Darmstädter Tagblatt 1912


17. Februar 1912

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175. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 32 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Im Reichstag ergriff geſtern bei der Fortſetzung der
Etatsberatung der Reichskanzler zu einer län=
geren
Rede das Wort.
Die Stadtverordneten in Gelſenkirchen
beſchloſſen eine Beteiligung an dem neuen Flug=
platz
=Unternehmen im Induſtriegebiet
mit einem Betrage von 300000 Mark.
Der engliſche Spion Stewart iſt auf die
Feſtung Glatz gebracht worden.
General Caneva iſt von Rom nach Tripolis zurück=
gekehrt
.
Juanſchikai wurde von der Nationalverſammlung in
Nanking einſtimmig zum Präſidenten der Republik
China gewählt.

Politiſche Wochenſchau.

Der Reichstagsbeginn ſteht keineswegs unter ei=
nem
günſtigen Stern, die Zwiſchenfaue im hohen Hauſe
bilden ein getreues Spiegelvild der innerpolitiſchen Ver=
worrenheit
und Unſicherheit. Nach Beendigung der Wah=
len
hatte man vielfach an eine große Oppoſition der Lin=
ken
geglaubt, die uber die Mehrheit des Hauſes verfuge
und dadurch in der Lage ſei, die Geſchicke des Reichstages
zu beſtimmen. Die Präſidentenwahl ſollte zur Feuer=
probe
werden, aber man hat ſie nicht beſtanden, ſchon die
erſte Gelegenheit zeigte, ein wie lockeres Band die ſoge=
nannten
Meyrheitsparteien verknüpfte. Die größte Ver=
wirrung
aber hat die neue Präſidialkriſe in den Reihen
der Nationalliberalen angerichtet, wo der alte Zwiſt zwi=
ſchen
dem rechten und dem linken Flügel wieder in die
Erſcheinung trat. Der Umſtand, daß die überwiegende
Mehrheit der Fraktion für Bebel wie auch für Scheide=
fmann
geſtimmt hatte, verdroß in gewiſſen Kreiſen der
Partei, aber auch die linksſtehenden Parteiangehörigen
rührten ſich und wollen von einer Abſchwenkung nach
rechts nichts wiſſen. Dieſe Gegenſätze haben zu einer
ſchweren Kriſis in dieſer alten Partei geführt und es
muß abgewartet werden, ob ſie ſich von dieſem Schlag
erholen wird. Jedenfalls haben die Leure, welche die
Nationalliberale Partei vor einem Zuſammengehen mit
den Sozialdemokraten gewarnt haben, Recht behalten.
Da es ohne einen Präſidenten des Reichstages nicht geht,
ſprangen die Fortſchrittler in die Breſche und präſentier=
ten
Herrn Kaempf. Freilich darf man nicht vergeſſen,
daß auf Grund der Verfaſſung in vier Wochen die defi=
nitive
Wahl ſtattzufinden hat, die früher nur als leere
Formſache galt und niemals zu Zwiſchenfällen geführt
hat. Diesmal aber dürfte es anders kommen, man wird
abermals eine Machtprobe vornehmen und es läßt ſich
heute keineswegs überſehen, welches Ausſehen dieſes Prä=
ſidium
haben wird. Daß unter ſolchen Umſtänden die
Geſchäfte wenig gefördert wurden und acht Tage ins Land
gegangen ſind, ohne daß man mit der Etatsleſung begin=
nen
konnte, obwohl dieſe gar ſehr drängt, iſt begreiflich
und doppelt bedauerlich iſt dabei, daß die letzten Vor=
gänge
neuen Zündſtoff gehäuft haben, ſodaß an eine Be=
ruhigung
der Gemüter noch lange nicht zu denten iſt.
Der viel erwähnte Aufenthalt des engliſchen Kriegs=
miniſters
Haldane in Berlin hat noch immer keine Auf=
klärung
gefunden, wenn auch die Kommentare nicht ver=
ſtummen
wollen. Was und ob etwas erreicht worden iſt.
darüber tappt man immer noch im Dunkeln; immerhin
läßt es ſich nicht leugnen, daß ſchon das Faktum an ſich
erfreulich iſt, indem man auf beiden Seiten den guten
Willen dargetan hat, ſich über ſchwebende Differenzen zu
einigen. Ob das freilich erreicht worden iſt, entzieht ſich
der öffentlichen Kenntnis, doch ſpricht vieles dafür, daß
in der nächſten Zeit ein etwas freundlicheres Echo von
jenſeits des Kanals zu uns herüberſchallen dürfte. Ob
da sindeſſen von Dauer ſein wird, läßt ſich heute natürlich
nicht ſagen. Die engliſche Thronrede erwähnt zwar aus=
drücklich
Deutſchland nicht, man begnügt ſich damit, die
freundſchaftlichen Beziehungen zu allen Mächten zu kon=
ſtatieren
, aber der leitende Stuatsmann Asquith verfehlte
nicht. in der ſich anſchließenden Unterhausdebatte ſich aus=
führlich
über das Verhältnis mit Deutſchland zu äußern.
Er ſtellte alles in roſigſtem Lichte dar, er befleißigte ſich ei=
ner
optimiſtiſchen Ausdrucksweiſe, und merkwürdig iſt es,
baß er nichts von agreſiven Abſichten Englands im
Spätſommer vorigen Jahres weiß, vielmehr dementiert
er direkt die Gerüchte über einen geplanten engliſchen An=
griff
, die in Deutſchland ſo viel Staub aufgewirbelt haben.
Man wird ſich hierbei eines ungläubigen Lächelns nicht
erwehren können, gleichwohl wird man ſagen müſſen, daß
die enaliſchen Staatsmänner augenblicklich von den be=
ſten
Abſichten beſeelt ſind, ein gutes Verhältnis mit
Deutſchland herzuſtellen: heißt es doch auch, daß Haldane
nach Berlin gekommen ſei in Verfolg der November=Rede
Sir Edward Greys, in der dieſer ſelber ſeine bisherige
antideutſche Politik halb und halb desavouiert und die

Notwendigkeit eines freundſchaftlichen Verhältniſſes zu
Deutſchlano betonte. Sind dieſe Abſichten aufrichtig, ſo
ſoll es uns von Herzen freuen, und Deutſchland wird
gern bereit ſein, in die ihm dargebotene Hand einzuſchla=
gen
. Beide Teile wurden ſich dabei gut ſtehen, und bei
einigermaßen gutem Willen dürfte es nicht allzu ſchwer
ſein, die beſtehenden Reibungsflächen zu beſeitigen.
Iſt dies doch auch mit Frankreich möglich geweſen
durch Abſchluß des Marokko=Abkommens, das nunmehr
auch die Santtion des Senates gefunden hat, ſodaß, die
Ratifikation des Vertrages erfolgen konnte. Damit hat
eine Epiſode ihren Abſchluß gefunden, die nicht nur für
Deutſchland, ſondern für die geſamte Weltpolitik zeit=
weiſe
einen unhermlich gefährlichen Charakter angenom=
men
hatte und zu einem folgenſchweren Weltkriege zu
führen drohte. Durch beiderſeitige Einſicht und Einlenken
iſt dieſe Gefahr vermieden worden, womit indeſſen kei=
neswegs
die Gefahr für immer beſeitigt erſcheint. Darum
rüſtet man auch in Frankreich weiter zu Waſſer und zu
Lande und in der Luft. Die fünfte Waffengattung, wie
man das Luftſchiffahrtsweſen nennt, will man ganz be=
ſonders
ausſtatten, und man hat die Kreditforderungen
von 12 auf 25 Millionen erhöht. Ebenſo geht man an
eine umfangreiche Reorganiſation der Flotte, das diesjäh=
rige
Budget beläuft ſich auf 1300 Millionen. Das Wett=
rüſten
blüht alſo wieder auf das üppigſte.
Erfreulich iſt dagegen, daß man in China nunmehr
zu einer Löſung gekommen iſt. Die Mandſchu=Dynaſtie
iſt zurückgetreten und die republikaniſche Staatsform iſt
eingeführt worden. Vorläufig führt Juanſchikai die Ge=
ſchäfte
weiter, und auch die anderen Beamten bleiben auf
ihrem Platze, um eine Störung zu vermeiden. Ueber=
haupt
zeigen ſich die Rebellen in ihren Maßnahmen ſehr
maßvoll. und jedenfalls ſind ſie von den beſten Abſichten
für das Wohl des Reiches der Mitte beſeelt. Ob aber
die Entwickelung den Weg nehmen wird, den die Refor=
mer
wünſchen. iſt eine andere Frage. Das Gros des chine=
ſiſchen
Volkes ſteht öffentlichen Dingen im großen und
ganzen herzlich kühl gegenüber, und es wäre keineswegs
ausgeſchloſſen, daß Anhänger der Mändſchu=Dynaſtie bei
einem Putſch viele Freunde finden würden. Im Hin=
blick
auf dieſe Gefahr kann man keineswegs ruhig in die
Aukunft blicken, ehe nicht Garantien vorhanden ſind, daß
die Dinge ſich konſalidieren. Jedenfalls hat Deutſchland
recht daran getan, ſich mit der Union=Regierung ins Ein=
vornehmen
eu ſetzen und ein geweinſames Norgohen in
China zu vereinbaren, das die Entſtehung neuer inter=
nationaler
Dikferenzen im fernen Oſten zu vermeiden
geeignet iſt. Dieſes Abkommen iſt von der großen Oef=
kontlichkeit
wenia beachtet worden, ſeine Traaweite dürfte
ſich vielleicht erſt in ſpäterer Zeit bemerkbar machen.

England und Deutſchland als Faktoren
des Weltfriedens.

S. Dieſes aktuelle Thema behandelt ein Artikel des
früheren italieniſchen Miniſterpräſidenten Luigi Luz=
zatti
im Mailänder Corriere della Sera. Auszugs=
weiſe
ſeien hier die intereſſanten Ausführungen in der
Ueberſetzung wiedergegeben:
Mehr als einmal haben wir ſchon betont, wie un=
natürlich
es iſt, wenn zwei Nationen, zwei Völker, in
deren Adern gleiches Blut fließt, die beide proteſtantiſch,
die geradezu nötig zum Weltleben ſind, die an der Spitzs
der Ziviliſation marſchieren, die lange Zeit in friedlicher
Weiſe nebeneinander lebten, ja die ſelbſt bis in ihre Li=
teratur
eine gegenſeitige Sympathie zeigen (die Verehrung
Shakeſpeares iſt in Deutſchland ſo groß, wie die Goethes
in England) ſchon öfters ſich mit dem Kriege drohten.
Aber nach den gemachten beiderſeitigen Geſtändniſſen zur
öffentlichen Rechtfertigung hatten die unglückſeligen ma=
rokkaniſchen
Vorfälle im Juli und September vorigen
Jahres den ſchlimmen Erfolg, in Europa einen Univer=
ſalkonflikt
heraufzubeſchwören, in dem die auszuführen=
den
Hauptrollen auf dem Meere Deutſchland und Eng=
land
zugeteilt worden wären. Indeſſen, wenn die menſch=
liche
Vernunft nicht mehr ausreichte, um dieſe Kataſtrophe
zu verhindern, ſprang Se. Maſelät der Zufall ein, wie
Friedrich der Große zu ſagen pflegte, oder die göttliche
Vorſehung nach unſerem Glauben. Wenn dann die gro=
ßen
Völker und ihre Regierungen in kühler Betrachtung
an die Gefahr denken, der ſie glücklich entronnen ſind, über=
kommt
ſie ein Schauder vor dem Moment höchſter Unver=
nunft
, der ſo nahe geweſen und ſie prüfen die Notwen=
digkeit
einer Annäherung.
In dem bekannten Buche Die große Illuſion von
Angell Norman wird die Theſe verteidigt, daß im Falle
eines europäiſchen Krieges der Sieger aus mancherlei
Gründen ſchlechter daran wäre, als der Beſiegte; viel=
leicht
ſind dieſe Schlüſſe forziert und parador, doch der
Autor zeigt oder verſucht es, daß kein Deutſcher durch die
Einverleibung von Elſaß=Lothringen oder durch die 5
Milliarden reicher geworden ſei, und daß Frankreich jetzt
wohlhabender iſt als vor Sedan, wie auch die pekuniäre
Lage Rußlands beſſer ſei, als die von Japan. Denn die
großen Kriegsentſchädigungen erhöhen die Preiſe in dem
Lande, das ſie empfangen und werden ſie zum Kauf von
ausländiſchen Erzeugniſſen verwandt, ſo leiden die ein=
heimiſchen
Induſtrien. Ein Stückchen Wahrheit enthalten

dieſe Schlüſſe, z. B. wenn geſagt wird, daß ein Krieg,
in dem halb Europa gegen die andere Hälfte zieht, mit
Kataſtrophen verbunden ſei, die mit Zuſammenſtößen von
Planeten verglichen werden könnten.
Dieſe bitteren Reflexionen können nichch überſehen
werden von den Staatsoberhäuptern und ihren Regie=
rungen
, weder von England noch von Deutſchland, und
ſie dienen zum Vernünftigwerden in entſcheidenden Mo=
menten
, in denen bekanntlich die Völker der Torheit
näher ſind als die Miniſter.
England iſt an demſelben Punkte angelangt wie einſt
das römiſche Reich: es befindet ſich auf der Höhe ſeiner
Macht, jenem Punkt, der eine Grenze bedeutet, hinter wel=
cher
die Unmöglichkeit beginnt, die eroberte Welt zu re=
gieren
; dagegen iſt Deutſchland eine noch im Wachſen be=
griffene
Macht. Beide Völker müſſen zu der Ueberzeu=
gung
gelangen, daß das beſte Geſchäft für ſie iſt, ſich zu
helfen und zu vertragen, anſtatt an die Vernichtung des
anderen Teiles zu denken; ganz zu ſchweigen von den
Pflichten, die beide Völker gegenüber der ziviliſierten
Welt haben. Sollten dieſe beiden Völker es fertig brin=
gen
, in Frieden und Freundſchaft zu leben, ſie würden
bei geſchloſſenem Vorgehen immer größere Anteile von
den mehr oder weniger ſetten Beuten an neuen Ländern
wie viel Illuſionen gibts hier! erhalten; das Gleiche
gilt von der Beteiligung auf den Weltverkehrsſtraßen.
Ihr friedliches Beiſpiel würde die anderen Staaten zur
Nachahmung anfachen und ihnen andererfelts den Frie=
den
diktieren. Wenn Deutſchland und England gelernt
haben, ſich zu verſtehen, nicht um ſich zu lieben, ſondern
um ſich nicht zu haſſen, nicht um ſich zu verbrüdern, ſon=
dern
nur, um den Frieden zu wahren: das ganze Europa
aus Ueberzeugung oder Zwang folgt nach und man wird
an eine Vermehrung der Kriegsrüſtungen nicht nur nicht
zu denken brauchen, ſondern nach einiger Zeit die ver=
hältnismäßigen
Verminderungen eintreten laſſen können.
Das erklärt die Wichtigkeit der Zuſammenkünfte
ob gewünſcht oder gezwungen von verantwortlichen
Politikern Englands und Deutſchlands, das erklärt das
Intereſſe und die Hoffnungen der friedliebenden und die
Uebertreibungen der nicht friedliebenden Völker wenn
es ſolche gibt. Nach dem, was zwiſchen Agadir und der
G genwart liegt. darf man das Vertrauen nicht verlieren,
mehr auf die gegenſeitigen Intereſſen als auf das Vor=
handenſein
auter Kräfte bauend, daß ein langer und feſter
Modus vivendi zwiſchen Enaland und Deutſchland ent=
ſtehe
. Iſt erſt dieſes Ziel erreicht, ſo werden alle anderen
Schwierigkeiten mit Leichtiakeit beſeitigt, wenn ſie nur
die zwei höchſten Gewalten der Welt auflehnen gegen
den Krieg.

Deutſches Reich.

Deutſchland und China. In einem Vor=
trag
, den der frühere Staatsſekretär Dernburg im Stutt=
garter
handelsgeographiſchen Verein vor 2000 Perſonen
hielt, erklärte der Redner die Umwandlung Chinas in eine
Republik für ſehr günſtig für den deutſchen Handel. Bis=
her
habe England vor Deutſchland einen großen Vor=
ſprung
in China gehabt, weil das arme chineſiſche Volk
die billige und ſchlechte Baumwollware aus England bezog.
Aehnlich ſei es in Amerika hinſichtlich der Maſchinen.
Wenn aber heute die Erpreſſung ſeitens der chineſiſchen
Beamten aufhöre, könnten die Chineſen die beſſere
deutſche Qualitätsware kaufen. Bei der neuen Ordnung
würde dann auch deutſche Bildung und Kultur in höherem
Maße in China Beachtung finden.
Das Reichstagspräſidium und der
Kaiſer. Das Schreiben, in dem der Reichstagsprä=
ſident
dem Kaiſer die Konſtituierung des Präſidiums an=
zeigt
, iſt an den Kaiſer übermittelt worden. Die Frage
wegen der Abgabe der Viſitenkarten der Präſidenten bei
Hofe wird heute entſchieden werden.
In der Fraktionsſitzung der Natio=
nalliberalen
Partei, die am Donnerstag in Ber=
lin
abgehalten wurde, wurde beſchloſſen, dem Abgeord=
neten
Baſſermann ein Vertrauensvotum der National=
liberalen
Partei zu überreichen. Ferner wurde der Be=
ſchluß
gefaßt, den Zentralausſchuß der Nationalliberalen
Partei auf den 24. März einzuberufen.
Initiativanträge im Reichstag. Im
Reichstag ſind nicht weniger als 18 Initiativanträge von
den Nationalliberalen eingegangen. Sie beziehen ſich
u. a. auf Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, auf Unfall=
fürſorge
, auf freiwillige Rettungsarbeit, Ausbau des Be=
amtenrechtes
, Verantwortlichkeit des Reichskanzlers, Er=
richtung
eines Reichseinigungsamtes, Regelung der Kon=
kurrenzklauſel
. Ein Wahlrechtsantrag will den Termin
für die Stichwahlen einheitlich für das ganze Reich feſt=
geſetzt
wiſſen.
Hanſabund. Mit Rückſicht auf die von drit=
ier
Seite gebrachte Nachricht über Veränderungen in der

[ ][  ][ ]

Geſchäftsleitung des Hanſabundes und deren angebliche
Gründe wird mitgeteilt, daß auch nicht ein Schatten einer
Differenz zwiſchen dem Oberbürgermeiſter Knobloch und
dem Präſidenten des Hanſabundes Geheimrat Rießer vor=
handen
iſt. Oberbürgermeiſter Knobloch ſuchte um einen
längeren Urlaub nach, da infolge der Anſtrengungen bei
der letzten Reichstagswahl ſeine Geſundheit ſehr ange=
griffen
iſt.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Im ungariſchen Abgeordnetenhauſe
ergriff unter großer Spannung der Miniſterpräſident das
Wort, um darzulegen, inwieweit er die Abänderungsvor=
ſchläge
Apponyis bezüglich der Wehrreformvorlage zu
berückſichtigen gedenke. Er ſagte, daß er einige dieſer An=
träge
annehme, jedoch genötigt ſei, die, die keine Ver=
beſſerung
der Vorlage bedeuten, abzulehnen. Er hob die
Notwendigkeit hervor, aus Gründen der internationalen
Politik für die Entwickelung der Armee Sorge zu tragen
und wies darauf hin, daß die Bevölkerung die zweijäh=
rige
Dienſtpflicht, welche die Wehrreform einführt, als
eine große Erleichterung betrachte und ihre Verwirk=
lichung
herbeiſehne. Was die Wahlreform betrifft, er=
klärte
der Miniſterpräſident, ſie in der Herbſtſeſſion vor=
legen
zu wollen. Die beſte Methode, die Vorlage der
Wahlreform zu beſchleunigen, ſei, die Wehrvorlage ſo=
bald
als möglich zu erledigen. Der Miniſterpräſident
ermahnte die Oppoſition, die Obſtruktion gegen die Wehr=
vorlage
einzuſtellen, da auch die Mehrheit der Nation die
Wahlpolitik des Kabinetts billige. Darauf wurde die
Debatte auf Montag vertagt.
Frankreich.
Untätigkeit Frankreichs in Marokko.
Der Temps meldet aus Fez: Der Sultan und die Leute
des Maghzen legen die Untätigkeit, welche Frankreich trotz
des Abkommens vom 4. November 1911 an den Tag lege,
als ein Zeichen der Schwäche aus und benutzen ſie, um
von neuem die Stämme auszuſaugen und die Güter des
Maghzen zu verſchleudern. Wenn man einem neuen
Aufſtande vorbeugen wolle, dann müſſe man dieſen Miß=
bräuchen
raſcheſtens ein Ende machen, indem man dem
Sultan entſprechende Exiſtenzmittel gewähre und ihn ſo
der Notwendigkeit enthebe, zu ſo argen Machenſchaften
zu greifen.
Zu der Erklärung des Reichs=
kanzlers
im Deutſchen Reichstag ſchreibt der
Gaulois: Es iſt unzweifelhaft, daß die Wünſche des eng=
liſchen
Kabinetts bei der deutſchen Regierung einen freund=
lichen
Widerhall gefunden haben. Die Raſchheit, mit der
Herr v. Bethmann Hollweg im Reichstag auf die Rede
Asquiths geantwortet hat, beweiſt dies. Die engliſch=
deutſche
Entſpannung einerſeits und die öſterreichiſch=
ruſſiſche
Annäherung andererſeits künden eine umfaſſende
Friedenskoalition an. Wenn ſie zuſtande kommen ſollte,
dann darf ſie nicht ohne Frankreich vollzogen werden.
England.
Die Beziehſungen zu Deutſchland. Die
Weſtminſter Gazette ſpricht ihre ungemiſchte Genugtuung
über die Erklärungen Asquiths und des Earl of Crewe
über die Beziehungen zu Deutſchland aus. Das Blatt
hofft, daß nicht nur die Rede Asquiths, ſondern auch die
unverhüllte Befriedigung, mit der ſie von beiden Seiten
des Hauſes und von der Preſſe aufgenommen wurde,
Deutſchland überzeugen werde, daß in England trotz der
Ereigniſſe der letzten Monate eine Reſerve guten Willens
beſteht, auf den die weiſe Staatskunſt zuverſichtlich rech=
nen
dürfe. Aus der Rede des Earl of Crewe im Ober=
hauſe
ſind folgende Bemerkungen nachzutragen:
Was im letzten Sommer ſo ernſthaft war, hatte nichts
mit den Regierungen zu tun, ſondern war der Zuſtand
der öffentlichen Meinung in beiden Ländern. Es iſt nutz=

los, ſich der Tatſache verſchließen zu wollen, daß in
Deutſchland vielfach geglaubt wird, wir träfen Vorberei=
tungen
beſonderen Charakters für einen möglichen An=
griff
auf Deutſchland. Doch nie war ein Grund zu der
Annahme vorhanden. Alles, was geſchehen iſt, war nur
die allgemein anerkannte Tätigkeit des Reſſorts, die
Fortſetzung von rein defenſiven, ich will nicht ſagen Vor=
bereitungen
, ſondern Maßregeln, die ſtets bei allen Ge=
legenheiten
getroffen werden, die ſich bei dieſer Gelegen=
heit
gar nicht änderten und ſich nicht zu einer beſonderen
Tätigkeit entfalteten. Ich vermute, daß die Berichte über
ſolche gewöhnlichen alltäglichen Vorbereitungen in
Deutſchland den Eindruck erweckt haben, daß wir Vorbe=
reitungen
beſonderer Art trafen.
Zu den Erklärungen des deutſchen
Reichskanzlers ſchreibt die Daily News: Die Er=
klärungen
des Reichskanzlers wurden mit ebenſo großem
Beifall im Reichstag aufgenommen, wie die Erklärungen
Asquiths im Unterhauſe und ſagt weiter: Es iſt von
Anfang an ein glückliches Omen, daß im Augenblick die
einzige Frage, über die in den beiden Parlamenten Ein=
ſtimmigkeit
herrſcht, der Wunſch zu einer Verſtändigung
zwiſchen England und Deutſchland iſt. Die Times
ſchreibt: Die Eklärungen des Reichskanzlers werden
in England mit ebenſo großer Befriedigung aufgenom=
men
werden, wie im Reichstag. Die Erklärungen des
Reichskanzlers waren natürlich reſerviert und ſagten nicht
viel Neues über die Miſſion Lord Haldanes, aber ſie zei=
gen
, daß Miſter Asquith mit Recht von dieſer Miſſion
einen beruhigenden Einfluß auf die Beziehungen der bei=
den
Länder in Anſpruch nahm, den jedermann in England
wünſcht. Das Blatt erörtert alsdann die Flottenfrage,
glaubt aber, vor zu hoch geſpannten Erwartungen war=
nen
zu müſſen, da ſonſt die unvermeidliche Enttäuſchung
die gute Sache ſchädigen müſſe, die die Miſſion Haldanes
in beſcheidenen Grenzen fördern würde.
Rußland.
Die perſiſche Frage. Die Nowoje Wremja
ſchreibt: Die Erklärungen Asquiths über die perſiſche
Frage ſind für Rußland ungenügend. Das Blatt zweifelt
an der Zweckmäßigkeit der Maßnahmen zur Errichtung
einer nationalen perſiſchen Regierung und ſagt, die ruſ=
ſiſche
Regierung habe dem Druck der engliſchen öffent=
lichen
Meinung nachgegeben.
* König Mataafa . Ein Vielgenannter iſt
dahin. Aus Auſtralien wird die Kunde übermittelt, daß
der einſtige König von Samoa, Mataafa, auf den
Fidſchi=Inſeln geſtorben iſt. Im Rahmen der Verhält=
niſſe
, in die er geſtellt war, hat dieſer Südſeehäuptling
ſich als ein bedeutender Mann erwieſen. Er ſpielte in
den ſamoaniſchen Wirren ſeit 1880 eine hervorragende
Rolle. Zum erſten Male wurde er am 9. September 1888
gegen Tamaſeſe zum König ausgerufen, aber ſchon im
Juni 1889 durch die Berliner Samoa=Konferenz abgeſetzt.
Wiederum als König von ſeiner Partei auf den Schild
gehoben, wurde er 1893 auf Manono geſchlagen und dann
nach den Marſchallinſeln verbannt. Nach Malietoas Tod
im Winter 1898 zum dritten Male zum König gewählt,
behauptete er ſich gegen alle Angriffe bis Ende 1899, wo
die Aufteilung von Samoa erfolgte. Während ſeiner Re=
gierung
bewies er deutſchfreundliche Geſinnung; er er=
hielt
auch im Frühjahr 1901 vom Kaiſer einen aus Eben=
holz
und Silber gefertigten, kunſtvollen Häuptlingsſtab
zum Geſchenk, den ihm der damalige Gouverneur Dr.
Solf überreichte. Ein beſonders ſtattlicher und wohlbe=
gabter
Sohn ſeiner Raſſe, hat er es bei körperlicher und
geiſtiger Friſche zu einem Alter von 85 Jahren gebracht.
* London, 16. Febr. Wenn nicht nach 11 Stunden
ein Kompromiß zuſtande kommen dürfte, werden am 1.
März 1050000 britiſche Bergarbeiter, darunter
8000 unter Tag arbeitende, die Arbeit niederle=
gen
. Infolge einer ſolchen Arbeitseinſtellung würde
überdies noch eine weitere Million Arbeiter zu feiern
gezwungen ſein. Die Kohlenpreiſe ziehen bedrohlich an
und man rechnet hier ſogar mit einem Solidaritätsſtreik
auf dem Kontinent. Grennall. der Präſident des Arbei=
terverbandes
von Lancaſhire und Cheſhire behauptet, die
Bergleute von Frankreich, Deutſchland und Belgien wür=

den ihnen Hilfe leiſten, um einen Mindeſtlohn durchzu=
ſetzen
, zum mindeſten aber würden ſie dafür ſorgen, daß
keine Kohlen in England eingeführt würden.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 17. Februar.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Großher=
zogin
empfing am Donnerstag nachmittag 2¼ Uhr im
Neuen Palais den Ceheimerat Beſt. Die Großher=
zoglichen
Herrſchaf en, ſowie Prinz und Prinzeſſin
Hermann zu Stolberg=Wernigerode begaben ſich am
Donnerstag nachmittag 3½ Uhr mit Gefolge im Auto=
nach
Frankfurt, nahmen bei der Prinzeſſin Friedrich
Karl von Heſſen den Tee und wohnten hierauf im
Zirkus Schumann einem Vortrag des Herzogs Adolf
Friedrich von Mecklenburg an. Die Rückkehr nach
Darmſtadt erfolgte um 8 Uhr. (Darmſt. Ztg.)
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Fabrikarbeitern Jacob Treuſch in Darm=
ſtadt
u. d Andreas Poth in Traiſa, in Dienſten der
Firma C. Merck in Darmſtadt, das Allgemeine Ehren=
zeichen
mit der Inſchrift Für treue Arbeit zum
15. Februar 1912.
g. Strafkammer. Ein edles Trifolium Offenbacher
Eckenſteher beſchäftigte geſtern die Strafkammer als Be=
rufungsinſtanz
. Der bereits mit 13 Vorſtrafen belaſtete
21jährige Taglöhner Anton Adler, der nicht minder
vorbeſtrafte 26jährige Schuhmacher Johann Bolz und
der 22jährige Taglöhner Georg Heßler, ſämtlich aus
Offenbach, haben ſich im Oktober und November vorigen
Jahres eine beträchtliche Anzahl gemeinſchaftlicher Kör=
perverletzungen
, Ruheſtörungen und andere Straftaten
zuſchulden kommen laſſen. Es erhielten vom Schöffen=
gericht
Adler eine Geſamtſtrafe von drei Jahren drei
Monaten Gefängnis, drei Monate Haft und Ueberweiſ=
ung
an die Landespolizei; Bolz drei Jahre 6 Monate
Gefängnis und drei Monate Haft; Heßler zwei Jahre
10 Monate Gefängnis und 12 Wochen Haft. Die An=
geklagten
ſind inzwiſchen vom Schöffengericht Hanaut
wegen ähnlichen Rowdytaten Adler und Heßler zu
je einem Jahr Gefängnis und Bolz zu zwei Jahren
Gefängnis verurteilt worden. Die Angeklagten haben
gegen das Offenbacher Urteil in drei einzelnen Fällen!
Berufung eingelegt; wenn auch die drei angefochtenen
Strafen das Geſamturteil nicht beeinfluſſen würden, ſot
wollen ſie nur ihr Recht; ſo begründen ſie ihre Berufung.)
Der Angeklagte Adler ſtellt bei den drei angefochtenen
Straftaten, drei Körperverletzungen, in der Kaiſerſtraße,
im Biergrund und in der Mathildenſtraße, jede Beteilig=
ung
in Abrede; von den beiden letzten will er überhaupt
nichts wiſſen. Bolz gibt ſeine Beteiligung zu, ſtellt ſie
aber ganz harmlos dar. Heßler gibt an, daß er bei dem
vielen Zeug das ihm zur Laſt gelegt wird, nichtst
mehr von den einzelnen Vorgängen weiß. Der Vater
des Angeklagten Adler bittet um eine geringere Strafe
für ſeinen Sohn, da dieſer, wie Heßler von dem viell
älteren Bolz verführt worden ſei. Die drei haben ſicht
anſcheinend in der Erziehungsanſtalt kennen gelernt.
Das Gericht verwarf ſowohl die Berufung der Staats=
anwaltſchaft
als. auch die der Angeklagten. Die für
Adler erkannte Ueberweiſung an die Landespolizei wird
aufgehoben und den Verurteilten 10 Wochen von der
Unterſuchungshaft angerechnet.
* Wahlen zur Handwe kskammer. Zwecks Vor=
nahme
der Wahlen je eines Mitglieds und Erſatzmannes
zur Handwerkskammer hat der Ortsgewerbeverein
für morgen, Sonnta, vormittag 11 Uhr, eine Verfamm=
lung
in das Reſtaurant Sitte (Karlſtraße) einberufen.
Bei der Wichtigkeit dieſer Wahlen ſei hierauf beſonders
aufmerkſam gemacht.
* Dar Gaſtwirteverein Stadt= und Landkreis Darm=
ſtadt
hielt eine Mitgliederverſammlung in der Reſtau=
ration
Sitte ab. Man ſchreibt uns darüber: Unter an=
derem
wurde ein Schreiben der Großh. Bürgermeiſterei
als ablehnende Antwort auf die Eingabe des Vereins=
bezüglich
der Schädigung, welche durch langandauernden
Wirtſchaftsbetrieb im Platanenhain bei kleinen Kunſtaus=
ausſtellungen
herbeigeführt wird, an den Verein gelangt
iſt, verleſen. Es fand eine ſehr erregte Debatte ſtatt und
insbeſondere die Anſicht der Bürgermeiſterei und des
Stadtverordnetenkollegiums aufs heftigſte bekämpft, daß,
um das von der Stadt erbaute Ausſtellungsgebäude
rentabel zu machen, öfters derartige Kunſtausſtellungen
veranſtaltet werden müßten, und daß dieſelben nur be=
ſtehen
können, wenn ſie durch einen ausgedehnten Wirt=
ſchaftsbetrieb
geſtützt werden. Im Intereſſe der Stadt
und ihrer Kunſtinduſtrie, ſowie ihrer Künſtler fände
man es beſſer, wenn man periodiſch, vielleicht alle fünf
oder mehrere Jahre, eine größere Kunſt= und Kunſt=
induſtrie
=Ausſtellung, aber dann auch in richtigem Maße

Die Lotterie.
Von W. Widmann.

Das Glücksſpiel erfreute ſich ſchon in grauer Vorzeit
großer Beliebtheit. Wie leidenſchaftlich ihm unſere Alt=
vorderen
, die tapferen Germanen, fröhnten, hat uns
Tacitus geſchildert:
So äußerſt war, nach Tacitus’ Bericht,
Der alte Deutſch aufs Spiel erpicht,
Daß, wenn er ins Verlieren kam,
Er endlich keinen Anſtand nahm,
Den letzten Schatz von allen Schätzen:
Sichſelber, auf das Spiel zu ſetzen.
(Leſſing: Der ſpielſüchtige Deutſche‟.)
Auch im Mittelalter kam das noch vor. Anno 1455
wurde ein Stuttgarter Bürger beſtraft, weil er ſich
ſelber ob dem Spiel verhandelt hat Bevor die eigent=
lichen
Lotterien aufkamen, befriedigten die Spielluſtigen
im Würfel= und Kartenſpiel, in Glückshäfen und in Wet=
ten
ihre Leidenſchaft. Das Wort Lotterie abgeleitet
vom italieniſchen lotto ( Los) kam zu Anfang des 16.
Jahrhunderts auf; die Sache ſelbſt aber reicht viel wei=
ter
zurück. Schon die Congiaria und Miſſalia
der Römer tragen den Keim der Lotterie. Congiaria
waren Geſchenkverteilungen der Kaiſer unter dem Volke
mittelſt Ausgabe von Zetteln, deren Vorzeiger die dar=
auf
bemerkten Gegenſtände erhielten. Die Miſſalia waren
Glücksgeſchoſſe: Täfelchen oder Kugeln mit Inſchriften,
die unter das Volk geworfen wurden; der Aufgreifer er=
hielt
dann die Gabe, auf die das Täfelchen oder die Ku=
gel
anwies. Namentlich die Kaiſer Auguſtus, Heliogabal
und Nero ſuchten ſich damit beliebt zu machen. Aus den
römiſchen Losſpielen entwickelten ſich zunächſt die Glücks=
häfen
und Glückstöpfe Auch dieſe werden anfangs
nur zu Geſchenkzwecken benutzt. Bald aber bedienten ſich
ihrer findige Kaufleute, um ihre Waren im Wege der
Verloſung ſchnell und zu guten Preiſen abzuſetzen. Da=
mit
kam die Warenlotterie mit Geldeinſätzen in Blüte.

Auf die Warenlotterie folgte alsdann die reine Geld=
otterie
mit Geldbeträgen als Einſätze und Gewinne.
Fürſten, Staaten und Städte ſuchten alsbald ſowohl
Waren= wie Geldlotterie zur Vermehrung ihrer Einnah=
mequellen
auszunutzen, teils durch eigene Veranſtaltung
der Verloſungen, teils durch Steuerauflagen.
Von Italien verbreitete ſich die Lotterie zunächſt nach
Spanien und Frankreich, dann nach Holland; über Hol=
land
kam ſie nach Deutſchland und England. Die erſte
deutſche Warenlotterie größeren Stils veranſtaltete 1521
der Rat der Stadt Osnabrück; die erſte bedeutende Geld=
lotterie
in Deutſchland fand im Jahre 1614 in Hamburg
ſtatt. Die Klaſſenlotterie, zuerſt in Holland in Schwung
und darum urſprünglich Holländiſche Lotterie genannt,
wurde anfangs meiſt zu wohltätigen oder gemeinnützigen
Zwecken benutzt, ſo in Amſterdam 1549 zur Erweiterung
des Waiſenhauſes, in London 1569 zum Unterhalt der
Seehäfen, in Paris 1572 zur Ausſtattung armer Jung=
frauen
.
Von den noch beſtehenden deutſchen Klaſſenlotterien
iſt die Hamburger die älteſte. In Leipzig wurde 1697,
in Nürnberg 1699 erſtmals eine Klaſſenlotterie gezogen.
In Württemberg führte 1762 Herzog Karl eine Lotterie
ein, die aus 75000 Loſen mit fünf Klaſſen und insgeſamt
85000 Treffern beſtand. In Berlin kam die Klaſſenlot=
terie
im Jahre 1740 auf; ſie war dort bis 1793 verpachtet,
dann wurde ſie zum Beſten milder Stiftungen von dem
Staate ſelbſt übernommen und einer General=Lotterie=
Adminiſtration unterſtellt. Von 1806 bis 1814 fiel die
Preußiſche Klaſſenlotterie infolge der politiſchen Wirren
aus. Nach der Befreiung Deutſchlands vom Napoleo=
niſchen
Joch kam ſie 1814 wieder in Gang. In Dresden
wurde 1726, in Hannover 1741 und in Braunſchweig 1752
ein Klaſſenlotterie eingerichtet.
Das heutzutage nur noch in Italien und in Oeſter=
reich
geduldete Lotto das eine Kombination zwiſchen
Lotterie und Wette darſtellt, war Anfangs des 17. Jahr=
hunderts
in Genua aufgekommen. Von da wanderte
dieſe Zahlenlotterie, bei der die Gewinne nicht von vorn=
herein
ziffernmäßig feſtgelegt ſind, ſondern (ähnlich wie

beim Rouletteſpiel) in einem Mehrfachen des Einſatz=
geldes
beſtehen, zunächſt nach Venedig, Neapel, Turin
und Rom, kam dann nach Holland und England und fand
hierauf auch in Frankreich und Deutſchland Eingang.
1752 kam das Lotto nach Wien, wo es vom Staate als=
bald
als einträgliche Einnahmequelle ausgenutzt und ſeit
1787 ausſchließlich betrieben wurde. In Berlin kam die=
ſes
verderbliche Glücksſpiel 1763 auf; um dieſelbe Zeit
wurde es auch in Ansbach, Würzburg, Bamberg und in
München eingeführt. In Württemberg beſtand es ſechs
Jahre lang, 1772 bis 1778, und richtete, wie überall, viel
Unheil an. Ganze Familien fielen der durch das Lotto
entfachten Spielwut zum Opfer. Der ſchwäbiſche Dichter
Schubart gab um jene Zeit ſeinem Abſcheu vor dem
Lotto in ſeiner Vaterländiſchen Chronik durch die Verſe
Ausdruck:
Zum Vizlipuzli ſprach einſt Satan in der Hölle:
Geh’ ſchwarzgekleideter Geſelle,
Verführe Menſchen mir durch eine neue Liſt!
Ich weiß, daß du ein Höllenkraftmann biſt.
Der Dämon flog, mit teufliſchem Bemühen
Sann er, viel Tauſende ins Höllenreich zu ziehen.
Und ihm gelang’s durch Lotterien.
In Preußen wurde das Zahlenlotto 1810 aufge=
hoben
, dafür aber noch einige Jahre die ſogenannte
Quintenlotterie geſtattet, die durch einen höhe=
ren
, feſtſtehenden Einſatz die ärmeren Klaſſen von der
Beteiligung ausſchloß. Im Fürſtentum Reuß=Greiz
wurde das Lotto noch bis 1833, in Bayern ſogar noch
bis 1861 geduldet. In ſeiner 1784 in München erſchie=
nenen
Schrift Ueber das Lotto wird nachgewieſen, daß
damals das Lotto in den kurfürſtlich bayeriſchen Städten
München. Stadtamhof und Mannheim über eine Million
Gulden Reineinnahme erzielte; im Jahre 1818 brachte es
im Königreich Bayern einen Ueberſchuß von 1 267009
Gulden; München, Regensburg und Nürnberg waren da=
mals
Haupſitze der Lottoſeuche.
Als das Lotto, das K. J. Weber in ſeinem Demokri=
tos
als das teufliſchſte aller Glücksſpiele charakteri=

[ ][  ][ ]

und mit der nötigen Reklame durchführen werde. Kleine
Kunſt=Ausſtellungen könnten für die Stadt nicht ren=
tabel
gemacht werden. Dem tiefſten Bedauern wurde
Ausdruck gegeben, daß auch nicht ein Herr von der
Stadtverordnetenverſammlung ein Wort für das ſchwer
belaſtete und bedrängte Gaſtwirtsgewerbe gefunden hat.
Zum Schluſſe wurde noch der Befürchtung Ausdruck ge=
geben
, daß wohl über kurz oder lang die Großh. Bür=
germeiſterei
bezw. das Stadtverordnetenkollegium auch
noch zu einer ſtändigen Wirtſchaft im Platanenhain
ſchreiten könne. Der Vorſitzende verlas ein Schrei=
ben
der Familie Karl Philipp Müller, worin dieſelbe
für die Ehrung des verſtorbenen ehemaligen Vorſitzen=
den
des Vereins, Herrn Karl Philipp Müller, durch Nie=
derlegung
einer Kranzſpende am Grabe gelegentlich des
30jährigen Stiftungsfeſtes, und für die ehrenden Worte,
welche Herr Direktor Hermann in ſeiner Feſtrede für die
verſtorbenen Vorſitzenden eingeflochten hat, den beſten
Dank ausſpricht. Allen Teilnehmern am 30jährigen
Stiftungsfeſte, insbeſondere den von auswärts erſchie=
nenen
Vereinsvertretungen, dem Herrn Stadtverordne=
ten
Dr. Oſann, Herrn Handwerkskammerſyndikus Engel=
bach
, ſowie den ſtarken Vertretungen der Darmſtädter
Handwerksinnungen wurde der beſte Dank ausgeſprochen.
* Sektion Darmſtadt. Deutſcher und Oeſterreichiſcher
Alpenverein. In der Monatsverſammlung ſprach Herr Dr.
med. Hüffell über eine Reiſe, die er mit ſeinem Bruder
führerlos mit viel Glück durchgeführt, und die ihn vom
Watzmann bis zum Cimon della Pala geführt hatte. Das
erſte Ziel war der Watzmann mit ſeinen verſchiedenen
Gipfeln. Ueber Salzburg, dieſes Juwel unter den alten
Städten, gings nach dem lieblichen Salzkammergut mit dem
eleganten Iſchl und dem einzig ſchön gelegenen Hallſtadt.
Der Gipfel des Dachſteins konnte wegen ſchlechten Wetters
leider nicht erreicht werden. Nach dem Drau= und Puſter=
tal
mit Innichen wurde die Wanderung fortgeſetzt, von wo
die Dolomiten mit ihren Glanzpunkten von Landſchaften
und Gipfeln beſucht wurden, um mit der Beſteigung der
Einque Torri, der Marmolada und des grotesken Cimon
della Pala, dem Berge, den man beſteigen muß zu enden.
Es war für die Zuhörer ein hoher Genuß und für viele
eine frohe Erinnerung an die hehre Alpenwelt, den liebens=
würdigen
und anſprechenden Ausführungen des Redners
zu lauſchen und die lange Folge prächtiger Bilder am Auge
vorüberziehen zu laſſen. Reicher Beifall, dem auch der
Vorſitzende Worte verlieh, war der Dank für den Redner.
* Gewerbemuſeum. Ueber die Plakettenausſtellung
iſt ein Katalog herausgegeben worden, der die Beſichtig=
ung
weſentlich erleichtern wird. Die Ausſtellung iſt
durch eine Serie von gegoſſenen Medaillen und Plaket=
ten
des Pariſer Medailleurs V. Peter bereichert wor=
den
, ferner durch Gußſtücke eines jungen Schweizers
Karl Hänny.
Ausſtellung von Photographien. Im Hauſe Wil=
helminenſtraße
27 hat Frl. Lotte Nelſon hier eine
Ausſtellung von Photographien arrangiert, die mit Recht
lebhaftes Intereſſe erregt. Es ſind vornehmlich Porträt=
bildniſſe
dann auch Gruppenaufnahmen in modernſter
Auffaſſung der Lichtbildkunſt, die darin gipfelt, alles Ge=
künſtelte
fernzuhalten und den Porträts ſo wenigſtens
einen Teil von dem zu geben, was ſonſt ausſchließlich Auf=
gabe
der Malerei iſt, nämlich Charakteriſtik. Natürliche
Haltung, freie, ungezwungene Bewegung und Stellung
und möglichſt natürliche Beleuchtung ſind die Grundbe=
dingungen
dieſer Lichtbildkunſt, und dann ſelbſtverſtänd=
lich
Vermeidung jeglicher Retuſche. Frl. Nelſon hat es
in dieſer Kunſt zu ungewöhnlich hohem Können gebracht.
Die kleine Ausſtellung enthält Stücke von ausgezeichneter
Schönheit und künſtleriſchem Wert, wenn auch nicht alle
Bilder der Ausſtellung völlig einwandfrei ſind. Wie
man uns mitteilt, iſt die halbe Zeit der Ausſtellung ver=
ſtrichen
und iſt jedermann, der Intereſſe für die Bilder hat,
bei freiem Eintritt willkommen!
* Ausſtellung. Im Erker der Firma Trier, Wilhel=
minenſtraße
, iſt ein großes Gemälde des hieſigen Weiß=
binders
Herrn P. Delp (Roßdörferſtraße) ausgeſtellt,
welches lebhaftes Intereſſe erregt. Fehlt dem Bild auch
noch die künſtleriſche Reife, ſo ſpricht doch Kolorit und Er=
faſſung
des Vorwurfs für nicht gewöhnliche künſtleriſche
Begabung.
* Bäckergehilfen=Verein Darmſtadt. Man ſchreibt uns:
Der Verein begeht am 2. und 3. Pfingſtfeiertag im Städt.
Saalbau ſein 25jähriges Stiftungsfeſt. Die Vor=
arbeiten
ſind im Gange und verſpricht die Veranſtaltung
eine ganz beſonders ſchöne zu werden, zumal die Beteilig=
ung
auswärtiger Brudervereine und vieler hieſiger Kor=
porationen
und Geſangvereine geſichert iſt. Beachtenswert
iſt noch, daß der Verein vor 25 Jahren in ſeinem Vereins=

lokal bei Gaſtwirt A. Hartmann, Schloßgraben 13, das er
noch heute inne hat, gegründet wurde.
* St. Benno im Reſtaurant Schmitz. Das alt=
beliebte
Stammlokal zahlloſer alter und junger
Darmſtädter und Ausländer, das Reſtaurant
Schmitz in der Louiſenſtraße, trägt duftenden Schmuck von
Tannengrün und Blumen und Bändern St. Benno
zu Ehren, des trefflichen, ſüffigen Stoffs, den die Löwen=
brauerei
München während der Faſtnachtstage braut.
Fröhliche Weiſen feiner Künſtlermuſik geleiten den Stoff
auf dem letzten Gange durch die Kehlen der Zecher! (Näh.
ſ. Anzeige.)
* Der Strompreis für elektriſches Licht wird als=
bald
nach dem Inkrafttreten der Heſſiſchen Eiſen=
bahn
=Aktiengeſellſchaft von 70 auf 50 Pfg.
herabgeſetzt werden und nicht auf 60, wie es an anderer
Stelle infolge eines Satzfehlers hieß.
* Im Orpheum, welches, reich geſchmückt, wiederum für
die Faſchingstage zum prinzlichen Hoftheater Sr. närriſchen
Hoheit des Prinzen Karneval avanciert iſt, bringt der
morgige Faſtnacht=Sonntag nachmittags 4 und abends
8¼ Uhr zwei der gegenwärtigen Stimmung beſonders an=
gepaßte
Extra=Vorſtellungen des Königl. Bel=
vedere
=Enſembles. Roſenmontag folgt dann die ſeit
Jahren glänzend eingeführte Feſtvorſtellung in Anweſenheit
des Prinzen Karneval nebſt Gefolge. (Siehe Anzeige.)
* Auf der Ludwigshöhe findet Sonntag, den
18. Februar, nachmittags 4 Uhr, karnevaliſtiſches Konzert
unter Leitung des Muſikmeiſters Herrn M. Weber ſtatt.
Das Programm iſt dem Charakter des Tages angepaßt
und weiſt meiſt Muſik leichterer Art auf. Trotzdem iſt
das Programm abwechslungsreich, indem die modernen
Operetten und die übrigen modernen Schlager alle zu
ihrem Recht kommen werden. Aſchermittwoch, den 21. Febr.,
findet ebenfalls Konzert der 6ler ſtatt. (S. Anzeige.)
§ Entlanfen. Ein Zwangszögling, welcher aus
der St. Joſephs=Knabenanſtalt zu Klein=Zimmern ent=
aufen
iſt, wurde hier aufgegriffen und nach der Anſtalt
zurückverbracht.
§ Diebſtahl. Aus einer Hofreite in der Dieburger=
ſtraße
iſt in den letzten Tagen eine 4 Meter lange Leiter
geſtohlen morden.
gs. Unfall. Geſtern mittag gegen 12 Uhr fiel ein
in der Schulſtraße beſchäftigtes Fräulein die Treppe
hinab in eine Glaswand und zog ſich dabei ſchwere Ver=
etzungen
zu, ſo daß ſie von der Rettungswache mit dem
krankenautomobil ins Städtiſche Krankenhaus gebracht
werden mußte.

Karneval in Darmſtadt.

* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Der Große Rat
ſchreibt uns: Zum Blütenfeſt mit Künſtler=
Redoute, das heute abend ins Orpheum Tau=
ſende
Beſucher locken wird, wird, wie ſoeben dem närri=
ſchen
Hofmarſchallamt bekannt zu geben der Auftrag
wurde, auch Se. Närriſche Hoheit Georg Ludwig I.
Prinz Karneval mit Gefolge offiziell erſcheinen.
Auch das wird dazu beitragen, der glänzenden Veran=
ſtaltung
, die unbeſtreitbar der Clou der Saiſon werden
wird, den Stempel echter Karnevalsfreude aufzudrücken.
Denn wo der luſtige Prinz in Höchſteigener Perſon das
Szepter ſchwingt, da kann die echte, fröhliche Karneval=
ſtimmung
nicht ausbleiben. Und da dem frohen Masken=
treiben
diesmal das Gepräge ſtrahlender, heiterer Kunſt
gegeben, auch iſt Gewähr dafür geboten, daß die ganze
Veranſtaltung bei allerAusgelaſſenheit und Fröhlichkeit im
Mummenſchanz einen durchaus vornehmen Rahmen be=
hält
. So ſind auch aus den erſten Geſellſchaftskreiſen
bereits ganze Logen beſtellt, ſodaß das ganze Feſt ſo
vornehm und glanzvoll ſich geſtalten wird, wie es bis
jetzt bei keinem Maskenfeſt noch der Fall geweſen.
* Roſenmontagsvorſtellung im Orpheum. Wie die
Generalintendanz des Närriſchen Hoftheaters (Orpheum)
ſoeben bekannt gibt, findet am Roſenmontag, wie
alljährlich, auf Befehl Sr. Närriſchen Hoheit des Prin=
zen
Georg Ludwig I. eine Feſtvorſtellung bei feſtlich er=
leuchtetem
und feenhaft dekoriertem Hauſe ſtatt, an der
das Prinzenpaar mit Gefolge und der Große Rat der
Karneval=Geſellſchaft Narrhalla in Gala teilnehmen wer=
den
. Nähere Mitteilungen folgen.
* Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft. Man
ſchreibt uns: Wir weiſen hierdurch nochmals darauf
hin, daß der große Geſellſchafts=Maskenball der Darm=
ſtädter
Kanneval=Geſellſchaft am Samstag, den 17. Februar,
im Saalbau ſtattfindet. Es iſt dies der Maskenball, den
die Karneval=Geſellſchaft im Saalbau ein=
geführt
hat und der ſich bis jetzt immer von ſelbſt em=
pfohlen
hat durch ſein vornehmes Gepräge. Auch dieſes
Jahr iſt das Intereſſe für dieſen Maskenball ſo ſtark,
er ſich ſeinen Vorgängern würdig anreihen wird.
Im Intereſſe aller derer, die dieſen Geſellſchafts=Masken=

ball beſuchen wollen, machen wir nochmals darauf auf=
merkſam
, ſich ſchleunigſt mit Karten zu verſehen, da die
Nachfrage eine äußerſt rege iſt. Dieſem Ball neue
Freunde zu erwerben und den alten treuen Freunden
Gelegenheit zu geben, wieder einmal fröhliche, ſchöne
Stunden zu verleben, wo bei Becherklang und Mummen=
ſchanz
des Lebens Trübſal verſcheucht wird und Gott
Jokus das Banner der Freude und Sorgloſigleit
ſchwingt, das iſt die Abſicht der Darmſtädter Karneval=
Geſellſchaft.
* Faſtnacht=Familienabend des Wartburg=
vereins
. Wie alljährlich, ſo gedenkt auch in dieſem
Jahr der Wartburgverein am Faſtnachtdienstag im
Gemeindehaus ſeinen Faſtnacht=Familienabend, ver=
bunden
mit Verloſung, zu feiern. Aus dem ſehr reich=
haltigen
Programme iſt unter anderem das Auf=
führungsſtück
In Treue vereint von Herrn Reeg be=
ſonders
hervorzuheben.
* Sportklub Haſſia 1908. Wer am letzten
Tag der Karnevalzeit ein paar amäſante und ſorgen=
freie
Stunden verbringen will, muß unbedingt den
großen Maskenball im Kaiſerſaale am Faſtnacht=
dienstag
beſuchen. Unter den Kläagen von zwei Muſik=
kapellen
wird ein buntes Leben und Treiben herrſchen;
manch lauſchiges Plätzchen wird man im Fürſtenſaale
finden. (Siehe Anzeige.)
* Schützenhof. Am Faſtnacht=Sonntag wie auch
am Faſtnacht=Dienstag finden in ſämtlichen Räumen
des Schützenhofes karnevaliſtiſche Konzerte ſtatt. Im
großen Saale ſpielt ſpeziell für Tanzluſtige eine Kapelle
auf. (S. Anz.)
S. Auerbach, 15. Febr. Ein in einer hieſigen Villa be=
dienſtetes
Mädchen namens Stegmann nahm in ſelbſt=
mörderiſcher
Abſicht ein ihr ärztlich verordnetes Schlafmittel
auf einmal ein und wurde beſinnungslos aufgefunden.
Sofort angewendete Gegenmittel laſſen hoffen, daß die
Lebensmüde gerettet wird. Sie wurde alsbald in das
Alice=Hoſpital zu Darmſtadt verbracht.
Heppenheim, 16. Febr. Der hieſige Gewerbe=
verein
wird nun zur Erbauung eines neuen
Schulhauſes ſchreiten, nachdem die Gemeinde dem
Verein einen Bauplatz im Villenviertel unentgeltlich zur
Verfügung geſtellt hat. Der Bau, wozu bereits die Pläne
gefertigt ſind, wird auf 22000 Mark zu ſtehen kommen.
Offenhach, 15. Febr. Der Schreiber der Er=
preſſerbriefe
an den Pfarrer H. iſt von der Kri=
minalpolizei
in der Perſon eines 21jährigen, arbeits=
loſen
jungen Mannes ermittelt worden. Er hatte
insgeſamt drei Briefe geſchrieben. Im erſten verlangte
er 100, im zweiten 150 Mark, ſonſt würde er den Sohn
des Pfarrers, der die Realſchule beſucht, an Leben und
Geſundheit ſchädigen. Im dritten Briefe zog er ſeine
Forderungen zurück und ſchrieb, nachdem er ſeinem aus=
erſehenen
Opfer in die treuen Augen geſehen habe, könne
er ihm nichts antun. Es wird zu unterſuchen ſein, ob
der Briefſchreiber geiſtig vollwertig iſt.
Erlenbach bei Fürth, 15. Febr. Der Landwirt Ad.
Wolf I. von hier hat ſich heute vormittag gegen 6 Uhr
in der Nähe ſeines Wohnhauſes auf einer Wieſe er=
ſchoſſen
. Er hat ſich mit einem Revolver einen Schuß
in die rechte Schläfe beigebracht, ſo daß der Tod alsbald
eingetreten iſt. Die Urſache des Selbſtmordes iſt in
traurigen Familienverhältniſſen zu ſuchen. Wolf lebte
mt ſeiner Frau im Eheſcheidungsprozeß; auch haben ſich
in letzter Zeit bei ihm Spuren von Geiſtesſtörung be=
merkbar
gemacht.
Mainz, 16. Febr. Der Großherzog und die
Großherzogin werden am Faſtnacht=Montag hier=
her
kommen und vom Kreisamtsgebäude aus bei Pro=
vin
, aldirektor Geheimerat Dr. Breidert den Zug an=
ſehen
. Die durch die Einführung eines elektriſchen
Läutewerkes auf dem Stephansturm überflüſſig gewor=
dene
Sturmglocke zum Ankünden der innerhalb
der Stadt ausgebrochenen Brände iſt durch Verwendung
von Prof. Neeb nunmehr in das Städtiſche Mu=
ſeum
verbracht worden.
Mainz, 15. Febr. In der geſtrigen Sitzung der Stadt=
verordneten
wurden für die Erweiterung des Gas=
werkes
1050000 Mark bewilligt. Durch die neue Anlage
ſollen jährlich 100000 Mark Erſparniſſe gemacht werden
und die Arbeiterzahl auf die Hälfte reduziert werden
können. Für die Neuorganiſation des Feuerlöſch= und
Feuermeldeweſens wurde ein Kredit von 260000 Mark
nd für die Anſchaffung einer Motorſpritze 30000 Mark
bewilligt. Eine Straße auf dem Käſtrich wurde zu 89000
Mark an die Aktienbierbrauerei und die Kupferbergſche
Champagnerfabrik verkauft, die Straße wird für den Verkehr
geſchloſſen. Die Erbauung einer proviſoriſchen Kläranlage
wurde beſchloſſen und dafür 60000 Mark bewilligt.

ſiert, allmählich wieder verſchwand, kam die ſolidere
Klaſſenlotterie um ſo mehr in Aufſchwung. Ums Jahr
1830 blühten in deutſchen Landen nicht weniger als elf
große Klaſſenlotterien, nämlich: 1. die Berliner (damals
90000 Loſe, 37000 Gewinne, höchſter Gewinn 150000
Taler, Einſatz für alle fünf Klaſſen 30 Taler): 2. die
Dresdener (ſieben Klaſſen, 38000 Loſe, 22380 Gewinne,
Hauptpreis 30 000 Taler, Einſatz 26 Taler); 3. die Leip=
ziger
(fünf Klaſſen, 35000 Loſe, 17190 Gewinne, Haupt=
preis
100 000 Taler, Einſatz 30 Taler); 4. die Frankfurter
(21000 Loſe, 10 400 Preiſe, 90 Gulden Einſatz für ſechs
Klaſſen, Höchſtgewinn 210000 Gulden); 5. die Ham=
burger
(damals vorübergehend nur eine Klaſſe in zwölf
Ziehungen, 12000 Loſe und gleich viele Treffer, Haupt=
gewinn
150000 Mark Banko Einſatz 140 Mark Banko
der Lotterieplan wurde häufiger geändert; 6. die Osna=
brückſche
(ſechs Klaſſen, 19000 Loſe, 9850 Gewinne, Haupt=
treffer
32000 Taler, Einſatz 26½ Taler); 7. die Hanno=
verſche
(ſechs Klaſſen, 18500 Loſe, 10 100 Gewinne, Haupt=
treffer
20000 Taler, Einſatz 20 Taler); 8. die Braun=
ſchweigiſche
(ſechs Klaſſen, 13000 Loſe, 7111 Gewinne,
Haupttreffer 32000 Taler, Einſatz 26½ Taler); 9. die
Gothaer (ſieben Klaſſen, 14000 Loſe, 8162 Preiſe, Haupt=
treffer
17000 Taler, Einſatz 18 Taler); 10. die Darm=
ſtädter
(ſechs Klaſſen, 14000 Loſe, 7000 Gewinne,
Haupttreffer 125000 Gulden, Einſatz 72 Gulden) und 11.
die Kaſſeler (ſechs Klaſſen, 10000 Loſe, 5238 Gewinne,
Hauptpreis 2300 Taler, Einſatz 23 Taler).
Vor einem Jahrzehnt beſtanden in Deutſchland noch
ſieben Klaſſenlotterien: die Preußiſche, Sächſiſche, Ham=
burger
, Braunſchweigiſche, Mecklenburgiſche, Lübecker
und die von Heſſen=Thüringen. Inzwiſchen hat die Preu=
ßiſche
Staatslotterie die übrigen, mit Ausnahme der
Sächſiſchen und der Hamburger, aufgeſaugt und Elſaß=
Lothringen als weiteres Abſatzgebiet gewonnen. Nun
ſollen auch die ſüddeutſchen Staaten (Bayern, Württem=
berg
und Baden), die ſich bisher der Wiedereinführung
einer Staatslotterie widerſetzten, der Preußiſchen Lot=
teriegemeinſchaft
angegliedert werden; ihre moraliſchen
Bedenken weichen finanzpolitiſchen Erwägungen.

Schon ſo alt wie die Klaſſenlotterie ſelbſt iſt der
Streit um ihre Berechtigung und insbeſondere darüber,
ob der Staat Lotterien überhaupt dulden und deren Be=
trieb
gar in eigene Hand nehmen ſoll. Strenge Mora=
liſten
erklären, daß der Staat nimmermehr dem Spiel=
trieb
ſeiner Bürger entgegenkommen dürfe. Demgegen=
über
erklären die Verteidiger der Staatslotterie: Der
Spieltrieb der Menſchen läßt ſich nicht völlig unterdrücken;
darum iſt es vernünftiger, ihn in geregelte Bahnen zu
lenken, als ihn durch Verbote zu heimlicher Betätigung
zu nötigen. In den ſoliden Staatslotterien findet der
nun einmal vorhandene, unausrottbare Spieltrieb die
denkbar beſte und geſundeſte Befriedigung. Die Staats=
lotterie
wirkt den gefährlicheren Glücksſpielen entgegen.
Auch ſind noch andere Umſtände in Betracht zu ziehen:
Der Menſch bedarf der Hoffnung, um ſich des Lebens zu
freuen. Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf
ſingt Schiller, und Nehmt dem Menſchen die Hoffnung
und den Schlaf, und er iſt das unglücklichſte Geſchöpf auf
Erden ſagt Kant. Durch die Augen zahlreicher Men=
ſchen
geſehen, bedeutet die Lotterie einen Hoffnungsſtern
am dunklen Firmament eines allzu arbeits= und ſorgen=
belaſteten
Lebens, und bekanntlich iſt ſchon eine bloße
Hoffnung noch geeignet, eine ſonſt wenig befriedigende
Lage noch als eine erträgliche anzuſehen. Die Hoffnung
auf Verbeſſerung der Lebenslage durch Beteiligung an
einer ſoliden Staatslotterie hält manchen, der bei allem
Fleiß im ſchweren Daſeinskampfe nicht vorwärts kommt,
aufrecht.
Solche Gedanken hatte wohl auch Miquel im
Sinne, als er im Preußiſchen Abgeordnetenhauſe erklärte,
daß die preußiſche Staatsregierung hinſichtlich der ſitt=
lichen
Stellung der Staatslotterie keine Bedenken hege,
daß vielmehr dieſe Staatseinrichtung nicht allein in
finanzieller, ſondern auch in ethiſcher Beziehung be=
ſtimmte
Zwecke verfolge‟ Die ſüddeutſchen Staaten
haben übrigens gar keinen Grund, auf ihre Moralität
im Lotterieweſen ſtolz zu ſein, dulden ſie doch eine
Menge Privatlotterien, die nicht geringeren Anreiz zum
Spiele geben, als die Staatslotterien, und die meiſt

ſchlechter eingerichtet ſind, als die letzteren. Erklärt man
das Lotterieſpiel ſchlechthin für unſittlich, dann müßte
man konſequenterweiſe jedes derartige Spiel in Bauſch
und Bogen verwerfen; auch die Lotterien für Kirchen,
Wohltätigkeitsanſtalten, Pferdemärkte, auch die Tombo=
las
in Baſaren und Vereinen uſw.
Haben ſich erſt die ſüddeutſchen Staaten der preu=
ßiſchen
Lotterie=Gemeinſchaft angeſchloſſen, ſo werden
wohl bald auch Sachſen und Hamburg folgen. Wie man
ſich auch im übrigen zu der Lotteriefrage ſtellen mag, die
Beſeitigung der bisherigen lächerlichen Lotterie= Kon=
kurrenz
in Deutſchland wird wohl jeder gutheißen. Vier
Jahrzehnte nach Gründung des Reiches herrſchen bei
uns auf dem Gebiete des Lotterieweſens noch Zuſtände,
welche die traurigſten Erinnerungen an die Zeiten des
ſeligen Bundestags wachrufen. Die Lotterieblätter
haben eine Reihe von Gerichtsurteilen zuſammenge=
tragen
, die noch mehr die Entrüſtung als den Spott
herausfordern müſſen. In einer preußiſchen Stadt
wurde ein Mann zum Tode verurteilt; da der Raub=
mörder
gleichzeitig in der ſächſiſchen Lotterie geſpielt
und einen Treffer gemacht hatte, wurde er acht Tage
vor ſeiner Hinrichtung noch wegen Lotterievergehens
zu einer Geldſtrafe verurteilt! Ein Lübecker verlor vor
einigen Jahren in einem preußiſchen Badeorte ſeine
Brieftaſche; er erhielt ſie zurück. Da aber die Polizei
in der Taſche auch ein Los der damals noch beſtehenden
Lübecker Lotterie gefunden hatte, wurde er angeklagt und
verurteilt! Wehe dem Kollekteur, der das Pech hat, daß
ein Kunde von ihm in einen anderen Bundesſtaat über=
ſiedelt
. Schon daß die Poſt dem Kunden das Los nach=
ſendet
, macht den Kollekteur ſtraffällig. Im Bundesrat
ſitzen alle Staaten einträchtlich zuſammen, in Lotterie=
ſachen
aber betrachtet einer den anderen mißgünſtig als
Ausland‟ Dieſem Zuſtand darf wohl ein Ende be=
reitet
werden.

[ ][  ][ ]

Mainz, 16. Febr. Als heute morgen eine hieſige
Frau zur Kirche gehen wollte, wurde ſie plötzlich von
einem unbekannten Manne in der Willigisſtraße an
der Bruſt gepackt und mit ſolcher Gewalt rücklings
auf das Pflaſter geworfen, daß eine Kopfwunde
entſtand. Auf das =Hilfegeſchrei der Frau lief der Roh=
ling
ſchnellſtens fort. Der Gärtner Georg Bar t h
aus Geiſenheim iſt heute vormittag um 5 Uhr an der
zehn Meter hohen Mauer an der Triebwagenhalle des
Hauptbahnhofes abgeſtürzt und bewußtlos
liegen geblieben. Ein herbeigerufener Arzt konſtatierte
einen Bruch des linken Unterarms und Verletzungen im
Rücken. Der Verletzte kam ins =Rochushoſpital.
Mainz, 16. Febr. Der Schloſſer Georg Hüppner
in Amöneburg iſt Gewerbegerichtsbeiſitzer
und iſt trotz ordentlicher Ladung geſtern nicht zur Ge=
werbegerichtsſitzung
gekommen. In neun Sachen
waren die Parteien mit Zeugen erſchienen; die Sitzung
konnte aber, da ein anderer Beiſitzer nicht aufzutreiben
war, nicht ſtattfinden. Hüppner wurde in eine Ord=
nungsſtrafe
von 20 Mark verurteilt; auch hat er die
Koſten, die den Parteien entſtanden, zu tragen.
Mainz=Mombach, 16. Febr. Ein 6jähriger Knabe
ſetzte ſich auf die Hinterachſe einer Droſchke. Beim Ab=
ſprung
geriet er mit den Beinen in das Hinter=
rad
, wodurch er einen Schenkelbruch und eine Quetſch=
ung
des Knies davontrug.
Weifenau, 15.,Febr. In der geſtrigen Gemeinderats=
ſitzung
, der auch ein Vertreter des Großh. Kreisamtes
und zwei Vertreter der Königlich Preußiſchen und
Großh. Heſſiſchen Staatseiſenbahnen beiwohnten, wurde
der Vertrag mit der Eiſenbahn wegen Errichtung
einer Eifenbahnhalteſtelle genehmigt und
unterſchrieben.
* Worms, 16. Febr. Der verheiratete Kutſcher Gg.
Held wurde geſtern abend beim Ueberſchreiten der
Gleiſe von einem abgeſtoßenen Rangierwagen er=
faßt
und überfahren. Er war ſofort tot.
Ibersheim, 15. Febr. Geſtern wurde hier im Rhein
die Leiche eines gutgekleideten Mannes geländet.
Der Unbekannte, der im Alter von 4050 Jahren ſtehen
mag, muß ſchon einige Wochen im Waſſer gelegen haben.
Uhr und Kette, Zwicker, Trau= und Siegelring fanden
ſich bei ihm vor. DDer Trauring trägt auf der Innenſeite
den Namen G. Mecklenbek und die Jahreszahl 1909,
der Siegelring die Buchſtaben M. G.
* Bingen, 15. Febr. Der Güterſchraubendamp=
fer
Karlsruhe T ſtieß bei der Bergfahrt auf einen
Felſen im Bingerloch und ſitzt feſt. Da der Dampfer mit
Ketten an Land geſpannt iſt, bleibt die Fahrt durch das
Bingerloch geſperrt, bis die notwendige Ausbeſſerung des
ſchadhaften Schiffes bewirkt iſt.
* Gießen, 15. Febr. Die Stadtverordneten= Verſamm=
lung
beſchloß die Aufnahme einer 4proz. Anleihe
von 3½ Millionen Mark.
(*) Eiſenbach, 15. Febr. Eine Zigeunerbande
treibt ſich ſeit einigen Tagen in den Waldungen zwiſchen
Lauterbach und Herbſtein herum. In der geſtrigen Nacht
verübte ſie in Friſchborn mehrere Einbrüche. Bei Fabri=
kant
Weiß ſtahlen ſie Tuch, bei Gaſtwirt Damm ſuchten ſie
nach Geld, Speiſen und Getränken. Der Beſitzer erwachte
und gab Schüſſe auf die Einbrecher ab, die wiederum
mit Revolvern ſchoſſen. Die Gendarmerie durch=
ſucht
jetzt die Waldungen, anſcheinend ſuchen die Vögel nach
dem Fuldaiſchen zu entkommen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 15. Febr. Der vor einigen
Jahren aufgenommene Plan, das Schloß Babels=
berg
dem Kronprinzen als Wohnung zu überwei=
ſen
, iſt fallen gelaſſen. Der Kronprinz wird vielmehr
bei ſeiner Rückkehr nach Potsdam im Neuen Garten
Wohnung nehmen. Ob und inwieweit zu dieſem Zwecke
Neubauten im Neuen Garten ausgeführt werden, ſteht
noch nicht endgültig feſt. Frau Dr. phil. Lydia Kemp=
ner
, geb. Rabinowitſch, die aus Rußland ſtammende
Gattin eines Charlottenburger Arztes, hat den Profeſſor=
titel
erhalten. Sie ſtudierte in Amerika und wandte ſich
dann nach Deutſchland, wo ſie lebhaften Anteil an der
Frauenbewegung nahm. Ihr Intereſſe für die Bakterio=
logie
führte ſie Robert Koch zu, deſſen Schülerin und
Aſſiſtentin ſie wurde. Sie iſt die Verfaſſerin einer Reihe
trefflicher Schriften. Ein Adelshaus ſoll in Berlin
errichtet werden. Der diesjährige Deutſche Adelstag fin=
det
am Samstag, vormittags 10½ Uhr im Hotel Briſtol
ſtatt. Auf der Tagesordnung ſteht u. a. ein Vortrag des

Wirkl. Geh. Legationsrates v. König über die deutſchen
Kolonien als Betätigungsfeld für jüngere Mitglieder un=
ſeres
Adels, und ſodann ein Antrag der Bezirksabteilung
in Berlin auf Begründung eines Adelshauſes in Berlin.
Steinbach bei Lahr i. B., 15. Febr. Die im Grü=
nen
Baum wohnhafte, 78jährige Frau Iſemann wurde
geſtern früh völlig verbrannt in ihrem Zimmer
aufgefunden. Sie pflegte bei offenem Lichte zu
ſchlafen. Wahrſcheinlich hatte ſie die Lampe im Schlafe
umgeworfen, wodurch das Bett in Brand geriet.
Weſtmünſter (Weſtfalen), 15. Febr. Der Küſter der
Jakobikirche in Coesfeld entdeckte im Beichtſtuhl
eine verdächtige Perſon und benachrichtigte die Polizei.
Dieſe erkannte in dem Verdächtigen den Raubmör=
der
Eyink, der kürzlich einen Bauern in Harle über=
fiel
und tötete.
Hamburg, 15. Febr. Die Hamburger Hoch=
und Untergrundbahn wurde heute nachmittag
durch eine Feier eingeweiht, der außer den Spitzen
der Behörden ſund zahlreichen anderen Geladenen auch
mehrere Herren der Berliner Hochbahn, von der All=
gemeinen
Elektrizitätsgeſellſchaft und anderen großen
Firmen Berlins beiwohnten, darunter Karl Friedrich
Siemens, Geh. Rat Rathenau. Die Probefahrt der
neuen Bahn und die Beſichtigung der großartigen Be=
triebsanlagen
nahm einen glänzenden Verlauf.
Halle a. d. S., 16. Febr. Der als Vorkämpfer für
die korpsſtudentiſche Bewegung bekannte Landgerichts=
rat
Fritz König iſt, 76 Jahre alt, hier geſtorben.
Leipzig, 16. Febr. Als heute früh der Schutzmann
Hecke in Kleinzſchocher einen 20 Jahre alten Menſchen
namens Heßler wegen eines Einbruches feſtnehmen
wollte, feuerte letzterer einen Revolverſchuß ab,
der den Beamten in die Bruſt traf und ſchwer verletzte.
Greifswald, 16. Febr. In der Nähe des Dorfes Blin=
dow
beim Anklam geriet das Automobil der Frau
Prof. Dr. Silex aus Berlin auf der Fahrt von Berlin
nach dem Gute Liebenburg ins Schleudern und prallte
gegen einen Baum. Die Dame wurde anſcheinend ſchwer
verletzt in einem Kranken=Automobil nach Berlin be=
fördert
.
Kolberg, 16. Febr. Beim Rodeln an einem Abhange
der Rega in der Nähe des Dorfes Ludwigshorſt ſchoß der
10jährige Sohn des Landwirts Ziemann mit ſeinem Rodel=
ſchlitten
über das Ziel, einer Böſchung, hart am Flußufer
in ſauſender Fahrt hinweg auf das morſche Eis des
Fluſſes. Er brach ein und ertrank vor den Augen zahl=
reicher
Zuſchauer.
Güſtrow, 15. Febr. Wegen eines Straußes
Waſſerroſen geriet der Gärtner Heinrich Peters
aus Holthuſen mit dem Händler Rettſchlag aus
Lübeck in Streit, in deſſen Verlauf der 69 Jahre alte
Gärtner den Händler auf einſamer Heide erſchlug.
Das klingt romanhaft, aber es iſt der kurze Inhalt einer
Schwurgerichtsſitzung vor dem Landgericht Güſtrow, vor
dem ſich jetzt Heinrich Peters, der bis dahin ſchon 19
Jahre im Zuchthaus zugebracht hatte, wegen Raubmor=
des
an dem Händler Rettſchlag zu verantworten hatte.
Die beiden hatten am 8. September vorigen Jahres zu=
ſammen
Lübeck verlaſſen, um in der Palinger Heide
Waſſerroſſen zu ſuchen. Sie hatten ſchon öfters gemein=
ſchaftlich
ſolche Gänge gemacht und die Heide in fried=
lichem
Uebereinkommen unter ſich geteilt. Auch an dem
genannten Tage ging jeder in ſein Revier. Als nun
Peters an dem Waſſerloche, an dem er Tags zuvor noch
Waſſerroſen geſehen hatte, keine mehr fand, vermutete
er, daß Rettſchlag ihm die Waſſerroſſen weggeholt habe.
Er ſuchte Rettſchlag und fand ihn an einem Waſſerloch
ſitzend; um ihn herum lagen Waſſerroſſen. Peters warf
ihm den Diebſtahl vor, Rettſchlag wies die Beſchuldig=
ung
zurück, es kam zum Handgemenge, der dicke, birkene
Knüppel des Peters traf den Rettſchlag ſo, daß er zu Bo=
den
ſtürzte und liegen blieb. Die Leiche wurde gefun=
den
; es fehlte der Bruſtbeutel, den Rettſchlag immer ge=
tragen
hatte und der nach Ausſage anderer Gefährten
Rettſchlags an dieſem Tage etwa 15 Mark enthalten
hatte. Der Angeklagte beſtritt entſchieden, den Rettſchlag
getötet zu haben. Das Schwurgericht ſprach ihn aber
ſchuldig und verurteilte ihn zu lebenslänglichem Zucht=
haus
.
Glatz, 15. Febr. Der engliſche Spion Stewart
iſt geſtern von Leipzig in Begleitung zweier Transporteure
in Glatz angekommen. Am Bahnhofe ſtand für ihn ein
Wagen bereit, der den Engländer zunächſt zur Meldung
nach der Kommandantur brachte. Von da aus wurde er
in die Feſtung geleitet, wo ihm ein Raum angewieſen
wurde, von dem aus es ihm unmöglich iſt, ſich mit den anderen

auf der Feſtung befindlichen engliſchen Spionen in Ver=
bindung
zu ſetzen. Die Beaufſichtigung auf der Feſtung
iſt nunmehr äußerſt ſcharf.
Peſt, 16. Febr. Die Waſſermaſſen des ange=
ſchwollenen
Szamos=Fluſſes riſſen die Dämme bei
der Ortſchaft Panyola fort. Der Ort iſt vollkommen zer=
ſtört
. Eine Mühle, 70 Wohnhäuſer und viele Nebengebäude
ſind überſchwemmt, mehrere Häuſer ſind eingeſtürzt. Eine
Kompagnie Pioniere arbeitet mit 40 Pontons an der Ret=
tung
der Bevölkerung und ihrer Habſeligkeiten. Bisher
ſind keine Verluſte an Menſchenleben zu verzeichnen. Etwa
10000 Stück Geflügel und viel Vieh wurden fortge
ſchwemmt. Auch verſchiedene andere Ortſchaften ſind über=
ſchwemmt
. Bei Paks hat die Donau 10000 Joch Felder
und Wieſen von Raczalmas bis Paks überſchwemmt.
Paris, 16. Febr. Nach einer Blättermeldung wurde
in dem der Familie Rothſchild gehörigen Schloß
Ferriéres im Departement Seine=et=Marne, wo ſich
1870 eine ZZeit lang das Hauptquartier des Königs Wil=
helm
befand, in der vergangenen Nacht ein Einbruch
verübt und aus einem eiſernen Schrank Silberzeug im
Werte von ungefähr 300000 Francs geſtohlen. Ferner
ſoll der ſogenannte Fürſtenſalon des Schloſſes aus=
geplündert
und ein darin befindliches koſtbares Gemälde
an zehn Stellen zerſchnitten worden ſein; von der Schloß=
verwaltung
wird aber die Meldung als unrichtig be=
zeichnet
.
Paris, 16. Febr. In Aſchöres bei Paris wurden
geſtern zwei alte Damen, die aus dem Elſaß ſtammenden
Lehrerinnen Marie und Eliſe Kretzinger, am hellen Tag
von Einbrechern überfallen. Marie Kretzinger
wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen am Kopfe be=
wußtlos
und ihre Schweſter tot aufgefunden. Die Gen=
darmerie
verhaftete drei Brüder Bérancourt, die des Ver=
brechens
dringend verdächtig ſind.
Paris, 16. Febr. Geſtern abend ſchleuderte ein Miſſe=
täter
in Boulogne bei Paris eine Bombe in das Schau=
fenſter
eines Juwelierladens und raubte einen großen Teil
der in dem Schaufenſter ausgeſtellten Schmuckſachen. Ob=
gleich
der Juwelier und mehrere Leute dem Verbrecher ſo=
fort
nachſetzten, gelang es dieſem, zu entkommen.
Madrid, 15. Febr. Die hieſigen Theaterdirek=
toren
haben im Einverſtändnis mit den Autoren und
Schauſpielern beſchloſſen, vom Samstag ab alle Thea=
ter
ſo lange geſchloſſen zu halten, bis ihren Klagen
über zu hohe Beſteuerung des Theatergewerbes durch
Steuerermäßigung abgeholfen wird.
Madrid, 16. Febr. In der Provinz Galicia ſind in=
folge
ſtarker Kälte und Schnee zahlreiche Wölfe aufgetre=
ten
, die die Gegend unſicher machen und großen Schaden
verurſachen. Sie plündern nicht nur die Viehſtälle, ſondern
überfallen auch Menſchen. So wurde unweit Ferrol ein
junger Mann vor der Behauſung ſeiner Braut von Wöl=
fen
überfallen und zerfleiſcht.
New=York, 15. Febr. Bei Altcona in Pennſplvanien
iſt ein Perſonenzug entgleiſt. Vier Perſonen
wurden getötet, 10 verletzt.

Parlamentariſches.

*X* Darmſtadt, 16. Febr. Der Geſetzgeb=
ungsausſchuß
der Zweiten Kammer begann
heute vormittag ſeine bereits angekündigten Beratungen
über verſchiedene Regierungsvorlagen. Ueber den Geſetz=
entwurf
, betreffend die Ausführung des Reichsimpf=
geſetzes
, erſtattete Abg. Juſtizrat Stephan ein ein=
gehendes
Referat, und der Ausſchuß beſchloß nach einer
längeren Ausſprache, dem Geſetzentwurf in der Regierungs=
faſſung
zuzuſtimmen. Alsdann trat der Ausſchuß in die
Beratung der Regierungsvorlage, betreffend die Ausführ=
ung
des Reichsviehſeuchengeſetzes, ein, das ſich
hauptſächlich mit der Aufbringung der zu leiſtenden Ent=
ſchädigungen
für Viehverluſte in Seuchenfällen befaßt. Die
am Vormittag begonnene Beratung über dieſe Ausführ=
ungsbeſtimmungen
wurde auch in einer Nachmittags=
ſitzung
fortgeſetzt.

Kurſus für Armenpflege, Ingendwohlfahrt
und Jugendfürſorge.

* Die Einzeichnungsliſte für die Fahrt=
teilnehmer
zur Beſichtigung des Ohly=
ſtifts
bei Gräfenhauſen (Freitag, den 23. Februar d. J.,
Abfahrt 2 Uhr, Stadthaus) liegt nur im Stadt=
haus
, Zimmer Nr. 13, offen. Koſtenbetrag 1 Mk. 50 Pf.
Einzeichnung iſt bindend.
Ueber Weſen und Bedeutung der Berufsvor=
mundſchaft
ſprach Donnerstag Herr Amtmann Krapp.

Ein neuer Dürerfund.

* Einen bedeutungsvollen Dürerfund
der die Jugend des Meiſters in ein neues Licht zu ſetzen
geeignet iſt, hat jetzt der Direktor der Bremer Kunſi=
halle
, Dr. Guſtav Pauli, gemacht. Wie er in der Zeit=
ſchrift
für bildende Kunſt berichtet, fand er in der koſt=
baren
Pariſer Sammlung des Malers Léon Bonnat
eine Federzeichnung Dürers, die Naturſtudie
eines jungen Zimmermannes, der eilfertig einen großen
Bohrer in einen großen Balken treibt. Die elaſtiſche
Geſtalt, die weit nach vorn herüberbeugt, und deren Ge=
ſicht
deshalb in ſtarker Verkürzung erſcheint, iſt als ge=
treue
Studie nach der Natur im Rahmen ihrer Zeit recht
ſelten. Sie trägt die Tracht der letzten Jahre des 15.
Jahrhunderts. In den leichten, ſicheren Federſtrichen er=
kennt
Pauli Dürers Hand. Dieſe Bemerkung gewinnt
beſondere Bedeutung dadurch, daß die Studie für einen
Holzſchnitt Dürers, die Marter der Zehntauſend, und
für das Gemälde der Anheftung an das Kreuz in der
kunſtgeſchichtlich viel umſtrittenen Serie der ſieben
Schmerzen Mariae in der Dresdener Gemäldegalerie be=
nutzt
worden iſt. In dem Bilde bohrt der Zim=
mergeſelle
das Loch in das Kreuz, das den
Nagel mit Chriſti linker Hand aufnehmen ſoll, und
auf dem Holzſchnitt bohrt er einem liegenden Geiſt=
lichen
, auf deſſen Bruſt er den Fuß ſetzt, mit ſei=
nem
Werkzeuge das Auge aus. Während an der
Dürerſchen Herkunft des durch Monogramm bezeichneten
Holzſchnittes nicht wohl gezweifelt werden kann, gilt
die Dresdener Bilderfolge heute nicht als Arbeit des
Nürnberger Meiſters, obwohl vor einiger Zeit ſchon
Henry Thode ſie dieſem zuſchrieb. Doch tut nun Pauli
auf Grund ſeines Fundes den Zuſammenhang dieſer
Bilderreihe, in der Chriſti Leben von der Beſchneidung,
der Flucht nach Aegypten und der Disputation des
12jährigen im Tempel bis zur Kreuztragung, der An=
heftung
an das Kreuz, der Kreuzigung ſelbſt und der
Beweinung geſchildert wird, mit dem Meiſter dar. Der
Bremer Forſcher ſetzt dieſe Bilderfolge in die Zeit der
Jugendbeziehungen Dürers zu Schongauer, früher als
die Zeichnungen zur Apokalypſe. Aber er geht noch wei=

ter und will in einigen Bildern des Darmſtädter
Muſeums, Reſten eines Dominikusaltars, die Hand
des jungen Nürnbergers erkennen. Es ſind
ſechs Tafeln, in denen drei Darſtellungen des heiligen
Dominikus, ſein Tod, ſeine Himmelfahrt und ſeine Krön=
ung
, und drei Skizzen aus Chriſti Paſſion, die Gefan=
gennahme
, die Geiſelung und die Beweinung, geſchildert
werden. Früher hat man die Darmſtädter ebenſo wie
die Dresdener Bilder irrtümlich als Jugendarbeiten des
Grünewald genommen, jetzt ſucht Pauli durch den Ver=
gleich
mit Dürers authentiſchen Werken ſie dieſem ſelbſt
zuzuſprechen. Er ſieht in ihnen Arbeiten aus der Zeit
der Wanderſchaft des jungen Geſellen.

Vorträge.

* Am 15. Febr. ſprach Herr Dr. Winſch im Kaiſerſaal,
einer Einladung des hieſigen Naturheilvereinsfol=
gend
, vor gefülltem Saal über Herzkrankheiten. In
der Einleitung verbreitete er ſich über den Wandel, den die
Kenntnis der Aufgaben des Herzens im Laufe der Kul=
turgeſchichte
durchgemacht hat, daß das Herz der Sitz der
Gefühle ſei, daß vom Herzen Arterien=Luftröhren aus=
gingen
. Aufgeräumt mit den alten Vorſtellungen vom
Herzen hat die Entdeckung des Blutkreislaufes durch den
Engländer Harvey. Im theoretiſchen Teil ſprach der
Vortragende von der Abhänaigkeit der Blutbewegung.
5 Faktoren ſind es, die auf die Blutzirkulation wirken:
Atmung, körperliche Bewegung, Beſchaffenheit des Blu=
tes
, Elaſtizität der Gefäße, ſitzende, ſtehende, liegende Hal=
tung
des Körpers. Redner befürwortete die Befreiung
des Kulturmenſchen vom Stuhl und empfahl mehr Ruhe=
lage
. Im praktiſchen Teil behandelte er einige der häu=
figſten
Herzkrankheiten: Herzfehler, nervöſe Herzſtörun=
gen
. Zur Heilung empfehle er einige Mittel aus dem
reichen Schatz der Naturheilkunde. Schädigungen des
Herzens ſind übertriebene Sportleiſtungen, ungenügende
Nachtruhe. übertriebenes Rauchen, fortgeſetzter Alkohol=
genuß
. Redner, der für ſeine Ausführungen lebhaften
Beifall erntete, iſt mediziniſcher Leiter des unter Verwal=
tung
der Frau Oberin Zeller in Berlin ſtehenden Zellern=
hauſes
zur Rettung von Trinkerkindern.

Feuilleton.

Wie die Cavalleria ruſticana komponiert wurde.
Die römiſche Tribuna veröffentlicht bisher unbekannte
Einzelheiten aus dem Leben Mascagnis, aus denen her=
vorgeht
, daß die erfolgreichſte Oper des Komponiſten,
die Cavalleria ruſticana, unter Umſtänden geſchaffen
wurde, die leicht die Inſpiration und die Arbeitskraft
eines Künſtlers gelähmt hätten. Mascagni, der damals
noch in ſehr beſcheidenen Verhältniſſen lebte, wollte die
Cavalleria Vergas in Muſik ſetzen, um an dem von den
bekannten Muſikverlegern Sonzogno ausgeſchriebenen
Wettbewerb teilzunehmen. Die Zeit war ſchon ſehr weit
vorgeſchritten und die Librettiſten Targioni und Me=
nasci
mußten ihre Arbeit in größter Eile verrichten, da=
mit
der Termin zu dem Wettbewerb noch inne gehalten
werden könne. Mascagni weilte damals in Cerignola
und bekam das Libretto nur bruchſtückweiſe in die
Hände; in der Tat ſchickten ihm die beiden Librettiſten
ſogar auf Poſtkarten geſchrieben die bei der Hetzarbeit
fertiggeſtellten neuen Szenen. Dieſes ſtückweiſe Ein=
treffen
des Textes war natürlich wenig geeignet, die In=
ſpiration
des damals ohnehin ſkeptiſchen und deprimier=
ten
Mascagni hervorzulocken. Er begann auch erſt zu
komponieren, als er die letzte Poſtkarte ſeiner Herren
Librettiſten erhalten hatte, und das erſte, was ſich ſeiner
Phantaſie aufdrängte, war die muſikäliſche Geſtaltung
der Schlußſzene. Zur Arbeit ſetzte er ſich erſt, als ihn
bei der Lektüre des erſten Chores das ſtarke Gefühl über=
kam
, hier einen ſeinem Weſen verwandten Text unter
den Händen zu haben. Die erſten Ideen waren ihm am
Nachmittage gekommen, auf dem Wege zu einer Stunde,
die er zu erteilen hatte. Als er heimkam, erklärte er ſei=
ner
Frau, er werde ſich die Nacht wohl um die Ohren
ſchlagen müſſen, um zu komponieren. Am nächſten Mor=
gen
ſollte er ſchon früh zu einer Stunde aufſtehen. Aber
das Schickſal türmte neue Hinderniſſe: gerade in dieſer
Nacht, am 3. Februar 1889, gab Frau Mascagni einem
Kinde das Leben; der neugebackene Vater mußte ſeine
Partitur auf vierundzwanzig Stunden beiſeite legen.
Mascagni beſaß kein Klavier und mietete ſich ſofort
ein altes Inſtrument. Das traf gerade an dem Tage
ein, als das Kind getauft wurde. Und dabei rückte der

[ ][  ][ ]

Nach den Beſtimmungen des Bürgerlichen Geſetzbuches
müſſen, ſo führte der Herr Referent aus, minderjährigen
Perſonen, die rechtsfähig, aber nicht geſchäftsfähig ſind, be=
ſondere
Vertreter zur Seite geſtellt werden. Bei ehelichen
minderjährigen Kindern ſteht die Vertretungsbefugnis den
Eltern zu. Sind dieſe verſtorben, oder iſt ihnen die elter=
liche
Gewalt aberkannt, ſo iſt ein Vormund zu beſtellen.
Für uneheliche Kinder gelten beſondere Vorſchriften. Sie
ſtehen nicht unter der elterlichen Gewalt ihrer Mutter und
erhalten ausnahmslos einen Vormund. Die Rechtsſtellung
des Vormundes für dieſe beiden Arten von Mündel iſt
weſentlich verſchieden. Der Vormund von Vollwaiſen hat
neben der rechtlichen Vertretung auch die Sorge für die
Perſon des Mündels zu übernehmen, alſo deſſen Aufent=
halt
, Erziehung und Berufsausbildung allein zu beſtim=
men
, dem Vormund des unehelichen Kindes ſteht nur deſſen
rechtliche Vertretung, die Sorge um die Perſon aber der
Mutter zu. Der Vormund nimmt ihr gegenüber eigentlich
nur die Stelle eines Beiſtandes ein, dem noch die Ver=
pflichtung
zufällt, darüber zu wachen, daß die Mutter ihre
Fürſorgepflicht nicht vernachläſſigt. Das Ehrenamt des
Vormundes iſt grundſätzlich Einzelperſonen zu übertragen.
Dieſe Rechtsbeſtimmung iſt in der Praxis vielfach auf
größte Schwierigkeiten geſtoßen. Abgeſehen davon, daß
es ſchwer hält, Vormünder zu bekommen, ſind dieſe nicht
ſelten läſſig, größtenteils aber nicht ſo geſetzeskundig, um
die Rechte ihrer Mündel und das gilt beſonders bei un=
ehelichen
Kindern wirkſam und reſtlos vertreten zu kön=
nen
. Das Einführungsgeſetz zum Bürgerlichen Geſetzbuch
überläßt es der Landesgeſetzgebung, ähnliche Beſtimmun=
gen
zu treffen und Beamte mit der Führung der vormund=
ſchaftlichen
Funktionen zu betrauen. In Anwendung dieſer
Beſtimmung geſtattet das heſſiſche Geſetz vom 19. Auguſt
1905 den Gemeinden, durch ortsſtatutariſche Anordnungen
feſtzuſetzen, daß ein Beamter alle oder einzelne Rechte und
Pflichten eines Vormundes für diejenigen Minderjährigen
hat, die im Wege der öffentlichen Armenpflege unterſtützt
und unter Aufſicht des Beamten in einer von ihm ausge=
wählten
Familie oder Anſtalt erzogen und, bei unehelichen
Kindern, auch dann, wenn dieſe unter Aufſicht des Beamten
in der mütterlichen Familie verpflegt werden. Man nennt
dieſe Art beruflicher Vormundſchaft, die ohne weiteres auf
Grund geſetzlicher Beſtimmungen eintritt, Generalvormund=
ſchaft
. Aber auch in Fällen, bei denen die Armenverwal=
tung
nur mittelbares Intereſſe an der Führung der Vor=
mundſchaft
hat, kann dieſe dem erwähnten Beamten nach
einer Vereinbarung mit dem Vormundſchaftsgericht auf
Grund Einzelbeſtellung übertragen werden. In dieſem
Falle ſpricht man von Sammelvormundſchaft. Die vor=
mundſchaftlichen
Funktionen ſind bei beiden Arten gleich.
Es iſt auch möglich, entweder auf dem oder jenem Wege,
alle die Kinder zu erreichen, deren Verhältniſſe ein behörd=
liches
Eingreifen notwendig oder wünſchenswert macht.
In der Praxis liegt dem Berufsvormund in erſter Linie
die Geltendmachung der Unterhaltungsanſprüche des Mün=
dels
gegen ſeinen Erzeuger ob. Die Feſtlegung der An=
ſprüche
geſchieht zum Teil durch freiwillige Anerkennung
der Vaterſchaft und Unterhaltspflicht des unehelichen Kin=
desvaters
in einer vollſtreckbaren Urkunde, teils durch
Klageerhebung und Durchführung. In einem großen Teil
der Fälle ſieht ſich aber der Verpflichtete nicht veranlaßt,
freiwillig Zahlung zu leiſten. Meiſt müſſen energiſche
Zwangsmaßregeln, wie Pfändungen der verſchiedenſten
Art, Lohnbeſchlagnahme, Offenbarungseid u. a. angewandt
werden. Ebenſo wichtig, wie dieſe mehr materielle Tätig=
keit
, iſt der Teil der Vormundſchaft, der ſich auf das per=
ſönliche
Wohl des Kindes ſelbſt bezieht. Hier ſind es die
Frauenvereine, die ihre Mitglieder zu freiwilliger Hilfe=
leiſtung
zur Verfügung ſtellen. Rund 80 Damen ſind jetzt
in der Berufsvormundſchaft als Helferinnen tätig. Ihre
Sache iſt es, perſönlichen Einblick in die Lebensverhältniſſe
von Mutter und Kind zu gewinnen, durch ſtändige Fühl=
ungnahme
nach den verſchiedenſten Richtungen hin. auch er=
zieheriſch
einzuwirken. Sie handeln in allen Fällen als
Bevollmächtigte des Vormundes und ſind befugt, ſelbſt
gegen den Willen der Pflegeeltern, in die Wohnungen ein=
zukreten
und ſich jederzeit perſönlich von dem Wohlbefinden
des ihrer Aufſicht unterſtellten Kindes zu überzeugen. In
der letzten Zeit haben die perſönlichen Arbeiten noch eine
willkommene Unterſtützung gefunden durch die Mitarbeit
der Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge,
welche die Ueberwachung der im Säuglingsalter ſtehenden
Kinder übernahm.
Die Kurſusteilnehmer beſuchten im Anſchluß an den
Vortrag die Knabenarbeitsanſtalt an der Stift=
ſtraße
und den Mädchenhort, Rundeturmſtraße 11. Die
Knabenarbeitsanſtalt wurde im Jahre 1827 gegründet. Sie
bezweckt, die Schuljugend von der Straße wegzunehmen,
Körper und Geiſt durch Spiel und Arbeit in geſunder Luft
zu erſtarken. Daneben wird Handfertigkeitsunterricht er=

teilt, um auch Auge und Hand der Knaben auszubilden.
Es iſt erſtaunlich, zu welcher Fertigkeit die Jungen beſon=
ders
in Schnitzarbeiten gelangen. Die Anſtalt ſteht unter
ſtädtiſcher Obhut und wird durch Herrn Vorſteher Voltz
geleitet.
Der Mädchenhort iſt ähnlich eingerichtet. Nur werden
die Kinder mit Handarbeiten aller Art beſchäftigt. Grund=
ſätzlich
werden nur ſolche Kinder aufgenommen, deren
Mütter lohnendem Erwerb nachgehen müſſen. Die Kinder
erhalten Milch und Brot. Die Beſchäftigung erſtreckt ſich
nur über die ſchulfreien Nachmittage.

Eine Reformationskirche in Darmſtadt.

Man ſchreibt uns: Warum eine neue Kirche in
Darmſtadt? Dieſe Frage hat der Bauverein für die Re=
formationskirche
ſeit ſeinem Beſtehen oft vernommen
und beantwortet. Daß es ſich nicht um einen überflüſſi=
gen
Luxusbau handelt, dürfte zur Genüge bekannt ſein.
Aber auch der Gedanke, das Gedächtnis der Reformation,
das wir in dem Jubiläumsjahr 1917 feiern werden, in
einem ſichtbaren Denkmal evangeliſcher Dankbarkeit dar=
zuſtellen
, iſt nicht entſcheidend. Gewiß ein ideal ſchöner
und erhebender Gedanke! Aber er wäre in unſerer mo=
dernen
realiſtiſchen Zeit nicht ſtark genug, um das neue
Unternehmen zu tragen. Denn aus rein idealen Gründen
baut man heute kaum noch eine Kirche. Auch unſere Ge=
dächtniskirchen
ſollen keine bloßen Denkmäler ſein, ſon=
dern
Gemeindekirchen, die gebaut werden zu praktiſchem
Dienſt und nur da, wo ſie notwendig ſind. So iſt denn
auch in vorliegendem Falle dies die entſcheidende Frage:
Brauchen wir eine neue Gemeindekirche?
Zur richtigen Beurteilung dieſer Frage bietet weder
der Kirchenbeſuch an einem gewöhnlichen, vielleicht höchſt
ungünſtigen Sonntage, noch der an einem Feiertag, wo
vielleicht Scharen in den Türen umkehren müſſen wie
dies am verfloſſenen Silveſtertage in der Stadtkirche trotz
Einführung eines zweiten Gottesdienſtes der Fall war ,
einen zuverläſſigen Maßſtab. Man muß vielmehr von
weit größeren Geſichtspunkten und tiefer eingreifenden
Tatſachen ausgehen, und vor allem kommt hier ein durch=
ſchlagender
Gedanke in Betracht: nämlich der ſehr einfache
und doch oft unverſtandene Gedanke, daß eine evangeliſche
Kirche nichts anderes iſt als der geiſtige Herd kirchlichen
Gemeindelebens, und daß die Zukunft des Proteſtantis=
mus
weſentlich davon abhängt, ob es gelingt, lebendige,
den herannahenden Stürmen gewachſene Gemeinden zu
ſammeln. Nun aber iſt es eine unbeſtrittene Tatſache, daß
nicht Maſſengemeinden, ſondern kleine, überſehbare Ge=
meinden
den geeigneten Boden bilden für eine geſunde
und kräftige Entwickelung kirchlichen Gemeinſinnes und
kirchlicher Gemeindearbeit. In Maſſengemeinden gibt es
zumeiſt nur ein Predigtpublikum. Es fehlt gerade das,
was die Entwickelung jedes Gemeindelebens vorausſetzt:
das Gefühl innerer Zuſammengehörigkeit und das aus
ihr erwachſende lebendige Intereſſe an der Gemeinde=
arbeit
. Die aanze neuzeitliche Bewegung auf dieſem Ge=
biete
zielt deshalb mit Macht darauf hin. in unſeren arö=
ßeren
Städten möglichſt kleine Einzelaemeinden zu grün=
den
und auszubauen. Wir lieben demgemäß auch nicht
mehr die großen Kathedralkirchen.
Der bekannte Theologe Sulze ſieht ſein Ideal in einer
Gemeinde von 5000 Seelen mit einem einfachen Gottes=
hauſe
und einem Pfarrer ein Ideal, deſſen allgemeine
Verwirklichung in unſeren Städten für abſehbare Zeit
unerreichbar bleibt. Was aber erreicht werden kann und
unbedingt erreicht werden muß, iſt dies, daß Maſſen=
gemeinden
von der Ausdehnung unſerer Stadtgemeinden
allmählich verſchwinden. Eine Gemeinde von 24000 See=
len
mit einer einzigen Kirche die Stadtkapelle kann
nie Gemeindekirche werden iſt eine rückſtändige Erſchei=
nung
. Ja, dieſe Maſſengemeinde kann nicht einmal über
ihre einzige Kirche frei verfügen; ſie muß ſich in ihrem
Gebrauch mit der Militärgemeinde, die 6000 Seelen zählt,
teilen. Daß unter ſolchen Zuſtänden das kirchliche Leben
leidet und Abhilfe not tut. läßt ſich doch im Ernſt nicht
bezweifeln. Und wahrlich, mehr noch als das bevor=
ſtebende
Reformationsiubiläum mit ſeinen gewaltigen
Erinnerungen fordert der Ernſt der Zeit auf, dafür recht=
zeitig
zu ſorgen, daß in unſeren Städten die kirchliche
Entwickelung nicht zurückbleibt. Alle unſere ſozialen, va=
terländiſchen
und kulturellen Beſtrebungen werden nur
dann eine beſſere Zukunft herbeiführen, wenn ſie von den
Kräften des Evangeliums durchdrungen werden. Wir
haben in unſerer Stadt durch die Gründung der Martins=,
Johannes= und Paulusgemeinde erfreuliche Fortſchritte
erlebt; aber es wäre verhängnisvoll, wenn dieſe Ent=
wickelung
noch Jahrzehnte ſtille ſtände. Es gibt in ſolchen
Dingen eine Verſäumnis, die nicht wieder gut zu machen

iſt, und für die darum niemand die Verantwortung über=
nehmen
kann.
Aus dieſer Erkenntnis iſt der Gedanke hervorgewach=
ſen
, die Erbauung der Reformationskirche in Ausſicht zu
nehmen und ſo die Gründung einer neuen Gemeinde zu
ermöglichen. Die vorgeſehene Friſt iſt lange genug, um
mit reiflicher Ueberlegung und ohne jede Ueberſtürzung
das Werk vorzubereiten, und es ſteht zu hoffen, daß der
Bauverein, deſſen Mitglied man ſchon mit einem Beitrag
von 1 Mark werden kann, das Intereſſe für die wichtige
Sache in immer weitere Kreiſe tragen wird. N.-V.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 16. Febr. Präſident Kaempf eröffs
net die Sitzung um 1,15 Uhr. Die
erſte Leſung des Etats
wird fortgeſetzt. Abg. v. Payer (Fortſchr. Vp.): Die
Hoffnungsfreudigkeit über die Geſundung unſerer Finan=
zen
iſt angeſichts des ſchlechten Standes des Kurſes unſerer
Papiere nicht recht zu verſtehen. Der Etat berechtigt auch
nicht zu dieſer Hoffnungsfreudigkeit. Die Regierung
ſollte doch bedenken, daß man auch nicht ungeſtraft die
Geſetze der Volksrechte verletzen darf. Wir ſind aus den
Wahlen ganz gut hervorgegangen und haben ſogar in den
letzten Tagen mehr Ehren und Würden erfahren, als wir
in unſerer angewöhnten Beſcheidenheit es geahnt hätten.
(Große Heiterkeit.) Die Wahlen haben manche Klarheit
geſchaffen, ſo die Scheidung zwiſchen rechts und links.
Das Zentrum iſt zur Rechten herangetreten, auch äußer=
lich
, in ſeinem Beſitze im Plenum. Damit hat es das
Recht auf ſeinen Namen verloren. Mit der auch uns un=
erfreulichen
Zunahme der ſozialdemokratiſchen Mandate
verknüpft ſich andererſeits eine Erſcheinung, die nicht zu
beklagen iſt, daß nämlich durch die große Zahl eine ver=
änderte
Stellung im Reiche und im Hauſe hier bedingt
iſt. Die Rede Dr. Franks klang ſchon ganz anders als
früher. Er brachte mehr demokratiſche als ſozialdemo=
kratiſche
Forderungen vor. Am ſchlimmſten hat gewirkt,
daß die gerechteſte Steuer der Finanzreform, die Nach=
laßſteuer
, von der Rechten verworfen, dagegen die Lie=
besgabe
verewigt worden iſt. Die Nationalliberalen und
wir werden unter keinen Umſtänden einer ungerechten
Steuer unſere Zuſtimmung geben. Die Aenderung un=
ſerer
Geſchäftsordnung, namentlich hinſichtlich der Reichs=
kanzler
=Verantwortlichkeit, iſt unaufſchiebbar nötig. Die
Regierung muß Vertrauen in die Bevölkerung hineintra=
gen
. Wir Liberalen ſind das letzte Bollwerk gegen die
Sozialdemokratie. (Lachen rechts und im Zentrum.) Ihre
Schrittmacher ſind diejenigen, die die Sozialdemokratie
künſtlich gezeitigt und gezüchtet haben. Die Ausführun=
gen
des Reichskanzlers über unſere Beziehungen zu Eng=
land
kamen mir vor wie ein Sonnenſtrahl nach langen
trüben Tagen. Nun wird endlich, wie es ſcheint, die
Vernunft, von der ſich die Mitmenſchen in ihrem privaten
Verkehr regieren laſſen, auch übertragen werden auf den
Verkehr der Völker untereinander. Die Wahlkreiseintei=
lung
muß gerechter geſtaltet werden und hezüglich der
Reichstagswahl wäre das Syſtem der Verhältniswahl das
beſte. Darin würde ein großer Fortſchritt im politiſchen
Leben liegen. Wir wollen ſelbſtverſtändlich für die Fort=
führung
der ſozialen Geſetzgebung alle unſere Kräfte ein=
ſetzen
. Im übrigen wünſchen wir die Aufhebung der
Dündholsſteuer und die Abſchaffung oder wenigſtens die
Reform der Fahrkartenſteuer. Die Vorgänge in den letz=
ten
Tagen im Reichstag haben das ganze Reich und auch
das Ausland bewegt. Wir werden uns wohl oder übel
in die neuen Verhältniſſe hineinleben müſſen, ob es uns
angenehm iſt oder nicht. Es bedarf nur des ehrlichen
Milſens auf allen Seiten, dann wird es ſchon gehen. Wir
Liberalen wollen ſogar vorurteilslos mitarheiten. ( La=
chen
rechts.) Im Gegenſatz zum Zentrum haben wir ge=
zeigt
. daß es uns mit dieſem Willen ernſt iſt.
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg:
Auf einzelne Fragen aus dieſer Debatte kann viel=
leicht
noch ſpäter eingegangen werden. Vor allem ſcheint
es mir darauf anzukommen, die Stellung der verbün=
deten
Regierungen zu den Wahlen und dem Wahlergeb=
nis
darzulegen. Darauf werde ich mich beſchränken. Die
rückwärts gerichteten Vorwürfe gegen die Regierung,
die wir geſtern vom Abgeordneten Speck und auch ſonſt
wohl gehört haben, ſind unbillig; vor allem der Vor=
wurf
, ſie hätte nichts gegen die ſogenannte Steuerhetze
getan, oder wenigſtens nicht zur rechten Zeit. Darüber
hat ſich eine Legende gebildet. Wenn die Herren die
Güte haben wollen, die erſte Rede nachzuſehen, die ich
im Winter 1909 vor dem Reichstag gehalten habe, ſo
werden Sie finden, daß ich die Notwendigkeit des Zu=
ſtandekommens
der damaligen Finanzgeſetzgebung und
ihrer Annahme durch die verbündeten Regierungen von
Anfang herein ſcharf vertreten habe. Ich habe damals,
und danach wiederholt, betont, daß nur ſo unſere Finan=
zen
wiederhergeſtellt werden könnten, daß die Finanz=
reform
die notwendige Vorausſetzung der Geſundung
unſerer Finanzen war, und durch eine große Anzahl von
Artikeln iſt Front gemacht worden gegen die unrichtigen
Darſtellungen über das Verhältnis der einzelnen Steuern
zueinander und über die Höhe der Belaſtung der ein=
zelnen
Konſumartikel. Bitte, erkundigen Sie ſich da=
nach
bei meinem Nachbar, dem Herrn Staatsſekretär.
Eins allerdings habe ich nicht getan, ich habe die Ab=
lehnung
der Erbanfallſteuer nicht verteidigt. (Bravo!
links) oder, genauer ausgedrückt, ich habe die Art und
Weiſe nicht verteidigt, in der ſich Zentrum und Konſer=
vative
gegen die Erbſchaftsſteuer damals ffeſtgelegt haben.
(Sehr richtig! links.) Wie hätte ich das auch machen
ſollen, nachdem die verbündeten Regierungen dieſe
Steuer mit beſonderem Nachdruck gefordert hatten, und
angeſichts der Möglichkeit, daß das Reich auf dieſe
Steuer doch noch einmal wird zurückkommen müſſen?
(Hört! hört! links.) Der Abg. Speck hat geſtern für den
Fall, daß die verbündeten Regierungen von dieſer Art
der Beſitzſteuer Gebrauch machen ſollten, dies als eine
Brüskierung der Parteien bezeichnet, die den früheren
Entwurf einer Erbanfallſteuer abgelehnt haben. ( Sehr=
richtig
! im Zentrum.) Das iſt ein ſehr ſtarkes Wort, in
dem ſich ein Machtanſpruch verbirgt, den ich nicht anerken=
nen
kann. (Lebhaftes Bravo! links.) Die verbündeten
Regierungen bringen ihre Vorlagen aus ſachlichen Grün=
den
ein. Von Brüskierung ſollte’ da unter allen Umſtän=
den
beſſer nicht geredet werden. (Sehr richtig! links.)
Der Ausſpruch des Herrn Speck beweiſt mir aber von
neuem, wie weit über ihre wirkliche Bedeutung hinaus
die Erbſchaftsſteuer zu einer hochpolitiſchen Frage er=
hoben
worden iſt. (Sehr richtig! bei den Nationallibe=
ralen
.)
Und was iſt der Erſalg geweſen? Dort (zur Linken),
auf der Bänken de: Solialdemokratie ſitzen die lachen=
dex
Leder! (Helterkeit.) Daz es jo kommen mußte,

Termin für den Schluß des Wettbewerbes immer näher.
Unmittelbar nach der Taufe eilte Mascagni ins Neben=
zimmer
, wo das ſoeben eingetroffene Mietsklavier auf=
geſtellt
war, und begann ſofort mit der Arbeit. Sie
war eine einzige, ruheloſe Ekſtaſe; als der Komponiſt
ſchließlich das Wort Ende auf das letzte Notenblatt
ſchreiben konnte, war er völlig erſchöpft und in dieſem
Zuſtande verließ ihn auch Vertrauen und Zuverſicht.
Er hatte kein Zutrauen zu der geleiſteten Arbeit und
die Skepſis ging ſo weit, daß er das Manuſkript gar
nicht einreichte und auf die Teilnahme an dem Wett=
bewerb
verzichten wollte. Mit Mühe und Not gelang
es ſeiner Frau, den zweifelnden Komponiſten drei Tage
vor dem Ablauf der letzten Friſt zur Abſendung der
Partitur zu bewegen. Frau Mascagni ſelbſt trug, den
Kopf mit einem Schal umhüllt, unter ſtrömendem Regen
das koſtbare Paket zur Poſt. Auf dem Wege begegnete
ſie dem Kapellmeiſter Reale; da ſie völlig durchnäßt war,
überredete er ſie, einſtweilen in einen Hausflur zu
treten; der Kapellmeiſter übernahm es ſelbſt, das Paket
aufzugeben. Jedoch als er von der Poſt zurückkehrte.
fand er Frau Mascagni im Regen wieder mitten auf
der Straße ſtehen; ihre Unruhe legte ſich erſt, als ſie die
Poſtquittung in der Hand hatte. Zu Hauſe zeigte ſie
Mascagni das Formular und er meinte: Wenn ich mich
blamiere, iſt es Deine Schuld. =Er war ſo mutlos, daß
er an Puccini ſchrieb und ihn bat, ihm einige Stunden
zu verſchaffen, damit er, Mascagni, ein wenig abgelenkt
würde. Einige Wochen ſpäter kam der Triumph..
* Die Donauverſinkung. Wie Miniſter von Bod=
man
kürzlich in einer Sitzung der Budgetkommiſſion der
badiſchen Zweiten Kammer mitteilte, iſt die badiſche Re=
gierung
bereit, entſprechend dem Vorſchlag des Stutt=
garter
Gelehrten, Profeſſor Endriß, der ſich ſeit Jahren
mit der Frage der Donauverſinkung beſchäftigt, bei
Immendingen vor der Verſinkung der Donau eine
Waſſermenge von 250 Sekundenlitern zu faſſen und nach
Tuttlingen weiter zu leiten, vorausgeſetzt, daß die
gleiche Waſſermenge auf württembergiſchem Gebiete (in

der Nähe des Benediktinerkloſters Beuron) durch künſt=
liche
Verſenkung wieder der Aach zugeführt wird und
in der Annahme, daß Württemberg die Befriedigung
der Schadenerſatzanſprüche, welche möglicherweiſe die
badiſchen Aachintereſſenten erheben ſollten, auf ſich
nimmt. Die Antwort der württembergiſchen Regierung
auf dieſen Vorſchlag Badens ſteht noch aus, mit Be=
ſtimmtheit
kann man aber annehmen, daß nunmehr auch
in der Donauverſinkungsfrage recht bald eine beide Teile
befriedigende Löſung gefunden wird. Schon vor meh=
reren
Jahren hat Profeſſor Endriß in Stuttgart der
Vermutung Ausdruck gegeben, daß ſich im Gebiete der
Donauverſinkung, alſo zwiſchen Aach und Donau, unter=
irdiſche
Hohlräume befinden, die ſchätzungsweiſe einen
Raum von 7 Millionen Kubikmetern umfaſſen. Mit Ge=
nehmigung
der badiſchen Regierung will Endriß in den
nächſten Wochen Bohrungen vornehmen laſſen und mit
dem Vorſitzenden des internationalen Vereins für
Höhlenforſchung einen Abſtieg in die Unterwelt wagen.
** Iriſcher Humor. In dieſen Tagen, in denen wie=
der
ſo viel von Home Rule die Rede iſt, macht folgende
Geſchichte von iriſchem Humor die Runde in engliſchen
Blättern. In einer Geſellſchaft in Irland bringt ein
Arzt, ein eifriger Unioniſt, die Rede auf ſein Lieblings=
thema
, die Home Rule. Ich kann es beweiſen ſagte
er, daß das iriſche Volk nicht reif für Home Rule iſt,
da ſeine Ehrenhaftigkeit zu wünſchen übrig läßt. Gut,
beweiſen Sie es riefen alle Anweſenden. Schön, ich
praktizierte früher in einem Arbeiterviertel und hatte
über hundert iriſche Patienten in meinen Büchern. Nun,
und was glauben Sie, wie viele von dieſen Patienten
mir ein Honorar geſandt haben? Nur zehn! ſagte
der Doktor mit Betonung und ſah ſich triumphierend
im Kreiſe um; wollen Sie noch weitere Beweiſe? oder wie
wollen Sie das erklären? Ach, ganz einfach erwiderte
der Mann, der dem Doktor am eifrigſten widerſprochen,
es waren nur noch zehn von all den hundert Patien=
ten
, die Sie behandelt. am Leben geblieben! Er Jatic
die Lacher auf ſeiner Seite.

[ ][  ][ ]

war von Anfang herein mit Händen zu greifen. Deshalb
habe ich immer wieder das Bürgertum gemahnt, ſich
nicht bis auf die Knochen zu zerfleiſchen. Man hat den
Sammelruf verſpottet, man hat ihn veraltet und unzeit=
gemäß
gefunden! Meine Herren! Die Zeit wird kom=
men
, wo der Sammelruf nicht nur von der Regierungs=
bank
, ſondern auch aus dem Volke ſelbſt ertönen wird.
(Sehr richtig! rechts, Zurufe bei den Sozialdemokraten.)
Deshalb habe ich auch bei den Wahlen immer wieder das
gemeinſame Intereſſe des Bürgertums gegenüber der
Sozialdemokratie zur Geltung zu bringen verſucht. Er=
folg
habe ich damit nicht gehabt. (Lachen bei den Soz.)
Aber meine Pflicht habe ich getan, und meine Pflicht
gegen die Monarchie und das Land war es, darauf hin=
zuweiſen
, welch unheilvolle Verwirrung es im Volke
hervorrufen muß, wenn die Scheidelinie, welche die
Grundanſchauung aller bürgerlichen Parteien von der
ſozialdemokratiſchen Staatsauffaſſung trennt, immer
mehr ins Nebelhafte verwiſcht wird. (Lebhafte Zuſtim=
mung
rechts, Unruhe bei den Sozialdemokraten.)
Wir haben da wahrhaftig merkwürdige Wandlungen
erlebt. Als es vor 5 Jahren gelungen war, die ſozial=
demokratiſche
Fraktion auf die Hälfte ihres Beſitzes zu redu=
zieren
, ging ein Jubel durch das geſamte liberale und kon=
ſervative
Bürgertum. Und jetzt? Der Feind von vor
5 Jahren hat 110 Sitze errungen und der Liberalismus hat
wieder gejubelt (Lebhafte Heiterkeit rechts), obwohl er
ſelbſt geſchwächt aus der Schlacht heimgekehrt iſt. Meine
Herren! Ich begreife es ja, daß Sie vom liberalen Stand=
punkt
aus eine Genugtuung darüber empfinden, daß Sie die
Konſervativen und das Zentrum geſchwächt haben, aber
der Schaden politiſcher Gegner iſt noch lange nicht der
Triumph der eigenen Sache, zumal wenn ein ſolcher vor=
handen
iſt, wie in dieſem Falle. Ja, meine Herren, warum
haben Sie denn jetzt gejubelt? Ueber den Sieg einer Par=
tei
, deren Niederlage Sie vor 5 Jahren ſo laut begrüßt
haben?
Was hat ſich denn in der Zwiſchenzeit geändert? Etwa
die Sozialdemokratie? Ich vermute, die Herren würden es
mir arg verdenken, wenn ich ſie für wandelbar, wenn ich
ſie für fähig hielte, von ihren Dogmen auch nur ein Titel=
gen
aufzugeben, von ihren Dogmen des Klaſſenkampfes,
der Todfeindſchaft gegen die bürgerliche Geſellſchaft und
gegen unſere monarchiſche Staatsordnung. Ob die Re=
viſioniſten
oder die Radikalen das Uebergewicht erlangen
werden, müſſen wir erſt einmal abwarten. Erſt wenn ſich
unzweifelhaft manch einer unter den Herren Sozialdemo=
kraten
befinden wird, der nicht mit Gewalt unſere beſtehende
monarchiſche Staatsordnung durch die Republik und unſere
bürgerliche Geſellſchaft durch die ſozialiſtiſche erſetzen will,
vielleicht aus Klugheit, weil ſie es doch nicht könnten, von
einem können ſich auch die Reviſioniſten nicht trennen: auch
ſie arbeiten unabläſſig daran, das monarchiſche Gefühl im
Volke zu untergraben. (Sehr richtig, rechts.) Auch ſie
diskreditieren, wo ſie nur können, das beſtehende Staats=
gefüge
. Auch ſie predigen den erbitterten Klaſſenkampf.
Ich entſinne mich, daß der Abgeordnete Heine ich glaube,
er rechnet ſich wohl eher zum Reviſionismus als zum Radi=
kalismus
vor einigen Jahren das bekannte Wort aus
der Antigone dahin umkehrte, daß er ſagte: Nicht mit zu
lieben, nein, mit zu haſſen ſind wir da. Was ſo durch
Terrorismus und Verhetzung angerichtet wird ich
brauche es nicht zu ſchildern. Die Herren, die ſoeben aus
dem Wahlkampf zurückgekehrt ſind, wiſſen es beſſer als ich.
(Zurufe bei den Soz.) Glauben Sie nun wirklich, daß auf
ſo verwüſtetem Boden die Früchte wachſen könnten, die der
bürgerliche Liberalismus gedeihen ſehen möge? Den
Entſchluß des Fortſchritts, Großblockpolitik zu treiben und
die Kriſe in der Nationalliberalen Partei, deren Folgen
wir in den letzten Tagen ſahen, kann ich nicht auf eine
grundſätzliche Wandlung der Sozialdemokratie zurückfüh=
ren
. Was ſich gewandelt hat, iſt der Liberalismus. (Sehr
richtig, rechts.) Er iſt weiter nach links geglitten. Ich teile
den Eindruck, dem der Herr Abgeordnete v. Payer ſoeben
Ausdruck gegeben hat, daß geſtern und heute hier im Hauſe
alles ruhig zugegangen iſt, und ich habe den dringenden
Wunſch, daß die Arbeiten des Reichstages ſich in derſelben
Weiſe abwickeln werden.
Vom liberalen Standpunkt aus mögen Sie eine Ge=
nugtuung
darüber empfinden, daß Sie das Zentrum und
die Konſervativen geſchwächt haben, aber der Schaden
politiſcher Gegner iſt noch nicht der Triumph der eigenen
Sache, zumal wenn ein ſolcher tertius gaudens vorhan=
den
iſt, wie in dieſem Falle. (Zuſtimmung rechts.) Meine
Herren! In dieſem hohen Hauſe iſt mancher alte Parla=
mentarier
. Ich glaube nicht, daß einer unter ihnen ſchon
eine ſo unſichere und zerfahrene Parteilage erlebt hat,
wie die gegenwärtige. Acht Tage mußten vergehen, bis
die Wahl eines vollſtändig beſetzten Präſidiums zuſtande
kam. Von den einſt von Bennigſen und Richter geführ=
ten
beiden liberalen Fraktionen dieſes hohen Hauſes hat
ſich weitaus die Mehrzahl der Mitglieder bereit gezeigt,
dem Abg. Bebel, dem Urheber des Wortes von der Tod=
feindſchaft
und vieler ähnlicher, das oberſte Amt zu über=
tragen
, über das der deutſche Reichstag verfügt. (Hört!
Hört! rechts.) Dieſelben liberalen Abgeordneten und noch
einige mehr haben dann den Ausſchlag dafür gegeben,
daß ein anderer ſozialdemokratiſcher Abgeordneter, der
ſich vor wenigen Jahren von dieſer Tribüne in der ſchärf=
ſten
Tonart gegen das Kaiſerhaus ergangen hatte, zum
erſten Vizepräſidenten des deutſchen Reichstages gewählt
wurde und zwar obwohl ſeine Partei es abgelehnt hatte,
ſich einwandfrei auf die Gepflogenheiten gegenüber dem
Kaiſer zu verpflichten. War das die rechte Antwort darauf,
oder ſollte damit die Begriffsverwirrung der Mitläufer
der Sozialdemokratie bei den letzten Wahlen ſanktioniert
werden? Nein, meine Herren, wir werden unſere Regier=
ung
nicht neu orientieren. Der Abg. Payer meinte, die
Wahlen ſeien ein Radikalproteſt gegen die Steuern der letz=
ten
zwei Jahre geweſen. Nein, meine Herren, nennen Sie
mir ein Geſetz, an dem Herr Payer und ſeine Fraktion nicht
mitgearbeitet haben; er vergißt alſo, daß auch ſie dabei
mitgerichtet worden ſeien. Es hieß, wir ſollten unſere Re=
gierung
aus Angſt vor den 4¼ Millionen neu orientieren.
Aber die Urſache für das Anwachſen der ſozialdemokrati=
ſchen
Stimmen beruht im weſentlichen in dem Glauben
an die Ungefährlichkeit der Sozialdemokratie. Die Gefahr
beruht viel weniger in dieſem Anwachſen als in der Zer=
ſtörung
der Einigkeit der bürgerlichen Parteien. Der
Glaube, daß dieſe 4¼ Millionen feindſelig dem Staat, der
eine unaufhörliche Fortentwickelung aufzuweiſen hat, gegen=
über
ſtehen, hieße an dem geſunden Verſtande dieſer Maſſen
zweifeln. Die Regierung kann hier nur die Folgerung
ziehen, daß ſie feſt auf eignem Fuß ſtehen muß, ohne Schwanken
und Wanken. Die Sozialdemokratie und ihre Nachbarn
halten die unſichere Lage für geeignet, das Wahlrecht noch
demokratiſcher zu geſtalten und die Reichsverfaſſung nach
ihren Prinzipien umzugeſtalten. Es iſt nicht zu beſtreiten,
daß unſer Wahlrecht Mängel aufzuweiſen hat, ich brauche

nur auf die Mängel und die Unmoralität der Stichwahlen,
auf die mangelhafte Vertretung der Minorität im Reichs=
tage
zu verweiſen. Es geht auch nicht, die Wahlkreisein=
teilung
nach dem nackten Zahlenprinzip vorzunehmen. Wo=
gegen
wir uns energiſch wenden, iſt die verlangte Verant=
wortlichkeit
des Reichskanzlers gegenüber dem Reichstage
und ſeine Stellung unter die Aufſicht eines Gerichts Ich
wüßte in der Geſchichte des Reichstages keinen Fall, wo
dieſe Verantwortlichkeit vermißt wurde. Dieſe Verant=
wortlichkeit
hätte weiter keine Folgen, als daß es eine
Etappe auf dem Wege zum parlamentariſchen Regiment
unter derAusſchaltung der Bundesſtaaten wäre. Bismarck gab
dem Reich die Verfaſſung nur unter der Bedingung, daß
Kaiſer und Bundesſtaaten an der Regierung teilnehmen.
Der Ausfall der Wahlen kann kein Grund gegen, ſondern
nur für unſeren Standpunkt ſein. Zeigen Sie uns, daß
Sie alle Schichten des Volkes hinter ſich haben, dann
werden Sie ſehen, daß dies keine Frage der Demokratie,
ſondern eine Machtfrage iſt. Es iſt doch genugſam be=
wieſen
, daß wir für den Arbeiterſtand eingetreten ſind, aber
unſere Sorge gilt auch der Erhaltung des Mittel= und
Handwerkerſtandes. Berührt wurde hier auch die Klein=
wohnungsfrage
, die ſozialpolitiſchen Fragen und das
Koalitionsrecht. Wir können nur wünſchen, daß die bür=
gerlichen
Parteien allen Hader vergeſſen und ihre Kräfte
einſetzen zum Wohle des Vaterlandes und unſerer beſtehen=
den
Staatsordnung.
Abg. Fürſt v. Radziwill (Pole): Wenn der Reichs=
kanzler
alle bürgerlichen Parteien zur tatkräftigen Mitarbeit
aufruft, wie kann er denn dulden, daß ein intelligentes
Volk wie die Polen mit Füßen getreten werden. Ein
Schrei der Entrüſtung geht durch die ganze ziviliſierte Welt.
Aber wir werden trotzdem mitarbeiten, wenn es ſich um
wichtige nationale Fragen handelt.
Abg. Arends (Rpt.): Die heutige Erklärung des
Reichskanzlers, den Beſtrebungen der Liberalen und So=
zialdemokraten
entgegenzuwirken, hat uns mit Genugtuung
erfüllt. Eine beſſere Verſtändigung mit England entſpricht
auch unſeren Wünſchen. Für uns iſt der bezeichnendſte Er=
folg
der Wahlen, daß der geſamte Liberalismus zerklüftet
daraus hervorgegangen iſt. In den Wahlkämpfen haben
ſich die Liberalen als waſchechte Schutzzöllner entpuppt.
Der Reichstag wird keine Arbeiter= und Intereſſenpolitik
treiben, ſondern er wird wirken im Intereſſe der ganzen
Nation. Gegen den Terrorismus der Induſtriearbeiter
muß von Staats wegen eingeſchritten werden. Unſere
Partei, zwar klein an Zahl, wird wirken als liberale Mit=
telpartei
, aber im konſervativen Sinne. Einig und ge=
ſchloſſen
werden wir mehr Einfluß gewinnen, als manche
große Partei, die im Innerſten zerklüftet. Abg. Mumm
(Wirtſch. Vgg.): Die Beſeitigung der Sozialdemokratie iſt
nicht durch Ausnahmegeſetze zu erreichen, ſondern durch
ſtete Fürſorge für die arbeitenden Klaſſen. Die bürger=
lichen
Parteien ſollen verſuchen, verſtändnisvoll für die
ſchwere politiſche Lage, zuſammenzuarbeiten. Die Beſſer=
ung
der Finanzlage iſt erfreulich. Abg. Scheele (Welfe):
Dieſer Reichstag kämpft nur ſeine politiſchen Parteigezänke
aus. Durch die Präſidentenwahl iſt noch immer kein dauern=
der
Friede geſichert. Abg. Graf v. Poſadowsky:
Ich wünſchte, daß keine Partei mehr verſpricht, als ſie er=
füllen
kann. Heute iſt es ſo, daß bald jeder einzelne Wäh=
ler
von den Reichstagsabgeordneten maſſiert werden möchte.
Wir brauchen Männer, die keine unerfüllbaren Verſprech=
ungen
geben, die auch den Mut haben, etwas zu ſagen,
was den Wählern nicht paßt. Mit der Finanzreform iſt
viel gebeſſert worden. Als ich vor 14 Jahren mein Amt
als Schatzſekretär niederlegte, hatten wir 1¾ Milliarden
Schulden, jetzt haben wir deren drei. Die Folge davon
war, daß unſer Kredit noch unter den franzöſiſchen und den
italieniſchen geſunken iſt. Wenn wir jetzt zu der alten
Finanzwirtſchaft zurückkehren wollten, ſo wäre dies ein
unverzeihlicher Fehler. Ob unſere Rüſtungen ungenügend
ſind, entzieht ſich unſerer Beurteilung, das müſſen wir den
Fachleuten überlaſien. Unmöglich iſt es aber, alle zwei
Jahre neue Steuern zu bewilligen, wir beſorgen ſonſt nur
die Geſchäfte der radikalen Sozialdemokratie. Aber auch
die Reichen ſind nicht in der Lage, alle Steuern allein zu
tragen. Ein engliſcher Staatsmann ſagte einmal, ein Poli=
tiker
müſſe auf einem Zaun ſitzen, damit er nach Bedarf
nach rechts oder links herabſpringen kann. Churchill ſagte,
bei der Verteidigung des Reiches ſind ſich alle Parteien
einig, da übernehmen auch die Reichen die Koſten dafür.
Die Entwickelung der Sozialdemokratie iſt nicht ein Werk
ihrer Führer, ſondern die Frucht der Verſäumnis der bür=
gerlichen
Parteien. Sie hatten es verſäumt, für die mäch=
tig
emporſtrebende Arbeiterſchaft Intereſſe zu zeigen. Eine
Partei von 4½ Millionen kann man auch mit Gewalt nicht
bekämpfen. Dies geſchieht nicht mit Salomes Urteil. ſon=
dern
mit Solomiſcher Weisheit. Die Sozialdemokraten
täten gut, die zweckloſe Etatsverweigerung aufzugeben, ſie
müſſen erſt durch den Reviſionismus geläutert werden, ehe
ſie den Weg zum Bürgertum finden. Als fantaſtiſche
Utopien muß man doch auch bezeichnen, wenn die Hundert=
tauſende
von Arbeitgebern durch einen, den Staat, erſetzt
werden ſollen. Die Erfahrungen müſſen die Führer be=
lehren
, daß das einfach unmöglich iſt. Die Liberalen haben
ſich von der Wahlparole gegen Rechts einfangen laſſen, die
Forderung der Sozialdemokraten zu unterſtützen bei ihrer
Forderung der Miniſterverantwortlichkeit. Das würde
nur dazu führen, einen unpopulären Miniſter zu beſeitigen,
damit wäre aber der Willkür Tür und Tor geöffnet. Ver=
fehlt
iſt es auch, die Wahlkreiseinteilung zu einem ein=
fachen
Rechenexempel zu geſtalten. Der Einfluß des plat=
ten
Landes und der kleinen und mittleren Städte auf die
Geſetzgebung, darf nicht zugunſten der Großſtädte einſeitig
geſchmälert werden. Wir können alle Beſtrebungen, mit
England in beſſere Beziehungen zu treten, nur wärmſtens
unterſtützen. Wir müſſen aber berückſichtigen, daß Eng=
land
ein ſtark wachſendes Volk iſt, das vier Fünftel der
bewohnten Welt beherrſcht. Wenn die Verſtändigung auf
der Baſis der gegenſeitigen Achtung und der Sicherung
der beiderſeitigen Intereſſengebiete erfolgen kann, dann
könne vielleicht auch einmal der Moment zu einer Ein=
ſchränkung
oder Beſeitigung der Rüſtungen eintreten.
Weiterberatung Samstag 11 Uhr. Schluß
6¼ Uhr.
* Berlin 16. Febr. Der Seniorenkonvent
des Reichstages beſchloß, daß die Tage vom 24.
bis zum 26. Februar und vom 9. bis zum 11. März
ſitzungsfrei bleiben ſollen. Man hofft, am 29. März die
Ferien beginnen zu können.

Luftfahrt.

* Gelſenkirchen, 15. Febr. Die Stadtverord=
neten
beſchloſſen eine Beteiligung an dem neuen Flug=
platzunternehmen
im Induſtriegelände mit einer
Stammeinlage von 300000 Mark.

* Johannisthal, 16. Febr. Der Flieger
Schmidt, der geſtern in der Nähe der Fabriken der
Neuen Automobil=Geſellſchaft Ober=Schöneweide mit ſei=
nem
Farman=Doppeldecker abgeſtürzt iſt, iſt heute
morgen ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen.
sr. Für das Gordon=Bennet=Rennen der
Freiballone, das in dieſem Jahre bekanntlich von
Stuttgart aus ſtattfindet, iſt vom Württembergiſchen
Verein für Luftſchiffahrt, außer den Ehrenpreiſen noch ein
Spezial=Preisfond von 30000. Mark ausgeſetzt worden.
Von dieſen erhält der Erſte 8000, der Zweite 6700, der
Dritte 5300 Mark, der Vierte 4000 Mark, der Fünfte
3000 Mark der Sechſte 2000 Mark und der
Siebente 1000 Mark. Dazu kommen noch die Gelder, die
den drei Erſten in herkömmlicher Weiſe aus den Nen=
nungsgeldern
bezahlt werden. Anläßlich des Bennet=
Rennens ſind große Feſtlichkeiten geplant, ſo ein Empfang
im Rathaus und ein Feſteſſen. Außerdem werden andere
ſportliche Veranſtaltungen arrangiert werden, und zwar
ſind in Ausſicht genommen Pferderennen, eine nationale
Ballonwettfahrt und Paſſagierfahrten mit dem Zeppelin=
Ballon.
* Der Aeroplanrundflug durch die
Schweiz, der bereits im Vorjahre von der Schweize=
riſchen
Flugplatzgeſellſchaft in Zürich geplant war. aber
auf dieſes Jahr verſchoben wurde, iſt nun abermals ab=
geſagt
worden. Nach der Erklärung der Schweizeriſchen
Flugplatzgeſellſchaft ſah ſich dieſe zu der Abſage genötigt,
weil keine genügende Anzahl von guten ſchweizeriſchen
Piloten vorhanden iſt.
* Die Summe von 100000 Francs wurde
von der Pariſer Zeitung La Juſtice für einen Wettbewerb
fliegender Fahrräder ausgeſetzt. Für den glei=
chen
Zweck hatte die bekannte franzöſiſche Fahrradfirma
Veugeot bereits 10000 Francs geſtiftet. Während jedoch
für dieſe Summe nur ein Fluck von 10 Metern bin und
zurück verlanat wurde, ſo iſt bei dieſer 100000 Francs=
Stiftung Bedingung, daß der Bewerber die Strecke
Paris-Verſailles und zurück ohne Unterbrechung ledig=
lich
mit Hilfe ſeiner Muskelkraft zurücklegt.

Sport.

* Darmſtädter Sportklub 1905. Die erſte
Team des Frankfurter Fußballklubs Bri=
tannia
welche am morgigen Sonntag, den 18. Fe=
bruar
, auf dem Sportplatz an der Windmühle, der glei=
chen
des Darmſtädter Sportklubs 1905 gegen=
übertritt
, verfügt über eine großartige Stürmerreihe.
Raſch im Angriff, iſt ſie mit dem flinken, ſchußſicheren
Stürmer Kuch in der Mitte, eine vorzügliche Angriffs=
waffe
, die der Sportklub=Verteidigung einen ſchweren
Stand bereiten wird. Vorher ſpielen die alte Her=
ren
=Mannſchaften derſelben Vereine.
* Schierke im Harz (Brockengebiet), 15. Febr.
Morgens 8 Uhr 2 Grad Kälte. Eisbahn gut. Schnee in
Ausſicht. Winterfeſt der Kurverwaltung am 17., 18., 19.,
20. und 25. Februar. Programm hier einzuſehen. Sonn=
tag
, den 18. Februar, Faſtnachtsdiner und Faſtnachtsball
im Hotel Kurhaus in Schierke.

Handel und Verkehr.

* Berlin, 16. Febr. In der heutigen Sitzung des
Zentralausſchuſſes der Reichsbank erklärte
der Präſident von Havenſtein, ſeit der letzten Sitzung ſei
noch keine Veranlaſſung eingetreten, einer Herahſetzung
des Diskonts näherzutreten. Die damals vorhandene
ſcheinbare Geldflüſſigkeit ſei verſchwunden und die De=
viſenkurſe
zeigten noch keine weſentliche Abſpannung. So=
dann
wurde der Status der Bank vom 15. ds. Mts. be=
kannt
gegeben. ſoweit das Material bisher vorliegt. Dem=
nach
hat der Metallbeſtand eine Erhöhung von 49 Millio=
nen
gegen 56 Millionen im Vorjahre erfahren. Die An=
lagen
ſtiegen um 31 Millionen, während ſie im gleichen
Zeitraum des Vorjahres um 17 Millionen abnahmen. Die
fremden Guthaben vermehrten ſich um 210 Millionen ge=
gen
120 Millionen im Vorjahre, die ſteuerfreie Noten=
reſerve
ſtellte ſich auf 332 Millionen gegen 397 Millionen
im Vorjahre. Schließlich wurde der Geſchäftsbericht pro
1911 verleſen.

Vermiſchtes.

* Allg. Verein für deutſchen Gruß E. V.
Eine weitere Ortsgruppe hat ſich gebildet in Trier
an der Moſel unter dem Vorſitz von Herrn Architekt Guſtav
Kaſel. Die Ortsgruppe zählt bis jetzt 200 Mitglieder. Der
Verein hatte durch Ausſtellen ſeines Schaubildes auf ſeine
Ziele aufmerkſam gemacht. Außerdem wurden die Da=
men
der Geſellſchaft brieflich um ihr Einverſtändnis ge=
beten
, worauf faſt alle, nun ſchon über 140, in bejahendem
Sinne antworteten.

Literariſches.

Ravenſteins Reichstags=Wahlkarte
des Deutſchen Reiches, mit erſtmaliger genauer
Abgrenzung der Wahlkreiſe, bearbeitet von Cl. von
Stumpf=Brentano, iſt ſoeben in Ludwig Raven=
ſteins
Verlag, Frankfurt a. M., erſchienen und zum Preiſe
von 1 Mark durch alle Buchhandlungen oder den Verlag
zu beziehen. Wer auf genaue, klare, zuverläſſige Darſtel=
lung
Wert legt, greife zu dieſer Karte.
Soeben iſt von dem vornehmen und weltbekannten
Frauen= und Moden=Journal Buttericks Moden=
Revue das Februar=Heft erſchienen. In dieſem findet
man eine reiche Auswahl von Abbildungen der Spät=
wintertoiletten
und auch ſchon einige Frühjahrstoi=
letten
für Damen, Mädchen und Kinder, einzelne
Röcke, Bluſen, Mäntel, Jacketts, ſowie Negligées und Unter=
wäſche
. Dieſes Heft bringt auch, wie immer, eine beſondere
Abteilung für die Jugend, in welcher hübſche und chicke
Kleidungsſtücke vom Backfiſch bis zum Säugling abgebildet
ſind. Im Anſchluß hieran werden uns einige nette Haus=
kleider
vor Augen geführt und aus dem Artikel Schneidere
ſelber nebſt den dazu gehörigen Abbildungen erſehen wir,
wie man ſich hübſche und gutſitzende Kleider ſelbſt anfer=
tigen
kann. Auch bringt dieſes reichhaltige Buch einen
Aufſatz nebſt Abbildungen über Plättmuſter. Der Hand=
arbeitsteil
gibt uns dieſes Mal einige Anleitungen und
Abbildungen der Buchſtaben=Stickerei. Der literariſche
Teil iſt wie immer ſehr reichhaltig. Buttericks Moden=
Revue erſcheint monatlich und koſtet im Abonnement
2. Mark. Aktien=Geſellſchaft für Buttericks Verlag, Ber=
lin
W. 8.

[ ][  ][ ]

Der italieniſch=türkiſche Krieg.

* Rom, 15. Febr. General Caneva iſt am Abend
über Neapel nach Tripolis zurückgereiſt. Zur Verabſchied=
ung
hatten ſich auf dem Bahnhofe der Kriegsminiſter, der
Poſtminiſter, der Chef des Generalſtabes und zahlreiche
höhere Offiziere eingefunden.

Die Revolution in China.

* Schanghai, 15. Febr. Nach einem amtlichen
Telegramm aus Nanking begaben ſich der Präſident
der Republik, Sunyatſen, und die Kabinettsmitglie=
der
am Mittwoch in die Nationalverſammlung und gaben
dort in aller Form ihre Entlaſſung. Sie empfahlen drin=
gend
die Wahl Juanſchikais zum Präſidenten
der Republik. Der Vorſitzende dankte unter dem
Beifall der Verſammlung dem Präſidenten für ſeine Tätig=
keit
und Selbſtloſigkeit. Die Nationalverſammlung nahm
die Abdankung unter der Bedingung an, daß Präſident
und Kabinett ihre Tätigkeit fortſetzen, bis der neu zu
wählende Präſident ſein Amt antritt.
* Weihaiwei 16. Febr. Die blutigen Un=
ruhen
in der Nähe des engliſchen Pachtgebietes dauern
an. Im ganzen ſind ungefähr 150 Revolutionäre
getötet worden. Die britiſchen Behörden ſind bemüht,
Verhandlungen zwiſchen den Vertretern der beiden
gegneriſchen Parteien herbeizuführen. Militär und
Polizei halten die Ruhe im britiſchen Gebiet aufrecht.
* London, 16. Febr. Die Times melden aus Nan=
king
vom 15. Februar: Die Nationalverſamm=
lung
hat heute Juanſchikai einſtimmig zum
Präſidenten der proviſoriſchen Regierung
erwählt. Die Nationalverſammlung hat ſich endgültig
entſchloſſen, die Abdankungsedikte anzunehmen. Der Rück=
tritt
Sunyatſens und der proviſoriſchen Regierung
wurden angenommen. Die Aemter ſollen nach Ankunft des
neuen Präſidenten in Nanking niedergelegt werden. Die
Nationalverſammlung beſteht indeſſen darauf, daß Nanking
der Sitz der proviſoriſchen Regierung werde und daß
Juanſchikai nach Nanking komme, um vor der National=
verſammlung
auf die Verfaſſung den Eid zu leiſten. Die
endgültige Entſcheidung über die Hauptſtadt ruht bei der
Nationalverſammlung.
* London, 16. Febr. Die Times melden aus
Tokio vom 15. Februar: Man glaubt hier, daß die japa=
niſche
Regierung der amerikaniſchen Note über China
beitreten werde.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Kfel, 16. Febr. Prinz Ludwig und Prinzeſſin
Thereſe von Bayern, die Taufpaten des morgen auf
der Germaniawerft vom Stapel laufenden Linien=
ſchiffes
Prinzregent Luitpold (Erſatz
Odin), ſind heute vormittag hier eingetroffen. An dem
Bahnſteig hatten ſich zum Empfang verſammelt: Prinz
und Prinzeſſin Heinrich von Preußen, Prinz Adalbert
von Preußen, die Admiralität, darunter der Chef der
Hochſeeflotte Admiral von HHoltzendorff, der Chef der
Marineſtation der Oſtſee Admiral von Schröder, der
Polizeipräſident von Schröter, der Stadtkommandant
Oberſt Albrecht u. a. Das erſte Seebataillon hatte die
Ehrenkompagnie mit Fahne und Muſik geſtellt., Unter
den Klängen des Präſentiermarſches lief der Zug in die
Halle ein. Nach der Begrüßung der Fürſtlichkeiten ſchrit=
ten
Prinz Ludwig, der die Uniform des Seebataillons
trug, und Prinz Heinrich mit Gefolge die Ehrenkom=
pagnie
ab, während die Muſik die Nationalhymne ſpielte.
Nach dem Vorbeimarſch der Ehrenkompagnie begaben ſich
die hohen Herrſchaften durch das Fürſtenzimmer zu den
vor dem Bahnhof haltenden Automobilen, wo ſie von
einer großen Menſchenmenge lebhaft begrüßt wurden.
Die Fahrt ging zum Königlichen Schloſſe, wo Prinz
Ludwig und Prinzeſſin Thereſe Wohnung nahmen. Nach
dem Eintreffen im Schloß feuerten die im Hafen liegen=
den
Kriegsſchiffe einen Salut von 21 Schüſſen.
* Innsbruck, 16. Febr. Die Gemahlin des engliſchen
Botſchafters in Berlin iſt geſtern in Arco (Südtirol) ge=
ſtorben
.
* Luxemburg, 16. Febr. Nach einem heute morgen
ausgegebenen Bulletin iſt im Befinden des Groß=
herzogs
keine weſentliche Veränderung eingetreten.
Nachts gegen 11 Uhr iſt noch eine geringe Temperaturſtei=
gerung
aufgetreten, wodurch die Nachtruhe etwas geſtört
wurde. Die Schluckbeſchwerden haben ſich vermehrt; die
Nahrungsaufnahme bereitet immer noch Schwierigkeiten.
Heute morgen war die Temperatur 37, Puls 96, Atem
regelmäßig.
* Kriſtiania, 16. Febr. Heute demiſſionierten
auch der Miniſterpräſident Konow, Finanzminiſter Berge,
Ackerbauminiſter Holtsmark und der Miniſter für öffent=
liche
Arbeiten Darre=Jenſſen.
H. B. New=York, 16. Febr. Nach einer Depeſche, die
aus Mexiko in New=York eintraf, wurde geſtern die
Eiſenbahnbrücke im Staate La Huerrero von Re=
volutionären
in dem Augenblick in die Luft ge=
ſprengt
, als ein mit Truppen beſetzter Zug über die
Brücke fuhr. Der Zug ſtürzte ins Waſſer. Viele Sol=
daten
ertranken.

Briefkaſten.

W. G., Worfelden. Geſangbuchverſe dürfen nach=
gedruckt
werden. Aus Zeitungen und Zeitſchriften uſw.
haben Sie Nachdruckshonorarforderungen und event.
Beſtrafung zu gewärtigen. Es kommt auf den Einzel=
fall
an. Jedenfalls iſt es beſſer, ſich mit den Autoren
vorher in Verbindung zu ſetzen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das kontinentale Hoch hat ſich weiterhin verſtärkt.
Im Weſten liegen ſtarke Depreſſionen, die, nordwärts
ziehend, unſer Wetter nicht beeinfluſſen. Wir werden
auch morgen unter dem Einfluß des hohen Drucks ſtehen,
ſodaß keine weſentliche Aenderung des Wetters zu er=
warten
iſt.
Ausſichten für Samstag, 17. Februar: Wolkig,
meiſt trocken, Temperatur wenig verändert, nur noch ſtel=
lenweiſe
Nachtfroſt.

Maschinenbau, Elektrotechnſt,
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Alter Wjahrung gemaß
bildet Scotts Emulſion bei Entkräftung, Ab=
magerung
, Appetitloſigkeit und den damit zu=
ſammenhängenden
Beſchwerden eine ſchätzens=
werte
Zugabe zur täglichen Nahrung. Die
Wirkung zeigt ſich denn auch bald in einer
Steigerung des Gewichtes verbunden mit einer
nachhaltigen Hebung des Allgemeinbefindens
und der (34101
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Familiennachrichten.
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Marine-Stabsarzt Dr. Buchinger
Frau Else Büchinger, geb. Sander
zeigen die Geburt einer Tochter an.
Flensburg, 16. Februar 1912
Südergraben 26.
(*3975

Heute morgen entſchlief ſanft unſere
innigſtgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Groß=
mutter
, Urgroßmutter, Schweſter und Tante
Frau
Marie Ober Wwe.
geb. Frischmann
im 84. Lebensjahre.
(4194
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Constantin Ober,
Frankfurt a. M.,
Familie Adam Ober,
Darmſtadt,
Familie Antonie Frank, Wwe., geb. Ober
Darmſtadt.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, den
18. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus.

Todes-Anzeige.
Geſtern abend verſchied nach längerem Leiden
im 53. Lebensjahre mein lieber guter Gatte,
unſer treubeſorgter Vater, Schwiegervater,
(4179
Bruder und Schwager
Ludwig Schmidt
Tapeziermeiſter.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Sofie Schmidt, geb. Stier,
Kätha Brücher, geb. Schmidt,
Georg Schmidt,
Georg Brücher, Gerichtsſchreiber=Aſpirant.
Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
Die Beerdigung findet Samstag, den 17. Febr.,
nachmittags 2 Uhr 20 Min., vom Eliſabethen=
ſtift
aus, ſtatt. Einſegnung um 2 Uhr daſelbſt.

Für die ſoüberaus zahlreichen Beweiſe wohl=
tuender
Teilnahme bei dem Heimgange unſeres
lieben Entſchlafenen, insbeſondere für die troſt=
reichen
Worte des Herrn Pfarrer Vogel und die
von der Darmſtädter Burſchenſchaft Friſia er=
wieſene
letzte Ehre, ſprechen ihren tiefgefühlteſten
(4178
Dank aus.
Frau Eliſabeth Jaeger Wwe., geb. Einſiedel,
Martha Jaeger.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.

Statt besonderer Anzeige.
Gestern abend entschlief sanft nach
längerem Leiden im 79. Lebensjahre
unsere innigstgeliebte Mutter, Gross-
mutter
und Schwiegermutter
MauiderTenad Vecmmam
geb. Wilich genannt von Polinnz.
Darmstadt, Genf, 16. Februar 1912.
Marie Bory, geb. Freiin von Lehmann,
Bertha Freiin von Lehmann,
Karl Freiherr von Lehmann,
Major beim Stabe des Leibgarde-
Regiments,
Charles Bory,
Elsbeth Freifrau von Lehmann, ge-
borene
Funcke,
und 6 Enkel.
(4193
Die Einsegnung findet Sonntag, den 18. Fe-
bruar
, nachmittags 3 Uhr, im Sterbehause
Neckarstrasse 16, statt, daran anschliessend
die Beerdigung auf dem Darmstädter Friedhof.

eute morgen ist meine liebe Frau,
I1 unsre treue Mutter, Grossmutter,
Schwester, Schwägerin und Tante (4163
Dane Stam
geborene Esch
im 60. Lebensjahre sanft entschlafen.
Darmstadt, Offenbach a. M., Halle a. S.,
Mainz, Kiel, den 16. Februar 1912.
Stamm, Kirchenrat,
Prof. Dr. Heraeus und Frau Julie,
geb. Stamm,
Ingenieur Ernst Stamm und Frau
Marie, geb. Thöne,
Pfarrer Vogt und Frau Elisäbeth,
geb. Stamm,
Diakonieschwester Ottilie Stamm,
Architekt Emil Back und Frau
Minna, geb. Stamm,
Theodor Stamm,
und acht Enkelkinder.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 18.
ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Portale
des städtischen Friedhofs aus, statt.
Beileidsbesuche dankend verbeten.

Statt beſonderer Anzeige.
Geſtern nachmittag 6 Uhr verſchied ſanft
nach nur 3tägiger Krankheit meine geliebte
(4145
Frau, meine herzensgute Tochter
Frau
Maria Hartmann
geb. Marx.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Prof. Albert Hartmann,
Fran Geheimrat Marx.
Darmſtadt, den 16. Februar 1912.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Fe=
bruar
, nachmittags 5 Uhr, von der Friedhof: aus, ſtatt.

[ ][  ][ ]

Todes-Anzeige.
(Statt besonderer Anzeige.)
Heute nacht um 3 Uhr entschlief nach kurzer Krankheit meine innigst-
geliebte
Gattin, unsere treubesorgte Mutter und Nichte
(*3912
Flau Beroched Storck
geb. Ritzel.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Karl Storck, Dekorationsmaler und Weissbindermeister,
Karl Storck, Gr. Regierungsbaumeister,
Walther Storck, Dekorationsmaler und Weissbindermeister.
Darmstadt, 16. Februar 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. Februar, nachmittags um 2½ Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus, statt.
Von Kondolenzbesuchen bittet man gütigst absehen zu wollen.

Tageskalender.

Samstag, 17. Februar.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
Der Opernball
Künſtler=Redoute der Karnevalgeſellſchaft Narrhalla
um 8.11 Uhr im Orpheum.
Maskenbälle: Darmſtädter Karnevalgeſellſchaft um
9.11 Uhr im Saalbau. Geſangverein Liederzweig‟
um 8.11 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Turngeſellſchaft um 8.11 Uhr im Mathildenhöhſaal.
Turngemeinde Beſſungen um 8.11 Uhr im Turn=
hauſe
.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Karnevaliſtiſche Konzerte ꝛc.: Café Ernſt Ludwig.
Hotel Heß um 8 Uhr. Schloß=Café. Kölniſcher
Hof um 6 Uhr. Reſtaurant Zur Oper
Ausſtellung von Porträtphotographien Wil=
helminenſtraße
27 (geöffnet von 101 u. 37 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
Olympia=Kinematograph Rheinſtraße 2.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Die
Eröffnung des Reichstages durch Alterspräſident Trä=
ger
; das Reſultat der bayeriſchen Landtagswahlen;

das verunglückte engliſche Unterſeeboot A 3 der
Rektor des St. Bernhard=Hoſpizes mit ſeinen Hunden.
Sonntag, 18. Februar.
Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr (Ab. B): Die
Fledermaus.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Karnevaliſtiſche Konzerte ꝛc.: Britannia=Hotel
um 7.11 Uhr. Café Ernſt Ludwig. Hotel Heß um
4 Uhr. Schloß=Café. Kölniſcher Hof um 4 Uhr.
Reſtaurant Zur Oper Ludwigshöhe um 4 Uhr.
Schützenhof um 7.11 Uhr. Turnhalle am Woogs=
platz
um 8.11 Uhr.
Maskenbälle ꝛc.: Katholikenverein um 8 Uhr im
Konkordiaſaal. Kath. Geſellenverein um 7.11 Uhr
im Geſellenhaus. Stadt Pfungſtadt um 4 Uhr.
Spaziergang der Turngeſellſchaft nach Roßdorf ( Ab=
marſch
um 2½ Uhr vom Turnhauſe).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
Olympia=Kinematograph, Rheinſtraße 2.
Großh. Hofbibliother, geöfnet Monag bis Fretag,
von 91 Uhr und nachmittags von 24 Uhr, Samstag
von 91 Uhr.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei der Beerdigung meines lieben guten Gatten
und unſeres Vaters Herrn Heinrich Machleid ſagen
wir Allen unſeren herzlichſten Dank. Ganz be=
ſonders
Herrn Pfarrer Kleberger, der Mannſchaft
der Feuerwache, dem Sparverein Am Woog und
dem Kranken=Unterſtützungsbund der Schne der,
ſowie für die überaus zahlreichen Blumenſpenden.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau E. Machleid
und Kinder.
*3897)

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte meiner
lieben Frau, unſerer guten Mutter, Schwieger=
mutter
und Großmutter
(4147
Frau Elisabeth Gelfius
ſagen wir hiermit Allen herzlichen Dank.
Wilhelm Gelfius, Privatier,
Fr. Wilhelm Gelfius, Mechaniker,
nebst Familie,
Fuhrmannſtraße 6.

Verſteigerungskalender.

Montag, 19. Februar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr im Eber=
ſtädter
Gemeindewald (Zuſammenkunft an der Schirm=
ſchneiſe
, Halteſtelle der Dampfſtraßenbahn).
Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr im Tann=
acker
in der Kieskaute zwiſchen Ort und Felſenkeller
(Gemarkung Griesheim).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

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§ 10.

Samstag, 17. Februagr.

1912.

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 24. März 1910 wird hiermit
zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel:
1. für Verkaufs= oder Waagautomaten,
2. für automatiſche Kraftmeſſer,
3. für Automaten, die zur Unterhaltung des Publikums dienen,
4. für alle in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellten Klaviere oder ſonſtige
Muſikwerke,
5 für Luxuswagen und Luxusreitpferde,
deren Verſteuerung am 31. März 1912 abläuft, wenn die Abgabepflicht fortdauert,
im Monat März zu entrichten iſt.
Die Entrichtung des Stempels erfolgt an allen Wochentagen des Monats
März, vormittags von 912 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde im Regierungs=
gebäude
(Neckarſtraße Nr. 3, Zimmer Nr. 9) dahier.
(3283a
Darmſtadt, den 1. Februar 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Bekanntmachung des Großh. Kreisgeſundheitsamts Darmſtadt
vom 8. d. Mts, bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 9. Februar 1912.
(3923dsi
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Betr.: Ausführung des Reichsimpfgeſetzes.
Alle Eltern und Pflegeeltern, die in dieſen Tagen von uns aufgefordert worden
ſind, den Nachweis zu führen, daß die Impfung ihrer im Jahre 1911 impfpflichtigen
Kinder und Pflegebefohlenen erfolgt oder aus einem geſetzlichen Grund unterblieben
iſt, machen wir darauf aufmerkſam, daß dieſer Nachweis durch Vorlage des Impf=
ſcheins
oder, falls ein geſetzlicher Hinderungsgrund für die Impfung beſtanden, durch
Vorlage eines ärztlichen Zeugniſſes an folgenden Tagen:
Mittwoch, den 14., 21. und 28. Februar und 6. März.
nachmittags von 23 Uhr,
in dem Schulhaus in der Rundeturmſtraße 9 geführt werden muß, wenn ſie ſich nicht
die in § 14 des Reichsimpfgeſetzes angedrohten Strafen zuziehen wollen.
Darmſtadt, 8. Februar 1912.
Großh. Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Beſt.

Bekanntmachung.

Die Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für das III. See=
bataillon
(Marine=Infanterie) in Tüngtau (China) findet Oktober 1912 ſtatt; Aus=
reiſe
nach Tſingtau: Januar oder Frühjahr 1913, Heimreiſe Frühjahr 1915 bzw. 1916.
Bedingungen: Mindeſtens 1,65 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor dem 1. Oktober 1893
geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). In Tſingtau
wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines unterzeichneten vom Zivil=
vorſitzenden
ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf drei bzw. vier
Jahre zu richten an: das Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Dke Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſen=
artillerie
=Abteilung Kiautſchou (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China) findet

Oktober 1912 ſtatt: Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1913 bzw. 1914, Heimreiſe Frühjahr
1915 bzw. 1916. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig, geſunde Zähne, vor
dem 1. Oktober 1893 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Ent=
wicklung
). In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0.50 Mark
Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung
eines vom unterzeichneten Zivilvorſitzenden ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen
Dienſteintritt auf drei bzw. vier Jahre zu richten an: das Kommando der Stamm=
abteilung
der Matroſenartillerie Kiautſchon, Cuxhaven.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf die beiden vorſtehenden Bekanntmachungen, betreffend:
1. Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon, und
2. Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die Matroſen=
artillerie
=Abteilung Kiautſchou,
bringe ich zur Kenntnis derjenigen, welche die Abſicht haben, ſich zum Dienſteintritt
melden zu wollen, daß die Erteilung des Meldeſcheins abhängig iſt von Erbringung:
1. eines Geburtsſcheins,
2. einer ſchriftlichen und beglaubigten Einwilligung des Vaters,
3. einer Beſcheinigung, daß der ſich Meldende durch Zivil=Verhältniſſe nicht
gebunden iſt,
4. eines Leumundszeugniſſes.
Die Beſcheinigung zu 1 wird durch das zuſtändige Standesamt erteilt, die zu 2
erforderliche Beglaubigung und die Beſcheinigung zu 3 erfolgt in der Regel durch die
Bürgermeiſterei des Wohnſitzes. Für die in der Stadt Darmſtadt wohnhaften Leute
wird das Leumundszeugnis (Ziffer 4) durch das Großh. Polizeiamt Darmſtadt aus=
gefertigt
. Sämtliche Beurkundungen ſind koſtenfrei.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Anshebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(3698sss

Bekanntmachung.

Die Aushändigung der vom 1 April ds. Js. ab gültigen Kriegsbeorderungen
und Paßnotizen erfolgt vom 10. März ds. Js. ab innerhalb der Stadt Darmſtadt
durch Ordonnanzen des Bezirkskommandos 1 Darmſtadt, in den Landgemeinden
durch die Bürgermeiſtereien.
Sämtliche Reſerviſten, Wehrleute I. und II. Aufgebots, ſowie die Erſatzreſer=
viſten
werden aufgefordert, die eiwa noch nicht zur dienſtlichen Kenntnis gelangten
Wohnungsveränderungen ſofort ſchriftlich oder mündlich wochentags von 8 bis
12 Uhr vormittags dem Bezirksfeldwebel zu melden.
Auch haben ſie vom 10, bis 25. März 1912 ab Vorkehrungen zu treffen, daß
ihnen die Kriegsbeorderungen und Paßnotizen gegen Empfangsbeſcheinigung zuge=
ſtellt
werden können. Perſonen des Hausſtandes können mit der Empfangnahme,
der Kriegsbeorderungen und Paßnotizen beauftragt werden.
Mannſchaften, die bis 25. März ds. Js. abends nicht im Beſitz einer Kriegs=
beorderung
oder Paßnotiz ſind, haben dies unverzüglich dem Bezirksfeldwebel zu
melden.
Die bisherigen gelben Kriegsbeorderungen und Paßnotizen ſind am 31. März
ds. Js. zu vernichten und durch die zugeſtellten roten Kriegsbeorderungen und
Paßnotizen zu erſetzen.
(4068
Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
Hauptmeldeamt I Darmſtadt.
Chytraeus, Hauptmann z. D. und Bezirksoffizier.

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Schlüſſel. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit Drücker. 1 brauner und
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Inhalt. 1 Damenſchirm. 4 Rabattmarkenbücher. 4 Schlüſſel ( zu=
ſammengebunden
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1 Kanarienvogel.
(4146
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 2 Dachshunde. 1 Dobermann (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (4133
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 18. Febr.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekanntmachung.

Betreffend: Den Fahrverkehr auf dem Luiſenplatz.
Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Fahrverkehrs in den
Straßen der Stadt weiſen wir darauf hin, daß nach der Polizeiver=
ordnung
vom 20. Februar 1904, betreffend den Verkehr von Fuhr=
werken
in der Haupt= und Reſidenzſtadt, alle Fahrzeuge, alſo ins=
beſondere
Wagen jeder Art, Automobile, Handkarren, Fahrräder uſw.
ſtets die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten haben. Nach der
anderen Seite der Fahrbahn darf nur, wenn dort angehalten werden
ſoll und nicht früher als notwendig, abgebogen werden. Zuwider=
handlungen
können mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen beſtraft werden.
Mit Rückſicht auf den ſtarken Verkehr auf dem Luiſenplatz
iſt die Schutzmannſchaft angewieſen worden, darauf zu wirken daß
alle Fahrzeuge, die die Rheinſtraße herauf= oder herunterfahren
ſtets rechts am Ludwigsdenkmal vorbeifahren und auch hierbei
die rechte Seite der betreffenden Fahrbahn einhalten.
(4188so
Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Bekanntmachung.

Aufrechthaltung der Sicherheit und Ordnung während der
Faſtnachtszeit betr.
Nachdem in den letzten Jahren wiederholt Ausſchreitungen an
den Faſtnachtstagen vorgekommen ſind, haben wir uns gleichwie im
verfloſſenen Jahre veranlaßt geſehen, den Polizeiaufſichtsdienſt in den
verkehrsreichſten Straßen der Stadt an den Faſtnachtstagen zu
verſtärken.
Die Beamten ſind mit ſtrengſter Weiſung verſehen, gegen alle
Ausſchreitungen unnachſichtlich vorzugehen.
Alle Verkleidungen, ſowie das Anheften und Verteilen von
bildlichen Darſtellungen, Liedern, Zetteln und dergleichen, welche
gegen die guten Sittten verſtoßen, ſind verboten.
Ebenſo iſt das unbefugte Tragen von Militär= und Beamten=
uniform
unterſagt.
Aus feuerpolizeilichen Gründen muß das Tragen von Laternen,
die mit Spiritus, Petroleum oder ähnlichen leicht entzündlichen
Flüſſigkeiten geſpeiſt werden, bei Maskenbällen, Aufzügen oder ähn=
lichen
Gelegenhetten verboten werden. In öffentlichen Verſamm=
lungen
, wie insbeſondere Ballſälen und Wirtſchaften, iſt in an=
betracht
der Feuersgefahr das Werfen mit Pavierſchlangen,
Papierſchnitzeln oder ſonſtigen feuergefährlichen Gegenſtänden
unzuläſſig. Außerdem müſſen ſämtliche Ein= und Ausgänge,

ſowie die Korridore im Innern der Räume freigehalten werden
und dürfen nicht durch Tiſche, Stühle, Bänke oder dergleichen
verſtellt werden.
Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen, ſowie aus den
Häuſern darf nicht mit Orangen, Aepfeln oder ſonſtigen harten Gegen=
ſtänden
geworfen werden. Beim Werfen mit Papierſchlangen iſt
darauf zu achten, daß die Leitungsdrähte der elektriſchen Straßen=
bahn
nicht damit behängt werden.
Aus geſundheitspolizeilichen Gründen iſt das Aufheben und
Anſammeln von Konfetti oder Papierſchlangen von der Straße, des=
gleichen
das Werſen mit aufgehobenem Konfett oder Papierſchlangen
nicht zuzulaſſen. Ebenſo iſt der Verkauf und Gebrauch von Pfauen=
federn
und Federwedeln zu beanſtanden. Sollten in letzterer Rich=
tung
Beläſtigungen des Publikums hervortreten, ſo iſt die Beſchlag=
nahme
der Gegenſtände zu gewärtigen.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften werden auf Grund
der beſtehenden geſetzlichen und verordnungsmäßigen Beſtimmungen
geahndet werden.
Indem wir dies zur Kenntnis des Publikums bringen, richten
wir an die Einwohnerſchaft die Bitte, unſere Polizeiorgane in der
Durchführung der getroffenen Maßnahmen nach Möglichkeit unter=
ſtützen
zu wollen.
(4024fsi
Darmſtadt, den 14. Februar 1912,
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

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Schweinefleiſch
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Kottelets u. geſalz. Fleiſch 86
Speck, geräuchert
110 per 1. kg
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Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 110
Rollſchinken .
.130
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 80
Schwartenmagen,
Fleiſch= u Bratwurſt . 80
Leber= u. Blutwurſt
64

Letzte Stammhoßz=Verſteigerung.
Montag, den 26. Februar 1912.
von vormittags 9 Uhr an, werden aus hieſigem Gemeindewald,
Tiſtrikt Klingsackertanne, an Ort und Stelle
313 Stück Kiefernſtämme von 1754 cm Durchm. u. 215 m Länge
an die Meiſtbietenden verſteigert.
Zuſammenkunft an der Bach= und Jägerſchneiſe.
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Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
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Stammholz-Verſteigerung.
Mittwoch, den 21. Februar d. Js., vorm. 10 Uhr,
werden auf hieſigem Rathaus aus den Diſtrikten Burgwald, Tanneck
und Harres=Eck (neben dem neuen Schießhaus)
49 Stück Kiefern=Stämme von 25 bis 51 cm mittl. Durchmeſſer
und 815 m Länge
öffentlich verſteigert.
Auskunft erteilen die beiden Forſtwarte Friedmann und
Feldmann.
(4198
Griesheim bei Darmſtadt, den 15. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.

Bauplanänderung.
Der Plan über die zufolge Be=
ſchluſſes
der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 1. ds. Mts.
vorgenommene Aenderung der
Fluchtlinie auf der Oſtſeite der
Teichhausſtraße zwiſchen Soder=
ſtraße
und Adolf Spieß=Straße
liegt in der Zeit vom 12. bis ein=
ſchließlich
27. ds. Mts. auf dem
Stadtbauamte Grafenſtraße 30
zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan
ſind, bei Meidung des Ausſchluſſes,
während dieſer Friſt ſchriftlich
oder mündlich daſelbſt rorzu=
bringen
.
(3567ss.
Darmſtadt, 7. Februar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Igeger.
Schreinerarbeiten.
Die bei Errichtung eines ſtädti=
ſchen
Gebäudes am neuen Haupt=
bahnhof
ſowie eines Otroi=
erhebegebäudes
am Dornheimer
Weg vorkommenden Schreiner=
arbeiten
ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be=
dingungenliegen
bei dem unterzeich=
neten
Amte, Grafenſtraße Nr. 30,
Zimmer Nr 9, während der Dienſt=
ſtunden
offen, woſelbſt auch die
Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Samstag, 24. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(4050fs.
reichen.
Darmſtadt, 15. Februar 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Pflaſterſteine.
Die Lieferung von 10000 qm
Normalpflaſterſteinen aus Weich=
baſalt
, Baſaltlava, Melaphyr oder
ähnlichem Geſtein ſoll verdungen
werden.
Lieferungsbedingungen liegen
bei dem Tiefbauamt, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur Ein=
ſicht
offen. Auch werden dort die
Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Montag, 26. Februar I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(4160so
Darmſtadt, 16. Februar 1912.
Tieſbauamt.
Keller.
Frau. Ueberz. 3 M., ſchw. Damen=
Gjacke 3 M. Friedrichſtr. 9, p. (*3957

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1912.
Für die in der Zeit vom 28. April bis 8. Mai 1912
ſtattfindende Frühjahrsmeſſe werden vergeben:
I. Auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots die
Plätze für Karuſſells und Schaubuden pp., und zwar:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für zwei Karuſſells oder Schaukeln (ohne Dampfbetrieb) bis
12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis 25 m
Front und 1214 m Tiefe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen,
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von uns zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen An=
gebotsſcheine
und mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze ver=
ſehen
, bis ſpäteſtens
Dienstag, den 5. März, vormittags 11 Uhr,
bei uns einzureichen.
II. Die ſämtlichen übrigen Plätze werden
öffentlich verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
Waffelbuden bis 9 X 4 m.
2.
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 2. April,
vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen
bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 14. Februar 1912.
(4108sss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
Verdingung.
Die Lieferung von
172,89 cbm eichenen Balken,
Bohlen,
32,02
13,25 buchenen Bohlen,
40,81 kiefernen Balken,
245,58
Bohlen,
77,58
kantigen Pfählen und
runden, geſchälten Pfählen
8311,0 Ifd. m
ſoll öffentlich vergeben werden. Lieferzeit April bis Juni 1912.
Die Verdingungsunterlagen nebſt Angebotbogen können von
unſerem Zentralbureau gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung
von 70 Pfennig (nicht in Briefmarken) bezogen werden.
Angebote ſind unter Verwendung des Verdingungsheftes poſt=
frei
mit der Aufſchrift: Angebot auf Lieferung von Hölzern bis
zum Eröffnungstermin
Donnerstag, den 29. Februar 1912, mittags 12 Uhr,
hierher einzureichen. Die Oeffnung der Angebote findet im Saal 72
des Direktionsgebäudes im Beiſein der etwa erſchienenen Bewerber
oder deren Vertreter ſtatt.
Zuſchlagsfriſt: 15. März 1912.
Mainz, den 13. Februar 1912.
(J4199
Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 12
(Stadtwald).
Montag, den 19. Februar I. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus den Abteilungen 44
(Nachtweide), 47 (Wannemachersplatte), 48 (Sauſchwanz) und 49
(Rücksbrünnchen) der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann)
verſteigert:
Scheiter: 521rm Buchen, 113rm Eichen, 7rm Erlen, 2 rm Fichten.
Knüppel: 121 rm Buchen, 41 rm Eſchen, 273 rm Eichen, 39 rm
Erlen, 5 rm Fichten.
Reiſigknüppel: 24 rm Buchen, 12 rm Eſchen, 110 rm Eichen,
3 rm Fichten.
Reiſig: 32,75 Hdt. Wellen Buchen, 2,75 Hdt. Wellen Eichen.
Stöcke: 139rm Buchen (fein, 67rm Eichen (fein), 27rm Fichten (grob).
Das Holz ſitzt ſämtlich an ſehr gut fahrbaren Wegen in der
Nähe der Dieburger Staatsſtraße und hat die laufenden Nummern
1272 bis 1869. Unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Um
vorherige Einſichtnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 7. Februar 1912.
(3771is
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Brennholz=Verſteigerung.
Montag, 19. Februar I. J., vormittags 9½ Uhr
anfangend, ſollen im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Klings=
ackertanne
, nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſtbietend an
Ort und Stelle verſteigert werden.
Es kommen zum Ausgebot:
80 rm Scheitkiefern
70 rm Buchen=Scheit
60 Knüppelkiefern
50
=Knüppel
400 Stck. Kiefern=Wellen
2200 Stck. =Wellen
180 rm Kiefern=Stock
5,8 rm =Stock
Die Zuſammenkunft der Steigerer an der Schirmſchneiſe ( Halte=
ſtelle
der Dampfſtraßenbahn).
(4017fs
Eberſtadt, den 12. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Jagd-Verpachtung.
Die Jagd der Gemeinde Griesheim, beſtehend aus ca.
4200 Morgen Feld, ca. 2300 Morgen Wald und ca. 1900 Morgen
Wieſen ſoll am
Montag, 26. Februar d. J., nachmittags 3 Uhr,
auf dem Rathaus dahier in mehreren Abteilungen auf die Dauer
von ſechs Jahren öffentlich verpachtet werden.
Die Jagd bietet einen guten Beſtand in Rehen und Haſen, ſowie
Hühnern, Faſanen und anderen jagdbaren Vögeln, ſodaß in einzelnen
Bezirken faſt das ganze Jahr hindurch Jagd ausgeübt werden kann.
Bemerkt wird, daß Griesheim gute Bahnverbindungen hat,
ſodaß man jederzeit bequem das Jagdgebiet erreichen kann.
Weitere Auskunft wird von der unterzeichneten Behörde be=
reitwilligſt
erteilt.
(3896ss
Griesheim bei Darmſtadt, am 12. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.

Vergebung von
Grund= u. Erdarbeiten.
Die im Betriebsjahr 1. April 1912
bis 31. März 1913) vorkommen=
den
Rohrgrabenarbeiten bei der
Neuverlegung und Auswechslung
von Gasleitungen ſollen verdungen
werden.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 28. Februar ds. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Verwal=
tung
, Frankfurterſtraße Nr. 29 I.,
Zimmer Nr. 3, verſchloſſen und
mit der Aufſchrift Angebot auf
Erdarbeiten verſehen, einzureichen,
woſelbſt auch die Verdingungsbe=
dingungen
eingeſehen und die An=
gebotsſcheine
in Empfang genom=
men
werden können. (4071sd
Darmſtadt, 15. Februar 1912.
Städtiſche Gaswerksverwaltung.
Friedrich.
Rheinſand.
Die Lieferung von 2000 cbm
Rheinſand ſoll verdungen werden.
Lieferungsbedingungen liegen
bei dem Tiefbauamt, Zimmer Nr. 7,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen. Auch werden dort
die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 29. Februar I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(4161so
reichen.
Darmſtadt, 16. Februar 1912.
Tiefbauamt.
Keller.

Bekanntmachung.

Bis zur Fertigſtellung der Re=
paratur
des Damen=Schwimm
baſſins iſt das Herren= Schwimm=
aſſin
Mittwochs den ganzen Tag
über nur den Damen zur Ver=
fügung
geſtellt.
(3702so
Darmſtadt, 9. Februar 1912.
Die Badeverwaltung.
Klein.

Städt. Hallenſchwimmbad
Darmſtadt, Mühlſtraße 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= u. Duſchbäder, Elek=
triſchlichtbäder
u. Kohlenſäure=
bäder
. Die Anſtalt iſt zurzeit
geöffnet vorm. von 81½ Uhr und
nachm. von 38½ Uhr. (858a
Die Verwaltung.

Bekanntmachung.

Montag, 26. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Karl Lorenz Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebenen Lie=
genſchaften
:
qm
Flur Nr.
I 3549%/1000 318 Hofreite
Frankenſtein=
ſtraße
49,
I 354995/1000 55 Grasgarten
daſe bſt
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, zwangsweiſe ver=
ſteigert
werden.
Die Verſteigerung wird auch
dann genehmigt, wenn ein der
Schätzungsſumme entſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird, vor=
ausgeſetzt
, daß anderweitige recht=
iche
Hinderniſſe nicht im Wege
ſtehen.
Darmſtadt, 29. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (V3073

Bekanntmachung.

Dienstag, 5. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schreinermeiſter Karl
Nau Eheleuten dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 672 453 Hof=
Nieder=
reite

II 673 47 Gras= Ram=
garten
? ſtädter=
II 683¾/10 177 Grab= ſtraße
garten Nr. 9,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K2/12
Darmſtadt, 25. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V3072

Bekanntmachung.

Montag, 4 März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die der Erneſtine Rädge,
geb. Grimm, dahier und der Anna
Kilp, geb. Gunder, zu Wiesbaden,
im Grundbuch der Gemarkung
Darmſtadt zugeſchriebenen Immo=
bilien
:
Flur Nr. qm
IV 5247/10 316 Hofreite Gar=
diſtengaſſe
,
IV 524//10 336 Grabgarten
daſelbſt,
IV 524¾/10 369 Zimmerplatz
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K12/12
Darmſtadt, 1. Februar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V3075

Holz-Verſteigerung.
Donnerstag, 22. Februar, vormittags 9 Uhr,
werden im Darmſtädter Hof zu Griesheim aus Diſtrikt Eich=
wäldchen
verſteigert:
150 Stück Fichtenreisſtangen (Bohnenſtangen): Scheiter,
rm: 5 Eiche, 12 Buche, 8 Kiefer, 1 Fichte; Knüppel, rm:
43,8 Buche, 34 Eiche, 3 Linde, 132 Kiefer, 23 Fichte; Knüppel=
reiſig
, rm: 2 Kiefer, 7 Fichte; Reiſig, Wellen: 2250 Buche,
1890 Eiche, 300 Linde, 4060 Kiefer; Stöcke, rm: 6 Buche,
33 Kiefer, 31 Fichte.
(4124
Dornberg, den 13. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Dornberg.
Kleinkopf.

Großer freihändiger Möbelverkauf.
Zu billigen Auktionspreiſen verkaufe in meinem
Auktionslokal Pädagogſtraße 2
von einer Herrſchaft
Samstag 17., Montag 19., Dienstag 20.,
Mittwoch, 21. Februar, den ganzen Tag:
Speiſezimmer in hell eiche, Büfett, Kredenz,
Vertikow, 12 Stühle, Tiſch.
3 vollſtändige Betten, 6 Kleiderſchränke,
ein= und zweitürig, Waſchkommode mit Garnitur, Nacht=
tiſch
, Schreibtiſch, Kommode, Stühle, 6 Tiſche, 4 Diwans,
2 Regulateure, verſchiedene Bilder, Steppdecken, 2 Fechtſäbel,
Schreibtiſchſeſſel (eichen), Linoleum, Petroleumofen, 2 Dauer=
brandöfen
, Eisſchrank, 2 Gasherde, Zinnbecher, Singer=
Nähmaſchine, Hausapotheke, Eismaſchine, Lampen, Ser=
vierbretter
, Poſten Bilderrahmen, Nippſachen, Reiſetaſchen,
Galerien und Stangen, Staffelei, Etageren, Eckbretter,
Waſchleine, Weinkühler, Waſſerkannen, 2 Seſſel, verſchiedenes
Porzellan und Küchengeräte und vieles Ungenannte.
Die Sachen ſind gut erhalten und werden zu jedem annehm=
(*3964
varen Preiſe abgegeben.
Ferner:
2 Kaſſenſchränke, Klubſofa, 2 Klubſeſſel, mo=
dernes
Büfett und Kredenz (eichen), Diplomat=
ſchreibtiſch
, Bücherſchrank.
F. Kurtz, Anktionator und Taxator,
2 Pädagogſtraße 2.
Der Verkauf findet täglich ununterbrochen ſtatt.

Bekanntmachung.

Dienstag, 27. Februar I. Js.
vormittags 11 Uhr
ſollen die dem Dr. phil. Karl Auguſt
Klein zu Wiesbaden, im Grund=
buch
der Gemarkung Darmſtadt
zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
28 1349/10 1444
28 135 3125
Acker bei der
28 136 3169
28 137
781 (Martinsmühle,
28 139 1719
28 143 1794
28 154
938 Wieſe daſelbſt,
29 90%/10 362
29 919/10 1017
29 95%10 459
29 96%10 486
29 979/10 1007 Acker bei der
29 98¾/10 3378
29 164 1187Martinsmühle,
29 165 794
29 168 2444
29 171 587
29 172 524
28 136¾/10 256 Acker (hinter der
Hofreite) da=
ſelbſt
,
28 136¾/10 187 Acker (vor der
Hofreite) da=
ſelbſt
,
750 Hofreite (Mühle)
28 138
daſ., Frank=
furterſtr
. 105,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K11811
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 25. Januar 1912.
Hroßh. Ortsgericht Darmſtadt, I.
Müller. (V3071

Bekanntmachung.

Montag, 4. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Bierbrauereibeſitzer
Heinrich Schul Eheleuten dahier
zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
II 223 471 Hofreite
Schloßgaſſe,
III 81/0 1525%10 Hofreite an
der Diebur=
gerſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K13/12
Darmſtadt, 1. Februar. 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V3074
Städt. Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (859a
illiger Möbel=Verkauf! 2ug
B Schlaf=, Wohn=, Herrn= und
Speiſezim., alles neu, unter Fabrik=
preis
, Neckarſtr. 17, Laden. (*3697so

Das früher
Riedmatter’ſche Gaſt=
wirtſchaftsanweſen

in der Sommerfriſche Traiſa
bei Darmſtadt, Station der
Odenwaldbahn, ca. 3 Min.
von der Halteſtelle Böllen=
falltor
der Darmſtädter elek=
triſchen
Straßenbahn entfernt,
beſtehend aus zweiſtöckigem,
unterkellertem, maſſiven Haus
mit geräumigen Reſtaura=
tionslokalitäten
, Sälen, Frem=
denzimmern
, großer Stallung
und anderen Seitengebäulich=
keiten
, Grabgarten, ſowie
großen ſchattigen Reſtaura=
tionsgarten
, zuſam. 2256qm,
ortsgerichtlich taxiert zu
Mk. 45000., ferner einige
Feld= und Wieſengrundſtücke
daſelbſt, werden (4119a
Donnerstag, 29. Februar
1912, nachmittags 45 Uhr,
auf dem Rathauſe in Traiſa
durch das unterzeichnete Ge=
richt
zwangsweiſe verſteigert.
Die Erteilung des Zu=
ſchlags
iſt nicht davon ab=
hängig
, daß die Taxe erreicht
wird. Auskunft erteilt das
Großherzogliche Ortsgericht
Traiſa.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.

Die beliebren
Giessener Pferde-Lose
à 1 Mk., Ziehung am 21. März d.
J., ſind in allen bekannten Loſe=
geſchäften
zu haben. Gen.=Vertrieb
Richard Buchacker, Giessen. (4095a
Verkaufe von heute ab
100 St. Ferkel
und
Einleaſchweine
das Stück von Mk. 14. an
Ph. Feldmann, Schweinehändler
Griesheim. (4192.
Deutſche Schäferhündin, Pracht=
2 exemplar, mit pr. Stammb.,
½ Jahr alt, Umſtändehalber zu
verkaufen Tannenſtr. 19 (*3913
mit Wagen, Hunde=
Zughund hütte und Geſchirr
preiswert abzugeben.
(*3954
täheres Große Kaplaneigaſſe 9.
Pracht=
Boxer=Rudey eremplar,
Jahr alt, preiswert abzugeben.
Näh. Große Kap aneigaſſe 9. (*3953
Wachſamer Hofhund
gelb, kurzh. Pinſcher, 1 Jahr alt, zu
vork Rheinſtr. 51, part. (4162so

[ ][  ][ ]

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 10. Febr.: dem Zahnarzt Max Nies=
wandt
, Wilhelminenſtr. 29, ein S. Willy Eduard Max.
Am 9.: dem Schneidermeiſter Johannes Seibert, Mühl=
ſtraße
26, ein S. Johann Leonhard Ludwig Karl. Am
13.: dem Schutzmann Joſeph Mordek, Müllerſtr. 35, ein
S. Hans Wolfgang. Am 14.: dem Kaufmann Georg
Schmitt, Mauerſtr. 3, eine T. Margarete Eliſabethe.
Am 13.: dem Schloſſer Johann Dornuf, Blumenthal=
ſtraße
115, eine T. Sophie Johanna. Am 10.: dem Kellner
Georg Henning, Waldſtr. 23, ein S. Emil Karl. Am
13.: dem Fabrikarbeiter Adam Hartmann, Liebfrauen=
ſtraße
38, ein S. Johannes Hans. Am 15.: dem Schreiner
Philipp Roßmann, Liebfrauenſtr. 87, eine T. Mathilde
Erna. Am 11.: dem Gardeunteroffizier Ludwig Olivier,
Neue Ireneſtr. 63, eine T. Elſe. Am 8.: dem Kaufmann
Konrad Schardt, Kiesſtr. 27, eine T. Margareta Fran=
ziska
. Am 10.: dem Bierbrauer Johann Perlinger,
Kranichſteinerſtr. 32, eine T. Marie. Am 11.: dem Kran=
kenhausſekretär
Adam Reeg, Gutenbergſtr. 62, eine T.
Luiſe Margarete. Am 13.: dem Bahnſchaffner i. P. Karl
Kreuzer, Dieburgerſtr. 69, eine T. Erna. Am 15.: dem
Fabrikarbeiter Johannes Schweitzer, Liebfrauenſtr. 46,
eine T. Elſe Katharina. Am 14.: dem Großh. Regierungs=
rat
im Miniſterium des Innern, Ludwig Matthias, e. S.
Aufgebotene. Am 12. Febr.: Bureaudiätar Emil
Friedr. Heim in Eſſen, mit Dienſtbote Magdalena
Scherer, Emilſtr. 21. Am 13.: Zimmermann Wilhelm
Reinhard II., mit Eva Brunner, beide in Groß= Zim=
mern
. Vizewachtmeiſter im Leib=Dragoner=Regt. Nr. 24,
Friedr. Paul Bauch, Holzhofallee, mit Karoline Friede=
rike
Luiſe Kreibohm in Göttingen. Kaufmann Paul
Reinh. Karl Friedr. Emil Schillert, hier, mit Marie Eliſa=
beth
Schillert, geb. Gaebeler, in Frankfurt a. Oder.
Schneidergehilfe Heinrich Gerbig, Kaupſtr. 26, mit Köchin
Thereſia Wolf, Liebigſtr. 31. Hausburſche Georg Ger=
hardt
, Pankratiusſtr. 26, mit Dienſtbote Anna Katharina
Geyer, Müllerſtr. 7. Am 14.: Regierungsbaumeiſter und
Diplom=Ingenieur Karl Paul Wieſenbach in Gotha, mit
Eliſabetha Maria Eleonore Theodore Fauſt, Moller=
ſtraße
8. Bierbrauer Franz Faver Dirſcherl, Pankratius=
ſtraße
21, mit Köchin Eliſabethe Schmitt, Obergaſſe 38.
Zimmermann Georg Karl Friedr. Geyer in Höchſt a. M.,
mit Marie Schott in Nieder=Modau. Am 15.: Techniker
Adam Bald, Schönberg (Kreis Obertaunus), mit Sophie
Brunner in Bad=Nauheim. Kaufmann Louis Alfred
Wezel, Karlſtr. 21, mit Kontoriſtin Hilda Anna Marie
Charlotte Raabe in Leipzig=Neuſtadt. Schloſſer Johann
Friedrich Philipp Lutz, Neue Ireneſtr. 17, mit Philippine
Suſanne Hildebrandt, Neue Ireneſtr. 17. Architekt Wil=
helm
Göller, Schloßgartenſtr. 51, mit Jakobine Eliſabethe
Stumpf, Rhönring 115.
Geſtorbene. Am 13. Febr.: Arthur Ernſt Metzger,
S. des Schneiders 10 Mte., ev., Soderſtr. 14. Am 12.:
Georg Büdinger, S. des Schreiners, 3 Mte., ev., Große
Kaplaneigaſſe 34. Eliſ. Gelfius, geb. Ganßmann, Ehefr.
des Privatiers, 72 J., kath., Fuhrmannſtr. 6. Katharina
Ebener, geb. Reitz, Witwe des Pförtners, 65 J., ev.,
Alexanderſtr. 15. Am 13.: Privatier Fdch. Matheus Gott=
lieb
Jaeger, 47 J., ev., Beckſtr. 64. Luiſe Hartmann,
geb. Kämmerer, Witwe des Fabrikarbeiters, 74 J., kath.,
Döngesborngaſſe 2. Schneider Hch. Weinberger, 61 J.,
ev., Wixhauſen. Am 15.: Mathilde Johanna Eliſe Kro=
nenberger
, geb. Sorg, Ehefr. des Kaufmanns, 63 J., ev.,
Kranichſteiner Straße 57. Am 14.: Ingenieur Johannes
Guſtav Rudolph Engel, 30 J., ev., Labes. Am 15.:
Schneiderin Olga Herold, 33 J., ev., Wendelſtadtſtr. 11.
Am 14.: Tapezier Ludwig Schmidt, 52 J., ev., Lieb=
frauenſtr
. 41.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 2. Februar: Dem Mechaniker Karl
Böhm, Karlſtraße 104, eine T. Elly Albertine. 27. Jan.:
Dem Reiſenden Heinrich Gülzow, Donnersbergring 36,
ein S. Wilhelm. 2. Februar: dem Redakteur Emil Theod.
Adolf Beier zu Bingen a. Rh. ein S. Reinhold Günther.
30. Januar: Dem Buchdrucker Auguſt Martin Böhm,
Frankenſteinſtraße 48, ein S. Hans Ludwig. 2. Februar:
Dem Fabrikant Johann Heinrich Rußler, Annaſtr. 59,
ein S. Hans Wilhelm Emil. Dem Kaufmann Auguſt Emil
Schickert, Heidelbergerſtr. 98, eine T. Gertrud Wilhelmine
Emilie. 3. Februar: Dem Schumacher Alois Bremberger,
Ludwigshöhſtraße 59, ein S. Joſeph. Dem Zimmermann
Ludwig Philipp Karn, Beſſungerſtraße 26, ein S. Paul.
5. Februar: Dem Schloſſer Heinrich Aßmuth, Neue
Niederſtraße 7, eine T. Eliſabetha. 7. Februar: Dem Ver=
ſicherungsbeamten
Franz Joſef Abel, Kiesbergſtraße 54,
eine T. Elfrieda, Charlotte Joſefa. 14. Februar: Dem
Schmied Georg Heinrich Foshag, Karlſtraße 115, eine T.
Luiſe Eliſabeth. 12. Februar: Dem Glaſer Karl Julius
Hoffner, Frankenſteinſtraße 42, ein S. Heinrich. Dem
Tapezierer Heinrich Kraft, Wingertsgäßchen 10, eine T.
Anna Margarete.
Aufgebotene. Am 5. Februar: Der Monteur Friedrich
Karl Nungeſſer, Martinſtraße 68, und Margaretha
Schmitt zu Rimbach, Kreis Heppenheim. 6. Februar:
Der praktiſche Arzt Dr. Heinrich Breitenbach zu Wald=
rach
, Bez. Trier, und Friederike Johanna Eliſabetha, ge=
nannt
Lilly, Ethaler, Inſelſtraße 34. 7. Februar: Der
Sergeant im Train=Bataillon Nr. 18 Chriſtian Friedrich
Lerch, Heidelbergerſtraße 49, und Eliſabetha Ehrhardt,
Forſtmeiſterſtraße 5. 12. Februar: Der Hilfsarbeiter Va=
lentin
Landzettel, Klappacherſtraße 64, und Anna Maria
Guckelsberger, geb. Römer, zu Borgen, Kr. Hanau.
12. Februar: Der Bauaſpirant Konrad Georg Wienold
zu Mainz, und Maria Magdalena Saum, Kiesberg=
ſtraße
11. 13. Februar: Der Sergeant im Feld=Artillerie=
Regiment Nr. 61 Karl Späth, Beſſungerweg 125, und
Lina Steingaß, Parkusſtraße 7. 14. Februar: Der Ober=
lehrer
Dr. phil. Ernſt Robert Alexander Heinemann zu
Wilhelmshaven, und Margarethe Henriette Martha
Knörzer, Roßdörferſtraße 79. 16. Februar: Der Betriebs=
ingenieur
Wilhelm Adolf Malm zu Klingenberg (Sachſ.),
und Johanna Wilhelmine Eick, Moſerſtraße 11.
Geſtorbene. Am 2. Februar: Marie Eliſe Schmer=
bach
, Tochter des Sergeanten, 20 Tage, ev. Eſchollbrücker=
ſtraße
24. 3. Februar: Bertha Koch: geb. Buhl, Ehefrau
des Privatiers, 52 J., ev., Mathildenſtraße 43. 6. Februar:

Johann Eduard Weber, Expeditor i. P., 63 J., ev., Schieß=
hausſtraße
40. 10. Februar: Eliſabeth Hochſtätter, geb.
Ruch, Witwe des Kanzleigehülfen, 77 J., ev., Heidelberger=
ſtraße
34. Walter Georg Stutz, 4 Mon., ev., Sohn des
Schriftſetzers, Beſſungerſtraße 88½. 11. Februar: Eliſe
Junkersdorf, geb. Huttans, Ehefrau des Reſtaurateurs,
56 J., kathol., Heidelbergerſtraße 46. 13. Februar: Ober=
leutnant
a. D. und Provinzial=Arreſthausverwalter i. P.
Emil Guſtav Oswald Walter, 60 J., evang., Kies=
ſtraße
131. 16. Februar: Fabrikarbeiter Johann Peter
Karl Creter, 53 J., ev., Sandbergſtraße 13. Henriette
Apfel geb. Baum, Ehefrau des Polizeiwachtmeiſters i. P.,
58 J., ev., Klappacherſtraße 90. 15. Februar: Marie Eugenie
Hartmann, geb Marx, Ehefrau des Profeſſors, 31 J.,
ev., Heinrichſtraße 140.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Eſtomihi, den 18. Februar 1912
Hoſkirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Mittwoch, den 21. Februar, abends um 6 Uhr:
1. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Abends um 6 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Profeſſor Pfann=
müller
. Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
18. Febr., abends ½8 Uhr: Konfirmandenabend
für den Oſt bezirk. Pfarrer Vogel. Freitaa, den
23. Febr., abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Salzſieder. Vormittags um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Mittwoch, den 21. Februar, abends um 8 Uhr:
1. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz. Abends
um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Müller. Nachmittags um
4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Stein. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Donnerstag, den 22. Febr., nachm. um
3 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer Stein.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Profeſſor Lic. Matthes. Vormittags um
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Dr. Voll=
rath
. Um 6 Uhr: Profeſſor Pfannmüller.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Herpel. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Eſtomihi, den 18. Febr., nachmit=
tags
um 5 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 51: Pfarrer
Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 18. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Bibelſtunde und Jugendbund für E. C.
Abends um 8½ Uhr: Miſſionsvortrag von Prediger
Löwy, Judenmiſſionar aus Wandsbeck. Montag, den
19. Febr., abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde.
Dienstag (Faſtnacht), den 20. Februar, abends um 8 Uhr:
Blaukreuzverſammlung mit Anſprachen von
auswärtigen Predigern, Deklamationen, Chorgeſängen
und Poſaunen=Vortrag. Eintritt frei für jedermann.
Mittwoch, den 21. Februar, nachmittags von 46 Uhr:
Hoffnungsbund für Mädchen. Abends um 8½ Uhr:
Geſangſtunde. Donnerstag, den 22. Februar, abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Freitag, den 23. Februar,
abends um 8 Uhr: Sonntagsſchulvorbereitung. Abends
um 9 Uhr: Gebetsvereinigung. Samstag, den 24. Febr.,
nachmittags von 24 Uhr: Hoffnungsbund für Knaben.
Filiale der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88,
Hinterbau): Freitag, den 23. Febr., abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 18. Februar, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner.
Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. Abends um
6 Uhr: Jugendverein. Montag, den 19. und Donners=
tag
, den 22. Febr., abends um 8½ Uhr: Geſangverein.
Dienstag, den 20. Februar, abends um 8 Uhr: Frauen=
Miſſionsverein. Mittwoch, den 21. Februar, abends um
8½ Uhr: Bibeſtunde. Freitag, den 23. Febr., abends
um 8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=Verſammlung.

Katholiſche Gemeinden

St. Ludwigskirche: Samstag, den 17. Februar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag Quinquageſimae, den 18. Februar 1912
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: hl. Meſſe. Um
½ 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr: Aka=
demiſcher
Gottesdienſt. Nachm. um 3 Uhr: Sakra=
mentaliſche
Bruderſchaftsandacht. Am Aſchermittwoch
nach der ½7 Uhr= und nach der 9 Uhr=Meſſe Austeilung
der geweihten Aſche. Während der Faſtenzeit am
Mittwoch, nachm. um 6 Uhr: Faſtenpredigt und Freitag,
abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr:
Verſammlung im Mädchenheim. Um 5 Uhr: Ver=
ſammlung
des 3. Ordens. Um 6 Uhr: Roſenkranz=
andacht
. Montag und Dienstag, nachm. um 2 Uhr:
Sakramentaliſche Sühneandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe. Montag und Dienstag, nach=
mittags
um 5 Uhr: Sakramentaliſche Sühneandacht.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um ¼10 Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 17. Februar,
nachmittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge=
legenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, den 18. Februar 1912
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe und Kommunion der Sodali=

tät. Um 8 Uhr: heil. Meſſe mit Predigt. Um
½10 Uhr: Hochamt und Verleſung des biſchöfl. Hirten=
briefes
. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht; darauf
Verſammlung der Sodalität. Mittwoch, den 21. Febr.,
abends um 8 Uhr: Vortrag des hochwürd. Herrn Prof.
Schwarz. Thema: Die katholiſche Kirche und der
moderne Staat
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
17. Febr., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag Quinquageſimae, den 18. Februar 1912
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. Am Aſchermittwoch, abends um
6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 17. Febr., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag Quinquageſimae, den 18. Februar 1912
Vorm. um 6 Uhr: Beichtgelegenheit. Um ½ 7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
amt
und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Chriſten=
lehre
und Andacht. An allen Werktagen, morgens um
¾/8 Uhr: Singmeſſe mit Andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag Quinquageſimae,
den 18. Februar, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
The Church of England Service
Quinquagesima-Sunday, 18th February 1912
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. de Ste. Croix, British Chaplain at Heidelberg,
will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 29. Jan.: Dem Oberkellner
Otto Georg Fecher S. Otto, geb. 9. Dez. 4. Febr.: Dem
Kaufmann Hans Seitz S. Kurt Andreas, geb. 5. Nov.
11. Febr.: Dem Forſtwartaſpirant Philipp Speier Sohn
Philipp Ludwig, geb. 31. Dez. Dem Uhrmacher Auguſt
Techel T. Tilde, geb. 20. Dez. 24. Jan.: Dem Kapitän
Hugo Karl Julius Krebs S. Hugo Alfred, geb. 29. Okt.
4. Febr.: Dem Damenſchneider Karl Konrad Johé S.
Karl Friedrich genannt Richard, geb. 10. Jan. 10. Febr.:
Ein unehelicher S. Wilhelm, geb. 1. Febr. Eine unehe=
liche
T. Anna Maria Magdalena, geb. 12. Nov. 11. Febr.:
Dem Fuhrmann Philipp Michaei Krämer T. Gertrude,
geb. 21. Jan. Dem Monteur Heinrich Lengfelder T.
Marianne Elfriede, geb. 28. Jan.
Johannesgemeinde: 11. Febr.: Dem Hilfs=
heizer
Peter Pfeifer S. Hermann Friedrich, geb. 8. Jan.
Dem Prokuriſt Max Wiemann T Ilſe Marie, geb. 24. Okt.
Dem Rechnungsführer Friedrich Bitſch T. Ilſe, geb.
13. Januar.
Martinsgemeinde: 11. Febr.: Dem Obertele=
graphenaſſiſtent
Heinrich Ludwig Fiſcher S. Heinrich
Ludwig, geb. 9. Jan. Dem Schutzmann Adolf Trauth=
weiß
T. Katharine Margarethe Ottilie, geb. 11. Januar.
Dem Poſtboten Eduard Steuernagel T. Erna Eliſabeth,
geb. 26. Jan. Dem Schneider Adam Falter, S. Ernſt,
geb. 19. Dez. Dem Kaufmann Ludwig Weifenbach T.
Anna Marie, geb. 1. Jan. Dem Straßenbahnſchaffner
Wilhelm Schönwolf T. Sophie, geb. 30. Dez. Dem
Schaftenmacher Heinrich Auguſt Sauer S. Ludwig, geb.
13. Januar.
Petrusgemeinde: 11. Febr.: Dem Schloſſer
Friedrich Euler T. Eliſe, geb. 3. Jan. Dem Schreiner
Ludwig Dillmann T. Eliſabeth Marie, geb. 27. Januar.
Dem Schutzmann Heinrich Grauer S. Otto Auguſt Heinz,
geb. 4. Febr. Dem Kaufmann Walter Schweter T. Ger=
trud
Maria, geb. 19. Jan.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 3. Febr.: Buchdrucker Jakob
Hofmann und Wilhelmine Karoline Meyer. Kaiſerlich
Königlicher Oberleutnant des 1. Tiroler Landesſchützen=
regiments
in Ala in Südtirol Karl Joſef Nießner und
Emma Emilie Karoline Schoedler. 10. Febr.: Poſtin=
ſpektor
Karl Rudolf Richard Hermann Feigs in Frank=
furt
a. M. und Anna Maria Müller. Poſtbote Peter
Götz und Marie Hampel.
Martinsgemeinde: 10. Febr.: Der Städtiſche
Beamte Paul Wilhelm Rudolf Schunke, Witwer in Frank=
furt
am Main und Anna Katharine Roßmann, hier.
8. Febr.: Bäcker Gottlieb Schilling und Eliſe Kellermann.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 29. Jan.: Mathilde Eliſabethe
Charlotte Kredel, T. des Schuhmachers, 16 J., ſtarb
26. Jan. 2. Febr.: Sprachlehrer Georg von Schläzer,
84 J., ſtarb 30. Jan. 7. Febr.: Schloſſermeiſter Auguſt
Koch, 45 J., ſtarb 4. Febr. 10. Febr.: Oberlandesgerichts=
rat
i. P. Dr. Karl Johann Zimmermann, 69 J., ſtarb
7. Febr. 11. Febr.: Henriette Sibylle Illig geb. Boßler,
Witwe des Privatmannes, 77 J, ſtarb 9. Febr. 12. Febr.:
Adolfine Königer geb. Koch, Witwe des Großh. Heſſ.
Hauptmanns, 88 J., ſtarb 5. Febr. 9. Febr.: Anna
Marie Hartmann geb. Mahr, Ehefrau des Schneiders,
51 J., ſtarb 7. Febr. 11. Febr.: Ta flöhner Heinrich Lach=
mann
, 56 J., ſtarb 8. Febr. 14. Febr.: Katharina Ebe=
ner
, Witwe des Futtermeiſters, 65 J., ſtarb 12. Februar.
12. Febr.: Kaufmann Ludwig Heſſel, 41 J., ſtarb 9. Febr.
14. Febr.: Johanna Stein geb. Nees, Ehefrau des pen=
ſionierten
Hofreitknechts, 49 J., ſtarb 11. Febr. 15. Febr.:
Georg Büdinger, S. des Schreiners, 3 Mon., ſtarb
12. Febr. 4. Febr.: Privatier Friedrich Hermann, 83 J.,
ſtarb 1. Febr. 6. Febr.: Heinrich Dehof, 3 Mon., ſtarb
4. Febr. 7. Febr.: Zahntechniker=Lehrling Theodor
Guſtav Waas, 15 J. 10 Mon., ſtarb 5. Febr. 8. Febr.;
Auguſte Hedrich geb. Marquart, Witwe des Oberlandes=
gerichtsdieners
, 81 J. 11 Mon., ſtarb 6. Febr. 14. Febr.:
Schneider Heinrich Machleid, 44 J., ſtarb 12. Februar.
13. Febr.: Privatin Adelheid Weitzel, 78 J. 8 Mon., ſtarb.
10. Febr. 15. Febr.: Apotheker Friedrich Jäger, 47 J.
5 Mon., ſtarb 13. Febr.
Johannesgemeinde: 10. Febr.: Eliſe Boden=
ſtein
geb. Wagner, Witwe des Kaufmanns, 72 J., ſtarb
8. Febr. 12. Febr.: Schreiner Johannes Wurm, 54 J.,
ſtarb 9. Febr.
Martinsgemeinde: 13. Febr.: Arthur Müller,
S. des Kammermuſikers, 11 J., ſtarb 11. Febr.
Petrusgemeinde: 7. Febr. Pfarrer der Petrus=
gemeinde
Ludwig Walz, ſtarb 4. Febr. 12. Febr.: Eli=
ſabeth
Hochſtaetter, Witwe, geb. Ruch, ſtarb 10. Februar.

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Roman von Ernſt Clauſen.

(Nachdruck verboten.)
9)
Oben im Fremdenzimmer war’s wirklich behaglich und
warm. Frau Tannert, die vor Neugierde beinahe umge=
kommen
war in der Küche, klopfte bald, brachte den Kaffee
und ſtellte ſich als Mamſell vor, und ob die gnädige Frau
auch ſonſt noch was wünſchte? Das Bett ſei nämlich ſehr
gut, alles Halligboſteler beſte Daunenfedern, und ob ſie en
büſchen bei’s Auspacken helfen ſollte?
Warten Sie, gnädige Frau, ich helfe Sie aus die naſſen
Schuhe! Ach jeh, was für feine Stiefels mit ſo ne hohen
Hackens! Wenn Sie was wollen, dann ziehen Sie man an
die Klingel, die geht über mein Bett, und dann komm ich.
Spöken tut das hier nun nicht mehr, ſeit die alten Möbels
heraus ſind. Früher hat’s immer geſpökt. Sie ſind gewiß
müde, gnädige Frau? Paſſen Sie man auf, was Sie
träumen. Was man die erſte Nacht in ne neuen Hauſe
träumt, das wird wahr. Ich hab’s immer ſo gefunden, und
was die alte Maak in Bütfeld is, ſie iſt ja ſo eine, die be=
ſpricht
allens, und es hilft allemal, gegen Hühneraugen und
gegen Schwindſucht, und gegen zu viel Eſſen akkerat ſo gut
wie gegen zu wenig Eſſen, na, ſie ſagt denn immer
Liebe Frau, erzählen Sie mir das, bitte, morgen. Ich

bin heute abend zu müde. Wollen Sie mir morgen früh
gegen halb neun Uhr eine Taſſe Tee ans Bett bringen?
Ans Bett ! Da ſtand Frau Tannert und riß die
Augen auf, ſo weit es die dicken Backen möglich machten.
Ans Bett? Ja, aber Sie ſind doch nich krank, gnädige Frau.
Nu is grad der Doktor weg, aber ich glaub, er kommt noch=
mal
vorbei.
Lilli mußte über die Alte lachen. Nein, nein, ich habe
nur die Gewohnheit, früh im Bett vor dem Aufſtehen eine
Taſſe Tee zu nehmen.
Na, denn man zu. Recht gern, gnädige Frau. Schlafer
Sie man recht ſchön, und was ich noch ſagen wollt, ver=
brennen
Sie ſich nich die Füße an die heiße Wärmflaſche.
Das hat nämlich das Frölen ſo gewollt, daß ne Wärm=
flaſche
ins Bett käme, und dann ſehen Sie mal nach, ob ſie
auch dicht hält, denn manchmal läuft ſie ein büſchen. Dabei
fuhr Frau Tannert mit der Hand unter das Oberbett, nee,
heute hält ſie ja dicht, aber heiß is ſie. Alſo gute Nacht,
gnädige Frau!
So, endlich ging ſie. Auf der Treppe blieb ſie nach=
denklich
ſtehen. Das muß ich doch dem ollen Bohlmann
verzählen. Ne Taſſe Tee ins Bett, wenn’s beinahe Mittag
iſt, um halb neun Uhr! Und dann hat ſie geſagt, den
Tee nehmen. Das is doch ſonderbar, was ſagt ſie denn nicht
trinken? Hierzulande nimmt man en Schnaps, aber Tee,
nee, das kommt bei uns nicht vor. Das ſind wohl ſo kurioſe,

feine Moden in die großen Städte. Mich kann’s ja egal
ſein! . . . .
Ob Frau Lilli Lührſen träumte? Sie hatte weinen
müſſen, war aber dann doch eingeſchlafen, ohne daß das
Weinen ſie weich geſtimmt hätte. Es waren nur Tränen,
wenn nicht gerade des Haſſes, ſo doch der Empörung gekom=
men
. Aber ſie ſchlief dann ſehr tief und ruhig, wie man
nur ſchlafen kann auf dem Lande, wo es ſo ſtill iſt, nur
Hausgeräuſch, leiſes fernes Hausgeräuſch aus Ställen, wo
die Haustiere ſchlafen, das gleichmäßige Brauſen des
Sturmes in den alten Eichen, von fernher im Föhrenwalde
klang es wie ein Schlummerlied. . . . .
Ja, es war anders geworden in Halligboſtel als früher,
als der luſtige Amtmann noch hier hauſte, der herrſchaft=
lich
regierte und das Leben genoß und als noch Gerdt
Lührſens freundliche Mutter hier ſanft regierte, nie ahnend,
daß ihr Mann jedes Jahr neue Gelder aufnahm. Sie war
recht leidend und hatte ihren Mann nicht lange überlebt,
aber ſie hatte noch viel getrauert über das Zerwürfnis
zwiſchen ihrem Sohn und deſſen Frau Sie war eine Mutter
und hatte nur dieſen einen Sohn, und der war ſelbſtver=
ſtändlich
für ſie ein halber Gott.
Daran dachte Lührſen, ehe er einſchlief. Die Ehe der
Eltern war zwar auch nicht ſo geweſen wie eine gute
Ehe ſein ſollte, aber es war doch viel Liebe und Rückſicht=

[ ][  ][ ]

Das neue Heim
behaglich und schön einzurichten, ist der Wunsch aller Brautpaare! Was mit mässigen Mitteln zu erzielen ist, zeigt meine Ausstellung
feinbürgerlicher Wohnungs-Einrichtungen.
Als Beweis meiner Leistungsfähigkeit habe ich unter anderem folgende 3 sehr preiswerte Einrichtungen von seltener Formenschönheit in meiner
bekannt guten Ausführung zusammengestellt.
Wiewohl dieser Preis von Mk. 1343. für 3 Zimmer mit Küche sehr niedrig ist,
Zimmer:
liefere ich dennoch sehr gediegene. gute Möbel dafür, und zwar 1 Schlafzimmer in
hellitalien, nussbaum mit feinen Intarsien, oder echt eichen, innen eichen, mit
Schlafzimmer
2 Bettstellen, 1 grossem Spiegelschrank, 1 Waschkommode mit Marmor und Kristall-
tassetespiegel
, 2 Nachtschränke mit Marmor, 2 Stühle, 1 Handtuchständer: ferner
Speisezimmer
1 gediegenes Speisezimmer in dunkel eichen mit 1 reichen Büffet, Anrichtetisch,
6 Rohrstühlen, Ausziehtisch und Moquettediwan. Das in geräucherter Eiche gehaltene
Herrenzimmer
Herrenzimmer besteht aus 1 vornehmen Bücherschrank mit Kristallfasseteverglasung,
und Küche
Diplomatenschreibtisch, Lederschreibstuhl, 2 Lederstühlen, Tisch, Ottomane mit Decke;
die moderne Kücheneinrichtung in grau fein lackiert: 1 Küchenbüffet mit reicher
für Mark 1840
:: Verglasung, Anrichte mit Aufsatz, Tisch, 2 Stühlen und Ablaufbrett. :. :.
Das Schlafzimmer dieser Einrichtung ist in geräucherter Eiche ausgeführt und
Zimmer:
unterscheidet sich von demjenigen der vorstehenden Preislage durch die reichere
Form der einzelnen Teile. Das nach apartem Entwurf gefertigte Speisezimmer hat
Schlafzimmer
ein imposantes Büffet und geschlossene Kredenz, sowie grossen Ausziehtisch, 6 Leder-
Speisezimmer
stühle und Diwan in feinstem Moquettebezug. Ebenso ist das Herrenzimmer mit
schönem Bücherschrank und Diplomatenschreibtisch in sehr gefälliger Form, sowie
Herrenzimmer
mit allem Komfort versehen, der zu einem wohnlichen Herrenzimmer gehört. Die
und Küche
Kücheneinrichtung entspricht in der Form der obigen, ist aber in feinstem carolina-
für
Mark 17 30
:: pine naturlackiert und auf das solideste ausgeführt. .. .. .. .:
Der hier zur Verfügung stehende Raum gestattet nicht, diese wirklich vornehme
Zimmer:
Einrichtung eingehend zu besprechen. Erwähnt sei nur, dass das Büffet des Speise-
zimmers
in reicher, dreiteiliger Form mit Seitenschränken, englischen Zügen und
Schlafzimmer
Kristallfasseteverglasung gehalten ist, wie diese Büffets für ganz reiche Aussteuern
Speisezimmer
mit besonderer Vorliebe gekauft werden. Die Bibliothek des Herrenzimmers ist
ebenfalls dreitürig und von vornehmster, ruhiger Wirkung, wie auch die übrigen
Herrenzimmer
Möbel des Herrenzimmers der eleganten Einrichtung in allen Einzelheiten entsprechen.
und Küche
Zahlreiche Kunden haben anfangs nicht vermutet, für diesen Preis so gute Qualitäten
:: . . : und eine so mustergültige Ausführung zu erhalten. . .. .. .:
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nahme zwiſchen den Gaten geweſen, und dem Sohne Gerdt
war kein Ideal in der Kindheit zerſtört worden.
Am anderen Tage ſtand Lührſen im Morgengrauen vor
dem großen, vierteiligen Scheunentor. Er wollte Bahn
machen, rechts um das Haus herum an der Haustür unterm
Giebel durch, während Peter Bohlmann links herum
ſchaufeln ſollte an den Pferdeſtällen und an der Küche ent=
lang
, bis er mit Lührſen zuſammenträfe. Alle Stalltüren
ſtanden offen, und in dichten, weißen Schwaden zog der
Nachtdunſt in die windſtill gewordene Luft hinein, die ſechs
Grad Kälte hatte. Rüſtig ſtieß Lührſen die Schaufel in
den tiefen Schnee, rechts und links flog abwechſelnd je eine
Schaufel voll ſtiebender, glitzernder, lockerer Himmelsdaunen
zur Seite, und ſo arbeitend, raſch und rüſtig, verſchwand
Lührſen bald rechts um die Hausecke, und Bohlmann etwas
ſpäter links um die andere Ecke. An der Küche aber kam
dieſer nicht ſo glatt vorbei, denn Frau Tannert ſtand vor
dem offenen Fenſter und ſchlug in der kalten Luft Eiweiß
zu Schaum, weil ſie Kuchen backen wollte. Die Sache mit
dem Tee nehmen um halb neun Uhr mußte mit Bohlmann
erledigt werden, der ſich hierbei als den welterfahrenen
Mann aufſpielte, denn er war mal Soldat geweſen und
hatte in Stade gedient.
Ja, Frau Tannert, Sie denken nu, das wär ſo was be=
ſonders
Feines? Und wenn unſereins, als wie ich, zus
zweite Frühſtück um neun Uhr nen kleinen Korn haben will,
denn lamentieren Sie, als ob die ganze Menſchheit blos
Säufers wär, und dabei hat man drei Stunden gearbeitet
und nix in die Mag’ als bloß dünnen Kaffee und ſaures
Schwarzbrot, Sie denken immer, die ganze Welt müßt

Gier eer e erete e en
gibts keine feinen Leute. Wenn ich mir das ſpendieren
könnt, ſo bis Klock neun im Bett liegen, und dann kämen
Sie an und brächten mir ne Taſſe nee, Tee is mir zu lab=
berig
, aber blos ne ganz kleine Taſſe klaren Korn, denn
ſollt mir das nich ſchlecht bekommen.
Frau Tannert hätte bald die Schüſſel mit Eiweiß aus
der Hand fallen laſſen. Ich ich, als wie Ihnen ne Taſſe
Korn ans Bett bringen! Nee, das ſollte mic einfallen! Sie
ſind ja wohl halb verrückt, Bohlmann!
Da kreiſchte jemand laut auf. Das war die Stine, die
aus dem Waſchhauſe gekommen war und mit einer Tracht
warmer, gehackter Kartoffeln für die Schweine hinter Bohl=
mann
ſtand.
So, Bohlmann, was ſoll nu ſo ne dumme Deern wie
die Stine für Begriffe kriegen, wenn Sie oller Sünder ſo
en Zeug zuſammenſchwatzen. Mach, daß Du zu die Schweine
kommſt, Stine, ſonſt werden die Kartoffeln kalt!
Und Stine zog ab auf dem von Bohlmann neuge=
ſchaufelten
Wege, und die an der Trage hängenden beiden
Eimer wippten abwechſelnd rechts und links in die Schnee=
wälle
, wobei Stine dachte, der dumme Bohlmann hätte auch
gleich einen Fuß breiter ſchaufeln können. Wenn er ihr ſo
kam und immer mit der Tannert herumdrähnte, wollte ſie
ihm ſchön kommen mit ſeinen Heiratsgedanken. Nee, denn
nahm ſie lieber den Knecht Jochen, der mit einem ſchlimmen
Fuß im Bett lag.
Das muß ich ſagen, Bohlmann, fuhr Frau Tannert
fort, und es klapperte dabei ſo luſtig in der Schüſſel, wie ihr
Mundwerk ging, und das Eiweiß ſtand ſchon als feſter
Schaum ſo weiß wie Schnee, das muß ich ſagen, die Frau

Lührſen is wirklich ganz was Feines, und ſie paßt ſonſt
ganz gut hierher, wenn ich denke, wie’s hier früher zuging;
und was das Frölen is, die kann dagegen gar nie an.
Sehen Sie bloß mal die feinen Stiefel!
Das Eiweiß war fertig, und ſie bückte ſich und holte
unter dem Tiſch vor dem Fenſter einen von Lillis Stiefeln
heraus, den ſie mit der Lackſpitze dicht vor Bohlmanns blau
gefrorene Naſe hielt. Gott’s ein Dunner, ſagte dieſer,
allens was recht is, das is was Feines. So ſpitz! Was
müſſen nur die Menſchen für merkwürdige große Zehen
haben, und denn die Hackens! Mit die ſollte ſie mal im
Frühjahr auf unſern Weizenſchlag kommen. Aber ich weiß
was, zus Erbſenpflanzen inn Gemüſegarten, da wären ſie
gut. Da braucht ſie blos lang die Beete zu laufen, und die
Löcher ſind gleich fertig, grad in die richtige Tiefe, en guten
halben Finger lang. Und fein riechen tut das Dings auch,
ganz anders wie unſereins ſeine Smeerſtiefel.
Ja, Bohlmann, und dann hätten Sie blos das ſamten
Kleid ſehen müſſen, und einen Unterrock aus ganz reiner
Seide hat ſie auch. Das kniſtert und raſſelt fein, wenn ſie
drin geht, als wenn Mäuſe ins Erbſenſtroh ſind.
Bohlmann ſchob den Priem aus der linken Backe in die
rechte. Den Unterrock, Frau Tannert, den hätt ich nu auch
ganz gern angeſehen!
Schämen Sie ſich was, Bohlmann!
Das kann ich ja tun, Frau Tannert, warum denn nicht!
Schämen koſt’ kein Geld! Aber ich ſage man, wenn ſie ſo
ne Stiefel hat und ſo feine Kledaſchen, denn paſſen Sie mal
auf, denn bleibt ſie hier. Ich kenne die Mannsleut, und
unſer Her is einer!
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

(25.

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Uhrmacher, Soderstrasse, J. Matheis, Friseur, Obergasse
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Hausmeister der Technischen Hochschule zu haben.

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Feste gewünscht wird, sind bis spätestens 21. Februaranden
1. Vorsitzenden, Herrn W. Lehrbach, Schillerplatz zu richten.

Wir michen unsern Mitgliedern bekannt, dass Mitglieds-
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nur für die direiet zur Familie gehörigen,
ledigen Personen (wie Toch er oder Sohn) letzterer nicht
über 18 Jahre, abgeneben wrden, welche bei unserem 1. Vor-
sitzenden
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Eintritt 25 Pfg.

Eintritt 25 Pfg.

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Kabeljau mit Butter
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Kalbshaxen
Kalbsnierenbraten
Schweinebraten

Schweinerücken
Pfungstadt-Kotelett
Karnevalschnitzel
Saure Nieren
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(7183

[ ][  ][ ]

Fasung in Verbindung mit dem Beſtedere Fasemndie
im Orpheum gefeiert zu haben, wird Jedem eine in
vielen herrlichen Farben prangende Erinnerung bleiben.

Carneval
1912

Carneval
1912

’s muss ebbes gebodde wern!

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hr Bxtra-Vorstollungen
des Ensembles vom

Nachm. 4 Uhr bei kl. Preisen
: und abends 8¼ Uhr :

Rosen-Montag, 19. Februar,
abends 8 Uhr 11 Minuten:
Auf höchstnärrischen Befehl
und in Anwesenheit Sr. Närr. Hoheit des Prinzen
Karneval unter grossem Vorantritt des Vorgefolges
sowie des Närrischen Ministeriums und vieler
Hosen-Kavaliere, bei festlich beleuchteten und
geschmücktem Hause:

(Weitere Mitteilungen folgen)

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ühmiheit
gewordenen Spezialbieres

findet alter Sitte und Herkommen gemäß in münchen
im März ſtatt. der verſand hat bereits begonnen.
Um ſicher zu ſein, auch wirklich Salvator und
nicht etwa eine der vielfachen Imitationen desſelben zu
erhalten, wolle man auch auf die nachſtehend abge=
bildete
, auf jedem Gebinde und jeder Flaſche ange=
brachte
Schutzmarke achten, die wie die Bezeichnung
Salvator ſelbſt uns patentamtlich geſchützt iſt.
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München.
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nächst Turnhalle (Woogsplatz).
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NDominos vom hochelegantesten bis einfachsten zu ver-
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Rentner
. . Hr. Jordan
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buiſſon
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Henri, Neffe Beau=
buiſon’s
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rinekadett
. . Frl. Bruker
Paul Aubier . . Hr. Speiſer
Angéle, deſſ Frau,
Nichte Beaubuiſſ. Frl. Schaub
Georges Dumenil Hr. H. Hacker
Marguérite, deſſ. 1 Fr. Speiſer=
Frau
Suchanek
Feodora, Chanſon. Frl. Gothe
Hortenſe, Kam=
mermädchen
bei
Dumenil . . . Frl. Grünberg
Germain, Diener
bei Dumenil . Hr. Jungmann
Philipp, Oberkelln. Hr. Jürgas
Jean,
Baptiſt,) Kellner Hr. Jachtmann
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Nach dem 1. u. 2. Akte läng. Pauſe.
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denen
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2 Mk., Fremdenloge 2 Mk,
Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.
Sperrſitz 1.50 Mk.
Anfang 7 Uhr. Ende 10 Uhr.
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Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Sonntag, 18. Febr. 118. A.=B.
B 30. Die Fledermaus.
Große Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Montag, 19. Febr. Außer Ab.
Kinder=Vorſtell. zu erm. Preiſen.
Neu einſtudiert: Apfelbaum,
Erdmännchen und Flöten
von Görner. Anfang 5 Uhr.
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D 30. Grigri. Große Preiſe,
Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 18. Februar.
118. Abonnem.=Vorſtellung. B 30.
Die Fledermaus.
Operette in 3 Aufz. v. Joh. Strauß.
Perſonen:
Gabriel vonEiſen=
. Hr. Speiſer
ſtein .
Roſalinde, ſeine 1 Fr. Speiſer=
Frau . . . . Suchanel
Frank, Gefängnis=
. Hr. Jürgas
direktor .
Prinz Orlofsky . Frl. Howard
Alfred, ſein Ge=
ſangslehrer
. . Hr. H. Hacker
Dr. Falke, Notar Hr. Peterſen
Dr. Blind, Advok. Hr. Hoff
Adele, Roſalind.
Stubenmädchen. Frl. Grünberg
Froſch, Gerichts=
Hr. Jordan
diener
Murray, Amerik. Hr. Klotz
Ramuſin, Geſandt=
ſchafts
=Attaché . Hr. Indorf
MarquisCariconi,
Spanier . . Hr. Kroczak
Aly=Bey, Egypter Hr. Jungmann
. Frl. Gothe
Ida
Frl. Daniel
Melanie .
Fr. Kroczak
Sidi
Frl. Reibold
Fauſtine.
Fr Jungkurth
Felicitas.
Frl. Rapp
Silvia
Sabine
Frl Roßmann
Frl. Röſe
Hermine:
Natalie .
. . Fr. Debus
Jvan, Kammerd.
des Prinzen . . Hr. Dobski
Ein Diener des
Eiſenſtein .
. Hr. Feder
Vorkommende Tänze, arrangiert
von der Hofballettmeiſterin Frau
Thiele=Leonhardt.
Nach dem 1. u. 2. Aufz. läng. Pauſe.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremden=
loge
6 Mk. Balkonloge 5 Mk.
1 Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.6.
Reihe) 2.50 Mk. (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.13. Reihe)
4 Mk., (14.20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anf. 6½ Uhr. Ende gegen 10 Uhr.
Kartenverk. 111 u. v. 5½ Uhr an.
Vorverkauf
von 111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Montag, 19. Febr. Außer Ab.
Kindervorſtell zu ermäß. Preiſen.
Neu einſtudiert: Apfelbaum,
Erdmännchen und Flöte‟
von Görner. Anfang 5 Uhr.
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Dienstag, 20. Febr. 119. A.=V.
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Anfang 7 Uhr.
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Aus dem Spielplan.
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[ ][  ][ ]

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2
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Orpheum

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Orpheum

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Samstag, den 17. Februar 1912
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des Orpheums‟
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Plätze Mk. 2., an der Abendkasse
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Taunusſtraße 10, 3. St. (*3854

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Grafenſtraße 21, 1. St. (*3886

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Steinſtraße 14, 1. Stock. (*3922

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Pankratiusſtr. 2½, part.
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Liebfrauenſtr. 68, 2. St. (*3933

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Frankfurterſtr. 32, II., I. (*3946so

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teilungen
, wie neu, zu verkaufen
*3031) Waldſtraße 11, 3. St.

ſängl. Rehpinſcher, 1½ Jahre,
zimmerr., ſof. zu verk. (*3652ds
Friedrich Weber, Wixhauſen.

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gedeckt v. erſtkl. Rüden (Rasko v.
Rheintor), Ende März werfend, für
50 Mk. zu verk. Näh. Ecke Ruths=u.
Pankratiusſtr. 24 (Laden). (*3779ts

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Stammbaum zum Preiſe von
25 Mk. zu verkaufen. (B4134
Näheres Grüner Weg 27.

Junger rebhuhnfarb.
Wyandotte=Hahn
zu verk. Frankfurterſtr. 21. (4185sd
Plymouth=Rocks, 1 Whand.=
1 Sahn preiswert zu verkaufen
Lichtenbergſtr. 23.
(*3943

Joch einige Kanarienhähne
D nebst Weibchen abzugeb.
Schuknechtſtr. 59, II. I. (*3845sms
Programm
zu dem am Samstag, den
17. Februar, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps.
1. Im Sturme treu. Marſch
von Machetanz. 2. Ouverture
Amazone von Wiggert. 3. Fan=
taſie
aus Die Hugenotten von
Meyerbeer. 4. Thüringer Blumen=
Walzer von Erneſti. 5. Anona=
Intermezzo von Grey. 6. Piraten=
Marſch von Bukowski.

[ ][  ][ ]

(VI2165
Nehmen Sie
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der Haupt-
mahlzeit
! Ihr Appetit wird reger, Ihr Ner-
vensystem
erstarkt, die körperlichen Kräfte
werden gehoben, Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.

Aus Darmſtadts Vergangenheit.

Die erſte Sparkaſſe in Darmſtadt.
Im Jahre 1806 begann die Großherzogliche Po=
lizei
=Deputation mit dem Bau eines neuen Hoſpitals
in der Grafenſtraße. Der Bau war eine dringende Not=
wendigkeit
, denn das alte Haus vor dem Beſſunger Tor
war baufällig und alle Verbeſſerungen konnten ſeinen
Verfall nicht aufhalten. Im Jahre 1808 wurde der Neu=
bau
ſeiner Beſtimmung übergeben. Der Hauptbau an
der Grafenſtraße iſt jetzt noch in ſeiner urſprünglichen
Form erhalten, während die Rückſeite mannigfache Ver=
größerungen
und Verbeſſerungen erfuhr. Ein ſehr gro=
ßer
Garten zog hinter der Großherzoglichen Hofſchmiede
her und verbreitete ſich über das ganze Gebiet der heu=
tigen
Friedrich= und Bismarckſtraße hin. Das Haus be=
kam
eine dreifache Beſtimmung. Der nördliche Teil wurde
zum Armenhaus beſtimmt. Der Eingang zu die=
ſem
war an der Bleichſtraße, am Eingang in die heu=

tige Fuchsſtraße. Das grüne Tor, aus dem das von
den Armenhäuslern kleingemachte Holz ausgefahren
wurde, war noch in den ſechziger Jahren zu ſehen. Ein
alter, hagerer Mann mit einer großen Kappe mit einem
noch größeren grünen Kappenſchild wgr lange Zeit der
Torwächter.
Der Mittelbau nahm das Hoſpital ein. Der Ein=
gang
zu dieſem war durch das Hauptportal in der Mitte
des Gebäudes an der Grafenſtraße. In dem ſüdlichen
Teil wurde das neuerrichtete Pfandhaus unterge=
bracht
. Dieſes nahm das Parterre des ſüdlichen Teiles
ein und man betrat es durch eine Türe an der Grafen=
ſtraße
.
Das Pfandhaus war eine Neuheit für dieſe Zeit.
Oberſt du Hall und Polizeiſekretär Hädrich waren nach
Norddeutſchland gereiſt und hatten die Einrichtungen
der Pfandhäuſer in Hamburg, Kiel und anderen Städten
in Augenſchein genommen, nach deren Vorbild das neue
Pfandhaus in Darmſtadt eingerichtet wurde. Am 17.
Oktober 1808 wurde es eröffnet. Es hatte, dem Fürſt=
lichen
Ausſchreiben nach, den Zweck, Armen, beſonders
den verſchämten, Gelegenheit zu geben, ſich beim plötz=
lichen
Eintritt großer Not durch Verpfändung entbehr=
licher
Gegenſtände zu helfen. Das Inſtitut ſollte keine
Rente für den Staat abwerfen, ſondern aller Gewinn
ſollte den Armen, die es in Anſpruch nahmen, zugute
kommen. Doch ſollte es ſich ſelbſt erhalten. Zu dieſem
Unternehmen war aber vor allen Dingen Geld not=
wendig
; das war aber rar und mit dem geringen Ka=
pital
, das ihm die Regierung zur Verfügung ſtellte,

konnte man nicht viel anſangen, Nan geriet darum auf
den neuen, aber glücklichen Gedanken, eine Sparkaſſe
für den unvermögenden Teil der hieſigen Einwohner,
Taglöhner, Geſellen und Dienſtboten, mit dem
Pfandhaus zu verbinden, um ihnen Gelegenheit zu
geben, das Erſparte ſicher und mit Vorteil auszuleihen.
Dieſer Vorſchlag gefiel dem Großherzog Ludewig I.
außerordentlich gut, ſodaß er bei ſeiner Genehmigung,
die er am 8. November 1808 zu Auerbach vornahm, be=
merkte
: Iſt als eine ſehr gute Sache genehmigt worden,
und die Verordnung iſt unterſchrieben. Ludewig.
Die neue Sparkaſſe, offiziell Erſparungstaſſe ge=
nannt
, trat am 1. Januar 1809 ins Leben. Ueber ihre
Einrichtung und Statuten laſſen wir am beſten die vor=
liegenden
Akten reden:
Ludewig von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen,
Herzog von Weſtfalen uſw.
* Da es bisher dem unvermögenden Teil der hieſigen
Einwohner, welche von ihrem geringen Verdienſt für
die Zeit des größeren Bedürfniſſes nur wenig zurück=
legen
können, an einer Gelegenheit fehlte, das Erſparte
ſicher und mit Vorteil auszuleihen, da ſie dies eben
deswegen öfters unbenutzt liegen laſſen oder unver=
mögenden
Perſonen anvertrauen mußten, ſo finden Wir
Uns bewogen, zur Verhütung dieſer Nachteile und zur
Beförderung der gedachten Kaſſe vorzüglich nötigen
Sparſamkeit, Folgendes zu verordnen!
1. Mit dem nun eröffneten Pfandhaus ſoll eine
Erſparungs=Kaſſe unter nachfolgenden Bedingungen
verbunden werden.

und
Hennanion!
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2. Die Aufſcht über dieſelbe ſol Unſere hieſige Po=
lizei
=Deputation, ihre Verwaltung aber der bei dent
Pfandhaus angeſtellte Kaſſier und Gegenſchreiber
führen.
3. Dieſe Kaſſe iſt vorzüglich für Geſellen, Dienſt=
boten
, Taglöhner und dergleichen Perſonen beſtimmt.
Aber auch andere, beſonders Kinder, können von ihr
Gebrauch machen.
4. Sie nimmt die Anlehen nur in Gulden und von
einer Perſon im Lauf des nemlichen halben Jahres von
140 fl., mehr aber nicht, an.
5. Die bei derſelben angelegten Kapitalien werden
jährlich mit 4 Prozent verzinſet.
6. Der Darleiher kann jedoch die Zinſen ſtehen laſſen.
und dann werden dieſelben, wenn ſie mit Ablauf des
Jahres einen oder mehrere Gulden betragen, zu dem
Kapital geſchlagen, und mit demſelben ebenfalls ver=
zinſet
.
7. Die Zinſen von denjenigen Kapitalien, welche
kein ganzes Jahr ſtehen bleiben, werden nur nach Mo=
naten
berichtiget. Die Tage, die keinen vollen Monat
betragen, kommen daher nicht in Anſchlag.
8. Die Bruchpfennige der Zinſen werden dagegen
zum Vorteil des Darleihers für voll in Anrechnung
gebracht.
9. Zur Rückzahlung des Kapitals iſt keine Aufkün=
digung
nötig. Sie muß in jeder Pfandhausſeſſion, in

welcher ſie gegen Aushändigung des quittierten Schuld=
ſcheins
verlangt wird, geſchehen.
10. Es hängt jedoch von dem Darleiher ab, ob er
ſich das Kapital ganz oder zum Teil abtragen laſſen
will. In dem letzten Fall wird der ſtehenbleibende Reſt,
wie vorhin beſtimmt, fort verzinſet.
11. Da auf dieſe Art jedes Kapital unverzüglich
abgetragen werden wird, ſo finden keine Zeſſionen oder
Uebertragungen der an der Kaſſe ausgeſtellten Schuld=
ſcheine
ſtatt.
12. Das Pfandhaus, welches in ſich, und durch die
Fonds jener Inſtituten, zu deren Vorteil es errichtet
worden, hinreichend geſichert iſt, dient denjenigen, welche
Gelder in die Erſparungskaſſe legen wollen, zum Unter=
pfand
.
13. Da dieſe Anſtalt vorzüglich den Vorteil der
ärmeren Klaſſe bezweckt, ſo brauchen die bei derſelben
ausgeſtellten Schuldſcheine und Quittungen nicht auf
Stempelpapier angefertigt zu werden.
14. Mit Ablauf eines jeden Jahres ſoll über dieſe
Kaſſe eine beſondere Rechnung geſtellt, dieſelbe von der
Polizei=Deputation dahier abgehört und Uns von die=
ſer
ein Auszug mit Bericht vorgelegt werden.
Urkundlich Unſerer Unterſchrift und des beigedruckten
Staatsſiegels.
Darmſtadt, den 28. Oktober 1808.
Ludewig.
Mit Errichtung der Erſparungskaſſe in Verbindung

mit dem Pfandhaus hatte die Großherzogliche Reierung,
wie das Sprichtwort ſagt, zwei Mücken mit einer
Klappe gefangen; ſie verſchaffte dem letzteren das not=
wendige
Kapital und den Sparern eine Kaſſe, wo ſie
ihr Erſpartes anlegen konnten.
Die neue Sparkaſſe gedieh außerordentlich, beſon=
ders
durch die Bemühungen des Pfandhauskaſſiers
Petſch, deſſen Tätigkeit die Polizei=Deputation in allen
Berichten lobend erwähnt. Schon im erſten Jahre wur=
den
von 68 Perſonen 1863 Gulden einbezahlt. Im
Verlaufe von 10 Jahren waren 51923 Gulden 23 kr.
bei derſelben angelegt worden, welche für das Pfand=
haus
einen Gewinn von 2500 fl. abgeworfen hatten.
Die Kaſſe genoß auch überall ein großes Vertrauen;
aus Mainz, Worms und Frankfurt wurden Kapitalien
zur Anlage angeboten, die man aber nicht annehmen
konnte, da die Statuten es nicht erlaubten. Auf Anreg=
ung
oben genannten Pfandhauskaſſiers Petſch ging
man an eine Erweiterung der Befugniſſe der Kaſſe, um
dieſelbe zur größeren Blüte zu bringen. Auf einen Be=
richt
der Polizei=Deputation an den Großherzog geneh=
migte
dieſer im Jahre 1820, daß die Kaſſe Kapitalien
in der Höhe bis zu 300 Gulden annehmen durfte, um
beſonders alleinſtehenden Perſonen, Witwen und Jung=
frauen
u. dergl., Gelegenheit zu geben, ihr kleines Ver=
mögen
ſich anlegen zu können. Ueber den weiteren Ver=
lauf
der Geſchichte der erſten Sparkaſſe zu Darmſtadt
ſchweigen die Akten, nur iſt uns ſo viel bekannt gewor=
den
, daß ſie im Jahre 1832 noch am Leben war. Rb.

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[ ][  ][ ]

Bereliner Stimmungbilder.

Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten)
Intereſſeloſigkeit und Intereſſe. Eine Beſprechung im
Reichstage. Bernhard Dernburgs Attacke. Groß= Ber=
lins
Wohnungsnot. Angriffe und Klärungen. Aller=
hand
Städtiſches. Millionen über Millionen. Ums
liebe Geld! Berlins Kunſtmarkt. Bei Gurlitt.
Tolſtois letztes Werk.
Faſtnacht iſt noch nicht da, und doch will man hier
ſchon an manchen Stellen eine Aſchermittwoch=
Stimmung bemerken, woran der ſchwankende politiſche
Boden auch ſeinen Anteil haben mag. Auf verſchiedenen
Gebieten des öffentlichen Lebens zeigt ſich abermals eine
gewiſſe Unſicherheit, die ihren Ausdruck in allerhand oft
ſehr unklaren Vorausſetzungen und Warnungen findet.
Ueberbürdung nach der Wintermonde buntem Trubel und
eine dadurch bedingte Gleichgültigkeit ſpielen ebenfalls mit.
Man könnte manchmal an den Orient mit ſeiner fataliſti=
ſchen
Teilnahmsloſigkeit gemahnt werden, wenn man ge=
legentlich
ſieht und hört, mit welch’ geringem Intereſſe
hier viele Kreiſe der Bevölkerung den wichtigſten Ereig=
niſſen
und Entſchlüſſen gegenüberſtehen.
Dieſe Beobachtung mochte wohl für den früheren
Staatsſekretär Bernhard Dernburg die Veranlaſ=
fung
geweſen ſein, daß ein von ihm gebildetes und ge=
leitetes
kleines Komitee jüngſthin eine Anzahl hervor=
ragender
Perſönlichkeiten zu einer Beſprechung im
Reichstage eingeladen hatte, in der man in ernſthafter
Weiſe die hauptſächlichſten Aufgaben des am 1. April ins
Leben tretenden Berliner Zweckverbandes beleuchtete. In
Groß=Berlin wohnen 600000 Menſchen in Wohnungen, in
denen jedes Zimmer mit fünf und mehr Perſonen beſetzt
iſt. 353 000 Volksſchulkinder ſind ohne Spielplatz dieſe
kurzen, vielſagenden Sätze ſtanden an der Spitze der Ein=
ladung
und gaben im vornherein die Grundart ab für die
zuweilen recht lebhaften Erörterungen. In ſeiner Ein=
leitungsrede
bemerkte Dernburg, daß beinahe zwei Drit=
tel
der deutſchen Bevölkerung in Städten lebt, 20 v. H. in
ſtädtiſchen Anſiedelungen von über 100000 Einwohnern:
die Erſcheinung iſt da und mit ihr als etwas Unabänder=
lichem
muß gerechnet werden, ja vermutlich iſt die Beweg=
ung
keineswegs abgeſchloſſen. Demnach iſt die Frage
desſtädtiſchen Wohnungsweſens für den größ=
ten
Teil des deutſchen Volkes von einer ganz beſonderen
Bedeutung. Wie Prof. Francke vor einigen Tagen mit
Recht ausſprach: Ueberall, wo man ſozialen Mißſtänden
auf den Grund gehen will, findet man als Schwierigkeit,
als unüberſteigliches Hindernis die Wohnungsfrage.
Hunderttauſende Groß=Berliner leben in Wohnungen zu=
ſammengepfercht
, vier, fünf und mehr auf ein Zimmer.
Wem es ernſt iſt mit der Schaffung eines an ethiſchen Wer=
ten
reicheren Lebensinhaltes, wem es ernſt iſt mit der Be=
ſeitigung
des Anreizes zu Eigentumsvergehen, zu Ver=
brechen
gegen die Perſon, wem es ernſt iſt mit einer ſexuell=
ſittlichen
Beſſerung, wem die Seelen unſerer heranwachſen=
den
Kinder, die Geſundheit der Mütter unſeres Volkes,
die Arbeitsfähigkeit und die Lebensfreude unſerer erwer=
benden
Klaſſen am Herzen liegt, wer eine den Berufsgefah=
ren
gewachſene, für die Verteidigung des Vaterlandes be=
fähigte
und nicht zuletzt mit einer größeren Freude am
Daſein ausgeſtattete Bevölkerung haben will, der muß mit
uns übereinſtimmen, daß dieſes große, wenn auch zur
Zeit noch unvollkommene Mittel, die Wohnungsfrage ihrer
Löſung näherzubringen, nicht ernſt genug genommen, nicht
energiſch genug ausgebildet werden kann. Denn an dem
Wohnungselend der Großſtädte ſcheitert natürlich auch
jeder Verſuch einer Wohnungsgeſetzgebuſtg. Dernburg
empfahl ſodann die Schaffung ſtädtiſchen Bau=
lands
in Verbindung mit dem vielerörterten Wald= und
Wieſengürtel, eine geſunde Verkehrspolitik und eine ſchön=
heitsvollere
Geſtaltung des Städtebildes. Die letzteren
Fragen wurden noch von anderen Rednern des näheren

behandeitund ſehlte es nicht dabei an ſcharfen Auslaſſngen
über verſäumte Gelegenheiten, womit ſich wohl Ober=
bürgermeiſter
Kirſchner als Vertreter des Berliner
Magiſtrats getroffen fühlte. Denn erregter, wie es ſonſt
in ſeinem geruhſamen Weſen liegt, griff er in die Dis=
kuſſion
ein und bezeichnete verſchiedene der Angaben als
Uebertreibungen, die den Ruf Berlins draußen nur ſchä=
digen
könnten. Er fand in dieſem Kreiſe jedoch nur wenige
Anhänger, die Verſammlung ſtimmte den Anſichten Dern=
burgs
bei, erkannte an, daß für Groß=Berlin Mißſtände
auf dem Gebiet des Wohnungsweſens zu beſeitigen wären
und daß man dies vom Zweckverband erwarte.
Eine andere ſtädtiſche Angelegenheit hat jetzt ihren be=
friedigenden
Abſchluß gefunden: die Verſtadtlichung
des Rettungsweſens, die binnen Jahresfriſt durch=
geführt
werden ſoll. Es handelt ſich hier in erſter Linie
um die freiwilligen Sanitätswachen, ſpäter ſoll auch das
geſamte Krankentransportweſen in die Verwaltung der
Stadt übergehen. So gut organiſiert auch bisher unſer
freiwilliges Rettungsweſen war und ſo uneigennützig ihm
viele Aerzte und ſonſtige Hilfskräfte gedient, es war nicht
zu verhindern, daß ſich hier und da empfindliche Mißſtände
gezeigt. Bürgermeiſter Dr. Reicke, der ſich um die ge=
ſchickte
Regelung dieſer Angelegenheit weſentliche Verdienſte
erworben, wies darauf hin, indem er fragte: was braucht
die Bevölkerung? und die Antwort erteilte: auf alle Fälle
eine Aenderung des jetzigen Zuſtandes. Wenn ein Privat=
verein
von Aerzten ſeine Kunſt durch die Bereitſchaft zu
ſtändiger Anweſenheit an gewiſſen Wachſtellen in den Dienſt
der Oeffentlichkeit ſtellt aller Ehren wert! Und man
wird nicht murren dürfen, wenn dabei nicht immer alles
klappt. Wenn aber öffentliche Gelder bis zu einem Be=
trage
von 220000 Mark zu dieſem Zwecke verwendet wer=
den
, wird man andere Forderungen zu ſtellen berechtigt
ſein. Ein Privatmann kann manches noch pünktlich im
Dienſt nennen, was eine ſtädtiſche Verwaltung als un=
pünktlich
und nachläſſig bezeichnen muß. Wenig=
ſtens
würde man in einer ſtädtiſchen Verwaltung als An=
geſtellte
Perſonen, die wiederholt halbe, ganze Dienſtſtun=
den
, ja ganze Dienſtzeiten verſäumt haben oder kurz vorher
telephoniſch abſagen, länger als höchſtens eine Anſtands=
friſt
über ſchwerlich beibehalten. Es iſt auch nicht zu=
treffend
, was ſeitens eines Arztes behauptet wurde, daß
ſolche Säumniſſe und Verfehlungen ſich nur auf den Unfall=
ſtationen
(vermeintlich infolge der kleineren Zahl der dort
beſchäftigten Aerzte) gezeigt hätten, bei den Rettungs=
wachen
aber nicht; vielmehr iſt die Beteiligung der beiden
Arten von Wachen an den feſtgeſtellten Säumniſſen pro=
zentual
ganz die gleiche.
Natürlich wird die Stadt wieder tüchtig in den Säckel
greifen müſſen, der übrigens kürzlich gehörig angeſchwollen;
ſind doch in ihn jene 23½ Millionen Mark gefloſſen, welche
die Große Berliner Straßenbahn als Friedenspreis nach
den endloſen Kämpfen mit der Stadt an dieſe gezahlt.
Aber ſie werden ſchnell verſchwinden, wie der Schnee vor
der Märzſonne, bedeutende Ausgaben für Verkehrs= und
Wohlfahrtszwecke ſtehen ja in naher Ausſicht, immer han=
delt
ſich’s dabei um ſieben= und achtſtellige Ziffern. Des=
halb
ward ja auch ſchon die jüngſte gewaltige Anleihe von
281 Millionen aufgenommen und deshalb geht abermals
in dieſen Tagen das drohende Geſpenſt einer Erhöhung
der Einkommenſteuer um. Mit nicht weniger wie 330 Mil=
lionen
Mark ſchließt der laufende Etat in Einnahmen und
Ausgaben ab, man fürchtet, letztere werden die erſteren in
dieſem Jahr erheblich überflügeln.
Ueberall wird geſtöhnt ums liebe Geld, nur die
Gläubiger des jungen Herrn Auguſt Thyſſen, der es ver=
ſtanden
, binnen kurzer Friſt elf Millionen Mark Schulden
zu machen. dürften jetzt mit zufriedenen Mienen herum=
wandeln
. Denn Thyſſen ſenior wird alles, was auf legi=
timen
Pump zurückzuführen iſt, berappen und wird ſeinem
Sprößling dann noch eine Jahresrente von 120000 Mark
ausſetzen. Man kann wahrlich nicht vorſichtig genug in der
Wahl ſeiner . . . Väter ſein. Eventuell, je nach Geſchmack,
in der Wahl des Berufes, auch wenns ein verfehlter iſt.

Wie bei dem Hauptangelagten des Diſſlborſer Spieler=
prozeſſes
, dem auch in Berlin hinlänglich bekannten Dr.
jur. Schröder, der ſich bei einer rheiniſchen Bank ein recht
ſtattliches Privatkonto angelegt, neben dem erforderlichen
Betriebskapital für ſeine Tätigkeit, die mehr mit Plus
wie mit Jus zu tun hat. Viel Geld wird in der nächſten
Woche nach Berlin fließen gelegentlich der drei Tage wäh=
renden
Verſteigerung der aus Hamburg ſtammenden
Galerie Weber in den neuen ſtattlichen Räumen des
Lepkeſchen Auktionshauſes. Ueber 350 Nummern umfaßt
dieſe Sammlung, die berühmte Werke der glänzendſten
Meiſter enthält: A. Dürer, Hans Holbein, Lukas Cranach,
Palma Vecchio, Salvatore Roſa, Carlo Dolci, Tiepolo,
Ribera, Velasquez, Murillo, Goya, Rubens (gleich vier),
Jordaens, van Dyck, David Teniers d. J., Frans Hals
d. Aelt., A. v. Oſtade, Ph. Wouwermann J. van Ruisdael,
M. Hobbema, um nur die Hauptnamen zu nennen.
Auswärtige und Berliner Künſtler, die ſich noch freuen
des roſigen Lichts und deren Arbeiten noch nicht von der
Patina der Kunſtgelehrſamkeit umrahmt ſind, haben ſich im
Fritz Gurlittſchen Kunſtſalon eingeſtellt. Der
Karlsruher L. Dill iſt mit ſeinen ſtimmungsreichen Land=
ſchaften
vertreten, die uns teilweis Wald und Moor in
phantaſtiſchem Nebel zeigen, der Münchener Fritz Os=
wald
mit farbenfrohen Schilderungen modernen Lebens
am Badeſtrand, im Bahnhofsgetriebe, im Wirrwarr des
Hafenlebens; ähnlichen Zielen ſtrebt der Düſſeldorfer Max
Stern zu, ohne ſich jedoch recht zu konzentrieren. Glän=
zende
Radierungen ſtammen von dem Londoner Pen=
nell
; in packender, maleriſcher Weiſe behandeln ſie die
Induſtrieſtätten des Ruhrlandes, Belgiens, Amerikas. Die
geſunde, moderne Berliner Kunſt vertritt in flotter, erfolg=
reicher
Weiſe Alfred Helberger mit einer Kollektion,
die ein ſehr erfreuliches Geſamtbild vom Schaffen und
Streben des tüchtigen Künſtlers gibt. Der Sonnenbrand‟
iſt erfüllt von eindringlicher Tiefe mit ſtarkem, koloriſtiſchem
Reiz; dieſen finden wir auch bei den übrigen Landſchaften,
unter ihnen erſten Ranges die Eis= und Schneebilder, er=
füllt
von beſonderer Kraft und ſtarker Anſchaulichkeit.
Wenn man dies doch auch von Tolſtois hinter=
laſſenem
Drama: Und das Licht ſcheinet in der
Finſternis das uns das Kleine Theater in
muſterhafter Darſtellung gebracht, ſagen könnte. Tolſtoi
wollte in dieſem Werk ſeine Erfahrungen und Enttäuſchun=
gen
, die ihm ſein inhaltvolles Leben gebracht, zuſammen=
faſſen
, ſtellte ſich ſelbſt in den Mittelpunkt, charakteriſierte
ſeine nächſten Familienmitglieder, ſeine Anhänger und Geg=
ner
, ließ ſeine oft mit der Wirklichkeit nicht zu vereinenden
Ideen aufleuchten alles von großem, literariſchen
Intereſſe. Aber das Dramatiſche geht darüber gänzlich in
die Brüche und würde ſicherlich, trotz all’ dem ideal Gter
wollten, eine Ernüchterung herbeiführen, wenn nicht, wie
in dieſem Fall, die Mitwirkenden ihre vollſte Kunſt dem
Dichter zur Verfügung geſtellt und ſein dramatiſches Glau=
bensbekenntnis
für die Bühne ermöglicht hätten.

Literariſches.

Tony Kellen, Lehrbuch der Kauf=
männiſchen
Propaganda, im beſonderen der An=
zeige
= und Reklamekunſt. Praktiſcher Ratgeber von T.
Kellen, Redakteur der Eſſener Volkszeitung. Zweite ver=
beſſerte
und vermehrte Auflage. 13 Bogen 8 Preis geb.
2,75 Mark. Verlag der Modernen kaufmänniſchen Biblio=
thek
, G. m. b. H., Leipzig=R. Dieſes Werk war das erſte,
das ſchon vor einer Reihe von Jahren den deutſchen
Kaufmann in das geſamte Gebiet der Propaganda ein=
führte
. Es hat vielen jüngeren und älteren Kaufleuten
große Dienſte geleiſtet, weil er ſie über das Weſen der
Reklamekunſt unterrichtete und ihnen zugleich zahlreiche
praktiſche Winke erteilte. Das Buch wird ſicher jedem, der
ſich für das geſamte Gebiet der Reklame intereſſiert, eine
ſehr anregende Lektüre ſein, zumal es auch über die ge=
ſchichtliche
Entwickelung der einzelnen Reklameformen un=
terrichtet
. Jeder deutſche Kaufmann ſollte dieſes Buch
ſtändig zu Rate ziehen.

eine neuartige Haushaltſeife
von
fabelhafter Waſchkraft.
DoreerCerre
Die Kavon=Seife wird nach einem ganz neuen Verfahren gewonnen. Bekanntlich ſind die Seifen, die jtzet meiſtens
zur Wäſche benutzt werden, mit Hilfe von Natronlauge oder Soda hergeſtellt. Es ſind das die ſogenannten Kernſeifen.
Die Kavon=Seife iſt dagegen eine Kaliſeife.
Schon ſeit undenklichen Zeiten iſt den Seifenſiedern bekannt, daß Kaliſeifen die weitaus beſten für alle Haushalt=
zwecke
ſein würden, nur gelang es lange nicht, ſolche Seifen in feſten Stücken zu erzeugen. Nach langjährigen Verſuchen
iſt es uns nun endlich gelungen, reine Kaliſeife ohne fremde Zuſätze in dauernd feſten Stücken herzuſtellen, und wir bringen
unſere Seife unter dem Namen Kavon=Seife in den Handel.
Der ungeheure Vorzug der Kavon=Seife beſteht darin, daß ſie die Wäſche abſolut nicht angreift
und die Farben ſchont, und was erſtaunlich iſt, daß man auch alle empfindlicheren Sachen, wie Wollſachen,
feinere Spitzen und Gewebe, Gardinen uſw. mit der Kavon=Seife waſchen kann, ohne daß das ſonſt immer
ſo ärgerliche Farbeverlieren, Einlaufen, Verfilzen oder Verbleichen eintritt. Dabei iſt die Seife von einer ſehr
großen Ausgiebigkeit, die ſich ſchon bei ganz leichtem Aufſtreichen in der mächtigen Schaumbildung zeigt. Starkes Auf=
drücken
wie bei anderen Seifen iſt unnötige Verſchwendung! Bei richtiger Behandlung muß man mit halb ſo viel Seife
wie ſonſt auskommen.
Es iſt jeder Hausfrau aufs dringendſte anzuempfehlen, unbedingt einmal einen Verſuch zu machen, und ſie ſoll zu
dieſem Waſchverſuch empfindlichere oder beſonders verſchmutzte Sachen nehmen. Man wird die Wäſche nicht
wiedererkennen, ſo ſchön iſt ſie geworden.
Ein Stück Kavon=Seife (Preis 20 Pfennig) genügt zu dieſem Verſuch vollſtändig. Mit einem Stück Kavon=Seife
kann man einen ganzen Haufen Wäſche und andere Sachen waſchen.
Wer mit Kavon=Seife einmal gewaſchen hat, nimmt keine andere Seife wieder
(4096)f

[ ][  ][ ]

Seite 31.
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