Darmstädter Tagblatt 1912


15. Mai 1912

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Inſerafe
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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 36 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Kaiſer iſt geſtern von Straßburg nach Metz
abgereiſt.
Die Budgetkommiſſion des Reichstags
bewilligte den Marineetat mit einigen kleinen
Abſtrichen.
Die Wahlprüfungskommiſſion des Reichs=
tags
erklärte die Wahl des Abg. Pauli=Hagenow
(konſ.) für ungültig.
Der preußiſche Juſtizminiſter hat ein Straf=
perfahren
gegen die ſoz. Abgeordneten Bor=
chardt
und Leinert eingeleitet.
Am 13. ds. Mts, fand die feierliche Schlußſtein=
Glegung am Leipziger Völkerſchlacht=
Denkmal ſtatt.
Das belgiſche Parlament wurde aufgelöſt. Die
Neuwahlen finden am 2. Juni ſtatt.
Der Generalreſident in Marokko Liau=
Otey iſt in Caſablanca eingetroffen und
feſtlich empfangen worden.

* Der nationalliberale Delegiertentag

iſt einen Verlauf genommen, von dem man ſagen darf,
er den Zugang zum Frieden innerhalb
Udr Partei bedeutet. Sowohl die en bloe=Annahme
der Satzungsänderungen, wie Inhalt und Tonart ſämt=
lcher
Reden bezeugen die Geneigtheit aller national=
lberalen
Richtungen, zuſammenzubleiben und an der Ge=
ſchloſſenheit
der Partei zu arbeiten. Es hängt von der
Verwirklichung dieſer Entſchloſſenheit ab, ob der Berliner
Delegiertentag eine Etappe für die Erreichung des Zieles
wird. Denn daß die Satzungsänderungen allein den in=
neren
Parteifrieden nicht verbürgen können, hat Abg.
Dr. Krauſe mit Recht angedeutet. Soll auch der jung=
liberale
Reichsverband in den Satzungen der Partei ver=
ſchwinden
, ſollen auch die jungliberalen Vereine an die
landſchaftlichen Verbände angegliedert werden, der
Reichsverband an ſich bleibt deswegen doch beſtehen, bie=
tet
mithin künftig ebenfalls den Rahmen für politiſche
Sonderaktionen. Daß die Verantwortung dafür fortan
nicht mehr die nationalliberale Partei als ſolche trägt,
iſt gewiß ein Fortſchritt, der die Abwehr parteifeindlicher
Kritik formal crleichtert, aber keine Bürgſchaf gegen
Störungen des Parteifriedens gewährt.
In dieſer Beziehung erſcheint das Mindeſtmaß der
notwendigen Einheitlichkeit auf die Dauer nur dadurch
geſichert, daß in Bezug auf das eigentliche Trennungs=
moment
, die Stellung zur Sozialdemokra=
tie
, vom linken durch den Jungliberalismus unterſtütz=
ten
Flügel eine Politik befolgt wird, die den Verdacht
einer Erweiterung der ſüddeutſchen Großblockpolitik nicht
aufkommen läßt. Von den Diskuſſionsrednern, die der
Sozialdemokratie gegenüber den ſogenannten altliberalen
Standpunkt vertraten, haben namentlich Abg. Dr. Fried=
berg
und Dr. Streſemann ſo ſtarken Beifall geerntet, daß
die viel erörterte entgegengeſetzte Haltung eines großen
Teils der nationalliberalen Reichstagsfraktion auch vor
dem Forum des Delegiertentages mißbilligt worden iſt.
Die Verteidiger eines taktiſchen Zuſammengehens mit
der Sozialdemokratie konnten der Natur der Sache nach
nicht erfolgreich abſchneiden. Je wärmer der badiſche
Abg. Rebmann die Notwendigkeit einer imperialiſtiſchen
Politik betonte, um ſo mehr drängte ſich der Gedanke
daran auf, daß die Sozialdemokratie ſoeben erſt in alter
Weiſe die Wehrvorlagen abgelehnt und über die Kolo=
nialpolitik
das übliche Verdammungsurteil erneuert hat.
Die Berufung auf das urſprüngliche nationalliberale
Programm von 1867 aber, deſſen freiheitliche Beſtimmun=
gen
der jungliberale Führer Kaufmann ausſpielte, muß
deswegen eindrucklos bleiben, weil es im Jahre 1867
wohl eine ſozialiſtiſche Arbeiterbewegung, aber keine
international gerichtete ſozialdemokratiſche Arbeiter=
partei
(die wurde erſt 1869 gegründet) gegeben hat.
An das Programm von 1867 wurde von dem jung=
liberalen
Führer mit der Begründung erinnert, daß wie
die Staaten ſo auch die Parteien nur durch die Kräfte
erhalten werden, durch die ſie begründet wurden. Wird
hieraus die Nutzanwendung auf das neue Deutſche Reich

und auf den größten Bundesſtaat Preußen gezogen, dann
verbietet ſich jede weitere Demokratiſierung im Reiche und
die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preu=
ßen
. Wenn der Hinweis auf das nationalliberale Pro=
gramm
von 1867 in ſolchem Sinne dazu beiträgt, den
linken Flügel und den Jungliberalismus an einer Poli=
tik
der mittleren Linie feſtzuhalten, dann wird für die
Wahrung der Geſchloſſenheit innerhalb der nationallibe=
ralen
Partei ſehr viel gewonnen ſein.

Engliſche Dreßſtimmen zum Botſchafter=
wechſel
in London.

* Die Weſtminſter Gazette ſchreibt über die
bevorſtehende Ernennung des Frhrn. Marſchall von
Bieberſtein zum Botſchafter in London:
Der neue Botſchafter war früher Staatsſekretär des Aeu=
ßern
und iſt allgemein als einer der fähigſten Diploma=
ten
Europas anerkannt. Wenn ein ſolcher Mann in dem
jetzigen Zeitpunkt nach London geſandt wird, ſo iſt der
Schluß natürlich, daß ſeine Regierung ihren Beziehun=
gen
zur britiſchen eine beſondere Bedentung beilegt. Es
iſt ebenſo natürlich, daraus zu ſchließen, daß er keine
paſſive Rolle ſpielen wird und daß die Dinge ſich in
der einen oder anderen Richtung ändern werden, wie
wir hoffen, zum Beſſeren. Aber Höflichkeit und gute
Politik mögen uns mahnen, Spekulakionen in den
Grenzen der Diskretion und des guten Geſchmacks zu
halten. Graf Wolff=Metternich leiſtete Deutſch=
land
in London ſehr hervorragende Dienſte. Er hat die
Genugtuung, zu wiſſen, daß er dazu beitrug, in einer
außerordentlich ſchwierigen Zeit einen ehrenvollen Frie=
den
zwiſchen beiden Ländern zu bewahren. Wenn die
Geſchichte dieſer Zeit geſchrieben wird, wird es ſich zei=
gen
, daß er eine gradſinnige ehrenvolle Rolle geſpielt
hat und die Intereſſen ſeines eigenen Landes vertrat,
ohne je die Achtung und Sympathie Englands zu ver=
lieren
. Sein Nachfolger darf eines warmen Willkomms
ſicher ſein. Das engliſche Volk wird es als ein Kom=
pliment
auffaſſen, daß die deutſche Regierung ihren be=
deutendſten
Diplomaten gewählt hat, um ſeinen Platz
auszufüllen.
In einzelnen Preßſtimmen an der Themſe wie an
der Seine iſt im übrigen eine Schwenkung in den An=
ſchauungen
eingetreten, die nicht ſo ganz von ungefähr zu
ſein ſcheint. Die Times, die allemal dabei iſt, wenn es
gilt, den Deutſchen eins auszuwiſchen, ſagt in einer
längeren Beſprechung: Wenn wir einerſeits angenehm
davon berührt ſind, daß wir den beſten deutſchen Diplo=
maten
erhalten, ſo können wir doch unſer Erſtaunen über
den Eindruck nicht verhehlen, den dieſe Ernennung
allenthalben gemacht hat. Unſere Politik bleibt, was ſie
ſeit Jahren unter den verſchiedenen Regierungen gewe=
ſen
iſt. Dann wird zwar der Hoffnung auf eine Ver=
ſtändigung
zwiſchen beiden Nationen Ausdruck gegeben,
ſofort aber angefügt: Die wahre Natur unſerer Be=
ziehungen
zu Deutſchland iſt wiederholt von maßgeben=
den
Politikern gekennzeichnet worden, und dieſe Erklä=
rungen
haben niemals eine Aenderung erfahren. Sir
Edward Grey hat im Jahre 1905 erklärt, was auch Eng=
land
gegenüber Deutſchland tue, ſei nicht geeignet, die
guten Beziehungen Englands gegenüber Frankreich zu
beeinträchtigen, und ſo iſt es noch heute. Auch im
Standard iſt erſichtlich, daß die Andeutungen von
Paris her nicht ohne Wirkung geblieben ſind, denn im
Leitartikel findet ſich ein äußerſt ſcharfer Ausfall gegen
die Tätigkeit des Berliner Preßbureaus, das in den
letzten zehn Jahren die feſtländiſchen und amerikaniſchen
Blätter mit Nachrichten geſpeiſt habe, die geeignet ge=
ſen
ſeien, Haß und Argwohn gegen England zu verbrei=
ten
. Die Geſamtwirkung all dieſer halbamtlichen Mit=
teilungen
müſſe ganz enorm geweſen ſein. Wien, Rom,
Petersburg und Waſhington ſeien mit Nachrichten und
Anſichten überſchwemmt worden, um den Zwecken einer
gewundenen Politik zu dienen, und ſelbſt in London ſei
mehr als ein nicht ſonderlich erfolgreicher Verſuch in
dieſer Richtung von einem deutſchen Diplomaten gemacht
worden, der gegenwärtig einen wichkigen Boſſchafter=
poſten
bekleide, um einen Teil der britiſchen Preſſe zu
verleiten, unbewußt das Spiel des deutſchen Amtes zu
ſpielen. Auch hier wird weiterhin Frhr. v. Marſchall
ermahnt, nicht in dieſen Fehler zu verfallen, und es
wird erklärt, die Drei=Entente dürfe nicht hinterliſtig an=

Am Himmelfahrtstag erſcheint kein
Tagblatt.

gegriffen werden; ſie ſei ein Felſen, den keine Diplo=
matenkünſte
unterwühlen könnſten. Die briſiſche See=
herrſchaft
dürfe auch nicht in Frage geſtellt werden. Doch
über eine Menge anderer Punkte werde ſich reden laſſen.
Wir ſtehen, heißt es ſchließlich, Deutſchland durchaus
freundſchaftlich gegenüber, und wünſchen nichts beſſeres,
als mit ihm in nachbarlicher Eintracht zu leben.

Deutſches Reich.

Zur Angeſtellten=Verſicherung. In
der Berliner Handelskammer hat auf Einladung des Di=
rektoriums
der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte
eine Beſprechung mit Vertretern von Landwirtſchaft,
Handel und Induſtrie, Arbeitgebern wie Angeſtellten,
ſtattgefunden über die zunächſt dringlichen Maßnahmen
für die Durchführung des Angeſtelltenverſicherungs=
geſetzes
. Die Verhandlungen leitete der Präſident des
Direktoriums, Wirkl. Geh. Ober=Regierungsrat Koch. Sie
erſtreckten ſich insbeſondere auf das Beitragsverfahren,
die Veranſtaltung der notwendigen Wahlen und ſonſtige
Organiſationsfragen. Die geplante Regelung, welche
ſich überall den Bedürfniſſen des praktiſchen Lebens anzu=
paſſen
ſucht, fand in näherer Ausſprache allgemeine Zu=
ſtimmung
; gleiches wird von vorangegangenen Konferen=
zen
der nämlichen Art in Hamburg, Dortmund, Frank=
furt
a. M., Nürnberg, Leipzig, Breslau und Danzig be=
richtet
. Das Geſamtergebnis dieſer Verhandlungen wird
am 17. und 18. Mai in Berlin mit Vertretern aller grö=
ßeren
Arbeitgeber= und Angeſtelltenverbände aus dem
ganzen Reiche beſprochen werden.
Der Zweck der Luftſchiffe. In der Bud=
getkommiſſion
erklärte Staatsſekretär v. Tirpitz, der Zweck
der Luftſchiffe ſei zunächſt der, die Aufklärung zu unter=
ſtützen
. Ob ſie ſpäter zu offenſiven Unternehmungen auch
für geeignet gehalten werden, werde die Erfahrung leh=
ren
. Als Syſtem für die Luftſchiffe komme das ſtarre
Syſtem in Betracht. Ein vergrößerter Typ des neueſten
Zeppelin=Kreuzers werde im Herbſt abgeliefert. Die Per=
ſonalausbildung
ſei bereits energiſch im Gange. Die
Verſuche würden ſich auf private Luftſchiffballons ſtützen,
bis eigene Erfahrungen vorlägen. Die Entwickelung der
Luftfahrzeuge werde mit dem größten Intereſſe verfolgt.
Die Verſuche beſchäftigten ſich mit Fahrzeugen, die am
Waſſer aufſteigen und an Bord eines Schiffes gehiß?
werden können.
Das preußiſche Beſitz= Befeſtigungs=
geſetz
. Die Budgetkommiſſion des preußiſchen Abge=
ordnetenhauſes
verhandelte nach der Beratung des Be=
ſitz
=Befeſtigungsgeſetzes über den Antrag der oſtmärki=
ſchen
Abgeordneten (Aronſon und Gen.) auf Erhöhung
des Grundkapitals der Deutſchen Pfandbriefanſtalt in
Poſen um 5 Millionen Mark. Der Antragſteller begrün=
dete
den Antrag mit der wirtſchaftlichen Notlage des
ſtädtiſchen Hausbeſitzes, beſonders in den kleinen Städten
der Provinzen Weſtpreußen und Poſen. Der Antrag.
das Grundkapital um 5 Millionen Mark aus Staatsmit=
teln
zu erhöhen, fand grundſätzlich keinen Widerſpruch,
doch wurde von einer ziffernmäßigen Feſtlegung auf
5 Millionen Mark Abſtand genommen und anſtelle deſſen
eine angemeſſene‟ Höhe des Grundkapitals geſetzt. In
dieſer Form wurde der Antrag angenommen. Die Bud=
getkommiſſion
nahm ſchließlich das Geſetz mit den Stim=
men
der Konſervativen, Freikonſervativen und National=
liberalen
nach der Regierungsvorlage mit dem Zuſatz an,
daß von der Regierung alljährlich ein Rechenſchaftsbericht
erſtattet werde.
Strafverfahren gegen die Abgeord=
neten
Borchardt und Leinert. Dem preußi=
ſchen
Abgeordnetenhauſe ging ein Schreiben des Juſtiz=
miniſters
zu, in dem das Haus erſucht wird, die Ein=
leitung
eines Strafverfahrens gegen die Abgeordneten
Borchardt und Leinert (Soz.) wegen Hausfriedensbruchs
bezw. Widerſtandes gegen die Staatsgewalt zu geneh=
migen
. Das Schreiben wurde der Geſchäftsordnungs=
kommiſſion
überwieſen.
Zu der Grafenſtadener Angelegen=
heit
erhalten die Berliner Neueſten Nachrichten von gut
unterrichteter Seite die Mitteilung, daß man in maß=
gebenden
Kreiſen des Grafenſtadener Werkes jenſeits
der Vogeſen ſchon länger an einen Bruch mit Preußen
denſt. Man hofft nach einer Verlegung des ganzen
Werkes nach Belfort die Lieferungen für die franzö=
ſiſchen
Bahnen und die Staatslieferungen umſo leichter

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

zu erhalten, wenn man ſich als Märtyrer aufſpielen
kann.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die Verhandlungen über diie Wahl=
reform
zwiſchen dem ungariſchen Miniſterpräſidenten
Lukacs und dem Führer der Unabhängigkeitspartei Juſth
über die Wahlreform ercaben bisher kein Reſultat. Sie
werden fortgeſetzt. Juſth erklärte, es ſei wenig Hoff=
nung
auf eine Vereinbarung vorhanden, ſo lange der
Miniſterpräſident ſeinen Standpunkt in der Frage der
Wahlreform unverändert aufrecht erhalte.
Frankreich.
Die Wahlreform. Wie offiziös gemeldet
wird, wird ſich der Miniſterrat von neuem mit der Wahl=
reſorm
und einer neuen Faſſung dieſes Geſetzentwurſes
beſchäftigen, durch den eine Verſtändigung zwiſchen den
Anhängern des Verhältniswahlſyſtems und der Arron=
diſſementwahlen
erzielt werden ſoll.
England.
Die portugieſiſchen Kolonien. Im Un=
terhauſe
fragte Lloyd, ob zwiſchen England, Deutſchland
und Portugal die Verhandlungen über die portugieſiſchen
Kolonien ſich ihrem Abſchluſſe näherten und ob Sir Ed=
ward
Grey dem Hauſe darüber irgend welche Infor=
mationen
geben könne. Parlamentsunterſekretär Acland
erwiderte: Die Frage der zukünftigen Entwickelung der
portugieſiſchen Kolonien, die für Portugal und die an
die portugieſiſchen Kolonien angrenzenden deutſchen und
britiſchen Gebiete naſtürlich von großem Intereſſe iſt,
war und wird zweifellos von Zeit zu Zeit Gegenſtand
gegenſeitigen Intereſſes und freundſchaftlicher Erör=
terung
ſein. Aber gegenwärtig ſind die beiden einge=
brachten
Fragen zu verneinen.
Belgien.
Auflöſung des Parlaments. König Al=
bert
unterzeichnete das Dekret, das beide Häufer des Par=
laments
auflöſt und die Neuwahlen auf den 2. Juni feſt=
ſetzt
.
Norwegen.
Die Regelung der Spitzbergenfrage.
Das Miniſterium des Aeußern teilt mit, daß die drei Re=
gierungen
, deren Vertreter an der Spitzbergenkonferenz
teilgenommen haben, die norwegiſche, die ſchwediſche und
die ruſſiſche Regierung, ſich über den Entwurf einer
Konvention zur Regelung der Spitzbergenfrage geeinigt
haben. Nach dem Entwurf bleibt Spitzbergen neutrales
Territorium, das wirtſchaftlichen und wiſſenſchaftlichen
Beſtrebungen aller Nationen offenſteht. Die internatio=
nale
Verwaltung wird von einer aus Vertretern der drei
genannten Mächte gebildeten Kommiſſion ausgeübt. Die
Lokalverwaltung und die Polizeigewalt auf Spitzbergen
liegt in den Händen eines norwegiſchen Polizeikommiſ=
ſars
. Die erſte richterliche Inſtanz iſt ein norwegiſcher
Richter in Tromſoe. Die Ausgaben der Verwaltung wer=
den
durch Abgaben und Steuern aus den okkupierten Ge=
bieten
und anderen Abgaben gedeckt werden, die indeſſen
nur erhoben werden können, wenn alle Signatarmächte
ſich darüber geeinigt haben. Ein etwaiges Defizit wird
von allen Signatarmächten gemeinſam gedeckt. Die Aus=
gaben
der Verwaltungskommiſſion ſollen jedoch von Nor=
wegen
, Schweden und Rußland allein getragen werden.
Die Konvention ſoll immer eine Geltungsdauer von 18
Jahren haben, aber innerhalb einer gewiſſen Friſt vor
Ablauf dieſer Periode gekündigt werden können.
Vereinigte Staaten.
Die Wahl der Senatoren. Das Repräſen=
tantenhaus
hat mit 237 gegen 39 Stimmen eine gemein=
ſame
Reſolution, die den Senat bereits paſſiert hat, be=
treffend
ein Amendement zur Verfaſſung angenommen,
daß die Wahl der Senatoren durch direkte Wahl ſtatt=
haft
ſein ſoll. Die Reſolution geht nunmehr an den Prä=
ſidenten
.
Die Amtsdauer des Präſidenten. Die
Juſtizkommiſſion des Senats hat beſchloſſen, eine Reſo=
lution
zur Annahme zu empfehlen, daß die Amtsdauer

des Präſidenten auf eine einmalige Friſt von ſechs Jah=
ren
zu beſchränken iſt.
Die Frauen in Kalifornſen und die
Wahlen. Präſident Taft hat einen Aufruf an die
Frauen von Kalifornien erlaſſen für die Neuwahlen, bei
denen die Abſtimmung der Frauen ausſchlaggebend iſt.
Der Aufruf erinnert an das, was der Präſident während
ſeiner Amtszeit vollbracht hat. Der Aufruf iſt der erſte
ſeiner Art, der von einem Präſidenten der Vereinigten
Staaten ausgegangen iſt.
China.
Das Pekingey Vorparlamenſt) hat eine
Petition von 15 öffentlichen Organiſationen abgelehnt,
die dahin geht, die Wahlen, die ungeſetzmäßig ohne Hin=
zuziehung
der Majorität der Bevölkerung vor ſich ge=
gangen
ſeien, für ungültig zu erklären. In einer ſtark
beſuchten Verſammlung der Stadtbewohner wurde be=
ſchloſſen
, als man von der Antwort des Vorparlaments
erfuhr, Delegierke nach Peking abzuſenden mit dem
Auftrag, auf der Anſetzung von neuen Wahlen zu be=
ſtehen
, im Falle abermaliger Abſage aber das Vorparla=
ment
zu boykottieren.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 15. Mai.

* Militärperſonalien aus dem Bereiche des 18. A.=K.
Die Unterzahlmeiſter Wolff I. vom F.=A.=R. 63 in
Frankfurt a. M. und Brandt I. vom J.=R, 115 in
Darmſtadt ſind ſeit 1. Mai d. J. zur Probedienſtleiſtung
als Zahlmeiſter, und zwar erſterer zum 16. A.=K. beim
II. J.=R. 17 nach Mörchingen und letzterer zum 4. A.=K.
beim II. J.=R. 93 nach Zerbſt in Anhalt einberufen worden.
-g. Strafkammer. Ein raffiniertes Erpreſſerehe=
paar
, der 50jährige Kaufmann Heinrich Müller und
deſſen 36jährige Ehefrau, beide aus Ober=Ramſtadt, ſtan=
den
geſtern wegen fortgeſetzter, ſich fünf Jahre hin=
ziehender
Erpreſſungen vor der hieſigen Strafkammer. Der
Ehemann benutzte den Umſtand, daß ein hieſiger Herr
Frau Müller Ende 1907 zwecks Gewährung eines Dar=
lehens
empfangen hatte, zu fortgeſetzten dreiſten Erpreſ=
ſungen
, trotzdem ſich der betreffende Herr keinerlei ſtraf=
bare
Handlung hatte zu Schulden kommen laſſen. Er zog
in raffinierter Weiſe die erklärliche Scheu des Herrn in
Rechnung, daß ſich die Oeffentlichkeit mit ſeiner Perſon in
Verbindung auch mit den unwahrſcheinlichſten Beſchuldig=
ungen
beſchäftige. Und auf dieſe Weiſe gelang es ihm,
nach und nach etwa 40000 Mark zu erpreſſen, wobei er
und ſeine Frau kein Mittel verſchmähten, um Geld zu er=
halten
. Er verfolgte zuletzt den alten Herrn auf Schritt
und Tritt, ſtellte ihn auf der Straße zur Rede und pro=
vozierte
einen Menſchenauflauf; er bedrohte ihn und ſeine
Familie ſchließlich noch mit Totſchießen. Als man endlich
einſah, daß jede Erpreſſung der Anfang und Begründung
einer neuen Erpreſſung werde, wurde Strafantrag geſtellt.
Mit dem erpreßten Gelde hatte Müller in Bad=Nauheim
ein Hotel übernommen; da ihm jedoch die Befähigung zur
Bewirtſcheftung mangelte, verſchlang dieſes Unternehmen
die ſämtlichen erpreßten Summen. Während der ganzen
Zeit hat Müller vier oder fünf Reverſe unterſchrieben, in
denen er dem alten Herrn den größten Dank für die er=
wieſenen
Wohltaten ausſprach und anerkannte, daß er ihm
zu nichts verpflichtet ſei.
Der Staatsanwalt beantragte für den Angeklagten
Müller 4 Jahre 3 Monate Gefängnis, für die Ehe=
frau
1 Jahr Gefängnis. Der Verteidiger der An=
geklagten
Rechtsanwalt Fehr=Frankfurt, plädierte für
Zubilligung mildernder Umſtände, da die Angeklagten aus
Not zu den Erpreſſungen veranlaßt worden ſeien. Auch
hätten ſie von den erpreßten Summen keinen perſönlichen
Nutzen gehabt. Das Gericht verurteilte Mül=
ler
zu 4 Jahren Gef ängnis und 5 Jahren Ehrver=
luſt
, von der Unterſuchungshaft werden ihm 3 Monate an=
gerechnet
. Die Ehefrau Müller wird zu 1 Jahr
Gefängnis verurteilt.
- 70. Geburtstag. Am Himmelfahrttage begeht
der in weiteren Kreiſen bekannte Reallehrer Lerch’ſeinen
70. Geburtstag. 50 Jahre war er an Schulen des Aus=
und Inlandes, davon 33 Jahre an dem hieſigen Ludwig=
Georgs=Gymnaſium tätig. In ſeinem Berufe hat
er ſtets mit Fleiß und gutem Erfolg gewirkt und fand
noch Zeit und Kraft, ſich an gemeinnützigen Unter=
nehmungen
in hervorragender Weiſe zu betätigen. Es
ſei hier nur erwähnt, daß er zu den Männern gehörte,
denen es nach jahrelangem Bemühen gelungen iſt, die
Herſtellung des Martinpfades und der Kraftruhe zu er=
möglichen
, die beide Tauſenden Annehmlichkeit und
Genuß bieten. Er iſt Mitbegründer des Eisbahnvereins,
der der Jugend Sport= und Spielplätze ſchuf. Als Vor=
ſitzender
des Vereins für Verbreitung von Volksbildung
hat er durch ſeine umſichtige Leitung das Anſehen des
Vereins wieder gehoben und die Bedeutung gegeben,

die er unter ſeinem Gründer, dem Oberbürgermei
Ohly, hatte. Leider kann Herr Lerch infolge ei
Leidens ſeit einigen Monaten dienſtlich nicht tätigſ
Möge er bald wieder geneſen und ihm noch viele Ja
ſeine Lebenskraft und ſeine Schaffensfreude erhal
bleiben!
D Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die E
nahmen im Monat April 1912 betrugen: 1. Perſon
verkehr 613934 Mk. (April 1911 587079 Mk.), 2. Güt=
verkehr
73734 Mk. (69798 Mk.), 3. Nebeneinnahn
5633 Mk. (5561 Mk.), 4. Geſamteinnahmen 693303 9
(662438 Mk.).
Poſtnotiz. Die Verſendung mehrer
Pakete mit einer Poſtpaketadreſſe iſt für
Zeit vom 20. bis einſchl. 25. Mai weder im inner
deutſchen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland
ausgenommen Argentinien geſtattet. Nach Argentin
können auch in dieſer Zeit mehrere, jedoch höchſte
3 Pakete, mit einer Poſtpaketadreſſe verſandt werden
Amtliche Verkaufsſtellen für Poſtwertzeich
befinden ſich bei folgenden Privatperſonen: I. .
Darmſtadt. Ahaſtr. 8 bei Wilh. Beyer. Beſſung=
ſtraße
104 bei F. W. Paſche. Blumenthalſtr. 81
Phil. Roth. Blumenthalſtr. 107 bei Frau Ludw. Bo
Gervinusſtr. 39 bei A. Gorr. Heidelbergerſtr., Ecke W
helmſtr., bei G. Schmidt. Heidelbergerſtr. 1 bei
Sohn. Heinheimerſtr. 35 bei Joſ. Jarraſch. Herr
gartenſtr. 21 bei Frau G. Kriegbaum. Holzſtr. 19
Joſ. Zahn. Karlſtr. 56 bei Georg Hübner. Karlſtr.
bei Georg Hipfel Ww. Kranichſteinerſtr. 20 bei Lou
Lehmann. Lichtenbergſtr. 80 bei H. Roßmann. Lie
frauenſtr. 47 bei Peter Ackermann. Liebigſtr. 81 I
H. Flach. Mollerſtr. 17 bei Joh. Treuſch. Moosber
ſtraße 49 bei Ant. Fiſcher. Neue Ireneſtr. 12 bei
Müller. Nieder=Ramſtädterſtr. 31 bei Norbert Müll=
Obergaſſe 3 bei Otto Erb. Rheinſtr. 17 bei G.
Kriegk. Sackgaſſe 2 bei Jakob Stumpf. Sandbergſtr.
bei V. Ganßmann. Wendelſtadtſtr. 28 bei J. Skurn=
Wendelſtadtſtr. 27 bei Karl Braun. Wenckſtr. 20 1
Phil. Köbler. II. Im Landbeſtellbezirk. A=
der
Ludwigshöhe bei Gaſtwirt Emmel.
* Zum neunten internationalen Lawn=Tennis= Tu=
nier
, das vom 16., reſp. 17. Mai ab auf dem Sportpl=
am
Böllenfalltor ſtattfindet, haben von bekannten Tu
nierſpielerinnen und=Spielern bis jetzt gemeldet die He=
ren
A. Froizheim=Straßburg, M. v. Biſſing, Kre=
gel
=, Grüder= und Grocwich=Frankfurt u. a. m. Weiter d
Damen Frl. Salin, Frl. Behrends, Frl. A. und J. We
hermann=Frankfur Frau Larida (Pſeudonym
Mannheim, Frl. Kirchholtes=Wiesbaden und Frl. Freien
ſehner=Worms. Ganz beſonderem Intereſſe dürfte de
Teilnahme des dentſchen Meiſterſchaftsſpielers Froi
heim begegnen, der damit erſtmalig an einem Turnier i
Darmſtadt teilnimmt. Herr Froizheim, der erſt jüngſt
Wiesbaden wieder alle offenen Konkurrenzen überlegen ge
wann, gilt als einer der beſten derzeitigen Tennisſpiel=
überhaupt
.
* Odenwaldkub. Wie mitgeteilt, findet die dies
jährige Hauptverſammlung des Odenwaldklub
nächſten Sonntag, den 19. Mai, in Groß=Umſtadt ſtat
Die hieſige Ortsarurpe wird unter Führung der Herre
Bergmann und Wetzſtein die Wanderung um ½7 Ub
beginnen und zwar vom Botaniſchen Garten, Roßdörfen
ſtraße, aus. Nach zirka 2ſtündigem Marſche Ankunfti
Rofdorf, wo bei Gaſtwirt Krämer Frühſtücksraſt. Ab=
marſch
½10 Uhr, ſo daß gegen 12 Uhr Groß=Umſtad
erreicht wird. Die Hauptverſammlung beginnt pünktlic
um 12 Uhe in der Turnhalle der Großh. Real= un
Landwirtſchaftsſchule und es iſt eine recht zahlreich
Beteiligung daran erwünſcht. Nach dem Feſteſſen finde
Doppelkonzert in den innerhalb der Stadt nebeneinander
liegenden Gartenwirtſchaften Ohlſcher Berg und Rothſche
Keller ſtatt.
Muſikverein. Die Probe zur IX. Sinfoni
findet anſtatt Mittwoch erſt Freitag abend ½9 Uh
ſtatt. (Siehe Anzeige.)
* Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Umgegend e. V. Auf der internationalen Hundeaus
ſtellung in Wiesbaden am 12. Mai erhielten folgend=
Mitglieder Preiſe: Für Dobermänner: Bauunter
nehmer Feldmann in Crumſtadt 6 erſte und
1 zweiten und 1 dritten, ſowie den Stadtpreis und fünd
Ehrenpreiſe. Herr Klippel=Griesheim 1 erſten, 1 zweiten
und Ehrenpreis. Für Boxer: Herr Katzenbach 2 erſte
und Ehrenpreis. Für Boxer: Herr Karg 1 erſten,
1 zweiten Preis. Für Rottweiler: Herr Rieſterer 2 erſte
und Ehrenpreis. In Gießen am 30. April: Herr Katzen=
bach
für Boxer 2 erſte und Ehrenpreis. Herr Karg für
Boxer 2 erſte und Ehrenpreis. In Saarbrücken am
7. Mai auf der Polizeihund=Ausſtellung für Dober=
männer
: Herr Klippel=Griesheim 2 erſte und Ehrenpreis.
* Der Gefangverein Sängerluſt veranſtaltet am
Himmelfahrttage einen Familienſpaziergang nach Ober=
Ramſtadt. Hierſelbſt Einkehr und Tanz im Schützen=
hofe
. (Näheres ſiehe Anzeige.)
* Der Männergeſangverein Coneordia unter=
nimmt
am Himmelfahrttag wie alljährlich ſeinen
Morgenſpaziergang mit Muſik nach der ſchön gelegenen

Suſtav Mahler=Feſt in Mannheim.

K E. Mannheim, 13. Mai.
Wieder feierte Mannheim ein Muſikfeſt großen Stils.
Es war dem Andenken an Guſtav Mahler gewidmet.
Hofkapellmeiſter Arthur Bodanzky gab die Anregung;
er iſt ja Schüler und Freund des früh verſtorbenen Künſt=
lers
geweſen, und der Philharmoniſche Verein übernahm,
durch einen namhaften Zuſchuß aus der Stadtkaſſe er=
mutigt
, das Arrangement des Feſtes. In zwei Konzerten
kamen drei Werke Mahlers zur Aufführung, die entweder
durch die Eigenart oder durch die überragende Größe der
Konzeption zu dem Intereſſanteſten und Beſten gehören,
was Mahler ſchuf. Am erſten Tage kamen die 4. Sinfonie
(G=dur) und Das Lied von der Erde zur Aufführung,
am zweiten Tage die 8. Sinfonie, die auch hier zu einer
Sinfonie der Tauſend wurde, denn die beiden verſtärk=
ten
Hoftheaterorcheſter von Mannheim und Karlsruhe, der
gemiſchte Chor von 600 und der Kinderchor von 300 Stim=
men
repräſentierten einen Klangkörper von mehr als tau=
ſend
Mitwirkenden. Auf dem großen Podium des Nibe=
lungenſaals
, der bequem 5000 Zuhörer faßt, boten dieſe
Tauſend ein impoſantes Bild von reizvoller maleriſcher
Gruppierung.
Mit der 4. Sinfonie wurde das Feſt eingeleitet;
ſie iſt wohl die heiterſte Tonſchöpfung Mahlers, ſie bean=
ſprucht
keine ungewöhnlichen Ausdrucksmittel und verliert
ſich auch nie in einem Extrem. Die einzelnen Sätze ſind
gefällig, oft gemütvoll und wirken wie der Wiener Volks=
muſik
entlehnt; nur das Scherzo, ein grotesker, aber nicht
düſterer Totentanz, bewegt ſich in ernſteren Weiſen. Eine
wunderbar ruhige und beglückende Stimmung iſt der
Grundzug des Adagios. Das Finale iſt ein Sopranſolo,

dem eine Dichtung aus Des Knaben Wunderhorn als
Text zu Grunde liegt, eine humorvolle und köſtlich naive
Lobpreiſung des Lebens im Himmel. Frau Winter=
nitz
=Donda aus Hamburg ſang dieſen prächtigen Schluß
mit ſehr hübſcher Stimme und geiſtig belebtem Vortrage.
Das Lied von der Erde folgte, ein Zyklus von
6 Geſängen mit Orcheſter. Drei ſind für eine Altſtimme
und drei für eine Tenorſtimme geſchrieben, die Dichtungen
ſind der chineſiſchen Flöte von Hans Bethge entnommen
und enthalten zum großen Teile eine echte und in der Stim=
mung
köſtliche Poeſie. Madame Cahier aus Wien ſang
Der Einſame im Herbſt Von der Schönheit und den
ergreifenden, aber auch langen Abſchied ganz hervor=
ragend
in klangſchöner Tongebung wie im Vortrag. Wal=
ther
Günther=Braun aus München wußte ſein
Trinklied vom Jammer der Erde mit zugreifender Friſche,
das Lied Von der Jugend in ſeiner ſpieleriſchen, über=
mütigen
und jauchzenden Stimmung ſehr eindringlich und
der Trunkene im Frühling dahinſtürmend und faſt
burſchikos zu geſtalten. Schade, daß die Stimme des
Heldentenors für dieſe Aufgaben ſich als zu ſchwerfällig
und die Höhe ſich als nicht glanzvoll genug erwies.
Unter der temperament= und geiſtvollen Leitung Arthur
Bodanzkys ſpielte das ſtattliche Orcheſter die 4. Sinfonie
ganz hervorragend in der Nüancierung und großzügig in
der Geſtaltung des Einzelnen.
Geſtaltete ſich der Erfolg des erſten Konzertes mit
ſeiner mehr intimen Muſik ſchon wie ein Sieg, ſo verdichtete
ſich der des zweiten, das die 8. Sinfonie bot, zu einem
förmlichen Jubel. Er iſt neben der Großartigkeit des Wer=
kes
der impoſanten Maſſenwirkung der Tauſend zu dan=
ken
. Mächtig brauſten die gewaltigen Akkorde der mittel=
alterlichen
Pfingſthymne Veni ereator spiritus dahin,
die Doppelchöre entwickelten eine ſieghafte Kraft bei be=

wundernswerter Klangſchönheit, die auch in den Piano=
ſtellen
faszinierend wirkte, der Kinderchor ſetzte mit ver=
blüffender
Sicherheit ein und zeigte ſich treffſicher und
rhythmiſch abſolut gefeſtigt. Der Schluß des erſten Teiles
wirkte dröhnend und fand jubelnden Beifall. Der An=
rufung
des Geiſtes folgte die Ankündigung der hehrſten
Erlöſung durch die werktätige Liebe, wie ſie Goethe in der
Schlußſzene ſeines Fauſt uns offenbarte. Die einzelnen
Chorſätze, Sologeſänge und Enſembles ſind poetiſch emp=
fundene
Stimmungsbilder, zum Teile von berückender
Schönheit. Der Schlußchor Alles Vergängliche iſt nur ein
Gleichnis zählt zum Erhabenſten und Schönſten in der
neuen Chorliteratur. Mag auch Manches in der Konzep=
tion
raffiniert erſcheinen, die Chorſinfonie als Ganzesdiſt
ein Werk von gediegenem Gehalte und großer Schönheit=
des
Klanglichen. Der Chor ſang ein ideal zartes Pia=
niſſimo
, im Orcheſter überraſchten die aparteſten Klangkom=
binationen
. Unter den Soliſten ragte Gertrude För=
ſtel
hervor, deren glockenreiner Sopran ſieghaft über dem
Meere von Klangwogen ſchwebte, ihr nahe ſtanden Martha=
Winternitz=Donda aus Hamburg, Madame Cahier=
und Anna Erler=Schnaudt. Unter den männlichen
Soliſten ragte Nicola Geiße=Winkel durch ſein mar=
kiges
und ſtrahlendes Organ hervor. Die Baßpartie ver=
trat
Wilhelm Fenten von hier mit belebendem Aus=
druck
, und die Tenorpartie wurde von Hofopernſänger
Bartling von hier mit Geſchick vertreten. Arthur Bo=
danzky
gab als Dirigent der Tauſend eine glänzende
Probe ſeiner genialen Geſtaltungskunſt und brachte die
Sinfonie in allen Teilen herrlich zur Wiedergabe; er er=
wies
ſich als Mahler=Interpret erſten Ranges und wurde
enthuſiaſtiſch gefeiert.

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 3.

Bismarckeiche an dem Brunnersweg. Für Speiſe
und Getränke iſt beſtens geſorgt. (S. Anzeige.)
X Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats April
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 136
Ochſen, 1 Bulle, 314 Kühe, 9 Jungrinder, 1107 Kälber,
2648 Schweine, 126 Schafe, 24 Ziegen und 16 Pferde.
Beanſtandet wurden: 88 Ochſen, 219 Kühe, 5 Jung=
rinder
, 16 Kälber, 411 Schweine, 19 Schafe und 1 Pferd.
Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch von: 5¾/ Kühen,
2¼ Kälbern, 12¼ Schweinen u. 1 Schaf. Bedingt
Stauglich war das Fleiſch von: 2¼ Kühen, ¾ Kälbern
Dund 1¼ Schweinen. Untauglich waren: 1 Jung=
rind
, 1 Kalb, 1334 Organe, 225 kg Fett und 97 kg Fleiſch
von 759 Tieren. Auf Trichinen wurden unterſucht:
2648 im Schlachthaus geſchlachtete und 2 von Privaten
Ageſchlachtete Schweine, ſowie 3301¼ kg für hieſige Metzger
eingeführtes friſches Fleiſch von 175 Schweinen. Der
Nachunter ſuchung wurden unterzogen: 778 Sendungen
Leingeführtes Fleiſch, enthaltend: 16221 kg Rindfleiſch,
3523kg Schweinefleiſch, 457 kg Kalbfleiſch, 1206 kg Ham=
melfleiſch
und 899 kg Ziegenfleiſch.
* Ludwigshöhe. Das Himmelfahrtfrüh=
onzert
beginnt ſchon um 5 Uhr, ſodaß man alſo ſehr
eitig aufſtehen muß, um den Choral: Wachet auf,
ruft uns die Stimme! weihevoll zu genießen. Das
Programm iſt im übrigen der Himmelfahrtſtimmung
Langepaßt, wie auch die Vortragsordnung des Militär=
Konzerts am Nachmittag. Beide Konzerte werden von
der Kapelle des Leibgarde=Regiments ausgeführt. (Siehe
Anzeige.)
* Schuls Felſenkeller. Morgen Donnerstag
GHimmelfahrttag) findet wieder Künſtler=Konzert einer
Abteilung der Inf.=Kapelle ſtatt. Bei dem angenehmen
Aufenthalt, den der hübſche ſchattige Garten bietet, ſei
insbeſondere hervorgehoben, daß das Konzert bei freiem
Eintritt ſtattfindet. (Siehe Anzeige.)
* Schützenhof. Am Himmelfahrtabend wird im
Schützenhof die Kapelle des Garde=Drag.=Regts. unter
Herrn Mittelſtädts Leitung konzertieren. (S. Anzeige.)
* Hugenſchütz’ Felſenkeller. Das Volksfeſt am
Himmelfahrttag vom Heſſiſchen Odenwaldverein ver=
ſpricht
dem Publikum einige genußreiche Stunden und
ſei an dieſer Stelle nochmals darauf hingewieſen. (Siehe
Anzeige.)
* Der 1. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt in ſeinem Programm eine Aufnahme während
der Paſſagierfahrten des Zeppelinluftſchiffes Schwaben.
Die Zuſchauer werden bei dieſer Vorführung in die
Wirklichkeit verſetzt, eine der intereſſanten Fahrten vom
Aufſtieg aus der Halle bis Abſtieg mitzumachen. Auch
das übrige Programm iſt ſehenswert. (Siehe Anzeige.)

Ober=Ramſtadt, 14. Mai. Der Geſangverein Ger=
mania
Ober=Ramſtadt unternimmt am 2. Pfingſttag
eine Rheinfahrt von Mainz nach Boppard und zu=
rück
per Extra=Dampfer mit Muſik. Zu dieſer Fahrt ſind
noch einige Karten zu vergeben. (Näh. ſ. Anz.)
Groß=Gerau, 14. Mai. Ein tötlicher Unglücks=
All ereignete ſich heute früh unmittelbar vor Waller=
ſüdten
. Der 16 Jahre alte Adam Schmitt der Sohn
ds bei Maurermeiſter Bartel beſchäftigten Adam
Schmitt aus Büttelborn, begab ſich kurz vor 7 Uhr an die
Arbeit, um an den im Felde aufgeſtellten Maſten der
durch die Siemens=Schuckertwerke errichteten Ueberland=
zentrale
Anſtreicherarbeiten zu verrichten. Er beſtieg
einen Maſt und blieb oben infolge Ausrutſchens mit
dem Fuße zwiſchen den eng zuſammenlaufenden Maſt=
ſprießen
hängen. Dadurch verlor er das Gleichgewicht
und ſchlug mit der ganzen Körperſchwere rücklings mit
dem Kopfe ſo heftig gegen den Maſt, daß er einen kom=
plizierten
Schädelbruch erlitt, der den ſofortigen
Tod herbeiführte. Der Vater des tödlich Verunglück=
ten
kam gerade dazu, als die Leiche ſeines Sohnes aus
ihrer fürchterlichen Lage befreit und vom Maſt herunter
geholt wurde. Um 2 Uhr mittags begab ſich eine Ge=
richtskommiſſion
aus Groß=Gerau an die Unglücksſtätte,
um den Tatbeſtand feſtzuſtellen.
M. Nach der Meldung eines anderen Berichterſtat=
ters
kam Sch. mit den Drähten der Starkſtromleitung,
die noch nicht kurzgeſchloſſen und der Strom noch nicht

ausgeſchaltet war, in Berührung und wurde ſofort von
dem hochgeſpannten Strom getötet.
Groß=Gerau, 14. Mai. An einem ſchlechten
Zahn geſtorben iſt ein Mann im Alter von 35
Jahren. Der Mann klagte eines Tages über ſchier un=
erträgliche
Zahnſchmerzen; er ging zum Zahnarzt, der
ihm einen Zahn zog. Gleich darauf ſchwollen Gaumen
und Kehle furchtbar an; der Mann ſtarb. Es iſt feſtge=
ſtellt
, daß durch den ſtark fauligen Zahn Vergiftung ein=
getreten
iſt.
* Groß=Gerau, 14. Mai. Nach längerer Unterbrechung
iſt der hieſige Ferkelmarkt wieder eröffnet und bis auf
weiteres die Abhaltung des Marktes unter den bekannt ge=
gebenen
Bedingungen geſtattet worden. Die aufgetriebe=
nen
626 Tiere konnten bei dem herrſchenden lebhaften Ge=
ſchäftsgang
raſch abgeſetzt werden, und zwar Ferkel für
1525 Mark und Springer für 2735 Mark pro Stück.
Einleger waren nicht aufgetrieben. Am Montag, den 20.
ds. Mts., findet der nächſte Ferkelmarkt ſtatt und ſind zum
Auftrieb Ferkel aus allen ſeuchenfreien Kreiſen des Groß=
herzogtums
zugelaſſen, ſofern für die Tiere die vorſchrifts=
mäßige
Beſcheinigung bezw. ein Urſprungszeugnis mitge=
bracht
wird. Mit dieſem Markte wird gleichzeitig ein
Krämermarkt, der diesjährige Maimarkt, abgehalten.
Offenbach, 13. Mai. Geheimer Kommerzienrat
Ludo Mayer hatte zur Verſchönerung des durch den
Neubau der Techniſchen Lehranſtalten geſchaffenen Schloß=
hofes
am alten Iſenburger Schloß eine Stiftung bis
zu 100000 Mark der Stadt zur Verfügung geſtellt, die
für die Anlage eines Schloßhofbrunnens verwendet wer=
den
ſoll. Zur Erlangung von geeigneten Projekten wurde
unter den erſten deutſchen Bildhauern ein Wettbewerb ver=
anſtaltet
, deſſen Termin am Montag abgelaufen war. Es
ſind insgeſamt 6 Entwürfe eingegangen. Der Stadtver=
ordnete
und Agent Friedrich Perrelet Mitglied des
ſtädtiſchen Sparkaſſenvorſtandes, hat, ſo meldet das M. J.,
dieſes Ehrenamt inſofern mißbraucht, als er ſich bei
Vermittlung von Sparkaſſengeldern zu Hypotheken
durch Forderung einer Proviſion einen Vermögensvorteil
verſchafft hat, obgleich er wiſſen mußte, daß laut Beſchluß
des Sparkaſſenvorſtandes, für den er ſeinerzeit ſelbſt ge=
ſtimmt
hatte, Agenten von der Vermittlung ſtädtiſcher
Sparkaſſenhypotheken ausgeſchloſſen ſind. Perrelet hat
vorerſt nur ſein Amt als Mitglied des Sparkaſſenvor=
ſtandes
niedergelegt. Wie er der O. Z. mitteilt, hat er
in keinem von den beiden Fällen, um die es ſich handelt,
eine Proviſion bezogen, In einem Falle wurde ihm aller=
dings
eine Proviſion in Ausſicht geſtellt, ohne daß er ſie
jedoch beanſpruchte. Als Herr Perrelet hörte, daß ihm
aus dieſer Sache ein Strick gedreht werden ſollte, teilte
er dem betreffenden Geldnehmer mit, daß er auf jede
Vergütung verzichte. Im übrigen hat Herr Perrelet be=
reits
im vergangenen Jahre den Beigeordneten Rech ge=
fragt
, ob er nach ſeiner (des Beigeordneten) Anſicht trotz
ſeiner Tätigkeit als Hypothekenmakler Mitglied des Spar=
kaſſenvorſtandes
bleiben könne, was der Beigeordnete
Rech anſtandslos bejahte. Als Herr Perrelet nunmehr
durch den Beigeordneten Rech erfuhr, welche Anſchuldi=
gungen
gegen ihn erhoben wurden, legte er ſofort ſein
Amt als Mitglied des Sparkaſſenvorſtandes nieder.
Am Sonntag nachmittag fanden Spaziergänger im
Offenbacher Stadtwald die Leiche eines unbekannten
Mannes. Dem Verweſungsprozeß nach zu ſchließen, muß
der Tote bereits mehrere Monate dort gelegen haben.
Der Kopf war vom Rumpfe getrennt und das Geſicht
nicht mehr zu erkennen. In der Nähe der Leiche hing
von einer Fichte ein ſtarker Strick herab. Es handelt
ſich um den Sattler Ludwig Schneider aus
Worms, der bis zum September in der Schloßſtraße
hier wohnte. Bekannten gegenüber hatte er ſich geäußert
daß er ſich das Leben nehmen wollte. Auf einer Poſt=
karte
hatte er auch von ſeinen Angehörigen in Worms,
von denen er getrennt lebte, Abſchied genommen.
s. Offenbach, 14. Mai. An einer hier aufgeſtellten
Schiffsſchaukel ſpielte ſich geſtern abend ein blutiger
Raufhandel ab. Der erſt einige Tage aus der Strafanſtalt
entlaſſene Taglöhner Müller, deſſen Frau von ihm getrennt
lebt und mit einem anderen Arbeiter verkehrt, traf jenen,
geriet mit ihm in Streit und erſtach ihn. Der von der
Staatsanwaltſchaft verfolgte Täter iſt flüchtig.

* Mainz, 14. Mai. Zwiſchen ſtreikenden Schif=
fern
kam es geſtern in einer Wirtſchaft wegen einem
Frauenzimmer zu einem Streit, der ſich auf die Straße
fortſetzte. Hierbei verſetzte der Schiffer Johann Greim
aus Oppenheim ſeinem Kollegen Ulrich aus Nierſtein einen
Stich in die Schläfengegend. Der Geſtochene dürfte kaum
mit dem Leben davon kommen.
Worms, 13. Mai. Aus dem Zuge geſtürzt ſind
heute nachmittag zwiſchen Station Worms und Pfifflig=
heim
zwei Realſchüler, die aber zum Glück mit nur uner=
heblichen
Verletzungen davon kamen.
Nierſtein, 13. Mai. Eine verhängnisvolle
Maikur machten geſtern verſchiedene junge Leute. Das
Ziel war die Knoblochsau, an welcher man mit einem
Nachen gegen 2 Uhr morgens landete. Als alle Teil=
nehmer
bis auf einen Inſaſſen den Nachen verlaſſen hat=
ten
, trieb dieſer ab und wurde ſchließlich mit ſeinem
Inſaſſen, den der Schlaf übermannt hatte, kurz vor Wer=
ſenau
gegen einen dort liegenden Raddampfer getrieben.
Hierdurch aufgeweckt, rief der Mann um Hilfe und ward
durch den aus Nierſtein ſtammenden Schiffer Fritz Hem=
mes
in Sicherheit gebracht.
Ober=Ingelheim, 13. Mai. Einen Aufſehen
erregenden Beſchluß faßte der hieſige Gemeinderat
in ſeiner letzten Sitzung Die oberſte Schulbehörde ver=
fügte
nämlich in den letzten Wochen eine generelle Regel=
ung
der Vergütung für Erteilung des obligatoriſchen Fort=
bildungsunterrichts
. Darin wurde beſtimmt, daß in Zu=
kunft
als Mindeſtſatz für die Stunde 1,50 Mark bezahlt
werden ſoll, wenn die Schülerzahl nicht über 10 hinausgeht.
Bei mehr als 10 Schülern ſind mindeſtens 2 Mark aus der
Gemeindekaſſe zu vergüten. Hier wäre nun auch der Satz
von 1,50 auf 2 Mark per Stunde zu erhöhen. Der Ge=
meinderat
lehnte aber die Erhöhung mit der Begründ=
ung
ab, daß eine derartige Mehrbelaſtung durch die
Staatskaſſe zu tragen ſei.
Büdingen, 14. Mai. Der preußiſche Miniſter für
öffentliche Arbeiten hat nunmehr die Hergabe eines mit
1¾ Prozent zu verzinſenden hypothekariſchen
Darlehens in Höhe von 395000 Mark für die preu=
ßiſche
Teilſtrecke der projektierten vollſpurigen Keinbahn
Hanau-Büdingen an die für die Bahn zu gründende
Aktiengeſellſchaft genehmigt mit der Maßgabe, daß ver=
ſchiedene
Bedingungen erfüllt werden und das Aktien=
kapital
der zu gründenden Aktiengeſellſchaft mit 1365000
Mark bemeſſen wird.
Gettenau, 14. Mai. Beim Pflügen fand ein hieſiger
Landwirk) in unmxtelbarer Nähe der altsn Römert
ſtraße eine Anzahl Waffen, Geräte und Nägel aus
der Römerzeit.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 13. Mai. Das Ergebnis der
morgigen Beratungen für die am Mittwoch ſtattfindende
Oberbürgermeiſterwahl iſt von der Voſſiſchen
Zeitung folgendermaßen zuſammengefaßt: Die Fraktion
der alten und die der neuen Linken werden wohl geſchloſſen
für die Wahl Wermuths ſtimmen. Die ſozialdemokratiſche
Fraktion wird ſich wahrſcheinlich der Stimmabgabe ent=
halten
und weiße Zettel abgeben. Der dritte Senat des
Oberverwaltungsgerichtes beſchloß, dem An=
trag
des Vorſtandes der Berliner Bühnenleiter ent=
ſprechend
, das Verbot des Berliner Polizeipräſidenten be=
treffend
das Tragen von großen Damenhüten in
den Theaterlogen außer Kraft zu ſetzen, da weder
eine Gefährdung der Geſundheit noch des Lebens der ande=
ren
Theaterbeſucher durch das Tragen von großen Damen=
hüten
zu beſorgen iſt. Der bekannte Berliner Bildhauer
Profeſſor Ludwig Manzel Vorſteher des Meiſter=
ateliers
der Bildhauerei an der Königlichen Akademiſchen
Hochſchuke für die bildenden Künſte in Charlottenburg, iſt
zum Präſidenten der Königlichen Akademie der Künſte ge=
wählt
worden. Prof. Manzel tritt an die Stelle von Prof.
Arthur Kampf und wird die Leitung der Geſchäfte der
Akademie am 1. Oktober übernehmen. Heute abend
wurde die 22jährige Schauſpielerin Leoni Voigt in ihrer
Wohnung in Schöneberg tot aufgefunden. Ein Arzt
ſtellte Vergiftung durch Leuchtgas feſt. Der Tod dürfte be=

Das Völkerſchlacht=Denkmal bei Leipzig.

sh. Leipzig, 13. Mai. Heute mittag um 12 Uhr
fand auf der Höhe des Völkerſchlachtdenk=
mals
die feierliche Schlußſteinlegung des
Baues ſtatt, am Geburtstage des Vaters des Gedankens,
des Kammerrates Thieme. Zahlreiches Publikum wohnte
der Feier bei; Abordnungen vieler Vereine und Depu=
tationen
der Behörden nahmen an ihr teil.
Auch muß es ſein noch größer als wie zu Köln der
Dom! So ungefähr dachte ſich der Sänger der Frei=
heitskämpfe
, Ernſt Moritz Arndt, die Irminſul des
deutſchen Volkes, die auf den Schlachtfeldern Leipzigs
für ewige Zeiten ein Denkmal ſein ſollte für den Sieg
über den Korſaren Napoleon. Und ſo ward es. Wuch=
tig
und maſſig erhebt ſich auf einem künſtlich erbauten
Hügel an den Geſtaden eines kleinen Sees das Völker=
ſchlachtdenkmal
, ein Koloß von gigantiſchen Ausmaßen.
Hoch in die Wolken ragt es mit ſeinen 90 Metern Höhe
und wer am Fuße des Denkmals ſteht, ahnt nicht, daß
die 12 Koloſſalfiguren, die den Friedensengel bewachen,
zwölf grimmige Kriegergeſtalten, Rieſen von 12 Meter
Größe ſind mit einem Gewicht von je 4000 Zentnern.
110 Stufen führen in die 60 Meter hohe Bogenhalle, in
der die Ehrenhalle untergebracht iſt. 16 Krieger halten
hier ſtumme Totenwacht. Ein Gang führt auf eine Ga=
lerie
, die dem Auge einen Ueberblick über das geſamte
Schlachtfeld bietet. Eine weitere Treppe führt zum
Ruhmesſaal. Hier ſtehen vier ſymboliſche Figuren von
je 9½ Meter Höhe, die die Tugenden des deutſchen Vol=
kes
darſtellen, Tapferkeit, Begeiſterung. Opferfreudigkeit
und Glaubansſtärke. Im nächſten Stockwierk befindet
man ſich in der Krone des Denkmals, in der Kuppel,
in deren Mitte der Freiheitsengel emporragt, umgeben
von den 12 Kziegergeſtalten. Es iſt ein gewaltiges
Denkmal, das hier mit einem Koſtenaufwand von bei=
nahe
ſechs Millionen aufgeführt wurde. Das gewaltige
Bauwerk überraat das Niederwald=Denkmal um 43 Me=
ter
, die Siegesſäule in Berlin um 30 Meter, das Kyff=
häuſer
=Denkmal um 26 Meter und die Bavaria in Mün=
chen
um 60 Meter. Das Rieſenrelief des Denkmals, das
den Erzengel Michael auf einem Kriegswagen zeigt. hat
ein Ausmaß von 60 Metern Ueber ihm ragt in Rieſen=
lettern
von 1.80 Metern Höhe die Inſchrift: Gott mit
uns! An den Ecken ſind Adler angebracht, mit einer
Flügelſvannweite von 10 Metern. Sein Grundgedanke
iſt ein dreifacher: es ſoll ſein ein Ehrenmal für die gefal=
lenen
Krieger, ein Ruhmesmal für die Freiheitskämpfe
jener Zeit, ein Mahnzeichen für künftige Geſchlechter!
Sileen Schävier des Dentmals

Profeſſor Schmitz glücklich durchgeführt. Noch iſt das
Denkmal von dem gewaltigen Gerüſt umgeben, das ſich
aus der Ferne wie ein Spinngewebe ausnimmt. Welch
ungeheures Material nur zu dieſem Gerüſt verwendet
werden mußte, kann man ermeſſen, wenn man erfährt
daß die Hölzer aneinandergelegt einen Strang von Leip=
zig
bis Kiel ergeben würden.
Schon 1814 ward in Leipzig ein Verein zur Feier
des 19. Oktober gegründet, der ſich die Aufgabe ſtellte,
das Gedächtnis der Völkerſchlacht in möglichſt getreuer
Ueberlieferung der Nachwelt zu überliefern Jahrelangen
Bemühungen des Deutſchen Patriotenbundes im Verein
mit verſchiedenen Körperſchaften iſt es nunmehr gelungen.
ein Denkmal aufzuführen, dauernder denn Erz. Am
Fuße des Denkmals wird der Deutſche Patriotenbund
ein Stadion erbauen.
So wird dieſes Rieſendenkmal neben der Säule auf
dem Monarchenhügel, neben dem Denkmal des Fürſten
Schwarzenbera, neben dem Napoleonſtein und anderen
Denkmälern, das deutſche Volk immer daran erinnern.
daß es ihm einſt vereint gelungen iſt. den Völkerzertrüm=
merer
zu ſchlagen. Und wenn am 19. Oktober die Flam=
menzeichen
von dem Denkmal rauchen dann mögen ſie ein
Zeichen dafür ſein, daß trotz neuer Rüſtungen zu Waſſer
und zu Lande das deutſche Volk gewillt iſt, den Woltfrie=
den
wie einſt gegen Navoleon. zu verteidigen Mögen aber
die Flammenzeichen nicht die Morgenröte für einen kom=
menden
Weltkrieg ſein!

Großherzogliches Hoftheater.

Montag, 13. Mai.
Der Kaufmann von Venedig.
W-l. In einer wohlaelungenen Vorſtellung gelangte
heute Shakeſpeares Komödie Der Kaufmann von Vene=
dig
wieder zur Aufführung. Die Rolle des Shylok ſpielte
wieder Herr Lehrmann, der ſich in dieſer ſeiner beſten
Rolle vom Publikum verabſchiedete. Er ſtellte ſich auch heute
wieder mit intelligenter, ſcharf ausgeprägter und packen=
der
Charakteriſtik und meiſterhafter dramatiſcher Steige=
rung
in der grandioſen Gerichtsſzene dar. Neu war Frl.
Alſen als Porzia, die, ihrer Gewohnheit entſprechend,
in der Verkörperung und Darſtellung der Rolle eine ge=
wiſſe
vornehme Reſerviertheit an den Tag legte, die aber
nicht im Widerſpruch mit der Rolle ſtand. Frl. Uttmann
als Jeſſica hielt ſich, wie ihre Vorgängerin, von aller
Sentimentalität frei und ſpielte die lebens= und liebesfrohe
Venetianerin natürlich und ſympathiſch; als Lanzelot legte
Herr Peterſen eine beachtenswerte Probe ſeines Talen=

tes ab. Die Herren Heinz als Antonio Baumeiſter
als Baſſanio, Weſtermann als Graziano, Wagner
als Gobbo und nicht zuletzt auch Frl. Gotye als Neriſſa
vervollſtändigten das Enſemble in bekannter, trefflicher
Weiſe. Herr Jürgas als Prinz von Arragon übertrieb
zu ſehr, Herr Schneider ſpielte die Rolle des Lieb=
habers
Lorenzo mit gewohnter Friſche, die Szene mit
Jeſſica am Schluſſe war aber für unſer Empfinden zu nüch=
tern
gehalten.
Zum Schluß möchten wir nochmals fragen: Warum
verſchmähen Porzia und Neriſſa, im Gegenſatz zu früher,
es konſequent, in der Gerichtsſzene ihre Maske zu ver=
ändern
? Porzia hatte ſogar ihre Haarfriſur beibehalten,
während es doch ſo leicht iſt und, wenn wir nicht irren,
in England zu Shakeſpeares Zeit es ſogar gebräuchlich
war, ſich eine Perücke aufzuſetzen. Baſſanio und Graziano
müßten komplete Idioten ſein, wenn ſie nicht auf den erſten
Blick ihre Frauen wiedererkennen würden; die ganze präch=
tige
Szene mit den Ringen verliert durch dieſe Unter=
laſſungsſünde
ihren Sinn.
Die Abſchiedsvorſtellung geſtaltete ſich zu einem Ehren=
abend
für Herrn Lehrmann, der nach neunjähriger,
höchſt erfolgreicher Tätigkeit mit Ablauf der gegenwärtigen
Saiſon aus dem Verbande des Hoftheaters ausſcheidet.
Wir haben Herrn Lehrmann in allen Rollen ſeines reich=
haltigen
Repertoires als einen intelligenten, von hohem
künſtleriſchen Ernſte beſeelten und durch hervorragendes
Können ausgezeichneten Künſtler kennen gelernt und ihn
ſtets als ſolchen geſchätzt und gewürdigt. Außer Shylok
nennen wir Rollen, wie die des Mephiſto, Jago, Franz
Moor, Wurm, Marinelli, Nathan, Antonio, Muley Haſſan,
Richard III., Cyrano, von den zahlreichen anderen, dem
Charakterfach mehr oder weniger nahe liegenden Rollen
nicht zu ſprechen, die er mit der ihm eigenen Tiefe der
Auffaſſung und Schärfe der Charakteriſtik zu muſtergültiger
Darſtellung brachte. Aber auch in kleineren Rollen be=
gnügte
er ſich niemals mit einer mittelmäßigen Leiſtung,
weil dies ſeinem künſtleriſchen Ernſte widerſprach. Die
große Beliebtheit, deren ſich Herr Lehrmann beim Publikum
erfreute und die bei der heutigen Abſchiedsvorſtellung in
den Ovationen verſchiedener Art zum Ausdruck kam, iſt
deshalb wohl begreiflich. Am Schluſſe der Vorſtellung, die
ihm mehr als zwei Dutzend Hervorrufe eintrug, verab=
ſchiedete
er ſich, umgeben von einer großen Anzahl pracht=
voller
Kränze und Blumenſpenden, der ſichtbaren Zeichen
der Anhänglichkeit und Verehrung, vom Darmſtädter Pu=
blikum
. Eine interne Abſchiedsfeier auf der Bühne im
Kreiſe der Künſtler ſchloß ſich der Vorſtellung an.

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

reits vor drei Tagen eingetreten ſein. Der Grund zur Tat
iſt wahrſcheinlich Liebeskummer.
Frankfurt, 14. Mai. Oberbürgermeiſter Dr. Adickes
hat ſich ſicherem Vernehmen nach bereit erklärt, bis
zum Herbſt ds. Js. im Amte zu bleiben. Aus=
ſchlaggebend
für dieſen Entſchluß war der Umſtand, daß
das im Juli hier ſtattfindende Jubiläumsſchießen der
Leitung unſerer ſtädtiſchen Verwaltung Repräſentations=
pflichten
auferlegt und es fraglich iſt, ob ſchon zu dieſer
Zeit ein neues Stadtoberhaupt die Führung der ſtädti=
ſchen
Geſchäfte übernommen hat. Wie erinnerlich ſein
dürfte, war urſprünglich als Rücktrittstermin der 1. Juli
ds. Js. in Ausſicht genommen.
C2) Weinheim, 13. Mai. Ein aufregender Vorgang
ſpielte ſich geſtern abend auf dem Bahnſteig 2 des hie=
ſigen
Bahnhofs ab. Als ſich der um 8,46 Uhr von hier
nach Darmſtadt abgehende Eilzug Mannheim-Frankfurt
bereits in Bewegung ſetzte, wollte ein 45 Jahre alter
Touriſt namens Klein aus Darmſtadt raſch noch
einſteigen, kam aber zu Fall und geriet mit dem rechten
Fuß unter ein Rad, wobei ihm die Zehren abgefahren
wurden. Nur dem Umſtande, daß der Lokomotivführer
auf das Geſchrei des Verunglückten den Zug ſofort zum
Halten brachte, iſt es zu verdanken, daß Klein mit dem
Leben davon kam. Der Verunglückte, der aſuch Ver=
letzungen
am Kopfe erlitt, erhielt durch den raſch herbei=
gerufenen
Arzt Dr. Hausmann einen Notverband ange=
legt
und wurde nach dem Akademiſchen Krankenhauſe in
Heidelberg übergeführt. Sein Zuſtand iſt nicht lebens=
gefährlich
.
Heidelberg, 14. Mai. Für dieſen Sommer ſind
10 Beleuchtungen des Heidelberger
Schloſſes angekündigt und zwar für folgende Tage:
16. und 28. Mai, 9., 18. und 30. Juni, 7., 17. und 28.
Juli, 6. Auguſt und 7. Oktober. Außer den Schloß=
beleuchtungen
finden in dieſem Jahre in Heidelberg drei
Ausſtellungen ſtatt, die geeignet ſind, in dieſem Reiſe=
ſommer
eine beſondere Beachtung zu finden: zunächſt
(1. Juli bis 1. September) eine Dauerausſtellung Fran=
kenthaler
Porzellane, ferner vom 14. bis 28. Juli eine
Allgemeine Deutſche Photographiſche Ausſtellung und
vom 14. bis 21. September eine Gartenbau=Ausſtellung.
Eiſenbach (Taunus), 13. Mai. In der vor dem Orte
gelegenen Schultheißmühle wurde heute früh der Ein=
wohner
Peter Weimer in ſeinem Bette ermordet
aufgefunden. Der Leiche war das eine Bein faſt
vom Rumpfe getrennt, außerdem war ſie durch Aus=
ſchneiden
der Naſe verſtümmelt.
Hadamar, 14. Mai. In Oberweyer ſtarb kürzlich
ein alleinſtehendes Fräulein in den ärmlichſten
Verhältniſſen. Bei der Feſtſtellung des Nach=
laſſes
fand man 47000 Mark in Obligationen, ferner
im Bett verſteckt 20000 Mark in Goldſtücken, während
unter dem Küchenſchrank einige tauſend Mark in Silber
und von Mäuſen zernagte Papiere gefunden wurden. Au=
ßerdem
beſaß die Verſtorbene 54 Morgen Land. Der
geſamte Nachlaß wird auf 150000 Mark geſchätzt.
Gera, 13. Mai. Heute verſtarb auf Schloß Oſter=
ſtein
der älteſte Sohn des Erbprinzen Hein=
rich
XXVII., Regenten beider Fürſtentümer Reuß,
Heinrich XXXXVII., an den Folgen von Scharlach im
Alter von 18 Jahren. Der Erbprinz hat 2 Söhne und
2 Töchter.
Braunſchweig, 13. Mai. Bei Uelzen iſt ein gro=
ßer
Waldbrand ausgebrochen, von dem bisher 1500
Morgen Gemeindeforſt und Moor, ſowie 250 Morgen des
königlichen Forſtes ergriffen wurden. Das braunſchwei=
giſche
Infanterie=Regiment Nr. 92 wurde zu den Löſch=
arbeiten
kommandiert.
Hamburg, 13. Mai. Der König und die Köni=
gin
von Dänemark mit Familie ſind heute abend
hier eingetroffen. Sie werden vorausſichtlich bis Mtt=
woch
früh bleiben.
Peſt, 13. Mai. Ein heftiger Orkan richtete in ganz
Ingarn großen Schaden an. In der Ortſchaft Waralja
n Siebenbürgen ſtürzten mehrere Häuſer ein und es
ntſtand ein Brand, bei dem zahlreiche Perſonen umge=
kommen
ſind.
Paris, 14. Mai. Der ſeit einigen Wochen hier wei=
lende
Prinz von Wales wird demnächſt einen
Auſtoausflſug nach Südfrankreich unkerneh=
men
und bei dieſer Gelegenheit in Toulon an Bord des
Panzers Danton einer unter dem Oberbefehl des Ad=

mirals Bue de Lapeyrére ſtattfindenden Uebung der
Mittelmeerflotte beiwohnen.

Die Koſten der heſſiſchen Staatsverwaltung.

Als vor wenigen Jahren als Folge des ſtarken
wirtſchaftlichen Rückganges die heſſiſchen Staatseinnah=
men
aus den Eiſenbahnen einen bedrohlichen Tiefſtand
aufwieſen und die Herſtellung des Gleichgewichts im
Staatshaushalt reichlich erſchwert war, wurde vielfach
geglaubt, daß die heſſiſche Staatsverwaltung eine uner=
trägliche
Koſtſpieligkeit erreicht habe und ein gründ=
licher
Aderlaß vonnöten ſei.
Dieſe Vermutung hat ſich jedoch abgeſehen von
den Verhältniſſen der Bauabteilung dank der Prüfung
der Vereinfachungskommiſſion im weſentlichen als un=
begründet
herausgeſtellt. Von vornhergin ſchon hätte
ein Vergleich des heſſiſchen Koſtenaufwandes mit dem
anderer deutſcher Staaten jene Behauptung in Zweifel
ziehen und die Hoffnung auf erhebliche Abſtriche von Be=
amtenſtellen
in den beſcheidenſten Grenzen halten müſſen.
Da nun in den nächſten Tagen bei der Beratung des
Finanzausſchuſſſess über die Bgamtenbeſoldungsvorlage
volle Klarheit über dieſe Verhältniſſe erwürſcht ſein
kann, ſo mögen nachfolgend die entſprechenden Zahlen
aus den Voranſchlägen der 6 bedeutendſten deutſchen
Staaten vom Jahre 1910 verzeichnet ſein.

1. Bedarf für die Verwaltung im engeren Sinne,
d. h. für die innere Verwaltung und für die äußeren
Angelegenheiten, für Kultus, Wiſſenſchaft, Schule uſw.,
für die Juſtiz= und für die Finanzverwaltung:

Mk. auf den Kopf der
Bevölkerung.
Mill Mk.
29,9
1043
Preußen
Bayern
33,2
229,3
24,9
120,6
Sachſen
27,5
Württemberg 67,2
36,8
Baden
79,4
37,8
29,1
Heſſan

2. Bedarf für die Verwaltung der Domänen, Forſten,
Bergwerke, Staatseiſenbahnen uſw.:

Mark
Mark
auf den Kopf:
auf den Kopf:
50,1 Württemberg
52,3
Preußen
57,8
Baden
51,9
Bayern
45,8
49,6 Heſſen
Sachſen

3. Bedarf für Verzinſung, Tilgung und Verwaltung
der Staatsſchuld:

Mark
Mark
auf den Kopf
auf den Kopf:
9,8
10,7
Württemberg
Preußen
16,3
12,3 Baden
Bayern
10,9
8,3 Heſſen
Sachſen

Addiert man die Beträge unter 1., 2. und 3., ſo erge=
ben
ſich folgende Geſamtzahlen:

Mark
Mark
auf den Kopf:
auf den Kopf
Preußen
858 Württemberg
90,5
110.9
Bayern
97,4 Baden
Sachſen
82,8 Heſſen
84,8

Für 1910 haben ſich dieſe Zahlen infolge der ſeitdem
in verſchiedenen Staaten durchgeführten Neuregelung der
Beamtenbeſoldung einigermaßen verändert und auch
Heſſen iſt im Begriff zu folgen. Welche Höhe die heſſi=
ſchen
Beamſtenbezüge aber auch erreichen werden, über
eine Geſamtziffer von 87 Mark auf den Kopf der Be=
völkerung
wird man nicht hinauskommen, ſelbſt wenn.
was im Intereſſe der heſſiſchen Beamten ſowohl, als auch
des heſſiſchen Staates dringend zu wünſchen wäre, die
Gehaltsſätze von Preußen und dem Reich zum Muſter
genommen werden.
Daraus folgt aber daß die Ausgaben
für die Staatsverwaltung in Heſſen ſich
nach wie vor in ſehr beſcheidener Höhe er=
halten
werden.

Der Jahresbericht der Heſſiſchen Gewerbe=
Inſpektion für 1911

iſt zur Ausgabe gelangt und vom Staatsverlag in Darm=
ſtadt
zum Preiſe von 1 Mark zu beziehen. Im heſſiſchen
Gewerbeaufſichtsdienſt ſind zur Zeit beſchäftigt: ſechs
Gewerbeinſpektoren, drei Aſſiſtenten, zwei Aſſiſtentinnen

und fünf Gehilfen aus dem Arbeiterſtand. Die Za
der Betriebe iſt von 6276 im Jahre 1910 auf 6571
Jahre 1911 und die Geſamtzahl der Arbeit
von 113 151 auf 122766 geſtiegen. Von den Arbeit
waren 89976 (1910: 83 212) erwachſene männliche Arl
ter, 20 925 (19343) Arbeiterinnen, und zwar 9871 (89
im Alter von 16 bis 21, 11054 (10396) im Alter 1
mehr als 21 Jahren, 7105 (6233) jugendliche Arbeiter
Alter von 14 bis 16 Jahren, 4717 (4340) jugendliche
beiterinnen im Alter von 14 bis 16 Jahren und 43 (
Kinder unter 14 Jahren. Auf die einzelnen Bezirke 1
teilen ſich die Betriebe und Arbeiter wie folgt: Bez
Darmſtadt (Kreiſe Darmſtadt, Bensheim, Groß=Ger
Heppenheim) 1749 Betriebe mit 31465 Arbeitern ül
haupt, darunter 4482 Arbeiterinnen, 2888 Jugendli
und 3 Kinder; Bezirk Offenbach (Kreiſe Offenbach, T
burg, Erbach) 1612 Betriebe mit 36165 Arbeitern ül
haupt, darunter 6957 Arbeiterinnen, 3570 Jugendli=
und 5 Kinder; Bezirk Gießen (die Kreiſe der Prov=
Oberheſſen) 1199 Betriebe mit 18 518 Arbeitern, darun
3374 Arbeiterinnen, 1760 Jugendliche, 22 Kinder;
zirk Mainz (Kreiſe Mainz und Bingen) 1253 Betrie
mit 21997 Arbeitern, darunter 3239 Arbeiterinnen, 1
Jugendliche, 7 Kinder; Bezirk Worms (Kreiſe Worr
Alzey, Oppenheim) 758 Betriebe mit 14 621 Arbeitern, d
unter 2873 Arbeiterinnen, 1817 Jugendliche, 6 Kinder.
Von den Gewerbeinſpekt ionsbeamt
wurden 4729 Betriebe mit 97811 Arbeitern gegen 4.
Betriebe mit 87601 Arbeitern im Jahre 1910 revidie
An Verſtößen gegen die Arbeiterſchutzbeſtimmungen
es auch im Berichtsjahre nicht gefehlt. Der größte T
der Verſtöße war allerdings mehr formeller Natur,
beitsbücher, Aushänge, Anzeigen, Verzeichniſſe uſw.
treffend. Verhältnismäßig zahlreich waren auch in d
verfloſſenen Jahre die Verſtöße gegen Vorſchriften ül
die Dauer der Beſchäftigung von Arbeiterinnen u
Jugendlichen und über die beſchränkte Arbeitszeit
Samstagen für Arbeiterinnen. Nach den ſtatiſtiſch
Nachweiſen über die Durchführung des Geſetzes betr
fend Kinderarbeit in gewerblichen Betriel=
ſcheint
die Zahl der gewerblich beſchäftigten Kinder nu
mehr ſoweit geſunken zu ſein, daß ein weiteres Sin
vorausſichtlich nicht mehr zu erwarten iſt. In den ?
zirken Mainz und Worms iſt ſogar eine kleine Steigeru=
zu
verzeichnen. Die Zahl der gewerblich tätigen Sch
kinder betrug im Großherzogtum bei einer Geſamtze
aller Volksſchulkinder von 210 414 überhaupt 3716 gle
1,77 Prozent.
Die Zahl der Unfälle iſt nach ſämtlichen ?
richten gegen das Vorjahr geſtiegen. Der lebhafte
ſchäftsgang und die vermehrte Einſtellung von Arbeite
mögen die Zunahme veranlaßt haben. Weiter wird ül=
die
Wohlfahrtseinrichtungen der Arbeitgeber bericht
Mit Rückſicht auf den ungünſtigen Ausfall der Kartoff
ernte und die hohen Kaufpreiſe anderer Nahrungsmit
hat eine Anzahl Fabriken ſolche im großen bezogen u=
zum
Selbſtkoſtenpreis an ihre Arbeiter abgegeben. T
Firma Cornelius Heyl bezog 14200 Zentner Kartoffe=
und 150 Zentner Kraut; die brautechniſche Maſchine
fabrik in Pfeddersheim 14 Waggonladungen Kartoffe
Die Firma W. J. D. Valckenberg in Worms gibt Wei=
und Schwarzbrot zum Preiſe von 10 Pfg. für das Pfu
an ihre Arbeiter ab. Auch für die Verbeſſerung !
Wohnungsverhältniſſe wird von den Arbe
gebern viel getan. Zu den Firmen, welche ſich die Fl
derung des Wohnungsweſens beſonders angelegen ſe
aſſen, erwähnt der Wormſer Bericht in ſeinem Bezir
die Fa. Cornelius Heyl, die Strohſtoffabriken in Rhei=
Dürkheim, die brautechniſche Maſchinenfabrik in Pfe
dersheim, die Möbelfabrik Philipp Merkel in Dalshein
Die von dieſer letzten Firma errichteten Häuschen hab=
drei
Zimmer und Küche, dazu kommt noch ein klein
Schuppen mit Schweineſtall und zirka 200 Meter Garte
Der Herſtellungspreis pro Wohnhaus mit Garten in
Platz ſtellte ſich auf 3300 Mark. Die Häuschen wurd
aber zu 3000 Mark an Arbeiter als Eigentum verkau
Die geſamte Arbeiterkolonie der ſchon ſeit der Ausſte
lung von Kleinwohnungen in Darmſtadt rühmlichſt I
kannten Firma beſteht jetzt aus 52 Wohnhäuſern.
Ueber die Wohnungsverhältniſſe in der Stadt Mai=
heißt
es im Mainzer Bericht: In der Bewertung vi
Wohnungen beſtehen in der Stadt große Unterſchiek
Die Wohnungen laſſen ſich einteilen in 1. Wohnung=
in
älteren, ſchlecht erhaltenen Gebäuden, 2. Wohnung=

Fenilleton.

* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Die Urauffüh=
rungen
der neuen Oper von Richard
Strauß’ Ariadne auf Naxos die unter Mit=
wirkung
des Enſembles des Deutſchen Theaters unter
perſönlicher Führung von Profeſſor Max Reinhardt und
unter Mitwirkung hervorragender Opernkräfte der erſten
Bühnen im neuen Stuttgarter Hoftheater ſtattfinden
werden, ſind nunmehr definitiv auf den 25 26. und 27.
Oktober 1912 angeſetzt. Der Preis der Plätze iſt auf
50 Mark (!) (Parkett und erſter Rang) feſtgeſetzt.
Keine Kunſtgewerbe=Ausſtellung in
Berlin. Einer Notiz des Hamburger Correſpondent
entnehmen wir: Die Kunſtgewerbe=Ausſtellung, die für
Berlin geplant war, wird nicht ſtattfinden. Anfang die=
ſes
Jahres fanden zwiſchen einem Geldgeber einerſeits
und Prof. Peter Behrens, Hofrat Alexander
Koch=Darmſtadt und Robert Breuer andererſeits
Verhandlungen ſtatt, in Berlin eine Ausſtellung zu ver=
anſtalten
. Man hätte dies, unbekümmert um das Ja
und Amen irgendwelcher Inſtanzen, auch durchgeführt,
wenn das Kapital ſich den Forderungen auf uner=
bittliche
Jury und ſtrengſte Durchführung
des bereits aufgeſtellten Programms
unterworfen hätte. Das geſchah nicht. Und ſo wird
Berlin bis auf weiteres am Wege bleiben.
** Die Obhut über Schillers Schädel. Freiherr Alexan=
der
v. Gleichen=Rußwurm läßt folgende Erklärung
veröffentlichen: Es iſt vielfach die Frage aufgeworfen wor=
den
, was nun mit Schillers Schädel zu geſchehen habe, nach=
dem
es dem Forſchereifer des Prof. Dr. A. v. Froriep gelun=
gen
iſt, den echten aus dem Knochenhaufen des Weimarer
Kaſſengewölbes herauszufinden, und wem das Recht zu=
ſtehe
, über die Beſtattung der geheiligten Reſte zu ent=
ſcheiden
. Nach Brauch und Recht ſtünde mir als dem ein=
zigen
lebenden Nachkommen Schillers die alleinige Ver=
fügung
zu und zahlreiche Zuſchriften aus verſchiedenen
Teilen Deutſchlands fragen mich über meine Anſicht in die=
ſer
Beziehung. Ich lege deshalb Wert darauf, in der
Oeffentlichkeit feſtzuſtellen, daß Schillers Sohn Ernſt im
Namen der hinterbliebenen Familie die Obhut über die
Reſte des Vaters dem Großherzog von Sachſen übertragen
hat, ehe die vermeintlichen in der Fürſtengruft beigeſetzt
vurden. Dieſe Vereinbarung wird dadurch, daß unrichtige
Zebeine beigeſetzt worden ſind, in ihrer Wirkſamkeit für

die echten nicht gehemmt, da gerade dieſe gemeint waren.
Somit ſteht auch heute dem Großherzog von Sachſen das
Bewahrungsrecht zu. Alexander Freiherr v. Gleichen=
Rußwurm.
* Pierpont Morgan. Von allen amerikaniſchen Samm=
lern
, die ihre Paläſte mit den Kunſtſchätzen der alten
Welt anfüllen, iſt Pierpont Morgan der bedeutendſte.
Grund genug, daß er von Händlern geradezu um=
ſchwärmt
wird. Auch in Florenz kann ſich der Amerikaner
ihrer kaum erwehren. Wenn man ihm nun zwar die
Gioconda, wie einige Vorwitzige wiſſen wollten, nicht
angeboten hat, ſo ereignete ſich doch ein anderer, nicht
minder ergötzlicher Vorfall. Vor einigen Wochen erhielt
der Kröſus den Beſuch eines Händlers, der ihm einen
Benozzo Gozzoli anbot, einen wundervollen Tri=
umph
des heiligen Thomas. Morgan kaufte. Einige
Wochen ſpäter kam ein anderer und bot ihm genau
dasſelbe Bild nochmals als Original an. Der
Amerikaner war natürlich unangenehm überraſcht. Er
ließ einige Gelehrte kommen und fragte ſie um Rat. Nach
eingehender Unterſuchung ſtellte ſich heraus, daß Mor=
gan
eine Kopie gekauft hatte, die allerdings an Schön=
heit
dem Original nichts nachgab, aber wenigſtens 60
Jahre nach Gozzolis Tode entſtanden war. Jeder
andere wäre zum Gericht gerannt und hätte Klage er=
hoben
. Was tat Morgan? Er kaufte den zweiten
Gozzoli und vernichtete ſofort den erſten, ſodaß er jetzt
zweifellos im Beſitze des Originals iſt. Die beiden
Händler, die ihm Kopie und Original verkauften, ſteckten
unter einer Decke.
ml. Don geht nach Amerika. Der ſprechende Hund
Don der ſeine für einen Vierfüßler ſonderbaren Fähig=
keiten
bereits auf den Varietés der meiſten europäiſchen
Großſtädte produziert hat, tut es auch darin den zweibei=
nigen
Künſtlern gleich, daß er über den großen Teich auf
die Dollarsjagd geht. Der Wunderhund iſt, wie wir er=
fahren
, ſoeben von William Hammerſtein für Amerika ver=
pflichtet
worden, und zwar für deſſen Viktoria=Theater und
den Paradiſe Roof Garden, wo der Hund vom 15. Juli
ab vorgeführt werden wird. Das erſte Auftreten erfolgt
vor einer Anzahl von Multimillionären, die dafür die Klei=
nigkeit
von 5000 Dollars zahlen. Nach dem New=Yorker
Engagement folgt eine halbjährige Tournee durch die be=
deutendſten
Städte der Vereinigten Staaten mit einer
wöchentlichen Gage von 1500 Dollars. Mit dem Hunde
reiſt ſein Manager K. J. Haberland, deſſen Gattin, Frau

Marta Ebers=Haberland, die Tochter des Beſitzers, Dor
in Amerika vorführen wird. Hammerſtein trägt nicht allei
die Koſten der Ueberfahrt, die am 2. Juli mit dem Lloyi
dampfer Kronprinz Wilhelm angetreten wird, er hat au=
im
Hinblick auf die Titanic=Kataſtrophe die Verpflichtun
übernommen, Don und ſeine beiden Begleiter für di
Seereiſe und den Aufenthalt in Amerika mit einer gewal
tigen Summe zu verſichern.
* Ein glücklicher Politiker. Der ungariſche Reichsta
durchlebt jetzt wieder ernſte Tage; es fehlt aber auch nich
an komiſchen Zwiſchenfällen. Erhob ſich da, wie wir ir
einem ſüddeutſchen Blatte leſen, in einer der letzten Sitz
ungen plötzlich der längſtverfloſſene Präſident de=
Reichstages und überreichte dem gegenwärtigen Präſiden
ten ein irrtümlich an den alten gerichtetes Urlaubsgeſue
eines Abgeordneten. Und wer war derjenige, der dieſer
Irrtum beging? Ein Expremierminiſter! Herr Koloman
v. Széll, Exminiſterpräſident, der jetzt als Gouverneu
der Hypothekenbank offenbar ſorgloſere Tage hat, trat kürz
lich eine Reiſe nach Italien an, vergaß aber, dem Parla=
ment
, dem er noch angehört, hiervon pflichtſchuldigſt Mit
teilung zu machen; dieſes Verſehen kam ihm erſt unte=
Italiens Himmel zum Bewußtſein, nun aber konnte e
ſich nicht erinnern, wer jetzt Präſident des Reichstages iſt
Zum Glück dämmerte ihm der Name Berzeviczy und flugs
ſchickte er ſeinen Brief an dieſen, der ihn dann an die rich=
tige
Adreſſe des Herrn v. Navay ausfolgte. Der ehemalige
Premier iſt eben ſo losgelöſt von allen politiſchen Sorgen
daß er von allen Stürmen der letzten Monate nichts merkte
nichts von der Präſidentenkriſe im Reichstag, nichts von
der Miniſterkriſe weiß und noch immer bei Berzeviczy hält.
* Eine gute Antwort. Eine berühmte italieniſche=
Sängerin gab einmal, wie wir im Börſen=Courier leſen
ein Gaſtſpiel in London. Ein reicher Amerikaner, der
in der Hauptſtadt Englands ein wunderbares Palais
beſitzt und viele Gäſte in ſeinen Salons empfängt, ſuchte
eines Tages die Künſtlerin auf. Gnädige Frau ſagte
der Milliardär, ich möchte gern einem großen Feſte, das
ich zu geben denke, einen beſonderen Glanz durch Ihre
Mitwirkung verleihen. Welches wären Ihre Bedingun=
gen
? 800 Dollars, erwiderte die Diva. Sehr wohl,
meine Gnädige, gab der Yankee zurück, aber ich ſtelle
die Bedingung, daß Sie mit meinen Gäſten nicht in Be=
rührung
kommen. Oh, dann, antwortete die Diva
freundlich, beträgt meine Forderung nur 600 Dollars!

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 5.

in älteren, gut erhaltenen Gebäuden und 3. Wohnungen
in neuen Gebäuden. Wird ein älteres Haus in baulicher
Hinſicht verwahrloſt, ſo bezieht nur eine minder gute,
ſchlecht zahlende Mieterſchaft die Wohnungen. Leider
müſſen ſonſt braver und tüchtige Familien hierunter lei=
den
. Da ſie eine höhere Miete nicht erſchwingen können,
müſſen ſie mit den verwahrloſten Wohnungen fürlieb neh=
men
, ferner aber eine beſonders bedauerliche Tatſache
auch ſolche Familien, die wegen Kinderreichtums in
den beſſeren Mietshäuſern keine Unterkunft finden. Die
gut erhaltenen, älteren Wohngebäude ſind für das Woh=
nungsweſen
von großer Bedeutung, da ſie vielfach gute
Wohnungen zu mäßigem Preiſe liefern. Von ſonſtigen
Wohlfahrtseinrichtungen und Fürſorgeanſtalten für die
Arbeiter werden noch eine ganze Reihe in den Bexichten
aufgezählt. Eine originelle Einrichtung beſteht bei der
Firma Merkel (Möbelfabrik) in Dalsheim. Dort bekom=
men
Arbeiter, die mindeſtens zehn Jahre lang in der
Fabrik tätig geweſen ſind, bei ihrer Verheiratung die er=
forderlichen
Möbel als Hochzeitsgeſchenk überwieſen. Im
Berichtsjahre konnten ſechs Ehepaare ſich dieſer Wohl=
tat
bei Gründung ihres Hausſtandes erfreuen.
Den Schluß bildet der Jahresbericht der Großh.
Bergbehörden über die Arbeiterverhältniſſe
in den unter bergbehördlicher Aufſicht ſtehen=
den
Betrieben des Großherzogtums im Jahre 1911. Es
wurden gezählt zehn Braunkohlenbergwerke mit 555 Ar=
heitern
, 21 Eiſen= und Manganerzbergwerke mit 1487
Arbeitern, zwei Salinen mit 141 Arbeitern, acht unter=
irdiſche
Brüche und Gruben mit 60 Arbeitern.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 14. Mai. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſtehen zunächſt
kurze Anfragen.
Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Iſt der Herr Reichs=
konzler
bereit, Auskunft darüber zu geben, ob Hol=
land
ſeine Zuſtimmung zu der Erhebung von Schiff=
fahrtsabgaben
auf dem Rhein erklärt hat? Ge=
heimrat
Lehmann: Der Herr Reichskanzler iſt zu
ſeinem Bedauern nicht in der Lage, über den Stand der
Angelegenheit Auskunft zu erteilen. Abg. Dr. Frank
(zur Ergänzung): Iſt der Herr Reichskanzler auch nicht
bereit, Auskunft darüber zu geben, ob Holland ſich ge=
weigert
hat, in Verhandlungen einzutreten? Geheim=
rat
Lehmann: Ich habe meiner erſten Auskunft nichts
hinzuzufügen. (Heiterkeit.) Abg. Dr. Frank (zur aber=
maligen
Ergänzung): Iſt durch die Antwort der Regie=
rung
ausgedrückt, daß Verhandlungen ſtattgefunden ha=
ben
? Geheimrat Lehmann: Auch auf dieſe An=
frage
bin ich nicht in der Lage, irgendwelche Auskunft
zu geben. (Schallende Heiterkeit rechts und im Zentrum.)
Abg. Fiſcher=Berlin (Soz.): Iſt der Herr Reichs=
kanzler
bereit, darüber Auskunft zu erteilen, ob bei der
Ademnächſt zuſammentretenden Internationalen
Schiffahrtskonferenz auch Vertreter der
Echiffsleute zu den Verhandlungen zugezogen werden?
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ueber das Zuſammen=
lten
einer Internationalen Schiffahrtskonferenz. insbe=
ſündere
über Ort. Zeit und Programm ſteht endgültig noch
Anichts feſt. Daß zu den diplomatiſchen Verhandlungen
Vertreter der Schiffsleute hinzugezogen werden. erſcheint
unwahrſcheinlich. Die zu unterbreiſenden Vorſchläge
werden zunächſt der Seeberufsgenoſſenſchaft vorgelegt
werden, da die Sicherheitsmaßnahmen für Deutſchland im
allgemeinen durch die Unfallverhütungsvorſchriften feſtzu=
ſetzen
ſind. Der Vorſtand der Seeberufsgenoſſenſchaft
wird die Vertreter der Verſicherten gemäß den geſetzlichen
Vorſchriften bereits bei der Begutachtung der diesſeitigen
Vorſchläge hören. Abg. Fiſcher=Berlin (Soz.): Iſt
der Herr Reichskanzler bereit, wenn andere Staaten See=
leute
zu dieſer Konferenz hinzuziehen, dies auch zu tun?
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ich habe meiner Ant=
wort
nichts hinzuzufügen. (Große anhaltende Heiterkeit
und Unruhe.) Damit ſind die kurzen Anfragen erledigt.
Die
zweite Beratung des Militäretats
wird fortgeſetzt beim Kapitel Artillerie und Waffenweſen.
Abg. Liebknecht (Soz.) bringt Wünſche der Ar=
beiterſchaft
der Spandauer Militärwerkſtätte zur Sprache.
In den beſonders geſundheitsſchädlichen Betrieben dürf=
ten
jugendliche Arbeiter nicht beſchäftigt werden. Die
Arbeitszeit wäre hier zu verringern. In den Werkſtät=
ten
, wo Exploſivſtoffe verarbeitet werden, zum Beiſpiel
in den Raketenabteilungen, ſollten beſondere Vorſichts=
maßregeln
getroffen und die Akkordarbeit beſeitigt wer=
den
. Die Kündigungsfriſt muß gleichmäßig für Arbeiter
und Behörde bemeſſen werden. Jetzt ſteht es den Behör=
den
frei, die Arbeiter jederzeit zu entlaſſen, während die
Arbeiter ſelbſt auf Jahre gebunden ſind. Bei Teuerungs=
zulagen
uſw. ſollte nicht ſo ſehr geſpart werden. Die Gna=
denpenſionen
der alten Penſionäre ſind völlig unzurei=
chend
. Die Penſionäre befinden ſich oltmals in einer
Notlage, die ſchon zu Selbſtmord geführt hat. Die Ar=
beiterausſchüſſe
müſſen weiter ausgebildet werden. Die
politiſche Ueberzeugung der Arbeiter ſollte ohne Einfluß
ſein für ihre Beſchäftigung. Abg. Trimborn
(Zentr.): Die bei den Siegburger Militärwerkſtätten be=
ſchäftigten
Techniker und Kanzleibeamten haben den
Wunſch nach Beſſerſtellung und etatsmäßiger Anſtellung.
Die Siegburger Arbeiter biſten um Lohngleichſtellung
mit den Spandauer Arbeitern. Die Teuerungsverhält=
niſſe
in Siegburg ſind derart, daß die Arbeiter hinter
Abg.
den Spandauer nicht zurückſtehen dürfen.
Pauli=Potsdam (konſ.): Die Lohnklaſſeneinteilung
ſollte in Spandau anderweitig geregelt werden, und zwar
ſo, daß der gelernte Handwerker beſſer geſtellt wird als
der ungelernte Arbeiter. Der Militärarbeiterverband be=
treibt
knapp die Geſchäfte der Sozialdemokratie. Dagegen
ſollte die Militärverwaltung entſchieden Stellung neh=
men
. (Beifall rechts, Zurufe der Soz.: Das haben Sie
gut gemacht!)
Generalmajor Wandel: Die Löhne in Siegburg
entſprechen denjenigen in der dortigen Privatinduſtrie.
Daß in Spandau alles in beſter Ordnung iſt, wird nicht
behauptet. Die Verwaltung iſt bemüht, eine Beſſerung
eintreten zu laſſen, wo ſich Schäden zeigen. Geſundheits=
zulagen
werden in großem Umfange bezahlt. Innerhalb
der Inſtitute ſollen keinerlei politiſche Vereine beſtehen.
Wir werden dafür ſorgen, daß Sozialdemokraten in un=
ſeren
Betrieben nicht in Arbeit bleiben, da wir
von unſeren Arbeitern eine beſondere Zuverläſſigkeit ver=
langen
müſſen. Abg. Ick ler (natl.): In bezug auf die
Lohnverhältniſſe iſt noch manches zu verbeſſern. Eine
Vereinheitlichung der vielen Betriebskrankenkaſſen zu
einer einzigen Kaſſe wäre für die Arbeiter und deren Fa=
milien
von größtem Wert. Was die Arbeiterausſchüſſe
ſein ſollen, ſind ſie nicht. Dazu ſnd ihre Befugniſſe zu

eng bemeſſen, auch fehlt es am nötigen Vertrauen. Ich
wünſche und hoffe, daß das gegenſeitige Vertrauen wie=
der
Platz greift, dann kehren auch wieder geſunde Ver=
hältniſſe
ein. (Bravo.) Abg. Weinhauſen ( Fort=
ſchrittl
. Vp.): Die Militärverwaltung ſollte weniger Ver=
ſprechungen
machen, beſſer wäre es, die Verhältniſſe der
Arbeiter tatſächlich zu beſſern Unangebracht iſt es, wenn
die Sozialdemokraten ſich immer als die alleinigen Arbei=
tervertreter
hinſtellen. Ohne die Hilfe der bürgerlichen
Parteien könnten ſie gar nichts ausrichten. (Beifall.)
Wenn unſere Militärbetriebe auch keine Muſterbetriebe
ſein werden, ſo ſollen ſie doch wenigſtens nicht hinter den
privaten Betrieben zurückſtehen. Generalmajor Wan=
del
: Die Militärbetriebe ſollen inſofern Muſterbetriebe
ſein, als ſie bei guter Bezahlung die Fürſorge für die
Geſundheit und eine ſichere Lebensexiſtenz übernehmen.
Mit einer Vereinheitlichung des Krankenkaſſenweſens
muß noch bis zum Inkrafttreten der Reichsverſicherungs=
ordnung
gewartet werden. Darauf wird ein Schluß=
antrag
angenommen. Der Titel wird bewilligt. Die
Reſolutionen des Zentrums auf Zahlung eines nicht
unter dem ortsüblichen Tagelohn ſtehenden Lohnes an
die Beamten und Arbeiter in den Militärwerkſtätten und
des Ausbaues der Arbeiterausſchüſſe werden angenom=
men
, ebenſo der Teil der ſozialdemokratiſchen Reſolu=
tionen
, der die Gewährung einer Geſundheitszulage, eines
Sommerurlaubs, den Ausbau der Arbeitersausſchüſſe und
die Anſtellung der Arbeiter und Beamten ohne Rückſicht
auf die politiſche Geſinnung fordert. Beim Kapitel
Verſchiedene Ausgaben wird eine vom Abg. Schir=
mer
(Ztr.) eingebrachte Reſolution auf Vorlegung einer
Denkſchrift über die angeſtellten verſicherungstechniſchen
Erwägungen betr. die Verſicherung der Techniker, der
Arbeiter, und Arbeiterinnen in den Militärbetrieben an=
genommen
. Desgleichen eine ſozialdemokratiſche Reſolu=
tion
, die eine Verbeſſerung der Unterkunftsräume Ber
Unteroffiziere fordert. Die dauernden Ausgaben wer=
den
bewilligt. Ebenſo der Reſt des Militäretats, womit
die zweite Leſung beendigt iſt. Die noch vorliegenden Re=
ſolutionen
ſollen in der dritten Leſung erledigt werden.
Es folgt die zweite Leſung des Ergänzungs=
etats
des Heeres. Sie wird ohne Debatte erledigt
und ſomit auch die Erhöhung der Mannſchafts=
löhnung
angenommen. Es folgt die zweite Leſung
des Flottenetats in Verbindung mit dem Ergän=
zungsetat
. Abg. v. Thünefeld (Zentr.) bittet im
Namen der Kommiſſion um unveränderte Annahme. Die
Abgg. Bernſtein (Soz.) und Vogther (Soz.)
begründen den ablehnenden Skindpunkt ihrer Partei;
von den bürgerlichen Parteien ergreift niemand das Wort.
(Der Reichskanzler betritt den Saal.) Die Vorlage wird
gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Polen, Welfen
und Dänen angenommen. Hiermit iſt die Tagesord=
nung
erledigt.
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Marine=Etat
und Etat für Kiautſchou. Schluß 7 Uhr 45 Min.

* Berlin, 14. Mai. Die Wahlprüfungs=
kommiſſion
des Reichstags hat die Wahl des
konſervativen Abgeordneten Pauli=Hagenow mit
8 gegen 4 Stimmen für ungült ig erklärt. Die Prü=
fung
hat ergeben, daß der ſozialdemokratiſche Bewerber
zu Unrecht ſtatt des volksparteilichen in die Stichwahl
mit Pauli gelangte.
Bei der Hauptwahl erhielten nach dem mitgeteilten
Reſultat Pauli (konſ.) 7063, Kober (Soz.) 6151 und Both=
mer
(Fortſchr. Volksp.) 6140 Stimmen.
* Berlin 14. Mai. Die Budgetkommiſ=
ſion
des Reichstages erledigte den Mar in e=
et
at. Die Forderungen des Etats wurden mit einigen
kleineren Abſtrichen bewilligt.

Kongreſſe und Verbandstage.

Der Landesverband der Städtiſchen
Beamten für das Großherzogtum Heſſen
hielt am Sonntag ſeine diesjährige Hauptverſamm=
lung
in Bingen ab. Die Tagung war aus allen Tei=
len
des Großherzogtums außerordentlich zahlreich be=
ſucht
. Als Vertreter der Stadtverwaltung Bingen wohnte
Beigeordneter Staaden den Verhandlungen bei. Die
Tagesordnung umfaßte 18 Punkte, und die über fünf
Stunden dauernden eingehenden Beratungen zeigten,
mit welcher Unermüdlichkeit der Verband die Standes=
intereſſen
der Städtebeamtenſchaft zu wahren und zu för=
dern
ſucht. Neben der Beſchlußfaſſung über verſchiedene
interne Verbandsangelegenheiten beſchäftigte ſich die Ver=
ſammlung
unter anderem mit der Frage der Erricht=
ung
einer Kranken= und Unterſtützungs=
kaſſe
ſowie mit einem vorliegenden Antrag auf Ein=
führung
von Beamtenausſchüſſen in den ſtädti=
ſchen
Verwaltungen. Es wurde hierzu eine Entſchließung
angenommen, die einmütig die Notwendigkeit der
Schaffung von Vertretungen für die
Städtiſche Beamtenſchaft feſtſtellt und eine
Kommiſſion mit der Weiterbehandlung dieſer Angelegen=
heit
betraut. Die Beſprechung der wirtſchaftlichen Lage
des Standes führte zu längeren angeregten Debatten,
deren Ergebnis die einſtimmige Annahme einer Ent=
ſchließung
war, wonach eine zeitgemäße Neuregel=
ung
der Dienſtbezüge als eine dringende Not=
wendigkeit
feſtgeſtellt und der Verbandsvorſtand beauf=
tragt
wird, die Verwirklichung dieſes Verlangens bei
den in Frage kommenden Stadtverwaltungen anzuſtre=
ben
. In weiter angenommenen Anträgen wurde die
Verbeſſerung der Anſtellungs= und Verſorgungsverhält=
niſſe
im Hinblick auf die durch Erlaß der Reichsverſicher=
ungsordnung
und Verabſchiedung des Angeſtelltenver=
ſicherungsgeſetzes
erfolgte Verbeſſerung der ſozialen Für=
ſorgeeinrichtungen
, ſowie die Einführung eines freien
Werktagnachmittags gewünſcht. In einer weiter einſtim=
mig
angenommenen Entſchließung ſprach die Verſamm=
lung
ihr Bedauern darüber aus, daß die Wünſche der
Städtiſchen Beamten auf Gewährung des paſſiven Wahl=
rechts
bei den Stadtverordnetenwahlen gelegentlich der
Verabſchiedung der neuen Städteordnung unberückſichtigt
geblieben ſeien. Es wurde einhellig das Verlangen auf
Beſeitigung dieſer Ausnahmeſtellung und demgemäße
Aufhebung des Artikels 42 der Städteordnunng geſtellt.
An Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden bisherigen
Verbandsvorſitzenden Tiefbauinſpektors Schumann=
Worms wurde Veterinärrat Dr. Garth=Darmſtadt zum
Verbandsvorſitzenden gewählt. Die nächſte Tagung ſoll
in Bensheim ſtattfinden.

Der Kaiſer im Reichslande.

* Straßburg, 13. Mai. Um 2½ Uhr trat der
Kaiſer eine Fahrt nach der Hohkönigsburg an,
Im erſten Automobil hatte der Kaiſer mit jeinen beiden

Söhnen und ſeiner Tochter Platz genommen. In der Be=
gleitung
befanden ſich auch der Statthalter und der
Staatsſekretär. Der Kaiſer paſſierte um 3 Uhr 25 Min.
Schlettſtadt wo ſich in den neuen Anlagen ein
zahlreiches Publikum verſammelt hatte, das den Kaiſer
herzlich begrüßte. Die kaiſerlichen Automobile nahmen
den Hinweg über St. Pild. Gegen 3 Uhr 45 Min, kam
der Kaiſer auf der Hohkönigsburg an. Unter Führung
des Profeſſors Bodo Ebhardt wurden die neu einge=
richteten
Säle, ſpeziell der Kaiſerſaal, beſichtigt, in dem
die neuen Gemälde von Schnug=Straßburg ausgeführt
ſind. Die Gemälde fanden den vollſten Beifall des Kai=
ſers
. Nachdem die Herrſchaften den Tee eingenommen
hatten, verließen ſie gegen 6 Uhr die Burg. 6 Uhr 5 Min.
wurde Kinzheim paſſiert. Die Rückfahrt geht über
Keſtenholz, Scherrweiler und Dambach. Um 7½ Uhr
traf der Kaiſer wieder im Kaiſerpalaſt ein. Später war
Diner beim Statthalter Graf von Wedel, an dem mit
dem Kaiſer die anderen Fürſtlichkeiten und die Umgebung
teilnahmen.
Dem Unterſtaatsſekretär Mandal wurde der Titel
Exzellenz verliehen.
* Straßburg, 14. Mai. Der Kaiſer nahm
heute vormittag 10 Uhr den Vorbeimarſch der Garniſon
vor dem Kaiſerpalaſt ab. Mit dem Kaiſer hatten unter
dem Säulenportal des Palaſtes Aufſtellung genommen
die Prinzen Auguſt Wilhelm und Joachim. die Prinzeſ=
ſin
Viktoria Luiſe, ferner der Statthalter Graf von We=
del
und der Fürſt von Fürſtenberg nebſt den Herren der
Umgebung. Der Parademarſch erfolgte in Zügen. Auch
die berittenen Truppen marſchierten zu Fuß. Nach dem
Parademarſch nahm der Kaiſer militäriſche Meldungen
entgegen. Um 11 Uhr 30 Min, war Frühſtück bei dem
Kommandierenden General von Fabeck. Prinz Auguſt
Wilhelm begibt ſich von hier nach Berlin. Prinzeſſin
Viktoria Luiſe begibt ſich nach Homburg v. d. Höhe zum
Beſuch der Kaiſerin.
Um 1 Uhr 30 Min. trat der Kaiſer vom Palaſt des
Kommandierenden Generals von Fabeck aus die Fahrt
nach Metz an, und zwar per Automobil. Die Abfahrt
erfolgte unter begeiſterten Kundgebungen des Publikums.
Neben dem Kaiſer ſaß der Fürſt zu Fürſtenberg, hinter
ihm in demſelben Wagen der Statthalter Graf von Wedel
und der Staatsſekretär Zorn von Bulach, die den Kai=
ſer
bis nach Metz begleiten. Der Statthalter bleibt bis
zum 16. Mai in Metz.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Beröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion
Einerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 dek
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Dampfſtraßenbahn und Fahrplan.
Nach wie vor iſt von einem fahrplanmäßigen
Verkehr, namentlich auf der Griesheimer Strecke (dieſem
von der H. E.=G. mitübernommenen Stiefkind), nichts zu
merken. Um nur ein Beiſpiel von den vielen herauszu=
greifen
, ſo wurde heute der Zug, 1 Uhr 34 Min. ab Gries=
heim
fällig, erſt 7 Minuten vor 2 Uhr abgelaſſen. Da=
durch
war es einesteils unmöglich, die gewünſchten An=
ſchlußzüge
zu erreichen oder rechtzeitig auf der Arbeits=
ſtelle
zu ſein. Wir ſind nun der Anſicht, daß, falls
größere Anforderungen an die Bahn geſtellt werden, wie
Militärtransporte, an Markttagen uſw dies nicht zum
Schaden des Publikums geſchehen darf, ſondern ſich durch
Einlegen von Extrazügen ſehr leicht bewältigen läßt.
Wir richten daher an die titl. Verwaltung die ergebene
Bitte, endlich einmal für einigermaßen angängige Fahr=
gelegenheit
auf der Dampfbahn ſorgen zu wollen.
Mehrere Benachteiligte

Der italieniſch=türkiſche Krieg.

* Rom 13. Mai. Nach einer drahtloſen Meldung
des Admirals Viale wurden weiterhin die Inſeln Kalym=
nos
, Leros und Patmos von den Italienern beſetzt. Die
Garniſonen wurden zur Uebergabe gezwungen und die
türkiſchen Regierungsbeamten gefangen genommen. Un=
ter
den Gefangenen, die an Bord der Schiffe gebracht
wurden, befinden ſich drei Kaimakams und vier Mudirs.
* Konſtantinopel 13. Mai. Der Miniſter des
Aeußern erklärte auf eine Anfrage des ruſſiſchen Botſchaf=
ters
Giers betreffend die Wiedereröffnung der Dardanel=
len
, die Entfernung der Minen ſei heute erledigt. Die
amtliche Bekanntmachung der Oeffnung der Dardanellen
werde wahrſcheinlich morgen oder übermorgen erfolgen.
Die Pforte iſt, wie verſichert wird, über die neue Kon=
zentration
ruſſiſcher Streitkräfte beunruhigt. Aus Sinope
ſind bei der Pforte Nachrichten eingetroffen, daß ein ruſ=
ſiſches
Geſchwader mit abgeblendeten Lichtern an den
Küſten des Schwarzen Meeres kreuze. Wie es heißt, hat
der Miniſter des Aeußern den ruſſiſchen Botſchafter um
Aufklärung darüber gebeten. Dieſer habe erwidert, es
handele ſich lediglich um einige Torpedoboote, die Uebun=
gen
veranſtaltet hätten und bereits in Kertſch eingetrof=
fen
ſeien.
* Konſtantinopel, 14. Mai. Der Tanin beſtä=
tigt
, daß alle Minen aus den Dardanellen
entfernt worden ſind. Die Behörden laſſen vorſichts=
halber
ein altes Fahrzeug die enge Fahrſtraße paſſieren
und erklären ſpäteſtens morgen die Meerenge als offen.

Zweiter deutſcher Zuverläſſigkeitsflug
am Oberrhein.

2. Tag: Aufklärungsübung zwiſchen Metz und Saar=
brücken
mit Landung in Saarbrücken.
* Metz 13. Mai. Der am Sonntag bei Saales an
der franzöſiſchen Grenze niedergegangene Leutnant
Fiſch iſt heute nachmittag 5 Uhr 35 Min. dort zu der
Fahrt nach Metz aufgeſtiegen und nach einer Zwiſchen=
landung
auf dem Donon um 7 Uhr 3 Min. weiter geflo=
gen
; mußte aber, da es mittlerweile dunkel geworden
war, um halb 9 Uhr bei Dieuze landen. Er gedenkt
morgen früh den Flug fortzuſetzen, um an der militäri=
ſchen
Aufklärungsübung teilzunehmen, die um 4.50 Uhr
morgen früh ihren Anfang nehmen wird.
* Metz 14. Mai. Der Leutnant F iſch iſt nicht
hier eingetroffen, da er an der Landungsſtelle wegen
Motordefektes zurückgehalten wird. Das Luftſchiff Vik=
toria
Luiſe war, von Baden=Oos kommend, um 4 Uhr
20 Minuten über Metz und kreuzte eine halbe Stunde
über der Stadt bis zu Beginn der Aufklärungsübungen.
Nachdem das Luftſchiff ſodann auf dem Flugplatze eine
Meldung ausgeworfen hatte, erfolgte der Aufſtieg der
am Zuverläſſigkeitsflug beteiligten Flieger: Mahnke,
Graf v. Wolffskeel, Barends, Hirth und
Vogel v. Falckenſtein zur Teilnahme an den Auf=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

klräungsübungen. Außerdem waren noch vier Offiziere
der Metzer Fliegerſtation zu dieſen Uebungen geſtartet.
Während letztere nach Abſolvierung der ihnen geſtellten
Aufgabe nach dem Flugplatz zurücktehrten, ſetzten die am
Zuverläſſigkeitsflug beteiligten Piloten ſogleich die Fahrt
nach Saarbrücken fort, wo als erſter kurz nach 6 Uhr der
Oberingenieur Hirth eintraf.
* Saarbrücken, 13. Mai. Nachdem der Rund=
flug
ſich um 24 Stunden verzögert hat, ſind nunmehr die
folgenden Aenderungen getroffen: Am Dienstag,
den 14. Mai, finden zwei militäriſche Uebungen ſtatt. Die
eine Uebung beginnt in den früheſten Morgenſtunden und
geht von Metz aus in der Richtung nach Diedenhofen.
Die Flieger fliegen nach der Aufklärung auf den Flug=
platz
in Metz zurück und landen dort oder werfen die
Meldung dort aus. Die zweite Uebung beginnt um 6
Uhr früh von Metz aus und geht in der Richtung auf
Saargemünd. An dieſer Uebung beteiligt ſich auch die
Garniſon Saarbrücken. Das Luftſchiff Viktoria Luiſe‟
nimmt gleichfalls teil. Es ſind bis heute mittag in Metz
fünf Flieger gelandet. Heute abend werden zwei weitere
erwartet, während zwei andere ihre Apparate mit der
Bahn nach Metz bringen laſſen, um von dort aus an dem
Zuverläſſigkeitsflug teilzunehmen. An den morgigen
Uebungen werden ſich alſo neun Flieger beteiligen. Es
iſt damit zu rechnen, daß die erſten Flieger bereits gegen
7 Uhr in Saarbrücken eintreffen. Prinz Heinrich begleitet
die Flieger und begibt ſich in Saarbrücken unmittelbar
auf den Flugplatz. Der Ruhetag in Saarbrücken fällt
fort. Es wird jedoch von der Wetterlagge und dem Zu=
ſtand
der Flieger abhängen, ob für Saarbrücken nicht
nachträglich doch noch ein Ruhetag beſchloſſen wird. Die
Schauflüge und die übrigen Veranſtaltungen bleiben,
wie bisher bekannt gegeben, beſtehen.
Der Aufklärungsübung liegt folgende
allgemeine Kriegslage
zugrunde: Blaue Kräfte ſtehen in der Gegend von Zwei=
brucken
-Wörth (weſtlich Karlsruhe) im Entſcheidungs=
kampf
gegen rote Hauptkräfte. Andere blaue Teile ( Mo=
ſel
=Armee) ſind von Trier-Bernkaſtel her im Anmarſch
nach Süden. Diedenhofen iſt gefallen. Metz wird von
Rot belagert; die Nordweſt= und Nordoſtfront werden
angegriffen.
Beſondere Kriegslage für Blau: Am
13. Mai abends erhält der Führer des Fliegertrupps X
in Metz folgenden Auftrag: Am 14. Mai morgens iſt die
Stellung von feindlichen Belagerungstruppen feſtzuſtel=
len
, die ſeit dem 13. mittags aus der Gegend von Ar=
gancy
gegen Feſte Manteuffel (St. Julien bei Metz) und
die nördlichen Brücken in Metz feuern. Karteneintragung
und ſofortige Abgabe der Meldung und Skizze bei der
Luftſchiffhalle in Metz erforderlich.
Zuſätze zur Aufgabe für die Aufklärungsübung:
1. Beginn der Uebung: Von 4 Uhr 50 Min. vor=
mittags
an auf dem Exerzierplatz Frescaty. Das Ab=
fliegen
regelt der Verkehrsoffizier vom Platz, Major
Stroebe, in Verbindung mit der Leitung des Zuverläſ=
ſigkeitsfluges
. 2. Die Offiziere, die das Ergebnis
der Artillerie=Erkundung unmittelbar nach Metz zurück=
bringen
, landen zur Abgabe der Meldungen und Karten=
eintragungen
bei der Luftſchiffhalle auf dem Exerzier=
platz
Frescaty. Empfangnahme der Meldungen uſw. er=
folgt
durch den Verkehrsoffizier vom Platz. 3. Die Auf=
klärungsobjekte
werden durch Volltruppen dar=
geſtellt
werden. 4. Sobald die Flugzeuge ſich im
Feuerbereich der feindlichen Truppen befinden, iſt in
kriegsmäßiger Höhe zu fliegen. Es werden verlangt für
Flugzeuge 600 Meter Flughöhe. 5. Für die zu erſtatten=
den
Meldungen werden zugleich mit dieſer Lage von
dem Präſidium des Zuverläſſigkeitsfluges beſondere
Meldekarten ausgegeben werden. Für dieArtillerie= Er=
kundung
erhalten die Teilnehmer am Fluge Meßtiſchblät=
ter
1:25000, in welche das Erkundungsergebnis einzu=
tragen
iſt, ebenfalls vom Präſidium. Derjenige Offizier,
der eine Meldung unterſchreibt, hat pflichtmäßig nach
dem Barometer die Höhe zu beſcheinigen, in der das Mel=
dungsergebnis
feſtgeſtellt und geſchrieben wurde. 6. Die
Meldungen werden bewertet werden nach: a) dem
Inhalt und der militäriſchen Form; b) dem kriegsmäßi=
gen
Verhalten des erkundenden Flugzeuges uſw.; e) der
Zeit, in der die Erkundung durchgeführt wurde; d) den
etwa während des Fluges oder beim Landen erlittenen
Beſchädigungen der Flugzeuge uſw. und ihrer ſich hier=
aus
ergebenden weiteren Verwendungsmöglichkeit. 7.
Kontrolloffiziere werden ſich befinden: a) auf
dem Exerzierplatz Frescaty (Verkehrsoffizier vom Platz);
b) bei den Aufklärungsobjekten. Von dieſen Offizieren
ſind die unter a) genannten befugt, Meldungen der Teil=
nehmer
anzunehmen; die unter b) genannten werden die
Flugzeuge während der Fahrt beobachten.
* Metz, 14. Mai. Die offiziellen Angaben
über die Aufklärungsübungen von den anſchließenden
Flügen nach Saarbrücken ſind folgende: Vogel von
Falckenſtein, aufgeſtiegen 4 Uhr 46 Min. 15 Sek.,
gelandet 5 Uhr 14 Min. 13 Sek. bei Frescaty (um die
Kühler in Ordnung zu bringen), Fahrt nach Saarbrücken
5 Uhr 50 Min.; Graf von Wolffskeel, aufgeſtiegen
4 Uhr 47 Min. 45 Sek., Meldung abgeworfen 5 Uhr
28 Min.; Barends, aufgeſtiegen 4 Uhr 55 Min.
30 Sekunden; Meldung abgeworfen um 5 Uhr 31
Min. 17 Sek.; Hirth aufgeſtiegen 5 Uhr 3 Min. 20
Sek., Meldung abgeworfen 5 Uhr 30 M. 35 S.; Mahnke.
aufgeſtiegen 4 Uhr 42 Min., gelandet 5 Uhr 25 Min. 45
Sekunden. Das Luftſchiff Viktoria Luiſe ab=
gefahren
von Baden=Oos um 2 Uhr 7 Min., über
Metz 4 Uhr 7 Min., in Frescaty 4 Uhr 40 Min., mit neun
Mann Beſatzung und zehn Fahrgäſten. Die Windſtärke
betrug 10,12 Sekundenmeter. Viktoria Luiſe wieder
aufgeſtiegen zum Erkundungsflug 5 Uhr 20 Min. 35 Sek.,
Meldung abgeworfen 5 Uhr 54 Min. 40 Sek. Die Er=
kundung
erfolgte in 1160 Metern Höhe. Die Meldun=
gen
von ſämtlichen Fliegern und vom Luft=
ſchiff
wurden in ausgezeichneter Weiſe
ausgeführt. Anweſend waren auf dem Flugplatze
u. a. Prinz Heinrich von Preußen, der Gouverneur von
Metz und der Bezirkspräſident von Lothringen.
In Saarbrücken ſind bis jetzt angekommen:
Um 6 Uhr 18 Min. Hirth, 6 Uhr 48 Min. Wolffs=
keel
7 Uhr 15 Min. Brandes, 7 Uhr 26 Min.
Mahnke, 7 Uhr 28 Min. Vogel von Falcken=
ſſtein
. Die vier erſten Flieger landeten glatt; Vogel von
Falckenſteins Apparat kippte um, als der Flieger wegen
zu großer Nähe der Saar plötzlich wendete. Der Apparat
wurde leicht beſchädigt. Die Viktoria Luiſe kam
um 7 Uhr 5 Min. in Sicht, war aber 7 Uhr 45 Minuten
wieder über Metz. Engwer kommt vielleicht morgen
ach Saarbrücken. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß Caſpar
nach Revaratur ſeines Aparates ſich von Straßburg hier=
iher
begibt. Leutnant Fiſch dürfte nach Reparatur ſeines
Motordefektes ebenfalls für den Weiterflug in Betracht
kommen.

Ueber den Verlauf der Aufklärungsübung weiß ein
Berichterſtatter der Frankf. Ztg. u. a. zu berichten: Als
wir das ſchlafende Metz durcheilten, umfing uns eine herbe
Maifriſche. Die Viktoria Luiſe die unter Führung
von Dr. Eckener bisher ihr Programm vortrefflich erledigt
hat, lag ſchon lang hingeſtreckt vor der Zeppelinhalle, aus
der Z. I und ein gelber Drachenballon zu dem Konkur=
renten
hinauslugten. Die Viktoria Luiſe war Nachts
2.05 von Oos abgefahren, befand ſich 2.56 auf der Höhe
von Zabern und traf 4.20 zur Teilnahme an den Aufklär=
ungsübungen
in Metz ein. Gegen 5 Uhr ſah man fün
Maſchinen nach den verſchiedenen Richtungen am blaß=
blauen
Morgenhimmel dahinſchweben. Die Militärflieger,
die an den Belagerungsübungen des Forts Kaiſerin
teilnehmen, kehrten wieder zurück und landeten. Dann er=
klommen
noch zwei Zuverläſſigkeitsflieger die Höhe, zuletzt
Hirth, deſſen pfeilſchnelle Maſchine eine Rauchſchlange in
der Luft hinter ſich herzog, gleich der Kielrinne eines
ſchnellen Boots. Um 5.25 erhob ſich die Viktoria Luiſe‟
mit fünf Generalſtäblern an Bord. Das Schiff ereilte,
faſt ſenkrecht anſteigend, raſch eine Höhe von etwa 800 Me=
tern
. Der Anblick dieſer Luftflotte machte einen groß=
artigen
Eindruck. Es werden Gleitübungen aus=
geführt
, die eine bei Argancy gegen feuernde Artillerie.
Bald kehren vier Flieger nach Frescaty zurück, nähern ſich
dem Boden und rote Zettel mit Aufzeichnungen über die
Stellung des Feindes uſw. flattern herab. Auch die Vik=
toria
Luiſe hat bald wieder den Platz erreicht und erſtattet
im Flug ihren Situationsbericht. Ohne zu landen, verläßt
ein Aeroplan um den andern wieder den Platz und bald iſt
das ganze Luftgeſchwader auf dem Weg zu einer in der
Umgebung von Saarbrücken aufgeſtellten Marſchkolonne,
deren Stellung zu erkunden und bei einer Meldeſtelle in
Saargemünd mitzuteilen iſt. Nun ſchwärmen auch
Automobile aus. Das Gleiche geſchieht von Saarbrücken
aus, wo das Freiwillige Automobilkorps ſtationiert iſt.
Bald haben wir Metz im Rücken. Um 6½ Uhr iſt Curzel
erreicht, wo wir einem Trupp 13er Huſaren begegnen.
Ueberhaupt iſt der ganze Weg militäriſch belebt. Kurz
nach 7 Uhr ſind wir bei den Höhen von St. Avold und um
à45 paſſieren wir Forbach, die kleine Garniſon, deren
Train eben feldmarſchmäßig gerüſtet, das Städtchen ver=
läßt
. Die Viktoria Luiſe iſt uns ſeither nicht aus den
Augen gekommen, jetzt vor Forbach verſchwindet ſie in der
Richtung gen Süden. Saarbrücken iſt mit Flaggen
geſchmückt und von allen Seiten eilt man hinaus zum
Flugplatz, einem von gewaltigen Höhen eingeengten ſchma=
len
Wieſengrund, den das Volk dicht gedrängt umlagert.
Drüben erblicken wir einen Zuverläſſigkeitsäroplan: Vogel
von Falckenſteins Doppeldecker iſt bei der Landung in dem
ungünſtigen Terrain ſehr unſanft aufgeſchlagen und demo=
liert
worden. Rechts vom Fahrweg ſtehen in den Schup=
pen
in Reih und Glied die vier Apparate der anderen Teil=
nehmer
. Im Hotel erfahren wir von einem militäriſchen
Berichterſtatter, daß alles gut abgelaufen und daß nament=
lich
die Apparate der Aufklärungsübung ein
vortreffliches Reſultat gezeitigt haben.
Ueber das Ergebnis der Aufklärungs=
übungen
wird noch mitgeteilt, daß in Bezug auf Präzi=
ſion
in beiden Fällen die Beobachtungen vom Luftſchiff
Viktoria Luiſe die beſten waren. Von Bord

des Schiffes wurden genaue Aufzeichnungen über die Ste
lungen der geſamten zwiſchen Metz und Saarbrücken ko
zentrierten Truppen gemacht. Die erſten Uebungen e
forderten nur 30 Minuten. Die Meldungen gaben e
gutes Geſamtbild über die feindliche Stellung. Der zwei
Aufklärungsverſuch beanſpruchte entſprechend dem weiter
Geſichtsfeld die dreifache Zeit, anderthalb Stunden; d
Viktoria Luiſe brauchte noch etwas länger. Bei dieſe
zweiten Aufklärungsverſuch wurde Oberleutnant B=
rends
der erſte und Mahnke der zweite Preis zug
ſprochen.
Zeppelin=Radio=Telegramme.
Bekanntlich werden ſeit einiger Zeit von den Zeppeli
Luftſchiffen Verſuche mit Radio=Telegrammen angeſtel
Unter anderem befinden ſich Metz, Straßburg und Fran=
furt
, hier in der Nähe des Fliegerſchuppens am Rebſto
Radio=Stationen. Dieſe Verſuche ſind allmählich ſo ve
vollkommnet worden, daß eine gute Verbindung zwiſche
Luftſchiff und Land entſtand, und haben ſogar dazu g
führt, daß am vorigen Samstag eine radio=telegre
phiſche Verbindung zwiſchen den beide
Luftſchiffen Viktoria. Luiſe und Schwa=
ben
hergeſtellt und damit zum erſten Mal eine derartig
Nachrichtenvermittlung zwiſchen zwei Luftfahrzeugen g
ſchaffen wurde. Dieſe Verſuche werden, um weiter ve
vollkommnet zu werden, in der nächſten Zeit fortgeſetzt, un
jetzt, in dieſen Tagen, iſt es die Viktoria Luiſe, von di
aus während des oberrheiniſchen Zuverläſſigkeitsflug
telegraphiert wird Die Frankfurter Zeitung hat ſich da
alleinige Recht der Wiedergabe dieſer Zeppelin=Radir
Telegramme geſichert, die ihr von der Deutſchen Luftſchif
fahrts=Aktiengeſellſchaft übermittelt werden. Eine Reil
dieſer drahtloſen Telegramme veröffentlichen wir unter
Das erſte wurde von der Viktoria Luiſe nach der Statio
Metz geſandt, als das Luftſchiff in der Nacht Oos verliet
um zur Teilnahme an der militäriſchen Aufklärungsübun
nach Metz zu fahren. Die Telegramme lauten:
Radio=Station Metz, 14. Mai, 3.55 nachts. Da=
Luftſchiff Viktoria Luiſe meldet radiotelegraphiſch de=
Aufſtieg von Oos um 2 Uhr 15 Min. Es iſt gegenwärti=
auf
der Fahrt nach Metz unterwegs.
4.15 V. Vom Z. V L. über Metz an die Frank=
furter
Zeitung: 2.15 Uhr Oos mit 90 Km. Geſchwin=
digkeit
. Eckener.
4.21 V An Z. V. L. von der Radio=Station Metz=
Wo ſind Sie jetzt? Antwort von Z. V. L.: Uebe
Metz. An Z. V. L. von Station Metz: Bitte Schlei
fen um uns fahren.
4.38 V. Radio=Telegramm von Station Straßburg
an Z. V. L.: Habe gut empfangen. Auf Wiederhören
Straßburg.
4.50 V. Radio=Telegramm von Station Straßburg
an Metz: Iſt Z. V. L. gelandet? Straßburg. Ant
wort von Metz: Ja, ja. Metz.
Von Direktor Colsman 2.15 an Graf Zeppelin
Friedrichshafen: 2.15 Abfahrt von Oos. 85 Km. Ge=
ſchwindigkeit
. An Bord alles wohl. Telggraphiſche
Grüße Colsman

Zum Flugtag in Darmſtadt am 17. Mai.

Früherlegung des Starts der Flieger.
Infolge beſonderer Umſtände ( Luftſtrömungsverhält=
niſſe
) hat ſich die Oberleitung des zweiten Deutſchen Zu=
verläſſigkeitsflugs
am Oberrhein entſchloſſen, die Start=
ſtunde
der einzelnen Etappen um eine Stunde
früher anzuſetzen, als es bisher geplant war.
Damit verſchieben ſich die Zeiten, in denen die Flieger der
einzelnen Etappen ſtarten ſollen, um eine Stunde früher,
gegen die bisher angenommene Tagesſtunde. Der Abflug

Danach benutzen die Beſucher des 1. Platzes und
der Tribüne am beſten die Kaſſen 6 und 7; Zugang
zu Kaſſe 6 von Darmſtadt aus ab Halteſtelle Uebungsplatz
durch die mit einem Pfeil bezeichnete Querſtraße ( Uebungs=
platzſtraße
) bis an den Beſſunger Weg, und von Gries=
heim
aus durch den Beſſunger Weg, der direkt auf die
Kaſſe Nr. 7 führt. Die Beſucher des 2. Platzes be=
nutzen
die Zugänge durch die Kaſſen 4 und 5. Kaſſe 4
iſt direkt erreichbar durch die untere Falltorſchneiſe (alſo
ſchon vor der Querſtraße von der Chauſſee Damſtadt-
Griesheim, links abbiegen!), die direkt auf die Kaſſe 4
führt. Kaſſe 5sliegt am Beſſunger Weg unmittelbar am
Chimborazo. Der große 3. Platz endlich iſt zu erreichen
durch die Kaſſen 1, 2 und 3. Kaſſe 3 iſt direkt am Gries=
heimer
Haus, Kaſſe 2 an der Kreuzung des Beckerweges

der Flieger von Mainz nach Darmſtadt am 17. Mai wirt
von 5 Uhr 30 Minuten auf 4 Uhr 30 Minuten ver=
ſchoben
; damit verſchiebt ſich auch die Zeit der Ankunft ir
Darmſtadt um eine Stunde früher.
Der Fahrplan für die Extrazüge der
S. E. G. iſt dementſprechend geändert wor=
den
. Es fahren um 4.20 Uhr früh je ein Exträzug
vom Schloß, vom Mathildenplatz und vom Exerzierplat
(hinter dem Bahnübergang). Dieſe drei Züge mi
27 Wagen kommen rechtzeitig zur Landung
der Flieger auf dem Flugplatz an.
Zur Orientierung für die Beſucher des Flugplatzes
laſſen wir hier einen Situationsplan folgen:

(von Griesheim!) mit der Leberſchneiſe (von Darmſtadt!).
Kaſſe 1 endlich iſt zu erreichen, wenn man auf dem Beſ=
ſunger
Weg von Kaſſe 7 rechts abbiegt. Es ſind übri=
gens
zahlreiche Schilder angebracht, die die Zugänge in
Zweifelsfällen deutlich bezeichnen.
Es wird noch darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Geſchäftsſtelle der Flugſtudiengeſell= auch am Himmelfahrtstage von 11 bis 1
Uhr geöffnet iſt.
Die Mitglieder des Jungdeutſchland=Bundes erhal=
ten
genau wie die Schüler Karten zum Flugtag für den
dritten Platz zu 25 Pfg. Die Karten ſind in der Ge=
ſchäftsſtelle
der Flugſtudiengeſellſchaft und im Verkehrs=
bureau
zu haben.

Griesheim
etsh
. (61 St. stn
aſc. 1. Pfstz
Mte
Inmim M. .
S

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 7.

Marokko.

* Paris, 13. Mai. Nach einer Meldung des
Temps wurde der Stadt Fez eine Kriegsbuße von
200000 Duros auferlegt zur Strafe dafür,, daß ein Teil
der Bevölkerung an dem Aufruhr vom 17. April teilge=
nommen
hat.
* Caſablanca, 13. Mai. Liautey iſt heute
vormittag hier eingetroffen. Die Stadt iſt prächtig ge=
ſchmückt
und die Geſchäftshäuſer aller Nationalitäten ſind
zum Zeichen der Freude geſchloſſen. Das geſamte Konſu=
larkorps
und die Spitzen der Behörden bewillkommneten
den Generalreſidenten. Dieſer begrüßte die ſcherifiſchen
Zivil= und Militärbehörden und begab ſich auf das fran=
zöſiſche
Konſulat.

Darmſtadt, 15. Mai.
W-l. Großh. Hoftheater. Da Herr Robert Hutt aus
Frankfurt a. M. für die geſtrige Aufführung der Zau=
berflöte
keinen Urlaub erhalten hatte, ſang Herr Hans
Siewert vom Großh. Hoftheater in Karlsruhe die
Partie des Tamino. Mag es auch von Intereſſe geweſen
ſein, wieder einen neuen Sänger kennen zu lernen, ſo
dürfte das Publikum, das, von dem Wechſel nicht unter=
richtet
, gekommen war, um Herrn Hutt zu hören, enttäuſcht
worden ſein. Herr Siewert iſt zwar ein guter Sänger,
ſein Organ reicht aber nicht weit über das eines Tenors
buffo hinaus; erſt wenn es forciert wird, wie z. B. in
der Arie im Tempel Saraſtros, nimmt es Klang und
Farbe an. Auch die Ausſprache iſt nicht immer korrekt.
Das Publikum nahm die Oper wieder mit warmem Bei=
fall
auf.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 14. Mai. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung gibt bekannt: Freiherr von Marſchall iſt
zum Botſchafter in London ernannt worden.
* Hamburg, 14. Mai. Zum Nachfolger des kürzlich
verſtorbenen Leiters der Sozialpolitiſchen Abteilung der
Hamburg-Amerika=Linie, Direktor Huber, wurde der
Reichstagsabgeordnete Dr. Heckſcher in das Direk=
torium
der Hamburg-Amerika=Linie berufen.
* Magdeburg, 14. Mai. (Amtliche Meldung.) Heute
früh 3 Uhr 43 Minuten ſtieß eine Lokomotive, die
durch Herabfallen des Lokomotivführers führerlos ge=
worden
war, im Bahnhof Magdeburg=Neuſtadt mit dem
einfahrenden Güterzug 7501 zuſammen. Vier Wagen
entgleiſten und wurden teilweiſe ſtark beſchädigt. Der
Lokomotivführer, der Zugführer und ein Schaffner wur=
den
verletzt. Das Hauptgleis Magdeburg-Berlin war
acht Stunden geſperrt. Die Schnellzüge erlitten geringe
Verſpätungen.
* Innsbruck, 14. Mai. Der Ballon Tirol
mit drei Herren bemannt, überflog geſtern den Groß=
gockner
und den Groß=Venediger und landete in Klagen=
furt
.
* Peſt, 14. Mai. In der geſtern nachmittag vom
Vyklon heimgeſuchten Ortſchaft Balvanyos=Varalja
durden von 350 Häuſern 330 vollſtändig zerſtört. Der
Yergeſpan Graf Bethlen begab ſich ſofort mit Feuer=
wihr
und Militär dort hin. Bisher wurden vier Tote
und zahlreiche Verwundete aus den Trümmern geborgen.
Zwei in der Nähe gelegene Orte liegen ebenfalls zum
größten Teile in Trümmern.
* Peſt, 14. Mai. Die Verhandlungen des
Miniſterpräſidenten Lukacs mit dem Führer
der Juſthpartei über die Wehrreform und die Wahl=
reform
wurden heute beendet, ohne zu einem Reſultat zu
führen. Juſth erklärte, daß der von dem Miniſterpräſi=
denten
vorgelegte Wahlentwurf nicht als die Verwirk=
lichung
des allgemeinen Stimmrechts angeſehen werden
könne, deswegen die Juſthpartei weiter gegen die Wehr=
vorlage
obſtruieren werde.
* New=York, 14. Mai. Nach einem Telegramm aus
Imenez gab Oroczo die Niederlage der Inſur=
genten
bei Conejos zu. Er iſt nicht entmutigt und er=
klärte
, die Revolution finge erſt an. Er ſagte: Wir
haben das Vertrauen, daß wir Madero ſtürzen werden.
Oroczo weigerte ſich, ſeine Verluſte zu ſchätzen. Er er=
klärte
, er wäre ohne Nachrichten von den Generälen
Campa und Artugumeds, die von Conejos mit 2500
Mann abgeſandt worden ſeien, um die Flanke der Bun=
destruppen
zu umgehen.
H. B. Frankfurt a. M., 14. Mai. In dem P rozeß
gegen die drei wegen verſuchten Landesverrates
verhafteten Leute hat der Oberreichsanwalt die Akten ge=
prüft
und nach Frankfurt zurückgeſchickt. Die Verhand=
lung
wird vor der Frankfurter Strafkammer ſtattfinden.
H. B. Aſchaffenburg, 14. Mai. Geſtern nachmittag
kurz vor 5 Uhr wollte ein Automobil von Bad
Sodenthal von der Herſtallſtraße in den Roßmarkt ein=
biegen
. Dabei nahm der Chauffeur eine zu große Kurve
und fuhr in den Park Schönthal, aus dem gerade Schul=
kinder
herauskamen. Zwei Kinder wurden angefahren.
Das eine Kind iſt ſchwer, das andere leicht verletzt.
H. B. Breslau, 14. Mai. In verſchiedenen Gegenden
Schleſiens hat das Unwetter enormen Schaden an=
gerichtet
. Durch Blitzſchlag entſtanden zahlreiche Brände.
Bei Münſterberg wurden große Bäume entwurzelt, Tele=
graphenleitungen
zerſtört und Dächer abgedeckt. Auf dem
Kommunal=Friedhof wurden mehrere Denkmäler von um=
ſtürzenden
Bäumen zertrümmert. Ferner wird noch aus
Oberſchleſien gemeldet, daß in Madſchau eine Anzahl Häu=
ſer
abgedeckt wurden. Mehrere Mauern und Schornſteine
ſind eingeſtürzt. Ein Bergmann wurde durch Trümmer
eines einſtürzenden Schornſteins verletzt. Im Walde bei
Kaiſer Wilhelmsthal wurden außer vielen kleinen Bäu=
men
40 große Birken vollſtändig entwurzelt.
H. B. London, 14. Mai. Der Kriegskorreſpon=
dent
des Daily Chronicle in Tripolis
Smallwood, iſt ein Opfer ſeines Berufes geworden. Er
wurde auf einem Rekognoszierungsritt, den er in Begleit=
ung
eines Trupps Araber machte, von Italienern er=
ſchoſſen
.

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dürfte, ſeine Einkäufe in Herrentuchen
und Damenkleiderſtoffen bei Geſchäften zu
machen, die beſtrebt ſind, ihre Kundſchaft mit guter
Ware bei billigen Preiſen zu bedienen, ſo wird auch an
dieſer Stelle ſeitens der Firma Schwetasch & Seidel,
Tuchfabrik in Spremberg, Nied.=Lauſitz, auf den der
heutigen Nummer beigelegten Proſpekt ganz beſonders
(11215M
aufmerkſam gemacht.

Tageskalender.
Mittwoch, 15. Mai.

Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Ab. D): Der
Kuhreigen.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant Metropol und Perkeo um
8 Uhr.
Donnerstag, 16. Mai.
Konzerte: Ludwigshöhe um 5 und 4 Uhr. Hugen=
ſchütz’
Felſenkeller um 4 Uhr. Schuls Felſenkeller
um 4 Uhr. Perkeo um 4 und 8 Uhr.
Spaziergange: Turngeſellſchaft nach der Scheft=
heimer
Eiche. Liederzweig nach der Weberbuche.
Concordia nach der Bismarcks=Eiche. Lieder=
tafel
nach Nieder=Ramſtadt. Sängerluſt nach Ober=
Ramſtadt. Liederkranz nach Paul Trinkglastempel.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Familiennachrichten.

Statt jeder beſonderen Anzeige.

Die glückliche Geburt eines geſun=
den
Mädchens
zeigen hocherfreut an
(B11280
Ludwig Riedeſel Frhr. zu Eiſenbach,
Oblt. im Leib=Drg.=Regt. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24
und
Annelieſe Riedeſel Freifrau zu Eiſenbach,
geb. Dewitz von Woyna.
Darmſtadt, 14. Mai 1912.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem ſchweren Verluſte, der uns betroffen,
ſagen innigen Dank
(B11237
Familie Hch. Schäfer.
Darmſtadt, den 14. Mai 1912.

Danksagung.
Für die Beweise herzlicher Teil-
nahme
, für die überaus reichen
Blumenspenden, sowie seinen Herren
Chefs nebst den Herren Apothekern
sagen wir auf diesem Wege unseren
besten Dank.
Die frauernden Hinterbliebenen:
Ottilie Mensch,
Familie D. Schachner.
(11235

Todes-Anzeige.

Heute entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unsere innigstgeliebte Mutter,
Tochter, Schwester, Nichte und Cousine
una Schäffler Wwe.
Frau
geb. Hoffmann.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie C. Schäffler,
Familie Gg. Hoffmann.
Darmstadt (Bismarckstr. 17), 13. Mai 1912.
Die Beerdigung findet auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt. (*12365

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe innigſter Anteilnahme
und für die zahlreichen Blumenſpenden beim Hin=
ſcheiden
meines lieben Gatten, unſeres guten
Vaters, Schwiegervaters und Großvaters
Michael Roth
Gastwirt
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Rückert
für die troſtreiche Grabrede, ſowie für die Ehrung
am Grabe durch die Vertreter des Gaſtwirtever=
eins
, der Freiwilligen Feuerwehr, des Bürger=
vereins
Beſſungen und den Stammgäſten unſeren
herzlichen Dank.
(11282
Die trauernden Hinterbliebenen.

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2453a

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

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Blumenthalſtr. 115, I.

Die Ausſtattung eines durch Sittlichkeit ausgezeichneten Braut=
paares
aus der am 19. Februar 1827 zur Feier der fünfzigjährigen
Vermählung J. J. K. K. H. H. des Großherzogs Ludwig I. und der
Großherzogin Luiſe von der Vereinigten Geſellſchaft gegründeten
Stiftung wurde für 1912 dem Schreiner Jakob Siefert dahier und
deſſen Braut Anna Barbara Heipel daſelbſt zuerkannt.
Indem dieſes bekannt gegeben wird, werden diejenigen, welche
ſich um dieſes Legat beworben haben, hierdurch benachrichtigt, daß
ſie die eingereichten Zeugniſſe bei dem Hausmeiſter der Geſellſchaft
wieder in Empfang nehmen können.
(11199
Darmſtadt, im Mai 1912.
Der Ausſchuß der Vereinigten Geſellſchaft.

Am Klugiage, Freitag, den 17. Mai
sind unsere Kassen
nachmittags nur von 2 bis ½4 Uhr
geöſfnet.
1
Darmstädter Volksbank
eingetragene Genossenschaft mit beschränkter
Haftpflicht.
(11240
Hir bringen hiermit zur Kenntnis, daß aus
Anlaß des Flugtages Freitag, den 17. Mai,
unſere Kaſſen und Schalter
nachmittags
nur von 2½ Uhr bis 3½ Uhr geöffnet ſind.

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und Depositenkasse
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50000 Rubel, 28j. Majorswitwe
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[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittw=
den
15. Mai 1912.

Seite 9.

Handschuhe.

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mit Finger . . . . 1.60, 1.10 , 85,
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ohne Finger . . . . 80, 60, 40 bis
Trikot-Handschuhe, kurz,
mit Finger, in vielen Farben,
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Trikot-Handschuhe, lang,
mit Finger, in vielen Farben,
Paar 1.25 .
Schwarze Handschuhe, lang,
mit u. ohne Finger, 1.50, 1.25, 1.10 ,

70
15
48
90
35

Strümpfe.
Schwarze Damenstrümpfe,
glatt u. durchbr., gute sol. Fabrikate,
1.60, 1.10 , 95, 75,
Braune Damenstrümpfe,
glatt u. durchbrochen, Ia Qualitäten,
Paar 1.70, 1.50, 1.20 , 75,
Farbige Damenstrümpfe,
glatt u. durchbr., in feinen, modernen
Farben . . . . . Paar 2.10 bis
Herren-Socken
in grau und farbig . 1.25 , 75, 50,
Kinder-Socken
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60
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35
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Frankfurterſtraße und Gütewerd. jed. Geſchmackentſprech.
ſchick u. fein angef., ältere Hüte aus zum Alleinbewohnen,
Ernſt=Ludwigsplatz. mod. umgearb. in u. außer d. Hauſe
Wiederbringer erhält gute Be=Ludwigsplatz 8, Vdh., III. (9107a
werd. elegant nach jed.
Hute Geſchmack angefertigt,
älteres Material wird in Ver=
wendung
gebracht E. Körber,
Modes, Ireneſtr. 64. (10842a

Modes.

Fleck, hört auf den Namen Mucki. alt. Material prakt. verw. (9109a

ee
D neu Sobertr. 17, II. (*1297
wie Einſeifen, Reiben und Raſen=
bleiche
, wenn die Hausfrau Giotil
zum Kochen der Wäſche nimmt.
Reinigt und
VI11228
bleicht die
Wäſche ohne Mühe und ohne ſie
zu beſchädigen. Giotil, nicht mit
anderen modernen Waſchmitteln
zu verwechſeln, koſtet per ½ Packet
nur 30 Pf., Fabrikanten Hanauer
Seifenfabrik J. Gioth, G. m. b. H.
Alleinige Niederlage: Carl Stein=
häuſer
, Germania=Drogerie.

Kon
Wiele

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Augen und Glieder
(beſonders, wenn nach dem
Baden damit gewaſchen) iſt
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Heilbronn, Liefer, fürſtl. Häuſ.
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Alleinverkauf f. Darm=
stadt
: G. Hauptmann, Rheinſtr. 19

Biſiten=
lohn
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Nummer 114.

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Kurſe vom 14. Mai 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

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4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,30
81,25
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
90,30
3½ do. Conſols
81,10
3 do. do.
4 Bad. Staatzanleihe . . 100,00
93,00
do.
3½

do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 20,90
8910
do.
3½
79,70
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe .
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
89, 10
do.
3½
78,30
3
do.
. 80,40
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,70
95,20
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,80
3¾/ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,60
4 do. Goldrente
96,75
4 do. einheitl. Rente 89,75
3 Portug. unif. Serie I 64,70
3 do. unif. Ser. III
3 do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 94,90
4 do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 .
90,70
4 do. v. 1902 . . . . 90,25
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
. 89,40
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 85.70
4 Türk. Admin. v. 1903 84,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,80
4 Ungar. Goldrente . . . 91,40
4 do. Staatsrente. . . 89.75

In Proz.
5 Argentinier
..101,90
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,75
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,60
do.
4½
94,50
4½ Japaner . . . .
94,95
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
do.
60,40
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,20
3 Buenos Aires Provinz 71,60
Aktien inländiſcher
Trmsportanſtalten.
9 Hamy=Amerika=Paket=
145,50
fahrt
29,40
5 Nordd. Lloyd.
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,
Aktien ausländiſcher
1
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408 . . 113,90
8 Baltimore und Ohio . 109,60
6½ Schantungbahn . . . 137,50
6 Luxemb. Prince Henri 161,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,10
6 Pennſylvania R. R. . 119,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
.. . . 510,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

.265,50
30 Farbwerke Höchſt . . 627,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 154,50
30 Chem. Werke Albert 459,75
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 318,00
4 Lahmeger . . .. . . . . 129,70


Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 163,00
12 Siemens & Halske . 243,30
5 Bergmann Electr. . . 152,50.
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 176,50
0 Gummi Peter . . . 137,90
0 Kunſtſeide Frankfurt 176,00
30 Adler=Fahrradwerke
. . 486,50
Kleyer
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 205,00
8 Steana Romana Petr. 142,20
15 Zellſtoff Waldhof . . 237,75
12½ Bad. Zucker=Wag=
.. 212,75
häuſel.
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 126,70
3 Südd. Immobilien . 69,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 193,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 233,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. . 184,45
10 Gelſenkirchener . . . . 195,50
. . 194,50
8 Hrpener .
15 Phnix Bergb. und
düttenbetrieb . . . 262,50
0 Obeſchl. Eiſen=Ind.=
. 88,00
Cxo. . . .
4 Laurglütte . . . . . . 180,00
10 Kaliwrke Aſchersleben
Weſteregeln 192,50
11
7½ South Weſt Africa 151,70
Prirritäts=
Obligitionn.
Südd. Eiſelb. Aeſ. 89,70
Nordd Lloyd=Obl. 99,50
4 Eliſabettbahn, freie . . 95,90
4 Franz=Ilfefs=Bahn . . 91,60
. 76,60
3 Prag=Daxer
5 Oeſterr. Staatsbahn . 105,80
4 Oeſterr. Staatsdahn . 94,50
dv.
78,60
5 Oeſterr Südb. (Lomb.) 99,90

Eren
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 80,00
do.
54,00
2%
3 Raab=Oedenburg
77,00
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt.
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,70
do.
88,20
4 Wladichawchas
88,30
4 Rjäſan Koslow .
88,25
3 Portugieſ. Eiſenb.
. 75,70
do.
91,70
68,10
24) Livorneſer . . .
3 Salonique=Monaſtir . 65,20
4 Bagdadbahn . .
83,90
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,50
4 Miſſouri=Pacific.
73,75
4 Northern=Pacific . . . 100,40
4 Southern=Pacific
.95,40
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,00
5 Tehuantepec .
99,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 197,30
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn
.. 150,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 169,50
6½ Darmſtädter Bank . 122,00
12½ Deutſche Bank . . . 257,10
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,60
10 Diskonto=Kommandit 185,70
8½ Dresdener Bank . . 154,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,80
6½ Mitteld. Kreditbank 119,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,90
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 128,50
7½ Wiener Bankverein . 133½
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16. u. 17 . . . 98,80

3 Pfandbrieſe. Möſe,
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
89,60
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
89,00
8½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,50
89,50
do.
81
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.100,30
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
.100,35
8½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68
89,50
S. 35
89,30
S. 911
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
do.
89,00
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,30
3½ do. (unk. 1914) . . 88,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,00
do.

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Obligationen.
4 Darmſtadt .
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8½ do.
89,50
4 Frankfurt.
* 100,50
8½ do.
89,50
4 Gießen .
3½ do.
90,50
4 Heidelberg
99,00
3½ do.
89,80
4 Karlsruhe
98,80
8½ do.
90,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
99,00
3½ do.
89,80
4 Mannheim
3½ do.
4 München
100,30
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg.
99,80
do.
90,00
4 Offenbach .

Mihter
2
3½ Offenbach
100,20
4 Wiesbaden
89,90
3½ do.
98,70
4 Worms
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 80,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 177,40
3½ Cöln=Mindner , 100 136,60
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,50
3 Oldenburger . . . . . . 126,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,20
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 198,20
Freiburger . . . . Fs. 15 75,10
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs. 10 32,50
ſl. 7 33,80
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats fl. 100 373,50
Venediger . . . . Fs. 30 42,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 173,60
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Banknoten.
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20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
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Franzöſiſche Noten. . . . 81,20
Holländiſche Noten. . . . 169,60
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Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15.

Beachten Sie den Namen Speier‟
sowie die Strasse Ludwigstr. 16.

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

1912.
Mitwoch, 15. Mai.
57.

Bekanntmachung

die Sitzung des Kreistags des Kreiſes Darmſtadt
betreffend.
Gemäß Art. 39 des Geſetzes vom 8. Juli 1911 bringe
ich nachſtehend das Protokoll über die Sitzung des
Kreistags am 17. d. Mts. zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 19. April 1912.
Der Vorſitzende des Kreistags:
Fey.
(11124

Gegenwärtig:
I. als Vorſitzender:
Großh. Provinzialdirektor Fey,
II. Großh. Regierungsrat von Werner, ſtellver=
tretender
Vorſitzender,
III. Der Großh. Kreisbauinſpektor, Baurat Baltz,
IV. Großh. Kreisamtmann Dr. Michel,
V. Die Kreistags=Abgeordneten:
1. Rechtsanwalt und Notar, Juſtizrat Ferdinand
Gallus,
2. Geheimer Forſtrat Heinemann,
3. Stadtverordneter Heinrich Lehr,
4. Ingenieur Georg Markwort, Stadtverord=
neter
,
5. Ortsgerichtsvorſteher Karl Müller,
6. Kommerzienrat Louis Röder,
7. Bierbrauereibeſitzer Wilhelm Rummel,
8. Fabrikant Friedrich Schmitt, Beigeordneter,
9. Rentner Wilhelm Schwab,
Ziffer 19 von Darmſtadt,
10. Bauunternehmer Heinrich Dächert II. von
Eberſtadt,
11. Rentner Philipp Keller VI. von Griesheim,
12. Bürgermeiſter Lang von Pfungſtadt,
13.
Becker von Weiterſtadt.
VI. Nicht dem Kreistage angehörige Mitglieder des
Kreis=Ausſchuſſes:
1. Beigeordneter Baurat Jäger dahier,
2. Rentner Karl Heß von Pfungſtadt.
VII. Als Protokolführer:
Kreiskaſſerechner Stauf.
Zu der auf heute gemäß Art. 33 der Kreis=Ordnung
und § 1 der Geſchäftsordnung in den Rathausſaal dahier
einberufenen Verſammlung des Kreistags waren die Ein=
ladungsſchreiben
unterm 1. d. Mts. (abgeſandt am 3. d.
Mts.) an jeden der Kreistagsabgeordneten ergangen.
Außerdem hatte Veröffentlichung im Kreisblatt mit An=
gabe
der Tagesordnung ſtattgefunden.
Ein Exemplar jenes Einladungsſchreibens mit Tages=
ordnung
iſt dem Protokoll beigefügt.
Es fehlten die Kreistagsabgeordneten:
1. Bürgermeiſter Benz von Arheilgen,
2. Kommerzienrat Jean Diſchinger von hier,
3. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſing von hier
4. Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck von hier,
5. Kommerzienrat Louis Trier von hier,
6. Bauunternehmer und Stadtverordneter Heinrich
Sames von hier,
7. Rechtsanwalt und Stadtverordneter Geh. Juſtiz=
rat
Schmeel von hier,
8. Stadtverordneter Ludwig Philipp Wittmann
von hier,
9. Altbürgermeiſter Fritſch von Ober=Ramſtadt,
teils mit, teils ohne Entſchuldigung.
Die Zahl der Kreistags=Abgeordneten beträgt 22, es
ſind ſomit die erſchienenen 13 Abgeordneten beſchlußfähig.
Der Vorſitzende begrüßt die Erſchienenen und ſchlägt
nach Feſtſtellung der Präſenzliſte als Urkundsperſonen die
Abgeordneten:
1. Ortsgerichtsvorſteher Karl Müller,
2. Beigeordneten Friedrich Schmitt,
vor.
Dieſer Vorſchlag wird angenommen.
Alsdann widmet der Vorſitzende dem verſtorbenen
Abgeordneten und Mitglied des Kreis=Ausſchuſſes,
Bürgermeiſter Georg Müller von Roßdorf einen Nachruf.
Die Anweſenden erheben ſich zu Ehren des Verſtorbenen
von den Sitzen.
Hierauf ſtellt der Vorſitzende der Verſammlung den
jetzigen Kreis=Bauinſpektor, Baurat Baltz und den Kreis=
amtmann
Dr. Michel vor
Der Vorſitzende gab ſodann einen Ueberblicküber
die finanzielle und wirtſchaftliche Lage des
Kreiſes. Er legte dar, daß dieſe Lage eine durchaus
günſtige iſt und bemerkte dazu folgendes:
Die Rechnung der Kreiskaſſe ſchließt mit einem verfüg=
baren
Reſt von 30 361 Mark ab. Die allgemeinen Kreis=
umlagen
betrugen im letzten Rechnungsjahre 454354
Mark, im neuen Voranſchlagsjahre 1912 ſollen ſie 1000
Mark weniger betragen. Dabei iſt das Betriebskapital
und der Reſervefonds um zuſammen 6000 Mark erhöht
worden. Ferner konnte der Betrag für Kreisunterſtützun=
gen
von 210 669 auf 222000 Mark, alſo um rund 12 000
Mark, entſprechend den wachſenden Anforderungen, welche
insbeſondere durch die Irrenpflege und die Zwangser=
ziehung
verurſacht werden, erhöht werden. Auch für die
Verbeſſerung der Kreisſtraßen, insbeſondere für Klein=
pflaſter
, ſind im Hinblick auf den geſteigerten Verkehr und
die raſchere Abnutzung dieſer Straßen entſprechende Mittel
eingeſtellt worden. Für das Rechnungsjahr 1911 wurde an
Kreisumlagen ein Zuſchlag von 13,42 Prozent auf die
Kommunalſteuerkapitalien erhoben. Für 1912 wird ſich
vorausſichtlich ein geringerer Zuſchlag als 13,42 Prozent
berechnen, veranlaßt durch die Zunahme der Steuerkapi=
talien
. Die Kommunalſteuerkapitalien des Kreiſes be=
trugen
1910: 3 318 578,6 Mark. 1911: 3 307 780 4 Mark.
Unter den für die wirtſchaftliche Lage des Kreiſes und
fit ſeine ſonſtige Entwickelung bedeutungsvollen Vor=
gängen
des letzten Jahres ſind zu nennen:
*l. Das Zuſtandekommen der Heſſiſchen
Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft unter Be=
teiligung
der Stadt Darmſtadt, der Süd=
deutſchen
Eiſenbahngeſellſchaft und der
Provinz Starkenburg.
Durch dieſe Geſellſchaft, welche in einem Ueberland=
werk
Licht und Kraft für die Landgemeinden abgeben,
außerdem die vorhandenen Dampfbahnen in elettriſche
Bahnen umändern und in die Provinz hinaus weiter=
führen
will, werden die wichtigſten Intereſſen der Stadt
Darmſtadt und der Landgemeinden unſeres Kreiſes be=
rührt
. Die Verhandlungen der Geſelſchaft mit den Land=
gemeinden
des Kreiſes wegen Lieferung von elektriſchem
Licht und Kraft werden nun alsbald weiter geführt wer=

den. Hofſmnlich werden die Landgemeinden ſich anſchlie=
ßen
. Durch Einführung von elektriſchem Licht und Kraft
ſichern ſich die Landgemeinden eine gedeihliche zukünftige
Entwickelung, und auch für diejenigen, welche bereits
Elektrizitätswerke beſitzen, wird die Frage zu prüfen ſein,
ob es nicht finanziell für ſie günſtiger iſt, wenn ſie ſich mit
dem Ueberlandwerk vereinbaren und Licht und Kraft von
dieſem beziehen; eine Frage, die, ſo weit wir ſie bis jetzt
rechneriſch prüfen konnten, für viele Werke zu bejahen iſt.
2. Die Gründung einer Kreisgruppe
des Heſſiſchen Vereins für ländliche
Wohlfahrts= und Heimatpflege, ſowie
ländliche Kunſtpflege.
Die Wohlfahrtspflege, die in der Stadt hoch ent=
wickelt
iſt, läßt dieſe Entwickelung auf dem Lande öfter
noch vermiſſen. Auch die Kunſtpflege in einer für das
Land paſſenden, der Bevölkerung desſelben verſtändlichen
Weiſe, muß gefördert werden, denn ſie ſoll nicht nur eine
Pflegeſtätte in der Stadt finden, ſondern auch der in un=
ſerem
Landvolk ſeit Jahrhunderten ſteckende geſunde, tiefe
und echte Sinn für Heimatkunſt ſoll immer mehr hervor=
geholt
, neu belebt und gefördert werden. Die Kreisgruppe,
deren Vorſtand bereits eine größere Anzahl Damen und
Herren aus den Landgemeinden angehören, arbeitet mit
der Kreisverwaltung und den Gemeindeverwaltungen zu=
ſammen
und ſoll die Tätigkeit beider auf dieſem Gebiete
unterſtützen und fördern. Die Förderung der Kran=
kenpflege
auf dem Lande ſoll uns beſonders am
Herzen liegen. Wir wollen ferner an die in den größeren
Landgemeinden mit vielem Beifall und ſchönſtem Erfolg
eingerichtete Fürſorge der Großh. Zentrale für
Mutter= und Säuglingsſchutz nun auch eine
weitere Fürſorge für das ſpätere Lebensalter hilfs= und
ſchutzbedürftiger Kinder, ähnlich den in den Städten vom
Aliceverein muſtergültig getroffenen Einrichtungen
anſchließen. Wir wollen in der Jugendfürſorge und
Jugendpflege dafür ſorgen, daß das Land mit der Stadt
mehr gleichen Schritt halten kann. Auf dem Gebiete der
Jugendfürſorge müſſen wir hier der hervorragen=
den
Tätigkeit der Stadtverwaltung Darm=
ſtadt
anerkennend gedenken. Gedenken müſſen wir aber
auch einer überaus wichtigen Neuorganiſation auf dem
Gebiete der Jugendpflege, des
Bundes Jungdeutſchland,
der die körperliche und geiſtige, ſittliche und nationale
Kräftigung unſerr heranwachſenden Jugend bezweckt.
Unſer Kreis iſt in einen Stadtbezirk (Bezirksvorſtand:
Herr Bürgermeiſter Mueller) und einen Landbezirk ( Be=
zirksvorſtand
: Herr Profeſſor Dr. Frenzel) eingeteilt. Der
Zuſammenhang mit der allgemeinen Organiſation der
Jugendwohlfahrtspflege iſt durch dieſe Herren aufs beſte
geſchaffen und gewährleiſtet. Die Gemeindeverwaltungen
und die Kreisverwaltung dürfen es an einer Förderung
und Unterſtützung dieſer vaterländiſchen Sache, der ein
ſegensreicher Erfolg gewünſcht werden muß, nicht fehlen
laſſen. Wir haben nicht nur hierfür, ſondern auch für die
weitere Förderung der Volksbildung, um die
ſich ſeither ſchon zahlreiche Vereine und Perſön=
lichkeiten
im Kreiſe Verdienſte erworben haben, Mittel
vorgeſehen. Auch für unſere Kreiswanderhaus=
haltungsſchule
, welche ſich beſtens entwickelt und
in der wir eine für unſere ländliche weibliche Jugend
hervorragende Einrichtung auf dem Gebiete der länd=
lichen
Wohlfahrtspflege beſitzen, haben wir die erforder=
lichen
Beträge vorgeſehen, Ebenſo haben wir für den Ver=
ein
Braunshardter Heim der ſich durch Unter=
bringung
ſchutzbedürftiger Mädchen ſehr anerkennenswerte
Verdienſte erwirbt, Mittel eingeſtellt. Daß der Kreis eine,
auf dem Gebiete der
ſozialen Fürſorge
ganz hervorragende. für die Gemeinden eintretende und
dieſe ganz erheblich entlaſtende Stelle einnimmt, iſt
immer noch nicht genügend bekannt und wird noch nicht
genügend gewürdigt. Der Kreis hat der Stadt Darm=
ſtadt
und den Landgemeinden folgende Ver=
pflichtungen
abgenommen und beſtreitet aus ſeiner Kaſſe:
1. Pfleggeld für etwa 225 ortsarme
Geiſteskranke
100 000 Mark
2. Pfleggeld für etwa 25 ortsarme
Schwachſinnige
10000
3. Pfleggeld für etwa 5 ortsarme
Blinde
1500
4. Pfleggeld für etwa 25 ortsarme
Epileptiſche
15000
5. Die Hälfte der Zwangserziehungs=
koſten
für 280 Zöglinge (die andere
Hälfte zahlt der Staat)
30000
Summa: 156 500 Mark.
Die Ausgaben für Straßenunterhaltung
halten viele Leute, namentlich auf dem Lande, ſelbſt in
unſerem Zeitalter der Selbſtverwaltung noch, für die
Hauptbelaſtung der Kreiſe. Das iſt ein Irrtum. Die
Belaſtung unſeres Kreiſes und ähnlich liegt das auch
in vielen anderen Kreiſen durch die Unterhaltung der
Kreisſtraßen iſt verhältnismäßig gering, ſie beträgt nur
2435450 Mark. Die Geſamtunterhaltungskoſten belaufen
ſich auf 95 020 Mark. Der Staat trägt zu den Unter=
haltungskoſten
46 320 Mark, die Provinz 24354.50 Mark
bei. Zu den 95 000 Mark kommen noch für Verzinſung und
Tilgung der Schuld für Kleinpflaſteranlagen als Anteil
des Kreiſes 4695 Mark. Die gleiche Summe trägt die
Provinz bei. Durch Eingehen einer Kreisſtraßen=
meiſter
= und einer Obſtbaumwärterſtelle haben wir
auf Vereinfachung und Koſtenerſparnis hingewirkt.
Die Länge der Kreisſtraßen im Kreiſe Darmſtadt beträgt
zurzeit 168 Kilometer, ihr Wert beträgt zuſammen
5 620 421 Mark und verteilt ſich wie folgt: Geländewert:
2 500 972 Mark, Baukoſten: 2 932 024 Mark, Bäume: 158 600
Mark, Grasnutzung: 28825 Mark. Unſere Kreisſtraßen
ſind in den letzten Jahren weſentlich verbeſſert worden
und weitere Verbeſſerungen ſtehen bevor. Wir verdan=
ken
dies dem Zuſammenarbeiten der Bauverwaltung mit
den Organen der Selbſtverwaltung des Kreiſes. Es be=
ſteht
deshalb ein wichtiges Intereſſe, namentlich der
Landgemeinden des Kreiſes, daran, daß die Vereini=
gung
des Bauweſens mit der Selbſtver=
waltung
, wie ſolche durch das Kunſtſtraßengeſetz ge=
ſchaffen
iſt, aufrecht erhalten wird. Aenderungen hier=
bei
dürfen nur unter voller Aufrechterhaltung dieſer Ver=
einigung
ſtattfinden. Der Verſuch einer Herausnahme
der Bauverwaltung aus der Selbſtverwaltung müßte als
eine, unſerer Entwickelung nicht förderliche Schmälerung
der Rechte derſelben und als ein Rückſchritt zurückgewie
ſen werden. Die Kreiſe müſſen die gleichen Rechte als

eenene e e
ſind daher durchaus damit einverſtanden, wenn die Ver=
einigung
der Bauverwaltung mit der Selbſtverwaltung
in äynlicher Weiſe ausgeſtaltet wird, wie dies in der
ſtädtiſchen Verwaltung der Fall iſt. Ueber die
Mitwirkung und Tätigkeit des Kreis=
ausſchuſſes
bei der Kreisverwaltung
ſei angeführt, daß deſſen Geſchäftsumfang ſtets wächſt.
Im Berichtsjahre wurden 1232 Gegenſtände durch Be=
ſchlüſſe
und Entſcheidungen erledigt, darunter 48 Gegen=
ſtände
im ſtreitigen Verfahren. Auch der Umfang der
Geſchäfte der Kreisverwaltung überhaupt in einem
Kreiſe, der 138000 Einwohner zählt, von denen allein auf
die Landgemeinden 51 000 entfallen, wächſt mit der Ent=
wickelung
des öffentlichen Lebens und dem Hervortreten
allgemeiner Intereſſen, die gewahrt werden müſſen. Un=
ſere
Kreisverwaltung arbeitet im Verhältnis zu den Nach=
barſtaaten
und im Verhältnis zu den uns geſtellten Auf=
gaben
mit wenig Beamten, das wird jetzt auch, dank der
von dem Herrn Miniſter des Innernin den.
Ständekammern gegebenen Aufklärungen,
immer mehr anerkannt. Dieſer erfreulichen Aufklärung
iſt auch die definitive Wiederbeſetzung einer Kreisamt=
mannſtelle
bei dem Kreisamt zu danken. An Arbeit fehlt
es der Kreisverwaltung nicht, möge ihre auf das
Wohl der Bevölkerung in Stadt und Land
gerichtete Arbeit von Segen ſein. Möge
ſich der Kreis günſtig weiter entwickeln.
Es wird dies der Fallſein, wenn Stadtund
Land ſich verſtehen und in wichtigen Fra=
gen
einig zuſammenhalten!
Die Frage des Vorſitzenden, ob die Verſammlung mit
den Ausführungen des Berichtes, insbeſondere auch was
die Aufrechterhaltung der Verbindung des Bauweſens mit
der Selbſtverwaltung des Kreiſes anbelangt, einverſtanden
ſei, wird einſtimmig bejaht.
Es wird alsdann in die Tagesordnung eingetreten
und dieſelbe wie folgt erledigt:
I. Vorlage der Verwaltungsberichte des Kreis=Ausſchuſſes
pro 1910 für die Kreiskaſſe und die Kreis=Abdeckereikaſſe.
Die Verwaltungsberichte ſind gedruckt jedem Kreis=
tags
=Abgeordneten zugegangen. Es bemerkte deshalb der
Vorſitzende weiter, daß eine Verleſung wohl unterbleiben
könne, daß dagegen diejenigen Herren, welche eine Erinne=
rung
vorzubringen hätten, ſich zum Worte melden möchten.
Da niemand das Wort verlangte, ſtellte der Vorſitzende
feſt, daß zu den Rechenſchaftsberichten keine Beanſtan=
dungen
erhoben wurden.
Im Anſchluß hieran und unter Hinweis auf die in
den vorerwähnten Berichten zu den einzelnen Rubriken
gegebenen Erläuterungen wurde
IIdie Prüfung und Begutachtung der Kreiskaſſerechnung
und der Rechnung der Kreis=Abdeckereikaſſe für 1910
von dem Vorſitzenden mit dem Bemerken eingeleitet, daß
die Rechnungen mit Urkunden im Sitzungsſaale zur Ein=
ſicht
offen gelegt ſeien. Das Begutachtungs=Protokoll des
Kontrolleurs der Kreiskaſſe, Beigeordneten Baurat Jäger,
vom 2. Februar 1912 und der Beſchluß des Kreis= Aus=
ſchuſſes
vom 7. Februar 1912 wurden verleſen. Da ſich
niemand zum Wort meldete, wurden auf Frage des Vor=
ſitzenden
die Kreditüberſchreitungen und die dafür nach=
gewieſenen
Deckungsmittel als genehmigt erklärt
und ſodann die Rechnungen, vorbehältlich der Prüfung
durch die Großh. Ober=Rechnungskammer, gutgeheißen.
III. Feſtſetzung der Voranſchläge über Einnahmen und
Ausgaben der Kreiskaſſe und der Kreis=Abdeckereikaſſe für
1912, ſowie Beſtellung einer Kommiſſion für die Verwal=
tung
und Beaufſichtigung der Kreis=Abdeckerei. (Art. 64
der Kreis=Ordnung von 1911).
Die Voranſchläge hat jeder Kreistags=Abgeordnete
mit dem Einladungsſchreiben erhalten. Die Rubriken,
zunächſt die Ausgaben, ſodann die Einnahmen wurden
nunmehr durchgegangen. Soweit bei einzelnen Rubriken
nachſtehend nichts beſonderes erwähnt iſt, wurden die
Anträge des Kreis=Ausſchuſſes ohne Diskuſſion genehmigt.
a. Zu Rubrik 28: (Kreisſtraßen) bemerkt der
Vorſitzende, über das Projekt einer neuen Kreis=
ſtraße
von Arheilgen nach Darmſtadt, in der
Richtung des ſog. Dreiſchlägerwegs, daß die Kreisver=
waltung
von der Notwendigkeit der Herſtellung der
Straße überzeugt ſei. Das Projekt werde bereits
bearbeitet und es beſtehe die Hoffnung, daß die Herſtellung
im nächſten Jahre erfolgen werde, vorausgeſetzt, daß die
Schwierigkeiten, die wegen der Geländeſtelung mit der
Stadt Darmſtadt beſtehen, rechtzeitig behoben werden
können, was unter den veränderten Verkehrsverhältniſſen
zu hoffen ſei.
Ferner erläutert der Vorſitzende folgende Anſätze noch
beſonders:
b. Zu Rubrik 30 (Für gemeinnützige Zwecke):
Hier ſind neu eingeſtellt:
1. Beitrag an den Verein Braunshardter Heim
100 Mark.
Der Verein verfolgt den Zweck, Mädchen, welche aus
den Gefangenanſtalten des Großherzogtums Heſſen ent=
laſſen
werden und zur Zeit der Entlaſſung kein ſicheres
Unterkommen erlangt haben, in dem Vereinshauſe Auf=
nahme
zu gewähren, um ſie hierdurch vor ſittlicher Gefähr=
dung
zu behüten, ſie in der Hauswirtſchaft auszubilden und
ihnen die Rückkehr in geordnete Lebensverhältniſſe zu er=
leichtern
.
Weiter können in dem Vereinshauſe auch andere
Mädchen aufgenommen werden, die kein Unterkommen
haben und den Schutz des Vereins nachſuchen.
Ein weſentlicher Vorzug des Heims iſt die Aufnahme
ſolcher Mädchen, für die weder aus Privatvermögen noch
aus Vereins= oder öffentlichen Mitteln ein Pfleggeld ge=
zahlt
werden kann. Da es ſich bei dem Aufnahmevollzug
häufig um dringende Fälle handelt, ſo wird es als eine
große Wohltat empfunden, daß die Verhandlungen über
die Aufnahme nicht aufgehalten oder gar verhindert zu
werden brauchen durch die vorherige Erledigung der Geld=
frage
. Dadurch wird den Armenverbänden und Behörden
ebenſo ein Dienſt geleiſtet wie den Hilfsbedürftigen.
2. Für Jugendpflege im Kreiſe Darmſtadt 800 Mark.
Dieſer Betrag ſoll zur Förderung der Jugendpflege in
der Stadt Darmſtadt und in den Landgemeinden des
Kreiſes dienen.
Eine einheitliche und auf vaterländiſchem Boden wei=
ter
zu entwickelnde Pflege der Intereſſen der aus der
Schule entlaſſenen Jugend erweiſt ſich auch in unſerem
Kreiſe als dringend notwendig. Im ganzen Deutſchen
Reiche widmet man dieſer, für das Gedeihen der Jugend
und für die Zukunft unſeres Vatexsandes ſo wichtigen

[ ][  ][ ]

Nummer 57

Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.

Sache beſondere Aufmerkſamkeit. Für die Familien wie
die jugendlichen Perſonen ſelbſt wird eine organiſierte
und richtige Jugendpflege außerordentlich ſegensreich
werden. Bundesſtaaten, Kreiſe und Gemeinden unter=
ſtützen
aus nationalen und ſittlichen Gründen auch finan=
ziell
dieſe Beſtrebungen.
c. Zu Rubrik 37 (Ruhegehalt an Kreisange=
ſtellte
).
Hier iſt neu eingeſtellt der Ruhegehalt für den infolge
Krankheit dienſtunfähig gewordenen Kreisſtraßenmeiſter
Schreiner, der, wie der Vorſitzende erwähnt, dem Kreiſe
30 Jahre lang treue Dienſte geleiſtet hat.
d. Zu Rubrik 38 (Sanitätspolizeiliche Auf=
wendungen
):
Hier ſind neu eingeſtellt 500 Mark für Errichtung von
Tuberkuloſe=Fürſorgeſtellen in den größeren Landgemein=
den
des Kreiſes.
Alle Anſätze des Voranſchlags in Ausgabe und Ein=
nahme
insbeſondere auch die Kreisumlagen für 1912 im
Betrage von 452000 Mark werden genehmigt.
Der Voranſchlag der Kreis=Abdeckereikaſſe
wird von Regierungsrat von Werner vorgetragen und nach
den Anträgen des Kreis=Ausſchuſſes genehmigt.
Es wird hierauf über beide Voranſchläge abgeſtimmt
und ergibt ſich einſtimmige Genehmigung derſelben. Es
ſchließen ab in Einnahme und Ausgabe der Voranſchlag
der Kreiskaſſe mit 738081,97 Mark., der Voranſchlag der
Kreis=Abdeckereikaſſe mit 27086,30 Mark.
Ueber die Bildung einer Kommiſſion für die
Verwaltung und Beaufſichtigung der Kreis=
Abdeckerei berichtet Regierungsrat von Werner. Es
wird einſtimmig beſchloſſen, von der in Art. 61 der Kreis=
und Provinzial=Ordnung vorgeſehenen Möglichkeit Ge=
brauch
zu machen und eine Kommiſſion zu beſtellen. Als
Mitglieder der Kommiſſion werden durch Zuruf gewählt:
1. Kreis=Ausſchußmitglied Kommerzienrat Röder
zu Darmſtadt,
2. Stadtverordneter Möſer daſelbſt,
3. Kreis=Ausſchußmitglied Heß zu Pfungſtadt.
Der Referent bemerkt, daß die veterinär= ſanitäts=
polizeiliche
Aufſicht über die Kreis=Abdeckerei dem Großh.
Kreis=Veterinärarzt übertragen ſei und die Kommiſſion
in geeigneten Fällen deſſen Mitwirkung erbitten könne.
Der Kreis=Veterinärarzt könne auch ſelbſtändig Anträge
bezüglich des Betriebs der Kreis=Abdeckerei ſtellen.
Ueber die Unterhaltung des Kleinpflaſters
in den Ortsdurchfahrten wird folgender Antrag
des Kreis=Ausſchuſſes genehmigt:
1. Für die Unterhaltung des Kleinpflaſters gelten grund=
ſätzlich
dieſelben Bedingungen, wie ſie für das Voll=
pflaſter
nach Art. 19 des Kunſtſtraßengeſetzes von 1896

gegeben ſind, jedoch wird bis auf weiteres beſtimmt,
daß die Unterhaltung durch den Kreis erfolgt und die
entſtehenden Unterhaltungskoſten, der Verteilung der
Herſtellungskoſten entſprechend, von der Gemeinde zur
Hälfte getragen werden und die andere Hälfte von
Kreis und Provinz.
2. Wird eine bisher freie Strecke durch Anbau zur Orts=
durchfahrt
, ſo gelten für die Unterhaltung des Klein=
pflaſters
die für Ortsdurchfahrten beſtehenden Beſtim=
mungen
.
3. Die Koſten der durch Aufbruch und ſonſtige gewaltſame
Veränderungen des Kleinpflaſters erwachſenden Schä=
den
hat der Teil zu tragen, durch deſſen Maßnahmen
oder Einrichtungen die Nachteile entſtanden ſind.
4. Hinſichtlich der Neuanlagen von Kleinpflaſter in Orts=
durchfahrten
verbleibt es bei den ſeitherigen Beſtim=
mungen
. Da wo die Goſſen in Kleinpflaſter ausgeführt
werden, ſo daß hierfür von der Gemeinde kein Voll=
pflaſter
angelegt werden muß, iſt von ihr ein dieſe
Goſſen darſtellender Streifen Kleinpflaſter von 1,2 m
Breite auf eigene Koſten zu beſtreiten.
IV. Ausführung des Geſetzes vom 24. Mai 1893 über die
Koſten der Landarmenpflege.
Der Vorſitzende gibt die für die Rechnungsjahre 1908,
1909 und 1910 aufgeſtellten Berechnungen bekannt. Hier=
nach
beträgt der durchſchnittliche Jahresaufwand für die
genannten 3 Jahre 31 736,95 Mark. Die Staatskaſſe hat
daher für die Rechnungsjahre 1912, 1913 und 1914 je
15868, Mark an die Kreiskaſſe zu erſtatten.
V. Neuwahl von 2 Mitgliedern und 2 Stellvertretern für
die Körkommiſſion zur Begutachtung des Faſelviehes in
den Gemeinden des Kreiſes Darmſtadt, auf die Dauer
von 3 Jahren (1912 bis einſchl. 1914).
Die ſeitherigen Mitglieder
Bürgermeiſter Hickler in Meſſel und
Adam Leichtweiß II. in Hahn,
ſowie der ſeitherige Erſatzmann
Bürgermeiſter Benz in Arheilgen,
werden durch Zuruf wiedergewählt.
An Stelle des verſtorbenen Bürgermeiſters Pons in
Gräfenhauſen wird auf Vorſchlag des Abgeordneten
Bürgermeiſter Lang in Pfungſtadt
Bürgermeiſter Becker in Weiterſtadt
als Erſatzmann durch Zuruf gewählt.
VI. Wahl eines Mitgliedes des Kreis=Ausſchuſſes an
Stelle des verſtorbenen Bürgermeiſters Müller von Roß=
dorf
für den Reſt der laufenden Wahlperiode, d. i. bis
Ende 1913.
Es wird durch Zuruf das Kreistagsmitglied
Rentner Philipp Keller VI. von Griesheim
gewählt.

VII. Wahl zweier Erſatzmänner des Kreis=Ausſchuſſe
für die laufende Wahlperiode, d. i. bis Ende 1913 bzr
1916.
Durch Zuruf werden gewählt:
1. Bauunternehmer und Stadtverordneter Heinri
Sames zu Darmſtadt,
2. Beigeordneter und Fabrikant Karl Heim in Obe
Ramſtadt.
VIII. Anſchluß der Gemeinde Pfungſtadt an das zu e
richtende Gewerbegericht für die Landgemeinden di
Kreiſes.
Der Antrag des Kreis=Ausſchuſſes vom 23. März 19.
wird genehmigt. Der Kreis=Ausſchuß wird ermächtig
die durch den Anſchluß von Pfungſtadt notwendig we
dende Aenderung des Kreisſtatuts, ſowie etwa ſonſt no
bei den Genehmigungsverhandlungen mit Großh. Min
ſterium ſich erforderlich erweiſende Aenderungen de
Statuts zu beſchließen und vorzunehmen.
IX. Wahl der Taxatoren und Stellvertreter für die na
§§ 15 und 16 der Pferde=Aushebungs=Vorſchrift vor
16. Juli 1900 zu bildenden Aushebungs=Kommiſſioner
Der Vorſitzende teilt mit, daß die für den Aus
hebungsbezirk Eberſtadt gewählten Taxa
toren Chriſtoph Grünig zu Nieder=Ramſtadt un
Johannes Löffler II. in Roßdorf geſtorben ſeien. Ferne=
habe
der als Stellvertreter gewählte Heinrie
Matthes III. in Ober=Ramſtadt gebeten, ihn mit Rückſick
auf ſein Alter von 80 Jahren, von ſeinem Amte zu en
binden. Es werden daher für den Reſt der Wahlperiod
d. i. bis Ende 1912, durch Zuruf gewählt:
als Taxatoren:
1. Peter Breitwieſer in Eberſtadt,
2. Chriſtian Steinmetz III. in Pfungſtadt.
als Stellvertreter:
Gemeinderatsmitglied Auguſt Eis in Ober= Ram=
ſtadt
.
X. Veräußerung von Kreisſtraßengelände.
Der Verkauf von 723 qm Steinlagerplatz an der Straß=
von
Darmſtadt nach Arheilgen zu dem, von dem Kreis
Ausſchuß feſtgeſetzten Betrage wird genehmigt.
Hiermit war die Tagesordnung erſchöpft.
Der Vorſitzende dankt den Anweſenden für ihr Er=
ſcheinen
und ſchließt ſodann die Sitzung.
Der Vorſitzende:
Fev.
Die Urkundsperſonen:
Schmitt.
Müller.
Der Protokollführer:
Stauf.

Das Großh. Miniſterium des Innern hat dem Frankfurter Verein für Luft
ſchiffahrt zu Frankfurt a. M. die Erlaubnis erteilt, 3000 Loſe einer am 26. und 27. Juni
1912 zu veranſtaltenden Verloſung von Gold= und Sibergegenſtänden innerhalb des
Großherzogtums zu vertreiben.
Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
100000 Loſe à 3 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
(11173

Bekanntmachung.

Für die am 17. d. Mts, oder an einem der folgenden Tage, gelegentlich des
Zuverläſſigkeitsflugs am Oberrhein, auf dem Truppenübungsplatz bei Gries=
heim
ſtattfindenden Flugveranſtaltungen wird auf Grund des Art. 65 der Kreis=
und Provinzialordnung folgendes angeordnet:
I.
Alle auf den Trupenübungsplatz fahrenden Wagen, Automobile und Motor=
räder
haben von der Straße Darmſtadt-Griesheim aus die, an der Halteſtelle der
Dampfſtraßenbahn abzweigende Querſtraße einzuſchlagen und von dieſer nach Weſten
in die Hauptlagerſtraße einzubiegen. An der hier durch Tafeln kenntlich gemachten
Stelle hat das Publikum die Fahrzeuge zu verlaſſen und ſich auf den durch Tafeln
kenntlich gemachten Wegen auf die Zuſchauerplätze zu begeben.
II.
Die leeren Automobile haben ſodann durch die Waldſtraße nach der nördlichen
Lagerſtraße abzufahren und an dem für ſie vorgeſehenen Platz Aufſtellung zu nehmen.
Die leeren Wagen haben die Hauptlagerſtraße weiter zu fahren und ſich an
dem für ſie beſtimmten Platz aufzuſtellen.
III.
Die Automobile ſind zur Rückfahrt an ihrem Aufſtellungsplatz (nördliche
Lagerſtraße) zu beſteigen. Die Abfahrt hat von hier aus zu erfolgen, und zwar nur
über die weſtliche Lagerſtraße nach der Straße Griesheim-Darmſtadt.
Die Wagen ſind zur Rückfahrt an ihrem Aufſtellungsplatz (an der Haupt=
lagerſtraße
) zu beſteigen.

Die Anordnung in Abſ. 1 Satz 2 gilt auch für die Wagen.
IV.
Automobile und Motorräder dürfen auf der Querſtraße, den Straßen innerhalb
des Lagers und der weſtlichen Lagerſtraße nur mit einer Stundengeſchwindigkeit
von 15 km fahren.
Die durch gelbe Flaggen mit der Aufſchrift: Deutſcher Zuverläſſigkeitsflug am=
Oberrhein 1912 bezeichneten Automobile der Flugoberleitung, ſowie die mit blauen
Flaggen bezeichneten Automobile der hieſigen Sportleitung ſind überall durchzulaſſen.
Das Gleiche gilt für Krankenautomobile und Krankenwagen.
VI.
Bei den nachmittags zu erwartenden Landungen des Zeppelinluftſchiffs
Viktoria Luiſe dürfen nur die mit Karten für den Tribünen= und erſten Platz ver=
ſehenen
Zuſchauer nach den Landungen an die Landungsſtelle herantreten, und zwar
nur bis zu der von Militär gebildeten Abſperrung.
Bei den Landungen des Luftſchiffs iſt das Rauchen außerhalb der abge=
ſperrten
Zuſchauerplätze ſtreng unterſagt.
VII.
Die Zuſchauer dürfen ſich, abgeſehen von dem unter VI. erwähnten Fall,
unter keinen Umſtänden auf dem Flugplatze außerhalb der abgeſperrten Zu=
ſchauerplätze
aufhalten.
VIII.
Das Publikum wird dringend aufgefordert, die vorſtehenden Anordnungen
zur Verhütung von Unglücksfällen genau zu befolgen.
Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen werden auf Grund des Art. 65
der Kreis= und Provinzialordnung mit Geldſtrafen bis zu 90 Mark beſtraft.
Darmſtadt, 9. Mai 1912.
(11183mf
Großh. Kommandantur.
Großh. Kreisamt Darmſtadt.
von Randow.
Fey.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Taſchenmeſſer mit ſchwarzem Stiel. 1 Schild,
blau, mit weißer Aufſchrift Waſſerleitungsſchäden=Verſicherung‟.
5 Schlüſſel verſchiedener Größe. 1 Paar ſchwarze Damenhandſchuhe.
1 Taſchenrevolver mit Futteral. 1 Paket, enth. 1 Paar alte Schuhe ꝛc.
3 Schlüſſel an einem Ring. 1 Regenſchirm. 1 Damenſchirm. 1 mittel=
großer
Schlüſſel an einem Ring. 1 grünes Damenhandtäſchchen mit
Portemonnaie und einigem Inhalt. 3 Portemonnaies mit Inhalt
Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.
(11202
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Bernhardiner, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde
kkönnen von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
ſelbſt
jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(11195
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Donnerstag, den
16. Mai, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
folgende Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr.,
und Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen Apo=
theken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekannt machung.

Unter Bezugnahme auf § 139d Ziff. 3 und § 139e Abſ. 2 Ziff. 2
der Reichsgewerbeordnung, ſowie der §§ 245 und 247 der Ausfüh=
rungsverordnung
zur Gewerbeordnung beſtimmen wir hiermit, daß
am Mittwoch, den 15. Mai ds. Js. die offenen Verkaufsſtellen für
den geſchäftlichen Verkehr bis 9 Uhr abends offen gehalten werden
dürfen, und daß an dieſem Tage die Beſtimmungen über die Mindeſt=
ruhezeit
und Mittagspauſen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in
offenen Verkaufsſtellen keine Anwendung finden.
(11250
Darmſtadt, den 14. Mai 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Das ſtädtiſche Pfandhaus

bleibt wegen vollſtändiger Lageraufnahme von heute ab bis auf weiteres
nachmittags geſchloſſen.
Darmſtadt, den 7. Mai 1912.
Die ſtädtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul.
(10753a

ut erh. Kinder=Klapp= Wägel=
chen
zu verk. Preis 8 Mark.
Schwanenſtr. 39, II., r. (*12302

Hüloderne Zimmer=Uhr ſpott=
billig
zu verk. Eliſabethen=
ſtraße
44, 1. St., Stb. (*12294

Entfernung der Herbſtzeitloſe.

Die Herbſtzeitloſe findet ſich auf
den Wieſen ſtellenweiſe in größerer
Menge vor. Um die Weiterver=
breitung
dieſer ſchädlichen Pflanze
zu verhüten, fordere ich die Wie=
ſenbeſitzer
auf, die Entfernung der
Herbſtzeitloſen bis zum 20. ds.
Mts. vorzunehmen, andernfalls
dies auf Koſten der Säumigen,
deren Beſtrafung außerdem nach
§ 37 des Feldſtrafgeſetzes veranlaßt
wird, erfolgen muß.
(10705
Darmſtadt, 6. Mai 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 26. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Philipp Adam zu
Nieder=Modau, im Grundbuch der
Gemarkung Darmſtadt zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 149¾/10 286 Hofreite Hein=
heimerſtraße

Nr. 75,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K41/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, den 6. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
Müller. (V11206

6080 Liter

Vollmilch

per Liter 19 Pf. abzugeben.
Gefl. Angebote unter L. 12
an die Exp. erbeten. (11247mfs

Einige Ctr. Saat= und Futter=
Kartoffel zu verkauf. Erbacher=

ſtraße 13, Hths., part. (*12395

Lieferungs=Vergebung.

Die in der Zeit vom 1. Juni bis 31. Oktober 1912 in den
Küchen des Bataillons erforderlichen friſchen Gemüſe ſollen ver=
geben
werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
(Alexanderſtraße) eingeſehen werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: Angebot auf Liefe=
rung
von Küchenbedürfniſſen ſind bis zum 19. ds. Mts., mit=
tags
12 Uhr, an die unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Der Vergebungstermin findet am 20. ds. Mts., 1 Uhr
nachmittags, im Unteroffizier=Speiſeſaal des Bataillons ſtatt.
Darmſtadt, den 13. Mai 1912.
Die Küchenverwaltung
des 1. Bataillons Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115.
von Eickſtedt,
Hauptmann und Vorſtand.
(11156im

Verdingung von Bachreinigungsarbeiten.

Die bei der Reinigung des Winkelbachs von der Lang=
wadener
Brücke bis zur Mündung in den Rhein bei Gernsheim
erforderlichen Räumungs= und Uferbefeſtigungsarbeiten
ſollen durch ſchriftliche Angebote, und zwar:
Los I. von Klein=Rohrheim bis zur Mündung (ca. 3100 m),
Los II. von Langwadener Brücke bis Klein=Rohrheim (6100 m)
vergeben werden.
Die Angebotsvordrucke mit Bedingungen für beide Loſe ſind
von uns gegen Bareinſendung von 1,00 Mk. (nicht in Briefmarken)
zu beziehen. Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Auf=
ſchrift
verſehen bis längſtens
Mittwoch, den 29. Mai 1912, vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen,
woſelbſt auch die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es
können nur Angebote unter Benutzung der Vordrucke ohne Text=
änderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt
ausdrücklich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Darmſtadt, 13. Mai 1912.
(11181mm
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.

Flegel= u. Maſchinendruſch
kauft (311220
Proviantamt Darmſtadt.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 13.

Schachmoleranun
Betriebs= und Verkehrsordnung für den ſtädtiſchen Schlachthof zu Darmſtadt.

(11174

Auf Grund des § 6 der Schlacht= und Fleiſchverkaufs=
ordnung
fur die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom
25. Juli 1907 werden mit Zuſtimmung der Stadtverord=
netenverſammlung
vom 25. April 1912 für die Benutzung
des Schlachthofs und ſeiner Einrichtungen, ſowie der mit
ihm in Betriebsgemeinſchaft ſtehenden, dem Schlachtvieh=
verkehr
dienenden ſtädtiſchen Anlagen und für den Ver=
kehr
in ihnen die nachfolgenden Beſtimmungen erlaſſen.
Allgemeine Beſtimmungen für den Schlachthof und die
Marktanlage.
§ 1.
Aufrechterhaltung der Ordnung.
Die Ordnung im Schlachthof und in den mit dieſem
in Betriebsgemeinſchaft ſtehenden Einrichtungen wird von
dem Schlachthofdirektor und dem Schlachthofverwalter ge=
handhabt
, die hierbei durch das Perſonal des Schlacht=
hofs
, der Fleiſchbeſchau und der Trichinenſchau unterſtützt
werden.
Den Anordnungen der Beamten iſt unweigerlich
Folge zu leiſten.
Beſondere Anordnungen zur Aufrechterhaltung der
Ordnung werden durch Anſchlag bekannt gegegeben. Wenn
nichts anderes ausdrücklich bemerkt wird, treten dieſe An=
ordnungen
drei Tage nach der Bekanntgabe in Kraft.
Bei wiederholter Weigerung, die zur Aufrechterhal=
tung
der Ordnung erlaſſenen Anordnungen zu befolgen,
kann Ausweiſung und Anzeige gemäß § 30 der Schlacht=
und Fleiſchverkaufsordnung ſtattfinden. Beſchwerden
gegen Anordnungen der Beamten ſind ſofort bei dem
Schlachthofdirektor Beſchwerden gegen deſſen Anordnun=
gen
binnen acht Tagen bei dem Oberbürgermeiſter vor=
zubringen
. (S. auch § 25).
Der Perſonen=, Eiſenbahn= Fuhrwerks= und Viehver=
kehr
hat ſich, ſoweit nicht nachſtehend beſondere Beſtim=
mungen
getroffen ſind, nach den durch Anſchläge gegebenen
Weiſungen zu richten.
Störungen der Ordnung und des Verkehrs, insbe=
ſondere
ruheſtörender Lärm und ſonſtiger Unfug, Beläſti=
gungen
Anderer in der Benutzung der Schlachthof= Einrich=
tungen
, Beſchädigungen und Mißbrauch von Geräten und
Inventarſtücken, der Waſſer=, Gas=, Licht= und Dampf=
leitungen
, der Betriebseinrichtungen für den Bahnverkehr,
ſowie ungebührliche Verunreinigungen ſind verboten,
ebenſo das Rauchen in den Betriebsgebäuden und Stal=
lungen
.
§ 2.
Zutritt.
Der Zutritt zum Schlachthof, deſſen einzelnen Be=
triebsgebäuden
und den mit dem Schlachthof in Betriebs=
gemeinſchaft
ſtehenden Einrichtungen iſt allgemein geſtattet:
a. Den dienſtlich erſcheinenden Beamten und Bedien=
ſteten
des Schlachthofs, der Fleiſchbeſchau und Trichinen=
ſchau
, den Gerichts=, Polizei=, Geſundheits= und Veterinär=
polizei
=Behörden ſowie den Beauftragten des Oberbür=
germeiſters
.
b. Den Metzgern und dem ihrem eigenen Geſchäfts=
betrieb
angehörigen Perſonal iſt der Zutritt nur zu den=
jenigen
Betriebsgebäuden und Einrichtungen erlaubt, in
denen ſie auf das Schlachten bezügliche Geſchäfte augen=
blicklich
zu erledigen haben. Das gleiche gilt für Händ=
ler
, Makler, Eigentümer von Schlachtvieh und deren Be=
auftragte
.
c. Den Angehörigen der im Schlachthof wohnenden
Beamten und Bedienſteten iſt der Aufenthalt im Schlacht=
hof
während der Schlachtzeit nur an den vom Schlachthof=
direktor
zugewieſenen Plätzen geſtattet.
d. Allen ſonſtigen Perſonen iſt der Zutritt nur mit
beſonderer Erlaubnis des Schlachthofdirektors oder ſeines
Stellvertreters nach Empfangnahme der Eintrittskarte und
nach Abgabe der Erklärung geſtattet, daß kein Anſpruch
auf Schadenerſatz aus Vorkommniſſen irgend welcher Art
erhoben wird.
Kinder unter 14 Jahren dürfen die Schlachthallen
nicht, den Schlachthof im übrigen nur dann betreten, wenn
ſie ſich in Begleitung erwachſener Perſonen befinden.
§ 3.
Aufenthalt.
Der Aufenthalt im Schlachthofgebiet hat ſich auf die
Dauer der dort zu erledigenden Geſchäfte zu beſchränken.
§. 4.
Fuhrwerke.
a) Zufahrt. Fuhrwerke dürfen bei dem Abbiegen von
und zu der Frankfurter Straße auf dem Wege von und
nach dem Schlachthof und dem Markte, im Schlachthof
ſelbſt, auf der Schlachthofſtraße und auf dem Marktplatz
nur im Schritt gefahren werden.
b) Aufſtellung. Es iſt verboten, Fuhrwerke länger vor
den Betriebsgebäuden ſtehen zu laſſen, als zur Be= und
Entladung notwendig iſt.
Beſpannte Fuhrwerke müſſen von einer erwachſenen
Perſon unmittelbar beaufſichtigt werden.
c) Zugtiere. Das Anbinden von Zugtieren auf den
freien Plätzen, in den Straßen und in den Wagenhallen
iſt nur mit Erlaubnis der Verwaltung geſtattet.
d) Kraftfahrzeuge. Die Benutzung von Kraftfahr=
zeugen
im Schlachthof und im Markt unterliegt beſonderer
von der Verwaltung zu gebender Anweiſung.
§ 5.
Handel mit Fleiſch.
a) Metzger. Der Handel mit Fleiſch und Schlacht=
produkten
iſt im Schlachthof ſelbſt nur den hieſigen Metz=
gern
, unter ſich erlaubt. Metzger, welche das Patent als
nicht ſtändig ſchlachtende Metzger beſitzen, dürfen im
Schlachthof nur die Produkte aus eigener Schlachtung im
Anſchluß an dieſe verwerten.
b) Perſonal. Dem Perſonal des Schlachthofs, der
Fleiſchbeſchau und Trichinenſchau, den Schlächtern, Lohn=
ſchlächtern
, den Gehilfen der Metzger und Händler, den
Lohnfuhrleuten und deren Perſonal iſt der An= und Ver=
kauf
von Schlachtvieh, von Fleiſch, Schlachtprodukten und
Abfällen, ſowie jeder Zwiſchenhandel oder die Beteiligung
an ſolchen innerhalb des Schlachthofgebiets unterſagt.
Den im Schlachthof wohnenden Beamten und Bedien=
ſteten
iſt es mit Genehmigung des Direktors geſtattet,
Fleiſch für ihren Bedarf im Schlachthof zu kaufen.
§ 6.
Schlachtvieh.
a) Zutrieb. Das Einbringen von Schlacht=
vieh
iſt, abgeſehen von den Fällen, in denen eine Not=
ſchlachtung
ſofort vorgenommen werden muß, nur durch
das Tor in der Schlachthofſtraße zuläſſig.
Andere Zugänge dürfen nicht benutzt werden, auch wenn
ſie geöffnet ſind.

Ueber die Zufuhr auf der Eiſenbahn, den Auftrieb
zum Markt oder zum Stall für unverkauftes Vieh ſowie
über den Verkehr zwiſchen dieſen Stellen und dem Schlacht=
hofe
gilt der § 24 der Schlachthofordnung ſowie die Markt=
ordnung
für den Schlachtviehmarkt bei dem Schlachthofe
Darmſtadt.
b) Aufſtellung. Das Anbinden von Schlachtvieh auf
freien Plätzen und den Straßen iſt nur mit Erlaubnis der
Verwaltung geſtattet.
c) Handel. Der Handel mit Vieh iſt nur auf dem
Markte und in dem Stallgebäude für unverkauftes Vieh
geſtattet.
d) Ausländiſches Vieh; Sperrvieh. Die Behandlung
ausländiſchen und des unter polizeilicher Beobachtung
ſtehenden Viehes richtet ſich nach den jeweils gegebenen
veterinärpolizeilichen Beſtimmungen. Dieſe werden durch
Anſchlag an geeigneten Stellen bekannt gemacht.
e) Schweine und Kleinvieh. Schweine und Kleinvieh
ſind alsbald nach der Ankunft in die hierzu beſtimmten
Räume zu verbringen und dürfen von dort erſt nach er=
folgter
Beſichtigung durch den Fleiſchbeſchauer oder einen
Schlachthoſtierarzt nach dem Schlachthof übergeführt
werden.
f) Wartezeit. Die Ueberführung nach dem Schlacht=
hof
darf früheſtens eine Stunde nach dem Eintreffen er=
folgen
.
§ 7.
Hunde.
a) Einfuhrverbot. Das Einbringen von Hunden, die
nicht zum Ziehen benutzt werden, oder nicht geſchlachtet
werden ſollen, iſt verboten.
b) Maulkorbzwang. c) Leinenführung. Zughunde
müſſen mit einem das Beißen verhindernden Maulkorb
verſehen ſein, ſtets an der Leine geführt und für die Dauer
des Aufenthalts im Schlachthof in den Hundeſtällen unter=
gebracht
werden.
d) Verwahrung. Für die gehörige Verwahrung der
Hunde, ſowie für jeden Schaden, den ſie anrichten, iſt der
Eigentümer verantwortlich.
Es iſt verboten, Hunde frei umherlaufen zu laſſen.
e) Biſſige Hunde. Biſſige und leicht reizbare Hunde
dürfen nicht eingeführt werden.
§ 8.
Stallungen.
a) Gebührenpflicht. Die Benutzung aller
Stallungen iſt gebührenpflichtig; ausgenommen von
der Gebührenpflicht iſt die Stallung für die Zugpferde
und die Zughunde hieſiger Metzger.
b) Aufſtellung der Tiere. Großvieh und Pferde ſind
in den Ställen an den vorhandenen Ketten feſtzulegen.
Das Anbinden mit Stricken iſt verboten. Kleinvieh und
Schweine ſind in den Buchten unterzubringen, deren Türen
geſchloſſen zu halten ſind.
Das unbefugte Verſtellen von Vieh, ſowie das Oeff=
nen
der Stalltüren oder Fenſter iſt unterſagt.
c) Verſicherung gegen Brandſchaden. Die Verwal=
tung
verſichert alles eingeſtellte Vieh unter Einſchluß der
Zugtiere und des zum Markt gebrachten Schlachtviehes
gegen Feuersgefahr und es wird im Falle des Brand=
ſchadens
nach Maßgabe der von den Verſicherungsgeſell=
ſchaften
bezahlten Entſchädigungsſummen Erſatz geleiſtet.
Eine Haftung für Unfälle jeder Art der obengenannten
Tiere innerhalb des Schlachthofgebietes übernimmt die
Verwaltung oder die Stadt nicht.
§ 9.
Behandlung des Viehes.
a) Melken der Kühe. Die Verwaltung kann das Mel=
ken
der Kühe anordnen.
b) Fütterungszwang. Alle aufgeſtellten Schlachttiere
werden zu den feſtgeſetzten Futterzeiten von Bedienſteten
des Schlachthofes gefüttert; Ausnahmen werden zugelaſſen,
wenn die Schlachtung innerhalb der nächſten ſechs Stunden
erfolgen ſoll und der Antrag auf Unterlaſſung der Fütte=
rung
eine Stunde vor der Futterzeit bei der Verwaltung
geſtellt worden iſt.
c) Futterabgabe und Fütterung. Die Verwaltung
ſtellt die Futtermittel und übernimmt die Fütterung, beides
gegen Bezahlung. Den Eigentümern oder deren Ver=
tretern
iſt es nicht geſtattet, eigene Futtermittel mitzu=
bringen
und verfüttern zu laſſen.
d) Futterzeiten. Die Futterzeiten werden durch An=
ſchlag
an den Zugängen zu den Ställen bekannt gegeben,
ebenſo die Art und Menge des für ein Stück Vieh zu ver=
abreichenden
Futters.
Anträge auf Abgabe anderer Futtermittel und grö=
ßerer
Mengen ſind bei der Verwaltung vorzubringen; den
Anträgen wird tunlichſt, jedoch nur gegen Vorauszah=
lung
entſprochen.
Den Schlachthofbedienſteten iſt jede ſelbſtändige Ab=
gabe
von Futter und Streu unterſagt.
e) Zurückgelaſſenes Futter. Das im Stalle zurück=
gelaſſene
Futter geht in das Eigentum der Verwaltung
über, ſoweit es nicht für andere gleichzeitig eingeſtellte
Schlachttiere desſelben Beſitzers ſofort verwendbar iſt. Be=
ſchwerden
über ungenügendes Gewicht oder mangelhafte
Beſchaffenheit der Futtermittel ſind ſofort bei der Ver=
waltung
vorzubringen.
§ 10.
Viehtransport.
a) Schweine und Kleinvieh. Der Transport von
Schweinen und Kleinvieh hat auf Wagen oder mittelſt
Strickführung zu geſchehen. Es iſt unterſagt, dieſe Tiere
frei, wenn auch unter Aufſicht, umher laufen zu laſſen.
b) Großvieh. Großvieh muß an Stricken geführt
werden; mehr als zwei Stück dürfen von einer Perſon
nicht gleichzeitig geführt werden.
e) Bullen. Für den Transport von Bullen im
Schlachthof und auf der Marktanlage gelten die Beſtim=
mungen
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung vom
25. Juli 1907, II, § 2, Abſ. 3.
d) Transportwagen. Der für den Großviehtransport
außerhalb des Schlachthofs beſtimmte Wagen wird an
Metzger und Private abgegeben. Die Benutzung des
Wagens iſt gebührenpflichtig. (Siehe Tarif).
Die Hergabe des Wagens kann von der Hinterlegung
einer Geldſumme bis zu zehn Mark abhängig gemacht
werden. Der Entleiher hat vor der Empfangnahme des
Wagens auf der Verwaltung einen Revers zu unterſchrei=
ben
, der die näheren Bedingungen enthält.
§ 11.
Krankes Vieh.
Erkrankt ein Stück Vieh in Abweſenheit des Beſitzers,
ſo kann die ſofortige Tötung und, wenn geſetzlich zuläſſig,

auch die Ausſchlachtung von dem Schlachthofdirektor oder
ſeinem Stellvertreter angeordnet werden. Die Heraus=
gabe
des Schlachtobjekts oder einzelner ſeiner Teile erfölgt
gegen Erſtattung der entſtandenen Koſten.
§ 12.
Verendetes Vieh.
Tot angekommenes, oder nach der Einfuhr verendetes
Vieh wird nach erfolgter tierärzlicher Beſichtigung von
der Verwaltung der Abdeckerei überwieſen. Der Eigen=
tümer
wird telephoniſch oder ſchriftlich benachrichtigt. Er
hat aber keinen Anſpruch darauf, daß das tote Vieh bis
zu ſeiner weiteren Verfügung im Schlachthof verbleibt.
Von der Verwaltung wird jeweils der Tatbeſtand feſt=
geſtellt
. Die Vornahme von Sektionen im Schlachthof iſt
verboten.
§ 13.
Fundſtücke.
a) Behandlung. Gefundene Gegenſtände oder herren=
los
angetroffene Tiere ſind bei der Schlachthofverwaltung
abzuliefern. Leichtverderbliche Gegenſtände werden, wenn
ihre Verwertung tunlich iſt, früheſtens ſechs Stunden nach
der im Schlachthof durch Anſchlag bekannt gemachten Ein=
lieferung
des Fundes meiſtbietend mit unbedingtem Zu=
ſchlag
im Schlachthof verſteigert. In gleicher Weiſe wird
verfahren mit herrenlos angetroffenen Tieren früheſtens
24 Stunden nach der Bekanntgabe durch die Verwaltung.
Dieſe iſt berechtigt, in dringenden Fällen die Notſchlach=
tung
vornehmen zu laſſen.
b) Abgabe. Gegen gehörigen Ausweis können die
Fundſtücke oder der Erlös aus deren Verſteigerung, in
jedem Falle jedoch erſt nach Erſtattung der entſtandenen
Koſten, von dem Eigentümer in Empfang genommen
werden.
c) Erlös. Der Erlös für verwertete Fundſtücke wird
ein Jahr lang zur Verfügung des Empfangsberechtigten
gehalten; nach dieſer Zeit fällt er der Schlachthofkaſſe an=
heim
.
Beſondere Beſtimmungen für den Schlachthof.
§ 14.
Betriebszeit.
Der Schlachthof iſt geöffnet:
I. Für die Benutzung der Schlachträume gemäß § 7
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung vom 25. Juli1907:
a. vom 1. September bis einſchließlich 30. April von 7 Uhr
vormittags bis 6 Uhr abends.
b. vom 1. Mai bis einſchließlich 31. Auguſt von 6 Uhr
vormittags bis 6 Uhr abends.
II. Für den Kühlhausverkehr:
a. vom 16. April bis einſchließlich 31. Auguſt an Werk=
tagen
von 5 Uhr früh ab, an Sonn= und Feier=
tagen
von 59 Uhr früh.
b. vom 1. September bis einſchließlich 31. November an
Werktagen von 6 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 69 Uhr früh.
c. vom 1. Dezember bis einſchließlich 15. Februar an
Werktagen von 7 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 7 bis 9 Uhr früh.
d. vom 15. Februar bis einſchließlich 15. April an
Werktagen von 6 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 6 bis 9 Uhr früh.
III. für die Nachunterſuchung von eingeführtem
friſchem Fleiſch an Sonn= und Feiertagen von 9 bis 10
Uhr früh (Eingangstor iſt Frankfurter Straße).
§ 15.
Zutrieb und Zufuhr von Schlachttieren.
Der Zutrieb und die Zufuhr von Schlachttieren in den
Schlachthof iſt nur für die Dauer der Schlachtzeiten (§ 7
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung vom 25. Juli
1907) geſtattet.
Zu anderen Zeiten eintreffendes Vieh iſt in beſonderen
Ställen einzuſtellen.
§ 16.
Kontrolle des Eintriebs.
Die Einführung von Schlachtvieh in den Schlachthof
iſt erſt nach Abgabe der Quittung über die bezahlten Ge=
bühren
(Abſchnitt des Schlachtſcheins für den Eintrieb)
zuläſſig.
§ 17.
Ausfuhrverbot für eingeführte Tiere.
Zum Schlachten beſtimmte Tiere, welche in den
Schlachthof eingeführt worden ſind, dürfen aus demſelben
nicht mehr lebend fortgebracht werden; ausgenommen ſind
Schlachttiere, die nach § 13 der Schlacht= und Fleiſchver=
kaufsordnung
durch die Fleiſchbeſchau im lebenden Zu=
ſtand
zurückgewieſen worden ſind. Eine Rückvergütung
der Beſchaugebühren findet in dieſem Fall nicht ſtatt.
§ 18.
Benutzung der Wagenhalle.,
Die Fuhrwerke der Metzger ſind in der Reihenfolge
der Ankunft in der Wagenhalle ordnungsgemäß unterzu=
bringen
.
Iſt die Wagenhalle beſetzt, ſo ſind die Fuhrwerke an
beſonders anzuweiſenden Stellen aufzuſtellen.
§ 19.
Fahrräder.
Fahrräder dürfen nicht in die Betriebsgebäude mitge=
nommen
werden.
§ 20.
Schlachthofſtallung.
a) Viehbeſchau vor Eintritt. Vor dem Einbringen des
Schlachtviehes in die Stallungen oder in die Schlacht=
räume
hat der Einführende die Vornahme der Schlacht=
viehbeſchau
zu veranlaſſen; die Beſchauer ſind verpflichtet,
die beſchauten Tiere amtlich zu kennzeichnen.
Die Kennzeichnung beſteht in dem Abdruck des Dienſt=
ſtempels
eines Fleiſchbeſchauers auf den Rücken des Tieres.
Der Einführende hat ſich zu überzeugen, ob das Tier
von dem Fleiſchbeſchauer beſchaut worden iſt.
Das Einbringen unbeſchauten Viehes in die Stal=
lungen
und die Schlachthallen iſt verboten.
§ 21.
b) Kennzeichnung des Viehes. Alles in die Stallun=
gen
des Schlachthofes eingeſtellte Schlachtvieh muß durch
Haarſchnitt oder auf andere Weiſe derart gekennzeichnet
ſein, daß ſich aus dem Zeichen der Eigentümer ermitteln
läßt.
§ 22.
c) Wartezeit vor der Schlachtung. Die Schlachtung des
Viehs darf erſt eine Stunde nach deſſen Eintreffen erfol=
gen
. Ausnahmen ſind zuläſſig bei Schlachtvieh, das direkt

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

von auswärtigen Märkten auf der Eiſenbahn nach dem
Schlachthof gebracht wird, und bei denjenigen Tieren, die
alsbald nach der Ankunft im Schlachthof notgeſchlachtet
werden müſſen.
§ 23.
Schlachthalle.
a) Schlachtſcheine. Sofort nach dem Einbringen der
Tiere in die Schlachthallen ſind die Schlachtſcheine an den
dienſttuenden Fleiſchbeſchauer unaufgefordert abzugeben.
Vor Abgabe der Schlachtſcheine darf mit der Schlach=
tung
nicht begonnen werden.
Die Benutzung von Schlachtſcheinen, die auf einen
anderen Namen als den des Schlachtenden ausgeſtellt ſind,
iſt verboten.
Anträge auf Ueberſchreibung der Scheine auf andere
Namen ſind bei der Verwaltung vorzubringen.
b) das Schlachten. Das Schlachten des Groß= und
Kleinviehs, ſowie der Pferde und Schweine darf nur in
den hierzu beſtimmten Räumen und nur unter Benutzung
der dafür beſtimmten Gegenſtände erfolgen. Das Gleiche
gilt für das Brühen von Schweinen, von Kalbfüßen, Sül=
zen
und dergl.
e) Schlachträume. Die Verteilung der Schlachträume
und die Beſtimmung der Reihenfolge des Schlachtens er=
folgt
durch die hierzu beſtimmten Beamten des Schlacht=
hofs
, deren Anordnungen wegen Aufrechterhaltung der
Ordnung, Ruhe, Reinlichkeit uſw. bei Meidung von Strafe
und Ausweiſung unbedingt Folge zu leiſten iſt.
Montags nach 2 Uhr nachmittags hat ein Metzger
nur Anſpruch auf einen Schlachtplatz. Die Arbeits=
plätze
ſind während der Benutzung rein zu halten. Etwaige
Verunreinigungen ſind durch den Schlachtenden zu be=
ſeitigen
.
d) Geräte. Die von der Verwaltung geſtellten Schlacht=
gerätſchaften
, Karren und dergleichen, ſind nach der Be=
nutzung
zu reinigen und alsbald an den Aufbewahrungs=
ort
zu verbringen.
Sie dürfen nicht beſchädigt und nur zu ſolchen Ver=
richtungen
verwendet werden, zu denen ſie ordnungsgemäß
beſtimmt ſind.
e) Verkehr. Der mittlere Gang in den Schlachthallen
iſt für den Verkehr frei zu halten.
f) Anbinden von Vieh. Das Anbinden von Vieh an
Winden, Säulen und Zapfſtellen uſw. iſt verboten.
8) Abfälle. Die Haare von Kalbsköpfen und Füßen
dürfen nicht in die Brühkeſſel geworfen, die Klauen nicht
an den Rändern der Bottiche ausgeſchlagen werden. Das
Ausſchlagen und Ausſtechen der Rinderklauen darf nicht
in den Hallen und Kutteleien vorgenommen werden,
Darmſtücke, Haare und andere Teile von Schlachttieren
dürfen nicht in die Dunggefäße geworfen werden.
h) Häute. Die Häute ſeuchekranker oder ſeuchever=
dächtiger
Schlachttiere werden bis zur Ablieferung an den
Gerber oder bis zur völligen Trocknung von dem Schlacht=
hofverwalter
in polizeilichen Verwahr genommen.
1) Ordnung. Jeder Schlachtende hat bei ſeinen Ver=
richtungen
im Schlachthof für Aufrechterhaltung der Ord=
nung
und des Friedens, ſowie für Förderung der Ge=
ſchäfte
zu ſorgen. Jeder Meiſter hat hierzu ſeine Geſellen,
Lehrlinge und ſonſtige für ihn arbeitende Perſonen anzu=
halten
. Er haftet für allen Schaden, der durch ſeine Leute
im Schlachthofe, dem ſtädtiſchen Eigentum, zugefügt wird.
k) Waſſerleitung. Die Benutzung der Waſſerleitung
ſteht jedem Schlachtenden nach der Reihenfolge des Ein=
treffens
frei. Schlachtprodukte, ſowie Geſchirre, als Stän=
edr
, Kübel uſw. dürfen unter den Zapfſtellen nicht ſtehen

gelaſſen, ſondern müſſen, ſobald ſie gefüllt ſind, hinweg=
genommen
werden.
1. Licht. Das Anzünden von Licht, die Handhabung
der Beleuchtungs= und Ventilationseinrichtungen, der
Dampf= und Waſſerzuleitungen zu den Brühkeſſeln iſt
lediglich Sache des Schlachthofperſonals, und anderen
Perſonen verboten.
m) Leitungen. Das Behängen der Dampf=, Waſſer=
und Lichtleitungen, ſowie der Fenſterverſchlüſſe und der
Winden mit Gegenſtänden iſt unterſagt.
n) Reinlichkeit. Die Entleerung und Reinigung der
Großviehmägen hat an den dazu beſtimmten Plätzen, die=
jenigen
der Mägen und Gedärme von Kleinvieh und der
Gedärme von Großvieh hat in den Kutteleien zu erfolgen.
Der Inhalt der Großviehmägen darf nicht auf den
Fußboden entleert werden.
Der Magen= und Darminhalt von Kleinvieh und der
Darminhalt von Großvieh iſt in die unter den Arbeits=
tiſchen
ſtehenden Kübel zu entleeren.
Die Harnblaſen der geſchlachteten Tiere ſind unmittel=
bar
in die Abflußrinnen zu entleeren.
o) Abfälle. Es iſt verboten, von anderen Metzgern
zurückgelaſſene Schlachtabfälle aufzuheben und ungewen=
dete
Därme, die auf dem Fußboden gelegen haben, einer
weiteren Bearbeitung zu unterziehen.
p) Räumung der Schlachtſtelle. Nach vollendeter
Schlachtung ſind die Schlacht= und Arbeitsplätze völlig zu
räumen und es ſind, abgeſehen von dem Fleiſch, alle Teile
alsbald aus der Schlachthalle zu entfernen. Im Unter=
laſſungsfalle
iſt die Verwaltung beſugt, die ſofortige
Räumung zu verlangen und dieſe nötigenfalls auf Koſten
und Gefahr des Eigentümers des Schlachtviehs vor=
nehmen
zu laſſen.
Zurückgelaſſene Teile außer dem Fleiſch, namentlich
Schlachtabfälle, gehen in das Eigentum des Schlachthofs
über, und werden zu Gunſten des Schlachthofs tunlich
verwertet. Fleiſch, das über Nacht in den Schlachthallen
hängen bleiben ſoll, iſt derart zu kennzeichnen, daß der
Eigentümer ſofort ermittelt werden kann. Winden,
Hakenrahmen, Laufkatzen müſſen bis 11 Uhr vormittags
verwertet Fleiſch, das über Nacht in den Schlachthallen
räumt ſein. Im Unterlaſſungsfall iſt die Verwaltung be=
fugt
, die ſofortige Räumung zu verlangen und ſie nötigen=
falls
auf Koſten und Gefahr des Eigentümers des
Schlachtviehs vornehmen zu laſſen.
g) Schlachtungen nach Schluß der Schlachtzeit. Für
die Schlachtungen nach Schluß der Schlachtzeit ſind be=
ſondere
Gebühren zu bezahlen. (Siehe Tariſ).
r) Lohnſchlächter. Arbeitshilfe jeglicher Art darf auf
dem Schlachthof nur durch ſolche Perſonen (Lohnſchlächter
uſw.) geleiſtet werd, die nach Benehmen mit der Metzger=
Innung von dem Oberbirgermeiſter zugelaſſen worden
ſind.
Der Oberbürgermeiſter iſt befugt, ſolche Perſonen auf
einen beſtimmten Gebührentarif zu verpflichten.
Der Tarif wird im Einvernehmen mit der Metzger=
Innung und nach Anhörung der Lohnſchlächter pp. feſt=
geſetzt
.
Das Entgelt für Arbeitsleiſtungen muß in barem
Geld gegeben werden. Die ganze oder teilweiſe Aus=
lohnung
durch Ueberlaſſung oder Annahme von Schlacht=
produkten
iſt verboten.
s) Lohnfuhrleute. Für die Lohnfuhrleute und deren
Perſonal gelten die Beſtimmungen des vorſtehenden
Satzes hinſichtlich der Entlohnung für Fuhrleiſtungen.

§ 24.
Bahnverkehr.
a) Bahnſendungen. Alle Bahnſendungen, die übe
das Schlachthofgeleiſe gehen ſollen, ſind der Verwaltun
rechtzeitig vorher anzumelden; ausgenommen ſind di
regelmäßigen Großviehtransporte von den benachbarte
Schlachtviehmärkten.
b) Gebühren. Die Benutzung des Schlachthof
geleiſes iſt gebührenpflichtig. (Siehe Tarif.)
Bei nicht gemeldeten Sendungen kann die Annahm
verweigert werden. Das Entladen der mit Vieh be
ladenen Wagen iſt erſt nach erfolgter Gebührenzahlun
und im Beiſein eines Schlachthofbeamten zuläſſig.
Für den Eingang der Gebühren für die regelmäßiger
Viehſendungen von auswärtigen Märkten haftet zunächſ
der Verlader, und im weiteren der Beſitzer der Tiere.
c) Entladen. Mit Vieh beladene Wagen ſollen übe
Nacht nicht auf dem Schlachthofgeleiſe ſtehen bleiben.
In der Abweſenheit des Empfängers oder in Fäller
der Gefahr, oder zur Verhütung von Tierquälerei iſt die
Verwaltung befugt, eingetroffene Viehwagen zu öffner
und zu entladen, eventuell auch Notſchlachtungen vorzu
nehmen. Sie übernimmt jedoch keine Haftung für die
Folgen dieſer Handlungen. Es iſt verboten, Großviel
nach dem Ausladen frei auf den Rampen laufen zu laſſen
Vor erfolgter amtlicher Beſichtigung iſt das Ent=
fernen
des Viehs von den Rampen verboten.
d) Entladeſtelle. Zur alsbaldigen Schlachtung be=
ſtimmtes
Großvieh hieſiger Metzger iſt auf der Rampe
im Schlachthof auszuladen. Vieh, das nicht alsbald zu
Schlachtung kommen ſoll, ſowie unverkauftes oder aus=
wärtigen
Metzgern gehöriges Vieh muß auf den Rampen
der Marktanlage ausgeladen werden. Metzger, die das
Ausladen ihres Viehs bei den regelmäßigen Sendungen
verſäumen, haben eine Gebühr (ſiehe Tarif) für die Auf=
wendungen
der Verwaltung an die Kaſſe im Schlachthof
zu bezahlen, abgeſehen von der Verpflichtung zur Zah=
kung
des eiſenbahnſeitig angeforderten Wagenſtand=
geldes
.
Das gleiche gilt für die Fälle, in denen die Verwalt=
ung
veranlaßt war, in Abweſenheit des Eigentümers die
Entladung vorzunehmen, oder auf Anſuchen Beihilfe zu
leiſten.
e) Verkehr auf der Schlachthofſtraße. Für die Dauer
des Bahnverkehrs auf der Schlachthofſtraße iſt das Ueber=
ſchreiten
der Gleiſe, das Treiben von Vieh auf der
Straße, ſowie das Befahren der Straße mit beſpannten
Fuhrwerken verboten, es ſei denn, daß die Tiere geführt
werden.
§ 25.
Strafbeſtimmungen.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der
Schlachthof=Ordnung werden auf Antraa der Schlachthof=
Verwaltung oder des Oberbürgermeiſters gemäß § 30
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung beſtraft.
§ 26.
Zeit des Inkrafttretens.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage der Bekannt=
gabe
in Kraft.
Darmſtadt, den 10. Mai 1912.
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Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 15.

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verſchiedenſten Gelegenheiten zu kleiden hat, ſeit ſie ſich derbem engliſchen Stoff die Norfolkbluſe mit Ledergurt den garnierten Taffetjackenkleidern mehr den einfach=
die
feinen Unterſchiede in der Kunſt, ſich anzuziehen, zu= oder irgendeine andere Sportjacke (ſelbſtverſtändlich aus ſtrengen Linien des tailor made=Genres huldigt. Immer=
nutze
zu machen wußte, verſtummen allmählich die Spötter, dem gleichen Stoff wie der Rock) empfohlen, die für hin zählen dieſeſchneidermäßig gearbeiteten Koſtüme
die ſpeziell in internationalen Kurorten und auf der Reiſe wie für Sport durchaus korrekt iſt. Für Bade= und zu den Ausnahmen, da alle die mehr oder minder zier=
Reiſe genug Gelegenheit zu Beobachtungen hatten, die Vergnügungsreiſen aber dürfte, ſpeziell für jüngere lichen Taffetjäckchen, die heute als reizvolle Zugaben den
für die Betreffenden nicht immer ſchmeichelhaft waren. Damen, ein Koſtüm am Platze ſein, wie ein ſolches unſer eleganten Promenaden=, Beſuchs= und Sommerkleidern
Mit der zunehmenden Verfeinerung des Geſchmackes hin= hübſches Modell Nr. 19049 veranſchaulicht. Aus blau= aſſortiert werden mit all ihrem koketten Drum und Dran
ſichtlich des Anzuges weniger gedankenlos und um einen weiß geſtreiftem Alpaka, zeigt das ſchlichte, halbloſe lediglich Produkte weiblicher Geſchicklichkeit und einer

Gbrad anſpruchsvoller geworden, legt man
heute auch auf der Reiſe, weil man gerade
hier von Heim und Geſellſchaft losgelöſt, be=
ſonderen
Wert aufkorrekte, zweckentſprechende
Kleidung, die ſich in gutem Material und
einwandfreier Ausführung offenbaren muß.
Ihre Schlichtheit darf durch keinen mit
Blumen oder Straußfedern geputzten Hut
Eiſ eine Diſſonanz ausklingen, Handſchuhe
und Schuhwerk müſſen tadellos ſein Bei
der Wahl zwiſchen Jackenkoſtüm und Mantel
ſtehen eine Menge von Möglichkeiten offen,
die ſich vor allem der Zweckmäßigkeit
unterordnen müſſen. Für eine Schiffsreiſe
wird beiſpielsweiſe der loſe, röhrenförmige
Mantel immer aus einem wärmenden Flauſch=
oder
engliſchen Stoff beſtehen, während
dieſelbe Form, nur etwas weiter gehalten,
in Alpaka, Gloria, Popeline im Kupee gute
Dienſte tut. Der Wunſch nach einer
leichten Hülle iſt eben hier maßgebend,
und manche anſpruchsvolle Dame dürfte
ſich dadurch verleiten laſſen, für die Reiſe
einen der modernen ſchwarzen oder farbigen
Taffetmäntel zu wählen, die hinſichtlich ihrer
komplizierten, oft ſogar drapierten Machart
ſpeziell für die Promenade und den Bade=
ort
geeignet, für die Bahnfahrt leider recht
wenig praktiſch ſind. Ein ſolcher Mantel
ſoll eben nur Zwecken dienen, bei denen
ſeine Eleganz nicht ſtrapaziert und etwa
durch ein einfaches Reiſehütchen beeinträchtigt
wird, da ein großer oder doch reich garnierter
Hut zu ihm unerläßlich iſt.
Unter den Jackenkoſtümen gelten die
ſchlichten Tailleurs als am allerſchickſten,
die ihre Herkunft aus gutem Hauſe verraten. In den
Modefarben Marineblau und Havanna gibt man ihnen
durch ſparſam verwendete farbige Zutaten, etwa Paspoils,
Vorſtöße oder Knöpfe mit farbigem Rand oder Zentrum,
eine pikante Note, während weniger farbenfreudige Ge=
müter
die neutralen Töne der Covereoats bevorzugen.
Für leichte, praktiſche Koſtüme hat man feingeſtreifte
Alpakas in Schwarz, Marine und Braun mit weißen
Streifen und Seidenbeſatz, zu denen faſt immer Lingerie=
kragen
getragen werden. Die Jackenformen ſind durch=
ſchnittlich
halbloſe, die Röcke fußfrei und ziemlich eng.
Wer ins Gebirge reiſt und ſich nicht ein ſpezielles Reiſe=

Modell Nr. 19049.

Modell Nr. 19050.

Modell Nr. 195.

Jäckchen ſchrägen Schluß, deſſen obere Kante innen mit
Seide gedeckt iſt oder mit einem Lingerierevers überlegt
werden kann, ſo daß ſie nur reversartig nach außen um=
zubiegen
iſt, ſobald etwas mehr Eleganz gewünſcht wird.
Den kragenloſen Halsabſchluß umrahmt ein Stickerei=
kragen
, der kurze Schoß tritt vorn leicht abgerundet aus=
einander
. Dieſes Auseinandertreten der abgerundeten
Kanten wiederholt ſich an der gleichfalls abgerundeten
Tunika des ſchlanken Rockes, dem das ſcheinbar in der
Mitte geſchloſſene Ueberkleid aufgeſteppt iſt. Bei der
Vorliebe für alles, was Seide heißt, und für Taffet ins=
beſondere
, wird man ſelbſtverſtändlich unterwegs auch

tändelnden, eine neue Mode einleitenden
Geſchmacksrichtung ſind. Man trägt dieſe mit
faſt immer hochverlegter Taillenlinie auf=
tretenden
Taffetjäckchen heute nicht nur zu
den Taffetkleidern, ſondern vorzugsweiſe zu
Voile=, ſeltener zu Lingerietoiletten, von deren
zartem Weiß ſich das düſtere Schwarz, wie
die leuchtenden Töne von Rot, Blau, Grün,
in denen man dieſe abſtechenden Jacken gern
hält, reizvoll abheben. Mit dieſer Kombi=
nation
hat die Mode zweifellos einen guten
Griff getan, denn nicht nur Maleraugen
dürften von den bunten Farbflecken entzückt
ſein, die ſich ſo maleriſch mit dem Grün der
Promenaden miſchen. Beſonders hübſch
macht es ſich, wenn die Farbe des Jäckchens
in der Bordüre oder der Garnitur des
Kleides wiederkehrt und Hut und Schirm
ſich zum gleichen Kolorit bekennen. Mit
unſerer Abbildung 19052 veranſchaulichen
wir ein ſolch ſommerliches Kleid aus weißem
Poile, das ſich durch ſeine kornblumenblaue
Empiretaffeljackeals letzteNeuheitpräſentiert.
Mit breiter Paſſe und kragenkos gearbeitet,
zeigt das leicht bluſige Jäckchen die Vorder=
und Rückenteile mit Knöpfen und Rüſchchen
garniert und ſtark verkürzt in den kurzen,
knopfbeſetzten Schoß genommen. Der
bluſige Aermel paßt ſich dem legeren
Charakter des Ganzen harmoniſch an. Die
Verbindung zwiſchen den Farben von
Jacke und Kleid vermittelt die blaue, ge=
ſtlickte
Kante des leicht gereihten Rockes.
Taffet ergab auch das Material zu dem
für wärmere Tage beſtimmten eleganten
Mantel Nr. 19050, der als typiſcher Vertreter
der Gattung Sommermäntel all den Damen willkommen
ſein dürfte, die nach einer leichter, eleganten Hülle
verlangen. Sein mächtiger Reverskragen geht nach hinten
in einen ſchmalen Spachtelkragen über, der ſich längs
über den Oberarm fortſetzt. Den weiten, angeſchnittenen
Aermel hält ein Spitzenaufſchlag zuſammen, durch den
ſeitlichen Schluß drapiert ſich der Mantel in leichte
Ouerfalten, die ſeine pikante Note noch verſtärken. Man
ſieht dieſe großzügigen Formen auch viel in Voile und
Etamine, die gern mit abſtechender Seide unterlegt, mit
Spitzen und Paſſementerie garniert werden.
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Gleichgewichtes bei als die richtige Wahl des
täglichen Getränkes. Im Gegensatz zu den viel-
fach
schädigenden Einflüssen von Kaffee und
Tee steht der Kakao, worin sich die Vorzüge
eines Nahrungs- und Genussmittels aufs glück-
lichste
vereinigen. Als tägliches Morgengetränk
wirkt Kakao stärkend und anregend auf Körper
und Geist und schafft jene anhaltende Erfrischung,
welche die Forderung des Tages erheischt. In
das Leben des Kindes bringt der Kakao, zufolge
seiner Nährkraft, jene Stärkung und Regsamkeit,
die für seine geistige und körperliche Entwick-
lung
von so unschätzbarer Bedeutung sind.
Kakao bewahrt nur dann volles, friechee
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Der Hof des Hchweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
45)

Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Noch ſtand der Kapitän wie betäubt von dem Er=
lebten
.
Brach die Welt in Trümmer? War all das mühſam
Aufgebaute, in langen Jahren Erſtrebte und glühend Be=
gehrte
wie ein Hauch verweht? Was wollte der alte Mann
dort von ihm, ihn erſchlagen?
Und das blonde Weib da, das er liebte, nach dem er
ſich in langen, einſamen Nächten krank geſehnt, das ſprach
von Vergeben, von der Liebe, die nicht aufhört und alles
verzeiht?
Ein Chaos wüſter Gedanken wirbelte durch ſein Hirn.
Er hätte ſich auf den alten Mann, ſeinen Erzfeind, der da
ſo unbewegt und haßerfüllt vor ihm ſtand, ſtürzen und ihn
niederſchlagen können, er war in ſeine Gewalt gegeben,
aber er fühlte inſtinktiv, das durfte nicht ſein. Das hätte
ihn für immer von dem blonden Weibe geerennt, dem
fortan ſein Leben gehörte, gehören mußte.
Umſonſt ſuchte er Klarheit in ſeine Gedanken zu
bringen.
Vergebens ſollte alles geweſen ſein? Seines Groß=
vaters
und ſeines Vaters Ende, und ſein langes, vergeb=
liches
, aufreibendes Suchen, Jahre, lange Jahre hindurch?
Hannſt Du vergeben? mahnte Hallgerdrs Stimme noch
einmal, ſo mie der vergaß, der am Kreuze für uns ſtarbs

Ss wahr u gluſdſt daß auch dir dershet wid, Zu=
wald
Anderſen, verzeihe uns, und laß Frieden zwiſchen
uns ſein.
Nein und tauſendmal nein, ſchrie Ravna Jonſon da=
zwiſchen
. Hört nicht auf das Geſchwätz des törichten Mäd=
chens
, das nicht weiß, wie Haß, wie glühender Haß die
Mannesbruſt zerfleiſcht. Auf zum Kampf, Herr, zum ent=
ſcheidenden
Kampf, wer von uns beiden leben ſoll. Ich
will keine Gnade, ich will kein Verzeihen. Nur frei will ich
ſein von Euch und Euerer Sippe, die ſich an meinen Hof,
an mein Herz, an mein Kind hängt. Folgt mir, wenn Ihr
kein Feigling ſeid.
Ingwald Anderſen hob ſtolz den Kopf. Seine finſteren
Augen flammten in die verdüſterten des alten Mannes,
als er, ſeiner ganzen Geſtalt einen Ruck gebend, ſprach:
Ihr habt es gewollt, Ravna Jonſon. Wohlan, es ſei.
Laßt uns um Hallgerdr kämpfen. Wer ſiegt, dem ſoll ſie
zu eigen ſein.
Mit einem Aufſchrei ſtürzte Hallgerdr auf den Kapitän
zu und umſchlang ihn mit beiden Armen.
Nein, nein, wehrte ſie, das darf nicht ſein. Voll Grauen
würde ich mich von Dir, voll Grauen von dem Vater wen=
den
, wenn einer mir den anderen nähme. Meinetwegen
dürft Ihr nicht kämpfen.
Aber um den Hof, ergänzte der Alte, um den Fluch zu
koſen, ſoll ein Gottesurteil ſprechen.
Vater, ſchrie Hallgerdr verzweifelt, höre auf mich.
Neue Sünde kommt über Dich. Laß den Kampf! Gott wird
uns allen gnädig ſein.

und duß die bechalle duße des Tags an 6
wie ein Dröhnen.
Erſchreckt ſah einer dem anderen in die Augen, aber
ehe ſie einen einzigen Gedanken faſſen konnten, flog die
Tür auf, und Bjarni Petrurſſon ſchob ein bleiches Weib
über die Schwelle.
Da ſtand ſie, Ingwald Anderſens Weib, hochaufgerich=
tet
in der niederen Stube des Widarhofes, und es war,
als ob ſich die Erde hebe und ſenke.
Schwefelhauch verpeſtet die Luft, rief Bjarni mit un=
heimlichem
Drohen. Ein Aſchengewebe, von Flammen
durchglüht, ſah ich ſteigen. Kaum trugen uns unſere Pferde
durch den Aſchenſtaub, die Erde bebt, rettet Euch.
Laßt ſie beben, ſprach Ravna Jonſon. Mag ſie ſelbſt
das Gottesurteil vollſtrecken. Was frage ich danach, wenn,
wie Du meinſt, wirklich Islands jüngſter Tag gekommen.
Wer iſt das Weib, das Du mit Dir führſt durch den Aſchen=
dampf
? Was will ſie mit den hellen, klaren und doch ſo
traurigen Augen im Hofe des Schweigens? Weshalb
ſieht ſie ſo bleich auf den Mann, dem ich Todfeindſchaft
geſchworen?
Hallgerdr blickte voller Entſetzen von einem zum an=
deren
.
Die hohe, vornehme Frauengeſtalt mit dem Meduſen=
haupt
da auf der Schwelle war ihr Schickſal.
Ingwald Anderſen lehnte wie gebrochen, vernichtet an
der Wand.
So blickte nur einer, der alles verloren gibt.

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 19,

Galerde woite ſohget, niſce, eber ſie drache in
Wort über die Lippen.
Bjarni weidete ſich in grauſamer Schadenfreude an
ihrer und Ingwalds Qual. Dann ſagte er höhniſch, die
Augen drohend auf den Kapitän gerichtet:
Fragt ihn doch ſelber, der ſonſt ſo höhniſch auf unſer
einen herabſieht, wie es kommt, daß die Frau hier ſteht
und Rechenſchaft von ihm fordert, Helga Anderſen heißt
ſie. Sie iſt ſein rechtmäßiges Weib, die Mutter ſeines
Kindes, die er verſtoßen will, weil ſein Herz jetzt Hallgerdr
gehört.
Ein Zufall ließ mich die Frau in Reykjavik finden. Sie
ſaß dort den Winter über vom Eis eingeſchloſſen feſt.
Längſt hätte ich ihrem Drängen, ſie ein einziges Mal auf
den Widarhof zu führen, um das Mädchen kennen zu ler=
nen
, das ihr alles geraubt, nachgegeben, wenn die Wege es
erlaubt hätten. Auch heute war es ein Wagſtück. Aber die
Frau dort iſt mutig und unermüdlich. Sie ſcheut keine
Gefahr, und ihre Kraft iſt eiſern. Freilich, das haben wir
uns beide nicht träumen laſſen, daß wir auch den Herrn
Kapitän hier finden würden, ſchloß er höhniſch.
Eine gebieteriſche Handbewegung Helgas ließ ihn ver=
ſtummen
.
Bis jetzt hatte die bleiche Frau noch kein Wort ge=
ſprochen
.
Ihre Augen, die ſo viel geweint und im dunklen Trotz
gezürnt, wanderten von einem zum anderen.
Dort der alte, grauhaarige Mann, den grimmigen Zorn
im Geſicht, ſah aus, als wollte er ſich auf Ingwald An=
derſen
ſtürzen, ihn zu töten, und das blonde Mädchen, das
ſchuld war, daß ihr Kind ſeinen Vater verloren, ſchien ihr
plötzlich, als ſei es geſtorben. Das blühende Geſicht toten=
bleich
, ſtand Hallgerdr mit geſchloſſenen Augen.

Eine wide Frede wuchs in Heines Anſt, ais ſeit
langſam ihre Blicke den Mann trafen, der abwehrend beide
Hände gegen ſie aufhob.
Fürchte Dich nicht, Ingwald Anderſen, ſagte ſie ruhig.
Ich will nichts von Dir. In den langen, einſamen Winter=
tagen
, die ich hier auf Island gefangen ſaß, habe ich gelernt,
mit mir fertig zu werden. Ich bin auf den Widarhof ge=
kommen
, das Weib kennen zu lernen, das mir zum Ver=
hängnis
wurde. Es iſt geſchehen, wenn auch anders, als
ich gedacht, und ich kann nun gehen, Dich erwartete ich nicht
zu ſehen.
Sattelt mein Pferd, rief ſie Bjarni zu, oder ein an=
deres
, wenn dem Braunen die Kräfte verſagen. Noch dieſe
Nacht will ich zurück.
Das wird Euch wohl vergehen, gute Frau, lächelte
Bjarni malitiös. Hört Ihr nicht den Jammerruf, der da
draußen durch die Lande fliegt? Irgend wo hat wieder
einmal ein verfluchter Krater ſein Maul aufgetan, und wir
müſſen froh ſein, wenn er uns nicht auch verſchluckt. Der
Weg iſt nicht mehr frei, durch die Steine und Lavawüſten.
Ihr werdet hier bleiben müſſen auf dem Widarhof. Ich
werde aber ſorgen, daß man für Euch und den ungetreuen
Herrn Gemahl die Gaſtkammer rüſtet, fügte er voll gehei=
mer
Schadenfreude hinzu.
Augenblicklich ſchweigſt Du, herrſchte Hallgerdr den
Knecht an, und ſofort verläßt Du die Stube, was hier ver=
handelt
wird, iſt Herrenſache. Ich will mit der Frau reden,
die Dein niedriger Sinn in dieſes Haus gelockt. Du aber
haſt dabei nichts zu ſchaffen.
Bjarni wollte trotzig ſein Recht geltend machen, aber
Ravna Jonſon warf ihm einen ſo wilden Blick zu, daß
er es für beſſer hielt ſich langſam zurückzuziehen.

Hangerdr wandie ſch leit mſt hobeiſtbeſter Schiede
jetzt der dunklen Frau zu, und ihre Stimme klang feſt
und ernſt:
Nun ſagt Euer Begehr. Wollt Ihr Ingwald Anderſen
verklagen?
Helga Anderſen maß die blonde Isländerin mit einem
ſtolzen Blick.
Ich bin nicht um Ingwald Anderſen gekommen, fon=
dern
um Euretwegen, Ingwald Anderſen ſtarb für mich
in der Stunde, da er mich verriet. Aber äußere Bande
knüpfen mich an ihn, die ich nicht löſen durfte, noch kann,
weil es gilt, meinem Kinde den Vater zu retten.
Hallgerdr taumelte rückwärts. In wirrer Haſt ſtrich
ſie mit der zitternden Hand über das blonde Haar.
So iſt es wahr, fragte ſie, und ihre großen, blaugrü=
nen
Augen wurden ſo kalt und hart wie die Eiſestiefen
der Gletſcher, ſo iſt es wahr, was Bjarni Petrurſſon ver=
meldet
, Ihr habt ein Recht an Ingwald Anderſen?
Sein Weib bin ich, antwortete Helga, ſich höher auf=
richtend
, ſein Weib, und die verſtoßene Mutter ſeines
Knaben.
Hallgerdrs Lippen entrang ſich ein wirrer Schrei. Mit
wirren Augen ſah ſie zu dem Kapitän herüber, der noch
immer an der Wand lehnte und wie betäubt die Augen
geſchloſſen hielt.
Iſt das wahr? rief Hallgerdr, auf ihn zuſtürzend, und
verzweifelt ſeine Hände umklammernd. Iſt es wahr, was
die fremde Frau dort ſagt? Antworte und gib Rechen=
ſchaft
, warum Du ſie und warum Du mich betrogſt?
Antworte, donnerte auch Ravna Jonſons Stimme da=
zwiſchen
. Wenn Dir Dein Leben lieb iſt, Mann, ſo rede
die Wahrheit.
(Fortſetzung folgt.)

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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

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Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Falle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 4. Mai: ein unehel. S. Philipp
Valentin. Am 6.: ein unehel. S. Friedrich. Am 10.: dem
Kaufmann Jſaak Plaut, Eliſabethenſtraße 59, eine
T. Hilde. Am 9.: dem Redakteur Gottlob Wilhelm An=
häuſer
, Saalbauſtr. 60, ein S. Hermann Albrecht. Am
5.: ein unehel. S. Heinrich Friedrich. Am 6.: dem Kell=
ner
Johann Tobias Matr, Eliſabethenſtr. 1, ein S.
Otto Wilhelm. Am 9.: ein unehel. S. Hermann. Am
10.: dem Dachdecker Peter Heß, Gutenbergſtraße 31,
eine T. Suſanna. Am 8.: dem Aushilfsbahnſteigſchaffner
Johann Weber, Roßdörferſtraße 30, eine T. Marie und
eine T. Eva Eliſabethe. Am 12.: dem Kutſcher Peter
Horn, Kiesſtraße 26, ein S. Friedrich Wilhelm. Dem
Fabrikarbeiter Wilhelm Stay, Gervinusſtraße 41, ein
S. Heinrich Wilhelm. Am 8.: dem Fabrikant Ludwig
Oppenheimer, Landwehrſtraße 16, eine T. Hilde. Am
12.: dem Handarbeiter Johannes Brunner, Kiesſtr. 27,
ein S. Hans. Dem Zimmermann Friedrich Stroh,
Neue Ireneſtraße 7, eine T. Elſe.
Aufgebote. Am 9. Mai: Bankbeamter Friedr. Wilh.
Ehrhard, Pfründnerhausſtraße 10, mit Schneiderin
Luiſe Margaretha Reinhardt, Schuſtergaſſe 13. Tief=
bautechniker
Adam Ripper, Georgenſtraße 3, mit Hen=
riette
Auguſte Tilli Unkel, Langen=Brombach F. S.
Landbriefträger Sturmius Traud II., Herbſtein, mit
Dienſtmagd Maria Katharina Zimmermann, hier.
Am 10.: Schneider Chriſtian Wilhelm, ger. Andregs
Buchta, Saalbauſtraße 26, mit Karolina Katharina
Scriba, Oſthofen. Kaufmann Heinrich Louis Carl,
Taunusſtraße 42, mit Luiſe Auguſte Emilie Franziska
Kreis, Neue Ireneſtraße 71. Bahnmeiſter=Diätar Her=
mann
Michael Mölbert, Landwehrſtraße 11, mit Maria
Selzer, Kleeſtadt. Am 11.: Straßenbahnführer Seba=
ſtian
Knieling, Hamburg, mit Anna Luiſe Fiſcher,
Hamburg. Fabrikarbeiter Joſeph Klag, Weinsheim,
mit Dienſtmädchen Anna Kühn, Herrnsheim. Schrei=
ner
Karl Phil. Kyritz, Arheilgen, mit Anna Kath.
Fornoff, Arheilgen.
Eheſchließungen. Am 7. Mai: Kaufmann Wilhelm
Kröh mit Franziska Tiefenböck, beide hier. Am
9.: Landwirt Heinrich Müller in Schaafheim mit Mar=
garete
Krebs in Kleeſtadt. Am 11.: Mühlenbaumon=
teur
Alwin Leuſchner mit Katharina Röhrig, beide
hier. Lackierer Chriſtian Schnepper, hier, mit Katha=
rina
Kiſtinger in Eſchollbrücken. Werkmeiſter= Anwär=
ter
Peter Wölfelſchneider mit Margarete Krämer,
beide hier. Maſchinenbauer Ludwig Göckel mit Luiſe
Büttner, beide hier. Königl. Regierungsbaumeiſter
Wilhelm Schmitz in Winz a. d. R. mit Elſa Zimmer,
hier. Fabrikarbeiter Heinrich Schmidt mit Köchin
Martha Hanke, beide hier. Bürogehilfe Alfred Bie=
dermann
, hier, mit Anna Gödicke in Groß=Leinungen.
Geſtorbene. Am 9. Mai: Palaisinſpektor i. P. Ge=
org
Johann Dochnahl, 82 J., kath., Hochſtraße 7. Am
10.: Rentner, Beigeordnete Konrad Egenolf, 57 J.,
freireligiös. Kahlertſtraße 6. Verſicherungsinſpektor
Nathan Simon, 37 J., iſr., Gardiſtenſtraße 18. Eliſa=
beth
Theis, T. des Hausdieners, 9 Mte., ev., Mühl=
ſtraße
25. Am 11.: Eliſabeth Gerbig, geb. Gräber,
Wwe. des Taglöhners, 69 J., ev., Kirchſtraße 10. Sticke=
rin
Anna Dorothea Noll, 55 J., ev., Wenckſtraße 28.
Am 12.: Näherin Johanna Baum, 54 J., ev., Ger=
vinusſtraße
47. Hausburſche Philipp Menſch, 18 J.,
kath., Ballonplatz 11. Am 13.: Privatin Eliſabeth Geil=
fus
, 79 J., ev., Lauteſchlägerſtraße 24. Eliſabeth Falter,
T. des Metzgermeiſters, 9 Mte., ev., Kirchſtraße 2. Am
2.: Gaſtwirt Michael Roth, 63 J., ev., Roßdörfer=
ſtraße
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Evangeliſche Gemeinden.
Donnerstag, den 16. Mai
Chriſti Himmelfahrt
Hofkirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Nachm. um 3 Uhr: Vesper.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
Kleberger.
Ailttärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Liedtcke.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Kollekte für den Kirchenfonds.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags um 10 Uhr: Jahres=
miſſionsfeſt
der Starkenburger lutheriſchen Konferenz:
Miſſionsdirektor D. Paul von Leipzig. Nachmittags
um 3 Uhr: Nachfeier im Stiftsgarten.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Mittwoch, den 15. Mai, nachmit=
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um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 16. Mai 1912
Chriſti Himmelfahrt
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachmit=
tags
um 3 Uhr: Vesper. Freitag und Samstag,
abends um 8 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Donnerstag, vor=
mittags
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um
4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim. Abends um
6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Donnerstag, vormit=
tags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Mittwoch, den 15. Mai, nach=
mittags
um 3 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 16. Mai 1912
Chriſti Himmelfahrt
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um 9 Uhr: Hochamt und Generalkommunion der Erſt=
kommunikanten
. Nachmittags um 2 Uhr: Vesper.
Freitag, nachmittags um 5½ Uhr: Maiandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Mittwoch, den
15. Mai, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Donnerstag, den 16. Mai 1912
Chriſti Himmelfahrt
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Feierliche Vesper.
Kapelle zu Eberſtadt: Mittwoch, den 15. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Donnerstaß, den 16. Mai 1912
Chriſti Himmelfahrt
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. Um 9 Uhr: Aller=

heiligenlitanei. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predig
Nachmittags um ½2 Uhr: Feierliche Vesper. Fre
tag und Samstag, vorm. um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: Donnerstag, den 16. M.
(Chriſti Himmelfahrt), vormittags um 7 Uh=
Beichtgelegenheit. Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.

Gewinnanszug
der
226. Königlich Preußiſchen Klaſſenlatterie.
5. Klaſſe. 3. Ziehungstag. 13. Mai 1912.

ant iede gepogen vummer ſind zwet gleich hehe Gewime
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. B.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 10000 Mk. 97030 98853
8 Gewinne zu 5000 Mk. 55603 135905 137034 187306
72 Gewinne zu 3000 Mk. 12609 13365 35631 37102
37462 37812 50687 62279 76081 85940 87547 90101
91500 91666 93218 93869 102336 104453 115268
125352 125974 129665 130133 141475 149674 152554
156390 156669 160396 161557 167011 167466 170176
183696 183923 186074
102 Gewinne zu 1000 Mk. 1042 4060 7034 16721
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[ ][  ][ ]

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114.

für Damen und Herren

sind unübertrefflich in Passform, Qualität und Eleganz
Unsere Schaufenster zeigen gegenwärtig 30 verschiedene Ausführungen. : Man verlange Katalog.

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17. Mai und folgende Tage. (11204
Näheres auf den Plakaten.

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Donnerstag, den 16. Mai, Himmelfahrt
Morgenſpaziergang mit Muſik
nach der
Bismarcks-Eiche.
Abmarſch 7 Uhr vom Vereinslokal, Dieburgerſtraße 26. Hierzu
laden wir unſere Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins freund=
lichſt
ein.
(1257
Der Vorstand.

Gesanzverein liederkranz
Donnerstag, den 16. Mai, Himmelfahrttag
Familienaustlug mit Musik
nach dem
Paul Trinkglastempel
Abmarſch vormittags 7 Uhr vom ſtädt. Schwimmbad.
Gäſte willkommen. (11255
Für Speiſe und Getränke iſt beſtens geſorgt.
Der Vorstand.

Gesangverein Langerlust‟
Inhaber der Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft.
HE
Himmelfahrtstag
Familienſpaziergang mit Tanz
nach Gber=Ramſtadt.
Einkehr im Schützenhof Abmarſch 2 Uhr vom Kapellplatz, bei
ſchlechtem Wetter Abfahrt 2 Roſenhöhe.
(11205
Hierzu ladet, freundlichſt ein=
Der Vorſtand.

Einladung zu einer Rhein.
fahrt am 2. Pfingſttage
Der Geſangverein Germania Ober=Ramſtadt unternimmt
am 2. Pfingſttag eine Rheinfahrt von Mainz nach Boppard und
zurück per Extra=Dampfer mit Muſik. Der Fahrpreis beträgt unge=
fähr
4 Mark für Hin= und Rückfahrt (Bahn miteinbegriffen). Zu
dieſer Fahrt ſind noch einige Karten zu vergeben. Reflektanten
wenden ſich gefälligſt an den Vorſtand des Geſangvereins=Germania
Ober=Ramſtadt.
(11263mf
NB. In Darmſtadt ſind Schiffskarten zum Preiſe von 2,20 Mk.
in der Muſikalienhandlung von Chriſtian Arnold, Ernſt= Ludwig=
ſtraße
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kannt
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u. neue friſche Säfte bildet. Ich
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Pfungſtadt, Eberſtädterſtraße.

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Kranichſteinerſtraße 60. (10999sid

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Donnerstag, 16. Mai 1912:
Himmelfahrt=Ausſtag nach Nieder=Ramſtadt.

Abmarſch 2½ Uhr vom Kapellplatz.
Einkehr bei Gaſtwirt Knapp.
Der Vorstand.

Himmelfahrttag
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24. Mai, ausgeführt von der ganzen Kapelle des Art.=
Regts. Nr. 61, unt. perſönl.
Leitung ihres Muſikmeiſters Ill. Weber.
Näheres durch Inſerate und Plakate.
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Himmelfahrttag 5 Uhr früh geöffnet.
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Königinsuppe Stangenspargel sauce Hollandaise
Schinken und Zunge Roastbeef mit Salat u. Kompott
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Vanille-Eis.
Verherige Anmeldung erwünscht. Telefos Nr. 286 Amt Rberstadt.

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 29.

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ist Kaiserbier im Gerstensaft.
Verlangen Sie ausdrücklich Kaisers Flaschenbiere‟.
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Viktorisstrasse 58.

Telephon 129.
(11179as

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beseseseegessssessseessseseeeeeeeee

ir machen unsere Mit-
glieder
, wie auch alle
anderen hiesig. Handel-
und Gewerbetreibenden
darauf aufmerksam, dass von
dem Grossh. Polizeiamt auf
unsere Vorstellung hin
der Verkauf am Mittwoch, den
15. ds., abends wie an Samstagen
genehmigt wurde.
Der Vorstand.
11268

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Donnerstag (Himmelfahrttag)

abends 8 Uhr

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Konzert

Kapelle des Garde-Dragoner-Regiments
Leitung: Herr Muſikmeiſter Mittelstädt.

Ludwigshöhe.
Morgen Donnerstag (Chriſti Himmelfahrt)
Früh=Konzert
5 Uhr
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde=Regts.
Dirigent: Obermuſikmeiſter Hauske.
Als Einleitung: Feſtchoral vom Ausſichtsturm. (B11274
Nachmittags 4 Uhr
Militär-Festkonzert
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obiger Kapelle mit beſonders gewähltem Programm.
Eintritt 25 Pfg.
Eintritt 25 Pfg.

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zwischen Ober- und Nieder-Ramstadt, direkt am Wald
Am Himmelfahrttag von 58 Uhr vormittags
und von 4 Uhr nachmittags
Grosses Konzert.
Für Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt. Zum Beſuche
ladet ergebenſt ein.
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Heinrich Schanz.

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Himmelfahrttag
große Tanzmuſik
wozu freundlichſt einladet (*12350
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Lungen, Leber, Herzen ꝛc.,
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Schuſtergaſſe 19.
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Sonnenblenden u. Kompas, iſt für
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poliert
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in der Exped.
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kaufen
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einzutauſchen
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Kriegerverein Darmſtadt.
Frühjahrs=Waldſpaziergang
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Sonntag, den 19. d. Mts.
Zuſammenkunft nachmittags 2½ Uhr am Ausgang
der Roßdörferſtraße, von hier nach dem Botaniſchen
Garten, Glasberg, Bernhardsbrunnen pp., ſodann
Einkehr auf dem Heiligenkreuz; daſelbſt gemütliches
Zuſammenſein mit Tanz.
Unſere Mitglieder nebſt ihren Familienangehörigen werden zu
recht zahlreicher Beteiligung kameradſchaftlichſt erſucht.
Der Vorſtand des Kriegervereins Darmſtadt.
Anm. Wir machen unſere Mitglieder nochmals auf die um=
gehende
Anmeldung zur Kpffhäuſerfahrt aufmerkſam.
(11216

Musiksverent.
Die Probe zur IX. Sinfonie fällt Mitt=
woch
, 15. Mai, aus und findet erſt
Freitag, 17. Mai, abends halb 9 Uhr,
in Meenet ſit.
(11182

Der Vorstand.

Heues Schlesshaus Restadrant

Am Flugtage
von morgens 5 Uhr ab geöffnet;
empfehlen
(*12325
Kaffee, frisches Gebäck usw.
Zum Flugplatze 15 Minuten.

Konzert-, Variété- u. Theatersaal Perkeo.
Monat Mai täglich abends 8 Uhr
Willy Engers Variété= Programm
und Eölner Burlesken

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Fahrplan für den Flugtag am 17. Mai 1912.

(11033)

[ ][  ][ ]

Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Nummer 114

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Löwenbräu-München.
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750 915 1005 1187 110 350 50 etc.
Ab Messel: 119 320 521 64

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luftiger Aufenthalt.
Ab Mittwoch neues Programm
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von Mittwoch, den 15. Mai
Neuer Splelplan bis Freitag, den 17. Mai
2Wischen.
2 Aerzeh!
Dramatischer Ehe-Konflikt in 3 Akten.

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der Künstlerwelt
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von nachmittags 4 Uhr ab:
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Himmelfahrttag
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an die Exped. ds. Bl.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
15. Mai, von 121 Uhr mit=
ags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. Defiliermarſch (Regt. Nr. 108)
von Fleſchner. 2. Ouverture zur
Operette Die ſchöne Galathé‟
von Suppé. 3. a) Liebestanz aus
der Operette Madame Sherry
von Hoſchna; b) L'amour qui
rit von Chriſtiné. 4. Bei uns
3 Haus Walzer von Strauß.
5. The Mikado Selection von
Sullivan. 6. Trot de Cavalerie‟
von Rubinſtein.

Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, 15. Mai.
175. Abonnem.=Vorſtellung. D 44.
Der Kuhreigen.
Muſikal. Schauſpiel in 3 Aufzügen
von W. Kienzl.
Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Spielleitung: Oberregiſſ. Valdek.
Perſonen:
Der König . . Hr. Stephani
Marg. Maſſimelle
de la Réole de
Courtroy . . . Hr. Hoff
Blanchefleur, ſeine
Gattin . . . . Frl. Geyersbach

Der Kanzler . . Hr. Klotz
Kapitän Brayole Hr. Bernhardt
Marquis Chézy . Hr. Hartmann
Cleo, Hofdame . Frl. Howard
Primus Thaller,
Unteroffizier . . Hr. Becker
Durſel, Unteroff. Hr. Riechmann
Erſter Schwei= Hr. Lang
Zweiter) zer Hr. Dobski
Favart, Unteroff.
der Chaſſeure . Hr. Semper
Erſter 1 Chaſ= Hr. Jahn
Zweiter) ſeur Hr. Geibel
Doris, Tochter d.
Kantineurs i. d.
Kaſ. St. Honoré Frl. Schaub
Der Zeremonien=
meiſter
d. Königs Hr. Jachtmann
Ein Offizier . . Hr. Hartmann
Eine Ordonnanz Hr. Waigandt
Chanteclair, Kam=
merdien
. d. Königs Hr. Jungmann
Jourdan) Sans= Hr. Jahn
Duval cu= Hr. Kräger
Epiſſier 1 lotten Hr. Salomon
Cartouche, Kom=
miſſär
d. Revol. Hr. Kroczak
Eine Ordonnanz
der Revolutions=
Armee
Hr. Bernhardt
Marion
Frl. Röſe
Ein betr. Sans=
culotte

. Hr. Klotz
Ein Sansculotte Hr. Geibel
Ein Lakai
Hr. Kroczak
Nach d. 1. u. 2. Aufz. je läng. Pauſe.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremden=
loge
6 Mk., Balkonloge 5 Mk.,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.13. Reihe)
4 Mk., (14.20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfa.
Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr.
Kartenverk. 111 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 16. Mai. (Keine
Vorſtellung.)
Freitag, 17. Mai. Auß. Abonn.
Vorſtellung zu Abonnements=
Preiſen. Zum Beſten des Hof=
theater
= und Hofmuſik= Penſions=
fonds
unter Mitwirkung des Hrn.
Erik Wirl vom Opernhaus in
Frankfurt a. Main. Prima-
Ballerina.: Operette von Dr.
Otto Schwartz. Rudolf von
Strehlen . . Hr. Wirl. Anfang
7 Uhr. (Bergl. beſond. Anzeige.)
Sonntag, 19. Mai. Auß. Ab.
Vorſtellung zu ermäß. Preiſen.
Grigri. Anfang 7 Uhr. (Vgl.
beſondere Anzeige.)
Dienstag, 21. Mai. 176. Ab.=V.
B 44. Carmen. Gr. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Am Himmelfahrttag bleibt die
Tageskaſſe geſchloſſen.

schönste, beste und grös te Licht-
bildbühne
Darmstadts.

Ab Mittwoch, 15. Mat,
(3 Tage)
Hauptſchlager
in den Krallen
E
der Wücher er
eine reiche, ſtarkbewegte
Handlung, die bei vorzüg=
lich
. Spiel eine tiefgehende
Wirkung ausüben wird
Vorführungsdauer 1 Stunde
Eine Fahrt mit dem
Zeppelin-
Luftschiff Schwaben
Die Zuſchauer werden in
die Wirklichkeit verſetzt, eine
d. hochintereſſanten Fahrten
mitzumachen u. dies vom
Aufſtieg aus der Halle bis
zum Abſtieg in die Halle
hochintereſſant
Sauls Tod
nach der heiligen Schrift
in Szene geſetzt
Moritz als Fechter
gelungener Humor
Ein Ausflug
ins Gebirge
herrliche Naturaufnahme
Eifersüchtig
ergötzlicher Humor
Die Insel Marken
herrliche Naturaufnahme

Hörbare Ohrfeigen

guter Humor.
(*12361

Schiffsbericht.

Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady, Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer Amerika 11. Mai 8 Uhr
15 Min. abends in New=York.
Dampfer Argaonia‟, 10. Mai 9 Uhr
45 Minuten morgens von New=
orleans
nach Hamburg
Dampfer Barcelona 11. Mai
8 Uhr morgens in Philadelphia.
Dampfer Batavia‟, 11. Mai
4 Uhr nachmittags von New=
York direkt nach Hamburg.
Dampfer Bulgaria‟, 11. Mai
5 Uhr nachmittags von Balti=
more
nach Hamburg.
Dampfer Kaiſerin Auguſte Vik=
toria
von New=York kommend,
11. Mai 12 Uhr nachts in Ham=
burg
.
Dampfer Köln 9. Mai 12 Uhr
nachts in Quebec.
Dampfer Moltke, von Genua und
Neapel nach New=York, 11. Mai
7 Uhr abends von Palermo.
Dampfer Prinz Adalbert von
Philadelphia kommend, 11. Mai
5 Uhr 30 Min. nachmittags in
Hamburg.
Dampfer Cleveland zweite Welt=
reiſe
, 12. Mai in Neapel.
Vergnügungsdampfer Meteor
fünfte Mittelmeerfahrt, 12. Mai
3 Uhr morgens in Funchal.

Woog, am 14 Mai 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,80 m.
Luftwärme 14 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 17½ C.
Re.

[ ][  ][ ]

Nummer 114.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 31.

pflegen erfahrene Herren nicht ohne
Seine SchachtelWybert-Tabletten
zu gehen. Wer zu Erkältung neigt,
hat kein besseres Mittel, um Husten
gund Heiserkeit, die durch die An-
strengung
der Stimme meist noch
befördert wird, rasch und gründlich zu vertreiben. Die
Schachtel mit nahezu 400 Tabletten kostet in allen
Apotheken u. Drogerien nur 1 Mark. Niederlagen in
Darmstadt: in sämtl. Apotheken; Drogerie von
Fr. Beckenhaub, Kirchstr. 27; Drogerie G. Liebig & Co.,
Luisenstr. 4; Martins-Drogerie, Pankratiusstrasse 41;
Drogerie Chr. Schwinn, Rheinstrasse 8; Drogerie
C. Watzinger, Wilhelminenstrasse 11; Zentral-Drogerie,
(2304Mf
Elisabethenstrasse 30.

Landwirtſchaftliches.

Kurzer Getreide=Wochenbericht
da Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 7. bis 13. Mai.
Der Getreidemarkt blickt zur Zeit mit großer Spann=
ung
auf die Ausſichten der Getreideernte in den verſchie=
denen
Ländern. Auch die Preisbildung der letzten Woche
war mehr oder weniger von den Nachrichten über den
Saatenſtand beeinflußt. Der amtliche Saatenſtandsbericht
der Vereinigten Staaten lautete für den 1. Mai wider
Erwarten wenig ungünſtiger als für den 1. April: 79,7

gegen 300, doch betrtug die Prozentſchäzung am 1. Mal=
vorigen
Jahres 86,1. Aus Argentinien wird gemeldet,
daß in den Weizengebieten die Witterung für die Feld=
arbeiten
allgemein günſtig ſei und daß dieſelben gute
Fortſchritte machten, doch ſei das warme und regneriſche
Wetter für das Einbringen der Maisernte im allgemeinen
ungünſtig. Der deutſche Markt ſtand noch unter dem
Eindruck der ungünſtigen amtlichen Berichte über den
Saatenſtand von Anfang Mai; doch iſt nicht zu verkennen,
daß ſich in den letzten Tagen ſowohl durch die nieder=
gegangenen
Regenmengen, wie durch die eingetretene
Wärme der Stand der Saaten in weiten Gebieten Deutſch=
lands
weſentlich verbeſſert hat. Nur der Nordoſten, wie
Oſt= und Weſtpreußen, Pommern, Teile von Poſen,
Brandenburg und Mecklenburg, ſcheinen noch ſehr unter
der Ungunſt der Witterung zu leiden. Immerhin mag es
ein gewiſſer Troſt ſein, daß die Weizennote für ganz
Deutſchland zu Anfang Mai dieſes Jahres mit 2,5 noch
etwas beſſer lautet, als die Weizennote zu Mitte Mai des
vorigen Jahres mit 2,6 und daß auch die Roggennote zu
Anfang Mai dieſes Jahres mit 2,6 noch günſtiger war
als die Roggennote von Mitte Mai vorigen Jahres
mit 2,8. Trotz dieſer noch ſchlechteren Noten hatte
Deutſchland im Vorjahre mit Ausnahme von Hafer eine
gute Getreideernte, ſowohl in quantitativer, wie auch in
qualitativer Hinſicht. Der bedenklichſte Punkt bleibt des=
halb
der außergewöhnlich ungünſtige Zuſtand der Wie=
ſen
, Weiden und Futterſchläge. Was dieſe anbetrifft, ſo
waren die Begutachtungsnoten für Kleekund Wieſen zu
Anfang Mai dieſes Jahres noch viel ſchlechter als Mitte
Mai vorigen Jahres. Angeſichts der vielfach ſtattgefun=
denen
Niederſchläge hat die Feſtigkeit des Getreide=

martes in den meſen Vörſenplätzen eiwas nachzelaſen,
ſowohl für prompte Ware, als auch für Lieferung Mai,
Juli und September.

Hafer
Roggen
Weizen
)201
Königsberg. . 228 ( 1 ) 191
201
194½
.229
Danzig .
196
.230 (
202
Stettin
197
.228
191
Poſen
198
226
191
Breslau .
202
214
.231
Berlin
200
214
Magdeburg . 228
)201
215
.230
Halle
222.
202
.232
Leipzig
199
216
.228
Dresden
203
194
.226
Roſtock
216
204
.240
Hamburg
220
208
Hannover .230
5 ) 220
215
Düſſeldorf . . 242
225
212½
Frankfurt a. M. 242½
215
)225
Mannheim . . 250
215
)230
Straßburg . . 245
225
) 228
München . .250

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 231,50 ( 2,25),
2,85), Liverpool
Sept. 208 ( 2,75), Peſt Mai 198,50
Mai 176,55 ( 3,50), Paris Mai 248,90 (2), Chicago
Mai 182,45 (P2,90), Roggen: Berlin Mai 202 ( 1),
Sept. 179,75 (1,50), Hafer: Berlin Mai 203,25 (0,50),
Sept. 178,25 (0,50). Futtergerſte frei Hamburg un=
verzollt
ſchwim. 171,50 ( 1), Mai 168,75 ( 2,25), Mais:
Donau fällig 150 (), La Plata April=Mai 128,50
(* 1,50), Mai=Juni 122,50 (1) Mark.

Margarine

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in allen einschlägigen Geschäften

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Van den Bergh’s Margarine-Ges.
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Nummer 114,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Mai 1912.

Seite 35.

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Alſo, nu is ſtill=, ſach= un fachgemäß un ohne groß
Gedees un Fiſſemadente unſer neier Bahnhof in Bedrieb
genumme worrn un die Bierdiſchtheoredicker, die ſo oft
un in ſo erhitzte Unnerhaltunge dene Eiſebahfachleit aus=
enanner
geſetzt hawwe, wie ſo e Bahnhof brackdiſch un
zweckmäßig gebaut mißt werrn, kumme naach un naach
zum Schweige, indem daß ſe ſich im Laaf der letzte Dage
un ganz beſunners am vorletzte Sunndag devo iwwerzeige
konnte, daß mer den ganze Bahnhofsverkehr ſchlechter=
dings
net beſſer un aach bekwehmer regele kann. Ja ich
glaab, Bauern mit ſo dicke Kadoffel gibt’s garnet, die
wo ſich do unne net zurecht finne kenne.
Heß hott mer, wie geſagt, am vorletzte Sunndag be=
gagabbele
kenne. Wann mer aach zugewe wolle, daß
ſehr viele ſich der Neigierde halwer for en Zehner drinn
erum gedrickt hawwe, ſo war doch der Duhriſte= un
Fremdevakehre ganz enormer un ſoviel wenigſtens ich
beobachte konnt is aach net e aanziger Raſender, ſelbſt
im engſte Gedräng un mit em dickſte Ruckſack zwiſche ere
Dier ſtecke gebliwwe. Un deß will ſchun was haaße,
indem manche Duhriſte bei de beſcheidenſte Bergſtroß=
odder
Odewaldduhr ausricke, als wollte ſe e Erbeditzion
an de Siedbohl unnernemme un hette ihrn ganze Bro=
viand
im Ruckſack.
No un hott ſich ſchun de moriend der Verkehr
ganz glatt abgewickelt, wo zwar die Ruckſäck voll un die
Kebb leer warn, ſo is de awend aach kaaner dood gedrete
worn, obgleich zwiſche de Ruckſäck un de Kebb des um=
gekehrte
Verhältnis eigetrete war. Ja, wie ich de Awend
dorch des Lichtermeer geſchridde bin, do is mer deß Herz
uffgange wie e Krebbel un ſtolz hab ich iwwer mich ſel=
wert
geſagt: do hoſt du aach Daal dro, do hoſt de aach
dei Scherflein dezu beige,ſteiert un die ſpetere Geſchlech=
ter
, die wo doch eigentlich de Nutze devo hawwe, die miſſe
gach dir dankbar ſei, iwwerhaubt un ſo.
Korz un gut, mit unſerem neie Bahnhof ſin mer groß=
ſtädtiſch
worn iwwer Nacht; un ſin die gute alte Darm=
ſtädter
ſchun frieher mit beſunnerer Vorlieb die Rhein=
ſtroß
enunner gegondelt nooch em Bahnhof, ſo werrn ſe
deß jetzt noch viel liewer dhu, dann es is werklich e
iwwerwältigender Ablick, ſo vun owwe runner uff des
uaſende Gewimmel zu gucke.
Wie geſagt, die Umſtatzionierung hott ſich mit be=
Münnernswerder Eifachheit vollzoge. Doherngege kann
ſich die Elektriſch, die zu ere Heſſiſche Eiſebahn=Aktien=
Geſellſchaft enuff awangſiert is, noch net ſo leicht mit de

neie Verhälnuſſe befreunde, un die Zeitunge ſtroßze nor
ſo vun Eigeſandts iwwer ſchreiende Mißſtend.
Allerdings ſchee war deß grad net, wie mer am vor=
letzte
Sunndag awend um dreivertel uff Zwelf alkumme ſin
un mußte e vertel Stund uff en Wage worte. Awwer
mir hawwe gewort, geduldig wie deß eme wohlerzogene
Zukunftsgroßſtädter zukimmt, un worn froh, wie mer
endlich geſeſſe hawwe odder wenigſtens e Stehplätzche
erowert hatte. Unſer Geduld is awwer uffe hart Prob
geſtellt worrn, wie mer gemaant hawwe, mir dhete gleich
abfohrn, un mußte uns vun dem Kondukdehr ſage loſſe,
daß mer noch emol e vertel Stund worte müßte uff den
Frankforter Zug, der um vertel uff Aans uff de Bildfläch
erſcheint. Der bekannte Storm der Entriſtung der wo
uff ſo Gelegenheite immer grad warte dhut, is do nadier=
lich
ſofort ausgebroche un hot wie en Daifun alles in
ſein Strudel gezoge, mit Ausnahm vun mir un dem
Kondukdehr, der ſich ſelbſt dorch des kräftigſte Fui
net aus ſeine Ruh bringe hott loſſe un nor immer kalt=
lächelnd
mit de Achſele gezuckt hott.
Derjenige Daal vum Bublikum, der wo ſich ver=
ninftigerweis
geſagt hott: mir hawwe jetzt emol bezahlt
un wolle aach fahrn, is ſitze gebliwwe un hott ferchter=
lich
geſcholle un derjenige Daal vum Bublikum der ſich
awwer net mer beherrſche konnt, is ausgeſtiege un
hott ferchterlich geſcholle. Un es war gut, daß ſe ausge=
ſtige
ſin, dann ich hett werklich net gewißt, wo ſich de Leit,
die dann noch mit dem Frankforter Zug kumme ſin, hin=
ſetze
hette ſolle.
Deß ſin nu allerdings kaa großſtädtiſche Zuſtend.
Schließlich kann mer awwer vun de Heag net verlange,
daß ſe ſich vun heit uff morie an den Bedrieb gewöhnt, un
mer ſin ihr iwwerhaubt zu Dank verflicht, daß ſe iwwer=
haubt
noch fehrt. Wos wolle mer dann mache, wann
ſe de Bedrieb um 10 Uhr ſchließt, dann miſſe mer halt
gach laafe.
Ja, wie die Elektriſch noch ſtädtiſch war, do hatt’s
Zweck un Wert, wann mer geſcholle hott un hott Eige=
ſandte
in die Zeitunge ricke loſſe wann’s gach mehr=
ſtendaals
nir geholfe hott. Awwer mer war doch als
Steierzahler dazu berechtigt, indem daß mer gewiſſer=
maße
Daal dro hatt. Deß is awwer heit annerſt,
unſer Daal, wo mer dra hatte, is zuſammegeſchrumbelt
wie e Gummibleesche, un jetzt hawwe mer eifach Order,
zu bariern.
Deßdewege kann ich aach abſelud net begreife,
warum ſo uffgeregte Leit im Bubligum gleich a’fange
miſſe, zu ſchimpfe un gebrauche geradezu annaſchißdiſche
Ausdrick gege die hochwohllöblich Direktzion un ſage
Fui! un ſo. Deß is doch kaa Art, indem daß mer doch
en elektriſche Drammbahnwage immerhin noch net mit
em preißiſche Abgeordnetehaus vergleiche derf un dann
verſtoße aach derartige Aißerunge im gewöhnliche Lewe
gege de gute Ton.
Meintwege, ich geb’s zu, daß mer vielleicht in
annern Städte mit de Elektriſch morjens un
awends zu de erſte un vun de letzte Züg fahrn kann
un ſogar uff alle Strecke, un net blos wie hier, uff
ganer Streck. Awwer was gehn uns ſchließlich annern
Städte a‟? Un brauch ſich die Direktzion naach annern
Städt zu richte, die vielleicht weniger Eiwohner
hawwe wie Darmſtadt? Un werd dann iwwerhaubt
jemand gezwunge, mitzufahrn? Ja, un wann Leit ſo
dumm ſin un leeſe ſich e Billjädd un warte dann evertel
Stund un froge dann erſt, ob ſe iwwerhaubt in abſeh=
barer
Zeit noch befördert werrn, dann, ja dann liggt

doch de Schuld nor an ihne, indem daß ſe jo heite erſt
froge kenne; ſie kenne awwer net verlange, daß der
Schaffner die Billjädde widder zurick nimmt, wenigſtens
naach meiner Aſicht net. Es mag ſei, daß mer vielleicht
vum juriſtiſche Standpunkt aus ſage kann: wann
ich mer for e elektriſche‟ Drammbahn e Billjädd kaaf,
ſo kann ich a’nemme, daß der Wage in de nechſte zwag,
drei Minude widder weiter fehrt un net halweſtunde=
lang
liege bleibt. Awwer ich bin kaa Juriſt un der
Juriſte=Standpunkt geht mich gar nix a, indem daß ich
den Standpunkt verdret, daß die Heag ihr Wage fahrn
kann loſſe wann, wo un wie oft ſe will. Deß is ihr un=
anfechtbares
Recht uff Grund des Vertrags un ſie hott
nor zu dhu, was im Vertrag ſteht, die Winſche des pp.
Bubligums gehn fe garnix a‟.
Wer ſich alſo e Billjädd kaaft, der hat ſich de Alord=
nunge
vun de Heag‟=Direktzion zu füge odder er flieggt
eraus. Es kimmt deßendwege garnet druff al, ob die
Aordnunge for e modern Großſtadt baſſe odder ob ſe
wege ihre Rickſtendigkeit naach Schimmeldewoog gehörn.
Wann die Direktzion morje verlangt, daß jeder, der mit=
fahrn
will, im Badea’zug un Schabbo Glack zu erſcheine
hott, dann hawwe mer dem Verlange ewe naachzukumme.
Punkdumm!
Un iwwerhaubt, wann ich mer’s recht iwwerleg, is
doch jedenfalls des Bubligum for die Elektriſch da un
net etwa kundrehr des Gegedaal devo. Un mitunner
dreibt ſich der aane odder der anner de ganze liewe lange
Dag in de Bergſtroß odder in Frankfort erum un waaß
net, wie er bis zum letzte Zug die Zeit doodſchlage ſoll
un kimmt er dann die Nacht agewackelt, dann breſſiert’s
em uff amol un er macht gleich Schkandahl, wann net
gleich en Wage bereit ſteht, der wo en Blitz un Schlag zu
ſeine haamliche Pennahde befördert.
Awwer die Heag leßt ſich dodorch net aus de Ruh
bringe un ſie hott aach ganz recht. Deß ewige Bräſſiern
un Vorwärtsſtrewe is ſowieſo net gut for unſer Nerve
un die Heag wannelt deßhalb ruhmvoll in de Salwehn=
dabbe
ihrer Vorgängerin, de Elektriſche Straßen=
bahn
Darmſtadt wann ſe als ruhender Bohl in der
Erſcheinungen Flucht ſich dorch e paar Dutzend nerweeſe
Menſche net aus em Errdumm bringe leßt. Im Gege=
daal
, mer ſoll ihr dankbar ſei, wann ſe dem verlodderte
Bubligum e bische Ruh un Dißzibbliehn beibringe dhut.
Un wann e paar, die jetzt de Hawwer ſticht, weil ſe
ſich uff Grund vun wege unſerm großziegiſche Bahnhof
bereits als Großſtädter fiehle, wann die alſo maane, jetzt
mißt die Heag aach mitmache un mißt großziegiſch
werrn iwwer Nacht, ſo ſag ich dhene bloß, ſie ſolle’s net
ſo arg mache un ſolle in ihrm kindiſche Unverſtand net
de Zorn vun de Heag‟=Direktzion errausfordern, wer
waaß, was ſunſt noch for e Strofgericht iwwer uns ver=
hengt
werd un dann miſſe die Unſchuldige mit de Schul=
dige
leide.
Uff lange Jahrn enaus hott die Heaa kraft ihres
Vertrag, des Wohl un Weh un des Fortkumme ihrer
Paſſagier in de Hand un ſie allgans nor waaß, wos gut
for uns is un was uns not dhut. Deſſentwege loß ich
mit meim beſchrenkte Laieverſtand gach nir uff ſe kumme
un vertrau ihr voll un ganz un wann ich widdermol
awends vun Auswärts kumme dhu, dann dhu ich ſe
weiter gornet beläſtige, ſundern nemm mei Baa unner
die Aerm un geh hinnerum dorch die Kich. Un in die=
ſem
Sinne ford’re ich Sie auf, mit mir einzuſtimmen in
den Ruf: Unſere Heag un ihr verkehrfördernde Eirich=
tunge
Hoch! Hoch! un awwermals Hoch! R. Sch.

Wer sich vor Mottenschaden schützen will
lasse sich nicht bestimmen, eines der bekannten, scheinbar billigen, in Wirklichkeit aber teueren, weil meistens wirkungslosen,
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denselben beizubehalten, liegt ja wohl die beste Empfehlung denn in einer Schlossverwaltung gibt es die vielseitigste Verwendung bei einfachsten wie den
Kostbarsten Dingen. Kampfer, Pfofter, Inscktenpulrer eind wegen Staub, Gerueh usw. nieht überallverwendbar und nieht zuverliseie wiriteam. Motten-
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hält entstandenen Schaden auf, verhütet solchen bei achtsamer, rechtzeitiger Verwendung und hat hier alte Brutstätten völlig zerstört. Nachteilige
Wirkungen habe ich nicht bemerkt. In meiner sehr langjährigen Erfahrung habe ich kein besseres Mittel kennen gelernt und keinen Anlass danach zu suchen.

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Nummer

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bestens danke, bitte ich Sie, mir dasselbe auch
in meinem neuen Unternehmen zuzuwenden und werde
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