Darmstädter Tagblatt 1934


05. November 1934

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Ginzelnummer 10 Pfennige

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Bel wältdtite 7maligem Erſcheinen vom 1. November
zi8 30., Ftr3ber 2. Reichsmarl und 20 Pfennig Ab=
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gabgeholt 2. Reichsmart, durch die
Igentuezn-2O Reichsmark frei Haus. Poſtbezugspreis
m Nomwir ehne Beſtellgeld monatlich 2.40 Reichsmart.
ſichterfiitm einzelner Nummern infolge höherer
UBewalt 2 /chEgt den Bezieher nicht zur Kürzung des
rade Wſezugstihs 2 Beſtellungen und Abbeſiellungen durch
FruT obne Verbindlichkeit für uns

Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iUuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit 4 verſebenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſi. Tagbl. geſtattet.
Nummer 306
Montag, den 5. November 1934.
196. Jahrgang

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Sunt vant jat ſrangzoſtſchen Schup.
der Regierungskommiſſion unnötigerweiſe Wochen auf ſich warten
ließ. Ein koſtbarer Monat ging für die Betreuung der Aermſten
Wehe dem Beſchühken!

DNB. Saarbrücken, 4. November.
Dekiten
Uhr der Ueberſchrift: Wehe dem Beſchützten! ſchreibt die
Deurtt Front:
B frkn eich tut beſorgt um die Ruhe und Ordnung an der Saar.
frandgh tut beſorgt um die Freiheit der Abſtimmung an der
Saar.4ſ) Frankreich tut alles, um ſowohl dieſe Ruhe und Ord=
ſung
mt auch die Freiheit der Abſtimmung auf das ernſtlichſte zu
befähztl. Frankreich zieht an ſeinen Oſtgrenzen Truppen zuſammen.
üdvigczfranhheh gefährdet allein dadurch nicht nur die Ruhe an der
Jaar, dern die Ruhe und Ordnung in ganz Europa. Frankreich
timt; wie gewöhnlich die beſorgte Marianne und wirft ſich
n heiſei iſcher Manier zur Beſchützerin eines Volkes auf, das
vedeuk ſigützt zu werden nötig hat, noch Schutz verlangt, im
begent; auf die ſelbſt wenn ſie ehrlich gemeint wären auf
ſe füröſiſchen Schützer=Armeen händeringend verzichtet. Zu ſehr
ind ᛋclzuiten der franzöſiſchen Beſatzung 1919 in der Erinnerung
aller /ſrideutſchen, als daß dieſe ſich wünſchten, eine Neuauflage
EIeE her fützoſäſchen Militärdiktatur zu erleben.
NI:0 Rfk eich, das nicht fähig war, das Leben ſeines königlichen
Zeſuchſt us Jugoſlawien zu beſchützen, das nicht fähig war, Bar=
ſühou
yu ben Mörderkugeln eines einzigen Wahnwitzigen zu be=
ahrgeinärft
ſich plötzlich zum Beſchützer eines ihm völlig frem=
en
Aße= auf. Frankreich, das ſtändig von brodelnden Erſchütte=
Antup ungenſhen üttelt wird und dieſe nicht zu unterbinden vermag,
ulius Arandſh, das einen ſehr blutigen Staviſky=Skandal erlebte,
biger luihlteße hſberufen, jenſeits ſeiner eigenen Grenzen auf deutſchem
os, ſodeyamen Putſch niederzuſchlagen, der weder ausgebrochen noch
00, 6Aeplatznſt. Wahrhaftig, Frankreich gefällt ſich in ſeiner Rolle, die
Sonnclm n i, laber auch gar nicht, zuſteht.
Jugendm. AE ſell eigentlich beſchützt werden? Die deutſche Bevölkerung
Uang im debanr? Und vor wem? Wenn dieſe Bevölkerung Angſt hat
mend Fßliunen Beſchützer wünſcht, dann wäre es doch einer, der ſie
or ſcrim, franzöſiſchen Beſchützer beſchützte! Oder will Frank=
eich
//dreutſche Bevölkerung vor den Separatiſten und Emigran=
eu
bMeisen? Dann wäre der Weg ein ſehr einfacher und die
auzchönam Generäle brauchten ſich keine Minute unnötigerweiſe
beymen. Dann ſoll die Regierungskommiſſion die Emigranten,
ie Süßuin nur durchreiſender Weiſe an der Saar ſind, einfach
Dutfertziy. Und auch dieſes Gefahrenmoment iſt, ohne das ge=
ingſtty
uſſehen zu erregen, beſeitigt. Aber ſprechen wir doch ganz
mit Fürkeich: Es geht ja nicht um den Schutz irgendwelcher be=
droht
mb evölkerungsteile. Frankreichs Generäle wollen Nigger
ein wng ausführen, damit ſie ſich ihrer kriegriſchen Beſtimmung
bewunzulſeiben. Frankreich will marſchieren, um Deutſchland zu
zeigert:Jaa ſchaut her, ſo ſtehen wir da! Da müßt ihr zuhauſe
bleiblwnitt euren Spaten und Jungarbeiterheeren. Frankreich
will /und das iſt der weſentlichſte Faktor unter dem Feld=
geſchur
Muhe und Ordnung! Freie Abſtimmung! an die Saar
marſihßen als Propagandatruppe für den Status quo und als
Privcküme der Separatiſten. Frankreich will nicht die freie Ab=
ſtimmm
garantieren, ſondern ſabotieren. Den Willen des Saar=
volkegsumen
aber auch die ſchwerſten Tanks und Motorradſtaffeln
nicht Aveisſtampfen.
Kriegsgefahr in Europa.
Diario de Madrid zur Saarfrage.
DNB. Madrid, 4. November.
Iſſunem Kriegsgefahr in Europa betitelten Artikel äußert
dheßarliner Berichterſtatter der Madrider Zeitung Diario
de Mſſtid über die Saarfrage.

(
treten
reich
und
ſ Wör
RM der
marſch
M1 Tat
drück!

Süſrt zunächſt einen Auszug aus der Rede des Stellver=
Ees. Führers in Königsberg an, in der Rudolf Heß Frank=
arner
militäriſchen Intervention in der Saarfrage warnt
bie blutigen Folgen eines ſolchen Schrittes hinweiſt.
hreibt der Berichterſtatter: Jeder Deutſche ſieht in
ſein Stück von Deutſchland, ſo daß ein franzöſiſcher Ein=
ſt
ſoieſes Gebiet genügen würde, um die Drohung Heß zur
an zu laſſen. Wenn Frankreich vorgibt, nur auf aus=
in
! Wunſch des Präſidenten der Regierungskommiſſion zu

interngenen, ſo würde alſo der etwaige Hilferuf eines einzigen
Man/a es Herrn Knox, über Krieg und Frieden entſcheiden.
* In) Frankreich es wagt, an der Saar einen Prozeß zu Ende
zu fühln, deſſen Ungerechtigkeit ſeit jenem Tage offenbar iſt,
an dihCllemenceau 150 000 franzöſiſche Einwohner im Saar=
gebie
x ſmnden hat, dann würde die Hoffnung auf Frieden ein
ehlnd-l begraben werden und, was noch viel wichtiger iſt:
en echtigk eit würde ihren Todesſtoß er=
Winkerhilfswerk im Saargebief
genehmigk.
DNB. Saarbrücken, 4. November.
wwochenlangem Stillſchweigen hat nunmehr die Regie=
rung
mnniſſion endlich auf die Anfrage der caritativen Ver=
bandolkees
Saargebietes vom 5. Oktober hin das ſaarländiſche
Win Mäſe swerk genehmigt. Schon ſeit Monaten gingen langwie=
rige
9y mühſame Verhandlungen um das Winterhilfswerk, das
zunä cſ merboten wurde, da die Sozialabteilung der Deutſchen
Frondmnigeſchaltet war. Hierin erblickte die Regierungskommiſ=
ſion
Aih ſalten Methoden eine Gefährdung der Abſtimmungsvor=
bereihſoen
und nahm allein dieſe Mitarbeit zu wohltätigen
Zwe mum Anlaß, das geſamte Winterhilfswerk zu verbieten.
Nundlar hat ſie ſich jedoch endlich entſchloſſen, das ſo dringend
VotnA igge Unterſtützungswerk der notleidenden Saarländer zu
genelltigenn
(muß außerordentlich bedauert werden, daß ſo viel wert=
vollAkeeſt
: verſtreichen mußte, ehe mit dem Winterhilfswerk be=
gonwe
werden konnte. Vorarbeit und Durchführung konnten
nich n znzeitig in Angriff genommen werden, da die Erlaubnis

des Saargebietes zwecklos verloren.
Die caritativen Verbände des Saargebietes haben ſich ſofort,
nachdem die Genehmigung bekannt wurde, mit einem Aufruf an
die Saarbevölkerung gewandt und um die Hilfe aller für alle im
Geiſte chriſtlicher Nächſtenliebe und wahrer Volksgemeinſchaft für
den kommenden Winter gebeten. In dem Aufruf wird beſonders
hervorgehoben, daß unterſchiedslos alle Hilfsbedürftigen der ſaar=
ländiſchen
Bevölkerung zuſätzlich unterſtützt würden. Der Aufruf
iſt vom Caritas=Verband, der Inneren Miſſion und dem Roten
Kreuz unterzeichnet.
Zür den Frieden in der evangel. Kirche.
Ein Work der großen evang. Bereine und Verbände.
DNB. Berlin, 4. November.
Die großen evangeliſchen Vereine und Verbände veröffent=
lichen
folgende Erklärung: Die gegenwärtige Stunde der Deut=
ſchen
Evangeliſchen Kirche fordert Einigung und Befriedung. In
mehrfachen vertrauensvollen Beſprechungen haben wir uns als
Führer von Verbänden und Vereinen davon überzeugt, daß die
Hinderniſſe überwunden werden können und daß Friede mög=
lich
iſt. Jetzt iſt es die Verantwortung aller derer, die in der
Führung der kirchenpolitiſchen Gruppen ſtehen, ſich zu gemeinſamer
Ausſprache zuſammenzufinden. Wer es an Friedensbereitſchaft
fehlen läßt, gefährdet die Einheit und die Sendung der reforma=
toriſchen
Kirche in unſerem Volk und Stuat. Profeſſor Dr. Titius.
Profeſſor Dr. Hans Schmidt, Vorſitzender des Fakultätenrates
der evangeliſchen theologiſchen Fakultäten Deutſchlands, Super=
intendent
Dr. Dr. Schäfer=Remſcheid, Vorſitzender des Verbandes
deutſcher evangeliſcher Pfarrervereine e. V.; Lic. Heinnbrok= Ber=
lin
, Geſellſchaft für evangeliſche Pädagogik.

Der erſte Theakerzug kollk!

Der rote Theaterzug, der erſte deutſche Theaterzug der NS.=
Gemeinſchaft Kraft durch Freude, iſt jetzt in Dienſt geſtellt wor=
den
und hat Berlin in Richtung der weſtlichen Induſtrieſtädte ver=
laſſen
. Der Zug beſteht aus vier rot angeſtrichenen Wagen mit
zwei Anhängern. Auf den Dächern der Tonfilm= und Theater=
wagen
ſind rieſige Lautſprecher montiert, die nach allen Seiten
drehbar, das Nahen des Theaterzuges über eine Strecke von vier
Kilometern hin bereits ankündigen. Die Wagen des Zuges beher=
bergen
die Sprechanlagen und Mikrophonzellen, weiter Damen=
garderoben
mit allem Komfort, in den Anhängern ſind die Her=
rengarderoben
untergebracht, die dann alle zuſammen zu einem
offenen Viereck aufgefahren ſind. Von den Wagen werden große
Zeltplanvorhänge herabgelaſſen, und zwiſchen den Vorhängen
wird dann die Bühne aufgeſtellt. Der ganze Aufbau dauert nicht
länger als eine halbe Stunde, und ſchon kann die Vorſtellung be=
ginnen
. Für Kindervorſtellungen iſt noch beſondere Vorkehrung
getroffen. Die Kleinen ſollen, wenn ſie den Film= oder Theater=
ſpielen
zuſehen, nicht mit hungrigem Magen herumſitzen. Der
Küchenwagen, der zum Zuge gehört, ſpeiſt die kleinen Theatergäſte
koſtenlos. Insgeſamt aber will die NS.=Gemeinſchaft Kraft durch
Freude der Deutſchen Arbeitsfront 32 ſolcher Züge ausrüſten und
durch das Land ſchicken. Alle Züge werden mit einer Tonfilm=
apparatur
ausgeſtattet ſein.
Ein zurückgezogenes Angebok.
Erklärung der Reichsbank zum Zinſenkransfer.
Unter Bezugnahme auf die von der Reichsbank gemäß § 3
des Geſetzes über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Aus=
land
im Einklang mit dem Communiqué der Berliner Transfer=
konferenz
vom 29. Mai 1934 am 14. Juni 1934 abgegebenen Er=
klärung
wird von der Reichsbank folgendes bekannt gegeben:
Angeſichts der ungünſtigen Entwicklung der Deviſenlage ſieht
ſich die Reichsbank genötigt, von dem ihr in dem Berliner Trans=
fercommuniqué
vom 29. Mai 1934 vorbehaltenen Recht Gebrauch
zu machen und von dem Angebot einer 40prozentigen Barzahlung
auf die in der Zeit vom 1. Juli 1934 bis 30. Juni 1935 fälligen
Zinsſcheine ſowie auf die Forderungen, die nach dem Inhalt des
Transfercommuniques dieſen Zinsſcheinen gleichſtehen, abzu=
ſehen
.
* Die Entwicklung der Deviſenlage hat es erforderlich ge=
macht
, dieſes Angebot wieder zurückzuziehen. Die Beſprechungen
mit unſeren Gläubigern, die ſeinerzeit zu dieſem Angebot ge=
führt
haben, haben ſich wochenlang hingezogen, bis es gelang,
ein Einvernehmen herbeizuführen. Die Gläubiger ſelbſt waren
untereinander uneinig. Daraufhin iſt dann vom Reichsbank=
präſidenten
Dr. Schacht ein Generalangebot erfolgt, womit die
Verhandlungen ihr Ende fanden. Dr. Schacht hat ſeinerzeit
die Verpflichtung übernommen, dort, wo eine Barzahlung er=
wünſcht
war, 40 Prozent der fälligen Zinſen in Deviſen ein=
zulöſen
, die Zahlungen aber früheſtens ſechs Monate nach
Fälligkeit der Zinsſcheine zu leiſten. Er hatte ſich aber das
Recht vorbehalten, mit 30tägiger Voranzeige von dieſem An=
gebot
wieder zurückzutreten. Es wäre ganz beſtimmt aufrecht=
erhalten
worden, wenn nur in den folgenden Monaten der
deutſche Außenhandel einen ſtarken Auftrieb erhalten hätte.
Aber davon iſt nicht das geringſte zu verſpüren. Wir müſſen
mit den einzelnen Staaten immer wieder kurzfriſtige Zwiſchen=
abkommen
treffen, ohne daß es möglich wird, dem Waren=
austauſch
einen beſonderen Antrieb zu geben. Vom Waren=
verkehr
hängt aber der Eingang der Deviſen ab. Der Deviſen=
eingang
wieder beſtimmt das Maß unſerer Zahlungsmöglichkeit
und vor allem auch den Transferumfang. Es iſt bedauerlich,
daß die Reichsbank ihr Angebot zurückziehen mußte. Aber von
den Gläubigern iſt leider nichts geſchehen, um uns in die Lage
zu verſetzen, nun auch die Anſprüche der Eegenſeite zu erfüllen.

Noch ein Demenki.

Die ganze Politik ſcheint ſich augenblicklich nur aus Miß=
verſtändniſſen
zuſammenzuſetzen. Irgendwo geſchieht etwas und
nachher will niemand es geweſen ſein. Wir erleben es an der
Saar. Wir erleben es auch in Italien.
Vor einigen Tagen hat die franzöſiſche offiziöſe Havasagentur
mitgeteilt, daß die franzöſiſche Regierung einen Auslieferungs=
antrag
für die beiden in Turin verhafteten Kroaten geſtellt habe.
Von anderer Seite wurde behauptet, daß Italien den Antrag ab=
gelehnt
hätte. Weshalb die Ablehnung erfolgt ſei, darüber gin=
gen
die Lesarten auseinander. Nach der einen zahmeren Verſion
war ſie formal juriſtiſch gehalten, nach der anderen mit einigen
politiſchen Bosheiten zwiſchen den Zeilen verſehen, daß Frankreich
in früheren Fällen bei der Auslieferung politiſcher Verbrecher
mit zweierlei Maß gemeſſen habe. Nun kommt die große Ueber=
raſchung
, daß der franzöſiſche Geſchäftsträger die von ſeiner eige=
nen
Nachrichtenagentur herausgegebene Meldung dementiert und
auf einen Irrtum zurückführt. Gleichzeitig wird dieſes Dementi
auch von italieniſcher Seite beſtätigt.
Vermutlich ſind auch hier die Tatſachen wieder nachträglich
korrigiert worden. Das Dementi wird dem Buchſtaben nach rich=
tig
ſein, aber ebenſo wahrſcheinlich iſt, daß Frankreich in Rom
ſondiert hat, wie es mit der Auslieferung ſtehe, und daß die Ita=
liener
vorläufig abgewinkt haben. Nachher, werden ſich beide
Staaten geſagt haben, daß es keinen Sinn hat, ihre politiſchen
Verhandlungen durch dieſen Zwiſchenfall zu ſtören. Das Ergebnis
iſt dann einfach ein Dementi, das Dinge abſtreitet, die nicht ab=
zuſtreiten
ſind.
Anhaltbare Zufkände
in den ſowiekruſſiſchen Eiſenbahnwerkſtäkken.
DNB. Moskau, 3. November.
Das Volkskommiſſariat für Verkehrsweſen veröffentlicht einen
Bericht über die ſchwierige Lage der ſowjetruſſiſchen Eiſenbahnen.
In dieſem Bericht heißt es, daß die Eiſenhahnwerke ihre
Verpflichtungen bezüglich der Ausbeſſerung von
Lokomotiven nicht erfüllt hätten. Verſchiedene Eiſen=
bahnwerke
hätten nur 48 Prozent des Planes erfüllt und gefähr=
deten
dadurch den geſamten Verkehr. Die ausgeführten
Arbeiten an den Lokomotiven ſeien ſo ſchlecht,
daß die Maſchinen nach kurzer Zeit erneut in die
Werkſtätten geſchickt werden mußten. Die Arbeits=
räume
befänden ſich in ſchlechtem Zuſtande, die ſani=
tären
Verhältniſſe in den Werkſtätten ſeien unhaltbar. Das
Volkskommiſſariat droht mit Zwangsmaßnahmen, falls die Miß=
ſtände
nicht abgeſtellt werden.
Japaniſcher Prokeſt in Waſhingkon
gegen die Ausweiſung japaniſcher Koloniſten.
DNB. Tokio, 3. November.
Amtlich wird mitgeteilt, daß auf Veranlaſſung des Außen=
miniſteriums
der Konſul in Los Angeles gegen die Ausweiſung
japaniſcher Koloniſten aus Arizona (USA.) Einſpruch erhoben
habe. Die Blätter teilen mit, daß die Zahl der ausgewieſenen
Familien von 30 auf 51 geſtiegen ſei und daß insgeſamt 160
Japaner die Anweiſung der amerikaniſchen Behörden erhalten
hätten, die Vereinigten Staaten in kürzeſter Friſt zu verlaſſen.
Wie weiter mitgeteilt wird, beauftragte das Außenminiſterium
den Botſchafter in Waſhington, Schritte zu unternehmen.

Vom Tage.

Vom 2. bis 4. November weilten die ehemaligen deutſchen
oſtafrikaniſchen Soldaten und Kämpfer in Potsdam. In der
Hauptverſammlung wurde beſchloſſen, in Potsdam ein Ehrenmal
der Deutſch=Oſtafrikaner zu errichten. In der Nachmittagskund=
gebung
ſprach u. a. auch der frühere Gouverneur Dr. Schnee.
In Eſſen fand am Sonntag die Einweihung des Freikorps=
Ehrenmals an der Ruhr ſtatt. Fahnen und Girlanden ſchmückten
den Weg zu der Stätte, die das neue, einige Deutſchland ſeinen
gefallenen Vorkämpfern weihte.
Frankreichs Luftfahrtminiſter General Denain richtete an
Reichsluftfahrtminiſter General Göring ein Telegramm, in dem
er von dem Unfall des deutſchen Schnellpoſtflugzeuges in Süd=
frankreich
Mitteilung machte und mit der Bitte um Entgegen=
nahme
ſeiner kameradſchaftlichen Anteilnahme Grüße verbindet.
Die zuſtändigen franzöſiſchen Stellen haben ſich ſofort mit der
deutſchen Botſchaft in Paris wegen Weiterleitung der Poſt ins
Benehmen geſetzt. Ein franzöſiſcher Fliegeroffizier iſt von Tou=
louſe
nach Carcaſſone unterwegs, um nach dem Befinden des
leicht verletzten Flugzeugführers zu ſehen.
Die Beſchlüſſe des Miniſterrats und die Rundfunkrede des
Miniſterpräſidenten Doumerque haben nicht dazu beigetragen, die
öffentliche Meinung von der Feſtigkeit der nationalen Einigung
zu überzeugen.
Der franzöſiſche Staatsminiſter Tardieu mußte ſich am Sonn=
tag
einer Operation am Bein unterziehen, wo ſich ein Geſchwür
gebildet hatte. Die Operation verlief gut; der Zuſtand des
Staatsmannes iſt befriedigend. Die Aerzte haben ihm eine drei=
bis
vierwöchige Ruhe verordnet.
Der ungariſche Miniſterpräſident Gömbös iſt am Sonntag um
12.15 Uhr zum Beſuche des Bundeskanzlers Schuſchnigg in Wien
eingetroffen.
In der Tſchechoſlowakei wurden geſtern 599 000 Arbeitsloſe
gezählt, rund 22 700 mehr als im Vormonat. Im Vorjahr betrug
die Zahl der Arbeitslsſen in der gleichen Zeit 630 000. Der Ab=
ſtand
der Arbeitsloſigkeit in dieſem Jahr von der des Vorjahrs
vermindert ſich von Monat zu Monat.

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Seite 2 Nr. 306

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Montag, 5. November 171)

Aus der Landeshauptſtadt
Darmſiadt, den 5. November 1934.
Das Sammlungsergebnis der NSB.
am geſtrigen Sonntag betrug in den einzelnen Ortsgruppen:
747,27 RM.
Steinberg.
759,10
Beſſungen
775,26
Rheintor
781,86
Maintor
. 801,66
Schloßgarten
753,97
Gutenberg
766,57
Gervinus
805,81
Mitte
Zuſammen 6191,50 RM.

Landesbibliokhek.

... und riſſen ſie uns das Herz aus der Bruſt!

Sonntagskarten. Aus Anlaß der Wormſer Herbſtmeſſe wer=
den
von allen Bahnhöfen im Umkreis von 50 Kilometer um
Worms Sonntagsrückfahrkarten (auch Blanko) nach Worms mit je
eintägiger Geltungsdauer von 0 bis 24 Uhr (Ende der Rückfahrt)
von Montag, den 5. bis einſchließlich Donnerstag, den 8. Novem=
ber
, ausgegeben. Ausgenommen ſind die Bahnhöfe in Mainz und
Darmſtadt und die größeren Städte der Nachbardirektionen,

Darmſtädter Künſtler auswärts: Der Tenor Willy
Hechler erhielt nachſtehende Kritiken: Der Neue Görlitzer An=
zeiger
ſchreibt gelegentlich der Aufführung von Richard Wagners
Walküre‟: ... . Die Ueberraſchung des Abends, im beſten Sinne,
war der Siegmund Willy Hechlers. Er zeigte, daß die Jahre
der Ruhe ſehr fleißig zum Lernen benutzt worden ſind. Willig gab
ſein Tenor den baritonalen Klang, der hier von Wagner gefor=
dert
wird, her, und daß er ſeiner Stimme viel zumuten kann, be=
wies
er ſowohl im Liebesduett mit Sieglinde wie in dem für alle
Sänger gefährlichen Ausruf Wälſe, Wälſe, das er faſt mühelos
herausſchmetterte, ohne ſpäter Ermüdungszeichen verſpüren zu laſ=
ſen
. Von ſchönſtem Wohllaut getragen war ſpäter der Dialog mit
Brünhilde. Görlitzer Nachrichten‟ Dieſe Partie war
ſchon vor vier Jahren für Willy Hechler ein glänzender Erfolg.
Stimmlich iſt er aber dieſes Mal noch weit überzeugender und
großartiger. Die Tongebung hat ſich zu herrlicher Fülle und Natür=
lichkeit
gerundet. Alle Schärfe und aller Zwang iſt in den hohen
Lagen einer wundervollen Leichtigkeit und Müheloſigkeit des An=
ſatzes
gewichen, ſo daß wir ſeiner nun wiedergewonnenen Mit=
arbeit
an unſerer Bühne mit doppelter Freude und Spannung
weiterhin entgegenſehen. Görlitzer Tagespoſt‟ Ihm zur
Seite behauptete ſich Willy Hechler in erfreulich ſtimmlicher und
darſtelleriſcher Vollkommenheit. Hechler, der ſchon einmal auf der=
ſelben
Bühne den Siegmund ſang, iſt in Stimme und Spiel ge=
wachſen
, reifer geworden. Geſanglich ausgezeichnet gelang ihm
Winterſtürme wichen dem Wonnemond

Heſſiſches Landestheater Darmſtadt.

Großes Haus. Montag,
5. November Anfang 20, Ende 22 Uhr.
2. Sinfonie=Konzert
Preiſe 0.90 bis 5.00 Dienstag,
6. November Anf. 19.30, Ende gegen 22.15 Uhr Miete A 7
Fidelio.
Preiſe 0.70 bis 5.50 Mittwoch,
7. November Anfang 19.30, Ende gegen 22.30 Uhr. Miete B 7
Martha.
Preiſe 0.70 bis 5.50 Klelnes Haus. Montag,
5. November Anf. 17, Ende 19.30 Uhr. Dtſch. Bühne, Jgdrg. 1
Kabale und Liebe.
(Geſchloſſ. Vorſt.) Dienstag,
6. November Anf. 19.30, Ende 22 Uhr. D. Bühne, Jugendrg. 1
Kabale und Liebe.
(Geſchloſſ. Vorſt.)

Ergreifender Abſchied der Saarländer.
Geſtern ging der kurze Aufenthalt unſerer Saarländer Gäſte
zu Ende. Kurz nach 3 Uhr trafen ſie ſich noch einmal mit ihren
Gaſtgebern zu einem letzten Stelldichein auf dem Bahnſteig des
Hauptbahnhofes, und es führte dort zu ergreifenden Abſchieds=
ſzenen
, mit Tränen in den Augen. Der Ortsgruppen=Amtsleiter
der NS. Volkswohlfahrt, der bekanntlich das Saarurlaubswerk
übertragen iſt, und ein Vertreter der Kreisamtsleitung waren
anweſend. Der Amtsleiter der Ortsgruppe III, Pg. Coſt richtete
herzliche Abſchiedsworte an die Saarländer und ermahnte ſie die
Zähne zuſammenzubeißen, den Kopf hochzuhalten und den Auf=
ruf
des Saarbevollmächtigten des Führers zu befolgen, Ruhe zu
bewahren und Diſziplin zu halten, dafür aber am 13. Januar
nit dem Stimmzettel die rechte Antwort an Frankreich zu geben.
Er ſchloß mit den ermunternden Worten. Unſer Führer Adolf
Hitler wird ohne Zweifel auch bei der Saarfrage ſeine ſtaats=
männiſche
Kunſt beweiſen. Steht darum weiterhin treu zu ihm.
ſo treu, wie auch er, meine lieben Saarländer Brüder, feſt und
unverdroſſen zu Euch ſteht! Begeiſtert wurde in die beiden
Nationalhymnen eingeſtimmt.
Darauf ſprach ein Vertreter der Saarurlauber, und erſchüt=
ternd
war ſein Treuegelöbnis zu Führer und Reich. Impulſiv rief
er aus: Und riſſen ſie uns das Herz aus der Bruſt, ſchickten ſie
uns ihre ſchwarzen Horden oder ſagten ſie uns, der Teufel ſelber
regiere in Deutſchland, ſo wird uns das nicht beirren und wir
werden zu unſeren deutſchen Brüder halten, was auch kommen
mag. Raſſe, Blut und Sprache ſagt uns, daß wir deutſch ſind und
da wollen wir nichts von einem Status quo wiſſen, aber auch
nichts von einem Franzoſen. Euer genialer Führer im Reich
iſt auch unſer Führer und wird es bleiben, deſſen könnt Ihr ge=
viß
ſein! Brauſend ſchallte alsdann das Saarlied durch die
Halle und die Fahrgäſte der zur Abfahrt bereitſtehenden Züge
ſtimmten ſpontan mit ein. Mit Fahnen und Transparenten ge=
ſchmückt
, fuhr der lange Zug ein, der die Saarländer in ihre Hei=
mat
zurückbringen ſollte: die Heilrufe wollten kein Ende nehmen,
und als nach kurzem Aufenthalt der Zug wieder die Halle verließ
und unter den ſchneidigen Märſchen des Muſikzuges des Arbeits=
dienſtes
und den begeiſterten Rufen: Auf Wiederſehen! da
nahm jeder beglückt die Gewißheit mit nach Hauſe: Deutſch iſt
die Saar und deutſch bleibt die Saar immerdar! R. M.

Winter-Ausgabe 1934
Preis 70 Pfennig
Erhältlich in den Buchhandlungen, Kiosken, Bahnhofs-
buchhandlung
und Geschäftsstelle, Rheinstraße Nr. 25.

Milchviehaukkion in Darmſtadk.

Je
Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Außer Miete.
7. November Der Datterich.
Preiſe 0.50, 0.75 u. 1.00

Heſſiſches Landestheater. Heute abend findet im Großen
Haus des Landestheaters das 2 Sinfoniekonzert des Lan=
destheaterorcheſters
unter der Leitung von Generalmuſikdirektor
Karl Friderich ſtatt. Das Programm bringt als Erſtaufführungen
für Darmſtadt die Sinfonie Nr. 2 für Doppelorcheſter von Joh.
Chriſtian Bach und die Sinfonie Nr. 41 von Mozart. Als Gaſt
des Abends ſpielt der berühmte Geiger Guſtav Havemann das
Violinkonzert von Beethoven.

Die von der Nutzviehbeſchaffung GmbH. Frankfurt auf dem
Pferdemarktplatz in der Holzhofallee am Samstag abgehaltene
Milchviehauktion war mit der ſtaatlichen Zahl von 29 Kühen
und Rindern beſchickt. Sieben Tiere gehörten der Simmentaler
Fleckviehraſſe und 22 dem ſchwarzweißen Tieflandſchlag an. Acht
Tiere des Tieflandſchlags waren oſtpreußiſche Herdbuchtiere aus
Inſterburg. Das Verkaufsgeſchäft war gut. Von den Simmen=
alern
wurden drei Kühe zu Preiſen zwiſchen 280 RM. und 355
RM. verkauft. Die größte Nachfrage beſtand nach ſchwarz=weißen
Niederungskühen, von denen 18 abgeſetzt werden konnten. Rin=
der
dieſer Raſſe ſtellten ſich zwiſchen 275 und 355 RM. Schwarz=
weiße
Kühe (es handelte ſich durchweg um friſchmelkende und
hochtragende Tiere) kamen auf 350 RM. und höher. Die Höchſt=
preiſe
lagen bei 430 und 480 RM. Eine fünfjährige ſchwarz=weiße
Kuh kam mit Bullkalb ſogar auf 505 RM. Von den acht Inſter=
burger
Herdbuchrindern wurden drei abgeſetzt zu Preiſen zwiſchen
360 und 440 RM. Die Auktion wurde wie üblich von Dr.
Chriſtiani geleitet.

Neue Erwerbungen der Landesbibliothek (Auswahl)
5. November 1934 an auf 14 Tage im Leſeſaal zur Anſicht
geſtellt:
1. pan den Berg, Max: Das deutſche Heer vor dem 2
kriege. Berlin 1934. 34/640. 2. Hugo Adolf Bernatzik:
34/876. 3.

34/832. 6. Wilhelm Grau: Antiſemitismus im ſpäten M
alter. München 1934. 34/661. 7. Martin Gumpert
mann. Berlin 1934. 34/904. 8. Johannes Haller: Das A
tum. Stuttgart u Berlin 1934. 34/484. 9. Karl Hausbo
Raumüberwindende, Mächte. Berlin u. Leipzig 1934. 36
10. Kierkegard: Der Einzelne und die Kirche. Berlin :0
34/639. 11. Helge Kjaergaard: Die däniſche Literatur i
neueſten Zeit. Kopenhagen 1934. 34/658. 12 Horſt K5
mann; Werkzeug und Technik des Kopfarbeiters. Stumnn
1934. 34/897. 13. Hanns Koren; Volksbrauch im Kirche=
Salzburg/Leipzig 1934. 34/874. 14. Die deutſche Kunſt in Si.
bürgen. Berlin 1934. Sf 22 Bd 2. 15. Paul Moliſch=
zur
deutſchen Politik in Oeſterreich. Wien u. Leipzig 1934. 3
16. Herbert Meyer: Das Mühlhäuſer Reichsrechtsbuch.
1934. 34/685 17. Hermann Pongs: Krieg als Volksſchick
deutſchen Schrifttum Stuttgart 1934. 34/557. 18. Paul Pre
Coſima Wagner und Houſten Stewart Chamberlain im
wechſel 18881908. Leipzig 1934. 34/817 19. Ludwig Raſchi
Ein ſinkendes Reich Berlin 1934. 34/649. 20. Leopold Schä
Die Strafgeſetznovellen von 1933 und 1934. Berlin 1934 3.
21. Georg Schreiber; Wallfahrt und Volkstum in Geſoſſ
und Leben. Düſſeldorf 1934. 34/544. 22. Schulze u. 0
mank: Das deutſche Studententum von den älteſten Zeiten
zur Gegenwart 1931. München 1932. 34 A 90. 27

Schur; Salluſt als Hiſtoriker Stuttgart 1934. 34/763.
mann Stehr: Lebensbuch Leipzig 1934. 34/879 25. EN
Stemplinger: Griech.=latein, Literaturführer. München
34/901. 26. Friedrich Stiev: Geſchichte des deutſchen Y

München/Berlin 1934. 34/918. 27. Das kommende deutſche St
recht. Berlin 1934. 34/719 28. A. Sudau: Deutſches 8
ten=Taſchenbuch. Berlin=Wilhelmshagen 1934. Sg 43:

29. Hans Suren; Kampf um Kamerun. Berlin 1934. A04
30. Horſt Wagenführ: Der Syſtemgedanke in der Natiwiel
ökonomie. Jena 1933. 34/893.
Vormerkungen werden im Leſeſaal entgegengenonna
Verleihbar ab 19. November 1934.

Auszug aus dem Pakenkblalt vom 18. Oktobernud
Patentanmeldungen: K 130108: Ch. Adt. Kupferberg 1.0.,

Kom.=Geſ. a. A., Mainz: Verfahren zur Entfernung der Weinſtm=
ſäure
aus Sekt. Sch 102 765: Schellackalbrecht G. m. h./0
Mainz: Herſtellung von Schellackhutſtreifen für Geflechthüt
Erteilte Patente: DRP. 605 300: Carl Schenck, Eiſengießie
und Maſchinenfabrik, Darmſtadt. G. m. b. H., Darmſtadt: Schwan
ſieb, bei welchem eine Selbſtreinigung durch Schwingungen e
oder mehrerer Siebgewebe ſtattfindet. Sch. 96 600.
605 130: Faber u. Schleicher A.=G., Offenbach a. M.: Vorrichutz
zum Ausſondern einzelner Bogen in der Auslage von Druckman=
nen
oder dgl. von Hand. F. 75081. DRP. 605 050, R;
Dächert, Darmſtadt: Führungsſchiene für Gleisketten. D. 6554
DRP. 605 053: Dr. Guſtav Schmaltz, Offenbach a. M.: Ven=
ren
zur Herſtellung von optiſchen Flächen.

Auszug aus dem Patentblatt vom 25. Oktober 1934.
Patentanmeldungen: Sch. 99 022: Carl Schenck, Eiſengießlic
und Maſchinenfabrik. Darmſtadt G. m. b. H., Darmſtadt: Annt=
tung
von Siebgeweben auf Schwingſieben. S. 10630: Gifd
E. Merck, Darmſtadt: Vorrichtung zur wahlweiſen Gewinnung ur
abſolutem Alkohol und hochprozentigem Spiritus. D. 050
Heinz Dächert, Darmſtadt: Federnde Fußplatten an Lauſtetiu
wagen.
Erteilte Patente: DRP. 605 378: Enzinger. Union=Weal
A.=G., Pfeddersheim b. Worms; Filterpreſſenplatte.
605 448: Georg Joſeph Ott, Lämmerſpiel b. Offenbach a. N. err
binder, beſtehend aus einem den Satz umſchließenden Rahmen
deſſen einer Querſteg eine verſtellbare Leiſte trägt.
Eingetragene Gebrauchsmuſter. 21b, 1 313 931. Hermar
Schröbel. Darmſtadt. Klemmſchutzteller für Autobatterſen.
24. 28b, 1 314 235. Ludwig Schmitt Bensheim i. H. Dertellg
kopf für Dampf= und Lufteinführung in mit Flüſſigkeiten geſl =
Keſſel. 15. 8. 33. 30 d, 1 314 791. Odin Greiner, Jugenheim 9"
Bergſtr. Elektriſche Heizſohle für Schuhwerk. 5. 2. 34. M
1 313 937. Elfriede Schaefer, geb. Soeder, Ober=Ramſtadt b. 9a)/
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Darmſtadt, Zeichendreieck. 29. 8. 34. 85e, 1 314 172. Jacob 0
Darmſtadt, Einſtellbare Schippe.

u
Hau
Uln
bau

Heſſiſches Landestheaker.

Großes Haus. Sonntag, den 4. November.
Markha in neuer Einſtudierung.
Geſtern abend ging im Großen Haus Flotows Oper
Martha zum erſten Male in neuer Einſtudierung und Aus=
ſtattung
über die Bühne. Und es kann vorweg genommen wer=
den
, daß das Werk ſeine Wirkung nicht verfehlte. Es hat einen
ſolchen Reichtum an blühenden Melodien und iſt ſo reizvoll in
ſeinem Wechſel von lyriſch weichen und heiter bewegten Partien,
daß man über der Muſik gern die kleinen Schwächen und Ver=
ſtaubtheiten
in Handlung und Text vergißt.
Die Spielleitung (Bruno Heyn) hatte ſichtlich den größten
Wert darauf gelegt, die Handlung in flottem Tempo abzuwickeln
und beſonders die zahlreichen Maſſenſzenen möglichſt bewegt zu
geſtalten. Wenn eine letzte Gelöſtheit in dieſen Szenen noch nicht
durchweg gelang, ſo iſt das nur in einer gewiſſen Abhängigkeit
des Chors vom Dirigenten begründet, die natürlich von Mal zu
Mal abnehmen wird.
Die muſikaliſche Leitung lag in Händen von Hans Blümer,
der zuſammen mit dem ausgezeichnet mitgehenden Orcheſter die
Partitur ſehr temperamentvoll geſtaltete. Blümer macht es den
Soliſten und dem Chor manchmal nicht leicht; er neigt dazu, die
Tempi ſehr zu ſteigern, oder läßt im breiten Ausſingen einer
Melodie das Orcheſter manchmal zu laut werden. Das ſind nur
kleine Beanſtandungen, im übrigen gefällt an der Geſtaltungs=
weiſe
Blümers immer wieder der Schwung, mit dem er an ſo
eine Partitur herangeht, ein Schwung, der das Orcheſter mitreißt
und das Letzte hergeben läßt. So kommt eine in der Auffaſſung
vielleicht hie und da eigenwillige und nicht durchweg ausgegli=
chene
, aber jedenfalls aus echter Muſikbeſeſſenheit geſtaltete Lei=
ſtung
zuſtande.
Die Titelrolle ſang Lea Piltti. Anfangs ſchien die Künſt=
lerin
nicht ganz frei, ſie ſteigerte ſich aber, wie übrigens alle So=
liſten
, im Laufe des Abends ſehr und geſtaltete den muſikaliſchen
Teil ihrer Rolle durchweg zu reinem Genuß. Die Stimme ſetzt
ſich nicht immer leicht gegen das Orcheſter durch, da ſie nicht ſehr
groß iſt; dafür iſt ſie um ſo ausdrucksfähiger, von großer Beweg=
lichkeit
und Leichtigkeit und namentlich im Piano ſehr weich und
wohlklingend. Ihr Partner, Bernd Aldenhoff, war in der
Tongebung nicht immer gleichmäßig; in den Höhenlagen und
etwa bei Zornausbrüchen hatte man manchmal den Eindruck, daß
der Künſtler zu ſehr forcierte. Er ſteigerte ſich aber ebenfalls
gegen Ende des Werkes, wo die dankbarſten Aufgaben dieſer
Rolle liegen, die er namentlich das Ach wie ſo fromm
ſehr wirkungsvoll geſtaltete.
Die handfeſte Nancy ſaug und ſpielte Johanna Blatter
mit ſehr viel Humor und einer erſtaunlichen Beweglichkeit. Die
Künſtlerin war nicht immer gut zu verſtehen, in der Mittellage
trägt ihre Stimme nicht gut über das Orcheſter, die tieferen La=
gen
ſind ſehr ſchön weich und voll und die Stimme iſt dabei ſehr
beweglich, was beſonders in Duetten mit Frau Piltti zutage trat.
Heinz Schlüter ſang den biederen Plumkett; ſtimmlich eine
gut ausgeglichene Leiſtung, auch in der Darſtellung blieb er ſeiner
humorvollen Partnerin nichts ſchuldig. Unverkennbar in ſeiner
Charakteriſierungsweiſe war wieder Heinrich Kuhn als Lord

Triſtan. Es ſcheint ſein Los zu ſein, immer auf unglücklichen
Freiersfüßen zu gehen; er entledigte ſich auch diesmal ſeiner nicht
gerade dankbaren Rolle mit gewohnter Sicherheit, ſowohl was
den muſikaliſchen als auch was den darſtelleriſchen Teil anbe=
langt
. In der kleinen Rolle des Richters von Richmond hatte
Rudolf Buchner wenig Gelegenheit, mehr als eine gewafge
Perücke ins Treffen zu führen, doch wurde er dem muſikaliſchen
Teil ſeiner Rolle durchaus gerecht.
Die zahlreichen Chöre, für die Siegfried Wick verantwortlich
zeichnete, klappten mit Ausnahme geringer rhythmiſcher Schwan=
kungen
bei einigen Einſätzen (z. B. 2. Bild) ausgezeichnet. Das
ganze Geſchehen war in einen ganz auf helle und heitere Farben=
freudigkeit
geſtimmten Rahmen geſtellt. Elli Büttner hatte eine
ſehr licht gehaltene engliſche Landſchaft mit Ausnahme des
1. Bildes zum Hintergrund gemacht. Für unſer Empfinden
fehlte es den Bühnenbildern durchweg etwas an Tiefe, am eheſten
hatte man noch im letzten Bild den Eindruck der Weite. Dagegen
wirkte die Hauswand zu Anfang des 3. Bildes faſt erdrückend:
beſagte Wand verſinkt dann zwar für den größten Teil des Aktes,
eine etwas problematiſche Einrichtung, die vielleicht doch nicht un=
bedingt
nötig wäre?
Jedenfalls ließ ſich das Publikum dadurch nicht in ſeinem Ver=
gnügen
an Flotows Muſik und der guten Aufführung ſtören. Die
ſichtlich gute Stimmung, die im wollbeſetzten Haus herrſchte,
äußerte ſich an den Aktſchlüſſen und beſonders am Ende der Auf=
führung
in ſehr lebhaftem Beifall, für den neben den Trägern der
Hauptrollen auch der Spielleiter Hayn und der muſikaliſche Leiter
Blümel dankten.
A. HI.

Morgenfeier zur Eröffnung der Woche
des deutſchen Buches.

In den Geiſt der ſchlichten Morgenfeier, mit der die
Woche des deutſchen Buches geſtern im Kleinen
Haus eröffnet wurde, führten gleich die Klänge des Andante
cantabile aus dem C=Dur=Quartett von W. A. Mozart, das als
Erſtes erklang, und in ſeinem ruhigen Dahinſchreiten eine feine
Einleitung zu einer ſolchen Stunde der Beſinnung bildete. Dann
wurde in einem Stefan=George=Gedicht Der Dichter in Zeiten
der Wirren (aus der Folge Das neue Reich) der Beruf des
Dichter=Sehers vor Augen geführt. Dietrich Eckarts eindringlicher
Mahnruf: Deutſchland, erwache! folgte, beides geſprochen von
Kurt Weſtermann. Wie ein freudiger Aufſchwung wirkte dar=
auf
das Allegro vivace aſſai aus W. A. Mozarts G=Dur=Quartett
mit ſeinen energiſch drängenden Themen. Das Delp=Quartett
(die Damen A. Delp und L. Hickler, die Herren K. Cauer
und K. Klammer) ſpielte dieſen und den einleitenden Quar=
tettſatz
in gewohntem ſchönen Zuſammengehen der Inſtrumente
und mit feiner Einfühlung in Mozarts Muſik.
Anſtelle des durch Krankheit verhinderten Miniſterialrats
Ringshauſen ſprach Schulrat Pg. Großmann von der
Miniſterialabteilung für das Bildungsweſen. Er führte u. a. aus:
Der Nationalſozialismus hat es ſich zur Aufgabe gemacht, die
Kulturgüter der Nation zum Beſitz des ganzen Volkes und jedes

einzelnen zu machen, er will die unerſchöpflichen Werte im deuſiſiem
Buch zu neuem Leben erwecken. In den Dienſt dieſes Gedanm
ſtellt ſich die Woche des deutſchen Buches, die im Auftrag
Reichsminiſter für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goſl.
bels, veranſtaltet wird. Eine Zeit voller Krankheitseiſic
nungen auf kulturellem Gebiet, eine Zeit, in der ſich eine 99
artfremder Literatur über uns ergoß, liegt hinter uns. Die Vole.
nalſozialiſtiſche Regierung hat dieſe Erſcheinungen beſeitigl. /
den Weg für das bodenſtändige Schrifttum freigemachl.
Totalitätsanſpruch des Nationalſozialismus erſtreckt ſich ſale
gemäß auch auf das Gebiet des Schrifttums, doch ſoll das Echhe
tum in keiner Weiſe eingeengt, ſondern nur organiſch eingedhg.
werden in das Leben unſeres Volkes. Schwierigkeiten ſihd.
zu verkennen, doch tritt überall der feſte Wille, alle Probleh
meiſtern, hervor. Der Redner ging dann noch im beſoſſohe
auf das Problem der Jugendbücher ein. Wir müſſen, ſo beioſſiſ.
aus der Erkenntnis der tiefen Bedeutung blutsmäßiger Büſhe
gen heraus fordern, daß unſere Jugend in ihren Büchern 00 ſ.
Wert von Blut und Raſſe hingewieſen wird. Ferner ſo0ſe
Bücher unſere Jugend die Ehrfurcht vor unſerem Volk und !e
Geſchichte, vor allem Heldiſchen und Großen lehren und e
kämpferiſchen Menſchen erziehen. Abſchließend wies der Nic
undtr

auf die tatkräftige Unterſtützung, die die Reichsregierung

Heſſiſche Staatsminiſter allen kulturellen Beſtrebungen zutel. !

den laſſen. Wir ſind zwar arm an materiellen Gütern. abel.
an Schätzen deutſchen Geiſtes, an denen wir treulich feſ9
ſollten.
Zu den Ausführungen des Redners ſtimmten ſehr baih
Schlußſätze aus der großen kulturpolitiſchen Rede des Fühle.
Nürnberger Parteitag, die K. Weſtermann verlas. 30 0.
ßend hörten wir ebenfalls von Herrn Weſtermann geiſſe
ſehr fein ausgewählte Abſchnitte über die deutſche Bibel. Ael
mantik, des Knaben Wunderhorn und das Märchen aus Vei."
Freiheit von Wilhelm Schäfer (Die 13 Bücher der Deſ,
Seele‟). Frau Maria Maſer=Schilling ſang. begleilels
Frau Elſe Hucke=Stoy, drei Lieder von Hugo Wolf, 1."
ganz in ſich verſenkte Laß, o Welt, o laß mich ſein und del.
wieder ſchönen Gruß an die deutſche Heimat Heimweh
Im 2. Teil der Veranſtaltung kamen vorgetragen von 2."
Andreas Schmidt Dichter aus unſerer Landſchaft 34
Von F. A. Schmidt ſelbſt hörten wir das Gedicht Das B04
dem das Erlebnis eines Buches ſich ſpiegelt, und das beſoe
gut zu der Veranſtaltung paßte, und ein von einer umſahl e
Liebe getragenes Gedicht Wir wollen auch die kleinen S
lieben. Tiefe, myſtiſche Naturverbundenheit ſprag !"
Wanderer von Paul Appel, von dem außerdem noch..
ſchwingtes Morgenlied zum Vortrag kam. Ein Bekeſiſtſe
der Schöpferkraft des menſchlichen Geiſtes war Rudolf 2.
dings Geiſt des Menſchen; vom ſelben Dichter 1olde.
der ernſte Spruch für eine Sonnenuhr, auf dem Hochtel.
zu Darmſtadt. Von Dorothea Hollatz hörten wir Oüb.
viſionären Deutſchen Reiter einen ſehr feinen SN.
einen Knaben, in dem das Leben als etwas immer Net.
kämpfendes hingeſtellt wurde. Zwei friſche Knähenchle.
Heinrich Spitta, geſungen vom Knabenchor der Ohl9ſcht.
der Leitung von Lehrer Heinr. Landzettel, erklanee.S
ſchluß der Feierſtunde.

[ ][  ][ ]

M.
ontt
* Tühr denet n Taddeft

ge Geräteturner ſuchten ihren Meiſter: Schwarzmann=Fürth vor Ernſt Winter=Frankfurt und Sandrock.
Kleeblatt ſchlägt Club zuhauſe 3:1 Neue deutſche Schwimmrekorde!

ine Zußball=Ergebniſſe.
Gaukämpfe
i aiſel: Nordheſſ. Baden (Sa.) 4:2 (2:1);
iſonnover: Nied=Sachſ. Baden 1:0 (0:0).
Müdeutſche Meiſterſchaftsſpiele.
. Südweſt: 1. FC. Kaiſerslautern
hönix Ludwigshafen 0:3; Union Niederrad
Saar 05 Saarbrücken 1:1; Wormatia
darms Eintracht Frankfurt 2:0; Sportfr.
glrbrücken FK. Pirmaſens 4:4; Kickers
ſienbach Boruſſia Neunkirchen 3:2.
G1Baden: Keine Spiele.
GlWürttemberg: VfB. Stutigart
tüttgarter Kickers 2:0; SV. Göppingen
A. Feuerbach 0:1: Ulmer 5V. 94 1. SSV.
lur 1:1; Union Böckingen Spfr. Eßlin=
Int 2:3.
GſWayern: Schwaben Augsburg 1860
rümchen 1:3: 1. FC. Nürnberg Sppgg.
füa th 1:3: Jahn Regensburg Sppgg. Wei=
iuf
7:0; FC. 05 Schweinfurt Wacker Mün=
er
1:0; Bayern München BC. Augs=
tug
8:2.
GirMwordheſſen: Sport Kaſſel SC. 03 Kaſſel
Kurheſſen Kaſſel Boruſſia Fulda 2:3;
f4:. Friedberg Heſſen Hersfeld 3:4; Ger=
nu
ia Fulda Spielverein Kaſſel 2:1.
GhMi ittelrhein: VfR. Köln Mülheimer SV.
Kölner CfR. Bonner FV. 2:3; Sülz
FC. Idar 8:1; Blauweiß Köln Weſt=
uck
Trier 1:0.
Geſsaftsſpiele: FSV. Frankfurt Schwarz=
eis
Eſſen 1:3; VfL. Neckarau ASV.
ünnberg 1:1.
Fußball im Reich.
G6 Leſtpreußen: Städteſpiel: Königsberg
an zig 5:3: SV. Inſterburg Maſovia
94 1:1: Raſtenburger SV. Hindenburg
Umnſtein 0:4.
GR Pommern: Greifswalder SC. Polizei
tettin 1:0: VfB. Stettin Komet Stettin
2. Hubertus Kolberg Sturm Lauen=
euir
45.
GſBrandenburg: Viktoria 89 VfB. Pankow
2. Polizei SV. Blauweiß 2:5; Hertha
SC. Berliner SV. 92 1:1; Spandauer
V. Tennis Boruſſia 3:2.
GſtEachleſien: Städteſpiel: Breslau Poſen
1. Preußen Hindenburg Vorwärts Ra=
ioieler
Gleiwitz 0:2; Beuthen 09 Rati=
a
)03 7:2.
GſSrchſen: Dresdener SC. Fortung Leip=
1 1:2; Pol. Chemnitz Guts Muts
resden 7:1; VfB. Glauchau Spfr. Dres=
n
3:2; VfB. Leipzig SUBC. Plauen
Wacker Leipzig SC. Planitz 3:1.
GRMitte: Wacker Halle SV 99 Merſe=
ur
4:1; Krick.=Vikt. Magdeburg Spfr.
ile 3:2; SC. Erfurt VfL. Bitterfeld 4:1;
SV. Jena Sppgg. Erfurt 1:1.
GßMordmark: Hamburger SV. Viktoria
maburg 3:0; Union Altona Holſtein
ſel 2:2; Polizei Hamburg Altona 93 6:3.
GüAiederſachſen: Städteſpiel: Hildesheim
guermiſſen 4:3: Eintracht Braunſchweig
znrborn 07 3:1.
GhAgeſtfalen: DSC. Hagen FC. Schalke 04
Sppgg, Herten Union Recklinghauſen
Preußen Münſter Hüſten 09 0:1;
ſeſtfalia Herne Germania Bochum 2:2.
GBMederrhein: Preußen Krefeld Fortung
üſseldorf 0:4; Rotweiß Oberhauſen VfL.
eymrath 0:4: Homburger SV. FV. 08
isburg 1:2: TSV. 99 Duisburg
hedter SV. 3:3.
Länderſpiele
ir Nenn: Schweiz Holland 2:4 (1:0); in Dif=
fe
ſtzugn: Luxemburg Schweiz B. 3:3 (0:2),
ſauf den Gau Baden, der am Wochenende
m Aeimer Gaumannſchaft auf Reiſen war und
ſe Enpiele gegen Nordheſſen und Niederſachſen
in Uoſ el und Hannover mit 2:4 bzw. 0:1 ver=
1. nucb es in Süd= und Südweſtdeutſchland in
a A ſöauen Punktekämpfe. Zum Teil verliefen
d utiele recht überraſchend, wenn auch alle
2 (lyenführer ihre Poſition, zum Teil trotz
2 lethlagen, beibehalten konnten,

Im Gau Südweſt, iſt die Führung des Lud=
wigshafener
Phönix klarer geworden. Phönix
ſelbſt ge ann überraſchend auf dem Betzenberg
in Kaiſerslautern 3:0 (2:0). Dann kam aber
den Ludwigshafenern noch zu ſtatten, daß der
ihnen dicht auf den Ferſen folgende FK. Pir=
. ſens in Saarbrücken g.gen die Sportfreunde
mit 4:4 einen Punkt verlor und daß im Kampf
der beiden Neulinge die an 3. Stelle ſtehende
Union Niederrad zu Hauſe gegen Saar 05 Saar=
brücken
nur 1:1 ſpielte. Wormatia Worms
ſchaffte ſich durch einen unverdienten Sieg mit
2:0 über Eintracht Frankfurt auf den 4. Platz;
an die 5. Stelle rückte der Gaumeiſter Kickers
Offenbach durch einen 3:2=Sieg über Boruſſia
Neunkirchen vor.
In Württemberg gab es an der Spitze keine
Veränderung, weil intereſſanterweiſe alle drei
auf den erſten Plätzen ſtehenden Mannſchaften
Niederlagen einſtecken mußten. Die führenden
Stuttgarter Kickers wurden im Lokalkampf auf
dem Cannſtatter Waſen vom V.f.B. mit 2: 0
geſchlagen. Danach hätte Union Böckingen an
die erſte Stelle kommen können, wenn der Gau=
meiſter
nicht auf eigenem Platze, bei Halbzeit
2:0 führend, vom Neuling Sportfreunde =
lingen
2:3 beſiegt worden wäre. Die Gelegen=
heit
, durch die Niederlagen der beiden Erſten
mit zur Spitze aufzurücken, vergab aber auch der
an dritter Stelle ſtehende SV. Feuerbach, der
beim Neuling in Göppingen 1:0 geſchlagen
wurde. Das Ulmer Lokaltreffen FV. 94SSV.
endete 1:1.
Die Sp.=Vgg. Fürth iſt in Bayern wieder
alleiniger Tabellenführer geworden. Sie be=
endete
auch den ſchweren Gang nach dem Za=
bo
ſiegreich und ſchlug dort den ſturmſchwachen
Club auf ſeinem Gelände mit 3:1 (1:0). Da=
gegen
konnte Wacker München, bisher mit den
Kleeblättlern punktgleich, dieſe Stellung nicht
behaupten, da die Blauſterne in Schweinfurt
1:0 geſchlagen wurden. Auf den zweiten Platz
hit nag jetzt München 1860 vorgeſchoben, die
Löwen ſiegten in Augsburg über Schwaben
mit 3:1. Zu erwähnen ſind noch die hohen Nie=
derlagen
, mit denen die beiden Neulinge in
Regensburg und München abgefertigt wurden.
Jahn Regensburg ſchlug Weiden 7:0, Bayern
München gewann über den BC. Augsburg 8:2.
Nordheſſens Gaumeiſter und Tabellenführer,
Boruſſia Fulda, landete in Kaſſel bei den an
letzter Stelle ſtehenden Kurheſſen nur einen
mageren Sieg mit 3:2. Der VfB. Friedberg
unterlag zu Hauſe Hersfeld 3:4 und Spielver=
ein
Kaſſel wurde in Fulda vom Neuling Ger=
mania
2:1 geſchlagen. Sport Kaſſel blieb auch
im 6. Spiel ohne Sieg, der Lokalgegner, SC. 03,
gewann 5:2. In der Tabelle wurde der Spiel=
verein
Kaſſel an vierter Stelle, von Hersfeld
und Germania Fulda überholt.
Am Mittelrhein, büßte der führende VfR.
Körn ſeinen erſten Punkt ein; gegen den Gau=
meiſter
Mülheimer SV. ſpielte er im wichtig=
ſten
Spiel= des Tages 0:0. Der Kölner CfR.
verlor zu Hauſe gegen den Bonner FV. 2:3 und
wurde auf dem zweiten Platz vom Mülheimer
SV. eingeholt.
Unglickliche Niederlage.
Wormalia Worms
Einkracht Frankfurk 2:0 (0:0).
Nach dem 8:1=Sieg der Wormſer über den
FSV. Frankfurt wäre man geneigt, einen 2:0=
Erfolg über Eintracht als durchaus in Ordnung
gehend anzuſehen. Dem iſt aber nicht ſo. Wor=
matia
gewann das Treffen dank zahlreicher für
ſie glücklichen und für die Frankfurter recht un=
glücklichen
Umſtände. Nach dem regulären Ver=
lauf
des Treffens wären die Wormſer wohl
froh geweſen, einen Punkt zu erobern. Eintracht
kam mit zwei neuen Leuten, Schneider und Boß=
ler
(früher Polizei) als Verteidiger und Halb=
linken
, mit dem begnadigten Stubb und mit
Leis als Mittelläufer. Es klappte alles recht
gut und trotz der unverdienten Niederlage
bleibt Eintracht auch weiterhin unter den Be=
werbern
um die erſten Plätze. Nach torloſer
Halbzeit wurde das Spiel recht rauhbeinig. Bei
der Eintracht wurden beide Verteidiger ver=
letzt
, Stubb ging in den Sturm und ſtand am
linken Flügel auf verlorenem Poſten. In der
19. Minute ſchoß Zimmermann auf Zuſpiel von

Beim olympiſchen Bobrennen in Lake
Placid 1932 hatten die Deutſchen viel Pech,
verunglückte doch auf der vereiſten Bahn,
beim Training, der Viererbob des Welt=
meiſterfahrers
Zahn ſchwer. Trotzdem er=
rang
Deutſchland im Bobrennen noch zwei
bronzene Medaillen. In Garmiſch=
Partenkirchen finden 1936 die olympiſchen
Winterſpiele ſtatt. Dort wurde am Fuße
des Kreuzeck, direkt am Rießerſee, mit
herrlichem Blick auf die ſchneebedeckte Zug=
ſpitze
, eine neue Bobrennbahn gebaut. Hier
wird gekämpft werden, und die Fahrer
werden auf Sieg fahren. Wir hoffen, daß
mehr wie einmal die deutſche Flagge am
Siegesmaſt hochgehen wird. Auch nach
Garmiſch=Partenkirchen zu den olympiſchen
Winterſpielen kann jeder fahren, der die
Ferienmarken des DarmſtädterTag=
blatt
ſammelt. Kauft auch Marken
zu 10 und 50 Pfg. oder zu 1 Mark (mit
der olympiſchen Glocke) in unſerer Ge=
ſchäftsſtelle
oder bei den Botenfrauen und
Agenturen.

Fath den erſten Treffer. Kurz darauf ſchied
Boßler verletzt aus und gegen die zehn Frank=
furter
kam Gölz noch zu einem zweiten Tore.
Eintracht hatte noch einige Chancen, die aber
ausgelaſſen wurden. Schiedsrichter Schneid
(Münſter=Sarnsheim) war ein völliger Ver=
ſager
und nie in der Lage, dieſes ſchwere Spiel
zu leiten, dem 4000 Zuſchauer beiwohnten.
Knapper Sieg des Gau=
meiſters
.
Kickers Offenbach Bornſſia Neun=
Uicen 32.
Vor 2500 Zuſchauern gab es am Bieberer
Berg unter der ausgezeichneten Leitung von
Dr. Storch=Ludwigshafen, ein recht mattes
Spiel. Weder Sieger noch Beſiegter boten über=
ragende
Leiſtungen. In der 8. Min. gingen die
Offenbacher durch, einen von Stüber verwan=
delten
Strafſtoß aus 30 Meter Entfernung in
Führung und in der 30. Min. gelang Keck auf
Vorlage von Gerth, der zweite Treffer. Ein
ſicherer Erfolg Neunkirchens wurde dann von
Lohrum auf der Offenbacher Torlinie verhin=
dert
. Bis zur Pauſe mußten die Saarländer
noch einen Treffer hinnehmen. Ihr Verteidiger
Maus verſchuldete an Gerth, durch Beinſtellen
einen Elfmeter, den Kühnle in der 42. Minute
zum dritten Erfolg verwandelte. Eine Viertel=
ſtunde
nach Wiederbeginn kamen die Gäſte zu
ihrem erſten Gegentreffer, als Stüber einen
Strafſtoß verſchuldete den Theobald verwan=
delte
. Einen vierten Treffer Offenbachs, wobei
Keck den Müller entglittenen Fall einlenkte,
gab der Schiedsrichter trotz des ſtürmiſchen Pro=
teſtes
der Zuſchauer nicht. Kurz vor Schluß
kamen die Saarländer durch Litzenburger noch
zu einem zweiten Erfolge.

Die kleine Preisfrage
für Fußballer erfuhr durch die Umlegung des
Spiels Pfiffligheim-Bürſtadt eine Beeinträch=
tigung
. Da die Chancen bei dieſem Spiele in
Bürſtadt erheblich anders beurteilt werden durf=
ten
als beim Treffen in Worms, haben wir
dieſes Spiel nicht gewertet. Ueberraſchungen
brachten nur die Spielausgänge in Frankfurt
a. M., da Union Niederrad gegen Saar 05 nur
ein mageres 1:1 erzielte, und in der Kreisklaſſe
die beiden Unentſchieden in Darmſtadt an der
Rheinallee und in Eberſtadt.
Aus den verbliebenen 9 Spielen haben vier
Teilnehmer des Wettbewerbes 7 richtige Spiel=
ausgänge
vorausgeſagt, weitere 22 Teilnehmer
hatten 6 richtige Ergebniſſe zu verzeichnen. Das
Los beſtimmte unter den vier punktgleichen Ein=
ſendern
als
1. Preisträger: RM. 5. in bar: Karl Drott
in Pfungſtadt, Bergſtr. 77;
2. Preisträger: zweimonatiger Freibezug des
Darmſtädter Tagblatts: Wilhelm
Löhr, Seeheim a. d. B., Ludwigſtr. 4:
3. Preisträger: einmonatiger Freibezug des
Darmſtädter Tagblatts; Karl Nieb=
ling
, Darmſtadt, Feldbergſtr. 73 I, vor
Karl Neuroth, Darmſtadt, Aha=
ſtraße
10.
Wegen der großen Anzahl der nachfolgenden
beſten Einſendungen muß die Veröffentlichung
der Namen heute unterbleiben.

Anion verlierk wieder
einen Punkk.
Union Niederrad Saar 05 Saar=
Unſten 1 05.
Wucht und Schnelligkeiten waren in dieſem
von 3000 Zuſchauern beſuchten und von Geh=
ring
=Ludwigshafen gut geleiteten Treffen die
Hauptmerkmale auf beiden Seiten, während
techniſch gute Leiſtungen weniger geboten wur=
den
. Bei Union lieferte Mittelläufer Müller
eine recht gute Partie, während der begnadigte
Allermann weniger gefiel und auch Pflug nicht
auf gewohnter Höhe war. Die Niederräder hat=
ten
aber dennoch mehr vom Spiel, und daß ſie
nicht zum Siege kamen, liegt in erſter Linie an
der guten Abwehr der Saarländer, deren Ver=
teidiger
Noll und Tormann Wolfanger beſon=
ders
gut waren, Außerdem gefiel Mittelläufer
Zache durch gutes Aufbau= und Abwehrſpiel.
Saarbrücken ging in der erſten Halbzeit durch
Deutſch in Führung, als Gaß einen Ball ſeinen
Händen entgleiten ließ. Der längſt verdiente
Ausgleich der Union gelang in der 25. Minute
der zweiten Halbzeit durch den Linksaußen Sack,
nachdem andere ſchöne Gelegenheiten ausgelaſſen
worden waren.
FC. Kaiſerslaukern=
Maut Aunſschifn 93.
Der Tabellenführer kam auch auf dem Betzen=
berg
in Kaiſerslautern zu einem verdienten
Siege. Eine glänzende Geſamtleiſtung der gan=
zen
Mannſchaft, in der Hintermannſchaft, Läu=
ferreihe
und Sturmführer Hörnle beſonders
auffielen, führte zum Erfolge. Die Einheimi=
ſchen
, die mit Erſatz antraten, begannen recht
gut. Als dann Schiedsrichter Wengrzik=Worms
einen Treffer nicht anerkannte, wurde die
Mannſchaft unruhig und nervös und um ſo
leichter hatten es dann die ohnehin ſchon beſſe=
ren
Ludwigshafener Gäſte. Hörnle ſchoß bis zur
Pauſe zwei ſchöne Treffer. Nach der Pauſe ſpielte
Kaiſerslautern beſſer, nun war aber die Lud=
wigshafener
Abwehr glänzend aufgelegt und ſie
ließ keinen Treffer zu. Dagegen kam Phönir
durch den Halblinken Herrmann noch zu einem
weiteren Treffer, der den 3:0=Sieg und die wei=
tere
7
rung in der Tabelle ſicherſtellte,

[ ][  ][ ]

Nr. 306

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Polizei Dſtdt. Germ. Pfungſtadt 3:2 (2:2).
Haſſia Dieburg SV. 98 Darmſtadt 1:0 (1:0).
Olympia Lorſch A.=O. Worms 3:0 (1:0).
VfR. Bürſtadt Norm. Pfiffligheim 1:1 (0:1).
Sppgg. 04 Arh. FC 03 Egelsbach 2:2 (2:2).
Viktoria Urberach Viktoria Walldorf 1:1.
Wie in unſerer Vorſchau geſagt, gewann die
favoriſierte Polizei gegen Pfungſtadt, mußte aber
auch die von uns erwähnte Kampftüchtigkeit der
Gäſte anerkennen. Polizei iſt mit dieſem Sieg
in der Tabelle bereits auf den 4. Platz vorgerückt
und hat bis jetzt nur einen Minuspunkt.
Durch das Eigentor der Gäſte errangen die
Dieburger Haſſiaten gegen den SV. 98 Darm=
ſtadt
. Durch dieſen erſten Spielgewinn verbeſſern
die Dieburger ihre Poſition ebenfalls erheblich.
In Lorſch konnten die Einheimiſchen die Ver=
einigten
Wormſer mit 3:0 bezwingen.
Die beiden Ueberraſchungen brachten die Paa=
rungen
in Bürſtadt nud Arheilgen. Die beiden

Tabellenführer konnten dort keine Siege errin=
gen
, in beiden Spielen trennte man ſich unent=
ſchieden
.
In Urberaſch konnten die Viktorianer ihr
zweites Unentſchieden gegen die ſtarke Elf aus
Walldorf herausholen; man ſcheint dort jetzt end=
lich
aufgewacht zu ſein.

Die Tabelle nach dem 4. November:

Spiele gew. un. verl. Tore Pkt. Egelsbach 28:9 14:4 Pfiffligheim 32:17 10:6 Walldorf 15:13 9:5 Pol. Darmſt. 4 11:4 7:1 Bürſtadt 12:9 8:6 Arheilgen 13:20 8:8 Lorſch 12:9 8:8 Dieburg 6 6:14 5:7 98 Darmſtadt 7 9:12 5:9 A.=O. Worms 6 4:12 4:8 Pfungſtadt 12:19 4:10 Urberach 4:20 2:12

Polizei Oſtdk. Germania
Prangftadt 3.4 1.25.
Tapfer hielken ſich die Pfungſtädter
Germanen,
mit dem Trauerflor um den Arm, auf dem
Exert und viel hätte nicht gefehlt, da wäre
kurz vor Schluß ein Punkt nach Pfungſtadt ge=
wandert
. Nach dem guten Spiel am Vorſonntag
gegen Normannia hatte man allgemein mit
einem überzeugenden Sieg der Grünen gerech=
net
, zumal ſie mit Keck einen ausgezeichneten,
ruhigen und überlegt ſchaffenden Mittelläufer
erſchienen. Daß dieſer Tip nicht in Erfüllung
ging, hat zwei Urſachen: einmal in der heute
ſchwachen Sturmreihe und zum anderen, in dem
Ausfall des rechten Läufers Kaſper, der in der
35. Minute verletzt ausſchied und nach der Pauſe
als humpelnder Statiſt den Rechtsaußenpoſten
mit Göbel vertauſchte. Im Sturm ging heute
viel klug Ausgedachtes ſchief, Dumont und Bek=
ker
hatten keinen guten Nachmittag am beſten
waren noch Göbel und Seipp: Pfeiffer reichte
nur periodiſch an ſie heran. Wie geſagt, führte
ſich Keck heute auf dem Poſten des verletzten
Matthes überzeugend ein; manchmal war er
noch etwas weich, brauchte aber auch nicht ſeine
Körperkraft einzuſetzen, denn das ganze Treffen
verlief recht anſtändig. Die übrige Hintermann=
ſchaft
war auf gewohnter Höhe.
Die Germanen ſetzten ſich, wie ſtets an
der Feſthalle, mit Rieſeneifer ein, beſonders ge=
fiel
das ſchnelle Startvermögen der beiden routi=
nierten
Verteidiger, die im Verein mit ihrem
Schlußmann Darmſtädter und Mittelläufer Mar=
quardt
eine ſchwere Arbeit zu leiſten hatten, ſich
aber vorzüglich wehrten. Im Sturm war Haſſen=
zahl
1. die treibende Kraft und der zweimalige
erfolgreiche Scharfſchütze. Neben ihm war der
Linksaußen Speckhardt der Gefährlichſte im wen=
digen
Angriff.
Auf qualitakiv beſonderer Höhe
ſtand das Treffen nicht und die zirka 800 Zu=
ſchauer
wurden nur vorübergehend mitgeriſſen.
Polizei erreicht nach dem Anſtoß durch gut ein=
geleitete
Aktionen eine leichte Ueberlegenheit,
doch die mit Hochtouren laufende Verteidigung
der Blauweißen und Darmſtädter halten dicht.

Nach einer Viertelſtunde löſt ſich Germania aus
der Umklammerung und zeigt mehrfach ſchnelle
Durchbrüche und ſchöne Flanken des Linksaußen,
kommt jedoch an Balſer=Bönſel nicht vorbei.
In 10 Minuten fallen dann recht über=
raſchend
4 Tore!
Nach 3:1 Ecken unterläuft Kaſper im Straf=
raum
eine Panne: Haſſenzahl 1. erreicht das
Leder vor Klein und Germania liegt 0:1 in
Führung. Vom Anſtoß weg erhält Pfeiffer den
Ball, legt ihn 12 Meter vor Germanias Hütte
ſchußgerecht auf und ſchießt ſcharf zum Ausgleich
ein. Wenige Augenblicke ſpäter verletzt ſich
Kaſper und muß ausſcheiden, um erſt nach Sei=
tenwechſel
als Bleſſierter auf Rechtsaußen zu
ſtehen In der 37. Minute unternimmt der
Gäſtemittelſtürmer einen überraſchenden Ausflug
mit dem erneuten Führungstreffer. Genau 90
Sekunden ſpäter ergibt ſich durch eine prächtige
Kombination Keck=Dumont=Pfeiffer=Seipp der
2:2 Gleichſtand. Einen Bombenſchuß Dumonts
kann Darmſtädter zur 4. Ecke der Grünen hin=
ausboxen
.
Nach der Pauſe iſt das Spiel verteilt,
auf beiden Seiten werden manche Torgelegen=
heiten
herausgearbeitet, jedoch nicht ausgewertet.
Beide Hüter haben mehrfach Gelegenheit, ſich
auszuzeichnen. In der 19. Minute beendet Pfeif=
ſer
eine kurze Vorlage von Keck mit
dem 3. und Siegestreffer.
Dann rettet Klein gerade vor Haſſenzahl 1. auf
den weißen Strich und auf der Gegenſeite bieten
Darmſtädter=Dumont das gleiche.
Die 5. Polizei=Ecke ſetzt Becker hinter das Ge=
häuſe
. Ein ſcharfer Schuß Dumonts landet im
Außennetz. 5 Minuten vor Schluß bietet ſich den
noch einmal aufdrehenden Gäſten die Gelegen=
heit
zum Ausgleich und 1 Punkt: doch Klein
bannt den zu ſchwach geſchoſſenen tiefen Roller
noch auf der Torlinie.
In Kratzenberg=Frankfurt hatte das von
den Gäſten manchmal etwas zu laut geführte
Treffen einen einwandfreien energiſchen Unpar=
teiiſchen
.
Die Mannſchaften:
Pfungſtadt: Darmſtädter: Nickel, Voos;
Schmidt, Marquardt, Crößmann; Haſſen=
zahl
2., Scheuermann, Haſſenzahl 1., Spieß,
Speckhardt;
Polizei: Klein; Balſer, Bönſel; Kaſper, Keck,
Kauffmann; Göbel, Seipp, Dumont, Pfeiffer,
Becker.
=

Dieburger Sieg durch Gäſte=Eigentor.

Hafſia Dieburg
SB. Darmſtadk 98 1:9 (1:9).
Genau wie im Vorjahre
blieben auch diesmal die Dieburger mit dem
knappſten aller Reſultate glücklicher Sieger.
Glücklich deshalb, weil die Darmſtädter das ein=
zige
Tor des Tages ſelbſt beſorgten und weil ſie
es nicht verſtanden, aus der Fülle klarer Chancen
auch nur eine einzige zum Erfolg auszuwerten.
Den Dieburgern kam dieſer erſte Sieg ſehr zu=
ſtatten
, denn wenn ſie heute bei ihrem vierten
Heimſpiel nicht für Erhöhung ihrer Punktſkala
geſorgt hätten, wären ſie wenigſtens zunächſt
in den Strudel der Abſtiegsbedrohten gezogen
worden.
Fußball, der typiſche Männerkampf,
das kam bei dieſem Treffen ſo richtig zum Aus=
druck
. Zäh und verbiſſen, im großen und ganzen
jedoch fair, ſo muß es ſein, wenn man ſeine
Freude daran haben ſoll.
Die Mannſchaften: Dieburg: Gruber;
Schmidt W., Fach 3.; Würz, Fach 1., Blank;
Fach 2., Rebell, Wick, Schmidt A., Kurz.
Darmſtadt: Henß; Geyer, Sänger; Mül=
ler
2., Orlemann, Richter; Mahr, Eßlinger,
Schnägelberger, Frey, Würtenberger.
Skizzen aus dem Spielverlauf.
Kaum hatte der Schiedsrichter das Zeichen
zum Beginn gegeben, da war auch ſchon das
Schickſal über die Darmſtädter in Geſtalt des un=
glücklichen
Tores hereingebrochen. Der Dieburger
Rechtsaußen hatte gut geflankt, Sänger und

Henß behinderten ſich gegenſeitig in der Abwehr,
und von Henß Fauſt flog der Ball
ins eigene Tor.
Im Darmſt. Sturm ſah es in der folgenden
Zeit finſter aus. Man verſtand es kaum, einen
Ball zu halten. Lediglich der Linksaußen Wür=
tenberger
verwertete die wenigen Bälle, die er
erhielt und brachte durch feine Flankenläufe ab
und zu gefährliche Bälle vor Grubers Gehäuſe.
Im Dieburger Sturm war der Halblinke
Schmidt die treibende Kraft. Faſt alle Angriffe
leitete er ſelbſt ein, und wenn ein Schuß aufs
Darmſtädter Tor kam, dann war er auch von
ihm. Trotzdem die Dieburger im erſten Abſchnitt
mehr vom Spiel hatten, lag der Ausgleich der
Darmſtädter oft im Bereich des Erreichbaren.
Er wäre auch eingetreten, als Frey einen
Scharfſchuß aufs Tor ſetzte, den ein Verteidiger
mit der Hand abſchlug. Es gab wohl keinen der
Anweſenden, der nicht in dieſem Falle auf die
Elfmeterentſcheidung gewartet hatte. Aber der
Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Auch die Die=
burger
erzielten noch ein Tor, das jedoch wegen
Abſeits annulliert wurde.
Nach Halbzeit
waren die Gäſte beſſer im Bilde. Sie hielten
jetzt den Ball flach und verſchafften ſich da=
durch
eine leichte Feldüberlegenheit. Aber auch
in dieſer Zeitſpanne, wo Erfolge leicht zu er=
zielen
geweſen wären, ſchaffte man nicht den
Ausgleich. Mahr und Schnägelberger wußten
mit freien Bällen nichts anzufangen, und auch
Eßlinger, der ſtets zu weit hinten hing, brachte
nichts zuwege. Auf der anderen Seite ſind die
Dieburger auch nicht müßig und verſuchen durch
Einſetzen ihrer beiden ſchnellen Flügel den Vor=
ſprung
zu erhöhen. An den ſicheren Darmſtädter
Verteidigern zerſchellen jedoch alle noch ſo guten
Anſatze. In den Schlußminuten ſteigerte ſich die

Darmſtädter Ueberlegenheit noch, ſie erzielen
auch ein Tor durch Geyer, der in den Sturm ge=
gangen
war, doch der Schiedsrichter gab es aus
nicht erſichtlichen Gründen nicht. Die Dieburger
blockierten ihre Deckung immer mehr, was vor
die Füße der beiden Verteidiger kam, landete
über der Umzäunung, und ſo hielt man mit Glück
und Geſchick den glücklichen, aber auch nicht un=
verdienten
Sieg.
Gute und ſchlechte Leiſtungen
ſah man in den Darmſtädter Reihen. Henß war
heute nicht in der guten Form der Vorſonntage.
Er machte bisweilen einen reichlich unſicheren
Eindruck. Sänger, und beſonders Geyer, erledig=
ten
dafür aber einen Löwenpenſum und verdie=
nen
beide ein Sonderlob. Die Läuferreihe ſorgte
nicht für die nötige Verbindung zum Sturm.
Orlemann in der Mitte war noch der Beſte,
wenn er auch nur eine Durchſchnittsleiſtung bot.
Ueber den Sturm kann man Sonntag für Sonn=
tag
dieſelbe Beurteilung abgeben. Techniſch gut
und auch ideenreich, doch vor dem Tor zu unent=
ſchloſſen
. Würtenberger machte eine rühmliche
Ausnahme, er war jedenfalls der Beſte in dieſem
harmloſen Quintett.

Die Siegerelf

verfügt über eine Hintermannſchaft, an der ſicki
ein Sturm ſchon die Zähne ausbeißen kann. Irſſ
der Läuferreihe ſtehen drei Leute, die unermüdd
lich arbeiten. Die Angriffe gingen jedoch, wiſ
ſchon erwähnt, ſamt und ſonders von dem famo=
ſen
Halblinken Schmidt aus, der weitaus den
fähigſte Mann ſeiner Elf iſt. Halbrechts ſtand deu
frühere Heuſenſtammer Rebell, der fürs erſteman
eine recht achtbare Leiſtung bot. Der Erſatzlinkss,
außen Kurz war lange nicht der Schlechteſte
Bernhardt=Bad=Homburg war Schieds=
richter
. In der erſten Stunde gabs von weni0
gen Ausnahmen abgeſehen nichts zu tudelnn
ſpäter fällte er einige merkwürdige Entſcheidunm
gen, die ſeiner Autorität beſtimmt nicht zuträg,
lich waren.
Die Reſerven der 98er holten aus einem 4:2,0
Rückſtand kurz vor Schluß noch einen 5:4= Sieg=
heraus
.
Weitere Reſultate des SV. 98: 3. Mannſch4
1. Leeheim 2:3; 4. Mannſch. 2. Hähnleimü
2:3; 5 Mannſch. 2. Groß=Zimmern 4:1; A5,0
Mannſch. AH. Wixhauſen 4:2; A=Jugend
Wixhauſen 0:7: B=Jugend Pfungſtadt 33,0
B=Schüler Beſſungen 1:1.


41.0
Sebbe
Septshe
Mee
reiift
Wdiniet.
We
RM
50lütze
Wace

wrpt Mie
mr äte!
tar luter
ae Ia.
Meben.

Sppgg. 04 Arheilgen
FC. 03 Egelsbach 2:2 (2:2).
Troß Arheilger Kerb
vor 1300 Zuſchanern
ſtellten ſich dem guten Schiedsrichter Sattler=
Eintracht Frankfurt folgende Mannſchaften:
Arheilgen: Körber: Traſer, Barnewald;
Reitz, Becker, Weſp; Erzgräber, Bauer, Beiſel,
Fleck, Treuſch.
Egelsbach: Schuch; Anthes, Volz; Haller,
Knös, Vollhardt; Knöß, Anthes, Knöß, Volz,
Schlapp.
Man hatte ſich eigentlich von dem Spiel, und
zwar von Seiten Egelsbachs mehr verſprochen,
beſonders von der Schußfreudigkeit des Sturmes.
Die Spielweiſe der Gäſte war ohne Zweifel in
techniſcher Hinſicht beſſer ausgeprägt als bei Ar=
heilgen
; es wurde aber viel zu viel kombiniert
und dabei das Schießen vergeſſen. Anders bei
Arheilgen, das ſich zur Zeit auf ein neues Sy=
ſtem
umſtellt, und zwar werden die Halbſtürmer
zurückgezogen, damit ſie zum Aufbau des Spieles
helfen, und dann wird durch ſchnelle Vorſtöße der
Außen verſucht, zum Erfolg zu kommen. Wenn
aus dieſem Grunde Egelsbach immer leicht über=
legen
ſpielte und dennoch zu keinem Siege kam,
ſo lag dies an der taktiſch richtig eingeſtellten
Abwehr der Arheilger Deckung. Denn nur einmal
konnte der Egelsbacher Sturm die Reihen ein=
wandfrei
, und zwar beim 2. Tor, durchbrechen.
Weit gefährlicher waren deshalb die Angriffe
der Mühlchesleute und wenn ſich die Stürmer
noch etwas mehr eingeſetzt hätten, dann wäre
Egelsbach nicht um eine Niederlage herumge=
kommen
, denn es waren einige ſchöne Gelegen=
heiten
vorhanden.
Schöne Torgelegenheiten
ſah dieſes Treſſen.
Egelsbach drückt zunächſt leicht und kann zwei
Ecken erzielen, die abgewehrt werden, während
Arheilgen durch die Außen einige Angriffe ein=
leitet
. Der erſte Eckball wird erzielt, Becker köpft
knapp daneben. Gleich darauf hat Bauer eine
ſchöne Gelegenheit, doch er war um eine Sekunde
zu ſpät. Egelsbach erzielt die 3. Ecke und einen
Strafſtoß lenkt Körber zum 4. Eckball. In der
22. Minute iſt der Bann gebrochen. Der Egels=
bacher
Linksaußen gibt den Ball zur Mitte,
Körber läuft heraus, ſchlägt den Ball auf den
Rücken eines Gegners, von wo er wieder zu
einem Egelsbacher kommt und ſchon heißt es 1:0
für E. Arheilgen liegt vom Anſtoß an im An=
griff
, kann aber nur einen Eckball erreichen. Eine
weitere Ecke für E. wird abgeſchlagen, aber in
der 30. Minute iſt Arheilgen zum zweitenmale
geſchlagen. Ewald Volz ſetzt einen ſchönen Schuß
flach in die linke Ecke, für Körber nicht zu er=
reichen
. Man glaubte jetzt ſchon an eine hohe
Niederlage der Gaſtgeber, aber Arheilgen holte
in der 33. Minute im Anſchluß an einen Eckball
durch Bauer auf. 2:1. Gleich darauf hat Egels=
bach
Glück, da die Querlatte als rettender
Engel da iſt. Aber in der 39. Minute gibt Erz=
gräber
ruhig und beſonnen kurz vor dem Tore
ſchön den Ball zur Mitte und Fleck hat den Aus=
gleich
errungen. Bis zur Pauſe verteiltes Feld=
ſpiel
.
Nach Wiederbeginn ſchält ſich eine leichte
Ueberlegenheit der Gäſte bis zum Schluß heraus,
Arheilgen unternimmt ſeine Durchbrüche, die bei
der richtigen Ausnutzung den Sieg hätten brin=
gen
können. Auch Egelsbach hatte einige Tor=
chancen
, aber die Platzverteidigung mit Läufer=
reihe
arbeitet gut und ließ die Stürmer nicht
zum Schuß kommen. So konnte keine Mannſchaft
mehr erfolgreich ſein und den Sieg an ihre
Fahne heften.
Kritiſch geſehen,
lag Arheilgens Stärke wieder in der Ab=
wehr
, die es heute gut verſtand, den Egelsbacher
Sturm in Schach zu halten. Es müſſen nur die
Bälle ſchneller und weiter abgeſtoßen werden. Im
Sturm hat ſich Erzgräber auf Rechtsaußen ſehr
gut bewährt, er hat ſchönes Flanken zur Mitte
gebracht, ſchade, daß er nicht noch etwas ſchneller
iſt. Beiſel als Mittelſtürmer muß ſich noch beſſer
einſetzen und ebenfalls ſchneller ſtarten. Wenn
er noch einige Spiele hinter ſich hat, dürfte er

ein ganz brauchbarer Sturmführer weden
Treuſch auf Linrsaußen war ebenfalls ſehr eint
nur hat er beim Torſchießen kein Glück. Bon
und Fleck, welche mit der Aufbauarbeit begriſe
waren, ſchafften, können aber vor dem Tore nicht
ſo in Erſcheinung treten, was viele von den Zu
ſchauern, durch die neue Spielweiſe, noch nicht
begriffen haben.
Bei Egelsbach ſchlug ſich die Verteidigung
mit Torwart ſicher, beſonders die beiden Verteſ=
diger
klärten mit weiten Abſchlägen. Die Läufer=
reihe
unterſtützte den Sturm gut, der aber, ge
hindert durch die ſtarke Verteidigung der Arheil=
ger
, ſich heute nicht ſo recht entfalten konnte und
die vielen Schlachtenbummler, etwas ent=
täuſchte
.
Zwei Minuken vor Schluß
entſchieden!
Olympia Lorſch
Alem. /Olympia Worms 3:0 119.
Es war wohl das ſchönſte Bezirksklaſſenbiel,
das geſtern im Lorſcher Wald vor zirka /0 30 ausgetragen wurde. Erſt in allerletie=
Minute fiel die Entſcheidung, obwohl Lorſch be=
reits
nach halbſtündiger Spielzeit durch Herdt
in Führung gegangen war. Die ſehr ſchnelle,
trickreiche, junge Wormſer Mannſchaft gab ſich
aber keineswegs geſchlagen und heizte haup
ſächlich nach der Pauſe den Einheimiſchen ganf
gehörig ein. Die ganze Ausbeute waren abe
durch den flinken, aber zu ſchußſchwachen Stuin
nur 2 Lattenſchüſſe, alle übrigen Torchancen, die
vornehmlich in der zweiten Halbzeit ſehr zahle.
reich waren, wurde vergeben.
Die Lorſcher dagegen waren kurz vor Schluß
weit ſtärker vom Glück begünſtigt und erzielten
in den zwei letzten Minuten, durch Herdt und
Angert den bis dahin ängſtlich verteidigtel,
endgültigen Sieg. Die Lorſcher Mannſchaft war
durch das Fehlen von Gärtner, Wahlich und a
Albert vollſtändig umgeſtellt und hatte daher
ihre liebe Not, den flinken Gegner niederöl.
halten. Fritz=Oggersheim war ein ſehr guiel
Leiter.
Die Mannſchaften ſtanden: Lorſch: Schmicl
Degen, Schmidt: Ludwig, Lorbacher 1., Adriaſ,
Rothenheber, Metz, Herdt, Angert, Lorbachet
Worms: Schwindt; Kern, Steinbach; Stittgel,
Herbert, Buſch; Hundt, Sander, Hartenhach.
Ofenloch, Holle.
Schußſchwacher Skurm
der Raſenſpieler.
VfR. Bürſtadt
Notmannia Pfiffligheim 1:1 10:½)
Die Bürſtädter hätten eigentlich in Pfiffliches
heim antreten müſſen, das Spiel wurde oe.
wegen des Großkampfes Wormatia Eintraßle,
nach Bürſtadt umgelegt, wo die Wormſer 30
ortler in doppelter Hinſicht einen Erfolg ehl.
len konnten. Erſtens konnten ſie gegen die Le
rühmte Taktik der Bürſtädter Verteidigung 9ol
der Pauſe den erſten Erfolg erzielen, der Ged
von den eifrigen und wuchtigen Bürſtädtern.!
der zweiten Spielhälfte durch Emich ausgeb.
chen werden konnte. Zum Ueberfluß konnten.
aber auch einen finanziellen Erfolg aufweie.
Nicht weniger als 800 Zuſchauer waren. Cld
weſend, die ſeitens der Bürſtädter allerdute*
mit der Leitung des Spielleiters Leiß= Lampern=
heim
nicht zufrieden waren. Man kann 1e090
behaupten, daß die ſchußſchwachen Bürſtcd.
Stürmer die größte Schuld an dieſem ernelt.
halben Erfolg tragen. Zeitweiſe ging 22 I"
ſtürmiſch zu. zum Schluß löſte ſich jedoch AutS
in Wohlgefallen auf. Beide Mannſchaften. .
ten in ihren ſeitherigen Beſetzungen ohne Le
liche Aenderung an.

mitket!
D.4M Pun
TMiet
Kport
Fau

hön=Hürtgen lagen beim Amſterdamen
Aerennen am Sonntag nachmittag mit dre)
n Rückſtand an fünfter Stelle. Spiyeniſ.
wren Buyſſe=Deneef vor Braſpenninggt
n Kempen=Slaats und Pijnenburg=Wals.

MMäig

[ ][  ][ ]

Aurag, 5. November 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 306

Aus den Kreisklaſſen.
Enzlerd (Darmſtadt) war nicht fehlerfrei,
aber man konnte mit ſeiter Leitung zufrieden
Die Meisttäfſe 4.
ſein.

Gruppe I Ried.
F4A3-blis FC. 07 Bensheim 2:2 (2:1).
Vywürts Bobſtadt Starkenburgia Heppen=
heim
1:1 (1:0).
F965ofheimAlem. Gr.=Rohrheim 4:1 (0:1).
Biſesveim Kleinhauſen 6:1.
G erleeim ſpielfrei.
Zter Kreisklaſſe I gab es wieder ſenſatio=
nendergebniſſe
. Die Bibliſer konnten ihren
Vcrang nicht halten, ſo daß jetzt Hofheim
midinem Spiel weniger, aber punktgleich an
dem tätze liegt. Sehr dramatiſch war außer
de sSiel in Biblis die Begegnung in Hof=
he
chwo die eifrigen Groß=Rohrheimer bei der
Hohle X 1:0 führten, aber dann ihrem Eifer in
demo iten Halbzeit erlagen. In Biblis gingen
diens ſersheimer zuerſt in Führung, waren aber
beucſt Pauſe 2:1 geſchlagen. In der zweiten
Hanſeck holten ſie dann auf und brachten durch
dien zu ige Spielweiſe die Bibliſer um den Füh=
runpankt
. Bei dem Spiel in Bobſtadt führten
zwzuhee Einheimiſchen bis kurz vor Schluß 1:0,
muchn ſich aber faſt mit dem Abpfiff durch die
ſtafſr Heppenheimer den Ausgleich gefallen
laſ: Die Biebeshe ner gewannen klar nach
Betlbem.
Gruppe II Darmſtadt.
Tes 46 DarmſtadtJahn 75 Darmſtadt 2:2.
SX1 5roß=Gerau Chattia Wolfskehlen 4:1.
Und Wixhauſen SV. Mörfelden 1:3.
Ge ſirn ja Eberſtadt Viktoria Griesheim 1:1.
Adreſer Gruppe gab es tatſächlich Paarun=
geihor
ganz beſondere.: Reiz. Im Lokalderby
am)ſ Rheinallee verſtanden es die 46er nicht,
derh5rn vom Ziegelbuch wie erwartet
beih? unkte zu nehmen; man trennte ſich hier
veisdn- unentſchieden.
(ſroß=Gerau konnte ſchon eher den eigenen
Pkü/oteil wahrnehmen, mit 4:1 wurden die
GäAs Wolfskehlen heimgeſchickt und damit
zu piſt der 2. Tabellenplatz geſichert.
19 Tabellenführer gewann ſein Spiel gegen
diaht hren Leiſtungen ſtark ſchwankende Wix=
1pt Alnion mit 3:1, und im letzten, ziemlich
halyt Treffen zwiſchen EberſtadtGriesheim
kaxpbenfalls ein Unentſchieden heraus.
2ie Tabelle nach dem 4. November.

Rilgen 9 P. erau 8 P. Fhefim . 7 P. wikſhlen 6 P. S Darmſtadt 5 5 P. Fruſſen 4 P. 7 W6 Darmſtadt 4 3 P. Fealot. 8 2 P. raradt . 2 9 0 2 0 P.

ſissbahn Darmſt.SV. Erzhauſen 3:2.
Gruppe III Odenwald.
woisdorfOber=Ramſtadt 3:2.
albenhauſen Michelſtadt 3:2.
Ichmafheim Groß=Zimmern 6:9 (4:3).
öcſt ſpielfrei.
0 Lokalderby in Roßdorf ſah die Einhei=
müſtriüber
die Gäſte aus Ob.=Ramſtadt knapp
mih2 ſiegreich.
ſemem äußerſt harten Treffen mußten ſich
disſ zweiter Stelle der Tabelle ſtehenden, ge=
wößſuren
VfL.er aus Michelſtadt in Baben=
haft
ber größeren Wucht des Gegners beugen.
ldar dritten Begegnung der Gruppe traten
ſichßhrafheim und Groß=Zimmern gegenüber.
Juh=ſem recht anſtändigen Spiel vor gut 250
3u Muern gab es nicht weniger als 15 Tore
un ſinen verdienten Sieg der Gäſte, die ins=
beiſſtere
in der zweiten Halbzeit das Heft in
dei and behielten. Da auch der Spielleiter
beiſwigte, iſt an dieſem Spiel nichts auszu=
ſetzM

2ue Tabelle nach dem 4. November.

GuſZammern
Mifüſadt .
RdKr
Höſt
Bolhauſen ,
Oc½ Namſtadt
Sck heheim . .

21:12
15:11
17:13
8:9
12:17
15:13
11:24

10 P.
7 P.
7 P.
7 P.
7 P.
4 P.
0 P.

ie rechke Punkkekeilung an der
Rheinallee!"
TSG. 46Jahn 75 2:2 (1:1).
5 1500 Zuſchauern lieferten ſich die beiden
Vakur der Kreisklaſſe I einen harten Kampf,
devn; einer Mehrheit von beiden Mannſchaf=
Wh wervöſem Haſten durchgeführt wurde und
nül eiem Reſultat ein gerechtes Ergebnis
briſte. Wohl waren die 46er in bezug auf
ac uind Technik ihrem Gegner um einiges
b0/ Fdoch die eifrige Arbeit der Gäſte ſchaffte
Ggenommen die 2. Hälfte, wo die 46er das
Mfſeſt in der Hand hatten einen Aus=
gldM

Kritiſch betrachtet:
kaufk däie 46er auch in dieſem Spiel noch nicht
tüfdine gewohnten Leiſtungen, Vielleicht war
didklaninſchaft auch wieder einmal in ihren
loRFEIler verfallen und hat den Gegner zu
leiſt genommen. Wenn dies der Fall war,
dafaha ben ſie das Lehrgeld abermals bezahlt,
inb’k efin Punkt durch die Lappen ging. Von
in MEſenzelkritik wollen wir abſehen, vielmehr
halß wir den Eindruck, daß, nachdem die Elf
h1m Fehler einſah, ein jeder ſein Ganzes her=
ſalwin
, die unvermeidbar erſcheinende Nieder=
1a9Mblzuwenden, was auch gelang.
Göäſte vom Ziegelbuſch überraſch=
evlor
, allem durch das eifrige Spiel. Ohne
Zuidel haben die Eintrachtler an Spielſtärke
zeiß die vergangenen Jahre gewonnen, aber
d0 Erällappmachen nach der Pauſe haben ſie
no lbuaht überwunden, was noch manche Ent=
6 Tung zeitigen dürfte. Die Beſten waren im
S.ſHoffmann und Schidlowſky, während in
Mim termannſchaft Schäfer I und K. Mühl=
ba
Vhen=vorgehoben zu werden verdienen.

Die vier Tore!
Nachdem die Reſerven der 46er ihre Tabellen=
führung
mit einem 6:2=Sieg über ihren Lokal=
gegner
erneut rechtfertigten, ſtellten ſich die 1.
Garnituren der beiden Vereine dem Schieds=
richter
in ihrer ſtärkſten Aufſtellung. Gleich zu
Beginn merkte man allen Spielern eine Zer=
fahrenheit
an, die auch faſt über das ganze
Spielfeld anhielt. Auf beiden Seiten ſind es
nur die Abwehren, die genügen können. Die
46er ſind vorerſt mehr im Angriff, doch als die
Gäſte ihre beſte Waffe, die linke Sturmſeite,
einſetzten, wird das Spiel ausgeglichener. In
der 23. Minute ſetzt Süßenböck in feiner Manier
den Führungstreffer für die 46er in die Ma=
ſchen
. Berger hält einen Elfer der Gäſte und
beraubt dieſe um den ſicheren Ausgleich, der
aber mit dem Schlußpfiff der erſten Hälfte doch
fällt.
Nach der Pauſe fallen die 75er ihrem Tempo
zum Opfer und müſſen ſich eine Ueberlegenheit
der 46er gefallen laſſen. Trotzdem gelingt ihnen
überraſchend die Führung, als die Abwehr der
46er zu weit vorne war. Was nun kam, war
ein Spiel gegen ein Tor, vor dem ſich zahlloſe
Beine zur Abwehr bewegten. Der Ausgleich
liegt in der Luft, doch Pech auf der einen und
Glück auf der Gegenſeite laſſen nichts Zählbares
zu. Die 46er laſſen ihren Gegner nicht mehr
aus der Umklammerung frei, und faſt die ge=
ſamte
Elf beteiligt ſich am Stürmen. Endlich,
ſechs Minuten vor Schluß, fällt der Ausgleich.
Darmſtädter gab den Ball gut an Vogelmann,
der den Reſt ſicher erledigte. Wohl ſetzten die
46er nochmals alles auf eine Karte, um den
Siegestreffer anzubringen, aber die Zeit dazu
war zu kurz, und ſo ertönte der Abpfiff mit
einem Aufatmen ir Lager der 75er, die nach
vielen Jahren erſtmals den 46ern einen Punkt
abjagen konnten, weshalb ihre Freude darob
eba.
verſtändlich erſchien.
TSG. 46 III.Jahn 75 (III.) ausgefallen;
TSG. 46 Jgd.Polizei Jgd. 2:2;
TSG. 46 1. Sch.TSG. 46 2. Sch. 7:4.
Vikkoria Urberach -
Bikkoria Walldorf 1:1.
Die Walldörfer mit ihrem Huſarenſtil ſetzten
ſich in Urberach zwar nicht erfolgreich durch, be=
wieſen
aber erneut daß mit dieſer ſchnellen,
wuchtigen und dabei techniſch guten Mannſchaft
keineswegs zu ſpaßen iſt. Die Urberacher konn=
ten
froh ſein, letzten Endes wenigſtens einen
Punkt zu retten. Die Gäſte hatten es mehr als
einmal in der Hand, das Spiel zu ihren Gun=
ſten
zu entſcheiden; auch die Einheimiſchen gaben
eine ſehr gute Figur ab und ſpielten wuchtig
auf den Sieg hin, der aber von der ſchlagſiche=
ren
Walldörfer Deckung einfach nicht zugelaſſen
wurde. Das Spiel wurde ſehr temperamentvoll
durchgeführt, wobei die zahlreichen Zuſchauer
aus beiden Lagern es nicht ohne Anfeuerungen
ihrer Elfſchaften fehlen ließen.
Germ. Babenhauſen VfL. Michelſtadt 3:2 (1:1).
Vor zirka 300 Zuſchauern lieferten ſich beide
Mannſchaften einen temperamentvollen Kampf,
dem der Gaſtgeber leider eine äußerſt harte Note
verlieh. Schiri Lorſch=Griesheim hätte durch ener=
giſches
Eingreifen dem Spiel von Anfang an
einen gemäßigteren Charakter verleihen können,
aber ſeine dauernden Unterhaltungen mit Spie=
lern
und Zuſchauern ermutigten den Gaſtgeber
anſcheinend zu immer neuen Taten. Die äußerſt
ſchnellen Gaſtgeber waren den Gäſten, die ſich
entſprechend der Härte beſonders in der zweiten
Halbzeit ſtark zurückhielten, körperlich überlegen
und nutzten dieſen Vorteil mehr als nötig aus.
Mit der Ballfreigabe entwickelte ſich ſofort ein
ſchneller Kampf, in dem die Platzbeſitzer zunächſt
den Ton angaben. Als ſich aber Michelſtadt ge=
funden
hat, bekommt auch der gegneriſche Tor=
hüter
Arbeit, die er, wie ſein Gegenüber, ſehr
gut erledigt. In der 30. Minute kommt B. zum
Führungstreffer. Die Gäſte greifen unentwegt
an und können bis zum Seitenwechſel den Aus=
gleich
erzielen. Die während der erſten Halbzeit
aufgetretene Härte wird nun in der zweiten
Halbzeit ſo ziemlich auf die Spitze getrieben, und
hier iſt es beſonders der Mittelläufer der Gaſt=
geber
, der ſich in dieſer Hinſicht am meiſten aus=
zeichnet
. Nachdem Babenhauſen in der 65. Min.
einen Angriff mit dem neuerlichen Führungs=
treffer
abſchließt, legen ſich die Gäſte noch einmal
ins Zeug und erzielen wiederum den Ausgleichs=
ſtand
. Weiterhin vorgetragene Angriffe verlau=
fen
allerdings im Sand, da hier und dort immer
wieder ein Stürmer lieber den Ball laufen läßt,
als ſich der Gefahr auszuſetzen, ſeine geſunden
Knochen zu riskieren. Als Babenhauſen kurz vor
Schluß einen Strafſtoß zum 3. Treffer verwan=
delt
, gaben die Gäſte reſigniert auf.
2. Mannſchaften; 4:3 für Babenhauſen. ü-
Ausſcheidungskegeln 1934135.
Am Samstag und Sonntag wurde auf den
Bahnen des Kegelſporthauſes das Ausſchei=
dungskegeln
fortgeſetzt. Nach dieſem Kampf iſt
in der Tabelle keine größere Verſchiebung
eingetreten. Einigen Keglern gelang es jedoch,
recht gute Reſultate zu erzielen, wodurch die
Ausſicht beſteht, daß es dem einen oder anderen
Kegelbruder noch gelingen kann, den Anſchluß
an den Tabellenerſten zu finden.
Die Ergebniſſe: Mees 548 Holz, Bender
538, Mohr 521, Rößler 521, Pohl 520, Harres
516, Paul 516, Chriſt 510, Schmidt 506. Otto
Müller 506, Wenger 506, Kohnle 504, Schäfer
503, Scherer 502 Holz.
Der zweite 100=Kugelkampf wird am kom=
men
Samstag und Sonntag fortgeſetzt und zu
Ende geführt. Den genauen Tabellenſtand aus
dem zweimal 100=Kugellauf geben wir dann
bekannt.

OT. Jugendſchwimmen in Darmſtadt.
Dſtdt.) 42,5 Sek.; 4. Schmitt (Tv. Offenbach) 42,9
Sek.; 5. Gg. Geſſer (Jahn Dſtdt.) 43,5 Sek.; 6.
Der Nachwags des Gaues 43 Ad. Karn 40 Oſtdt) 42 Sck. V. o. M. 1.
Chriſt (Mainz 1860) 44,4 Sek. 50 m Kraul,
Jugendturnerinnen Kl. 2: 1. Ag. Friedrich 40,2
Lpudwent) fur die bezute Sek. 2. Mara. Möſer 404 Sek. Gbeide 45 Oſtdt).
50 m Kraul, Jugendturnerinnen Kl. 1: 1.
Selze (Tv. Offenbach) 39,4 Sek.; 2. Rüdiger
3 und 4 am Start.
(Homburg) 41,0 Sek.; 3. Ilſe Wolf (Jungdtſchl.

Vor leider nicht ſehr zahlreichem Beſuch fand
geſtern im ſtädt. Hallenbad das Jugendſchwim=
men
für die Bezirke 3 und 4 im Gau XlII der
DT. ſtatt. In drei Stunden wurde ein umfang=
reiches
Arbeitsprogramm abgewickelt, das die
teilnehmende Jugend mit heller Begeiſterung bei
der Sache ſah. Einzelne Wettkämpfe waren bis
ins Ziel ſcharf umſtritten, wobei die Jugend=
lichen
den größten Kampfgeiſt entwickelten. Es
galt die Leiſtungshöhe im Schwimmen der Ju=
gend
zu fördern. Die erzielten Ergebniſſe laſſen
erkennen, daß ein leiſtungsmäßiger Fortſchritt
feſtzuſtellen iſt. Und das war der Zweck des
Jugendſchwimmens. Als Gäſte wurden bei dem
Schwimmen begrüßt: der Leiter des ſtaatlichen
Turn= und Sportamtes Verwaltungsdirektor
Löwer, die Gauführerin des BDM. Fräulein
Jungblut, DT.=Kreisführer Roth, Bezirks=
führer
Dauner, Oberturnwart Müller,
der ehemalige DT.=Schwimmwart Braun und
andere. Mit dem Einmarſch ins Bad, bei dem
das Saarlied erklang, war zugleich ein Gedenken
an die Turn= und Sportjugend des Saargebietes
eingeflochten, worauf Gauſchwimmwart Bin=
gel
die Teilnehmer und Gäſte begrüßte. Von
den beteiligten Mannſchaften war am erfolg=
reichſten
die TSG. 1846 Darmſtadt mit 12
erſten Siegen vor Schwimmklub Bad Homburg
mit 6 Siegen und Tv. Offenbach mit 5 Siegen.
Die Ergebniſſe
erbrachten folgende Zeiten:
4X50 m Kraul, Jugendturner: 1. TSG. 46
2:09,5 Min.; 2. Tv. Offenbach 2:18,4 Min.
4X50 m Bruſt, Jugendturnerinnen: 1. Hom=
burger
SC. 3:02,4 Min.; 2. Jungdeutſchland
3:07,5 Min.; 3. TSG. 46 3:08,9 Min. 50 m
Kraul, Schüler V. m. W.: 1. K. Friedrich (46
Dſtdt.) 34,5 Sek.; 2. H. Gerſtenſchläger (46 Dſtdt.)
35,6 Sek.; 3. F. Schuſter (Jahn Dſtdt.) 36,1 Sek.;
4. H. Arnheiter (TGS. Offenbach) 36,3 Sek.;
4. F. Harf (Tv. Offenb.) 36,4 Sek.; 6. Ph. Ben=
der
(46 Dſtdt.) 37,0 Sek.; 7. W. Schwab ( Al=
lianz
Ffm.) 37,2 Sek.; 8. K. Schmidt (46 Dſtdt.)
37,3 Sek. 50 m Kraul, Schüler V. o. W.: 1.
Herm. Klenzer (Tv. Neu=Iſenburg) 41,2 Sek.;
2. Heinz Benz (Tgde. Worms) 44,7 Sek.
400 m Kraul, Turner (Einlage) V. m. W.: 1.
E. Keller (Tv. Offenbach) 6:07,8 Min.; 2. Paul
Schuſter (Jahn Dſtdt.) 6:21,0 Min. 400 m
Kraul, Turner (Einlage) V. o. W.: 1. Julius
Mayer (Neu=Iſenburg) 6:04,0 Min. 100 m
Bruſt, Jugendturner Klaſſe 2 V. m. W.: 1. Hae=
berlein
1:32,0 Min., 2. Kroßmann 1:34,9 Min.,
3. Richter 1:38,4 Min. (alle Tv. Offenbach).
Desgl. V. o. W.: 1. Fr. Werner (Mainz 1860)
1:40,1 Min. 50 m Bruſt, Jugendturner Kl. 1
V. m. W.: 1. Guſtav Franz (TG. Offenbach) 41,0
Sek.; 2. Herm. Kalbfleiſch (Jungdeutſchl. Dſtdt.)
42,1 Sek.; 3. Helm. Schüßler (Jungdeutſchland

Dſtdt.) 41,5 Sek.; 4. Marie Fürſtenfeld (46 Dſtdt.)
43,0 Sek.; 5. Schneider (Jungdeutſchland Dſtdt.)
43,8 Sek. Springen für Jugendturner: 1.
Becker (Homburg) 74,20 Punkte. 50 m Bruſt,
Schülerinnen: 1. Hertenſtein (Homburg) 46,6
Sek.; 2. Schneider (Offenb.) 47,2 Sek.; 3. Eich=
horn
(Offenb.) 48,7 Sek.; 4. Horſt (Homburg)
49,0 Sek.; 5. Alice Köhler (46 Dſtdt.) 50,9 Sek.
100 m Kraul, Jugendturner Kl. 2 V. m. W.:
1. Keller (Offenbach) 1:12,3 Min.; 2. Val. Reſch
(46 Dſtdt.) 1:13,0 Min.; 3. Paul Schuſter (Jahn
Dſtdt.) 1:14,7 Min.; 4. Hch. Georg (46 Dſtdt.)
1:16,4 Min. 50 m Kraul, Jugendturner Kl. 1
V. m. W.: 1. Adolf Karn (46 Dſtdt.) 30,8 Sek.;
2. Fritz Grein (Jahn Dſtdt.) 31,3 Sek.; 3. von
Goriſſen (Homburg) 32,4 Sek.; 4. Heinz Meyer
(Jungdtſchld. Dſtdt.) 33,0 Sek.; 4. Fritz Zorn
(Jungdtſchld. Dſtdt.) 33,0 Sek.: 5. Willi Späth
(46 Dſtdt.) 34,2 Sek.; 6. Bickelhaupt (46 Dſtdt.)
34,3 Sek. Desgl. V. o. W.: 1. Schmitt ( Mörfel=
den
) 34,4 Sek. 4X50 m Bruſt, Jugendturner:
1. Tv. Offenbach 2:50,4 Min.; 2. Jungdeutſchld.
Dſtdt. 2:52,9 Min.; 3. 46 Dſtdt. 2:53,1 Min.
50 m Bruſt, Schüler V. m. W.: 1. H. Gerſtenſchlä=
ger
(46 Dſtdt.) 41,0 Sek.; 2. Harf (Tv. Offenb.)
43.2 Sek.; 3. Viſſel (Tgſ. Offenbach) 44,8 Sek.;
3. Helm. Schneider (Jungdtſchld. Dſtdt.) 44,8
Sek.; 4. Val. Bender (46 Dſtdt.) 45,0 Sek.; 5.
Ewald (Tv. Offenbach) 45,8 Sek.; 6. G. Jakobi
(46 Dſtdt.) 46,0 Sek. 3X50 m Bruſt, Schüle=
rinnen
: 1. Homburg A 2:30,5 Min.; 2. TSG.
Offenbach A. 2:30,8 Min.: 3. Jungdeutſchland
Dſtdt. 2:33,1 Min.; 4. 46 Dſtdt. A 2:39,2 Min.;
5. Homburg B 2:39,7 Min. 4X50 m Kraul,
Jugendturnerinnen: 1. 46 Dſtdt. 2:52,8 Min.;
2. Tv. Offenbach 3:09,0 Min. 3X50 m Lagen,
Jugendturner: 1. 46 Dſtdt. 1:52,0 Min.: 2. Tv.
Offenbach 1:55,6 Min. 50 m Bruſt, Aeltere:
1. Ernſt Drieß (46 Dſtdt.) 44,0 Sek.; 2. Ludwig
Penk (46 Dſtdt.) 44,3 Sek. 3X50 m Kraul,
Schüler: 1. 46 Dſtdt. A 1:47,3 Min.; 2. 46 Dſtdt.
B 1:55,3 Min.; 3. Tgſ. Offenbach 2:06,1 Min.
100 m Bruſt, Jugendturnerinnen Kl. 2: 1. Inge=
borg
Lumme 1:55,2 Min., 2. Giſela Lumme
1:56,0 Min. (beide Homburg). 50 m Bruſt,
Jugendturnerinnen Kl. 1 V. m. W.: 1. Paula
Kaiſer (Jungdtſchld. Dſtdt.) 44,3 Sek.; 2. Marie
Fürſtenfeld (46 Dſtdt.) 45,0 Sek.; 3. E. Schanze
(Allianz Ffm.) 45,3 Sek.; 4. J. Fölzing ( Hom=
burg
) 45,5 Sek.; 5. Marg. Möſer (46 Dſtdt.)
47,4 Sek.; 6. Marga Löffler (46 Dſtdt.) 47,8 Sek.
50 m Rücken, Jugendturner Kl. 2: 1. Heinrich
Georg (46 Dſtdt.) 41,3 Sek.; 2. Dittmer ( Hom=
burg
) 42,2 Sek. 50 m Rücken, Jugendturner
Kl. 1 V. m. W.: 1. Fritz Greim (Jahn Dſtdt.)
41,7 Sek.; 2. v. Goriſſen (Homburg) 42,1 Sek.;
3. Bickelhaupt (46 Dſtdt.) 46.0 Sek. Desgleichen
V. o. W.: 1. Friedel Werner (Mainz 1860) 47.9
Sek. 6X50 m gemiſchte Staffel (Jugend
Kraul): 1. 46 Dſtdt. 3:53,0 Min.; 2. Jungdtſchld.
Dſtdt. 3:53,2 Min.; 3. Tv. Offenbach 3:59,4 Min.

Schwarzmann=Fürtk
deutſcher Gerätemeiſter.

Fiedler (TSG. 46 Darmſtadt) erreicht 198 Pkte.
Die deutſchen Meiſterſchaften im Kunſtturnen
wurden am Sonntag in der Dortmunder Weſt=
falenhalle
beendet. Am Vormittag nahmen die
110 Teilnehmer, die nicht unter den fünfzehn
Erſten vom Samstag waren, ihren Kampf auf.
Dabei gelang es dem Titelverteidiger Frey=Bad
Kreuznach und dem Thüringer Limburg=Ruhla,
den bei den Pflichtübungen verlorenen Boden
wieder aufzuholen, ſo daß die beiden Turner
beſte Ausſichten hatten, noch unter den erſten
Fünfzehn eingereiht zu werden. Hatten die
Kämpfe dieſer in ſechs Riegen eingeteilten Tur=
ner
ſchon die 4000 Zuſchauer in helle Begeiſte=
rung
verſetzt, ſo gab es bei den Kämpfen der
fünfzehn Beſten vom Samstag, die am Nachmit=
tag
abgewickelt wurden, ganz erſtklaſſige Leiſtun=
gen
zu ſehen.
Der Schlußſtand:
1. Schwarzmann=Fürth 234,3 Punkte, 2. Win=
ter
=Frankfurt 226,7, 3. Sandrock=Immigrath
223,4, 4. Steffens=Bremen 223, 5. Beckert= Neu=
ſtadt
222,3, 6. Kindermann=München 217,6, 7.
Polmar=Hohenſtein 217,4, 8. Friedrich=Aachen
216,9, 9. Troſtheim=Dortmund 216,5, 10. Frey=
Bad, Kreuznach 214, 11. Reinartz=Köln 213,9,
12. Limburg=Ruhla 213, 13. Weiſchädel= Feuer=
bach
212,2, 14. Hauſtein=Leipzig 211,8, 15. Kleine=
Leuna 211,7 16. Münder=Göggingen 211,2,
17. Fiſcher=Crimmitſchau 210,9.
Erſte Niederlage des Gau=
meiſters
Mainz 88 in Dieburg
Die Dieburger, die, in den bisherigen Kämp=
fen
vom Glück wenig begünſtigt, mit ihrer
Mannſchaftsaufſtellung erhebliche Schwierigkei=
ten
hatten, kämpften am Samstag abend vor
500 Zuſchauern mit ſeltenem Elan. Die Main=
zer
hatten zweifellos die Stärke der Platzmann=
ſchaft
in den ſchwereren Gewichten unterſchätzt.
Dort, wo ſie ihren Sieg ſicherzuſtellen glaubten,
wurden ſie entſcheidend geſchlagen; trotzdem die
ſtärkſte Waffe der Turngemeinde, Dotter, nicht
an den Start gehen konnte. Kampfleiter Roll=
Frankfurt leitete in Anweſenheit der geſamten
Gaubehörde, mit Ausnahme im Leichtgewicht,
einwandfrei.
Im Bantamgewicht vergab Heukenroth für
Mainz bereits auf der Waage drei Punkte.
Im Federgewicht kam es zum härteſten und
ſpannendſten Kampf. Der Exdieburger und
zweite Gaumeiſter Lunkenheimer reichte ſeinem

früheren Vereinskameraden, dem erſten Kreis=
und Gaumeiſter Ohl, die Hand. In einem 15
Minuten langen erbitterten Ringen kam L. nie
über die Verteidigung hinaus. Der Schlußpfiff
ſah Ohl als verdienten Sieger und L. ziemlich
abgekämpft.
Im Leichtgewicht überſah der Kampfleiter in
der zweiten Minute einen klaren Schulterſieg
von Aick=Dieburg über Nehren. Der Dieburger
blieb die andre Zeit ſtets in Führung und ward
Punktſieger.
Im Weltergewicht konnte Kaiſer=Dieburg
gegen Quick den viel bejubelten Endſieg ſeiner
Mannſchaft ſicherſtellen. Schon in der 3. Min.
beſiegte er den ſtarken Mainzer mit Schulter=
drehgriff
entſcheidend.
Drie, erhöhte im Mittelgewicht das Reſultat
auf 13:0, indem er Groß mit Bruſtſchleuder auf
die Schultern legte.
Erſt Ditt und Horn war es vergönnt, für
Mainz das 13:6 herauszuholen.
Polizei Darmſtadt Eiche Hanau 6:13
Die Ringermannſchaft der Polizei kämpft in
dieſem Jahre unter einem ſchlechten Stern. Dies
trat bei dem geſtrigen Kampfe ganz beſonders
zutage. Reuther, der durch Krankheit verhindert
war, konnte ſeine Mannſchaft nicht unterſtützen;
Erſatz konnte in dieſer Klaſſe nicht geſtellt wer=
den
. Ebenſo fiel Lang durch berufliche Verhinde=
rung
aus. Die Mannſchaft trat demzufolge mit
fünf Mann zum Kampfe an. Daß unter dieſen
Umſtänden keine Lorbeeren zu ernten waren,
ſtand für die Beteiligten bei Beginn des Kamp=
fes
bereits feſt. Trotzdem verſuchte die Mann=
ſchaft
, ein gutes Reſultat herauszuholen.
Bantam: Schnauber Jakobi=Hanau: Sieger
Schnauber nach 2 Min. durch Hüftſchwung.
Feder: Becker Wieſel: Punktſieger Wieſel nach
15. Min.
Leicht: Liſt Dauth: Sieger Dauth nach 9 Min.
durch abgefangenen Armzug am Boden.
Welter: Fiedler Breitenſtein: In der 10. Min.
muß Breitenſtein durch angeſetzten Nacken=
hebel
auf beide Schultern.
Mittel: Schultheiß: Sieger Schultheiß kampf=
los
ohne Gegner.
Halbſchwer: Nelde: Sieger Nelde kampflos
ohne Gegner.
Schwer: Lißfeld Georgi: Punktſieger Georgi
nach 15 Min..
86 Frankfurt Viktoria Eckenheim 12:5 P.
Weiſenau Neu=Iſenburg 15:5 P.

[ ][  ][ ]

Nr. 306

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Sder Heg it Sutbangenn.
TV. Frieſenheim SV. Wiesbaden 5:4.
TSV. Herrnsheim VfR. Kaiſerslautern 11:6.
VfR. Schwanheim SV. 98 Darmſtadt 4:8.
Frieſenheim konnte geſtern ſeinen erſten
knappen Sieg zu Hauſe gegen den SV. Wies=
baden
und die erſten Punkte unter Dach brin=
gen
. Der TSV. Herrnsheim fertigte zu Hauſe
den kampftüchtigen VfR. Kaiſerslautern gerade
mit 11:6 ab. Unſer einheimiſcher Vertreter,
SV, 98 Darmſtadt, mußte reiſen, und zwar auf
den gefürchteten Schwanheimer Platz; er gewann
jedoch überzeugend dort mit 8:4 Toren.
Die Tabelle nach dem 4. November.

Sp. gew. un. verl. Tore Pkt.

Jolizei Darmſtadt 3 3 43:13 SV. 98 Darmſtadt 3 26:16 TSV. Herrnsheim 4 38:25 SV. Wiesbaden 12:11 TG. Offenbach 27:24 VfR. Schwanheim 4 21:25 VfR. Kaiſerslaut. 24:32 Pfalz Ludwigshaf. 4 22:41 TV. Frieſenheim 3 17:22 TV. Haßloch
Pokal
Vorru nde 22:34

in Berlin: Brandenburg Sachſen 10:6 (3:3).
Süddeutſchland.
Meiſterſchaftsſpiele in der Gauliga.
Gau Baden: TV. Hockenheim Phönix
Mannheim 4:8; VfR. Mannheim TV. Ett=
lingen
10:3; Tſchft. Beiertheim Tgd.
Ketſch 7:9; TV 62 Weinheim TSV. Nuß=
loch
2:7.
Gau Württemberg: Eßlinger TSV.
Stuttgarter Kickers 2:5; Tgſ. Stuttgart
TSV. Süßen 13:6; TV. Cannſtatt Ulmer
FV. 94 6:9; TV. Altenſtadt Tbd. Göp=
pingen
6:9.
Gau Bayern: Sppgg. Fürth TV. Leon=
hard
=Sündersbühl 15:4; Polizei Nürnberg
FC. Bamberg 10:4; MTV. München 1.
FC. Nürnberg 6:10; TV. Milbertshofen
1860 München 13:8: Polizei München TV.
Ingolſtadt 12:4.

Zeuertaſchangen iin
Bezirksklaſſe.
Staffel 6: Tſchft. Griesheim 46 Darm=
ſtadt
3:8 (2:3), Viktoria Griesheim Bicken=
bach
13:6 (7:4), Germania Pfungſtadt Lorſch
4:4 (1:3), TV. Pfungſtadt Heppenheim 5:5
(3:4).
Staffel 7: Nauheim Braunshardt 6:11
(4:4), Tgde. Sprendlingen Büttelborn 5:7
(4:4), Worfelden Tv. Arheilgen 3:3 (1:0).
Staffel 8: Groß=Umſtadt König 3:0
(1:0), Groß=Zimmern Lengfeld 7:6 (3:3),
Nieder=Ramſtadt Erbach 5:10 (3:6).
Kreisklaſſe 1.
Staffel 1: Jahn 75 Vorwärts Langen
11:7 (5:5), TSV. Langen Dreieichenhain 6:1
(2:1), 98 Reſ. Egelsbach 3:7 (0:3), Polizei
Reſ. Beſſungen 13:8 (7:4).
Staffel 2: Groß=Gerau Mörfelden 5:9
(2:5), Königſtädten Walldorf 3:2 (1:1), Wal=
lerſtädten
Wolfskehlen 8:0 (5:0).
Staffel 3: Bensheim Hahn 6:4 (3:3),
Auerbach Birkenau 7:2 (2:1), Crumſtadt
Zell 12:5 (6:3).
Kreisklaſſe 2.
Staffel 1: Erfelden Germania Eber=
ſtadt
4:8 (2:2) Privatſpiel, Nieder=Modau
Stockſtadt 11:1 (8:0), Gernsheim Seeheim
1:5 (0:2), Groß=Hauſen Tv. Eberſtadt 5:3
(1:2).
Staffel 2: Fv. Sprendlingen Urberach
4:6 (2:3), Götzenhain Weiterſtadt 11:3 (3:3),
Münſter Reichsbahn Darmſtadt 12:7 (9:5).
Die neue Lage.
Germania Pfungſtadt lag gegen Lorſch mit
0:3 im Hintertreffen und konnte nur mit An=
ſtrengung
einen Punkt retten. Der Tv. Pfung=
ſtadt
ſpielte ſein drittes Unentſchieden. Büt=
telborn
erkämpfte in Sprendlingen die erſten
Punkte. Nieder=Ramſtadt wurde auf eigenem
Platze 5:10 von Erbach geſchlagen. TSV.
Langen bezwang Dreieichenhain 6:1. Groß=
Gerau überließ Mörfelden den erſten Platz.
Endlich gelang es Auerbach daheim, Birkenau
zu beſiegen. Crumſtadt erſtmals in voller
Fahrt (12:5 gegen Zell) Reichsbahn verliert
durch ſchlechte Abwehr in Münſter.
Die 46er führen die Tabelle mit 8 Punkten
vor Viktoria Griesheim (6) und Germania
Pfungſtadt (5). Am Schwanze hängen Tſchft.
Griesheim (2) und Heppenheim (1). Brauns=
hardt
hat ſich ebenfalls mit vier Siegen und 8
Punkten die Spitze erkämpft. Sprendlingen
hängt am Ende mit 0 Punkten. Die übrigen
Mannſchaften bilden eine gleichſtarke Mittel=
gruppe
. Im Odenwald führt Reinheim mit
6 Punkten Erbach, Groß=Umſtadt und König
4 P.. Groß=Zimmern, Lengfeld und Nd.= Ram=
ſtadt
je 2 P. Egelsbach hält die Spitze (6)
dicht gefolgt von TSV. Langen (5) Jahn 75
(4) und Dreieichenhain (4) Schlecht ſtehen Beſ=
ſungen
und SV. 98 Reſ. (je 2). Im Ried
marſchiert Mörfelden auch in dieſem Jahre un=
geſchlagen
an der Spitze mit 8 Punkten und
m. E. gibt es abermals einen Durchmarſch.
Wolfskehlen ſcheint den Punktelieferanten zu
ſpielen. Die Bergſtraße macht es unter ſich
aus, denn Auerbach, Bensheim und Birkenau
ſtehen gleich mit je 6 Punkten. Nur Zell kann
nicht mit. Die Kreisklaſſe 2/1. umſpannt ein
weites Gebiet. Ich ſage es abſichtlich; Zur=
zeit
führt Groß=Hauſen (6) vor Nieder=Modau
(5). In der anderen Staffel kennt man ſchon

2 sverlodtte Hankie.
DfR. Schwanheim 5p. 98 4:8 (3:4).
Vormittagsſpiele haben den Lilienträgern in
den letzten Jahren nie gelegen, jedoch ſcheint es
jetzt anders geworden zu ſein. Gegen Kaiſers=
lautern
brachte ein Vormittagsſpiel einen 10:5=
und nun gegen Schwanheim einen ſchönen 8:4=
Sieg. Wer hätte dies geglaubt? Daß in Schwan=
heim
ein Sieg ſchwer zu holen iſt, dürfte all=
gemein
bekannt ſein. Dazu war noch gegen eine
verſtärkte VfR.=Mannſchaft zu ſpielen. Heuſer,
die Wurfkanone, konnte ſeinen Urlaub dazu be=
nützen
, ſeine Vereinsmannſchaft zu verſtärken,
und Schmidt durfte nach ſeiner Sperre das erſte=
mal
wieder mitkämpfen. Die Schwanheimer
h tten ſich ſehr viel vorgenommen; mit allen
Mitteln wollten ſie den Sieg und ſomit 2 wert=
volle
Punkte erkämpfen. Die 98er jedoch dulde=
ten
dies nicht. Mit äußerſtem Fleiß kämpften
ſie für ihre Farben. Leider waren die Platz=
verhältniſſe
ſehr ſchlecht. Durch den bis kurz vor
dem Spiel anhaltenden Regen war der Boden
vollkommen aufgeweicht, ſodaß man beſſer ſchlei=
fen
als laufen konnte. Die Torwächter waren
hier beſonders zu bedauern. Der ſehr gute
Schiedsrichter Wilke= Frankfurt verſtand es
jedoch jederzeit, trotz der ſchlechten Bodenver=
hältniſſe
, das Spiel einwandfrei zu leiten.
Von Beginn an machte der Schwanheimer
Sturm der blauweißen Hintermannſchaft ſchwer
zu ſchaffen. Sie gingen auch in der 2. Minute
ſchon in Führung. Der Ausgleich war jedoch
gleich wieder geſchafft. Es kam zur 2:1=Führung,
zum 2:2, wieder zum 3:2 und 3:3 und bald zu
dem Halbzeitſtand 3:4. Nach der Pauſe fiel
Tor auf Tor. Erſt beim Stand 8:3 konnten
die VfR.=Leute ihren 4. Treffer buchen. Trotz
aller Verſuche der Schwanheimer Stürmerreihe
ließen die Lilienträger ihr Tor rein. Eine
Freude war es, die 98er Mannſchaft ſpielen zu
ſehen. Jeder gab ſein Beſtes. Das gegenſeitige
Verſtehen war einfach glänzend. Wir wollen
nun wünſchen, daß die gezeigte Leiſtung auch
in den weiteren Spielen dieſelbe bleibt.

Kreig Cintteſemg.
eher die Bewerber in Münſter (7), Urberach (7)
und Götzenhain (5).
Tbd. Jahn 1875 Darmſtadt Vorwärts Langen
11:7 (5:5).
Den wenigen Zuſchauern wurde heute am
Ziegelbuſch ein prachtvoller Handball geboten.
Leider verlor Langen in den letzten 15 Minu=
ten
ſeinen Tormann, den der Schiri wegen gro=
ber
Beleidigungen vom Platze ſtellen mußte. Mit
Schiedsrichter=Beleidigungen und andauernder
Kritiſiererei beim Spiel dürfte man kein Spiel
gewinnen, ganz beſonders nicht bei einem kampf=
erprobten
Schiedsrichter wie Geibel=Pfungſtadt.
Er war korrekt und leitete einwandfrei. Daß die
gegebenen Strafwürfe der 75er im Gäſtetor lan=
deten
, dafür kann er nichts. Ebenſo ſollte ſich der
Gäſteſpieler Werner angewöhnen, da er auch
Schiedsrichter iſt, nicht bei jedem Pfiff zu kriti=
ſieren
.
Das Spiel war an und für ſich ſchnell und
abwechſelungsreich, wobei Wiederhold von Lan=
gen
ganz beſonders hervorſtach. Die Darmſtädter
ſpielten heute wie aus einem Guß und nur ihrer
ruhigen Spielweiſe iſt der Sieg zu verdanken.
Einen Spieler hervorheben iſt nicht angebracht,
jeder ſtand auf ſeinem Poſten. Zu Beginn der
erſten Halbzeit kommen die Blauweißen gut
durch und Fuchs bucht den erſten Treffer. Poſt=
wendend
gleicht Langen durch Wiederhold aus,
75 erhöht durch Uhrig auf 2:1, dann heißt es 2:2,
3:2, 3:3 4:4 und Halbzeit 5:5. Wiederum iſt es
Uhrig, der auf 6:5 in der zweiten Halbzeit er=
höht
, Roßbach auf 7:5. Beim Stande von 8:6
ſcheidet der Langener Torwart aus. Darmſtadt
legt ſich nochmals mächtig ins Zeug. Beim Schluß=
pfiff
ſteht das Reſultat 11:7.
Schwache Leiſtung der 46er
in Griesheim.
Turnerſchaft Griesheim TSG. 46 Darmſtadt
3: 8 (2:3).
Mit dieſem Widerſtand hatte die Mannſchaft
des Bezirksmeiſters in Griesheim nicht gerech=
net
. Der alte Kampfgeiſt war die Stärke der
Turner. Sie haben wohl einige Kräfte ein=
gebüßt
, aber wieder eine Mannſchaft ſtehen, die
ſich ſehen laſſen kann. Mit etwas mehr Selbſt=
vertrauen
der Griesheimer und einem Straf=
wurfſpezialiſten
wären die Punkte in Gries=
heim
geblieben.
Bei Darmſtadt war die Verteidigung ganz
erſetzt, was angeſichts der ſchwachen Leiſtung
noch als Entſchuldigung gelten könnte, aber nicht
gilt, wenn man Größeres vorhat und jetzt ſchon
mit Schwächen kommt. Ganz beſonders vermißte
man das ſchnelle, genaue Zuſpiel im Sturm.
Noch zufriedenſtellend blieben jeweils die erſten
zehn Minuten der beiden Halbzeiten.
Kritiſch betrachtet, hat die Platzelf
die weit beſſere Rolle geſpielt. Vor allem ein
ſchneller und beweglicher Sturm und vorbild=
licher
Kampfgeiſt und Siegeswillen. Nur die
erſtklaſſige Abwehr von Meyer im Darmſtädter
Tor ließ die Platzbeſitzer zu nicht mehr Tor=
erfolgen
kommen. Das Torreſultat gibt nicht
ganz den Spielverlauf wieder. Stabil iſt die
Hintermannſchaft, die gegebenenfalls in ihrer
robuſten Abwehr nicht immer Erfolge haben
wird, ganz beſonders nicht, wenn ein Schieds=
richter
aufmerkſam iſt und die Gegenpartei
einen guten Strafwurfſpezialiſten hat, was bei
Darmſtadt leider nicht ſo in Erſcheinung trat.
Der Bezirksmeiſter war heute ganz unter ſei=
ner
Form und nur wenige Lichtblicke ließen die

wahre Spielſtärke der Mannſchaft erkennen.
Nicht wieder zu erkennen war der Sturm, die
fünfe waren recht unbeweglich. Viel zu ſpät
ging man auf taktiſches Zuſammenſpiel ein, wo
es aber anſetzte, waren auch Erfolge zu verzeich=
nen
. Die Hintermannſchaft war einſchließlich
der Läuferreihe ſehr plump in der Abwehr und
Freiſtellen ſah man da nicht mehr. Immer wie=
der
hat der Hüter Laſt, ſeine Abwürfe gut fort=
zubringen
. Die Ballbehandlung ließ gerade
hier ſehr zu wünſchen 2rig. Gerade dadurch
wurde dem ſchnellen Griesheimer Sturm das
Spiel erleichtert.
Die zwei Halbzeiten:
Der Gäſteanwurf wird vom Torer geklärt,
auch G.s Angriff kann der Darmſtädter Hüter
parieren. In der 5. Minute holte ganz über=
raſchend
der Griesheimer Schupp für ſeine Far=
ben
die Führung. Es blieb eine ausgezeichnete
Leiſtung; mit ſehr ſchnellem Start und Wechſel
auf links kann er einen ſcharfen Ball gut in die
kurze Ecke placieren. Erſt zwei Minuten ſpä=
ter
zieht Avemarie, der als 6. Stürmer mit
nach vorne iſt, durch Langſchuß gleich. Beider=
ſeitig
iſt man jetzt auf der Hut, doch im Feld=
ſpiel
bleibt Darmſtadt leicht im Vorteil. Eine
gute Kombination des 46er Innenſturms bringt
die Führung durch Schmitt. Die 20. Min. zeigt
dann Witzleb gut freigeſpielt, und 3:1 heißt es
für 46. Jetzt kommt die gute Zeit der Platz=
beſitzer
, aber es dauert doch einige Zeit, bis ein
Erfolg ſich einſtellt. Kurz vor Halbzeit ver=
ringert
Deukert nach ſchönem Sologang auf 3:2;
die 46er Hintermannſchaft hatte nun alle Hände
voll zu tun. Meyer im Darmſtädter Tor war
das Bollwerk ſeiner Mannſchaft.
Beſſer wird die zweite Halbzeit, abgeſehen
von einigen ungebührlichen Zwiſchenrufen der
Zuſchauer, die ſich Schiedsrichter Zimmer=
Sprendlingen eintrug, weil er des öfteren mit
den Regeln in Konflikt kam und durch ſein =
gern
beim Pfeifen der Rauhbeinigkeit Tür und
Tor öffnete. Die Tore der zweiten Halbzeit fie=
len
zu Beginn 3 und am Schluß noch 2, nach
verſtändnisvollem Zuſpiel der Gäſte.
2. Mſch. trennten ſich mit 7:9 (5:2) für Darm=
ſtadt
.
Germania Pfungſtadt Lorſch 4:4 (1:3).
Gut 400 Zuſchauer waren auf das Abſchnei=
den
der Germanen geſpannt. Sie erlebten eine
große Enttäuſchung. Lorſch war ſich ſeiner Lage
bewußt, zumal zwei Erſatzleute mitſpielten, und
ging mit einem Rieſeneifer in das Treffen.
Germania ſetzte die Miene des Ueberlegenen
auf, verfiel in den alten Fehler des vorzeitigen
Hereinlaufens der Außenſtürmer als Lorſch
führte, und verſtand es gegen Schluß nicht, die
zahlreiche Lorſcher Abwehr aus ihrem Bau zu
locken. So ging der eine Punkt flöten. Hätte
der Lorſcher in letzter Minute nicht auf den
Mann geſchoſſen, dann
Lorſch führte 1:0, 2:0 und 3:0. Kaum glaub=
lich
, wie die ſonſt ſo ſicheren Werfer der Gar=
manen
diesmal vom Pech verfolgt waren.
Manche Bälle ſah man faſt im Netz, doch der
Lorſcher Hüter war ſchier nicht zu ſchlagen. Eine
Minute vor der Pauſe war ihm die Sicht ver=
ſperrt
. 1:3. Jetzt iſt der Bann gebrochen hörte
man allerwärts ſagen. Aber die nimmermüde
Läuferreihe der Gäſte brachte den Germanen=
ſturm
gänzlich aus dem Konzept. Die Außen
liefen zur Mitte. Ein Knäuel blauer und roter
Trikots. Nach 10 Min. erhöhte Meyerhöfer auf
2:3. Bald ſpäter 2:4 und vom Anwurf weg 3:4.
Noch 15 Minuten. Mangelhafte Fußabwehr ver=
half
der Platzelf zum Ausgleich und dabei
blieb es.
Kritiſch betrachtet, zeigte der Ger=
manenſturm
diesmal keine gute Leiſtung.
Wenn man Syſtem hat, ſoll man auch danach
ſpielen. Etwas anderes zu probieren, gehört in
die Zeit der Privatſpiele. Die Abwehr hatte
ihre Laſt mit den flinken Lorſchern. Gärtner
konnte nur einmal einſchießen. Noch eins: Ge=
mach
, verehrte Zuſchauer, weil die Gäſte mehr=
mals
umhalſten. Schließlich ließ man Gärtner
auch nicht durchlaufen und er mußte ein paar
mal ganz ekelig auf den Boden. Schiri Gries=
Büttelborn bewahrte trotz des aufgeregten
Kampfes die Ruhe. Reſerven 9:4.
Tv. Pfungſtadt Heppenheim 5:5 (3:4).
Eine recht ſtattliche Zuſchauerzahl verfolgte
den für die Platzelf ſo wichtigen Kampf. Sollte
es nach zwei Unentſchieden endlich zum Siege
reichen? Heppenheim ging mit allem Ernſt in
das Spiel und ehe ſich die Platzelf verſah, hat=
ten
die Gäſte zwei Strafwürfe eingeſchoſſen.
Dann kam eine Zeit für Pf., die man lange
nicht mehr geſehen hatte. Innerhalb von 5 Min.
waren 3 Tore durch Blumenſchein geſchoſſen und
damit die Führung erzielt. Aber bums! Aus
war!! Ein ſcharfer Schuß und ein Strafwurf
brachten den Gäſten mit 3:4 die Führung. Nach
der Pauſe erhöhten ſie ſogar auf 3:5. Lange
wogte der Kampf auf und ab. Ein Tor holte
die Platzelf auf und faſt mit dem Schlußpfiff
traf Gg. Kramer den Ausgleich. Das Ergebnis
entſprach den Leiſtungen. Reſerven 2:4 und Ju=
gend
3:9 gegen Bickenbach.
Nauheim TSV. Braunshardt 6:11 (4:4).
Bei gleichen Leiſtungen fielen abwechſelnd
Tore zum 4:4 bei der Pauſe und allgemein war
man der Anſicht, daß Braunshardt ſeinen erſten
Punkt einbüßen würde. Doch die Gäſte ſetzten
alles auf eine Karte mit ſtürmiſchen Angriffen.
Es fielen zwei Tore. Der Bann war für ſie ge=
brochen
, und die Platzelf fiel ab. Der Hüter
ſetzte ſeinen Kopf auf und ließ einige haltbare
Bälle paſſieren. So entſtand aus dem 4:4 das
6:11.
Groß=Zimmern Lengfeld 7:6 (3:3).
Infolge Platzſchwierigkeit der Lengfelder
wurde das Spiel in Groß=Zimmern ausgetra=
gen
. Ein flotter Kampf, ſcharf und dennoch an=
ſtändig
. Bis die Gäſte ſich gefunden hatten
nach 10 Minuten war die Platzelf mit 3:0
davongezogen. Jetzt waren die Leiſtungen gleich=
wertig
. Gr.=3, verſchoß ausſichtsreiche Bälle.

TV. Nieder=Ramſtadt Erbach 5:10 (3:6p
Keiner der zahlreichen Zuſchauer hatte
glaubt, daß dieſes Spiel zweiſtellig verlorm
gehen würde. Den Gäſten ſei aber beſcheinfn
daß ſie entſchieden beſſer waren. Ein tempe:
mentvoller Beginn brachte den Gäſten die 009
Führung. Die Platzelf flackerte vorübergeher)
auf zum 2:2. Aber damit war es vorbei. W
zur Pauſe erhöhten die Erbacher auf 3:6, ru
da der Innenſturm ſamt dem Mittelläufer 79
Platzelf verſagte, erhöhte Erbach auf 5:10. N.-
Platzelf wird ſeine Stürmer mal ernſtlich 5i
Training nehmen müſſen, wenn der endlich
kämpfte Aufſtieg zur Bezirksklaſſe gehalten wul
den ſoll. Schiri Metz=Polizei ſehr gut.
Auerbach Birkenau 7:2 (2:1).
Ein zeitweiſe recht harter Kampf, der En
Herausſtellung je eines Spielers nach ſich zru
Vor der Pauſe wechſelten die Erfolge. Beider
ſeits war man in der Abwehr ſehr auf derHee
Der Seitenwechſel mit 2:1 für Auerbach konrt
noch nichts heißen. Als es aber 3:1 ſtand, su
die Plätzelf davon. Sie war nicht mehr zu hi=
ten
, und ſo hieß der eindrucksvolle Sieg 7:2.
Münſter Reichsbahn Darmſtadt 12:7 (9:5
Ein recht ordentliches Spiel, wobei die Gäre
ſehr beachtliche Stürmerleiſtungen zeigten. Dah
die Abwehr fiel ab und der Hüter war ſchwa)
Wormſer Hortnngeit Sechten
Das von der Tgde. 1846 Worms mit Untz=
ſtützung
der Stadt Worms durchgeführte Feat
turnier nahm am Samstag ſeinen Anfang Ent
den Mannſchaftswettkämpfen um das von
Stadt Worms geſtiftete, prächtige, bronzau
Hagenſtandbild, einen Wanderpreis, der aift
nach drei=, bzw. viermaligem Sieg in den Batzl
des Gewinners übergeht. Die gemeldeten
Mannſchaften waren vollzählig angetreten me
die Kämpfe nahmen einen recht ſpannenkdn
Verlauf. Bemerkenswert iſt dabei die ſtarke V. der Fechter aus Darmſtadt und Wisie
baden, aber auch die Wormſer haben im Still
recht fleißig geſchafft. Für die Zwiſchenrunde hcu
ten ſich ſechs Mannſchaften qualifiziert, die
zwei Gruppen kämpften.
Der zweite Tag ſah bei beſſerem Beſuch un
Vormittag die Damen=Einzelkämpfe im Florae
fechten. Für die Entſcheidungen hatten ſich zut
Damen qualifiziert. Der Sieg fiel an Fr.
Oelker=TV. Offenbach mit zehn Sien!
und 20 erhaltenen Treffern. Die einzige Niech=
lage
wurde der Siegerin von der Darmſtädte
Frl. Fuchs beigebracht.
Für die Endkämpfe im Mannſchaftsfech u
der Herren hatten ſich der TV. Offenbach,
FC. Wiesbaden, Hermannia Frankfurt und Tce
Worms qualifiziert. Im Stichkampf blieb Off.ſ
bach über Hermannia Sieger. Dabei ſchlug 1!
Offenbacher Heim, der vorjährige Deutſie
Florettmeiſter, ſeinen Titelnachfolger Eiſeneck*
Hermannia.
Neue Schwimmrekorde.
Berlin führt im Städtekampf gegen Magdebunk
Nach 30jähriger Unterbrechung trafen ſich ae
Städtemannſchaften von Magdeburg und Berun
zum erſten Male wieder in einem Schwim !e
ſtädtekampf. Der Beſuch des Magdeburger A.
helmsbades entſprach nicht ganz den Erwann
gen, dagegen erfüllten die ſportlichen Leiſtunk=
alle
Vorausſagen. Schon im einleitenden W.
bewerb konnte Magdeburg mit der Mannſan
Deiters, Schwarz, Schrader und Glantz die Ni
herige Beſtzeit von Sparta Köln über 4mal
Meter Kraul von 9:43,2 auf 9:36 verbeſſern.
Berliner Nixen mit Knuth, Schönemann
Engelmann ſtellten über 3mal 200 Meter B.
einen neuen deutſchen Rekord in 9:44,1 auf
überboten damit ihre alte Höchſtleiſtung
9:47 erheblich. Wie vorauszuſehen war, zeid
ſich die Magdeburger Herren in faſt allen Ace
bewerben überlegen, dafür waren aber die 2 Schwimmerinnen beſſer.
Vereinsmeiſterſchießen
des SSC. Windmühle Darmſtadl.
Der SSC. Windmühle‟ Darmſtadt ſchoßs
Sonntag ſeine diesjährige Vereinsmeiſterſr
aus. Wie erwartet, konnte der vorjährige 2
einsmeiſter Rau ſein Reſultat von 826 auf
Ringe erhöhen bei 75 Schuß in den drel
ſchlagsarten. (15=Schuß=Serie: 172, 161, 172.
168 Ringe.) 2. Preſtel 797 Ringe. 3. Schnes
796 Ringe 4. Link 762 Ringe 5. Gräf 756 Rm
6. Erich 746 Ringe, 7. Büttner 726 Ringe‟
Schäfer 689 Ringe.
Das Reſultat des Vereinsmeiſters Karl:
war umſomehr zu erworten, als er ſchen
Grund ſeiner ſeitherigen hervorragenden Leiſſe
gen als Olympiakandidat aufgeſe
iſt. Ferner ſind noch als gute Leiſtung de
Ringe der 15=Schuß=Serie des Schützen Linl
vorzuheben, mit welcher er die goldene Nadell-
Deutſchen Schützenbundes errang. Mit die
Vereinsmeiſterſchaftsſchießen konnte der *
Windmühle ſeine diesjährigen Erfolge, diu
in Nürnberg, Leipzig und Karlsruhe erkgub.
neut unter Beweis ſtellen.

[ ][  ][ ]

Montag, 5. November 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 306 Seite 7

Kleiderſammlung
für das Winkerhilfswerk 1934/35.
In den nachfolgend aufgeführten Straßen wird in den nächſten
uacen die Kleiderſammlung für das WHW. durchgeführt. Jede
ſbe brauchbarer Gegenſtände iſt willkommen.
Montag, den 5. November 1934: Hölgesſtraße, Wilhelminen=
as
, Hügelſtr., öſtliche Peter=Gemeinder=Straße, Wilhelm=Gläſ=
eſtr., Schützenſtr., Eliſabethenſtr., öſtliche Peter=Gemeinder=Str.,
awigsplatz, Schulſtr., Luiſenſtr., Bismarckſtr., öſtliche Frankfur=
Straße, Schleiermacherſtr., Zeughausſtr., Richthofenplatz, obere
heinſtr., Ernſt=Ludwigsſtr., Ludwigsſtr., Marktplatz. Schiller=
os
. Marktſtr., Schuſtergaſſe, Holzſtr., Kirchſtr., Kleine Bachgaſſe,
ergaſſe. Langgaſſe, Große Bachgaſſe, Pädagogſtr., Döngesborn=
iſſe
, Woogſtr., Woogsplatz, Hinkelsgaſſe, Große Kaplaneigaſſe,
lääne Kaplaneigaſſe, Schulzengaſſe, Lindenhofſtr., Mühlſtr.,
dliche Landgraf=Georgs=Straße, Kapellſtr., Soderſtr., weſtliche
ditsſtr., Adolf=Spieß=Str., Riedlingerſtr., Teichhausſtraße.
Dienstag, den 6. November 1934: Alle Straßen der Wald=
blonie
.
Mittwoch, den 7. November 1934: Eſchollbrücker Straße,
ſhepp=Allee, Holzhofallee, Artillerieſtr., Hindenburgſtr., ſüdliche
plshofallee, Kattreinſtr., Weinweg, Im Höllchen. Groß= Gerauer=
ſex
, Hopfengarten, Schrautenbachweg, Phil.=Röth=Weg, Thyl=
annweg
, Beſſunger Straße, weſtlicher Donnersbergring, Worm=
Straße, Oppenheimer Straße, Alzeyer Straße, Binger Straße,
ſoltkeſtr., Haardtring, untere Landskronſtr., Heimſtättenweg,
mtliche Straßen der Stadtrandſiedlung.

Fahrt der Saarländer Gäſte zu den Opelwerken
und an den Rhein.
Am Freitag fuhren unſere Saargäſte auf Veranlaſſung der
rirsamtsleitung der NSV., der das Saarurlaubswerk übertragen
en zwei großen Omnibuſſen der Firma Opel nach Rüſſelsheim,
n dort die Opelwerke zu beſichtigen. Unter erfahrener Führung
uide die Entſtehung eines Autos, vom kleinſten Einzelteil bis
m fertigen Wagen, vorgeführt.
Von Rüſſelsheim aus wurde die Fahrt über Mainz und Bin=
m
in den Hunsrück fortgeſetzt. Ueber Berg und Tal ging es
uch landſchaftlich intereſſante Gegenden nach Stromberg und
irb das Blüchertal und die Steeger Schweiz nach Steeg hinein,
oein Tropfen des köſtlichen Weines dort genoſſen wurde. Von
ei fuhr man zum Rhein nach Bacharach und linksrheiniſch wie=
rzurück
über Bingerbrück nach Ober=Ingelheim, wo eine längere
ae gehalten und im gemütlichen Beiſammenſein einige Stunden
i racht wurden.
In den Abendſtunden trafen die Saarurlauber, unter Führung
Herrn Kraft vom Amt für Volkswohlfahrt, begeiſtert von
m herrlichen Stunden, die ſie erleben durften, wieder hier in
aunſtadt ein.
Neuerwerbungen der Stadkbücherei.
Hugo Adolf Bernatzki: Südſee 1934. Cu. 25.
finfred Curry; Flug und Wolken. Ein Bildwerk 1933.
GF. 80. Edgar Dacqué: Natur und Seele. Ein Beitrag
u magiſchen Weltlehre. 1928. 8 Ph. 198. Paul Ernſt:
grebuch eines Dichters. 1934. 50 Kl. 682. Karl Eſſel=
on
; Hundert Jahre Hiſtoriſcher Verein für Heſſen 1934. 1 H.
Ludwig Heck: Tiere, wie ſie wirklich ſind. Bilder= und
iſbuch für jedermann. 1934. 1 Dz. 281. Karl Helbig‟
n Gila. Ein verrückter Herr wandert am Aequator 1934.
a. 694. Hindenburg; Briefe, Reden, Berichte. Her=
1ssegeben von Fritz Endres. 1934. 90 Bd. 974. Otto Höf=
Kultiſche Geheimbünde der Germanen. 1. Band. 1934.
Bd 153. H. H. Houben: Sturm auf den Südpol. Aben=
der
und Heldentum der Südpolfahrer. 1934. 15 Cp. 105.
ſrmſt Rudolf Huber: Die Geſtalt des deutſchen Sozialis=
1934. 35 Fp. 477. Cherry Kearton: Im Lande
Löwen. 1934. 1 Dz. 376. Theodor Koch=Grünberg:
In Roroima. Bei meinen Freunden, den Indianern vom roſigen
s. 1934. 30 Cm. 323. Paul Leutwein: Theodor Leut=
fin
, der Eroberer Deutſch=Südweſtafrikas. 1934. 70 Bk. 240.
aria von Rußland. Als Prinzeſſin im Exil. Schickſale
der alten und neuen Welt 1934. 5 L. 5169. Hans Que=
Uſng: Sechs Jungens tippeln zum Himalaja. 1933. 40 J. 1251.
Ernſt Schäfer; Berge, Buddhas und Bären. Forſchung
D Jagd in Tibet. 1933. 30 Ca. 210. Walter Scheidt:
A Träger der Kultur. 1934. 80 Dh. 190. E. H. Schulz
D R. Frercks; Warum Arierparagraph? Beitrag zur Juden=
ſtage
1934. 25 B. 515. Coſima Wagner; Briefwechſel
M Houſton Steward Chamberlain. 18881908. 1934. 5 L. 7608.
Hugo Zöller: Als Journaliſt und Forſcher in Deutſch=
hrds
großer Kolonialzeit. 1930. 5 L. 8200.

Verwalkungsgerichtshof.
p. Klage des Gg. Donnerstag 4. in Groß=Rohrheim gegen
ſiyen Polizeibefehl des Kreisamts Bensheim.
Auf dem Bürgerſteig einer Straße in Groß=Rohrheim
ſandet ſich eine im Jahre 1879 aus privaten Mitteln errichtete
brückenwaage, die ſeit 1923 nicht mehr in Betrieb geweſen
Der Kläger hat ſie käuflich erworben und nach einem beim
Nrhbauamt erwirkten Baubeſcheid zum Betrieb fertiggeſtellt; die
Wrage iſt nicht geeicht. Das Kreisamt Bensheim hat einen Po=
meibefehl
erlaſſen und unter Androhung von Geldſtrafe die
Hriebseinſtellung gefordert. Die Straße hat einen ſtarken Durch=
hagsverkehr
, namentlich mit Autos, ſo daß aus verkehrstechni=
Aen Gründen ein öffentliches Intereſſe bei Erlaß des Polizei=
Nehls angenommen wurde. Donnerstag hat die Waage im Ab=
ſtach
für 50 Mark gekauft und gegen den Polizeibefehl Klage
zl oben.
Der zur Verhandlung und Entſcheidung vom Verwaltungs=
ſen
ichtshof beſtimmte Provinzialausſchuß Rheinheſſen hat die
Rlrage abgewieſen.
Diergegen hat Kläger Berufung verfolgt. Eine Reihe von
Zerugen iſt geladen.
Das Gelände, auf dem ſich die Waage befindet iſt Eigentum
NProvinz. Mißſtändig wurde die Sache, als die Autos auf=
Gnien. Die Waage war zudem verwahrloſt. Die Behörde ver=
Argte alsdann die Beſeitigung. Die Straße (von Groß=Gerau
Nry Mannheim) wird mit nächſtem April Reichsſtraße.
Aus der Beweisaufnahme geht hervor, daß ſeitens der Pro=
rzialbaubehörde
ſchon von dem Vorbeſitzer Göbel die Entfer=
uug
der Waage verlangt wurde. Der Nachbar Schmidt erblickte
n dem Zuſtand eine Beeinträchtigung in Benutzung ſeiner Tor=
im
jahrt. Art. 24 des Strafgeſetzes gibt der Provinz die Möglich=
eik
, auch ohne Durchführung eines Polizeibefehls die Beſeitigung
Waage auf Koſten des Klägers durchzuſetzen, worauf der
grrtreter des Staatsintereſſes noch beſonders aufmerkſam macht.
Lar ganze Streitpunkt ſpitzt ſich auf eine Verſtändigung zwiſchen
Nm Nachbar Schmidt und dem Kläger hinſichtlich der Waage
ud des Wiegehäuschens zu. Klage und Berufung werden ſei=
Fe2S des Klägers Donnerstag nach Vergleich mit dem Nachbar
Stomidt zurückgenommen,
Elekkriſche Bekäubung von Schlachtlieren
nur in Schlachthäuſern.
In einer Verfügung der Abteilung Ib des Heſſiſchen Staats=
lin
niſteriums vom 24. Okt. 1934 zu dem Geſetz über das Schlachten
u Tieren heißt es u. a.: Die Erlaubnis zur Aufſtellung ſolcher
Meparate zur elektriſchen Betäubung von Großvieh und Kälbern
Necarf jedesmal unſerer Genehmigung. Letztere wird nur erteilt
r öffentliche Schlachthäuſer, die unter einer geregelten veterinar=
Mllizeilichen bzw. tierärztlichen Aufſicht ſtehen. Die elektriſche
Dstäubung von Großvieh und Kälbern darf nur durch einen be=
lunders
unterwieſenen Schlachthofangeſtellten in Gegenwart eines
ierärztlichen Beſchauers vorgenommen werden. Die Verwendung
Aektriſcher Betäubungsapparate für Großvieh und Kälber in den
Elenzelmetzgereien der Gemeinden ohne Schlachthauszwang iſt ver=
Mten.

Deutſches Rokes Kreuz.
Auch in dieſem Jahr findet, zum Beſten des Landesverban=
des
Heſſen des Deutſchen Roten Kreuzes, wieder das übliche
Nikolaus=Feſt
ſtatt, und zwar in ſämtlichen Räumen des Städt. Saalbaues am
Donnerstag, den 6. Dezember 1934.
Mit Rückſicht auf die zahlreichen Wochenend=Veranſtaltungen
hat man diesmal für die Veranſtaltung einen Wochentag, den
Nikolaustag, ſelbſt gewählt. Der geſellige Abend wird einge=
leitet
werden durch Ein Weihnachtsſpiel von Humperdinck, in
dem die ſchönſten deutſchen Weihnachtslieder zu Gehör gebracht
werden. Auch hat, wie ja eigentlich ſelbſtverſtändlich, der Nikolaus
in höchſt eigener Perſon ſein Erſcheinen zugeſagt. Die Regie der
Veranſtaltung liegt in bewährten Händen, ſo daß Mitwirkende
und Zuhörer, groß und klein, voll befriedigt ſein werden. Der Be=
ginn
des Feſtes wird ſo gelegt, daß es auch den am Wochentag
durch Berufspflichten zurückgehaltenen Volksgenoſſen möglich ſein
wird, zu kommen. Aber auch die, welche erſt zu ſpäter Abendſtunde
ſich frei machen können, wird das Programm des Abends noch
manche Ueberraſchung bringen. Näheres hierüber wird nach Feſt=
ſtellung
des endgültigen Programms veröffentlicht. Soviel darf
aber heute ſchon geſagt werden, daß auch die tanzluſtige Jugend
auf ihre Koſten kommen ſoll. Das Rote Kreuz bedarf gerade jetzt
zu einer Zeit, in der die leider immer noch im Steigen begriffenen
Verkehrsunfälle, häufige Maſſenanſammlungen anläßlich politiſcher
und ſportlicher Veranſtaltungen und der Bereitſchaftsdienſt bisher
nicht gekannte Forderungen an die Sanitätskolonnen des Roten
Kreuzes ſtellen, der beſonderen Unterſtützung, zumal andererſeits
auch ſeine übrigen Aufgaben, insbeſondere auf dem Gebiete der
ſozialen Fürſorge, noch hohe Aufwendungen fordern.
Nach Einordnung der Rotkreuzorganiſation in den national=
ſozialiſtiſchen
Staat, die in der Uebernahme der Schirmherrſchaft
durch unſeren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ſeinen äuße=
ren
Ausdruck gefunden hat, wird ſich gewiß jeder Volksgenoſſe, der
es irgend kann, in den Dienſt der guten Sache ſtellen und das
Nikolausfeſt am 6. Dezember beſuchen.

Eröffnung des ſechsſemeſtrigen Lehrgangs
der Heſſiſchen Verwaltungsakademie Darmſtadt
in Darmſtadk und Mainz am 8. Nov. 1934.
Das Staatspreſſeamt teilt mit: Am Donnerstag, dem
8. November, wird durch den Leiter der Heſſiſchen Verwal=
tungsakademie
Darmſtadt=Mainz, Herrn Staatsminiſter Jung=
Darmſtadt. in Darmſtadt und Mainz der neue ſechs=
ſemeſtrige
Studienlehrgang 1934/ 37 eröffnet.
In Darmſtadt wird die Eröffnung um 18 Uhr im Hörſaal 330
der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt. Eingang Weſtportal, in
Mainz am gleichen Tage um 20 Uhr. im Pädagogiſchen Inſtitut.
Holzſtraße, ſtattfinden. Zum Eröffnungsabend ſind alle Inter=
eſſenten
an der Arbeit der Akademie, alſo vornehmlich alle
Beamten und Behördenangeſtellten, herzlichſt ein=
geladen
. Den Behördendienſtſtellen und den Einzelintereſſenten,
die ſich bereits bei den Geſchäftsſtellen der Akademie in Darm=
ſtadt
, Pankratiusſtraße 4I und in Mainz Sömmeringſtraße 37,
meldeten, geht das inzwiſchen fertiggeſtellte Vorleſungsverzeich=
nis
, aus dem alles weitere erſichtlich iſt, umgehend zu. Anmel=
dungen
zur Teilnahme am Lehrgang ſind auf den beigefügten
Verpflichtungserklärungen oder bei den Dienſtſtellen auf den zirku=
lierenden
Einzeichnungsliſten vorzunehmen.
Das erſte Semeſter (Winterſemeſter 1934/35) des neuen Lehr=
gangs
umfaßt in Darmſtadt und Mainz je 62 Vorleſungsſtunden.
die ſich wie folgt verteilen: Einführung in die Rechtswiſſenſchaft
Dr. Döring 12 Stunden: Allgemeine Staatslehre Prof. Dr.
Heyland 10 Stunden; BGB., Allgemeiner Teil, Prof. Dr.
Bötticher 16 Stunden: Nationalpolitiſche Erziehung Prof.
Lacroix 12 Stunden: Einführung in die Volkswirtſchaftslehre
Prof. Dr. Muß 12 Stunden.

Städt. Akademie für Tonkunſt.

Zum Beginn neuer Kurſe Rhythmiſch=muſikaliſcher Körper=
erziehung
unter Leitung von Annemarie Borngäſſer.

In den neu beginnenden Kurſen wollen wir nicht Gymnaſtik
treiben als Ergänzung zum Sport oder als Körperpflege gemein=
hin
, nein, die rhythmiſch=muſikaliſche Körpererziehung ſetzt ſich als
Aufgabe, eine Harmonie zwiſchen Leib und Seele, ein harmoniſches
Ganzes zu ſchaffen. Die Entfaltung der Seele nach außen hin iſt
aber vielfach durch Hemmungen körperlicher Art geſtört. Um nun
dieſe Leib=Seele=Einheit zu erzielen, müſſen dieſe Verkrampfungen
beſeitigt werden. Das erreichen wir durch ein völliges Löſen des
Körpers, durch Entſpannungsübungen. Erſt damit ſind die Vor=
ausſetzungen
gegeben, unter denen die innere Bewegung ſtörungs=
los
nach außen Geſtalt gewinnen kann, und dann erſt ſind wir
fähig, den fließenden Rhythmus des Bewegungserlebniſſes zu er=
faſſen
. Selbſtverſtändlich muß der Körper, um die Fähigkeit zu er=
langen
ſich dieſem Bewegungserlebnis voll und ganz hinzugeben,
erſt geſchult werden, und ein gewiſſes gymnaſtiſches Training iſt
darum unbedingt erforderlich. Ebenſo wichtig iſt aber auch die
Muſik, die ſowohl unſere Seele, als auch unſeren Körper ſo unge=
heuer
in Schwingung zu verſetzen vermag ihr kommt bei der
rhythmiſchen Körpererziehung die gleiche Bedeutung zu wie der
Gymnaſtik ſelbſt. Einerſeits ſoll die Muſik die Freude an der Be=
wegung
ſteigern, andererſeits ſoll von der Bewegung ausgehend
noch größeres Verſtändnis für die Muſik erweckt werden. Außer=
dem
erfährt, die inſtrumentale Technik durch die rhytbmiſch= muſi=
kaliſche
Körperſchulung eine weſentliche Erleichterung. Der Schäler
wird mit der Beherrſchung der Rhythmik, der ſchwingenden Be=
wegung
Verkrampfungen und Hemmungen verlieren. Es gehört
darum an den Anfang jeder Muſikerziehung die Durchbildung
des ganzen Körpers, die Entfaltung und Ausbildung des Schwin=
gungserlebniſſes
(Dr. R. Bode). So hofft die Städtiſche Akademie
für Tonkunſt in ihrer Erziehungsarbeit auch an dieſer Stelle bei=
zutragen
, das große Ziel all unſerer Erziehung, den harmoniſchen
deutſchen Menſchen, zu erreichen.

Straßenberichk
für die Woche vom 4. bis 10. November.
(Mitgeteilt vom Deutſchen Automobil=Club, Gau 15 Weſtmark
Bezirk Starkenburg und Rheinheſſen.)
Fernverkehrsſtraßen in Starkenburg und Rheinheſſen:
3 DarmſtadtFrankfurt a. M. (Ortsdurchfahrt Langen) v. 13. 9
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung in Langen: Wallſtraße,
Lutherplatz, Rheinſtraße.
Hauptſtraßen in Starkenburg und Rheinheſſen:
PfungſtadtHahn vom 26. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umlei=
tung
: PfungſtadtEſchollbrückenCrumſtadtBruchmühle.
Sonſtige Straßen in Starkenburg und Rheinheſſen:
DarmſtadtGräfenhauſen vom 13. 11. 1933 bis auf weiteres ge=
ſperrt
., Umleitung: ArheilgenWixhauſen oder Weiterſtadt
Schneppenhauſen.
DarmſtadtEſchollbrücken vom 28. 11. 1933 bis auf weiteres ge=
ſperrt
. Umleitung: Eberſtadt-Pfungſtadt.
Hepvenheim-JuhöheMörlenbach (beim Bahnübergang Mörlen=
bach
) für ſchwere Fahrzeuge geſperrt. Leichtere Fahrzeuge wer=
den
über eine Notbrücke durch die Bahnſtraße umgeleitet. Um=
leitung
für den Durchgangsverkehr: Lörzenbach oder Weinheim
HähnleinGernsheim vom 27 9. bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: JägersburgGroß=Rohrheim.
ReinheimGroß=Bieberau Klm. 16,618,8 vom 29. Oktober bis
auf weiteres. Umleitung: Hahn.

Briefe mit zollpflichtigem Inhalt nach der Freien Stadt
Danzig. Nach dem Gebiet der Freien Stadt Danzig iſt die Ein=
fuhr
zollpflichtiger Gegenſtände in gewöhnlichen, eingeſchriebenen
uind Wertbriefen vom 30. Oktober 1934 an nicht mehr zu=
läſſig
. Zollpflichtige Druckſachen, ferner Warenproben und Päckchen
Päckchen bis 2 Kilogramm und Briefpäckchen bis 1 Kilogramm)
mit zollpflichtigem Inhalt dürfen auch weiterhin nach dem Gebiet
der Freien Stadt Danzig perſandt werden; ſie müſſen auf der
Vorderſeite mit dem grünen Zollzettel beklebt ſein.

Aus Heſſen.
(. Ober=Ramſtadt, 2. Nov. NS. Volkswohlfahrt. Die
hieſige Ortsgruppe der NS. Volkswohlfahrt hatte im Monat Ok=
tober
ds. Is. einen weiteren Mitgliederzugang zu verzeichnen.
Anmeldungen zur Mitgliedſchaft werden von dem Ortsgruppen=
amtsleiter
Pg. Breitwieſer entgegengenommen.
Ex. Bürſtadt, 2. Nov. Aus der Landwirtſchaft. In
der Verſammlung der Ortsbauern wurden folgende Richtlinien
bekannt gegeben: Sämtliche Landwirte, die Kartoffel nach aus=
wärts
verkaufen wollen, müſſen im Beſitze eines Schlußſcheines
ſein, der vom Ortsbauernführer Pg. J. Friedrich Ruh unter=
ſchrieben
und dort von Fall zu Fall abgeholt werden muß. Wei=
terhin
müſſen alle hieſigen Händler durch die Landesbauernſchaft
einen Antrag zum Handeln mit Kartoffeln beziehen, der durch
den Ortsbauernführer nach Ausfüllen an die Kreisbauernſchaft
weitergeleitet wird. Unfälle. Am Donnerstag fiel in
der Adolf=Hitler=Straße ein Mädchen, das einem Fuhrwerk aus=
weichen
wollte, vom Rad und trug erhebliche Kopfverletzungen
davon. Am gleichen Tage ging einem Landwirtsſohn ein Rad
des Wagens über den Fuß, und der junge Mann erlitt ſo ſchwere
Quetſchungen, daß er den Arzt aufſuchen mußte Zucker=
rübenernte
. Die Zuckerrübenernte iſt hier in vollem Gange
und liefert einen recht guten Ertrag. Der Schmutzabzug beträgt
in dieſem Jahre nur 4 bis 8 Prozent. Als Preis wird vorläufig
1,30 RM. genannt.
Be Bauſchheim, 2. Nov. Autounfall. Auf der Landſtraße
nach Mainz. zwiſchen Hof Schönau und Bauſchheim, ereignete ſich
ein Autounfall, der leicht Menſchenleben fordern hätte können. Ein
Laſtwagen wollte in die Straße nach Bauſchheim einbiegen. In
dieſem Augenblick wollte ein mit zwei Perſonen beſetzter Perſonen=
wagen
den Laſtwagen überholen. Als der Führer des Perſonen=
wagens
das Unglück ſchon vor Augen ſah. bremſte er den Wagen
ſofort ſtark ab, konnte aber nicht mehr verhindern, daß der Wagen
auf der glatten Straße noch ein Stück weiter rutſchte. Der Vorder=
teil
des Perſonenwagens kam unter die Hinterräder des Kraft=
wagens
und wurde vollkommen eingedrückt. Perſonen ſind wie
durch ein Wunder nicht zu Schaden gekommen.
Dr. Sprendlingen, 2. Nov. Der Oberfeldſchütze i R. Heinrich
Liederbach iſt geſtern infolge eines Herzſchlages verſchieden. Der
Verſtorbene wurde im Mai 1885 als Feldſchütze für die hieſige
Gemeinde verpflichtet und trat am 1. Auguſt 1933 infolge Errei=
chung
der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruheſtand. In den
48 Jahren ſeiner Dienſtzeit hat er ſich als ein treuer und gerechter
Beamter gezeigt.
Be. Groß=Gerau, 3. Nov. Von der Molkereigenoſſen=
ſchaft
. In der letzten gemeinſamen Sitzung des Vorſtandes und
Aufſichtsrates der hieſigen Molkereigenoſſenſchaft wurde beſchloſ=
ſen
die Vergebung der Arbeiten für den Anbau der Molkerei. In
Anweſenheit des Architekten Dr. Gehbauer, Groß=Gerau, welchem
die Ausführung der erforderlichen Arbeiten übertragen wurde,
fand die Ueberprüfung der eingegangenen Angebote ſtatt. Die
Umbauarbeiten ſollen ſofort in Angriff genommen werden, und
dieſelben wurden zum größten Teile, an hieſige Geſchäftsleute
vergeben. Von einem Verkauf der in Verwendung ſtehenden
Büttereimaſchinen, welche durch neue, größere erſetzt werden
ſollen, wurde Kenntnis genommen. Verſchiedene verwaltungs=
techniſche
Fragen bildeten den Abſchluß der Sitzung.
Be. Mörfelden, 3. Nov. Ein Teil des Mönchbruch=
forſtes
Naturſchutzgebiet. Ein Teil des Mönchbruch=
forſtes
, des Rüſſelsheimer Stadtwaldes, des Mörfelder Gemeinde=
waldes
und des Stadtwaldes Mainz=Biſchofsheim wurde als
Naturſchutzgebiet erklärt.
Be. Königſtädten, 2. Nov. Der Rehbock im Garten.
Eine Ueberraſchung, wie man ſie ſelten erlebt, konnte geſtern der
Kriegsinvalide Adam Mizkat erleben. Als er in ſeinen Garten
kam, befand ſich in dieſem ein kapitaler Rehbock. Wie das Wild
in den Garten kam, iſt ein Rätſel. Der Garten iſt umſäumt von
einem ungefähr 1,50 Meter hohen Drahtzaun, der auf einem
Betonſockel ruht. Anſcheinend wurde das Tier gejagt, und iſt in
ſeiner Not über den Zaun geſprungen. Mit Hilfe einiger Nach=
barn
konnte man dem Tier wieder die Freiheit ſchenken.
Be. Rüſſelsheim, 3. Nov. Gemeinderatsſitzung. Der
Gemeinderat ſetzte in nichtöffentlicher Sitzung die Bürgerſteuer
der Stadt Rüſſelsheim für das Jahr 1935 in derſelben Höhe wie
im laufenden Jahre feſt, nämlich auf 150 Prozent der vom Reiche
angeordneten Mindeſtſätze. Die meiſten Orte und Städte in
Heſſen erheben 500, teilweiſe ſogar 600 Prozent. Das in dieſem
Winter im Gemeindewald zu fällende Schwellenholz wurde dem
höchſtbietenden Intereſſenten zum Angebotspreiſe aus der Hand
verkauft. Der Verkaufspreis der in dieſem Jahr an der Wald=
randſiedlung
(Bürgermeiſter=Jung=Straße) von der Gemeinde er=
ichteten
Einzelhäuſer wurde auf durchſchnittlich 7400 RM. feſt=
geſetzt
. In der Bahnhofsſtraße ſtießen ein Laſtwagen und ein
Perſonenwagen zuſammen. Perſonen kamen nicht zu Schaden.
Wilhelm Dammel, Grabenſtraße 48, konnte geſtern ſeinen 84. Ge=
burtstag
feiern.

Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die ſetzte Bezugsgulttung beizufügen. Haonyme Anfragen warden
aicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkelt.
A. B. in A. Für die Anwendung der zu veranlagenden
Einkommenſteuer gilt: Ledig ſind Steuerpflichtige, die zu Beginn
des Kalenderjahres nicht verheiratet ſind. Sie gelten aber nicht
als ledig: a) wenn Sie im Kalenderjahre wenigſtens vier Monate
verheiratet waren; b) wenn Sie verwitwet oder geſchieden ſind
und aus ihrer Ehe ein Kind hervorgegangen iſt; o) wenn ihnen
Kinderermäßigung zuſteht (worüber in § 32 Abſ. 2 Ziff. 2 Näheres
beſtimmt iſt; o) wenn Sie Vollwaiſe ſind, das 25 Lebensjahr noch
nicht vollendet haben und ſich in der Ausbildung für einen Beruf
befinden. Für die Anwendung der Lohnſteuertabelle
gilt § 39, Abſ. 2: Ledig ſind Arbeitnehmer, die nicht verheiratet
ſind. Nicht als ledig gelten: a) verwitwete oder geſchiedene Arbeit=
nehmer
, aus deren Ehe ein Kind hervorgegangen iſt; b) Arbeit=
nehmer
, denen Kinderermäßigung zuſteht (worüber in § 39 Abſ. 2
Ziff. 2 Näheres beſtimmt iſt): c) Vollwaiſen, die das 25 Lebens=
jahr
noch nicht vollendet haben und ſich in der Ausbildung für
inen Beruf befinden.
P. P. Sie werden doch mit dem Vermieter die Angelegen=
heit
beſprechen müſſen. Es empfiehlt ſich im Fragefall weiter,
ich bei einer Auskunftei hinſichtl. der Familien= und Vermögens=
verhältniſſe
des Mieters zu erkundigen und für die Folge Vor=
auszahlung
des Mietzinſes auszubedingen.
Wi., Darmſtadt. Rein wirtſchaftlich geſehen und dieſe Dinge
könnennur wirtſchaftlich betrachtet werden ſteht einer
Maßnahme, daß die Mitglieder des Vereins das Programm be=
ſtreiten
, nichts entgegen, um ſo mehr, als ja wohltätige Zwecke
verfolgt werden, eine Genehmigung erſcheint u. E. nicht nötig.
E. K. 1. Wir möchten eine Empfehlung im einzelnen nicht
geben. Der Buchhändler wird Beſcheid wiſſen. 2. Vitaminreiche
Koſt kann Heilung bringen, im übrigen wäre ein Augenarzt zu
befragen.

Langjährige Abonnentin. Zu 1. und 2. Bei Feſtſetzung des
Zuſchlags für laufende Inſtandſetzungsarbeiten iſt angenommen,
daß eine Küche nach 7 Jahren der vollſtändigen Herſtellung bedarf,
ein Wohnzimmer nach 12 Jahren, ein Schlafzimmer nach 15 Jah=
ren
, ein Empfangszimmer nach 20 Jahren, Flur, Aborte, Badezim=
mer
nach 10 Jahren Treppenhäuſer nach 15 Jahren. Zu 3. Der Ver=
mieter
. 4. Desgleichen. 5. Ab 1. Juli 1922.

Zweckſparvertrag, Bauſparkaſſen, die in der Rechtsform
einer eingetragenen Genoſſenſchaft betrieben werden (wie im
Falle der Anfrage), unterſtehen der Aufſicht des Reichsaufſichts=
amts
für Privatverſicherung, Berlin C., Ludwigskirchplatz, wohin
ſich zu wenden wir empfehlen.

Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve.
Verantwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: MaxStreeſe; für den Schlußdienſt: Andreas
Bauer; für den Handel: Dr. C. 6 Quetſch: für den Sport: Karl Böhmann:
für Die Gegenwart Tagesſpiegel in Bild u. Wort: Or. Herbert Nette; für den
Anzeigenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtlich in Darmſtadt
D. A. X. 84, 22411. Druck und Verlag: L. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen
Sprechſtunden der Redaktion= Vormittags 121 Uhr. nachmittags 67 Uhr.

Die heutige Nummer hat 8 Geiten.

[ ][  ]

Seite 8 Nr. 306

Montag, 5. November 1934

50)

ROHAN VON HANS RABL
Copyright 1934 by Auguſt Scherl G. m. b. H., Berlin.

(Nachdruck verboten.)

Ein Schnarrer an Runges Schreibtiſch ſummte leiſe. Runge
ſtand auf. Wollen wir gehen, Frau Poſt, ſagte er und öffnete ihr
höflich die Tür. Er nahm Bedacht darauf, an ihre linke Seite zu
kommen. Sie merkte es wohl. Er behandelte ſie ſchon vollkommen
als eine der großen leitenden Angeſtellten des Hauſes, als gleich=
berechtigt
, wenn nicht gar übergeordnet in der Tonola=Hierarchie.
Sie gingen einen kurzen Quergang hinunter. Grete wußte, hier
war das Direktionsbüro, das ſie noch nie betreten hatte Filial=
leiterinnen
empfing man hier nicht. Sie ſtraffte ſich, ſetzte ein
Lächeln auf und trat mit Runge ein.
Da war das allmächtige Fräulein Zimmerer, deſſen Namen
man in der ganzen Firma kannte, deſſen Laune manchmal mehr
ausmachte, als die Arbeit vieler Wochen. Nicht mehr jung, glän=
zend
anfgemacht, überaus liebenswürdig. Eine Sekunde, ich melde
Sie an, ſagte Fräulein Zimmerer und verſchwand. Sie kam ſo=
fort
wieder und hielt die Polſtertür offen. Bitte ſehr, ſagte ſie
und trat zurück.

Direktor Hertling ſtand an ſeinem Schreibtiſch, als ſie eintra=
ten
, und ging ihnen zwei Schritte entgegen. Er ließ Grete in dem
tiefen Seſſel Platz nehmen, der neben ſeinem Schreibtiſch ſtand.
Nunge ſetzte ſich beſcheiden irgendwo im Hintergrund.
Wir wollen nicht lange herumreden, Frau Poſt, ſagte er.
Wir haben alſo nun die Vorarbeiten abgeſchloſſen, die zum Auf=
bau
Ihrer künftigen Abteilung gehören. Wir haben uns entſchloſ=
ſen
, ſie ſchon ſehr bald ins Leben zu tufen. Wir glauben, daß in
dieſer Idee tatſächlich Chancen liegen, und wir glauben, daß Sie
die geeignete Perſönlichkeit ſind, dieſe Chancen wahrzunehmen.
Er machte eine kleine Pauſe, aber Grete ſah ihn nur gerade
an und ſagte nichts.
Er räuſperte ſich. Es handelt ſich alſo nur noch darum, fuhr
er fort, die Vertragseinzelheiten feſtzulegen. Wir ſind durchaus
Ihrer Meinung ſagte er freundlich und neigte ſich ein wenig vor,
daß Ihrer künftigen Stellung die Vierteljahrskündigung zum
Quartal angemeſſen iſt, um damit zu beginnen.

Grete nickte.
Wir denken, daß Ihnen ein Monatsgehalt von fünfhundert
Mark recht iſt. Er ſprach ſchnell weiter. Wenn die Abteilung ſehr
gut einſchlägt, wird ſich gelegentlich auch über eine Bruttobeteili=
gung
reden laſſen vorderhand möchten wir aber noch davon ab=
ſehen
, Außerdem , er lachte leiſe, hätten Sie ja in der erſten.
Zeit doch nichts davon, da würden ja die Speſen die Erträgniſſe=
noch
auffreſſen.
Vom Bruttoertrag? ſagte Grete leiſe und verwundert.
Ich verſprach mich vorhin, verbeſſerte ſich Hertling, einn
wenig ärgerlich. Ich meinte Netto
Ah ſo
Wir denken weiter, um Ihre Stellung zu umſchreiben, daßß
Sie den übrigen Abteilungsleitern der Produktionsabteilung
gleichgeordnet ſein würden. Wir haben lediglich die Abſicht, die
Perſon der Name tut ja noch nichts zur Sache deren Vor=
ſchlag
wir die ganze Idee verdanken, Ihnen zur Seite zu ſtellen.
Grete ſetzte ſich gerade. Wie iſt das zu verſtehen, Herr Direk.
tor? fragte ſie kühl. Zur Seite ſtellen das iſt ſehr dehnbar -
Es handelt ſich da, erläuterte Hertling mit breiter Hand
bewegung, um einen ganz erſtklaſſigen Facmann. Wir wünſchen=
daß
Sie ihn hören, bevor Sie Abſchlüſſe über Aufnahmen tätigem
und
Mir bleibt alſo demnach , Grete machte eine Pauſe. Ja
was eigentlich, Herr Direktor? Die Propaganda? Nein, da gib
es den Propagandachef. Bei den Abſchlüſſen der Subſkriptionem
und ſo weiter wird mit Recht die Verkaufsabteilung mitreden
ja, was bleibt mir dann eigentlich?
Aber ich bitte Sie ! ſagte Hertling ungeduldig.
Nun ja, es iſt doch ſo mir bleiben die techniſchen Detail.
der Sache.
Hertling wechſelte plötzlich den Ton. Nun und ? ſagte en
Als ob das nicht auch ſchon ſehr viel wäre , ſo klang das.

(Fortſetzung folgt)

Wohin heute?

Friedebalds Meinung:

UHlon

Einbedeutungsvoll,
Filmwerk im
Zeichen des Kolo-
Maigedtentjahtes
Die Reiter
von Deutſch=
Oſtafrika
IIse Stobrawa
Sepp Rist
Kulturbeiprogramm
Vom Ryrhäuser zur
Wartdurg, Sowie
Dfa-Ton-Woche.
Lonntag nachmitt. 1 Kulturbelprogramm
2Uhr große Jugend-
Vorstelg, mit gleich.
Programm,

Alle Damen sollten ihre Strümpfe
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Der große
Lir Daxover-
Film-Erfolg
nach der berühmt.
Operette von
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den man miter-
lebt
, der auch Sie

Nachmachen ist schwer!

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Fox-Ton-Woche,

in seinen Bann
zieht. (F11523
Beiprogramm;
Kulturfilm
Emelka-Woche.

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