elnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Mütchentlich 7mallgem Erſcheinen vom 1.Dezember
blzft: Lezember 2.— Reichsmarl und 20
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usühr, abgeholt 2.— Reichsmarf. durch die
aluteen 2.20 Reichsmart frei Haus. Poſibezugspreis
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maugrteinen einzelner Nummern infolge höherer
au berechtigt den Bezieher nicht zur Kürzung des
Beßypreiſes. Beſtellungen und Abbeſtellungen durch
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluftrierte Beilage: „Oie Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſebenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſiattet.
Nummer 333
Montag, den 3. Oezember 1934.
196. Jahrgang
Die 22 mm breite Zeile im Anzeigeniell, 1 mm hoch.
Pfennig. Die 92 mm breite Zeile im Textteil 1 mmt
hoch 100 Pfennig. Platzaufſchlag (nach vorh
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GO=Bank und Darmſtädter und Nalonalban”.
Ausſprache Laval — v. Ribbentrop.
FTNch
M
Uceinſamer Wille zur Enkſpannung.
EP. Paris, 2. Dezember.
die die Blätter berichten, hatte der deutſche
Sonderbeauf=
truy für Abrüſtungsfragen, Herr von Ribbentrop, auch
eimſ= Zuſammenkunft mit dem Führer der Union Fédérale der
Frynämpfer, Pichot; es handelt ſich hierbei um eine andere
Frunämpfer=Vereinigung als die von dem Abgeordneten Goy
gelſeitte. — Der „Excelſior”, der häufig offiziös unterrichtet iſt,
ſchriett, Herr von Ribbentrop habe die Verſicherung erhalten,
daßiebei einer neuen Reiſe nach Paris, mit der man bereits für die
nägrt ZZeit rechnet, willkommen ſei. Die franzöſiſche Regierung
wend mit aller Objektivität alle deutſchen Anregungen prüfen,
die u Löſung der internationalen Probleme beitragen könnten.
Li deutſche Botſchafter in Paris, Roland
Köäft
der am letzten Freitag vor der außenpolitiſchen
Kam=
ner=vatte eine längere Beſprechung mit dem Miniſterprä=
Hien, Flandin hatte, hatte aus Anlaß der geſtrigen
Unugeſchnung des deutſch=franzöſiſchen Clearing=Abkommens
Gellgnheit, ſich mit Außenminiſter Laval eingehend zu
untatalten. Die franzöſiſche Preſſe ſchreibt über dieſe
Unter=
reduu in einem für die deutſch=franzöſiſche Annäherung
durch=
auss kit ſtigen Sinne. In dieſen Unterredungen habe man, ſo
erkllif der „Excelſior”, auf beiden Seiten den Eindruck eines
ger inſamen Willes zur deutſch=franzöſiſchen
inngannung erhalten. Einige Blätter, ſo der „Petit
Pa=
riſieiz halten es für möglich, daß in dieſen Beſprechungen
be=
reitſson der franzöſiſchen Antwortnote an
Deutſch=
aiber den Oſtpakt die Rede geweſen ſei.
Wahr=
ſchefnch werde der Quai d’Orſay aber der Reichsregierung eine
ſchrizf ge Antwort erſt nach dem Empfang der polniſchen
Ant=
wuf die jüngſte franzöſiſche Note erteilen.
yr deutſche Sonderbeauftragte für Abrüſtungsfragen, Herr
bouktbbentrop, befand ſich auch am Sonntag noch in
Pa=
mis.*4r hatte am Nachmittag um 3 Uhr eine Unterhaltung mit
hußichminiſter Laval, die über eine Stunde dauerte. Im
Ver=
aurüeſer Unterredung wurden die deutſch=franzöſiſchen
Pro=
blern beſprochen. Eine amtliche Mitteilung wurde nicht aus=
Peerht.
in
Wickf
Blandtas Walſchaftspolikta.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 1. Dezember.
zundins wirtſchaftspolitiſche Programmrede wird noch
ſetztt nchträglich ſehr eifrig kommentiert und nicht immer im
güngtien Sinne. Der franzöſiſche Miniſterpräſident erblickt in
der kkämpfung der Weltwirtſchaftskriſe die dringendſte
Auf=
gab tund das beſtimmt in ſehr großem Maße ſeine geſamte
Polln
; der Innenpolitik bedeutet das die Zurückſetzung
alle rein politiſchen Fragen, deren Löſung der
Regltung Doumergue als die Vorbedingung der moraliſchen
wirhſaftlichen Sanierung des Landes erſchien. Eine ſolche
biuſchaftspolitiſche Orientierung bedarf einer
unugänglichen Ergänzung: nämlich einer
Außnpolitik, die auf die Verſtändigung in
Eüſpa hinzielt. Die große Frage iſt nun ob die
Re=
er nm Flandin die Energie und die Kühnheit beſitzt, die Poli=
N, M ihr vorſchwebt, folgerichtig durchzuführen.
Hinderniſſen fehlt es wahrhaftig nicht. Flandin muß
nit hier rechtsſtehenden Oppoſition, die ſich außerhalb der
ſamyr manifeſtiert, hart kämpfen — ſein Arbeitsprogramm
Dirih uch von dieſer Seite der ſchärfſten Kritik unterzogen.
Naig lirft ihm vor, ſich allzuweit nach links zu orientieren und
8 nteipolitiſchen Notwendigkeiten zu ſehr zu beachten.
landins Leitmotiv die Rückkehr zur freien
Piſrſchaft, hat im Augenblick eine nur mehr theoretiſche
dedßuung. Die franzöſiſche Wirtſchaft iſt dermaßen
verſtaat=
ſchte 1ß es dem Staat unmöglich iſt, einer Reihe von Entſchei=
An/ Maus dem Wege zu gehen, mit denen er in einer
authen=
liche veren” Wirtſchaft nichts zu tun hätte. Damit bietet aber
DeAyierung allerlei Angriffen die Flanken. Ganz beſonders
ſweieſ” man daran, ob es richtig iſt, die Periode der Deflation
WoTdr Preis= und Gehaltsherabſetzungen ſchon als beendet
machten. Es iſt möglich, daß Flandin gerade in dieſem
PAmN den Parteiintereſſen zu weit entgegenkommt. Aber je
Ne9M0 die rechtsſtehende Oppoſition bekämpft, um ſo mehr
D auf die Unterſtützung der verſchiedenen Parteigruppen
R AxKammer angewieſen ſein.
außenpolitiſchen Notwendigkeiten der Politik Flandins
Weuft einer ſehr intereſſanten Auseinanderſetzung vor der
am Dſchen Oeffentlichkeit geführt. Man beginnt überall zu
er=
unrd Laß das Kernproblem der franzöſiſchen
Tulſapolitik das Verhältnis zu Deutſchland
uge Zeit verſuchte man, dies zu leugnen. Wenn jetzt die
oean in Frankreich zu einer Klärung der eigenen Politik
9Fhwerden, ſo wäre das für alle Fälle zu begrüßen.
Weumdungsklage gegen Franklin=Bouillon
beabſichkigk.
Sſtat Monnier, einter der franzöſiſchen Kriegsteilnehmer, der
Aſ chen Kriegsteilnehmern Fühlung genommen hat und
1 Sleſtrigen Kammerſitzung Gegenſtand eines Angriffes des
ADgdneten Franklin=Bouillon war, hat ſeinen
Kriegsteilneh=
w IERhand erſucht, in einem Ehrengerichtsverfahren die
unge=
eu Sher: Behauptungen Franklin=Bouillons, zu behandeln.
Rr auin=Bouillon hatte u. a. erklärt, Monnier ſei in verſchiedene
De Burigelegenheiten verwickelt und ſtehe mit einem deutſchen
Fi in Verbindung.) In einer Mitteilung an die Preſſe be=
Dn rNonnier, er müſſe den Wortlaut der Erklärungen
Frank=
ehil ons abwarten, werde dann aber die nötigen
Ver=
leunFing sklagen anſtrengen.
Gaukagung der ehem Kriegsgefangenen
Freiherr von Lersner über Fronkſoldakenkum
und Frieden.
IPD. Frankfurt, 2. Dezember.
Ein großes Treffen der Reichsvereinigung ehemaliger
Kriegs=
gefangener, Gau Südweſtdeutſchland, führte am Samstag eine
große Abordnung der ſüdweſtdeutſchen Kriegsgefangenenvereine
nach Frankfurt. Abends fand in der Bockenheimer Turngemeinde
eine Kundgebung ſtatt, die in einem Gedenken der Brüder im
Saargebiet gipfelte. Der Redner des Abends war Freiherr von
Lersner, Bundesführer der REK. Er behandelte das ſoldatiſche
und völkiſche Erlebnis der Frontſoldaten und Kriegsgefangenen.
In ſeinen Ausführungen der Gegenwartspolitik, maß er einer
Verſtändigung zwiſchen den Frontſoldaten diesſeits und jenſeits
der deutſchen Grenzen entſcheidende Bedeutung für die
Zukunfts=
geſtaltung bei. Anknüpfend an die Ausſprache zwiſchen dem
Führer und dem franzöſiſchen Soldaten Goy vor wenigen Wochen,
führte er u. a. aus:
Wir deutſche Soldaten des Weltkrieges wollen dieſe
Aus=
ſprache, weil wir aus dem bitteren Kampf Mann gegen Mann
wiſſen, daß nicht der Politiker, der die Welt in den Krieg
ge=
ſtürzt hat, ſondern nur der Frontſoldat, der ihn ausgefochten hat,
neuen Krieg verhindern kann. Solche Ausſprache könne nicht
über Dritte, ſondern nur direkt erfolgen. Für keine Schicht der
Frontkämpfer ſei dieſe Ausſprache bedeutungsvoller als für die
ehemaligen deutſchen Kriegsgefangenen. Denn ihnen beſonders
ſei in tauſenden und aber tauſenden Gefangenenlagern in der
ganzen Welt der Haß gegen Deutſchland täglich
entgegengeſchla=
gen. Wenn der deutſche Kriegsgefangene, heimgekehrt, nicht Haß
mit Haß vergolten habe; ſo ſei dies der beſte Beweis, daß dem
deutſchen Volke, deſſen Weſen auch aus den ehemaligen
Kriegs=
gefangenen ſpreche, allen Verleumdungen der Welt zum Trotz
nicht Kriegswille, ſondern Friedenswille inne wohne.
Ebenſo ſei, keine Gruppe der Frontkämpfer mehr befähigt, die
Stimmung im franzöſiſchen Volk zu beurteilen, als die
Kriegs=
gefangenen, die Monate und Jahre lang im Wechſel zwiſchen
un=
erhörten Strafen und Achtung „vor dem deutſchen Menſchen= und
Soldatentum am eigenen Leibe die Mentalität des franzöſiſchen
Volkes kennen gelernt hätten. Der ehemalige deutſche
Kriegs=
gefangene könne es verſtehen, wie unendlich ſchwer es für
Frank=
reich ſei, die Furcht vor dem waffen= und volksgewaltigen
Nach=
barn zu überwinden, nachdem ihm dieſe Furcht jahrhundertelang
immer wieder eingeimpft worden ſei. Die Tatſache daß erſt
durch die Unterſtützung der ganzen Welt und ſchließlich der zwei
Millionen amerikaniſchen Soldaten es gelungen ſei, Deutſchland
niederzuwerfen, habe die Furcht vor dem deutſchen Nachbarn ins
Unermeßliche geſteigert. Deshalb glaube das franzöſiſche Volk
jegliche Behauptungen und Verdrehungen über Deutſchland. Dieſe
Furcht aber könne nur die ehrliche Ausſprache zwiſchen Männern,
die gegeneinander im Felde geſtanden haben, beſeitigen.
Wer ſich auf Leben und Tod gegenübergeſtanden habe, bringe
die erſte Vorausſetzung des Vertrauens mit: die Achtung vor
dem anderen. Aus der Achtung wachſe das Verſtehen. Der
ehe=
malige deutſche Kriegsgefangene, der ſein eigenes Volk im
Ver=
gleich zu den anderen Völkern, vor allem aber im Vergleich zum
franzöſiſchen Volk geſehen habe, wiſſe, daß vielleicht gerade in der
grundſätzlichen Verſchiedenheit dieſer Völker eine Gewähr für
eine endliche Befriedung liege. Denn im Gegenſatz zu den
Be=
hauptungen der Völker der ganzen Welt wolle das deutſche Volk
nach ſeinem innerſten Weſen nicht beſitzen und beherrſchen,
ſon=
dern nur geſtalten und ſchaffen. Aus dieſer Geſtaltungskraft,
nicht aus Eroberungsſucht, ſei es möglich geweſen, den Weltkrieg
und die Nachkriegsjahre zu überdauern. Aus dieſem
Geſtaltungs=
willen, nicht aus Eroberungsſucht, gewinne auch der
National=
ſozialismus ſeinen Ausdruck und ſeine mächtige Entfaltung.
Frontſoldaten und Nationalſozialiſten gönnten jedem Volk in der
Welt ſein Leben, ſeine Arbeit, ſeine Heimat. Das ſei das
poli=
tiſche Geſtändnis des Frontſoldaten und Geſtalters des
National=
ſozialismus, Adolf Hitler. Frontſoldaten und Nationalſozialiſten
wollten nur gleiches Recht für Deutſchland haben — ſie wollten
nur leben und wollten, daß auch die anderen leben.
Keine Mindeſtpreiſe für Schokolade.
DNB. Berlin, 2. Dezember.
Die durch die Preſſe gegebene Nachricht, daß der
Reichsver=
band der Schokoladenhändler einen Mindeſtpreis für
Schokolade=
tafeln feſtgeſetzt oder gar eine Heraufſetzung von 20 auf 25 Pfg.
vorgenommen habe, gibt dem Reichskommiſſar für
Preisüber=
wachung Veranlaſſung, zu erklären, daß dieſe Feſtſetzung null und
nichtig iſt. Es braucht ſich niemand an ſie zu kehren. Die
Verant=
wortlichen werden zur Rechenſchaft gezogen.
Nachdem eine zeitlang eine gewiſſe Knappheit an billigem
Kakaopulver im Kleinhandel — wahrſcheinlich im Zuſammenhang
mit größeren Hamſterkäufen der Bevölkerung — eingetreten zu
ſein ſchien, iſt nunmehr, wie zuverläſſig verlautet, dieſe Knappheit
überwunden. Kakaopulver kann wieder in allen Preislagen, ſchon
von 15 Pfg. das Viertelpfund an, bezogen werden, und iſt in
aus=
reichender Menge im Kleinhandel, ſo daß irgend welche
Beſorg=
niſſe bezüglich der Verſorgung der minderbemittelten Bevölkerung
mit billigem Kakaopulver nicht beſtehen.
Nur einfache Kranzſpenden! — Unkerſchiedsbeirag
für das Winkerhilfswerk!
DNB. Berlin, 2. Dezember.
Die Adjutantur des Chefs des Stabes der SA. gibt nach
der NSK. folgenden Erlaß bekannt:
„Bei Kranzſpenden wurden bisher ſehr hohe Beträge
aus=
gegeben. Dies entſpricht nicht dem Geiſt der SA. In Zukunft
ſind für ſolche Zwecke einfache Lorbeerkränze oder
Eichenlaub=
kränze mit einfacher Schleife zu verwenden.
Der erſparte Unterſchiedsbetrag iſt dem Winterhilfswerk
zuzuführen. — Der Chef des Stabes (gez.) Lutze.”
Politiſcher Mord in Moskau.
der Sekrekär Stalins erſchoſſen.
EP. London, 2. Dezember.
Am Samstag abend wurde nach aus Leningrad hier
ein=
getroffenen Meldungen der Sekretär der Leningrader „Partei=
Organiſation, Kirow, eines der zehn Mitglieder des
Poli=
tiſchen Büros der Kommuniſtiſchen Partei, vor dem Smolny=
Inſtitut erſchoſſen, wo ſich jetzt die Leitung der Partei=
Organiſation befindet. Der Täter wurde verhaftet. Eine
amt=
liche Mitteilung ſagt, es handle ſich bei dem Täter um ein
Mit=
glied einer gegenrevolutionären Organiſation. Er ſei im
Auf=
trag von Feinden der Arbeiterklaſſe nach dem Smolny=Inſtitut
entſandt worden, um Kirow zu ermorden.
Kirow galt als der wahrſcheinliche Nachfolger Stalins. Er
war einer ſeiner ergebenſten Anhänger; der letzte Kongreß hatte
Kirow, der auch dem Präſidium des Vollzugsausſchuſſes der
Sowjet=Union angehörte, zum dritten Gehilfen Stalins als
Parteiſekretär gewählt.
*
Das Volkskommiſſariat des Innern, die ehemalige OGPU.,
teilt in einer Verlautbarung mit, daß die vorläufige
Unter=
ſuchung den Namen und die Perſonalien des Täters feſtgeſtellt
hat. Es iſt ein ehemaliger Angeſtellter der Leningrader Filiale
der Arbeiter= und Bauerninſpektion, der im Jahre 1904 geborene
Leonid Waſſiljewitſch Nikolgjew.
Die Unterſuchung gegen den Mörder iſt noch nicht beendet.
Ar
Todesurkeile gegen Aagehörige der „Imro‟.
DNB. Sofia, 1. Dezember.
Nach einer Aufſehen erregenden Meldung des bulgariſchen
Regierungsblattes „Nowi Dni” haben dieſer Tage die
Militär=
gerichtshöfe in den mazedoniſchen Städten Newrokop und Gorna=
Djumaja gegen eine größere Anzahl von Mitgliedern der
aufge=
löſten Inneren Mazedoniſchen Revolutionären Organiſation
(Imro) verhandelt, die ſich wegen mehrerer im Jahre 1932
be=
gangener Fememorde zu verantworten hatten. In Newrokoy
verurteilte das Gericht neun Angeklagte wegen Ermordung des
früheren Bürgermeiſters von Dolen und eines Architekten zum
Tode durch den Strang. In Gorna=Djumaja wurden drei
Maze=
donier zum Tode und zwei zu lebenslänglichem Kerker
verur=
teilt. Unter den Verurteilten befanden ſich einige bekannte
Un=
terführer der Imro.
Die zwölf Todesurteile der Militärgerichte, die zeigen, daß
die bulgariſchen Behörden feſt entſchloſſen ſind,
die Staatsautorität in Mazedonien voll und
ganz wiederherzuſtellen und die in den letzten Jahren
von den verſchiedenen mazedoniſchen Lagern ungeſtraft
be=
gangenen Morde rückſichtslos zu verfolgen, haben in der
bulga=
riſchen Oeffentlichkeit großes Aufſehen hervorgerufen. Wie die
„Nowi Dni” meldet, werden ſich die Militärgerichte in
Maze=
donien in den nächſten Tagen noch mit zahlreichen weiteren
Fememorden zu beſchäftigen haben.
Vom Tage.
Wie die NSK. meldet, ſpricht am 8. Dezember in Bochum
der Stellvertreter des Führers, Pg. Rudolf Heß, vor 40 000
Volksgenoſſen im Depot der Bochumer Straßenbahn.
Das Opernhaus Königsberg feiert ſein 125jähriges Beſtehen
mit einer Feſtwoche vom 2.—9. Dezember. Dieſe Feſtwoche, die
am Sonntagabend die Aufführung der „Meiſterſinger von
Nürn=
berg” eröffnete, wurde am Sonntagvormittag eingeleitet mit
einem Feſtakt im Opernhaus.
Die Franzöſiſche Kammer hat in der erſten Morgenſtunde
des Sonntags die Beratung des Ausgabenbudgets beendet. Im
Verlauf der Ausſprache war Miniſterpräſident Flandin
gezwun=
gen, die Vertrauensfrage gegen einen Antrag eines
kommuniſti=
ſchen Abgeordneten zu ſtellen, der forderte, daß die Kredite für
den Geheimfonds geſtrichen werden ſollten. Der kommuniſtiſche
Abgeordnete wollte mit dieſem Antrag vor allem einen Schlag
gegen den Teil der marxiſtiſchen Preſſe führen, die aus dieſem
Fonds mehr oder weniger regelmäßig Zuſchüſſe erhält. Mit 457
gegen 120 Stimmen lehnte das Haus den kommuniſtiſchen
An=
trag ab.
Die Militärgerichte in Newrokop und Dſchumaj haben dieſer
Tage zwölf Todesurtein gegen Mitglieder der Mazedoniſchen
Re=
volutionären Organiſation gefällt, die angeklagt waren, in den
Jahren 1932 und 1933 eine Reihe von Mordtaten begangen zu
haben.
Anläßlich der Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien
wurden in ganz Rumänien große Kundgebungen veranſtaltet, die
von der anti=reviſioniſtiſchen Liga einberufen worden waren. In
Vukareſt wurde die Kundgebung am Abend vor dem Königlichen
Palaſt abgehalten. In der Kammer und im Senat hielten der
Miniſterpräſident Tatarescu und die Führer der
Oppoſitionspar=
teien Reden, in denen ſie ſich gegen die Reviſionsbeſtrebungen
wandten.
Nach Meldungen aus Schanghai betrachtet die chineſiſche
Re=
gierung die militäriſchen Operationen gegen die Kommuniſten in
den Provinzen Kiangſi, Kwantung, Fukien, Hunan und Hupeh
als beendet. Die roten Armeen hätten ſich in vereinzelte
Ban=
den und Gruppen aufgelöſt. Maßnahmen zu ihrer endgültigen
Vernichtung ſeien getroffen worden.
Die große ſchwediſche Waffenfabrik Bofors bei Karlsborg hat
eine neue Flugzeugabwehrkanone fertiggeſtellt und ſie dem
ſchwe=
diſchen Generalſtab bereits vorgeführt. Es iſt eine 40 Millimeter
automatiſche Kanone, die im Durchſchnitt 135 Schuß in einer
Minute abgeben kann. Mit dieſer Kanone, iſt es möglich,
Flug=
zeuge in Höhe von 7500 Meter treffſicher zu beſchießen. Sie iſt
motoriſiert und verfügt über eine Geſchwindigkeit von 60
Stun=
denkilometern. Es ſollen in der nächſten Zeit mehrere ſolcher
Kanonen hergeſtellt werden.
Aus einer Meldung des „Times”=Berichterſtatters in
Kap=
ſtadt geht hervor, daß die ſüdafrikaniſche Regierung einer
An=
gliederung Südweſtafritas au die Union in Form einer fünften
Provinz nicht günſtig gegenüberſteht.
Seite 2 — Nr. 333
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 3. Dezember 1934 !
Aus der Landeshauptſtadt
Darmſtadt, den 3. Dezember 1934.
Das Sporkereignis für Darmſtadt
iſt am Sonntag, dem 9. Dezember, nachmittags 14.30 Uhr, das
Handball=Länderſpiel Deutſchland—Ungarn im
Stadion am Böllenfalltor. Das erſte Länderſpiel gegen Ungarns
Nationalelf ſieht die beſten ſüddeutſchen Handballer, darunter 5
Darmſtädter, auf dem Plan. Halten Sie ſich den 9. Dezember,
nachmittags, frei. Einzelheiten im Sportteil.
Die ſchulärztliche Ueberwachung der Schulkinder.
Es beſteht Veranlaſſung, darauf hinzuweiſen, daß die
Vor=
ſchriften der Bekanntmachung vom 28. Februar 1929 noch in Kraft
und die Schulunterſuchungen dieſen Beſtimmungen gemäß
durch=
zuführen ſind. Nachdem nunmehr alle Kreisarzt=Stellen wieder
beſetzt ſind, dürfte die praktiſche Durchführung auf keine
Schwie=
rigkeiten mehr ſtoßen.
Segensſpuren der Liebe. Zu unſerer geſtrigen Beſprechung
wird uns geſchrieben: Um in die Arbeit der Inneren Miſſion der
Landeskirche Naſſau=Heſſen einzuführen, iſt, wie bereits berichtet
wurde, ein Schmalfilm hergeſtellt worden, der in den Gemeinden
auf Wunſch vorgeführt wird. Die Aufnahme der Bilder erfolgte
durch Walter Robert Lach=Berlin, die Regie hatte Frau
Ger=
trud David=Berlin und die erforderliche Erklärung beſorgte
Diakon Hagebölling=Darmſtadt, der ſich um das
Zuſtande=
kommen des Films in beſonderer Weiſe verdient gemacht hat. Alle
Beteiligten haben ihr Beſtes getan. Wenn die Ueberſchrift lautet:
Spuren der Liebe, dann will uns der Film in lebendiger
Weiſe vorführen, was chriſtliche Liebe an den Hilfsbedürftigen
lei=
ſtet. Es ſind nicht nur Bilder des Elends, ſondern auch der Freude
über erfahrene Fürſorge und Hilfe, die vor unſeren Augen
ent=
rollt werden. Es darf nicht überſehen werden, daß der Film viele
ſchöne landſchaftliche Bilder, liebliche Bilder aus dem
wirtſchaft=
lichen Leben der Anſtalten und fröhlichen Lebens und Treibens
der Jugend vorführt. Wenn das Gotteswort: „Ich will das
Ver=
lorene wiederſuchen, das Verirrte wiederbringen, das Verwundete
verbinden und des Schwachen warten” den ganzen Film durchzieht,
dann iſt damit auf die Quelle der Liebe hingewieſen, deren
Spu=
ren vorgeführt werden.
Heſſiſches Landestheater Darmſtadt.
Großes Haus.
Montag,3. Dezember Anf. 20, Ende gegen 22. 4. Sinfonie=Konzert
Hans Pfitzner=Abend. Preiſe 1.— bis 5.50 Dienstag,
4. Dezember Anfang 20.10, Ende nach 22.30. Dtſche. B. O6
Preiſe 0.70 bis 5.50
Martha. Kleines Haus- Dienstag,
4. Dezember Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Zuſ.=M. I.,5. Vſt.
Preiſe 0.70—3.80
Der Nobelpreis.
Heſſiſches Landestheater. Heute abend findet im Großen
Haus des Heſſiſchen Landestheaters das Vierte Sinfoniekonzer
mit Prof. Hans Pfitzner als Dirigent und Maria Koerber
als Soliſtin (Klavier) ſtatt. — Im Kleinen Haus bringt das
Schauſpiel des Heſſiſchen Landestheaters morgen abend die
Komödie „Der Nobelpreis” von Hjalmar Bergmann zur
Erſt=
aufführung. Der Schwede Bergmann, der mit ſeinen von
fein=
ſtem nordiſchen Humor erfüllten Erzählungen ſchon bekannt war,
wurde als Komödiendichter erſt in jüngſter Zeit von der
deut=
ſchen Bühne richtig „entdeckt”. Seine feine Komödie „Der
Nobel=
preis”, der von einer Reihe deutſcher Theater in den Spielplan
aufgenommen wurde, wird im Heſſiſchen Landestheater durch
Generalintendant Franz Everth inſzeniert.
Befreiung vom Turnunkerricht.
Die Bedeutung der Leibesübungen im nationalſozialiſtiſchen
Staat verlangt es, daß bei vollſter Auswertung der planmäßigen
Turnzeit alle Schüler und Schülerinnen der körperlichen und
charakterlichen Erziehung auf dieſem Gebiet teilhaftig werden.
Beurlaubungen bzw. Befreiuungen vom Turnunterricht und allen
damit zuſammenhängenden Maßnahmen und Veranſtaltungen ſind
daher nur in wirklich dringenden Fällen vorzunehmen.
In Erweiterung einer vorjährigen Verfügung wird beſtimmt
daß das erforderliche Zeugnis für eine Befreiung vom
Turnunter=
richt vom Schul= oder Kreisarzt ausgeſtellt ſein muß. Völlige
Be=
freiungen müſſen in der Regel vierteljährlich nachgeprüft bzw. von
den genannten ärztlichen Stellen neu angeordnet werden.
Bei Befreiungen von der Mitarbeit in einzelnen Stunden
haben in der Regel die betreffenden Schüler und Schülerinnen
beim Unterricht zugegen zu ſein. Erziehliche Gründe und die
Siche=
rung einer ungehemmten Fortführung der Unterrichtsarbeit mit
allen Jungen oder Mädchen verlangen dieſe Maßnahme.
Bei längeren Befreiungen iſt von dieſer Anordnung nur dann
abzuweichen, wenn nach Anſicht des Arztes dadurch eine
weſent=
liche Beſchleunigung der Heilung erzielt wird.
Nikolausfeſt. Das Rote Kreuz ruft ſeine treuen
Mithelfer und Freunde traditionsgemäß zum fröhlichen
Nikolaus=
feſt am 6. Dezember auf. Ein entzückendes
Weihnachts=
piel von Humperdinck wird im Mittelpunkt des Abends
ſtehen. Prof. Friedrich Noack wird mit der
Madrigalvereini=
gung ſingen, die Leitung des Orcheſters hat Dr. Zima. Tänze
und Geſänge verſchönern den Abend. Für Kinder und
Erwach=
ſene wird der Abend zur hellen Freude werden. Mit dem
ab=
wechſlungsreichen Programm wird das Nikolausfeſt nicht beendet
ſein, Tombola, Tanz und viele Ueberraſchungen werden ſich
an=
ſchließen!
Odenwaldklub. Die Reihe der volkstümlichen
Lichtbilder=
vorträge, die den Mitgliedern und Freunden des Odenwaldklubs
die Schönheit deutſcher Landſchaft nahebringen und Luſt zum
Wandern und Reiſen erregen ſollen, wird in dieſer Woche am
Freitag fortgeſetzt. Es ſpricht Wilhelm Rudolf aus Karlsruhe
über das Thema: „Der ſchöne Schwarzwald . Der
Red=
ner, eine führende Perſönlichkeit im Schwarzwald=Verein,
beglei=
tet ſein Wort durch vorzügliche Lichtbilder. Eintritt wie immer
frei. An demſelben Abend wird auch der Wanderplan für das
Jahr 1935 bekanntgegeben.
Barmftädter ainder vergehrente
Aeiner Kameraden mche!
Kommt an das Knuſperhäuschen und bringt
Spiel=
ſachen und ſonſtige Dinge (Barſpenden oder Eßſachen),
Am Sonntag ſind erfreulicherweiſe 200.— Mark und
60 Pakete mit ſchönen Sachen eingegangen!
Was die Lichtſpieltheater bringen.
Das Union=Theater zeigt bis auf weiteres den Hochlandfilm
der Ufa: „Schloß Hubertus” mit Hans Schlenk. Paul Richter und
Hanſi Knoteck in den Hauptrollen.
Die Helia=Lichtſpiele zeigen heute und folgende Tage den
großen Ausſtattungsfilm „Caſanova, mit Jvan Mosjukin in der
Hauptrolle.
Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen bis auf weiteres: „Eine
Sieb=
zehnjährige” mit Albert Lieven, Reva Holſey, Alfred Abel und
Franziska Kinz in den Hauptrollen.
Reſi=Theater zeigt ein erleſenes Kunſtwerk des deutſchen
Films in Erſtaufführung: „Abſchiedswalzer” (zwei Frauen um
Chopin) mit Sybille Schmitz als George Sand, Wolfgang
Liebeneiner als Chopin, Hanna Waag, Paul Henckels und Richard
Romanowſky.
Aufmarſch des N. 5. Deutſchen Fronkkämpferbunden
(Stahlhelm) in Bensheim=Auerbach.
Am Sonntag nachmittag fand in Bensheim ein Aufmarſch dug=
NS. Deutſchen Frontkämpferbundes ſtatt. Bis nachmittags 14:
Uhr marſchierten die einzelnen Ortsgruppen des Kreiſes mit ihron.
Fahnen auf dem Platz in der Städtiſchen Anlage auf. Die Muſn.
kapelle ſtellte das Arbeitsdienſtlager Bensheim. Kamerad
Kreiſ=
führer Kuß meldete die angetretenen Ortsgruppen dem Kom
Gauführer Stiebler. Während der Präſentiermarſch geſpien
wurde, ſchritt dieſer die Front ab. Ein Vorbeimarſch vor de
Gauführer ſchloß den Aufmarſch in Bensheim ab.
Von Bensheim marſchierte die feldgraue Kolonne, geführt von
dem Gauführer, nach Auerbach. Schneidige Marſchweiſen da
Arbeitsdienſtkapelle ließen die Beine faſt von ſelber ſchreiten. 35
Hotel Weingold ſammelten ſich die Kameraden. Hier hielt Kow
Gauführer Stiebler die Begrüßungsanſprache, in der er am
die ſoldatiſchen Tugenden hinwies und kernige ſoldatiſche Worzn
fand. Beſonders lobend erwähnte er die tadelloſe Haltung urm
den guten Eindruck des Vorbeimarſches. Unter den Klängen da
Präſentiermarſches zogen dann die Fahnen ein. Die
Anſprac=
zum Tage hielt Kam. Kreisführer Kerp. Zunächſt gedachte
der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung. Aus der G
ſchichte des Kreiſes Bensheim des NS. Deutſchen Frontkämpfeit,
bundes (Stahlhelm) brachte er eine intereſſante Darſtellumm=
Weiter übergab er dann den alten Kämpfern das vom Kam
Bundesführer Seldte geſtiftete Ehrenabzeichen. Die
Kameradeo=
ſollten es mit Stolz und in Ehre tragen, denn es ſei ſoviel wern
wie ein Kriegsehrenzeichen. Mit einem dreifachen Sieg=Heil
an=
den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und den Bundeskanzl!=
Kam. Seldte ſchloß Kreisführer Kerp ſeine Ausführungen
Stehend ſangen dann die Kameraden die beiden Deutſchen Lieder.
Im weitern Verlauf des Nachmittags ergriff Kam. Gauführn
Stiebler nochmals das Wort. Da der damalige Kreisführer Lamm
aus Arbeitsüberlaſtung die Neugliederung nicht durchführer
konnte, habe er den Kreis dem Kam. Kerp zu ſeinem Kreu
Darmſtadt zugegeben. Mit vollem Erfolge ſei von dieſem da
Neugliederung durchgeführt worden. Ein dreifaches Front=Hen
war der Dank, den die Kameraden dem Kreisführer Kerp dam
brachten. — Noch längere Zeit blieb man gemutlich beiſammetz,
Der Polizeibericht meldef:
ſadt-
Geſteigerte Tätigkeit der Warenhaus=Diebinnen. Am
Sam=
tag, dem 1. Dezember, wurden ſchon wieder zwei Ladendiebinnein
eine Mutter mit ihrer 13 Jahre alten Tochter, dabei ertappt, win
ſie in einem Warenhaus eine Anzahl Gegenſtände verſchwindes Gen d
ve
ließen. Sie wurden feſtgenommen. Nach dem Ergebnis de
Gäſte de
kriminalpolizeilichen Unterſuchung ſteht feſt, daß Mutter unn ndren nu
Tochter recht oft Darmſtadt beſuchten und immer wieder ein Ie
Billenfallte
haftes Bedürfnis für den Beſuch von Warenhäuſern und ſolche
Geſchäften hatte, in denen verlockend Waren zum direkten Zugrify wärde ſich
und Verſchwindenlaſſen ausgelegt ſind. Man wird Veranlaſſunm
irke beit
nehmen, in ſcharfer Form ſochen Gelegenheitsdiebſtählen, zu be=s Einheimi
gegnen. Den zahlreichen Argusaugen der Beobachter werden dien, von 9:3
Diebe nicht entgehen.
Verkehrsunfälle. Am 1. Dezember ereignete ſich in der Kich=” M nachlt
ſtraße gegen 19 Uhr ein Verkehrsunfall. Ein Radfahrer asr ſngtiol
die Gä
Darmſtadt kam durch die Kirchſtraße und wollte in Richtu
Marktplatz fahren. In Höhe des Hauſes Kirchſtraße 1 kollidienst
er mit einem Fußgänger. Letzterer kam zu Fall und mußte eer
Ludm
heblich verletzt durch die Rettungswache nach dem Krankenhois, y 41 antre
verbracht werden.
Am 2. Dezember gegen 0.30 Uhr ereignete ſich in der Blumen=y pubchaft
thalſtraße, Ecke Landwehrſtraße, wieder ein folgenſchwerer Ver=s =ſtes 31
kehrsunfall. Mehrere auswärtige Angehörige der SA. fuhren min iſt übert
ihren Fahrrädern durch die Landwehrſtraße, Richtung Feldberg gieit und gu
ſtraße. Beim Ueberqueren der Blumenthalſtraße wurde der SA./ Yipaar
Mann K. aus Wien von einem die Blumenthalſtraße befahrender A(cher auch=
Perſonenkraftwagen erfaßt und erheblich verletzt. Der SA.=Mann Läuferrei
wurde mit Kopfverletzungen nach dem Stadtkrankenhaus ve=
Außenl
bracht. Die Schuldfrage bedarf noch der Klärung.
hbeitete
ſe da
Briefkaſten.
eine
Jeder Anfrage iſf die ſetzte Bezugsquittung beizufügen. Auonyme Anfragen
tan 4
aicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichtelt
Nn un
H. in K. Wenden Sie ſich an die Bauernkammer in Franlud
Mm ſtan
furt am Main.
eute ne
*
Der Däne Ludwig Holberg
und das deutſche Theaker.
Zu ſeinem 250. Geburtstag am 3. Dezember.
Im jahrhundertelangen Werden des deutſchen
National=
theaters, das im jungen Deutſchland endlich ſeine Erfüllung zu
finden verſpricht, war es, wie auf allen anderen Gebieten
wachſen=
der deutſcher Eigenkultur, die vorurteilsloſe und jeder Kritik bare
Verherrlichung alles Fremden, die das werdende Leben im
Mutterleibe zum Baſtard machte.
Einer der wenigen fremdſprächlichen Dichter, die dem
deut=
ſchen Drama in dieſer langen Zeit ſeines Wachstums wirklich
fördernde Kräfte zuführten, war Ludwig Holberg, der große
däniſche Komödiendichter, deſſen Geburtstag ſich am 3. Dezember
dieſes Jahres zum 250. Male jährt.
Der vielgeſchmähte Leipziger Profeſſor Gottſched hatte in dem
Schaffen dieſes Nordländers einen Bundesgenoſſen erkannt für
ſeinen Kampf um die Reinigung der deutſchen Schaubühne; denn
obwohl dieſer klaſſiziſtiſche „Regelrichter der deutſchen Literatur”
das Heil von der ariſtoteliſchen Dreieinheit des franzöſiſchen
Dramas erhoffte, haßte er doch „die Torheit der galanten Affen”
In ſeiner „Deutſchen Schaubühne” machte er 1741/42 den „
däni=
ſchen Moliére” durch Abdruck von drei Stücken in der Ueberſetzung
des Altonaer Profeſſors Detharding den Prinzipalen der deutſchen
Wandertruppen zugänglich. Bald folgten Einzelüberſetzungen, und
ſchon 1750/55, gleich nach dem Tode des Dichters, erſchienen alle
Hauptwerke Holbergs in der „Däniſchen Schaubühne” des in
Kopenhagen anſäſſigen Augsburger Gelehrten Laub. Wie
will=
kommen dem deutſchen Theater damals dieſe
Spielplanbereiche=
rung war, geht mit aller Deutlichkeit daraus hervor, daß die
Schröder=Ackermannſche Truppe ſeit 1742 nicht weniger als 16
Stücke des Dänen aufführte; ſeine volkstümliche Beliebtheit war
ſo groß, daß 1742/43 in Hamburg von 190 Vorſtellungen auf
Hol=
berg allein 44 entfielen.
Aber auch vom literariſchen Standpunkt aus bedeutete die
Einführung Holbergs als richtunggebendes Vorbild in Deutſchland
eine große Bereicherung. Mit der volkstümlichen Friſche ſeiner
Geſtaltungskraft wurde dem deutſchen Drama belebendes Blut
zu=
geführt und zugleich der Komödie eine neue Menſchenklaſſe
er=
obert, die ihr bisher fremd geweſen war. Die ſteife Tradition
des Rokoko wurde durch eine naturwahre Lebenszeichnung
durch=
brochen. Gottſched, der das volkstümliche Element, wie es ſich in
der Figur des Harlekin austobte, ſo erbittert bekämpfte, führte
es ſo auf dem Umwege über Holberg wieder in die deutſche
Dich=
tung ein, von der es begeiſtert aufgegriffen wurde. Johann Elias
Gottſcheds Frau, ſeiner „geſchickten Freundin” Adelgunde geb.
Culmus, bei Mylius, Gellert, Krüger und Löwen, — alle zeigen
ſie die Wirkung der neuen Kräfte des Holbergſchen Komödienſtils
und ſie ſind es dann auch, die mit ihren Werken den Lehrmeiſter
langſam wieder von der deutſchen Schaubühne verdrängen, wo er
jahrzehntelang das fehlende deutſche Luſtſpiel erſetzt hatte. Seine
Aufgabe war erfüllt, als Leſſing, gleichfalls nicht ohne die
Kennt=
nis des Holbergſchen Werkes zu verraten, mit ſeiner „Minna von
Barnhelm” das erſte wahrhaft deutſche Luſtſpiel ſchuf.
„Es war für die deutſche Schaubühne eine gute Zeit, als
viele der Holbergiſchen Luſtſpiele mit Wohlgefallen geſehen
wur=
den” ſo gedenkt Ludwig Tieck des großen däniſchen
Komödien=
dichters. Sein Urteil allein dürfte uns heute bedenklich ſtimmen
wenn wir bekennen müſſen, nur wenig oder nichts von dem Werk
tungsvoll
Spielplangeſtaltung darf dem deutſchen Theater die köſtlichen
Per=
len des Holbergiſchen Humors nicht länger vorenthalten.
Es ſind keine künſtlichen Belebungsverſuche, die wir aus rein
philologiſch=kathederhaftem Beſſer=Wiſſen=Wollen anſtellen. Eine
Leſeprobe wird jeden Dramaturgen überzeugen, daß die Komödien
Holbergs ſehr wohl geeignet ſind, auch heute noch — entweder
paarweiſe oder als Ergänzung, etwa zum „Zerbrochenen Krug‟,
einen wundervollen Abend nordiſch=germaniſchen Humors
abzu=
geben, um ſo eher, als in der Reihe der „Entſtaubten
Dramen=
ſchätze”, die der bekannte Theaterwiſſenſchaftler Prof. C. Nieſſen
herausgibt, die beiden wertvollſten Luſtſpiele „Hexerei” und „Der
geſchäftige Herr Vielgeſchrey” leicht zugänglich ſind. Sicherlich
würden dieſe beiden Stücke, denen in der genannten
Bühnen=
bearbeitung die ganze Schönheit ihrer altertümlichen
Sprach=
patina erhalten iſt, auch heutigentags die gleiche Volkstümlichkeit
erwerben, die ſie in den erſten Jahrzehnten des Kampfes um das
deutſche Nationaltheater beſaßen. Ihre Neuaufführung wäre ein
wertvolles Geſchenk an das deutſche Volk und zugleich die
Ein=
löſung einer Schuld des deutſchen Theaters an den Vater des
nordiſchen Luſtſpiels Ludwig Holberg.
Hans Carl Holdſchmidt.
Heſſiſche Spielgemeinſchaff.
Kleines Haus. — Sonntag, den 2. Dezember 1934.
Uraufführung:
Die ſchöne Meluſine.
Ein Dorfſtück von Karl Friedrich.
Wenn der Geſangverein „Eintracht” im hinteren Odenwald
das Ritterſchauſpiel „Die ſchöne Meluſine” aufführt, ſo iſt
dies ein Vorgang, der die Gelegenheit zu heiteren Verwicklungen
in ſich trägt.
Karl Friedrich hat von dieſer Gelegenheit netten und
reichlichen Gebrauch gemacht. Die Vorbereitungen der
Vereins=
aufführung, die Verteilung der Rollen, die Proben mit
ſchwieri=
gen Monologen und willkommenen Liebesſzenen werden luſtig
und echt geſchildert. Auch von der Aufführung ſieht man einen
Ausſchnitt, bis die Vorſtellung vor dem Schlußaufzug unerwartet
abgebrochen werden muß, weil — die Frau des Hauptritters
in=
zwiſchen Drillingen das Leben geſchenkt hat.
In der heiteren und naturwahren Schilderung liegt der
Vor=
zug des Stückes, das im übrigen keine höheren literariſchen
An=
ſprüche ſtellen dürfte und mit Niebergalls „Datterich”
ſelbſtver=
ſtändlich nicht auf eine Linie geſtellt werden kann. Die
Mund=
art des Odenwaldes iſt mit Geſchick getroffen. Der unter dem
Decknamen Karl Friedrich verborgene Verfaſſer dürfte heſſiſchen
Lehrerkreiſen angehören und an Ort und Stelle — ſagen wir
zwiſchen Fürth und Beerfelden — ſeine Studien gemacht haben.
Die Darſtellung durch die Heſſiſche
Spielgemein=
ſchaft kam ihm erfolgreich zu Hilfe. Als Schneidermeiſter
ver=
einigte Auguſt Groß den Vereinsvorſitzenden, den Ritter=
Dar=
ſteller und den gefügigen Ehemann mit draſtiſchem Humor. Unter
ſeiner Leitung führte „Die ſchöne Meluſine” zu dem erſtrebten
Ziel von zwei Verlobungen, an denen Franziska Börſig und
Lilli Müller=Neudecker einerſeits, Emil Thomas und
Friedrich Rettig andererſeits ſich wirkungsvoll beteiligten. In
dem jungen, ſpielfriſchen Fräulein Börſig hat die
Spielgemein=
ſchaft einen erfreulichen Zuwachs gewonnen. Die Herren
Gut=
käſe, Mund, Grün, Hinz und Weber und die Damen
Arnold und Biſchoff vervollſtändigten den Odenwälder Kreis.
Eduard Göbel ſorgte für ein flottes, eindrucksvolles
Zu=
ſammenſpiel. Wirtszimmer und Schneiderwerkſtatt waren von
Elli Büttner ſtilgerecht aufgebaut. Der letzte Aufzug gab
Puſe al
allerdings keine vollkommene, d. h. überall ſichtbare Löſung dex” Mt in
„Bühne auf der Bühne‟
Famos wirkte die Zwiſchenaktsmuſik, die von einer Abteilungy N
des erſten Darmſtädter Handharmonika=Orcheſters rhythmiſch unl I. Rond
friſch ausgeführt wurde.
Pü
Mit der Pflege ſolcher Mundart=Stücke erwirbt ſich die Heſſe
3 ds Dar
ſiſche Spielgemeinſchaft ein bedeutſames Verdienſt um die Erhaud
tung deutſchen Brauchtums und deutſcher Kultur. — Das ſtarkn 7 Wöſallenk
1. Veber, d
beſetzte Haus dankte mit lebhaftem Beifall.
* Mozark-Verein.
Volkskümlicher Abend im Saalbau.
vor ſi.
n der St
eils bewußt
* Leni Hauft
Duec ude
ain Aand
eSer
Shof
teiln
und A
Der Mozart=Verein Darmſtadt veranſtaltete geſterhl
abend im Großen Saal des Städtiſchen Saalbaus enſht 2 -oſie griff
Konzert, das wirklich mit Recht und im guten Sinn die 99
zeichnung volkstümlich tragen konnte. Der Mozart=Chor ſonil 2. Hue Dare
unter der Leitung von Kapellmeiſter Friedrich Rehbock deutſchß.
ſei hierg
Volkslieder, und man ſpürte bei der Zuſammenſtellung des Pi.
Heund, g
gramms deutlich, daß es heute einmal nicht darum giug, des We At
zuſomn=
geſſenes oder wenig Bekanntes aus dem reichen Schatz an Volis”
20 Non
liedern hervorzuholen, ſondern gerade das, was uns allen ſiſ — ale
kannt und vertraut iſt, in einer ſchönen Form zu bieten. Da
Dber I.
es dann eigentlich ſelbſtverſtändlich, daß es dem Dirigenten Iie
in Iich.
darum gehen darf, neue, verblüffende Wirkungen in der Be‟
ſtaltung zu ſuchen, aus den einfachen Liedern Kabinettſtückgels ℳ. beien
zu machen, in denen wir die alten Bekannten kaum wiedents keſfalcte ſein
erkennen, Wir freuten uns geſtern nichts von alle dem
Ein Mihe
ſpüren. Es war, bei aller Feinheit im Ausdruck, doch imilt.
ein ganz einfaches Muſizieren, wo ſich Tempo und Tonſtchll”
Me
Steigerungen und Höhepunkte ganz natürlich aus dem Text Ac
der Melodieführung ergaben. So hörten wir das Lied Noc
*
kühlen Grund vom Lindenbaum und vom Aennchen von Ty0t.
die friſchen und kecken Weiſen „Muß i denn zum Städtele volk.
Veber
und „Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan” und Mid Süaſ
innige „Ach, wie iſts möglich dann” — An dem Chor, T.2pu
ausgezeichnet mit dem Dirigenten zuſammenging und in ha. Shroiſt
ſteſt=
einen ſicheren Führer hatte, gefiel uns beſonders der ſchon Li
C=
geglichene Geſamtklang, bei dem niemals eine einzelne Stimn Ztul
herausſpringt, und das auch bei leicht bewegten Pianoſtelle” Nos.
ſtie
deutliche Sprechen.
* für
Mit dem Chor wechſelte Frau Regina Harre (Heſſiche.
Landestheater) ab, die Lieder von Schubert und Mozart unch y. een
eine Reihe von Volksliedern in Reimannſcher Bearbeitung ſo0c9 a N
von Kapellmeiſter Rehbock mit feiner Anpaſſung begleitet."
Künſtlerin hatte — bewußt oder unbewußt — faſt alle Sſ.."
mit erzählendem Charakter gewählt, Lieder, in denen „eit.
geſchieht” und die deshalb jemandem, der von der Bühne .
kommt, näher liegen. Frau Harre verleugnete dieſe beitt
nicht, aber gerade den heiter bewegten, ſchelmiſchen Lieb.
am dieſe Art der Geſtaltung bei der die Mimik auch ihr 2
hatte, ſehr zu ſtatten, zumal ſich die Künſtlerin klug vor 4
treibung hütete. Zwiſchen dieſen heiteren Sachen hörten."
das einfache, innerliche „Im Wald bei der Amſel” und 442 2
gabe „Gut Nacht” beide ganz auf ein ſchwebendes Pigſ..
ſtellt, das ſehr fein herauskam. Das Amſel=Lied, das beſoſ.
gut und geſchloſſen gelang, mußte wiederholt werden, ..
gab ſehr herzlichen Beifall.
Auch der Chor, der als Ueberleitung zum Tanz die NSO
ſchwalben aus Oeſterreich” ſang (mit H. Görner am Gltd.
kam nicht um eine Zugabe herum und mußte den Walzer D.
holen. Danach behauptete das Tanzorcheſter V. Schlu.
Feld und die Tanzluſtigen kamen zu ihrem Rechl=
r 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 333
Suttobatt ii Bient der Pmerhife.
Nun
ſio u
eine!
We
Hu
Auskadtelf am Böllenfallkor
mußle ſich ſtrecken.
Lawfadt — Ludwigshaf. Frieſenheim
117 9.
Bßen des vermeintlich „ſchwachen” Gegners,
ute Gäſte den Einheimiſchen abgeben
ſoll=
end taren nur wenige hundert Zuſchauer an
ölkenfalltor gekommen. Faſt ſchien es auch,
Aüürde ſich dieſe Annahme bezüglich der
Spielärke beider Teams bewahrheiten, zumal
die EnHeimiſchen nach der Pauſe einen
Spiel=
ſtarno oon 9:3 vorlegten; als aber hierauf die
Statulf, nachließ und die Gäſte in Ausnutzung
dieſt=Eituation Tor um Tor aufholten,
erwie=
ſen 16 die Gäſte als durchaus ebenbürtiger
Gegt
Ludwigshafen=Frieſenheim,
konrnalt; antretend hatte eine körperlich ſtarke
Mauuchaft zur Stelle, die einen Rieſeneifer
undg lues Zuſpiel ihr eigen nennt. Torwart
Dau=ſte übertraf ſeinen Gegner durch
Zuver=
läſſtücit und gute Abwehrleiſtungen. Das
Ver=
teidtye aar Schreiber=Metzger zerſtörte gut,
grift der auch manchmal etwas zu hart an.
Die 4uferreihe, in der Mittelläufer Dietz ſeine
beitte Außenleute Schwarz und Dörrham
über=
raff rbeitete fleißig, hing aber häufig zu weit
inze ſo daß zwiſchen Läuferreihe und Sturm
dewuk eine Lücke beſtand. Die Sturmreihe
hatne nan 4 Vereinen aus Ludwigshafen,
Og=
gervim und Frieſenheim entnommen
außeren ſtanden 3, ſonſt Mittelſtürmer
ſpie=
lenp/eute nebeneinander —, und es ſchien bis
zur hauſe, als ob dieſe verſchiedenen Spieler
ihr hiſt im eigenen Verein gewohntes Syſtem
nicht ergeſſen könnten. Erſt in der 2. Hälfte
ſanw h die Sturmreihe beſſer zuſammen;
Härt=
nert1d Randel ſtanden über ihren Kameraden
Schtnit, Pfirrmann und Brandmeier.
„atz des Darmſtädter Sieges, der deutlicher
hätte usfallen können, klappte nicht alles in der
Statulf. Weber, der vor dem blauen Netz
ſtamo war ſich der Größe ſeiner Aufgabe,
Tor=
mam in der Stadtelf ſpielen zu dürfen, noch
nicht eſtlos bewußt. Neben feinen Paraden
zeigitzer ebenſo häufig Schwächen, drei bis vier
Tonge varen unbedingt haltbar. Die
Verteidi=
gumg durch Blanck erſetzt, war in der erſten
Hällf dank des erwähnten Stürmerſpiels von
Lutuwzshafen bemüht, reſtlos zu gefallen; in
der 74hälfte griff die Sorgloſigkeit des
Hinter=
mamtz auch teilweiſe auf ſie über. In der
Läufereihe waren Dittmar und Daſcher in
Zer=üung und Aufbau gleich gut; lediglich
Avaurie fiel hiergegen etwas ab. Der Sturm
Hulun Freund, Kaltenborn, Eichhorn, Feick
ſpieil zut zuſammen und ſchoß auch fleißig —
wenn auch manchmal, an die Latte oder
da=
heblg— als aber nach dem Wechſel
Kalten=
bachz nd. Huber humpelten, konnte er ſich nicht
melsro recht entwickeln.
* Pfeifenmann Niebling (46
Darm=
adsA zebrauchte ſein Inſtrument energiſch und
ehn zuſig, fand aber nicht immer Zuſtimmung.
Der Spielverlauf.
Lolut Anſtoß und legt einen Rieſeneifer an
dennkg. Schon iſt der erſte Strafſtoß gegen D.
ſällß) Weber hält jedoch in feiner Manier.
Ein, Krafſtoß gegen L. führt zum 1. Tore für
Daxnadt. Feick, von Freund ſchön
durchge=
wielcwirft freiſtehend knapp neben die Latte.
Eini eiterer Strafſtoß für D. läuft auf der
Aulstte entlang ins Aus. Eichhorn ſetzte
beils zwei ſchöne Bälle neben die Pfoſten.
Eind Frafſtoß führte zum Gleichſtand 1:1.
Nach=
demSeu ſter einen ſaftigen Wurf gehalten hat,
au feick mit dem Ball ſchön nach innen, ſeine
Ba Aocbe an den freiſtehenden Eichhorn hat
Erfe 2,1 ſteht die Partie. Mehrere Straf=
Ducklederholungen gegen D. bringen keinen
9 für 2. Huber im Gegenzug fällt in guter
Poſition, er kann den Ball noch abſpielen und
ſchon heißt es 3:1. Eichhorn, nach dem bei
Ver=
wandlung von Strafwürfen immer wieder
ver=
langt wird, kann dieſe Tätigkeit erfolgreich zum
4:1=Stand beenden. Beiderſeits werden
Weit=
ſchüſſe und Strafwürfe gehalten, oder an die
Latten geſetzt, bis ein Schockball von Freund
zum 5:1 führt. Dem Läufer Schwarz aus
Frie=
ſenheim bleibt es vorbehalten, vor der Pauſe
das 2. Tor für die Gäſteelf errungen zu haben.
Nach Seitenwechſel kann Huber, trotzdem er
verletzt iſt und herumhumpelt, auf 6:2
verbeſ=
ſern. Eichhorn bringt durch Strafwurf das
Er=
gebnis auf 7:2 heran, während, ebenfalls durch
Strafwurf. Ludwigshafen auf 7:3 verbeſſern
kann. Als wiederum die Gäſteverteidigung
etwas hart dazwiſchenfunkt, verhängt der Schiri
einen 13=Meter, den „Spezialiſt” Eichhorn zum
Stand von 8:3 verwandelt. Huber kann zum
9:3 einwerfen. Ludwigshafen verringert die
Tordifferenz durch den Linksaußen und einen
Strafwurf auf 9:5. Alles glaubt bei einem
Wurfe auf das Gäſtetor an das Aus, als ſich
der Ball doch noch unter die Latte ſenkt: 10:5.
Wiederum durch Strafwurf holt L. ein Tor
auf: 10: 6. Kaltenbach und Huber tauſchen die
Plätze. L. verbeſſert weiter auf 10:7.
Wieder=
holt ſieht es nach dem 11. Tore aus, bis die
üb=
liche Strafwurfwiederholung endlich 11:7
er=
gibt. L. läßt nicht locker, wieder wird es mit
einem Durchbruch verſucht, er gelingt und die
Verbeſſerung lautet 11:8. Das Gäſtetor wird
noch einmal heftig berannt und mit Torwürfen
bedacht, aber umſonſt.
Das Spiel iſt aus und es bleibt nur die
be=
dauerliche Feſtſtellung, daß ſo wenig Zuſchauer
ihr Scherflein in die Winterhilfskaſſe haben
fließen laſſen.
AA
Deutſchland=
-Angarn.
Zum Handball=Länderkampf am nächſten Sonntag, 14.30 Uhr, in Darmſtadk.
Böllenfalltor=Stadion.
Handball iſt olympiareif!
Nach langen Bemühungen haben es die
Handball treibenden Nationen, voran das
Mut=
terland Deutſchland, durchgeſetzt, daß bei den
Olympiſchen Spielen 1936 in Berlin auch ein
Handball=Turnier ausgetragen wird, zu dem
jetzt ſchon zahlreiche Staaten ihre Zuſage
ange=
meldet haben.
Wie in allen Diſziplinen, ſo wollen auch die
deutſchen Handballer ihr Beſtes tun, um unſere
Farben zum Endſieg zu führen. Dazu iſt auch
die Kenntnis des Könnens unſerer Gegner von
1936 notwendig. Seit dem vergangenen Jahr
ſteht der deutſche Handball in einer zielbewußten
Vorbereitung für 1936. Mehrere Lehrſpiele
wurden von der deutſchen Auswahlmannſchaft
im Norden bei unſeren Nachbarn ausgetragen.
Schwedens Nationalmannſchaft ſahen wir in
Darmſtadt zu Gaſt, wo ſie ſich mit der Taktik
und Technik des Spieles auf ſeinem Urboden
vertraut manchen wollte. Andere europäiſche
Staaten werden noch unſere Spieler im Kampf
ſehen. Heute lernen ſie vielfach noch von uns.
denn ſie wollen übers Jahr in Berlin ein
eben=
bürtiger Gegner ſein. Darum ſtudieren auch
wir ihre Spielauffaſſung und
Spielverfaſ=
ſung. Der olympiſche Gedanke iſt eine
national=
ſozialiſtiſche Kulturforderung, die das ganze
deutſche Volk angeht und die auch jedem
einzel=
nen Volksgenoſſen die Verpflichtung zur
Mit=
arbeit auferlegt.
In den Rahmen der umfaſſenden olympiſchen
Schulung gehören auch die großen
Ländertref=
fen, die unſere Handballer zu beſtreiten haben.
Wieder iſt Darmſtadt auserwählk.
einen Länderkampf ausrichten zu dürfen, der
das ungeteilte Intereſſe aller Sportfreunde
fin=
det. Heute ſchon ſind Sonderzüge und
Geſell=
ſchaftsreiſen von Rhein, Main, Neckar und
wei=
ter her vorbereitet worden, da die Sportfreunde
dem Großkampf beiwohnen wollen. Es iſt als
ſicher anzunehmen, daß am nächſten Sonntag
das 98er Stadion wieder einmal Maſſenbeſuch
aufweiſen wird.
Der Vorverkauf zum Länderſpiel
beginnt bereits in den nächſten Tagen. Die
Preiſe ſind der ganzen Veranſtaltung angepaßt,
und der Höchſtbetrag für einen Tribünenplatz iſt
1 RM. Für Uniformierte. Jugend und
Schü=
ler ſowie erwerbsloſe Volksgenoſſen ſind
Er=
mäßigungen vorgeſehen. Es werden nicht mehr
Sitzkarten ausgegeben, als Plätze vorhanden
ſind, die allerdings erheblich vermehrt wurden.
Es empfiehlt ſich daher, rechtzeitig Karten zu
beſorgen und auch frühzeitig zum Spiel zu
er=
ſcheinen. Vor dem Länderſpiel ſtehen ſich nämlich
Kurſiſten=Elf — Skadkmannſchaft
Fraufaf a N.
gegenüber. Wie bekannt, beginnt heute für
techniſch reife Handballſpieler aus unſerem Gau
ein achttägiger Lehrgang, der unter der
Lei=
tung von Handball=Reichslehrer, Kaundynia
ſteht, ein Name, den jeder Sportler kennt. An
dieſem Lehrgang nehmen auch einige bekannte
Spieler aus Darmſtadt und Umgebung teil, ſo
daß ſchon dieſes Spiel, große Anziehungskraft
ausüben dürfte. Die Frankfurter Stadtelf hat
geſtern im WHW.=Freundſchaftsſpiel einen
glat=
ten 13:9=Sieg gegen die Stadtelf Höchſt a. M.
gelandet.
Mit Ungarn iſt Deutſchland durch
beriche Fendſchif bernundel.
Beide Nationen ſtehen in einem
Befreiungs=
kampf aus den Feſſeln, die ſeit 1918 lähmend
auf beiden Völkern und ganz Europa
lie=
gen. Ungariſche Länder und
Vereinsmannſchaf=
ten im Fußball, Tennis, Schwimmen, Fechten
uſw. weilten, öfter in deutſchen Gauen, ihr
temperamentgeladenes Spiel hat ſtets gefallen.
Zum erſten Male kommen, die Handballer im
rot=weiß=grünen Dreß über die Donau zu uns.
Vorausſichtlich weilen ſie Samstag und
Sonn=
tag in Darmſtadt. Vom Zeitpunkt ihres
Ein=
treffens, hängt es ab. wann und wie der
Empfang der Gäſte durch die Amtsſtellen
— auch Fachamtsleiter Gruppenführer
Her=
mann wird anweſend ſein — und die
Darm=
ſtädter Sportfreunde vor ſich gehen wird.
Dar=
über erfolgt rechtzeitig Mitteilung.
Am kommenden Sonntag, an dem in unſerer
Umgebung auch, im Fußball Rückſicht auf das
Länderſpiel genommen wird, ſollte daher
niemand das Darmſtädker Länder=
Me zweier Lengerumgenalle
Nalionalmannſchaften verſäumen.
—ö-
Spielverbot im Kreis Skarkenburg
am 9. Dezember!
Amtlich! Mit Rückſicht auf den Handball=
Läuderkampf Deutſchland—Ungarn beſteht für
den geſamten Kreis Starkenburg am
kommen=
den Sonntag Spielverbot.
Die kleine Spork=Preisfrage
zu ſieben war geſtern eine Freude ob der vielen
guten Einſendungen. Es gab bei den angeſetzten
Treffen ja auch wenig Ueberraſchungen, wenn
man nicht die Spielgewinne, von Bensheim,
Groß=Rohrheim und 46 Darmſtadt als ſolche
rechnen will.
Von den 11 angeſetzten Begegnungen hatte
der 1. Preisträger 10 Siege gemeldet, 4
Ein=
ſender hatten 9 Treffer und 22 Einſender noch
8. Den
1. Preis: 5.— RM. in bar erhielt mit 10 Pkt.
Karl Zickler, Eberſtadt, Hügelſtraße 10.
2. Preis: Zweimonatiger Freibezug des „Darm=
Ernſt. Hartmann,
ſtädter „Tagblatt”
Darmſtadt, Beſſunger Straße 186 III.
3. Preis: Einmonatiger Freibezug des „
Darm=
ſtädter Tagblatt”, Philipp Melchior,
Wolfskehlen, Darmſtädter Straße 11.
Die zwei weiteren Einſender mit 9 Treffern
waren: Georg Benz, Arheilgen b. D.. Am
Dillenen 5½, und Richard Habich,
Darm=
ſtadt, Neckarſtraße 18 pt.
Die diesmal leer Ausgegangenen wollen ihr
Glück das nächſtemal wieder verſuchen. Allen
Sportfreunden danken wir für ihre Teilnahme.
Eine ziffernmäßige Vorausſage der
Spielaus=
gänge iſt nicht erforderlich, es genügt „
Sie=
ger XY3” oder „unentſchieden”.
Die Handball=Ergebniſſe
für das Winkerhilfswerk.
Darmſtadt A — Ludwigshafen B 11:8; Tv.
Haßloch — Darmſtadt B; Griesheim —
Darm=
ſtadt C 11:8 (3:4); JG. Frankfurt — Merck;
Pfungſtadt — Arheilgen 6:4 (2:4); Birkenau —
Nd.=Liebersbach 13:7 (6:5); Tv. Heppenheim —
Tv. Bensheim 6:4 (3:3); Tv. Lorſch — Tv.
Auer=
bach 1:7 (1:3)!; Seeheim=Eberſtadt — Bickenbach
2:5 (1:0); Crumſtadt=Hahn — Pfungſtadt B 2:5
(2:2); Germania Eberſtadt — Beſſungen 6:5
(1:5)); Egelsbach — Arheilgen B 5:6 (4:2);
Mörfelden=Walldorf — Langen Stadtelf 8:6
(4:3); Nauheim — Königſtädten=Wallerſtädten
11:7 (7:4); Braunshardt — Groß=Gerau=
Wolfs=
kehlen 11:3 (5:2); Büttelborn — Reichsbahn!
Weiterſtadt 7:10 (2:9)!; Nieder=Modau — Jahn
75 Darmſtadt 7:6 (4:2)!; Reinheim — Nd.=
Klin=
gen=Groß=Bieberau 15:6 (12:4); Groß=Umſtadt —
Lengfeld=Richen=Semd 9:3 (4:1); Dreieichenhain
Sprendlingen 3:5 (1:1).
Der Zweck der geſtrigen Handballſpiele wurde.
mit einigen Ausnahmen (in Lorſch fand
gleich=
zeitig ein Fußballſpiel ſtatt, auch im 98er
Sta=
dion wurden die Erwartungen nicht erfüllt) voll
erreicht. Vom Lande erhielten wir allerorts die
Mitteilung von hohen Beſucherzahlen. Mit
Rück=
ſicht auf den Charakter der Spiele ſchenken wir
uns heute die Feſtſtellung der ſpieleriſchen
Lei=
ſtung. Dort, wo es ſaftige Ueberraſchungen gab,
ſagt es das hinter dem Ergebnis.
Plakſieg der Griesheimer
Griesheim komb. — Darmſtadt 0
11:8 (3:4).
Die dritte etwas umgeſtellte Darmſtädter
Vertretung verliert im entſcheidenden Endſpurt
der Griesheimer Vertretung in den letzten
Mi=
nuten, obwohl ſie das reifere Spiel zeigte. Sie
ſchlug ſich recht tapfer bis in die letzten
Minu=
ten und hinterließ beim Griesheimer Publikum
den beſten Eindruck. Die Mannſchaften ſtanden:
Darmſtadt C: Stalecker (Polizei); H. Engert,
K. Arnold (beide 46); Fiedler, Merz.
Jung=
heim (alle 89); van Keick (Polizei), Schmitt,
Krämer (beide 46), Gies, Lindenberger
(beide 98).
dm nächsten Sonntag in Darmstadt:
Angatn.
Mſbong Tanbeltanip! Dentſcinne
Griesheim: Knodt (Viktoria); W. Müller (
Vik=
toria), Klinger (Tſchft.); Eiſenbach (
Vikto=
ria), Ph. Müller (Tſchft.), Merker (
Vikto=
cia); Gies (Viktoria), Schupp (Tſchft.),
Sauerwein, Dingeldein, Weingärtner (alle
Viktoria).
Schon die Aufſtellung zeigt bei Griesheim eine
größere Einheit. Bei Darmſtadt ſieht das Bild
ſchon bunter aus. Eine Ausnahme war nochk
die Läuferreihe, in der ſich Jugenheim ſchlecht
zurechtfand und ſpäter faſt ausfiel. Im Sturm
fand man ſich erſt zuſammen, nachdem Krämer
die Sturmführung übernommen hatte. Die
bei=
den Außen waren in der erſten Hälfte noch beim
Zeug, blieben aber im entſcheidenden Moment
vor Schluß weit hinter ihrem Können zurück.
Im Schlußdreieck war Arnold bei dem ſchnellen
Weingärtner vor eine große Aufgabe geſtellt, die
er nicht immer meiſtern konnte; Stahlecker ſchlug
ſich recht tapfer, war aber gegen freiſtehende
Stürmer machtlos. Die beſten Leute in der
Darmſtädter C=Mannſchaft waren Schmitt (46)
und Merz (98). Letzterer machte nur gegen
Schluß den Fehler, nachdem der Endſpurt der
Griesheimer einſetzte, noch mitſtürmen zu wollen,
und hinten blieb die Lücke.
Die Griesheimer hatten einen Sturm
ſtehen, der ſich ſehen laſſen kann. Einer zeigte
mehr Ehrgeiz wie der andere, und wo die
Schnel=
ligkeit fehlte, da war aber Sauerwein mit
ſei=
nen Strafwürfen da. Wenn die Griesheimer
den Sieg verdient haben, ſo in erſter Linie durch
ihre ſtarke, wenn auch etwas robuſte
Hinter=
mannſchaft. Gies, Schupp und Weingärtner
waren die treibenden Kräfte, nicht zu vergeſſen
das Schlußdreieck — eine ſchlecht zu
überwin=
dende Mauer für die Darmſtädter.
Das Spiel.
Darmſtadt wählt Anwurf, mit dem auch das
Geſuche einſetzt. Weit beſſer und ſchneller
fin=
den ſich die Griesheimer. In der 4. Minute iſt
Weingärtner rechts durch und die Führung liegt
bei Griesheim. Eine Minute ſpäter iſt das
Minus für Darmſtadt ausgeglichen. Merz iſt
als Sechſter mit nach vorn. Die gleichen Schützen
ſtellen auch das 2:2 her. Krämer ſchafft im
Ge=
wühl noch im Fallen das 3. Tor und Schmitt
ſetzt im Alleingang das 4:2 für Darmſtadt. Bis
dahin ein blendendes Zuſpiel. Noch vor der
Pauſe kommt Gies mit einem Tor zum 3:4
heran. Strafwurf. Nach der Pauſe iſt
Darm=
ſtadt immer noch im Vorteil. Bis 10 Minuten
vor Schluß liegen die Darmſtädter immer noch
mit einem Tor vor. An den Endſpurt und
Ehr=
geiz der Griesheimer glaubte keiner auf dem
Platz. Wie die Löwen wehrte ſich die
Darm=
ſtädter Hintermannſchaft. Fiedler, Engert,
Merz und Stahlecker ſind ganz groß, auch der
Innenſturm, aber die Außen fallen ab.
Gries=
heim ſtürmt und verteidigt mit allen Mannen
und ſchaffts, und das verdient. Nikolai=
Wolfs=
kehlen ſehr gut. Das Spiel dürfte bei dem guten
Beſuch ſeinen Zweck nicht verfehlt haben.
Fünf=
hundert um das Spielfeld waren begeiſtert. O
1300 Zuſchauer in Haßloch.
Tu. Haßloch-Darmſtadt B.
1.13 13.5).
Auch ſporklich ein Erfolg.
Das Winterhilfsſpiel der Darmſtädter
Städte=
mannſchaft B hatte in dem ſportbegeiſterten
Haß=
loch zirka 1500 Zuſchauer angezogen, die voll
und ganz auf ihre Koſten kamen. Durch dieſe
Sportveranſtaltung hat das Winterhilfswerk des
deutſchen Volkes einen anſehnlichen Betrag
be=
kommen. Aber auch ſportlich war das Spiel ein
voller Erfolg. Beide Mannſchaften gaben zur
Werbung des Handballſpiels ihr Beſtes her und
befleißigten ſich eines anſtändigen Spieles, ſo
daß die Zuſchauer wirklich zufrieden den
Spiel=
platz verließen.
Das Spiel ſelbſt ſtand unter der guten
Lei=
tung von Wilke=Frankfurt. Beide
Mannſchaf=
ten traten nicht mit der angekündigten
Mann=
ſchaft an, ſondern: Darmſtadt: Mayer (Tg.
46); Förſter (98), Kuhl (Pol.); Moßner (Pol.),
Delp (98), May (Pol.), Arnold, Witzleb (beide
46), Sommer, Spalt, Rothermel (alle Pol.), —
Haßloch: Gaſt (Tgſ.); Michan (Tv.), Würth
(Tgſ.); Scheurer (Tv.), Thomas (Tgſ.), Rummel
(Tv.); Lerrſche (Tv.), Stammer (Tgſ.), Michon
(Tv.), Löwer (Tv.), Schuſter (Tv.).
* In lebhaftem Tempo,
das während der ganzen 60 Min. anhielt, verlief
das Spiel. Schon in der 3. Min. geht Haßloch
durch den guten Halbrechten in Führung. Erſt
in der 12. Min. kann Darmſtadt, nach vielen
Fehlſchüſſen und guten Paraden des Haßlocher
Torhüters, durch Spalt den Ausgleich erzielen.
Zweimal verhindert Mayer im Darmſtädter Tor
in letzter Sekunde weitere Erfolge der eifrigen
Platzelf. In der 17. Min. geht erneut H. in
Füh=
rung. 2:1. Kurze Zeit darauf erhöht der
Halb=
rechte ſogar auf 3:1. Doch Witzleb, der ſehr gute
Halbrechte der Darmſtädter Elf, verringert das
Reſultat auf 3:2 und faſt mit dem Halbzeitpfiff
ſchafft Spalt den Ausgleich. 3:3.
Ohne Zweifel iſt in der zweiten Spielhälfte
die Darmſtädter Mannſchaft mehr beim Zeug.
Trotzdem erringt Haßloch noch einmal eine 5:3=
Führung. Doch dann iſt es mit der Kunſt zu
Ende. Die Darmſtädter ſpielten vorher nicht mit
dem nötigen Ernſt. Wiederum Spalt erzielt mit
ſchönem Wurf den 5:4=Stand. Auch für das 5:5=
Reſultat zeichnet er verantwortlich. In der 10.
Min. der 2. Halbzeit wechſelt Witzleb blitzſchnell
mit Arnold und zum erſtenmal führt Darmſtadt
5:6. Zweimal hat dann Sommer Pech mit
ſei=
nen Würfen. Ganz groß lenkt einmal der
Haß=
locher Hüter einen Schuß von ihm zur Ecke.
Witz=
leb kommt ſchön zum Schuß. 5:7. Kaum 1 Min.
ſpäter wirft er nach einer ſchönen Kombination
mit Sommer das 5:8. Zwei Strafwürfe bringen
Haßloch auf 7:8 heran, doch Rothärmel, der
erſt=
in den letzten Minuten gut in Fahrt kommt,
ver=
beſſert durch 3 feine Treffer auf 7:11, während
Sommer und Spalt das Endergebnis errangen.
Fleck (Tv.) eröffnete den Torreigen durch
unheimlichen Wurf, dem bald Schäfer (04) einen
gleichwertigen folgen ließ. Durch einen
abge=
ſpielten Strafwurf von Pfeifer (04) hieß die
Partie 0:3 für die Gäſte. Endlich machte ſich die
Platzelf aus der Umklammerung frei und zwang
Anthes zum Eingreifen. Meyerhöfer löſte mit
ſeinem erſten Gegentor ein „Endlich!” bei den
Zuſchauern aus. Die Latte rettete mehrmals.
So wie die Platzelf beſſer wurde, ließ
Arheil=
gen nach. Becker ſchoß den 2. Treffer. Kurz vor
der Pauſe ſtellte Pfeifer (04) auf 2:4, und noch
niemand ahnte, daß dies das letzte Tor der
Gäſte war. Mit etwas geänderter Aufſtellung
kehrten die Parteien wieder. Bei der Platzelf
tat es gut, umgekehrt bei den Gäſten. Unter
großem Jubel erzielte Huxhorn den 3. und den
Ausgleichstreffer gegen den ſich verzweifelt
wer=
fenden Anthes. Im ſelben Zuge folgte durch
Gg. Crößmann der Siegestreffer, und Karl
Crößmann ſtellte das Endergebnis mit 6:4 her.
Wenn man in ruhiger Betrachtung nach dem
„Warum” dieſes feſſelnden Kampfes ſucht, denn
0:3 zu führen, 2:4 bei der Pauſe und dann keinen
Treffer mehr zu erzielen, von Arheilger Seite
und ſchließlich 6:4 zu unierliegen, Io iſt folgen
des zu ſagen: Der Sieg iſt verdient und hätte
leicht höher ausfallen können. Arheilgen war
ſo lange gefährlich, als es Flügelſpiel übte.
Dann liefen die Außen herein, es gab
Gewur=
ſtel, aber keine Gelegenheit mehr zu
ausſichts=
reichen Würfen. Das Bild änderte ſich auch
nicht, als Pfeifer auf Außen ging. Lindenläub
wollte mit aller Macht ſeinen Sturm
durch=
drücken. Es gab Strafwürfe, doch die Abwehr
ſtand, ſo fand der Werfer kein Loch. — Anfangs
verſagte der Platzſturm völlig. Anthes fror
im Tor, bis endlich der Kontakt hergeſtellt war.
Als dann Gräff (Tv.) ſeinen Poſten als
Mit=
telläufer eingenommen hatte und Crößmann C.
auf Rechtsaußen ſtürmte, war der Angriff durch
Crößmanns Schnelligkeit noch gefährlicher. Der
kleine Engelhardt ſtellte die rechte Sturmſeite
der Arheilger kalt (darf ſo etwas paſſieren?)
und mit wachſenden Erfolgen ſtieg das
Selbſt=
vertrauen, das auch zum Sieg führte. — Geibel
leitete korrekt.
Kritiſch betrachtet
war der eſte Mannſchaftsteil der
Heiner” der Sturm, obwohl in der erſten
Hälfte manches mißglückte. Die Hintermannſchaft
hatte ihre Stütze in Mayer, der vorzüglich hütet.
Auch Förſter, Delp und Moßner gingen an, doch
war May vor dem Wechſel ein Verſager, dann
zeigte er ganz annehmbare Leiſtung. — Die
Platzelf hatte in Torwart, Mittelſtürmer und
Mittelläufer ihre beſten Kräfte.
Bo.
Seit einem Jahrzehnt kennen ſich Arheilgens
und Pfungſtadts Handballer aus vielen Pflicht=
und Privatſpielen her. Die günſtige Poſition
von 04 Arheilgen verlieh dem Städtekampf noch
einen beſonderen Reiz. Deshalb waren
an=
nähernd 600 Zuſchauer gekommen, denen das
Herz faſt in die Schuhe fiel, als Arheilgen nach
19 Minuten 0:3 führte. Gleich vom Anwurf ab
hatten die Gäſte das Heft in die Hand
genom=
men und in ſtetem Druck das Tor der
Platzel=
belagert. Die Gäſte ſchoſſen aus allen Lagen
und oft aus größeren Entfernungen. Grünig
hielt noch einige ganz raffiniert geworfene
Bälle, ſonſt wäre der Vorſprung der Gäſte noch
größer geweſen. Dann wendete ſich das Blatt
zugunſten der Platzelf, und mit Rückſicht auf die
Lattentreffer muß Arheilgen froh ſein, mit
6:4 weggekommen zu ſein.
Am Samstag abend fand, in Darmſtadt bei
Arnold (Bismarckſtr.) die erſte Pflichtſitzung der
Handballſchiedsrichter ſtatt. Obmann Zeunert
mag es nicht einerlei geweſen ſein, als
Kreis=
ſpielwart Kolb perſönlich erſchien, um wichtige
Fälle der abgelaufenen Pflichtſpiele mit den
Schiedsrichtern unmittelbar zu erledigen. Er
geißelte das Verhalten der Säumigen und wird
jeden Fehlenden in Strafe nehmen. Auffällig
war bei 30 Anweſenden von 78, daß diejenigen,
die am nächſten wohnten, nicht da waren. Einige
Ausnahmen. — Aus der Fülle des zweiſtündigen
Stoffes das Weſentliche: Obmann Zeunert
be=
richtete von der Mainzer Tagung mit
Fachamts=
leiter Hermann=München. Mit der Leiſtung des
Schiri ſteht und fällt das Spiel. Darum wird
auch demnächſt ein Lehrer für Schiedsrichter
er=
nannt, der analog zu „Caundy” die Gaue
berei=
ſen und die Schiri unterweiſen ſoll. Gegen
frü=
here Jahre hat ſich das Schiriweſen gebeſſert,
merklich durch mehr Verantwortungsgefühl. Der
verhinderte Schiri muß ſeine Abſage bis
Diens=
tags an Zeunert=Langen, Wallſtraße 6, geſchickt
haben. Spielwarte und Schiri müſſen den ihnen
zugängigen Lehrſtoff in ihre Mannſchaften
tra=
gen. Aeußert ein Spieler: „Das habe ich nicht
gewußt”, ſo blamiert er damit ſeinen Spielwart
Schiri, die ſich neue Spielkleidung anſchaffen,
ſol=
len (wie beim Fußball) ſchwarze Bluſe und Hoſe
wählen. Die Abzeichen, die eben von
Schiedsrich=
tern noch getragen werden (DT. uſw.) müſſen
runter vom Trikot. Spielwart Kolb verlangt,
daß dort, wo ein Schiri Tatbeſtände ſchildern
muß, er auch Tatſachen ſchildert. Foulgeſpielt
muß heißen: „Beingeſtellt” o. ä., nicht „roh
ge=
ſpielt”, ſondern „geſchlagen” o. ä. Weiter ſagte
Kolb, die Erfahrung habe gelehrt, daß es beſſer iſt,
wenn ein Schiri niemals eine Entſcheidung
zurücknimmt. Denn Spiele ſind ſo lange
tadel=
los verlaufen, bis der Schiri ſich verbeſſerte. —
Wichtig! Ab Januar wird einer Mannſchaft
kein Sieg mehr gewertet, wenn der Verein für
ſie keinen Schiri gemeldet hat. Am 15. Dez.
läuft die Meldefriſt für Neulinge (Schiri) ab.
Wichtig! Bei Zeunert fordern die Schiri ihre
neuen Päſſe an mit der Angabe, ob ſie
ver=
ſichert ſind. Andernfalls muß Mk. 1.—
entrich=
tet werden, da jeder Schiri verſichert ſein muß.
Wormatia übernimmt 2. Platz.
Die Fußball=Ergebniſſe.
Süddeutſche Meiſterſchaftsſpiele:
Gau Südweſt:
Eintracht Frankfurt — Spfr. Saabrücken 2:1;
1. FC. Kaiſerslautern—Wormatia Worms 1:3.
Gau Baden: VfR. Mannheim-Phönix
Karls=
ruhe 3:1; Karlsruher FV.—Freiburger FC.
0:0; 1. FC. Pforzheim—SV. Waldhof 4:1.
Gau Württemberg: SC. Stuttgart—Ulmer FV.
:3; SV. Feuerbach—Spfr. Eßlingen 4:1;
SSV. Ulm—Stuttgarter Kickers 3:0.
Gau Bayern: Schwaben Augsburg — Bayern
München 1:5: Jahn Regensburg — Wacker
München 0:0; 1. FC. Nürnberg—BC.
Augs=
burg 0:0; 1860 München—FC. Schweinfurt
05 3:3; SpVgg. Fürth—SpVgg. Weiden 2:0.
Gau Nordheſſen: VfB. Friedberg — Boruſſia
Fulda 2:1; Hanau 93—SpVgg.
Langenſel=
bold 5:0; Heſſen Hersfeld-Kurheſſen Kaſſel
3:2; Spielverein Kaſſel—Sport Kaſſel 4:2;
SC. 03 Kaſſel—Germania Fulda 0:0.
Gau Mittelrhein: Kölner SC. 99—Kölner CfR.
0:2; Eintracht Trier—Mülheimer SV. 2:0;
VfR. Köln—Bonner FV. 2:0; Sülz 07—
Weſtmark Trier 1:1.
Privatſpiele: Reichsbahn Rot=Weiß Frankfurt
Phönix Ludwigs=
Kickers Offenbach 4
hafen—VfB. Stuttgart 1:1.
Fußball im Reich.
Gau Oſtpreußen: Raſenſport Königsberg—Bu.—Polizei
EV. Danzig 1:4; Gedania Da
V. Raſten=
Danzig 2:2; SV. Inſterburg—R
burg 1:1; Maſſovia Lyck—Yorck Inſterburg
3:3; Viktoria Allenſtein—Hindenburg
Allen=
ſtein 2:8.
Gau Pommern: Hertha Schneidemühl-Preußen
Köslin 2:2.
Gau Brandenburg: Städteſpiel Berlin—Krakau
0:1; Kottbus Stadtelf-Minerva 93 1:2.
Gau Schleſien: SV. Vorwärts Breslau-
Bres=
lauer SV. 02 2:0: SC. Schleſien Haynau—
Breslauer FV. 06 1:2; Beuthen 09—Preußen
Hindenburg 7:0.
Gau Sachſen: Endſpiel um den Mutſchmann=
Pokal: Sportfreunde 01 Dresden-Polizei
Chemnitz 5:6: SuBC. Plauen — Dresdener
SC. 0:4; VfB. Leipzig—Viktoria 89 Berlin
(Geſ.=Spiel) 3:1; Fortung Leipzig—SV. 99
Leipzig 1::
Gau Mitte: 1. SV. Jena—SV. 08 Steinach 1:0.
SC. Erfurt—Cricket=Viktoria Magdeburg
3
Wacker Halle — VfL. Bitterfeld 2:0;
Merſeburg 99—Sportfreunde Halle 5:1
Vik=
toria 96 Magdeburg—SpVgg. Erfurt 3:3.
Gau Nordmark: Viktoria — Polizei H
umburg
5‟2
2: Eimsbüttel-Hamburger SV. 8:3; FC.
t. Pauli—Polizei Lübeck 1:7; Altona 93—
Bremer SV. (Geſ.=Sp.) 8:1.
Gau Niederſachſen: Boruſſia Harburg—
Hanno=
ver 07 3:1; Arminia Hannover—Hildesheim
06 2:4: 1911 Algermiſſen-Hannover 96 2:4;
Eintr. Braunſchweig-Komet Bremen 7
Werder Bremen—SV. Höntrop (Geſellſch.=
Spiel) 1:3.
Gau Weſtfalen: Sus Hüſten 09—Duisburg 99
3: 2.
Gau Niederrhein: Fort. Düſſeldorf—Schwarz=
Weiß Eſſen 2:1; VfL. Preußen Krefeld—
Hamborn 07 5:3; FV. 08 Duisburg—
Rheyd=
ter SV. 1:0; Bor.=Eintr. Gladbach—Schalke
04 0: 8.
Weitere Spiele der Bezirksklaſſe.
Gruppe Groß=Frankfurt: FC. 1910 Cronberg—
SpVgg. 02 Griesheim 1:1; VfL.=Germania
94—SV. 07 Heddernheim 5:1; Sportfreunde
Frankfurt—FC. Wacker Rödelheim 8:
Gruppe Offenbach: FC. 03 Langen—FSV. 06
Heuſenſtamm 4:0; Teutonia Hauſen — Sp=
Vgg. 03 Fechenheim 1:0; Blau=Weiß Bürge
gegen Kickers=Viktoria Mühlheim 4:1: SC.
6 Dietzenbach—FV. 06 Sprendlingen 2:4
SV. 02 Offenbach—SpVgg. 05 Oberrad 4:0.
Gruppe Rheinheſſen: Haſſia Bingen—SV. 1912
Koſtheim 3:2; Tura 1886=06 Kaſtel—SpVgg.
Weiſenau 3:0.
*
In den ſüd= und ſüdweſtdeutſchen
Fußball=
gauen herrſchte am Sonntag wieder lebhafter
Spielbetrieb. Im Gau Südweſt wurde die
Vor=
runde bis auf ein Treffen beendet. In beiden
Spielen des Tages konnten die beiden an
letz=
ter Stelle ſtehenden Mannſchaften, der
Sport=
freunde Saarbrücken und des FK.
Kaiſerslau=
tern, keine Punkte gewinnen. Die
Kaiſerslau=
terner verloren auf eigenem Platz gegen
Wor=
matia Worms 1:3, wodurch die Wormſer
hin=
ter Phönix Ludwigshafen auf den zweiten Platz
vorrückten und den FK. Pirmaſens auf den 3.
Platz verwieſen. Eintracht Frankfurt trug ihr
vorletztes Spiel der erſten Runde aus und
ge=
wann zu Hauſe knapp, aber verdient 2:1 über
die Saarländer. Eintracht iſt damit auf den
5. Platz vorgerückt; ſie hat noch ein Spiel gegen
Union Niederrad auszutragen.
Im Gau Baden erlitt der Gaumeiſter
Wald=
hof eine weitere Niederlage, diesmal wurde er
vom FC. Pforzheim gar mit 4:1 geſchlagen.
Der Freiburger FC. erreichte in Karlsruhe bei
dem KFV. ein 0:0 und teilt ſich jetzt wieder
mit Waldhof in den 1. Platz. Eine glatte
Nie=
derlage erlitt Phönix Karlsruhe in Mannheim
mit 3:1 durch den dortigen VfR. Dadurch iſt
Pforzheim mit Neckarau und VfR. Mannheim
am dritten Platz punktgleich geworden.
Einen Führungswechſel gab es in
Württem=
erg. Der bisher an zweiter Stelle ſtehende
5V. Feuerbach nahm durch einen 4:1=Sieg über
Eßlingen den Stuttgarter Kickers, die in Ulm
vom SSV. mit 3:0 geſchlagen wurden, den 1.
Platz ab, den 2. Platz müſſen die Kickers mit
ihrem Ulmer Bezwinger teilen. Ulm 94 konnte
eine Poſition durch einen 3:1=Sieg über den
Stuttgarter SC. in Stuttgart etwas
ver=
beſſern.
In Bayern hat die Spiel=Vereinigung Fürth
die über den Neuling Weiden nur knapp 2:0
Mtcie.
a e
ſuch Peilt de
gewann, ihren Vorſprung erneut ausged. u
da München 1860 und der 1. FC. Nürnberg
beide am 2. Platz ſtanden, unentſchieden ſ5
len. Der ſturmſchwache „Club” kam gegen:9 ., garmſt
Neuling BC. Augsburg nur zu einem 0:0
ebenfalls zu Hauſe, erreichten die Münch
„Löwen” gegen den FC. Schweinfurt ein he 1.9.A0ſM
Die Fürther führen jetzt mit fünf Punkten M —, der Befit
ſprung vor dem 1. FC. Nürnberg und Bü.,Sic auf die
chen 1860. Die Augsburger Schwaben verUlw” drei Begegl
zu Hauſe gegen Bayern München 1:5, wähe
Jahn Regensburg auf eigenem Gelände ay k½ſ.
Wacker München nur 0:0 ſpielen konnte
damit zu Weiden auflief.
In Nordheſſen iſt Hanau 93 Tabellenfzupeſt hoh. D
geworden. Die Hanauer ſchlugen den Neuuſſel zche s.
aus Langenſelbold 5:0, während der Gaumeent”
Boruſſia Fulda in Friedberg vom dorrig / / Paldol
VfB. mit 2:1 geſchlagen wurde. Heſſen Her:Siaug Aeihbe
verteidigte den dritten Platz durch einen widell oie
Sieg über Kurheſſen Kaſſel. Der an 4. Sſne ?. Tobeuen
ſtehende Spielverein Kaſſel, konnte ſich au w leviel
einen 4:2=Sieg über Sport Kaſſel behaurteſſy2
mnt die Gäſte
während Germania Fulda durch ein 0:0 in
ſel gegen „03” um einen Platz zurückfiel. M tichlich Iie
Der im Gau Mittelrhein führende VfR. —f0 rſand. del
hat ſeinen Vorſprung durch einen 2:0=Sieg bnüch=
Bonn weiter ausgedehnt, da die an zw ih Die Tabele
Stelle ſtehende SpVgg. Sülz zu Hauſe gualsbach
Weſtmark Trier 1:1 ſpielte. Sülz wurde wolvorf
Kölner CfR., der den Lokalgegner SC. 99 Mſiadt
ſchlug, noch überflügelt. Der Gaumeiſter, M, darmſtadt
heimer SV., dürfte nach ſeiner Niederlage
igheim
0:2 gegen Eintracht Trier nun ſeine Ausſior,
hur=
endgültig verſpielt haben.
auf dem Behenberg.
FC. Kaiſerslaukern-
Wormalia Worms 1:3 (0:1).
ſhel geu
Lurmſtad
ungſtadt
Worms
brach
Die früher auf eigenem Platze als unſch.
bar betrachteten Kaiſerslauterer mußten wien
eine Niederlage hinnehmen. Ihr Spiel A
Moit
nicht vom nötigen Kampfgeiſt beſeelt, um
beſſere Zuſammenarbeit und die überlegern/t
Technik der Wormſer auszugleichen. Außerc///01!4
hatte Kaiſerslautern den von der Verei!
leitung geſperrten Verteidiger Konrad erſt,7 Zu dieſem
für ihn ſpielte aber Hörhammer recht gut Lmn Polizeiſt
auch der neue Mittelſtürmer Streb ließ hden, die eine
annehmbar an. Worms hatte die beſten Lexs latzelf g
in der Abwehr, außerdem gefielen beſond sberach
erleb=
der Mittelläufer und im Sturm der Int rü nen” nicht
nationale Fath. In der erſten Halbzeit *ſſgen Treffen
bei ausgeglichenem Spiele ein Treffer ducam gab es n
Fath. Der gleiche Spieler erzielte nach d— Urberachs
Wechſel noch den zweiten Treffer, und da/ Feiiſt. Und ar
kam mehr Fluß in die Aktionen der Pfülzesl ſen war recht
Durch den Halbrechten Schneider vermpckns-itys verhüter
ten ſie ein Tor aufzuholen, der Wormſer Hall.e unermü
rechte Buſam ſtellte aber den alten Abſtarb Me, auch die
wieder her. — Beſt=Höchſt war dem Spiel ai n gefallen.
aufmerkſamer Leiter.
Einkracht Frankfurk —
Sporlfreunde Saarbrücken 2:1. Khnm erſcht
hren verletzte
ien auf Re=
Shluß nahm
en die Re
Nur 3000 Zuſchauer lparen zu dieſem Sp.0
die
nach dem Riederwald gekommen. Sie ſchg eſlg=
Poli=
in den erſten zwanzig Minuten die Eintrau.
in der Form alter Tage, Schon nach ſielth.e, Aathes
Lumont. Pff
Minuten fiel durch Lindner nach ſchönry,
Awab, S.
Kombination der erſte Trſeffer und bereits Hn
der 13. Minute war es wieder Lindne:,erlich,
der auf Zuſpiel von Möhs den Saar=HütH Nach Fr
zum zweiten Male ſchlug: „Noch zahlreie FMelt ſich allme
Torgelegenheiten hatten die Frankfurter Smef die allerdit
verzeichnen, die Saarländer wehrten ſich ard4-) 07 dem kalten
mächtig ihrer Haut und beſonders ihr Ta
hüter Pletſch zeigte glänzende Paraden.
der 27. Minute erhielt bei eſinem Saarbrücke
Angriff der junge Sturmfühſrer Fuchs ſchut!
gerecht den Ball und Siebel war geſchlage=?/MMl(
Niemand glaubte, daß dieſer Stand ſchon de
Schlußſtand bedeutete. Obybohl Eintracht I.
Halbzeit überlegen blieb, änperte ſich aber nicht.
10.N
mehr. Nach der Pauſe wüurden die eiftig?
Saarbrücker beſſer und aush gefährlicher, 1e
mal jetzt die Läuferreihe dder Eintracht nd.
ließ. Gegen Schluß ſichterte ſich Einta E9.00
wieder eine Ueberlegenhein, jetzt war aber M. /00 Hulbzeit
Hintermannſchaft der GKiſte ſchwer zu ubed
Sie Ail,
winden, außerdem wArde im Angriff 22 m2 geſolat „
Riederwälder viel hekſiebt. Bei Saarbrüge.f
gefielen am beſten Tormann Pletſch, Mitée ahr 5den die
eit der
in ahn
Läuferreihe ſehr gut, beſonders der erſiehens 2 die
Gel=
wieder ſpielende Mantjel bot gute Leiſtung
Dgeſte
läufer Hans und Miittelſtürmer Fuchs, e
Eintracht war in dßer erſten Halbzeit Na. u
der
ſchiedsrichter Hillgärtnſer=Darmſtadt.
MW Di
In Verfolg der Vorffälle während und Me. un bolen
dem Spiel des SV. Waldhof gegen Phol4
9,
Karlsruhe am 25. Novemkber hat der Gaurechl”. Zuntell
wart Regierungsrat Dr. Wialon (Karlsruhe) 0e.
zur endgültigen Klärung der Vorkommniſſe.
Neche
Waldhof=Spieler Engelhanl dt und Edelmann Ne
2du
jeglichem Spielbetrieb ausß geſchloſſen.
Krakaus Fußball=Stadteſlf gaſtierte am S00l die Ef d.
tag vor 20 000 Zuſchauchrn in Berlin.
Polen landeten über die Wertretung der Beidhd . L
hauptſtadt einen überraſchhenden Sieg wi.
1:0). Den Ausſchlag für edie Berline Miebes 44
Ner
lage gab der ſchwache Stuhrm.
Den Mutſchmann=Pokalk den Reichsſtatau b d Ne
ter Mutſchmann geſtiſtet hoßt und der aliährlud „il Aie
Ve.
unter den Vereinen des Flußballgaues Scchle.
ausgeſpielt wird, gewann beei dem in Dree‟
ausgetragenen Endſpiel Pollizei Chemnlh.
6:5 über Sportfreunde 1901 1Dresden.
Deutſchlands Rugby=Rationalmangſche
beſtritt am Sonntag in Maſtricht den d. .
Länderkampf gegen Holldnd. Die de0h
Fünfzehn, die in zweiter Beſietzung antr”.
ferte ein ausgezeichnetes Sptel und 9794.
verdient mit 21:0 (16:0).
ſontag, 3. Dezember 1934
Saa
D der G. g iten.
onnte
Mi4
Viktoria Walldorf — Haſſia Dieburg
züt A. O. Worms — Norm. Pfiffligheim 1:2.
ör der Bezirksklaſſe Südheſſen waren in
ſäſcht auf die Winterhilfs=Verbandsſpiele
un drei Begegnungen augeſetzt.
(Is weiterer Punktelieferant diente geſtern
Nen iu zu Polizei Darmſtadt der Tabellenletzte
Ur=
bach. Wenn die Platzelf auch nicht gerade in
ſſterform war, ſo hatte ſie doch keine Mühe,
en ta/,Be Schlußlicht neues Oel auf die Lampe zu
da. Walldorf die Gäſte aus der Kreisſtadt
Reſg) 7s ſurg gerade noch 3:2 niederhalten konnte,
9 R f. verden die Bürſtädter Raſenſpieler von
0) jym 2. Tabellenplatz wieder verdrängt.
u letzten Spiel, dem ſpannenden
Lokal=
efen. A. O. Worms — Norm. Pfiffligheim,
ein M, kuinn die Gäſte zwar zum Siege, doch iſt
der=
zurüät, felilt reichlich knapp ausgefallen und läßt den
drende M
arſtand der Schwarz=Weißen deutlich
er=
inen 2i8
men.
die a
Die Tabelle nach dem 2. Dezember,
Aher
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 333
A
m Südbeſſen kommt Polizer beran!
gizei Darmſtadt — Viktoria Urberach 4:1
Die Winkerhilfe der Fußballer
13 500 Mark in Hüdweſt. — 2400 Mark
im Darmſtädker Kreis Skarkenburg.
Das Winterhilfswerk der Fußballer hat, wie
die erſten vorliegenden Meldungen aus den
Gauen zeigen, einen vollen Erfolg gebracht. In
allen Gauen und Städten waren die Fußballer
in Maſſen aufmarſchiert, um dem Opfertag des
deutſchen Fußballſports für das große ſoziale
Hilfswerk zu einem vollen Erfolg zu verhelfen.
Auch die Notſtandsgebiete trugen ihr Scherflein
dazu bei. Das genaue Ergebnis der vielen
tau=
ſend Spiele aus den 186 Kreiſen des Deutſchen
Fußball=Bundes liegt noch nicht vor. Einen
Einblick aber gibt die Tatſache, daß in den erſten
fünf erfaßten Gauen rund 55 000 Mark an die
Winterhilfe abgeführt werden konnten. Das
Spiel der Nationalmannſchaft in Berlin gegen
den Gau Brandenburg war von 38800
Zuſchau=
ern beſucht und brachte über 25 000 Mark Erlös
für das Winterhilfswerk.
Der Gau Südweſt führte insgeſamt 224
Spiele am Totenſonntag für die Winterhilfe
durch. Davon wurden allein rund 200 in den
kleineren Ortſchaften des Gaues ausgetragen,
an Orten alſo, wo nur ein ſehr geringer
Ein=
trittspreis erhoben werden konnte. Daß
trotz=
dem 50 000 Zuſchauer rund 13 500 Mark
zuſam=
mengebracht haben, kann man als beſonders
ſchönes Zeichen für die Opferwilligkeit der
Fuß=
ballfreunde des Gaues Südweſt anſprechen. Der
Kreis Groß=Frankfurt führte 3000 Mark. unſer
Kreis Starkenburg 2400 Mark an die
Winter=
hilfe ab.
ſeill-
2u Lichter Polizeiſieg gegen Tabellenletzten.
ate als 5
Ihr eit
Polizei Darmſtadt —
ſt beſelt z
die Un
icter 4 Mfkörid urderauf 4.1 t2.bf.
on der
4u dieſem Vormittagsſpiel hatten ſich auf
r Kond
mer richt dech Lolizeiſportplatz kaum 500 Zuſchauer einge=
r Strel fumdn, die einen nie in Frage ſtehenden Sieg
die bein des ſlatzelf gegen den Tabellenletzten Viktoria
jelen /=Aluütach erlebten. Das Spiel ſah allerdings die
zurm du „Gurem” nicht in der guten Form des
vorſonn=
ſten hul täullyen Treffens gegen SV. 98, namentlich im
in Treſf Stzufu gab, es manche enttäuſchende Situation,
rziülte nabdzUrberachs Sturm iſt nur noch ein Schatten
refſer, zwoalinſt. Und auch der Torhüter der
Weiß=
en delbloutz war recht ſchwach, zwei Tore mußte er
ider gmirdſtens verhüten. Der beſte Mann der Gäſte
Bom warder unermüdliche kleine Genßert als
Mit=
glen telsllfer, auch die Verteidiger und Außenläufer
dem 3 konſen gefallen. Viktoria mußte allerdings
baad hren verletzten rechten Läufer Schmidt als
Stäuten auf Rechtsaußen poſtieren und erſt
gey) Schluß nahm er ſeinen alten Platz wieder
UI- eint.
Achdem die Reſerven der Polizei 0:2
unter=
lüſtel ” legs waren, erſchienen die
die 1. Garnituren
wißs olgt: Polizei: Kern; Balſer, Bönſel;
Kohr. Matthes, Kaufmann; Göbel, Seipp,
Kelt Dumont, Pfeiffer. Urberach: Frank;
Brim, Schwab; Schmidt, Genßert, Knapp 2.;
nd ½. Lotz Aunderlich, Groh, Knapp 1., Rink.
Nach Freigabe des Leders
den ”, en wukelt ſich allmählich eine Ueberlegenheit der
No0 *. Plkulf, die allerdings recht lange Zeit brauchte,
ſäoe, un 1i dem kalten Wetter „warm” zu werden.
SV. Wiesbaden=
FB. 98 Darmſtadt 0:0.
Ni Halbzeit der Verbandsſpiele waren die
La mſtädter „Lilien” einer Einladung in die
Kuemdt gefolgt, um in einem Freundſchafts=
Fei ſt gegen die beſtbekannte vorjährige
Gau=
ligwunnſchaft des Sportvereins den Beweis
zub leſern, daß ihre letzten
Verbandsſpiel=
erſtrae nicht von ungefähr kamen, und vor
alln die Gelegenheit zu nutzen, die neu zu=
Schon in der 6. Min. verhängt Schiedsrichter
Schmidt=Langen einen ſtark zweifelhaften
Elf=
meter gegen die Gäſte, den Seipp deshalb für
den Torwart haltbar abrollen läßt. Aber das
Leder hoppelt gemächlich über die Torlinie.
Urberach kommt allmählich etwas auf und
erreicht nacheinander 3 Eckbälle, die jedoch von
der Polizeideckung ohne Mühe ins Feld
beför=
dert werden. In der 31. Min. ließ man Göbel
ziemlich ungedeckt ſtehen, er wird mit einer
wei=
ten Vorlage bedacht und ſtürmt mit dem Leder
im Handgalopp aufs Tor zu, überlegt feuert er
aus dem Lauf in die leere Ecke, 2:0. Eine ſeine
Sache! Dann haben die Gäſte den Ausgleich in
der Hand, aber ihr Mittelſtürmer
verſchießtjäm=
merlich.
7.6
Noch einmal nach der Pauſe vergeben ſie in
einer günſtigen Situcktion und aus dem
Ge=
dränge, das ihre 4. Ecke begleitet, geht der Ball
zweimal daneben. Wieder iſt es Göbel, der die
Grünen 3:0 in Vorteil bringt. Ein Tor, das der
Torwart unbedingt hätte vermeiden können.
Noch einmal iſt die Platzelf von Erfolg belohnt.
Eine herrliche fließende Kombination Pfeiffer=
Seipp=Pfeiffer=Göbel brachte den feinen 4.
Tref=
fer in der 16. Min, nach dem Wechſel. Die 5.
Ur=
beracher Ecke wird von Keck ins Feld befördert.
Endlich in der 26. Min. erringen die Gäſte, die
nun in ihrer Fünferreihe etwas wirkſamer
zu=
ſammerarbeiten, den verdienten Ehrentreffer.
Ein Elfmeter war es, den Schwab unhaltbar
verwandelte. Die 6. Ecke bringt Urberach gar
nichts ins Spielfeld und auch die 1. Ecke der
Polizei bleibt nur ein „halbes Tor‟ Eine „
tot=
ſichere Chance” ſcheitert, in letzter Sekunde an
dem linken Gäſteläufer. Schiedsrichter Schmidt
sö=
hatte ein leichtes Amt.
Gfolgreicher 98er Beſuch en Kochbrunnen
ſaugnengeſtellte Maunſchaft zu einer Einheit
zuſlamenzuſchweißen. Die Darmſtädter dürfen
dia / Spiel auf dem Wiesbadener Stadion
a120 men vollen Erfolg buchen, denn ihre Elf
9a) or nahezu 1000 Zuſchauern eine
präch=
tiai 6orſtellung. Man ſah keine Halbheiten,
ſomcen, eine von den hinteren bis zu den
DoiMen Reihen ganz ausgezeichnete Leiſtung,
welan beſte Darmſtädter Fußballzeiten
er=
innde.
Die Elf des SV. Wiesbaden
hagſüit dem Abgang aus der Gauliga kein
egn von ihrer früheren anerkannt guten
SEeMtärke eingebüßt. In der
Hintermann=
ſch” fallen ganz beſonders die ganz
fabel=
da9 Arbeit des internationalen Verteidigers
Rwuter ſowie des Torhüters Wolf ins Auge.
die Läufer= und Stürmerreihe erreichen
im noch Gauligaklaſſe.
20s Treſſen
Noglich durch die ruhige anſtändige Spiel=
Derlwohltuend von den oft
nervenaufpeitſchen=
dei erbandsſpielen ab. Der erſte Abſchnitt
DeSdtrl ausgeglichen. Die Wiesbadener hatten
in ANe beſſeren Torchancen, aber was hilft
2i Aurnn im Darnſtädter Tor ein Ruppel 3.
LiaT an ſeille gite Form vom Lokalderbh
anknüpfte und zuſammen mit dem wie ein
Fels ſtehenden Verteidiger Geher alle noch ſo
ausſichtsreichſten Situationen vereitelt. Auf
der anderen Seite war man erſtaunt, mit
wel=
cher Geſchicklichkeit die blau=weißen Läufer und
Stürmer im Felde mit dem Ball umgingen.
Beſonders Würtenberger täuſchte und ging mit
einer Eleganz an dem alten Fußballfuchs
Kut=
terer vorbei, daß es eine Pracht war.
Nach dem Pauſenpfiff
waren die Gäſte noch beſſer in Schwung. Der
Siegestreffer lag auch öfters im Bereich des
Erreichbaren, doch Pech und das überragende
Können des Torhüters Wolf verſperrten immer
wieder den Weg zum „Schwarzen‟. Die drei
Läufer, Frey, Müller und Schnägelberger
leiſteten vorbildliche Aufbauarbeit, ſo daß es
jetzt den „Lilien” ſogar gelang, den in
tech=
niſcher Beziehung ebenfalls famoſen
Wies=
badenern eine merkliche Ueberlegenheit
abzu=
trotzen. Die jetzt noch weniger gefährlichen
Attacken der Gaſtgeber zerſchellten an der
ſtoiſchen Ruhe des Juniors im Darmſtädter
Tor,
Bei der Beurteilung der Leiſtungen
ſchneiden diesmal alle Spieler gut ab, ſo daß
eine beſondere Würdigung von Einzelleiſtungen
unangebracht iſt. Es bleibt nur zu hoffen, daß
die konſtante Form der 98er in den Spielen
der Rückrunde, die die „Lilien” in den
weit=
aus meiſten Fällen in Darmſtadt zu beſtreiten
haben, weiter anhält, dann werden ſicherlich
einige ſchöne Kämpfe aufgetiſcht werden. Den
erſten Beweis haben ſie in vierzehn Tagen
gegen den Spitzenreiter Egelsbach zu erbringen.
3. Mſch. SV. 98 — TV. Büttelborn 3:2
—re—
(1:0).
Zugunſten der Winterhilfe kam in Berlin
ein Frauen=Hockey=Städteſpiel Berlin —
Ham=
burg, zum Austrag, das Berlin 3:1 (1:1)
ge=
wann.
Knapper, doch verdienter Sieg
Alemannia/ Olympia Worms —
Normannia Pfiffligheim 1:2 (0:1).
Vor zirka 1000 Zuſchauern zeigte ſich in
die=
ſem Spiel Pfiffligheim in der erſten Halbzeit
ſtark überlegen, konnte aber nur ein Tor gegen
die vereinigten Wormſer zuſtande bringen. Drei
Lattenſchüſſe wurden außerdem noch in dieſer
Hälfte fabriziert.
Nach der Pauſe ſah man einen gleichwertigen
Kampf. Pfiffligheim kann das 2. Tor erzielen,
doch 2 Minuten darauf ſchon verringert Worms
die Niederlage auf 1:2. In der letzten
Viertel=
ſtunde wird Worms ſtark überlegen, vermag
aber nicht den möglichen Ausgleichstreffer
an=
zubringen, denn der Pfiffligheimer Torwart
vollbringt großartige Abwehrleiſtungen. Im
großen und ganzen geht alſo der Sieg der
Pfiff=
ligheimer in Ordnung. Schiedsrichter
Keß=
ler=Mainz gut.
Aus den Kreisklaſſen.
Gruppe 1: Concordia Gernsheim — FC. 07
Bensheim 1:4, Vorwärts Bobſtadt —
Ale=
mannia Groß=Rohrheim 0:6.
Gruppe 2: SV. Groß=Gerau — TSG. 1846
Darmſtadt 1:2 (1:0).
Gruppe 3: Michelſtadt — Ober=Ramſtadt 2:1,
Groß=Zimmern — Höchſt 3:2 (2:2).
Der Tabellenzweile
wird von den 46ern geſchlagen!
SV. Groß=Gerau — TSG. 46 Darmſtadt
1:2 (1:0).
Der Tabellenzweite SV. Groß=Gerau, hatte
die Darmſtädter 46er zu Gaſt und mußte
dieſem, als der einwandfrei beſſeren
Mann=
ſchaft, zu recht die beiden Punkte abgeben. Der
Gaſtgeber, der bis zur Pauſe noch 1:0 durch
einen Elfmeter in Führung liegen konnte, kann
mit der knappen Niederlage zufrieden ſein,
denn dem Spielverlauf nach hätten die
Darm=
ſtädter weit höher gewinnen müſſen, doch eine
gute Portion Pech verhinderte dies. Das
Tref=
fen verlief vor zirka 150 Zuſchauer allgemein
fair.
Kritiſch betrachtet, ſah man bei
dem „Zweiten” eine ſchlagkräftige
Hinter=
mannſchaft, vor der eine ſchnelle, wenn auch
oft zuſammenhanglos ſpielende Fünferreihe im
Felde ſtand. Die Geſamtleiſtung des
Gaſt=
gebers blieb weit hinter der, der kalt berechnend
ſpielenden Gäſte zurück, und trotzdem konnte er
den Eindruck erwecken, daß ſämtliche Spieler
der Elf reſtlos alles hergaben, um das
Un=
vermeidliche abzuwenden.
Die 46er brachten eine Mannſchaft, die
einen Fußball zeigte, der ſich ſehen laſſen kann.
Die Darmſtädter können für ſich in Anſpruch
nehmen, in dieſer Saiſon bis jetzt das Beſte
auf dem Gerauer Platz gezeigt zu haben, und
ſelbſt der Tabellenführer Mörfelden konnte
nicht derart überzeugen, wie heute die Leute
von der Rheinallee. Nur ſchade, daß der
Sturm etwas zu weich amtierte, aber ſonſt war
an der Elf wirklich nichts auszuſetzen.
Mittel=
läufer Darmſtädter ſcheint mit ſeiner
hervor=
ragenden Leiſtung allmählich die Seele der
Mannſchaft zu werden.
Litzius=05 Mainz war dem Spiel ein
korrekter Leiter, wenn ihm auch bei der
Elfer=
entſcheidung gegen Darmſtadt ein Fehler
unter=
lief.
Die 2X45 Minuten:
Mit dem Anſtoß des Gaſtgebers entwickelt
ſich ein auf beiden Seiten grundverſchieden
ge=
führter Kampf. Iſt es Gerau, das mit Wucht
und Eifer dem Erfolg zuſtrebt, ſo ſieht man
auf Seiten der 46er ein überlegtes Spiel, das
ganz allmählich an Boden gewinnt und die
Darmſtädter als beſſere und reifere Mannſchaft
ſtempelt. Zahlreiche gute Gelegenheiten
ver=
ſiebt der zu weich ſpielende Sturm der 46er.
Die nicht ſehr zahlreichen, aber ſtets
gefähr=
lichen Vorſtöße der Gerauer werden ſtets mit
Sicherheit abgeſchlagen. Kurz vor der Pauſe
überſieht der Schiedsrichter ein Händeſpiel des
Halbrechten des Gaſtgebers, und Morlock, im
Glauben, daß die richtige Eutſcheidung kommt,
fängt das Leder mit der Hand. Der
Schieds=
richter jedoch hat erſteres ſcheinbar nicht
ge=
ſehen und diktiert einen Elfer gegen
Darm=
ſtadt, den Gr.=Gerau zum Führungstreffer
ver=
wandelt. Den Vorſprung verteidigt der
Gaſt=
geber bis zum Wechſel, ohne jedoch die letzten
45 Minuten, wo die 46er drückend überlegen
ſpielten, auszuhalten. Einen Foulelfer
ver=
wandelt Delp zum Ausgleich und Heiſer ſtellt
mit einem ſchönen Schuß den Sieg ſicher. Bis don hinter dem Amerikaner Ellsworth Vines
zum Schlußpfiff bleiben die 46er weiter
über=
legen, doch mit Pech bei den beſtgemeinten kam nun auch bei einem Turnier der Tennis=
Schüſſen bleibt es bei dem knappen Reſultat. —
Beim Spiel der Reſerven blieben die 46er mit
2:6 Sieger. Die Jugend ſchlug Lengfeld 5:1,
die 1. Schüler mußten auf der Rennbahn gegen
der 3. Mannſchaft gegen Eſchollbrücken mußte zahlreicher Studententreffen in verſchiedenen
ausfallen.
cba.
Gerau (Junioren) 3:2.
nioren der Turngemeinde Beſſungen auf eige= geſehen,
nem Platze die des SV. Groß=Gerau und konn=
Dach und Fach bringen. Wir ſagen glücklich,
weil der Gaſtgeber mit der flüſſigen Spielweiſe,
wohnt war, noch weit entfernt iſt. Schiri Wedel / über Weltmeiſter Scherens triumphierte.
(TSG. 46 Darmſtadt) war der richtige Leiter.
Jugend — Jugend Germania Eberſtadt 1:1;
Schüler 1a — Schüler 1a TSG. 46 Darm. 2:2. ten beteiligt ſind.
SV. Merck — Olympia Hahn 5:4 (4:2).
Gleich in der 1. Minute ging Hahn durch
ein Selbſttor, der Mercker in Führung. Die
Freude war kurz, denn durch zwei ſchöne Tore
und einen verwandelten Foulelfmeter hieß es
bald 3:1 für Merck. Bei den weiteren
Be=
mühungen langte es für beide Mannſchaften
noch zu je einem Tor. Die zweite Halbzeit ſtand
faſt ganz im Zeichen der Platzelf, die auch bald
ihren Vorſprung um ein weiteres Tor erhöhte.
Damit ſchien das Spiel entſchieden zu ſein. Doch
als Hahn durch ein Selbſttor der Mercker und
einen Elfer auf 5:4 herangekommen war,
ent=
brannte ein heißer Kampf um den Ausgleich,
der jedoch nicht mehr erzielt wurde. Merck
ge=
wann verdient, doch war Hahn ein
ebenbürti=
ger Gegner, der ſich mit Bravour ſchlug.
Schieds=
richter gut. 2. Mannſchaften 1:4 für Hahn.
FSV. Groß=Zimmern — Höchſt 3:2 (2:2).
Vor einer nur mäßigen Zuſchauerzahl
liefer=
ten ſich beide Mannſchaften einen ſchönen Kampf.
Höchſt brachte eine flinke und techniſch gute
Mannſchaft mit, während Groß=Zimmern nicht
zur gewohnten Höhe auflief. Die Gäſte gehen
in der 8. Minute in Führung, Groß=Zimmern
gleicht aus und geht mit 2:1 in Front, doch die
Gäſte können kurz vor Seitenwechſel
ausglei=
chen. Das entſcheidende Tor fiel in der letzten
Viertelſtunde.
Jung=Weiterſtadt konnte mit ſeinen
Entſchei=
dungen nicht immer gefallen.
Die 2. Mannſchaften trennten ſich 1:0 für
Höchſt.
7i‟
Zer Zuuter Scheingerr dee
Alympiſchen Spiele 1936.
Es entſpricht dem Herkommen und iſt zugleich
Ausdruck der hohen Bedeutung, die den
Olym=
piaden im friedlichen Zuſammenleben der
Völ=
ker allgemein zuerkannt wird, daß das
Staats=
oberhaupt des jeweils gaſtgebenden Landes die
Schirmherrſchaft (Haut=Patronage) der Spiele
übernimmt. In London 1908 bekleidete dieſe
Ehrenſtellung König Eduard III., 1912 in
Stock=
holm König Guſtaf V., 1920 in Antwerpen König
Albert von Belgien, 1928 in Amſterdam die
Kö=
nigin der Niederlande, in Paris 1924 der
Prä=
ſident der franzöſiſchen Republik, Doumergue, und
in Los Angeles 1932 der Präſident der
Vereinig=
ten Staaten von Amerika, Hoover.
Dementſpre=
chend hatte auch der Reichspräſident von
Hinden=
burg im Frühjahr 1933 die Schirmherrſchaft über
die Spiele der 11. Olympiade 1936 übernommen.
Nach ſeinem Ableben hat nun das
Organiſations=
komitee der Spiele an den Führer und Kanzler
Adolf Hitler die Bitte gerichtet, in dieſe
Ehren=
ſtellung einzutreten. Der Führer hat der Bitte
durch Schreiben vom 13. November an den
Prä=
ſidenten des Organiſationskomitees, Dr. Lewald,
entſprochen und dem Komitee ſeine guten Wünſche
für erfolgreiche Weiterarbeit übermittelt,
42 Nationen haben, nachdem jetzt die
Zu=
ſagen von Irland und Monako eingegangen
ſind, ihre Teilnahme für die Olympiſchen Spiele
1936 angemeldet. Von 11 Nationen, darunter
auch Großbritannien, ſtehen die Antworten auf
die deutſche Einladung noch aus; abſchlägig
ge=
antwortet hat nur Paläſtina.
Die Hockey=Ergebniſſe.
Frankfurter TV. 1860—JG, SV. Frankfurk 2:0,
Damen 2:1.
Poſt Frankfurt — DHC. Wiesbaden 1:4;
Damen: Stadt Frankf.—Eintracht Frankf. 0:2;
Eintracht Frankfurt—Stadt Frankfurt
Fe
SV. Frankfurt-Kreuznacher HC. 2:2:
Reichsb. Frankfurt—Reichsb. Aſchaffenburg 0:2,
Damen: 4:2;
Höchſter HC. — Würzburger Kickers 8:0;
Wiesbadener THC.—Würzburger Kickers (
Da=
men): 11.:1:
Limburger HC.—Allianz Frankfurt 0:8;
Saar 05 Saarbrück.—SV. Zehlendorf=Bln. 2:6;
Boruſſ. Neunkirchen.
SV. Zehlendorf=Bln. 0:5;
HC. Heidelberg—VfB. Stuttgart 11:0.
Ringen.
88 Mainz — 86 Frankfurt 12:5.
Vorwärts Groß=Zimmern gegen Frankfurt=
Fechenheim 7:10.
Einen neuen deutſchen Rekord ſtellte
beim 4. Feſt der Frankfurter Sportpreſſe im
Gewichtheben Eugen Mühlberger
(Frankfurt) mit 190 Pfund auf.
Sporl in Kütze.
Weltmeiſter Hans Nüßlein, der ſchon in
Lon=
mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mußte,
Berufsſpieler in Paris nicht über dieſen Rang
hinaus. Im Endſpiel ſiegte wieder der
Ameri=
kaner, und zwar mit 6:3, 6:3, 6:2.
Deutſch=ungariſche Sportbeziehungen erfahren
Beſſungen mit 2:2 zufrieden ſein. Das Spiel eine weitere Vertiefung durch den Abſchluß
Sportarten. So ſind für das nächſte Jahr ein
Fußballkampf Deutſchland — Ungarn, ein
Tad. 65 Beſſungen Junioren — SV. 16 Groß= Schwimmſtädtekampf Berlin — Budapeſt und
ein Dreiländerkampf der Studenten=Leichtathle=
Zum erſten Pflichtſpiel empfingen die Ju= ten von Deutſchland, Ungarn und Finnland vor=
Ein Rad=Länderkampf Deutſchland —
ten mit 3:2 Sieg und Punkte glücklich unter Belgien fand vor 7000 Zuſchauern in der
Köl=
ner Rheinlandhalle ſtatt. Der Kampf endete
mit 78:46 Punkten zugunſten
Deutſch=
wie man ſie von den früheren Junioren ge= lands, wobei Albert Richter im Fliegerkampf
In Kopenhagen wurde ein Sechstagerennen
geſtartet, an dem zahlreiche deutſche Mannſchaf=
Nr. 333
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 3. Dezember 19341
Alympia=Prüfungsſchwimmen im Gau Südweft.
Die III. Olympia=Prüfungskämpfe der
Schwimmer und Schwimmerinnen des Gaues
Südweſt im Frankfurter Stadtbad brachten
einige recht gute Leiſtungen, aber auch viel
Durchſchnitt. Der ſchnellſte Sprinter war Maus=
Offenbach mit 1:01,5 Min., und der beſte
Bruſt=
ſchwimmer der Jugendliche Minnich=EFSC.
mit 2:49,5 Min. (!) über 200 Meter. Witt
hauer ſchwamm ohne Gegner die 400=Meter=
Kraul in 5:27 Min. Bei den Damen
domi=
nierte der Nachwuchs auf der ganzen Linie
aber die erreichten Zeiten ſind noch nicht
erſt=
klaſſig. Einige Staffel=Beſtleiſtungs=
Verſuche des 1. Frankfurter SC. über
4X100=Meter=Bruſt in 5:21,3 und
4X200=Meter=Bruſt in 11:53,7 Min.
hatten Erfolg und brachten den Mannſchaften
den erſten Platz in der Dreibeſten
Liſte des DSV. ein. Ebenſo die Leiſtung des
jungen Minnich über 100=Meter=Bruſ
mit 1:17,9 Min. und die Staffelzeit des SSC.
Sparta Frankfurt mit 6:38,5 Min. für 10X50=
Meter=Bruſt mit zwei zweiten Plätzen in dieſer
Lifte.
Die Ergebniſſe
Herren. 100=Meter=Kraul: 1. Maus=Moenus
Offenbach 1:01,5: 2. Lorey=Wiesbaden 1:03,8,
1:06,3,
3. Dr. Göth=Jungd. Darmſta=
200=Meter=Kraul: 1. Loreh=Wiesb. 2:28,2; 2.
Finſter=1. Ffm. SC. (Jgd.) 2:36,1; 3. Zernik=
1. Ffm. SC. 2:37,5. 400=Meter=Kraul: 1.
Witt=
hauer=1. Ffm. SC. 5:27: 2. Schweppenhäuſer=
Sparta Ffm. 5:55: 3. Kern=Sparta Ffm. 5:57.
200=Meter=Bruſt: 1. Minnich=1. Ffm. SC.
2:49,5 (!) (Jgd.): 2. Thomas=1. Ffm. SC.
2:59,4; 3. Schwarz=1. Ffm. SC. 3:01,4. 100=
Meter=Rücken: 1. Franz=1. Ffm. SC. 1:15
2. Gerhard=TGS. 46 Darmſtadt 1:17:
3. Müller=Poſeidon Worms 1:21 (Jgd.).
Kunſt=
ſpringen: 1. Koller=TV. Vorwärts Ffm. 124,21
P.; 2. Schütz=Jungd. Darmſtadt 117,83.
Damen. 100=Meter=Kraul: 1. Pullig=Damen=
SV. Ffm. 1:24/4 (Jgd.); 2. Imhoſf=
Jungd. Darmſtadt 1:24,5 (Jgd.). 100=
Meter=Rücken: 1. Dihn=Sparta Ffm. 1:36,5
(Jgd.): 2. Burmeiſter=1. Ffm. SC. 1:43. 200=
Meter=Bruſt: 1. Pullig=Damen=SV. Ffm. 3:23,2
(Jgd.); 2. Ulrici=Wiesbaden 11 3:28,5 (Jgd.).
400=Meter=Kraul: 1. Frau Reitzel=Jungd
Darmſtadt 7:06,6; 2. Eberlein=1. Ffm. SC.
7:15 (Jgd.). Springen: 1. Eſcheidt=Damen=SV.
Ffm. 45,73 P
Rahmenkämpfe. Kraulſtaffel 10X50 Meter
Kl. 1: 1. I. Frankfurter SC. 4:55: 2. Moenus
Offenbach 5:06: 3. Wiesbaden 11 5:17,2; 4
Sparta Frankfurt 5:20,2. Kraulſtaffel 4X50
Meter, Kl. 2a: 1. I. Frankfurter SC. 2:02,4;
2. Moenus Offenbach 2:03,4; 3. Sparta
Frank=
furt 2:03,5.
Waſſerballprobe in Skukkgark
Heſſen an zweiter Stelle.
Zum 29. Male ſtanden ſich am Sonntag in
Berlin die Kunſtturn=Städtemannſchaften von
Berlin, Hamburg und Leipzig zum
Dreiſtädte=
kampf gegenüber. Sieger wurde Hamburg mit
2526 Punkten vor Berlin (2458 Punkte) und
Leipzig mit 2434 Punkten.
40 junge Spieler aus den Gauen Südweſt,
Baden, Württemberg und Bayern wurden am
Samstag und Sonntag im Stuttgarter
Hes=
lacher Bad unter Leitung von Verbands=
Waſſerballwart Hofmann=Nürnberg zu einem
Waſſerballkurs zuſammengezogen. Den
theore=
tiſchen Teil des Kurſes bildete ein Vortrag
mit Schiedsrichterausſprache über den
Regel=
text. Den ſportlichen Teil des Lehrgangs
er=
öffnete eine 7X100=Meter=Freiſtaffel der
be=
teiligten Gaue, wobei die Wüttemberger mit
7:55,2 Min. einen überlegenen Sieg vor Bayern
(20 Meter zurück) und Baden (weitere
Hand=
breite zurück) nach Hauſe ſchwammen. Im
er=
ſten Uebungsſpiel ſtanden ſich Bayern und
Heſſen gegenüber. Mit 8:7 (5:2) blieben
die Bayern glückliche Sieger. Im zweiten
Spiel maßen Baden und Württemberg ihre
Kräfte. Die Schwaben führten bereits 4:0, als
die Badener plötzlich aufdrehten und bis zur
Pauſe ein 5:5 herausholten. Nach dem Wechſel
waren die Württemberger wieder klar
über=
legen und landeten einen 13:5=Sieg. Im
drit=
ten Spiel verlor eine junge ſchwäbiſche Reſerve=
Mannſchaft gegen die kampferprobten Bayeri
5:13 (1:9).
Am Sonntag ſtanden ſich im erſten Spiel
Bayern und Baden gegenüber. Die Bayern
blieben klar mit 9:3 (4:3) erfolgreich. Im
An=
ſchluß daran gab es eine Begegnung zwiſchen
Heſſen und Württemberg. Die Heſ=
ſen gewannen 6:3, wobei ſich
beſonder=
der Darmſtädter Schmitt auszeich,
nete. Nach kurzer Pauſe traten dann Bades,
und Heſſen zu einer Begegnung an. Auu
hier triumphierten die Heſſen m
6:3 (2:1). Das letzte Spiel brachte die B
gegnung Württemberg gegen Bayern. Wut
7:4 (3:2) erſpielten ſich die Bayern, bei denuin
beſonders der Internationale Schürger auffiri
einen glatten Sieg. Im Geſamtergebnnz
führen die Bayern mit drei Spielen und keinm
Niederlage vor Heſſen mit 2:1 Siegen,
Wür=
temberg 1:2 Siegen und Baden 0:3 Siegen.
Das Berufsfahrer=Omnium bei den
Ra=
rennen in der Stuttgarter Stadthalle gewan
der Schweizer Dinkelkamp vor dem Franzoſeſſ
Richard und den beiden Deutſchen Siehl=Fram
furt und Giebler=Stuttgart.
1029 Leichtathletik=Mannſchaften haben Fiſt
nach einer Zählung des Fachamtes Leichtatha
tik im Deutſchen Reichsbund für Leibesübungeit
den diesjährigen Prüfungen zur deutſchen
Ve=
einsmeiſterſchaft unterzogen. Sie verteilen ſiü
auf die einzelnen Leiſtungsklaſſen wie folgg=
Klaſſe 4: 121 Mannſchaften, Klaſſe B: 18A Eützuen des Ve
Klaſſe C: 235 und Klaſſe D: 490 Mannſchaften
Der Berliner Schlittſchuhelub ſtand im
Be=
liner Sportpalaſt erneut im Eishockeykampf den 9
franzöſiſchen Mannſchaft der Francais Volan=u
gegenüber. Die Berliner wurden auch diesmeu
wieder geſchlagen, die Franzoſen ſiegten 60ſſeyde des 1
(1:0, 2:0, 3:0).
(4
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* Die Weltrekorde der Leichkakhleken.
Das Ergebnis des vergangenen Sommers. — 25 Weltrekorde
aufgeſtellt. — Noch weniger Länderkämpfe im nächſten Jahr.
Die Leichtathleten ſind in die Winterhallen eingezogen, Bald
wird man von allen Seiten hören, daß ſie in den Hallen trainieren
und Rekorde aufſtellen. Im nächſten Frühjahr wird dann die
Hauptarbeit beginnen. Dieſer Sommer muß bei allen 40
Na=
tionen, die ſich am Olympia 1936 beteiligen, diejenigen Leute in
den Vordergrund bringen, die bei den Olympiſchen Spielen das
Land zu vertreten haben.
Im vergangenen Sommer hat man an ſich nicht ſehr viel von
der Leichtathletik gehört. Das mag in erſter Linie daher kommen.
daß im Gegenſatz zu früheren Jahren die Zahl der Länderkämpfe
gering geweſen iſt, daß wir in Europa weder Amerikaner, noch
Japaner, noch andere Leichtathleten, größeren Formats geſehen
haben (die wenigen hierher geſchickten waren zweite Klaſſe), und
daß ſich England an den Europameiſterſchaften in Turin leider
nicht beteiligte.
Trotzdem ſind eine ganze Reihe von Weltrekorden aufgeſtellt
worden, die man vielleicht ſchon vergeſſen hat und die uns
be=
wieſen haben, daß es heutzutage nur ganz wenige Weltrekorde
gibt, die ſo groß ſind, daß ſie Jahre, viele Jahre beſtehen bleiben.
Um nur ein Beiſpiel aus einer anderen Sportart zu erwähnen
Seit mehr als 20 Jahren beſteht der Weltrekord des Rennfahrers
Egg=Schweiz, der auf dem Rade auf Holzbahn in einer Stunde
44,5 Kilometer zurücklegte. Dieſe Einzelleiſtung iſt trotz vielfacher
Verſuche bis heute unerreicht geblieben. Es gibt Leute, die
be=
haupten, eine ſolche Form, wie ſie Egg, an jenem Tage beſaß,
werde ein Rennfahrer nie wieder überbieten können.
Bei den mannlichen Leichtathleten wurden im vergangenen
Sommer nicht weniger als 25 Weltrekorde aufgeſtellt, während
die Zahl der Landesrekorde 100 weit überſteigt. Die wichtigſten
Weltrekorde ſind der über 500 Meter mit 1:02 durch Ben
Eaſt=
man=USA., der über 1500 Meter mit 3:48,8 durch Bonthron=
USA., der im Kugelſtoßen mit der unfaßlichen Leiſtung von 17.40
Metern durch Torrance=USA. und natürlich der Weltrekord der
Rekorde im Zehnkampf mit 8790,460 Punkten durch Sievert=
Deutſchland. Unerhört ſind auch die Weltrekorde der USA.=Leute
Beard mit 14,2 über 110 Meter Hürden und Hardin mit 50.,6 über
400 Meter Hürden. Der Japaner Oſhima erreichte im Dreiſprung
den neuen Rekord von 15,82, der Schwede Anderſſon warf den
Diskus 52,42 Meter weit. Matti Järvinnen=Finnland zeigte daß
er als Speerwerfer immer noch eine Klaſſe für ſich darſtellt.
Während die Meiſter faſt aller Länder froh ſind, wenn ſie über
die 60=Metermarke kommen, während es bereits als ganz große
Leiſtung angeſehen wird, wenn ein Landesmeiſter 64 oder 66
Meter wirft, ließ Järvinnen ſeinen Speer 76,66 Meter weit
fliegen.
Von den übrigen Weltrekorden ſind einige, die uns nicht
in=
tereſſieren, zum Beiſpiel einer über 880 Yard, ein anderer über
zwei Drittel engliſche Meile, einer über 25 engliſche Meilen, einer
über 20 engliſche Meilen, einer über 600 Meter, alſo lauter
Strecken, die bei uns und bei den Olympiſchen Spielen erſt
rech=
nicht gelaufen werden und nur lokale Bedeutung haben. Man
ſollte ſie überhaupt aus der Weltrekordliſte herausnehmen und
über ſo ausgefallene Strecken nur Landesrekorde gelten laſſen.
Intereſſant iſt höchſtens der neue Weltrekord über 100 Yards von
Anderſſon=USA., der 9,3 Sekunden benötigte.
Das nächſte Jahr wird ſicher noch weniger Länderkämpfe
bringen als das letzte, weil jede Nation für ſich bleiben und ihre
Stärke und Schwäche nicht zu ſehr verraten möchte. Aber neue
Rekorde wird es auch dann wieder geben. denn manche Leiſtungen
ſind wirklich noch weit verbeſſerungsfähig. Willi Geſell.
Das Geheimnis der USA.-Erfolge.
Millionen=Ekats der Univerſikäten.
Der Spork als Pflichtfach.
Seit der Wiedereinführung der Olympiſchen Spiele haben
die Athleten der USA. den Löwenanteil der olympiſchen
Sieges=
lorbeeren davongetragen. Die Gründe für den hohen ſportlichen
Leiſtungsſtand der Amerikaner ſind wohl mehrfacher Art. Die
amerikaniſche Nation iſt als Volk ja noch jung. Sie lebt in
Räu=
men, die für europäiſche Begriffe unermeßlich weit ſind. Die
beſte Jugend wächſt in enger Verbundenheit mit der Natur heran.
Selbſt die Kinder der Millionenſtädte haben es in der Regel nicht
allzu weit, um ein Lager in einer noch gänzlich unberührten
Wildnis aufſchlagen zu konnen. Kein Wunder daber, daß dieſ
Jugend eine ungebrochene Naturkraft und geſunde Inſtinkte ihr
eigen nennen kann.
Die amerikaniſche Mentalität iſt dem Streben nach
Höchſt=
leiſtung beſonders günſtig. Es iſt der kämpferiſche Geiſt des
Zu=
packens und Sichdurchſetzens, den die alten Pioniere bei ihrem
Vordringen gen Weſten hatten, ein Geiſt, der zugleich aber auch
Kameradſchaftlichkeit und Hilfsbereitſchaft einſchloß. Dazu kommt
die große ſportliche Tradition der Schulen und Hochſchulen, die
teils unter dem Einfluß der Entwicklung in England, teils
gleich=
laufend mit dieſer in der zweiten Hälfte des vorigen
Jahrhun=
derts entſtanden iſt.
Auch heute noch liegt der Lebensnerv, des amerikaniſchen
Sports in den Univerſitäten und Hochſchulen. Hier kommt die
beſtveranlagte Jugend des ganzen Landes zuſammen, nicht aus
ſchließlich um Wiſſenſchaft zu genießen, ſondern um tätig das Beſte
nach jeder Richtung aus ſich herauszuholen. Leibesuvungen
ge=
hören durchweg zum Pflichtinhalt des Studienganges in allen
Fakultäten. Die Stadien, Spielfelder, Sommer= und
Winter=
ſchwimmbäder ſind unvergleichlich großartig und reich. Manche
Univerſitäten, wie z. B. Havard, haben einen Sportetat von mehr
als 1 Million Dollar im Jahr. Die ſtaunenerregenden Leiſtungen
der amerikaniſchen Athleten wären freilich undenkbar ohne die
aufs höchſte entwickelte Kunſt der Trainer, deren beſte das
Mehr=
fache von einem normalen Profeſſorengehalt beziehen. Durchweg
ehemals aktive Wettkämpfer, ſind dieſe Männer nicht nur
erſt=
klaſſige Techniker ihres Faches, ſondern mehr noch Meiſter der
individuellen Menſchenbehandlung. Sie wiſſen die gute Stimmung
in der Mannſchaft hochzuhalten und ihre Jungens mit
unfehl=
harer Sicherheit im richtigen Augenblick in Höchſtform zu bringen.
Daß die Amerikaner auch den olympiſchen Geiſt erfaßt haben,
geht vor allem aus den letzten Olympiſchen Spielen zu Los
Angeles hervor. Der großartige Zuſchnitt des Feſtes, die
über=
wältigende Gaſtfreundſchaft, die herzliche und begeiſterte
Teil=
nahme der kaliforniſchen Bevölkerung und die vorbildliche
Hal=
tung der Zuſchauermaſſen, das alles iſt ein Ruhmesblatt für die
ganze amerikaniſche Nation.
Die Einkrittspreiſe.
Für die Olympiſchen Spiele 1936 in Berlin ſind jetzt die
Ein=
trittspreiſe feſtgelegt worden, die ſich in einheitlichen
Preis=
gruppen bewegen. Es gibt drei Sitzplätze und Stehplätze. Die
Einzelkarten gelten für einen Tag und für eine Sportart, die
Dauerkarten für alle Veranſtaltungen einer Sportart, der
Olym=
piapaß gilt für alle Veranſtaltungen im Olympiſchen Stadion
Die Preiſe der Dauerkarten weiſen gegenüber den Einzelkarten
eine durchſchnittliche Ermäßigung von 25 Prozent auf.
Nachfol=
gend die Vorverkaufspreiſe
1. Sitzplatz 2. Sitzplatz 3. Sitzplatz
Olympia=Paß.
Für alle Veranſtaltungen im Olympiſchen Stadion . . . RM. 100.— RM. 60.— RM. 40.— Dauerkarten. Leichtathletik . . „ 40.— „ 30.— „ 20.— Schwimmen . . 40.— 30.— Boxen..
Fechten
„
Rudern und Kanu
. „ 40.—
35.—
„ „ 30.— „ 20.— 35.—
* 25. Ringen und Gewichtheben „ 30.— „ 20.— Fußball (Schluß= und Zwi= ſchenrunden)
„
Hockey
..
Handball .
30.— „ 20.— „15.— 25.—
„ 15.— Einzelkarten. Haupttage u. Entſcheidungen".
An anderen Kampftagen „ 10.— „ 6. 4.— „ 2.—
Die Preiſe für Stehplätze ſtellen ſich für Haupttage und
Entſcheidungen im Vorverkauf auf RM. 2.—, an anderen Tagen
auf RM. 1
Eine Erhöhung der Preiſe bleibt vorbehalten
Keine Dauerkarten gibt es für den modernen Fünfkampf,
Radrennen, Schießen, Segeln, Turnen, Polo, Basketball u. Reiten.
Kartenverkauf ab 1. Januar.
Daß das Intereſſe der ganzen ſporttreibenden Welt an den
Xl. Olympiſchen Spielen groß iſt, geht nicht nur aus der Zahl der
wie überhaupt in den mittleren und langen Strecken noch vull wurch auf d
Arbeit geleiſtet werden muß. Im Rückenſchwimmen hat ſich A0.=Mrch fand ſei
meiſter Küppers wieder mit 1:10 an die Spitze geſetzt, doch wa ſntſeiſt weiter
man bald von Simon=Gladbeck und H. Schwarz=Magdeburg beſſſſe noich der Rie
Zeiten erwarten dürfen. Auch unſere Bruſtſchwimmer haben h äfzug der
ſtark verbeſſert, was beſonders aus der Tatſache hervorgeht, BißüxW. Schl
mehr als 30 für die Standartſtrecke der 200 Meter weniger o smarat i. R. G
drei Minuten benötigten.
Auch bei den Frauen geht es langſam, aber ſtetig vorwärn
Der Nachwuchs macht ſich faſt überall recht vorteilhaft bemerkb z,/ let 50. Geh
denn in ſämtlichen Lagen gab es Veränderungen. Bei der zir=wwie man
bewußt angeſetzten Olympia=Arbeit iſt zu erwarten, daß die Vceſſigelegten W
beſſerungen künftig ebenfalls in dem Maße fortſchreiten werdd/” der kein 3
wie im letzten Jahr.
Dankbar
dem Feitgr.
Ober, ſell
nnung v.
oden
daß ſelbſt
Die Zußball=Rückrunde in Südweſt.
M-C
W Hüttenbat
Mitglie
Idie
Sint
Eiuiſt
mit de
ſeres
ugehend bei
bisherigen Zuſagen von 40 Nationen hervor, ſondern auch aus
den vielen Anfragen aus aller Herren Länder. Mit dem
Vorver=
kauf der Eintrittskarten wird daher bereits am 1. Januar 1935
begonnen werden, allerdings nur für den Olympia=Paß, der für
die Eröffnungs= und Schlußfeier, Feſtſpiel, Leichtathletik.
Vor=
ſchluß= und Schlußrunde im Fußball und Handball, Schlußtag im
Reiten und Vorführungen zum Eintritt berechtigt. Der
Vorver=
kauf der Dauerkarten beginnt am 1. Juli. Der Beginn des
Vor=
verkaufs für die Einzelkarten wird noch bekanntgegeben.
Die drei Beſten.
Mit dem letzten Novemberſonntag iſt die Hallenſchwimmzeit
1934 nahezu abgeſchloſſen worden. Die Mitglieder der Olympia=
Kernmannſchaft haben für den Dezember allgemein Startverbot,
ſo daß die noch ausſtehenden wenigen Veranſtaltungen kaum noch
irgendwelchen Einfluß auf die Geſtaltung der Liſte der drei Beſten
haben werden, die folgendes Ausſehen hat:
Welt= Dtſchr.
Rekord Rekord
100 m Kraul: Fiſcher=Bremen 58,8; Heibel=Bremen
59,9: Wille=Gleiwitz 1:00,5.
56,8 58,8
200 m Kraul: Lenkitſch=Aachen 2:16,8: Heibel=
Bremen 2:19,8: Deiters=Magdeburg
:20,3 2:08 2:16,1
400 m Kraul: Deiters=Magdeburg 5:06; Nüske=
Stettin 5:08,8; Freeſe=Bremen 5:12,4
4:46,4 4:55,6
100 m Rücken: Küppers=Bremen 1:10: Simon=
pingen 2:48,4: Witt=Bremen 2:5:
2:36,4 2:43,8
4X200 m Kraul: Magdebg. 96 9:38,6: Waſpo Stet=
tin 9:56,5; SVG. Berlin 10:16,7 . . . . . 8:38,8 9:38,6
Frauen:
100 m Kraul: Arendt=Berlin 1:10,6: Salbert=
Ber=
lin 1:12,1: Ohliger=Düſſeldorf 1:13,4
1:04,8 1:09,4
400 m Kraul: Salbert=Berlin 6:00,8: Halbsguth=
Berlin 6:02,4; Hanicke=Dresden 6:1
3
5:16 5:59,3
100 m Rücken: Stolte=Düſſeldorf 1
Rupke=
Ohligs 1:25,3; Halbsguth=Berlin
1:18,2 1:20,4
100 m Bruſt: Wollſchläger=Duisburg 1:26: Klaus=
Duisburg 1:29,8; Dreyer=Düſſeldorf 1:29,0 . . 1:24,6 1:25
200 m Bruſt: Genenger=Krefeld 3:04: Dreyer=Düſ
ſeldorf 3:05,2; Wollſchläger=Duisburg 3:09,6 3:00,4 3:04
Leiſtungsſteigerung
in großem Stil vermittelt uns dieſe Statiſtik, denn noch niemals
ſind die Veränderungen zwiſchen den Tabellen ſo groß geweſen
wie dieſes Mal. Erfreulich beſonders die Kraulzeiten über die
100=Meter=Strecke von Fiſcher mit 58,8 und ſeinem Klubkameraden
Heibel mit 59,9. Auch die 200=Meter=Zeiten beſſern ſich erheblich,
denn die drei beſten von Lenkitſch=Aachen mit 2:16,8, von Heibel=
Bremen mit 2:19,8 und von Deiters=Magdeburg mit 2:20,3 ſine
recht beachtlich. Mit unſerem deutſchen Rekordmann Deiters ſcheint
es auch ſonſt weiter vorwärts zu geben, denn er konnte ſich übe
400 Meter an die Spitze der drei Beſten mit 5:06 ſetzen.
Immer=
hin iſt dieſe Zeit noch weit von ſeinem Rekord (4:55,6) entfernt,
9. Dezember: Wormatia Worms — Union Niederrad; Boruſſtü=/ei dieſe C
Neunkirchen — Saar 05 Saarbrücken; FSV. Frankfurt —/Ohierns, de
Phönix Ludwigshafen; 1. FC. Kaiſerslautern — Eintra5) /kite in de
Frankfurt; Sportfr. Frankfurt — Kickers Offenbach.
16. Dezember: Eintracht Frankfurt — Union Niederrad; FK.99 mlegte die
maſens — Phönix Ludwigshafen; 1. FC. Kaiſerslautern
Boruſſia Neunkirchen; Saar 05 Saarbrücken — Wormatyn dem
Worms; Kickers Offenbach — FSV. Frankfurt.
21
23. Dezember: 1. FC. Kaiſerslautern — FK. Pirmaſens; FS2 s jählt
narht
Frankfurt — Boruſſia Neunkirchen
Rat
25. Dezember: Eintracht Fraukfurt — Phönix Ludwigshafen.
Si
26. Dezember: Kickers Offenbach — Wormatia Worms.
Serz a
30. Dezember: Union Niederrad — FSV. Frankfurt.
6. Januar: FSV. Frankfurt — Saar 05 Saarbrücken; Unioſ Nie)
derrad — Sportfr. Saarbrücken.
13. Januar: Union Niederrad
— 1. FC. Kaiſerslautern, Kicke
Offenbach — Eintracht Frankfurt; FSV. Frankfurt — Wa)
matia Worms
20. Januar: Saar 05 Saarbrücken — Spfr. Saarbrücken; Eintraeu MMteſt die Ar
Frankfurt — Boruſſia Neunkirchen; Kickers Offenbach — F.
Pirmaſens; Wormatia W.
Phönix Ludwigshafe2 fM-0s
orms
1. FC. Kaiſerslautern — FSV. Frankfurt.
27. Januar: Sportfr. Saarbrücken — 1. FC. Kaiſerslautern; .
ruſſia Neunkirchen — Phönix Ludwigshafen; FK. Pirmaßt
—Eintracht Frankfurt; Union Niederrad — Kickers Offes‟
bach; Saar 05 Saarbrücken
Wormatia Worms.
3. Februar: Saar 05 Saarbrücken — FK. Pirmaſens; Eintrau) si.
Frankfurt — FSV. Frankfurt; Sportfr. Saarbrücken — Phl
nix Ludwigshafen; Boruſſia Neunkirchen — Kickers Offee,
bach; Wormatia Worms —
FC. Kaiſerslautern.
10. Februar: FK. Pirmaſens
Sportfr. Saarbrücken; Kickes
Offenbach 1. FC. Kaiſerslautern; Phönix Ludwigshafen
Union Niederrad; Wormatia Worms — Boruſſia Neunkn7,
chen: Eintracht Frankfurt — Saar 05 Saarbrücken.
17. Februar: FSV. Frankfurt — Sportfr. Saarbrücken; FK. Pi‟
maſens — Boruſſia Neunkirchen; Phönix Ludwigshafen
Kickers Offenbach; Saar 05 Saarbrücken — Union Niedertch
24. Februar: Union Niederrad — Eintracht Frankfurt; FK. Pr‟
maſens — Wormatia Worms; Phönix Ludwigshafen
FC. Kaiſerslautern; Saar 05 Saarbrücken — Kickers Oſſe?
bach.
3. März: FSV. Frankfurt — FK. Pirmaſens: Phönix Ludwign
hafen — Saar 05 Saarbrücken; Sportfr. Saarbrücken — Gin
tracht Frankfurt.
10. März: 1. FC. Kaiſerslautern — Saar 05 Saarbrücken; Spol)
freunde Saarbrücken — Wormatia Worms; Union Niede?
rad — FK. Pirmaſens.
17. März: Eintracht Frankfurt — Wormatia Worms; Bor/)ſ0.
Neunkirchen — Union Niederrad.
Tolan geht nach Auſtralien.
Der Gewinner beider Sprintſtrecken bei den Olympiſchen Spſe.
len in Los Angeles, der Neger Eddie Tolan, hat ſich
Auſtralien eingeſchifft, wo er als Berufsläufer ſein Brot verde
will. In Auſtralien ſteht das Berufsläufertum merkwürdige
in Blüte. Tolans Gegner ſind in erſter Linie der „Weltmelle
U1
der Berufsläufer Auſtin Robertſon und ein Schotte namens 2
Mc. Farlane.
*
Beſter 200=Meter=Krauler wurde Lenkitſch, der M.
einem allerdings mißglückten Rekordverſuch 2:16.5 Min. herſ‟
ſchwamm und damit die Jahresbeſtleiſtung aufſtellte.
Einen überraſchenden Erfolg erzielte die in Ree
öſterreichiſchen Meiſterſchaftsſpielen an letzter Stelle ſtehende 32
uer Auſtria im erſten Spiel ihrer Englandreiſe. Vor 17000. 2
ſchauern konnten die Wiener über den FC. Liverpool mit *
(0:0) einen ſchönen Sieg erringen.
Gegen Schweden werden unſere Ringer am 3. Febtl”
in Malmö einen Länderkampf austragen. Beide Mannſchalt
werden ſich anſchließend vom 6. bis 8. Februar an einem Iie
nationalen Turnier in Stockholm beteiligen.
Die Hallen=Tennis=Meiſterſchaften e
Schweiz wurden am Sonntag beendet. Im Damen=Einze.
wann Frl. Payot, im Gemiſchten Doppel ſiegten Frl. A9ama"
Bernard und im Herren=Doppel Bernard/Gentien.
Die Schweiz gibt jetzt ihre im Rahmen der Hockey=Ll9”
via=Vorbereitungen ſtattfindenden Länderſpiele 1935 beiſchs
Darunter befindet ſich ein Spiel gegen Deutſchland, 9ee.
7. April in Baſel ſtattfindet.
Auf 480 Stkm. will Campbell ſeinen abſoluten Welte.e.
für Automobile am 20. und 21. Februar in Daytong. Dee
ſchrauben.
Ein neuer Motorboot=Weltrekord wurde. L
dem Comer See von dem Italiener F. Venturi über den Rüohle.
für die 1½ Liter=Klaſſe mit 95.266 Stkm. aufgeſtellt.
3. Dezember 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Schmid=Berikoven vom Landestheater ſang, begleitet von
Frau Schmid=Berikoven, u. a. die große Arie des Max
aus dem Freiſchütz, ſpäter das Wiener Lied aus der Gräfin
Mariza, für das die Anweſenden mit lebhaftem Beifall dankten.
Auch Hedy Brozewſki vom Landestheater hatte u. a. aus
dem Freiſchütz gewählt, und zwar die Erzählung von „Nero dem
Kettenhund”. Sie wurde von Georg Finkernagel begleitet.
Angele Holſtein kam zunächſt ſpaniſch mit einem Tango,
dann bayriſch mit zwei drolligen Bauerntanz=Parodien, die
großen Lacherfolg hatten. — Den Abſchluß des Programms
bil=
dete ein luſtiger Einakter, „Der Hochtouriſt” von K. Kraatz
und M. Neal, der unter der Leitung von Peter Müller von
Sektionsmitgliedern ſehr flott geſpielt wurde
Den letzten, aber ſehr weſentlichen Teil des Abends bildete
dann allgemeiner Tanz bei beſter Stimmung!
30=Jahrfeier der Sektion Starkenburg
des Deutſch=Oeſterreichiſchen Alpenvereins.
er große Saal im Städtiſchen Saalbau war am
g abend mit reichem Tannengrün und Fahnen ſehr feſtlich
die Zukunft. Pflicht eines jeden Mitgliedes iſt es, Zuwachs und
Nachwuchs zu werben, denn ein Verein ohne Jugend iſt wie ein
Baum, deſſen Wurzeln abſterben. Der harte Kampf, den die
Berge fordern, die Opfergeſinnung, die der Verein pflegt, haben
hohen erzieheriſchen Wert für die Jugend. — Abſchließend mahnte
der Redner den Verein, auch in Zukunft dem alten
Bergſteiger=
geiſt treu zu bleiben und dieſen Geiſt weiter ins Volk zu tragen,
denn nur ein Volk mit hohen Idealen wird ſich den Platz an der
Sonne erkämpfen. Er erinnerte an den Führer und Kanzler,
der auch ein Freund der Berge iſt und in ihnen ſeine Erholung
ſucht, und gelobte im Namen der Sektion tätige Mitarbeit an
ſeinem großen Werk.
In das dreifache Sieg=Heil auf den Führer und Reichskanzler
ſtimmten alle Anweſenden ein; anſchließend ſang man das
Deutſchland= und das Horſt=Weſſellied.
Der Vorſitzende des Hauptausſchuſſes des
Deut=
ſchen und Oeſterreichiſchen Alpenve reins. Herr
Dr. Dinkelacker=Stuttgart, eröffnete die lange Reihe der
Glückwunſchanſprachen. Er überbrachte die Grüße des
Geſamt=
vereins und betonte beſonders die Miſſion, die dem Verein heute
zufalle, da er das einzige Band zu unſeren öſterreichiſchen
Brü=
dern bilde. — Der Gaubergſteigerführer Dr. Wildberger=
Frankfurt ermahnte beſonders dazu, den Bergſteigerſinn weiter zu
pflegen und die Jugend darin zu bilden. — Bürgermeiſter Haug
überbrachte die Grüße und Glückwünſche des Oberbürgermeiſters
und Der Stadt Darmſtadt. Er führte u. a. aus, daß der Verein
mit Recht ſtolz darauf ſein könne, daß das Fundament der
Vereinsarbeit heute Fundament des ganzen Staates ſei. —
Ober=
ſtudiendirektor, Lautenſchläger ſprach als Vertreter der
Sektion Darmſtadt des D. u. Oe. Alpenvereins, einer älteren
Schweſter der Jubilarin. Beſonders betonte er, daß zwiſchen den
beider Sektionen ſtets ein friedlicher Wettſtreit herrſche. — Auch
der Vorſitzende der Sektion Frankfurt, Dr. Seng=
Frank=
furt, der namens der ſüddeutſchen Sektionen gratulierte, hob die
guten Beziehungen der Sektionen untereinander hervor. — Prof.
Dr. Werner, der Führer der deutſchen Gebirgs= und
Wan=
dervereine, legte in ſeinen Ausführungen beſonderen Wert auf
die Feſtſtellung des tief idealen Untertons der
Wanderbewe=
gung. — Im Namen des Vogelsberger Höhenclubs
gratulierte der ſtellvertretende Führer, Rechnungsdirektor Buck,
der die gemeinſamen Ziele beider Vereine hervorhob. — In
außerordentlich launiger, poetiſcher Form beſchloß Oberſtudienrat
Prof. Dr. Köſer als Vertreter des Odenwaldklubs die Reihe
der Gratulanten.
Mit kurzen herzlichen Worten dankte der Vorſitzende der
Sek=
tion, Starkenburg, Miniſterialrat i. R. Guntrum, für alle
Glückwünſche.
Ein ſehr eindrucksvoller Akt war auch die
„„ſtückt und feſtlich war auch die Stimmung der ſehr zahlreichen
irn Saal. Es galt, das fünfzigjährige Beſtehen
ueise ktion Starkenburg im Deutſch=
Oeſterrei=
ſiüen Alpenverein zu feiern. Eine große goldene 50 und
ſer einszeichen, ein großes Edelweiß, prangten über der Bühne,
Hintergrund ein Alpenpanorama mit der Hütte der
Sek=
je meſgte. Wuchtig klang der Krönungsmarſch aus den „
Folkun=
m
das Stimmengewirr und bildete den Auftakt zu der
zm Feſtfolge des Abends. Dann ergriff der Vorſitzende der
Starkenburg, Miniſterialrat i. R. Guntrum. das Wort
un difrte etwa folgendes aus:
ſain ein Verein auf 50 Jahre des Beſtehens zurückblicken
tau mſt iſt das wohl ein Anlaß zu einer feſtlichen Feier. Nach der
Ain des Vereins ſind die Stiftungsfeſte die einzigen, die der
Ve ya begeht, und dieſes iſt das erſte Feſt, an dem auch Damen
tei lmen! Deshalb galt das erſte Bergheil des Vorſitzenden auch
derganen; anſchließend begrüßte er mit herzlichen Worten alle
Anwarden, beſonders u. a. den Vorſitzenden des Hauptausſchuſſes
dess ſereins, den Gaubergſteigerführer, die Vertreter einzelner
unen des Vereins, Bürgermeiſter Haug, die Vertreter der
o. Erzhauſen, 30. Nov. Geſtern abend lief im hieſigen King
(„Zur Linde”) der Operettenfilm „Die Fledermaus‟. Der
Rein=
ertrag kommt dem Winterhilfswerk zugute. Heute abend ſpricht
Pg. Viel=Frankfurt im Erzhäuſer Hof über das Winterhilfswerk.
Morgen gegen mittag verlaſſen die hieſigen Saarkinder Erzhauſen,
ſie fühlten ſich ſehr heimiſch.
Dr. Sprendlingen, 30. Nov. Gemeinderatsſitzung. Im
der geſtrigen Gemeinderatsſitzung wurde für
Schädlingsbekämp=
fung die Kommiſſion gebildet. Einige kleine Veränderungen im
Ortsbauplan fanden die Genehmigung des Gemeinderates. Für
das Deutſchtum im Ausland wird ein Jahresbeitrag von 10 RM.
aus der Gemeindekaſſe bewilligt. Das Schlachthaus=
Konzeſſions=
geſuch des Bernhard Marx hier, Hauptſtraße, wird befürwortet.
Ein Bauplatz an der Offenbacherſtraße wird zum Preiſe von zwei
Mark pro Quadratmeter verkauft.
Reichbelohnte Ehrlichkeit.
DNB. München. Ein ſeltener Glückspilz ſcheint eine
Bahn=
arbeitersfrau in Landsberg a. Lech zu ſein. Die Frau fand, wie
das „Abendblatt” berichtet, im vorigen Jahre auf der Straße
eine Taſche, die rund 8000 Mark in 50= und 100=Markſcheinen
ſowie ausländiſche Wertpapiere im Geſamtwerte von faſt 6000
Mark enthielt. Die Finderin übergab in ehrlicher und korrekter
Weiſe die Handtaſche mit Inhalt der Polizei und freute ſich wohl
ein ganzes Jahr auf einen nicht unbeträchtlichen Finderlohn.
Trotzdem die Polizei nun während der ganzen Zeit
Nachforſchun=
gen nach dem Verlierer anſtellte, meldete dieſer ſich
überraſchen=
derweiſe nicht. Nach den Beſtimmungen des Geſetzes wurde der
Finderin nun dieſer Tage — dem Blatt zufolge — die etwa
13 000 Mark ausgehändigt. Es hatte ſich herausgeſtellt, daß der
letzte bekannte Beſitzer jener ausländiſchen Papiere bereits 1932
geſtorben iſt. Anſcheinend wurden die Papiere darauf
widerrecht=
lich erworben oder ſie ſollten ins Ausland geſchafft werden und
fielen unterwegs aus einem Kraftwagen, was man ja als eine
wohlverdiente Strafe bezeichnen kann.
Geſchiedener Ehegatte erſchießt Frau und Kind und verübt einen
Selbſtmordverſuch.
LPD Kaſſel. Ein furchtbares Ende fand am Sonntagmorgen
ein Familienzwiſt in Hartmutſachſen (Landkreis Kaſſel). Der
Ehemann Wilhelm Wille, der im Hauſe ſeiner
Schwieger=
mutter wohnt, ſollte, nachdem in der vorigen Woche die
Eheſchei=
dung ausgeſprochen worden war, am Montagmorgen das Haus
verlaſſen. Als am Sonntagmorgen ſeine Frau ihr Kind aus
dem Bett holte, betrat der geſchiedene Ehemann das Zimmer mit
einem Revolver in der Hand und ſtreckte Frau und Kind durch
Schüſſe nieder. Beide waren ſofort tot. Dann jagte er ſich ſelbſt
im Nebenzimmer eine Kugel in den Kopf und brach
beſinnungs=
los zuſammen. Der Mörder wurde in ſchwerverletztem Zuſtand
in das Kaſſeler Krankenhaus gebracht.
Ze1. 50. Geburtstag der Sektion ſoll ein Tag der Rückſchau
ſeüno wie man auf einer Wanderung wohl einen Blick auf den
üzllegten Weg wirft; er ſoll ein Markſtein der Entwicklung
ber kein Zeichen für einen Stillſtand!
Dankbarkeit gedenken wir heute der vier Gründer der
Seiſty, die ſie in zähem Kampf von Stufe zu Stufe geführt
hal Schon im erſten Jahr des Beſtehens tauchte der Plan
einiwhüttenbaues auf, der aber erſt im Jahre 1900, als die
Sek=
ioi 0 Mitglieder zählte, verwirklicht wurde. Die trockenen Zah=
und ie dieſe Entwicklung kennzeichnen, beweiſen uns den Geiſt
estſyerns, der Kameradſchaft, des Pflichtgefühls, der damals
wie eite in der Sektion herrſcht. Das Wagnis des Hüttenbaus
ich, zweimal mußte erweitert werden, und heute beneidet
lokz
mam ie Sektion um dieſes Heim in 2230 Meter Höhe.
Außer=
dern exte die Sektion den Starkenburger Weg an und ſchuf ſich
dhre 1931 im Turm der Burgruine Starkenburg ein Heim,
aus der Blick über die engere Heimat ſchweifen kann.
Dau
fruw an dieſer Heimatnatur iſt der Sektion ſelbſtverſtändlich.
Heud jählt ſie 230 Mitglieder und bildet eine Gemeinſchaft von
rhi, denen allen die Freude an der Tat und an des
Schöp=
erw otur gemeinſam iſt; denn der Verein ſieht nicht auf Rang
nin Zärden, ſondern darauf, ob einer ein ganzer Kerl iſt, der
lez auf dem rechten Fleck hat. Das bedeutet
Volksgemein=
ſchaftim Sinne des heutigen Staates.
iniſterialrat Guntrum betonte ferner die
Verbunden=
enit den Wandervereinen, mit denen der D. u. Oe
Alpen=
uei im Reichsbund für Leibesübungen zuſammengeſchloſſen iſt.
8er körperlichen Betätigung kommt beim Bergſteigen noch
eirt eiteres Moment: ein geiſtiger, ethiſcher Wert. In dieſem
die Herr Otto Titze vornahm. Er würdigte in Worten
wärm=
ſter Anerkennung den Anteil, den die Jubilare am Aufbau der
Sektion haben, und händigte jedem einzelnen Ehrenzeichen und
Urkunde aus Auf eine Mitgliedſchaft von 25 Jahren konnten
die Herren W. Bauer. Ph. Reimund und O. Seipp
zu=
rückblicken, während die Herren L. Kichler. C. Guntrum,
D
V. Emmel, O. Köhler und W. Seip ſogar 40 Jahre dem
Verein angehören. Letztere Herren erhielten als beſondere
Ehrengabe ein Bild, der Sektionshütte im Stubgi; außerdem
wurde den Herren Guntrum und Emmel die höchſte Ehrung
des Vereins, die Ehrenmitgliedſchaft, zuteil. Kräftig erklang
Prof. Köſers Lied. „Die Getreuen”, das gemeinſam geſungen
” ausklang.
wurde und das in einem „Bergheil den Jubilaren!
Dann dankte Bankdirektor Seipp mit herzlichen Worten
namens der 25jährigen Jubilare und gelobte auch fernerhin treue
Mitarbeit. Für die 40jährigen Jubilare dankte Miniſterialrat
Guntrum und betonte beſonders daß er die Sektion
weiterzu=
führen hoffe im alten Sinne!
Wie wir ſchon in unſerem Vorbericht erwähnten, bot auch
das Unterhaltungsprogramm des Abends viel Intereſſantes und
Schönes. Zwiſchen den einzelnen Anſprachen und im weiteren
Verlauf des Abends muſizierte unermüdlich der Muſikzug
der Standarte 115 unter der Leitung von Kapellmeiſter
Schlupp, von dem wir u. a. Melodien von Mozart, aus dem
Freiſchütz, und ſpäter aus dem „Weißen Rößl” hörten. Hermann
Ausſichten für Dienstag: Unbeſtändiges Wetter mit einzelnen
Niederſchlägen, milde, aber nicht durchweg trübe.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve.
Verantwortlich ſür Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuillet=
und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für den Schlußdienſt: An
auer; für den Handel: Dr. C. 8. Quetſch: für Dr. Herbe
den Sport: K
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zeigenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtlie
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D. A. K. 34. 22411. Druck und Verlag: 2. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſt
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Sprechſtunden der Redaktion: Vormittags 12—1 Uhr. nachmittags 6—7 Uhr
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
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[ ← ][ ]Seite 8 — Nr. 333
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 3. Dezember 1938
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18)
„Ja, das liegt gut. Das gefällt mir. Ich möchte es mir
aber trotzdem erſt anſchauen. Sie verſtehen, die Ausſicht, die
Lage, der Wald — das muß man erſt geſehen haben.”
„Gewiß. — Nur — Sie müſſen ſich damit beeilen.”
„Sogar ſehr beeilen”, warf der junge Mann nachläſſig ein.
„Es ſind ſchon ein paar Intereſſenten unterwegs.”
„Soſo — allerdings, dann müßte ich heute, ſpäteſtens
morgen hinausfahren.
„Tun Sie das. Und teilen Sie Ihren Entſchluß nicht
mehr hierher mit, ſondern an Rechtsanwalt Lemaitre in der ...
Der junge Mann gab ihm die Adreſſe. „Und”, ſagte Peggy,
„Sie werden noch zwei Arbeiter von uns dort finden. Sagen
Sie ihnen, daß Sie von Dr. Wehner geſchickt ſind. Die
Ar=
beiter ſelbſt können Sie in Ihren Dienſt übernehmen oder
fort=
ſchicken, ganz wie Sie wollen, ihr Kontrakt iſt abgelaufen.”
„Gut — gut” ſagte der Dicke und notierte eifrig. „Und
dann danke ich Ihnen ſchön für die Auskünfte. Und wenn Sie
ſpäter einmal Luſt haben, nicht wahr, kommen Sie mich mal
beſuchen am Moor.”
„Ein komiſcher Menſch”, ſagte der junge Mann, als er
forigegangen war.
„Und trotzdem”, erklärte Peggy, „ich beneide ihn. Er iſt
ein freier Mann. Heute gefällt es ihm nicht mehr in der Stadt,
alſo zieht er aufs Land. Morgen gefällt es ihm nicht mehr auf
dem Lande, alſo zieht er wieder in die Stadt. Wir aber —
wir müſſen tun, was der „Chef” ſagt. Die reinſten Sklaven —.”
„Aber Peggy, übertreib doch nicht. Seit vier Jahren lebſt
du ungeſtört hier und verdienſt auch ganz anſtändig.”
„Und immerzu hört man — der „Chef”, der „Chef” — wer
iſt denn eigentlich der „Chef”?"
Der junge Mann zuckte die Achſeln. „Das iſt es eben”
erklärte er geheimnisvoll, „das weiß keiner. Dabei haſt du ſicher
ſchon ein Dutzend Mal mit ihm geſprochen und er iſt hier
ge=
weſen. Aber du weißt es nicht. Das iſt eben ſeine Macht, daß
keiner weiß, mit wem er es zu tun hat, und trotzdem iſt er
immer in der Nähe. Heute hier und morgen dort. Jetzt iſt er
dieſer und nachher jener, und manchmal mehrere zugleich.
So=
was hält die Bande zuſammen. Und im übrigen weißt du ja
auch, daß ihm keiner entkommt. Wer einmal dabei iſt, bleibt
dabei oder
„Eine ziemlich geheimnisvolle Perſönlichkeit alſo” ſagte
Peggy ſpöttiſch. „Oder biſt du es am Ende ſelbſt?”
Der junge Mann lächelte. „Nein Peggy, da haſt du ganz
ſicher vorbeigetippt.”
XyII.
In Venndorf.
Liſſer ging gleich nach der Unterredung im Landhaus zu
Karſten hinunter.
Er begann dieſes Mal anders.
„Sie haben recht gehabt, Herr Karſten”, ſagte er, „wir halze
den Toten noch identifizieren können, es iſt tatſächlich Kaſch4tu
geweſen. Das freut mich für Sie. Sie wollen doch wieder
anſtändiger Menſch werden, oder nicht? Nun, ich werde
Wort für Sie einlegen. Man wird auch die beſonderen UI,
ſtände berückſichtigen, unter denen Sie gehandelt haben. — 10n
dann noch die Perſönlichkeit Kaſchwitz hinzu. — Nein.
glaube nicht, daß man Sie beſonders hart anfaſſen wird. z
ſind ja auch kein ſo beſonders ſchlimmer Kerl. Sie ſind weu
man hat Sie unter Druck geſetzt. Aber das iſt ja nun vorre
Sie wiſſen doch, daß die Sache ſich entſchieden hat? Ach.
vergaß, Sie erhalten ja jetzt keine Neuigkeiten mehr. Wie
fällt Ihnen übrigens Ihre neue Behauſung? Sie iſt ein uifts
chen primitiv, aber ich habe veranlaßt, daß man Ihnen raW
einen Stuhl und einen Tiſch hineinſtellt. Auch ſonſt, wenn uſts
Wünſche haben. — Sie ſollen ſich nicht beklagen über mich. „
„Ja, die Sache iſt alſo entſchieden. Heinhauſen hat in dieuess
R
Nacht das Feld geräumt.” Liſſer ſah Karſten dabei ſcharf
Aber dem war nichts anzumerken. „Ich hätte eigentlich Gruuf
Ihnen böſe zu ſein. Wenn Sie nur ein bißchen den Mra
aufgemacht hätten, hätten wir den Herrn jetzt feſt, und a
wären, wie ich annehme, Ihre drückendſten Sorgen los. Allf
auch ſo kommt er nicht weit, der treue, brave und untadern
Herr Heinhauſen.”
Karſten ſchwieg noch immer.
„Sie kennen doch Heinhauſen?” fragte Liſſer jetzt direkt.
„Nein” ſagte Karſten mit einem müden Augenaufſchuu
„Nicht? Ich habe mich vielleicht verkehrt ausgedrückt .4
meinte ja auch nicht Heinhauſen, ich meinte — Fahnenſtich —
In Karſtens Geſicht hatte es gezuckt. Liſſer hatte es woh
geſehen. „An Fahnenſtich erinnern Sie ſich alſo?‟
„Nein, ich weiß nicht, wen Sie meinen.”
Liſſer ſchwieg einen Augenblick, dann änderte er die T.i
art. „Glauben Sie wirklich, die Polizei ſchläft? Wir halm
uns in den letzten Tagen ſehr erheblich für die Perſönlicht
des Herrn Heinhauſen intereſſiert. Und es ſind ganz hübf!
Dinge dabei herausgekommen. Leider ein paar Stunden zu ſptt
Sie haben doch gewußt, daß Heinhauſen und Fahnenſtich ean
und dasſelbe iſt?
„Fahnenſtich iſt tot”, entfuhr es Karſten jetzt.
(Fortſetzung folgt.)
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