Lebenserinnerungen Heinrich v. Hahn


Beruf – 1885–1914

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Beruf

1885-1914

[]


Mehr sein, als scheinen!


Graf Schlieffen
[]


Fähnrich,
Leutnant u. Oberleutnant

im
Großherzogl[ichen] Artilleriekorps


1885-1899

[]
Des Menschen Wert kann Niemand
erkennen, der nicht selbst Hitze
und Kälte litt.
[]


Ich war zum Offiziersberuf schon früh entschlos-
sen. Er war mir eingeboren vom Urgroßvater
her, er schwebte mir vor durch das Vorbild Onkel
Bernhards, der Vettern August u. Carl, der Kad-
etten v. Hofmann. Meine Vorliebe wurde ge-
nährt durch die miterlebte Siegesstimmung in u.
nach 1870/71. Ich hatte den alten Kaiser Wilhelm
leibhaftig gesehen: zu Pferde beim Kavallerie-
Manöver bei Weiterstadt 1877; zu Fuß am Bahn-
hof vor seiner Abreise. Später sah ich in Berlin
Moltke, wie Bismarck auf der Straße. Vetter
August, der beim Vater hoch im Vertrauen stand,
hielt oft zu Pferde bei uns an. Ich höre noch das
Knistern des Sattels, das Klirren der Kandare,
das Schnauben der Nüstern. Ich sah vor Augen
das militärische Leben u. Treiben einer stetig
wachsenden Garnison bevorzugter Regimenter
aller Waffengattungen, deren Aus- und Ein-
märschen, Paraden, Exerzieren, Schießen ich soweit
möglich beiwohnte; der Entschluß wurde beför-
dert durch den Offiziersverkehr im Hause, durch das
Einjährigenjahr Fritzens u. zur Reife gebracht
durch die Bitte des Oberst v. Prittwitz an meinen []
Vater, ihm seinen Sohn ins Großh[erzogliche] Artilleriek[or]ps
zu geben. Ich habe schon früher von ihm erzählt,
dem kleinen eleganten Herrn, der mit großem
militärischen Schneid - er erhielt bei Gravelotte
als Chef einer Gardebatterie den pour le mérite
hervorragende gesellschaftliche Gewandtheit ver-
band – er war Hofmarschall einer preußischen Prinzeß.


Nach dem einseitig militärischen Oberst von
Heineccius, seinem Vorgänger hatte Prittwitz
sich zum Ziel gesetzt, dem R[e]g[imen]t eine gesell-
schaftliche Stellung in der Garnison zu verschaf-
fen, die es nicht hatte, durch ein besonders ge-
bildetes u. erzogenes Offizierskorps. Er ging da-
bei seither nicht bekannte Wege. Er säuberte
das Offizierskorps von solchen Elementen, die noch
vom Kriegsrummel lebten oder aus niederer
Sphäre stammten, u. holte sich aus preußischem u.
vor Allem hessischem Adel seine Fahnenjunker.
Er erzog seine Offiziere mit Strenge zu guter Sit-
te außerdienst, verbot Saufgelage u. Jeu, verlang-
te Manieren, Anzug, Ausgehen zu Bällen, Theater,
Konzert, Vorträgen. Dabei hatte er praktische Vor-[]
schläge in Fülle für einfache Lebensweise.
Er selbst wußte sich in allen Kreisen der Stadt
Eingang zu verschaffen u. war bald der be-
kannteste u. beliebteste Mann, u. zw[ar] ebenso
bei Hof u. Adel wie im Civilkasino, im Histori-
schen Verein, Architektenverein, im Theater.
Er war Altertumssammler, übte selbst allerlei
Künste aus u. schmückte seine Wohnung an der
Kath[olischen] Kirche mit einer Menge ächter u. nachge-
ahmter Möbel, Bilder, Waffen, Porzellan, Zinn,
aus Mittelalter u. Barok, die er im damals so-
genannten Makartstil "arrangierte". Aehnlich
so im Stil hat er das neue Artilleriekasino
in der alten Kaserne geschaffen, teils durch An-
käufe im Althandel, teils Schenkungen od[er] Leih-
gaben von Herrn des Reg[imen]ts, des Großherzogs, der
fürs Reg[imen]t seit dem 18. August 1870 viel übrig
hatte, u. eignen Stiftungen: aus 3 schlichten Ka-
sernenstuben 3 Prunkräume, die er nicht ver-
säumte der Darmstädter Gesellschaft u. allen durch-
reisenden Fürstlichkeiten, die abzufangen ihm
gelang, zu zeigen. Damit gewann er eine
Stätte, wo er das geschlossene Offizierskorps, []
das sich seither im Garnisonskasino oder in Lo-
kalen der Stadt verzettelte, beisammen hatte, um
es in seinem Sinne zu erziehen. Seine Anre-
gungen fielen auf fruchtbaren Boden. Es regten
sich seither unbeobachtete Begabungen: H[au]pt[mann]
Schede malte, Credé brannte Glaswappen, Voll-
mar punzte Leder, Damen stickten Kissen. Der
Theatermaler versah das Empfangszimmer mit
Fresken, aus Manöver brachte man Krüge, Hum-
pen, Wirtshausschilder mit. Eine Kasino
und Tisch-Ordnung wurde verfaßt, Musikfonds ge-
stiftet, R[e]g[imen]tsbücherei gegründet, Küchen u. Keller-
wirtschaft geordnet. Er führte das Frühstücken an
kleinen Tischchen ein - die Prittwitz-Tischchen.


Ein solcher Mann war sehr nach meinem Geschmack.
Willig vertraute ich mich ihm an. Prittwitz hat
großen Einfluß auf das Reg[imen]t u. mich gehabt.
Sein Geist hat noch lange geherrscht und Gutes
gestiftet.


Aber meine Rechnung war ohne den Wirt ge-
macht. Der Wirt war der Reg[imen]tsarzt Dr. Schäfer.
Man machte damals die Komparative: Schaf,
Schäfer, Oberstabsarzt Schäfer! Als er mich []
untersuchte, glaubte er einen Kropf feststellen
zu müssen, und nahm mich nicht an. In Wirk-
lichkeit war meine Schilddrüse angeschwollen, wie
es bei gutgenährten Jungen häufig vorkommt,
die ja auch bald wieder schwand. Aber er blieb
stur bei seiner Weigerung, der sich auch Prittwitz
nicht widersetzen konnte: für 1/2 Jahr zurückge
stellt! Was nun machen?


Vor Allem heil werden. Ich war anfangs
trostlos; denn die Massagekur bei Dr. v. Hesse woll-
te nicht helfen, u. der Hausarzt wußte auch kei-
nen Rat. Endlich verfiel man auf eine Jodkur,
u. in ein paar Wochen war aller Geschwulst weg.
Sonderbarerweise wollte derselbe Militärarzt [gestrichen: bei]
dem für 1. Oktober als Fahnenjunker angemel-
deten Wilh[elm] v. Zangen ebenfalls einen Kropf an-
dichten, was ihm jedoch diesmal nicht gelang.


So sah ich denn einstweilen enttäuscht mei-
nen Schulkamerad Karlchen v. Schenck beim Reg[imen]t
einrücken, u. mußte selber zurückstehen.
Um die Zeit nicht ganz nutzlos verstreichen zu lassen,
immatrikulierte mich mein Vater bei der Techn[ischen]
Hochschule für Geodäsie u. Planzeichnen. Außer-[]
dem schickte er mich in die Malschule des Prof.
Kröh. Ich habe das Zweite mehr ausgenutzt, als
das Erste, und nebenher meine Finger auf d[em]
Klavier tüchtig exerziert, auch im Partitur-
spiel mich geübt, Spaziergänge gemacht, ge-
schwommen, gelesen: kurzum die Zeit ver-
ging - Endlich war es Ende September so weit,
daß der K[omman]d[eu]r mich, Zangen u. einen jungen
Herrn v. Dähne aufs Regimentsbüro bestellte, und
die Lose ziehen ließ, um die Eintrittstage zu be-
stimmen. Alsdann traten wir in der Reg[imen]tskammer
an u. wurden eingekleidet.


Es war der 28. Sept[ember]; das Reg[imen]t war von Manö-
ver zurück, die Rekruten kamen erst November,
aber die Einjährigen traten 1. Oktober ein, und
mit diesen wurden wir ausgebildet. Die er-
sten 4 Wochen schliefen wir in der Kaserne im
Batterierevier; ich in der 4ten, Zangen der 1.,
Dähne der 5. Batterie. Auf meiner Stube die
Einj[ährigigen] Freiw[illigen] Hofmann, der spätere Oberförster
in [gestrichen: Nied; über der Zeile eingefügt: Ober]-Ramstadt, Reuß, der Rechtsanwalt wurde, ein jüd[ischer] Kaufmann Wallach. Im Neben-
gelaß 2 Unteroff[i]z[ier]e: der Sergeant Henseler und []
U[ntero]ff[i]z[ier] Stamm. Henseler nahm sich meiner
sehr nett an. Er führte mich um 6 ° zum Abend-
stalldienst, wo mich der strenge Wachtmeister
Wagner gleich anschnauzte. Er hatte Sinn für
die Romantik dieser dämmerigen Stunde im be-
täubenden Duft von 60 glattgestriechelten Rap-
pen, deren emsiges Schnauben u. Haferkauen
ein einförmiges Summen hören ließ. Das Ein-
streuen [über der Zeile eingefügt: des] Strohes zur Nachtruhe, das Anzünden der
Laternen, das Aufziehen der Stallwache, die Kom-
mandos des Futtermeisters Reußling - alles
wirkte neuartig, aber wohltuend auf mich ein.
In den Nächten auf hartem Lager unterm
Woilach gab es nicht viel Schlaf, denn die von [gestrichen: m]
Manöver-Leerzeit her hungrigen Flöhe u. Wan-
zen waren recht munter. Früh um 4 ° weckte
uns der Ruf: Fahrer heraus! Zum Stalldienst.
Die Pferdepflege ging mir gut von der Hand.
Ein alter Töbel mit kurzem Fell war mir zu-
geteilt, von dem ich leicht meine 9 Striche herun-
terputzte. Das Führen zur Tränke machte mir
Spaß, nur das Auflesen der Pferdeäppel aus
der Streu kostete zuerst einige Ueberwindung. []
Um 7 ° tranken wir Kaffee in der Kantine,
von 8 - 11 ° war Exerzieren, sodann Frühstück
meist mit den etwa 50 Einjährigen drüben in
der "Kanone", um 1/2 1 ° Appell in der Batterie,
von 2 - 4 ° Geschützexerzieren u. Turnen, von
4 - 5 ° Unterricht und um 5 15 mußten wir be-
reits umgezogen in "Extra-Uniform" am Offi-
zierstisch sitzen.


Ausbildungsoffizier war L[eutnan]t v. Uthmann. Er
hat uns mit seinem schneidigen Auftreten
anfangs mächtig imponiert, erwies sich aber
bald als Blender, der er späterhin auch geblie-
ben ist. Er konnte uns den äußeren Schliff bei-
bringen, nicht Wissen u. Können, wofür
Serg[ean]t Hensler der bessere war. Reitunterricht genos-
sen wir innerhalb der Batterien. Ich hatte noch
nie auf dem Pferd gesessen; so kam es, daß
ich in einer der ersten Reitstunden von mei-
ner alten Brigitte in hohem Bogen in der offe-
nen Reitbahn in den Dreck flog, von Wachtm[ei]ster
und Futtermeister weidlich ausgelacht, während
der gütige Batteriechef das "Wernerchen" beruhi-
gende Worte für mich hatte. v. Werner wurde
[] bald ins R[e]g[imen]t 10 Hannover versetzt; von sei-
nem Nachfolger v. Scheele spürte ich erst später
etwas. Nach der wenig glanzvollen Vorstell[un]g
der Einjährigen wurden wir in die Batterien
eingestellt, deren Rekrutenausbildung schon
im Gange war, Ich bezog mit Zangen zu-
sammen zwei möb[i]l[ierte] Zimmer in der nahen Her-
mannstraße.


Ich erlebte nun den ersten wirklichen Drill,
bei dem es keine Schonung gab. Leutnant
Wernigk, der die Ausbildung hatte, sowie seine
rechte Hand Serg[ean]t Eidenmüller schliffen mich
nach allen Regeln der Kunst. Ich hatte manche
Stunde, wo ich an mir verzweifelnd alle zum
Teufel wünschte. Diese harte Schule, obwohl von
absichtlichen Ueberspannungen zuweilen nicht
frei, war mir dennoch gesund; sie ertötete
vor Allem einmal gründlich den geistigen Hoch-
mut, den ich von der Schule mitgebracht hatte.
In meinem nichts durchbohrendem Gefühl streif-
te ich alles seither Gelernte, Gelehrte ab, und
begann mit Eifer das Neue in mich aufzu-
nehmen, um es zu neuem Wissen u. Können []
zu entwickeln. So kam es, daß ich als
junger Leutnant in dem anfangs so ge-
haßten Wernigk einen freundlichen Berater
gewann, der mich in Waffen u. Schießlehre,
Geschütz u. Geschoßkonstruktion, worin er Ken-
ner war, einführte - die Gedankenwelt u.
das Wirkungsfeld meines Urgroßvaters! –
wofür ich ihn durch waffentechnische Zeichnun-
gen für "Wernigks Taschenbuch" belohnte.


Auch zum "Wachekloppen" zog mich der
Wachtmeister wie jeden anderen heran; 6
mal stand ich auf dem Posten, vor Gewehr oder vorm
Prinz-Karl-Palais, u. einmal war ich
später als Unteroffizier auch Wachthabender
der Kasernenwache.


Selbst im Kasino hatten wir Fahnenjunker
kein freudvolles Dasein. Hier Erziehung zu
militärischen Formen. Im Kommen u. Gehen
- Strammstehen - im Essen u. Trinken – anstän-
dige Manieren - in Fragen, die es für uns
kaum gab, in Antworten, die meist korrigiert
wurden, im Anzug, in Frisur: - in Allem
wurden wir unnachsichtig vom Ältesten der []
Tischgesellschaft Vollmar oder dem Reg[imen]tsadjut[anten]
Fr[ei]h[err] v. Röder beobachtet u. zurechtgewiesen. Ob-
wohl wir innerlich uns bosten, wir waren spä-
ter dankbar dafür.


Im März kamen wir auf Kriegsschule, alle
drei nach Kassel. Diese Zeit, bis November [18]86,
ist mir in lieber Erinnerung. Wir waren zu
Weihnachten Gefreite, zum 1. März Unteroffiziere
geworden. Stolz herablassend ließen wir uns von
den Mannschaften, h[au]pts[ächlich] den Einjährigen, mit de-
nen wir seither in Reih u. Glied gestanden, grü-
ßen. Wir wurden mit neuem Zeug eingeklei-
det bis auf Stiefel, die von Anfang an selbst zu
stellen waren. Wir fuhren auf Militärfahrschein
ab u. meldeten uns in Kassel freudig zusam-
men mit etwa 50 Kameraden aus den verschie-
densten Regimentern aller Gattungen. Die Kriegs-
schule war in einem alten Barock-Gebäude am
Friedrichsplatz nahe der Aue. Der K[omman]d[eu]r, Oberst v.
Koppenfels, 115er, empfing uns kurz u. barsch;
der scharfe Ton mochte nötig sein, um 50 ange-
hende Fähnriche in Zucht zu halten. Der Inspektions-
offiz[ier] Ob[er]l[eutnan]t v. Schultz (Ulan) war aber sehr nett. []
Er gab Reitunterricht u. Pferdekenntnis. In
unserer Artillerie-Inspektion waren 2 Gardisten
Graf Otto Castell - der später prakt[ischer] Arzt gewor-
den ist - v. Uslar, ferner v. Schwerin 10er, Fr[ei]h[err] v.
Schilling 14er, v. Lochow 24er mit silbernem Tressen
u. goldnem Portepee, also grade umgekehrt, wie
bei uns, Rode-Diezelski 15er, der Ältester war,
Bansi, Fußartillerist, Schmidt vom Train,
v. Daehne, v. Zangen und ich. Ich lag mit Dähne,
Schilling u. Schmidt auf derselben Stube, die
primitiv, aber sauber war. Von Insp[ektions] Offiz[ieren]
erinnere ich mir an die Oberl[eutnan]ts Bauer (Heeres-Org[anisation]
u. Briefstil) v. Verschuer (Turnen, Fechten, wobei
er uns arg verdrosch) Ernst (Schießdienst). Von
Lehrern vor Allen v. Derschau, unstreitig der beste
(Geländelehre, Planzeichnen) v. Alvensleben (Tak-
tik) O'Grady (Bestimmungslehre) ein widerwär-
tiger Blender, Staufester (Waffenlehre)


Der ganze Tag von früh bis Ab[en]ds 6 ° war mit
theoretischem u. praktischem Dienst belegt; von
6 - 8 ° Ab[en]ds war frei u. wurde dazu benutzt,
sich ordentlich satt zu essen, denn das Mittagessen
war kärglich u. grob, von 8 - 10 ° Arbeitsstunde, []
von der jedoch die Abiturienten bald befreit
waren. Die Kameradschaft war gut. Es bilde-
ten sich engere Kreise. Schilling u. ich, die wir
uns gleich angeschlossen hatten, gründeten den
Klub: "die feine Familie", zu der noch Otto 117er,
Thierry 88er, Ganßen 112er, Fr[ei]h[err] v. Lupin (Württ[emberg])
Rimpau (Sachse), Druschki (Schlesier) - alles Infan-
teristen aus verschiedensten Ländern. Wir gingen
jeden Ab[en]d zusammen aus u. unternahmen man-
che gemeinsame Fahrten nach Münden, Eisenach,
Wilhelmstal, an die Fulda, in Habichtswald, meist
Wilhelmshöhe, das mit seinem Fremdenverkehr,
den springenden Wassern, dem Herkules, den Nachm[ittags]-
konzerten u. Kasseler Mädels immer wieder anzog.
Wir lebten unglaublich billig, obwohl manche
Bowle getrunken wurde, waren ausgelassen
lustig, ohne eine Dummheit zu machen, u. hielten
fest zusammen. Diese Freundschaften haben z. T.
noch bis heute Bestand. Es wurde nicht viel ge-
paukt, aber ernstlich gelernt, u. das Schlußexa-
men fiel uns Allen leicht. Ich genoß ausgiebig
die schöngelegene Stadt mit ihren Barock u. Empire-
Schlössern, dem netten Operettentheater, der herr[unter der Zeile eingefügt: hervorragenden]-[]
lichen, ja einzigen Gemäldegalerie, den ent-
zückenden Aue-Anlagen, dem Bummel auf
der Königsstraße. Uebungsreisen brachten uns
in die Festung Mainz u. auf den Uebungsplatz
bei Darmstadt.


Zum Regiment zurückgekehrt, fand ich ganz
neue Verhältnisse vor. Prittwitz, den ich dienstlich
ja kaum erlebt hatte, war Brigade-Kommandeur
geworden, sein Nachfolger Oberst v. Kayser, der
aus Straßburg kam, stellte das Reg[imen]t auf eine
ganz neue Grundlage. Er hatte ein aristokra-
tisch erzogenes Offizierskorps vorgefunden, das,
wie er wußte, sich gesellschaftlich in der Garnison
eine hohe Stellung erworben hatte. So dankbar
er dies empfing, so schien ihm doch die gesellsch[aftliche]
Aufgabe etwas zu stark in den Vordergrund ge-
rückt zu sein. Er begann sofort damit, die dienstl[iche]
Tüchtigkeit wieder in die erste Stelle einzusetzen.
Das mußte ihm bei diesem vortrefflichen Offiziers-
korps u. der alten Ueberlieferung des Regiments
um so leichter gelingen, als er es verstand, uns
von der Notwendigkeit zu überzeugen u. zu be-
weisen, daß beide Aufgaben vereinbar waren.
[] Auch andere Abteilungsk[omman]deure fand ich vor:
anstelle v[on] Nippold II. Abt[eilung] jetzt Abel, anstelle Stern
I. Abt[eilung] jetzt Draudt.


Im Januar 1887 wurde ich Leutnant und der
5ten, Fuchsbatterie zugeteilt. Ihr Chef war Fr[ei]h[err]
v. Amstetter, Zwerbach u. Garbeneck; Oberl[eutnan]t in der
Batterie mein Vetter August, Leut[nant] Petersen.
Amstetter, vornehme Erscheinung mit rotblon-
dem langen Vollbart, vom 1. Gardefeldreg[imen]t zu
uns gekommen, gehörte zu jener Folge alter Offi-
ziere, die in Reiten, Jagen, Saufen, Rauchen,
Anekdotenerzählen den Hauptinhalt ihres Lebens
sahen. Er fand sich zusammen mit Schede, Teßmar,
Scheller, v. Oppen - der aber ein glänzender Offi-
zier war u. es bis zum Divisionsk[omman]deur gebracht
hat. Im Mittelpunkt der Frühjahrs u. Sommer-Aus-
bildung stand nicht das Schießen, wie ich für Artill[erie]
annahm, sondern das Bespannt-Exerzieren, dessen
Formen der Kavallerist Podbieslki - leider nach [18]71
unser Generalinspekteur, und nicht Prinz Kraft Hohen-
lohe - im Exerz[ier]-Reglement 1877 niedergelegt hatte.
Es enthielt die für uns völlig unnützen Bewegun-
gen in Zugkolonne, Halbkolonne, Abbrechen, Auf-[]
märsche, jeweils unter Kommandos der Zug-
führer, die keiner hörte oder zu spät kamen,
wie es bei mit der Fall war. Amstetter pfiff
mich an, ernstlich böse wurde er mir aber nicht.
Denn als Schießen u. Felddienst begann, sah er,
daß ich nicht schlecht zu brauchen war. Den inne-
ren Dienst überließ er völlig dem alten Wachtm[ei]ster
Scheng, ein Original: rotgrauer Kaiserbart,
barsche Stimme, treffende Kasernenhofwitze; er
konnte nur deutsch traben u. hat nie seine Kom-
mißhosen ausgezogen.


Die Reiterei, die mir auf Kriegsschule auf dem
Ulanenpferd "Bruder" nicht leicht geworden war,
ging jetzt schon ganz flott, obgleich die für mich
als Vordersattelpferd ausgespannte Hertha kein
Vollblüter war. Im Kasino waren wir schon als
Fähnriche in kameradschaftlicher Weise aufgenom-
men worden. V. Daehne wurde als Offizier in
Reg[imen]t 6 versetzt, machte aber noch die Offiziers-
bowle mit (Sekt mit Burgunder) die wir der Tisch-
gesellschaft gaben, wobei ich zum ersten u. einzig-
sten Mal wirklich betrunken war. Denn sonst
hatte ich bei wackerem Kasino-Zechen es bereits []
gelernt, meinen Mann zu stehen. Es ging oft
laut u. lustig her, wenn Graf Spee die Punschbowle
braute, v. Lilien u. v. Bock sich mit den frechsten Wet-
ten überboten, Graf Schweinitz u. v. Preuschen,
die beiden Abt[ei]l[un]gsadjutanten anstelle Lang u.
Scheibe, ihre saftigen Witze erzählten, v. Richthofen
u. Petersen ihre trockenen Zwischenrufe machten,
v. Rotsmann, v. Ricou, v. Hülst [über der Zeile eingefügt: v. Ploennies] mit den Knobel
auf den Tisch hauten, v. Uthmann bramarbas-
sierte; v. Kleinschmit u. Brüstlein waren bereits
verheiratet, ebenso Koch und die beiden Hähne.


Der Kneipenbesuch in der Stadt war im
Abnehmen: Abends bei Formhals, vor Tisch bei
Fink, Samstags zum Hahnheimer Knopf. Man
ritt zu Stippchen bei Eberstadt, zu Ulrich nach Pfung-
stadt. Im Sommer stieg das Herrgottsfest im Walde
mit Faßbier u. Tobak, wobei Rippchen aus der
Hand gefegt, Senf u. Gurken im Nachttopf serviert,
u. auf dem angeheiterten Nachtmarsch wüst exer-
ziert u. kommandiert wurde. Der Hauptm[ann] d[er] Landw[ehr]
Wachenhauer spielte dabei eine Rolle. Es war ein
z. T. recht rohes Treiben, das seinen Höhepunkt fand,
wenn die Württemb[ergische] Brigade mit ihren frischen, []
trinkfesten Offizieren auf dem Schießplatz lag,


Die Geselligkeit war sehr nett; als Offizier
konnte ich nun eine ganz andere Rolle spielen,
wie als Ziviler. Außer den großen offiziellen
Zivilkasino, Hoffesten, Ministerbällen, fanden
noch häufig kleine gemütliche in Privathäu-
sern statt; so bei Henricis, wo ich für den sich
verspätenden Klavierspieler die ersten Tänze
improvisierte, auch ein Tanzkaffee im Karls-
hof, wo ich mit Josel v. Hombergk 4 händig
aus dem Stegreif zum Tanz aufspielte;
auch die Sonntags-Nachmittage bei Bellers-
heims blieben mir in angenehmer Erinne-
rung, wo ich mit Gusti am Klavier wetteifer-
te, Lili Keil zu Liedern meist auswendig be-
gleitete, Litta verehrte. Zu diesem Kreis jun-
ger begabter u. hübscher Mädchen gehörte noch
Elisabeth v. Stein, das liebe Annchen v. Gugel,
Nelle v. Ricou, Emmi v. Grävenitz, zwei v. Marquardt,
Carola v. Starck, Zerelda u. Edita v. Westrell u. a.


Der Dienst ließ zu all' solchen Vergnügungen
genügend Zeit. Im Sommer begann u. schloß er []
früh; im Winter ließ er mich von 4 ° Nachm[ittags] an
frei. In häuslicher Arbeit war nur je eine Win-
terarbeit u. Sommerarbeit (takt[ische] Aufgabe) zu leisten.
Freilich wurde mir gleich die Mobilmachungs-
Vorarbeit der Batterie aufgetragen, die ich sehr
in Unordnung vorfand; es legte in dieser gesicher-
ten Friedenszeit keiner, auch von oben runter,
Wert darauf. Einiger dienstlicher Einzelheiten
will ich noch Erwähnung tun, die heute märchen-
haft sich anhören. Die alte Kaserne schloß gegen
die Heidelberger Straße noch keine Mauer ab, son-
dern nur ein Graben, der sich vom Rückertschen
Häuserblock u. der Kartenfabrik dem Anfang der
Heinrichstr[aße] gegenüber bis zum Chausseehaus in
Bessungen hinzog. Zwischen dem Graben und
der Kasernenfront beiderseits des Hauptportals
standen unsere Lafetten zur tägl[ichen] Richtübung;
die Zielscheiben für den Krontrollaufsatz standen
über unbebautes Feld hin in Höhe der Eichbergstr[aße].
Weder in der Hermannstr[aße] stand ein Haus, noch
in der Heidelb[erger] Str[aße] ab Annastraße bis Chaussee-
haus - ein alter Bau mit Park - Gegenüber der
Kaserne einzig das Gasthaus zur Kanone. []
Ich habe noch dienstlich das alte Zeughaus
am Paradeplatz erlebt. Dort lagerte Beklei-
dung u. Ausrüstung für Mobilmachung, stan-
den die Wagen der Staffeln u. Mun[itions] Kolonnen.
Die Wagenhäuser an der Eschollbrücker Straße
waren erst im Bau. Ich versah dort öfter die
Kammerzählungen. In einem großen oberen
Raum dieses technisch u. künstlerisch wunder-
baren Baus hielt ich später noch die ersten Musik-
proben ab für die Monster-Konzerte der verei-
nigten Musikkorps der Garnison, die ich betreu-
te. Musikmeister Engel von den Gardedragonern
als ältester dirigierte, derselbe, dessen zwei
begabte Töchter die Harfe spielten, besonders die
jüngere, rothaarige meisterhaft. Engel hat mich
in die besonderen Eigenheiten der Harmoniemu-
sik eingeführt; er hatte sein Trompetenkorps zu
einem so feinen Klangkörper erzogen, wie ich
keines mehr je hörte.


Im Herbst [18]87 schied Amstetter aus. Röder, seit-
her Reg[imen]tsadjutant erhielt die 5. Batterie und als
er bald Flügeladjutant des Großherzogs L[udwig] IV
- Ludwig III war gestorben - geworden, Vollmar. []
Graf Schweinitz wurde Reg[imen]tsadjutant, Fr[ei]h[err]
v. Richthofen Abt[ei]l[un]gsadjutant II. Ich wurde in
die 4te Batt[erie] unter v. Scheele versetzt, und be-
kam gleich die Rekruten zur Ausbildung. Ich
war inzwischen auf allen Gebieten ziemlich
sicher geworden. Auch eine Rekruten-Reitab-
teilung hatte ich auszubilden. Gewohnt, für
alles, was ich unternahm einen durchdachten
Plan zu machen u. einzuhalten, praktisch be-
anlagt, wie ich war, begabt mit einer scharfen
Kommandostimme u. zu befehlen gewohnt, nahm
ich mir vor, bei dem neuen Kommandeur, der
alles wußte, kannte u. sah, Ehre einzulegen.
Ich war von früh bis spät auf dem Kasernenhof,
im Stall, in den Stuben, ich lernte von jedem Re-
krut nicht nur Namen, auch Beruf, Eltern, Ge-
schwister, Religion, Geburtsort, Erziehung, Cha-
rakter, Eigenheiten u. prägte mir das alles täg-
lich neu ein. Ich überließ nichts den Unteroffizie-
ren, teilte selber ein, nahm sie oft zusammen, un-
terrichtete, fragte ab, übte mich im Kommandieren,
stellte mir selbst Aufgaben, die ich mir so schwer
wie möglich machte, um für alles gerüstet zu sein. []
So vorbereitet u. völlig nervenruhig trat ich
bei der Besichtigung vor die Front, die Mitte
März stattfand. Ich bestand noch über eignes
Erwarten hinaus, u. erntete ein Lob, wie es
der strenge Oberst v. Kayser selten gespendet hat.
Damit war meine militärische Stellung ge-
schaffen, und ich hatte es fortan gut.


Herbst [18]88 kam ich auf Artillerieschule nach
Berlin. Es war ein Muß-Kommando für
alle Artillerie, auch Fußartillerie-Offiziere, die
dort ihre technische Ausbildung erhielten. Wir
wurden noch als Spezialwaffe betrachtet, stan-
den ja auch noch nicht unter den Divisionen, son-
dern hatten unsere Waffen-Vorgesetzten: Briga-
den, Inspektionen, Generalinspekteur. Die Ar-
tillerieschüler, die am besten abschnitten, wurden
ein zweites Jahr kommandiert. Viel wert war
Berlin. Die Großstadt machte den jungen Men-
schen heller, als alle Schulweisheit der Harden-
bergstraße.


Damit begannen zwei meiner schönsten
Leutnantsjahre. Der Dienst in der Garnison,
Schießübung u. Manöver war mir durchaus []
nicht langweilig geworden; aber die Um-
welt, die Gesellschaft, das Theater, so gut das
Darmstädter war, Konzerte, Museen, Galerien,
Restaurants, Kafes - alles wirkte vollendet
in Berlin mit allen seinen Reizen - freilich
auch Gefahren.


Als ich mich bei Oberst v. Kayser abmeldete, sag-
te er: ich erwarte von Ihnen, daß sie sich aus-
zeichnen und auf Selekta kommen. Er hätte es
mir nicht sagen brauchen. Mit v. Schenck und
v. Zangen fuhr ich hin, auch mit Kroll dem Selek-
taner. Ich traf dort einige Kriegsschulkameraden,
Dähne, Schilling, Uslar, Schwerin, G[e]f[reiter] Castell, fand
aber keinen Anschluß mehr. Selbst mit den Ka-
meraden vom Reg[imen]t verkehrte ich nicht regelmäßig;
ich suchte Andere, die ich noch nicht auswendig
kannte. Die neuen Freunde waren v. Trott 11er,
Kaden (Sachse), Mohn u. Schlee (Württemberger). Trotz
geringer väterlicher Zulage brauchte ich auf nur
wenige wünschbare Genüsse zu verzichten, steckte
überall mal die Finger hinein, u. zog sie heraus,
bevor ich sie mir verbrannte, sah, erfuhr, genoß
vieles u. kam bereichert, reifer geworden zur Gar-[]
nison zurück, die ich von August bis Oktober
zur Teilnahme an den Manövern wiedersah.
Mit Kaden u. Schlee traf ich mich fast jeden
Sonntag zu Unternehmungen mit 3 lustigen
Berliner Mädels, die wir am Kaisergeburtstag
aufgegabelt, die uns gehörig in Schwung zu
bringen verstanden. Im Hörsaal saß ich neben
Möller 26er, unweit von mir Meyer, Ryll, von
Wächter, Wilkens, Tappen - Offiziere, aus denen
z. T. etwas geworden ist. Der Unterricht war Hoch-
schulartig. Kein Abfragen, keine Klassenarbeiten,
aber Hausarbeiten vierteljährlich und Klausur-
Schlußarbeiten in jedem Fach. Im ersten Jahre
Mathematik einschl[ießlich] Differential u. Integral-
rechnung, innere Ballistik, Geschütz u. Zünder-
konstruktion, etwas Taktik, Waffenlehre. Im
zweiten Jahre gabs zwei Lehrgänge, einen mathe-
matischen, einen taktischen, den ich wählte. Hier
wurde gelehrt: Kriegsgeschichte, Taktik, Gelände-
lehre, äußere Ballistik, Physik, Chemie, allerdings
auch etwas höhere u. höchste Mathematik, der ich
schließlich nicht mehr folgen konnte. Dazu kamen
im zweiten Jahre vernünftigerweise Besuche von []
Fabriken, Artilleriewerkstätten, Prüfungskom-
mission, Schulschießplätzen in Tegel, Spandau,
Kumersdorf u. a. Im Allgemeinen waren die
Lehrpläne zu verwirrend vielseitig u. wurden
zu theoretisch gehandhabt. Die Lehrer - v. Kirch-
bach, Kallenberg, Verworner, Neese, Möller u. a.
- waren gut, ja genial, fanden aber bei den
meist übernächtigten Leutnants nicht die Spann-
kraft, die Fülle ihres Wissens aufzunehmen;
es wurde viel geschlafen od[er] Zeitung gelesen.
Ich gab mit Mühe zu folgen, schrieb gute Ar-
beiten, ja konnte bei der Schlußprüfung man-
chem Nachbar einhelfen.


Sehr zu Statten kam mir, daß ich bei Onkel Bern-
hard u. Tante Anna gastliche Aufnahme fand,
bei denen ich fast regelmäßig Sonntags zu
Mittag aß. Mehr noch: der Onkel gab mir sein
zweites Pferd zu reiten, auf dem ich ihn früh
morgens begleiten durfte. Er war immer sehr
gut beritten; ich bekam zum erstenmal das
wonnige Gefühl, ein edles Tier unter mir zu
haben. Anfänglich angeleitet, bald selbstständig,
habe ich da mehr reiten gelernt, als je vorher []
Besonders im zweiten Jahre, als er selbst oft
auswärts war, hatte ich seine beiden Pferde,
eine alte preußische Fuchsstute und einen jungen
ungarischen Halbblüter allein für mich, und
ritt Vor u. Nachmittags. Das hielt mich von
Bummelei zurück, der viele Kameraden in Berlin
verfielen, die nur mit Mädels Geld u. Zeit
vergeudeten. Ich genoß auch sie - ohne Geld
u. Zeitverlust. In Onkel Bernhards gemüt-
lichem Heim in der Kantstraße kehrte ich in
der Folge meiner Berliner Kommandos immer
wieder gern ein. Aber auch bei Heeringens, wo
es mit Gustchen, Kurt, Carola und den Zwillingen
etwas genialer zuging, Die Abende bei Hee-
ringen waren militärisch für mich ertrags-
reicher, da er sehr mitteilsam u. kampfbereit
war, Onkel Bernhard dagegen verschlossen u.
vorsichtig. Heeringen saß als Generalstäbler
u. Kriegsministerieller grade in der Kommission
für ein neues Exerzier-Reglement für die
Feldartillerie. Darüber gabs natürlich heftige
Kämpfe zwischen uns - wie solche ja nie auf-
hörten bis heute.

[]


Ich zog aus allem Nutzen. Meine vielseiti-
gen Interessen kamen nicht zu kurz. Ich hör-
te viele vorzügliche Konzerte in der Philharmo-
nie, der Singakademie, im Hoftheater von
Orchestern, Solisten u. Chören. Von Theatern be-
günstigte ich das Schauspiel - Opern kannte ich
von Darmstadt her genug - das Königliche mit
Matkowski, das deutsche mit Kainz und der
Sorma, das Lessingtheater mit Sonnenthal.
Wildenbruch, Sudermann, Ibsen, Grillparzer:
alle neu für mich. Dann die Operetten der
Vorstadttheater, die Schwänke mit Alexander,
die Varietés, Cafe chantants in der Friedrich-
straße, Zirkus Schumann; die Museen, das alte,
das neue, die Nationalgalerie, die Privatsalons
Schulte, Gurlitt; Gastspiele italienischer Truppen
bei Kroll - nichts entging mir. Die prachtvollen
Läden in der Potsdamer u. Friedrichstr[aße] die Linden,
- das ganze Westviertel war noch nicht aufge-
baut; am Nollendorfplatz hörte Berlin auf.
Der Kurfürstendamm war ein Reitweg. Schließ-
lich die Ausflüge an der Spree, an den Havelseen,
im Grunewald, der noch völlig unbebaut war, []
auch die Tanzlokale in Wilmersdorf, Tempel-
hof, Tegel - Orte, die längst im Häusermeer Groß-
berlins eingeschlossen liegen. Zum erstenmal
sah ich den Massenverkehr im Kaffee Bauer, Josty,
das Nachtleben im Kafé Preinitz u. National in
Leipziger u. Friedrichsstraße, die große u. kleine
Demi-monde, die großen u. kleinen Hotels und
Restaurants, die mächtigen Bierhallen v. Pschorr,
Siechen, Löwenbräu, Tucher, die billigen Speise-
häuser Steinert u. Hansen, Kempinsky. Ich lern-
te Austern essen u. Krebse. In den kleinen Cafes
chantants waren wir Leutnants die beliebtesten
Gäste, um Leben in die Bude zu bringen, was
zu erwünschten Krachs u. Herausschmissen führte.
Ich war dabei, als Ruhestörer im Cafe Emberg
in der Schumannstraße über die Köpfe von 100
Anwesenden hinweg von Hand zu Hand ge-
reicht in hohem Bogen zur Treppe hinunterflog,
oder daß welchen die Zylinderhüte - man trug
in Zivil mit Vorliebe hohen Hut - im Gedränge
von 20 - 30 erhobenen Stöcken eingetrieben wur-
den. Auf Kommando: schmeißt den Mann, oder
den Juden raus! griffen eben alle[gestrichen: s] zu, das war []
so Ueberlieferung u. dünkte uns jungen Leut-
nants ein herrlicher Ulk; es hat nie Weiterun-
gen gegeben: Berlin verstand Humor. Und
dann bei mancher Nachhausefuhr: der saftige
Humor der Berliner Droschkenkutscher II Güte!


Im ersten Jahre verkehrte ich oft im Hau-
se des früheren Hess[ischen] Ministers v. Hofmann, dessen
Tochter Hochzeit machte, wozu ich geladen war,
u. dort Neidhardt, den hess[ischen] bevollmächtigten Gesand-
ten traf, der mich auch in sein Haus zog. Er
hatte eine ausgehende Tochter, einen Sohn beim
3 Garde-Inf[anterie] R[e]g[imen]t, der mich auch ins Kasino ein-
lud. In beiden Häusern traf man bedeutende
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens u. a. den
Erbauer des Reichstagsgebäudes Wallot, das
im Bau war. Auf Ob[er]l[eutnan]ts Credes Hochzeit mit
einer Berlinerin kam ich in Verkehr mit deren
Cousine, einer lustigen Witwe, die nicht wußte,
wie sie ihr vieles Geld loswerden sollte, was wir
besonders im zweiten Jahre, als ich Kaden und
Trott noch dort einführte, ihr nach allen Regeln
der Kunst erleichterten. Da aßen wir fast jede
Woche mal zu Mittag, u. durften bestellen, was []
wir wollten, oder sie lud uns ins Monopol-
hotel ein zum diner, zu Kempinski zum Au-
sternessen, zum Presseball, zum Künstlerball,
ja einmal nach Swinemünde für zwei Tage
zum Schlemmen. An Pfingsten machte ich zu-
sammen mit Zangen, Watter u. noch einem eine
äußerst geglückte 5tägige Reise bei schönstem
Wetter nach Rügen. Wir durchwanderten und
umschifften in Ruder- u. Segelboot die ganze
Insel. Es waren schöne Zeiten, die in dieser Sorg-
losigkeit u. harmlosen Ausgelassenheit nie
mehr wiedergekehrt sind.


In diese Zeit fiel - am 6. April - auch das
100jährige Regiments-Jubiläum. Ich er-
hielt Urlaub, und wirkte bei den Aufführun-
gen der lebenden Bilder als eine Hauptperson
des Spanischen Bildes 1808 mit - tanzender
Offizier mit Josel v. Hombergk - Es fand
im Kasernenhof Parade statt, die Großherzog
Ludwig IV abnahm, blendend aussehend,
die ganze Großh[erzogliche] Familie sah vom Kasino aus
zu. Im Schloß Galatafel für die Offiziere u.
seine alten Herrn mit einem Trinkspruch des []
hohen Herrn, der Tags zuvor einen stolzen
Tagesbefehl erlassen hatte. Theater-Festvor-
stellung, Mannschaftsfeste. Ordens-Auszeich-
nungen, Gnadenbeweise fürs Regiment –
Haarbüsche, Trompetenstandarte, Namens-
züge hatten wir bereits unter Prittwitz ver-
liehen bekommen - Reiche Silbergeschenke von
allen Seiten: ein erhebendes Fest; und für
unsere Familie besonders ehrenvoll, weil uns
der Großherzog spontan den Adelstitel verlieh.
Als Akt reiner fürstlicher Gnade erfüllte die-
se Rangerhöhung die Familie mit berechtig-
tem Stolz. Im Grunde war sie nur die offiziel-
le Anerkennung eines bereits bestehenden
Zustandes. Sie legte uns die Verpflichtung
auf, uns immer ihrer würdig zu erweisen.
Das schwor ich mir an jenem Tage.


Kaum war ich dem Reg[imen]t zurückgegeben, wur-
de mir die Stelle des Abt[ei]l[un]gsadjutanten angeboten.
Der Vater scheute die Kosten der Anschaffung eines
eigenen Pferdes; aber ich hatte Anspruch auf einen
Vorschuß von 1000 M[ark] den ich nicht zu überschreiten
versprach; so willigte er ein. Major Clauson von []
Kaas, bei dem ich im Manöver ordonnanzier-
te - ich war ein guter Krokizeichner - hatte mich
verlangt, nachdem mein Wettbewerber K[arl] von
Schenck unerwartet zu einer Neuformation in
Elsaß versetzt worden war. Man hielt damals
viel von ihm, der eine Zeit lang bei Hof sehr
gelitten war, u. dies für sich ausschlachtete.
Es glückte daneben, und es war gut so fürs
Reg[imen]t, denn er war ein Blender. Es duldete ihn
in Mörchingen nicht lange, er wurde Militär-
Attaché in Brüssel. Nicht lange, so nahm der
den Abschied u. wurde bei Krupp eingestellt.
Ich wurde also Abt[ei]l[un]gs-Adjutant der II Abt[ei]l[un]g,
und Zangen bei Major Draudt Adjut[ant] I Abt[ei]l[un]g.
Gleichzeitig kamen wir beide in den Kasino-
Vorstand, er als Materialoffizier, ich als Wein-
kommissar. Damit beginnen die vielen Jahre
gemeinsamen Wirkens u. enger Freundschaft.
Im Kasino, von den Direktoren H[au]ptm[ann] Scheller
nach ihm Lang völlig unabhängig gemacht,
da der Erfolg für uns sprach, gelang es uns,
in kurzer Zeit ein kleines Vermögen heraus-
zuwirtschaften. Wir benutzten es zu einer []
gründlichen Erneuerung der Räume, da ja
alles s[einer] Z[ei]t von Prittwitz Geschaffene Behelfswerk
war: Decken, Wände, Täfelungen, Beleuchtun-
gen, Küche, Musikzimmer, Silberkasten, Silber-
schrank, Tischzeug, Porzellan, Glas: alles wurde
neu beschafft aus Mitteln, die aus der Wein-
kasse flossen. Den ansehnlichen Silberschatz hat
sich, von uns angeregt u. geleitet, das Offiziers-
korps aus sich selbst u. aus Stiftungen geschaffen,
die von seinen Reserve, Landwehr, Kriegsakademie
u. Landwehrkavallerie-Offizieren geleistet wurden.
Eine interessante Aufgabe des Weinkommissars be-
stand im Verkehr mit Weinfirmen und Reisenden,
u. den Weinprobe-Reisen, die mich nach Worms,
Oppenheim, Nierstein, Eltville, Geisenheim, Johan-
nisberg, Rüdesheim, Bingen führten. Sie förder-
ten mein kaufmännisches u.Wein-Verständnis
- aber auch die schlimmsten Kater, die ich je erlebt,
denn naturreine Weine gabs selten.


Eine erschütternde Ueberraschung mußte ich er-
leben, als eines Tages die Kasinokasse aus mei-
nem Zimmer gestohlen wurde. Es war Monatsbeginn,
u. alle baaren Einnahmen drin, etwa 3000 M[ar]k. []
Ich wollte grade Abrechnung machen u. aus-
zahlen. Aber ich hatte unverdientes Glück; nach
wenigen Wochen war die Kasse, aufgebrochen,
aber unter Verlust von nur einiger Mark, von
der Kriminalpolizei im Wald vergraben aufge-
funden. Die Zusammenhänge sind nie aufgeklärt
worden, weder Täter noch Zwischenträger.


Die Kasinotätigkeit, die sich, wie bei mit vermut-
bar, nicht nur praktisch, vielmehr auch künstlerisch
im Sinne des Gründers auswirkte, wurde durch mei-
ne häufigen Abkommandierungen unterbrochen,
stets aber in demselben Geiste weitergeführt.
Als Hauptm[ann] beim Stabe wurde ich alsdann Kasi-
nodirektor.


Ueber Wilhelm Zangen, meinem treuen Helfer,
der mir zum besten, vielleicht einzig wirklichen
Freund wurde, kann ich so leicht nicht weggehen.
Ich kannte ihn von der Schule, ohne mit ihm be-
freundet zu sein; er war 1 Jahr jünger. In
der Turn-, in der Tanzstunde waren wir zusammen.
Wir traten Herbst [18]85 in dasselbe Regiment, wir
hatten gemeinsame Wohnung, kamen auf dieselbe
Kriegsschule: wir waren nicht warm geworden. []
Auf Artillerieschule in Berlin begann er sich
mir zu nähern. Ich verhalf ihm zu gesellschaftl[ichem]
Verkehr, dessen er sehr bedurfte, da er jedem Mä-
delverkehr abhold war; ich besuchte mit ihm zu-
sammen Schauspiele, für Musik hatte er wenig
Verständnis. Zurückgekehrt wurden wir gleichzei-
tig Adjutanten. Dies brachte uns näher. Er war
militärisch garnicht beanlagt, körperlich sehr
ungeschickt, schüchtern im Benehmen; aber
intelligent, fleißig, zuverlässig wie kein andrer,
u. besaß ein goldnes Herz. Militärisch war sei-
ne Laufbahn schnell zu Ende. Als Oberl[eutan]t wurde
er persönlicher Adjutant des Prinzen Wilhelm von
Hessen, als Hauptmann Chef einer Batterie unseres
Tochter-Reg[imen]ts 61, was er jedoch schon nach einem Jahr
nicht mehr zu leisten vermochte. Er fand alsdann
Verwendung beim Bekleidungsamt in Straßburg
u. in Karlsruhe, bis zu seinem unerwarteten und
völlig unaufgeklärten Freitot in den reißenden
Novemberfluten der Isar im Jahr 1913. - Die drei
Brüder v. Zangen starben alle eines unnatürli-
chen Todes. Der zweite fiel in den ersten Tagen des
Krieges als Abteilungsk[omman]deur, der dritte war Jahre []
vorher an den Folgen eines schweren Sturzes mit
dem Pferde im Manöver gestorben.


Als Adjutanten kamen wir uns näher, weil
wir Manches gemeinsam zu regeln hatten. Die
Aufgabe aber, die nur gemeinsam zu lösen war,
fanden wir erst in der Kasino-Verwaltung, eine
solche, die wir uns selbst stellten, an der wir wuch-
sen und uns erkannten. Sie machte uns zu
Freunden, die unzertrennlich wurden. Er nahm
von meinem Wissen u. Können mehr, als er zu-
rückgeben konnte; aber ich fand an seinem
Charakter festen Halt, in seinem Herzen nie ver-
sagende Zuflucht. Wir gewannen zueinander
unbedingtes Vertrauen, ließen uns nie im Stich.
Wie es unter richtigen Freunden sein soll, tausch-
ten wir über Großes wie Kleines ununterbrochen
unsere Gedanken aus, fanden im Zweifel Siche-
rheit, im Unglück Trost, im Glück Mitfreude. Wir
übten gegeneinander offen Kritik, kannten jeder
des anderen Schwächen u. Fehler, schonten uns nicht
mit Zurechtweisungen. Er konnte schroff sein in
seinem Urteil, ich voreilig oder absprechend - ein
Ausgleich ergab sich immer schnell. Nachdem wir []
nach meiner Verheiratung u. seinem Garni-
sonwechsel nicht mehr wie sonst täglich einan-
der sahen, tat dies der Freundschaft keinen Ab-
bruch. Nach monatelanger Trennung waren wir
bei Wiedersehen dieselben, als ob wir uns ges-
tern getrennt hätten. -


Mein erstes eignes Pferd war der Vollblüter
Niky, seither im Besitz von L[eutnan]t Goddefroy, Garde-
Dragoner-R[e]g[imen]ts, dem als zweites nach einem
Jahr, da wir zweite Ration u. Pferdegeldvorschuß
bewilligt bekamen, Prinz Holsteins Millers Maid,
auch Vollblut, folgte. Mit diesen beiden guten
Pferden habe ich Ehre eingelegt, drei Rennen ge-
wonnen u. viele Freude gehabt. Niky war nicht
leicht zu reiten. Wenn ich allein auf der Wald-
schneise angaloppierte, brauste er mir zuerst
rettungslos davon, doch nach einer Minute schon
hatte ich ihn am Zügel. Als ich einmal bei Haupt-
mann Teßmar ordonnanzierte, biß er auf die
Kandare, und weg war er mit mir übers Blach-
feld, bis er nach 3 Kilometer Fahrt vorm Wald end-
lich bremste. Bei Teßmar mich zurückmeldend,
lachte der nur: den stach der Hafer, das kommt vor! []
Die Reitjagden, ein Blutpferd zwischen den Schen-
keln war ein anderes Vergnügen, als wie seit-
her Kommisböcke mühsam über die Hindernisse
bringen. Die Darmstädter Jagden, an denen auch
Bockenheimer Husaren teilnahmen, waren be-
kannt schön u. schwer. Ich erinnere mich, wie ein-
mal Wilhelm Zangen neben mir, als sein "Gene-
ral" stutzte, auf den Pferdehals flog, aber sitzen
blieb, bis er sich allmählig im Galopp wieder
zurückgeschafft hatte. Auch ich schlug einmal
auf dem Griesheimer Sand eine regelrechte
Lerche kopfüber. Es ging gut ab: beide Stiefel
hingen ausgezogen in den Bügeln, ich saß in
Strümpfen auf dem Gottlob weichen Boden, der
brave Niky war neben mir an den herumge-
drehten Zügeln stehen geblieben u. hatte die
Kandare verkehrt im Maul. Berüchtigt war die
Jagd über die Rieselfelder bei Gehaborn. Wer da
in einen Stinkgraben flog, konnte Rock u. Hosen
dem Lumpensammler geben. Als dies dem pik-
feinen Flügeladjutant v. G. zustieß, rief ihm
Moritz Schenck hohnlachend zu: Gelt, das schmeckt
anders, wie Hofsekt! Schenck, derselbe, der in []
frühster Jugend unser Hausnachbar war,
war lange Jahre Master, nach ihm Schörke, Ese-
beck, Ritter v. Lößl.


Der Adjutantendienst fiel mir leicht, auch der
damit verbundene Gerichtsdienst. Meine Batt[aillon]-
Chefs waren Teßmar, reitende, Vollmar 5te, Schel-
ler, 4te. Ich hatte mit keinem Schwierigkeiten,
auch nicht mit den Wachtmeistern. Abt[ei]l[un]gsschreiber
war Vogel. Major v. Kaas wollte mir wohl; er
war mehr Verwaltungs u. Gesellschaftsmensch,
als Soldat. Im Frühjahr [18]93 kam Kaas zum Stabe;
der "rote" Beck, geborener 14er, erhielt die "bescht"
Abteilung. Ich trat im Herbst zurück, Georg v. Kay-
ser wurde mein Nachfolger. Längst war Oberst
v. Kayser sein Vater Brigadek[omman]deur in Münster ge-
worden, Oberst Abel stand schon beim Reg[imen]tsjubilä-
um an seiner Stelle. Auch dieser wechselte noch
während meiner Adjutantenzeit mit Oberstl[eutnan]t von
Witzendorff, dem bequemsten K[omman]deur, den wir je-
mals hatten, auch der großzügigste u. selbstän-
digste nach oben u. unten. Aber er hat Kaas das
Genick gebrochen, er bekam kein Regiment.


Ich hatte als junger Leutnant und in []
den Zwischenzeiten meiner Berliner Kom-
mandos im elterlichen Hause gewohnt, ich
weiß nicht mehr recht in welchem Stockwerk, zu-
letzt in einem Mansardenzimmer, wo auch
Fritz nebenan wohnte. Als ich eigene Pferde
bekam, brauchte ich einen Stall, der am zweck-
mäßigsten mit Wohnung verbunden wurde.
Vater kaufte mir eine Herrenzimmer-Einrich-
tung bei günstiger Gelegenheit aus Besitz
des Herrn v. Kirchbach: geschnitzte Eichenholz-
möbel, Tisch, Sofa, Sessel, Stühle; Bett u. Wasch-
tisch waren vorhanden; leere Wohnungen wa-
ren billig. So mietete ich zuerst eine solche
Ecke Elisabethen[straße] u. Anlage in altem Garten-
hause, dann eine viel schönere zu 2 Zimmern
Burschengelaß u. gutem Stall bei Wissenbach,
ebenfalls in der Elisabethenstraße, in der sich
Pferde u. Mieter sehr wohl fühlten.


In diese Zeit fielen die Hochzeiten von Melie
mit Hans Fr[ei]h[err] von u. zu Egloffstein und von Lili
mit Arthur von Lindequist. Ersterer war bair[ischer]
Ulanenoffizier gewesen (Reg[imen]tsadjutant) und saß
jetzt auf dem ererbten Schloß Egloffstein in []
Franken; letzterer war soeben Kompagnie-
chef im Leibgarde-Regiment geworden.
Ich hatte genügend Zeit u. große Lust, diese
Familientage festlich aufzuziehen, auch von
den Wormser Hochzeiten im Heylshof und von
Berlin her einige Erfahrung, war nebenbei
auch eitel genug, dabei zu glänzen. Beide
Male verfaßte ich Hochzeitszeitungen, die star-
ken Beifall fanden. Der Vater war seit dem
Tode Onkel Augusts Vormund von dessen Töchtern.
Beide Hochzeiten ließ er in den Räumen der
Vereinigten Gesellschaft halten; beide Bräute
- nein, nur Lili traute Divisionspfarrer Strack,
der sie auch konfirmierte; Melie wurden von dem
Pfarrer des Elisabethenstifts getraut.


Zu Melies Hochzeit waren viele Gäste gekommen:
Anna Mohn aus Stuttgart, eine Gießener Schul-
freundin, ein ganz reizendes Mädchen von stärk-
stem Ankratz, Melie v. Klipstein, jetzige Frau v.
Ritter, Gustchen Znamiecka, Konrad v. Grolmann,
der von meinen "Poesien" begeistert war, Herzogs
aus Berlin, 4 Ulanen-Offiziere von Hansens
Regiment.

[]


Melie war eine Schönheit, keine Ballkönigin
wie Lili, ein schlichteres Wesen. Das dunkle,
gescheitelte Haar zu blauen Augen u. kräftiger
Haut ergab bildhaft farbigen Reiz. Viel Geist
in Blick u. Sprache, gescheidt u. belesen, etwas
frömmelnd, eine ernste Natur, kein starkes Tem-
perament, aber starker Wille u. Tatendrang,
gewinnend liebeswürdig, der Welt gegenü-
ber naiv u. als überzeugte Optimistin geneigt,
sich über alles zu freuen, jeden Witz herzlich
zu belachen. Schon in der Schule von Lehrerinen
u. Mitschülerinen angebetet; ehrgeizig und
immer die erste in der Klasse; korrekt in Haltung
u. Benehmen: das Kind ihres Vaters.


Röschen war nur mittelgroß, die aufrechte,
stolze Haltung, die volle blühende Gestalt gaben
großen Reiz. Eine durchaus heitere Natur, opti-
mistisch, aber nicht naiv, temperamentvoll,
begabt, h[au]ptsäch[lich] für Musik, anmutig, eine
flotte Tänzerin, rasch von Entschluß u. zu Allem
aufgelegt, wenn ihr Bock ihr keinen Streich spiel-
te, gütig u. voll echter Weiblichkeit: das Kind
ihrer Mutter.

[]


Lilis Hochzeit hatte größeren Stil. Die Stadtka-
pelle war zum Ueberlaufen voll. Die Garde-
Dragoner spielten zur Tafel; Musikmeister
Engel ließ es sich nicht nehmen, mir seine
Streichmusik vorzuführen. In der Kirche spielte
seine begabte Tochter auf der Harfe mit Orgel
das Händelsche Largo. Ich hatte ein Scherzge-
dicht in Darmstädter Mundart auf Lili gereimt,
Fritz Lindequist ein ähnliches in Pommerschen
Platt auf seinen Bruder - als Dialog, den wir
in entsprechenden komischen Kostümen mit
durchschlagendem Erfolg zur Aufführung brach-
ten. Onkel Oskar v. Lindequist, der spätere kom-
mandierende General in Frankfurt, hatte große
Freude daran. Der Vater hielt eine noch schönere
Rede, als bei Melies Hochzeit. Meine Mutter
strahlte. Ich hatte Litta v. Bellersheim als Tisch-
dame, eine der vielen jungen Mädchen, die für
Lili schwärmten. Arthurs Schwester Klothilde
und ihr Bräutigam Dr. Pernice belebten die Stimmung;
auch die Lindequistischen Eltern waren beide da,
und der ältere Bruder Arthurs Forstmeister Olof
nebst Frau u. viele andre: ein glänzender Kreis []
vornehmer, stattlicher Menschen. Bis in die
Nacht hinein wurde flott getanzt. Der Vater
sah das Werk seines gesellschaftlichen Aufbaus
der Familie vollendet.


Er sollte sich dessen nicht lange freuen, denn
schon im Juni des nächsten Jahres ereilte ihn
ein früher Tod.


Der Vater war spät aus der Kanzlei zum Mi-
ttagessen, an dem ich teilnahm, gekommen u. in
einer Droschke vorgefahren, was noch nie vorher
geschehen war. Er gab der Hitze die Veranlassung,
u. wir dachten uns nichts Schlimmes. Er aß mit
gutem Appetit u. zog sich in gewohnter Weise
in sein Zimmer zurück, sodaß ich beruhigt, weg-
ging. Um etwa 4 ° Nachm[ittags] schellte mich Bettchen
heraus u. teilte mir in dürren, erstickten Wor-
ten mit, daß soeben der Vater gestorben sei.
Schlaganfall. Ich bin noch nie so schnell in mei-
nem Ueberrock gewesen u. übern Marienplatz
in die Heinrichstraße gelaufen. Ich fand den
toten Vater in seinem ins gute Zimmer gebrach-
ten Bett ausgestreckt kalt u. still, die fassungs-
lose Mutter neben ihm, Mariechen u. den 11jähr[igen] []
Bernhard in Angst. Ich sank vor ihm in die
Kniee thränen u. wortlos, unverwandt den
Blick auf sein freundliches wie schlafendes
Antlitz geheftet, u. wollte es nicht glauben,
daß er dahin sei, bis ich die erkalteten Hände
erfaßte und keinen Atem spürte. Die tiefste
Erschütterung meines jungen Lebens schlug
mich nieder, ich konnte kaum aufstehen, aber
weinen konnte ich nicht, während die Mutter
ohne Klagen nur unter unaufhörlich fließen-
den Thränen mir erzählte, daß ein erster, leich-
ter Schlaganfall, der sie zu ihm rief, ihn noch
in das schnell aufgeschlagene Bett habe bringen
lassen, in dem er jedoch bald einem schweren
schmerzlos, wie es schien, so rasch erlag, daß der
von Gegenüber geholte Arzt Dr. Bennighof nur
eben noch den Tod feststellen konnte. Bettchen hol-
te mich u. Lindequists, ich telegraphierte Fritz
aus Friedberg herbei. Der Nachm[ittag] u. Abend war
entsetzlich, und als wir uns ohne ihn zum
Abendbrod setzten, das wir fast unberührt ließen,
da brach sich in mir das lange zurückgedrängte
Weinen Bahn, dem ich willig den lösenden Lauf []
ließ, um endlich meine Gedanken auf das
sammeln zu können, was an dringlichen Maß-
nahmen geschehen mußte.


Wir hatten dem Vater nie ein Leiden ange-
merkt. Wohl war er, der schon mit 62 Jahren
aus dem Leben scheiden mußte, früh gealtert,
aber noch vollkräftig u. aller Sinne gut mäch-
tig. Wie war das vorzeitige, überraschende
Ende erklärlich? Die Mutter glaubte, daß eine
vor zwei Jahren schwer von ihm überwundene
Influenza eine Herzschwäche zurückgelassen
habe, die schleichend sich vergrößernd einer plötz-
lichen Erregung nicht mehr Stand hielt. Wie u.
wann diese erfolgte, ist nicht aufgeklärt.
Wir wissen nur, daß der Vater ärgerlich vom
Mittagsschlaf aufspringend den kläffenden
schwarzen Spitz vom Hoftor wegholte u. auszank-
te - wonach der erste Anfall ihn niederwarf.


Wieviel Gutes u. Liebes hat er mir in
seiner sorglichen Güte offen u. unbemerkt
nach besten Kräften angetan! Wie oft hat er
sich über meinen Starrkopf, mein Besserwissen
u. Verneinen ärgern müssen, und hat doch nie []
an meinen besseren Eigenschaften gezwei-
felt, und wie oft recht von Herzen gefreut,
wenn ich was Rechtes zuwege gebracht oder
anerkannt worden war.


Ich schlief die Nacht auf dem Sofa im Eßzim-
mer und war die zwei nächsten Tage kaum
von der stillen Leiche wegzubringen. Konsisto-
rialrat Köstlin, der nach v. Willmanns Weg-
zug im Hause wohnte, segnete ihn ein; wir
fuhren hinaus zum Friedhof, wo Charlottchen
u. Emil lagen; Mutter u. Schwestern blieben
nach guter Sitte im Trauerhause. Wir bedeck-
ten das Grab mit Blumen aus seinem gelieb-
ten Garten. Noch Monate lang ritt ich allen
andern Tag hinaus, um Andacht zu halten,
wobei ich oft Schwester Mariechen antraf.
Sie stand sehr nahe zum Vater, der sich ihr, nach-
dem Lili verheiratet war, besonders widmete.


Die Mutter trug ihre tiefe Trauer mit rühren-
der Dankbarkeit für die allzufrüh abgeschlossene
Vergangenheit eines großen ehelichen Glückes, das
sie unvergeßlich im Herzen bewahrte. Sie trug
ihr hartes Schicksal mit fraulicher Würde u. faßte []
die neuen ihr gestellten Aufgaben mit Festig-
keit im Sinne des Vaters an.


Mariechen war 17, Bernhard 11 Jahre alt. Da
Fritz auswärts, hatte sie in Erziehungsfragen
nur von Schwager Arthur u. mir einigen Nutzen,
die Hauptlast u. Verantwortung hatte sie zu
tragen. Bei Mariechen gab es keine Schwierig-
keiten. Der Schule entwachsen hatte sie den schö-
nen Kreis von Freundinen in Mathilde v. Krug,
Buscha v. Kayser, Magda Locher, Nora v. Schenck;
von den beiden letzteren im Sommer stets für
Wochen nach Jugenheim bzw. Wäldershausen
eingeladen; sie war gescheidt, gewandt, heite-
rer Natur u. früh lebensklug. Als sie nun be-
gann auszugehen, durfte ich an ihr entgelten,
was ich s[einer] Z[ei]t von Lili empfangen; ich war ihr
natürlicher Beschützer, stand mit ihr auf ver-
trautem Fuß, u. alle Vergnügungen waren ge-
meinsam. Ueberall war sie das belebende Ele-
ment und außerordentlich beliebt.


Bernhards Erziehung war nicht ganz einfach.
Er war erst Quartaner u. hatte noch 7 Schuljahre
vor sich. Er hatte seinen eigenen Sinn, u. Jungens []
wachsen bei fehlendem Vater alternden Müt-
tern leicht übern Kopf. In der Schule machte er
keinerlei Sorgen, ist nie sitzen geblieben, und
hat sein Matur ohne Nachhilfe bestanden. Seine
besten Freunde waren Kleinschmidt, der jetzige
Notar, und Carl Pistor, mit dem sich ein ähnliches
Verhältnis heranbildete, wie es zwischen mir u.
Zangen bestand. Er lernte bei Hofmusiker Köhler
recht gut Klavier spielen u. hatte starke Auffas-
sungsgabe für schöne Künste, Kunstgeschichte, Lite-
ratur. Er konnte später über solche Gebiete ganz
glänzende kritische Briefe, Aufsätze, Abhandlun-
gen schreiben. Nur seine Weltanschauung schien
etwas liberalistisch – der in Darmstadt wehenden
Luft entsprechend. Hier suchten Arthur u. ich einzu-
wirken; es gelang nur teilweise. Von mir über-
nahm er Interessen u. Neigungen, deren er ja auch
viele besaß, u. meine Art der Zeiteinteilung.
Ich war vielleicht vielseitiger u. stärker begabt, –
der intelligenteste, geistig überragendere von uns
Brüdern war sicherlich er. Nachdem er seinen Ein-
jährigen in meinem Reg[imen]t mit Gottes u. Bettchens
Hilfe gemacht hatte - denn er hatte gar keine mili-[]
tärischen Anlagen – studierte er Jura in Ber-
lin, München, Gießen, wobei Fritz sein Berater
war, der ihn auch später noch lange führte.


Mariechen war im Aussehen hahnisch,
wenn auch klein u. ohne äußere Erscheinung,
im Inneren jedoch schlug sie auf die Muttersei-
te. Das zierliche Figürchen, ihr goldlockiges
Haar, die sprudelnde Laune u. kecke Liebens-
würdigkeit, ihre zu Angriff wie Verteidigung
geistige Bereitschaft, ihr treffendes Urteil u.
klarer Charakter gaben insgesamt das Bild
einer nicht gewöhnlichen starken Persönlichkeit,
die, reif geworden, sich ja in allen Lagen und
Aufgaben vortrefflich bewährt hat.


Bernhard gehörte zum dunklen Hahnentyp,
in Aussehen, Wuchs, Auftreten u. Gehaben
Onkel August nicht unähnlich. Er hatte dessen
Ernst u. Reife, ruhige Ueberlegung, diploma-
tische Begabung, Redegabe, Schriftgewandtheit,
Sprachtalent. Im Auslandsdienst bekleidete er
später hohe Stellungen, in denen er sich hervor-
ragend bewährt hat. Beide haben sich früh ver-
heiratet.

[]


Das Heinrichsträßerhaus blieb nun auch nicht
mehr lange in unserem Besitz.


Wir hatten nach Großmutter Rothes Tod Tante
Marie, Mutters unverheiratete Schwester, auf-
genommen, bis sie, die schon immer nicht völlig
normal war, an nervösen Störungen so halt-
los litt, daß sie in der Landesanstalt Heppen-
heim ihre letzte Wohnstätte fand. Jetzt, da
die Mutter allein nur noch mit zwei Kindern
im Hause saß, Fritz auswärts, ich bei meinen
Pferden u. von Hausverwaltung wenig verste-
hend, trat bald der Gedanke nahe, das Haus zu
verkaufen um so mehr, als mehrere günstige
Angebote mehr u. mehr Gestalt gewannen.
Wir entschlossen uns dazu im Jahre [nachträglich eingefügt: 1893 ?]
Major Freitag war der Käufer, der es aber
bald an Karl Wittich weitergab, der es lange
Jahre bewohnte. Der Verzicht auf unser Heim,
an dem so viele schönste Erinnerungen hingen,
fiel uns Allen, besonders Muttern, recht schwer.
Bilder von Stuben u. Garten sind vorhanden.
Der Zeitpunkt war aber doch wohl richtig gewählt,
denn wir hätte in Kürze Tausende hinein stecken []
müssen. Es hatte kein Parket, Wasserleitung,
Kanal, Gas, elektr[ischen] Strom, Klingeln, richtige[gestrichen: s]
Closets, Zentralheizung, schlechte Küchen, alle
Decken rissig, Türen schadhaft, Tapeten sämtlich
verbraucht. Eine geeignete neue Wohnung
zur Miete wurde in der Annastraße im Fröhlich-
schen Hause gefunden, in der die Mutter bis zu
ihrem Tode gelebt hat. Der Umzug erfolgte im
Sommer [mit Bleistift eingefügt: 1894 ?]


Meine Adjutantenzeit war nun vorüber. Ich
hatte den letzten Winter dazu benutzt, mich zur
Kriegsakademie vorzubereiten, legte zusammen
mit Zangen beim Sitz des Generalkommandos
Kassel die Prüfung ab, wurde aber nicht einbe-
rufen. Meine beiden Pferde gelang es mir
günstig zu verkaufen, und ich wurde wieder
Frontschwein.


Gesellschaftlich stand ich zu jener Zeit auf ei-
nem Höhepunkt: als oberster Leiter aller Musik-
korps der Garnison, als I. Vorsitzender des Richard
Wagner-Vereins-Darmstadt - hiervon später –
bei Hofe u. offiziellen Bällen als Vortänzer, in
der Geselligkeit als Klavierspieler u. Versemacher,
[nachträglich eingeklebte Seite:] [] Als besondere Auszeichnung mußte
ich betrachten, daß ich mit nur einem
meiner R[e]g[imen]tskameraden (v. Knorr) in
einer Quadrille zu 12 Paaren in Rokoko
ähnlichen Kostümen mittanzen durfte,
die im Hause des Divisionsk[omman]deurs v. Bülow
stattfand, in deren Mitte die jüngste hessische
Prinzeß Alix in jugendlicher Schönheit glänz-
te, die spätere Kaiserin von Rußland. Ein
Gruppenbild hiervon befindet sich in meinem
Photographie-Album.


Auch wurde ich bald darnach mit zwei R[e]g[imen]ts-
kameraden (v. Klipstein u. v. d. Planitz) zu
einem Sommerfest des jungen Großherzoglichen
Paares nach Schloß Wolfsgarten eingeladen,
wo uns die Ehre zuteil wurde, mit der Groß-
herzogin Viktoria-Melitta und deren bildschöner
Schwester Elisabeth v. Koburg zu tanzen,
der späteren Königin von Rumänien. []
Bei Barbarafesten als Sänger u. Schauspieler,
in Karneval als Kavalier der begehrtesten,
pikantesten Mädels, im Eis u. Tennissport d[ur]ch
Gründung eines Artillerie-Tennisklubs führend
- überall vorne. Der Verkehr, Betrieb u. Gewinn
in Kasino hatte sich stark belebt durch Verstär-
kung unseres Offizierskorps um vier Batterien
- 6, 7, 8. 9te - durch starke Reserve-Offizier-Jahr-
gänge, Kolonnen-Uebungen, Sommergäste von
der Kriegsakademie u. vom Griesheimer Lager.
Ich führte den Mittwoch-Gästetag ein, zu dem
sich die frischesten Leutnants der Garnison zu-
sammenfanden. Es bildete sich eine Waffenbru-
derschaft mit den Garde-Dragonern: Schörke, Schmel-
zing, Schröder, Ziegler, G[ra]f Sandizell u. a.


Ich wurde in der Front zuerst der 2. Batterie
zugeteilt unter H[au]ptm[ann] Künßler. Von diesem Charla-
tan war nichts zu lernen. Der mir sehr geneigte
Abt[ei]l[un]gsk[omman]eur Conzen war stets froh, wenn K[ünßler] beim
Abt[ei]l[un]gs-Exerzieren aus irgendwelchem Grunde fehlte,
u. ich das K[omman]do über die Batterie hatte. Ich traf mei-
nen Vetter Klipstein in der Batterie u. versuchte
mich zum erstenmal in der Remonte-Ausbild[un]g. []
Bei der Aufstellung der neuen dritten Abt[ei]l[un]g
im Herbst kam ich zur 9. Batterie v. Wolff. Er
hatte vom Kaisermanöver her einen Pik auf mich.
Die Kaiserparade bei Niederzwehren un-
weit Kassel, bei der das Regiment Oberst v. Witzen-
dorff führte, Prinz Heinrich v. Preußen, der Gatte
unserer Prinzeß Irene, der à la suite des Reg[imen]ts-
stand, es kotogierte, war glänzend verlaufen.
Ich ritt die Millers Maid, L[eutnan]t v. Schaumberg, der
Pepi, war Ordonnanzoffizier, ein frischer, über-
aus tüchtiger Reiter u. Militär u. guter Freund
von mir, auch von Ploennies, Max und Louis
- er wurde bald darauf zur Reitschule Hanno-
ver kommandiert. Wir prangten in unseren
Haarbüschen, Kronen-Schabraken, Namenszü-
gen u. funkelneuen Zaumzeugen. Der Rück-
marsch führte durch den Thüringerwald - Eisenach,
Inselberg, Waltershausen, die Rhön, Milseburg,
Kreuzberg, Wasserkuppe, Schloß Tann, Vogels-
berg Schloß Laubach, Romrod, Gelnhausen u. a.
schöne Orte. Wolff führte die 6. Batterie u. ließ,
beim Verschießen der übriggebliebenen Manöver-
kartuschen aus Stellungen am Wege, zuviel []
Kartuschen auf einmal ins Rohr stopfen, in-
folge dessen ein Rohr platzte - Gottlob ohne Ver-
letzung von Mannschaften. Ich hatte die gericht-
liche Voruntersuchung des Unglücksfalles, die
natürlich für ihn nicht günstig endete. Wolff
hat sich später herausgepaukt als Ältester des
Ehrenrates eines Ehrenhandels - der erste und
einzige derartige Fall im Reg[imen]t - den er äußerst
gewandt, gerecht u. vornehm führte.


So kam es, daß wir uns zunächst mal be-
rochen. Das gegenseitige Vertrauen stellte sich
jedoch schnell ein. Er war ein auffallend schö-
ner, hochgebildeter Mann, sprach fließend englisch,
für alles Geistige offen, war auf Akademie, auf
Reitschule, im Generalstab, leider zu stark Theore-
tiker, sonst hätte er größere Karriere gemacht.
Er heiratete später eine Amerikanerin in Wies-
baden, die reizendste Offiziersfrau, die ich jemals
kennen gelernt habe. Er verstand was von Pferde-
Ausbildung, freilich mehr verstandes- als hand-
werksmäßig. In den ersten Wochen der Winteraus-
bildung der Unteroffiziere u. Remonte-Reitabteilun-
gen, die mir anvertraut waren, stand er dabei und []
setzte in für die Reiter zu hochgeschraubten
Theorien Pferdedressur u. Reitkunst auseinander.
Für mich enthielten seine Reden goldene Worte,
die ich in handfeste Praxis übertrug. Als er nach
ein paar Wochen wiederkam u. den Erfolg sah,
ließ er mich von nun an völlig selbständig.
Bei Besichtigungen schnitten alle meine Reit-
abteilungen gut ab dank dieser Methodik, und
weil ich immer nur das zeigte, was knapp unter
der Grenze höchster Leistungsfähigkeit von Pferd
u. Reiter lag, daher nie einem Fehlschlag aus-
gesetzt war. Ich erinnere mich der Verwunde-
rung der Vorgesetzten bei der Vorstellung meiner
sogen. gemischten Abteilung, in der was von
anderen übrig blieb, also die härtesten, schwierig-
sten Pferde zusammengestoppelt waren, als mei-
ne Tökels wie im Zirkus gingen u. rund aus-
sahen, weil ich es fertig gebracht hatte, alle in
unbedingte Beizäumung zu bringen, und nur
das vorführte, was in den Grenzen ihrer Fähigkeit
lag.


Ich hatte als Reiter u. als Reitlehrer mir von
jeher das Beste abgeguckt. Teßmar war mein []
erster geneigter Reitlehrer u. Pferdekenner,
v. Kleinschmit Vorbild in Sitz u. Schneid, v. Schaum-
berg, Otto v. Zangen, v. Wangenheim, der sehr
jung Nachfolger von Preuschen als Reg[imen]ts-Adjut[ant]
wurde, gaben Beispiel; v. Dinklage, v. Bauer,
v. Wöllwarth regten an. Vor allen grundlegend
die ruhige, theoretisch wie praktisch durchgebilde-
te Lehrtätigkeit des Majors v. Beck. Er ver-
stand, uns nicht nur als Schulreiter auszubil-
den, auch zu Remontelehrern. Er lehrte uns
die Gymnastik des jungen Pferdes, das Arbeiten an
der Hand abgesessen, das Longieren, den Gebrauch
der kurzen Gerte u. der langen Peitsche, das Ar-
beiten im Durcheinanderreiten, das Springen
aus Stand u[nd] a[nderes] m[ehr]. Eine Glanzleistung reiter-
licher u. Fahrkunst legte das Offizierkorps unter
seiner Leitung ab durch die Vorführung einer
Fahrquadrille beim Frankfurter Reiterfest 1898.
Vierspännig vom Sattel gefahrene Kanonen
(Rohrattrappen) mit je 3 Bedienungsreitern
dahinter, ohne Geschützführer, mit 2 Zugführern,
dem Paukenist (von den Gardedragonern geliehen)
und dem Kapitän: alles im Kostüm der Napoleoni-[]
schen reitenden Artillerie: also Tschako, ver-
schnürtem Koller wie Husaren, Lammfellschab-
raken. Ich ritt als Vorderreiter zweiten Geschützes,
v. Hake war mein Stangenreiter, Zugführer
waren Seederer u. Fr[ei]h[err] v. Fritsch, der jetzige Ober-
befehlshaber des Heeres, der übrigens in einem
späteren Kaisermanöver, als ich die I Abteilung
führte, 3 Wochen lang mein Adjutant war –
damals schon unser aussichtsreichster Offizier.
Wir brausten gleich im Galopp, der Kapitän
v. Beck mit geschwungener Spadille voran,
in die Manege u. marschierten zur Front auf;
der Paukenist setzte sich auf den rechten Flügel
u. nun erklang von der Musiktribüne der Alt-
hessische Parademarsch Landgraf Ludwig IX.
Unter brausenden Jubelstürmen des 1000-
köpfigen Publikums erfolgten unsere kunst-
vollen Evolutionen im Schritt, Trab, Galopp mit
vielen Aufmärschen, Abbrechen, Changieren, Achten,
Zirkel, Karussel u. wir schlossen mit einem Marsch.
Marsch, der mit einem Blumen Regen von Lo-
gen u. Galerien belohnt wurde. Auch in einer
Reitquadrille mit Damen in friederizianischen []
Kostümen ritt ich bei demselben Fest mit, als
Seydlitzkürassier auf einem schönen dunkel-
braunem mit Frau v. Lößl. Diese Quadrille
hatte H[au]ptm[ann] v. Bauer in unserem allsamstägli-
chen Musikreiten mit Damen in der Kasernen-
Reitbahn einstudiert. Dieses Musikreiten war
ein Privileg unseres Regiments - wo doch zwei
Kavallerie-R[e]g[imen]ter in Garnison standen - woran
die R[e]g[imen]tsdamen der Kavallerie stets teilnahmen.
Frau v. Lößl, Andreae, v. Stoch, v. Riedesel, v. Esebeck,
dann auch die Damen v. Ploennies, de Werth, Locher,
v. Daum, v. Kayser, v. Schenck, v. Bauer, v. Frankenberg.
Ich habe in der Folge viele Pferde geritten und
selbst besessen, als Batteriechef allein sieben,
dabei vier eigene. Das beste Leutnantspferd,
mein letztes, war die Freya, in der Batterie
zu nervös, einzeln vorzüglich, schnell und
eisern; ein kleiner Dunkelbrauner mit auf-
fallend schöner Vorhand, der auf einer Frühjahrs-
parade auf dem Tempelhofer Feld - ich hatte ein
K[omman]do in Berlin - unter den Zuschauern auffiel.
Ich habe im Ganzen etwa 40 Pferde geritten.


In diese Zeit fällt mein Besuch von Kiel. []
Prinz Heinrich lud drei Leutnants zu einem
Hoffest nach Kiel ein. Graf Spee, v. Klipstein
u. ich wurden bestimmt. Am Bahnhof von einem
Adjutant empfangen, fanden wir im Hotel
gegenüber dem Schloß Unterkunft u. erschie-
nen am Abend zum Hofball, wo uns Prinz
u. Prinzessin sehr gnädig begrüßten. Mitten
in einem Rundtanz stierten plötzlich alle
nach dem Saaleingang: der Kaiser stand über-
raschend da in Marine-Uniform u. weidete
sich an den überraschten Gesichtern. Alles ver-
beugte sich, Prinz u. Prinzessin stürzten dem
unangesagten hohen Gast entgegen, der Tanz
wurde unterbrochen, die Nationalhymne in-
toniert. Größte Verlegenheit natürlich beim
Hofmarschall, der seine Vorbereitungen, Tischord-
nung ff. zerstört sah. Aber es war schnell ein-
gerenkt, u. das Fest nahm seinen Fortgang. Am
nächsten Vormittag war Führung durch Werft u.
Docks u. Besichtigung der Kaiseryacht "Seeadler",
dann Essen auf der "Brandenburg Flaggschiff
des Prinzen. Des Kaisers Ankunft schien uns
die Teilnahme an diesem intimen Mahl zu []
nur 12 Gedecken in der kleinen Messe zu rau-
ben. Auf ausdrücklichen Befehl von S[einer] M[ajestät] wur-
den wir drei noch hineingezwängt u. saßen nun
zu 15 Herrn dicht um ihn herum. Ich ließ ihn na-
türlich keine Minute aus den Augen, beobachtete,
wie er mit nur einer Hand aß, jeden Witz,
jede Anekdote, die er herausforderte, laut be-
lachte. Er hatte einem Jeden von uns, als wir
an Bord angetreten standen, kräftig die Hand
gedrückt u. ein paar Fragen gestellt. Der Prinz
hielt eine kurze Tischrede auf S[eine] M[ajestät]. Dieser ant-
wortete sofort stehend u. sehr scharf in seiner Art,
seine Faust schlug auf den Tisch; sein schönes
Auge sprühte. Er selbst erzählte auch Geschichten,
u. war sehr aufgelegt zu allerlei Scherzen. So
nahm er z. B. seinem Nachbar unversehens den
Kaviar vom Teller, auf den sich der schon gefreut
hatte, oder er fiel einem anderen, der grade
die Gabel zum Munde führte, in den Arm u.
freute sich, wie der ins Leere schnappte.


Nachdem wir noch eine Torpedobootfahrt bis
Brunsbüttel gemacht, genossen wir "Charleys Tante"
im Hoftheater u. verabschiedeten uns von den []
Herrschaften. Der letzte Tag war mit einem Besuch
Hamburgs ausgefüllt, das uns von zwei
Marine-Offizieren eingehend gezeigt wurde:
Docks, Kais, Hafenrundfahrt, Handelsschiffe
innen und - S[an]kt Pauli.


Auch im Schießen wurde ich immer sicherer u.
selbständiger. Als ich zum Oberleutnantkursus
in Jüterbog war, stand ich über dem Durchschnitt
u. brachte ein besonders gutes Zeugnis mit.
Stolzenberg war dort mein vortrefflicher Lehrer,
u. der strenge Korman, Oberstl[eu]tn[an]t beim Stabe, bevor-
zugte mich immer als Leitungsoffizier, der zwei-
te Lehrer Beuthner als schärfsten Zielbeobachter.
Wenn mir auch die Schießschule selbst in ihrem
Lehrgang u. Aufbau, auch Vogelstraußpolitik
u. Schaumschlägerei gegenüber dem fachlichen
Emporstieg der Fußartillerietechnik rückstän-
dig erscheinen mußte, so war doch auf dem Ge-
ländeschießplatz von Jüterbog von so außerord-
entlichen Maßen u. Möglichkeiten viel zu
lernen.


Die Schießschulzeit wurde noch in anderer Hinsicht
für mich bedeutungsvoll und wertvoll. []
Ich hatte bei Gelegenheit des Mittelrheinischen
Musikfestes in Darmstadt auf einem mit den
Festtagen verbundenen Ausflug aufs Auerbacher
Schloß Bekanntschaft mit einer jungen Dame aus
Bingen gemacht, die mit außergewöhnlicher Intel-
ligenz u. starker Musikalität begabt war. Ich
verliebte mich in sie bis über die Ohren, und sie
schien wie verzaubert von mir, der als Offizier
mit meinen Gaben u. Gewohnheiten mindestens
eine Ausnahme darstellte. Sie war Vollblutjüdin.
Zu einer von ihr ersehnten Verlobung mußte ich
mich aus vielen Gründen versagen, aber wir
gingen freundschaftlich auseinander. In Berlin
traf ich nun diese, eigentümlich schöne, ungewöhn-
liche u. auffallende Persönlichkeit als Frau eines
jüdischen Börsenmannes u. scheute mich nicht, den
Freundschaftsverkehr mit ihr wieder anzuknüpfen.
Man hatte damals über Juden u. den Verkehr mit
ihnen allgemein u. auch in Offizierskreisen an-
dere Anschauungen, wie später und erst recht heute.
Unser Regimentsadjutant v. Preuschen hatte eine
Darmstädter Jüdin, deren Familie hohes Ansehen
genoß, geheiratet ohne Schaden für sein Ansehen []
und seine glänzende militärische Laufbahn.
Die Stellungnahme zur Judenfrage war von
Fall zu Fall persönlich u. un[gestrichen: h]einheitlich, niemals
grundsätzlich. Es fehlte damals Einsicht u. Wissen
um Natur, Charakter u. geschichtliches Wirken des
Judentums, vor Allem die bittere Erfahrung aus
Kriegs u. Nachkriegszeit, die sein Wesen ja erst
aufgedeckt hat. Die Rassenfrage war mir so
gut wie unbekannt, trotzdem Gobineaus
Rassenbuch u. Chamberlains Grundlagen längst
veröffentlicht waren. [mindestens ein Satz überklebt].
Ich traf diese faszinierende Frau in einem
mehr oder minder anbetenden Kreis von Dich-
tern u. Künstlern modernster Richtung - die heu-
te längst anerkannt sind - in deren Mitte ich
als ihr Freund Aufnahme fand. Da waren Lilien-
cron, Dehmel, Falke, Bierbaum, George, Schäfer,
Scheerbarth, waren Weingartner, Wüllner, Noth-
nagel, waren Risler, Ansorge, der Pariser Hahn,
die Corinth, Slevogt, L[udwig] v. Hofmann, Leistikow.
Es verlohnte sich wohl, mitzuhören, mitzusehen, []
was im modernen Kunstleben der Reichshaupt-
stadt Neues vorging, sich gebar u. entfaltete.
Ich habe Vieles entstehen, sich vollenden, auch
wieder vergehen gesehen, was dem Gesicht des
Wilhelminischen Zeitalters die Züge gab. Es
war nicht nur das Boheme, in das ich Einblick
erhielt, auch deren Auswirkungen in der Öffent-
lichkeit: Ausstellungen, meist intime bei Gur-
litt, Keller u. Rainer, Konzerte, Vorträge, Erst-
aufführungen z. B. Hauptmanns Versunkene
Glocke, Gastspiel der Duse, Schubertabende von
Ansorge, das kleine Theater mit Dostojewskis u.
Maeterlinks Stücken, Debussys Pelleas u. Meli-
sande: kurz alles, was neu und aufbegehrend
war, wurde genossen, besprochen, kritisiert. Eine
Zeit unerhörter Aufschlußkraft u. Fruchtbarkeit
für mich, die heute noch wirksam ist.


Diese Zeit schien sich wiederholen zu sollen, als
ich im nächsten Jahre wiederum nach Berlin u. zw[ar]
für ein ganzes Jahr kommandiert worden war;
aber die Entwicklung nahm diesmal einen an-
deren Lauf.


Frau Isi ließ sich von ihrem Manne, der ihr Ver-[]
mögen durchgebracht hatte, scheiden und schloß
sich an Dehmel an. Dieser trennte sich von Frau
Paula. Sie heirateten in Heidelberg u. zogen spä-
ter nach Hamburg. Aber auch ohne die Verwick-
lung dieser Verhältnisse zog es mich nicht mehr
in diese für mich doch zuweilen zweifelhafte
Sphäre, denn mein Kommando mit seinen Ansprü-
chen u. Anziehungskräften nahm mich völlig
in Anspruch.


Die Luftschiffer-Abteilung, zu der ich mit noch
11 anderen Offizieren kommandiert war; ich der
älteste von ihnen, war die jüngste Heereswaffe,
in den Anfängen organisatorischen u. technischen
Aufbaus begriffen. Major Klußmann, Artille-
rist u. Akademie-Waffenlehrer, ihr intelligen-
ter, energischer Kommandeur, Hauptm[ann] Groß u.
Oberl[eutnan]t Bartsch v. Siegsfeld die technischen Leiter,
H[au]ptm[ann] Havenstein Taktiklehrer, Tschudi der Kom-
paniechef, v. Kehler der Adjutant, Neumann u.
Ewald v. Kleist die Leutnants, Dreids der Photo-
mann, der erste Fernphotograph. Von den komman-
dierten Leutnants war es nur einer, der mich
fesselte, mit dem ich sogar Freundschaft fürs Leben []
schloß, der "kleine" Hahn - so genannt zum
Unterschied von mir - Er stammte aus Gelnhausen
war Einjähriger in der Leibgarde zu Darmstadt,
Kompanie v. Hutier, wurde Fahnenjunker u.
in einem anderen Reg[imen]t Offizier. Ein höchst
amüsanter, technisch begabter Feuerkopf, der zur
Luftschiffertruppe übertrat, dort sich bei einer
Ballonfahrt verletzte, sodaß er Abschied nahm,
in der Industrie ankam, u. in der optischen Fab-
rik von Görz schließlich einer der Direktoren wur-
de. Er verheiratete sich mit einer Berlinerin, ich
hielt Verbindung mit ihm, und er hat mir im
u. nach dem Krieg viel geholfen.


Die Ausbildung bei den Luftschiffern in den Ba-
racken auf dem Tempelhoferfeld bestand zunächst
in Erlernung der Theorie u. Technik im Hörsaal,
Besuch von Fabriken, Unterricht im Signalwesen
(Flaggen, Morsen, Funken, Summern) Physik
der Atmosphäre, Meteriologie, Wetterdienst, Tak-
tik in größtem Rahmen. Im Sommer praktischer
Dienst in der Kompanie (Füllen, Steigen, Ein-
holen, Transport) Beobachtungsübungen in den
Fesselballonen, Rund u. neuer Drachenballone []
taktischen Uebungsritten - ich hatte die tem-
peramentvolle Freya - im Berliner Vorgelände,
wo jetzt Häusermeere stehen. Wir bezogen im
Mai für 4 Wochen Standquartier in Eisenach;
es war eine herrliche Zeit mit größter Selb-
ständigkeit. Der alte Großherzog von Weimar
Karl Alexander kam auf unsere Einladung
hin, die ich persönlich in Schloß [nachträglich eingefügt: Wilhelmstal]
überreichte, zu einem Fesselballon-Aufstieg.
Ich war ausersehen, in den Korb zu steigen und
telefonierte von oben am Draht herunter. Haupt-
mann Groß hielt dem alten Herrn den Hörer
ans Ohr, aber so deutlich ich den Anblick sei-
ner Wartburg beschrieb, in deren Höfe ich von
oben hineinsah, er sagte: ich verstehe nichts.
Das stimmte, was technische Neuerungen betrifft,
ja wohl überhaupt für ihn. Beim anschließen-
den Essen im Garnisonkasino überreichte ich ihm
eine Mappe gefüllt mit unseren schönsten Ballon-
Aufnahmen, in Ballonstoff gebunden, mit einem
Titelblatt in Aquarell von mir geschmückt. Der
hierfür erwartete Orden für mich blieb leider aus.


Wir nahmen an einem Scharfschießen der []
schweren Artillerie bei Donaueschingen und
am Kaisermanöver bei Minden-Bückeburg
teil. Ich erlebte mit die Durchkonstruktion und
praktische Erprobung des Parseval-Siegsfeldschen
Drachenballons u. den Werdegang des Problems
des lenkbaren Luftschiffs von Schwarz bis Groß,
Parseval, Zeppelin. Der alte Graf besuchte uns
in Tempelhof u. besprach seinen Plan. Jede
Woche wurde ein Freiballon auf den Weg ge-
schickt, gefüllt mit den Wasserstoffresten der Fessel-
ballons u. mit Leuchtgas aufgefüllt, bei deren
Fahrten wir nacheinander zu Führern ausgebil-
det wurden. Ich stellte mich gut an u. war so feu-
rig bei der Sache, daß meine dritte Freiballonfahrt
bereits meine Führerfahrt war, die mich bei Sturm
nach nicht ungefährlicher Schleiffahrt bei der Lan-
dung bis hart an die russische Grenze brachte [am Seitenende eingefügt: die Beschreibungen meiner Freiballonfahrten enthält ein Sonderband].


Ueberhaupt genoß ich bald Ansehen u. eine
kameradschaftlich tonangebende Stellung; Komman-
deur u. Lehrer verwöhnten mich durch Vertrauen und
Anerkennung. In der Donaueschinger Uebung, als
ich Spätnachmittags im Fesselballon auf 500 m. hoch-
ging u. im Anblick der Alpenkette übern Bodensee []
weg mein Kroki der feindl[ichen] Stellung zeichnete,
schickte ich kurz hintereinander zwei Meldungen
hinab, die der schießenden Truppe maßgebenden
Anhalt gaben. Beim Kaisermanöver war ich
Führer des neuen Signalballon-Detachements,
wobei mir der kleine Hahn technisch sehr tüchtig
zur Seite stand. Ich ritt im Stab des Großen
Hauptquartiers, empfing von dort unmittel-
bar meine Befehle u. erhielt am Schluß
den preuß[ischen] Kronenorden. Als ich mich beim Kaiser
als Führer des Signalballons meldete, schaute
er mich kopfschüttelnd an u. rief lachend: "Nein,
der war ich!" Er machte über den Ballon gern
Witze. Wenn es mit der gelben Kugel frühmor-
gens hochging, um den Standort des Kaisers an-
zuzeigen, scherzte er zu seiner Umgebung:
"Seht mal, da oben hängt mein Morgenei!"
Erschien die Kaiserin im Reitkleid mit Dreimaster
zeigte er sich als vollendeter Kavalier: Ihre Maje-
stät kommt; alles stand still mit der Hand am
Helm; er eilt ihr entgegen, beugt sich zum Hand-
kuß u. geleitet sie feierlich in den Kreis. Einmal
sah ich wie der Kaiser einen Flügeladjutant []
mit der Schulter in eine bestimmte Richtung drehte,
ihm den Küchenwagen deutete, ihn mit d[em] Knie
einen Stoß in den Hintern versetzte und rief:
Butterbrode herbei! Auf den Berliner Hofbällen,
deren ich zwei mitmachte, beobachtete ich ihn, wie
er, während die Jugend tanzte, - die drei Schwes-
tern v. Schröder (eine wurde Frau v. Oetinger) war-
en die Ballköniginen - Carole hielt: er hatte
für jeden Minister, Diplomaten, General, Bischof,
Großindustriellen oder wer es war, eine Schmei-
chelei, einen Witz oder eine interessante Frage.
Seine Persönlichkeit übte einen Reiz, dem sich
Keiner entziehen konnte.


Klußmann setzte sich für mich ein, mich in
den Generalstab zu bringen. Damit wären mei-
ne kühnsten Hoffnungen, die ich insgeheim auf
dieses K[omman]do gesetzt hatte, erfüllt worden; es
wären mir [über der Zeile eingefügt: die] 10 Jahre Batteriechefszeit erspart
geblieben; ich wäre im großen Krieg noch Gene-
ral geworden und heute Exzellenz. Er behielt
mich nach Schluß des K[omman]dos zurück u. ließ mich
4 taktisch-strategische Aufgaben schreiben, die
Oberst Stein, der spätere Kriegsminister stellte u. []
korrigierte. Steins Schlußurteil lautete, daß
meine taktischen Fähigkeiten u. Kenntnisse
dem Grad der Ausbildung nach dreijähriger Aka-
demiezeit voll entsprächen. Ich wurde einge-
reicht, aber unser Inspekteur gab mich nicht
weiter. Es war Onkel Bernhard, der den Vor-
wurf des Nepotismus scheute! Ich brachte aber
ein Zeugnis mit, das Aufsehen erregte. Oberst
v. Beck - der schwarze Jules - der Nachfolger Witzen-
dorffs, bestellte mich aufs Regimentsbüro, wo
mich schon der Adjutant Reinhard v. Zangen
Nachfolger Wangenheims, strahlend empfing,
las es mir vor u. überschüttete mich mit Lob.
Es liegt bei den Anhängen; ich muß gestehen:
es war gut u. durfte mich stolz machen. Es
bedeutete einen Höhepunkt meiner militäri-
schen Laufbahn [am Seitenende eingefügt: meine Freiballon-Fahrten sind in einem besonderen Buch be-
schrieben und zusammengebunden].


Noch darf ich aber die Schilderung dieses Jah-
res nicht abschließen. Dankbar gedenke ich eines
wundervollen Osterurlaubs im Haus Kolbe in
Radebeul-Dresden. Ich hatte meine Kousine
zwar dort schon mal vor Jahren getroffen, als
ich in Dresden bei Lieschen Deninger zu Besuch []
weilte. Aber jetzt waren sie Besitzer gewor-
den einer großen eigenen, von Baumeister March
erbauten Villa in großem Garten mit Gewächs-
haus u. Erdbeerzucht. Das Haus mit herrlicher
Mitteldiele, prunkvollen und gemütlichen Räu-
men, voll allen Bequemlichkeiten u. für ver-
wöhnten Geschmack gebaut; großaufgezogener
Haushalt: Kutscher, Gärtner, Kinderfräulein
für die damals drei aufwachsenden sehr lieben
Töchter. Hier bei Mila Pistor war gut sein. Sie
besaß große Einfühlungsgabe in Andere, ge-
winnende Güte u. nicht gewöhnliches Kunstver-
ständnis, während Karl Kolbe, ihr Mann ander-
seits als ein deutscher Mann von echter Art u.
großer Intelligenz ganz mein Fall war.


Diese lieben Menschen verschafften mir große
Genüsse im Dresdener berühmten Opernhaus,
der Galerie, dem Kupferstichkabinet, dem Museum,
der Kunsthalle, der grünen Grotte, dem Zwinger,
der Hofkirche, dem Schloß, der Brühlschen Terrasse.
Auch Schlösser u. Residenzen außerhalb wurden
besucht; und alles im eigenen bequemen Lan-
dauer - auch vom Theater heim: das war schön! []
Als geringe Gegengabe war ich Mila bei der
Vorbereitung u. Durchführung einer kleinen
Kunstausstellung aus Radebeuler Privatbesitz
gern behilflich. Ich erinnere mich sehr gut
an unseren Eifer im Hängen der Bilder und
Verschönern der Räume durch Teppiche u. Blumen.


Von Berlin aus fuhr ich auch nach Darm-
stadt zur Hochzeit Mariechens. Das war noch im
[gestrichen und mit Punkten unterlegt: Sommer; überschrieben und gestrichen: Frühjahr][angefügt und gestrichen: Frühjahr; 2mit Punkten unterlegt: [gestrichen: Sommer;]] vor Antritt des Berliner K[omman]dos,
also 1897, und ich hauste grade behelfsmäßig
in einem Zimmer der Zangenschen Wohnung
in der Steinstraße, als Rudolf Wittich, in
der Darmstädter Gesellschaft u. auch mir
wohlbekannt, in einem von ihm erbetenen
Besuch feierlich bei mir um die Hand Marie-
chens anhielt. Das hing damit zusammen,
daß die Mutter auf Besuch bei Lili in Zerbst
war, Fritz in [gestrichen: Oppenheim Kreisrat; über der Zeile eingefügt: Darmstadt grade nicht anwesend], Mariechen
selbst bei Lochers in Jugenheim weilend, den
Gerüchten ein Ende machen wollte. Ich gab
natürlich, aber mit geziemendem Stolz, die
Einwilligung der Familie ihm gern: es ist
eine spaßige Erinnerung an den Anfang []
einer Verbindung, die ein so großes, dauer-
haftes Glück begründet hat. Die Hochzeit bei
Mutter in der Annastraße wurde festlich u. mit
großer Freude begangen. Es war durch zwei Zim-
mer durchgedeckt, etwa 50 Gäste da und viele
Reden liefen vom Stapel. Meine Tischdame war
die grade zu großer Schönheit aufgeblühte Sofie
v. Znaniecka. Die jungen überaus glücklichen
Eheleutchen zogen in die Riedeselstraße in das
Haus mit den Engelköpfchen, erwarben aber
bald das schöne u. bequeme Lecoquesche Haus in
der Eichbergstraße, das sie bis heute noch bewohnen.


Lange vorher hatte sich Fritz verheiratet
mit der Bremerin Mieze Struckmann, die er
in Friedberg in Wallauschen Hause kennen ge-
lernt hatte. Ein für uns in Sprache u. Tempera-
ment so fremd anmutendes Wesen mußte
natürlich erst berochen werden. Es dürfte für
sie wohl recht peinlich gewesen sein, als sie für
einen Tag von dort bei uns zu Gast geladen,
sich einer Prüfung auf Herz u. Nieren ausge-
setzt zu sehen. Es war noch im Heinrichsträßer
Haus. Ich erinnere mich noch gut, als ich ihr []
nach Beendigung des Mittagessens sagte,
die Serviette brauche sie nicht zusammenzulegen,
sie konnte daraus entnehmen, daß sie das
Rigorosum bestanden. Die Hochzeit fand in
Bremen statt, an der Mutter, Mariechen und
ich teilnahmen. Am Polterabend führten
Freundinen, singend u. spielend, sehr gelun-
gene Scherze auf. Fritz wurde nach kurzer
Zeit in Darmstadt, während der er in der oberen
Heinrichstraße Wohnung gefunden, Kreisrat
in Oppenheim, alsdann in Heppenheim.


Dies war meine Leutnants und Ober-
leutnantszeit. Sie brachte große Abwechslung.
In der Front habe ich mich nicht allzulange
aufgehalten. Was ich in amoribus erlebte,
wird später berichtet werden.

[]

Batteriechef,
Hauptmann beim Stabe
im
Großherzogl[ichen] Artilleriekorps


1899-1911
1911-1913

[]


Proben gibt es zwei, darin
Sich der Mann bewähren muß:
Bei der Arbeit recht Beginnen,
Beim Genießen rechter Schluß.

Geibel []


Nun wurde ich seßhaft. Nach kurzer Adju-
tantur bei Kommandant des Uebungsplat-
zes General v. Daum - eine rechte Ruhezeit –
wurde ich Hauptmann im Regiment und am
1. Oktober 1899 Chef der 4. Batterie, die Lang mir
übergab, der seinerseits zum Stabe kam. Da
war ich also wieder bei der Rappenbatterie ge-
landet, in die ich vor 14 Jahren eingetreten war.


Eine lange Batteriechefszeit begann. Nun
hieß es nicht nur vor der Front reiten u. kom-
mandieren, befehlen im Auftrag oder unter Deck-
ung von Vorgesetzten, sondern Befehlen mit ei-
gener Verantwortung, alle Folgen, gute oder
schlimme selber tragend. Die Batteriechefstelle
ist die Sehnsucht jeden Leutnants. Sie macht den
Offizier erstmalig finanziell unabhängig und
gibt ihm Selbständigkeit nach Maßgabe allgemei-
ner Vorschriften u. innerhalb ziemlich weiter Gren-
zen. Aber sie ist auch eine ständige Quelle von
Sorgen, Rückschlägen, Enttäuschungen, und eine
Last großer Verantwortungen, woran die Jugend
zunächst nicht denkt. Diese vermehren sich, je län-
ger die Batterie-Zeit dauert nach dem Wahrschein-[]
lichkeitsgesetz. Es ist ein Unterschied, ob einem
Offizier des Generalstabs oder höheren Adjutan-
tur-Laufbahn mal 1 - 2 Jahre eine Batterie
in die Hand gedrückt wird, die er meist in ta-
delloser Verfassung erhält, die vom Nutzen des
Vorgängers noch zehrt, den angerichteten Scha-
den aber erst dem Nachfolger zu spüren gibt –
einem solchen ist die Zeit glücklichste Erinne-
rung, wenn er prahlt: "als ich die Batterie hatte,
da war u. s. w.". Ein Anderes ists, wenn man
in 10 Jahren, wie ich, alles im Bereich der Mög-
lichkeit wechselnde Glück u. Unglück durchmachen
muß. Ich kann nicht 10 Jahre lang in Besichti-
gungen gleich gut abschneiden; es kommen weni-
ger gute dazwischen. Ich kann nicht in 10 Schieß-
übungen sehr gut schießen; es kommen misglück-
te oder Pechtage dazwischen. Ich bin übrigens
immer gelobt worden, u. schoß stets über dem Durch-
schnitt. Das Ausbildungs-Pferde-Mannschafts-
Material wechselt. Leutnants, Wachtmeister, Fut-
termeister, Kammerunteroffizier, Geschützführer
wechseln, müssen sich einleben, machen Fehler.
Ich selbst vergreife mich in der Stellenbesetzung, []
irre mich in der Menschenbeurteilung, der
Menschenbehandlung oder der Pferde; Vorgesetzte
wechseln, wollen ganz was Gescheidtes, Neues,
wodurch Umstellungen nötig werden, die Stockun-
gen hervorrufen.


Der Oberleutnant, der meist auch schon vorüber-
gehend Batterien geführt hat, bringt genügend
Sicherheit mit vom Auftreten vor der Front, Kom-
mandieren, Exerzierdrill, Pferdeausbildung,
Reitkunst, z. T. auch Fahrübung u. Schießkunst;
aber wenig Kenntnis vom inneren Dienst, also
Bekleidungs-Kassen-Futter-Wirtschaft, Pferde-
u. Materialpflege, Kasernen u. Stallordnung, der
Strafbefugnis, ihrer gerechten und klugen Hand-
habung, der Sorge für Sauberkeit u. Gesundheit.
Ein besonderes Kapitel ist ferner die Kunst der
Führung auf Märschen u. im Quartier in den Herbst-
übungen u. schließlich die taktische Ausbildung
der Offiziere u. der Truppe. All' das erfordert viel
Vorarbeit, durchdachte Pläne u. Programme, Organi-
sation, Entschluß u.Willen, zuweilen Wage-
mut oder Durchhaltekraft, Geduld, Nachsicht,
ruhiges Blut, Ertragen von Misgeschick u. Tadel. []
vor Allem Erfahrung, die keinem noch so
Schlauem angeflogen kommt. Jeder wird erst
durch Fehler zu lernen haben, bis er auch mal
einen Glücksvogel abschießt. Glück hat auf die
Dauer aber nach Moltke nur der tüchtige Bat-
teriechef. Er muß ständig an sich u. an seiner
Batterie arbeiten. 10 Jahre ist hierfür eine zu
lange Zeit. Die Nerven erlahmen, u. Interesse-
losigkeit ist das Schlimmste für eine Batterie:
sie ist in einem Jahre verbummelt. Gottlob, ich
habe gut durchgehalten u. meinem Nachfolger
eine gute Truppe übergeben können.


Es wurde mir wenig erspart. Die Batterie,
die ich übernahm, hatte kürzlich den Kaiserpreis
geschossen u. war in vorzüglicher Verfassung.
Ich hatte in dem neuen Abt[eilun]gs[omman]deur Major v.
Ferentheil, mir von Schießschule her bekannt,
u. im neuen Reg[imen]tsk[omann]deur Conzen mir sehr
wohlwollende Vorgesetzte. Meine Nachbarbatt[erie]-
Chefs v. Preuschen reit[en]d, den Michelly bald ablöste,
u. a. Selasinsky, den Reinhard v. Zangen bald
ersetzte, waren angenehm. Ich hatte ein gutes
eigenes Pferd, das mir der ungarische Hof []
kutscher des Prinzen Heinrich v. Hessen Palinkas
aus England mitgebracht hatte, die Rappstu-
te Humility. Ich hatte, nachdem ich lange
Zeit vorher noch mit Wilhelm Zangen zusam-
men Ecke Artillerie u. Wilhelmstraße sehr nett
wohnte, bei meiner Mutter in der Annastraße
Wohnung gefunden, die, da Bernhard auf Hoch-
schule war, etwas vereinsamt war. Im Kasino
wurde unter des gewandten Preuschens Leitung
u. meiner Mitwirkung ein glänzendes Bar-
barafest gefeiert. Ich hatte mich durch zwei sehr
anerkannte Vorträge im Garnisonkasino über
Luftschifferei in ein gutes Licht gesetzt. Auch
die ersten Besichtigungen verliefen gut. Alle
Vorbedingungen waren gegeben, daß der gu-
te Start auch zu guter Fahrt führe. Aber alles
wollte mir doch nicht glücken.


In der Barbara-Zeitung des erwähnten Festes
stand ein von mir verfaßter Artikel, der einen
Kamraden der Gardedragoner, allerdings nicht
ohne Berechtigung, derart verletzte, daß es zwischen
uns fast zum Kugelwechsel gekommen wäre. Der
Ehrenrat schlichtete die Sache vermittelnd. Ferner []
hatte ich bei einer Felddienstübung, in der ich
unter v. Kleinschmits Leitung gegen Lang führ-
te, einen schlechten Tag, und unterlag infolge
einiger Fehler meinerseits. Beide Miserfolge
drückten lange auf meine Stimmung. Ich war
verwöhnt und empfindlich geworden.


Nachdem anstelle Fehrentheils mein Vetter
Carlo v. Hahn das Abteilungskommando er-
halten, zeigte es sich bald, daß so nahe Ver-
wandte als Vorgesetzte u. Untergebene nicht
gut tun. Es gab verschiedene Krache, da wir
ohnehin sehr verschiedenen Charakters u. Tem-
peramentes waren. Carlo hatte keinen gu-
ten Einfluß auf mich, nicht als Mensch, als
solcher er untadelig war, sondern militärisch
durch sein von Angst u. Kleinlichkeit getrübtes
Verhalten. Auch dies stimmte mich herunter.
Schließlich war es der Wechsel Conzen - Graf
Westarp als Reg[imen]tsk[omman]deur, der mir schwer wurde.
Vom 1. Gardefeldreg[imen]t kommend, u. etwas Heiß-
sporn rüttelte er uns heftig aus unseren viel-
leicht auch etwas bequem gewordenen Darmstädter
Gewohnheiten auf, quälte uns, von seiner []
intriganten Frau getrieben u. seinem R[e]g[imen]ts-
Adjutant Seederer nicht gehindert, mit dem
Erfolg, daß wir Chefs, nicht ich allein, nervös
wurden. Selasinsky mußte in eine Heilanstalt
u. nahm den Abschied. Ein Richtiges tat er:
er löste mich aus der II. Abteilung und gab mir
die zweite Batterie v. Gilsa, der Kadettenlehrer
in Lichterfelde wurde. Das hätte längst gesche-
hen sollen, wiewohl ich da, wie es sich heraus-
stellte, eine böse Erbschaft antrat. Dort wehte
keine frische Luft. Abt[ei]l[un]gdk[omman]deur war Major v.
Kleinschmit, als "Tiger" bekannt. Ich verstand
mich nach anfänglichem gegenseitigem Be-
schnuppern schnell sehr gut mit ihm. Es war
ein Vorgesetzter nach meinem Geschmack.
Scharfer praktischer Blick, Frontsoldat, guter
Reiter u. Pferdekenner, verständiger Schießer
u. sehr gewandter erfahrener Taktiker (Kriegs-
akademie u. reitender Artillerist) Ich habe
viel von ihm gelernt, praktische Kniffe, Fin-
digkeit, Kürze in Allem, u. nie Tadel besehen,
obgleich ich auch hier von Unglück verfolgt war.
Mein Wachtm[ei]ster Paul, als tüchtig gepriesen, []
kam vor Gericht u. wurde wegen Mishand-
lung Untergebener bestraft u. entlassen. Aber
auch sein Nachfolger Legezapf, von dem ich
nicht ahnte, daß er jenen aus Haß zu Fall ge-
bracht hatte, flog wegen desselben Vergehens,
vom Gestürzten angezeigt, ins Gefängnis.
Erst als ich nun reinen Tisch machte u. mir
den neuen Wachtm[ei]ster nicht aus der Batterie,
sondern aus der 5ten v. Zangen bezog - es war
der tüchtige Müller, der im Krieg Offizierstell-
vertreter geworden ist - bekam ich Ruhe.


Indes, die Batteriechefsjahre unter G[ra]f
Westarp u. seinem Nachfolger v. Müller blie-
ben nicht erquicklich. Nicht daß ich Zusammen-
stöße gehabt hätte, im Gegenteil hob sich mein
militärisches Ansehen von Jahr zu Jahr, da
ich am Reg[imen]tsadj[utanten] v. Biegeleben, dem Briga-
dek[omman]deur Oberst Scholz, der den unbedeutenden
Beaulieu ablöste, gute Nützen hatte. Vor
Biegeleben war der nette v. Trott Adjutant.
Er kam mit 2 anderen Leutnants ums
Leben bei einem Rodelunglück auf der Lud-
wigshöhe, das außer den 3 Toten - er, v. Reden, []
de Beaulieu - noch die Leutnants v. Geldern,
v. Reichenau, v. Biegeleben mehr oder minder
leicht verletzte. Diese beiden Kommandeure
paßten m[eines] E[rachtens] nicht nach Darmstadt, das mehr
äußere Erscheinung verlangte. Das Regiment
zehrte von der Vergangenheit. Es galt, sein
Ansehen in der Garnison neu zu befestigen.
Ich wurde hierbei ein tätiger Helfer.


Ich richtete wieder die seither eingeschlafenen
Barbarafeste ein, die wie früher Ereignisse
der Garnison wurden, bei denen der Großher-
zog Ernstludwig nie fehlte. Ich fand für die
Feste geeignete Kräfte vor, die nur in die rich-
tigen Wege zu lenken waren. Zwar kam keiner
dem Mutterwitz eines Preuschen, später eines
Louis Ploennies gleich; es fehlte der Kouplet-
sänger, wie es der alte Oberroßarzt Reinicke ge-
wesen war. Es mußte also mehr zu Zweien oder
im Ensemble gemimt werden. Es galt z. B.
Ringkämpfer zu parodieren, die damals ernst-
haft im Orpheum auftraten, eine Schlaftänzerin
trat auf, ein Heinergespräch enthielt Lokalwitze
in Knittelreimen, eine Schauspiel-, eine Opern-[]
Parodie - z. B. Taifun u. Salome - alles ver-
bunden durch einen Ansager, womöglich
auch in Versen. Es blieb alles bei mir hän-
gen: ich mußte es in Worte, Verse, Reime,
Melodie bringen, die Uebergänge bauen, die
Tänze auf dem Klavier begleiten. Von Künst-
lern nenne ich als vielseitigsten den Fr[ei]h[errn] v.
Geldern, Jochen Kleinschmit, Biegeleben, Küch-
ler, Tünnes Grote, v. d[em] Knesebeck, Bickel, Elst.
Die üblichen Weihnachtsessen gestaltete ich aus,
indem St. Nikolaus erschien u. jedem der zahlrei-
chen Gäste aus der ganzen Garnison mit einem
kleinen anzüglichen Geschenk einen gereimten
Denkzettel mit auf den Weg geben ließ.


In der Karnevalszeit führte ich den Gesindeball
in unserem Kasino ein, bei dem es Ueberra-
schungen in Fülle gab. Das ging alles um
so besser, als ich verheiratet war, u. meine
Frau mir treulich half. Ich konnte aber durch
meine Frau auch in der Gesellschaft u. bei Hofe
dem Regiment große Dienste leisten, seine Stel-
lung zu erhalten. Die Teilnahme an Hof und
Palais-Bällen, Kostümfesten, Empfängen und []
ein im Hause gepflegter Verkehr mit hohen
Hof u. Staatsbeamten waren hierzu geeignet.
Ich habe diese Zusammenhänge in später fol-
genden Abschnitten näher geschildert.


Ich vergaß zu erzählen, daß ich bereits
im Winter 1905 zum Schießschulk[ommn]do für Haupt-
leute nach Jüterbog kam. Zum dritten Male
lebte ich für kurze Zeit in Berlin: es war schon
wieder ganz anders geworden. Die Großstadt
war fertig mit ihren endlosen Vorstädten, beson-
ders nach Westen sich tief in den Grunewald ein
schneidend. Die großen Warenhäuser Wertheim,
Tiez, der Kurfürstendamm, prunkvolle Hotels, Re-
staurants, teuere, billige, alle gut, die Bolsstuben,
die zahllosen Theater, Konzerte, Läden, Ausstel-
lungen, der riesenhafte Verkehr, die Untergrund-
bahn. Ich nahm meine Frau mit, da wir ja
keine Kinder hatten; u. [über der Zeile eingefügt: wir] genossen alles doppelt.
Wir nahmen nicht in Jüterbog, sondern in Berlin
Wohnung, in kleiner Pension in Nähe des Anhalter
B[ahn]h[o]fs, von wo allerdings früh 7 Uhr mein Eilzug
abfuhr. Um 5 ° war ich zurück, u. nun nach einer
Tasse Tee gehörte der ganze Abend uns, die wir []
gründlich ausnutzten. Die Sonntage waren
alsdann, nach den immerhin anstrengenden
Wochentagen, dem Ausruhen gewidmet.
Da waren wir denn sehr häufig bei Onkel
Bernhard mit Lili u. Anni, auch manchmal
mit Gilsas aus Lichterfelde zusammen, auch
beim kleinen Hahn in Wilmersdorf. Meine
Pferde standen in Jüterbog, erwarteten mich
am Bahnhof u. nun gings meist im Galopp
oft im tiefen Schnee zum Sammelplatz.


Dienstlich hatte ich nicht so viel Glück, wie frü-
her dort. Ich schoß anständig, aber nie hervor-
ragend. Als einen meiner Lehrer fand ich
Wernigk vor, der mit sehr wohl wollte, obgleich
er ein gefürchteter scharfer Kritiker war. Sehr
nette Kameraden waren: Mohn, Richard, Xylander
von den Baiern, der höchst witzige Henaumont 27er,
Kurt v. Gilsa 24, der später Chef unserer 1. Batterie
wurde. Wir schossen auch zum erstenmal mit leich-
ten Feldhaubitzen, oft gegen sehr weite Ziele bis
6 km, ich auch auf einen Fesselballon. Die ganz
neuen Schießregeln wurden ausprobiert, die das
Gabelschießen mit Brennzündern, das Wirkungs-[]
schießen mit Aufschlag zum ersten Mal brach-
ten - endlich die Wendung zur Granate. Im Ganzen
beobachtete ich, daß auch dort immer
noch sehr mit Wasser gekocht wurde, wir im
Vergleich mit der schweren Artillerie in Rück-
stand gekommen waren, ein Anfang zum
Besseren durch Einführung der leichten Feldhau-
bitzen gegeben war. Die Schießkunst auch
unseres Regiments hob sich dadurch wesentlich,
daß unsere Schießübungen sich nicht wie früher
auf den kleinen Griesheimer Platz beschränk-
ten, wo ja außer Leutnantsschulschießen [gestrichen: ja]
nichts zu lernen war, sondern auf großen Plätzen
abgehalten wurden, abwechselnd auf der Senne,
in Hagenau, in Elsenborn auf der Eifel. Ab-
wechslung u. dienstliche Anregung brachten mir
auch zwei Uebungen der Reserve-Abteilung
mit eingezogenen Mannschaften u. Unteroff[i]z[ie]ren
auf der Senne u. im Griesheimer Lager, die
ich leitete. Ein Kaisermanöver bei Mergent-
heim in Württemberg u. Baden, das ich in ei-
nem Schiedsrichterstabe mitmachte, brachte mir
Anerkennung. Mit zwei nach Kleinschmits []
Versetzung als K[omman]deur der reit[enden] Abteilung
in Wittenberg kurz hintereinander folgen-
den neuen Abt[ei]l[un]gsk[omman]deuren v. Stößer und von
Ostrowski trat ich als ältester Batteriechef, der
ich nun geworden war, in nahes dienstliches
u. kameradschaftliches Verhältnis, da beide
wenig frontgewöhnt waren.


Vom Berliner Schießschulkommando aus be-
suchten wir über Weihnachten auch Röschen
Bossart in Pillwitz in Mecklenburg, unweit
Schloß Hohenzieritz, wo Bossart Pastor war:
ein wahres ländliches Idyll. Nach langer
Trennung feierten wir fröhliches Wiedersehen,
freuten uns ihres Glückes und ihrer damals
3 Kinder. Es war eisig kalt, es war Schlacht-
tag, auf dem Speicher lag der Apfelsegen
der Gravensteiner u. Caleils.


Wenn ich nicht irre, war es auch damals an
Ostern, daß wir Alfred Kadens in Dresden besuch-
ten, in der Oper u. Galerie uns Genüsse holten,
und Meißen besichtigten. []
Im Frühjahr 1911 war meine Batteriechefs-
zeit zu Ende, und ich kam zum Stabe, d. h.
in eine Stellung, die im Mob[ilisierungs] Falle als K[omman]deur
einer Reserve-Abt[ei]l[un]g vorgesehen war. Sorgen
war ich allerdings los, aber ich hatte nichts mehr
zu sagen, hate keine Truppe unter mir. Mein
Dienst? Kommissionshengst, Vortragsonkel,
Kriegsspielführer, Spion bei Besichtigungen an-
derer Truppen, Kasinodirektor, Regiments-
geschichte-Schreiber, Oberschneider der Regim[en]ts-
kammer, Waffenlehrer der Akademie-Aspiran-
ten - das genügt.


Ich bekam nunmehr Rationen für zwei eige-
ne Pferde. Einen schönen irischen Dunkelfuchs
hatte ich günstig verkauft. Ich kaufte von Ostrows-
ki dessen ausgezeichneten Trakehner Fuchs Herold,
und von Schwager Wittich die Topsy, die er s[einer] Z[ei]t
durch meine Vermittlung von Dr. Gaertner in Karls-
ruhe erworben hatte. Damit war ich gut beritten,
nachdem ich vorher mit fast all' meinen eigenen
Pferden kein rechtes Glück gehabt hatte. Ein gro-
ßer Brauner aus Hanau war mir zu schwer;
ich verkaufte ihn an Schwager Arthur, ein klei-[]
ner Rappe war mir nicht schnell genug; der
irische Dunkelfuchs sollte grade was für mich
werden, da wurde mir viel Geld dafür geboten,
und ich gab ihn her. Vier eigene und 4 Dienst-
pferde in diesen 10 Jahren, sodaß ich, wie dies
meine Laune war, fast in jedem Jahre meine
Batterie im Bespanntexerzieren auf einem
neuen Pferde beritten vorstellen konnte.


Das erste, nachdem ich meine Batterie an den
Nachfolger Hauptmann Seederer abgegeben,
war, daß ich einem dreimonatigen Urlaub
nahm und auch erhielt, den ich mit Frau und
Kind in unserem Odenwaldhäuschen bei Hoxhohl
verbrachte. Hierüber gibt das Hoxhohler Gäste-
buch nähere Auskunft.


Auch in der Besetzung der anderen Batterien
waren Wechsel eingetreten. Die 4te hatte v. Heuser
von mir übernommen, die 5te der Generalstäbler
v. Eggeling, während v. Zangen die reitende erhielt.
Die 3te hatte seit Langem v. d[em] Bussche, die erste be-
kam nach Weggang Gilsas Georg v. Krug. Ich war
im Stabe Nachfolger von Max v. Ploennies.


Längeren Urlaub hatte ich seither selten. []
Solange wir keine Kinder hatten, verbrach-
ten wir die üblichen 8 - 10 Tage an Weihnachten,
Ostern, Pfingsten u. nach Manöver in Karlsruhe
im Hause der Schwiegermutter. Im Anfang der
Ehe hielten wir uns mal 4 Wochen in Garmisch-
Partenkirchen u. München auf, gegen Ende ei-
nige Wochen in Baden-Baden. Als Leutnant
hatte ich kein Geld für Reisen. Ich nutzte meine
Kommandos in Berlin und Erfurt (Gewehrfabrik)
aus, die Hin- und Rückreisen, die Hochzeitsreise zu
Fritz nach Bremen, mehrfache Besuche von Bay-
reuth. Ich sah viele deutsche Städte u. zw[ar] wohl vor-
bereitet gründlich an: Dresden, Eisenach, Weimar,
Goßlar, Hildesheim, Braunschweig die Sachsenstädte.
Alsdann die Hansestädte Bremen, Lübeck, Hamb[u]rg
Öfter in Bayreuth, München, Ulm, Augsburg, Ulm,
Ansbach, Rothenburg. Rheinreisen bis Koblenz u.
Köln, Odenwald einschl[ießlich] Heidelberg, Hirschhorn, Amor-
bach, Miltenberg (Neckar - Main) Badenbaden, Speyer,
Straßburg. Und im Manöver lernte ich ganz Hessen,
Hessen-Nassau, teilweise Rheinland u. Hessenkassel
kennen.


Ein Wort noch über unsere Offiziersburschen. []
Alle brave treue anständige Menschen. Die
Leutnantsburschen unermüdlich, denn sie
mußten ja Dienst mitmachen, und verschwiegen!
In der Ehe fügsam den mancherlei Küchen-
feen gegenüber, im Haushalt gewandte Helfer,
in ihrer Burschentracht schmuck u. sauber, beim Ser-
vieren in grüner Livree bewundert, treusorgend
für Pferde u. Hunde, deren ich 3 hatte, bei Umzug
u. in Hoxhohl praktisch, hilfreich. Die Hauptmanns-
burschen waren dienstfrei; es war eine Art Beloh-
nung im 2ten Jahr für gute Führung im ersten.
Sie hatten es gut, aßen u. schliefen im Haus u. beka-
men Taschengeld. Die meisten Namen sind mir ent-
fallen; aber bei Mannschaftstreffen melden sie sich
u. bei den großen Reg[imen]tsfesten stand immer eine Schlan-
ge von Burschen, Pferdepflegern, Krümperkutschern
vor mir, begierig mich wiederzusehen. Dingeldein
hieß einer, Konrad, ein Elsäßer; Gottlieb heiratete
unsere Marie u. wurde Kasino-Unteroffizier.

[]


Major,
Abteilungskommandeur
im Feldartill[erie] Reg[imen]t Nr. 39


1913, 1914

[]


Der Krieg und der Mut haben mehr
große Dinge getan, als die Nächsten-
liebe. Nicht Mitleid, sondern Tapfer-
keit rettete die Verunglückten.

Nietzsche []


Im März 1913 wurde ich als Abteilungskom-
mandeur in das Feldartillerie Reg[imen]t Nr. 39 ver-
setzt, das in Perleberg stand.


Der Zeitpunkt war erwartet, aber auch gehofft,
daß ich in Darmstadt im Regiment bliebe.
Der neue Regimentsk[omman]deur Oberst Eggers, der
aus Ostpreußen herversetzt, sich noch nicht recht
sicher fühlte, die Hofgesellschaft wünschte es, die
musikalischen (Rich[ard] Wagner-Verein) u. künstleri-
schen (Künstlerkolonie) Kreise wünschten es, auch
der Großherzog u. die Clique um Frau v. Heyl.
Ich weiß, daß Stimmen für mich im Berliner Ka-
binet vorlagen. Ich selbst tat nicht das Mindeste
für oder wider. Ich fühlte, daß ich weg mußte,
wenn ich militärisch vorankommen wollte. Es
war sogar die höchste Zeit, ehe ich versauerte.
Fast 30 Jahre in derselben Garnison mit fast
immer gleichen dienstlichen Verhältnissen: Exer-
zierplatz, Schießplatz, Kaserne, Reitgelände,
Manövergelände, Bevölkerung, gesellschaftl[icher]
Verkehr, Hof: das tötet Spannkraft, Frische, Elasti-
zität, Phantasie; der Geist erstarrt, wäre es auch
bei mir, hätten nicht so viele und vielseitige []
außerdienstliche Interessen als Gegengewichte
gewirkt.


Perleberg ist eine kleine Garnison in der West-
priegnitz gelegen, genau in der Wegmitte
zwischen Berlin u. Hamburg. Es war früher
Reichsstadt u. hatte den Handel Hamburg –
Mark, der an Wittenberge fiel, nachdem die
Bahnlinie nicht über Perleberg, sondern dort
der Elbe lang geführt wurde. So blieb Perleb[er]g
industriefrei - wenn die Mostrich u. Stiefelwichse-
fabrikation nicht dazu gerechnet werden muß.
Der Autoverkehr freilich nimmt nun wieder
seinen Weg über diese alte Handelsstraße.
Als ich in das altbackene Städtchen auf holpe-
riger Straße vom Bahnhof des Nebenbähnchen
aus einfuhr, fiel mit allerdings das Herz
in die Hosen. Aber es erwies sich besser als sein
Aussehen u. sein Ruf.


Ich fand dort ausgezeichnete dienstliche Verhält-
nisse vor. Eine große neuerbaute Kaserne,
Blocksystem, Kammerhäuser, Wagenhäuser,
Küchen u. Kantinenblocks, Büroblock, luftige,
gesunde Mannschaftssäle u. Waschräume, []
herrliche Ställe, gedeckte Bahnen, Reitplätze,
Richtplätze vor der Türe, naher Exerzierplatz.
Die Batterien alle in Ordnung u. in guter
Hand; das berühmte dritte Korps der Brandenbur-
ger, den vortrefflichen Brigadek[omman]deur v. Kleist,
der mich alsbald ins Herz schloß, einen Reg[imen]ts-
k[omman]deur Oberstl[eutnan]t Greßmann, wie er tüchtiger u.
vielseitiger nicht gedacht werden kann. Batte-
riechefs, einer besser als der andere: Schrader,
Siegmund - Reitschüler u. Tienthier - Wernigke,
Südwestafrikaner, mein Adjutant der junge
flotte Flemming, als Reg[imen]tsadjut[ant] den verständi-
gen Brettschneider, einen guten Zahlmeister
Melzer u. den gewandten Kammer-U[nter]off[i]z[ier], Vize-
wachtm[ei]st[e]r Malchert. Wenn ich noch etwas lernen
konnte, so hier bei diesem Kommandeur, der über-
all gleich beschlagen war: im Reiten, Fahren,
Schießen, Taktik; besonders in Taktik, worin
ich seither wenig Anleitung gefunden hatte.
G[ra]f Westarp wußte mich zuweilen anzuregen.
Einzig der Div[isions] K[omman]deur v. Gall konnte mir Vor-
bild u. Nütze sein, neben Scholz, der uns auf
Uebungsritten zu schulen versuchte. Die Schieß-[]
übungen fanden in Jüterbog u. Döberitz
statt, zwei idealen Plätzen [gestrichen: statt], wo gleich-
zeitig, meist Nachmittags, Felddienstübungen
mit Infanterietruppen abgehalten wurden,
um das vom K[omman]d[ierenden] General v. Lochow eifrig gepfleg-
te Verständnis der beiden Waffen füreinander
zu fördern. Artillerie-Offiziere wurden zu Infan-
teriestäben, Infant[erie] Offiziere zu unseren Stäben
kommandiert, um gegenseitig voneinander zu
lernen: die sogenannten Spione.


Die Manöver in der Mark in dem meist ebe-
nen Gelände, taktisch einfach, für die Pferde
leicht, in der Anlage großzügig, namentlich
drei Korpsmanövertage, die Generalstabschef
v. Seekt angelegt hatte. Ganz großartig war
die gastliche Aufnahme u. Unterkunft auf
den Gütern, die es überall gab; bei Bauern
lag ich nie. So etwas kennt man in Süd-
deutschland überhaupt nicht. Hier spürte man,
was die Uniform noch für eine Bedeutung hatte
u. Achtung genoß. Ueberall stockkonservative,
feudale, königstreue Gesinnung. Freilich der
Ton etwas komissig, und besonders auf den []
Landgütern, wo wir gesellschaftlich häufig
verkehrten, einseitig junkerlich, oft aber auch
herzerfrischend offen u. derb bei aller steifen
Etikette. Von höheren Interessen keine Spur,
sofort nach der Begrüßung Gespräche über
agrarische Dinge, Wetter, Hagel, Feuer, Essen,
Trinken. Dieses verstanden die Landedelleute
aber aus der Maßen. Wir dachten: auch so
etwas darf man einmal mitmachen.


Ich fühlte mich schnell recht wohl, wurde warm
empfangen u. fand überall Vertrauen. Ich
hatte im Mai dienstlich gleich große Erfolge
durch die Batterie-Besichtigungen, die Greß-
mann von seinen Abteilungskommandeuren
leiten ließ. Die Art der Aufgabenstellungen
wies er mir an. Sie war ganz anders, wie
ich es gewohnt war, überzeugte u. begeisterte
mich. Nichts wurde da angenommen, unterge-
legt oder als Befehl wiedergegeben: alles ge-
schah, alles wurde befohlen, keine Gefechtslage
ausgegeben, sondern die Truppe in Gang gesetzt
oder bereitgestellt, die Gefechtslage selbst in Szene
gesetzt. Es gab z. B. nicht: Sie erhalten die Meldung, []
sondern diese Meldung traf selbst ein; nicht
der Truppenführer befiehlt Ihnen, sondern ein
als solcher eingeteilter Offizier war da u. gab
diesen Befehl mündlich; nicht: Sie sehen das u.
jenes, sondern das u. jenes war wirklich als
Ziel oder Truppe aufgebaut. Hierdurch ent-
stand ein kriegsmäßiges Tatsachenbild; der
Besichtigte stand mitten in der Handlung drin,
u. vergriff sich folgedessen kaum in seinen
Maßnahmen. Der Aufgabensteller freilich, der
mußte alle Möglichkeiten bis ins Letzte durch-
dacht u. vorbereitet haben. Es machte mir
Spaß, u. ich lernte die interessante Methodik
schnell gewandt handhaben u. beurteilen.
Dabei fiel den Vorgesetzten gleich meine beson-
dere Art der Kritik, die von langweiliger Gewohn-
heit abstach u. überall das Interessante auf-
suchte, angenehm auf, wie bei größeren Uebun-
gen u. eigenen Besichtigungen die prägnante
Kürze meiner Befehlsgebung. Im zweiten
Jahre kamen sogar Abt[ei]l[un]gsk[omman]deure aus Nachbar-
Garnisonen angereist, um diese Art meiner
Besichtigungen u. Kritiken abzulauschen. []
Es zeigte sich wie schon so oft, daß wir 25er
erst, wenn wir versetzt sind, auswärts be-
weisen, was in uns Gutes steckt. Entweder
gibt es in Darmstadt zu viele Tüchtige, oder
kommt der militärische Ehrgeiz nicht zur Lei-
stung, verdrängt durch andere Ansprüche oder
ablenkende Interessen.


Auch die Leitung eines Kriegsspieles fiel auf.
Meine Batteriechefs verehrten mich. Sie exerzier-
ten u. schossen gut, verstanden ihr Handwerk,
sodaß ich sie möglichst selbständig lassen konnte.
Das Reitgelände war ideal. Ich ritt wieder
Jagden mit, wie in Leutnantstagen. Sie kon-
nten fast ohne jede Rücksicht auf Flurschaden ge-
legt werden, da die Gutsherrn, meist frühere
Gardekavalleristen, es sich zur Ehre anrechneten,
die Benutzung ihrer Felder frei zu geben. Hin-
dernisse waren fast nur natürliche Koppelricks
und Gräben. Es waren Schnitzeljagden; Meute
hatten nur die Ludwigsluster Dragoner. Mit
diesen fand auf dem Gut Dallmin des alten
Podpielski eine Hasenjagd in freier Wildbahn
hinter den Hunden statt, die ich mitritt. []
Sie begann mit einem kräftigen Punsch
im Schloßhof um 1 Uhr - die vorausgeschickten
Pferde hatten dort übernachtet - unter Hörner-
fanfaren ritten wir zum Tor hinaus u. setz-
ten uns der kläffenden Meute nach in Jagd-
galopp soweit der Himmel blaut, bis der Hase
totgehetzt war. Zurück im Trabe u. ein fest-
liches Sekt-Diner zum Schluß. Da lag noch
was drin von altem Herrentum.


Ich hatte eine dritte Ration u. kaufte mit als
drittes Pferd einen dicken Rotschimmel in Hanno-
ver. Ich freute mich seiner nicht lange; er
brach auf einer Jagd das Kreuz u. mußte
erschossen werden. Dessen Ersatz aus einem
Berliner Tattersal war ein denkmalschöner
Brauner, etwas langweilig. Meine Frau
fing wieder zu reiten an u. hatte große Freude
auf der Topsy. Diese hatte bereits eine Da-
menquadrille hinter sich bei Gelegenheit eines
Reitfestes, das im Mai des ersten Jahres stieg,
u. dessen Leitung mir übertragen war. Mit
der Damenquadrille, die Schrader einstudierte,
lernte ich die Damen von den Gütern kennen. []
Beim Jeu de rose die reizende Hanna von
Putlitz, die mit der Last goldblonden Haares
in schwarzem Rock auf schnittigem Fuchs mit
langem Schweif zum Verlieben aussah, sich
aber [über der Zeile eingefügt: auch] in mich etwas verliebte. Da gab es noch
Einzel u. Gruppenspringen, eine komische Pan-
tomime, und als Clou die Fahrquadrille, die
ich s[einer] Z[ei]t in Frankfurt mitgeritten, und nun
hier mit Unteroffizieren u. Fahrern einstu-
dierte. Alles fand großen Beifall u. Aner-
kennung; ein Bowlenfest u. Tanz unter
Lampions im Kasinogarten beschloß den Abend.
Im Winter arrangierte ich ein Dilettantenkon-
zert im Kasino, das auch recht gut glückte.
Ich war der Ansager. Getanzt wurde natür-
lich bei all' diesen Festen, auch an einem Syl-
vester u. einem Karneval-Abend. Im Kasino,
das recht hübsch u. bequem war, aß man vor-
züglich. Gebechert wurde zuweilen erheblich, –
leider auch, wie in allen kleinen Garnisonen
auch gejeut. Der Kommandeur griff scharf stra-
fend ein, u. es hörte darauf völlig auf.


Wir hatten ein hübsches Häuschen zum Allein-[]
bewohnen, die bequemste Wohnung, die wir
je besaßen, ein Garten gegenüber. An
landschaftlichen Reizen bot sich allerdings
nichts. Berlin war in 2 Stunden Schnellzug-
fahrt erreichbar; Gelegenheit, dort Einkäufe
Bekannte, Vergnügen zu suchen u. zu finden.
Aber auch Hamburg lag ebensoweit; wir ver-
säumten diese Gelegenheit. Auch nach Schwerin,
das der Märkische Adel zu Theaterbesuch bevor-
zugte, kamen wir nicht. Die Zeit - 1 1/2 Jahre –
war zu kurz. Die Schulen waren gut, die Läd-
en über Erwarten, das Klima hart, aber ge-
sund. Im Krieg wurde mir Perleberg über
alles wert, denn ich wußte dort meine ge-
liebte Familie weit vom Schuß.

[]

Regimentskommandeure

Abteilungskommandeure

v. Prittwitz

v. Stippold

v. Kayser

v. Abel

v. Abel

Chaufon v. Kaas

v. Witzendorff

Conzen

v. Beck

v. Beck

Conzen

v. Renz

Graf v. Westarp

v. Ferentheil

v. Müller

v. Hahn (Karl)

Greßmann

v. Kleinschmit

Eggers

v. Stoeßer


v. Ostrowski

Batteriechefs

1. v. Werner

2. Fr[ei]h[err] v. Amstetter

3. Steffen

4. Vollmar

5. v. Scheele

7. Künstler

6. Scheller

8. v. Wolff
[210 leere Seite]
577

Schlieffen, Alfred v. (1833-1913), preußischer Generalfeldmarschall, Chef des Generalstabs und Autor des Schlieffen-Plans (https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_von_Schlieffen)

578

Goethe, Johann Wolfgang v., West-östlicher Divan (Goethes Reimsprüche (projekt-gutenberg.org))

579

Wilhelm I. Kaiser Deutsches Reich (1797-1888) (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._(Deutsches_Reich))

580

Darmstadt, 1877 September 23-25: Manöver in Darmstadt, Weiterstadt und Griesheim. Kaiser Wilhelm I. besuchte dabei den Militärplatz und den Ort Griesheim. (https://de.wikipedia.org/wiki/Truppen%C3%BCbungsplatz_Griesheim)

581

Moltke, Helmuth Johannes Ludwig Graf v., gen. d. J. (1848-1916), preußischer Generaloberst, Chef des Generalstabs (https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_(Generalfeldmarschall))

582

Bismarck, Otto Fürst v. (1815-1898), Politiker und Staatsmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck)

583

Prittwitz und Gaffron, Ernst v. (1833-1904), preußischer Generalleutnant (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 729/7; https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Prittwitz_und_Gaffron)

584

Gravelotte: Schlacht bei Gravelotte (in Frankreich "Bataille de-Saint-Privat" genannt) war eine Schlacht im Deutsch-Französischen Krieg, die bei Gravelotte stattfand. Sie wird auch "Dritte Schlacht von Metz" genannt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Gravelotte)

585

Orden "Pour le Mérite (französisch: „Für das Verdienst"): durch König Friedrich II. gestifteter Orden und höchste Tapferkeitsauszeichnung, die im Königreich Preußen vergeben werden konnte. Den "Pour le Mérite" gab es in der militärischen Klasse bis 1918. (https://de.wikipedia.org/wiki/Pour_le_M%C3%A9rite)

586

Heineccius, Benno v. (1830-1911), Kommandeur des Großherzoglich Hessischen Feldaertillerie-Regiments Nr. 25 https://de.wikipedia.org/wiki/Benno_von_Heineccius

587

Jeu: französisch für Spiel

588

Darmstadt, Historischer Verein für das Großherzogtum Hessen: Der Verein, der 2008 sein 175-jähriges Bestehen feierte (Gründung 1833), befasst sich mit der Landes- und Ortsgeschichte des ehemaligen Großherzogtums sowie des heutigen Bundeslandes Hessen. Er ist Herausgeber einer Zeitschrift und veranstaltet Vortragsreihen und Exkursionen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Historischer_Verein_f%C3%BCr_Hessen)

589

Darmstadt, Mittelrheinischer Architektur- und Ingenieurverein Darmstadt (https://maiv-darmstadt.de/verein/)

590

Darmstadt, Wilhelminenplatz 9 (Adressbuch 1880. S. 108)

591

Makart, Hans (1840-1884), österreichischer Maler und Dekorationskünstler. Man spricht vom Makartstil bei der Wohnungseinrichtung des 19. Jahrhunderts, die durch großen Pomp, Plüsch, schwere Wandbehänge, Vertäfelungen und wuchtige Kronleuchter gekennzeichnet ist. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Makart)

592

Darmstadt, Artilleriekasino: Kasino im um das Jahr 1900 errichteten wilhelminischen Kasernenkomplex (https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Artillerie-Kaserne_(Darmstadt))

593

Schede, Ludwig (* 1842), Hauptmann, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421

594

Credé, Albert (* 1855), Premierleutnant im Feldartillerie-Regiment Nr. 19, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 412

595

Vollmar, August (* 1851), Hauptmann, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

596

Schilbach, Johann Heinrich (1798-1851), Theatermaler in Darmstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Schilbach

597

Schäfer, Martin Dr. med. (+ 1910), Oberstabsarzt, in: Lars Adler, Verleihungsliste zum Militär-Sanitäts-Kreuz (1870) (Großherzogtum Hessen)

598

Hesse, August Dr. med. v., Medizinalrat, Spezialarzt für Nervenleiden, wohnhaft Steinstraße 32 in Darmstadt, (Adressbuch Darmstadt 1887, S. 65; HStAD, S 1 Hesse, August von)

599

Zangen, Wilhelm v. (* 1867), 1896 Premier-Leutnant und persönlicher Adjutant von Prinz Wilhelm, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425

600

Kröh, Heinrich Reinhard Prof. (1841-1941), Maler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhard_Kr%C3%B6h)

601

Daehne, Friedrich v. (* 1866), Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 412

602

Einjähriger: Wehpflichtige mit höherem Schulabschluss, die nach freiwilliger Meldung einen Wehrdienst in einem Truppenteil ihrer Wahl als Präsenzdienst ableisteten (https://de.wikipedia.org/wiki/Einj%C3%A4hrig-Freiwilliger)

603

Hoffmann, Johann Friedrich Wilhelm Otto (1863-1926), 1913 Oberförster in Ober-Ramstadt (HStAD, G 33 B Nr. 232)

604

Reuß, auch Reus, August Dr. phil. (* 1866), Rechtsanwalt in Zwingenberg und Darmstadt (HStAD, G 21 B Nr. 3559)

605

Wallach, Karl (1866-1935), Kaufmann in Alsfeld (vermutlich) (HStAD, S 1 Wallach, Karl)

606

Stamm, Kurt (* 1895), Unteroffizier (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 822/8)

607

Woilach: Wolldecke, die gefaltet als Satteldecke verwendet wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Woilach)

608

Uthmann, Friedrich v. (* 1862), Hauptmann im Feldartillerie-Regiment Nr. 10 in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

609

Werner, Leopold v. (* 1847), Batteriechef Feldartillerie-Regiment Nr. 25 in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

610

Scheele, Ernst v. (1852-1909), Batteriechef Feldartillerie-Regiment Nr. 25 in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421 (https://de.wikipedia.org/wiki/Holsteinisches_Feldartillerie-Regiment_Nr._24)

611

Wernigk, Hugo (* 1856), Leutnant im Feldartillerie-Regiment Nr. 25 in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425

612

Eidenmüller, Heinrich (* 1861), Sergeant (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 205/3)

613

"Wernigks Taschenbuch für die Feldartillerie" 1. Auflage 1887

614

Darmstadt, Prinz-Karl-Palais: Stadtpalais des Großherzogtums Hessen für Prinz Karl v. Hessen und bei Rhein (1809-1877), seit 1900 Sitz der Landesversicherungsanstalt in Darmstadt-Bessungen, Wilhelminenstraße 34 (https://de.wikipedia.org/wiki/Prinz-Carl-Palais_(Darmstadt))

615

Röder v. Diersburg, Adolf Freiherr v. (1852-1920), Hauptmann im Feldartillerie-Regiment Nr. 25 und Flügeladjutant des Großherzogs, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420 (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Roeder_von_Diersburg)

616

Kassel, Kriegsschule: Kriegsschulen waren militärische Fachschulen, die in den verschiedenen Heeren unterschiedliche Bedeutung innehatten. So wurden diejenigen Schulen, die zur Heranbildung von Offizieren dienten, in Deutschland und Russland als Kriegsschulen bezeichnet. Um 1910 bestanden im Deutschen Reich Kriegsschulen in Potsdam, Glogau, Neiße, Engers, Hannover, Kassel (untere Königsstraße), Anklam, Hersfeld und Danzig. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsschule)

617

Kassel, Karlsaue: öffentliche, ursprünglich barocke und innerstädtische Parkanlage (https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsaue)

618

Koppenfels, Otto v. (* 1841), Kriegsschuldirektor in Kassel, zuletzt Infanterie-Regiment Nr. 10, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 …, Mittler und Sohn, Berlin 1899, S. 539

619

Schultz, Eduard v. (* 1825) oder Hermann v. Schultz (* 1875) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 802/3)

620

Castell-Rüdenhausen, Otto Graf v. Dr. med. (1865-1917) (https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_von_Castell#Neu-Castell-R%C3%BCdenhausen)

621

Uslar, Ludolf v., 2. Garde Feldartillerie (HStAD, R 4 Nr. 39363/102 A) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6579123&icomefrom=search)

622

Schwerin, Walther v. (1867-1943), preußischer Generalmajor (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerin_(mecklenburgisch-pommersches_Adelsgeschlecht))

623

Schilling und Cannstatt, Hubert Freiherr v. (* 1864), Feldartillerie-Regiment Nr. 14 (HStAD, R 4 Nr. 39363/101 A) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v6579084)

624

Lochow, Erich (1853-1922), preußischer Generalleutnant, oder Ewald v. Lochow (1855-1942), General der Infanterie (https://de.wikipedia.org/wiki/Lochow_(Adelsgeschlecht))

625

Portepee: versilberte oder vergoldete Quaste am Degen oder Säbel als Abzeichen des Offiziers und höheren Unteroffiziers (https://de.wiktionary.org/wiki/Portepee)

626

Rode, Georg v. (* 1857), Generalmajor (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 753/1)

627

Derschau, Albert v. (1841-1915), preußischer Generalmajor, odere Reinhold v. Derschau (1847-1913), preußischer Generalmajor (https://de.wikipedia.org/wiki/Derschau_(Adelsgeschlecht))

628

Alvensleben, Alkmar II. v. (1841-1898), preußischer Generalleutnant, Kommandeur von Breslau (https://de.wikipedia.org/wiki/Alkmar_II._von_Alvensleben)

630

Otto, Joseph Luidwig Georg (* 1866), Infanterie-Regiment Nr. 117, in: A. Keim, Geschichte des Infanterie-Leibregiments Großherzogin (3. Großherzoglich Hessisches) Nr. 117 …, A. Bath, Berlin 1903, S. 804

631

Thierry, Camille, 2. nassauisches Infanterie-Regiment Nr. 88, Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 39363/106 A - Thierry, Camille / Porträt ... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

632

Ganßen, (N. N.), Infanterie-Regiment Nr. 114

633

Lupin, Kurt Freiherr v. (1867-1938), Infanterie-Regiment Nr. 25 (Kurt von Lupin – Wikipedia)

634

Rimpau, (N. N.)

635

Druschki, (N. N.), (1. Posensches) Infanterie-Regiment Nr. 18

636

Hann. Münden

637

Kassel, Herkulesdenkmal auf der Wilhelmshöhe (Herkules (Kassel) – Wikipedia)

638

Kayser, Robert v. (* 1838), Kommandeur des Feldartillerie-Regiments Nr. 25 in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

639

Nippold, Wilhelm v. (* 1864), Major, 1886 2. Garde-Feldartillerie-Regiment, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 419

640

Abel, Paul (* 1842), 1886 Major und Abteilungskommandeur, 1889 Kommandeur des Feldartillerie-Regiments Nr. 25, 1890 Kommandeur à la suite und Direktor der Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule, 1893 Kommandeur der 7. Feldartillerie-Brigade und Generalmajor, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410

641

Stern, Emil (* 1843), 1886 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 8, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423

642

Draudt, August (* 1846), 1887 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1892 Oberstleutnant und Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 31, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

643

Amstetter-Zwerbach und Grabeneck, Wolf Freiherr v. (1848-1917), 1881 Hauptmann und Batteriechef Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1887 1. Garde-Feldartillerie-Regiment, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410

644

Petersen, Max (* 1860), 1883 Seconde-Leutnant, 1890 Feldartillerie-Regiment Nr. 14, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 419

645

Teßmar, Max (* 1845), Hauptmann im Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1893 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 10, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

646

Scheller, Wilhelm (* 1849), 1893 Major Feldartilleie-Regiment Nr. 33, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421

647

Oppen, Georg (* 1845), 1879 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1888 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 5, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 419

648

Podbielski, Eugen Anton Theophil v. (1814-1879), preußischer General der Kavallerie und Generalinspekteur der Artillerie (https://www.deutsche-biographie.de/sfz18766.html)

649

Hohenlohe-Ingelfingen, Kraft Prinz zu (1827-1892), preußischer General der Artillerie und Militärschriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_zu_Hohenlohe-Ingelfingen)

650

Spee, Leopold Graf v. (* 1862), 1883 Secondeleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1894 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 9, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423; Porträt, um 1890 (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6579395&icomefrom=search)

651

Lilien, Felix v. (* 1863), Seconde-Leutnant Artillerie-Regiment Nr. 25, 1891 Premier-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 10, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 418

652

Bock v. Wülsingen, Richard (* 1862), 1882 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1890 Premier-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 11, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411

653

Schweinitz und Krain, Willibald Graf Freiherr v. Kauder (1860-1917), Porträt (HStAD, R 4 Nr. 39363/148 A) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6580872&icomefrom=search

654

Lang, Maximilian (* 1858), Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1901 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417

655

Scheibe, Richard (* 1856), 1877 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1887 Feldartillerie-Regiment Nr. 15, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421

656

Hülst, Alfred (* 1864), 1885 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1889 Husaren-Regiment Nr. 7, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

658

Kleinschmitt, Paul (* 1858), 1875 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1906 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 74, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

659

Brüstlein, Kurt (* 1859), 1895 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1889 Lehr-Batterien der Feldartillerie-Schießschule-Regiment Nr. 4, Hauptmann i. P., in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411

660

Hahn, August v. (1853-1923), Generalleutnant, Adjutant des Großherzogs v. Hessen und bei Rhein und Bruder Otto Karl (Carlo) v. Hahn (1857-1919), Oberst Feldartillerie-Regiment Nr. 8 in Breslau, 1914-1919 Bezirkskommando Darmstadt, im Vorstand des Roten Kreuzes (HStAD, O 59 v. Hahn, Vorwort)

662

Stippchen: Gaststätte in Eberstadt

663

Ulrich, Justus (1835-1900), Geschäftsführer der Gasthausbrauerei Hildebrand in Pfungstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfungst%C3%A4dter_Brauerei_Hildebrand)

664

Henrici, Hermann (* 1837), Hauptmann, 1886 Major 1. Infanterie-Regiment Nr. 115, wohnhaft Rheinstraße 34 in Darmstadt (Adressbuch Darmstadt, 1886, S. 62; HStAD, S 1 Henrici, Hermann))

665

Hombergk zu Vach, Josephine (Josel) v. geb. Lembergk (* 1866), Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 39363/68 A - Hahn, Heinrich v. (1866-195... - Arcinsys Detailseite (hessen.de); StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 415/5)

667

Gugel v. Brandt und Diepoltsdorf, Anna (Aennchen) Freiin v., verh. Freifrau v. Nordeck zur Rabenau (1868-1956) (HStAD, F 29 Nr. 148)

668

Ricou, Antoinette (Nelle) Freiin v. (* 1870) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 749/2)

669

Grävenitz, Emilie (Emmi) v. (* 1864) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 299/16)

670

Marquardt, Luise v. (* 1865) und Schwester Elisabeth Wilhelmine (* 1885) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 611/6)

671

Westrell, Zerelda v. (1873-1953), verh. Goddeffroy-Faerber und Edita v. Westrell (https://www.woydt.be/genealogie/g18/g186/1868gojo01.htm)

672

Darmstadt, Kartenfabrik: Darmstadt war im frühen 19. bis zum 20. Jahrhundert Zentrum einer 1811 von Georg Heinrich Backofen gegründeten Spielkartenfabrik, die bis bis zum Jahr 1928 bestand. Im Jahr 1886 firmierte sie unter Frommann & Morian in der Heidelbergerstraße Nr. 1. (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/s/spielkartenfabriken.html)

673

Engel, Christian (1837-1892), Kammermusiker Hofoper Darmstadt (HStAD, G 18 Nr. 50/2) oder Engel, (N. N.), 1890 Musikdirektor im 1. Dragoner-Regiment Nr. 23 (HStAD, S 1 Engel, (N. N.); (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 213/3)

674

Engel, Christiane (* 1860) und Dorothea (* 1869) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 213/3)

675

Ludwig IV. Großherzog v. Hessen und bei Rhein (1837-1892) (Ludwig IV. (Hessen-Darmstadt) – Wikipedia)

676

Ludwig III. Großherzog v. Hessen und bei Rhein (1806-1877) (Ludwig III. (Hessen-Darmstadt) – Wikipedia)

677

Vollmar, August (* 1854), 1874 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1892 Hauptmann und i. P., in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1- Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

678

Scheele, Ernst v. (* 1852), 1888 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1889 Feldartillerie-Regiment Nr. 7, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421

679

Berlin, Artillerieschule: Die Vereinigte Artillerie- und Ingenieurschule war eine am 4. November 1816 gegründete und bis 1907 separat existierende Ausbildungsstätte für Offiziere der Artillerie- und Pionieretruppe der Preußischen Armee in Charlottenburg bei Berlin. Sie gilt als eine der Vorläuferinstitutionen der heutigen Technischen Universität Berlin.

680

Berlin, Artillerieschule in der Hardenbergstraße 32 A (https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Artillerie-_und_Ingenieurschule)

681

Selekata (sc. classis, lateinisch: auserlesene Klasse) war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts an deutschen Gymnasien eine Schulklasse, in welcher die ausgezeichneten Schüler, genannt Selektaner, der obersten Stufe saßen und auf das Studium an der Universität vorbereitet wurden. Für die preußische Hauptkadettenanstalt bestand eine solche Klasse, deren Zöglinge den Vorteil genossen, nicht als Fähnriche, sondern sofort als Offizier ins Herr einzutreten, noch bis zu Ende des Ersten Weltkriegs. (Selekta – Wikipedia)

682

Trott zu Solz, Hans v. (* 1881), Offizier (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 838/7)

683

Kummersdorf: Die Heeresversuchsanstalt Kummersdorf ist eine ehemalige Heeresversuchsanstalt in Kummersdorf-Gut, heute ein Ortsteil der Gemeinde Am Mellensee (Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg). Die Artillerieprüfungskommission errichtete 1874 im Kummersdorfer Forst einen Artillerieschießplatz im heutigen Kummersdorf-Gut, früher: Kummersdorf-Schießplatz. (https://de.wikipedia.org/wiki/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf)

684

Kirchbach, Hans v. (1849-1928), sächsischer Generaloberst, 1888 Lehrer an der Berliner Artillerie- und Ingenieursschule (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Kirchbach)

685

Heeringen, Augusta (Gustchen) v. geb. v. Dewall (1853-1943) (https://www.geni.com/people/Auguste-v-Dewall/6000000140147362146)

686

Heeringen, Kurt v. (1878-1937), Freimaurer und Major im Generalstab des III. Armee-Korps (https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Heeringen)

687

Heeringen, Caroline (Carola) v. (1877-1933), verh. Borck (https://www.geni.com/people/Caroline-v-Heeringen/6000000141578928870)

688

Heeringen Werner v. (1884-1935) und Zwillingsbruder Walther v. Heeringen (* 1884) (https://www.geni.com/people/Werner-v-Heeringen/6000000141579528920)

689

Heeringen, Josias v. (1850-1926), preußischer Generaloberst, Kriegsminister, Verbandsfunktioär und von 1919-1926 Präsident des Kyffhäuserbundes (https://de.wikipedia.org/wiki/Josias_von_Heeringen)

690

Matkowski, Adalbert (1857-1909), Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/Adalbert_Matkowsky)

691

Kainz, Josef Gottfried (1858-1910), österreichischer Schauspieler, ab 1883 Deutsches Theater Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Kainz)

692

Sorma, Agnes (1862-1927), eigentlich Agnes Martha Caroline Zaremba, auch Pallatschek verh. Minotto, ab 1884 am Deutschen Theater in Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Sorma)

693

Sonnenthal, Adolf v.(1834-1909), österreichischer Schauspieler und Direktor Burgtheater Wien (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Sonnenthal)

694

Wildenbruch, Ernst v. (1845-1909), Schriftsteller und Diplomat (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Wildenbruch)

695

Sudermann, Hermann (1857-1928), Schriftsteller und Bühnenautor (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Sudermann)

696

Ibsen, Henrik (1828-1906), norwegischer Dramatiker und Lyriker (https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_Ibsen)

697

Grillparzer, Franz (1791-1872), österreichischer Schriftsteller, v. a. Dramatiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Grillparzer)

698

Alexander, Richard (1852-1923), Theater- und Stummfilmschauspieler, Komiker und Intendant im Königlichen Schauspielhaus Berlin, 1904 Direktor des Residenztheaters (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Alexander_(Schauspieler,_1852))

699

Berlin, Zirkus Schumann: Das Gebäude wurde ursprünglich von 1865 bis 1867 im Auftrag der Berliner Immobilien-Aktiengesellschaft als erste Berliner Markthalle errichtet. Die Markthalle wurde nicht vom Publikum angenommen und deshalb nach wenigen Monaten wieder geschlossen. Nach einer vorübergehenden Nutzung als Lagerhalle wurde sie 1873 zum Markthallen-Circus (unter Direktor Salminsky) umgenutzt. Von 1879 bis 1897 nutzte Ernst Renz das Gebäude an der Markthallenstraße (seit 1891 Am Zirkus 1) mit seinem Circus Renz, da er seinen bisherigen Standort wegen der Errichtung des Bahnhofs Friedrichstraße aufgeben musste. Er ließ den Zuschauerraum 1888 auf eine Kapazität von 5.600 Zuschauern erweitern. Ab 1899 beherbergte der Bau Albert Schumanns Zirkus Schumann, der 1918 schloss. (https://sammlung-online.stadtmuseum.de/Details/Index/348907)

700

Berlin, Galerie Schulte: Die Galerie Eduard Schulte (1817-1890), auch Kunstsalon Eduard Schulte, ging auf den Kunsthändler Eduard Schulte zurück, der zunächst in der ehemaligen Buddeus'schen Buch- und Kunsthandlung in Düsseldorf tätig war und in der ab dem 17. März 1848 bestehenden Dauerausstellung gegen eine geringe Gebühr zwischen Künstlern und Käufern vermittelte. Nach Eduard Schultes Tod führten seine Söhne Hermann Schulte (1850–1940) und Eduard Schulte jr. (1856–1936) die Kunsthandlung weiter. Insbesondere die Berliner Filiale war für die beginnende Moderne von Bedeutung. (https://de.wikipedia.org/wiki/Galerie_Eduard_Schulte)

701

Berlin, Kunsthandlung Gurlitt: 1880 gründete Friedrich Louis Anton "Fritz" Gurlitt in Berlin die Galerie „Fritz Gurlitt“. Diese Galerie lag in der Behrensstraße 29 und war auf zeitgenössische Kunst spezialisiert. Die Bezeichnung des Geschäfts ist umstritten; wahrscheinlich waren die verschieden benannten Geschäfte identisch. Neben der Bezeichnung „Galerie“ taucht der Begriff „Kunsthandlung Fritz Gurlitt“ und „Kunst-Salon Fritz Gurlitt“ auf. (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Gurlitt)

702

Berlin, Krolloper: Die Krolloper (zeitweilig auch Kroll’scher Wintergarten oder Krolls Etablissement) war ein Gebäudekomplex in der Nähe des Brandenburger Tores, am heutigen Berliner Platz der Republik. Im Lauf einer wechselvollen Geschichte diente die Anlage zwischen 1844 und 1951 als Vergnügungsetablissement, Komödienbühne, Textillager, Opernhaus und während der Zeit des Nationalsozialismus als Ersatzherberge des Parlaments für das 1933 einem Brandanschalg zum Opfer gefallene Reichstagsgebäude. (https://de.wikipedia.org/wiki/Krolloper)

703

Berlin, Café Bauer: Das Café Bauer war ein bekanntes Kaffeehaus in Berlin. Es lag gegenüber dem Café Kranzler auf dem Boulevard Unter den Linden Ecke Friedrichstraße im heutigen Ortsteil Mitte. Der nach Entwürfen von Wilhelm Böckmann errichtete Bau war eines der ersten Häuser im Wiener Kaffeehausstil in Berlin und fand später viele Nachahmer. (https://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_Bauer_(Berlin))

704

Berlin, Café Josty: Das Café Josty war eine Berliner Konditorei, deren bekannteste Filiale das Künstlercafé am Potsdamer Platz war. Eine Dependance befand sich in der Kaiserallee 201 (seit 1950: Bundesallee) Ecke Trautenaustraße im Ortsteil Wilmersdorf, eine weitere in der Joachimsthaler Straße 44 in Charlottenburg am Bahnhof Zoo. (https://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_Josty)

705

Berlin, Café Preinitz: bekannt für Prostiution (https://www.mediastorehouse.co.uk/alinari/preinitz-caf-berlin-33286499.html)

706

Berlin, Café National: an der Ecke Friedrichstraße 76 und Jägerstraße in Berlin-Mitte, einst berühmt als der größter Billiard-Club in Berlin, bekannt für Prostitution (https://entwicklungsstadt.de/artikelreihe-die-geschichte-der-friedrichstrasse-teil-4-amuesiermeile/)

707

Berlin, Bierhalle Pschorr: Unter dem Namen Siechen eröffnete die Familie Siechen 1911 den von dem Architekten Johann Emil Schaudt erbauten Bierpalast am Potsdamer Platz 3, der später jedoch von der Pschorr-Brauerei übernommen wurde und daher heute eher als Pschorr-Haus am Potsdamer Platz erinnert wird. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das Bierhaus Siechen war von 1883 bis 1945 ein Restaurant und Gebäude in der Behrenstraße 24 in Berlin-Mitte. (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Berlin,_Mitte,_Friedrichstra%C3%9Fe,_Ausschankgeb%C3%A4ude_der_Pschorr-Brauerei_02.jpg)

708

Berlin, Bierhalle Siechen: Das Siechen hatte Vorgänger in Berlin seit 1845. Das erste Bierhaus in der Neumannsgasse 6 war bei ihren Stammgästen auch als Die Ewige Lampe bekannt. Unter dem gleichen Namen "Die ewige Lampe" gab der promovierte Gastwirt Dr. Carl Siechen und Familie das erste der Berliner satirischen Revolutionsblätter ab dem 26. April 1848 heraus Die Zeitung erschien ab Januar 1849 wegen des Verbots der Zeitschrift durch General Friedrich v. Wrangel unter dem abgewandelten Titel "Die ewige Leuchte" und blieb bis 1850 am Markt. Da das Platzangebot für die Gäste bald nicht mehr reichte, zog das Siechen in die Alte Post in der Königstraße, heute Rathausstraße, Ecke Burgstraße 7 an der Kurfürstenbrücke. Carl Siechen starb 1869 und wurde auf dem St. Marien u. St. Nikolai-Friedhof beerdigt. Sein Sohn Franz Siechen übernahm das Bierhaus, das inzwischen in die Jägerstraße 63 umgezogen war. Es trug nun den Namen der Familie und als Berolinismus den Spitznamen Siechen-Haus (wie Siechenhaus). (https://de.wikipedia.org/wiki/Bierhaus_Siechen)

709

Berlin, Bierhalle Löwenbräu: Kronenstraße in Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6wenbrauerei_(Berlin))

711

Berlin, Speisehaus Steinert und Hansen: Weinstuben, Kurfürstendamm 22 (https://www.diegeschichteberlins.de/forum/1288772983-weinlokal-steinert-hansen.html)

712

Berlin, Restaurant Kempinsky: Das Kempinski Hotel Bristol ist ein Hotel der Luxusklasse am Kurfürstendamm in Berlin. Es wurde 1952 als erstes Hotel der Kempinski-Gruppe eröffnet. Neben seiner Tätigkeit in der Gastronmie baute Richard Unger (1866-1947), der Schwiegersohn Berthold Kempinskis (1843-1910) bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs ein großes Immobilienunternehmen in Berlin auf. Unger erfand die Marke „Kempinski“ und verkaufte Produkte aus eigener Erzeugung. Das Geschäft wurde ein voller Erfolg. In der Leipziger Straße 25 wurde im Juli 1889 in einem viergeschossigen Haus ein Restaurant mit mehreren Sälen eröffnet, das seinerzeit das größte in Berlin war. Alle Schichten gingen hier ein und aus, weil Kempinski die Idee der „Sozialisierung des Luxus“ verfolgte. Es gab halbe Portionen zum halben Preis. An manchen Tagen zählte man bis zu 10.000 Gäste. (https://www.kempinski.com/de/hotel-adlon/ueberblick/hotel-information/die-geschichte-des-adlon)

713

Berlin, Café Emberg: später Dianasäle,Schumannstraße 14, bekannt nicht durch die beste, aber besttanzende Berliner Gesellschaft (https://archive.org/stream/berlinunddieber00unkngoog/berlinunddieber00unkngoog_djvu.txt)

714

Hofmann, Marie v., verh. Thiersch (1865-1940) oder Cornelie (Nella) v. Hofmann, verh. v. Kaisenberg (1866-1945) (HStAD, O 12 Gliederung)

715

Neidhardt, Karl Dr. jur. v. (1831-1909), hessischer Bundesratsbevollmächtigter in Berlin (HStAD, S 1 Neidhardt, Karl) https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Neidhardt)

716

Neidhardt, Luise v. (* 1864) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 676/2)

717

Neidhardt, Friedrich v. (* 1868) (StadtA Darmstadt, ST 12/18)

718

Berlin, Reichstagsgebäude: Der von 1884 bis 1894 im Stadtteil Tiergarten unter dem Architekten Paul Wallot im Stil der Neorenaissance errichtete Bau am linken Ufer der Spree beherbergte sowohl den Reichstag des Deutschen Kaiserreichs als auch den Reichstag der Weimarer Republik. Dort tagte zunächst auch der Bundesrat des Reichs. Der nach der Verfassung von 1919 demokratisch gewählte Reichstag trat am 24. Juni 1920 erstmals in diesem Gebäude zusammen. Vorher hatte die Nationalversammlung seit 1919 in Weimar getagt. Nach schweren Beschädigungen durch den Reichstagsbrand von 1933 und im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in den 1960er Jahren in modernisierter Form wiederhergestellt. Das Reichstagsgebäude (kurz: Reichstag; offiziell: Plenarbereich Reichstagsgebäude) am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. Die Bundesversammlung tritt ebenfalls hier seit 1994 zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsgeb%C3%A4ude)

719

Wallot, Paul (1841-1912), Architekt und Hochschullehrer (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Wallot)

722

Watter, Oskar Freiherr v. (1861-1939), Generalleutnant der Reichswehr (https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_von_Watter)

723

Darmstadt, Artillerie-Regiment: 100jähriges Jubiläum am 6. April 1890 (https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fherzoglich_Hessische_(25.)_Division)

724

Hahn, (Familie) v., Adelsdiplom vom 7. April 1890 (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 8)

725

Clauson v. Kaas, Frederik (Fritz) (1847-1905), preußischer Rittmeister, Major (https://da.wikipedia.org/wiki/Clauson-Kaas)

726

Mörchingen, Morhange (deutsch: Mörchingen): französische Gemeinde im Département Moselle (bis 2015 Lothringen). (https://de.wikipedia.org/wiki/Morhange)

727

Krupp, Friedrich Alfred (1854-1902), Industrieller, Eigentümer der Essener Gussstahlfabrik und weiterer Unternehmen (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Krupp)

728

Scheller, Wilhelm (* 1849), 1889 Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1892 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 33, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessisches Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 421

729

Wilhelm Prinz v. Hessen und bei Rhein (1845-1900) (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Hessen-Darmstadt)

732

Goddefroy-Tachter, Johann Caspar (* 1868), Leutnant Gardedragoner-Regiment Nr. 23, dann Nr. 10 (StadtA Darmstadt, ST 12/18)

733

Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, Christian Prinz v. (1831-1917) (https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_von_Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg)

734

Tessmar, Max (* 1845), Hauptmann großherzoglich hessische Feldartillerie-Brigade Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

735

Blachfeld: veraltet für flaches Feld (https://de.wiktionary.org/wiki/Blachfeld)

736

Master: Anführer eines Feldes bei der Jagd zu Pferde (https://www.mecklenburger-meute.de/die-jagd/jagdlexikon/)

737

Schörke, Friedrich Wilhelm Otto (+ 1937), Seconde-Leutnant 1. großherzoglich hessisches Dragoner-Regiment Nr. 23, 1916 Landstallmeister beim Landgestüt Darmstadt (HStAD, S 1 Schörke, Friedrich Wilhelm Otto)

738

Lößl, Ernst Johann Ludwig Ritter und Edler v. (1865-1931) (Ernst Johann Ludwig Ritter und Edler von Loessl (1865 - 1931) - Genealogy (geni.com))

739

Beck, Julius v. (* 1846), 1895 Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410f

740

Kayser, Georg v. (* 1870), 1890 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

741

Kayser, Robert v. (1838-1894), 1886 Kommandeut Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1889 Brigadekommandeur in Münster, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

742

Abel, Paul v. (* 1842), 1889 Kommandeut Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410

743

Witzendorff, Ulrich v. (1847-1927), Oberstleutnant (https://de.wikipedia.org/wiki/Witzendorff)

744

Wissenbach, Carl, Reitinstitutsbesitzer in Darmstadt, 1893 wohnhaft Hügelstraße 71 (Adressbuch Darmstadt 1894, S. 178)

745

Darmstadt, Elisabethenstraße 72 (Adressbuch Darmstadt 1893, S. 54)

746

Lindequist, Arthur v. (1855-1937), Generalleutnant, heiratet 1891 Lili v. Hahn, Schwager Heinrich v. Hahns

747

Lindequist, Arthur v. (1855-1937), 1875 Seconde-Leutnant, 1885 Premier-Leutnant, 1891 Hauptmann Leibgarde-Regiment, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115…, Mittler und Sohn, Berlin 1899, S. 541

748

Darmstadt, Vereinigte Gesellschaft: seit 1817 bestehender Verein mit Lesekabinett, verbunden mit dem Musikverein, Sitz: Ecke Rhein-/Neckarstraße (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/hallwachs-konrad-wilhelm.html)

749

Strack, Karl (1823-1908), 1872-1893 Divisionspfarrer großherzoglich hessische Division Nr. 25 in Darmstadt (HStAD, S 1 Strack, Karl)

750

Werner, Ludwig (1835-1919), Pfarrer am Elisabethenstift in Darmstadt (HStAD, F 23 A Nr. 329/12)

751

Darmstadt, Elisabethenstift: 1858 wurde das Diakonissenhaus gegründet. Anfangs stand die Ausbildung zur Kranken- und Altenpflege für junge evangelische Frauen im Vordergrund. Bald kam die Aus- und Fortbildung für die Arbeit in Krippe und Kindergarten hinzu. Seit 2008 ist das Elisabethenstift mit Krankenhaus und Akademie - eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts - eine Förderstiftung. (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/e/elisabethenstift-stiftung.html)

753

Händel, Georg Heinrich (1685-1759): Largo aus der Oper "Xerxes" (https://de.wikipedia.org/wiki/Ombra_mai_fu)

754

Lindequist, Fritz v. (1862-1945), Kolonialbeamter im Deutschen Reich, Bruder Arthur v. Lindequists (Friedrich von Lindequist – Wikipedia)

755

Lindequist, Oskar v. (1838-1915), preußischer Generalfeldmarschall, Onkel Arthur v. Lindequists, und Ehefrau Anna geb. v. Podewils (1847-1928) (Oskar von Lindequist – Wikipedia)

756

Lindequist, Klothilde v. (1855-1945), verh. Pernice, Schwester Arthur v. Lindequists

757

Pernice, Ludwig Prof. Dr. med. (1863-1945), in Frankfurt an der Oder, verheiratet mit Clothilde v. Lindequist (1855-1937), Schwager Arthur v. Lindequists

758

Lindequist, Olof v. (1824-1902), Landwirt, und Anna v. Lindequist geb. Hoffmann (1824-1909), Eltern Arthur v. Lindequists (Deutsche Biographie - Lindequist, Friedrich von (deutsche-biographie.de))

759

Lindequist, Olof v. (1853-1942), Forstmeister, Bruder Arthur v. Lindequists (Olof von Lindequist (1853 - 1942) - Genealogy (geni.com))

760

Lindequist, Ella v. geb. Schwanitz (* 1862), Ehefrau Olof v. Lindequists, Schwägerin Arthur v. Lindequists (Olof Von Lindequist - Ancestry)

761

Hahn, Friedrich v.: starb am 2. Juni 1892 in Darmstadt (HStAD, O 59 v. Hahn, Vorwort)

762

Köstlin, Heinrich Adolf Prof. Dr. (1846-1907), Oberkonsistorialrat und Superintendent in Darmstadt (HStAD, S 1 Köstlin, Heinrich)

764

Kayser, Barbara (Buscha) v., verh. Keim (* 1874) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 468/8)

765

Locher, Magda (Magdalene), verh. Gräfin zu Büdingen (* 1874) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 826/2)

766

Mölglicherweise Schenck, Antoinette (Nora) v., verh. V. Ploennies (1877-1956) (HStA Darmstadt, S 1 Grotenherdt, Ingeborg)

768

Kleinschmidt, Carl Hermann Adolf (* 1879), Notar (HStAD, G 21 B Nr. 2249/1-2)

770

Köhler, Franz (* 1855) (HStAD, G 55 Nr. 141/4) oder August Köhler (* 1858), beide Kammermusiker Hoftheater Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 141/7)

772

Darmstat, Heinrichstraße 99, Haus der Familie v. Hahn, Ansicht (HStAD Bestand R 4 Nr. 39360/243 A - Darmstadt, Heinrichstraße N... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

774

Heppenheim an der Bergstraße, Landesirrenanstalt: 1866 eröffnet für Patienten beiderlei Geschlechts, als fortschrittliche psychiatrische Klinik in Deutschland eingestuft, 1892 umfangreich erweitert. Die Anlage an der Ludwigstraße isr nach Umbau zu Eigentumswohnungen ab 2015 in "The Bergstraße Sports & Country Club" umbenannt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ehemalige_Landesirrenanstalt_Heppenheim)

775

Freytag, Oskar, Hauptmann a. D., lt Adressbuch der Stadt Darmstadt ab 1896 Eigentümer Heinrichstraße 99 (Adressbuch 1896, S. 43; Adressbuch Darmstadt 1901, S. 291), 1901 Dr. Karl Hirsch Oberstabsarztes Erben, 1903 Büro der militärischen Witwen- und Waisen-Kommission und der Kasse der hessischen militärischen Fonds (Adressbuch Darmstadt 1903, S. 311)

776

Wittich, Karl (1855-1919), Mitgeschäftsinhaber der Hofbuchdruckerei L. C. Wittich in Darmstadt, (HStAD, S 1 Wittich, Karl)

777

Darmstadt, Annastraße: Haus Julius Fröhlich, Finanzassistent, lt Adressbuch der Stadt Darmstadt Annastraße 37 ab 1896 v. Hahn Friedrich Witwe und Marie Rothe (Adressbuch Darmstadt 1896, S. 223)

779

Bülow, Otto Freiherr v. (* 1864), 1898 Hauptmann Feldartllerie-Regiment Nr. 2, 1905 Lehrer an der Kriegsschjule Kassel, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411

780

Alix Prinzessin v. Hessen und bei Rhein, verh. Alexandra Fjodorowna Zarin v. Russland (1872-1918) (HStAD, S 1 Aexandra Fjodorowna …)

782

Edler von der Planitz, Max (1872-1915), preußischer Major (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_der_Planitz)

783

Ernst Ludwig Großherzog v. Hessen und bei Rhein (1868-1937) und Ehefrau Großherzogin Victoria Melita geb. Prinzessin v. Sachsen-Coburg-Gotha, geschieden, später verh. Großfürstin v. Russland (1876-1936), HStAD, S 1 Ernst Ludwig Großherzog v. Hessen und bei Rhein)

784

Wolfsgarten, Jagdschloss: ehemaliges Jagdschloss in Langen (Hessen), ungefähr 15 km südlich von Frankfurt am Main gelegen (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wolfsgarten)

785

Marie (gen. Missy) Prinzessin v. Sachsen-Coburg-Gotha, verh. Königin v. Rumänien (1875-1938), Schwester der Großherzogin Viktoria Melita (HStAD, S 1 Marie Königin v. Rumänien)

786

Sandizell, Joseph Graf v. (* 1869), Second-Leutnant Garde-Dragoner (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 766/5)

787

Künßler, Karl (* 1850), 1892 Hauptmann im Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1- Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417

788

Conzen, Willibald (* 1848), Oberst, 1899 Kommandeur des 1. großherzoglich hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 412

789

Remonte (französisch für Ersatzpferd): Bezeichnung innerhalb der klassischen Reitkunst und in der Kavallerieausbildung für ein Pferd , das noch in seiner Grundausbildung ist ( https://de.wikipedia.org/wiki/Remonte)

790

Wolff, Wilhelm v. (1858-1939), 1890 Hauptmann im Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1899 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425 (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Wolff_(General))

793

Irene Prinzessin v. Preußen geb. Prinzessin v. Hessen und bei Rhein (1868-1952), Ehefrau von Heinrich Prinz v. Preußen (1866-1953), Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 32574/72 A - Heinrich Prinz v. Preußen (... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

794

Kollokation: Militärdienst leisten (https://theses.cz/id/b9ahpz/26042429)

795

Schaumberg, Oskar v. (* 1869), 1889 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1896 Premier-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 10, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420

796

Ploennies, Max v. (* 1863), 1883 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1897 Hauptmann beim Stab, 1911 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 43, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420

797

Ploennies, Ludwig (Louis) v. (1865-1924), 1891 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1897 Premier-Leutnant zur Marine-Infanterie, Major a. D., in: : Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420

798

Wangenheim, Hans Freiherr v. (1868-1917), Adjutant 1. großherzoglich hessisches Artilleriekorps Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

799

Dincklage, Ulrich Freiherr v. (* 1869), 1893 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1899 Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 412

800

Bauer, Julius v. (* 1857), 1892 Hauptmann und Batteriechef Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1899 Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410

801

Wöllwarth-Lauterburg, Otto Freiherr v. (1872-1950), 1893 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1909 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 49, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425

802

Frankfurt, Reiterfest: Erstes großes Frankfurter Reiterfest am 16. März 1899 in der Mehrzweckhalle des 1898 eröffneten Hippodroms in Sachsenhausen, einer multifunktionalen Reithalle, unter dem Protektorat Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein „zum Besten des Vereins ‚Kriegerheim‘" (https://www.stadtgeschichte-ffm.de/de/stadtgeschichte/stadtchronik/1899)

803

Tschako: Der Tschako ("Schakelhaube") ist eine vorwiegend militärische Kopfbedeckung von zylindrischer oder konischer Form. In der Regel besitzt er einen Augen-, manchmal einen Nackenschirm. Das ungarische Wort scákó bedeutet Husarenhelm. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand aus der Flügelkappe der ungarischen Husaren der Tschako. Aus ihm entwickelte sich durch Verkleinerung und Materialeinsparung die Schirmmütze und das Käppi. (https://de.wikipedia.org/wiki/Tschako)

804

Koller: Goller (auch Koller) ist ein Kleidungsstück am Hals und an den Schultern am Uniformrock eines Kürassiers. https://de.wikipedia.org/wiki/Koller_(Uniform)

805

Schabracke: Die Schabracke (von ungarisch csábrák, türkisch çaprak) ist eine Satteldecke, die insbesondere bei festlichen Anlässen und bei Wanderritten Verwendung findet. (https://de.wikipedia.org/wiki/Schabracke_(Reitsport))

806

Hake, Karl Freiherr v. (* 1871), 1891 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1899 Oberleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 414

807

Seederer, Georg (* 1874), 1893 Portepeefähnrich, 1894 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423

808

Fritsch, Werner Freiherr v. (1880-1939), 1900 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1909 Oberleuutnant, 1936-1938 Oberbefehlshaber des Heeres, in: Fritz Beck, Geschichte des Hessischen Artilleriekorps 1. Großberzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413 (https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Fritsch)

809

Spadille: höchste Trumpfkarte (Pikass) im Lombe (https://www.wissen.de/fremdwort/spadille)

810

Parademarsch: alt-hessischer Reitermarsch von Landgraf Ludwig VIII. v. Hessen-Darmstadt (1691-1768), 1732 komponiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Alt-Hessischer_Reitermarsch)

811

Ludwig VIII. (nicht IX.) Landgraf v. Hessen-Darmstadt (1681-1768) (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_VIII._(Hessen-Darmstadt))

812

Kürassier-Regiment „von Seydlitz“ (Magdeburgisches) Nr. 7: Kavallerieverband der Preußischen Armee. Benannt war es nach Friedrich Wilhelm v. Seydlitz (1721-1773), General der Kavallerie unter König Friedrich II. v. Preußen (1712-1786). (https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrassier-Regiment_%E2%80%9Evon_Seydlitz%E2%80%9C_(Magdeburgisches)_Nr._7)

814

Andreae, Elisabeth (Libeth) geb. Andreae (1870-1946) (HStAD, R 4 Nachweis)

815

Esebeck, Maria geb. Hesse (* 1864) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 218/8)

816

Ploennies, Mathilde v. (1867-1941), Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 34529 - Görts, Elise (Elisabeth) v.... - Arcinsys Detailseite (hessen.de)), und/oder Antoinette v. Ploennies geb. Freiin v. Schenck zu Schweinsberg (1877-1956) und/oder Emilie (Mila) v. Ploennies (1862-1932), Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 34573 - Ploennies, Emilie (Mila) v.... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

817

Weerth, Mathilde (Tilla) de (1860-1955), Vorsitzende des hessischen Hausfrauenvereins (HStAD, S 1 Weerth, Matilde v.)

818

Locher, (N. N.) ???

819

Daum, Anna v. geb. Sander (* 1851) oder Christa v. Daum (* 1893) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 164/4)

820

Frankenberg, Victoria geb. Freiin v. Oppenheim (* 1872) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 247/3)

821

Reischach, Hugo Freiherr v. (1854-1934), preußischer Generalmajor und langjähriger Hofmarschall Kaiser Wilhelms II. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Reischach)

822

Seeadler, Kaiseryacht: Die ehemalige Kaiserliche Yacht "Hohenzollern", später "Kaiseradler", war ein Raddampfer. Sie wurde umgetauft als die neue Kaiserliche Yacht Hohenzollern (2) zu Wasser gebracht wurde. Der am 2. Februar 1892 unter diesem Namen vom Stapel gelaufene Kreuzer wurde in Seeadler umbenannt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hohenzollern_(Schiff,_1880))

823

Brandenburg, Flaggschiff: SMS Wörth (1892) war ein bis 1899 als Panzerschiff klassifiziertes Linienschiff der Brandenburg-Klasse der kaiserlichen Marine. Der Name wurde gewählt zum Gedenken an die Schlacht bei Wörth im Deutsch-Französischen Krieg am 6. August 1870. Prinz Heinrich v. Preußen war vom September 1894 bis September 1895 der Kommandant des Schiffes. (https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rth_(Schiff))

824

Charleys Tante (englischer Originaltitel "Charley's Aunt"): Farce in drei Akten von Brandon Thomas aus dem Jahr 1892 (https://de.wikipedia.org/wiki/Charleys_Tante)

827

Stolzenberg, Friedrich Konrad (https://wiki.genealogy.net/30._Feldartillerie-Brigade )

828

Darmstadt, Mittelrheinisches Musikfest: 8. und 9. Juli 1894 (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/g/gesangvereine.html)

829

Dehmel, Ida (Isi) geb. Coblenz, gesch. Auerbach (1870-1942), Lyrikerin, Frauenrechtlerin und Gründerin der GEDOK (Gesellschaft deutscher und österreicherischer Künstlerinnen aller Gattungen). In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie als Jüdin ausgegrenzt. Sie musste ihre Ämter niederlegen und durfte nicht mehr publizieren. Viele Künstlerfreunde verließen das Land. Obwohl sie noch mehrere Seereisen unternahm, kam Emigration für Ida Dehmel nicht in Betracht. Stattdessen harrte sie im Dehmelhaus aus, um den Nachlass ihres Mannes, des Dichters Richard Dehmel, zu bewahren. Peter Suhrkamp (1891-1959) verhinderte ihre Deportation. Angesichts von Einsamkeit und zunehmender gesundheitlicher Beeinträchtigung nahm sich Ida Dehmel 1942 das Leben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Dehmel)

830

Auerbach, Leopold (* um 1870), Konsul und Kaufmann in Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Dehmel)

831

Preuschen, Karl Freiherr v. (1862-1925), preußischer Generalleutnant, 1882 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1899 Hauptmann, verh. 6. Mai 1892 in Darmstadt mit Margarethe Wolfskehl (1871-1904) (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Preuschen_(General))

832

Gobineau, Arthur de (1816-1882), französischer Diplomat und Schriftsteller: 1853-1855 erschien sein Buch "Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen", das die Theorie einer arischen Herrenrasse aufstellt und als Hauptwerk des Rassismus gilt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_de_Gobineau)

833

Chamberlain, Houston Stewart (1855-1927), in England geborener, deutschsprachiger Schriftsteller, Verfasser zahlreicher populärwissenschaftlicher Werke pangermanischer und antisemitischer Einstellung. Sein bekanntestes Werk sind die "Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts" (1899), das zu einem Standardwerk des rassistischen und ideologischen Antisemitismus in Deutschland avancierte. (https://de.wikipedia.org/wiki/Houston_Stewart_Chamberlain)

834

Berlin, Lennéstraße Nr. 5 (Tiergarten): fortschrittlicher Salon der Konsulin Ida Auerbach geb. Coblenz (https://www.berliner-woche.de/tiergarten/c-kultur/richard-und-ida-dehmel-brachen-alle-konventionen-ihrer-zeit_a248974)

835

Liliencron, Detlev v., eigentlich Friedrich Adolf Axel Freiherr v. Liliencron (1844-1909), Lyriker, Prosa- und Bühnenautor (https://de.wikipedia.org/wiki/Detlev_von_Liliencron)

836

Dehmel, Richard (1863-1920), Dichter und Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dehmel)

837

Falke, Gustav (1853-1916), Dichter und Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Falke)

838

Bierbaum, Otto Julius, Pseudonym: Martin Möbius und Simplizissimus (1865-1910), Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Julius_Bierbaum)

839

George, Stefan (1868-1933), Lyriker (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George)

840

Schäfer, Wilhelm (1868-1952), Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Sch%C3%A4fer_(Schriftsteller))

841

Scheerbarth, Paul Karl Wilhelm, Pseudonym: Kuno oder Bruno Küfer (1863-1915), Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Scheerbart)

842

Weingartner, Felix, Edler v. Münzberg (1863-1943), österreichischer Dirigent, Komponist, Pianist und Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Weingartner)

843

Wüllner, Ludwig (1858-1938), Konzert- und Opernsänger (Tenor), Rezitator und Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_W%C3%BCllner)

844

Nodnagel, Ernst Otto (1870-1909), Komponist, Sänger und Literat (https://www.lagis-hessen.de/pnd/117036870)

845

Risler, Edouard (1873-1929), französischer Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89douard_Risler)

846

Ansorge, Conrad (1862-1930), Komponist, Pianist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Conrad_Ansorge)

847

Hahn, Reynaldo (1874-1947), französischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Reynaldo_Hahn)

848

Berend-Corinth, Charlotte (1880-1967), Malerin, Lithographin, Buchillustratorin und Autorin (https://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Berend-Corinth)

849

Slevogt, Max (1868-1932), Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Slevogt)

850

Hofmann, Ludwig v. (1861-1945), Maler, Grafiker und Gestalter aus Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_von_Hofmann)

851

Leistikow, Walter (1865-1908), impressionistischer Maler und Grafiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Leistikow)

852

Berlin, Kunst-Auktions-Haus Keller & Reiner: Kurfürstendamm 225-226, gegründet 1897, 1933/34 aufgelöst. Inhaber: Martin Keller und Carl R. Reiner (https://dka.gnm.de/solr-archivalien/1473569)

853

Hauptmann, Gerhart (1862-1946), Schriftsteller und Dramatiker: Premiere seines Dramas "Die versunkene Glock" am 2. Dezember 1896 im Deutschen Theater in Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Hauptmann) (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_versunkene_Glocke)

854

Duse, Eleonora (1854-1924), italienische Schauspielerin, gen. "die Duse": 1892 Gastspiel am Lessing-Theater in Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonora_Duse)

855

Kleines Theater Berlin für Erstaufführungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleines_Theater_Unter_den_Linden)

856

Dostojewski, Fjodor M. (1821-1888), russischer Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski)

857

Maeterlinck, Maurice (1862-1949), belgischer Schriftsteller und Dramatiker französischer Sprache: Autor des Schauspiels "Pelléas et Mélisande" (https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Maeterlinck)

858

Debussy, Claude (1862-1918), französischer Komponist des Impressionismus: vertont 1902 "Pelléas et Mélisande" als Oper (https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Debussy)

859

Dehmel, Paula geb. Oppenheimer (1862-1918), Schriftstellerin, 1899 von Richard Dehmel geschieden

860

Hamburg-Blankenese, 1912 im Dehmelhaus (https://de.wikipedia.org/wiki/Paula_Dehmel)

861

Luftschiffer-Abteilung: 1884 Aufstellung des ersten Ballondétachement (=Einheit) der Preußischen Armee, 1887 Gründung der Luftschifferabteilung (militärische Auklärungseinheit zur Gefechtstands- und Artilleriebeobachtung mittels Fesselballons), 1896 Einführung des Parseval-Sigsfeld-Fesselballons mit 600 Kubikmeter Gasinhalt und durch Windzug aufgeblasenen Luftkammern (https://de.wikipedia.org/wiki/Luftstreitkr%C3%A4fte_(Deutsches_Kaiserreich))

862

Klußmann, Hermann (1854-1914), Lehrer der Waffenlehre an der Kriegsakademie Berlin, Generalmajor, Fachschriftsteller (https://www.deutsche-biographie.de/sfz43097.html)

863

Groß, Hans (1860-1924), preußischer Generalmajor, Ballonfahrer und Konstrukteur von Militärluftschiffen (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Gro%C3%9F_(Luftschiffkonstrukteur))

864

Bartsch v. Sigsfeld, Hans (1861-1902), Erfinder und Luftschiffer, entwickelt gemeinsam mit August v. Parseval (1861-1942) den Drachenballon (ein mit einem Luftsack versehener langgestreckter Fesselballon, eingesetzt 1897), 1896 Eintritt in den aktiven Militärdienst bei der Luftschiffer-Abteilung Berlin-Tegel (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Bartsch_von_Sigsfeld)

865

Tschudi, Georg v. (1862-1928), Flugpionier und Offizier, 1894 bei der Luftschiffer-Abteilung in Brlin, 1897 Hauptmann der damals einzigen Luftschifferkompanie, 1902 Lehrer im Luftschiffer-Bataillon und Chef der Militär-Funktelegraf-Versuchsabteilung, 1908 Leiter der Internationalen Luftfahrtausstellung in Frankfurt am Main, 1910 Chef des ersten deutschen Flugplatzes in Johannisthal bei Berlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_von_Tschudi)

866

Kehler, Richard v. (1866-1943), Luftschiffpionier, Militär, Ballonfahrer und Unternehmer, 1896/1897 zweimaliger Ballonführer bei den Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_von_Kehler)

867

Neumann, Georg Paul (1878-1923), Leutnant, im Ersten Weltkrieg Hauptmann der Fliegertruppe, Militärschriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Paul_Neumann)

868

Kleist, Ewald v. (1863-1918), Generalmajor (https://de.wikipedia.org/wiki/Ewald_von_Kleist_(Generalfeldmarschall))

869

Hutier, Oskar v. (1853-1934), preußischer General der Infanterie (https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_von_Hutier)

870

Berlin, Optische Anstalt C. P. Goerz in Friedenau, Rheinstraße: Fertigung optischer Linsen und Kameras, ab 1891 auch militärischer Optik (https://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Anstalt_C._P._Goerz)

871

Summer, auch Butzer (von englisch buzzer für Summer, Pieper): elektrisch angesteuerter akustischer Signalgeber, der einen Summ- oder Piepston erzeugt (https://de.wikipedia.org/wiki/Summer_(Elektrik))

872

Karl Alexander Großherzog v. Sachsen-Weimar-Eisenach (1818-1901) (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Alexander_(Sachsen-Weimar-Eisenach))

874

Eisenach, Wartburg: Die Wartburg ist eine Burg in Thüringen, über der Stadt Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes 411 m ü.NN gelegen. Sie wurde um 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe (https://de.wikipedia.org/wiki/Wartburg)

876

Schwarz, David (1850-1897), Luftfahrtpionier, Erfinder des ersten Metallluftschiffes (https://de.wikipedia.org/wiki/David_Schwarz)

877

Parseval, August v. (1861-1942), Erfinder und Luftschiffer (https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Parseval)

878

Zeppelin, Ferdinand Graf v. (1838-1917), General der Kavallerie, Entwickler und Begründer des Starrluftschiffsbaus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Zeppelin)

879

Sonderband nicht im Familienarchiv v. Hahn (HStAD, O 59 v. Hahn) vorhanden

880

Preußischer Kronenorden 4. Klasse, verliehen am 10. September 1898 (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 13)

881

Auguste Viktoria Kaiserin Deutsches Reich geb. Prinzessin v. Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921) (https://de.wikipedia.org/wiki/Auguste_Viktoria_von_Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg)

882

Dreimaster: Uniformmantel, auch für Damen

883

Oetinger-Barkhaus-Wiesenhütten, Margarete Klara Valeska Hedwig geb. v. Schröeder (* 1875), Porträt (HStAD Bestand D 27 A Nr. 79/57 - Oetinger-Barkhaus-Wiesenhüt... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

884

Carole: (aus dem Mittelalter) von französisch Carole, ehemals Reihen—und Rundtanz, bei dem die Tanzenden sich bei den Händen haltend einen Kreis bilden, sinnbildlich: die Runde machen, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 3. Band, S. 773

885

Stein, Hermann v. (1854-1923), preußischer General und Kriegsminister (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Stein)

886

Nepotimsus: (lateinisch nepos "Neffe" u. ismus), auch Vetternwirtschaft oder Vetterleswirtschaft genannt: übermäßige Vorteilsbeschaffung durch bzw. für Familienangehörige, Familienmitglieder bzw. Verwandte, auch Freunde (https://de.wikipedia.org/wiki/Vetternwirtschaft)

887

Beck, Julius (Jules) v. (* 1846), 1894 Oberstleutnant und Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410f

888

Zangen, Reinhard v. (1870-1914), 1892 Seconde-Leutnant Artillerie-Regiment Nr. 25, 1900 Hauptmann, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425

889

Zeugnisanhang nicht im Familiennachlass (HStAD, O 59 v. Hahn) überliefert

890

Buch über Freiballonfahrten nicht im Nachlass überliefert (HStAD, O 59 v. Hahn)

891

Dresden-Radebeul, Villa Kolbe: später auch „Kohlmannvilla“ beziehungsweise „Schramm-Klinik“ genannt, ist ein seit 1980 unter Denkmalschutz stehender „Villenbau im Stil eines deutschen Renaissanceschlosses“ in der Zinzendorfstraße 16 im Stadtteil Alt-Radebeul der sächsischen Stadt Radebeul. Das 1890/1891 nach Entwürfen des Berliner Architekten Otto March (1845-1913) erbaute Landhaus Dr. Kolbe im Stil der Neorenaissance ist „eine der aufwendigsten und architektonisch qualitätsvollsten Villen von Radebeul und seiner weiteren Umgebung". (https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Kolbe)

892

March, Otto (1845-1913), Architekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_March)

893

Kolbe, Elisabeth (* 1885); Schwestern Maria (1886-1913) und Hildegard (* 1895), sowie später Johanna (Hanni) verh. v. Meyer (* 1898)

894

Kolbe, Karl (1855-1909), Chemiker und Industrieller

895

Zangen, Reinhard v. (1870-1914): Leutnant: wohnhaft Steinstraße 28 in Darmstadt (Adressbuch Darmstadt 1896, S. 192)

896

Wittich, Rudolf (1870-1947), Buchdruckereibesitzer in Darmstadt, Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 39360/205 A - Wittich, Rudolf (1870-1947)... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))

897

Locher, (N. N.), Familie in Jugenheim an der Bergstraße

898

Znaniecki, Sophie v., Tochter des verstorbenen Hauptmanns Bronislaw v. Znaniecki und Auguste geb. v. Grolmann (HStAD, G 28 Darmstadt F 3035/11)

899

Darmstadt, Riedeselstraße 23 (Adressbuch Darmstadt 1899, S. 345)

900

Darmstadt, Eichbergstraße 1 (Adressbuch Darmstadt 1904, S. 276)

901

Hahn, Marie (Mieze) v. geb. Struckmann (1874-1959)

902

Darmstadt, Heinrichstraße 9 (Adressbuch Darmstadt, 1896, S. 58)

903

20. Juni 1900: Kreisrat in Oppenheim am Rhein (HStAD, S 1 Hahn, Friedrich v.)

904

19. März 1904: Kreisrat in Heppenheim an der Berstraße (HStAD, S 1 Hahn, Friedrich v.)

905

Geibel, Emanuel (1815-1884), Lyriker (https://de.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Geibel)

906

Daum, Arthur v. (* 1846), Generalmajor und Kommandeur in Darmstadt (HStAD, S 1 Daum, Arthur v.)

907

Lang, Maximilian (* 1858), 1877 Seconde-Leutnant Artillerie-Regiment Nr. 25, 1901 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417

908

Moltke, Helmuth Karl Bernhard Graf v. (1800-1891), preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabs (https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_(Generalfeldmarschall))

909

Kaiserpreis: Das Kaiserabzeichen wurde am 27. Januar 1895 durch Kaiser Wilhelm II. als jährliches Preisschießen für Offiziere und Unteroffiziere der Korps der Preußischen Armee gestiftet, um die Schießleistungen in den einzelnen Regimentern der Infanterie und Artillerie zu verbessern. Das Abzeichen wurde von 1895 bis 1913 verliehen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserabzeichen)

910

Ferentheil und Gruppenberg, Kurt v. (* 1858), 1899 Major Artillerie-Regiment Nr. 25, in: in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

911

Michelly, Eberhard (* 1868), 1899 Oberleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 418

912

Selasinsky, Otto v. (* 1864), 1894 Premier-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423

913

Palinkas, Johann (* 1854), Hofkutscher (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 703/2)

914

Darmstadt, Wilhelmstraße 59 (Adressbuch Darmstadt 1896, S. 58)

915

Barbarafest: Die Artilleristen und Pioniere, aber meist auch die aus der Artillerie hervorgegangene Heeresflugabwehrtruppe und die Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe, begehen am 4. Dezember die Barbarafeier. Dabei wird der Heiligen Barbara gedacht, für ihren Schutz vor Schießunfällen gedankt und in das vergangene Jahr in meist humorvoller Weise zurückgeschaut. (https://de.wikipedia.org/wiki/Artillerie#Schutzpatronin)

916

Westarp, Adolf Graf v. (1854-1925), 1901 Major und Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425 (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Westarp_(Generalleutnant))

917

Westarp, Alexandra Gräfin v. geb. v. Walter (1863-1940) (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Westarp_(Generalleutnant))

918

Gilsa, Karl v. (* 1869), 1893 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1904 Hauptmann und Lehrer an der Hauptkadettenanstalt, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 414

919

Kleinschmit, Paul v. (* 1858), Major 1875 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416

920

Paul, Karl (1826-1927), Vizewachtmeister Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 705/5)

921

Müller, Max v. (* 1856), 1906 Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 15, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 419

922

Scholtz, Boje Friedrich Nikolaus v. (1851-1927), 1903 Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Scholtz)

923

Beaulieu, Charles de (1887-1909), 1906 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410

924

Trott zu Solz, Hans v. (1881-1909), 1900 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 424

925

Reden, Maximilian v. (1877-1909), 1897 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420

926

Geldern-Crispendorf, Werner v. (* 1886), 1905 Leutnnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

927

Reichenau, Egon v. (* 1887), 1908 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420

928

Reinicke, (N. N.), 1885 Ober-Roßarzt im Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (HStAD, S 1 Reinicke, (N. N.))

929

Darmstadt, Orpheum: Im Nordosten Darmstadts zwischen Odenwaldbahn und heutigem Spessartring ließ Großherzog Ludwig IV. im Jahr 1877 für seine Frau Alice eine überdachte Rollschuhbahn errichten. Im Jahr 1895 wurde der Rundbau von der Familie Fink als Varieté und Schaubühne neu gegründet, mit 1200 Zuschauerplätzen bestückt und erhielt den Namen ‘Orpheum’ In der Nacht vom 25. auf den 26. August 1944 wurde das Orpheum bei einem Fliegerangriff zerstört. (https://de.wikipedia.org/wiki/Orpheum_Darmstadt)

930

Salome, Oper von Richard Strauss nach Drama von Oskar Wilde von 1891 (https://de.wikipedia.org/wiki/Salome_(Oper))

931

Küchler, Georg v. (* 1881), 1901 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417

932

Groote, Otto (Tünnes) v. (* 1880), 1902 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 414

933

Knesebeck,Egon v. dem (* 1878), 1909 Oberstleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417

934

Bickel, Georg Herbert (* 1889), 1909 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411

935

Elst, Wolfgang van der (* 1889), 1909 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

936

Hahn, Maria v. geb. Dambacher (1875-1964), seit 1902 Ehefrau Heinrich v. Hahns

937

Bols steht für Lucas Bols, niederländischer Hersteller von Likören, und seine Produkte. (https://de.wikipedia.org/wiki/Lucas_Bols)

938

Gilsa, Kurt v. (1866-1941), Generalmajor, 1905 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 414

939

Gabelschießen: beim Einschießen das Verfahren, bei dem man je einen Schuss vor und hinter das Ziel zu legen sucht, um dann mit ziemlicher Bestimmtheit zu wissen, dass das Ziel zwischen den beiden Entferrnungen liegt. (https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers&lemid=G00019)

940

Wirkungsschießen, auch Sperrfeuer: im engeren Sinne ein unbeobachtetes Wirkungsschießen der Artillerie auf einen begrenzten Raum mit einer vorher festgelegten Munitionsmenge. (https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/taktischegrundbegriffe-R.htm)

941

Senne: Truppenübungsplatz von 116 Quadratkilometern Größe bei Paderborn, seit Ende des 19. Jahrhunderts militärisch genutzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Truppen%C3%BCbungsplatz_Senne)

942

Bad Mergentheim, Kaisermanöver bei Bad Mergentheim: 13. bis 17. September 1909 im Taubertal (https://www-p2.archivportal-d.de/item/LEZ4JEBN6CLTIWXZDI3BFWJ5QKXR4ZOZ)

943

Stoeßer, Ludwig v. (* 1862), 1906 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423

944

Ostrowski, Bruno v. (* 1865), 1908 Major Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 419

945

Bossart, Therese (Röschen) geb. v. Hahn (1868-1952), Cousine Heinrich v. Hahns

946

Bossart, Karl Ludwig (1866-1945), Domprobst in Ratzeburg

947

Bossart, Karl August (1899-1917), Offizier; Adolf Friedrich (1904-1948), Kaufmann in Amerika, und Heinz (1905-1945), Rechtsanwalt inn Neustrelitz

948

Caleil, auch Carlisle Codlin: alte Apfelsorte, auch Zitronenapfel genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten/C)

949

Seederer, Georg (* 1874), 1911 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 423

950

Hahn, Diether v. (1908-1939), Sohn Heinrich v. Hahns

952

Gästebuch Hoxhohl (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 52)

953

Heuser, Nikolaus v. (* 1872), 1904 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 415

954

Eggeling, Bernhard v. (* 1872), 1909 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

955

Bussche-Lohe, Georg Freiherr v. dem (* 1866), 1900 Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411

956

Krug von Nidda, Georg v. (* 1870), Porträt, um 1890 (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6580984&icomefrom=search)

957

Dambacher, Emilie geb. Diehl (1843-1934), Schwiegermutter Heinrich v. Hahns

958

Krümperkutsche: überzähliges Fahrzeug, das den berittenen Truppen gegen Bezahlung für Privatfahrten zur Verfügung stand (https://www.wissen.de/lexikon/kruemperwagen)

959

Nietzsche, Friedrich (1844-1900), klassischer Philologe und Philosoph, aus: „Also sprach Zarathustra“ https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche

960

Eggers, Waldemar (* 1859), Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artillerikorps 1. Großherzoglich Hessichen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413

961

Kleist, Ewald v. (1881-1954), Generalfeldmarschall (https://de.wikipedia.org/wiki/Ewald_von_Kleist_(Generalfeldmarschall))

963

Lochow, Ewald v. (1855-1942), preußischer General der Infanterie (https://de.wikipedia.org/wiki/Ewald_von_Lochow)

964

Seeckt, Hans v. (1866-1936), Generalstabschef (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Seeckt)

965

Koppelrick: Hindernis beim Springreiten, aus zwei Stangen bestehend (https://www.dwds.de/wb/Koppelrick)

966

Dallmin, Schloss bei Karstädt in Brandenburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Dallmin)

967

Podbielski, Victor v. (1844-1916), Reichstagsmitglied, Wirklicher Geheimer Rat und Exzellenz im Reichspostamt (https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Podbielski_(Politiker,_1844))

968

Tattersall: Unternehmen zur Unterbringung und Pflege fremder Pferde, auch Verleih und Verkauf von Pferden, häufig auch Begriff für Reitbahn oder Reithalle (https://de.wikipedia.org/wiki/Tattersall)

969

Jeu de rose, auch Schleifenraub genannt: Spiel einer Reiterquadrille (https://www.buchfreund.de/de/d/p/96706121/reiterspiele-und-quadrillen-in-alter-neuer-zeit)

970

Gans von Putlitz, Johanna (Hanna) v. (* 1887), in: Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1920 A (Uradel), S. 252

971

jeuen: altertümlich für Glücksspiele spielen, von französiscch jeu, das Spiel

972

Renz, Otto Wilhelm v. (1891-1968), Offizier, zuletzt Kommandeur der Flakartillerie der Luftwaffe (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wilhelm_von_Renz)