Ehe
und Gesellschaft
1902-1918
[]
Goethe []
Was gibt uns wohl den schönsten Frieden,
Als frei am eignen Glück zu schmieden.
Nun muß ich aber endlich über meine Ehe
berichten, von meiner Frau, meinen Kindern
erzählen. Es war ja schon manchmal vorher
davon die Rede. Jetzt soll es gründlich geschehen.
Wie beginne ich? - zuerst ein kleiner Umweg.
Meine Verlobung fiel in die Zeit der
Grün-
dung der Künstlerkolonie durch Großherzog
Ernst-
Ludwig und der Ausstellung "Ein Dokument
Deutscher Kunst" auf der Mathildenhöhe. Sie steht
in so naher Beziehung zu ihr, daß ich erst bei ihr
verweilen muß.
Der Großherzog wollte der sinnlosen Nachäffung
alter Baustile ein Ende machen und den
ver-
flachten Jugendstil, in dem anfangs
aussichts-
volle Kräfte tätig waren, überwinden. Er
glaub-
te diese Absicht verwirklichen zu können durch
Belebung des Handwerks in weitestem Sinne,
indem er dem Hausbau u. seiner inneren
Ein-
richtung neue praktische u. künstlerische Wege zu
geben versuchte. Dieser Gedanke, nicht ohne
eng-
lische Einflüsse, lag in der Luft. Er war
schöpfe-
risch, zumal er in sehr persönlicher Art geleitet []
und durchgeführt wurde, erwies sich auch als
fruchtbar und eine Zeit lang erfolgreich.
Der Großherzog, kunstgewerblich begabt und
unterrichtet, intelligent, phantasievoll,
an-
regend u. wagemutig, war für einen Fürst
außergewöhnlich vorurteilsfrei u. im Verkehr
freimütig. Er liebte das Künstlervölkchen und
wußte es zu behandeln. Ich kannte ihn von
Jugend auf und kam bei vielen
Gelegenhei-
ten mit ihm zusammen. Auch über diese seine
Absichten hat er mit mir gesprochen.
Er berief 7 junge Künstler verschiedenster
Ge-
biete nach Darmstadt: die Architekten Joseph
Olbrich u. Peter Behrens, den Innenarchitekten
Patriz Huber, den Kunstglaser Christiansen,
den Goldschmied Bosselt, den Bildhauer L[udwig] Habich,
den Maler Paul Bürck. Die angegebenen
Ge-
biete galten nicht ausschließlich, sondern griffen
ineinander über. Der Großherzog wollte keine
Akademie, die haßte er, er wollte eine freie
Gemeinschaft des Schaffens, ohne Staatsaufsicht,
allerdings von ihm geleitet. Er gab Jedem ein
Atelier u. eine monatl[iche] Geldzulage. Dieser []
Gemeinschaft mußte natürlich ein
gemein-
schaftliches Ziel gesetzt werden, sollte sie nicht
in einem luftleeren Raum arbeiten, und sie
mußte, wie es sich bald herausstellte, zunächst
ein Zeugnis von ihrem Können ablegen, der
Stadt, dem Land, ja der ganzen Welt gegenüber.
Hieraus erwuchs der Gedanke der Ausstellung [19]01.
Der Großherzog gab hierzu aus eignen Besitz
den Mathildenhöh-Garten frei, in dem, als
höch-
stem Punkt der Stadt das Hochreservoir der Städt[ischen]
Wasserleitung lag, der noch völlig unbebaut
war, ein alter Park mit herrlichem Baumwuchs
u. einem Platanenhain. Nicht Pläne, Grundrisse,
Ansichten, Modelle sollten gezeigt werden, sondern
fertige Häuser, von den her [über der Zeile eingefügt: berufenen Künstlern] gebaut u. von ihnen bis
aufs Letzte ausgestattet u. eingerichtet, von ihrer
Hand oder nach ihren Entwürfen:
Einfamilienhäu-
ser, Junggesellenheime, Atelierbauten, große,
klei-
ne. Die eigene Arbeit begriff alles in sich vom
Schornstein bis zum Keller, vom Dachkandel bis zum
Torschlüssel: Grundriß, Außenansicht, innere
Auf-
teilung u. Gestaltung, Wände, Decken, Böden, Türen,
Treppen, Fensterbehandlung, Küchen, Bäder, Clos, []
Waschräume, Heizkörper, Beleuchtungen, Möbel,
deren Bezüge, ihr Einbau, Vorhänge, Teppiche,
Schlös-
ser, Schlüssel, Geschirr, Glas, Bestecke, Leinenzeug,
Gartengestaltung, Bänke, Tische, Veranden, Loggien,
schließlich Bilder, Plastiken, Silber, Schmuck, Zierrat
aller Art, ja sogar die Kleider der Hausfrau: kurz
alles vom Größten bis zum Kleinsten selbst
ge-
macht oder erdacht, nichts Fertiges, Kaufbares.
Dies war das breitgefügte, kühne Programm.
Führer war der allen überlegene u. vielseitigste
Joseph Maria Olbrich, ein [über der Zeile eingefügt: Troppauer] (Wiener), der dort durch
sei-
nen Bau der Sezession aufgefallen war. Er
bau-
te 6 Häuser: das langgestreckte Atelierhaus, an
das Hochreservoir angelehnt, mit den zwei steinernen
Kolossalfiguren von Habichs Hand als Torwächter,
ihm zu Füßen das Habichhaus, Christiansenhaus,
die zwei Glückerthäuser, sein Olbrichhaus, des 7te
baute Behrens für sich. Der u. Christiansen
richte-
ten ihre Häuser innen selbst ein, Huber das
Habich-
u. kleine Glückerthaus, Olbrich alle anderen, der
noch in Behelfssart ein kleines Konzerthaus und eine
Halle für Flächenkunst (Bilder, Graphik)
errich-
tete. Er u. Bürck sorgten für die Rahmenbauten: []
Portale, Einfriedung, Musikpavillon,
Restau-
rant, Kaffeehalle, Kassen, Büros. Dieser
weitaus-
greifende Plan wurde wahrhaft großzügig, ja
genial angepackt u. durchgeführt, finanziell
bevorschußt von Staat, Stadt u. Großherzog,
ge-
schickt propagiert u. geleitet von gewandtem
Geschäftsführer. Er hatte zweifellos etwas
Faszi-
nierendes. Ein äußerer Erfolg von unerhörtem,
nie geahntem Ausmaß krönte die Arbeit. Nach
Rückzahlung aller Vorschüsse verblieb noch ein
erheblicher Ueberschuß. Auch der künstlerische
Er-
folg, obwohl die Kritik vieles nicht gut hieß, und
der Darmstädter Spießer begreiflicherweise nur
unter Vorbehalten mitging, war über Erwarten
stark. Die Leistung des in einem einzigen Jahre
aus dem Nichts Geschaffenen war unantastbar.
Vieles war überzeugend, einiges nicht gelungen,
manches verhauen. Aber trotz Ablehnung wirkte
auch dieses anregend, aufrüttelnd in hohem Maß.
Jeder, und es waren 100.000de, ging bereichert,
mindestens nachdenklich nach Hause. Mit dem
Durcheinander in den Zimmer-Einrichtungen, dem
Gemisch von Wohn, Eß, Arbeits, Abstellräumen wurde []
gebrochen, jedem Zweck ein eigener, wenn noch
so kleiner in sich geschlossener Raum gegeben,
der hierfür durchdacht u. gestaltet wurde, mit schlich
ten materialächten Zweckmöbeln, ohne Schnörkel,
fernab historischen Stilen, einheitlich in Formen,
Farben, Linien von Wand, Decke, Boden, Bezügen,
Teppichen, Bildern, Zierrat: Makartstrauß,
Deko-
ration, Nippes verschwanden.
Es läßt sich denken, welche Originalitäten aus
den Feuerköpfen u. gierigen Händen dieser sieben
blutjungen, begeisterten, sich gegenseitig
be-
fruchtenden Künstlern herausspringen mußten.
Kein Wunder, daß Auswüchse mit unterliefen.
Ein so flutendes geistiges Leben u. Erleben
im Wirbel von Künstlern, Kritikern, Presseleuten
u. der breiten Masse von Einheimischen u. Gästen
aus ganz Deutschland u. dem Ausland - denn
die Wohnfrage geht Jeden an, und Deutschland
war damals noch reich - hat Darmstadt vorher
und nachher nie gesehen.
Ich war Feuer u. Flamme für die Idee u. die Art
der Verwirklichung. Ich machte mich an die
Künst-
ler heran, lernte sie alle schon in den Vorarbeiten []
persönlich kennen u. verstand mich trefflich
mit ihnen. Das Meiste, das sie bewegte, war
mir geläufig, willig ging ich im Neuen mit,
wie ich ja immer das Neue, das Andere liebte.
Vier von ihnen wurden mir zu Freunden; zwei
stehen mir heute noch nahe; zwei sind früh
ge-
storben.
Und nun bin ich an dem Punkt angelangt,
von dem aus ich die Geschichte meiner
Verlo-
bung erzählen kann. Wir lernten uns im
Herbst 1902 in Karlsruhe kennen, als ich dort bei
meinem Kriegsschulkameraden Hubert v. Schilling
auf Urlaub weilte. Schilling u. seine Frau hatten
mich im Vorjahre in Darmstadt besucht, um unter
meiner Führung die Ausstellung [19]01 zu
besichti-
gen. Sie hatten beabsichtigt hierzu ihre Freunde
Dr. Dambacher und dessen Schwester mitzubringen,
die für alle Hauseinrichtungs u.
kunstgewerb-
liche Fragen großes Interesse hatten, zumal auch
in Karlsruhe große Reklame für diese Ausstellung
gemacht worden war. Die Gäste kamen aber nicht
mit. In Karlsruhe eingetroffen, führte er mich
bald mit diesen Freunden zusammen mit der []
Absicht, diesen durch meine mündlichen
Er-
zählungen den versäumten
Ausstellungsbe-
such ersetzen zu lassen. Und nun stellte es
sich heraus, daß die junge Dame nicht nur
In-
teresse u. Verständnis für diese Dinge hatte,
son-
dern daß ihre geistige u. seelische Einstellung
hier, u. wie ich in der Folge unserer
Begegnun-
gen erkannte, in Allem mit mir
überein-
stimmte. Auch sie liebte das Schöne wie das
Prak-
tische mit treffendem Urteil, sie liebte wie
ich das Neue, das Andere. Diese
Ideengemein-
schaft, die die Annäherung schuf u. schnell
er-
weiterte, bildete die Brücke zwischen zwei
an-
fangs ganz unbekannten Ufern, die sich bei
näherer Bekanntschaft als den gleichen
Land-
schaften angehörig erwiesen. Der Untergrund
schien [gestrichen: schien] gut u. fest genug, ein neues
glückverheißendes Leben aufzubauen, wie
ich es mir immer erhoffte.
Ich hatte nie Lust u. Anlage zum Junggesellen,
genoß aber dessen ungebundene Selbständigkeit
gern. An eine Bindung war erst zu denken,
nachdem ich finanziell unabhängig geworden. []
Dies war erreicht, und ich sehnte mich nach der
Ehe. Die Hähne sind geborene Ehemänner; es
hat noch Jeder früh oder spät eine Frau
gefun-
den. Es wird Niemand glauben, daß ich
seit-
her ohne Liebe durch ein nicht gewöhnliches
Le-
ben gegangen sei. Ich hatte das Ewig-Weib-
liche reichlich u. von seinen schönsten Seiten,
dankbar u. verschwiegen - wie Busch sagt –
ken-
nen gelernt; es war mir endlich zum
Ueber-
druß geworden. Was ich erlebte, wurde mir
zu einer Bereicherung meines Wesens; ich
bereue und vergesse nichts. Aber eines Tages
war ich reif zur Ehe. Auch reif zur Einsicht,
daß das Ideal des Jünglings ein anderes ist,
als das des Mannes. Ich war mir völlig klar
darüber, was ich brauchte u. wollte. Ueber die
selbstverständliche seelische u. geistige
Ueberein-
stimmung hinaus, mußte bei ausreichender
finanzieller Sicherung meine Frau nicht nur
aus guter Familie, auch aus gutem Blut
ge-
funden werden. Liebe ohne Vernunft stiftet
keine gute Ehe. Gewiß gab es in Darmstadt
unter den Damen der Gesellschaft u. den
Freun-[]
dinen Mariechens eine ganze Anzahl netter,
begabter, ja schöner Mädchen. Sie sind fast
alle gute Frauen geworden. Ich kannte sie
vielleicht zu gut; sie hatten keinen Ankratz
für mich. Ich suchte das Neue, das Andere, u.
fand es nun in Karlsruhe innerhalb von nur
14 Tagen. Wir sprachen uns fünfmal: im
Restaurant, auf der Messe, beim Musikreiten,
im Konzert, beim Spaziergang: dann stand
mein Entschluß fest.
In Darmstadt hatte sich das Leben zu der
Jahr-
hundertwende stark veräußerlicht. Mochte ich
auch annehmen, daß manch Gutes im Kern
schlummerte, so schienen mir doch fast alle
Mäd-
chen oberflächlich, ohne Ernst der
Lebensauf-
fassung, voll angelesener oder
nachgeplapper-
ter Phrasen. Nun fand ich trotz verwöhnter
Erziehung u. einer Lebensgestaltung aus dem
Vollen, einen schlichten häuslichen Ton, feine
Herzensbildung, zuverlässigen Charakter, ein
klares Ja u. Nein zu allen Lebensfragen,
Gesundheit, ausgeprägten Familiensinn,
Freude, ja Miterleben der Natur, Liebe zu []
Tieren und Blumen. Ich nenne grade diese
letzten Eigenschaften, weil ich gefunden habe,
daß durch sie sich die Seele des Menschen am
deutlichsten offenbart.
Nach kurzen, uns natürlich viel zu lang
dau-
ernden Verhandlungen mit dem Vater, der
da-
mals schon kränkelte u. im ersten Jahre
unse-
rer Ehe starb, konnten wir am 28. November [19]01
unsere Verlobung den erstaunten Karlsruhern
u. Darmstädtern bekannt geben. Nun war ich
jeden Sonntag im Karlsruher Haus in der
Ste-
fanienstraße und gewöhnte mich sehr schnell ein.
Es schien mir alles neu u. dennoch wie vertraut,
anders u. dennoch mir gemäß: so
gleichge-
stimmt war das Niveau der beiden Familien.
Marias Mutter war eine geborene Diehl
aus Lahr. Sie hatte durch Großmutter Wolf
ausgesprochen dinarischen Typ, während der
Va-
ter Dambacher, der in Karlsruhe hochangesehene
u. verehrte Hausarzt, später Anstaltsarzt der
Karlsr[uher] Lebens-Versicherungs-Gesellschaft
nordi-
sches Blut mitbrachte, eine bekanntlich sehr
gün-
stige Mischung, die wir nun wiederholten. []
Diehl hatte eine Tabakfabrik in Basel, ein
be-
quemes Haus mit schönem Garten im
Linden-
weg u. lebte aus dem Vollen, eine verschlossene
Persönlichkeit von etwas einsiedlerischem Wesen.
Das Verschlossene, in sich Zurückgezogene hatte
auch meine Schwiegermutter, das sich mit
zu-
nehmendem Alter verstärkte. Der Hauptzug
ihres Wesens war Herzensgüte, die sie nie
ver-
lor, auch wenn ihr Temperament sie zuweilen
aufbrausen ließ. Aus ihr floß eine natürliche
Liebenswürdigkeit, die allerdings nicht viele
Worte machte, und in aufopfernder Sorge für
Tochter u. Sohn ihr ganzes Genüge fand.
Sie war eine schöne vornehme, immer gut
ange-
zogene Erscheinung, eine Dame in altem Sinn,
mit charakteristischen Zügen in Gesicht u. Haltung,
eine vorzügliche Hausfrau, allem Schönen in
Natur u. Kunst aufgeschlossen.
Marias Bruder Edmund war ein flotter
Korps-
student gewesen in Heidelberg, [gestrichen: Heilbronn; über der Zeile eingefügt: Tübingen],
Ber-
lin; in Heidelberg eine Zeit lang leitender Arzt
des Sanatoriums auf dem Schloßberg u. [gestrichen: einen; mit Bleistift über der Zeile eingefügt: zwei]
Winter lang Arzt in Bordighera. Dort u. in
Hei-[]
delberg hatte ihn meine Braut unterstützt.
Jetzt war er grade im Begriff, Nachfolger des
Vaters in der Anstalt zu werden.
Bei Diehls herrschte ein starker Familiensinn.
Im Mittelpunkt der Verehrung stand die
un-
vergeßliche Persönlichkeit von Marias
Großmut-
ter in Basel. Sie war berechtigt. Denn das
alte Mütterchen im weißen Scheitel u. den roten
Bäckchen, die ihr noch etwas gradezu
Anmuti-
ges verliehen, wußte alle u. auch mich, als ich
an Weihnachten in ihrem gastlichen Hause
wie-
len durfte, zu liebender Verehrung leicht zu
überreden. Ihr warmes Interesse, ihr gutes
Ge-
dächtnis für Jedermann, ihre stets heitere
Lau-
ne, die gütigen, wenn auch mehr u. mehr
erblin-
denden Augen - alles ist mir [über der Zeile eingefügt: in] bester Erinnerung.
Ihre Hände, ihr Geist standen nie still. Sie
diktier-
te Gedichte, u. als es mit Sticken u. Stricken nicht
mehr gehen wollte, sammelte sie gebrauchte
Brief-
marken in Päckchen zum Besten der Armen.
Tanty, die einzige Unverheiratete ihrer 4 Töchter,
ihrerseits eine große Briefmarkensammlerin, half
ihr dabei u. stand dem Haushalt vor, dessen
Lei-[]
tung die [über der Zeile eingefügt: Mutter] jedoch nicht aus der Hand gab.
Ihr einziger Sohn, Onkel Ferdinand, der
zusam-
men mit Herrn Gageur der Fabrik vorstand,
lebte im oberen Stock des Lindenweghauses.
Er war in früheren Jahren, als er Pferd u. Wagen
hielt u. den großen Bernhardiner, der
Spaßma-
cher der Familie. In Basel wohnte noch die
stets mit Fragen geladene, aber sehr liebe Tante
Marie Heidlauff mit ihrer intelligenten und
eleganten Tochter Emmi, die später Otto Neeff
einen Rheinländer, heiratete, der nach Onkel
Ferdinands frühen Tod die Fabrik übernahm.
Den Vater Marias habe ich nur in seinem
letzten Lebensjahr gekannt u. als einen
außer-
gewöhnlich feingebildeten, im Alter etwas
hypo-
chondrischen Mann von vornehmem Charakter
auf Höchste geschätzt.
Maria führte mir gleich am Verlobungstage
ihre beste Freundin Else Buchenberger zu, die
Toch-
ter des badischen Finanzministers, die uns bis
heute treu geblieben ist. Daß sie dieses
ungewöhn-
lich begabte, intelligente, schöne Mädchen zur
Freun-
din hatte, sprach sehr für sie. Auch der alte, ewig []
lächelnde Onkel Eugen Wolf, der einzige in
Karlsruhe lebende nähere Verwandte, mußte gleich
besucht werden. Mit der glückstrahlenden Braut
u. Brautmutter wurde die in drei Monaten in
Aussicht genommene Hochzeit sofort vorbereitet.
Die Anschaffung des Hausrates u. [über der Zeile eingefügt: der] Braut-Aus-
stattung, wie man es nannte, bei der uns
großer Einfluß eingeräumt wurde, war eine
Quelle reinster Schaffensfreude. Es sollte die
Wohnungseinrichtung, soweit sie nicht aus
alten antiken Möbeln beschafft wurde, im
modernen Darmstadt bestellt werden, wobei
die Mitwirkung meiner Freunde von der
Künst-
lerkolonie selbstverständlich war. Patriz Huber
schenkte uns die Zeichnungen für alle Möbel des
Schlafzimmers u. des Empfangszimmers. Von Bürck
kamen Bilder, von Olbrich Zierrat. Die Mutter
genehmigte den Ankauf eines herrlichen
Mand-
Flügels, der noch von der Ausstellung herstammte.
Nun waren die drei Wünsche des Jünglings in
Erfüllung gegangen: ein schönes Pferd, ein
gu-
ter Flügel, eine liebe Frau! Fürs Eßzimmer
kaufte ich im Althandel alles Nötige billig und []
schön zusammen, wozu im Lauf der Jahre
noch manche Ergänzung kam. Unser
Wappen-
tier, der dekorative Hahn, fand nach meinem
und Bürcks Zeichnungen Verwendung auf der
ganzen Wäsche, dem Glas, Silber, Briefpapier,
exlibris u. a.
Wohnung fanden wir in neuem Hause in
der Heidelbergerstraße im äußerlich zwar
un-
schönem Wirtshause, innerlich jedoch geräumig
u. hell, nahe der Kaserne u. der Stadtmitte:
vier-
einhalb große Zimmer, Bad, Balkon. Wie sehnte
ich mich nach geräumiger moderner Wohnung,
die ich nach eigenem Geschmack ausstatten
durf-
te, nachdem meine Leutnantsbuden doch recht
dürftig waren, und [über der Zeile eingefügt: ich] auch als Hauptmann nichts
Befriedigendes - die letzte in der südlichen
Hei-
delberger Straße - gefunden hatte.
Nachdem ein Brautbesuch mit Schwiegermutter
in Darmstadt sehr befriedigte u. alle
Vorberei-
tungen fertig, die Anschaffungen im letzten
Lauf waren, fand unsere Hochzeit am 20 März
in Karlsruhe statt im Beisein meiner Mutter,
Fritzens, Lilis, Mariechen nicht, da dienstlich
ver-
hindert, []
aber Rudolf u. Bernhard, der eine ulkige
Hoch-
zeitszeitung verfaßt hatte;
[über der Zeile eingefügt: von meinem Reg[imen]t der Reg[iment]sk[omman]deur v. Klipstein u. m[ein] bester Fr[eund] W[ilhelm] v. Zangen.]; von der Brautseite
Onkel Eugen u. Ferdinand, Tante Marie mit
Emmy, Kapferers, Edmund u. zwei seiner
Be-
kannten, leider nicht der Brautvater, der schon
zu krank war. Am Vorabend vereinigte ein
Essen im [gestrichen: Viktoria; über der Zeile eingefügt: Germania]hotel den größeren
Familien-
kreis; die Trauung sah nur die nächsten
Ver-
wandten im Elternhause. Pfarrer Rohde sprach
uns in eigentümlich ergreifenden Worten in
die Seele. Ein opulentes Sektfrühstück in
Schwa-
ger Edmunds geschmackvoller Wohnung im
Erd-
geschoß schloß sich an, wobei Herr u. Frau v.
Schil-
ling, die eigentlichen Ehestifter u. Else
Buchen-
berger nicht fehlen durften. Die Hochzeitsreise
ging über Offenburg, wo wir
unbegreiflicher-
weise die erste Station machten, [über der Zeile eingefügt: nach] Konstanz, nach
Bozen u. seine herrliche Umgebung, dann nach
Riva am Gardasee, wo wir als Standquartier
für die Umgegend 14 Tage verblieben. Zurück
über München, Augsburg, Ulm, Würzburg. Wir
hatten viel Schönes gesehen u. Manches fürs Haus
mitgebracht. Die Kastanien blühten, als wir []
in die inzwischen von Mutter, Lili, Mariechen
wohl eingerichtete Wohnung einzogen.
Wir wurden überall aufs Wärmste
empfan-
gen und fügten uns leicht in Regiment u.
Gesellschaft ein. Maria gelang es rasch in
Verwandtschaft u. Bekanntschaft festen Fuß
zu fassen. Damals waren noch in Darmst[adt]
außer meiner herzensguten Mutter Lili u.
Arthur v. Lindequist, Wittichs, Bruder
Bern-
hard kurze Zeit noch, Onkel Karl Rothe. Ich
erinnere mir gut, wie herzlich Tante Mariechen [über der Zeile eingefügt: Rothe]
Maria schon als Braut begrüßte u. küßte. Ich hatte
von je einen Stein bei ihr im Brett u. Onkel Karl war
mir stets besonders wohlgesinnt; sie kamen gern
zu uns zu gemütlichen Essen.
Charakterschilderun-
gen dieser u. weiterer Familienmitglieder
be-
halte ich mir für später vor.
Während bei meinen Geschwistern Kinder
heran-
wuchsen - Anka bei Lindequists, Christa u. Lisbet
bei Wittichs, Fritz, Arthur bei Fritzens - blieben wir
7 Jahre lang leider kinderlos. Wir hatten daher
Zeit u. Neigung uns, wenigstens in den ersten
Ehejahren der Geselligkeit zu widmen, bei Hof, []
im Regiment, in Privatreisen, in d[er] Familie.
Die Festtage verbrachten wir regelmäßig in
Karlsruhe, wohin Maria durch wöchentlichen
Brief-
wechsel Verbindung hielt. In den Sommern waren
wir einmal in Lützelbach 14 Tage, im zweiten
Jahre 3 Wochen in Partenkirchen, später mal in
Baden-Baden, wo ich einen Asthma-Anfall
aus-
kurierte, 2 Tage in Straßburg zum Besuch bei
Wilhelm v. Zangen u. im Langenschlößl bei
Professor Wittich. Wir nutzten den
Krümperwa-
gen wirklich aus; er stand fast jeden Samstag
oder Sonntag vor unserer Türe zu Fahrten in die
Bergstraße u. den Odenwald. Wir waren auch
mehrere Tage unterwegs, fuhren den Main od[er]
Neckar entlang u. übernachteten mit Pferden,
Kutscher, Koffer, Hund u. Hafersack in ländlichen
Orten, wanderten zu Fuß über die Berge, während
der Wagen die Landstraße weiterfuhr. Ich nahm
meine Fahrten mit dem Freiballon wieder auf,
die durch den Mittelrheinischen Luftschiffer-Verein
in Koblenz ermöglicht wurden, und zu 4 - 5
schö-
nen Fahrten ab Darmstädter Gaswerk führten.
Maria lernte reiten, was Ihr große Freude machte. []
Freundinen von ihr, Else Buchenberger, Olga
Gaertner, deren Mann uns malte, besuchten
uns wochenlang, Edmund auch zu Anfang
häufiger. Mit Patriz Huber, Ludwig Habich,
mit Olbrichs sahen wir uns oft, auch der
ori-
ginelle u. in seiner Art geniale August Wondra
bereitete uns manche heitere Stunde.
Der sogenannte Kommißverkehr drehte sich in
unseren beiden großen Regimentern 25 und 61
immer mehr, auch auf die Garnison aus; er
erforderte in jedem Winter 4 - 5 Abendessen zu
12 - 14 Personen. Es ist für die Nachfahren
viel-
leicht doch nicht uninteressant, etliche Namen
zu nennen. Von Verheirateten waren es die
Abteilungsk[omman]deure v. Kleinschmit, v. Stößer, v.
Ostrowski (25) u. der Kommandeur G[ra]f Westarp u. [verschoben aus der vorderen Zeile: Deinhard,] Möller, v. Griesheim,
v. Wolff (61) u. Hauptleute Michelly, v. Gilsa, v. Bülow, v.
Moren-
hoffen, v. Heuser, Leutnants: v. Arnswaldt,
Seederer, Tarschke, Erich v. Gilsa, G[ra]f Büdingen.
Von Unverheirateten nenne ich vor Allem das
Kleeblatt, mit dem ich die wiederaufgelebten
Barbarafeste u. Kasinobälle bestritt: v. Biegeleben, []
Jochen Kleinschmidt, Fr[ei]h[err] Geldern, Schorsch
Küch-
ler; sodann v. Klipstein, v. Zangen, v. Moritz,
v. Reichenau, v. Lyncker, v. Fritsch, Baron v. d[er] Recke,
van der Elst, v. Ilsemann, zwei v. Riedesel,
Tün-
nes v. Grote, v. Trott zu Solz, v. Consbruch, Kuhn,
Edlar v. [der] Planitz - ich denke es sind genug.
Von anderen Regimentern der Garnison
lern-
ten wir näher kennen: von Leibgarde: Paul
v. Hombergks, v. Lehmanns, v. Röders, v. Hofmanns,
Wernhers und sahen als Tänzer die Leutnants
v. Küchler, v. Wachter, v. Ilsemann, v. Scanzoni, v. d[er]
Recke, v. Stülpnagel, v. Preuschen, v. Schenck.
Von Gardedragonern: v. Westerweller, v. Lößl,
v. Schäffer-Bernstein, v. Harnier, Krämer, v. Schröder.
Von Leibdragonern: Lungershausen, Wätzen, Andreae, G[ra]f Limburg, Günther.
Im großen Kreise waren dies zumeist
glän-
zende Erscheinungen, flotte Tänzer,
angeneh-
me Gesellschafter; im kleinen wurde
gefachsim-
pelt, eine Anregung fehlte. Wir hatten uns
deshalb einen kleinen Kreis interessanter
Men-
schen geschaffen, die gut zueinander stimmten u.
sehr verschiedenartige Berufe hatten. Es waren: []
Hugo v. Leonhardi, mein alter Jugendfreund
mit seiner Frau Martha geb. v. Heyl,
Oberhof-
meister der Großherzogin, Adalbert v. Starck,
ebenfalls Jugendfreund mit Frau Lili geb.
Bu-
derus, Regierungsrat beim Kreisamt, Walter
van der Hoop, [über der Zeile eingefügt: Hofjägermeister] auch Duzfreund, mit Frau Leonie,
geb. v. Röder, Geheimrat im Finanzministerium
v. Biegeleben [über der Zeile eingefügt: mit seiner rotblonden Frau], Geheimrat u. Chef des Großherz[o]g[lichen]
Kabinets Römheld [über der Zeile eingefügt: mit seiner schönen Frau], Leut[nant] v. d[er] Hebbinghaus u.
Frau Carola geb. v. Starck: mit uns 14 Personen.
Im Sommer wurde dieser Kreis hauptsächlich
durch Leonhardis zusammengehalten, entweder
in ihrem bequemen Hause in der Wilhelmstraße,
oder auf ihrem Gut Heldenbergen, wo wir
ziem-
lich regelmäßig zu Gast waren, und das
He-
ranwachsen ihrer prächtigen Kinder
beobachte-
ten. Hier kamen nun auch mal andere
Ge-
sprächsstoffe zur Erörterung, freilich auch der
Stadt u. Hofklatsch. Denn der Hof hat von je in
Darmstadt eine große Rolle gespielt.
Die Hoffeste unter Ludwig IV - also als ich noch
nicht verheiratet war, waren berühmt durch die
vielen schönen Frauen, die sie zierten, da war []
Luise v. Schenck, geb. van der Capellen, von der
ich schon sprach, Sophie v. Rotsmann, Frau von
Heyl aus Worms und Doris v. Heyl, Frau von
Westrell, Frau v. Rabenau, v. Senarclens-Gran-
cy, die bildschöne Gräfin Görz, Gräfin
Erbach-
Schönberg, die vornehmen Frauen der Standesherrn
Solms, Erbach, Isenburg, Leiningen mit ihren
Nebenlinien, die Damen u. Ordengeschmückten
Herrn der preußischen, englischen, russischen
Ge-
sandtschaften, die edlen Erscheinungen der zu
großer Schönheit heranwachsenden
Großherzogs-
töchter Ella und Alix, und der gertenschlanke
regsame Erbprinz Ernstludwig. Die Hoffeste
fanden in der Regel im alten Palais statt.
Eines Kostümfestes erinnere ich mich, das im
Hoftheater abgehalten wurde, dessen Innenräume
alle offenstanden, auch die Logen, während in
den 3 Foyers getanzt wurde. Lili u. Fritz [über der Zeile eingefügt: u. ich]
nah-
men daran teil. Ludwig IV, der immer nur die
sogenannten viereckigen Tänze tanzte, trug das
Kostüm eines Ritters des Hosenbandordens, das
ihn glänzend kleidete, der Erbgroßherzog ein
Vene-
zianerkostüm, Prinzeß Alix ein dazu passendes, []
in denen beide entzückend aussahen. Doris
v. Heyl als Athena, Luise v. Schenck als Diana.
Max v. Heyl spanisch ganz in Schwarz. Lili u.
Fritz mittelalterlich-deutsch, ich spanisch.
Unter Ernstludwig u. seiner blutjungen
Ge-
mahlin Viktoria Melitta von Koburg erhielt
na-
türlich auch die Hofgesellschaft ein jüngeres
Aussehen. Im persönlichen Hofdienst folgten
auf Wernher, die Generale v. Wachter u. v. Hahn
als Generaladjutanten; im Flügeladjutantendienst [gestrichen: auf; über der Zeile eingefügt: nach] Grancy, Röder: [gestrichen: die] Krämer, Klipstein,
Massenbach, Schröder. Als Damen blieben ewig
v. Westerweller, v. Grancy, v. Rotsmann.
Die Offiziersfamilien gewannen die
Ueber-
hand. Der hessische Adel war meist in Darmstadt
nicht ansässig - nur die 3 Riedesels: der Hofesel,
der Stallesel, der Erbesel - war aber mit seinen
Söhnen in den Offizierskorps vertreten, die
über-
haupt kaum bürgerliche Namen aufwiesen,
daher der standesgemäße, gleichgesinnte
Zusammenhalt kam.
Den gesamten alten u. jungen hessischen
Hoch-
u. Schwert-Adel, Fürsten, Grafen, Freiherrn, []
sahen wir gleich im ersten Jahre unserer Ehe
bei den Hochzeitsfeierlichkeiten der Prinzeß [mit Bleistift eingefügt: Alice]
Battenberg mit dem griechischen Prinz
An-
dreas, der im Gardedragoner-R[e]g[imen]t in Darmstadt
Dienst tat. Sie war die Tochter der Prinzeß
Vik-
toria v. Hessen (Schwester Ernstludwigs) u. Ludwig
v. Battenberg (ältester Sohn Prinz Alexanders v.
Hessen) da die Fürstenhäuser Hessen, Battenberg,
England, Rußland, Koburg, Griechenland
unter-
einander versippt waren, alle eingeladen u.
alle gekommen waren, fand sich eine
Gesell-
schaft von etwa 40 Fürsten u. Fürstinen ein,
die sich am Vorabend zu einem Empfang mit
Buffet in den mit Blumen feenhaft
geschmück-
ten Räumen des alten Palais versammelte,
zu der auch wir als hessische Adlige - nur solche
waren auserwählt - geladen waren. Ich habe
nie in meinem Leben, auch nicht bei Hoffesten
in Berlin, [über der Zeile eingefügt: deren 2 ich beiwohnen durfte] soviele Kronen gesehen, also
Perso-
nen mit wirklichen Kronen auf den Köpfen,
so-
viel märchenhaften schwersten Schmuck von
vielen Millionen Wert leuchten u. funkeln,
so viele kostbare, geschmackvollste Roben, []
Schleppen, Kleider rauschen, so viele mit
Orden, Bändern, Ketten über u. über
gezier-
ten Uniformen verschiedenster Länder und
Staaten gesehen, wie an diesem Abend, wo
man nicht Augen genug haben konnte, alle
diese Herrlichkeiten aufzunehmen. - Die
russische Kaiserin, ein blendendes Bild
fürstli-
cher Hoheit u. weiblicher Anmut, mit nie starrem
- wie in Rußland sie geschildert wurde - sondern
lächelndem Antlitz, trug eine von unzähligen
Diamanten u. Rubinen übersäte silbergraue
Robe, die Großfürstin Sergei, die noch erhabenere
klassisch-kühle Schönheit, ein von Brillanten und
Smaragden noch prunkvoller besetztes helllila
Kleid, beide mit hohen aus denselben Edelsteinen
gebildeten Zackenkronen, so wie wir es in der Tat
nur als Kinder im Märchenbuch bestaunt hatten,
um den Hals vielfache Reihen unwahrscheinlich
dicker Perlen von unbeschreiblichem Schimmer.
Ein zweites Mal durften wir in späteren
Jahren die Kaiserin bei einem kleinen Hoffest
im Residenzschloß sprechen. Sie gab sich mit
be-
zwingender Güte u. entzückender Natürlichkeit. []
Sie erkannte mich sofort u. wußte über mich
genau Bescheid. Sie erinnerte sich der Quadrille,
die ich bei einem Fest des Divisionsk[omman]deurs v. Bülow
mit ihr getanzt hatte, sprach von Seeheim,
Kra-
nichstein, der Ludwigshöhe, frug Maria, wie sie
sich hier eingelebt; plötzlich rief sie: wie gehts
der Lili? - meiner Schwester!
Das sind liebe Erinnerungen!
Noch ein Hoffest muß ich beschreiben, das wir
mitmachen durften: das große Kostümfest im
Jahre 1907? Das Quatrozento war vorgeschrieben:
oberitalische u. burgundische Trachten. Zwei
Vor-
führungstänze wurden vorbereitet u. einstudiert
von der Balletmeisterin im Residenzschloß, in
des-
sen intimen, historischen Räumen das Fest
ge-
plant war. Ich tanzte im ersten Tanz, einem
Reigen, zusammen mit Martha v. Leonhardi.
Der Großherzog war in seinem Element; seine
schlanke, wendige Gestalt tanzte führend u. alle
begeisternd beide Tänze - der zweite war ein
feenhafter Rausch - mit, er bestimmte alle
Kostü-
me bis auf Schuhe u. Handschuhe aufs Genaueste
u. Sachkundigste. Am Abend galt die Etikette, []
wie beim Einzig der Gäste auf der Wartburg.
Herolde - junge Leutnants in Pagenkostüm,
Perücken, geschminkt - empfingen u.
geleite-
ten zum Thron, wo Großherzog u. Großherzogin
mit Hermelin u. Krone unter den Klängen
alter Fanfaren die Huldigung jedes
einzel-
nen Paares entgegennahmen. Ihre Kostüme
waren beide weiß mit Silber u. Pelz im
italie-
nischen Schnitt. Dieser herrschte vor, auch Maria
trug es nach dem Bild von Boticelli, Goldnetz
über über das gescheitelte Haar, Farben grün, rot;
ich burgundisch in lila u. hellblau, Halskette,
turbanartiger Kopfbedeckung. Die burgundischen
Hörner u. Hauben standen den wenigsten
Frau-
en, da Gesicht u. Frisur ihnen nicht angepaßt
wurden. Was sagt man dazu, daß auch wir
Herren uns nicht entschlossen, unsere, "es ist erreicht"
Schnurrbärte für diesen Tag fallen zu lassen!
Als alle Gäste sich bestaunend versammelt
wa-
ren, begann unter altertümlicher Gamben u.
Flötenmusik der feierliche Reigen, dem einige
langsame Francaisen u. Lanciers folgten.
Dann der feurige phantastische Tanz, den der []
Großherzog in anderem, leichteren Kostüm,
an-
führte. Dies alles im Thronsaal. Das Essen war
in den historischen Räumen an langen Tafeln
prunkvoll gerichtet. Pagen u. Köche trugen auf.
Schaugerichte, Pfauen, Schweinsköpfe,
Pasteten-
türme wurden von Negern herumgereicht;
Kammermusik ertönte, vor der Fürstentafel
tanzten nackte Mädchen (Hoftheaterballet) zu
Zymbeln u. Kastanietten. Jeder Gast fand auf
seinem Platz die künstlerisch gezeichnete
Speisen-
folge u. ein kleines Silbergeschenk vor. Die
Ta-
feln waren mit dem großen Silberschatz des Hofes
u. einem Meer von Blumen geschmückt, man
aß von silbernen Tellern u. trank aus alten
Kristallgläsern. Nach aufgehobenem köstlichem
Mahle begab sich alles in den oberen Kaisersaal,
um in bequemen Sesseln ein kleines Schauspiel
aus der Zeit, gespielt von besten Künstlern des
Hoftheaters, anzuhören. Dann mischte sich alles
in allen Räumen in angeregter Unterhaltung
u. Belustigung u. die studierten Tänze wurden
wiederholt. Ein wahrhaft fürstliches Fest von
erlesenem Geschmack.
[]
Infolge meines vorwiegenden Interesses
für die Konzerte des Richard-Wagnervereins
- worüber an anderer Stelle berichtet wird –
wurde der Theaterbesuch von uns etwas
ver-
nachlässigt. Manchmal saßen wir protzig
auf geschenkten Plätzen in der Ministerloge,
und hielten uns doch im Wesentlichen auf dem
Laufenden. Im gastlichen Hause Max u. Doris
v. Heyl in ihrem von Gabriel Seydl erbauten
Palais in der Weyprechtstraße war
allwinter-
lich Mittwochs Musiktee, wozu eine erlesene
Gesellschaft eingeladen war, und die
Großherzog-
liche Familie oft erschien. Frau v. Heyl hatte
die Gabe, diese Nachmittage wertvoll zu machen.
Durch Gewinnung berühmter Durchreisender oder
in der Oper gastierender Künstler jeden Faches,
Sänger, Klavier in der Hauptsache. Aber allein
schon der Aufenthalt in diesen [über der Zeile eingefügt: mit] seltenen, aus
allen Zeiten u. Ländern gesammelten
Kunstschät-
zen geschmückten Räumen war ein Genuß.
Da hingen Tizian, Veronese, Bordone, Jordeans,
Tintoretto, Zeichnungen von Altdorfer, Cranach
Dürer, Böcklin, Klinger, französische Stiche, []
englische Buntstiche, 5 - 6 Böcklins, 5 - 6 Lenbachs,
5 August Kaulbachs, nicht zu zählen die Schätze
an Gobelins, Silber, Gold, Elfenbein, Glas,
Mi-
niaturen, Schmuck, Spitzen, Stickereien in
Glas-
kästen u. kostbaren Truhen, dann die
Orient-
teppiche, Bronzen aus China, Japan, Indien,
Barock-Heilige, ja einige antike Kaiserköpfe
in Marmor. Die seltenen, kostbaren Stücke in
einem besonders angebauten Museum
verei-
nigt - das aber bei großen Festen offen stand.
Denn auch Tanzfeste gaben sie, die einzig
da-
standen durch ihren Glanz, die bezaubernden
Blu-
menspenden u. Ueberraschungen (Liebhaber-
Theater, Varieté-Truppen)
Winters, wenn die Geselligkeit nicht zu sehr
drängte, setzte ich mich tüchtig hinters Klavier,
spielte, ja studierte ordentlich. Was klang alles
auf diesem herrlichen Instrument anders, als
auf dem elterlichen Pianino oder auch auf den
vielen Klavieren, die ich wenn irgend möglich
mir, selbst in Berlin gemietet hatte. Jetzt kam
ich erst so recht hinter meinen geliebten Schubert,
Beethoven, Chopin u. in Klavier-Auszügen auch []
wieder an Wagner. Im Sommer gings
als-
dann 2 oder 3mal nach Bayreuth zu den
Festspielen. Ich nahm Maria mit, wir
hör-
ten Tannhäuser, Holländer, Parsifal. Ich
war ja schon früher 2 - 3mal dort, hatte stets
den Ring u. Parsifal gehört, auch die
Meister-
singer. Ich war damals in Wahnfried
einge-
laden u. sprach die Cosima Wagner, die
un-
bedingt den Eindruck der bedeutenden Frau
machte, die sie war. Jetzt war sie schon zu alt
u. hielt sich unsichtbar. Man kann viel
kritisie-
ren, was dort geboten wird, noch mehr, warum u.
wie es geschieht. Es wird auch da mit Wasser
ge-
kocht. Höchstleistungen bleiben es doch, wie sie
nir-
gens auf der Welt sonst erreicht werden, u. zw[ar]
in-
folge Unterordnung Aller unter ein Ideal. Das
Reizvollste ist die Atmosphäre von Bayreuth. Sie ist
einmalig u. unentrinnbar. Jeder ist nur des
einen Zweckes willen da; er ist sein Tagewerk von
16 - 23 Uhr, jede andere Zeit ist Vorbereitung dazu,
oder Ausruhen davon. Tausende von Fremden aus
aller Herren Ländern, keine Proleten, sondern Damen
u. Herren, Gebildete u. Snobs, gut in Anzug u. Form, []
auffallende Personen, bedeutende Köpfe dabei
- man fühlt sich in guter Gesellschaft. Der Verkehr
in Sprachen aller Welt in Gasthäusern u. Straßen,
die Wagenauffahrt zum Hügel, die Wallfahrt ans
Meistergrab, sein immer wieder imponierendes
Werk: - das ist Bayreuth.
Hin- oder Rückreise brachte uns zur Einkehr ins
nahegelegene Schloß Egloffstein, zum Besuch von Hans
u. Melie. Die alte völlig erhaltene u. eingerichtete
Burg ist als Dokument der Romantik u.
vielhundert-
jähriger Familiengeschichte sehens- u. liebenswert.
Melie wie eine Heilige tätig u. barmherzig im
Schloß u. Dorf, geistig wenn auch einseitig sich
för-
dernd u. trotz dieser Einschränkung - oder dank ihrer
- der seltene Anblick einer abgeklärten,
harmoni-
schen Persönlichkeit. Hans voller Scherze wie stets, ganz
von der Vergangenheit lebend, die Buben Kurt u.
Hans prächtig u. gesund.
Ueber Bayreuth kam es im Regimentskasino,
als der Großherzog zu Gast war u. ich ihm in später
Stunde gegenübersaß, zu einem Gespräch. Er griff
das Thema auf, ich konnte viel erwidern, was ihn
fesselte, er biß sich mit mir fest u. ließ alle seine []
Geister los. Wie staunte damals der
Komman-
deur Graf Westarp, daß einer seiner Offiziere
so mit dem Landesfürsten zu sprechen wußte.
Beim Weggehen hielt der hohe Herr mich an:
"Kommen Sie doch öfter zu mir, wir haben noch
viel zu reden; ich bin Nachmittags immer für
Sie da, keine Anfrage vorher nötig; ich bereite
das schon vor." Natürlich ging ich hin, eine
Zeit lang alle 14 Tage, wenn es dienstlich zu
ermöglichen war. Aber wir hatten uns die 3
ersten Male bereits ausgiebig ausgesprochen.
Dann stieß ich auf unüberwindliche
Widerstän-
de. Auch bei möglicher, hier sogar geforderter
Offenheit des Bekenntnisses gibt es Fürsten
gegen-
über eine Grenze, die nach Einsicht völliger
Un-
möglichkeit der Uebereinstimmung mit der
Ge-
fahr der Feindschaft zu überschreiten nicht nur
unklug, sondern schlechterdings unerlaubt ist.
Damit war aber der Abbruch schon eingeleitet.
Denn bei jedem neuen Thema oder der
Neufor-
mulierung eines alten stieß ich auf dieselbe
Dis-
krepanz, mußte schweigen, er behielt Recht, ohne
von dem Fehlen meines Widerspruchs befriedigt zu []
sein. Ueber das Wesen dieser Widerstände
wird später gesprochen werden. Als ich durch
Schießübung u. Manöver längere Zeit
unter-
brechen mußte, ließ ich die gewiß
merkwürdi-
gen Unterhaltungen einschlafen. Ich habe nie
über sie Redens gemacht, noch im entferntesten
sie ausgenutzt. Sie waren anstrengend. Bei
einem Menschen von so reicher Phantasie und
geistigen Beweglichkeit galt es höllisch
aufzu-
passen.
Die letzten Hauptmannsjahre hoben sich
vor-
teilhaft heraus, weil Alter u. Autorität mir
zwei jungen Abteilungsk[omman]deuren gegenüber
eine Vertrauensstellung gaben, auch der
außer-
dienstliche Verkehr sich angenehmer gestaltete:
so mit den reizenden u. gebildeten Familien
v. Stößer u. v. Ostrowski 25, Moellers u. v.
Gries-
heims 61. Im Sommer kam von 1908 an
unser Landhäuschen in Hoxhohl hinzu, wo wir Gäste aus
Regiment u. Familie empfingen.
Die Familie in Darmstadt war inzwischen immer
kleiner geworden. Lindequists kamen als
Bataill[ons]-
k[omman]deur nach Zerbst, zum Stab nach Gießen, schließl[ich] []
als Regimentsk[omman]deur nach Hannover, endlich
im Jahr vorm Krieg als Brigadekommandeur
nach Braunschweig. Bernhard hatte in Nürnberg
die scharmante Edit Gebhardt als Frau
heim-
geführt und war als Vizekonsul nach Shanghai
versetzt worden, stand[gestrichen: en] aber 1911 wieder im
Auswärtigen Amt in Berlin. Onkel Karl
Rothe war als Staatsminister gestorben. Als
er vorher Provinzialdirektor in Mainz war,
be-
suchte ich ihn öfter, bewunderte Treppenhaus u.
Gobelinsaal seiner Dienstwohnung in der
Schiller-
straße - der Barockbau der französischen Präfektur –
war mit ihm [über der Zeile eingefügt: dort] in dem von Moller erbauten
The-
ater (Tell von Rossini) oder sah dort die
Karneval-
züge. Der Onkel hatte sich dort durch sein joviales,
auch dem Mainzer Humor aufgeschlossenes
We-
sen u. seine großzügige Geselligkeit eine
all-
seitig beliebte Stellung geschaffen. Dort sah ich auch
Heeringens wieder, der K[omman]deur des Leib-Regiments
Nr. 117 war. Damals heiratete die einzige Tochter
"Marikelchen" den Oberst Bendemann, der
zeitwei-
se Generalstabsoffizier der 25. Div[ision] in Darmst[adt] war,
ein Reg[imen]t in Danzig hatte u. als General a. D. []
nach Heidelberg zog. Onkel Karl v. Hahn
war schon lange tot; sie wohnten zuletzt in
der Heidelbergerstraße weit draußen; ich war
mit dem gebrechlichen Mann ganz außer
Fühlung gekommen. Tante Emilie starb aber erst
in diesen Jahren. Von den Söhnen war Friedrich
in München früh verstorben. Emmi lebte in Darmst[adt]
oder Lindenfels; Carlo hatte seine Frau in die
Landesanstalt Heppenheim geben müssen.
August, der einzige mit Nachkommen - 3 Töchter
1 Sohn - hatte ein Reg[imen]t in Torgau, die Brigade
in Breslau, wohin sein Bruder Carlo auch als
Regimentsk[omman]deur 6 versetzt wurde. Für ihn [über der Zeile eingefügt: be] kam
der nette Herr v. Aulock vom 1. Gardefeldreg[imen]t die II.
Abt[eil]l[un]g, der ein so gewandter Offizier u.
Gesell-
schafter war.
Wir selbst lebten sehr glücklich u. zufrieden.
Unsere Ehe schien wirklich im Himmel geschlossen
zu sein. Alles erfüllte sich, nur der Kindersegen
blieb aus. Ehe ohne Kinder hat ihren Zweck
ver-
fehlt. Endlich wurden auch wir erfreut durch
die am 24. August 1908 erfolgte Geburt eines
Sohnes, dem nach einiger Zeit am 7 März 1913 []
ein zweiter Sohn folgte: Diether u. Gisbert.
Unsere Freude war unbeschreiblich. Alle
un-
sere Freunde u. Bekannte freuten sich in
ei-
ner Aufrichtigkeit mit, die uns beglücken
mußte. Die Kinder, deren schnelles, gesundes
Gedeihen unser Eheglück voll machte, gaben
unserem Leben ein neues Ziel, das wir mit
ernstem Verantwortungsgefühl nach längst
vorbedachtem Plan, aber auch mit wachsender,
dankbarer Freude verfolgten.
Diether war ein schönes Kind, hellblond mit
strahlend blauen Augen unter dunklen Brauen,
von feinem Gliederbau, lebhaften Geistes.
Frau Bernhard, die Familienköchin u. Dr. Heil
brachten ihn zur Welt, die ihn schon 14 Tage lang
erwartete. Er wuchs schnell heran u. erfreute uns
durch sein heiteres Wesen u. herziges Lachen.
Bald saß die glückliche Mutter mit ihm in der Sonne
auf dem Balkon - und ich mußte ins Manöver.
Die brave Käte führte ihn spazieren, nachdem er
dem Laufställchen entwachsen war, besonders schön,
als wir die Heidelbergersträßer Wohnung aufgegeben
u. in den Herdweg unweit dem Wald gezogen waren. []
Die schöne luftige Wohnung am Eck der
Martin-
straße hatte zwei Zimmer mehr, zwei Balkons,
modernere Ausstattung. Zum erstenmal kam
Telefon ins Haus. Garten allerdings hatten wir
keinen. Als ich zum Stabe gekommen, mehr Zeit
für mich und zwei Pferderationen hatte, ritt ich
zusammen mit Maria, für die die gute Topsy als
ein vorzüglich geeignetes Pferd sich erwies,
hi-
naus in Wald u. Feld. Zum Wochenend gings
nach Hoxhohl, wo sich der kleine Diether austoben
konnte. Ich wollte, daß meine Kinder nicht nur
Stadtluft atmeten, sondern von früh auf das
Landleben kennen lernten. Am Umzugstag,
als wir uns 1911 dort für längere Zeit
einrichte-
ten, war Diether plötzlich verschwunden, trotz
Ru-
fens u. Suchens nirgends zu finden. Ich
vermute-
te ihn schließlich im Dorf, lief aus dem Garten
hinaus ins Freie - siehe da stand er weit weg in
den Wiesen dicht an der Modaubach [gestrichen: stehen]. Wir
erholten uns von schwerem Schreck; er hätte
er-
trinken können. Anfangs hatte er Scheu in die
Kuhställe zu gehen, auch Furcht vor der
Dreschma-
schine u. den Kullerkuller bei Müller Balß. []
Im Garten legte er auf Mithilfe wenig Wert,
während Gisbert sich früh verwendbar zeigte.
Aber Soldatenspielen, Exerzieren, Griffe üben
auf mein Kommando - da strahlten die Augen,
oder Heu machen, mit dem Geißchen spielen,
Wes-
pen-Nester ausbrennen, im Wäldchen Zelte bauen,
auf Erntewagen fahren, am Milchhäuschen
Schwätzchen machen - das war sein Fall.
Gisbert war ein kleiner Dicksack u. hat sich erst
spät gestreckt, still u. bequem, langsam sich
ent-
wickelnd, zuverlässig u. Allem Praktischen
zu-
getan. Äußerlich war u. blieb er Marias Kind,
während Diether viel von mir zu haben schien.
Zwei körperlich wie geistig, in Anlagen und
Temperamenten sehr verschiedene Kinder.
Die Erziehungsweise unserer Kinder wich
von mancher Gewohnheit ab, suchte wieder das
Neue, Andere - natürlich nur soweit es uns
bes-
ser, schöner, praktischer schien. Schon die
Rufna-
men unabhängig von Patennamen, wirkten
als Signale. Ich bekümmerte mich viel um sie;
es kam Diether zu gut; Gisbert kam durch den
Krieg zu kurz. Ich nahm mir das Kind täglich []
allein vor; immer nur kurz; es muß etwas
Besonderes sein, worauf es sich freut. Ich gab
mich mit ihm in seinem Sinne ab, nicht als
mein Spielzeug. Das: nun sag mal schön
gu-
ten Tag, gib der Tante das Händchen, mach
Winke-Winke - ist alles aufgezwungene
Dres-
sur, eitle Renommage, Unfug mit Kinderseelen.
Mir war es klar, wie widerwärtig solches jedem
Kinde sein muß, dessen Trotzköpfchen
Höflichkeits-
formen weltenfern liegen, die sie als Quälerei
ansieht, zutreffenderweise. Ein Kind ist kein
Ka-
valier. Lebensart u. Manieren lernt es später
spielend am Vorbild der Eltern, wie ja überh[au]pt
das Vorbild - das wissen wir Offiziere - das beste
vielleicht einzige Erziehungsmittel ist. Das
ver-
langt von den Eltern strenge Selbstzucht.
Drei Dinge mußten in unsere Buben
einge-
pflanzt werden, bis zum dritten Jahr, später gehts
schwer: Reinlichkeit, Pünktlichkeit, Ordnung –
und Gehorsam, u. zw[ar] nicht blinder, sondern
über-
zeugter. Dabei gehts zuweilen ohne Zwang und
Strafe nicht ab. Strafe ohne Prügel. Züchtigung
nur bei ehrenrührigen Vergehen: Lügen u. Betrug []
durchgreifend, wenn sie heilsam sein soll; also
nicht mit der Hand - das schmerzt den Geber
mehr als den Empfänger - sondern mit Rohr
oder Reitpeitsche. Grausam? Ebensowenig, wie
ein kurzer Vernichtungskrieg schonender ist,
als ein langer Aushungerungskrieg.
. Die Selbstentäußerung - nichts für die Eltern,
alles für die Kinder - erhält im Jüterboger
Torspruch ihre klassische Kritik: "Wer seinen
Kindern gibt das Brot, und leidet selber daran
not, den schlagt mit dieser Keule tot".
Wir vermaßen uns nicht zu glauben, daß
unsere Kinder unsere beiderseitigen
Eigenschaf-
ten erben müßten - und daher ebenso erzogen
werden könnten. Es war uns bewußt, daß
Kin-
der das Erbgut aller auch entfernter Ahnen in
sich tragen. Eltern dürfen sich nicht wundern u.
nicht ärgern, wenn in ihren Kindern
Neuerschei-
nungen vor ihnen stehen, u. dürfen sie nicht auf
sich ummodeln wollen, sondern nur deren freie
Entfaltung fördern. Wie sehr hatte ich mir
ge-
wünscht, daß meine Söhne mit mir zu
musi-
zieren lernten. Sie sind beide nicht musikalisch, []
so wie ich - und sind doch zwei prächtige
Bur-
schen geworden.
Während die Taufe Diethers, des älteren, die
Hofprediger Ehrhardt vollzog, noch in der alten
Heidelbergersträßer Wohnung in Anwesenheit
aller meiner Geschwister stattfand, platzte in
die Geburt Gisbert im Frühjahre [19]13 meine
Ve-
rsetzung als Abteilungsk[omman]deur ins Reg[imen]t Nr. 39
nach Perleberg. Zu Gisberts Taufe, auch wieder
durch Ehrhardt, kam ich nach Darmstadt für 14 Tage
zurück. Die Familie zog alsdann nach Hoxhohl
über, ich besorgte den Umzug nach Perleberg,
wo ich das Glück hatte, ein grade fertig
gewor-
denes neues Häuschen zum Alleinbewohnen
mieten zu können. Das schöne u. bequeme
Woh-
nen in diesem am Ende des Städtchens
gelege-
nen modernen Bau[gestrichen: es], inmitten von Gärten,
un-
weit des freilich für unsere Begriffe dürftigen
Waldes, vor dem - den Kindern als ein Wunder
anzuschauen - zwei Windmühlen standen: das
hat uns gleich und immer wieder mit den kleinen
u. kleinlichen Verhältnissen Perlebergs versöhnt.
Ich bestimmte Tapeten u. Anstriche noch im Rohbau,
[]
legte den kleinen Garten an, kaufte
Gar-
dinen, richtete nach Ankunft der Möbelwagen
alles bis aufs Letzte, mietete sogar Köchin
u. Hausmädchen, sodaß, als im Juni die
Fami-
lie eintraf, sie nur von Allem Besitz zu
er-
greifen hatte. Wie wertvoll Perleberg im Krieg
wurde, erwähnte ich schon, fern von
Bomben-
beschuß, unter dem Darmstadt wie Karlsruhe
zu leiden hatte. Auch blieb an wichtigen
Ver-
pflegungsmitteln alles vorhanden: Milch, Brod,
Butter, Eier. Die Güter sandten zusätzliche
Le-
bensmittel an die Offiziersfamilien, die mit
ihnen im Verkehr standen.
Das war für uns Süddeutsche ganz was Neues:
der Gutsverkehr. In der Priegnitz lagen die
Gü-
ter der Vettern Gans Edle zu Putlitz in
Wolfs-
hagen, Pankow, Retzin, Laaske, des Freiherrn
v. Maltzahn auf Birkstock, v. Möllendorff auf
Krampfer, v. Winterfeld auf Gülitz, v.
Pod-
bielski auf Dallmin, Graf Wilanowitz auf
Gadow, Frau v. Saldern auf Plattenburg, v.
Grävenitz in Schilde, Otto in Tonkital.
In Krümperwagen wurde überall Besuch gemacht.
[]
In der Stadt: der Kommandeur Greßmann,
der in einer Villa neben uns wohnte, die
Ma-
jore Lindemann, v. Oertzen, die Hauptleute
Schrader, [über der Zeile eingefügt: Siegmund], Wernicke, [über der Zeile eingefügt: Camaron, Schlieman], Zeddies, Fleischhauer, der
Oberstabsarzt Dr. von Zander, der allgemein auch
Hausarzt war, Bezirksk[omman]deur Richter, der
Land-
rat v. Grävenitz, sein Reg[ierungs]rat Spiritus,
Bürger-
meister Pohl, Justizrat Gluck, der nebenan
wohnte, der Spargelplantagenbesitzer Hansen.
An Verkehr mangelte es also nicht; frug
sich nur, ob er uns behagte. Anfangs sicherlich;
das war ja neu und anders, als seither.
Im Winter [19]13/14 schon hatten wir
Ein-
ladungen überallhin, die wir in unseren schönen
Räumen gut beantworten konnten. Denn
unser Eßzimmer war 5 x 8 m. groß, anstoßend
das Herrenzimmer derselben Größe, ein kleines
Empfangszimmer, durch die Treppendiele gings
hinauf in das Schlafzimmer überm Eßzimmer
mit anschließendem Bad u. Umkleideraum,
das herrliche Kinderspielzimmer u. Schlafräume,
im Dachstock Gast u. Dienerschaftsstuben.
Die Essen auf den Gütern waren üppig. Gut essen []
und mächtig trinken, nicht edle Weine, höchstens
Rotspon, vielmehr Bowle, Sekt, Schnäpse,
Pün-
sche, darauf legte der Junker wert. Darum drehte
sich auch neben landwirtschaftlicher Fachsimpelei
jede Unterhaltung, wenn es nicht Politik war,
über die gestritten wurde. Mit wenig
Ausnah-
men fehlte Interesse für Kunst; sie war zum
Zeitvertreib gut genug: Operetten, Tanzmusik,
Romane, Liebhaber-Photos. Aber Reiten,
Kutschie-
ren, auch die Damen, Geschichten erzählen, Witze
machen, Kommandieren, Poussieren: das
verstan-
den sie - es ist ja auch nicht übel. Sie fuhren nach
Berlin, da wurde geschlemmt, Varietes besucht, in
Nachtkafes gelärmt, in Tanzlokalen geschwoft.
Eine überschäumende Lebensfreude, durch oft
harte Arbeit im Feld u. auf Schreibstuben in der
Regel gefesselt, kam heftig zum Durchbruch und
wurde durch eine raffinierte, zuweilen zügellose
Art des Genießens, des Auskostens gesteigert.
Im Manöver, das östlich Berlin, um
Königs-
berg i[n] d[er] Mark und Küstrin stattfand, war der
Abt[ei]l[un]gsstab stets auf großen Gütern einquartiert.
Eine solche Gastlichkeit u. Freigebigkeit kannte []
ich noch nicht. Sie ist ja auch im dichtbesiedelten
kleinbäuerlichen Hessen nicht möglich.
Schloßar-
tige Räume, meist angefüllt mit
Antiquitä-
ten, Ahnenbilderreihen in den Speisesälen,
Terras-
sen, Balkone nach den Parks mit Alleen, Seen
Rasenplätzen; große Gasträume mit herrlichen
Betten voll köstlichem Linnen. Nur die Wasch u.
Bade-Angelegenheit lag im Argen und die
Klosets waren vorsintflutlich. Von früh bis
Ab[en]ds war der Tisch gedeckt; vorm Ausrücken
bekam man soviel vorgesetzt, daß man den
ganzen Tag davon leben konnte. Feudale Sitten
gegenüber den Leuten, königstreue Gesinnung,
militärfromm, gute Manieren auch beim Bauer
bzw. Landarbeiter. Bauern gibts kaum. Alles
neue, andere Dinge, meist erfreulich.
Das Städtchen Perleberg, etwa 10.000 Einwohner
stark, hat, eine alte gotische Backsteinkirche u.
einen Roland. Damit sind die
Sehenswürdigkei-
ten erschöpft, will man nicht die Senf u.
Stiefel-
wichsfarbrik nennen, die den Berliner Witz stets
begeistert.
In dieser märkischen Kleinstadt sollten nun []
die Kinder aufwachsen. Gesundheitlich
wa-
ren die Verhältnisse günstig. Ein harter, langer
Winter, begleitet von Stürmen, ein kurzer
heißer Sommer, aber eine viel frischere, reinere
Luft als in Darmstadts Staub u. Schwüle. Wir
haben dort kaum Erkältungen gehabt; Masern
u. Scharlach, bei Diether, mußten durchgemacht
werden. Bedienung übergenug: Köchin,
Haus-
mädchen, Kinderfräulein, anfangs noch Amme.
Hausbursche, notfalls noch Pferdebursche u.
Buw-
Ordonnanz! An Schulen gabs eine Vor u.
Volks-
schule u. das Reformgymnasium. Als Diether
in der Volksschule Schülerstreit bekam, der
aus-
artete, nahm ich ihn heraus u. ließ ihn bei dem
vortrefflichen alten Lehrer Schede vorbereiten,
bis er 9 jährig Gymnasiast wurde, wo er leicht
mitkam. Er war ein heller Junge mit offenenem,
liebenswürdigem Charakter. Alle Leute hatten
ihn gern, u. er war zu Allen zurtraulich, ohne
Scheu, ohne Verlegenheit. Er, wie auch der kleine
Gisbert hätten es uns sehr verübelt, würden
wir sie nicht, wenn Besuch kam, vom
Kinderzim-
mer heruntergerufen haben. Es traf sich oft, []
daß, waren wir nicht gleich bereit, Diether
geheißen wurde, den Gast einstweilen zu
em-
pfangen und [über der Zeile eingefügt: wir] sicher sein konnten, daß er ihn
in-
zwischen glänzend unterhielt. Begegnete ihm
auf der Straße der Superintendent Stiese, sprang
er zu ihm, begleitete ihn u. erzählte ihm alles
Mög-
liche Heiteres. Er hatte die sonnige Hahnische Natur.
Er war aufmerksam u. beobachtete haarscharf –
das hatte er von Muttern - u. zeigte sich früh
auf-
nahmefähig für ernstere Dinge, z. B. bildende Kunst
u. Musik. Er erfragte für alles eine Erklärung,
damit er sich doch etwas dabei denken könne.
Er konnte sehr einfache, für den Vater dennoch
knifflige Fragen stellen, auf die eine konkrete, dem
Kind angepaßte Antwort nicht leicht war. Spielte
ich ein Musikstück, eine Beethovensonate, ein
Schu-
bert Moment, eine Chopin Nocturne - was stellt
das dar, frug er, und ich konnte es ihm am klarsten
machen, wenn ich eine kleine Märchengeschichte oder
ein Drama draus machte. Kitzlich war die Frage
vor einem Bild: "Varer, warum sagst du, dies Bild
ist gut, dies ist schlecht". Was würdest du
geantwor-
tet haben, sprich? Ausweichen gabs nicht, denn []
der Vater mußte alles wissen. Kam die Zeit,
daß der Lehrer mehr u. besser weiß, als der Vater,
war ein gut Teil seiner Autorität geschwunden.
Nie darfst du antworten: das verstehst du noch
nicht, dafür bist du noch zu klein. Diese Finte
merkt der Junge u. ist außerdem in seiner Ehre
gekränkt. Du mußt Kinder immer wie
deinesglei-
chen behandeln u. früh das Ehrgefühl in ihnen
wecken. Diether kannte alle militärische
Rang-
abzeichen u. Uniformen bis auf kleinste
Besonder-
heiten. Als er von einer geringfügigen
Uniform-
änderung erzählte, die ich nicht anerkennen wollte,
kam er nächsten Tages zu mir: Vater, ich habe
doch recht - und bewies es mir. Anzug, Kostüm,
Verkleidungen liebte er von je u. studierte sie.
Wie oft holte er sich später aus meinem Buch:
Kostümbilderbogen Unterhaltung und Rat. Er
hielt früh auf gute Manieren u. war peinlich
sauber an sich: das hatte ihm Mutti eingepflanzt.
Auf den Gütern wurde er als Muster eines
wohl-
erzogenen Knaben mit stets sauberen Fingern
herumgezeigt. Er war aber auch ein bildhübscher
Junge mit seinem Blondkopf, der eleganten []
Figur, dem schnittigen Gesicht. Er hat uns wenig
Sorge gemacht, ist gut vorwärts gekommen u. gesund
geblieben.
War Diether an Reife seinen Gleichalterigen
vor-
aus, so stand Gisbert hinter ihnen zurück. Er
machte auch seinen Weg, aber langsamer,
viel-
leicht gründlicher. Er war tiefer veranlagt, als
Diether, war schwer zu führen, da er alles schwer
nahm, und es auch schwerer hatte, als sein flotter
Bruder. Auch er war ein hübscher Junge, ein
echter Dinarierkopf, ausgeprägter u. ernster als
Diether. Doch war er nicht ohne Humor - auch Diether
konnte so unbändig lachen. Sehr appetitlich u.
lieb, sofern er nicht seinen Bock hatte. Da half
keine Strafe, sondern nur ruhig abklingen lassen,
jede Wirkung totschweigend. Zu strafen war ja
Diether auch verzweifelt schwer. Wurde er in die Ecke
gestellt mit Gesicht zur Wand, dauerte es nicht lange,
daß' er rief: Vater, die Tapete an der Wand ist doch
eigentlich sehr schön. Oder ins dunkle Zimmer
ge-
sperrt: ach ich bin im dunkeln so gern. So standen
wir jedesmal wehrlos gemacht da.
Wirklich musikalisch, ich sagte es schon, waren []
beide nicht. Ich ließ beiden Klavierunterricht
geben; die Erfolge waren so gering u. ihr
Interesse so schwach, daß ich es aufgab. Sie
zu quälen lag mir fern; die Grundbegriffe
hatten sie gelernt. Aber sie hatten beide Sinn
für Musik. Sie lauschten meinem Klavierspiel
andächtig, u. wenn ich Tanzmusik spielte,
führ-
ten sie die wildesten Ballete auf (Mohrentänze
aus Aida) Volks u. Kinderlieder sangen sie
gern mit mir am Klavier. Aber alllzuwenig
kam es dazu, denn ich zog ja für 4 1/2 Jahre
in Krieg, war an zwei Weihnachtsfesten nicht
da u. überhaupt immer nur 1 - 2mal im Jahr
3 Wochen, erst gegen Schluß länger in der
Hei-
mat, teils in Perleberg, teils in Darmstadt
oder Karlsruhe, mehrfach in Hoxhohl i[m] Odenwald,
wo Maria mit den Buben regelmäßig von
Mai - Oktober Aufenthalt nahm. Das hatte viel
Gutes. Sie war in meiner Heimat; sie zog dort
Obst u. Gemüse, das sie eingeweckt oder in Körben
u. Kisten als willkommenen Wintervorrat nach
Perleberg schickte. Das Hoxhohler Gästebuch gibt
hierüber Aufschluß.
[]
Infolge meiner Abwesenheit mußte
na-
türlich viel vom väterlichen Einfluß
schwin-
den. Alle Last und Sorge lag auf der Mutter.
Und was für welche: Hausverwaltung, Ver
pflegung, Haushalt, Dienstboten, Stadt u.
Land-
verkehr, die Kinder: Erziehung, Gesundheit,
Kleidung, Schule, Verkehr. Dazu die ja doch nie
schwindende Sorge um mein Leben, das oft
genug in Gefahr war. Außer Lili, [über der Zeile eingefügt: Arthur wurde verwundet], hatten das
meine Geschwister nicht zu tragen. Fritz saß
zu Hause, Bernhard war nach Berlin
rekla-
miert. [über der Zeile eingefügt: der junge Fritz war als Leut[nant] F[eld] A[rtillerie] Nr. 25 im Krieg, aber nicht lange]. [gestrichen: Nur] Melie u. Röschen haben beide
ihre ältesten Söhne auf dem Felde der Ehre
lassen müssen.
In den ersten Kriegswochen hörten wir wenig
voneinander; vom Stellungskrieg an gingen
täglich Briefe hin u. her, die innige Fühlung
riß nicht ab, nichts Wichtiges geschah ohne
gegensei-
tige Verständigung. Maria hat zu Hause alle
Pflichten vorbildlich erfüllt, und ich bin heil vom
Kriege heimgekehrt.
Habe ich von meinen Pferden erzählt, muß ich
es mit den Hunden nicht minder tun.
[]
Den ersten, einen gelben Pintscher, brachte ich
aus dem Manöver [19]02 von Gelnhausen mit.
Der zweite ware ein Kümmelundsalzener
Ratt-
ler. Der dritte der liebe Tommi, den wir
sechs-
wöchig großgezogen; der uns auf allen Gängen
u. Fahrten begleitete u. in Hoxhohl unser Hüter
war. Dort war er mit dem Kätzchen Milly,
die ein Glöckchen am Halsband mit uns
spa-
zieren ging, gut Freund. Sie aßen aus
ei-
ner Schüssel und nächtigten mit meinen
Pfer-
den zusammen im Stall, wobei das Kätzchen
oft auf dem Rücken der braven Topsy schlief.
[gestrichen: Er; mit Bleistift über der Zeile eingefügt: Tommi] wurde früh blind. Eines Tages fand man
ihn tot am Bassin des Paulusplatzes liegen.
In Perleberg hatten wir einen bildschönen
Boxer, dunkelgestromt mit weißen Abzeichen,
grausam aussehend, doch lammfromm im Gemüte,
sodaß sich der einjährige Gisbert mit ihm am
Boden rolzte. Er jagte Hühner u. Hasen.
Trotz-
dem ich ihn wiederholt bis zu eigner Erschöpfung
mit der Reitpeitsche prügelte, was er geduldig
über sich ergehen ließ, konnte er es nicht lassen,
sodaß wir ihn abgaben.
1923 ließen wir unsere Nelly anfertigen,
die kleine Foxterrier-Hündin mit einem
schie-
fen Ohr, so scharf gegen jeden Gast, so
ängst-
lich vor jedem Knall, bei Gewitter in den
Kel-
ler flüchtend, sonst aber so sauber u. bequem,
wie selten ein andrer Hund. Einen Pudel
hat-
ten wir ja auch, das vergaß ich fast. Ein
schwar-
zer mittelgroßer, so gelehrig, daß er ein dutzend
Kunststückchen spielend lernte. Er litt an
Haut-
u. Augenkrankheiten. Wir verkauften ihn an
Ried-
esels, denen er in Lauterbach noch lange Spaß
machte.
Obgleich wir nun schon auf den Hund
ge-
kommen sind, muß ich endlich noch wenigstens
einiger Hausgeister gedenken, die bei uns
Dienst getan haben. Die guten, angenehmen
können den Haushalt und den Hausfrieden so
wesentlich erleichtern, die schlechten,
nichtsnutzi-
gen ihn ärgerlich hemmen u. vergiften.
Da ist unser erstes Mädchen, die brave,
tüchtige Marie aus Reinheim lobend zu nennen,
die 7 Jahre bei uns aushielt u. später unseren
Burschen Gottlieb [mit Bleistift über der Zeile eingefügt: Zimmer] heiratete. Diether
hatte die
[]
Frankfurterin Käte als treue Erzieherin, bis
wir nach Perleberg zogen. Dort gaben wir es
nobler, hielten uns außer Köchin u. meist
auch Hausmädchen ein Fräulein für die
bei-
den Buben. Da war die hübsche Cottbuserin,
der jedoch Perleberg zu langweilig war:
als-
dann Fr[äu]l[ein] Lehmann aus Berlin, Olga Hohls
aus Bückeburg, mit der wir jetzt noch
Freund-
schaft halten, Maria Lang aus dem Odenwald,
die ebenfalls äußerst tüchtig u. angenehm war,
daneben als unsere beste Hilfe für alles im
Haus die flotte lustige Anna, die auch immer
nach Hoxhohl die Familie im Krieg begleitete.
Nach Darmstadt zurückgekehrt, begann
jene schlimme Nachkriegszeit ständigen Wechsels.
Wir zählten doch 1925 neun, 1928 zehn
verschie-
dene dienstbaren Geister, bis wir zur Ruhe
kamen. Zu nennen sind nur wenige wert:
Anni Schmidt aus Karlsruhe, die zweimal ging
um zweimal wiederzukommen, bis sie heiratete.
Auch Elise Maier, die schwarze Köchin, ferner
Fran-
ziska Lauteschlager aus München, die nette Lina
Weis aus Wiesbaden, die so gut schneiderte,
zu-[]
letzt die gute Marie Bohland aus
Groß-
Umstadt.
[Postkarte mit Ansicht des Hauses Berlinerstraße 12-13 in Perleberg]
Perleberg, Berliner Straße
1913-1919
[Kopien von vier Postkarten von Darmstadt:
(Gymnasium (HStAD Bestand R 4 Nr. 39461 - Darmstadt, Altes Gymnasium - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Schepp-Allee (HStAD Bestand R 4 Nr. 39462 - Darmstadt, Schepp-Allee - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Adolf Hitlerplatz mit Ludwigssäule (HStAD Bestand R 4 Nr. 39463 - Darmstadt, Adolf-Hitlerplat... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Marktplatz mit Rathaus (HStAD Bestand R 4 Nr. 39464 - Darmstadt, Marktplatz mit R... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Orangeriegarten (HStAD Bestand R 4 Nr. 39465 - Bessungen, Orangeriegarten - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Landestheater (HStAD Bestand R 4 Nr. 39466 - Darmstadt, Landestheater / ... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Mathildenhöhe (HStAD Bestand R 4 Nr. 39467 - Darmstadt, Mathildenhöhe / ... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Hochschul-Sportfeld (HStAD Bestand R 4 Nr. 39468 - Darmstadt, Hochschul-Sportf... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Artillerie-Korps-Kaserne (HStAD Bestand R 4 Nr. 39469 - Darmstadt, Artillerie-Korps... - Arcinsys Detailseite (hessen.de)
Ahastraße mit Artillerie-Kaserne (HStAD Bestand R 4 Nr. 39470 - Darmstadt, Ahastraße mit Ar... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Artillerie-Kasino, Interieur (HStAD Bestand R 4 Nr. 39471 - Darmstadt, Kasino des großh... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))]
[Originale entnommen zur Bildersammlung R 4 Nr. 39461-39471]
Goethe, Johann Wolfgang v., aus: Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827, Sprichwörtliches (Was gibt uns wohl den schönsten Frieden, Als frei am eig'nen Glück zu... (aphorismen.de))
Darmstadt, Ausstellung "Ein Dokument Deutscher Kunst" 1901 (https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/265 https://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_K%C3%BCnstlerkolonie_Mathildenh%C3%B6he)
Olbrich, Joseph Maria (1867-1908), österreichischer Designer und Architekt der Wiener Schule (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Maria_Olbrich)
Behrens, Peter (1868-1940), Maler, Typograph, Architekt und Designer (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Behrens)
Huber, Patriz (1878-1902), Architekt, Entwerfer für angewandte Kunst (https://de.wikipedia.org/wiki/Patriz_Huber)
Christiansen, Hans (1866-1945), Kunsthandwerker und Maler des Jugendstils (https://de.wikipedia.org/wiki/Patriz_Huber)
Bosselt, Rudolf (1871-1939), Bildhauer, Medailleur, Ziseleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bosselt)
Habich, Ludwig (1872-1949), Bildhauer (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Habich)
Bürck, Paul (1878-1947), Maler, Grafiker und Kunstgewerbler (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_B%C3%BCrck)
Wien, Sezession (https://de.gallerix.ru/pedia/history-of-art--vienna-secession/) https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Secessionsgeb%C3%A4ude
Darmstadt, Atelierhaus auf der Künstlerkolonie: heute Ernst Ludwig Haus und Museum Künstlerkolonie (https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/ernst-ludwig-haus-18/show/)
Darmstadt, Habichhaus auf der Künstlerkolonie (https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/haus-habich-15/show/)
Darmstadt, Christiansenhaus auf der Künstlerkolonie (https://www.mathildenhoehe.eu/ausstellungen/archiv/hans-christiansen/ontour)
Darmstadt, großes und kleines Glückerthaus auf der Künstlerkolonie: Glückert, Julius (1848-1911), Möbelfabrikant in Darmstadt (https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/grosses-haus-glueckert-16/show/ https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/kleines-haus-glueckert-13/show/)
Darmstadt, Olbrichhaus auf der Künstlerkolonie (https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/haus-olbrich-14/show/)
Darmstadt, Behrenshaus auf der Künstlerkolonie (https://www.mathildenhoehe-darmstadt.de/mathildenhoehe-darmstadt/gebaeude-objekte/haus-behrens-12/show/)
Deiters, Wilhelm (1871-1926), Geschäftsführender Sekretär der Darmstädter Künstlerkolonie (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/haus-deiters.html)
Markartstrauß: Gebilde aus getrockneten Blumen, Palmwedeln, Binsen oder Schilfkolben und Gräsern, benannt nach Hans Markart (1840-1884); typischer Schmuck der großbürgerlichen Wohnung der Gründerzeit (https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Makartstrau%C3%9F)
Schilling von Cannstatt, Hubert Freiherr v. (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 83)
Schilling von Cannstatt, Emmy Freirau v. (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 83)
Dambacher, Edmund Dr. med. (1866-1938), späterer Schwager Heinrich v. Hahns, und Schwester Maria Dambacher, spätere Ehefrau Heinrich v. Hahns, Porträt
(https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6596289&icomefrom=search)
Busch, Wilhelm (1832-1908), humoristischer Dichter und Zeichner (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch)
Dambacher, Edmund Dr. med. (1833-1902), Schwiegervater Heinrich v. Hahns (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6595650&icomefrom=search)
Diehl, Marie geb. Wolff (1822-1909), Großmutter Maria v. Hahns (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6594489&icomefrom=search)
Dinarischer Typ: lt. Hans F. K. Günther (1891-1961), Rassentheoretiker der NS-Zeit, auch "Rassengünther" oder "Rassenpabst" genannt, ist der "dinarische Typ" eine "Rasse" des deutschen Volkes, deren Heimat die östlichen Alpenländer (dinarische Alpen) und jene Gebiete, die später vorwiegend von Jugoslawien umfasst werden, sind. Günther schreibt dem "dinarischen Typ" bestimmte äußerliche Merkmale und Charaktereigenschaften zu. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_F._K._G%C3%BCnther)
Diehl, Ferdinand (1811-1899), Tabakfabrikant in Basel
Diehl, Ferdinand (1852-1919), Geschäftsführer einer Tabakfabrik in Basel
Heidlauff, Marie geb. Diehl (1849-1936), Tante Maria v. Hahns
Heidlauff, Emmy verh. Neeff (1882-1963), Nichte Maria v. Hahns
Neeff, Otto
Buchenberger, Else, Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 39363/18 A - Buchenberger, Else / Porträ... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Buchenberger, Adolf (1848-1904), Nationalökonom und badischer Staatsmann (https://www.deutsche-biographie.de/sfz6194.html)
Wolf, Eugen, Onkel Maria v. Hahns geb. Dambacher
Mand, Carl (1811-1892), Klavierbauer und Hoflieferant: 1900 Flügel in eigenwilliger Form, entworfen von Joseph Maria Olbrich, davon ein Exemplar auf der Mathildehöhe Darmstadt ausgestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Mand)
Exlibris mit Wappen-Hahn (HStAD, R 4 Nr. 46220 D)
Darmstadt, Heidelbergerstraße 9 ¼: ab 1903 (Adressbuch Darmstadt 1903, S. 69)
Darmstadt, Heidelbergerstraße 100: bis 1902 (Adressbuch Darmstadt 1902, S. 67)
Rohde, Franz (1863-1937), Pfarrer an der Christuskirche in Karlsruhe (Franz-Rohde-Haus – Wikipedi)a
Riva del Garda, Ort am nördlichen Gardasee https://www.gardasee.de/riva-del-garda
Lindequist, Anka v., verh. v. Briesen (1893-1977), Nichte Heinrich v. Hahns
Wittich, Christa verh. Strack (* 1900), Nichte Heinrich v. Hahns
Wittich, Lisbeth, verh. Lampe (1902-1985), Nichte Heinrich v. Hahns
Hahn, Friedrich (Fritz) v. (1896-1924), Oberleutnant a. D., Neffe Heinrich v. Hahns
Hahn, Arthur v. (1905-1945), Oberpostrat, Neffe Heinrich v. Hahns
Langenschlössel: Landgut von Prof. Werner Wittich in Bergheim (Haut-Rhin) (https://wiki.genealogy.net/Werner_Wittich)
Wittich, Werner (1867-1937), 1901-1918 Professor an Universität Straßburg, dann Privatgelehrter und Agronom, als einziger der deutschen Professoren in Frankreich geblieben und deshalb angefeindet (https://wiki.genealogy.net/Werner_Wittich)
Koblenz, Mittelrheinischer Luftschiffer-Verein (Flugfeld Koblenz-Karthause – Wikipedia)
Wondra, August (1857-1911), Maler in Darmstadt, Mitglied der Künstlerkolonie (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/w/wondra-august.html
Feldartillerie-Regiment Nr. 61 (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:2._Gro%C3%9Fherzoglich_Hessisches_Feldartillerie-Regiment_Nr._61)
Deinhard, (N. N.), 1914 Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: „Das 2. Großherzoglich Hessische Feldartillerie-Regiment Nr. 61 im Welkriege 1914/18“, Gerhard Stalling, Oldenburg/Berlin 1927“, Vorwort
Moeller, (N. N.), 1914 Kommandeur Feldartillerie-Regiment Nr. 61, in: „Das 2. Großherzoglich Hessische Feldartillerie-Regiment Nr. 61 im Welkriege 1914/18“, Gerhard Stalling, Oldenburg/Berlin 1927“, Vorwort
Griesheim, Kurt v. (* 1862), Hauptmann Feldartillerie-Regiment Nr. 69 (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 305/2)
Michelly, Eberhard (* 1868), 1888 Seconde-Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1909 Feldartillerie-Regiment Nr. 1, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 418
Morenhoffen, Franz v. (* 1871), 1911 Hauptmann und Assistent nei der Artillerie-Prüfungskommission, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 418
Arnswaldt, Werner v. (* 1869), 1894 Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1909 als Oberleutnant pensioniert, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 410
Gilsa, Erich v. (* 1879), 1899 Leutnant, 1909 Oberleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 414
Büdingen, Friedrich Graf v. (1872), 1900 Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 1909 als Hauptmann pensioniert, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 411
Geldern-Crispendorf, Werner Freiherr v. (* 1886), 1905 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 413
Küchler, Georg (Schorsch) (* 1881), 1901 Leutnant, 1910 Oberleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417
Moritz, Carl v. (* 1882), 1903 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 418
Recke, Hilmar v. der, Baron (1885-1972) (https://dfg-vk-darmstadt.de/Lexikon_Auflage_2/ReckeHilmarVonDer.htm)
Ilsemann, Iwan v. (* 1882), 1902 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: : Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 416
Riedesel zu Eisenbach, Ludwig (* 1878), 1900 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, und Riedesel zu Eisenbach, Johann (* 1881), 1901 Leutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 420
Consbruch, Otto v. (* 1874), 1908 Oberleutnant, 1912 Hauptmann und Batteriechef Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 412
Kuhn, Arnold (* 1881), 1910 Oberleutnant Feldartillerie-Regiment Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 417
Hombergk zur Vach, Paul v. (+ 1914), Hauptmann Leigarde-Regiment (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grab_von_Fritz_von_Hombergk_zu_Vach_(Grabplatte).jpg)
Lehmann, Karl v. (* 1862), 1884 Secondeleutnant Leibgarde-Regiment Nr. 115, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessoschen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 …Mittler und Sohn, Berlin 1889, S. 541
Röder zu Diersburg, Bernhard Freiherr v. (* 1855), 1893 Hauptmann Leibgarde-Regiment Nr. 115, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessoschen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 …Mittler und Sohn, Berlin 1889, S. 547
Hofmann, Karl v. (* 1864), 1897 Hauptmann Leibgarde-Regiment Nr. 115, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessoschen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 …Mittler und Sohn, Berlin 1889, S. 537
Wernher, Wilhelm v. (* 1876), 1894 Seconde-Leutnant Leibgarde-Regiment Nr. 115 und/oder Wernher, Alfred v. (* 1875), 1885 Secondeleutnant Leibgarde-Regiment Nr. 115, in: Fritz Beck, Geschichte des 1. Großherzoglich Hessoschen Infanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 …Mittler und Sohn, Berlin 1889, S. 555
Wachter, Ludwig Hermann v. (1853-1922) (HStAD, S 1 Wachter, Ludwig Hermann v.)
Möglicherweise Albert Johann Franz v. Scanzoni von Lichtenfels (1855-1914) v. (https://www.geni.com/people/Albert-Scanzoni-von-Lichtenfels/6000000004097776579) oder Heinrich Scanzoni v. Lichtenfels (* 1886), Hauptmann Leibgarde-Regiment Nr. 115 (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 768/5)
Stülpnagel, Hans Georg Otto v. (* 1860), 1894 Hauptmann Infanterie-Leibregiment Großherzognj Nr. 117, in: A. Keim, Geschichte des Infanterie-Leibregiments Großherzogin (3. Großherzoglich Hessisches Nr. 117 und seiner Stämme…, A. Barth, München 1903, S. 132
Schäffer-Bernstein, August Freiherr (1832-1889), Porträt (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4269426&icomefrom=search)
Harnier, Friedrich v. (* 1875), Adjutant 49. Inffanterie-Regiment (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 338/5)
Kraemer-Elsterstein, Fritz v. (1863-1912), Major und Flügeladjutant des Großherzogs Ernst Ludwig v. Hessen und bei Rhein (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2022415)
Schröder, Siegfried v. (* 1876), Rittmeister und Flügheladjutant des Großherzogs (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5283696&icomefrom=search)
Lungershausen, Friedrich (1867-1918), Porträt (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5819905&icomefrom=search) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5801191&icomefrom=search)
Limburg-Stirum, Theodor Graf v.(* 1879), Porträt (
Günther, Ludwig (1887-1914), Unteroffizier Infanterie-Regiment Nr. 115 (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 315/5)
Leonhardi, Martha Freifrau v. geb. Freiin v. Heyl zu Herrnsheim (1870-1954) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5795352&icomefrom=search)
Rinck gen. v. Starck, Louise (Lilly) v. geb. Buderus (1869-1930) (HStAD, S 1 Starck, Adalbert Freiherr v.)
Hoop, Walther van der Freiherr v. (1861-1928), großherzoglich hessischer Kammerherr, Oberforstmeister, Hofjägermeister (HStAD, S 1 Hoop, Walther van der) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2671444&icomefrom=search)
Hoop, Leonie van der Freifrau v. geb. Freiin v. Röder zu Diersburg (1873-1965) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2671444&icomefrom=search)
Biegeleben, Maximilian Freiherr v. (1859-1945), großherzoglich hessischer Wirklicher Geheimer Rat, Ministerialrat im Finanzministerium, Gesandter (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5797299&icomefrom=search) (https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_von_Biegeleben_(1859%E2%80%931945))
Biegeleben, Elisabeth Freifrau v. geb. Zernentsch (1868-1955) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5797299&icomefrom=search)
Römheld, Gustav v. (1861-1933), großherzoglich hessischer Geheimer Kabinettsrat (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5796304&icomefrom=search)
Römheld, Elsa v. geb. Knöckel (1879-1902) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5796304&icomefrom=search)
Hebbinghaus, Julius v. der (1862-1914), Leutnant (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 349/1)
Darmstadt: Wilhelmstraße 15 (Adressbuch Darmstadt 1905, S. 129)
Leonhardi, Margarethe Freiin v. verh. Freifrau v. der Marwitz (1894-1925) und Brüder Lutz Freiherr v. Leonhardi (1897-1970) sowie Friedrich Freiherr v. Leonhardi (1905-1979) (https://www.lagis-hessen.de/pnd/136637388)
Rotsmann, Sopie v. geb. v. Touchon (1833-1911) (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_von_Rotsmann)
Heyl v. Herrnsheim, Sophie Freifrau v. geb. Stein (1847-1915) (https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/bio/register/person/entry/heyl+zu+herrnsheim%252C+sophie+freifrau+von)
Heyl zu Herrnsheim, Doris Freifrau v. geb. Stein (1848-1930) (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/heyl-zu-herrnsheim-maximilian-von.html)
Westrell, Adolphine geb. Levenhagen (+ 1889) (HStAD, G 28 Darmstadt Nr. F 2992/1)
Nordeck zur Rabenau, Friederike Auguste (Augustine) Freifrau v. geb. Freiin v. Riese-Stallburg (* 1854) (https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Nordeck_zur_Rabenau)
Senarclens-Grancy, Marie Freiin v. (* 1845) (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v2019257&selectId=79394788)
Schlitz gen. v. Görtz, Sophia Gräfin v. geb. v. Villeneuve (1858-1911) (HStAD, F 23 C Nr. 213)
Erbach-Schönberg, Marie Fürstin zu geb. Prinzessin v. Battenberg (1852-1923) (HStAD, F 23 A Nr. 314/28)
Elisabeth (Ella) Prinzessin v. Hessen und bei Rhein, verh. Großfürstin Jelissaweta Fjodorowna v. Russland (1864-1918)
(https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v366661&icomefrom=search)
Alexandra (Alix) Prinzessin v. Hessen und bei Rhein, verh. Zarin Alexandra Fjodorowna v. Russland (1872-1918)
(https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3449947&icomefrom=search)
Viereckige Tänze (Quadrillen): Tanz mit vier Tänzern oder vier Paaren, die sich im Karree gegenüberstehen. Form des Konzerttanzes (https://de.wikipedia.org/wiki/Quadrille_(Tanz))
Viktoria Melita (gen. Ducky) Großherzogin v. Hessen und bei Rhein geb. Prinzessin v. Sachsen-Coburg-Gotha, spätere Großfürstin v. Russland (1876-1936) (https://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_Melita_von_Sachsen-Coburg_und_Gotha)
Hahn, Ferdinand v. (1858-1940), preußischer General der Kavallerie, Generaladjutant Großherzog Ernst Ludwigs v. Hessen und bei Rhein (https://www.deutsche-biographie.de/sfz31768.html)
Massenbach, Fabian Freiherr v. (1872-1948), Flügeladjutant Großherzog Ernst Ludwigs v. Hessen und bei Rhein (HStAD, S 1 Massenbach, Fabian)
Darmstadt, 7. Oktober 1903 (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2522489&icomefrom=search)
Alice Prinzessin v. Battenberg, verh. Prinzessin v. Griechenland (1885-1969) (https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_von_Battenberg)
Andreas Prinz v. Griechenland (1882-1969) (https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_von_Griechenland)
Viktoria Lady Mountbatten geb. Prinzessin v. Hessen und bei Rhein (1863-1950) (https://de.wikipedia.org/wiki/Viktoria_von_Hessen-Darmstadt)
Louis Lord Mountbatten, 1. Marquess of Milford Haven geb. Prinz v. Batttenberg (1854-1921), britischer Admiral (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_von_Battenberg)
Alexander Prinz v. Hessen und bei Rhein (1823-1888) (https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Hessen-Darmstadt)
Jelissaweta Fjodorowna Großfürstin v. Russland geb. Prinzessin Elisabeth (Ella) v. Hessen und bei Rhein (1864-1918) (https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Hessen-Darmstadt_(1864%E2%80%931918))
Heinrich und Maria v. Hahn in Renaissance-Kostümen, Porträt (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5805807&icomefrom=search)
Darmstadt, 1906 Januar 18: Renaissance-Fest im Schloss (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5819905&icomefrom=search)
Quattrocento: Unter Quattrocento verstehen Historiker und Kunstkritiker die Zeit der Frührenaissance in Italien. Das Quattrocento entspricht in unserer Zeitangabe dem 15. Jahrhundert. (https://de.wikipedia.org/wiki/Quattrocento)
Ballettmeisterin Helene Thiele-Leonhard (* 1853) am Hoftheater Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 150/1)
Großherzog Ernst Ludwig und Großherzogin Eleonore v. Hessen und bei Rhein in Renaissance-Kostümen (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5795152&icomefrom=search)
Boticelli, Sandro (1445-1510), italienischer Maler der Frührenaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Sandro_Botticelli)
Francaise (französisch): Kontratanz des 19. Jahrhunderts (https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7aise_(Tanz))
Lancier: Tanz, eine Art der Quadrille (https://de.wikipedia.org/wiki/Les_Lanciers)
Menuekarte (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v5821592&selectId=79396817)
Renaissance-Saal im Schloss mit gedeckter Tafel (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5820102&icomefrom=search)
Seidl, Gabriel Ritter v. (1848-1913), Architekt, Vertreter des Historismus und des bayerischen Heimatstils: erbaute 1888 den Heylshof in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_von_Seidl)
Darmstadt, Weyprechtstraße 6 (Adresssbuch Darmstadt 1906, S. 456)
Tizian, eigentlich Tiziano Vesellio (1488-1576), venezianischer Maler der Hochrenaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Tizian)
Veronese, Paolo (1528-1588), italienischer Maler der Spätrenaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Paolo_Veronese)
Bordone, Pris (um 1500-1570), italienischer Maler der venezianischen Schule (https://de.wikipedia.org/wiki/Paris_Bordone)
Jordaens, Jacob (1593-1678), flämischer Maler des Barock (https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Jordaens)
Tintoretto, Jacopo, eigentlich Jacobo Robusti gen. Tintoretto (1518-1594), italienischer Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Jacopo_Tintoretto)
Altdorfer, Albrecht, auch Albrecht Altdorffer (um 1480-1538), Maler, Kupferstecher und Baumeister der Renaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_Altdorfer)
Cranach, Lucas der Ältere (1472-1553), Maler, Grafiker und Buchdrucker, oder Lucas Cranach der Jüngere (1515-1586), Maler und Porträtist der Renaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Lucas_Cranach_der_%C3%84ltere)
Dürer, Albrecht der Jüngere (1471-1528), Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker der Renaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_D%C3%BCrer)
Böcklin, Arnold (1827-1901), Schweizer Maler, Grafiker und Bildhauer des Symbolismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_B%C3%B6cklin)
Klinger, Max (1857-1920), Bildhauer, Maler, Grafiker und Medailleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Klinger)
Lenbach, Franz Ritter v. (1836-1904), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Lenbach)
Kaulbach, Friedrich August (1850-1920), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Kaulbach)
Villa Wahnfried am Rande des Bayreuther Hofgartens, ehemaliges Wohnhaus Richard Wagners (https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Wahnfried)
Wagner, Cosima geb. de Flavigny (1837-1930), zweite Ehefrau von Richard Wagner, 1893-1906 Leiterin der Bayreuther Festspiele (https://de.wikipedia.org/wiki/Cosima_Wagner)
Egloffstein, Kurt Freiherr v. (1891-1914) Porträt mit Bruder Hans (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6567976&icomefrom=search)
Egloffstein, Hans Freiherr v. (* 1894)
Westarp, Adolf Graf v. (* 1854), 1901 Kommandeur des Feldartillerie-Regiments Nr. 25, in: Fritz Beck, Geschichte des Großherzoglichen Artilleriekorps 1. Großherzoglich Hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 und seiner Stämme …, Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 425
Hahn, Edith geb. Gebhardt (1881-1927), Ehefrau von Bernhard v. Hahn
Mainz, Schillerstraße.- Erthaler Hof (https://de.wikipedia.org/wiki/Erthaler_Hof)
Mainz, Staatstheater: hieß bis 1989 Stadttheater, wurde zwischen 1829 und 1833 von Georg Moller erbaut (https://de.wikipedia.org/wiki/Staatstheater_Mainz)
Oper Wilhelm Tell von Gioachini Rossini (https://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_Tell_(Rossini))
Heeringen, Oskar Otto Josias v. (1850-1926), preußischer Generaloberst, Kriegsminister, und Ehefrau Auguste geb. v. Dewall (1853-1942) (https://de.wikipedia.org/wiki/Josias_von_Heeringen)
Rothe, Marie, verh. Bendemann (* 1872), Porträt (HStAD Bestand R 4 Nr. 39360/19 A - Bendemann, Marie geb. Rothe... - Arcinsys Detailseite (hessen.de))
Bendemann, Hans v. (1852-1914) (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 82/5)
(https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6562496&icomefrom=search)
Hahn, Karl v. (1824-1892), Rechnungsrat bei der Hauptstaatskasse in Darmstadt
Darmstadt, Heidelbergerstraße 69 (Adressbuch Darmstdt 1892, S. 247)
Hahn, Emilie v. geb. Koch (1822-1900), Ehefrau Karl v. Hahns
Hahn, Friedrich v. (1849-1896), Kaufmann, Inhaber einer Weinimportfirma in Valencia, später in München
Hahn, Emmy v. geb. Schenck (1858-1917), Ehefrau Carlo v. Hahns
Hahn, Carlo v. (1857-1919), Oberst, Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes in Darmstadt
Hahn, August v. (1853-1923), Generalleutnant
Hahn, Sophie v. verh. Roth (1884-1965), Schwester Marie v. Hahn verh. Willich gen. v. Pöllnitz (1888-1969); Bruder Karl v. Hahn (1891-1945), Oberstleutant, Schwester Erika v. Hahn (* 1899-1975), DRK-Schwester Alice Hospital in Darmstadt, Vorsteherin Kinderabteilung Bad König im Odenwald
Aulock, Franz (* 1863), Abteilungskommandant Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr.
Hahn, Diether (1908-1939), Sohn Heinrich v. Hahns
Hahn, Gisbert v. (1913-2003), Sohn Heinrich v. Hahns
Heil, Karl Dr. med., 1917 Sanitätsrat (HStAD, S 1 Heil, Karl)
Darmstadt, Herdweg 56 (Adressbuch Darmstadt 1913, S. 56)
Ehrhardt, Ludwig (1864-1938), Hofprediger in Darmstadt (HStAD, S 1 Ehrhardt, Ludwig (1864-1938))
Gans zu Putlitz, Konrad (1855-1924), Gutsbesitzer und Politiker, 1916-1918 Mitglied des Preußischen Herrenhauses, und Wolfgang Gans zu Putlitz (1857-1931), Gutsbesitzer und Politiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Gans_zu_Putlitz (https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Gans_zu_Putlitz_(Politiker))
Maltzahn, Karl Freiherr v. (1856-1932), Gutsbesitzer auf Birkstock, königlich preußischer Hauptmann
Möllendorff, Ottokar v. (1876-1945), Gutsbesitzer auf Krampfer und Klein-Gottschoff (https://www.plattenburg.de/news/3/400312/firmennachrichten/vortrag-zum-dorffest-in-krampfer-in-der-prignitz-am-08.07.2017.html)
Winterfeldt, Carl Detlof v. (1867-1940), Gutsbesitzer auf Gülitz (https://de.wikipedia.org/wiki/Detlof_von_Winterfeldt)
Podbielski, Victor v. (1844-1916), Gutsbesitzer auf Dallmin u. a. (https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Podbielski_(Politiker,_1844))
Wilamowitz-Moellendorff, Wichard Graf v. (1871-1918), Gutsbesitzer auf Gadow (https://www.geni.com/people/Wichard-von-Wilamowitz-Moellendorff/6000000007709645217)
Saldern, Fanny v. geb. Rohr, Witwe Siegfried v. Salderns (1843-1913), Rittergutsbesitzer auf Plattenburg, Politiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_von_Saldern)
Graevenitz, Hans Joachim Heinrich v. (1874-1938), Gutsbesitzer auf Schilde, Landrat Westpriegnitz in Perleberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Joachim_von_Graevenit)
Otto, (Familie), auf Gut Tonkital bei Perleberg, 1936 Militärflugplatz (https://de.wikipedia.org/wiki/Perleberg)
Spiritus, Paul Dr. (1885-1957), Geheimer Regierungsrat in Perleberg (Paul Spiritus – Wikipedia)
Pohl, Alexander, 1910-1919 Bürgermeister in Perleberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_Perleberg)
Gluck, Johannes Dr., Geheimer Justizrat, Amtsrichter in Perleburg (Liste von Persönlichkeiten der Stadt Perleberg – Wikipedia)
Rotspon (von mittelniederdeutsch spon = hölzernes Gefäß): altes deutsches Wort für roten Fasswein und im engeren Sinne für einen französischer Rotwein, der im Fass transportiert wird und in einer norddeutschen Hansestadt zur Flaschenreife gelangt ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Rotspon)
Buw-Ordonannz. Offiizersbursche, der zur persönlichen Betreuung der Offiziere abgeordnet war (https://de.wikipedia.org/wiki/Offiziersbursche)
Gästebuch v. Hahn (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 52)
Hahn, Friedrich (Fritz) v. (1896-1924), Oberleutnant a. D., Neffe Heinrich v. Hahns
Egloffstein, Kurt Freiherr v. und zu (1891-1914) und Karl August Bossart (1899-1917)
Gelnhausen, 1902 September 22-23: Herbstmanöver der 21. Division bzw. des 18. Armeekorps in der Nähe von Gelnhausen (https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/xsrec/current/9/sn/edb?q=YToxOntzOjc6ImJlcmVpY2giO3M6MTg6Ik1pbGl0w6RyIHVuZCBLcmllZyI7fQ==)
Rattler sind kleine bis mittelgroße Hunde, die ursprünglich als Rattenfänger verwendet wurden. Sie wurden als Stallhunde gehalten, um Haus und Hof frei von Nagern wie Ratten und Mäusen zu halten. Auch Hunderassen, die aus diesen Gebrauchshunden hervorgegangen sind, werden als Rattler bezeichnet, unabhängig davon, ob sie als Stallhunde gehalten oder als Rattenfänger verwendet werden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Rattler)