Darmstädter Tagblatt 1910


31. Dezember 1910

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 36 Seiten.

Zum Jahreswechſel.

** Schnell verſtreicht die Zeit, und ehe wir es uns
verſehen, iſt ein Jahr dahin. Iſt, ſo fragen wir uns, ſeit
der Jahrhundertfeier wirklich ſchon ein volles Jahrzehnt
verfloſſen, oder ſind ſeitdem nicht erſt ein paar Jahre ver=
gangen
? Letzteres iſt leider nur eine Täuſchung, denn
wir ſtehen in der Tat im neuen Jahrhundert ſchon zum
elften Male an der Schwelle eines Jahres. Auch das nun
zur Rüſte gegangene Jahr war bei ſeinem Kommen zuver=
ſichtlich
begrüßt worden. Heute wiſſen wir, was es der
Menſchheit, was es insbeſondere dem deutſchen Volke, was
es auch dem einzelnen unter uns gebracht hat. Manche
Hoffnungen mußten zu Grabe getragen, viel Herzeleid und
Unglück überwunden werden, aber für Viele iſt das Jahr
doch auch ein geſegnetes und freudvolles geweſen. Wie
mancher hat in ihm nicht ſeine berufliche Selbſtändigkeit
erlangt, nicht ſeinen eigenen Herd gegründet, und wie viele
ſonſtige große und kleine Wünſche hat es nicht erfüllt!
Dieſer iſt zu Ruhm und Ehre gekommen, Jener hat ſeinen
Wohlſtand begründen, andere haben ihre Exiſtenz feſtigen
können; Glück und Segen iſt auf mannigfache Art in viele
Familien eingezogen, und dieſe werden das Jahr, auf das
andere nur mit Erbitterung, mit Schmerz und Gram zu=
rückblicken
, preiſen und herzlich wünſchen, daß ihm ſein
Nachfolger in jeder Beziehung gleichen möge.
Im Leben der Staaten und Völker war das verfloſſene
Jahr wieder ſehr ereignisreich. Von ſchweren Erſchütte=
rungen
iſt unſer deutſches Vaterland glücklicherweiſe ver=
ſchont
geblieben, dagegen hat es anderwärts manche be=
deutſame
Umwälzung gegeben. Wir erinnern an Portu=
gal
, das aus einem Königreich eine Republik wurde und
noch längſt nicht mit ſeiner Geſundung und Feſtigung
fertig iſt. Ein anderes Reich, Korea im fernen Oſten, büßte
die Selbſtändigkeit, die es dem Namen nach beſeſſen, vol=
lends
ein, und das gewaltige Reich der Mitte erzitterte
das ganze Jahr hindurch von heftigen, die Reformaktionen
begleitenden Eruptionen. England hatte den Tod ſeines
Königs zu beklagen, es ſtand überdies in fortgeſetzten
innerpolitiſchen Kämpfen, die noch andauern. Im Wetter=
winkel
Europas nahmen die Reibereien ihren Fortgang,
Glück ſtrahlte allein den Montenegrinern, aus deren Fürſt
über Nacht ein König wurde. Die großen kontinentalen
Mächte blieben im allgemeinen von ſchweren Stürmen
verſchont, wenn es ihnen auch an mehr oder minder hef=
tigen
inneren Kriſen nicht fehlte. Das gilt auch von der
großen Republik jenſeits des Atlantic, wo zu allgemeiner
Ueberraſchung Rooſevelt nicht mehr die Mehrzahl ſeiner
Landsleute auf ſeiner Seite hat und wo demnächſt eine
politiſche Umwälzung bevorſteht. Andere amerikaniſche
Republiken, wie Mexiko und Braſilien, befinden ſich im
Zuſtande einer Erſchütterung der ſtaatlichen Autorität, und
daß einzelne im Laufe der letzten zwölf Monate auch das
Kriegsbeil gegeneinander führten, iſt ſelbſtverſtändlich.
Aber erfreulicherweiſe iſt unſer Erdteil von einem Kriege
völlig verſchont geblieben, wir konnten die Segnungen des
Friedens genießen und treten mit gleich günſtigen Aus=
ſichten
in das neue Jahr ein.
Es iſt ein alter, lieber Brauch, ſich beim Klange der
Silveſterglocken Glück zu wünſchen zum neuen Jahre und
dieſes freudig zu begrüßen. Laſſen wir auch diesmal der
Sorge keinen Raum in uns, ſehen wir dem kommenden
Jahre zuverſichtlich entgegen und hoffen wir, daß dieſes
unſerem Volke, unſerer Familie und jedem einzelnen von
uns ein ſegenbringendes ſein möge!

Deutſchland im Jahre 1910.

Nicht nur ein Winter, ein Jahr des Mißvergnü=
gens
liegt hinter uns. Es ließ ſich vorausſehen, daß die
Erregung, die die Erledigung der Reichsfinanzreform mit
ſich gebracht hat, nicht ſo ſchnell ausgelöſcht, ſondern daß
ſie dazu benutzt werden würde, als Agitationsſtoff weiter
ihre Wirkung zu tun, und ſo iſt es denn auch gekommen,
daß es in dem ganzen Jahre trotz aller auten Mahnungen
von Seiten des Reichskanzlers ſich nicht ermöglichen ließ,
die Gegenſätze zwiſchen den Parteien zu überbrücken. Die
im Frühjahr in Berlin wie in Deutſchland veranſtalteten
Demonſtrationen waren gleichfalls ein Zeichen der Zeit.
Es läßt ſich ja nicht leugnen, daß es für Herrn von
Bethmann Hollweg, nachdem er der treue Gehilfe des
Fürſten Bülow geweſen war, nicht leicht war, die Reichs=
geſchäfte
zu führen und ſicherlich hat er das Amt ungern
übernommen und nur aus Pflichtgefühl ſich entſchloſſen,
in die Breſche zu ſpringen. In richtiger Abmeſſung hielt
ſich denn auch der Reichskanzler während der vorigen

Winterkampagne im Reichstage ziemlich zurück, um nicht
durch unſicheres Herumtaſten ſeine Autorität zu verlieren;
nach Schluß der Tagung traf er aber Maßnahmen, die
anzeigten, daß er doch nicht der Schwächling ſei, als den
man ihn vielfach hinzuſtellen beliebte. Der Finanzminiſter
von Rheinbaben, dem man höhere Aſpirationen im allge=
meinen
nachſagte, wurde auf dem Oberpräſidium der
Rheinprovinz kaltgeſtellt, während der Miniſter des In=
nern
von Moltke als Sündenbock für die mißglückte preu=
ßiſche
Wahlrechtsvorlage in die Wüſte geſchickt wurde.
Sein Schickſal teilte der Landwirtſchaftsminiſter von Ar=
nim
, der dem bisherigen rheiniſchen Oberpräſidenten,
Frhr. v. Schorlemer, Platz machte, während in das Mini=
ſterium
des Innern der ſchleſiſche Oberpräſident von Dall=
witz
einrückte; beide neuen Männer haben bisher wenig
Gelegenheit gehabt, hervorzutreten. Jedenfalls waren
die Miniſterveränderungen ein Zeichen dafür, daß der
Reichskanzler ſich trotz aller Angriffe ſicher im Sattel
fühlte und auf dieſe Weiſe ſeine Poſition zu ſtärken ſuchte.
Nahm doch auch Herr Dernburg, der als der prägnanteſte
Vertreter der Aera Bülow galt, ſeinen Abſchied, wo=
bei
er der Oeffentlichkeit gegenüber keinen Hehl daraus
machte, daß er gehe, weil ihm der neue Regierungskurs
nicht paſſe. An ſeine Stelle trat Unterſtaatsſekretär von
Lindeguiſt, eine im langſährigen kolonialen und diploma=
tiſchen
Dienſte bewährte Perſönlichkeit, die aller Voraus=
ſicht
nach im großen und ganzen in den Bahnen Dernburgs
fortfahren wird. Wie kräftig ſich Herr von Bethmann
Hollweg nach der ungefähr einjährigen Uebergangspauſe
fühlt. zeigte ſich in ſeinen letzten Etatsreden, die in ihrer
Friſche lebhaft von dem Bilde abſtachen, das man ſich ſonſt
von ihm gemacht hatte. Vom Philoſophen im Miniſter=
frack
war nichts wahrzunehmen, die gewohnten tiefſinnigen
Ergüſſe fehlten vollſtändig, der Reichskanzler ließ die Tat=
ſachen
ſprechen. Am meiſten fühlte er ſich in ſeinem Ele=
mente
, als er mit den Genoſſen ſeine Klinge kreuzte und
er ging hierbei ſogar ſo forſch vor, daß es in einer der letz=
ten
Sitzungen des Reichstages zu einer am Königsplatz
ſelten erlebten tumultuariſchen Szene kam. Freilich mit
ſeiner Sammlungsparole für die bürgerlichen Parteien
wird Herr von Bethmann Hollweg wohl ſchwerlich Glück
haben.
Mit großer Schärfe hat ſchon ſeit Monaten der Wahl=
kampf
eingeſetzt, obwohl vorausſichtlich erſt im November
1911 die Reichstagswahlen vor ſich gehen. In der Mehr=
zahl
der Wahlkreiſe haben die Parteien ihre Kandidaten
nominiert, von einer allgemeinen Einigung gegenüber der
Sozialdemokratie iſt nichts wahrzunehmen, höchſtens daß
Nationalliberale und Fortſchrittler in einer Reihe von
Provinzen übereingekommen ſind, um ſich nicht durch Auf=
ſtellung
von Sonderkandidaturen gegenſeitig zu befehden.
Wie tief die Verſtimmung iſt, haben die zahlreichen Erſatz=
wahlen
gezeigt, bei denen eine ganze Reihe von Man=
daten
der Sozialdemokratie in den Schoß ſielen, nur we=
nige
Sitze gelang es, den bürgerlichen Parteien zu erhalten.
Der Reichstag ſelbſt hat noch in ſeiner letzten Tagung, ab=
geſehen
vom Etat, der nebenbei bedeutende Forderungen
für die Marine bringt, einige wichtige einſchneidende Vor=
lagen
zu erledigen, wie vor allen Dingen die Reichsver=
ſicherungsreform
und die Wertzuwachsſteuer. Nach deren
Erledigung dürſte vorausſichtlich im Mai oder Anfang
Juni die Auflöſung erfolgen. Im Hinblick hierauf gehen
wir zweifellos auf innerpolitiſchem Gebiete einem recht
bewegten Jahr entgegen.
Ein freundlicheres Gepräge trägt dagegen die Situa=
tion
nach außen. Staatsſekretär Frhr. v. Schön, der nicht
allenthalben Freunde hatte, ſitzt jetzt in Paris als Bot=
ſchafter
, in der Wilhelmſtraße hat der energiſchere Kider=
len
=Wächter ſeinen Einzug gehalten, deſſen Kenntniſſe auf
dem Gebiete der Balkanpolitik für die Leitung unſerer
auswärtigen Angelegenheiten gerade jetzt von beträcht=
lichem
Werte ſind. Der Genannte iſt allſeitig in Deutſch=
land
mit dem größten Vertrauen begrüßt worden und
wenn er auch kein großer Redner iſt, ſo haben doch ſeine
kurzen und prägnanten Aeußerungen im Reichstage über
einige Fragen unſerer auswärtigen Politik ihren Eindruck
im Inlande wie im Auslande nicht verfehlt. Allerdings
kommt dem neuen Staatsſekretär zugute, daß er eine ziem=
liche
klare und vor allem friedvolle Lage auf dem Gebiete
der Weltpolitik vor ſich findet. Zwar züngelt hier und da
ein Flämmchen empor, im näheren, wie im ferneren
Orient, aber nach Lage der Sache darf man doch die Zu=
verſicht
haben, daß ſich kein folgenſchwerer Brand ent=
wickeln
wird. Zweibund und Dreibund ſtehen ſich zwar
noch gegenüber gleichwohl aber iſt manche Brücke geſchla=
gen
, eine wirkliche Schroffheit der Gegenſätze beſteht kaum
noch und in beiden Lagern bemüht man ſich auf das leb=
hafteſte
, an der Erhaltung des Weltfriedens zu arbeiten.
Unſere Beziehungen zu den Mächten waren ſelten ſo
gute, wie augenblicklich. Der Dreibund ſteht gefeſtiater
denn je da, die verſchiedentlichen Ausſprachen der leitenden
Staatsmänner haben gute Wirkung gehabt und beiſpiels=
weiſe
hat man von Rom her ſelten ſo bundestreue Worte
gehört, wie vor einigen Monaten gelegentlich der Par=
lamentsrede
des Grafen San Giuliano. Die Freundſchaft
mit Oeſterreich=Ungarn ſteht unerſchütterlich feſt, Kaiſer
Wilhelm hat dem greiſen Monarchen einen kurzen Beſuch
abgeſtattet und der öſterreichiſche Thronfolger war zu den
preußiſchen Hofjagden geladen, wobei man wohl nicht
bloß im Weidmannslatein geſprochen hat. Von der größ=
ten
Bedeutung für die internationale Politik iſt die Pots=
damer
Begegnung zwiſchen dem Zaren und Kaiſer Wil=
helm
geweſen. Nach den ſcharfen Differenzen gelegentlich
der ſerbiſchen Kriſis, bei denen man nicht weit vom direk=
ten
Ausbruche eines Krieges war, iſt nunmehr wieder

eine vollſtändige Annäherung erzielt worden, die alte
Freundſchaft iſt wieder hergeſtellt und die gegenſeitige
Ausſprache der Monarchen und ihrer Ratgeber hat zu
einer vollkommenen Uebereinſtimmung geführt. Mancher
Reibungsſtoff iſt dadurch aus der Welt geſchafft und für
die Erhaltung des Weltfriedens ſind weitere Garantien
gewonnen worden.
Dieſe werden noch geſtützt durch eine ſich gleichfalls be=
merkbar
machende Beſſerung des Verhältniſſes zu Ena=
land
. Nach den Worten des Reichskanzlers gelegentlich
der Etatsrede ſteht unzweifelhaft feſt, daß Verhandlungen
gepflogen werden, um zu einer Verſtändigung zu kommen,
vielleicht ſogar eine Entente herbeizuführen, wie ſie zwi=
ſchen
England und Frankreich beſteht. Tatſächlich weht
jetzt von jenſeits des Kanals ein weſentlich anderer Wind
und kleine Ereigniſſe wie die Affäre des Leutnants Helm
und der Leipziger Spionage=Prozeß zeigen deutlich, daß
ſich da manches geändert hat. In unſerem Verhältnis
zu Frankreich iſt dagegen eine weſentliche Aenderung nicht
eingetreten, die direkten Gegenſätze ſind zwar ausgeglichen,
die Haltung der offiziellen Stellen iſt aber nach wie vor
nur korrekt. Deutſchland hat auch mancherlei Verane
laſſung, den Herren Franzoſen hinſichtlich Marokkos ſcharf
auf die Finger zu ſehen. Im Hinblick auf die ganze Welt=
konſtellation
beſteht aber kaum die Gefahr, daß ſich eine
ähnliche Kriſis wie dieienige vor der Algeciras=Konferenz
wiederholen könnte. Mit den übrigen Auslandsſtaaten
ſind unſere Beziehungen gleichfalls kaum verändert, nur
daß mit Genugtuung konſtatiert werden kann, daß Deutſch=
land
in der Türkei durch ſein Auftreten in der Anleihe=
frage
bedeutend an Terrain gewonnen hat, nachdem man
in Konſtantinopel erkannte, daß die Liebeswerbungen
Englands und Frankreichs ſehr egoiſtiſcher=Natur ſeien
und daß man in Deutſchland noch immer den beſten opfer=
willigſten
Freund habe.
Alles in allem genommen, kann man hinſichtlich der
Entwickelung der Dinge auf dem Gebiete der Außenpolitik
mit ruhiger Zuverſicht in die Zukunſt blicken.

Der Aufſtand in Ponape.

* Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: Die
Preſſe hat der Annahme Ausdruck verliehen, daß die Nach=
richt
über den Aufſtand in Ponape bereits ſeit län=
gerer
Zeit an amtlicher Stelle bekannt ſei, aber der Oeffent=
lichkeit
vorenthalten wurde. Demgegenüber ſei feſtgeſtellt,
daß die erſte Nachricht durch das am 26. Dezem=
ber
eingetroffene Telegramm des ſtellvertretenden Gou=
verneurs
aus Jap nach Berlin gelangte. Am gleichen
Tage wurde den Angehörigen der Ermordeten durch be=
hördliche
Vermittelung Mitteilung davon gemacht und am
folgenden Tage der Inhalt des Telegramms veröffentlicht.
Ein aus Rabaul über Sydney abgeſandtes Telegramm
über die gleichen Vorgänge iſt erſt am 27. Dezember einge=
troffen
.
Das ſpäte Eintreffen der Nachrichten erklärt ſich dar=
aus
, daß weder in Ponape noch in Rabaul irgend welche
telegraphiſche Verbindung iſt. Der einzige Ort im ganzen
Schutzgebiet, der eine Kabelverbindung beſitzt, iſt Jap in
den Weſtkarolinen, welche Inſel von Ponape über 1000
Seemeilen entfernt iſt. Der Poſtdampfer Germania, der
die regelmäßige Verbindung der Hauptplätze des Inſelge=
bietes
untereinander mit Hongkong einerſeits und mit
Sydney anderſeits vermittelt, traf im November in Po=
nape
ein. Bis dahin hatte es jedenfalls an irgend welcher
Möglichkeit für Ponape gefehlt, eine Verbindung mit der
Außenwelt herzuſtellen. Die Germania lief nun, als
die bedrohte Lage der Europäer in Ponape erkannte, an=
ſtatt
die Reiſe fortzuſetzen, von Ponape nach Rabaul, dem
Hauptort des Schutzgebietes, um Hilfe herbeizuholen. Dar=
auf
begab ſich, wie in dem Telegramm gemeldet wird, der
ſtellvertretende Gouverneur mit den verfügbaren farbigen
Polizeiſoldaten wiederum auf direktem Wege nach Ponape
und requirierte gleichzeitig den in Neu=Guinea befindlichen
Kreuzer Cormoran zur Unterſtützung. Nachdem die
Polizeiſoldaten in Ponape gelandet waren, begab ſich die
Germania nach Jap. Nunmehr war erſt die Abſendung
des am 26. Dezember nach Berlin gelangten Kabels mög=
lich
. In Rabaul iſt das Telegramm mit dieſer Nachricht
mit der Germania am 30. November eingetroffen. Die
erſte Verbindung mit einem Orte mit Kabelverbindung
ſtellte der am 17. Dezember von Rabaul nach Sydney ab=
fahrende
Lloyddampfer her, der fahrplanmäßig am 26. De=
zember
in Sydney eintreffen ſollte.

Deuſches Reich.

Der deutſch=portugieſiſche Zwiſchen=
fall
. Die Köln. Zeitung meldet aus Berlin: Durch die
Entſchließung der portugieſiſchen Regierung, den mit Aus=
weiſung
bedrohten Jeſuiten eine angemeſſene Friſt u
bewilligen, Gewalttätigkeiten zu vermeiden und die Er=
ſetzung
der Jeſuiten durch andere deutſche Geiſtliche, die

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

nicht Ordensgeiſtliche ſind, zu geſtatten, iſt dieſer diplo=
matiſche
Zwiſchenfall erledigt. Wie ſchon berichtet worden
iſt, iſt die Ausweiſung der Jeſuiten durch das portugieſiſche
Geſetz begründet, durch das Ordensmitgliedern der Aufent=
halt
in Portugal und den Kolonien unterſagt iſt.
Ausbau der badiſchen Arbeitsnach=
weiſe
. Gemäß einer früheren Anregung zum beſſeren
Ausbau der öffentlichen Arbeitsnachweiſe in Baden hat
das Miniſterium des Innern die Mitglieder des Aus=
ſhuſſes
badiſcher Arbeitsnachweiſe nebſt zwei Verwaltern
von Arbeitsnachweisanſtalten, ſowie Vertreter zweier
Streikausſchüſſe, der Handelskammer, der Handwerkskam=
mer
, der Landwirtſchaftskammer, ſowie Verwalter von
Vereinigungen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum
14. Januar zu einer Beſprechung eingeladen.
Verhütung der Spionage. Wie der
Rhein.=Weſtf. Ztg. von militäriſcher Seite geſchrieben
wird, hat ſich der Kaiſer über den Verlauf des Spionage=
prozeſſes
mehrfach Bericht erſtatten laſſen, insbeſondere
über die einzelnen Etappen der Fahrt der beiden engliſchen
Spione. Im Anſchluß daran ließ ſich der Kaiſer über die
geſetzlichen Maßnahmen zur Verhütuna der Spionage
Vortrag halten. Im Auftrage des Kaiſers werden von
den betreffenden militäriſchen Behörden alle bisher vor=
geſehenen
Abwehrmaßregeln gegen Spione zuſammen=
geſtellt
und ihre Wirkung im einzelnen beſchrieben werden.
Es iſt notwendig, feſtzuſtellen, durch welche Umſtände eine
derart rege betriebene Auskundſchaftung militäriſcher Ein=
richtungen
, wie die beiden engliſchen Offiziere ſie vorge=
nommen
haben, möglich gemacht worden iſt, und welche
Maßnahmen eventuell zu ergreifen ſind, um nicht nur die
Spione durch eine geſetzliche Strafe abzuſchrecken, ſondern
auch ihnen eine derartige Tätigkeit in Zukunft zu erſchwe=
ren
. An eine völlige und ſich auf alle Teile des Heeres
erſtreckende Abwehr der Spionage wird ſo ſchnell nicht ge=
dacht
werden können. Trotzdem aber dürfte durch eine
Vermehrung des Wachtdienſtes, der Scheinwerfer= und Be=
leuchtungsanlagen
an den wichtigſten Stellen der Küſte,
ſowie durch eine ſachgemäße Anlage von Zäunen eine
Spionage größeren Stils in Zukunft verhindert werden
können. Die Anregung des Kaiſers dürfte dahin gegangen
ſein, und man kann annehmen, daß die verſchärften Maß=
nahmen
bald durchgeführt werden.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die Delegationen. Die öſterreichiſche Dele=
gation
nahm das Budgetproviſorium an. Die Sozial=
demokraten
interpellierten wegen der ohne Angabe von
Gründen erfolgten Ausweiſung öſterreichiſcher Abgeord=
neter
aus Preußen. Die ungariſche Delegation nahm
das Budgetproviſorium ebenfalls an. Graf Bathyany
wandte ſich gegen die exorbitanten Marineforderungen,
welche, wenn ſie ſich gegen Italien richteten, zwecklos ſeien,
da Italien mit den gleichen Flottenrüſtungen antworten
und immer die ſtärkere Flottenmacht bleiben werde. Solle
aber die Flottenerweiterung dazu dienen, die Weltmacht=
ſtrebungen
Deutſchlands zu unterſtützen, damit die eng=
liſche
Flotte im Mittelmeer ein mächtiges Gleichgewicht
finde, ſo ſei er gleichfalls nicht geneigt, die Forderungen
zu bewilligen. Miniſterpräſident Graf Khuen Hedervary
betonte, die Ausgeſtaltung der Wehrmacht ſei geeignet, der
Stimme Oeſterreich=Ungarns im europäiſchen Konzert ein
größeres Gewicht zu verleihen. Falls eine ungariſche
Werft in der Lage ſein werde, auch Dreadnoughts zu
bauen, ſo werde gemäß Vereinbarung mit der Marine=
leitung
der quotenmäßig auf Ungarn entfallende Teil von
Schiffsbauten an die ungariſche Induſtrie vergeben wer=
den
. Dies werde auch im nächſtjährigen Budget zum

Ausdruck kommmen. Die Delegationen werden ihre
Tätigkeit nach dem 20. Januar fortſetzen.
Frankreich.
Der Fall Durand‟ Das Pariſer Journal will
wiſſen, daß der Begnadigungsausſchuß des Juſtizmini=
ſteriums
, der die Prozeßakten des vom Rouener Schwur=
gericht
zum Tode verurteilten Syndikatsſekretärs Durand
geprüft hat, ſich für Anwendung des Begnadigungsrechts
ausgeſprochen habe. Der Allgemeine franzöſiſche Arbeiter=
verband
hat eine Kundgebung in Paris veröffentlicht, nach
der der Generalſtreik proklamiert wird, falls das Ver=
fahren
gegen den wegen Anſtiftung zur Ermordung eines
Streikbrechers verſehentlich zum Tode verurteilten Durand
nicht einer Reviſion unterzogen wird. Auch die Vereini=
gung
der Syndikate hielt eine Verſammlung ab, in der
nach einer heftigen Ausſprache gegen die Verurteilung
des Rouener Syndikatsſekretärs Durand der Beſchluß ge=
faßt
wurde, innerhalb zehn Tagen ein großes Meeting
zur Vorbereitung des Geſamtausſtandes einzuberufen, um
ſo die Freilaſſung Durands und die Reviſion des Pro=
zeſſes
zu erzwingen. (!) Ferner wurde beſchloſſen, daß
am nächſten Sonntag alle Pariſer Arbeitervereinigungen
vor das Elyſee ziehen und eine große öffentliche Proteſt=
kundgebung
gegen die Verurteilung Durands ſtattfinden
ſoll.
Belgien.
Obſtruktion im Senat. Bei Beginn der Bud=
getberatung
erklärten die Vertreter der Liberalen und
Sozialiſten, daß die Linke ſich an der Beratung nicht be=
teilige
, um gegen die ſpäte Uebermittelung des Budgets,
die ſeit Jahren zu einer ungenügenden Beratung der ein=
zelnen
Titel nötige, zu proteſtieren. Die Linke verließ den
Saal, worauf die Sitzung wegen Beſchlußunfähigkeit ver=
tagt
wurde.
Portugal.
Die innere Lage. Dem Temps zufolge habe
man in Madrid Nachrichten aus Liſſabon erhalten, welche
die Lage in Portugal als ziemlich geſpannt darſtellen.
Die Handwerkerzünfte erheben Forderungen, welche man
unmöglich befriedigen könne. In der Armee ſeien zahl=
reiche
Fälle von Diſziplinloſigkeit vorgekommen. Drei
Kreuzer ſeien unter verſchiedenen Vorwänden entfernt
worden. Die proviſoriſche Regierung ſei weder der
Armee noch der Marine ſicher. Die Bevölkerung ſei ſicht=
lich
beunruhigt. Diario de Noticias behauptet, die Re=
gierung
in Liſſabon habe eine geheime Geſellſchaft ent=
deckt
, welche ein Komplott zur Wiedereinſetzung des Ex=
königs
Manuel angezettelt hätte. Mehrere Verſchwörer
ſeien verhaftet.
Die proviſoriſche Regierung hat ein Dekret
herausgegeben, gemäß welchem das alte Geſetz, das Belei=
rigungen
gegen die Krone betrifft, auch auf Beleidigungen
gegen die Republik (!) ausgedehnt wird. Der Präſident
wird für unverletzlich erklärt. Jede Bewegung, die auf die
Wiedereinführung der Monarchie oder die Herbeiführung
des Umſturzes abzielt, wird als Hochverrat betrachtet und
ſtrengſtens beſtraft.
Serbien.
Der Handelsvertrag mit Oeſterreich=
Ungarn wurde von der Skupſchtina endgültig ange=
nommen
.
Perſien.
Die Regierungskriſe. Wie das Reuterſche
Bureau aus Teheran meldet, erwähnt der Miniſter des
Aeußern in dem Schreiben an den Premierminiſter zur
Motivierung ſeines Rücktritts u. a. die fortwährende
Nichtbeachtung der Vertragsbeſtimmungen ſeitens Ruß=
lands
und führt darüber Klage, daß die ruſſiſche Regie=
rung
fortwährend ſich auf angebliche Präzedenzfälle be=

rufe, um ihr unrechtmäßiges Vorgehen zu rechtfertigen.
In gewiſſen Kreiſen wird der Rücktritt Guli Khans ſeinem
Wunſche zugeſchrieben, vor der Rückkehr des Regenten
Asr el Molk aus dem Kabinett auszutreten, da dieſer,
wie man glaubt, dem Kabinett ein weſentlich anderes Aus=
ſehen
, als das jetzige hat, zu geben wünſche. Der Regent
wird übrigens, wie in Wien aus zuverläſſiger Quelle ver=
lautet
, vorläufig ſeine Reiſe nicht fortſetzen, obwohl der
ruſſiſche Hofzug ſchon über drei Tage an der öſterreichiſchen
Grenze auf ihn wartet. Der Regent ſoll die Abſicht haben,
erſt in Wien abzuwarten, was Großbritannien am 14. Ja=
nuar
unternehmen wird, wenn die Friſt abgelaufen iſt, die
in dem Ultimatum geſtellt wurde. Sollte England ſeine
Drohungen ausführen, dann werde der Regent überhaupt
nicht nach Teheran zurückkehren.
Die perſiſche Antwort auf die britiſche
Note vom 17. November betreffend die im ſüdlichen Per=
ſien
herrſchende Unſicherheit wendet ſich zunächſt gegen die
Behauptung der britiſchen Regierung, daß die Frage der
Anweſenheit der fremden Truppen in Perſien ohne Be=
deutung
ſei, und zählt ſodann die verſchiedenen Maßnah=
men
auf, die zur Wiederherſtellung der Ordnung getroffen
worden ſeien. Darunter befinden ſich die Ernennung eines
neuen Generalgouverneurs für Fars und die Bildung
einer ſtarken Polizeitruppe. Auch wird die Organiſation
einer tüchtigen Gendarmerie unter fremden Inſtrukteuren
vorgeſchlagen. Die perſiſche Regierung, mit der Ausarbei=
tung
eines Planes für zweckentſprechende Verwendung der
beabſichtigten Anleihe beſchäftigt, iſt überzeugt, daß dies
die britiſche Regierung veranlaſſen wird, der Erhebung
einer Surtaxe von 10 Prozent auf die Eingangszölle in
den ſüdlichen perſiſchen Häfen zuzuſtimmen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 31. Dezember.

* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Forſtmeiſter Ludwig Neu=
ſchäfer
zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer und König von Preußen verliehenen Roten
Adler=Ordens 4. Klaſſe, ſowie dem Muſeumsbeſchließer
Bertaloth zu Darmſtadt die Erlaubnis zur Annahme
und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem Kaiſer von
Rußland verliehenen kleinen goldenen Medaille am
Bande des St. Annen=Ordens erteilt.
Se. Maj. der König von Preußen hat die Erlaubnis
zur Anlegung des Ehrenkreuzes des Großh. Heſſiſchen
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen dem Verlags=
buchhändler
Stilke in Berlin, des Ritterkreuzes
1. Klaſſe desſelben Ordens dem Landrat v. Gröning,
z. Zt. Hilfsarbeiter im preußiſchen Miniſterium des Innern,
erteilt.
* Uebertragen wurden dem Schulamtsaſpiranten
Ludwig Reubold aus Stockheim, Kreis Erbach, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Nieder=Modau,
Kreis Dieburg; dem Lehrer Heinrich Loos zu Nord=
heim
, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der Gemeinde=
ſchule
zu Wölfersheim, Kreis Friedberg; dem Lehrer
Otto Kinkel zu Unter=Oſtern, Kreis Erbach, eine=
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Langen, Kreis
Offenbach; dem Lehrer Juſtus Metzger zu B ödes=
heim
, Kreis Worms, eine Lehrerſtelle an der Gemeinde=
ſchule
zu Offſtein, in demſelben Kreiſe; dem Schulamts=
ſpiranten
Wilhelm Schwibinger aus Nierſtein,
Kreis Oppenheim, eine Lehrerſtelle an der Gemeinde=
ſchule
zu Offſtein, Kreis Worms.
* In den Ruheſtand verſetzt wurden die Lehrerin
an der Gemeindeſchule zu Neu=Iſenburg, im Kreiſe Offen=
bach
, Pauline Rautenbuſch auf ihr Nachſuchen unter
Anerkennung ihrer langjährigen treuen Denſte vom
1. Januar 1911 an, die Lehrerin an der Gemeindeſchule
zu Eberſtadt, im Kreiſe Darmſtadt, Eliſabeth Spengler
auf ihr Nachſuchen unter Anerkennung ihrer treuen
Dienſte vom 1. Februar 1911 an.
* Das Großh. Rezierungsblatt Nr. 23 enthält:
1. Bekanntmachung, Aenderung der Poſtordnung vom
20. März 1900 betreffend. 2. Bekanntmachung, Ab=
änderung
der Bekanntmachung vom 5. November 1879
über die Gebühren für gerichts irztliche Verrihtungen

Neujahr im deutſchen Lied.
Von Dr. Paul Landau.

Von altersher iſt es zu Beginn des neuen Jahres
üblich, den Blick in die Zukunft zu richten, Vorſätze
zu faſſen und gute Wünſche untereinander auszu=
tauſchen
. Dem alten Germanen galt es am Julabend,
wenn er das wiederkehrende Wachstum des Lichtes
begrüßte, als heilige Sitte, beim feierlichen Becher=
klang
Gelübde abzulegen von Taten, die er im kom=
menden
Jahre ausführen werde. Solche heidniſche
Gewohnheiten blieben auch im chriſtlichen Deutſch=
land
erhalten. Aus dem 11. Jahrhundert ſtammt
eine Predigt, in der als Abgötterei gerügt wird, Neu=
jahrs
auf dem Kreuzwege oder ſchwertbegürtet auf
dem Dache zu ſitzen, um zu ſehen und zu entnehmen,
was einem in Zukunft begegnen werde; auch ſolle
man nicht beim Jahresbeginn=durch Gaſſen und Ort=
ſchaften
ziehen und Geſänge nebſt Tänzen ausführen.
Der fromme Bruder Heinrich Suſo erzählt, daß die
Jünglinge in Schwaben in der Nacht des Jahres=
anfangs
vor die Türen ihrer Liebſten gehen, Lieder
ſingen und ſchöne Gedichte ſprechen, damit ſie von
ihnen Kränzlein erhalten. Mit dem Befragen der
Zukunft und Kranzſingen verbindet ſich noch der
Brauch des förmlichen Wunſchſprechens. Zur Neu=
jahrszeit
gehen Perſonen beiderlei Geſchlechts, aus
allen Ständen, unter Verkleidungen und Masken
verborgen, nachts in den Gaſſen umher und klopfen
an den Türen, wobei ſie Wunſchſprüche herſagen und
dann aus einem Fenſter aufmunternde und abweh=
rende
Antwort erhalten.
Die älteſten Neujahrslieder, die wir beſitzen, ſind
aus dieſen Sitten hervorgegangen. Sie gehören zu
jener umfangreichen Volksliedergruppe, die Uhland
als Wunſchlieder bezeichnet. Ein kecker Knabe wünſcht
ſich wohl, die ſchöne Jungfrau möge ihm ihr Kränz=
lein
ſchenken oder er führt ſich als einen rechten Nar=
ren
ein, der ganz tolle Wünſche tun darf:
Wohl auf, Ihr Narren, alle mit mir
In dieſem neuen Jahre!
Ich meint, ich wär ein Narr allein,
Doch ſind noch mehr geboren.
Wollt‟ Gott, daß ich hätt aller Wünſche Gewalt!

So wüßt ich, was ich wünſchen ſollt,
Nach eines Narren Sinne!
Ein Pferdlein möcht er ſein, um fröhlich in die
Welt zu. traben, ein Hündlein klein, um mit der Lieb=
ſten
zu ſpielen, ein Kätzlein, um von ihr geliebkoſt zu
werden, ein Vöglein, um in den Grund ihres Herzens
zu fliegen. Für das nächtliche Anklopfen zu Neujahr
wurden allmählich ganze Spruchgedichte geſchaffen,
wie ſie uns aus Nürnberg von den beiden bekannten
Verfaſſern zahlreicher Faſtnachtsſpiele aus dem 15.
Jahrhundert, Hans Roſenblüt und Hans Folz, er=
halten
ſind. Formelhaft und feierlich, wie die ern=
ſten
Gelübde und Segnungen, die in der wunder=
reichen
Nacht ihre beſondere magiſche Bedeutung
hatten, ſchreiten noch die Sprüche Roſenblüts daher:
Klopf an, klopf an!
Ein ſelig neu’s Jahr geh Dich an!
Alles, was Dein Herz begehrt,
Das wirſt Du zu dieſem Jahr gewährt.
Klopf dannoch mehr!
Daß Dir widerfahr alle Ehr,
Und alle Glückſeligkeit,
Das helf uns Maria, die reine Maid!
St. Sebold ſoll ihm hold ſein, St. Moritz geb ihm
Sinn und Witz, St. Veit behüte ihn zu aller Zeit, St.
Martin ſoll ſein Gefährte ſein und die elftauſend
Jungfrauen ſchützen ihn vor allem Herzeleid, St.
Niklas, der heilige Himmelsfürſt, beſchere Wein, wenn
ihn dürſt.
Gott woll Dir geben als viel Ehr’n,
Als mannig der Himmel hat Stern‟,
Und ſo viel gute Zeit,
Als viel Sandkörnlein im Meere leit.
Und darnach das ewig Leben,
Das müſſ' Dir Gott mit Freuden geben!
Das wünſch’ ich Dir zum neuen Jahr,
Sprich Amen, daß es werde wahr!
Noch acht weitere Klopf an=Sprüchlein Roſen=
blüts
rufen alle nur erdenklichen Vorzüge und Herr=
lichkeiten
auf den zu Neujahr Beglückwünſchten her=
ab
: Simſons Stärke, Abſaloms Schönheit, König
Alexanders Herrſchaft, Suſannens Unſchuld, für
Männlein und Weiblein das Beſte aus bibliſcher und
profaner Hiſtorie.

Die alten Gebets= und Segensformeln, die trotz
mancher launigen Wendung darin ſtets anklingen,
laſſen die feſtliche Bedeutung des Brauches noch im
15. Jahrhundert erkennen. Wenn in der heiligen Nacht
die an einem gewichtigen Zeitabſchnitt ſtehenden, feier=
lich
geſtimmten Menſchen bei Unbekannten anklopfen,
um ihnen Wünſche darzubringen und ihre Antwort
zu vernehmen, ſo glauben ſie an den gewaltigen Zau=
ber
dieſes Moments, der ihnen Erfüllung ihrer Hoff=
nungen
verſpricht. Wie Träume in der Neujahrsnacht
ſich verwirklichen, ſo winkt auch allen Wünſchen Ge=
währung
von oben. Doch aus ſolcher frommen Sitte
wird allmählich ein geſelliges Spiel, bei dem auch
mancher Spaß und allerlei Neckerei mit unterläuft.
Ein ſelig neu’s Jahr geh’ Dich an, bildet ſich nach
dem Klopf an! als ſtehender Glückwunſch aus, an
en ſich komiſche und groteske Wünſche anreihen. Aus=
gelaſſener
Mummenſchanz begleitet das Neujahrsſingen
und bunte Poſſen entweihen die gewichtige Stunde
an der Wende zweier Jahre. Hans Folz ſchlägt in
ſeinen Sprüchen ſchon dieſe luſtig frohe Seite der Feier
an; die guten Wünſche werden mit groben Abweichun=
gen
vergolten. Schimpf= und Spottreden wechſeln in
Rede und Gegenrede. Zärtliche Liebeslieder ertönen
und an ſie ſchließt ſich etwa folgender Wunſch:
So wünſch’ ich Dich ſo lange geſund,
Bis eine Linſe wiegt hundert Pfund,
Und bis ein Mühlſtein in Lüften fleugt,
Und ein Floh ein Fuder Weines zeucht,
Und bis ein Krebs Baumwoll’ ſpinnt,
Und man mit Schnee ein Feuer anzünd’t:
Hiermit ein gut’s, ſelig’s, neu’s Jahr,
Und hau hin, daß Dich Gott bewahr!
Solch unmögliche und phantaſtiſche Wünſche meh=
ren
ſich in den Neujahrsliedern; und der Liebende
wünſcht ſich nicht nur Hund, Pferd und Katze zu ſein,
ſondern Papſt und Kaiſer, Macht zu haben über Sonne
und Mond, die Erde und alle Meere, über Getier und
Pflanzen, um ſie in den Dienſt und Willen ſeiner
Schönen ſtellen zu können.
Dieſen natürlich=einfachen Prophezeiungen und
Bitten, die im ſchlichten Ton des Volksliedes von der
ernſten Färbung des Gebets bis zur friſchen Komik
alle Gefühle der Neujahrsnacht umfaßten, ſetzte der

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 3.

der Medizinalbeamten (Reg.=Bl. S. 707) betreffend.
3. Regulatis über die Aufnahme und Entlaſſung der
Pfleglinge in den Großh. Landesirrenanſtalten Heppen=
heim
, Alzey und Philtppshoſpital bei Goddelau.
* Profeſſor D. Warneck *. Am Abend des zweiten
Weihnachtsfeiertages iſt nach kurzer Krankheit der Alt=
meiſter
der Miſſionswiſſenſchaft, Guſtav Warneck, in Halle
im Alter von 76 Jahren geſtorben. Wenn heute die Miſ=
ſionswiſſenſchaft
, die Erforſchung der ethnographiſchen und
kulturellen Bedingungen für die Ausbreitung des Chri=
ſtentums
in fremden Ländern und das Studium der Reli=
gionen
der heidniſchen Völker in lebendiger Wechſelwir=
kung
mit dem wiſſenſchaftlichen Betriev der Geographie,
Ethnographie, Völkerpſychologie, vergleichenden Sprach=
kunde
uſw. ſteht, ſo dankt ſie ihre Fortſchritte in Deutſch=
land
großenteils der jahrzehntelangen ſyſtematiſchen Ar=
beit
Warnecks. Es war die Anerkennung einer Tatſache,
daß die preußiſche Regierung einen akademiſchen Lehrſtuhl
für Miſſionskunde errichtete in Halle, den erſten in
Deutſchland und es war ſelbſtverſtändlich, daß auf dieſen
Lehrſtuhl der Herausgeber der Allgemeinen Miſſions= Zeit=
ſchrift
und Verfaſſer zahlreicher miſſionswiſſenſchaftlicher
Werke, Warneck, vorher Miſſionsinſpektor in Barmen und
Pfarrer in Rothenſchirmbach bei Eisleben, berufen wurde.
Wer einmal den alten Herrn mit jugendlicher Begeiſterung
von dem Miſſionswerk hat reden hören (auch in Darmſtadt
hat er Anfang der 80er Jahre einmal geſprochen), wird
das nie vergeſſen. Seiner Sachkunde entſprach die Wärme
und Entſchiedenheit, mit der er die evangeliſche Miſſion
gegen ungerechte Angriffe, namentlich auch ſolche von =
miſch
=katholiſcher Seite, in Schutz nahm. Die Notwendig=
keit
der Arbeit des Evangeliſchen Bundes hat er von An=
fang
an erkannt, er gehörte zu ſeinen älteſten Mitarbeitern
und war von Anfang an Mitglied des Zentralvorſtandes,
dem er in den letzten Jahren als Ehrenmitglied ange=
hörte
.
nn. Jubiläen. Am 1. Januar 1911 ſind 25 Jahre
verfloſſen, ſeitdem die chemiſche Prüfungs=
ſtation
für die Gewerbe zu Darmſtadt von
der heſſiſchen Regierung ins Leben gerufen wurde. Aus
kleinen Anfängen hervorgegangen, hat ſich die Anſtalt
ſeit dieſer Spanne Zeit in ungeahnter Weiſe entwickelt
und iſt ein unentbehrlicher Faktor im gewerblichen und
induſtriellen Leben unſeres Heſſenlandes geworden. In
ſegensreicher Weiſe wirkte die Anſtalt durch ihre zahl=
reichen
chemiſch=techniſchen Unterſuchungen auf allen Ge=
bieten
von Induſtrie und Gewerbe und mit Stolz und
Genugtuung kann die chemiſche Prüfungsſtation für
Gewerbe auf das Jubiläum ihrer 25jährigen Tätigkeit
zurückblicken. Mit dem Jubiläum der chemiſchen Prü=
fungsſtation
begeht auch der derzeitige Leiter und Vor=
ſtand
derſelben Herr Profeſſor Dr. Wilhelm
Sonne ſein 25jähriges Dienſtiubiläum.
Zuerſt 9 Jahre als 1. Aſſiſtent unter Geh. Rat Profeſſor
Dr. Thiels Leitung an der Anſtalt tätig, leitet der
Jubilar die Station ſeit 16 Jahren als Vorſtand der=
ſelben
in ſegensreicher Weiſe. Ausgerüſtet mit um=
faſſenden
Fachkenntniſſen und reichen Erfahrungen auf
allen Gebieten der chemiſch=techniſchen Wiſſenſchaften,
ziert ihn aber auch ein liebenswürdiges und freundliches
Weſen gegen jedermann; Eigenſchaften, die in hervorragen=
dem
Maße zum Emporblühen der Anſtalt beitrugen.
Möge ſeine fernere Lebensarbeit ſich ebenſo erfolgreich
und ſegenbringend geſtalten und möge ſich die chemiſche
Prüfungsſtation für die Gewerbe ebenſo weiter ent=
wickeln
wie ſeit 25 Jahren
Abſchiedsfeier. Zu Ehren ſeines ſcheidenden welt=
lichen
Mitgliedes, des Herrn Rechnungsrates Hiemenz,
veranſtaltete der Kirchenvorſtand der Pfarrei St. Eliſabeth
am Donnerstag abend ein Abſchiedseſſen. Beredtes Zeug=
nis
von dem kollegialen Sinn, der unter den Mitgliedern
dieſer Körperſchaft herrſcht, legte dieſe kleine Feier ab.
Nachdem der Vorſitzende dem ſcheidenden Herrn für all
ſeine Mühe, die er in ſeinem ſeitherigen Amte gehabt, ge=
dankt
hatte, betonte der Herr Rechnungsrat, daß es keine
perſönlichen Gründe geweſen ſeien, die ihn bewogen hätten,
zu ſcheiden aus dieſer ihm liebgewordenen Körperſchaft,
ſondern die immer größer werdenden Verpflichtungen ſei=
nes
Staatsdienſtes. Möge dem ſcheidenden Herrn noch
reicher Segen beſchieden ſein in ſeinen ferneren Lebens=
tagen
!
P.A. Preſſefeſt 1911 (14. Januar). Der Feſtausſchuß
hat den Königlichen Sänger, Königlich rumäniſchen
Kammerſänger Franz Egénieff in Berlin um
ſeine Mitwirkung bei dem künſtleriſchen Programm
des Preſſefeſtes am 14. Januar gebeten und deſſen
Zuſäge erhalten. Dieſe Mitteilung dürfte hier beſon=
deres
Intereſſe erregen. Herr Egénieff, mit ſeinem

eigentlichen Namen Freiherr vonKleydorff, ſtand
hier früher als Leutnant im Heſſiſchen Garde= Drago=
nerregiment
Nr. 23. Er wirkte, wie noch vielen er=
innerlich
ſein wird, bei einer Aufführung der Suppé=
ſchen
Operette Zehn Mädchen und kein Mann die
zu Wohltätigkeitszwecken im Februar 1897 im Hof=
theater
durch Damen und Herren der Geſellſchaft ſtatt=
fand
, in der Rolle des Freiherrn von Schörhahn mit
und erregte damals durch ſein hervorragendes Talent
Aufſehen. Aus Liebe zur Kunſt verließ er ſpäter den
Dienſt und bildete ſich als Sänger aus, als welcher er
den Künſtlernamen Egénieff annahm. Durch ſeine
Mitwirkung hat Herr Kammerſänger Egénieff dem
Feſtausſchuß ein beſonderes Entgegenkommen be=
wieſen
.
* Ein neues Lokalſtück Die Villa Luſtſpiel in Darm=
ſtädter
Mundart in zwei Akten, von Heinrich Rüthlein,
wird, ſo ſchreibt man uns, am nächſten Sonntag, den
1. Januar 1911, im Kaiſerſaal gelegentlich der Weihnachts=
feier
des Darmſtädter Sportklubs 1905 ſeine Erſtauffüh=
rung
erleben. Das Stück behandelt in luſtiger Weiſe die
Sorgen und Wirrungen, die einem für Darmſtadt typiſchen
penſionierten Beamten infolge des Baues einer Villa
entſtehen, zuletzt aber unerwartet die allſeitige Befrie=
digung
der Beteiligten zur Folge haben. Da bereits
ſeit längerer Zeit kein Darmſtädter Lokalſtück erſchienen iſt,
ſo dürfte das unterhaltende Stück bei allen Darmſtädtern
und bei allen Freunden der Darmſtädter Mundart, na=
mentlich
auch bei den Darmſtädter Vereinen, Anklang und
Beifall finden. Das Stück erſchien ſoeben im Verlage von
H. L. Schlapp hier und iſt in allen Buchhandlungen zu
haben.
Die Kanarien=Ausſtellung, die der Verein Züch=
ter
edler Kanarien zu Darmſtadt in den Räumen des
Mathildenhöhſaals abhielt, war ſehr reichhaltig. Neben
Kanarienvögeln wurden auch Papageien. Exoten und
ausgeſtopfte Vögel ausgeſtellt. Die Prämiierung hatte
folgendes Ergebnis: Klaſſe A: Selbſtzucht: Georg
Blaum 1. Ehrenpr., Heinrich Weber 2. Ehrenpr., Frl.
Marg. Keil 3. Ehrenpr., Martin Demler 4. Ehrenpr.
Klaſſe B: W. Noll 1. Ehrenpr., Behrer=Weiterſtadt 2.
Ehrenpr., Heinrich Weber 3. Ehrenpr., Friedr. Rühl
4. Ehrenpr., Maurer=Arheilgen 5. Ehrenpr., Hornung=
Kranichſtein 6. Ehrenpr., Heinrich Schneider, Arheilger=
ſtraße
14, 7. Ehrenpr. Für Exoten erhielt Heinrich
Traum den 1. Preis, für ausgeſtopfte Vögel Emil
Schließmann, Konſervator, die ſilberne Medaille.
Silveſterfeier im Britannia=Hotel. Wie ſchon mit=
geteilt
worden iſt, finden am Silveſterabend glänzende
Feierlichkeiten im Britannia=Hotel ſtatt. Bei Künſtlerkon=
zert
und Ball werden die Stunden bis Mitternacht ſchnell
verrinnen. Künſtleriſche und kulinariſche Genüſſe werden
wetteifern, die Gäſteſchar in die zum fröhlichen Empfang
des neuen Jahres nötige Stimmung zu verſetzen. Dann
ſoll eine feierliche Bewillkommnung des Jahres 1911 ſtatt=
finden
, wie ſie Darmſtadt noch nie ſah. (Näh. ſ. Anz.)
Der Radfahrerklub Flottweg hält am Sonntag,
den 1. Januar, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaale, Grafen=
ſtraße
20, ſeine Weihnachtsfeier, verbunden mit Theater,
humoriſtiſchen Vorträgen, Tombola und Tanz ab.
Gartenbauverein. Wie aus dem Anzeigenteil
erſichtlich, findet am nächſten Donnerstag, die Haupt=
verſammlung
ſtatt.
Auf der Ludwigshöhe gibt am Neujahrstag die
Kapelle des Leibgarde=Regiments ein Konzert mit beſon=
ders
ſchönem Feſtprogramm; u. a. wird Herr Piehler wie=
der
mit einem Violinſolo vertreten ſein. (Vergl. Anzeige.)
Orpheum. Das Neujahrsprogramm wird ſich mor=
gen
Sonntag, 1. Januar, in zwei Vorſtellungen erſtmalig
präſentieren. Aus der brillanten Künſtler=Serie iſt an
erſter Stelle die Darſtellung des Mimodrams Va Banque‟
zu nennen, deſſen ſpannende Handlung und gehaltvolle
Muſik Dr. Ralph Benatzki aus Wien geſchaffen hat. Es
ſpielt bei Paris in einem Landhaus, dem einer der berüch=
tigen
Apachen nachts einen Beſuch abſtattet. Nachdem er
das Töchterchen der Villenbeſitzerin zu Erpreßverſuchen
abgeſchleppt und alle Koſtbarkeiten geraubt hat, wird er
von der Mutter des Kindes überraſcht. Mit dem Dolch in
der Hand zwingt er die ſchöne Frau, zu tanzen und ihn mit
Sekt zu bewirten und verlangt ſchließlich für die Heraus=
gabe
des Kindes den Beſitz der Mutter ſelbſt. Die Mutter=
liebe
läßt ſie den Ekel vor dem Verbrecher ſchließlich über=
winden
, als plötzlich das Kind im Türrahmen erſcheint
und ſeiner Mutter zur Retterin wird. Während der
Apache das Kind wieder auf die Seite bringen will, ſtößt
die Mutter ihrem Peiniger den Dolch ins Herz. Das an
ſpannenden Momenten reiche Drama wird ſehr wirkungs=
voll
dargeſtellt: Ellen Bargi, eine Schönheit von beſtricken=

dem Reiz, weiß Mutterglück und Mutterliebe, Freud und
Leid in Geſte und Mimik ausdrucksvoll zu charakteriſie=
ren
. Den Apachen ſtellt Fred Dixen in Maske und Spiel
überzeugend dar. Die Muſik, die ſich in den dramatiſchen
Szenen zu bedeutungsvoller Höhe erhebt, ebenſo Ausſtat=
tung
und Beleuchtung, paſſen ſich dem Stimmungsgehalt
trefflich an. Trotz dieſer Glanznummer kommt der ar=
tiſtiſche
Teil des Programms keineswegs zu kurz. Im
Gegenteil, die Direktion hat den größten Wert darauf ge=
legt
, nur erſte Kräfte ins Treffen zu ſchicken. Die berühmte
Tänzerin Réjane, der Humoriſt Clermont mit ſeinem Ori=
ginal
=Repertoire, durch lokales Kolorit gewürzt, die ele=
gante
Kunſtradfahrerin Liſe Fluher, die ſenſationellen
Gymnaſtiker 4 Bernhardts uſw. werden alle insgeſamt ein
hervorragendes Enſemble komplettieren. (S. Inſerat.)
Kino, Grafenſtraße 12. Heute beginnt ein neuer
Spielplan, der nur Novitäten bringt. Den Hauptſchlager
bildet das großzügig angelegte Drama Abgründe, das
in allen Städten Aufſehen erregte; dasſelbe beanſpruchte
dreiviertel Stunde zur Vorführung und wird in drei Ab=
teilungen
gezeigt. Die Bilder Rehabilitiert und Der
Großvater ſind ſo lebenswarm gezeichnet, daß der Be=
ſchauer
alles ſelbſt zu erleben wähnt. Außer dieſen ſind
noch humoriſtiſche und Naturbilder zu erwähnen. (N. ſ. A.)
Das Reſidenz=Theater (Am Weißen Turm) zeigt
von heute ab nur einige Tage das großartige Theater=
Drama: Der Sklave von Carthago‟. Dasſelbe enthält
intereſſante Epiſoden aus dem Sklavenhandel Carthagos,
und verleihen die ſzeniſchen Effekte dem Bilde eine wun=
derbare
Wirkung. Das Reſidenz=Theater hat es verſtan=
den
, mit dieſer Attraktion das Intereſſe aller Kreiſe auf
ſich zu lenken. (Siehe Anzeige.)
Karneval 1911. Vom Großen Rat der Karne=
valgeſellſchaft
Narrhalla wird uns geſchrieben: Der
Elferrat iſt eifrig an der Arbeit der Vorbereitung zu
den Jubiläumsfeſtlichkeiten, die, wie mehrfach mit=
geteilt
, für 1911 beſonders umfangreich und glanzvoll
geſtaltet werden ſollen. Bereits am Sonntag, 8. Ja=
nuar
, werden die vielgeſtaltigen Feſtlichkeiten begin=
nen
durch ein großes karnevaliſtiſchees Jmbi=
läumskonzert
der Kapelle Weber, deren Leiter
ein ganz beſonderes, an Ueberraſchungen reiches Pro=
gramm
aufgeſtellt hat. Beſonderes Intereſſe dürfte
diel Schönheittskonkurrenz erwecken. Die
Königin des erſten Jubiläumsfeſtes der Karneval=
geſellſchaft
Narrhalla wird dann auf der großen,
prunkvollen Jubiläums=Damen= und Herren=Sitzung
beſonders gefeiert und preisgekrönt werden. Dieſe
Jubiläumsſitzung wird den glanzvollen Mittelpunkt
der Karnevalveranſtaltungen überhaupt bilden und
damit zu einem Ereignis für Darmſtadt werden. Seit
Wochen ſchon werden die Vorbereitungen eifrigſt be=
trieben
. Ein poeſievolles Feſtſpiel iſt eigens dazu
von einem jungen Darmſtädter Literaten gedichtet
worden. Depntationen von allen bekannten Karne=
valgeſellſchaften
des Reiches werden zu der Sitzung
erwartet. Die nächſtgrößte Veranſtaltung wird dann
der bekannte große Galamaskenball am Faſt=
nachtsſamstag
im Saalbau ſein. Daneben lau=
fen
die Vorarbeiten zum großen Jubiläumszug,
für den ſich ein außergewöhnlich reges Intereſſe be=
merkbar
macht. (S. a. Anzeige.)
* Das Darmſtädter Adreßbuch 1911 iſt ſoeben, in
Ausſtattung und Inhalt dem des Vorjahres gleich, er=
ſchienen
. Wie üblich, iſt dem Adreßbuch der Sitzplan
des Hoftheaters und ein Plan der Stadt beigegeben.
* Rodelbahnen empfiehlt fails das Tauwetter
keinen Strich durch die Rechnung macht, die Ludwigs=
höhe
; 3 ſchöne Rodelbahnen, eine für geübte, die
anderen für weniger geübte Rodler, ſind vorhanden.
(Siehe Anzeige.)
-gs- Unfall. Geſtern vormittag um 10 Uhr kam in
der Landgraf Philipp=Anlage ein Mann durch Glatteis
ſo zu Fall, daß er ſich eine ſchwere Gehirnerſchütterung zu=
zog
. Der Mann wurde durch die Rettungswache mittelſt
Krankenautomobils ins Krankenhaus gebracht.
Ernſthofen i. O., 30. Dez. Im Schnee verirrt
hat ſich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein
Poſtkutſcher, der abends 8 Uhr von hier nach dem eine
Stunde entfernten Brandan fahren wollte. Durch den
ſtarken Schneefall konnten die Pferde nicht weiter, ſo=
daß
er den Wagen ſtehen ließ und die Pferde weiter
führte. Durch den Schneeſturm trat das eine Pferd
fehl, fiel den hohen Rain hinunter und ertrank. Der
Kutſcher kam dann vom Wege ab und wurde halberfro=
ren
von zwei des Weges kommenden Lehrern mit ſeinem
Pferde unter großen Hinderniſſen, da dieſe ſich noch=
mals
verirrten, und bedenklicher Lebensgefahr nach

Humanismus eine neue Form entgegen; das ſteife, in
prunkvoll antikem Gewande und mit gelehrten An=
ſpielungen
einherſchreitende Gratulationsgedicht. Ein
Geiſt des pathetiſchen Schwulſtes und der hochtönen=
den
Wortornamentik entfaltet ſich in dieſen erſt latei=
niſchen
und dann auch im ſtilleren Deutſch vorgetra=
genen
Deklamationen und Oden, die eine Freuden=
und Friedenspforte vor dem ſich wieder neu eröffnen=
den
Tempel des Kronos errichten. Wärmere, herze
lichere Bekenntniſſe werden erſt in der Zeit des Drei=
ßigjährigen
Krieges wieder laut, da das furchtbare
Elend Deutſchlands zum neuen Jahre flehentliche
Bitten den Dichtern entlockt. Paul Fleming
wünſcht, daß im Helm von nun an die Schwalben
niſten mögen und aus Spieß und Schwert Pflug und
Spaten werden ſollen.
Tritt, was ſchädlich iſt, bey Seit,
Hin verdammte Peſt und Streit,
Weg ihr Sorgen, weg Gefahr,
Itzund kommt ein neues Jahr!
Paul Gerhard bittet in ſeinem würdig ein=
dringlichen
Neujahrsgeſang Nun laßt uns gehn und
treten ebenfalls ſtatt des Blutvergießens um Frie=
densſtröme
, um Huld und Gnadenſonne:
Das alles wollſt Du geben,
O meines Lebens Leben,
Mir und der Chriſten Schare
Zum ſel’gen neuen Jahre.
Aber nach der überſtrömenden Glückſeligkeit des
Friedensſchluſſes ſchwinden wieder die echten Töne
mehr und mehr; höfiſche Konvention verziert die poe=
tiſchen
Neujahrsgratulationen mit Schnörkeln und
Arabesken; man glaubt in den gedrechſelten Alexan=
drinern
die ſteif=galanten Komplimente der gravitä=
tiſchen
Herren in der Puderperücke wiederzufinden,
die ſie am 1. Januar den hohen Standesperſonen
widmen:
Es trifft ein neues Jahr mit ſeinem Wechſel ein
Und will, es ſoll dies Blatt, bey ſo beglückten Tagen
Ein Zeuge meiner Pflicht und meiner Wünſche ſein.
Was aber wünſch ich dem, den Glück und Himmel
lieben,
Dem ſelbſt der Ueberfluß die volle Tafel deckt,

Dem Reichtum, Ehr u. Pracht zu eigen ſich verſchrieben;
Und dem jedweder Tag auch neue Luſt erweckt?
Nichts, als nöch manches Jahr geſund zurückzulegen.
So poetiſiert in einem Neujahrsſchreiben der Hof=
dichter
Johann Ulrich von König. In die
fromm=betrachtſame Art des Gerhardſchen Kirchen=
liedes
lenkt wieder Gellert ein, wenn er zum
neuen Jahre dem Gott der Macht Ruhm, Preis und
Dank erſchallen läßt. Leſſing weiht König Fried=
rich
eine begeiſterte Neujahrsode, die in der Voſſiſchen
Zeitung das Jahr 1754 mit vollen Akkorden einleitet.
Den leicht tändelnden Rokokoſcherz vertritt das Neu=
jahrslied
des jungen Goethe das 1768 für Käthchen
Schoenkopf gedichtet, ſeine erſte gedruckte Gedichte=
Sammlung Neue Lieder einleitet:
Wer kömmt! wer kauft von meiner Wark!
Deviſen auf das neue Jahr,
Für alle Stände?
Und fehlt auch einer hie und da;
Ein einz’ger Handſchuh paßt ſich ja
An zwanzig Hände.
Seine kecken und leicht frivolen Ratſchläge und
Wünſche atmen die Anmut der lebensfreudigen
Anakreontik. Die ſchwermutsvolle Melancholie der
ſentimental=weltſchmerzlichen Empfindſamkeit ſpricht
aus den Neujahrsgedanken des Freiherrn von
Creuz, der in der Silveſternacht eine welthiſtoriſch
phantaſtiſche Viſion ſich vor die Seele ruft, wie ſie dann
in Proſawerken Jean Paul, E. T. A. Hofmann, Jere=
mias
Gotthelf ausgeſtaltet haben.
1784 ſingt Johann Heinrich Voß ſein Neu=
jahrslied‟
. Des Jahres letzte Stunde ertönt mit
ernſtem Schlag, noch heute das bekannteſte und am
meiſten geſungene Lied, im ernſten Rückblick und hoff=
nungsfrohem
Aufblick allgemein menſchliche Empfind=
ungen
ausſprechend, die der Chor aufnimmt. Stim=
mungsvoll
hebt Matthias Claudius an:
Es war die erſte Dämmerung
Mit leiſem Tagverkünden,
Und nur noch eben hell genung,
Sich durch den Wald zu finden.
Der Morgenſtern ſtand linker Hand,
Ich aber ging und dachte

Im Eichtal an mein Vaterland,
Dem er ein Neujahr brachte.
Die gleichen patriotiſch menſchenfreundlichen, geſellig
innigen Gefühle drückt ſeines alten lahmen Invaliden
Görgel Neujahrswunſch aus, der ſich an den lieben
Bauernſtand, an Untertanen und Herrſcher wendet.
Neben dieſe klaſſiſchen Schöpfungen der Neujahrspoeſie
ſtellt das 19. Jahrhundert nichts Ebenbürtiges, ſo
reizende Gelegenheitsgedichte auch Kleiſt, Moericke
und viele andere gegeben haben. Die politiſche Lyrik
geſtaltet das Neujahrslied zu einer ſcharfen Kritik der
Verhältniſſe um, ſo daß bei Hoffmann von Fal=
lersleben
recht bittere Disharmonien in das
refrainartig auftretende Freut Euch des Lebens hin=
einſchrillen
:
Gott ſei uns gnädig immerdar!
Gott ſchenk ein frohes neues Jahr
Auch dem, der für das Vaterland
In Bann und Kerker ſchmachtet.
In den Neujahrsglocken erlauſcht C. F. Meyer
das ſchwellende Gedröhne der gewaltigen Heere der
Zukunft. Manch weisheitsvolle, kernige Neujahrs=
grüße
und=Sprüche haben auch unſere modernſten
Lyriker gegeben.
Die an guter Laune und friſchen Wünſchen uner=
ſchöpfliche
, in ihrem Optimismus und ihren Bitten
nie verſiegende Naivität des alten Neujahrsliedes lebt
aber nur noch fort in der Volkspoeſie, die gerade um
dieſen Tag herum auch in der Gegenwart noch üppig
blüht. Aus allen deutſchen Gauen hören wir von ſol=
chen
Bittſprüchen, die zumeiſt einen urwüchſigen Hu=
mor
und einen geſunden Realismus atmen, gleich
deutlich und anſchaulich in der Ausmalung des ge=
wünſchten
Glückes, wie des geforderten Geſchenkes
ſind. Ein uralter, noch heute üblicher Reim lautet:
Ich wünſch' ein glückſelig’s neues Jahr ½ und’s
Chriſtkindle im krauſen Haar, womit vielleicht auf
einen Familienzuwachs hingedeutet werden ſoll. Dar=
an
ſchließen ſich Wünſche für langes Leben, gutes Leben,
einen ſchönen Mann, eine ſchöne Braut, eine Kiſte mit
Geld und alle nur denkbaren Herrlichkeiten, denen ſich
die Hoffnung auf einen Dank in klingender Münze
nicht ſelten anreiht.

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

Brandau gebracht, wo ſie alle halb tot durch Kälte und
Strapazen gegen 2 Uhr nachts anlangten.
Groß=Zimmern, 30. Dez. Eine ältere Frau wollte
in der Frühe ihren auf Urlaub hier weilenden Sohn
wecken. Der Soldat ſchlief im zweiten Stocke. Die
Mutter glitt auf der oberſten Stufe aus, fiel die ganze
Treppe hinunter und brach hierbei das Genick, ſodaß
der Tod ſofort eintrat.
Offenbach, 29. Dez. Der 16 Jahre alte Lehrling Jo=
hann
Sattler von Jügesheim hatte ſich vorgeſtern einen
Revolver gekauft, um am Neujahrstage ſchießen zu
können. Er lud die Waffe zu Hauſe mit drei ſcharfen
Patronen und nahm den Revolver geſtern früh mit zur
Arbeitsſtelle bei der Firma Mayer & Sohn. In der
kleinen Pauſe nach 10 Uhr ſtanden zwei der jungen Leute
am Fenſter und waren in ein Geſpräch vertieft. Sattler,
der etwa 3 Meter von den Beiden entfernt ſtand, benutzte
die Pauſe, um ſich an der neuen Waffe zu erfreuen. Er
zog den Revolver aus der Taſche und hantierte an ihm
herum. Als der leichtſinnige Burſche nun die Sicherung
des Revolvers löſte und dabei dem Abzug zu nahe kam,
krachte auch der Schuß und die Kugel drang dem 18 Jahre
alten Georg Lorenz aus Dörnſteinbach in Baden unter
dem rechten Ohr ins Gehirn ein. Der Getroffene ſtürzte
ſofort tot zu Boden. Der unglückliche Schütze wurde
darauf in Haft genommen.
M. Stockſtadt, 29. Dez. Geſtern wurde die hieſige
Altrheinfiſcherei aus freier Hand den ſeitherigen
Rheinfiſchern von Gernsheim, Stockſtadt und Erfelden
um einen Mehrpreis von 1000 Mark vergeben. Die
anderen Teile des Rheines, von der Ausmündung des
Stockſtädter Altrheins bis Guſtavsburg, und die Sei=
tenärme
ſind zur öffentlichen Verpachtung auf den 28.
Januar ausgeſchrieben. Dieſelbe wird von der Ober=
förſterei
Trebur in der Dammwärterwohnung auf dem
Kornſand abgehalten. Wie man hört, haben die links=
rheiniſchen
Berufsfiſcher eine Eingabe an das Mini=
ſterium
gemacht, damit auch die Fiſcherei im Bezirk der
Oberförſterei Worms öffentlich verpachtet werden ſoll,
damit auch ſie in der Lage ſind, den einen oder anderen
Teil des Stockſtädter Altrheins zu pachten.
Lampertheim, 30. Dez. Unſere Gemeinde hat bei
der Volkszählung vom 1. ds. Mts. mit 10 335 Einwohnern
die Zahl (10000) überſchritten, bei der nach der dermaligen
Geſetzgebung die Städteordnung eingeführt werden
müßte. Da aber nach der neuen Städteordnung die Ein=
wohnergrenze
für Einführung der Städteordnung auf
15000 heraufgeſetzt werden ſoll, ſo wird unſerer Gemeinde
wohl Zeit gelaſſen werden, dieſe Frage bis zur Verabſchie=
dung
der neuen Städteordnung zurückzuſtellen, da ein be=
ſonderes
Verlangen zur Einführung der letzteren hier nicht
vorliegt.
Mainz, 29. Dez. Der Wirtsſohn Krämer, der, wie
gemeldet, ſeine Geliebte erſchoß und darauf ſich ſelbſt
ſchwer verletzte, iſt im Lazarett geſtorben.
Mainz, 29. Dez. Die kürzlich verſtorbene Witwe
Heim hat, nach dem Neueſten Anzeiger, der Stadt ein
Legat von 50000 Mark vermacht mit der Maßgabe, daß
der jeweilige Oberbürgermeiſter die Zinſen des Kapi=
tals
alljährlich an verſchämte Arme verteile.
B. Bingen, 29. Dez. Am Rheine, auf der Städtiſchen
Bleiche, wurde heute die Uniform eines Feldartilleriſten
gefunden. Die verſchiedenen Teile beſtanden aus
Mütze, Mantel, Rock, Hoſe, Koppel und Seitengewehr. Die
Kleidungsſtücke trugen die Zeichnung: Kanonier Crone, 2.
Batt. 4. Garde=Feldartillerie=Regiment Potsdam. Crone
war über die Weihnachtsfeiertage nach Rüdesheim a. Rh.
beurlaubt und ſollte heute in der Kaſerne in Potsdam ſein.
Allem Anſchein nach iſt er deſertiert.
Aus dem hohen Vogelsberg, 30. Dez. Für eine
Reihe von Orten des oberen Schwalmtales, dar=
unter
die Gemeinden Storndorf, Ober=Sorg, Unter=Sorg,
Allmenrod, Vadenrod, Hopfgarten, Dirlammen, Friſch=
born
, Wallenrod, Reuters und Meiches, war bereits im
vorigen Jahre eine Gruppenwaſſerverſorgung
angeregt worden, die indeſſen nicht zur Ausführung kam,
weil ſich dem Quellenerwerb in der Gemarkung Rebges=
hain
größere Schwierigkeiten in den Weg ſtellten. Außer=
dem
wollten einzelne Gemeinden ſich eigene Waſſerwerke
erbauen. So hat Friſchborn bereits nach Waſſer ſchürfen
laſſen und auch der Ortsvorſtand von Vadenrod hat im
Laufe dieſes Sommers eine dicht beim Ort liegende Quelle

faſſen laſſen, um zu Beginn des kommenden Frühjahrs
dann die übrigen Waſſerleitungsarbeiten in Angriff zu
nehmen. Für die drei Gemeinden, Meiches im Kreiſe
Schotten, Dirlammen im Kreiſe Lauterbach und Storndorf
im Kreiſe Alsfeld wurde nun kürzlich durch die Großh.
Kultur=Inſpektion Gießen ein generelles Projekt für eine
Gruppenverſorgung aufgeſtellt. Das erforderliche Waſſer
ſollen hochliegende Quellen in den Gemarkungen Rebges=
hain
und Engelrod liefern. Der Ortsvorſtand von Meiches
hat bereits dem generellen Projekt zugeſtimmt; mit den
beiden anderen Gemeinden wird in nächſter Zeit wegen
des Anſchluſſes unterhandelt werden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 29. Dez. Ein Lehrling
der Amerika=Expreß=Kompagnie, die ſich beſonders
mit dem Bankverkehr amerikaniſcher Reiſenden be=
ſchäftigt
, wechſelte auf der Reichsbank amerikaniſches
Geld in deutſches um. Er erhielt 5000 Mk. in Bank=
noten
. Als er im Begriffe ſtand, die Summe ein=
zuſtecken
, wurde ſie ihm von einem jungen Mann, der
ſich ihm unauffällig näherte, entriſſen. Der Dieb
entfloh und konnte bisher noch nicht ermittelt werden.
Faſt ¾ Millionen Mark Wertzuwachs=, Um=
ſatz
= und Grundſtücksſteuer hat die Stadt
Schöneberg an die ſogenannten Millionenbauern zu=
rückzubezahlen
, die im Prozeß gegen die Kommune
bei dem Oberverwaltungsgericht ein obſiegendes Er=
kenntnis
erſtritten haben. Schon ſeit längerer Zeit
hegte die Firma Krupp in Eſſen die Abſicht, un=
mittelbar
an dem Großſchiffahrtsweg Berlin-Stettin
eine umfangreiche Niederlaſſung zu errichten, um ſo
mit der Reichshauptſtadt und der Feſtung Spandau
in unmittelbare Berührung zu kommen. Dieſer Plan
ſcheint nunmehr verwirklicht zu werden. Der Ma=
giſtrat
von Spandau hat vor kurzem die ſogenannten
Reſtwieſen am rechten Havelufer für den Preis von
1 400000 Mark angekauft und ſteht mit den Kruppſchen
Werken wegen des Weiterverkaufs dieſes Geländes
in Unterhandlungen, die allerdings noch nicht abge=
ſchloſſen
, aber vorausſichtlich demnächſt zu einem be=
friedigenden
Ergebnis führen dürften. In dem
Moabiter Krawallprozeß wurde eine große
Anzahl Zengen vernommen, die über die einzelnen
Vorkommniſſe die im weſentlichen bekannten Angaben
wiederholten. Bis zur Mittagspauſe waren insge=
ſamt
516 Zeugen vernommen worden. Nach weiteren
Zeugenvernehmungen wurde die Verhandlung auf
morgen (Freitag) vertagt. Der Samstag bleibt ſitz=
ungsfrei
. Der Vorſitzende hofft, am Montag die Be=
weisaufnahme
ſchließen zu können. Der Dienstag
wird den Vorbereitungen zu den Plädoyers gewidmet
ſein, die am Mittwoch beginnen ſollen.
Tegernſee, 29. Dez. In Wieſſee ſind Quellen ange=
bohrt
worden, die angeblich den ſtärkſten Jod= und Schwe=
felgehalt
von allen Quellen in Deutſchland haben ſollen.
Dresden, 30. Dez. Während im Dresdener Artillerie=
depot
Arbeiter mit der Füllung eines Geſchoſſes beſchäftigt
waren, explodierte auf bisher noch nicht feſtgeſtellte
Weiſe der Zünder. Durch den ſtarken Luftdruck wurden
fünf Arbeiter zu Boden geworfen. Einer von ihnen erlitt
lebensgefährliche Verletzungen, die übrigen vier wurden
unbedeutend verletzt. Sämtliche Fenſter und Türen der
Werkſtätte wurden zertrümmert.
Chemnitz, 30. Dez. Heute früh wurde auf dem Chem=
nitzer
Werk der Hannoverſchen Maſchinenbau= Aktiengeſell=
ſchaft
vormals Egeſtorff das große, Tiſchlereigebäude
vollſtändig eingeäſchert. Sämtliche Tiſchlerei=
maſchinen
und Modelle ſind vernichtet. Der Betrieb iſt
unterbrochen.
Erfurt, 30. Dez. Im Zuſammenhang mit den Gas=
vergiftungen
im Erfurter Siechenhaus wird feſtge=
ſtellt
, daß das Gas von einem unter der Erde geplatzten
Gasrohr in die Wohnung gedrungen iſt. Das Rohr liegt
6¼ Meter von den Häuſern entfernt. Das Gas konnte
durch den gefrorenen Erdboden nicht an die Oberfläche
kommen und ſuchte ſich dann ſeinen Weg durch das kies=
reiche
Erdreich und gelangte ſo in die Parterreräume der
Wohnung.
Halle a. d. S., 30. Dez. Beim Anzünden des
Weihnachtsbaumes gerieten geſtern abend die
Kleider der zehnjährigen A. Goldſchmidt in Brand.
Als die Eltern nach Hauſe kamen, ſtand der Baum in

hellen Flammen. Das Kind lag völlig verbrannt am
Boden.
Wien, 29. Dez. Am 25. ds. Mts., abends um 10 Uhr,
iſt in der Ranftlgaſſe in Hernals ein älterer Mann, der
ganz heruntergekommen und verwahrloſt ausſah, zuſam=
mengeſtürzt
. Die Freiwillige Rettungsgeſellſchaft wurde
berufen und brachte ihn in das Spital der Barmherzigen
Brüder. Der Mann gab an, Adolf Peſchier zu heißen,
Opernſänger a. D., 50 Jahre alt und ohne Unterſtand zu
ſein und ſchon längere Zeit nichts gegeſſen zu haben. Dieſe
ergreifende Meldung weckt die Erinnerung an einen Künſt=
ler
, der vor mehr als 30 Jahren ein hervorragendes Mit=
glied
des Wiesbadener Hoftheaters geweſen und als Lieb=
ling
des Publikums galt, dann aber von Hofkapellmeiſter
Jahn mit nach Wien genommen wurde und dort einige
Jahre an der Hofoper mit Erfolg gewirkt hat. Adolf
Peſchier, ein ehemaliger Kantor, wurde in Deutſchland
entdeckt. Mit ſeiner ſchönen Tenorſtimme erregte er die
Aufmerkſamkeit eines Kunſtfreundes, der ihn ausbilden
ließ und der Bühne zuführte. Peſchier trat in Wiesbaden
auf, ſang auch in Berlin und wurde von Direktor Jahn
mit einer Gage von 12000 Gulden für die Wiener Hofoper
verpflichtet. Peſchier verfügte über einen ſchönen lyriſchen
Tenor und man nannte ihn den Koloratur=Tenoriſten.
Nach mehrjähriger Tätigkeit entzweite ſich Peſchier mit
Jahn; er glaubte ſich zurückgeſetzt und wollte ſich der ita=
lieniſchen
Bühne widmen. Er verließ Wien, und man
hörte lange nichts von ihm. Als er wieder heimkehrte
erzählt das Neue Wiener Tagblatt war mit ihm eine
große Veränderung vorgegangen. Der hübſche Sänger war
vorzeitig gealtert und es zeigten ſich krankhafte Symptome.
Peſchier umkreiſte die Hofoper, er klagte den Kollegen ſein
Leid und es ging mit ihm ſtark abwärts . . ., er wurde
ein Bettler, der von Gnadengaben ſein jammervolles Da=
ſein
friſtete. Vor einigen Jahren gab er ein Konzert
das mißglückte. Nun brach Peſchier gänzlich zuſammen,
er zog ſich vergrämt und ſiech geworden in einen Vorort
zurück, wo er den Leuten von ſeinem Unglück erzählte.
Eine zermürbte Exiſtenz, flößte er jedermann tiefes Mit=
leid
ein. Er hungerte buchſtäblich. Nun iſt er auch unter=
ſtandslos
geworden.
Ruttka (Komitat Turoz), 29. Dez. Infolge einer
ſchadhaften Weiche entgleiſte ein in einem Güter=
zug
mitlaufender Gepäckwagen. Die nachfolgenden Wa=
gen
wurden beſchädigt. In dem Gepäckwagen befanden ſich
vier Bahnbeamte, von denen einer getötet, die drei an=
deren
ſchwer verletzt wurden.
Meſſina, 30. Dez. Ein geſtern um 8 Uhr abends aus=
gebrochenes
Schadenfeuer hat das Poſt= und Tele=
graphenamt
auf dem Bahnhofsplatze vollkommen zerſtört.
Der Miniſter für Poſten und Telegraphen hat die nötigen
Anordnungen getroffen, um die zerſtörten Telegraphen=
und Telephonverbindungen wieder herzuſtellen. Den drin=
gendſten
Verkehr mit Sizilien bewältigr einſtweilen das
Kabel Neapel-Palermo und die Funkentelegraphenſtation
in der Meerenge von Meſſina.
Paris, 30. Dez. Die Witwe des früheren Präſidenten
Caſimir Perier verlangt, daß ihr älteſter Sohn Caſimir
unter Kuratel geſtellt werde. Der junge Caſimir Perier
hat ſich vor wenigen Monaten mit der bekannten Schau=
ſpielerin
Simone, der Darſtellerin der Faſanenhenne in
Roſtands Chantecler im Theater Porte St. Martin und
geſchiedenen Gemahlin Lebardys von der Comèdie Fran=
caiſe
, vermählt. In ſeiner Verſchwendungsſucht hat er
innerhalb weniger Monate über eine Million Franken ver=
geudet
. Ein Familienrat wird in den nächſten Tagen
ſtattfinden und den Vorſchlag der Präſidenten=Witwe prü=
fen
, worauf das Gericht in der Angelegenheit zu entſchei=
den
hat.
Paris, 30. Dez. Das Appellationsgericht in Rennes
verurteilte elf Kapuziner, die wegen ungeſetzlicher
Neugründung ihres Ordens angeklagt, jedoch in erſter In=
ſtanz
freigeſprochen worden waren, zu Geldſtrafen von 50
bis 500 Franken. Derſelbe Gerichtshof verurteilte auch
mehrere Kloſterſchweſtern wegen Verletzung des Geſetzes
von 1904 zu Geldbußen. Dem Generalrat Rawle, der den
Nonnen Unterkunft gewährt hatte, wurde gleichfalls eine
Geldſtrafe auferlegt.
Paris, 30. Dez. In Etampes erklärte der Pfarrer der
Notre Dame=Kirche bei einer Leichenfeier von der
Kanzel herab, er habe dem Verſtorbenen nur ein Begräb=
nis
fünfter Klaſſe bewilligen können, weil deſſen Eltern
bei der Sammlung für den Kultuspfennig nur 50 Cen=
times
gegeben hätten. Zwiſchen der Schweſter des Ver=

Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 29. Dezember:

Der Wildſchütz.
W-l. Die Rolle des Gretchens in Lortzings komi=
ſcher
Oper Der Wildſchütz ſollte Fräulein Nicklaß=
Kempner wohl Gelegenheit geben, einen künſtleri=
ſchen
Befähigungsnachweis für das Fach der Soubrette
zu liefern. Wenn ihr die äußeren Mittel dafür auch
nicht wie anderen zu Gebote ſtehen, ſo laſſen ihr ge=
wandtes
Spiel und ihr ſicherer Vortrag doch hoffen,
daß ſie ſich zu einer bühnenſicheren und zuverläſſigen
Vertreterin dieſes Faches heranbilden wird. Den
Baculus ſang zum erſten Male Herr Hoff, und
zwar mit ſo gutem Erfolge, daß er unſere Erwartun=
gen
übertroffen hat. Herr Hoff beſitzt ein wirkliches
komiſches Talent. Für das Komiſche befähigt ihn auch
ſeine Vortragsart, und er müßte deshalb nach Mög=
lichkeit
vermeiden, in ernſten Partien aufzutreten.
Auch ſtimmlich übertrifft er viele Vertreter des Baß=
buffo
=Faches, was ſich namentlich in der köſtlichen
Schlußarie des zweiten Aktes, die hohe ſtimmliche An=
forderungen
ſtellt, angenehm bemerkbar machte. Auch
die beiden Schürzenjäger hatten in den Herren Sem=
per
(Graf von Eberbach) und Hacker (Baron Kron=
thal
) neue Vertreter erhalten, die darſtelleriſch zwar
noch nicht immer über die nötige Leichtigkeit und
Ungezwungenheit gebieten, geſanglich aber ihren Platz
mit Ehren behaupteten. So ganz leicht iſt es ja frei=
lich
nicht, dieſe trivialen, durch die entſetzliche Platt=
heiten
des Dialogs noch mehr degradierten Rollen ge=
fällig
zu machen.
Die verſchrobene Gräfin wurde zum erſten Male
von Frl. Howard dargeſtellt, die zwar etwas ſtark
auftrug, aber immer intereſſant blieb. Frl. Howard
liebt das Beſondere, auch in der Wahl ihrer Toiletten.
Sehr komiſch war Herr Jordan in der dankbaren
Rolle des Pankratius. Frl. Kaiſer als Stuben=
burſch
befleißigte ſich im Dialog einer möglichſt deut=
lichen
Sprache.
Frau Speiſer=Suchanek war die einzige,
die von der früheren Beſetzung geblieben war. Sie
war eine vortreffliche, darſtelleriſch diſtinguierte und
ſympathiſche und geſanglich taktfeſte und zuverläſſige
Vertreterin der luſtigen Witwe.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

Münchener Künſtler=Theater. Man
ſchreibt uns: Der Verein Ausſtellungspark, als Eigen=
tümer
des Münchener Künſtler=Theaters, hat dieſes
durch Vertragsabſchluß einer neu gegründeten
Geſellſchaft überlaſſen, welche ſich die Aufgabe
ſtellt, das Künſtler=Theater im Sinne ſeiner Begrün=
der
und in Weiterentwicklung ſeiner beſonderen künſt=
leriſchen
Prinzipien fortzuführen. Der Geſellſchaft,
welche mit dem Betriebe des Künſtler=Theaters keine
Erwerbsabſichten verfolgt, ſondern in erſter Reihe
künſtleriſchen Reformideen dienen will, ſtehen aus=
ſchließlich
Münchener Kunſtfreunde vor. Georg
F uchs, der Urheber der Künſtler=Theater=Idee, iſt,
unter Löſung ſeines bisherigen Verhältniſſes zum Ver=
ein
Ausſtellungspark, als Direktor des Künſtler=
Theaters von der neuen Geſellſchaft verpflichtet wor=
den
. Hierdurch iſt wohl Gewähr geboten, daß das
Künſtler=Theater auch künftig, ganz ſeiner urſprüng=
lichen
Eigenart entſprechend, geleitet wird und daß es
ſeinen hohen, internationalen Ruf aufrecht erhält. Ein
beſonderes Darſteller=Enſemble, dem nur erſte Kräfte
der hervorragendſten Bühnen angehören werden, iſt
bereits geſichert. Für die Regie=Oberleitung iſt eine
der markanteſten künſtleriſchen Perſönlichkeiten der
deutſchen Bühne gewonnen. Die Ausgeſtaltung der
Szene wird auch fernerhin bedeutenden bildenden
Künſtlern übertragen werden. Hierbei ſoll verſucht
werden, unſeren Künſtlern neue, vom Künſtler=Theater
bisher noch nicht gepflegte Aufgaben zu erſchließen
und ihnen durch die Wahl des Spielplanes Probleme
zu ſtellen, deren Löſung dem allgemeinen Theaterleben
neue Anregungen vermitteln wird. Die Reper=
toireaufſtellung
ſoll daher auch vorzugsweiſe die hei=
tere
Spiel=Oper berückſichtigen und das Schaffen der
Gegenwart mit in das Tätigkeitsgebiet des Künſtler=
Theaters einbeziehen. Die Spielzeit wird ſich auch
künftig auf die Sommermonate beſchränken, damit die
beſondere Weſenheit der Darbietungen gewahrt bleibt.
* Weimar, 29. Dez. Am 1. Januar tritt Ge=
heimrat
Suphan von der Direktion des Goethe=
Schiller=Archivs zurück; er wird aber das Amt bis zur
definitiven Neubeſetzung weiterführen.

Kleines Feuilleton.

* Der Urſprung der Neujahrsgeſchenke.
Aus uralter, römiſcher Zeit ſchreibt ſich die Sitte her,
Neujahrsgeſchenke zu machen. Die Römer ſelbſt führ=
ten
ſie auf den ſabiniſchen König Titus Tatius
zurück. Er ſei am Neujahrstage in den Hain der
ſchenkenden Göttin Strenia gezogen, habe dort Blät=
ter
des glückbringenden Eiſenkrautes geſammelt und
damit ſeine Freunde bedacht. Bei Blättern blieb es
jedoch nicht lange; Datteln, getrocknete Feigen, Vaſen
mit weißem Honig traten an ihre Stelle, ſpäter
Bronze=, Silber= und Goldmünzen, Gewänder und
Möbel. Aber anders als bei uns es beſchenkte der
Niedrigere den Höherſtehenden mit dem Wunſche:
Annuus novum faustum felicem tibi, ein glückliches,
ſegenſpendendes Neujahr‟ Daher war ſpäter der Kai=
ſer
, der über allen ſtand, der hauptſächlichſte Geſchenk=
empfänger
. Caligula ließ, um aus dieſer Sitte den
möglichſten Vorteil zu ziehen, ſogar einmal verkün=
den
, er werde die Geſchenke ſelbſt in Empfang nehmen,
und ſo ſtand er während des ganzen Tages im Vor=
hof
und freute ſich, wenn Leute aller Stände ihm kleine
Münzen (stipes) mit vollen Händen hinwarfen. Die
Kirchenväter eiferten gegen die Neujahrsge=
ſchenke
, nannten ſie teufliſch, und die Chriſten ſchwo=
ren
, davon zu laſſen, und beteten für die Glaubens=
genoſſen
, die daran feſthielten. Aber die strenae, die
Neujahrsgeſchenke in Frankreich noch heute étrennes
genannt ſind geblieben.
* Ein poſtaliſches Kurioſum bringt wie=
derum
der 1. 1. 1911. Nicht weniger als acht 1 laſſen ſich
am Neujahrsmorgen auf Poſtkarten oder Briefen anbrin=
gen
, wenn die Abſender ihre Sendungen am 1. 1. 1911 um
11 Uhr vormittags in Berlin auf Poſtamt 11 abſtempeln
laſſen. Die Beamten dieſer Poſtanſtalt werden über die
zu erwartenden Maſſenbeſtellungen allerdings nicht ſehr er=
freut
ſein. Das größte Zahlenkurioſum aber wird der
11. 11. 1911 bringen. Bei einer Beſtellung, die an dieſem
Tage um 11 Uhr vormittags auf dem Berliner Poſtamt 11
aufgegeben wird, kommen zehn 1 vor, ein Zahlenſpiel, das
nur alle hundert Jahre einmal möglich iſt.
CK. Das größte Hotel der Welt. Aus
New=York wird berichtet: Die amerikaniſche Metro=
pole
wird ſich binnen kurzem rühmen können, das
größte Hotel der Welt zu beſitzen. Das Kapital liegt

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 5.

ſchon bereit; das Grundſtück allein hat über 30 Mil=
lionen
Mark gekoſtet, und wenn der Bau vollendet iſt,
werden rund 60 Millionen Mark ausgegeben ſein.
Das Gebäude wird eine Höhe von 25 Etagen haben
und insgeſamt 1600 Fremdenzimmer und 1000 Bade=
zimmer
aufweiſen. Die Kellerräume ſollen zu einem
großen Ratskeller ausgebaut werden, auf dem Dach
iſt ein ſtattlicher Garten vorgeſehen, und den Freun=
den
von Dampfbädern ſteht im Hauſe ein eigenes
luxuriös ausgeſtattetes ruſſiſch=römiſches Bad zur
Verfügung. Charles Taft, der Bruder des Präſiden=
ten
, iſt der Urheber des Planes.
* Die falſche Banknote. Senator La Fol=
lette
erzählt eine Geſchichte von einem Freunde, der
zur Hudſon=Fulton=Feier nach New=York reiſte und
dem dort eine falſche Fünfdollar=Note herausgegeben
wurde. Eines Abends nach dem Bankett gab er dieſe
Fälſchung verſehentlich einem Droſchkenkutſcher. Der
Kutſcher gab ihm, da das Fahrgeld vier Dollar betrug,
eine Eindollar=Note zurück und fuhr davon. Plötzlich
kam dem Herrn zum Bewußtſein, was er getan hatte.
He, Sie da, halt! halt! ſchrie er hinter der Droſchke
her. Die Note iſt falſch! Für Sie iſt ſie gut
! ſchrie der Kutſcher zurück, ohne anzuhalten.
der Freund von Senator La Follette fand, als er
Note beim Scheine der nächſten Straßenlaterne
Ile, daß er ſeinen ſchlechten Fünfer gegen einen
in Einſer und eine Droſchkenfahrt eingetauſcht
* Kinematographiſche Steckbriefe. Der
khematograph wird neuerdings von den öſterreichi=
ſen
Polizeibehörden zu polizeilichen Ermittelungs=
zwecken
verwendet. Es gibt dort kinematographiſche
Steckbriefe. An der Wand der verſchiedenen Theater
werden neben den ſonſtigen Darbietungen auch Bilder
von Verbrechern mit genauer Beſchreibung vorgeführt,
wodurch man zu einer raſcheren und ſicheren Ermit=
telung
der geſuchten Verbrecher zu kommen hofft.
Ohne Zweifel wird den breiten Volksmaſſen das Bild
geſuchter Verbrecher genau ins Gedächtnis eingeprägt,
ſo daß mit Recht zu erwarten iſt, daß mit Hilfe eben
dieſer Volksmaſſen die Auffindung der Geſuchten leich=
ter
zu bewerkſtelligen ſein wird. Neben Telephon und
Preſſe tritt demnach als drittes wertvolles Glied für
den polizeilichen Ermittelungsdienſt noch das ſonſt
vielgeſchmähte Kino hinzu.
* Der Kampf gegen die Hutnadeln. Die
Vertretung des Wiener Bezirks Fünfhaus nahm ein=
ſtimmig
einen Antrag an, die Polizeidirektion zu er=
ſuchen
, daß unnachſichtlich jede Dame beſtraft werde,
die eine Hutnadel ohne Sicherung trägt. Der Antrag=
ſteller
erklärte, der Antrag ſei zwar nicht galant, aber
auf andere Weiſe laſſe ſich das Ueßel nicht ausroiten.

ſtorbenen und dem Pfarrer kam es in der Kirche zu einem
heftigen Auftritt, worauf der Sarg im Auftrage
der Familie ohne geiſtliche Aſſiſtenz auf dem Friedhofe bei=
geſetzt
wurde.
London, 29. Dez. Vor dem Polizeigericht in
Guildhall erſchienen heute vormittag drei Männer und
zwei Frauen, angeblich alle Ruſſen, die beſchuldigt werden,
zu dem Morde an dem Poliziſten in Houndsditch
in Beziehung zu ſtehen. Der Unterſuchungsrichter erklärte,
daß er das geſamte Belaſtungsmaterial erſt vorbringen
werde, wenn die Polizeibehörden ausreichende Gelegenheit
gehabt hätten, noch eingehendere Nachforſchungen anzu=
ſtellen
. Die Verhandlung wurde auf eine Woche vertagt.
Der heutigen Sitzung wohnte der ruſſiſche Konſul bei.
Chriſtiania, 29. Dez. Der engliſche Dampfer
Botnic aus Hull ſtrandete geſtern mittag bei heftigem
Schneeſturm in den Lofoten. Als das Wetter klarer wurde,
bemerkte man vom Lande aus, daß ſich ſieben Mann der
Beſatzung in der Takelage feſtgeſetzt hatten, während die
Wellen das geſtrandete Schiff vollſtändig bearuben. Vier
Mann, darunter der Kapitän, der Bootsmaat und der
erſte Maſchiniſt, wurden über Bord geſpült und er=
tranken
, während der Steuermann am Steuerrad von den
Wellen erſchlagen wurde. Schiffer aus Vaero begaben ſich
ſofort ans Rettungswerk, und es gelang ihnen, mit eigener
Lebensgefahr, die ſieben Mann vom Wrack zu retten, das
nach wenigen Minuten ſank. Der Dampfer war aus dem
Weißen Meer gekommen und nach Hull beſtimmt.

Kneſtnotizen.
Geber Werke, Künſtlee und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

* Saſcha Culbertſon, der berühmte Violin=
virtuoſe
, wird unter Mitwirkung des Pianiſten Eme=
rich
Norbert Kris am Freitag, den 6. Januar 1911,
abends 8 Uhr, im Hotel zur Traube ein einziges
Konzert veranſtalten. Der jugendliche Künſtler iſt
bekanntlich Amerikaner. Er wurde am 29. Dezember
1893 geboren. Im Stammbaume ſeines Vaters, eines
erbgeſeſſenen Nordamerikaners, finden ſich ſchottiſche,
iriſche, engliſche und deutſche Elemente, und dieſe koſt=
bare
Miſchung des Blutes mag zur Schaffung einer
markanten Künſtlerperſönlichkeit beſonders beigetragen
haben. Die Entwicklung ſeines muſikaliſchen Talentes
iſt unter den fruchtbaren Einflüſſen der Umgebung
raſch gediehen. Eine beſondere Bedeutung kommt in
dieſer Hinſicht den leidenſchaftlichen Zigeunergeſängen
zu, die Saſcha in den Karpathen hörte, wo ſich ſeine
Eltern eine Zeitlang aufhielten. Später begab ſich die
Familie nach dem Kaukaſus, und hier inſpirierte die
melancholiſch=feurige Muſik der Koſaken den Knaben zu
dem Verſuche, die ruſſiſchen Nationallieder auf der
Geige ſeines Vaters nachzuſpielen. Schon mit ſechs
Jahren war Saſcha im Beſitze einer eigenen Geige, ein
Umſtand, der ihn mit nicht geringem Stolze erfüllte,
Sein erſter Lehrer war Muſiker eines Koſakenorcheſters.
Von ihm und anderen Inſtruktoren lernte der Knabe
die Grundlage des Violinſpiels, um dann, im Alter
von neun Jahren, das kaiſerliche Konſervatorium für
Muſik in Roſtow a. D. zu beziehen. Hier ſtudierte er
zwei Jahre lang mit ſolchem Eifer und Erfolg, daß er
die allgemeine Aufmerkſamkeit auf ſich lenkte. Im
Jahre 1905 begab ſich Saſcha nach Prag, wo er drei
Jahre den Unterricht O. Seveiks genoß. Der Meiſter
hielt die Begabung Culbertſons für eminent und ver=
lieh
dieſer Meinung auch äußerlich Ausdruck, indem er
ſich mit ihm im Bilde vereinigen ließ eine Ehrung,
die vorher noch keinem ſeiner Schüler zuteil geworden
war. Die Kritiken preiſen Saſcha als einen Auser=
wählten
und Großen im Reiche der Töne.

Luftſchiffahrt.

sr. Der Todesſturz des Antoinette= Pi=
loten
Laffont und ſeines Paſſagiers Polla, über
den wir berichteten, ſcheint nach den jetzt vorliegenden
ausführlichen Schilderungen des Unfalles ausſchließ=
lich
auf höhere Gewalt, das heißt die Unbill der Wit=
terung
, zurückzuführen ſein. Laffont und Polka, die,

wie gemeldet, ſich um den 100000 Franken=Preis des
Franzöſiſchen Automobilklubs mit einem Flug Paris=
Brüſſel=Paris bewerben wollten, waren, als der Un=
fall
paſſierte, noch auf dem Flugplatze von Iſſy les
Moulineaux und abſolvierten dort einige Proberun=
den
, um den Motor auszuprobieren, der vorher nicht
tadellos funktioniert hatte. Plötzlich ſahen die zahl=
reichen
Freunde, welche den Aviatikern zum Abſchied
das Geleit gegeben hatten, daß der Apparat ſchwer
gegen den ziemlich ſtarken Wind ankämpfte. Nach Be=
endigung
der dritten Runde ſchoß dann, ſcheinbar von
einem Wirbelwind erfaßt, der Apparat in ſteiler Spi=
rale
aus etwa 60 Meter Höhe herab; doch glaubte man,
daß Laffont, der einer der befähigſten Antoinettepilo=
ten
war, die Gewalt über die Maſchine beſäße; dann
aber brach ſchon der linke Flügel entzwei, bald darauf
auch der rechte, und ſchließlich ſchoß der Eindecker halt=
los
mit koloſſaler Wucht zur Erde, wo er vollſtändig
zertrümmerte. Laffont war im Bogen herausgeſchleu=
dert
worden und ſtarb ſofort infolge Schädelbruches;
ſein Paſſagier Polla war auf dem Sitze eingeklemmt
worden und hatte ſehr ſchwere Verletzungen erlitten,
die wenige Minuten ſpäter den Tod herbeiführten.
Nach dieſer Schilderung hat alſo keine Unvorſichtigkeit
des Piloten die Kataſtrophe herbeigeführt und an=
ſcheinend
auch kein Verſagen des Motors, ſondern der
Flugapparat ſelbſt hat der Gewalt des Windes nicht
ſtandhalten können, und die Flügel ſind unter dem
ſtarken Luftdruck zerriſſen und zuſammengebrochen.
Die Zahl der Opfer, die die Aviatik in dem
Jahre 1910 gefordert hat, iſt damit auf 30 geſtiegen.
Davon entfallen allein auf den Dezember 6 Opfer; es
ſind dies außer den beiden jetzt Verunglückten die
italieniſchen Offiziere Caſtelani und Cammarota, die
am 3. Dezember in der Nähe von Rom verunglückten;
dann der Italiener Piccolo, der in Braſilien den Tod
fand, und der Engländer Ceeil Grace, der nach ſeinem
Kanalflug in der Nordſee ertrank. Die Leiche von
Cecil Grace iſt ſcheinbar jetzt gefunden worden, und
zwar unweit Oſtende, wo an der belgiſch=franzöſiſchen
Grenze bei der Ortſchaft Panne die Leiche eines jun=
gen
Mannes landete.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 ves
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Bekanntlich iſt neuerdings eine Verſteuerung von
Verloſungen zu Vereinszwecken, ſobald die Loſe eine
beſtimmte Anzahl erreicht haben, eingeführt worden.
Die Polizeibehörde hat das Recht und auch die
Pflicht, zu kontrollieren, ob dieſe Steuergeſetze auch
eingehalten werden, ſie muß hierbei aber auch die
Rückſicht walten laſſen, die bei derartigen Feſten ge=
boten
erſcheint. Ich habe es nun miterlebt, daß bei
einer Vereinsfeſtlichkeit in einem vollbeſetzten Saale
ein uniformierter Polizeibeamter durch den ganzen
Saal ging, um zu der Aufbewahrungsſtelle der Loſe
zu gelangen und die Nachzählung der Loſe vorzuneh=
men
. Es dauert immerhin ſchon eine Weile, bis der
Vorſitzende des Vereins von dem Vorhaben des Be=
amten
unterrichtet werden kann, ſodaß jedermann
ſehen kann, daß etwas los iſt. Es iſt nun nicht
jeder in den Steuergeſetzen ſo beſchlagen, daß er
weiß, was das Erſcheinen des uniformierten Beam=
ten
bedeutet, und es iſt für den betroffenen Verein
äußerſt unangenehm und peinlich, die Vermutung
aufkommen zu laſſen, daß ſeine Veranſtaltung polizei=
licher
Aufſicht bedürfe. Derartige Kontrolle könnte
unauffällig durch einen ſich legitimierenden Polizei=
beamten
in Zivil vorgenommen werden, und es
iſt ſicher auch dem Beamten angenehmer, ſein Amt in
Zivil ausführen zu können. Hoffentlich bedarf es
nur dieſer Zeilen, um die Polizeibehörde zu bewegen,
in Zukunft Wandlung hierin zu ſchaffen.
Sch.

Handel und Verkehr.

H. Frankfurt a. M., 29. Dez. Fruchtmarkt=
bericht
. Der Wochenmarkt war nur ſchwach beſucht und
das Geſchäft blieb ſehr beſchränkt. Infolge der kälteren
Witterung lag Landweizen etwas feſter; auch Landroggen
wurde, bei etwas ſtärkerer Nachfrage, beſſer bezahlt und
namentlich auf ſpätere Termine war größerer Begehr vor=
handen
. Hafer, Gerſte und Mais blieben gut behauptet,
ohne daß jedoch nennenswerte Abſchlüſſe ſtattgefunden
hätten. Die Forderungen für Mehl und Futterartikel
waren unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigte
ſchwächere Tendenz.
An der Ber liner Produktenbörſe war Ge=
treide
feſt, auf die Zurückhaltung der Abgeber, ferner auf
Deckungen für Dezember, da die Verpflichtungen für dieſe
Sicht noch nicht erledigt ſind. Ruſſiſche Offerten waren
reichlicher und billiger.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wetterauer 2020,10, Norddeutſcher
2020,10, Kurheſſiſcher 2020,20, Rumäniſchre 2122,50,
Laplata , Ruſſiſcher 2122,50, Kanſas , Donau=
weizen
, Redwinter Walla Walla Manitoba
Roggen, hieſiger 15,2515,50, Bayeriſcher (Pfälzer)
15,2515,50, Ruſſiſcher Amerikaniſcher , Rumäni=
ſcher
. Gerſte, Pfälzer 17,5018,50, hieſige und
Wetterauer 1718, Riedgerſte 17,5018,50, Ungariſche
Fränkiſche 17,5018,50, Ruſſiſche Futtergerſte . Hafer,
hieſiger 1516, Bayeriſcher 1516, Ruſſiſcher , Ameri=
kaniſcher
, Rumäniſcher . Mais mixed 13,7514,
Ruſſiſcher , Donaumais Rumäniſcher Laplata
13,7514, Weißer Mais . Weizenſchalen 9,7510, Wei=
zenkleie
8,759, Roggenkleie 9,5010, Futtermehl 12,50
bis 14, Biertreber, getrocknet 1212,50. Weizenmehl
Nr. 0 Baſis ab Mannheim 292529.75, feinere Marken
3030,25, Nr. 1 282825, feinere Marken 28,5028,75,
Nr. 2 2727,25, feinere Marken 27,5027,75, Nr. 3 26 bis
26,25, feinere Marken 26,5026,75, Nr. 4 2424,25, feinere
Marken 24,5024,75. Roggenmehl, hieſiges Nr. 0 22,50
bis 23, Nr. 1 21,5021,75, Nr. 2 19,5019,75.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Büreau.)

* Wiesbaden, 30. Dez. Der ungariſche Student der
Landwirtſchaft Alexander Baumann aus der Nähe von
Peſt hat ſich geſtern nachmittag in einem hieſigen Sana=
torium
erſchoſſen.
* Stuttgart, 30. Dez. Geſtern fand, dem Staats=
anzeiger
zufolge, im Königlichen Reſidenzſchloß Tafel
ſtatt, zu der u. a. der Staatsſekretär des Auswärtigen
v. Kiderlen=Wächter und der Königlich preußiſche
Geſandte v. Below=Rutzau geladen waren.
* Köln, 30. Dez. Wie die Kölniſche Zeitung meldet,
iſt in der Angelegenheit des deutſchen Gutsbeſitzers
Zetſet in Palekur in Mazedonien eine friedliche
Löſung erfolgt. Die Wiederherſtellung des Betriehes

wird durch die türkiſche Regierung geſchützt, was einſt=
weilen
ausreichend iſt. Die Schadenerſatzanſprüche des
Beſitzers werden auf dem gewöhnlichen Rechtswege ver=
handelt
.
** Hamburg, 30. Dez. Hofrat Bachur teilte dem
Vorſtand der Stadttheater=Geſellſchaft mit, daß er
nicht beabſichtigte, den am 31. Auguſt 1912 ablaufen=
den
Pachtvertrag zu verlängern.
* Prag, 30. Dez. Die Regierung verweigerte
dem Beſchluß des böhmiſchen Landesausſchuſſes um
Erhöhung der Landesumlagen um 10 Prozent die
Beſtätigung.
* Rom, 30. Dez. Die Corriere d’Italia meldet:
Prinz Max wurde bei ſeiner Abſchiedsaudienz vom
Papſt mit dem Ausdruck väterlichen Wohlwollens ent=
laſſen
und reiſte nach Freiburg, wo er die Vorleſun=
gen
wieder aufnehmen wird. Ueber die Ergebniſſe der
Audienzen wird nichts veröffentlicht; ſie behalten den
Charakter privater Unterredungen. Die Erklärungen
des Prinzen befriedigten ſehr, umſomehr, als der
Prinz gewünſcht hat, den Artikel vor der Veröffent=
lichung
zuſtändigen Perſönlichkeiten zur Beurteilung
der dogmatiſchen und theologiſchen Fragen zu unter=
breiten
.
* Rom, 30. Dez. Der Papſt empfing im Thron=
ſaal
das diplomatiſche Korps zur Entgegen=
nahme
der Glückwünſche zum Jahreswechſel, die der
öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter als Doyen aus=
ſprach
. Der Papſt dankte und ſpendete den Anweſen=
den
und ihren Angehörigen den apoſtoliſchen Segen.
* London, 30. Dez. Entgegen anderslautenden
Meldungen erfährt Reuter, daß im auswärtigen
Amt bis 11 Uhr morgens kein Telegramm des
britiſchen Geſandten in Liſſabon vorlag, daß eine
kritiſche Situation vorhanden ſei, noch ein telegraphi=
ſches
Anſuchen um Entſendung eines Kriegsſchiffes.
* Kopenhagen, 30. Dez. Wie von zuſtändiger Seite
verlautet, entbehrt das Gerücht von der Aufhebung
der Route Kiel=Korſör jeder Begründung.
* Petersburg, 30. Dez. Wie die Petersburger
Telegraphen=Agentur erfährt, entbehren die Gerüchte
von einem bevorſtehenden Rücktritt des Finanz=
miniſters
Kokowzow jeglicher Begründung.
* Saloniki, 30. Dez. Der deutſche Konſul erklärt, daß
alle Meldungen, er hatte ſich erboten, den ſehr kranken
Exſultan in ein Sanatorium zu bringen, auf Erfin=
dung
beruhen. Der deutſche Konſul habe gar keine Ver=
bindung
mit dem Exſultan. Es ſei Tatſache, daß Abdul
Hamid wegen der aufgetauchten Choleragefahr große
Furcht zeige und die in ſeiner Villa getroffenen, ſehr ſchar=
fen
Vorſichtsmaßregeln ſelbſt überwache.
* Athen, 30. Dez. Die Erderſchütterungen
in der Provinz Elis treten hauptſächlich zwiſchen Patras
und Pyrgos auf. Mehrere Häuſer ſind eingeſtürzt. Die
Bevölkerung wulde von einer Panik ergriffen und
flüchtete.
* Mexiko, 30. Dez. Die Regierungstruppen
nahmen Malpaſo, den Stützpunkt der Revolutionäre,
ein. Man nimmt an, daß die Sache der Inſurgenten damit
einen tödlichen Schlag erlitten habe.

Niederlahnſtein, 30. Dez. Ein heftiger
Kampf fand geſtern zwiſchen fremden Arbeitern in
einem Eiſenbahnwagen ſtatt, wobei zahlreiche
Verwundungen vorkamen. Es wurde die Notbremſe
gezogen. Das Zugperſonal brauchte einige zwanzig
Minuten, um die Kämpfenden auseinander zu bringen.
Mehrere Perſonen mußten im Krankenhauſe unterge=
bracht
werden.
Hamburg, 30. Dez. Von einem Automobil
wurden die beiden Schriftſtellerinnen Dora und
Claudia Staak überfahren. Dora mußte wegen
ſchwerer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wer=
den
, während ihre Schweſter in ihre Wohnung gebracht
wurde.
Liegnitz, 30. Dez. Bei einem Stubenbrand
kam eine verwitwete Mühlenbeſitzerin und deren drei
Monate alte Enkelin um.
Innsbruck, 30. Dez. In einem hieſigen Gaſt=
haus
zielte ein Arbeiter auf ſeinen Kameraden, ohne
zu wiſſen, daß das Gewehr geladen war. Die
Kugel durchbohrte die Lunge, ſodaß der Getroffene
nach wenigen Minuten ſtarb.
Peſt, 30. Dez. Der 24jährige Hilfsgeiſtliche
Kilik in Heves erſchoß ſeine Frau und ſich aus
Nahrungsſorgen.
Paris, 30. Dez. Der Landſchaftsmaler Colin
iſt im Alter von 82 Jahren geſtorben.
London, 30. Dez. Die von dem Bürgermeiſter in
Bolton geſammelte Unterſtützung für die Hinterbliebe=
nen
der im Prätoriaſchacht umgekommenen
Bergleute beträgt acht Tage nach dem Unglück 5800
Pfund.
Stockholm, 30. Dez. Infolge einer Exploſion
einer Petroleumlampe iſt das ſtädtiſche meteorologiſche.
Obſervatorium Maſſijaurn vollſtändig niederge=
brannt
. Sämtliche Inſtrumente einſchließlich der
Seismographen wurden zerſtört.

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Für die uns zur Silbernen Hochzeitsfeier
ſo überaus zahlreich zugegangenen ehrenden und
erfreuenden Glückwünſche und Geſchenke ſprechen
wir hiermit unſeren verbindlichſten Dank aus.
Tapeziermeister Jos. Georg u. Frau
Schwanenſtraße 20.
*31303)

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtigſter Teilnahme
während der Krankheit und dem Hinſcheiden
meiner lieben Frau, unſerer guten Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Schweſter, Schwä=
gerin
und Tante
(25180
Frau Marie Büdinger
ganz beſonders den ev. Krankenſchweſtern für die
längere liebevolle Pflege, ſagen wir Allen unſeren
herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 31. Dezember 1910.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
ſowie für die reichen Blumenſpenden bei der Be=
erdigung
meiner lieben, unvergeßlichen Gattin
und unſerer Mutter
(*31295
Frau Johanna Becker
geb. Niess
ferner für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Widmann und den Grabgeſang des Darmſtädter
Männergeſangvereins, ſagen wir Allen auf dieſem
Wege unſern innigſten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
I. Becker u. Familie.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer unvergeßlichen Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter und Tante
Frau Eiise Hann
insbeſondere für die zahlreichen Blumenſpenden,
die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer Weiß=
gerber
, ſowie allen Denen, die ihr durch ihr Ge=
leit
zur Ruheſtätte die letzte Ehre erwieſen haben,
ſprechen wir hiermit unſern tiefgefühlſten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt den 30. Dezember 1910 (25025

Dankſagung.
Für die uns bei dem Hinſcheiden unſeres
lieben, unvergeßlichen Gatten und Vaters
Herrn
Theodor Eissenhauer
in ſo reichem Maße erwieſene Teilnahme, ſowie
für die vielen Kranz= und Blumenſpenden, ins=
beſondere
für die troſtreichen Worte des Herrn
Pfarrer Widmann, ſagen wir Allen unſeren
innigſten Dank.
(25105
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Eiſſenhauer Wwe.,
Friedrich Eiſſenhauer.
Ober=Ingelheim und Darmſtadt,
am 30. Dezember 1910.

Für die aufrichtige Teilnahme bei dem Hin=
ſcheiden
meines lieben unvergeßlichen Gatten und
unſeres Vaters
(25138
Herrn Aug. Seipp
Großh. Oberhoflakaien i. P.
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Widmann, für die ehrenvolle Begleitung des
Kriegervereins, für die zahlreichen Kranzſpenden,
ſowie allen Denen, die ihn zur letzten Ruhe he=
gleiteten
, ſagen herzlichſten Dank
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, am 30. Dezember 1910.

Tageskalender.
Samstag, 31. Dezember.

Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
Der Regiſtrator auf Reiſen.
Silveſterfeiern: Hotel Zur Traube‟. Britannia,
Hotel. Hotel Heß (8 Uhr). Darmſtädter Hof.
Schützenhof.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Sonntag, 1. Januar.
Hoftheater, Anfang 6 Uhr (Ab. B): Lohengrin.
Vorſtell ung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Erbauung der Freireligiöſen Gemeinde um 10 Uhr
Sandſtraße 18.
Weihnachtsfeiern: Heſſ. Fechtverein Waiſenſchutz
um 7 Uhr im Saalbau. Deutſchnationaler Hand=
lungsgehilfenverband
um 4 Uhr im Schützenhofta
Radfahrerklub Flottweg um 8 Uhr im Fürſtenſaal.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 7 Uhr im Britannia=Hotel.
Konzert um ½ 8 Uhr im Schützenhof.
Konzert um 8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
1. Tarmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Craſenſtraße) Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Monaz, 2. Januar.
Hofreite=Verſteigerung des Otto Stier (Große
Ochſengaſſe 14) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Jagdverpachtung um 2 Uhr im Rathaus zu Obernau.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Geſchäftsübergabe.
P. P.
Beehre mich, meiner werten Kundſchaft und verehrlichem Puhlikum ergebenſt
mitzuteilen, daß ich das ſeither unter der Firma J. Müller betriebene Bau=
geschäft
dahier an meinen langjährigen Geſchäftsführer, Herrn Ludwig Weber,
flich mit Wirkung vom 1 Januar 1911 unter der Firma J. Müller Nachf.
Baugeschäft abgegeben habe.
Meine Dampfziegelei werde ich unverändert unter der Firma J. Müll de
Dampfziegelei weiterführen. Ebenſo betreibt mein Sohn Herr Diplomingen verkür
Architekt Carl Müller ſein Bureau für Architektur und Bauausführunehme
in unveränderter Weiſe weiter. Für das mir bisher in ſo reichem Mae geſtm Vo=
Vertrauen danke ich verbindlichſt und bitte, dasſelbe auch auf den neuen Inhaben klein
n. Di
Baugeſchäftes gütigſt übertragen zu wollen.
ahrsge
Hochachtungsvoll
ſchwr
ibenf
J. Müller,
Baugeschäft, Dampfziegelei, Darmstadt, E. Müller 5

Geſchäftsübernahme.
P. P.
Auf obiges bezugnehmend bitte ich werte Kundſchaft und verehrliches Publikum,
mich bei allen vorkommenden Fällen durch Ueberweiſung von Ausführungen in meinem
Unternehmen geneigtenſt zu unterſtützen Ich werde ſtets beſtrebt ſein, das mir
entgegengebrachte Vertrauen in vollſtem Maße zu rechtfertigen.
Hochachtungsvoll
J. Müller Nachf.,
Baugeschäft,
Inhaber: Ludwig Weber.
25146)

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 7

unuf

Das im Monat Februar 1908, für den Zeitraum von 3 Jahren eingeführte Ortsſtatut, den Bedürfnisnachweis bei der Konzeſſionierung von Gaſt=
und Schankwirtſchaften betreffend, läuft im Februar 1911 ab. Es wird deshalb zweifellos im Laufe des Monats Januar in der Stadtverordneten=Verſammlung
darüber beraten werden, ob dieſe Beſtimmung beibehalten werden ſoll oder nicht.
Die unterzeichneten Vereine beabſichtigen eine
öffentliche Kundgebung
zu dieſer Frage zu veranſtalten. Wir richten daher an ſämtliche Männer und Frauen unſerer Stadt die dringende Aufforderung, ſich daran beteiligen zu wollen. Es
gilt den Beweis zu liefern, daß die öffentliche Meinung für die
Beibehaltung des Ortsstatuts
als eine unabweisbare Notwendigkeit ſich unzweideutig ausſpricht. Der Bedürfnisnachweis iſt bis jetzt faſt das einzige Mittel, das die Behörden beſitzen, um die aus
der Ueberhandnahme der Gaſt= und Schankwirtſchaften entſtehenden ſchweren ſittlichen und wirtſchaftlichen Schäden auf ein erträgliches Maß zurückzuführen.
Sollte dagegen das Ortsſtatut fallen, ſo wäre die Folge, daß jedes Konzeſſionsgeſuch genehmigt würde, und wir hätten mit immer neuen Konkurrenzbetrieben
zu rechnen, welche die Wirte dazu verleiten, ſich die Kundſchaft durch alle möglichen durchaus nicht immer einwandfreien Lockmitteln zu ſichern. In immer größerer
Zahl würden ſich dadurch Wirtſchaftsbetriebe bilden, die man nur als Peſtbeulen am Volkskörper bezeichnen könnte. Wir brauchen nur auf den Unfug der Animier=
kneipen
hinzuweiſen, der ſich bereits zu einer öffentlichen Gefahr ausgewachſen hat.
Die Bewohnerſchaft Darmſtadts wird es, wie wir feſt hoffen, in dieſer Sache weder an Verſtändnis noch an Pflichtgefühl fehlen laſſen. Wir wiederholen
deshalb unſere Bitte um recht zahlreichen Beſuch der geplanten Verſammlung. Dieſelbe findet ſtatt:
Freitag, den 6. Januar, 8½ Uhr abends, im großen Saale der Turngemeinde am Woogsplatz.
Referenten:
Fräulein Guida Dienl, Vorsitzende des Deutsch-Epangel. F
des der Ortsgruppe Frankfurt a. M.
wird ſprechen über:
Wele Bekamprung der Schuden In Schunngewerbe
Herr Reallehrer Kahl, Darmstadt
wird ſprechen über:
Bedürfnisnachweis oder unbeschränkte Gewerbefreiheit?
Freie Aussprache!
Freie Aussprache!
Eintrittskarten: Reſervierter Platz 1 Mk., Saal 20 Pfg., Galerie 10 Pfg. an den Vorverkaufsſtellen J. Waitz, Buchhandlung, Eliſabethenſtraße, dem
Büro des Verkehrsvereins, Ernſt=Ludwigsplatz und abends an der Kaſſe:
(25173
Dem Aufrufe schliessen sich an:

Für den Alicefrauenverein für Waiſenpflege:
Viktoria, Prinzeſſin Ludwig von Battenberg.
Für den Braunshardter Heimverein:
Marie, Fürſtin zu Erbach.
Für die Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge:
Piſtor, Köppe.
Für den Ausſchuß für Jugendgerichtshilfe:
v. Heſſert, Vorſitzender.
Für den Verband für Jugendfürſorge:
Krapp.
Für den Allgemeinen deutſchen Frauenverein:
Karoline Balſer, Vorſitzende.
Allgemeiner Verein gegen Verarmung und Bettelei in Darmſtadt.
Für den Deutſch=Evangeliſchen Frauenbund, Ortsgruppe Darmſtadt:
Wilhelmine Riedeſel, Freiin zu Eiſenbach.
Für den Darmſtädter Lehrerinnenverein (früher Pädagogiſcher Verein
der Lhrerinnen in Heſſen):
L. Schweisgut, I. Vorſ.
Für den Deutſchen Alkoholgegnerbund, Ortsgr. Darmſtadt:
Kraft, Poſtinſpektor, I. Vorſitzender.
Für den Frauenverein Caritas:
Katharina Thies.
Für den Frauenverein der Johannesgemeinde:
Dingeldey, Pfarrer.
Für den Frauenverein der Martinsgemeinde:
Widmann, Waitz, Pfarrer.
Für den Frauenverein der Paulusgemeinde:
Rückert, Pfarrer.

Für den Frauenverein der Petrusgemeinde:
Walsz, Pfarrer.
Für den Frauenverein der Stadtgemeinde, Südweſtbezirk:
Velte, Pfarrer.
Für den Franenverein der Stadtgemeinde, Oſtbezirk:
Vogel, Pfarrer.
Für den Frauenverein der Stadtgemeinde, Schloßbezirk:
Weißgerber, Pfarrer.
Für den Frauenverein der Stadtgemeinde, Südoſtpfarrei:
Kleberger, Pfarrer.
Heidenreich v. Siebold=Stiftung zur Unterſtützung armer Wöchnerinnen:
Frau Dr. Maurer.
Für den chriſtlichen Verein junger Männer Wartburg:
v. Dr. Diehl.
Für den Katholiſchen Fürſorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder:
E. v. Biegeleben.
Für den Katholiſchen Frauenbund:
E. v. Biegeleben.
Für den Landesverband der evang. kirchlich. Frauenvereine:
Weimar.
Für den Landesverein für innere Miſſion:
Weimar.
Für den Heſſiſchen Landesverein für Frauenſtimmrecht, Ortsgr. Darmſtadt:
A. Walz, Vorſigzender.
Für den Verein für Verbreitung von Volksbildung:
Realiehrer Lerch, Vorſitzender.
Verein gegen den Mißbranch geiſtiger Getränke.
Für den Verein Freundinnen junger Mädchen, Lokalverein Darmſtadt:
A. Semm, Vorſthende.

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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

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47)

In der Küche traf ſie Andrees und Gitta in eifrigſter
Unterhaltung. Er prahlte ihr die Worte ins Ohr, und ſie
kicherte und nickte mit dem Kopfe. Die Alte ſchien den
jungen Mann gern zu haben.
Als er ſpäter fort war, ſagte ſie zu Wiebke: Das iſt
ein netter Menſch, wie heißt er noch man?
Andrees, ſagte Wiebke kurz.
Was? fragte dieſ Alte nach, wie? Sie wollte doch
gern den Namen erfabren.
Andrees, ſagte Wkbke langſam und deutlich, und als
ſie dann immer noch nicht verſtand, formte ſie ihre Hände
zum Sprachrohr und ſchrie: Andrees!
Was ſoll ich?
Da ſtand er auf einmal in der Tür mit freundlicher,
dienſtwilliger Miene; es war das erſte Mal, daß er ſei=
nen
Namen von ihren Lippen hörte.
Ich habe Sie nicht gerufen, ſprach Wiebke. Gitta wollte
bloß gern Ihren Namen wiſſen. Da mußte ich ihr den in
die Ohren ſchreien.
Einige Tage danach wollte Wiebke waſchen.
Würden Sie wohl die Güte haben und mir einen
Keſſel Waſſer tragen? fragte ſie. Seit einigen Tagen war
ſie Andrees gegenüber von eiſiger, etwas ſpöttiſcher Höf=
lichkeit
. Damit glaubte ſie ſich am beſten wappnen zu
können, um ihren Stolz zu wahren.
Andrees trug Waſſer.

Mirden Sie noiſt die Ganogahel heden, meine
Hemden mitzuwaſchen? Er brachte ein Bündel in die
Waſchküche.
Gitta wird es tun.
Als Gitta aber die Hemden gewaſchen hatte, nahm
Wiebke ſie noch einmal vor. Gitta konnte nicht mehr
ſehen; es wäre möglich, daß ſie die Wäſche nicht ganz rein
gewaſchen hätte. Nein, er ſollte nicht ſagen, daß ſeine
Sachen nicht ſauber gewaſchen würden. Sie ſahen auch
wirklich ſo ſchneeweiß aus, als ſie an der Leine hingen,
daß Wiebke heimlich ihre Freude daran hatte.
So verging ein Tag wie der andere. Mitſommer kam
heran. Die Einſamkeit ſpann feine Fäden zwiſchen Wiebke
und Andrees. Die Bäume in der nächſten Nähe Heiſter=
neſts
waren gelichtet. Friſche Luft durchdrang die Räume;
der Sonnenſchein flutete hinein in die offenen Fenſter, in
die düſteren Kammern. Andrees ging weiter, Schritt für
Schritt. Er räumte im Garten auf. Winden und
klebriges Labkraut rankten hier von Buſch zu Buſch und
verſperrten den Durchgang. Zwiſchen Pechnelken und
Brandlilien wuchſen wilde, junge Waldbäume. Brenneſſeln
und Saudiſteln überwucherten die bunten Jelängerjelieber.
Erdbeeren und Immergrün ſuchten ſich den Platz ſtreitig
zu machen. Sie wuchſen über= und untereinander, gegen=
ſeitig
feſtgehalten und umſchlungen. Andrees fuhr da=
zwiſchen
mit Hacke und Spaten. Er fing auch an zu ſäen,
obgleich die Saatzeit eigentlich vorbei war.
Wiebke ſchaute ſtill zu. Zuerſt war ihr ſeine Arbeit
gleichgültig geweſen; dann mußte ſie im Stillen, wenn

aund udenwbüig nutenden, daß ſin Abeien zilte=
wußt
und von Erfolg gekrönt waren. Schließlich fühlte
ſie ſich etwas beſchämt; denn auch im Hauſe gab es man=
ches
zu ordnen und zu beſſern.
Allmählich fing auch ſie an, Veränderungen und Ver=
beſſerungen
zu treffen. Sie legte eine Decke auf die Kom=
mode
und ſtellte eine Blumenvaſe darauf mit friſchen Blu=
men
. Auf den Tiſch legte ſie eine ſaubere Serviette. Sie
ſteckte die Gardinen höher und ſtellte Blumentöpfe vor das
Fenſter, die ſie ſorgfältig pflegte.
Auch ihr eigenes Stübchen, es war das, welches Iven
früher bewohnte, richtete ſie ſich behaglich ein. Zuletzt trat
ſie auch in Andrees Kammer, legte eine Bettdecke auf das
Bett und ein Serviettchen auf das Tiſchchen. Sie über=
legte
noch, ob ſie ihm Blumen hineinſtellen ſollte, aber ſie
unterließ es doch. Er könnte ſich am Ende noch etwas
darauf einbilden.
Die große, beſte Stube ließ ſie ſo, wie ſie war. In
dieſer Stube war ein eigenartiges Gemiſch von Altem
und Neuem.
Es war die einzige Stube, die tapeziert war. Die
Wände in den anderen Stuben waren entweder mit
Kacheln beſetzt oder gekalkt. Die Türen und Fenſter da=
gegen
waren faſt ohne Farbe. Der Fußboden, der an=
ſcheinend
vor nicht allzu langer Zeit gelegt worden war,
war weder geſtrichen noch geſcheuert und mit Sand be=
ſtreut
. Zwiſchen alten Truhen und altmodiſchen Lehnſtüh=
len
ſtanden mehrere moderne Tiſchchen, ein hübſches kleines
Sofa und Bilder aus einer neueren Zeit. Die alte Gitta

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Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

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diſchen
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daß ihn keine Schuld trifft, wenn ſie
nicht in Frfüllung gehen. Beſteht doch
nach dem Ausſpruche eines bedeutenden
Arztes die Kunſt, das Leben zu ver=
längern
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kürzen
! Wer jeden Tag mit einem
Attentat gegen ſeine Geſundheit beginnt,
gleich morgens die durch den Schlaf be=
ruhigten
Nerven durch ſtarke Getränke
aufpeitſcht, handelt nicht ſo, wie es jener
weiſe Arzt verlangt. Das beſte Frühſtücks=
und Abendgetränk, gleichzeitig Nahrungs=
und Genußmittel, iſt Kakao: Er wärmt,
ſättigt, regt an, aber erregt nicht und iſt
gegenüber dem ſtark verteuerten Kaffee
und Tee und den gleichfalls nährſtoff=
loſen
, wegen ihrer empyreumatiſchen
Stoffe auch durchaus nicht ganz harm=
loſen
Surogaten das billigſte Hausge=
tränk
Zumal ſtark entölter Kakao
Reichurdt=Kakav hat ſo hohen Nähr=
ſtoff
=, insbeſondere Eiweißgehalt, daß er
bei täglichem ausgiebigen Genuſſe ſehr
wohl einen Teil des ſo teuren tieriſchen
Eiweißes zu erſetzen vermag Näheres
unentgeltlich durch die Proſpekte und Koſt=
proben
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ſchüttelte traurig den Kopf, als ſie Wiebke dieſe Stube
zeigte.
Vor vielen Jahren es mögen gewiß fünfundzwan=
zig
Jahre vergangen ſein da hat der junge Herr hier
mal angefangen zu kramen. Er ließ tapezieren und den
Boden legen und neue Möbel kommen. Da dachten wir,
es käme eine junge Frau ins Haus. Aber es iſt wohl
nichts daraus geworden. Er mochte nichts mehr davon
hören; in den letzten Jahren iſt er nur noch manchmal
heimlich hier hereingegangen.
Es war ein eigentümliches Gefühl, das Wiebke in dem
Zimmer beſchlich. Ihr war es, als ſähe ſie die Spuren
von Tränen, die hier geweint wurden, als hörte ſie einen
unterdrückten Seufzer. Nein, es ſollte alles zu bleiben,
wie es war. Sie wollte nicht ein Stück davon heraus=
nehmen
. Sie verſchloß die Stube, die Zeuge eines trau=
rigen
Geheimniſſes war.
Wie Andrees draußen aufräumte, fuhr ſie im Hauſe
mit Veſen und Staubtuch in alle Ecken und Winkel. Sie
ſtörte die Spinnen aus langjähriger Ruhe auf und machte
die geheimſten Schlupfwinkel der Ratten und Mäuſe un=
ſicher
. Sie putzte, ſeifte und bohnerte, bis alles blank und
ſchmuck war. Ab und zu ging Andrees ihr zur Hand, ohne
daß ſie es befahl. Er beſſerte die Lehmdiele aus und
kalkte die Wände. Hier und da gab es zu flicken, zu häm=
mern
und feſtzumachen. Wiebke dankte ihm nicht dafür,
aber ſie war auch nicht böſe darüber.
XV.
So wurde Heiſterneſt von Tag zu Tag freundlicher
und hübſcher. Schon blühten die Geranien vor den Fen=
ſtern
und in der Nähe niſteten ſich Singvögel ein, die
frühmorgens zu zwitſchern anfingen. Wiebke hätte-F hier
ganz erträglich gefunden, wenn nur die Zeit nicht ſo
angſam verſtrichen wäre. Es gab Tage, wo Wiebke, die

e e e e e e
ſehnte, mit dem ſie reden konnte.
Einmal kam der Briefträger von Krelau herüber. Da
er zur Mittagszeit kam, lud Wiebke ihn ein, mitzueſſen.
Der Mann war zwei und eine halbe Stunde gegangen,
um ihr den Brief von dem Vater zu bringen. Er ruhto
deshalb gern ein halbes Stündchen und ließ ſich den
Mehlbeutel gut ſchmecken.
Wiebke ſchrieb derweilen raſch ein paar Zeilen wieder,
die der Bote mit zurücknehmen ſollte.
Der Vater ſchrieb, er hoffe, daß es ihr gut gehe und
daß ſie ſich mit Andrees beſſer vertrage als früher. Was
der Vater für Sorgen hatte! Er ließ auch durchblicken, daß
er ernſte Meinung habe, ſich wieder zu verheiraten, da er
noch nicht alt genug wäre, um aller Lebensfreude zu ent=
ſagen
. Sie möge ſich darein finden und ihm nichts in den
Weg legen. Er hoffe, daß auch ſie den Rechten finden
werde, ſonſt ſolle ihr das Elternhaus immer eine Heimat
bleiben.
Wiebke antwortete nicht viel darauf. Sie dankte dem
Vater für ſeine Nachfrage. Es gehe ihr gut und ſie behan=
dele
Andrees mit größerer Höflichkeit, als dies ſonſt bei
Dienſtboten Gebrauch wäre. Auch Gitte würde gut ge=
pflegt
. Im übrigen wäre der Vater ja Herr ſeines Wil=
lens
und könne tun und laſſen was er wolle. Sie ſchloß:
Deine Dich liebende Tochter Wiebke.
Der Briefträger war fort. Ueber Wiebke kam die
Verlaſſenheit mit all ihrer Qual. Sie fühlte ſich tot=
unglücklich
. Sie ſtellte ſich vor, wie zu Haus der Vater
am Tiſch ſaß und Ingeborg ihm gegenüber, mit der
Freundlichkeit einer Katze, die die Krallen eingezogen
hat. Wie ſie ihre Schultern hob und die Hüften wiegte,
wie ſie ihre Augen flimmern ließ. Wiebke ballte die
Hände zu Fäuſten. Dann ſtellte ſie ſich ein anderes
Bild vor, den Geliebten, wie er in einem ſtillen Paſto=

rat an ſeinem Studiertiſche ſaß und ein junges Mäd=
chen
an ihn herantrat und nein, ſie mochte, ſie
wollte nicht weiter denken. Sie ging in ihr Zimmer
und weinte ſich aus.
Am Abend hielt ſie es nicht, mehr im Hauſe aus.
Sie eilte hinaus, den ſchmaler Tußſteig hinter dem
Garten an der Dornenhecke entlag=, an der Wieſe vor=
bei
, dann kam ein großes Br. eld, auf dem gelbe
Hungerblümchen blühten. Jetzt lam ſie an den Wald.
Nein, in den Wald wollte ſie nicht mehr. Dazu war es
heute abend ſchon zu ſpät. Sie blickte nach dem Weſten,
wo die untergehende Sonne über dem Moor glühte.
Dort ſitzt die alte Spinnerin= and ſpinnt den Faden
aus glühendem Eiſen, dachte ſie. Die Geiſterfurcht be=
ſchlich
ſie. Raſch eilte ſie zurück und langte atemlos
wieder auf Heiſterneſt an.
Die Sonntage waren für ſie am ödeſten. Mutter
Gitta ſetzte dann ihre ſchwarze Haube auf und band ihr
gutes, ſchwarzwollenes Umſchlag tuch mit den ſeidenen
Franſen um. Andrees zog ein neues, rotweiß geſtreif=
tes
Ueberhemd an. Sollte auch ſie ſich putzen? Sie be=
ſann
ſich lange und beſah ſich dabei in dem Spiegel.
Ja, ſie war jung und hübſch, aber niemand als eine
halbblinde Magd und ein Knecht ſahen ſie. Niemand
kümmerte ſich um ſie. Kein Menſch ſah, daß ihre Haut
weiß und zart war wie unbeſchriebenes, weißes Papier,
daß ihr Haar dunkel und voll war, und daß ihre Augen
glänzten wie zwei echte blaue Saphire.
Sie ſeufzte, legte ihre Flechten gleich einem Kranze
um den Kopf und zog ein hübſches, blaugraues Som=
merkleid
an.
In die Kirche kamen ſie nicht. Dieſe war zwei
Stunden Fahrt entfernt und es war ein ſchlechter, ihnen
unbekannter Weg.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Bekanntmnachung.

Nachſtehend bringen wir das vorläufige Ergebnis der am 1. Dezember 1910 ſtatt=
gefundenen
Volkszählung von den Gemeinden unſeres Kreiſes zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, am 29. Dezember 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V. v. Werner.
(25120

Zur Wohnung dienende
ſod. beſtimmte Gebäude ꝛc.) Haushaltungen Wohn
häuſer Uunderebewohnte
Baulichkeiten Namen ſonſtige
Baulicht. Ziahl
der der Gemeinden Anweſenden männl. weibl. zu=
ſammen
G Arheilgen 881 903 41 1286 1329 l 3282 3108 6390 5378 Braunshardt . .
Darmſtadt mit 81 81 90 97 216 243 l 459 422 Beſſungen 159ni(114 52 6106 l1579 185821 121 120282 42140 44945 87085 I83123 Eberſtadt 1968 17 2 987 115 1494 1611 3658 Z 3785 5 7443 6386 Eich 21 21 26 54 54 108 102 Erzhauſen . 1230 232 291 A 824 732 1556 1390 Eſchollbrücken . . 134 134 8 167 175 325 326 651) 640 Gräfenhauſen . 247 251 14 280 295 767 702 1469 1450 Griesheim mit
Schießplatz Iioor 14 19 1122, 52 1365 1418 3580 3262 6842 5999 Hahn .
184 184 17 257 2741 594 619 1213) 1148 Malchen. 29 39 38 221 112 204 197 Meſſel
Nieder=Beerbach .
Nieder=Ramſtadt1 172 174 215 539 50 1044 1011 1144 146 187 196) 470 435 905 894 319 1. 1 330 467 512 1277 Ober=Ramſtadt
m. ½ Dilshofen 317 618 90 956 1046 2207 2161 4368 4027 Pfungſtadt. 1039 13 1053 103 1487 1592 3318 3481 6799 6578 Roßdorf. 503 511 52 696 748 15471 1652 3199) 3005 Schneppenhauſen 73 91 248 233) 481 449 Traiſa 168 171 14 231 528 523) 1051 891 Waſchenbach . 39 47 50 136 123 259 227 Weiterſtadt.
2 301 301 406 414 1015 961 1976 1729 Wixhauſen mit
Sensfelderhof 260 264 18 336 354 936 875) 1811 1594 Sunme ſ. Lant ſauf 67 (23 sſtas. ſa elssſe (290 Mterſese ſersſtwbiet r lasbot

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig=
freiwilligen
Militärdienſt im Frühjahr 1911.
Diejenigen jungen Leute, welche beabſichtigen, ſich der im Frühjahr 1911 ſtatt=
findenden
rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert. ihre desfallſigen
Geſuche um Zulaſſung bei Meidung des Ausſchluſſes von dieſer Prüfung
ſpäteſtens bis zum 1. Februar 1911
bei der unterzeichneten Kommiſſion einzureichen.
Hinſichtlich der Anbringung der Geſuche wird im Speziellen das Folgende
bemerkt:
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann

Weidende im Großherzogtum Heſſen ſeinen
dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Zulaſſung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr
erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein. Auch
erſcheint es zweckdienlich, wenn ſtets die nähere Adreſſe angegeben wird.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtands=Regiſter, nicht Taufſchein).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters mit der Erklärung, daß für
die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des Unterhalts, mit Einſchluß
der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber
getragen werden ſollen; ſtatt dieſer Erklärung genügt die Erklärung des
geſetzlichen Vertreters oder eines Dritten, daß er ſich dem Bewerber gegen=
über
zur Tragung der bezeichneten Koſten verpflichte und daß, ſoweit die
Koſten von der Militärverwaltung beſtritten werden, er ſich dieſer gegen=
über
für die Erſatzpflicht des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
Die Unterſchrift des geſetzlichen Vertreters und des Dritten, ſowie die
Fähigkeit des Bewerbers, des geſetzlichen Vertreters oder des Dritten zur
Beſtreitung der Koſten iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen. Uebernimmt der
geſetzliche Vertreter oder der Dritte die in vorſtehendem Abſatze bezeichneten
Verbindlichkeiten, ſo bedarf ſeine Erklärung, ſofern er nicht ſchon kraft des
Geſetzes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet iſt, der gerichtlichen oder
notartellen Beurkundung.
c) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches von der Polizei=Obrigkeit, oder
der vorgeſetzten Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf.
5. In dem Geſuche iſt ferner anzugeben:
a) In welchen zwei fremden Sprachen (wahlweiſe von Franzöſiſch, Engliſch,
Lateiniſch und Griechiſch und an Stelle des Engliſchen Ruſſiſch) der ſich
Meldende geprüſt ſein will.
b) Ob, wie oft und wo der ſich Meldende ſich der Prüfung vor einer Prüfungs=
Kommiſſion bereits unterzogen hat.
6. Iſt bereits früher ein Geſuch um Zulaſſung zur Prüfung eingereicht worden,
ſo bleibt dem erneuten Geſuche nur ein Unbeſcholtenheitszeugnis bei=
zulegen
.
7. Es iſt nur zweimalige Teilnahme an der Prüfung geſtattet, eine dritte
Zulaſſung könnte ausnahmsweiſe von der Erſatzbehörde 3. Inſtanz genehmigt
werden.
Im weiteren weiſen wir darauf hin, daß Geſuche um Zulaſſung zu einer
ſpäteren, als der im Frühjahr des I. Militärpflichtjahres d. i. des Jahres, in
welichem das 20. Lebensjahr vollendet wird ſtattfindenden Prüſung, der Genehmigung
der Erſatzbehörde 3. Inſtanz bedürfen und bei den Erſatz=Kommiſſionen des Aufenthalts=
orts
, nicht bei uns, einzureichen ſind, welche die Geſuche der Erſatzbehörde 3. Inſtanz
vorlegen werden.
* Da die Erledigung derartiger Geſuche eine längere Zeit beanſprucht, ſo empfiehlt
ſich im Intereſſe der Nachſuchenden, mit Einreichung derſelben nicht bis zum äußerſten
Termin zu warten, ſondern dieſelben alsbald anhängig zu machen, andernfalls unter
Umſtänden eine Zulaſſung zur bevorſtehenden Prüfung nicht mehr möglich iſt.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden geſtellt werden, gibt die
Prüfungs=Ordnung (Anl. 2 zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901) Aufſchluß.
Bezüglich des Prüfungstermins, ſowie des Lokals, in welchem die Prüfung
ſtattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung, oder es ergeht beſondere Ladung zur
Prüfung.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1910.
Großherzogliche Prüfungskommiſion für Einjährig=Freiwilige.
Der Vorſitzende:
von Werner, Regierungsrat.
(25014a

Das Komite für Abhattung der Viehmärkte zu Alzey beabſichtigt mit dem am
12. Mai 1911 ſtattfindenden Vieh= und Pferdemarkt eine Verloſung von Pferden, Fohlen,
Kühen, Rindern und landwirtſchaftlichen Geräten, Haus= und Gebrauchsgegenſtänden
zu verbinden.
Das Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Ver=
anſtaltung
dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 20 000 Loſe zu
1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 55½ des Bruttverlöſes
aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum Heſſen iſt geſtattet.
(25012

Melice ehriten der Geſhenete Fartente Darnent

Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Paar braune Leder=Handſchuhe. 1 ſchwarzer Kinder=Pelz. 1 weiß=
ſeidener
mit Perlen beſetzter Damen=Gürtel. 1 goldene Damen=Uhr mit Kette. 1 Spar=
kaſſenbuch
, auf den Namen Müller lautend. 1 Wagenrad von einem Handwagen.
1 Kommersbuch. 1 Ueberdecktuch, weiß, mit roten Streifen, gez. H. L. 1 Paar braune
Damen=Handſchuhe. 1 kleiner weißer Kinder=Pelz. 1 vergoldetes Emaille=Kreuzchen.
1 Brille. 1 brauner Damen=Handſchuh. 1 Glas=Halskette. 1 kleine Stahl=Kette mit
Hundemarke. 1 weißes Taſchentuch. 1 grünes Kinder=Portemonnaie mit 1,32 Mk.
Inhalt. 1 Broſche (Roſenquarz). 1 Pelz=Puppe. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1,02 Mk.
Inhalt. 1 Knicker. 1 rotbraunes Portemonnaie mit 50 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer
Pulswärmer, 1 ſchwarzer Hausſchuh. 1 ſchwarzes Halstuch. 1 Serviette, gez. G. B.
2 Schlüſſel.
Verloren: 1 grünes Portemonnaie mit 2,503,50 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes
Handtäſchchen. 2 Paar weiße Manſchetten. 1 geſtickter Tabaksbeutel. 1 gold. Damen=
Zwicker mit Kettchen. 1 Korallen=Kettchen. 1 goldene Broſche, ein Stäbchen dar=
ſtellend
, an beiden Enden je eine Perle, in der Mitte eine Roſette mit einem Rubin
und kleinen Brillanten. 1 ſilberne Krawatten=Nadel mit gelbem Stein. 1 grüne
Angorafell=Vorlage. 1 Füllfederhalter mit Etui. 1 Päckchen, enthaltend 2 Paar Hand=
ſchuhe
das eine weißwildledern, das andere ſchwarz. 1 gelbſeidenes Kopftuch. 1 Kolleg=
heft
. 1 braunes Portemonnaie mit 22 Mk. Inhalt und 1 goldener Ketten=Ring.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit 11 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa
4 Mk. Inhalt. 1 Geldbörſe mit 10,30 Mk. Inhalt. 1 Damen=Regenſchirm. 4 Zehn=
markſcheine
. 1 kleiner ſchwarzer Perſianer=Pelz. 1 goldenes Ketten=Armband. 1 hell=
braunes
Viſitenkartentäſchchen. 1 Freifahrkarte für die elektr. Bahn mit der Nr. 62.
1 grauer Pelz. 1 Zwicker. 1 goldene Broſche. 1 goldener Manſchettenknopf (2 Hirſch=
krantel
mit Gold und Silber eingefaßt). 1 goldener Damen=Gürtel. 1 ſilbernes Damen=
Portemonnaie mit etwa 40 Mk. Inhalt. 1 goldenes Armband mit Steinen. 1 gold.
Damen=Uhr mit ſilberner Kette. 1 weißes Handtäſchchen mit Perlen beſetzt, enthaltend
1. Portemonnaie mit 713 Mk. Inhalt. 1 goldener Zwick r mit Ketichen. 1 braune
Kinder=Pelzmütze mit Ohrenklappen. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit etwa 24 Mk.
Inhalt, etwa 21 Mk. Bargeld. 1 Paar braune Damen=Handſchuhe. 1 Portemonnaie
mit 5 Pfennigen Inhalt. 1 Medaillon mit der Jahreszahl 18581908. 1 Paket enth.
3½ m Seide u. 1 m Futterſtoff. 1 ſchwarz= u. weißkarierte Bluſe (halbfertig). 3 Pinſel.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(25040
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 3 Spitzhunde, 4 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheren.
Am Sonntag, den 1. Januar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekanntmachung,

die Behandlung der Zugtiere im Winter betreffend.
An alle Beſitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken richten wir die
dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte ernſtlich darauf Bedacht zu
nehmen, daß die Zugtiere vor den nachteiligen Einflüſſen der Witterung nach
Möglichkeit geſchützt werden, daß namentlich:

1. die Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich und niemals un=
bedeckt
im Freien ſtehen gelaſſen werden, und
2. das Zaumzeng im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen das
Gebiß erwärmt wird, und
3. die Hufeiſen der Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten gehörig geſchärft
oder mit Stollen verſehen ſind.
Darmſtadt, den 29. Dezember 1910.
(24971fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.

Bekannrmachung.

Die in dem Gehöfte Große Bachgaſſe Nr. 16 ausgebrochene Maul= und Klauen.
ſeuche iſt erloſchen.
Die angeordneten Sverrmaßregeln ſind aufgehoben.
Darmſtadt, den 30. Dezember 1910.
(25178
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.

Warnung

zur Vorſicht bei Aufbewahrung giftiger oder geſundheitsſchädlicher Flüſſigkeiten.
Vielfach ſowohl im Haushalt als im Gewerbebetriebe werden Gefäße, die zur
Aufnahme von Nahrungs= oder Genußmitteln beſtimmt ſind, wie Wein=, Bier= und
Mineralwaſſerflaſchen, zur Aufbewahrung giftiger oder geſundheitsſchädlicher Flüſſig=
keiten
, die im Haushalt oder im Gewerbebetrieb Verwendung finden ſollen (z. B. Salz=
ſäure
, Salpeterſäure, Karbolſäure, Lyſol, Salmiakgeiſt, Sublimatlöſung, Petroleum u.
dergl.), benutzt, ohne daß Vorkehrungen getroffen werden, durch die die Gefahr der
Verwechſlung des ſchädlichen Inhalts der Gefäße mit einem Nahrungs= oder Genuß=
mittel
ausgeſchloſſen wird. Infolge dieſes teils auf Unkenntnis und Unachtſamkeit,
teils auf Gleichgültigkeit und Rückſichtsloſigkeit zurückzuführenden Verfahrens ſind
ſchon häufig Perſonen, die aus Verſehen aus ſolchen Flaſchen getrunken haben, ſchwer
erkrankt oder geſtorben. Als in beſonderem Maße mißbräuchlich und unter Umſtänden
ſtrafbar muß es auch bezeichnet werden, wenn giftige oder geſundheitsſchädliche Flüſſig=
keiten
(z. B. Petroleum) in ſolchen Bier= oder Mineralwaſſerflaſchen aufbewahrt werden,
die noch im Eigentum der betr. Bier= oder Mineralwaſſerlieferanten ſtehen und dem=
nächſt
an dieſe zur Weiterbenutzung zurückgegeben werden.
Wie es für den Gifthändler durch § 15 der Verordnung, betr. den Verkehr mit
Giften, vom 17. April 1905 verboten iſt, Gifte in Trink= oder Kochgefäßen oder in
ſolchen Flaſchen oder Krügen abzugeben deren Form oder Bezeichnung die Gefahr
einer Verwechslung des Inhalts mit Nahrungs= oder Genußmitteln herbeizuführen
geeignet iſt, ſo muß auch dem der giftige oder geſundheitsſchädliche Flüſſigkeiten im
Beſitz hat, um ſie im Haushalt oder im Gewerbe zu verwenden, ſchon im Hinblick auf
ſeine zivil= und ſtrafrechtliche Verantwortlichkeit dringend anempfohlen werden, die
gleiche Vorſicht bei ihrer Aufbewahrung obwalten zu laſſen.
(25032
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Herkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Neüdenzſtadt Darmtalt.

(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
, per ½ kg 90 Pfg.Dörrfleiſch .
. . per ½ kg 100 Pfg
Rindfleiſch
7, 84
Schinken m. Bein .
(z 110
Kalbfleiſch
½ 90 Rollſchinken
½2 130
Hammelfleiſch
ee
90 Schweineſchmalz roh und
Bruſt.
60 ausgelaſſen .
½ 86
Schweinefleiſch (Bratenſt.) ½ 88
Schwartenmagen, Fleiſch=
Bauchläppchen.
½ 82
und Bratwurſt
Kottelets u. geſalz. Fleiſch ½ 92
Leber= und Blutwurſt. ½ 68
Speck, geräuchert
½ 110

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307a

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Warnung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, nachdem die
Firma Winther in letzter Zeit durch Verſendung einer Broſchüre mit der Aufſchrift
Eine gute Botſchaft (Verlag Schloß Bergfried. Lörrach in Baden) auch in hieſiger
Stadt für ihre Mittel Reklame gemacht hat.
(25037
Darmſtadt, den 29. Dezember 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Warnung.

Nr. 24101. Die Firma A. Winther & Co. in Lörrach in Baden preiſt neuerdings
durch Proſpekte ihre echten hygieniſchen Nährſtoffe, namentlich Nähr= und Nerven=,
ſalze gegen alle möglichen, auch unheilbaren Krankheiten, in prahleriſcher Weiſe an
Die Nähr= und Nervenſalze beſtehen aus einem Gemenge von Salzen, das ſelbſtver=
ſtändlich
die ihm zugeſchriebenen Wirkungen nicht beſitzt.
Die Winther’ſchen Mittel dürfen weder außerhalb der Apotheken verkauft, noch
öffentlich zum Verkauf angekündigt oder angeprieſen werden; vielmehr ſind Verkauf
und öffentliche Ankündigung der hygieniſchen Nähr= und Nervenſalze zur Heilung von
Krankheiten nach § 367 R. Str. G. B., 84 P. St. G. B. ſtrafbar.
Wir warnen dringend vor dem Bezug der Präparate.
Karlsruhe, den 23. Oktober 1906.
Der Ortsgeſundheitsrat.
Siegriſt.

Kiefernſtammholzverſteigerung.

Donnerstag, den 12. Januar 1911, vormittags 11 Uhr, wird im Gaſt=
haus
Zur Krone in Groß=Gerau das Nadelſtammholz aus dem Gerauer Domanial=
wald
(Diſtrikt Schafhorſt, Dornbuſch und Tannacker) verſteigert, und zwar:
1 Kiefer I. Kl. 1,23 fm, 19 II. Kl. 37,60 fm, 49 III. Kl. 73,58 fm;
8 Fichten (III.V. Kl.) 5,79 km, 3 Fichtenderbſtangen.
Auskunft erteilen die Großh. Forſtwarte Dillemuth zu Groß=Gerauer Fall=
torhaus
und Schanz zu Nikolauspforte.
Stammholzauszüge werden vom 7. Januar ab unentgeltlich von unterzeichneter
Stelle verabfolgt.
Groß=Gerau, 29. Dezember 1910.
(25042
Großherzogliche Oberförſterei Groß=Gerau.
Ruths.

Brennholz-Verſteigerung.

Mittwoch, den 4. Januar 1911, vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem
Rathauſe aus Diſtrikt Klingsackertanne
124 rm Kief. Knüppelholz,
5160 Stück Wellen,
Stöcke,
38 rm
Diſtrikt Malchertanne
91 rm Kief. Knüppelholz,
Stöcke,
Buchen Scheitholz,
Knüppelholz,
Wellen,
70 Stück
Stöcke
1 rm
meiſtbietend verſteigert.
Auskunft erteilen Forſtwart Haas und Weingärtner.
Pfungſtadt, den 28. Dezember 1910.
(25123H
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.

Holzverſteigerung.

Donnerstag, den 5. Januar 1911, vormittags von 9 Uhr an
ſollen in der Günther’ſchen Wirtſchaft in Roßdorf aus dem Diſtr. Gebrannte Schlag
(Abtrieb und Durchforſtung) verſteigert werden:
Stämme: 44 Eichen 11,54 cbm, 8 Lärchen 1,51 cbm, 8 Fichten 1,11 cbm;
Derbſtangen: 11 Lärchen 1,22 cbm, 352 Fichten 25,41 ebm; ferner Scheiter rm:
38 Buchen, 129 Eichen, 2 Birken; Knüppel rm: 146 Buchen, 107 Eichen, 4 Birken,
4 Kiefern, 4 Lärchen; Reiſig Hdt. Wellen, 48 Buchen, 30 Eichen, 4 Kiefern, 3 Fichten;
(25143
Stöcke rm: 36 Buchen, 96 Eichen, 4 Kiefern.
Das mit F gezeichnete Holz wird nicht verſteigert.
Ober=Ramſtadt, 27. Dezember 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.

S70 Gold Meklaner Fh 1600
betreffend empfehle ich die alsbaldige Einlöſung der Januar=
Coupons 1911, um hierbei die Durchſicht aus Anlaß der ſtatt=
gehabten
großen Verloſung vornehmen zu können.
Die Auszahlung der gezogenen Stücke erfolgt koſtenfrei.
Friedrich Zaun,
1 Luiſenplatz 1. (24858dfso

Hypothekenbank in Hamburo
Aktienkapital
. Mk. 30000000.
Reserven und Vorträge über . Mk. 20000 000.
Wir bringen zu allgemeiner Kenntnis, dass
Mark 40 000 000 4eeige Hypothekenpfandbriefe,
Serie 611 bis 650,
Kündigung und Verlosung frühestens zum 2. Januar 1921
zulässig, (Kurs am 2. Januar: 100,50)
eingeteilt in Stücke zu 5000 Mark, 2000 Mark, 1000 Mark, 500 Mark, 300 Mark und
100) Mark, mit Zinsscheinen per 1. April und 1. Oktober,
an den Börsen in Hamburg, Berlin und Frankfurt a. M. zum Handel zuge-
lassen
sind.
Die Hypothekenbank in Hamburg hat auf Grund der von dem Hohen Senate
der Freien und Hansestadt Hamburg bestätigten revidierten Satzung vom 16. De-
zember
1899 die Berechtigung, auf den Inhaber lautende verzinsliche Hypotheken-
pfandbriefe
auszugeben.
Die Sicherheit der Hypothekenpfandbriefe und der Zinsen wird durch die
von der Bank erworbenen hypothekarischen Forderungen und durch das Gesamt-
vermögen
der Bank, insbesondere durch deren Grundkapital und Reservefonds
gebildet.
Die Hypotheken der Bank sind sämtlich erststellig und bewegen sich inner-
halb
60% des ermittelten Wertes. Nach der Statistik der freihändigen Verkäufe
von 1900 bis 1909 betrugen die Beleihungen durchschnittlich 56¼% der erzielten
Verkaufswerte.
Die Pfandbriefe lauten auf den Inhaber, können jedoch auch auf Namen
geschrieben werden, in welchem Falle die eingetragenen Gläubiger von den Ver-
losungen
etc. kostenfrei benachrichtigt werden.
Die Rückzahlung der Pfandbriefe erfolgt im Wege der Auslosung oder Kün-
digung
al pari. Die Nummern der ausgelosten oder gekündigten Stücke werden
jedesmal alsbald nach der Ziehung oder Kündigung bekannt gemacht. Die sämt-
lichen
Serien dieser Hypothekenpfandbriefe müssen spätestens am 2. Januar 1981
getilgt sein. Bis zum 2. Januar 1921 ist die Rückzahlung ausgeschlossen.
Die Auszahlung der Zinsen oder Gewinnanteile, sowie verloster oder gekün-
digter
Stücke und die Aushändigung neuer Zins- oder Gewinnanteilscheinbogen, sowie
etwaige Konvertierungen erfolgen kosten- und talonsteuerfrei bei der Gesellschafts-
kasse
, ferner in Berlin, Frankfurt a. M. und anderen Plätzen bei den jeweils be-
kannt
zu gebenden Stellen.
Die Hypothekenpfandbriefe der Hypothekenbank in Hamburg werden von
der Reichsbank und ihren Zweiganstalten in Klasse I beliehen.
Mk. 546 128300.06
Hypothekenbestand am 30. September 1910
515 114 800.
Pfandbriefumlauf am 30. September 1910
Die Dividende betrug von 18891906: 8%; 19071909: 9%. Für 1910 werden
(25045M
voraussichtlich wieder 9% Dividende zur Verteilung kommen.
Die Geschäftsführung der Bank steht unter der Aufsicht des Hohen Senats
der Freien und Hansestadt Hamburg.
Hamburg, im Dezember 1910.
Hypothekenbank in Hamburg.
Dr. Bendixen. Dr. Henneberg.
Dr. Gelpcke.

Bekanntmachung.

Montag, den 30. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 339/100 269 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 27,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K178/10
werden.
Darmſtadt, den 30. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D25020,11

Bekanntmachung.

Auf Antrag des Konkursverwalters ſollen
die zum Konkurſe des Karl Friedrich Diehl
dahier gehörigen Immobilien:
Flur Nr. qm
V 3390/100 404 Hofreite Viktoriaſtr.
Nr. 32,
34¾10
376¾/10 Grabgarten daſ.,
Donnerstag, den 5. Januar 1911,
vormittags 9 Uhr,
in unſerem Bureau öffentlich verſteigert
werden.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D25018, 11
Müller.

Bekanntmachung.

Dienstag, den 31. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Georg Ludwig
Kuntz, Marie, geb. Ruhe, dahier und deren
Kindern zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
28 3369¾/100 191 Hofreite Neue Irene=
ſtraße
Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K122/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D25021,11

Antikes Oelgemälde (Wert 400 Mk.) für
A 100 Mk. verkäuflich
(B25033
Näheres Weinbergſtraße 5, 2. Stock.

Bekanntmachung.

Montag, den 30. Januar 1911,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Metzgermeiſter Balthaſar
Boßler Eheleuten dahier zugeſchriebene Lie=
genſchaft
:
Flur Nr. qm
IV 570%0/100 281 Hofreite Beckerſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K170/10
Darmſtadt, den 20. Dezember 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D25022,11

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über den
Nachlaß des am 12. Oktober 1908 ver=
ſtorbenen
Architekten Fritz Nick zu Darm=
ſtadt
iſt zur Abnahme der Schlußrechnung
des Verwalters, zur Erhebung von Ein=
wendungen
gegen das Schlußverzeichnis
der bei der Verteilung zu berückſichtigenden
Forderungen und zur Beſchlußfaſſung
der Gläubiger über die nicht verwertbaren
Vermögensſtücke der Schlußtermin auf
Donnerstag, den 26. Januar 1911,
vormittags 10 Uhr,
vor dem Großherzoglichen Amtsgerichtl hier=
ſelbſt
, Zimmer Nr. 222, beſtimmt. (25174
Darmſtadt, den 28. Dezember 1910.
Der Gerichtsſchreiber
des Großherzoglichen Amtsgerichts I.

Im Konkurs über den Nachlaßz des Archi=
tekten
Fritz Nick zu Darmſtadt liegt die
Schlußrechnung und das Schlußverzeichnis
nebſt Belegen bei dem Gericht zur Einſicht
(25044
offen.
Die angemeldeten gewöhnlichen Forde=
rungen
betragen Mark 137 182.44, die für
dieſe Gläubiger reſtlich vorhandenen Be=
träge
Mark 3350.72. Eine Abſchlagsvertei=
lung
mit insgeſamt Mark 13718.15 hat be=
reits
im Herbſt 1909 ſtattgefunden.
Darmſtadt, den 29. Dezember 1910.
Der Konkursverwalter:
Buss, Rechtsanwalt.

Stadtiſche Schulzahnklink
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
(1508a
Mittags von 25.

Der
Ronkals-Ausverkauf
S Wilhelminenstrasse 8
in
Handarbeiten, Spitzen, Schleiern, Unter-
röcken
, Bändern, Handschuhen etc. etc.
wird bis 10. Januar 1911 fortgesetzt.
Darmstadt, den 28. Dezember 1910.
Der Konkursverwalter,
25010sms)

Staatl. konzess. und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
DARMSTADT am Ernst-Ludwigsplatz
Rheinstrasse 1
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Neue Kurse beginnen Dienstag, den 10. Januar, vorm. 8 Uhr.
(22511a
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
Wilh. Siedersleben
Sprechstunden:
staatl. geprüfter Handelslehrer u.
Montag bis Freitag 121 Uhr
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag gerichtl. beeidigt. Bücherrevisor.
35 Uhr.

Hachen- und
Uiterrrehr In
Zuschneiden
nach dem System der Hirsch’schen Akademie, Berlin, und der
Académie de coupe de Paris, Paris, wird gründlich erteilt.
Tilla Petry, Bismarckstrasse 48.
Beginn des Unterrichts am 3. Januar.

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Um mit meinen
Winterwaren
gänzlich zu räumen
verkaufe ſolche billigſt zu jedem
annehmbaren Preiſe.
Hier einige Beiſpiele:
Damen=Filzſchnallenſtiefel
Sealskinfutter, Lederſohle,
Abſatz 2.35 Mk., (*31283
dito mit Lederbeſatz
nur 2.90 Mk.
Dieſelben für Herren
2.65 und 3.20 Mk.
Prima Lederſchnallenſtiefel
f. Herren, extra warm gefüt.
für 13.50 Mk. jetzt nur
10.50 Mk.
Waſſerd hte Herren= Schnal=
lenſtieſel
mit Sealskinfutter
nur 6.90 Mk.
Elegant. Box=Damenſtiefel
Schafwollfutter, n. 8.75 Mk.
Gummiſchuhe, Salvenſchuhe
mit und ohne Lederſohlen.
Tanzſchuhe, Kinderſtiefel
reichſte Auswahl.
Mainzer Schuhlager
Iie Matheis
4 Schillerplatz 4.

Neujahrswunſch.
Fräulein, 28 J., kath., m. Verm., häusl.
erz., wünſcht mit Beamt. o. ſol. Herrn in
ſich. Stellung zwecks Heirat bekannt zu
werden. Anonym u. Vermiitl. zwecklos.
Ernſtgem. Briefe u. J. B. 50 haupſtpoſt=
lagernd
erbeten.
(*31245so

Schliessungen,
Ehe-rechtsgültige, in England
Gesetzauszug, Prosp. etc. 50 Pf. (19239E
Brock’s London, E. C., Queenstreet 90.

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*31167fs) Schloßgartenſtraße 45 1. St.

mzugshalber: 1 Bettſtelle mit Woll=
matratze
, 1 Gehrock und Zylinder, noch
wenig getragen, 1 dicker Wintermantel,
1 Zylinder für Kutſcher und verſchiedene
andere Kleider
(*31270
Waldſtraße 32, Stb. links.

Ein Röder=Herd und einige
Oefen zu verkaufen
(*31268
Kiesſtraße 31, Hinterhaus parterre.
neuer Petroleumofen billig zu ver=
kaufen
(ineue Konſtrukiom,
*31311) Lauteſchlägerſtraße 7, 1. St. lks.

[ ][  ][ ]

Der Verkauf beginnt Montag, den 2. Januar

In keinem Saisonausverkauf waren so viele
günstige Angebote vertreten wie in diesem.
Sämtliche Waren sind bis zur äussersten
Möglichkeit im Preise reduziert. Ich weise
besonders darauf hin, dass ich keine ver-
legene
Waren in den Ausverkauf bringe.

Mein Saison-Ausverkauf ist keine
Veranstaltung dekorativer Art. Sie ist
lediglich eine Kaufgelegenheit für meine
Kundschaft, ausgestattet mit wirklichen Ge-
legenheitskäufen
und den billigsten Preisen.
In dieser Hinsicht ist er unerreicht.

Meine Auslagen sagen Alles!

[ ][  ][ ]

Geſchäftseröffnung u. Empfehlung!
Gess Wascherer Vieria

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Einem hochgeehrten Publikum von Darmstadt und Umgebung erlauben wir uns, die Eröffnung
unserer Anstalt ergebenst mitzuteilen.
Die Anstalt ist mit den modernsten und besten Maschinen eingerichtet und bürgen unsere
langjährigen Erfahrungen in dieser Branche für eine aufmerksame Bedienung und gewissenhafte
Behandlung der Wäsche.

Um geneigtes Wohlwollen bitten wir ergebenst und zeichnen
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Erbacherstrasse.

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

Meiner geehrten Kundschaft,
Verwandten und Bekannten
die besten Wünsche
zum neuen Jahr!
Wiln. Wagner u. Frau
Ochsenmetzger
Mathildenplatz 3. (25067

Unserer werten Kundschaft, Ver-
wandten
, Freunden und Bekannten
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahr!

J. Egner und Frau
Hofmetzger
Karlstraße 46.
(25058)

Allen unseren werten Gästen, Freunden
und Bekannten
(25070
ein herzlich
Prosit Neujahr
Familie Carl Wagner
Restauration Zur Reichspost‟
Grafenstrasse 8.

Se
Unſeren werten Gäſten, geehrter Nachbar=
Se
ſchaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die
(
e.
E herzlichsten Glückwünsche

zum neuen Jahre!
Familie Wilhelm Nagel
§ Restauration Zum Reichsadler‟
Mauerſtraße 34. (25071

Allen Stammgäſten, Gönnern, Freunden
und Bekannten ein herzliches
(25072
Prosit Neujahr.
Jakob Lotz u. Familie
Zum Roten Löwen‟.

Verehrlicher Kundſchaft
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahre!
Familie Ed. Türtmanr
Obst- und Südfrüchte-Handlung
Grafenstrasse 19.
2505



Ssssessgessgsee
Unſerer werten Kundſchaft, Gäſten und
Bekannten
(25056
zum Jahreswechſel
die herzlichsten Glückwünsche.
Eugen Schütz u. Frau
Conditorei und Café, Bleichstrasse.

Statt Kar ten.
Trosit Neqjan!
Alfred Schmitz
und Frau.
(25064)

Unserer geehrten Kundschaft, sowie
Freunden und Bekannten
die besten Glückwünsche
zum Jahreswechsel!
Karl Schneider u. Familie
Firma: J. H. Reuter
Rolladenfabrik und Bauschreinerei.
(25052)

Se sotegeet
Die besten Wünsche
zum neuen Jahre!
Darmstädter Tapeten-Industrie
Christian Schepp
Tapetendruckwalzenfabrik. Tapetenhandlung.
(25051)
S

Unſerer werten Kundſchaft, Freunden und
(25057
Bekannten
ickwunsch
Herzlichen
zum Jahreswechsel!
Georg Dintelmann u. Frau
Schweinemetzgerei
Kleine Ochſengaſſe 2.

Unſerer werten Kundſchaft, Verwandten und
(B25054
Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
Familie Franz Schulz
Spenglermeister und Installateur
Telephon 1313.
Karlſtraße 104½.

Unſeren werten Kunden, Freunden und
Bekannten die herzlichſten
(B25063
Glückwünſche
zum neuen Jahr!
Constantin Mess u. Frau
Metzgermeister.
Telephon 1686.

Meiner werten Kundschaft und allen
Bekannten
(25068
zum Jahreswechsel
einherzliches Prosit Neujahr!
August Zeh u. Frau
Kalbs- und Schweinemetzger.

Unseren werten Gästen, Freunden
und Bekannten
zum Jahreswechsel
ein herzliches
rosit Neujanr:
(25062
Familien Wagner
Brauerei zum goldenen Anker‟,

Unseren werten Gästen, Freunden
und Bekannten

ein herzliches

Prosit Neujaar:
Familie Georg Christ
Kaisersaal-Fürstensaal.
(25060)
Se

Unſerer werten Kundſchaft, Freunden und
(25061
Bekannten die
herzlichsten Glückwünsche
zum Jahreswechſel!
Familie Peter Vogel
Rinds-, Kalbs- und Hammelsmetzgerei
Ecke Hügel= und Karlſtraße.

Meinen werten Gäſten, Freunden und
Bekannten ein
(25059
herzliches Prost Neujahr!
Hermann Engelhard u. Frau
Rheingauer Weinstube
Luiſenplatz 1.

Unſerer werten Kundſchaft, Verwandten
(25069
und Bekannten die

herzlichſten Glückwünſche
zum neuen Jahre!
Franz Wenz u. Frau
Spenglerei u. Installations-Geschäft
Soderſtraße 49 Telephon 110.

Unserer werten Kundschaft, Freunden und
(25053
Bekannten
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahr!
Fr. Schönberger u. Familie
Brauerei zum Hessischen Hof.

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Bezemder 1910.

Seire 10.

Unserer werten Kundschaft, sowie
Freunden und Bekannten
(25100
die herzl. Glückwünsche
zum Jahreswechsel!
Familie Ph. Kilian
Schweinemetzgerei Hochstr. 15.

Werter Kundſchaft, Freunden und Bekannten
Herzlichen Glückwunsch
zum Neuen Jahre!
Metzgermeister
Fried. Kessler u. Frau.
(25099)

Unſerer werten Kundſchaft, Freunden und
Bekannten
(25097
die herzlichsten Glückwünsche
zum Jahreswechſel!
J. Reeg u. Familie
Grafenſtraße.
Metzgermeiſter

Die besten Glückwünsche
zum neuen Jahre
ſenden wir auf dieſem Wege unſeren werten
Kunden, Verwandten und Bekannten
JeanOberle u. Frau
Schweinemetzger. (25095

Verehrl. Kundſchaft
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahre
wünſcht
(25065
Familie J. Walther
Obst- und Südfrüchte-Handlung
Ecke Wieners= und Roßdörferſtraße.
150266000

Unſerer werten Kundſchaft, Freunden und
(B25066
Bekannten ſenden die
herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Ludwig Wagner und Frau
Schweinemetzgerei
Telephon 1389.
Schießhausſtr. 26
42e
Seeeren
3o6060ee
eooe
Unserer werten Kundschaft, Freunden und
(25082
Bekannten
die besten Glückwünsche zum neuen Jahre
Konrad Koch u. Frau
Zigarren-Geschäft, Markt 3.
ossssesasesseoeede
Rotststttttt
Traisa!
Unſeren werten Gäſten, Freunden und
(*31164
Bekannten ein
Prosit Neujahr!
Philipp Walter u. Frau
Hessischer Hof‟
oeeseelget

Meiner werten Kundschaft (25073
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Karl Güll u. Frau
Konditorei u. Café.

O
Meinen werten Gäſten, Kunden, Freunden,
Verwandten und Bekannten wünſchen (*31156
ein glückliches
Neues Jahr!
Gabriel Grohe u. Familie
Brauerei Erbacher=Hof.
Soard

Allen unsern Gästen, Freunden und
Bekannten ein
(25080
Prosit Neujanr.

Georg Hofferbert und Frau
Gastwirtschaft
Kiesstrasse 27.

Allen unſeren werten Gäſten, Freunden und
Bekannten wünſchen wir
(25083
ein glückliches
Neues Jahr!
Albert Roussel u. Frau
Frau Arheilger, Wwe.
Reſtaurant Germania‟, Eliſabethenſtr. 26.

M

Unſeren werten Gäſten, ſowie allen Be=
kannten
und Gönnern die
beſten Wünſche
zum Jahreswechſel!
August Rossbach und Frau
Restaurant zum Odeon
Marienplatz 8.
(25094

Goe

Allen meinen werten Kunden, Verwandten
und Bekannten
(25113
zum Jahreswechſel
die herzlichsten Glückwünsche
L. Grassmann und Familie
Hofkonditorei.

Herzlichen Glückwunſch
zum neuen Jahre
wünſcht allen Gäſten, Freunden und Gönnern
Jakob Reitz u. Frau
Fürstenauer Hof‟
Rossdörferstr. 1. (25079

Meiner geehrten Kundschaft, sowie allen
(25078
Freunden und Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Heinrich Bechtold und Familie
Hofmetzger, Rossdörferstrasse 11/13.

Herzlichen Glückwunsch
zum Jahreswechsel
senden
Wilhelm Deuster und Frau
Marktstrasse. (25077
Iii
L
Meiner werten Kundschaft, Freunden u.
Bekannten
(25076
ein herzliches
Prosit Neujahr!
Adam Appel und Frau
Metzgermeister, Elisabethenstr. 46.
M

Unſerer hochgeehrten Kundſchaft, unſern
Freunden, Verwandten und Bekannten
zum Jahreswechsel
die
herzlichſten Glückwünſche!
Friedrich Heeb u. Frau
Hofmetzger.
(25108

Meinen Kunden, Freunden und
Bekannten
die besten Wünsche
zum Jahreswechsel!
H. Schnebeie und Familie
Friseur.
(25084)

Unſerer hochgeehrten Kundſchaft, Freunden
und Verwandten ſagen auf dieſem Wege
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Louis Hein u. Frau
(25110
Hofmetzger.

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31, Dezember 1910.

Nummer 307.

Unserer werten Kundschaft (B25003
Freunden und Verwandten
die besten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Familie H. Schüler
Schuhmachermeister.

üſer ante Autſceſe Slahte 6is
(B25002
Bekannten die
herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Familie Georg Willenbücher,
Schreinermeiſter.

Unseren werten Gästen, Nachbarschaft,
Freunden und Bekannten
(*33215
zum Jahreswechsel
die herzlichsten Glückwünsche.
Andreas Gerhard und Frau
Restaurant zum Schwaneneck‟

Unseren werten Gästen, Freunden
und Bekannten
(*31203
die besten Wünsche
zum neuen Jahre!
Familie Geiss
Gasthaus zur Stadt Darmstadt.

Ein
Prosit Neujahr!
wünſcht allen ſeinen werten Gäſten, Freunden
und Bekannten
(*31230
Georg Dillmann und Familie
Restauration zum Südbahnhof.


Die besten Glückwünsche
zum neuen Jahr
sendet
(25104
J. 6. Jacob
Aeltestes Schuhhaus
Schillerplatz 8.
Schillerplatz 8.

Unſern werten Gäſten, Nachbarſchaft, Freun=
den
, und Bekannten
(*31232
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Fritz Bauer u. Familie
Restauration zu den 11 Eichen.

Unseren werten Kunden, Freunden und
Gönnern übermitteln wir auf diesem Wege die
besten Glückwunsche
zum Jahreswechsel!
Pfungstadt, den 31. Dezember 1910.
Exportbrauerei
Justus Hildebrand
Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
(25103)

Allen werten Kunden, Freunden und Be=
kannten

(25102
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahre!
Heinr. Lengfelder
und Familie.

Unſerer werten Kundſchaft, ſowie Freunden,
Verwandten und Bekannten, ſenden die
herzlichſten Glückwünſche
zum Jahreswechſel!
Familie Philipp Jung
Kalbs= und Schweinemetzgerei
Beſſungerſtraße 4.
Telephon 1139.
(B25107)

Unseren werten Gästen, Freunden,
Nachbarschaft und Bekannten
ein herzliches
Prosit Neujahr!
Josef Stocker u. Frau
Restaurant Zur Sonne‟.
(25005)

Unseren werten Gästen, Nachbarschaft,
Freunden und Bekannten
(25004
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
J. M. Wolf und Familie
Restauration zum Deutschen Hof‟
Waldstrasse 23.

Unſern werten Kunden, Freunden und
Bekannten ſenden
(25106
herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahr!
Karl IIIert und Familie
Wendelſtadtſtraße 20.

Allen werten Kunden, Mietern, Freunden
und Bekannten
(25109
Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahre!
Ph. Heleine und Frau

Likör= und Selterswaſſerfabrik.

Unseren werten Kunden,
Freunden und Bekannten
die besten
Glückwünsche
zum Jahreswechsel!
Brauerei Louis Hess.
(25111

Herzlichen Glückwunsch
zum Jahreswechsel!
Felix Hecker und Familie
Kon ditorei und Café, Liebigstrasse 7.

Unſeren werten Gäſten, Freunden, Be=
kannten
und Nachbarn
zum Jahreswechſel ein herzliches
Proſit Neujahr!
Familie Georg Diehl
Restaurant zur Burgschenke‟
(25690
Mathildenplatz 18.

Allen Freunden und Bekannten
ein herzliches
Prostt Negjahr.
H. Körber u. Frau
Kantinenpächter. (25089

Zum Jahreswechſel
meinen werten Kunden und Bekannten
Herzlichen Glückwunſch!
Küfermeister J. Schanz u. Frau
Teichhausstrasse 8. (25091

(32882
Dehe (6
EK
Unſerer werten Kundſchaft, allen Ver=
wandten
, Freunden und Bekannten einen
herzlichen Glückwunſch
zum neuen Jahr
ſendet
(25092
Philipp Ewald und Frau
Bäckermeister, Soderstrasse 47.

Gsseseeo6060e
Meiner werten Kundſchaft, Verwandten
und Bekannten
(25075
S Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahr!
Georg Appfel u. Frau
Metzgermeiſter
Ecke Obergasse und Schlossgasse.
Seoseeeesoeeeee

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagbkatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 21.

Unseren werten Kunden, Freunden
und Bekannten
herzliche Glück
und Segenswünsche
zum neuen Jahr!
Philipp Hess und Familie
Konfektionshaus
Schillerplatz 5.
(25086

Unſeren werten Kunden, Bekannten und
Verwandten
(B25074
herzlichen Glückwunſch
zum neuen Jahr!
Familie Bäckermeister Hax.

Allen Stammgäſten, Freunden u. Bekannten,
ſowie werter Nachbarſchaft
(25114
ein herzliches
Prosit Neujahr!
Hans Bergmüller & Frau
Hessenbräu Kirchstrasse.

Allen Freunden, werten Gäſten u. Gönnern
ſage ich auf dieſem Wege ein herzliches
Prosit Neujahr.

Gasthaus zum Rheinischen Hof
Frau Weidner Witwe.
(25093

Unſeren werten Kunden, Nachbarn, Freunden
und Bekannten
(25115
die besten Wünsche
zum neuen Jahre!
Herm. Klös u. Frau
45 Bleichstrasse 45.

(25085
Meiner werten Kundſchaft
die herzlichsten Glückwünsche
zum Jahreswechſel!
J. Awerbuch
Mineralwasserfabrik und Eisgrosshandlung
Wendelstadtstrasse 47.

Meiner werten Kundschaft, Freun-
(25105
den und Bekännten
usche
herzliche Glückn
zum
Neuen Jahr!
K. Jäger und Famiie
Georgenstrasse 11.
Rheinstrasse 33.
oe

Unſeren werten Gäſten, Freunden und
(*31236
Bekannten
ein herzliches
Prosit Neujahr
Jakob Grüll u. Frau
Schlachthof-Restauration.

Unſeren hochgeehrten Kunden, Gönnern,
Freunden und Bekannten wünſchen wir bei
(B25028
dem Jahreswechſel ein
frohes glückliches
Neujahr!
Heinrich Heimann und Frau
Tapeziermeister Bessungerstrasse 90.

Meiner werten Kundſchaft, Freunden und
(25101
Bekannten
die besten Glückwünsche
zum Jahreswechsel!
Jakob König und Frau
Einrahmungs-Geschäft
Buchbinderei
Elisabethenstrasse 42.

Unſeren werten Gäſten, Freunden und
(B25027
Bekannten
ein herzlich
Prostr neujant!
Familie Ludwig Bill
Bessunger Hof‟.

Meinen werten Gäſten, Freunden und
(25098
Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
Familie Keller
Restaurant Brauerei zum Hessischen Hof‟

Gratuliere meiner werten
Kundschaft
zum neuen Jahre
Max Popper
Eierhandlung. (25096

Zum Jahreswechſel
meiner werten Kundschaft, sowie Freunden u. Bekannten
die besten Wünsche!
Heinrich Schindel
Kolonialwaren und Zigarren
Rheinstrasse 47.
(25088

Wein-Restaurant Hilgers
Karlstrasse 58.
Allen Freunden und Gönnern ein kräftiges
Prosit Neujanr:
B25030) Familie Hilgers.

Unſeren werten Gäſten, Bekannten und
(*31190
Gönnern
ein fröhliches neues Jahr!
B. Bux und Frau
Restaur. Brauerei Erker.

Unſerer werten Kundſchaft, Freunden und
(25087
Bekannten
die besten Wünsche
zum Jahreswechſel!
Heinrich Rossmann und Frau
Kolonialwarenhandlung
Ecke Inſel= und Roßdörferſtraße.

Allen Freunden und Gönnern, ſowie unſerer
verehrlichen Kundſchaft und Nachbarſchaft
Viel Glückzum nenen Jahre!
Darmſtadt, den 31. Dezember 1910.
31237
Heiner & Stier
Stuck- u. Weissbindergeschäft.

Ein herzliches
Prosit Neujahr:
allen unſeren werten Gäſten Darmſtadts und
der Umgebung
(*31233
Philipp Zeh u. Frau
Hötel Merz.

Meiner werten Kundſchaft ein
(*31238.
glückliches neues Jahr!
Jul. Hohenhoff u. Frau
Conditor.

Meiner werten Kundschaft, Nachbarschaft,
Freunden und Bekannten
(25116
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
Karl Kreyßel und Familie
Schweinemetzgerei: Elisabethenstr. 32.

M
Unſerer werten Kundſchaft und Nachbarſchaft die
herzlichſten Glückwünſche
zum Jahreswechſel!
§ J. Trumpfheller u. Frau
Rinds= u. Kalbsmetzgerei, Alexanderſtr. 21,
(*31255)
G

[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31, Dezember 1910.

Nummer 307.

25142

Allen werten Gäſten, Freunden und
Bekannten
(*31289
ein herzliches
Prostr Neujahr!
Ed, Barth und Frau
Nieder-Ramstadt .. Chausseehaus.

Unſeren geehrten Gäſten, Freunden und
Nachbarn
(*31292
zum Jahreswechſel
die beſten Glück=
u
. Segenswünſche!
Familie A. Meth
Wein-Restaurant Falstaff‟
Schützenſtraße 7.
Schützenſtraße 7.

Meiner werten Kundſchaft, Freunden und
Bekannten
(B25158
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Familie Eckhard Bruss
Feine Herrengarderoben nach Mass u. Zigarren-Spczialgeschäft
Weinbergſtraße 11.

Unseren werten Kunden, Freunden und
Bekannten sendet auf diesem Wege
die herzlichsten Glückwünsche
zum Neuen Jahre!
Jacob Weber u. Familie
Neue Niederstrasse 11 Telephon 837.
Kohlenhandlung, Koks,
Depet der Werger’schen Brauerei
Helz und Briketts
Akt.-Ges., Woims a. Rh.,
Mineralwasser.
Apostelbräu‟
(B25131)

Unserer werten Kundschaft, sowie Nachbar-
schaft
, Freunden und Bekannten
(*31247
ein herzliches
Prosit Neujahr!
Franz Rieger und Frau
Schweinemetzgerei
Lauteschlägerstr. 8.
. Lauteschlägerstr. 8.

Meiner werten Kundschaft, Freunden und
Bekannten
(*31259
ein glückliches
Neues Jahr.
Leo Rieger u. Frau
Heidelbergerstrasse 45.

Frestr Heujant!
meiner werten Kundſchaft, Freunden, Ver=
wandten
und Bekannten
(25137
Familie J. Matthes
Bäckermeister Müllerstraße 16.

Allen Lesern u. Leserinnen, Freunden
und Gönnern des IIlustrierten Familien-
blattes
Nach Feierabendéwünscht ein
fröhliches neues Jahr!
(25151
Der Vertreter
Wilhelm Didzuhn und Frau.

Herzlichen Glückwunſch
unſeren Freunden und Gönnern, ſowie dem
Geſangverein Liederhort wünſchen wir
zum Jahreswechſel (*31231
ein herzliches Proſit Neujahr!
Familie Castritius
Wirtſchaft Zum halben Mond‟

[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 23.

Unſeren werten Gäſten, Bekannten und
Nachbarn die
(25171
herzlichſten Glückwünſche
zum neuen Jahr!
ſenden
Frau Sommer Wwe.
und Familie Schanz.

Meinen werten Kunden, Verwandten,
Freunden und Bekannten
(25185
die beſten Glückwünſche
zum neuen Jahr!
Ernst Pallmann
Eisenhandlung.

Meinen werten Kunden, Nachbarn, Ver=
wandten
, Freunden und Bekannten (25190
dle Desten Wünsche
zum neuen Jahr!
J. Teicher
Kranichsteinerstr. 35.
Oo

Unſerer werten Kundſchaft, allen Freunden
(B25156
und Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
Familie Jakob Schönig
Schreinermeister, Klappacherstr. 78.

Allen Gästen und Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
(25149
Familie Reinhardt
Schustergasse 13 Rest. Braustübl.

Prosit Neujahr!
Familie Brückmann
Dachdeckermeister. (*31301
Roo1aaas6oee
360004

Unſeren werten Gäſten, Freunden und
Bekannten ein
(*31315
Prosit Neujahr!
Familie Trautner
Gaſthaus zur Inſel.

Zum Jahreswechsel
die besten Glückwünsche
unſeren werten Gäſten, Freunden und Be=
(B25159
kannten
Familie Wilh. Preusch

Darmſtadt.

Herzlichen Glückwunſch
zum Jahreswechſel!
J. 6. Jacoh junfor und Frau
geb. Mahr
Darmſtadt. (25179) Holzſtraße 11.

Karlſtraße 104.

Ssstesteeeeeesee
Unſeren werten Gäſten und Gönnern, den
geehrten Mitgliedern der Turngemeinde, ſowie
Nachbarſchaft, ſenden die
(*31288
besten Glückwünsche
zum Neuen Jahre!
Michael Schnellbacher u. Frau
Restaurant Turnhalle Woogsplatz‟.
Geseseeeeeeeee...0

Unseren werten Gästen,
Freunden und Bekannten
zum Jahreswechsel
herzliche Glückwünsche
Anton Schwarz u. Frau
Zum Klappacher Hof.

8660000
Unſeren lieben Gäſten, Freunden und Be=
kannten
ein glückſeliges
(*31300
Prosit Neujahr!
M. Franz, Restaur. Schmitt
gegenüber den Bahnhöfen.

Meinen werten Kunden, sowie Freunden
(B25191
und Bekannten
herzl. Gluckwunsche
zum neuen Jahre!
V. G. Mechler u. Frau
Dachdeckergeschäft, Neue Niederstr. 19.

Unserer werten Kundschaft, sowie Freunden
(25136
und Gönnern
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Familie Jean Kilian
Mineralwasserfabrik.

Unſeren werten Gäſten, Freunden und
(*31291
Bekannten
die herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahre!
Restaurant Bavaria
Adalbert Eppler u. Familie
Grafenstr. 21.
Grafenstr. 21

Herzlichen Glückwunsch
zum neuen Jahre
wünscht (25135
Familie Wilhelm Freund
Schweinemetzgerei: Pankratiusstr. 52.

Verehrl. Kundſchaft
Herzlichen Glückwunsch
zum Neuen Jahre!
wünſcht
(*31287
Familie J. Vetter
Ecke Wenck= und Taunusſtraße.

Unſeren werten Gäſten, Freunden und allen
Bekannten die
(B25029
herzlichsten Glückwünsche
zum neuen Jahr!
Wilhelm Leyerer u. Familie
Beſſungerſtraße 1.

56900

Montag, 2. Januar beginnt mein
Drieener-Ausverkauf
wegen Umzug. Um eine möglichst rasche Räumung meines nur
erstklassige Artikel enthaltenden Lagers zu erzielen, biete ich

aussergewöhnliche Vorteile
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Inhab. Wilh. Menges

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[ ][  ][ ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

Snventur

Ausverkauf

Beginn Montag, den 2. Januar, Vormittags 8½ Uhr.

Mein rühmlichst bekannter, nur einmal im Jahre stattfindender Inventur-Ausverkauf
wird auch in diesem Jahre aussergewöhnliche Vorteile bieten.

(D25046,52

Verkauf nur rein netto gegen Barzahlung.
Keine Auswahlsendungen.
Aenderungen werden mit dem Selbstkostenpreis berechnet.
Versand prompt per Nachnahme.
Die Vormittagsstunden empfehlen sich besonders zum Einkauf!

Marineblaue und schwarze
Jackenkleider
Ein grosser Posten Jackenkleider aus marineblauen
und schwarzen Kammgarn-Cheviots, regul.
Verkaufswert 30. bis 50. . . . jetzt . 23.50
Ein grosser Posten Jackenkleider aus marineblauen
und schwarzen Cheviots, Tuch- u. Kammgarncheviots,
verschiedene Facons mit langer und kurzer Jacke,
reich garniert mit Tressen und Stickereien
regul. Verkaufswert 45. bis 70. . jetzt 33.
Ein grosser Posten hocheleganter Jackenkleider
auf das eleganteste und reichste mit Stickerei und
Tressen besetzt, darunter hochelegante Sammetkleider,
regulärer Vekkaufswert
75. bis 150. jetzt 45. u. 59.-
Jackenkleider
aus gemusterten Stoffen.

Die Preiswürdigkeit der folgenden 3 Serien
Jackenkleider ist ganz erstaunlich

Ein grosser Posten Jackenkleider aus schön ge-
musterten
Stoffen engl. Art; halbl. Jacketts,
regul. Verkaufswert nicht unter 3045 jetzt 15.50
Ein grosser Posten Jackenkleider aus Stoffen engl.
Charakters, hell und dunkel kariert, Jacketts, aus-
nahmslos
nur auf Halbseide gefüttert, regul. 10
Verkaufswert nicht unter 4560
. jetzt 19.-
Ein grosser Posten Jackenkleider aus englischen
gemüsterten und einfarbig. grauen Stoffen, gute, mo-
derne
Facons, in bester Verarbeitung, Jacketts, durch-
weg
auf gut. Halbs. gefütt., regul. Ver-
kaufsw
. nicht unt. 60. bis 80. jetzt 23.50 29.-

Dieser Posten enthät sämtlche
Grössen bis zu den weitesten
Nummern.

Aussergewöhnliches Angebot!
Tuch-Kimonos
Ein grosser Posten schwarzer Tuch-Kimonos,
moderne Fagons, reich garniert mit Seidenblenden;
Tresse und Stickereien hochelegante Ausführung,
aus nur reinwollenen, schwarzen Tuchstoffen gefer-
tigt
, regul. Verkaufswert 39. bis 45. durchschnittlich zum Aussuchen . . 10.50

Wollene Blusen
Ein grosser Posten Kimono-Blusen aus guten Pope-
linestoffen
oder Wollbatiststoffen,
jetzt 4.50 6. allen Farben .
Ein grosser Posten wollener Blusen aus verschied.
Façons, darunt. hocheleg. schwarze Blusen,
regulärer Verkaufsw. 5.50 bis 29. jetzt 4. 15.-
Ein grosser Posten Sammetblusen Kimonofagon,
mit Tüllkoller und Aermel, regulärer
jetzt 5. 7.50
Verkaufswert 6.50 bis 9.50

Weisse Spitzen- u.
Spachtel-Blusen
Ein grosser Posten Tüllblusen auf Tüll
gef., m. Spachtelp., regul. Verkaufsw. 7.50 jetzt 4.50
Ein grosser Posten Spachtelblusen Imitation Irland
reich garniert, mit Seide gefüttert, regulärer
jetzt 9.50
Verkaufswert 15.-
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blusen
regulärer Verkaufswert 5.50
bis 13.50 jetzt durchschn. 2. Auss. 4.50 u. 7.50
Ein grosser Posten eleg. Tüll- u. Spachtelblusen
auf Seide, regulärer Verkaufswert 20
jiu 1350
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Ein grosser Posten weisser Tüll u. Spachtel-
blusen
auf Seide, mit schönem, eleg. Material
ausgest., regulär. Verkaufsw. 27. bis 39. jetzt 15.
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Verkaufswert 7.50 bis 13.50 jetzt durchschnittl.
zum Aussuchen .
.5.
Farbige seidene Blusen
Ein grosser Posten divers. farb.
Blusen früher bis 15. jetzt 5. und 7.50
Ein grosser Posten eleganter seidener Blusen
in allen schönen Unifarben, besonders weiss u. schottisch
kariert, regul. Verkaufswert 18. bis 25. durchschnittlich zum Aussuchen . . 13.50
Ein grosser Posten eleg. seidener und Spitzen-
blusen
darunter seidene Hemdenblusen a. gemusterter
Seide in guten Qualitäten, aparte türkisch gemusterte
seid. Blusen, eleg. garnierte, moderne Fassons
regul. Verkaufswert 25. bis 45. . jetzt 15.

Neue Frühjahrs-Jackenkleider
zu Ausverkaufspreisen.
Ein gross. Post. neu. Frühjahrs-Jackenkleider
aus marineblauem Kammgarncheviot und Cheviot, ganz
kurze, schöngarnierteJacketts, moderne Röcke,
regul. Verkaufswert 45. bis 60. . jetzt 35.
Ein gross. Post. neu. Frühjahrs-Jackenkleider
aus marineblauem Kammgarncheviot, reich besetzt, u.
bestickte Fassons, moderne, kurze, lose Fass.,
regulärer Verkaufswert 60. bis 75. jetzt 45.
Ein gross. Post. hocheleganter neuer Jacken-
kleider
auf das eleganteste ausgestattet, Jacketts
auf reiner Seide gefüttert, regul. Verkaufswert
90. bis 125. 59.-
Ball- und Geseilschaftskleider.
Ein gross, Post. hocheleganter Spachtelkleider
ganz auf Seide gefüttert und mit farbigem Seiden-
gürtel
u. farbiger Seidengarnitur unten herum,
regulärer Verkaufswert 51.
.jetzt 29.-
Ein grosser Posten Tüllkleider, mit breiten Spachtel-
einsätzen
garniert, ganz auf weisser u. farbiger Seide
gefüttert und hochelegant garniert, regulärer
Verkaufzwert 59.
jetzt 33.-
Ein grosser Posten hocheleganter Tüllkleider
ganz mit Seide gefüttert, regulärer Verkaufs-
jetzt
45. 59. .
Ein grosser Posten Crépe-Japonkleider auf Batist
gefüttert, m. farbiger Perlgarnierung, regul.
Verkaufswert 55.
jetzt 33.-
Ein grosser Posten Voile-Ninonkleider auf weisser
und farbiger Seide gefüttert. Passe, Aermel aus Tüll,
unten herum 50cm hoher Tüllansatzt mitseide,
jeztt 35.. Verkaufswert 60.
Ein grossser Posten farbiger Voile-Ninonkleider
auf Seide gefüttert, hellblau, rosa, mais, regul.
35.
Vereaufswert 65.
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Ninonkleiderauf Seide, sehr duftige u jugendl
Fassons regul. Verkaufsw. 75. bis 90. jetzt 42.
Ein grosser Posten hocheleganter Crépe de
chine- und Voile-Ninonkleider in allen Ball-
farben
auf Seide, mit fein. hochelegantem Bordüren
und Stickereien, regul. Verkaufs-
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110. bis 140. . . jetzt 59. 75.-
Ein gross. Post. eleganter Gesellschaftskleider
mit Voile-Ninon, vornehme und reiche Gar-
nierung
regul. Verkaufswert 75. b. 90 jetzt 51.-
Ein gross. Posten hocheleg. Schwarz. Gesell-
schaftskleider
auf farbig. seid. Unterkleid. mit
bunten feinen Garnierungen, regul. Verkaufs-
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wert 150. bis 175.-
Schwarze Seiden-u. Spitzenblusen
Ein grosser Posten schwarzer seidener
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Spitzenblusen
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gefüttert, elegant garniert, ganz schwarz aus-
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regulärer Verkaufswert 23.50 bis 27.50 jetzt 13.50
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Seiden-Blusen hochelegante Fassons aus reinseid.
oder eleganten dickbestickten Tüll- oder Spachtelstoffen
zum grössten Teil mit farbiger Seide unterlegt oder
mit farbiger Garnierung ausgestattet, regulärer
. jetzt. 15.-
Verkaufswert 25. bis 40.-
Sommer-Waren.
Ein grosser Posten hocheleg. Taffet- u. Spitzen-
Mäntel u. Jacketts regul.
Verkaufswert 60 bis 150 jetzt 20. bis 35.
Fin grosser Posten weisser Batist- u. Stickerei-
Kleider
jetzt 15. 20. 30.-
Ein grosser Posten Sommerkleider aus Foulard,
Leinen und leichten Wollstoffen, Seide und Taffet,
regulärer Verkaufswert
jetzt 10. 25.- 50.-
20 bis 200
Ein grosser Posten Leinen-Jackenkleider regul.
Verkaufswert 25 bis 85
jetzt 10.- 15. 20.-
Ein grosser Posten einzelner Leinenpaletots,
Bastpaletots, Alpakkamäntel, Leinenröcke
jetzt 5. 10. 15.-
Ein grosser Posten Batist-, Stickerei- u. hand-
gestickter
Blusen darunter hochel.
Fassons, regul. Verkaufsw. 1545 jetzt 5. 15.
Pelz-Stolas.
Ein grosser Posten Nerz- und Zobel-Murmel-
Stolas 180200 cm lang, mit Köpfen und Schweifen
garniert, regulärer Verkaufswert 21. bis
jetzt 17.50
23.50
Ein grosser Posten Nerz- und Zobel-Murmel-
Stolas 220 cm lang, mit 10 echten Schweifen und
Köpfen garniert, regulärer Verkaufswert 29. 21.
Ein grosser Posten eleganter grosser Nerz- und
Zobel- Murmel-Stolas marderartig verarbeitet,
regulärer Verkaufswert 45. bis
jetzt 29. bis 33.
51.

Ein grosser Posten hocheleganter schwarzer Tuch-
mäntel
u. -Paletots in jeder Grösse, bis zu den
weitestenNummern vorrätig; glatte Schneiderfassons
oder reich garnierte und gestickte Fassons auf Seide
oder Cloth gefüttert, nur hochelegante moderne
Fassons, regulärer Verkaufswert
39. bis 75.-
. . jetzt 20. bis 45.-
Ein grosser Posten kurzer Sammet u. Plüsch-
jacken
in schwarz und
farbig, früher 23.50 bis 15.- 23.50, 33.
59.-
. jetzt
Ein Posten farbiger Sammetjacken
jetzt 5.
Ein grosser Posten Strassenpaletots aus schön
gemusterten Stoffen engl. Art, regülärer
Verkaufswert 13.50
jetzt 8.50
Ein grosser Posten englischer Strassenpaletots
aus gemusterten Stoffen, schöne moderne Fassons,
regulärer Verkaufswert 21. 51.
jetzt 13.50 bis 33.-
Ein grosser Posten marineblauer Chevivot-
Paletots aus guten marineblauen Cheviotstoffen,
moderne Fassons mit Matrosenkragen,
regulärer Verkaufswert 17.50 . . jetzt 15.50

Abend- u. Theater-
Mäntel
Ein grosser Posten eleganter Tuch-Abendmäntel
in schönen Abendfarben, regul. 6
Verkaufswert 45. bis 89. jetzt 29. bis 35.

Aussergewöhnliches Angebot!
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Eskimo-Paletots, marineblau, hellmode, Iila
und schwarz, mit Stoffstreifen, Applikationen und
Kurbelstickerei, in feinster Aussattung, regulärer
Verkaufspreis 33. 45. . . jetzt 13.50, 15. bis 19.-

Ein grosser Posten Seal-Electric mit grossen echten
Schweifen elegant verarbeitet regul.
Verkaufswert 16.50 bis 42. jetzt 11.bis33.
Ein grosser Posten Kanin-Stolas
jetzt 7.50, 9.-
Ein grosser Posten eleg. echter Skunks-Stolas
glatte, elegante breite Fassons, aus garantiert echten
Fellen regulärer Verkaufswert
. jetzt 35.bis110.-
60. bis 150.
Kostümröcke
Kostüm-Röcke in allen Farben, Fassons u. Stoffen,
regul. Verkaufswert 9. bis 51.
jetzt 5. bis 30.

Der gesamte Vorrat

Kindermäntel

früher bis
10. jetzt 5.

ist in 3 Serien eingeteilt
früher 20. bis 25.
früher bis
15. jetzt 7.50
10.12.50

Der gesamte Vorrat

Golfjacken
bestehend aus kurzen farbigen Jacken und langen
weissen Mänteln, regul. Verkaufs-
wert
13.50 bis 39. . . jetzt 8.50 bis 25.-

Aur Braunthar

Morgenröcke
und Matinées
Ein grosser Posten türkischer Taschen-
. jetzt 2.
tuch-Matinées
Ein grosser Posten Eiderdaunen-
jetzt
2.25
Matinées
Ein grosser Posten Matinées aus reinwollenen Eider-
daunen
u. Tuchstoffen, regul. Ver-
kaufswert
5.50 bis 25. . jetzt 3.bis 13.50
Ein grosser Posten Morgenröcke aus Eiderdaunen-
Stoff, regul. Verkaufswert 8.50 bis 12.50
jetzt 3. 8.
Ein grosser Posten eleganter Morgenröcke iu
hellen Farben aus guten, reinwollenen Stoffen, regul.
Verkaufswert 27. bis 70. 15. bis 35.-
Der gesamte Vorrat
Unterröcke
aus Wolle, Seide, Moiré früher
30.-
. jetzt 4.
10. bis 60.
Frankfurt a. M.
Zeil neben der Hauptpost.

Grösstes Spezialhaus Frankfurts für Damen-Konfektion.

[ ][  ][ ]

Ab Montag, den 2. Januar
Saison-Ausverkauf
Strauss & Mayer, Hoflieferanten.
Schulstrasse 8.
Schulstrasse 8.
Dutz=, Besatz= und Modewaren
(25140

Gartenbauverein Darmstadt.
Hauptversammlung
Dannerstag, den 5. Januar 1911, abends 8 Uhr,
im Fürſtenſaal (Grafenſtraße).

(25176

Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Ergänzungswahl des Vorſtandes.
3. Vortrag des Herrn Kreisobſtbauinſpektors Bieſterfelds aus
Offenbach über: Streifzüge durch das Gebiet des Obſtbaues,
(mit Lichtbidern).
NB. Zur Vermeidung, daß Unberechtigte an der Verloſung teilnehmen, iſt lt.
Vorſtandsbeſchluß die Mitgliederkarte vorzuzeigen. Nach Beginn des Vortrags werden
Loſe nicht mehr ausgegeben.
Der Vorstand.

rolektor: Seine Köniel. Hoheit der Grossherzog.
Neujahrstag, 1. Januar 1911, abends 8 Uhr

Ausgeführt von der Kapelle des 115. Infanterie-Leibgarde-Regiments
unter perſönlicher Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Mauske.
Eintritt 50 Pfennig.
Eintritt 50 Pfennig.
Die Mitglieder der Turngemeinde erhalten Karten zu ermäßigten Preiſen
beim Hausmeister.

25007)

Der Karneval-Ausschuss.

Hes Fecktverein Waisenschutz
Zweigverein Darmstadt.
Sonntag, den 1. Januar 1911 (Neujahrstag), abends 7 Uhr,
in sämtlichen Räumen des städt. Saalbaus

beſtehend in Musikvorträgen, Theater, Tombola, Tanz.
Eintritt für Mitglieder 20 Pfg. jede Perſon. Söhne über 18 Jahre werden als
Fremde betrachtet. Kinder frei.
Eintritt für Nichtmitglieder 1 Mark, eine Dame frei, jede weitere Dame 50 Pfg.
Mitgliedskarten bittet man an der Kaſſe vorzuzeigen.
(24751ss
Zu recht zahlreichem Beſuch ladet höfl. ein
Der Vorstand.
NB. Sonntag, den 15. Januar: Spaziergang nach Roßdorf
(Einfehr bei Gaſtwirt Günther, Zur Sonne‟). Abmarſch 2½ Uhr Kapellplatz.

Gesellschaft Prinz Georg‟ Darmstadt
Sylvester-Nacht und Sonntag, den 1. Januar 1911
grosse Tanzkränzchen
8
im Restaurant Metropole.
Anfang Syivester 8½ Uhr abends. Anfang Neujahr 4 Uhr nachmittags.
(25150
Eintritt frei.
Es ladet freundlichst ein
Der Vorstand.

klub Flottweg‟ Darmstadt
Radfahr

Sonntag, den 1. Januar 1911 (Neujahrstag) abends 8 Uhr,
Weihnachtsfeier

verbunden mit Konzert, humorist. Vorträgen, Theater,
Tombola u. Tanz im Fürstensaale, Grafenstrasse 20,
unter gütiger Mitwirkung des Rummel’schen Männer-Quartetts.
Mitglieder, sowie Freunde und Gönner des Klubs ladet freundlichst ein
Eintritt 25 Pfg.
Der Vorstand.
(25121

Am 1. Januar 1911, Neujahrstag:

der Kapelle des Leibgarde-Regiments
(grösserer Teil derselben)
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Beſonders gewähltes Festprogramm.
Anfang 4 Uhr.
(B25160)
Eintritt 25 Pfg.

Luisenstraße

gegenüber dem alten Palaisgarten

Luisenstraße
t!
(24773a

*31258sm
Neu eröffnet
Restauration Zur Harine

(früher Konzerthaus Kratsch)

Reine Weine Keine Konzerte

Feine Biere

Gute Küche und Bedienung

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 25. Dez.: dem Kaufmann Franz
Bormuth, Stiftſtr. 56, e. T. Anna Maria Elli. Am
26.; dem Schreiner Johannes Deines, Wendelſtadt=
ſtraße
2, e. T. Johanna Friederike. Am 25.: dem
Stukkateur Julius Ceina, Feldbergſtr. 28, e. T. Ger=
trud
Amalie. Am 27.: dem Schreiner Leopold Boegl=
berger
, Emilſtr. 4, e. S. Hans. Am 22.: dem Bäcker
Jakoh Stuckert, Neckarſtr. 24, e. S. Ludwig. Am 25.:
dem Glaſer Anton Schneider, Kaupſtr. 5, e. S. Adolf.
Am 27.: dem Schrankenwärter Gg. Kratz, Taunus=
ſtraße
44, e. T. Theodora Maria. Am 28.: dem Kreis=
amtsgehilfen
Rudolf Kreiſel, Pallaswieſenſtr. 29, e.
S. Rudolf Georg Friedrich. Am 23.: dem Schloſſer
Philipp Schulz, Pallaswieſenſtr. 48, e. S. Georg.
Am 28.: dem Lackierer Karl Heinbüchner, Viktoria=
ſtraße
58, e. S. Theodor. Am 24.: dem Former Adolf
Gabriel, Feldbergſtr. 45, e. T. Elli Chriſtiane. Am
27.: dem Gaswerksarbeiter Karl Dörr, Arheilger
Straße 14, e. T. Lina Eliſabethe.
Aufgebotene. Am 23. Dez.: Metzger Adam Wolf
in Gadernheim mit Dorothea Emich in Beedenkirchen.
Am 27.: Maſchinenſchloſſer Eugen Emil Marchetti,
Wendelſtadtſtr. 11, mit Anna Apollonia Knapp in
Lörzenbach. Schloſſer Karl Kolmer in Watzenborn,
zurzeit Leibkompagnie 1. Großh. Heſſ. Leibgarde=Inf.=
Regts. Nr. 115, hier, mit Fabrikarbeiterin Katharina
Häuſer in Watzenborn. Kaufmann Hugo Kurt
Köhler in Frauenhain mit Geſchäftsinhaberin Auguſte
Marie Anna Fricke in Zeitz. Am 28.: Metzger
Chriſtian Schaffroth, Beckerſtx. 17, mit Eliſabethe
Maul, Marienplatz 1..Maſchinentechniker Karl
Richard Amberg in Frankfurt a. M. mit Haushälte=
rin
Maria Weitz, ebendaſelbſt. Gerichtsſchreiber=
aſpirant
Eckardt Karl Reichert, Oppenheim, mit
Mina Kiefer, Dreieichenhain. Am 29.: Maſchinen=
ſchloſſer
Georg Mampel III. in Arheilgen mit
Margar. Jungmann, Feldbergſtr. 36. Maurer
Michaek Kühlwein V in Viernheim mit Fabrikarb.
Murgareta Bugert, ebendaſelbſt. Durckereihilfsarb.
Canſt Albert Merz, hier, mit Eliſabethe Margarete
Katharine Böcking in Grünberg.
Geſtorbene. Am 27. Dez.: Anna Eliſ. Hahn geb.
Friehl, Wwe. d. Trompeters, 79 J., ev., Schuchard=
ſtraße
13. Am 26.: Maria Büdinger geb. Itzel, Ehefr.
d. Fuhrmanns, 57 J., kath., Schloßgaſſe 15. Am 27.:
Karl Hch. Heil, S. d. Landwirts, 3 J., ev., Goddelau.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Samstag, den 31. Dezember 1910
Silveſter
Hofkirche: Abends 9 Uhr: Silveſterandacht.
Stadtkirche: Abends um 6 Uhr: Pfarrer Vogel.
Abends um 8 Uhr: Pfarrer D. Diehl. In beiden
Gottesdienſten Kollekte für den Kirchenfonds.
Johanneskirche: Jahresſchlußfeier. Kollekte für die
Kleinkinderſchule. Abends 8 Uhr: Pfarrer Kraus.
Marlinskirche: Kollekte für die Armen. Abends
um 8 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Nachmittags 4 Uhr: Altjahresſchluß=
vesper
.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Kollekte für die
Armen. Abends um 6 Uhr: Piarrer Walz.
Pauluskirche: Abends 6 Uhr: Silveſterandacht.
Pfarrer Rückert. Kollekte für die Pauluskirche.
Sonntag, den 1. Januar 1911
Neujahr
Hofkirche: Abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Kollekte für die Armen. Nachmittags um 6 Uhr:
Pfarrer Weißgerber. Kollekte für die Armen.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Kle=
berger
. Kollekte für die Armen.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. Vormittags um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kollekte für die Armen.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Deggau. Vormittags 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für die
Armen. Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent Flöel.
Gemeindehaus, Hofaartenſtr. 8: Mittwoch,
den 4. Januar, abends um 8 Uhr: Miſſionsſtunde.
Miſſionar Weißmann.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Kollekte für die Armen.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Samstag, den 31. Dez.,
abends 8½ Uhr: Silveſterfeier. Sonntag, den 1. Jan.,
nachm. 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends um 8 Uhr: Blaukreuzver=
ſammlung
. Von Montag, den 2. Januar bis ein=
ſchließlich
Freitag, den 6. Januar, abends 8½ Uhr:
Gebetsvereinigung.

Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Hemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag (Neujahr), nachmittags 4 Uhr.
Mittwoch, abends 8½ Uhr.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 31. Dezember, nach=
mittags
um 4 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Um
6 Uhr: Silveſterandacht mit Predigt und Te Deum.
Sonntag, den 1. Januar 1911
Neujah=
Kollekte für den Armenfonds
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: Militär=
gottesdienſt
mit Predigt. Um ½ 10 Uhr: Hochamt.
Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr:
Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt und Pro=
zeſſion
. Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Freitag, vormittaas um 9 Uhr:
Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr: Vor=
trag
und Verſammlung im Mädchenheim. Um 6 Uhr:
Feſtandacht.
Kapelle der Eugliſchen Fränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. Freitag, vormittags um 8. Uhr:
Segenmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabelhenkirche: Samstag, den 31. Dezember,
nachmittags um 4 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Abends um 8 Uhr: Silveſterandacht und Predigt.
Sonntag, den 1. Januar 1911
Feſt der Beſchneidung des Herrn
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags
um 2 Uhr: Vesper. Donnerstag, nachm. um 5 Uhr:
Beichtgelegenheit. Freitag, abends um ½ 6 Uhr: Herz=
Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
31. Dezember, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Um ½8 Uhr:
Predigt und Andacht.
Sonntag, den 1. Januar 1911
Feſt der Beſchneidung des Herrn
Kollekte
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit Predigt.
Nachm. um ½3 Uhr: Neujahrsandacht. Bibliothek
(Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von 67 Uhr.
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl.
Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 31. Dezember,
abends um 5 Uhr: Beichte.
Sonntag, den 1. Januar 1911
Neujahr
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hoch=
amt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſten=
lehre
und Andacht. Während der Woche vormittags
um ¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Neujahr. Sonntag, den
1. Januar, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.

The church of England Service
New Tear’s Day, Ith Sunday after Christmas
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,30 p. m.
The Rev. Me Donald, Chaplain in Heidelberg willofficiate.

Getaufte, Getraute und Veerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 25. Dez.: Dem Großh. Hoflakei
Heinrich Friedrich Moeller T. Anna Eliſabeth, geb.
25. Okt. 26. Dez.: Dem Großh. Saalwärter Peter Rein
T. Johanna Maria, geb. 6. Dez.
Stadtgemeinde: 25. Dez.: Dem Schloſſer
Hermann Schwab S. Hermann Wilhelm, geb. 8. Juli.
Dem Großh. Regierungsbauführer Karl Schaffner S.
Friedrich Wilhelm, geb. 4. Nov. 26. Dez.: Dem Hof=
kürſchner
Gottlieb Lorz T. Eliſabeth Ernſtine Helene
Käthe Mathilde, geb. 27. Sept. Dem Hausdiener Philipp
Dietrich! S. Friedrich Heinrich, geb. 17. Nov. Dem
Arbeiter Adolf Heinrich Goll T. Emmi Johanna
Martha, geb. 20. Dez. 25. Dez.: Dem Steinhauer Ludwig
Rock S. Karl, geb. 14. Okt. 26. Dez.: Dem Schreiner
Ludwig Konrad Bieger S. Georg, geb. 14. Dez.
Johannesgemeinde: 25. Dez.: Dem Schloſſer
Georg Schuchmann S. Georg Heinrich, geb. 3. Dez.
Dem Fabrikarbeiter Heinrich Ranft T. Eva, geb. 11. Nov.
Dem Modellſchreiner Friedrich Weicker S. Albert, geb.
11. Nov. Dem Kutſcher Heinrich Guſchwa S. Willi,
geb. 9. Nov. Dem Schuhmacher Johann Kani S.
Friedrich Johann, geb. 16. Aug. 26. Dez.: Dem Bahn=
ſchaffner
Michael Bickel T. Barbara, geb. 10. Nov. Dem
Straßenreiniger Jakob Adam Koch S. Wilhelm, geb.
1. Dez. 28. Dez.: Dem Bahnmeiſter Karl Klump S. Wilhelm
Gottlieb, geb. 17. Dez.
Martinsgemeinde: 22. Dez.: Dem Fahrburſchen
Jakob Rettig T. Hildegard, geb. 3. Nov. 25. Dez.: Dem
Fuhrmann Wilhelm Schwinn S. Willi, geb. 11. Nov.
Dem Schuhmachermeiſter Georg Peter Keil S. Hermann
Walter, geb. 29. Nov. Dem Metzgermeiſter Hermann
Volz T. Anna Maria, geb. 23. Nov. 26. Dez.: Tem
Gärtner Friedrich Kück T. Elſa Eva Henriette, geb. 9. Okt.
Dem Milchhändler Peter Friedrich Andreas Schüler S.
Friedrich Ludwig, geb. 13. Nov. Dem Fabrikarbeiter
Konrad Wembacher T. Margarethe, geb. 8. Nov. Dem

Friſeur Johannes Vollrath T. Johanna, geb. 12. Dez.
22. Dez.: Uneheliche T. Maria Magdalena, geb. 24. Aug.
25. Dez.: Dem Taglöhner Johannes Zaun T. Katharina
Eliſabeth, geb. 20. Nov. Dem Lokomotivführer Johann
Heinrich Dern T. Luiſe Maria Emma Julia, geb. 11. Okt.
Dem Fabrikarbeiter Johannes Schlander S. Adam, geb.
8. Nov. Dem Leitungsaufſeher Heinrich Spengler S.
Ludwig, geb. 6. Nov. Dem Bierbrauer Karl Buchinger
T. Franziska, geb. 9. Okt. 26. Dez.: Dem Lehrer Georg
Wilhelm Schäfer T. Maria Margarete, geb. 25. Nov.
Dem Hochſchuldiener Guſtav Ernſt Fuchs S. Kurt, geb.
30. Sept. Dem Metzger Friedrich Amend T. Anna Maria
Eliſabeth, geb. 30. Olt. Dem Buchhalter Einſt Georg
Neuſel S. Hans Walter Lebrecht, geb. 11. Nov.
Paulusgemeinde: 25. Dez.: Dem Bäcker Ludwig
Heiſt T. Chriſtine, geb. 9. Nov. Dem Straßenbahnſchaffner
Georg Himmelheber T. Margarete Alexandra Katharina,
geb. 24. Sept. 26. Dez.: Dem Schneider Georg Ludwig
T. Sophie Dorothea Nelly.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Dez.: Magazinarbeiter
Leonhard Friedrich Weber und Eliſabetha Späth. 20. Dez.:
Bäckermeiſter Heinrich Mann, Witwer, zu Worms und
Marie Katharine Diemer. 27. Dez.: Landwirt Peter Huy
und E iſabetha Suſanna Klag, beide von Bolanden. Tele=
graphenarbeiter
Georg Hinkel und Auguſte Luiſe Schröder.
Johannesgemeinde: 24. Dez.: Hilfsarbeiter
Johann Reis und Luiſe Ganß von hier.
Martinsgemeinde: 25. Dez.: Buchdruckergehilfe
Peter Becker aus Arheilgen und Karoline Höhner.
26. Dez.: Schuhmacher Peter Guſtav Adolpp und Bar=
bara
Suſanna Schlander, beide hier. 25. Dez.: Schloſſer
Adam Heilmann und Katharine Dieter. Taglöhner
Jakob Friedrich Hochſtätter und Sophie Stumpf. 26. Dez.:
Weichenſteller Heinrich Schmiot in Zell i. O. und Wil=
helmine
Frieda Frey.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Dez.: Auguſte Wiener,
geb. Traiſer, Witwe des Oekonomen Wiener, 76 J., ſtarb
11. Dez. 20. Dez.: Schuhmacher Richard Albert Auguſt
Köhnemann, 31 J., ſtarb 18. Dez. 23. Dez.: Antonie
Hallwachs, geb. Gaß, Ehefrau des Rentners Hermann
Hallwachs, 57 J., ſtarb 21. Dez. (eingeſegnet). 27. Dez.
Privatin Anna Spieler, 62 J., ſtarb 24. Dez. Peter
Unrath, S. des Formers Peter Unrath, 1 J., ſtarb
24. Dez. (eingeſegnet). 24. Dez.: Steuerbote Franz
Kötting, 59 J., ſtarb 22. Dez. 27. Dez.: Ober= Rechnungs=
reviſor
Johann Völker, 44 J. 10 M., ſtarb 24. Dez. zu
Arheilgen.
Johannesgemeinde: 25. Dez.: Marie Dietrich,
geb. Sephan, Witwe des Schneidermeiſters Wilhelm
Dietrich, 83 J., ſtarb 23. Dez. 26. Dez.: Renter Ludwig
Moeſer, 55 J., ſtarb 22. Dez. 27. Dez.: Weingärtner
Johann Jakob Schäfer, 80 J., ſtarb 24. Dez.
Martinsgemeinde: 24. Dez.: Gasfabrikarbeiter
Wilhelm Becker, 59 J., ſtarb 22. Dez. 25. Dez.: Landwirt
Georg Juſtus Himmler, 74 J., ſtarb 23. Dez. 23. Dez.:
Eliſe Zimmer, Witwe des Metzgermeiſters Jean Zimmer,
70 J., ſtarb 20. Dez. in Frankfurt. 29. Dez.: Katharine
Dörr, Witwe des Hoboiſten Georg Adam Dörr, 80 J.,
ſtarb 23. Dez. 27. Dez.: Zimmermann Peter Schmidt,
64 J., ſtarb 24. Dez. 28. Dez.: Oberhoflakai a. D. Auguſt
Seipp, 64 J., ſtarb 25. Dez. Johanna Becker, Ehefrau
des Tapezierers Heinrich Becker, 53 J., ſtarb 25. Dez. in
Eberſtadt. Roſa Becker, Witwe des Regiſtrators Ehrhard
Becker, 33 J., ſtarb 25. Dez.
Paulusgemeinde: 21. Dez.: Johannette Luiſe
Bader, geb. Dambmann, Witwe des Rechnungsrats Karl
Bader, 76 J., ſtarb 19. Dez. 22. Dez.: Privatin Helene
Kumbruch, 50 J., ſtarb 20. Dez. 25. Dez.: Johanna
Werner, geb. Stein, Witwe des Hofzahnarztes Dr. Karl
Werner, 65 J., ſtarb 23. Dez. 26. Dez.: Lilli Stiewe,
geb. Beyer, Witwe des Landwirts Julius Stiewe, 48 J.,
ſtarb 23. Dez.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 25. Dez.: Den.
Gärtner Adam Delp S. Wilhelm, geb. 7. Dez. Dem
Schloſſer Philipp Lenges S. Ludwig, geb. 29. Nov.
26. Dez.: Dem Sergeanten im Feld=Artillerie=Regiment
Nr. 25 Philipp Bleſſing S. Philipp Bartholomäus, geb.
5. Dez.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 22. Dez.: Schloſſel
Joſeph Thaller und Magdalena Reith, beide dahier.
25. Dez.: Metzger Kilian Stolzenberger zu Eiſenbach und
Barbara Heckler dahier. 26. Dez.: Mechaniker Joſeph
Hartmann und Maria Anna Karolina Fießmann, beide
dahier. Kaufmann Philipp Korbus und Barbara Hafner,
beide dahier. 29. Dez.: Hauptlehrer Georg Berger aus
Jügesheim und Eliſabeth Groh aus Urberach.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 18. Dez.: Obermälzer
Joh. Gg. Reich, 47 J., ſtarb 15. Dez. 21. Dez.: Eleonore
Maul aus Gernsheim, 7 J. 10 M., ſtarb 19. Dez. 22. Dez.:
Hans Wolf aus Eberſtadt, S. des Fuhrmanns Wilhelm
Wolf, 9 J., ſtarb 19. Dez. 24. Dez.: Witwe Eliſabeth
Diehl, geb. Levaſier, aus Lorſch, 59 J., ſtarb 22. Dez.
25. Dez.: Emilie Pfannenſchmidt aus Pfungſtadt, T. des
Schloſſers Anton Pfannenſchmidt, 16 J., ſtarb 22. Dez.
26. Dez.: Kath. Thereſia Korb, geb. Bru, aus Griesheim,
Ehefrau des Maſchinenarbeiters Andreas Korb, 47. J.
7 M., ſtarb 23. Dez. 27. Dez.: Kath. Eliſabeth Hofmann,
ledig, 68 J., ſtarb 24. Dez. Gertrude Geiger, geb. Gieß=
ler
, Ehefrau des Joſeph Geiger, 38 J., ſtarb 24. Dez.
29. Dez. Maria Büdinger, geb. Itzel, Ehefrau des
Fuhrmanns Georg Büdinger, 56 J. 3 M., ſtarb 26. Dez.

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Nummer 307

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 27.

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4. Ernst: Konzert Fis-moll mit einer grossen Kadenz.
5. a) Rud. v. Prochazka: Romanze op. 9b.
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bei der Weihnachtsfeier des Darmſtädter Sportklubs
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Eintritt 50 Pfg

[ ][  ][ ]

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307a

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Dieſes Lebensdrama, wundervoll inſzeniert, vom Anfang bis zum
Ende packend und wuchtig, nur von den erſten Künſtlern dargeſtellt,
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Durch Gaben an die Kleininderſchule
haben ſich wegen Unterlaſſung der
konventionellen Neujahrsbeſuche ferner
die folgenden Perſonen entſchuldigen laſſen
und gleichzeitig auf Ueberſendung von
Neujahrs=Gratulationskarten verzichtet:
Aegidius Bauſch u. Frau, Fräul. Emma
Bauſch, Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II.,
Dr. med. Klaus Hoffmann, Frl. Ilſe Hoff=
mann
, Fräul. Auguſte Pfannmüller, Frau
Dr. Karl Reuling, Fräul. Gertrud Schäfer
in Büdingen, Geheimer Medizinalrat Dr.
Köhler u. Familie, Prof. Dr. Ihle u. Fam.,
Gebrüder Becker Nachfl., Telegraphenſekretär
Spahn u. Familie Sanitätsrat Dr. Buß,
Fabrikant Heinr. Wenck u. Frau, Sanitäts=
rat
Dr. Brückner u. Frau, Sanitätsrat Dr.
Arthur Hoffmann u. Frau, Geh. Schulrat
Münch u. Frau, Frl. Klara Eppert, Lehrerin,
Geheimer Regierungsrat Noack und Frau,
Kommerzienrat Röder u. Frau, Geheimer
Forſtrat Heinemann u. Frau, Schneider=
meiſter
Theod. Luttermann u. Fr., Schloſſer=
meiſter
Georg Philipp Geiſt und Familie,
Fabrikant u. Stadtverordneter Louis Lautz
u. Frau, Hofmetzger Ludwig Fauldrath u.
Frau, prakt. Arzt Dr. Ludwig Wißmann,
Bankprokuriſt Sohl u. Frau, Dr. Sellentin,
Wilhelminenſtr. 17, Hofweißbinder Friedr.
Emmel u. Frau, Sanitätsrat Dr. Birn=
baum
u. Frau, Maurermeiſter Wilh. Hummel
u. Frau, Pfarrer Waitz, Eduard Roether,
Bleichſtraße 24, Sanitätsrat Dr. Quetſch,
Eduard Wolfskehl u. Frau, Georg Enes u.
Frau, Ludwig Nöſinger und Frau, Eliſa=
bethenſtraße
42, Philipp Schaaf und Frau,
Ernſt=Ludwigſtr., Dr. med. L. Bodenheimer,
Steinmetzmeiſter Peter Karn und Familie,
Georg Schmitt, Weinhandlung, Hofrat
Alexander Koch u. Frau, W. Doany u. Frau.
eujahrs=Entſchuldigungskarten zum
N Beſten der Armen des St. Vinzenz=
und des St. Eliſabethenvereins haben
noch folgende Perſonen gelöſt:
Straßenbauaſſiſtent Dang, Fräul. Jung,
Dr. med. Kocks, Eiſenbahnoberſekretär
Rathmann.
(25170

Ein abſolut lebenswahres Schauſpielſ
aus dem deutſchen Arbeiterleben

Theater-Drama
aus Carthago’s Blütezeit.

Uncaheu ne

Von einem namhaften italie-
nischen
Künstler ist eine
herrliche Musik extra zu die-
sem
Bilde komponiert worden

des I. Darmstädter Kino
Das Neueſte aus aller Welt.

Großes ſoziales Drama

Uiker Coiis Jsaffe

Der Sklave von Charthago bleibt
nur einige Tage im Spielplan.
Wir bitten, nach Möglichkeit
schon den Nachmittagsvorstel-
lungen
beizuwohnen, um den
Andrang nach unserem Theater
zu verteilen.

Die Erlebniſſe Onkel Toms bei St. Clair bis zum Tode deſſen Tochter.

Zur gefl. Beachtung! Mit dieſem außergewöhnlich reichhaltigen Spiel=
plan
bringen wir das neueſte Kunſterzeugnis der Kinematographie, welches
überall unter großem Andrang gezeigt und auf jedem Repertoir prolongiert
wurde, es beweiſt wieder, daß die Direktion nur das Beſte für gut findet.

Vorstellungen ununterbrochen
von nachmittags 3½ Uhr bis
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[ ][  ][ ]

Nummer 307.

Okrnzon

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Seite 29.

369

Heute Sylvester geschlossen.

Morgen) Sonntag, 1. Jan. 1911
Neujahrs-Premieres
Fest-
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
mit ungekürztem Programm.
sowie abends 8¼ Uhr.

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Dichtung und Musik von
Dr. Ralph Benatzki, Wien.

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Lis’l Fluher, Kunstradfahrerin.

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berühmte Tänzerin.
Einzige Rivalin der Saharet
und Otero.

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nastiker
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Ludwig
Gesangs-
Clermont Komiker.

Der Biograph, neue Bilder.
Miss Darvin, dressierte Wunder-
Katzen.

Programm
zu dem am Samstag, den 31. Dezember,
von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
pelle
des Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
1. Luthers Wahlſpruch, Marſch von
Rabetge. 2. Ouvertüre zur Operette Leichte
Kavallerie von Suppé. 3. Soldatenleben
militäriſches Tongemälde von Keler=Bela.
4. Potpourri aus Der fidele Bauer von
Fall. 5. Verſchmähte Liebe, Walzer von
Lincke. 6. Marſch aus Der Bettelſtudent
von Millöcker.

Zur

Einleitung der Jubelfeiern 1911
Sonntag, den 8. Januar, abends 811 Uhr,
im Städtischen Saalbau‟
Ererrhungs Ronzerr
(Kapelle WEBER)
mit darauffolgendem BALL.
Gemeinsame Lieder, Vorträge, Luftschlangen.

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Proſzeniumsloge 2. Mk., Fremdenloge
2. Mk., Balkonloge 2. Mk., 1. Rang
2. Mk., 2. Rang 1. Mk., Sperrſitz
1.50 Mk., Parterre 1. Mk., 1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 30 Pfg.
Anfang 7 Uhr. Ende vor 10 Uhr.
Kartenverkauf von 111 Uhr und von
6 Uhr an.

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von 111 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 1. Januar 1911. 90. Ab.=Vorſt.
B 23. Lohengrin (Feſtvorſtellung.)
Große Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Montag, 2. Jan. 1911. 91. Ab.=Vorſtell.
C 23. Precioſa. Kleine Preiſe. An=
fang
7 Uhr.
Dienstag, 3. Jan. 1911. 92. Ab.=Vorſtell.
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Hierauf: Orpheu und Eury=
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Der Heerrufer des Königs Hr. Hönel
. Hr. de Leeuwe
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Hr. Jahn
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Hr. Schwarze
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. Frl. Guerdan
Edel=
Frl. Kaiſer
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.. Fr. Ritter
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Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2. Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4. Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6 Uhr. Ende 10 Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
5 Uhr an.

Perſonen:
Hiller, Königl. Baurat . Hr. Knispel
Täſar Wichtig, Regiſtrator
im Handelsminiſterium. Hr. Holler
Wilhelmine, ſeine Frau . Fr. Rudolph
Hr. Schneider
Otto, beider Sohn‟
Heidenreich, Gerichtsrat a. D. Hr. Schwarze
Emma, ſeine Tochter. . . Frl. Gothe
Franz Weller, Ingenieur . Hr. Speiſer
Zander, Zeitungs=Reporter Hr. Jürgas
Striegel, Poſtmeiſter und
Wirt des Gaſthofes:
Zum roten Ochſen in
.. . Hr. Semler
Waldkirch .
Alfred Schulz
Peter, ſein Sohn .
Marie Linke, Schauſpielerin,
. Frl. Grünberg
ſeine Nichte
Hr. Dobski
Scholz, der Schulze,
in
Hr. Geibel
Lemberg,
Wald=
Hr. Ungibauer
Marſchall, Bauern
kirch
Hr. Indorf:
Kleiſt,
. Hr. Fleiſchmann
Vater Kulicke
. Fr. Hartig
Mutter Kulicke .
Hdw. Jungkurth
Minchen,
Lieschen, deren Kinder Math. Harreus
Aennchen Dörr
Fritzchen,
Jette, Dienſtmädchen bei 1 Frl. Nicklaß=
Kempner
Wichtig
Hr. Klotz
Kemper, Bote
Feder,
Hr. Kroczak
Hr. Sautier
Emſig,
Hr. Wolf
Schwarz,
E
Lauter,

Hr. Jachtmann
Ein Kriminalkommiſſarius Hr. Jungmann
Erſter 1 Kriminal= . . Hr. Waigandt
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[ ][  ][ ]

Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)

Zwiſchen Weihnachten und Neujahr. Neue Wünſche.
Die Zaubermacht Bellinis! Berlins Zukunft.
Große Pläne und deren Ausführung. Volksfeſtſpiele.
Weitgehende Erwartungen. Unſere Bühnen.
Aus dem lieben, ehrlichen Berlin früherer Zeiten.
Die Briefe der Prinzeſſin Eliſa Radziwill. Ein
Herzensroman. Vom Radziwillſchen Palais und
Park. Prinz Wilhelm. Aus dem Theaterleben.
Zum Gedenken Dr. R. Löwenfelds.
Verhallt der lärmende Weihnachtstrubel,
verflogen allmählich die weihnachtliche Stimmung, vor=
bei
die erwartungsvolle Erregung, die jung und alt
vor dem Feſt ergriffen, zu Ende das Fieber, das uns
alle beherrſcht hatte und das den meiſten von uns ſo
teuer zu ſtehen gekommen: das Kauffieber! Die ſtillſte
und friedlichſte Zeit im Jahr, welche dieſe Tage zwiſchen
Weihnachten und Neujahr umfaßt, iſt gekommen. Jetzt
feiern auch einmal die fleißigſten Hände, und der tätigſte
Geiſt gewährt ſich einige Muße. Ausruhtage ſind gern
willkommen geheißen am Ausgang des langen alten
Jahres und vor dem Beginn des neuen, das neue Ar=
beit
, neue Pflichten und Sorgen bringt. Und auch
neue Wünſche, die ſich auf die Allgemeinheit und
auf das Einzelne beziehen, neue Hoffnungen und neue
Erwartungen! Wie gern möchte man da über Bellinis
Kunſt verfügen, jenes erſtaunlichen Gedankenleſers,
der hier in einem der großen Varieté=Theater auftritt
und allabendlich das zahlreiche Publikum in maßloſe
Verwunderung verſetzt durch das ſchnelle Erraten ge=
heimer
ſeeliſcher Vorgänge.
Noch beſſer wär’s freilich, wenn man ſeine eigenen
Wünſche zur Ausführung auf andere übertragen
könnte, das wäre ſo etwas, die Welt nach dem eigenen
Willen umzumodeln! Ach, der Wünſche dazu ſind ja
genug vorhanden, die ſich unter anderem auch mit
Berlins Zukunft beſchäftigen, die vielen arge
Kopfſchmerzen bereitet. Denn es unterliegt keiner
Frage, daß ſich die Reichshauptſtadt, was ihre innere
Entwicklung, ihre weitere Ausgeſtaltung, ihre geſamte
Bedeutung anbelangt, in einer ſehr kritiſchen Lage be=
findet
, die zielbewußte Entſchlüſſe und deren Durchfüh=

rung verlangt. Und es bedarf keiner langen Ausfüh=
rungen
es muß das offen ausgeſprochen werden
daß man in weiten Kreiſen der Berliner Bürgerſchaft
mit der offiziellen Stadtvertretung recht unzufrieden
iſt, und daß man dringend nach Männern verlangt, die
mit weitſchauendem Sinn und energiſcher Kraft für die
Wohlfahrt Berlins einzutreten imſtande ſind.
Das neue Jahr wird ja, was das eigentliche
Bild der Stadt anbelangt, uns wiederum viel Neues
beſcheren. Man hört von der Errichtung eines Rieſen=
Stadions, das im Stile eines gewaltigen, alt=
römiſchen
Zirkus in der Nähe des Stadtbahnhofes
Tiergarten auf einem Terrain von 30000 Quadrat=
metern
erſtehen und etwa 50000 Zuſchauern Platz bieten
ſoll. Unter ſolchen Ziffern machen wir’s nicht mehr,
bei uns muß jetzt alles ins Ungeheure gehen, und ſeit=
dem
wir den Oedipus in der Manege erlebt und
Beethovens Neunte Simphonie im Eisſportpalaſt
vernommen, erſcheint nichts mehr unmöglich. Reifen
doch ſchon Pläne ihrer Erfüllung entgegen, hier einen
großen Bau für Volksfeſtſpiele zu errichten, die
unter der künſtleriſchen Leitung Max Reinhardts, des
klugen und umſichtigen Direktors unſeres Deutſchen
Theaters ſtehen ſollen. Auch hier denkt man an
Maſſen=Aufführungen, an Maſſen=Wirkungen, an
Maſſen=Beſuch! Wird doch in einem Rundſchreiben
eines Komitees der Geſellſchaft für deutſche Volksfeſt=
ſpiele
das ſich vor kurzem hier gebildet, von dem
Theater der Fünftauſend geſprochen, das die Grenz=
gebiete
der Alltagsbühne erweitert und für einen ge=
ringen
Betrag Ungezählten verſperrte Tore öffnet; auf
dieſe Weiſe ſoll das Theater wieder zu einer Sache des
Volksganzen gemacht werden. Man will Werke der
Antike, ſowie unſere klaſſiſchen dramatiſchen Dichtungen
aufführen und hofft, daß aus dieſen veränderten Be=
dingungen
dem dichteriſchen Schaffen der Gegenwar:
neue Anregungen und neue Möglichkeiten erblühen.
In Berlin denkt man mit dieſen Volksfeſtſpielen
auf breiteſter Grundlage zu beginnen und ſie dann auch
in Nord und Süd, in Oſt und Weſt unſeres Vaterlandes
zu begründen; namentlich in Süddeutſchland bringt
man ihnen ſchon heute warme Sympathien entgegen.
Wird das Erträumte zur Tat, zur echten und rechten
Tat, ſo kann ein reicher Segen erſprießen, an welchem
ſich Hundert= und Aberhunderttauſende zu erfreuen
vermögen. Welchen Einfluß das dann auf die bereits
beſtehenden Theater ausüben wird, iſt noch nicht zu er=

meſſen; jedenfalls wird dann für viele von ihnen der
Exiſtenzkampf noch ſchwieriger werden, wie er es heute
bereits iſt. Mit Recht konnte ein Witzblatt ſpotten, daß
in Wien die Chormitglieder der Hofoper, in Hambur=
die
Bühnenarbeiter des Deutſchen Schauſpielhauſes
ſtreikten, daß es in Berlin aber noch ſchlimmer wäre,
denn da ſtreikten bei einer beträchtlichen Zahl von
Theatern die Kaſſierer: ſie verkauften keine Billetts
mehr! Und trotz des ſchlechten Geſchäftsganges recht
vieler unſerer Bühnen hört man immer wieder und
wieder von neuen Theater=Projekten und deren bevor=
ſtehender
Verwirklichung. Freilich iſt zu erwarten, daß=
hier
unſere Behörden mit ihrer Erlaubniserteilung
recht vorſichtig ſein werden; zieht man doch jetzt an den
betreffenden Stellen nicht nur die Beſchaffenheit eines
guten Bauplatzes und das Vorhandenſein der nötigen
Mittel in Betracht, ſondern berückſichtigt ſehr ernſthaft
die Frage, ob auf dieſem Gebiet eine Lücke auszufüllen=
iſt
. Und das iſt wohl in den meiſten Fällen zu ver=
neinen
, da wir an unſerem Viertelhundert richtig=
gehender
Bühnen, zu denen ſich noch ein Schock anderer
Vergnügungsinſtitute mit theatraliſchem Hintergrund
geſellen, übergenug haben!
Es gehört viel Phantaſie dazu, ſich in jene Zeit
zurückzuverſetzen, als Berlin nur zwei Theater, die
Königliche Oper und das Königliche Schauſpielhaus,
beſaß, jenes liebe, ehrliche Berlin wie es in
der Ueberſchrift des erſten, vom 5. Mai 1820 datierten
Briefes der Prinzeſſin Eliſa Radziwill be=
zeichnet
wird, und wie es uns aus dieſem und vielen
folgenden Schreiben derſelben Abſenderin ſo ſchlicht
und traulich entgegentritt. Dieſe Briefe, die den Zeit=
raum
von 18201834 umfaſſen, ſind erſt kurz vor
dem Weihnachtsfeſt erſchienen (Eliſa Radziwill. Eir
Leben in Liebe und Leid. Unveröffentlichte Briefe,
herausgegeben von Dr. Bruno Hennig. Berlin, E. S.
Mittler u. Sohn.). In anmutender Weiſe erhalten
wir hier feingezeichnete Bilder aus der preußiſchen
Hauptſtadt während der genannten Zeit und der höfi=
ſchen
Geſelligkeit, zugleich aber auch tiefe Einblicke in
den Herzensroman der jugendlichen Prinzeſſin,
den ſie mit dem Prinzen Wilhelm, dem ſpäteren
Kaiſer, durchlebt. Wie zarte Töne eines ſeelenvollen
Harfenſpiels berühren uns oft dieſe Zeilen, die, an
eine intime Freundin gerichtet, uns das ganze reiche
Innenleben der Briefſchreiberin enthüllen, die häufig
aber auch durchweht ſind von erquickendem Humor und

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Nummer 307.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910

Seite 31.

er ſermnihen en iene ehenhenſene
beſtimmter Perſonen und bemerkenswerter Vorgänge=
Man weiß, daß der Vater der Prinzeſſin, der Fürſt
Anton Radziwill, das heutige Reichskanzler=
palais
in der Wilhelmſtraße beſaß und bewohnte, und
daß dieſes, ſein Heim, der Mittelpunkt einer ebenſo ge=
wählten
wie liebenswürdigen Geſelligkeit war. Fürfr
Radziwill, der in ſeiner Perſon alles Ritterliche,
Ppetiſche und Hochſinnige, was man bei edlen Polen
findet, vereinte, einen ſchönen Körper, eine ſchöne
Seele, Geiſt, Anmut und Güte, unterhielt vielfache
Beziehungen zu Künſtlern, Gelehrten und Schrift=
ſtellern
, die wir nennen nur Rauch, Schinkel, Zelter,
Spontini, Mendelsſohn hier mit den Mitgliedern
der Hofgeſellſchaft zuſammentrafen. Muſikaliſch ſehr
begabt, ein wahrer Troubadour nach Meinung Goethes,
zu deſſen Fauſt er die Muſik geſchrieben, hatte der
Fürſt auch Chopin zuerſt in Berlin eingeführt, und
wiederholt hatte dieſer geniale Landsmann des fürſt=
lichen
Gaſtfreundes in dem weißſchimmernden Muſik=
ſaale
des erſten Stockwerkes, in welchem ſpäter unter
Bismarcks Vorſitz Europas Politik entſchieden wurde,
vor den erleſenſten Zuhörern geſpielt.
In dem ſich hinter dem Palais ausbreitenden
Park, deſſen ehrwürdige Bäume noch heute von längſt
vergangenen Ereigniſſen rauſchen und raunen, konnte
ſich in einer Julinacht des Jahres 1822 zum
erſten Male Prinzeſſin Eliſa mit dem Prinzen Wilhelm
ohne Zeugen ausſprechen. An die Freundin ſchrieb die
Prinzeſſin darüber: Am Tage vor ſeiner Abreiſe hat
er (Prinz Wilhelm) hier geſeſſen und den Abend mit
uns zugebracht. So haben wir geſeſſen bis nach zwölf
Uhr des Nachts und immer im Garten Ohne Zwang
und ohne Aufſehen haben wir da uns ſprechen können,
wie ein Bruder mit ſeiner Schweſter ſpricht. Es war
aber doch noch viel ſchöner! Er gab mir einige Auf=
ſchlüſſe
über ſein Benehmen in Schleſien (1820), wovon
ich ihn aufrichtig um Rechenſchaft gefragt, und er ſprach
ſo ſchön ſo herrlich, ſo ohne irgend einen Anſtrich von
ſelbſtſüchtiger Liebe, daß ich mich nicht halten konnte,
und meine Tränen fielen reichlich auf meine Hände.
Ich habe auch nicht verſucht, ihm zu verbergen, wie ſehr
ſeine Rede mich gerührt, und habe ihm alles gezeigt,
was in mir vorging! Dieſe Unterredung, dieſes
Wiederſehen hat viel gewirkt und viel Gutes gehabt.
Er iſt mir noch viel werter in dieſer kurzen Zeit ge=
worden
, und feſt iſt der Vorſatz in mir eingewurzelt,

allen Stürmen zum Troß ſein Angedeuken und meine 1
Treue ihm im Herzen zu bewahren! Er hat ſich mit
mir ausſprechen können und hat von mir ſelbſt er=
fahren
, was er nur durch Mamas Verſicherung kannte!
So haben wir uns mit tauſend Tränen und vielem
Weh, aber doch nicht ohne ein kleines Fünkchen von
Hoffnung, getrennt. Aus den ferneren Briefen er=
ſehen
wir dann, wie dieſe Hoffnung bald genährt, bald
beeinträchtigt wurde, bis ſie ihre endgültige Zerſtörung
fand durch die geſtrenge Dame Etikette, die eine Ver=
bindung
der beiden Fürſtenkinder nicht zuließ. Sieben
Jahre ſpäter nach jener Nacht verlobte ſich Prinz Wil=
helm
mit der Prinzeſin Auguſta von Sachſen=Weimar.
Aber als es ſich darum handelte, ein geeignetes Palais
für ihn in Berlin zu finden und man ihm das Radzi=
willſche
anbot da nach den Vorgängen die fürſtliche
Familie nicht mehr in Berlin bleiben wollte , ſchlug
er dies rundweg ab: es ſei ihm unmöglich, Prinzeſſin
Auguſta darin wohnen zu ſehen; wenn er ſich nicht ver=
heiratet
hätte, hätte er’s gleich genommen und würde
nirgends lieber gewohnt haben, teilt die Prinzeß.
Marianne der Niederlande der Fürſtin Radziwill mit
und bemerkt ferner, daß der Prinz auch das Ordens:
palais (das heutige Palais des Prinzen Friedrich
Leopold am Wilhelmsplatz, das früher dem Johanniter=
orden
gehörte) ausgeſchlagen habe wegen der Ausſicht
nach dem Radziwillſchen Heim; er hätte ſich nicht einmal
überwinden können, als er den Tag darin geweſen ſei,
an ein Fenſter zu gehen!
In den Briefen der Prinzeſſin Eliſa werden auch
häufig die künſtleriſchen und literariſchen Vorgänge
jener Zeit geſtreift, und wird mit voller Wärme von
den Willibald Alexisſchen Romanen geſprochen. Die=
ſelben
ſind ja jetzt, nachdem die geſetzliche Schutzfriſt
abgelaufen, in billigen Volksausgaben erſchienen und
dadurch zum literariſchen Gemeingut geworden, was
ſie durchaus verdienen. Nun ſucht man dieſen präch=
tigen
Schilderer Berliner und märkiſcher Vergangen=
heit
auch für die Bühne zu gewinnen, wir fürchten
jedoch, es bleibt bei dem einen Verſuche, den Frau
Kery Towska mit der Dramatiſierung des volks=
tümlichſten
Alexisſchen Romans: Die Hoſen des
Herrn von Bredow unternommen. So geſchickt
auch die Bearbeitung, die uns das Neue Schau=
ſpielhaus
in ſehr ſorgſamer Inſzenierung ver=
mittelte
, ausgefallen, bleibt ſie doch immerhin Stück=
werk
, an ſich eine Reihe bewegter und lebensvoller

Bühnenbilder, die einen Abend verkürzen, ohne daß
man einen beſonderen Gewinn heimträgt. Auch Leo
Falls jüngſte Operettengabe Die ſchöne
Riſette hatte im Neuen Operetten= Thea=
ter
nicht den ſtürmiſchen Erfolg, den die bisherigen
Werke des Komponiſten zu verzeichnen gehabt. Sehr
hübſche und einſchmeichelnde Melodien wechſeln mit
allerhand recht bekannt klingenden Weiſen ab, und er=
lahmt
unſer Intereſſe ſchon dadurch an dem Ganzen,
ſo noch mehr durch das dürftige und weit ausge=
ſponnene
Libretto. Da hat es Waldemar Wend=
land
, deſſen luſtige zweiaktige Oper Das ver=
laſſene
Ich in der Komiſchen Oper reichen
Beifall fand, beſſer getroffen, denn Richard Schott
lieferte ihm eine ſehr wirkungsvolle und frohgemute
Textdichtung, die der eindrucksvollen Szenen viele ent=
hält
. Mit friſchem Talent verſtand es der Komponiſt,
dieſe noch mehr zur Geltung zu bringen und uns in
eine übermütige Karnevalsſtimmung zu verſetzen, als
vielverſprechenden Beginn für das neue Jahr.
Einen ſehr herben Verluſt hat unſere Theaterwelt
durch den unerwarteten Tod Dr. Raphael Löwen=
felds
, der ein Alter von nur 56 Jahren exreicht hat,
erlitten. Er war es ja, der die geſunde Idee eines
guten und natürlich billigen Volkstheaters in geſunder
Weiſe verwirklichte durch die im Jahre 1894 erfolgte
Gründung des Schiller=Theaters, das ſich raſch ſeine
Geltung verſchaffte. Mit vollſter Hingebung, mit ideen=
reichem
Verſtändnis für das, was den Wünſchen ſeines
Publikums entſprach, mit ſchöpferiſchem Sinn für die
reichen Erforderniſſe des Theaters baute Dr. Löwen=
feld
, der, aus dem Schriftſtellerberuf hervorgegangen,
über die vielſeitigſten und gediegenſten literariſchen
Kenntniſſe verfügte, ſeine ureigenſte Schöpfung mehr
und mehr aus und fügte zu dem erſten Schiller=Theater
im Oſten Berlins ein zweites in Charlottenburg, deſſen
Bau und Einrichtungen für viele andere Bühnen vor=
bildlich
geworden. Ungeachtet der ſehr mäßigen Preiſe
wurde an beiden Stätten Vortreffliches geboten und
fand der treffliche Spielplan ſeine Ergänzung durch die
Stücke neuerer Dichter, zu denen ſich gelegentlich auch
ganz neue geſellten. Der hervorragende Bühnenleiter
und der liebenswürdige Menſch, der viele Jahre hin=
durch
freudig eine außerordentliche Arbeitskraft und
Verantwortung getragen, wird unvergeſſen bleiben.

Es werden vielfach für die allein echten, in den Königlichen Betrieben zu Bad
Ems hergestellten Emser Pastillen‟ Nachahmungen angeboten, bei weichen man
laut vorliegenden Analysen nicht einmal den Versuch machte, die in
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307.

Seite 32.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

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Seite 36.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 31. Dezember 1910.

Nummer 307

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