Darmstädter Tagblatt 1912


24. Februar 1912

[  ][ ]

Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 34 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Die Etatsberatung der Zweiten Kammer
wurde geſtern mit einem Finanzvortrag des Finanz=
miniſters
Braun eingeleitet.
Der Reichstag vertagte ſich bis Dienstag, 27. Febr.
Die Wehrvorlagen haben den Bundesrat noch nicht
beſchäftigt und Beſchlüſſe ſind bis jetzt noch nicht gefaßt.
Das italieniſche Parlament wurde am Don=
nerstag
unter begeiſterten patriotiſchen Kundgebungen
eröffnet. Der Kammer iſt das Geſetz über die Sou=
veränität
Italiens in Tripolis und Cyrenaika
zugegangen.
Auf Vorſchlag des Premierminiſters Asquith
ernannten die engliſchen Kohlenbergwerks=
beſitzer
ein Komitee für weitere Verhandlungen mit
der Regierung.
Vom öſtlichen Teile dar Vereinigten Staaten
kommen Meldungen von einem furchtbaren
Sturm.

Politiſche Wochenſchau.

Die erſte Leſung des Etats iſt nunmehr beendet,
ſie hat die übliche allgemeine Ausſprache über die Politik
gebracht, und es liegt in der Natur der Sache, daß man
ſich diesmal im Gegenſatz zu ſonſt faſt nur mit der inne=
ren
Lage beſchäftigte, während man die Außenpolitik nur
leichthin ſtreifte. Die Erklärung Bethmann Hollwegs
über die Anbahnung beſſerer Beziehungen mit England
hätte ein freundliches Echo geweckt und, um die Dinge
nicht zu ſtören, berührte man dieſen Punkt in den Erör=
terungen
nur ſehr wenig, und das war gut. Auch die
Auseinanderſetzung zwiſchen den Parteien, beziehungs=
weiſe
mit der Regierung, verlief erfreulicherweiſe in ziem=
lich
ruhigen Bahnen, wenngleich die Erregung des Wahl=
kampfes
noch in den Reden hindurchzitterte und ſich der
ſchroffe Gegenſatz zwiſchen den Parteikonſtellationen in
der Zwiſchenzeit kaum gemindert hat. Die Kluft zwiſchen
links und rechts iſt größer denn je, und ſie wird ſich in
abſehbarer Zeit ſchwerlich überbrücken laſſen, trotz aller
Mahnungen des Reichskanzlers. Herr v. Bethmann Holl=
weg
hat zweimal in die eigentliche Etatsdebatte einge=
griffen
, einmal, um eine Art politiſchen Programmes zu
geben und dann, um ſich gegen die im Hauſe erhobenen
Vorwürfe zu rechtfertigen. Er hatte ſowohl links wie
rechts gegen ſich. Rechte und Zentrum tadelte
er wegen ihrer Haltung in der Erbſchaftsſteuerfrage, die
Linke dagegen wegen ihrer Stellung bei der Präſidenten=
wahl
. Das letztere hat man ihm verübelt, weil man
darin einen Eingriff des Reichskanzlers in die Ange=
legenheiten
der Volksvertretung erblickte, wenn auch Herr
v. Bethmann Hollweg es beſtritt, ſich irgendwie unbefug=
terweiſe
in die Angelegenheiten des Reichstages einge=
miſcht
zu haben. Bei der ganzen verzwickten Lage wird
der Reichskanzler keinen ſo leichten Stand haben, und
gerade die erwähnte Erbanfallſteuer iſt geeignet, ihm das
Konzept zu verderben. Die Konſervativen wie das Zen=
trum
haben auf das allerentſchiedenſte erklärt, für dieſe
Steuer unter keinen Umſtänden zu haben zu ſein, und Herrn
von Bethmann Hollweg wird unter dieſen Umſtänden
nichts anderes übrig bleiben, als ſich auf die Linke zu
ſtützen, was ihm im Grunde ſeines Herzens vielleicht nicht
gerade ſehr angenehm ſein mag. Es ſteht außer Frage,
daß ſich bei den kommenden Wehrvorlagen alles um die
Erbſchaftsſteuer drehen wird, da ſie in erſter Linie als
Deckung für die entſtehenden großen Koſten herangezogen
werden ſoll; nach den Darlegungen des Reichskanzlers
wie des Schatzſekretärs kann, wenn beide es auch nicht
direkt geſagt haben, kein Zweifel mehr dar=
über
walten, daß die Steuer kommen und die conditio
sine aua non bilden wird. Angeſichts der ganzen Sach=
lage
kann man dem Ausgang der Dinge mit großer
Spannung entgegenſehen, da ſicherlich das Schickſal der
ganzen Wehrvorlagen von dieſer Frage abhängig ſein
wird. Im übrigen hat ſich während der Etatsleſung noch
ein anderes bemerkenswertes Reſultat ergeben: Das Ab=
rücken
der Nationalliberalen von den Sozialdemokraten.
Von dem Gedanken eines Großblocks kann unter dieſen
Umſtänden nicht mehr die Rede ſein, ein feſtes Gefüge der
Oppoſition beſteht nicht, wenn es überhaupt beſtanden
hat. Die in dieſer Woche nochmals ſtattgehabte Aus=
einanderſetzung
über die Präſidentenwahl, in der Herr
Bebel eine recht ungeklärte Rolle ſpielte, dürfte nicht nur
eine Perſonenfrage entſchieden haben, ſondern auch be=
ſtimmend
ſein für die weitere Geſtaltung der inneren
Politik Deutſchlands. Kleine Urſachen, große Wirkungen.
Die viel kommentierte Reiſe des engliſchen Kriegs=
miniſters
Haldane nach Berlin hat nunmehr, wenigſtens
in ihrem Motiv, volle Aufklärung gefunden. Die leiten=
den
Stellen Englands haben nicht gezögert, der Reiſe
einige freundliche Worte nachfolgen zu laſſen, die zur Auf=
hellung
der Angelegenheit mit beigetragen haben. Was

im einzelnen geplant iſt, wurde freilich nicht geſagt, und
auch Herr von Bethmann Hollweg ſchweigt ſich darüber
aus. Es heißt, die Beſprechungen hätten bereits in Lon=
don
in Konferenzen mit dem deutſchen Botſchafter, Gra=
fen
Metternich, eine Fortſetzung gefunden, und man ſei
dabei, eine Art Protokoll aufzuſtellen, in welchem die
beiderſeitigen Anſchauungen über die Geſtaltung
der Weltpolitik feſtgelegt und loyale Freund=
ſchaftserklärungen
enthalten ſein ſollen. Es ſei keine
Entente, wie die mit Frankreich, das übrigens von den
Beſprechungen auf dem Laufenden gehalten werde, in
Ausſicht genommen, man wolle eine Einigung über alle
möglichen Streitfragen auf der Baſis des Protokols, das
für beide Teile bindend ſein ſoll. Das klingt etwas
myſtiſch, und von offiziöſer Seite iſt ein promptes Dementi
erfolgt, im Grunde genommen aber kommt es auf die Ein=
zelheiten
der Verſtändigung erſt in zweiter Linie an. Die
Hauptſache iſt, daß überhaupt eine Verſtändigung erzielt
und der Grund zu einem guten Verhältnis zwiſchen bei=
den
Nationen gelegt wird, denn freundſchaftliche Bezie=
hungen
zwiſchen Deutſchland und England können von
der allergrößten Bedeutung für die Geſtaltung der Welt=
politik
ſein.
Durch eine derartige Annäherung würde das Drei=
bundverhältnis
in keiner Weiſe geſtört, im Gegenteil, es
würde dadurch eine wertvolle Ergänzung finden. Graf
Aehrenthal iſt nunmehr ſeinem ſchweren Leiden erlegen,
die Leitung der Außenpolitik der Donaumonarchie iſt dem
Grafen Berchtold anvertraut worden. Iſt auch dem Gra=
fen
Aehrenthal mehrfach nachgeſagt worden, daß er für
das Bündnis mit Deutſchland keine allzu große Begei=
ſterung
hege, ſo hat er ſeinen Wert gerade in der Stunde
der Gefahr kennen zu lernen Gelegenheit gehabt, und ſeine
Politik ſchlug durchaus Bahnen ein, die dem Dreibund=
gerhältnis
entſprachen, wie er es ja auch gerade war, der
beſſere Beziehungen zu Italien zu ſchaffen ſuchte. Aller
Vorausſicht nach dürfte Graf Berchtold in den Bahnen
ſeines Vorgängers wandeln, und ſeine erſte Kundgebung,
der Depeſchenwechſel mit den leitenden deutſchen Stellen,
iſt auf einen Ton geſtimmt, wie man ihn ſelten gehört hat;
auch heißt es, daß er binnen kurzem nach Berlin kommen
werde, und ſich dem Kaiſer und ſeinen Berliner Kollegen
vorſtellen wird. Graf Berchtold dürfte der richtige Mann
am richtigen Platze ſein, er war eine ganze Reihe von
Jahren Botſchafter in Petersburg, und die Kenntniſſe der
dortigen Verhältniſſe werden ihm für die Balkanpolitik
gut zuſtaten kommen, auch dürſte er aus den gleichen
Gründen geeignet ſein, an der Anbahnung beſſerer Be=
ziehungen
zwiſchen Wien und Petersburg mitzuarbeiten.
So kommt ein Ereignis zum anderen, um den politiſchen
Horizont der in der letzten Zeit mit ſchweren Wollen be=
hangen
war, wieder etwas aufzuhellen, zumal jetzt
auch das deutſch=franzöſiſche Marokkoabkommen durch den
Senat genehmigt und damit der letzte Stein des Anſto=
ßes
beſeitigt iſt.
Auch im fernen Oſten iſt es zu einer Klärung gekom=
men
, die Abdankung der Mandſchudynaſtie hat ſich ohne
Zwiſchenfall vollzogen. und Yuanſchikai hat als proviſo=
riſcher
Präſident der Republik China die Leitung der Ge=
ſchäfte
übernommen bezw. beibehalten. Sein dopbel=
züngiges
Sviel iſt alſo von Erfolg geweſen. Yuanſchikai
iſt zu den Reformen übergegangen und hat ſich als äuße=
res
Zeichen den Zopf abſchneiden laſſen. Ob er nun auch
mit manchem Zopf in der chineſiſchen Verwaltung auf=
räumen
wird? An der Geſundung des himmliſchen Rei=
ches
mitzuarbeiten, iſt eine in idealem Sinne lohnende
Arbeit, die um ſo ſchwerer iſt, weil das Gros des Volkes
den öffentlichen Dingen faſt gänzlich indifferent gegen=
überſteht
und die Träger der Politik ſich nur aus ge=
wiſſen
Kreiſen zuſammenſetzen, ein Umſtand, der leicht zu
einer Kliquenherrſchaft führen kann. Bei der ganzen
Sachlage kann man ſich aber des Gedankens nicht erweh=
ren
, daß man trotz der ruhia vollzogenen Wendung noch
keinesweas am Ende der Dinge iſt und daß folgenſchwere
Ueberraſchungen nicht ausbleiben werden.

Eröffnung des italieniſchen Parlaments.

* Am Donnerstag hat nach einer Pauſe von meh=
reren
Monaten das italieniſche Parlament ſeine
Arbeit wieder aufgenommen. In erſter Linie hat es
den Geſetzentwurf zu beſtätigen, in dem die Sou=
veränität
Italiens in Tripolis und der
Cyrenaika ausgeſprochen worden iſt. Wie es zu er=
warten
war, geſtaltete ſich die erſte Sitzung zu einer be=
geiſterten
Kundgebung für die Tripolis=Politik
der Regierung.
Bei der Eröffnung der Kammer waren Saal
und Tribünen überfüllt, viele Damen anweſend. Der
Präſident der Kammer Mareora, Miniſterpräſident
Giolitti und alle Miniſter betraten zuſammen den
Saal, von andauernden Kundgebungen empfangen. Alle
Deputierten erhoben ſich. Marcora brachte der Armee
und der Marine ſeinen Gruß dar, was mit langanhalten=
dem
ſtürmiſchen Beifall aufgenommen wurde. Der Pré=
ſident
der Kammer führte aus, der Beifall der
Kammer möge den in Libyen kämpſenden Brüdern der
Ausdruck der höchſten Sympathie, Verehrung und Dank=
barkeit
ſein, die ihnen die ganze Nation für die unge=

heure moraliſche Wohltat ſchulde, die ſie ihr
erwieſen. Seit Beginn des Unternehmens, das die Re=
gierung
eröffnete, um die Würde und Intereſſen Ita=
liens
zu wahren, offenbarte ſich eine einmütige
Uebereinſtimmung in den Anſchauungen und Ab=
ſichten
, die ſich in allen Regionen und Klaſſen der Bevöl=
kerung
enthüllte und in der ziviliſierten Welt, daß das
neue Italien nicht nur einen wunderbaren Aufſchwung ſei=
ner
materiellen Kräfte erlebe. Durch moraliſche Einheit
und Diſziplin habe Italien bewieſen, daß es ein uner=
bittliches
nationales Gewiſſen und den ſtarken Willen zur
Eintracht beſitze. Vergeſſen ſeien deshalb die unabſicht=
lichen
Beleidigungen und die mit Abſicht verbreiteten =
gen
, gegen die ſich die nachweislichen Opfer der feind=
lichen
Barbarei anklagend erhöben.
Kriegsminiſter Spingardi erklärte, die
Armee ſchließe ſich mit brüderlicher Liebe und berechtig=
tem
Stolz den hohen Ehrungen an, die von ſo maßgeben=
der
Stelle unter ſo begeiſterter Zuſtimmung ihren Brü=
dern
von den Land= und Sceſtreitkräften gezollt würden,
die ſo mutig in Lybien für italieniſche Tüchtigkeit Zeug=
nis
ablegten und durch ihr Leben die neuen Geſchicke des
Vaterlandes heiligten und ſich opferten, damit das Vater=
land
größer, glücklicher und mächtiger werde. Das hohe
warmempfundene Lob, das dem Vorgehen der Armee
in dieſem Saale geſpendet werde, ſei der hocherwünſchte
Preis für die edle Pflichterfüllung Aller. Namens der
Armee danke er den Vertretern der Nation, deren Beifall
ein weiterer Grund zur Aufmunterung ſein werde, jetzt
mehr als je auszuhalten. Die Armee habe gewußt und
wiſſe, daß das Vaterland mit ſeiner ganzen Seele bei
ihr ſei. (Fortgeſetzter begeiſterter Beifall, allgemeines
Rufen: Es lebe die Armee!) Marineminiſter
Catollica, begrüßt von Rufen Es lebe die Marine!
dankt namens der Marine für dieſe Kundgebungen. Die
Marine ſei ſtolz darauf, ihre Pflicht erfüllt und durch die
Tat die von ihr erzielten Fortſchritte bewieſen zu haben.
In dem Beifall der Vertretung der Nation werde die
Marine den erwünſchteſten Preis erblicken und dazu an=
getrieben
werden, immer mehr das Vertrauen und die
Achtung des Landes zu verdienen. (Lebhafter, allgemei=
ner
Beifall. Rufe: Es lebe die Marine!) Der Präſident
verlas die Tagesordnung Lavaca, Bettelo und Baccelli,
durch die Heer und Flotte Gruß und Beifall geſpendet
wird. Alle Abgeordneten und Tribünenbeſucher erheben
ſich und äußerten ihre begeiſterte Zuſtimmung. Der
Präſident erklärte die Tagesordnung durch Zuruf ange=
nommen
. Sodann erhob ſich Giolitti, begrüßt von
einer langandauernden großartigen Kundgebung.
Er brachte einen Geſetzentwurf betreffend die
Gültigkeitserklärung des Dekrets, in dem
die volle und ganze Souveränität Italiens in
Tripolis und der Cyrenaika proklamiert wird.
Die Kammer erhob ſich von neuem. Unendliche, ein=
drucksvolle
Beifallskundgebungen begrüßten das Dekret.
Als Kundgebung, die von ſeltener Begeiſterung getragen
ſei, beantragte Gioliti, die Kammer möge dem Präſiden=
ten
Vollmacht erteilen, eine Kommiſſion von 21
Mitgliedern zu ernennen, die den Geſetzentwurf prü=
fen
ſolle. Der Antrag wurde unter Beifall angenommen
und die Situng unterbrochen, um den Regierungsvertre=
tern
die Möglichkeit zu geben. dem Beginn der Arbeiten
im Sengt beizuwohnen. Nach Wiederaufnahme der
Sitzung teilte der Präſident mit, daß zur Prüfung der
Gültigkeitserklärung der Annerionsdekrete vom 5. No=
vember
eine Kommiſſion ernannt wurde, der u. a. Bac=
celli
. Guicciardini, Luzzatti (Sozialiſt), Enrico und Ferri
angehören.
In der Kammerſitzung waren 472 Deputierte
anweſend. Dieſe Zahl iſt bisher nicht erreicht worden.
Bei Eröffnung des Senats waren Saal und
Tribünen überfüllt. Präſident Manfredi, der Miniſter=
präſident
. ſowie andere Mitalieder der Regierung traten,
lebhaft begrüßt, ein. Der Doyen des Senats Finalk
begrüßte während alle Senatsmitglieder ſich erhoben,
Heer, Flotte und König (Lebhafter, lang anhaltender Bei=
fall
mit dem dreifachen Ruf: Es lebe der König.) Er
drückte die Zuſtimmung des Senats zu dem Werke des
Königs und der Regierung aus. Der Präſident brachte
ſodann in lebhaften Worten den Gruß des Senats an
die Kämpfer dar. (Immer wieder erneute Zuſtim=
mung
.) Die Miniſter Spingardi und Cattolica
dankten im Namen von Heer und Flotte, bearüßt von
großartigen Begeiſterungskundgebungen. Giolitti
erhob ſich, um zu ſprechen; alle Senatoren ſtanden auf
und ſpendeten herzlichen Beifall. Giolitti dankte dem
Senat für dieſe patriotiſche Kundgebung, die der Regie=
rung
neue Kraft ſchenke, das Unternehmen fortzuſetzen.
(Einmütiger, nicht endenwollender Beifall.) Die Sitzung
wurde geſchloſſen und Giolitti von Senatoren, die ihm
Glück wünſchten, umringt.

Die italieniſchen Zeitungen ſtellen die hohe Bedeu=
tung
der Kammerſitzung feſt.
Die Tribuna ſagt: Dieſe Kundgebung bedarf keiner
Kommentare. Ihre große Bedeutung wurde außeror=
dentlich
durch die Tatſache erhöht, daß ſie nach fünf Mo=
naten
Krieg ſtattfand, wo die Illuſionen über die Leich=
tigkeit
des Krieges verſchwunden ſind, und wir die
Schwierigkeit der Opfer kennen, auf die wir vorbereitet

[ ][  ][ ]

ſein müſſen. Die Kundgebung iſt ebenſo viel wert wie
ein entſcheidender Sieg auf dem Kriegsſchauplatze.
Giornale d’Italia ſchreibt: Senat und Kammer liefer=
ten
der ganzen Welt den Beweis, daß alle politiſchen
Parteien, Volksklaſſen und Gegenden Italiens heute wie
bei Beginn des Krieges darin einig ſind, die Ehre und
die Intereſſen des Vaterlandes entſchieden zu wahren,
indem ſie über jeden Hader das Recht Italiens auf die
Souveränität in Lybien ſetzen. Corriere d’Italia ſagt:
Das Annexionsdekret wurde durch einmütigen Beifall
der ganzen Verſammlung bewilligt. Dieſe Kundgebung
von Feierlichkeit, die ſeit langem ohne Beiſpiel iſt, zeigt
dem Feinde, wie nutzlos es iſt, auf eine Uneinigkeit der
Parteien Italiens zu hoffen, um den Krieg zu gewinnen,
den zu verlieren die türkiſchen Streitkräfte auf dem Bo=
den
Lybiens beſtimmt ſind.
Dem der Kammer vorgelegten Geſetzentwurf,
durch den das Königliche Dekret vom 5. November 1911
über die volle und uneingeſchränkte Souveränität
Italiens in Tripolis und Cyrenaika in ein
Geſetz umgewandelt wird, iſt eine Begründung beigege=
ben
, in der es u. a. heißt:
Italien hat ſtets das Gleichgewicht der politiſchen
Einflüſſe im Mittelmeer als ſein Lebensintereſſe betrach=
tet
und als weſentliche Bedingung dieſes Gleichgewichts
die freie und volle Entfaltung ſeiner wirtſchaftlichen =
tigkeit
und ſeines Einfluſſes in Tripolis und Cyrenaika
feſtgehalten. Dabei hat es ſich ſtets bemüht, freundſchaft=
liche
Beziehungen mit der Türkei zu erhalten, und es
würde nicht zu dem äußerſten Mittel eines Krieges ge=
griffen
haben, wenn nicht jede andere Löſung unmöglich
gemacht worden wäre. Jeder Verſuch, die ottomaniſche
Regierung zu einer Aenderung ihrer Haltung zu bewegen,
erwies ſich als unnütz. Jeder verſöhnliche Schritt wurde
von der Türkei als ein Beweis der Schwäche betrachtet
und führte lediglich zu einer Verſchärfung der Feindſelig=
keit
, und während man zu offen bedrohlichen Rüſtungen
ſchritt, wurde die Bevölkerung andauernd im Zuſtand der
völligen Barbarei erhalten. Der unvermeidlich gewor=
dene
italieniſch=türkiſche Krieg brach in einem Augenblick
aus, wo die Wahrſcheinlichkeit gefährlicher internationaler
Erſchütterungen möglichſt gering war und er iſt bis jetzt
in einer Weiſe geführt worden, welche ſolche Möglichkeiten
tunlichſt ausſchloß. Die der Kammer vorgeſchlagene =
ſung
iſt die einzige, welche ſolche Erſchütterungen auch
für die Zukunft zu verhindern vermag. Jede Löſung, die
nicht jede politiſche Herrſchaft der Türkei ausſchließen
würde, hätte einen äußerſt gefährlichen internationalen
Zuſtand geſchaffen, indem ſie zu unſicheren juriſtiſchen und
diplomatiſchen Verhältniſſen zwiſchen Italien und den
übrigen Mächten geführt, Italien gegenüber der einhei=
miſchen
Bevölkerung alles Anſehen geraubt, neue Kon=
flikte
mit der Türkei herbeigeführt und die wirkliche Frie=
densarbeit
, die für Italien eine Ehrenpflicht bildet. bei=
nahe
unmöglich gemacht hätte. Das italieniſche Volk hat
das mit feinem Verſtändnis beariffen. Am Schluſſe wird
die Frage der künftigen Verwaltung der annektierten
Länder berührt und dem Islam ſowie den Rechten und
Intereſſen der Eingeborenen die peinlichſte Achtung zu=
geſichert
. Dann heißt es weiter: Die Aufgabe, die
Italien übernommen hat, gehört zu den größten und
ſchwerſten, die ein Volk übernehmen kann. Durch ſeine
ruhige, feſte und patriotiſche Haltung hat das italieniſche
Volk gezeigt, daß es das begriffen hat. Dieſer gemein=
ſamen
Haltung aller Geſellſchaftsklaſſen entſprach das hel=
denhafte
Benehmen unſerer Armee und unſerer Flotte.
Wix haben jetzt die Gewißheit, daß das Ziel erreicht wer=
den
wird, das Italien ſich geſteckt hat. Aber damit es
ein großes Ziviliſationswerk darſtelle, darf die Tätig=
keit
des Geſetzgebers und der Regierung nicht durch eine
fremde politiſche Herrſchaft behindert werden, daher
muß die Sonveränität Italiens über Libyen voll und
uneingeſchränkt ſein. Das italieniſche Volk hat das be=

griffen. Wir hegen das volle Vertrauen, daß ſeine Ver=
tretung
es beſtätigen wird.

Deutſches Reich.

Die Stärke der Fraktionen des Reichs=
tags
. Der Seniorenkonvent des Reichstags nahm vor
Beginn der Plenarſitzung am Donnerstag die Verteilung
der Fraktionen in die Kommiſſionen vor. Zur Grund=
lage
der Berechnung dient folgende Aufſtellung: Die
Deutſch=Konſervativen zählen 45 Mitglieder, denen 11 an=
dere
Abgeordnete zugezählt werden, Mitglieder der Wirt=
ſchaftlichen
Vereinigung und der Reformpartei, alſo zu=
ſammen
56. Das Zentrum umfaßt 88 Mitglieder, wozu
1 Elſäſſer und Lothringer gerechnet werden, alſo im gan=
zen
99. Die Nationalliberalen haben 44 Mitglieder und
2 Wilde Heſtermann und Dr. Becker=Heſſen insge=
ſamt
46. Die Fortſchrittliche Volkspartei hat 42 Mitglie=
der
, dazu der Däne Hanſen, zuſammen 43. Die Sozial=
demokraten
haben 110 und die Polen 18. Unberückſichtigt
ſind geblieben 13 Mitglieder der Reichspartei, die ſomit
nicht als Fraktion anerkannt wird, ferner die 5 Welfen
und 7 Wilde, u. a. Graf Poſadowsky, Graf Oppersdorff.
Frhr. v. Heyl, Schröder. Danach wählen die Fraktionen
in eine Kommiſſion von 28 Mitgliedern 8 Mitglieder vom
Zentrum, 8 von den Sozialdemokraten, je 4 Konſervative
und Nationalliberale, 3 Volksparteiler und 1 Polen. Dem=
entſprechend
iſt dann auch die Verteilung auf Kommiſſio=
nen
von 21, 14 oder 7 Mitgliedern.
Ueber das neuzubildende Reichstags=
präſidium
waren am Donnerstag Gerüchte verbrei=
tet
, nach denen das Zentrum den Grafen Praſchma als
Präſidenten ſtellen wollte, während die Konſervativen
mit dem Abg. Dietrich als erſten und die Nationallibera=
len
mit Dr. Paaſche als zweiten Vizepräſidenten im
Reichstag vertreten ſein ſollten. Dieſe Nachrichten
ſind als jeder Grundlage entbehrend zu bezeichnen. Dem
Berliner Lokalanzeiger wird von Zentrumsſeite erklärt,
daß es bei einer Neuwahl für das Zentrum nur Dr.
Spahn als Präſidentſchaftskandidat geben würde. Da
Herr Dietrich die Polen gegen ſich hat, würde er nur
dann in Frage kommen, wenn rechneriſch feſtſteht, daß
er mit Hilfe der Nationalliberalen die Mehrheit hinter
ſich hätte, ſonſt würde aus den Reihen der Konſervativen
ein anderes Mitglied berufen werden. Als zutreffend
wird dem Blatte bezeichnet, daß, wenn die erwähnte Kom=
bination
überhaupt Tatſache werden ſollte, Dr. Paaſche
mit in das Präſidium käme. Daß Dr. Spahn annehmen
würde, wird nicht bezweifelt, da dann der Abg. Scheide=
mann
nicht mehr zum Präſidium zählte.
Jungliberalismus und Sozialdemo=
kratie
. Das Ergebnis der Auseinanderſetzung, die
in der Dienstagsſitzung des Reichstags zwiſchen den Ab=
geordneten
Schiffer und Bebel ſtattfand, hat auch auf die
Jungliberalen einen tiefen Eindruck gemacht. Für die
Nationalliberalen gibt es keine Möglichkeit mehr, für die
Wahl eines Sozialdemokraten in das Präſidium einzu=
treten
, wird dem Mannheimer Generalanzeiger aus
Berlin von einer Seite geſchrieben, die
dieſe Wendung vom liberalen Standpunkt aus
bedauert. Das jungliberale Mannheimer Blatt
ſelbſt geht noch weiter, indem es die Wirkung

des Verhaltens der ſozialdemokratiſchen Etatsredner und
des Zwiſchenfalles Schiffer=Bebel folgendermaßen um=
ſchreibt
: Man wird in liberalen Kreiſen allmählich
ſehr ſkeptiſch gegen die poſitive Arbeitsfähigkeit und Ar=
beitswilligkeit
der Sozialdemokratie.
Die Wehrvorlagen. Die Norddeutſche Allg.
Ztg. ſchreibt: Aus den Verhandlungen des Reichstages
iſt es bekannt, daß die zu erwartenden Wehrvorlagen den
Bundesrat noch nicht beſchäftigt haben, und daß bisher
weder über die Höhe der Forderungen, noch über die
Art der Deckung Beſchlüſſe gefaßt worden ſind. Die be=
teiligſten
Inſtanzen beſchleunigen nach Möglichkeit die
Arbeiten, und es kann erwartet werden, daß in kurzer
Zeit über die Regierungsvorlagen Klarheit geſchaffen
wird. Die formulierten Vorſchläge der Kriegsverwaltung,
auf die der weitaus größte Teil der Neuforderungen
entfallen wird, gelangten am Donnerstag in die Hände
des Reichskanzlers. Leider wird die Zeit der Vorberei=
tung
dazu benutzt, um allerlei mehr oder weniger falſche
Kombinationen teils über den Inhalt der Wehrvorlagen,
teils über die Deckungsfrage zu verbreiten. Ins Gebiet
der reinen Erfindungen gehört die Angabe, der Staats=
ſekretär
des Reichsſchatzamtes ſei ein Gegner der Ver=
ſtärkung
unſerer Wehrfähigkeit.
Zu den deutſch=engliſchen Verhand=
lungen
. Die Berl. Neueſten Nachrichten erfahren aus
beſonderer Quelle, daß bei den deutſch=engliſchen Beſpre=
chungen
in der Tat ein umfaſſendes Kolonialabkommen
erwogen wird, und daß vielleicht ſchon im Laufe der
nächſten Woche der Oeffentlichkeit Mitteilungen darüber
werden gemacht werden können.
Die Abtretung der Walfiſchbai. Der
Exchange Telegraph Company wird aus Berlin telegra=
phiert
: Staatsſekretär Dr. Solf werde im Mai gelegent=
lich
ſeiner Reiſe nach Deutſch=Südweſtafrika Kapſtadt be=
ſuchen
. Der Zweck ſeines Aufenthaltes ſoll ſein, mit den
britiſchen Behörden über die Abtretung der Walfiſchbai
und die Verbindung der Eiſenbahn von Swakopmund
oder der Lüderitzbucht mit dem ſüdafrikaniſchen Bahn=
netz
zu verhandeln. Die Meldung bedarf der Beſtätigung
da ſie aus engliſcher Quelle ſtammt.
Der Entwurf einer reichsgeſetzlichen
Regelung der Haftpflicht der Eiſenbah=
nen
iſt vor kurzem fertiggeſtellt worden und jetzt zunächſt
dem preußiſchen Staatsminiſterium zugegangen, das zu
den Beſtimmungen Stellung zu nehmen hat. Nachdem
dies geſchehen iſt, dürfte der Entwurf den Bundesrat be=
ſchäftigen
. Angeſichts der Geſchäftslage des Reichstages
wird aber vermutlich der Geſetzentwurf in dieſer Seſſion
nicht mehr an das Parlament zur Durchberatung gelan=
gen
. Die Aufſtellung des Geſetzentwurfs iſt erfolgt, nach=
dem
die Vertreter der an dem Entwurf intereſſierten
Kteiſe vor einiger Zeit in eingehender Weiſe gehört
wurden. Damals fanden die Beſtimmungen des ihnen
vorgelegten Vorentwurfes die volle Zuſtimmung der
Konferenzteilnehmer.

Ausland.

Frankreich.
Das deutſch=franzöſiſche Abkommen.
Der vom früheren Miniſter des Aeußern Pichon im Na=
men
der Senatskommiſſion über das zwiſchen Frankreich

Preiſe für Kunſtwerke einſt und jetzt.

** Berlin war in dieſen Tagen der Schauplatz einer
jener großen Auktionsſchlachten, in denen mit
hunderttauſenden von Mark um die Gemälde alter Mei=
ſter
gekämpft wird: wohl die großartigſte Privatſamm=
lung
alter Bilder, die wir in Deutſchland beſaßen, die
Hamburger Sammlung Weber wurde verſtei=
gert
, und ein Bild von Mantegna hat mit faſt 60000 Mark
einen ganz außerordentlichen Preis erzielt, dem ähnliche
Ueberraſchungen folgten. Der Geſamterlös beläuſt
ſich auf 4½ Millionen Mark! Da mag es intereſ=
ſieren
, einiges über den ungeheuren Aufſchwung
zu erfahren, den die Preiſe für Kunſtwerke in den letzten
50 Jahren erfahren haben.
Gerade vor einem halben Jahrhundert wurde in
Köln die Sammlung Weyer verkauft und man
ſtaunte über die ungewöhnlich hohen Preiſe die da=
mals
erzielt wurden. Sieht man ſich dieſe Preiſe näher
an, ſo ſtehen an der Spitze 4600 Taler für eine Madonna
von Memling, die die Londoner Nationalgalerie erwarb;
1000 Taler wurden für die Veronika des Meiſter Wil=
helm
von Köln bezahlt. 900 und 1020 Taler für zwei Bil=
der
des Jan van Eyck, je 260 Taler für zwei treffliche
Bilder des Roger van der Weyden. Alle dieſe Werke wür=
den
heute für mehr als das Zehnfache nicht zu
haben ſein. Die Berliner Galerie hat für Dürers Holz=
ſchuher
=Bildnis ſchon 400000 Mk. ausgeben müſſen; heute
würde ein ſolches Werk von einem amerikaniſchen Millio=
när
mit Millionen aufgewogen werden. Wie Werke be=
ſtimmter
Meiſter eine Steigerung ihres Wertes bis ins
kaum Glaubliche erleben, dafür iſt Frans Hals der
Beweis. Seine Bilder, dieſe im 18. Jahrhundert gering
geſchätzten Sudeleien brachten kaum ein paar Mark.
Auf einer Leydener Auktion wurde 1772 das Porträt des
Peter van der Merch für 25 Mark. auf einer Berliner
1786 der Johannes Acronius für 5 Mark. 1800 das be=
rühmte
herrliche Bildnis des Wilhelm van Heythuyſen für
85 Mark verkauft. 1870 brachte in Paris ein Porträt
ſchon 15000 Franken und nicht ganz 30 Jahre ſpäter
kaufte Pierpont Morgan dasſelbe Bild für 650000
Franken.
In allerjüngſter Zeit iſt von einem Amerikaner für
ein Gruppenbildnis des Hals 1 Million Mark angelegt
worden. Aehnlich verhält es ſich mit den Preiſen bei
Rembrandt, wenngleich ſie nie ſo tief geſunken ſind,
wie die für Hals. Im Jahre 1790 war der Rekordpreis,
der für ein Werk von Rembrandt gezahlt wurde, 17120
Livres; etwa 100 Jahre ſpäter, 1883, wurde das herrliche

Bild Joſeph und Putiphar das jetzt das Kaiſer Fried=
rich
=Muſeum ſchmückt, für 200000 Franken erworben.
Heute werden gute Gemälde von Rembrandt, die in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa den Preis von
40000 Gulden hatten, mit einer halben Million und mehr
Mark bezahlt. Rubens, der ſchon bei Lebzeiten mit
ſeinen Werken viel verdiente, erhielt Preiſe von 100 bis
1200 Gulden pro Bild. 1776 wurden die großen Altar=
bilder
in Antwerpen mit 1214000 fl. geſchätzt. Dagegen
brachten bei der Verſteigerung der Blenheim=Sammlung
in London zwei kleinere Arbeiten von Rubens 1 Mil=
lion
Mark. Die Bilder der italieniſchen Blütezeit hat=
ten
ſchon früher angemeſſene Preiſe erzielt und die Stei=
gerung
iſt daher nicht ſo bedeutend. Trotzdem wird man
die völlige Veränderung in den Wertungen des Kunſt=
marktes
daran erkennen, daß 1883 für ein hervorragen=
des
Werk von Mantegna, ſeinen Samſon und Da=
lila
47240 Mark gezahlt wurden, alſo noch nicht einmal
ein Zehntel von dem, was für den Mantegna der Samm=
lung
Weber erzielt wurde. Ausgezeichnete Werke haben
es allerdings ſchon früher zu märchenhaften Preiſen ge=
bracht
. So ſtand 1884 die Londoner Nationalgalerie mit
dem Herzog von Marlborouah in Unterhandlung wegen
Raffaels Madonna dei Anſidei und van Dycks Reiter=
porträt
Karls I. Ein Taxator ſchätzte den Raffael auf
2 310000 Mark. den van Dyck auf 630000 Mark; die
Nationalgalerie erlanate den Raffael für 1400000 Mark,
den van Dyck für 37500 Mark. Der koſtbare Raffael aber
war infolge der im Muſeum herrſchenden trockenen Hitze
nach einem Jahre ſo verunſtaltet, daß eine ſeinen Wert
ſehr vermindernde Reſtauration vorgenommen werden
mußte.
Auch der Patriotismus ſpielt bei Bilderpreiſen
ſeine Rolle. 1905 kaufte der Louvre ein dem großen fran=
zöſiſchen
primitiven Meiſter Jean Fouquet zugeſchriebe=
nes
Männerporträt, das ein öſterreichiſcher Sammler 15
Jahre vorher für 160 Franken erworben hatte. für 200000
Franken. Auf einen beſonderen Nationalſtolz der Ena=
länder
ſind ſodann die ungeheuren Preiſe für die briti=
ſchen
Meiſter des 18. Jahrlunderts zurückzuführen. Gains=
boroughs
Bildnis ſeiner Tochter, das 1864 für 2410 Fran=
ken
verkauft wurde, brachte 1902 mehr als das Fünfzig=
fache
(120400 Franken) und würde heute wohl das Hun=
dertfache
koſten. 1877 wurden 49 Porträts von Raeburn
für 120000 Mark losgeſchlagen: 1905 brachte ein einziges
die gleiche Summe. Das gleiche Bild eines ſtets ſteigen=
den
Wertes zeiat ſich auch bei den Werken des Kunſt=
gewerbes
. Wahrhaft erſchreckend hat man die Preiſe
genannt, die in den letzten Jahrzehnten für Renaiſ=
ſancebronzen
angelegt wurden. Dabei mag mit=

gewirkt haben, daß der größte Vertreter der amerika=
niſchen
Gefahr auf dem Kunſtmarkte, Pierpont Morgan,
dieſe köſtlichen Kleinplaſtiken beſonders liebt. Er kaufte
einen flüchtigen Rohguß, deſſen italieniſche Abſtammung
ſehr beſtritten war, für 34500 Mark. Der Rohguß einer
Herkulesſtatuette, für den ein Kenner 2500 Mark geboten
hatte, wurde von einem Händler für 124000 Mark erſtan=
den
und für 150000 Mark weiter verkauft Neben den
talieniſchen Bronzen ſind ſeit kurzem die italieniſchen Ma=
ſoliken
das Entzücken der Sammler. Bode hat erſt vor
kurzem in ſeinem großen Werk über Mafoliken erzählt,
in wie geringem Anſeben dieſe Scherben früher ſtanden,
wie man ſie für ein Butterbrot erwerben konnte, Heute
zahlt man für Schüſſeln aus dem 16. Jahrhundert 5000
Mark und eine Urbinoſchale brachte den Preis von 19000
Mark. Für eine Folge von acht Gobelins aus dem
Schloſſe Moritzbura in Sachſen, für die Lord Amherſt
60000 Mark bezahlt hatte, wurden 1908 242000 Mark er=
zielt
. Um die Beauvais=Tapiſſerien der Sammlung Kann
entſpann ſich ein wahrer Kampf zwiſchen Piervont Mor=
gan
und der franzöſiſchen Regierung, der natürlich mit
dem Siege des Millionärs endete, ihn aber ein großes
Vermögen koſtete. Die neueſte Mode der Sammlung, die
goldene Früchte trägt. iſt die Liebe zu gotiſchen Holzſkulp=
turen
, die heute hundertfach ſo hoch als vor 50 Jahren
bezahlt werden.

Vom letzten Tage der Auktion Weber in Berlin
wird noch berichtet: Zu Beginn der Auktion erwarb
Profeſſor Koetſchau vom Kaiſer Friedrich=Muſeum für ei=
nen
befreundeten Sammler zum Preiſe von 51000 Mark
Ruisdaels Flußlandſchaft‟ Dann kamen mit Rem=
brandt
die erſten Schlager: Der Pariſer Kunſthänd=
ler
Sedlmeyer erſtand die Darſtellung Chriſti im Tem=
pel
von Rembrandt für 225000 Mark und ver=
kaufte
ſie bald danach wieder für 236000 Mark an die
Kunſthalle zu Hamburg. Das erſte Gebot, das gleich um
zehntauſend ſtieg, betrug 50000 Mark. Auch der nächſte
Rembrandt, das Bildnis eines halberwachſenen
Jünglings fand für 117000 Mark den gleichen Käufer.
Der dritte Rembrandt (Die Ehebrecherin vor Chri=
ſtus
) iſt als ſolcher von der Mehrzahl der Gutachter an=
gezweifelt
worden. Das gleichviel an ſich ausgezeichnete
Bild fand anfangs weniger Nachfrage, brachte es aber
ſchließlich doch auf 40000 Mark, wofür es wieder Sedl=
meyer
errang. Der vierte Rembrandt (Jünglingskopf)
fiel für 32000 Mark an den Münchener Kommerzienrat
Drey.

[ ][  ][ ]

und Belgien abgeſchloſſene Kongo=Abkommen erſtattete
Bericht gelangte zur Verteilung. Pichon erklärt darin:
Der Artikel 16 des deutſch=franzöſiſchen Abkommens
vom 4. November 1911, wonach Frankreich ſich mit den
übrigen beteiligten Mächten wegen der Frage ſeines
Vorkaufsrechtes auf den Kongoſtaat verſtändigen müſſe,
bedeute zweifellos ein Zugeſtändnis an Deutſchland. Die
Kommiſſion bleibt zwar trotz der diesbezüglichen vom
Miniſterpräſidenten abgegebenen beruhigenden Verſiche=
rungen
der Anſicht, daß es beſſer geweſen wäre, zu den
früheren Beſtimmungen über das Vorkaufsrecht Frank=
reichs
dieſe neue Beſtimmung nicht hinzuzufügen, welche
in Zukunft Schwierigkeiten verurſachen könnte und die
ſchon gleich nach ihrer Veröffentlichung Beunruhigung
wach gerufen habe, gleichwohl beantrage die Kommiſſion
einſtimmig die Ratifizierung des von der Kammer be=
reits
vor längerer Zeit angenommenen Abkommens.
Frankreichs afrikaniſche Intereſſen.
Dem Temps wird aus London gedrahtet: Aus ſehr gut
unterrichteter Quelle verlautet, daß Frankreich gegenwär=
tig
bemüht iſt, ſeine Intereſſen in Afrika für den Fall
zu ſichern, daß die portugieſiſchen Kolonien dort zwiſchen
Deutſchland und England aufgeteilt werden ſollten.
Frankreich will zwei portugieſiſche Enklaven, die ſich im
franzöſiſchen afrikaniſchen Reiche befinden, in ſeiner wirt=
ſchaftlichen
Einflußſphäre behalten. Die eine Enklave iſt
Cabinda, ſüdlich von Gabon an der Kongomündung, die
andere iſt Cacheo, ein vorzüglicher Hafen in Portugieſiſch=
Guinea. Der Temps will wiſſen, daß mit dieſer Ange=
legenheit
gegenwärtig die beteiligten Regierungen ſich
angelegentlichſt unterhalten.
Spanien.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen Verhand=
lungen
. Im Miniſterrat hielt Miniſterpräſident Ca=
nalejas
dem König einen ausführlichen Vortrag über
den Gang der franzöſiſch=ſpaniſchen Verhandlungen. Er
erklärte den in einigen Blättern ausgedrückten Peſſimis=
mus
für unbegründet und verſicherte, die Beſprechungen
nähmen in befriedigender Weiſe ihren Fortgang.
Rußland.
Entſchädigung für Mißernte. Laut eines
Berichtes des Miniſteriums des Innern ſind zur Abhilfe
in den durch Mißernte betroffenen Gouvernements bis
zum 14. Januar 84,4 Millionen Rubel verausgabt wor=
den
, davon für Verpflegung und Saatzwecke 66,3 Mil=
lionen
.
Türkei.
Die Situation auf Kreta geſtaltet ſich äußerſt
kritiſch. Das revolutionäre Komitee hat jeden Verkehr
mit den Konſuln eingeſtellt und iſt entſchloſſen, den An=
ſchluß
Kretas an Griechenland eventuell mit Waffen=
gewalt
zur Durchführung zu bringen. Die endgültige
Entſcheidung ſoll von der am 4. März zuſammentretenden
Nationalverſammlung gefaßt werden.
Vereinigte Staaten.
Die Verſtaatlichung der Telegraphen=
linien
und der Paketpoſt. Präſident Taft unter=
breitete
dem Kongreß den Jahresbericht des Generalpoſt=
meiſters
Hitchook. In ſeinen Bemerkungen zu dem Be=
richt
nimmt Taft Gelegenheit, den Vorſchlag des Gene=
ralpoſtmeiſters
, die Telegraphenlinien zu verſtaatlichen,
zu mißbilligen. Ich glaube, erklärte Taft, das richtige
Prinzip iſt, daß es privaten Unternehmungen geſtattet
ſſein ſollte, derartige, der Oeffentlichkeit nützliche Einrich=
tungen
unter angemeſſenen Beſtimmungen auszuführen.
Dagegen ſtimmt Taft dem Plane Hitchooks zu, die Paket=
poſt
zu verſtaatlichen. Auch die Anregung der Kommiſ=
ſion
, das Porto für periodiſche Zeitſchriften und Zei=
tungen
zu verdoppeln, findet die Genehmigung des Prä=
ſidenten
.
* Wien, 22. Febr. Unter außergewöhnlich ſtarker
Beteiligung aus allen Kreiſen der Bevölkerung fand heute

nachmittag die Einſegnung der Leiche Aehren=
thals
ſtatt. Der Feier wohnten bei Erzherzog Franz
Ferdinand als Vertreter des Kaiſers, die in Wien an=
weſenden
Mitglieder des kaiſerlichen Hauſes, Botſchafter
von Tſchirſchky mit den Herren der deutſchen Botſchaft,
das diplomatiſche Korps, Miniſter von Berchtold, die ge=
meinſamen
Miniſter Auffenberg und Bilinski, die beiden
Miniſterpräſidenten mit den Mitgliedern der Kabinette,
die Präſidien und zahlreiche Abordnungen der öſtereichi=
ſchen
und ungariſchen Parlamente, die oberſten Hofchar=
gen
, die Geheimen Räte, die Spitzen der Behörden und
viele Vertreter aus den Kreiſen der Geſellſchaft.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 24. Februar.
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Regierungsrat
Piſtor zu Darmſtadt die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer und König von Preußen verliehenen Roten Adler=
Ordens 4. Klaſſe und dem Geheimerat Dr. Dr.=Ing.
Weber zu Darmſtadt die Erlaubnis zur Annahme
und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer und König von Preußen verliehenen Rote Kreuz=
Medaille 3. Klaſſe erteilt.
* Dr. Paul Eger, der am 1. Juli die Leitung
unſeres Hoftheaters übernimmt und ſeit einigen Tagen
in Darmſtadt weilt, wurde am Donnerstag im Regie=
zimmer
des Hoftheaters vormittag von Generaldirektor
Werner den Abteilungsvorſtänden, Dirigenten, Regiſſeuren
uſw. vorgeſtellt; er gab in Erwiderung der Anſprache
Generaldirektor Werners der Hoffnung Ausdruck, daß
es ihm mit Hilfe ſo bewährter Mitarbeiter gelingen
werde, das Inſtitut in einer ſeiner großen Vergangen=
heit
würdigen Weiſe erfolgreich zu leiten.
Kurſus für Armenpflege und Jugendwohl=
fatzrt
. Am Mittwoch referierte, wie noch berichtigend
nachzutragen iſt, Herr Nervenarzt Dr. Vix über die
Mitarbeit des Pſychiaters. Er hob hervor, daß nach
den neueſten ſtatiſtiſchen Ermittlungen der größte Teil
der in Zwangserziehung genommenen Kinder an einem
geiſtigen Defekt leidet. In den meiſten Fällen genüge
hier die ſeither übliche Familien= und Anſtalts=Erziehung,
aber nur dann, wenn ſtreng individualiſiert werde. Der
Vortragende beſprach eingehend die Urſachen des Leidens
und die Unterbringungsmöglichkeit. Auch die Epilepſie
behandelte der Redner in kurzen Zügen. Der Referent
forderte ſchließlich ein Zuſammengehen der Pädagogen
und Pſychiater zur gegenſeitigen Ergänzung und zur ge=
meinſamen
Löſung ſchwieriger, noch ſchwebender Fragen
der Unterbringung. Am Donnerstag waren die letzten
Vorträge über Jugendfürſorge. Herr Pfarrer
Zimmermann führte einer zahlreichen Verſammlung
an Hand von Beiſpielen die praktiſche Arbeit an der ge=
fährdeten
ſchulentlaſſenen Jugend ſpeziell der männ=
lichen
vor Augen. Er ſchilderte das Wirken des un=
vergeßlichen
Oberbürgermeiſters Ohly, den man als den
Vater des heſſiſchen Zwangserziehungsgeſetzes bezeichnen
könne. 25 Jahre beſteht dieſes Geſetz am 11. Juni d. Js.
Es hat ſich durchaus bewährt und iſt zum Segen vieler
geworden. Wenn auch die Bezeichnung Zwangs=
erziehung
hart klinge und beſſer durch Fürſorge=
erziehung
erſetzt wäre, ſo zeige doch die Anwendung
der Beſtimmungen durch die Verwaltungsbehörden in
der Praxis, daß Fürſorgemaßnahmen zum Wohl und
Beſten der Jugendlichen ergriffen werden. Ueber die
Arbeit in der Stadt an der weiblichen Jugend
referierte Frau Oberſt von der Schulenburg. Mit
tiefem Verſtändnis ſchilderte ſie die perſönliche Arbeit an
den Jugendlichen durch die Frauen. Auch ſie kommt
auf das Gebiet der Zwangserziehung zu ſprechen. Das
ſtädtiſche Pflegeamt hat die Einrichtung getroffen, daß
bei Verwahrloſung von Kindern nicht ſofort Antrag auf
Zwangserziehung geſtellt, ſondern den Eltern unter An=
drohung
dieſer Maßnahme Gelegenheit zur Beſſerung
der Verhältniſſe gegeben wird. Das Amt beſtellt in
dieſen Fällen eine geeignete Dame, die freiwillig die
Schutzaufſicht über dieſe Kinder übernimmt. Hier hat
die Frau ein reiches Gebiet zur Betätigung. Sie ſoll
helfen mit Rat und Tat, auch wenn es ſich um Dinge
handelt, die vielleicht geringfügig erſcheinen. Angeführte
Beiſpiele zeigten, daß durch die Beachtung kleiner Ur=
ſachen
oft große Schäden im Keime erſtickt werden.
Herr Bürgermeiſter Mueller dankte in warmen
Worten ſür die ausgezeichneten Vorträge. Eine lebhafte
Diskuſſion folgte. Es wird nochmals ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß die Schlußverſammlung
des Kurſus über Armenpflege, Jugendwohlfahrt und
Jugendfürſorge heute, Samstag, den 24. Februar,

nachmittags 4 Uhr, im Gartenſaal des Städtiſchen
Saalbaues ſtattfindet.
* Der Ausſchuß der vereinigten Bezirksvereine
hielt am 21. Februar eine ſtark beſuchte Sitzung ab, in
der neben den laufenden Geſchäften als Hauptpunkt die
Verkehrsverhältniſſe unſerer Stadt, insbe=
ſondere
unſere Straßenbahnverhältniſſe, zur Sprache
kamen. Als Einleitung gab Herr Stadtverordneter
Säng in kurzem Vortrage an Hand eines Planes die
ineinandergreifende Linienführung der bereits beſtehen=
den
, umzubauenden und neu zu eröffnenden Strecken,
ſowie die für die einzelnen Strecken vorgeſehenen Fahr=
preiſe
bekannt. Vor allem wurde von dem Beſſunger
Bezirksverein auf die durch Erbauung des neuen Bahn=
hofs
dem ſüdlichen Stadtteil zugefügten Schäden ver=
wieſen
, denen ſich noch der weitere Mißſtand zugeſelle,
von den ſüdlich der Niederſtraße ab bis zur Lands=
kronſtraße
gelegenen Haltepunkten der elektriſchen
Straßenbahn nach Perfektwerden des neuen Vertrags
15 Pfg. Fahrpreis bis zum Bahnhofe, Orpheum ꝛc. er=
hoben
werden ſoll. Allſeitig wurde dieſe Erhöhung für
ungerecht empfunden, zumal bei allen Gelegenheiten be=
züglich
des abzuſchließenden Vertrags die Verſicherung
abgegeben wurde, daß bei Benutzung der Bahn keine
Verſchlechterung eintrete. Einen weiteren Hauptpunkt
bildete die ins Martinsviertel vorgeſehene Linie, die all=
ſeitigen
Widerſpruch beſonders darin erregte, daß man
bei Umführung des Martinsviertels dem Gedanken, eine
Linie von Mitte der Stadt nach dem Herz genannten Vier=
tels
zulegen, keine Rechnung trage. Weiter wurde bemerkt,
daß die Linienführung durch die Landgraf=Georgſtraße
durch die in letzter Zeit gemachten Bewilligungen ein
verändertes Bild zeige, aber immerhin beſtehe noch die
Gefahr, daß das bereits eingehaltene langſame Tempo
weiter beſtehen bleibe. Im weiteren wurde der Wunſch
geäußert, mit aller Energie daran feſtzuhalten, die durch
den Dornheimer Weg führende Strecke ſo ſchnell als
möglich auszubauen. Endlich wurde noch vom Südoſt=
Verein die mangelhafte Verbindung dieſes Viertels mit
dem Oſtbahnhof in Erwähnung gebracht und darum
nachgeſucht, auch dieſe Schwierigkeiten mit den bereits
vorſtehend erwähnten in nächſter Stadtverordneten=
Verſammlung durch entſprechende Anträge zur Sprache
zu bringen.
Vortrag des Oberleutnants Graetz über ſeine
Erlebniſſe bei ſeiner Motorboot=Expediton durch
Afrika. Wie uns berichtet wird, iſt Herr Oberleutnant
Graetz von ſeiner Expedition, die er im Motorboot
quer durch Afrika unternommen hat, am 11. Februar
nach Berlin zurückgekehrt. Er beabſichtigt indes, bereits
Mitte April wieder zu ſeinem am Luapula über=
winternden
Motorboot zurückzukehren und ſeine Ex=
pedition
fortzuſetzen. Sein Plan geht dahin, im Boot
über den Mweruſee den Kongo abwärts zu gehen, den
Sanga=Fluß bis nach Kamerun zu befahren und unſere
eue deutſche Kolonie am Sangafluß in Franzöſiſch=
Kongo zu beſuchen, um ſie in bezug auf ihre geſund=
heitlichen
, wirtſchaftlichen und ethnographiſchen Verhält=
niſſe
zu erforſchen. Er wird auf dieſer Expedition von
einem Erſatzmann für den von Büffel getöteten kine=
mathographiſchen
Operateur Octave Fiére begleitet ſein.
Ueber ſeine Erfahrungen und Erlebniſſe während des
erſten Teiles ſeiner Durchquerung Afrikas im Motor=
boot
wird er auch in unſerer Stadt in nächſter
Zeit einen Vortrag halten, der durch farbige
Lichtbilder und kinematographiſche Vorführungen Er=
läuterung
findet. Ausführlich wird er über die Expedition
in ſeinem Buche Im Motorboot quer durch Afrika
berichten, deſſen Teil I bereits druckfertig vorliegt.
* Liturgiſche Paſſionsfeier in der Stadtkirche.
Unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins und des
Knabenchors findet in den nächſten Wochen jeden
Mittwoch, abends 8 Uhr, eine liturgiſche Paſſionsfeier
ſtatt, in der die Paſſionsgeſchichte in inniger Verbindung
mit Paſſionsmuſik (Chöre und Orgel) und einer An=
ſprache
des Geiſtlichen zur Darſtellung kommen wird.
Gerade die Paſſionsgeſchichte, der unſere Kirchenmuſik
ihre tiefſten und ergreifendſten Motive entnommen hat,
eignet ſich beſonders für dieſe Form der Darſtellung und
gewiß werden die vorgeſehenen Feierſtunden, die nur wert=
volle
Gaben aus der Fülle der kirchenmuſikaliſchen
Schätze bieten werden, von vielen Gemeindegliedern
dankbar begrüßt. Die erſte iſt für Mittwoch, den
28. Februar, abends 8 Uhr, angeſetzt.
Der Frauenverein der Südoſtpfarrei der
Stadtgemeinde bietet ſeinen Mitgliedern am nächſten
Sonntag, den 25. Februar, den Genuß eines muſi=
kaliſchen
Familienabends. An Klaviervor=
trägen
(Fräulein W. Weinmann) ſind vorgeſehen
Der Zug der Zwerge von Grieg und eine intereſſante

Feuilleton.

W-l. Großh. Hoftheater. Als Aennchen in Webers
Freiſchütz beendete Frl. Jüttner vom Stadtheater in
Metz am Donnerstag ihr Engagements=Gaſtſpiel. Zu einem
weſentlich anderen Urteil als nach dem erſten Abend
konnten wir auch nach dem zweiten Gaſtſpiel nicht ge=
langen
. Obwohl ſie ſtimmlich friſcher und geſanglich ſicherer
war, haftete auch dieſer Leiſtung das Anfängermäßige an.
Auch ihrem Aennchen fehlte jeder Charme. Es würde ſich
empfehlen, noch weitere Bewerberinnen für das Fach
auftreten zu laſſen. Wenn es ſich um Beſetzung des Fachs
der erſten Soubrette handelt, glauben wir, das Enga=
gement
nicht befürworten zu können. Die Beſetzung der
Hauptpartien war dieſelbe wie bei der erſten Auffüh=
rung
in dieſer Saiſon, die des Fürſten und des Eremiten
wurden vertretungsweiſe von den Herren Weber und
Semper geſungen.
N. Aus Berlin wird uns geſchrieben: Vor einigen
Tagen veranſtaltete die Abteilung Wilmersdorf des Va=
terländiſchen
Frauenvereins in der Königl.
Hochſchule für Muſik zu Berlin einen Premi=
érenabend zum Beſten der Hauspflege. Den Glanz=
punkt
des in allen Teilen vortrefflich gelungenen Feſtes
bildete die durch Frau Etelka Gerſter=Gardini
zur Aufführung gebrachte, früher ja auch wiederholt in
Darmſtadt über die Bühne gegangene Gluckſche Oper
Die Maienkönigin für Berlin als Urauffüh=
ung
. In weiteren Kreiſen der Darmſtädter Geſellſchaft
dürfte es beſonderes Intereſſe erwecken, daß in der Tenor=
partie
, dem Marquis von Monſoupir, gen. Damon, ein
ktiver Darmſtädter Offizier, welcher gegenwärtig zur Aus=
bildung
ſeiner hervorragenden Stimmittel nach Berlin be=
urlaubt
iſt, ſein erſtes Bühnendebut ablegte. Das Per=
ſonenverzeichnis
nannte einfach einen Herrn von
Sayn unter dieſem Namen gedenkt nach vollendeter
Ausbildung Herr Viktor Graf zu Sayn= Witt=
genſtein
=Berleburg, gegenwärtig noch Leutnant
im Leib=Garde=Infanterie=Regiment, die Bühne zu betre=
ten
. Herr von Sayn durfte denn auch die Genugtuung
erleben, daß ihm, nachdem bereits ſeine Eingangsarie

einen ſtürmiſchen Applaus bei offener Szene ausgelöſt
hatte, die Gunſt des den beſten Geſellſchaftskreiſen Berlins
angehörenden verwöhnten Publikums bis zum Schluſſe
treu blieb. Und auch die Berliner Theaterkritik (z. B.
Lokal=Anz., B. Z. am Mittag uſw.) kargte am nächſten Tage
mit ihrem Lobe nicht. Bot zwar die etwas kleine Rolle
dem Sänger nicht in erwünſchtem Maße Gelegenheit, die
hohe Leiſtungsfähigkeit ſeines umfangreichen, lyriſchen
Tenors zu zeigen, ſo ließ ſie doch deutlich erkennen, daß
hier ein wirklicher Künſtler vor uns ſtand, der durch wei=
tere
ernſte Arbeit bei tüchtigen Lehrern ſein erſtklaſſiges,
natürliches Stimmaterial bald zu wahrer Vollkommenheit
bringen wird. Beſonders hervorgehoben zu werden ver=
dient
noch das überraſchend ſichere Abfinden mit der keines=
wegs
leichten ſchauſpieleriſchen Seite der Rolle. Der junge
Künſtler bewies auch hier durch ſein intelligentes, von
feinem Humor getragenes Spiel eine außergewöhnliche
natürliche Begabung für ſeinen neu erwählten Beruf.
Mögen die ihm nach Schluß der Vorſtellung überreichten
Lorbeeren Sporn und Verheißung ſein auf dem Wege
zum kommenden Ruhme!
C) Eine Schilderung des Marsmenſchen. Der fran=
zöſiſche
Gelehrte Edmond Perrier hat ſoeben eine kleine
Schrift veröffentlicht, die den verheißungsvollen Titel
führt: Das Leben auf den Planeten. Zu der immer
wieder auftauchenden Frage, ob gewiſſe Planeten von
lebenden Weſen bewohnt ſind, bildet dieſe originelle
Schrift zwar keinen Beitrag, aber die phantaſtiſchen Fol=
gerungen
über das Weſen und Ausſehen der legendären
Marsbewohner ſind doch originell und intereſſant genug,
um die Aufmerkſamkeit zu feſſeln. Ob es Marsbewohner
gibt, bleibe unentſchieden: wenn es aber welche gibt, ſo
müſſen ſie nach den logiſchen Folgerungen Perriers ſich
nach den Verhältniſſen ihres Heimatsplaneten entwickeln
oder entwickelt haben. Und da die chemiſchen und atmo=
ſphäriſchen
Verhältniſſe auf dem Mars anders ſind als
auf der Erde, muß der Marsmenſch notgedrungen von den
Erdenbewohnern verſchieden ſein. Wie könnte der Mars=
menſch
ausſehen? Das iſt die Frage, die Perrier ſich vor=
legt
und logiſch zu beantworten trachtet. Der Mars iſt ein
Planet, der eine beſonders hobe und üppige Fauna hat,

man wird alſo annehmen müſſen, daß alle lebenden Weſen
ſich dem angepaßt und ihre unteren Extremitäten beſon=
ders
entwickelt haben. Alſo lange und dünne Beine. Die
ſchwache atmoſphäriſche Spannung aber müßte notgedrun=
gen
eine ungewöhnlich ſtarke Entwicklung des Lungen=
apparates
mit ſich bringen, eine ſo gewaltige Entwicklung,
wie wir ſie auf der Erde nicht kennen. Wir hätten uns
alſo die Marsmenſchen notgedrungen etwa wie folgt vor=
zuſtellen
: ſie ſind ſehr groß, weil die Schwerkraft nur
gering iſt, blond, weil das Licht ſehr milde iſt. Die Glie=
der
ſind wahrſcheinlich ſehr graziös und der Schädel viel
größer und breiter im Verhältnis zum Körper als beim
Erdenbewohner. Die blauen Augen haben einen großen
Umfang und eine ſehr ſtark entwickelte Beweglichkeit und
Anpaſſungsfähigkeit; auch die Naſe iſt ſtärker, am größten
aber ſind die Ohrmuſcheln. Koloſſal iſt der Bruſtkorb ent=
wickelt
. Der Marsmenſch alſo iſt nach dieſer Schilderung
von dem Erdenmenſchen ſehr verſchieden, die großen, be=
weglichen
Augen, die kräftig vorſpringende Naſe, die be=
weglichen
Nüſtern und die rieſigen Ohren vereinen ſich
zu einem Schönheitstypus, der für uns durchaus nichts
Anziehendes haben würde. Dazu kommt noch, daß die
Arme ungewöhnlich lang ſind. Die Phantaſie des fran=
zöſiſchen
Gelehrten verrät uns noch, daß der Marsmenſch
beinahe doppelt ſo groß iſt als der Bewohner der Erde,
dabei aber von einer Intelligenz, der wir Erdenkinder
nicht zu folgen vermöchten, der glückliche Beſitzer einer ge=
valtigen
Ziviliſation und Kultur, der zugleich mit ſeiner
Umwelt, mit den Tieren in vollſter Harmonie lebt und
dabei auch die feinſten geiſtigen Genüſſe kennt. Jean
d'Orſay, der bekannte Pariſer Journaliſt, hat den Gelehr=
ten
beſucht und ſich dieſe wunderliche Schilderung von
ihm ſelbſt beſtätigen laſſen. Und er ſchließt ſeinen Bericht:
Während Mr. Edmond Perrier mir dieſe fabelhaften
Dinge erzählte, lächelte er. Er lachte nicht, aber er lächelte
mit einem geheimnisvollen Ernſte; und er glaubte wahr=
cheinlich
, daß wir ihm dies alles glauben müßten, da wir
nun einmal nicht auf den Mars gehen können, um uns
vom Gegenteil zu überzeugen.
* Der jugendliche Held in Verlegenheit. Die Frankf.
Nachr, erzählen folgendes Geſchichtchen: Beim Theater=

[ ][  ][ ]

Kompoſition unſerer früheren Mitbürgerin Erinnerung
an Wengernalp von Katharina F. van Rees, die als
Dichterin und Komponiſtin des Transvaalſchen Volks=
liedes
ſeinerzeit rühmlich bekannt geworden iſt. Herr
Finanzamtmann Lony, mit prächtiger Baritonſtimme
begabt, wird Lieder von Löwe, Hugo Wolf, Schubert,
Hildach uſw. darbieten. Auch der Gemeindegeſangverein
(Dirigent: Kapellmeiſter Landwich) hat in freundlichem
Entgegenkommen wieder ſeine gern geſehene Mitwirkung
zugeſagt. Außer anderem wird er das dramatiſche
Finale aus der unvollendet gebliebenen Oper Loreley
von F. Mendelsſohn zur Aufführung bringen. Die
Solopartie für Sopran wird in Fräulein Sturmſels
eine ſtimmbegabte, gutgeſchulte und verſtändnisvolle
Interpretin finden. Der Klavierpart liegt bei Fräulein
W. Weinmann in bewährten Händen. Zu dem Abend
können auch Gäſte durch Mitglieder eingeführt werden.
(Näheres im Anzeigenteil.)
Verein der Freundinnen junger Mädchen. Die
Arbeit des Vereins der Freundinnen junger Mädchen
iſt in unſerer Stadt in erfreulichem Aufblühen begriffen
Seine Aufgabe, der unerfahrenen weiblichen Jugend
Schutz und Rat in allen Lebenslagen zu gewähren,
nimmt viel Zeit und Kräfte in Anſpruch und, wie bei
allen aufſtrebenden ſozialen Bewegungen der Neuzeit
im Dienſte der Nächſtenliebe, erfordert es auch hier
treuer Mithilfe von allen Seiten! Wir verweiſen auf
den diesbezüglichen Aufruf im Anzeigenteil unſerer
heutigen Nummer.
Silberne Hochzeit. Herr Logendiener Daniel
Weil und ſeine Ehefrau Lina, geb. Goldſchmidt,
feiern am Mittwoch, den 28. Februar, das Feſt der
ſilbernen Hochzeit.
Koloniale Jagd= und Meerfiſch=Ausſtellung,
veranſtaltet von deutſchen Kolonialfreunden im In= und
Auslande zur Förderung des Intereſſes für die deutſchen
Kolonien. Die Ausſtellung findet in den Tagen vom
30. März bis 10. April im großen Kaiſerſaal,
Grafenſtraße, hier, ſtatt. Es ſind bereits 500 Nummern
von Geweihen, Gehörnen, Waffen, präparierten Tieren
und anderen Afrika= und Kolonialandenken angemeldet,
außerdem beteiligen ſich einige größere Exportfirmen.
Im Falle eines Ueberſchuſſes der Ausſtellung aus
den Einnahmen ſoll ein Teil invaliden Afrika=
und Chinakriegern oder deren Witwen und
Waiſen zugute kommen. Programme und Anmelde=
bogen
verſendet die Geſchäftsſtelle J. Zrenner,
Darmſtadt, Karlſtraße 16. (Näheres durch die Anzeigen.)
* Heſſiſcher Zimmerſchützenbund, Sitz Darmſtadt.
Nachdem im Dezember vor. Js. Vertreter einer großen
Anzahl Schützenvereine zwecks Gründung eines Schützen=
bundes
zuſammengetreten, wurde, nachdem nunmehr die
Vorarbeiten beendet und die Statuten feſtgelegt, der Bund
definitiv gegründet. Derſelbe führt den Namen Heſſi=
ſcher
Zimmerſchützenbund, hat ſeinen Sitz in
Darmſtadt und zählt bereits über 400 Mitglieder. Zweck
des Bundes iſt die Förderung des Zimmerſchießſports, die
gegenſeitige Verſtändigung und Unterſtützung bei Preis=
ſchießen
, die Abhaltung jährlicher Bundesſchießen, ſowie
die gemeinſame Beſchaffung von Schießutenſilien. Daß mit
dieſer Gründung einem allgemeinen Bedürfnis vieler
Schützenvereine entſprochen wurde, zeigen die fortwähren=
den
Anfragen, und ſteht zu hoffen, daß ſich bald die
übrigen Vereine der weiteren Umgegend dem neuge=
gründeten
Bunde anſchließen. Bei Anfragen bitten wir
höflichſt, ſich an den Bundespräſidenten Georg Luley,
Lichtenbergſtraße 72, oder an den Bundesſchriftführer Gg.
Hahn, Eckhardtſtraße 2, wenden zu wollen, und ſind beide
Herren zur Erteilung von Auskünften ſtets gern bereit.
* Der Ortsgewerbeverein macht nochmals auf ſeine
am morgigen Sonntag ſtattfindende Wanderung durch
den Wildpark nach Meſſel aufmerkſam. (Siehe Anzeige.)
* Orpheum. Das erfolgreiche Gaſtſpiel des Belve=
dere
=Enſembles geht in dieſen Tagen, mit Monats=
ſchluß
, zu Ende, ohne bis jetzt von ſeiner Zugkraft und Be=
liebtheit
eingebüßt zu haben. Heute Samstag findet mit
dieſem Programm der letzte Familienabend ſtatt; morgen
Sonntag, wie üblich 2 Vorſtellungen. Für die Sonntag=
Nachmittags=Vorſtellungen gelten die bekannten außer=
ordentlich
billigen Preiſe. (Siehe Anzeige.)
* Ludwigshöhe. Die Kapelle des Leibgarderegiments
unter Obermuſikmeiſter Hauskes Leitung bringt am
morgigen Sonntag, den 25. Februar, wieder ein beſon=
ders
ſorgfältig gewähltes Programm zur Durchführung.
Auf die Tonbilder aus Puccinis Madame Butterfly und
die muſikaliſch wertvolle Arie mit dem Violinſolo aus
Kreuzers Oper Das Nachtlager von Granada ſei beſon=
ders
aufmerkſam gemacht. (Siehe Anzeige).
* Maskenball. Auf den am Montag, den 26. Fe=
bruar
, ſtattfindenden Maskenball des Deutſchen

Kellner=Bundes, Bezirksverein Darmſtadt, ſei hiermit
nochmals hingewieſen. Näh. ſiehe Anzeige in heutiger
Nummer.
s. Zum Fall Schrappe. Von dem flüchtig gegangenen
Kaufmann Guſtav Schrappe, den die hieſige Staatsan=
waltſchaft
ſteckbrieflich verfolgt, konnte bereits eine Spur
rmittelt werden. Sie ergab ſich in Wittenberg, der Hei=
mat
ſeiner Braut, wohin ſich das Paar von hier aus ge=
wendet
hatte. Das Mädchen hält ſich daſelbſt noch auf und
richtete einen Brief an den geſchädigten bisherigen Ge=
ſchäftsherrn
des Flüchtigen mit der Bitte, den Strafan=
trag
zu unterlaſſen. Ein ſolcher Antrag iſt übrigens zur
Strafverfolgung gar nicht erforderlich, ſondern das Ver=
fahren
wird von Amtswegen betrieben. Wie in Witten=
berg
feſtgeſtellt wurde, hat ſich Schrappe von dort nach
Berlin begeben.
* Ein Zuſammenſtoß zwiſchen zwei Straßenbahnwagen
ereignete ſich am Donnerstag abend nach Theaterſchluß am
Paradeplatz. Ein unbeſetzter Wagen fuhr einem vom
Theater kommenden vollbeſetzten Wagen bei der Weiche,
die anſcheinend von unberufener Hand geſtellt war, in die
Flanke. Beide Wagen wurden nicht unerheblich beſchä=
digt
. Von den Paſſagieren wurde eine Dame vor Schreck
ohnmächtig, während ein Mann von den Glasſcherben un=
erheblich
verletzt wurde.
§ Zimmerbrand. Am Donnerstag nachmittag
gegen 5 Uhr entſtand im Hauſe Liebfrauenſtraße Nr 44
ein Zimmerbrand, wobei einige Möbelſtücke be=
ſchädigt
worden ſind.
* Auerbach, 23. Febr. Im Hotel zur Krone, Beſitzer
Gg. Diefenbach, findet am 25. dieſes Monats, nachmit=
tags
3½ Uhr, Kaffeekonzert ſtatt. (Siehe Anz.)
Groß=Zimmern, 23. Febr. Der hieſige Männer=
geſangverein
, unter der Leitung ſeines bewährten
Dirigenten Herrn Rich. Etzold aus Darmſtadt, hat be=
ſchloſſen
, ſein nächſtjähriges 50jähriges Vereins=
jubiläum
mit einem großen Geſangswettſtreit
zu verbinden. Von den Gründern des Vereins ſind noch
verſchiedene am Leben.
Groß=Bieberau, 23. Febr. In der Groß=Bieberauer
Flur wurden durch Prof. Anthes=Darmſtadt ſechs
Wohngruben aus der neolitiſchen Periode
freigelegt, die für die älteſte Beſiedelung des nörd=
lichen
Odenwaldes bedeutſame Rückſchlüſſe tun laſſen.
Eine Grube, von einem Durchmeſſer von 4,5 zu 3,5 Meter
und einer Tiefe von 1 Meter, enthielt einen vollſtändig
erhaltenen Herd, die Löcher für die Holzpfoſten und
Lehmbrocken, eine Vorratskammer, Spuren eines Ein=
gangs
und barg zahlloſe Scherben. Dieſe letzteren ge=
hören
nach Form und Verzierung zum Teil der jüngeren
Steinzeit an, zum Teil aber einer weit jüngeren Periode,
der ſogenannten galliſchen (300 bis 100 vor Chr.). Fünf
weitere Wohngruben, die man ausfindig machte, ſollen
im Frühling freigelegt werden.
Offenbach, 23. Febr. Die Stadtverordneten=
Verſammlung beſchäftigte ſich geſtern mit der Frage
der Verſtaatlichung der Polizei. Bürgermeiſter
Dr. D ullo führte aus, daß die Begründung des An=
trages
durch den Finanzausſchuß ſchwere, aber unge=
rechtfertigte
Vorwürfe gegen die ſtädtiſche Verwaltung
enthalte; der Sicherheitsdienſt und Aufklärungsdienſt
funktioniere gut. Nach längerer Debatte wurde ein An=
trag
, der ſich gegen die Verſtaatlichung aus=
ſpricht
und die Zweite Kammer erſucht, der von der
Staatsregierung beantragten Einſtellung von Mitteln in
den Etat zwecks Beſoldung ſtaatlicher Leiter der Offen=
bacher
Polizeiverwaltung, die Zuſtimmung zu verſagen,
in namentlicher Abſtimmung mit 25 gegen 8 Stimmen
bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Ferner erklär=
ten
ſich die Stadtverordneten grundſätzlich mit der beab=
ſichtigung
Umwandlung des Elektrizitätswerkes in eine
Ueberlandzentrale einverſtanden und bewillig=
ten
5000 Mark für die erforderlichen Vorarbeiten. Die
Vorarbeiten würden der Berliner A. E.=G. übertragen,
die im Falle der ſpäteren Ausführung der Erweiterungs=
bauten
durch ſie die 5000 Mark zu Gunſten der Stadt auf=
rechnen
wird. Wir werden gebeten, mitzuteilen, daß
der wegen Schädigung der Ortskrankenkaſſe in Haft ge=
nommene
Frohmann nicht Apotheker, ſondern Optiker
iſt, was übrigens bereits in der zweiten Notiz richtig=
geſtellt
war.
Offenbach, 23. Febr. Infolge der Selbſtentzündung
von Kohlenſtaub entſtand heute nacht in der hieſigen
Portland=Zementfabrik ein Großfeuer das den
größten Teil der Lagerhallen vollſtändig e in=
äſcherte
. Durch die reichlichen Waſſermengen, die zur
Bekämpfung des Feuers verwendet wurden, ſind etwa
30000 Zentner Zement vollſtändig vernichtet. Der Scha=
den
beträgt 150200000 Mark. Der Betrieb kann zum
größten Teil aufrecht erhalten werden.
Hirzenhain, 22. Febr. Auf dem hieſigen Bahnhof
ereignete ſich geſtern ein ſchwerer Unglücksfall. Dem
Aushelfer Nagel wurden beim Rangieren und Ab=
hängen
eines Wagens am Güterzug 7963 beide Beine ab=
gefahren
. Der Schwerverletzte wurde in die Klinik nach
Gießen verbracht. Er ſchwebt in Lebensgefahr.
Gießen, 23. Febr. Zum Nachfolger von Geh. Juſtiz=
rat
Profeſſor Dr. Biermann in der juriſtiſchen Fakul=
tät
wurde der a. o. Profeſſor daſelbſt Dr. jur. Hans A.
Fiſcher als Ordinarius berufen. Fiſcher iſt 1874 zu
Schönberg im Fürſtentum Ratzeburg geboren. Seine
Hauptlehrer waren M. Rümelin (Tübingen) und F.
Bernhöfft (Roſtock). Nachdem er 1896 die erſte juriſtiſche
Prüfung beſtanden, wurde er als Referendar von der
Großh. Landesregierung zu Neuſtrelitz dem Amtsgericht
zu Schönberg zur Beſchäftigung überwieſen. Oſtern
1897 promovierte Fiſcher in Roſtock zum Dr. jur. mit
der Diſſertation: Vis major im Zuſammenhang mit Un=
möglichkeit
der Leiſtung Nach Abſolvierung ſeines
Vorbereitungsdienſtes trat er in den Mecklenb.= Schwe=
rinſchen
Juſtizdienſt über und wurde vom 1. Dezember
1897 ab beim Landgericht Roſtock beſchäftigt. 1899 ging
er zwecks weiterer Studien nach Tübingen, wurde nach
ſeiner Rückkehr (1901) Gerichtsaſſeſſor und habilitierte ſich
im Frühjahr 1903 in Roſtock für römiſches und bürger=
liches
Recht. Am 14. Dezember 1903 wurde Fiſcher a. o.
Profeſſor in Roſtock als Nachfolger von Profeſſor Binder
und ſiedelte am 1. Oktober 1909 nach Gießen als etats=
mäßiger
a. o. Profeſſor und Nachfolger von Profeſſor
Dr. P. Kretſchmar über. Fiſchers ſpezielles Forſchungs=
gebiet
iſt die zivilrechtliche Schadenerſatzſchuld. Aus die=
ſem
Gebiete ſind bisher veröffentlicht zwei größere Mo=
nographien
: Der Schaden nach dem B. G. B. (1903)
und Die Rechtswidrigkeit mit beſonderer Berückſichtig=
ung
des Privatrechts (1911).

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 22. Febr. In der heutigen
Stadtverordneten=Verſammlung wurde der
Verkauf der Markthalle in der Dorotheenſtraße an den

Poſtfiskus für 3.8 Millionen und die Inangriffnahme der
drei Südlinien der ſtädtiſchen Straßenbahn definitiv be=
ſchloſſen
. Auch die Zuſtimmung zur Hergabe des Luiſen=
platzes
für ein Robert Koch=Denkmal wurde einſtimmig
beſchloſſen. Heute nachmittag fand der Ortstermin
in der dreifachen Mordſache in der Alten Jakob=
ſtraße
ſtatt. Vor dem Tatort ſammelten ſich große Men=
ſchenmengen
an, ſchrien, johlten und pfiffen. Es erſchien
ein großes Schutzmannsaufgebot. Trenkler blieb bei der
bereits gegebenen Darſtellung. Als die Kommiſſare ihm
nachwieſen, daß dieſe nicht richtig ſein könne, bekam er
einen erneuten Schwächeanfall und ſagte, ihm ſei übel.
Schließlich antwortete er nicht mehr. Endlich erklärte Trenk=
ler
, er ſei bei ſo vielen Menſchen nicht im Stande, den Vor=
gang
zu ſchildern. Es ſchien ihn zu ſtören, daß Leute auf
dem Hofe verſuchten, von aufgeſtellten Leitern aus durch
das Zimmerfenſter zu blicken. Bei der Abfahrt waren die
umgebenden Straßen von Menſchen überfüllt, die Mörder
und Räuber riefen. Die Menge drückte ein Ladenſchau=
fenſter
ein. Der Chauffeur des Wagens, in dem Trenkler
ſaß, mußte die Menge durch rückſichtsloſes Auffahren ver=
ſcheuchen
. Trenkler kehrte gebrochen nach dem Polizei=
präſidium
zurück. Der in der Lichtenberger Frauenmord=
affäre
unter dem dringenden Verdacht des Mordes an der
Schlächtermeiſtersfrau Nickel verhaftete Kaſſierer Schabel
iſt geſtern wieder aus der Haft entlaſſen worden,
da die angeſtellten Ermittelungen ſich als völlig grundlos
erwieſen.
Köln, 22. Febr. Das Automobil des Landrats
von Bergheim, Grafen Beißel, ſtieß auf der Rückfahrt
von der Mülheimer Heide auf der Aachener Straße heute
früh gegen einen Chauſſeebaum. Der Chauffeur und
der Diener wurden aus dem Wagen geſchleudert und
ſchwer verletzt.
Jena, 22. Febr. Der noch nicht ausgelieferte frühere
Wilhelmshavener Schutzmann Gauß richtete aus Lon=
don
an das Jenaer Volksblatt ein längeres Schreiben
mit dem Eingeſtändnis ſeiner Tat und der Verſicherung
der Unſchuld ſeiner hier verhafteten Brüder.
Rankweiler (Vorarlberg), 22. Febr. Während eines
Tanzes im Gaſthof zur Traube brach Feuer aus. Der
Saal ſtürzte ein. Bei der entſtandenen Panik wur=
den
zahlreiche Perſonen verletzt.
Prag, 22. Febr. Wie die Blätter aus Kolin melden,
wurde der Advokat Rudolf Reimann unter dem Verdacht
der Veruntreuung von Klientengeldern und Wech=
ſelfälſchung
verhaftet. Die Summe der veruntreuten
Gelder wird auf 300000 Mark angegeben.
Peſt, 23. Febr. Zwiſchen Pancſova und Semlin
wollte die Wanderzirkusgeſellſchaft Ber=
nabo
auf drei Flößen die mit Treibeis gefüllte
Donau überqueren. Das erſte Floß wurde durch eine
Eisſcholle umgekippt und Menſchen und Tiere ſtürzten
ins Waſſer. Die auf den beiden nachfolgenden Flößen
befindlichen Perſonen eilten zur Rettung herbei. Aber
auch dieſe Flöße kenterten. Es entſtand zwiſchen den
Eisſchollen ein furchtbarer Kampf. Die wilden Tiere ver=
ſuchten
. ihre Käfige zu ſprengen. Der größte Teil der
Mitalieder konnte ſich retten, drei Perſonen verſchwanden
jedoch unter den Eisſchollen. Die Tiere kamen um.
Paris, 22. Febr. Die Schweſter Candide iſt
heute vom Strafgericht zu 18 Monaten Gefängnis mit be=
dingtem
Strafvollzug und zu 1000 Franken Buße ver=
urteilt
worden. Das Gericht erkennt an, daß die
Schweſter ſich nicht bereichern wollte und die Gelder, die
ſie erhielt, nicht für ſich ſelbſt verwandte. Es hält aber
den Beweis des Vertrauensmißbrauchs und des Betrugs
für erbracht. Die Forderung der Kläger auf Rückvergü=
tung
von 78600 Franken wird auf 45 712 Franken herab=
geſetzt
.
Paris, 23. Febr. Die in der Nähe des Hafens von
Toulon gelegene Inſel Perqueolles wurde von
einem Pariſer Rentner Fournier bei der geſtern erfolaten
Verſteigerung für 1 100000 Franken gekauft. Die Ver=
ſteigerung
war ſowohl in der Preſſe wie in Parlaments=
kreiſen
ſtark kritiſiert worden, da das Gerücht verbreitet
worden war, daß ſich unter den Kaufluſtigen auch Aus=
länder
befinden, die dieſe angeblich ſtrategiſch ſehr wich=
tige
Inſel durch die Vermittelung von Strohmännern an=
kaufen
könnten. Wie die Blätter melden, iſt Fournier ein
Franzoſe, der als Berawerksingenieur in Mexiko ein rie=
ſiges
Vermögen erworben hat.
Paris, 23. Febr. In der Behauſung des Italieners
Vatnoelli, der wegen des von ihm in Boulogne mittels
eines Bomben=Attentats in einem Juwe=
lierladen
verübten Einbruchs verhaftet worden war.
wurden die geraubten Schmuckſachen gefunden. Patnoelli
hat auch ein umfaſſendes Geſtändnis abgelegt, doch leug=
net
er, einen Helfershelfer zu haben.
Paris, 23. Febr. Aus Douay wird gemeldet, daß in
einer Sandgrube bei Montigny eine Kiſte mit 600
Dynam itpatronen gefunden wurde. Die Po=
lizei
nahm zwei Leute feſt. die verdächtig ſind, dieſe Kiſte
während des Transportes aus einem Eiſenbahnwagen
geſtohlen zu haben.
London. 23. Febr. Das Befinden des berühmten
engliſchen Malers Hubert v. Herkomer, der ſich am
Samstag einer Operation wegen eingetretener Blutun=
gen
unterziehen mußte, hat ſich ſo ſtark verſchlimmert,
daß mit ſeinem Ableben ſtündlich gerechnet wird. Die
vorgenommene Overation hat dem Patienten keine Er=
leichterung
verſchafft.
New=York. 22. Febr. Im Panamakanal haben
ſich wieder erhebliche Erdrutſche ereignet. Der Leiter
des Kanalbaues, Oberſt Goethals, der zum Studium der
europäiſchen Kanalbauten nach Hamburg gereiſt iſt, er=
klärt
, daß der Kanal bis zum 1. Juni 1913 fertiggeſtellt
ſein werde.
New=York. 22. Febr. Seit der Nacht vom 21. Febr.
wütet an der Atlantiſchen Küſte ein heftiger Sturm.
Eine Anzahl Perſonen wurde durch einſtürzende Schorn=
ſteine
verletzt und von dem Sturm zu Boden geworfen.
Bei Norfolk (Virainia) ſind fünf Dampfer geſtrandet,
darunter ein enaliſcher.
New=York. 23. Febr. In einem hieſigen Kinderhauſe
ſind innerhalb dreier Tage ſieben Kinder unter Ver=
giftungsſerſcheinungen
aeſtorben und fünf
ſchwer erkrankt. Die von der Polizei angeſtellten Ermit=
telungen
ergaben, daß eine noch nicht lange im Kranken=
hauſe
tätige Pflegerin ſich in einer nahe gelegenen Avo=
theke
Gift verſchafft hatte. Dieſe Pflegerin ſteht nun
m Verdacht. den Kindern Gift in die Speiſen getan zu
haben. Man glaubt, daß ſie geiſteskrank iſt und hat ſie zur
Beobachtung einer Irrenanſtalt überwieſen.

publikum einer benachbarten Stadt ſteht ein junger Bon=
vivant
und erſter Liebhaber in hoher Gunſt. Nament=
lich
die junge und jüngſte Garde des weiblichen Stamm=
publikums
ſchwärmt für ihren Liebling, und es iſt be=
greiflich
, daß der Liebling alle Minen ſpringen läßt,
wenn es an den Tagen der Vorſtellung gilt, das Publi=
kum
zu entzücken. Da paſſierte dem Herrn eines Abends
das Malheur, daß ihm gerade bei einer Glanzſtelle in ſei=
ner
Paraderolle, wo er mit mächtigem Wort=
ſchwall
richtig loslegen muß, das falſche Ge=
biß
aus dem Munde ſprang und mit luſtigen Sprüngen
nach der Rampe kollerte . . . . Glücklicherweiſe wurde der
fatale Vorgang nur von einigen der in der vorderſten
Reihe ſitzenden Anbeterinnen bemerkt. Um aber für alle
weiteren Fälle geſchützt zu ſein, trägt der jugendliche Held
und Liebhaber jetzt ein Reſervegebiß in der Taſche,
wenn er die weltbedeutenden Bretter betritt . . . .
* Ein Pariſer Hundepenſionat. Ein feiner Kenner
des Pariſer Lebens hat ſoeben im Saint Honoré=Viertel
zu Paris ein Hundepenſionat gegründet. Es handelt ſich
nicht etwa um eine Bewahranſtalt, in der die lieben
Schoßhündchen, Toutous genannt, nur ſchlafen und
eſſen können, nein, es iſt ein wirkliches Penſionat, das
auch die geiſtigen Fähigkeiten der Penſionäre
zu entwickeln ſucht. Es gibt Vierfüßler, die ganze, und
andere, die nur halbe Penſion nehmen. Erſtere werden
gegen einen monatlichen Entgelt von 150 Franken aufge=
nommen
, letztere haben 50 Franken zu bezahlen. Dafür
lehrt man die Penſionäre, wie ſie es anzufangen haben.
wohlerzogene, manierliche Welthunde zu werden. Dank
dieſer Stunden wiſſen ſich Beppo und Charley in
Geſellſchaft anſtändig zu benehmen, es wird ihnen das
Bewußtſein ihrer geſellſchaftlichen Stellung und die Ver=
achtung
für ihre vom Schickſal weniger begünſtigten, auf
der Straße umherirrenden Brüder beigebracht. Auch
ihrer geiſtigen Veranlagung wird in jeder Beziehung
Rechnung getragen: man lehrt die Vierfüßler, Kunſtſtücke
zu machen und ihren Herren und Herrinnen allerhand
ſonſtige liebenswürdige Aufmerkſamkeiten zu erweiſen.

[ ][  ][ ]

Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Darmſtädter Streichquartett. Zwi=
ſchen
den beiden in großen Konturen geſchaffenen Werken,
dem C-moll-Streichquartett von Brahms und dem Kla=
vierquintett
von Stojanovits bringt der vierte, in dieſer
Saiſon letzte, Kammermuſik=Abend der Herren Mehmel,
Diedrich, Brückmann und Weyns am Montag, den 26.
dieſes Monats, eins der ſelten gehörten Streichtrios von
Haydn. In ſeiner Stellung am Fürſtlich Eſterhazyſchen
Hofe, die für ſeine ganze künſtleriſche Entwicklung außer=
ordentlich
günſtig war, ſchrieb Haydn bis zum Jahre
1872, alſo im Alter von 30 bis 40 Jahren, etwa 125
Trios. Sie bilden einen wertvollen Beitrag für ſeinen
künſtleriſchen Werdegang. Nur ein kleiner Teil derſelben
Ziſt im Druck erſchienen. Das hier zur Wiedergabe kom=
imende
dreiſätzige Stück, das nicht im Muſikalienhandel
erſchienen iſt, hat, wie ſo manches andere wertvolle Werk
zälterer Meiſter, der Muſikhiſtoriker Dr. Prieger den Ver=
arnſtaltern
überlaſſen. Es wird nach dem prächtigen, aber
niſcht ganz leicht aufzunehmenden, von einer ernſten
Grundſtimmung getragenen Quartett von Brahms den
Hörer zu mühelos behaglichem Genießen einladen und
ihn mit friſcher Empfänglichkeit ausrüſten, um das zwar
flottt und frei von Grübelei konzipierte, aber von moder=
nem
! Geiſte erfüllte Klavierquintett von Stojanovits in
ſeiner ganzen Schönheit auf ſich wirken zu laſſen. Der
als hervorragender Kammermuſikſpieler bekannte Wies=
badeener
Hofkapellmeiſter Profeſſor Mannſtaedt wird auf
einzem Bechſteinſchen Konzertflügel den Klavierpart
interpretieren.
Richard Wagner=Verein. Auf dem am
nächſſten Dienstag ſtattfindenden 196. Vereinsabend wird
das‟ Darmſtädter Publikum in Frl. Lotte Hegyeſi
aus Frankfurt a. M. die Bekanntſchaft mit einem bedeu=
tendenn
Talente auf dem Gebiete des Violoncellſpieles
macheen. Ueber die Künſtlerin, die eine Tochter des der
älterenn Generation noch wohlbekannten Celliſten des
berühzmten Holländer=Quartetts iſt, liegen uns u. a. fol=
gende
) Preßſtimmen vor: Kölniſche Zeitung. Frl. Lotte
Hegyfeſi behandelt wie ihr verſtorbener Vater das Cello,
und’zwar ſchon jetzt ſie iſt noch ſehr jung , in meiſter=
haftdr
Weiſe. Sie verſteht, das für das Celloſpiel weſent=
liche
, ſeinen großen, geſangvollen Ton zu bilden, der nie
trocken und ſchnarrend klingt. Allgemeine Muſik=Ztg.
Bei ſder jugendlichen Celliſtin Lotte Hegyeſi nimmt vor=
weg
'der volle abgerundete Ton ein, dann läßt ſie aber
aucht bei einer Aufgabe, wie dem Konzert von Saint=
Saéms, an Technik und geiſtiger Beherrſchung wenig ver=
miſſen
. Fränkiſcher Courier. Soliſtin war die Cello=
virtugſin
Lotte Hegyeſi aus Frankfurt a. M. Ihr tech=
niſches
Können verrät ganz vorzügliche Schulung. Die
Gleichmäßigkeit und glatte Bindung des Spiels, die In=
tonatichnsreinheit
, der ſicher und elegant geführte Bogen,
ein vollär Triller und warmes Flageolet ſind unverkenn=
bare
Vorzüge ihrer lobenswerten ſympathiſchen Leiſtun=
gen
. Fuldaer Zeitung. Als eine Meiſterin auf dem
Inſtrument erwies ſich die Celliſtin Fräulein Lotte
Hegyeſi. Mit einer klaren, ſchönen Bogenführung ver=
bindet
ſich tiefempfundenes Spiel, vollendete Technik und
eine wunderbar klangreiche Kantilene.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 23. Febr. Die ſtändigen Kommiſſionen
für den Reichshaushaltsetat, Petitionen, Wahlprüfungen.
für die Geſchäftsordnung und für die Rechnungen ſind
gewählt und haben ſich vor der Sitzung konſtituiert. Vor=
ſitzender
der Budgetkommiſſion iſt Abg. Dr. Spahn (Ztr.),
Vorſitzender der Geſchäftsordnungskommiſſion Abg. Haaſe
(Soz.)
Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt
die erſte Leſung des Ausführungsgeſetzes
zu dem internationalen Uebereinkommen
zur Bekämpfung des Mädchenhandels.
Miniſterialdirektor Kriege: Die internationale
Maßnahme zur Bekämpfung des verbrecheriſchen Mäd=
chenhandels
hat eingeſetzt mit einem am 18. Mai 1904 in
Paris geſchloſſenen Verwaltungsabkommen, das von einer
großen Reihe von Staaten, darunter von Deutſchland, in
Kraft geſetzt worden iſt. Gemäß dieſem Abkommen ſind
allenthalben Zentralſtellen zur Ueberwachung des Mäd=
chenhandels
errichtet worden, die ſich gegenſeitig Beiſtand
leiſten. Sie haben bereits ſegensvolle Wirkſamkeit ent=
faltet
. Dem Verwaltungsabkommen iſt ſeit 1910 ein
Rechtsabkommen gefolgt. Wir ſind in der Lage, das Ab=
kommen
ſofort zu ratifizieren, und ich bitte deshalb, das=
ſelbe
anzunehmen.
Abg. Göhre (Soz.): Es hat etwas lange gedauert,
bis man mit der ſyſtematiſchen Bekämpfung des Mädchen=
handels
begonnen hat. Das lag zum Teil an den Schwie=
rigkeiten
auf dieſem Gebiet, da bis vor 8 bis 10 Jahren
die Frage des Mädchenhandels noch ein unaufgeklärtes
Gebiet war. Die Privatorganiſationen, insbeſondere das
deutſche Komitee, haben ſich große Verdienſte um die
Aufklärung dieſes dunklen und ſchmerzlichen Gebietes er=
worben
. Der Mädchenhandel iſt international, ſeine Be=
kämpfung
muß deshalb ebenfalls international organi=
ſiert
ſein. Leider enthält die Vorlage mehrere bedenk=
liche
Lücken, ſo bei den Strafvorſchriften. Bedauerlich iſt
es, daß die Schweiz. die Türkei und Nord= und Südame=
rika
mit Ausnahme Braſiliens der Konvention nicht bei=
getreten
und daß die engliſchen Kolonien nicht einbezogen
ſind. Die deutſche Regierung ſollte alles daran ſetzen. auch
dieſe gerade gefährlichſten Weltgegenden für die Konven=
tion
zu gewinnen. Nachdem nunmehr die erſte Etappe
erreicht iſt, muß die Konvention dahin ſtreben, das Bor=
dellweſen
zu bekämpfen. Unerfahrenheit, Leichtſinn. wirt=
ſchaftliche
Not und zu geringe geiſtige Ausbildung fördern
den Mädchenhandel. Wirtſchaftliche und geiſtige Not, die
namentlich Heimarbeiterinnen. ländliche Arbeiterinnen
und Dienſtmädchen in die Hände führen, zu bekämpfen,
iſt Sache der Geſetzgebung. (Beifall b. d. Soz.)
Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.): Der Geſetzentwurf iſt
ein würdiger Schlußſtein für das große verdienſtliche
Werk des deutſchen Komitees zur Bekämpfung des Mäd=
chenhandels
. Alle Schichten der Bevölkerung ſind ſich
darüber einig, daß es ſich hierbei um ein Kulturwerk erſten
Ranges handelt, und alle Kreiſe, auch die Preſſe, haben
zur Bekämpfung des Mädchenhandels beigetragen. Ich
hoffe, daß auch die Vereiniaten Staaten von Amerika
bald den Verträgen beitreten. (Beifall im Zentr.)
Aba. Graf Kanitz (konſ.): Mit der vorliegenden Kon=
vention
vom 4. Mai 1910 kann ich mich nicht in allen
Punkten eitverſtanden erklären. Nicht nur die Dienſt=
mädchen
, Hſimarbeiterinnen uſw. in den Großſtädten
müſſen meh; als bisher aufgeklärt werden, ſondern auch
die Landm dchen, die zur Abwanderung in die Graß=
ſtädte
verlei kt werden. Abg. Meyer=Herford (nl.):

Wir begrüßen dieſes Uebereinkommen. Alle Macht= und
Geldmittel müſſen angewendet werden, um den Mädchen=
handel
zu bekämpfen, um die ſchändlichen weißen Skla=
venjäger
zur Beſtrafung zu bringen. Die Geſetzgebung
allein vermag eine gründliche Beſſerung nicht herbeizufüh=
ren
, das Volk ſelber muß mitwirken. Insbeſondere die
kleine Provinzpreſſe muß aufklärend wirken. Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vp.): Es muß vor
allem darauf hingeſtrebt werden, daß die Fälle, in denen
Mädchen oder Frauen gegen ihren Willen in einem Bor=
ell
zurückgebalten werden, beſtraft werden. Sckann
muß unſere Regierung alles daran ſetzen, auch die Bal=
kanſtaaten
ebenſo wie die fernſtehenden amerikaniſchen
Staaten in das Uebereinkommen einzubeziehen. Abg.
Dombeck (Pole): Leider ſteht der Oſten bei der Ver=
ſchleppung
von Mädchen obenan. Dieſem Uebelſtande
wirkſam entgegenzutreten, vermögen die Behörden nicht
allein. Das Publikum darf in ſeiner Mitwirkung nicht
verſagen, ſoll etwas Gutes geſchaffen werden. Abg. Dr.
Werner (Wirtſch. Vag.): Auch wir ſind durch die Vor=
lage
erfreut, jedoch iſt es nötig, die Konvention alsbald
weiter auszudehnen. Die Innere Miſſion findet ein
dankbares Feld. Sie ſollte ſich auch in der Bekämpfung
des Animierkneipenweſens, des Kabarets uſw. betätigen.
Der Religionsunterricht bleibt der wirkſamſte Schutz
gegen die Gefahren des öffentlichen Lebens, und deshalb
müſſen wir entgegen der Sozialdemokratie daran feſthal=
ten
, in den Schulen dieſen Unterricht weiterbeſtehen zu
laſſen.
Miniſterialdirektor Dr. Kriege: Mit großer Ge=
nuatuung
iſt das große Intereſſe an der Sache feſtzuſtellen,
und darüber, daß den getroffenen Maßnahmen die Aner=
kennung
nicht verſagt iſt. Wenn das Abkommen von den
13 Staaten ratifiziert iſt. wird den weiteren Anregungen
gefolgt werden. Es beſteht kein Zweifel, daß auch die
engliſchen Kolonien der Konvention beitreten werden.
Selbſtverſtändlich dürfen Koſten nicht geſcheut werden,
und unſere Vertreter im Auslande haben bei der Be=
kämpfung
des Mädchenhandels mitzuwirken. Schließlich
möchte ich dem deutſchen Zentralkomitee meine Anerken=
nung
für die Mitarbeit ausſprechen.
Damit ſchließt die erſte Beratung. Da Kommiſſions=
beratung
nicht beantraat iſt, wird ſofort in die zweite
Leſung eingetreten und die Vorlage unverändert an=
genommen
.
Sodann wird die Verlängerung des Han=
dels
= und Schiffahrtsvertrages mit der
Türkei ohne Debatte in erſter und zweiter Leſung an=
genommen
.
Es folgt die
erſte Leſung des Reichs= und Staatsange=
hörigkeitsgeſetzes

in Verbindung mit einer Abänderung des Reichsmilitär=
geſetzes
, ſowie des Geſetzes betreffend Aenderungen der
Wehrpflicht.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Der Entwurf des
vorliegenden Staatsangehörigkeitsgeſetzes ſoll das Geſetz
vom 1. Juni 1870 erſetzen. Es iſt aber nicht die Abſicht
der Verbündeten Regierungen, die Beſtimmungen über
den Erwerb und Verluſt der Staats= und Reichsangehörig=
keit
von Grund auf zu ändern. Es ſollen nur eine An=
zahl
von Beſtimmungen aufgehoben, ergänzt oder geän=
dert
werden, die nicht mehr der Entwicklung der politi=
ſchen
oder wirtſchaftlichen Verhältniſſe innerhalb und
außerhalb der Grenzen des deutſchen Vaterlandes entſpre=
chen
. Das Geſetz vom 1. Juni 1870 ſtellt an die Spitze
den Grundſatz, daß die Bundesangehörigkeit durch die
Staatsangehörigkeit in einem Bundesſtaate erworben
wird. Das iſt konſtitutionell und muß auch heute noch für
richtig angeſehen werden. Es entſpricht dem förderativen
Charakter des Reichs, wenn die Reichsangehörigkeit als
ſolche nicht durch ſich ſelbſt begründet und erhalten werden
kann, ſondern wenn ſie als die rechtliche Folge der Ange=
hörigkeit
zu einem der zum Deutſchen Reiche zuſammen=
geſchloſſenen
Bundesſtaate erſcheint. Folgerichtig müßte
daher auch ein einheitliches Recht geſchaffen werden in
Bezug auf die Grundſätze, nach denen die Staatsangehö=
rigkeit
innerhalb der Bundesſtaaten erworben werden
könnte. Ferner wäre es notwendig, daß die Zugehörigkeit
zu einem Bundesſtaat auch für die anderen Gültigkeit hat.
Auf dieſer Grundlage zählt das Geſetz vom Jahre 1870
5 Urſachen des Erwerbs der Staatsangehörigkeit auf. Die
Staatsangehörigkeit ſoll nicht verweigert werden können
allen denen, die ſie in anderen Staaten beſitzen, voraus=
geſetzt
, daß ſie ihrer dortigen Militärpflicht genügt haben.
Beſonderen Anteil an der grundſätzlichen Aenderung hat
der § 21, wonach ein Deutſcher, der das Bundesgebiet
verläßt und zehn Jahre ununterbrochen ſich im Auslande
aufhält, ſeine Staatsangehörigkeit verliert. Man wirft
dieſer Beſtimmung vor, daß ſie den Verluſt der Staats=
angehörigkeit
ungebührlich erleichtere. Dieſe Beſtimm=
ung
muß nun zweckmäßiger geſtaltet werden. Dazu
kommt, daß das alte Geſetz zu einer Zeit erlaſſen wurde,
als wir noch keine Kolonien hatten. Wir haben zwar
den Verluſt der Staatsangehörigkeit durch den Zeitab=
lauf
beſeitigt, halten aber daran feſt, daß nach wie vor
die Staatsangehörigkeit verloren gehen muß, wenn ihr
Inhaber auf ſeinen Antrag die Angehörigkeit zu einem
anderen Staat erworben hat. Dabei wird anerkannt,
daß es Fälle geben kann, in denen der einzelne Staats=
bürger
im Auslande ein Intereſſe daran hat, neben der
alten auch die neue Staatsangehörigkeit zu erwerben.
Auch darauf iſt Rückſicht zu nehmen. Die Erfüllung der
Militärpflicht iſt Vorbedingung für den Grundſatz:
Semeli germanus, semper germanusl Wer ſeiner Wehr=
pflicht
nicht entſpricht, iſt nicht würdig des deutſchen
Schutzes. Einige Erleichterungen bietet das Geſetz auch
dieſen Auslandsdeutſchen. Das entſpricht den Forderun=
gen
des Reichstages und den Deutſchen im Auslande.
Ich bitte Sie um wohlwollende Aufnahme der Vorlage.
Sie hat eine gewiſſe vaterländiſche Bedeutung und iſt ein
Markſtein in der Entwickelung des Deutſchen Reiches.
(Beifall.)
Abg. Liebknecht (Soz.): Mit der Beſtimmung des
Entwurfes, wonach das deutſche Staatsangehörigkeitsrecht
nur von Perſonen zurückerworben werden kann, die keinem
Staate angehören, ſind wir nicht einverſtanden. Die For=
derung
des unbeſcholtenen Lebenswandels ſollte man
grundſätzlich ausſchalten, da dadurch den Polizeichikanen
Tür und Tor geöffnet würde. Auch ſollte man denjenigen,
die um Entlaſſung aus der Staatsangehörigkeit nachgeſucht
haben, wenn ſie längere Zeit im Auslande ſich aufgehal=
ten
haben, bei ihrer Rückkehr die Möglichkeit gewähren, die
Staatsangehörigkeit zurückzuerwerben. Wenn ein Deutſcher
wegen ſeines längern Aufenthaltes im Auslande für
fahnenflüchtig erklärt wird, ſo iſt nicht immer böſer Wille
der Grund der Fahnenflucht. Es kann ein Akt der Ver=
zweiflung
gegenüber unſerem jetzigen Militärſyſtem ſein.
Mit Rückſicht auf die geringe Schutzlage, in der ſich die aus=

wärtigen Arbeiter bei uns in Deutſchland befinden, iſt eine
eingehende Reviſion der Beſtimmungen über den erſt=
maligen
Erwerb der deutſchen Staatsangehörigkeit
dringend notwendig. Eine Statiſtik über die Naturali=
ſationsgeſuche
und deren Behandlung ſeitens der deutſchen
Regierung wäre im höchſten Grade intereſſant. Wer einen
Krieg mitgemacht oder jedenfalls dazu bereit war, für das
deutſche Reich ſein Leben einzuſetzen, dem müßte der Er=
werb
der deutſchen Staatsangehörigkeit leicht gemacht wer=
den
. Ich freue mich, daß man in einem Falle doch der Zen=
traliſation
des bundesſtaatlichen Gedanken nachgegeben hat,
nämlich bei den Vorſchriften im § 7 über die Aufnahme
eines Ausländers. Ich beantrage, die Vorlage an eine
Kommiſſion von 28 Mitgliedern zu verweiſen. Hoffentlich
gelingt es, das Geſetz ſo zu geſtalten, daß auch wir ihm zu=
ſtimmen
können. (Beifall bei den Soz.)
Abg. Dr. Spahn (Ztr.): Uns wäre es lieber geweſen,
eine Kommiſſion von 21 Mitgliedern einzuſetzen. Eine
geſetzliche Feſtlegung des Fremdenrechtes iſt auch uns er=
wünſcht
. Mit dieſer Vorlage iſt ſie aber nicht zu ver=
quicken
. Die Wiederaufnahme in die deutſche Reichsange=
hörigkeit
muß möglichſt erleichtert werden. Der § 20 ( Zuge=
hörigkeit
zu mehreren Bundesſtaaten) entſpricht nicht un=
ſeren
Wünſchen. Es fehlt an genügendem tatſächlichen
Material. An der Erfüllung der Militärpflicht müſſen
wir als Grundbedingung für die Staatsangehörigkeit feſt=
halten
. Ich wünſche, daß es gelingen möge, das Geſetz in
der Kommiſſion möglichſt bald zur Verabſchiedung zu
bringen. Damit werden wir der deutſchen Bevölkerung
im Auslande einen wertvollen Dienſt leiſten.
Abg. Dr. Gieſe (konſ.): Wir ſtimmen der Vorlage
in ihren Grundzügen zu. Wer nicht mehr Deutſcher ſein
will, ſoll nicht dazu angehalten werden. Dieſer Wille
braucht nicht ausgeſprochen zu werden, er kann auch aus
dem Verhalten des Beteiligten erblickt werden. Dazu
gehört der Erwerb der anderen Staatsangehörigkeit und
die Nichterfüllung der Militärpflicht. Gerade der letzte
Punkt iſt für uns von beſonderem Intereſſe. Keine Volks=
gemeinſchaft
ohne Wehrgemeinſchaft! Das Geſetz be=
deutet
einen gewaltigen Fortſchritt zur Feſtigung des
Deutſchtums im Auslande. Mit der Verweiſung des
Entwurfs an eine Kommiſſion ſind wir einverſtanden.
Möge das Geſetz dazu beitragen, das Anſehen Deutſch=
lands
im Auslande zu heben, ſo daß jeder Deutſche mit
Stolz von ſich ſagen kann: Civis germanus sum!
Abg. Beck=Heidelberg (natl.): Auch wir verlangen,
daß der Deutſche im Auslande ſeiner Wehrpflicht im
Vaterland genüge, widrigenfalls er ſich des Nutzens und
des Segens aus der Zugehörigkeit zum Deutſchen Reich
nicht erfreuen kann. In der Kommiſſion werden noch
manche Ausgleiche gefunden werden müſſen, namentlich
hinſichtlich des Anſpruches auf Aufnahme in die Staats=
angehörigkeit
. Insbeſondere würden wir es begrüßen,
wenn wir dieſes Recht ausdehnen würden auf alle die=
jenigen
, die früher deutſch geweſen ſind. Das Prinzip
der unmittelbaren Reichsangehörigkeit muß weiter aus=
geſtaltet
werden, dadurch würde das Bewußtſein der Zu=
ſammengehörigkeit
der Reichsangehörigen geſtärkt wer=
den
. Im großen und ganzen begrüßen wir die Vorlage
als eine gute Grundlage für ein brauchbares Geſetz, wenn
wir auch noch manche Wünſche uns vorbehalten müſſen.
Abg. Dr. Waldſtein (Fortſchr. Vpt.): Auch wir
begrüßen das endliche Erſcheinen dieſes Geſetzentwurfes
ſowohl vom vaterländiſchen, als auch vom fraktionellen
Standpunkte aus. Unſere Hauptbedenken gehen gegen
den § 7, ſoweit er beſtimmt, daß die Aufnahme von Aus=
ländern
erſt erfolgen kann, wenn von keinem Bundesſtaat
Bedenken erhoben werden. Für jeden, der den bundes=
ſtaatlichen
Charakter des Staates wahren will, wird es
zu überlegen ſein, ob er ſich auf den Boden dieſer Be=
ſtimmung
ſtellen kann. Wir laufen Gefahr, damit zu
einer vollſtändigen Zentraliſation und Aufhebung des
föderativen Charakters des Reiches zu kommen. Zu be=
grüßen
iſt, daß der Zuſtand endlich aufhören wird, wo
ein im Ausland befindlicher Deutſcher eines Tages glück=
lich
erfährt, daß ohne ſein Zutun, nur durch die Beſtim=
mungen
des Geſetzes, ſeine Zugehörigkeit zum Deutſchen
Reiche erloſchen ſei. Die Reform des Fremdenrechts ent=
ſpricht
unſeren Forderungen. Hoffentlich gelingt es der
Kommiſſion, manche Bedenken, die wir gegen die Vor=
lage
noch hegen, zu beſeitigen. (Beifall bei der Fortſchr.
Volkspartei.)
Darauf wird die Verhandlung vertagt.
Eingegangen iſt ein ſchleuniger Antrag der Sozial=
demokraten
auf Einſtellung des Verfahrens gegen den
Abg. Dr. Liebknecht vor dem anwaltlichen Ehrengericht.,
Nächſte Sitzung. Dienstag, 27. Febr., 1 Uhr:
Dritte Leſung des Uebereinkommens betr. Bekämpfung
des Mädchenhandels, türkiſcher Handelsvertrag, Fortſetz=
ung
der heutigen Beratung, Schutztruppengeſetz und Etat
des Innern. Schluß 4¼ Uhr.

Attentate in Paris.

* Paris, 23. Febr. Zu den gegen die Autodroſch=
ken
gerichteten anarchiſtiſchen Anſchlägen wird
noch gemeldet: Die Sprengbomben beſtehen aus mehreren
mit Schwefelſäure, Terpentin und Pulver gefüllten
Probiergläschen, die mit Watte umhüllt und ſo eingerichtet
ſind, daß ſie nach einiger Zeit die Automobildroſchken in
Brand ſetzen können. Die Polizei ſcheint der Anſicht zu
ſein, daß die Schuldigen ſich unter den von den Auto=
droſchkengeſellſchaften
zum Erſatz der Ausſtändigen einge=
ſtellten
neuen Chauffeuren befinden, die ſich eigens anwer=
ben
ließen, um die Attentate auszuführen. Die Direk=
tionen
der Geſellſchaften halten jedoch dieſe Annahme für
unrichtig und vermuten nach dem Ergebnis der von ihnen
angeſtellten Unterſuchungen, daß die Miſſetäter ſelbſt die
Autodroſchken vor kurzer Zeit mieteten und während der
Fahrt die Bomben unter die Tritte der Wagen ſchmuggel=
ten
; da alle dieſe Bomben nach demſelben Syſtem herge=
ſtellt
waren, hegt man keinen Zweifel, daß es ſich um ein
von mehreren anarchiſtiſchen Verbrechern gemeinſam ange=
zetteltes
Komplott handelt. Geſtern abend wurden in drei
Autodroſchken weitere Sprengbomben gefunden, eine von
hnen war während der Fahrt explodiert, ohne Schaden an=
zurichten
. Der Ausſchuß der Chauffeure und das Syndikat
der Ausſtändigen veröffentlichen in den Blättern eine Er=
klärung
, in der ſie gegen dieſe Bombenanſchläge, durch
die die ſtreikenden Chauffeure beim Publikum verdächtigt
werden ſollen, Einſpruch erheben. Sie bemerken übrigens,
daß ſie die Geſchichte mit den Bomben nicht ernſt nehmen
könnten.
* Paris, 22. Febr. Bei den bereits gemeldeten
Bombenexploſionen in Automobilgaragen
iſt der zweite Direktor des ſtädtiſchen Laboratoriums und=
ein
Polizeibeamter leicht verletzt worden.
* Paris, 23. Febr. Zwei weitere Höllenmaſchi=
nen
wurden geſtern in Automobildroſchken ge=
funden
, als dieſe in die Garage zurückkehrten. Eine dritte
Bombe explodierte in einer Automobildroſchke in der
Stadt und zerſtörte das Fahrzeug, verletzt wurde niemand.

[ ][  ][ ]

Die Kriſis im engliſchen Kohlenbergbau.
* London, 22. Febr. Auf Vorſchlag des Premier=
miniſters
Asquith ernannten die Kohlenberg=
werksbeſitzer
ein Komitee für weitere Verhand=
lungen
mit der Regierung. Die Vertreter der Bergarbeiter
werden am Dienstag wieder mit dem Premierminiſter zu=
ſammentreten
.
* London, 22. Febr. Wie bekanntgegeben wird,
iſt das Internationale Ber garbeiterkomitee,
das ſeit geſtern hier tagt, zu einem Einverſtändnis darüber
gekommen, daß im Falle eines Ausſtandes in England
eine internationale Aktion unternommen wer=
den
ſoll. Die Bedingungen des Abkommens werden nicht
veröffentlicht.
London, 23. Febr. Auf die offizielle Ankündigung,
daß weitere Verhandlungen zwiſchen den Mi=
niſtern
und den Vertretern der Arbeitgeber
und Arbeiter in der Kohleninduſtrie ſtattfinden werden,
iſt eine gewiſſe Beruhigung eingetreten, wenn auch eine
Beilegung des Konfliktes noch keineswegs ſicher erſcheint.
Es wird bemerkt, daß die offizielle Ankündigung nichts
über eine etwaige Verlängerung der Kündigungstermine
enthält, die am 1. März ablaufen. Die Lage wird dadurch
komplizierter, daß die Kündigungstermine in einem Falle
nicht erſt am Donnerstag, ſondern ſchon am Dienstag ab=
laufen
. Nichtsdeſtoweniger herrſcht die Ueberzeugung vor,
daß über die entſcheidende Frage der Termine eine Vereinbar=
ung
zu Stande kommen wird. Die 4 Vertreter der Berg=
arbeiter
, die an den Beratungen mit den Miniſtern teilge=
nommen
haben, beſitzen keine Vollmacht zu dieſen Abmach=
ungen
und erſt am kommenden Dienstag, alſo nur 2 Tage
vor dem eventuellen Beginn des Streiks, findet eine Kon=
ferenz
des Bergarbeiterverbandes in London ſtatt, der
ſeinen Vertretern Vollmachten erteilen kann. Man nimmt
an, daß die Vertreter der Bergarbeiter von dem Verband
die Vollmacht erhalten werden, den Kündigungstermin hin=
auszuſchieben
. Der Ausführungsausſchuß des Bergarbei=
terverbandes
in Südwales tritt in Cardiff am Montag zu=
ſammen
, um Beſchlüſſe über den Streik zu faſſen. Die Be=
hörden
von Rhonda haben erſucht, 1500 Mann Soldaten
in den Bezirk zu ſenden. Die Schutzmannſchaft wird durch
Einſtellung von Privatleuten verſtärkt zum Schutze des
Eigentums in den Kohlengruben und den Fabriken.
* London, 23. Febr. Die Bergwerksbe=
ſitzer
und die Bergleute hielten heute vormittag
beſondere Sitzungen ab. Die Arbeitgeber begaben ſich
nach der Sitzung ins Auswärtige Amt, um die Lage mit
den Miniſtern zu beſprechen.

Die Revolution in China.

* Hankau, 22. Febr. Da Juanſchikai bisher
vier Punkte des Abkommens, nämlich Entfernung des
Hofes aus Peking, Auflöſung der Garde, Abberufung der
gegen Hankau operierenden Armee und Uebergabe des
nördlichen Teiles der Bahn Peking-Hankau an die
republikaniſche Regierung, nicht erfüllt hat, ſo begibt ſich
der Kriegsminiſter Sunchu als Abgeſandter nach Peking,
um Juanſchikai zur Leiſtung des Eides für die Republik
nach Wutſchang zu laden.
* Weihaiwei 22. Febr. Die Eingeborenen
fahren in ihrem Widerſtand gegen die republika=
niſche
Verwaltung fort, da ſie nicht glauben wol=
len
, daß die Mandſchus abgedankt haben. Es kam wie=
derholt
zu Blutvergießen. Sie ſind nur ſchwach bewaff=
net
und vorausſichtlich außerſtande, den Widerſtand lange
fortzuſetzen. Die Grenze der engliſchen Zone wird von
engliſchen Truppen bewacht. Im Hafen liegen die eng=
liſchen
Kreuzer Kent und Monmouth.

Literariſches.

Rund ein Jahrhundert Gasverbrauch und Gaskon=
ſum
liegen mit dem Jahre 1912 vor. Zur Würdigung
dieſer Tatſache iſt ſoeben auf Veranlaſſung und mit Unter=
ſtützung
der Zentrale für Gasverwertung ein Kalender,
betitelt Im Jahrhundert des Gaſes erſchie=
nen
, der allen Gasverbrauchern, und wer iſt das nicht,
Neues und Wiſſenswertes bringt. Der Kalender, der im
Verlage der Königlichen Hofbuchdruckerei J. S. Preuß,
Berlin S. 14, Dresdener Straße 43, erſcheint, koſtet nur
50 Pfg. pro Stück.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Febr. Laut Reichsanzeiger iſt dem Ad=
miral
Schröder, Chef der Marineſtation der Oſtſee,
der erbliche Adel verliehen worden.
* Rio de Janeiro, 23. Febr. Gegenüber den im Aus=
lande
verbreiteten Gerüchten, daß der neue Miniſter
des Aeußern, Müller, während ſeines Aufenthal=
tes
in Europa politiſchtätig geweſen ſei, erklärt das
Journal de Commerce: Der Miniſter des Aeußern, Mül=
ler
, erhielt zu keinem Militärkaſino Deutſchlands
eine Einladung. In Berlin empfing er nicht nur all=
deutſche
Journaliſten, ſondern auch Journaliſten aller
Parteien. In Paris beſuchte Müller die deutſche Bot=
ſchaft
, ohne zu dem Botſchafter Beziehungen zu unterhal=
ten
. Auf eine Einladung wohnte er als braſilianiſcher
Senator am 14. Juli der Parade in Longchamps bei, eine
Krankheit verhinderte ihn, dieſer Parade im Jahre 1908
beizuwohnen. Das Journal de Commerce erklärte ſchließ=
lich
, ihm liege daran, bei Beginn der Amtstätigkeit des
neuen Miniſters, von dem das Land viel erwarte, unbe=
gründete
Vorurteile zu zerſtören.

H. B. Berlin, 23. Febr. Im Zuſammenhange mit dem
Selbſtmord des Direktors Hempel der Borſigwalder
Terrain=A.=G. war das Gerücht verbreitet, bei der Geſell=
ſchaft
ſei ein Defizit von 500000 Mk. entdeckt worden.
Auf Anfrage teilt die intereſſierte Bank mit: Der Auf=
ſichtsrat
hat nach dem plötzlichen Tode des Direktors
Hempel eine außerordentliche Reviſion vornehmen laſſen,
die ergab, daß der Verſtorbene ſich ſtrafbare Handlungen
zuſchulden kommen ließ, die anſcheinend ſämtlich in die
letzten Monate fallen. Unter Berückſichtigung geleiſteter
Garantien dürfte der Geſellſchaft möglicherweiſe hieraus
ein Schaden von 85000 Mark entſtehen.
* Rudolſtadt, 23. Febr. Als Antwort auf die geſtrige
Thronrede wird die ſozialdemokratiſche
Landtagsfraktion, die ſeit den letzten Wahlen die
Mehrheit hat, heute abend der Regierung ein Ultima=
tum
in Form einer Reihe ſozialdemokratiſcher Forderun=
gen
ſtellen. Falls dieſe Forderungen abgelehnt werden,
wird die Genehmigung des Etats als unmöglich und wei=
tere
Verhandlungen für zwecklos erklärt. (Frankf. Ztg.)
Detmold, 23. Febr. Der Führer der konſervativen
Landtagsfraktion, Schloßhauptmann Kammerherr von
Lengerke, iſt, auf dem Wege von ſeinem Rittergut nach
Salzuflen durch einen Zuſammenſtoß ſeines Wagens mit

einem Laſtfuhrwerk ſchwer verletzt, beſinnungslos
ins Schloß Steinbeck gebracht worden.
H. B. Madrid, 23. Febr. Ein königliches Dekret
kündigt die Einverleibung des von Spanien in Marokko
beſetzten Gebietes unter der Bezeichnung Pro=
vinz
Melilla an.
New=York, 23. Febr. Der furchtbare Sturm,
der im ganzen öſtlichen Teile der Union hauſte, führte auch
eine Ueberſchwemmung der Straßen New=Yorks in der
Nähe des Hafens herbei. Er erreichte die größte, jemals
feſtgeſtellte Geſchwindigkeit von 96 Meilen in der Stunde.
Aus Chicago wird ſchwerer Schneeſturm gemeldet.

Briefkaſten.

* Schlechte Eier. In einem reellen Spezial=
Eiergeſchäft kommt ſo etwas nicht vor, da jedes einzelne
Ei durch Elektriſchen Prüfer geprüft wird, ev. direkt,
H. L.
wer es wünſcht, vor dem Käufer.

Drillinge.

Als uns der Himmel im Juli v. J. Drilling;
ſchenkte, empfahl uns der Arzt bald, wir ſollten die
Kinder zu ihrer Stärkung und Kräftigung ſtändig
Scotts Emulſion einnehmen laſſen. Wir haben dies
daher über ein Jahr lang regelmäßig durchgeführt und
ſind der feſten Ueberzeugung, es nur
Scotts Emulsion
zu verdanken, daß ſich die Kleinen (zwei Knaben und
ein Mädchen) ſo prächtig entwickelten und auch für die
Zukunft das Beſte verſprechen. Der Appetit der Kinder
iſt andauernd ausgezeichnet, ihr Geiſt lebhaft; die
Zähnchen ſind, ohne Beſchwerden zu verurſachen, durch=
gebrochen
, und alle drei, die ziemlich zu gleicher Zeit
laufen lernten, bewegen ſich jetzt zu unſerer großen
Freude flink und ſicher umher. Der Arzt hat kürzlich
erſt wieder beſtätigt, die Drillinge ſeien kräftige, blühende
Geſchöpfchen ohne irgend ein Zeichen von engliſcher
Krankheit oder ähnlichem. Scotts Emulſion iſt tat=
ſächlich
ein wahrer Segen für unſere Drillinge geweſen.
Mitteilung von Herrn Robert Schirp, Elberfeld, Neviandtſtr. 24,
den 21. Dezember 1910.
Man verlange und kaufe nur Hcokts Emulſion.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft,
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, pima Glyzerin
50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2,0,
pulv. Tragant 3.0, feinſter arab. Gummi pulv. 2,0, Waſſer 129,0, Alkohol
11.0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl
je 2 Tropfen.

Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.

Huro für Architektur und Banausführungen
Georg Scherer (issa
Darmſtadt, Rheinſtr. 47, Telephon 222.
(Sachverſtändige Begutachtungen für Wohnungsmieten
und Hauskäufe ꝛc., Garantie für Voranſchläge.)

für Spezial-Auskünfts, Er.
Detektlv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Lebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Friedigung. Riesstr. 34 I. Tel. 1668. (V1134

Familiennachrichten.

Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Nachricht, daß es Gott gefallen
hat, meine liebe Gattin, unſere unvergeßliche
Tochter, Schweſter und Tante
Barbara Böhm
geb. Hofmann zu Elmshausen
im Alter von 32 Jahren nach kurzem, ſchweren
Leiden zu ſich zu rufen.
(4657
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Böhm, Bruchmeiſter,
zu Groß=Bieberau.
Die Beerdigung findet ſtatt Sonntag nachmittag
um 2 Uhr auf dem Friedhofe zu Reichenbach.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
guten Mutter, ſowie für die vielen Blumenſpen=
den
und die troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarrer Dr. Vollrath, ſagen wir unſeren innigſten
Dank.
(B4632
Heinrich Göbel u. Kinder.

Dankſagung.

Für die überaus zahlreichen Beweiſe herz=
licher
Teilnahme, insbeſondere für die reichen
Blumenſpenden bei dem uns betroffenen herben
Verluſte, ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
L. Schwindt.
Darmſtadt, 23. Februar 1912.
(4608

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme an
dem ſchmerzlichen Verluſte unſeres lieben Kindegs
ſagen hiermit herzlichen Dank
(46140
Kari Huwerth und Frauj,
Fami ie Ph. Huwerth,
Familie A. Bernhard.
Darmſtadt, den 23, Februar 1912.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die weſtliche Depreſſion hat ſich weiter nach dem
Kontinent vorgeſchoben. Die Hochs über dem botttniſchen
Meerbuſen und Südeuropa haben ſich etwas veerſtärkt.
In Deutſchland fielen, den Oſten ausgenommen, lüberall
geringe Niederſchläge. Die Temperaturen im Norldoſten
ſind immer noch ſehr tief, während Deutſchlanfd mit
geringen Ausnahmen froſtfrei iſt. Die Depreſſion ver=
lagert
ſich oſtwärts; Randgebilde werden uns beeimfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 22, Febr.:
Trüb, Regenfälle, mild.

Schneeber cht.

* Schierke im Harz (Brockengebiet), 22. Febr.
Schnee nicht gehalten. Winterfeſt abgeſagt.

Tageskalender.

Samstag, 24. Februar.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abopinement):
Glaube und Heimat
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Klavierabend von Télémaque Lambrino zum 8 Uhr
im Hotel Zur Traube‟.
Hauptverſammlungen: Sprachverein unn 8½ Uhr
im Reſtaurant Sitte. Sterbekaſſeverein uim 8½ Uhr
in der Stadt Koburg
Maskenbälle: Geſangverein Liedertafel um 8.11 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz. Odeſwaldklub
Frankonia um 7.71 Uhr im Kaiſerſaal.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Bürgerkeller
und Reſtaurant Metropol um ½ 8 Uhr. Hotel Heß
um 8 Uhr. Kölniſcher Hof um 6 Uhr.
Sonntag, 25. Februar.
Großh. Hofthegter, Anfang 7 Uhr (Ab. C): Der
Kuhreigen.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Miſſionar Beutel um 8½ Uhr Rieger=
platz
3 (Chriſtl. Verein junger Männer).
Vortrag mit Lichtbilder um 8 Uhr im Mathildenhöh=
ſaal
(Konſum=, Spar= und Produktionsgenoſſenſchaft).
Hauptverſammlungen: Schlachtviehverſicherung für
den Landkreis Darmſtadt um 3 Uhr im Perkeo
Heſſiſcher Dobermannpinſcher=Verein um 3 Uhr im
Kaiſerſaal
Windthorſt=Gedächtnisfeier um 8 Uhr im Kon=
kordiaſaal

Geburtstagsfeier des Königs von Württemberg um
7 Uhr im Reſt. Bavaria (Verein der Württemberger).
Familienabend des Frauenvereins der Südoſtpfarrei
um 7½ Uhr im Gemeindehaus.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr, Hotel Heß,
Bürgerkeller, Reſtaurant Metropol und Kölniſcher Hof
um 4 und 8 Uhr, Hotel Zur Krone zu Auerbach
um 3½ Uhr.
Zuſammenkunft und Abmarſch der Jugendwehr der
Kriegervereine um 2 Uhr auf dem Exerzierplatz.
Wanderung des Ortszewerbevereins nach Meſſel ( Ab=
fahrt
um 1.42 Uhr nach Erzhauſen).
Maskenkränzchen des Geſangvereins Liederkranz
um 7.11 Uhr im Perkeo

Verſteigerungskalender.

Montag, 26. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Karl Lorenz ( Franken=
ſteinſtraße
49) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr Ludwigs=
höhſtraße
4.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Pfung=
ſtädter
Gemeindewald (Zuſammen kunft an der Bach=
und Jägerſchneiſe.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Gaſthaus
Zum Löwen zu Nieder=Ramſtadt.
Stamm= u. Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
im Darmſtädter Hof zu Weiterſtadt, um 3 Uhr
an der Abtriebsfläche Diſtrikt Täubcheshöhle oberhalb
des Merckſchen Waſſerwerks.
Jagdverpachtung um 3 Uhr im Rathaus zu Gries=
heim
.

Ausſt ellung der Arbeiten des Handarbeitslehrerinnen=
Seminars in der Aliceſchule (geöffnet Samstag von
101 Uhr, Sonntag von 111 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
Olympia=Kinematograph Rheinſtraße 2.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſſeren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachtlägliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Reufeken N
In Reiderstoffen

Enorm grosse Auswahl!
Enorm grosse Auswahl!
In

Schwarze Kleiderstoffe

Schwarz Cheviot
reine Wolle
Meter 95 , 1.20, 1.40
Schwarz Satintuch
reine Wolle
Meter 1.60, 2.10, 2.50
Schwarz Popeline
reine Wolle .
Meter 2.80, 3.50
Schwarz Wollbatist
reine Wolle
Meter 1.25, 2.25, 3.00
Schwarz Mohair
reine Wolle und Seide
Meter 1.60, 2.50, 3.60
Schwarz Alpacca
120 cm breit
Meter 2.00, 3.50
Schwarz Kammgarn
reine Wolle .
Meter 1.10, 1.75, 2.50
Schwarz Eolienne
110 cm breit . .
Meter 4.50, 5.50

Schwarse
130 cm breite Kostüm-Cheviots
reine Wolle
Meter 2.80, 3.50, 4.50

Weisse Kleiderstoffe
Créme Wollbatist
reine Wolle
Meter 1.25, 1.45, 1.60
Créme Cachemire
reine Wolle .
Meter 1.90, 2.10
Créme Cheviot
reine Wolle
Meter 1.50, 2.25
Créme Voile
Meter 1.75, 2.50
Weiss Wasch-Voile
120 cm breit
Meter 1.90
Créme Satintuch
reine Wolle
Meter 1.90, 2.10, 2.50
Créme und elfenbein Eolienne
Meter 4.50, 5.50
Weisse Fantasiestoffe
Meter 95 , 1.35, 1.75
Schweizer Stickereistoffe
120 cm breit, in den neuesten Mustern,
enorme Auswahl . .
Meter 2.00, 3.50

Farbige Kleiderstoffe
Cheviots, reine Wolle, in grossem Farbensortiment
Meter 2.10, 1.75, 1.50, 95
Farbige Satintuche
Serge und Diagonals
reine Wolle, in enorm grossem Farben- und
Qualitätsortiment, Meter 3.50, 2.50, 2.10, II7 C
reine Wolle . . . . Meter 1.80, 1.50, 1.40, 1.20

In grösster Auswahl
sämtliche Kurzwaren
Besätze, Tülle, Knöpfe, Tressen, Einsätze, Garne etc.

Für Konfirmanden:
Buxkin für Anzüge
Steh- und Umlegekragen
Manschetten und Krawatten.

Sämtliche Futterstoffe:
Seide
Gloria
Jackettfutter.

Für Konfirmandinnen:
Mädchenhemden, Beinkleider,
Stickereiröcke, farbige u. weisse
Handschuhe, Taschentücher.
(4915

[ ][  ][ ]

Ich hatte Gelegenheit

Un Elnelanf
Gu

Beachten Sie
bitte meine
Fenster in der
Kirchstraße

äusserst billig einzukaufen.

Dieses Linoleum gelangt von heute ab zu nachstehend billigen Preisen zum Verkauf:
200 cm breites Druck-Linoleum . . . . . . . . per (Im Mk. 1.75, 1.60, 1.45, 1.35
per Im 2.40
200 cm breites Granit-Linoleum .
200 cm breites Inlaid-Linoleum, Muster durchgehend . . . . per m 3.50, 2.90, 2.65
250 cm breites Druck-Linoleum
. . . . per laufender Meter 5.30
per laufender Meter 6.50
300 cm breites Druck-Linoleum

Druck-Linoleum-Läufer
. Meter 1.00, 85
60 cm breit
Meter 1.10
67.
90
Meter 1.60, 1.40
110
Meter 2.10, 1.90
. . . Meter 2.50
130
Druck-Linoleum-Vorlagen
50X90 cm
45X65 cm
70X115 cm

Druck-Linoleum-Teppiche
150 X200 cm
200X250 cm
200X300 cm

Mk. 7.50

12.75

14.75

Inlaid-Linoleum-Teppiche
150X200 cm
200X250 cm
200X275 cm

18.00

Mk. 10.50
65 Inlaid-Linoleum-Vorlagen 67X100 cm

19.75

Mk. 1.75

Mk. 1.50
95
Ein grosser Posten Linoleum-Reste in allen Breiten, enorm billig.
meiner Spezial-Abteilung Betten u. Bettwaren besondere Gelegenheiten.

Kaufhaus
A

Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft.
Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir in
Arheilgen eine neue Agentur errichtet und dieſelbe dem
Herrn Buchdruckereibeſitzer Heinrich Anthes
Darmſtädterſtraße 76, daſelbſt,
übertragen haben. Derſelbe iſt zur Aufnahme von Verſicherungs=
anträgen
und zur Entgegennahme von Prämiengeldern für die oben=
bezeichneten
Geſellſchaften berechtigt.
Frankfurt a. M., im Februar 1912.
Die Generalagentur der
Die Generalagentur der
Magdeburger
Magdeburger
Feuerverſicherungs=Geſellſchaft
Hagelverſicherungs=Geſellſchaft

Erich Haase.

E. Peters.

Bezugnehmend auf die vorſtehende Bekanntmachung empfehle
ich mich dem geehrten Publikum zur Aufnahme von
Feuer=, Einbruchdiebſtahl=, Mietverluſt= und
Hagelverſicherungsanträgen
und din zu jeder gewünſchten Auskunft gerne bereit.
Arheilgen, im Februar 1912.
(4543
Heinrich Anthes, Buchdruckereibesitzer.

Von Montag, 26. Februar 1. Js. ab
befindet sich mein Bureau
Rheinstrasse 15
(4594soi
(neben der Hauptpost).

Darmstadt.

Brust. Rechtsanwalt.

Möbellager (ohannes Verteh
empfiehlt ganze Wohnungs-Einrichtungen
von 460 bis 8000 Mark.
Bei Bedarf erlaube mir, meine werte Kundschaft ganz besonders
auf eine gediegene Einrichtung aufmerksam zu machen.
1 vollständ. Schlafzimmer, hell eichen . . 375 Mk.
Speisezimmer, dunkelbraun . 500 Mk.
Küche, modern . . . . . .
118 Mk.

Prima Referenzen.

(4579a

Priedrich Steinel, Pallaswiesenstr. 27
jehrock, Frack, 2 Smokinganz.11 guten Scherwagen billig zu ver=
Gzu verl. Wieſenſtr. 9, I. (3560a 1. kaufen Wienersſtr. 52. pk. (*4419

DARMSTADT
Ludwigstrasse 2,
Ecke Kirchstraße.

Zimmer

Für größeren Fabri=
kationsbetriebgroße
, helle

p. 1. Okt. cr. zu mieten geſucht.
Offert. unt. Chiffre K 43
an die Exped.
(4252

Z
Gesucht längere Zeit, Raum
z. Möbel einſtell. aus 5 Zimmer=
wohnung
. Offert. unt. L 30 an
die Eruodition
(*436222
Geſucht wir
Der 1. Jull
evtl. früh., von kinderl. ſehr
ruhig. Ehepaar der Neuzeitent=
ſprech
. 5=Zim.=Wohnung( Hoch=
part
. oder 1. Stock zwiſchen
Hügel= u. Hermannſtr. Off. m.
Preisangabe ꝛc. u. B 7 an
die Exp. ds. Bl. erbet. (B1700

Zum 1. April
von alleinſtehender Dame Vier=
zimmerwohnung
, möglichſt in der
Mitte der Stadt und in der Nähe
der elektr. Bahn, geſucht. Offert.
mit genauer Preisangabe u. K 70
an die Expedition ds. Bl. (B4351

Suche per 1. Juli
gr. 4=Zimmerwohnung m. Zubeh.
u. hierbei 1 ca. 80 am gr. Keller=
od
. Parterre=Raum mit Waſſer,
Licht. Nähe Hauptb. Off. mit
Preis u. G 84 a. d. Exp. (B4568

45 Zimmerwohnung
in Darmſtadt oder nächſter Um=
gebung
von ruhig. Familie geſucht.
Gefl. umgehende Offerten mit An=
gabe
des Mietpreiſes unter L. 48
an die Expedition erbeten. (4583

Schöne 34 Zimmerwohn.
per 1. April geſ. Off. mit Preis
unter L 74 an die Exp. (*4513

Zimmerw. p. 1. April geſ.
4 Part. o. 1. St., zw. Rhein=,
Karlſtraße und Südbahn. Off. mit
Preisang. u. L. 75 a. d. Exp. (*4521

chön möbl. Zimmer mit ſep.
Eingang geſucht. Offert. unt.
L 67 an die Expedition. (*4489

Billiges Gemüſe

4584)

ſolange Vorrat:

Gemüſe=Erbſen . .
Junge Erbſen, mittelf. .
Erbſen mit O Carotten
Junge Schnit bohnen
Brech=Perlbohnen
Carotten in Sch. .
Kohlrabi . . .
Spargel=Abſchnitte

2 Pfd.=Doſe
45 Pfg.
60
50
40
60
35
40
70

A. Reichard

Telef. 104.

Casinostrasse 12.

Eleg. möbl. Wohnung
beſtehend aus 34 Zimmern nebſt
Bad und Küche, per 1. April zu
mieten geſucht. Offert. unt. K 58
(4303a
an die Erped. ds. Bl.

ev. Wohn= u. Schlaſ=
Zimmer zimmer, gut möbl., in
ruhiger Lage geſucht. Offerten u.
L 45 an die Expedition. (*4393

Dame

ſucht für 1. März gut
möbliert. Zimmer
mit Frühſtück, Bad, Nähmaſch.=
Benutz, erw. Gefl. Preisoff. unt.
A. 682 hauptpoſtlagernd Darm=
ſtadt
.
(4572f

Beſſ. Herr ſ. ſchön möbl Zim.,
Zentrum bevorz. Offert. n. Preis=
angab
. sub L 32 Exped. (*4323fs

Für ein 15 jähr. Mädchen, d. hier
2 eine Schule beſucht, wird zu
Oſtern ein Zimmer mit Penſion
bei anſtändiger Familie geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
(*444
L 56 an die Exped.

ſucht i. Oſten ſ. d. Dauer
Herl z. 1. März ſonnig., möbl.
Zim. m. Kachelofen. Off. m. Pr.
ohne Kaffee u. l. 59 a. d. Exp. (*4453

ſep. Eingang,
Möbl. Zimmer, Nähe d. Haupt=
bahnhöfe
, ſof. geſ. Off. m. Preis
unter I 53 an die Exp. (*4423so

G

üterhattener Kinderwagen zut
verk. Bleichſtr. 36, II. (*4471

im. Gerde nw.=
Sprechmaſchine 5 doppelſeitige
Platten, billig abzugeben. Bund,
Schuchardſtraße 11.
(*4520
Schöne, alte Briefmarken
billig Waldſtr. 20, Laden. (*4400
Kleg. Frack= u. Smok.=Anz. auf
E Seid. geſ. f. groß. ſtark. Fig. bill.
Karlſtraße 34, I. rechts. (*4519

Ein gebrauchtes Tafelklavier
Ebillig zu verkauf. Dieburger=
ſtraße
120.
(*4442si

tene
Engländerin Untericht zu er=
teilen
Wilhelminenplatz 10, I. (94a

Ari
G

ert. Off.u. I. 73 a. d. Erp. (*45165ms

Gesangsmeister
R. H. Staudigl
unterrichtet jeden Dienstag
u. Freitag in Darmstadt.
Ausbildung für Oper, Konzert
und Gesellschaft.
Korrektur verbildeter Stimmen.
Vornehme Referenzen.
Schriftliche Anmeldung erbet.
nach Frankfurt a. M., Im
Prüfline 10.
(*4480

Wergibt Privat-Tanzanterricht
Of. u. L. 47 an die Exp. (*4405

[ ][  ][ ]

sind eingetroffen!

Jaletots

Jackenkleider

Paletots

Jackenkleider

aus marine oder
ickenkleider schwarz Cheviot
glatte Fassons, auf Seide gefüttert

aus marine Cheviot m. weiß. oder farb.
Stoffgarnierung . 25., 18.50, 15.,

für Backfische,
ackenkleider marine und aus
Stoffen engl. Art, kurze, chice Fassons

Paletots aus schwarzem Tuch od.
Kammgarn mit Reverskragen (lange
Fassons) . . . 38., 27., 24.
aus modernen Mode- und
aletots
grauen Stoffen mit aparter
Rückengarnierung od. breitem Kragen

,aus marine oder
ackenkleider schwarz Kamm-
garn
mit weißem Besatz oder schwarzen
Tressen garn. 65., 54., 42., 36.

Taillenkleider aus Wollmousse-

Paletots aus schw. Tuch m. breitem
Revers u. Kragen mit aparter Moiré-
garnierung
48., 42., 37., 32.
Paletots
aus Popeline oder Cover-coats

line in modernen Streifen und Tupfen
39., 32., 26., 23.50,

Taillenkleider
aus farbigem und schwarzem Popeline

Konfirmanden- u. Kommunikanten-Kleider
in aparter Ausführung
14.50 19.50 26.00 33.00

Zlusen

Kostüm-Röcke

Kostüm-Röcke aus Stoffen engl. Art,

moderne Fassons mit Knopfgarnierung von
Kostüm-Röcke aus kammgarnart
Stoffen .
von
Kostüm-Röcke schwarz u. marine
Cheviot, mit Blenden od. Knöpf. garn. von
Tuch oder Croisé,
Kostüm-Röcke auch f. sehr starke
Damen, in eleganter Ausführung . . von
Backfisch-Röcke
marine und farbig
von
Kinder-Röcke aus Cheviot, mit und
ohne Leib
. . Anfangsgr. von

Blusen ganz aus Stickereistoff, mod.
Aermelgarnierung . . . . . . von
Blusen creme Wollbatist mit Stickerei
oder Einsätzen .
. . . von
aus Wollmousseline, in apart.
Blusenl Streifen oder Tupfen, mit
farbiger Garnierung . . . . . von
Blusell aus reinwollenem Popeline
(Kimono) mit angesetzt. Aermel von
Blusen weiß oder éeru Tüll und
Spachtel
. . von
Blusen gestreifter und gemusterter
Voilé mit breiten Spitzen . . . von
Blusen schwarzer Voilé oder Tüll,
mit Fältchen od. Einsätzen garn. von

Markt 2

Mitglied des Rabatt=Sparvereins

aus farb. Stoffen mit breitem Kragen und
farbiger Garnierung 12.75, 8.75, 5.95,

us farbigen Stoffen, moderne kurze
Fassons
19.75, 17.50, 16.

Paletots z. Stoff. engl. Art, ca. 730 cm

aus Stoffen engl.
Jackenkleider Art, aparte Dess.
Jacke auf Seide gef., vorn abgerundet u.
Knopfgarnier. 45., 39., 33., 28.

lang mit apart, Knopfgarnierung u. farb.
Tuchbelag . . . 24.50, 19.50, 16.50,

Paletots

[ ][  ][ ]

DARN-

GRAFENSTR-N2EcKE RHEINSTR
Grösste, beste und plastischste Licht-
bildbühne
Darmstadts.
Projektionsfläche 4,00X3,00 Mtr. auf
Aluminiumwand.
Flimmerfreie, ſcharfe Projektion.
Von heute ab nur 4 Tage!
Als erſtklaſſiges, gut gewähltes einwandfreies
Schlager-Programm
bringen wir einen ganz vortrefflich geſpielten, mit äußerſt
feſſelnden Momenten, wundervollen Szenen ausgeſtat=
teten
Film, betitelt:

Schlager ersten Ranges!
Schlager ersten Ranges!
Dieſes ganz hervorragende, äußerſt vornehm ge=
haltene
Drama, deſſen Inhalt eine Abwechſelung bietet,
die alles, ſelbſt die beſten hier gezeigten, weit über=
trifft
, führt in ſeinem Spiel allen Sport, als Waſſer,
Flugzeug, Auto und dergleichen mit, ſo daß es ſelbſt
dem verwöhnteſten Kinobeſucher als etwas ganz neu=
artiges
erſcheint. Vorführungsdauer ca. 1¼ Stunde.
Schlager!
Schlager!
Die Aufopferung
einer Schwester
Drama aus dem Leben, welches die Aufopferung eines
Frauenherzens, um den Ruf einer treuloſen Gattin und
die Illuſion eines unglücklichen Mannes zu ſchützen, zeigt.
Die Frau allein behält in ihrem Herzen die Gewiſſens=
biſſe
und eine unbegrenzte Dankbarkeit für ihre groß=
mütige
jüngere Schweſter.

Das Honorar des Diebes

Erlebniſſe eines Arztes, durch Fund eines Briefes, den
er ſeiner Frau zeigen wollte, aber durch Abruf zu einer
Kranken vergeſſen hatte, und die Folgen.
Tante Ursula in Haremsnöten.
Aeußerſt humorvolle Humoreske, etwas zum Lachen.
Sein erstes Abenteuer. Guter Humor.
Moritzens Ungeschicklichkeit. Humoriſtiſch.
Sada, Akrobat auf Eisendraht. Variété=Akt.
Stockholm. Gute Naturaufnahme. (*4514

Beſonders empfehlenswertes Programm.

wird noch teurer!
Werte Hausfrauen!
es lohnt sich unbedingt, unsere Spezialmarken in
Kunstbutter als Ersatz für die
(Margarine)

teare Bassranmbatter

zu prüfen, welche in den grössten rheinischen
Werken angefertigt werden.

1 Mark Eine Mark 1 Mark
kostet
1 Pfund
Süssrahm-Tafelbutter-Ersatz
(Margarine).
Diese Ware hat Eingang in den feinsten
und reichsten Küchen gefunden. Die
grösste Errungenschaft auf dem Ge-
biete
der Nahrungsmittel-Industrie. Mit
und ohne Salz, hochfein von Geschmack
und Aroma, aus edelsten Produkten
bereitet, kann diese Ware von dem ver-
wöhntesten
Feinschmecker von der
feinsten Süssrahm-Butter nicht unter-
schieden
werden.

(Margarine) per Pfd. 60,

DARMSTADT

nstrasse 5
Forstmeisterplatz.
Telefon 1558.
Versand nach allen Stadtteilen.

Gerissen

Kanstbütter 90 und 100 Pfg. Von

65, 70, 75. 80, 85,
65 Pfg. an mit Gutschein
im Wert von 5 Pfg. per Pfund.
(4647

Palmbutter

Marke Mess‟

per Pfund 85 Pfg. mit Doppelbons (gänzlich frei
von tierischen Fetten)
schäumt und bräunt wie Naturbutter. Gleich vor-
züglich
zum Braten, Backen und als Brotauf-
Strich. Geschmack und Aroma wie feinste Molke-
reibutter
, bekannt ais die feinste Pflanzen-
butter
-Margarine, die in Deutschland verkauft wird.
Per Pfund nur 85 Pfg. mit Doppelbons im Werte
von 10 Pfg.
Hohandisches Katfee u.
Eebensirreihaus

Aufarbeiten
ſowie Neu-Anfertigung von
Polster-Möbel
und Matratzen
O0O%%%
Tapezieren von
Wohnräumen
O00%%%
Prompte, billige Bedienung durch
Möbel= u. Tapezier=Werkſtätte
Paul Buss & Co.
Darmſtraße 10. (*4511

Achtung billig.
6=Pfg.=Zigarren, 10 Stück 40 Pf.,
7=Pfg.=Zigarren, 10 Stück 45 Pf.,
zu haben bei
Kranichſteiner=
Wamser, ſtraße 37, Htb.,
kein Laden. (*4445sm

Gebrauchte Stiefel, dauerh. her=
geſtellt
, verkauft ſtets Grosch,
(*4465so
Luiſenſtraße 40.

mich zim Anfertigen
Empfehle v. Kleidern, Kinder=
kleidern
, billige Berechnung
Lauteſchlägerſtraße 5, II. (*4384

Cleg. Samt=Soubrette zu verl.
Liebfrauenſtr. 68, II. (*4376

EEleg. Damen-Masken
von 2 Mark an zu verleihen
Riedlingerſtraße 41, 1. St. (*4390

preiswert
Schwarz. Pianino zu verkauf.
Pfungstadt, Waldſtr. 33. (*4509

m Hotel zur Traube iſt am
Faſtnacht=Dienſtag ein Küfer=
wagen
abhanden gekommen. Ab=
zugeben
Holzſtr. 3. Wiederbringer
eine Belohnung.
(*4388

welcher
Derjenige, den Schirm
am Montag abend unrechtmäßig
in der Heidelbergerſtraße ſich an=
eignete
, wird aufgefordert, den=
ſelben
Annaſtraße 44 abzuliefern,
andernfalls erfolgt Anzeige. (*4391

Ein neuer Bäckerwagen, ein neu
hergerichteter Milchwagen zu
verkaufen Bleichſtraße 5. (*4422si

neu, billig
Erkergestell, abzugeben
Kiesſtraße 34, parterre. (V4627

S von heute ab
wieder zirka
100 St. Ferkel u. Einlegſchweine
zu den billigſten Preiſen

Tannen-Blockholz
zirka 100 Meter, ab Lagerplatz hier,
zu verkaufen. Näheres Stift=
ſtraße
19, Bureau.
(4625si

Schweine-
Ph. Feldmann, Händier,
Griesheim bei Darmst. (4626

Ein elfjähriger

Wallach

zugfeſt, für 360 M. zu vk. bei (4294a
Martin Koppert, Jugenheim a. d. B.

Ein Stamm junge Hühner
(Orpington) zu verkaufen Ried=
(*4194dfs
eſelſtraße 64.

rima junge Legehühner und
P Zuchthähne preiswert zu ver=
kaufen
Darmſtr. 33a, II. (*4452

junge deutſche Schäferhünd.
zu verkaufen Eberſtadt bei
Darmſt., Seeheimerſtr. 20. (*4329fs

Nauhhaariger Pinſcher mit kurzen
Haaren, langen Beinen, ca. 2 J.
alt, gut gezogen, geſucht. Off. m.
Preisang. u. L. 45 a. d. Exp. (*4392sm

Sunger kleiner Pinſcher zu verk
4474) Gr. Kaplaneigaſſe 42

Junge Wolfshunde, raſſerein,
zu verkaufen Wixhauſen,
Göthsbachſtraße 18.
(*4087is

anarienhähne und =Weibchen
billig zu verkaufen (B3159
Ludwigshöhſtr. 1½, III.

Soch einige Kanarienhähne
Ne nebst Weibchen abzugeb.
Schuknechtſtr. 59, II. I. (*3845sms

Planos: u lanos!
Pianos! Pianos!
Eine grosse Anzahl gröss-
tenteils
aus Herrschafts-
besitz
eingetauschter Pia-
ninos
stehen von heute ab
zum Verkauf. Es bietet
sich hier eine
seltene Gelegenheit
unter circa 20 Klavieren,
welche teilweise ganz wenig
gespielt sind, ein vorzüg-
liches
Instrument (unter
fachmännischer Garantie
für nur prima Material) zu
erstehen. Gegen bar und
Raten.
Garantieschein
wird jedem Instrument bei-
gefügt
.
Ich bitte meine Schaufenster
in der Erbacherstrasse
zu beachten!!
Die Instrumente können
ohne Kaufverbindlichkeit
angesehen werden.
1 Pianino Irmler 650
1 Pianino Syst. Steinway
600
1 Pianino Feurich 600
1 Pianino Glass . 550
1 Pianino Arnold Carl)475
1 Pianino Lehmann 450
1 Pianino Spangenberg
420
1 Pianinoschönleber400
1 Pianino Gertler 380
1 Pianino Schultz 350
1 Pianino Philippf 320
1 Pianino Uebel . 150
und verschiedene andere
Pianos und Harmoniums,
ferner 2 nur in Konzerten
gespielte
Perzina-Harfen-Klaviere
1 Pianino früher . 1350
jetzt 950
1 Pianino früher . 1200
jetzt 850
Infolge Wegfalls hoher Ver-
kaufsspesen
(teuere Laden-
miete
etc.) günstigste Kauf-
gelegenheit
.
Kein Magazin in der Stadt,
aber im eigenen Geschäftshaus
über 350 qm Magazine mit
mehr als 100 Instrumenten zur
Auswahl
nur Ecke Erbacherstr.
Pianofortegrosshandlung
und Fabrik (4636a
Harmoniums und Phonola’s
KatfArhold
Ecke Erbacherstrasse
n. d. Schwimmbad.
6 große Schaufenster 6.
Import.
Export.

Sanartenhähne u. Weibch. bill z.
verk. Karlſtr. 25, 3. St., r. (*4455

la gewaſchen und geſiebt
Nusskohlen II. Grösse
zu 1.35 Mk.
frei Keller, exkluſive Oktroi
in Fuhren netto Caſſa.
Beſtellungen unter L 65 an
ie Exp. ds. Bl. erb. (*4473so

eleg. gr. Hängelampe m. Zug. ſ.
115 Mk., 1 Petrol.=Kochofen 2 Mk.
Wienersstr. 52. Stb. II r. (*4436

Programmn
zu dem am Samstag, den
4. Februar, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Auf Wunſch: Hurra! Zeppe=
lin
, Marſch von S. May. 2. Ouver=
ture
zur Oper Martha von Fried=
rich
v. Flotow. 3. Angereihte Stücke
aus der Oper Der Freiſchütz von
C. M. v. Weber. 4. La Crom-
piurette‟
Nouvelle Danse Origi-
nale
von Henri Joſé. 5. Brüder=
lein
fein Walzer nach dem gleich=
namigen
Altwiener Singſpiel von
Leo Fall. 6. a) Marſch aus Fauſt
von V. Hamm; b) Marſch aus .Die
ſieben Schwaben von C. Millöcker.
Sonntag, den 25. Februar
von 1112 Uhr mittags Konzert
der Kapelle des Garde=Dragoner=
Regts. Nr. 23. auf d. Pardeplatz.
Programm:
1. Krönungsmarſch aus d. Oper
Der Prophet von Meyerbeer.
2. Ouverture zur Oper Die weiße
Dame von Boildieu. 3. Arie a.
der Oper Figaros Hochzeit von
Mozart. 4. Fantaſie aus Der
Poſtillon von Lonjumeau von
Adam. 5. An der ſchönen blauen
Donau, Walzer von Strauß.
6. Viribus unitis, Marſch v. Kral.

Ein gebrauchter Sitz= u. Liege=
wagen
für 6 Mk. zu verkauf.
Karlſtr. 58, Hth., 2. St., I. (*4518

ſoderner Kinder=Lieg= u. Sitz=
Mwagen zu kaufen geſ. Of
m. Preis u L55 a. d. Exv. (*1417

Weicher, nicht über 410jähr. Herr
(Wohnort, Vermögen Neben=
ſache
) heiratet 56jährige
Millionärin? Koſtenloſe Aus=
kunft
, auch über viele hundert
andere vermögende heirats-
lustige
Damen, erteilt an nur
ernſte Reflektanten Schlesinger,
(2659a
Berlin 18.

Reelle Heirat.
Frl., Mitte 40er, ſehr liebensw.
u. gut. Charakter, aus gut. achtb.
Fam., etwas Verm, w. Heirat m.
beſſ. Beamten od. Rentner nicht u.
50 Jahren. Anonym zwecklos.
Off. u. L. 52 an die Exp. (*4399

Mittlerer Staatsbeamter
Witwer, Ende 50er, evang., m. er=
wachſ
. Kindern, gut ſituiert, wünſcht
m. Fräulein od. Witwe ohne Kind.
anfangs d. 50er, m. entſpr. Verm.,
zwecks Heirgt bekannt zu werden.
Offert. unt. K 74 an die Exped.
Diskretion zugeſichert. Anonym
(*4464.
zwecklos.

Herr, 30 Jahre alt, kath., Beſitzer
eines Automobil=Geſchäfts, ſehr
vermög., wünſcht ſich mit jüngerer
kath. vermögender Dame bald. zu
verheiraten. Vermittler verbeten.
Gefl. Offert. unter K 85 an die
Expedition ds. Bl. (*3936ods

18 j. Frl., 50000 M. bar, 10000 M.
erb., 23 j. Frl., 138000 M bar, 35 j.
Ww., 40000 M. bar, 40000 M. erb. w.
ſich ſch. zu verh. Herr. a. oh. Verm.
Fr. Aug. Scott. Ferlin SW. 61. (4639a

Adoptionsfähige
in guten Verhältniſſen lebende
Beamten=Familie, die bereits
einen Knaben adoptierte, wünſcht
noch ein Mädchen gegen einen
einmaligen Erziehungsbeitrag zu
(*4289fso
adoptieren.
Gefl. Offerten unter A. S. 67
hauptpoſtlagernd Elberfeld.
Damen=Aufn., ſtr. Diekr., Witwe
Eienne, Heb., chweinfurt. (4427a

Vorzügl. Privat-Mittag- und
Abendtisch
empfiehlt Pension Röpke,
Bismarckſtr. 21. (*4302fs

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Nachſtehend bringen wir die derzeitige Znſammenſetzung der Sachverſtändigen=
kommiſſionen
für die einzelnen Wildſchadensbezirke zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 19. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Namen der zu den
Erſatzmänner Vorſitzender Stellvertreter
Wildſchadensbezir=
der
Sachver=
ken
gehörenden Ge=Sachverſtändige! der Sach=
des

meinden u. Gemar=
ſtändigenkom
ſtändigenkom=
kungen

verſtändigen miſſion
Vorſitzenden
I. Wildſchadens=1. Landwirt
1. Rentner F.
Landwirt
Landwirt
bezirk:
Martin Kaus, Peter Pitthan Martin Kaus, Adam Gründler
dahier,
dahier,
dahier
dahier
Darmſtadt=Beſ=
2. Oekonom Pet.2. Landwirt
ſungen
Karl Seibel,I Friedr. Geyer,
dahier,
dahier
3. Friedr. Schub=
kegel
, ſenior,
dahier
II. Wildſchadens=1. Förſter Löſch, 1. Bürgermeiſter Förſter LöſchForſtwartEnge
Forſthaus
bezirk:
Benz zu Ar=Forſthaus Kalk= zu Meſſel
Kalkofen bei heilgen,
ofen bei Arheil=
Arheilgen, Brauns= Arheilgen,
gen
hardt, Erzhauſen,
Gräfenhauſen, 2. Gemeindeein=2. LandwirtHch.
Meſſel, Schneppen= nehmer Frey! HuckII. zu Ar=
hauſen
, Weiterſtadt, zu Wixhauſen, heilgen
Wixhauſen 13. Landw. Jakob
Pons zu Grä=
fenhauſen

III. Wildſcha=1. Bürgermeiſter 1. Gemeinderats= Bürgermeiſter 1 Bürgermeiſter
densbezirk:
Geibel zu
mitglied Val.
Geibel
Schäfer
Hahn,
Gerhard IV. zu Hahn 1 zu Eberſtadt
Eberſtadt, Eſcholl=
brücken
, Griesheim, 2. Hrch. DelpIII. zu Griesheim,
Hahn, Eich, Mal= zu Eſcholl= 2. Beigeordneter
Nungeſſer zu
chen, Pfungſtadt brücken,
3. Landw. Wil= Pfungſtadt
heim Kiſſl 1.
zu Pfungſtadt
IV. Wildſcha=1. Bürgermeiſter1. Landw. Jean! Bürgermeiſter Förſter Hof=
densbezirk
:
Lorenz zu
Grünewald Lorenz zu Roß=mann auf Forſt=
Roßdorf.
zu Roßdorf.
dorf
haus Eiſern=
Nieder=Beerbach,
hand‟
Nieder=Ramſtadt 2. Landw. Peter l2. Landw. Gei=
bel
zu Nieder=
mit
Waſchenbach,! Breitwieſer
Ober=Ramſtadt, VIII. zuOber= Ramſtadt
Roßdorf, Traiſa. Ramſtadt,
3. Ortsgerichts=
mann
Heinr.
Matthes III.
zu Ob.= Ram=
ſtadt

An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die Zuſammenſetzung der für Ihre Gemeinden in Be=
tracht
kommenden Sachverſtändigenkommiſſion ortsüblich bekannt zu geben.
Darmſtadt, den 19. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(4457
Fey.

Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III. See=
bataillon
(Marine=Infanterie) in Tſingtau (Ehina) findet Oktober 1912 ſtatt: Aus=
reiſe
nach Tſingtau: Januar oder Frühjahr 1913. Heimreiſe Frühjahr 1915 bzw. 1916.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). In Tſingtau
wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines unterzeichneten vom Zivil=
vorſitzenden
ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei bzw. vier
Jahre zu richten an: das Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.
Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſen=
artillerie
=Abteilung Kigutſchou (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet
Oktober 1912 ſtatt; Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bzw. 1914, Heimreiſe Frühjahr
1915 bzw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor
dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Ent=
wicklung
). In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung
eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſteintritt auf drei bzw. vier Jahre zu richten an: das Kommando der Stamm=
abteilung
der Matroſenartillerie Kiautſchou, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſen=
artillerie
=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt!
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt aus=
gefertigt
. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Anshebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(3698sss

Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgänge
Militärpflichtiger.
Der Zwvil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
au die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Poſ. 13 der Wehr=Ordnung vom
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1911) hinweiſe, nach welcher
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bzw. von der Stämmrolle
infolge Aufenthaltswechſels, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten=
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen die entſprechenden An=
zeigen
bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins für jeden Mann
getrennt, alsbald zu erſtatten.
Dr. Reinhart, Regierungsrat.
(3699a

Antliche Rachrichten des Groff. Poligiante Darmſiedt=

Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 Buch Soll und
Haben (1. Band) von G. Freitag. 1 Hundepeitſche. 1 ſchwarzes
Handtäſchchen. 1 Damenſchirm. 2 Portemonnaies mit einigen
Pfennigen. 1 Handtäſchchen mit 2 Taſchentüchern. 2 große Schlüfſel.
1 brauner Damenpelz. 1 grauer Kinderpelz. 1 ſchwarze Samt= Hand=
taſche
mit gelbem Bügel. 1 filberne Damenuhr mit langer ſilberner
Kette. 1 ſchwarzes Handtäſchchen. 1 ſchwarzer Damen=Lackgürtel mit
weißer Schnalle. 1 gold. Armband (Drahtgeflecht), 1 weißes Taſchen=
tuch
mit 1 Geldſtück. 1 Krankenthermometer.
(4604
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
, der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(4599
tag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 25. Febr.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr ebends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Warſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.) (22563

per ½ kg
. 90 Pfg.
Ochſenfleiſch
84
Rindfleiſch
90
Kalbfleiſch
90
Hammelfleiſch
60
Bruſt:
. 76
Schweinefleiſch
Kottelets u. geſalz. Fleiſch 86
110
Speck, geräuchert

per ½. kg
Dörrfleiſch
. 96 Pfg.
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken .
130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 80
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 80
Leber= u. Blutwurſt . . 64

Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1912.

Für die in der Zeit vom 28. April bis 8. Mai 1912
ſtattfindende Frühjahrsmeſſe werden vergeben:
I. Auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots die
Plätze für Karuſſells und Schaubuden pp., und zwar:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für zwei Karuſſells oder Schaukeln (ohne Dampfbetrieb) bis
12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis 25 m
Front und 1214 m Tieſe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen.
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von uns zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.

Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen An=
gebotsſcheine
und mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze ver=
ſehen
, bis ſpäteſtens
Dieustag, den 5. März, vormittags 11 Uhr,
bei uns einzureichen.
II. Die ſämtlichen übrigen Plätze werden
öffentlich verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
Waffelbuden bis 9 X 4 m.
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 2. April,
vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen
bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 14. Februar 1912.
(4108sss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.

Verſteigerungs-Anzeige.

Montag, den 26. d. Mts., nachmittags 4 Uhr,
ſollen im Verſteigerungslokal Ludwigshöhſtr. 4 folgende Pfänder
gegen bar verſteigert werden:
1 Pianino, 1 kl. Kaſſeſchrank, 1 Kleiderſchrank, 1 Eisſchrank,
1 Büfett, 1 Schreibtiſch, 1 Bücherſchrank, 1 Diwan u. a. m.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
(4512fs
Wieser.

Holz=Verſteigerung.

Mittwoch, 28 Februar, l. J., nachmittags 4 Uhr, werden
im Gaſthaus zum Mühltal (Gebr. Bauer) in Eberſtadt öffentlich
verſteigert:
1. aus Diſtrikt Büchelsberg, Kühruhe, Haſelberg, Gemarkung
Eberſtadt. Nutzholz, Stämme: 1 Eiche 0,41 fm, 2
Fichte = 0,36 fm, 1 Kirſchbaum 0,59 fm, 2 Apfelbäume
0,32 fm, 1 Zwetſchenbaum 0,06 km. Rundſcheiter Birke:
2 rm. Derbſtangen; 11 Birke = 0.39 fm, 5 Lärche
0,29 fm, 12 Fichte 0,63 fm. Reißſtangen: 10 Birke=
0.13 fm.
Brennholz, Kiefer: 26 rm Knüppel, 2 rm Knüppelreiſig,
16 Hdt. Wellen, 18 rm Stöcke, grob. Aſpe: 3 rm Knüppel,
Birke: 0,8 rm Scheit, 4 rm Knüppelreiſig, 18,5 rm Reiſig
(Beſenreiſig) Kirſchbaum: 2 rm Knüppel, 4 rm Reiſig=
Apfelbaum: 4 rm Knüppelreiſig. Erlen: 2 rm Knüppel,
2 rm Knüppelreiſig, 16 rm Reiſig.
2. aus Diſtrikt Riedberg: Kiefer: 44 rm Knüppel, 6 Hdt.
Wellen Reiſig, 17 rm Stöcke, 125 Kiefern=Reißſtangen.
Auskunft erteilen zu 1. Forſtwart Kirſchner (Müllerſtraße 11)
zu 2. Forſtwart Pfeiffer (Schulſtraße 5) zu Eberſtadt.
(4582
Eberſtadt, 21. Februar 1912
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.

Bauplanänderung.

Der Plan über die zufolge Be=
ſchluſſes
der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 1. ds. Mts.
vorgenommene Aenderung der
Fluchtlinie auf der Oſtſeite der
Teichhausſtraße zwiſchen Soder=
ſtraße
und Adolf Spieß=Straße
liegt in der Zeit vom 12. bis ein=
ſchließlich
27. ds. Mts. auf dem
Stadthauamte, Grafenſtraße 30
zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan
ſind, bei Meidung des Ausſchluſſes,
während dieſer Friſt ſchriftlich
oder mündlich daſelbſt vorzu=
bringen
.
(3567ss
Darmſtadt, 7. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. 2.: Jaeger.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Umpflügen von
an Feldwege ſtoßen=
den
Grundſtücke.
Vor der jetzt beginnenden Feld=
arbeit
machen wir hierdurch darauf.
aufmerkſam, daß das Einpflügen
in die Feldwege, ſowie das ſcha=
denbringende
Wenden der Pflüge
auf denſelben verboten iſt, und
Zuwiderhandlungen gemäß den
Beſtimmungen der Art. 49 und 51
des Feldſtrafgeſetzes Strafe nach
ſich ziehen.
Das Feldſchutzperſonal iſt an=
gewieſen
, die Befolgung dieſes Ge=
bots
zu überwachen und Zuwider=
handeinde
unnachſichtlich zur An=
zeige
zu bringen.
(460250
Darmſtadt, 21. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.

Städt. Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (859a

Darmſtädter Druckſachen
aus dem 17. u. 18. Jahrhundert
zu kaufen geſucht
(4202t
Näh. Expedition.

[ ][  ][ ]

Spülung des Waſſerrohrnetzes.

Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſer=
rohrnetzes
in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
in der Zeit von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des Waſſer=
mit
ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 26. zu Dienstag, den
27. Februar 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke 1 und II.
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der Bismarck=
ſtraße
, weſtlich vom Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße,
zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und Wilhelminenſtraße, weſtlich des
Teiles der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße und Heinrichs=
ſtraße
, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der Heinrichs=
ſtraße
von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelberger=Straße, öſtlich
des Teiles der Heidelberger=Straße, zwiſchen Heinrichsſtraße und
Eſchollbrücker=Straße, nördlich der Eſchollbrücker=Straße, zwiſchen Heidel=
berger
=Straße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee von der Eſcholl=
brücker
=Straße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Main=Neckar=
Bahn zwiſchen Stadt=Allee und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken
der Wilhelminenſtraße und der Heinrichsſtraße und die Nordſeite der
Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und Wilhelminenſtraße.
Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurter=Straße, zwiſchen Bis=
marck
= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 28. zu Donnerstag,
den 29. Februar 1. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke III und IV.
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich
der Bismarckſtraße und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die
Straßenzüge nördlich der Holzhofallee und weſtlich der Main=Neckar=
Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden mitge=
ſpült
die Frankfurter=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung
nach Arheilgen und die Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles
der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Heinrichs= und Rheinſtraße, ſüdlich
des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=
Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=Ludwigs=Platz und Marktplatz,
ſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des Teiles der
Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heinrichsſtraße und nördlich des
Teiles der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karls= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen
werden mitgeſpült die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der
Karls= und Heinrichsſtraße, ſowie die Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs=
und des Marktplatzes und die Oſtſeite des Wilhelminenplatzes, ferner
wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 2. zu Sonntag, den
3. März I. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke VI und VII.
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw. Alexander=
ſtraße
und Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=,
Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz, ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis
zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen iſt die Mathilden=
höhe
, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
(4541so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Verſteigerung
von Ziegelei= u. landwirtſchaftlichen Geräten.

Mittwoch, den 28. Februar I. J., vorm. 10 Uhr,
verſteigere ich auf der ſeitherigen Ziegelei der Firma A. & J. Gan=
denberger
, an der Straße zwiſchen Pfungſtadt und Hahn gelegen,
folgende Gegenſtände:
3 Kippwagen, 8 Etagenwagen, 8 Schärchkarren, 5 eiſerne
Karren, 7 Schubkarren, 10 alte Karren, 285 Hageböcke, 400
Strohdecken, 1 Ventilator, 1 Pult, 2 Tiſche und 20 Stühle;
ferner: 1 zweiſitz. Break, 4 Einſpänner= und 4 Zweiſpänner=
Wagen, 1 Mähmaſchine, 1 Heuwender, 1 Dickwurz=
mühle
, 1 Häckſelmaſchine, div. Ackergeräte, als Pflüge,
Eggen ꝛc., 2 Paar Ernteleitern mit Zubehör, verſch. alte
Kummete, 2 Jauchefäſſer, 1 Partie altes Bauholz und
Dachſchiefer.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden nur gegen
ſofortige bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 24. Februar 1912.
(4538so
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Jagd-Verpachtung.

Die Jagd der Gemeinde Griesheim, beſtehend aus ca.
4200 Morgen Feld, ca. 2300 Morgen Wald und ca. 1900 Morgen
Wieſen ſoll am
Montag, 26. Februar d. J., nachmittags 3 Uhr,
auf dem Rathaus dahier in mehreren Abteilungen auf die Dauer
von ſechs Jahren öffentlich verpachtet werden.
Die Jagd bietet einen guten Beſtand in Rehen und Haſen, ſowie
Hühnern, Faſanen und anderen jagdbaren Vögeln, ſodaß in einzelnen
Bezirken faſt das ganze Jahr hindurch Jagd ausgeübt werden kann.
Bemerkt wird, daß Griesheim gute Bahnverbindungen hat,
ſodaß man jederzeit bequem das Jagdgebiet erreichen kann.
Weitere Auskunft wird von der unterzeichneten Behörde be=
reitwilligſt
erteilt.
(3896ss
Griesheim bei Darmſtadt, am 12. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.

Masch.-Techn. Arbeiten!
Kostenanschläge, Berechnungen, Projekte, Unter-
suchungen
, an Masch. Gutachten. Durcharbeitung
von Erfindungsideen. Entwerfen, sowieAusziehen
und Beschreiben von Zeichnungen etc. etc.
übernimmt billigst als Nebenbesch. erfahr. Fachmann.
Offert. unt. K 83 befördert die Expedition.
(4394a

Zu einem außerordl. günſtigen Vorzugspreis iſt ein
Obk.vierP
deh
mit bequemer Sport=Karoſſerie zu verkaufen. (4593
Telephon 1128 August Engel Schuchardstr.

Spülung des Waſſer=
rohrnetzes
.

In der Nacht von Samstag, den
24. auf Sonntag, den 25. Februau
I. Js., findet eine Druckrohr=
Spülung ſtatt, welche in der Zeit
von 10 Uhr abends bis 5 Uhr
morgens eine zeitweiſe Unter=
brechung
der Waſſerabgabe, ſowie
eine Trübung des Waſſers mit ſich
bringt. Die Waſſerabnehmer wer=
den
deshalb gebeten, ſich vorher mit
Waſſer zu verſorgen. (4542
Darmſtadt, 21. Februar 1912.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Bekanntmachung.

Dienstag, 27. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Obſthändler Heinrich
Obſt Eheleuten dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 922¾//100 344 Hofreite Teich=
hausſtraße
,
II 922¾5/100 136 Grabgarten da=
ſelbſt
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K3/12
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(V2620
Müller.

Bekanntmachung.

Dienstag, 26. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Philipp Maul V.
zu Ernſthofen im Grundbuch hie=
ſiger
Gemarkung zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
II 1035/10 213 Hofreite Beck=
ſtraße
,
II 1035¾/10 65 Grabgarten
daſelbſt,
II 1035¾/100 65 Grabgarten
mit Garten=
haus
,
II 10355//100 41 Grasgarten
daſelbſt,
II 10352/100 37 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K14/12
Darmſtadt, 14. Februar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V4570

Die Lieferung

vonca. 600 Zentner Anthracit IIIm,
400 Zentner Nußkohlen II, 200 Zent=
ner
Braunkohlenbriketts (Union),
8000 Zentner Brechkoks 40/60 ( wag=
gonweiſe
Lieferung nach Abruf)
an die Anſtalt für die Epileptiſche
zu Nieder=Ramſtadt, wird zur Sub=
miſſion
ausgeſchrieben.
Offerten ſind bis zum 10. März
einzureichen an den Vorſtand der
Anſtalt zu Nieder=Ramſtadt.
Weimar, Pfarrer,
Inſpektor. (4614

Das früher
Riedmatter’ſche Gaſt=
wirtſchaftsanweſen

in der Sommerfriſche Traiſa
bei Darmſtadt, Station der
Odenwaldbahn, ca. 30 Min.
von der Halteſtelle Böllen=
falltor
der Darmſtädter elek=
triſchen
Straßenbahn entfernt,
beſtehend aus zweiſtöckigem,
unterkellertem, maſſiven Haus
mit geräumigen Reſtaura=
tionslokalitäten
, Sälen, Frem=
denzimmern
, großer Stallung
und anderen Seitengebäulich=
keiten
, Grabgarten, ſowie
großen ſchattigen Reſtaura=
tionsgarten
, zuſam. 2256 qm,
ortsgerichtlich taxiert zu
Mk. 45000. ferner einige
Feld= und Wieſengrundſtücke
daſelbſt, werden (4119a
Donnerstag, 29. Februar
1912, nachmittags 42Uhr,
auf dem Rathauſe in Traiſa
durch das unterzeichnete Ge=
richt
zwangsweiſe verſteigert.
Die Erteilung des Zu=
ſchlags
iſt nicht davon ab=
hängig
, daß die Taxe erreicht
wird. Auskunft erteilt das
Großherzogliche Ortsgericht
Traiſa.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.

ie beiehen
Giessener Pferde-Lose
à 1 Mk., Ziehung am 21. März d.
J., ſind in allen bekannten Loſe=
geſchäften
zu haben. Gen.=Vertrieb
Richard Buchacker, Giessen. (4095a
zmpfehle mich im Lieſern von
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle
Bedienung
(883a
Peter Karn,
Friedhof=Allee. Telephon 15
Wohnung: Friedrichſtraße 11

üh uns Mranhoh=Ferſteigerbag.

Mittwoch, den 28. Februar d. Js., vorm. 9 Uhr
beginnend, werden im Traiſaer Gemeindewald, Diſtrikt Haide und
Birkenberg, nachſtehende Holzſortimente an Ort und Stelle meiſt=
bietend
verſteigert:
I. Nutzholz:
a) 10 Stück Eichen=Stämme von 31 bis 50 cm Durchmeſſer und
2 bis 6 m Länge,
b) 2 Stück Buchen=Stämme von 49 bis 51 cm Durchmeſſer und
5 bis 6 m Länge,
c) 42 Stück Fichten=Stämme von 13 bis 24 cm Durchmeſſer und
8 bis 18 m Länge,
d) 49 Stück Fichten=Derbſtangen von 6 bis 11 cm Durchmeſſer und
8 bis 11 m Länge.
II. Brennholz:
a) Scheiter: rm 45 Buche, 48 Eiche, 12 Kiefern,
b) Knüppel: rm 44 Buche, 43 Eiche, 1 Kirſchbaum, 40 Kiefern
3 Lärche, 11 Fichte,
c) Reiſig: Wellen (Hundert) 9,7 Buchen, 6,0 Eiche, 2,8 Kiefern,
0,3 Lärche, 3,1 Fichte, 2,0 Putzreiſig,
d) Stöcke: rm 8 Buchen, 16 Eiche.
Bemerkt wird, daß bei den Eichen=Scheitern ſich ſchönes Werk=
holz
befindet.
(4585
Großherzogliche Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.

Stamm=, Hufz= und
Brennholz=Versteigerung.

Mittwoch, den 28. Februar, vormittags 10 Uhr
anfangend,
laſſen die Unterzeichneten aus ihren in hieſiger Gemarkung gelegenen
Privat=Waldparzellen (neben der Otto’ſchen Fabrik) nachſtehende Holz=
ſortimente
öffentlich verſteigern:
23 Stück Kiefern=Stämme (meiſt Schnittholz) von 2745 cm
mittlerem Durchmeſſer und von 415 m Länge,
Eichen=Stämme,
11 Eichen=Pfoſten von 1631 cm mittl. Durchmeſſer
und 36 m Länge,
20 rm Kiefern=Scheiter,
24 Eichen=Knüppel,
54 Kiefern=Knüppel,
38 Kiefern=Stöcke,
1200 Stück Eichen=Wellen,
2800 Kiefern=Wellen.
(4624so
Zuſammenkunft an der Halteſtelle des neuen Schießhauſes.
Dek a
Darmſtädter Exhauſtoren, Kleinmotoren= und
Apparatenfabrik, G. m. b. H.

Privat-Handelsschule
Gegründet 1899 :: Darmstadt: Matbildenplatz 7
3403a)
Handelskurse zur Vorbereitung und
Fortbildung für den kaufm. Beruf für
Damen u. Herren (Dauer, 3, 6 u. 12 Monate)
Besondere 2
Abteil. für = Fortbildungsschüler.
Das Sommer-Semester beginnt Anfangs April. Einzelfächer
können täglich begonnen werden. Leiter: Oskar Dierker.

auch die schwersten
Sprachleiden, Atem-
beschwerden
, nervös.
Unruhen undAengst-
lichkeit
, Erkrankun-
gen
der Stimmorgane
heilt
(2034a

Heſſiſcher Diakonie=Verein zu Darmſtadt.
Kindergärtnerinnen=Seminar in Darmſtadt zur Aus=
bildung
von Fröbel’ſchen Erzieherinnen, Kinder=
: gärtnerinnen und Kindergartenleiterinnen. .
Dauer des Kurſus 1¼2 Jahre.
Der neue Kurſus beginnt am 15. April 1912.
Proſpekte und genauere Auskunft durch die Leiterin des Se=
minars
, Frl. E. Klenner, Eichbergſtraße 26, und die Geſchäftsſtelle
des Vereins: Pfarrer Schneider, Beſſungerſtraße 111, Fernſpr. 681,
ſowie durch Herrn Dekan Zaubitz, Bensheim a. d. B., und Herrn
Pfarrer Rückert, Darmſtadt.
(4312msm

Semiar für moderne Sprachen, Lltckafar,
Ranstgeschiente und Faddgogin
am
Hofmannschen Institut
Fortbildungskurse: Vorbereitung zum Examen als
Sprachlehrerin. Anmeldung vormittags Neckarstr. 5.
3939dss)
C. v. Szczepanski.

Alädenlische zuschneide Schufe
Darmstadt, Waldstrasse 34, II.
Gründlichen Unterricht im Kleidermachen und Zu-
Schneiden nebst Spezialkursen in Jackettkleidern
(Schneiderarbeit) erteilt
(3838a
Frida Erbes, akademisch gebildete Lehrerin.
Beginn des neuen Kursus am 1. März. Anmeldung täglich.

Alice-Kochschule.
Der nächſte Kochkurſus beginnt am 10. April.
*3875ss)
Der Vorſtand.

Soktert
Dlr. T. Daum.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkraft zu erhalten. Anerkennungen von Behörden, Pro-
fessoren
, Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.
Vom 1. April ab Wilhelminenstrasse 35.

[ ][  ][ ]

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten
Moderne Frauen. Studentinnen einſt und jetzt. Von
der Frauenbewegung. Der Deutſche Frauenkongreß.
Die Ausſtellung: Die Frau in Haus und Beruf. Ein
inhaltreiches Unternehmen. Geſellſchaftliche Chronik.
Die Verſteigerung der Galerie Weber. Unſummen.
Aus dem Theaterleben.
Neulich fand hier zum Beſten der Deutſchen Bühnen=
genoſſenſchaft
eine Kopf‟=Redoute ſtatt, die recht bezeich=
nend
für Neu=Berlin war. Teilnehmer und Teilnehmerin=
nen
waren aufgefordert worden, ihren Köpfen durch be=
ſondere
Ausſchmückung, durch Friſuren, durch echte und
falſche Behauptungen eine charakteriſtiſche Geſtaltung zu
geben, aber nur die Beſucherinnen waren dieſer Anreg=
ung
gefolgt. Nicht nur ſcheinen die modernen Frauen und
Mägdelein jetzt mehr Disziplin zu haben, als die Vertreter
des ſtarken Geſchlechts, ſie wollten auch zeigen, wie ſie jeder
Lage gewachſen ſind und den Kopf hochtragen können, ob
ſo oder ſol Und dazu haben ſie durchaus Berechtigung.
Ohne daß es zu ſo widerwärtigen Skandalſzenen kommt,
wie in London, macht hier die Frauenbewegung
ihre ſicheren Fortſchritte, nicht in ungeſtümem Drang nach
vorläufig Unerreichbarem ſtrebend, ſondern, ſtets in den
Grenzen der Möglichkeit und Wirklichkeit ſich mit lang=
ſameren
aber deſto beſtändigeren Erfolgen begnügend.
Wie lange iſt’s her, daß Viele noch verwundert den
Kopf ſchüttelten, wenn ſie von Studentinnen hörten,
daß letzteren hervorragende Profeſſoren ihre Hörſäle ver=
ſchloſſen
und die jungen Damen, falls ſie ihren Beruf an=
gaben
, nur ſchwer eine Unterkunft fanden, da man ihnen
mit Mißtrauen entgegenkam. In dieſem Semeſter ſtudieren
an der Berliner Univerſität nicht weniger als 1115 Frauen,
wir haben mehrere weibliche Aſſiſtentinnen an einzelnen
Kliniken, über ein Dutzend Hilfsarbeiterinnen an der Uni=
verſitätsbibliothek
, zahllos ſind die Trägerinnen des Dok=
torhutes
, und verſchiedenen gelehrten Frauen ward bereits
der Profeſſortitel zuteil. Immer größer wird die Schar
jener weiblichen Kräfte, die in Ehrenämtern mitwirken,
immer kleiner die Zahl jener Behörden, die von der An=
ſtellung
tüchtiger, gut vorbereiteter Frauen und Mädchen
nichts wiſſen wollen. Und was geſchieht alles jetzt, um
beim heranwachſenden weiblichen Geſchlecht dem geſunden
Geiſt auch eine geſunde Hülle zu geben, mit welch' freu=
diger
Hingebung widmen ſich die jungen Mädchen dem
Sport, wie lebhaft begrüßten ſie die hier kürzlich erfolgte
Gründung des Pfadfinderinnenbundes, ſowie die Anreg=
ung
einer umfaſſenden, energiſch gegliederten und betriebe=
nen
Ausbildung für Pflegedienſt uſw. im Falle eines
Krieges.
Eine klare Beleuchtung des gegenwärtigen Standes der
Frauenbewegung wird man durch den Deutſchen
Frauenkongreß erhalten, der hier vom 27. Februar
bis 2. März im Feſtſaal des Zoologiſchen Garten= Reſtau=
rants
ſtattfindet. 1897 wurde hier der erſte Berliner
Frauenkongreß abgehalten, mit ſtaunender Bewunderung
folgten damals die Zuhörerinnen den Ausführungen einer
Rednerin über das Frauenſtudium in Amerika und hielten
es für ein phantaſtiſches Geſpinſt, daß je etwas ähnliches
bei uns, zumal im nüchtern=kritiſchen Berlin, zu Stande
kommen könnte. Heute hat ſich das Blättchen gewendet,
und das Staunen wäre an Amerika! Vielleicht weniger,
welch’ große Ausdehnung das Frauenſtudium bei uns ge=
wonnen
hat, als daß darüber nicht die eigentlichſten Ge=
biete
der Frauentätigkeit, und zwar die mit der Hauswirt=
ſchaft
zuſammenhängenden, vernachläſſigt wurden.
Das wird in vielumfaſſendſter Weiſe aufs eindringlichſte
die von dem regſamen Deutſchen Lyceum=Klub veran=
ſtaltete
Ausſtellung Die Frau in Haus und Be=
ruf
, die in den Zoo=Ausſtellungshallen am 24. Februar
eröffnet und vier Wochen währen wird, veranſchaulichen.
Die Idee dieſer, unter dem Protektorat der Kaiſerin ſtehen=
den
, ſorgſam mit unermüdlichem Fleiß vorbereiteten Aus=
ſtellung
iſt, einen möglichſt vollſtändigen Ueberblick der
von Frauen geleiſteten Tätigkeit zu geben. Alles, was die
Frauen unſerer Tage auf irgend welchem Felde leiſten, ſei
es auf induſtriellem, hauswirtſchaftlichem, kaufmänniſchem,
künſtleriſchem, geiſtigem, kulturellem, landwirtſchaftlichem,
in Handel und Wandel, in Krankenpflege und im Vereins=
leben
, in Klubs und in Betätigung privater wie öffentlicher
Intereſſen, ſoll in feſſelnder Weiſe dargeſtellt werden.
Sicherlich, dieſe Ausſtellung wird keine einſeitige ſein, ſie
wird Farbe und Leben in ſich haben man denke nur an

die kunſtgewerbliche Gruppe, an jene für Wohnungsaus=
ſtattung
, an die betrieblichen Vorführungen aus Induſtrie
und Handwerk, an die Frauen in unſeren Kolonien, in
der bildenden Kunſt und im Bühnenleben. Sehr wichtig iſt,
daß mit dieſer Ausſtellung nachmittags und abends Vor=
träge
verbunden ſind, die Fragen von allgemeinem Intereſſe
für die Frauenwelt erörtern, und daß die reproduzierenden
Künſte, wie Schauſpiel und Geſang, Muſik und Tanz, fer=
ner
ſportliche Uebungen teils direkt, teils auf kinemato=
graphiſchem
Wege vorgeführt werden. Dieſer Ausſtellung
wird es an Beſuch nicht fehlen, ebenſowenig dem Frauen=
kongreß
denn die Frau von heute verſteht ſich auch auf
die Propaganda, und zwar nicht zu knapp!
Aber ſie verſteht ſich auch man denke! noch immer
aufs unterhalten und tanzen. Beweis: eine Reihe von
Feſtlichkeiten der letzten Woche. Gar vergnüglich ging’s
beim Feſt des Vereins Berliner Künſtler zu,
das, dem Zuge der Zeit entſprechend, die Dienſtbotenfrage
zur Löſung bringen wollte. Denn da die Klagen über die
Küchenfeen, Zofen, Kindermädchen, Mamſells, Stützen,
Diener, Gärtner, Portiers, Köche, Kutſcher, Chauffeure uſw.
garnicht verſtummen wollen, hatten die Herrſchaften die
Rollen der dienenden Geiſter übernommen und zwar zur
eigenen, wie zur anderen Befriedigung. Das wär’ ſo was
für gewerbsmäßige Stellenvermittlerinnen geweſen! Potz=
wetter
, welch blitzſaubere Mädels und feſche junge Frauen
konnten da engagiert werden zum Walzer, und wie em=
ſig
waren die Kollegen im Kochanzug, in der Livree, in der
Burſchenuniform, im Putzrock und Arbeitskittel dazu bereit.
Im oberen Saal wie in der Schwemme beide Räume
entſprechend ausgeputzt wurden unermüdlich die Tanz=
bein
gerührt, herrſchte echter Frohſinn, Lebensluſt und
Künſtlerübermut.
Und flott getanzt ward auch beim Ballder Oeſter=
reicher
, den abermals der Kaiſerliche Rat Wiltſcheck unter
ſeinen bewährten Schutz genommen. Wie im Großen,
ſo im Kleinen, denn auch dieſes im Landwehr=Kaſino ab=
gehaltene
Feſt zeigte die enge Zuſammengehörigkeit der
verbündeten Reiche, deren Angehörige manch enges, glück=
erfülltes
Lebensbündnis geſchloſſen. Ueber wieviele weib=
liche
Schönheiten unſer Nachbarſtaat verfügt, kam bei die=
ſer
Gelegenheit zur vollſten Geltung, nicht minder, wie an=
mutig
dem Tanze gehuldigt wird. Für lockende Weiſen
vom Donauſtrande ſorgte eine öſterreichiſche Militärkapelle,
für das glänzende geſellſchaftliche Bild neben der Fülle
vornehmer und anmutiger Frauen= und lieblicher Mäd=
chenerſcheinungen
eine Reihe bekannter und markanter
Perſönlichkeiten, ſo der Kaiſerliche Botſchafter Graf Szö=
gyeny
=Marich, die Vertreter der Stadt Berlin mit ihren
goldenen Amtsketten, an ihrer Spitze Oberbürgermeiſter
Kirſchner, hervorragende Künſtler, Schriftſteller, Gelehrte,
neben den anziehenden Jüngern Thalias, dann die Offi=
ziere
der deutſchen Regimenter, deren Chef Kaiſer Franz
Joſef iſt, der hieſigen Franzer, der Schleswiger Huſaren,
der Sächſiſchen Ulanen. Die harmoniſche Stimmung währte
bis zum Schluß des Balles, der auf allgemeines Ver=
langen
immer weiter und weiter hinausgerückt ward.
Was bei dem Faſtnachtsball im Königlichen
Schloß, der den Reigen der großen Feſtlichkeiten endet,
nicht möglich iſt, denn der Schluß iſt auf ein Uhr feſtgeſetzt
noch ein Glas mit Hilfe alten Rheinweines, feinſten
Rums und Zitronenſaftes gebrauten Punſches in Beglei=
tung
der üblichen Pfannkuchen, und Gaudium ex est! Die
Kaiſerin fehlte diesmal, ſie hatte am nachmittag der Taufe
des Söhnchens des neuen Hofmarſchalls Grafen Platen=
Hallermund beigewohnt, deſſen junge, kurz nach der Ge=
burt
jenes kleinen Weltbürgers geſtorbene Gattin ihre
Hofdame geweſen. Es war zu verſtehen, daß die ernſte
Feier ihr die Luſt an dem glänzenden Ballgetriebe, das
wiederum von buntfarbig=geſellſchaftlichem Reiz war, ge=
nommen
.
Merkwürdig=feſſelnde geſellſchaftliche Szenen boten ſich
am Vormittag des Faſtnachtstages und den folgenden
Tagen den unbeteiligten Beobachtern in dem prächtigen,
großen Oberlichtſaale des neuen Lepkeſchen Auktionshauſes,
nahe der Potsdamer Brücke, dar. Die Galerie
Weber kam zur Verſteigerung. Was die beiden kurzen
Worte bedeuten, wiſſen die Kunſtfreunde und =gelehrten
der ganzen gebildeten Welt. Und ſie hatten ſich zu dieſem
großen Ereignis zahlreich eingefunden, aus Wien, Buda=
peſt
, Paris, London, Brüſſel, Amſterdam, Dresden, Frank=
furt
a. M., Hamburg, München, neben den Berliner Mu=
eumsdirektoren
wie Sammlern und den Abgeſandten der
amerikaniſchen Millionäre, die bekanntlich auch gern in
Kunſt machen Und die für die ungeheuere Preisſteiger=
ung
ſorgen! Denn wenn man ſich auch ſchon auf hohe
Summen gefaßt gemacht hatte bei den erleſenſten Werken
erlauchter Meiſter, ſo gingen einzelne der Gebote doch
ſelbſt über die weitgeſpannteſten Erwartungen hinaus, wie
ei Nummer 20: Andrea Mantegna, Maria mit dem Kind
einem freilich herrlichen Gemälde, kleinen Umfangs, für
das 590000 Mark bezahlt wurden von einem Pariſer Händ=
ler
. Und wie eine Viſion ſtieg es vor einem auf: derſelbe
Raum zu nächtlicher Zeit, die Bilder gewinnen Leben,
ein Wiſpern und Flüſtern hin= und herüber, und nun ein

verhaltenes Berichten von den Sorgen, Leiden, Demütig=
ungen
vieler der Künſtler, die in ihrem ganzen Leben nicht
ſoviel verdient, wie jetzt für eine einzige ihrer Arbeiten
bezahlt wird. Ein Name genügt für viele: Rembrandt!
Wie mag bei jenen Summen unſeren Theaterdirek=
toren
zu Mute ſein, die der Mehrzahl nach einen ſchweren
Exiſtenzkampf zu führen haben. Denn bisher iſt der große
Treffer ausgeblieben. Auch der Kurfürſten=Oper,
deren ſtrebſame Leitung gewiß weitgehende Hoffnungen
auf die Oper Quovadis? geſetzt. Nein, dieſer muſi=
kaliſch
=deklamatoriſche Miſchmaſch, an dem als Muſiker F.
Nougués und als Dichter H. Cain die Schuld tragen,
ohne inneren Gehalt, verdiente nichts anderes als eine
direkte Ablehnung. An innerem Gehalt fehlt’s dem
vom Theater in der Königgrätzerſtraße ge=
brachten
vieraktigen Schauſpiel von Strindberg =
nigin
Chriſtine nicht, dafür aber an jenem äußeren
Schimmer, den man ſo ungern an einem dramatiſchen Werk
vermißt. Das Bild der Herrſcherin ſelbſt erſcheint uns oft
zu verſchwommen, es verliert mit jedem Akt an Intereſſe.
Viel Heiterkeit erweckte im Neuen Schauſpiel=
haus
Fritz Friedmann=Frederichs Schwank:
Das Familienkind wenngleich dieſe Gabe hinter
desſelben Verfaſſers vielbelachten Meyers zurückbleibt.
Aber es iſt doch wenigſtens kein verlorener Abend geweſen,
und das bedeutet viel in dieſem Winter unſeres theatrali=
ſchen
Mißvergnügens!
Sport.
Darmſtädter Billardklub. Nachdem das
zweite Wettſpiel im Laufe der vorigen Woche beendigt
wurde, findet Samstag im Hotel Heß die Preisver=
teilung
ſtatt. Die Preiſe ſind zur Zeit im Schaufenſter
der Zigarrenhandlung L. F. Ohnacker, Ludwigſtr. 1,
ausgeſtellt.
* Fußballklub Olympia. Morgen Sonntag
treffen ſich auf dem Ollympiaſportplatz an der
Heidelberger Straße die erſte Mannſchaft der Fußball=
geſellſchaft
Langen 1903 mit der Ib=Mannſchaft des Fuß=
ballklubs
Olympia=Darmſtadt im friedlichen Wettkampf.
Das gute Abſchneiden der Nordkreis=Mannſchaft in den
letzten Meiſterſchaftsſpielen bietet Gewähr für ein hoch=
intereſſantes
Spiel. Die Alte Herren=Mannſchaft des
Fußballklubs Olympia begibt ſich am gleichen Tage nach
Frankenthal, um das fällige Retourſpiel gegen die gleiche
Mannſchaft des dortigen Fußballklubs auszutragen.
Luftfahrt.
* Eine Flaſchenpoſt. In der Nähe des Kali=
forni
=Flugfeldes bei Nizza fanden zwei Knaben geſtern
eine Flaſche, in der ein Zettel lag, auf den die Worte
geſchrieben waren: Motor ausgeſetzt. Heftiger Wind.
Ich ſinke in Sicht von Calvi. Bagu. Die Behörden
bemühen ſich, feſtzuſtellen, ob dies die letzte Botſchaft des
Leutnants Bagu iſt, der vor einigen Monaten von Nizza
nach Korſika flog und von dem man ſeither nichts gehört
hat.
* Aus Pau in Frankreich wird gemeldet: Der Flie=
ger
Vedrines durchflog 100 Kilometer in 37
Minuten, 200 Kilometer in einer Stunde 15 Minuten.
Er hat damit einen neuen Schnelligkeitsrekord aufgeſtellt.

Vermiſchtes

Aus der Krankenpflegeberufs= Or=
ganiſation
. Der deutſche Verband der Krankenpfle=
ger
und=Pflegerinnen (Sitz Berlin N. 58, Schönhauſerallee
Nr. 44) iſt unabläſſig beſtrebt, die Lage des Kranken=
pflegeperſonals
zu heben. Jetzt hat er zwei Eingaben,
je eine an die Verwaltung der Heil= und Pflegeanſtalten
der Provinzen Heſſen=Naſſau und Poſen gerichtet, worin
die Wünſche des Pflegeperſonals unterbreitet werden.
Die erſte Eingabe betrifft hauptſächlich die Verhältniſſe
der Landesheilanſtalt Marburg und wünſcht eine Erhöh=
ung
der Gehälter, eine Regelung der Dienſtordnung, der
Urlaubsverhältniſſe und der Auszahlung des Wohn=
ungsgeldes
. Das Perſonal der Provinzialanſtalten von
Poſen wünſcht Aufbeſſerung der Gehälter, Regelung der
Bekleidungsverhältniſſe, Reformen in der Verpflegung
und eine Erhöhung des Koſtgeldes für die in Familien=
pflege
untergebrachten Patienten. Als Begründung wer=
den
die verteuerten Lebensverhältniſſe und die große
Verantwortung und aufreibende Arbeit des in der Irren=
pflege
tätigen Perſonals angeführt.
Pforzheim, 23. Febr. Der unter den deut=
ſchen
Architekten und Gartenarchitekten ausgeſchriebene
Wettbewerb einer Friedhofanlage mit Bau=
lichkeiten
hat ſeine Erledigung nunmehr gefunden. Den
erſten Preis erhielt Architekt Menzel (Dresden), den
zweiten Architekt Wünſchmann (Leipzig) und Garten=
architekt
Großmann (Berlin), den dritten Architekt Preckel
(Pforzheim) und Gartenarchitekt Grotz (Stuttgart).
Außerdem wurden weitere 5 Entwürfe angekauft. Zur
Beſichtigung dieſer Ausſtellung hält die Geſellſchaft
Deutſcher Gartenkunſt am Sonntag, den 25. Februar, eine
Sitzung in Pforzheim ab; das Referat über den Wett=
bewerb
hat Herr Garteninſpektor Hoffmann übernommen.

lindert Schmerzen u. ersetzt
eine teure Hausapotheke.
Man verlange in Apotheken
u. Drogerien stets Rheins-
berger
Carmelitergeist
Carmol. Flasche 60 Pfg.
und 1. Mk.
(3183

Faſt neuer Konfirm.=Anzug m.
2 Hut, für größ. Jungen billig zu
verk. Arheilgerſtr. 12, part. (*4505

Sächtung, Gelegenheit
bitte notieren. Nehme alte auch
defekte Möbel in Zahlung od
tauſche nach Belieb. für Repa=
rieren
, Polieren, Streichen
u. Lackieren an Möbeln uſw., be=
ſorgt
vorteilh., deshalb billigſt (*4525
Schreinerei Riegerplatz 8.
Spengler= und Inſtallations=
arbeiten
werden prompt und
biiligſt ausgeführt
(4638a
Georg Kaiser, Spenglermeister,
Telephon 1067.
Rheinſtr. 5.

Nach erſter Hypothek 60 pCt. ein=
N getragener Kaufſchilling von
20000 Mark wird mit 5000 Mk.
Nachlaß abgegeben. Offert. unter
L 64 an die Exp. d. Bl. (*4472so

ürnberger Spar= u. Darlehns=
Bank e. G. m. b. H., Nürnberg
gibt an ſolv. Leute jed. Standes
45970I
Kredit bis M. 1000.

er leiht einem Geſchäftsm.
2oo Mk. zu 6½ Zinſ. u. mtl.
Rückzahl. auf 1 J. Nur v. Selbſtgeb.
Off. u. L 60 an die Exp. (*4451

Fuche von Selbſtgeber 150 Mk.
zu leihen gegen prompte Rück=
zahlung
. Offerten unter L 58 an
die Expedition ds B! (*4468
Darlehen erh. solv. Pers.
jed. Stand., auch auf Mobil., ev.
o. Bürg. Kein Mitgliedſchaftszw.
Auskunft kfrei d. E. Mauthe.
Vertr.: F. Hassler, Riedeſelſtr. 48, I.
Sprechz. v. 9-12, 2-6 Uhr, Sonn=
tags
von 912 Uhr. (*4483sif

ſteis vor=
Trauerhüte
rätig.
Putzſalon Mauerſtr. 20, I. (1995a

Plein. gutgeh. Kolonialwaren=
geſchäft
geſ. Nur ganz ausführl.
Off. u. L 34 an die Exped. (*4367sm

Sichere Exiſtenz!
Galvaniſche Anſtalt, verbunden
mit Fahrrad=Emailliererei, in größ.
Stadt Mitteldeutſchlands mit nur
prima Kundſchaft iſt umſtändeh.
preiswert zu verkaufen. Anfragen
bitte zu richten unter L 69 an
die Expedition ds. Bl. (*450
Moien
5 hübſche Land=
Eberstadt. häufer im Preiſe
von 6500 bis 12000 Mark zu verk.
Näheres in der Exved. (*4171sss

aurerarbeit geg. Schreiner=
M arbeit geſucht. Zu erfr. in
der Exvedition ds. Bl.
(*4404

Maſſage
für Nerven, Fettleibigkeit, Gicht
und Rheumatismus empfiehlt ſich
Charlotte Strecker
Hügelſtr. 2, 2. Et, Ecke Karlſtr. (3919a

Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Mitwitzkv, Spez. ſ.
Haut-u. Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver-
fahren
ohne Quecksilber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund,: 111 und 48
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10 1 Uhr.
(165a)

[ ][  ][ ]

Fühjahr
e

Herren:
Boxleder-Schnürstiefel
breite Form
Ross-Chevreaux-Schnürstiefel
mit Lackkappen, moderne Form
Echt Boxcalf-Schnürstiefel
breite Form .
Echt Chevreaux-Schnürstiefel
elegante Form
Echt Boxcalf-Schnürstiefel
Rahmenarbeit, moderne Form
Echt Chevreaux-Schnürstiefel
Rahmenarbeit, moderne Form . .

6.75
7.50
0.50
0.50
10.50
10.90

Damen:
Chevr.-Knopf- und Schnürstiefel
mit Lackkappen .
Boxcalf- u. Chevr.-Schnürstiefel
mit und ohne Lackkappen . .
Boxcalf-Schnürstiefel
moderne Form .
Echt Chevreaux-Schnürstiefel
mit und ohne Lackkappen .
Echt Chevreaux-Schnürstiefel
mit Lackkappen, Rahmenarbeit
Boxealf-Schnürstiefel
moderne Form, Rahmenarbeit

2.95
9.50
8.50
6.50

Bitte meine
Schaufenster
zu beachten.

Konfirmandenstiefel von Mark 4.95 an
Knaben-, Mädchen- und Kinderstiefel zu billigsten Preisen
Rheinstrasse
Soafer
4.

Reparaturen
schnell und
billig.
(4640)

2

Keihlich

Sacht Stenung
bei älterem gebildeten Herrn,
erfahren in feiner Küche und
im Hausweſen, ſowie in Kran=
kenpflege
bewandert, kräftig
und geſund, 45 Jahre alt,
Heſſin. Beſte Referenzen der
ſeitherigen Stellungen zur Ver=
fügung
. Näh. bei Frau M. Wittich,
(4298t
Eichbergſtraße 1.

Für Büro u. Haus ſucht Fräul.
Stelle, w. Maſchinenſchr. u. ſteno=
graph
. kann, per 1. April. Gefl. Off.
erb. unt. L 54 an die Exp. (*4421

Fräulein, 18 J. alt, w. Buchführ.,
Maſchinenſchreiben u. Stenograph.
gel. hat, ſucht Anfangsſtelle. Off.
unter K 35 an die Exp. (*4022ids

Fräulein, m. ſchön. Handſchrift,
perf. im Rechn., ſ. Stelle, Kont. od.
Lad. Off. u. L. 16 Exped. (*4371

Tüchtige Verkäuferin
d. Schuhwarenbranche ſucht Stell.
Off. u. L. 50 a. d. Exp. d. Bl. (*4401

Gewandte Verkäuferin
der Haushaltungsbranche ſucht
Stell. Off. u. L51 a. d. Exp. (*439s

Intell. jg. Mädchen, im Ma
ſchinenſchr. u. Stenogr. m. g. Zeugn.
wünſcht bald. paſſende Stelle. Off.
erb. unter L 49 a. d. Exp. (4581so

Näh. E. Friebis, Elisabethenstr. 39. (*4475

Wiener Schneiderin
empf. ſich zur Anfertigung elegant.
in u. außer dem Hauſe. Gefl. Off.
unt. K 38 an die Exp. (*4027ms

Gut empf. Schneid. nimmt noch Tüchtiger älterer Buchhalter
Kund. an, in u. a. d. Hauſe. Nieder=
Ramſtädterſtr. 1, III. (*4122ms

ſucht Heimarb.
Jg. Frau (Näharbeit)
Lauteſchlägerſtraße 5, II. (*4383
Beſſ. Mädch., welches Kleider=
machen
gelernt, wünſcht m. Schnei=
derin
auszugehen, um ſich noch
beſſer auszubilden. Off. unt. M. B.20 mit flotter Handſchrift, mit ſämtl. k
postlagernd Pfungstadt. (*4266fs
Mädchen aus guter Familie,
das Hausarbeit verſteht u. kochen Off. u. L. 6 a. d. Exp. (*4219ds
kann, ſucht v. morg. bis über Mittag Erfahr. Kaufmann, 28 J., led., ſucht;
Stellg. Off. u. L.24 a. d. Exp. (*4330fs

1. März. Offren uner
an die Expedition.

en eme
mich im Waschen u. Putzen!
Fr. Reinhard, Roßdörferſtr. 1. (*4397A Mädchen ſucht Laufdienſt. Zulu
erfr. Langegaſſe 17, Lad. (*4373siz
9 Aelt. Fräul. ſ. Stell. b. ält. Herrn o.
Dame, Lohn 15 M. monatl., g. Beh.
erw. Off. u. L70 a. d. Exp. (*4501so Mädchen ſucht leichte Stelle tags=ſc
über, nimmt auch ganze Stelle an
4
*4478)
Arheilgerſtraße 23½.C Stelle ſuchen jüng. Hausmädch.
und ein 17jähr. Alleinmädchen
Frau Sidonie Frank, Schulſtr. 9,(
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. (*4486
1 Stelle ſuchenperl. Märzt ſehrbrav.
Mädch. m. 4jähr. g. Zeugn., w. ſelbſt.
koch. k., 1 beſſ. Hausm., 21j. Mädch. f.
allein Frau Roth, gewerbsmäßige Stellen- D
vermitt ung, Schloßgartenstr. 49. (*4481
Aelter. Mädchen, erf. im Kochen
u. a. Hausarb., ſ. Aushilfeſtell. Off.
unt. L. 76 an die Exped. (*4524
e Stelle geſucht zu einem oder u
zwei kleineren Kindern oder als
zweites Hausmädchen. (*4523a
Näheres Schwanenſtr. 61, pt. Frauſ. vor= od. nachm. Beſchäft.
Luiſenſtraße 40, Htb. II. (*4448 Reinliche Frau ſucht Beſchäftig=
ung
im Waſchen u. Putzen Land=
wehrſtr
. 31, Vdh. I.
(*4450C Junge Frau ſucht Waſchen und
Putzen für ganze und halbe Tage
Pankratiusſtraße 58. (*4428 Ein in a. Hausarb. erf. Madch.
n. A. a. Heidelbergerſtr. 127 p. (B4630 Jung. Mädchen ſucht Laufdientt
23 Stunden vormittags Pallas=
wieſenſtr
. 37, Hth., 2. St. (*4456 Männlich Junger Kaufmann mit ſloter
Handſchaift ſucht Beſchäftigung
irgend welcher Art. Offerten u.
L 8 a. d. Expedition. (*4243dfs gewandt Ein i. d. Kohlenbranche langſ.,
durchaus erfahrener Mann, auch
m. d. Fuhrwerk g. vertraut, gute
Handſchrift, ſucht Stelle als Lager=
verwalter
ſof. oder ſpäter. Gefl.
Perf. Schneiderin, ſtaatl. geprüft, Off. u. L. 7 a. d. Exp. (*4242dfs nimmt noch Kund. an auß. d. Hauſe. Stenograph (Gabelsberger) und
Maſchinenſchreiber (auf Under=
wood
n. d. Zehnfinger= Blind=
ſchreibemethode
ausgebildet) ſucht
bis 1. April, evtl. ſpäter Stellung.
Straßen= u. Geſellſchaftskleider1 Gefl. Off. u. H61 a. d. Exp. (*3969ids Für Handwerker, Kleinkaufleute etc.
ſucht Nebenbeſchäftigung im Bei=
tragen
u. Abſchließen von Büchern, ſeitherigen Tätigkeit u. Anſprüc
Aufſtellen von Rechnungen, Haus=
und Vermögens=Verwaltungen,
ſtunden= und halbtagweiſe. Off.
u. K 93 an die Exped. (*4188ds
Junger Mann
1
Kontorarb., ſow. im einf. Mahn=
u
. Klageweſ. bew., ſucht alsb. Stell. Vertrauensposten
irgend welcher Art.
Kaution in jed. Höhe kann geſt. werd.
§ 1 Off. u. J 39 an die Exp. d. Bl. (3979a

(Paris) ſucht
Stellungals

che

Ein mit den hieſigen Verhält=
niſſen
wohl vertrauter Ge=

(*3974ds

ſucht Stelung
unter mäßig.

20 Jahre, ſ.
in mittlerer

Mamn, weicher 12 Jahre in

(*4510si

Verh. Mann

Beſchäftig. auf
Exp. (*4433

ſucht Stelle als
Jg. Verh. Mann Hausburſche

Beiblich

Das Steilenbüro des Mädchenschutz-Vereins sucht
Köchin für bürgerliche Küche
Mehrere Alleinmädchen
Tüchtiges Hausmädchen nach München, Reise frei.
(*4407
Geöffnet täglich von 35 Uhr.

Tüchtige
Buchhalterin

oder

jüng. Buchhalter
per ſofort ev. per 1. April
geſucht.
Offerten mit Zeugnisab=
ſchriften
u. Gehaltsanſprüchen
(4473dsi
erbitten
Gebr. Rothſchild
Markt 2.


Selbſtändiges, paſſendes
Fraulein
auch unabh. junge Frau, f. gutg.
Kaffeewirtſchaft, meiſt. Militär=
verkehr
, geſucht bis 1., event.
15. März. Etwas Kaution er=
forderlich
. Offerten unter K 79
an die Expedition ds. Bl. (*4508

Für unſere
Kurzwaren=Abteilung
ſuchen per 1. März
tüchtige
Verkäuferin
Offerten mit Zeugniſſen u.
Gehaltsanſprüche erbitten
(Gebr. Rothschild
Markt 2. (3336a
Branchekund. Verkäuferin
für Damen=Konfektion geſucht.
Offerten mit genauer Angabe d.

Schunbranche.

äter geſucht
(*12311s
S. Rosenberg,
München, Neuhauſerſtraße 28.

arbeiterinnen ges. (*4467

Eine Friſeufe ſofort geſucht.

Tüchtige
Haschinen-
Näherinnen
auf die Werkſtatt ſof. geſ.
OppenheimersCo.
Schulſtr. 2. (4535

Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſo=
fortige
Vergütung geſucht
A. Anton,
Spezialgeſchäft für Haus= und
Kücheneinrichtungen,
3898a) Eliſabethenſtr. 1.

Lehrmädchen per ſof. geſ. Damen=
Konfeklion, Steinſtr. 5, I. (318aa

Lehrmädchen zur gründlichen
Ausbildung geſucht Kiesſtraße 27
(*4365sms
Neuwäſcherei.

geſucht. Damen=
Lehrmädchen schneiderei
B. Steingässer, Wienersſtr. 83. (4589a

kann das Kochen
Fräuiein gründlich erlernen
E. Rollhaeuser, Oekonom
*4495sid) Offizier=Trainkaſino.

welches
Tücht. Dienſtmädchen, aut
bürgerl. kochen kann, ſofort geſucht.
Herher. Wilbelminenſtr. 10. (*4350fso

Lehrmädchen geſucht.
Confection, Roßdörferſtraße 16.

Adolf Geiger
ſucht für ſämtliche Filialen und
Hauptgeſchäft
Lehrmädchen
von achtbaren Eltern. (4607sm

Grſucht per 1. Mlärz
Köchin, die Hausarb. übernimmt
u. tücht. Hausmädchen, das nähen
u. bügeln kann, beide gut empfohl.,
bei gut. Lohn in feinen Haushalt.
Näh. Expedition ds. Bl. (*4216dfs

Ein jüng. Mädchen für Haus=
arbeit
tagsüber geſucht. (4446a
Adam Bender, Karlſtraße 51.

zum 1. April als
Geſucht Köchin ein zuver=
läſſiges
, gut empfohlenes Mädch.,
Mitte d. 20er Jahre, d. etw. Haus=
arbeit
neb. Hausmädch. übernimmt.
Sehr gute Behandlung, Lohn den
Leiſtungen entſpr. Frau E. Pauer,
Jngenheim a. d. Bergstr. (4477fso

Aelt. erfahr. Dienſtmädchen
für 1., bezw. 15. März geſucht
*4265fs) Soderſtr. 114, 2. St.

Gesucht nach Fraukfart
bürg. Köch. u. Mädch. z. einem Kinde
zum 15. März, für hier tücht. Allein=
mädch
. z. 1. April. Emma Frank, gewerbs-
niBigeStellenvermittlerin
Karlstr. 3 1. *4299fs

Hausmädchen geſucht, Nähen
und Bügeln verlangt. Eintritt
1. März. Zu erfr. in d. Exp. (2805a

Zum 1. März od. später
ein tücht. Mädchen (Alleinmädchen)
geſ. Roquetteweg 4, p. (*4093mds
Brav. Mädchen
nicht zu jung, d. gut kochen kann,
zum 1. April in herrſch. Haus ge=
ſucht
. Das bisherige Mädchen w.
4 Jahr im Dienſt. Gefl. Offert.
unt. L 63 an die Exped. (B4631

Suche ſ. ſehr zuverläſige, ſleißig.,
ältere Lauffrau Be=
ſchäftigung
für nachmittags von
2 Uhr ab für einige Stunden.
Beſſunger Stadtteil bevorzugt.
Zu erfragen vormittags bei Frau
Oberbürgermeiſter Morneweg,
Wwe., Goetheſtraße 20. (B4569

Suche ein tüchtiges, in allen
Haus=
arbeit
.
Fr. Prof Kleuken, Hohl. Weg 45. (*4398

erfahr. Hausmädchen

Gioeneht für 1. 4pril
ein in Küche und Haus erfahrenes,
zuverl., nicht zu junges Mädchen
zu alleinſtehender älterer Dame.
Vorzuſtellen bis nachmittags 5 Uhr
bei Frau Hauptmann Maurer,
Saalbauſtr.
(4587a
Alleinmädchen geſucht, etwas
Kochen und Bügeln verlangt
4476soi) Saalbauſtr. 69, 2. Stock.

[ ][  ][ ]

Ein tücht. Mädchen 8s als
Dienſtm. zu einer kl. Famil. ſof. geſ.
4396
Perſönl.: Liebfrauenſtr 107, II. (*4

welches bürgerl.
kochen kann und
Mädchen alle Hausarbeit
verſteht, per 1. März geſucht. Näh.
Soderſtr. 4, I.
(4590a
Geſucht, weg. Verh. des jetzigen
Mädchens, zum 1. April ev. früher,
zu 3 Damen tücht., gutempfohlen.
Mädchen f. Küche u. Hausarbeit.
Näheres bei Frau Morell,
Heidenreichſtraße 39, I. (*4380
Aeltere Perſon zu einzeiner
Dame geſ. Näh. Exped. (*4382
Saub., brav. Laufmädch. ſof. oder
1. März geſ. Roßdörferstr. 40. (*4497so
Ehrl. Waſchfrau für mittags geſ.
Kranichſteinerſtr. 591/10, III, I. (*4496
Suche zum 1. März und 1. April
mehr. tücht. Alleinmädch. Frau
Sidonie Frank, Schulſtr. 9,
gewerbsmäßige S ellenvermittlerin. (*4485
m Köchin, Bei= u. Kaffe=
köchin
, Zimmermädch.,
Küchenmädch., Büfettfrl., Servier=
fräul
in Hotel geſucht; für Privat=
u
. Geſchäftsh. ſuche große Anzahl
Mädchen. Frau Mina Dingeld in, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Schützenſtr. 10½, Tel. 531. (*4558
Nach Südfraukreich
wird junges Mädchen aus beſſerer
Familie zu einem Kinde geſucht.
Antritt ſofort. Reiſekoſten werden
vergütet. Gefl. Angebote ſofort
erbeten unter L77 an die Exped.
dieſes Blattes.
(4655sm
Ordentliches, fleißiges Mädchen
für den ganzen Tag geſucht (*4410
Frankfurterſtraße 24, part.
Laufmädchen geſucht Ernſt=
Ludwigſtraße 11, Stb. (*4402
Saubere Lauffrau täglich vorm.
von 910 Uhr geſucht. Näheres
Aliceſtraße 22, II. (*4403
Ein Mädchen bei hohem Lohn
geſucht Neckarſtraße 20. (*4425
Anſtänd. Servierfräulein geſ.
Hochſtraße 10.
(*4429
Ein Mädchen für einige Stun=
den
des Vor= u. Nachmittags geſ.
Neu= Ireneſtr. 12 (Laden). (*446)
für III. Stock, ſolides Mädchen
für die Kaffeeküche und einfache
Näherin für Weißzeug baldigſt
geſucht. Näheres Exped. (4650

das kochen, gut nähen u. bügeln
kann, als Stütze ſofort geſucht.
Offerten mit Zeugnisabſchriften
und Gehaltsanſprüchen erbittet
Frau Georg Losekamm
Worms, Kaiſer Wilhelmſtr. 18.
Beſſ. Hausmädch., w. ſchneid.
und bügeln kann, w. zum 1. April
geſucht. Vorſtell. von 1011 vorm.
u. 46 nachm. Annaſtr. 28. (*4499sdf
Männlich
Fahrräder.
Tüchtige Reisende u. Ver-
treter
für proviſionsweiſen Ver=
kauf
erſtklaſſiger Markenräder an
Private geſucht. Offerten unter
(4304a
K 59 an die Exp.
Gate EKistenz
findet verkaufsgewandtes, ſtadt=
kundiges
Ehepaar durch den Ver=
trieb
geſunder Nahrungsmittel,
die in jedem Haushalt gebraucht
werden. Zur Einführung wird
Reklame gegeben, ſodaß gutes Ein=
kommen
bei energiſcher Tätigkeit
ſicher iſt. Sicherheit für 2300 Mk.
Ware wird verlangt. Anerbieten
mit Angabe von Alter, ſeitheriger
Tätigkeit unt. P. 269 an Haasen-
stein
& Vogler, A.-G., Mannheim. (4487h
Sichere Existenz!
Reiſende u. Platzvertreter f. m
weltbekannten Holzrouleaux u.
Jalouſien, Papierzigarrenſpitzen
uſw. bei hoher Proviſiou geſucht.
Illuſtr. Katalog ꝛc. franko u. gratis.
Fritz Hanke, Hofgöhlenau b. Friedland
(Breslau). gr. Fabrik d. Br. (31327
Gegen Gehalt und gute Proviſion
wird ein jüngerer, redegewandter
Reisender
geſucht. Offerten unter K 53 an
die Exped. dieſes Blattes. (4233a
Tüchtigen Bautechniker
mit ſchöner Handſchrift, für Vor=
anſchlag
u. Detaillieren alsbald geſ.
Off. m. Skizzen u. Gehaltsanſpr. an
Arch. Gg. Kuge!, Wittmanſtr. 4. (B 1262
Wer im Baug werse Stell- sucht, verlange
V gegen 30 Pfg. Probe-Nummer von Bau-
zeitung
für Württemberg. Baden, Hessen,
Eisass-Lothringen. Brief-Adr. Banzeitungs-
Verlag Stuttgart.
(3629M

Gute
Existenz!
Gewinnbringendes Detailgeschäft zu verkaufen,
da Besitzer Fabrikation seiner zum Patent an-
gemeldeten
Artikel übernehmen will. Seitheriger
Jahresumsatz von 60 Mille nachweisbar mit
hohem Gewinn. Bedeutend erweiterungsfähig.
Sehr geeignet für Dame oder junges Ehepaar.
Erforderlich 2080 Mille. (4396ds
Offerten unter K 87 an die Expedition ds. Bl.

Nach beendeter Inventur gebe ich, um zu räumen,
nachstehende Zimmer Modelle 1911 zu be-
deutend
reduzierten Preisen ab. Diese Zimmer sind aus
bestem Material hergestellt, worauf ich langjährige Garantie
leiste; es bietet sich daher
(4634a
für Brautwaare
die beste Gelegenheit, ihren Bedarf vorteilhaft zu decken.
früher jetzt
Cedern-Salon
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Salon- Mk. 880 Mk. 750.
tisch, 1 Garnitur (Sofa, 2 Sessel) .

Gesucht.
Für den Verkauf von Stopfbüchsen-Packungen,
Dichtungsmaterialien, Asbest- und Gummi-Waren,
Treibriemen, Kork- u. I-oliermaterialien, insbes.
auch Kälte- und Wärmeschutz-Isolierungen von
Stopfbüchsen-Packungsfabrik u. Grosshandlung
techn. Artikel tücht. fleiss.
Vertreter
für Darmstadt u. Umgebung gegen hohe Provision
gesucht.
Tüchtige Herren, welche bereits bei der in Frage
kommenden Kundschaft, wie Fabrikbetriebe, städt.
Behörden, Wasserwerke, elektr. Werke etc. gut
eingeführt sind, wollen sich gefl. melden.
Offerten unter F. B. K. 801 an Rudolf Mosse,
Frankfurt a. M.
(4576)I

Freie Tapezierer-, Polsterer- und Dekorateur-Innung,
Darmstadt, ſucht für ihre Mitglieder
(B3178
Lehrlinge
Zu melden auf dem Innungsbüro, Beſſungerſtr. 41, Telefon 1365.
u. mehr tägl.
210 Mk- zuverdienen.
Solides Hotelzimmermädchen Prospekt grat. Joh. H. Schultz,ſelbſtändiger Arbeiter, geſucht,
Adressen-Verlag, Cöln W. 73. (43424
Einige tüchtige,
umſichtige Herren,
dauernde und entwicklungsreiche
men zu gründen, wollen Offertenkräftiger Hotel=Hausburſche bal=
d
. Bl. einreichen. (*3687dsms
Hieſige Oel= und Landes=geſ. Roßdörferſtraße 35. (*4328fs
prodnkten=engros=Handlung Suche ſofort einen tücht., zuver=
ſpäteſtens
1. April ds. Js. einen Reit- und Pensionsstall Gross
tüchtigen, zuverläſſigen
jungen Mann
Offerten mit Zeugniſſen unter mäßiger Stellenvermittler, Schützen-
Erfahrene, zuverläſſige, ältere
Glaſerlehrling
geſucht Glaſerei Franz Lang=
heinz
, Karlſtr. 25. (3763a
Badranrer
Ein Küferlehrling
für hier und auswärts zu bal=
ſucht
J. Schanz, Küfermeiſter,
digem Eintritt geſucht.
Teichhausſtraße 40.
(4340a
Profeſſor Albin Müller
Ernſt=Ludwighaus. (*4438
Geeignete Perſonen für den
Vertrieb eines originellen 10 Pf.= Fehring
Scherzartikels ſofort geſucht.
mit Berechtigung zum einj.=freiw.
Näheres in der Exped. (*4470
Dienſt in die kaufmänniſche Lehre
Tücht. Schneider für Groß= u. geſucht. Schriſtl. Offert. erbeten.
Kleinſtücke auf Werkſtätte bei hohem
Auguſt Jacobi,
Lohngeſ. Roh. Waldherr, Markt 1. (4460a
4330ms) Landwehrſtr. 70.
3 tücht. Bauschlosser
in Gitterarbeiten erfahren, per ſof. Sehelttt
geſucht. J. Jacobi, Schloſſermeiſter,
Karlſtraße 34.
(4461a mit einjährig. Berechtigung ſucht
auf Oſtern (1513a
Geprutter Heizer
Eiſen=
Adolf Kahn, handlung.
gesucht
Kupfer=
*4251dfs) Landwehrstr. 79.
Lehrlinge ſchmiede und
für Reparaturarbeiten in Metalldreherei geſucht
Küſtl dauernde Stell. geſucht 4120a) Pallaswieſenſtraße 87.
Landwehrſtr. 79.
(*4317fso

Schreiner
Polierer u.
Beizer
geſucht
Gg. Ehrhardt & Söhne
Möbelfabrik. (4644so

Jg. Tapezier ſof. geſ. Gg. Dieter,
(*4498
Lichtenbergſtraße 75.

Bauſchloſſer
dauernde Beſchäftigung.
Geiſt, Bismarckſtraße 74. (4410ds geſ. auf Klein=
1 Schneider
ſtückarb. Hoch=
die
Intereſſe haben, ſich eineſtraße 26, E. Opfermann. (*4370 gelernter Kon=
Poſition mit ſtets ſteigend. Einkom=Röchvolontür, ditor, ſowie ein
unter J 46 an die Expedition digſt geſucht. Näh. Exped. (4651 Einen ſaub. jüng. Hausburſchen ſucht zum Eintritt per ſofort oder!o läſſigen Pferdepfleger. (*4512
Heidelbergerſtraße 26. Hausburſchen m. g. Zeugn. für
Reſtaur. geſ. A. Dingeldein, gewerbs=
L 66 a. d. Exped. ds. Bl. (*4482ſtraße 10½. Teleph. 531. (*4499
Einen Lehrling
ſucht Gg. Koch, Tapezier,
(4084a
Riedeſelſtraße 48. Buchbinderlehrling
mit guter Schulbildung geſucht Schleidt & Müller, Glaſerei
J. König, Buchbinderei u. Ein=
rahmungsgeſchäft
, Eliſabethen=
ſtraße
30, Tel. 1728. (3680a Weißbinderlehrling ſucht
Melek. Inſelſtraße 21. (2670a Gärtnergehilfe
(B4441
geſucht.
Ludwig Horſt, Handelsgärtner,
Ludwigshöhſtraße 44. Sapeli-Salon mit Intarsien
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Salon-
tisch
, 1 Garnitur (Sofa, 2 Sessel,
2 Stühle) . .
früher jetzt
Mk. 822 Mk. 650. Eiche geräuchert
Wohn-Salon, mit intarsien :
1 Salonschrank, 1 Umbau, 1 Tisch,
1 Sofa, 4 Stühle .
, , früher jetzt
Mk. 535 Mk. 435. Speisezimmer, Eiche
1 Büfett, 1 Umbau, 1 Diwan, 1 Kre-
denz
, 1 Ausziehtisch, 4 Lederstühle früher jetzt
Mk. 882. Mk. 720. Speisezimmer, Eiche
1 Büfett, 1 Umbau, 1 Diwan, 1 Kre-
enz
, 1 Ausziehtisch, 4 Lederstühle früher. jetzt
Mk. 725 Mk. 610, Schlafzimmer, Mahagoni
2 Bettstellen, 2. Nachtschränke,
1 Waschkommode mit Toilette, ein
2türiger Spiegelschrank, 2 Stühle,
1 Handtuchhalter jetzt
früher.
Mk. 688 Mk. 570.

Ferner empfehle sehr gangbare Einrichtungen:
2 Zimmer mit Küche von Mark 550, 650, 750 usw.
3 Zimmer mit Küche von Mk. 920, 1100, 1200, 1400 usw.
Die Zimmer werden franko geliefert und fertig aufgestellt.
Ladwis-Naner
Karlstrasse 4749 Telephon Nr. 1514.
Eigne Polster-und Schreinerwerkstätte.
Hatürliche mineralwasser.
Bilin, Sauerbrunnen; Brückenau, Wernazquelle; Carlsbad, Mühl-
brunnen
; Dürkheimer Maxquelle; Ems, Kränchen; Friedrichshall,
Bitterwassser; Giesshübl, Sauerbrunnen; Levico; Marienbad,
Kreuzbrunnen; Mergentheim, Kirlsquelle; Neuenahr, Sprudel;
Offenbach, Kaiser-Friedrich-Quelle-Ober-Salzbrunn, Kronenquelle
und Oberbrunnen; Ofen Hunyjadi Janos: dto. Apenta; Salzschlirf,
Bonifaciusbrunnen; Kgl. Selters; Vichy, Celestins u. Grande Grille;
Wildungen, Helenen- und Viktoriaquelle und andere.
Preisliste und Brunnenschriften bitte zu verlangen.
Fallas-
Telefon 305 Martin Jahn wiesenstr. 30
Niederlage aller natürlichen Mineralwässer. (2712a
Rekrling
Me
für Architekturbüro geſucht. Aus= Eliſabethenſtr. 45, Vdhs., II.,
führliches Anerbietungsſchreiben ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit Zubeh.
(4645ms
unter 391 an die Exped. (B4136 Näheres parterre.
für Spengler= Heidelbergerſtraße 75 3 Zim.=
Lehrling geſucht und Inſtal=Wohnung 1. März an einzelne
(4445a Dame zu vermieten. (B4641ms
lationsgeſchäft.
Adam Bender, Karlſtraße 51. Magdalenenſtr. 21 eine 3 Z.=

G
Tehrling

für Tapezier und Polſterei geſucht
Friedrich Steinel
*4372sms) Pallaswieſenſtr. 27.
Weißbinder= und
Anſtreicher=Lehrling
geſucht
Wilk. Delp,
Dek.=Maler u. Weißbindermſtr.
Roßdörferſtr. 45. (4549a
kräftigen Jungen
in die Lehre geſucht. A. Guntrum,
Inſtallationsgeſchäft und Bau=
ſpenglerei
, Stiftsſtr. 52. (4588a
Konditoriehrling, Sohn achtbarer
Eltern, unter günſt. Bedingungen
in die Lehre geſucht. Näheres
Konditorei Thiermanns Nachf.,
(*4477sms
Ludwigsplatz 4.
Glaserlehrling gesucht.
Lauteſchlägerſtr. 9. (3361a
Lehrling mit guten Schulkennt=
niſſen
für hieſ. kaufm. Geſchäft geſ.
Selbſtgeſchriebene Off. u. K 11 an
die Expedition d Bi (*3918sms
Ein faſt neuer Tiſch und ein
gut erhaltener Kinderwagen
(*4506
billig zu verkaufen.
Maadalenenſtraße 17, 1. Stock.

Wohnung zu vermieten. (*4479si

Heinrichſtr. 69 einf. mbl. Zim.
mit gut. Penſ. bill. zu vm. (4646ms
ſchön möbl., Mite
2 Zimmer der Stadt, zu vm.
Näheres in de=
(*4502
t, möbliert.
Kahieriſtr.
Zim. m. Kaffee,
pro Woche 3 Mark.
*4484
Schützenſtraße 8, Hth., möbl.
Zimmer mit Kaffee an anſtändig.
Herrn, pro Woche 3.50. (*4490so

fittagstisch
Fleisch u. veg. Kost von
60 Pf. b. M. 1. im Abonn,

Aushaut den berühmten
:: Wormser Weinmostes::

Kein Trinkzwang. (114
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4, 1. Stock.

[ ][  ][ ]

Ich führe als streng reelles Geschäft vor allem nur bewährte Qualitäten, von denen ich die Gewissheit habe, dass dieselben auch
in der Verarbeitung dem Zwecke entsprechen und übernehme für tadelloses Tragen auch der billigsten Artikel absolute Garantie. Den
sichtbaren Aufschwung, den mein Geschäft gerade in den letzten Jahren wieder aufs Neue genommen hat, verdanke ich in erster Linie
der reellen, preiswerten Bedienung und den durchweg erstklassigen Qualitäten zu billigen Preisen. Meine Sortimente in Besätzen, Spitzen
und Stoffe sind in Verbindung mit meinem über Süd- und Mitteldeutschland sich erstreckenden bedeutendem Engros-Geschäft so reichhaltige
und ausgedehnte, wie solche am hiesigen Platze nicht vermutet, kaum aber irgendwo noch reichhaltiger geboten werden können. Die Be-
sichtigung
aller meiner Waren stehen jedermann ohne Kaufzwang gerne zu Diensten. Ich reflektiere nicht auf ein Geschäft, wenn ich
nicht das Gesuchte in Schönheit und absoluter Preiswürdigkeit haben sollte.
Alle Neuheiten fürs Frühjahr sind in grossem Masstabe schon eingetroffen. Meine Verkaufspreise sind für Barkäufe berechnet.

Für Konfirmation und Kommunion

bringe ich hervorragend billige Angebote

2., 1.65, 1.25 Mk. das Meter
Schwarze Seide zum Ausputz
. das Meter 2., 1.85, 1.10 Mk.
Farbige Seiden . . . . . .
Schwarze Besätze für Konfirmanden, in Seide à 1., 75, 55, 45
und 35 Pfg.
Schwarze Tüllstoffe mit Seide gestickt à 4.50, 3.75, 3.25, 3.,
und 2.50 Mk.
Schwarze Knöpfe . . . . . . das Dutzend à 75, 50, 45, 30, 25 Pfg.
Reizende Soutacheborden in schwarz à 1.75, 1.35, 1., 80 und 60 Pfg.
Schwarze Tüllstickerei . . . . das Meter 1.35, 1., 85 und 70 Pfg.
Schwarze seidene Bänder, in jeder Preislage und jeder Breite. Schwarze Atlasse-Unterlegtülle

Schwarze Kleider-Seide

brings jcht in unrerglelehlicher Güte Garantienare das Aeter Aa
3.50, 3. und 2.50. :: Meine Garantieware zu Mk. 2.50 wird von
keiner Konkurrenzseite auch nur annähernd in gleicher Güte und
Schönheit gebracht.
Schwarze Spitzenüberkleider
Schwarze Perl- und Flitterüberkleider
Schwarze Perl- und Flitterborden, feinste Genre
Schwarze elegante Stickereiborden
(4580
Schwarze Spachtel-Tüllstoffe (St. Gallen)
Schwarze feinste Blondenspitzenstoffe

Alle Artikel bringe ich als Spezialist in einem ganz einzig dastehenden Sortiment, vom billigsten bis zum allerfeinsten Genre
in auserlesenem Geschmack auch der billigeren Artikel.

Bein Pinkeuf über Mk. 2. Wr 1 Modsſournal Wd
mit 30 eleg. Vorlagen für Konfirmanden u. Kommunionkleider

MP
sratis!

Schneiderei- u. Kurzwaren-Artikel:

Gutermann Sternseide, üb. 400 Färben
am Lager . . . . . . .
Gutermann Knopflochseide . . . . .
Brooks Nähgarn . . . . . . Rolle
Ackermann oder Schürer Garn, Rolle
Haken und Augen
50 Gr.
Kragenstäbchen, Dutzd. 28, 20, 15, 12,
Kragenstäbe Astra . . . . Dutzend
Koh-i-noor-Druckknöpfe . . Dutzend

8 Pfg.
4 Pfg.
28 Pfg.
16 Pfg.
3 Pfg.
8 Pfg
55 Pfg.
12 Pfg.

Taillenstäbe jedoch Ia Qualität, Dtzd. 20 Pfg.
Taillenverschluss mit Fischbein . . 20 Pfg.
Rüschenstrumpfgummi . . 75 cm 50 Pfg.

1 Gratis 2a
erhält jede Dame bei grösserem Kaufe das
monatlich sich erneuernde
Mode-Journal
mit den neusten Modln.
Musterschnitte
zum Selbstarbeiten für jedes Bildl gerns
zu Diensten.

per 10 m 95 Pfg.
Taillenband
20 gr-Rolle 5 Pfg.
Reihgarn
50 12 Pfg.
Reihgarn
75 Pfg.
250
Reihgarn
Perlmutterknöpfe, 2-, 4loch, reine
Dtzd. 35 Pfg.
Ware
Brief 6 Pfg.
Blitznadeln von Printz
Brief 6 Pfg.
Ia Lamertz-Nadeln
. . m 22 Pfg.
Ia Bleiband, schwarz-weiss
Taffetband, Ia Qualität . . 2,40 m 30 Pfg.

führe ich durch mein Engros-Geschäft in 30 verschied. Qualitäten u. Grössen. Alle Armblätter
Armblätter sind ausnahmslos mit Garantie für bestes Tragen, da ich nur das allerbeste Fabrikat führe.

Hervorragende Gelegenheitskäufe sind zur Zeit:

. 4 Paar Mk. 1.
Handschuhe
beste Qualität . . . 3 Paar Mk. 1.50
. 30 Pfg.
1 Taffetband 2,40 Meter, 2½ cm breit
2,40 Meter, ca. 4½ cm breit . 45 Pfg.
für
2,40 Meter, ca. 5½ cm breit . 60 Pfg.
Haarbänder J 2.40 Meter, ca. 11 cm breit . . Mk. 1.15
Diese Bänder sind beste Qualität.

Ein Posten Batist- und

Spitzenstoffe, gestickt, in reizenden Dessins
Mtr Mk. 1.35, 0.95 u. O.65
Hochelegante Spitzenkragen in Spachtel 95 u. 55 Pfg.
95 Pfg.
in Macramé
in Handarbeit, Imitation . . Mk. 1.35 u. 95 Pfg.
Hochelegante Zackenkragen . . Mk. 1.35 u. 1.15
Feinste Spachtel-Matrosenkragen . nur Mk. 1.75
50 regulärer Preis
00
bis Mk. 38.
O0En zu Mk. 15 und 8

[ ][  ][ ]

2
s neue Heim

behaglich und schön einzurichten, ist der Wunsch aller Brautpaare! Was mit mässigen Mitteln zu erzielen ist, zeigt meine Ausstellung
feinbürgerlicher Wohnungs-Einrichtungen.
Als Beweis meiner Leistungsfähigkeit habe ich unter anderem folgende 3 sehr preiswerte Einrichtungen von seltener Formenschönheit in meiner
bekannt guten Ausführung zusammengestellt.

Zimmer:
Schlafzimmer
Speisezimmer
Herrenzimmer
und Küche
für Mark

1G40

Wiewohl dieser Preis von Mk. 1343. für 3 Zimmer mit Küche sehr niedrig ist,
liefere ich dennoch sehr gediegene, gute Möbel dafür, und zwar 1 Schlafzimmer in
hellitalien, nussbaum mit feinen Intarsien, oder echt eichen, innen eichen, mit
2 Bettstellen, 1 grossem Spiegelschrank, 1 Waschkommode mit Marmor und Kristall-
fassetespiegel
, 2 Nachtschränke mit Marmor, 2 Stühle, 1 Handtuchständer: ferner
1 gediegenes Speisezimmer in dunkel eichen mit 1 reichen Büffet, Anrichtetisch,
6 Rohrstühlen, Ausziehtisch und Moquettediwan. Das in geräucherter Eiche gehaltene
Herrenzimmer besteht aus 1 vornehmen Bücherschrank mit Kristallfasseteverglasung,
Diplomatenschreibtisch, Lederschreibstuhl, 2 Lederstühlen, Tisch, Ottomane mit Decke;
die moderne Kücheneinrichtung in grau fein lackiert: 1 Küchenbüffet mit reicher
Verglasung, Anrichte mit Aufsatz, Tisch, 2 Stühlen und Ablaufbrett. :. .:

Zimmer:
Schlafzimmer
Speisezimmer
Herrenzimmer
und Küche
für Mark
Zimmer:
Schlafzimmer
Speisezimmer
Herrenzimmer
und Küche
für Mark

1730

Das Schlafzimmer dieser Einrichtung ist in geräucherter Eiche ausgeführt und
unterscheidet sich von demjenigen der vorstehenden Preislage durch die reichere
Form der einzelnen Teile. Das nach apartem Entwurf gefertigte Speisezimmer hat
ein imposantes Büffet und geschlossene Kredenz, sowie grossen Ausziehtisch, 6 Leder-
stühle
und Diwan in feinstem Moquettebezug. Ebenso ist das Herrenzimmer mit
schönem Bücherschrank und Diplomatenschreibtisch in sehr gefälliger Form, sowie
mit allem Komfort versehen, der zu einem wohnlichen Herrenzimmer gehört. Die
Kücheneinrichtung entspricht in der Form der obigen, ist aber in feinstem carolina-
: pine naturlackiert und auf das solideste ausgeführt. . .. .. .:

2102

Der hier zur Verfügung stehende Raum gestattet nicht, diese wirklich vornehme
Einrichtung eingehend zu besprechen. Erwähnt sei nur, dass das Büffet des Speise-
zimmers
in reicher, dreiteiliger Form mit Seitenschränken, englischen Zügen und
Kristallfasseteverglasung gehalten ist, wie diese Büffets für ganz reiche Aussteuern
mit besonderer Vorliebe gekauft werden. Die Bibliothek des Herrenzimmers ist
ebenfalls dreitürig und von vornehmster, ruhiger Wirkung, wie auch die übrigen
Möbel des Herrenzimmers der eleganten Einrichtung in allen Einzelheiten entsprechen.
Zahlreiche Kunden haben anfangs nicht vermutet, für diesen Preis so gute Qualitäten
: und eine so mustergültige Ausführung zu erhalten.
,,

Ferner komplette Einrichtungen zu Mk. 2400., 2700., 3000. und höher!
im Interesse rechtzeitiger Lieferung erbitte Bestellungen möglichst frühzeitig.

(3113a

ISRoRkE

Große Ochsengasse 21-23
Telefon 287. Bitte genau auf meine
Firma u. Haus-Nr. zu achten; gegen-
über
der Brauerei Zum gold. Anker‟.
Kenntlich durch 5 große Sehaufenster

Modell
1912


Modell
1912

Bester u. vornehmster deutscher Wagen.

Wagen von Mk. 4000 an
(2707a
Frühzeitige Bestellung erwünscht.
Kataloge sowie Vorführung der Wagen stets zu Diensten.
General-Vertreter der Opel-Werke
Maus G Vermard, Darmssaar, Rneinstr. 19.

Ausverkauf!

Wegen Aufgabe meines Manufaktur-Schnittwarengeschäftes
werden folgende Artikel zu u. unter Einkaufspreis verkauft:
Kleiderstoffe aller Art, Blusenstoffe, Hemden-
Hanelle, Bettzeuge, Leinen, Halbleinen, Tisch-
zeuge
, Servietten, Handtücher, Barchente,
Bettdrelle, Federleinen, Betttedern, Vorhang-
stoffe
, Gardinen in grosser Auswahl und handelt es
sich hierbei nur um gute u. allerbeste Qualität. Ferner:
Herren-Anzüge, Burschen-Anzüge, Knaben-
Anzüge, Joppen, Herren-Ueberzieher, Paletots
in allen Grössen, weit unter Preis.
L. Engelhard Nachf., Gr. Ochsengasse 27.

Ein neues Kolonial-Produkt.
Alleinverkauf für Darmstadt
Kaffee-Melange
Ganze Bohnen, verwendbar mit und ohne Malz-
kaffee
oder Cichorien, wie jeder andere Kaffee.
Lose
Flache Bohnen per Pfd. Mk. 1.20 ge-
oder

Paket Perl-Bohnen, per Pfd. Mk. 1.40 brannt
Zusendung frei Haus.

Totar-Ausverkauf
wegen Geschäftsaufgabe
Rheinstrasse 31
Joh. Jacob Schenzer Wwe.
Verkaufe die Restbestände meines Lagers während
Februar u. März zu noch weiter herabgesetzten Preisen.
Besonders empfehle:
(2468a
Spitzen, Bänder, Besätze, sowie Samt-, Seiden-,
Spitzenstoffe u. Carneval-Artikel etc.

Eite Sechten
Doppelt-Blut-Orangen
eingetroffen. garant. innen butrot,
10 Stück 75 Pfg., im 100 Extra=
Preiſe, empfiehlt Joh. Walther,
Telephon 1598, Ecke Roßdörfer= u.
(*4248ds
Wienersſtraße.

2½ m lg.,
1 Warenſchrank 1.10mhoch,
50 cm tief, mit Glastüren, bill. zu
verk. Kl. Bachgaſſe 1. (*4198ds

Vervielfältigungsapparat
für Schreibmaſchinen=Schrift bill.
(*4035ids
zu verkaufen
Alexanderſtr. 9, I., Wohnung.

(3215a
Kirchstr. 1.
Emanuer Fuld, Telefon137.
Versand in Postkolli, 9 Pfd. Inhalt, franko.

Meine Damen-
schneiderei
befindet sich Ludwigstrasse 16, im
Hause von Speiers Schuhhaus Spezial-Atelier
für feine Engl. Damenschneiderei. Allerneueste Stoff-
Kollektion, sowie Zeichnungen sind für die kommende
Frühjahrs-Saison bereits vorhanden. Allerfeinste
Referenzen.
(2422a
Anton Lsgrange. Tel. 1932.

[ ][  ][ ]

Srobton
empfehle ich höflichst den Besuch meines Ausstellungshauses; eine Besichtigung des-
selben
wird die verehrl. Herrschaften von der reichhaltigen Auswahl, sowie von der
Preiswürdigkeit derseinzelnen Zimmer überzeugen. Folgende Einrichtungen werden
mit besonderer Vorliebe gekauft:
(1131a

Schlafzimmer
=Emilie II‟
in Satin poliert.
2 Bettstellen,
2 Nachtschränke,
Waschkommode m.
Spiegelaufsatz,
Spiegelschrank, 2t.,
115 cm, 2 Stühle,
1 Handtuchständer
415.
Esszimmer
Aachen‟
in Eichen gebeizt.
Büfett, Kredenz-
schrank
, Auszieh-
tisch
, 6 Rohrstühle,
Moquettediwan 475.
Herrenzimmer
Augo‟
in Eichen gebeizt.
Diplomatenschreib.
tisch, Bücherschr.,
Tisch, 2 Stühle,
Schreibstuhl,
Chaiselongue mit
Decke
475.-
Küche, Auguste‟
in grau lackiert.
Schrank, Anrichte,
Tisch, 2 Stühle,
Ablaufbrett 145.-
*1510.-

Schlafzimmer
Gertrud‟
in Eichen mattiert.
2 Bettstellen,
2 Nachtschränke,
Waschkommode m.
Spiegelaufsatz,
Spiegelschrank, 2t.,
140 cm, 2 Stühle,
1 Handtuchständer
15.-
Esszimmer
Reform‟
in Eichen gebeizt.
Büfett, Kredenz-
schrank
, Auszieh-
tisch
, 6 Lederstühle,
Mogaettediwan 650.
Herrenzimmer
, Paul‟
in Eichen gebeizt.
Diplomatenschreib-
tisch
, Bücherschr.,
Tisch. 2 Stühle,
Schreibstuhl,
Chaiselongue mit-
915.-
Decke
Küche Sofie‟
in pitch-pine lasiert
Schrank, Anrichte,
Tisch, 2 Stühle,
Ablaufbrett 175.-
1915.-

Schlafzimmer
.Ellen‟
in Eichen mattiert.
2 Bettstellen,
2 Nachtschränke, H.
Waschkommode m.2
Spiegelaufsatz,
Spiegelschrank, 3t.
150 cm, 2 Stühle,
1 Handtuchständerg
595.
Esszimmer
Darmstadt
in Eichen gebeizt.
Büfett, Kredenz-
schrank
, Auszieh-
tisch
, 6 Lederstühle,
Sockeldiwan 885.
Mcer
Herrenzimmer
Ernst-Ludwige
in Eichen gebeizt.
Diplomatenschreib-
tisch
, Bücherschr.,
Tisch, 2 Stühle,
Schreibstuhl,
Chaiselongue mit
6.9.
Decke
Küche,, Marie‟
in pitch-pine lasiert
Schrank, Anrichte,
Tisch, 2 Stühle,
Ablaufbrett 195.
2360.

Wektere gangbare Einrichtungen in den Preislagen 2500.-, 2800.-, 3000.
3300.-, 4000. u. s. w. Auf alle gemachten Lieferungen leiste ich eine schriftliche
Garantie von 10 Jahren. Alle Einrichtungen werden franko geliefert u. fertig aufgestellt.
Die grosse Ausdehnung, die meine Firma in beispiellos kurzer Zeit
Anmerkung. genommen hat, legt ein beredtes Zeugnis davon ab, in welch hervor-
ragender
Art meine Kundschaft mit den gemachten Lieferungen zufrieden ist; eine
grosse Anzahl Anerkennungsschreiben liegt den geehrten Herrschaften zur gefl. Ein-
sichtnahme
vor und zwar von Familien aus allen Kreisen, darunter solche, bei denen ich
bereits 2, ja wiederholt 3 Töchter einzurichten die Ehre hatte. Gerade diese Weiter-
empfehlung
bedienter Kunden ist die Ursache, dass meine Firma nicht stille gestanden ist,
sondern sich machtvoll weiterentwickelt, als Beweis gilt mein sich stets steigender Umsatz.
Mit aller Hochachtung
Darmstädter Mobel-Einrichtungshaus
Darmstadt
Ladwig Strneinger Heinrichstr. 67
Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattung
Prämiiert auf allen beschickten Ausstellungen. Inhaber der hess. Staatsmedaille.
Verlangen Sie meinen Prachtkatalog, welcher Ihnen franko zugesandt wird.

Neu!
Neu!
Darmstädter Monument:
gesetzlich geschützt unter No. 142,450

hervorragende,
OUALITETSCIGARREN
milde
No, I Einzelpreis 12 Pfg., Originalk, 50 St. 5.50
10
50 4.75

2
50 3.75
8

3
(Erstklassige Spezialfabrikate)
(1436a
S. FEITLER, Darmstadt
HAUPTGEScHAFT: LOUISENSTRASSE 4 TELEFON338
SOWEE IN SAMTLICHEN FILIALEN U. NIEDERLAGEN

Wegen umzag
bin ich genötigt, mit
I. 80000 Konen
Taveten und Borden
schnellstens zu räumen und gebe ſolche zu
ganz beſonders billigen
(4121a
Preiſen ab.
Dlie wiederkehrende Kaufgelegenheit für Hausbeſitzer.
Darmstüdter
Tapetenfabrkk Willenn Enrharur
Telephon 486 Landwehrstrasse 63 Telephon 486
Verkaufsſtelle: Ernſt=Ludwigſtr. 4 (weißer Turm).
Eigene Ladengeschäfte in:
DARMSTADT MANNHEIM MAINZ
Ernſt=Ludwigſtraße 4. P 410 Flachsmarktſtr. 19.

Fabrikant
Gutenberg’s Salmiak-Terpentin-Gallseife, w. Gutenberz.
Darmstadt, ist besser u. billiger wie Seifenpulver und alle sonstigen
Waschmittel, da reine Seife ohne jeglichen Sodazusatz. Kein Auf-
springen
der Hände. Blendend weisse Wäsche ohne Bleiche, vor-
züglich
für wollene und bunte Stoffe. Kinder- und Kranken-
wäsche
sollte nur mit dieser ausserordentlich desinfizierenden Seife
behandelt werden. Man verlange ausdrücklich Pakete mit Schutzmarke
Gutenberg‟. Preis pro Paket 40 u. 20 Pf., überall käuflich. (1666a

Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
15)

Eine entſetzliche Unruhe kam über Lilli. Wie ſollte ſie
nur die langen, langen Stunden hinbringen! In dieſer
Stimmung wäre ſie, wenn es möglich geweſen wäre, ſo=
fort
abgereiſt; jetzt, da die Angſt um das Leben ihres Kindes
vorüber war, konnte ſie ſich nicht mehr ſo eng ihm verbunden
fühlen nach der langen Trennung, und der Doktor wollte,
daß der Patient möglichſt viel Ruhe hätte. Es war zehn
Uhr, eine Stunde, zu der ſie ſonſt erſt den Tag langſam be=
gann
. Nicht ein Möbel, kein Sopha ſtand hier, nichts lud
in dieſem Raume dazu ein, die Zeit mit Nachdenken oder
Phantaſien hinzubringen. Die dort ſo ruhig ſaß, das war
alſo die, die von einem Doktor Dänhardt geliebt wurde.
Wenn ſie nun deſſen Neigung erwiderte? Ja, dann war
Lührſen hier bald wieder allein, und eine andere würde
kommen, wieder eine Fremde zu ihm und ihrem Kinde. Ach
das war ja alles unlösbar, unentwirrbar, ebenſo verwirrt
wie ihr Inneres. Und weil Lilli dies Schweigen nicht mehr
aushalten konnte, fragte ſie ganz unvermittelt: Was denken
Sie eigentlich von Doktor Dänhardt, Fräulein Plattner?
So, nun ruhte wenigſtens die Nadel für kurze Zeit.
Wieſo, Frau Lührſen? Er iſt ein kluger Menſch und ein
guter Arzt. Man ſollte es kaum glauben, aber mit Kindern

weiß er gut umzugehen, ſie haben ihn alle gern. Er iſt ein
ganz anderer Menſch, wenn er mit Kindern ſpricht.
Verkehrt er auch ſonſt viel hier im Hauſe?
Ja, er kommt häufig, beſonders im Winter. Was ſoll
er auch ſonſt anfangen? Entweder iſt er bei meinen Ge=
ſchwiſtern
, mein Schwager iſt Paſtor in Bütfeld , oder
er iſt hier. Er und Ihr Herr Gemahl ſind ja alte
Freunde.
Das war ſachlich und erſchöpfend geantwortet und da=
mit
eigentlich der Stoff für dieſes Geſpräch ſchon beendet.
Aber das war nicht, was Lilli wollte.
Und Sie glauben, fragte ſie deshalb weiter, daß den
Doktor nur ſeine Freundſchaft zu meinem Mann hier ſo
oft herführt?
Da hob Dora den Kopf, und ihre Augen blickten ruhig
zu Lilli auf. Wie meinen Sie das, Frau Lührſen? An
den Winterabenden bringt der Doktor oft Lektüre mit Wir
leſen viel auf dem Lande im Winter.
Da leben Sie hier eigentlich ganz behaglich. Aber, um
auf den Doktor zurückzukommen ich glaube, er ſucht hier
doch am Ende etwas mehr als nur die Befriedigung eines
Umganges mit dem Freund.
Da wurden Doras Augen noch größer, und klar und
kühl fragte ſie: Warum ſprechen Sie in ſolchen Andeutungen
und auf Umwegen zu mir? Wollen Sie etwas Beſonderes
von mir wiſſen?

Dieſe Ruhe verwirrte und ſtörte Lilli.
O, das nicht gerade, ſtotterte ſie einen Augenblick etwas
verlegen gegenüber den klaren Augen und der klaren Frage,
ich glaube nur ziemlich beſtimmt zu wiſſen, daß Doktor Dän=
hardt
ſich für Sie intereſſiert.
Für mich ? Nun lächelte Dora wirklich.
Nun ja, tun Sie doch nicht ſo furchtbar ahnungslos. Hat
er Ausſichten?
Dieſe Art, über ſolche Dinge zu ſprechen, war Doras
ganzer Natur in den Tod zuwider. Sie begriff gar nicht,
wie eine Frau zu einer anderen ſo darüber ſprechen konnte,
ſie begriff ebenſowenig, wie Lilli zu ſolchen Fragen kam.
Wenn das der Fall wäre, warum fragt der Doktor
nicht mich? Das geht doch in der ganzen Welt nur ihn und
mich an.
Für Lilli blieb nichts anderes übrig als ein nervöſes
Lachen. Mein Gott, nehmen Sie doch die Sache nicht ſo
furchtbar tragiſch. Neugierig bin ich vielleicht, weiter nichts!
Schließlich, was gehen mich Ihre und Doktor Dänhardts
Herzensgeheimniſſe an?
Und wer ſagt Ihnen, daß ich Herzensgeheimniſſe habe?
Wenn ich ſie hätte, hätte ich ſie doch für mich!
Dora war aufgeſtanden, innerlich viel erregter, als ihr
anzumerken war. Lilli muſterte das große, ſtolze Mädchen
mit halb zugekniffenen Augen, zuckte mit den Schultern

[ ][  ][ ]

Kormrmanden-Kleider
MARTA
SPINETTI
KKTHE

(4508fs

In gutem Popeline u. Serge
farbig und schwarz
Mk. 20.

Ia Popeline und Serge
schwarz, weiss und farbig
Mk. 25.

Schwarz, weiss und farbig
Popeline, la
Mk. 27.

Hermann Berger

10 Ernst-Ludwigstr. 10
Ecke Marktpassage.

Auaust Schwab r.
Telefon 397
DARMSTADT Rheinstr. 39
nächst den Bahnhöfen
Spezialität: Komplette
Wohnungs-Einrichtungen
von 100010000 Mark.
Unsere neuen Modelle übertreffen alles bisher dagewesene
an Qualität, Formenschönbeit u. erstaunlich billigem Preis.
Freie Lieferung, dauernde Garantie. Alles offen ausgezeichnet.
verlangen sofort in ihrem eigensten
Verlop teinteresse Preisliste u. Abbildungen.
Postkarte genügt. Anfrage: Telefon 397.
Man beachte unsere 6 Schaufenster!

(71

sind die Erzeugnisse der Uhren-Fabrikations-Gesellschaft Union Horlogere, Biel- Glas-
hütte
i. S.-Genf. Nur echt mit dieser Firma auf Zifferblatt.
Chronometer Alpina ist die beste Präzisionsuhr für genaue Sekundenzeit.
Die Union Horlogere ist in allen Städten durch ein renommiertes Uhrengeschäft
vertreten, und wird für die verkauften Uhren von allen Vertretern gemeinsame Garantie
übernommen. Diese Garantiegemeinschaft ist von grosser Wichtigkeit bei Ceschenken, auf
Reisen und bei Wohnungswechsel.
Illustrierte Preislisten zu Diensten. .. Langfristige Amortisation gerne gestattet.
(3687a
Alleinvertretung für Darmstadt:
Georg Karp, Hofuhrmacher, Ludwigstrasse 20
Mitglied der deutschen Abteilung der Union Horlogere, Biel-Genf-Glashütte.
Fabrikation feiner Taschenuhren.

neue Ernte
hocharomatisch und
ausgiebig
½ Pfund 150 Pfg.
H. Reichard
Bleichstrasse-Ecke.
Telefon 104. (1667a

Reflektor
zur Erhellung dunkler Räume,
100X80 cm, billigſt zu vk. (*4034ids
Alexanderſtr. 9, I., Wohnung.

Räucher- u. Aufbewahrungschränke

D. R. G. M. 179324 und 313967 (verzinkt), für heißen
und kalten Rauch erzeugend
Hausbacköfen D. R. G. M. 342527
mit Extra=Feuerung, iſt zerlegbar, kann deshalb leicht
an jedem Platz aufgeſtellt werden, wird auf Chamotte=
ſteinen
gebacken, hat Feuer= und Schwadenſchieber
fertigt und empfiehlt unter Garantie
: Herd- und Ofenfabrik

A. Ruckelshausen, Pfungstadt.
Proſpekte gratis und franko.
(3664a

und ſagte ſehr von oben herunter: Wie iſt es, könnte ich viel=
leicht
etwas Frühſtück bekommen?
Das war wie ein Schlag ins Geſicht für Dora. Faſt
hätte ſie ohne Antwort und ohne ein Wort mit Lührſen zu
ſprechen, Zimmer und Haus verlaſſen. War die Frau da vor
ihr überhaupt ernſt zu nehmen? Ein Mitleid mit dieſer un=
glücklichen
Frau und Mutter ſtieg doch in ihr auf. Deshalb
biß ſie ſich auf die Lippen und ſagte äußerlich ruhig: Gewiß,
gnädige Frau, Ihr Herr Gemahl pflegt auch um dieſe Zeit
zu frühſtücken.
Als ſie der Tür zuging, kam durch dieſe Lührſen herein,
mit einem von der Kälte geröteten Geſicht. Sein Schnurr=
bart
war gefroren und ſein Backenbart mit Reif bedeckt.
So, damit wären wir fertig. Eine tüchtige Kälte.
Mordshunger habe ich mir auch geholt!
Er ſah Dora, die an ihm vorbei der Türe zuging, for=
ſchend
an und fragte, als ſie hinaus war: Was hat ſie denn?
Sie ſah ſo ernſt aus!
Ich habe ſie nicht um ihre Seelenſtimmung gefragt,
ſondern bat ſie, das Frühſtück zu bringen.
Du meinſt wohl, das Frühſtück durch Frau Tannert
bringen zu laſſen.
Das iſt mir einerlei. Ich bat ſie, Deine Haushälterin.
Lührſen blickte ſeine Frau erſtaunt an. Wollte denn gar
keine Ruhe komman, ſeit ſie im Hauſe war?
Fräulein Plattner iſt kein Dienſtmädchen, und wenn
ſie ſolche Dienſte übernimmt, ſo iſt’s ihr freier Wille. Im
übrigen iſt ſie eine Dame, ihrer Bildung und ihrer Stellung
nach eine Dame, wie man dies Wort ſo aufzufaſſen pflegt,
eine Dame, ſo gut wie

Mie ich, nein dur
Ja, ſo gut wie Du!
Das war unfreundlich, Gerdt!
Klang es ſo? Unfreundlich gedacht war es nicht. Lilli,
ich habe Dir gegenüber die Stellung von Fräulein Plattner
ſchon einmal geſtern wahren müſſen. Es iſt dies meine Pflicht.
Du mußt doch einſehen, daß ſie Dir gegenüber ſich in einer
ſehr ſchwierigen Stellung befindet, in dieſer Richtung
wehrlos!
Da lachte ſeine Frau biter auf. Die und wehrlos? Das
glaubſt Du doch ſelbſt nicht. Aber verzeih, ich wollte Deinen
Hausgötzen
Ich bitte, Lilli, ſie kann jeden Augenblick wieder herein=
kommen
.
Und Dora kam und ſetzte das Frühſtück auf den Tiſch,
während er vom Eßſchrank Gabeln und Meſſer herbeitrug.
So, ich bringe gleich noch Brot und Butter, Herr
Lührſen.
Du biſt ja ordentlich galant, ſpottete Lilli, als Dora
hinaus war.
Er ſtand am Tiſch und ſteckte beide Hände in die Joppen=
taſchen
. Hatten die Frauen hier Differenzen gehabt? Was
war nur los? Ein ſehr heftiges Wort wollte ihm auf die
Lippen kommen. Doch wozu? Schon Doras wegen wollte er
das vemeiden.
Galant, Lilli? Das Wort kennen wir hier gar nicht!
Menſchen, die zuſammen leben, ſind einander gefällig.
Uebrigens tat ich das, was eine andere hätte ebenſogut tun
können!
Und dieſe andere bin ich, Gerdt?

Ja.
Ich habe ja nicht einmal das Recht, hier ſie unter=
brach
ſich raſch, weil ſie Dora eintreten ſah.
Als Lührſen zwei Stühle an den Tiſch rückte, ſagte
Dora zu Lilli: Wenn es gefällig iſt, gnädige Frau?
Wie Lilli dieſe Korrektheit haßte, wie ſie innerlich tobte,
gerade weil alle die anderen ja Recht hatten, weil ſie fühlte,
wie ſie doch geſchont wurde, weil jeder mit ihr verkehrte
unter der Vorausſetzung, daß ſie nicht lange bleiben würde!
Deshalb ſagte ſie ſchroff: Nein, ich danke jetzt, ich habe keinen
Hunger mehr.
Da ſetzte ſich Lührſen allein an den Tiſch, und als Dora
an der Türe fragte ſie war ſehr blaß geworden ob er
noch etwas wünſche, quälte er nur das Wort heraus:
Danke!
Jeder Biſſen wollte ihm im Halſe ſtecken bleiben. Es
war ein Unding ſo, die bare Unmöglichkeit! Das hatte er ja
alles beinahe vergeſſen in den langen Jahren, wie eigentlich
die Natur Lillis war und wie ſchwer ſie ſich hier hinein=
finden
würde in dieſe Verhältniſſe. Nie hätte er gedacht,
daß ſie ſo verbittert geworden wäre! Er hatte gehofft, ſie
würden ganz kühl formell miteinander verkehren können,
und nun ſah er, daß das nicht gehen wollte, denn auch er
konnte es nicht. Um ſo mehr war er erſtaunt, als ſie nach
längerer Pauſe mit ganz veränderter weicher Stimme
ſagte: Ich hatte gehofft, Gerdt, daß es möglich ſein würde,
mir hier Demütigungen zu erſparen. Zürne mir bitte nicht!
Es iſt alles ſo raſend ſchwer!
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Neu eröffnet!
Photographie!
Als
Ervnkande doschenk

9

eine

(4422ds

Vergrosseran

9

9

seines eigenen Bildes
(einschl. Karton 30 breit, 36 cm hoch)
erhält Jeder, der sich in der Zeit
von 15. Februar bis 4. März

bei uns, ganz gleich in welcher
Preislage, photographieren lässt.

für Kinder
2.50 Mk.
12 Visites glanz
12 Visites, matt, 4.00 Mk.
12 Victoria 5.00 Mk.
1000 Mark
zahlen wir demjenigen, der
nachweist, dass wir zur Her-
stellung
unserer Bilder nicht
die erstklassigsten Materialien
verarbeiten.

eschw.

Photographisches Atelier I. Ranges mit billigen Preisen

Wilhelminenstrasse 9
dem alten Palais gegenüber

Telef. Sonntags geöffnet
nur von 104 Uhr.
Mk.

12 Cabinet, matt, 8.00 Mk.
12 Prinzeß, 9.00 Mk.
12 Postkarten von 1.90 an.
Beste Materialien.
Erste Arbeitskräfte.
Langjährige Garantie.
Aufnahmen
bei jeder Witterung bis 7 Uhr.
Maskenaufnahmen
nach 7 Uhr bittet man anzu-
melden
.

bei mehreren Personen und dungen
ein kleiner Preisaufschlag.

-

Eet mahreren Veronen unt Grupen
ein kleiner Preisaufschlag.

IE122!!

Einziger
Wagen mit
wirklich
bahnbrechen-
den
Neue-
rungen
, un-
verwüstlich
,
zuverlässig
und schnell.

Anerkannt der schnittigste,
rassigste, formvollendetste,
dabei preiswerteste Wagen
der ersten Steuerklasse.

Ausser-
ordentlich

geräuschlos.

D0
Katalog
gratis und
franko.

G. m. b. H.
General-Vertr. d. Norddeutschen Automobil-werke, Hameln.

Auaust Endel, Darmstadt

Schuchard-
strasse
8.

Tel. 1128.

(2449a

Spedition Monnard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 556. (879a

Buchenſcheitholz!

kurz geſchnitten und geſpalten
1a trocken (3386a
per Ztr. Mk. 1,30, frei Keller
Karl Schimmer
Heinheimerſtr. 76. Telephon 212.
des Haus=
Wegen Auflöſung hults ein.
Möbel billig zu verkaufen
*40721s) Dieburgerſtr. 26, I.

Transmissionen nl
Ringschmierlager
aller
Steh- u. Hängelager Größen
Stahlwellen
Kreissägenlagerungen

mit Ringschmierung.

(4093a

Darmstädter Hanlenbadanstant

in guterhaltener Küchenſchrank,
E2Gartenſtühle, 1 Gasherd=
tiſch
billig zu verkaufen (4511fs
Neckarſtraße 26.

Telefon 1909 G. m. b. H.

Bachgang 20

Lebr. leichter 2räd. Handkarren
mit Federn billig zu verkaufen
*4186ds) Arheilgerſtraße 35.

lter Wiener Flügel umzugs=
halber
ganz billig abzugeben
*4187ds) Gräfenhäuſerſtraße 75.

Meine Spezialität Wo=
Pflanzen-Rübel
mehrmals prämiiert
empfehle zu billigſten Preiſen.
Bütten= und Fäſſer=Reparaturen,
Weinbehandlung, Kellerarbeiten,
zuverläſſige Ausführung.
Küfermeiſter J. Schanz
Teichhausſtr. 40. (4339a

im zu ränmen wegen Umng
Vgut erh. getr. Herrenmaßanzüge,
Ueberzieher, Jacketts, Capes, Ko=
ſtüme
, Bluſen, Röcke, Weſten,
Stiefel, Knabenüberzieher u. ver=
ſchied
. mehr Stiftſtr. 89, pt. (3313a

Tannenklötzchen
zum Anfeuern (158a
kurz geſchnitten und gehackt
Brennholz, buchen und eichen
von Mk. 1.20 per Ztr. empfiehlt
Brennholz=Dampfſchneiderei
Martin Jahn.
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.

Gebrauchte u. neue Möbel
all. Art, ſehr billig abzugeben
Wendelſtadtſtraße 2. (*4361fs

Billige
beste
Kahrkonlen
Fettschrot 600 Stück
Steinkohlenbriketts
Union-Briketts. (B1657
Verlangen Sie Preise u. Probezentner,

Tel.

15os ug. Schött

Karl-
Str. 54

Eine Möbetahbeite
liefert an Beamte, Private Möbel,
kompl. Wohnungseinrichtungen,
eventl. ohne jede Anzahlung, gegen
monatliche Ratenzahlung. Gefl.
Anfragen erbitte unter J 92 an
die Expedition ds. Blattes. (4122a

Jährlicher Umſatz
3000 Zentner

ettfedern
Erſte Bettfedern=Fabrik
m. elektriſch. Belrieb
Gustav Lustis
werin .415
Prinzenſtraße 46.
Verſand geg. Nachnahme. Verpack. koſten=
frei
. Garantie: Umtauſch od. Rückſdg. auf
m. Koſten. Füllfertige Bettfedern Pfd.
M. O. 55,1., 1.25. Prima Halbdaunen
M. 1.75. Gemiſchte Rupffedern M. 2..
la weiße Gänſehalbdaunen M. 2.50,
3., 3.50, 4.50. Echt chineſiſche Mono=
voldaunen
M.2 Onigeſ.geſch.). echt ruſiſche
Matador=Daunen M. 3.50 (geſ.geſch). Von
den Daunen genügen 34 Pfd. z. großen
Oberbett. Gäuſefedern (z.Reißen) M. 0.60
pro Pfd., Oderbrucher Gänſeſchlachtfedern.
m. Daunen M. 1.50. Schleißfedern M. 1.50,
2., 2.50, 3. 3.50. Daunen M. 2.85,
3.50, 5.. Proben und Preisliſte gratis.
Unſtreitig größ. Betten= u. Bettfevern:
Spezial=Geſchäft der Welt.

(409750)

Achtung: Braatienten (*2896as
iſt Gelegenh. gebot., für d. Spott=
preis
v. nur 580 Mk. eleg., mod.,
nußb. pol. Brautausſtattung, zu
erwerben (noch vollſt. neu), beſteh.
aus 2 ſchw. engl. Betten m. beſtem
Inh., ſchöne Waſchkommode, weiß
Marmor u. Spiegelaufſ., 2 Nacht=
ſchr
. m. Marm., gr. 2tür. Spiegel=
ſchranf
Handtuchh., hochf. Diwan,
ſchön. Vertiko m. Vergl., gr. Ausz.=
Tiſch, 4 beſſ. Stühle, ſowie der eleg.
Küche: Schrank, Anr., Tiſch, 2Stühle,
Ablaufbr. Auch d. az. Sonnt. anzuſ.
Frankfurt a. M., Baumweg 33, pt.

Mitw

[ ][  ][ ]

Elisabethen-
2 strasse 2

am Ludwigs-
: platz.

Nooh 1or eo4eff!
Ihren Bedarf in feinen Herren- und Knaben-Anzügen, Paletots,
Konfirmanden-Anzügen
Hosen, Joppen, Fantasie-Westen etc.
zu Spottbilligen Preisen zu decken
Nur solange Vorrat!
im Total-Ausverkauf wegen gänzlicher Geschäfts-Aufgabe

Saal Hotel zur Traube
Samstag, den 24. Februar, pünktlich 8 Uhr;
Klavier-Abend
von
Felenaqde Lambrie
Programm: Bach: Allemande; Sarabande. Mozart:
Fantasie D-moll. Scarlatti: Pastorale; Capriccio.
Beethoven: Mondschein-Sonate. Schumann: Fanta-
siestücke
op. 12. Grieg: Volksweise; Papillons. Rubin-
stein
: Rève angélique. Paganini-Liszt: La campanella.
Konzert-Flügel: Julius Blüthner aus dem Magazin von
A. W. Zimmermann, Hoflieferant.
(4278ids
Karten zu Mk. 3., 2. 1. bei Hoflieferant Georg Thies
Nachf. (Leopold Schutter), Elisabethenstr. 12, u. an der Abendkasse,
für Studierende Mk. 2.50, 1.50 und 80 Pfg.
Zu dies. Klavierabend werd. ausnahmslos keine Freikarten ausgegeben.
Mamilicter Sretchgartet Gl. ahtf.
Fr. Mehmel, A. Diedrich, Fr. Brückmann, A. Weyns.
1e
Gee
ElV. Kammermusik-Abend u

Montag, den 26. Februar, 8 Uhr, Hotel Traube.
Mitwirkender: Herr Prof. Franz Mannstaedt, Königl.
Hofkapellmeister, Wiesbaden (Klavier).

Eintritt frei!
Münchner Bockwürste.

Eintritt frei:
Vorzügliche Küche.

Programm: Brahms, Streichquartett op. 51, Nr. 1. C-moll;
Haydn, Streichtrio, H-moll; Stojanovits, Klavierquintett, op. 9, C-moll.
Karten zu Mk. 3. und 2. für Studenten u. Schüler Mk. 2..
1.50 und 1. bei H. Thies Nachf., Hofmusikalienhandlung, und an
(4395ds
der Abendkasse.
Bechstein-Flügel (Vertreter: A. W. Zimmermann, Hofliefrant).

Hotel-Restaurant

Kölnischer Hof

Bleichstrasse 51.

Vom 16. bis 29. Februar, abends 6 Uhr ab:
Täglich grosses
chbiertest
(4023a
KONZER
des so beliebten Salon-Damen-Orchesters Augustin.
Direktor H. Augustin.
Sonntag von 4 Uhr ab.

Geeeseees6es8ee

Britannia-Hotel
Jeden Sonntag (857a
Künstler-Konzert.

, gut erhalt.,
Hühnerstall, mit ea.
20 qm Drahtgefl., Patentwaſſerkr.,
eiſ. Futter= u. dto. Legekorb, zuſ. f.
16 Mk. Emilſtr. 42, I. (*4415soi

Berlitz-School
Grösstes Sprachinstitut
Wilhelminenstrasse 19, II.
Telefon 613
Deutsch
für Ausländer
Privat- u. Klassenunterricht
Französisch
zweimal wöchentlich
abends 8 und 9 Uhr.
Anfänger-Kursus
Stundenpreis 90 Pfg.
Anmeldungen im Büro
von 91 und 38 Uhr.

Dr. phil.
Hermann Bränning-Oktavio
Rheinstrasse 28, II.
übernimmt gewissenhafte u. er-
folgreiche
Vorbereitung z. Ein-
jährigen
, Unterricht in allen
Fächern, besonders Deutsch,
Latein, Französisch u. Ma-
thematik
. Ausgezeichnete Em-
pfehlungen
u. Zeugnisse. (4376a

Keithäusen FPeshnlung
Frankenhausen

Ing.-u. Werkm.-Abt. Gr. Masch.-Lab.
letr- und Tioſbau.

S er et. 1
Technikum
Mittweida L
Direktor: Professor Holzt.
Höhere technische Lehranstatt
für Elektro- u. Maschinentechnik.
Sonderabteilungen für Ingenieure,
Techniker u. Werkmeister.
Elektrot. u. Masch.-Laboratorien.
Lohrfabrit-Werſestätten.
Höchste bisherige Jahresfrequenz:
3610 Besucher, Programm etc.
kostenlos.
Aen
eeee emn

Haushaltungsschuie
es Frauenvereins Mannheim
. 3. 1. Protektorat J. K. H.
r Großherzogin Luiſe. Großer
chattiger Garten, jährlich 2 Kurſe
on je 5 Mon. in all. Haushaltungs=
weigen
, ferner 4 Kochkurſe von
3 Monaten, einfache und feine
tüche, ſtaatl. geprüfte Lehrerinnen.
Internat u. Externat. Prospekt. (2158il

Englischen Unterricht
erteilt Miss Kathleen Mackimm,
B821) Annastrasse 30, II.

Akadem. nimmt höh.Schül. i. gut.
Penſ. Sorgf. Erziehg., Aufſ. u.
Nachh. b. Schulaufg. Erfolg gar.
Mtl. 75 M. Anfr. u. M1 52 Exp. (B178

Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B820

Darmstädter Konsum-, Spar- und
Produktionsgenossenschaft e. G. m. b. H.
Grosser genossenschaftl. Lichtbildervortrag
am Sonntag, den 25. Februar 1912, abends 8 Uhr,
präzis im Mathildenhöhsaale, Dieburgerstrasse 26.
Vorführung von über 200 Bildern über Entwicklungs-
stadien
der Konsumvereine Deutschlands, Englands und
der Schweiz.
Es versäume kein Mitglied, besonders keine Frau, die!
seltene Gelegenheit, sich über den Stand der Genossenschafts-
bewegung
zu informieren.
Auch den Mitgliedern von der Umgebung empfehlen wir
aufs wärmste den Besuch des lehrreichen und instruktiven Vor::
trags, da derselbe um 10½ Uhr beendet sein wird.
Zahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet
(4458ds
Der Vorstand.

Hotel,Hess
(881
täglich
Unstler
onzert.
Stets freien Eintritt.
Sonntag: Anfang 4 Uhr.

d

Deuischer Keilner Land, U.-C.

Bezirksverein Darmstadt
Montag, den 26. Februar 1912,
Grösster u. letzter
Maskenban

der Saison

(*4432

in den närrisch deko-
rierten
Räumen des Perkeo‟, Alexanderstrasse

Anfang 7 Uhr 71 Min.
Ende wann’s all 18

Das närrische Komitee.

Wirtschaftsübernahme u. -Empfehlung!
Einer verehrten Nachbarschaft, meinen werten Bekannten
und Freunden hiermit die ergebene Mitteilung, daß ich das
Restaurant Russischer Hof (cafe Louore)
Alicestraße 27, Ecke Wendelstadtstraße
übernommen habe und bringe mich in empf. Erinnerung.
Im Ausschank Ia heil und dunkel Bier aus der
Brauerei Friedrich Schönberger
Prima Weine Anerkannt gute Rüche Kaffee
Gesellschaftszlmmer Französisches Billard
Hochachtungsvoll
Christian Werres.
4622)

Gebr. Nähmaschinen
mit Garantie, ſpottbillig (4591
Schuchard=
August Engel, ſtraße 8.

Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt.
Heinheimerſtr. 20, 3. Stock. (827a

[ ][  ][ ]

Zweite Kammer der Stände.

4. Sitzung.
St. Darmſtadt, 23. Februar.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Exz., Geh. Staatsrat Krug
von Nidda, Geheimeräte Dr. Becker, Wilbrand,
Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9½ Uhr.
Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein. Erſter
Gegenſtand iſt die
Antwortadreſſe auf die Thronrede.
Vom Kammervorſtand wird folgender Wortlaut vor=
geſchlagen
:
Allerdurchlauchtigſter Großherzog!
Allergnädigſter Großherzog und Herr!
Eure Königliche Hoheit haben auch den XXXV. Land=
tag
Allerhöchſtſelbſt feierlich zu eröffnen geruht und die
Stände des Großherzogtums bei ihrem Zuſammentreten
willkommen geheißen. Hierfür, ſowie für das Vertrauen,
mit dem Eure Königliche Hoheit der Erledigung der uns
geſtellten wichtigen Aufgaben entgegen ſehen, ſprechen wir
unſeren ehrerbietigſten Dank aus. Wir erklären uns gern
bereit, der Wohlfahrt unſeres geliebten Heſſenlandes durch
unſere landſtändiſchen Arbeiten zu dienen.
Auch wir möchten nicht unterlaſſen, auf die von Eurer
Königlichen Hoheit berührte, in unſerer parlamentariſchen
Geſchichte hochbedeutſame Tatſache hinzuweiſen, daß die
Zweite Kammer bei ihrem diesmaligen Zuſammentreten
auf Grund des auf dem vorigen Landtag verabſchiedeten
Wahlgeſetzes in ihrer Mehrzahl aus unmittelbar ge=
wählten
Abgeordneten beſteht.
Mit Freuden können wir eine weitere Beſſerung
unſerer Staatsfinanzen feſtſtellen. Nach wie vor erachten
wir es für unſere höchſte Pflicht, bei größter Sparſamkeit
in den Staatsausgaben die Ordnung und Stärkung
unſerer finanziellen Verhältniſſe, ohne welche eine gedeih=
liche
Weiterentwickelung unſeres Landes nicht gewähr=
leiſtet
ſein kann, mit allen Kräften zu fördern. Wir hegen
dabei mit Eurer Königlichen Hoheit Regierung den drin=
genden
Wunſch, daß das Verhältnis zum Reich uns nicht
zu größeren Leiſtungen, wie zur Zeit, verpflichten möge.
Eine Ordnung unſerer Finanzen durch eine allmähliche
Tilgung unſerer Staatsſchuld halten auch wir für geboten
und werden bei Löſung dieſer wichtigen Frage, die ſich
beſonders auch auf das Maß der Tilgung bezieht, mit
pflichtmäßiger Sorgfalt verfahren.
Die Vorſchläge Eurer Königlichen Hoheit Regierung
über die Ausgeſtaltung des Lehrerbildungsweſens und über
die Pflege der ſchulentlaſſenen Jugend werden wir gern in
Beratung nehmen.
Mit Genugtuung haben wir die Mitteilung aufgenom=
men
, daß die finanziellen Verhältniſſe des Staats nunmehr
geſtatten, der dringlichen Aufgabe der Erhöhung der Be=
züge
der Beamten, Staatsdienſtanwärter und Volksſchul=
lehrer
näher zu treten. Mit Eurer Königlichen Hoheit Re=
gierung
wollen wir ernſthaft prüfen, ob auch den Pen=
ſionären
und Hinterbliebenen früherer Staatsbeamten eine
Erhöhung ihrer Bezüge geſichert werden kann. Eine Er=
höhung
der Zivilliſte wird ihr Ziel ebenfalls in einer Er=
höhung
der Bezüge der betreffenden Funktionäre ſuchen.
Wir geben uns der Hoffnung hin, daß dieſe Mehr=
leiſtungen
der Staatskaſſe ohne eine ſteuerliche Mehr=
belgſtung
ſich durchführen laſſen. Sollte ſich dies nicht ver=
wirklichen
laſſen, ſo werden wir die neuen Vorſchläge der
Regierung Eurer Königlichen Hoheit ernſthaft prüfen und
ſind mit Eurer Königlichen Hoheit der Meinung, daß neue
Einnahmequellen nur unter ſorgfältiger Rückſichtnahme auf
die Steuerkraft und die wirtſchaftliche Leiſtungsfähigkeit
des Landes erſchloſſen werden ſollten.
Die Maßnahmen Eurer Königlichen Hoheit Regierung
gegen das ſtarke Auftreten der Maul= und Klauenſeuche
und die Folgen der Dürre des vergangenen Sommers
werden von uns gebührend gewürdigt.
Die in Ausſicht geſtellten Vorlagen und bereits uns
zugegangenen Vorlagen werden von uns alsbald in Be=
ratung
genommen werden; insbeſondere ſehen wir mit
Intereſſe dem Geſetzentwurf über die Aufbringung der
Koſten der höheren Schulen und der Novelle zur Reviſion
des Volksſchulgeſetzes entgegen.
Wir werden ſtets beſtrebt ſein, im Einvernehmen mit
Eurer Königlichen Hoheit Regierung die uns gemachten
Vorlagen zum Wohl und Gedeihen unſeres Heimatlandes
zu einem erſprießlichen Abſchluß zu bringen.
In tiefſter Ehrfurcht pp.

Abg. Ulrich: Wenn wir auch mit der Adreſſe nicht
in allem einverſtanden ſind, ſind wir doch der Meinung,
daß es von Wichtigkeit iſt, die Thronrede durch eine der=
artige
Adreſſe zu beantworten und wir werden alſo nicht
allzu kritiſch dem Wortlaut gegenüberſtehen. Nur eins
vermiſſen wir in der Adreſſe, das iſt der Wunſch, die Kau=
telen
, die in unſerem neuen Wahlrecht dem allgemeinen
gleichen Wahlrecht gegenüberſtehen, zu beſeitigen. Ohne
auf das Materielle weiter eingehen zu wollen, ſtelle ich
namens meiner Partei den Antrag, dem zweiten Abſatz
der Adreſſe den Zuſatz zu geben: Wir erſuchen Ew. Kgl.
Hoheit, dahin wirken zu wollen, daß die dem allgemeinen
gleichen Wahlrecht entgegenſtehenden Kautelen baldmög=
lichſt
geſtrichen werden. Wir halten dieſen Zuſatz für
notwendig, da es uns nicht gleichgültig ſein kann, wie
Se. Kgl. Hoheit über dieſe Dinge denkt. Ich bitte, den=
Antrag anzunehmen.
Abg. Dr. Oſann bittet, die Adreſſe ſo, wie ſie vorge=
ſchlagen
, anzunehmen. Wenn man ſich materiell in eine
Debatte über den Wortlaut einlaſſen wollte, ſo könnten ja
dann in jedem Satz die verſchiedenen politiſchen Mein=
ungen
zum Ausdruck gebracht werden. Das iſt aber doch
nicht Zweck der Adreſſe. Seine Partei wird darum den
Antrag Ulrich ablehnen. Auf das Materielle der Sache
wolle er nicht eingehen.
Abg. Grünewald iſt mit der Tendenz des An=
trags
einverſtanden, ſtimmt jedoch der Anſicht des Abg.
Dr. Oſann zu.
Abg. Adelung: Die Adreſſe enthält auch im übrigen
vielfach ein Eingehen auf das Materielle. Und wenn
man nicht beſtimmte Wünſche zum Ausdruck bringen wolle,
hat ja doch die Adreſſe keinen Zweck.
Abg. Brauer: Der Antrag Ulrich bedeutet etwas
ganz Neues. Es war bisher nicht üblich, an dem Wort=
laut
der Adreſſe derartige Aenderungen vorzunehmen.
Seine Partei kann darum keine Erklärung abgeben, weil
ſie noch nicht über eine eventl. Stellungnahme geſprochen hat.
Abg. Molthan erklärt namens ſeiner Partei, daß
ſie aus den Gründen, die der Abg. Dr. Oſann angeführt,
den Antrag ablehnen müſſe.
Abg. Boxheimer ſpricht ſich in gleichem Sinne aus.
Abg. Ulrich vertritt in längeren Ausführungen noch=
mals
ſeinen Antrag. Damit ſchließt die Debatte. Die
Abſtimmung ergibt Ablehnung des Antrags Ul=
rich
mit allen gegen die 6 Stimmen der So=
zialdemokraten
und Annahme des vorge=
ſchlagenen
Wortlauts mit den gleichen
Stimmen.
Der Präſident teilt mit, daß die Adreſſe um ½11
Uhr dem Großherzog überreicht werden ſoll.
Das Haus tritt dann in die Beratung der Regierungs=
vorlage
, den
Hauptvoranſchlag der Staatseinnahmen und=Ausgaben
für das Etatsjahr 1912
ein. Der Präſident eröffnet zunächſt eine Generaldebatte.
Finanzminiſter Braun:
Gleichzeitig mit dem Hauptvoranſchlag der Staatsein=
nahmen
und=Ausgaben für 1912 iſt Ihnen die übliche Denk=
chrift
über den Inhalt des Voranſchlags übergeben worden.
Bis zum Rechnungsjahre 1902/03 bildete der Abdruck des je=
weiligen
mündlichen Vortrags des Finanzminiſters bei
Vorlage des Budgets den Inhalt einer ſolchen Denkſchrift.
Dermalen wird ein eigentlicher Finanzvortrag über=
haupt
nicht mehr erſtattet, ſondern gewiſſermaßen nur
ſchriftlich den Ständen ein orientierender Ueberblick zum
Budgetentwurf, zuſammen mit dieſem ſelbſt, gedruckt über=
mittelt
. Damit wird in Heſſen anders verfahren als beim
Reich und m. W. auch bei allen anderen deutſchen Staaten.
Für die Zukunft beabſichtige ich, mich dieſem anderen Vor=
gehen
wieder anzuſchließen. Im Jahre 1910 konnte von mir
dementſprechend noch nicht verfahren werden wegen
meiner Krankheit. Sie wirkte dann in der mir auferlegten
Schonung noch bis in die neueſte Zeit nach. Dazu kamen
im letzten Herbſt die Erörterungen wegen der neuen Schul=
dentilgungsvorlage
und die ſehr mühſamen Vorarbeiten
für die demnächſtigen Geſetzentwürfe über die Beamtenge=
halte
und die weiteren, damit im Zuſammenhang ſtehenden
Entwürfe. Aus dieſen mehr perſönlichen Gründen iſt jetzt
erſt die Zeit gekommen, die Sachbehandlung wegen der
Etatsvorlage vom nächſten Jahre an wieder zu ändern.
Beibehalten aber werden ſoll eine andere Neuerung
aus den letzten 10 Jahren. Es ſind die jährlichen Rück=
blicke
auf die letztabgeſchloſſenen Rechnungsjahre und die
Ergebniſſe des Staatshaushalts in ihnen, verglichen mit
den Hauptvoranſchlägen. Dieſe Rückblicke ſind enthalten in
den Mitteilungen der Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik.
In ihnen iſt uns ein Material geboten, deſſen Wert noch
viel zu wenig gewürdigt wird. Es ſchwebt mir vor, daß
er noch erheblich geſteigert werden könnte, wenn die Zahlen
der jährlichen Veröffentlichungen noch für längere Zeitab=
ſchnitte
etwa für Jahrfünfte oder Jahrzehnte zu einem
ſelbſtändigen Handbuch verarbeitet würden. Wir lernen ſtets
aus der Geſchichte der Tatſachen und darum für unſere finan=
zielle
Entwickelung nicht am wenigſten aus der Geſchichte der
Zahlen in unſerem Staatshaushalt und der für ſie maß=
gebend
geweſenen Verhältniſſe. Je genauer ihre Kenntnis
iſt, um ſo ſicherer werden unſere Annahmen und vergleichen=
den
Schlüſſe für die Zukunft ſein. Sie müſſen aber auch leicht
und ſicher zunächſt von Ihnen, m. H., nachgeprüft werden
können und ebenſo von der Oeffentlichkeit, deren Intereſſe
an unſeren Finanzfragen ſtändig wächſt. Alles das läßt ſich
am eheſten ermöglichen, wenn wir die Kenntnis der Ergeb=

niſſe früherer Jahre erleichtern und ausbauen und daneben
zu dem Syſtem zurückkehren, wonach der Finanzminiſter
den Voranſchlag mit einer einführenden Etatsrede vorlegt.
Dem Finanzminiſter ſelbſt wird dieſe Rückkehr erleich=
tert
, wenn er und andere nicht mehr durch ein dichtes Ge=
ſtrüpp
von Zahlen nur zu einem unerfreulichen Ziel gelangen
können, ſondern wenn am Ende des Wegs ein erfreulicheres
Ziel winkt. Das aber iſt jetzt der Fall. Bei allernach
wie vorgebotenen Vorſicht im Urteil über die Fi=
nanzlage
dürfen wir von dem Ausblick auf eine erheblichere
Beſſerung reden. Damit komme ich zugleich dazu, den In=
halt
der einleitenden Denkſchrift und des Ausſchußberichts
noch in einigen Punkten und Zahlen des Voranſchlags zu
vervollſtändigen, auch wenn ſie ihn nicht überall und un=
mittelbar
beeinfluſſen. Wie in der gemeinſamen Sitzung
der Finanzausſchüſſe beider Kammern, ſo kann ich auch
heute und von dieſer Stelle aus nur dem beipflichten, was
Ihr Finanzausſchuß in der Einleitung ſeines Berichts S.5.
a. E. geſagt hat. Er geht von den Budgetzahlen über das
Anſteigen der Eiſenbahnerträgniſſe ſeit 1909 aus, in denen die
noch jetzt anhaltende Beſſerung der wirtſchaftlichen Verhält=
niſſe
Ausdruck gefunden hat. Die gegebenen Zahlen laſſen
den Finanzausſchuß erklären, daß unſere Finanzen als
günſtig zu bezeichnen ſeien, wenn nicht die auch von
nir ſchon genannten Aufgaben noch zu erfüllen ſeien:
Beamtenbeſoldung und Schuldentilgung. So lange aber
dieſe beiden wichtigen Angelegenheiten nicht finanziell in
ihren Wirkungen vor Augen lägen, dürfe ein optimiſtiſches
Urteil über unſere Finanzlage nicht gefällt werden. Das
iſt vollkommen zutreffend.
Ich gehe auf jene beiden Fragen im einzelnen nicht
näher ein. Die für die Budgetberatung verfügbare Zeit iſt
infolge der Reichstagswahlen in dieſem Jahre an ſich ver=
kürzt
. Ueberdies muß von vornherein auf das andere Haus
ſchon wegen ſeiner geſetzlich geänderten, budgetrechtlichen
Stellung Rückſicht genommen und ihm eine längere und
ſeither meiſt zu kurze Zeit für die Budgetberatung gelaſſen
werden. Beide Gründe ſchließen ein Eingehen auf jene
Fragen um ſo mehr aus, als wir uns über ſie ja mit beſon=
deren
Vorlagen nach Erledigung des Budgets ohnehin zu
beſchäftigen haben werden. Ebenſo berührt uns im Rahmen
der Budgetberatung die Frage des Eiſenbahngemeinſchafts=
verhältniſſes
, die zum Gegenſtand eines beſonderen Antrags
in dieſem Hauſe gemacht iſt, nur inſoweit, als es ſich um die
Höhe des Ueberſchußanteils für das abgelaufene Jahr
und für das beginnende Voranſchlagsjahr handelt. Wieder=
um
wie in der gemeinſamen Sitzung der beiden Finanzaus=
ſchüſſe
beſchränke ich mich darauf hervorzuheben, daß das
Ergebnis des abgelaufenen Jahres noch günſtiger iſt, als
zur Zeit der Aufſtellung des Budgetentwurfs und ſelbſt
der Erſtattung des Ausſchußberichts angenommen werden
onnte. Aus den Zeitungsberichten über jene Sitzung wer=
den
Sie erſehen haben, daß unſer Ueberſchußanteil für 1911,
der im Voranſchlag mit 14880000 Mark vorgeſehen war,
nicht nur die noch im Herbſt geſchätzten 16 Millionen be=
trägt
, ſondern mindeſtens 16 700000 Mark, alſo über 1800000
Mark mehr als veranſchlagt. Von den 16 700000 Märk gehen
ab 11109500 Mark Paſſivzinſen, 898700 Mark Tilgung,
406 200 Mark öffentliche Abgaben und für weggefallene
Staatsſteuern, die der laufenden Verwaltung zufließen,
152000 Mark, zuſammen 12566 400 Mark. Es verbleibt dem=
nach
eine Reineinnahme aus den Eiſenbahnen in Höhe von
4 133660 Mark. Wie Ihnen bekannt, ſind unſere Anteile
an den Eiſenbahnerträgen nach geſetzlicher Vorſchrift im
Ausgleichsfonds zu verrechnen. Gleiches gilt von der Lot=
terierente
, die für 1911 805810 Mark beträgt, ſowie von un=
ſerer
Reineinnahme aus Erbſchafts= und Schenkungsſteuer
mit 354 450 Mark. Insgeſamt ſind alſo für den Ausgleichs=
fonds
als Einnahme 17860 260 Mark zu verrechnen. Als
Ausgabe ſtehen dieſer Summe gegenüber 17136475 Mark,
nämlich die erwähnten Abgänge am Eiſenbahnanteil mit
12566 400 Mark, ſerner die auf uns entfallenden 1070000
Mark ungedeckte Matrikularbeiträge und der Zuſchuß von
3 500000 Mark an die laufende Verwaltung. Es bleiben ſo=
nach
dem Ausgleichsfonds zuzuführen 723785 Mark. Sein
Beſtand Ende 1910 war 2337390 Mark. Er würde ſich alſo
ſchon Ende 1911 auf 3 061 175 Mk. berechnen oder im Vergleich
mit einem bisher angenommenen und auch im Ausſchuß=
bericht
S. 5 erwähnten Beſtand von 2 215785 auf 845390
Mark höher. Dabei werden ſich dieſe Zahlen noch günſtiger
geſtalten, da ſelbſt die 16700000 Mark, mit denen der
1911er Eiſenbahnanteil nunmehr angenommen iſt, bei der
Schlußabrechnung wie angedeutet noch werden über=
ſchritten
werden. Es wird ohne unzuläſſigen Optimismus
anerkannt werden können, daß der günſtige Stand unſerer
Wirtſchaftslage, der ſich in dieſen Ergebniſſen der preußiſch=
heſſiſchen
Eiſenbahngemeinſchaft neben den Wirkungen des
Rückgangs des Betriebskoeffizienten ausdrückt, auch im
brigen für unſere Finanzen von beſſerndem Einfluß ſein
wird.
Damit ſcheinen allerdings unſere Steuerergeb=
niſſe
nicht übereinzuſtimmen, wie ſie ſich in der Tabelle auf
S. 20 des Ausſchußberichts für die Einkommenſteuer im
Jahr 1910 darſtellen. Das Rechnungsergebnis ſtellt ſich
dort gegenüber dem Voranſchlag um 62000 Mark niedri=
ger
während es in den vorausgegangenen Jahren ſtets
2400000 Mark höher geweſen war. Ebenſo iſt bei der
Vermögensſteuer das Mehr von früher 35000 Mark bis
0000 Mark auf rund 11000 Mark zurückgegangen. Das
Jahr 1908, deſſen Zahlen bei beiden Steuergattungen von
beſonderen Verhältniſſen beherrſcht waren, iſt von mir ganz
außer Betracht gelaſſen. Ich durfte nur ſagen: Die Steuer=
ergebniſſe
des Jahres 1910 ſcheinen wegen jener Rück=

ellenbrau=
FlaidſertdterC
Teile Gaamtatsdicte
(4552a

[ ][  ][ ]

günge zu dem ſonſt glnſigen Bild nicht zu paſſn. Denn
einmal gewinnen die Ergebniſſe des Jahres 1910 ſofort ein
anderes Ausſehen, wenn man ſie nicht mit den veranſchlag=
ten
Zahlen desſelben Jahres vergleicht, ſondern mit den
Ergebniſſen des Vorjahres und zwar unter Abzug der
Zuſchläge, die erſtmals für 1910 bewilligt worden ſind. Es
ergibt ſich dann ſofort, daß auch in 1910 ein Weiterſteigen
ſtattgefunden hat. Außerdem kommen mit 1910 in den Ein=
kommensberechnungen
, die ſich auf dreijährige Durchſchnitte
gründen, die vorausgegangenen ſchlechten Wirtſchaftsjahre
zum Ausdruck. Tatſächlich ſind denn auch bereits im
Jahre 1911, deſſen Ergebniszahlen in jener Tabelle noch
nicht enthalten ſind, die Rückgänge faſt verſchwunden.
Ueberwiegende Gründe ſprechen jedenfalls auch für eine
Fortdauer der günſtigen Konjunktur. Dies beweiſen noch
die neueſten Monatsausweiſe der preußiſch=
heſſiſchen
Betriebsgemeinſchaft und nicht min=
der
die letzten Ausweiſe über die Einnahmen des
Reichs aus Zöllen, Steuern und Gebühren
für die Zeit vom 1. April 1911 bis Ende Januar 1912. Ich be=
tone
nachdrücklich, daß ich hierbei nur von dieſen Reichsein=
künften
in ihrer Geſamtheit und nur zu dem Zweck
rede, die augenblickliche Wirtſchaftslage, gleichfalls in ihrer
Geſamtheit, zu beleuchten. Für das laufende Rechnungs=
jahr
ſind die zur Reichskaſſe fließenden Zölle, Steuern und
Gebühren auf rund 1470 Millionen veranſchlagt. Auf die
hinter uns liegenden 10 vollen Monate würden alſo rund
1225 Millionen entfallen. Eingegangen ſind aber über 1375
Millionen, oder über 150 Millionen mehr. Für die erſten
10 Monate des Vorjahrs war das Ergebnis ca. 1235 Milli=
onen
geweſen, alſo auch bei einem Vergleich mit dem Vor=
jahr
ergibt ſich ein Mehr von faſt 150 Millionen Mark
Angeſichts ſolcher Zahlen muß rein finanziell
betrachtet durchaus anerkannt werden, daß die im Jahre
1908/9 allſeitig angeſtrebte Reform der Reichsfi=
nanzen
in erwünſchtem Maße erreicht worden iſt. Ob
man dabei überall die richtigen Wege gegangen iſt, oder
ob nicht die Vorſchläge der verbündeten Regierungen vorzu=
ziehen
geweſen wären, darüber möge man ſich, wenn man
es noch für nützlich hält, im Reichstag unterhalten. Dort
iſt es ja auch ſchon recht ausgiebig geſchehen. Im Rahmen des
mir heute an dieſer Stelle Obliegenden habe ich lediglich
den finanziellen Effekt und weiterhin die erfreuliche Tat=
ſache
feſtzuſtellen, daß mit der Beſeitigung der unerträg=
lich
gewordenen Fehlbetragswirtſchaft des Reichs ganz be=
ſonders
auch den Bundesſtaaten ein großer Dienſt erwieſen
worden iſt. Sie hätten ihrer Deckungspflicht ohne ſchwerſte
Erſchütterung ihrer finanziellen Lage überhaupt nicht oder
nicht lange mehr genügen können. Auf die Dauer iſt jede
gedeihliche Landesfinanzpolitik undenkbar ohne gleichzeitige
Geſundheit der Reichsfinanzen. Deswegen haben wir es auch
nur als den unentbehrlichen Abſchluß der Reichsfinanzreform
angeſehen und freudig begrüßt, daß wir neuerdings wenig=
ſtens
vorläufig und bis 1913 zu einer feſten Regelung des
finanziellen Verhältniſſes zwiſchen Reich und Bundes=
ſtaaten
gekommen find. Im Intereſſe einer nachhaltigen
Erfüllung der Aufgaben der Bundesſtaaten insbeſondere
auf kulturellem Gebiet, haben wir eine ſolche Regelung
für dringend notwendig gehalten. Durchdrungen von
dieſer Notwendigkeit haben wir gleich allen übrigen Bundes=
ſtaaten
im Zuſammenhang hiermit auch dem Vorſchlag zu=
geſtimmt
, darauf zu verzichten, daß die Ueberſchüſſe im
Reichshaushalt auf die mit 80 Pfg. pro Kopf der Bevöl=
kerung
gezahlten Matrikularbeiträge der Bundes=
ſtaaten
an dieſe auf Grund der Vorſchriften der Reichsver=
faſſung
zurücküberwieſen würden. Erleichtert hat uns dieſen
Entſchluß die Tatſache, daß ein ſolcher Verzicht die Tilg=
ung
der Reichsſchulden geſtattet, die im Intereſſe
der Bundesſtaaten wegen der ihnen geſtundeten Matrikular=
beiträge
aufgenommen worden waren. Ueberdies begegnet
er ſich praktiſch mit dem früher von der Reichstagsmehrheit
vertretenen Standpunkt, wonach jene Beiträge in Höhe von
80 Pfennig allerdings nicht durch die Verfaſſung, wohl aber
auf Grund Einverſtändniſſes der Faktoren der Reichsgeſetz=
gebung
nach und nach zu einer Art feſten Zuſchuſſes der
Bundesſtaaten an das Reich geworden ſind. Auch über
dieſe Frage unterhält man ſich beſſer im Reichstag. Wie
ſich die Dinge in der Zukunft geſtalten werden, läßt ſich
nicht ſagen. Jedenfalls aber ſchien uns zur Zeit der in
jenem Abkommen zu findende Preis für eine einſtweilige
feſte Regelung des Verhältniſſes zwiſchen Reich und
Bundesſtaaten, von dem die Thronrede zur Eröffnung des
Reichstages ſpricht, nicht zu hoch.
Speziell zu den Landesfinanzen zurückkehrend, kann
ich zu dem, was ich über unſern Anteil an den Betriebs=
überſchüſſen
der Eiſenbahngemeinſchaft und über die
Steuern geſagt habe, wegen der ſonſtigen Einnah=
men
auf die Erläuterungen zu den einzelnen Kapiteln
und ihre Beſprechung im Ausſchußbericht verweiſen. Da=
gegen
möchte ich wegen der Ausgaben nicht verſchwei=
gen
, daß wir m. E. in künftigen Voranſchlägen noch mehr
als bisher nicht werbende und wiederkehrende Ausgaben
auf die Verwaltungsrechnung und nicht auf die Vermö=
gensrechnungen
nehmen ſollten. In dieſer Hinſicht iſt unſer
Voranſchlag noch zu bemängeln. Wir können uns noch die
Energie vorbildlich ſein laſſen, die auch auf dieſem Gebiet
der Herr Reichsſchatzſekretär entfaltet. Ich denke bei dem
Geſagten an die Art, wie wir unſere Anteile an den In=
veſtitionen
für die Eiſenbahnen ausnahmslos, z. B. auch die=
jenigen
für Erſatz und Ergänzung des Fuhrparkes aus
Anleihemitteln beſtreiten. Ich denke ebenſo an einzelne
Anſätze in Kapitel 128 Zentralbauweſen, an die Koſten
der Reblausbekämpfung in Kapitel 133, für neue Grund=
bücher
in Kapitel 138 uſw. Mehrfach handelt es ſich aber
dabei um weitere Raten zu früheren Bewillig=
ungen
, die jetzt zweckmäßig nicht mehr anders
behandelt werden. Dabei iſt der neue Vor=
anſchlag
keineswegs bis zu einem gewiſſen Grade von
dem Beſtreben beeinflußt geweſen, die Aufgabe der Be=
amtenaufbeſſerung
zu erleichtern. Auch für die Zukunft
und für neue Ausgaben wird uns hoffentlich allſeitig in
erſter Linie die Ueberzeugung leiten, daß eine in jeder
Hinſicht unanfechtbare Voranſchlagsbehandlung eine der
beſten Grundlagen eines geſunden Finanzweſens und damit
zugleich ebenſo eine beſte Grundlage für eine jederzeit rich=
tige
Bemeſſung der Beamtengehalte iſt. Und ebenſo bin ich mir
darüber klar, daß mit dauernder Ausſicht auf Erfolg eine ge=

regelle Schuldenigung mur gebacht werden kann, wenn
ſtrengſtens darauf geſehen wird, daß die nichtwerbende
Staatsſchuld überhaupt nicht und vor allem nicht in dem
Maße weiterwächſt, wie dies bis jetzt bei uns der Fall war.
Gerade auch unter dieſem Geſichtspunkt empfehle ich Ihnen
ſchon jetzt die Vorſchläge des Entwurfs des Tilgungs=
geſetzes
.
Es verpflichtet zweifellos zu beſonderem Dank, wenn
trotz noch vorhandener Mängel der angedeuteten Art in
Budgetentwurf der Ausſchußbericht allerdings in ande=
rem
Zuſammenhang dermalen bereits ein entſchiedenes
Streben nach Sparſamkeit in der geſamten Staatsverwal=
tung
anerkennt. Dieſes Streben wird nicht auf allen Sei=
ten
anerkannt In der Preſſe wird vielmehr der Regierung
oder richtiger dem im Jahre 1910 neugewordenen Finanz=
miniſter
Braun vorgehalten, er habe einen eigenen Spar=
ſamkeitsvorſchlag
vergeſſen, von dem er ſich 5070 000 Mark
erhofft habe. Ein ſolches Vergeſſen ſei immer auffallend;
man habe jedenfalls nichts mehr von der Sache gehört.
Es handelt ſich um die Frage des gemeinſamen Kohlenbezugs
für die ſtaatlichen Anſtalten und Behörden. Ich muß die
Sache hier abtun, weil ich nicht weiß, bei welchem einzel=
nen
Kapitel ſie zu erledigen wäre. Der einheitliche Kohlen=
bezug
wurde ſchon 1910 eingeleitet. Da die einzelnen aber
vielfach ihre Abſchlüſſe ſchon gemacht hatten, erſtreckte er ſich
nur auf rund 6000 Tons mit 11670 Mark Erſparnis. 1911
konnten 346 Dienſtſtellen in 64 Orten mit 26000 Tons zum
Geſamtpreis von rund 615000 Mark beteiligt werden.
Eingegangen waren dabei faſt 50 Angebote, und vielfach
konnten auch die örtlichen Händler berückſichtigt werden.
Die Erſparnis berechnet ſich auf 49 900 Mk. Meine Schätzung
war daher nicht zu hoch geweſen. Am wenigſten kann aber
davon geſprochen werden, daß der Finanzminiſter ſeinen
eigenen Vorſchlag vergeſſen habe. Daß ein Finanzminiſter
70 000 Mark vergißt, die er holen kann, ſollte man ihm doch
nicht unterſtellen: da ſchätzt man ihn doch viel zu niedrig ein.
Aus dem Budgetentwurf oder ſeinem Abſchluß Ihnen
im Weiteren Einzelzahlen vorzuführen, hat keinen Zweck
mehr, nachdem Sie ſeit Wochen im Beſitz des Entwurfs ſind
und auch der Ausſchußbericht ſich in Ihren Händen befindet.
Wohl aber möchte ich noch einige andere Zahlen geben, die
nicht im Budget ſtehen und doch für Beurteilung unſerer
Finanzen von Wichtigkeit ſind.
Ein Vergleich des werbenden Staatsvermö=
gens
mit der eigentlichen Staatsſchuld ergibt
folgende Ziffern. Das werbende Staatsvermögen ſetzt ſich
zuſammen aus dem Anlagekapital der Eiſenbahnen mit 351,7
Millionen und dem Wert der Domänen, ſowie der nutzbar
angelegten Aktiven der Hauptſtaatskaſſe uſw. mit 290.0
Millionen, zuſammen 642,6 Millionen. Dem werbenden
Staatsvermögen ſteht als eigentliche, d. h. nicht anderwei=
tig
beſonders gedeckte Staatsſchuld gegenüber ein Betrag
von 418,5 Millionen. Es überſteigt alſo das werbende
Staatsvermögen die eigentliche Staatsſchuld um rund 224.
Millionen. Der Reinertrag des Vermögens betrug
am 1. April 1911 rund 15,2 Millionen bei den Eiſenbahnen
und rund 4,8 Millionen beim ſonſtigen werbenden Staats=
vermögen
, zuſammen 20 Millionen Die Paſſivzinſen
erforderten rund 13,5 Millionen, das Reinertragsmehr
berechnet ſich ſomit auf 6,5 Millionen. Allerdings iſt die
Aktivſpannung zwiſchen Vermögen und Schuld früher höher
geweſen und betrug z. B. noch 1903 242 Millionen. Es
darf aber andererſeits auch nicht überſehen werden, daß von
der eigentlichen Staatsſchuld allein faſt fünf Sechſtel Eiſen=
bahnſchulden
ſind und ſchon danach die wachſenden Schulden
zum weitaus größten Teil werbender Natur ſind. Man muß
ſich unter ſolchen Umſtänden davor hüten, die Finanzlage
Heſſens für innerlich ungeſunder anzuſehen, als ſie an ſich
und im Vergleich mit anderen Staaten iſt, auch wenn wir
unbeſtreitbar mit die höchſten Steuern haben.
Mein badiſcher Kollege, Herr Rheinboldt, hat vor weni=
gen
Wochen bei gleicher Gelegenheit erklärt, der Jammer
über die ſchlechte Finanzlage, der nachgerade ſprüchwörtlich
geworden ſei, müſſe endlich aufhören. Er wirke lähmend
auf Handel und Wandel des Landes und habe Mißmut und
Gleichgiltigkeit erzeugt. Trotz dieſer Auffaſſung hat Kollege
Rheinboldt auf die dringende Notwendigkeit einer vorſich=
tigen
Finanzwirtſchaft hingewieſen. Das Alles paßt voll=
kommen
auch auf unſere Verhältniſſe. Es muß dies nach=
drücklich
betont werden, zumal die fortgeſetzte Anzweiflung
unſerer Verhältniſſe uns erheblich ſchädigt.
Die Schädigung drückt ſich in dem Kurſe unſerer
Staatspapiere aus und macht es mir eben darum
geradezu zur Pflicht, zum Schluſſe meiner Ausführun=
gen
ſolchen Zweifeln entgegenzutreten, die auch nament=
lich
kleine Sparer beunruhigen und ſchädigen können.
Zunächſt iſt darauf hinzuweiſen, daß es an ſich durchaus
keine auffallende Erſcheinung iſt, wenn die Kurſe unſerer
Papiere ſeit einigen Jahren zurückgegangen ſind. Das
Gleiche iſt in den Kurſen der Reichsanleihe und der preu=
ßiſchen
Konſols eingetreten. Beſonders ſcharf ſind aller=
dings
die 3prozentigen Heſſen gewichen. Der Kursrück=
gang
iſt in erſter Linie darauf zurückzuführen, daß in
den Jahren 1896 und 1897 hauptſächlich zum Zwecke des
Erwerbes der Heſſiſchen Ludwigsbahn nicht weniger als
187 Millionen 3prozentige Heſſen an den Markt kamen
und Heſſen nach dem damaligen Wort eines mitwirken=
den
Beamten in die Reihe der Großſchuldner eintrat.
Ein großer Teilbetrag wurde ja von den früheren Be=
ſitzern
der Ludwigsbahn=Aktien und=Obligationen über=
nommen
. Der Geſamtbetrag war aber doch für das Land
ſo rieſig, daß er für eine Reihe von Jahren den Markt
ungünſtig beeinfluſſen mußte. Die heſiſche Statsſchuld
wurde damals in zwei Jahren auf mehr als den fünf=
fachen
Betrag erhöht! Verhältnismäßig gleich große
Erhöhungen der Statsſchuld ſind bei keinem anderen
deutſchen Staale vorgekommen. Ganz bald nach der
Begebung dieſer gewaltigen Anleihebeträge ſetzte aber
ein ſcharfer Kursrückgang bei allen deutſchen Statspa=
pieren
ein, der bei den 3prozentigen naturgmäß wegen
ihres mehr ſpekulativen Charakters beſonders ſtark war.
Darunter hatten die ehemaligen Beſitzer der Ludwigs=
bahn
=Werte doppelt zu leiden. Die Verſtimmung dar=
über
hat viele Kapitaliſten veranlaßt, ihre Papiere zu
verkaufen. Dazu kam, daß ſo große Anleihebeträge erſt
nach einer Reihe von Jahren vollſtändig in feſte Hände
kommen können. Durch alle dieſe Umſtände iſt der grö=

bere Aursrückgang genigend erlärt, den wir jetzt mit ei=
nem
Zinsſatz von 3,8 Prozent büßen müſſen. Mit der
Finanzlage des Staates kann dieſer niedrige Kurs=
ſtand
jedenfalls in keiner Weiſe begründet wer=
den
. Der Unterſchied gegenüber den Kurſen der übrigen
deutſchen 3prozentigen Staatspapiere hat ſich in den
letzten Jahren bereits erheblich vermindert und es iſt zu
hoffen, daß dieſe relative Beſſerung auch weiter fort=
ſchreitet
. Der Kurs der heſſiſchen Staatspapiere hat auch
darunter zu leiden, daß die öffentlichen Sparkaſſen und
andere Kreditorganiſationen, wie Genoſſenſchaften
uſw., ebenſo Gemeinden und ſonſtige unter öffentlicher
Aufſicht ſtehende Vermögensverwaltungen in viel ge=
ringerem
Maße als in anderen Bundesſtaaten ihr Ver=
mögen
in den Staatspapieren des eigenen Landes ange=
legt
haben. Allerdings haben einige Sparkaſſen in der
letzten Zeit freiwillig einen Teil ihres Vermögenszu=
wachſes
in unſer Staatsſchuldbuch eintragen laſſen. Viel=
leicht
werden von dieſer Maßregel einzelne Sparkaſſen
immer noch zurückgeſchreckt durch die weit verbreitete,
aber ehrliche Meinung, Schuldbuchforderungen könnten
nicht lombardiert werden. Ich möchte auf die Zuläſig=
keit
deshalb auch an dieſer Stelle ausdrücklich darauf
hinweiſen. Gewiß ſind die Kurſe in der Hauptſache ab=
hängig
von der wirtſchaftlichen Konjunktur und von der
Lage des Geldmarktes. Immerhin beſteht doch für die
Regierungen innerhalb gewiſſer Grenzen die Möglichkeit,
die Nachfrage nach Staatspapieren zu erhöhen und da=
durch
günſtig auf den Kurs einzuwirken. Das iſt bereits
vom Reich für die Verſicherungsanſtalten und von Preu=
ßen
für die Feuer=Sozietäten durch geſetzliche Vorſchrif=
ten
geſchehen. Ebenſo geſchieht es von allen größeren
deutſchen Bundesſtaaten im Verwaltungswege.
Auch in Heſſen laſſen wir es uns angelegen ſein, zu
einer Marktpflege der Staatspapiere beizutragen. Dahin
gehört vor allem, daß eine Inanſpruchnahme des öffent=
lichen
Marktes durch Begebung einer größeren Anleihe
ſeit dem Jahre 1909 vermieden wurde.
Das war möglich einmal durch Einſchränkung der
aus Anleihentitteln zu deckenden Ausgaben, außerdem
aber auch durch die Förderung von Schuldbucheinträgen,
weil ſie den Markt weniger berühren.
Zu dem letztgenannten Zweck wurde im Jahre 1910
die Serie TIV unſerer 4prozentigen Papiere geſchaffen.
Von ihnen ſind bereits 6 Millionen unter der Hand nur
durch Eintrag in das Schuldbuch gegen bar begeben. Wir
haben damit in der Klaſſierung, d. h. der Unterbringung
zu dauernder, feſter Kapitalanlage ausgezeichnete Erfah=
rungen
gemacht. Es ſoll dieſe Art der Begebung noch
weiter gefördert werden. Aus dieſem Grund haben wir
auch in den letzten Tagen einen Teil der Serie XIV abge=
zweigt
und mit günſtigeren Kündbarkeitsbedingungen
ausgeſtattet.
Nicht minder laſſen wir uns die Marktpflege in der
Form angelegen ſein daß Tilgungsmittel zu Ankäufen
von Staatsſchuldverſchreibungen verwendet werden.
Endlich verſuchen wir ſeit kürzerer Zeit in dem be=
ſcheidenen
Umfange, den die verfügbaren Mittel geſtat=
ten
, durch planmäßige Aufnahme von Staatspabieren,
die an der Börſe zurückfließen, die Tagesſchwankungen
der Kurſe möglichſt zu vermindern. Es ſoll dadurch ver=
mieden
werden, daß ſchon kleine Abgaben an der Börſe
den Kurs unverhältnismäßig drücken. Die Verſuche wer=
den
fortgeſetzt werden, wenn günſtige Erfahrungen dazu
ermutigen.
Von allen dieſen Schritten wird keiner für ſich allein
allzu viel bedeuten. In ihrem Zuſammenwirken werden
ſie aber ſicherlich auch auf dieſem Gebiet eine erhebliche
Beſſerung herbeiführen.
Wir ſind in ſorgenreichen Jahren nach wie vor
durchdrungen von der Pflicht ſparſamen und vorſichtigen
Haushaltens, wir wollen uns aber auch frei wiſſen von
ungeſundem Kleinmut. In ſo gearteter Arbeit rechnen
wir auf Ihre unbefangene und verſtändnisvolle Mithilfe
zum Beſten des Landes. (Lebh. Bravo!)
Abg. Dr. Oſann:
Die Ergebniſſe des Etatsjahres 1910 liegen jetzt vor
uns. Wie überaus trüb waren die Verhältniſſe in
Heſſen in dem Voranſchlag 1910 geſchildert worden. Wir
fragen uns heute, war dieſe Darſtellung damals gerecht=
fertigt
, und wir müſſen dies um ſo mehr fragen, als ge=
rade
dieſe ungünſtige Mitteilung über unſere
heſſiſchen Finanzen uns ſchweren Schaden
gebrachthat. Wir fragen bei allen dieſen Nachteilen,
ob es im Jahre 1910 notwendig war, die Verhältniſſe
ſo ungünſtig darzuſtellen? Jedenfalls haben die tatſäch=
lichen
Ergebniſſe dies nicht gerechtfertigt, denn wir
haben das Budget 1910 nicht allein ins Gleichgewicht ge=
bracht
, obwohl wir die von der Regierung vorgeſchla=
gene
Steuererhöhung auf etwa die Hälſte herabgedrickt
haben, ſondern wir haben aus dem Jahre 1910 heute
einen Ueberſchuß von 2103 478,33 Mark zu ver=
zeichnen
.
Wir halten eine Erzielung ſo hoher Ueberſchüſſe
durch Anziehen der Steuerſchraube in einem Jahr für
ganz unrichtig und freuen uns, daß wir den Plänen der
Regierung damals es war zudem noch eine wirtſchaft=
lich
ungünſtige Zeit, wenn ſich auch ſchon die Anzeichen
der Beſſerung bemerkbar machten nicht zugeſtimmt
haben. Wir freuen uns umſomehr darüber, weil hier=
durch
das Land auch von der Aufbringung der von der
Regierung vorgeſehenen erhöhten Steuer nicht allein für
das Jahr 1910, ſondern auch für die weiteren Jahre ver=
ſchont
bleibt. Auch die herabgeſetzte Steuererhöh=
ung
im Jahre 1910 hat alſo noch überaus günſtige Er=
gebniſſe
gebracht.
Die beſſere Geſtaltung der heſſiſchen Finanzen hat
in dem Jahre 1911 angehalten und iſt in das Jahr 1912
übergegangen. In dem Staatshaushalte haben wir
eigentlich nur zwei Kriterien, ob das wirtſchaftliche
Leben vorangegangen iſt in der Entwickelung der Eiſen=
bahnen
und der Steuern, vielleicht noch in den Erlöſen
der Holzverwertung des Staates, weil dieſe gerade mit
der Konjunktur auf dem Gebiete des Bauweſens zu=
ſammenhängt
. Gerade in den Erträgniſſen der Eiſen=
bahnen
haben wir überaus gute Fortſchritte gemacht.
Die wirklichen Einnahmen ſteigen in erheblicher Weiſe
von Jahr zu Jahr.

Pfungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Güte
Bestellungen erbittet man per Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
Pfungstädter Pilsner‟
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Brauerei-Füllung
Pfungstädter Kaiserbräu‟
direkt vom Lagerfass Exportbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Pfungstädter Märzen‟
Pfungstadt.
(3114a
Pfungstädter Bock Ale‟

[ ][  ][ ]

Nach den Miteilungen des Hern Zinanzminſters=
in
der gemeinſchaftlichen Sitzung des Finanzausſchuſſes
beider Kammern wird ſich das wirkliche Ergeb=
nis
von 1911 auf 16 700000 Mark ſtellen. Dieſe
Reſultate der beiden Jahre 1910 und 1911 ſind bis jetzt
die glänzendſten der ganzen Eiſenbahngemeinſchaft, über=
treffen
auch die beiden Rekordjahre 1905 mit 14 Millionen
und 1906 mit 14 Millionen beträchtlich. Wenn wir die
Reinerträge der Staatseiſenbahnen anſehen, ſo ergibt
ſich, daß wir von 121031 Mark im Jahre 1908, dem aller=
dings
ſchlechteſten Jahre, auf 1862671 Mark im Jahre
1909 aufgeſtiegen ſind, alſo 1174639 Mark mehr als im
Vorjahre erzielt haben, dann im Jahre 1910 von 1862671
Mark des Jahres 1909 auf 3 480 278 Mark, alſo eine
Steigerung gegen das Jahr 1909 von 1617607 Mark,
weiter für das Jahr 1911 einen Reinertrag von 4 285525
Mark haben, das bedeutet ein Mehr gegen das Vorjahr
von 805347 Mark. (Bravo!) Selbſt die Gegner des
Gemeinſchaftsvertrages, die Anhänger ſeiner Reviſion,
müſſen zugeben, daß die Ergebniſſe unſerer Eiſenbahn=
gemeinſchaft
durchſchnittlich glänzende waren und daß das
eine Jahr 1908 mit ſeinem Minderergebnis nicht ge=
eignet
iſt, einen ſtarken Schatten auf die übrigen 16 Jahre
des Beſtehens des Gemeinſchaftsvertrages zu werfen.
Auch in der Einkommen= und Vermögensſteuer hat
ſich die Anzahl der Pflichtigen vermehrt und
ein Aufſteigen aus niederen Klaſſen in
höhere hat ſtattgefunden. Aber auch andere Anzeichen
wirtſchaftlichen Vorangehens, insbeſondere
auch in der Induſtrie und dem Handel, mehren ſich.
Offenbach brachte vom Jahre 1910 auf 1911 an Einkom=
menſteuer
allein 97669 Mark mehr auf. Gerade dieſer
enorme Aufſchwung in der gewerbereichſten Stadt unſe=
res
Landes zeigt die Fortſchritte auf wirtſchaftlichem
Gebiete, die ſich noch durch Nachweiſe aus Darmſtadt,
Worms und Gießen vervollſtändigen ließen. Die reichſte
Stadt des Landes bleibt immerhin Darmſtadt, das
an Vermögen ſeiner Einwohner 584 Millionen verſteuert,
während Mainz 512 Millionen aufweiſt, wiewohl es
23000 Einwohner mehr hat als Darmſtadt. Wir in
Starkenburg marſchieren überhaupt mit der Steuer=
leiſtung
an der Spitze; Rheinheſſen kann alſo nicht
mehr als die Kuh bezeichnet werden, die von den an=
deren
Provinzen des Landes gemolken wird. Wenn ich
hier auch im allgemeinen die wirtſchaftlichen Verhält=
niſſe
als günſtig bezeichnen kann, ſo trifft dies nicht in
allen Teilen des Handels und der Induſtrie zu, noch
weniger aber in den mittleren und kleineren
kaufmänniſchen Geſchäften, im Handwerk.
Wer in den größeren Städten Umſchau hält, muß mit
Bedauern wahrnehmen, wie viele Läden gerade mittle=
rer
und kleinerer Art leer ſtehen, wie ihre Inhaber aus
Mangel an Verdienſt ihre Betriebs= und damit Nähr=
ſtätte
ſchließen mußten. Beſonders drückend wirkt die
hohe Stempelgebühr für den Verkauf von Häu=
ſern
; auch die Wertzuwachsſteuer. Früher konnte
mit einem Betrage, der jetzt die Stempelgebühr aus=
macht
, die Anzahlung geleiſtet werden, jetzt muß ein hoher
Stempelbetrag und eine Anzahlung geleiſtet, auch die
Wertzuwachsſteuer entrichtet werden, was wohl
die Kaufliebhaber abſchreckt, da ſie nicht alle dieſe Aus=
gaben
leiſten können. Wir dürfen aber ſagen, daß wir
uns in einer Zeit des Aufſchwunges befinden und
ich habe Ihnen die Kriterien hierfür vorgelegt.
So können wir nur ſagen, wir haben eine gute
Unterlage unſerer finanziellen Verhält=
niſſe
und auch dieſe ſind gut; ſie wären glänzend, wenn
ſie nicht mit den beiden uns bevorſtehenden Aufgaben
der Beamtenbeſoldungserhöhung und der
Schuldentilgung belaſtet wären. Wieder war in
der Thronrede vom 20. Dezember 1911 der Hinweis dar=
auf
enthalten, daß der nicht länger aufzuſchie=
benden
Aufgabe näher zu treten ſei, die Bezüge
der Beamten, Staatsdieneranwärter und
Volksſchullehrer, der Penſionäre und der
Hinterbliebenen von Staatsbeamten und
Lehrern mit den Koſten der jetzigen erhöhten Lebens=
haltung
in Einklang zu bringen. Bis heute hat dieſe
Aufgabe noch nicht eine feſte Geſtalt gewonnen, wiewohl
ſie mindeſtens bereits in der Thronrede vor 3 Jahren
beſprochen und ihre Löſung zugeſagt war. Wir haben
zwar bereits am 1. Juli 1909 gewiſſermaßen zu unſe=
rer
Vorbereitung eine dicke Denkſchrift über
die Lage unſerer Beamten gegenüber den Be=
amten
des Reiches und anderer Bundssſtaaten erhalten.
Aber wie die Frage gelöſt werden ſoll, darüber haben
wir heute noch keine Gewißheit und dieſe Tatſache beun=
ruhigt
die Kreiſe der Beamten ganz ge=
waltig
. Ich frage da, iſt denn die Notlage der
Beamten der Regierung nicht bekannt, weiß ſie nichts
von den heftigen Klagen aus allen Teilen des Beam=
tenſtandes
? Wir Abgeordnete können hiervon erzählen,
nicht allein aus den Eingaben, die wir faſt täglich er=
halten
, ſondern auch aus den Beſprechungen mit Beam=
ten
, mit ganzen Klaſſen der Beamtenſchaft. Die Regier=
ung
möge doch bei den Eingaben fragen, wie ſie es denn
ermöglichen können, mit ſolchem Gehalt auszukommen;
ich meine z. B. Diener an verſchiedenen ſtaatlichen An=
ſtalten
, z. B. Gymnaſien, der Hochſchule uſw., mit 900 bis
1200 Mark, die Forſtwarte mit dem geringen Gehalt von
12001500 Mark, die Hochbauaufſeher, denen längſt Ge=
haltserhöhung
zugeſagt iſt, ich kann nicht alle Beamten=
klaſſen
aufzählen; weiter aber auch mittlere und höhere
Beamte, die mit ihren Familien am Hungertuche nagen.
Und hier keinerlei Fortſchritt dahin, daß die Vorlage
gebracht iſt. Verhandlungen über Verhandlungen, aber
keine Entſcheidung. Die Geduld der Beamten wird auf
eine harte Probe geſtellt, bei vielen iſt die Geduld ſchon
geriſſen und ſie haben der Anerkennung für die Leiſtun=
gen
der Regierung bei der letzten Wahl Ausdruck ge=
geben
. Hier muß endlich Wandel geſchaffen
werden, will man nicht die Beamtenſchaft zur Ver=
zweiflung
bringen. Eine organiſche Regelung
iſt nötig, durch die auf Jahre hinaus eine definitive
Geſtaltung erfolgt. Erhalten wir ein Proviſorium,
ſo haben die Klagen und Beſchwerden kein Ende und
das iſt ein unhaltbarer Zuſtand. Es ſei auch auf die
Lage der Penſionäre nochmals hingewieſen, die
trotz der auch bei ihnen eingetretenen Teuerung der
Lebensverhältniſſe an Gehaltsaufbeſſerungen nicht teil=
genommen
haben, weiter aber auch auf die Witwen=
und Waiſengehalte, die eines Staates, wie des
unſerigen, nicht würdig ſind; bei den Witwengehalten
aber beſonders auf die unglaublichen Penſion der Leh=
rerwitwen
, die höchſtens 600 Mark jährlich be=
tragen
. Wie oft haben wir hierauf mit ſcharfen Worten

in der Kammer hingewieſen, und eingehend gerade die
Witwengehälter behandelt. Es bedurfte in die=
ſer
Richtung eines beſonderen Antrages der Fortſchritt=
lichen
Volkspartei nicht; die anderen Parteien dieſes
Hauſes ſind längſt für Beſſerung gerade dieſer Verhält=
niſſe
wärmſtens eingetreten. Von einem national=
liberalen
Manne ſtammt überdies das Wort, daß er
die Menſchen, die Beamten vor die Schulden ſtelle. Wir
werden deshalb an die Schuldentilgung
nicht eher herangehen, bis wir auch in der
Frage der Beſoldung der Beamten, und
Lehrer, der Penſionäre, Witwen und Wai=
ſen
klarſehen.
Wir fühlen uns ebenſo wie die Regierung verant=
wortlich
, für Deckung zu ſorgen, wenn wir Ausgaben
fordern. Wo können wir nun auf höhere Einnahmen
rechnen: zunächſt aus der Eiſenbahngemein=
ſchaft
. Können wir die Steuern ergiebiger geſtalten?
Ich ſpreche nicht von einer Steuererhöhung, die
allerdings vorzuſchlagen ſehr einfach wäre, ſondern der
Ausgeſtaltung der Steuern in den beſtehenden
Rahmen. Nach einer Beziehung können gerade in der
Steuerverwaltung noch größere Ergebniſſe erzielt wer=
den
, wenn in der Steuererklärung wirklich
der Wahrheit entſprechend von den Pflichtigen ver=
fahren
würde. Sonſt hält man es im bürgerlichen Leben
für unverantwortlich, jemand zu hintergehen; beim
Staate nimmt es ſich mancher nicht übel, obwohl er ja
weniger den Staat ſchädigt, als ſeine Mitbürger, die den
Ausfall decken müſſen, den die Defraudanten ver=
anlaßt
haben. Wenn wir ſehen, daß im Jahre 1910 477
Perſonen wegen Defraudierung der Einkommenſteuer,
155 Perſonen wegen Defraudierung der Vermögensſteuer
herangezogen wurden, daß an Strafen bei Einkommen=
ſteuerdefraudationen
117505 Mark, an Vermögensſteuer
6929 Mark verwirkt wurden, ſo müſſen doch ſolche Zahlen
ſchon ins Gewicht fallen. Das iſt nur ein Jahr, bei
anderen Jahren iſt man ſchon zu ganz anderen Beträ=
gen
gekommen. Dabei iſt doch zu beachten, daß viele
Hinterziehungen leider nicht bekannt werden und welche
Summen infolge von Verjährung der Strafe entzogen
ſind. Daran iſt unſere Steuerverwaltung nicht ſchuld.
Damit man aber den Dingen auf die Spur kommt, möchte
ich die Regierung erſuchen, neben anderen Geſichtspunk=
ten
auch aus dem Gedanken der Wahrheit der
Steuerdeklaration für die Erbſchaftsſteuer
einzutreten. Bei dem Ableben eines Steuerpflichtigen
ein Inventar zu verlangen, müßte auch geſtattet
ſein, damit die wahren Vermögensverhältniſſe zutage
treten. Jetzt hat man in Preußen den Vorſchlag ge=
macht
, Freiheitsſtrafe auf wiſſentliche rück=
fällige
Steuerhinterziehung zu ſetzen, nur dann, alſo
im Wiederholungsfalle, ſoll Freiheitsſtrafe eintreten. Ich
bin ganz der Anſicht des gewiegten Steuerkenners
Senatspräſidenten am Oberverwaltungsgericht, Dr.
Strutz, daß dieſe Maßnahme notwendig ſei. Nicht
recht begreiflich iſt mir, wie die Frankfurter Zeitung und
das Berliner Tageblatt ſich in ſcharfer Weiſe gegen
die Freiheitsſtrafe (Hört, hört!) ausſprechen
konnten und ein anderes Blatt gar dem Staat vorwirft,
daß er mit ſolchen Vorſchlägen auf Ethik völlig ver=
zichte‟
. Im Gegenteil, der Staat verzichtet auf Ethik,
der es unterläßt, das möglichſte zu tun, um die gleich=
mäßige
Erfaſſung der Steuerkräfte zu erreichen.
Den Etat der Forſtverwaltung mit ſeinen
Einnahmen können wir kaum ſteigern, wenn nicht Raub=
bau
getrieben wird. Aber Nauheim muß für die all=
gemeinen
Staatsbedürfniſſe weit mehr bringen, als
ſeither. Bis jetzt haben wir nur eine Einnahme für
den Staat von 100000 Mark jährlich erhalten können;
in dieſem Jahre haben wir dem Herrn Finanzminiſter
weitere 50000 Mark mit ſchwerer Mühe abgerun=
gen
; er kann aber auf die Dauer mit einer ſo kärg=
lichen
Zuweiſung nicht mehr kommen. Das Bad koſtet
uns 10 Millionen, der Beſuch nimmt fortwährend zu, da
iſt eine Rente von 1 Prozent, wie ſie ſeither ausge=
worfen
wurde, abſolut ungenügend. Zu neuen Ein=
nahmequellen
könnte aber auch eine Abgabe geſtaltet
werden, welche den Hypothekenbanken mit
mündelſicheren Pfandbriefen auferlegt wer=
den
könnte. Wir haben bereits im vorigen Landtage
einen Antrag auf Einführung einer Abgabe in dieſer
Beziehung geſtellt, der aber von der Regierung noch nicht
in feſte Geſtalt umgeformt worden iſt.
Wenn ich ſo ohne übrigens der hier in erſter
Linie berufenen Regierung vorzugreifen einige Vor=
ſchläge
nach neuen Einnahmequellen gemacht habe, ſo
darf andererſeits auch in ſich beſſernden Zeiten mit allem
Nachdruck darauf hingewieſen werden, daß wir die im
Jahre 1910 begonnene Sparſamkeitsbewegung
in dem Staatshaushalte nicht einſchränken wollen. Die
Tätigkeit der Vereinfachungskommiſſion, die ja in man=
chem
ſchon Wandel geſchaffen hat, muß weiter fortgeſetzt
werden, denn es ſtehen hier noch wichtige Gebiete zu
durchpflügen aus; ich meine insbeſondere die Neu=
organiſation
der Baubehörden. Jedenfalls
muß jedes einzelne Gebiet der Staatsverwaltung mit
der ſchärfſten Sparſamkeitsbrille angeſehen
werden, und es darf nicht an dem Reſſortpatriotismus
Halt gemacht werden. Trotzdem unſere Gegner die
ganze Aktion als Sand in die Augen der Wähler be=
zeichneten
, werden wir, unbekümmert um ſolche unge=
rechte
Kritik, auf dem eingeſchlagenen Wege weiter gehen
und der endliche, allerdings nicht alsbald hervortretende
Erfolg wird unſere Bemühungen lohnen. (Bravo! Abg.
Ulrich: Abwarten!) Das darf aber auch anerkannt wer=
den
, daß die Regierung wie Finanzausſchuß ſich be=
mühen
, jede unnötige Ausgabe zu vermeiden; da=
für
ſpricht der Voranſchlag, der ſich in gemäßigten Bah=
nen
bewegt. Auf eines aber ſollte bei der Vereinfach=
ung
der Staatsverwaltung noch mehr Rückſicht genom=
men
werden: ob nicht Stellen, die mit höheren Beamten
beſetzt ſind, durch mittlere Beamte in weit grö=
ßerem
Umfange als bisher verſehen werden können. Hier
müſſen aber auch die Militäranwärter noch mehr
als ſeither berückſichtigt werden. Eine weitere Maßregel
könnte aber nach meiner Anſicht noch mehr auf Sparſam=
keit
drängen, auch in unſerer Ausgabewirtſchaft eine
Aenderung der beſtehenden Zuſtände hervorrufen. Wie
bekannt, iſt man im Reichshaushalte beſtrebt, nur wer=
bende
Ausgaben auf Anleihe zu nehmen, da=
gegen
nicht werbende Ausgaben aus
ordentlichen Einnahmen zu beſtreiten. Wir
ſind ſeither in der Aufnahme von Anlehen für nicht wer=
bende
Zwecke allzu freigebig geweſen. Der Vorteil liegt
darin, daß wir dann nicht werbende Ausgaben nicht

mehr haben, füir dieſe auch die Schuldenilgung ſparen.
Andererſeits aber werden wir durch die Beſteuerung ſol=
cher
Ausgaben aus Mitteln der Verwaltung zu außer=
ordentlich
ſparſamer Wirtſchaft gezwungen.
Redner beſpricht dann die Verhältniſſe zum
Reich. Wir ſind durch die Reichsfinanzreform von den
geſtundeten Matrikularbeiträgen frei geworden, die
für die Jahre 19081911 eine Belaſtung von zuſammen
2960 281 Mark geweſen wären. Bei einer Bevölkerung
von 1337500 Seelen haben wir 1912 an Matrikularbei=
trägen
1070000 Mark zu zahlen. Von den Finanzmini=
ſtern
in Preußen und Baden iſt das Verlangen geſtellt
worden, daß dieſe Belaſtung von 80 Pfg. eine geſetz=
lich
feſtgelegte ſein möge, wozu man in der Reichs=
finanzreform
nicht gekommen ſei. Auf fünf Jahre haben
wir ja, wie der preußiſche Finanzminiſter Lentze aus=
führte
, eine Feſtlegung bereits; bis zum Jahre 1914 ſoll
nach einer Vereinbarung unter den Bundesregierungen
der Satz von 80 Pfg. auf den Kopf der Bevölkerung feſt=
geſetzt
werden. Ob eine ſolche Vereinbarung ohne die
Zuſtimmung der Landſtände möglich iſt, will ich hier
nicht erörtern; mir erſcheint dies fraglich.
Ein Wort noch zu unſeren Schulden. Unſere Eiſen=
bahnſchuld
von 360833000 Mark Stand 1. Januar
1912 erfordert eine Verzinſung von 11896058 Mark;
ſie braucht uns weniger Beſorgniſſe zu machen, als die
übrige Schuld von 80 Millionen, da ſie ja aus den Er=
trägniſſen
der Eiſenbahn gedeckt wird und wir noch er=
hebliche
Ueberſchüſſe haben. Jedenfalls ſtehen wir heute
weit beſſer da, als vor der Eiſenbahngemein=
ſchaft
.
Ich habe vorhin ſchon auf den ſchlechten Kurs
heſſiſcher Staatsanleihen hingewieſen; ſie
ſtehen ſchlechter als württembergiſche und badiſche
Staatspapiere und werden in manchen Staaten nicht,
oder nur in kleiner Menge angekauft. Dagegen auslän=
diſche
Wertpapiere, wie ſolche von Mexiko, Türkei, Ar=
gentinien
, Braſilien werden der hohen Zinſen wegen
eher begehrt, als Papiere deutſcher Bundesſtaaten; in
erſter Linie kommt es den Beſitzern auf hohen Zins=
gewinn
als auf völlige Sicherheit an. Dann nimmt
aber auch die Induſtrie durch ihre beſſere Verzinſung viel
von den Kapitalien weg, die ſonſt in Staatspapieren an=
gelegt
worden wären. Jedenfalls wird ſich, wie dies im
letzten Jahre geſchehen iſt, der Staat in der Ausgabe
neuer Anlagen möglichſt beſchränken müſſen. Soll da
nicht weiter eine Verpflichtung der öffentlichen Sparkaſſen
moniert werden, mehr als ſeither heſſiſche Staatspapiere
zu nehmen?
Mit einer beſonderen Abſicht habe ich mich bemüht,
die finanziellen Verhältniſſe in Heſſen einmal ausführlich,
aber auch günſtig darzuſtellen, denn die Klagen über die
Finanznot in Heſſen dürften endlich einmal zum Schwei=
gen
kommen, nachdem man ſie gerade vom Regierungs=
tiſche
, wie es nicht erforderlich war, an Hand des Etats
1910 ſo trübe dargeſtellt hatte. Wir haben ein Intereſſe
daran, in der Oeffentlichkeit zu betonen, daß wir in
Heſſen nicht ſo viel ſchlechter ſtehen als
Staaten, die mit uns verglichen werden kön=
nen
. Hier haben wir ein eminent wirtſchaft=
liches
Intereſſe für unſeren Staat, aber
auch für ſeine Einwohnerg denn das Anſehen
eines Staates beruht auf ſeiner wirtſchaftlichen
Leiſtungsfähigkeit, und mit Angehörigen eines
ſolchen Staates treten auch kaufmänniſche und induſtrielle
Kreiſe eher und lieber in Verbindung als mit Bewoh=
nern
eines ſolchen Gemeinweſens, deſſen Verhältniſſe
ungünſtig oder zweifelhafte ſind. Aber auch das poli=
tiſche
Anſehen iſt bedingt durch eine finanzielle Leiſt=
ungsfähigkeit
. (Lebhafter Beifall.)
Wir können uns aber auch in politiſcher Beziehung
in Heſſen namhafter Fortſchritte rühmen. Hier darf ich
auf die gelöſten Aufgaben des verfloſſenen Landtages
hinweiſen, auf die Wahlreform, die uns allerdings,
leider mit dem Pluralwahlrecht, doch nach 10jähriger
Arbeit das direkte Wahlrecht gegeben hat, auf die
überaus ſchwierige Gemeindeſteuer, auf die in
liberalem Sinne weiter gebaute Stadt= und
Landgemeindeordnung, auf die Verwalt=
ungsgeſetze
überhaupt. Ich darf auch auf ſoziale
Geſetze verweiſen, die wir verabſchiedet haben, ſo z. B.
auf das Geſetz zum Schutze der Bauarbeiter. Das waren
Arbeiten und Leiſtungen im Intereſſe des Volkes, die
auch dem politiſchen Anſehen unſeres Landes entſchieden
genützt haben. Für den neuen Landtag wird im Vor=
dergrunde
in kultureller Beziehung die Reviſion des
Volksſchulgeſetzes ſtehen, das aber an der bewähr=
ten
Grundlage der heutigen Geſetzgebung, alſo an dert
Simultanſchule, nichts ändern wird.
Auf eines möchte ich aber noch die Regierung auf=
merkſam
machen: auf die Landflucht unſerer Staatsdienſt=
anwärter
auf höhere und mittlere Stellen. Aus der
Juſtiz, aus der Verwaltung, aus dem Lehramt, aus an=
deren
Kreiſen des Staatsbetriebes wandern uns bei den
ſchlechten Anſtellungsverhältniſſen Bewerber auf den
Staatsdienſt aus, die wir im Intereſſe des Staates hal=
ten
müſſen. Auch aus den Kreiſen der mittleren Beam=
ten
macht ſich dieſer bedauerliche Abzug bemerkbar. Es
ſind nicht die Schlechteſten, die hier dem
Lande den. Rücken kehren. Das müßte eine
ernſte Sorge für die Regierung ſein, zu ſehen, wie ſie dieſe
Kräfte halten könnte.
Ich will hier nicht auf die Fragen der Reichspolitik
eingehen, denn ich könnte dann die Debatten, wie wir ſie
in den Landtagen in Preußen, Baden und Sachſen, auch
in dem neuen Parlamente in Elſaß=Lothringen gehabt
haben, auch in unſerem Landtage entfeſſeln; ich könnte
die Frage des Motuproprio Sacrorum anti-
stitum
, erörtern, wie dies in eingehender Weiſe in
Preußen, in Baden, geſchehen iſt, will aber doch die Re=
ierung
hier erſucht haben, ihren Standpunkt in dieſer
Frage darzulegen.
Redner ſchließt: Was ſind die Unterlagen wirtſchaft=
lichen
Gedeihens im Reich und unſerm Lande? Wir wollen,
geſtützt auf mächtige militäriſche Macht, uns den Frieden
erhalten, wollen eine freie, die Intereſſen der einzelnen
Volksſtände berückſichtigende Geſetzgebung, bei der auch
ein Stand den anderen Stand beachtet; wir wollen einen
arbeitsfreudigen Beamtenſtand, der ſein Streben darin
findet, dem Volk zu dienen, wollen die mächtige Ent=
wickelung
unſeres Landes in wirtſchaftlicher und kulturel=
ler
Beziehung, Förderung an Handel, Induſtrie und
Landwirtſchaft. Damit erſtreben wir die Achtung unſeres
Landes bei anderen Ländern und Völkern und haben
dann Freude und Befriedigung an unſerem engeren
Vaterlande. (Lebh. Bravo! Händeklatſchen.)

das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht
beliebteste Mittel zu Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung
Kohllekt für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahl eichen

Aerztenwärmstensempfohlen. Originalblechdosen mit 20 Fruchtkonfitüren M 1.
(VI4264)
Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXiN.

[ ][  ][ ]

Miniſter d. J. v. Hombergk zu Vach:
Der Herr Abg. Dr. Oſann hat im Verlauf ſeiner Rede
einen Punkt berührt, der mein Reſſort betrifft, und ich halte
es für angebracht, alsbald darauf zu antworten. Er hat
den Wunſch geäußert, die Stellung der Regierung zu dem
päpſtlichen Motuproprio kennen zu lernen. Ich werde die=
ſen
Standpunkt alsbald kurz darlegen:
Das päpſtliche Motuproprio Quantavis diligentia‟,
das am 9. November v. Js. in der acta sedis apostolicae
veröffentlicht worden iſt, greift, wie nicht weiter ausgeführt
zu werden braucht, in bürgerliche und ſtaatsbürgerliche
Verhältniſſe ein, indem es diejenigen der Strafe der Ex=
kommunikation
verfallen läßt, welche ohne Erlaubnis der
geiſtlichen Behörde einen Geiſtlichen, ſei es in Zivil=, ſei
es in Strafſachen, vor dem weltlichen Gerichte belangen.
Eine ſolche kirchliche Verordnung kann nach Artikel 5 Ab=
ſatz
2 des Geſetzes, die rechtliche Stellung der Kirchen und
Religionsgemeinſchaften im Staate betreffend, vom 23.
April 1875 im Großherzogtum keine rechtliche Geltung in
Anſpruch nehmen und nicht in Vollzug geſetzt werden, be=
vor
ſie die Genehmigung des Staates erhalten hat. Von
einer ſtaatlichen Genehmigung des päpſtlichen Erlaſſes, um
die übrigens nicht nachgeſucht worden iſt, kann angeſichts
der einſchlägigen Reichs= und Landesgeſetzgebung natür=
lich
keine Rede ſein, weil er mit fundamentalen Vorſchriften
der heſſiſchen Verfaſſung im Widerſpruch ſteht. Nach Ar=
tikel
18 der Verfaſſungs=Urkunde ſind alle Heſſen vor dem
Geſetze gleich und nach Artikel 31 ſoll niemand ſeinem ge=
ſetzlichen
Richter entzogen werden. Dazu kommt die Be=
ſtimmung
des § 15 Abſatz 3 des Deutſchen Gerichtsver=
faſſungsgeſetzes
, wonach die Ausübung einer geiſtlichen
Gerichtsbarkeit in weltlichen Angelegenheiten ohne bürger=
liche
Wirkung iſt. Mit dieſen Beſtimmungen ließe es ſich
nicht vereinbaren, daß die kirchliche Behörde die zivil= oder
ſtrafrechtliche Verfolgung eines Geiſtlichen von der Erlaub=
nis
der vorgeſetzten geiſtlichen Behörde, alſo gewiſſer=
maßen
von einer kirchlichen Vorentſcheidung abhängig
macht. In unſerem geordneten Rechtsſtaate könnte es nicht
geduldet werden, daß katholiſchen Staatsbürgern die ge=
richtliche
Geltendmachung von Anſprüchen gegen Geiſtliche
durch kirchliche Maßnahmen erſchwert wird, ebenſowenig,
daß ihnen die Freiheit beſchränkt wird, ſtrafbare Handlun=
gen
von Geiſtlichen zur Anzeige bei der zuſtändigen welt=
lichen
Behörde zu bringen oder, ſoweit dies geſetzlich zu=
gelaſſen
iſt, im Wege der Privatklage zu verfolgen.

Um allen Eventualitäten, die das friedliche Verhältnis
zwiſchen Staat und katholiſcher Kirche in Heſſen zu ſtören
vermöchten, vorzubeugen, haben wir bereits unterm 22.
November v. Js. Anlaß genommen, der biſchöflichen Be=
hörde
unſeren, ſoeben dargelegten, Rechtsſtandpunkt mit=
zuteilen
. Eine Erklärung der biſchöflichen Behörde hierauf
iſt uns bis jetzt nicht zugegangen, ſie war aber auch nach
der Faſſung unſeres Schreibens, das lediglich eine Rechts=
verwahrung
darſtellen ſollte, von uns nicht erwartet wor=
den
. Es iſt jedenfalls nichts zu unſerer Kenntnis gekom=
men
, was darauf ſchließen ließe, daß ſie in der Sache einen
anderen Standpunkt einnehme, als der frühere Profeſſor
Dr. Heiner in Freiburg, jetzt Mitglied des höchſten kirch=
lichen
Gerichtshofs in Rom, der in einem Artikel der Köl=
niſchen
Volkszeitung die Anſicht vertreten und näher be=
gründet
hat, daß das Motuproprio für Deutſchland
nicht gelte. Nachdem die Darlegungen Heiners von
Seiten des Vertreters der päpſtlichen Kurie dem preußi=
ſchen
Geſandten beim Vatikan gegenüber als konform mit
dem kanoniſchen Recht anerkannt worden ſind und zugege=
ben
worden iſt, daß das Motuproprio Deutſchland nicht
berührt, darf die Angelegenheit von der heſſiſchen Regier=
ung
in gleicher Weiſe als erledigt angeſehen werden, wie
dies auch von Seiten Preußens und anderer Bundes=
ſtaaten
geſchehen iſt.
Abg. Brauer
iſt auf der Tribüne ſehr ſchwer verſtändlich. Er wirft zu=
nächſt
einen Rückblick auf die Entwickelung der Steuer= und
Finanzverhältniſſe Heſſens. Heute ſtehe man ja in einer
beſſeren Lage wie ſeit Jahren. Dieſe günſtige Finanzlage,
die der Abg. Dr. Oſann aber doch zu roſig geſchildert, ver=
danken
wir den Eiſenbahnüberſchüſſen, die doch ſtark ab=
hängig
ſind von der allgemeinen wirtſchaftlichen Lage.
Wie dieſe aber, ſind ſie ſchwankend und müſſen immer wie=
der
zur Vorſicht mahnen, denn der Ueberſchuß kann jeder=
zeit
wieder zurückgehen. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß
die Ueberſchüſſe nur wegen des heißen Sommers, der viel=
ach
die Schiffahrt lahm legte, ſo hoch ſind. Neben den
Eiſenbahnüberſchüſſen beſtehen die Einnahmen aus den
Domäneneinkünften, beſonders Forſtdomänen, und den
Staatsſteuern. Mit dem Abg. Dr. Oſann iſt er der Mein=
ing
, daß Steuerdefraudanten gar nicht feſt genug angefaßt
verden können. Zu rügen hat Redner, daß vielfach Bau=
ten
, Oberförſter=, Forſtwart= uſw. Wohnungen, Domänen=
kellereien
uſw. ausgeführt wurden aus dem Domänen=
Akquiſitionsfonds, ohne die Kammer zu befragen. Man

müßte ſich dieſen Fonds in Zukunft näher anſehen. Red=
ner
beſpricht dann (fortgeſetzt unverſtändlich) die Maul=
ind
Klauenſeuche, die Teuerung uſw. Man müſſe aner=
kennen
, daß es der Landwirtſchaft beſſer gehe, im weſent=
lichen
darum, weil ſie ſich die Fortſchritte der Technik ſtets
ſofort dienſtbar macht. Großen Schaden hat ſie durch die
Trockenheit erlitten. Die Grenzenöffnung hat keine Ab=
nahme
der Teuerung gebracht. Die Schweinepreiſe haben
rotz der hohen Futtermittelpreiſe einen erheblichen Tief=
ſtand
erreicht. (Hört, hört!) Der Preis beträgt heute
4546 Mark pro Zentner Lebendgewicht. Die Frachtpreis=
ermäßigung
habe der Landwirtſchaft keine Vorteile ge=
bracht
. Gerade der Kleinbauer, der auf Viehzucht ange=
wieſen
iſt, bedarf zu ſeiner Exiſtenz des größten Schutzes
vor Seuchengefahr, darum dürfe man nie an eine Grenzen=
öffnung
denken. Für die Ausgaben für Bildung und
Wiſſenſchaft werde ſeine Partei ſtets ſtimmen. Er hebe
das beſonders hervor, weil die Gegner ſeiner Partei ſtets
vorwerfen, ſie ſei gewiſſermaßen für Volksverdummung.
Sie werde ſtets ſämtliche Anforderungen für das Hoch=
ſchulweſen
bewilligen. Heſſen ſtehe heute in dieſer Be=
ziehung
auf gleicher, wenn nicht größerer Höhe, wie die
anderen Bundesſtaaten. Es ſei ſehr viel geſchehen in die=
ſer
Beziehung und zwar alles unter der Herrſchaft des
ſchwarz=blauen Blocks. (Große Heiterkeit.) Weiter beſpricht
Redner das Impfgeſetz, die Sparſamkeitsbewegung, zu
denen er vorſchlägt, eventl. durch Zuſammenlegung der
Hoch= und Tieſbaubehörden noch Erſparniſſe zu erzielen,
die Fahrkartenſteuer, die Schuldentilgung uſw. Seine
Partei iſt bereit, die Vorſchläge der Regierung wohl=
wollend
zu prüfen und event. neue zu machen. Als ſolche
kämen in Betracht eine ſtärkere Heranziehung des mobilen
Kapitals durch Einführung der Deklarationspflicht für
Banken und Kaſſen uſw. Zum Schluß verwahrt Redner
ſeine Partei gegen Angriffe im Wahlkampf, in deſſen Ver=
lauf
führende Männer der Fortſchr. Volkspartei in deren
Preſſe ſeine Partei als gemeingefährlich hingeſtellt haben.
(Heiterkeit links). Demgegenüber möchte Redner doch hin=
weiſen
auf das, was ſeine Partei in allen Fragen des
Volkswohles bisher getan hat. Er verteidigt das Plural=
wahlrecht
, das ihnen oft zum Vorwurf gemacht wurde, und
wendet ſich im weiteren Verlauf ſeiner Rede mehrfach ſcharf
gegen die Fortſchr. Volkspartei, der er ein ziemlich umfang=
reiches
Sündenregiſter vorhält.
Damit ſchließt die Sitzung. Nächſte Sitzung Diens=
tag
10 Uhr. Schluß 1¼ Uhr.

macht die Wäsche nicht nur voll-
kommen
rein und schneeweid, sonder Schont auch das Gewebe!
Dieses leidet bekanntlich sehr bei der alten Waschmethode durch das Reiben und Bürsten. Persil wäscht von
selbst ohne jedes Reiben und Bürsten, daher kein Zerstören der Gewebefaser! 2 2
Erhültlich nur in Original-Pakelen, niemals lose.
HENKEL. & Co., DUSSEL.DORF. Klleinige Fabrikanten auch der allbeliebten

Brautleute
können nirgends besser und billiger kaufen wie im
Möbelhaus
Heinrich Kunz
Arheilgen (Endstation der Strassenbahn)
Echt eich. Schlafzimmer
mit 140 cm breitem Spiegelschrank 400
Büfett
Echt eich.
Esszimmer l4ocm br.
Kredenzschrank, Ausziehtisch, 6 Leder-
stühle
mit echt. Rindleder, 1 Diwan ( Haar-
zus
. 358
polster) . . . .
Echt eich. Herrenzimmer
Diplomat, Bücherschrank, Klapptisch,
Herrnsessel (Lederpolster), 2 Lederstühle 360
pitch-pine, naturlasiert, Lino-
Kuche, leumblätter, küchenbüfett, An-
. 150
richte, Tisch, 2 Stühle, Ablaufbrett
Franko Lieferung.
Weitgehendste Garantie.
Bitte verlangen Sie Preisliste.
(4551a

Wendelsteiner Brennessel-Haardl
à Mk. .60.
Gegen Schuppen, Dünnhaar
Haarausfall
seit Jahrzehnten
Seilt
Wendelsteiner Häussner’s
Brennessel-Spiritus
immer u. immer wieder mit Erfolg angewandt.
Originalflaſchen à Mk. 1., 2., 3..
in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerion.
Engelapotheke Ant. Logel, Zentraldrog. Fr. Beckenhaub, Beſſunger
Droger., Adler=, Bismarck=, Martins=, Merkur=Drog. (VI1397

W.Köhler‟
627 Telephon 627.
Kontor: Karlstrasse 34
Kollen Reks Briketts
en detail (4550a
en gros
Man verlange Probezentner und Preise.

Endlich erreicht
für alle Hausbesitzer!
Keine Röhren mehr auf den
Kaminen. Kein Rauch mehr in
den Manſarden durch meinen
gemauerten Kamin=Aufſatz. Re=
ferenzen
hier am Platze. Spezialität
in allen Feuerungsanlagen.
Johannes Best, Maurermeiſter,
Gervinusſtraße 49.
(*4457

Lichtung!
Jung. Weißbinder u. Lackierer
empfiehlt ſich im Anſtreichen und
Weißen von Wohnungen, Küchen
und Möbel nach billigſter Berech=
nung
. Beſtellung nimmt entgegen
Fr. Bohl, Schwanenſtraße 1.
Poſtkarte genügt.
(*4385

Schreinerei Schneider, Hohler ſeg,
empf. Fußbodenausſpänen, ebenſo
werden alle Schreinerarb. angen.
Blumentiſche auf Lager. (*4491

werden gut
Küferarbeiten und billigſt
ausgeführt von Jakob Scherer,
Küfermeiſter, Obergaſſe 26. (3404a

aller Art u. Koſtüme
Kleidel werd. gut u. bill. ange=
ert
. Ernſt=Ludwigſtr. 22, III. (4107a

chtung: Muſikbeſtellungen
jeder Art werd. prompt u. bill.
ausgeführt. Näh. durch Unternehm.
V. Arnold, Mollerſtr. 36. (*4462

Schoner blwum
gute Arbeit, moderner Bezug, neu,
nur 39 Mk., Chaiselongue
Ruhebett, zu 28 Mk. u. 35 Mk.,
Ia Woll-Matratzen, ff. grau.
Drell, ſehr billig abzugeben
Darmſtr. 10, Tapezier=Werkſtätte,
Paul Buss & Co. (*4515

Mlavierſeſſel, Kinderſtuhl, 2 Kaiſer=
Abilder, Krüge u. Kannen zu verk.
Wo? ſagt die Expedition. (*4494

Drädr. ſtarker Wagen für Ge=
ſchäftszwecke
, wie neu, für 25 M.
abzugeben Mauerſtraße 17. (*4488

Echtes Grammophon mit noch
16 neuen Platten für 50 Mark
abzugeben Mauerſtraße 17. (*4487

Klegant. Rack, faſt neu, mit Frei=
lauf
, billig zu verkauf. Bleich=
ſtraße
36, 2. Stock. (*4447

Konfirmanden-Kleid:
Ein faſt neues, gutes, ſchwarzes
Kleid zum Preiſe von 12 Mk. abzug.
*4463) Pankratiusſtr. 1, I. I.

neu. Gehrockanz. ſ. kl.ſchm. Fig.,
1 f. 20 Mk., 1 Sackrock m. Weſte f.
korpulente Fig., 3 Mk. Wieners=
ſtraße
52, Stb. II. r. (*4437

1er k0
toinster Schr ohandischen Rands
heute friſch eingetroffen u. empfehle denſelben per Pfund Mk. 2., bei
10 Pfund Mk. 1.90, bei 20 Pfund Mk. 1.80, bei 50 Pfund Mk. 1.70.
Deutscher Kakao
per Pfund von 85 Pfg. an.
Deutsch-Holländ, Kakao-Haus
Albert Weicker
Hoffmannstrasse, nächſt der Kiesſtraße.
Telefon 1477.
(4648
9 Pfund=Poſtpakete franco nach auswärts.
Schwarz=weiße Rabattmarken=Abgabe.

Von regelmässigen Sendungen empfehlen:
Simonsbrot :: Grahambrot
Steinmetzbrot Pumpernickel
Salzbretzeln Salzstangen
Salzwaffeln Salzkakes
Käsestangen
Alle in- und ausländischen Käse
Lauterbacher
Voghurtkäse, Voghurtmilch
Gg. Wilh. Weidig Nachf.
Oskar & Ernst Matzelt
Hoflieferanten
(4617
Telephon 233. Schulstrasse 4.

Fabrianten
welche ihre Ware in Oeſt.=Ungarn einführen wollen,
werden erſucht, ſchriftliche oder mündliche Offerte bis
28. Februar 1912 zwiſchen 101 Uhr im Hotel
Frankfurter Hof‟, Darmſtadt, unter Eigene
Rechnung einzubringen.
(4523M!

[ ][  ][ ]

Debhahat
Anzeiger.

Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
2. St., 5 Zim.=
Mene Se
Heinrichstr. 68, 2. St. Moosvergſtr. 10 Heinrichſtr. 106, Wohnung m.

e
Herrſchaftswohnung ſtr. 20
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (201ms

Martinſtraße 35, Herrſchaftsh.,
10 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht,
Garten ꝛc., zu verm. oder zu verk.
Näheres: Laden Kiesſtraße 66, Ecke
Nieder=Ramſtädterſtraße. (203ms

Heinrichstr. 64, 1. St.
8 Zimmer, mit Gas, elektr. Licht u.
reichl. Zubehör, per ſofort z. verm.
Näh. Auskunft parterre. (204ms

Martinstrasse 47
Wohnung, enthaltend 9 Zimmer,
Badezimmer, mehr. Nebenräume
und großer Garten, per ſofort zu
verm. Näh. durch C. W. Braun,
(B209ms
Martinſtr. 72.

Annastrasse 8, 2. St.
ſchöne moderne Wohnung von
10 Zimmern, Badezim., Küche mit
Gas, 2 gr. Verandas, Garten nebſt
reichlichem Zubeh. ꝛc., ohne Gegen=
über
, an ruhige Fam. per 1. April,
event. 1. Juli, zu verm. Preis
1600 Mk. Die Wohnung kann
event. auch geteilt werden. (1326ms

Die Villa Dieburgerſtr. 190,
mit 1214 Wohnräumen, welche
nach Wunſch des Mieters her=
gerichtet
werden, Wintergarten,
Veranda, Stallung, Remiſe, Bur=
ſchenzimmer
, ca. 2 Morgen Zier=,
Obſt= u. Gemüſegart., iſt alsbald
zu vermieten oder zu verkauf. Näh.
durch Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1031. (1646ms

Erelatattlennaug
Ecke Ohlyſtraße u. Grüner Weg,
neu erbaut, 11 Zimmer mit reichl.
Zubehör, herrſchaftl. eingerichtet,
per 1. April beziehbar, zu ver=
mieten
ev. zu verkaufen. Näheres
Ohlyſtraße 69, parterre. (B3395ms

Das Haus
Riedeſelſtr. 12
mit kl. Vor= u. Hintergart.,
ſof. z. Alleinbewohnen zu
verm. Näh. nur durch die
Firma Joseph Trier,
Milhelminenſtr. 25. (965s

Per 1. Juli
Herrschaftshaus
Hermannſtr. 39
15 Zimmer, Bad, elektr. Licht, Gas,
Stallung für 7 Pferde, Remiſe,
Sattelkamm., Kutſcherwohn., groß.
Gart. Näh. Aliceſtr. 17, II. (314638s
Herrſchaftshaus
zu vermieten.
Das ſeither von Sr. Exzell.
Hrn. v. Strantz bewohnt. Haus
Hermannstrasse 6
iſt zu vermieten. Das Haus
enthält 14 Zimmer, inkl. eines
großen Saales, Stall., Gart.,
elektr. Licht. Das Haus wird
vollſtändig in Ordnung ge=
bracht
. Die Vermietung nur
durch die Firma Joseph Trier,
Wilhelminenſtr. 25. (B967s

Neckarstr. 8, 3. St.
Herrſchaftswohnung, 9 Zimmer,
Bad, reichl. Zubehör, per 1. April.
Näh. Neckarſtr. 8, Stb. II. (964s

Kiesſtraße 80
Haus zum Alleinbewohnen, ca.
12 Zimmer, gr. Garten, per ſofort
oder ſpäter zu vermieten evtl. zu
verkauf. Näh. durch Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (4166s

Aeretereretene
S Rheinstrasse 1
§ 1. Stock, Wohnung: 7 Zim.,
Gas u. elektr. Licht, mit reichl.
Zubehör, ganz neu hergericht.,
5 per ſofort zu verm. (214ms
Herz Hachenburger Sohn.
Saeg eegesgeseadgerosd

Heidelbergerstr. 7
Ecke Riedeſelſtr., 7= Zimmerwoh=
nung
mit großem Badezimmer,
Balkon, Elektr. und Gas, nebſt
Zubehör ev. Stallung per 1. April
zu verm. Näh. I. Stock (3842ms Frankfarterstr. 21, I. St.
herrſchaftl. 7=Zimmerwohn., Gas,
Elektr., Badezimmer, mit und ohne
Stall. für 34 Pferde, per 1. April
zu verm.
(215ms Herrschaftswohnung
7 Z., elektr. Licht, Gas, kompl. Bade=
einricht
., großer Vorgarten u. Balk.,
an ruh. Familie preiswert zu verm.
Näh. Zeughausſtr. 3, pt. (211ms Ihemstr. 124
2. Etage, hochherrſchaftl. 7= Zimmer=
wohn
., mit Bad, Veranden, Zentr.=
Heiz., Gas u. elektr. Licht, per ſofort
z. verm. Einzuſehen vorm. v. 1012
Uhr. Weitere Auskunft Grafen=
ſtraße
10, im Laden.
(212ms Herr=
ſchaftl
. 7=Zim.=Wohnungen
1. u. 2. St., Fremdenzim., Veranden,
reichl. Zubeh., Warmwaſſerheiz. u.
Gartenanteil, i. vornehm. Lage, ſof.
Entſtaubungsanlage auf Wunſch.
Näh. Braun= Martinſtr. 74. (969s Dieburgerstr. 26
1. Stock, geräumige 7 Zimmer=
Wohnung mit Loggia, Veranda,
Gas und Zubehör per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt oder
Brauerei z. Goldnen Anker. (3303ids Rhein= u. Grafenſtraße Ecke
in der 2. Etage, Wohnung mit
7 ſehr groß. Zimmern nebſt Bade=
u
. Ankleidezim. und all. neuzeitl.
Komfort ausgeſtattet, 1. Juli zu
verm. H. Lautz.
(4371ms 6 Zimmer aneteteit e
Herrſchaftswohnung, 6 Zimmer
nebſt reichl. Zubehör
(210ms
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26. St.
Wittmannſtr. 29 6 Zim.,
mit Bad, Veranda, Fremdenz.
zc., neu herger, ſof. od. ſpät. an
kl. Fam. Pr. 1600 M. (B216ms Riedeselstr. 33, I. Etage
6=Zimmerwohn., eleg. hergerichtet,
Badezimmer, Gas. Einzuſ. v. 111
vorm. u. 34 Uhr nachm. Auskunft
I. v. Hessert. Martinſtr. 14.(B217ms Mathildenstr. 53, I.
eleg. 6=Zimmerwohnung m. reichl.
Zubeh. ſof. Näh. 2. St. (B218ms Herfschartswonn.
Herdweg 99, 1. Etage
iſt eine ſehr ſchöne neuhergerichtete
6=Zim.=Wohnunad. Neuzeitentſpr.,
reichl. Zubeh., 2 Veranden, Bad m.
Einrichtung, Mädchenzim., Waſch=
küche
, auf Wunſch 2 Zimmer im
Obergeſchoß, elektr. Licht, Gas uſw.
Näh. daſelbſt 2. Etage. (B221ms

Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz=u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part.
(B222ms

Pallaswiesenstr. 28
2. St., 6 Zimmer m. reichl. Zubeh.,
Pr. 800 Mk. Näh. daf (225ms

große 6=Zim.=Wohn. mit Fremden=
zimmer
, großer Veranda ꝛc. auf

.April 1912.
.Stock.

Näh. Soderſtr. 70,
(907ms

Wilhelmstr. 40
Herrſch. große 6=Zimmerwohn.
mit Zubehör, Gas, elektr. Licht.
Zentralheizung, Warmwaſſer=
bereit
., evtl. m. Stall. ſof. z. v.
Näh. bei Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76. Tel. 1031. (223ms 6 Zim
Herrſchaftswohnung, ꝛe., mit
oder ohne Stallung für 3 Pferde
zu vermieten. Näh. bei J. Conr.
Mahr, Heidelbergerſtr. 43. (B970s Heidelbergerſtr. 83, II. Stock,
6 Zimmer nebſt Zubehör per
alsbald oder p. 1. April zu verm.
Näheres Rheinſtraße 12½,
III. Stock.
(470ms Hobrechtstrasse 1
Ecke Roquetteweg, I., eleg. 6=Z.=Wohn.,
Fremd.= u. Mädch.=Zim., Bodenk.,
elektr. Licht, d. Neuzeit entſpr., per
1. April. N. Roquetteweg6, II.(B226ms Haus Herdweg 98
6 Zimmer z. 1. April zu vermieten
od. zu verkaufen. Einzuſ. v. 11 bis
1 Uhr außer Sonntag. Näheres
Kaſinoſtraße 8, part. (B604ms 6 Zim.-Wohn. vis-a-vis d.
nebſt Zubehör
Herrngarten p. 1. April 1912.
Näh. Landwehrſtr. 1, Stb. (508ms eineſchöne, heile
Mathildenpl. 4 6. Zimmerw.
ohne vis-a-vis, per 1. April zu
vermiet. (Näh. im Laden). (1085ms Irenestr. 12,
Ecke Viktoriastr.
iſt der 1. St neuzeitl. eingerichtet,
6 gr. Zim., Badezim., Fremdenz.,
Balkon und andere Nebenräume;
ſofort zu vermieten. Näh. im
3. St., ſowie bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz 8, Tel. 1693. (229ms Herdweg 64, 2. St., elegante
6=Zimmerw. per 1. April zu verm.
Näh. Moſerſtr. 11, part. (B257ms Villa Rhein=
Herdweg 50 blickt, iſt die
herrſchaftliche
Wohn. des unt. Stocks, beſteh in
6 Zim. mit reichl. Zubehör, Garten=
anteil
, per 1. April 1912 o. ſpäter
zu vermiet. Näh. durch Architekt
Weber, Dieburgerſtr. 8. Einzuſ.
v. 1112 u. 35 Uhr. (521ms Heinrichstrasse 124
iſt verſetzungshalber die Parterre=
Wohnung, beſtehend aus 6 Zim=
mern
nebſt Zubehör u. Vorgarten,
per 1. April zu verm. Einzuſehen
zwiſchen 111 Uhr. (911ms Hofimannstr. 34, II.
6 Zimmer nebſt Zubeh., Veranda,
auf Wunſch können noch 2 Man=
ſardenzimmer
zugegeben werden),
bis 1. April. Einzuſehen von 11
bis 5 Uhr.
(1334ms Verſetzungshalber
Roßdörferſtraße 86 6 Zimmer=
wohn
. in freier Lage, mit Loggia,
Balkon u. ſonſt. Zubehör zu vm.
Einzuſehen von 11 Uhr ab. Näh.
daſelbſt.
(3572ms Frankfurterſtr. 64, I., elegante
6=Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör ſofort oder ſpäter zu
vermiet. Näh. part. (3588a Niederramſtädterſtr. 49, I.
ſchöne 6=Z.=Wohn. p. ſof. (1434ms Heidelbergerſtraße 23, 1. od.
2. Stock, große herrſchaftl. 6 Zim=
merwohnung
mit allem Zubehör,
Veranda, Balkon, Magdkammer,
billig zu vermieten.
(B4615s

Griner Weg 31
56=Zim.=Wohnung, part. oder
2. St., per ſof. Näh. 2. St. (B973s

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis

Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34.

(112a

nächſt Götheſtraße, 1. Etage, 5 Z.,
geſchloſſ. Veranda, Bad u. allem
Zubehör, ſofort od. ſpät. an ruh.
Mieter.
(B234ms

0 freie Lage, 1. St.,
rstr. 42 gr. 5=Z.=W., Bad,
ofähr
Veranda u. reichl. Zub., ſof. (238ms

Die bisher von Herrn Dr. Guten-
berg
bewohnte 1. Etage, 5 Z.
mit reichl. Zubehör, neuzeitl.
hergerichtet, iſt per ſofort zu
(235ms
vermieten.
Näh. im Laden Ludwigſtr. 10.
Landwehrstrasse 8
1 Stock., 5 Zim., u. Badezimmer,
Veranda nach d. Gart., Bleichpl. ꝛc.,
p. 1. April, evtl. früher zu verm.
(250ms
Näheres varterre.

Kahlertſtraße, 5 Z., Zubeh., ev.
Garten, per ſof. z. verm., 650 Mk.
Ausk. Wendelſtadtſtr. 40, I. (331ids

Lukasweg 1, 1. St., ſch. ger.
5 Z.=W., Küche, Speiſek., Bad. Bade=
of
., 2 Ver., 2 Kam., 2 Kell., Waſch=
küche
, Trockenb., Jahresmietpreis
1000 M., p. 1. April zu vm. Ausk.
daſ. u. Baubüro Friedrich Delp,
Frankfurterſtr. 80.
(258s

Wienersſtr. 56, 1. St., große
helle 5 Zim., m. all. Zubeh., Gas,
an ruhige Fam., ſofort beziehbar,
ev. Januar oder April. (240ms

Herrſchaftliche
5=Zimmerwohnung
Frankfurterſtraße 38 im 2. Stock,
in ſchöner Lage, dem Herrngarten
gegenüber, für ruhige Mieter, mit
dem Hausbeſitzer allein zu bewoh.
5 Zim., 2 Kam. u. Zub., Badez.,
Gas, 2 Keller, 2 Balkone, Waſch=
küche
und Trockenboden. (1915ms

Schützenstrasse 18
1. Stock, 5 Z., Badez., Gas, mod.
umgeb. u. all. Zubeh., Garten, p.
1 April 1912 zu verm. (251ms

Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
2. St., 5 ſch. Zimmer, Bad, Gas,
neu hergerichtet.
(239ms

Minanstragse 35, I.
5 gr. Z. m. Bad, Veranda, gerad.
Manſardz. p. 1. April an ruhige
Familie zu vermieten. (B249ms

Wilhelminenstr. 171.
1. Obergeſchoß, 5=Z.=W. mit Zub.,
Zentralhzg. u. Veranda zu vm. Näh.
Frankfurterſtr. 16½ part. (248ms

Heinrichstrasse 114
eleg. 5=Zimmerw. im 1. Stock, auf
1. April 1912 zu verm. (252ms

Frankfurterſtr. 6, gegenüber d.
Herrngarten, ſch. 5= Zimmerwohn.
m. all. Zubehör, per ſof. od. ſpäter
zu verm. Näh. part. (245ms

Wilhelmstr. 2, I.
5 evtl. 7 Zim., verglaſte Veranda,
Bad, Gas, Gartenanteil, p. 1. April
zu vermieten.
(B254ms
Moosbergſtr. 94
Ecke Heidelbergerſtr., 2. Stock,
5 Zim., Bad, Manſ. u. all. Zubeh.
per 1. April zu verm. (B3707ms

Schützenſtraße 3, 1. Stock
eleg. Wohnung, 5 Zim., Veranda,
Bad u. ſonſt. Zubehör, Gas u. elektr.
Licht, v. ſof. zu verm. (255ms

Pallaswieſenſtr. 39, pt., Fünf=
Zimmerwohnung nebſt Zubehör
zu vermieten. Näheres im
2 Stock oder Rheinſtraße 25,
Contor A.
(468ms

Ece Herdweg u. Grünerweg 36
zwei Wohnungen, 1. u. 2. St., je
5 Zimmer m. Zubehör p. 1. April ev.
früher. Einzuſ. v. 9 bis 12 Uhr vorm.
u. 3½ bis 6 Uhr nachmitt. (B582ms

5= u. 3. Zimmer=
Wienersſtr. 83
wohn. (1026ms

Stiſtſtr. 89, part., 5 Zimmerw.
mit kleiner Werkſtätte p. 1. April zu
verm., eventl. auch Garten. Zu en=
fragen
Mühlſtr. 26, part. (554ms

Mühlſtr. 50, I., 5 Zim., Bad,
Veranda, Trockenbod., Bleichplatz.
Näh. 1112 Uhr part. (B1343ms

Gutenbergſtraße 12
1. Stock, ſchöne 5=Zimmerwehn.,
der Neuzeit entſpr. eingerichtet, mit
allem Zubehör p. 1. April zu vm.
Näh. daſ. v. 25 Uhr. (1726ids

allem modern. Zubehör zu ver=
mieten
und ſofort zu beziehen.
Alles Nähere Erdgeſchoß. (494ms

Waldſtraße 5, 2. Stock
eine 5 Zimmerwohn. bis 1. April zu
verm. Zu erfr. im Laden. (516ms
Gr. 5- ev. 4-Zim.-Wohn.
mit Veranda, part., in Zweifam.=
Haus per 1. April zu vermieten.
Näh. Artillerieſtr. 4, 1. St. (B166ms
Heidelbergerstr. 88
große 5 Zimmerwohn. m. Lino=
leumbelag
. Näh. Heinr, Funk,
Soderſtr. 76. Tel. 1031. (B787ms
Mauerstrasse 18
1. Stock, 5=Zimmerwohnung mit
Zubehör per Anfang April zu ver=
mieten
. Näh. part. daſ. (710s

Heinrichſtr. 110, 2. Etage,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör, 2Manſardenzimmer, Gas,
Bad, Kalt= u. Warmwaſſerleitung,
Mitbenutzung des Trockenbodens,
Bleichplatzes, zu vermieten. Näh.
in der betr. Wohnung und Inſel=
ſtraße
22, part. (606ms

Beſſungerſtraße 115, 1. Stock,
5= Zimmerwohnung. (1013ms

part., mit
5=Zimmerwohnung, all. Zub.,
Garten m. Hundezwinger p. ſof zu
verm. Viktoriaſtr. 47. (2188ms

mit 26 m großer,
5 Zimmerw. heller Diele (eleg.
Einrichtung), Badezim., Veranda,
elektr. Licht, Zentralheizung und
ſonſt. Zubehör iſt per 1. April zu
vermieten. Näh. Grafenſtr. 23½,
im Laden. .
(898ms

Roßdörferſtr. 16, III. Stock,
5=Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
zum 1. April zu vermieten.
Näheres auf dem Contor der=
Brauerei Rummel, Allee 63. (896ms

Meldelbergerstr. 535
2. St., ſchöne ger. 5=Z.=Wohn. mit
Balkon u. allem Zub., p. 1. April
zu verm.
(1323ms
Näh. daſelbſt u. Soderſtr. 112 pt.

Schloßgartenſtr.
5 Zim.=Wohnung.

11, 1. St.,
(1322ms

Viktoriaſtraße 30, II, ge=
räumige
, elegante 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
u. ſonſt. Zubehör, per 1. April,
ev. ſpäter, an ſehr ruh. Mieter.
Einzuſehen von 10½12½ Uhr.
Näh. Kontor daſelbſt. (849ms

5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc. per ſof. od. 1. April zu
verm. Näheres 1. Stock. (B1926ms

Heinrichstr. 158
1. St., 5 Zim., Badezim., Mädch.=
und Fremdenzim., Veranda, Gas
u. elektr. Licht u. ſchön. Bleichplatz
zum 1. April zu vermiet. (1073ms
Näheres Grafenſtr. 17 pt.

Ecke Rhein-u. Georgenstr.
1. St., iſt die z. Z. v. Frau Beck=
Swirles, Dentiſtin bew. 5 Zim.=
Wohn. mit Zub. Gas, p. 1. Juli
z. v. Näh. Rheirſtr. 23, I. (1364s

Gutenbergstr. 21
1. St., große, mod. 5=Zimmerw.
mit Vor= u. Hintergarten, Fremd.. Mädchen=Zim., Gas Bad und
allem Zubehör per 1. April.
Näh. bei Gievers. (1032ms

Heinrichſtr. 70, 1. 2 e
mit Zubehör, Verand., Gas, elektr.
Licht, ab 1. April zu verm. Näh.
Wateidenſtr 54, I. (B1644ms

Men rterſr. 70, 1. e
neuzeitl. 5-6=Z.=Wohn. mit all. Zub.
per 15. Mai ev. früh. Näh. pt. (2613s

Waldstrasse 1½
Vorderhaus 1. Stock, 5 Zimmer=
wohnung
p. 1. Juli, ev. auch früher,
zu vm. Näh. im 1. Stock. (2854ms

Schützenstr. 3, 1. St.
elegante Wohn., 5 Zim., Veranda,
Bad u. ſonſt. Zubeh., Gas u. elektr.
Licht, per ſof. zu verm. (332oms

Heidelbergerstr. 59
der erſte Stock, 5 Ziminer ꝛc., mit
oder ohne Stallung, per ſofort zu
vm. Zu erfr. Riedeſelſtr. 35. (2258oms

[ ][  ][ ]

Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädfer Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19,
Zu vermieten:

Annaſtr. 23, gr. Herrſchafts=
Etage, nebſt allem Zub. Näh. Frz.
Koch, Mühlſtr. 64½.
(1105ms

wohn. mit Stall., 9 Zim. auf der Heldelbergerstrasse 9¼ (Grünerweſ 31 Gas,Bad, zu verm. Schießhausſtraße 26 ſchönels
herrſchaftl. 6=Zimmerwohn., reichl.

Zubeh. Näh. 3. Stock. (296ms

Grünerweg 40, Neuban Riedeselstrasse 23, part.
zwei 7 Zimmerw., 2 Fremdenz., Zen=

tralh., Vacuumreinig., per 1. April.
Näh. Hoffmannſtr. 21, oder b. Hrn.
Archit. Klee, Heinrichſtr. 82. (292ms
Martinstr. 54, part.
7 Zimmer nebſt mehreren Neben=
räumen
, Gartenanteil, elektr. Licht,
Bad, Gas, alles neuzeitlich, per
1. April. Näh. daſelbſt. (4365mss
Herdweg=Viertel
Hobrechtſtr. 5 Herrſchaftswohn.,
7 Zimmer, 2 Zimmer in d. Manſ.=
Badezim., 2 Balkone, Gas, elektr.
Licht, elektr. Schellen, Zentralheiz.
u. Gartenanteil, per ſofort. Näh.
Hermannſtr. 7, 1. Stock. (2206ms
Heinrichstrasse 75, part.
6 Zimmerwohn. p. 1. April 1912.
Näheres 1. Stock.
Aliceplatz 13, II. Etag.
ſehr große 6 Z.=Wohn., Badez.,
Speiſek., Veranda, ſehr reichl. Zub.,(
Stallg., per 1. April zu verm. Einzuſ.
v. 11½ 1 u. von 3½-5½ Uhr. (294ms

*6 Z.=Wohn., Bad, Verand., 2 Manſ.=
Zim., Gart., 1500 Mk., p. ſof. (295ms
Schwanenstrasse 70
neu herger. 5=Z.=Woh., Bad, Verand.
Gas, Mädchenz. u. reichl. Zubh. per
ſofort. Näh. daſ. part. (302ms
t
Frankensteinstr. 58, 1. St.
zunächſt der Landskronſtr., ſchöne
geräumige 5=Zimmerw., Balkon,=
Gartenanteil. per 1. April. (105ms
Ecke der Grafenſtr.,1
Waldstr. 11 z. St., 5 Zimmerw.,e
reichl. Zub., p. 1. April. Näh. Grafen=
ſtraße
36, II.
(1412ms
Grünerweg 91, I. St.
5=Zimmmerw., 2 Fremdenz., Zen=
ſtralhz
., Veranda, Balk. Einzuſ. v.
1012 und 36 Uhr. Näheres
(293ms Grüner Weg 93.
Pallaswieſenſtr. 38
ſchöne 5=Zimmerwohnung, Gas,
allem Zubehör per 1. April (1100msz

Näheres II. Stock.
Eliſabethenſtraße 17, Ecke derſ1. Juli.
Wilhelminenſtr., 1. Stock, 5 große
Zimmerw. per. 1. April. (544ms Gervinusstr. 28Wohnung,

Blisabeihenstr. 41, II.
ſchöne 4=Zimmerwohn. m. Kabin.
u. reichlichem Zubehör in ruhigem
Hauſe per 1. April ſehr preiswert.
Zu erfr. u. anzuſeh. Saalbau-(
str. 27, I. täglich bis5 Uhr. (1104ms
Heinrichſtr. 121, II., 4 grade
u. 1 ſchräges Zim., Küche, Verand.
u. Zubehör an ruhige Mieter. Zu
ſerfragen 1. Stock.
(545ms
Gutenbergſtr. 3
lſchöne 4=Zimmerwohnung allem Vorplatz.
Zubehör per 1. April. Näheres im
Laden.
(1101ms
9
Artilleriestrasse 8.
(306msſpart., 4 Zimmer=Wohnung, Gas,
Bad, elektr. Licht u. Zubeh. (1957ms
55)
Bessungerstr. 122
zwei 4 Zimmerwohn. u. Zubehör
ſper ſofort.
(2679ms

56=Zim.=Wohn., Ecke der Klappacher= und
(330ms4= Zimmerwohn. per 1. April ev.
(4620ms
bübche Part=
1. Stock, 5 gr. Zim. 4 Zimmer, Gas und Zubehör per
Taunusstr. 1, Balk., Badez., ſchöneſ1. April. Näh. 1. Stock. Einzu=
fr
. Lage, ev. m. Garten. (305msſſehen von 124 Uhr. (4619ms

Karlſtraße 40 34 Zimmer=
Wohn., Gas, reichl. Zubeh. (3668ms
Alerstrueng 30
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör per 15. April. (3163ms
Karlſtr. 67, inruh. Hauſe, Manſ.,
2 Z.=W. Küche. Keller p. 1. Apr. (*2691s
Ballonplatz 6 ſchöne 2 Zimmer=
Wohn. an kinderloſe Leute per ſo=
Riedeselstr. 27, park.fort. 16 Mk. monatlich. (3671ms

Balkon, reichl. Zub., z. 1. April.
zunächſt der
Einzuſ. von 1012 u. 24 Uhr. Luchsſtraße 14, Bismarckſtr.,
Näh. 2. Stock.
(311ms

dem Saalbaugart. gegenüber, eleg. Kiesbergſtraße 5, Hinterbau,
4 Z.=W., Bad, Gas, elektr. Licht u. ſchöne 3 Zimmerwohn. (3402ms

Bad, reichl. Zubh., p. 1. Apr. (297mslſtraße 19, I.
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft

In ſeinem ruh. Hauſ, fühbl
ſonnige Höhenlage, nahe d. Elektr.,
Landwehrstrasse 9
2. St., 6 Zim.=parterre: 5 Zimmer, kompl. Bad,
Rheinstr. 3, Wohn. mit all.2 Verandas, allem Zubehör, ev. 4=Zimmerw., part. od. 1. Stock, n.
Zubeb. p. 1. Apr. Näh. i. Lad. (1094sſauch Beſuchszimmer. Pr. 800 bisfreichl. Zub. Näh. part. (309s
elegante (850 M. auf 1. Juli. Näh. Darmstädter! Beſſungerſtr. 41, Seitenb., frdl.
Elisabethenstr. 30 6 Zimmerw., Hausbesiizer-Verein, Wilhelminen=4 Zimmerw., Gas u. Zubeh. p. ſof.

Dieburgerſtr. 62, I., 4 Z., Balk.
Zub., ſch. Lage, ev. mit gr. Garten.
Näh. Taunusſtraße 1, I. (312ms
merwohn., Gas, Waſſer, abgeſchl.
(539ms
Taunenſtraße 23, Ecked. Mos
bergſtraße, ſehr ſchöne 3=Zimmer=
Wohn. (Eckwohn.), Gas, reichl. Zu=
behör
p. ſof. Preis 280 Mk. (3670ms
Wenckſtraße 32 ſchöne 3 Zim.=
Wohnung per ſofort. (2875ms
Eliſabethenſtr. 29, Htb., Drei=
Zimmerw. Preis 365 Mk. (315ms
Soderstrasse 14
(Kapellplatz) ſchöne 3= Zimmer=
wohnung
per 1. April.
Näh. 1. St.
(1102msr
Waldſtraße 16, Hinterhaus.
ſchöne 3 Zimmerwohn., Gas, 25 Mk.
(3401sloder ſpäter. Preis 380 Mk. (1416ms monatlich, per ſofort. (4187ms Kont. per ſofort.

2 Zimmerwohn. u. Kabinett nebſt
Stallungen für 2 Pferde. Näh.
Fuchsſtraße 16, Manſ. (4621ms
Alexanderſtr. 2, Manſ., 2. Zim.=
Ernſt=Ludwigſtr. 16 3=Zim=Wohn., Küche. Gas, Preis 300 M.,
per 1. April. Näh. im 2. St. (2205s
part., 2 Z.=W., Küche,
Sandstr. 42, eignet ſich auch für

Büro. Näh. daſ.

(323ms

Schwanenſtr. 31 2 Zimmerw.
u. Zubeh. per 1. Febr (546ms
Alexanderſtraße 17½ 2 Zim.=
Wohn. per 1. März, 15 Mk. pro
Monat. Näh. im Laden. (3400ms
Wendelſtadtſtr. 34 2 Zimmer,
Küche an kinderloſ. Ehepaar per
11. März.
(3894ms
dem Sal=
Kieheselstrasse 19, baugarten
gegenüber, hübſche Manſardenw.
mit Veranda, per ſof. (326ms
Laden mit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
(327ms

über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

Kaupstrasse 29, I. Neue Niederstr. 16
n.=ſch. 4 Zimmerw. mit Baderaum,
usgr. Veranda, 2 Manſardenſ. uſw.
mn. zu verm. Näh. part. (B991s ns Mathildenſtr. 5, 1. St., 4 Zim. neuzeitlich, p. 1. April zu
V. verm. Näh. parterre. (B941ms Ludwigshöhstr. 37
Ireneſtraße 13, 1. Stolk 4 Z.=Wohn. ſof. Pr. 400 M. (B1127ms ue B Deideibergerſtr. 19 7, pat., 31
ſchöne, ſonnige 4=Zimmer=
Müllerſtraße 35Wohn. mit Veranda und
4=Zimmerwohnung, 2. St., Hinter= Fremdenz. p. 1. Apr. N. Heidel=
haus
. Preis 360 Mk. NäheresAbergerſtr. 92,: u. bei Heinr. Fank,
Soderſtr. 28. Tel 1031. (B580ms ſtadtſtr. 22, I., 4 Z.=W., n. Zub.l Wittmannstrasse 24
(281ms Zubeh. Zu erfr. Manſ. (B1335ms W. Mathildenſtraße 3, I., 4 Zim..,Wohn., neuzeitl., per 1. April. Ein=
il
, zuſ. von 113 Uhr. (B1371ms 4-Zim.-Wohnung
per ſof. oder ſpäter zu verm.
r=913ms) J. Mohr, Neckarſtr. 4.
s re
k., Heinheimerſtr. 78, zunöchſt d.
Riegerpl., gr. 4 Z.=W., gr. Bleichpl.,r
randa, Gartenant, Waſchtüch, au ruh. Fam. p. 1. April. (1000s Neubauten
hObere Lichtenbergſtr. 14 n. 16
s nächſt der Mathildenhöhe, mod.
4=Zimmerwohn., ungen., m. allem
Zubehör, part., 1., 2. u. 3. Stock,
per 1. April zu vermieten.
m Näheres bei Gievers. (1031ms
Saalbaustrasse 138
1. u. 2. Stock, je 4 Zimmerwohn.
nebſt Zubehör an ruhige Mieter
sper 1. April. Näh. part. (1629ms r
Riedeſelſtr. 70 u. 72 je 1 Vier=
Zimmerwohnung zu vermieten.
.Näh. Heidelbergerſtr. 9½. (1082ms Wienersſtr. 65
eine 4=Zimmerwohnung ſofort
zu verm. Preis 460 Mk. (1328msa O
. 4 Zimmerwohnungohne Gegen=
über
, zum 1. April zu verm. Näh.
(1432ms Schöne 4=Zimmer=Wohnung

il (Manſarde) wegzugsh. zu verm.n
Näh. Hoffmannſtr. 13, part. (1447ms Neue Sandbergſtr., 1. Stock,
gr. 4 Zim.=Wohn., Bad, Verandas,
p. 1. April, evtl. früher. Näheres
e,Heidelbergerſtr. 70. (B1655s s Gutenbergſtr. 28, III., eine
große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. bis 1. April. Donnersberg=E
ring 32 große 3 Zimmerwohnung,
geſunde freie Lage. (B1656ms 4
Kiesſtr. 95, 1. St.
4=Zimmerwohnung mit Gas, Bad,
2 groß. Veranden u. Gartenant. p.2.
ſof. Anzuſehen täglich v. 25 Uhr. 11.
Näh. Herdweg 56, part. (B2373msN

Ireneſtr. 7, a. d. Frankſuterſtr.,
Wohnung: 5 Zimmer u. Zubehör,
per 1. Junf. Einzuſ. v. 111 Uhr.
Näh. Rheinſtr. 12. 1. St. (2607ms

Erbacherstr. 63
gegenüber der Künſtlerkolonie, ge=
räumige
5 Zimmerwohnung mit
Veranda und ſchöner Ausſicht in
ruhig. Hauſe per 1. April ev. früh. zu
vermiet. Näh. daſelbſt part. (3075ms

Umbau Luisenplatz 1
5 Zimmer=Wohnung zu 800 Mk.,
ſowie zwei 6 Zim.=Wohn. zu 1200
und 1000 Mk. auf 1. April. (B3641s

Bismarckstrasse 48
5 Zimmerw. per 1. April zu verm.
Einzuſ. tägl. v. 1012 u. 35 Uhr.
Näh. daſ. part.
(3648t

Mählstr. 18, 2. Stock
ſchöne 5=Zimmer=Wohnung nebſt
allem Zubehör bis 1. April zu
vermieten. Näh. parterre. (2923a
Beſſungerſtr. 88, Hth. part., iſt
eine Wohn. v. 5 Zim., Speiſek., ab=
geſchl
. Vorpl., 2 Kell., Gasl., gem. gr.
Waſchk., Bleichpl., Trockenbod per
1. Mai 1912 z. vm. Pr. 425 M. Näh.
Baubüro Dieburgerſtr. 8, pt. (3170ms

Alicestr. 25 (Louvre)
2 große 5 Zimmerwohnungen, II.
u. III. Stock mit reichl. Zubehör,
in ruhigem Herrſchaftshauſe mit
Gartenanteil der III. Stock per
ſofort, der II. Stock per 1. April
zu vermieten.
Näheres durch B. Baer, Land=
(3508a
wehrſtraße 18.
Viktoriaplatz 12
geräumige, friſch renovierte 5 Zim=
merwohnungen
, 1. u. 2. Stock mit
reichlichem Zubehör, per 1. März
evtl. ſpät. zu verm. Näh. daſ. im
2. Stock u. durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (3652ms

Kiesſtr. 94, 2. St.
ſchöne 5 Zimmerwohnung 2 Veran=
den
, Bad und ſonſtigem Zube=
hör
, per 1. April zu vermieten.
(3880ms
Näheres parterre.
Kiesſtr. 80, I., ſchöne geräumige
5 Zimmerwohn. mit all. Zubeh. p.
1 April, evtl. auch als 3 Zim.=W.
(456ms
Näheres parterre.

2. (am Viktoriapl.)
Emilstr. 42 wesugshalberz.
1. Juli od. früh.
ſehr große 5Z.-Wohnung
mit all. Zubeh., Balkon, Veranda,
kompl. Bade=Einr. uſw., part. (mit
2 Entreſol) 650 Mk oder 1. Stock
850 Mk. Näh. daſelbſt. (4129ms

Liebigstraße 11

(Wilhelmsplatz), 2. Stock, ſchöne
(4560ms
5 Zimmerwohnung.

Heidelbergerſtraße 46, II.,
5 Zimmerwohnung.
(1015ms

Wendelstautstr. 12
part., 5=Zimmerwohnung, ganz
od. geteilt, preisw. z. vm. (4347ms

Rcherenſcherſt. 3, .
ſchöne große 5 Zimmerwohnung,
Bad, Veranda nebſt Zubehör zum
1. Juli.
(4349ms
en
Frankfurterſtr. 86 fr. Lage
pt., Badz., Gas, Garten. Näh.
parterre.
(4564s

Wittmannstrasse 47

einf. 4 Zimmerw., an kl. ruh. Fam.
per ſofort.
(B260ms

Mailchnten, 1 t.
4 Z.=W. nebſt Zub. z. vm. 1. Stock
zum 1. April, 2. Stock, neu herger.,
ſof. bez. Näh. Aliceſtr. 27, I. (274ms

Lichtenbergstrasse 26,
1. u. 3. St., 4 Zim., Küche ꝛc. (267ms

Karlstraße 115
iſt eine Wohn. v. 4 Z., Küche, Bad,
Speiſek., 1 Manſardenz., Loggia
Balkon u. 2 Keller, Mitgebrauch
der Waſchk., Gas u. elektr. Licht,
per ſofort beziehb., zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun, Mar=
tinſtraße
74.
(B263ms

Nieder-Ramstädterstr. 16
Hinterh., ger. 4 u. 3 Z.=W. per
ſof. zu verm. Näh. Vorderhaus,
Friſeurlad. u. d. Bauführ. Albin
Kohmann. Rhönring 113. (264ms

Schufr. 2
Hinterh., 1. St., ſchöne 4 Z.=W.,
mit Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. durch Bauführer Engel,
Waldſtraße 25.
(265ms

Herderstrasse 20, 22u. 24
ſchöne 4 u. 5 Zimmerw. im Pr.
von 600900 Mk., per 1. April
zu verm. Näh. Moosbergſtr. 53,
parterre.
(B272ms
Lichtenbergſtr. 21 ſch. 4 Z.=W.
mit Balk. per ſof. zu vm. (266ms
Teichhausſtr. 53, I., 4 Zimm.
mit Zubehör per 1. April. Näh.
Im Geſſenſe 7.
(B592ms

Eliſabeihenſtr. 37
per 1. April zu verm.

daſelbſt im 1. Stock. (517ms
Ecke Landwehr= u. Wendel=
zu
verm. Einzuſ. v. 23 Uhr. frdl. 4=Zimmerw., I., mit Gas u.
Näh. daſelbſt.

Rhönring 143, pt.,
Küche, Speiſek., Badeoſ

ſch. 4,
f., 1

Baubüro Friedrich Delp, Frank=
furterſtr
. 80.
(286ms

Bleichpl., Trockenbod., Jahresmiet=
preis
600 Mk., p. 1. April 1912 z. vm.

Nähe der Hochſchule

ih ctece ir eer

Heinheimerſtraße 74, 2. Stock,

Räöhring

And.

1 Kammer,2 Kell., Verand., Garten=Eckhardtſtr. 21, Fil zu

dtr icht ilht

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (112a

(1636s

Grafenstr. 18, III.

Kiesſtraße 1580

mit Rotrateteg etſeter Ptemne
Moserstrasse 3
parterre, hübſche, freundliche
4=Zimmerwohnung m. Vor=
und Hintergarten, neuzeitlich
eingerichtet, per 1. April zu
vermiet. Näh. Eiſengeſchäft
Pallmann, Kirchſtr. 21.
Uleres Zimmer 2. Stock
1 leres Zimmer 3. Stock
Liebfrauenſtr. 93. N. b. Keller, I.
Uleres Zim., pt., Schuknecht=
ſtr
. 55. N. b. Hertel, p. (1976ms

Mosbersſtr. 3 ſch gr. Z.=

Karlſtr. 30 mod. 4= Zimmer=
wohnung
mit Badez. u. all. Zub.
äheres 1. Stock. (2688ms

Hoffmannſtr. 5½, 4 Z.=Wohn.
vtl. 3 Z.=Wohn. m. Zub. p. 1. April.
ſtäh. 1. Stock.
(2599a

Landskronstr. 67

Stock weigugs
er ſpäter. Näh.

Heinheimerstr. 74

äh. part., Carl Bopp. (2363ms

Herdweg 43

2. Stock,
Mauerſtr. 30, 4 Z.=W.

Rundeturmstr. 7

Stiftſtraße 1, 2. St., 4 Zim.=W.
1. April, evtl. früh. Pr. 650 M.
ſtäh. 3. Stock daſelbſt. (3573ms

Karlſtr. 30, H., 1. St., umzugsh.
=Zim.=Wohn. ſof. zu verm. (3661a
Rhönring 25
u. 3. Stock, je 4 Zimmer, per
April zu vermiet. Zu erfragen

[ ][  ][ ]

Neue Irenestrasse 3
billige 4 Zimmerwohnung. p. ſofort
od. ſpäter zu verm. Näh. daſelbſt
parterre u. durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (3651ms

Wilhelminenstr. 9
eine ſchöne kl. 4 Zimmerwohnung
im 2. Stock an ruhige Leute per
zwiſchen 123 Uhr. (*3527ms
Kaupſtraße 23, 2. St., 4 Zim.=
Wohn. zu 470 Mk.
Kaupſtraße 25, 3. St., 4 Zim.=
Wohn. (Manſarde) zu 400 Mk.
Kleiner Seitenbau als Werk=
ſtätte
geeignet, kann mit vermietet
werd. Näh. Kaupſtr. 35, I. (3672s
Eckhardtstr. 19
4 Zim.=Wohn., verſetzungshalb., zu
vermieten. Näh. parterre. (3902ms

ſchöne
Rhönring 5.
Zim.=Wohn.
ſofort. Näheres 2. Stock. (4083ms

Wittmannstr. 17, 1. St.
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung mit
großer Veranda u. ſchön. Ausſicht
für 1. Juli an kl. Fam. z. vm. (B4165
Eckhardtſtr. 1, 1. St., neuzeit.
4 Zim.=Wohn. zu verm. (4314ms

Mollerſtraße 25
ſchöne geräumige 4 Zimmerwohn.
mit Veranda, Speiſe= und Bade=
zim
., kein Gegenüber, bis 1. April
zu verm. Zu erfr. part. (4362ms

Im ſtädtiſchen Hauſe
Luiſenſtraße Nr. 16, eine Woh=
nung
im Mittelbau, beſtehend
aus 4 Zimmern nebſt Küche, Kell.,
Kohlen= u. Holzraum, ſowie eine3=Zimmerwohnung mit all. Zubeh.,
kleine Wohnung im Dachgeſchoß,
beſtehend aus einem Zimm. nebſt
2 Kamm., Küche u. Keller. Näh.
Stadthaus, Zimmer 51. (4318ms

Gutenbergſtraße 27, 1. Stock,
eine ſchöne 4=Zimmerwohn. mit
Balkon, Veranda, Badez., Speiſe=
u
. Bodenkammer nebſt Zubehör
per 1. April zu vermieten. (4348ms

Wilhelminenstr. 9
eine ſchöne kl. 4=Zimmerwohnung
im 2. Stock an ruhige Leute per
1. April zu vermieten. Anzuſehen

Neue Ireneſtr. 2, 4= Zimmer=
wohnung
mit Gas und allem Zu=
behör
, neu hergerichtet, zu verm. 3=Zimmerwohnung. (1013ms
Näheres im 1. Stock. (*3973ms

Arheilgerſtraße 84
ſchöne 4 Zimmerwohnung p. 1. Apr.
Näh. Arheilgerſtr. 41.
(4452a

Liebfrauenſtraße 33
ſchöne 4 Zimmerwohnung, parterre,
neuzeitlich eingerichtet, an ruhige
Leute zu vermiet. Näh. parterre,
einzuſehen vormittags. (4562ms

Mathildenplatz 18
4 Zim. u. große Küche im Hinter=
bau
zu vermieten.
(4557s

ſchöne 4 Zimmer=
Saalbauſtr. 8 wohnung mit
reichlichem Zubehör per 1. April
zu verm. Zu erfr. 1. Et. (*4386

Rhönring 43, I., 4 Zimmerw.
mit Balkon u. Veranda u. allem
Zubeh. per 1. April für 450 Mk.
zu verm. Anzuſ. von 25 Uhr.
Näheres im 1. Stock. (4613ms

Zimmer

Hoffmannstrasse 21
Hinterh., zwei 3=Zimmerwohn. mit
Gas, Veranda, per ſofort. (336ms

Pankratiusſtraße 48, 2 ſchöne
3 Z.=Wohn. per ſof. (335ms
Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (337ms

Kranichſteinerſtr. 6, Seitenb.,
2. Stock, 3=Zimmerwohnung mit
Zubeh. Näh. daſ. und bei H. Sames,
Pallaswieſenſtraße 26. (339ms
Hth., 2. St.
Wienersſtraße 60 3 Zimmer
mit Gas zu vermieten.
(V363,8

Beſſungerſtr. 105, Vorderh.,
3=Zimmerwohn. zu verm. (B352ms

Beſſungerſtraße 82 3= Zimmer=
wohnung
zu vermieten. (B377ms
Neue Irenestrasse 7
ſchöne 3=Zim.=Wohnung
zu verm. Näh. im 1. St. (369s
Wenckſtraße 7, 3. St., Kranich=
ſteinerſtraße
17, part. je 3 Zimmer
u. Zubehör, zu vermieten. (342ms

Vorderh., ſchöne
Karlstr. 38 Manſ., ſchöne 3.
Zim.=Wohn., Seitenb., 1. St., ſchöne
3=Z.=W., ſofort. Einzuſ. vorm. 11-12
Uhr. Näh. Gervinusſtr. 55. (361ms

Kirchſtr. 10, Vorderh., 3 Zim.. im Hinterh. 5=Z.=W. ſof. od. ſpät.
Näh. daſ. Vdh. b. Schwarzhaupt. (368ms Schöne 3=Zimmerwohnung per
Kirchſtraße 12 im Laden. Pallaswieſenſtraße 43, ſchöne Schuknechtstr. 48
vermieten. Näh. parterre. 1033s 1. April zu vermieten. Anzuſehen Liebigſtraße 81
ſchöne 3 Z.=Wohn. per 1. April zu 3 Zimmerwohnung
vermieten. Näh. 3. Stock. (461ms Neue Niederſtr. 13 (Zimmermann,
3 Zimmerw. zu verm. (B946ms Koßdörferſtraße 59
Beletage, 3 Zim., Veranda ꝛc., 450 Neckarſtraße 4 ſchöne 3=Zim.=
Wohnung. Bleichſtraße 13 hübſche, ge=
Zubehör, I. Stock, vis-ä-vis Garten=
ausſicht
, 1. April zu beziehen.
1 Anzuſehen 9 bis 4 Uhr. (902ms Martinſtraße 101
nette 3=Zim.=Wohn., 1. Stock, mit
2 Balkonen, herrl. Fernblick, per
April zu vermieten. (B383ms Pallaswiesenstr. 39
Vorderh., Manſ., 3=Zim.=Wohn.,
Hinterh., 1. Stock, 3=Zim.=Wohn. Alexanderstr. 9
und eine ſchöne Werkſtatt von
ca. 90 qm Bodenfläche per ſof. zu
verm. Näh. Vorderh., 2. St., oder Bad und Zubehör für Mk. 480.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (379ms Rhönring 109 3 Zimmer=
wohnungen
per 1. April 1912.
Näheres daſ. parterre. (938ms Pfründnerhausſtr. 8, 3. St.
per 1. April zu verm. Näh. L., Wagner,
Schloßgartenſtraße 69. (977s Schützenſtraße 6, 2. St., ſchöne
3=Zimmerwohnung, ev. mit Manſ.= Landgr. Georgſtr. 62 (früh. 6),
zimmer, bis 1. April zu vermiet.
(1035ms
Näheres Laden. Waldſtraße 26, 1. Stock, ſchöne
3=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu verm. (1038s Obere Schießhausſtr. 80, II.,
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung m.
Badezim., Speiſekam., Fremdenz.,
2 Keller, Kohlenaufzug uſw., per
1. April an ruhige Mieter zu ver=
zwiſchen
123 Uhr. (*4112ms mieten. Pr. 500 Mk. Näheres
Beſſungerſtraße 74, part. (B1071ms Ahaſtraße 12, Hinterhaus, Riegerplatz Nr. 7, 3. Stock,
3=Zimmerwohnung. (1020ms Feldbergſtraße 69 ſchöne 3= u.
4=Zimmerwohnung billig. Zu erfr.
daſelbſt.
(1145s Grafenſtr. 2, Hintb., 3 Zimmer=
wohn
. mit Zubehör per 1. März.
Näh. Vorderhaus, 1. St. (3093ms Weinbergſtr. 45 3= Zimmerw.
(1023ms Wendelſtadtſtraße 30, Stb.,
3=Zimmerwohnung.
(1024ms H., 2 ſchöne
Inselstr. 19Wohn., 3 Zim.
Küche, Speiſek., Gas, 2 Keller, per
1. April l. Js.
Näh, bei Flickinger, Nr. 21, I. Soderſtraße 16, 1. Stock, Ecke
Woogsplatz, ſchöne Drei= Zimmer=
wohnung
per 1. April zu verm.
Preis 460 Mk.
(1735ms 90 Mittelb. pt.
Ahastr. 3=Zim.=W.,
per 1. April. Näh. bei Eisemann, Moosbergstr. 71, ſchöne
3 Zimmerw. m. Veranda, Gas u.
Näh. Tannenſtr. 24, Ecke. (B1928ms Stiftſtr. 52, Gartenhaus
frdl. 3=Zim.=Wohn. mit Gas per
1. April. Näh. Vordh. p. (2277ms Wilhelminenſtraße 27, 1. St.,
3 Zimmer, Küche u. Zubehör, Gas
u. Elektr., auch als Bureau, ev. m.
Werkſt. p. 1. Apr. Näh. Hofkon, Grass
mann, Wilhelminenſtr. 6. (1989ms Liebfrauenſtraße 82 ſchöne
3 Zimmerwohnungen mit Zubeh.
ſofort und 1. April, daſelbſt Man=
ſarde
, 2 Zimmer, bis 1. April.
Näheres im Laden. (3716a Gr. Ochſengaſſe 14 helle Man=
ſarde
, 3 Zimmer u. Küche, f. 18 M.
(3238ms
Näh. Wirtſchaft. Fuhrmannſtr. 12, 1. St., ſchöne
3 Zimmerwohnung mit Zubehör,
28 Mk. pro Monat, per 1. März.
Näh. bei Klingler, part. (3083ms Schuknechtſtraße 53, I., ſchöne
große 3=Zimmerwohnung zu verm.
(3583ms
Näheres parterre. Schwanenſtraße 6 eine ſchöne
3 Zimmerwohnung bis 1. April zu
verm. Näh. 1. Stock. (3527ms Lichtenbergstr. 74
1. Stock, eine neuzeitliche 3 Zim.=
Wohnung zu verm. Zu erfragen
1. April zu vermieten. (518ms Pankratiusſtr. 26, Metzgerei. (3357ms 3=Zimmerwohnung per 1. April zu 3 Zimmerwohnung, part. Näh.
b. E. Pallmann, Kirchſtr. 21. (3413ms Schöne
mit allem Zubehör, Glasabſchluß
(Gas u. Waſſer), evt. auch Garten=
anteil
, iſt an ruhige Leute alsbald
oder ſpäter zum Preiſe von 20 Mk.
pro Monat zu vermieten. Näh.
Eberſtadt, Louiſenſtr. 31. (*3043sms Mark., per ſof. Ausk. part. (371ms Soderſtr. 40, I., 3 Zimmerw.
ſof. Näh. Roßdörferſtr. 27. (3871ms (375ms Mathildenſtraße 51, 3. Etage,
ſchöne Wohnung mit 3 Zimmer
räumige 3=Zimmer=Wohnung mit mit Balkon, Kabinett, großem ab=
geſchloſſenem
Vorplatz u. ſonſtigem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
Preis 450 Mk. Zu erfragen da=
ſelbſt
oder Landwehrſtr. 33. (3660ms Erbacherſtr. 17
2. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohnung
zu vermieten.
(3863ms Neue Ireneſtr. 15 eine ſchöne
3=Zimmerwoh. ſof. zu verm. (3843ms 3 Zimmer und Kammer mit Gas,
per 1. Juli zu verm.
(3846ms zwei ſchöne Erbacherstr. 46
ſchöne ger. 3=Zimmerwohnung per
ſofort oder 1. April zu vermieten.
Näheres parterre.
(3845ms Kiesſtraße 24
3 Zimmerwohn. mit all. Zubehör
und Gas p. 1. Mai zu vermieten.
Näh. bei L. Bauer, daſ. (3986ids 2. St., ſchöne 3= u. 4=Zim.=Wohn.
zu vermieten.
(2694is
Näh. Carl Ph. Müller Wwe. Neubau-Karlstr. 6
3 ſchöne 3 Zimmerwohnungen der
Neuzeit entſprechend, per 1. April
zu vermieten.
(3964t 1. Stock, 3 Zim.=
Karlſtr. 6, Wohnung per
1. April zu vermieten. (3965t Ecke Pankratius= und Irene=
ſtraße
1 drei ſchöne 3 Zimmer=
wohnungen
mit allem Zubehör,
daſelbſt ſchöner Laden mit 2 Zim.=
Wohnung per 1. April od. per ſof.
zu vermieten, die Wohnungen ſind
jeden Nachmittag zwiſchen 2 und
¾4 Uhr einzuſehen.
(3458t Ecke
Tannenstr. 45, Lands=
kronſtr
., 1. St., große neuzeitliche
3 Zimmer=Wohnung mit herrlicher
Ausſicht zum 15. Mai oder etwas
ſpäter zu vermieten. (B4203s Alicestr. 35, III.
3 Zim. u. Kabinett an ruh. Fam.
1. April zu vm. Näh. 1. St. (4086is Lichtenbergſtr. 23, 1. St, nächſt
(1324ms der Gutenbergſtr., 3 Zim.=Wohn.
mit Gas, Veranda u. groß. Man=
ſardenzim
. per 1. April zu verm.,
monatl. 32 Mk., daſelbſt der 3. St.,
30 Mk. Näheres im Laden und
Lukasweg 9, parterre. (4079ms Heinrichſtr. 87, 3. St., 3 Zim.=
Wohn. mit Veranda zu vm. (4087s Weinbergſtr. 17, part., 3 Z.=W.
Vorderhaus, 2. St (1325ms mit Zubeh., abgeſchl. Vorplatz, per
15. Mai, ev. 1. Juni zu vm. Einzuſ.
St., 1 v. 1012 u. von 46 Uhr. (B4132s Blumenthalſtr. 111, 2. Stock,
3 Zimmer=Wohnung und 2. Stock
Zubehör bis 1. April zu vermiet. 3= evtl. 4 Zimmer=Wohnung per
1. April zu vermieten. Näh. Max
Guckenheimer, Gr. Ochſeng. (4155ms Frankfurterſtr. 128, 2 ſchöne
3 Z.=Wohnungen m. Gartenbenutz.
ſofort zu verm.
(4175a Heidelbergerſtr. 111, Manſ., e.
3 u. 2 Zim.=Wohn. zu vm. (B4378ms Ecke Moos- u. Kiesberostr. 48
ſchöne 3 Zim.=Wohn. m. Balk. per
1. April zu verm.
(B4380 Kranichſteinerſtr. 39, Seitenb.,
einf. 3 Zimmerwohn. per 1. April
Näh. Vordh. 1. St. (4369ms Obergaſſe 13 ſchöne 3 Zimmer=
wohnung
zu vermieten. (4360ms Mod. 3=Zimmerwohn. in beſſ.
Lage und ruh. Hauſe. Näheres
Hoffmannſtr. 5½, 1 Tr. (4279a Kaupſtraße 49 3=Zimmerwohn.
mit Zubehör. Näh. part. I. (4558s Liebfrauenſtraße 110
ſchöne 3 Zimmerwohnung im
1. St. Näh. part. b. Ritzert. (4566ms Kiesbergſtr. 11 3= Zimmerwoh=
nung
, part., zu vermieten. (B4606

zimmerwohnung (3 Zimmer nach
der Straße) mit abgeſchl. Vorplatz
per 1. März. Näh. part. (3665a

Bleichſtraße 51
3 Zimmerwohnung mit Zubehör
zu vm. Näh. 2. Stock r. (4559s

Weinbergſtraße
3 Zimmerwohnung, Vorderh., mit
all. Zubeh. für 24 Mk. zu verm.
Näh. Orangerie=Allee 6. (B4319ms

Kirchstraße 1
1. St., ſchöne 3=Zimmerwohnung
mit Zubehör ꝛc. p. Monat 34 Mk.,
ſchöne 4 Zimmerwohnung mit
Zubehör ꝛc. im Seitenbau, Monat
28 Mk., ſofort oder ſpäter. Näh.
im Laden.
(4548a

Wienersſtr. 52, 3. u. 2= Zim.=W
bis 1. Mai. Werkſtatt ſof. (*4411 Zimer Erbacherſtraße 16 2=Zimmer
wohnung. Preis pro Mon. 10 Mk.
Näh. Stiftſtr. 19, part. (401m Holzſtr. 1, eine kl. 2.=Z.=Wohn
an ruhige Leute ſofort zu vermiet
Näh. daſelbſt 1. Stiege. (403s Magdalenenſtr. 11, Stb., ſchöne
2=Zimmerwohn. zu verm. (395ms Fuhrmannſtr. 8
neuherger. 2= u. 3=Z=Wohn. Näh.
Kirchſtr. 8, Eierhandl. Lenner. (4gams Heidelbergerſtr. 127, 2= Zim., Manſarde. (1016ms Wendelſtadtſtraße 56, 2= und
3=Zimmerwohnung. (1025ms Liebfrauenſtr. 74 große 2= Zim.=
Wohn. mit Manſ.=Zim., Veranda u
Gasherd. Näh. Göhrig, pt. (2665m Lichtenbergſtr. 23, Htb. Manſ.,
2 Zimmer und Küche zu vermieten,
monatlich Mk. 16.. Näh. daſelbſ.
im Laden.
(2370ms Ochſengaſſe 1, I., eine ſchöne
2 Zimmerwohnung, auf Wunſch
mit noch 2 Kabinetten, zu verm.
Näheres Holzſtraße 11. (2853ms 2 Zimmer=
Beſſungerſtr. 88 /2 wohnung.
zu mäßig. Preiſe. Zu erfragen be=
Hammer, Beſſungerſtr. 88½. (3084ms Hochſtr. 6, Manſardenw., 2 Z.
2 K., Küche, Gas, an ruhige Leut
ohne Kinder zu verm. (3580ms Müllerſtr. 7 2 Zimmerwohnung
ſofort zu vermieten. (3507a Wendelſtadtſtr. 40, Manſ., 2gr
z. u. gr. Küche p. 1. April. (4276a Schöne 2 Zim.=Wohn. p. 1. Apr.
Näh. Hochſtr. 2, 1. St. (4372ms Forſtmeiſterpl. 5, 2 Zimm. u.
Küche Mk. 13. Stb. I. (B4384ms Eliſabethenſtraße 39, Hinter=
haus
1. Stock, iſt eine Wohnung
m. 2 Zimmer, Küche ꝛc., zu verm.
Näh. im Glasladen. (4495a Pankratiusſtr. 55 eine ſchöne
2 Zimmerwohnung per 1. April an
kinderloſe ruhige Leute. (4565s Ecke der Hoch= u. Kiesſtr. 34
2 Zimmer (ohne Küche) parterre,
auch als Bureau geeian. (4612ms Schöne 2 Zim.=Wohn. zu vm.
Näh. Kiesſtr. 27, 1. St., r. (V4628 mmer Roßdörferſtr. 24, 1 Zimmer
und 2 Kammern. (1021ms In d. Nähe d. Hauptahnhöfe in
gut. Hauſe, im 1. Stock, 1 Zimmer
m. Küche od. 2 unmöbl. Zimmer
m. ſeparat. Eing., per 1. April zu
verm. Reflekt. bitt. ihre Adr. anzu=
geb
. unt. F 18 an die Exp. (3086ms Rhönring 125, part., unmöbl.
Zimmer zu vermieten. (3907ms Holzſtr. 10 (bei J. Strauß) eine
Zimmer=Wohnung mit Küche ſo=
fort
zu vermieten. (3966ids Waldſtr. 18 Zim. mit Kabinett
u. kleiner Küche zu 1. April zu v.
Näheres 1. Stock. (4092a Wienersſtr. 68 ein auch zwei
unmöblierte Zimmer mit Koch=
gelegenheit
zu verm. (*4168ds Friedrichſtr. 11 leeres Parterre=
Zimmer zu vermieten. (4128ms Karlſtr. 94 ger. unmöbl. Zim.
mit Gartenausſicht zu vm. (4370ms Forſtmeiſterplatz 5 eleg. Zim.
u. Küche (Neubau, 1. St.) 17 Mk.,
auch als 2 Zimmer geeignet.
Im Vorderhaus, 1. St. u. part., je
1 Z. u. Küche 8½ Mk. (B4320ms Nied.=Ramſtädterſtraße 57 gr.
Zim. mit Küche p. 1. Apr. (4561ms uer Kranichſteinerſtr. 28, Manſ.=
Wohn., p. Mon. 19 Mk. Näh. daſ.
im 1. St. rechts.
(415ms Karlſtr. 60, Manſ. z. v. B415ms Gr. Kaplaneigaſſe 37 kl. Woh.
nung, per Mon. 10,50 Mk. (2964ds Mansardenwohnung
per 1. April zu verm. (3581ms
J. Jacobi, Karlſtr. 34 (Kontor) Heidelbergerſtr. 113, ſch. Manſ
p. 1. März a. ruh. L. Näh. pt. (B4172ms Seitenbau, kleine
Holzstr. 29 Wohnung zu ver=
mieten
. Näh. Holzſtr. 21. (4153ms

Schwanenſtraße 41, eine ſch.
Mansardenwohnung m. allem
Zubehör zu verm. (*4166msms

Georgenſtr. 12, hübſche Manſ.=
Wohnung mit abgeſchl. Vorplatz,
Keller an ruhige Leute zu verm.
Zu erfragen part. (*3914sms

Eliſabethenſtr. 23, Hth., 1. St.,
neu herger. Wohnung, auch zu
(4361ms
Bureauzwecken. Sandbergſtr. 12 2 kleine Woh
nungen 14 u. 10 Mk. ev. auch zuſ.
an ruhige Familie z. verm. (*4284fs Arheilgerſtr. 40 kleine Woh=
nung
zu vermieten.
(*4438 Soderſtr. 33, Manſarde zu
(*4413sms
vermieten. Ierte Wee In Eberſtadt hübſches
1½ſtöck. Haus
7 Zim. u. Zubehör, Stall, ſchöner
Garten mit viel. Obſtb. für 480 M.
p. ſofort od. ſpäter zu verm. Off. u.
W. 79poſtl. Wiesbaden erb. (2880a Villain ſtaubfr. Lage eines Luft=
kurortes
bei Darmſtadt, mit o. ohne
Möbel, zu vermieten, event. zu verk.
Off. u. H 7 an die Exp. (*3211sms Eberstadt.
Sch. 4=Z.=W. mit Veranda und
Gartenanteil zu 300 M., desgl.
kl. Wohnung zu 200 M. per ſofort.
zu verm. Näh. Heinr. Dächert,
(986s
Pfungſtädterſtr. 37. Eberstadt
Hochstr. 14 2 ſchöne 3 Zimmer=
Wohnungen bis 1. März zu verm.
und ſofort zu beziehen. Näh. bei
Joh. Schott II., Weißbinder=
meiſter
in Eberſtadt. (3895ds Alte Darmſtädterſtr., hinter
Hotel Waldfriede, Wohnung mit
Land zu verm. Dehrberg Witwe,
Eberſtadt.
(*4071ms Villa in Seeheim
mit oder ohne Möbel zu verm.
eventl. zu verkaufen. Auskunft
erteilen: Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (3644a In nächſter Nähe der Straßenbahn
iſt eine ſchöne 3 Zimmerwohn.
mit allem Zubehör, mit od. ohne
Gartenanteil, ſofort zu vm. Näh.
Müllerſtr. 12, Eberſtadt. (4234dfs Geteäu Bismarckſtraße 55, parterre,
ſchöne 3 Zimmer für Bureau ge=
eignet
, per ſofort zu vermieten.
(1039ms
Näheres 1. Stock. Schuchardstr. 13, III.
Bureau zu vermieten. (1435ms Mühlſtraße 26, Bureau zu
vermieten.
(553ms Wilhelminenstr. 29
Die von Frl. Schmitts (Modes)
bewohnte Hälfte des erſten Stockes
als Geſchäftslokal neu hergericht.,
Bez. 1. Juli. Näheres bei dem
Hausverwalter daſ. im Seitenbau
oder Wendelſtadtſtr. 28, II. (3844ms Im
Zentrum
der Stadt
große Geſchäftsräume, getrennt
od. im Ganzen, zu verm. (3479ms
Ernst-Ludwigstrasse 1, I. uh Karlstrasse 20
Der von Herrn Uhrmacher P. Wolk
bewohnte Laden iſt mit od. ohne
Wohn. p. 1. April zu vm. Zu erfr.
J. Germann, Karlſtr. 20, 1. St. (445ms Ein großer, heller Laden
mit 2 Schauf. nebſt Wohnung per
ſofort zu vermieten. Derſelbe iſt
für Metzgerei eingerichtet, eignet
ſich aber für jedes andere Geſchäft.
Näh. Karlſtr. 62, 1. St. (B446ms Rheinstr. 14
Gr. Laden m. 2 Schaufenſtern,
2 Zim., 2 Lagerräumen u. Zub., f.
1. April zu verm. Näh. Grafen=
ſtraße
23, 2. Stock.
(457ms Fuhrmannſtr. 8, Laden mit
Wohnung. Näh. Eierhandlung
Lenner, Kirchſtr. 8. (451ms Schützenſtr. 7 Gr. Laden
mit 2 Schauf. mit od. ohne Wohn.
z. vm. N. b. Wolff, Schulſtr. 10. (454ms Gr. Ochſengaſſe 5
Lad. m. Wohn. in dem ſeit 25 Jahr.
ein Haushaltungsgegenſt.=Geſch.
betrieben wurde, iſt anderw. zu vm.
Derſelbe eignet ſich inf. ſeiner Lage
für jedes andere Geſchäft. (456ms
Näheres in der Metzgerei nebenan.

Laden mit 2 Schaufenſtern und
anſtoß. 4 Zimmerwohn., 2 Keller,
Mädchenzim., per 1. Mai. Einzuſ.
v. 8-10 u. 6-8 Uhr. Näh. 1. St. (3646a,

[ ][  ][ ]

gr. Lad. m. 4=Z.=
Karlstr. 38 W. u. Zub. p. ſof.
zu verm. Einzuſ. vorm. 1112 Uhr.
Näh. Gervinusſtr. 55, part. (453ms
Eck=Laden
ſeither Drogen, auch für jedes
andere Geſchäft geeignet, mit
2 gr. Schaufenſtern, p. 1. April
zu vm. Näh. Bismarckſtr. 26,
1. St. od. Immobiliengeſchäft
Hermann Marx, Grafen=
ſtraße
12.
(1981ms

Wilhelminenſtr. 172
Laden

ca. 220 qm Bodenfläche, m. 3 groß.
Erkern, Zentralheizung, evtl. auch
geteilt in 2 Läden mit Wohnung,
per 1. April zu verm. Näheres
Frankfurterſtraße 16½ p. (1686s
Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
zu vermieten.
(2163ms

Moosbergſtr. 70
großer, heller Laden mit Stube,
auch als Werkſtätte z. verm. (2171s

Laden

(905ms

in beſter Lage, in welchem lange
Jahre ein Zigarrengeſchäft be=
trieben
wurde, alsbald zu verm.
Evtl. mit 2 Entreſol=Zim. u. Zub.
S. Kahn Söhne, Lederhandlg.
3 Karlſtraße 3.

Umbau Luisenplatz 1
2 Läden auf 1. April zum Preiſe
von 1000 M. u. 1500 M. z. v. (B2699s
Heller Laden
im Zentrum, mit 3 Zimmerwohn.,
auch als Büro geeignet. Näheres
Nieder=Ramſtädterſtr. 49. (2907ms

Lauteschlägerstr. 5
Laden mit Zimmer zu ver=
mieten
. Näheres Kaſinoſtraße 27
im Laden daſelbſt.
(3080ms
Schützenstrasse 5
Laden mit Ladenzimmer zu
(3087ms
vermieten.
Landwehrstr. 13
großer 2=Fenſter=Laden m. Maga:
zin oder Werkſtätte ſofort zu ver=
mieten
. Preis Mk. 500. Näheres
durch B. Baer, Tel. 1145 (4105a

Laden m. ſchön.
Mauerſtr. 26 3 Z.=Wohnung
umſtändeh. ſof. bill. zu verm. Näh.
daſelbſt u. Kiesſtr. 84, part. (4503ms
Der von der Firma Zonner & Co.,
Eliſabethenſtr. 2, innehabende
geräum. Laden m. Ladenzim. iſt per
1. Auguſt d. J. anderweit. zu verm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (1381oms

Großer Laden
mit Zimmer und Küche, event.
3 Zimmerwohnung ſof. od. 1. April
zu verm. Soderſtr. 16. (4315ms

Friſeur=Laden
gut gehend, ab 1. April billig zu
vermieten. Näheres Beckerſtr. 33,
(4313ms
im Laden.

Laden
Lauteschlägerstr. 13, mit Zube=
(4337a
hör zu vermieten.

Paſſend für Friſeur.
Laden mit 2 Zimmerwohn. per
1. April zu verm. Näh. Kahlert=
(4611ms
ſtraße 23, 1. Stock.

ee eih

Lagerraum
Das 2. Stockwerk im ſüdl. Tei
des ſtädt. Lagerhauſes (320 qm
Bodenfläche), d. Fahrſtuhl u. Haupt=
treppe
leicht u. raſch z. erreich., iſt alsb.
zu verm. Näh. Ausk. wird von d.
Lagerhausverwalter u. im Stadt=
haus
(Zimmer 56) erteilt. (425ms
groß. Lager=
Friedrichstr. 1a räume, groß.

Weinkeller.

(423ms

Lagerraum
im 4. St. der Südhälfte d. ſtädt.
Lagerhauſes, etwa 150 qm groß, z.
Lagern v. Frucht, Mehluſw. geeign.
alsbald zu verm. Näh. Auskunft
wird v. d. ſtädt. Lagerhausverwalt
u. i. Stadthaus, Zim. 56, ert. (424ms
Steinſtraße 5 Lagerraum, ſeit=
her
von der Firma Glückert inne=
gehabt
, iſt zu vermieten. Auch als
Magazin oder Atelier (Nordlicht)
(2889ms
paſſend.

od. Garten
Lager=Platz ca. 250 am,
am botaniſchen Garten zu verm.
Näheres Stiftſtr. 19, part. (4629a

Veräht

Kranichſteinerſtr. 6, Werkſtat:
mit Wohn. Näh. daſelbſt. (427ms

Werkstätten-
Waldstr. 30 Lagerräume
evtl. mit Wohn., Gas u. Elektr. ꝛc.
er ſofort oder ſpäter. (428ms

Hügelſtr. 29, ein gr. hell. Raum,
u. Kontor als Werkſtatt o. Geſchäfts=

Werkſtätte ſofort zu vermieten.
Näh. im Laden daſelbſt. (910ms

Moosbergstr. 90
ſchöne geräumige Werk=
ſtätte
und Lagerräume, für
jedes Geſchäft geeignet, als=
vald
oder für ſpäter zu ver=
mieten
. Näh. 1. Stock oder
Bleichſtr. 43, 1. Stock. (3995a

Große Ochſengaſſe 12
per ſofort anderweitig zu verm.
Näh. bei Störger.

Große,
3. ver=
helle
Werkſtatte miet.
Näheres Karlſtr. 30, I. (2148ms

Kiesſtraße 12 helle Werkſtätte
zu vermieten.
(1640ms

Lauteschlägerstrasse 4
Werkſtätte und größerer Keller
Laden.
(2192ms

Kranichſteinerſtraße 11 Werk=
ſtätte
oder Lagerraum. (3137ms

In der Mitte der Stadt
große helle Werkſtatt od. Lager=
räume
mit Kontor zu vermieten.
Gas, elektr. Kraft und Licht vor=
handen
. Näheres Karlſtraße 34
Kontor.
(3585ids

Werkſtätte mit 3= Zimmerwoh=
nung
zu verm. Karlſtr. 65. (3847ms

Viktoriaſtr. 32 helle Werkſtätte
o. Lagerraum. Näh. 1. St. (4080ms

kleine helle
Wendelſtadtſtr. 27 Werkſtätte
ſofort billig zu verm.
(4082ms

Keller mit
Wendelſtadtſtr. 37 Aufzug
Magaz. ꝛc. ſof. bill. zu vm. (4081ms

Stallung
Wilhelmſtr. 16
für 3 Pferde, Remiſe
u. Burſchenzimmer zu
verm. Näh. in d. Exp.
dieſ. Blattes. (1005s

Werkſtätten
Auto-Garagen, u. Stallung
per ſof. z. verm. H. Braun, Moosberg=
ſtr
. 97n. d. Heidelbergerſtr. (B2191ms

Hügelstrasse 21
ſind die Stallungen des Hrn. Rentner
Ritſert für 2 mal 2 Pferde, ſep.
Hof= und Einfahrt, Burſchenzim.
und allem Zubehör, zu vermieten.
Zu erfragen im Eckladen. (1630ms
Karlſtraße 60 eine Stall.(Box)
(B431ms
zu vermieten.
Langegaſſe 41 Stallung für
1 Pferd zu vermieten. (4555m

Mbierte Zimmer

4 gut möbl. Zimmer
mit Penſion, zuſ. od. einzeln, zu
vermieten.
(B439s
Gefl. Off. unt. R 78 a. d. Exp.

2. Stock,
Pallaswiesenstr. 7, gut möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (440ms

Parcusstr. 6, II.
(Johannesviertel) 1 möbl. Zim.,
ev. Wohn= u. Schlafzim. (3426ms

Lonbre Aliceſtr. 23, II., 2 gr.
g. möbl. Zim. zu verm. A. W.
(1384ms
Penſion.

Eleg. möbl. Wohn=Schlafzimm.
an beſſ. H. zu v., ſchöne fr. Lage,
Mitte d. St. Off. u. A 55 Exp. (1577s
Parkusſtraße 8, II., g. möbl.
zimm. m. Penſ. zu verm. (1684s

Wendelſtadtſtraße 33 ein einfach
möbl. Zimmer an Arb. (1723ms

Kiesſtr. 58, in ruh. Hauſe eleg.
Wohn= u. Schlafzimmer p. ſofort,
auf Wunſch m. voll. Penſion. (2232ms

Herdweg 15, 1. St., Nohbaez,
ſchön möbl. Zimmer zu vermieten,
monatl. 15 Mk. m. Kaffee. (B2372ms
Heinrichſtr. 78, parterre, ein
hübſches möbl. Zimmer an eine
(3172a
Dame zu vermieten=

Hügelſtr. 85 2 ſchön möblierte
Zimmer billig zu verm. (3079ms

Wendelſtadtſtraße 32 ſchönes
Wohn= und Schlafzimmer alsbald
zu vermieten
(3459ms

ca. 43 qm mit 60 am Boden, Keller Aliceſtr. 5, 3. St., großes fri
möbl. Zimmer ſof. billig. (3491m lokal geeignet, ſof. zu verm. (429ms Landwehrſtr. 15 hübſch möb
Lauteſchlägerſtraße 8 große Zim. m. Schreibtiſch z. vm. (3169m 4. Stock, ſchöne
Grafenſtr. 20, möbl. Zim. n. d
Straße, ſep. Eingang, billig. (3538a
Waldſtr. 33, 3. St. lks., zu
möbl. Zim., 16 u. 17 Mk. (3574ms 1. Et., näch
Saalbaustr. 8, d. Rheinſtr.
großes, gut möbl. Zimmer. (*3516m Moosbergſtr. 79, 3. St., möbl.
Zimmer billig zu verm. (B3848ms Grafenſtr. 26, II., gr. gut möb
Zimmer mit Schreibtiſch. (3841 Wienersſtr. 45, 1. St., ſchön
helle geräumige Werkſtätte mit gut möbl. Zim. zu verm. (3915ms daneben liegendem Lagerraum! Moosbergſtr. 76, II., bei ru
Fam. ſch. möbl. Zim. z. vm. (B3872m (1330ms Kiesſtr. 81 möbl. Zim. zu vm
Näh. Stiftſtr. 42, 2. Stock. (4005a Riedlingerſtr. 17, 1. St., in
Ztr. der Stadt, Nähe Schwimmb.
möbl. Zimmer ſof. z. vm. (4130m Kaſinoſtr. 7, 1. St., fein möb
ruh. Wohn= u. Schlafz. z. vm. (4164m Eliſabethenſtr. 61, 1. St. links
ein großes, helles, möbl. Zimmer
zu vermieten.
(4167m zu vermieten. Näheres daſelbſt im Waldſtraße 16 ein großes gut
möbliertes Zimmer. (1724oms Wendelſtadtſtr. 42 ein ſchör
möbl. Zimmer zu verm. (4316ms Soderſtr. 6½, (Kapellpl.) 2 eleg
Zim, auch einzeln, zu vm. (3976ids 2. Stock
Frankfurterſtr. 58, gut möbl
Zim. per 1. März zu verm. (4088ids Schuchardtſtr. 14, III. I., hell.,
gut möbl. Zim. ſofort. (*4128mds Dieburgerſtr. 6, möbl. Zimm
zu vermieten.
(*3554mds Bleichſtr. 45, I., ſchön möbl. Z
mit od. o. Penſ., a. f. 2 Herr. (4387a Waldſtr. 24, 1. St., gut möbl.
Zim. Näh. Vdh. part. (4434ids Ludwigsplatz 4, II., ein großes
u. 2 kleine möbl. Zimmer. (*4213ds Schön möbl. Zimmer, monat=
lich
15 Mk. Näh. Heidelberger=
ſtraße
25 (Laden). (4453e Karlſtraße 33, II., ſchön möbl.
Zimmer ſof. zu vermieten. (4207a Pension
Jg. Mädchen, welche in Darmſtadt
Lehranſtalten beſuchen, finden gute
Penſion mit herzl. familiären An=
ſchluß
. Fräulein Roß, Wendel=
ſtadtſtraße
8, pt.
(4156a Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(2886a Waldstrasse 2 3 möblierte
Zimmer, zuſammen oder getrennt,
ſofort zu vermieten.
(2716t 1. St., gut
Alexanderſtr. 4, möbl.
Zimmer m. vorzügl. Penſionan
1 od. 2 Herrn zu verm. (4238t Penſion Eliſabethenſtr. 4, II.,
möbl. Wohn= u. Schlafzim., ſowie
Einzelz. m. Penſ. zu vm. (4363a Mühlſtraße 42, part., (nächſt
Kapellpl.), möbl. Zimmer. (4426a für anſtänd. Ar=
Schlafſtelle beiter oder Lehr=
ling
, mit oder ohne Penſion, bill. zu
vm. Wienersſtr. 73, II. (*4174dsm ErnſtLudwigſtr. 18, 3. St.,
ein möbliertes Zimmer mit oder
ohne Penſion zu verm. (4507t Kiesſtr. 18 ſch. möblierte Zim.
zur Auswahl, ev. mit Penſ. (*432 fso Neckarſtr. 24, II. r., ſch. möbl.
Zimmer alsbald zu verm. (*4341fs Mühlſtr. 25, I. I., bei Schneider,
beſſere Schlafſtelle m. Kaffee f. 3 Mk.
wöchentl. an Arb. z. verm. (*4293fs Schlaf=, Herren=
Wohn=, zimmer, p. Arb.,
ſehrbill. abzug. Neckarſtr. 17. (*4362fs Roßdörferſtraße 60, parterre,
mit Vorgarten, Wohn= u. Schlaf=
zimmer
, ſehr gut möbliert, an ein.
ſoliden Herrn zu verm. (4556m Mühlſtraße 10, part., behagl.
möbl. Zim. m. ſep. Eing. bill. (4554a Dieburgerſtr. 5, Hths, 1 Tr.r.,
inf. möbl. Zim. m. 2 Bett. (*4368 Viktoriaſtr. 27, part., möbl. Zim.
nit ſep. Eing., 1. Stock. (*4381sm Beckerſtr. 27, 3. St. rechts, ſchön
nöbliertes Zimmer billig. (*4345 Neckarſtr. 20 ein möbl. Zimm.,
ſep. Eing., zu vermieten. (*4424

Kranichſteinerſtr. 46, I. möbl.
Zimmer zu vermieten. (*4414

Ein ſauberes gemütliches Zim=
mer
zu vermieten. Klavier und
Bad vorhanden. Familienanſchl.
zugeſ. in guter Fam. Magdalenen=
ſtraße
13, Vdhs., pt. (*4408so

Wendelſtadtſtr. 47½, part.,
g. Schlafſt. 3 M. m. Kaff. (*4418so

Hochſtr. 10 einfach möbliert.
Zimmer, ſep. billig.
(*4427

Waldſtr. 11, III., ſchön
Zimmer mit Schreibtiſch.

möbl.
(*4416

Saalbauſtr. 36, 3. Stock, gut
möbl., ſep. Zim. zu vm. (*4449so

Hölgesſtraße 3, part., 1 hübſch
möbliertes, ſeparates Zimmer per
1 April zu vermieten. (*4459

Liebigſtr. 79 ſchön möbl. Zim.
mit Gas u. Schreibtiſch an ſolid.
Herrn, billig. Näh. part. (*4469

Bleichſtr. 36, 2. St., möbliert.
Zimmer, a. d. Bahnhöfen. (*4472

Gemütliches Heim findet an=
ſtändiger
, älterer Handwerker od.
Unterbeamter. Offerten u. L 43
an die Expedition ds. Bl. (*4378

In einer komf. einger. Villa der
Bergſtr. bietet ſich für geb. einzel.
Herrn oder Dame ev. ält. Ehepaar
für kurze oder längere Zeit ange=
nehm
. Aufenth., ev. auch dauernd.
Off. u. L 57 a. d. Exped. (*4443

Laden=Umbau.
Im Hauſe Ruthsſtraße 24 (Ecke
Pankratiusſtr.) ſind ab Montag,
den 26. Februar 1912, folgende
Baumaterialien zu verkaufen:
Eine Anzahl vollſtänd. Fenſter
m. Fenſterläden, 1 Glasabſchluß
m. 2 Türen (2m: 2.80 m), 2 Stock
ger. Holztreppen m. Geländ., mehr
Türen, verſch. eiſ. Oefen, 1 Keſſel
mit Luftpumpe, 1 ält. eich. Schreib=
tiſch
mit Aufſatz, 1 Pult (Reale),
1 Eisſchrank, 1 ovaler Tiſch,
1 Holzwand, 3,54 m breit, 3.50 m
hoch mit Türe, beiderſeitig Nut=
u
. Federbord u. Rahmenbalken,
ſowie 1 Brutmaſchine, zu verkauf.
Näh. Ruthsſtr. 24, (Lad.) (*4369so

Achtung! Gelegenheitskauf

ſtraße, ein möbl. Zimmer. (*4406

Grafenſtr. 45, II. I., möbliert.
Zimmer an anſt. Fräuſ. z. v. (4596ms
Heidelbergerſtr. 75, part., gut
möbl. Zimmer in ruhigem Hauſe
(*4446som
zu vermieten.

in billigen neuen Kittel=, Bluſen= u.
Hausſchürzen u. Mädchenſchürzen,
4 gut erh. Herrnüberzieher, Anzüge,
Damenmäntel, Damenkleid., weiße
Bluſen, Herren= und Damenſtiefel,
1 Sofa, 1 Handreiſetaſche, 1 Kanar.=
Hahn (quter Sänger), 1 faſt neues,
weißes Jackettkleid auf Seide gearb.,
2 Dutzend neue Hoſenträger (*4441
Arheilgerſtr. 10, II I. (Fuchs.)

Offeriere
Fantrader
Modelle 1912
Dürkopp, Neckarsulm,
Torpedo, Mars, Weil,
Sport
in grosser Auswahl
zu äussert billigen Preisen
letztere von 65 Mk. an
L. Beudt Nachf.
L. Waldschmidt
Hölgesstrasse 1.
(4091a
Wegen Wegzug
Möbel: zu verkaufen:
1 vollſtänd. Bett, Waſchkommode
(Tiſch, Kleiderſchr., antik), Nachtſchr.,
kl. Bücherſchr., kl. Schreibt., Stühle,
alles nußbaum u. mahagoni poliert.
Porzellan, Gläſer ꝛc.
*4434om) Kaupſtraße 44, I.

1 Waſſerwagen
preiswert zu verk. Zu erfragen
Schlachthausplatz 7, I. (*44314

egale Stühle à 2 Mk., 2 egalei
4 Stühle à 1 Mk., 1 Handkoffer 1.50
Mk. Wienersſtr. 52, Stb. II. r. (*4435

ut erhaltener verſtellbarer
Sportwagen für 5 Mk. zu=
erk
. Liebfrauenſtraße 66, III. r.
Ecke Heinheimerſtraße. (*4426

Wandch Zamt
die höchſten Preiſe für getr.
Kleider, Schuhe, Wäſche, alte
Bettfedern, Zahngebiſſe ꝛc. ꝛe.
Komme ſofort auf Beſtellung,
auch n. auswärts
(*4440so
J. Wallach, Holzſtr. 1.

22!!
Wer dort? (4388a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett.ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

Gelltert

geg. Sicherh. zu 5% von
400 Mk. Selbſtg. zu leih. geſ. Of
unt. L 11 an die Exp. (*4259fs

teicher edeldenkende Menſch
leiht einem Handwerker zur
Gründung e. Geſchäftes 200 M.
zu 50 Zinſ. gegen Sicherheit v.
Möbel und Lebensverſicherungs=
Police auf 6 Monate. Offerten
unter L. 15 an die Expedition
dieſes Blattes.
(*4274fsi

19000 Mark
(unter Taxe) 2. Hypothek, auf prima
Objekt ſofort zu leihen geſuch
Offerten unter K 56 an die
Expedition ds. Bl.
4083ids

oder Mk. 17000,
Mk. 12000 75 oder 80% der
ortsgerichtlichen Taxe, werden auf
la Haus, von nachweislich pünkt=
lichem
Zinszahler, geſucht. Gefl.
Angebote erbitte unter E 78 an
die Expedition ds. Blattes. (2883a

Ehrenhafte
ſich. Perſ. erh. Darl., ev. in 24 St
ohne Bürgſch. Viele hunderte erhielt
bereits. Keine Auskunftsgebühr
Hypotheken=Sanierungen)
Erbſchaften jeder Art
Castner, Berlin-Weidmannslust. (*4115ms

Vorschusslos
I. u II. Hypoth. a. a. Groß=Fabrik
werke, ſowie Darlehen i. jed. Höhe,
Diskontierung, coulant und diskret.
Ph. Metzger, Riedeselstr. 70, I. (*4430

Die Hofreite
Karlſtr. 110
14,75 m Straßenfront, zuſammen
345 Om Flächeninhalt, iſt erb=
teilungshalb
. unt. der ortsgericht=
lichen
Taxation zu verkaufen.
Auskunft w. ert. Karlſtraße 104¼,
Laden.
(B4442
in Auerbach a. d. Bergſtr.,
Dilld7 Zim., Küche, Waſchk., Kell.,
Speich., Garten, Waſſerleit., iſt zu
14000 M. unt. ſehr günſt. Zahlungs=
beding
. zu verk. od. auch ſof. zu verm.
Off. an den Beſitzer David Mainzer,
Holzhandlg., Zwingenberg a. d. B. (3803a

Herdwegviertel
Einf.=Haus, 8 Wohnräume mit
Zubeh., kl. Garten, ſofort billig zu
verkaufen. Offerten unter K 12
an die Expedition ds. Bl. (*3916sss

aus zum Alleinbewohnen,
Orangerie=Allee 14 iſt zum
. Juli 1912 zu vk. od. z. vm. Näh.
b. Mahr & Markwort, Architekten,
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 8. (155a

Kleine Villa
in der Maulbeer=Allee, zunächſt
der Merck’ſchen Fabrik, zu verkauf.
Näheres bei J. Conrad Mahr,
Zimmermeiſter, Heidelbergerſtr. 43.

In d. Eberſt. Millenkolonie
wird
von zirka
ein Bauplatz 1500 am
gegen Barzahlung zu kaufen ge=
ſucht
. Offerten nur von Beſitzer
mit genauer Angabe der Lage und
des Preiſes unter K 91 an die
Exped. ds. Bl. erbeten. (*4183dsm

Villen=Kolonie
Darmstadt-Eberstadt.
Haus zum Alleinbewohnen,
Neubau, 9 Zimm., Zentralheizung,
Badeeinricht., groß. Gart., Geſamt=
grundfläche
1258 qm, für 23000 Mk.
bei geringer Anzahlung zu verkauf.
Näheres durch Paul Wolf & Co.,
G. m. b. H., Rheinſtraße 51. (853a
Nchönes Haus in Eberstadt,
7 gr. Zim., Küche u. Zub., Gas,
Waſſer, Stall u. Garten, zu verk.
oder an beſſere Familie zu verm.
Anfr. sub A 75 a. d. Exp. (1566a

Billa in Buchſchlag
wegzugshalber preisw. zu ver=
kaufen
. Auskunft erteilen (855a
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.,
Darmſtadt, Rheinſtraße 51.

Ein Banplatz
für ein 3 Zimmerhaus iſt billigſt
abzugeben, eventl. kann der größte
Teil durch Liefern von Zimmer=
arbeiten
oder Schreinerarbeiten
verrechnet werden. Offerten unter
90 a. d. Exped. ds. Bl. (B4135
Wer ein Obiekt zu kaufen ſucht,
Hyp. ausleiht oder Beteili=
gung
wünſcht, verlange koſtenloſe
Zuſendung der Deutschen Verkaufs-
Zeitung, Berlin 39.
(856a

[ ][  ][ ]

Briehinkels Sunndags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.

Sehr geehrter Herr Redakdöhr!
Leider muß ich widder mol de Fedder ergreife, in=
dem
daß mei Briehinkel noch dehaam erum dabbe dhut
mit eme viehſiſche un eme moraliſche Allmachtsbrummer
un macht e Geſicht, als wie wann em die Hinkel des Brot
genumme hette. Un er hett eigentlich werklich gute Grund,
recht zufridde zu ſei mit ſich un de annern, dann im
Reichsdag hawwe ſe endlich en Bräßendent un de Kan=
newal
is glicklich iwwerſtanne un unſer Rieckche is ſo
gut wie halb verlobt. Mehr kann mer doch werklich net
uff amol verlange.
Un was die Hauptſach is: ſchee war’s, lang hott’s
gedauert un Geld hott’s gekoſt! Awwer ſo ſin die
Menner, wann en emol e bische was zugemut’ werd,
gleich klabbe ſe zuſamme wie e Daſchemeſſer. Was wollte
mir moderne Fraue da mache? Sehe Se nor emol zum
Beiſpiel mich a maane Se auch, daß ich ſchu mei 49 auf
em Buckel hab? Unberufe hab ich ja auch die dies=
jährig
Säuſohn widder brächdig iewerſtanne. Nor unſer
Rieckche hott es bische arg de Huſten, un des Kättchen,
die ſowieſo e bische blutarm is, kann ſcheint’s die Dan=
zerei
net ſo richtig vertrage. Gottche naa, des Kind is
auch zu zart benerft, die kimmt emol ganz auf ihr Mud=
der
raus, un ſie laweriert immer e bische; no, mer wolle
emol ſehe, wann’s langt, gehe mer den Summer widder
mol e bische in de Odewald, do kenne ſich die Kinner
widder erhole.
Wann’s nor net gleich immer ſo viel koſten dhet, mer
hott werklich ſei Laſt, wann mer, ohne viel Schulde zu
mache, ſtandesgemäß lewe will, un deß is mer ſich awwer
doch ſchuldig, un die Dekeratzion muß nooch auße hin
immer gewahrt bleiwe, vun wege de geſellſchaftliche
Verflichtunge un ſo. Un wann ich net ſo finanzbollidiſch
wertſchafte dhet un dhet am Haushaltungsgeld e bische
was eraus ſchlage, dann kennte mer deß gor net mache.
Awwer Triumfe hawwe mer gefeiert, ich un mei
Dächder, un die Entebürtzelſen un die Schickedanzen, die
hette verplatze kenne, die Neidkatzen, weil ich ſo e jugend=
lich
Koſtiem agehatt hatt. Wo ich mit meine Dächder
erſchiene bin, hawwe die Leit geglaubt, mir wärn Schwe=
ſtern
. Mei Maske hatt mer awwer aach großartig ge=
ſtanne
. Rate Se mal, was es vorſtelle hatt ſolle
gell, des rate Se net awwer ich will’s Ihne ſage: die
Monna Lieſa hab ich gemacht. Ich wollt ja erſt als
Feenuß geh, awwer da is mer de Liewenswerdigkeite
vun de Herrn ſo ausgeſetzt. Awwer des Monnalieſa=
koſtiem
hatt mer großartig geſtanne; da ſin mei zwei
Zentner gar net drinn ufgefalle.
Uff em Bliedefeſt hatt mich e junger Herr auch immer
mit de Drude Droll verwechſelt; no, der hatt mich ja aach
net gekannt unner de Laff. Es war iwwerhaubt e feiner
Kaffalühr un hatt ſich ſo gebüld benomme, un er wollt
abſelud hawwe, ich ſollt mit em in ſoe Kammbre ſeba=
rettche
geh; no, awwer Sie werrn ſich denke kenne, daß
mer als Frau aus em beſſere Mittelſtand ſo was net
mache kann; was hette dann da mei Dächder denke ſolle,
net wahr un ſo.

Awwer in die Säcklaub bin ich emol mit em einei=
gedabbt
. Gott, hab ich gedenkt, deß is ja auch nicht ſo
ſchlimm, un ſo e Gläschen Säck kann mer ſich emal gönne,
wann’s e annerer bezehlt. Un wie mer eneikomme ſin,
in die Säcklaub, wer meine Se, wer dadrinne geſotze
hatt? die Stuwwewedelſen mit ihrm Mann! Denke
Se nor emol hin, mit ihrm Mann, mit ihrm eigene
Mann! Un ſo Leit braiche ſich auch noch in die Säck=
laub
zu ſetze, wo mer doch weiß, daß ſich de Mann blos
noch ſo dorchmanifeſtiert. Un auch noch in die Säcklaub
ſetze! Fui!
Uewrigens hett ich mich ja gar net geärgert dadrie=
ver
, denn ich reſſenier nicht üwer die Leut, deß is nicht
mei Art, awwer daß mich die Spinatwachtel unner meim
Laff gleich erkannt hatt, deß vergeß ich ihr net. Un wenn
ſe Büldung gehabt hett, hett ſe des Maul gehalten;
awwer ſo hott ſe auch noch in ihrm ordinäre Dijaläckt
gerufe: Ach, do is jo aach die Briehinkelſen, no, Fraa
Briehinkelſen, was bedeite Se dann?
No, ich konnt mich doch net mehr eweg leigne, un da
hab ich geſagt: Do ſieht mer widder, daß Se vun Kunſt
nichts vaſteh ich bin die Monna Lieſa.
So, ſeegt ſe; no, do werd Ihne Ihr Mann aach
froh ſei, daß Slem emol geſtohle ſin worrn! Un dodebei
hott ſe gelacht, daß mer ihr ganze Blombe geſehe hatt,
die Giftkröt. Innerlich hab ich gekocht vor Wut, awwer
aißerlich hab ich nix merke laſſe un hab blos gefragt:
No, un Sie, Fraa Stuwwewedel, wos ſoll dann Ihne
Ihr Koſtiem vorſtelle; gell, de Minifeſtatzionseid?
Do is ſe ganz gelb worrn im Geſicht un hatt ſich in
ie Bruſt geworfe, ſo weits möglich war, un hatt geſagt:
Do ſieht mer, daß Sie vun Literatur nir verſteh, mei
Koſtiem bedeit: Die Frau im gefährliche Alter!
No hab ich geſagt; es gibt Dame, die brauche ſich
wege dem Koſtiem net extra in Unkoſte zu renne, die kenne
dadezu jed Klaad aziehe; dann daß Se alt ſin, ſieht mer
ſchun vun weitem, un daß Se gefehrlich ſin, merkt
mer gleich, wann Se de Mund aufdhun!
Hatt ich net recht. mer braucht ſich doch vun ſo einer
nix gefalle zu laſſe. Ich wollt ſe auch gor keines Blickes
mehr wirdige un wollt grad mit meim Kaffalühr aſtoße,
wwer der war plötzlich verſchwunde, un ich hab da=
geſotze
mit meim dumme Kobb un hab vor lauter Rooches
die zwaa Gläscher Säck ausgedrunke. Wie ich dann fort
wollt, is des Säckmädche zu mer komme un hatt geſagt:
Halte Se mal Madamche, ich kriſch e Mack glaawe Se,
da dhet umſunſt Säck gedrunke werrn!
Ja, hab ich ganz valege geſagt, hott dann mei
Kaffalühr . .
Ach wos, die Sort Kaffalühr kenne mer, hott die
geſagt, die hawe im Lewe noch nix bezahlt un zudem
hawwe Sie en gedrunke!
Wos wollt ich mache, ich mußt en bezahle un hatt
mei Portmannee net eiſtecke, weil mer in dene dumme
Koſtieme kei Daſche hatt, un da hab ich raſch geſagt:
Worte Se, Freileinche, en Aageblick, ich hol blos mein
Mann!
Awwer die Säckmamſell hott ſich net druff eigeloſſe.
Die Sort Menner kenn ich aach, hott ſe geſagt; wolle
Se bezahle? Ent= odder weder
No, die Siddewatzion war aißerſt kritiſch; am pein=

lichſte war mer’s awwer, wie de Herr Stuwwenwedel
großmogeliſch geſagt: Gehnſe her, Freilein; ich bezahl
dere feine Dam ihrn Schambannjer!
He? So was! Ich hett in die Erd ſinke kenne!
Muß mer ſich wege ſo eme Dreckige Ammie aach noch
in Verlegenheit bringe loſſe un muß ſich vun ſo Leit aach
noch Säck bezahle loſſe. No, ich hett’s en jo widder gewe
kenne, awwer jetzt grod net, deß geht doch emol mit in
die Maſſ. Awwer wann ich den ſauwere Kaffalühr noch
emol geſehe hett, no, der hett ſich gradeliern kenne, den
hett ich ſo verkaffalührt, der wär im Lewe mit kaaner
a’ſtendige Frau mehr in die Säcklaub gange.
Uewrigens war’s auch grod Zeit, daß ich widder auf
de Bildfläch erſchiene bin. Denn ich bin grad dezu
kumme, wie mei Mann, der alt Narr, mit dem bloß=
baanige
Bäbbie twogeſtebbt hott und hott dezu ge=
ſunge
:
Wenn der Bräut’gam mit der Braut mang die Wälder
geht,
Und der Weizen über’n Meter uff de Felder ſteht,
Da ſchreit große und kleen:
Ach, wie is das ſcheen!
Jawohl, hab ich geſagt und hab en weggeriſſe, ich
werd dich bewackeldanze. Denk an dei Familie un an
dei Rheumadißmußknie!
Ja, die Menner ſind zu leichtſinnig, die denke gor=
net
e bische an ihr Geſundheit. Awwer ſchee gedanzt
hott er doch mit dem Bäbbie un jetzt dhut er mich den
Two ſteeb als haamlich lerne, in unſerne Schlofſtub,
awends vor dem mer in’s Bett geh.
Ach ſo, ja, jetzt hett ich die Hauptſach beinah ver=
geſſe
. Wie mer nemlich widder an unſern Diſch kumme
ſin, da hatt unſer Rieckche dageſeſſe mit eme feine Herr,
ich hab gleich geſehe, es war etwas Beſſeres, en Dokder
odder ſo, denn der war ſo furchtbar ellegant a’gezoge
mit eme halwe Frack, wiſſe Se, wo hinne die Schwänz
fehle, un e violett Weſt hatt er a’ un des Daſcheduch
hatt er im Ermel und hott ſo fei nooch Baffiem geroche.
Un er hatte ſich aach ſo gebild unnerhalte un ſpeter ſin
mer in’s Kaffee gange un da hatt er en ſich Verkehrte‟
beſtellt un er wär ſo nerfejös hatt er geſagt. Ja, ſo
ſtudierte Leit ſind werklich zu bedauern.
For de Sunndag mitdag hatte mer’n zum Eſſe
eigelade un da hatte ſich zwar erausgeſtellt, daß er blos
bteilungsſchäff is in eme Warenhaus, awwer des dhut
nix, er ſcheint reelle Abſichte zu hawwe, denn er war
ſchun fimfmal die Woch bei uns zum Nachteſſe.
No, wann’s auch blos e Abteilungsſchäff is, fier de
A’fang hott mei Rieckche doch Glück gehabt un vielleicht
kriſcht ſe noch was beſſeres.
Wie mer die Woch die Entebürzelſen begegnet is,
hab ich ſer unner Dißkreditzion verrate, daß unſer
Rieckche ſo gut wie halb verlobt wär, un da hott ſe ge=
ſagt
, es wär auch Zeit, denn ich hett ſchun ſo was ſchwie=
germütterliches
in meine Fiſchur, un da hab ich geſagt,
ja, hab ich geſagt, un ſie, ſie mache e Geſicht als wann
ſe gern Schwiegermutter werrn möchte un dethe ’s net
fertig bringe.
No, es is doch wahr, mer brauch ſich doch net alles
gefalle zu laſſe, womit ich verbleib mit allerhand Hoch=
Frau Rentner Briehinkel.
achtung.

etzt ist es Zeit

Ihr Rad nachzusehen, zu ver-
nickeln
u. emaillieren. Promp-
este
, billigste Bedienung bei
Müller & Ober, Karlstr. 30.
Stets
moderne
Frack-
Bmoking
Gehrock 16
zu verleihen (3341a
Soderstr 44, I., Ecke Stiftstrasse.

Tannenſchwarten
u. Klötzchen zum Anfeuern, prima
trocken, ca. 15 cm lang, per Zent
1,50 Mark einſchließlich Oktroi
frei Keller Karl Schimmer,
Tel. 212. (157a) Heinheimerſtr. 76.
Heyl&John, Manufakturwaren. (6a
Umzüce.
für April=Quartal nehme noch an
und werden gefl. Aufträge pünkt=
lich
und gewiſſenhaft bei billig=
ſter
Berechnung ausgeführt.
Ueberlandtransporte nach Ver=
einbarung
ohne nachträgl. Preis=
aufſchlag
. Neue Wagen, ſaub.
Packmaterial. (B2257
Möbeltrausport
L. Eberhard
Sandbergstr. 49, Ecke Heidelbergerstr.
NB. Für Packkiſten und Säcke
berechne ich keine Leihgebühr.

Vollständige
Wohnungs-Einrichtungen
und einzelne Möbelstücke

gegen bar und auf bequeme Abzahlung bei
Bleich-
Aaufkarf
str. 30.
(2559
Aeltestes, größtes und leistungsfähigstes Geschäft am Platze.

Hammelleisch.
in allen Preislagen zum braten
u. kochen. Gerollten Kalbs=
nierenbraten
in allen Größen
vorrätig. Spezialität gehackte
Kalbskoteletts
(885a)
Hof-
bei
Louis Heinl, metzger
Schuſtergaſſe 19. Telefon 278.
Pr. Landwurſt
und ff. Schinken
offeriert billigſt (4336a
Oberh. Wurſtfabrikalion
Karl Völzing, Ruppertenrod,
(Oberheſſen).
Verlangen Sie Preisliſte.
Süssrahm-
Pflanzen-
Margarine- Butter?
Vollkommener Erſatz für Natur=
butter
. Frei Haus. Karte genügt.
Das Pfd. 85. 75, 70 Pfg. (1881a
Frau H. Leißler. Schuchardſtr. 4.
Sabe Orungen
Messina u. Valencia, 100 St.
3,50, 5 und 6 Mk., Zitronen
100 Stück 44,50 Mk. empfiehlt
4470a) Joh. Walther,
Teleph. 1598. Wienersſtr. 69.
Parkettböden
werd. gereinigt Dieburgerſtr. 4. (70a
Best. Vogelfutter
f. j. Vogelart (mehrf. präm.)
empfiehlt
Samenhälg. à Reltig
Kirchstr. 10. Tel. 1010.
geg. d. Stadtkirche. (164a
Ia Speisekartoffeln
verſch. Sorten, empfiehlt Guſtav
Groß, Bleichſtraße 43, I. (3154a
Gelegenheitskauf!
Zentralfeuer=Jagdflinte Mk. 25,
1 Paar Florett Mk. 4., gute
dunkle Hose für ſtarke Figur,
Mk. 5, 1 feiner ſteif. Filzhut
Mk. 1., verſchiedene schöne Eilder
billigſt zu verkaufen. Näheres in
der Exped.
(4466dfs
ut erh. halbplattiertes Einſp.=
0 Chaiſengeſchirr billig zu verk
*4264fs) Beſſungerſtr. 112, part.

[ ][  ][ ]

Tägich. trofen grosse Mongen=
Neuheiten für die Frühjahrs-Saison

ein

in Jacken-Kleider, marineblau, englisch und schwarz,
in Französischen Kleidern, hochmodernster Art, und
in Frühjahrs-Mänteln finden Sie schon eine grosse Auswahl am Lager.
Ebenso Backfisch-Konfektion und Kinder-Mäntel.
Neue Kleider und Blusenstoffe sind eingetroffen.
(4643
Sachkundige Bedienung.
Auswahl-zund Mustersendungen.
Billigste Preise.

Gebr!Flosien!

Telephon 790

Ludwigsplatz.

Dölbbith Fhhirihn

am weissen Turm

Dänische Tragödie in 2 Akten.
Spieldauer ca. 1 Stunde. (*4492
Nur 4 Tage!

Masken-Rostame
für Herren und Damen
in großer Auswahl, von den einfachſten bis
eleganteſten Neuheiten
(2691a
Dominos in großer Auswahl
empfiehlt die Verleihanſtalt von
A. Getrost, Rheinſtr. 5
Gehrock, Frack und Smoking zu verleihen.

Maskengarderobe

Mühlstrasse 40, 1. Stock, Konfektion
nächst Turnhalle (Woogsplatz).
Teue, nicht getragene Kostüme, Damen- und Herren-
Dominos vom hochelegantesten bis einfachsten zu ver-
(3625a
leihen. Massanfertigung.

Grafen-
Grafen-
str
. 18 Schlegel S. str. 18
Theater- u. Masken-Garderobe
Verleih- und Versandhaus.
Grösstes Lager am Platze.
Ueber 1200 Kostüme u. Dominos
für Herren, Damen u. Kinder.
Historische Kostüme für Festzüge und Kostümfeste.
Kulissen Fahnen von 50 an
zu verleihen.
(3111a

(B4605
Empfehle
prima Speiſe= u. Saatkartoffel
zum billigſten Tagespreis.
Ph. Germann,
Karlſtr. 63½. Telefon 1299.

Kleinere Dezimalwage zu kaufen
B geſucht. Offert. unt. L. 42 an
die Expedition ds. Bl. (*4387

gebr. Singer=Nähmaſchine,
Hand= u. Fußbetr., u. Garantie,
Hillig Hölgesſtr. 3, part. (*4458

in ſolider
Einige Ladenthek. Konſtrut=
tion
, ſowie einige Ladenſchränke,
vorzügl. erhalt., ſind äußerſt billig
abzug. Anzuſ. bei Schreinermſtr.
L. Matthes Nachf Schützenſtr. (4598si

Gebraucht. Fahrräder

spottbillig (4592
Schuchard=
August Engel, ſtraße 8.

Grösstes u. elegant. Lichtspielhans Hesens
Das heutige grosse
Noritäten-Programm
enthält u. A. folgenden Hauptschlager:

1Das Ereignis der Saison!
Tagesgespräch bildet das
Gastspiel d. Ensembie
vom Königl. Belvedere,
Dresden. (V14656
Samstag
Heute
24. Februar

Familzen-Abend

Sonntag
Morgen
25.Februan
Vorstellungen
Nachm. 4 Uhr:
Volks-Vorstellung
bei klein. Preisen
Abends:
Grosse Vorstellung
ss Heitere Kunst 2sn
So leben wir.!
Aktuelle Pevue in 12 Bildern
v. Dr. Rich. Hirsch u. Harry Waldau
Vorher:
Bunter TeilO
etc. etc.

Ermäßigter Vorverkauf wie bekannt.
Num. Parkett bei Hugo de Waal
Rheinstraße., 12.

Anfane 8½ Uhr.

gebrauchter Küchenſchr. 15 M.
1 1 lackierte Bettſtelle 10 Mark,
abzugeben
(*4379so
Pallaswieſenſtraße 27, I.

Rheinstr. 2, Sth. 1. Etage.
Panik- und feuer-
sicherstes
Lichtspiel-
theater
am Platze.

Aus dem Programm vom
24. b. einschl. 27.ds. sei ganz
besonders hervorgehoben,
der Schlager:

Im Glück vergessen!
Drama.

Der Landstreicher und sein Kind
interessantes Lebensbild.
Ein kühner Rekognos-
zierungsritt
i. Tripolis.
Auf Vorposten!
Drama (4649

etc.

etc.

Restauration Kratsch

Magdalenenstr. Ecke, a. d. Hochschuie.
Empfehle vorzüglichen
bürgerl. Mittagstisch
von 60 Pfg. an (*4377
Abendtiſch von 50 Pfg. an,
verſchiedene Auswahl.
Schönes Nebenzimmer mit Klavier.

Tägllen frische
Mazzen
Mainzer (4364a
obere Bleichstr 13. Telefon 1265.

Großherzogl. Hoftheater
Samstag, 24. Februar.
Außer Abonnement.
Volksvorſtell. zu erm. Preiſen.
Glaube und Heimat.
Die Tragödie eines Volkes (3 Akte)
von Karl Schönherr.
Perſonen:
Chriſtof Rott . . Hr. Baumeiſter
Rott Peter . . . Hr. Weſtermann
Der Alt=Rott . . Hr. Wagner.
Die Rottin. . Frl. Alſen
Der Spatz, ſ. Sohn Frl. Gothe
Die Mutter der
Rottin . . . . Fr. Scherbarth
Der Sandperger
Zu Leithen
. Hr. Semler
Die Sandpergerin Frl. Heumann

Der Unteregger
Der Englbauer v.
der Au

Ein Reiter des
Kaiſers .
Der Gerichts=
ſchreiber

Der Bader .
Der Schuſter . .
Der Keſſelflick=
Wolf. . . . . .
Das Straßen=
trapperl
. . . .
Ein Soldat
Ein Trommler :

Hr. Riechmann
Hr. Jürgas
Hr. Heinz
Hr. Jordan
Hr. Weiß
Hr. Peterſen
Hr. Speiſer
Frl. Grünberg
Hr. Kräger
Hr. Klotz

Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Preiſe der noch vorhan=
denen
Plätze: Proſzeniums=
loge
2 Mk., Fremdenloge 2 Mk.,
Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.
Sperrſitz 1.50 Mk.
Anfang 7½ Uhr. Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 111 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Sonntag, 25. Febr. 123. Ab.=V.
C 31. Der Kuhreigen. Gr.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Montag, 26. Febr. 124. Ab.=V.
D 31. Zum erſten Male: Die
Rivalin. Schauſpiel in drei
Akten von Eduard Eugen Ritter.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 27. Febr. 125. Ab.=V.
A 32. Grigri. Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 25. Februar.
123. Abonnem.=Vorſtellung. C 31.
Der Kuhreigen.
Muſikal. Schauſpiel in 3 Aufzügen
von W. Kienzl.
Perſonen:
Der König.
. Hr. Stephani
Marg. Maſſimelle
de la Reole de

Courtroy, Kom=
mandant

. Hr. Hoff
Blanchefleur, ſeine
. Frl. Geyersbach
Gattin
Der Kanzler . . Hr. Klotz
Kapitän Brayole Hr. Bernhardt
Marquis Ehézy . Hr. Hartmann
Eleo, Hofdame, d.

Marquiſe Maſſi=
melle
zugeteilt . Frl. Howard
Primus Thaller,
Unteroff. i. Schw.
Regiment .
Hr. Becker
Durſel, Unteroff. i.
Schweizer Regt. Hr. Riechmann
Erſter 1 Schwei= Hr. Lang
Zweiter) zer Hr. Dobski

Favar, Unerof.
der Chaſſeure . Hr. Semper
Erſter 1 Chaſ= Hr. Jahn
Zweiter) ſeur Hr. Geibel
Doris, Tochter d.
Kantineurs i. d.
Kaſ. St. Honoré Frl. Schaub
Der Zeremonien=
meiſter
d. Königs Hr. Jachtmann
Ein Offizier . . Hr. Hartmann
Eine Ordonnanz Hr. Waigandt
Chanteclair, Kam=
merdien
. d. Königs Hr. Jungmann
Jourdan) Sans= Hr. Jahn
Duval
cu= Hr. Kräger
Epiſſier 1 lotten Hr. Salomon
Cartouche, Kom=
miſſär
d. Revol. Hr. Kroczak
Eine Ordonnanz
der Revolutions=
Armee =
Hr. Bernhardt
Marion .
Frl. Röſe
Ein betr. Sans=
culotte
.
. Hr. Klotz
Ein Sansculotte Hr. Geibel
Ein Lakai .
Hr. Kroczak
Nach dem 1. u. 2. Aufzug läng. Pauſe.
Krank: Herr Hans Hacker.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Me., Fremden=
loge
6 Mk. Balkonloge 5 Mk,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.13. Reihe)
4 Mk., (14.20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. 111 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 26. Febr. 124. Ab.=V.
D 31. Zum erſten Male: Die
Rivalin. Schauſpiel in drei
Akten von Eduard Eugen Ritter.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 27. Febr. 125. Ab.=V.
A 32. Grigri. Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 28. Febr. 126. Ab.=V.
B 32. Neu einſtud.: Liebelei.
Schauſpiel v. Schnitzler. Hierauf,
neu einſtudiert: Das Ab=
ſchiedsſouper
v. Schnitzler.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Außer Abonnement.
Zweimaliges Gaſtſpiel des Teno=
riſten
Léon Laffitte.
Donnerstag, 29. Febr. Anf. 7 Uhr.
Aida.
Große Oper mit Ballett in vier
Akten von Verdi.
Rhadamés . . Hr. Laffitte,

Samstag, 2. März. Anf. 7 Uhr
Carmen.
Große Oper in 4 Akten v. Georges
Bizet.
Joſé . . Hr. Laffitte.
Preiſe der Plätze für jede
einzelne Vorſtell.: Proſzeniums=
loge
6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk. Erſter Rang
4.50 Mk., Zweiter Rang: 1.6.
Reihe 2.50 Mk., 7. und 8. Reihe
2 Mk., Sperrſitz: 1.13. Reihe
4 Mk., 14.20. Reihe 3.20 Mk.,
Parterre: 1.5. Reihe 2.70 Mk.,
6.8. Reihe 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 9.60 Mk.
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Montag, 26. Febr.,
von 3½ 5 Uhr, gegen Vorzeigung
ihrer Abonnements=Karten, für
beide Vorſtellungen Plätze (ihrem
Abonnementsplatz entſprechend) an
der Tageskaſſe ſichern können.
Die Plätze der Ganzabonnenten
bleiben am 26. Februar bis nach=
mittags
5 Uhr reſerviert.
Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
Dienstag, 27. Fehr ſowie an
den darauffolgenden Tagen, vor=
mittags
von 111 Uhr, für die
noch vorhandenen Plätze an der
Tageskaſſe ſtatt.

[ ][  ][ ]

Enle GosssCerlserents-Verkanus

in der Preislage von Mk. 9. bis Mk. 30. pro Fenster
zu aussergewöhnlich billigen Preisen.

Hofmöbelfabrik
1er

Wilhelminenstrasse 25.

in schwarz, blau, marengo
und dunkel gemusterten
Kammgarn- und Chevjot-
qualitäten
, ein- und zwei-
*z reihige Fassons ::

bis Mk.

Durch Selbst-
anfertigung

liefere gute
Qualitäten
in feinster
Ausführung
zu billigsten
Preisen.

Eingetauſchte
Fahrräder

aller hier bekannten Marken in
großer Auswahl, ſchon von (3360a
15 Mark an.
(67
L. Beudt Nachf.
L. Waldſchmitt, Hölgesſtraße 1.

Karl Brückner,

Darmstadt

Gitter- und Siebwarenfabrik

Vbravour

hervorragend milde

OPf.-eigarte

liefert billigst: Drahtzaune nebst Tore,
Stahldrahtseile, Beeteinfassung von
verzinkt. Bandeisen, Arbeiterkleider-
schränke
, Gartenlauben, Spaliere, Obst-
und Rebenwände, Papierkörbe, Luft-
schilder
mit Metallbuchstab., Geflügel-
häuser
, Hundezwing., Messing-u. Kupfer-
drähte
, Drahtgewebe für alle Zwecke,
Fussmatten, Schornsteinaufsätze, Well-
bleche
. Versand u. Montage. Berech-
nungen
kostenlos. Fernsprecher 1249.
(4547a

1T

1T

M1

Emmericher Warenexpedition
Elisabethenstrasse. 12
Telefon 979. (4020a
Eigene Fabikation! Fabrikpreis!

Den Eingang sämtlicher
Neuheiten der Frühjahrs-Mode

zeigt ergebenst an
(4428a
Gottfr. Proeser, Damenschneidermstr.
Telefon 1553
Schulstrasse 8, I.

gut erhalten, zu kaufen geſucht.
Off. u. L. 22 an die Exp. (*4331fs

26 Stufen
Wohnhaustreppe

Gleichzeitig empfehle mein Atelier für elegante
Mass-Anfertigung sämtl. Damen-Garderobe
bei Garantie für tadellosen Sitz und erstklassigé
Arbeit.

Pünktl. Lieferung

Mässige Preise.

gerader, ſehr ſtarker Lauf mit zwei
Wangen und Geländer billigſt ab=
zugeben
. Näheres bei Architekt
Gg. Scherer, Rheinſtr. 47. (4513fs

Maurer-Rüstholz

u. Werkzeuge durch alle Rubriken,
gut erhalten, zu kauf. geſucht. Off.
unt. K 94 an die Exped. (4447a

I
Antiauitäten

Erſtes Darmſtädter

Partiewarengeſch.

Habe ein ſehr hübſchen Mahagoni=Salon in
Empire, ſowie eine gothiſche Holzfigur und eine
geſchnitzte Truhe billig abzugeben.
4205a) Zu erfragen Frankfurterſtraße 6, II.

A. Castrlalus

Mühlstrasse 20/22

Telefon 546

Baumaterialien- u. Nutzholz-Handlung

Cement Kalk
Tonröhren
Bimscementdielen
Schwemmsteine
Dach- und Isolierpappen
Carbolineum
Falzziegel- Biberschwärze

Fußboden- und Wandplatten.

Bretter Dielen
Rahmen Latten
Bauholz
Eichen Kiefern
Deutsche, schwedische u.
amerik. Fußbodenriemen
Vellow Pine usw. usw.

Schlruſahrit Schler,

(1665a

Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen per
ſofort, billig und gut.
(67a

Zündnadel-Jägerbüchse

Mod. 66, f. Mk. 12, ein feiner Offi=
zierdegen
u. ein Offizier= Armee=
revolper
, ſehr preiswert zu ver=
kaufen
. Näh. Expedit. (4302mdfs

Täglich treffen Waren= Sendun=
gen
in großer Auswahl ein, als:
Herren= u. Knaben=Ueberzieher,
Herren= u. Knaben=Anzüge, ſow.
einzelne Hoſen, Sackröcke und
Weſten, ſowie Herren=, Damen=
und Kinderſchuhe und Leib= und
Bettwäſche aller Art, Kamiſols
und geſtrickte Weſten; ferner
Herren= und Kinder=Hüte und
Kappen zu außergewöhnl. billigen
Preiſen abzugeben bei (4519a
Jakob Friedel,
Obergasse 33 (Laden).

und behandle Dein Schuh-
zeug
mit Dr. Gentner’s
Schuheréme

Nigrin-

Ohne Mälle elepanten
Hlochglanz.
Klleiniger Fabrikant auch des
Häs. Meiallputzmitt. , Gentol‟:
Carl Geniner in Göppingen
Fabrik chemisch-techn. Produkte

Höchste

Preiſe zahle ich für getragene
Herren= u. Damenkleider, Stiefel
u. Wäſche. Jeden Mittwoch hier.
Off. u. F 44 an die Exp. (4499fsi

Fgetr. Kleider, Uniform.,
Ankaul Stiefel. Wäſche, alte
Zahngebiſſe. Höchſte Preiſe. Bin
Montag am Platze. Offerten unt.
F. U. K. 8167 a. d. Exv. (44890

4574M)

zeiegenheitskauf eines prima
Motorrades

Mauerſtr. 14, parterre. (*4226dsi

Meter Gartengeländer mit
Türe von Eiſen zu verkaufen.
*4340fs) Taunusſtr. 39, 1. St. I.

2i

werden
der 991
den La
beitrug
als da

Friede

zu Te
verſügt
Anfang
haben,
wir es
der St

ſigen
und

[ ][  ][ ]

Aufruf
an die Damen von Darmſtadt und Umgegend.

Der vom Vorſtand des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten
Kreuz in Verbindung mit dem Alice=Frauenverein auch in dieſem
Jahr veranſtaltete theoretiſche Lehrgang in der Kriegskranken=
pflege
beginnt
Freitag, den 1. März, nachmittags 5 Uhr,
im Feſtſaal des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karlſtraße 2).
Wir ſind der Zuverſicht, daß die Damen von heute nicht
werden zurückſtehen wollen hinter denen von 1870/71, die während
der ganzen Dauer dieſes Krieges mit opferwilliger Hingabe hier in
den Lazaretten und an anderen Stellen tätig waren und nicht wenig
beitrugen zur Erleichterung des Loſes der Verwundeten. Weit mehr
als damals iſt aber heute eine gute und gründliche Schulung im
Frieden für die erſprießliche Ausübung einer ſolchen Tätigkeit im
Kriege geboten Ungeſchulte Pflegekräfte haben wenig Wert.
Wir hoffen daher auf zahlreiche Beteiligung und bitten, ſchrift=
liche
Anmeldungen mit Angabe von Vor= und Zunamen, ſowie der
Wohnung alsbald zu richten an Frau Staatsminiſter Rothe, Wil=
helminenſtraße
32, oder an den General Korwan, Wilhelmſtraße 25.
Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
(4637
Heſſiſcher Landesverein vom
Alice=Frauenverein für
Krankenpflege.
Rothen Krenz.
Im Allerhöchſten Auftrag Ihrer
Korwan,
Königl. Hoheit der Großherzogin
von Heſſen und bei Rhein:
Generalleutnant z. D.
Marie Rothe
Vorſitzender.
Vize=Präſidentin.

Aufruf.

Unſere ſegensreiche Arbeit hier in der Stadt wächſt von Tag
zu Tag und mit ihr wachſen auch die Anforderungen, die an unſere
verfügbaren Kräfte und Mittel geſtellt werden. Troßdem wir ſeit
Anfang Dezember vorigen Jahres eine Berufsarbeiterin angeſtellt
haben, können wir unſeren Pflichten nicht mehr ſo nachkommen, wie
wir es angeſichts der vielen, unbehüteten weiblichen Jugend hier in
der Stadt müſſen.
So richten wir denn die herzliche Bitte um Hilfe an alle hie=
ſigen
Freundinnen und an alle Frauen, die über freie Zeit verfügen
und Freude an ſozialer Arbeit haben: Wer kann und will ſich per=
ſönlich
an unſeren Beſtrebungen beteiligen? Wer will als tätiges
oder ſtilles Mitglied unſerem Verein neu beitreten?
Schriftliche Anmeldungen nimmt entgegen und erteilt Aus=
kunft
über die Art der Arbeit
Fr. Prof. Emilie Kellner,
Lokalvorſteherin des Vereins der Freundinnen
junger Mädchen: Darmſtadt.
4537)

Gewerbemnſeum Darmſtadt.
Ausstellung deutscher und
französischer Medaillenkunst.
Ausstellung Gengnagel‟
Neckarſtraße 3.
Geöffnet täglich von 111, außerdem Mittwoch und Samstag,
nachmittags von 2½4½ Uhr.
(4635
Eintritt frei.
Katalog 20 Pfg.

Franenverein der Süboſipfari
der evang. Stadtgemeinde Darmſtadt, E. V.
Muſikaliſcher FamiliensAbend
Sonntag, 25. Februar, abends präzis 7½10 Uhr,
im Gemeindehaus Kiesſtraße 17.
Vorträge: von Fräulein W. Weinmann (Klavier): Lieder von
Löwe, Hugo Wolf, Schubert u. a. (Herr Finanzamtmann
Lony, am Klavier: Fräulein M. Schwan).
Chöre vom Gemeindegeſangverein (Dirigent: Herr
Kapellmeiſter Landwich) z. B. Loreley von F. Mendels=
ſohn
, Soliſtin: Fräulein Sturmfels, am Klavier: Fräu=
lein
W. Weinmann.
Teekarten (25 Pfg.) ſind bei Hausverwalter Spaar,
Kiesſtr. 17, und abends an der Kaſſe zu haben.
Der Vorstand.
5346)

Verein für Verbreitung von Voikshildung,
Donnerstag, 29. Febr., abends 8¼ Uhr
in der Techniſchen Hochſchule, Saal 326:
Oeffentlicher Vortrag
mit Veranſchaulichungen u. Verſuchen von Herrn Prof. Dr. W. Sonne
über:
(4540sd
Altes u. Neues aus der Sprengstoff-Technik.
Eintrittskarten 30 Pfg.; für Mitglieder, angeſchl. Vereine und
Schüler 20 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 2.

alals-Restaurant
Hügelstrasse 35
m
Ileu Eroimhet Neu
Karl Teuschlex,
*4420)

Wochentlich
Tausende von Mark
erhalten z. Z. unsere Mitglieder
als Krankenunterstützung. Wer
sich diese wirklich soziale Wohl-
tat
im Krankheitsfalle zu Nutzen
machen will, versäume nicht, in
gesunden Tagen unserer Kasse
beizutreten. Berufsagenten u.
Mitarbeiter aus allen Kreisen
und allerorts gegen angemessene
Bezahlung gesucht. (4575Ml
Württ. Privat-Krankenkasse
Stuttgart.
(Grosse, altangeseh. Vers.-Anst.)

Zu Verkaufen:
1 Pferd (Wallach, Rappe), 10 J. alt,
zugfeſt, 1 Häckſelmaſchine, 1 Ein=
ſpännerwagen
, 30 Malter Saat=
kartoffelnu
. 30 Malter Eßkartoffeln,
beide Induſtrie, b. Heinrich Adam
Hamm, Dreſchmaſchinenbeſitzer,
Weitorstadt, Kreuzſtr. 23. (4539sis
Wirisbhten
mit 2 Zapfhahnen ſehr billig zu
verkaufen Langgaſſe 41. (4553a
Honfirmanden=Anzug zu verkauf.
Kiesſtr. 27, Wäſcherei. (*4364sms
Wenig gebr. Kinderliege=
zu
verkaufen Klakow,
wagen Moosbergſtr. 44½. (*4366
noch faſt neuer bl. Sitz=TLiege=
1 wagen zu verk. Preis 12 Mk.
*4356fs) Liebfrauenſtr. 56, 2. St. I.
en. Geſchäftsaufgabe eine neue
Lederwalze zu verk. Pr. 40 M.
*4357ks) Liebfrauenſtr. 56, 2. St. l.
Ein Wagen voll Kornſtroh,
E Flegeldruſch, iſt zu verk. bei
Ludwig Kilian II., Arheilgen. (*4298fso
gebrauchter Kinderliegewagen
G und Sportwagen billig ab=
zugeben
Wienersſtr. 44, II. (4520fso
Mollſt. Bett, 1 Kinderbettſtelle zu
verk. Mühlſtr. 62, part. (*4394
Partiewaren, Ramsch
ſow. Reſte all. Art werd. gekauft.
Gefl. Offert. an Georg Schwab,
Gardiſtenſtraße 19, I. (*4177dfs
Wer zahltdenhöchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe,
Stiefel, Uniformen, Möbel, Bett=
werk
ze.?
(884a
C. Strudel, Langegaſſe.
Haufe getrag. Herren= u. Damen=
K. Kleider, alte Möbel, Waffen,
ſowie Gold= u. Silbergegenſtände.
Poſtkarte genügt. Komme ſofort.
M. Obſtfeld, Kl. Bachgaſſe 7.(3962a
eneDamenmasken-Garderobe
A1 mählstrasse 40, I., Konfektion
nächſt Turnhalle (Woogsplatz).
nicht getragene, ſowie
Neue ſaubere, einmal verliehene
Koſtüme, elegante Damen= und
Herren=Dominos ſehr billig, in
großer Auswahl zu verl. (*4352fs
Sienſid. Danendomins 2 t.
E136)a) Schilenlaßz 8. 1. St.
Jocheleg. Damenmasken, teils
Hneu, von 3 Mk. an zu verleih.
Roßdörferſtr. 16, 1. St. (2497a
3 ſchöne Maskenkoſtüme
(Spanierin, Orientalin u. Pierrette)
billig zu verleihen
(2571t
Gutenbergſtraße 11, part.
Gleg. Maskenanzug (Carmen),
Eein blauer Domino zu verl.
Anzuſehen von 102 Uhr
4483fs) Aliceſtraße 22, part.
Hocheleg. Damenmasken
bill. z. vl. Gr. Kaplaneig. 14, p. (*4316fs
ſch. Damenmasken bill. zu verl.
3 4315fa) Mühlſtr. 17½, 3. St.
ſchöne Masken zu verleihen,
3 Würfel, Spanierin, Pierrette,
Kranichſteinerſtr. 28, part. (*4325fs
eleg. Damenmasken zu verl.
*4343fs) Waldſtr. 33, 2. St. I.
askenkoſtüm Großes Los
M bilig zu verleihen oder zu
verkaufen Kranichſteiner=
(*4111fs
ſtraße 35, 1. St.
Keltene eleg. u. Damenmaske
(Kaſtanie), billig zu verleihen
Nied.=Ramnabtskſtr. 16, I. (4544

Einladung
zur
35. ordentlichen Mitgliederversammlung
des
Landes=Pferdezuchtvereins im Großherzogtum Heſſen
auf Sonntag, den 3. März 1912, vormittags 11½ Uhr,
zu Mainz in der Stadthalle.

Vor Eintritt in die Tagesordnung Gedenken der im abgelaus
fenen Jahr verſtorbenen Mitglieder.
Tagesordnung:
1. Bericht des geſchäftsführenden Vorſtandes über die Wirkſamkeit
des Vereins im abgelaufenen Jahr.
2. Vorlage der Jahresrechnungen für das Rechnungsjahr 1910 und
Entlaſtung des Rechners.
3. Genehmigung der Jahresvoranſchläge für das Rechnungsjahr 1912.
4. Verſchiedenes.
Nach Erledigung der Tagesordnung wird Herr Rittmeiſter
a. D. Fenner einen Vortrag halten über das Thema: Weidebetrieh.
Darmſtadt, den 20. Februar 1912.
Der I. Vorſitzende:
Müller.
Vor der Mitgliederverſammlung um 11 Uhr: Sitzung des
Vorſtandes.
Nach der Mitgliederverſammlung findet in der Stadthalle um
1 Uhr gemeinſames Mittageſſen ſtatt. Das trockene Gedeck koſtet
2 Mark. Es wird dringend erſucht, Anmeldungen hierzu direkt an
den Reſtaurgteur der Stadthalle in Mainz zu richten.
(4586

Ludwigshöhe.
Sonntag, den 25. Februar 1912:
Jon22N F
der Kapelle des Leibgarderegiments
(Grösserer Teil derselben)
(B4642
Dirigent: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Aus der Vortragsfolge: W. Wallacce: Ouvertüre zur Op.
Maritana. G. Puccini: Tonbilder aus Madame Butterfly.
C. Kreutzer: Szene und Arie aus Das Nachtlager in Granada
(Violinſolo Herr Mewes, Poſaunenſolo Herr Urban). J. Strauss=
Ins Zentrum, Walzer. G. Bizet: Fragmente aus Carmen uſw.
Anfang * Uhr.
Eintritt 25 Pfg.

Sonntag, 25. Februar 1912, im
(1632
Hotel zur Krone in Auerbach
Anfang 3½ Uhr.
Kaffeekonzert. Eintritt 30 Pfg.

GeſangvereinLiederkranz‟ Darmſtadt.
Sonntag, 25. Februar, abends 711 Min.
Grosses Masken-Kränzchen
im Perkeo, Alexanderſtraße.
Maskenkarten für Fremde: Herren 1 Mk., Damen 50 Pfg.,
Vorverkauf bei Herrn Ph. Herold, Hutgeſchäft, Große Ochſengaſſe,
und Herrn A. Sulzmann, Friſeur, Große Ochſengaſſe.
Maskenkarten für Mitglieder à 20 Pfg. ſind bei dem 1. Vor=
ſitzenden
, Herrn Jul. Belleſontaine, Zigarrengeſchäft, Holzſtraße 1,
zu haben.
(4309ms

Restauration Kaiser Friedrich‟
Joh. Heist.
Sonntag, den 25. Februar:
Grosser Kappenabend.
Vorzügl. Bier Reine Weine
Gute Küche.
(*4504.

Auf vielseitigen Wunschls
Samstag, den 24. Februar, abends 911 Uhr,
Großer Kappenabend.
Alle Ueberraſchunge, die’s nur gibt. Keiner darf fehle.
Es ladet ein
Auguſt Englert, Ballonplatz 4.

Sohſos Beſte Kurerfolge bei Nerven=
(ögonits Magen., Darm., derze, Reber=
Rieren. Blaſen u.Geſchlechts.
Dresden- krankheiten. Gicht, Rheuma=
Radebenl tismus, Lschias, Aſthma. Ner=
voſtät
: Bleichſucht. Blutar=
3 Aerzte mut, Zuckerkrankheit u. allen
Frauenkrankheit. Proſp.frei.
Vilz: Natur=Heilbuch,
2 Millionen Eremplare ſchon
verkauft. 4 Bände M. 38.
SeeEelnel
Zu berieh. d. alle
handlg.

[ ][  ]

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Aufgebotene. Auf 19. Februar: Tiefbautechniker
Chriſtian Lorenz Sames, Viktoriaſtraße 26, und Mina
Amalia Henriette Wilhelmi zu Holzhauſen. Am 20.:
Lackierer Jakob Weber IV. und Dienſtmädchen Marie
Auguſte Grün, beide zu Pfungſtadt. Schreiber Georg
Weidmann, Frankfurt a. M., und Kath. Schardein zu
Unter=Moſſau. Kaufmann Alexander Mayer, Wald=
ſtraße
35, und Luiſe Ichenhäuſer, Frankfurt a. M. Dr.
med. Ernſt Alfred Ludwig Theodor Kappeſſer, Gimbs=
heim
, und Marie Margarete Eliſabeth Klöppinger,
Soderſtraße 110. Am 21.: Dipl.=Ing. und ſtaatl. geprüf=
ter
Baumeiſter Johann Paul Lang, Mainz, und Sophie
Eliſabeth Weiler, Mühlſtraße 60. Am 22.: Friſeur
Chriſtian Adolf Otto Schmidt, Worms, und Friſeuſe
Katharina Bickert, hier. Student Ludwig Friedrich
Reichenheim, hier, (Hotel Traube), und Margarethe
Daiſy Lea Steinthal, Charlottenburg.
Geſtorbene. Am 19. Februar: Schuhmachermeiſter
Heinrich König, 67 J., kath., Mühlſtraße 8. Margarethe
Schwindt, geb. Mütz, Ehefrau des Rentners, 64 J., kath.,
Soderſtraße 112. Klavierſpieler Chriſtoph Wilh. Otto
Wildhack, 53 J., ev., Große Ochſengaſſe 10. Am 21.:
Emma Bönſel, 7 Mte., ev., T. des Hausdieners Johannes
Bönſel, Gr. Kaplaneigaſſe 17. Am 20.: Karl Friedrich
Wilhelm Huwerth, 3 J., ev., S. des Kaufmanns Carl
Huwerth, Roßdörferſtraße 21. Margarete Göbel, geb.
Lautenſchläger, 71 J., ev., Ehefrau des Privatiers, Nieder=
ſtraße
19. Marie Sauerwein, 7 J., ev., T. des Land=
wirts
, Hergershauſen.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Invokavit, den 25. Februar 1912
Hoſkirche: Samstag, den 24. Februar, abends um
6 Uhr: Beichte. Sonntag, den 25. Februar, vorm. um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion
in der Sakriſtei. Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
mit Feier des hl. Abendmahls. Mittwoch, den
28. Februar, abends um 6 Uhr: 2. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Dr. Diehl. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Kle=
berger
. Mittwoch, den 28. Febr., abends um 8 Uhr:
Liturgiſche Paſſionsfeier. Pfarrer Velte.
Kollekte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Beringer.
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
25. Februar, abends 7½10 Uhr: Familienabend des
Frauenvereins für die Südoſtpfarrei. Freitag, den
1. März, abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittgs
um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtraße 24
(Muſikſaal).
Sohanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Mitt=
woch
, den 28. Februar, abends um 8 Uhr: 2. Paſſions=
andacht
. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. Abends
um 8 Uhr: 1. Paſſionsgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Müller.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung
von ½8 Uhr an in der Sakriſtei. Nachm. um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Müller.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Stein. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Donnerstag, den 29. Febr., nachm. um
3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrverwalter Lic. Dr. Vollrath.
Abends um 6 Uhr: Oberhofprediger Ehrhard.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Herpel. Feier des hl. Abendmahls
mit vorausgehender Beichte. Vormittags um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. Abends
um 6 Uhr: 1. Paſſionsandacht. Profeſſor Weimar.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 25. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=

tags um 4 Uhr: Bibelſtunde. Im Vorderhaus: Jugend=
bund
für E. C. Abends um 8½ Uhr: Lichtbilder= Vor=
trag
vom Jugendbund für E. C. Montag, den
26. Febr., abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde.
Dienstag, den 27. Februar, abends um 8½ Uhr: Jung=
frauen
=Bibelſtunde und Blaukreuzſtunde. Mittwoch,
den 28. Februar, nachmittags von 46 Uhr: Hoffnungs=
bund
für Mädchen. Abends um 8½ Uhr: Geſang=
ſtunde
. Donnerstag, den 29. Februar, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde. Freitag, den 1. März, abends
um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung. Abends um
9 Uhr: Gebetsvereinigung. Samstag, den 2. März,
nachmittags von 24 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben.
Filiale der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88,
Hinterbau): Freitag, den 1. März, abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation.

Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gläubig gekaufter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 25. Februar, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. um 4 Uhr: Predigt. Vorm.um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. Abends um 6 Uhr: Jugendverein.
Montag, den 26. Febr., abends um 8½ Uhr: Geſang=
verein
. Dienstag, den 27. Februar, abends um 8 Uhr:
Frauen=Miſſionsverein. Mittwoch, den 28. Februar,
abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung. Donnerstag,
den 29. Februar, abends um 8½ Uhr: Mitglieder= Ver=
ſammlung
. Freitag, den 1. März, abends um 8½ Uhr:
Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 24. Februar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Kollekte für den hl. Vater
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachm.
um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen
der Gemeinde. Abends um 6 Uhr: Herz=Mariä= Bruder=
ſchaftsandacht
mit Predigt. Mittwoch, abends um
6 Uhr: Faſtenpredigt. Donnerstag, nachmittags um
Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Freitag, vorm.
um 9 Uhr: Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. Um 4 Uhr: Vortrag für die Jugend=
Abteilung der Jungfrauen=Kongregation. Um ½5 Uhr:
Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 24. Februar,
nachmittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge=
legenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 25. Februar 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
lm ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht; darauf Sodalitat.
Dienstag, abends um 5½ Uhr: Faſtenandacht.
Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Beichtgelegenheit. Frei=
ag
, abends um 5½ Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
24. Febr., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Kollekte für den hl. Vater
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Faſtenandacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachm. von 67 Uhr.
Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 24. Febr., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
1. Faſten=Sonntag, den 25. Februar 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
mt
und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Chriſten=

lehre und Andacht. An allen Werktagen, morgens um
¾/8 Uhr: Singmeſſe mit Andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: 1. Faſten=Sonntag, den
25. Februar, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.

The Church of England Service
1. Sunday in Lent, 25th February 1912
Divine Service followed by Holy Communion will be
held in the Hofkirche at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain from Heidelberg,
will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. Febr: Dem Gärtner Oskar
Robert Werling T. Anna Marie, geb. 6. Jan. 18. Febr.:
Dem Heizer Heinrich Mink T. Marie, geb. 5. Jan. 19.
Febr.: Der Büglerin Klara Suſanna Schmidt T. Elſa,
geb. 20. Jan. 17. Febr.: Dem Zahntechniker Felix Paul
Hermann Willy Fiedler T. Annemarie Katlen, geb.
10. Nov. 1911. 18. Febr.: Dem Kaufmann Wilhelm
Heinrich Otto Weſtphal S. Günther Wilhelm Otto, geb.
27. Dez. 1911. 15. Febr.: Unehel. S. Adolf, geb. 11. Febr.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Dem Schloſſer
h pp Delp S. Philipp, geb. 26. Jan. 18. Febr.: Dem
Squhmacher Johann Georg Mantel S. Georg Adam,
geb. 17 Nov.
Mortinsgemeinde: 18. Febr.: Dem Schuh=
macher
Karl Emil Späth T. Luiſe Minna, geb. 18. Jan.
Dem Briefträger Daniel Schellhas S. Georg Heinrich
Wilhelm. 15. Febr.: Dem Buchdrucker Friedrich Jean
Fleury S. Gerhard Jean, geb. 12. Nov. 18. Febr.: Dem
Schloſſer Julius Dietrich Auguſt Märtirer S. Joſef Ju=
lius
Auguſt, geb. 17. Jan. Dem Schneider Johann
Adam Weber T. Helene Marie, geb. 22. Dez.
Paulusgemeinde: 11. Febr.: Dem Staatsbahn=
ſchaffner
Adam Helm S. Franz, geb. 25. Jan. 13. Febr.:
Dem Schloſſer Ludwig Vollhardt T. Antonie Helene, geb.
15. Juli 1911. Dem Taglöhner Jakob Schidlowsky S.
Konrad Peter, geb. 23. Dez. 1911.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. Febr.: Finanzaſſeſſor Karl
Friedrich Bock von Jugenheim und Lucie Eliſabeth Fol=
mer
von Wald=Michelbach. Fahrburſche Johann Adam
Göbel und Margareta Koch. 4. Febr.: Diener Heinrich
Holſchuh und Magdalena Dapper.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Bäcker und
Konditor Joſef Krug und Babette Kirchner von hier.
19. Febr.: Apotheker Wilhelm Avenarius, Wittwer in
Frankfurt a. M., und Eliſabeth Kilian von hier.
Martinsgemeinde: 18. Febr.: Kaufmann Gott=
fried
Friedrich Karl Tacius und Marie Frieda Schnell=
bach
hier.
Paulusgemeinde: 16. Febr.: Zeugleutnant a. D.
Karl Franz Auguſt Krüger zu Darmſtadt und Amalie
Friederike Marie Eſſich. Poſtdirektor Johann Adam
Becker zu Friedberg i. H. und Katharine Marie Luiſe
Foucar.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 20. Febr.: Schneider Hermann
Hartmann, 47 J., ſtarb 18. Febr. 22. Febr.: Muſiker
Chriſtoph Wilhelm Otto Wildhack, 53 J., ſtarb 19. Febr.
23. Febr.: Emma Bönſel, T. des Hausdieners, 8 Mon.,
ſtarb 21. Febr. 18. Febr.: Julie Stamm, geb. Eſch, Ehe=
frau
des Kirchenrats, 59 J. 9 Mon., ſtarb 16. Febr. 22.
Febr.: Kurt Friedrich Wilhelm Huwerth, S. des Kauf=
manns
, 3 J. 7 Mon., ſtarb 20. Febr. 18. Febr.: Doro=
thea
Storck, geb. Ritzel, Ehefrau, 52 J. 2 Mon., ſtarb
16. Febr.
Johannesgemeinde: 17. Febr.: Schneiderin
Olga Herold, ledig, 33 J., ſtarb 15. Febr. 18. Febr.:
Marie Ober, geb. Friſchmann, Witwe des Fabrikanten,
83 J., ſtarb 16. Febr. 21. Febr.: Amalie Wilke, geb.
Hug, Witwe des Hofſchauſpielers, 71 J., ſtarb 19. Febr.
Martinsgemeinde: 17. Febr.: Ingenieur Hans
Engel, 30 J., ſtarb 15. Febr. Tapezierer Ludwig Schmidt,
52 J., ſtarb 14. Febr. Mäthilde Kronenberger, Ehefrau
des Kaufmanns, 63 J., ſtarb 15. Febr.
Paulusgemeinde: 15. Febr.: Großh. Arreſthaus=
verwalter
i. P. Oberleutnant a. D. Emil Walther, 60 J.,
ſtarb 13. Febr. 17. Febr.: Henriette Appel, geb. Baum,
Ehefrau des Polizeiwachtmeiſters i. P., 59 J., ſtarb
15. Febr. Maria Hartmann, geb. Marx, Ehefrau des
Prof. Albert Hartmann, 31 J., ſtarb 15. Febr. 19. Febr.:
Tapezier Wilhelm Dechert, 18 J., ſtarb 18. Febr.

Man verlange beim Einkauf ausdrücklich
Suppen-Würfel
Eiss Mhuu
Schutzmarke Kreuzstern.
Aontahur
Andere Suppenwürfel stammen nicht von MAGGl.
V4571

Mildtltiten

für Sporkkleidung
Jedem Paket hem eine Anleitung mit Zeichnungen
bei. vonach auch Unseübte Kostome, Jackelte,
Kocke. Swealer, Mufs und hlören usu. zelbet
etricken und halag kronen
(Stermwol Strungf. u. Soektengarne
Po sten bosbngen
Woschtendlich weisialerabch
Gosefsten und Handlungen gach.
Sternwoll-Spinnerei, Altona-Bahrenfeld.

Bezugsqueilen: Zu haben bei: Adolf Geiger, Georg Heckmann-
Schmidt, Herz Hachenburger Sohn (en gros), I. Hachenburger jun. (en gros),
Adam Horn, Emil Löb (en gros), H. Näu & Sohn, Rud. Nick Nachf., I. Carl
Schmidt und Arthur Sittig.
(VI2649

feue moderne Blumentische
zu verkaufen Wendelſtadtſtr. 32
Seitenbau.
(*4374
Eine wenig gebrauchte Näh=
maſchine
billig zu verkaufen
Münch, Schießhausſtr. 60, I. (*4375

wie neu,
dessen-Rad ſehrbill.
Grafenſtraße 26.
(4431a
Einſchmelzen
Altes Blei
geſucht
Orangerie Allee 7.
(B4567

Parkettboden
werden gereinigt, alte und neue
Böden auf Blindboden und in
Asphalt verlegt, jede Reparatur
prompt und billig ausgeführt.
Näheres Lichtenbergſtr. 20, III
Rolle 30 Pf.
Tapezieren Gg. Dieter,
Tapezier, Lichtenbergſtr. 75. (*4309fs
Aufarbeiten von Betten
u. Polſtermöbeln, ſow. Neuanfert.
derſ. in u. außer d. Hauſe billigſt.
M. Hoffmann, Tapeziermeiſter,
Kiesſtraße 40.
(V822
Jerde u. Oefen werden tadellos
repariert u. gereinigt; Herde
u. Oefen zu ſehr billigen Preiſen
M. Reinheimer, Ofenſetzer,
*3910smsm) Kiesſtr. 31.
Maſchinenſtrickerei
von Marie Frank, Karlstr. 31,
empfiehlt ſich im Neu= u Anſtricken
von Strümpfen, Sweater ꝛc. (2432a

Onrirmundenhate
weich und gesteift
empfiehlt in grosser Auswahl
Marktstrasse 5
Ar. Hohn Hachtoiger
Karl Zessler
Schwarz-weisse Rabattmarken. (4609sfo

Chlorodont ver=
EGegen
nichtet alle Fäulniserreger
im Munde u. zwiſchen den
Süblen Runugerdch Zahnen und bleicht miß=
farbene
Zähne blendend
weiß, ohne d. Schmelz zu
ſchaden. Herrlich erfriſch. ſchmeck. Zahncreme f. Erwachſ. u. Kind., 46 Woch. ausreich., 1 ,
Probetube 50 . In der Internationalen Hygiene=Ausſtellung Dresden allſeits bewundert.
Man verlange Proſpekt und Gratismuſter direkt vom Laboratorium Leo‟ Dresden 3
oder in den Apotheken, Drogerien, Friſeur= und Parfümeriegeſchäften.