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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 204.
Donnerstag, den 1. September.
1910.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Die Fleiſchtenerung und die preußiſche Regierung.
* Von gut unterrichteter Seite ſchreibt man der
Täg=
lichen Rundſchau: Die Annahme, daß die preußiſche
Re=
gierung der Fleiſchteuerung intereſſelos gegenüberſtehe,
trifft keineswegs zu. Das zuſtändige Miniſterium hat
Er=
wägungen angeſtellt, ob eine Ermäßigung der hohen
Fleiſchpreiſe durch Regierungsmaßnahmen möglich ſei und
wo die Gründe für die Fleiſchteuerung zu ſuchen ſeien.
Das Ergebnis iſt folgendes:
Eine Fleiſchteuerung beſteht nicht allein in
Deutſchland, ſondern in ganz Mitteleuropa, vor allem auch
in Oeſterreich, der Schweiz und in Holland. Der Grund
iſt wahrſcheinlich in der ſchlechten Futterernte des
Vor=
jahres zu ſuchen, die viele Viehbeſitzer veranlaßt hatte, ihre
Beſtände zu verringern, um nicht mit großen Unkoſten kriegeriſche Verwickelungen mit Mexiko gehabt hat. Der
ſpäter Futtermittel kaufen zu müſſen. Eine Herab= deutſche Handel hat weſentliche Vorteile hiervon gehabt.
ſetzung des deutſchen Viehbeſtandes aus ſpe= Tatſächlich ſind jetzt faſt alle großen Handelsfirmen der
dürfte nicht erfolgt ſein, weil eine ſolche Maßnahme nen Mark deutſchen Kapitals arbeiten in Mexiko. Die
kaufmänniſch unklug wäre, überdies läßt ſich ſchlachtreifes
Erkrankung für dieſes Vieh bei Ueberfütterung zu groß iſt.
Nachdem der letzte Winter bei verſtärktem Angebot die Handels getan. Die „A. E.=G.” und Siemens und Halske
Preiſe verminderte, trat aus obengenannten Gründen im haben beträchtliche Intereſſen im Lande, auch am Bergbau
Frühjahr eine Verminderung des Viehbeſtandes ein. Erſt
gefallen iſt, wird der Viehbeſtand vergrößert werden und
das herangewachſene Vieh möglichſt ſchnell ſchlachtreif
ge=
macht werden. Ein Heruntergehen der jetzigen
Fleiſchpreiſe darf alſo in den nächſten Monaten
er=
wartet werden und zwar auf den Stand der letzten
Win=
terpreiſe.
Es iſt eine Oeffnung der Grenzen in der Preſſe
gefordert worden. Eine ſolche Maßnahme wird keine
Beſſerung bringen, denn in den Nachbarſtaaten beſteht auch
Ausland würde ſelbſt bei einem Ueberſchuß an Schlachtvieh
unter den gegebenen Verhältniſſen die Konjunktur
aus=
nutzen und hohe Preiſe fordern. In ſanitärer Hinſicht
Grenzöffnung entſtehen.
Eine Herabſetzung der Eiſenbahntarife
wäre ein anderes Mittel, der Staat würde dieſes Opfer
bringen, wenn dadurch eine Verbilligung der Preiſe
ein=
treten würde, was immerhin zu bezweifeln wäre, denn
esiſt beobachtet worden, daß die Aufhebung
der ſtädtiſchen Schlachtſteuer die Fleiſcher
nicht veranlaßt hat, die Preiſe um dieſen
Betrag zu vermindern, ſie haben den
Pro=
fit eingeſteckt. Eine Tarifherabſetzung würde ihren
Zweck nur erreichen, wenn ſie eine Preiskontrolle im
Ge=
folge hätte.
Die Fleiſchteuerung ſei, ſo faßt man an amtlicher
Stelle ſeine Meinung zuſammen, nur vorübergehend. Eine
Beſſerung der Verhältniſſe ſei bald zu erwarten. Preußen
leide unter der Teuerung viel weniger als die ſüddeutſchen
Staaten, die weniger Viehzucht betreiben. Im
allgemei=
nen ſei der Aufſchlag im preußiſchen Weſten nur gering,
im Oſten kaum fühlbar.
Das Mexiko des Don Vorſirio Diaz.
Zur Zentenarfeier der Unabhängigkeit
Mexikos am 1. September 1910.
v. F. Ein Blick auf die Weltkarte, wo alle Länder in
demſelben Maßſtabe dargeſtellt ſind, zeigt uns, daß Mexiko
ungefähr viermal ſo groß iſt als das Deutſche Reich, und
dabei iſt Meriko jetzt nur noch halb ſo groß, als es früher
war. Hat es doch nach dem unglücklichen Kriege mit den
Vereinigten Staaten von Amerika im Frieden von
Gua=
dalupe im Jahre 1848 von ſeinen ihm damals gehörenden
216000 Quadratmeilen 110000 Quadratmeilen an dieſe
Schweſter=Republik abtreten müſſen. Die Bevölkerung
Mexikos beträgt 18 Millionen Einwohner, kommt alſo
der=
jenigen von Spanien gleich und wird ſie bei dem ungleich
viel ſchnelleren Wachstum bald erheblich übertreffen. Aller
Vorausſicht nach wird Mexiko in abſehbarer Zeit in
wirt=
ſchaftlicher Beziehung ſein Mutterland noch in ganz
an=
derer Weiſe überflügeln, als das ſeitens der Vereinigten
Staaten England gegenüber geſchehen iſt.
Meriko hat in dreißig Jahren das nachgeholt, was
Europa ſich im Laufe von Jahrhunderten errungen hatte,
und wenn natürlich auch die allgemeine Bildung noch nicht
mit der deutſchen verglichen werden kann, ſo ſind doch die
wirtſchaftliche Kraft, das Verkehrsweſen und vor allem
der auswärtige Kredit des Landes auf eine Höhe gebracht
worden, die ſehr wohl einen Vergleich mit europäiſchen
Verhältniſſen aushält. Und dies alles iſt das Werk eines
einzigen Mannes, der ſein dreihundert Jahre von den
Spaniern ausgeſogenes und dann ſechzig Jahre hindurch
von Bürgerkrieg und fremden Invaſionen zerfleiſchtes
Vaterland mit der Macht des Genius in moderne
Kultur=
bahnen gelenkt und aus dem Chaos eines wirtſchaftlich
und politiſch zerrütteten Landes einen Muſterſtaat
geſchaf=
fen hat, der allen anderen amerikaniſchen Republiken zur
Nachahmung empfohlen werden kann.
Die Beziehungen zu Deutſchland ſpielen in der
Ge=
ſchichte Mexikos eine für uns ſehr erfreuliche Rolle. Wir
ſind neben Rußland die einzige Großmacht, die niemals
kulativen Gründen zur Erzielung höherer Fleiſchpreiſe Hauptſtadt in Händen von Deutſchen. Ueber 300 Millio=
Hamburg-Amerika=Linie hat durch ſtändige Vermehrung
Vieh nicht längere Zeit zurückhalten, weil das Riſiko der der Schiffahrtsverbindungen und Einſtellung moderner
Dampfer viel für die Belebung des deutſch=mexikaniſchen
ſind die Deutſchen beteiligt. Viele Plantagen werden
nachdem die Futterernte dieſes Jahres befriedigend aus= von deutſchen Eigentümern bewirtſchaftet. Die beſten
Aerzte und Apotheker der Hauptſtadt ſind Deutſche.
Präſident Diaz hat keine Gelegenheit vorübergehen
laſſen, um ſeine große Vorliebe für die Deutſchen durch
Wort und Tat an den Tag zu legen. Die mexikaniſche
Infanterie und Kavallerie ſind mit Gewehren der Deutſchen
Waffen= und Munitionsfabriken (früher Löwe) und zwar
mit demſelben Modell wie unſer Heer bewaffnet.
Wieder=
holt ſind mexikaniſche Offiziere zur preußiſchen Armee
kommandiert worden. Alle Stationen Mexikos für draht=
Fleiſchnot aus den gleichen Gründen wie bei uns. Das loſe Telegraphie ſind mit aus Deutſchland bezogenen
Apparaten ausgeſtattet und nach dem Syſtem Arco=Slaby
gebaut.
Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird die deutſch=
mexi=
könnten aber leicht ſchwere Schäden durch eine ſpontane kaniſche Freundſchaft auch weiterhin ſchöne Früchte tragen.
Sehr zu wünſchen iſt, daß immer mehr Deutſche ſich dieſe
guten Beziehungen zunutze machen und ihr Kapital dort
nutzbringend anlegen mögen. Denn durch nichts wird die
Freundſchaft großer Nationen ſo gefördert wie durch eifrige
Pflege der wirtſchaftlichen Beziehungen.
Deutſches Reich.
Die Marienburger Rede des
Kai=
ſers wird von der Preſſe als eine dankenswerte
Ergän=
zung und Erklärung der Königsberger Rede bezeichnet
und beſprochen. Nachdem der Reichskanzler in der
Nord=
deutſchen Allgemeinen Zeitung, jedenfalls mit voller
Zu=
ſtimmung des Kaiſers, erklären konnte, daß es dem Kaiſer
ferngelegen habe, ſich in den aktuellen Streit der Parteien
zu ſtellen oder ſeiner Rede einen abſolutiſtiſchen Sinn zu
geben, und daß die Geſchäfte in voller Uebereinſtimmung
mit der Krone unter Wahrung aller verfaſſungsmäßigen
Rechte geführt werden ſollen, habe der Kaiſer in
Marien=
burg ſeiner Königsberger Rede eine erklärende Ergänzung
folgen laſſen, die von ſeinen erſten Worten alles
Mißver=
ſtändliche und Aufreizende abſtreife und in eine Mahnung
zum inneren Frieden ausklinge.
— Bei der Reichstagserſatzwahl in
Min=
den 5 (Warburg=Höxter) erhielt nach vorläufiger
Feſt=
ſtellung Profeſſor Spahn (Zentrum) 11000 Stimmen,
Schaefer=Meyer (Soz.) 600 Stimmen. Spahn iſt ſomit
gewählt.
— Ein Dementi. Kürzlich wurde mitgeteilt, daß
Harden in der Zukunft und der bekannte Dr. Peters in
einer Unterredung die geradezu ungeheuerliche
Behaup=
tung aufſtellten, daß die Südweſtler in ihrem angeblichen
Zorn gegen Dernburgs Kolonialpolitik einen Abfall vom
Reiche und einen Anſchluß an Britiſch=Südweſtafrika
ge=
ſucht hätten. Jetzt erheben die Südweſtafrikaner ſelbſt
gegen dieſe Unterſtellung, als ſeien ſie jemals zum
Hoch=
verrat geneigt geweſen, entſchieden Proteſt. In einer
Zu=
ſchrift an die Morgenpoſt erklären vier in Deutſchland
weilende Mitglieder des ſüdweſtafrikaniſchen Landesrates:
Wir erheben hiermit den nachdrücklichſten Widerſpruch
gegen die unverantwortliche und unqualifizierbare
Beſchul=
digung, wer auch immer ſie ausſprechen und verbreiten
möge, daß der Gedanke eines Abfalles vom deutſchen Mut=
terlande jemals unter uns Südweſtlern Fuß gefaßt hätte.
Selbſt in der Zeit des ſchärſten Gegenſatzes gegen die
un=
ſere geſamte ſüdweſtafrikaniſche Bevölkerung herabſetzende
und beleidigende Haltung des Staatsſekretärs Dernburg
hat unſer Kampf ſtets nur der Entfernung des
Staats=
ſekretärs, nie einer anderen Stelle gegolten.
— Einigung vor dem Magdeburger
Par=
teitage? Nach den Ankündigungen der
ſozialdemokra=
tiſchen Preſſe ſoll auf dem Magdeburger Parteitage ein
Ketzergericht über die badiſchen Genoſſen abgehalten
wer=
den. Nord und Süd ſtehen ſich bis an die Zähne
bewaff=
net gegenüber, um den Streit zwiſchen Reviſionismus
und Radikalismus auszutragen. Wahrſcheinlich wird es
aber gar nicht zu einer ausführlichen Erörterung der
ba=
diſchen Budgetbewilligung kommen. Es ſind nämlich
Ver=
handlungen zwiſchen der Parteileitung und führenden
ſüddeutſchen Perſönlichkeiten im Gange, um ein
Kompro=
miß zuſtande zu bringen, das den Streit noch vor Beginn
des Parteitages friedlich ſchlichtet.
Ausland.
Frankreich.
Der Gründer des Sillon, Marc Saugnier, hat
an den Papſt ein Schreiben gerichtet, in welchem er ſeine
Unterwerfung unter deſſen Willen anzeigt; er und ſeine
Freunde würden nur auf jenem Gebiete, das ihnen nach
den Weiſungen des Papſtes noch zugänglich erſcheine, ihre
Tätigkeit fortſetzen und dabei in ihren Artikeln und Reden.
alle Irrtümer und Ungenauigkeiten zu vermeiden ſuchen,
die den Anſchein erwecken könnten, daß ſie die von der
Kirche und beſonders in dem Schreiben des Papſtes
ver=
urteilten Anſchauungen vertreten.
Spanien und der Vatikan.
Kommenden Samstag findet in Madrid ein
Miniſter=
rat ſtatt, in dem noch einmal alle ſchwebenden religiöſen
Streitfragen erörtert und die Stellung der Regierung
feſt=
gelegt und bekräftigt werden ſoll. Noch am ſelben Tage
wird ſich dann Canalejas nach San Sebaſtian begeben, um
dem König Vortrag über die Lage des Kampfes mit dem
Vatikan, ſowie über die Streikfrage zu halten. Daraufhin
tritt er über Paris eine Reiſe nach Brüſſel an. Der
Mi=
niſterpräſident ſoll die Führer der Regierungsmehrheit in
einem Rundſchreiben aufgefordert haben, bei der im
Ok=
tober bevorſtehenden Eröffnung des Parlaments für die
Anweſenheit aller Abgeordneten Sorge zu tragen, da
ſchwerwiegende Entſchlüſſe zu treffen ſind.
Portugal.
Die Wahlen. Bis jetzt liegen folgende
Wahl=
reſultate vor: 90 Miniſterielle, 40 konſervative
Monarchi=
ſten und 14 Republikaner. Von dieſen wurden 10 in
Liſ=
ſabon, drei in Setubal und einer in Beja gewählt. Mit
Ausnahme einiger leichten Störungen in Govinhas, Brega
und Sabugal, wo mehrere Wahlurnen verſchwanden,
ſowie andere umgeſtürzt wurden, was die Ungültigkeit der
Stimmabgabe zur Folge hatte, verliefen die Wahlen im
allgemeinen ruhig.
Montenegro.
Der König von Serbien hat an den König=
Nikolaus ein Telegramm gerichtet, in dem er als wahrer
Dolmetſch der Gefühle ſeines Volkes die innigſten
Glück=
wünſche aus Anlaß der Proklamation Montenegros zum
Königreich übermittelt. Als Erſter gratulierte der König
von England mit einem herzlichen Telegramm.
Griechenland.
Die Wahlen. In der Beſprechung des
Wahlreſul=
tats wird die konſervative Tendenz der Wahlen
hervorge=
hoben. Die Kandidaten der Volkspartei und der
Unab=
hängigen, die ſich noch keiner der alten Parteien
ange=
ſchloſſen haben, halten trotzdem feſt an dem
Grundgedan=
ken der Verfaſſung, der Achtung der Rechte der Dynaſtie
und der Volksfreiheiten. Die Namen mehrerer ſo
Gewähl=
ter, wie der Miniſterpräſidenten Dragumis und des
Mini=
ſters des Aeußern Callergis, dienen als Beweis hierfür.
Fs iſt noch unbeſtimmt, ob die Nationalverſammlung in
eine geſetzgebende Verſammlung umgewandelt wird. In
dieſem Fall würde es ſich nur darum handeln, das
Autori=
tätsprinzip zu verſtärken durch Schaffung eines Senates
oder Staatsrates und die politiſche Lage auf der Bahn
des Fortſchritts zu feſtigen.
Türkei.
Die finanzielle Lage. Der türkiſche
Finanz=
miniſter wurde in Saloniki von einem Reporter eines
Lokalblattes interviewt und gab folgende Einzelheiten
über den Abſchluß der neuen Anleihe, und über die finan=
Nummer 204
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
Seite 2.
zielle Lage der Türkei. Die Höhe der Anleihe, ſagte er,
be=
trägt 11 Millionen türkiſche Pfund, von denen 6
Millio=
nen im Oltöber dieſes Jahres und der Reſt im nächſten
Jahre ausgegeben werden. Die Bankinſtitute, die es auf
ſich nahmen, die Anleihe aufzübringen, ſind Credit
Mobi=
lier, Vanque Louis Dreyfus, das Syndikat der
Provinz=
banken und die Banque Bernard und Jarislowsk. Dieſe
Inſtitute unterbreiteten dem Finanzminiſter bei ſeinem
Aufenthalt in Paris ausnehmend günſtige Bedingungen.
Beſonders war dem Credit Mobilier daran gelegen,
zu einem Abſchluß zu gelangen. „Unſere
Bezieh=
ungen zu dieſer Bank,” erzählte der Miniſter, „waren
ſchon früher ſehr nutzbringend für uns.‟ Djavid
Bey wollte den vereinbarten Preis der Anleihe nicht
angeben, ſondern erklärte nur, daß er beſſer ſei, als irgend
einer, den die türkiſche Regierung je erhielt. Die
Verzin=
ſung wird 4 Prozent betragen, und die Zölle des Wilajets
Konſtantinopel werden als Garantie gegeben. Die
Er=
laubnis für die Notierung dieſer Anleihe an der Pariſer
Börſe wurde zwar noch nicht erteilt, doch wurde auch noch
nicht auf dem vorgeſchriebenen diplomatiſchen Wege darum
nachgeſucht. Nach der Rückkehr des Finanzminiſters wird
das aber der Miniſter des Auswärtigen beſorgen. Die
Gerüchte, daß die türkiſche Regierung beabſichtige, in der
nächſten Zeit neue Anleihen für die Reorganiſation von
Heer und Flotte und für Straßen= und Brückenbauten
auf=
zunehmen, bezeichnete der Miniſter als verfrüht. Dieſe
Frage ſei erſt dann aktuell, wenn die Regierung über
ge=
nügende Einkünfte verfüge, um dieſe neuen Anleihen zu
garantieren. Wenn die Mächte einer Zöllerhöhüng um
4 Prozent zuſtimmen wollten, dann könnte die Regierung
eine große Anleihe erheben. Die gegenwärtige Anleihe
diene dazu, das teilweiſe durch das alte Regime und dann
durch die außergewöhnlich großen Rüſtungen eniſtandene
Defizit im Budget zu decken. Djavid Bey höfft, daß das
Budget von 1912 kein Defizit aufweiſen werde, da man bis
dahin die Einnahmen aus neuen Unternehmungen, aus den
Poſten, Telegraph und Telephon, aus den Gewerbeſteuern
und einer Reihe anderer Abgaben, die ſowohl Inländer
wie Ausländer betreffen, zur Verfügung haben werde. Der
Finanzminiſter leugnete, daß die franzöſiſche Regierung
gewiſſe Bedingungen für die Erlaubnis zur Notierung der
neuen Anleihe in Paris geſtellt habe. „Ueberdies” meinte
der Miniſter, „können die Franzoſen ſich nicht beklagen.
Die franzöſiſche Induſtrie hat in den letzten Jahren
Kon=
zeſſionen erhalten, die einen Wert von 200 Millionen Frs.
bedeuten.‟
Marokko.
Spaniſche Rüſtungen? Mehrere Blätter
mel=
den aus Tanger, daß die ſpaniſche Regierung die
Gar=
niſon von Ceuta bedeutend verſtärkt hat. Die Beſatzung
betrage bereits an 15000 Mann und in den daſelbſt in der
letzten Zeit erbauten Baracken könnten im Notfalle noch
weitere 15000 Mann untergebracht werden. Auch ſeien
bedeutende Mengen von Kriegsmunitiön,
Transportmate=
rial und eine große Anzahl von Genietruppen eingetroffen.
Aus dem letzteren Umſtande werde geſchloſſen, daß die
Spanier die Abſicht haben, ſtrategiſche Straßen zu bauen.
Es ſei ſogar das Gerücht verbreitet, daß bei Ceuta ein
ſpaniſches Hinterland geſchaffen werden ſoll, das Tetuan
und Umgebung umfäſſen würde. In Tetuan hätten dieſe
Gerüchte unter den Eingeborenen große Erregung
hervor=
gerufen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. September.
— Ordensverleihung. Se. Königl. Höheit der
Großherzog häben dem Beigeordneten Kommerzienrat
Eugen Haffner zu Mainz die Erlaubnis zur
An=
nahme und zum Tragen der ihm vom Papſte verliehenen
Inſignien eines Kömturs des Ritterordens des Heiligen
Grabes erteilt.
* Großh. Regierungsblatt. Die Nr. 16 vom
31. Auguſt hat folgenden Inhalt: 1. Verordnuns
über die Aenderung der Verordnüng vom 7. April
1897 und 17. Juli 1907, die Wahlen der Großh. Heſſiſchen
Mitglieder für den Bezirkseiſenbahnrat zu Frankfurt
a. M. betreffend. 2. Bekanntmachung, die Verleihung
der Rechtsfähigkeit an den Verein „Wäſſergenoſſenſchaft
Dieberggruppe” im Kreiſe Gießen betreffend. 3.
Be=
kanntmachung, die „Mathilde Stieda=Langermann=
Stiftung zu Darmſtadt” betreffend. 4. Bekanntmachung,
die „Frau Anna Körber Witwe=Stiftung” betreffend.
5. Bekanntmachung, die Prüfung der Gesmeter 2. Klaſſe
betreffend.
— Von der Sanitätskolonne. Die Freiwillige
Sänitätskolonne vöm Roten Krenz hat in der Zeit
vom 1. April bis Ende Juli 1910 insgeſamt in 500
Fällen Hilfe geleiſtet. Hiervon entſallen: auf
Ver=
letzungen bei Männern 155 und bei Frauen 34; auf
Erkrankungen bei Männern 129 und bei Frauen 182.
Die Hilfstätigkeit bei Verletzungen wurde in 153
Fällen bei Tag und in 36 Fällen bei Nacht geleiſtet,
während von den 311 Erkränkungen 276 tagsüber und
35 bei Nacht Hilfeleiſtung erforderten. Die einzelnen
Stationen ſind an dieſer Hilfstätigkeit wie folgt
betei=
ligt: Die ſtändige Rettungswache mit 105
Verletz=
ungen und 282 Erkrankungen, die Orpheumswache
mit 1 Erkrankung und die Schützmannſchaft mit 17
Verletzungen, während auf Alarmierung (verſuchter
Transport) 5 Verletzungen und 22 Erkrankungen
kommen. Zufällige Hilfe wurde von Mitgliedern bei
41 Verletzungen und 4 Erkrankungen geleiſtet. Die
übrige Hilfstätigkeit (21 Verletzungen und 4
Erkrank=
umngen) war aus verſchiedenen Anläſſen (Radrennen
uſw.) notwendig. An Krankentransporten wurden
ausgeführt: Mit dem Kraftwagen 226, mit dem
be=
ſpannten Wagen 90 und mit den Räderbahren 43,
zu=
ſammen 359. Die Geſamttätigkeit der Sanitätskolonne
in der Zeit von Juli 1906 (Einrichtung der ſtändigen
Rettungswache) bis Ende Juli 1910 beläuft ſich auf
3903 Fälle.
— Hofopernſänger de Leeuwe hät vör kurzem in
Wiesbaden, wo er ſchon öfters aushilfsweiſe ſang,
als „Georg” im Waffenſchmied auf Engagement gaſtiert
und iſt, wie man uns ſchreibt, unter ſehr günſtigen
Be=
dingungen als Nachfölger des nach Berlin berufenen
Tenorbuffos W. Henke für das Kgl. Theater
enga=
giert worden. Er tritt ſeine Stelle nach Ablauf der
nächſten Spielzeit an, die er noch am Hoftheater
ver=
bringen wird. de Leeuwe, der ſich hier dank ſeiner
reichen Begäbung in der kurzen Zeit ſeines Wirkens
die Sympathien des Publikums zu erwerben wußte,
hat aus eigener Kraft ſeinen Weg gemacht; er begann
ſeine künſtleriſche Tätigkeit im Jahre 1899 in
Würz=
burg; dann fölgten Engägements in Metz, Freiburg,
Roſtock, Aachen, Stettin und Magdeburg, von wo der
Sänger als Nachfolger Dr. Kuhns an das Darmſtädter
Hoftheater kam.
* Ausbildung von Kräftfahrzeußführern. Das
Größh. Kreisamt Darmſtadt hat Herrn Hoflieferant
A. Ober, Inhaber der Firma Müller & Ober,
Auto=
mobilhandlung, Darmſtadt, die Ermächtigung zur
Aus=
bildung von Führern von Kraftfahrzeugen erteilt.
— Der Gartenbauverein feiert am 17. September
d. Js. ſein 75jähriges Beſtehen. Der Verein
wurde im April 1835 von 51 Männern gegründet, die
ſich für den Gartenbau intereſſierten und die Liebe zur
Gärtnerei heben wöllten. Ihr Streben war, die
Grund=
beſitzer zur Anlegung von Gärten zu veränläſſen, und
dabei mit Rat und Tat beizuſtehen. Bei der Feier am
17. September dürften den Mitgliedern und eingeladenen
Gäſten nach dem bisher aufgeſtellten Programm
ge=
nußreiche Stunden bevorſtehen. Bis jetzt iſt ſchon
feſt=
geſetzt: Feſtrede, lebende Bilder, muſikaliſche Aufführungen
und eine Gratisverloſung wertvoller Topfpflanzen, wobei
jedes Los gewinnt. Den Schluß des Abends wird ein
ſchön arrangierter Tanz bilden. Näheres über das Feſt
wird noch bekannt gegeben. Zugleich ſeien die
Mit=
glieder darauf aufmerkſam gemacht, daß nicht nur die
hieſigen Handelsgärtner Blumen ausſtellen, ſondern
daß auch die Mitglieder ſelbſtgezogenes Obſt,
ſelbſt=
gezogene Blumen und Eingemachtes ausſtellen können.
Dem Verein noch Fernſtehende, welche geneigt ſind,
dem Verein beizutreten, können bis dahin ihren Beitritt
anzeigen und dieſer Feſtlichkeit beiwohnen.
— Der Frauenverein der Paulusgemeinde
veran=
ſtaltet am 12. September eine Verloſung zum Beſten
einer neu zu gründenden Kleinkinderſchüle.
Die Ausſtellung der aus Gemälden, Bildern,
Sticke=
reien, feineren Handarbeiten beſtehenden
Verloſungs=
gegenſtände findet vom 3. bis 5. September im Ge=
meindeſaal der Pauluskirche von 10—1 und von 4—7
Uhr (Sonntags erſt von 11 Uhr ab) ſtatt. Es ſind
da=
ſelbſt auch noch Loſe erhältlich.
O Das Rabfahren über die Bürgerſteige. Es wird
darüber Klage geführt, daß Rädfährer, die von der
Straße aus über den Bürgerſteig in Toreinfährten
und Hauseingänge ein= oder ausfahren, häufig durch
rückſichtsloſes Fahren alle Vorſicht außer Acht laſſen
und dadurch die Sicherheit des Püblikums erheblich
gefährden. Das Großh. Pölizeiämt weiſt däher
aus=
drücklich auf die verordnungsmäßige Beſtimmung hin,
daß bei einem derartigen Paſſieren des Bürgerſteigs
der Radfahrer nicht nur ein Glöckenzeichen geben,
ſon=
dern namentlich auch langſam und ſo vorſichtig fahren
muß, daß das Fahrrad nötigenfalls auf der Stelle zum
Halten gebracht werden kann. Die Schutzmannſchaft iſt
angewieſen, Uebertretungen dieſer Vorſchriften
un=
nachſichtlich anzuzeigen:
— Antographen=Ansſtellung. In der Hof=Buch=
und Kunſthändlung von J. Waitz, Eliſabethenſtraße 16,
iſt zurzeit eine Anzahl Autographen nebſt möglichſt
zeitgen. Porträts von Fürſten, Feldherren und
an=
deren berühmten Männern aus den Jahren 1870/71
ausgeſtellt. Dieſe Autographen ſind aus dem
Privat=
beſitze von Herrn Sanitätsrat Dr. Maurer, hier.
— Grand Prix. Dem Vernehmen nach iſt der
hieſigen Firma: Gandenbergerſche
Mäſchinen=
fabrik, Georg Göbel, Inhaber Kommerzienrat J. Göbel,
auf der Weltäusſtellung in Brüſſel der Gränd Prix
zuerkannt worden.
— Der Deutſchnationale Handlungsgehilfenverband,
Ortsgruppe Darmſtadt, begeht am Samstag, 3. September,
im „Schützenhof” die 17. Verbandsgründungsfeier. (Siehe
Anzeige.)
— Schützenhof. Heute, Donnerstag, abend konzertiert
die Kapelle des Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn Webers
Leitung. Ein Teil des Programms ſoll dürch Soli
aus=
gefüllt werden. Herr Muſikmeiſter Weber wird perſönlich
als Soliſt auftreten und ein Geigen=Sölo zum Vörtrag
bringen. Das Arrangement des Kinderfeſtes am Freitäg
nachmittag liegt in den Händen des Herrn
Obermuſik=
meiſters Mickley.
Mainz, 30. Aug. Die gegenwärtig vorgenömmenen
Umbauten an der Eiſenbahnbrücke werden auch
von zwei höheren Offizieren, die aus Berlin hiether kamen,
beaufſichtigt, damit die in den Brückenpfeilern zu
errich=
tenden fortifikatoriſchen Anlagen, Sprengkammern uſw. im
Sinne der Militärbehörde zur Ausführung gelangen. Die
über Waſſer auszuführenden Umbäuten an der Brücke
ſollen am 25. Dezember eingeſtellt und erſt mit Beginn des
Frühjahres wieder aufgenommen werden.
Miinz=Kaſtel, 30. Aug. In einer hieſigen
Wirt=
ſchaft iſt geſtern ein Kellner, der zur Aushilfe
an=
genommen war, mit einem Betrage von 32 Mark
durchgebrannt. Plötzlich ging hier däs Gerücht,
der durchgebrannte Kellner ſei der Mitſchüldige
Wer=
ner bei dem Bankraub in Friedberg, und die Leute
wollten auch aus einer vorhandenen Photographie den
immer noch ſteckbrieflich verfolgten und nicht
äüf=
gefundenen Werner in dem durchgebrännten Kellner
erkannt haben. Die Pölizei wurde von der
Unter=
ſchlagung des Kellners in Kenntnis geſetzt und es
ge=
lang auch, ihn noch rechtzeitig zu verhaften. Nun
ſtellte es ſich heraus, daß der Kellner nicht der
flüch=
tige Werner iſt, ſondern der Sohn einés Arbeiters,
der vor einigen Jahren ſeine eigene Frau
auf=
gehängt hatte.
* Bingen, 30. Aug. Am Rheiniſchen Technikum in
Bingen, einer Lehranſtalt, die ſich ausſchließlich mit
der Ausbildung im Maſchinenbau beſchäftigt, beträgt
die Zahl der Studierenden zur Zeit über 500 und wird
vorausſichtlich im Winter dieſes Jahres abermals eine
Vergrößerung erfahren. Ueber Autömöbilbau als
Spezialfach wird bereits ſeit drei Jahren, über
Luft=
fahrzeugbau ſeit einem Jahre vörgetragen. Mit der
Anſtalt ſind große Laboratorien und Verſuchsräume
für Maſchinenbau und Elektrotechnik verbunden. Der
Leiter der Anſtalt iſt der in Fachkreiſen bekännte
Pro=
feſſör Hoepke.
Gießen, 31. Aug. Die Verkäuferin in einem
Zigarrengeſchäft in der Bahnhofſtraße bekam
keinen geringen Schrecken über den
unerwarte=
ten Beſuch einer roten Kuh. Däs Tier
war ſeinem Treiber durchgegängen, in den Läden
ge=
laufen und machte Miené, über den Ladentiſch zu
ſpringen. Die Verkäuferin lief eiligſt in den hinter
dem Laden befindlichen Gang und rief: „Hilfe, Hilfe,
die Kuh!‟ Die jungen Leute des daneben befindlichen
Geſchäfts wöllten ihr helfen, und auch der Eigentümer
Himmelserſcheinungen im September.
A. K. Der Sommer geht diesmal am 23. September,
um 11 Uhr abends, zu Ende; kalendermäßig geſchieht
dies mit dem Uebertritt der Sonne aus dem Zeichen
der „Jungfrau” in das der „Wage‟. An dieſem
Zeit=
punkte durchſchreitet die Sonne in ihrer ſcheinbären
Jahresbahn den Aequator von Norden nach Süden,
am 23. September ſind daher Tag und Nacht überall
gleich lang, und der Herbſt beginnt auf der
nörd=
lichen Hemiſphäre. Die nördliche Deklination der
Sonne verwandelt ſich dabei in ſüdliche; am 1.
Septem=
ber iſt ihre Deklination noch — 8‟ 31' 49.‟1, am 23.
Sep=
tember iſt ſie 0" und am 30. September — 2% 32‟ 38.%0.
Ihre Mittagshöhe nimmt dementſprechend ab für
den Parallel vön 54 von 44½ auf 33½ Gräde, für den
Parallel von 51 von 47½ auf 36½ Grade und für den
Parallel von 48 von 50½ auf 39½ Grade. Daraus
er=
gibt ſich wieder die Verringerung der Tageslänge,
die ſich in Nord= und Mitteldeutſchland vön 13¾ auf
11½ Stunden und in Süddeutſchland, Nordöſterreich
und der Schweiz von 13¾ auf 11¾ Stunden
ver=
kleinert.
Der Mond zeigt im September folgenden
Phä=
ſenwechſel: Neumond am 8., um 7 Uhr 6 Minuten
nach=
mittags, Erſtes Viertel am 11., um 9 Uhr 11 Minuten
nachmittags, Vollmond am 19., um 5 Uhr 52 Minuten
vormittags, und Letztes Viertel am 25., um 9 Uhr 54
Minuten nachmittags. Seine Erdferne erreicht der
Mond am 9. September, um 3 Uhr nachmittags, bei
einem Abſtande von 63.47 Erödhalbmeſſern und ſeine
Erdnähe am 21. September, um 11 Uhr vormittags,
bei einem Abſtande von 56.94 Erdhalbmeſſern à 6378
Kilometer.
Mit der Planetenbeobachtung iſt es im September
ziemlich ſchlecht beſtellt; gut ſichtbar ſind, wie im
voran=
gehenden Monat, nur Venus und Saturn. Der
ſonnen=
nahe Merkur bleibt dem unbewaffneten Auge
ver=
borgen, da er am 26. September, um 9 Uhr vormittags,
in untere Sonnenkonjunktion gelangt, alſo zwiſchen
Sonne und Erde ſteht. — Benus ſtrahlt als
Mor=
genſtern am öſtlichen Himmel; ſie wandert im
Stern=
bilde des „Löwen” weiter und iſt anfänglich 1½, zu=
letzt nur noch ¾ Stunden ſichtbar. Am 17., um 6 Uhr
früh, ſteht ſie in Sonnennähe. Da ſich der Erdabſtand
des Planeten von 1.55 auf 1.64 Erdbahnhalbmeſſer
à 149.48 Millionen Kilometer vergrößert, nimmt der
ſcheinbare Durchmeſſer ſeiner Scheibe von 10.‟9 äuf
10.‟2 ab. Am 1. September, um 9 Uhr abends, hat der
Mond mit Venus Konjunktion, wobei der Mond etwa
4 nördlich von Venus ſteht; am Morgen des 2.
Sep=
tember iſt die zarte abnehmende Mondſichel ſchon ein
Stück nach Oſten (links) zu vom Morgenſtern
fortge=
rückt. Eine intereſſantere Konjunktion bietet uns die
Venus am 11. September, an dem ſie ſich um 11 Uhr
vormittags dem Fixſtern erſter Größe Regulus
im „Lbwen” nördlich bis auf 40 nähert. Am hellen
Tage ſind natürlich beide Geſtirne unſichtbar; Venus
ſchreitet aber langſam genug fort, iſt deshalb ſchön am
Morgen desſelben Tages faſt ebenſo nahe an den
Fix=
ſtern herangerückt, ja ſie bildet überhaupt mehrere
Tage lang vorher und nächher mit dieſem eine
ſehens=
werte Stellung. Wegen der Dämmerungshelle bedient
man ſich zur Beöbachtung am beſten eines
Opernglä=
ſes. — Unſer äußerſter Nachbar, der Mars iſt nicht
zu ſehen, denn er hat am 27. September, um 6 Uhr
abends, Konjunktion mit der Sonne, befindet ſich
in=
folgedeſſen hinter dieſer. Damit hat der Plauet ſeine
größte Entfernung vön der Erde, 2.65
Erdbahnhalb=
meſſer, und ſeinen kleinſten Durchmeſſer, 3.‟5, erreicht;
gleichzeitig überſchreitet er den Wendepunkt zwiſchen
zwei Oppoſitionen und Erdnähen. Seine letzte
Oppo=
ſition fand am 24. September 1909 ſtatt, ſeine nächſte
wird auf den 25. November 1911 fallen. — Jupiter
hält ſich in den Strahlen der Sonne verborgen, da er
im Oktober mit ihr in Konjunktion gelangt; ſeine
Entfernung von der Erde wächſt noch von 6.23 auf 6.42
Erdbahnhalbmeſſer. — Außerordentlich günſtig liegen
die Beobachtungsverhältniſſe bei Saturn, der
während der gänzen Nacht im Sternbilde des „
Wid=
ders” als helles Geſtirn ſichtbar iſt und durch ſein
ruhiges Licht ſich von den flimmernden Firſternen
unterſcheidet. Saturn befindet ſich am 1. September
in einer Erdentfernung von 8.69, am 30. September
in einer ſolchen von 8.34 Erdbahnhälbmeſſern (à 149.48
Millionen Kilometer); der ſcheinbare Durchmeſſer
ſei=
ner Scheibe vergrößert ſich demgemäß= von 18.'7 auf
19.‟5, während die große Achſe des ſich immer mehr
öffnenden Ringſyſtems Mitte des Monats 44/2 und
die kleine Achſe 13.‟5 mißt. Um Mitternacht vom 21.
zum 22. September kommt der Mönd, der noch nähezu
voll iſt, mit Säturn in Könjünktion, und zwar zieht
der Mond in dem Abſtande von 1'25' nördlich an dem
Planeten vorüber. Die Beobachtung der
Saturn=
ringe und die Wahrnehmung des größten der zehn
Saturnmonde, des Titan, erfordert indeſſen ein ſchon
beſſeres Inſtrument. — Uranus, im „Schützen”
ſteht am 1. September bei Rektaſzenſion 19h 33m 52s
und Deklination — 22913’ am 30. September bei
Rektaſzenſion 19h32m 20s und Deklinätion — 220 16;
er külminiert anfangs gegen 9, zuletzt gegen 7 Uhr
abends. — Neptun weilt in den „Zwillingen”
mor=
gens am Himmel, ſein Standort iſt am 1. bei
Rekta=
ſzenſion 7h 29m 31s und Deklination — 21‟ 13½, am
30. bei. Rektaſzenſion 7h 32m 5s und Deklination
P21 7.
Im September bietet ſich auch wieder Gelegenheit,
das Tierkreislicht zu beobachten, da um dieſe
Zeit bei Sonnenaufgang, wie im Februar und März
bei Sonnenuntergang, die Ekliptik den Horizont unter
dem größten Winkel ſchneidet. Man ſieht deshalb das
Zodiakallicht am beſten an klaren Februar= und
März=
abenden und Septembermorgen; es erſcheint als eine
vom Horizont ſchräg aufſteigende zarte Lichtpyramide,
deren Achſe der Ebene des Sönnenäquätors pärallel iſt.
Mondſchein und künſtliche Lichter löſchen aber den
Schimmer aus, umſomehr als er in unſeren Breiten
ſo wie ſo recht ſchwach auftritt, wogegen er in den
Tropen das ganze Jahr hindurch an jedem klaren
Morgen und Abend den Glanz des Himmels erhöhr.
Da das Spektrum des Tierkreislichts das
Sönnen=
ſpektrum iſt, d. h. von reflektiertem Sonnenlichte
her=
rührt, muß der matte Schimmer aus kleinen feſten
Körperchen, Meteoren, beſtehen, die um die Sonne
kreiſen und ſie bis zu weitem Abſtande, nöch über die
Erdbahn hinaus, in linſenförmiger Anördnung
um=
geben.
Einen neuen Kometen, der die Bezeichnung
1910b erhalten hat, entdeckte Metealf in Tauntön
in der Nacht vom 9. zum 10. Auguſt im Sternbilde des
„Herkules‟. Das ſich längſam nach Weſten zu be=
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstäg, den 1. September
Nummer 204.
des Tieres eilte herbei, von dem es ſich ruhig wieder
auf die Straße führen ließ.
(*) Aus dem Vogelsberg, 30. Aug. Große
Heu=
vorräte ſind infolge des reichen Graswuchſes im
Ueberfluß vorhanden, und die bevorſtehende
Grum=
meternte verſpricht ebenfalls ſehr reichlich auszufallen.
Auf den Bahnhöfen werden jetzt bedeutende
Heumen=
gen verſandt. Der Preis iſt 2 Mark bis 2,25 Mark für
den Zentner, alſo ſehr niedrig.
.) Aus dem Kreiſe Lauterbach, 31. Aug. Die Zahl der
Waſſerverſorgungsanlagen in unſerem Kreis
iſt in den letzten Jahren ſtets gewachſen. Nachdem im
vorigen Jahre die Gemeinden Bermuthshain, Freien=
Steinau, Radmühl und Heiſters und in dieſem Jahre
Zahmen Gemeindewaſſerleitungen erbaut haben, hat jetzt
auch der Ortsvorſtand von Holzmühl beſchloſſen, dem
Bau einer Waſſerleitung näherzutreten. Zunächſt ſollen an
einer hochliegenden Quelle Schürfungsarbeiten
vorgenom=
men werden, um die notwendigen Waſſermengen zu
er=
ſchließen. Fallen dieſe günſtig aus, ſo ſoll im nächſten
Frühjahr ſofort mit dem Bau der Leitung begonnen
werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. Aug. Die Kaiſerin
beſuchte geſtern nachmitag mit der Prinzeſſin Viktoria
Luiſe das Roſarium im Tiergarten. Bei der Rückfahrt
des Zweiſpänners ſtürzte unmittelbar vor dem
großen Stern das Handpferd infolge der Glätte des
Aſphalts und riß im Fall auch das andere Pferd mit
ſich. Die Kaiſerin wollte den Wagen verlaſſen,
in=
zwiſchen aber war es dem Kutſcher gelungen, die
bei=
den Tiere wieder empor zu reißen und die Fahrt konnte
ohne Unterbrechung bis zum Schloß fortgeſetzt werden.
— Prinzeſſin Viktoria Luiſe bekam zu ihrem
letzten Geburtstage von ihrem älteſten Bruder, dem
Kronprinzen, ein goldenes Armband mit
Edel=
ſteinen beſetzt. Seit einer Reihe von Tagen vermißte
die Prinzeſſin das Geſchenk und ſie war ſehr betrübt
über den Verluſt. Dieſer Tage wurde ihr ein kleines
Paket überreicht, in dem das vermißte Armband lag.
Sie hatte es in Habichtswalde bei Kaſſel verloren, und
eine junge Dame aus Kaſſel, Fräulein Luiſe
Schom=
berg, war ſo glücklich, es zu finden. Sie gab es ab, und
da der Verluſt bereits gemeldet war, konnte es der
Prinzeſſin zurückerſtattet werden. Prinzeſſin Viktoria
Luiſe dankte der jungen Dame in einem eigenhändigen
Schreiben und überſandte der Finderin eine goldene
Broſche, zum Andenken an die Freude, die ſie ihr
be=
reitet hat. — Der in Berlin verſtorbene Rentier
Roeſicke hat dem Großherzog von Oldenburg ſeine
ſämtlichen Kunſtſammlungen, die aus 60 Bildern und
Plaſtiken beſtehen, vermacht. Roeſicke war ein geborener
Oldenburger. — Berlin=Lichterfelde beſchloß
die Gemeindevertretung von Groß=Lichterfelde künftig
ihren Ort zu nennen. Die Zugehörigkeit zu Berlin
ſoll beſonders betont und das Wörtchen „Groß” ſchon
um des Wohlklanges willen ausgeſchaltet werden.
Frankfurt, 31. Aug. In dem Erdgeſchoß eines
Hauſes des oberen Sandwegs wohnte vor etwa
Jah=
resfriſt ein Herr, der es ſehr vornehm hielt. Er fuhr
ſtets in ſchmucker Equipage vor, hielt ſich zwei Diener,
wertvolle Hunde, kurz, lebte ſo, wie nur ein ſehr
ver=
mögender Mann leben kann. Der neue Bewohner
des Sandwegs entpuppte ſich als ein veritabler
Reichsgraf. Er war der am 7. November 1867 in
Szlacheince bei Tarnopol geborene Reichsgraf von
Dunin=Borkowſky. Man munkelte von
Rieſenreich=
tümern, über die der Graf verfüge; aber er hatte es
bei weitem nicht ſo dick, wie er den Anſchein zu
er=
wecken verſtand. Im Gegenteil, der Reichsgraf wäre
herzlich froh geweſen, wenn er jemand gefunden, der
ihm mit einer anſtändigen Summe unter die Arme
gegriffen hätte. Er war nämlich nach Frankfurt
ge=
kommen, um eine reiche Heirat zu machen, und glaubte
auch wirklich das Herz einer begüterten Witwe für ſich
gewonnen zu haben. Doch die Dame verzichtete, der
Reichsgraf lebte aber herrlich und in Freuden weiter.
Ihm wurde überall geliehen, wo er in ſeinem
Zwei=
ſpänner vorfuhr. Bald waren die Schulden größer,
wie die vorhandenen Kapitalien. Nun gab der
Reichs=
graf Wechſel in Zahlung, die, wie man kürzlich in einer
der ſchwarzen Liſten leſen konnte, oberfaul waren,
denn ſie wurden nicht eingelöſt. Die Wechſelſummen
beliefen ſich auf tauſende von Mark. Schließlich zog es
der Reichsgraf vor, das Heim am Sandweg zu
verlaſ=
ſen, in dem der Exekutor bereits gehörig aufgeräumt
hatte. v. Dunin=Borkowſky zog nach Ginnheim und
— gab weiter Akzepte in Zahlung, von denen er wußte,
daß er ſie nicht einlöſen konnte. Das Ende vom Lied
wegende Geſtirn, das ſchon im Juli ſeine Sonnennähe
durchlaufen hat, iſt jedoch ſehr lichtſchwach; anfänglich
glich ſeine Helligkeit den Sternen der Größe 10.5,
gegenwärtig iſt er nur noch 12. bis 13. Größe, er
ge=
hört alſo zu den teleſkopiſchen Kometen.
Sternſchnuppen fallen im September
ziem=
lich reichlich, doch beſitzt keiner von den 13 Schwärmen,
die man unterſcheidet, eine nennenswerte Dichte.
Der Glanz des Fixſternhimmels erfährt im
September durch das Mondlicht vom 13. bis 25. eine
teilweiſe Beeinträchtigung, in der übrigen Zeit
ent=
faltet er ſeine volle Pracht. Halten wir gegen 10 Uhr
abends Umſchau unter dem Heer der Sterne, ſo ſehen
wir die ungeheuere Spirale der Milchſtraße ſich vom
Nordoſten über den Zenith zum Südweſten ziehen.
Von ihrem griechiſchen Namen Galaxias (gäla, gälaktos
heißt „Milch”) nennt man den Hauptkreis, worin die
Millchſtraßen= oder galaktiſche Ebene die Sphäre
ſchnei=
det, den galaktiſchen Aequator. Der nördliche Pol der
Milchſtraße liegt nach Heis bei Rektaſzenſion 12h 41.7m
und Deklination — 270.0, d. h. im „Haar der Berenice‟.
Die wahre Geſtalt der Milchſtraße bildet noch heute ein
Problem, doch weiß man wenigſtens ſoviel, daß ſie
einen ſpiralig gewundenen Ring darſtellt, deſſen
Aſtral=
licht von mehr als tauſend Millionen Sonnen
her=
rührt. In ihrem von den Arabern einfach „Lauf”
„Zug” oder „Fluß=Lauf” Nahr elmadscherra,
genann=
ten Schimmer treten über „Fuhrmann” und „Stier”
im Nordoſten zunächſt der „Perſeus” und die „
Caſſio=
peja” hervor; im Zenith bemerkt man den „Schwan”
und darunter den „Adler”, die „Schlange”, den „
Schlan=
genträger” und den „Schützen”. Mit dieſem letzten
Bilde ſchließt auch der Tierkreis im Südweſten ab,
der ſich vom Nordoſten in flachem, zum Südoſten
her=
abgeneigtem Bogen über das Firmament zieht und den
der Reihe nach bezeichnen: „Schütze‟, „Steinbock”
„Waſſermann”, „Fiſche” „Widder” und „Stier‟. In
der Mythologie der alten Völker ſpielen alle dieſe
Zodiakal=Bilder eine hervorragende Rolle. Als
be=
ſondere Eigentümlichkeit heben wir heute nur den
Mythos vom „Waſſermann” hervor, der bei den
Rö=
mern, wie noch jetzt in der aſtronomiſchen
Fachwiſſen=
ſchaft, Aquarius, bei den Griechen Hydrochéos und bei
war, daß ihn die Kriminalpolizei am Montag früh in
Ginnheim verhaftete.
München, 30. Aug. Zu den geſtrigen
Erkrank=
ungen im 15. Infanterieregiment wird
amtlich mitgeteilt, daß etwa 60 Mann, meiſt
Reſer=
viſten, auf dem Rückmarſch vom Exerzierplatz erkrankt
ſind. Bei einem großen Teil handelt es ſich um
Wund=
laufen der Füße, bei den übrigen um Erſchöpfung. An
hitzſchlagähnlichen Erſcheinungen iſt ein Mann
er=
krankt. Die Obduktion des an Herzſchwäche
verſtor=
benen Einjährigen, der den Marſch ohne Anzeichen
beſonderer Anſtrengung mitgemacht hat, ergab eine
ausgedehnte beginnende Lungenentzündung.
München, 31. Aug. Ein führerlos gewordenes
Automobil fuhr geſtern abend in das das
Prinz=
regententheater verlaſſende Publikum hinein, wobei
eine Dame aus San Franzisko getötet und zwei
andere Damen, darunter eine Schweſter der Getöteten,
ſchwer verletzt wurden.
Wien, 30. Aug. Zu dem bereits kurz erwähnten
Giftmordverſuch, zu dem Hofrichter das
Vor=
bild geliefert haben dürfte, wird weiter berichtet: Die
(Private Laura Morawek, ein Fräulein im Alter von
56 Jahren, bewohnte in Leibnitz bei Graz allein ein
Haus. Am 17. Juni, ihrem Namenstage, erhielt ſie
aus Wien eine Schachtel Bonbons von der Poſt
zuge=
ſtellt. Sie nahm an, daß dieſe Sendung von ihrer in
Wien wohnenden Couſine, Frau Berta Kaſtellez,
her=
rühre. Sie trug keine Bedenken, von den Bonbons zu
eſſen. Die Schachtel enthielt drei Lagen. Fräulein M.
aß nach und nach die beiden oberen Lagen auf, ohne die
geringſten nachteiligen Wirkungen zu verſpüren.
Schließlich kam ſie zur unterſten, dritten Lage, in der
beſonders die Schokolade=Maikäfer auffielen. Sie aß
einen von ihnen. Unmittelbar darauf ſtellten ſich
hef=
tige Beſchwerden, Brechreiz und Durchfall ein. — Frl.
M. lebte vielleicht heute nicht mehr, hätte ſie nicht die
Geiſtesgegenwart beſeſſen, raſch Milch in großen
Men=
gen zu trinken. Die Milch war ein wirkſames
Gegen=
mittel, und ihrem Genuß verdankt es die Dame, daß
das Unwohlſein nach kurzer Zeit ſchwand. — Frl. M.
übergab den Reſt der Schachtel einem ihr bekannten
Arzt zur Unterſuchung, welcher feſtſtellte, daß ſowohl
die Reſte des von Fräulein M. gegeſſenen Maikäfers,
als auch ein zweiter ſolcher reichliche Mengen
Queck=
ſilberchlorid enthielten. Die in jedem einzelnen
Bon=
bon enthaltene Menge des Giftes genügte, um einen
Menſchen zu töten. Erſt am 9. Auguſt erſtattete Frl.
M. die Anzeige beim Landesgericht in Prag. Die
Wie=
ner Polizeibehörde wurde gleichfalls verſtändigt, da
die Sendung aus Wien ſtammte. Das
Sicherheits=
bureau ſtellte nun folgende ſchwerwiegenden Umſtände
feſt: Fräulein Morawek hatte im Jahre 1901 ihr aus
12000 Kronen beſtehendes Vermögen ihrer Tante,
Frau Berta Korup, welche bereits verſtorben iſt,
über=
geben. Frl. M. hatte an dieſe Schenkung die
Beding=
ung geknüpft, daß nach dem Tod der Frau Berta Korup
das Geld auf deren Enkelin, Berta Kaſtellez junior,
die Tochter der früher erwähnten Berta Kaſtellez,
über=
gehe, und daß die 4 v. H. Zinſen des Kapitals dem Frl.
Morawek bis an ihr Lebensende auszufolgen ſeien.
So lange Frau Korup lebte, wurden die Zinſen
pünkt=
lich bezahlt, auch nach dem Tode der Frau Korup
wur=
den von ſeiten der Familie Kaſtellez die Zahlungen
genau eingehalten Aber ſeit Juli dieſes Jahres
blie=
ben die Zinſen aus, und gerade 14 Tage vorher iſt die
Bonbonſendung eingetroffen. Die Familie Kaſtellez,
auf welche zuerſt der Verdacht fiel, lebt in den denkbar
ungünſtigſten Vermögensverhältniſſen. Das Oberhaupt
iſt ein durch Krankheit ſtellungslos gewordener
Bahn=
beamter, der ſich mühſam fortbringt. Hauptſächlich fiel
in die Wagſchale, daß das geſamte Vermögen, von dem
ſich Fräulein Morawek den Zinſengenuß
lebensläng=
lich vorbehielt, ſchon ſeit längerer Zeit gänzlich
auf=
gebraucht iſt. Daraufhin erfolgte in Riedau, in Ober=
Oeſterreich, wo die Familie Kaſtellez
Sommeraufent=
halt genommen hatte, die Verhaſtung des Ehepaares.
Bei ihrer Verhaftung unternahm Frau Kaſtellez einen
Selbſtmordverſuch. Sie verſuchte, ſich mit einem
Glas=
ſcherben die Adern aufzuſchneiden, verletzte ſich aber
nur leicht. Frau Kaſtellez machte geſtern früh,
nach=
dem ſie anfänglich jede Schuld abgeleugnet hatte, ein
umfaſſendes Geſtändnis. Sie entlaſtet alle ihre
An=
gehörigen und gibt an, alles allein und ohne jede Hilfe
gemacht zu haben. Eine vorgenommene Schriftprobe
ergab, daß Frau K.s Schrift und die auf der Adreſſe
befindliche dieſelbe iſt. Frau K. behauptet, nur einen
Giftbonbon bereitet zu haben, indem ſie die Schokolade
knetete und drei Giftpaſtillen hinein verrieb. Die
Queckſilberſublimatpaſtillen hatte Frau Kaſtellez vor
den Arabern der „Waſſerausgießende” oder der
„Schöpfeimer” hieß. Germanicus nennt ihn, in
Er=
innerung an die Sintflut, Deukalion. Seine
Schul=
terſterne trugen bei den Arabern recht bezeichnende
Namen, die beiden Sterne der rechten Schulter
nann=
ten ſie nämlich „Das glückliche Geſtirn des Beſitzes”
und die beiden der linken Schulter mit dem letzten
des „Steinbocks” „Das glückliche der glücklichen
Ge=
ſtirne” den „Allerwelts=Glücksſtern” Sa’d el-su’üd
wer ſich dieſe aufſuchen will, wiſſe, daß es die
Sterne Beta und Ti des „Waſſermannes” und e des
Schwanzes vom „Steinbock” waren. Jene Gegend
des Himmels umfaßt überhaupt vorwiegend
Waſſer=
geſtalten: neben dem „Waſſermann” den nördlichen
und ſüdlichen „Fiſch”, den „Walfiſch” und den „
Eri=
danus” (den „Fluß”). Am gegenüberliegenden Teile
des Firmaments, im Nordweſten, gewahren wir das
gewohnte Bild des „Großen Bären” und darüber, am
Himmelspol, das des „Kleinen Bären” während im
Weſten der „Bootes” mit dem hellen „Aretur” undidie
diademgeſchmückte „Krone” ſtrahlen.
Aus Kunſt,=Wiſſenſchaft und Leben.
* Neuaufführungen am Großh.
Hof=
theater. Am 18. ds. Mts, werden, wie ſchon
mitge=
teilt, zwei neue Operetten, „Brüderlein fein” von Leo
Fall und „Robins Ende” von Künecke, zur Aufführung
gelangen. Weiter iſt bis jetzt das Myſterium „Gawan”
von Ed. Stucken zur Aufführung angenommen worden.
Es lag weiter in der Abſicht der Direktion, das neue
Opernwerk „Roſenkavalier” von Richard Strauß,
viel=
leicht zu Großherzogs Geburtstag, zu erwerben, die für
die Erwerbung geſtellten Bedingungen machen dies
aber unmöglich. Der Verleger verlangt für das
Material 3000 Mark einmalige Entſchädigung und
3 Prozent von der Bruttoeinnahme, dazu 7 Prozent
Tantieme von der Bruttoeinnahme, garantiert mit
3000 Mark. Außerdem ſtellt der Verleger die
Be=
dingung, daß man „Salome” und „Elektra” während
der nächſten zehn Jahre jedes Jahr viermal und die
„Feuersnot” während der nächſtenszweisJahre jedes
1910.
Seite 3.
drei Jahren von einem Verwandten erhalten. Dieſer,
ſowie die 24 Jahre alte Tochter der Frau K. wurden
einſtweilen ebenfalls in Haft genommen.
Paris, 31. Aug. In der Nähe des Bahnhofs von
Margut, auf der Strecke Nancy-Sedan, wurden drei
Streckenarbeiter von einem Zug erfaßt und
getötet.
London, 31. Aug. Zu dem gemeldeten
Leichen=
fund einer jungen Engländerin in den
ſchottiſchen Bergen wird noch gemeldet: Die
Todes=
urſache von Lady Marjorie Erskime iſt jetzt aufgeklärt.
Die junge Dame wurde von einem Unfall in den
Ber=
gen betroffen. Sie hatte das Schlüſſelbein gebrochen
und konnte vor Schmerzen und Ermattung nicht
wei=
ter. Infolge Kälte und Hunger iſt ſie dann auf dem
Platze, wo ſie gefunden wurde, umgekommen.
London, 31. Aug. Dr. Crippen mußte in ein
Spital überführt werden, da er ſich wahrſcheinlich
in=
folge der zweimaligen Reiſe über den Ozean eine
ſchwere Neuraſthenie zugezogen hat. Sein
Vertei=
diger behauptet, daß er eine ſehr glaubwürdige
Er=
klärung für die Worte gefunden habe, welche Dr.
Crippen auf die beiden Viſitenkarten geſchrieben hatte,
die in ſeinem Koffer gefunden wurden.
Rio de Janeiro, 31. Aug. Der franzöſiſche
Poſtdampfer „Magellan” hatte auf der Fahrt
nach Buenos Aires eine ernſte Havarie. In der
Nähe der Inſel Palma brach eine Schraubenwelle und
das Waſſer drang in den Laderaum ein. Die „
Magel=
lan” wurde in den Hafen von Santos geſchleppt. Die
Paſſagiere und die Beſatzung ſind wohlbehalten. Ein
großer Teil der Ladung gilt als verloren.
Kongreſſe und Verbandstage.
Hauptverſammlung des Verbandes
Deutſcher Gewerbevereine und
Hand=
werker=Vereinigungen.
— Regensburg, 30. Aug. Am heutigen zweiten
Verhandlungstage der 16. Hauptverſammlung des
Ver=
bandes Deutſcher Gewerbevereine und Handwerker=
Vereinigungen wurden zunächſt einige Anträge
er=
ledigt. Die Haltung des Deutſchen Verbandes zu
die=
ſen Anträgen wurde in entſprechenden Reſolutionen
feſtgelegt. Es referierten dann der Verbandwvorſtand,
Geh. Regierungsrat Noack=Darmſtadt, und der
Dezernent für Jugendfürſorge bei der Zentralſtelle für
Volkswohlfahrt, Weicker, über die Mitarbeit der
Gewerbe= und Handwerkervereine an der
Lehrlingsfürſorge. Die Reſerenten legten
folgende Reſolution vor: „Der Verband Deutſcher
Gewerbevereine und Handwerker=Vereinigungen hält
die Fürſorge für die gewerbliche Jugend, ſowie deren
Zuſammenſchluß in Organiſationen und Vereinen
neben der Werkſtattlehre als eine der wichtigſten uno
ſchwierigſten Aufgaben ſeiner Mitglieder und Vereine.
Zur Löſung dieſer Aufgabe dienen die Veranſtaltungen
zur Sammlung der Jugendlichen in Lehrlingsheimen
oder =vereinen auf Grund bewährter Arbeitsprogramme.
Vereine, welche über eigene Gebäude und ausreichende
Geldmittel verfügen und eigene Handwerkerſchulen
be=
ſitzen, ſind in erſter Linie berufen, von ſich aus
Für=
ſorgeeinrichtungen ſelbſtändig zu treffen. Anderen
Vereinen wird das Zuſammengehen mit den am Orte
etwa vorhandenen Lehrlingshorten, Jünglingsvereinen
oder konfeſſionellen Jugendvereinigungen zur
gemein=
ſamen Arbeit an der Jugendfürſorge dringend
emp=
fohlen. Ueberall iſt darauf Bedacht zu nehmen, mit den
Fortbildungsſchulen Fühlung zu halten. Der
Vor=
ſtand des Deutſchen Verbandes wird ſich mit der
Zen=
tralſtelle für Volkswohlfahrt in Verbindung ſetzen,
da=
mit durch deren weitverzweigte Organiſation das
In=
tereſſe der gewerblichen Landesverbände wachgerufen
wird. Es wird dem Deutſchen Verbande empfohlen,
von dem Material der Zentralſtelle, Literatur uſw.
Ge=
brauch zu machen und die Zentralſtelle im Intereſſe
der gemeinſamen großen Sache über alle Einrichtungen
auf dem Laufenden zu erhalten.‟ Dieſe Reſolution
wurde einſtimmig angenommen.
Die Hauptverſammlung erledigte dann noch interne
Angelegenheiten uund genehmigte den
Haushaltungs=
plan für das kommende Geſchäftsjahr. Darauf ſchloß
der Vorſitzende die Tagung mit den üblichen
Dankes=
worten.
Allgemeiner Deutſcher Innungs= und
Handwerkertag.
— Berlin, 30. Aug. Am heutigen zweiten
Be=
ratungstage beſchäftigte ſich der Allgemeine Deutſche
Innungs= und Handwerkertag zunächſt mit dem
Sub=
miſſionsweſen. Referent hierüber war Tape=
Jahr viermal auf den Spielplan zu ſetzen hat. Für
den „Roſenkavalier” ſind im erſten Jahre zehn
Auf=
führungen zu garantieren. Außerdem ſind für die
Entwürfe zu Dekorationen und Koſtümen, die der
Vor=
ſchrift gemäß genommen werden müſſen, 500 Mark zu
zahlen. Unter dieſen Bedingungen iſt die Aufführung
natürlich unmöglich. Zugleich aber kann man hieraus
erkennen, mit welchen Schwierigkeiten Bühnenleitungen
bei Erwerbung von Novitäten zu kämpfen haben.
Humperdincks Opernwerk „Königskinder” in der neuen
Geſtalt, das weiter zur Aufführung in Ausſicht
ge=
nommen war, erlebt ſeine Uraufführung erſt zu
Weihnachten in Amerika und iſt vorher nicht zu
er=
werben; auch ſind die Koſten für deſſen Erwerbung
ſehr groß. Die Auswahl unter den vorliegenden
Novitäten iſt zurzeit ſehr gering; entweder ſind die
Koſten für ihre Erwerbung für nicht ſehr reich dotierte
Bühnen kaum zu erſchwingen, oder es ſind
minder=
wertige Erzeugniſſe, mit deren Aufführung ſich ein
vor=
nehmes Kunſtinſtitut wenig Freunde erwerben würde.
— Zur Rechtſchreibung der Vornamen.
Der Allgemeine Deutſche Sprachverein hat neuerdings
ein auf wiſſenſchaftlicher Grundlage beruhendes, der
amtlichen deutſchen Rechtſchreibung folgendes
Ver=
zeichnis der in Deutſchland gebräuchlichen Vornamen
aufſtellen laſſen. Dieſes Verzeichnis erſcheint
ge=
eignet, die wünſchenswerte Durchführung der
amt=
lichen Rechtſchreibung auch hinſichtlich der Schreibung
der Vornamen wirkſam zu fördern. Ein
Rund=
ſchreiben des preußiſchen Miniſters des Innern
em=
pfiehlt infolgedeſſen den Standesbeamten das
Ver=
zeichnis als Grundlage für die Praxis. Wenn auch
ein Zwang zur Annahme der in dem Verzeichnis
an=
gegebenen Schreibweiſe bei etwaigem Widerſpruch der
Beteiligten ſeitens der Standesbeamten nicht
aus=
geübt werden kann, ſo iſt doch anzunehmen, daß bei
richtiger Behandlung es den Standesbeamten
allmäh=
lich gelingen wird, eine einheitliche und nach
wiſſen=
ſchaftlichen Grundſätzen richtige Schreibweiſe der
Vor=
namen auf Grund dieſer Arbeit des Deutſchen
Sprach=
vereins herbeizuführen und in der Bevölkerung
durchzuſetzen.
Nummer 204.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
Seite 4.
zierermeiſter Feder (Berlin). Redner empfiehlt
fol=
gende Reſolution: „Die geſunde Weiterentwicklung
des Submiſſionsweſens hängt in erſter Linie davon ab,
daß bei der Ausſchreibung ſowohl wie bei der
Durch=
führung und der Abwicklung der Arbeiten die
Behör=
den den Unternehmern gegenüber in rechtlicher,
wirt=
ſchaftlicher und ſozialer Hinſicht einen zeitgemäßeren,
den veränderten Verhältniſſen der Gegenwark mehr
entſprechenden Standpunkt einnehmen. Wir erkennen
an, daß die Erlaſſe der Herren Miniſter den Wünſchen
der Handwerker im großen Ganzen entſprechen.
Be=
dauern müſſen wir jedoch, daß die unteren ſtaatlichen
Verwaltungsorgane die Miniſterialerlaſſe nicht
ge=
nügend berückſichtigen. Ebenſo iſt es mit den ſtädtiſchen
Behörden, welche faſt durchweg ihre eigenen Wege
gehen.‟ — Die Reſolution wurde angenommen.
Ueber Innung und Arbeitgeberverband
ſprach der Vorſitzende des Bundes Deutſcher
Schmiede=
innungen, Scholz (Berlin), unter Vorlegung folgender
Reſolution: „Der Allgemeine Deutſche Innungs=
und Handwerkertag begrüßt den Erlaß des Herrn
Handelsminiſters vom 27. Oktober 1909, welcher den
Innungen den korporativen Beitritt zu den Arbei: geſtattet, mit Freuden, weil damit
der wahre Charakter der Arbeitgeberverbände als
Förderer des ſozialen Friedens erkannt iſt. Der
Hand=
werkertag empfiehlt den Innungen, ſich den für ſie
ge=
eigneten Arbeitgeberſchutzverbänden anzuſchließen.‟ —
Die Reſolution wird angenommen. Linſener (
Ber=
lin) begründet hierauf einen weiteren Antrag, der
eine ſachgemäße Abänderung des § 100g der
Reichsge=
werbeordnung fordert. Bei der Abſtimmung wurde
eine Reſolution angenommen, welche die volle
Be=
ſeitigung des § 100a fordert.
Syndikus Dr. Müffelmann=Berlin ſprach über
den Schutz der Arbeitswilligen. Er
bezeich=
nete einen erweiterten Schutz der Arbeitswilligen
an=
geſichts der zahlreichen Auswüchſe, wie ſie bei
Lohn=
bewegungen und anderen Gelégenheiten durch
Be=
drohung und Mißhandlung, ſowie durch
Boykottier=
ung und Verrufserklärungen zutage treten, als
drin=
gend erforderlich. Der Terrorismus auf dieſem
Ge=
biete werde immer unerträglicher. Geſetzliche
Be=
ſtimmungen zur Abhilfe ſeien unumgänglich
not=
wendig. Eine entſprechende Reſolution wurde
angenommen. In einer weiteren Reſolution wandte
ſich die Verſammlung gegen die
Gefängnis=
arbeit. Baumeiſter Geſtrich behandelte ſodann die
Frage der Arbeitskammern. Die
Verſamm=
lung lehnte in einer Reſolution den Geſetzentwurf,
betreffend die Arbeitskammern, in der vorliegenden
Form ab, da ſie zur Herbeiführung eines gedeihlichen
Verhältniſſes zwiſchen Meiſter und Geſellen die
Ein=
richtungen der organiſierten Arbeiterſchaft für beſſer
hält als die Arbeitskammern, bei denen die Gefahr
der einſeitigen Ausnutzung zu agitatoriſchen Zwecken
beſteht.
Ueber die Bäckereiverordnung referierte
Bäcker=
meiſter König=Schöneberg. Obermeiſter Bierbach=
Ber=
lin ſprach über die Schädigungen des
Handwerker=
ſtandes durch das Wandergewerbe. Er
ver=
langte Abänderung der Reichsgewerbeordnung dahin,
daß die Abhaltung von Wanderlagern von der
Be=
dürfnisfrage abhängig gemacht werde. Zu fordern
ſei ferner eine beträchtliche Erhöhung der Gebühren
für Wandergewerbeſcheine. Die Angelegenheit wurde
dem Vorſtande des Zentralausſchuſſes zur weiteren
Erledigung übergeben. Ueber die Verkürzung der
Sonntagsverkaufszeit im
Nahrungsmittel=
gewerbe ſprach der Vorſitzende des Verbandes
Deut=
ſcher Konditoren=Innungen, Brodek=Berlin. Er
bean=
tragte eine Reſolution, die ſich gegen die Ausdehnung
der Sonntagsruhe in der Nahrungs= und
Genuß=
mittelbranche ausſpricht. Die Reſolution wurde
an=
genommen.
Damit war die Tagesordnung erledigt und die
Verſammlung wurde von dem Vorſitzenden Richt=
Ber=
lin mit einem Hoch auf das deutſche Handwerk
ge=
ſchloſſen.
* Brüſſel, 30. Aug. In der heutigen
Nachmit=
tagsſitzung der. Interparlamentariſchen
Union erſtattete Dr. Pachnicke Bericht über die
Neu=
traliſation der Meerengen und die interozeaniſchen
Kanäle. Es wurde eine Reſolution angenommen, in
der verlangt wird, daß im Intereſſe der Allgemeinheit
und des Handels alle Meerengen und interozeaniſchen
Kanäle nach Möglichkeit unter das gleiche Regime der
Neutraliſation geſtellt werden wie der Suezkanal, der
Panamakanal und die Magelanſtraße. Sodann wurde
eine Kommiſſion eingeſetzt, welche dieſe Frage prüfen,
Vorſchläge ausarbeiten und in der nächſten Konferenz
darüber Bericht erſtatten ſoll.
* Buenos=Aires, 31. Aug. In Gegenwart des
Präſidenten Saenz Peüa, mehrerer Miniſter und
zahlrei=
cher angeſehener Perſönlichkeiten wurde geſtern der
pan=
amerikaniſche Kongreß geſchloſſen. Der
Mi=
niſter des Aeußern ſprach ſich in einer Rede für die
Auf=
rechterhaltung des Friedens und die Beilegung von
Strei=
tigkeiten durch Schiedsgerichte aus; er betonte, man müſſe
die Rechte aller Republiken achten, um der Gerechtigkeit
zum Siege zu verhelfen.
Ausſtellung im Haus Chriſtianſen.
Die Villa „In Roſen” Profeſſor Hans Chriſtianſens
idylliſcher Künſtlerſitz auf der Mathildenhöhe, der
jahre=
lang verwaiſt war, iſt wieder bewohnt und wird nach
Vor=
nahme baulicher und dekorativer künſtleriſcher Aenderungen
als Ausſtellungsobjekt wieder der Oeffentlichkeit zugänglich
gemacht. Wer ſich der Villa „In Roſen” von 1901 her
er=
innert und ſie jetzt wieder beſucht, wird erſtaunt ſein
einesteils darüber, wie dem ſchönen künſtleriſchen Heim
durch zweckentſprechende Renovation im Geſamtbilde etwas
gegeben wurde, das den ſympathiſchen Eindruck noch
un=
gemein erhöht, trotzdem die Aenderungen nicht erheblich,
ſondern mehr intimer Natur ſind; andernteils darüber,
wie vorzüglich alles erhalten iſt, trotzdem doch nun bald
ein Jahrzehnt ſeit dem „Dokument deutſcher Kunſt”
ver=
floſſen iſt, zu deſſen charakteriſtiſchſten und künſtleriſch
be=
deutſamſten Objekten die Villa „In Roſen” zählte.
Sehr zum Vorteil gereicht dem ſchönen Heim des
Künſtlers der neue Ein= und Aufgang, der, da eine Fülle
von Licht und Helle ungehindert hineinfluten kann, dem
Beſucher einen ungemein freundlich=heiteren Eindruck
ver=
mittelt, der erhöht wird durch die zarten Frühlingstöne,
die mit dem blendenden Weiß und Gold und dem tiefen
Rot des Teppichs zu feſtlicher Farbenſinfonie ſich einen.
Vom Aufgang gelangt der Beſucher in eine kleine
Gar=
derobe, die aus dem Herrenzimmer gewonnen wurde durch
Hinwegnahme des allerdings wenig glücklich geweſenen
Einbaues mit den beiden Sofas. Dadurch hat auch das
Herrenzimmer ſelbſt gewonnen, die unweſentliche
Verklei=
nerung gereicht ihm, da eine praktiſche Wand entſtand,
durchaus zum Vorteil und erhöht den behaglich vornehmen
Eindruck dieſes Raumes, der zum Sinnen und Dichten
förmlich anregt.
Die prächtige große Halle, die dem ganzen Hauſe
das künſtleriſche Gepräge gibt, iſt ebenfalls etwas
vergrö=
ßert worden durch Beſeitigung des Glasabſchluſſes vor
den nach dem Garten führenden Fenſtern. Hierfür iſt eine
ganz entzückende Erkerecke entſtanden, die einen prächtigen
Ausblick nach dem Garten und einen ebenſolchen
Durchblick durch die Räume nach dem ebenfalls ſpäter
an=
gebauten Atelier öffnet. Vor den Fenſtern, deren Rahmen
ebenſo wie die Möbel weiß lackiert ſind, blühen rote
Blu=
men, und zartgrünes Laubgewinde innen vermittelt die
Harmonie der Farben, die übrigens im ganzen Hauſe
treff=
lich ſtimmt. Die Holzvertäfelung der Halle, die zahlloſe
koſtbare Kunſtſchätze birgt, iſt vorzüglich erhalten, in der
Farbe natürlich etwas nachgedunkelt, wodurch aber der
wohnlich anheimelnde Charakter betont wird, da das
„Neue” des Ausſtellungsraumes dadurch beſeitigt ward.
Die Generalſtimmung iſt dieſelbe geblieben: Vornehm,
ruhig, und trotz der faſt zu großen Fülle von Farben und
Formen, die das Auge trifft, ſind die künſtleriſchen Grenzen
nirgends überſchritten, weder im Kleinen noch im
Geſamt=
eindruck, nirgends verleugnet ſich die vornehme
Künſtler=
ſchaft des Bewohners.
In dem mit der Halle verbundenen Eßzimmer iſt
nichts verändert worden ſeit 1901. An den Wänden hängt
eine Anzahl intereſſanter Studien, meiſt aus Italiens
ſonnigen Gefilden, die, alle gleichmäßig ſchlicht gerahmt,
von zartgrünem Gerank, einem Girlandenſchmuck gleich,
umgeben ſind, wodurch wiederum hübſche Farbenſinfonien
erzielt wurden.
Einen entzückenden Eindruck macht das im oberen
Stock gelegene, durch eine bequeme Treppe von der
Halle aus zugängliche Schlafzimmer, das ganz
in Gold und Gelb geraucht erſcheint (früher war
die=
ſes Zimmer auf einen violettblauen Ton geſtimmt).
Das Meublement iſt weiß lackiert, Plafond und Wände
mit lichten gelben und goldenen Ornamenten geziert,
und das durch die goldgelben, mit echten
Klöppel=
ſpitzen drapierten Vorhänge einfallende Licht taucht
den Raum in ein ſattes, goldenes Gelb. Das neben
dem Schlafzimmer gelegene Kinderzimmer iſt
unverändert geblieben, es macht mit den hübſchen,
weiß lackierten Möbeln ebenfalls einen reizenden
Eindruck. Ebenſo die anderen Räume des Hauſes,
von denen noch das hübſche Töchterſchlafzimmer
ge=
nannt ſein mag.
Auch in dem ganz reizend angelegten Garten iſt
alles auf Farbe geſtimmt und dabei Geſuchtes überall
vermieden. Zu den blühenden Blumen um das
Waſſerbaſſin ſtimmt das reiche Gold des kleinen
Brünnchens und auch das prächtige Moſaikgemälde
an der hohen Mauer nach dem Ausſtellungshauſe zu
in vornehmer Künſtlerſchaft. Reizend ſind die
Aus=
blicke von den Balkonen nach der Roſenhöhe und dem
Odenwalde zu.
Etwa 150 Gemälde, meiſt neueren Datums, ſind
in den verſchiedenen Räumen aufgehängt. Meiſt ſind
es Seeſtücke, Anſichten vom ruhigen,
ſonnenbeſchiene=
nen oder auch vom ſturmgepeitſchten Meer. Die
gol=
dene Sonne Italiens, die im abendlichen Scheiden
eine Fülle von Farben und Stimmungen zaubert,
liebt der Künſtler wohl am meiſten, weil ſie ſeinem
Farbenſinn, ſeiner offenſichtlichen Freude an lebhaften,
ſtrahlenden Farben entgegenkommt. In der großen
Mehrzahl ſeiner Bilder kehrt die Sonne Italiens
wieder, in zahllos variierten Szenen und
Farben=
ſtimmungen. Daneben verleugnet der Künſtler die
Symbolik nicht, die Eigenart des deutſchen
Ma=
lers, trotz ſeiner Liebe für Italien und Frankreich,
welch letztere ſich auch in der Technik vieler Bilder
— nicht immer zu ihrem Vorteil — offenbart. Das
ſchönſte der Sammlung und wohl auch das künſtleriſch
wertvollſte iſt zweifellos das große Familienbild, das
neben dem Erker hängt, in dem der Künſtler ſich ſelbſt,
ſeine ſchöne Gattin und ſeine drei blühenden Kinder
darſtellt. In der Kompoſition freilich mutet das
Bild=
zunächſt etwas fremd an und nur die beabſichtigte
Symbolik läßt die Haltung der Mutter erklären. Es
ſoll wohl zum Ausdruck gebracht werden, daß der
Mutter Pflicht iſt, ihre Kinder durch eigene hohe
Tu=
genden zur Höhe zu führen; einem Wollen, dem die
beiden älteren Kinder ſchon Verſtändnis
entgegen=
bringen, während das jüngſte in ſorgloſer Heiterkeit
im der Mutter Schoß ſich ſchmiegt. Dem Vater und
Batten weiſt ſeine Pflicht, ſein Können und ſeine
Kunſt, die ihn zum Beſten der Allgemeinheit ſelbſt zur
Höhe führen muß, einen eigenen Platz, gewiſſermaßen
abſeits von der Kindererziehung. „Meine Fehler ſind
meine Tugenden” lautet die Inſchrift. Im Kolorit
und in der Zeichnung, auch in der Charakteriſtik, iſt
das Bild meiſterhaft.
Die Ausſtellung, die der Leitung der
Hofkunſt=
handlung Sonnthal unterſteht, wird zirka 6 Wochen
dauern. Die Renovierungsarbeiten wurden, ſoweit
die Maler= und Lackiererarbeiten in Frage kommen,
von der Firma Th. Klump hier gefertigt. M. St.
Der Beſuch der Zarenfamilie in Friedberg.
(Originalbericht.)
fr. h. Es iſt nicht leicht, in dürren Worten den
Eindruck genau zu ſchildern, den die Ankunft und
Be=
grüßung der ruſſiſchen Kaiſerfamilie auf den Zuſchauer
in nächſter Nähe ausgeübt hat. Die blühende
Reporter=
phantaſie und Senſationsſucht gewiſſer großer Blätter
hatte ſeit Wochen alles getan, um nach außen hin den
Anſchein zu erwecken, als ſei das friedliche, alte,
privi=
legierte Reichsſtädtchen am Eingang der fruchtbaren
Wetterau aus Anlaß des Zarenbeſuchs in eine Art
Feſtung umgewandelt worden, als habe man dort mit
allen Mitteln moderner Kriminaltechnik und
raffinier=
ter Spitzelweisheit eine Reihe ganz außergewöhnlicher
Verkehrsbeſchränkungen zur Durchführung gebracht.
Ein großes Berliner Blatt faſelte von „eiſernen
Toren” die den Weg zum Schloß verſperren, daß
Schloßterraſſe und Schloßumgebung „vollſtändig jedem
Verkehr geſperrt” und aus der Burg eine „Feſtung mit
vernagelten Toren, Schlagbäumen, genau
kontrollier=
ten, eiſengitterverſehenen Kanalabflüſſen, feſten
Sta=
ketenzäunen” uſw. gemacht worden ſei, daß zu dem
„Heer ruſſiſcher Kriminalbeamten‟ Darmſtadt „ein
Bataillon eigener Zivilſchutzleute” ſtellen muß und „200
Mann heſſiſcher Infanterie und Darmſtädter weiße
Dragoner” (!) die Aufgabe hätten, den Park zu be=
Kleines Feuilleton.
* Napoleon I. in einer deutſchen
Dorf=
ſchule. In den hinterlaſſenen Aufzeichnungen eines
vor zwanzig Jahren verſtorbenen höheren
Juſtiz=
beamten fand ich, ſo wird der Deutſchen Tageszeitung
geſchrieben, eine Reihe von Jugenderinnerungen, aus
denen hier die Schilderung eines Beſuches
wiedergege=
ben ſei, den Napoleon I. im Jahre 1810, als er den
Rhein bereiſte, der Schule des damals noch recht kleinen
Städtchens Andernach abſtattete.
„Es war an einem ſonnigen Morgen,” ſo lieſt man
in den Erinnerungen, „als der Beſuch des Kaiſers
er=
wartet wurde. Begreiflicherweiſe waren wir Kinder
ſehr aufgeregt, ſeitdem man uns geſagt hatte, daß der
Kaiſer eine Schulprüfung beiwohnen werde, tagelang
konnten wir kaum mehr ſchlafen, und als der große
Tag endlich angebrochen war, und wir ihn mit einer
Meſſe in der uralten Kirche begannen, verweilten unſere
Gedanken weit mehr bei dem Herrn der Erde als dem
des Himmels. Wir Kinder wurden dann vor der
Schule aufgeſtellt, um, wenn der Kaiſer komme, ein
Lied zu ſingen. Wir hatten noch nicht lange dort
ge=
ſtanden, als wir eine Gruppe von Generälen auf die
Schule zuſchreiten ſahen, in deren Mitte wir ſofort den
Kaiſer erkannten. Sein gelbes Geſicht und ſein
finſte=
rer Blick ſetzten uns in Schrecken, und das Lied,
wel=
ches wir zu ſeiner Begrüßung ſangen, mochte nicht allzu
friſch und freudig geklungen haben. Eilends liefen wir
dann in das mit der franzöſiſchen Fahne und dem
Bilde des Kaiſers geſchmückte Schulzimmer, und mit
klopfendem Herzen ſahen wir der Prüfung entgegen.
Niemals vergeſſe ich den Eindruck, als der Kaiſer durch
die kaum mannshohe Tür in das niedere Zimmer
ein=
trat. Die Kinder hatten ſolche Furcht, daß ſie kaum zu
antworten wagten, und ſelbſt die leichteſten Fragen in
der Religion, im Rechnen und in der Geographie
wur=
den nur zitternd und ſtockend erwidert. Dann aber
kam das Schwierigſte. Napoleon wollte ſich von den
Kenntniſſen ſeiner jungen Untertanen in der
franzb=
ſſiſchen Sprache perſönlich unterrichten, und begani
ſelbſt zu fragen. Da war es kein Wunder, daß wir
armen Dorfſchüler vollſtändig verſagten, und daß der
Ausdruck des Kaiſers, der in dieſer Hinſicht vielleicht
den Einfluß unſerer Eltern erblickte, ſtets finſterer
wurde. Nicht nur die Aufregung ließ uns verſtummen,
ſondern auch die ungewohnte Art des Fragens. Der
Kaiſer überſtürzte ſich, er ſprudelte die oft
unverſtänd=
lich bleibenden Worte heraus, und wenn die Antwor:
ausblieb, ſo warf er eine ärgerliche Bemerkung
da=
zwiſchen. Noch ſehe ich das Bald vor mir, als der
Kaiſer plötzlich aufſprang, ſeinen Hut ergriff, den er
der Wärme wegen abgelegt hatte, und dem Lehrer (der
es uns ſpäter überſetzte) in franzöſiſcher Sprache
zu=
polterte: „Man ſollte den Nürnberger Trichter
kom=
men laſſen, um den dummen Bauernköpfen die
fran=
zöſiſche Sprache einzutrichtern.” Angſtvoll und
er=
ſchrocken blieben wir zurück, als er davonſtürmte.”
* „Das Mädchen aus der Fremde‟ Die
Inſaſſen eines nach deutſchem Muſter erbauten Hauſes
mit zahlreichen kleinen Wohnungen, einer ſogenannten
modernen Mietskaſerne in Glasgow, erlebten neulich
abends eine eigenartige, angenehme Ueberraſchung.
Bei jedem Mieter erſchien ein diſtinguiert gekleideter
Fremder, fragte an, ob er ihm nicht etwas Gutes
er=
weiſen dürfe und drückte dem Erſtaunten, ehe er etwas
erwidern konnte, eine Banknote in die Hand. Nachdem
jeder im Hauſe anweſende Mieter einen Geldſchein
empfangen hatte, war der Fremde ebenſo plötzlich, wie
er gekommen, wieder verſchwunden. Als bald darauf
der Wirt auf der Bildfläche erſchien, von ſeinen
Haus=
bewohnern die ſeltſame Geſchichte von dem Erſcheinen
des Banknotenſpenders hörte und nach kurzer
Prüf=
ung erkannte, daß es ſich um vollkommen echte Ein=
Pfund=Noten (20 Mk.) handelte, machte er der Polizei
davon Mitteilung. Bisher hat man von dem auf ſo
ungewöhnliche Weiſe ſich ſeines Mammons
entledigen=
den Philanthropen nicht die geringſte Spur entdecken
können.
* Eine Millionärsgattin als=
Schmugg=
lerin. Eine mitternächtliche Unterſuchung der
Zoll=
behörde an Bord der in New=York ankommenden „
Maure=
tania” hat ihr einen guten Fang eingebracht. Eine
Millio=
närsgattin iſt, einem Preßtelegramm zufolge, wegen
Schmuggelei verhaftet worden. Die New=Yorker Behörde
hatte erfahren, daß die Gemahlin eines Bankpräſidenten in
Paris einen prächtigen Perlenſchmuck für 300000 Francs
gekauft hatte. Die Dame wurde alſo bei ihrer Ankunft
gefragt, ob ſie Koſtbarkeiten zu verſteuern habe. Sie
ver=
neinte. „Auch keine Perlen?” — „Nein doch.‟ — „Dann
geſtatten Sie wohl, daß Sie einer eingehenden Unter=
ſuchung auf zollpflichtige Sachen hin unterworfen
wer=
den.‟ — Die Millionärsgattin mußte die Nachforſchungen
über ſich ergehen laſſen. Das Ergebnis war: es wurde
nichts gefunden. Nur eines entdeckte die Beamtin, eine
Rechnung über einen Perlenſchmuck von 300000 Francs.
Jetzt war guter Rat teuer. Da fiel der Blick eines
Zoll=
beamten auf den großen Hut Frau Adriantes. Man war
ſo neugierig, den Hut ein wenig zu lüften, und ſiehe da,
zwiſchen Federn und Seidenband verſteckt fanden ſich die
zollpflichtigen Perlen. Der Bankpräſident und ſeine
Ge=
mahlin werden jetzt wegen Schmuggels das Zehnfache der
Zollgebühr als Strafe zahlen müſſen.
CK. Die Not der
Zigarrenſtummel=
ſammler. Aus Paris wird berichtet: Die
ehren=
werte Zunft der Zigarrenſtummelſammler iſt in Not,
und ſie iſt wütend über die neuen Tabakſteuern, nach
deren Einführung das „Rohmaterial” ihres Gewerbes
immer ſpärlicher wird. An den beliebteſten Stätten
ihrer Wirkſamkeit, ſo klagte ein hervorragendes
Mit=
glied der Zunft, am Café Napolitain, am Café
Ameri=
cain, auf den Boulevards, finden ſie höchſt ſelten noc)
ein paar Zigarettenenden, die Zigarrenſtummel haben
noch ganze 5 Millimeter Länge, und was das Schlimmſte
iſt, es iſt ſo böſes Kraut, daß nichts mehr damit
anzu=
fangen iſt. Es ſieht daher trübe aus mit der Zukunft
dieſes alten, ehemals ſo blühenden Pariſer Berufes.
* Vor Gericht. Der Anwalt der Gegenpartek
beſchloß, ſich den Zeugen Müller mal ordentlich
vor=
zuknöpfen und ſeine Glaubwürdigkeit zu erſchüttern.
„Wie waren doch ſchon Ihre Vornamen?” fragte er.
„Ich bin Hans Heinz getauft worden!” erwiderte der
Zeuge. „Wirklich?” hohnlachte der Anwalt, „wie
kön=
nen Sie das wiſſen?” „Na,” meinte der Zeuge, „ich
war eben mit dabei.” „Woher wiſſen Sie, daß Sie mit
dabei waren?” „Na, ſonſt hätten ſie mich doch nicht
taufen können. Und außerdem erinnere ich mich der
Zeremonie auch noch ganz gut!” Jetzt glaubte der
An=
walt ihn feſtzuhalten. „Nun, mein Freund mit dem
wunderbaren Gedächtnis,” donnerte er, „erklären Sie
doch dem Gerichtshof einmal, wie ein Kind dazu
kom=
men kann, eine ſolche Zeremonie ſo außerordentlich
lebhaft im Gedächtnis zu behalten!” „Ganz einfach!”
erklärte ruhig der Zeuge, „ich bin erſt mit vierzehn
Jahren getauft worden!”
Nummer 204.
Seite 5
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
wachen u. 1. f. gar nicht zu erwähnen der vielen Sen
ſationsmeldungen über den Geſundheitszuſtand der
Zarin.
Und nun die Wirklichkeit! Vor dem kleinen,
un=
ſcheinbaren Pavillon auf der Südſeite des Bahnhofes
ſtehen nach der Stadt zu zwei lange heſſiſche Leil
gardiſten mit Federbuſch und präſentieren eifrig das
Gewehr. Etwa ein Dutzend anderer Infanteriſten der
Ehrentompagnie, deren Honneurs ſich das Zarenpaar
dankend verbeten hat, und Feuerwehrleute haben den
nicht großen Platz vor dem Bahnhof abgeſperrt, doch ſo,
daß alle, die da kamen, um zuzuſchauen — darunter
ein ſtarker Prozentſatz der lieben Schuljugend —,
reich=
lich Platz haben. Natürlich ſind auch die Fenſter der
kleinen, mit Girlanden und Fahnen reich geſchmückten
alten Häuschen mit Zuſchauern dicht beſetzt. Zum
Be=
treten der Abſperrung beim Pavillon haben nur wenig
Auserwählte die beſondere Erlaubnis vom Herrn
Hof=
marſchall erhalten, aber kaum 50 Schritt entfernt harrt
die neugierige Menge, unter der ſich auch eine Anzahl
Ruſſen mit langem Kaftan und blondem oder ſchwarzem
Vollbart befindet, was entgegen der Behauptung des
Berliner Tageblatts, „ruſſiſche Juden, die an den
Sprudeln Heilung ſuchen, fliegen ohne Gnade aus dem
in dieſer Beziehung ſonſt ſo liberalen Heſſenländchen
heraus” — ausdrücklich konſtatiert ſei.
So ſchlägt die Bahnhofsuhr drei und die Spannung
und Erwartung der Harrenden — denen als Termin
der Ankunft die Zeit zwiſchen 2 und 4 Uhr angegeben
war — ſteigert ſich. Da rollt um 3,06 Uhr der
Per=
ſonenzug von Nidda in den Bahnhof ein, und die vielen
Paſſagiere bewegen ſich langſam und ungehindert
mitten über den abgeſperrten Platz. Dann fährt zum
Erſtaunen der Eingeweihten, die da wiſſen, daß der
ruſſiſche Hofzug um ½4 Uhr eintreffen ſoll, um 3¼ Uhr
der fahrplanmäßige Bummelzug aus Marburg=Gießen
in die Bahnhofshalle, und wieder ſchreiten einige
hundert ländliche Paſſagiere über das abgeſperrte
Terrain, die mit neugierigen Blicken die feſtliche
Dekoration und die zum Zarenempfang eingetroffenen
Perſönlichkeiten betrachten, ſo daß einige
Bahnhofs=
beamte und Kriminalſchutzleute Mühe haben, die
Menge weiter zu ſchieben; endlich verteilt ſie ſich nach
allen drei Seiten unter die übrigen Zuſchauer. Es ſind
auch wenige Minuten var und nach dem
Ankunfts=
termin des Zaren mehrere Züge fahrplanmäßig
abge=
laſſen worden, zu denen das Publikum durch das
Hauptportal des Bahnhofs ungehindert Zugang hatte,
ſo daß alſo von irgend welcher „Beſchränkung des
Ver=
kehrs” zu ſprechen eine abſolute Unwahrheit wäre,
Zum Empfang auf dem Bahnhofe waren außer den
Großherzoglichen Herrſchaften erſchienen:
die Herren des Gefolges, Oberſtallmeiſter Freiherr
Riedeſel zu Eiſenbach, Generaladjutant
General=
major Hahn, und weiter der ruſſiſche Geſandte in
Darmſtadt, Baron v. Knorring, der Chef des
ruſſi=
ſchen Hauptquartiers, Fürſt Wladimir Orlow,
Gene=
ralleutnant Moſſolow, der kaiſerliche Hausminiſter
Baron Frederiks, Graf Benkendorff, ſowie
Kreisrat Schliephake, Polizeirat Krämer und
Gendarmerie=Oberſtleutnant Schmidt aus Gießen.
Nachdem ſich kaum der Schwarm der neuen
länd=
lichen Ankömmlinge verlaufen hat, fährt auch ſchon —
genau 3,28 Uhr — glatt und lautlos, wie eine
Rieſen=
ſchlange, der lange kaiſerliche Extrazug in die
Halle ein, und der mittlere Salonwagen hält direkt
vor dem Pavillon, vor welchem das
Großherzogs=
paar und die kleine Zahl des Gefolges und der
ruſſiſchen Hofbeamten — mit beſonderer Erlaubnis des
Hofiarſchälls waren auch einige Journaliſten
zuge=
laſſen — Aufſtellung genommen hat. Zuerſt erſcheint
aus dem Salonwagen die Zarin, die der
Groß=
herzog herzlich umarmt und küßt. Die kaiſerliche
Schweſter, die ein weißes Spitzenkleid und hellen Hut
trägt, entſteigt dem Wagen mit elaſtiſchem Schritt und
erwidert die ehrfurchtsvollen Grüße der Nächſtſtehenden
mit freundlichem Kopfneigen. Die hohe Frau muß die
genau 44ſtündige Eiſenbahnfahrt von Petersburg ab
vortrefflich überſtanden haben; ihr Ausſehen iſt friſch
und wohlgemut, und als bei ihrem Erſcheinen dann
die weiterhin ſtehende Menge in ſtürmiſche Hurrarufe
ausbricht, bewegt ein freudiges Lächeln die
feingeſchnit=
tenen Geſichtszüge, die leichte Röte der Wangen vertieft
ſich und mit innigen Dankesblicken und Kopfneigen
lohnt ſie die erſten, langentbehrten
Sympathiebezeu=
gungen ihrer Landsleute. Man iſt allgemein entzückt
von dem guten Ausſehen der ehemaligen Prinzeſſin
Alix, und der Großherzog, die Großherzogin und die
Umſtehenden ſind ergriffen von dieſer ſchönen Szene,
die für einige Sekunden alle Herzen feſſelt. Dann
folgen weitere herzliche Begrüßungen zwiſchen den
hohen Verwandten, wobei beſonders die herzliche
Um=
armung zwiſchen Zar und Großherzog bemerkt
wird, und danach ſchreiten nach einigen Vorſtellungen
und weiteren perſönlichen Begrüßungen die
Herrſchaf=
ten zu den bereitſtehenden Wagen. In den erſten der
zweiſpännigen Hofwagen ſteigt die Zarin mit der
Großherzogin, die ein weißes Kleid und weißen
Federhut trägt, und, mehr hüpfend als gehend, nimmt
auf dem Vorderfitz mit der Prinzeſſin Olga noch der
kleine Thronfolger Alexis Platz, der in ſeinem weißen
Matroſenanzug allerliebſt ausſieht. Dann ſchwingt ſich
neben den großherzoglichen Leibkutſcher noch die
breit=
ſchulterige Geſtalt des Leibtſcherkeſſen der Kaiſerin in
dem goldbetreßten rot=ſchwarzen Prunkgewand und
der hoben ſchwarzen Lammfellmütze auf den Bock, und
unter immer wiederholten Hurrarufen der begeiſterten
Menge und den dankenden Verneigungen der Inſaſſen
rollt der Wagen durch die Feſtſtraßen langſam ſeinem
Zielpunkt zu.
Iuzwiſchen hat der Großherzog, der einen
dunklen Stoffanzug und runden, ſchwarzen Hut trägt,
mit dem in einen modernen grau=grünen Jackettanzug
und weichen Modehut gekleideten Zaren den zweiten
Wagen beſtiegen. Ein kurzer Moment lautloſer
Stille und dann fährt das Geſpann ebenfalls unter
ſtürmiſchen Hurrarufen davon. Man glaubt bemerkt
zu haben, daß der Geſichtsausdruck des Zaren trotz
ſeiner Lebhaftigkeit gegen früher weſentlich ruhiger
geworden ſei. Den dritten Wagen beſteigen die
übri=
gen kleinen ruſſiſchen Prinzeſſinnen, alle drei
ſchlanke Geſtalten in weißen Kleidern, in Begleitung
einer Hofdame, und nach einigen Mitgliedern des
Hof=
ſtaates im vierten Wagen folgt eine Reihe von 14
Automobilen mit den weiteren Inſaſſen des
Sonder=
zuges.
Am Schloßportal angelangt, wurde das
Zaren=
paar von Herrn Hofmarſchall Freiherrn von Ungern=
Sternberg und dem dienſttuenden Kammerherrn
Frei=
herrn von Leonhardi empfangen; daneben ſtanden die
beiden kleinen heſſiſchen Prinzen und begrüßten mit
kleinen ruſſiſchen Fahnen das Zarenpaar und die
neuen, langerſehnten prinzlichen Spielgenoſſen.
Als=
bald nach der Ankunft nahmen die ruſſiſchen
Herr=
ſchaften und das Großherzogspaar auf der
Schloß=
terraſſe den Tee ein und abends 8 Uhr fand
Familien=
tafel zu 18 Gedecken ſtatt.
Die nächſten Tage ſollen ganz der Ruhe gewidmet
ſein. In der Stadt herrſchte ſowohl während des
Einzuges der ruſſiſchen Gäſte wie am Abend eine
muſterhafte Ordnung unter der freudig bewegten
Ein=
wohnerſchaft und den zahlreich aus der Umgegend
herbeigekommenen Fremden.
* Friedberg, 31. Aug. Mit Rückſicht auf die
er=
wartete weitere Steigerung des Poſtverkehrs hat die
Ober=
poſtdirektion Darmſtadt das Perſonal am Poſtamt
Friedberg durch Zuziehung zahlreicher Poſtbeamten aus
dem Oberpoſtdirektionsbezirke Darmſtadt bedeutend
vermehrt. Unter anderem wurden für die ganze
Dauer der Anweſenheit des ruſſiſchen Hoflagers neun
Poſt=
aſſiſtenten an das hieſige Poſtamt berufen. Namentlich
dürften an das Telegraphenamt hier ganz bedeutende
An=
forderungen geſtellt werden, da ja auch das ruſſiſche
Aus=
wärtige Amt in ſteter Verbindung mit dem kalſerlichen
Hoflager bleibt. Die neu hinzugezogenen Poſtbeamten
ſind bereits in Friedberg eingetroffen.
Luftſchiffahrt.
C Neue Erfolge Eulers. Herr Aug. Euler
unternahm geſtern abend mit ſeiner neuen 2ſitzigen
Flugmaſchine, in der bekanntlich die Sitze
hintereinander angeordnet ſind, einige
wohl=
gelungene Flüge. Nach einigen Probeflügen mit einem‟
Monteur unternahm Herr Euler einen Flug von
43 Minuten Dauer mit ſeiner Gattin als
Paſſagier. Er legte in dieſer Zeit eine Strecke
von 45 Kilometern zurück.
* Frankfurt, 31. Aug. Zu unſerer Meldung
aus Mannheim vom 18. Auguſt, daß Jeannin von
ſeinem nochmaligen Aufſtieg am Abend infolge eines
Defektes an dem Höhenſteuer Abſtand nehmen mußte.
teilt uns die Aviatik, G. m. b. H. in Mülhauſen, mit,
daß der von Jeannin benutzte Apparat nicht den
ge=
ringſten Defekt am Höhenſteuer aufwies, und auch ſonſt
an irgend einem anderen Teile der Zelle nicht
beſchä=
digt war.
** Berlin, 31. Aug. Der Aviatiker Plage
unternahm geſtern abend kurz vor 7 Uhr mit ſeinem
Doppeldecker auf dem Flugplatz Johannisthal
verſchie=
dene Anlaufproben; bei einer derſelben ſtürzte der
Apparat zur Erde und wurde total zertrümmert. Der
Aviatiker flog hinaus und erlitt Verletzungen im
Geſicht.
sr. Das definitive Programm für den
zweiten deutſchen Ueberlandflug von
Trier nach Metz beſagt, daß die Flüge in der Zeit vom
26. September bis 2. Oktober ſtattfinden können. Die
Flugſtrecke beträgt 105 Kilometer, die ohne
Zwiſchen=
landung zurückzulegen ſind. Beim Ziel in Metz
müſ=
ſen die Aviatiker außerdem noch einen Höhenflug
aus=
führen, der gleichfalls gewertet wird. Startberechtigt
ſind in Deutſchland gebaute Flugmaſchinen deutſchen
oder ausländiſchen Syſtems. An Preiſen ſind für den
erſten 20000 Mark, für den zweiten 4000 Mark
ausge=
ſetzt worden.
sr. Ein neuer Paſſagierflugrekord
wurde in Douai von dem Aviatiker Regy aufgeſtellt,
der mit ſeinem Doppeldecker fünf Paſſagiere beförderte,
die zuſammen 370 Kilogramm wogen.
Handel und Verkehr.
* Dortmund, 31. Aug. In der heute im Konkurſe
des Architekten Maiweg, Aufſichtsratsmitglied der
Nie=
derdeutſchen Bank, anſtehenden
Gläubigerverſamm=
lung teilte der Verwalter mit, die Verbindlichkeiten beliefen
ſich auf 1586000, die Aktiven hingegen auf 1 793000 Mark,
ſodaß ein Ueberſchuß von 207000 Mark bleiben würde,
wenn Maiweg der Niederdeutſchen Bank gegenüber nicht
Bürgſchaften und Wechſelverbindlichkeiten in Höhe von
3 Millionen übernommen hätte. Der Bankier Ohm hat
Maiweg ſtets verſichert, er werde wegen dieſer
Verbind=
lichkeiten niemals in Anſpruch genommen werden. Für
ſimtliche Bürgſchaſten beſcht Rücbürgſchaſt an die
er=
wähnte Bank. Ueber die Höhe der zu erwartenden
Divi=
dende aus dieſem Konkurſe konnten noch keine genauen
Angaben gemacht werden.
Die Cholera.
* Charlottenburg, 31. Aug. Unter
Cho=
leraverdacht iſt ein Fräulein Hohenberger aus
Halenſee eingeliefert worden.
* Wien, 30. Aug. Das Miniſterium des Innern
richtete an das Miniſterium des Aeußern und an das
ungariſche Miniſterium des Innern die Mitteilung,
daß in mehr als fünf Tagen ſeit der im Franz Joſef=
Hoſpital erfolgten Iſolierung zweier Cholerakranken
ein neuer Cholerafall nicht aufgetreten und daher
jede Gefahr einer Weiterverbreitung der Krankheit
beſeitigt iſt.
* Preßburg, 30. Aug. Die an Cholera
er=
krankte, auf dem Dampfer „Regensburg” bedienſtete
Antonie Tunka iſt im hieſigen Epidemiehoſpital
ge=
ſtorben.
* Petersburg, 31. Aug. In den letzten 24
Stunden ſind 59 Perſonen an Cholera erkrankt,
19 geſtorben.Der Stand der Erkrankungen iſt
nun=
mehr 651.
Vermiſchtes.
C.K. Die Japaner als Sparer. Seit dem
Jahre 1875 ſind in Japan Poſtſparkaſſen begründet; in
den erſten drei Jahren erreichten jedoch die
Geſamt=
einlagen keine 200000 Mark, und es dauerte 8 Jahre,
bis die Summe von zwei Millionen Mark überſchritten
war In den folgenden fünf Jahren trat eine ſchnellere
Entwickelung ein, der wieder ein Stillſtand folgte, bis
ſeit dem Jahre 1904 ein ſchneller und regelmäßiger
Fortſchritt der Sparkaſſen zu verzeichnen war. Von 66
Millionen Einlagen am 31. März 1904 ſtieg die Summe
auf 212 Millionen im Jahre 1909 und 225 Millionen
gegen Anfang des Jahres 1910. Die Japaner ſind alſo
im Laufe der Zeit eifrige Sparer geworden; auf je 5
Perſonen, die Durchſchnittszahl eines Haushaltes,
kommt immer ein Sparer, bei einer Bevölkerungszahl
von 48 Millionen. Freilich iſt die Höhe der Einlagen
im Durchſchnitt recht gering, verglichen zum Beiſpiel
mit dem Sparkaſſenweſen in Deutſchland, wo der
Be=
trag etwa das Dreiunddreißigfache ausmacht. Die
Re=
gierung tut jedoch alles zur Beförderung des Sparens;
ſie hat den Geſchäftsgang der Sparkaſſen vereinfacht,
eine große Zahl neuer Kaſſen eröffnet, läßt den
Schul=
kindern die Nützlichkeit des Sparens predigen und ruft
bei den verſchiedenſten Gelegenheiten die Autorität des
Kaiſers an. Zudem iſt die Verzinſung ſehrshoch und
betrug zeitweiſe etwas über 5 Prozent.
Literariſches.
— Das ſoeben erſchienene Schlußheft des dritten
Bandes der Zeitſchrift für Politik (Berlin,
Karl Heymanns Verlag, Preis des Bandes 16 Mk.)
enthält eine Reihe außerordentlich intereſſanter
Bei=
träge. Ein umfangreicher Aufſatz des bekannten
So=
zialiſten Eduard Bernſtein trägt den Titel=„Die
Ent=
wicklung der Sozialdemokratie von der Sekte zur
Partei”. Privatdozent H. U. Kantorowicz gibt unter
dem Titel „Demokratie und Proportionalwahlſyſtem”
bemerkenswerte Vorſchläge zur Vereinfachung des
Wahlſyſtems der Zukunft: der Verhältniswahl. Prof.
Felix Salomon in Leipzig bietet eine längere
Abhand=
lung über die Grundzüge der auswärtigen Politik
Englands vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
und C. Grant Robertſon in Oxford erörtert die
allge=
meinen Wahlen in Großbritannien im Jahre 1910. —
Auch zur Frauenfrage bringt dieſes Heft zwei wichtige
Aufſätze: „Die Stellung der politiſchen Parteien zur
Frauenfrage” von Dr. Eliſabeth Altmann=Gottheiner,
und „Das Recht der Frau in der beruflichen
Intereſ=
ſenvertretung” von Dr. Gertrud Bäumer. — Wie ſtets
iſt auch diesmal der Rezenſionenteil außerordentlich
reichhaltig.
Letzte Nachrichten.
(Wolffsstelegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 31. Aug. Nach einem Telegramm des
Ober=
leutnants Filchner aus Hammerfeſt iſt die antarktiſche
Vorexpedition dorthin zurückgekehrt, nachdem ſie
Spitzbergen von Oſt nach Weſt, von Tempelbay bis
Wich=
bay durchquerte. Die Teilnehmer der Expedition befinden
ſich bei guter Geſundheit.
* Wiesbaden, 30. Aug. In einer Automobil=
Garage entſtand heute vormittag ein Brand dadurch,
daß ein Benzinbehälter explodierte. Durch das ſofortige
energiſche Eingreifen der Feuerwehr, die gleich zur Stelle
war, wurde ein größeres Unglück verhütet. Ein Chauffeur
erlitt ſchwere Brandwunden im Geſicht und an den
Hän=
den. Einige Automobile ſind zum Teil ſtark beſchädigt.
* Sagan, 31. Aug. In Priebus wurde ein Mann
verhaftet, auf den das Signalement des lange
geſuchten Raubmörders Sternickel paſſen ſoll.
* Salzburg, 31. Aug. Graf von Aehrenthal
ſtattete heute vormittag halb 12 Uhr San Giuliano
einen Beſuch ab. Die Miniſter ſetzten die Unterredung
von geſtern fort.
* London, 31. Aug. Von der Firma Armſtrong & Ko.
zu Elswick iſt, wie ein Morgenblatt meldet, eine
Schiffs=
ladung Geſchütze und Munition nach der Türkei
abgegangen, die zur Moderniſierung der Armierung der
Feosenbtauflaschenbiere
sind hochfeine Qualitätsbiere.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910
Nummer 204.
Kreuzer „Abdul Hamid” und der Jacht „Erthogrul”
die=
nen ſoll.
H. B. Wien, 31. Aug. Das amtliche
Kommu=
nigué, das die Oeffentlichkeit von dem Reſultat über
die Miniſterberatung in Salzburg aufklären
ſoll, wird, wie man der Neuen Freien Preſſe aus Salzburg
meldet, erſt nach der Abreiſe di San Giulianos aus
Oeſter=
reich erfolgen. Der offizielle Kommentar zu den
Miniſter=
beratungen wird feſtſtellen, daß die Miniſter der
Drei=
bundmächte auf Grund ihrer letzten Begegnung in der
Auf=
faſſung der politiſchen Lage und in der Beurteilung der
nächſten Zukunft vollkommen ſolidariſch ſind und daß ſie
die fortſchreitende Konſolidierung der Türkei, für deren
kulturelle und wirtſchaftliche Entwickelung ſie ſtets das
größte Intereſſe bekundeten, mit Genugtuung begrüßen und
mit der wärmſten Sympathie begleiten. Beſondere
Ab=
machungen zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Italien
wur=
den nicht getroffen und unmittelbar brennende Fragen
ſeien nicht zu löſen.
— Graz (Steiermark), 31. Aug. Die ſeit
Donners=
tag vermißten beiden Wiener Studenten wurden
geſtern im Geröllgebiet des Dobratſch tot
aufge=
funden.
London, 31. Aug. Der Lok.=Anz. meldet: Ein
Rieſenbrand legte hier das sgroße Geſchäftshaus
in der Ogleſtraße, das ſogen. „Oglehaus”, das 150 Fuß=
Quadrate umfaßt, in Aſche. Mit großer Mühe
konnte ein ſehr bedrohtes, großes Hoſpital gerettet
werden. 20 große Dampfſpritzen ſchützten es. Der
Schaden iſt bedeutend. Hundert Menſchen ſind
ar=
beitslos.
Faſt unentbehrlich.
Brieſen i. M., 10. Febr. 1910. Teile Ihnen hierdurch
mit, daß ich „Bioſon” nach überſtandener
Blinddarment=
zündung zur Kräftigung genommen habe und bin von der
vorzüglichen Wirkung des Präparats überraſcht. Schon
nach den erſten zwei Paketen äußerte ſich die Wirkung durch
zunehmenden Appetit u. beſſeres Ausſehen, was meinen
An=
gehörigen u. Bekannten beſonders auffiel. Ichbemerkte auch,
wieich immer mehr wieder zu Kräften kam u. beſonders des
Nachts ruhigeren Schlaf hatte. Ferner hatte ich währeud
des Bioſon=Gebrauchs ſtets einen regelmäßigen Stuhlgang.
Ihr Präparat iſt mir faſt unentbehrlich geworden. Ich werde
es überall beſtens empfehlen. Hochachtungsvoll! Georg
Schulz, Tiſchler. Unterſchrift beglaubigt: Wilhelm
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Lamiliennachrichten.
Todes-Anzeige.
Heute verſchied ſanft nach langwieriger
Krankheit zu Bad Bertrich unſer lieber Sohn
Erik
im eben vollendeten 12. Lebensjahre.
Major Machenhauer.
Devant les Ponts bei Metz,
30. Auguſt 1910.
(B16948
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſagen
(16965
wir Allen unſeren innigſten Dank.
Katharina Sommer u. Sohn,
Familie Gg. Schanz.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1910.
Dankſagung.
Für die freundlichen Beweiſe der Teilnahme
(16941
aus Anlaß des Hinſcheidens des
Fräuleins Elise Cahen
ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 1. September 1910.
Am Dienstag Abend verſtarb an den
Folgen einer Blinddarmentzündung der
Wacht=
meiſter der Leib=Eskadron Leib= Dragoner=
Regiments
(16923
Franz Böhnisch.
Ein in Krieg und Frieden bewährter
Soldat von ſeltener Pflichttreue, der in den
zwei Jahren ſeiner Wachtmeiſterzeit ſeine
ganze Kraft nur dem Wohl der Eskadron
ge=
widmet hat.
Ehre ſeinem Andenken.
Rogalla von Bieberstein,
Rittmeiſter und Eskadron=Chef im Leib=
Dragoner=Regiment 24.
Gottesdienſt im Eliſabethenſtifte.
Freitag, 2. Sept. Miſſ.=Feſt, des Starkenb.
Luth. Miſſionsvereins. Vorm. 10 Uhr Predigt: Dekan
Scriba=Erbach. Nachm. 2 Uhr Nachfeier: Miſſ. Kabis.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Der
Rand=
wirbel über Frankreich iſt im Nordweſten
vorüber=
gezogen und hat Trübung über Nacht gebracht. Strichweiſe
iſt auch geringer Regen gefallen, während in
Süddeutſch=
land ſtarke Regenfälle vorkamen. Da jetzt im Südweſten
wie auch von Rußland her Hochdruckgebiete vordringen,
iſt für morgen bei ſteigendem Luftdruck völlige
Auf=
heiterung zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 1. Sept.:
Heiter und trocken, nach kühler Nacht vielfach
Morgen=
nebel.
Tageskalender.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
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ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Numner 204,
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
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[ ← ][ ][ → ]1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
zu 204.
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(Nachdruck verboten.)
19)
Hermann ſchüttelte verſtändnislos den Kopf.
Aber wozu dieſe Maskerade?
Davon ſpäter! Erzählen Sie mir lieber, wie die
Sache bei dem Unterſuchungsrichter verlief. Was ſagte
er zu dem Brief?
Er hält ihn für eine Myſtifikation. Und auch ich
bin jetzt davon überzeugt.
So, ſo. Alſo er wird bei dem Sonnenwirt gar
nicht nachfragen?
Das iſt bereits geſchehen.
Nun — und?
Ein Tobias Garland iſt dort nie abgeſtiegen.
Polizeikommiſſar Sporer ſelbſt nahm die Recherchen
in die Hand; wie geſagt, das Reſultat war ein völlig
negatives.
Hempel rieh ſich ſichtbar vergnügt die Hände.
Nein, wie dieſer Sporer ſchlau iſt und prompt
ar=
beitet! Sie haben doch hoffentlich den Herren nichts
davon erzählt, daß auch ich den Brief las?
Kein Wort!
Bitte, vergeſſen Sie nie, daß ich ganz aus dem Spiele
gelaſſen werde!
Sie können ſich darauf verlaſſen; aber nun
erklä=
ren Sie mir doch, weshalb Sie ſich in Stigls Kleider
ſteckten?
Erſt Ihre Hand darauf, daß Sie auch unter allen
Umſtänden zunächſt darüber ſchweigen!
Einen Eid, wenn Sie wollen, obwohl mein Wort
doch auch genügt, verſetzte Hermann faſt ein wenig
ge=
kränkt.
Gut. Alſo ich war nämlich auch im
Sonnenwirts=
haus. Und da ich unter dem dortigen Publikum in
meinen eigenen Kleidern unbedingt aufgefallen wäre.
machte ich bei Freund Stigl dieſe Anleihe. So kam
tatſächlich niemand dort auf die Idee, daß ich etwas
anderes ſein könnte, als irgend ein einfacher Arbeiter
aus der Umgebung. Und ich bin vollkommen
zufrie=
den mit meinen Feſtſtellungen.
Ah — wirklich? Ja, was wollten Sie denn
eigent=
lich dort noch herausbekommen?
Ob ein Tobias Garland am 14. Oktober dort
ge=
wohnt hat, natürlich.
Aber der war ja eben nicht im Sonnenwirtshaus!
So ſagt Kommiſſar Sporer. — Er war aber doch
dort!
Hermann fuhr zurück.
Nicht möglich!
Doch! Er kam am 13. Oktober abends an und reiſte
am 15. gegen mittag wieder ab. Am 14. kam er erſt
gegen Mitternacht nach Hauſe. Wo er ſich bis dahin
aufgehalten hat, iſt einſtweilen noch unbekannt, aber
das iſt vorläufig auch gleichgültig.
Hermann war noch immer ſprachlos. Endlich ſagte
er: Aber ich begreife es nicht — Der Kommiſſar ſagie
doch
Er war allerdings nicht unter ſeinem wahren
Namen dort — er nannte ſich Bernhard Ranninger
und gab ſich für einen Reiſenden aus. So konnte
dem=
guten Sporer ſchon das kleine Verſehen paſſieren.
Aber wie brachten Sie denn das alles heraus?
Ich fragte nicht nach dem Meldezettel oder nach
dem Fremdenbuch, ſondern knüpfte die Bekanntſchaft
mit der Pepi an, die in der Sonnenwirtſchaft das Amt
der Kellnerin verſieht.
Und weiter?
Dann erzählte ich ihr eine kleine Räubergeſchichte,
wie mich vor zwei Monaten ein Kerl im
Eiſenbahn=
coupé halb ausgeraubt hätte, ein furchtbar großer
Menſch mit grauen Haaren und einem ſo eigenen Blick,
der ſich dann hier in Bruck aus dem Staube gemacht
habe, und deſſen Namen ich noch immer nicht wüßte
— und wenn mir einer auf die Spur helfen könnte,
dem wollte ich gerne einen Gulden geben dafür. Da
ruft ſie gleich: Das iſt kein anderer geweſen, als der
Herr Ranninger, der im Herbſt hier eingekehrt iſt!
Ob ich mir’s nicht gleich gedacht habe, daß der ſchielende
Menſch ein Gauner iſt! Ich laſſe mir den „ſchielenden
Menſchen” beſchreiben, und nachdem ich vom
Hausdie=
ner insgeheim noch die gleiche Beſchreibung bekommen
habe, gibt es für mich keinen Zweifel mehr, daß der
„Reiſende” kein anderer war als unſer Tobias
Gar=
land. Die Kellnerin und den Hausdiener habe ich
durch ein Trinkgeld vorläufig zum Schweigen gebracht,
und nun werde ich mich mal unter der Hand beim
Bür=
germeiſteramt in Friedberg nach dem Leumund des
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910
Nummer 204a
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Heren erhudigem. Rehentis wird die Sache dabdurs
von Wichtigkeit, daß er ſich hier unter falſchem Namen
einlogierte und gerade zu der Zeit, wo der Mord an
Ihrem Vater begangen wurde. Der anonyme
Schrei=
ber ſcheint alſo ſeinen Verdacht doch nicht ſo ganz aus
der Luft gegriffen zu haben!
Das iſt allerdings eine wichtige Entdeckung, gab
Hermann zu, wenn ich auch abſolut nicht einſehen
kann, welches Intereſſe der Fremde an meines Vaters
Tode haben konnte?
O — ſolche Dinge liegen oft viel weiter in der
Vergangenheit zurück, als man gewöhnlich annimmt.
Wer ſagt uns denn, daß dieſer Garland Ihren Vater
nicht ſchon vor zwanzig oder dreißig Jahren gekannt
hat? Wir werden ja ſehen! Einen Faden halte ich
nun endlich in der Hand.
Man war bei dem Dorfe Gamsegg angelangt, und
Hermann ließ den Schlitten halten. Mit einem
herz=
lichen Händedruck ſchieden die beiden Männer
von=
einander.
Als Hermann eine Viertelſtunde ſpäter daheim
vom Schlitten ſprang, kam ihm Anne=Marie im
Haus=
flur entgegen.
Gottlob, daß Du hier biſt, Hermann — bitte, ſchicke
ins Dorf nach Doktor Trewendt. Eva gefällt mir gar
nicht —
Eva?! Hermann erſchrak heftig. Was iſt denn?
Mittags ſah ſie doch noch ſo friſch aus!
Ja — ſolange Kobler hier war, hielt ſie ſich
auf=
recht, aber als er vor einer Stunde wegging, veränderte
S e hnd in e aet en Zine,
ſchicke nach dem Arzt!
Hermann gab ſogleich die nötigen Befehle, dann
eilte er hinauf in Evas Zimmer.
Blaß und fröſtelnd lag ſie auf dem Sofa.
Es iſt nichts, lächelte ſie, ſorge Dich nur nicht,
Herry! Anne=Marie iſt immer gleich ſo ängſtlich —
vielleicht habe ich mich auf dem Friedhof erkältet.
Dasſelbe ſagte Doktor Trewendt, als er eine Stunde
ſpäter mit Hermann Evas Zimmer verließ.
Eine leichte Erkältung. Aber bei der zarten
Kon=
ſtitution Ihrer Schweſter muß ich darauf beſtehen, daß
ſie morgen das Bett hütet, ich werde wieder nachſehen.
Ich wollte morgen nach Graz fahren —, ſagte
Her=
mann zögernd, und der Arzt fiel ihm ins Wort: Das
kön=
nen Sie ruhig tun. Zu Beſorgniſſen iſt vorläufig nicht
der geringſte Anlaß da — wie geſagt, ich beſtehe nur aus
Vorſicht auf Schonung. —
Hempel war die Dorfſtraße entlang geſchritten, bis
zur Wohnung Jakob Stigls, bei dem er vor ſeinem Gang
in die Stadt die eigenen Kleider mit denen des Meßners
vertauſcht hatte. Stigl war ein ſchlauer, ſchweigſamer
Menſch, wenn man ihn dafür bezahlte, und da Hempel
dies längſt gemerkt hatte, wählte er eben gerade ihn zum
Vertrauten in der Sache.
Als er an Stigls Tür klopfte, kam ieiemand, um zu
öffnen. Sämtliche Fenſter waren dunkel. Aergerlich
blickte Hempel um ſich.
Fröſtelnd drückte er ſich an die Haustür, um vor dem
eiſigen Winde geſchützt zu ſein, als ſich in der Parten=
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mnter dicht ueden Sigs diluſche das Hotzpföichen
öffnete und eine Geſtalt heraustrat.
Hempel erkannte den Meßner. Er trug etwas in der
Hand, das er nun in die Taſche ſchob, während er den
Schlüſſel ſeines Häuschens herauszog, um zu öffnen. Als
er Hempel jetzt gewahr wurde, war er ſichtbar erſchrocken.
Na, na, Alter — ich bin doch kein Geſpenſt! lachte
Hempel, der ſehr erfreut war, daß er nun endlich unter
Dach und Fach kommen ſollte.
Ach, Sie ſinds, Herr Hempel! Ich dachte ſchon — ich
fürchtete — Sie entſchuldigen, aber ſeit der Geſchichte mit
dem Pfarrer bin ich ſchreckhaft geworden. — Er ſchob den
Schlüſſel ins Schloß, und knarrend öffnete ſich die Tür.
So — kommen Sie nur herin — ich werde gleich Licht
beſorgen. Warten Sie denn ſchon lange hier?
Nun, es geht. Aber was haben Sie denn noch in der
Nacht drüben in der Kirche zu ſchaffen gehabt? Und nicht
einmal eine Laterne hatten Sie bei ſich!
Stigl zündete die kleine Petroleumlampe an. Dabei
zwinkerte er mit den Augen wie eine Nachteule, die das
Licht nicht vertragen kann.
Ja, mein lieber Herr, unſereiner kommt halt nie zur
Ruhe — immer gibts Arbeit. Morgen haben wir den
heiligen Thomas, da mußte ich feinen Altar doch ein
biß=
chen herausputzen — und das ewige Licht war auch
nach=
zufüllen. —
So, ſo — na, ſchon gut — da haben Sie eine
Klei=
nigkeit für die geliehenen Kleider — Hempel legte eir
Geldſtück auf den Tiſch — und hübſch ſtill ſcn darüber!
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
30 94.
Domnersiag, 1. Seſtenber.
1910.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Polizei=Verordnung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 26. Auguſt 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung.
Auf Grund der Art. 78, 48, V, 1 der Kreis= und Provinzialordnung wird mit
Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 8. und 23. Auguſt 1910 zu Nr. M. d. J. II 3748 und 4130 für den
Bezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, ſowie für die Gemeinden Arheilgen,
Griesheim, Eberſtadt, Nieder=Ramſtadt, Ober=Ramſtadt, Pfungſtadt und Roßdorf
ver=
ordnet, was folgt:
§ 1. Speiſeeis darf an Schüler von Volksſchulen, höheren Lehranſtalten (
Gym=
naſium, Realanmnaſium, Oberrealſchule, Realſchule, höhere Mädchenſchule) und Privat=
ſowie an Kinder auf öſentlihen Straßen, Pihen und Wegen
nicht verkauft werden.
§ 2. Perſonen, die Speiſeeis feilhalten, dürfen in der Ausübung dieſes Gewerbes
Spielplätze während der Dauer von Bewegungsſpielen nicht betreten und ſich ihnen
auf weniger als 200 m Entfernung nicht nähern.
Den genannten Perſonen iſt ferner verboten, ſich den Schulgrundſtücken während
der Zeit von einer halben Stunde vor Beginn des Unterrichts bis eine halbe Stunde
nach ſeinem Schluß, namentlich während der Unterrichtspauſen, auf weniger als 200 m
zu nähern.
§ 3. Zuwiderhandlungen werden, inſoweit nicht andere Strafbeſtimmungen
an=
zuwenden ſind, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. beſtraft.
§. 4. Die vorſtehenden Vorſchriften treten am 1. Oktober 1910 in Kraft.
Darmſtadt, den 26. Auguſt 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(16804ids
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Foxterrier (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Die nachſtehend abgedruckte Polizeiverordnung bringen wir erneut zur öffentlichen
Kenntnis. Wir weiſen insbeſondere auf die darin enthaltenen Vorſchriften über die
Anzeigepflicht mit dem Bemerken hin, daß der angeſtrebte Zweck nur dann vollſtändig
erreicht werden kann, wenn von den nach §2 zur Anzeige Verpflichteten die Anzeige
ohne jede Zeitverſäumnis erſtattet wird.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1910.
Großherzogliches Polizeiamt
Dr. Kranzbühler.
(16828ds
Polizeiverordnung, betr. die Bekämpfung anſteckender Krankheiten.
Mit Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 17. Dezember 1909 zu Nr. M. d. J. II. 6678 wird für
den Kreis Darmſtadt die nachſtehende Polizeiverordnung erlaſſen:
§ 1. Außer den durch § 1 und § 5 Abſ. 2 des Reichsgeſetzes vom 30. Juni 1900,
betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten, begründeten Fällen der
Ausſatz (Lepra)
Anzeigepflicht für:
Cholera (aſiatiſche)
Fleckfieber (Flecktyphus)
Gelbfieber
Peſt (orientaliſche Beulenpeſt)
Pocken (Blattern)
Milzbrand
iſt jede Erkrankung und jeder Todesfall an:
1. Waſſerblattern bei Erwachſenen,
2. Ruhr,
3. Unterleibstyphus und typhusähnlichen Krankheiten,
4. Rückfalltyphus (Rückfallfieber),
5. akuter ſpinaler Kinderlähmung,
6. Scharlach,
7. Diphtherie, Krupp
8. Genickſtarre,
9. Rotz,
10. Körnerkrankheit (Trachom),
11. Wochenbettfieber, ſowie jeder fieberhaften Erkrankung, die mit Geburt und
Wochen=
bett in Verbindung gebracht werden kann,
12. Trichinenkrankheit,
13. Tollwut, ſowie Bißverletzungen durch tolle oder der Tollwut verdächtige Tiere,
14. Fleiſch=, Fiſch= und Wurſtvergiftungen,
ferner jeder Fall, der den Verdacht einer dieſer Krankheiten (Wochenbettfieber
aus=
genommen) erregt, der nach § 2 Abſ. 3 zuſtändigen Behörde ſofort anzuzeigen.
Die Anzeige iſt auch dann zu erſtatten, wenn der zugezogene Arzt die
Behand=
lung des Kranken nicht übernimmt, ſondern ſeine Ueberführung in ein Krankenhaus
anordnet.
Wechſelt ein an einer der unter Ziffer 1 bis 10 einſchließlich aufgeführten
Krank=
heiten Leidender den Aufenthaltsort, ſo iſt dies ſofort der Behörde (§ 2 Abſ. 3) des
bisherigen und des neuen Aufenthaltsorts anzuzeigen.
§ 2. I. Zur Anzeige ſind verpflichtet:
1. der zugezogene Arzt,
2. der Haushaltungsvorſtand,
3. jede ſonſt mit der Behandlung oder Pflege des Erkrankten beſchäftigte
Perſon,
4. derienige, in deſſen Wohnung oder Behauſung der Erkrankungs= oder
Todesfall ſich ereignet hat,
5. der Leichenbeſchauer.
II. Die Verpflichtung der unter Nr. 2 bis 5 genannten Perſonen tritt nur
dann ein, wenn ein früher genannter Verpflichteter nicht vorhanden iſt.
III. Die Anzeige hat ſchriftlich zu erfolgen und zwar:
a) von dem zugezogenen Arzt an Großh. Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt,
b) von den unter Nr. 2 bis 5 genannten Perſonen an die Ortspolizeibehörde.
Dieſe muß auf Verlangen Anzeigeformulare unentgeltlich verabfolgen.
IV. Die Anzeigepflicht der Hebammen bemißt ſich nach den betreffenden
Vor=
ſchriſten ihrer Dienſtanweiſung.
§ 3. Für Krankheits= und Todesfälle, welche ſich in öffentlichen Kranken=,
Ent=
bindungs=, Pflege=, Gefangenen= und ähnlichen Anſtalten ereignen, iſt der Vorſteher
der Anſtalt oder die von der zuſtändigen Stelle damit beauftragte Perſon ausſchließlich
zur Erſtattung der Anzeige verpflichtet.
§ 4. Zur Anzeige an Großh. Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt iſt ferner jeder
Arzt verpflichtet, der in Ausübung der Praxis feſtſtellt:
a) daß ein Menſch an Lungen= oder Kehlkopf=Tuberkuloſe verſtorben iſt,
b) daß ein an offener Lungen= oder Kehlkopf=Tuberkuloſe Erkrankter ſeinen
Aufenthalt wechſelt, aus ſeiner Wohnung verzieht oder verzogen iſt.
Dieſe Anzeigepflicht gilt nicht für Krankenhäuſer und Lungenheilanſtalten.
§ 5. Perſonen, die von einer der in § 1 Ziffer 1 bis 9 einſchließlich aufgeführten
Krankheiten befallen oder einer dieſer Krankheiten verdächtig ſind, müſſen von den
übrigen Bewohnern des Hauſes abgeſondert und in einem beſonderen Zimmer
unter=
gebracht werden.
In Fällen, wo die Abſonderung im eigenen Hauſe oder der Wohnung nicht
tun=
lich iſt, jedenfalls aber da, wo infolge eines im Hauſe beſtehenden größeren Verkehrs,
wie z. B. in Wirtshäuſern und offenen Geſchäften, beſondere Nachteile für das
öffent=
liche Wohl zu befürchten ſind, kann die Polizeiverwaltungsbehörde auf Antrag des
Kreisgeſundheitsamts die Verbringung des Kranken in ein Krankenhaus oder die Sperre
der betreffenden Räume anordnen in der Ausdehnung und Dauer, die das
Kreisgeſund=
heitsamt für erforderlich erachtet.
§ 6. Es iſt verboten, die dem öffentlichen Verkehr dienenden Beförderungsmittel
von Perſonen, wie Droſchken, Lohnfuhrwerke und dergleichen zum Transport von
Perſonen zu benutzen, die von einer der in § 1 Ziffer 1 bis 9 einſchließlich aufgeführten
Krankheiten befallen ſind=
Sowohl der Beſteller als auch der Beſitzer und Lenker des Fahrzeugs ſind
ſtraf=
bar, wenn ſie wiſſentlich dieſem Verbot zuwiderhandeln.
In den Landgemeinden iſt der Transport von Perſonen, die an einer der in
§ 1 Ziffer 1 bis 9 einſchließlich aufgeführten Krankheiten leiden, in dem öffentlichen
Verkehr dienenden Beförderungsmitteln in dringenden Fällen ausnahmsweiſe geſtattet.
Die benutzten Fahrzeuge dürfen jedoch erſt dann wieder gebraucht werden, wenn ſie
von dem amtlichen Desinfektor desinfiziert worden ſind. Der Beſitzer des Fahrzeugs
hat in einem ſolchen Fall die Vornahme der Dezinfektion bei der Ortopolizeibehörde
ſofort zu beantragen.
§ 7. Den Familien=oder Haushaltungsangehörigen von an einer der in §1 Ziffer1
bis 9 einſchließlich aufgeführten Krankheiten leidenden oder verſtorbenen Perſonen iſt
der Beſuch von Schulen oder ähnlichen Anſtalten nur dann geſtattet, wenn ſie ſeit der
Zeit des Ausbruchs der Krankheit und während ihrer Dauer nicht in der
Familien=
wohunng gewohnt oder verkehrt haben.
Die Wiederaufnahme des Schulbeſuchs nach Ablauf der genannten Krankheiten
iſt außer bei Scharlach nur nach Vorlage eines ärztlichen Zeugniſſes und einer
Be=
ſcheinigung über die ſtatgehabte amtliche Schlußdesinfektion geſtattet.
Im Falle einer Scharlacherkrankung iſt die Wiederaufnahme des Schulbeſuchs
nicht vor Ablauf von ſechs Wochen ſeit dem Krankheitsbeginn und erſt nach Vorlage
einer Beſcheinigung über die ſtattgehabte amtliche Schlußdesinfektion geſtattet.
§ 8. Die Leiche einer Perſon, die an einer der in § 1 Ziffer 1 bis 9 einſchließlich
auf=
geführten Krankheiten verſtorben iſt, muß bis zur Verbringung in das Leichenhaus
tunlichſt iſoliert werden.
In mit Leichenhäuſern in genügender Weiſe verſehenen Orten iſt die Leiche
längſtens nach 18 Stunden nach Eintritt des Todes in das Leichenhaus zu verbringen.
Eine Ausnahme von dieſer Vorſchrift kann mit Zuſtimmung des Kreisgeſundheitsamts
geſtattet werden.
§ 9. Bei der Beerdigung von Perſonen, die an einer der in § 1 Ziffer 1 bis 9
einſchließlich aufgeführten Krankheiten verſtorben ſind, iſt die Begleitung der Leiche für
nicht im Hauſe Wohnende nur von der Straße aus geſtattet, für Kinder aber gänzlich
unterſagt.
Bei einzelnen der in § 1 Ziffer 1 bis 9 aufgeführten Krankheiten iſt auf Antrag
des Großh. Kreisgeſundheitsamts die Leichenbegleitung von der Orispolizeibehörde
ganz zu unterſagen.
Die Oeffnung des Sargs bei der Beerdigung iſt nicht erlaubt.
§ 10. Jeder Arzt ſowie das ärztliche Pflegeperſonal und jeder, der einen an einer
der in § 1 Ziffer 1 bis 10 einſchließlich aufgeführten Krankheiten Leidenden behandelt,
iſt verpflichtet ſich vor Verlaſſen der Krankenwohnung in geeigneter Weiſe zu desinfizieren.
Nach Ablauf der Krankheit ſoll der behandelnde Arzt auf Vornahme einer
Schluß=
desinfektion dringen.
§ 11. Die in § 10 gegebenen Vorſchriften gelten im Falle von Wochenbettfieber
auch für die Hebammen. Dieſe dürfen ihre eigenen Inſtrumente bei der Pflege von
an Wochenbettfieber erkrankten Wöchnerinnen nicht verwenden.
§ 12. Die Polizeiverwaltungsbehörde kann anordnen, daß die Wohnungen oder
Häuſer der an einer in § 1 Ziffer 1 bis 9 einſchließlich aufgeführten Krankheiten
Lei=
denden mit einer Warnungstafel zu verſehen ſind.
§ 13. Das Kreisamt kann anordnen, daß und inwieweit die Vorſchriften dieſer
Polizei=Verordnung bei gehäuftem oder bösartigem Auftreten von
a) Maſern
b) Keuchhuſten
anzuwenden ſind.
§ 14. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Polizei=Verordnung werden, inſoweit nicht
nach den beſtehenden Beſtimmungen andere Strafen verwirkt ſind, mit Geldſtrafe bis
zu 30 Mark geahndet.
§ 15. Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. Januar 1910 in Kraft. Von dem
gleichen Tage an iſt die Polizei=Verordnung, betreffend Maßregeln zur Verhütung und
Einſchränkung von Epidemien, vom 10. Mai 1905 aufgehoben.
Darmſtadt, den 22. Dezember 1909.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Granch.
Oktroi für Weine.
Der in der Stadtgemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein unterliegt der
Oktroiabgabe.
Die Wein= und Obſtweinproduzenten haben vor Beginn der Kelterung der
Oktroi=
verwaltung ſchriftlich oder mündlich Anzeige zu erſtatten unter gleichzeitiger Angabe, an
welchen Tagen die Kelterung begonnen und ſie beendet werden ſoll. Sie erhalten
hier=
über eine Beſcheiniaung, die ſie im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der
Auf=
ſicht beauſtragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen haben.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem zu jeder Zeit
bereitwillig zu geſtatten iſt, die Menge des produzierten Moſtes ſowohl im Kelterhaus
als im Keller feſtzuſtellen. Solange dieſe Feſiſtellung nicht ſtatgeſunden hat, darf
von dem gewonnenen Moſt nichts in Verbrauch genommen oder entfernt werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten Moſt nach den
Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben. Hierbei werden von der durch die
Aufnahme ermittelten Geſamtmenge 5 Prozent für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrolmaßregeln ſind dieienigen
Wein=
händler im großen, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom 30. November 1903,
betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene Erleichterung für den Weingroßhandel
zu=
geſtanden iſt. Sie haben nach Anleitung der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter
zu führen, in das die Menge des hergeſtellen Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen durch eigene Unterſchriſt beglaubigten
Auszug aus dem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen, auf Grund deſſen die
Verech=
nung und Erhebung des Oktrois erfolgt.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben vorgeſchriebenen
Kelter=
regiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden entweder nach § 15
des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als Defraudation zur Strafe gezogen,
oder, falls der Betrag des defraudierten Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit
Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis 30 Mark geahndet.
Darmſtadt, den 20. Auguſt 1910.
(16566a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Verſtergerungs=Anzeigr.
Die zur Konkursmaſſe des Weißbindermeiſters Georg Hellmuth gehörige
Geſchäftseinrichtung, ſowie die Vorräte ꝛc. werden
Montag, den 5. September 1910,
im Hauſe
13 Woogsplatz 13
öffentlich verſteigert, und zwar kommen zum Ausgebot:
vormittags 9 Uhr
das geſamte Rüſtzeug, beſtehend in
Gerüſtſtangen, Dielen, Hebeln, Stangen= und Rollſeilen, Leitern,
Eimern, Zübern und ſonſtigen Geſchirren; 1 grosser eiserner Kalk-
Wagen, große und kleine Handwagen u. v. a. mehr.
(16927dfs
nachmittags 2½ Uhr
die Vorräte an Farben, Oelen, Lacken, Pinſeln ꝛc. ꝛc.:
1 großer, maſſiver Lagerſchuppen.
Darmſtadt, den 30. Auguſt 1910.
Der Konkursverwalter:
Karl Dechert.
r eerer e
1, Alle Preise gelten nur solange
* die Vorräte reichen!
2. An Wiederverkäufer werden
die nachstehenden Warennicht
äbgegeben. Um allen Kunden
die Kaufvorteile zu sichern.
behalten wir uns die zu
ver-
kaufende Quantität vor.
InnInIn
Vronker U
Serter-Tade
I2E
2
Vonmorden Freitag
den 2. September
.. bis Samstag
den 10. September abends.
EannassaaEseahagkassahafaassaagEaIkg
eet ene e e e
3. Wegen der grossen
Vorberei-
tungen öffnen wir unser
Ge-
schäft morgen Freitag erst
um 9 Uhr morgens.
4. Wir versenden an diesen
Tagen nur Waren von 5 M. an.
5. Kinder ohne Begleitung
Er-
wachsener finden in den
ersten Tagen des Andranges
keinen Einlass.
HIIIIIIEEERHEHfaBEB!
(16955
Schürzen
Taschentücher
1 Damen-Zier-Träger-
Schürze, Satin, farbig
1 Miederschürze, in sehr
schönen Dess. vorrätig
1Damen-Reformschürze
farbig
3 Stück Hausschürzen,
bunt
1 Stück Hausschürzen,
bunt
1 Hausschürze, bunt 95 ₰
farbige breite
Haus-
schürze mit und ohne
1 Volant mit Tasche 3 ₰
1 weisse Zierschürze
mit oder ohne Träger,
ringsherum Stickerei 35 ₰
1 elegante weisse
Tee-
schürze mit Trägern,
auch in Prinzessform 1.55
1 farb. Prinzesschürze
m. Trägern u. 1 weisse
Zierschürze m. Träg. 2.95
Madeira-Taschentücher
Reinleinen, Handarb.
mit gest. Ecke Stück 35 ₰
Madeira-Imitat. m. reich
gestickt. Ecke 2 Stück 35 ₰
Engl. Bätist-
Taschen-
tücher, Nur gute neue
Desssins, für Damen
½ Dtzd. 95 ₰
Herren-Taschentücher, C
Sschöne engl. Dess. 2 St. 35 ₰
Kinder-Taschentücher
mit bunt. Rand ½ Dtzd. 35 ₰
Schweiz. Bat.-
Taschen-
tücher mit Namen, im
Karton,
¼ Dtzd. 1.95
Herren-Taschentücher,
elegante engl. Dessins
5 Stück 1.95
1 Dtzd. Batist-
Taschen-
tücher weiss
½ Dtzd. Linon-
Taschen-
tücher, weiss
Korsetts
1 Posten Drell-Korsetts
Stück
Graues Drell-Korsett,
1.80
Empire-Facon
Grau. Satin-Drell-Kors.
Directoire-Facon,tadell.
Sitz m. Strumpfhaltern 2.95
Graues Spiralfeder-
Kor-
sett, Frack-Facon,
prima Satin-Drell 2.35
Trikotagen,
Hand-
schuhe, Strümpfe
1 Posten Herren-Macco-
Stück
Hemden,
1 Posten Herren-Unter-
Stück
jacken
2 Stück Damen-Macco-
Jacken
1 Posten Herren-Hosen
Stück
1 Herren-Filet-Jacke
Stück
1 Posten Herrenhosen,
gute Qualität, Stück
Trikot-Oberhemden mit
eleg. Piqué-Einsatz
1 schweres Maccohemd,
glatt Trikot
Lange weisse
durch-
broch. Damen-Hand-
2 Paar
schuhe
Weisse u. schw. durchbr.
Halbhandschuhe ohne
2 Paar
Spitze
Kurze Halbhandschuhe,
schwarz weiss 2 Paar
2 Kn.-Trikothandschuhe
in modernen Farben
2 Paar
1 Posten farbige Damen-
Paar
Glacés
2 Paar Herrensocken
95₰
95 ₰
Trikotagen,
Hand-
schuhe, Strümpfe
Prima farbige Flor-
Jac-
quard-Socken Paar
Lederfarb. undschwarze
Macco-Herren-Socken
2 Paar
Naturf. Macco.-Herren-
2 Paar
Socken
Damen-Strümpfe in viel.
Mode- und Fantasie-
Paar
Farben
Schwarze u. lederfarb.
durchbroch. Damen-
Paar
Strümpfe
Baumwollene Füsslinge,
schwarz u. lederfarbig
5 Paar
Baumwollene
Kinder-
strümpfe,schw. lederf.,
alle Grössen, 2 Paar
Modewaren, Spitzen,
Besätze, Bänder
1 Stück echte sächsische (
Stickerei, ca. 4½ Mtr. . 6
10 Mtr. Zwirn-Einsatz 95₰
2½ Mtr. reinseid.
Taffet-
band, ca. 2½ cm breit 35₰
5 Mtr. reinseiden. Taffet-G
band, ca. 4 cm breit 35 ₰
3½ Mtr. reinseid.
Taffet-
band, ca. 5 cm breit, 95₰
1 Posten Bäffchen 3 Stück 95₰
1 Posten Tüll-Jabots, eleg.
. Stück 95 ₰
Facons
1 Posten Ball-Tücher mit
hübschen Blumenmust.C
Stück 95 ₰
1 Post. Ball-Tücher, Seide,
hübsch bedruckt, Stückl. 95
1 Posten Rock-Volants
aus Lüster, Moiré u.
Waschstoff . Stück 1.95
Modewaren, Spitzen,
Besätze, Bänder
1 Post. Theater-Shawils,
Seide, m. elg. Druck, St. 2.95
1 Post. Damenkragen, div.
Ausführungen, 5 Stück 35₰
4 Stück Wäschebördchen
à 10 Mtr. in vielen Farb.(
sortiert . . zusammen
Kurzwaren
1 Gros Druckknöpfe, gar.
rostfrei . . . . .
1 Gros Kragenstäbe, Ia 95₰
3Paar Dam.-Strumpfhalt. 95₰
3 Mtr. Ia Rüsch.-
Gummi-
band
1 Dtz. Taillen-Verschlüsse 95g
10 Mtr. Ia Taillenband . 95₰
8 Paar Schweissblätter .95₰
50 Mtr. Nahtband . . .95₰
1 Gros Kragenstäbe, Cell.) zus.
3 Dtz. Taillenstäbe . .95₰
1 Paar Damenstrumpf-zus.
halter, Rüschengummi
5₰
1 Dtz. Schuhriemen .
2 Mtr. Rüschengummi u. zus.
1 Strumpfhaltergarnit. u.
5
1 Korsettriemen .
6 Stück halblein. Band
zus.
3 St. Schürzenband, farb.
1 Stück Lamalitze, 5 Mtr. (95₰
6 Mtr. Besenlitze . .
4 Dtz. Sicherheitsnadeln
3 Brief Stopfnadeln
ſzuts.
3 Brief Nähnadeln
3 Brief Stecknadeln
95,
1 Stopfei
1 Knäuel Stopfgarn
1 Stück Rouleaukordel zus.
5 Mtr. Ringband
4 Stück Porzellanquast. 95₰
2 Dtz. Beinringe
1 Zollstock, 2 Mtr. lang,
m. Fed. u. 4 Bleistiften zus. 95 ₰
Papier, Schreibwaren,
Buchhandel
Leinenpost, 100 Bogen u.
100 Kuverts, grau, blau0
95 ₰
oder weiss
100 Bogen Quart-
Brief-
papier, Ia Qualität . .95₰
100 Bogen Kanzleipapier,
95₰
Ia Qualität . . .
200 Bogen Konzeptpapier 95₰
1Gros Bremer Börsenfed. 95₰
2 Dtz. Bleistifte „Taunus‟95₰
200 Papier-Servietten,
w. Krepp, gezackt 95₰
5 Pakete Butterbrotpapier 95₰
10 Rollen Klosettpapier .95₰
2 Spiele Karten, runde
Ecken, gestempelt . . 35₰
1 Briefordner, Ia Hebel-
Syst., u. 2 Schnellhefter 35₰
100 bunte Papierserviett.
u. 1Tischläufer, 3mlang 35₰
.95₰
4 Koh-i-nor-Stifte .
12 Schnellheft. in divers.
95 ₰
Farben . .
.95₰
200 Schiefergriffel
1 eleg. Lichtschirm mit
95₰
Perlfransen
100 Billetkart. u. Kuverts 95₰
. 959
5 Gros Reissnägel .
1 Schreibzeug, Holzfuss,
2 Trichtertintenfässer 95₰
1 Briefwage, 200 Gramm
*90
wiegend . .
1 Füllfederhalter mit Gar-
95₰
nitur
(Allgem. Verkaufswert Mk. 2.50)
1 Füllfederhalter mit
14-kar. Goldfeder, Ia
2.95
Qualität
100 Bog. Ia Leinenpapier zus.
100 Kuverts Ia Leinenp.
1 Bleistift Coh-i-nor .11.95
Weiss- und
Manufakturwaren
Kissenbezüge gebogt,
oder mit Hohlsaum,
aus gutem Kretonne
od. Louisiana, Stück
Gartendecken,
wasch-
echt .
Stück
Tee-Servietten, weiss
m. Fransen Dtzd.
Handtuchstoff- Kupon,
Gerstenkorn, m. bunt.
Rand . . 3½ Meter
Hemdentuch-Kupon
2—4 Meter
Schürzenstoff-Kupon
ca. 120 cm br. 1½ Mtr.
Paradekissen m. Spitze
u. Einsatz u. in and.
schönen Ausführg.
Bettücher, Kretonne,
160/225 cm gr. Stck.
Tee-Gedecke mit 6
Ser-
vietten, rot oder mit
blauer Kante Gedeck
Handtücher,
Gersten-
korn mit Rand, ges.
u. geb. ½ Dutzend
Gläsertücher, gut. Qual.
½ Dtzd.
Paradekissen m. Eins.-
Fältchen u. Spitzen-
Stück
Volant .
Koltertücher m. Fältch.
u. Spitze
St.
Bettücher, Halbleinen,
Stück
160/225 cm
Druck-Decken, nach
Künstler-Entw., Stück
Zimmer- oder
Küchen-
handtücher, ges. u.
Dtzd.
geb.
2½ mtr. Sportklanell 95 ₰
Ein Posten Blusenstoffe
aparteneue Dess. mtr.
Ein Posten reinseidene
Taffete i. schwarzmtr.
95 ₰
5₰
95 ₰
95 ₰
95 ₰
95 ₰
Stück 1.95
1.95
1.95
1.95
95 ₰
2.95
2.95
2.95
2.95
2.95
95 ₰
5 ₰
Lebensmittel
1 Pfd. Kakao, garantiert
95 ₰
rein . . .
½ Pfd. Perlkaffee, gebr.,
1 Pfd. Malzkaffee und
1 Kistch. Frank-Cichor, 95 ₰
1 Dose Krabb.-Extrakt,
1 Tube Sardellenbutter
oder Anchovy-Paste u.
1 Stange Vanille . .95 ₰
1 Glas Honig, garantiert
*95 ₰
rein
1 Pfd.-Glas Aprikosen-
Marmelade u. 1 Dose C
kondensierte Milch. . 35 ₰
10 Pak. Pudding- Pulver
u. 1 Flasche Himbeer-
95
saft .
2 Dosen à 2 Pfd. Gemüse-
Erbsen u. 1 Erbswurzt 95
½ Pfd. Pralinés u. 1 Pfd.
95
Bruchschokolade.
1 Fl. Samos u. ¼ Pfd.-
Pak. Demi-Lunes-Kak. 95
1 Fl. Liqueur in verschied.
Geschmack nach Wahl
u. 1 Krügelchen Stein-
.. .95
häger .
10 Pakete
Erfrischungs-
waffeln u. 1 Tafel Al-
95
pursa-Schokolade
/ Pfd. Lipton-Tee und
½ Pfd.-Dose Blooker-
95
Kakao
1 Pfd. Pralinés u. ½ Pfd
95
Konfekt.
1 Dose Sardinen in Oel,
ca. 38—40 Fische
1000 Trinkröhrchen
₰
1.95
Lebensmittel
1 Pfd.-Dose Blooker-Kakao
und 1 Flasche Alpen-
2.95
kräuter-Liqueur
1 Fl. Mampe Halb u. Halb
u. 1 Fl. Cognac
2.95
1 Flasche Advocaat (Eier-
2.95
Kognak) .
1 Dose (2 Pfd.)
Stangen-
spargel u. 1Dose (2 Pfd.)
1.95
Preiselbeeren
1 Flasche Vermouth und
1 Flasche Bordeaux . 1.95
1 Dose à 1 Pfd. gemischte
Kakes u. 1 Fl. Kognak . 1.95
1 Fl. Bowlen-Sekt und
1 Pl. Perla Italia . . 1.05
1 Pfd. Schokolade Rod
Lindt Fils und ¼ Pfd.
1.95
Eisbonbons . .
Abteilung für Musik
1 James-Opera-Platte (
dop-
pelseitig) und 1
Päck-
chen Nadeln . . . . 35 ₰
1 Sport-Record u. 2
Päck-
chen Nadeln . . . . 1.05
Spielwaren
1 Fahrglocke
95 ₰
1 gekleidete Puppe mit
Schlafaugen .
1.90
und Trauben 2 Pfund blaue zusammen 95 ₰ Vorrat bald vergriffen
1 echter Wellensittich
oder
1 importierter Grassittich
Vorrat schnell vergriffen
mit Käfig
1 echte griechische
Land-Schildkröte
Vorrat schnell vergriffen
Feines Leinenpapier in Leinenmappe,
beides mit geprägtem Monogramm,
dazu 1 Brieföffner (Celluloidkrokodil)
zusammen
echter Zwergpapagei
mit Käfig
Vorrat schnell vergriffen
wehn
1 echtes
Japanisches Mövchen
mit Käfig
1 Garnitur, bestehend aus:
1 Paar sehr feinen, massiven
Manschettenknöpfen (Emaille)
1 Paar Manschetten (Leinendecke)
zusammen
Spielwaren
1 Pferdeleine mit Peitsche
und Trompete . . . .
1 Spiel-Magazin
1 Luftschift u. 1 Kreisel
1 Hängematte
2 Kinderstühle
1 Kinderstuhl mit
Vor-
richtung
1 Karton Luftschiffer-
Abteilung
1 Leiterwagen
1 Kindertisch mit
Schub-
lade
,
95
95 ₰
95 ₰
95
95 ₰
95₰
1.95
2.95
2.9)
Parfümerie, Seifen
Toilette-Gegenstände usw.
95 ₰
3
4 Stückfeine
Lilienmilch-
seife
.95 ₰
1 Seifendose, weiss
Cellu-
zus.
loid, u. 1 St.
Palmitin-
seife, 1gute Zahnbürste,
1 Karton Zahnpulver
1 Karton mit 6 St. feine
Abazzia-Veilchenseife
1 eleg. Manicurekasten,
Tteilig
6 St. feine Blumenseife in
Karton,sortierteGerüche 30 ₰
12 Stück Moschusseife . 95 ₰
4 Stangen Mandelseife . 95 ₰
Rasiergarnitur mit Spiegel 0
und 1 St. Seife
.35 ₰
1 Karton, enth. 6 Stück
weisse Fliederseife . 35 ₰
12 St. feine Glycerinseife 95 ₰
1 Flasche Bay-Rum, 1 FI.
: Eukalyptus-Mundwass. 7 35 ₰
1 Vorschiebekamm, 2
Sei-
tenkämme, 2 Haarpfeile, zus.
1 Spange (hell od. dunk.)
mit Similisteinen oder 35 ₰
Goldpressung .
1 Nagelpolierer mit 2
Re-
serveledern . .
95 ₰
4 St. grosse Blumenseife
„Esweko” je 125 Gramm 95 ₰
1 grosser Celluloidspiegel, (
weiss . .
.95 ₰
Kammgarnituren, 3-, 4- od.
Gteilig, in grosser
Aus-
wahl, à 1.95 und
2 Kartons (12 Stück) bunte
Luxus-Kerzen . . . . 95 ₰
Parfümerie, Seifen
Toilette-Gegenstände usw.
2 Pakete je 1 Pfd.
Kronen-
kerzen, 6er oder Ser .85 ₰
1 Kleiderbürste)
1 Kopfbürste 7 imKarton90 ₰
1 Handbürste
1 Schnur mit 4 verschied.
95 ₰
Schwämmen
2 Pakete Stahlspäne
1 Büchse = 1 Pfd. Par- 195 ₰
kettwachs
1 Taschen-Manicure
„Famos” und 1 Zahn-( Zus.
bürste „Sanitas” inf 95 ₰
Cellnloidhülle
1 Zahnbürstenständer und) zus.
1 Zahnbürste und . .
. 795 ₰
1 Waschlappen .
1 Haardüte(Celluloid und
1 Frisierkamm zus.780 ₰
1 Flasche Odol und
1 Kart. Kaiserborax, zus. 795 ₰
1 Fl. Eau de Quinin und
1 Paket-Shampoon, zus.780 ₰
Bücher u. Musikalien
Restauflagen und Remittenden.
Im Preise bedeutend ermässigt:
Goethe: Gedichte (432 S.) Jeder
Heine: Buch der Lieder . Band
Schiller: Gedichte (310 S.) nur
Eleg. Leinenbände 95
(früher 3.—)
₰
Die Frauenkrankheiten, ihre
Ursachen, Verhütung und
Heilung nach den
Grund-
sätzen der
Naturheil-
methode v. Max Canitz.
Reich illustr. (früh. 6.—95 ₰
Internat. Detektiv- u.
Kri-
minal-Romane, je 2 Bde.
(jed. ca. 200 Seiten) nur 95 ₰
Bibliothek berühmter
Au-
toren, wie: Kipling,
Mir-
beau, Bourget, Björhson
etc., sonst jeder Band
50 ₰, jetzt 7 Bände (statt
95 ₰
3.50) nur . . .
IIIustr. Länder- u.
Völker-
kunde, grosser Band miit
ca. 500 Abbild.
Heraus-
gegeben v. M. Reymond
1.95
(früher 14.—)
Mahagoni polierte Konsolen
m. bronz. Beschlägen, herrl. Zimmerschmuck
1 Paar kleine 95 ₰, 1 Stück grosse 95 ₰,
extra gross
1 Zeppelin-Luftschiff 95 ₰
1.95
mit hellem Stoffüberzug
Rundschwebend mit Federwerk
2.95
(Vorführung I. Etage)
Bücher u. Musikalien
IIIustr. Tier- und
Pflanzen-
kunde, grosser Band mit
ca. 600 Abbild.
Heraus-
gegeben v. Dr. H. Klenze
1.95
(früher 14 —) . . .
Die Wunder der Technik.
IIIustr. Geschichte der
Erfindungen, gross. Band
mit ca. 600 Abbildungen.
Herausgeg. v. J. Torka,
Ingenieur (früher 14.—)1.95
Gesundheit u. Lebensglück.
Aerztlicher Ratgeber für
Gesunde u. Kranke von
Dr. Artur Sperling,
Ner-
venarzt, gross. Band mit
374 Abbild. (früh. 10.—) 1.95
Das grosse Spielbuch,
ent-
haltend ca. 1000 Spiele
für Jung und Alt, mit
ca. 2500 Abbild., elegant9
2.95
gebunden nur
Neuestes Bürgerliches
Ge-
setzbuch, prachtvoll
ge-
bunden, ca. 1300 Seiten 1.95
1 Reznicek-Album „Ohé
95 ₰
Ohé‟
12 verschiedene Lesebücher,
herausgegeben vom
Ber-
liner Ausschuss für Volks-
95 ₰
literatur .
5 Stück Bücher von be-
rühmten Autoren, wie:
Tolstoi, Zola, Ewald usw. 95 ₰
Musikal. Edelsteine. Neues
Musikalbum mit 60 der
besten Kompositionen
Einzelwert ca. 6.60) . .1.95
Wir tanzen! Album (60 S.)
mit beliebten Tänzen, in
leichter Spielart, nur. 95₰
Optik u. Lederwaren
Reise-Artikel usw.
1 Damen-Handtasche . . 95
1 Kragenkasten . .
.95
1 Manschettenkasten . . 95
1 Krawattenkasten . . . 95
1 Taschentuchkasten
.95
95 ₰
1 Handschuhkasten .
1 Portemonnaie, echt Led. 95
1 Schreibmappe .
.95
1 Rucksack.
95
1 Portemonnaie, ff. Ausf. 1.95
Auffallend billig!
1Stall-oder
Auffallend billig!
1 Putzgarnitur
1 blau lackierter Eimer
1 blau lackierte Schüssel
1 Lederschwamm . zusammen
Optik u. Lederwaren
Reise-Artikel usw.
1 Schreibmappe, ff. Ausf. 1.95
1 grösserer Rucksack . . 1.95
1 Photographie-Album . . 2195
2.95
1 grosser Rucksack .
1 reichgeschnitzte Schwarz-
95 ₰
wälder Uhr
1 elektr. Taschenlampe mitd
95 ₰
Feststellkont.
1 Wetterhaus, fein dekor. 95 ₰
1 Dutzend Trockenplatten,C
35₰
9X12 cm .
½ Dutzend Trockenplattend
95₰
13X18 cm .
1 Weckeruhr, gut gehend 1.95
1 eleg. Standuhr, Metall . 2.95
Tapisserie
Leinen-Kissen mit
Rück-
wand, mod. Zeichnungen 95 ₰
Ueberhandtuch, gestickt, rot
oder blau, mit Hohlsaum 95
Russisch Leinen-Milieu mit
8 Sträng. D.M. C. Perlgarn 1.95
1 Ueberhandtuch f. Zimmer,
Lein, mit Durchbruch u.
1.95
1 Küch.-Ueberhandt. zus.
1 Leinendecke m. imit.
Filet-
quadraten u. 1 gestickte
1.95
Staubtuchtasche zusam.
Leinen-Kissen, fertig g
1.95
Handarbeit. .
1 gest. Milieu, Handarbeit u.
1gestickte Bürstentasche
.95
zusammen
1½ m kariert. Deckenstoff
1.95
zum Besticken
1 m Deckenstoff zum
Be-
sticken, 170 cm breit, m 2.95
1 Reiseplaid, bestickt . . 95 ₰
1 Schirmhülle, bestickt . 95₰
1 Tischläufer, gez. . . .
1 Klammernschürze .
5
1 Waschtischgarnitur
1 Wandschoner, gez. . . 2.95
Herren- und Knaben-
Hüte und Mützen
1 Herren-Reisemütze, mod.
Form . .
Knaben-u. Mädchen-
Teller-
mützen, gute Qual., St. 95
Korbwaren
1 Eindeckel-od. Zweideckel-
95 ₰
Marktkorb
1 Staubtuchkorb und
5 ₰
1 Zeitungsmappe
1 Waschkorb, ganze Weiden
1.95
ca. 70 cm
Schirme und Stöcke
1 Posten Damen-
Sonnen-
schirme, weiß, beige m.
1.95
u. ohne Spitze Stück
1 Posten Herren-u. Damen-
Regenschirme, vorz. Halb-
2.95
seide, M. „Unerreicht‟, St.
Ein Posten Herren-
Spazier-
stöcke in versch. Holzart. 95 ₰
Herren-Artikel
3 Stück Stehumlgekragen 95 ₰
2 St.weiche Tennis-
Stehum-
legkragen, weiß. od. farbig 95 ₰
3 Stück Umlegkragen . .. 95 ₰
1 Regattes-Krawatte, gute
Qual. u. schöne Dessins 95 ₰
1 Extra schwere br. Binder-
Krawatte, beste Qualität
.95
reine Seide
(Muster für Darmstadt engagiert)
1 Extra schwere breite
Binderkrawatte, türkisch 2.95
3 Stück mod. Stehkragen 95 ₰
1 Paar Herren-Hosenträger 95 ₰
1 bunte Garn., bestehend a. (
Vorhemd, Manschetten 95 ₰
3 Panama-Binder, elegant,
95 ₰
waschecht, weiss .
2 seideneKrawatten, RegattesC
oder Diplomat .
1 Posten gestrickte Herren-
Binder, neueste Farb., St.
1 reinseidener Selbstbinder
Wert bis 2.75 . jetzt 1.95
Leib- u. Babywäsche
2 Erstlingshemden mit
Spitze, 2 gestrickte
Jäckchen, 2
Nabel-
binden . . . zus, 95
₰
Außerordentlich preiswert!
1 Satz grosse
Email-Kochtöpfe
mit Deckel .
.. 3 Stück
Leib- u. Babywäsche
3 Erstlingshemdchen
mit Spitze, 2 gestr.
Jäckchen . . zus,
6 Nabelbinden.
1weisse Einschlagdecke
farbig umstochen u.
1 weissgestr.
Wickel-
band.
,
3 weisse Chiffon- oder
3 farbige Flanell-
Windeln . . . .
2 Gummi-Unterlagen
1 Wagendecke.
1 Frottierhandtuch mit
Nam. u. 2 Waschlapp.
12 hygienische Binden
und 1 Gürtel
1 Damen-Taghemd mit
-Ausschnitt, breit.
Einsatz od. Stickerei
1 Damen-Kniebeinkleid
mit Stickerei
1 eleg. Stickerei-
Unter-
rock
1 gerauhte Nachtjacke
mit breiter Stickerei
1 Posten farbiger
An-
standsröcke Stück
1 Posten farbiger
Ar-
beiterhemden Stück
1 Garnitur, bestehend
aus 1 eleg. Hemd u.
schöner Kniehose .
1Paar Baby-
Glacéleder-
schuhe . . . .
95 ₰
95 ₰
95
3
95 ₰
95 ₰
95 ₰
95 ₰
95 ₰
1.95
1.95
1.95
1.95
95 ₰
95 ₰
2.95
95 ₰
Damen- und Kinder-
Konfektion
1 weisse Batist-Bluse
1 gestreifte Bluse
1 Knaben-Russenkittel
1 Paar Knabenhosen
1 Knaben-Bluse .
1 weisse Batist-Bluse
1 Kostüm-Rock
1 Alpacca-Unterrock
1 Posten
Kinderkleid-
chen (Barchent) Stck.
2 Stück
Kinderkleid-
chen (Kattun) . . .
1 Kinderkleidchen,
Batist, weiss .
1 Kinderkleidchen,
Batist, weiss
95
95 ₰
95 ₰
95 ₰
1.95
1.95
2.95
2.95
95₰
95
1.95
1 Hutnadelserie der eleg. Arten!
Nr. 1 mit Stein in Stahl gefasst . . . 95 ₰
Nr. 2 feine bunte Steine oder Simili
Nr. 3 beste Simili in massiver Fassung
1.95 ℳ
2.95 ℳ.
Bijouterie und
Galanterie
1 mod. Lackleder-Gürtel,
*95 ₰
schwarz .
1 Brokat-Gummi-Gürtel,
neueste Muster und
95 ₰
Schliessen .
1 hocheleg. Samt-Gummi-
Gürtel mit hochfeinen
1.95
Schliessen .
1 Gold- oder Silberband-
Gummi-Gürtel, ganz
aparte Muster . . . 1.95
1 mod. Familienrahmen . 95 ₰
2 Kabinett-Holz- oder
95 ₰
Metall-Rahmen . .
1 echt silb. Taschen-
295 ₰
messer
1 echt silb.
Schiebe-
zahnstocher
1 echt silb. Haarbürste
1 echt silb. Bleistikt 1*95 ₰
1 Busennadel mit leucht.
Steinen, versch. Form.,
wie: Schlang., Eidechs.,
35 ₰
Speere etc.. .
1 echt silberner
Kinder-
serviettenring, 800gest.,
prachtvolles Paten-
95 ₰
geschenk . . .
1echt silb. Kinder-Rassel
95 ₰
mit Beissring .
1 Halskette, echt Silber,
800 gest., mit 2 in
Silber gefassten echten
2.95
Amethysten
Küchengeräte usw.
1 grosser verzinkter
Eimer und Putztuch
1 Tranchierbesteck . .
1 Reibmaschine
1 Wasserkessel, emaill.
1 Löffelblech
1 Aermelbrett und 2
Plätteisen .
1 Traubenspüler und 6
Dessert-Teller
1 Tafelaufsatz
1 Teigschüssel und 1
Kaffeebecher, emaill.
1 Fenstereimer und 1
Schwamm . .
1 hocheleg. Blumentopf
1 Paneelbrett, feingebeizt
95 ₰
95₰
95
95 ₰
95 ₰
95 ₰
95₰
95 ₰
95 ₰
1.95
95 ₰
Küchengeräte usw.
1 Toiletteeimer m.
Ein-
satz, Bügeln u. Ventil
1 Wasserkanne
1 Gebäckkasten, Delſi
1.95
1.95
1.95
1.95
1 Rahmservice, 3teil. 1.95
1 Bohnen-Schneid-
Masch. u. 1
Gurgen-
hobel
1 Kaffee-Service für 6 ₰
Personen, Steilig . . 2.50
1 gross. Email-Wasser-
95 ₰
kessel
95₰
1 Zinkwanne
1 Löffelblech, Weiss-Em. 95 ₰
2 Wandteller n.
Kunst-
originalen, fein lack.C
32
(bald vergriffen)
95 ₰
1 Zinktopf
1 ovale Waschschüssel C
Email 95 ₰
4 Nudelpfannen, emaill.
zusammen 1.95
1 3teiliger Essenträger
95 ₰
in Email.
1 Satz runde Schüsselnd
95 ₰
bunt und weiss .
1 Waschgarnitur, 4teil. 95 ₰
1 Waschgarnitur, 4teil.
fein ausgefüh.,
ausser-
ordentlich preiswert 1.95
1 Waschgarnitur, Steil.,
fein dekoriert, ausser-Z
ordentlich preiswert 2.95
Einzelne Waschkrüge 95 ₰
95 ₰
1 Emaileimer
1 Kaffeeservice, 9teilig,
2.95
fein dekoriert
1 Closettbürstenhalter
95 ₰
mit Schrift, Email
1 Toiletten-Eimer, Email 1.95
1 Bierservice, 7teilig 95 ₰
12 Weingläser, zus. 95 ₰
6 Weingläser, halb Krist. 95 ₰
1 Eierschrank mit Delft-
95₰
einlage
1 Gewürz-Tonnenetagere
95 ₰
mit Delfteinlage
1 grosses Holztablett mit
95 ₰
Wachstucheinlage
1 grosser Familien-
Rahmen
Tlackierter Schirmständer 95
1 Vogelkäfig
95 ₰ — 1.95 — 2.95
1 Sand- und Soda-Gestell
und 1 Merktafel zus. 85 ₰
Sehr preiswert!
2 grosse Porzellan-Wandteller
mit Blumendekors
. Paar
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1 hoher Zierdeckel-Pokal
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12 Ludwigstrasse 12.
[ ← ][ ][ → ]Seite 14₰
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1, September 1910.
Nummer 204.
Bekanntmachung.
Die Abgabe der Steuererklärungen für das Steuerjahr 1911 betreffend.
Nach Art. 20 des Geſetzes, die allgemeine Einkommenſtener betr., vom 12. Auguſt
1899 erfolgt die Heranziehung zu dieſer Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder
Steuerpflichtige, der ein ſteuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mk. oder mehr beſitzt,
über die Jahresbeträge ſeiner Einkommensbezüge, ſowie der etwa zum Abzug
geeig=
neten Laſten bei der hierzu berufenen Veranlagungskommiſſion ſchriftlich abzugeben hat.
Von der Verpflichtung zur Abgabe dieſer Einkommenſteuererklärung iſt nach
Art. 21 des genannten Geſetzes, inſofern nicht im einzelnen Fall beſondere Aufforderung
der Veranlagungskommiſſion ergeht, derjenige Steuerpflichtige entbunden, welcher im
unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommenſteuer I. Abteilung
(Einkommen von 2600 Mark und mehr) veranlagt war, auch inzwiſchen ſeinen
Wohn=
ſitz nicht gewechſelt und keine Einkommensverbeſſerung erfahren hat, welche ſeine
Ver=
ſetzung in eine höhere Klaſſe bedingt.
Gemäß Art. 2 Abſ. 3, Art. 15 und 21 Abſ. 1 des Einkommenſteuergeſetzes ſind
die Vorſtände der nach Art. 2 dieſes Geſetzes der Einkommenſteuer unterworfenen
Ge=
ſellſchaften uſw. verpflichtet, über deren Einkommen alljährlich vollſtändigen Aufſchluß
zu erteilen.
Nach Art. 19 des Geſetzes, die Vermögensſteuer betr., vom 12. Auguſt 1899,
hat jeder von der Kommiſſion für die Einkommenſteuer I. Abteilung zu veranlagende,
ein jährliches Einkommen von 2600 Mark und mehr beſitzende Betriebsunternehmer
(Perſonen, die Land= und Forſtwirtſchaft oder ein Gewerbe betreiben), der zum erſten
Male mit Anlage= und Betriebskapital zur Vermögensſteuer veranlagt wird, eine
ſchrift=
liche Erklärung über das im land= und forſtwirtſchaftlichen oder gewerblichen
Unter=
nehmen verwendete Anlage= und Betriebskapital und die es belaſtenden Schulden
abzugeben.
Ferner iſt nach Art. 25 desſelben Geſetzes jeder, deſſen ſonſtiges Vermögen
(Kapitalvermögen uſw.) nach Abzug der darauf laſtenden Schulden einen Wert
von 3000 Mark und mehr hat, bei ſeiner erſtmaligen Veranlagung zur
Vermögens=
ſteuer zur Abgabe einer ſchriftlichen Erklärung über dieſes Vermögen verpflichtet.
Nach Art. 14 des Geſetzes, die Kapitalrentenſteuer betr., vom 10. Juli 1895
er=
folgt die Heranziehung zu dieſer Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach
den einſchlägigen Beſtimmungen Pflichtige über den Jahresbetrag ſeiner Zinſen, ſowie
der etwa zum Abzug geeigneten Laſten bei der hierzu berufenen
Veranlagungskommiſ=
ſion ſchriftlich abzugeben hat.
Von der Verpflichtung zur Abgabe einer Kapitalrentenſteuererklärung iſt nach
Art. 15 des Geſetzes, inſofern nicht im einzelnen Fall beſondere Aufforderung der
Ver=
anlagungskommiſſion ergeht, derjenige Pflichtige entbunden, welcher im unmittelbar
vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Kapitalrentenſteuer zugezogen war, auch
in=
zwiſchen ſeinen Wohnſitz nicht gewechſelt und keine den Betrag von 100 Mark jährlich
erreichende Einkommensverbeſſerung aus Kapitalzinſen erlangt hat.
Nach Art. 22 des Einkommenſteuergeſetzes, Art. 32 des Vermögensſteuergeſetzes,
ſowie Art. 16 des Kapitalrentenſteuergeſetzes ſind die Steuererklärungen abzugeben
1. für Minderjährige, Abweſende ſowie für Perſonen, die aus anderen Gründen
unter Vormundſchaft oder Pflegſchaft geſtellt ſind, von deren geſetzlichen
Vertretern;
2. für moraliſche Perſonen (Gemeinden, Körperſchaften, Stiftungen, Anſtalten),
ferner für Geſellſchaften, Genoſſenſchaften und ſonſtige juriſtiſche Perſonen,
Gantmaſſen, Erbmaſſen, ſoweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht
kommt, von den beſtellten Vorſtänden oder Verwaltern
3. in allen anderen Fällen von dem Steuerpflichtigen ſelbſt und zwar hinſichtlich
des geſamten eigenen, wie des Einkommens, Vermögens und des
Zinſen=
bezugs ſeiner nicht ſelbſtändig beſteuerten Angehörigen, ſoweit ſie nach Art. 5
des Einkommenſteuergeſetzes, Art. 10 des Vermögensſteuergeſetzes und Art. 4
des Kapitalrentenſteuergeſetzes bei der Beſteuerung mit ihm als eine Perſon
anzuſehen ſind.
Denjenigen Steuerpflichtigen, die Einkommen aus Aktien ſolcher Geſellſchaften
zu beziehen haben, welche als ſolche zur heſſiſchen Einkommenſteuer gezogen ſind, wird
bekannt gegeben, daß die Einkommensbezüge aus Aktien der nachverzeichneten
Geſell=
ſchaften nicht mit dem vollen Betrag, mit welchem ſie als Einkommen unter I, Ord.=
Nr. 9 der abzugebenden Steuererklärung zu verzeichnen ſind, ſondern nur mit den
nachverzeichneten Prozentſätzen zu berechnenden Beträgen unter II, Ord.=Nr. 1 der
geſetzlichen Abzüge in Anſatz zu kommen haben:
Prozent
Aktienbrauerei Cluß zu Heilbronn . .
0,29
Aktiengeſellſchaft f. Glasinduſtrie, vormals Friedrich Siemens zu Dresden 1,1
Allgemeine Deutſche Kleinbahngeſellſchaft, Aktiengeſellſchaft zu Berlin
0,9
Allgemeine Elektrizitätsgeſellſchaft in Berlin
0,08
Allgemeine Elſäſſiſche Bankgeſellſchaft in Mainz
3,2
Bank für Handel und Induſtrie in Darmſtadt
15,2
Binding’ſche Brauereigeſellſchaft zu Frankfurt a. M.
2,17
Bonner Bergwerks= und Hüttenverein „Zementfabrik zu Oberkaſſel bei
Bonn” in Budenheim
11,08
Brauerei Stern, Aktiengeſellſchaft in Frankfurt=Oberrad
1,69
Buderus’ſche Eiſenwerke in Wetzlar
27,0
Chemiſche Fabrik Gernsheim=Heubruch .
91,34
Chemiſche Fabrik Griesheim=Elektron zu Frankfurt a. M.
11,43
Chemiſche Werke vormals H. & E. Albert Aktiengeſellſchaft zu Kaſtel=
Amöneburg
35,96
Dampfſchiffahrtsgeſellſchaft für den Nieder= und Mittelrhein zu Düſſeldorf 16,5
Diskontogeſellſchaft zu Berlin
0,97
Filter= und brautechniſche Maſchinenfabrik vormals L. A. Enzinger, Worms 78,84
Frankfurter Vorort=Terraingeſellſchaft
90,0
Harpener Bergbauaktiengeſellſchaft in Guſtavsburg
O,23
Heddernheimer Kupferwerke, Aktiengeſellſchaft in Guſtavsburg
28,0
Hofbierbrauerei Schöfferhof und Frankfurter Bürgerbrauerei zu Mainz 14,3
Hofbrauhaus Hanau, vormals G. Ph. Nicolay, Aktiengeſellſchaft zu Hanau 3,16
Hutſtoffwerke Aktiengeſellſchaft vormals C. F. Donner in Frankfurt a. M. 26,73
Kempff’ſche Brauerei, Aktiengeſellſchaft, Frankfurt a. M.
1,26
Landgräfl. Heſſiſche konzeſſionierte Landesbank, Aktiengeſellſchaft zu
Homburg v. d. H.
5,27
Mitteldeutſche Kreditbank.
3,2
Nackenheimer Metallkapſel= und Kellereimaſchinenfabrik Aktiengeſellſchaft 75,0
Oelfabrik Groß=Gerau=Bremen
39,46
Pfälziſche Bank Ludwigshafen.
6,85
Portland=Zementwerke Heidelberg und Mannheim, Aktiengeſellſchaft zu
Weiſenau
28,6
Preußiſch=Rheiniſche Dampfſchiffahrtsgeſellſchaft Köln zu Mainz
15,5
Rheiniſche Portland=Zementwerke Köln in Budenheim
11,5
Rhein= und Seeſchiffahrtsgeſellſchaft zu Köln . . .
. . . 22,3
Scheidhauer und Gießing zu Duisburg=Wanheimerort
13,7
Schramm’ſche Lack= und Farbenfabriken vormals Chriſtoph Schramm zu
Offenbach=Bürgel
95,74
Stahl und Nölke, Aktiengeſellſchaft für Zündwarenfabrikation in Koſtheim 21,63
Stellawerk Aktiengeſellſchaft vormals Wiliſch & Co. in Homberg a. Rh. 2,0
Süddeutſche Bank in Mannheim . . .
10,91
Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft . . . .
9,2
Süddeutſche Immobiliengeſellſchaft zu Mainz . .
52,0
Tietz, Leonhard in Köln
11,1
Verein chemiſcher Fabriken zu Mannheim
14,3
Verein für chemiſche Induſtrie zu Mainz=Mombach
36,3
Vereinigte Kunſtſeidefabriken in Kelſterbach
36,83
Vereinigte Maſchinenfabrik Augsburg und Maſchinenbaugeſellſchaft
Nürnberg, Aktiengeſellſchaft Filiale Guſtavsburg
23,6
Vereinigte Strohſtoffabriken in Dresden
37,64
Vereinigte Ultramarinfabriken vormals Leverkus, Zeltner & Konſ. in Köln 8,78
Zimmer, Georg, Karl, chemiſche Fabriken G. m. b. H. in Kaſtel=Amöneburg 50,0
Zuckerfabrik Frankenthal
1,8
Zu dieſen Erklärungen ſind die von Großh. Miniſterium der Finanzen
feſtge=
ſetzten und von der Bürgermeiſterei des Wohnorts zu beziehenden Formulare zu
ver=
wenden; ſie ſind je nach der Wahl des Verpflichteten offen oder verſchloſſen ſpäteſtens
bis zum 1. Oktober ds. Js. unmittelbar bei dem Finanzamt oder bei der Weitergabe
an das Finanzamt verpflichteten Bürgermeiſterei des Wohnorts abzuliefern, ohne daß
der Pflichtige deshalb eine beſondere Aufforderung abzuwarten hätte.
Die Einſendung der Erklärungen durch die Poſt iſt zuläſſig, geſchieht aber auf
Gefahr des Abſenders; es iſt deshalb zweckmäßig, die Abſendung mittelſt
Einſchreibe=
briefs zu bewirken.
Unter Bezugnahme auf die obigen Mitteilungen richten wir an die hiernach
zur Abgabe von Steuererklärungen Verpflichteten hiermit die Aufforderung, ihre
Erklärungen unfehlbar bei Meidung der geſetzlichen Nachteile und der etwa
verwirkten Strafen bis zu den angebenen Terminen an die Bürgermeiſtereien
oder unmittelbar an uns gelangen laſſen.
Den Steuerpflichtigen, welche hiernach zur Abgabe einer Steuererklärung nicht
verpflichtet, ſind, bleibt die Abgabe der freiwilligen Steuererklärungen unbenommen.
Die Großh. Finanzämter ſind im übrigen bereit, über etwaige Zweifel hinſichtlich
der abzugebenden Erklärungen jederzeit ſchriftlich oder an den bekannten Amtstagen
mündlich Auskunft zu erteilen.
(15611a
Bekanntgegeben am 8. Auguſt 1910.
Die Vorſitzenden der Veranlagungskommiſſionen für die Finanzämter:
Langen.
Darmſtadt II.
Darmſtadt I.
Stroh.
von Diemar.
Greiner.
Die Fortbildungsschule
für die aus der Volksſchule entlaſſene männliche Jugend, hier:
Beginn des Unterrichts für die kaufmänniſchen Klaſſen.
Für die kaufmänniſchen Klaſſen (Kaufleute und Schreiber) der obligatoriſchen
Fortbildungsſchule beginnt der Unterricht in dieſem Jahre ſchon Montag, den 5.
Sep=
tember, nachmittags 1½ Uhr.
Der Unterricht findet ſtatt an 2 Nachmittagen der Woche von 1½—4½ Uhr
6 Stunden wöchentlich, ſeither 7 Stunden an 3 Nachmittagen) und dauert vom 5.
Sep=
tember 1910 bis 18. März 1911, mit Unterbrechung vom 29. September bis 16. Oktober
(Herbſtferien) und vom 16. Dezember bis 3. Januar (Weihnachtsferien).
Die Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahrgängen 1908 und 1909, die im
vorigen Winter die kaufmänniſchen Klaſſen in den Schulhäuſern am Ballonplatz
und in der Müllerſtraße (Lehrer Eß und Krenz) beſucht haben, haben ſich Montag,
den 5. September, 1½ Uhr nachmittags, in der Turnhalle der Ballonſchule
einzufinden.
Zur gleichen Zeit haben ſich daſelbſt alle diejenigen zu ſtellen, die Oſtern 1910
aus den Stadtknabenſchulen I und II, aus der Bezirksſchule in der
Lagerhaus=
ſtraße und aus den Knabenmittelſchulen I und II entlaſſen worden ſind und ſich
dem kaufmänniſchen oder Schreiberberufe gewidmet haben, ebenſo die von
aus=
wärts zugezogenen ſchulpflichtigen Lehrlinge dieſer Berufsgruppen.
Die im Bezirk der ehemaligen Gemeinde Beſſungen wohnenden
Kauf=
manns= und Schreiberlehrlinge aus den Jahrgängen 1908, 1909 und 1910 können auf
Wunſch ebenfalls dieſen Klaſſen, deren Unterricht im Schulhaus am Ballonplatz
ſtatt=
findet, zugeteilt werden, wenn ſie ſich Montag, den 5. September, um 1½ Uhr,
da=
ſelbſt einfinden.
Vom Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit ſind die Schüler
der kaufmänniſchen Schule (Schulſtraße) und diejenigen jungen Leute, die anderen
genügenden Schulunterricht genießen.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche der
Fortbildungs=
ſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung alsbald ſchriftlich an Großh.
Kreis=
ſchulkommiſſion Darmſtadt (Neckarſtraße 3) zu richten. Die Geſuche müſſen von
den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und Angaben enthalten
über Alter, Heimatsort, Namen und Geſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch und
dermaligen Arbeitsherrn des Schülers. In den Eingaben ſind die Gründe
anzu=
führen, aus welchen Befreiung beanſprucht wird; außerdem ſind Art, ſowie
wöchent=
liche Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen Unterricht erteilenden
Lehrer zu bezeichnen.
Für die übrigen Berufsgruppen beginnt der Unterricht Montag, den
17. Oktober, und findet an 3 Nachmittagen der Woche ſtatt. Beſondere diesbezüg=
(16926dfs
liche Bekanntmachung erfolgt anfangs Oktober.
Darmſtadt, den 30. Auguſt 1910.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes.
J. V.: Mueller.
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 2. September 1910, vorm. 9 Uhr anfangend,
verſteigere ich an Ort und Stelle dahier, Liebfrauenſtraße 33,
auf freiwilligen Antrag wegen Aufgabe des Geſchäfts infolge
Sterbe=
falls öffentlich gegen gleich bare Zahlung:
ca. 220 Maurerdielen, ca. 180 Gerüſtſtangen, ca. 100 Gewölbebogen,
2 transportable Bauhütten, 2 desgl. Aborte, 10 Einfriedigungsböcke und 8 desgl.
Houten, 3 Speispfannen aus Holz, 3 Speishaken, 24 Mörteltragkaſten (darunter
neue), 9 Mörteltragſtänder, 1 ſchweren und 1 leichten Handwagen, 5 eiſerne
und 4 hölzerne Schubkarren, 4 hölzerne Steinkarren, 9 alte Schiebkarrenräder,
6 eiſerne verſchiebbare und 6 hölzerne Gerüſtböcke, 1 Elevator (komplett),
1 Hebkranen, 1 Brunnengeſtell mit 2 Käſten (Winden), 1 Differential=
Flaſchenzug, 2 Flaſchenzüge, 2 eiſerne Rollen, 8 Hebe=Wölfe, 1 Kanal=
Reinigungsdraht, 1 langes Flaſchenſeil, 4 Rollſeile, 2 Flaſchenſchluppſeile,
1 Balkenwage, 15 Dutzend gute Maurerſtricke, 1 Partie Steinhauergeſchirr mit
Kaſten, 3 Waſſerwagen, 1 Kanalwage mit Viſierſtäben und Kreuzen, 113
Einſchaleiſen nebſt Klammern, 22 Säbelbogen nebſt 8 Stangen, 21
Fenſter=
bogen, 1 vollſtändiges Zementierzeug nebſt Riffelwalze, 1 Hebewinde,
28 Bütten, 12 Eimer, 11 Leitern, 6 Gießkannen, 7 Zuber, 1 Kanalkratze,
1 Schraubſtock mit Bank, 1 Werkbank, 1 neuen Schlauch, 2 alte desgl.,
3 Durchwürfe, 1 Steinhorde, 1 Drahtſeil, 670 Maurerklammern, 3 Koksöfen,
8 eiſerne und 6 hölzerne Kaminzylinder, 8 Betonſtößer, 19 Pickel, 13 Hebe=
und Brecheiſen, 4 Trumpſägen, 7 eiſerne Winkel, 2 Aexte, 1 Partie Meßlatten,
8 Sturmlaternen, 5 Schlaghämmer, 1 Partie Meißel, 1 Spitzeiſen, mehrere
Ketten, Seile und Säcke, Gerüſtſchnuren, 2 Pflaſterſtößer, 3 Anker, 8 eiſerne
Tragbalken, ca. 250 feuerfeſte Steine, 200 Belegſteine, 1 Partie Mettlacher
Platten, ca. 1000 Tuffſteine, ca. 5 cbm Floßkies und Betonſteine, 3 cbm
Meſſeler Schlacken, 1 Partie Kanalrohre, 1 Pferderaufe mit Krippe, 1 Partie
altes Eiſen, Holz u. dergl. mehr.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 29. Auguſt 1910.
16787id)
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 1. September 1910, nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtr. 16 öffentlich
zwangs=
weiſe gegen Barzahlung
a) für beſtimmt:
1 Partie Zigarren, Spirituoſen und 1 Taſchenuhr:
b) vorausſichtlich:
12 Vertikos, 8 Diwans, 6 Sofas, 4 Kommoden, 2 Büfetts, 3 Trumeaux,
5 Schreibtiſche, 3 Waſchtiſche, 6 Kleider= u. 2 Glasſchränke, 4 Tiſche, 12 Stühle,
2 Nähmaſchinen, 2 Fahrräder, 1 Landauer, 1 vollſt. Ladeneinrichtung, 1 Partie
Geſchäftsbücher, Bilder, Bilderleiſten, Damaſttücher, Drell, Tiſchdecken,
Ser=
vietten, 5 Spiegel, 15 Kübelpflanzen, 60 Sack Kreide, 107 Herrenhüte, 13
Zy=
linderhüte, 1 Brotgeſtell, 1 Partie Packpapier uſw.;
c) auf freiwilligen Antrag, aus einem Nachlaſſe herrührend:
3 Betten, 1 Nähmaſchine, 1 Waſchkommode, 1 Nachttiſch, 1 Kleiderſchrank,
8 Stühle, 3 Tiſche, 1 Küchenſchrank, 1 Partie Küchengeſchirr und Kleider ꝛc.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1910.
(16946
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Faſelvieh=Verkauf.
Ein der Gemeinde Hahn bei Pfungſtadt gehöriger gut genährter Faſelochs ſoll
im Submiſſionswege auf Lebendgewicht verkauft werden. Angebote ſind bis
Dienstag, den 6. September 1910, vormittags 11 Uhr,
bei der Bürgermeiſterei daſelbſt einzureichen, wo auch die Bedingungen vorher eingeholt
werden können.
Hahn, den 30. Auguſt 1910.
(16924
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.
Nummer 204.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1916.
Seite 15.
Marktplatz.
DARIVISTADT
Telefon 1208
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
Ludwigsstr. 1.
(16936a
Das Lager der farbigen und schwarzen
Danfer-Rolderstere
für Kleider und Blusen
ist für die kommende Saison ausserordentlich reich in allen Preislagen sortiert.
Seidenstoffe aller Art in schwarz und farbig-
Unterroche
Wolbswarcn
Sohurzen
Muster und Auswahlsendungen stehen gerne zu Diensten.
Schreinerarbeiten.
Die Anfertigung von 5 zweiflügeligen
Toren für die Feuerwache hinter der
Stadt=
kirche ſoll vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während der=
Dienſtſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 6. September 1910,
vormittags 10 Uhr
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 30. Auguſt 1910.
Stadtbauamt
Buxbaum.
(16840md
Grummeigrasverſteigerung.
Die am 23. I. Mts, ſtattgehabte
Verſtei=
gerung des Grummets von der
Pallas=
wieſe iſt genehmigt.
Die Mähſcheine ſind bei der Stadtkaſſe
erhältlich und müſſen bis zum 10. k. Mts.
abgeholt ſein.
(16925df
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Herſtellung von elektriſchen
Licht= und Kraftanlagen.
Wir bringen in Erinnerung, daß die
Einrichtung von elektriſchen Licht= und
Kraft=
anlagen, die an das Kabelnen des
ſtädti=
ſchen Elektrißitätswerks angeſchloſſen
wer=
den ſollen, ſowie alle Erweiterungen,
Ver=
änderungen und Reparaturen ſolcher
An=
lagen nur von Elektrotechnikern ausgeführt
werden dürfen die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis
hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter
Zugrunde=
legung und gewiſſenhafter Beachtung der
hierfür erlaſſenen beſonderen Vorſchriſten
auszuführen.
(1188a
Zur Zeit iſt folgenden Firmen dieſe
Er=
laubnis erteilt:
1. H. Ackermann, Arheilger Straße 82.
2. W. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6.
3. Georg Keil, Kirchſtraße 17.
4. Theodor Korfmann, Taunusſtraße 1.
5. Lonis Lange, Hoflieferant, Schulſtr. 6.
6. Ernſt Lorey, Karlſtraße 56
7. Jakob Nohl, Hoflieferant,
Wilhelminen=
ſtraße 10.
8. Willy Schoeller, Rheinſtraße 9.
9. Auguſt Wilk, Hoflieferant,
Schuchard=
ſtraße 12.
Städt. Elektrizitätswerhsverwaltuug Darmſtadt.
Meyer.
Schoner Liwan
ganz neu, zu jedem annehmbaxen Gebot
abzugeben Pankratiusſtr. 30½, II. (*21145
empf. Ernst Crämer,
Obſtpflückel Ludwigsſtraße 7. (16448a
eie etente e etene
Hessische Handels-Lehrähstafe
Einzige Anſtalt am Platze, die unter der Leitung eines ſtaatlich geprüften
Handelslehrers ſteht.
Rheinstrasse 1, I.
DARMSTADT am Ernst-Ludwigsplatz.
Zweck: Die Anſtalt bezweckt, nicht mehr ſchulpflichtigen jungen Leuten durch
methodi=
ſchen, für die Praxis bearbeiteten kaufmänniſchen Unterricht die Möglichkeit zu
geben, eine ſelbſtändige Stellung in einem Kontor zu bekleiden.
Art des Unterrichts: Derſelbe wird vornehmlich erteilt durch Ausarbeitung mehrerer,
dem wirklichen Geſchäftsleben nachgebildeter Geſchäftsgänge. Am Schluß der
Kurſe finden Prüfungen ſtatt.
Zur gefl. Beachtung: Schulmäßiger Klaſſenunterricht in kleinen Klaſſen bei
individueller Behandlung; auf Wunſch auch Einzelkurſe.
Lehrfächer: Je nach Wahl des Kurſus: Deutſche Sprache, einfache und doppelte
(italien. und amerik.) Buchführung, kaufm. Rechnen einſchl. Kontokorrentlehre,
Handelskorreſpondenz und Kontorpraxis, Wechſel= und Scheckunde, Bank= und
Börſenkunde, Handelsbetriebslehre, Handelsgeographie, Kalligraphie, Stenographie
und Maſchinenſchreiben (6 Maſchinen); außerdem auf Wunſch: Franz. und engl.
Handelskorreſpondenz. Neu aufgenommen: Unterricht auf der Rechenmaſchine
(2 Maſchinen).
Dauer des Unterrichts: a) Für erwachſene Herren und Damen, je nach Wahl des
Kurſus, 3—6 Monate; b) für ältere Schüler und Schülerinnen mit entſprechenden
Vorkenntniſſen 6 Monate; e) für iunge Leute im fortbildungsſchulpflichtigen
Alter 6—12 Monate alles bei vollem Tagesunterricht. (Abendunterricht nur privat),
Es werden nur Schüler und Schülerinnen aufgenommen, welche die nötigen
Vorkenntniſſe durch ein befriedigendes Abgangszeugnis von einer Pflichtſchule
nachzuweiſen vermögen. Die Anſtalt vermittelt fleißigen Schülern koſtenlos den
Eintritt in kaufmänniſche Stellungen.
Das Winter=Semeſter beginnt Dienstag, den 4. Oktober, vorm. 8 Uhr.
(16747a
Proſpekte ſind in der Anſtalt, Rheinſtraße 1, I. erhältlich.
W. Siedersleben
Anmeldungen:
Montag bis Freitag von 12—1 Uhr
und nachmittags 3—5 Uhr.
ſtaatlich geprüfter Handelslehrer und
gerichtlich beeidigter Bücherreviſor.
Unter staatlicher Aufsicht:
Darmstädter Sprach- und Handelsschule
Luisenstrasse 10. Leiter: Luisenstrasse 10.
Hieron. Schneider
Emil Heid
Handelslehrer u. Bücher-Revisor.
Handelslehrer u. beeid. Bücher-Revisor.
Gründliche Ausbildung für:
Kaufmänn. Beruf in 4, 6monatl. und Jahres-Kursen,
Fortbildungsschule in getrennten Kursen, durch deren Besuch die
Teil-
nehmer von der oblig. Fortbildungsschule befreit sind.
Stenographie nach Gabelsberger
Maschinenschreiben nach verschiedenen Systemen.
Fremde Sprachen, bes. Korrespondenz: Engl., Franz., Spanisch, Ital.
Der Unterricht wird durch praktisch ausgebildete u.
Handelslehrer erteilt.
staatl. gepr. diplom.
(16380a
Neue Kurse beginnen am 10. Oktober 1910.
Anmeldungen, bes, der Fortbildungsschüler, mägl. frühzeitig erwünscht.
E!
M
IA
Prospekte gratis; mündliche Auskunft i. d. übl. Geschäftsstunden, vormittags
8—12¾ Uhr und Nachm., ausgen. Mittwoch und Samstag-Nachmittags.
Bekanntmachung.
Der Armenarzt, Herr Dr. Schiffer,
iſt auf 4 Wochen verreiſt und wird
wäh=
rend dieſer Zeit in der Armenpraris durch
Herrn Dr. Barthel. Frankfurterſtraße 16
(1630
wohnhaft, vertreten.
Darmſtadt, den 29. Auguſt 1910.
Städtiſches Pflegeamt.
J. A.: Liſt.
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 15. September I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Karl Ludwig Hennemann
Ehe=
leuten, zu Frankfurt a. M., im Grundbuch
der Gemarkung Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 9413/100 285 Hofreite Heinrichſtr.
Nr. 126,
in unſerem Buregu zwangsweiſe verſteigert
(B6710
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen. kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganßt, (D16543,5
älteſter Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 15. September I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Georg Gerlach Eheleuten
da=
hier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
V 592111000 339 Hofreite
Viktorig=
ſtraße,
V 59915/00 252 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K1i4/10
werden.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D15335,4
J. V.: Ganf,
älteſter Gerichtsmann.
Pferdeverkauf!
Sonnabend den 3. September,
vormittags 11 Uhr, (16985
wird auf dem Hofe der Kaſerne,
Eſcholl=
brückerſtraße 24, ein überzähliges Dienſtpferd
öffentlich meiſtbietend gegen Barzählung
Train=Bataillon Nr. 18.
verſteigert.
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Weit, nußb. pol., mit Federboden, 20 Mk.,
ſowie einzelner Federboden zu perk.
Heinheimerſtr. 69, III. rechts.
*21148)
billg zu.
Einguterhalt. Eisſchrauſt verkaufen
enſtraße 27, Vdh., 1. Stock.
8ds)
*21
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
Nummer 204.
Fotar-Ausverkauf Woder EGuidatioh!
Donnerstag, 1. Septbr., Freitag, 2. Septbr., Samstag. 3. Septbr.
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zu dem am Freitag, den 2. September,
von 12—1 Uhr mittags am Paradeplatz
ſtattfindenden Konzert der Kapelle des
Großh. Heſſiſchen Train=Bataillons Nr. 18.
1. „Hohenzollern=Ruhm‟, Marſch von
Unrath. 2. „Ariadne‟ Ouverture militaire
von Kling. 3. „Fanfare militatre” von
Aſcher. 4. „Hoch deutſches Lied”,
Kaiſer=
lieder=Potpourri von Buchwald. 5. „
Waffen=
ruf des Kaiſers”, Air militaire von Clarenz.
16. „Drei Kaiſermarſch” von Weißenborn.
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begeht die
17. Verbandsgründungsfeier
am Samstag, 3. September 1910, im „Schützenhof‟.
Beginn 9 Uhr abends. Freunde und Gönner laden
(16974
wir zu dieser Veranstaltung freundlichst ein.
Der Vorstand.
Eintritt: Herren 50 Pfg., Damen 25 Pfg., einschl. Festfolge u. Lieder.
Schützenhof.
20
Heute Donnerstag, abends 8 Uhr:
Grosses Militär-Streich-Konzert
Leitung: Herr Muſikmeiſter M. Weber.
Solisten=Abend.
Freitag, den 2. September (Sedan) nachmittags 4 Uhr:
— Grosses Kinderfest
der Kapelle des Großh.
Konzert .—. Artillerie=Korps.: Verſchiedene Spiele.
Arrangenr des Kinderfeſtes: Herr Obermuſikmeiſter Mickley.
Nach jedem Spiel Preisverteilung. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener
Zutritt. Eintritt für jede Person 10 Pfg.
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Bei günstiger Witterung
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(*21111
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(*21217md
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910
Nummer 204.
S4fé
Berlin, S. 42 Ritterstr.
Wien-Paris.
Der nächtliche Vogelfang auf
Helgoland.
W.K. Auf Helgoland hat ſich in den
jüng=
ſten Jahrzehnten eine beſondere Fangart für die zu
Zeiten die Inſel auf dem Durchzuge in großer Zahl
beſuchenden Vögel ansgebildet, nämlich der Fang zur
Nachtzeit mit Laternen und ſogenannten Kätſchern,
an langen Stangen befindlichen Netzen. In finſteren
Nächten mit reichem Vogelzug ſucht der Helgoländer
mit ſeinem Fanggerät die Inſel ab und ſchlägt die
von der Laterne geblendeten Vögel mit ſeinem Kätſcher
nieder. Man kann mitunter über 100 Laternen
zäh=
len und die Beute iſt bisweilen bedeutend, wenn ſie
auch naturgemäß in den einzelnen Jahren ſehr
ſchwankt. Nun iſt durch das am 1. September 1908 auf
Helgoland eingeführte Vogelſchutzgeſetz der Fang von
Vögeln zur Nachtzeit verboten, das Geſetz findet
jedoch keine Anwendung auf jagdbare Vögel. Unter
dem Vorgeben, nur jagdbaren Vögeln, als welche
Schnepfen, Droſſeln und Waſſervögel, in Betracht
kommen, nachzuſtellen, wird der Fang mit Laternen
und Kätſchern fortgeſetzt. Da es in der Finſternis
und bei dem mangelhaften Licht der Petroleumlaterne
nicht möglich iſt, die Arten des Vogels zu
unter=
ſcheiden, fallen den Fängern naturgemäß auch nicht
jagdbare Singvögel, namentlich Stare und Lerchen,
zum Opfer. Der Fänger ſieht häufig erſt, wenn er die
Vögel aufnimmt, was er niedergeſchlagen hat. Dann
iſt aber der Vogel vielfach ſo verletzt, daß er nicht am
Leben bleiben würde, wenn der Fänger überhaupt den
guten Willen hätte, ihn wieder frei zu laſſen.
Zu=
widerhandlungen gegen das Vogelſchutzgeſetz, die
zweifellos zahlreich vorkommen, iſt faſt unmöglich
feſtzuſtellen. Die Nachtzeit, die Zahl der Fänger
er=
ſchweren die Kontrolle ſo ſehr, daß ſie auf die Dauer
nicht ausgeübt werden kann. Ferner wird auch eine
gerichtliche Beſtrafung ſchwer zu erreichen ſein, da der
Fänger mit Erfolg ſich damit entſchuldigen würde,
daß er nur aus Verſehen einen Singvogel anſtelle
eines jagdbaren Vogels getötet habe, oder auch, daß
der in ſeinem Beſitze befindliche Singvogel ſich am
Leuchtturm den Kopf eingeſtoßen habe und von ihm
aufgeleſen ſei. Um dem geſchilderten Mißſtande
ent=
gegenzutreten, könnte man für die Verfolgung
jagd=
barer Vögel auch ohne Schußwaffe einen Jagdſchein
einführen. Dies würde ſicherlich eine Einſchränkung,
nicht aber eine Beſeitigung der Unzuträglichkeiten
herbeiführen. Die Schwierigkeit der nächtlichen
Kon=
trolle bleibt. Auch ſonſt ſprechen gewichtige Gründe
dagegen. Es bleibt nur übrig, den Fang von Vögeln
jeder Art, auch der jagdbaren, während der Nacht zu
verbieten, wie auch der Fang der Singvögel zur
Nacht=
zeit bereits durch Geſetz unterſagt iſt. Eine derartige
Regelung würde nur durch Geſetz erfolgen können.
Der Fang zu wiſſenſchaftlichen Zwecken regelt ſich
ſchon jetzt nach beſonderen Vorſchriften, die Aufnahme
einer Beſtimmung darüber iſt daher überflüſſig. Der
Entwurf lautet zweckmäßig: „Für das Gebiet der
Inſel Helgoland iſt das Fangen und die Erlegung
von Vögeln zur Nachtzeit mit Blendlaternen, Netzen
und Waffen verboten. Als Nachtzeit gilt der
Zeit=
raum, der eine Stunde nach Sonnenuntergang
be=
ginnt und eine Stunde nach Sonnenaufgang endet.
Dem Fangen im Sinne dieſes Geſetzes wird jedes
Nachſtellen zum Zwecke des Fangens und, Tötens
gleichgeſtellt.”
Vermiſchtes.
* Fahrende Scholaren. Aus Zwieſel im Bayeriſchen
Wald wird dem Straubinger Tageblatt folgender, das
Wanderleben von zwölf Heidelberger Studenten
ſchildern=
der Bericht, der an alte, längſt entſchwundene Zeiten
er=
innert, eingeſandt: Neulich war der Touriſtenverkehr
wie=
der außerordentlich ſtark und es waren demgemäß auch
die Gaſthöfe am Abend voll beſetzt. Mittags kamen zwölf
Heidelberger Studenten hier an. Die Herren reiſen genau
ſo, wie die alten „fahrenden Scholaren” ſie führen
Pro=
viant und Kochzeug mit und außerdem jeder ein anderes
Muſikinſtrument, Trompete, Violine, Mandoline, Gitarre
uſw., und übernachten auf dem Heu. Vorige Nacht
über=
nachteten ſie auf dem Rachel, wurden vom Regen
über=
raſcht und kamen durch und durch naß in der Frühe nach
Frauenau. Ihr hieſiger mit Muſik und Geſang begleiteter
Einzug lockte eine Menge Kinder an. Ihr Aufzug war
aber auch danach. Wenn man ihnen in unſeren böhmiſchen
Wäldern begegnet wäre, würde man mit Schrecken ſich
hundert Jahre zurückverſetzt und Karl Moors Bande vor
ſich zu ſehen geglaubt haben, und erſt die an Stelle der
Mordwaffen getragenen Muſikinſtrumente würden uns
von dem friedlichen Charakter dieſer Schar überzeugt
haben. Kein Wunder, denn dieſe modernen „fahrenden
Scholaren” ſind ſieben Wochen lang in kein Bett mehr
ge=
kommen, ſondern haben immer im Heu gelegen; dazu die
Anzüge, Hüte und gewaltigen Federn. Auch hier
inter=
eſſierte man ſich ſtark für die Schar, denn im Reſtaurant
Pfeffer, wo ſie vergangene Nacht ihr Heulager bezogen,
war alles gedrückt voll, und die fidelen Studenten ſorgten
in ausgiebigſter Weiſe dafür, daß ſich das Publikum aufs
beſte amüſierte. Heute nachmittag 4 Uhr ſchnürten die
luſtigen Leutl wieder ihre Bündel, brachten vor der
Reſtauration Pſeffer ihrem Herbergsvater aus
Dankbar=
keit für die Unterkunft noch ein Ständchen und zogen dann
unter Geſang weiter über Langdorf nach Bodenmais.
* Das neue Rathaus der Stadt New=York. Die
ſtädtiſchen Bureaus der New=Yorker Verwaltung
waren bisher an vielen verſchiedenen Stellen zerſtreut
und die Unbequemlichkeiten, die dieſe Anordnung für
den Dienſt zur Folge hatte, haben nun zu dem
Ent=
ſchluß geführt, ein neues Rathaus zu erbauen. Dies
Rathaus wird nun das erſte amtliche Gebäude der
Welt ſein, das nach dem Prinzip des Wolkenkratzers
errichtet wird. Der Grund und Boden iſt eben
teu=
rer, und ein Rieſengebäude, wie es in dieſem Falle
gebraucht wird, iſt unter den New=Yorker
Verhält=
niſſen nur zu erbauen, wenn man es hoch in die Höhe
führt. Das neue Rathaus wird alſo 170,60 Meter
vom Boden aus aufſteigen. Einige andere
Wolken=
kratzer ſind allerdings noch höher, dafür aber über=
trifft der geplante Bau an Mächtigkeit ſeiner
Unter=
bauten alle bisherigen Gebäude dieſer Art. Die
Unterbauten werden nämlich 43,87 Meter tief gehen,
d. h. alſo die Höhe von zwei unſerer durchſchnittlichen
Mietshäuſer haben. Es werden die tiefſten
Unter=
bauten ſein, die bisher überhaupt angelegt worden
ſind, und man rechnet die Baukoſten allein für ſie auf
etwa 5 Millionen Mark. Das ganze Gebäude wird
etwa 40 Millionen koſten und das geſamte Perſonal
der ſtädtiſchen Verwaltung New=Yorks, etwa 8000₰
Perſonen, beherbergen können. Nach den
vorliegen=
den Plänen wird man der Vorderſeite ein
künſtleri=
ſches Gepräge zu geben ſuchen. Sie läßt ſich etwa
be=
ſchreiben als ein Mittelbau mit zwei vorſpringenden
Türmen. Am Sockel des Rieſenbaues liegen
Säulen=
umänge. Auch die oberen Stockwerke zeigen
Säulen=
architektur und das Ganze wird von Türmen und
Türmchen gekrönt, die nach den bisherigen Plänen
einen ziemlich ſpieleriſchen Charakter zu tragen
ſcheinen.
Literariſches.
— Emmy Hardt, Maienſünde. Roman einer
Großſtadt=Ehe. Verlag von Dr. P. Langenſcheidt, Berlin=
Großlichterfelde. Preis 3 Mark. Zu den
Großſtadtpro=
blemen, die in Dichtung und Wirklichkeit immer wieder zu
einer entſcheidenden Löſung drängen, gehört jene
raſch=
geſchloſſene und raſchbereute Ehe zwiſchen zwei jungen,
unerfahrenen und unbewahrten Menſchen, die ſich in
auf=
flammender Leidenſchaft im Getriebe einer Weltſtadt
zu=
ſammenfinden und heiraten, ohne ſich darüber klar
gewor=
den zu ſein, wie ſich ihr Leben in Zukunft geſtalten ſoll.
Daher war es nicht nur in rein künſtleriſcher, ſondern auch
in volkserzieheriſcher Hinſicht eine dankenswerte Aufgabe,
die ſich Emmy Hardt in ihrem Roman einer Großſtadt=
Ehe „Maienſünde” geſetzt hat, und die ſie mit klngen, wiſ= Augen, in ſchlichter Lebenstreue, ohne Klügeln und
Pathos löſt.
— Erich Wulffen, Gauner= und
Verbre=
chertypen. Verlag Dr. P. Langenſcheidt, Berlin=
Großlichterfelde. Preis 3 Mark. Hinter dem Plauderer
Erich Wulffen ſteht der große Kriminaliſt und Ethiker, der
auch dieſes der Unterhaltung, Belehrung und Warnung
und zugleich dem großen Problem der
Verbrechensver=
hütung gewidmete Werk mit ſozialem Geiſt erfüllt. Das
Buch kann nicht nur als Unterhaltungslektüre jedem in die
Hand gegeben werden, ſondern es bietet zugleich eine
Be=
lehrung; denn es gibt wohl keinen Stand und Beruf, an
den ſich Diebſtahl, Betrug und Gewalt nicht ſchon
heran=
gewagt, keinen Kulturfortſchritt, der nicht ſofort auch zum
Nachteil der Menſchheit ausgebeutet wäre.
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München erſchien: Otto Soyka, Herr im Spiel.
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moderne Spielerroman auf exakt pſychologiſcher
Grundlage konnte von niemandem überzeugender und
zugleich wirkungsvoller geſchrieben werden als von
dem jungen Wiener Otto Soyka. Dieſen ſeinen
erſten Roman zeichnet nicht nur eine ſtarke
Geſtalt=
ungskraft und ein eminenter Scharfblick für die
pſy=
chologiſchen Momente aus, ſondern auch eine
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endete Technik, die mit allen Mitteln der Spannung
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[ ← ][ ]Seite 20₰
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 1. September 1910.
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