms
Heinheimerſtraße 77 hübſche
4 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
u. 2 ineinandergehende
Manſarden=
zimmer per 1. Juli billig zu
ver=
mieten. Näh. 1. Stock. (10907ms
Sofort zu vermieten
eine ſchöne Wohnung
Karlstrasse 115
enth. 4 große Zimmer, Küche, Bad,
Veranda, Loggia, Gas u. elektr.
Licht, im Dachſtock ein großes
Zimmer, Keller, Mitgebrauch der
Waſchküche, ſofort zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74. (B10956ms
Obere Moosbergstr. 63, II.
große, ſchöne 4 Zimmerwohn. mit
Gas, Bad, Loggia u. reichl. Zub.
zu vermieten.
(B10922ms
Eke Schuchardtſtraße
Wohnung, 3. Stock, neu
her=
gerichtet, 4 oder 3 Zimmer,
ev. mit Bad, ſofort zu verm.
9414oms) D. Oppenheimer.
Lauteſchlägerſtraße 5½ Vier=
Zimmerwohnung, 3. Stock,
neu=
zeitlich, an ruhige Leute zu verm.
Preis Mk. 450.−. (*12297ms
Gutenbergſtr. 11 große
Vier=
zimmerwohn. mit allen
Bequem=
lichkeiten und Gartenanteil per
1. Juli. Preis 620 Mk. Zu erfr.
Pankratiusſtr. 1 (Laden). (11222ms
Gervinnsſtraße 93
nächſt der Heinrichſtraße, ſchöne
4 Zimmerwohnung, hochparterre,
mit Bad und allem Zubehör, per
1. Juli ev. früher zu vermieten.
Näh. Kiesſtraße 93, parterre, von
(B11000ms
9 bis 3 Uhr.
Landgraf Georgstr. 64
4 Zimmerwohn. Mk. 450, 3
Zim=
merwohnung Mk. 340, per 1. Juli
zu vermieten. Näh. Carl Ph. Müller,
(11186ms
Kelterei.
Wilhelminenstr. 9
Vorderhaus, 2. Stock, eine ſchöne
kleine 4 Zimmerwohnung per ſofort
an kinderloſes Ehepaar od. einzelne
Leute zu vermieten. (*12317ms
Kiesſtraße 129
1. Stock, 4 Zimmer, Badez., Küche
mit Vorratsk., 2 Keller, Mädchenk.
Veranda, zu vermieten. Näheres
t.
Kiesſtraße 127,
(11229oms
ſch. 4 Z.=Wohng.
Mauerſtr. 22 ſofort od. ſpäter
zu verm. Näh. part. (*12328ms
Annaſtr. 8, 2. Stock, hübſche
Wohnung von 4 Zimmer, Badez.,
Veranda uſw. mit reichlichem
Zu=
behör an ruh. Familie per 1. Juli
billigſt zu vermieten.
(5710s
Kahlertstrasse 37, I.
4 Zimmerwohnung.
(1636s
Mathildenplatz 18
4 Zim. u. große Küche im
Hinter=
bau zu vermieten.
(4557s
Frankfurterstr. 32, I.
eine ſchöne 4 Zimmerwohnung mit
Zubeh. auf 1. Juli z. vm. Zu erfr.
bei Fr. Zängerle im 1. Stock. (9142s
Neue Niederstr. 16
ſch. 4 Zimmerw. mit Baderaum.
gr. Veranda, 2 Manſardenk. uſw.
zu verm. Näh. part. (B8127s
öne 4 Zim.=
Rhönring 13 Wohnung.
Näh. bei J. Dillmann,
Weiter=
ſtädterſtraße 35.
(8352s
Kaupſtr. 25, 3. St., 4
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör,
voll=
ſtändig neu hergerichtet, zu 400 Mk.
ſofort zu vermieten.
(8447s
Blumenthalſtraße 109, 1. St.,
ſchöne 4 Zimmerwohn. m.
Garten=
anteil per 1. Juli zu vm. Näh.
(8842s
Wolf, Soderſtr. 101.
Wenckſtr. 18, 1. St., 4 Zimmer
Badezimmer und allem Zubehöt
per 1. Juli. Näh. 3. St. (8189s
Mühlſtr. 41 neuherger. 4 Z.=W.
Einzuſ. bis 5 Uhr. Näh. p. (11170a
Schwanenstr. 39 p.
ſchöne 4 Zimmerwohn. bis 1. Juli Ahaſtr. 22, Hinterh., I. Stoc
an ruh. Familie zu vm. Näheres 13=Zimmer=Wohnung per ſofo
Schwanenſtr. 39, part. (10362s 1 Näh. bei Eiſemann, Vorderhaus
Mauerstr. 30, I. Stock
ſchöne 4 Z.=W. m. Veranda u. reichl.
Zubeh. z. 1. Juli z. vm. Einzuſ.
zwiſchen 11 u. 3 Uhr. Näh. daſ.1 1. St. rechts, große 3 Zimmer=
und Kiesſtraße 84, part. (11359s
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½,
1. St., neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh. Beſſungerſtr. 8, Manſ., 3 gerad
an ruh. Miet. z. 1. Juli zu verm. Zimmer, zu vermieten. (B9151m
Pr. 700 M. Näh. daſ. 2. St. (11377ms
Schwanenſtr. 27
2. St., ſchöne 4 Zimmerwohnung
per 1. Juli zu vm. Näh. Nieder=
Ramſtädterſtr. 57b, 1. St. (11416ms
Sandbergstr. 60, part.
ſchöne 4—5 Zim.=Wohn. mit Zub.
per 1. Juli zu verm. (B11392ms
Um
Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (7994ms
Beſſungerſtr. 105, Vorderh.,
3 Zimmerwohn. zu verm. (B8130ms
Erbacherſtr. 17
2. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohnung
zu vermieten.
(11305ms
Waldſtr. 25, Vorderh., ſchöne
3 Zim.=Wohnung u. eine ſolche im
Seitenbau bis 1. Juli. (7201ms
Ahaſtraße 12,
3=Zimmerwohnung.
Hinterhaus
(7654ms
Eine 3-Zim.-Wohnung
mit kompl. Badeeinricht., Balkon
u. ſonſtigem Zubehör der Neuzeit
bis 1. Juli zu verm., ev. auch früher.
Näh. Neue Niederſtr. 17. (B8196ms
Für Flaſchenbier= od.
Milchhandlung
3 Zimmerwohnung, großer
Keller, Trockenboden und
Stallung, Hof, in der
Sand=
bergſtraße, ſofort zu verm. d.
Heinrich Funk, Soderſtr. 76.
Telephon 1031.
(7422ms
Heinheimerſtraße 42, 1. St.,
3=Zimmerwohnung.
(7655ms
Neue Ireneſtraße 57, 1. Stock,
3=Zimmerwohnung.
(7656ms
Wenckſtr. 58, parterre u. 1. St.,
große 3 Zimmerwohn. zu vermieten.
Näheres Manſarde. (8567ms
Waldſtraße 7, I., 3 Zimmer
Kabinett, nebſt Zubehör, p. 1. Juli.
Auskunft parterre.
(8607ms
Weinbergſtraße 45 3=
Zim=
merwohnung.
(7658ms
Rhönring 107, I., 3
Zimmer=
wohnung, Küche, Manſardezimmer
nebſt allem Zubehör, per 1. Mai
zu verm. Näh. Georgenſtraße 13,
1. Stock.
(7622ms
Aliceſtraße 33, p.
3 Zimmerwohnung mit Gas und
Balkon per 1. Juli. Näheres
Gar=
diſtenſtr. 17.
8183ms
Neue Niederstrasse 13
Zimmerwohnung per 1. Juli zu
verm. Zimmermann. (B8392ms
Schloßgartenſtr. 5, 3. Stock,
3 Zimmerwohnung. (8435ms
Taunusſtr. 45, 2. St., ſchöne
3 Zimmerwohnung zu vm. (8353ms
Kranichſtemnerſtraße 6
Seitenbau II. St., ſchöne große
3 Zimmerwohnung zu verm., event.
mit Werkſtätte. Näh. daſ. u.
Bau=
büro Pallaswieſenſtr. 26. 8188ms
Schuchardſtraße 4.
Schöne 3 Zimmerwohnung I. St.
mit Gas, Veranda und ſonſtigem
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näheres parter
8063ms
3 Zim.=Wohn.,
Beckstr. 54 Manſ., 2. St.
mit Gas und reichlichem Zubehör,
per 1. Juli zu verm. (8639ms
Liebfrauenstrasse
3 Zimmer mit Küche, Veranda,
Manſardenſtube, Gas, getr. Keller
und ſonſt. Zubeh., per 1. Juli an
nur ſolide Familie zu verm. Näh.
Liebfrauenſtr. 107, I. (8358ms
Mollerſtraße 12 ſchöne große
3 Zimmerwohn. mit Gas, im 1. St.
per 1. Juli zu verm. (9419ms
Pallaswieſenſtr. 27, 1. St.,
ſchöne Dreizimmerwohnung mit
ſämtlichem Zubehör per 1. Juli
zu vermieten.
(8746ms
Kaupſtr. 7, 3. St., 3
Zimmer=
wohnung, neu hergerichtet, billig
ſofort oder ſpäter. Zu erfragen
nur Schuchardstraße 13, I., Hausbes.-
Verein.
(8909ms
(10437m Liebfrauenstrasse 74
wohn. per ſofort. (10360ms
Näh. part. b. Göhrig u. Heinrich
Funk, Soderſtr 76, Tel. 1031. Steinackerstr. 1, 3. St
große 3 Zim.=Wohnung mit Badu.
Zubeh. Zu erfr. daſelbſt. (B9153ms Klappacherstr. 24
freundliche Manſarde, 3 Zimme
und Küche, an kinderloſe Leute z.
vermieten. Näh. part. (B9249m Fuhrmannſtraße 3, 3=Zimmer
wohnung mit Gas. (9187ms Schießhausſtr. 31, p., 3 Zim.
Wohn. p. 1. Juli zu vm. (B5717m Eckhardtſtraße 1, 2. Stock
geräumige 3 Zimmerwohnung mi
Gas, Speiſek. uſw., per 1. Juli zu
verm. Näh. daſelbſt 1. St. (9469ms Moosbergstrasse 71
ſchöne ger. 3 Zimmerw. mit Gas
Balkon u. allem Zubeh. bis 1. Juli
Näh. Tannenſtraße 24. (B9689ms Neue Irenestrasse 62
3 Zimmerwohn. mit Z., Verandc
u. Gartenanteil v. 1. Juli ab zu
vermieten. Näheres Rheinſtr. 28
1. Stock rechts.
(9688ms Kaupſtraße 32
3 Zimmerwohnung im 3. Stoc
mit Gas, Veranda ꝛc., per 1. Jun
zu vermieten. Näheres bei Frau
Schad, 1. Stock.;
(B10487m Weinbergstrasse 11
1. St., ſchöne 3=Zimmerwohnung
für 30 Mark per Monat. Schlüſſel
im 2. Stock links. Näheres be=
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telefon 1031.
(B9640ms Wilhelminenstr. 27
3 Zimmer ohne Küche m. Keller,
Nebenraum und Gas bis 1. Juli
zu vermieten. Näher. Hofkonditor
Graß mann, Wilhelminen=
ſtraße 6.
(9681ms Kranichsteinerstr. 37
ſchöne 3=Zimmerwohnung, Gas,
Veranda und allem Zubehör per
1. Juli zu vermieten. Preis
350 Mark.
(10000ms ſchöne, freundlich
Mühlſtr. 37 3 Zimmerwoh=
nung mit allem Zubehör per
15. Mai zu vermieten. Einzuſehen
von 2 Uhr mittags ab. (9741ms Moosbergſtraße 86, parterre,
ſchöne geräumige 3 Zimmerwohn.
mit Balkon, nebſt allem Zubehör
bis 1. Juli zu vermieten. Näheres
1. Stock.
(B10175ms Eine 3 Zimmerwohnung im
Hinterbau, per 15. Mai zu verm
Näh. Kiesſtr. 21.
(10163ms Blumenthalstrasse 111
1. Etage, rechts, ſchöne 3 Zimmer=
wohnung per 1. Juli zu vermiet.
Näheres bei Max Gnckenheimer,
Große Ochſengaſſe.
(10227ms
3 Zimmerwohnung
u. Küche, Eliſabethenſtr. 51,
2. Stock (nächſt der Neckarſtr.)
ſofort od. 1. Juli z. vermieten.
Näheres Eliſabethenſtraße 59,
im Kontor.
(10407ms Rhönring 25
Parterre 3 Zimmer
mit Badekabinett nebſt
. Stock 4 Zimmer ( Zubehör
mit Badekabinett per 1. Juli
3. Stock 4 Zimmer mit Bade=
kabinett per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen Nieder= Ramſtädter=
ſtraße 28, Büro.
(10388ms Fuhrmannſtr. 12, Seitenbau
I. Stock, ſchöne 3=Zimmerwohnung
mit Zubehör, 27 Mark pro Monat,
per ſofort. Näheres part. bei
Klingler.
(10438ms Eliſabethenſtr. 43, Mittelbau,
ſchöne Manſardenwohnung, 3 Zim.,
Küche uſw. zu vermieten. Preis
00 Mark.
(10390t Neue Ireneſtr. 63, 1. St., 3 Z.
wohnung per 1. Juli zu verm.
Näh. daſelbſt 1. St. (10282t freundl. 3 Zim=
Stiftstr. 52, II. merwohnung
mit Gas per 1. Juli.
7762t
Kirchſtr. 8, 3 Zimmerwohnung
mit Küche, Mittelbau I, p. Mon.
Stiftstr. 41, III., Vorderh.,
3=Zim.=Wohnung p. 1. Juli. Preis
360 Mk. jährlich. Näh. daſelbſt
Hinterhaus, pt. rechts v. 10—1 Uhr
od. Riedlingerſtr. 21, pt. (16448ms
3 Zimmerwohnung u. eine Manſ
Wohnung zu verm. (10662m Neue Ireneſtraße 15 ſchön
3 Zimmerwohnung.
(10913m Schwanenſtraße 61, 3. Stoc
große 3 Zimmerwohnung ſof. Näl
prt. u. Heidelbergerſtr. 9½. (10911m Karlstr. 10
1. Stock, beſtehend aus 3 Zimme
2 Manſardenzimmer, Küche ꝛc., F
11. Juli zu vermieten. Näh. Aus
kunft nur im Hinterh. (B9286id Eine ſchöne Drei=Zimmerwot
nung mit reichlichem Zubehör, i
3. Stock, per 1. Juli zu vermieten
und eine Zwei=Zimmerwohnung
mit Zubehör im Hinterhaus, ge
eignet für kinderloſes Ehepaar, pe
ſof. zu vermieten. Näh. Pallas=
wieſenſtr. 23, im Laden (11011m Nieder=Ramſtädterſtraße 43
1. St., ſchöne 3=Zimmerwohn. mi
Zub. per 1. Juli zu verm. Aud
als Büro geeignet. (*12344ms Frankenſteinſtr. 50 eine ſchön
3 Zimmerwohnung, 3. Stock, der
Neuzeit entſprechend, mit Gas
Waſſerleitung u. Veranda, ſof. zu
verm. Näh. part.
(B11188ms Gartenstr. 20, part.
3 Zimmerwohnung nebſt Zubehö
per 1. Juli preisw. z. vm. Auskunf
erteilt der Nachlaßverwalter Fr
Buss, Rechtsanwalt, Bismarck=
ſtraße 74, I., Tel. 295. (11187ms 2
Kiesſtraße 22, I. Hinkerhaus
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zub., Gas uſw., Blick auf Garte, p.
1. Juli an kleine Familie zu ver=
mieten. Näheres Kiesſtraße 22,
Hinterh., Parterre, Büro. (*12176ms 3 Zimmer (unmöbl.) an einz.
Herrn oder Dame per 1. Okt. zu vm.
Näh. Zeughausſtraße 3. (11225ms Soderſtr. 67, Manſardenw.,
3 Zim., abgeſchl. Vorplatz, Küch=
mit Gas, Bodenraum, 2 Keller
Waſchküche u. Bleichplatz. (11194a Heinrichstr. 87, III.
3 Zimmerwohnung zu verm.
Näheres part.
(8843s
Ge Kaupſtraße 49 3=Zimmerwohn.
mit Zubehör. Näh. part. I. (4558s Blumenthalſtraße 115 ſchöne
3 Zimmerwohnung zu verm. (9963s Neckarstrasse 22
3—4 Zr.=Wohnung Gas, Bad u
Veranda. Näh.
Tuchl. (8577s Pankratiusſtraße 69, 1. Stock
ſchöne 3 Zimmerwohnung p. 1. Jun
zu vermieten. Zu erfragen dort=
ſelbſt bei Frieſe. (11278ms Arheilgerſtr. 74 ſchöne 3 Zim.=
Wohnung, part., der Neuzeit ent=
prechend, an ruhige Leute zu verm.
(Einzuſ. nur vorm.). Näheres Lieb=
frauenſtraße 33, part. (11357ms Alexanderstr. 13, Vorderh.,
3 Zimmerwohn. per 1. Juli ( ein=
zuſeh. v. 12—3 Uhr). Manſarde p.
1. Juni. Näheres part. (11438a Klappacherſtr. 30, Stb., ſchöne
3 Zimmerw. mit allem Zubehör,
feine Ausſicht, zum 1. Juli. (B11382 Tannenſtr. 37, geräum. 3 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. Juni oder ſpäter. (11376s Dieburgerſtraße 11, Neubau,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnungen per
1. Juli zu vermieten. (*12507 Pallaswieſenſtr. 30, Hinter=
bau, 3 Zimmerwohnung mit Zu=
behör, 25 Mk. p. Mon. (10158ms Wienersſtr. 60, Hinterh. part.,
Zimmer, Küche m. Gas zu vm.
Preis 25 Mk. monatl. (11397ms Zwei neuzeitl. 3 Zim.=Wohn., pt.
u. 1. St., Nähe d. Hochſchule p. 1. Juni
u. Juli. Näh. Holzſtr. 22. (11396ms Weinbergstr. 52, part.
3 Zim., Küche, Vorplatz bis 1. Juli.
Preis 340 Mark. (B11414ms Mauerſtr. 21, III., ſchöne neu=
zeitl. 3 Z.=W. m. all. Zub. p. 1. Juli
a. ruh. Leute. Näh. 1. St. (11415ms imer Ecke der Hoch= u. Kiesſtr. 34
2 Zimmer (ohne Küche)parterre, auch
als Bureau geeian. Näh. 1. St. (V10187
Mathildenpl. 9, Mittelhau
2 Zimmer u. Küche, nur an ruhige
Leute zu vermieten. Näh.
Vorder=
haus, 1. Stock.
(8956ms
Hofgartenstrasse 9
2=Zim.=Wohn. per ſof. (9683ms
Beſſungerſtraße 66, ſch.
Zwei=
zimmerwohn. zu verm. (B9315ms
kleine Manſ.,
Kiesſtr. 66, II., 2 Zimmer u.
Küche, zu vermieten. (9912ms
Karlſtraße 54
Vorderh., Manſarde, 2 Zimmer u.
Küche an ruh. Leute ſof. (B6730ms
Magdalenenstr. 15
2 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
(7272ms
ſofort zu vermieten.
Ludwigsplatz 3 zwei gr. Zim.
(abgeſchloſſen) ſtraßenwärts und
Keller zu 22.50 Mk. zu vermieten.
Näh. im Schuhladen. (11157ids
Moosbergſtraße 93 2= Zimmer=
Wohnung p. ſof. od. ſpät. (B10395ms
Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohn. für 18 Mk. per 1. Juni.
Näh. Wirtſchaft.
(10440ms
Hügelſtraße 75 ſchöne 2= Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Seitenbau.
(10435ms
eine kleine 2 Z.=
Kaupstr. 10 Wohnung zu
ermieten.
(10363ms
Gr. Ochſengaſſe 12, 2
Woh=
nungen à 2 Zimmer m. Küche, p.
ſofort zu vermieten. (10370ms
Näheres Vorderhaus b. Störger.
Wendelſtadtſtraße 39 ſchöne
2 Zimmerwohnung ſofort; daſelbſt
2 Zimmerwohnung per 1. Juli zu
vermieten.
(10644a
Obergaſſe 40 Zwei=
Zimmer=
wohnung mit Küche. (11313ms
Wendelſtadtſtr. 49, pt., ſchöne
2 Zimmerwohn. ſofort. (10645a
42 Kranichsteinerstr. 42
geräum. 2 Zimmerwohn. zu verm.
Anzuſ. täglich bis 3 Uhr. (10655ms
Liebfrauenſtraße 74
große 2=Zimmerwohnung mit
Man=
ſardenzimmer und Veranda per
1. Juni zu vermieten. Näh. bei
Göriſch, Vorderh., part. (10722ms
Zwei ſchöne unmöbl. Zimmer
zum 1. Juli zu vermieten. Näheres
Eliſabethenſtr. 58, Lad. (10731ms
Erbacherſtr. (Vorderh.) 2= Zim.=
Wohn., monatl. 16 Mk. Näh
Stiftſtr. 19, part.
(10804ms
Dieburgerſtraße 36 Zwei=
Zimmerwohnung.
(*11970sm
Bleichſtraße 11, Hinterbau,
eine 2 Zimmerwohnung z.
Unter=
ſtellen von Möbeln, eventl. als
Lager, zu vermieten. (10908ms
Bleichſtraße 40, 2. St.
2 Zimmer und Küche an ruhige
Leute per 1. Juli.
(10915ms
Karlstrasse 115
eine Wohnung, enthaltend 2 große
Zimmer, Küche, Speiſekammer,
Zalkon, Manſardenſtube, Gas u.
elektr. Licht, Keller, Mitgebrauch
der Waſchküche, per 1. Juni zu
vermieten. Näheres bei C. W.
Braun, Martinſtr. 74. (B10957ms
unmöbliert, ſtraßenwärts, abgeſchl.
Etage, bei kinderl. Familie an beſſ.
Herrn o. Dame ſofort billig zu verm.
Näh. im Schuhgeſchäft. (9596ids Pankratiusſtr. 55 eine freundl
2 Zimmerw. an ruh. kinderl. Leute
per 1. Juni zu verm. (11190ms Beſſungerſtr. 88½ 2 Zimmer=
wohnung zu mäß. Preiſe. Näh.
bei Hammer dortſelbſt. (11185ms Arheilgerſtr. 77 2 Zimmer=
wohnung an ruhige Leute, monat=
(*12322ms
lich 18.50 Mk. Landwehrſtr. 43 2 Zim.=Wohn.
an kl. Fam. Preis 16 Mk. (11224ms Langgaſſe 11, Zwei= Zimmer=
wohnung m. Küche, Waſſerleitung.
Näh. Waldſtr. 10, II. (*12351ms Karlſtraße 12
freundl. Wohnung, 2 Zimm. und
2 Kabin. mit Zubehör an ruhige
Fam. o. K. Näh. 1. St. (8068s Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.,
ſch. 2=Zim.=Wohg., abgeſchl. Vorpl.,
Gas a. Leute ohne Kind. Preis
(V8919
26 Mk. Näh. 1. St. Dieburgerſtraße 62, 2. Stock,
2 Zim. m. Zubeh. p. 1. Juli. (9905s Ballonplatz 10, Seitenbau, kl.
2 Zimmerwohnung m. Zubehör an
ruhige Leute zu verm. (10898a Hügelſtr. 63, Seitenbau, zwei
Zimmer, Küche u. Keller an ruh.
Leute zu vermieten. (11012s Hölgesſtr. 10, 2 Zimmer, Küche
und allem Zubehör an kinderloſe
(11189ms
Familie. Soderstr. 7, Hinths.
ſchöne 2 u. 3 Zimmerw., ev. mit gr.
Werkſtätte ſof. z. verm. (*12468sms Wienersſtr. 52, 2 Zimmerw. bis
1. Juni, daſ. Werkſt. ſof. (*12478so
Fuhrmannſtr. 6, 2 Zimmerw.
(*12488sds
zu vermieten.
Nummer 116.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 29.
Kiesſtraße 47, 2. Stock, eingut möbliertes Zimmer preiswert
zu vermieten.
(10643a Zimmer zu vermieten. (10649a Verkstätten- Grafenſtraße 45, II. I., möb
Waldstr. 30 Lagerräume Zimmer an beſſ. Fräul. (10657ms evtl. mit Wohn., Gas u. Elektr. ꝛc. Pareusſtr. 8, 3. St., ſch. möbl.
(10723a Ahaſtr. 12 Werkſtätte. (7665ms Moſerſtraße 5 (Penzion Weidig)
2—3 gut möblierte Zimmer ſofort
(B10925ms u. Lagerplatz ſofort zu vermieten,! Kiesſtraße 45, 2. Stock, ein
(10914ms haus, part., links, od. Riedlinger= Bleichſtr. 45, I., möbl. Z., n
(8714ms od. ohne Penſ., a. f. 2 Herr. (10554a tei Mühlſtr. 58, III., Kapelplatz,
nsgut möbl. Zimmer. (10207ids Wieſenſtr. 9, Ecke Grafenſtr.,
Lauteschlägerstrasse 4ſchön möbl. Zim. p. ſofort. (10389ids r Neckarſtr. 16, Gartenbau, gut
möbl. Wohn= u. Schlafz. (11121ids
n s Bleichſtr. 26, Gartenh., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (11125ids Kiesſtr. 66, II., möbl. Wohn=
Schlafzimmer mit Schreibtiſch und
r1 Gas zu vermieten. (9911oms Bleichſtr. 40, II., gut möbl.
s
Zimmer zu verm.
(*12336ms Eſchollbrückerſtr. 6, 1. Stock,
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
Werkſtätten mit Balkon per 1. Juni zu verm.
(11169a per ſof. z. verm. H. Braun, Moosberg= Karlſtr. 53, part., frdl. möb
ſtr. 97 n. d. Heidelbergerſtr. (B8139ms Zimmer zu vermieten. (11223oms Heinheimerſtr. 22, III., k. Arb.
Koſt u. Wohnung erh. (*12333ms Moosbergſtr. 63, part. links,
per ſofort zu vermieten. (6954ms ſchön möbl. Zimmer. (B11209ms
Mühlſtr. 26, I. r., möbl. Zim.
glu. Schlafſtelle zu verm. (11259t 18
Saalbauſtr. 25, 2. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (11069t , Luiſenſtr. 6, III., ſchön mbl. Z.
(10161t
u ſofort zu verm. Ganz neues, gut möbl. Zimmer
,in feinem Hauſe zu vermieten.
„Näheres Expedition.
(11049t S
e
1. St., gut
Alexanderſtr. 4, möbliert.
Zimmer mit od. ohne Penſion
an 1od. 2 Herren zv. (11356oms Nene Feneſtr. 3 möb. Zim
zu verm., ſep. Eingang. (*12224ifs Aleranderſtr. 15, Mittelbau!
möbl. Zimmer zu verm. (*12267ifs Nieder=Ramſtädterſtr. 22, prt.,
Remiſe und Burſchenzimmer uſw.! ſchön möbl. ungeſt. Zim. (*12425fs per ſofort oder ſpäter zu verm. Kaupſtraße 23 ſch. möbl. Zim. Kiesſtraße 27, im Gartenbau
links, 2 gr. helle ſchön möblierte
Zimmer zu verm., Preis Monat
25 Mk., evt. auch einzeln. (113064 Karlſtr. 23, 1. St., gut möb
(*12447fs
Zimmer zu verm. Wendelſtadtſtr. 56, 1. St. I.,
gut möbliertes Zimmer an Herrn
oder Dame ſofort. (*12430fs Grafenſtr. 22, part, 2 Schlaf=
(88404
ſtellen zu vermieten. Martinſtr. 2 ſchönes, gr. hell.
Wohn= u. Schlafzim. mit Gas,
Schreibt. u. geſchl. Glas=Veranda,
f. ſof. zu verm. Für Lehrer oder
Beamte paſſend. Der H. iſt Allein=
mieter.
(B10921 Neckarſtr. 10, Eing. Waldſtr.,
2 Tr., gr. ſch., g. möbl. Zim. (11258ms Karlstrasse 29, I.,
gut möbl. Zimmer zu vermieten.
Näheres parterre.
(11276ms Frankenſteinſtr. 48, III., möbl.
Hügelſtr. 85 2 ſchön möblierte Zimmer billig zu verm. (*12457 Schlossgartenstr. 55, II.
gegenüb. d. Herrng., gut möbl. Wohn=
u. Schlafz. m. o. oh. Penſ. (*12460soi
Heinrichſtraße 69 großes und Waldſtraße 39, part., einfach
möbl. Zimmer ſofort. (*12463 Penſion zuſ. od. einz. z. v. (7847ms Pareusſtraße 8, II., ſchön möbl.
Wohn= und Schlafzim. mit Penſ.
möbl. Zim. an ſol. Herrn. (8272ms1 an beſſ. Herrn zu verm. (*12469sss Kiesſtr. 71, 2. St., möbl. Zim. m. Neue Schwanenſtr. 72, 2. St.,
zwei gut möbl. Zimmer an ſolide!
Herren zu vermieten. (*12472 Schützenſtraße 6, 2. St., möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (*12422 mit Schreibt. u. ſep. Eing. (8398ms Kirchſtraße 19, 3. St., möbl.
Manſardenz. p. Woch. 2.50 M. (*12424 Woche 3 Mk., zu verm. Näh. Roß=
dörferſtr. 23, Manſ. (11378ms (B9483ms Luiſenſtr. 34, 1. St., schön. Wohn- u. in herrl. Lage, nahe am Wald, iſt
Schlafz. m. Schreibt. u. Bücherschr. (*12528 zu vermieten.
(11437t Soderſtraße 75, part., ein! Waldſtr. 24, Stb., r., 2. Stock,
ſev., einf. möbl. Z. zu verm. (11436t Luiſenplatz 7, 2. St., ſchön. mbl.
Zim. an ſol. Herrn zu vm. (11435t Karlſtr. 45, part., 1 gut und 1
einf. möbl. Zim. zu verm. (11354a Wohn= und Schlafzimmer preis=
wert zu vermieten. (11401a
Schloßgaſſe 12 1= und 2=Zim=
(7661ms
merwohnung.
Große Ochſengaſſe 1, 1. St.,
1 Zimmer mit Küche zu vermieten.
Näheres Holzſtraße 11. (6045ms
Forſtmeiſterpl. 5 Stube, Kam.,
Küche. Preis 12,50 Mk. (B10666ms
Roßdörferſtr. 81, I., unmöbl.
Zimmer an Herrn zu verm. (10650a
Eckhardtſtr. 19, p., ſch. unmöbl.
Parterrezim. (Hth.) z. vm. (10776ms
Große Kaplaneigaſſe 60 Zim.,
Kabinett u. Küche ſofort. (10955ms
Zimmere
eine Manſarde
Soderstr. 27 für kleine
Fa=
milie per ſofort zu verm. (6953ms
Karlſtr. 60, Manſ.z. v. B3134ms
Ballonplatz 10, Vorderhaus,
Zimmer m. kl. Kab. (10897a
Langegaſſe 31 eine Wohnung
gleich beziehbar. Zu erfr. bei Karl
Frank, Gr. Ochſengaſſe 13. (7110s
Soderſtr. 5 Manſarde an ruhige
Leute zu verm. Näh. Laden. (9484s
Müllerſtraße 9 eine neu
her=
gerichtete Manſardenwohnung,
(10906s
gleich beziehbar.
Aliceſtr. 32, Manſardewohn.
mit allem Zubehör per ſof. billigſt
(11260a
zu verm. Näh. part.
Mühlſtr. 19 kleine Wohnung
(11352s
zu vermieten.
Arheilgerſtr. 40 kleine Wohn.
zu vermieten.
(*12533
Pfungſtadt, Eliſabethenſtr. 27,
3=Zimmerwohnung. (7668ms
In Arheilgen
Einfamilienhaus, Rheinſtraße 4
5 Zimmer, Küche u. Zubehör, per
1. Juli zu verm. Näheres Darm
ſtädterſtraße 145.
(10971ms
Villa in Seeheim
mit oder ohne Möbel zu verm.
eventl. zu verkaufen. Auskunft
erteilen: Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (3644a
Zu vermieten:
Schöne große 4=Zimmerwohnung
t Zubehör, Veranda, Garten=
Vünteil, ab 15. Mai, in ſchönem
Wrtsteil geleg., zu 420 Mk., desgl.
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit
Manſarde, Veranda, Gartenant.,
Nähe der Straßenbahn u. Wald,
zu 320 Mk. per ſofort. Desgl.
villenartiges Haus zum
Allein=
bewohnen, 4 Zimmer, Badezimm.,
Manſarde, Veranda und Garten,
N. d. Straßenb., per 1. Auguſt,
eventl. früher, 380 Mk. Näheres
Pfungſtädterſtraße 37. Eber
ſtadt.
(10359s
Schöne 3 Zimmer=
Everstädt. wohn. (Neubau),
an der Straßenbahn, mit Gas,
Waſſer u. all. Zub. f. 15 Mk. ſof.
zu verm. Näh. Müllerſtr. 6. (*12510
(
Atelier=Bau
ſchöne helle Räume, auch als
Bureau, Kontor u. Lager geeignet,
ganz od. geteilt zu verm. Jochheim,
Liebigſtr. 24.
(8876ms
Bismarckſtr. 55, part., ſch. helle
Räume in Nähe d. Juſtizgebäudes
p. ſof. Näh. daſ. part. links. (6044ms
ſehr groß mit Gas, Elektr. Licht,
Dampfheizung u. all. Zubeh z. verm.
Burrahraume Eleg. Wohnung auf Wunſch. (8960ms
Ecke Rhein- u. Grafenstraße. Roßdörferſtr. 81, I., möbl.
Schützenſtr. 7 Gr. Laden
mit 2 Schauf. mit od. ohne Wohn.
z. vm. N. b. Wolff, Schulſtr. 10. (8004ms
nächſt der
Saalbaustr. 15 Rheinſtr.
großer Laden mit Hinterräume,
großen Keller mit oder ohne
Wohnung per 1. Juli. (4816ms
Helel Ladeh
im Zentrum, mit 3 Zimmerwohn.,
auch als Büro geeignet. Näheres
Nieder=Ramſtädterſtr. 49. (10371ms
Wilhelminenstr. 29
Die von Frl. Schmitts (Modes)
bewohnte Hälfte des erſten Stockes
als Geſchäftslokal neu hergericht.,
Bez. 1. Juli. Näheres bei dem
Hausverwalter daſ. im Seitenbau
od. Wendelſtadtſtr. 28, II. (11315ms
Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke ſind
größ. Büro=Räume zu vermieten
H. Lautz.
(8289ms
Schulſtraße 10
Büroräume zu vermieten.
Magazin, auch als Werkſtatt
verwendbar, Keller können
dazu gegeb. werd. (10165imds
Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
zu vermieten.
(9678ms
Karlstrasse 20
Der von Herrn Uhrmacher P. Wolf
bewohnte Laden iſt mit od. ohne
Wohn. p. ſofort zu vm. Zu erfr.
I. Germann. Karlſtr. 20, 1. St. (8003ms
Rheinstr. 14
Gr. Laden m. 2 Schaufenſtern,
2 Zim., 2 Lagerräumen u. Zub.,
p. 1. Juli zu verm. Näh.
Grafen=
ſtraße 23, 2. Stock. (8005ms
Ein Laden für jed. Geſchäft paſſ.
evtl. auch als Lagerraum. Näh.
Kiesſtr. 21, 1. St.
(9410a
Laden
(8013ms
in beſter Lage, in welchem lang=
Jahre ein Zigarrengeſchäft
be=
trieben wurde, alsbald zu verm.
Evtl. mit 2 Entreſol=Zim. u. Zub.
S. Kahn Söhne, Lederhandlg.
3 Karlſtraße 3.
Laden
groß u. ſchön, in verkehrsreicher
Straße, mit reichlichen
Neben=
räumen ſofort zu verm. Anfr.
unt. U 81 an die Exp. (7069ms
per ſofort oder ſpäter. (8001ms Zim. ſof. zu verm.
Stiftstrasse 41
Werkſtätte nebſt großem Boden zu vermieten.
evtl. mit Wohnung. Näh. Hinter=möbliertes Zimmer.
ſtraße 21, part.
zu vermieten.
Laden.
Der von der Firma amer 4 6o
Eliſabethenſtr. 2, innehabende
geräum. Laden m. Ladenzim. iſt per
1. Auguſt d. J. anderweit. zu verm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (11316oms
Wilhelmienſtr. 12
Laden mit kompl. hochfeiner
Einrichtung u. Zubehör, 3 groß.
Erkern, Zentralheizung, evtl. auch
geteilt in 2 Läd., mit zuſ. ca. 220qm
Bodenfläche per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. Wilhelminenſtr. 17
bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
Ge Hinkel, Dipl.=Ing. (6303ms
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Laden
mit einem Schaufenſter,
an=
ſtoßendem Ladenzimmer, ev.
noch 3 Zimmer im 1. Stock,
p. 1. Juli anderweit zu verm.
Näh. 2. Stock.
(7634ms
Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte
Ge=
ſchäftslage, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(9141ms
Für Friseur!
Weinbergſtr. 11, Laden
für Friſeur= u. Zigarrengeſchäft,
mit Wohnung 400 Mk. per Jahr.
Näh. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(B9642ms
m. 2 Zimmer=
Laden Wohnung
zu vermieten Mauerſtraße 32.
Näheres bei Küchler,
Bis=
marckſtraße 20.
(9913ms
Landwehrstr. 13
groß. 2=Fenſter=Laden m.
Maga=
zin oder Werkſtätte ſofort zu
ver=
mieten. Preis 500 Mk. Näheres
durch B. Baer, Tel. 1145. (10383a
Beſſungerſtraße 82½ Laden
nebſt Wohnung zu verm. Näh.
Taunusſtraße 7, 1. Stock. (7062s
Luisenplatz 1
moderner Laden zu 1500 Mk. zu
(B6409s
vermieten.
Lagerraum
Das 2. Stockwerk im ſüdl. Teil
des ſtädt. Lagerhauſes (320 qm
Bodenfläche), d. Fahrſtuhl u.
Haupt=
treppe leicht u. raſch z. erreich., iſt alsb.
zu verm. Näh. Ausk. wird von d.
Lagerhausverwalter u. im
Stadt=
haus (Zimmer 56) erteilt. (7999ms
Lagerraum
im 4. St. der Südhälfte d. ſtädt.
Lagerhauſes, etwa 150 qm groß, z.
Lagern v. Frucht, Mehluſw. geeign.
alsbald zu verm. Näh. Auskunft
wird v. d. ſtädt. Lagerhausverwalt.
u. i. Stadthaus, Zim. 56, ert. (7998ms
Gartenſtraße 22
ager= u. Kellerräume, Stallung
für 3 Pferde, geeig. für Flaſchen
biergeſchäft=Niederlage ꝛc., ſof. oder
ſpäter zu vermieten (9744ms
Näh. Kahlertſtr. 38, 1. St.
Kranichſteinerſtr. 6, Werkſtatt
mit Wohn. Näh. daſelbſt. (8000ms
Hügelſtr. 29, ein gr. hell. Raum,
ca. 43 qm mit 60 qm Boden, Keller
u. Kontor als Werkſtatt o.
Geſchäfts=
lakal geeignet, ſof. zu verm. (8002ms
Auto-Garagen, u. Stallung Bad im Hauſe.
Heidelbergerstr. 59
r 4—5 Pferde, Re=
Stallung miſe, Burſchen.=Zim.
Frankfurterſtr. 24
Stallung
vermieten.
Martinsſtraße 74.
Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für
Biernie=
derlage, Kutſcher od.
Fahrunter=
nehmer, im nördlichen
Stadt=
teil ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(10361ms
für vier Pferde Sattelkammer,
Näheres durch Bauführer Albin mit ſeparatem Eingang. (*12410fs
Stallung
Wilhelmſtr. 16
für 3 Pferde, Remiſe
u. Burſchenzimmer per
1. Juli zu verm. Näh.
i. d. Exp d. Bl. (11013ms
mieten Aliceſtr. 11.
1442a
vermieten.
Zimmer billig zu verm. (10665ms
Fuchsſtraße 10, 2. St., großes
ſchönes Eckzimmer an ſolid. Herrt
er 1. Mai zu vermieten. (7635ms
kl. freundl. möbl. Zimmer mit g.
Hochſtr. 6, part, großes, ſchön
Kaffeeſof., mtl. 15 Mk. (9094ms
Heinrichstr. 112, III.
gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer
Gervinusſtr. 63, 2. St., möbl
Zimmer zu vermieten. (9145ms 1 möbl. Zim. mit Kaffee, pro
Mathildenſtr. 1 möbl. Zimmer
an Dame oder ruhigen Herrn
zu vermieten.
Rheinſtraße 28, 2. St., links,
gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer Waldſtr. 32 möbliert. Zimmer
(9488ms
zu vermieten.
ſchön möbliertes ſonn. Zimmer mit
Schreibtiſch.
(9710ms
Niederramſtädterſtr. 16, Hth.,
p. r., freundl. möbl. Zimm. (9672a
Frankfurterstr. 26, II., möbl. 2. an gebldl.
Dame. Einzus. vorm. bis 11 Uhr. (*10304ms
Saalbauſtr. 38, III., großes
geſund. Zimmer, neu möbl. (9915ms
Neckarſtr. 28, I., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (10203ms
Ein gutgehendes
Kolonialwaren= und
Delikateſſen=Geſchäft
in guter Lage zu vermieten, event.
mit Haus zu verkaufen.
Offerten unter H 56 an die
Expedition ds. Bl.
(11175ms
Schwanenstrasse 38, Eckhaus,
ein im Betrieb befindliches
Kolonialwaren-Geschäft
auf 1. Juni anderweitig zu verm.
Näh. Georgenſtraße 11. (10558a
Karlſtr. 34, II. I., freundl. möbl.
Zim., monatl. 18 Mk. ſof. (*12515sid
zweiſtöckig (6 u. 5 Zimmer), mit
Manſarde, in beſter, ruhiger Lage
in Darmſtadt, Ecke der Stein= u.
Hölgesſtraße, mit ſchönem Garten,
iſt erbteilungshalber zu verkauf.
Auskunft erteilt der
Teſtaments=
vollſtrecker Justizrat Dr. E. F. Hoffmann
in Darmſtadt, Hügelſtr. 45. (11031a
Schöne neue
4-Zimmerhäuser
in guter Lage, gut rentierend,
direkt von Beſitzer unter günſtigen
Bedingungen zu verkaufen. Offert.
unter 6 58 an die Exped. (10726a
Kleines 2ſtöckiges
2 Zimmerhaus
auch zum Alleinbewohnen, mit
ſchönem Garten, im ſüdl.
Stadt=
teil, zu verkaufen
(10373a
Näheres Mühlſtraße 68, 1. St.
aus zum Alleinbewohnen,
Orangerie=Allee 14 iſt zum
1. Juli 1912 zu vk. od. z. vm. Näh.
b. Mahr & Markwort, Architekten,
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 8. (8367a
Haus
ſof. bill. zu verk. mit Laden,
Tor=
einfahrt, großer Hof u. Werkſtatt.
Off. u. L 1 a. d. Exp. (*12300mfs
Gervinusſtraße
2½ſtöck. 5 Zimmerhaus mit Bad
und ſchönem Garten wegen
Ver=
ſetzung ſofort preiswert zu
ver=
kaufen. Näheres im
Immobilien=
bureau von
(11047a
Hermann Marx
Grafenſtr. 12, II. Telephon 1468.
Cchönes Haus in Eberstadt,
7 gr. Zim., Küche u. Zub., Gas,
Waſſer, Stall u. Garten, zu verk.
oder an beſſere Familie zu verm.
Anfr. sub A 75 a. d. Exp. (1566a
Paufe geſund gelegenes
Land=
haus und gebe mein gut
ren=
tierendes Geſchäftshaus in
ver=
kehrsreicher Straße Darmſtadts,
mit 4 Schaufenſter Front, in
Zah=
lung. Ausf. Off. u. K 21 an die
Exped. ds. Bl
(10990a
Landhaus
ſofort zu verkaufen.
Offerten unter L 11 an
Exped. ds. Bl.
(11261a
Einfamilien=Haus
Villenkol. Eberſtadt, 5 Z.,
Mäd=
chenz., Fremdenz., gr. Diele, Bad,
Zentralheie gr. Garten, 23000 M.
u. günſt. Zahlungsbeding. zu verk.
Näh. van der Does,
Moosberg=
ſtraße 94, Darmſtadt. (B10667
Zu verkaufen.
Ein in ſchönſter Lage Eberſtadts
gelegenes, maſſiv gebautes 1½ſtöck.
nebſt groß. Hinter=
Wohnhaus gebäude, ſowie groß.
Garten, ein Baumſtück von „„Fa
85 reichtragenden Obſtbäumen,
zu=
ſammen 1300 qm, iſt Sterbefall halb.
preisw. zu verk. Dasſelbe eignet
ſich für jed. Geſchäft. Zu erfragen
10077a) Heidelbergerſtr. 87.
Wiebelsbach im Odenwald.
Schönes Landhaus
bei günſtiger Anzahlung ſofort zu
verkaufen. Objekt iſt neu erbaut
u. enthält 5 Zim., Küche,
Waſch=
küche, Stallung u. großen Garten.
Pr. 8800 Mk. Näh. d. Wilhelm.
Lutz, Wiebelsbach. (*12293ms
An der Bergstrasse
in ſch. Landorte Badens, wo günſt.
Steuerverh., iſt in geſ. freieſt. Lage
Grafenſtr. 39, II., ſchön möbl. neuz. Villam. Hinterbaulichk. u. Gart.,
Dampfh., Waſſerl. u. Motoranl.
kon=
kursh. w. u. W. z. vk. Als Privatvilla
ſow. faſt f. jed. Geſchäftszw. geeignet.
Off. u. K 51 an d. Exned. (11044a
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
Motorwagen-Fahrräder.
Man verlange Müllabeldbihect Freististe.
Vertreter: Maas & Bernhard. Darmstadt, Rheinstr. 19.
Sport.
* Fußballſport. Fußballklub „Olympia‟=Darmſtadt
1898. Morgen Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 4 Uhr,
ſpielt die 1. Mannſchaft des Fußballklub „
Olym=
pia” gegen die gleiche des Sportvereins Viktoria=
Aſchaffenburg auf dem Olympia=Sportplatz an der
Heidelberger Straße. Viktoria=Aſchaffenburg ſpielt
erſt=
mals in Darmſtadt gegen Olympia und dürfte ein ſehr
ſpannender Wettkampf zu erwarten ſein. Vorher (2 Uhr)
ſpielen die 2. Mannſchaften der beiden Vereine. — Das auf
Himmelfahrtstag feſtgeſetzte Wettſpiel gegen den
Nordkreismeiſter der A=Klaſſe, Fußballverein Frankfurt,
fiel aus.
Firſt Vienna=Wien ſchlägt Britannia=
Berlin 3:2. — Das erſte Spiel der bekannten Wiener
Fußballmannſchaft Firſt Vienna fand am Mittwoch abend
auf dem Britannia=Sportplatz in Schmargendorf ſtatt.
Von der öſterreichiſchen Elf zeichnete ſich beſonders die
Stürmerreihe aus. Trotzdem ſtand das Spiel bei
Halb=
zeit noch 211 für Berlin. Erſt nach der Pauſe machte ſich
eine Ueberlegenheit von Firſt Vienna bemerkbar, ſodaß
Britannia mit 3.2 geſchlagen wurde.
Firſt Vienna=Wien — Berliner Union 2:2.
Die Wiener Mannſchaft zeigte am Himmelfahrtstage bei
ihrem zweiten Spiele, daß gegen Union auf deren
Sport=
platz in Mariendorf vor ſich ging, nicht das gleiche
ener=
giſche Können wie tags zuvor bei ihrem Sieg von 3:2 über
Britannia. Der Kampf war vollkommen gleichmäßig
ver=
teilt und auf beiden Seiten wurden viele Chancen
ausge=
laſſen. Von einem Vorſtoß aus erzielte Union in der 14.
Minute durch den Mittelſtürmer das erſte Tor. Drei
Mi=
nuten ſpäter brachte ein ſchöner Schuß des halbrechten
Wiener Stürmers zwar den Ausgleich, jedoch war Union
bis zur Pauſe durch den Halblinken Stürmer noch einmal
erfolgreich. Nach Wiederbeginn hatte die Berliner
Mann=
ſchaft zunächſt mehr vom Spiel, aber der Sturm ließ zwei
günſtige Gelegenheiten wieder aus. Nach wechſelnden
An=
griffen, wodurch beide Tore wiederholt in Gefahr kamen,
gelang es dem guten Wiener Mittelſtürmer, ein Verſehen
des rechten Berliner Verteidigers auszunutzen und das
Ausgleichende zu erzielen. — Die Berliner Hertha
weilte am Himmelfahrtstage in Hamburg, und erzielte
dort einen überlegenen Sieg mit 411 gegen Eimsbüttel.
* Pferdeſport. Rennen zu Grunewald. Preis
der Nachtigall, 6200 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Hrn. A.
v. Schmieders Hüon (Lane), 2. Roſella (O. Müller). Keine
Wetten. Zwei liefen. — Wonnemonds=Preis, 5000 Mark,
Diſtanz 1400 Meter: 1. Frhrn. S. A. v. Oppenheims Mars
(Archibald), 2. Ruth (Cleminſon), 3. Droma (Gagelmann).
Tot. 22:10. — Lenz=Rennen, 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Hrn. J. Beutlers Rex II (Raſtenberger), 2. Barbaroſſa
(Fox), 3. Farneſe (Lane). Tot. 17110. — Mai=Handicap,
13000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. Fields Ozean
(Archibald), 2. Huſarenliebe (Rice), 3. Narſes (Spear).
Tot. 227110. — Tiergarten=Rennen, 6200 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Kgl. Hauptgeſtüt Graditz’ Waſſerlilie (F.
Bullock), 2. Recoice (Bleuler), 3. Adjunkt (Rice). Tot.
12110. — Preis von Charlottenburg, 6200 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Hrn. A. u. C. v. Weinbergs Sagitta (Fox),
2. Induſtrie (Weatherdon) 3. Waterman (Raſtenberger).
Tot. 78:10. — 3. Klaſſen=Erſatzpreis, 5000 Mark, Diſtanz
2000 Meter: 1. Hrn. M. E. Rohrbecks Loretta (Bleuler),
2. Hirondelle (Shurgold), 3. Ordner (F. Bullock). Tot.
67110.
Rennen zu Wiesbaden. Preis von Offenbach,
3200 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn. H. Haas’ Cophetua
(ammer), 2. Sea Sick (Gehrke), 3. Hhalte (Marin). Tot.
37:10. — Rheiniſches Offizier=Jagd=Rennen, Ehrenpreis
und 5000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. v. Egan=
Krie=
gers Raroa (Beſ.), 2. Agua (Lt. Graeff), 3. Berceau II
(Lt. Weinſchenk). Tot. 17110. — Preis von Schierſtein,
3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. A. v. Tepper=
Las=
kis Regent (Baſtian), 2. Gneggjudr (Chuwa), 3. Red
Clo=
ver (Eiſemann). Tot. 13110. — Niederwald=Jagd=
Ren=
nen, Ehrenpreis und 8000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1.
Hrn. K. v. Tepper=Laskis Gardone (Dr. Rieſe), 2. Der
Dragoner (Beſ.), 3. Einbrecher (Lt. v. Moßner). Tot. 16:10.
— Preis von Eltville, 4200 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
1. Hrn. F. Nöthers Druid Hill (Birghan), 2. More Scotch
(Hammer), 3. Pelta (Gehrke). Tot. 19110. — Preis von
Geiſenheim, Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1. Hrn. Weinſchencks I hope ſo (Beſ.), 2. Ready Wit (Beſ.),
3. Meagher (Lt. Freyer). Tot. 17110. — Kurpark=Rennen,
Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Stall
Hollands Leſter Jim (Lt. v. Moßner), 2. Mourlan (Lt. von
Görne), 3. La Sylvie (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 26:10.
Rennen in Hannover. Mai=Jagd=Rennen, 2000
Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. v Lütkens und v.
Du=
rants Plutarch (Weishaupt), 2. Le Rigodon (Newey). Tot.
16:10. — Brandenburger Jagd=Rennen, Ehrenpreis und
1500 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. Graf Hohenaus Plan
Ryan (Beſ.), 2. Lord Byron (Beſ.), 3. Auſtin Friars (Beſ.).
Tot. 22:10. — Preis von Steuerndieb, 2400 Mark, Diſtanz
*400 Meter: 1. Hrn Ebbinghaus’ Chenille (Weishaupt),
2. Self Control (Piplies), 3. Horizont (Locht). Tot. 32:10.
Preis von Herrenhauſen, Ehrenpreis und 1400 Mark,
Diſtanz 2200 Meter: 1. Lt. v. Hanſems Coiffeur (Lt. Graf
Bethuſy=Huc), 2. Gips Boy (Lt. v. Boyneburgk), 3.
Sze=
ſzely (Beſ.). Tot. 20110. — Ehrenpreis=Hürden=Rennen,
Ehrenpreis und 6000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn.
W. Schwankes Bröſen (Lommatzſch), 2. Bille (Newey),
3. Galvani (Weishaupt). Tot. 28:10. — Preis von
Pferde=
thurm, Ehrenpreis und 3300 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
1. Ballaugh (gef.), Anita (kam als Erſte, wurde aber auf
einen Proteſt hin wegen Anreitens disqualifiziert),
Poul=
boy, Muſigny (totgef.), Polykrates (4).
Rennen zu München. Preis von Bamberg,
Ehrenpreis und 1500 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Lt.
Hermanns La Patiniere (Beſ.), 2. Wetterfeſt (Beſ.). Tot.
32:10. — Inländer=Flach=Rennen, 6000 Mark, Diſtanz
2000 Meter: 1. Hrn. C. Fröhlichs Labrador (Schläfke),
2. Eilbote (Wedgewood), 3. Puzette (Schuller). Tot. 15:10.
Damenpreis, Ehrenpreis und 2400 Mark, Diſtanz 2000
Meter: 1. Hrn. Geffers Roſette (Lt. v. Moſch), 2. Celius
(Beſ.), 3. Saint Rules (Lt. Zeltmann). Tot. 124:10.—
Preis der Stadt München, 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Kgl. Württemberg. Privatgeſtüt Weils Blauer Dunſt
(Schläfke), 2. Cambronne (O'Connor), 3. Helmarich (
Wed=
gewood). Tot 88:10. — Armee=Jagd=Rennen, Ehrenpreis
und 4000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Lt. Frhr. v. Giſes
Tutbury (Lt. v. Crailsheim), 2. Ahalative (Lt. Zeltmann),
3. The Bat (Lt. v. Moſch). Tot. 115:10. — Preis von
Trudering, 2000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. Ch.
Meiners Veit (Schuller), 2. Succours (Breſſel), 3. Sageſſe
(Roſack). Tot. 26:10.
Rennen zu Dresden. Preis von Torgau, 3800
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. E. Klaus Peking
(Blades), 2. Roſa (Jentzſch), 3. Abdul Hamid (Drechsler).
Tot. 35:10. — Hunters Flach=Rennen, Ehrenpreis und
2800 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. F. L. Olſens Kings
Tar (Lt. Frhr. v. Wangenheim), 2. Jaque (Lt. v. Keller),
3. Tucker (v. Kayſer). Tot. 27110. — Preis von Borthen,
3500 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. W. v. Kellers
Sor=
bus (Adolf), 2. Lord=Mayor (Baſtian), 3. Miasma (
Prin=
ten). Tot. 46:10. — Preis vom Altmarkt, Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. P. H. Spenglers
Bellevue (Lt. v. Keller), 2. Pois de Senteur (Beſ.), 3.
Mi=
kado IV (Lt. Streſemann). Tot. 25.10. — Preis von
Röhrsdorf, 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. B.
Wolffs Black River (Blades), —2. Jack Horner (Smith),
—-2. Burggraf (Sandmann). Tot. 37:10. — Großenhainer
Steeple=Chaſe, Ehrenpreis und 2500 Mark, Diſtanz 4500
Meter: 1. Hrn. H. v. Oertzens Jubilee Juggins (Lt.
Streſe=
mann), 2. Tabon (Lt. Graf Strachwitz), 3. Emſig I (Lt.
F. v Zobeltitz). Tot. 94:10.
* Radſport. Auf der Berliner Olympia=
Bahn nahm am Himmelfahrtstage das zweitägige Mee=
uing ſeinen Anfang. Für den Zimn Michael Preis ein
über 50 Kilometer führenden Dauerrennen qualifiziert
ſich durch die Siege in den 10=Kilometer=Vorläufen zunäch
Guignard, Walthour und Scheuermann. Zwei Hoffnung
läufe ebenfalls über 10 Kilometer ergaben die Siege
Ryſer und Demke, ſodaß dieſe den Endlauf beſtritten.
Amerikaner Walthour führte bis zum 20. Kilometer,
aber dann den ausgezeichnet fahrenden Franzoſen
nard vorbeilaſſen, der in 36 Min. 29,1 Sek. gewann.
Runden zurück endete Walthour vor Demke, Ryſer
Scheuermann. Ein von Guignard, Walthour und
Scheu=
mann beſtrittenes 10=Kilometer=Rennen ergab den knapp
Sieg Guignards vor Walthour und Scheuermann.
einer Ueberraſchung endete das Hauptfahren, das Breiden
bach=Münſter mit Vorderradlänge vor Otto Meyer,
Cara=
pezzi und Schürmann gewann. Im Tandem=
Prämien=
fahren ſiegten Peter=Techmer vor Schürmann=Breidenbach
und Kudela=Wegener.
Gewinnauszng
der
226. Königlich Prenßiſchen Klaſſenlatterie.
5. Klaſſe. 5. Ziehungstag. 15. Mai 1912.
auf iede gegogene Nemner ſind zwet gleich deße Gewime
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Ehne Gewähr. . St.=u. f. 3)
(Bachdmck verden)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
6 Gewinne zu 10000 Mk. 40202 61373 186973
6 Gewinne zu 5000 Mk. 36537 45891 98240
52 Gewinne zu 3000 Mk. 240 4077 4710 10129
12299 13910 23409 33457 48076 58600, 58601 83505
92174 114381 117227 123566 129214 129578 130908.
133531 149594 150166 158478 167157 175950 183921
110 Gewinne zu 1000 Mk. 3625 11546 13172 13650
16899 25340 27984 33530 39814 40424 43080 43516.
49254 50323 54089 58734 62525 70259 70608 74759
75235 76295 76797 76844 78519 79043 80394 90114
90475 97424 100542 102225 105256 110638 112360
118277 119059 119870 120414 120962 122818 123023
129573 131198 142577 147408 153455 165484 171619)
173697 180751 182401 183526 184302 185184
168 Gewinne zu 500 Mk. 800 4746 13704 16097a
17500 20167 21436 21443 24946 26328 29971 30649
31893 33106 83707 33941 41076 43933 44954 45443
46079 54973 65703 56711. 57958 65284 65812 67739
68017 68895 70816 72563 72917 76029 77932 84458
85514 86375 86959 88609 91128 92828 94695 97895
101889 101986 103295 110225 110988 111266 112883
113482 114573 115669 118577 120507 122221 123048
124405 125916 127505 130688 133348 133764 134601
136448 142857 144434 146362 148484 152652 154807
156716 162441 162476 166849 166892 175128 176113m
177379 180758 183351 184883 189925
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewine übe
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 36302
2 Gewinne zu 10000 Mk. 80025
6 Gewinne zu 5000 Mk. 28431 123484 160606
38 Gewinne zu 3000 Mk. 5973 25179 30669 33621
37376 46086 55074 58626 65555 75738 85860 88934
89521 104067 135656 151262 169815 173657 186081
90 Gewinne zu 1000 Mk. 3132 8926 9854 10152
12136 12329 23243 28621 35373 36577 38900 40733
43011 43606 44267 50331 53269 53413 61444 68047m
70045 83963 93659 96962 103750 103970 104135
110157 112092 116400 120042 120796 133334 134138
136481 136877 137772 139687 142739 155043 166527
168166 177350 179133 187139
180 Gewinne zu 500 Mk. 199 1678 3332 7561
9903 12252 12427 14377 17116 20577 21477 24011
26503 26595 26925 28496 28550 30407 32742 3317I
34102 38017 44588 44749 46938 47724 49310 50314
60678 54770 55306 58166 62818 64235 66171 67190
67575 68005 69332 70122 71477 77301 77909 83988
902447 93797 97889 98702 98838 101516 102001 102588)
103706 104359 107767 113330 114815 115590 1164/18
117604 118202 119638 122969 124192 127527 127847
130660 135015 186133 144477 146353 151421 164442
160982 163198 165262 167182 168066 170702 170842
172882 177957 178652 179315 179378 182633 183199
184058 186403 186447
das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütungvon Verstopfung
Kohlekl für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahlreichen
Aerzten wärmstens empfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M.1. —
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXH.
(VI4426)
(cth
Meiner werten Kundſchaft von Darmſtadt
und Umgegend zur Kenntnis, daß ich meinen
Spezial-Damen-Frisier-Salon
nach Marktſtraße 4 (Laden)
verlegt habe. Durch Einrichtung desſelben mit
der neueſten elektriſchen Zentral=Trocken=
Anlage und ſonſtigen Neuerungen iſt dies
Schampoonieren die beſtbewährte, hygieniſche
(11404a
Methode.
Kopfwaſchen mit Friſur . . 1.00 Mk.
und Kreppen 1.25 Mk.
u. Ondulation 1.50 Mk.
Hausbeſtitzer
kaufen
Oeifarben
Fußbodenlacke
Pinsel
Parkett-Wachs
Stahlspähne
Terpentin-Oel
Sandgajol
zu
Vorzugsprei-
sen bei
gr. Ephenwände bill zu vert.
Kranichſteinerſtr. 41½, p. (*12503
billig zu ver=
Guterh. Sofa kaufen (*12500
Mühlſtr. 20. Stb., part.
1 Laden=Erker=Einrichtung
z. Zt. im Hauſe Pankratiusſtr. 26
zu verkaufen. Näheres bei J.
Dischinger, Darmstadt. (*12482soi
Anton
Fischer
Frankfarterstr.
Wegen Aufgabe eines Haushalts
ſind faſt neue, guterh. Möbel billig
zu verkaufen. Büfetts, Vertikos,
Pfeilerſchr., 2tür. Kleiderſchränke,
Kommode, Kanapees, Küchenſchr.,
Küchentiſche, Stühle, Schreibtiſche,
Chaiſelongue, Goldſpiegel, auch and.
Vollſtändige Betten und einzelne
Teile. Lieg= u. Sitzwagen.
Garten=
möbel ꝛc. bei L. Grünfeld, Schloß=
(*12499
gaſſe 8.
Gut erhaltener
12551
Kinderwagen
zu verkaufen. Feldbergſtr. 67, 2. St.
S. ſch. Fetr.-Hängelamps ſ. bill. z. verk.
Ludwigſtr. 15, Hth. III. (*12555
Besonders
Lünstige Kaufgelegenheit in
Beleuchtungskörpern
für Gas- und elektrisches Licht.
30: Rabatt
nur Qualitätsware.
E. Ekerts Nachf.,
Kristall-, Porzellan-, Luxus- und
Metallwaren,
(11408
12 Ernst-Ludwigstrasse 12.
zu Verkaufen.
Eine guterhaltene Ladeneinrichtung, ſowie einige
(11379soi
Glasſchränkchen ſofort billig zu verk.
Kaisers Kaffeegeschäft G. m. b. H.
Filiale Darmstadt, Wendelstadtstr. 22.
Nummer 116,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Seite 31.
Un
.
Doz
3e
Seinb=
A
ſen
eingetroffen. Engros=Verkauf im Schlachthof. Detail=Verkauf in meinem
Geſchäfts=
lokal, Große Ochſengaſſe, per Pfd. 76 Pfg., Kalbfleiſch per Pfd. 80 Pfg.
Telephon 537
Hal-&uchenhenner
Telephon 537
11367
NB.
die Qualität des von mir eingeführten däniſchen Fleiſches weiteren Kreiſen zu zeigen, verkaufe ich ſolches
All Samstag, den 18. Mai auf dem Wochenmarkt im Erbprinzen, linkes Schaufenſter.
Schnürſchuhe
die Mode 1912
Rieſenauswahl in
den neueſten
For=
men und Farben,
kaufen Sie am
be=
ſten u. billigſten im
Schuhlager
3 Lndwigsplatz 3
M. Matheis
und (11365
Mainzer
Schuhlager
4 Schillerplatz 4
Damenſtiefel
in braun u. ſchwarz
mit Lackkappen von
4.75 an.
Herrenſtiefel
von 4.90 an.
20 jo und mehr
Nachlaß
gewähren wir auf eine Anzahl
Kinderwagen
Sportwagen
Klappſtühle
vor unſerem Umzug nach unſerem
Laden Grafenſtr. 45.
J. Donges & Wuest
Grafenstr. 26.
Gebrauchter
Flügel
gutes Fabrikat
für Geſang=Verein zu kaufen
ge=
ſucht. Offerten mit Preis= und
Fabrikat=Angabe u. H 3510 an
Invalidendank, Frankfurt a. M. (111384
Eine Kinderbadewanne v. Zink,
faſt neu, 1 Federn=Unterbett,
1 Vogelkäfig billig zu verkaufen.
43.parterre. (*12387
Damen-
Kopfwaschen
mit Prisur 1.00
„ Ondulat. 1.50
Ph. Wallhänser
Wilhelminenstr. 10
Telephan-2024
Ansichten
und
Bücher
über
Hessen
und
Darmstadt
zu höchſten Preiſen zu kaufen
geſucht. Offerten unter
Post=
fach 77 Darmstadt.
5138a
ia getrag,
Heren=
u . Damenkleid.,
ie
Näcle Schuhe. Zahled.
höchſten Preiſe. Poſtk. gen. (10724a
J. Schnitzer, Schloßgaſſe 11.
1
Wer dort ? (10775a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alteFederbett. ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
2e65!
Wer dort?
Hier M. Obstfeld, Althändler,
7 Kleine Bachgaſſe 7.
Kaufe getr. Kleider, Schuhe, Möbel,
alte Waffen, Fahrräder,
Zahn=
gebiſſe. Tel=Nr. 2085 oder
Poſt=
karte, komme auch auswärts. (10888a
lufe
1012al.
getrag. Kleider,
Schuhe ꝛc. zu den
höchſten Preiſen.
Poſtkarte genügt.
M. Schnltzer
Schloßgaſſe 29.
Zahle höchſte Preiſe
für getr. Kleider, Schuhe, Wäſche,
Möbel u. dergl.
Poſtkarte genügt.
(*12445fs
A. Hochmann,
Kleine Ochſengaſſe 16, Laden
Werzahltdenhöchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe,
Stiefel, Uniformen, Möbel,
Bett=
werk ꝛe.?
(884a
C. Strudel, Langegaſſe.
Ein guterhalt. Handwagen
zu kaufen geſucht Friedrich Schad.
Sattlermeiſter, Pfungſtadt. (11309fs
Gut erhaltenes dunkel eichen
ſofort zu
Büfett u. Kredenz kaufen
ge=
ſucht. Offerten unter L. 43 an
(*12514
die Exped. d. Bl.
Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116,
Aus neuen Sendungen empfehlen:
und Lingerie-Kleider
Stickerei-
weiss und ecru in grösster Auswahl
Aus unseren grossen Vorräten heber
wir neben abgebildete Kleider ihret
besonderen Preiswürdigkeit weger
hervor
Blusen
Batist-Kleid
mit weissen Einsätzen
11.50
aus Batist, Stickerei-Stoffen u. Wasch-
Voiles in hundertfältiger Auswahl
0
30
6
20
bis
Mk.
Vornehmeskleid
aus Batist, reich mit
Ein-
sätzen und Fältchen
19.50
Stickereikleid aus farbigem Seidenbatist
in feinster Ausführung, mit weisser Stickerei
eoru und blau
elegant und chio
38.00
25.00
Mousseline-Kleider
Reichhaltiges Sortiment
hervorragender Neuheiten
von
00
bis
3
O0
Mousseline-Morgenröcke
Mousseline-Matinées
in früher nie gezeigter Reichhaltigkeit und
Billigkeit.
Woll-Mousseline, nur
Woll-Muss.-Kleid
aus hellgetupften Mousse- mittelfarbig Woll-Mouss. modernste Streifen
line, jugendlich schön mit Pleins und Passe schwarz/weiss blaufweiss
34.50
28.50
22.50
Chice neue Form aus
Woll-Mousseline
Flott verarbeitet
38.50
Tostüme und Costümröcke aus Leinen und Frotte-Stoffen in den apartesten Former
50 9.- 1050 bis 22.— Mk
250 2250 22
4.- 85.- bis 48.- Mk. Costümröcke: 5—
Lostüme: 19——
Da
Marken.
Ludwigsplatz.
Gebr. Höslein
39 116.
Samstag. 18. Mal.
1912.
Sanen- u. iiniderN
Me e e e e e e . . e e et et et . . . . . . . e . e. e et . . . . . . . . e e e e e. e e e et e e. e. . . e e e e e. . . . e . . . e. e. e. . . . e e et e en
Leinen-Kostüme
weiß und ecru, Jacke mit farbigen Aufschlägen,
mit Knopfgarnitur, oder mit reichen Stickereien
garniert . .
„ „ „ „
, „
Kinder-Kleider
Kinder-Kleider
Hänger-
fagon, farb. Waschstoffe . von 95 ₰
Weiße Hängerkleider
Batist oder Mull . . . von 1.00
Weiße Matrosenkleider
von 9.00
Taillenkleider
Pet 2.50₰
farb. Waschstoffe
Weiße Taillenkleider
Stickereistoff, Waschvoile oder
Mull, eleg. Fagon, 12.50, 10.50, 6.75
Leinen-Jatetots
ecru und weiß, mit Riegelgarnitur und mit breiten bestickten
Kragen .
„ „ „ „ , , ,
Leinen-Röcke
ecru und weiß, mit Einsätzen oder mit Knöpfen
garniert . . . . . . . . . . . . . . .
Blusen weiße Batist=,
Stickerei- und Voile-Blusen, in
eleganten Ausführungen
Unterröcke
Wasch-Unterröcke, uni oder gestreift, mit Blenden
oder Stickereien garniert . . . . . . . .
Ii
Beachten Sie unsere Fenster-Auslagen!
Ini
I
Markt 2
Mitglied des Rabatt-
Spar-Vereins.
Markt 2
Mitglied des Rabatt-
Spar-Vereins.
(11432
Einladung
zu dem am
Sonntag, den 2. Juni 1912, abends 8 Uhr,
in der St. Elisabethenkirche
ſtattfindenden
Kircher Konzert.
Mit Genehmigung des Hochwürdigſten Herrn Biſchofs von
Mainz findet am 2. Juni, abend Uhr, in der St. Eliſabethenkirche ein
Kirchenkonzert ſtatt. Hervorragendes Künſtler haben ihre Kraft zur
Verfügung geſtellt. Der Ertrag ſoll der Einrichtung eines
ſonntäg=
lichen Gottesdienſtes für die 450 Katholiken der Diaſporagemeinde
Arheilgen dienen.
Zur freundlichen Unterſtützung dieſes edlen und künſtleriſchen
Unternehmens laden die Unterzeichneten ergebenſt ein.
(1142i
Darmſtadt, im Mai 1912.
Bernd, Lehrer. Freiherr von Biegeleben, Generalmajor z. D.,
Breidenbach, Amtsgerichtsrat, Dr. Elz, Domkapitular, Ensgraber,
Profeſſor Fink, Pfarrer, Freytag, Hauptmann a. D., Gentil, Dr.
chem, Göth, Straßenmeiſter, Hiemenz, Rechnungsrat, Klaſſert,
Großh. Muſikdirektor, Laufer, Profeſſor. Lechner, Bankvorſtand,
Litzendorff, Rentner, Moſer, Kaplan, Offenberg, Reichsbankdirektor,
Raab, Lehrer, Schefers, Sanitätsrat, Schröck, Lehrer,
Wagner, Rentner.
Weißes Leinen=Jackett
mit Einſ., wenig getr., für Mädchen
von 14—15 Jahren billig zu verk.
Gutenbergſtr. 11, part. (11452t
lig zu
Lieg= u. Sitzwagen verkauf.
Blumenthalſtr. 15,
(*12594
Einderwagen, gut erh.,
Nickel=
geſtell Grafenſtr. 8, II. (*12584
Nationalflugſpende.
Bisher ſind bei uns ein=
. M. 460.10
gegangen
Ferner ſind gezeich.:
20.−
S.=R. Dr. Brückner. . „
Stab der 25. Feldart.=
Brig. u. Offiz.=Korps
Feldart.=Regt. Nr. 61 „ 110.—
G. O..
Prof. Hermann Müller
20—
Stadtverord. Schupp
5.−
Adolf Kling, Hofſpengl.
Dr. W. Köhler
10.—
Frau Dr. Lauteſchläger
10.-
Kommerzienrat Louis
20.-
Trier .
Kommerzienrat Eugen
Trier
Viktor Wagner
19.-
Frau Hauptm. Laute=
10.
40.−
Kommerzienrat Roeder
5.-
Profeſſor Schrader .
Frau Dr. Fahr
5.-
10.-
San.=Rat Dr. Maurer
Profeſſor Dr. Finger
5.-
5.−
Fräulein E. Finger.
Medizinalpraktikant
10.−
Friedrich Bennighof.
20.-
M. Schuchardt
10.−
Tecklenburg.
Summa M. 802.10
Weitere Spenden nimmt entgegen
Darmſtädter Tagblatt=Exped.
Programm
zu dem am Samstag, den
18. Mai, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. „Einzug der Gladiatoren”,
Marſch von Fucik. 2. Ouverture
zur Oper „Die Felſenmühlet von
Reiſiger. 3. a) „Vive Pamour‟
b) „Die kleine Barmaid” beide
aus der Operette „Grigri” von
Lincke 4. „Wiener Blut”, Walzer
von Strauß. 5. Fantaſie aus der
Oper „Rienzi” von R. Wagner.
6. „Parade der Zinnſoldaten” von
Jeſſel.
Wosg, an 17. Nal 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,80 m.
Luſtwärme 120 (
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 1700.
Woog=Polizei=Wache.
Hessischer Hof.
Samstag, den 18. Mai,
abends 8 Uhr:
Saison-Eröffnungs-Konzert
Kapelle des Großh. Heſſiſchen Artillerie=Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Im Programm: Eröffnungs=Jubel=Fanfaren für Althiſtoriſche
Feldtrompeten und Keſſelpauken.
Sonntag, den 19. Mai,
abends 8 Uhr:
Grosses Extra-Militär-Konzert
obiger Kapelle.
(11363
Eintritt einschliesslich Programm 20 Pfg.
Ludwigshöhe
Heute Samstag, den 18. Mai, nachmittags 4 Uhr,
und morgen Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 4 Uhr:
(Trosses
Eiimur-Konzerr
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Beſonders gewähltes Programm.
Solovorträge der Herren Lemmer und Ehlers.
Eintritt 25 Pfg.
Der ſüdliche Garten iſt für Nichtkonzertbeſucher.
Bei ungünſtiger Witterung Streichkonzert im Saal.
(B11393
Konzert-, Variété- u. Theatersaal Perkeo.
Monat Mai täglich abends 8 Uhr
Willy Engers Variété=Programm
und Eölner Burlesken —
à 1à Hartstein.
(9875a
Monalesrerammlung
ornis Montag, 20. Mai
im Vereinslokal „Stadt Pfungſtadt”.
Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2.
Frage=
beantwortung: Wie werden weiße Hühner
ge=
waſchen? 3. Aus der Praxis für die Praxis.
24. Verloſung: 1,1 ſchwarze Orpington
Pfau=
tauben, Knochenſchneider, Futterartikel. (11389
1 Züffet, Tiſch u. 4 Stühle
neu, eichen, dunkel gebeizt, wegen
Umzug billig zu verkaufen. Zu
erfragen: Expedition d. Bl. (*12542
Rehpinſcher
reinraſſig, ſchwarz und rehbraun,
preiswert zu verkaufen (11203ms
Aliceſtraße 1, I. Stock
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
für Damen und rierren
sind unübertrefflich in Passform,
Qualität und Eleganz!
Unsere Schaufenster zeigen gegenwärtig 30 verschiedene Ausführungen.
Man verlange Katalog
Friedrich Soeder
6215 e e e e e 2
Gesangverein „Liederzweig” Arheilgen.
Samstag den 25., Montag den 27. und Dienstag den 28. Mai (Pfingsten) 1912
50jähriges Jubiläum
verbunden mit
großem nationalen Gesangswettstreit
PROGRAMM:
Samstag abend 9 Uhr großer Lampionzug der Arheilger Vereine nach dem Festplatz.
Daselbst Ansprache, Uberreichung der Ehrenurkunden und Jubiläumsgeschenke.
Großer Kommers, Musik- und Gesangsvorträge, turnerische Aufführungen.
Montag den 27. Mai, von 7 Uhr vormittags ab:
Abholen der auswärtigen Vereine.
(11422sm
Von 9 Uhr ab:
Beginn des Klassensingens in drei Lokalen.
Das Ehrensingen reiht sich sofort an das Klassensingen an.
Vormittags II Uhr:
Beginn des Höchsten Ehrensingens
um den von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog gestifteten Ehrenpreis.
Nachmittags ½3 Uhr:
Aufstellung des Festzuges in der Mühlstraße. Zug durch die Ortsstraßen nach
dem Festplatz. Daselbst großes Konzert, Gesangsvorträge, Volksbelustigungen,
Tanz, turnerische Aufführungen.
Nachmittags 5 Uhr:
Preisverteilung auf dem Festplatz.
Abends 8 Uhr:
Fortsetzung der Feier auf dem Festplatz, Konzert, Tanz, turnerische Darbietungen,
Großes Brillant-Feuerwerk.
Dienstag den 28. Mai (dritter Pfingsttag), nachmittags 3 Uhr:
Großes VOL.KSFEST
Zum Besuche ladet höflichst ein
DER FEST-AUSScHUss.
Zum Klassen- und Ehrensingen à Person I Mark.
Eintrittspreise: Zum Höchsten Ehrensingen a Person 50 Pfennig.
Auf den Festplatz am Montag à Person 20 Pfennig.
Festkarten mit Festbuch (Dauerkarten) zu 1.50 Mk. berechtigen zu allen
Veranstaltungen (außer dem Höchsten Ehrensingen).
Am Samstag abend sowie am Dienstag ist der Eintritt auf den Festplatz frei.
Der Kaninchenzuchtklub Darmſtadt
veranſtaltet am Sonntag, den 19. Mai,
in der Reſtauration Schmitt
gegenüber den alten Bahnhöfen ſeine
5. Lokalausſtellung
mit Tombolaverlosung und Konzert.
Eröffnung morgens 9 Uhr.
(11331
Es ladet freundlichſt ein
Die Ausſtellungsleitung.
Kahlien, Georginen, u. Gladiolen bill Sportklappwagen zu verkaufen.
abzugeben Weuckſtr. 27. (*12530 Feldbergſtr. 30, Stb., Mſd. (*12561
r che ie
Speiſe= und
Futterkartoffeln
(11200msi
zu verkaufen bei
Gg. Klöppinger
Pfungſtadt, Eberſtädterſtraße.
Säglich friſches Kalbsgekröfe,
Lungen, Leber, Herzen ꝛe.,
Hammelsbruſt, Hammelsbraten,
Kalbsbraten, gerollt.
Kalbsnieren=
braten in allen Größen vorrätig.
Spezialität: Gehackte
Kalbskotte=
letts in allen Größen vorrätig.
Louis Hein, Hofmetzger,
(10254a
Schuſtergaſſe 19.
Ortsgruppe
Odenwaldklub, Darmstaat
Sonntag, den 19. Mai:
(Familien-
II. Wanderung wanderung)
zur
Hauptversammlung des Gesamt-Vereins
in Gross-Umstadt.
Abmarſch: 6½ Uhr vom Botaniſchen Garten
Roßdörferſtr. Marſchzeit: 4 Stunden.
Führer: die Herren R. Bergmann und
E. Wetzstein.
11364)
Der Vorstand.
Teilnehmer= und Tiſchkarten bei Herrn E. Wetzstein.
Zur
Maschinen-Ausstellung
in unserem
Werk Mainkuf
vom 18 — 21. Mai laden wir höfl. ein.
Automobil-Fahrgelegenheit vom
Haupt-Büro, Hanauer Landstr. 8.
Maylarth &Co, Fraukfurt a.
Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen.
(11373so
Auf dem
zu Frankfart u. M.
vom 18. bis 21. Mai 1912 stellen wir
Dampfdreschmaschinen,
Lokomobllen und Strassenlokomotiven,
Selbstbinderstrohpressen
neuesten Modells
aus und laden Interessenten zum Besuche unseres Standes,
Platz 87, hiermit ergebenst ein.
A. Henninger & Co.
(11312fs
Darmstadt
Maschinenfabrik und Kesselschmiede.
Eöinige Senner Saat= u. Juter=
Kartoffeln zu verkaufen.
Erbacherſtr. 13, Hth. part. (*12575
D ſchläfr. Beit Matraßen
Beit=
ſtelle) für 8 Mk. zu verkaufen.
(342567
Heidelbergerſtr. 7 I.
Darmſtädter Tagblätt, Samstag, Deit 18. Mat 1912.
Nummer 116.
DARM-
STäDTE
das vollkommenste Musikinstrument
bringt in jedes Heim Musik aus allen
Ländern und Vorträge von Künstlern
zwie Caruso- Oestinn - Hempel u.a. M.
Auf Wansch illustrierte Preisliste bereitwilligsé.
Vorführung der instrumenta ohne Kaufzwagg.
11385)
AGRAFENSTRH2ECKERHEINSTR
Grösste schönste und beste
Lichtbildbühne Darmstadts
bringt auf allseitigen Wunsch in seinem von Samstag
den 18. bis incl. 21. Mai (4 Tage) laufenden
Darmstadt
Hof-Uhrmacher und Hof-Lieferant
Telephon 506 Ludwigstr. 20.
etende weltbekannte Schmzmarke garantiert beste Cnalltät
die mit ungeheuren Kosten eigens für die Licht
bildbühne gespielten
Fahrräder u. Nähmaſchinen
erſtklaſſige deutſche Marken, ohne
Preisaufſchlag, bei geringer
An=
zahlung und günſtig. Abzahlungs=
Bedingungen. Adreſſen erbeten u.
B 62 an die Expedition. (8676a
Ein Kunstwerk, wie es bisher noch nicht gezeigt
wurde. Dieselben übertreffen bei weitem die
all-
jährlich von Tausenden besuchten
Gebr. Stiefel jederzeit, ſowie
neue Kinderſt. bill. Groſch,
Luiſen=
ſtr. 40 nächſt Eliſabethenſtr. (*12484
in Ausstattung, Darstellung, wie Farbenpracht.
Jahrelange Arbeit war nötig, ein derart nicht
zu übertreffendes Werk zur Vollendung zu bringen,
:: Möge diese-Arbeit ihre Früchte tragen!
von Samstag, den 18. Mai
bis inkl. Dienstag, 21. Mai
Sitten-Drama in 2 Akten.
umfassen 4 Hauptabteilungen u. beginnen mit
1. Die Geburt Christi.
2. Die Kindheit Jesu.
3. Wunder und Wirken Jesu.
4. Leiden und Tod desu.
Die 4 Hauptabteilungen zerfallen in 38 Abteilungen
und gebrauchen zur Vorführung ca. 1¼ Stunde.
Das übrige Programm ist sehr hervorragend
und dem obigen entsprechend angepasst.
Humoristischer Schlager.
Tolle Humoreske.
Konfirmanden u. Schulklassen in Begleitung ihres
Lehrers bei vorheriger Anmeldung an Nachmittagen
(*1249a
Vorzugspreise.
Bio-Revue
sieht und berichtet die
neuesten Tagesereignisse.
Entzückende Komödie.
Auf vielseitiges Verlangen
als Extraeinlage *1251
weissen Turm
AUssTELLUNC
im Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe
(Mittelsaal)
DARMSTADT.
Marmor-Transparente
in Kunst und Kunstgewerbe.
Geöffnet bis Mitte Juni täglich von 10—6 Uhr.
Eintritt frei. (9108a) Eintritt frei.
Auch in den heissen Tagen kühler und
luftiger Aufenthalt.
Heute Samstag und folgende Tage
unter anderem:
Grosser nordischer Kunstfilm
Der
Schiffsbericht.
Nordd. Lloyd Bremen.
Mitgeteilt von dem Vertreter Anton
Fiſcher, Darmſtadt,
Frankfurter=
ſtraße 12 und 14.
Doppelſchrauben=Schnellpoſt
dampfer „Kronprinz Wilhelm”,
am 15. Mai, morgens 2 Uhr, in
New=York angekommen.
Dampfer „Kaiſer Wilhelm der
Große” am 14. Mai, 6 Uhr
vormittags, von Cherbourg
abge=
gangen.
Dampfer „Kaiſer Wilhelm II.
im 14. Mai, 12 Uhr mittags, von
Bremerhaven abgegangen.
Dampfer „Prinzeß Irene” am
3. Mai, 5 Uhr nachmittags, von
Neapel abgegangen.
hübſches Baige=Ballstkleiä
für 10 Mark zu verkaufen.
Lichtenbergſtr. 25, 2. St. lks. (*12570
Drama aus dem Artistenleben in 3 Akten.
Gespielt von dänischen Schauspielern.
Dr. Kuhn’s
Haarfarbe
Nußertrakt Nutin beſitzt alle
Vorzüge, befriedigt alle
(Kugelringform) empfiehlt billigſt
Schul-
4
Schul-
str. 4. Ernst Macholdt str. 4.
Einkauf u. Umtauſch von altem
Gold, Platina u. Silber zu den
höchſten Preiſen. (9408a
Wochen-Chronik des R.-T.
darunter der Kampf der französischen Polizei mit dem
Anſpr 4.—,
1.50. Frz.
* Kronen=Par
berg. Hier: F.
haus, Seifenf. a.
u. b. Friſeuren.
Kaiſer Friedrich 10= und
20=Markſtücke
abzugeben. Offerten mit Angabe
des Aufgeldes unter L 49 an die
Exp. ds. Bl.
*12481
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116.
Frisierkämme
Stück 35, 25, 15
Jabots
Stück 65, 50,
Batist-Blusen
weiss, mit Einsatz . .
Batist-Blusen
weiss, mit gesticktem Einsatz.
Seiden-Batistblusen
mit breiter Stickerei
Batist-Blusen
halsfrei, mit Einsatz u. Fältchen .
Tüll-Blusen
auf Tüll gearbeitet, sehr eleg.
Farb. Kimono-Blusen
mit Knopfverzierung . . . . .
Voile-Blusen
gestickt, mit Spitzen u. Einsätze
Aeroplanschleifen
1.10, 15 ₰
Kinderkragen u. H5
Garnituren 35 ₰
Ie
Matrosenkragen
blau, weiss . .
Lavallieres
Seide u. ½ Seide 35 ₰
3
Lackgürtel
für Mädchen
1
Hanuschane
Damen-Handschuhe
weiss und farbig, ohne Finger 20₰
Damen-Handschuhe
weiss und schwarz, durchbrochen 28 ₰
Damen-Handschuhe
weiss, schwarz, farbig, sehr solide 40
extrs billig
Rucksäcke
Spazierstöcke
Sportgürtel
Touristen-Hemden
Mützen
Kinderkleidchen
Kinderhütchen
Stickerei-Häubchen
Russenkittel
Sammettaschen
Ledertaschen
Satinröcke, hochelegant
mit hoh. Falten-Volant, neue Must.
Lüsterröcke, viele Farben,
mit hoh. Volant, eleg. verarbeitet
Strümpfe
Hosenträger
Solide Qual., 75, 60 ₰
baumw.
Damenstrümpfe gewebt,
englisch lang, schwarz und brann 88 ₰
Damenstrümpfe
schwarz u. braun, durchbroch., 68, 46 ₰
Damenstrümpfe
in allen modernen Farben, 80 und 65 ₰
Florstrümpfe
in modernen Farben . 1.10 und 68₰
Damenstrümpfe
1 Seide, schwarz u. lederf., 1.75,
Kindersöckchen, schwarz,
weiss und farbig, 45, 42, 38, 28, 23,
15 ₰
Heroottel
mit Spiral-Einlagen 95 ₰
aus gutem Dreil . 1.25
Frack-Fasson . . 1.85
Korsettenschoner 20 ₰
Untertaillen . . . . 65 ₰
Gürtelband . . Meter 1.15
Reisetaschen 135
alle Grössen, 1.50,1-
15
Mnete Faurenn
mit Tragriemen 15
Vorhemden
weiss, farb., 50,35,28 ₰
Garnituren,
Vor-
hemd, Mansch.,85,85 ₰
Mee
2
Maccohemden
mit farb. Einsatz 180
Touristenhemden *7
m. Umlegekragen 1—
(
Rasier-Garnituren gi
Stück 1.85, 35 ₰
80 Liter
Vollmilch
per Liter 19 Pf. abzugeben.
Gefl. Angebote unter L. 12
an die Exp. erbeten. (11247mfs
0
zu 19 Pfg. pro Liter
franko Empfangsstation
ab-
zugeben. Anfragen unter L 35
an die Exped. ds. Bl. (11372si
Eine Kaute Kuhmiſt, preiswert
zu verkaufen bei Trietsch,
Erbacherſtraße 121. (*12541so
Junge Dobermänner
zu verkaufen. Prima Stammbaum.
*12324ms) Gardiſtenſtr. 6.
SSehr ſchöner Voxerrüde,
rot=
gelb, 14 Mon. alt, pr.
Stamm=
baum, iſt umſtändehalber billig
zu verkaufen
(*12413fs
Fieinus, Viktoriaſtr. 94.
6 Monat alte Bernhard.-
12 Hündin, glatthaarig, bill.
abzug. Neue Niederſtr. 10, p. (B11442
mit Jungen
Glucke zu verkaufen
Blumenthalſtraße 97. (*12489
Hühner, 3 Mon. alt,
12er abzugeben Darmſtr. 33a
Stock.
(*12522
mit 16 Kücken
lnch
billig zu verkaufen.
ikratinsſtr. 67 II. St. (*12548
Betten=Spezialgeschäft
Prämiiert
0 ſ9..
Solaſs
Darmstadt
1876
mit der
Preis-
Medaille.
Wir empfehlen unser Lager in: Schlafzimmer-Einrichtungen,
Bettstellen in Holz und Eisen, Patent-Spiralmatratzen,
Rosshaar-, Woll- und Seegrasmatratzen,
Deckbetten, Kissen etc. etc.
Wir sind in der Fertigstellung sämtlicher Matratzen und Bettbezüge deshalb ganz
besonders leistungsfähig, da wir mit der Bettwarenbranche auch wirklich vertraut
sind und jedem Wunsche Rechnung zu tragen imstande sind.
(679a
2
Morhnagel& Weier
Hoflieferanten Sr. Königl. Hcheit des Großherzogs — Marktplatz Nr. 4.
Eingang durch den Torweg.
Siene auntie eirſchaunentemne=
3 mode u. Pariſer Bronce=Uhr
zu verk. Schützenſtr. 9, Stb. (*12559si
Gerdinene wich, daetent hig,
d. Bl. 50 Pf. n. an Waſch= u. Bügelei
Lichtenbergſtr. 13, 1. St.l., Vh. (*12573
zu verkaufen.
Erbbegrübuis Offerten unt.
H 93 an die Exp.
(*11654ms
Guterh. Kinderwagen billig
abzugeben Mauerſtr. 23, II. (*12513
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen per
ſofort, billig und aut. (7894i
Dachdeckerarbeiten
werd. prompt u. billigſt ausgeführt
11127a) L. Christen, Kaupſtr. 45.
Wendelstadt-
Zahn-Atellen strasse 1
offen von 9—12 u. 2—5.
Von der Reise zurück!
*12511sms)
H. Kopp.
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weichrods fütmitrktr. garl.
Haut-u. Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver.
jahren ehne Guscksüber.
Rasche Heilungen nach
6am
Ehrlich-Hatz 606.
ſtr. Senmrta. retert. 191 4fhr.
(8151a)
A 16.
Samstag, 18. Mal.
1912.
Auchrichen des Standeraue Damſiadt 1.
zeöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13. Mai: dem Hoftheaterfeuerwächter
ſoh. Heckmann, Lauteſchlägerſtraße 14, eine T. Sophie.
lm 11.: dem Schreiner Karl Kolmar, Mühlſtraße 3,
in S. Ludwig Adam Karl. Am 9.: dem Metzger Georg
zakob Baum, Heinheimerſtraße 90, ein S. Heinrich.
lm 11.: dem Althändler Max Obſtfeld Kleine
Bach=
aſſe 7, eine T. Paula. Am 14.: dem Schloſſer Georg
zakob Neff, Taunusſtraße 45, ein S. Georg Jak.
Chri=
jan. Am 15. Mai: dem Spengler Friedrich Gg. Jung,
zangegaſſe 8, ein S. Friedrich. Am 10.: dem
Metzger=
teiſter Gottlieb Brodbeck, Heinheimerſtr. 31½, ein S.
im 14.: dem Forſtgehilfen Johann Daniel
Schnei=
er, Heinheimerſtraße 67, ein S. Heinrich. Am 10. Mai:
em Glaſermeiſter Ludwig Ganß, Kaupſtraße 48, eine
Karoline Wilhelmine.
Aufgebote. Am 13. Mai: Maler und Lackierer Karl
kaſpar Pullmann, Nieder Ramſtädter Straße 54, und
Naria Marg. Johanna Wittmann, Schulzengaſſe 3.
Nuſiklehrer Wilh. Adolf Beh, Riedlingerſtraße 19, und
Schneiderin Eliſabeth Dietz, Gutenbergſtraße 5.
Kauf=
nann Adolf Auguſt Jauenz in Hamburg und Elſa
Emma Maria Aßmann in Braunſchweig. Am 14.:
Ronteur Eduard Hankewitz, Kranichſteinerſtraße 37,
ind Anna Trautmann in Kirch=Brombach. Diener
Johannes Schmidt, Eliſabethenſtraße 12, und Näherin
Narie Eliſab. Hartmann, Kranichſteinerſtraße 11. Am
5.: Kaufmann Karl Chriſtian Kottler, Dieburger
Straße 5, und Auguſte Dina Emma Metha Brückmann,
karlſtraße 26. Kaufmann Ephraim Ernſt Bernh. Voigt,
Bleichſtraße 5, und Eugenie Magdalena Chriſt. Rooſen
n Höchſt a. M.
Geſtorbene. Am 13. Mai: Kaufmann Johann Georg
Gotthardt, 25 J., kath., Eliſabethenſtraße 32. Anna
Schäffler geb. Hoffmann, Wwe. des Kaufmanns, 48 J.,
v., Bismarckſtraße 17. Chriſtoph Heinrich Hartmann,
5. des Bureaudieners 9 Mon., ev., Magdalenenſtraße 19.
Am 15.: Karoline Schmidt geb. Boll, Witwe des
Ma=
chinenarbeiters, 86 J., kath., Kranichſteinerſtraße 35.
Nichael Balthaſar Lotz, S. des Zimmermanns, 2 J.,
ath., in Urberach. Kathar. Marg. Lumphoſe geb.
Stritzinger, Witwe des Ziegeleibeſitzers, 68 J., kath.,
Rhönring 19. Louiſe Dietz geb. Kauf, Witwe des
Pri=
datiers, 61 J., ev Arheilger Straße 52. Eva Bienſtadt,
geb. Lampert, Ehefrau des Schreiners, 27 J., kath.,
Die=
hurger Straße 16. Am 16.: Edmund Arth.
Weißen=
born, S. des Fabrikarbeiters, 6 Mon., ev., Dornheimer
Weg 2.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Exaudi, den 19. Mai 1912
Hofkirche: Kein Gottesdienſt. — Mittwoch, den
Mai, abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Vogel.
— Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Beringer.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
19. Mai, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den
Südweſtbezirk. Pfarrer Velte.
Im Feierabend (Stiftſtr. 51): Sonntag, den
19. Mai, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk (Knaben und Mädchen). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtcke. — Vorm. um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Kollekte für Framersheim. — Vorm.
um 10 Uhr: Pfarrer Kraus (Abſchiedspredigt). —
Vor=
mittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vorm.
um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Südbezirk im
Ge=
meindehaus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller. — 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=
bezirk. Pfarrer Widmann. — Nachmittags um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 8½ Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrverwalter Flöel. — Vormittags um
10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrverwalter Flöel. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Flöel.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarraſſiſtent Herpel — Vorm. um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Exaudi, den 19. Mai, nachmit=
5 Uhr, im „Feierabende, Stitſtr. 31 Pfarter
Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 19. Mai,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Jahresfeſt des Blauen Kreuzes mit
Anſprachen, Chorgeſängen, Deklamationen u. dergl.
Feſt=
redner: Generalſekretär Goebel aus Barmen. Eintritt
frei. — Montag, den 20. Mai, abends um 8½ Uhr:
Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den 21. Mai, abends
um 8½ Uhr: Blaukreuzſtunde, gehalten von Herrn
Pre=
diger Fiſcher aus Walliſeln (Schweiz). — Mittwoch, den
22. Mai, nachmittags von 2—3 Uhr: Hoffnungsbund
für Knaben. Von 3—4 Uhr: Hoffnungsbund für Mädchen.
— Abends um 8½ Uhr: Uebung des gemiſchten Chors.
— Donnerstag, den 23. Mai, abends um 8½ Uhr:
Bibelſtunde. — Freitag, den 24. Mai, abends um 8 Uhr:
Sonntagsſchulvorbereitung. — Abends um 8½ Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für Männer und Jünglinge.
Samstag, den 25. Mai, abends um 9 Uhr:
Verſamm=
lung für Beamte der Poſt, Eiſenbahn, Polizei und
Gendarmerie. — Filiale der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtraße 88, Hinterbau): Sonntag, den 19. Mai,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends
um 8½ Uhr: Evangeliſation. — Freitag, den 24. Mai,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gemeinde gläubig getaufſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 19. Mai, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. — Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmittags um 4 Uhr: Predigt, Taufe und Abendmahl.
— Abends um 6½ Uhr: Jugendverein. — Mittwoch, den
22. Mai, abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 19. Mai, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Lutz aus Frankfurt a. M. — Freitag, den 24. Mai,
abends um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. Prediger
Eckert aus Offenbach. Jedermann herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 18. Mai,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
6. Sonntag nach Oſtern, den 19. Mai 1912
Kollekte für den Fürſorgeverein
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um
½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
Aka=
demiſcher Gottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr:
Sakra=
mentaliſche Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — An allen
Werktagen, abends um 8 Uhr: Maiandacht. — Am
Samstag, vorm. um ½8 Uhr: Taufwaſſerweihe. — Um
¼9 Uhr: Vigilamt.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vor=
mittags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um
4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Verſammlung des 3. Ordens. — Abends um 6 Uhr:
Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fränlein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um ¾10 Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 18. Mai,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 19. Mai 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe. —
Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um 2 Uhr: Andacht. — Die Generalkommunion und
Ver=
ſammlung der Sodalität findet am 26. Mai ſtatt. —
Dienstag und Freitag, nachm. um 5½ Uhr: Maiandacht.
— Mittwoch, den 22. Mai, abends um 8 Uhr: Vortrag
des hochwürd. Herrn Profeſſor Schwarz. Thema: „Die
Probleme der Weltanſchauung”.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
18. Mai, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
6. Sonntag nach Oſtern, den 19. Mai 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½ 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. — Biblothek (Herdweg 28):
Diens=
tag, nachmittags von 6 bis 7 Uhr. — Mittwoch, abends
um 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 18. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
6. Sonntag nach Oſtern, den 19. Mai 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil.
Meſſe und Predigt in der Provinzial=Pflegeanſtalt. —
Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um 5 Uhr: Marienpredigt des Herrn Kapuzinerpaters
Stanislaus und kurze Andacht. — Werktaas. vorm. um
¼7 Uhr: Singmeſſe.
The Church of England Service
6th Sunday after Easter, 19th May 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. de Ste. Croix, British Chaplain from Haidal.
berg, will offieiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Mai: Dem
Inſtallateur=
meiſter Gottfried Johann Balthaſar Beck, T. Alice
Marie, geb. 19. April. 15. Mai: Dem Kürſchner Karl
Kaſpar, T. Auguſte Karoline, geb. 25. Februar. 16. Mai:
Dem Metzger Jakob Anthes, T. Karoline, geb. 25. April.
14. Mai: Dem Mechaniker Peter Joſef Kirſchner, 1 S.
Kurt Karl, geb. 17. April. 15. Mai: Dem Schneider
Karl Friedrich Wilhelm Eberwein, 1 T. Lina Maria,
geb. 25. April.
Johannesgemeinde: 12. Mai: Dem Fuhrmann
Andreas Koberſtein S. Eugen Andreas, geb. 19. April.
Dem Profeſſor an der techn. Hochſchule Dr. Ing. Georg
Koehler S. Helmut, geb. 11. März. 16. Mai: Dem Polierer
Friedrich Dort S. Georg, geb. 2. Mai. Dem Schloſſer
Karl Schedel S. Willi, Kurt, geb. 6. April. Eine
un=
eheliche Tochter Emma, geb. 18. Februar.
Martinsgemeinde: 7. Mai: Dem Schloſſer
Karl Becker, 1 Tochter Luiſe, geb. 30. März. 10. Mai:
Dem Kaufmann Benjamin Karcher, 1 S. Werner, geb.
4. April. Dem Färber Georg Peter Pfeifer, 1 T. Frieda,
geb. 25. April. 12. Mai: Dem Milchhändler Wilhelm
Peter Seipel, 1 S. Heinrich, geb. 6. April. Dem
Inge=
nieuer Oswald Richard Jakob, 1 Sohn Otto Wilhelm
Siegfried, geb. 26. April. 13. Mai: Dem Schreiner Peter
Steiger 1 T. Marie, geb. 15. April. 14. Mai: Dem
Architekt Heinrich Bender, 1 S. Georg Theodor, geb.
2. Mai. 12. Mai: Dem Küfer Georg Heinrich, Metzger,
S. Kurt Heini Karl, geb. 23. April. 14. Mai: Dem
Packer Anton Bonderſchmitt, S. Anton Wilheim, geb.
4. April.
Petrusgemeinde: 12. Mai: Dem Poſtboten
Heinrich Lotz, T. Lina Anna Margarethe, geb. 3. Mai.
Dem Taglöhner Georg Weber, T. Anna Bärbara, geb.
23. April. 16. Mai: Dem Mechaniker Auguſt Schneider,
T. Berta, geb. 27. Februar.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Mai: Maſchinenbauer
Ludwig Göckel und Luiſe Sofie Büttner. Königlicher
Regierungsbaumeiſter Wilhelm Schmitz zu Winz an der
Ruhr und Elſa Zimmer.
Johannesgemeinde: 11. Mai: Poſtſchaffner
Jakob Petri, Witwer und Frieda Haffa, geb. Lipfert
von hier. Mühlenbaumonteur Alwin Leuſchner und
Katharine Röhrig von hier. Städt. Arbeiter Auguſt
Adolph in Frankfurt a. M. und Anna Emich von hier.
Keſſelſchmied Philipp Müller und Anna Schneider von hier.
Martinsgemeinde: 11. Mai: Der Bürogehilfe
Alfred Louis Biedermann und Anna Klara Gödicke,
beide hier. Der Fabrikarbeiter Heinrich Schmidt und
Marie Bertha Chriſtine Hanke, beide hier. 9. Mai:
Heinrich Müller, Landwirt in Kleeſtadt und Margaret=
Krebs. 11. Mai: Chriſtian Albert Konrad Schnepper,
Lackierer und Katharina Kiſtinger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Mai: Johanna Baum,
alt 54 Jahr, geſt. 12. Mai. 11. Mai: Georg Adam
Hofmann, Glaſermeiſter, 53 J., ſtarb 9. Mai. 13. Mai:
Eliſabetha Gerbig, geb. Gräber, Witwe des Taglöhners,
69 J., ſtarb 11. Mai. 15. Mai: Eliſabetha Falter, T.
des Metzgermeiſters, ¾ J., ſtarb 13. Mai. Chriſtoph
Heinrich Hartmann, S. des Fuhrmanns, ¾ J., ſtarb
13. Mai. 16. Mai: Großh. Veterinärrat Dr. Guſtav
Schneider, 62 J., ſtarb 14. Mai zu Offenbach. 13. Mai:
Eliſabeth Theis, Tochter des Hausdieners, 10 Mon.,
ſtarb 10. Mai.
Johannesgemeinde: 16. Maj: Anna Schäffler,
geb. Hoffmann, Witwe des Kauſmanns, 48 Jahre alt,
ſtarb 13. Mai.
Martinsgemeinde: 7. Mai: Der
Spezerei=
händler Johann Heinrich Müller, 51 J., ſtarb 5 Mai.
10. Mai: Eliſabethe Volk, geb. Hartmann, Witwe des
Fuhrmanns, 49 Jahre, ſtarb 7. Mai. 12. Mai:
Mar=
garethe Geſemann, Witwe des Gelbgießers, 70 J., ſtarb
9. Mai. 13. Mai: Anna Noll, J. des verſtorb.
Kammer=
muſikers, 55 Jahre, ſtarb 11. Mai. 15. Mai: Eliſe
Geil=
fuß, T. des verſt. Privatiers, 80 Jahre, ſtarb 13. Mai.
Petrusgemeinde: 10. Mai: Witwe Marie
Schäfer, geb. Gärtner, alt 66 Jahre, ſtarb 8. Mai.
11. Mai: Privatier Georg Blümlein, alt 83 Jahre, ſtarb
9. Mai.
MAGüls Suppen sind aus den besten Rohmaterialien hergestellt; sie enthalten die natürlichen Bestandteile
haus-
gemachter Suppen und schmecken ebensogut wie diese. Deshalb verlange man ausdrücklich MAGuls Suppen und
achte auf die Schutzmarke „Kreuzstern‟
(VI 11355
1216e0)
Verloren
zwiſchen 12 und 3 Uhr Dienstag
eine mittelgroße goldene
Damen=
uhr, Doppelgehäuſe, zwiſch. Stein=
und Heinrichſtraße und Hotel Heß,
Rheinſtr., Andenken eines teuren
Verſtorbenen. Angemeſſene
Beloh=
nung für Rückgabe derſelben, Hotel
geß oder Polizeiamt Hügelſtraße.
Kindertragen, faſt neu, billig
Kaupſtraße 31, 1. Stock. (*12531so
Verloren
ein ſchwarz=grauer Herren=
Ueber=
zieher mit Seidenfutter Mittwoch
nachmittag vom Hauptbahnhof
nach Hermannſtraße.
Wiederbrin=
ger erhält Belohnung Hermann=
(B11459
ſtraße 35.
ſaub. Beit vom 1. Zumt bis
11. Juli zu mieten geſucht.
Offerten mit Preis unter L 57
an die Expedition ds. Bl. (*12580
verioren
eine Korallenbroſche
auf dem Wege Martinſtraße,
Stein=
ackerſtraße, Annaſtraße. Gegen
gute Belohnung abzugeben
Annaſtraße 8.
*12602)
m. gelb. Stein
Hutnadel verl. Abgeb.
geg. g. Belohn.
Wilhelminen=
platz 9, part.
(*12461
Photograph. Apparat
verloren. (Breite Allee, zwiſchen
altem und neuem Bahnhof). Gegen
gute Belohnung abzugeben
*12543so
Heinrichſtraße 1.
Entlaufen
1 deutſcher Schäferhund
ſchwarz mit gelben Abzeichen. Vor
Ankauf wird gewarnt. Event.
Mit=
teilungen wolle man an die Exped.
ds. Bl. gelangen laſſen. (11462
Gold. Medailon mit Kette
am Montag verloren. Gegen
gute Belohnung abzugeben
Liebig=
ſtraße 69, 2. St. links. (*12549
Eler 0
Weißweil 1 Mk., eig!
verk. P. Clauss, Liebigſtr. 6,
gutsbeſitzer, Guntersblun
Seite 38.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Mai 1912.
Nummer 116,
Aus Darmſtadts Vergangenheit.
Die erſte Darmſtädter
Lebens=
verſicherungskaſſe.
Zu den größten Wohltätern der Menſchheit ſind jene
erleuchtete und verdienſtvolle Männer zu rechnen, welche
Lebensverſicherungskaſſen und Rentenbanken gegründet
haben. Millionen von Menſchen haben den großen Nutzen
dieſer Kaſſen ſchon empfunden und für Millionen werden
ſie noch in der Folge ein wahrer Segen ſein. So mancher
tüchtige Hausvater, der im Kampfe des Lebens, bei
Ver=
ſorgung einer zahlreichen Familie, nicht in der Lage war,
große Erſparniſſe zurückzulegen, freut ſich, im
vorgeſchrit=
tenen Lebensalter ein Kapital aus der
Lebensverſicher=
ungskaſſe zu erhalten. das ſein Alter ſicherſtellt. Und gar
mancher troſtloſen Witwe, welcher der Gatte in der Blüte
der Jahre dahingeſtorben, hilft die Sterberente desſelben
neuen Lebensmut faſſen und den Kampf um die
Verſorg=
ung ihrer Kinder mit friſcher Zuverſicht zu wagen. Wie
ſchön iſt es für eine Jungfrau, wenn ſie in ſpäteren
Lebensjahren allmonatlich von der Rentenanſtalt ihren
Lebensunterhalt empfängt, für den ein guter Vater ſchon
frühe vorgeſorgt hat.
Der Gedanke der Lebensverſicherung iſt alt. Schon
im Mittelalter finden wir ihn in den Sterbekaſſen
ver=
wirklicht, die aber bei den geringen Verſicherungsſummen
und der Beſchränktheit des Verkehrs nie zu großer
Be=
deutung gelangten. Die erſten Lebensverſicherungsbanken
ſind in dem praktiſchen England am Ende des 17.
Jahr=
hunderts gegründet worden. Die erſte, die zur Blüte
gedieh, war die im Jahre 1706 zu London gegründete
Perpetual Assurance, die auch ihre Geſchäfte über den
Kontinent ausbreitete. In Deutſchland wurden erſt im
19. Jahrhundert die erſten Lebensverſicherungskaſſen ins
Leben gerufen. Die älteſte iſt die noch heute zu großer
Blüte gelangte Gothaer Lebensverſicherungsbank, die
von dem großen Menſchenfreund Arnoldi auf dem Syſtem
der Gegenſeitigkeit im Jahre 1827 ins Leben gerufen
wurde. Im Jahre 1828 wurde die erſte deutſche
Lebens=
verſicherungsbank zu Lübeck auf Aktien gegründet.
Darmſtadt hat nun den Vorzug, daß in ſeinen Mauern
eine Lebensverſicherungsbank gegründet wurde, die älter
als die beiden genannten iſt; es iſt dies die im Jahre
1825 von dem Darmſtädter Bürger und Kaufmann Ernſt
Emil Hoffmann errichtete Sparkaſſe für Kinder von 1—20
Jahren. Wir haben in dem Lebensbild des ſeltenen,
weitblickenden Mannes, das wir in Nr. 9 des Tagblattes
vom Jahre 1909 gezeichnet, dieſer Kaſſe kurz Erwähnung
getan, haben aber in der letzten Zeit Aktenſtücke gefunden,
die uns über die Gründung und die Einrichtung dieſer
Anſtalt näheren Aufſchluß geben: Im Anfang des Jahres
1825 ließ Ernſt Emil Hoffmann folgendes Ausſchreiben
in die Welt gehen:
„Indem ich untenſtehende Sparkaſſen=Eröffnung dem
in= und ausländiſchen Publikum bekannt mache, bemerke
ich, daß man den Beitritt vor der Hand jetzt ſchon bei mir
ſelbſt, oder den unten benannten Herrn, jedoch in
fran=
kierten Briefen oder unverſchloſſenen ſchriftlichen
Erklär=
ungen anzeigen kann.
Statuten.
Um dem Wunſche mehrerer meiner Freunde zu
ent=
ſprechen und jedem Familienvater die Mittel zu
verſchaf=
fen, durch kleine jährliche Beiträge ſeinen Kindern bis
zur Vollendung ihres 20ten Jahres ein ſicheres Kapital
zu ihrem weiteren Fortkommen zu gründen, ſei es, um
den Söhnen für den Fall ihres Zuges zum Militär, die
Mittel zur Stellvertretung oder den Töchtern eine kleine
Ausſteuer zu ſichern pp., habe ich unter folgenden
Be=
dingungen für Hieſige und Ausländiſche eine Sparkaſſe
errichtet:
Jeder Teilnehmer, welcher jährlich für ein Kind einen
Beitrag von einem Kronentaler (2 fl. 42 Kr. — 4,63 Mk.)
franko in die Kaſſe einlegt und dieſen Betrag regelmäßig
zwanzig Jahre lang entrichtet, erhält nach Ablauf eines
von der Zahlung des 20ten Beitrages an die Summe von
100 fl. (im 24 Gulden Fuß) als den Betrag des Kapitals,
welches ſich nach anliegender Tabelle durch die
zwanzig=
jährigen Beiträge mit Beiſchlag von 6 Prozent Zinſen
und Zinſen von den Zinſen gebildet hat.
Für ein 2jähriges Kind beträgt der erſte Beitrag
5 fl. 33 Kr., für ein 3jähriges 8 fl. 35, für ein 4jähriges
11 fl. 48, ſonſt jedes Jahr einen Kronentaler. Nach der
Tabelle iſt der Wert eines Kronentalers nach 20 Jahren
mit Zins und Zinſeszinſen auf 99 fl. 17 Kr. angelaufen.
Aus dem Statut, das 12 Paragraphen zählt, iſt noch
Folgendes bemerkenswert. Nach Artikel 4 wird im Falle
eines frühen Todes des Verſicherten das eingezahlte
Ka=
pital ohne Zinſen zurückbezahlt. Beſonders
berückſichtig=
ungswert iſt § 9, der da beſagt: Wer ein ganzes Jahr mit
ſeinem Beitrage im Rückſtand bleibt, hat dadurch den
Anteil an die Anſtalt verwirkt. Man kann auch ſtatt einem
Kronentaler das 2= 4= 6= 8= und 10fache einlegen.
Sobald ſich 100 Teilnehmer melden, tritt die Kaſſe
in Betrieb. In den fünf größeren Städten des
Heſſen=
landes benannte der Gründer vertrauenswürdige
Per=
ſonen, welche Beiträge zur Kaſſe annahmen. Der Erfolg
derſelben war ſehr gut, wenn auch die Polizei der Reſi
denzſtadt ihr Hinderniſſe in den Weg legte.
Gleich bei dem Bekanntwerden des Ausſchreibens
wendete ſich der Polizeiinſpektor Hädrich zu Darmſtadt
mit einem Bericht an die Großherzogliche Polizeidepu=
tation mit der Bitte, die Gründung der neuen
Lebens=
verſicherungskaſſe zu unterſagen, da ſie der Erſparungs
kaſſe des Pfandhauſes Konkurrenz bereiten könnte. Daber
war Hoffmann als liberaler Mann bei der Regierung
ſehr mißliebig, die ihm ſogar die Beſtätigung als Bürg
meiſter der Reſidenz verſagt hatte. Hädrich bat, daß H
mann gezwungen werde, „ſein bereits auspoſaunte
Unternehmen zu widerrufen‟. Der Vorſtand der Polizei
deputation, Siebert, war vernünftiger und kaltblütige
als ſein Untergebener; er bemerkte zu dem Berichte
Hädrichs Folgendes:
„In dem Plan des Gr. Kommerzienrats Hoffmann
iſt nach meiner Anſicht nichts enthalten, was einer Autori
ſation bedürfe. Wer ſich mit ihm in die ausgedrückten
Kontraktsverhältniſſe einlaſſen will, mag es tun.
Der Plan iſt lächerlich, wird kaum Teilnehmer finden
es iſt am beſten, keine amtliche Notiz davon zu nehmen
Ueberdies iſt dieſe Kaſſe keine Konkurrenzanſtalt der
Er=
ſparungskaſſe. Auch wird der § 9 der Statuten manchen
abhalten, beizutreten.”
Hoffmann war im Intereſſe ſeiner Kaſſe zu Gießen
als ihm die Treibereien des Polizeiinſpektors gegen ſeir
Unternehmen gemeldet wurden. Von dorten ſchrieb e
einen Brief an den Benannten, der durch ſeinen ſpöttiſcher
Ton unſere Aufmerkſamkeit erregen muß. Er lautet:
Lieber Herr Polizeirat, Freund und Nachbar!
Kaum hier angekommen, vernehme ich mit Leidweſen
daß Ihnen meine neu eingerichtete Sparkaſſe nicht die
Freude macht, die ich mir verſprach, daß ſie ſogar geger
dieſelbe aufzutreten beabſichtigen; ich muß mir alles
Geſetzliche gefallen laſſen, zweifle aber, zu unterliegen, de
mir kein Monopol Ihrer, mir bisher unbekannten Anſtal
erinnerlich iſt, auch jeder Privatmann ſein Geld au
welche Art er will ſparen kann. Iſt Ihre Anſtalt für das
Publikum vorteilhafter, ſo ſtreiche ich die Segel.
Dieſer Tage werde ich mit Gottes Beiſtand Ihner
perſönlich die Aufwartung machen.
Ihr Freund und Nachbar grüßt ſie mit wahrer Hoch=
E. E. Hoffmann.
achtung
Die Kaſſe blieb von allen polizeilichen Schikanen
fortan befreit und gelangte zu großer Blüte. Der Name
Hoffmanns, ſeine Tatkraft und Rechtſchaffenheit, warer
im ganzen Heſſenlande ſo bekannt, daß ihm von aller
Seiten Beiträge zu ſeinem gemeinnützigen Unternehmen
zufloſſen und ihm einen namhaften Gewinn erbrachten
Als im Jahre 1835 die Regierung eine neue
Stellvertret=
ungskaſſe für die Militärpflichtigen errichtete, die de
Sparkaſſe Hoffmanns große Konkurrenz machte, gab et
ſein nur zehn Jahre beſtandenes gemeinnütziges Unter
nehmen auf.
Rb.
Pfingsten
kaufen Sie
Herren-Anzüge
Damen-Costüme
Blusen-Costümröcke
auf
beaueme Teilzahlung
am besten nur bei
Bleichstr. 30.
Eine komplette
beſtehend aus: zweitürig.
Küchen=
ſchrank mit Glasaufſatz, 1 großer
Küchentiſch, Waſſerbank, 2
Topf=
bretter, 1 Treppenſtuhl, 1 Hackſtock
mit Porzellandeckel ſowie 1 Partie
Geſchirre u. Porzellan u. Beſtecke,
1 gr. Tiſch als Bügeltiſch geeignet,
Annaſtraße 4, II.
(B11244)
Ia Wiesenheu
ſowie Korn= u. Haferſtroh, eine
große Kaute Miſt, 7—8 Malter
Futterkartoffel verkauft
140a
Karl Grünig IV., Makler,
Pfungſtadt, Feldbergſtraße 14.
„Zucker’s „Saluderma” hat
mich von einem ſchweren
Hautausſchlag
raſch u. völlig befreit. 1000 Dank.
E. Phylipp, Aufſeher.” Aerztl.
warm empf. Doſe 50 Pfg. u. 1 Mk.
(ſtärkſte Form) bei: F. Schaefer,
Ludwigsplatz 7, Chr. Schwinn,
Rheinſtraße 8, A. Logel,
Eliſa=
bethenſtraße und Gg. F. Frank,
Parfumer
11349E
Prima däniſches Ochſenfleiſch
per Pfund 80 Pfg.
Prima däniſches Rindfleiſch
per Pfund 70 Pfg.
Ecke Ober- und Schlossgasse.
Georg Appfel,
Telephon 929. (10836a
Ich empfehle als Spezialität:
Tatde und chotbldde
garantiert rein, in allen Preislagen.
e
2 Racafbut
vorzügliches Nähr- u. Kräftigungsmittel für Magen- u. Darmleidende.
Friedrich Schaefer
Grossherzoglicher Hoflieferant
Drogen und Chemikalien en gros und en detail
7 Ludwigsplatz 7. 1190a
Uebernahme ſämtl. Beſtellungen
für hier u. auswärts, von der
ein=
fachſten bis zur reichhaltigſten
Ausführung. (1664a
Karl Klenk
Kranichsteinerstr. 37, Fernspr. 764
Keine Ziehungs-Verlegung
Ziehung den 4. u. 5. Juni 1912
Arnstädter
Kaiokerte
90
5533 Gewinne zus. M.
10050
Lude d M. 25 Pfg. extra
x 11 Lose 10 Mk.,
Porto u. Liste
versendet das General-Debit
Lötterishank ur. M. D. M.
Eisenach.
Phil. J. Schmidt, L. Ohnacker, Kgl.
Pr. Lott-Ein., ferner: Gg. Ludw.
Kriegk, Fr. Harguth, Joh. Heinrich
Möser u. Valentin Seibert. (11344D
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt.
Heinheimerſtr. 20, 3. Stock. (827a
eEfer
Naturwein per Fl. 80 Pfg. ſowie
andere Qualitätsweine empfiehlt
Gg. Sauerwein
Landwehrſtr. 7. (11403a
Feinſchmeckendſte
Speise=Kartoffeln,
Saat=Kartoffeln,
Futter=Kartoffeln
billigſt bei Carl Manck Nachf.,
Darmſtadt, Wendelſtadtſtraße 40,
(11227a
Telefon 163.
Herren= und 1 Damen=
1 Panamahut, nicht gebraucht,
billig zu verkaufen. Zu erfragen
Liebfrauenſtr. 115, 2. St. (*12571
1 Fahrrad
Wanderer) faſt neu, billig zu
ver=
kaufen. Beſichtig. zw. 8—12 Uhr.
Saalbauſtr. 63 II.