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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 326
Montag, den 26. November 1934.
196. Jahrgang
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DD=Bani und Darmſtädier und Naitonalbanf.
WPerföhnlichere Töne in Paris.
Minnende Einſichk an der Seine?
EP. Paris, 25. November.
zſuei Rede, die Miniſter Dr. Göbbels am Freitag abend
mn Srapalaſt gehalten hat und in der er erneut
Deutſch=
andlsBereitſchaft zu einer Verſtändigung mit
rameich betonte, nimmt die Pariſer Preſſe erſt heute
ſtelluln Die Blätter weiſen dabei vor allem auf die Mäßigung
in, diie die deutſche Preſſe in letzter Zeit gegenüber Frankreich
ndem ag lege und die ſich ſowohl in den ruhigen Kommentaren
dem ſericht des Abgeordneten Archimbaud, als auch ganz
be=
underg ſei der freundlichen Beſprechung der Kammerrede des
friegssnniſters General Maurin gezeigt habe. Einige Blätter
ſlaubety daß dieſe entgegenkommende Haltung der Vorbereitung
BFſches dienen ſoll, den der deutſche Abrüſtungsbevollmäch=
Allige nA Ribbentrop demnächſt in Paris abſtatten werde.
Iichneihin iſt feſtzuſtellen, daß die franzöſiſche Preſſe im
gro=
unnd zanzen dem Gedanken einer direkten Fühlungnahme zwi=
IA gen sais und Berlin nicht mehr ſo ablehnend gegenüberſteht
hstraieie nothvor wenigen Wochen, wozu die vor acht Tagen im
Matik veröffentlichten Erklärungen des
Reichskanz=
rs Molf Hitler gegenüber zwei Vertretern der franzöſi=
Aiegsteilnehmer weſentlich beigetragen zu haben ſcheinen.
lie franzöſiſche Oſtpakt=Noke an Polen.
EP. Paris, 25. November.
üt ranzöſiſche Antwortnote an die polniſche Regierung in
rwgchſk Oſüpktfrage iſt ſofort nach dem Miniſterrat dem franzöſiſchen
otſchafte in Warſchau, Laroche, übermittelt worden, der ſie dem
ußenriter Beck überreichen wird.
Dise Prriſer Preſſe kann auch über den Inhalt dieſer Note
eiline zurläſſigen Mitteilungen machen, verſichert jedoch erneut,
„iß ſiet; freundſchaftlichem Tone gehalten ſei. Polen und damit
eeuch T ſchland werde die Möglichkeit geboten, dem Oſtvakt bei=
—tretchohne dadurch auf bereits beſtehende zweiſeitige Verträge
vertiten, vorausgeſetzt, daß dieſe Verträge ſich im Rahmen des
ölkerrudspaktes hielten. Von Polen werde auch keine Aenderung
ſiner blitik gegenüber Litauen und der Tſchechoſlowakei
gefor=
ſert. —nübrigen aber vertrete die franzöſiſche Regierung in der
Nute du/Standpunkt, daß ſie das Recht und die Pflicht habe, von
der veröiideten polniſchen Regierung offene und rückhaltloſe Auf=
übiſchen Frankreich und Sowjetrußland beſteht, hat die Auf=
ſäiunge über ihre Abſichten zu verlangen.
Der offene Archimbaud
emenkiert die franzöſiſchen Demenkis.
DNB. London, 25. November.
Dile Nitteilung des Quai dOrſai, daß kein Militärbündnis
z gegung ſie in der Oeffentlichkeit durch die ſenſationellen
Ent=
m Hüllunne Archimbauds in der franzöſiſchen Kammer erzeugt
wor=
uang den waimerklich beſchwichtigt. In der Preſſe finden ſich jedoch
ſch weiterhi ſtarke Nachklänge an die durch die Aeußerungen in
wis Paris ii Blitzſchnelle erleuchtete politiſche Lage auf dem euro=
=bäiſchen feſtland. Trotz der eingetretenen Beruhigung wird
ſicht LxSorge verhehlt, die mit bezug auf die Entwicklung in
Europc nd insbeſondere im Zuſammenhang mit der kommenden
Säaralsſimmung empfunden wird.
Eisnbemerkenswerte Mitteilung des Pariſer
Korreſponden=
hnshe ien der Sunday Expreß” nach der Archimbaud ſich
beigget auch nur ein Wort von dem, was er in
ider funzöſiſchen Kammer erklärte,
zurückzu=
ehmi iſt ſicher nicht dazu angetan, dieſe Sorge zu
vermin=
ſoern. er Berichterſtatter meldet, daß die franzöſiſche
Treſſtangewieſen worden iſt, ſowenig wie
mög=
ich ühr dieſe Frage zu ſchreiben. Der franzöſiſche
„ Mmiſt ſeiräſident und die anderen Miniſter ſeien wütend über
Ne Jrülkretionen Archimbauds geweſen, der keine amtliche
Diguen für ſeine Aktion gehabt habe. Archimbaud bemerkte
Vm Kureſpondenten gegenüber, Barthou habe bei ſeinen
Be=
echucyen in Genf eine Vereinbarung mit Litwinow erzielt.
DS zuir Etreichung der Abrüſtung unter dem Völkerbund ſei es
Dlkonunn normal für zwei große Nationen wie Frankreich und
Aublar, ein Einvernehmen zuſtande zu bringen, unter dem
Joues 4a0 dem anderen für den Fall, daß es angegriffen werde,
Mulitäcſſe Hilfe verſpricht. Für mich, ſo ſchloß Archimbaud,
Vſteht icht der geringſte Zweifel, daß eine Union zwiſchen
Frankwg uund Rußland herrſcht.
Mammenfkäße bei den Wahlen
in der Sowjekunion.
DNB. Moskau, 25. November.
DMZentralausſchuß für die Durchführung der Wahlen er=
Neit aMSamstag aus verſchiedenen Teilen der Sowjetunion
Jachri an über einen ſtürmiſchen Verlauf der Wahlen. In der
umngebain von Woroſchilowſk kam es zu Zuſammenſtößen
zwi=
gen / Wzebauern und Mitgliedern der Staatsgüter. Ein Teil
r WSſet, ſprengten mehrere Verſammlungen und verlangte
Dn d/SO tsbehörden die Wiederzulaſſung einer Bevölkerungs=
Tapp/s ſie vom Wahlrecht ausgeſchloſſen worden war. Nach
DelterRhim eldungen haben viele Wähler auf ihren Wahlzetteln
Perſoyß tenannt, die überhaupt nicht in die Sowjets gewählt
Verdemmuften. Darunter befinden ſich auch zwei Geiſtliche, die
dei ſowjetunion kein Wahlrecht beſitzen. In Niſchni=Tagie
Nralgteckten die Wähler, ſo daß die Wahlen nicht
durchge=
yrt iden konnten. Aus anderen Teilen der Sowjetunion
JDmmei Nachrichten über, ſo heftige Zuſammenſtöße, daß die
Nilö hureifen mußte. In Weſtſibirien ſteckten die Wähler
NeyreeSicatsgüter in Brand. Größerer Schaden konnte durch
De A Ayannſchaften verhindert werden.
Der Chef des Stabes der SA. Luhe
in Darmſtadt.
* Geſtern weilte der Chef des Stabes der SA. Viktor Lutze
in Darmſtadt. Vor dem Hotel zur Traube, in dem er Wohnung
genommen, war ein SA.=Doppelpoſten aufgezogen. Der Chef des
Stabes hatte rein interne Beſprechungen mit den SA.=Führern
der Gruppe Kurpfalz vorgeſehen, die in der Feſthalle ſtattfanden.
Vorher war eine Beſichtigung der SA. auf dem Exerzierplatz, der
in weitem Viereck abgeſperrt war. Vom Rheintor bis zur
Feſt=
halle ſtand SA. Spalier. Um 10.30 Uhr erſchien der Wagen des
Herrn Reichsſtatthalters und Gauleiters Sprenger, mit ihm
er=
ſchien u. a. Regierungsrat, Reiner, Staatsminiſter Jung und
Kreisleiter Oberbürgermeiſter Wamboldt. Kurz darauf fuhr auch
der Chef des Stabes, Lutze, an der Feſthalle vor. Der älteſte
Standortführer, Standartenführer Unger, erſtattete die
Mel=
dung, und unter den Marſchklängen der Kapelle ſchritt der Chef
des Stabes die Fronten ab. Nach einem Vorbeimarſch der
For=
mationen, den der Chef des Stabes in ſeinem Kraftwagen ſtehend
abnahm, begannen die Beſprechungen in der Feſthalle, die bis
ge=
gen Mittag währten. Das gemeinſame Mittageſſen wurde in dem
mit den Fahnen des Dritten Reiches und den Emblemen der
Par=
tei geſchmückten Städtiſchen Saalbau eingenommen. Die
Standar=
tenkapelle, unter Leitung des MZ.=Führers Schlupp, konzertierte.
Geſchloſſen marſchierten die Führer der SA.=Gruppe Kurpfalz um
3 Uhr an das Heſſiſche Landestheater, wo als Feſtvorſtellung
„Minna von Barnhelm” aufgeführt wurde. Der Chef des
Sta=
bes, Lutze, hatte ſich nach dem gemeinſamen Mittageſſen zu einer
kurzen Beſprechung in das Hotel zur Traube begeben und legte
dann mit Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger und
Staats=
miniſter Jung den Weg zum Theater zu Fuß zurück.
Der Chef des Stabes der SA., Viktor Lutze, iſt am 28.
Dezem=
ber 1890 in Bevergen, Bezirk Münſter, geboren. Den Feldzug
machte er bei dem Infanterieregiment Nr. 369 und im
Infanterie=
regiment Nr. 15 als Bataillonsadjutant mit. 1919 nahm er wegen
Verluſtes des linken Auges ſeinen Abſchied, er nahm ſeinen vor
dem Kriege ausgeübten Beruf als Poſtpraktikant nicht mehr auf,
ſondern wurde Kaufmann in Elberfeld.
Viktor Lutze iſt ſeit 1922 Mitglied der NSDAP., er war 1925
Gauſturmführer des Gaues Ruhr, 1927 SA.=Führer für das
Ruhr=
gebiet und ſtellvertretender Gauleiter, 1930 oberſter SA.=Führer
Nord, mit dem Sitz Hannover, 1932 Obergruppenführer und Führer
der Gruppe Weſt der SA. Er wurde im März 1933 zum
Ober=
präſidenten der Provinz Hannover ernannt, war ſeit 1930 M. d. R.,
ſpäter Mitglied des Preußiſchen Staatsrates und iſt ſeit 30. Juni
1934 Chef des Stabes der SA.
Der Chef des Stabes beſuchte geſtern zum erſten Male
Darm=
ſtadt. Er wurde überall von der Bevölkerung herzlichſt begrüßt.
Wieder deutſchfeindliche Kundgebungen in Prag.
Auch am Sonntag kam es in den Abendſtunden zu
deutſch=
feindlichen Kundgebungen, an denen ſich auch nichtſtudentiſche
Gruppen beteiligten. Die Kundgeber zogen unter Schmährufen
gegen die Deutſchen und die Juden durch die Straßen der
Innen=
ſtadt. Ein ſtarkes Polizeiaufgebot ging mit dem Gummiknüppel
und mit blankem Säbel gegen die Kundgeber vor. An einigen
Stellen wurde berittene Polizei eingeſetzt. Etwa 50 Perſonen
wur=
den verhaftet. Die Polizeidirektion hat eine Verordnung
bekannt=
gegeben, in der ſie die ſchärfſten Maßnahmen gegen jede
Zu=
ſammenrottung ankündigt.
Beſondere Verkreiung der Koreaner in Mandſchukuo
Nach einer amtlichen Mitteilung iſt mit Zuſtimmung der
mandſchuriſchen Regierung in Hſinking eine Verwaltungsſtelle
errichtet worden, die die Aufgabe hat, die Intereſſen der Koreaner
in Mandſchukuo zu vertreten. Das neue Amt wird direkt dem
Generalgouverneur von Korea unterſtellt. In amtlichen Kreiſen
Mandſchukuos weiſt man darauf hin, daß die Zahl der Koreaner
in der Mandſchurei ſeit 5 Jahren um 60 v. H. geſtiegen ſei.
Selbſthilfe der Bauern der Brekagne.
DNB. Paris, 25. November.
Angeſichts der unveränderten franzöſiſchen Getreidekriſe ſind
Landwirte in der Bretagne zur Selbſthilfe geſchritten. Da es
ihnen wegen der feſtgeſetzten Getreidepreiſe nicht möglich war,
ihre Kornvorräte abzuſetzen, haben ſie ſich entſchloſſen, das
Ge=
treide ſelbſt zu vermahlen, Brot zu backen und dieſes dann zu
billigeren Preiſen unmittelbar an die ſtädtiſchen Verbraucher
zu verkaufen. In der Umgebung von Rennes ſind bereits drei
ſolcher Backöfen in Betrieb, in denen täglich 1800 Kg. Brot
verarbeitet werden. Die Bauern erklären, daß ſie mit dieſer
Maßnahme gleichzeitig auch das „gute Brot” von früher erzielen
wollen. — Die Getreidekriſe iſt nach wie vor Anlaß größter
Be=
unruhigung in den intereſſierten Kreiſen.
Italien forderk Beweisaufnahme in Genf.
EP. Mailand, 25. November.
Halbamtlich wird mitgeteilt, in den verantwortlichen Kreiſen
Italiens verfolge man mit großer Aufmerkſamkeit die
Entwick=
lung der Lage, die beim Völkerbund und anderorts durch die
Ein=
reichung der jugoſlawiſchen Anklage=Note entſtehen könne. Man
anerkenne das Recht Ungarns, im Völkerbundsrat eine ſofortige
Beſprechung der Anklagepunkte zu verlangen, und die Vertreter
Italiens im Völkerbund würden dieſe ungariſche Auffaſſung
un=
terſtützen. Ein Land könne nicht unter derart ſchwerwiegenden
Anklagen ſtehen, wie ſie in dem jugoſlawiſchen Memorandum
gegen Ungarn gerichtet würden. Die verantwortlichen Kreiſe
Ita=
liens betrachteten die Lage als heikel, glaubten aber nicht, daß
ſie unmittelbar zu ernſten Verwicklungen führen könne.
Der „Corriere della Sera” nimmt an, daß die anderen
Groß=
mächte dieſe Haltung billigen und ſich ihr anſchließen werden.
Ungarn habe durch ſeine Forderung nach einer ſofortigen
Aus=
ſprache gezeigt, daß es ſeiner Sache ſicher ſei, und Jugoſlawien
müſſe nun ſofort die Beweiſe vorlegen, die es zu beſitzen glaube.
Eine alarmierende Verſchärfung der Lage ſei kaum zu befürchten.
Der „Popolo d’Italia” betont die Wichtigkeit des
Völkerbun=
des. Im Jahre 1914 ſei es noch nicht möglich geweſen, die gegen
Serbien gerichteten Anklagen einem ſolchen Tribunal vorzulegen.
Der Hund als Diplomak.
Eine hübſche Geſchichte, wie ein Hund eine wichtige Rolle in
der Diplomatie ſpielte, wird augenblicklich in Genf kolportiert.
Sie ſoll ſogar den Vorzug der Wahrheit haben. Danach haben die
Miniſter der Kleinen Entente in einer gemeinſamen Sitzung den
Wortlaut der jugoſlawiſchen Note feſtgelegt. Da gegenüber dem
urſprünglichen Entwurf darin zahlreiche Aenderungen enthalten
waren, bat Titulescu zuletzt darum, daß ihm der neue Wortlaut
in ſein Zimmer geſchickt würde, damit er dann in aller Ruhe die
einzelnen Wendungen noch einmal überprüfen konnte. Dieſer Bitte
wurde entſprochen, der Entwurf wurde heraufgeſchickt.
Unglück=
licherweiſe hatte aber Titulescu für kurze Zeit das Zimmer
ver=
laſſen, und als er wiederkam, mußte er zu ſeinem Bedauern
feſt=
ſtellen, daß die Note ſich inzwiſchen nicht gerade in Wohlgefallen,
aber in Fetzen aufgelöſt hatte, weil ſein Hund ſeinen angeborenen
Zerſtörungstrieb an dieſem Meiſterwerk diplomatiſcher
Formu=
lierungskunſt ausgetobt hatte, in tiefſinniger Verkennung des
Sprichwortes, daß eine Note im Grunde nur ein Fetzen Papier
ſein kann. Und dieſen Fetzen hat er auch allein übrig gelaſſen.
Da aber ein Unglück ſelten allein kommt, ſo war dieſes von dem
Hund überarbeitete Manuſkript das einzige Exemplar, das von der
Note vorhanden war. Es blieb alſo nichts anderes übrig, als daß
die Herren Miniſter noch einmal zuſammentraten und eine
Neu=
auflage herſtellten. Woher es denn kam, daß die Note in Genf
erſt mit einiger Verſpätung überreicht werden konnte.
Vom Tage.
Reichswehrminiſter Generaloberſt v. Blomberg, der ſich
einige Wochen zur Erholung auf dem Weißen Hirſch bei Dresden
aufgehalten hat, trat am Sonntag in Begleitung ſeines
perſönli=
chen Adjutanten. Hauptmann von der Decken. auf dem Luftwege
die Rückreiſe nach Berlin an.
In Koblenz fand eine SS.=Führertagung im Bereich des
SS.=Oberabſchnitts Rhein ſtatt Reichsführer SS.
Himm=
ler nahm an der Führerbeſprechung auf der Marksburg teil.
Anſchließend beſichtigte Reichsführer Himmler auf dem
Ehren=
breitſtein die 5. und 78. SS.=Standarte.
In Gegenwart des Reichsſtatthalters, Gauleiter Sprenger,
fand die Einweihung des neu errichteten Unterkunftsgebäudes der
NS.=Arbeitsdienſtabteilung 5/222 Gießen ſtatt.
Die Berlin=Brandenburger Formationen des NSKK. waren
in Stärke von 5000 Mann am Totenſonntag in Potsdam am
Ehrenmal der Kraftfahrer aufmarſchiert, um in einer erhebenden
Feierſtunde der Toten zu gedenken, die für Volk, Vaterland und
die Bewegung ihr Leben dahingaben.
Auf dem Garniſonfriedhof in Kiel fand am Ehrenmal der
gefallenen Seehelden ein Gedenkgottesdienſt der Reichsmarine
ſtatt, an dem auch die Bevölkerung in großer Zahl teilnahm. Zu
der Feier war der Flottenchef, Vizeadmiral Foerſter, erſchienen.
Ein Unterdirekor im belgiſchen Wirtſchaftsminiſterium wurde
wegen Unterſchlagung in Höhe von 400 000 Franken verhaftet.
Der Verhaftete war mit der Auszählung der Gehälter und
Pen=
ſionen des Perſonals des Wirtſchaftsminiſteriums betraut.
Der „Ami du Peuple” lenkt die Aufmerkſamkeit der
Oeffent=
lichkeit auf die häufigen Feuerſchäden in geſchichtlich wertvollen
franzöſiſchen Schlöſſern hin. Es könne kein Zweifel beſtehen, daß
es ſich um die Machenſchaften einer organiſierten Bande handele,
da in den letzten 20 Tagen ſechs bekannte Schlöſſer
durch Feuer zerſtört oder ſchwer beſchädigt worden ſeien.
Nach franzöſiſchen Blättermeldungen iſt die italieniſch=
fran=
zöſiſche Geſellſchaft für den Tunnelbau durch den
Mont=
blanc endgültig gegründet worden. Der Tunnel ſoll 12
Kilo=
meter lang werden.
Samuel Inſull, der in Verbindung mit dem
Zuſammen=
bruch der Corporation der Securities Company wegen Betruges
zum Schaden des Staates angeklagt war, wurde von den
Ge=
ſchworenen freigeſprochen. Auch ſämtliche 16 Mitangeklagte
erzielten ein freiſprechendes Urteil. Der Inſull=Prozeß hat im
ganzen acht Wochen gedauert.
Seite 2 — Nr. 326
Aus der Landeshauptſtadt
Darmſtedi, den 26. November 1934.
Tolenſonnkag.
* Ungezählte Männer und Frauen beſuchten geſtern die letzte
Ruheſtätte ihrer Verſtorbenen und ſchmückten die Gräber mit
Zeichen der Liebe, des Gedenkens, mit friſchen Blumen, Kränzen
und Tannen. Es waren Stunden der Einkehr, des Beſinnens,
die all dieſe Menſchen auf den Friedhöfen erlebten und die ihnen
ein ſtilles Zwiegeſpräch mit ihren Lieben bedeuteten, die für immer
von uns gingen und uns doch immer nahe bleiben. Auf dem
Friedhof an der Nieder=Ramſtädter Straße wurden vor= und
nachmittags Gedenkſtunden abgehalten, bei denen Pfarrer Köhler
der Toten gedachte. Ernſte muſikaliſche Umrahmung gab der
Feierſtunde eine beſondere Weihe,
Die dozenkenſchaft
an der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt
veranſtaltet im Laufe des Winterſemeſters 1934/35 zum Zwecke
der weltanſchaulichen Schulung ihrer Mitglieder eine Reihe von
Vortragsabenden. Die in dieſem Rahmen von bekannten
Perſön=
lichkeiten aus Wiſſenſchaft und Politik im Vortrag behandelten
Themen über Grundſätzliches der Weltanſchauung und des
Geiſteslebens im Dritten Reich bieten zugleich der Darmſtädter
Studentenſchaft, die an den Abenden teilnehmen wird, eine
aus=
gezeichnete Gelegenheit, in Gemeinſchaft mit ihren Lehrern und
Erziehern das Ideengut der nationalſozialiſtiſchen
Weltanſchau=
ung zu hören und ſich mit ihm immer vertrauter zu machen. Da
ferner erfahrungsgemäß an ſolchen Vorträgen auch die Oeffent=
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 26. November 1934
weiter vertiefen und pflegen
Die Eröffnungsveranſtaltung mit dem erſten Vortrag, zu
der die Dozentenſchaft ihre Mitglieder, die Studentenſchaft und
die intereſſierten Kreiſe der Oeffentlichkeit einladet, findet am
Freitag, dem 30. November, abends 8.15 Uhr, in der Otto=
Berndt=Halle. (Eingang Alexanderſtraße) ſtatt. Herr Profeſſor
Lacroix=Heidelberg ſpricht über das Thema: „Der
Erziehungs=
gedanke des Führers”, Prof. Lacroix, der an der Heſſiſchen
Ver=
waltungsakademie Darmſtadt über Nationalpolitiſche Erziehung
lieſt und auch für die Frankfurter Verwaltungsakademie zu
Vor=
leſungen verpflichtet worden iſt, kann als Kapazitat auf dem
Ge=
biete der modernen Erziehungslehre gelten, ſo daß den Hörern
ein überaus intereſſanter und wiſſenſchaftlich gründlicher
Vor=
trag in Ausſicht ſteht. Der Eintritt zu dem Vortrag iſt frei,
— Luftſchutz tut not! Deutſche Männer und Frauen! Wer
mit offenen Augen durch die Welt geht, ſieht, wie rings um
unſer Vaterland gerüſtet wird. Das muß uns aufhorchen laſſen,
darf uns aber nicht entmutigen. Wir können Vorkehrungen
treffen zur Abwehr, beſonders der Flieger. Das Flugzeug iſt
die Waffe der Zukunft. Dagegen müſſen und können wir uns
ſchützen. Wie, erfahren Sie am Mittwoch, dem 28. November,
abends um 8 Uhr, im Rummelbräu. Es ſpricht Dr. Seidel
von der Ortsgruppe Darmſtadt des Reichsluftſchutzbundes, ebenſo
wird das luſtige Kaſperltheater mit dem ernſten Inhalt
Kaſperle als Hausluftſchutzwart” vorgeführt. Männer und
Frauen Darmſtadts, intereſſiert euch für den Luftſchutz, es könnte
der Tag kommen, an dem wir ihn notwendig gebrauchen.
Tag der Deutſchen Hausmuſik im Inſtitut St. Mariä.
Mittwoch, den 28. November 1934, abends, feiert das Inſtitut
St. Mariä im Konkordiaſaal den Cäcilientag mit einem
Eltern=
abend, zu dem die Eltern der Schülerinnen, ſowie frühere
Schü=
lerinnen und Freunde der Schule herzlich eingeladen ſind. Die
Vortragsfolge enthält u. a. die Uraufführung von Chören und
eines kleinen Konzertes in 4 Sätzen von der Darmſtädter
Künſt=
lerin Käte Carius.
Heſſiſches Landestheater Darmſtadt.
27. November Anfang 19.30, Ende 22.30 Uhr.
Miete E.10
Preiſe 0.70 bis 5.50
Der Zigeunerbaron. Mic
28. November Miete B 9
Anfang 20, Ende gegen 22 Uhr.
Hockewanzel.
Preiſe 0.50 bis 4.50 Kleines Haus. Dienstag,
27. November Anf. 20, Ende gegen 22.30. Zuſ.=M. 1, 4. Vorſt.
Anläßlich des Jahrestages der Gründung der
NS=Gemeinſchaft „Kraft durch Freude‟
Preiſe 0.70—3.80
Minna von Barnheim. Mittwoch
28. November
Kleines Haus Anfang 20, Ende gegen 22 Uhr.
Schnurrbuſch=Quartett. Preiſe 0 50 bis 2.50
8. — Sonntag, den 25. November 1934.
Giuſeppe Verdi: „2a Traviala”.
Als Feſtvorſtellung aus Anlaß des Jahrestages der
Grün=
dung der NS=Gemeinſchaft „Kraft durch Freude” gelangte Verdis
„La Traviata” zur Aufführung. Die Oper iſt für den von
deut=
ſcher Muſik Ausgehenden eines der am ſchwerſten zu
genießen=
den Werke Verdis, die Anknüpfung an eines der ſentimentalſten
romantiſchen Dramen der franzöſiſchen Literatur die in Früh=
und Mittelperiode Verdis übliche Art zugunſten ſchöner und
gefälliger Melodik zuweilen Muſik zu ſchreiben, die nur mit
Mühe mit dem Inhalt der Handlung zuſammengereimt werden
kann, iſt Schuld daran. Andererſeits enthält die Oper ſehr
dank=
bare Partien, und das Publikum läßt ſich gern zu Tränen der
Rührung bringen. Im Vorjahr war das Werk durch zahlreiche
Gaſtſpiele etwas zerſpielt worden, und die heutige Aufführung
übertraf entſchieden an Geſchloſſenheit und Einheitlichkeit das,
was wir zuletzt im Vorjahr von dem Werk hörten, die Violetta
gehört zu Lea Pilttis beſten Rollen. Die großen Soloſzenen
wurden geſanglich aufs feinſte ausgefeilt, glockenrein und in
überzeugender Darſtellung geboten. Gelegentlich waren Rezitative
im zweiten Bild allzu leiſe und ſprachlich nicht verſtändlich. Mit
der Partie des Alfred bewies Hermann Schmid=Berikoven,
daß er ſtimmlich ſich ausgezeichnet für lyriſche Rollen eignet, die
Stimme ſpricht in allen Lagen mit großer Leichtigkeit an, und
der temperamentvolle Ausbruch im 3. Bild war beſtens
gelun=
gen. Gelegentlich fehlt es dem jungen Künſtler noch an
körper=
licher Gelöſtheit und natürlichem Spiel, wir empfanden dies am
meiſten in der Soloſzene des zweiten Bildes. Die undanbbare
Rolle des Vater Germont — ſein Schlußgeſang des 3. Bildes
hätte allein R. Waguer zu ſeinen reformierenden Anſchauungen
über das Muſikdrama bringen können — ſang Karl Köther
ſehr ſchön und würdig. Etwas derb erſchien uns heute das Spiel
von Heddi Brozewſki, wir ſtellen uns die Flora Bervoix
mehr als geſellſchaftlichen Mittelpunkt vor.
In den kleineren Rollen fügten ſich Heinrich Schlüter,
Hein=
rich Kuhn, Eugen Vogt und C. Th. Ritzhaupt gut in die
Geſamtwirkung ein, ebenſo Margarete Siebert und Fritz
Wilde. Recht intereſſant war die überaus temperamentvolle
Leitung von Hans Blümer. Vieles gelang außerordentlich zart
und ſchön, dann gab es in den leidenſchaftlichen Ausbrüchen
zu=
weilen noch Uebertreibungen, und außerdem muß es einſtweilen
nicht leicht ſein, unter Blümers Leitung zu ſingen, denn er hilft
den Sängern nur ſelten, durch deutliches Einſatzgeben. Doch das
wird ſich alles mit fortſchreitender Einarbeitung einſtellen. Wir
glauben, daß Hans Blümer als Opernleiter ſehr gute Veranlagung
mitbringt und zu Ausgezeichnetem fähig ſein wird. Das Haus war
von der Feſtgemeinde bis auf den letzten Platz beſetzt und
be=
geiſterter, ja leidenſchaftlicher Beifall bewies, wie kunſthungrig die
Gemeinſchaft „Kraft durch Freude” iſt. Für ſie geeignete Werke
be=
reit zu halten, wird eine wichtige Aufgabe des Landestheaters
ſein, denn in Wahrheit entſpricht der Gedanke „Kraft durch
Freude” der Lebensanſchauung weitaus des größten Teiles des
Theaterpublikums.
Die deutſcheArbeitsfront
Beranſtallungen der Beruſshaupkgruppen
der Angeſtellken, Ortsgruppe Darmſtadt
für die Zeit vom 26. November bis einſchl. 3. Dezember 1934.
Berufsgemeinſchaft der Kaufmannsgehilfen.
Sonntag, 2. Dez.: „Beſichtigung des
Telegraphen=
amtes Darmſtadt.” Treffpunkt 10,45 Uhr im Hof
der Hauptpoſt, Rheinſtraße. Es können nur 50 Kameraden
teilnehmen, deshalb wird Anmeldung bis Freitag, den
30. Nov. bei der Geſchäftsſtelle, Rheinſtr. 35, I, Zimmer 6,
erbeten.
Fachgruppe Chemie und Drogiſten.
Mittwoch, 28. Nov., abends 20,30 Uhr: „Gerbereichemie‟
(mit Chemikalien und Ledermuſter) im Fürſtenſaal,
Grafen=
ſtraße 18. Vortragender: Dr. Otto Grimm.
Berufsgemeinſchaft der weiblichen Angeſtellten.
Mittwoch, 28. Nov., abends 20,30 Uhr: „Neue Wege der
Frauenarbeit und Berufsbildung” im Heim,
Rheinſtraße 14 (Eingang Grafenſtraße). Vortragende:
Frieda Habricht, Frankfurt a. M.
Dienstag, 27. Nov., abends 20,30 Uhr: Arbeitsgemeinſchaft
„Deutſche Literatur”, Rheinſtraße 14, II (Eing.Grafenſtr.).
Fachgruppe der Wohlfahrtspflegerinnen.
Freitag, 30. Nov., abends 18 Uhr: „Säuglings= und
Schwangerenfürſorge”, Rheinſtraße 14, II (Eing.
Grafenſtr.). Vortragender: Dr. med. Vidal, Darmſtadt.
Berufsgemeinſchaft der Techniker, Fachgruppe Maſchinenbau.
Montag, 3. Dez., abends 20,30 Uhr: „Mengen=Meſſung”
mit Lichtbildern im Weißen Saal des Kaiſerſaal,
Grafen=
ſtraße 18. Vortragender: Dr.=Ing. Diehl.
Hilfswerk deutſcher Techniker.
Samstag, 1. Dez.: „Beſichtigung des Lokwerkes der
Reichsbahn, Darmſtadt”, Führung: Baurat
Lutte=
roth. Treffpunkt: 15 Uhr Dornheimer Weg,
Betriebs=
eingang zum Lokwerk. Gemeinſam mit den
Berufsgemein=
ſchaften der Kaufmannsgehilfen, der Werkmeiſter und der
Büro= und Behördenangeſtellten.
Migliederverſaenmlung der DAZ., Sozialamk.
Abkeilung Arbeitsopfer.
Am Montag, den 19. 11. 1934. nachmittags 3 Uhr, hielt die
Deutſche Arbeitsfront. Sozialamt, Abteilung Arbeitsopfer,
Orts=
gruppe Darmſtadt, im Hanauer Hof ihre
Mitgliederverſamm=
lung ab.
Schon vor Beginn war der Saal dicht beſetzt, ſo daß der
Wirt=
ſchaftsraum ebenfalls als Verſammlungslokal erklärt werden
mußte.
Heſſ. Familiengeſchichtliche Vereinigung
In der November=Verſammlung ſprach Profeſſor Prgetorius
über „Das alte Reichskammergericht und ſeine Beziehungen zu
Heſſen”, wobei er etwa folgendes ausführte:
Das alte Reichskammergericht, 1495 in Frankfurt gegründet,
anfänglich wechſelnd in verſchiedenen Reichsſtädten (Frankfurt,
Worms. Eßlingen, Nürnberg, Wimpfen, Regensburg), ſeit 1527
bis 1689 in Speyer, dann bis zur Auflöſung des alten Reiches
1806 in Wetzlar, darf nicht nach den Verfallserſcheinungen der
Goethezeit beurteilt werden: ſeine Mängel waren unvermeidliche
Folgen der unhaltbaren Zuſtände des Reiches ſelbſt, namentlich
der unzulänglichen Mittel, wie Goethe ſelbſt in „Wahrheit und
Dichtung” ausführt. Von den am Reichskammergericht tätigen
Rechtsgelehrten urteilt er dort: „Es haben ſich drei Jahrhunderte
hindurch die würdigſten Männer mit dieſen Arbeiten beſchäftigt.”
Für den Sippenforſcher iſt dieſe Körperſchaft wichtig wegen der
mannigfachen Verſippung ihrer Glieder untereinander und mit
den Sippen im ganzen Reich, aus denen ſie kamen, und in die
ihre Nachkommen eingingen. Aus verſchiedenen Quellen konnten
die Namen faſt aller Richter („Aſſeſſoren”), Anwälte („
Prokura=
toren” und „Advokaten”) und höheren Kanzleibeamten („
Proto=
notare” und „Notare”), rund 1600 an Zahl, und für die meiſten
auch die Herkunft oder gar Eltern und Familie feſtgeſtellt
wer=
den. Ein verhältnismäßig beträchtlicher Teil davon ſtammt aus
dem großheſſiſchen Gebiet. Nicht viele kommen freilich aus den
alten Landgrafſchaften Heſſen ſelbſt; immerhin ſind eine Reihe
bekannter heſſiſcher Beamten= und Pfarrerſtämme durch
rechts=
gelehrte Sproſſen vertreten, z. B. die Namen Nordeck Feige,
Wo=
geſſer. Eckhardt, Reiſer, Schmalkalder, Stamm. Cauſenius
Hoff=
mann (von 1685 bis 1806!), Geibel. Krebs Seip, Greineiſen,
Fenner, Sippmann. Preuſchen. Buff. Pilger Verhältnismäßig
viele kommen aus den Reichsſtädten, ſo aus Frankfurt ein
Glau=
burg, drei Fichard, die von 1526 bis 1680 in 6 Gliedern
vertre=
tenen Kühorn ſpäter Goethes Urgroßvater Cornelius Lindheimer
und deſſen Schwiegerſohn Johann Wolfgang Textor, der erſt
Ad=
vokat in Wetzlar war, ehe er Stadtſchultheiß in Frankfurt wurde,
geadelt und 1790 in den Freiherrnſtand erhoben), u. a. aus
Fried=
berg die Dietz (1694 bis 1806, 5 Glieder aus 4 Generationen);
natürlich auch aus Wetzlar ſelbſt, z. B. drei Frech, drei Hert,
Büßer, Gombel, Waldſchmidt u. a. — Sehr ſtark iſt das
ehe=
malige Kurfürſtentum Mainz vertreten, namentlich unter den
Notaren und Protonotaren, da der Kurfürſt=Erzbiſchof von
Mainz als Reichs=Erzkanzler das ganze Kanzleiperſonal „
präſen=
tierte” und auch ſonſt großen Einfluß hatte; von den zahlreichen
Namen ſeien nur genannt aus Mainz ſelbſt die Högelin (1568 bis
nach 1692 in 6 oder 7 Vertretern) die Oppenheimer (1613 bis
nach 1682 in drei Gliedern, natürlich keine Juden!), die Aſſeſſoren
Braillard, von Gudenus, von Beaurieux, die Kanzleivorſtände
Rüding (geadelt), Hoſcher, Handel, die Notare und Anwälte
Biſ=
ſing (1746 bis 1806), ferner aus dem Rheingau die Birkenſtock
(ſeit 1735, ſpäter geadelt) und Gerſter, aus Oberurſel der Aſſeſſor
Anthoni und der Protonotar Meſſer, aus Amöneburg und
Fritz=
lar vier Loskant, aus Groß=Steinheim der Aſſeſſor von Reuß,
ge=
nannt Haberkorn.
Wie die Genannten aus dem großheſſiſchen Gebiet, ſo kamen
andere aus den verſchiedenſten anderen Teilen des Reiches;
be=
ſondere Rechte ſchloſſen ſie zuſammen zu einer Körverſchaft, die
ſich ſcharf abhob von der Bürgerſchaft der Stadt (Speyer bzw.
Wetzlar) und in den Zeiten der größten Zerſplitterung des
Rei=
ches beruflich und perſönlich eine bedeutſame Stütze und
Verkör=
verung des Reichsgedankens war.
s iſt bald geſagt, ich habe Gott lieb, denn er kommt
perſönlich nicht zu uns, bedarf deshalb nicht, daß wir
uns für ihn hart mit Koſt verſehen und viel zurichten.
Aber man ſehe, wie wir uns gegen die armen Leute verhalten,
ſo wird ſich’s fein finden, ob wir Gott lieben.
Dr. Martin Luther.
Was die Lichtſpieltheaker bringen.
Das Union=Theater zeigt heute zum letztenmal das größte
Filmwerk Greta Garbos: „Königin Chriſtine‟,
Die Helia=Lichtſpiele zeigen nur noch heute den neuen
Groß=
film mit Guſtav Fröhlich in der Hauptrolle und als Regiſſeur:
„Abenteuer eines jungen Herrn in Polen”, Weitere Hauptrollen:
Maria Andergaſt und Olga Tſchechowa. Jugendliche haben Zutritt.
Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen heute zum letztenmal den großen
Abenteuererfilm der Ufa: „Ein Mann will nach Deutſchland” mit
Carl Ludwig Diehl, Brigitte Horney und Hermann Speelmanns.
Jugendliche haben Zutritt.
Bei dieſer Gelegenheit wurde die Fahne, die die Ortsgr
erworben hat, geweiht. Landeswalter Schneider, welcher
zu=
war, wurde herzlich begrüßt und nahm nach einer kurzen eindrin
lichen Anſprache an die Verſammlung, die Weihe vor,
gruppenwalter, Pg. Moſer, übernahm die Fahne mit dem Gelöß.
nis ſteter undwandelbarer Treue zum Führer.
Anſchließend wurden die Mitglieder mit Kaffee und Kuchee
bewirtet. An den freudeſtrahlenden Geſichtern konnte man meu
ken, daß ſich die alten Leute ſo recht behaglich fühlten.
Nachdem die DAF. die Mitgliederſperre aufhob, haben in ſer
ter Zeit viele den Weg zu uns gefunden und es wurde mit Beifwe
aufgenommen, als der Ortswalter bekannt gab, daß die Orti,
gruppe am gleichen Tage das 500. Mitglied aufgenommen hatzt
und daß es nun gelte, die Tauſend voll zu machen. An dieſiü
Stelle rufen wir allen fernſtehenden Invaliden=, Unfall= unſ
Sozialrentnern zu. meldet euch als Mitglied, bevor die Liſten an
ſchloſſen ſind und es für die Aufnahme zu ſpät iſt. Im Nationoe
ſozialiſtiſchen Staate iſt kein Platz für die, die für ſich von ihron
Kameraden die Kaſtanien aus dem Feuer holen laſſen.
Mit einem Appell, am 28. November, dem Ehrentage dia
Opfer der Arbeit, welcher von der DAF. veranſtaltet wird, vollg
zählig zu erſcheinen, und mit einem Sieg=Heil auf unſeren Führe
Adolf Hitler ſchloß der Ortswalter die Verſammlung.
Anmeldungen werden noch auf dem Büro, Rheinſtraße 22,I.)
entgegengenommen.
Beſichligungsfahrt
der Fachgruppe Tertil der Reichsberufsgruppen
der Angeſtellken in der DA8., Darmſtadt.
it
Am Sonntag, den 18. November d. J. vormittags, führte dict
Fachgruppe Textil der Reichsberufsgruppen der Angeſtellten n
der DAF., Ortsgruppe Darmſtadt, eine Beſichtigung der Tucht
fabrik Arzt in Michelſtadt i. Odw., durch,
Unter ſachkundiger Führung der Betriebsleiter Arzt ſein
und jun. ſowie der Betriebsleiter Kleiner und Feien
wurde den Teilnehmern die muſtergültig eingerichtete Tuchfahr;
die Zufh
gezeigt. Um den Teilnehmern den Werdegang vom Rohprodu:
bis zum fertigen Tuch zu zeigen und eingehend zu ſchildern,
wares=
in den 13 Betriebsabteilungen je eine Maſchine in Gang geſetzᛋ.
So war es möglich, die Teilnehmer über den Werdegang deu ſnngen: Würt
Textilerzeugniſſe zu orientieren und darin einzuführen.
fut: Mitte —
An das gemeinſame Mittageſſen, das für die jugendliche: ſſeſterſchaftsſpi
Teilnehmer von dem Inhaber der Firma zur Verfügung geſte
wurde, ſchloß ſich nachmittags eine Beſichtigung von Michelſtag Sudweſt: S0
an. Die Führung der Stadtbeſichtigung hatte der Ortsgruppeun Frankfurt 2:2,
wart der Reichsberufsgruppen der Angeſtellten in der DAF.7 0 2:1.
Ortsgruppe Michelſtadt. Kamerad Schreiner, übernommen „Baden: SV.
Anſchließend fand ein gemütliches Beiſammenſein in einem Lohlt 2 Karlsruher
daſelbſt ſtatt, wobei der Kreisſchulungsleiter der DAF.. Pg. 5
anweſend war. Nach einigen kameradſchaftlichen vergnügten Stu=/ 1. 9L. Plokzdu
den fand die Beſichtigungsfahrt ihren Abſchluß. Jeder Teilnehmery burger 0
iſt von Michelſtadt geſchieden in dem Bewußtſein, ſein berufiches
Wiſſen erweitert und neue Freude und neue Kraft für ſeine täg=/ / Württember
liche Berufsarbeit gefunden zu haben.
Aus der NSDAB.
Reichsſchulungsbriefe, Folge 9.
Aſordheſſen:
Folge 9 der Reichsſchulungsbriefe iſt, ſoweit Lieferung vin
0, Sport
Frankfurt erfolgte, verteilt. Rückſtände. Die Rückſtände an
Langen
Reichsſchulungsbriefen ſind nunmehr bis ſpäteſtens 2
ber 1934 an Pg. Oldigs (Städt. Sparkaſſe Darmſtadt) a 1IMittelrhein:
führen.
41 Eintracht T
Juſpiele: FS
Aus der Hitlerjugend.
Au 4.0, Dresde
GPA. Frankfurt a. M., 25. Novenbet 44 zmau 60/94
Der Gauleiter und Reichsſtatthalter Sprenger hat den bi5V
herigen Abteilungsleiter S. des Gebiets Heſſen=Naſſau, Willi) /Meſe der
Ruder, zum Gau=Schulungsleiter ernannt. Dieſe Berufung
üu Groß=Fran
nicht allein für Unterbannführer Ruder eine hohe Ehre, ſie ſt
darüber hinaus der Arbeit der HJ. das denkbar beſte Zeugnis alek I L. 0N
Sportf
Unterbannführer Ruder wird auch weiterhin dem Stabe des Geu
Zau fiurt
bietes Heſſen=Naſſau angehören. Als Nachfolger des Abteilungs” hinRot Weik
leiters S. des Gebietes, Ruder, hat Gebietsführer Kramer dei=
Leiter der Gebietsführerſchule „Chriſtian Größmann”, Bannführeen.
Fritz Handwerk, ernannt. Er tritt ſein Amt am 1. Dezenhe. LhN
Me Mſenlach.
1934 an.
In Vollzug einer Aenderung in der Leitung der Gebietsſicht A. Zieber 10
rerſchulen wird die bisherige Gebietsführerſchule 7 MMberrad
Oienbae
Zwingenberg ab 1. Dezember eingeſtellt.
Die Feiern der Eingliederung von Hitlerjungen in die Fon0 e Rgeinheſſe
mationen der Partei wurden in dieſem Jahr in verſchiedenen O0.
ten des Gebiets Heſſen=Naſſau in beſonders feierlicher Weiſe duich.
geführt. Mit die erhebendſte Feier ſand auf der alten Münzeſle
burg ſtatt, wo man bei Fackelſchein mit den primitivſten Mitiel
einen nachhaltigen Eindruck ſchuf.
Gukachken über ariſche Abſtammung.
Es beſteht Veranlaſſung, darauf hinzuweiſen, daß zur
gabe eines Gutachtens darüber, ob eine Perſon ariſcher o0e
nichtariſcher Abſtammung im Sinne geſetzlicher Beſtiſſe
mungen iſt, allein der Sachverſtändige für Raſſeforſchu
beim Reichsminiſterium des Innern in Berlin NW. 7
bauerdamm 26, in Frage kommt. Nur an dieſer Stelle iſt 90
erforderliche Material und die nötige Erfahrung vorhande
um eine einwandfreie und einheitliche Begutachtung zu gewähte
leiſten.
In den Fällen, in denen die ariſche Abſtammung einer Peld
ſon im Sinne geſetzlicher Beſtimmungen zweifelhaft iſt, werle
daher die Behörden Gutachten nur von der genannten Siee
einzuholen und auch von den beteiligten Perſonen vorgel,
Gutachten oder Beſcheinigungen anderer Stellen nicht anzuere
nen haben.
Wie ferner berichtet wird, hat ein Einwohnermeldeamt e
ariſche Abſtammung einer Perſon nach „vorliegenden Unterſat.
und getroffenen Feſtſtellungen” in Form einer Beſcheinigt.
beurkundet. Zur Wahrung einer einheitlichen Durchführung.
Ariergeſetzgebung iſt es erforderlich, daß ſich andere Amtsſieit.
als der Sachverſtändige für Raſſeforſchung der Erteilung
artiger ſchriftlicher Beſcheiniungen, die zur Vorlage an aſe.
Stelle verwendet werden können, enthalten.
— Stickerei= und Spitzen=Ausſtellung. Die vom Reichshlit
Volkstum und Heimat im Landesmuſeum veranſtaltete Slg..
und Spitzen=Werkſchau erfreut ſich eines guten Beſuches. Sie B
nicht nur Zeugnis von dem künſtleriſchen Schaffen vergane.”
Zeiten, ſondern regt auch zu neuer Tätigkeit an. Es iſt d0s 2
die faſt verlorene Tradition weiterzuführen und wieder 2.
wecken. Die allgemeinen Oeffnungszeiten ſind täglich von I."
13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Für den Beſuch von Schulktäle.
die Ausſtellung an Werktagen ſchon von 8 Uhr ab zugang.”
D Verbeſſerte Poſtzuſtellung nach Landorten an Veiekte..
Nach einer Anordnung des Reichspoſtminiſters werden künlt
1. Oſter=, Pfingſt= und Weihnachtsfeiertag Brieſſendungen.
Pakete mit und ohne Nachnahme und Zeitungen nach. ..
Landorten zugeſtellt. In Orten mit Poſtſtellen ſoll ebenſo —.
fahren werden. Bekanntlich findet nach Landorten an. S
und Feiertagen ſoweit die Zuſtellung dahin nicht gand Iü.
eine Briefzuſtellung ſtatt. Durch die neue Regelung. D.
duräy
verhütet, daß unter Umſtänden der Inhalt von Pateie
längeres Lagern während der Feiertage verdirbt; außerd....
wird erreicht, daß die in vielen Fällen Geſchenkgegenſton. .
haltenden Pakete noch rechtzeitig in den Beſitz der Sho.
gelangen.
Soe
M
2u
26. November 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 326
Noriidie Uigeblſſei Taddeft.
Min=Fußballer erleiden
Hockey=Meiſter. —
die Fußball Reſulkake.
Gaukämpfe.
zn Gſivingen: Württemb. — Südweſt 6:3 (2:3),
in Glürt: Mitte — Nordheſſen 1:2.
Miſterſchaftsſpiele in Süddeutſchland.
GAu Südweſt: Saar 05 Saarbrücken —
Ein=
trachtu C ankfurt 2:2, Wormatia Worms — Kick.
in 4Offempch 2:1.
GezuBaden: SV. Waldhof — Phönix
Karls=
ruhe 74 Karlsruher FV. — V. f. R. Mannheim
FC. Pforzheim — V. f. B. Mühlburg
11, Iickeſburger FC. — V. f. L Neckarau 1:1,
„Mannhm 08 — Germania Karlsdorf 2:0.
Gau Württemberg: SC. Stuttgart — SSV.
Um.
— Geu Bayern: Sppg. Weiden — 1. FC.
Nürn=
berg 3/1 ASV. Nürnberg — 1860 München 2:0,
BC. 20usburg — Wacker München 5:1, Bayern
Müncke — Jahn Regensb. 2:2, FC.
Schwein=
ſurt 7 3.1 Schwaben Augsburg 6:0.
Gäuſordheſſen: Germania Fulda — V.f. B.
Frietzneg, 2:0, Sport Kaſſel — Kurheſſen Kaſſel
Fg. Langenſelbold — Heſſen Hersfeld —
GürMittelrhein: V.f. R. Köln — Weſtmark
Triern4 / Eintracht Trier — Kölner SC. 99 3:1.
Pühntſpiele: FSV. Frankfurt — Union
Böckiutgn 4:0, Dresdener SC. — Boruſſia Fulda
11, Aaau 60/94 — Sppg. Langenſelbold 1:1.
Spiele der Bezirksklaſſe.
Gurwe Groß=Frankfurt: SV. 07
Heddern=
ſeim 1.V. f. L. 03 Neu=Iſenburg 2:1, Sppg. 02
Griessin — Sportfr. Frankfurt 4:1, Merkur=
Poſk ſinkfurt — Viktoria 1912 Eckenheim 5:1,
BReichälon Rot=Weiß — V. f. L. Germanig 1894
Franlant 3:1, FC. 02 Wacker Rödelheim — Ale=
2mannnallied 0.3.
Grüupe Offenbach:: Blau=Weiß Bürgel —
Germuna Bieber 1:0, FSV. 06 Heuſenſtamm
Sreu 05 Oberrad 4:2, Sppg. 03 Fechenheim
Sc 2 Offenbach 4:2.
Gräwe Rheinheſſen: Opel, Rüſſelsheim
*V. Vesbaden 3:1, FVgg. 03 Mombach
(9. ,Aßeiſenheim 1:1. Tura 86/06 Kaſtel
S0. 14 Koſtheim 1:2. SV. 1910 Gonſenheim
SS) Flörsheim 2:2.
And Tokenfonnkag
hahmalr Punkteſpielbetrieb — wenn auch in
ſtwast ingeſchränktem Rahmen — in den ſüd=
und üeſtdeutſchen Fußballgauen ungehindert
ſeinens ſortgang. Die Ergebniſſe fielen — wie
könntz gs auch anders ſein — in verſchiedenen
Fällen atürlich wieder gerade entgegengeſetzt
den 2 Gausſagen aus. Der Gau Südweſt,
deri ut mit Ueberraſchungen nicht ſpart,
donnt s iesmal in dieſer Beziehung allerdings
ſicht „kt mittun, da er nur zwei Spiele
durch=
ſührte Die Frankfurter Eintracht ließ bei
Saar5/ Saarbrücken mit 2:2 einen weiteren
Lunk und die Offenbacher Kickers verloren
bei Allmatia Worms unverdient mit 1:2.
Inn ſan Baden erlitt der Tabellenführer
SV. Adhof auf eigenem Platze durch Phöni=
Karlaſhe ſeine erſte Niederlage. Die
Karls=
ruhen ewannen knapp mit 2:1. Der
Freibur=
der 69 mußte ſich zu Hauſe gegen den VfL.
Neckaly mit einem 1:1 unentſchieden
begnü=
den 19 lonnte daher die Chance, mit
Wald=
hof pMtgleich zu werden, nicht ausnützen. Zwei
Mangaſten feierten ihre erſten Siege; der
Karlisher FV. ſchlug den VfR. Mannheim
20. 1 Mannheim 08 beſiegte ſeinen
Auf=
ſtiegsshegen Germania Karlsdorf mit dem
Aeich Reſultat. Der VfB. Mühlburg rang
dem UFC. Pforzheim in Pforzheim ein
ver=
dientusl 1 ab.
Ine ſau Württemberg wurde nur ein
Spie lalsgetragen, und zwar ſpielte der SSV.
UIm a om Stuttgarter SC. und errang einen
Stwags üb erraſchenden 3:2=Sieg. Die Ulmer
habem5 durch dieſen Sieg auf die dritte
Ta=
belellite vorgeſchoben.
Drch ſzur Bayern ging es wieder einmal
drung und drüber, allerdings mit dem
poſi=
benArg ebnis, daß vorerſt die
Vormachtſtel=
lung t Spielvereinigung Fürth nicht zu
bre=
chen
Da 1860 München gegen den ASV.
Nürdßz mit 02 verlor, und der 1. FC.
Nürn=
dargan der Spielvereinigung Weiden einen
weits) Punkt einbüßte, beträgt der Vor=
weitere Pnnktverluſte. — Wormatia rückt auf 3. Platz. — Brandenburg bleibt
Halbzeit der Südweſt=Ringer. — Guter Schwimmernachwuchs meldet ſich.
zeit, gelang es Grebe, Ebert mit unhaltbarem
Schuß zu überwinden. Dieſe 1:0=Führung konnte
Offenbach bis zur Pauſe halten. Nach dem
Hohe Südweſt=Niederlage.
Wechſel ging Worms zum Angriff über und
er=
zweiten Halbzeit die Nerven, außerdem ließ ſie zielte auch in der 4. Minute durch Buſam den
ſich durch das unſichere Torwartſpiel von Pletſch Ausgleich. Die Offenbacher lagen dann wieder
Würkkemberg — Hüdweft
in Front, hatten aber mit ihren Aktionen kein
ungünſtig beeinfluſſen.
6:3 (2:3).
Der Verſuch, in der neuen Gauligaſtadt
Göp=
pingen einmal auch ein größeres Fußballereignis
zu ſtarten, hat ſich gelohnt. Göppingen ſtand am
Samstag und Sonntag ganz im Zeichen des
gro=
ßen Kampfes und als das Spiel begann, waren
6000 Zuſchauer — ein Rekord für Göppingen —
verſammelt. Bei glänzendem Wetter, aber ſchwer
beſpielbaren Bodenverhältniſſen traten ſich die
beiden Mannſchaften in den angekündigten
Auf=
ſtellungen gegenüber. Unter den ſchlechten
Platz=
verhältniſſen hatten die Südweſtleute mehr zu
leiden als die Württemberger. Dies trat
beſon=
ders in der zweiten Halbzeit klar zutage. Denn
während Südweſt immer mehr nachließ und
er=
müdete, kamen die Württemberger in eine
im=
mer größere Form. Vor der Pauſe diktierte
Süd=
weſt den Kampf, nach dem Wechſel war
Würt=
temberg eine Klaſſe beſſer.
Die Mannſchaft des Gaues Südweſt hatte
ver=
ſchiedene Verſager aufzuweiſen. Der rechte
Läufer Sold=Saarbrücken, der für Conen
Mittelſtürmer ſpielende Johanneſſon=
Pir=
maſens und der Torhüter Pletſch=
Saar=
brücken, der einige Treffer unbedingt hätte
ver=
hindern müſſen, waren glatte Verſager.
Weil=
hammer und Statter ließen nach der Pauſe
ſchwer nach. Der beſte Mann der Südweſtelf war
der Mittelläufer Hergert, der durch ſein Können
und ſeine unermüdliche Arbeit eine noch höhere
Niederlage ſeiner Mannſchaft verhinderte. Im
Sturm gefiel der rechte Flügel Marker=Fuchs.
Die Verteidigung Konrad=Klett verlor in der
ſprung der „Kleeblättler” nunmehr vier ſchwer
einzuholende Punkte. Der BC. Augsburg
lei=
ſtete ſich den netten Schwabenſtreich, dem
favo=
riſierten FC. Wacker München gleich mit 5:1
beide Punkte abzunehmen, und auch die „
Schwa=
ben” warteten mit einem ſolchen Streich auf
— allerdings nach der verkehrten Seite. Denn
die 6:0=Niederlage, die ſie auf Schweinfurter
Gelände einſtecken mußten, wird ihnen noch
lange Zeit im Magen liegen. Bayern
Mün=
chen konnte Jahn Regensburg auch diesmal
nicht ſchlagen, denn die Mannen um Jakob
zeigten in München ein überraſchend gutes
Spiel, das ihnen ein verdientes 2:2 eintrug.
In Nordheſſen verlor der VfB.
Fried=
berg gegen den Neuling Germania Fulda mit
0:2, und am Mittelrhein beſiegte.
Ein=
tracht Trier den Kölner SC. 99 mit 3:1.
Weſt=
mark dagegen unterlag beim VfR. Köln mit 1:4.
Der Gau Südweſt ſpielte in Göppingen vor
6000 Zuſchauern gegen den Gau Württemberg
und verlor mit 3:6, nachdem er bei der Pauſe
noch mit 3:2 geführt hatte. Der Gau
Nord=
heſſen ſchlug in Erfurt den Gau Mitte knapp,
aber ſicher mit 2:1.
Waldhofs erſte Niederlage.
SV. Waldhof — Phönir Karlsruhe
1:2 10:1).
5000 Zuſchauer waren Zeuge der erſten
Nie=
derlage des badiſchen Meiſters. Die
Phönix=
mannſchaft wurde mit ihrem Defenſivſpiel (drei
Verteidiger, drei Läufer) immer gefährlich und
gewann nicht unverdient. Der ſchnelle Sturm
im=
ponierte. Waldhof war weit von ſeiner
Beſt=
form entfernt, im Sturm haperte es bedenklich,
und vor allem Bretzing als Mittelläufer hatte
einen ſchwarzen Tag. Föry ſchoß für Karlsruhe
vor der Pauſe den erſten Treffer, und derſelbe
Spieler erhöhte in der 16. Minute nach dem
Wechſel auf 2:0. Durch Weidinger gelang
Wald=
hof nach ausgeglichenem Spiel das Gegentor.
Waldhof erwies ſich als ein ſchlechter Verlierer,
und es kam teilweiſe zu Tumultſzenen, mit denen
ſich noch die Behörde zu befaſſen haben wird.
Schiedsrichter Eri=Freiburg war, dem Treffen
nicht immer gewachſen.
In der württembergiſchen Mannſchaft
arbei=
tete der Göppinger Torhüter Höfner ohne Tadel.
Die Verteidigung und die Läuferreihe tauten erſt.
nach der Pauſe richtig auf. In dieſer Spielzeit
lief auch der Sturm zu großer Form auf. Koch
und Speidel taten ſich hier beſonders hervor.
Der Schiedsrichter Kraichauf=Nürnberg leiſtete
ſich zwar einige Fehlentſcheidungen (darunter
auch ein Abſeitstor), amtierte aber im
allgemei=
nen zufriedenſtellend.
Gleichzu Beginn war die
Südweſtmann=
ſchaft gut im Bilde. Sie trug ſchöne Angriffe vor
und brachte das württembergiſche Tor öfters in
Gefahr. Ueberraſchenderweiſe kam aber
Württem=
berg in der 16. Minute zum erſten Treffer. Koch
ſchoß aus 16 Meter hoch aufs Tor und der Ball
ſenkte, ſich hinter dem zu ſpät geſprungenen
Pletſch ins Netz. Fünf Minuten ſpäter fiel jedoch
ſchon der Ausgleich für Südweſt durch Marker
und weitere fünf Minuten darauf brachte dieſer
Spieler auch das zweite Südweſttor an. Auf der
Gegenſeite gelang Handte in der 34. Minute —
wieder ſehr überraſchend — der Ausgleich.
Würt=
temberg ſpielte nun ſehr gut, konnte aber nicht
verhindern, daß Fuchs fünf Minuten vor Schluß
den Gau Südweſt erneut in Führung brachte.
Nach dem Wechſel änderte ſich das Bild
voll=
kommen. Württemberg wurde immer beſſer und
überlegener. Bereits in der 13. Minute ſchoß
Koch eine Vorlage Speidels zum Ausgleich ein.
In der 17. Minute war es Speidel ſelbſt, der das
4:3 erzielte. Acht Minuten darauf erhöhte
Schrode durch ein Abſeitstor auf 5:3 und in der
39. Minute ſandte Alchenhofer=Stuttgart zum
ſechſten württembergiſchen Treffer ein.
Kein ſchönes Spiel.
Saat 05 Saarbrücken — Einkracht
Frankfurk 2:2.
Vor 3000 Zuſchauern wickelte ſich in
Saar=
brücken, ein Spiel ab, das in keiner Weiſe
be=
friedigen konnte. Es wurde zwar mit äußerſter
Erbitterung gekämpft, dabei aber auf die Regeln
wenig achtgegeben. Die Frankfurter
Mann=
ſchaft enttäuſchte. Sie ſpielte ohne
Zuſammen=
hang und ließ beſonders im Sturm jede
Spiel=
kultur vermiſſen. Lediglich Lindner und Möbs
rafften ſich hier zu einigen guten
Einzellei=
ſtungen auf. In der Läuferreihe mußte Tiefel
nach 5 Minuten wegen eine Naſenverletzung den
Platz verlaſſen. Er, kam zwar ſpäter wieder,
wurde aber dann, zehn Minuten nach der Pauſe,
wegen Nachſchlagens von dem im allgemeinen
gut amtierenden Schiedsrichter Müller=
Mutter=
ſtadt vom Platz geſtellt. Die Saarbrücker Elf
war nicht viel beſſer als die Frankfurter
Mann=
ſchaft. Immerhin ſah man bei den Einheimiſchen
hie und da einige hübſche Kombinationen. Nach
ausgeglichenem Spiel brachte in der 10. Minute
der Rechtsaußen Meier Saar in Führung. Ehmer
glich noch vor der Pauſe aus, indem er eine
Flanke von Lindner verwandelte. Nach dem
Wechſel holte Möbs den Führungstreffer für die
Eintracht heraus, den dieſe jedoch nicht lange
halten konnte. Uether ſtellte das 2:2 her. Zum
Schluß drängten die Frankfurter, kamen aber zu
keinem Erfolg mehr.
Eberk rekkete Wormakia=Sieg
Wormakia Worms — Offenbacher
Kickers 2:1 (0:1).
Die Kickers hatten in dieſem, von 5000
Zu=
ſchauern beſuchten Treffen viel Pech. Sie
führ=
ten den Kampf die meiſte Zeit überlegen durch,
hatten jedoch in Ebert einen Torwart gegen ſich,
der an dieſem Tage einfach unſchlagbar war.
Ebert hielt die unmöglichſten Sachen und brachte
die Offenbacher Stürmer faſt zur Verzweiflung.
Nur einmal, in der 25. Minute der erſten Halb=
Glück. In der 35. Minute wurde der Wormſer
Erſatzrechtsaußen Gölz unfair im Strafraum
ge=
legt. Den Elfmeter verwandelte Gölz, ſicher
zum ſiegbringenden Treffer für Worms,
Kratzen=
berg=Sprendlingen leitete gut.
Zußball im Reich.
Am Totenſonntag herrſchte im Reich nur
ge=
ringer Meiſterſchaftsbetrieb. Viele Gaue feierten
ganz, und in anderen war das Programm
teil=
weiſe bis zur Hälfte gekürzt. Oſtpreußen
und Pommern trugen keine Spiele aus. In
Brandenburg feierte Viktoria 89 einen
hohen 6:1=Sieg über den Polizei=SV. und
Hertha/BSC. kehrte vom V.f. B. Pankow mit
einem 4:1=Sieg zurück. Der BSV. 92 ließ Union
Oberſchöneweide mit 6:1 hereinfallen, und
Ten=
nis=Boruſſia hängte Blau=Weiß mit 5:2 ab. Zu
einem ſchönen 2:0=Sieg kam der FC. Guben auf
eigenem Platz gegen den Spandauer SV. Die
Tabellenführung im Gau Brandenburg hat nach
wie vor Minerva, die diesmal ſpielfrei hatte und
einen Abſtecher zu Guts Muts Dresden
unter=
nahm, inne.
Im Gau Schleſien unterlag. Weichſel
Hindenburg, überraſchend mit 0:1 auf eigenem
Platz gegen Beuthen 09. VorwärtsRaſenſport
Gleiwitz feſtigte ſeine Tabellenführung durch
einen 3:0=Sieg über Hertha Breslau. Preußen
Hindenburg gewann beim Breslauer FV. 06 3:2,
und Vorwärts Breslau ſchickte Schleſien Haynau
mit einer 7:1=Schlappe nach Hauſe. Ratibor 03
gab der Breslauer Sppg. 02 mit 4:1 das
Nach=
ſehen. In Sachſen herrſchte ebenfalls, bis auf
einige Privatſpiele, Ruhe. Nordmark hatte
vier Spiele auf dem Programm. Die Senſation
bedeutete die Niederlage Eimsbüttels auf
eige=
nem Platz mit 1:2 durch Holſtein Kiel. Der FC.
St. Pauli war dem Hamburger SV. natürlich
nicht gewachſen. Mit 4:1 fiel der Sieg des HSV.
ziemlich deutlich aus. Union Hamburg ſchlug
die Polizei Hamburg mit 4:1, und Viktoria
Hamburg gewann bei den Lübecker Poliziſten
knapp 3:2. Im Gau Niederſachſen mußte
ſich Algermiſſen diesmal eine 0:5=Niederlage
durch Eintracht Braunſchweig gefallen laſſen.
Werder Bremen holte bei Hannover 96 ein 1:1
heraus und Hildesheim 06 ſchlug Viktoria
Wil=
hilmsburg überlegen mit 6:2 Toren. Im Gau
Weſtfalen ſcheint Schalke 04 nun endgültig
wieder in Form zu ſein. Union Recklinghauſen
war bei den „Knappen” zu Gaſt und wurde mit
2:0 beſiegt. Weſtfalia Herne zeigte ſich Preußen
Münſter mit 5:1 deutlich überlegen, dagegen kam
der SV. Höntrop auf eigenem Platz gegen
Ger=
mania Bochum nur zu einem 0:0.
Die Handball=Ergebniſſe.
Süddeutſche Meiſterſchaftsſpiele.
Gau Südweſt: Keine Spiele.
Gau Baden: TV. Ettlingen — SV.
Wald=
hof 2:12, Tgd. Ketſch — TV. 62 Weinheim 774,
TSV. Nußloch — FC. 08 Mannheim 11:3, TV.
Hockenheim — Tſchft. Beiertheim 6:3.
Gau Württemberg: Tbd. Göppingen — TV.
Bad Cannſtatt 6:7, Eßlinger TSV. — Tgſ.
Stuttgart 6:5. Ulmer FV. 94 — TV.
Alten=
ſtadt 8:6.
Gau Bayern: 1. FC. Nürnberg — Sppg.
Fürth 6:12: 1. FC. Bamberg — 1860 München
11:7. Polizei München — MTV. München 6:5,
Polizei Nürnberg — TV. Leonh.=Sündersbühl
Nr. 326
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 26. November 1934
Shihent enet Taelsbac, beftegggwenen /
Polizei Darmſtadt vergibt einen Punkt auf eigenem Platz. — Bürſtadt rückt vor Walldorf auf den 3. Platz
Polizei Darmſtadt — SV. 98 Darmſt. 2:2 (1:0).
Egelsbach — Viktoria Walldorf . . 4:0 (3:0).
Viktoria Lorſch — 04 Arheilgen . . 2:0 (1:0),
VfR. Bürſtadt — Germ. Pfungſtadt 3:2 (1:2).
Haſſia Dieburg — Viktoria Urberach 3:1 (1:1).
A.=O. Worms — Norm. Pfiffligheim abgeſetzt.
Nach der vorſonntäglichen Niederlage in
Walldorf mußten die Ordnungshüter geſtern
dem Lokalrivalen SV. 98 Darmſtadt auf eigenem
Platz einen weiteren Punkt abtreten. Damit
ſtehen die „Grünen” nach Verluſtpunkten
gerech=
net, mit dem Tabellenführer Egelsbach „gleich”.
Dieſer Tabellenreiter allerdings hängte heute
ſeinen Bedränger Walldarf recht deutlich mit
4:0 ab, und konnte ihn damit auf den dritten
Platz verweiſen. Die zweite Stelle nimmt nun
der VfR. Bürſtadt ein, dem es geſtern erſt nach
äußerſt hartnäckigem Kampfe gelang, den
wie=
der ſehr gut ſpielenden Pfungſtädter Germanen
eine 3:2 Niederlage beizubringen. Einen
unglück=
lichen Spielausgang erlebten die Leute vom
„Arheilger Mühlchen” in Lorſch, ſie verloren
mit 0:2 zwei wertvolle Punkte und durch
Her=
ausſtellen und Verletzung zwei notwendige
Spie=
ler. Im letzten Treffen kreuzten die
Nachbar=
rivalen Haſſia Dieburg und Viktoria Urberach
in der Kreisſtadt die Klingen. Bis zur Pauſe
konnten die Nachbarsgäſte dem Gegner die
Waage halten, nach dem Wechſel unterlagen ſie
aber dem Platzbeſitzer knapp und blieben immer
noch Tabellenletzter. Das Treffen A.=O. Worms
— Norm. Pfiffligheim wurde abgeſetzt und auf
den nächſten Sonntag neu anberaumt.
Die Tabelle nach dem 25.
Egelsbach
Bürſtadt.
Walldorf
Dieburg ..
Pol. Darmſtadt
Pfiffligheim
Lorſch
Arheilgen
98 Darmſtadt
A.=O. Worms
Pfungſtadt
Urberach
11
10
1
10
November:
35:9
18:13
20:18
16:19
15:11
32:20
15:12
14:24
15:15
8:18
16:26
10:29
18:4
13:7
11:7
11:7
10:4
1038
10:10
9:13
8:10
4:12
4:14
4:16
In ſämtlichen Kreisklaſſen herrſchte geſtern
Spielruhe, die angeſetzten Spiele im Ried
wur=
den auf kommenden Sonntag neu angeſetzt.
Patielematig daf demgelent
Vor 3000 Zuſchauern ſpannend=ſchönes Lokaltreffen.— Polizei Darmſtadt läßt
ſich von den „Lilien” einen Punkt entführen.
Polizei Darmſtadt - SV. 98
Darmftadk 2:2 (1:0).
* Mik einer Träne im Auge
ſah geſtern die Elf des Polizei=SV. einen
Punkt mit den Gäſten nach dem Böllenfalltor
wandern. . .. das war gar nicht ſchön von
ihr!”, von der „Lilie” nämlich, daß ſie nach
einer deutlichen Unterlegenheit über faſt die
Hälfte des Spieles plötzlich feſt die Hand
zu=
machte und das Pünktchen nicht mehr losließ,
obwohl es vor Heimweh mehrmals ängſtlich
zappelte.
Ja, ſo war es: Was nützt mir ſelbſt ein
ſchöner Sturm, wenn er an einem feſten
Häus=
chen nicht hineinblaſen kann. Denn tatſächlich
war heute der Sturm der Platzmannſchaft gegen
den Vorſonntag nicht wieder zu erkennen. Da
klappte es auf einmal ſo hübſch, und die
Schuß=
ſtiefel glänzten durch den ſtrammen Gebrauch
von aufgepumptem Leder, daß nach einer
Vier=
telſtunde von den über 3000 Zuſchauern kaum
einer am Endſieg der „Grünen” ernſtlich
zwei=
felte. Denn der Anfang des Spiels ſah die
Landespoliziſten klar als Diktator des
Geſche=
hens, und auch ſpäter hatte ſie weitaus mehr
vom Spiel. Die Läuferreihe arbeitete vor der
Pauſe ſo tadellos in der Abwehr, unterſtützte
den Sturm vorn ſo energiſch, daß hier ſchon
einige Tore hätten fallen müſſen. Aber da fand
ſich nur einmal ein Loch, durch das der Ball
ins gegneriſche Heiligtum eindringen konnte.
Die Gäſte
nämlich brachten da einen jungen Torhüter
mit, der mit einer ſeltenen Bierruhe und einem
glänzenden Stellungsſpiel auf ſeinem Torraum
herumſprang wie auf Gummi, der ſich die
ſchön=
ſten Bälle eines Pfeiffer, Keck und Dumont auf
die Knabenbruſt feuern und ſie nicht mehr aus
den Fingern ließ, daß die Zuſchauer baß
er=
ſtaunt waren. Dazu ſtanden vor ihm drei
Ver=
teidiger: der prächtige ſchwarze Sänger mit
ſeinem ruhigen Kopfſpiel und ſeinem ſchönen
Abſchlag, der wuchtige und ſtramm ins Gewühl
ſteigende Geyer und dazu der drahtige
Mittel=
läufer Schnägelberger, der wenig über die
Mittellinie hinausging und dazu half, Sand in
die Feuerrohre der grünen Stürmer zu ſtreuen.
Darum: Was nützet mir ein ſchöner Sturm ...
Die Platzelf
war aber heute darum ſo überlegen, weil ſie
vor allem wieder einmal mit Eifer ihr
Kön=
nen anwandte. Da ging jeder dem Ball und
dem Gegner unermüdlich nach, ſie ließen nicht
locker, als die Partie auf 111 rutſchte und
kämpften auch mit einer deutlich erkennbaren
Ruhe, weil heute die geſamte Abwehr keine
Schnitzer aus Leichtſinn machte. Aber Fortung
war anſcheinend mit der Beſſerung noch nicht
ganz zufrieden, und ſo ging ein Punkt flöten —
als wollte ſie ſagen, daß vor den großen Preis
erſt der geduldige Schweiß der Edlen geſetzt iſt,
„Wir laſſen uns nicht an den Wimpern
klimpern”,
ſo dachten die „Grünen” von der Freigabe des
Balles an und legten ein Spiel hin, das bald
die Zuſchauer in Bann zog. Die Gäſte. in
ihrem „Siegesdreß”, ließen ſich nicht
über=
raſchen, und ſo entwickelte ſich ein flotter,
ſtrammer und ſpannender Kampf, der die
gan=
zen 90 Minuten nicht abriß.
Kaum hatte Schiedsrichter Keßler=Mainz
das Leder freigepfiffen, da ſauſte ſchon Pfeiffer,
der neben Dumont auf Linksaußen ſtürmte,
mit einer ſchönen Vorlage ab und in den
blauen Strafraum, knapp geht ſein Schuß am
Pfoſten ins Aus. Blau zuckte mit den
Wim=
vern, und das wiederholte ſich mehrmals, da
der wieſelflinke Linksaußen der Grünen immer
wieder ſeinem Gegner Richter entwiſchte und
zum Schuß oder zum Flanken anſetzen konnte.
Schon jetzt zeichnete ſich der Hüter der 98er,
Ruppel, durch ſeine ruhige Abwehrarbeit aus.
Faſt eine Viertelſtunde ſteht das blaue
Tor im Brennpunkt der Ereigniſſe.
Da ſchoß Pfeiffer eben wuchtig in die Vor=Ecke
der langen Seite, Ruppel holt ſich das Leder.
da fauſtet er vor Keck eine Göbel=Flanke ins
Feld hinaus, Dann haben die Grünen aber auch
Pech: zweimal köpft Dumont knapp daneben,
Pfeiffers Roller endet im Außennetz und ein
Eckball verpufft.
Ein Pfiff! Das Spiel ſteht! Entblößten
Hauptes gedenken die Tauſende all der
lie=
ben Toten, der Helden des Weltkrieges und
der nationalen Erhebung. Leiſe bewegen
ſich die auf Halbmaſt geſetzten Fahnen im
Wind des vorwinterlichen Sonnentages!
Das Spiel nimmt ſeinen Fortgang, und
ſchon feuert Dumont aufs blaue Gehäuſe, knapp
ſtreicht der Ball vorbei. Eine Bombe Kecks
ſchlägt Ruppel ab, und nur um Haaresbreite
lenkt Dumont einen feinen Strafſtoß neben das
Tor. Dieſer Angriffsdruck konnte nicht ohne
Erfolg bleiben, da der blaue Sturm erſt
all=
mählich und nur ſtoßartig zu Gegenangriffen
kommt. In der 26. Minute
geht Grün 1:0 in Führung.
Pfeiffer trieb den Ball an zwei Mann vorbei
vor das Tor, wo Keck wuchtig einlenken kann.
Kurz darauf tauſchen die blauen Außenläufer
Frey und Richter die Plätze. Sofort zeigt ſich
die Wirkung: Mit den ungehinderten
Ausflü=
gen Pfeiffers iſt es vorbei. Allmählich löſen
ſich die 98er aus der Klammer, ihre Aktionen
im Angriff werden zügiger, Roß und Mahr
ver=
ſtehen ſich bald recht erfolgreich. Aber der
grüne Sturm iſt dank der vorzüglichen Arbeit
von Matthes und Kaufmann etwas aggreſſver
im Feldſpiel.
Polizei erzielt die 2. Ecke, ſie ſpringt von
einem blauen Rücken zur 3. Ecke ins Aus.
Wie=
der abgewehrt.
Im Anſchluß an eine präziſe Flanke Mahrs
hat Seiffert Gelegenheit, den Ausgleich
herzu=
ſtellen, aber ſein zögernder Schuß rollt knapp
daneben, und anſchließend hält Klein, einen
ſcharf gepfefferten Ball des Mittelſtürmers.
Beide Hüter haben gut zu tun, aber keiner
be=
geht einen Fehler. Auch die 98er Stürmer
haben nun Pech mit ihren Torſchüſſen Seiffert,
Staigmiller, Mahr und wieder Seiffert
ver=
fehlen knapp.
Zehn Minuken Weikangeboke
i der bae.
„Wie geht’s aus?” Während drei „Rugby=
Mannſchaften” von Knirpſen mit dem Ball auf
dem Platz herumtollen und ſich warmlaufen.
Zunächſt ſteigen nach Wiederbeginn die Kurſe
der „grünen” Aktien, denn mit unverminderter
Angriffsluſt legt Polizei wieder los und reißt
für eine Weile das Heft an ſich. Pfeiffer
tauſcht mit Keck den Platz als Mittelſtürmer.
Allmählich wird die Sache auch im
Polizei=
ſtrafraum gefährlich. Da zieht Württenberger
ausſichtsreich an zwei Mann vorbei, aber drei
Meter vor dem Tor dribbelt er, anſtatt zu
ſchießen, zwei eiſernen Verteidigern „in die
Zange”, da blieb der Ball natürlich hängen.
Der folgende Angriff der Grünen bringt
ihre 4. Ecke. Wieder iſt Keck da, aber er kommt
nicht ans Leder, das ſpritzt ſofort ins Feld und
nun kommen die Gäſteſtürmer mehrmals zu
Beſuch, aber man macht ihnen den grünen
Laden nicht auf. Bis in der 13. Minute nach
einem Foul
durch Elfmeter der 1:1=Ausgleich
fällt. Württenberger hatte den Strafball hoch
unter die Latte gejagt.
Dieſer Torerfolg zündete natürlich. Wie
elektriſiert waren da die beiderſeitigen
Stür=
mer. Ununterbrochen rollen die Angriffe hin
und her. Aber zwiſchen der blauen Abwehr
und dem Sturm iſt die Lücke oft zu groß und
da hinein rücken nun die rückwärtigen Reihen
der Grünen ein, vermehren den Druck aufs
Gäſtetor, wo Ruppel und die verſtärkte Deckung
unermüdlich dem Trommelfeuer ſtandhalten,
Da lenkt der Hüter einen gefährlichen
Straf=
ſtoß von Keck zur Ecke hinaus. Die 5. und die
angehängte 6. bringen nichts ein. Nach einer
geiſtesgegenwärtigen Parade Ruppels — als
Matthes unverhofft und ſcharf aus dem
Hinter=
halt feuerte —, ſpringt ein Schuß Seipps zwei
Meter vor der Torlinie von der Heldenbruſt
Schnägelbergers gerade ins Aus zur 7. Ecke;
die „Hereingabe” trug nur dieſen Namen. Der
längſt fällige und verdiente.
2:1=Führungstreffer der Polizei
fällt nach einem Gewurſtel in der 32. Min.
Keck nimmt einen rechten Flankenball mit dem
Kopf, und unhaltbar ziſcht er ins Netz.
Polizei zieht ſich jetzt etwas zurück,
vertei=
digt ſtärker. Die Gäſte ſetzen noch einmal ihre
letzte Kraft ein und alles auf eine Karte. Sie
können ja nur gewinnen. Die rechte
Sturm=
ſeite Mahr=Roß — der auch im Feldſpiel recht
überlegt mit dem Ball umging — zeigt
mehr=
fach ſchöne Aktionen, die vom Innenſturm bis
Linksaußen gut unterſtützt werden. Einige
Male wird es auch kitzlig im grünen
Straf=
raum, wo eine ſtarke Abwehrmauer poſtiert iſt,
die 10 Minuten alle Angriffe abſtoppt.
Das Unerwartete wird doch noch Ereignis:
3 Minuten vor Schluß feuerte Seiffert” aufs
grüne Heiligtum, der Ball ſprang ab, der
Nachſchuß prallt zweimal von auf der Torlinie
ſtehenden grünen Leibern wieder zurück, Klein
liegt mit einem Blauen im Sand, da erwiſcht
Mahr das Leder und er findet das bewußte
Loch im Laden.
Das Spiel ſteht 2:2.
Aufregende Schlußminuten! Polizei wirft
alle Reſerven — und ſie verfügt über
erkleck=
liche Kräfte noch — in den Angriff. Läufer
und Verteidiger gehen in die Gäſtehälfte, bis
zwei ſchnelle Durchbrüche zur Vorſicht mahnen.
Die 8. Ecke der Polizei verurſacht ein
Ge=
dränge vor dem blauen Tor, doch der
Mittel=
läufer bannt die Gefahr mit weitem Schlag.
Keck ſpielt ſich frei, ſein Schuß trifft die Latte,
und auch die 9. Ecke bleibt „ein halbes Tor”,
So trennen ſich die Rivalen diesmal wieden
unentſchieden. Die 98er begreiflicherweiſe mit
Jubel umtoſt. Die Revanche wird erſt im nächck
ſten Jahr ausgetragen und bis dahin wolleru .
wir ſehen, wie ſich beide Mannſchaften veitem
entwickeln.
Krikiſch geſehen.
war heute die Polizei=Elf beſſer als inſ
den letzten Spielen und der Sturm noch üben Un
zeugender als beim Winterhilfsſpiel om d7
Mittwoch. Hat nur der Lokalkampf und deu ſer
Ehrgeiz beſſer abzuſchneiden als die Handbam fchl,
Kameraden die Mannſchaft zu dieſer Leiſtunn hre.
emporgeführt oder iſt es die erſte Station zun fſeroht
einer erfolgreichen weiteren Fahrt? Der komm Grſtl Echl
mende Sonntag kaun ſchon ein Fingerzeig ſei) 6oh Ainl.
— wir werden hier Urberach ſehen. Der grüm
Sturm Pfeiffer=Dumont=Keck=Seipp=Göbel am
celle ſch ſofor
beitete heute harmoniſch zuſammen und ſchöm
Torgelegenheiten heraus, denen allerdings des 4 Due de 0ſt
hervorragende Gäſtehüter im Wege ſtand odes 10 Melt alnd
ſchwarzes Pech. Die Fünf verdienen ſich ein eiet berals.
Geſamtlob, denn keiner wollte hinter Pfeiſet ſüteiſten Sachen
im Eifer zurückſtehen. In der Läuferreihe wau eu ganles.
Kaufmann der größte Schaffer — nach den i Kumſchen
Pauſe etwas nachlaſſend — und er entlaſtetn Mk. die 9.
ſeinen Hintermann nach Möglichkeit. Mathes, A Scmidt ſchi
geſtern vom Motorrad geſtürzt, ſpielte heute alu 4. Die Ang=
3. Verteidiger aufmerkſam, ſehr fair und fehltl eührlicher.
auch keine Minute beim Aufbau. Willi Kaſparu müit, der einen
wieder hergeſtellt, ergänzte die Halfreihe wint 4 üpt. Die 60
kungsvoll. Die 3 Schlußleute Klein; Balſery 4u und können
Bönſel ſpielten heute ausnahmslos wie in deiten Ausg!
alten Tagen. An den 2 Toren konnte gleſit
nichts ändern.
Die 98er
hatten zwei ganz überragende Kräfte mit
deu=
jungen Ruppel 3 im Tor und in Sänger duu
ſtehen. Unglaublich, was dieſe beiden im Var
ein mit dem unüberwindlichen Geyer leiſtenn
Sie hatten den Hauptdruck des grünen Traey
melfeuers auszuhalten und ließen ſich uaſt
unterkriegen, wobei Schnägelberger als Mitl,
läufer und dritter Verteidiger ſtets in Ni9 0e Bürſtäd
Breſche ſprang. Er war der beſte der Läſſe, hicken. Dos 1
reihe, dicht auf der kleine Freh, der Uke) nan die Sac
wüſtlich durchſtand, während Richter, als Erſatzu 4ejeges aus
für die kranken Orlemann und Müller 2 ee) gen die Güte
geſprungen, gegen Pfeiffer zu langſam van
aber ſpäter einſatzbereit die Arbeit der Läuſei5 mrnen bereits
reihe abrundete. Im Sturm führte ſich 60) deſfer den der
neben dem energiſch drängenden Mahr /E1 / und den del
Halbrechter vielverſprechend ein. Sein Ballk3 Nerwandelte
fühl iſt ausgeprägt, er iſt zwar körperlich s B Erſolg ſteiſt
Keck, äber er ließ nicht locker, und bei weitent
Zuſammenſpiel in Punktekämpfen kann 2 90 mNaht.
gewiß noch verbeſſern. Seiffert bracht !4 1ds fech ich
Sturm den bei ſeinen Nebenleuten und Auk” zu ſchärfere Fe
außen fehlenden Druck nach vorn mit. Siuſt9
miller und ſein linker Nebenmann Wüutieg Mätr in de
berger hatten periodiſch gute Momente, Gers nrwodelten
auch mancherlei Pech. Insgeſamt war di ehicen k.
Sturm durch die Mithilfe bei der Abwehr ſaüz Miölter mit
beanſprucht, ſo daß ſich automatiſch ſein Bagl Müder, Nickel.
ei. Sie konnte
zum gegneriſchen Tor verlängerte.
Schiedsrichter Keßler=Mainz, ruhig ub
auſcalen.
aufmerkſam, hatte es bei dem recht anſtändig
Chrssbacf in goßei Korm. nrunde
FC. 03 Egelsbach -Bikkoria
Walldorf 4:0 (3:0).
Vor 1000 Zuſchauern.
Auch die nach dem eindrucksvollen Sieg über
die Polizei Darmſtadt mit ſtarkem. Anhang
nach Egelsbach gekommenen Walldörfer mußten
erfahren, daß ſich die Mannſchaft des
Platz=
beſitzers zurzeit in ganz großer Form befindet.
Zirka 1000 Zuſchauer umſäumten den Platz, als
der gute Unparteiiſche Sattler=Eintracht
Frankfurt a. M. den Ball freigab. Egelsbach
hat Anſtoß, ſcharf und präzis wird der Ball
durch die Mitte vorgetragen, und ſchon ſitzt der
Kernſchuß des Halblinken im Netz der Gäſte
und dabei hätte es der Mithilfe eines
Wall=
dörfer Verteidigers gar nicht bedurft, er konnte
das Unheil nicht mehr abwenden. 1 :01 nach
einer halben Minute. Dieſes
über=
raſchende Tor gab den Einheimiſchen die nötige
Ruhe, während es auf Seiten der Gäſte eine
abſolut nicht notwendige Nervoſität hervorruft.
Sicher und ruhig lief die Kombinationsmaſchine
der Egelsbacher, ſo daß Walldorf in der erſten
halben Stunde lediglich auf die Abwehr
be=
ſchränkt blieb. Immer wieder wirft die
uner=
müdliche Egelsbacher Läuferreihe ihren Sturm
nach vorn, und endlich gelingt es dem kleinen
Halbrechten, aus 20 Meter Entfernung mit
einem Bombenſchuß unter die Latte das 2. Tor
zu erzielen. Walldorf hat ſich nun gefunden
und beginnt das Tor der Platzbeſitzer mit
hef=
tigen Angriffen zu berennen. Da aber ſteht
ein Schlußtrio, das einfach unüberwindlich iſt.
Schuch im Tor wehrt hier verſchiedentlich ganz
groß, und die beiden wuchtigen Verteidiger
ſchaffen mit ihren befreienden Abſchlägen die
notwendigen Atempauſen. Auf und ab wogt
der Kampf, der immer härtere Formen
an=
nimmt; doch der Schiri iſt auf der Hut und
unterbindet alle Regelwidrigkeiten rechtzeitig.
Eine Flanke des Linksaußen kann ein
Wall=
dörfer Verteidiger nur noch mit der Hand
ab=
wehren. Den Elfer verwandelt Ewald Volz
zum 3. Tor, und damit iſt das Schickſal der
Gäſte beſiegelt.
Noch einmal mit aller Gewalt ſuchen ſie das
jeuſen d
Spiel nicht allzuſchwer, ſeine Anſicht durchiu
ſetzen.
Ablen.
ſad der
4us der linf
Ue auf 5e
in der dies
Blatt zu wenden; mitten in dieſen Verſuche?
gehts in die Pauſe. Dann nimmt das Spiel
an Härte und Temperament zu. Unter leidenz
ſchaftlicher Anteilnahme des Publikums g94
der Kampf weiter, beide Torwächter hoben
Gelegenheit, ihr Können unter Beweis 1
ſtellen. Einige Ecken auf beiden Seiten hrint dut
gen nichts ein. Zwei ſcharfe Schüſſe des Wal 2/40 M
dörfer Sturmes ſtreifen knapp über die Latelt
Einen weiteren Schuß hält Schuch. Auf de0
Gegenſeite ſtreifen 2 Bombenſchüſſe des Lintst
außen am Pfoſten vorbei. Weitere Schüſſt
werden von Verteidigerbeinen und Tormännet!”
abgewehrt. Etwa eine Viertelſtunde vor Schl
kann der Walldörfer Hüter eine heill
Situation vor ſeinem Heiligtum gerd
noch klären. Während er noch mit!e
nen Verteidigern ſtreitet, ſ9h44
Ewald Volz ſeinen Abſchlag. m
direktem Schuß in das von ihm 700
nicht wieder bezogene Tor zum
Treffer. Brauſender Beifall belohnt die4
taktiſch gute Aktion. Mit dieſem Erfolg 9004
ſich Walldorf geſchlagen und Egelsbach zufrieht
den. Das Spiel flaut nach und nach ab.
In der Krikik
kommt der Neuling am beſten weg, obwohe
außer dem Mittelſtürmer auch der Rechtsauße?
nicht zur Verfügung ſtand. Die geſamte Mahau
ſchaft wies dennoch keinen ſchwachen Punkt 00b
Sie ſtellte ein gleichmäßig gut beſetztes honau
genes Gefüge dar und hat gerade deshab 2u4
Grund der ausgezeichneten Geſamtleiſtung dieß
ſen zahlenmäßig viellicht etwas zu hohen 8e
redlich verdient.
Den Gäſten war offenbar das Vehe
raſchungstor Egelsbachs in die Glieder geiolte
ren. Bis ſich die Mannſchaft endlich fand ſtohle.
die Partie bereits 2.0 für E. An der
Hintel=
mannſchaft iſt wohl wenig auszuſeten. Di
beſte Teil war wohl die Läufereihe die Ded
an das Können ihrer Gegenüber ncht eutſelt
heranreichte. Hier lag auch wohl in eiſtet
Linie der Grund für die eindeutige Niedeto.
Der Sturm, auf ſich ſelbſt angewieſen, Lond
ſich gegen das ausgezeichnete Egelshoche.
teidigerbollwerk nicht ein einziges Mal ero.
reich durchſetzen. In dieſer Sturmreihe w.
der Rechtsaufen noch der beſte Muuſ. d.
allein aber auch nicht ſchaffen konnte.
brtag, 26. November 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 326
Arberach wehrt ſich tapfer.
einen Ball nicht wegbringen, Knapp iſt zur
Stelle, ſein ſcharfer Schuß hat den Ausgleich
her=
gafſia Dieburg — Bikkoria
geſtellt. Bis zur Pauſe haben die Urberacher
weit mehr vom Spiel als Dieburg, aber ihr
Aortaß 3.1 11.1).
Sturm verſteht es nicht, das Reſultat zu ändern.
br zirka 400 Zuſchauern lieferten ſich beide
ſeer einen ritterlichen Kampf. Die erſte
Halb=
zeüſah die Gäſte leicht im Vorteil und ſie
6ofüz den herausgearbeiteten Torchancen nach
in üdrung liegen müſſen. Dieburg ſpielte in
dügſe Zeitſpanne ſehr zerfahren und ließ ſich
diyhuden Kampfgeiſt des Gegners ganz aus dem
Kimpt bringen. Die zweite Halbzeit ſtand faſt
pogllindig im Zeichen von Dieburg und der Sieg
gerhin Ordnung. — Dem gut amtierenden
Schösrichter Schneider=Union Niederrad,
ſteflln ſich die Mannſchaften in folgender
Be=
ſetzüuug:
Oüidurg: Gruber; Fach 3., Schmidt; Würz,
ſich 1., Blank: Müth, Rebell, Wick, Schmidt,
fro.
Aſtlerach: Genſert; Schwab, Braun; Knapp,
önſert, Schmitt; Lotz, Wunderlich, Lotz,
foh, Rink.
Mit dem Anpfiff
enwkelte ſich ſofort ein ſtrammes Spiel, wobei
beyd Tore des öfteren in Gefahr kamen.
Ur=
beyo ſpielt allmählich eine leichte
Feldüber=
legeneit heraus verpaßt jedoch im Uebereifer
dieſ ſherſten Sachen. Gruber im Dieburger Tor
mußein ganzes Können unter Beweis ſtellen,
umir ſtürmiſchen Angriffe der Gäſte Herr zu
weryhn. Die 30. Min. bringt jedoch die
Wen=
dums Schmidt ſchießt aus dem Hinterhalt das
1. Ir. Die Angriffe der Platzbeſitzer werden
jetzn efährlicher, Kurz darauf iſt es wiederum
Schrmdt, der einen Flankenball knapp über die
Lautköpft. Die Gäſte kämpfen aber unentmutigt
went und können auch in der 35. Minute den
veninten Ausgleich erzielen. Fach 3. kann
Sehr temperamentvoll geht es in die zweite
Halbzeit. Beide Mannſchaften kämpfen hart,
aber fair um die Führung. Dieburg ſpielt einige
ſchöne Torgelegenheiten heraus, aber die
Ur=
beracher Hintermannſchaft vereitelt vorerſt die
Erfolge. In der 12. Minute erzielt Dieburg das
Führungstor. Rebell ſchießt einen ſcharfen Schuß
an die Latte den Nachſchuß verwandelt Schmidt
unhaltbar. Die Gäſte machen noch einige
ver=
zweifelte Gegenangriffe, um wenigſtens 1 Punkt
zu retten, können aber nicht verhindern, daß
Die=
burg in der 32. Minute das Torverhältnis auf
3:1 verbeſſert. Aus einem Gedränge heraus
konnte Wick mühelos einſenden und den Sieg
ſicherſtellen. Urberach macht noch einige
erfolg=
loſe Anſtrengungen und dann iſt Schluß,
Kurze Kritik.
Die Dieburger konnten in ihren
Leiſtun=
gen nicht immer gefallen. Gruber im Tor war
ſehr gut, was man jedoch von der Verteidigung
und Läuferreihe nicht immer ſagen kann. Der
Sturm kam über eine Durchſchnittsleiſtung nicht
hinaus. Nur Schmidt und Wick wirkten
produk=
tiv, während man bei Rebell den körperlichen
Einſatz vermißte.
Die Urberacher haben den heute
gezeig=
ten Leiſtungen nach, den letzten Tabellenplatz
nicht verdient, die Mannſchaft ſpielt einen für
das Auge ſchönen Fußball, ſcheint aber ſchwer
vom Pech verfolgt zu ſein. Ihre beſten Leute
waren der Verteidiger Schwab, Mittelläufer
Genſert und im Sturm der Halblinke Knapp.
Alle anderen paßten ſich gut in das
Mannſchafts=
gefüge ein.
Die Reſerven trennten ſich 1:1.
Pfungſtadk unkerliegk dem B.ſ. R.-Endſpurk.
Rothenheber, müſſen bei einem Zuſammenſtoß
MIA. Bürfagt — Bermagig auf das Geheiß des Schiedsrichters den Platz
verlaſſen. Jetzt ſpielt Arheilgen nur noch mit
neun Mann und kann das Spiel immer noch
offen geſtalten. Gleich darauf fabriziert
Arheil=
fungſtadt 3:2 (1:2).
gen ein Eigentor, womit die Niederlage beſie=
Ne Bürſtädter hatten geſtern eine harte Nuß
Aoeſte M zu mäen. Das kam vielleicht zum Teil daher,
Freh, m daßß ran die Sache in Erinnerung des glatten
Richter,” 11::/4jeges aus dem Vorjahre zu leicht nahm,
d Nur dagen die Gäſte aber in ganz großer Form
an=
zu lan” trag. de Bürſtädter waren ganz platt, als die
rbeit M. Germmyen bereits in der 4. Minute durch einen
führt Hardlfer, den der Bürſtädter Läufer Ruh verur=
Unden ] ſackät und den der Germanen=Verteidiger Voß
Eel glaltverwandelte, in Führung ging. Dieſer
ſo=
ar löm forn) Erfolg ſteifte den Pfungſtädtern mächtig
und hil ders ragen, zumal ſie als geſchloſſene Einheit
pfena gum; Fahrt waren und dem Gaſtgeber
keines=
ffert ii we4s das Feld überließen. Die Ueberraſchung
uten U begm ſchärfere Formen anzunehmen, als die
vorn m. Pfriyſtädter in der 22. Minute durch einen
ſchöir erwandelten 25=Meter=Strafſtoß von Spieß
auff?0 erhöhen konnten. Dazu ließen ſich die
Pfuintädter mit ihrem erſtklaſſigen Schlußtrio
Darmtädter, Nickel, Voß gar nicht aus der Ruhe
bri kon. Sie konnten aber nicht verhindern, daß
die =Enheimiſchen nach halbſtündiger Spieldauer
einnTr aufholen. Das Spiel blieb trotzdem bis
zur, Auſe offen, die Germanen zeigten aber, daß
ſie iſt gegenüber dem Vorjahre gewaltig
ent=
widiel baben.
ſſch der Pauſe legen die Bürſtädter mit
Moch los, der linke Läufer Ruh gibt eine hohe
Vonlge auf Halbrechts, die Vettel zum
Aus=
gle30 verwandeln konnte. Kurze Zeit darauf
überh der diesmal ſchwächer als ſonſt
amtie=
renme Spielleiter Enzel=Darmſtadt glattes
Ham)iel der Pfungſtädter Verteidigung. Den
zirin 0) Zuſchauern wurde nun ein mäßiges
Spielbeider Parteien ſerviert, ſcheinbar hatte
mau ch vorher doch etwas zu ſehr verausgabt.
Imhdſpurt holte ſich Bürſtadt einen knappen
Sieig urch Ruh, der aus dem Hinterhalt ſchoß.
Pfungſtadt
zeisltbei dem heutigen Spiel, daß die
Mann=
ſchaf ehr gut zu kämpfen verſteht.
Hauptſäch=
lichs ds Schlußdreieck war hervorragend,
wäh=
kenn ie Läuferreihe etwas ſchwächer wirkte.
Selsrebendig ſpielten im Sturm die drei
Haſ=
ſenwals, der beſte Teil des Sturmes war aber,
narmtlich vor der Pauſe, der Halblinke Spieß,
dern ſinen, Außenſtürmer Greifenſtein ſehr gut
eingcze und im übrigen als Motor des Angriffs
hnstehen werden darf.
be Bürſtädter hatten in Gotha, Schmidt,
Ruch Emich und Grünewald ihre beſten Spieler.
Dieß Jannſchaften ſtanden:
ungſtadt: Darmſtädter; Nickel, Voß;
Schermann, Steinmetz, Becker; Haſſenzahl 1.,
2., Spieß, Greifenſtein.
Arſtadt: Gebhardt; Guckemuß, Gotha;
Stü/ſann, Schmidt, Ruh; Güntling, Vettel,
Gra ſpald, Emich, Kratz.
H. H
Bälliger Lorſcher Sieg!
On pig Lorſch-04 Arheilgen
2:0 11:0).
ſter der ſchwachen Leiſtung von
Schieds=
riaN Rehm=Worms kam ein ganz
intereſ=
am” Spiel zuſtande, deſſen Reſultat nicht ganz
den epielverlauf entſpricht. Arheilgen war
Loex jederzeit ein ebenbürtiger Gegner und
den nüir durch unglückliche Umſtände. Die Tor=
Hac in waren in der 1. Hälfte gleichmäßig
ver=
ter Mit dem Schluß der 1. Hälfte bekommt
Z9Min undurchſichtiger Weiſe einen Elfmeter
A49Erochen, der den Halbzeitſtand erbringt, Kurz
Nadher Pauſe wird Fleck=Arheilgen verletzt vom
DA geführt und kann nicht mehr erſcheinen.
Hecnald und der Linksaußen von Lorſch,
gelt iſt. Die drei Stürmer hatten noch einige
Gelegenheiten, das Reſultat günſtiger zu
geſtal=
ten, waren aber gegen die von ihrer
Körper=
kraft äußerſt Gebrauch machenden Verteidiger
von Lorſch zu ſchwach, ſich erfolgreich durchzuſetzen.
Kritik!
Lorſch hatte ſeine beſte Waffe in der
Vertei=
digung und Läuferreihe. Vom Sturm war nicht
allzuviel zu ſehen.
Arheilgen zeigte trotz der Niederlage eine
ge=
ſchloſſene Leiſtung. Jeder füllte ſeinen Poſten
gut aus.
Die Mannſchaften:
Lorſch: Gärtner; Schmidt, Degen; Adrian,
Lorbacher, Ludwig; Wahlig, Angert, Herd, Netz,
Rothenheber. — Arheilgen: Körber;
Tra=
ſer, Barnewald; Erzgräber, Becker, Weſp; Bauer,
Beiſel, Groth, Fleck, Rückerich.
Me
Kreis Starkenburg.
Kreisklaſſe 1, Gruppe 3
(9denwald).
Die Terminliſte der Rückrunde.
2. 12. 1934:
Michelſtadt—O.=Ramſtadt. Sch.=R. Lerch=Eberſtadt.
Groß=Zimmern-Höchſt; Jung=Weiterſtadt.
Roßdorf—Schaafheim; Göckel=Darmſtadt.
Babenhauſen ſpielfrei.
9. 12. 1934:
Michelſtadt—Höchſt: Sch.=R.: Geiſt=Dieburg.
O.=Ramſtadt—Gr.=Zimmern; Hillgärtner=Dſtdt.
Babenhauſen—Roßdorf; Hain=Seligenſtadt.
Schaafheim ſpielfrei.
16. 12. 1934:
Gr.=Zimmern—Michelſtadt; Ihrig=Gr.=Gerau.
Höchſt—O.=Ramſtadt; Hain=Seligenſtadt.
Schaafheim-Babenhauſen; Geiſt=Dieburg.
Roßdorf ſpielfrei.
13. 1. 1935:
Groß=Zimmern—Roßdorf; Enzler=Darmſtadt.
Höchſt—Babenhauſen; Melk=Wixhauſen.
Schaafheim—Ober=Ramſtadt; Sattig=Dieburg.
Michelſtadt ſpielfrei.
20. 1. 1935:
Babenhauſen—O.=Ramſtadt; Enzler=Darmſtadt.
Roßdorf—Michelſtadt; Hillgärtner=Darmſtadt.
Schaafheim—Höchſt; Müller=Griesheim.
Groß=Zimmern ſpielfrei.
27. 1. 1935:
Ober=Ramſtadt—Roßdorf; Ihrig=Gr.=Gerau.
Michelſtadt—Babenhauſen; Sattig=Dieburg.
Gr.=Zimmern—Schaafheim; Klinger=Gr.=Gerau,
10. 2. 1935:
Babenhauſen—Groß=Zimmern; Lerch=Eberſtadt.
Roßdorf-Höchſt; Melk=Wixhauſen.
Michelſtadt—Schaafheim; Jung=Weiterſtadt.
Ober=Ramſtadt ſpielfrei.
Spielbeginn für die ganze Rückrunde 14.00
Uhr, 2. Mannſchaften um 12.15 Uhr.
Die Schiedsrichter werden aufgefordert, ihre
Kenntnisnahme dem Spielleiter ſchriftlich zu
be=
gez.: Dr. Grünewald.
ſtätigen.
Die Beſprechung, die ich verſchiedentlich
Vereinsvertretern gegenüber vor Beginn der
Rückrunde in Ausſicht ſtellte, wird mit Rückſicht
auf die im Januar beginnenden
Fußball=
vokalſpiele um etwa 14 Tage, auf Ende
Dezember, verſchoben. Ich weiſe die Vereine
auf genaueſte Beachtung der im „Deutſchen
Fußballſport”. Heft 24, vom 22. 11. 34
ver=
öffentlichten Beſtimmungen über die
Austra=
gung der Pokalſpiele hin.
gez. Dr. Grünewald, Kreisführer.
Berlin bleibt unſere Sockeh=Hochburg.
Zum zehnken Mal Silberſchild=
Sieger.
Baden verliert verdient 7:2 (4:1).
Die größte interne Hockeyprobe iſt der
Kampf um den berühmten Silberſchild. Wer
ihn erringt, darf ſich mit Recht als
Deutſch=
lands beſten Hockeygau bezeichnen. Nun,
Ber=
lin hat ihn errungen, doch in dieſem Fall
ge=
nügt nicht die Tatſache an ſich ſchon, ſondern
man muß auch das „Wie” berückſichtigen. Wie
Berlin ſich bis zum Endſpiel durchſchaffte und
in einem gewaltigen Endſpurt die Trophäe
er=
folgreich verteidigte, das war eine
Meiſter=
leiſtung. Berlin iſt und bleibt die deutſche
Hochburg im Hockey. Das 7:2 ſpricht deutlich,
zu deutlich vielleicht, aber doch iſt dieſes harte
Urteil gerecht. Vielleicht erhoffte gar mancher
ein überraſchend gutes Abſchneiden der
Bade=
ner. In eingeweihten Kreiſen ſchloß man aber
von vornherein die Möglichkeit ſelbſt eines
Unentſchieden aus. Normalerweiſe ſollte ein
Drei=Tore=Sieg Berlins herausſpringen. Nun
entpuppte ſich Berlin beſſer, als man dachte,
während die badiſche Hintermannſchaft einige
Fehler mehr beging, als man ihr von
vorn=
herein zutrauen durfte; ſo kam auf
verſtänd=
liche Art das hohe Ergebnis zuſtande.
Berlin ſtellte eine hervorragend
durchge=
bildete Elf. Vor einem ſehr ſicheren
Schuß=
dreieck ſtand eine einwandfreie Läuferreihe,
gleich gut in Defenſive und Offenſive. Dazu
geſellte ſich ein famos aufgelegter Sturm mit
einem überragenden linken Flügel Scherbarth=
Meßner. Die Badener erwieſen ſich als ſehr
ballſicher, ſie hatten aber in ihrem Verteidiger
Haußmann einen kraſſen Verſager, während
der Torhüter Wittbrock nach gutem Anfang mit
der ſteigenden Torziffer unſicherer wurde. Die
Läufer waren eifrig und tapfer, ſie ſtanden
aber auf verlorenem Poſten. Wenig zu
beſtel=
len hatte der Sturm im Kampf gegen eine
ſo hervorragende Hintermannſchaft, wie ſie
Berlin beſaß.
Auf dem BHC.=Platz hatten ſich trotz dem
unfreundlichen Wetter 3000 Zuſchauer
einge=
funden. Nachdem beide Mannſchaften ſich bald mit
den Tücken des glatten Bodens vertraut
ge=
macht hatten, übernimmt Berlin in der achten
Minute durch Weiß, der eine Vorlage von
Mehlitz verwandelt, die Führung. Baden iſt
mehrmals im Berliner Schußkreis, doch es
reicht nur zu mehreren Strafecken. Erſt in der
13. Minute kann der durchbrechende Halblinke
Mayer den Ausgleich erzwingen. Doch
drei Minuten ſpäter ſtoppt Müller einen
wundervollen Flankenball von Meßner, Schuß
.. und ſchon liegt Berlin 2:1 in Führung. In
der 25. Minute erhöht Scherbarth, der den
Ball unhaltbar unter die Latte jagt, auf 3:1
und wenig ſpäter zum Halbzeitſtand von 4:1.
Wegen des ſtärker werdenden Regens wird
ohne Pauſe weitergeſpielt. Einige Angriffe der
Gäſte bleiben erfolglos, dagegen ſetzt
Branden=
burg in der ſiebenten Minute den Torreigen
durch Meßner fort: 5:1. Scherbarth
reiht den ſechſten Treffer an und nun wehren
ſich die Badener eine Zeitlang verzweifelt, aber
ihre Anſtrengungen ſind vergeblich. Die
Ber=
liner übernehmen nach kurzem Feldſpiel
wie=
der das Kommando, und in der 19. Minute
verwandelt. Weiß unheimlich ſcharf eine
Strafecke zum ſiebenten Tor. Die zahlenmäßige
Niederlage kann Badens Halbrechter
Hoff=
mann durch ein zweites Tor abſchwächen,
aber zu weiteren Erfolgen reicht es nicht mehr.
Die aufmerkſamen Schiedsrichter Kirberg=
Köln und Mayer=Eſſen laſſen den Schlußpfiff
ertönen.
Sportwart Künnecke überreicht der
bran=
denburgiſchen Mannſchaft abermals den
Silber=
ſchild, der nun von ihr zum zehnten Mal auf
ein weiteres Jahr in Verwahrung genommen
wird.
Hockey=Fteundſchaftsſpiele.
Süddeutſchland: TV. 57 Sachſenhauſen —
Frankfurter TV. 60 5:0, Reichsbahn/Rot=Weiß
— FSV. Frankfurt 1:3. Damen 4:1; TV.
Fechenheim 1860 — Stadt=SV. Frankfurt 2:1,
Damen 0:8: DHC. Wiesbaden — Höchſter HC.
3:4, Damen 2:1; Wiesbadener THC. —
Offen=
bacher RV. 74 1:2; TFC. Hanau —
Frankfur=
ter TV. 60, Reſ., 1:1. Damen 2:7; Kreuznacher
HC. — SC. Frankfurt 1880 0:0, Boruſſia
Neun=
kirchen — Allianz Frankfurt 1:2; Saar 05
Saar=
brücken — Eintracht Frankfurt 4:3; Eintracht
— Allianz Frankfurt, Damen 4:0.
Rugby: SC. Frankfurt 1880 — Heidelberger
RK. 5:6. Eintracht Frankfurt — BSC. 99
Offen=
dach 40:0, Frankfurter TV. 1860 — Stadt=SV.
Frankfurt 18:0, RG. Heidelberg — SC.
Neuen=
heim 11:0.
Ueberlegener deutſcher Box=Sieg.
Polen in Eſſen vor 8000
Zu=
ſaaueett Lr.5 gerctägen.
Die weſtfäliſche Induſtrieſtadt Eſſen ſtand am
Wochenende im Zeichen des Boxländerkampfes
zwiſchen Deutſchland und Polen. Schon in den
frühen Morgenſtunden des Samstags waren die
Schlachtenbummler aus allen Gegenden des
Rei=
ches eingetroffen, um die ſich bietende
Gelegen=
heit, einen kleinen Bummel durch die „Stadt des
Eiſens und der Kohle” zu machen,
wahrzuneh=
men. Die offizielle Begrüßung der polniſchen
Boxer erfolgte am frühen Nachmittag im
Sitzungs=
ſaal des Rathauſes, wo u. a. Eſſens
ſportfreudi=
ger Oberbürgermeiſter Dr. Reismann=Grone und
der Fachamtsleiter der deutſchen Boxer,
Rüdi=
ger=Berlin, herzliche Worte an die Vertreter
des Nachbarlandes richteten. Im Namen der
polniſchen Nation dankte der Präſident des
pol=
niſchen Box=Verbandes, Rechtsanwalt Linke=
Warſchau.
Als am Abend pünktlich um 20 Uhr die
Ver=
anſtaltung durch den Einmarſch der beiden
Na=
tionen eröffnet worden war, hatten ſich in der
großen Eſſener Ausſtellungshalle V über 8000
Zuſchauer eingefunden. Wie erwartet, endete der
Kampf ſelbſt mit dem famoſen Siege unſerer
Boxer, die den Kampf in durchweg großartiger
Form beſtritten und einen hohen 11:5 Sieg
lan=
deten. Dabei hatten wir noch das Pech, daß unſer
Fliegengewichtler Rappſilber=Frankfurt infolge
Uebergewichts von vornherein beide Punkte
ab=
geben mußte.
Die Kämpfe:
Unſer Fliegengewichtler Rappfilber kam mit
nahezu drei Pfund Uebergewicht nach Eſſen. Alle
Bemühungen, „Gewicht zu machen” ſcheiterten:
Man kam nur bis auf 50 Gramm herunter.
Rot=
holc=Warſchau erhielt ſo am Abend beide Punkte.
— Das Treffen „ohne Wertung” endete
unent=
ſchieden.
Im Bantamgewicht ſchlug Staſch=Kaſſel
For=
lanſki=Warſchau klar nach Punkten. Der Deutſche
arbeitete beſonders im Nahkampf, den er
ge=
ſchickt immer wieder ſuchte, mit gutem Erfolg.
Staſchs Punktvorſprung konnte der
energie=
geladene Pole zum Schluß nicht mehr
aus=
gleichen.
Kajnar=Poſen ſchaffte durch ſeinen
Punktſieg über Aring=Osnabrück den 4:2
Vor=
ſprung der Polen. Der deutſche Federgewichtler
mußte zu Beginn viel einſtecken; er kam zum
Schluß zwar ſtark auf, aber an dem Sieg des
Polen war nichts zu ändern.
Nur ein Mann ſtand am
Leichtgewichts=
kampf im Ring: Schmedes=Dortmund. Sofort
nach dem Gongſchlag ſtürmte der Deutſche auf
ſeinen Gegner Banaſiak=Lodz ein. Der Pole
kämpfte ſtändig auf dem Rückzuge, durch eifriges
Klammern brachte er ſich jedoch mit Mühe über
die Runden. Hoher Punktſieger: Schmedes.
Stand: 4:4.
Im Weltergewicht bezwang Campe den Polen
Miſiurewicz ebenſo überlegen nach Punkten.
Der elegant und berechnend kämpfende Deutſche
ſtudierte zunächſt den ungeſtüm den Kampf
ſuchenden Polen. Dann drehte er mächtig auf
und erhielt den ſicheren Punktſieg.
Im Mittelgewicht machten Schmittinger und
Chmielewſki=Polen unentſchieden. Von Beginn
an gab es einen harten Kampf, der keinem der
beiden Kämpfer Vorteile brachte. Gerechter
Aus=
gang.
Im Halbſchwergewicht glänzte der Deutſche
Figge im Kampfe gegen Karpinſki=Polen durch
ſeine prächtigen Aufwärtshaken. Aus allen
La=
gen raf er ſeinen ſich tapfer wehrenden Gegner
und kam zum verdienten Punktſieg.
Seine große Schlagkraft ſpielte im
abſchlie=
ßenden Schwergewichtskampf Runge gegen
Krenc=Polen aus. Der Deutſche traf ſeinen
Geg=
ner ſchon in der erſten Runde ſchwer und
lan=
dete über den zum Schluß ziemlich fertigen
Geg=
ner einen hohen Punkt=Erfolg.
Mannſchaftsringen im Gau
Südweſt.
ASBgg. Mainz — Borwärls
Groß=Zimmern 13:3.
Der die Vorrunde im Mannſchaftsringen um
die Meiſterſchaft des Bezirkes Main/Heſſen im
Gau Südweſt abſchießende letzte Kampftag
brachte unter anderem die Begegnung der
bei=
den Tabellen=Erſten in Mainz. Zu dem
erwar=
teten harten Kampf kam es allerdings nicht, da
einerſeits die Mainzer in ſtärkſter Aufſtellung
ihren Gaſt empfingen, andererſeits Groß=
Zim=
mern mit Erſatz antrat, wodurch ſich eine
Um=
ſtellung der Mannſchaft in mehreren
Gewichts=
klaſſen nicht vermeiden ließ. Das Fehlen des
relativ ſtärkſten Groß=Zimmerer Vertreters Ohl
im Leichtgewicht machte ſich dabei beſonders
be=
merkbar. So kam denn unter der fachkundigen
Leitung des Schiedsrichters König=Frankfurt die
Mannſchaft des letztjährigen Gaumeiſters, Mainz
88, vor über 800 Zuſchauern zu einem klaren
Sieg. Schulterſiege holten ſich die Mainzer im
Leicht= und Weltergewicht durch Guthmann und
Gawenda über Poller und Schönig, und zu
Punktſiegen reichte es dem Gaſtgeber im Feder=,
Mittel= und Schwergewicht mit Lunkenheimer,
Ditt und Horn über Geier, Reinhardt und
Bernhardt. Lediglich im Bantamgewicht ſicherte
ſich Poth=Groß=Zimmern einen Punktſieg über
Heukeroth=Mainz, während der Kampf im
Halb=
ſchwergewicht zwiſchen Börner=Mainz und Danz=
Groß=Zimmern unentſchieden endete.
KSV. Darmſtadt 10 weilte in Neu=
Iſen=
burg beim KSV. und unterlag 0:21, da die
Gäſte ſich beim erſten Gang benachteiligt
fühl=
ten und die Begegnung abbrachen.
Zwei neue deutſche Gewichtheber=Rekorde.
Mit einem vollen Erfolg endete ein vom
Sportklub Auguſta Augsburg veranſtalteter
Kraftſportabend im Hauſe der Deutſchen
Ar=
beit in Augsburg. Im Mittelpunkt der
Ver=
anſtaltung, die guten Sport brachte, ſtanden
einige Rekordverſuche, die von Erfolg gekrönt
waren. Zuerſt gelang es dem deutſchen
Halb=
ſchwergewichtsmeiſter Deutſch=Augsburg, ſeine
eigene Höchſtleiſtung im beidarmigen Stoßen
von 300 auf 305 Pfund zu ſtellen, dann war es
der deutſche Meiſter Schuſter=München 1860, der
ſeinen eigenen Rekord im Bantamgewicht im
beidarmigen Drücken von 170 auf 172 Pfund
ſchraubte
Token=Gedenkſchwimmen
„„Beilnn.
der Nachwuchs drängt nach vorne.
Auch dem zweiten Tag des Toten=
Gedenk=
ſchwimmens des SSC. 89 Berlin war ein
her=
vorragender Erfolg beſchieden. Eine große
Zu=
ſchauermenge hatte Gelegenheit, ſich von den
Fortſchritten unſeres Schwimmer=Nachwuchſes
zu überzeugen. Freeſe ſchlug über 800
Meter Crawl den deutſchen Meiſter
Dei=
ters=Magdeburg in der famoſen Zeit von
10:39.4, die noch 10,3 Sekunden beſſer iſt als
der deutſche Rekord von Deiters. Die neue
Beſtleiſtung dürfte jedoch, da die Bahn nur
35½½ Meter lang war, keine Anerkennung
fin=
den. Der Stettiner Nüske gab nach etwa 500
Meter auf, der däniſche Meiſter Jörgenſen lag
zum Schluß etwa 70 Meter zurück. Ueber 200
Meter Crawl belegte Heibel den erſten
Platz in 2:21.1. Bei den Damen wartete Hilde
Salbert=Charlottenburg über 400 Meter
mit der guten Zeit von 6:05,4 auf. Hanike=
Dresden und die junge Breslauerin Groth
endeten in 6:14,6 auf dem zweiten Platz.
Europameiſter Sietas=Hamburg übernahm
im 200 Meter Bruſtſchwimmen ſofort die
Füh=
rung vor dem däniſchen Meiſter Malmſtröm
und ſiegte ſicher in 2:47. Ueberaus knapp war
das 100 Meter Crawl. Meiſter Fiſcher=
Bremen mußte ſich tüchtig ſtrecken, um Heiko
Schwartz=Magdeburg noch mit 1:00,5 um /
Sekunde hinter ſich zu laſſen. Im
Kunſtſprin=
gen der Damen konnte die Europameiſterin
Schieche=Spandau durch ihre Kürübung den
Vorſprung von Frau Samſon (SSC. 89
Ber=
lin) nicht mehr aufholen und wurde um 2,6
Punkte geſchlagen. Bei den Herren erwies ſich
Marauhn=Poſeidon Berlin wieder einmal als
wirklicher Meiſter.
Neuer Welt= und Europarekord beim Düſſeldorfer
Schwimmfeſt.
Das Internationale Schwimmfeſt, das der
SV. Düſſeldorf 98 am Wochenende veranſtaltete,
hatte in ſportlicher Hinſicht einen ganz
großar=
tigen Erfolg zu verzeichnen. Hollands Europa=
Meiſterin Rita Maſtenbroek ſiegte, am
Sonntag im 100=Meter=
Rückenſchwim=
men in der neuen Weltrekordzeit von 1:16,8
und verbeſſerte damit die alte Höchſtleiſtung der
Amerikanerin Elanore Holm mit 1:18,2 ganz
be=
trächtlich. Die famoſe Zeit erzielte die
Hollän=
derin in erſter Linie durch ihr großartiges
Anfangstempo, denn ſie legte die erſten 50 Min.
in nur 36 Sekunden zurück. Bereits am
Sams=
tag hatte Frl. Maſtenbroek das 400=Meter=Crawl=
Schwimmen in 5:27,6 gegen eine Staffel des
ver=
anſtaltenden Vereins gewonnen. Bei den am
Sonntag fortgeſetzten Kämpfen gelang es dem
ausgezeichneten Nachwuchsſchwimmer Erwin
Si=
mon, Gladbeck, im 200=Meter=Rücken=
Schwimmen mit 2:38,3 einen neuen Europa=
Rekord aufzuſtellen. Der Inhaber der bisherigen
Höchſtleiſtung war Ernſt Küppers mit 2:39,7. Die
Zwiſchenzeiten von Simon waren für 50 Meter
33,6 und für 100 Meter 1:13,6. Küppers
deut=
ſcher und Europa=Rekord beſtand ſeit dem Jahre
1930.
Groß=Skaffelläufe oder nichk?
Ein neues Werbeplakal für die
Winker=Olympiade,
das vom Organiſationskomitee der Olympiſchen
Winterſpiele jetzt herausgebracht wurde.
Birger Ruud gewann den
Dugwweg=poial.
Von zuſtändiger Seite wird mitgeteilt:
Die Frage, ob und in welcher Weiſe 1935
Groß=Staffelläufe ſtattfinden werden, iſt noch
nicht entſchieden. Im Vordergrund aller
Er=
wägungen ſteht die Olympia=Vorbereitung.
Durch die notwendige Konzentrierung auf
abſo=
lute Spitzenarbeit muß alles zurücktreten, was
dieſem Ziel nicht dient. Es beſteht die
Möglich=
keit, daß die Groß=Staffelläufe in
geänder=
ter Form zur Durchführung gelangen. Aber
dann nur auf einer Linie, die der
Olym=
pia=Vorbereitung Nutzen bringt.
Der deutſche Meiſter im 110=Meter=
Hürden=
laufen Erwin Wegner wird ſeinen Wohnſitz von
Berlin nach Halle verlegen, da er zum
Nachfol=
ger des Europameiſters im Stabhochſprung,
Gu=
ſtav Wegner=Halle, am Inſtitut für
Leibes=
übungen der Univerſität Halle beſtimmt wurde.
Die Fußball=Mannſchaft des Wiener SC.
Ra=
pid wird im kommenden Sommer eine
Wettſpiel=
reiſe durch die ſüdamerikaniſchen Staaten
unter=
nehmen. Insgeſamt ſollen zwölf Spiele
ausge=
tragen werden.
Wie alljährlich, ſo wurde auch diesmal
wieder die deutſche Winterſportzeit mit dem
Skiſpringen auf dem Zugſpitzplatt eingeleitet.
Hunderte von Zuſchauern, unter ihnen auch
der Reichsſportführer und zahlreiche andere
Ehrengäſte von der Tagung des Olympig=
Komitees. Die unterhalb des Schneefernerkopfes
errichtete Schanze befand ſich in beſter
Verfaſ=
ſung. Unter den 76 Springern war der
nor=
wegiſche Trainer Birger Ruud, der ebenſo wie
ſein Landsmann Johnſon für den SC.
Par=
tenkirchen ſtartete, der Beſte. Mit Sprüngen
von 31,5, 34 und 35 Meter erreichte er mit
337,8 bei weitem die beſte Noie des Tages
und brachte damit den Zugſpitz=Pokal für
die=
ſes Jahr in ſeinen Beſitz. Den zweiten Platz
belegte Johnſon mit Note 316,9 vor Stoll=
Berchtesgaden und Meinel=Augsburg. In
Klaſſe 2 kam Hans Reiſer=Garmiſch auf Note
286,1 und hiermit zum Siege. Ergebniſſe
Klaſſe 1: 1. Birger Ruud=Partenkirchen
Note 337,8 (Sprünge 31,5, 34, 35 Meter), 2.
Johnſon=Partenkirchen 316,9 (29 33, 34,5), 3.
Stoll=Berchtesgaden 31 34, 34 (310,4), 4.
Mei=
nel=Augsburg 28, 32, 32 Meter (310,4), 5. Guſtl
Müller=Bayriſchzell 28, 33, 34,5 (302).
In Berlin ſpielte am Samstagabend die
eng=
liſche Eishockey=Mannſchaft der Richmond Hawks
im Rahmen des Europa=Pokal=Wettbewerbs
ge=
gen den Berliner Schlittſchuhclub und gewann
mit 5:1 Toren. Der SC. Rieſſerſee, der
eben=
falls ein Europa=Pokalſpiel, und zwar in Paris,
gegen Stade Frangais austrug, verlor hoch mit
1:7.
Nach den zum Europapokal zählenden
Tref=
fen der Eishockeymannſchaften des Berliner
Schlittſchuh=Clubs und von
Rich=
mond Hawks London ſtellten ſich die
Gäſte am Sonntag noch einmal zu einem
Freundſchaftskampf. Auch diesmal behielten ſie
klar mit 4:2 (2:0, 1:0, 1:2) die Oberhand. Der
BSC. trat mit einer etwas „verjüngten”
Mannſchaft an.
Falck Hanſen/Rauſch gewannen das
Dreiſtunden=Mannſchaftsrennen in Kopenhagen
vor den Dänen Anker Meyer—Anderſen Danholt
und Chriſtenſen/Harboe. Funda/Pützfeld wurde
eine Runde zurück Vierte, mit drei Runden
Ab=
ſtaud folgten Buyſſe/Buſchenhagen.
Zeunstämpt i Männgeiin.
Berlin ſiegt wie erwarlet 5:0.
Am Samstag und Sonntag wurde in der
Mannheimer Rhein=Neckar=Halle ein
Tennis=
kampf Berlin gegen Baden ausgetragen.
Natür=
lich gewannen die Berliner Vertreter, unſere
Davispokalſpieler G. v. Cramm und H. Henkel,
überlegen 5:0; die Badener Dr. Buß=
Mann=
heim und Wetzel=Pforzheim waren nie imſtande,
ihre Gegner zur vollen Hergabe ihres Könnens
zu zwingen.
Der erſte Tag brachte den Berlinern die
zu erwartende 2:0=Führung ein. Im
Einlei=
tungskampf beſiegte Henkel den Mannheimer
Dr. Buß 6:4, 3:6, 6:3. Dr. Buß verlor den
erſten Satz verhältnismäßig knapp gegen den
ungeſtüm angreifenden Berliner, im zweiten
Satz lief er dann zu großer Form auf und
ge=
wann klar 6:3. Den Schlußſatz entſchied
Hen=
kel nicht zuletzt durch ſeinen Bombenaufſchlag
6:3 für ſich. Im zweiten Spiel gewann
der Deutſche Meiſter v. Cramm in 25
Minu=
ten gegen Wetzel 6:2, 6:0. v. Cramm
be=
herrſchte das Feld, er ließ ſeinen Gegner nie
zum Zuge kommen. Der Pforzheimer gewann
zwar gleich zu Beginn zwei Spiele, dann war
es aber zu Ende mit ſeiner Kunſt. Er wurde
von v. Cramm an der Grundlinie feſtgehalten
und ausgepunktet.
Der zweite Tag brachte am Vormittag
zunächſt die beiden reſtlichen Einzelſpiele, nach
denen Berlin 4:0 führte. Wieder zeigten ſich
die badiſchen Spieler als zu ſchwach, um den
Reichshauptſtädtern auch nur einigermaßen
ernſthaften Widerſtand entgegenſetzen zu können.
Im erſten Spiel gab Henkel gegen Wetzel
den erſten Satz mit 6:3 ab, dann aber zog er
6:4, 7:5 davon, ohne ſich auszugeben. Leichter
als erwartet und ſicherer als es das 6:3, 6:3=
Ergebnis wiedergibt, fertigte v. Cramm Dr.
Buß ab. Im erſten Satz führte Dr. Buß bis
2:1, dann aber ging der Berliner nach 4:2, 4:3
unaufhaltſam 6:3 davon. Im zweiten Satz ging
v. Cramm 4:0 in Führung, der Badener machte
zwei Spiele, dann ſiegte v. Cramm 6:3.
Den Höhepunkt der Veranſtaltung bildete
zweifellos das Doppelſpiel v. Cramm
Henkel—Dr. Buß/Wetzel. Die Badener
liefer=
ten ihr weitaus beſtes Spiel. Bei den
Berli=
nern gab einmal das große Können v. Cramms
und dann das gute Eingeſpieltſein den
Aus=
ſchlag. Trotzdem fiel der Sieg ſehr knapp aus,
dem Spielverlauf nach aber zu knapp mit 5:7,
3:6, 7.:5, 5:7.
Tennisabteilung der TSG. 1846.
Wiederholt wird darauf aufmerkſam gemacht,
daß heute, Montag, den 26. November,
abends 20.15 Uhr, im Grünen Zimmer der
Woogsturnhalle, die Monats=
Verſamm=
lung ſtattfindet. Es iſt zu wünſchen, daß auch
einmal eine größere Anzahl von ſolchen
Mitglie=
dern dazu erſcheint, die zum Tiſchtennis nicht
oder nicht regelmäßig kommen. Wer ſich über
den Winterbetrieb unterrichten will, kann es
heute abend tun. Anfragen und deren
Beant=
wortung wären leichter zu erledigen, wenn das
Intereſſe größer wäre. Maſſenbeſuch mit
Rekord=
ziffer wird erwartet.
Elßworth Vines gewann das
inter=
nationale Berufsſpieler=Tennisturnier in
Wem=
bley mit fünf Siegen vor dem deutſchen Meiſter
Hans Nüßlein, dem Amerikaner Tilden, Plaa=
Frankreich und Barnes USA.
Der Tſcheche Karel Kozeluh iſt
zum Trainer der amerikaniſchen Davis=Pokal=
Mannſchaft berufen worden.
Dortmunder Radrennen
Lindemann / Haſſelberg gewinnen das
Mann=
ſchaftsrennen.
Nach alter Ueberlieferung wurden am
Toten=
ſonntag in der Dortmunder Weſtfalenhalle
Amateur=Radrennen durchgeführt, die dem
Gedenken der toten Helden gewidmet waren.
Im Amateur=Fliegerkampf wurde der deutſche
Meiſter Merkens im Endlauf wegen
Innen=
durchgehens diſtanziert. Sieger wurde ſo
Lorenz=Chemnitz vor Haſſelberg, Jung=Dresden
und Merkens, der als Erſter eingekommen
war. Das anſchließende Zweiſtunden=
Mann=
ſchaftsrennen verlief überaus jagdenreich.
Haſſelberg / Lindemann (Dortmund=Bochum)
ſiegten mit einer Geſamtleiſtung von 86,80 Km.
und 46 Punkten dor Arndt/Süß, denen eine
Bahnlänge zurück Mertens/Küſter und die
Münſteraner Tertilte/Schmidt folgien.
Drei=Städke=Kunſtturnkanpt
in
Mannheim ſiegt vor Frankfurl
und Mainz.
Der im vollbeſetzten Frankfurter Volksbu
dungsheim zwiſchen den Mannſchaften des Tax
46 Mannheim, TV. 46 Mainz=Kaſtel und da
Tgde. Bornheim durchgeführte
Kunſtturnkam=
endete mit einem ſicheren Siege des TV.
Mannheim. Die Mannſchaften beſtanden gun
ſieben Turnern, die je eine Kürübung an Reu
Barren und Querpferd zu turnen hatten. Viſt
Mann jeder Riege zeigten eine Kür=
Freiübunn=
während die reſtlichen drei Turner an den ſtin,
hängenden Ringen turnten. Dem Kampf vorazu
ging eine Totenehrung, bei der DT.=Kreisführn
Dr. Hermann Kahle die Anſprache hielt.
Unter der Oberleitung des früheren Fram
furter Oberturnwartes, Ludwig Deckert, tratot
die Mannſchaften in der angekündigten Aufſte.
lung an. Lediglich Mannheim hatte Schway=
durch den alten Kämpen Endreß erſetzt. Mitde
Turnen am Barren ging Mannheim bereiſt w
nach der zweiten Uebung in Führung, die es bö wä
zum Schluſſe ſtändig behielt. Hervorragend
wog=
beſonders Six=Mannheim und Robert Haßlexu3”
Frankfurt, die es beide auf 58 Punkte brachte=
Nach Beendigung des Barrenturnens hat
Mannheim 365 Punkte gegen 360 von
Frann=
furt. Mainz=Kaſtel, das eine junge aber körpes in
lich ſtarke Vertretung entſandt hatte, lag hieſl eer
nit 328 Punkten ſchon ausſichtslos zurück. —. luge blin
Mit den Leiſtungen am Querpferd konnte maig ens an der
vie bei faſt allen bisher ſtattgefundenen Kämry Mund
fen, nicht zufrieden ſein. Auch hier ſtellte wiedog
Nannheim die beſten Turner in Hafner, der
fü=
ſeine fließend geturnten Uebungen auf 59 Pktt
am. Tgde. Bornheim fiel an dieſem Gerät ſtatu ne
zurück. Den 373 Punkten. Mannheims ſetzié mnd
Bornheim nur 349 entgegen. Mainz brachte ofkeuig verpa
ierbei auf 335. — Geſamtſtand: Mannheim 7366 mnn) ſei arl
Frankfurt 709, Mainz 663. — Die Freiübungeu mreibe ſie 4
ſtanden auf recht beachtlicher Höhe. Frankfunr ud auch verka
nd Mannheim erzielten mit 220 Punkteu
gleiche Wertung, Mainz dagegen fiel um weitern
19 Punkte zurück. Die höchſte Punktzahl erzielten=
Schmelcher=Mannheim, Riſtenberger und Stakſt
Bornheim, die alle mit 57 Punkten bewertet
purden. Stand des Kampfes: Mannheim R.,
Frankfurt 929, Mainz 864. — Ueberraſcht wune?
mnan von dem Turnen an den ſtillhängendenſt
Ringen. Beſonders die Mannheimer zeigten hienn 10.
ganz Hervorragendes. Hafner brachte es auf 94 e
Stix auf 58 Punkte. Der beſte Frankfurter war / Vertr
hier Robert Haßler mit 56 Punkten. Bei Mainzn
merkte man die ſehlende Uebung an dieſem Ges
rät. Stand des Kampfes: Mannheim 11200
Frankfurt 1092, Mainz 1003. — Die beſteinl me
Leiſtungen brachte wiederum das Recktürneng
Von den 21 Turnern blieben nur zwei unter 504
Punkten. Während die Mannheimer durch ihen
beſtechenden Schwünge und Verbindungen über
Fänzg it Me icht
zeugten, hatten die Frankfurter ihre Stäre in
Pacht keantwertei.
den Abgängen. Schmelcher und Robert huhlei
3.
wurden mit 59 Punkten am höchſten beweitel.
Mannheim erzielte hierbei 377 Punkte gegen 70
von Frankfurt, aber auch Mainz konnte mit 36
gut Schritt halten. — Das Endergebnis= / Eeſtin
1. TV. 46 Mannheim 1506 Punkte, 2. TodeX i.
Frankfurt=Bornheim 1467 Punkte, 3. TV. M0 9. hie
Mainz=Kaſtel 1366 Punkte. Die beſten Einzele!
turner waren: Schmelcher=Mannheim 228 Pfte,”
2. R. Haßler=Frankfurt und Hafner=Mannheiſ,
je 226 P., 3. Stark=Frankfurt 220 P., 4. Sticn
Mannheim 218 P., 5. Acker=Mainz und Wuhler=7 9 für einen
des
Mannheim, je 211 Punkte.
um
Iisrert
Einen Blitzſieg errang der Bonneln
Halbſchwergewichtler Adolf Heuſer im Berlinelk
„Neue=Welt=Ring‟ Der Weſtdeutſche erwiſchie!
den Franzoſen Vauclard ſchon zu Beginn miln
einem Volltreffer, und nach zwei Minutelle
mußte ſich Vauclard auszählen laſſen.
In einem Ausſcheidungskampl!
um die Schwergewichtsmeiſterſchaft ſtanden ſioh0l 4A dier.
in New York King Levinſky und Arthur Laſichl 4
gegenüber. Nach 10 Nunden wurde das Trefſehe Miſe
unentſchieden gegeben.
Als Unternehmer betätigen wird ſiold
in Zukunft der deutſche Exmeiſter im Schweke!
gewicht, Hein Müller=Köln, der ſich infolgeg
Fernlaſtzuges, der auf der Strecke Köln=Dres”
den verkehrt.
einer Augenverletzung vom aktiven Boxſpolad
zurückziehen muß. Müller iſt Beſitzer einee.
Wir gedenken unſerer Token.
Im ganzen deutſchen Vaterlande wehten am Sonntag die
Fahnen auf Halbmaſt. Totenſonntag. Der Tag der ſtillen
Ein=
kehr und des Gedenkens an die Unzähligen, die für immer
ein=
gegangen ſind in die große Armee. Auf den Schlachtfeldern
Flanderns fand vor 20 Jahren die herrliche deutſche Jugend den
Heldentod. Wir gedenken der großen Kämpfer, die mit dem
Durchbruch bei Brceziny die Millionenfront der Ruſſen
zer=
brachen und dabei ihr Leben ließen für das Vaterland. Wir
werden dieſe Männer nie vergeſſen.
Auch die Reihen des deutſchen Sports wurden in dieſem
Jahre gelichtet. Viele traf es gerade in dem Augenblick, als ſie
in friſch=fröhlichem Kampfe den Siegespreis erjagen wollten.
Für Junge und Alte ſchlug die Schickſalsſtunde Am Sonntag
brachten wir Zußs Verbundenheit mit den Dahingegangenen
durch eine feierliche Totenehrung zum Ausdruck. Auf allen
Sportplätzen und Sporthäuſern wurden die Fahnen auf
Halb=
maſt geſetzt. Die Schiedsrichter haben alle Spiele auf eine
Minute zum ſtillen Gedenken an unſere Toten unterbrochen.
Tauſende und aber Tauſende auf den Fußballplätzen in allen
Gauen gedenken in Ehrfurcht derjenigen Sportler, die nicht mehr
unter uns weilen. Recht lang iſt die Liſte der ſportlichen
Kämpfer, deren Lebensflamme in den letzten elf Monaten des
Jahres ausgelöſcht wurde. Sie ſoll eine Gedenkliſte ſein und uns
mahnen, in ihrem Sinne weiter zu wirken und ihre Pläne, die
z ſelbſt nicht mehr vollenden konnten, Wirklichkeit werden zu
liſſen.
Es ſtarben:
reiter Major v. Roſenberg; am 28 Major a. D. Charly
Haus=
mann, einer der verdienſtvollſten Männer des Turnierſports; am
29. der Segelſport=Pionier Johann Theede=Kiel.
Im Februar: Am 5. Fürſt Ernſt zu Lynar, Graf v.
Ree=
dern, einer der größten deutſchen Pferdezüchter; am 26. der
ehem. Generalſekretär und Pferdeſportler Major a. D. F. Wolff.
Im April: Am 6. der japaniſche Davis=Pokalſpieler Jiro
Satoh, der auf der Ueberfahrt nach Europa den Freitod in den
Wellen ſuchte; am 15. der Motorradfahrer Willi Prötzig=
Ber=
lin durch Unfall beim Eilenriede=Rennen; am 22. der
Motor=
radfahrer Willi Kolbe an den Folgen eines Sturzes; am 22.
der Autorennfahrer Carlo Pedrazzini=Italien beim Bordino=
Pokalrennen in Italien.
Am 30. Dezember der Jockei A. Zimmermann durch
bagdunfall,
Im Januar: Am 3. der Fußballſpieler Bräutigam=Halle;
m 6. H. Chapman=London, der Manager des engl. Ligameiſters
irſenal: am 7. der Nürnberger Fußballſvieler Pollert; am 8.
x italieniſche Rennfahrer und Targa=Florio=Sieger Arturo
Franci; am 11. der Autorennfahrer Frhr. v. Münchhauſen bei
einem Unfall; am 18, der Amateurboxer und deutſche
Mittel=
dewichtsmeiſter Heinrich Rennen=Köln; am 22. der Amateur=
Im Mai: Am 6. der Autorennfahrer Charly Jellen=
Mün=
chen bei einem Unfall; am 12. Emil Richli, der einer der beſten
Radrennfahrer der Welt war; am 13. der franzöſiſche
Autorenn=
fahrer Noret: am 16. der Leichtathlet Willi Förſter; am 17. der
Leipziger Fußballſpieler Paulſen=Pömpner, der vielfach in der
Nationalmannſchaft mitwirkte, und der Berliner Trabertrainer
Hermann Schleuſener.
Im Juni: Am 2. E. Frankl=Wien bei einem Sturz beim
Eifelrennen; am 12. der portugieſiſche Flieger d’Abrécu durch
Abſturz bei der Kunſtflug=Weltmeiſterſchaft; am 21. die
Münſteraner Volbracht und Koch durch Abſturz beim
Deutſch=
land=Flug; am 23. folgte ihnen ihr Fliegerkamerad Haaris nach;
am 24. ſtürzte der Breslauer Motorradrennfahrer Fritz
Bau=
mann beim Rieſengebirgsrennen zu Tode; am 26. der
General=
ſekretär der OBT. Curt Caeſar und der ehem. Amateurboxmeiſter
Adolph Krehl=Untertürkheim, ſowie der amerikaniſche Pilot
James Wedell durch Abſturz nach einem Weltrekordflug.
Im Juli: Am 1. die drei Motorradrennfahrer Gunnar
Kalen=Schweden und die Belgier Noire und Demeyter, die beim
Großen Preis von Deutſchland im Kampf den Tod fanden; am
22 bei der 2000=Kilometer=Fahrt durch Unfall Frentz=München,
Schmöker=Leipzig. Brandſtetter=Köln und Brunswig=Hamburg;
am 25. der Sportſchriftleiter Schmidt=Gummy; am 28 der
be=
kannte Sportflieger und Teilnehmer am Europaflug Frhr. von
Dungern durch Abſturz.
Im Auguſt: Am 3. der bekannte Türnierreiter Freiherr
von Langen, der auf der Amſterdamer Olympiade mit Drauf=
gänger die Goldene Medaille errang, an den Folgen eſe
Sturzes; am 4. Eberhard von Zitzewitz=Weedern, einer der di0ß?
ten deutſchen Pferdezüchter; am 11. der Schweizer Autorehlill Ne
fahrer Ulli Maag; am 14. der Motorradfahrer Weskutt=Wuppk.””
tal beim Kölner Stadtwaldrennen; am 14. der Schrittmagſ. A5
Lang durch einen Trainingsunfall; am 16. Guy Moll=Fraſe.
reich, der Sieger im Grand Prix von Monaco und des Abce
Rennens durch Sturz beim Acerbo=Pokalrennen; am 17. die
kannte Berliner Motorſportlerin Edith Fritſch durch Sturz.!
der Schwarzwald=Höhenfahrt. und v. Nordem=Bozen, der bei de
Anfahrt zum Bergpreis nach Freiburg den Tod fand; am Ke
Stallmeiſter Oskar Fritſch, der am Aufbau der Schaunumſe.
bei Reitturnieren den größten Anteil hat: am 21. Dr. Wage.
Stuttgart, der vor dem Kriege zu unſeren beſten Bruſtſchwimile.
gehörte; am 26. die Motorradfahrer Kleile=Zuffenhauſen 977
Schneid=Gelnhauſen durch Sturz beim Wartberg=Rennen: 4ch
der rumäniſche Fliegerhauptmann Hubert, der Bob=öſ.
meiſter 1933.
Im September: Am 4, der amerikaniſche Weltreſol
flieger Douglas Davis” am 9. der Beiwagenfahrer Witzelechli.
durch Unfall beim Feldberg=Rennen; am 16. die holländiſchl.
Radrennfahrer Klags v. Nek jr., Hoevens und Reiinders 9u.c
Autounfall; am 18. die Motorradfahrer Gottſchalk=Ilmenal. L.
Schanz=Hedersleben an den Folgen ihrer Stürze beim Schle.
Dreiecksrennen; am 20 Prof. Dr. Berger, der frühere langl
rige Vorſitzende der DT.: am 23. der franzöſiſche Meiſterechl.
Lucien Gaudin, der 1928 zwei Olympiaſiege errang: O.
Prof. Kohlhepp. der Mitgründer des Deutſchen Ski=Verbale.
Im Oktober: Am 2. der franzöſiſche Weltrekorditie”.
Lemoine durch Abſturz; am 3. der Leivziger Schrittmacher D.
ſchneider; am 15. der deutſche Olympigkämpfer Maus, der. .
dem Brand der „Morro Caſtle” ums Leben kam an 24.D
italieniſche Boxer Ferrari an den Folgen eines Niederſchicge.
am 22. die engliſchen Flieger Gilman=Baines, die beihl. S.
rennen nach Auſtralien in Italien abſtürzten.
Im November: Am 5. der Berliner Angteurborl.
Willi Panne: am 9. der belgiſche Radſportführer Fernand.2.
Walter!”
non; am 10. der Trainer G. Becker=Karlshorſt; all.
Benſemann, einer der Begründer des Deutſchen Fußhallchich.
und bekannter Fachjoürnaliſt.
[ ← ][ ][ → ] zth 32 hat ſich der Provinzialausſchuß ſchon einmal mit der
„ſeFaßt und damals wurde von demſelben entſchieden, daß es
hüxagefalle um Polizeikoſten infolge polizeilicher Einweiſung
m Pflegeanſtalt, nicht um eigentliche Fürſorgekoſten handle.
ſterbringung in die Pflegeanſtalt ſelbſt muß als polizeiliche
„fsrchme betrachtet werden, ihre Durchführung würde aber wohl
nach ſeſorgerechtlichen Beſtimmungen zu beurteilen ſein. Für den
Kreisöeppenheim (Heil= und Pflegeanſtalt daſelbſt) liege hier, ſo
wirt d un der Klagſeite ausgeführt, ein Präzedenzfall vor. — Aus
der kveisaufnahme geht hervor, daß es ſich zur Zeit um einen
gemeiuefährlichen Geiſteskranken in der Perſon des Wilhelm
Harpnnn handelt — Der Kläger will die Sache fürſorgerechtlich
behezulr ſehen. Der Beklagte betont, die Anſtaltspflege habe
fortygunden, eine Unterbrechung der Hilfsbedürftigkeit ſei nicht
eingretten, überdies die Klage wegen Unzuſtändigkeit des
kla=
gende Fürſorgeverbandes abzuweiſen und ſchließlich handle es
b ſm Polizeikoſten, für die jetzt auch der Staat einen Zuſchuß
as Urteil weiſt die Klage koſtenpflichtig ab.
gßlage der Barbara Simonis Wwe, zu Bensheim
ſe Entſcheidung des Kreisamts Bensheim vom 3 Mai 1934
wegunſlichterteilung der Erlaubnis zum Betrieb
einue Schank=Kaffeewirtſchaft mit
Brantweinaus=
ſchanlm Hauſe Hindenburgſtraße 27 zu Bensheim. — Das
Be=
dürfnu für die Wirtſchaft wurde von den gehörten Stellen
ver=
neinn die Geſuchſtellerin betont, daß Lokal beſtehe ſeit 1919 nach
in dem 4de des Ehemanns verpachtete die Witwe den
Wirtſchafts=
betritel was nach Ausſage der Klägerin für ſie verluſtreich war.
Die zouläufige Konzeſſion wurde vom Kreis
Nädr. 91 2c deflſen Wäd e Feſlde
ſKlage des Gerhard Heinrich Nees zu Radheim
gege zu enr Beſcheid des Kreisamts Diebura vom 19. September
u 1934Augen Nichterteilung eines
Wandergewerbe=
ſcheſſtis — Der Kläger iſt noch nicht 25 Jahre alt, und deshalb
hislgs nwurhne er Schein verſagt; er will mit Kurzwaren haudeln, iſt auf
end ſo einenn luge blind und kann das Schreinerhandwerk wegen eines
Gebmuns an der Hand nicht mehr ausüben; er iſt auch jetzt
ver=
heiranie und hat Familie zu ernähren. — Der Schein wird
ertſt.
klage der Kath. Schwöbel zu Darmſtadt gegen den
Ades Kreisamts Darmſtadt vom 17. April 1934 wegen
tteilung eines Nachtrags in ihrem
Wan=
uyw erbeſchein. — Die Geſuchſtellerin bezeichnet die zu
eenden Heilkräuter als harmloſe Heilmittel, die von der
mil ertig verpackt bezogen werden; ſie erklärt, ihr Ehemann
Zauinann) ſei arbeitslos und ſie ernähre den Ehemann,
außer=
intreibe ſie Bleiſtifte Zur Erläuterung werden Bücher
ver=
hm auch verkauft. — Das Urteil weiſt die Klage ab.
* Verwallungsgerichlshof.
Hage des Peter Wilhelm. Landwirt in Ober=
Ram=
tegen Aufwertung von Einzugs= und
Ein=
zeld. — Wir haben über dieſe Sache in den vorderen
ſzigen und namentlich in Nr. 132 vom 14 Mai 1934
ausführ=
eichtek. — Landwirt Wilhelm hat gegen das die Aufwertung
ür zzuſſtg und begründet erklärende Urteil die höchſtrichterliche
hie =Entſotedung mittelſt des Rechtsmittels der Reviſion angerufen.
Franſt—— Dä:Vertreter der Gemeinde Ober=Ramſtadt erklärt, mit
Rück=
ſten Lſicht” die bevorſtehende geſetzliche Regelung der Allmendfragen
mögen te Angelegenheit zur Zeit beruhen bleiben. Die
Verhand=
lung 4r ausgeſetzt, nachdem auch der Vertreter des
Staats=
interaſs ſich zuſtimmend zu einer Vertagung geäußert und auch
der mits ende Kläger ſein Einverſtändnis erklärt hat.
Briefkaſten.
Infrage iſt die ſetzie Bezugsquttung belzufügen. Anonyme Anfragen werden
icht beantwortei. Die Beaniwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkeit.
N5. hier. Richten Sie ein Geſuch um Erlaß des
Zah=
hehls wegen der fälligen Zinſen an das für den
Schuld=
uändige Amtsgericht. Im übrigen werden mit Wirkung
kanuar 1935 hinſichtlich der Aufwertungs=Hypotheken noch
/Peſtimmungen (Fälligkeit des Kapitals uſw.) zu erwar=
ſch hier. Werktags vorm. 8 Uhr bei der Schriftleitung.
1. Dieſe Koſten gehen die Erbengemeinſchaft
müen alſo anteilig von allen Erben getragen wer=
. Art. 1 des heſſiſchen Geſetzes über die Abmarkungen
be=
ſtimunt „Von einer Abmarkung der Eigentumsgrenzpunkte kann
ang für einen Teil einer Gemarkung — mit
Genehmi=
gunmdes Landesvermeſſungsamtes abgeſehen
wer=
den, man eine Feldbereinigung zu erwarten iſt.” — 3. Der
Erb=
verziſywvertrag bedarf der gerichtlichen oder notariellen
Beur=
lundun Wie Sie richtig zu 3. bemerken, erbt nach Geſetz (alſo,
Mwenn beſtament nicht vorliegt) der überlebende Ehegatte neben
uſer iu” Vermawten erſter Ordnung ein Viertel. Die Eintragung der
Er=
ge ben j.nGrundbuch wird nicht zu umgehen ſein. Der
Nach=
beis ihe geſetzlichen Erbfolge kann nur durch einen dem
Grumſch amt vorzulegenden Erbſchein geführt werden.
Wegehes Erbſcheines müßten Sie bei der Geſchäftsſtelle des
zu=
ſtänd der Nachlaßgerichtes Antrag ſtellen.
4hier. Auch wer einen Mietzins oder eine ſonſtige
Ver=
gütung annimmt, die unter Berückſichtigung der geſamten
Verh üimiſſe als unangemeſſen anzuſehen ſind, läuft Gefahr, wegen
Miet juhers beſtraft zu werden.
ſen E. Bei natürlichen Perſonen bleiben vermögenſteuer=
110 000 RM. in jedem Fall; 2. 10 000 RM. für die Ehe=
10 000 RM. für jedes minderjährige Kind des
liciſten, das zu ſeinem Haushalt gehört. Der Freibetrag kann
uffltrag für volljährige Kinder gewährt werden, die auf
Koſteln des Pflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden und
das : Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wenn ſie nicht zum
Haustct des Pflichtigen gehören.
99. Da Kündigungen, wenn nichts anderes vereinbart,
1uma ſch luſſe eines Monats oder Kalendervierteljahres
er=
ſolges nüſſen, muß die Wohnung mit Geſchäft mit Ablauf des
Monau (alſo hier: 30. November) geräumt ſein. Die für
Darm=
ſtadt ſtenden Räumungsfriſten würden nur dann zu gewähren
ſein, dnn der Mieter bei Beendigung des Mietverhältniſſes den
lebe 9z in die neue Wohnung nicht bewerkſtelligen könnte.
Die Aüſſel müſſen Sie bei Verlaſſen der Wohnung abliefern
und, ſinen ſich im verneinenden Falle dem Vermieter gegenüber
ſchad uerſatzpflichtig machen.
U
w
deveriebenve:
Es iſt Schickſal, wenn eine Kompagnie nach dem erſten
Ge=
fechstag aufhört zu beſtehen. So geſchah es mit unſerer 3.
Kom=
pagnie des RJR. . . . die mit unbändigem Frontgeiſt
ausmar=
ſchierte, um nach noch nicht ganz vier Wochen ausgetilgt zu ſein.
24 Heldenſöhne deckten den Waldrand und wurden dort, wo ſie
gefallen, in einem Maſſengrab beerdigt. Ueber 80 Verwundete
zählte man am Abend jenes Freitags. Der Reſt wurde der
1. Komp. zugeteilt, um weiter gegen den Feind zu ſtehen.
Zum zweiten Male haben wir damals die Schlacht bei
Beaumont geſchlagen. Dieſes Mal kamen wir von Norden, die
Franzoſen von Süden, 1870 umgekehrt.
Die Maas hatten wir überſchritten. Unaufhaltſam drängte
unſere Reſerpe=Diviſion nach Weſten und Süden. Unſer aktiver
Hauptmann Freiherr von St. zu N. und O. hatte einige
Beden=
ken, als er die Kompagnie übernommen hatte. Seine aktive
Kompagnie hatte er eintauſchen müſſen. Seine Bedenken
wur=
den am Tage des größeren Gefechtes beſeitigt und bleiben es
für alle Zeiten, wie er bei unſerer erſten Zuſammenkunft
aus=
führte. Unſere Kompagnie hatte auf dem Vormarſch die
wenig=
ſten Fußkranken, weil keiner fehlen wollte, wenn es an den
Feind geht.
Auf der Vormarſchſtraße erhielten wir ſchwaches Feuer aus
Oſten und Südoſten aus einem Wald heraus. Leichtere
Ver=
wundungen ſetzte es ab, doch keiner blieb zurück. Die Schamröte
wäre ihm ins Geſicht geſtiegen, da wir uns alle kannten, weil
wir aus D. und O. ſtammten. Die Spitze, mit der unſer
Brigade=
führer wie immer marſchierte, Oberſt v. H., hatte ſich entwickelt,
als die Straße auf einem franzöſiſchen Artillerieſchießplatz
mün=
dete. Im Süden dehnte ſich ein Abhang, der beſetzt wurde. Zwei
Kampagnien ſchloſſen ſich an. Auch unſere 3. ſollte nach Südweſten
verlängern, wie Major v. W. es befahl. Unſer Hauptmann
er=
kannte ſofort die drohende Gefahr und warf uns in den Wald,
der ſich öſtlich der Straße hinſtreckte. Faſt glitt man im Lehm
aus, unſer Hauptmann immer vorneweg. Schon war ein
In=
fanteriegewehr in die Hand genommen, und die Treibjagd
be=
gann. Die Rothoſen ſaßen auf den Bäumen und ſandten ihre
wenig freundlichen Grüße in unſere Reihen. Für uns war dies
das größte Vergnugen, ſie von den Bäumen herunterzuſchießen.
Schwer fielen ihre Körper auf den Waldboden, dumpf war ihr
Aufſchlag. Schon war unſer bewährter Führer verwundet, doch
jetzt brach erſt der richtige kuror teutonieus ſich durch. Wir
über=
querten eine Lichtung, auf der ich in der folgenden Nacht als
Verwundeter liegen ſollte, nachdem mich die franzöſiſche
Feld=
wache meinem Schickſal überlaſſen hatte. Der Wald lichtete ſich
und wir beſetzten den Waldrand, wie es das Reglement
vor=
ſchrieb. Wir hatten in ein Weſpenneſt geſtochen, in 6—8 Linien
liefen die feindlichen Reihen an. Wir ſchoſſen wie in
Friedens=
zeiten, bald war der Lauf heiß. „Maſchinengewehre vor!” erſcholl
der Ruf. Sie waren bereits auf der Anhöhe in Stellung
gegan=
gen hatten ihre erſten Schüſſe abgegeben, als ſie auch ſchon von
feindlichem Artilleriefeuer vollkommen eingedeckt wurden. Ihr
Führer Hauptmann P von G. war einer der erſten Toten. In
aller Seelenruhe ſchritt am Waldrand unſer kaltblütiger
Haupt=
mann die Linie ab, hier und da ſeine Anweiſungen gebend. Am
linken Flügel marſchierten die Franzoſen in einer Mulde in
Marſchkolonne heran. Doch unſere Leute waren auf dem Poſten.
Die Führer waren bald abgeſchoſſen, und die Mannſchaft ſtutzte.
Es waren alles aktive Truppen, deren Führer ſicher erkannt
hat=
ten, daß wir einen Sack ſtoßen wollten. Weſtlich und öſtlich von
uns ſtand noch der Feind. Er ſchickte ſich an, die ganze Diviſion
abzuſchneiden und einzukreiſen. Meine Kompagnie bildete einen
wirkſamen Flankenſchutz, der gerade zu rechter Zeit und in
letz=
ter Minute eingeſetzt worden war, um das Unheil zu verhüten.
Von drei Seiten erhielten wir Feuer, doch wir wehrten uns,
wie der Fahneneid es von uns verlangte.
24 Tote, über 80 Verwundete! Ihr Opfer war nicht umſonſt.
Sie haben ſich geopfert, damit andere leben. Am nächſten Tage
wurde der Vormarſch nach der Marne angetreten
Im Frühjahr und Herbſt treffen ſich die Ueberlebenden der
Kompagnie. Es ſind nicht ganz 50. Erinnerungen werden
aus=
getauſcht. Bei allem Ernſt kommt auch der Humor zum
Durch=
bruch. Manche Träne blinkt, wenn wir unſerer Toten gedenken,
die ihren Frontgeiſt mit dem Heldentod beſiegelt haben.
Dr. K. W.
Die Weihnachtstage in
Neſſelwang im Atlgäu
verleben, heißt Erholung und Winterſportfreuden genießen.
Ausgezeichnete Sportverhältniſſe + Ia Skiſchule
erſiklafſige Unterkunft und Verpflegung.
1. Fahrt vom 22. Dezember 1934 (Nachts) bis 5. Januar 1935
.. . . . . RM. 82.—
14 Tage ....."
2. Fahrt vom 25. Dezember 1934 (Nachts) bis 5. Januar 1935
11 Tage ... . . . . . . . . . . . . RM. 71.—
3. Fahrt vom 25. Dezember 1934 (Nachts) bis 2. Januar 1935
8 Tage ..... . . . . . . . . . . . RM. 54.—
In dem Geſamtpreis iſt Fahrpreis D=Zug 3. Klaſſe
ein=
ſchließlich voller Penſion und Trinkgelder enthalten.
An=
meldungen und Auskunft am Reiſeſchalier des
Darmſtädter Tagblatt.
Dg. Arheilgen, 24. Nov. Luftſchutz=Werbeabend.
Die Ortsgruppe Arheilgen des Reichsluftſchutzbundes hatte geſtern
zu einem Werbeabend ins Gaſthaus „Zur Sonne” eingeladen, zu
dem ſich beſonders die SA. recht zahlreich eingefunden hatte. Als
Redner war Herr Kapitän Velten gewonnen. Nach kurzen
Begrüßungsworten gab der Leiter der Ortsgruppe Arheilgen, Pg.
Stroh, einen kurzen Tätigkeitsbericht der Ortsgruppe, die
nun=
mehr rund 600 Mitglieder zählt. In ſeinen Einführungsworten
wies Herr Velten auf die Bedeutung des zivilen Luftſchutzes
hin. Gerade in der heutigen Zeit ſei es eine unbedingte
Not=
wendigkeit, ſich mit dem Luft= bzw. Heimatſchutz zu beſchäftigen Verantwortlich für Politik und Wirtſchaft; Rudolf Mauve; für Feuilleton. Neich
arbeiten. Während die anderen Staaten ſtark rüſten und ſich ſür „Die Gegenwart Tagesſpiegel in Bild u. Wort: Dr. Herbert Netie; für den
Kriege beſondere Bedeutung zukomme, da ſie ein ideales Angriffs= D. A. K. 34. 22411, Lruck und Verlag: 2. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23
Verſailler Vertrag genommen an eine aktive Luftabwehr zu Sprechſtunden der Redaktion= Vormittags 12—1 Uhr. uachmittags 6—7 Uhr.
denken. Deutſchland ſei das luftgefährdetſte Land, da es im
Mit=
telpunkt Europas liege. In anſchaulicher Weiſe ſchilderte der
Redner die Gefahren der Luft, die unſerem Vaterlande im Kriegs=
falle drohen, und die verheerende Wirkung der zur Verwendung
kommenden Gas= und Brandbomben. Das Einzige, was wir
die=
ſer ungeheuren Gefahr entgegenſetzen können, iſt der zivile
Luft=
ſchutz. Nach 1½jährigem Beſtehen zähle der Reichsluftſchutzbund
rund 4 Millionen Mitglieder, in Starkenburg ſeien ihm 10
Pro=
zent der Bevölkerung angeſchloſſen. Der Bedeutung des zivilen
Luftſchutzes entſprechend ſeien dieſe Zahlen entſchieden zu niedrig.
Es ſei Aufgabe eines jeden Volksgenoſſen, alles zur Erhaltung
des Volksvermögens zu tun, Luftſchutz und damit Selbſt= und
Heimatſchutz zu treiben. Von zahlreichen anſchaulichen
Lichtbil=
dern unterſtützt, fanden die überzeugenden Ausführungen des
Redners einen intereſſierten Zuhörerkreis. Nach kurzer Pauſe
hielt der Redner ein eingehendes Referat über die chemiſchen
Kampfſtoffe und deren Zuſammenſetzung aus den verſchiedenen
Grundſtoffen. Hier ſei es das Gas, dem im Kriegsfalle beſonders
Bedeutung zukomme, deſſen verſchiedene Arten und Wirkungen der
Redner auf Grund der Erfahrungen des Weltkrieges vor Augen
führte. Dieſe Wirkungen der Gifte müſſen wir alle erkennen, um
ihnen begegnen bzw. ſie mildern zu können. Darin beſtehe die
Aufgabe des Luftſchutzbundes. Es gelte, Aufklärung zu ſchaffen,
was beſonders in den Luftſchutzſchulen geſchehe. Auch in
Arheil=
gen ſolle demnächſt ein Lehrgang ſtattfinden, und jeder
Volks=
genoſſe, ob Mann oder Frau, müſſe an dieſem Werk des Selbſt=
und Heimatſchutzes mithelfen. Nach Worten des Dankes an den
Referenten ermahnte Pg. Stroh zur Mitarheit und ſchloß den
eindrucksvollen Werbeabend mit einem dreifachen Sieg=Heil auf
den Führer.
Reichsſender Frankfurt
Frankfurt: Montag, 23. November
6.00; Bauernfunk. — 6.15 und 6.30: Gymnaſtik.
6.45: Zeit,
Meldungen. — 6.50: Wetter. — 6.55: Morgenſpruch, Choral. —
700: SA.=Kapelle der Standarte 167, Kaſſel. Ltg.:
Muſikzug=
führer Schröder.
In einer Pauſe ca. 8.00: Nur für
Frank=
furt: Waſſerſtand, Wetter. — 8.30: Stuttgart: Gymnaſtik. —
00: Nur Trier: Kammermuſik. — 9.20: Heitere Lieder.
9.40: Humor im Ltéd. — 19.00: Nachr. — 10.15: Schulfunk:
Saarland — Saarland! — 10 45: Praktiſche Ratſchläge für
Küche und Haus. — 11.00: Werbekonzert. — 11.30:
Mel=
dungen. — 11.45: Sozialdienſt.
12 00: Stuttgart: Mittagskonzert des Philharmon: Orcheſters. Lkg.;
K Albrecht. — 13.00: Stuttgart: Zeit, Saardieiſt, Nachr.
13.10: Nachr. — 13.15. Stuttgart: Meiſter ihres Inſtruments.
(Schallpl.). — 14.15: Zeit Nachr. — 14.30: Wirtſchaftsbericht.
14.45: Zeit, Wirtſchaftsmeldungen. — 14.55: Wetter. — 15.00:
Nur Kaſſel: Nachr. — 15.15: Kinderſtunde: Jegr baſteln wir
Weihnachtsgeſchenke! — 15.30: Kurzgeſchichten aus dem Leben,
15 45: Studenten ron heute. Erziehung im Kameradſcha tshaus.
16 00: Vom Deutſchlandſender: Von Lieoe, Lerd und Fröhlichkeit.
Kapelle Emil Rooß. — 18.00: Jugendfunk: Seemannsgarn!
Funkſketſch um eine Seekuh. — 18.15: Hufſchlag m Blut. Vom
Schickſalsweg der Balten. Von Achm v. Aferman. — 18.30:
Bücherfunk: Berge und Menſchen.
18 45: Konſtanz: Muſik aus „In einem kühlen Grunde‟, Singſpiel.
19.45: Das Leben ſpricht. — 20.00: Zeit, Nachr. — 20.10:
Volk und Wirtſchaft an der Saar, Berichte und Geſpräche.
20.30: Aus dem Goethehaus Frankfurt a. M.: Mufik um Goethe,
21.10: Schöpferiſche Freundſchaft. Goethe und Marianne v.
Wille=
mer. 21.30: Die Verſailler Saarverhandlungen. Hörſpiel über die
Vorgänge, die zur Lostrennung des Saargebiets führten. Von
K. Bartz. — 22.00: Zeit, Nachr. — 22.15: Nachr., Wetter,
Sport. — 22.30: Konzert. Ausf.: Irmgard Sturtz (Alt), Hans
Rosbaud (Klavter) — 23.00: Doppel=Konzert. Das Funkorch.
Ltg.: Cornelius; die Funktanzkapelle, Ltg.: Hauck. — 2400;
Stuttgart: Nachtmuſik.
Deutſchlandſender
Deutſchlandſender: Montag, 26. November
6.00: Hamburg: Wetter. — 6.05: Nachr. — 6.15: Berlin:
Gym=
naſtik. — 6.30: Tagesſpruch. — Anſchi: Choral. — 6.35:
Weimar: Muſikzug der SA.=Standarte 94 Lig.: A. Kühn.
In eimer Pauſe gegen 7 00: Nachr. — 8,00: Sperrzeik. — 8.454
Leibesübung für die Frau. — 9.00: Sendepauſe: — 9.40:
Eliſabeth Gerloff: Landfrauen ſorgen für Wintervorräte
10.00: Nachr. — 10.15: Frankfurt: Deutſches Volkstum.
Saar=
land. Ein Landſchaftsbild. — 13.50: Körperliche Erziehung.
Schulung zur Kraft — 11.15: Seewetterbericht. — 11.30
Joachim Flechtner; Herbſtkongreſſe als Zeitbilder. — Anſchl.;
Wetter. — 11.50: Glückwünſche.
12.55: Zeitzeichei. — 13.00:
12 00: Hamburg: Mittagskonzert.
— Anſchl.: Wetter. — 13.45:
Vertraute Klänge. (Schallpl.).
Nachr. — 14.00: Sperrzeit. — 14.55: Programm, Wetter,
Börſe. — 15.15: Von deutſcher Frauenkunſt: M. Donner: Sport=
und Modekleinigkeiten zur Selbſtanfertigung. — 15.40:
Werk=
ſtunde für die Jugend: Der Fotoamateur als
Familiengeſchichts=
forſcher.
16 00: Von Liebe, Leid und Fröhlichkeit. Kapelle Emil Rooſz.
17.30; R. Brandt und A. Forſtreuter: Bauern, Hirten und
Staatsmänner. Quer durch den Balkan. — 17.50: Gefährliche
Sekunden. Erlebnisberichte deutſcher Sportler. — 18.10:
Ju=
goſlawien. Kleine Reſe mit Schallpl. — 18.40: Freiheit in
der Gemeinſchaft Hanns Johſt ſpriſt zur deutſcher Zugend.
(Aufn) — Anſchl.: Das Gedicht; anſchl.: Wetter.
19.00: Stuttgart: „Aſtrologie lügt nie” oder „Wily leſt Poeſie‟.
Ein luſtiges Hörſpielchen. — 20 00: Kernſpruch; anſchl.:
Kurz=
nachrichten. — 20.15: Flinke Finger. (Schallvl.. — 20.45:
Emmi Braun ſpielt: Courvoiſier, Schumann und Reger. — 21.30:
Wir ſuchen und finden. Seenen aus neuen dramatiſchen Werken.
„Seine Maieſtät der Kmdskopf”, Komödie v. E. v.
Deman=
dorſky. — 22.00: Wetter=, Tages= und Sportnachr. — 22.30:
Zeitfunk. — 22.45: Seewetterbericht. — 23.00: Köln: Bunte
Volksmuſik.
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Witterung für Montag und Dienstag: Fortdauer des in den
Niederungen nebligen Wetters mit Nachtfroſt.
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aus dem Beit heraus,
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und Ausland und Heiſiſche Nachrichten: Max Streeſe; ſür deu Schlußzdieuſt: Andreas
und an der Ertüchtigung und Erſtarkung des Vaterlandes mitzu= Bauer; für den Handel: Dr. (. 6. Querich; ſür den Sport; Karl Böhmaun
mehr und mehr auf die Luftwaffe, der in einem kommenden Anzeigenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtlich in Darmſtadt.
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Montag, 26. November 1934
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11)
„Nein”, ſagte Karſten und legte die Hand auf den Tiſch,
„damit habe ich nichts zu tun. Mit all dem habe ich nichts zu
ſchaffen, und Sie brauchen nicht zu denken, daß da etwas aus
mir herauszuholen iſt, weil ich jetzt ſo nachgegeben habe. Ich
war eben fertig. Ich war ganz und gar fertig. Und wenn Sie
nicht gekommen wären, hätte ich mich einem andern anvertraut.
Irgendeinem, der gekommen wäre. Und auch das nicht, weil ich
etwa Gewiſſensbiſſe habe. O nein, das tut mir nicht leid.
Kaſch=
witz war ein Vieh, er war kein Menſch. Ich war noch ſelten
ſo froh, wie in dieſem erſten Augenblick, wo er dalag, und kein
Menſch brauchte ſich mehr vor ihm in Acht zu nehmen. Nein,
das iſt es nicht geweſen. Aber das andere — das andere
„Welches andere?"
„Sie denken vielleicht groß, wen Sie in mir gefangen haben.
Aber ich bin nur ein Stümper. Ich bin ein ganz kleiner
An=
fänger, der ſchon das Zittern in den Beinen hat, wenn er einen
umlegen will, der es lange verdient hat. Aber die andern — mit
denen werden Sie nicht ſo fertig. Die gehen vor und laſſen ſich
nicht abſchrecken, bis —‟
„Von wem ſprechen Sie?” fragte Liſſer.
„Von niemand —” ſagte Karſten plötzlich und ſtützte den
Kopf in die Hand. „Ich bin nur ſo herunter. Ich habe ſchwache
Nerven, da ſpricht man ſchon ſo. Aber ich habe nichts mit der
Scheune zu tun und kann Ihnen keine Erklärung dafür geben.
Kaſchwitz, den habe ich umgebracht, weil er mich nicht in
Frie=
den ließ. Aber das iſt alles.”
„Wo haben Sie denn ſeine Leiche hingeſchafft?”
„Ich habe nichts fortgeſchafft.”
„Sei liegt alſo noch in der Heide?"
„Nein, da liegt ſie nicht mehr.” Karſten hatte ſeinen Kopf
herumgewandt. Sein Geſicht war erſchreckend fahl und
einge=
fallen. „Ich will Ihnen alles erzählen”, ſagte er. „Kaſchwitz war
gekommen. Er hatte ſich angemeldet, und ich hatte ihm
geſchrie=
ben, daß er mich hinter dem Dorf erwarten ſollte. Ich war
ent=
ſchloſſen, Schluß zu machen. Entweder ſo oder ſo. Wir gingen
in die Heide hinein, er drohte mir, aber ich blieb feſt. Ich ſagte
ihm, daß es einmal ein Ende haben müßte und daß ich keine
Luſt mehr hätte, mich länger mit ihm zu befaſſen. Wir blieben
ſchließlich ſtehen. Er hatte ſich aufs Betteln verlegt. Weit und
breit war kein Menſch zu ſehen. Ich ſagte immer wieder nein
und blieb unnachgiebig. Darauf wurde er wieder grob und
drohte und wollte ſofort ins Dorf zurück. Nein, ſagte ich, du
wirſt auf dieſem Wege weiter gehen und dich nie mehr blicken
laſſen. — Er lachte mich aus und verſuchte mich beiſeite zu
ſchieben. Er war ſchließlich viel ſtärker als ich. Es kam zu einem
kurzen Ringen und dann habe ich den Revolver gezogen. Du
wirſt zurückgehen, ſchrie ich, und dich nie mehr blicken laſſen. Er
lachte mich aus und verſuchte, mir den Revolver aus der Honm
zu ſchlagen. Und dann habe ich losgedrückt.
Gut. Das war geſchehen. Und ich habe ihn gepackt und habl
ihn tiefer ins Gebüſch hineingeſchleift. Es war immer noch
ſtill wie vorher, und ich hatte ein ſchlechtes Gewiſſen, daß mioß
jemand geſehen oder den Schuß gehört haben könnte. Ich blie
eine ganze Stunde ſitzen an der Stelle, wo es geſchehen wai=
und lauſchte auf jedes Geräuſch in den Büſchen und auf jeden
Laut, der über die Heide kam. Und dann, als ſich nichts gun
fälliges zeigte und die Heide ihr eintöniges Geſicht bewahrtn
bin ich gegangen und fühlte mich wie befreit.
Aber es dauerte alles nicht lange. Ich mußte immer
wiedeg=
daran denken, daß er noch da lag und daß jeden Tag jemam
vorbeikommen konnte und ihn entdecken. Ich mußte den Toie
fortſchaffen. Ihn vergraben oder ins Moor bringen und im
dort verſenken. Eher gab es keine Ruhe.
Am erſten Abend, als ich es verſuchte, hatte ich einen
Spo=
ten hier vom Vennhof mitgenommen. Ich ſchlich in der
Dunke=
heit fort. Aber oben angekommen, verließ mich der Mut. D,
Spaten machte Lärm. Ich ſchreckte über jedes Geräuſch und lie
es wieder bleiben. Ich ſaß lange in der Dunkelheit und wuß;
nicht, was werden ſollte. Die Sache hatte mich ſchon
gebach=
wie Sie ſehen, und ich war drauf und dran, alles im Stich
laſſen und davonzugehen. Das war am erſten Abend. Ich hat
Laub über ihm zuſammengehäuft und ging ſpät in der
Nach=
nach Hauſe. Am nächſten Abend wollte ich es wieder verſuchens
Ich hatte den Spaten oben gelaſſen und ging beim Anbruch den
Dunkelheit fort, dieſes Mal feſt entſchloſſen, der Sache ein Eng.
zu machen. Im Dorf hielt mich Herr Prim an und wollte ur
bedingt wiſſen, wo ich noch hinwollte. Er ahnte ſicher nicht=ſ
aber trotzdem zitterte ich vor jedem Wort, das er ſagte. Ich enm
ſchuldigte mich ſchließlich, daß ich noch einen Spaziergang machn
und rannte in die Heide. Aber dann — ſchauen Sie, nun komnn
das Groteske, was mir den Reſt gegeben hat. Als ich hinkanm
war der Tote nicht mehr da. Er war fort. Nur der Laubhaufen
war noch da, unter dem er gelegen hatte
„Hm —” ſagte Liſſer, und es entſtand eine Pauſe. „Unſ
was haben Sie danach gemacht?” fragte er dann.
„Es iſt mir unheimlich geweſen, und ich bin nach Hauſe
rannt.”
(Fortſetzung folgt.)
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ſteuern 1934,
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