Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 34 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Etatsberatung der Zweiten Kammer
wurde geſtern mit einem Finanzvortrag des
Finanz=
miniſters Braun eingeleitet.
Der Reichstag vertagte ſich bis Dienstag, 27. Febr.
Die Wehrvorlagen haben den Bundesrat noch nicht
beſchäftigt und Beſchlüſſe ſind bis jetzt noch nicht gefaßt.
Das italieniſche Parlament wurde am
Don=
nerstag unter begeiſterten patriotiſchen Kundgebungen
eröffnet. Der Kammer iſt das Geſetz über die
Sou=
veränität Italiens in Tripolis und Cyrenaika
zugegangen.
Auf Vorſchlag des Premierminiſters Asquith
ernannten die engliſchen
Kohlenbergwerks=
beſitzer ein Komitee für weitere Verhandlungen mit
der Regierung.
Vom öſtlichen Teile dar Vereinigten Staaten
kommen Meldungen von einem furchtbaren
Sturm.
Politiſche Wochenſchau.
— Die erſte Leſung des Etats iſt nunmehr beendet,
ſie hat die übliche allgemeine Ausſprache über die Politik
gebracht, und es liegt in der Natur der Sache, daß man
ſich diesmal im Gegenſatz zu ſonſt faſt nur mit der
inne=
ren Lage beſchäftigte, während man die Außenpolitik nur
leichthin ſtreifte. Die Erklärung Bethmann Hollwegs
über die Anbahnung beſſerer Beziehungen mit England
hätte ein freundliches Echo geweckt und, um die Dinge
nicht zu ſtören, berührte man dieſen Punkt in den
Erör=
terungen nur ſehr wenig, und das war gut. Auch die
Auseinanderſetzung zwiſchen den Parteien,
beziehungs=
weiſe mit der Regierung, verlief erfreulicherweiſe in
ziem=
lich ruhigen Bahnen, wenngleich die Erregung des
Wahl=
kampfes noch in den Reden hindurchzitterte und ſich der
ſchroffe Gegenſatz zwiſchen den Parteikonſtellationen in
der Zwiſchenzeit kaum gemindert hat. Die Kluft zwiſchen
links und rechts iſt größer denn je, und ſie wird ſich in
abſehbarer Zeit ſchwerlich überbrücken laſſen, trotz aller
Mahnungen des Reichskanzlers. Herr v. Bethmann
Holl=
weg hat zweimal in die eigentliche Etatsdebatte
einge=
griffen, einmal, um eine Art politiſchen Programmes zu
geben und dann, um ſich gegen die im Hauſe erhobenen
Vorwürfe zu rechtfertigen. Er hatte ſowohl links wie
rechts gegen ſich. Rechte und Zentrum tadelte
er wegen ihrer Haltung in der Erbſchaftsſteuerfrage, die
Linke dagegen wegen ihrer Stellung bei der
Präſidenten=
wahl. Das letztere hat man ihm verübelt, weil man
darin einen Eingriff des Reichskanzlers in die
Ange=
legenheiten der Volksvertretung erblickte, wenn auch Herr
v. Bethmann Hollweg es beſtritt, ſich irgendwie
unbefug=
terweiſe in die Angelegenheiten des Reichstages
einge=
miſcht zu haben. Bei der ganzen verzwickten Lage wird
der Reichskanzler keinen ſo leichten Stand haben, und
gerade die erwähnte Erbanfallſteuer iſt geeignet, ihm das
Konzept zu verderben. Die Konſervativen wie das
Zen=
trum haben auf das allerentſchiedenſte erklärt, für dieſe
Steuer unter keinen Umſtänden zu haben zu ſein, und Herrn
von Bethmann Hollweg wird unter dieſen Umſtänden
nichts anderes übrig bleiben, als ſich auf die Linke zu
ſtützen, was ihm im Grunde ſeines Herzens vielleicht nicht
gerade ſehr angenehm ſein mag. Es ſteht außer Frage,
daß ſich bei den kommenden Wehrvorlagen alles um die
Erbſchaftsſteuer drehen wird, da ſie in erſter Linie als
Deckung für die entſtehenden großen Koſten herangezogen
werden ſoll; nach den Darlegungen des Reichskanzlers
wie des Schatzſekretärs kann, wenn beide es auch nicht
direkt geſagt haben, kein Zweifel mehr
dar=
über walten, daß die Steuer kommen und die conditio
sine aua non bilden wird. Angeſichts der ganzen
Sach=
lage kann man dem Ausgang der Dinge mit großer
Spannung entgegenſehen, da ſicherlich das Schickſal der
ganzen Wehrvorlagen von dieſer Frage abhängig ſein
wird. Im übrigen hat ſich während der Etatsleſung noch
ein anderes bemerkenswertes Reſultat ergeben: Das
Ab=
rücken der Nationalliberalen von den Sozialdemokraten.
Von dem Gedanken eines Großblocks kann unter dieſen
Umſtänden nicht mehr die Rede ſein, ein feſtes Gefüge der
Oppoſition beſteht nicht, wenn es überhaupt beſtanden
hat. Die in dieſer Woche nochmals ſtattgehabte
Aus=
einanderſetzung über die Präſidentenwahl, in der Herr
Bebel eine recht ungeklärte Rolle ſpielte, dürfte nicht nur
eine Perſonenfrage entſchieden haben, ſondern auch
be=
ſtimmend ſein für die weitere Geſtaltung der inneren
Politik Deutſchlands. Kleine Urſachen, große Wirkungen.
Die viel kommentierte Reiſe des engliſchen
Kriegs=
miniſters Haldane nach Berlin hat nunmehr, wenigſtens
in ihrem Motiv, volle Aufklärung gefunden. Die
leiten=
den Stellen Englands haben nicht gezögert, der Reiſe
einige freundliche Worte nachfolgen zu laſſen, die zur
Auf=
hellung der Angelegenheit mit beigetragen haben. Was
im einzelnen geplant iſt, wurde freilich nicht geſagt, und
auch Herr von Bethmann Hollweg ſchweigt ſich darüber
aus. Es heißt, die Beſprechungen hätten bereits in
Lon=
don in Konferenzen mit dem deutſchen Botſchafter,
Gra=
fen Metternich, eine Fortſetzung gefunden, und man ſei
dabei, eine Art Protokoll aufzuſtellen, in welchem die
beiderſeitigen Anſchauungen über die Geſtaltung
der Weltpolitik feſtgelegt und loyale
Freund=
ſchaftserklärungen enthalten ſein ſollen. Es ſei keine
Entente, wie die mit Frankreich, das übrigens von den
Beſprechungen auf dem Laufenden gehalten werde, in
Ausſicht genommen, man wolle eine Einigung über alle
möglichen Streitfragen auf der Baſis des Protokols, das
für beide Teile bindend ſein ſoll. Das klingt etwas
myſtiſch, und von offiziöſer Seite iſt ein promptes Dementi
erfolgt, im Grunde genommen aber kommt es auf die
Ein=
zelheiten der Verſtändigung erſt in zweiter Linie an. Die
Hauptſache iſt, daß überhaupt eine Verſtändigung erzielt
und der Grund zu einem guten Verhältnis zwiſchen
bei=
den Nationen gelegt wird, denn freundſchaftliche
Bezie=
hungen zwiſchen Deutſchland und England können von
der allergrößten Bedeutung für die Geſtaltung der
Welt=
politik ſein.
Durch eine derartige Annäherung würde das
Drei=
bundverhältnis in keiner Weiſe geſtört, im Gegenteil, es
würde dadurch eine wertvolle Ergänzung finden. Graf
Aehrenthal iſt nunmehr ſeinem ſchweren Leiden erlegen,
die Leitung der Außenpolitik der Donaumonarchie iſt dem
Grafen Berchtold anvertraut worden. Iſt auch dem
Gra=
fen Aehrenthal mehrfach nachgeſagt worden, daß er für
das Bündnis mit Deutſchland keine allzu große
Begei=
ſterung hege, ſo hat er ſeinen Wert gerade in der Stunde
der Gefahr kennen zu lernen Gelegenheit gehabt, und ſeine
Politik ſchlug durchaus Bahnen ein, die dem
Dreibund=
gerhältnis entſprachen, wie er es ja auch gerade war, der
beſſere Beziehungen zu Italien zu ſchaffen ſuchte. Aller
Vorausſicht nach dürfte Graf Berchtold in den Bahnen
ſeines Vorgängers wandeln, und ſeine erſte Kundgebung,
der Depeſchenwechſel mit den leitenden deutſchen Stellen,
iſt auf einen Ton geſtimmt, wie man ihn ſelten gehört hat;
auch heißt es, daß er binnen kurzem nach Berlin kommen
werde, und ſich dem Kaiſer und ſeinen Berliner Kollegen
vorſtellen wird. Graf Berchtold dürfte der richtige Mann
am richtigen Platze ſein, er war eine ganze Reihe von
Jahren Botſchafter in Petersburg, und die Kenntniſſe der
dortigen Verhältniſſe werden ihm für die Balkanpolitik
gut zuſtaten kommen, auch dürſte er aus den gleichen
Gründen geeignet ſein, an der Anbahnung beſſerer
Be=
ziehungen zwiſchen Wien und Petersburg mitzuarbeiten.
So kommt ein Ereignis zum anderen, um den politiſchen
Horizont der in der letzten Zeit mit ſchweren Wollen
be=
hangen war, wieder etwas aufzuhellen, zumal jetzt
auch das deutſch=franzöſiſche Marokkoabkommen durch den
Senat genehmigt und damit der letzte Stein des
Anſto=
ßes beſeitigt iſt.
Auch im fernen Oſten iſt es zu einer Klärung
gekom=
men, die Abdankung der Mandſchudynaſtie hat ſich ohne
Zwiſchenfall vollzogen. und Yuanſchikai hat als
proviſo=
riſcher Präſident der Republik China die Leitung der
Ge=
ſchäfte übernommen bezw. beibehalten. Sein
dopbel=
züngiges Sviel iſt alſo von Erfolg geweſen. Yuanſchikai
iſt zu den Reformen übergegangen und hat ſich als
äuße=
res Zeichen den Zopf abſchneiden laſſen. Ob er nun auch
mit manchem Zopf in der chineſiſchen Verwaltung
auf=
räumen wird? An der Geſundung des himmliſchen
Rei=
ches mitzuarbeiten, iſt eine in idealem Sinne lohnende
Arbeit, die um ſo ſchwerer iſt, weil das Gros des Volkes
den öffentlichen Dingen faſt gänzlich indifferent
gegen=
überſteht und die Träger der Politik ſich nur aus
ge=
wiſſen Kreiſen zuſammenſetzen, ein Umſtand, der leicht zu
einer Kliquenherrſchaft führen kann. Bei der ganzen
Sachlage kann man ſich aber des Gedankens nicht
erweh=
ren, daß man trotz der ruhia vollzogenen Wendung noch
keinesweas am Ende der Dinge iſt und daß folgenſchwere
Ueberraſchungen nicht ausbleiben werden.
Eröffnung des italieniſchen Parlaments.
* Am Donnerstag hat nach einer Pauſe von
meh=
reren Monaten das italieniſche Parlament ſeine
Arbeit wieder aufgenommen. In erſter Linie hat es
den Geſetzentwurf zu beſtätigen, in dem die
Sou=
veränität Italiens in Tripolis und der
Cyrenaika ausgeſprochen worden iſt. Wie es zu
er=
warten war, geſtaltete ſich die erſte Sitzung zu einer
be=
geiſterten Kundgebung für die Tripolis=Politik
der Regierung.
Bei der Eröffnung der Kammer waren Saal
und Tribünen überfüllt, viele Damen anweſend. Der
Präſident der Kammer Mareora, Miniſterpräſident
Giolitti und alle Miniſter betraten zuſammen den
Saal, von andauernden Kundgebungen empfangen. Alle
Deputierten erhoben ſich. Marcora brachte der Armee
und der Marine ſeinen Gruß dar, was mit
langanhalten=
dem ſtürmiſchen Beifall aufgenommen wurde. Der
Pré=
ſident der Kammer führte aus, der Beifall der
Kammer möge den in Libyen kämpſenden Brüdern der
Ausdruck der höchſten Sympathie, Verehrung und
Dank=
barkeit ſein, die ihnen die ganze Nation für die unge=
heure moraliſche Wohltat ſchulde, die ſie ihr
erwieſen. Seit Beginn des Unternehmens, das die
Re=
gierung eröffnete, um die Würde und Intereſſen
Ita=
liens zu wahren, offenbarte ſich eine einmütige
Uebereinſtimmung in den Anſchauungen und
Ab=
ſichten, die ſich in allen Regionen und Klaſſen der
Bevöl=
kerung enthüllte und in der ziviliſierten Welt, daß das
neue Italien nicht nur einen wunderbaren Aufſchwung
ſei=
ner materiellen Kräfte erlebe. Durch moraliſche Einheit
und Diſziplin habe Italien bewieſen, daß es ein
uner=
bittliches nationales Gewiſſen und den ſtarken Willen zur
Eintracht beſitze. Vergeſſen ſeien deshalb die
unabſicht=
lichen Beleidigungen und die mit Abſicht verbreiteten
Lü=
gen, gegen die ſich die nachweislichen Opfer der
feind=
lichen Barbarei anklagend erhöben.
Kriegsminiſter Spingardi erklärte, die
Armee ſchließe ſich mit brüderlicher Liebe und
berechtig=
tem Stolz den hohen Ehrungen an, die von ſo
maßgeben=
der Stelle unter ſo begeiſterter Zuſtimmung ihren
Brü=
dern von den Land= und Sceſtreitkräften gezollt würden,
die ſo mutig in Lybien für italieniſche Tüchtigkeit
Zeug=
nis ablegten und durch ihr Leben die neuen Geſchicke des
Vaterlandes heiligten und ſich opferten, damit das
Vater=
land größer, glücklicher und mächtiger werde. Das hohe
warmempfundene Lob, das dem Vorgehen der Armee
in dieſem Saale geſpendet werde, ſei der hocherwünſchte
Preis für die edle Pflichterfüllung Aller. Namens der
Armee danke er den Vertretern der Nation, deren Beifall
ein weiterer Grund zur Aufmunterung ſein werde, jetzt
mehr als je auszuhalten. Die Armee habe gewußt und
wiſſe, daß das Vaterland mit ſeiner ganzen Seele bei
ihr ſei. (Fortgeſetzter begeiſterter Beifall, allgemeines
Rufen: Es lebe die Armee!) Marineminiſter
Catollica, begrüßt von Rufen „Es lebe die Marine!”
dankt namens der Marine für dieſe Kundgebungen. Die
Marine ſei ſtolz darauf, ihre Pflicht erfüllt und durch die
Tat die von ihr erzielten Fortſchritte bewieſen zu haben.
In dem Beifall der Vertretung der Nation werde die
Marine den erwünſchteſten Preis erblicken und dazu
an=
getrieben werden, immer mehr das Vertrauen und die
Achtung des Landes zu verdienen. (Lebhafter,
allgemei=
ner Beifall. Rufe: Es lebe die Marine!) Der Präſident
verlas die Tagesordnung Lavaca, Bettelo und Baccelli,
durch die Heer und Flotte Gruß und Beifall geſpendet
wird. Alle Abgeordneten und Tribünenbeſucher erheben
ſich und äußerten ihre begeiſterte Zuſtimmung. Der
Präſident erklärte die Tagesordnung durch Zuruf
ange=
nommen. Sodann erhob ſich Giolitti, begrüßt von
einer langandauernden großartigen Kundgebung.
Er brachte einen Geſetzentwurf betreffend die
Gültigkeitserklärung des Dekrets, in dem
die volle und ganze Souveränität Italiens in
Tripolis und der Cyrenaika proklamiert wird.
Die Kammer erhob ſich von neuem. Unendliche,
ein=
drucksvolle Beifallskundgebungen begrüßten das Dekret.
Als Kundgebung, die von ſeltener Begeiſterung getragen
ſei, beantragte Gioliti, die Kammer möge dem
Präſiden=
ten Vollmacht erteilen, eine Kommiſſion von 21
Mitgliedern zu ernennen, die den Geſetzentwurf
prü=
fen ſolle. Der Antrag wurde unter Beifall angenommen
und die Situng unterbrochen, um den
Regierungsvertre=
tern die Möglichkeit zu geben. dem Beginn der Arbeiten
im Sengt beizuwohnen. Nach Wiederaufnahme der
Sitzung teilte der Präſident mit, daß zur Prüfung der
Gültigkeitserklärung der Annerionsdekrete vom 5.
No=
vember eine Kommiſſion ernannt wurde, der u. a.
Bac=
celli. Guicciardini, Luzzatti (Sozialiſt), Enrico und Ferri
angehören.
In der Kammerſitzung waren 472 Deputierte
anweſend. Dieſe Zahl iſt bisher nicht erreicht worden.
Bei Eröffnung des Senats waren Saal und
Tribünen überfüllt. Präſident Manfredi, der
Miniſter=
präſident. ſowie andere Mitalieder der Regierung traten,
lebhaft begrüßt, ein. Der Doyen des Senats Finalk
begrüßte während alle Senatsmitglieder ſich erhoben,
Heer, Flotte und König (Lebhafter, lang anhaltender
Bei=
fall mit dem dreifachen Ruf: Es lebe der König.) Er
drückte die Zuſtimmung des Senats zu dem Werke des
Königs und der Regierung aus. Der Präſident brachte
ſodann in lebhaften Worten den Gruß des Senats an
die Kämpfer dar. (Immer wieder erneute
Zuſtim=
mung.) Die Miniſter Spingardi und Cattolica
dankten im Namen von Heer und Flotte, bearüßt von
großartigen Begeiſterungskundgebungen. Giolitti
erhob ſich, um zu ſprechen; alle Senatoren ſtanden auf
und ſpendeten herzlichen Beifall. Giolitti dankte dem
Senat für dieſe patriotiſche Kundgebung, die der
Regie=
rung neue Kraft ſchenke, das Unternehmen fortzuſetzen.
(Einmütiger, nicht endenwollender Beifall.) Die Sitzung
wurde geſchloſſen und Giolitti von Senatoren, die ihm
Glück wünſchten, umringt.
Die italieniſchen Zeitungen ſtellen die hohe
Bedeu=
tung der Kammerſitzung feſt.
Die Tribuna ſagt: Dieſe Kundgebung bedarf keiner
Kommentare. Ihre große Bedeutung wurde
außeror=
dentlich durch die Tatſache erhöht, daß ſie nach fünf
Mo=
naten Krieg ſtattfand, wo die Illuſionen über die
Leich=
tigkeit des Krieges verſchwunden ſind, und wir die
Schwierigkeit der Opfer kennen, auf die wir vorbereitet
ſein müſſen. Die Kundgebung iſt ebenſo viel wert wie
ein entſcheidender Sieg auf dem Kriegsſchauplatze. —
Giornale d’Italia ſchreibt: Senat und Kammer
liefer=
ten der ganzen Welt den Beweis, daß alle politiſchen
Parteien, Volksklaſſen und Gegenden Italiens heute wie
bei Beginn des Krieges darin einig ſind, die Ehre und
die Intereſſen des Vaterlandes entſchieden zu wahren,
indem ſie über jeden Hader das Recht Italiens auf die
Souveränität in Lybien ſetzen. — Corriere d’Italia ſagt:
Das Annexionsdekret wurde durch einmütigen Beifall
der ganzen Verſammlung bewilligt. Dieſe Kundgebung
von Feierlichkeit, die ſeit langem ohne Beiſpiel iſt, zeigt
dem Feinde, wie nutzlos es iſt, auf eine Uneinigkeit der
Parteien Italiens zu hoffen, um den Krieg zu gewinnen,
den zu verlieren die türkiſchen Streitkräfte auf dem
Bo=
den Lybiens beſtimmt ſind.
Dem der Kammer vorgelegten Geſetzentwurf,
durch den das Königliche Dekret vom 5. November 1911
über die volle und uneingeſchränkte Souveränität
Italiens in Tripolis und Cyrenaika in ein
Geſetz umgewandelt wird, iſt eine Begründung
beigege=
ben, in der es u. a. heißt:
Italien hat ſtets das Gleichgewicht der politiſchen
Einflüſſe im Mittelmeer als ſein Lebensintereſſe
betrach=
tet und als weſentliche Bedingung dieſes Gleichgewichts
die freie und volle Entfaltung ſeiner wirtſchaftlichen
Tä=
tigkeit und ſeines Einfluſſes in Tripolis und Cyrenaika
feſtgehalten. Dabei hat es ſich ſtets bemüht,
freundſchaft=
liche Beziehungen mit der Türkei zu erhalten, und es
würde nicht zu dem äußerſten Mittel eines Krieges
ge=
griffen haben, wenn nicht jede andere Löſung unmöglich
gemacht worden wäre. Jeder Verſuch, die ottomaniſche
Regierung zu einer Aenderung ihrer Haltung zu bewegen,
erwies ſich als unnütz. Jeder verſöhnliche Schritt wurde
von der Türkei als ein Beweis der Schwäche betrachtet
und führte lediglich zu einer Verſchärfung der
Feindſelig=
keit, und während man zu offen bedrohlichen Rüſtungen
ſchritt, wurde die Bevölkerung andauernd im Zuſtand der
völligen Barbarei erhalten. Der unvermeidlich
gewor=
dene italieniſch=türkiſche Krieg brach in einem Augenblick
aus, wo die Wahrſcheinlichkeit gefährlicher internationaler
Erſchütterungen möglichſt gering war und er iſt bis jetzt
in einer Weiſe geführt worden, welche ſolche Möglichkeiten
tunlichſt ausſchloß. Die der Kammer vorgeſchlagene
Lö=
ſung iſt die einzige, welche ſolche Erſchütterungen auch
für die Zukunft zu verhindern vermag. Jede Löſung, die
nicht jede politiſche Herrſchaft der Türkei ausſchließen
würde, hätte einen äußerſt gefährlichen internationalen
Zuſtand geſchaffen, indem ſie zu unſicheren juriſtiſchen und
diplomatiſchen Verhältniſſen zwiſchen Italien und den
übrigen Mächten geführt, Italien gegenüber der
einhei=
miſchen Bevölkerung alles Anſehen geraubt, neue
Kon=
flikte mit der Türkei herbeigeführt und die wirkliche
Frie=
densarbeit, die für Italien eine Ehrenpflicht bildet.
bei=
nahe unmöglich gemacht hätte. Das italieniſche Volk hat
das mit feinem Verſtändnis beariffen. Am Schluſſe wird
die Frage der künftigen Verwaltung der annektierten
Länder berührt und dem Islam ſowie den Rechten und
Intereſſen der Eingeborenen die peinlichſte Achtung
zu=
geſichert. Dann heißt es weiter: „Die Aufgabe, die
Italien übernommen hat, gehört zu den größten und
ſchwerſten, die ein Volk übernehmen kann. Durch ſeine
ruhige, feſte und patriotiſche Haltung hat das italieniſche
Volk gezeigt, daß es das begriffen hat. Dieſer
gemein=
ſamen Haltung aller Geſellſchaftsklaſſen entſprach das
hel=
denhafte Benehmen unſerer Armee und unſerer Flotte.
Wix haben jetzt die Gewißheit, daß das Ziel erreicht
wer=
den wird, das Italien ſich geſteckt hat. Aber damit es
ein großes Ziviliſationswerk darſtelle, darf die
Tätig=
keit des Geſetzgebers und der Regierung nicht durch eine
fremde politiſche Herrſchaft behindert werden, daher
muß die Sonveränität Italiens über Libyen voll und
uneingeſchränkt ſein. Das italieniſche Volk hat das be=
griffen. Wir hegen das volle Vertrauen, daß ſeine
Ver=
tretung es beſtätigen wird.
Deutſches Reich.
— Die Stärke der Fraktionen des
Reichs=
tags. Der Seniorenkonvent des Reichstags nahm vor
Beginn der Plenarſitzung am Donnerstag die Verteilung
der Fraktionen in die Kommiſſionen vor. Zur
Grund=
lage der Berechnung dient folgende Aufſtellung: Die
Deutſch=Konſervativen zählen 45 Mitglieder, denen 11
an=
dere Abgeordnete zugezählt werden, Mitglieder der
Wirt=
ſchaftlichen Vereinigung und der Reformpartei, alſo
zu=
ſammen 56. Das Zentrum umfaßt 88 Mitglieder, wozu
1 Elſäſſer und Lothringer gerechnet werden, alſo im
gan=
zen 99. Die Nationalliberalen haben 44 Mitglieder und
2 Wilde — Heſtermann und Dr. Becker=Heſſen —
insge=
ſamt 46. Die Fortſchrittliche Volkspartei hat 42
Mitglie=
der, dazu der Däne Hanſen, zuſammen 43. Die
Sozial=
demokraten haben 110 und die Polen 18. Unberückſichtigt
ſind geblieben 13 Mitglieder der Reichspartei, die ſomit
nicht als Fraktion anerkannt wird, ferner die 5 Welfen
und 7 Wilde, u. a. Graf Poſadowsky, Graf Oppersdorff.
Frhr. v. Heyl, Schröder. Danach wählen die Fraktionen
in eine Kommiſſion von 28 Mitgliedern 8 Mitglieder vom
Zentrum, 8 von den Sozialdemokraten, je 4 Konſervative
und Nationalliberale, 3 Volksparteiler und 1 Polen.
Dem=
entſprechend iſt dann auch die Verteilung auf
Kommiſſio=
nen von 21, 14 oder 7 Mitgliedern.
— Ueber das neuzubildende
Reichstags=
präſidium waren am Donnerstag Gerüchte
verbrei=
tet, nach denen das Zentrum den Grafen Praſchma als
Präſidenten ſtellen wollte, während die Konſervativen
mit dem Abg. Dietrich als erſten und die
Nationallibera=
len mit Dr. Paaſche als zweiten Vizepräſidenten im
Reichstag vertreten ſein ſollten. Dieſe Nachrichten
ſind als jeder Grundlage entbehrend zu bezeichnen. Dem
Berliner Lokalanzeiger wird von Zentrumsſeite erklärt,
daß es bei einer Neuwahl für das Zentrum nur Dr.
Spahn als Präſidentſchaftskandidat geben würde. Da
Herr Dietrich die Polen gegen ſich hat, würde er nur
dann in Frage kommen, wenn rechneriſch feſtſteht, daß
er mit Hilfe der Nationalliberalen die Mehrheit hinter
ſich hätte, ſonſt würde aus den Reihen der Konſervativen
ein anderes Mitglied berufen werden. Als zutreffend
wird dem Blatte bezeichnet, daß, wenn die erwähnte
Kom=
bination überhaupt Tatſache werden ſollte, Dr. Paaſche
mit in das Präſidium käme. Daß Dr. Spahn annehmen
würde, wird nicht bezweifelt, da dann der Abg.
Scheide=
mann nicht mehr zum Präſidium zählte.
— Jungliberalismus und
Sozialdemo=
kratie. Das Ergebnis der Auseinanderſetzung, die
in der Dienstagsſitzung des Reichstags zwiſchen den
Ab=
geordneten Schiffer und Bebel ſtattfand, hat auch auf die
Jungliberalen einen tiefen Eindruck gemacht. „Für die
Nationalliberalen gibt es keine Möglichkeit mehr, für die
Wahl eines Sozialdemokraten in das Präſidium
einzu=
treten”, wird dem Mannheimer Generalanzeiger aus
Berlin von einer Seite geſchrieben, die
dieſe Wendung vom liberalen Standpunkt aus
bedauert. Das jungliberale Mannheimer Blatt
ſelbſt geht noch weiter, indem es die Wirkung
des Verhaltens der ſozialdemokratiſchen Etatsredner und
des Zwiſchenfalles Schiffer=Bebel folgendermaßen
um=
ſchreibt: „Man wird in liberalen Kreiſen allmählich
ſehr ſkeptiſch gegen die poſitive Arbeitsfähigkeit und
Ar=
beitswilligkeit der Sozialdemokratie.”
— Die Wehrvorlagen. Die Norddeutſche Allg.
Ztg. ſchreibt: Aus den Verhandlungen des Reichstages
iſt es bekannt, daß die zu erwartenden Wehrvorlagen den
Bundesrat noch nicht beſchäftigt haben, und daß bisher
weder über die Höhe der Forderungen, noch über die
Art der Deckung Beſchlüſſe gefaßt worden ſind. Die
be=
teiligſten Inſtanzen beſchleunigen nach Möglichkeit die
Arbeiten, und es kann erwartet werden, daß in kurzer
Zeit über die Regierungsvorlagen Klarheit geſchaffen
wird. Die formulierten Vorſchläge der Kriegsverwaltung,
auf die der weitaus größte Teil der Neuforderungen
entfallen wird, gelangten am Donnerstag in die Hände
des Reichskanzlers. Leider wird die Zeit der
Vorberei=
tung dazu benutzt, um allerlei mehr oder weniger falſche
Kombinationen teils über den Inhalt der Wehrvorlagen,
teils über die Deckungsfrage zu verbreiten. Ins Gebiet
der reinen Erfindungen gehört die Angabe, der
Staats=
ſekretär des Reichsſchatzamtes ſei ein Gegner der
Ver=
ſtärkung unſerer Wehrfähigkeit.
— Zu den deutſch=engliſchen
Verhand=
lungen. Die Berl. Neueſten Nachrichten erfahren aus
beſonderer Quelle, daß bei den deutſch=engliſchen
Beſpre=
chungen in der Tat ein umfaſſendes Kolonialabkommen
erwogen wird, und daß vielleicht ſchon im Laufe der
nächſten Woche der Oeffentlichkeit Mitteilungen darüber
werden gemacht werden können.
— Die Abtretung der Walfiſchbai. Der
Exchange Telegraph Company wird aus Berlin
telegra=
phiert: Staatsſekretär Dr. Solf werde im Mai
gelegent=
lich ſeiner Reiſe nach Deutſch=Südweſtafrika Kapſtadt
be=
ſuchen. Der Zweck ſeines Aufenthaltes ſoll ſein, mit den
britiſchen Behörden über die Abtretung der Walfiſchbai
und die Verbindung der Eiſenbahn von Swakopmund
oder der Lüderitzbucht mit dem ſüdafrikaniſchen
Bahn=
netz zu verhandeln. Die Meldung bedarf der Beſtätigung
da ſie aus engliſcher Quelle ſtammt.
— Der Entwurf einer reichsgeſetzlichen
Regelung der Haftpflicht der
Eiſenbah=
nen iſt vor kurzem fertiggeſtellt worden und jetzt zunächſt
dem preußiſchen Staatsminiſterium zugegangen, das zu
den Beſtimmungen Stellung zu nehmen hat. Nachdem
dies geſchehen iſt, dürfte der Entwurf den Bundesrat
be=
ſchäftigen. Angeſichts der Geſchäftslage des Reichstages
wird aber vermutlich der Geſetzentwurf in dieſer Seſſion
nicht mehr an das Parlament zur Durchberatung
gelan=
gen. Die Aufſtellung des Geſetzentwurfs iſt erfolgt,
nach=
dem die Vertreter der an dem Entwurf intereſſierten
Kteiſe vor einiger Zeit in eingehender Weiſe gehört
wurden. Damals fanden die Beſtimmungen des ihnen
vorgelegten Vorentwurfes die volle Zuſtimmung der
Konferenzteilnehmer.
Ausland.
Frankreich.
Das deutſch=franzöſiſche Abkommen.
Der vom früheren Miniſter des Aeußern Pichon im
Na=
men der Senatskommiſſion über das zwiſchen Frankreich
Preiſe für Kunſtwerke einſt und jetzt.
** Berlin war in dieſen Tagen der Schauplatz einer
jener großen Auktionsſchlachten, in denen mit
hunderttauſenden von Mark um die Gemälde alter
Mei=
ſter gekämpft wird: wohl die großartigſte
Privatſamm=
lung alter Bilder, die wir in Deutſchland beſaßen, die
Hamburger Sammlung Weber wurde
verſtei=
gert, und ein Bild von Mantegna hat mit faſt 60000 Mark
einen ganz außerordentlichen Preis erzielt, dem ähnliche
Ueberraſchungen folgten. Der Geſamterlös beläuſt
ſich auf 4½ Millionen Mark! Da mag es
intereſ=
ſieren, einiges über den ungeheuren Aufſchwung
zu erfahren, den die Preiſe für Kunſtwerke in den letzten
50 Jahren erfahren haben.
Gerade vor einem halben Jahrhundert wurde in
Köln die Sammlung Weyer verkauft und man
ſtaunte über die „ungewöhnlich hohen Preiſe” die
da=
mals erzielt wurden. Sieht man ſich dieſe Preiſe näher
an, ſo ſtehen an der Spitze 4600 Taler für eine Madonna
von Memling, die die Londoner Nationalgalerie erwarb;
1000 Taler wurden für die Veronika des Meiſter
Wil=
helm von Köln bezahlt. 900 und 1020 Taler für zwei
Bil=
der des Jan van Eyck, je 260 Taler für zwei treffliche
Bilder des Roger van der Weyden. Alle dieſe Werke
wür=
den heute für mehr als das Zehnfache nicht zu
haben ſein. Die Berliner Galerie hat für Dürers
Holz=
ſchuher=Bildnis ſchon 400000 Mk. ausgeben müſſen; heute
würde ein ſolches Werk von einem amerikaniſchen
Millio=
när mit Millionen aufgewogen werden. Wie Werke
be=
ſtimmter Meiſter eine Steigerung ihres Wertes bis ins
kaum Glaubliche erleben, dafür iſt Frans Hals der
Beweis. Seine Bilder, dieſe im 18. Jahrhundert gering
geſchätzten „Sudeleien” brachten kaum ein paar Mark.
Auf einer Leydener Auktion wurde 1772 das Porträt des
„Peter van der Merch” für 25 Mark. auf einer Berliner
1786 der „Johannes Acronius” für 5 Mark. 1800 das
be=
rühmte herrliche Bildnis des Wilhelm van Heythuyſen für
85 Mark verkauft. 1870 brachte in Paris ein Porträt
ſchon 15000 Franken und nicht ganz 30 Jahre ſpäter
kaufte Pierpont Morgan dasſelbe Bild für 650000
Franken.
In allerjüngſter Zeit iſt von einem Amerikaner für
ein Gruppenbildnis des Hals 1 Million Mark angelegt
worden. Aehnlich verhält es ſich mit den Preiſen bei
Rembrandt, wenngleich ſie nie ſo tief geſunken ſind,
wie die für Hals. Im Jahre 1790 war der Rekordpreis,
der für ein Werk von Rembrandt gezahlt wurde, 17120
Livres; etwa 100 Jahre ſpäter, 1883, wurde das herrliche
Bild „Joſeph und Putiphar” das jetzt das Kaiſer
Fried=
rich=Muſeum ſchmückt, für 200000 Franken erworben.
Heute werden gute Gemälde von Rembrandt, die in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa den Preis von
40000 Gulden hatten, mit einer halben Million und mehr
Mark bezahlt. Rubens, der ſchon bei Lebzeiten mit
ſeinen Werken viel verdiente, erhielt Preiſe von 100 bis
1200 Gulden pro Bild. 1776 wurden die großen
Altar=
bilder in Antwerpen mit 12—14000 fl. geſchätzt. Dagegen
brachten bei der Verſteigerung der Blenheim=Sammlung
in London zwei kleinere Arbeiten von Rubens 1
Mil=
lion Mark. Die Bilder der italieniſchen Blütezeit
hat=
ten ſchon früher angemeſſene Preiſe erzielt und die
Stei=
gerung iſt daher nicht ſo bedeutend. Trotzdem wird man
die völlige Veränderung in den Wertungen des
Kunſt=
marktes daran erkennen, daß 1883 für ein
hervorragen=
des Werk von Mantegna, ſeinen „Samſon und
Da=
lila” 47240 Mark gezahlt wurden, alſo noch nicht einmal
ein Zehntel von dem, was für den Mantegna der
Samm=
lung Weber erzielt wurde. Ausgezeichnete Werke haben
es allerdings ſchon früher zu märchenhaften Preiſen
ge=
bracht. So ſtand 1884 die Londoner Nationalgalerie mit
dem Herzog von Marlborouah in Unterhandlung wegen
Raffaels „Madonna dei Anſidei” und van Dycks
Reiter=
porträt Karls I. Ein Taxator ſchätzte den Raffael auf
2 310000 Mark. den van Dyck auf 630000 Mark; die
Nationalgalerie erlanate den Raffael für 1400000 Mark,
den van Dyck für 37500 Mark. Der koſtbare Raffael aber
war infolge der im Muſeum herrſchenden trockenen Hitze
nach einem Jahre ſo verunſtaltet, daß eine ſeinen Wert
ſehr vermindernde Reſtauration vorgenommen werden
mußte.
Auch der Patriotismus ſpielt bei Bilderpreiſen
ſeine Rolle. 1905 kaufte der Louvre ein dem großen
fran=
zöſiſchen primitiven Meiſter Jean Fouquet
zugeſchriebe=
nes Männerporträt, das ein öſterreichiſcher Sammler 15
Jahre vorher für 160 Franken erworben hatte. für 200000
Franken. Auf einen beſonderen Nationalſtolz der
Ena=
länder ſind ſodann die ungeheuren Preiſe für die
briti=
ſchen Meiſter des 18. Jahrlunderts zurückzuführen.
Gains=
boroughs Bildnis ſeiner Tochter, das 1864 für 2410
Fran=
ken verkauft wurde, brachte 1902 mehr als das
Fünfzig=
fache (120400 Franken) und würde heute wohl das
Hun=
dertfache koſten. 1877 wurden 49 Porträts von Raeburn
für 120000 Mark losgeſchlagen: 1905 brachte ein einziges
die gleiche Summe. Das gleiche Bild eines ſtets
ſteigen=
den Wertes zeiat ſich auch bei den Werken des
Kunſt=
gewerbes. „Wahrhaft erſchreckend” hat man die Preiſe
genannt, die in den letzten Jahrzehnten für
Renaiſ=
ſancebronzen angelegt wurden. Dabei mag mit=
gewirkt haben, daß der größte Vertreter der „
amerika=
niſchen Gefahr” auf dem Kunſtmarkte, Pierpont Morgan,
dieſe köſtlichen Kleinplaſtiken beſonders liebt. Er kaufte
einen flüchtigen Rohguß, deſſen italieniſche Abſtammung
ſehr beſtritten war, für 34500 Mark. Der Rohguß einer
Herkulesſtatuette, für den ein Kenner 2500 Mark geboten
hatte, wurde von einem Händler für 124000 Mark
erſtan=
den und für 150000 Mark weiter verkauft Neben den
talieniſchen Bronzen ſind ſeit kurzem die italieniſchen
Ma=
ſoliken das Entzücken der Sammler. Bode hat erſt vor
kurzem in ſeinem großen Werk über Mafoliken erzählt,
in wie geringem Anſeben dieſe „Scherben” früher ſtanden,
wie man ſie „für ein Butterbrot” erwerben konnte, Heute
zahlt man für Schüſſeln aus dem 16. Jahrhundert 5000
Mark und eine Urbinoſchale brachte den Preis von 19000
Mark. Für eine Folge von acht Gobelins aus dem
Schloſſe Moritzbura in Sachſen, für die Lord Amherſt
60000 Mark bezahlt hatte, wurden 1908 242000 Mark
er=
zielt. Um die Beauvais=Tapiſſerien der Sammlung Kann
entſpann ſich ein wahrer Kampf zwiſchen Piervont
Mor=
gan und der franzöſiſchen Regierung, der natürlich mit
dem Siege des Millionärs endete, ihn aber ein großes
Vermögen koſtete. Die neueſte Mode der Sammlung, die
goldene Früchte trägt. iſt die Liebe zu gotiſchen
Holzſkulp=
turen, die heute hundertfach ſo hoch als vor 50 Jahren
bezahlt werden.
Vom letzten Tage der Auktion Weber in Berlin
wird noch berichtet: Zu Beginn der Auktion erwarb
Profeſſor Koetſchau vom Kaiſer Friedrich=Muſeum für
ei=
nen befreundeten Sammler zum Preiſe von 51000 Mark
Ruisdaels „Flußlandſchaft‟ Dann kamen mit
Rem=
brandt die erſten „Schlager”: Der Pariſer
Kunſthänd=
ler Sedlmeyer erſtand die „Darſtellung Chriſti im
Tem=
pel” von Rembrandt für 225000 Mark und
ver=
kaufte ſie bald danach wieder für 236000 Mark an die
Kunſthalle zu Hamburg. Das erſte Gebot, das gleich um
zehntauſend ſtieg, betrug 50000 Mark. Auch der nächſte
Rembrandt, das „Bildnis eines halberwachſenen
Jünglings” fand für 117000 Mark den gleichen Käufer.
Der dritte Rembrandt („Die Ehebrecherin vor
Chri=
ſtus”) iſt als ſolcher von der Mehrzahl der Gutachter
an=
gezweifelt worden. Das gleichviel an ſich ausgezeichnete
Bild fand anfangs weniger Nachfrage, brachte es aber
ſchließlich doch auf 40000 Mark, wofür es wieder
Sedl=
meyer errang. Der vierte Rembrandt („Jünglingskopf”)
fiel für 32000 Mark an den Münchener Kommerzienrat
Drey.
und Belgien abgeſchloſſene Kongo=Abkommen erſtattete
Bericht gelangte zur Verteilung. Pichon erklärt darin:
Der Artikel 16 des deutſch=franzöſiſchen Abkommens
vom 4. November 1911, wonach Frankreich ſich mit den
übrigen beteiligten Mächten wegen der Frage ſeines
Vorkaufsrechtes auf den Kongoſtaat verſtändigen müſſe,
bedeute zweifellos ein Zugeſtändnis an Deutſchland. Die
Kommiſſion bleibt zwar trotz der diesbezüglichen vom
Miniſterpräſidenten abgegebenen beruhigenden
Verſiche=
rungen der Anſicht, daß es beſſer geweſen wäre, zu den
früheren Beſtimmungen über das Vorkaufsrecht
Frank=
reichs dieſe neue Beſtimmung nicht hinzuzufügen, welche
in Zukunft Schwierigkeiten verurſachen könnte und die
ſchon gleich nach ihrer Veröffentlichung Beunruhigung
wach gerufen habe, gleichwohl beantrage die Kommiſſion
einſtimmig die Ratifizierung des von der Kammer
be=
reits vor längerer Zeit angenommenen Abkommens.
Frankreichs afrikaniſche Intereſſen.
Dem Temps wird aus London gedrahtet: Aus ſehr gut
unterrichteter Quelle verlautet, daß Frankreich
gegenwär=
tig bemüht iſt, ſeine Intereſſen in Afrika für den Fall
zu ſichern, daß die portugieſiſchen Kolonien dort zwiſchen
Deutſchland und England aufgeteilt werden ſollten.
Frankreich will zwei portugieſiſche Enklaven, die ſich im
franzöſiſchen afrikaniſchen Reiche befinden, in ſeiner
wirt=
ſchaftlichen Einflußſphäre behalten. Die eine Enklave iſt
Cabinda, ſüdlich von Gabon an der Kongomündung, die
andere iſt Cacheo, ein vorzüglicher Hafen in Portugieſiſch=
Guinea. Der Temps will wiſſen, daß mit dieſer
Ange=
legenheit gegenwärtig die beteiligten Regierungen ſich
angelegentlichſt unterhalten.
Spanien.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen
Verhand=
lungen. Im Miniſterrat hielt Miniſterpräſident
Ca=
nalejas dem König einen ausführlichen Vortrag über
den Gang der franzöſiſch=ſpaniſchen Verhandlungen. Er
erklärte den in einigen Blättern ausgedrückten
Peſſimis=
mus für unbegründet und verſicherte, die Beſprechungen
nähmen in befriedigender Weiſe ihren Fortgang.
Rußland.
Entſchädigung für Mißernte. Laut eines
Berichtes des Miniſteriums des Innern ſind zur Abhilfe
in den durch Mißernte betroffenen Gouvernements bis
zum 14. Januar 84,4 Millionen Rubel verausgabt
wor=
den, davon für Verpflegung und Saatzwecke 66,3
Mil=
lionen.
Türkei.
Die Situation auf Kreta geſtaltet ſich äußerſt
kritiſch. Das revolutionäre Komitee hat jeden Verkehr
mit den Konſuln eingeſtellt und iſt entſchloſſen, den
An=
ſchluß Kretas an Griechenland eventuell mit
Waffen=
gewalt zur Durchführung zu bringen. Die endgültige
Entſcheidung ſoll von der am 4. März zuſammentretenden
Nationalverſammlung gefaßt werden.
Vereinigte Staaten.
Die Verſtaatlichung der
Telegraphen=
linien und der Paketpoſt. Präſident Taft
unter=
breitete dem Kongreß den Jahresbericht des
Generalpoſt=
meiſters Hitchook. In ſeinen Bemerkungen zu dem
Be=
richt nimmt Taft Gelegenheit, den Vorſchlag des
Gene=
ralpoſtmeiſters, die Telegraphenlinien zu verſtaatlichen,
zu mißbilligen. Ich glaube, erklärte Taft, das richtige
Prinzip iſt, daß es privaten Unternehmungen geſtattet
ſſein ſollte, derartige, der Oeffentlichkeit nützliche
Einrich=
tungen unter angemeſſenen Beſtimmungen auszuführen.
Dagegen ſtimmt Taft dem Plane Hitchooks zu, die
Paket=
poſt zu verſtaatlichen. Auch die Anregung der
Kommiſ=
ſion, das Porto für periodiſche Zeitſchriften und
Zei=
tungen zu verdoppeln, findet die Genehmigung des
Prä=
ſidenten.
* Wien, 22. Febr. Unter außergewöhnlich ſtarker
Beteiligung aus allen Kreiſen der Bevölkerung fand heute
nachmittag die Einſegnung der Leiche
Aehren=
thals ſtatt. Der Feier wohnten bei Erzherzog Franz
Ferdinand als Vertreter des Kaiſers, die in Wien
an=
weſenden Mitglieder des kaiſerlichen Hauſes, Botſchafter
von Tſchirſchky mit den Herren der deutſchen Botſchaft,
das diplomatiſche Korps, Miniſter von Berchtold, die
ge=
meinſamen Miniſter Auffenberg und Bilinski, die beiden
Miniſterpräſidenten mit den Mitgliedern der Kabinette,
die Präſidien und zahlreiche Abordnungen der
öſtereichi=
ſchen und ungariſchen Parlamente, die oberſten
Hofchar=
gen, die Geheimen Räte, die Spitzen der Behörden und
viele Vertreter aus den Kreiſen der Geſellſchaft.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. Februar.
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Regierungsrat
Piſtor zu Darmſtadt die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer und König von Preußen verliehenen Roten Adler=
Ordens 4. Klaſſe und dem Geheimerat Dr. Dr.=Ing.
Weber zu Darmſtadt die Erlaubnis zur Annahme
und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer und König von Preußen verliehenen Rote Kreuz=
Medaille 3. Klaſſe erteilt.
* Dr. Paul Eger, der am 1. Juli die Leitung
unſeres Hoftheaters übernimmt und ſeit einigen Tagen
in Darmſtadt weilt, wurde am Donnerstag im
Regie=
zimmer des Hoftheaters vormittag von Generaldirektor
Werner den Abteilungsvorſtänden, Dirigenten, Regiſſeuren
uſw. vorgeſtellt; er gab in Erwiderung der Anſprache
Generaldirektor Werners der Hoffnung Ausdruck, daß
es ihm mit Hilfe ſo bewährter Mitarbeiter gelingen
werde, das Inſtitut in einer ſeiner großen
Vergangen=
heit würdigen Weiſe erfolgreich zu leiten.
— Kurſus für Armenpflege und
Jugendwohl=
fatzrt. Am Mittwoch referierte, wie noch berichtigend
nachzutragen iſt, Herr Nervenarzt Dr. Vix über die
Mitarbeit des Pſychiaters. Er hob hervor, daß nach
den neueſten ſtatiſtiſchen Ermittlungen der größte Teil
der in Zwangserziehung genommenen Kinder an einem
geiſtigen Defekt leidet. In den meiſten Fällen genüge
hier die ſeither übliche Familien= und Anſtalts=Erziehung,
aber nur dann, wenn ſtreng individualiſiert werde. Der
Vortragende beſprach eingehend die Urſachen des Leidens
und die Unterbringungsmöglichkeit. Auch die Epilepſie
behandelte der Redner in kurzen Zügen. Der Referent
forderte ſchließlich ein Zuſammengehen der Pädagogen
und Pſychiater zur gegenſeitigen Ergänzung und zur
ge=
meinſamen Löſung ſchwieriger, noch ſchwebender Fragen
der Unterbringung. Am Donnerstag waren die letzten
Vorträge über Jugendfürſorge. Herr Pfarrer
Zimmermann führte einer zahlreichen Verſammlung
an Hand von Beiſpielen die praktiſche Arbeit an der
ge=
fährdeten ſchulentlaſſenen Jugend — ſpeziell der
männ=
lichen — vor Augen. Er ſchilderte das Wirken des
un=
vergeßlichen Oberbürgermeiſters Ohly, den man als den
Vater des heſſiſchen Zwangserziehungsgeſetzes bezeichnen
könne. 25 Jahre beſteht dieſes Geſetz am 11. Juni d. Js.
Es hat ſich durchaus bewährt und iſt zum Segen vieler
geworden. Wenn auch die Bezeichnung „
Zwangs=
erziehung” hart klinge und beſſer durch „
Fürſorge=
erziehung” erſetzt wäre, ſo zeige doch die Anwendung
der Beſtimmungen durch die Verwaltungsbehörden in
der Praxis, daß Fürſorgemaßnahmen zum Wohl und
Beſten der Jugendlichen ergriffen werden. Ueber die
Arbeit in der Stadt an der weiblichen Jugend
referierte Frau Oberſt von der Schulenburg. Mit
tiefem Verſtändnis ſchilderte ſie die perſönliche Arbeit an
den Jugendlichen durch die Frauen. Auch ſie kommt
auf das Gebiet der Zwangserziehung zu ſprechen. Das
ſtädtiſche Pflegeamt hat die Einrichtung getroffen, daß
bei Verwahrloſung von Kindern nicht ſofort Antrag auf
Zwangserziehung geſtellt, ſondern den Eltern unter
An=
drohung dieſer Maßnahme Gelegenheit zur Beſſerung
der Verhältniſſe gegeben wird. Das Amt beſtellt in
dieſen Fällen eine geeignete Dame, die freiwillig die
Schutzaufſicht über dieſe Kinder übernimmt. Hier hat
die Frau ein reiches Gebiet zur Betätigung. Sie ſoll
helfen mit Rat und Tat, auch wenn es ſich um Dinge
handelt, die vielleicht geringfügig erſcheinen. Angeführte
Beiſpiele zeigten, daß durch die Beachtung kleiner
Ur=
ſachen oft große Schäden im Keime erſtickt werden.
Herr Bürgermeiſter Mueller dankte in warmen
Worten ſür die ausgezeichneten Vorträge. Eine lebhafte
Diskuſſion folgte. — Es wird nochmals ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß die Schlußverſammlung
des Kurſus über Armenpflege, Jugendwohlfahrt und
Jugendfürſorge heute, Samstag, den 24. Februar,
nachmittags 4 Uhr, im Gartenſaal des Städtiſchen
Saalbaues ſtattfindet.
* Der Ausſchuß der vereinigten Bezirksvereine
hielt am 21. Februar eine ſtark beſuchte Sitzung ab, in
der neben den laufenden Geſchäften als Hauptpunkt die
Verkehrsverhältniſſe unſerer Stadt,
insbe=
ſondere unſere Straßenbahnverhältniſſe, zur Sprache
kamen. Als Einleitung gab Herr Stadtverordneter
Säng in kurzem Vortrage an Hand eines Planes die
ineinandergreifende Linienführung der bereits
beſtehen=
den, umzubauenden und neu zu eröffnenden Strecken,
ſowie die für die einzelnen Strecken vorgeſehenen
Fahr=
preiſe bekannt. Vor allem wurde von dem Beſſunger
Bezirksverein auf die durch Erbauung des neuen
Bahn=
hofs dem ſüdlichen Stadtteil zugefügten Schäden
ver=
wieſen, denen ſich noch der weitere Mißſtand zugeſelle,
aß von den ſüdlich der Niederſtraße ab bis zur
Lands=
kronſtraße gelegenen Haltepunkten der elektriſchen
Straßenbahn nach Perfektwerden des neuen Vertrags
15 Pfg. Fahrpreis bis zum Bahnhofe, Orpheum ꝛc.
er=
hoben werden ſoll. Allſeitig wurde dieſe Erhöhung für
ungerecht empfunden, zumal bei allen Gelegenheiten
be=
züglich des abzuſchließenden Vertrags die Verſicherung
abgegeben wurde, daß bei Benutzung der Bahn keine
Verſchlechterung eintrete. Einen weiteren Hauptpunkt
bildete die ins Martinsviertel vorgeſehene Linie, die
all=
ſeitigen Widerſpruch beſonders darin erregte, daß man
bei Umführung des Martinsviertels dem Gedanken, eine
Linie von Mitte der Stadt nach dem Herz genannten
Vier=
tels zulegen, keine Rechnung trage. Weiter wurde bemerkt,
daß die Linienführung durch die Landgraf=Georgſtraße
durch die in letzter Zeit gemachten Bewilligungen ein
verändertes Bild zeige, aber immerhin beſtehe noch die
Gefahr, daß das bereits eingehaltene langſame Tempo
weiter beſtehen bleibe. Im weiteren wurde der Wunſch
geäußert, mit aller Energie daran feſtzuhalten, die durch
den Dornheimer Weg führende Strecke ſo ſchnell als
möglich auszubauen. Endlich wurde noch vom Südoſt=
Verein die mangelhafte Verbindung dieſes Viertels mit
dem Oſtbahnhof in Erwähnung gebracht und darum
nachgeſucht, auch dieſe Schwierigkeiten mit den bereits
vorſtehend erwähnten in nächſter Stadtverordneten=
Verſammlung durch entſprechende Anträge zur Sprache
zu bringen.
— Vortrag des Oberleutnants Graetz über ſeine
Erlebniſſe bei ſeiner Motorboot=Expediton durch
Afrika. Wie uns berichtet wird, iſt Herr Oberleutnant
Graetz von ſeiner Expedition, die er im Motorboot
quer durch Afrika unternommen hat, am 11. Februar
nach Berlin zurückgekehrt. Er beabſichtigt indes, bereits
Mitte April wieder zu ſeinem am Luapula „
über=
winternden” Motorboot zurückzukehren und ſeine
Ex=
pedition fortzuſetzen. Sein Plan geht dahin, im Boot
über den Mweruſee den Kongo abwärts zu gehen, den
Sanga=Fluß bis nach Kamerun zu befahren und unſere
eue deutſche Kolonie am Sangafluß in Franzöſiſch=
Kongo zu beſuchen, um ſie in bezug auf ihre
geſund=
heitlichen, wirtſchaftlichen und ethnographiſchen
Verhält=
niſſe zu erforſchen. Er wird auf dieſer Expedition von
einem Erſatzmann für den von Büffel getöteten
kine=
mathographiſchen Operateur Octave Fiére begleitet ſein.
Ueber ſeine Erfahrungen und Erlebniſſe während des
erſten Teiles ſeiner Durchquerung Afrikas im
Motor=
boot wird er auch in unſerer Stadt in nächſter
Zeit einen Vortrag halten, der durch farbige
Lichtbilder und kinematographiſche Vorführungen
Er=
läuterung findet. Ausführlich wird er über die Expedition
in ſeinem Buche „Im Motorboot quer durch Afrika”
berichten, deſſen Teil I bereits druckfertig vorliegt.
* Liturgiſche Paſſionsfeier in der Stadtkirche.
Unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins und des
Knabenchors findet in den nächſten Wochen jeden
Mittwoch, abends 8 Uhr, eine liturgiſche Paſſionsfeier
ſtatt, in der die Paſſionsgeſchichte in inniger Verbindung
mit Paſſionsmuſik (Chöre und Orgel) und einer
An=
ſprache des Geiſtlichen zur Darſtellung kommen wird.
Gerade die Paſſionsgeſchichte, der unſere Kirchenmuſik
ihre tiefſten und ergreifendſten Motive entnommen hat,
eignet ſich beſonders für dieſe Form der Darſtellung und
gewiß werden die vorgeſehenen Feierſtunden, die nur
wert=
volle Gaben aus der Fülle der kirchenmuſikaliſchen
Schätze bieten werden, von vielen Gemeindegliedern
dankbar begrüßt. Die erſte iſt für Mittwoch, den
28. Februar, abends 8 Uhr, angeſetzt.
— Der Frauenverein der Südoſtpfarrei der
Stadtgemeinde bietet ſeinen Mitgliedern am nächſten
Sonntag, den 25. Februar, den Genuß eines
muſi=
kaliſchen Familienabends. An
Klaviervor=
trägen (Fräulein W. Weinmann) ſind vorgeſehen
„Der Zug der Zwerge” von Grieg und eine intereſſante
Feuilleton.
W-l. Großh. Hoftheater. Als Aennchen in Webers
Freiſchütz beendete Frl. Jüttner vom Stadtheater in
Metz am Donnerstag ihr Engagements=Gaſtſpiel. Zu einem
weſentlich anderen Urteil als nach dem erſten Abend
konnten wir auch nach dem zweiten Gaſtſpiel nicht
ge=
langen. Obwohl ſie ſtimmlich friſcher und geſanglich ſicherer
war, haftete auch dieſer Leiſtung das Anfängermäßige an.
Auch ihrem Aennchen fehlte jeder Charme. Es würde ſich
empfehlen, noch weitere Bewerberinnen für das Fach
auftreten zu laſſen. Wenn es ſich um Beſetzung des Fachs
der erſten Soubrette handelt, glauben wir, das
Enga=
gement nicht befürworten zu können. Die Beſetzung der
Hauptpartien war dieſelbe wie bei der erſten
Auffüh=
rung in dieſer Saiſon, die des Fürſten und des Eremiten
wurden vertretungsweiſe von den Herren Weber und
Semper geſungen.
N. Aus Berlin wird uns geſchrieben: Vor einigen
Tagen veranſtaltete die Abteilung Wilmersdorf des
Va=
terländiſchen Frauenvereins in der Königl.
Hochſchule für Muſik zu Berlin einen Premi=
érenabend zum Beſten der Hauspflege. — Den
Glanz=
punkt des in allen Teilen vortrefflich gelungenen Feſtes
bildete die durch Frau Etelka Gerſter=Gardini
zur Aufführung gebrachte, früher ja auch wiederholt in
Darmſtadt über die Bühne gegangene Gluckſche Oper
Die Maienkönigin” — für Berlin als
Urauffüh=
ung. — In weiteren Kreiſen der Darmſtädter Geſellſchaft
dürfte es beſonderes Intereſſe erwecken, daß in der
Tenor=
partie, dem Marquis von Monſoupir, gen. Damon, ein
ktiver Darmſtädter Offizier, welcher gegenwärtig zur
Aus=
bildung ſeiner hervorragenden Stimmittel nach Berlin
be=
urlaubt iſt, ſein erſtes Bühnendebut ablegte. — Das
Per=
ſonenverzeichnis nannte einfach einen „Herrn von
Sayn” — unter dieſem Namen gedenkt nach vollendeter
Ausbildung Herr Viktor Graf zu Sayn=
Witt=
genſtein=Berleburg, gegenwärtig noch Leutnant
im Leib=Garde=Infanterie=Regiment, die Bühne zu
betre=
ten. „Herr von Sayn” durfte denn auch die Genugtuung
erleben, daß ihm, nachdem bereits ſeine Eingangsarie
einen ſtürmiſchen Applaus bei offener Szene ausgelöſt
hatte, die Gunſt des den beſten Geſellſchaftskreiſen Berlins
angehörenden verwöhnten Publikums bis zum Schluſſe
treu blieb. Und auch die Berliner Theaterkritik (z. B.
Lokal=Anz., B. Z. am Mittag uſw.) kargte am nächſten Tage
mit ihrem Lobe nicht. Bot zwar die etwas kleine Rolle
dem Sänger nicht in erwünſchtem Maße Gelegenheit, die
hohe Leiſtungsfähigkeit ſeines umfangreichen, lyriſchen
Tenors zu zeigen, ſo ließ ſie doch deutlich erkennen, daß
hier ein wirklicher Künſtler vor uns ſtand, der durch
wei=
tere ernſte Arbeit bei tüchtigen Lehrern ſein erſtklaſſiges,
natürliches Stimmaterial bald zu wahrer Vollkommenheit
bringen wird. Beſonders hervorgehoben zu werden
ver=
dient noch das überraſchend ſichere Abfinden mit der
keines=
wegs leichten ſchauſpieleriſchen Seite der Rolle. Der junge
Künſtler bewies auch hier durch ſein intelligentes, von
feinem Humor getragenes Spiel eine außergewöhnliche
natürliche Begabung für ſeinen neu erwählten Beruf.
Mögen die ihm nach Schluß der Vorſtellung überreichten
Lorbeeren Sporn und Verheißung ſein auf dem Wege
zum kommenden Ruhme!
C) Eine Schilderung des Marsmenſchen. Der
fran=
zöſiſche Gelehrte Edmond Perrier hat ſoeben eine kleine
Schrift veröffentlicht, die den verheißungsvollen Titel
führt: „Das Leben auf den Planeten.” Zu der immer
wieder auftauchenden Frage, ob gewiſſe Planeten von
lebenden Weſen bewohnt ſind, bildet dieſe originelle
Schrift zwar keinen Beitrag, aber die phantaſtiſchen
Fol=
gerungen über das Weſen und Ausſehen der legendären
Marsbewohner ſind doch originell und intereſſant genug,
um die Aufmerkſamkeit zu feſſeln. Ob es Marsbewohner
gibt, bleibe unentſchieden: wenn es aber welche gibt, ſo
müſſen ſie nach den logiſchen Folgerungen Perriers ſich
nach den Verhältniſſen ihres Heimatsplaneten entwickeln
oder entwickelt haben. Und da die chemiſchen und
atmo=
ſphäriſchen Verhältniſſe auf dem Mars anders ſind als
auf der Erde, muß der Marsmenſch notgedrungen von den
Erdenbewohnern verſchieden ſein. Wie könnte der
Mars=
menſch ausſehen? Das iſt die Frage, die Perrier ſich
vor=
legt und logiſch zu beantworten trachtet. Der Mars iſt ein
Planet, der eine beſonders hobe und üppige Fauna hat,
man wird alſo annehmen müſſen, daß alle lebenden Weſen
ſich dem angepaßt und ihre unteren Extremitäten
beſon=
ders entwickelt haben. Alſo lange und dünne Beine. Die
ſchwache atmoſphäriſche Spannung aber müßte
notgedrun=
gen eine ungewöhnlich ſtarke Entwicklung des
Lungen=
apparates mit ſich bringen, eine ſo gewaltige Entwicklung,
wie wir ſie auf der Erde nicht kennen. Wir hätten uns
alſo die Marsmenſchen notgedrungen etwa wie folgt
vor=
zuſtellen: ſie ſind ſehr groß, weil die Schwerkraft nur
gering iſt, blond, weil das Licht ſehr milde iſt. Die
Glie=
der ſind wahrſcheinlich ſehr graziös und der Schädel viel
größer und breiter im Verhältnis zum Körper als beim
Erdenbewohner. Die blauen Augen haben einen großen
Umfang und eine ſehr ſtark entwickelte Beweglichkeit und
Anpaſſungsfähigkeit; auch die Naſe iſt ſtärker, am größten
aber ſind die Ohrmuſcheln. Koloſſal iſt der Bruſtkorb
ent=
wickelt. Der Marsmenſch alſo iſt nach dieſer Schilderung
von dem Erdenmenſchen ſehr verſchieden, die großen,
be=
weglichen Augen, die kräftig vorſpringende Naſe, die
be=
weglichen Nüſtern und die rieſigen Ohren vereinen ſich
zu einem Schönheitstypus, der für uns durchaus nichts
Anziehendes haben würde. Dazu kommt noch, daß die
Arme ungewöhnlich lang ſind. Die Phantaſie des
fran=
zöſiſchen Gelehrten verrät uns noch, daß der Marsmenſch
beinahe doppelt ſo groß iſt als der Bewohner der Erde,
dabei aber von einer Intelligenz, der wir Erdenkinder
nicht zu folgen vermöchten, der glückliche Beſitzer einer
ge=
valtigen Ziviliſation und Kultur, der zugleich mit ſeiner
Umwelt, mit den Tieren in vollſter Harmonie lebt und
dabei auch die feinſten geiſtigen Genüſſe kennt. Jean
d'Orſay, der bekannte Pariſer Journaliſt, hat den
Gelehr=
ten beſucht und ſich dieſe wunderliche Schilderung von
ihm ſelbſt beſtätigen laſſen. Und er ſchließt ſeinen Bericht:
„Während Mr. Edmond Perrier mir dieſe fabelhaften
Dinge erzählte, lächelte er. Er lachte nicht, aber er lächelte
mit einem geheimnisvollen Ernſte; und er glaubte
wahr=
cheinlich, daß wir ihm dies alles glauben müßten, da wir
nun einmal nicht auf den Mars gehen können, um uns
vom Gegenteil zu überzeugen.”
* Der jugendliche Held in Verlegenheit. Die Frankf.
Nachr, erzählen folgendes Geſchichtchen: Beim Theater=
Kompoſition unſerer früheren Mitbürgerin „Erinnerung
an Wengernalp” von Katharina F. van Rees, die als
Dichterin und Komponiſtin des Transvaalſchen
Volks=
liedes ſeinerzeit rühmlich bekannt geworden iſt. Herr
Finanzamtmann Lony, mit prächtiger Baritonſtimme
begabt, wird Lieder von Löwe, Hugo Wolf, Schubert,
Hildach uſw. darbieten. Auch der Gemeindegeſangverein
(Dirigent: Kapellmeiſter Landwich) hat in freundlichem
Entgegenkommen wieder ſeine gern geſehene Mitwirkung
zugeſagt. Außer anderem wird er das dramatiſche
Finale aus der unvollendet gebliebenen Oper „Loreley”
von F. Mendelsſohn zur Aufführung bringen. Die
Solopartie für Sopran wird in Fräulein Sturmſels
eine ſtimmbegabte, gutgeſchulte und verſtändnisvolle
Interpretin finden. Der Klavierpart liegt bei Fräulein
W. Weinmann in bewährten Händen. Zu dem Abend
können auch Gäſte durch Mitglieder eingeführt werden.
(Näheres im Anzeigenteil.)
Verein der Freundinnen junger Mädchen. Die
Arbeit des Vereins der Freundinnen junger Mädchen
iſt in unſerer Stadt in erfreulichem Aufblühen begriffen
Seine Aufgabe, der unerfahrenen weiblichen Jugend
Schutz und Rat in allen Lebenslagen zu gewähren,
nimmt viel Zeit und Kräfte in Anſpruch und, wie bei
allen aufſtrebenden ſozialen Bewegungen der Neuzeit
im Dienſte der Nächſtenliebe, erfordert es auch hier
treuer Mithilfe von allen Seiten! Wir verweiſen auf
den diesbezüglichen Aufruf im Anzeigenteil unſerer
heutigen Nummer.
Silberne Hochzeit. Herr Logendiener Daniel
Weil und ſeine Ehefrau Lina, geb. Goldſchmidt,
feiern am Mittwoch, den 28. Februar, das Feſt der
ſilbernen Hochzeit.
Koloniale Jagd= und Meerfiſch=Ausſtellung,
veranſtaltet von deutſchen Kolonialfreunden im In= und
Auslande zur Förderung des Intereſſes für die deutſchen
Kolonien. Die Ausſtellung findet in den Tagen vom
30. März bis 10. April im großen Kaiſerſaal,
Grafenſtraße, hier, ſtatt. Es ſind bereits 500 Nummern
von Geweihen, Gehörnen, Waffen, präparierten Tieren
und anderen Afrika= und Kolonialandenken angemeldet,
außerdem beteiligen ſich einige größere Exportfirmen.
Im Falle eines Ueberſchuſſes der Ausſtellung aus
den Einnahmen ſoll ein Teil invaliden Afrika=
und Chinakriegern oder deren Witwen und
Waiſen zugute kommen. Programme und
Anmelde=
bogen verſendet die Geſchäftsſtelle J. Zrenner,
Darmſtadt, Karlſtraße 16. (Näheres durch die Anzeigen.)
* Heſſiſcher Zimmerſchützenbund, Sitz Darmſtadt.
Nachdem im Dezember vor. Js. Vertreter einer großen
Anzahl Schützenvereine zwecks Gründung eines
Schützen=
bundes zuſammengetreten, wurde, nachdem nunmehr die
Vorarbeiten beendet und die Statuten feſtgelegt, der Bund
definitiv gegründet. Derſelbe führt den Namen „
Heſſi=
ſcher Zimmerſchützenbund”, hat ſeinen Sitz in
Darmſtadt und zählt bereits über 400 Mitglieder. Zweck
des Bundes iſt die Förderung des Zimmerſchießſports, die
gegenſeitige Verſtändigung und Unterſtützung bei
Preis=
ſchießen, die Abhaltung jährlicher Bundesſchießen, ſowie
die gemeinſame Beſchaffung von Schießutenſilien. Daß mit
dieſer Gründung einem allgemeinen Bedürfnis vieler
Schützenvereine entſprochen wurde, zeigen die
fortwähren=
den Anfragen, und ſteht zu hoffen, daß ſich bald die
übrigen Vereine der weiteren Umgegend dem
neuge=
gründeten Bunde anſchließen. Bei Anfragen bitten wir
höflichſt, ſich an den Bundespräſidenten Georg Luley,
Lichtenbergſtraße 72, oder an den Bundesſchriftführer Gg.
Hahn, Eckhardtſtraße 2, wenden zu wollen, und ſind beide
Herren zur Erteilung von Auskünften ſtets gern bereit.
* Der Ortsgewerbeverein macht nochmals auf ſeine
am morgigen Sonntag ſtattfindende Wanderung durch
den Wildpark nach Meſſel aufmerkſam. (Siehe Anzeige.)
* Orpheum. Das erfolgreiche Gaſtſpiel des
Belve=
dere=Enſembles geht in dieſen Tagen, mit
Monats=
ſchluß, zu Ende, ohne bis jetzt von ſeiner Zugkraft und
Be=
liebtheit eingebüßt zu haben. Heute Samstag findet mit
dieſem Programm der letzte Familienabend ſtatt; morgen
Sonntag, wie üblich 2 Vorſtellungen. Für die Sonntag=
Nachmittags=Vorſtellungen gelten die bekannten
außer=
ordentlich billigen Preiſe. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Die Kapelle des Leibgarderegiments
unter Obermuſikmeiſter Hauskes Leitung bringt am
morgigen Sonntag, den 25. Februar, wieder ein
beſon=
ders ſorgfältig gewähltes Programm zur Durchführung.
Auf die Tonbilder aus Puccinis „Madame Butterfly” und
die muſikaliſch wertvolle Arie mit dem Violinſolo aus
Kreuzers Oper „Das Nachtlager von Granada” ſei
beſon=
ders aufmerkſam gemacht. (Siehe Anzeige).
* Maskenball. Auf den am Montag, den 26.
Fe=
bruar, ſtattfindenden Maskenball des Deutſchen
Kellner=Bundes, Bezirksverein Darmſtadt, ſei hiermit
nochmals hingewieſen. Näh. ſiehe Anzeige in heutiger
Nummer.
s. Zum Fall Schrappe. Von dem flüchtig gegangenen
Kaufmann Guſtav Schrappe, den die hieſige
Staatsan=
waltſchaft ſteckbrieflich verfolgt, konnte bereits eine Spur
rmittelt werden. Sie ergab ſich in Wittenberg, der
Hei=
mat ſeiner Braut, wohin ſich das Paar von hier aus
ge=
wendet hatte. Das Mädchen hält ſich daſelbſt noch auf und
richtete einen Brief an den geſchädigten bisherigen
Ge=
ſchäftsherrn des Flüchtigen mit der Bitte, den
Strafan=
trag zu unterlaſſen. Ein ſolcher Antrag iſt übrigens zur
Strafverfolgung gar nicht erforderlich, ſondern das
Ver=
fahren wird von Amtswegen betrieben. Wie in
Witten=
berg feſtgeſtellt wurde, hat ſich Schrappe von dort nach
Berlin begeben.
* Ein Zuſammenſtoß zwiſchen zwei Straßenbahnwagen
ereignete ſich am Donnerstag abend nach Theaterſchluß am
Paradeplatz. Ein unbeſetzter Wagen fuhr einem vom
Theater kommenden vollbeſetzten Wagen bei der Weiche,
die anſcheinend von unberufener Hand geſtellt war, in die
Flanke. Beide Wagen wurden nicht unerheblich
beſchä=
digt. Von den Paſſagieren wurde eine Dame vor Schreck
ohnmächtig, während ein Mann von den Glasſcherben
un=
erheblich verletzt wurde.
§ Zimmerbrand. Am Donnerstag nachmittag
gegen 5 Uhr entſtand im Hauſe Liebfrauenſtraße Nr 44
ein Zimmerbrand, wobei einige Möbelſtücke
be=
ſchädigt worden ſind.
* Auerbach, 23. Febr. Im Hotel zur Krone, Beſitzer
Gg. Diefenbach, findet am 25. dieſes Monats,
nachmit=
tags 3½ Uhr, Kaffeekonzert ſtatt. (Siehe Anz.)
— Groß=Zimmern, 23. Febr. Der hieſige
Männer=
geſangverein, unter der Leitung ſeines bewährten
Dirigenten Herrn Rich. Etzold aus Darmſtadt, hat
be=
ſchloſſen, ſein nächſtjähriges 50jähriges
Vereins=
jubiläum mit einem großen Geſangswettſtreit
zu verbinden. Von den Gründern des Vereins ſind noch
verſchiedene am Leben.
Groß=Bieberau, 23. Febr. In der Groß=Bieberauer
Flur wurden durch Prof. Anthes=Darmſtadt ſechs
Wohngruben aus der neolitiſchen Periode
freigelegt, die für die älteſte Beſiedelung des
nörd=
lichen Odenwaldes bedeutſame Rückſchlüſſe tun laſſen.
Eine Grube, von einem Durchmeſſer von 4,5 zu 3,5 Meter
und einer Tiefe von 1 Meter, enthielt einen vollſtändig
erhaltenen Herd, die Löcher für die Holzpfoſten und
Lehmbrocken, eine Vorratskammer, Spuren eines
Ein=
gangs und barg zahlloſe Scherben. Dieſe letzteren
ge=
hören nach Form und Verzierung zum Teil der jüngeren
Steinzeit an, zum Teil aber einer weit jüngeren Periode,
der ſogenannten galliſchen (300 bis 100 vor Chr.). Fünf
weitere Wohngruben, die man ausfindig machte, ſollen
im Frühling freigelegt werden.
Offenbach, 23. Febr. Die Stadtverordneten=
Verſammlung beſchäftigte ſich geſtern mit der Frage
der Verſtaatlichung der Polizei. Bürgermeiſter
Dr. D ullo führte aus, daß die Begründung des
An=
trages durch den Finanzausſchuß ſchwere, aber
unge=
rechtfertigte Vorwürfe gegen die ſtädtiſche Verwaltung
enthalte; der Sicherheitsdienſt und Aufklärungsdienſt
funktioniere gut. Nach längerer Debatte wurde ein
An=
trag, der ſich gegen die Verſtaatlichung
aus=
ſpricht und die Zweite Kammer erſucht, der von der
Staatsregierung beantragten Einſtellung von Mitteln in
den Etat zwecks Beſoldung ſtaatlicher Leiter der
Offen=
bacher Polizeiverwaltung, die Zuſtimmung zu verſagen,
in namentlicher Abſtimmung mit 25 gegen 8 Stimmen
bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Ferner
erklär=
ten ſich die Stadtverordneten grundſätzlich mit der
beab=
ſichtigung Umwandlung des Elektrizitätswerkes in eine
Ueberlandzentrale einverſtanden und
bewillig=
ten 5000 Mark für die erforderlichen Vorarbeiten. Die
Vorarbeiten würden der Berliner A. E.=G. übertragen,
die im Falle der ſpäteren Ausführung der
Erweiterungs=
bauten durch ſie die 5000 Mark zu Gunſten der Stadt
auf=
rechnen wird. — Wir werden gebeten, mitzuteilen, daß
der wegen Schädigung der Ortskrankenkaſſe in Haft
ge=
nommene Frohmann nicht Apotheker, ſondern Optiker
iſt, was übrigens bereits in der zweiten Notiz
richtig=
geſtellt war.
Offenbach, 23. Febr. Infolge der Selbſtentzündung
von Kohlenſtaub entſtand heute nacht in der hieſigen
Portland=Zementfabrik ein Großfeuer das den
größten Teil der Lagerhallen vollſtändig e
in=
äſcherte. Durch die reichlichen Waſſermengen, die zur
Bekämpfung des Feuers verwendet wurden, ſind etwa
30000 Zentner Zement vollſtändig vernichtet. Der
Scha=
den beträgt 150—200000 Mark. Der Betrieb kann zum
größten Teil aufrecht erhalten werden.
Hirzenhain, 22. Febr. Auf dem hieſigen Bahnhof
ereignete ſich geſtern ein ſchwerer Unglücksfall. Dem
Aushelfer Nagel wurden beim Rangieren und
Ab=
hängen eines Wagens am Güterzug 7963 beide Beine
ab=
gefahren. Der Schwerverletzte wurde in die Klinik nach
Gießen verbracht. Er ſchwebt in Lebensgefahr.
Gießen, 23. Febr. Zum Nachfolger von Geh.
Juſtiz=
rat Profeſſor Dr. Biermann in der juriſtiſchen
Fakul=
tät wurde der a. o. Profeſſor daſelbſt Dr. jur. Hans A.
Fiſcher als Ordinarius berufen. Fiſcher iſt 1874 zu
Schönberg im Fürſtentum Ratzeburg geboren. Seine
Hauptlehrer waren M. Rümelin (Tübingen) und F.
Bernhöfft (Roſtock). Nachdem er 1896 die erſte juriſtiſche
Prüfung beſtanden, wurde er als Referendar von der
Großh. Landesregierung zu Neuſtrelitz dem Amtsgericht
zu Schönberg zur Beſchäftigung überwieſen. Oſtern
1897 promovierte Fiſcher in Roſtock zum Dr. jur. mit
der Diſſertation: „Vis major im Zuſammenhang mit
Un=
möglichkeit der Leiſtung” Nach Abſolvierung ſeines
Vorbereitungsdienſtes trat er in den Mecklenb.=
Schwe=
rinſchen Juſtizdienſt über und wurde vom 1. Dezember
1897 ab beim Landgericht Roſtock beſchäftigt. 1899 ging
er zwecks weiterer Studien nach Tübingen, wurde nach
ſeiner Rückkehr (1901) Gerichtsaſſeſſor und habilitierte ſich
im Frühjahr 1903 in Roſtock für römiſches und
bürger=
liches Recht. Am 14. Dezember 1903 wurde Fiſcher a. o.
Profeſſor in Roſtock als Nachfolger von Profeſſor Binder
und ſiedelte am 1. Oktober 1909 nach Gießen als
etats=
mäßiger a. o. Profeſſor und Nachfolger von Profeſſor
Dr. P. Kretſchmar über. Fiſchers ſpezielles
Forſchungs=
gebiet iſt die zivilrechtliche Schadenerſatzſchuld. Aus
die=
ſem Gebiete ſind bisher veröffentlicht zwei größere
Mo=
nographien: „Der Schaden nach dem B. G. B.‟ (1903)
und „Die Rechtswidrigkeit mit beſonderer
Berückſichtig=
ung des Privatrechts” (1911).
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Febr. In der heutigen
Stadtverordneten=Verſammlung wurde der
Verkauf der Markthalle in der Dorotheenſtraße an den
Poſtfiskus für 3.8 Millionen und die Inangriffnahme der
drei Südlinien der ſtädtiſchen Straßenbahn definitiv
be=
ſchloſſen. Auch die Zuſtimmung zur Hergabe des
Luiſen=
platzes für ein Robert Koch=Denkmal wurde einſtimmig
beſchloſſen. — Heute nachmittag fand der Ortstermin
in der dreifachen Mordſache in der Alten
Jakob=
ſtraße ſtatt. Vor dem Tatort ſammelten ſich große
Men=
ſchenmengen an, ſchrien, johlten und pfiffen. Es erſchien
ein großes Schutzmannsaufgebot. Trenkler blieb bei der
bereits gegebenen Darſtellung. Als die Kommiſſare ihm
nachwieſen, daß dieſe nicht richtig ſein könne, bekam er
einen erneuten Schwächeanfall und ſagte, ihm ſei übel.
Schließlich antwortete er nicht mehr. Endlich erklärte
Trenk=
ler, er ſei bei ſo vielen Menſchen nicht im Stande, den
Vor=
gang zu ſchildern. Es ſchien ihn zu ſtören, daß Leute auf
dem Hofe verſuchten, von aufgeſtellten Leitern aus durch
das Zimmerfenſter zu blicken. Bei der Abfahrt waren die
umgebenden Straßen von Menſchen überfüllt, die „Mörder”
und „Räuber” riefen. Die Menge drückte ein
Ladenſchau=
fenſter ein. Der Chauffeur des Wagens, in dem Trenkler
ſaß, mußte die Menge durch rückſichtsloſes Auffahren
ver=
ſcheuchen. Trenkler kehrte gebrochen nach dem
Polizei=
präſidium zurück. — Der in der Lichtenberger
Frauenmord=
affäre unter dem dringenden Verdacht des Mordes an der
Schlächtermeiſtersfrau Nickel verhaftete Kaſſierer Schabel
iſt geſtern wieder aus der Haft entlaſſen worden,
da die angeſtellten Ermittelungen ſich als völlig grundlos
erwieſen.
Köln, 22. Febr. Das Automobil des Landrats
von Bergheim, Grafen Beißel, ſtieß auf der Rückfahrt
von der Mülheimer Heide auf der Aachener Straße heute
früh gegen einen Chauſſeebaum. Der Chauffeur und
der Diener wurden aus dem Wagen geſchleudert und
ſchwer verletzt.
Jena, 22. Febr. Der noch nicht ausgelieferte frühere
Wilhelmshavener Schutzmann Gauß richtete aus
Lon=
don an das Jenaer Volksblatt ein längeres Schreiben
mit dem Eingeſtändnis ſeiner Tat und der Verſicherung
der Unſchuld ſeiner hier verhafteten Brüder.
Rankweiler (Vorarlberg), 22. Febr. Während eines
Tanzes im „Gaſthof zur Traube” brach Feuer aus. Der
Saal ſtürzte ein. Bei der entſtandenen Panik
wur=
den zahlreiche Perſonen verletzt.
Prag, 22. Febr. Wie die Blätter aus Kolin melden,
wurde der Advokat Rudolf Reimann unter dem Verdacht
der Veruntreuung von Klientengeldern und
Wech=
ſelfälſchung verhaftet. Die Summe der veruntreuten
Gelder wird auf 300000 Mark angegeben.
Peſt, 23. Febr. Zwiſchen Pancſova und Semlin
wollte die Wanderzirkusgeſellſchaft
Ber=
nabo auf drei Flößen die mit Treibeis gefüllte
Donau überqueren. Das erſte Floß wurde durch eine
Eisſcholle umgekippt und Menſchen und Tiere ſtürzten
ins Waſſer. Die auf den beiden nachfolgenden Flößen
befindlichen Perſonen eilten zur Rettung herbei. Aber
auch dieſe Flöße kenterten. Es entſtand zwiſchen den
Eisſchollen ein furchtbarer Kampf. Die wilden Tiere
ver=
ſuchten. ihre Käfige zu ſprengen. Der größte Teil der
Mitalieder konnte ſich retten, drei Perſonen verſchwanden
jedoch unter den Eisſchollen. Die Tiere kamen um.
Paris, 22. Febr. Die Schweſter Candide iſt
heute vom Strafgericht zu 18 Monaten Gefängnis mit
be=
dingtem Strafvollzug und zu 1000 Franken Buße
ver=
urteilt worden. Das Gericht erkennt an, daß die
Schweſter ſich nicht bereichern wollte und die Gelder, die
ſie erhielt, nicht für ſich ſelbſt verwandte. Es hält aber
den Beweis des Vertrauensmißbrauchs und des Betrugs
für erbracht. Die Forderung der Kläger auf
Rückvergü=
tung von 78600 Franken wird auf 45 712 Franken
herab=
geſetzt.
Paris, 23. Febr. Die in der Nähe des Hafens von
Toulon gelegene Inſel Perqueolles wurde von
einem Pariſer Rentner Fournier bei der geſtern erfolaten
Verſteigerung für 1 100000 Franken gekauft. Die
Ver=
ſteigerung war ſowohl in der Preſſe wie in
Parlaments=
kreiſen ſtark kritiſiert worden, da das Gerücht verbreitet
worden war, daß ſich unter den Kaufluſtigen auch
Aus=
länder befinden, die dieſe angeblich ſtrategiſch ſehr
wich=
tige Inſel durch die Vermittelung von Strohmännern
an=
kaufen könnten. Wie die Blätter melden, iſt Fournier ein
Franzoſe, der als Berawerksingenieur in Mexiko ein
rie=
ſiges Vermögen erworben hat.
Paris, 23. Febr. In der Behauſung des Italieners
Vatnoelli, der wegen des von ihm in Boulogne mittels
eines Bomben=Attentats in einem
Juwe=
lierladen verübten Einbruchs verhaftet worden war.
wurden die geraubten Schmuckſachen gefunden. Patnoelli
hat auch ein umfaſſendes Geſtändnis abgelegt, doch
leug=
net er, einen Helfershelfer zu haben.
Paris, 23. Febr. Aus Douay wird gemeldet, daß in
einer Sandgrube bei Montigny eine Kiſte mit 600
Dynam itpatronen gefunden wurde. Die
Po=
lizei nahm zwei Leute feſt. die verdächtig ſind, dieſe Kiſte
während des Transportes aus einem Eiſenbahnwagen
geſtohlen zu haben.
London. 23. Febr. Das Befinden des berühmten
engliſchen Malers Hubert v. Herkomer, der ſich am
Samstag einer Operation wegen eingetretener
Blutun=
gen unterziehen mußte, hat ſich ſo ſtark verſchlimmert,
daß mit ſeinem Ableben ſtündlich gerechnet wird. Die
vorgenommene Overation hat dem Patienten keine
Er=
leichterung verſchafft.
New=York. 22. Febr. Im Panamakanal haben
ſich wieder erhebliche Erdrutſche ereignet. Der Leiter
des Kanalbaues, Oberſt Goethals, der zum Studium der
europäiſchen Kanalbauten nach Hamburg gereiſt iſt,
er=
klärt, daß der Kanal bis zum 1. Juni 1913 fertiggeſtellt
ſein werde.
New=York. 22. Febr. Seit der Nacht vom 21. Febr.
wütet an der Atlantiſchen Küſte ein heftiger Sturm.
Eine Anzahl Perſonen wurde durch einſtürzende
Schorn=
ſteine verletzt und von dem Sturm zu Boden geworfen.
Bei Norfolk (Virainia) ſind fünf Dampfer geſtrandet,
darunter ein enaliſcher.
New=York. 23. Febr. In einem hieſigen Kinderhauſe
ſind innerhalb dreier Tage ſieben Kinder unter
Ver=
giftungsſerſcheinungen aeſtorben und fünf
ſchwer erkrankt. Die von der Polizei angeſtellten
Ermit=
telungen ergaben, daß eine noch nicht lange im
Kranken=
hauſe tätige Pflegerin ſich in einer nahe gelegenen
Avo=
theke Gift verſchafft hatte. Dieſe Pflegerin ſteht nun
m Verdacht. den Kindern Gift in die Speiſen getan zu
haben. Man glaubt, daß ſie geiſteskrank iſt und hat ſie zur
Beobachtung einer Irrenanſtalt überwieſen.
publikum einer benachbarten Stadt ſteht ein junger
Bon=
vivant und „erſter Liebhaber” in hoher Gunſt.
Nament=
lich die junge und jüngſte Garde des weiblichen
Stamm=
publikums ſchwärmt für ihren Liebling, und es iſt
be=
greiflich, daß der „Liebling” alle Minen ſpringen läßt,
wenn es an den Tagen der Vorſtellung gilt, das
Publi=
kum zu entzücken. Da paſſierte dem Herrn eines Abends
das Malheur, daß ihm gerade bei einer Glanzſtelle in
ſei=
ner Paraderolle, wo er mit mächtigem
Wort=
ſchwall richtig „loslegen” muß, das falſche
Ge=
biß aus dem Munde ſprang und mit luſtigen Sprüngen
nach der Rampe kollerte . . . . Glücklicherweiſe wurde der
fatale Vorgang nur von einigen der in der vorderſten
Reihe ſitzenden „Anbeterinnen” bemerkt. Um aber für alle
weiteren Fälle geſchützt zu ſein, trägt der jugendliche Held
und Liebhaber jetzt ein — Reſervegebiß in der Taſche,
wenn er die weltbedeutenden Bretter betritt . . . .
* Ein Pariſer Hundepenſionat. Ein feiner Kenner
des Pariſer Lebens hat ſoeben im Saint Honoré=Viertel
zu Paris ein Hundepenſionat gegründet. Es handelt ſich
nicht etwa um eine Bewahranſtalt, in der die lieben
Schoßhündchen, „Toutous” genannt, nur ſchlafen und
eſſen können, nein, es iſt ein wirkliches Penſionat, das
auch die geiſtigen Fähigkeiten der Penſionäre
zu entwickeln ſucht. Es gibt Vierfüßler, die ganze, und
andere, die nur halbe Penſion nehmen. Erſtere werden
gegen einen monatlichen Entgelt von 150 Franken
aufge=
nommen, letztere haben 50 Franken zu bezahlen. Dafür
lehrt man die Penſionäre, wie ſie es anzufangen haben.
wohlerzogene, manierliche Welthunde zu werden. Dank
dieſer Stunden wiſſen ſich „Beppo” und „Charley” in
Geſellſchaft anſtändig zu benehmen, es wird ihnen das
Bewußtſein ihrer geſellſchaftlichen Stellung und die
Ver=
achtung für ihre vom Schickſal weniger begünſtigten, auf
der Straße umherirrenden Brüder beigebracht. Auch
ihrer geiſtigen Veranlagung wird in jeder Beziehung
Rechnung getragen: man lehrt die Vierfüßler, Kunſtſtücke
zu machen und ihren Herren und Herrinnen allerhand
ſonſtige liebenswürdige Aufmerkſamkeiten zu erweiſen.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Darmſtädter Streichquartett.
Zwi=
ſchen den beiden in großen Konturen geſchaffenen Werken,
dem C-moll-Streichquartett von Brahms und dem
Kla=
vierquintett von Stojanovits bringt der vierte, in dieſer
Saiſon letzte, Kammermuſik=Abend der Herren Mehmel,
Diedrich, Brückmann und Weyns am Montag, den 26.
dieſes Monats, eins der ſelten gehörten Streichtrios von
Haydn. In ſeiner Stellung am Fürſtlich Eſterhazyſchen
Hofe, die für ſeine ganze künſtleriſche Entwicklung
außer=
ordentlich günſtig war, ſchrieb Haydn bis zum Jahre
1872, alſo im Alter von 30 bis 40 Jahren, etwa 125
Trios. Sie bilden einen wertvollen Beitrag für ſeinen
künſtleriſchen Werdegang. Nur ein kleiner Teil derſelben
Ziſt im Druck erſchienen. Das hier zur Wiedergabe
kom=
imende dreiſätzige Stück, das nicht im Muſikalienhandel
erſchienen iſt, hat, wie ſo manches andere wertvolle Werk
zälterer Meiſter, der Muſikhiſtoriker Dr. Prieger den
Ver=
arnſtaltern überlaſſen. Es wird nach dem prächtigen, aber
niſcht ganz leicht aufzunehmenden, von einer ernſten
Grundſtimmung getragenen Quartett von Brahms den
Hörer zu mühelos behaglichem Genießen einladen und
ihn mit friſcher Empfänglichkeit ausrüſten, um das zwar
flottt und frei von Grübelei konzipierte, aber von
moder=
nem! Geiſte erfüllte Klavierquintett von Stojanovits in
ſeiner ganzen Schönheit auf ſich wirken zu laſſen. Der
als hervorragender Kammermuſikſpieler bekannte
Wies=
badeener Hofkapellmeiſter Profeſſor Mannſtaedt wird auf
einzem Bechſteinſchen Konzertflügel den Klavierpart
interpretieren.
— Richard Wagner=Verein. Auf dem am
nächſſten Dienstag ſtattfindenden 196. Vereinsabend wird
das‟ Darmſtädter Publikum in Frl. Lotte Hegyeſi
aus Frankfurt a. M. die Bekanntſchaft mit einem
bedeu=
tendenn Talente auf dem Gebiete des Violoncellſpieles
macheen. Ueber die Künſtlerin, die eine Tochter des der
älterenn Generation noch wohlbekannten Celliſten des
berühzmten Holländer=Quartetts iſt, liegen uns u. a.
fol=
gende) Preßſtimmen vor: Kölniſche Zeitung. „Frl. Lotte
Hegyfeſi behandelt wie ihr verſtorbener Vater das Cello,
und’zwar ſchon jetzt — ſie iſt noch ſehr jung —, in
meiſter=
haftdr Weiſe. Sie verſteht, das für das Celloſpiel
weſent=
liche, ſeinen großen, geſangvollen Ton zu bilden, der nie
trocken und ſchnarrend klingt.” — Allgemeine Muſik=Ztg.
„Bei ſder jugendlichen Celliſtin Lotte Hegyeſi nimmt
vor=
weg 'der volle abgerundete Ton ein, dann läßt ſie aber
aucht bei einer Aufgabe, wie dem Konzert von Saint=
Saéms, an Technik und geiſtiger Beherrſchung wenig
ver=
miſſen.” — Fränkiſcher Courier. „Soliſtin war die
Cello=
virtugſin Lotte Hegyeſi aus Frankfurt a. M. Ihr
tech=
niſches Können verrät ganz vorzügliche Schulung. Die
Gleichmäßigkeit und glatte Bindung des Spiels, die
In=
tonatichnsreinheit, der ſicher und elegant geführte Bogen,
ein vollär Triller und warmes Flageolet ſind
unverkenn=
bare Vorzüge ihrer lobenswerten ſympathiſchen
Leiſtun=
gen.‟ — Fuldaer Zeitung. „Als eine Meiſterin auf dem
Inſtrument erwies ſich die Celliſtin Fräulein Lotte
Hegyeſi. Mit einer klaren, ſchönen Bogenführung
ver=
bindet ſich tiefempfundenes Spiel, vollendete Technik und
eine wunderbar klangreiche Kantilene.”
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 23. Febr. Die ſtändigen Kommiſſionen
für den Reichshaushaltsetat, Petitionen, Wahlprüfungen.
für die Geſchäftsordnung und für die Rechnungen ſind
gewählt und haben ſich vor der Sitzung konſtituiert.
Vor=
ſitzender der Budgetkommiſſion iſt Abg. Dr. Spahn (Ztr.),
Vorſitzender der Geſchäftsordnungskommiſſion Abg. Haaſe
(Soz.)
Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt
die erſte Leſung des Ausführungsgeſetzes
zu dem internationalen Uebereinkommen
zur Bekämpfung des Mädchenhandels.
Miniſterialdirektor Kriege: Die internationale
Maßnahme zur Bekämpfung des verbrecheriſchen
Mäd=
chenhandels hat eingeſetzt mit einem am 18. Mai 1904 in
Paris geſchloſſenen Verwaltungsabkommen, das von einer
großen Reihe von Staaten, darunter von Deutſchland, in
Kraft geſetzt worden iſt. Gemäß dieſem Abkommen ſind
allenthalben Zentralſtellen zur Ueberwachung des
Mäd=
chenhandels errichtet worden, die ſich gegenſeitig Beiſtand
leiſten. Sie haben bereits ſegensvolle Wirkſamkeit
ent=
faltet. Dem Verwaltungsabkommen iſt ſeit 1910 ein
Rechtsabkommen gefolgt. Wir ſind in der Lage, das
Ab=
kommen ſofort zu ratifizieren, und ich bitte deshalb,
das=
ſelbe anzunehmen.
Abg. Göhre (Soz.): Es hat etwas lange gedauert,
bis man mit der ſyſtematiſchen Bekämpfung des
Mädchen=
handels begonnen hat. Das lag zum Teil an den
Schwie=
rigkeiten auf dieſem Gebiet, da bis vor 8 bis 10 Jahren
die Frage des Mädchenhandels noch ein unaufgeklärtes
Gebiet war. Die Privatorganiſationen, insbeſondere das
deutſche Komitee, haben ſich große Verdienſte um die
Aufklärung dieſes dunklen und ſchmerzlichen Gebietes
er=
worben. Der Mädchenhandel iſt international, ſeine
Be=
kämpfung muß deshalb ebenfalls international
organi=
ſiert ſein. Leider enthält die Vorlage mehrere
bedenk=
liche Lücken, ſo bei den Strafvorſchriften. Bedauerlich iſt
es, daß die Schweiz. die Türkei und Nord= und
Südame=
rika mit Ausnahme Braſiliens der Konvention nicht
bei=
getreten und daß die engliſchen Kolonien nicht einbezogen
ſind. Die deutſche Regierung ſollte alles daran ſetzen. auch
dieſe gerade gefährlichſten Weltgegenden für die
Konven=
tion zu gewinnen. Nachdem nunmehr die erſte Etappe
erreicht iſt, muß die Konvention dahin ſtreben, das
Bor=
dellweſen zu bekämpfen. Unerfahrenheit, Leichtſinn.
wirt=
ſchaftliche Not und zu geringe geiſtige Ausbildung fördern
den Mädchenhandel. Wirtſchaftliche und geiſtige Not, die
namentlich Heimarbeiterinnen. ländliche Arbeiterinnen
und Dienſtmädchen in die Hände führen, zu bekämpfen,
iſt Sache der Geſetzgebung. (Beifall b. d. Soz.)
Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.): Der Geſetzentwurf iſt
ein würdiger Schlußſtein für das große verdienſtliche
Werk des deutſchen Komitees zur Bekämpfung des
Mäd=
chenhandels. Alle Schichten der Bevölkerung ſind ſich
darüber einig, daß es ſich hierbei um ein Kulturwerk erſten
Ranges handelt, und alle Kreiſe, auch die Preſſe, haben
zur Bekämpfung des Mädchenhandels beigetragen. Ich
hoffe, daß auch die Vereiniaten Staaten von Amerika
bald den Verträgen beitreten. (Beifall im Zentr.) —
Aba. Graf Kanitz (konſ.): Mit der vorliegenden
Kon=
vention vom 4. Mai 1910 kann ich mich nicht in allen
Punkten eitverſtanden erklären. Nicht nur die
Dienſt=
mädchen, Hſimarbeiterinnen uſw. in den Großſtädten
müſſen meh; als bisher aufgeklärt werden, ſondern auch
die Landm dchen, die zur Abwanderung in die
Graß=
ſtädte verlei kt werden. — Abg. Meyer=Herford (nl.):
Wir begrüßen dieſes Uebereinkommen. Alle Macht= und
Geldmittel müſſen angewendet werden, um den
Mädchen=
handel zu bekämpfen, um die ſchändlichen weißen
Skla=
venjäger zur Beſtrafung zu bringen. Die Geſetzgebung
allein vermag eine gründliche Beſſerung nicht
herbeizufüh=
ren, das Volk ſelber muß mitwirken. Insbeſondere die
kleine Provinzpreſſe muß aufklärend wirken. — Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vp.): Es muß vor
allem darauf hingeſtrebt werden, daß die Fälle, in denen
Mädchen oder Frauen gegen ihren Willen in einem
Bor=
ell zurückgebalten werden, beſtraft werden. Sckann
muß unſere Regierung alles daran ſetzen, auch die
Bal=
kanſtaaten ebenſo wie die fernſtehenden amerikaniſchen
Staaten in das Uebereinkommen einzubeziehen. — Abg.
Dombeck (Pole): Leider ſteht der Oſten bei der
Ver=
ſchleppung von Mädchen obenan. Dieſem Uebelſtande
wirkſam entgegenzutreten, vermögen die Behörden nicht
allein. Das Publikum darf in ſeiner Mitwirkung nicht
verſagen, ſoll etwas Gutes geſchaffen werden. — Abg. Dr.
Werner (Wirtſch. Vag.): Auch wir ſind durch die
Vor=
lage erfreut, jedoch iſt es nötig, die Konvention alsbald
weiter auszudehnen. Die Innere Miſſion findet ein
dankbares Feld. Sie ſollte ſich auch in der Bekämpfung
des Animierkneipenweſens, des Kabarets uſw. betätigen.
Der Religionsunterricht bleibt der wirkſamſte Schutz
gegen die Gefahren des öffentlichen Lebens, und deshalb
müſſen wir entgegen der Sozialdemokratie daran
feſthal=
ten, in den Schulen dieſen Unterricht weiterbeſtehen zu
laſſen.
Miniſterialdirektor Dr. Kriege: Mit großer
Ge=
nuatuung iſt das große Intereſſe an der Sache feſtzuſtellen,
und darüber, daß den getroffenen Maßnahmen die
Aner=
kennung nicht verſagt iſt. Wenn das Abkommen von den
13 Staaten ratifiziert iſt. wird den weiteren Anregungen
gefolgt werden. Es beſteht kein Zweifel, daß auch die
engliſchen Kolonien der Konvention beitreten werden.
Selbſtverſtändlich dürfen Koſten nicht geſcheut werden,
und unſere Vertreter im Auslande haben bei der
Be=
kämpfung des Mädchenhandels mitzuwirken. Schließlich
möchte ich dem deutſchen Zentralkomitee meine
Anerken=
nung für die Mitarbeit ausſprechen.
Damit ſchließt die erſte Beratung. Da
Kommiſſions=
beratung nicht beantraat iſt, wird ſofort in die zweite
Leſung eingetreten und die Vorlage unverändert
an=
genommen.
Sodann wird die Verlängerung des
Han=
dels= und Schiffahrtsvertrages mit der
Türkei ohne Debatte in erſter und zweiter Leſung
an=
genommen.
Es folgt die
erſte Leſung des Reichs= und
Staatsange=
hörigkeitsgeſetzes
in Verbindung mit einer Abänderung des
Reichsmilitär=
geſetzes, ſowie des Geſetzes betreffend Aenderungen der
Wehrpflicht.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Der Entwurf des
vorliegenden Staatsangehörigkeitsgeſetzes ſoll das Geſetz
vom 1. Juni 1870 erſetzen. Es iſt aber nicht die Abſicht
der Verbündeten Regierungen, die Beſtimmungen über
den Erwerb und Verluſt der Staats= und
Reichsangehörig=
keit von Grund auf zu ändern. Es ſollen nur eine
An=
zahl von Beſtimmungen aufgehoben, ergänzt oder
geän=
dert werden, die nicht mehr der Entwicklung der
politi=
ſchen oder wirtſchaftlichen Verhältniſſe innerhalb und
außerhalb der Grenzen des deutſchen Vaterlandes
entſpre=
chen. Das Geſetz vom 1. Juni 1870 ſtellt an die Spitze
den Grundſatz, daß die Bundesangehörigkeit durch die
Staatsangehörigkeit in einem Bundesſtaate erworben
wird. Das iſt konſtitutionell und muß auch heute noch für
richtig angeſehen werden. Es entſpricht dem förderativen
Charakter des Reichs, wenn die Reichsangehörigkeit als
ſolche nicht durch ſich ſelbſt begründet und erhalten werden
kann, ſondern wenn ſie als die rechtliche Folge der
Ange=
hörigkeit zu einem der zum Deutſchen Reiche
zuſammen=
geſchloſſenen Bundesſtaate erſcheint. Folgerichtig müßte
daher auch ein einheitliches Recht geſchaffen werden in
Bezug auf die Grundſätze, nach denen die
Staatsangehö=
rigkeit innerhalb der Bundesſtaaten erworben werden
könnte. Ferner wäre es notwendig, daß die Zugehörigkeit
zu einem Bundesſtaat auch für die anderen Gültigkeit hat.
Auf dieſer Grundlage zählt das Geſetz vom Jahre 1870
5 Urſachen des Erwerbs der Staatsangehörigkeit auf. Die
Staatsangehörigkeit ſoll nicht verweigert werden können
allen denen, die ſie in anderen Staaten beſitzen,
voraus=
geſetzt, daß ſie ihrer dortigen Militärpflicht genügt haben.
Beſonderen Anteil an der grundſätzlichen Aenderung hat
der § 21, wonach ein Deutſcher, der das Bundesgebiet
verläßt und zehn Jahre ununterbrochen ſich im Auslande
aufhält, ſeine Staatsangehörigkeit verliert. Man wirft
dieſer Beſtimmung vor, daß ſie den Verluſt der
Staats=
angehörigkeit ungebührlich erleichtere. Dieſe
Beſtimm=
ung muß nun zweckmäßiger geſtaltet werden. Dazu
kommt, daß das alte Geſetz zu einer Zeit erlaſſen wurde,
als wir noch keine Kolonien hatten. Wir haben zwar
den Verluſt der Staatsangehörigkeit durch den
Zeitab=
lauf beſeitigt, halten aber daran feſt, daß nach wie vor
die Staatsangehörigkeit verloren gehen muß, wenn ihr
Inhaber auf ſeinen Antrag die Angehörigkeit zu einem
anderen Staat erworben hat. Dabei wird anerkannt,
daß es Fälle geben kann, in denen der einzelne
Staats=
bürger im Auslande ein Intereſſe daran hat, neben der
alten auch die neue Staatsangehörigkeit zu erwerben.
Auch darauf iſt Rückſicht zu nehmen. Die Erfüllung der
Militärpflicht iſt Vorbedingung für den Grundſatz:
Semeli germanus, semper germanusl Wer ſeiner
Wehr=
pflicht nicht entſpricht, iſt nicht würdig des deutſchen
Schutzes. Einige Erleichterungen bietet das Geſetz auch
dieſen Auslandsdeutſchen. Das entſpricht den
Forderun=
gen des Reichstages und den Deutſchen im Auslande.
Ich bitte Sie um wohlwollende Aufnahme der Vorlage.
Sie hat eine gewiſſe vaterländiſche Bedeutung und iſt ein
Markſtein in der Entwickelung des Deutſchen Reiches.
(Beifall.)
Abg. Liebknecht (Soz.): Mit der Beſtimmung des
Entwurfes, wonach das deutſche Staatsangehörigkeitsrecht
nur von Perſonen zurückerworben werden kann, die keinem
Staate angehören, ſind wir nicht einverſtanden. Die
For=
derung des unbeſcholtenen Lebenswandels ſollte man
grundſätzlich ausſchalten, da dadurch den Polizeichikanen
Tür und Tor geöffnet würde. Auch ſollte man denjenigen,
die um Entlaſſung aus der Staatsangehörigkeit nachgeſucht
haben, wenn ſie längere Zeit im Auslande ſich
aufgehal=
ten haben, bei ihrer Rückkehr die Möglichkeit gewähren, die
Staatsangehörigkeit zurückzuerwerben. Wenn ein Deutſcher
wegen ſeines längern Aufenthaltes im Auslande für
fahnenflüchtig erklärt wird, ſo iſt nicht immer böſer Wille
der Grund der Fahnenflucht. Es kann ein Akt der
Ver=
zweiflung gegenüber unſerem jetzigen Militärſyſtem ſein.
Mit Rückſicht auf die geringe Schutzlage, in der ſich die aus=
wärtigen Arbeiter bei uns in Deutſchland befinden, iſt eine
eingehende Reviſion der Beſtimmungen über den
erſt=
maligen Erwerb der deutſchen Staatsangehörigkeit
dringend notwendig. Eine Statiſtik über die
Naturali=
ſationsgeſuche und deren Behandlung ſeitens der deutſchen
Regierung wäre im höchſten Grade intereſſant. Wer einen
Krieg mitgemacht oder jedenfalls dazu bereit war, für das
deutſche Reich ſein Leben einzuſetzen, dem müßte der
Er=
werb der deutſchen Staatsangehörigkeit leicht gemacht
wer=
den. Ich freue mich, daß man in einem Falle doch der
Zen=
traliſation des bundesſtaatlichen Gedanken nachgegeben hat,
nämlich bei den Vorſchriften im § 7 über die Aufnahme
eines Ausländers. Ich beantrage, die Vorlage an eine
Kommiſſion von 28 Mitgliedern zu verweiſen. Hoffentlich
gelingt es, das Geſetz ſo zu geſtalten, daß auch wir ihm
zu=
ſtimmen können. (Beifall bei den Soz.)
Abg. Dr. Spahn (Ztr.): Uns wäre es lieber geweſen,
eine Kommiſſion von 21 Mitgliedern einzuſetzen. Eine
geſetzliche Feſtlegung des Fremdenrechtes iſt auch uns
er=
wünſcht. Mit dieſer Vorlage iſt ſie aber nicht zu
ver=
quicken. Die Wiederaufnahme in die deutſche
Reichsange=
hörigkeit muß möglichſt erleichtert werden. Der § 20 (
Zuge=
hörigkeit zu mehreren Bundesſtaaten) entſpricht nicht
un=
ſeren Wünſchen. Es fehlt an genügendem tatſächlichen
Material. An der Erfüllung der Militärpflicht müſſen
wir als Grundbedingung für die Staatsangehörigkeit
feſt=
halten. Ich wünſche, daß es gelingen möge, das Geſetz in
der Kommiſſion möglichſt bald zur Verabſchiedung zu
bringen. Damit werden wir der deutſchen Bevölkerung
im Auslande einen wertvollen Dienſt leiſten.
Abg. Dr. Gieſe (konſ.): Wir ſtimmen der Vorlage
in ihren Grundzügen zu. Wer nicht mehr Deutſcher ſein
will, ſoll nicht dazu angehalten werden. Dieſer Wille
braucht nicht ausgeſprochen zu werden, er kann auch aus
dem Verhalten des Beteiligten erblickt werden. Dazu
gehört der Erwerb der anderen Staatsangehörigkeit und
die Nichterfüllung der Militärpflicht. Gerade der letzte
Punkt iſt für uns von beſonderem Intereſſe. Keine
Volks=
gemeinſchaft ohne Wehrgemeinſchaft! Das Geſetz
be=
deutet einen gewaltigen Fortſchritt zur Feſtigung des
Deutſchtums im Auslande. Mit der Verweiſung des
Entwurfs an eine Kommiſſion ſind wir einverſtanden.
Möge das Geſetz dazu beitragen, das Anſehen
Deutſch=
lands im Auslande zu heben, ſo daß jeder Deutſche mit
Stolz von ſich ſagen kann: Civis germanus sum!
Abg. Beck=Heidelberg (natl.): Auch wir verlangen,
daß der Deutſche im Auslande ſeiner Wehrpflicht im
Vaterland genüge, widrigenfalls er ſich des Nutzens und
des Segens aus der Zugehörigkeit zum Deutſchen Reich
nicht erfreuen kann. In der Kommiſſion werden noch
manche Ausgleiche gefunden werden müſſen, namentlich
hinſichtlich des Anſpruches auf Aufnahme in die
Staats=
angehörigkeit. Insbeſondere würden wir es begrüßen,
wenn wir dieſes Recht ausdehnen würden auf alle
die=
jenigen, die früher deutſch geweſen ſind. Das Prinzip
der unmittelbaren Reichsangehörigkeit muß weiter
aus=
geſtaltet werden, dadurch würde das Bewußtſein der
Zu=
ſammengehörigkeit der Reichsangehörigen geſtärkt
wer=
den. Im großen und ganzen begrüßen wir die Vorlage
als eine gute Grundlage für ein brauchbares Geſetz, wenn
wir auch noch manche Wünſche uns vorbehalten müſſen.
Abg. Dr. Waldſtein (Fortſchr. Vpt.): Auch wir
begrüßen das endliche Erſcheinen dieſes Geſetzentwurfes
ſowohl vom vaterländiſchen, als auch vom fraktionellen
Standpunkte aus. Unſere Hauptbedenken gehen gegen
den § 7, ſoweit er beſtimmt, daß die Aufnahme von
Aus=
ländern erſt erfolgen kann, wenn von keinem Bundesſtaat
Bedenken erhoben werden. Für jeden, der den
bundes=
ſtaatlichen Charakter des Staates wahren will, wird es
zu überlegen ſein, ob er ſich auf den Boden dieſer
Be=
ſtimmung ſtellen kann. Wir laufen Gefahr, damit zu
einer vollſtändigen Zentraliſation und Aufhebung des
föderativen Charakters des Reiches zu kommen. Zu
be=
grüßen iſt, daß der Zuſtand endlich aufhören wird, wo
ein im Ausland befindlicher Deutſcher eines Tages
glück=
lich erfährt, daß ohne ſein Zutun, nur durch die
Beſtim=
mungen des Geſetzes, ſeine Zugehörigkeit zum Deutſchen
Reiche erloſchen ſei. Die Reform des Fremdenrechts
ent=
ſpricht unſeren Forderungen. Hoffentlich gelingt es der
Kommiſſion, manche Bedenken, die wir gegen die
Vor=
lage noch hegen, zu beſeitigen. (Beifall bei der Fortſchr.
Volkspartei.)
Darauf wird die Verhandlung vertagt.
Eingegangen iſt ein ſchleuniger Antrag der
Sozial=
demokraten auf Einſtellung des Verfahrens gegen den
Abg. Dr. Liebknecht vor dem anwaltlichen Ehrengericht.,
Nächſte Sitzung. Dienstag, 27. Febr., 1 Uhr:
Dritte Leſung des Uebereinkommens betr. Bekämpfung
des Mädchenhandels, türkiſcher Handelsvertrag,
Fortſetz=
ung der heutigen Beratung, Schutztruppengeſetz und Etat
des Innern. — Schluß 4¼ Uhr.
Attentate in Paris.
* Paris, 23. Febr. Zu den gegen die
Autodroſch=
ken gerichteten anarchiſtiſchen Anſchlägen wird
noch gemeldet: Die Sprengbomben beſtehen aus mehreren
mit Schwefelſäure, Terpentin und Pulver gefüllten
Probiergläschen, die mit Watte umhüllt und ſo eingerichtet
ſind, daß ſie nach einiger Zeit die Automobildroſchken in
Brand ſetzen können. Die Polizei ſcheint der Anſicht zu
ſein, daß die Schuldigen ſich unter den von den
Auto=
droſchkengeſellſchaften zum Erſatz der Ausſtändigen
einge=
ſtellten neuen Chauffeuren befinden, die ſich eigens
anwer=
ben ließen, um die Attentate auszuführen. Die
Direk=
tionen der Geſellſchaften halten jedoch dieſe Annahme für
unrichtig und vermuten nach dem Ergebnis der von ihnen
angeſtellten Unterſuchungen, daß die Miſſetäter ſelbſt die
Autodroſchken vor kurzer Zeit mieteten und während der
Fahrt die Bomben unter die Tritte der Wagen
ſchmuggel=
ten; da alle dieſe Bomben nach demſelben Syſtem
herge=
ſtellt waren, hegt man keinen Zweifel, daß es ſich um ein
von mehreren anarchiſtiſchen Verbrechern gemeinſam
ange=
zetteltes Komplott handelt. Geſtern abend wurden in drei
Autodroſchken weitere Sprengbomben gefunden, eine von
hnen war während der Fahrt explodiert, ohne Schaden
an=
zurichten. Der Ausſchuß der Chauffeure und das Syndikat
der Ausſtändigen veröffentlichen in den Blättern eine
Er=
klärung, in der ſie gegen dieſe Bombenanſchläge, durch
die die ſtreikenden Chauffeure beim Publikum verdächtigt
werden ſollen, Einſpruch erheben. Sie bemerken übrigens,
daß ſie die Geſchichte mit den Bomben nicht ernſt nehmen
könnten.
* Paris, 22. Febr. Bei den bereits gemeldeten
Bombenexploſionen in Automobilgaragen
iſt der zweite Direktor des ſtädtiſchen Laboratoriums
und=
ein Polizeibeamter leicht verletzt worden.
* Paris, 23. Febr. Zwei weitere
Höllenmaſchi=
nen wurden geſtern in Automobildroſchken
ge=
funden, als dieſe in die Garage zurückkehrten. Eine dritte
Bombe explodierte in einer Automobildroſchke in der
Stadt und zerſtörte das Fahrzeug, verletzt wurde niemand.
Die Kriſis im engliſchen Kohlenbergbau.
* London, 22. Febr. Auf Vorſchlag des
Premier=
miniſters Asquith ernannten die
Kohlenberg=
werksbeſitzer ein Komitee für weitere
Verhand=
lungen mit der Regierung. Die Vertreter der Bergarbeiter
werden am Dienstag wieder mit dem Premierminiſter
zu=
ſammentreten.
* London, 22. Febr. Wie bekanntgegeben wird,
iſt das Internationale Ber garbeiterkomitee,
das ſeit geſtern hier tagt, zu einem Einverſtändnis darüber
gekommen, daß im Falle eines Ausſtandes in England
eine internationale Aktion unternommen
wer=
den ſoll. Die Bedingungen des Abkommens werden nicht
veröffentlicht.
London, 23. Febr. Auf die offizielle Ankündigung,
daß weitere Verhandlungen zwiſchen den
Mi=
niſtern und den Vertretern der Arbeitgeber
und Arbeiter in der Kohleninduſtrie ſtattfinden werden,
iſt eine gewiſſe Beruhigung eingetreten, wenn auch eine
Beilegung des Konfliktes noch keineswegs ſicher erſcheint.
Es wird bemerkt, daß die offizielle Ankündigung nichts
über eine etwaige Verlängerung der Kündigungstermine
enthält, die am 1. März ablaufen. Die Lage wird dadurch
komplizierter, daß die Kündigungstermine in einem Falle
nicht erſt am Donnerstag, ſondern ſchon am Dienstag
ab=
laufen. Nichtsdeſtoweniger herrſcht die Ueberzeugung vor,
daß über die entſcheidende Frage der Termine eine
Vereinbar=
ung zu Stande kommen wird. Die 4 Vertreter der
Berg=
arbeiter, die an den Beratungen mit den Miniſtern
teilge=
nommen haben, beſitzen keine Vollmacht zu dieſen
Abmach=
ungen und erſt am kommenden Dienstag, alſo nur 2 Tage
vor dem eventuellen Beginn des Streiks, findet eine
Kon=
ferenz des Bergarbeiterverbandes in London ſtatt, der
ſeinen Vertretern Vollmachten erteilen kann. Man nimmt
an, daß die Vertreter der Bergarbeiter von dem Verband
die Vollmacht erhalten werden, den Kündigungstermin
hin=
auszuſchieben. Der Ausführungsausſchuß des
Bergarbei=
terverbandes in Südwales tritt in Cardiff am Montag
zu=
ſammen, um Beſchlüſſe über den Streik zu faſſen. Die
Be=
hörden von Rhonda haben erſucht, 1500 Mann Soldaten
in den Bezirk zu ſenden. Die Schutzmannſchaft wird durch
Einſtellung von Privatleuten verſtärkt zum Schutze des
Eigentums in den Kohlengruben und den Fabriken.
* London, 23. Febr. Die
Bergwerksbe=
ſitzer und die Bergleute hielten heute vormittag
beſondere Sitzungen ab. Die Arbeitgeber begaben ſich
nach der Sitzung ins Auswärtige Amt, um die Lage mit
den Miniſtern zu beſprechen.
Die Revolution in China.
* Hankau, 22. Febr. Da Juanſchikai bisher
vier Punkte des Abkommens, nämlich Entfernung des
Hofes aus Peking, Auflöſung der Garde, Abberufung der
gegen Hankau operierenden Armee und Uebergabe des
nördlichen Teiles der Bahn Peking-Hankau an die
republikaniſche Regierung, nicht erfüllt hat, ſo begibt ſich
der Kriegsminiſter Sunchu als Abgeſandter nach Peking,
um Juanſchikai zur Leiſtung des Eides für die Republik
nach Wutſchang zu laden.
* Weihaiwei 22. Febr. Die Eingeborenen
fahren in ihrem Widerſtand gegen die
republika=
niſche Verwaltung fort, da ſie nicht glauben
wol=
len, daß die Mandſchus abgedankt haben. Es kam
wie=
derholt zu Blutvergießen. Sie ſind nur ſchwach
bewaff=
net und vorausſichtlich außerſtande, den Widerſtand lange
fortzuſetzen. Die Grenze der engliſchen Zone wird von
engliſchen Truppen bewacht. Im Hafen liegen die
eng=
liſchen Kreuzer „Kent” und „Monmouth”.
Literariſches.
— Rund ein Jahrhundert Gasverbrauch und
Gaskon=
ſum liegen mit dem Jahre 1912 vor. Zur Würdigung
dieſer Tatſache iſt ſoeben auf Veranlaſſung und mit
Unter=
ſtützung der Zentrale für Gasverwertung ein Kalender,
betitelt „Im Jahrhundert des Gaſes”
erſchie=
nen, der allen Gasverbrauchern, und wer iſt das nicht,
Neues und Wiſſenswertes bringt. Der Kalender, der im
Verlage der Königlichen Hofbuchdruckerei J. S. Preuß,
Berlin S. 14, Dresdener Straße 43, erſcheint, koſtet nur
50 Pfg. pro Stück.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Febr. Laut Reichsanzeiger iſt dem
Ad=
miral Schröder, Chef der Marineſtation der Oſtſee,
der erbliche Adel verliehen worden.
* Rio de Janeiro, 23. Febr. Gegenüber den im
Aus=
lande verbreiteten Gerüchten, daß der neue Miniſter
des Aeußern, Müller, während ſeines
Aufenthal=
tes in Europa politiſchtätig geweſen ſei, erklärt das
Journal de Commerce: Der Miniſter des Aeußern,
Mül=
ler, erhielt zu keinem Militärkaſino Deutſchlands
eine Einladung. In Berlin empfing er nicht nur
all=
deutſche Journaliſten, ſondern auch Journaliſten aller
Parteien. In Paris beſuchte Müller die deutſche
Bot=
ſchaft, ohne zu dem Botſchafter Beziehungen zu
unterhal=
ten. Auf eine Einladung wohnte er als braſilianiſcher
Senator am 14. Juli der Parade in Longchamps bei, eine
Krankheit verhinderte ihn, dieſer Parade im Jahre 1908
beizuwohnen. Das Journal de Commerce erklärte
ſchließ=
lich, ihm liege daran, bei Beginn der Amtstätigkeit des
neuen Miniſters, von dem das Land viel erwarte,
unbe=
gründete Vorurteile zu zerſtören.
H. B. Berlin, 23. Febr. Im Zuſammenhange mit dem
Selbſtmord des Direktors Hempel der Borſigwalder
Terrain=A.=G. war das Gerücht verbreitet, bei der
Geſell=
ſchaft ſei ein Defizit von 500000 Mk. entdeckt worden.
Auf Anfrage teilt die intereſſierte Bank mit: Der
Auf=
ſichtsrat hat nach dem plötzlichen Tode des Direktors
Hempel eine außerordentliche Reviſion vornehmen laſſen,
die ergab, daß der Verſtorbene ſich ſtrafbare Handlungen
zuſchulden kommen ließ, die anſcheinend ſämtlich in die
letzten Monate fallen. Unter Berückſichtigung geleiſteter
Garantien dürfte der Geſellſchaft möglicherweiſe hieraus
ein Schaden von 85000 Mark entſtehen.
* Rudolſtadt, 23. Febr. Als Antwort auf die geſtrige
Thronrede wird die ſozialdemokratiſche
Landtagsfraktion, die ſeit den letzten Wahlen die
Mehrheit hat, heute abend der Regierung ein
Ultima=
tum in Form einer Reihe ſozialdemokratiſcher
Forderun=
gen ſtellen. Falls dieſe Forderungen abgelehnt werden,
wird die Genehmigung des Etats als unmöglich und
wei=
tere Verhandlungen für zwecklos erklärt. (Frankf. Ztg.)
— Detmold, 23. Febr. Der Führer der konſervativen
Landtagsfraktion, Schloßhauptmann Kammerherr von
Lengerke, iſt, auf dem Wege von ſeinem Rittergut nach
Salzuflen durch einen Zuſammenſtoß ſeines Wagens mit
einem Laſtfuhrwerk ſchwer verletzt, beſinnungslos
ins Schloß Steinbeck gebracht worden.
H. B. Madrid, 23. Febr. Ein königliches Dekret
kündigt die Einverleibung des von Spanien in Marokko
beſetzten Gebietes unter der Bezeichnung „
Pro=
vinz Melilla” an.
— New=York, 23. Febr. Der furchtbare Sturm,
der im ganzen öſtlichen Teile der Union hauſte, führte auch
eine Ueberſchwemmung der Straßen New=Yorks in der
Nähe des Hafens herbei. Er erreichte die größte, jemals
feſtgeſtellte Geſchwindigkeit von 96 Meilen in der Stunde.
Aus Chicago wird ſchwerer Schneeſturm gemeldet.
Briefkaſten.
* Schlechte Eier. In einem reellen Spezial=
Eiergeſchäft kommt ſo etwas nicht vor, da jedes einzelne
Ei durch Elektriſchen Prüfer geprüft wird, ev. direkt,
H. L.
wer es wünſcht, vor dem Käufer.
Drillinge.
Als uns der Himmel im Juli v. J. Drilling;
ſchenkte, empfahl uns der Arzt bald, wir ſollten die
Kinder zu ihrer Stärkung und Kräftigung ſtändig
Scotts Emulſion einnehmen laſſen. Wir haben dies
daher über ein Jahr lang regelmäßig durchgeführt und
ſind der feſten Ueberzeugung, es nur
Scotts Emulsion
zu verdanken, daß ſich die Kleinen (zwei Knaben und
ein Mädchen) ſo prächtig entwickelten und auch für die
Zukunft das Beſte verſprechen. Der Appetit der Kinder
iſt andauernd ausgezeichnet, ihr Geiſt lebhaft; die
Zähnchen ſind, ohne Beſchwerden zu verurſachen,
durch=
gebrochen, und alle drei, die ziemlich zu gleicher Zeit
laufen lernten, bewegen ſich jetzt zu unſerer großen
Freude flink und ſicher umher. Der Arzt hat kürzlich
erſt wieder beſtätigt, die Drillinge ſeien kräftige, blühende
Geſchöpfchen ohne irgend ein Zeichen von engliſcher
Krankheit oder ähnlichem. Scotts Emulſion iſt
tat=
ſächlich ein wahrer Segen für unſere Drillinge geweſen.
Mitteilung von Herrn Robert Schirp, Elberfeld, Neviandtſtr. 24,
den 21. Dezember 1910.
Man verlange und kaufe nur Hcokts Emulſion.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft,
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, pima Glyzerin
50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2,0,
pulv. Tragant 3.0, feinſter arab. Gummi pulv. 2,0, Waſſer 129,0, Alkohol
11.0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl
je 2 Tropfen.
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Huro für Architektur und Banausführungen
Georg Scherer (issa
Darmſtadt, Rheinſtr. 47, Telephon 222.
(Sachverſtändige Begutachtungen für Wohnungsmieten
und Hauskäufe ꝛc., Garantie für Voranſchläge.)
für Spezial-Auskünfts, Er.
Detektlv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Lebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Friedigung. Riesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134
Familiennachrichten.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Nachricht, daß es Gott gefallen
hat, meine liebe Gattin, unſere unvergeßliche
Tochter, Schweſter und Tante
Barbara Böhm
geb. Hofmann zu Elmshausen
im Alter von 32 Jahren nach kurzem, ſchweren
Leiden zu ſich zu rufen.
(4657
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Böhm, Bruchmeiſter,
zu Groß=Bieberau.
Die Beerdigung findet ſtatt Sonntag nachmittag
um 2 Uhr auf dem Friedhofe zu Reichenbach.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
guten Mutter, ſowie für die vielen
Blumenſpen=
den und die troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarrer Dr. Vollrath, ſagen wir unſeren innigſten
Dank.
(B4632
Heinrich Göbel u. Kinder.
Dankſagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme, insbeſondere für die reichen
Blumenſpenden bei dem uns betroffenen herben
Verluſte, ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
L. Schwindt.
Darmſtadt, 23. Februar 1912.
(4608
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme an
dem ſchmerzlichen Verluſte unſeres lieben Kindegs
ſagen hiermit herzlichen Dank
(46140
Kari Huwerth und Frauj,
Fami ie Ph. Huwerth,
Familie A. Bernhard.
Darmſtadt, den 23, Februar 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die weſtliche Depreſſion hat ſich weiter nach dem
Kontinent vorgeſchoben. Die Hochs über dem botttniſchen
Meerbuſen und Südeuropa haben ſich etwas veerſtärkt.
In Deutſchland fielen, den Oſten ausgenommen, lüberall
geringe Niederſchläge. Die Temperaturen im Norldoſten
ſind immer noch ſehr tief, während Deutſchlanfd mit
geringen Ausnahmen froſtfrei iſt. Die Depreſſion
ver=
lagert ſich oſtwärts; Randgebilde werden uns beeimfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 22, Febr.:
Trüb, Regenfälle, mild.
Schneeber cht.
* Schierke im Harz (Brockengebiet), 22. Febr.
Schnee nicht gehalten. Winterfeſt abgeſagt.
Tageskalender.
Samstag, 24. Februar.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abopinement):
„Glaube und Heimat”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Klavierabend von Télémaque Lambrino zum 8 Uhr
im Hotel „Zur Traube‟.
Hauptverſammlungen: Sprachverein unn 8½ Uhr
im Reſtaurant Sitte. — Sterbekaſſeverein uim 8½ Uhr
in der „Stadt Koburg”
Maskenbälle: Geſangverein Liedertafel um 8.11 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz. — Odeſwaldklub
Frankonia um 7.71 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
und Reſtaurant Metropol” um ½ 8 Uhr. — Hotel Heß
um 8 Uhr. — Kölniſcher Hof um 6 Uhr.
Sonntag, 25. Februar.
Großh. Hofthegter, Anfang 7 Uhr (Ab. C): „Der
Kuhreigen”.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Miſſionar Beutel um 8½ Uhr
Rieger=
platz 3 (Chriſtl. Verein junger Männer).
Vortrag mit Lichtbilder um 8 Uhr im „
Mathildenhöh=
ſaal” (Konſum=, Spar= und Produktionsgenoſſenſchaft).
Hauptverſammlungen: Schlachtviehverſicherung für
den Landkreis Darmſtadt um 3 Uhr im „Perkeo” —
Heſſiſcher Dobermannpinſcher=Verein um 3 Uhr im
„Kaiſerſaal”
Windthorſt=Gedächtnisfeier um 8 Uhr im „
Kon=
kordiaſaal”
Geburtstagsfeier des Königs von Württemberg um
7 Uhr im Reſt. „Bavaria” (Verein der Württemberger).
Familienabend des Frauenvereins der Südoſtpfarrei
um 7½ Uhr im Gemeindehaus.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr, — Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant Metropol und Kölniſcher Hof
um 4 und 8 Uhr, — Hotel „Zur Krone” zu Auerbach
um 3½ Uhr.
Zuſammenkunft und Abmarſch der Jugendwehr der
Kriegervereine um 2 Uhr auf dem Exerzierplatz.
Wanderung des Ortszewerbevereins nach Meſſel (
Ab=
fahrt um 1.42 Uhr nach Erzhauſen).
Maskenkränzchen des Geſangvereins Liederkranz
um 7.11 Uhr im „Perkeo”
Verſteigerungskalender.
Montag, 26. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Karl Lorenz (
Franken=
ſteinſtraße 49) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr
Ludwigs=
höhſtraße 4.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Pfung=
ſtädter Gemeindewald (Zuſammen kunft an der Bach=
und Jägerſchneiſe.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Gaſthaus
„Zum Löwen” zu Nieder=Ramſtadt.
Stamm= u. Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
im „Darmſtädter Hof” zu Weiterſtadt, — um 3 Uhr
an der Abtriebsfläche Diſtrikt Täubcheshöhle oberhalb
des Merckſchen Waſſerwerks.
Jagdverpachtung um 3 Uhr im Rathaus zu
Gries=
heim.
Ausſt ellung der Arbeiten des Handarbeitslehrerinnen=
Seminars in der Aliceſchule (geöffnet Samstag von
10—1 Uhr, Sonntag von 11—1 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Rheinſtraße 2.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſſeren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachtlägliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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Millionärin? Koſtenloſe
Aus=
kunft, auch über viele hundert
andere vermögende
heirats-
lustige Damen, erteilt an nur
ernſte Reflektanten Schlesinger,
(2659a
Berlin 18.
Reelle Heirat.
Frl., Mitte 40er, ſehr liebensw.
u. gut. Charakter, aus gut. achtb.
Fam., etwas Verm, w. Heirat m.
beſſ. Beamten od. Rentner nicht u.
50 Jahren. Anonym zwecklos.
Off. u. L. 52 an die Exp. (*4399
Mittlerer Staatsbeamter
Witwer, Ende 50er, evang., m.
er=
wachſ. Kindern, gut ſituiert, wünſcht
m. Fräulein od. Witwe ohne Kind.
anfangs d. 50er, m. entſpr. Verm.,
zwecks Heirgt bekannt zu werden.
Offert. unt. K 74 an die Exped.
Diskretion zugeſichert. Anonym
(*4464.
zwecklos.
Herr, 30 Jahre alt, kath., Beſitzer
eines Automobil=Geſchäfts, ſehr
vermög., wünſcht ſich mit jüngerer
kath. vermögender Dame bald. zu
verheiraten. Vermittler verbeten.
Gefl. Offert. unter K 85 an die
Expedition ds. Bl. (*3936ods
18 j. Frl., 50000 M. bar, 10000 M.
erb., 23 j. Frl., 138000 M bar, 35 j.
Ww., 40000 M. bar, 40000 M. erb. w.
ſich ſch. zu verh. Herr. a. oh. Verm.
Fr. Aug. Scott. Ferlin SW. 61. (4639a
Adoptionsfähige
in guten Verhältniſſen lebende
Beamten=Familie, die bereits
einen Knaben adoptierte, wünſcht
noch ein Mädchen gegen einen
einmaligen Erziehungsbeitrag zu
(*4289fso
adoptieren.
Gefl. Offerten unter A. S. 67
hauptpoſtlagernd Elberfeld.
Damen=Aufn., ſtr. Diekr., Witwe
Eienne, Heb., chweinfurt. (4427a
Vorzügl. Privat-Mittag- und
Abendtisch
empfiehlt Pension Röpke,
Bismarckſtr. 21. (*4302fs
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir die derzeitige Znſammenſetzung der
Sachverſtändigen=
kommiſſionen für die einzelnen Wildſchadensbezirke zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 19. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Namen der zu den
Erſatzmänner Vorſitzender Stellvertreter
Wildſchadensbezir=
der
Sachver=
ken gehörenden Ge=Sachverſtändige! der
Sach=
des
meinden u.
Gemar=
ſtändigenkom
ſtändigenkom=
kungen
verſtändigen miſſion
Vorſitzenden
I. Wildſchadens=1. Landwirt
1. Rentner F.
Landwirt
Landwirt
bezirk:
Martin Kaus, Peter Pitthan Martin Kaus, Adam Gründler
dahier,
dahier,
dahier
dahier
Darmſtadt=Beſ=
2. Oekonom Pet.2. Landwirt
ſungen
Karl Seibel,I Friedr. Geyer,
dahier,
dahier
3. Friedr.
Schub=
kegel, ſenior,
dahier
II. Wildſchadens=1. Förſter Löſch, 1. Bürgermeiſter Förſter LöſchForſtwartEnge
Forſthaus
bezirk:
Benz zu Ar=Forſthaus Kalk= zu Meſſel
Kalkofen bei heilgen,
ofen bei Arheil=
Arheilgen, Brauns= Arheilgen,
gen
hardt, Erzhauſen,
Gräfenhauſen, 2. Gemeindeein=2. LandwirtHch.
Meſſel, Schneppen= nehmer Frey! HuckII. zu
Ar=
hauſen, Weiterſtadt, zu Wixhauſen, heilgen
Wixhauſen 13. Landw. Jakob
Pons zu
Grä=
fenhauſen
III. Wildſcha=1. Bürgermeiſter 1. Gemeinderats= Bürgermeiſter 1 Bürgermeiſter
densbezirk:
Geibel zu
mitglied Val.
Geibel
Schäfer
Hahn,
Gerhard IV. zu Hahn 1 zu Eberſtadt
Eberſtadt,
Eſcholl=
brücken, Griesheim, 2. Hrch. DelpIII. zu Griesheim,
Hahn, Eich, Mal= zu Eſcholl= 2. Beigeordneter
Nungeſſer zu
chen, Pfungſtadt brücken,
3. Landw. Wil= Pfungſtadt
heim Kiſſl 1.
zu Pfungſtadt
IV. Wildſcha=1. Bürgermeiſter1. Landw. Jean! Bürgermeiſter Förſter
Hof=
densbezirk:
Lorenz zu
Grünewald Lorenz zu Roß=mann auf Forſt=
Roßdorf.
zu Roßdorf.
dorf
haus „Eiſern=
Nieder=Beerbach,
hand‟
Nieder=Ramſtadt 2. Landw. Peter l2. Landw.
Gei=
bel zu
Nieder=
mit Waſchenbach,! Breitwieſer
Ober=Ramſtadt, VIII. zuOber= Ramſtadt
Roßdorf, Traiſa. Ramſtadt,
3.
Ortsgerichts=
mann Heinr.
Matthes III.
zu Ob.=
Ram=
ſtadt
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die Zuſammenſetzung der für Ihre Gemeinden in
Be=
tracht kommenden Sachverſtändigenkommiſſion ortsüblich bekannt zu geben.
Darmſtadt, den 19. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(4457
Fey.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (Ehina) findet Oktober 1912 ſtatt:
Aus=
reiſe nach Tſingtau: Januar oder Frühjahr 1913. Heimreiſe Frühjahr 1915 bzw. 1916.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). In Tſingtau
wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines unterzeichneten vom
Zivil=
vorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei bzw. vier
Jahre zu richten an: das Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kigutſchou (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1912 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bzw. 1914, Heimreiſe Frühjahr
1915 bzw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor
dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Ent=
wicklung). In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung
eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſteintritt auf drei bzw. vier Jahre zu richten an: das Kommando der
Stamm=
abteilung der Matroſenartillerie Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt!
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt
aus=
gefertigt. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Anshebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(3698sss
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgänge
Militärpflichtiger.
Der Zwvil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
au die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Poſ. 13 der Wehr=Ordnung vom
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1911) hinweiſe, nach welcher
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bzw. von der Stämmrolle
infolge Aufenthaltswechſels, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten=
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen die entſprechenden
An=
zeigen — bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins — für jeden Mann
getrennt, alsbald zu erſtatten.
Dr. Reinhart, Regierungsrat.
(3699a
Antliche Rachrichten des Groff. Poligiante Darmſiedt=
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 Buch „Soll und
Haben” (1. Band) von G. Freitag. 1 Hundepeitſche. 1 ſchwarzes
Handtäſchchen. 1 Damenſchirm. 2 Portemonnaies mit einigen
Pfennigen. 1 Handtäſchchen mit 2 Taſchentüchern. 2 große Schlüfſel.
1 brauner Damenpelz. 1 grauer Kinderpelz. 1 ſchwarze Samt=
Hand=
taſche mit gelbem Bügel. 1 filberne Damenuhr mit langer ſilberner
Kette. 1 ſchwarzes Handtäſchchen. 1 ſchwarzer Damen=Lackgürtel mit
weißer Schnalle. 1 gold. Armband (Drahtgeflecht), 1 weißes
Taſchen=
tuch mit 1 Geldſtück. 1 Krankenthermometer.
(4604
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(4599
tag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 25. Febr.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr ebends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Warſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563
per ½ kg
. 90 Pfg.
Ochſenfleiſch
84
Rindfleiſch
90
Kalbfleiſch
90
Hammelfleiſch
60
Bruſt:
. 76
Schweinefleiſch
Kottelets u. geſalz. Fleiſch 86 „
110
Speck, geräuchert
per ½. kg
Dörrfleiſch
. 96 Pfg.
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken .
130 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 80 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 80
Leber= u. Blutwurſt . . 64
Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1912.
Für die in der Zeit vom 28. April bis 8. Mai 1912
ſtattfindende Frühjahrsmeſſe werden vergeben:
I. Auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots die
Plätze für Karuſſells und Schaubuden pp., und zwar:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für zwei Karuſſells oder Schaukeln (ohne Dampfbetrieb) bis
12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis 25 m
Front und 12—14 m Tieſe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen.
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von uns zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen
An=
gebotsſcheine und mit der Aufſchrift „Angebot auf Meßplätze”
ver=
ſehen, bis ſpäteſtens
Dieustag, den 5. März, vormittags 11 Uhr,
bei uns einzureichen.
II. Die ſämtlichen übrigen Plätze werden
öffentlich verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
„ Waffelbuden bis 9 X 4 m.
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 2. April,
vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen
bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 14. Februar 1912.
(4108sss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 26. d. Mts., nachmittags 4 Uhr,
ſollen im Verſteigerungslokal Ludwigshöhſtr. 4 folgende Pfänder
gegen bar verſteigert werden:
1 Pianino, 1 kl. Kaſſeſchrank, 1 Kleiderſchrank, 1 Eisſchrank,
1 Büfett, 1 Schreibtiſch, 1 Bücherſchrank, 1 Diwan u. a. m.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
(4512fs
Wieser.
Holz=Verſteigerung.
Mittwoch, 28 Februar, l. J., nachmittags 4 Uhr, werden
im Gaſthaus zum Mühltal (Gebr. Bauer) in Eberſtadt öffentlich
verſteigert:
1. aus Diſtrikt Büchelsberg, Kühruhe, Haſelberg, Gemarkung
Eberſtadt. Nutzholz, Stämme: 1 Eiche — 0,41 fm, 2
Fichte = 0,36 fm, 1 Kirſchbaum — 0,59 fm, 2 Apfelbäume
— 0,32 fm, 1 Zwetſchenbaum —0,06 km. Rundſcheiter Birke:
2 rm. Derbſtangen; 11 Birke = 0.39 fm, 5 Lärche —
0,29 fm, 12 Fichte — 0,63 fm. Reißſtangen: 10 Birke=
0.13 fm.
Brennholz, Kiefer: 26 rm Knüppel, 2 rm Knüppelreiſig,
16 Hdt. Wellen, 18 rm Stöcke, grob. Aſpe: 3 rm Knüppel,
Birke: 0,8 rm Scheit, 4 rm Knüppelreiſig, 18,5 rm Reiſig
(Beſenreiſig) Kirſchbaum: 2 rm Knüppel, 4 rm Reiſig=
Apfelbaum: 4 rm Knüppelreiſig. Erlen: 2 rm Knüppel,
2 rm Knüppelreiſig, 16 rm Reiſig.
2. aus Diſtrikt Riedberg: Kiefer: 44 rm Knüppel, 6 Hdt.
Wellen Reiſig, 17 rm Stöcke, 125 Kiefern=Reißſtangen.
Auskunft erteilen zu 1. Forſtwart Kirſchner (Müllerſtraße 11)
zu 2. Forſtwart Pfeiffer (Schulſtraße 5) zu Eberſtadt.
(4582
Eberſtadt, 21. Februar 1912
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.
Bauplanänderung.
Der Plan über die zufolge
Be=
ſchluſſes der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 1. ds. Mts.
vorgenommene Aenderung der
Fluchtlinie auf der Oſtſeite der
Teichhausſtraße zwiſchen
Soder=
ſtraße und Adolf Spieß=Straße
liegt in der Zeit vom 12. bis
ein=
ſchließlich 27. ds. Mts. auf dem
Stadthauamte, Grafenſtraße 30
zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan
ſind, bei Meidung des Ausſchluſſes,
während dieſer Friſt ſchriftlich
oder mündlich daſelbſt
vorzu=
bringen.
(3567ss
Darmſtadt, 7. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. 2.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Umpflügen von
an Feldwege
ſtoßen=
den Grundſtücke.
Vor der jetzt beginnenden
Feld=
arbeit machen wir hierdurch darauf.
aufmerkſam, daß das Einpflügen
in die Feldwege, ſowie das
ſcha=
denbringende Wenden der Pflüge
auf denſelben verboten iſt, und
Zuwiderhandlungen gemäß den
Beſtimmungen der Art. 49 und 51
des Feldſtrafgeſetzes Strafe nach
ſich ziehen.
Das Feldſchutzperſonal iſt
an=
gewieſen, die Befolgung dieſes
Ge=
bots zu überwachen und
Zuwider=
handeinde unnachſichtlich zur
An=
zeige zu bringen.
(460250
Darmſtadt, 21. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Städt. Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5. (859a
Darmſtädter Druckſachen
aus dem 17. u. 18. Jahrhundert
zu kaufen geſucht
(4202t
Näh. Expedition.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
in der Zeit von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des
Waſſer=
mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 26. zu Dienstag, den
27. Februar 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke 1 und II.
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der
Bismarck=
ſtraße, weſtlich vom Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße,
zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und Wilhelminenſtraße, weſtlich des
Teiles der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße und
Heinrichs=
ſtraße, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der
Heinrichs=
ſtraße von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelberger=Straße, öſtlich
des Teiles der Heidelberger=Straße, zwiſchen Heinrichsſtraße und
Eſchollbrücker=Straße, nördlich der Eſchollbrücker=Straße, zwiſchen
Heidel=
berger=Straße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee von der
Eſcholl=
brücker=Straße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Main=Neckar=
Bahn zwiſchen Stadt=Allee und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken
der Wilhelminenſtraße und der Heinrichsſtraße und die Nordſeite der
Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und Wilhelminenſtraße.
Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurter=Straße, zwiſchen
Bis=
marck= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 28. zu Donnerstag,
den 29. Februar 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke III und IV.
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich
der Bismarckſtraße und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die
Straßenzüge nördlich der Holzhofallee und weſtlich der Main=Neckar=
Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden
mitge=
ſpült die Frankfurter=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung
nach Arheilgen und die Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles
der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Heinrichs= und Rheinſtraße, ſüdlich
des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=
Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=Ludwigs=Platz und Marktplatz,
ſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des Teiles der
Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heinrichsſtraße und nördlich des
Teiles der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karls= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der
Karls= und Heinrichsſtraße, ſowie die Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs=
und des Marktplatzes und die Oſtſeite des Wilhelminenplatzes, ferner
wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 2. zu Sonntag, den
3. März I. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke VI und VII.
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw.
Alexander=
ſtraße und Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=,
Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz, ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis
zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen iſt die
Mathilden=
höhe, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
(4541so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Verſteigerung
von Ziegelei= u. landwirtſchaftlichen Geräten.
Mittwoch, den 28. Februar I. J., vorm. 10 Uhr,
verſteigere ich auf der ſeitherigen Ziegelei der Firma A. & J.
Gan=
denberger, an der Straße zwiſchen Pfungſtadt und Hahn gelegen,
folgende Gegenſtände:
3 Kippwagen, 8 Etagenwagen, 8 Schärchkarren, 5 eiſerne
Karren, 7 Schubkarren, 10 alte Karren, 285 Hageböcke, 400
Strohdecken, 1 Ventilator, 1 Pult, 2 Tiſche und 20 Stühle;
ferner: 1 zweiſitz. Break, 4 Einſpänner= und 4 Zweiſpänner=
Wagen, 1 Mähmaſchine, 1 Heuwender, 1
Dickwurz=
mühle, 1 Häckſelmaſchine, div. Ackergeräte, als Pflüge,
Eggen ꝛc., 2 Paar Ernteleitern mit Zubehör, verſch. alte
Kummete, 2 Jauchefäſſer, 1 Partie altes Bauholz und
Dachſchiefer.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden nur gegen
ſofortige bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 24. Februar 1912.
(4538so
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Jagd-Verpachtung.
Die Jagd der Gemeinde Griesheim, beſtehend aus ca.
4200 Morgen Feld, ca. 2300 Morgen Wald und ca. 1900 Morgen
Wieſen ſoll am
Montag, 26. Februar d. J., nachmittags 3 Uhr,
auf dem Rathaus dahier in mehreren Abteilungen auf die Dauer
von ſechs Jahren öffentlich verpachtet werden.
Die Jagd bietet einen guten Beſtand in Rehen und Haſen, ſowie
Hühnern, Faſanen und anderen jagdbaren Vögeln, ſodaß in einzelnen
Bezirken faſt das ganze Jahr hindurch Jagd ausgeübt werden kann.
Bemerkt wird, daß Griesheim gute Bahnverbindungen hat,
ſodaß man jederzeit bequem das Jagdgebiet erreichen kann.
Weitere Auskunft wird von der unterzeichneten Behörde
be=
reitwilligſt erteilt.
(3896ss
Griesheim bei Darmſtadt, am 12. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.
Masch.-Techn. Arbeiten!
Kostenanschläge, Berechnungen, Projekte,
Unter-
suchungen, an Masch. Gutachten. Durcharbeitung
von Erfindungsideen. Entwerfen, sowieAusziehen
und Beschreiben von Zeichnungen etc. etc.
übernimmt billigst als Nebenbesch. erfahr. Fachmann.
Offert. unt. K 83 befördert die Expedition.
(4394a
Zu einem außerordl. günſtigen Vorzugspreis iſt ein
Obk.vierP
deh
mit bequemer Sport=Karoſſerie zu verkaufen. (4593
Telephon 1128 August Engel Schuchardstr.
Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes.
In der Nacht von Samstag, den
24. auf Sonntag, den 25. Februau
I. Js., findet eine Druckrohr=
Spülung ſtatt, welche in der Zeit
von 10 Uhr abends bis 5 Uhr
morgens eine zeitweiſe
Unter=
brechung der Waſſerabgabe, ſowie
eine Trübung des Waſſers mit ſich
bringt. Die Waſſerabnehmer
wer=
den deshalb gebeten, ſich vorher mit
Waſſer zu verſorgen. (4542
Darmſtadt, 21. Februar 1912.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
Dienstag, 27. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Obſthändler Heinrich
Obſt Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 922¾//100 344 Hofreite
Teich=
hausſtraße,
II 922¾5/100 136 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K3/12
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(V2620
Müller.
Bekanntmachung.
Dienstag, 26. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Philipp Maul V.
zu Ernſthofen im Grundbuch
hie=
ſiger Gemarkung zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
II 1035/10 213 Hofreite
Beck=
ſtraße,
II 1035¾/10 65 Grabgarten
daſelbſt,
II 1035¾/100 65 Grabgarten
mit
Garten=
haus,
II 10355//100 41 Grasgarten
daſelbſt,
II 10352/100 37 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K14/12
Darmſtadt, 14. Februar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V4570
Die Lieferung
vonca. 600 Zentner Anthracit IIIm,
400 Zentner Nußkohlen II, 200
Zent=
ner Braunkohlenbriketts (Union),
8000 Zentner Brechkoks 40/60 (
wag=
gonweiſe Lieferung nach Abruf)
an die Anſtalt für die Epileptiſche
zu Nieder=Ramſtadt, wird zur
Sub=
miſſion ausgeſchrieben.
Offerten ſind bis zum 10. März
einzureichen an den Vorſtand der
Anſtalt zu Nieder=Ramſtadt.
Weimar, Pfarrer,
Inſpektor. (4614
Das früher
Riedmatter’ſche
Gaſt=
wirtſchaftsanweſen
in der Sommerfriſche Traiſa
bei Darmſtadt, Station der
Odenwaldbahn, ca. 30 Min.
von der Halteſtelle
Böllen=
falltor der Darmſtädter
elek=
triſchen Straßenbahn entfernt,
beſtehend aus zweiſtöckigem,
unterkellertem, maſſiven Haus
mit geräumigen
Reſtaura=
tionslokalitäten, Sälen,
Frem=
denzimmern, großer Stallung
und anderen
Seitengebäulich=
keiten, Grabgarten, ſowie
großen ſchattigen
Reſtaura=
tionsgarten, zuſam. 2256 qm,
ortsgerichtlich taxiert zu
Mk. 45000.— ferner einige
Feld= und Wieſengrundſtücke
daſelbſt, werden (4119a
Donnerstag, 29. Februar
1912, nachmittags 42Uhr,
auf dem Rathauſe in Traiſa
durch das unterzeichnete
Ge=
richt zwangsweiſe verſteigert.
Die Erteilung des
Zu=
ſchlags iſt nicht davon
ab=
hängig, daß die Taxe erreicht
wird. Auskunft erteilt das
Großherzogliche Ortsgericht
Traiſa.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.
ie beiehen
Giessener Pferde-Lose
à 1 Mk., Ziehung am 21. März d.
J., ſind in allen bekannten
Loſe=
geſchäften zu haben. Gen.=Vertrieb
Richard Buchacker, Giessen. (4095a
zmpfehle mich im Lieſern von
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle
Bedienung
(883a
Peter Karn,
Friedhof=Allee. Telephon 15
Wohnung: Friedrichſtraße 11
üh uns Mranhoh=Ferſteigerbag.
Mittwoch, den 28. Februar d. Js., vorm. 9 Uhr
beginnend, werden im Traiſaer Gemeindewald, Diſtrikt Haide und
Birkenberg, nachſtehende Holzſortimente an Ort und Stelle
meiſt=
bietend verſteigert:
I. Nutzholz:
a) 10 Stück Eichen=Stämme von 31 bis 50 cm Durchmeſſer und
2 bis 6 m Länge,
b) 2 Stück Buchen=Stämme von 49 bis 51 cm Durchmeſſer und
5 bis 6 m Länge,
c) 42 Stück Fichten=Stämme von 13 bis 24 cm Durchmeſſer und
8 bis 18 m Länge,
d) 49 Stück Fichten=Derbſtangen von 6 bis 11 cm Durchmeſſer und
8 bis 11 m Länge.
II. Brennholz:
a) Scheiter: rm 45 Buche, 48 Eiche, 12 Kiefern,
b) Knüppel: rm 44 Buche, 43 Eiche, 1 Kirſchbaum, 40 Kiefern
3 Lärche, 11 Fichte,
c) Reiſig: Wellen (Hundert) 9,7 Buchen, 6,0 Eiche, 2,8 Kiefern,
0,3 Lärche, 3,1 Fichte, 2,0 Putzreiſig,
d) Stöcke: rm 8 Buchen, 16 Eiche.
Bemerkt wird, daß bei den Eichen=Scheitern ſich ſchönes
Werk=
holz befindet.
(4585
Großherzogliche Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.
Stamm=, Hufz= und
Brennholz=Versteigerung.
Mittwoch, den 28. Februar, vormittags 10 Uhr
anfangend,
laſſen die Unterzeichneten aus ihren in hieſiger Gemarkung gelegenen
Privat=Waldparzellen (neben der Otto’ſchen Fabrik) nachſtehende
Holz=
ſortimente öffentlich verſteigern:
23 Stück Kiefern=Stämme (meiſt Schnittholz) von 27—45 cm
mittlerem Durchmeſſer und von 4—15 m Länge,
Eichen=Stämme,
11 „ Eichen=Pfoſten von 16—31 cm mittl. Durchmeſſer
und 3—6 m Länge,
20 rm Kiefern=Scheiter,
24 „ Eichen=Knüppel,
54 „ Kiefern=Knüppel,
38 „ Kiefern=Stöcke,
1200 Stück Eichen=Wellen,
2800 „ Kiefern=Wellen.
(4624so
Zuſammenkunft an der Halteſtelle des neuen Schießhauſes.
Dek a
Darmſtädter Exhauſtoren, Kleinmotoren= und
Apparatenfabrik, G. m. b. H.
Privat-Handelsschule
Gegründet 1899 :: Darmstadt: Matbildenplatz 7
3403a)
Handelskurse zur Vorbereitung und
Fortbildung für den kaufm. Beruf für
Damen u. Herren (Dauer, 3, 6 u. 12 Monate)
Besondere 2
Abteil. für = Fortbildungsschüler.
Das Sommer-Semester beginnt Anfangs April. Einzelfächer
können täglich begonnen werden. Leiter: Oskar Dierker.
auch die schwersten
Sprachleiden,
Atem-
beschwerden, nervös.
Unruhen
undAengst-
lichkeit,
Erkrankun-
gen der Stimmorgane
heilt
(2034a
Heſſiſcher Diakonie=Verein zu Darmſtadt.
Kindergärtnerinnen=Seminar in Darmſtadt zur
Aus=
bildung von Fröbel’ſchen Erzieherinnen, Kinder=
: gärtnerinnen und Kindergartenleiterinnen. .
Dauer des Kurſus 1¼—2 Jahre.
Der neue Kurſus beginnt am 15. April 1912.
Proſpekte und genauere Auskunft durch die Leiterin des
Se=
minars, Frl. E. Klenner, Eichbergſtraße 26, und die Geſchäftsſtelle
des Vereins: Pfarrer Schneider, Beſſungerſtraße 111, Fernſpr. 681,
ſowie durch Herrn Dekan Zaubitz, Bensheim a. d. B., und Herrn
Pfarrer Rückert, Darmſtadt.
(4312msm
Semiar für moderne Sprachen, Lltckafar,
Ranstgeschiente und Faddgogin
am
Hofmannschen Institut
Fortbildungskurse: Vorbereitung zum Examen als
Sprachlehrerin. — Anmeldung vormittags Neckarstr. 5.
3939dss)
C. v. Szczepanski.
Alädenlische zuschneide Schufe
Darmstadt, Waldstrasse 34, II.
Gründlichen Unterricht im Kleidermachen und Zu-
Schneiden nebst Spezialkursen in Jackettkleidern
(Schneiderarbeit) erteilt
(3838a
Frida Erbes, akademisch gebildete Lehrerin.
Beginn des neuen Kursus am 1. März. Anmeldung täglich.
Alice-Kochschule.
Der nächſte Kochkurſus beginnt am 10. April.
*3875ss)
Der Vorſtand.
Soktert
Dlr. T. Daum.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkraft zu erhalten. — Anerkennungen von Behörden,
Pro-
fessoren, Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.
Vom 1. April ab Wilhelminenstrasse 35.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten
Moderne Frauen. — Studentinnen einſt und jetzt. — Von
der Frauenbewegung. — Der Deutſche Frauenkongreß. —
Die Ausſtellung: „Die Frau in Haus und Beruf”. — Ein
inhaltreiches Unternehmen. — Geſellſchaftliche Chronik. —
Die Verſteigerung der Galerie Weber. — Unſummen. —
Aus dem Theaterleben.
Neulich fand hier zum Beſten der Deutſchen
Bühnen=
genoſſenſchaft eine „Kopf‟=Redoute ſtatt, die recht
bezeich=
nend für Neu=Berlin war. Teilnehmer und
Teilnehmerin=
nen waren aufgefordert worden, ihren Köpfen durch
be=
ſondere Ausſchmückung, durch Friſuren, durch echte und
falſche „Behauptungen” eine charakteriſtiſche Geſtaltung zu
geben, aber nur die Beſucherinnen waren dieſer
Anreg=
ung gefolgt. Nicht nur ſcheinen die modernen Frauen und
Mägdelein jetzt mehr Disziplin zu haben, als die Vertreter
des ſtarken Geſchlechts, ſie wollten auch zeigen, wie ſie jeder
Lage gewachſen ſind und den Kopf hochtragen können, ob
ſo oder ſol Und dazu haben ſie durchaus Berechtigung.
Ohne daß es zu ſo widerwärtigen Skandalſzenen kommt,
wie in London, macht hier die Frauenbewegung
ihre ſicheren Fortſchritte, nicht in ungeſtümem Drang nach
vorläufig Unerreichbarem ſtrebend, ſondern, ſtets in den
Grenzen der Möglichkeit und Wirklichkeit ſich mit
lang=
ſameren aber deſto beſtändigeren Erfolgen begnügend.
Wie lange iſt’s her, daß Viele noch verwundert den
Kopf ſchüttelten, wenn ſie von „Studentinnen” hörten,
daß letzteren hervorragende Profeſſoren ihre Hörſäle
ver=
ſchloſſen und die jungen Damen, falls ſie ihren „Beruf”
an=
gaben, nur ſchwer eine Unterkunft fanden, da man ihnen
mit Mißtrauen entgegenkam. In dieſem Semeſter ſtudieren
an der Berliner Univerſität nicht weniger als 1115 Frauen,
wir haben mehrere weibliche Aſſiſtentinnen an einzelnen
Kliniken, über ein Dutzend Hilfsarbeiterinnen an der
Uni=
verſitätsbibliothek, zahllos ſind die Trägerinnen des
Dok=
torhutes, und verſchiedenen gelehrten Frauen ward bereits
der Profeſſortitel zuteil. Immer größer wird die Schar
jener weiblichen Kräfte, die in Ehrenämtern mitwirken,
immer kleiner die Zahl jener Behörden, die von der
An=
ſtellung tüchtiger, gut vorbereiteter Frauen und Mädchen
nichts wiſſen wollen. Und was geſchieht alles jetzt, um
beim heranwachſenden weiblichen Geſchlecht dem geſunden
Geiſt auch eine geſunde Hülle zu geben, mit welch'
freu=
diger Hingebung widmen ſich die jungen Mädchen dem
Sport, wie lebhaft begrüßten ſie die hier kürzlich erfolgte
Gründung des Pfadfinderinnenbundes, ſowie die
Anreg=
ung einer umfaſſenden, energiſch gegliederten und
betriebe=
nen Ausbildung für Pflegedienſt uſw. im Falle eines
Krieges.
Eine klare Beleuchtung des gegenwärtigen Standes der
Frauenbewegung wird man durch den Deutſchen
Frauenkongreß erhalten, der hier vom 27. Februar
bis 2. März im Feſtſaal des Zoologiſchen Garten=
Reſtau=
rants ſtattfindet. 1897 wurde hier der erſte Berliner
Frauenkongreß abgehalten, mit ſtaunender Bewunderung
folgten damals die Zuhörerinnen den Ausführungen einer
Rednerin über das Frauenſtudium in Amerika und hielten
es für ein phantaſtiſches Geſpinſt, daß je etwas ähnliches
bei uns, zumal im nüchtern=kritiſchen Berlin, zu Stande
kommen könnte. Heute hat ſich das Blättchen gewendet,
und das Staunen wäre an Amerika! Vielleicht weniger,
welch’ große Ausdehnung das Frauenſtudium bei uns
ge=
wonnen hat, als daß darüber nicht die eigentlichſten
Ge=
biete der Frauentätigkeit, und zwar die mit der
Hauswirt=
ſchaft zuſammenhängenden, vernachläſſigt wurden.
Das wird in vielumfaſſendſter Weiſe aufs eindringlichſte
die von dem regſamen „Deutſchen Lyceum=Klub”
veran=
ſtaltete Ausſtellung „Die Frau in Haus und
Be=
ruf”, die in den Zoo=Ausſtellungshallen am 24. Februar
eröffnet und vier Wochen währen wird, veranſchaulichen.
Die Idee dieſer, unter dem Protektorat der Kaiſerin
ſtehen=
den, ſorgſam mit unermüdlichem Fleiß vorbereiteten
Aus=
ſtellung iſt, einen möglichſt vollſtändigen Ueberblick der
von Frauen geleiſteten Tätigkeit zu geben. Alles, was die
Frauen unſerer Tage auf irgend welchem Felde leiſten, ſei
es auf induſtriellem, hauswirtſchaftlichem, kaufmänniſchem,
künſtleriſchem, geiſtigem, kulturellem, landwirtſchaftlichem,
in Handel und Wandel, in Krankenpflege und im
Vereins=
leben, in Klubs und in Betätigung privater wie öffentlicher
Intereſſen, ſoll in feſſelnder Weiſe dargeſtellt werden.
Sicherlich, dieſe Ausſtellung wird keine einſeitige ſein, ſie
wird Farbe und Leben in ſich haben — man denke nur an
die kunſtgewerbliche Gruppe, an jene für
Wohnungsaus=
ſtattung, an die betrieblichen Vorführungen aus Induſtrie
und Handwerk, an die Frauen in unſeren Kolonien, in
der bildenden Kunſt und im Bühnenleben. Sehr wichtig iſt,
daß mit dieſer Ausſtellung nachmittags und abends
Vor=
träge verbunden ſind, die Fragen von allgemeinem Intereſſe
für die Frauenwelt erörtern, und daß die reproduzierenden
Künſte, wie Schauſpiel und Geſang, Muſik und Tanz,
fer=
ner ſportliche Uebungen teils direkt, teils auf
kinemato=
graphiſchem Wege vorgeführt werden. Dieſer Ausſtellung
wird es an Beſuch nicht fehlen, ebenſowenig dem
Frauen=
kongreß — denn die Frau von heute verſteht ſich auch auf
die Propaganda, und zwar nicht zu knapp!
Aber ſie verſteht ſich auch — man denke! — noch immer
aufs unterhalten und tanzen. Beweis: eine Reihe von
Feſtlichkeiten der letzten Woche. Gar vergnüglich ging’s
beim Feſt des Vereins Berliner Künſtler zu,
das, dem Zuge der Zeit entſprechend, die Dienſtbotenfrage
zur Löſung bringen wollte. Denn da die Klagen über die
Küchenfeen, Zofen, Kindermädchen, Mamſells, Stützen,
Diener, Gärtner, Portiers, Köche, Kutſcher, Chauffeure uſw.
garnicht verſtummen wollen, hatten die Herrſchaften die
Rollen der dienenden Geiſter übernommen und zwar zur
eigenen, wie zur anderen Befriedigung. Das wär’ ſo was
für „gewerbsmäßige Stellenvermittlerinnen” geweſen!
Potz=
wetter, welch blitzſaubere Mädels und feſche junge Frauen
konnten da engagiert werden — zum Walzer, und wie
em=
ſig waren die „Kollegen” im Kochanzug, in der Livree, in der
Burſchenuniform, im Putzrock und Arbeitskittel dazu bereit.
Im oberen Saal wie in der Schwemme — beide Räume
entſprechend ausgeputzt — wurden unermüdlich die
Tanz=
bein gerührt, herrſchte echter Frohſinn, Lebensluſt und
Künſtlerübermut.
Und flott getanzt ward auch beim Ballder
Oeſter=
reicher, den abermals der Kaiſerliche Rat Wiltſcheck unter
ſeinen bewährten Schutz genommen. Wie im Großen,
ſo im Kleinen, denn auch dieſes im Landwehr=Kaſino
ab=
gehaltene Feſt zeigte die enge Zuſammengehörigkeit der
verbündeten Reiche, deren Angehörige manch enges,
glück=
erfülltes Lebensbündnis geſchloſſen. Ueber wieviele
weib=
liche Schönheiten unſer Nachbarſtaat verfügt, kam bei
die=
ſer Gelegenheit zur vollſten Geltung, nicht minder, wie
an=
mutig dem Tanze gehuldigt wird. Für lockende Weiſen
vom Donauſtrande ſorgte eine öſterreichiſche Militärkapelle,
für das glänzende geſellſchaftliche Bild neben der Fülle
vornehmer und anmutiger Frauen= und lieblicher
Mäd=
chenerſcheinungen eine Reihe bekannter und markanter
Perſönlichkeiten, ſo der Kaiſerliche Botſchafter Graf
Szö=
gyeny=Marich, die Vertreter der Stadt Berlin mit ihren
goldenen Amtsketten, an ihrer Spitze Oberbürgermeiſter
Kirſchner, hervorragende Künſtler, Schriftſteller, Gelehrte,
neben den anziehenden Jüngern Thalias, dann die
Offi=
ziere der deutſchen Regimenter, deren Chef Kaiſer Franz
Joſef iſt, der hieſigen Franzer, der Schleswiger Huſaren,
der Sächſiſchen Ulanen. Die harmoniſche Stimmung währte
bis zum Schluß des Balles, der „auf allgemeines
Ver=
langen” immer weiter und weiter hinausgerückt ward.
Was bei dem Faſtnachtsball im Königlichen
Schloß, der den Reigen der großen Feſtlichkeiten endet,
nicht möglich iſt, denn der Schluß iſt auf ein Uhr feſtgeſetzt
— noch ein Glas mit Hilfe alten Rheinweines, feinſten
Rums und Zitronenſaftes gebrauten Punſches in
Beglei=
tung der üblichen Pfannkuchen, und Gaudium ex est! Die
Kaiſerin fehlte diesmal, ſie hatte am nachmittag der Taufe
des Söhnchens des neuen Hofmarſchalls Grafen Platen=
Hallermund beigewohnt, deſſen junge, kurz nach der
Ge=
burt jenes kleinen Weltbürgers geſtorbene Gattin ihre
Hofdame geweſen. Es war zu verſtehen, daß die ernſte
Feier ihr die Luſt an dem glänzenden Ballgetriebe, das
wiederum von buntfarbig=geſellſchaftlichem Reiz war,
ge=
nommen.
Merkwürdig=feſſelnde geſellſchaftliche Szenen boten ſich
am Vormittag des Faſtnachtstages und den folgenden
Tagen den unbeteiligten Beobachtern in dem prächtigen,
großen Oberlichtſaale des neuen Lepkeſchen Auktionshauſes,
nahe der Potsdamer Brücke, dar. Die „Galerie
Weber” kam zur Verſteigerung. Was die beiden kurzen
Worte bedeuten, wiſſen die Kunſtfreunde und =gelehrten
der ganzen gebildeten Welt. Und ſie hatten ſich zu dieſem
großen Ereignis zahlreich eingefunden, aus Wien,
Buda=
peſt, Paris, London, Brüſſel, Amſterdam, Dresden,
Frank=
furt a. M., Hamburg, München, neben den Berliner
Mu=
eumsdirektoren wie Sammlern und den Abgeſandten der
amerikaniſchen Millionäre, die bekanntlich auch gern in
Kunſt „machen” Und die für die ungeheuere
Preisſteiger=
ung ſorgen! Denn wenn man ſich auch ſchon auf hohe
Summen gefaßt gemacht hatte bei den erleſenſten Werken
erlauchter Meiſter, ſo gingen einzelne der Gebote doch
ſelbſt über die weitgeſpannteſten Erwartungen hinaus, wie
ei Nummer 20: Andrea Mantegna, „Maria mit dem Kind”
einem freilich herrlichen Gemälde, kleinen Umfangs, für
das 590000 Mark bezahlt wurden von einem Pariſer
Händ=
ler. Und wie eine Viſion ſtieg es vor einem auf: derſelbe
Raum zu nächtlicher Zeit, die Bilder gewinnen Leben,
ein Wiſpern und Flüſtern hin= und herüber, und nun ein
verhaltenes Berichten von den Sorgen, Leiden,
Demütig=
ungen vieler der Künſtler, die in ihrem ganzen Leben nicht
ſoviel verdient, wie jetzt für eine einzige ihrer Arbeiten
bezahlt wird. Ein Name genügt für viele: Rembrandt!
Wie mag bei jenen Summen unſeren
Theaterdirek=
toren zu Mute ſein, die der Mehrzahl nach einen ſchweren
Exiſtenzkampf zu führen haben. Denn bisher iſt der „große
Treffer” ausgeblieben. Auch der Kurfürſten=Oper,
deren ſtrebſame Leitung gewiß weitgehende Hoffnungen
auf die Oper „Quovadis?” geſetzt. Nein, dieſer
muſi=
kaliſch=deklamatoriſche Miſchmaſch, an dem als Muſiker F.
Nougués und als „Dichter” H. Cain die Schuld tragen,
ohne inneren Gehalt, verdiente nichts anderes als eine
direkte Ablehnung. — An innerem Gehalt fehlt’s dem
vom Theater in der Königgrätzerſtraße
ge=
brachten vieraktigen Schauſpiel von Strindberg „
Kö=
nigin Chriſtine” nicht, dafür aber an jenem äußeren
Schimmer, den man ſo ungern an einem dramatiſchen Werk
vermißt. Das Bild der Herrſcherin ſelbſt erſcheint uns oft
zu verſchwommen, es verliert mit jedem Akt an Intereſſe.
— Viel Heiterkeit erweckte im Neuen
Schauſpiel=
haus Fritz Friedmann=Frederichs Schwank:
„Das Familienkind” wenngleich dieſe Gabe hinter
desſelben Verfaſſers vielbelachten „Meyers” zurückbleibt.
Aber es iſt doch wenigſtens kein verlorener Abend geweſen,
und das bedeutet viel in dieſem Winter unſeres
theatrali=
ſchen Mißvergnügens!
Sport.
— Darmſtädter Billardklub. Nachdem das
zweite Wettſpiel im Laufe der vorigen Woche beendigt
wurde, findet Samstag im Hotel Heß die
Preisver=
teilung ſtatt. Die Preiſe ſind zur Zeit im Schaufenſter
der Zigarrenhandlung L. F. Ohnacker, Ludwigſtr. 1,
ausgeſtellt.
* Fußballklub Olympia. Morgen Sonntag
treffen ſich auf dem Ollympiaſportplatz an der
Heidelberger Straße die erſte Mannſchaft der
Fußball=
geſellſchaft Langen 1903 mit der Ib=Mannſchaft des
Fuß=
ballklubs Olympia=Darmſtadt im friedlichen Wettkampf.
Das gute Abſchneiden der Nordkreis=Mannſchaft in den
letzten Meiſterſchaftsſpielen bietet Gewähr für ein
hoch=
intereſſantes Spiel. Die Alte Herren=Mannſchaft des
Fußballklubs Olympia begibt ſich am gleichen Tage nach
Frankenthal, um das fällige Retourſpiel gegen die gleiche
Mannſchaft des dortigen Fußballklubs auszutragen.
Luftfahrt.
* Eine Flaſchenpoſt. In der Nähe des
Kali=
forni=Flugfeldes bei Nizza fanden zwei Knaben geſtern
eine Flaſche, in der ein Zettel lag, auf den die Worte
geſchrieben waren: Motor ausgeſetzt. Heftiger Wind.
Ich ſinke in Sicht von Calvi. Bagu. — Die Behörden
bemühen ſich, feſtzuſtellen, ob dies die letzte Botſchaft des
Leutnants Bagu iſt, der vor einigen Monaten von Nizza
nach Korſika flog und von dem man ſeither nichts gehört
hat.
* Aus Pau in Frankreich wird gemeldet: Der
Flie=
ger Vedrines durchflog 100 Kilometer in 37
Minuten, 200 Kilometer in einer Stunde 15 Minuten.
Er hat damit einen neuen Schnelligkeitsrekord aufgeſtellt.
Vermiſchtes
— Aus der Krankenpflegeberufs=
Or=
ganiſation. Der deutſche Verband der
Krankenpfle=
ger und=Pflegerinnen (Sitz Berlin N. 58, Schönhauſerallee
Nr. 44) iſt unabläſſig beſtrebt, die Lage des
Kranken=
pflegeperſonals zu heben. Jetzt hat er zwei Eingaben,
je eine an die Verwaltung der Heil= und Pflegeanſtalten
der Provinzen Heſſen=Naſſau und Poſen gerichtet, worin
die Wünſche des Pflegeperſonals unterbreitet werden.
Die erſte Eingabe betrifft hauptſächlich die Verhältniſſe
der Landesheilanſtalt Marburg und wünſcht eine
Erhöh=
ung der Gehälter, eine Regelung der Dienſtordnung, der
Urlaubsverhältniſſe und der Auszahlung des
Wohn=
ungsgeldes. Das Perſonal der Provinzialanſtalten von
Poſen wünſcht Aufbeſſerung der Gehälter, Regelung der
Bekleidungsverhältniſſe, Reformen in der Verpflegung
und eine Erhöhung des Koſtgeldes für die in
Familien=
pflege untergebrachten Patienten. Als Begründung
wer=
den die verteuerten Lebensverhältniſſe und die große
Verantwortung und aufreibende Arbeit des in der
Irren=
pflege tätigen Perſonals angeführt.
— Pforzheim, 23. Febr. Der unter den
deut=
ſchen Architekten und Gartenarchitekten ausgeſchriebene
Wettbewerb einer Friedhofanlage mit
Bau=
lichkeiten hat ſeine Erledigung nunmehr gefunden. Den
erſten Preis erhielt Architekt Menzel (Dresden), den
zweiten Architekt Wünſchmann (Leipzig) und
Garten=
architekt Großmann (Berlin), den dritten Architekt Preckel
(Pforzheim) und Gartenarchitekt Grotz (Stuttgart).
Außerdem wurden weitere 5 Entwürfe angekauft. Zur
Beſichtigung dieſer Ausſtellung hält die Geſellſchaft
Deutſcher Gartenkunſt am Sonntag, den 25. Februar, eine
Sitzung in Pforzheim ab; das Referat über den
Wett=
bewerb hat Herr Garteninſpektor Hoffmann übernommen.
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postlagernd Pfungstadt. (*4266fs
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das Hausarbeit verſteht u. kochen Off. u. L. 6 a. d. Exp. (*4219ds
kann, ſucht v. morg. bis über Mittag Erfahr. Kaufmann, 28 J., led., ſucht;
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erw. Off. u. L70 a. d. Exp. (*4501so Mädchen ſucht leichte Stelle tags=ſc
über, nimmt auch ganze Stelle an
4
*4478)
Arheilgerſtraße 23½.C Stelle ſuchen jüng. Hausmädch.
und ein 17jähr. Alleinmädchen
Frau Sidonie Frank, Schulſtr. 9,(
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. (*4486
1 Stelle ſuchenperl. Märzt ſehrbrav.
Mädch. m. 4jähr. g. Zeugn., w. ſelbſt.
koch. k., 1 beſſ. Hausm., 21j. Mädch. f.
allein Frau Roth, gewerbsmäßige Stellen- D
vermitt ung, Schloßgartenstr. 49. (*4481
Aelter. Mädchen, erf. im Kochen
u. a. Hausarb., ſ. Aushilfeſtell. Off.
unt. L. 76 an die Exped. (*4524
e Stelle geſucht zu einem oder u
zwei kleineren Kindern oder als
zweites Hausmädchen. (*4523a
Näheres Schwanenſtr. 61, pt. Frauſ. vor= od. nachm. Beſchäft.
Luiſenſtraße 40, Htb. II. (*4448 Reinliche Frau ſucht Beſchäftig=
ung im Waſchen u. Putzen Land=
wehrſtr. 31, Vdh. I.
(*4450C Junge Frau ſucht Waſchen und
Putzen für ganze und halbe Tage
Pankratiusſtraße 58. (*4428 Ein in a. Hausarb. erf. Madch.
n. A. a. Heidelbergerſtr. 127 p. (B4630 Jung. Mädchen ſucht Laufdientt
2—3 Stunden vormittags Pallas=
wieſenſtr. 37, Hth., 2. St. (*4456 Männlich Junger Kaufmann mit ſloter
Handſchaift ſucht Beſchäftigung
irgend welcher Art. Offerten u.
L 8 a. d. Expedition. (*4243dfs gewandt Ein i. d. Kohlenbranche langſ.,
durchaus erfahrener Mann, auch
m. d. Fuhrwerk g. vertraut, gute
Handſchrift, ſucht Stelle als Lager=
verwalter ſof. oder ſpäter. Gefl.
Perf. Schneiderin, ſtaatl. geprüft, Off. u. L. 7 a. d. Exp. (*4242dfs nimmt noch Kund. an auß. d. Hauſe. Stenograph (Gabelsberger) und
Maſchinenſchreiber (auf Under=
wood n. d. Zehnfinger= Blind=
ſchreibemethode ausgebildet) ſucht
bis 1. April, evtl. ſpäter Stellung.
Straßen= u. Geſellſchaftskleider1 Gefl. Off. u. H61 a. d. Exp. (*3969ids Für Handwerker, Kleinkaufleute etc.
ſucht Nebenbeſchäftigung im Bei=
tragen u. Abſchließen von Büchern, ſeitherigen Tätigkeit u. Anſprüc
Aufſtellen von Rechnungen, Haus=
und Vermögens=Verwaltungen,
ſtunden= und halbtagweiſe. Off.
u. K 93 an die Exped. (*4188ds
Junger Mann
1
Kontorarb., ſow. im einf. Mahn=
u. Klageweſ. bew., ſucht alsb. Stell. Vertrauensposten
irgend welcher Art.
Kaution in jed. Höhe kann geſt. werd.
§ 1 Off. u. J 39 an die Exp. d. Bl. (3979a
(Paris) ſucht
Stellungals
che
Ein mit den hieſigen
Verhält=
niſſen wohl vertrauter Ge=
(*3974ds
ſucht Stelung
unter mäßig.
20 Jahre, ſ.
in mittlerer
Mamn, weicher 12 Jahre in
(*4510si
Verh. Mann
Beſchäftig. auf
Exp. (*4433
ſucht Stelle als
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zum 15. März, für hier tücht.
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4396
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kochen kann und
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verſteht, per 1. März geſucht. Näh.
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Wiewohl dieser Preis von Mk. 1343.— für 3 Zimmer mit Küche sehr niedrig ist,
liefere ich dennoch sehr gediegene, gute Möbel dafür, und zwar 1 Schlafzimmer in
hellitalien, nussbaum mit feinen Intarsien, oder echt eichen, innen eichen, mit
2 Bettstellen, 1 grossem Spiegelschrank, 1 Waschkommode mit Marmor und
Kristall-
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1 gediegenes Speisezimmer in dunkel eichen mit 1 reichen Büffet, Anrichtetisch,
6 Rohrstühlen, Ausziehtisch und Moquettediwan. Das in geräucherter Eiche gehaltene
Herrenzimmer besteht aus 1 vornehmen Bücherschrank mit Kristallfasseteverglasung,
Diplomatenschreibtisch, Lederschreibstuhl, 2 Lederstühlen, Tisch, Ottomane mit Decke;
die moderne Kücheneinrichtung in grau fein lackiert: 1 Küchenbüffet mit reicher
Verglasung, Anrichte mit Aufsatz, Tisch, 2 Stühlen und Ablaufbrett. :. .:
Zimmer:
Schlafzimmer
Speisezimmer
Herrenzimmer
und Küche
für Mark
Zimmer:
Schlafzimmer
Speisezimmer
Herrenzimmer
und Küche
für Mark
1730
Das Schlafzimmer dieser Einrichtung ist in geräucherter Eiche ausgeführt und
unterscheidet sich von demjenigen der vorstehenden Preislage durch die reichere
Form der einzelnen Teile. Das nach apartem Entwurf gefertigte Speisezimmer hat
ein imposantes Büffet und geschlossene Kredenz, sowie grossen Ausziehtisch, 6
Leder-
stühle und Diwan in feinstem Moquettebezug. Ebenso ist das Herrenzimmer mit
schönem Bücherschrank und Diplomatenschreibtisch in sehr gefälliger Form, sowie
mit allem Komfort versehen, der zu einem wohnlichen Herrenzimmer gehört. Die
Kücheneinrichtung entspricht in der Form der obigen, ist aber in feinstem carolina-
: pine naturlackiert und auf das solideste ausgeführt. . .. .. .:
2102
Der hier zur Verfügung stehende Raum gestattet nicht, diese wirklich vornehme
Einrichtung eingehend zu besprechen. Erwähnt sei nur, dass das Büffet des
Speise-
zimmers in reicher, dreiteiliger Form mit Seitenschränken, englischen Zügen und
Kristallfasseteverglasung gehalten ist, wie diese Büffets für ganz reiche Aussteuern
mit besonderer Vorliebe gekauft werden. Die Bibliothek des Herrenzimmers ist
ebenfalls dreitürig und von vornehmster, ruhiger Wirkung, wie auch die übrigen
Möbel des Herrenzimmers der eleganten Einrichtung in allen Einzelheiten entsprechen.
Zahlreiche Kunden haben anfangs nicht vermutet, für diesen Preis so gute Qualitäten
: und eine so mustergültige Ausführung zu erhalten.
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Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
15)
Eine entſetzliche Unruhe kam über Lilli. Wie ſollte ſie
nur die langen, langen Stunden hinbringen! In dieſer
Stimmung wäre ſie, wenn es möglich geweſen wäre,
ſo=
fort abgereiſt; jetzt, da die Angſt um das Leben ihres Kindes
vorüber war, konnte ſie ſich nicht mehr ſo eng ihm verbunden
fühlen nach der langen Trennung, und der Doktor wollte,
daß der Patient möglichſt viel Ruhe hätte. Es war zehn
Uhr, eine Stunde, zu der ſie ſonſt erſt den Tag langſam
be=
gann. Nicht ein Möbel, kein Sopha ſtand hier, nichts lud
in dieſem Raume dazu ein, die Zeit mit Nachdenken oder
Phantaſien hinzubringen. Die dort ſo ruhig ſaß, das war
alſo die, die von einem Doktor Dänhardt geliebt wurde.
Wenn ſie nun deſſen Neigung erwiderte? — Ja, dann war
Lührſen hier bald wieder allein, und eine andere würde
kommen, wieder eine Fremde zu ihm und ihrem Kinde. Ach
das war ja alles unlösbar, unentwirrbar, ebenſo verwirrt
wie ihr Inneres. Und weil Lilli dies Schweigen nicht mehr
aushalten konnte, fragte ſie ganz unvermittelt: Was denken
Sie eigentlich von Doktor Dänhardt, Fräulein Plattner?
So, nun ruhte wenigſtens die Nadel für kurze Zeit.
Wieſo, Frau Lührſen? Er iſt ein kluger Menſch und ein
guter Arzt. Man ſollte es kaum glauben, aber mit Kindern
weiß er gut umzugehen, ſie haben ihn alle gern. Er iſt ein
ganz anderer Menſch, wenn er mit Kindern ſpricht.
Verkehrt er auch ſonſt viel hier im Hauſe?
Ja, er kommt häufig, beſonders im Winter. Was ſoll
er auch ſonſt anfangen? Entweder iſt er bei meinen
Ge=
ſchwiſtern, — mein Schwager iſt Paſtor in Bütfeld —, oder
er iſt hier. Er und Ihr Herr Gemahl ſind ja alte
Freunde.
Das war ſachlich und erſchöpfend geantwortet und
da=
mit eigentlich der Stoff für dieſes Geſpräch ſchon beendet.
Aber das war nicht, was Lilli wollte.
Und Sie glauben, fragte ſie deshalb weiter, daß den
Doktor nur ſeine Freundſchaft zu meinem Mann hier ſo
oft herführt?
Da hob Dora den Kopf, und ihre Augen blickten ruhig
zu Lilli auf. Wie meinen Sie das, Frau Lührſen? An
den Winterabenden bringt der Doktor oft Lektüre mit Wir
leſen viel auf dem Lande im Winter.
Da leben Sie hier eigentlich ganz behaglich. Aber, um
auf den Doktor zurückzukommen — ich glaube, er ſucht hier
doch am Ende etwas mehr als nur die Befriedigung eines
Umganges mit dem Freund.
Da wurden Doras Augen noch größer, und klar und
kühl fragte ſie: Warum ſprechen Sie in ſolchen Andeutungen
und auf Umwegen zu mir? Wollen Sie etwas Beſonderes
von mir wiſſen?
Dieſe Ruhe verwirrte und ſtörte Lilli.
O, das nicht gerade, ſtotterte ſie einen Augenblick etwas
verlegen gegenüber den klaren Augen und der klaren Frage,
ich glaube nur ziemlich beſtimmt zu wiſſen, daß Doktor
Dän=
hardt ſich für Sie intereſſiert.
Für mich —? Nun lächelte Dora wirklich.
Nun ja, tun Sie doch nicht ſo furchtbar ahnungslos. Hat
er Ausſichten?
Dieſe Art, über ſolche Dinge zu ſprechen, war Doras
ganzer Natur in den Tod zuwider. Sie begriff gar nicht,
wie eine Frau zu einer anderen ſo darüber ſprechen konnte,
ſie begriff ebenſowenig, wie Lilli zu ſolchen Fragen kam.
Wenn das der Fall wäre, warum fragt der Doktor
nicht mich? Das geht doch in der ganzen Welt nur ihn und
mich an.
Für Lilli blieb nichts anderes übrig als ein nervöſes
Lachen. Mein Gott, nehmen Sie doch die Sache nicht ſo
furchtbar tragiſch. Neugierig bin ich vielleicht, weiter nichts!
Schließlich, was gehen mich Ihre und Doktor Dänhardts
Herzensgeheimniſſe an?
Und wer ſagt Ihnen, daß ich Herzensgeheimniſſe habe?
Wenn ich ſie hätte, hätte ich ſie doch für mich!
Dora war aufgeſtanden, innerlich viel erregter, als ihr
anzumerken war. Lilli muſterte das große, ſtolze Mädchen
mit halb zugekniffenen Augen, zuckte mit den Schultern
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und ſagte ſehr von oben herunter: Wie iſt es, könnte ich
viel=
leicht etwas Frühſtück bekommen?
Das war wie ein Schlag ins Geſicht für Dora. Faſt
hätte ſie ohne Antwort und ohne ein Wort mit Lührſen zu
ſprechen, Zimmer und Haus verlaſſen. War die Frau da vor
ihr überhaupt ernſt zu nehmen? Ein Mitleid mit dieſer
un=
glücklichen Frau und Mutter ſtieg doch in ihr auf. Deshalb
biß ſie ſich auf die Lippen und ſagte äußerlich ruhig: Gewiß,
gnädige Frau, Ihr Herr Gemahl pflegt auch um dieſe Zeit
zu frühſtücken.
Als ſie der Tür zuging, kam durch dieſe Lührſen herein,
mit einem von der Kälte geröteten Geſicht. Sein
Schnurr=
bart war gefroren und ſein Backenbart mit Reif bedeckt.
So, damit wären wir fertig. Eine tüchtige Kälte.
Mordshunger habe ich mir auch geholt!
Er ſah Dora, die an ihm vorbei der Türe zuging,
for=
ſchend an und fragte, als ſie hinaus war: Was hat ſie denn?
Sie ſah ſo ernſt aus!
Ich habe ſie nicht um ihre Seelenſtimmung gefragt,
ſondern bat ſie, das Frühſtück zu bringen.
Du meinſt wohl, das Frühſtück durch Frau Tannert
bringen zu laſſen.
Das iſt mir einerlei. Ich bat ſie, Deine Haushälterin.
Lührſen blickte ſeine Frau erſtaunt an. Wollte denn gar
keine Ruhe komman, ſeit ſie im Hauſe war?
Fräulein Plattner iſt kein Dienſtmädchen, und wenn
ſie ſolche Dienſte übernimmt, ſo iſt’s ihr freier Wille. Im
übrigen iſt ſie eine Dame, ihrer Bildung und ihrer Stellung
nach eine Dame, wie man dies Wort ſo aufzufaſſen pflegt,
eine Dame, ſo gut wie —
Mie ich, nein dur
Ja, ſo gut wie Du!
Das war unfreundlich, Gerdt!
Klang es ſo? Unfreundlich gedacht war es nicht. Lilli,
ich habe Dir gegenüber die Stellung von Fräulein Plattner
ſchon einmal geſtern wahren müſſen. Es iſt dies meine Pflicht.
Du mußt doch einſehen, daß ſie Dir gegenüber ſich in einer
ſehr ſchwierigen Stellung befindet, in dieſer Richtung
wehrlos!
Da lachte ſeine Frau biter auf. Die und wehrlos? Das
glaubſt Du doch ſelbſt nicht. Aber verzeih, ich wollte Deinen
Hausgötzen —
Ich bitte, Lilli, ſie kann jeden Augenblick wieder
herein=
kommen.
Und Dora kam und ſetzte das Frühſtück auf den Tiſch,
während er vom Eßſchrank Gabeln und Meſſer herbeitrug.
So, ich bringe gleich noch Brot und Butter, Herr
Lührſen.
Du biſt ja ordentlich galant, ſpottete Lilli, als Dora
hinaus war.
Er ſtand am Tiſch und ſteckte beide Hände in die
Joppen=
taſchen. Hatten die Frauen hier Differenzen gehabt? Was
war nur los? Ein ſehr heftiges Wort wollte ihm auf die
Lippen kommen. Doch wozu? Schon Doras wegen wollte er
das vemeiden.
Galant, Lilli? Das Wort kennen wir hier gar nicht!
Menſchen, die zuſammen leben, ſind einander gefällig.
Uebrigens tat ich das, was eine andere hätte ebenſogut tun
können!
Und dieſe andere bin ich, Gerdt?
Ja.
Ich habe ja nicht einmal das Recht, hier — ſie
unter=
brach ſich raſch, weil ſie Dora eintreten ſah.
Als Lührſen zwei Stühle an den Tiſch rückte, ſagte
Dora zu Lilli: Wenn es gefällig iſt, gnädige Frau?
Wie Lilli dieſe Korrektheit haßte, wie ſie innerlich tobte,
gerade weil alle die anderen ja Recht hatten, weil ſie fühlte,
wie ſie doch geſchont wurde, weil jeder mit ihr verkehrte
unter der Vorausſetzung, daß ſie nicht lange bleiben würde!
Deshalb ſagte ſie ſchroff: Nein, ich danke jetzt, ich habe keinen
Hunger mehr.
Da ſetzte ſich Lührſen allein an den Tiſch, und als Dora
an der Türe fragte — ſie war ſehr blaß geworden — ob er
noch etwas wünſche, quälte er nur das Wort heraus:
Danke!
Jeder Biſſen wollte ihm im Halſe ſtecken bleiben. Es
war ein Unding ſo, die bare Unmöglichkeit! Das hatte er ja
alles beinahe vergeſſen in den langen Jahren, wie eigentlich
die Natur Lillis war und wie ſchwer ſie ſich hier
hinein=
finden würde in dieſe Verhältniſſe. Nie hätte er gedacht,
daß ſie ſo verbittert geworden wäre! Er hatte gehofft, ſie
würden ganz kühl formell miteinander verkehren können,
und nun ſah er, daß das nicht gehen wollte, denn auch er
konnte es nicht. Um ſo mehr war er erſtaunt, als ſie nach
längerer Pauſe mit ganz veränderter weicher Stimme
ſagte: Ich hatte gehofft, Gerdt, daß es möglich ſein würde,
mir hier Demütigungen zu erſparen. Zürne mir bitte nicht!
Es iſt alles ſo raſend ſchwer!
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Zweite Kammer der Stände.
4. Sitzung.
St. Darmſtadt, 23. Februar.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Exz., Geh. Staatsrat Krug
von Nidda, Geheimeräte Dr. Becker, Wilbrand,
Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9½ Uhr.
Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein. Erſter
Gegenſtand iſt die
Antwortadreſſe auf die Thronrede.
Vom Kammervorſtand wird folgender Wortlaut
vor=
geſchlagen:
Allerdurchlauchtigſter Großherzog!
Allergnädigſter Großherzog und Herr!
Eure Königliche Hoheit haben auch den XXXV.
Land=
tag Allerhöchſtſelbſt feierlich zu eröffnen geruht und die
Stände des Großherzogtums bei ihrem Zuſammentreten
willkommen geheißen. Hierfür, ſowie für das Vertrauen,
mit dem Eure Königliche Hoheit der Erledigung der uns
geſtellten wichtigen Aufgaben entgegen ſehen, ſprechen wir
unſeren ehrerbietigſten Dank aus. Wir erklären uns gern
bereit, der Wohlfahrt unſeres geliebten Heſſenlandes durch
unſere landſtändiſchen Arbeiten zu dienen.
Auch wir möchten nicht unterlaſſen, auf die von Eurer
Königlichen Hoheit berührte, in unſerer parlamentariſchen
Geſchichte hochbedeutſame Tatſache hinzuweiſen, daß die
Zweite Kammer bei ihrem diesmaligen Zuſammentreten
auf Grund des auf dem vorigen Landtag verabſchiedeten
Wahlgeſetzes in ihrer Mehrzahl aus unmittelbar
ge=
wählten Abgeordneten beſteht.
Mit Freuden können wir eine weitere Beſſerung
unſerer Staatsfinanzen feſtſtellen. Nach wie vor erachten
wir es für unſere höchſte Pflicht, bei größter Sparſamkeit
in den Staatsausgaben die Ordnung und Stärkung
unſerer finanziellen Verhältniſſe, ohne welche eine
gedeih=
liche Weiterentwickelung unſeres Landes nicht
gewähr=
leiſtet ſein kann, mit allen Kräften zu fördern. Wir hegen
dabei mit Eurer Königlichen Hoheit Regierung den
drin=
genden Wunſch, daß das Verhältnis zum Reich uns nicht
zu größeren Leiſtungen, wie zur Zeit, verpflichten möge.
Eine Ordnung unſerer Finanzen durch eine allmähliche
Tilgung unſerer Staatsſchuld halten auch wir für geboten
und werden bei Löſung dieſer wichtigen Frage, die ſich
beſonders auch auf das Maß der Tilgung bezieht, mit
pflichtmäßiger Sorgfalt verfahren.
Die Vorſchläge Eurer Königlichen Hoheit Regierung
über die Ausgeſtaltung des Lehrerbildungsweſens und über
die Pflege der ſchulentlaſſenen Jugend werden wir gern in
Beratung nehmen.
Mit Genugtuung haben wir die Mitteilung
aufgenom=
men, daß die finanziellen Verhältniſſe des Staats nunmehr
geſtatten, der dringlichen Aufgabe der Erhöhung der
Be=
züge der Beamten, Staatsdienſtanwärter und
Volksſchul=
lehrer näher zu treten. Mit Eurer Königlichen Hoheit
Re=
gierung wollen wir ernſthaft prüfen, ob auch den
Pen=
ſionären und Hinterbliebenen früherer Staatsbeamten eine
Erhöhung ihrer Bezüge geſichert werden kann. Eine
Er=
höhung der Zivilliſte wird ihr Ziel ebenfalls in einer
Er=
höhung der Bezüge der betreffenden Funktionäre ſuchen.
Wir geben uns der Hoffnung hin, daß dieſe
Mehr=
leiſtungen der Staatskaſſe ohne eine ſteuerliche
Mehr=
belgſtung ſich durchführen laſſen. Sollte ſich dies nicht
ver=
wirklichen laſſen, ſo werden wir die neuen Vorſchläge der
Regierung Eurer Königlichen Hoheit ernſthaft prüfen und
ſind mit Eurer Königlichen Hoheit der Meinung, daß neue
Einnahmequellen nur unter ſorgfältiger Rückſichtnahme auf
die Steuerkraft und die wirtſchaftliche Leiſtungsfähigkeit
des Landes erſchloſſen werden ſollten.
Die Maßnahmen Eurer Königlichen Hoheit Regierung
gegen das ſtarke Auftreten der Maul= und Klauenſeuche
und die Folgen der Dürre des vergangenen Sommers
werden von uns gebührend gewürdigt.
Die in Ausſicht geſtellten Vorlagen und bereits uns
zugegangenen Vorlagen werden von uns alsbald in
Be=
ratung genommen werden; insbeſondere ſehen wir mit
Intereſſe dem Geſetzentwurf über die Aufbringung der
Koſten der höheren Schulen und der Novelle zur Reviſion
des Volksſchulgeſetzes entgegen.
Wir werden ſtets beſtrebt ſein, im Einvernehmen mit
Eurer Königlichen Hoheit Regierung die uns gemachten
Vorlagen zum Wohl und Gedeihen unſeres Heimatlandes
zu einem erſprießlichen Abſchluß zu bringen.
In tiefſter Ehrfurcht pp.
Abg. Ulrich: Wenn wir auch mit der Adreſſe nicht
in allem einverſtanden ſind, ſind wir doch der Meinung,
daß es von Wichtigkeit iſt, die Thronrede durch eine
der=
artige Adreſſe zu beantworten und wir werden alſo nicht
allzu kritiſch dem Wortlaut gegenüberſtehen. Nur eins
vermiſſen wir in der Adreſſe, das iſt der Wunſch, die
Kau=
telen, die in unſerem neuen Wahlrecht dem allgemeinen
gleichen Wahlrecht gegenüberſtehen, zu beſeitigen. Ohne
auf das Materielle weiter eingehen zu wollen, ſtelle ich
namens meiner Partei den Antrag, dem zweiten Abſatz
der Adreſſe den Zuſatz zu geben: „Wir erſuchen Ew. Kgl.
Hoheit, dahin wirken zu wollen, daß die dem allgemeinen
gleichen Wahlrecht entgegenſtehenden Kautelen
baldmög=
lichſt geſtrichen werden.” Wir halten dieſen Zuſatz für
notwendig, da es uns nicht gleichgültig ſein kann, wie
Se. Kgl. Hoheit über dieſe Dinge denkt. Ich bitte, den=
Antrag anzunehmen.
Abg. Dr. Oſann bittet, die Adreſſe ſo, wie ſie
vorge=
ſchlagen, anzunehmen. Wenn man ſich materiell in eine
Debatte über den Wortlaut einlaſſen wollte, ſo könnten ja
dann in jedem Satz die verſchiedenen politiſchen
Mein=
ungen zum Ausdruck gebracht werden. Das iſt aber doch
nicht Zweck der Adreſſe. Seine Partei wird darum den
Antrag Ulrich ablehnen. Auf das Materielle der Sache
wolle er nicht eingehen.
Abg. Grünewald iſt mit der Tendenz des
An=
trags einverſtanden, ſtimmt jedoch der Anſicht des Abg.
Dr. Oſann zu.
Abg. Adelung: Die Adreſſe enthält auch im übrigen
vielfach ein Eingehen auf das Materielle. Und wenn
man nicht beſtimmte Wünſche zum Ausdruck bringen wolle,
hat ja doch die Adreſſe keinen Zweck.
Abg. Brauer: Der Antrag Ulrich bedeutet etwas
ganz Neues. Es war bisher nicht üblich, an dem
Wort=
laut der Adreſſe derartige Aenderungen vorzunehmen.
Seine Partei kann darum keine Erklärung abgeben, weil
ſie noch nicht über eine eventl. Stellungnahme geſprochen hat.
Abg. Molthan erklärt namens ſeiner Partei, daß
ſie aus den Gründen, die der Abg. Dr. Oſann angeführt,
den Antrag ablehnen müſſe.
Abg. Boxheimer ſpricht ſich in gleichem Sinne aus.
Abg. Ulrich vertritt in längeren Ausführungen
noch=
mals ſeinen Antrag. — Damit ſchließt die Debatte. Die
Abſtimmung ergibt Ablehnung des Antrags
Ul=
rich mit allen gegen die 6 Stimmen der
So=
zialdemokraten und Annahme des
vorge=
ſchlagenen Wortlauts mit den gleichen
Stimmen.
Der Präſident teilt mit, daß die Adreſſe um ½11
Uhr dem Großherzog überreicht werden ſoll.
Das Haus tritt dann in die Beratung der
Regierungs=
vorlage, den
Hauptvoranſchlag der Staatseinnahmen und=Ausgaben
für das Etatsjahr 1912
ein. Der Präſident eröffnet zunächſt eine Generaldebatte.
Finanzminiſter Braun:
Gleichzeitig mit dem Hauptvoranſchlag der
Staatsein=
nahmen und=Ausgaben für 1912 iſt Ihnen die übliche
Denk=
chrift über den Inhalt des Voranſchlags übergeben worden.
Bis zum Rechnungsjahre 1902/03 bildete der Abdruck des
je=
weiligen mündlichen Vortrags des Finanzminiſters bei
Vorlage des Budgets den Inhalt einer ſolchen Denkſchrift.
Dermalen wird ein eigentlicher Finanzvortrag
über=
haupt nicht mehr erſtattet, ſondern gewiſſermaßen nur
ſchriftlich den Ständen ein orientierender Ueberblick zum
Budgetentwurf, zuſammen mit dieſem ſelbſt, gedruckt
über=
mittelt. Damit wird in Heſſen anders verfahren als beim
Reich und m. W. auch bei allen anderen deutſchen Staaten.
Für die Zukunft beabſichtige ich, mich dieſem anderen
Vor=
gehen wieder anzuſchließen. Im Jahre 1910 konnte von mir
dementſprechend noch nicht verfahren werden wegen
meiner Krankheit. Sie wirkte dann in der mir auferlegten
Schonung noch bis in die neueſte Zeit nach. Dazu kamen
im letzten Herbſt die Erörterungen wegen der neuen
Schul=
dentilgungsvorlage und die ſehr mühſamen Vorarbeiten
für die demnächſtigen Geſetzentwürfe über die
Beamtenge=
halte und die weiteren, damit im Zuſammenhang ſtehenden
Entwürfe. Aus dieſen mehr perſönlichen Gründen iſt jetzt
erſt die Zeit gekommen, die Sachbehandlung wegen der
Etatsvorlage vom nächſten Jahre an wieder zu ändern.
Beibehalten aber werden ſoll eine andere Neuerung
aus den letzten 10 Jahren. Es ſind die jährlichen
Rück=
blicke auf die letztabgeſchloſſenen Rechnungsjahre und die
Ergebniſſe des Staatshaushalts in ihnen, verglichen mit
den Hauptvoranſchlägen. Dieſe Rückblicke ſind enthalten in
den Mitteilungen der Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik.
In ihnen iſt uns ein Material geboten, deſſen Wert noch
viel zu wenig gewürdigt wird. Es ſchwebt mir vor, daß
er noch erheblich geſteigert werden könnte, wenn die Zahlen
der jährlichen Veröffentlichungen noch für längere
Zeitab=
ſchnitte — etwa für Jahrfünfte oder Jahrzehnte — zu einem
ſelbſtändigen Handbuch verarbeitet würden. Wir lernen ſtets
aus der Geſchichte der Tatſachen und darum für unſere
finan=
zielle Entwickelung nicht am wenigſten aus der Geſchichte der
Zahlen in unſerem Staatshaushalt und der für ſie
maß=
gebend geweſenen Verhältniſſe. Je genauer ihre Kenntnis
iſt, um ſo ſicherer werden unſere Annahmen und
vergleichen=
den Schlüſſe für die Zukunft ſein. Sie müſſen aber auch leicht
und ſicher zunächſt von Ihnen, m. H., nachgeprüft werden
können und ebenſo von der Oeffentlichkeit, deren Intereſſe
an unſeren Finanzfragen ſtändig wächſt. Alles das läßt ſich
am eheſten ermöglichen, wenn wir die Kenntnis der Ergeb=
niſſe früherer Jahre erleichtern und ausbauen und daneben
zu dem Syſtem zurückkehren, wonach der Finanzminiſter
den Voranſchlag mit einer einführenden Etatsrede vorlegt.
Dem Finanzminiſter ſelbſt wird dieſe Rückkehr
erleich=
tert, wenn er und andere nicht mehr durch ein dichtes
Ge=
ſtrüpp von Zahlen nur zu einem unerfreulichen Ziel gelangen
können, ſondern wenn am Ende des Wegs ein erfreulicheres
Ziel winkt. Das aber iſt jetzt der Fall. Bei allernach
wie vorgebotenen Vorſicht im Urteil über die
Fi=
nanzlage dürfen wir von dem Ausblick auf eine erheblichere
Beſſerung reden. Damit komme ich zugleich dazu, den
In=
halt der einleitenden Denkſchrift und des Ausſchußberichts
noch in einigen Punkten und Zahlen des Voranſchlags zu
vervollſtändigen, auch wenn ſie ihn nicht überall und
un=
mittelbar beeinfluſſen. Wie in der gemeinſamen Sitzung
der Finanzausſchüſſe beider Kammern, ſo kann ich auch
heute und von dieſer Stelle aus nur dem beipflichten, was
Ihr Finanzausſchuß in der Einleitung ſeines Berichts S.5.
a. E. geſagt hat. Er geht von den Budgetzahlen über das
Anſteigen der Eiſenbahnerträgniſſe ſeit 1909 aus, in denen die
noch jetzt anhaltende Beſſerung der wirtſchaftlichen
Verhält=
niſſe Ausdruck gefunden hat. Die gegebenen Zahlen laſſen
den Finanzausſchuß erklären, daß unſere Finanzen als
günſtig zu bezeichnen ſeien, wenn nicht die — auch von
nir ſchon genannten — Aufgaben noch zu erfüllen ſeien:
Beamtenbeſoldung und Schuldentilgung. So lange aber
dieſe beiden wichtigen Angelegenheiten nicht finanziell in
ihren Wirkungen vor Augen lägen, dürfe ein optimiſtiſches
Urteil über unſere Finanzlage nicht gefällt werden. Das
iſt vollkommen zutreffend.
Ich gehe auf jene beiden Fragen im einzelnen nicht
näher ein. Die für die Budgetberatung verfügbare Zeit iſt
infolge der Reichstagswahlen in dieſem Jahre an ſich
ver=
kürzt. Ueberdies muß von vornherein auf das andere Haus
ſchon wegen ſeiner geſetzlich geänderten, budgetrechtlichen
Stellung Rückſicht genommen und ihm eine längere und
ſeither meiſt zu kurze Zeit für die Budgetberatung gelaſſen
werden. Beide Gründe ſchließen ein Eingehen auf jene
Fragen um ſo mehr aus, als wir uns über ſie ja mit
beſon=
deren Vorlagen nach Erledigung des Budgets ohnehin zu
beſchäftigen haben werden. Ebenſo berührt uns im Rahmen
der Budgetberatung die Frage des
Eiſenbahngemeinſchafts=
verhältniſſes, die zum Gegenſtand eines beſonderen Antrags
in dieſem Hauſe gemacht iſt, nur inſoweit, als es ſich um die
Höhe des Ueberſchußanteils für das abgelaufene Jahr
und für das beginnende Voranſchlagsjahr handelt.
Wieder=
um wie in der gemeinſamen Sitzung der beiden
Finanzaus=
ſchüſſe beſchränke ich mich darauf hervorzuheben, daß das
Ergebnis des abgelaufenen Jahres noch günſtiger iſt, als
zur Zeit der Aufſtellung des Budgetentwurfs und ſelbſt
der Erſtattung des Ausſchußberichts angenommen werden
onnte. Aus den Zeitungsberichten über jene Sitzung
wer=
den Sie erſehen haben, daß unſer Ueberſchußanteil für 1911,
der im Voranſchlag mit 14880000 Mark vorgeſehen war,
nicht nur die noch im Herbſt geſchätzten 16 Millionen
be=
trägt, ſondern mindeſtens 16 700000 Mark, alſo über 1800000
Mark mehr als veranſchlagt. Von den 16 700000 Märk gehen
ab 11109500 Mark Paſſivzinſen, 898700 Mark Tilgung,
406 200 Mark öffentliche Abgaben und für weggefallene
Staatsſteuern, die der laufenden Verwaltung zufließen,
152000 Mark, zuſammen 12566 400 Mark. Es verbleibt
dem=
nach eine Reineinnahme aus den Eiſenbahnen in Höhe von
4 133660 Mark. Wie Ihnen bekannt, ſind unſere Anteile
an den Eiſenbahnerträgen nach geſetzlicher Vorſchrift im
Ausgleichsfonds zu verrechnen. Gleiches gilt von der
Lot=
terierente, die für 1911 805810 Mark beträgt, ſowie von
un=
ſerer Reineinnahme aus Erbſchafts= und Schenkungsſteuer
mit 354 450 Mark. Insgeſamt ſind alſo für den
Ausgleichs=
fonds als Einnahme 17860 260 Mark zu verrechnen. Als
Ausgabe ſtehen dieſer Summe gegenüber 17136475 Mark,
nämlich die erwähnten Abgänge am Eiſenbahnanteil mit
12566 400 Mark, ſerner die auf uns entfallenden 1070000
Mark ungedeckte Matrikularbeiträge und der Zuſchuß von
3 500000 Mark an die laufende Verwaltung. Es bleiben
ſo=
nach dem Ausgleichsfonds zuzuführen 723785 Mark. Sein
Beſtand Ende 1910 war 2337390 Mark. Er würde ſich alſo
ſchon Ende 1911 auf 3 061 175 Mk. berechnen oder im Vergleich
mit einem bisher angenommenen und auch im
Ausſchuß=
bericht S. 5 erwähnten Beſtand von 2 215785 auf 845390
Mark höher. Dabei werden ſich dieſe Zahlen noch günſtiger
geſtalten, da ſelbſt die 16700000 Mark, mit denen der
1911er Eiſenbahnanteil nunmehr angenommen iſt, bei der
Schlußabrechnung — wie angedeutet — noch werden
über=
ſchritten werden. Es wird ohne unzuläſſigen Optimismus
anerkannt werden können, daß der günſtige Stand unſerer
Wirtſchaftslage, der ſich in dieſen Ergebniſſen der
preußiſch=
heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft neben den Wirkungen des
Rückgangs des Betriebskoeffizienten ausdrückt, auch im
brigen für unſere Finanzen von beſſerndem Einfluß ſein
wird.
Damit ſcheinen allerdings unſere
Steuerergeb=
niſſe nicht übereinzuſtimmen, wie ſie ſich in der Tabelle auf
S. 20 des Ausſchußberichts für die Einkommenſteuer im
Jahr 1910 darſtellen. Das Rechnungsergebnis ſtellt ſich
dort gegenüber dem Voranſchlag um 62000 Mark
niedri=
ger während es in den vorausgegangenen Jahren ſtets
2—400000 Mark höher geweſen war. Ebenſo iſt bei der
Vermögensſteuer das Mehr von früher 35000 Mark bis
0000 Mark auf rund 11000 Mark zurückgegangen. Das
Jahr 1908, deſſen Zahlen bei beiden Steuergattungen von
beſonderen Verhältniſſen beherrſcht waren, iſt von mir ganz
außer Betracht gelaſſen. Ich durfte nur ſagen: Die
Steuer=
ergebniſſe des Jahres 1910 „ſcheinen” wegen jener Rück=
ellenbrau=
FlaidſertdterC
Teile Gaamtatsdicte
(4552a
günge zu dem ſonſt glnſigen Bild nicht zu paſſn. Denn
einmal gewinnen die Ergebniſſe des Jahres 1910 ſofort ein
anderes Ausſehen, wenn man ſie nicht mit den
veranſchlag=
ten Zahlen desſelben Jahres vergleicht, ſondern mit den
Ergebniſſen des Vorjahres und zwar unter Abzug der
Zuſchläge, die erſtmals für 1910 bewilligt worden ſind. Es
ergibt ſich dann ſofort, daß auch in 1910 ein Weiterſteigen
ſtattgefunden hat. Außerdem kommen mit 1910 in den
Ein=
kommensberechnungen, die ſich auf dreijährige Durchſchnitte
gründen, die vorausgegangenen ſchlechten Wirtſchaftsjahre
zum Ausdruck. Tatſächlich ſind denn auch bereits im
Jahre 1911, deſſen Ergebniszahlen in jener Tabelle noch
nicht enthalten ſind, die Rückgänge faſt verſchwunden.
Ueberwiegende Gründe ſprechen jedenfalls auch für eine
Fortdauer der günſtigen Konjunktur. Dies beweiſen noch
die neueſten Monatsausweiſe der
preußiſch=
heſſiſchen Betriebsgemeinſchaft und nicht
min=
der die letzten Ausweiſe über die Einnahmen des
Reichs aus Zöllen, Steuern und Gebühren
für die Zeit vom 1. April 1911 bis Ende Januar 1912. Ich
be=
tone nachdrücklich, daß ich hierbei nur von dieſen
Reichsein=
künften in ihrer Geſamtheit und nur zu dem Zweck
rede, die augenblickliche Wirtſchaftslage, gleichfalls in ihrer
Geſamtheit, zu beleuchten. Für das laufende
Rechnungs=
jahr ſind die zur Reichskaſſe fließenden Zölle, Steuern und
Gebühren auf rund 1470 Millionen veranſchlagt. Auf die
hinter uns liegenden 10 vollen Monate würden alſo rund
1225 Millionen entfallen. Eingegangen ſind aber über 1375
Millionen, oder über 150 Millionen mehr. Für die erſten
10 Monate des Vorjahrs war das Ergebnis ca. 1235
Milli=
onen geweſen, alſo auch bei einem Vergleich mit dem
Vor=
jahr ergibt ſich ein Mehr von faſt 150 Millionen Mark
Angeſichts ſolcher Zahlen muß rein finanziell
betrachtet durchaus anerkannt werden, daß die im Jahre
1908/9 allſeitig angeſtrebte Reform der
Reichsfi=
nanzen in erwünſchtem Maße erreicht worden iſt. Ob
man dabei überall die richtigen Wege gegangen iſt, oder
ob nicht die Vorſchläge der verbündeten Regierungen
vorzu=
ziehen geweſen wären, darüber möge man ſich, wenn man
es noch für nützlich hält, im Reichstag unterhalten. Dort
iſt es ja auch ſchon recht ausgiebig geſchehen. Im Rahmen des
mir heute an dieſer Stelle Obliegenden habe ich lediglich
den finanziellen Effekt und weiterhin die erfreuliche
Tat=
ſache feſtzuſtellen, daß mit der Beſeitigung der
unerträg=
lich gewordenen Fehlbetragswirtſchaft des Reichs ganz
be=
ſonders auch den Bundesſtaaten ein großer Dienſt erwieſen
worden iſt. Sie hätten ihrer Deckungspflicht ohne ſchwerſte
Erſchütterung ihrer finanziellen Lage überhaupt nicht oder
nicht lange mehr genügen können. Auf die Dauer iſt jede
gedeihliche Landesfinanzpolitik undenkbar ohne gleichzeitige
Geſundheit der Reichsfinanzen. Deswegen haben wir es auch
nur als den unentbehrlichen Abſchluß der Reichsfinanzreform
angeſehen und freudig begrüßt, daß wir neuerdings
wenig=
ſtens vorläufig und bis 1913 zu einer feſten Regelung des
finanziellen Verhältniſſes zwiſchen Reich und
Bundes=
ſtaaten gekommen find. Im Intereſſe einer nachhaltigen
Erfüllung der Aufgaben der Bundesſtaaten insbeſondere
auf kulturellem Gebiet, haben wir eine ſolche Regelung
für dringend notwendig gehalten. Durchdrungen von
dieſer Notwendigkeit haben wir gleich allen übrigen
Bundes=
ſtaaten im Zuſammenhang hiermit auch dem Vorſchlag
zu=
geſtimmt, darauf zu verzichten, daß die Ueberſchüſſe im
Reichshaushalt auf die mit 80 Pfg. pro Kopf der
Bevöl=
kerung gezahlten Matrikularbeiträge der
Bundes=
ſtaaten an dieſe auf Grund der Vorſchriften der
Reichsver=
faſſung zurücküberwieſen würden. Erleichtert hat uns dieſen
Entſchluß die Tatſache, daß ein ſolcher Verzicht die
Tilg=
ung der Reichsſchulden geſtattet, die im Intereſſe
der Bundesſtaaten wegen der ihnen geſtundeten
Matrikular=
beiträge aufgenommen worden waren. Ueberdies begegnet
er ſich praktiſch mit dem früher von der Reichstagsmehrheit
vertretenen Standpunkt, wonach jene Beiträge in Höhe von
80 Pfennig allerdings nicht durch die Verfaſſung, wohl aber
auf Grund Einverſtändniſſes der Faktoren der
Reichsgeſetz=
gebung nach und nach zu einer Art feſten Zuſchuſſes der
Bundesſtaaten an das Reich geworden ſind. Auch über
dieſe Frage unterhält man ſich beſſer im Reichstag. Wie
ſich die Dinge in der Zukunft geſtalten werden, läßt ſich
nicht ſagen. Jedenfalls aber ſchien uns zur Zeit der in
jenem Abkommen zu findende Preis für eine einſtweilige
feſte Regelung des Verhältniſſes zwiſchen Reich und
Bundesſtaaten, von dem die Thronrede zur Eröffnung des
Reichstages ſpricht, nicht zu hoch.
Speziell zu den Landesfinanzen zurückkehrend, kann
ich zu dem, was ich über unſern Anteil an den
Betriebs=
überſchüſſen der Eiſenbahngemeinſchaft und über die
Steuern geſagt habe, wegen der ſonſtigen
Einnah=
men auf die Erläuterungen zu den einzelnen Kapiteln
und ihre Beſprechung im Ausſchußbericht verweiſen.
Da=
gegen möchte ich wegen der Ausgaben nicht
verſchwei=
gen, daß wir m. E. in künftigen Voranſchlägen noch mehr
als bisher nicht werbende und wiederkehrende Ausgaben
auf die Verwaltungsrechnung und nicht auf die
Vermö=
gensrechnungen nehmen ſollten. In dieſer Hinſicht iſt unſer
Voranſchlag noch zu bemängeln. Wir können uns noch die
Energie vorbildlich ſein laſſen, die auch auf dieſem Gebiet
der Herr Reichsſchatzſekretär entfaltet. Ich denke bei dem
Geſagten an die Art, wie wir unſere Anteile an den
In=
veſtitionen für die Eiſenbahnen ausnahmslos, z. B. auch
die=
jenigen für Erſatz und Ergänzung des Fuhrparkes aus
Anleihemitteln beſtreiten. Ich denke ebenſo an einzelne
Anſätze in Kapitel 128 „Zentralbauweſen”, an die Koſten
der Reblausbekämpfung in Kapitel 133, für neue
Grund=
bücher in Kapitel 138 uſw. Mehrfach handelt es ſich aber
dabei um weitere Raten zu früheren
Bewillig=
ungen, die jetzt zweckmäßig nicht mehr anders
behandelt werden. Dabei iſt der neue
Vor=
anſchlag keineswegs bis zu einem gewiſſen Grade von
dem Beſtreben beeinflußt geweſen, die Aufgabe der
Be=
amtenaufbeſſerung zu erleichtern. Auch für die Zukunft
und für neue Ausgaben wird uns hoffentlich allſeitig in
erſter Linie die Ueberzeugung leiten, daß eine in jeder
Hinſicht unanfechtbare Voranſchlagsbehandlung eine der
beſten Grundlagen eines geſunden Finanzweſens und damit
zugleich ebenſo eine beſte Grundlage für eine jederzeit
rich=
tige Bemeſſung der Beamtengehalte iſt. Und ebenſo bin ich mir
darüber klar, daß mit dauernder Ausſicht auf Erfolg eine ge=
regelle Schuldenigung mur gebacht werden kann, wenn
ſtrengſtens darauf geſehen wird, daß die nichtwerbende
Staatsſchuld überhaupt nicht und vor allem nicht in dem
Maße weiterwächſt, wie dies bis jetzt bei uns der Fall war.
Gerade auch unter dieſem Geſichtspunkt empfehle ich Ihnen
ſchon jetzt die Vorſchläge des Entwurfs des
Tilgungs=
geſetzes.
Es verpflichtet zweifellos zu beſonderem Dank, wenn
trotz noch vorhandener Mängel der angedeuteten Art in
Budgetentwurf der Ausſchußbericht — allerdings in
ande=
rem Zuſammenhang — dermalen bereits „ein entſchiedenes
Streben nach Sparſamkeit in der geſamten
Staatsverwal=
tung” anerkennt. Dieſes Streben wird nicht auf allen
Sei=
ten anerkannt In der Preſſe wird vielmehr der Regierung
oder richtiger dem im Jahre 1910 „neugewordenen”
Finanz=
miniſter Braun vorgehalten, er habe einen eigenen
Spar=
ſamkeitsvorſchlag vergeſſen, von dem er ſich 50—70 000 Mark
erhofft habe. Ein ſolches Vergeſſen ſei immer auffallend;
man habe jedenfalls nichts mehr von der Sache gehört.
Es handelt ſich um die Frage des gemeinſamen Kohlenbezugs
für die ſtaatlichen Anſtalten und Behörden. Ich muß die
Sache hier abtun, weil ich nicht weiß, bei welchem
einzel=
nen Kapitel ſie zu erledigen wäre. Der einheitliche
Kohlen=
bezug wurde ſchon 1910 eingeleitet. Da die einzelnen aber
vielfach ihre Abſchlüſſe ſchon gemacht hatten, erſtreckte er ſich
nur auf rund 6000 Tons mit 11670 Mark Erſparnis. 1911
konnten 346 Dienſtſtellen in 64 Orten mit 26000 Tons zum
Geſamtpreis von rund 615000 Mark beteiligt werden.
Eingegangen waren dabei faſt 50 Angebote, und vielfach
konnten auch die örtlichen Händler berückſichtigt werden.
Die Erſparnis berechnet ſich auf 49 900 Mk. Meine Schätzung
war daher nicht zu hoch geweſen. Am wenigſten kann aber
davon geſprochen werden, daß der Finanzminiſter ſeinen
eigenen Vorſchlag vergeſſen habe. Daß ein Finanzminiſter
70 000 Mark vergißt, die er holen kann, ſollte man ihm doch
nicht unterſtellen: da ſchätzt man ihn doch viel zu niedrig ein.
Aus dem Budgetentwurf oder ſeinem Abſchluß Ihnen
im Weiteren Einzelzahlen vorzuführen, hat keinen Zweck
mehr, nachdem Sie ſeit Wochen im Beſitz des Entwurfs ſind
und auch der Ausſchußbericht ſich in Ihren Händen befindet.
Wohl aber möchte ich noch einige andere Zahlen geben, die
nicht im Budget ſtehen und doch für Beurteilung unſerer
Finanzen von Wichtigkeit ſind.
Ein Vergleich des werbenden
Staatsvermö=
gens mit der eigentlichen Staatsſchuld ergibt
folgende Ziffern. Das werbende Staatsvermögen ſetzt ſich
zuſammen aus dem Anlagekapital der Eiſenbahnen mit 351,7
Millionen und dem Wert der Domänen, ſowie der nutzbar
angelegten Aktiven der Hauptſtaatskaſſe uſw. mit 290.0
Millionen, zuſammen 642,6 Millionen. Dem werbenden
Staatsvermögen ſteht als eigentliche, d. h. nicht
anderwei=
tig beſonders gedeckte Staatsſchuld gegenüber ein Betrag
von 418,5 Millionen. Es überſteigt alſo das werbende
Staatsvermögen die eigentliche Staatsſchuld um rund 224.
Millionen. Der Reinertrag des Vermögens betrug
am 1. April 1911 rund 15,2 Millionen bei den Eiſenbahnen
und rund 4,8 Millionen beim ſonſtigen werbenden
Staats=
vermögen, zuſammen 20 Millionen Die Paſſivzinſen
erforderten rund 13,5 Millionen, das Reinertragsmehr
berechnet ſich ſomit auf 6,5 Millionen. Allerdings iſt die
Aktivſpannung zwiſchen Vermögen und Schuld früher höher
geweſen und betrug z. B. noch 1903 242 Millionen. Es
darf aber andererſeits auch nicht überſehen werden, daß von
der eigentlichen Staatsſchuld allein faſt fünf Sechſtel
Eiſen=
bahnſchulden ſind und ſchon danach die wachſenden Schulden
zum weitaus größten Teil werbender Natur ſind. Man muß
ſich unter ſolchen Umſtänden davor hüten, die Finanzlage
Heſſens für innerlich ungeſunder anzuſehen, als ſie an ſich
und im Vergleich mit anderen Staaten iſt, auch wenn wir
unbeſtreitbar mit die höchſten Steuern haben.
Mein badiſcher Kollege, Herr Rheinboldt, hat vor
weni=
gen Wochen bei gleicher Gelegenheit erklärt, der Jammer
über die ſchlechte Finanzlage, der nachgerade ſprüchwörtlich
geworden ſei, müſſe endlich aufhören. Er wirke lähmend
auf Handel und Wandel des Landes und habe Mißmut und
Gleichgiltigkeit erzeugt. Trotz dieſer Auffaſſung hat Kollege
Rheinboldt auf die dringende Notwendigkeit einer
vorſich=
tigen Finanzwirtſchaft hingewieſen. Das Alles paßt
voll=
kommen auch auf unſere Verhältniſſe. Es muß dies
nach=
drücklich betont werden, zumal die fortgeſetzte Anzweiflung
unſerer Verhältniſſe uns erheblich ſchädigt.
Die Schädigung drückt ſich in dem Kurſe unſerer
Staatspapiere aus und macht es mir eben darum
geradezu zur Pflicht, zum Schluſſe meiner
Ausführun=
gen ſolchen Zweifeln entgegenzutreten, die auch
nament=
lich kleine Sparer beunruhigen und ſchädigen können.
Zunächſt iſt darauf hinzuweiſen, daß es an ſich durchaus
keine auffallende Erſcheinung iſt, wenn die Kurſe unſerer
Papiere ſeit einigen Jahren zurückgegangen ſind. Das
Gleiche iſt in den Kurſen der Reichsanleihe und der
preu=
ßiſchen Konſols eingetreten. Beſonders ſcharf ſind
aller=
dings die 3prozentigen Heſſen gewichen. Der
Kursrück=
gang iſt in erſter Linie darauf zurückzuführen, daß in
den Jahren 1896 und 1897 hauptſächlich zum Zwecke des
Erwerbes der Heſſiſchen Ludwigsbahn nicht weniger als
187 Millionen 3prozentige Heſſen an den Markt kamen
und Heſſen nach dem damaligen Wort eines
mitwirken=
den Beamten in die Reihe der „Großſchuldner” eintrat.
Ein großer Teilbetrag wurde ja von den früheren
Be=
ſitzern der Ludwigsbahn=Aktien und=Obligationen
über=
nommen. Der Geſamtbetrag war aber doch für das Land
ſo rieſig, daß er für eine Reihe von Jahren den Markt
ungünſtig beeinfluſſen mußte. Die heſiſche Statsſchuld
wurde damals in zwei Jahren auf mehr als den
fünf=
fachen Betrag erhöht! Verhältnismäßig gleich große
Erhöhungen der Statsſchuld ſind bei keinem anderen
deutſchen Staale vorgekommen. Ganz bald nach der
Begebung dieſer gewaltigen Anleihebeträge ſetzte aber
ein ſcharfer Kursrückgang bei allen deutſchen
Statspa=
pieren ein, der bei den 3prozentigen naturgmäß wegen
ihres mehr ſpekulativen Charakters beſonders ſtark war.
Darunter hatten die ehemaligen Beſitzer der
Ludwigs=
bahn=Werte doppelt zu leiden. Die Verſtimmung
dar=
über hat viele Kapitaliſten veranlaßt, ihre Papiere zu
verkaufen. Dazu kam, daß ſo große Anleihebeträge erſt
nach einer Reihe von Jahren vollſtändig in feſte Hände
kommen können. Durch alle dieſe Umſtände iſt der grö=
bere Aursrückgang genigend erlärt, den wir jetzt mit
ei=
nem Zinsſatz von 3,8 Prozent büßen müſſen. Mit der
Finanzlage des Staates kann dieſer niedrige
Kurs=
ſtand jedenfalls in keiner Weiſe begründet
wer=
den. Der Unterſchied gegenüber den Kurſen der übrigen
deutſchen 3prozentigen Staatspapiere hat ſich in den
letzten Jahren bereits erheblich vermindert und es iſt zu
hoffen, daß dieſe relative Beſſerung auch weiter
fort=
ſchreitet. Der Kurs der heſſiſchen Staatspapiere hat auch
darunter zu leiden, daß die öffentlichen Sparkaſſen und
andere Kreditorganiſationen, wie Genoſſenſchaften
uſw., ebenſo Gemeinden und ſonſtige unter öffentlicher
Aufſicht ſtehende Vermögensverwaltungen in viel
ge=
ringerem Maße als in anderen Bundesſtaaten ihr
Ver=
mögen in den Staatspapieren des eigenen Landes
ange=
legt haben. Allerdings haben einige Sparkaſſen in der
letzten Zeit freiwillig einen Teil ihres
Vermögenszu=
wachſes in unſer Staatsſchuldbuch eintragen laſſen.
Viel=
leicht werden von dieſer Maßregel einzelne Sparkaſſen
immer noch zurückgeſchreckt durch die weit verbreitete,
aber ehrliche Meinung, Schuldbuchforderungen könnten
nicht lombardiert werden. Ich möchte auf die
Zuläſig=
keit deshalb auch an dieſer Stelle ausdrücklich darauf
hinweiſen. Gewiß ſind die Kurſe in der Hauptſache
ab=
hängig von der wirtſchaftlichen Konjunktur und von der
Lage des Geldmarktes. Immerhin beſteht doch für die
Regierungen innerhalb gewiſſer Grenzen die Möglichkeit,
die Nachfrage nach Staatspapieren zu erhöhen und
da=
durch günſtig auf den Kurs einzuwirken. Das iſt bereits
vom Reich für die Verſicherungsanſtalten und von
Preu=
ßen für die Feuer=Sozietäten durch geſetzliche
Vorſchrif=
ten geſchehen. Ebenſo geſchieht es von allen größeren
deutſchen Bundesſtaaten im Verwaltungswege.
Auch in Heſſen laſſen wir es uns angelegen ſein, zu
einer Marktpflege der Staatspapiere beizutragen. Dahin
gehört vor allem, daß eine Inanſpruchnahme des
öffent=
lichen Marktes durch Begebung einer größeren Anleihe
ſeit dem Jahre 1909 vermieden wurde.
Das war möglich einmal durch Einſchränkung der
aus Anleihentitteln zu deckenden Ausgaben, außerdem
aber auch durch die Förderung von Schuldbucheinträgen,
weil ſie den Markt weniger berühren.
Zu dem letztgenannten Zweck wurde im Jahre 1910
die Serie TIV unſerer 4prozentigen Papiere geſchaffen.
Von ihnen ſind bereits 6 Millionen unter der Hand nur
durch Eintrag in das Schuldbuch gegen bar begeben. Wir
haben damit in der Klaſſierung, d. h. der Unterbringung
zu dauernder, feſter Kapitalanlage ausgezeichnete
Erfah=
rungen gemacht. Es ſoll dieſe Art der Begebung noch
weiter gefördert werden. Aus dieſem Grund haben wir
auch in den letzten Tagen einen Teil der Serie XIV
abge=
zweigt und mit günſtigeren Kündbarkeitsbedingungen
ausgeſtattet.
Nicht minder laſſen wir uns die Marktpflege in der
Form angelegen ſein daß Tilgungsmittel zu Ankäufen
von Staatsſchuldverſchreibungen verwendet werden.
Endlich verſuchen wir ſeit kürzerer Zeit in dem
be=
ſcheidenen Umfange, den die verfügbaren Mittel
geſtat=
ten, durch planmäßige Aufnahme von Staatspabieren,
die an der Börſe zurückfließen, die Tagesſchwankungen
der Kurſe möglichſt zu vermindern. Es ſoll dadurch
ver=
mieden werden, daß ſchon kleine Abgaben an der Börſe
den Kurs unverhältnismäßig drücken. Die Verſuche
wer=
den fortgeſetzt werden, wenn günſtige Erfahrungen dazu
ermutigen.
Von allen dieſen Schritten wird keiner für ſich allein
allzu viel bedeuten. In ihrem Zuſammenwirken werden
ſie aber ſicherlich auch auf dieſem Gebiet eine erhebliche
Beſſerung herbeiführen.
Wir ſind in ſorgenreichen Jahren nach wie vor
durchdrungen von der Pflicht ſparſamen und vorſichtigen
Haushaltens, wir wollen uns aber auch frei wiſſen von
ungeſundem Kleinmut. In ſo gearteter Arbeit rechnen
wir auf Ihre unbefangene und verſtändnisvolle Mithilfe
zum Beſten des Landes. (Lebh. Bravo!)
Abg. Dr. Oſann:
Die Ergebniſſe des Etatsjahres 1910 liegen jetzt vor
uns. Wie überaus trüb waren die Verhältniſſe in
Heſſen in dem Voranſchlag 1910 geſchildert worden. Wir
fragen uns heute, war dieſe Darſtellung damals
gerecht=
fertigt, und wir müſſen dies um ſo mehr fragen, als
ge=
rade dieſe ungünſtige Mitteilung über unſere
heſſiſchen Finanzen uns ſchweren Schaden
gebrachthat. Wir fragen bei allen dieſen Nachteilen,
ob es im Jahre 1910 notwendig war, die Verhältniſſe
ſo ungünſtig darzuſtellen? Jedenfalls haben die
tatſäch=
lichen Ergebniſſe dies nicht gerechtfertigt, denn wir
haben das Budget 1910 nicht allein ins Gleichgewicht
ge=
bracht, obwohl wir die von der Regierung
vorgeſchla=
gene Steuererhöhung auf etwa die Hälſte herabgedrickt
haben, ſondern wir haben aus dem Jahre 1910 heute
einen Ueberſchuß von 2103 478,33 Mark zu
ver=
zeichnen.
Wir halten eine Erzielung ſo hoher Ueberſchüſſe
durch Anziehen der Steuerſchraube in einem Jahr für
ganz unrichtig und freuen uns, daß wir den Plänen der
Regierung damals — es war zudem noch eine
wirtſchaft=
lich ungünſtige Zeit, wenn ſich auch ſchon die Anzeichen
der Beſſerung bemerkbar machten — nicht zugeſtimmt
haben. Wir freuen uns umſomehr darüber, weil
hier=
durch das Land auch von der Aufbringung der von der
Regierung vorgeſehenen erhöhten Steuer nicht allein für
das Jahr 1910, ſondern auch für die weiteren Jahre
ver=
ſchont bleibt. Auch die herabgeſetzte
Steuererhöh=
ung im Jahre 1910 hat alſo noch überaus günſtige
Er=
gebniſſe gebracht.
Die beſſere Geſtaltung der heſſiſchen Finanzen hat
in dem Jahre 1911 angehalten und iſt in das Jahr 1912
übergegangen. In dem Staatshaushalte haben wir
eigentlich nur zwei Kriterien, ob das wirtſchaftliche
Leben vorangegangen iſt in der Entwickelung der
Eiſen=
bahnen und der Steuern, vielleicht noch in den Erlöſen
der Holzverwertung des Staates, weil dieſe gerade mit
der Konjunktur auf dem Gebiete des Bauweſens
zu=
ſammenhängt. Gerade in den Erträgniſſen der
Eiſen=
bahnen haben wir überaus gute Fortſchritte gemacht.
Die wirklichen Einnahmen ſteigen in erheblicher Weiſe
von Jahr zu Jahr.
Pfungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Güte
Bestellungen erbittet man per Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
Pfungstädter „Pilsner‟
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Brauerei-Füllung
Pfungstädter „Kaiserbräu‟
direkt vom Lagerfass Exportbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Pfungstädter „Märzen‟
Pfungstadt.
(3114a
Pfungstädter „Bock Ale‟
Nach den Miteilungen des Hern
Zinanzminſters=
in der gemeinſchaftlichen Sitzung des Finanzausſchuſſes
beider Kammern wird ſich das wirkliche
Ergeb=
nis von 1911 auf 16 700000 Mark ſtellen. Dieſe
Reſultate der beiden Jahre 1910 und 1911 ſind bis jetzt
die glänzendſten der ganzen Eiſenbahngemeinſchaft,
über=
treffen auch die beiden Rekordjahre 1905 mit 14 Millionen
und 1906 mit 14 Millionen beträchtlich. Wenn wir die
Reinerträge der Staatseiſenbahnen anſehen, ſo ergibt
ſich, daß wir von 121031 Mark im Jahre 1908, dem
aller=
dings ſchlechteſten Jahre, auf 1862671 Mark im Jahre
1909 aufgeſtiegen ſind, alſo 1174639 Mark mehr als im
Vorjahre erzielt haben, dann im Jahre 1910 von 1862671
Mark des Jahres 1909 auf 3 480 278 Mark, alſo eine
Steigerung gegen das Jahr 1909 von 1617607 Mark,
weiter für das Jahr 1911 einen Reinertrag von 4 285525
Mark haben, das bedeutet ein Mehr gegen das Vorjahr
von 805347 Mark. (Bravo!) Selbſt die Gegner des
Gemeinſchaftsvertrages, die Anhänger ſeiner Reviſion,
müſſen zugeben, daß die Ergebniſſe unſerer
Eiſenbahn=
gemeinſchaft durchſchnittlich glänzende waren und daß das
eine Jahr 1908 mit ſeinem Minderergebnis nicht
ge=
eignet iſt, einen ſtarken Schatten auf die übrigen 16 Jahre
des Beſtehens des Gemeinſchaftsvertrages zu werfen.
Auch in der Einkommen= und Vermögensſteuer hat
ſich die Anzahl der Pflichtigen vermehrt und
ein Aufſteigen aus niederen Klaſſen in
höhere hat ſtattgefunden. Aber auch andere Anzeichen
wirtſchaftlichen Vorangehens, insbeſondere
auch in der Induſtrie und dem Handel, mehren ſich.
Offenbach brachte vom Jahre 1910 auf 1911 an
Einkom=
menſteuer allein 97669 Mark mehr auf. Gerade dieſer
enorme Aufſchwung in der gewerbereichſten Stadt
unſe=
res Landes zeigt die Fortſchritte auf wirtſchaftlichem
Gebiete, die ſich noch durch Nachweiſe aus Darmſtadt,
Worms und Gießen vervollſtändigen ließen. Die reichſte
Stadt des Landes bleibt immerhin Darmſtadt, das
an Vermögen ſeiner Einwohner 584 Millionen verſteuert,
während Mainz 512 Millionen aufweiſt, wiewohl es
23000 Einwohner mehr hat als Darmſtadt. Wir in
Starkenburg marſchieren überhaupt mit der
Steuer=
leiſtung an der Spitze; Rheinheſſen kann alſo nicht
mehr als die Kuh bezeichnet werden, die von den
an=
deren Provinzen des Landes gemolken wird. Wenn ich
hier auch im allgemeinen die wirtſchaftlichen
Verhält=
niſſe als günſtig bezeichnen kann, ſo trifft dies nicht in
allen Teilen des Handels und der Induſtrie zu, noch
weniger aber in den mittleren und kleineren
kaufmänniſchen Geſchäften, im Handwerk.
Wer in den größeren Städten Umſchau hält, muß mit
Bedauern wahrnehmen, wie viele Läden gerade
mittle=
rer und kleinerer Art leer ſtehen, wie ihre Inhaber aus
Mangel an Verdienſt ihre Betriebs= und damit
Nähr=
ſtätte ſchließen mußten. Beſonders drückend wirkt die
hohe Stempelgebühr für den Verkauf von
Häu=
ſern; auch die Wertzuwachsſteuer. Früher konnte
mit einem Betrage, der jetzt die Stempelgebühr
aus=
macht, die Anzahlung geleiſtet werden, jetzt muß ein hoher
Stempelbetrag und eine Anzahlung geleiſtet, auch die
Wertzuwachsſteuer entrichtet werden, was wohl
die Kaufliebhaber abſchreckt, da ſie nicht alle dieſe
Aus=
gaben leiſten können. Wir dürfen aber ſagen, daß wir
uns in einer Zeit des Aufſchwunges befinden und
ich habe Ihnen die Kriterien hierfür vorgelegt.
So können wir nur ſagen, wir haben eine gute
Unterlage unſerer finanziellen
Verhält=
niſſe und auch dieſe ſind gut; ſie wären glänzend, wenn
ſie nicht mit den beiden uns bevorſtehenden Aufgaben
der Beamtenbeſoldungserhöhung und der
Schuldentilgung belaſtet wären. Wieder war in
der Thronrede vom 20. Dezember 1911 der Hinweis
dar=
auf enthalten, daß der nicht länger
aufzuſchie=
benden Aufgabe näher zu treten ſei, die Bezüge
der Beamten, Staatsdieneranwärter und
Volksſchullehrer, der Penſionäre und der
Hinterbliebenen von Staatsbeamten und
Lehrern mit den Koſten der jetzigen erhöhten
Lebens=
haltung in Einklang zu bringen. Bis heute hat dieſe
Aufgabe noch nicht eine feſte Geſtalt gewonnen, wiewohl
ſie mindeſtens bereits in der Thronrede vor 3 Jahren
beſprochen und ihre Löſung zugeſagt war. Wir haben
zwar bereits am 1. Juli 1909 gewiſſermaßen zu
unſe=
rer Vorbereitung eine dicke Denkſchrift über
die Lage unſerer Beamten gegenüber den
Be=
amten des Reiches und anderer Bundssſtaaten erhalten.
Aber wie die Frage gelöſt werden ſoll, darüber haben
wir heute noch keine Gewißheit und dieſe Tatſache
beun=
ruhigt die Kreiſe der Beamten ganz
ge=
waltig. Ich frage da, iſt denn die Notlage der
Beamten der Regierung nicht bekannt, weiß ſie nichts
von den heftigen Klagen aus allen Teilen des
Beam=
tenſtandes? Wir Abgeordnete können hiervon erzählen,
nicht allein aus den Eingaben, die wir faſt täglich
er=
halten, ſondern auch aus den Beſprechungen mit
Beam=
ten, mit ganzen Klaſſen der Beamtenſchaft. Die
Regier=
ung möge doch bei den Eingaben fragen, wie ſie es denn
ermöglichen können, mit ſolchem Gehalt auszukommen;
ich meine z. B. Diener an verſchiedenen ſtaatlichen
An=
ſtalten, z. B. Gymnaſien, der Hochſchule uſw., mit 900 bis
1200 Mark, die Forſtwarte mit dem geringen Gehalt von
1200—1500 Mark, die Hochbauaufſeher, denen längſt
Ge=
haltserhöhung zugeſagt iſt, ich kann nicht alle
Beamten=
klaſſen aufzählen; weiter aber auch mittlere und höhere
Beamte, die mit ihren Familien am Hungertuche nagen.
Und hier keinerlei Fortſchritt dahin, daß die Vorlage
gebracht iſt. Verhandlungen über Verhandlungen, aber
keine Entſcheidung. Die Geduld der Beamten wird auf
eine harte Probe geſtellt, bei vielen iſt die Geduld ſchon
geriſſen und ſie haben der Anerkennung für die
Leiſtun=
gen der Regierung bei der letzten Wahl Ausdruck
ge=
geben. Hier muß endlich Wandel geſchaffen
werden, will man nicht die Beamtenſchaft zur
Ver=
zweiflung bringen. Eine organiſche Regelung
iſt nötig, durch die auf Jahre hinaus eine definitive
Geſtaltung erfolgt. Erhalten wir ein Proviſorium,
ſo haben die Klagen und Beſchwerden kein Ende und
das iſt ein unhaltbarer Zuſtand. Es ſei auch auf die
Lage der Penſionäre nochmals hingewieſen, die
trotz der auch bei ihnen eingetretenen Teuerung der
Lebensverhältniſſe an Gehaltsaufbeſſerungen nicht
teil=
genommen haben, weiter aber auch auf die Witwen=
und Waiſengehalte, die eines Staates, wie des
unſerigen, nicht würdig ſind; bei den Witwengehalten
aber beſonders auf die unglaublichen Penſion der
Leh=
rerwitwen, die höchſtens 600 Mark jährlich
be=
tragen. Wie oft haben wir hierauf mit ſcharfen Worten
in der Kammer hingewieſen, und eingehend gerade die
Witwengehälter behandelt. Es bedurfte in
die=
ſer Richtung eines beſonderen Antrages der
Fortſchritt=
lichen Volkspartei nicht; die anderen Parteien dieſes
Hauſes ſind längſt für Beſſerung gerade dieſer
Verhält=
niſſe wärmſtens eingetreten. Von einem
national=
liberalen Manne ſtammt überdies das Wort, daß er
die Menſchen, die Beamten vor die Schulden ſtelle. Wir
werden deshalb an die Schuldentilgung
nicht eher herangehen, bis wir auch in der
Frage der Beſoldung der Beamten, und
Lehrer, der Penſionäre, Witwen und
Wai=
ſen klarſehen.
Wir fühlen uns ebenſo wie die Regierung
verant=
wortlich, für Deckung zu ſorgen, wenn wir Ausgaben
fordern. Wo können wir nun auf höhere Einnahmen
rechnen: zunächſt aus der
Eiſenbahngemein=
ſchaft. Können wir die Steuern ergiebiger geſtalten?
Ich ſpreche nicht von einer Steuererhöhung, die
allerdings vorzuſchlagen ſehr einfach wäre, ſondern der
Ausgeſtaltung der Steuern in den beſtehenden
Rahmen. Nach einer Beziehung können gerade in der
Steuerverwaltung noch größere Ergebniſſe erzielt
wer=
den, wenn in der Steuererklärung wirklich
der Wahrheit entſprechend von den Pflichtigen
ver=
fahren würde. Sonſt hält man es im bürgerlichen Leben
für unverantwortlich, jemand zu hintergehen; beim
Staate nimmt es ſich mancher nicht übel, obwohl er ja
weniger den Staat ſchädigt, als ſeine Mitbürger, die den
Ausfall decken müſſen, den die Defraudanten
ver=
anlaßt haben. Wenn wir ſehen, daß im Jahre 1910 477
Perſonen wegen Defraudierung der Einkommenſteuer,
155 Perſonen wegen Defraudierung der Vermögensſteuer
herangezogen wurden, daß an Strafen bei
Einkommen=
ſteuerdefraudationen 117505 Mark, an Vermögensſteuer
6929 Mark verwirkt wurden, ſo müſſen doch ſolche Zahlen
ſchon ins Gewicht fallen. Das iſt nur ein Jahr, bei
anderen Jahren iſt man ſchon zu ganz anderen
Beträ=
gen gekommen. Dabei iſt doch zu beachten, daß viele
Hinterziehungen leider nicht bekannt werden und welche
Summen infolge von Verjährung der Strafe entzogen
ſind. Daran iſt unſere Steuerverwaltung nicht ſchuld.
Damit man aber den Dingen auf die Spur kommt, möchte
ich die Regierung erſuchen, neben anderen
Geſichtspunk=
ten auch aus dem Gedanken der Wahrheit der
Steuerdeklaration für die Erbſchaftsſteuer
einzutreten. Bei dem Ableben eines Steuerpflichtigen
ein Inventar zu verlangen, müßte auch geſtattet
ſein, damit die wahren Vermögensverhältniſſe zutage
treten. Jetzt hat man in Preußen den Vorſchlag
ge=
macht, Freiheitsſtrafe auf wiſſentliche
rück=
fällige Steuerhinterziehung zu ſetzen, nur dann, alſo
im Wiederholungsfalle, ſoll Freiheitsſtrafe eintreten. Ich
bin ganz der Anſicht des gewiegten Steuerkenners
Senatspräſidenten am Oberverwaltungsgericht, Dr.
Strutz, daß dieſe Maßnahme notwendig ſei. Nicht
recht begreiflich iſt mir, wie die Frankfurter Zeitung und
das Berliner Tageblatt ſich in ſcharfer Weiſe gegen
die Freiheitsſtrafe (Hört, hört!) ausſprechen
konnten und ein anderes Blatt gar dem Staat vorwirft,
daß er mit ſolchen Vorſchlägen „auf Ethik völlig
ver=
zichte‟. Im Gegenteil, der Staat verzichtet auf Ethik,
der es unterläßt, das möglichſte zu tun, um die
gleich=
mäßige Erfaſſung der Steuerkräfte zu erreichen.
Den Etat der Forſtverwaltung mit ſeinen
Einnahmen können wir kaum ſteigern, wenn nicht
Raub=
bau getrieben wird. Aber Nauheim muß für die
all=
gemeinen Staatsbedürfniſſe weit mehr bringen, als
ſeither. Bis jetzt haben wir nur eine Einnahme für
den Staat von 100000 Mark jährlich erhalten können;
in dieſem Jahre haben wir dem Herrn Finanzminiſter
weitere 50000 Mark mit ſchwerer Mühe
abgerun=
gen; er kann aber auf die Dauer mit einer ſo
kärg=
lichen Zuweiſung nicht mehr kommen. Das Bad koſtet
uns 10 Millionen, der Beſuch nimmt fortwährend zu, da
iſt eine Rente von 1 Prozent, wie ſie ſeither
ausge=
worfen wurde, abſolut ungenügend. Zu neuen
Ein=
nahmequellen könnte aber auch eine Abgabe geſtaltet
werden, welche den Hypothekenbanken mit
mündelſicheren Pfandbriefen auferlegt
wer=
den könnte. Wir haben bereits im vorigen Landtage
einen Antrag auf Einführung einer Abgabe in dieſer
Beziehung geſtellt, der aber von der Regierung noch nicht
in feſte Geſtalt umgeformt worden iſt.
Wenn ich ſo — ohne übrigens der hier in erſter
Linie berufenen Regierung vorzugreifen — einige
Vor=
ſchläge nach neuen Einnahmequellen gemacht habe, ſo
darf andererſeits auch in ſich beſſernden Zeiten mit allem
Nachdruck darauf hingewieſen werden, daß wir die im
Jahre 1910 begonnene Sparſamkeitsbewegung
in dem Staatshaushalte nicht einſchränken wollen. Die
Tätigkeit der Vereinfachungskommiſſion, die ja in
man=
chem ſchon Wandel geſchaffen hat, muß weiter fortgeſetzt
werden, denn es ſtehen hier noch wichtige Gebiete zu
durchpflügen aus; ich meine insbeſondere die
Neu=
organiſation der Baubehörden. Jedenfalls
muß jedes einzelne Gebiet der Staatsverwaltung mit
der ſchärfſten Sparſamkeitsbrille angeſehen
werden, und es darf nicht an dem Reſſortpatriotismus
Halt gemacht werden. Trotzdem unſere Gegner die
ganze Aktion als „Sand in die Augen der Wähler”
be=
zeichneten, werden wir, unbekümmert um ſolche
unge=
rechte Kritik, auf dem eingeſchlagenen Wege weiter gehen
und der endliche, allerdings nicht alsbald hervortretende
Erfolg wird unſere Bemühungen lohnen. (Bravo! Abg.
Ulrich: Abwarten!) Das darf aber auch anerkannt
wer=
den, daß die Regierung wie Finanzausſchuß ſich
be=
mühen, jede unnötige Ausgabe zu vermeiden;
da=
für ſpricht der Voranſchlag, der ſich in gemäßigten
Bah=
nen bewegt. Auf eines aber ſollte bei der
Vereinfach=
ung der Staatsverwaltung noch mehr Rückſicht
genom=
men werden: ob nicht Stellen, die mit höheren Beamten
beſetzt ſind, durch mittlere Beamte in weit
grö=
ßerem Umfange als bisher verſehen werden können. Hier
müſſen aber auch die Militäranwärter noch mehr
als ſeither berückſichtigt werden. Eine weitere Maßregel
könnte aber nach meiner Anſicht noch mehr auf
Sparſam=
keit drängen, auch in unſerer Ausgabewirtſchaft eine
Aenderung der beſtehenden Zuſtände hervorrufen. Wie
bekannt, iſt man im Reichshaushalte beſtrebt, nur
wer=
bende Ausgaben auf Anleihe zu nehmen,
da=
gegen nicht werbende Ausgaben aus
ordentlichen Einnahmen zu beſtreiten. Wir
ſind ſeither in der Aufnahme von Anlehen für nicht
wer=
bende Zwecke allzu freigebig geweſen. Der Vorteil liegt
darin, daß wir dann nicht werbende Ausgaben nicht
mehr haben, füir dieſe auch die Schuldenilgung ſparen.
Andererſeits aber werden wir durch die Beſteuerung
ſol=
cher Ausgaben aus Mitteln der Verwaltung zu
außer=
ordentlich ſparſamer Wirtſchaft gezwungen.
Redner beſpricht dann die Verhältniſſe zum
Reich. Wir ſind durch die Reichsfinanzreform von den
geſtundeten Matrikularbeiträgen frei geworden, die
für die Jahre 1908—1911 eine Belaſtung von zuſammen
2960 281 Mark geweſen wären. Bei einer Bevölkerung
von 1337500 Seelen haben wir 1912 an
Matrikularbei=
trägen 1070000 Mark zu zahlen. Von den
Finanzmini=
ſtern in Preußen und Baden iſt das Verlangen geſtellt
worden, daß dieſe Belaſtung von 80 Pfg. eine
geſetz=
lich feſtgelegte ſein möge, wozu man in der
Reichs=
finanzreform nicht gekommen ſei. Auf fünf Jahre haben
wir ja, wie der preußiſche Finanzminiſter Lentze
aus=
führte, eine Feſtlegung bereits; bis zum Jahre 1914 ſoll
nach einer Vereinbarung unter den Bundesregierungen
der Satz von 80 Pfg. auf den Kopf der Bevölkerung
feſt=
geſetzt werden. Ob eine ſolche Vereinbarung ohne die
Zuſtimmung der Landſtände möglich iſt, will ich hier
nicht erörtern; mir erſcheint dies fraglich.
Ein Wort noch zu unſeren Schulden. Unſere
Eiſen=
bahnſchuld von 360833000 Mark — Stand 1. Januar
1912 — erfordert eine Verzinſung von 11896058 Mark;
ſie braucht uns weniger Beſorgniſſe zu machen, als die
übrige Schuld von 80 Millionen, da ſie ja aus den
Er=
trägniſſen der Eiſenbahn gedeckt wird und wir noch
er=
hebliche Ueberſchüſſe haben. Jedenfalls ſtehen wir heute
weit beſſer da, als vor der
Eiſenbahngemein=
ſchaft.
Ich habe vorhin ſchon auf den ſchlechten Kurs
heſſiſcher Staatsanleihen hingewieſen; ſie
ſtehen ſchlechter als württembergiſche und badiſche
Staatspapiere und werden in manchen Staaten nicht,
oder nur in kleiner Menge angekauft. Dagegen
auslän=
diſche Wertpapiere, wie ſolche von Mexiko, Türkei,
Ar=
gentinien, Braſilien werden der hohen Zinſen wegen
eher begehrt, als Papiere deutſcher Bundesſtaaten; in
erſter Linie kommt es den Beſitzern auf hohen
Zins=
gewinn als auf völlige Sicherheit an. Dann nimmt
aber auch die Induſtrie durch ihre beſſere Verzinſung viel
von den Kapitalien weg, die ſonſt in Staatspapieren
an=
gelegt worden wären. Jedenfalls wird ſich, wie dies im
letzten Jahre geſchehen iſt, der Staat in der Ausgabe
neuer Anlagen möglichſt beſchränken müſſen. Soll da
nicht weiter eine Verpflichtung der öffentlichen Sparkaſſen
moniert werden, mehr als ſeither heſſiſche Staatspapiere
zu nehmen?
Mit einer beſonderen Abſicht habe ich mich bemüht,
die finanziellen Verhältniſſe in Heſſen einmal ausführlich,
aber auch günſtig darzuſtellen, denn die Klagen über die
Finanznot in Heſſen dürften endlich einmal zum
Schwei=
gen kommen, nachdem man ſie gerade vom
Regierungs=
tiſche, wie es nicht erforderlich war, an Hand des Etats
1910 ſo trübe dargeſtellt hatte. Wir haben ein Intereſſe
daran, in der Oeffentlichkeit zu betonen, daß wir in
Heſſen nicht ſo viel ſchlechter ſtehen als
Staaten, die mit uns verglichen werden
kön=
nen. Hier haben wir ein eminent
wirtſchaft=
liches Intereſſe für unſeren Staat, aber
auch für ſeine Einwohnerg denn das Anſehen
eines Staates beruht auf ſeiner wirtſchaftlichen
Leiſtungsfähigkeit, und mit Angehörigen eines
ſolchen Staates treten auch kaufmänniſche und induſtrielle
Kreiſe eher und lieber in Verbindung als mit
Bewoh=
nern eines ſolchen Gemeinweſens, deſſen Verhältniſſe
ungünſtig oder zweifelhafte ſind. Aber auch das
poli=
tiſche Anſehen iſt bedingt durch eine finanzielle
Leiſt=
ungsfähigkeit. (Lebhafter Beifall.)
Wir können uns aber auch in politiſcher Beziehung
in Heſſen namhafter Fortſchritte rühmen. Hier darf ich
auf die gelöſten Aufgaben des verfloſſenen Landtages
hinweiſen, auf die Wahlreform, die uns allerdings,
leider mit dem Pluralwahlrecht, doch nach 10jähriger
Arbeit das direkte Wahlrecht gegeben hat, auf die
überaus ſchwierige Gemeindeſteuer, auf die in
liberalem Sinne weiter gebaute Stadt= und
Landgemeindeordnung, auf die
Verwalt=
ungsgeſetze überhaupt. Ich darf auch auf ſoziale
Geſetze verweiſen, die wir verabſchiedet haben, ſo z. B.
auf das Geſetz zum Schutze der Bauarbeiter. Das waren
Arbeiten und Leiſtungen im Intereſſe des Volkes, die
auch dem politiſchen Anſehen unſeres Landes entſchieden
genützt haben. Für den neuen Landtag wird im
Vor=
dergrunde in kultureller Beziehung die Reviſion des
Volksſchulgeſetzes ſtehen, das aber an der
bewähr=
ten Grundlage der heutigen Geſetzgebung, alſo an dert
Simultanſchule, nichts ändern wird.
Auf eines möchte ich aber noch die Regierung
auf=
merkſam machen: auf die Landflucht unſerer
Staatsdienſt=
anwärter auf höhere und mittlere Stellen. Aus der
Juſtiz, aus der Verwaltung, aus dem Lehramt, aus
an=
deren Kreiſen des Staatsbetriebes wandern uns bei den
ſchlechten Anſtellungsverhältniſſen Bewerber auf den
Staatsdienſt aus, die wir im Intereſſe des Staates
hal=
ten müſſen. Auch aus den Kreiſen der mittleren
Beam=
ten macht ſich dieſer bedauerliche Abzug bemerkbar. Es
ſind nicht die Schlechteſten, die hier dem
Lande den. Rücken kehren. Das müßte eine
ernſte Sorge für die Regierung ſein, zu ſehen, wie ſie dieſe
Kräfte halten könnte.
Ich will hier nicht auf die Fragen der Reichspolitik
eingehen, denn ich könnte dann die Debatten, wie wir ſie
in den Landtagen in Preußen, Baden und Sachſen, auch
in dem neuen Parlamente in Elſaß=Lothringen gehabt
haben, auch in unſerem Landtage entfeſſeln; ich könnte
die Frage des Motuproprio” Sacrorum
anti-
stitum, erörtern, wie dies in eingehender Weiſe in
Preußen, in Baden, geſchehen iſt, will aber doch die
Re=
ierung hier erſucht haben, ihren Standpunkt in dieſer
Frage darzulegen.
Redner ſchließt: Was ſind die Unterlagen
wirtſchaft=
lichen Gedeihens im Reich und unſerm Lande? Wir wollen,
geſtützt auf mächtige militäriſche Macht, uns den Frieden
erhalten, wollen eine freie, die Intereſſen der einzelnen
Volksſtände berückſichtigende Geſetzgebung, bei der auch
ein Stand den anderen Stand beachtet; wir wollen einen
arbeitsfreudigen Beamtenſtand, der ſein Streben darin
findet, dem Volk zu dienen, wollen die mächtige
Ent=
wickelung unſeres Landes in wirtſchaftlicher und
kulturel=
ler Beziehung, Förderung an Handel, Induſtrie und
Landwirtſchaft. Damit erſtreben wir die Achtung unſeres
Landes bei anderen Ländern und Völkern und haben
dann Freude und Befriedigung an unſerem engeren
Vaterlande. (Lebh. Bravo! Händeklatſchen.)
das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
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(VI4264)
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXiN.
Miniſter d. J. v. Hombergk zu Vach:
Der Herr Abg. Dr. Oſann hat im Verlauf ſeiner Rede
einen Punkt berührt, der mein Reſſort betrifft, und ich halte
es für angebracht, alsbald darauf zu antworten. Er hat
den Wunſch geäußert, die Stellung der Regierung zu dem
päpſtlichen Motuproprio kennen zu lernen. Ich werde
die=
ſen Standpunkt alsbald kurz darlegen:
Das päpſtliche Motuproprio „Quantavis diligentia‟,
das am 9. November v. Js. in der acta sedis apostolicae
veröffentlicht worden iſt, greift, wie nicht weiter ausgeführt
zu werden braucht, in bürgerliche und ſtaatsbürgerliche
Verhältniſſe ein, indem es diejenigen der Strafe der
Ex=
kommunikation verfallen läßt, welche ohne Erlaubnis der
geiſtlichen Behörde einen Geiſtlichen, ſei es in Zivil=, ſei
es in Strafſachen, vor dem weltlichen Gerichte belangen.
Eine ſolche kirchliche Verordnung kann nach Artikel 5
Ab=
ſatz 2 des Geſetzes, die rechtliche Stellung der Kirchen und
Religionsgemeinſchaften im Staate betreffend, vom 23.
April 1875 im Großherzogtum keine rechtliche Geltung in
Anſpruch nehmen und nicht in Vollzug geſetzt werden,
be=
vor ſie die Genehmigung des Staates erhalten hat. Von
einer ſtaatlichen Genehmigung des päpſtlichen Erlaſſes, um
die übrigens nicht nachgeſucht worden iſt, kann angeſichts
der einſchlägigen Reichs= und Landesgeſetzgebung
natür=
lich keine Rede ſein, weil er mit fundamentalen Vorſchriften
der heſſiſchen Verfaſſung im Widerſpruch ſteht. Nach
Ar=
tikel 18 der Verfaſſungs=Urkunde ſind alle Heſſen vor dem
Geſetze gleich und nach Artikel 31 ſoll niemand ſeinem
ge=
ſetzlichen Richter entzogen werden. Dazu kommt die
Be=
ſtimmung des § 15 Abſatz 3 des Deutſchen
Gerichtsver=
faſſungsgeſetzes, wonach die Ausübung einer geiſtlichen
Gerichtsbarkeit in weltlichen Angelegenheiten ohne
bürger=
liche Wirkung iſt. Mit dieſen Beſtimmungen ließe es ſich
nicht vereinbaren, daß die kirchliche Behörde die zivil= oder
ſtrafrechtliche Verfolgung eines Geiſtlichen von der
Erlaub=
nis der vorgeſetzten geiſtlichen Behörde, alſo
gewiſſer=
maßen von einer kirchlichen Vorentſcheidung abhängig
macht. In unſerem geordneten Rechtsſtaate könnte es nicht
geduldet werden, daß katholiſchen Staatsbürgern die
ge=
richtliche Geltendmachung von Anſprüchen gegen Geiſtliche
durch kirchliche Maßnahmen erſchwert wird, ebenſowenig,
daß ihnen die Freiheit beſchränkt wird, ſtrafbare
Handlun=
gen von Geiſtlichen zur Anzeige bei der zuſtändigen
welt=
lichen Behörde zu bringen oder, ſoweit dies geſetzlich
zu=
gelaſſen iſt, im Wege der Privatklage zu verfolgen.
Um allen Eventualitäten, die das friedliche Verhältnis
zwiſchen Staat und katholiſcher Kirche in Heſſen zu ſtören
vermöchten, vorzubeugen, haben wir bereits unterm 22.
November v. Js. Anlaß genommen, der biſchöflichen
Be=
hörde unſeren, ſoeben dargelegten, Rechtsſtandpunkt
mit=
zuteilen. Eine Erklärung der biſchöflichen Behörde hierauf
iſt uns bis jetzt nicht zugegangen, ſie war aber auch nach
der Faſſung unſeres Schreibens, das lediglich eine
Rechts=
verwahrung darſtellen ſollte, von uns nicht erwartet
wor=
den. Es iſt jedenfalls nichts zu unſerer Kenntnis
gekom=
men, was darauf ſchließen ließe, daß ſie in der Sache einen
anderen Standpunkt einnehme, als der frühere Profeſſor
Dr. Heiner in Freiburg, jetzt Mitglied des höchſten
kirch=
lichen Gerichtshofs in Rom, der in einem Artikel der
Köl=
niſchen Volkszeitung die Anſicht vertreten und näher
be=
gründet hat, daß das Motuproprio für Deutſchland
nicht gelte. Nachdem die Darlegungen Heiners von
Seiten des Vertreters der päpſtlichen Kurie dem
preußi=
ſchen Geſandten beim Vatikan gegenüber als konform mit
dem kanoniſchen Recht anerkannt worden ſind und
zugege=
ben worden iſt, daß das Motuproprio Deutſchland nicht
berührt, darf die Angelegenheit von der heſſiſchen
Regier=
ung in gleicher Weiſe als erledigt angeſehen werden, wie
dies auch von Seiten Preußens und anderer
Bundes=
ſtaaten geſchehen iſt.
Abg. Brauer
iſt auf der Tribüne ſehr ſchwer verſtändlich. Er wirft
zu=
nächſt einen Rückblick auf die Entwickelung der Steuer= und
Finanzverhältniſſe Heſſens. Heute ſtehe man ja in einer
beſſeren Lage wie ſeit Jahren. Dieſe günſtige Finanzlage,
die der Abg. Dr. Oſann aber doch zu roſig geſchildert,
ver=
danken wir den Eiſenbahnüberſchüſſen, die doch ſtark
ab=
hängig ſind von der allgemeinen wirtſchaftlichen Lage.
Wie dieſe aber, ſind ſie ſchwankend und müſſen immer
wie=
der zur Vorſicht mahnen, denn der Ueberſchuß kann
jeder=
zeit wieder zurückgehen. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß
die Ueberſchüſſe nur wegen des heißen Sommers, der
viel=
ach die Schiffahrt lahm legte, ſo hoch ſind. Neben den
Eiſenbahnüberſchüſſen beſtehen die Einnahmen aus den
Domäneneinkünften, beſonders Forſtdomänen, und den
Staatsſteuern. Mit dem Abg. Dr. Oſann iſt er der
Mein=
ing, daß Steuerdefraudanten gar nicht feſt genug angefaßt
verden können. Zu rügen hat Redner, daß vielfach
Bau=
ten, Oberförſter=, Forſtwart= uſw. Wohnungen,
Domänen=
kellereien uſw. ausgeführt wurden aus dem Domänen=
Akquiſitionsfonds, ohne die Kammer zu befragen. Man
müßte ſich dieſen Fonds in Zukunft näher anſehen.
Red=
ner beſpricht dann (fortgeſetzt unverſtändlich) die
Maul=
ind Klauenſeuche, die Teuerung uſw. Man müſſe
aner=
kennen, daß es der Landwirtſchaft beſſer gehe, im
weſent=
lichen darum, weil ſie ſich die Fortſchritte der Technik ſtets
ſofort dienſtbar macht. Großen Schaden hat ſie durch die
Trockenheit erlitten. Die Grenzenöffnung hat keine
Ab=
nahme der Teuerung gebracht. Die Schweinepreiſe haben
rotz der hohen Futtermittelpreiſe einen erheblichen
Tief=
ſtand erreicht. (Hört, hört!) Der Preis beträgt heute
45—46 Mark pro Zentner Lebendgewicht. Die
Frachtpreis=
ermäßigung habe der Landwirtſchaft keine Vorteile
ge=
bracht. Gerade der Kleinbauer, der auf Viehzucht
ange=
wieſen iſt, bedarf zu ſeiner Exiſtenz des größten Schutzes
vor Seuchengefahr, darum dürfe man nie an eine
Grenzen=
öffnung denken. Für die Ausgaben für Bildung und
Wiſſenſchaft werde ſeine Partei ſtets ſtimmen. Er hebe
das beſonders hervor, weil die Gegner ſeiner Partei ſtets
vorwerfen, ſie ſei gewiſſermaßen für Volksverdummung.
Sie werde ſtets ſämtliche Anforderungen für das
Hoch=
ſchulweſen bewilligen. Heſſen ſtehe heute in dieſer
Be=
ziehung auf gleicher, wenn nicht größerer Höhe, wie die
anderen Bundesſtaaten. Es ſei ſehr viel geſchehen in
die=
ſer Beziehung und zwar alles unter der Herrſchaft des
ſchwarz=blauen Blocks. (Große Heiterkeit.) Weiter beſpricht
Redner das Impfgeſetz, die Sparſamkeitsbewegung, zu
denen er vorſchlägt, eventl. durch Zuſammenlegung der
Hoch= und Tieſbaubehörden noch Erſparniſſe zu erzielen,
die Fahrkartenſteuer, die Schuldentilgung uſw. Seine
Partei iſt bereit, die Vorſchläge der Regierung
wohl=
wollend zu prüfen und event. neue zu machen. Als ſolche
kämen in Betracht eine ſtärkere Heranziehung des mobilen
Kapitals durch Einführung der Deklarationspflicht für
Banken und Kaſſen uſw. Zum Schluß verwahrt Redner
ſeine Partei gegen Angriffe im Wahlkampf, in deſſen
Ver=
lauf führende Männer der Fortſchr. Volkspartei in deren
Preſſe ſeine Partei als „gemeingefährlich” hingeſtellt haben.
(Heiterkeit links). Demgegenüber möchte Redner doch
hin=
weiſen auf das, was ſeine Partei in allen Fragen des
Volkswohles bisher getan hat. Er verteidigt das
Plural=
wahlrecht, das ihnen oft zum Vorwurf gemacht wurde, und
wendet ſich im weiteren Verlauf ſeiner Rede mehrfach ſcharf
gegen die Fortſchr. Volkspartei, der er ein ziemlich
umfang=
reiches Sündenregiſter vorhält.
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Leider muß ich widder mol de Fedder ergreife,
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dem daß mei Briehinkel noch dehaam erum dabbe dhut
mit eme viehſiſche un eme moraliſche Allmachtsbrummer
un macht e Geſicht, als wie wann em die Hinkel des Brot
genumme hette. Un er hett eigentlich werklich gute Grund,
recht zufridde zu ſei mit ſich un de annern, dann im
Reichsdag hawwe ſe endlich en Bräßendent un de
Kan=
newal is glicklich iwwerſtanne un unſer Rieckche is ſo
gut wie halb verlobt. Mehr kann mer doch werklich net
uff amol verlange.
Un was die Hauptſach is: ſchee war’s, lang hott’s
gedauert un Geld hott’s gekoſt! — Awwer ſo ſin die
Menner, wann en emol e bische was zugemut’ werd,
gleich klabbe ſe zuſamme wie e Daſchemeſſer. Was wollte
mir moderne Fraue da mache? Sehe Se nor emol zum
Beiſpiel mich a — maane Se auch, daß ich ſchu mei 49 auf
em Buckel hab? — Unberufe hab ich ja auch die
dies=
jährig Säuſohn widder brächdig iewerſtanne. Nor unſer
Rieckche hott es bische arg de Huſten, un des Kättchen,
die ſowieſo e bische blutarm is, kann ſcheint’s die
Dan=
zerei net ſo richtig vertrage. Gottche naa, des Kind is
auch zu zart benerft, die kimmt emol ganz auf ihr
Mud=
der raus, un ſie laweriert immer e bische; no, mer wolle
emol ſehe, wann’s langt, gehe mer den Summer widder
mol e bische in de Odewald, do kenne ſich die Kinner
widder erhole.
Wann’s nor net gleich immer ſo viel koſten dhet, mer
hott werklich ſei Laſt, wann mer, ohne viel Schulde zu
mache, ſtandesgemäß lewe will, un deß is mer ſich awwer
doch ſchuldig, un die Dekeratzion muß nooch auße hin
immer gewahrt bleiwe, vun wege de geſellſchaftliche
Verflichtunge un ſo. Un wann ich net ſo finanzbollidiſch
wertſchafte dhet un dhet am Haushaltungsgeld e bische
was eraus ſchlage, dann kennte mer deß gor net mache.
Awwer Triumfe hawwe mer gefeiert, ich un mei
Dächder, un die Entebürtzelſen un die Schickedanzen, die
hette verplatze kenne, die Neidkatzen, weil ich ſo e
jugend=
lich Koſtiem agehatt hatt. Wo ich mit meine Dächder
erſchiene bin, hawwe die Leit geglaubt, mir wärn
Schwe=
ſtern. Mei Maske hatt mer awwer aach großartig
ge=
ſtanne. Rate Se mal, was es vorſtelle hatt ſolle
gell, des rate Se net — awwer ich will’s Ihne ſage: die
„Monna Lieſa” hab ich gemacht. Ich wollt ja erſt als
„Feenuß” geh, awwer da is mer de Liewenswerdigkeite
vun de Herrn ſo ausgeſetzt. Awwer des
Monnalieſa=
koſtiem hatt mer großartig geſtanne; da ſin mei zwei
Zentner gar net drinn ufgefalle.
Uff em Bliedefeſt hatt mich e junger Herr auch immer
mit de Drude Droll verwechſelt; no, der hatt mich ja aach
net gekannt unner de Laff. Es war iwwerhaubt e feiner
Kaffalühr un hatt ſich ſo gebüld benomme, un er wollt
abſelud hawwe, ich ſollt mit em in ſoe Kammbre
ſeba=
rettche geh; no, awwer Sie werrn ſich denke kenne, daß
mer als Frau aus em beſſere Mittelſtand ſo was net
mache kann; was hette dann da mei Dächder denke ſolle,
net wahr un ſo.
Awwer in die Säcklaub bin ich emol mit em
einei=
gedabbt. Gott, hab ich gedenkt, deß is ja auch nicht ſo
ſchlimm, un ſo e Gläschen Säck kann mer ſich emal gönne,
wann’s e annerer bezehlt. Un wie mer eneikomme ſin,
in die Säcklaub, wer meine Se, wer dadrinne geſotze
hatt? — die Stuwwewedelſen mit ihrm Mann! Denke
Se nor emol hin, mit ihrm Mann, — mit ihrm eigene
Mann! — Un ſo Leit braiche ſich auch noch in die
Säck=
laub zu ſetze, wo mer doch weiß, daß ſich de Mann blos
noch ſo dorchmanifeſtiert. Un auch noch in die Säcklaub
ſetze! — Fui!
Uewrigens hett ich mich ja gar net geärgert
dadrie=
ver, denn ich reſſenier nicht üwer die Leut, deß is nicht
mei Art, awwer daß mich die Spinatwachtel unner meim
Laff gleich erkannt hatt, deß vergeß ich ihr net. Un wenn
ſe Büldung gehabt hett, hett ſe des Maul gehalten;
awwer ſo hott ſe auch noch in ihrm ordinäre Dijaläckt
gerufe: „Ach, do is jo aach die Briehinkelſen, — no, Fraa
Briehinkelſen, was bedeite Se dann?”
No, ich konnt mich doch net mehr eweg leigne, un da
hab ich geſagt: „Do ſieht mer widder, daß Se vun Kunſt
nichts vaſteh — ich bin die „Monna Lieſa.”
„So”, ſeegt ſe; „no, do werd Ihne Ihr Mann aach
froh ſei, daß Slem emol geſtohle ſin worrn!” Un dodebei
hott ſe gelacht, daß mer ihr ganze Blombe geſehe hatt,
die Giftkröt. Innerlich hab ich gekocht vor Wut, awwer
aißerlich hab ich nix merke laſſe un hab blos gefragt:
„No, un Sie, Fraa Stuwwewedel, wos ſoll dann Ihne
Ihr Koſtiem vorſtelle; gell, de „Minifeſtatzionseid?”
Do is ſe ganz gelb worrn im Geſicht un hatt ſich in
ie Bruſt geworfe, ſo weits möglich war, un hatt geſagt:
„Do ſieht mer, daß Sie vun Literatur nir verſteh, mei
Koſtiem bedeit: „Die Frau im gefährliche Alter!”
„No” hab ich geſagt; „es gibt Dame, die brauche ſich
wege dem Koſtiem net extra in Unkoſte zu renne, die kenne
dadezu jed Klaad aziehe; dann daß Se alt ſin, ſieht mer
ſchun vun weitem, un daß Se gefehrlich ſin, merkt
mer gleich, wann Se de Mund aufdhun!”
Hatt ich net recht. mer braucht ſich doch vun ſo einer
nix gefalle zu laſſe. Ich wollt ſe auch gor keines Blickes
mehr wirdige un wollt grad mit meim Kaffalühr aſtoße,
wwer der war plötzlich verſchwunde, un ich hab
da=
geſotze mit meim dumme Kobb un hab vor lauter Rooches
die zwaa Gläscher Säck ausgedrunke. Wie ich dann fort
wollt, is des Säckmädche zu mer komme un hatt geſagt:
„Halte Se mal Madamche, ich kriſch e Mack — glaawe Se,
da dhet umſunſt Säck gedrunke werrn!“
„Ja”, hab ich ganz valege geſagt, „hott dann mei
Kaffalühr . .
„Ach wos, die Sort Kaffalühr kenne mer”, hott die
geſagt, „die hawe im Lewe noch nix bezahlt un zudem
hawwe Sie en gedrunke!”
Wos wollt ich mache, ich mußt en bezahle un hatt
mei Portmannee net eiſtecke, weil mer in dene dumme
Koſtieme kei Daſche hatt, un da hab ich raſch geſagt:
„Worte Se, Freileinche, en Aageblick, ich hol blos mein
Mann!”
Awwer die Säckmamſell hott ſich net druff eigeloſſe.
„Die Sort Menner kenn ich aach”, hott ſe geſagt; „wolle
Se bezahle? — Ent= odder weder
No, die Siddewatzion war aißerſt kritiſch; am pein=
lichſte war mer’s awwer, wie de Herr Stuwwenwedel
großmogeliſch geſagt: „Gehnſe her, Freilein; ich bezahl
dere feine Dam ihrn Schambannjer!“
He? So was! Ich hett in die Erd ſinke kenne! —
Muß mer ſich wege ſo eme „Dreckige Ammie” aach noch
in Verlegenheit bringe loſſe un muß ſich vun ſo Leit aach
noch Säck bezahle loſſe. No, ich hett’s en jo widder gewe
kenne, awwer jetzt grod net, deß geht doch emol mit in
die Maſſ”. Awwer wann ich den ſauwere Kaffalühr noch
emol geſehe hett, no, der hett ſich gradeliern kenne, den
hett ich ſo verkaffalührt, der wär im Lewe mit kaaner
a’ſtendige Frau mehr in die Säcklaub gange.
Uewrigens war’s auch grod Zeit, daß ich widder auf
de Bildfläch erſchiene bin. Denn ich bin grad dezu
kumme, wie mei Mann, der alt Narr, mit dem
bloß=
baanige Bäbbie twogeſtebbt hott und hott dezu
ge=
ſunge:
Wenn der Bräut’gam mit der Braut mang die Wälder
geht,
Und der Weizen über’n Meter uff de Felder ſteht,
Da ſchreit große und kleen:
Ach, wie is das ſcheen! —
„Jawohl”, hab ich geſagt und hab en weggeriſſe, „ich
werd dich bewackeldanze. Denk an dei Familie un an
dei Rheumadißmußknie!”
Ja, die Menner ſind zu leichtſinnig, die denke
gor=
net e bische an ihr Geſundheit. — Awwer ſchee gedanzt
hott er doch mit dem Bäbbie un jetzt dhut er mich den
„Two ſteeb” als haamlich lerne, in unſerne Schlofſtub,
awends vor dem mer in’s Bett geh.
Ach ſo, ja, jetzt hett ich die Hauptſach beinah
ver=
geſſe. Wie mer nemlich widder an unſern Diſch kumme
ſin, da hatt unſer Rieckche dageſeſſe mit eme feine Herr,
ich hab gleich geſehe, es war etwas Beſſeres, en Dokder
odder ſo, denn der war ſo furchtbar ellegant a’gezoge
mit eme halwe Frack, wiſſe Se, wo hinne die Schwänz
fehle, un e violett Weſt hatt er a’ un des Daſcheduch
hatt er im Ermel und hott ſo fei nooch Baffiem geroche.
Un er hatte ſich aach ſo gebild unnerhalte un ſpeter ſin
mer in’s Kaffee gange un da hatt er en ſich „Verkehrte‟
beſtellt un er wär ſo nerfejös hatt er geſagt. Ja, ſo
ſtudierte Leit ſind werklich zu bedauern.
For de Sunndag mitdag hatte mer’n zum Eſſe
eigelade un da hatte ſich zwar erausgeſtellt, daß er blos
bteilungsſchäff is in eme Warenhaus, awwer des dhut
nix, er ſcheint reelle Abſichte zu hawwe, denn er war
ſchun fimfmal die Woch bei uns zum Nachteſſe.
No, wann’s auch blos e Abteilungsſchäff is, fier de
A’fang hott mei Rieckche doch Glück gehabt un vielleicht
kriſcht ſe noch was beſſeres.
Wie mer die Woch die Entebürzelſen begegnet is,
hab ich ſer unner Dißkreditzion verrate, daß unſer
Rieckche ſo gut wie halb verlobt wär, un da hott ſe
ge=
ſagt, es wär auch Zeit, denn ich hett ſchun ſo was
ſchwie=
germütterliches in meine Fiſchur, un da hab ich geſagt,
ja, hab ich geſagt, un ſie, ſie mache e Geſicht als wann
ſe gern Schwiegermutter werrn möchte un dethe ’s net
fertig bringe. —
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Panik- und
feuer-
sicherstes
Lichtspiel-
theater am Platze.
Aus dem Programm vom
24. b. einschl. 27.ds. sei ganz
besonders hervorgehoben,
der Schlager:
Im Glück vergessen!
Drama.
Der Landstreicher und sein Kind
interessantes Lebensbild.
Ein kühner
Rekognos-
zierungsritt i. Tripolis.
Auf Vorposten!
Drama (4649
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Großherzogl. Hoftheater
Samstag, 24. Februar.
Außer Abonnement.
Volksvorſtell. zu erm. Preiſen.
Glaube und Heimat.
Die Tragödie eines Volkes (3 Akte)
von Karl Schönherr.
Perſonen:
Chriſtof Rott . . Hr. Baumeiſter
Rott Peter . . . Hr. Weſtermann
Der Alt=Rott . . Hr. Wagner.
Die Rottin. . Frl. Alſen
Der Spatz, ſ. Sohn Frl. Gothe
Die Mutter der
Rottin . . . . Fr. Scherbarth
Der Sandperger
„Zu Leithen
. Hr. Semler
Die Sandpergerin Frl. Heumann
Der Unteregger
Der Englbauer v.
der Au
Ein Reiter des
Kaiſers .
Der
Gerichts=
ſchreiber
Der Bader .
Der Schuſter . .
Der Keſſelflick=
Wolf. . . . . .
Das
Straßen=
trapperl . . . .
Ein Soldat
Ein Trommler :
Hr. Riechmann
Hr. Jürgas
Hr. Heinz
Hr. Jordan
Hr. Weiß
Hr. Peterſen
Hr. Speiſer
Frl. Grünberg
Hr. Kräger
Hr. Klotz
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
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vorhan=
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Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.
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Anfang 7½ Uhr. — Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 11—1 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Sonntag, 25. Febr. 123. Ab.=V.
C 31. „Der Kuhreigen.‟ Gr.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Montag, 26. Febr. 124. Ab.=V.
D 31. Zum erſten Male: „Die
Rivalin.” Schauſpiel in drei
Akten von Eduard Eugen Ritter.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 27. Febr. 125. Ab.=V.
A 32. „Grigri.” Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 25. Februar.
123. Abonnem.=Vorſtellung. C 31.
Der Kuhreigen.
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von W. Kienzl.
Perſonen:
Der König.
. Hr. Stephani
Marg. Maſſimelle
de la Reole de
Courtroy,
Kom=
mandant
. Hr. Hoff
Blanchefleur, ſeine
. Frl. Geyersbach
Gattin
Der Kanzler . . Hr. Klotz
Kapitän Brayole Hr. Bernhardt
Marquis Ehézy . Hr. Hartmann
Eleo, Hofdame, d.
Marquiſe
Maſſi=
melle zugeteilt . Frl. Howard
Primus Thaller,
Unteroff. i. Schw.
Regiment .
Hr. Becker
Durſel, Unteroff. i.
Schweizer Regt. Hr. Riechmann
Erſter 1 Schwei= Hr. Lang
Zweiter) zer Hr. Dobski
Favar, Unerof.
der Chaſſeure . Hr. Semper
Erſter 1 Chaſ= Hr. Jahn
Zweiter) ſeur Hr. Geibel
Doris, Tochter d.
Kantineurs i. d.
Kaſ. St. Honoré Frl. Schaub
Der
Zeremonien=
meiſter d. Königs Hr. Jachtmann
Ein Offizier . . Hr. Hartmann
Eine Ordonnanz Hr. Waigandt
Chanteclair,
Kam=
merdien. d. Königs Hr. Jungmann
Jourdan) Sans= Hr. Jahn
Duval
cu= Hr. Kräger
Epiſſier 1 lotten Hr. Salomon
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miſſär d. Revol. Hr. Kroczak
Eine Ordonnanz
der Revolutions=
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Hr. Bernhardt
Marion .
Frl. Röſe
Ein betr.
Sans=
culotte .
. Hr. Klotz
Ein Sansculotte Hr. Geibel
Ein Lakai .
Hr. Kroczak
Nach dem 1. u. 2. Aufzug läng. Pauſe.
Krank: Herr Hans Hacker.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Me.,
Fremden=
loge 6 Mk. Balkonloge 5 Mk,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.—6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.—13. Reihe)
4 Mk., (14.—20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.—5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.—8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 26. Febr. 124. Ab.=V.
D 31. Zum erſten Male: „Die
Rivalin.” Schauſpiel in drei
Akten von Eduard Eugen Ritter.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 27. Febr. 125. Ab.=V.
A 32. „Grigri.” Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 28. Febr. 126. Ab.=V.
B 32. Neu einſtud.: „Liebelei.”
Schauſpiel v. Schnitzler. Hierauf,
neu einſtudiert: „Das
Ab=
ſchiedsſouper” v. Schnitzler.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Außer Abonnement.
Zweimaliges Gaſtſpiel des
Teno=
riſten Léon Laffitte.
Donnerstag, 29. Febr. Anf. 7 Uhr.
Aida.
Große Oper mit Ballett in vier
Akten von Verdi.
Rhadamés . . Hr. Laffitte,
Samstag, 2. März. Anf. 7 Uhr
Carmen.
Große Oper in 4 Akten v. Georges
Bizet.
Joſé . . Hr. Laffitte.
Preiſe der Plätze für jede
einzelne Vorſtell.:
Proſzeniums=
loge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk. Erſter Rang
4.50 Mk., Zweiter Rang: 1.—6.
Reihe 2.50 Mk., 7. und 8. Reihe
2 Mk., Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4 Mk., 14.—20. Reihe 3.20 Mk.,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.70 Mk.,
6.—8. Reihe 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 9.60 Mk.
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Montag, 26. Febr.,
von 3½ —5 Uhr, gegen Vorzeigung
ihrer Abonnements=Karten, für
beide Vorſtellungen Plätze (ihrem
Abonnementsplatz entſprechend) an
der Tageskaſſe ſichern können.
Die Plätze der Ganzabonnenten
bleiben am 26. Februar bis
nach=
mittags 5 Uhr reſerviert.
Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
Dienstag, 27. Fehr ſowie an
den darauffolgenden Tagen,
vor=
mittags von 11—1 Uhr, für die
noch vorhandenen Plätze an der
Tageskaſſe ſtatt.
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als da
Friede
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verſügt
Anfang
haben,
wir es
der St
ſigen
und
Aufruf
an die Damen von Darmſtadt und Umgegend.
Der vom Vorſtand des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten
Kreuz in Verbindung mit dem Alice=Frauenverein auch in dieſem
Jahr veranſtaltete theoretiſche Lehrgang in der
Kriegskranken=
pflege beginnt
Freitag, den 1. März, nachmittags 5 Uhr,
im Feſtſaal des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karlſtraße 2).
Wir ſind der Zuverſicht, daß die Damen von heute nicht
werden zurückſtehen wollen hinter denen von 1870/71, die während
der ganzen Dauer dieſes Krieges mit opferwilliger Hingabe hier in
den Lazaretten und an anderen Stellen tätig waren und nicht wenig
beitrugen zur Erleichterung des Loſes der Verwundeten. Weit mehr
als damals iſt aber heute eine gute und gründliche Schulung im
Frieden für die erſprießliche Ausübung einer ſolchen Tätigkeit im
Kriege geboten Ungeſchulte Pflegekräfte haben wenig Wert.
Wir hoffen daher auf zahlreiche Beteiligung und bitten,
ſchrift=
liche Anmeldungen mit Angabe von Vor= und Zunamen, ſowie der
Wohnung alsbald zu richten an Frau Staatsminiſter Rothe,
Wil=
helminenſtraße 32, oder an den General Korwan, Wilhelmſtraße 25.
Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
(4637
Heſſiſcher Landesverein vom
Alice=Frauenverein für
Krankenpflege.
Rothen Krenz.
Im Allerhöchſten Auftrag Ihrer
Korwan,
Königl. Hoheit der Großherzogin
von Heſſen und bei Rhein:
Generalleutnant z. D.
Marie Rothe
Vorſitzender.
Vize=Präſidentin.
Aufruf.
Unſere ſegensreiche Arbeit hier in der Stadt wächſt von Tag
zu Tag und mit ihr wachſen auch die Anforderungen, die an unſere
verfügbaren Kräfte und Mittel geſtellt werden. Troßdem wir ſeit
Anfang Dezember vorigen Jahres eine Berufsarbeiterin angeſtellt
haben, können wir unſeren Pflichten nicht mehr ſo nachkommen, wie
wir es angeſichts der vielen, unbehüteten weiblichen Jugend hier in
der Stadt müſſen.
So richten wir denn die herzliche Bitte um Hilfe an alle
hie=
ſigen Freundinnen und an alle Frauen, die über freie Zeit verfügen
und Freude an ſozialer Arbeit haben: „Wer kann und will ſich
per=
ſönlich an unſeren Beſtrebungen beteiligen? Wer will als tätiges
oder ſtilles Mitglied unſerem Verein neu beitreten?“
Schriftliche Anmeldungen nimmt entgegen und erteilt
Aus=
kunft über die Art der Arbeit
Fr. Prof. Emilie Kellner,
Lokalvorſteherin des Vereins der Freundinnen
junger Mädchen: Darmſtadt.
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Gewerbemnſeum Darmſtadt.
Ausstellung deutscher und
französischer Medaillenkunst.
„Ausstellung Gengnagel‟
Neckarſtraße 3.
Geöffnet täglich von 11—1, außerdem Mittwoch und Samstag,
nachmittags von 2½—4½ Uhr.
(4635
Eintritt frei.
Katalog 20 Pfg.
Franenverein der Süboſipfari
der evang. Stadtgemeinde Darmſtadt, E. V.
— Muſikaliſcher FamiliensAbend
Sonntag, 25. Februar, abends präzis 7½—10 Uhr,
im Gemeindehaus Kiesſtraße 17.
Vorträge: von Fräulein W. Weinmann (Klavier): Lieder von
Löwe, Hugo Wolf, Schubert u. a. (Herr Finanzamtmann
Lony, am Klavier: Fräulein M. Schwan).
Chöre vom Gemeindegeſangverein (Dirigent: Herr
Kapellmeiſter Landwich) z. B. Loreley von F.
Mendels=
ſohn, Soliſtin: Fräulein Sturmfels, am Klavier:
Fräu=
lein W. Weinmann.
Teekarten (25 Pfg.) ſind bei Hausverwalter Spaar,
Kiesſtr. 17, und abends an der Kaſſe zu haben.
Der Vorstand.
5346)
Verein für Verbreitung von Voikshildung,
Donnerstag, 29. Febr., abends 8¼ Uhr
in der Techniſchen Hochſchule, Saal 326:
Oeffentlicher Vortrag
mit Veranſchaulichungen u. Verſuchen von Herrn Prof. Dr. W. Sonne
über:
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Altes u. Neues aus der Sprengstoff-Technik.
Eintrittskarten 30 Pfg.; für Mitglieder, angeſchl. Vereine und
Schüler 20 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 2.
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sich diese wirklich soziale
Wohl-
tat im Krankheitsfalle zu Nutzen
machen will, versäume nicht, in
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Einladung
zur
35. ordentlichen Mitgliederversammlung
des
Landes=Pferdezuchtvereins im Großherzogtum Heſſen
auf Sonntag, den 3. März 1912, vormittags 11½ Uhr,
zu Mainz in der Stadthalle.
Vor Eintritt in die Tagesordnung Gedenken der im abgelaus
fenen Jahr verſtorbenen Mitglieder.
Tagesordnung:
1. Bericht des geſchäftsführenden Vorſtandes über die Wirkſamkeit
des Vereins im abgelaufenen Jahr.
2. Vorlage der Jahresrechnungen für das Rechnungsjahr 1910 und
Entlaſtung des Rechners.
3. Genehmigung der Jahresvoranſchläge für das Rechnungsjahr 1912.
4. Verſchiedenes.
Nach Erledigung der Tagesordnung wird Herr Rittmeiſter
a. D. Fenner einen Vortrag halten über das Thema: „Weidebetrieh”.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
Der I. Vorſitzende:
Müller.
Vor der Mitgliederverſammlung um 11 Uhr: Sitzung des
Vorſtandes.
Nach der Mitgliederverſammlung findet in der Stadthalle um
1 Uhr gemeinſames Mittageſſen ſtatt. Das trockene Gedeck koſtet
2 Mark. Es wird dringend erſucht, Anmeldungen hierzu direkt an
den Reſtaurgteur der Stadthalle in Mainz zu richten.
(4586
Ludwigshöhe.
Sonntag, den 25. Februar 1912:
Jon22N F
der Kapelle des Leibgarderegiments
(Grösserer Teil derselben)
(B4642
Dirigent: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Aus der Vortragsfolge: W. Wallacce: Ouvertüre zur Op.
„Maritana”. G. Puccini: Tonbilder aus „Madame Butterfly”.
C. Kreutzer: Szene und Arie aus „Das Nachtlager in Granada”
(Violinſolo Herr Mewes, Poſaunenſolo Herr Urban). J. Strauss=
„Ins Zentrum”, Walzer. G. Bizet: Fragmente aus „Carmen” uſw.
Anfang * Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
Sonntag, 25. Februar 1912, im
(1632
Hotel zur Krone in Auerbach
Anfang 3½ Uhr.
Kaffeekonzert. Eintritt 30 Pfg.
Geſangverein„Liederkranz‟ Darmſtadt.
Sonntag, 25. Februar, abends 711 Min.
Grosses Masken-Kränzchen
im Perkeo, Alexanderſtraße.
Maskenkarten für Fremde: Herren 1 Mk., Damen 50 Pfg.,
Vorverkauf bei Herrn Ph. Herold, Hutgeſchäft, Große Ochſengaſſe,
und Herrn A. Sulzmann, Friſeur, Große Ochſengaſſe.
Maskenkarten für Mitglieder à 20 Pfg. ſind bei dem 1.
Vor=
ſitzenden, Herrn Jul. Belleſontaine, Zigarrengeſchäft, Holzſtraße 1,
zu haben.
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Restauration „Kaiser Friedrich‟
Joh. Heist.
Sonntag, den 25. Februar:
Grosser Kappenabend.
Vorzügl. Bier — Reine Weine
Gute Küche.
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Auf vielseitigen Wunschls
Samstag, den 24. Februar, abends 911 Uhr,
— Großer Kappenabend.
Alle Ueberraſchunge, die’s nur gibt. Keiner darf fehle.
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Auguſt Englert, Ballonplatz 4.
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(ögonits Magen., Darm., derze, Reber=
Rieren. Blaſen u.Geſchlechts.
Dresden- krankheiten. Gicht, Rheuma=
Radebenl tismus, Lschias, Aſthma.
Ner=
voſtät: Bleichſucht. Blutar=
3 Aerzte mut, Zuckerkrankheit u. allen
Frauenkrankheit. Proſp.frei.
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Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Aufgebotene. Auf 19. Februar: Tiefbautechniker
Chriſtian Lorenz Sames, Viktoriaſtraße 26, und Mina
Amalia Henriette Wilhelmi zu Holzhauſen. Am 20.:
Lackierer Jakob Weber IV. und Dienſtmädchen Marie
Auguſte Grün, beide zu Pfungſtadt. Schreiber Georg
Weidmann, Frankfurt a. M., und Kath. Schardein zu
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ſtraße 35, und Luiſe Ichenhäuſer, Frankfurt a. M. Dr.
med. Ernſt Alfred Ludwig Theodor Kappeſſer,
Gimbs=
heim, und Marie Margarete Eliſabeth Klöppinger,
Soderſtraße 110. Am 21.: Dipl.=Ing. und ſtaatl.
geprüf=
ter Baumeiſter Johann Paul Lang, Mainz, und Sophie
Eliſabeth Weiler, Mühlſtraße 60. Am 22.: Friſeur
Chriſtian Adolf Otto Schmidt, Worms, und Friſeuſe
Katharina Bickert, hier. Student Ludwig Friedrich
Reichenheim, hier, (Hotel Traube), und Margarethe
Daiſy Lea Steinthal, Charlottenburg.
Geſtorbene. Am 19. Februar: Schuhmachermeiſter
Heinrich König, 67 J., kath., Mühlſtraße 8. Margarethe
Schwindt, geb. Mütz, Ehefrau des Rentners, 64 J., kath.,
Soderſtraße 112. Klavierſpieler Chriſtoph Wilh. Otto
Wildhack, 53 J., ev., Große Ochſengaſſe 10. Am 21.:
Emma Bönſel, 7 Mte., ev., T. des Hausdieners Johannes
Bönſel, Gr. Kaplaneigaſſe 17. Am 20.: Karl Friedrich
Wilhelm Huwerth, 3 J., ev., S. des Kaufmanns Carl
Huwerth, Roßdörferſtraße 21. Margarete Göbel, geb.
Lautenſchläger, 71 J., ev., Ehefrau des Privatiers,
Nieder=
ſtraße 19. Marie Sauerwein, 7 J., ev., T. des
Land=
wirts, Hergershauſen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Invokavit, den 25. Februar 1912
Hoſkirche: Samstag, den 24. Februar, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 25. Februar, vorm. um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Feier des hl. Abendmahls. — Mittwoch, den
28. Februar, abends um 6 Uhr: 2. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Dr. Diehl. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Mittwoch, den 28. Febr., abends um 8 Uhr:
Liturgiſche Paſſionsfeier. Pfarrer Velte.
Kollekte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Beringer.
— Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
25. Februar, abends 7½—10 Uhr: Familienabend des
Frauenvereins für die Südoſtpfarrei. — Freitag, den
1. März, abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vormittgs
um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtraße 24
(Muſikſaal).
Sohanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Mitt=
woch, den 28. Februar, abends um 8 Uhr: 2.
Paſſions=
andacht. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends
um 8 Uhr: 1. Paſſionsgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Müller.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung
von ½8 Uhr an in der Sakriſtei. — Nachm. um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Stein. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 29. Febr., nachm. um
3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath. —
Abends um 6 Uhr: Oberhofprediger Ehrhard.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. Feier des hl. Abendmahls
mit vorausgehender Beichte. — Vormittags um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Abends
um 6 Uhr: 1. Paſſionsandacht. Profeſſor Weimar.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 25. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmit=
tags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Im Vorderhaus:
Jugend=
bund für E. C. — Abends um 8½ Uhr: Lichtbilder=
Vor=
trag vom Jugendbund für E. C. — Montag, den
26. Febr., abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. —
Dienstag, den 27. Februar, abends um 8½ Uhr:
Jung=
frauen=Bibelſtunde und Blaukreuzſtunde. — Mittwoch,
den 28. Februar, nachmittags von 4—6 Uhr:
Hoffnungs=
bund für Mädchen. — Abends um 8½ Uhr:
Geſang=
ſtunde. — Donnerstag, den 29. Februar, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, den 1. März, abends
um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung. — Abends um
9 Uhr: Gebetsvereinigung. — Samstag, den 2. März,
nachmittags von 2—4 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben.
— Filiale der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88,
Hinterbau): Freitag, den 1. März, abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig gekaufter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 25. Februar, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. um 4 Uhr: Predigt. — Vorm.um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. — Abends um 6 Uhr: Jugendverein.
— Montag, den 26. Febr., abends um 8½ Uhr:
Geſang=
verein. — Dienstag, den 27. Februar, abends um 8 Uhr:
Frauen=Miſſionsverein. — Mittwoch, den 28. Februar,
abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung. — Donnerstag,
den 29. Februar, abends um 8½ Uhr: Mitglieder=
Ver=
ſammlung. — Freitag, den 1. März, abends um 8½ Uhr:
Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 24. Februar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Kollekte für den hl. Vater
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
— Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachm.
um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen
der Gemeinde. — Abends um 6 Uhr: Herz=Mariä=
Bruder=
ſchaftsandacht mit Predigt. — Mittwoch, abends um
6 Uhr: Faſtenpredigt. — Donnerstag, nachmittags um
Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. — Freitag, vorm.
um 9 Uhr: Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Vortrag für die Jugend=
Abteilung der Jungfrauen=Kongregation. — Um ½5 Uhr:
Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 24. Februar,
nachmittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 25. Februar 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
lm ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Andacht; darauf Sodalitat.
— Dienstag, abends um 5½ Uhr: Faſtenandacht. —
Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Beichtgelegenheit. —
Frei=
ag, abends um 5½ Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
24. Febr., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Kollekte für den hl. Vater
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Faſtenandacht. —
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachm. von 6—7 Uhr.
— Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht. —
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 24. Febr., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. — Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
mt und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Chriſten=
lehre und Andacht. — An allen Werktagen, morgens um
¾/8 Uhr: Singmeſſe mit Andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: 1. Faſten=Sonntag, den
25. Februar, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The Church of England Service
1. Sunday in Lent, 25th February 1912
Divine Service followed by Holy Communion will be
held in the Hofkirche at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain from Heidelberg,
will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. Febr: Dem Gärtner Oskar
Robert Werling T. Anna Marie, geb. 6. Jan. 18. Febr.:
Dem Heizer Heinrich Mink T. Marie, geb. 5. Jan. 19.
Febr.: Der Büglerin Klara Suſanna Schmidt T. Elſa,
geb. 20. Jan. 17. Febr.: Dem Zahntechniker Felix Paul
Hermann Willy Fiedler T. Annemarie Katlen, geb.
10. Nov. 1911. 18. Febr.: Dem Kaufmann Wilhelm
Heinrich Otto Weſtphal S. Günther Wilhelm Otto, geb.
27. Dez. 1911. 15. Febr.: Unehel. S. Adolf, geb. 11. Febr.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Dem Schloſſer
h pp Delp S. Philipp, geb. 26. Jan. 18. Febr.: Dem
Squhmacher Johann Georg Mantel S. Georg Adam,
geb. 17 Nov.
Mortinsgemeinde: 18. Febr.: Dem
Schuh=
macher Karl Emil Späth T. Luiſe Minna, geb. 18. Jan.
Dem Briefträger Daniel Schellhas S. Georg Heinrich
Wilhelm. 15. Febr.: Dem Buchdrucker Friedrich Jean
Fleury S. Gerhard Jean, geb. 12. Nov. 18. Febr.: Dem
Schloſſer Julius Dietrich Auguſt Märtirer S. Joſef
Ju=
lius Auguſt, geb. 17. Jan. Dem Schneider Johann
Adam Weber T. Helene Marie, geb. 22. Dez.
Paulusgemeinde: 11. Febr.: Dem
Staatsbahn=
ſchaffner Adam Helm S. Franz, geb. 25. Jan. 13. Febr.:
Dem Schloſſer Ludwig Vollhardt T. Antonie Helene, geb.
15. Juli 1911. Dem Taglöhner Jakob Schidlowsky S.
Konrad Peter, geb. 23. Dez. 1911.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. Febr.: Finanzaſſeſſor Karl
Friedrich Bock von Jugenheim und Lucie Eliſabeth
Fol=
mer von Wald=Michelbach. Fahrburſche Johann Adam
Göbel und Margareta Koch. 4. Febr.: Diener Heinrich
Holſchuh und Magdalena Dapper.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Bäcker und
Konditor Joſef Krug und Babette Kirchner von hier.
19. Febr.: Apotheker Wilhelm Avenarius, Wittwer in
Frankfurt a. M., und Eliſabeth Kilian von hier.
Martinsgemeinde: 18. Febr.: Kaufmann
Gott=
fried Friedrich Karl Tacius und Marie Frieda
Schnell=
bach hier.
Paulusgemeinde: 16. Febr.: Zeugleutnant a. D.
Karl Franz Auguſt Krüger zu Darmſtadt und Amalie
Friederike Marie Eſſich. Poſtdirektor Johann Adam
Becker zu Friedberg i. H. und Katharine Marie Luiſe
Foucar.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 20. Febr.: Schneider Hermann
Hartmann, 47 J., ſtarb 18. Febr. 22. Febr.: Muſiker
Chriſtoph Wilhelm Otto Wildhack, 53 J., ſtarb 19. Febr.
23. Febr.: Emma Bönſel, T. des Hausdieners, 8 Mon.,
ſtarb 21. Febr. 18. Febr.: Julie Stamm, geb. Eſch,
Ehe=
frau des Kirchenrats, 59 J. 9 Mon., ſtarb 16. Febr. 22.
Febr.: Kurt Friedrich Wilhelm Huwerth, S. des
Kauf=
manns, 3 J. 7 Mon., ſtarb 20. Febr. 18. Febr.:
Doro=
thea Storck, geb. Ritzel, Ehefrau, 52 J. 2 Mon., ſtarb
16. Febr.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Schneiderin
Olga Herold, ledig, 33 J., ſtarb 15. Febr. 18. Febr.:
Marie Ober, geb. Friſchmann, Witwe des Fabrikanten,
83 J., ſtarb 16. Febr. 21. Febr.: Amalie Wilke, geb.
Hug, Witwe des Hofſchauſpielers, 71 J., ſtarb 19. Febr.
Martinsgemeinde: 17. Febr.: Ingenieur Hans
Engel, 30 J., ſtarb 15. Febr. Tapezierer Ludwig Schmidt,
52 J., ſtarb 14. Febr. Mäthilde Kronenberger, Ehefrau
des Kaufmanns, 63 J., ſtarb 15. Febr.
Paulusgemeinde: 15. Febr.: Großh.
Arreſthaus=
verwalter i. P. Oberleutnant a. D. Emil Walther, 60 J.,
ſtarb 13. Febr. 17. Febr.: Henriette Appel, geb. Baum,
Ehefrau des Polizeiwachtmeiſters i. P., 59 J., ſtarb
15. Febr. Maria Hartmann, geb. Marx, Ehefrau des
Prof. Albert Hartmann, 31 J., ſtarb 15. Febr. 19. Febr.:
Tapezier Wilhelm Dechert, 18 J., ſtarb 18. Febr.
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