Darmstädter Tagblatt 1934


13. August 1934

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Nummer 222
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Montag, den 13. Auguſt 1934.
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196. Jahrgang

Ann Deutſchlands Zukunft willen Jal
r19. Auguſt., Tag des Bekenntniſſes für Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung derNation

Ein Volk, ein Führer.
DNB. Hannover, 12. Auguſt.
Auf einer großen Kundgebung der Deutſchen Arbeitsfront in
Kiover hielt, von ſtürmiſchem Beifall begrüßt, der Chef
Stabes Lutze eine Anſprache, in der er Kampf und Ziele
nationalſozialiſtiſchen Bewegung darlegte. Der Soldat des
ten Reiches, ſo führte der Chef des Stabes aus, und der
at der Arbeit ſeien ſich ihrer Zuſammengehörigkeit bewußt
rden. Alle Parteiverbände und Organiſationen ſtänden in
ngroßen Ziele zuſammen, dem Führer Adolf Hitler den Weg
nem nationalſozialiſtiſchen Deutſchland bereiten zu helfen. Er
habe, an welcher Stelle und in welcher Eigenſchaft es immer
ehen ſei, ſtets nur für den Führer gekämpft. Er tue es auch
Das deutſche Volk fühle ſich eins mit dem
irer, der für den ärmſten Sohn des Volkes kämpfe. Es
ie Pflicht aller, dafür zu kämpfen, daß im neuen Deutſchland
ein Grundſatz Geltung habe: Wer iſt der Mann, und was
At er für ſein Volk und Vaterland? Wie das Ziel des
rers innerpolitiſch die reſtloſe Eingliede=
galler
in den Arbeitsprozeß und die Schaf=
g
geſunder Lebensbedingungen ſei, ſo ſei es
enpolitiſch die Wiederherſtellung des deut=
tn
Anſehens vor der Welt. Jeder Deutſche müſſe da=
ämpfen
, daß der Führer auch nach dem 19. Auguſt ſeine Ar=
am
Wohl des deutſchen Volkes fortſetzen könne. Was die
nalſozialiſtiſche Bewegung in den 14 Jahren ihres Kampfes
zt habe, der Grundſatz Treue um Treue, müſſe ſtets Gel=
haben
. Es käme nicht in Frage, daß ſich aus irgendeiner
e der Partei, SA., SS., PO. oder welcher es immer ſei, ein
er emporſchwinge. Es gebe nur einen Führer, den
ver Deutſchlands Adolf Hitler!
(ach dem Chef des Stabes nahm Gruppenführer Prinz
uſt Wilhelm Gelegenheit, die Kameraden der Arbeits=
an
die ungeheuren Verdienſte und Erfolge des Führers zu
hnen. Der Tod des greiſen Feldmarſchalls
dem ganzen Volke eine große Verpflichtung
dem Mann, dem er ſelbſt vertraut habe, das
che große Vertrauen entgegenzubringen. Der
er habe ſich das Herz des ganzen Volkes errungen, er werde
die Stimmen der Nation erringen.

Für Volk und Pakerland.

DNB. Amberg, 12. Auguſt.
Im Rahmen der 900=Jahrfeier der Stadt Amberg ſprachen am
itag auf einer Grenzlandkundgebung die Staatsminiſter
nm und Eſſer.
Staatsminiſter Schemm ging von dem Ereignis am Tan=
ergdenkmal
aus und lenkte dann den Blick der Zuhörer auf
19 Auguſt, an dem das deutſche Volk zum Dienſt für Volk
Vaterland antrete. Die Oſtmark habe am 19. Auguſt
beſonders verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Das
lergebnis in der Oſtmark ſei von um ſo größerer Bedeutung,
nebenan eine artfremde Bevölkerung ſitze. Es gelte, ein Er=
is
zu erzielen, das noch über dasjenige der letzten Wahl hin=
eht
, und ein ſolches Ergebnis ſei identiſch mit
em außenpolitiſchen Erfolg. Es gebe am
Auguſt keinerlei Entſchuldigung, ſeiner
licht nicht zu genügen. Es ſei hochqualifizierte Grenz=
darbeit
, die am 19. Auguſt geleiſtet wird. Schließlich richtete
Miniſter den Appell an die Verſammlung, am 19. Auguſt die
mie Adolf Hitler zu geben, dem Teſtamentsvollſtrecker des
torbenen Reichspräſidenten.
Darauf ſprach Staatsminiſter Hermann Eſſer. Die Welt
in dieſen Tagen erkannt, ſo führte er u. a. aus, daß
utſchland als Volk ein Faktor in dieſer Welt
ind bleibt, weil es zurückgekehrt iſt zu jener Kraft, die in der
igkeit einer Nation liegt. Das Ergebnis des
Auguſt werde ſein: Ganz Deutſchland gibt je=
1n die Hand, dem der tote Hindenburg ſeinen
ten Händedruck gegeben hat. Deutſchland, das
ſte Arbeitsvolk der Welt, könne nur vertreten werden durch
n deutſchen Arbeitsmann. Deutſchland, das größte idealiſtiſche
der Welt, könne keinen andern Führer haben als den,
jur ſein Ideal gehungert und gekämpft hat, Adolf Hitler,
uns das ſchönſte Programm geſchenkt hat: Gemeinnutz geht
Eigennutz, das Volk über dem einzelnen!
Staatsminiſter Eſſer ſtreifte dann den Jahrhundertgedanken
Stadt Amberg und erklärte, wenn einmal nach hundert Jah=
ein
Geſchlecht zurückblickt auf das heutige, dann ſolle man
E, unſere Großväter und Urgroßväter der damaligen Zeit ha=
In Wahrheit den Grund wieder gelegt für die Exiſtenz der
Iigen Geſchlechter. Größer und gewaltiger ſei noch nie auf
* Menſchen Schultern die Verantwortung gelegt worden, als
Adolf Hitler.
Dem Führer unſer Verkrauen!
Sle ergreifenden Totenfeiern für die große und ritterliche
an2sgeſtalt des alten Deutſchland ſind vorüber. Das neue
Ialand hat mit dieſen Ehrungen gezeigt, wie die beſten
Henſchaften des alten Heeres und ſeines
a1erskorps, faſt ſchon ſymboliſch verklärt im Feld=
I Don Tannenberg, auch Vorbilder der Jugend des
Ien Reiches ſein ſollen. In= und Ausland wurde da=
neut bor Augen geführt, wohin der Weg des Führers,
Ler ibeglen Bewegung und der neuen Zeit geht. In= und
Land wird ſeine Worte ebenſo in Erinnerung behalten, wie
Lctühde am Sarge des großen Friedrich am 21. März 1933.
* wohen und ſollen Taten werden.

Dieſer Führer des Dritten Reiches fordert am 19. Auguſt
Zuſtimmung dazu, daß er in Zukunft die Aemter des Reichs=
präſidenten
und Reichskanzler in ſeiner Perſon vereinigt.
Für uns alte Offiziere iſt Adolf Hitler der
Vernichter des Weimarer internationalen und klaſſenkämpferi=
ſchen
Unterwerfungs=Syſtems und der friedliche Führer
zu Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung der
Nation. Sein Ziel, die geeinigte wehrhafte Volksgemein=
ſchaft
aller Volksſchichten ohne Streit der Deutſchen unter=
einander
, iſt auch unſer Ziel. Wir ſind Kriegskameraden
Adolf Hitlers, die ihn verſtehen. Für uns iſt die alte Kamerab=
ſchaft
aller Vaterlandsverteidiger im Schmelztiegel der Schlach=
ten
des Weltkrieges erneut und für immer gefeſtigt worden.
Führer aller Grade ſind ſich der Verantwortung für die Kame=
raden
und der Pflicht der Fürſorge bewußt: Deutſchland
ſoll und muß einig und wehrhaft vom politi=
ſchen
Führer und oberſten Feldherrn bis zum
letzten Kämpfer in Front und Heimat ſein!
Adolf Hitler hat am 30. Juni durch perſönlichen Mut den
Aufruhrplan unſauberer und zum Aufbau unfähiger Revolutio=
näre
niedergeſchlagen. Im Sinne Hitlers und Hindenburgs ſoll
alſo das Dritte Reich, zu dem auch wir uns bekennen, von den
Anſtändigſten Charaktervollſten und Fähigſten regiert werden.
Für ſolche Ziele wollen wir am 19. Auguſt dem Führer
unſer Vertrauen ausſprechen.
Heil Hitler!
Für den Reichsverband Deutſcher Offiziere
Graf v. d. Goltz,
Generalmajor a. D. und Verbandsführer.
Kurzparolen zur Bolksabſtimmung im Rundfunk.
Wie bereits mitgeteilt, ſenden die deutſchen Reichsſender im
Laufe dieſer Woche täglich vier Kurzparolen zur Volksabſtim=
mung
. Am heutigen Montag werden vom Reichsſender
Frankfurt folgende Kurzparolen von je drei Minuten Dauer
durchgeführt:
8 Uhr: Reichstagsabgeordneter Gaupreſſewart Woweris;
14 Uhr: Staatsſekretär Hierl; 16 Uhr: Schauſpieler Heinrich
George; 20 Uhr: Gauleiter Reichsſtatzhalter Sprenger.
Am Dienstag (14. 8.) werden vom Reichsſender Frank=
furt
folgende Kurzparolen geſendet:
8 Uhr: Landesleiter der Deutſchen Front an der Saar
Pirro; 14 Uhr: Gauleiter Weinrich, Kaſſel; 16 Uhr: Reichs=
tagsabgeordneter
Gaupreſſewart Woweris; 20 Uhr: Landes=
bauernführer
Dr. Wagner.
Vom Tage.
Der Regierungspräſident von Düſſeldorf hat mit ſofortiger
Wirkung das am 2. Juli ausgeſprochene Betätigungsverbot des
NSDFB (Stahlhelm), Landesverband Niederrhein, mit allen
ſeinen Neben= und Untergliederungen außer Kraft geſetzt.
Zur gleichen Stunde, in der in Finnland ein Denkmal für die
Gefallenen des deutſchen U=Bootes U. C. 57 eingeweiht wurde,
legte geſtern mittag der finniſche Generalmajor Heinrichs in Ge=
genwart
des finniſchen Geſandten in Berlin einen mit Blumen ge=
ſchmückten
Lorbeerkranz am Ehrenmal Unter den Linden nieder;
auf den blau=weißen Kranzſchleifen ſtand die Wirkung: Von der
Wehrmacht Finnlands den deutſchen Soldaten.
Die Wiener Bundesregierung hat die Vaterländiſche Front
beauftragt, dem toten Kanzler ein Denkmal zu errichten, das als
Dr.=Dollfuß=Denkmal Oeſterreichs Nationaldenkmal werden ſoll.

Eiſenbahnunglück bei Halle.
Halle. Auf dem Perſonenbahnhof Halle fuhr am Sonntag
um 7.35 Uhr der ausfahrende Eil=Triebwagenzug 1203 auf den
von Leipzig einfahrenden Verwaltungsſonderzug 3243 Meißen
Goslar auf. Der Lokomotivführer des Sonderzuges wurde ge=
tötet
. Eine Frau ſtarb an Herzſchlag. Etwa 30 Fahrgäſte beider
Züge wurden verletzt. Die Schwerverletzten wurden ſofort in die
halliſchen Krankenhäuſer geſchafft, die Leichtverletzten im Bahn=
hof
ſelbſt verbunden. Die Urſache des Unfalles iſt noch nicht feſt=
geſtellt
.
Ueber das Eiſenbahnunglück bei Halle gibt die Reichsbahn=
direktion
Halle folgenden Bericht aus:
Am 12. Auguſt um 7.35 Uhr ſtieß in Kilometer 87 der wegen
Umbauarbeiten eingleiſig zu befahrenden Bahnſtrecke Halle
Leipzig innerhalb des Perſonenbahnhofes Halle der ausfahrende
Triebwagenzug 1203 auf den auf gleichem Gleis einfahrenden
Verwaltungsſonderzug 4243 von Meißen nach Goslar. Der Führer
des Verwaltungsſonderzuges Holſtein-Leipzig und eine Reiſende
wurden getötet und etwa 160 Reiſende wurden verletzt, davon 17
ſchwer. Die Schwerverletzten ſtammen alle aus Sachſen. Sie
wurden ſofort in die halliſchen Krankenhäuſer aufgenommen. Die
Leichtverletzten ſind mit Notverbänden teils zurück, teils weiter=
gefahren
. Nach den bisherigen Unterſuchungen liegt ein Ver=
ſchulden
des Fahrdienſtleiters vor. Der Präſident der Reichs=
bahndirektion
war an der Unfallſtelle.
Schnellzug Genſ-Avignon enkgleiſt. Sechs Toke.
Paris. Der zwiſchen Genf und Ventimiglia (Riviera) ver=
kehrende
Schnellzug iſt Sonntag früh kurz nach 4 Uhr 200 Meter
vor der Einfahrt in den Bahnhof von Avignon entgleiſt. Sämt=
liche
Wagen ſprangen aus den Schienen. Der Gepäckwagen wurde
völlig zertrümmert, der Poſtwagen legte ſich um und fiel auf
einen nebenan haltenden Güterzug, von dem zwei Wagen um=
ſchlugen
und ihrerſeits Wagen eines Nebenzuges mitriſſen.
Nach den letzten Meldungen ſind ſechs Perſonen getötet und 35
ſchwer verletzt worden. Die meiſten Verletzten haben Beinbrüche
davongetragen. Ueber die Urſache des Unglücks iſt vorläufig
Näheres nicht bekannt.

Zür das Erbe Hindenburgs.
Durch Reichsgeſetz vom 1. Auguſt iſt das Amt des Reichs=
präſidenten
mit dem des Reichskanzlers mit dem Tode des
Reichspräſidenten auf Adolf Hitler vereinigt. Auf Grund des
Ermächtigungsgeſetzes vom März 1933 hat dieſe Verfaſſungsände=
rung
Geſetzeskraft erlangt.
Indeſſen hat der Führer an den Reichsinnenminiſter den Befehl
gegeben, eine Volksabſtimmung vorzubereiten, welche das Geſetz
vom 1. Auguſt dem Urteil des Volkes zur Beſtätigung unter=
wirft
. Der Führer erklärt, daß jede Staatsgewalt vom Volke
ausgehen und von ihm in freier geheimer Wahl beſtätigt ſein
muß. Wohl noch nie hat der Führer eines Volkes im Beſitze
verfaſſungsrechtlich gültiger und tatſächlicher Macht ſich ſeinem
Volke zu einer Beſtätigung dieſer ſeiner unbeſtrittenen Macht
unterworfen. Dieſer einzigartige Vorgang muß dem Führer er=
neut
die Gefolgſchaft des ganzen Volkes ſichern. Zum dritten
Male innerhalb von 1½ Jahren nach Uebernahme der Regierung
wurde von ihm das deutſche Volk zur Wahl aufgerufen. Am
5. März 1933 bedurfte er der Beauftragung des Volkes für die
Umgeſtaltung des Staates durch den Nationalſozialismus. Nach
Vollendung dieſes Werkes in ſeinen Hauptgrundſätzen wurde am
12. November das deutſche Volk zur Beſtätigung dieſes Werkes
und zum Bekenntnis zu einer Politik der Freiheit und Ehre
unter den Völkern aufgerufen.
Am 5. März 1933 trat das Volk in ſeiner Mehrheit für die
Regierung Adolf Hitlers ein; am 12. November fand Adolf Hit=
ler
faſt vollzählig die Zuſtimmung des Volkes. Die Wahl am.
19. Auguſt ſoll nicht anders ausgehen.
Dieſe Wahl vom Auguſt ſteht im Zeichen des in die Ewig=
keit
eingegangenen Reichspräſidenten von Hindenburg. Sein
Werk fortzuführen, hat der Führer gelobt. Die 1½jährige Re=
gierungszeit
Adolf Hitlers iſt ein ununterbrochener Beweis der
Treue zu Hindenburg. Nachdem er am 30. Januar 1933 den
Schwur in die Hand des Reichspräſidenten gelegt hatte, ver=
ſchmolzen
dieſe beiden Männer als Verkörperung der großen Ver=
gangenheit
und der jungen Zukunft zu einer Einheit. Der greiſe
Reichspräſident hat durch das Werk Adolf Hitlers, den er in ſein
Amt gerufen hatte, ſeine geſchichtliche Aufgabe vollenden können.
Er hat oft Gelegenheit genommen, dem Kanzler öffentlich Dank
zu bekunden, zuletzt noch im Juli dieſes Jahres. Am Tage, bevor
er die Augen ſchloß, gab er auf ſeinem Sterbebett ſeinem Kanz=
ler
und Nachfolger die Hand, die von ihm Dank und vom Füh=
rer
Verſprechen war. Aber der Feldmarſchall und Reichspräſi=
dent
hat den ſichtbaren Dank ſeines Lebens auch erſt in der Re=
gierungszeit
Adolf Hitlers erfahren. Als am 21. März 1933 der
Reichskanzler in der Potsdamer Garniſonkirche ſeine Anſprache
hielt und mit bebender Stimme das Wort an den Feldmarſchall
richtete: Herr Generalfeldmarſchall, wir erheben uns da
empfand das ganze deutſche Volk, daß durch dieſe beiden deut=
ſchen
Männer, ſo verſchieden ſie altersmäßig waren, derſelbe
Pulsſchlag ging. Es iſt das beſondere Werk Adolf Hitlers, daß
er das ganze deutſche Volk zur Ehrfurcht für das greiſe Staats=
oberhaupt
erzogen hat, und daß er trotz ſeines überragenden
Führeramtes zu jeder Stunde hinter dem Reichspräſidenten
zurücktrat. So ſehen wir ihn am Tage von Potsdam hinter den
Reichspräſidenten treten, ſo erlebten wir die einzigartige Ehrung
des Tannenberg=Siegers vor Jahresfriſt im Denkmal, und ſo
wurde jetzt der Feldmarſchall in beiſpielloſer Weiſe auf der Stätte
ſeines Ruhmes im Tannenberg=Denkmal beigeſetzt. Das alles hat
das deutſche Volk ſeinem Führer Adolf Hitler zu danken. Welche
menſchliche Größe liegt in der Erklärung Adolf Hitlers, der große
Tote habe dem Titel Reichspräſident eine einmalige Bedeutung
gegeben, ſo daß er auf die Weiterführung dieſes Titels Verzicht
leiſte.
Wie anders einſt, als der Reichspräſident bei der Einweihung
des Tannenberg=Denkmals aus eigenem Pflichtgefühl die Kriegs=
ſchuldlüge
erſtmals und in feierlichſter Form widerrief, und als
dann eine undeutſche Regierung die Schamloſigkeit hatte, zu er=
klären
, die Worte des Reichsoberhauptes hätten keinen amtlichen
Charakter!
Wir Frontkämpfer im beſonderen werden mit aller Leiden=
ſchaft
nicht nur unſer Ja für dieſe Volksabſtimmung in die
Wahlurne werfen, ſondern auch jeden deutſchen Volksgenoſſen,
der etwa noch zweifeln ſollte, aufklären und mitreißen. Wir
haben beſondere Verpflichtungen, erkennen wir doch im Führer
die ſoldatiſchen Eigenſchaften des großen Toten, und haben wir
doch von ihm erfahren, daß er unſere Treue zu ihm gerade in
dieſer Zeit wieder durch ſeine eigene Treue zu uns vergolten hat.
So wie wir dem Führer und Feldmarſchall im Weltkriege ver=
ſchworen
waren, ſo ſind wir dem unbekannten Soldaten des Welt=
krieges
und dem Führer der Nation von heute verſchworen. Wer
auf Hindenburg und ſein Vermächtnis ſchwört,
der wird auf Adolf Hitler ſchwören. Das Ja
vom 19. Auguſt iſt das Ja zur Ehre der Nation,
zum Frieden der Welt und zur Fortſetzung unſe=
rer
großen Geſchichte.
Hindenburg lebt als ewiger Schutzherr des Deutſchen Reiches
und der deutſchen Nation. Dieſes Wort des Führers bei der
Gedenkſtunde im Reichstag verpflichtet das deutſche Volk, in be=
dingungsloſer
Gefolgſchaft hinter ſeinem Führer und Reichskanz=
ler
zu ſtehen. Dieſes einige deutſche Volk wird als Garant des
Friedens im uneinigen Europa ſtehen.
Regiſter=Mark auch weiterhin für ausländiſche
Reiſende in Deukſchland.
DNB. Berlin, 11. Auguſt.
In ausländiſchen Jeitungen iſt mißverſtandlich mitgeteilt
worden, daß die nach Deutſchland kommenden Fremden keine
Regiſter=Mark mehr erhalten ſollen. Dieſe Nachricht iſt völlig
unrichtig. An den Grundſätzen, wie ſie im deutſchen Kreditabkom=
men
von 1934 hinſichtlich der Verwendung von Regiſter=Mark
feſtgelegt worden ſind, hat ſich nichts geändert. Jeder auslän=
diſche
Touriſt, der in Deutſchland reiſt, kann nach wie vor Regi=
ſter
=Mark verwenden. Lediglich den in Teutſchland dauernd
lebenden Ausländern können künftig Regiſter=Mark nicht mehr
zugebilligt werden. Der Touriſtenverkehr kann auch weiterhin
von der billigen Regiſter=Mark Gebrauch machen.

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Seite 2 Nr. 222

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Montag, 13. Auguſt 1934

Aus der Landeshauptſtadt
Darmſiadt, den 13. Auguſi 1934
Jugend auf dem Landheim
vei Grou Amfabt.
Jahn 1875 Darmſtadk.
Regenwolken hängen am Himmel unaufhörlich drängt das
Naß die Natur aber freudige Kinderherzen lachender Kinder=
mund
iſt in Erwartung der Stunde, wo zum erſten Male Ein=
zug
in das Landheim gehalten wird. In raſcher Fahrt geht es
über Roßdorf-Dieburg, durch Groß=Umſtadt hinaus ins Rai=
bacher
Tal, und in der Knölle=Mühle wird untergeſtellt. Ein
kleiner Aufſtieg, und freudige Frankfurter Turnerkinder empfan=
gen
die Heiner, die in großer Zahl angekommen ſind, um einmal
die Freuden eines 1½tägigen Heimaufenthaltes kennen zu lernen.
Antreten zum Verteilen der Betten, Beſichtigung des Heims, und
ſchon bald iſt die Freundſchaft zwiſchen den Buben und Mädels
der beiden Nachbarſtädte geſchloſſen. Noch regnet es, aber die
Heimwirtin hat ſchon das Abendbrot zurecht gemacht, und nach
dem kräftigen Imbiß folgt eine freudvolle Geſangsſtunde. Lieder
auf Lieder ertönen in Begleitung der Heimmuſikanten, und ſo
vermochte auch der noch anhaltende Regen keine trübe Stimmung
aufkommen zu laſſen. Trompetentöne erklingen, es geht zur
Nachtruhe. Schon früh wird es lebendig es regnet nicht mehr
hinaus geht es in den herrlichen Hochwald. Ein früher Waldlauf
gibt den richtigen Appetit für den Morgenkaffee. Alsbald ent=
faltet
ſich ein lebhaftes Tummeln auf dem nahen Spielplatz. Hier
treiben die Mädels ihre Morgengymnaſtik, dort ſehen wir die
Buben beim Völkerballſpiel, und ſo vergeht der Morgen bei aller=
lei
turneriſchen Spielen, bis die Trompete wieder zum Mittags=
mahl
ruft. Der Nachmittag ſieht einige Spiele der beiden Städte=
mannſchaften
vor. Dort kämpfen die Mädels, hier ſehen wir die
Buben beim Hindernislauf, und ſo wechſeln die Bilder immerfort.
Ein zweiſtündiger Spaziergang zeigte der Jugend die Schönheiten
unſerer engeren Heimat, und in nicht allzu weiter Ferne grüßte
die Feſte Otzberg die Turnerjugend. Freude herrſchte auf dem
Heim, als die Omnibusfahrer ankamen, und mit ihnen ſo manche
Mutter, um einmal zu ſchauen, was die Jugend hier in Gottes
freier Natur treibt. Der Abend rückt heran langſam werden
die Sachen zuſammengepackt traurig iſt manches Kinderherz
geſtimmt daß leider die Zeit ſchon vorbei iſt. Aber, liebe
Jugend, bei den nächſten Schulferien wird es länger dauern, län=
ger
ſollt ihr koſten dieſe herrliche Waldluft, länger ſollt ihr Gäſte
dieſes herrlichen Erdenfleckens ſein.
In der Mittagspauſe gedachte die nahezu 100 Perſonen ſtarke
Turnerſchar des verſtorbenen Reichspräſidenten. In einer von
hohen Fichten umſchloſſenen Waldecke in einem Dom des deut=
ſchen
Waldes fand Dietwart Gorr zu Herzen gehende Worte
für den Vater des Vaterlandes. Still und andachtsvoll lauſchten
die Mitglieder, und über ihnen ſang der Wald ſein eigenes Lied.
Eine Feier für den Helden Deutſchlands, wie ſie ſchöner und ein=
drucksvoller
wo anders nicht hätte ſein können.

Deutſche Bühne. Jetzt nach den Ferien ſetzt die Deutſche Bühne
mit ihrer Werbung ein. Sie bietet jedem Volksgenoſſen Gelegenheit,
eine Reihe von Vorſtellungen des Heſſiſchen Landestheaters in
beſonderer Auswahl zu beſuchen. Die Preiſe ſind gegenüber den
Hauptmieten verbilligt und für wenig Begüterte beſonders er=
mäßigt
. Die Zahlung iſt erleichtert durch günſtige Monatsraten.
Die Geſchäftsſtelle im Kleinen Haus nimmt Anmeldungen
entgegen von 913 und 1618 Uhr täglich, Samstags bis 13
Uhr. Fernruf 4256.
Deutſche Reichspoſt beſeitigt Rundfunkſtörungen. Die Rund=
funkſtörungsſtellen
der Deutſchen Reichspoſt haben in der Zeit vom
1. Januar bis 30. Juni 1934 insgeſamt 140 000 Störungen des
Rundfunkempfangs beſeitigt. Von den Störungen entfielen auf:
Kleinmotoren, elektriſche Apparate aller Art für den Haushalt,
Gewerbe und Landwirtſchaft 30 v. H. Fehler in der eigenen
Empfangsanlage 24 v. H., atmoſphäriſche Störungen oder Störun=
gen
aus nicht feſtſtellbarer Urſache 18 v. H., Hochfrequenzheilgeräte
7 v. H., Anlagen der Elektrizitätswerke 7 v. H., Störungen durch
Rückkoppelung 5 v. H. elektriſche Bahnen 4 v. H., elektromedizi=
niſche
Apparate 3 v. H., behördliche Anlagen 2 v. H 48 v. H.
der Störungen wurden durch Maßnahmen an den ſtörenden An=
lagen
und 31 v. H. an den geſtörten Empfangsanlagen beſeitigt.
In 22 v. H. der Störfälle wurden Störſchutzmittel an den ſtörenden
Anlagen angebracht.

Die Skraße frei

den braunen Bakaillonen der HJ. am Tag der
100 odo in Frankfurk a. M. am 1./2. Heptbr.

Stradivari konnte ſich von ihnen nicht trennen. Von 5 In=
ſtrumenten
eines verloren. Wer gibt einen Fingerzeig?

Von Wilhelm Schaper.
Einer der Dirigenten des Madrider Konſervatoriums für
Muſik ſucht die Bratſche, die König Philipp V. von Spanien
einſt bei dem berühmten Geigenbaumeiſter Stradivari beſtell:
hatte.
Kürz näch Unterzeichnung des Friedens von Utrecht befähl
Philipp. V., der einen beſonderen Wert auf gute muſikaliſche
Vorführungen an ſeinem Hofe legte, die Erweiterung ſeiner
Hofkapelle. Er ließ zu dieſem Behufe zwei Geigen, zwei Brat=
ſchen
und ein Cello bei Stradivari beſtellen. Dieſe fünf In=
ſtrumente
ſollen wahre Prachtſtücke geweſen ſein. Sie waren
mit Elfenbein eingelegt, und der Geigenhals ſtrotzte von Sil=
ber
und Gold. Als ſie fertig waren mochte ſich der Geigen=
bauer
gar nicht von ihnen trennen. Ja, er konnte ganze Stun=
den
damit verbringen, ſie nur immer anzuſchauen und auf ihnen
zu ſpielen, ſo ſehr liebte er ſie, und tatſächlich hat er ſie dem
König Philipp. V. bis zu ſeinem Tode noch nicht abgelieferi.
So erbte ſie dann des Geigenbauers Stradivari älteſter Sohn
Franz, der ſie bei ſeinem Tode ſeinem Bruder Paul vermachte.
Auch Paul Stradivari hütete die Geigen als koſtbärſtes Erb=
gut
von ſeinem großen Vater, und erſt, äls er nach 33 Fah=
ren
ihres Beſitzes zum Verkauf gezwungen war, um ſein Leben
friſten zu können, gingen ſie in den Beſitz eines gewiſſen Bräm=
billa
über, der ihm dafür 125 flöorentiniſche Säckel Silber be=
zahlte
.
Brambillä kannte die Geſchichte der fünf Inſtrumente ſehr
wohl und beeilte ſich darum, ſie jetzt, nachdem er ſie erworben
hatte, Karl II., dem Nachfolger Philipps V. von Spanien, an=
zubieten
, der über die merkwürdige Geſchichte aufs höchſte ver=
wundert
war. Tatſächlich kaufte er auch im Andenken an ſei=
nen
Vater die fünf Inſtrumente und übergab ſie ſeinem erſten
Kapellmeiſter, der nunmehr die Obhut der fünf köſtbaren In=
ſtrumente
bis zu ſeinem Tode getreulich erfüllte. Aber ſie ge=
rieten
dann merkwürdigerweiſe in Vergeſſenheit. Erſt Ferdi=
nand
VIII., der ſich der fünf Stradibaris durch einen gelegent=
lichen
Hinweis entſann, ließ ſie hervorholen. Man fand ſie in
einem Schrank der königlichen Muſikkapelle; aber es wären nun
nicht mehr fünf, ſondern nur noch drei. Und zwar die beiden
Geigen und das Cello. Die beiden Bratſchen waren virſchwun=
den
. Alle Nachforſchungen nach ihrem Verbleib blieben er=
folglos
.
Nach dem Stürz des ſpaniſchen Königstums gelangten die

Appell der SA.=Brigade 80.
Beſichtigung durch den Reichsſtatthalter. Treubekenntnis zum Führer und Reichs=
kanzler
. Reichsſtatthalter Sprenger über die Bedeutung der Polksbefragung.
die wir den Kern in der Weiterentwicklung bilden, wollen
Enge jameradſchaftſiche Berbunden= Pflichten, die wir übernahmen, bis aufs letzte erfüllen.
So werden wir die Aufklärung in das Volk tragen,
einer kurzen Woche wird die SA in heiligem Ernſt dem
heit der geſamten Bewegung.
zeigen, wie geſchloſſen wir alle zuſammenſtehen. In dieſe u

* Geſtern fand auf Befehl der SA.=Gruppe Kurpfalz im gan=
zen
Gruppenbereich ein Aufmarſch der SA. ſtatt. Der Aufmarſch,
deſſen Leitung in Darmſtadt der Führer der Standarte M. 50,
Standartenführer Keller, hatte, vollzog ſich hier auf dem
Mercksplatz in tadelloſer Diſziplin. Es nahmen 7512 Mann der
SA.=Einheiten, u. a. der Standarte 115, Standarte M. 50, Sturm=
bann
R. 1/115, Teile der Reiterſtandarte 50 und des Sanitäts=
ſturms
der Brigade 50 teil. Eine nach Tauſenden zählende Men=
ſchenmenge
umſäumte den weiten Platz. Die Anweſenheit des
Herrn Reichsſtatthalters und Gauleiters Sprenger mit ſeinem
Stab, des Führers und Leiters aller Gliederungen der NSDAP.,
bekundete die enge kameradſchaftliche Verbundenheit der geſamten
Bewegung. Anweſend waren u. a. Regierungsrat Rainer und
Gaupreſſechef Woweries, ferner Oberbürgermeiſter und Kreis=
leiter
Wamboldt und Bürgermeiſter Haug. Pünktlich um 11.,30
Uhr wurde dem Herrn Reichsſtatthalter Meldung erſtattet. Nach=
dem
er in Begleitung des Brigadeführers die Fronten der in
rieſigem Viereck aufgeſtellten Formationen unter den Klängen
des Präſentiermarſches abgeſchritten hatte, richtete
Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger
eine Anſprache an die SA., in der er u. a. ausführte:
Parteigenoſſen, SA.! Euer Aufmarſch fällt in eine bedeu=
tungsvolle
Stunde des deutſchen Volkes. Nunmehr wird Tat,
was von Anfang des Kampfes des Nationalſozialismus dem deut=
ſchen
Volke gepredigt worden iſt: Ein Führer, ein Volk, ein Reich.
Daß wir dieſem Tag entgegengehen dürfen, verdanken wir dem
unvergleichlichen Führer Adolf Hitler. In freiwilliger Diſziplin
und Treue haben wir ihm in allem Gefolgſchaft geleiſtet. Wir
haben gelobt, wenn es ſein muß, für dieſe Vereinheitlichung unſer
Leben zu laſſen, Treue zu ihm zu halten bis zum Tod. So ſind
wir geworden, und ſo wollen wir verſtanden ſein. Ich grüße alle die=
jenigen
, die den Kampf um die Einheit mitgemacht haben inDiſziplin
und Treue. Alle anderen ſollen ſich ein Beiſpiel nehmen an dieſem
Heroismus, auch an dem Heroismus derer, die den Weltkrieg
mitgemacht haben, denn aus ihnen wurde der Nationalſozialis=
mus
geboren. Wir ſind zum Führer geſtanden auch in trüben
Tagen, als er dem Volke die Treue hielt, ſo kam der Tag, da er
die Führung des Volkes in die Hand nahm. Wir können uns
ein Beiſpiel an ihm nehmen, an der kameradſchaftlichen Treue,
die er dem greiſen Marſchall vom erſten bis zum letzten Tage
hielt. So konnte er im Herbſt vorigen Jahres vor das Volk tre=
ten
, um um ſein Vertrauen zu werben. Und das Volk bekannte
ſich zu ihm, weil es ſich ein Beiſpiel an ihm nehmen konnte. Das
ganze Volk ſah, wie er die Arbeit in Gang ſetzte, wie er politiſch
nicht verzagte, wie er das beſte Beiſpiel gab in ſchwerſten Stun=
den
. Er hat dem Volk zuerſt die Arbeit wieder zurückgegeben.
Die geſamte deutſche Nation wird unter ſeiner Führung langſam,
aber ſicher geſunden. Und die Welt, die das ſieht, ſtaunt. Erſt
vor wenigen Tagen ſprach es die amerikaniſche=Preſſe aus, daß
Adolf Hitler der intereſſanteſte Staatsmann iſt. Für unſer Voll
iſt Adolf Hitler nicht nur der intereſſanteſte Staatsmann, ſondern
der erſte Führer, der eine jahrtauſendalte Sehnſucht Wirklichkeit
werden läßt: Ein Volk, ein Führer. Auch wir wollen ihm aufs
neue die Treue geloben. Die, die ihm die Treue brachen, haben
harte, unerbittliche Strafe gefunden. Wir alle, die wir Träger
des Nationalſozialismus ſind, wiſſen, daß wir zum Treu=
händer
des Volkes geworden ſind und daß alle, die ſich zum Natio=
nalſozialismus
bekennen, unter unſerem Schutz ſtehen, das iſt die
Verpflichtung der SA., der SS., überhaupt aller, die im brau=
nen
Kleid die Ehre haben, als Träger des Nationalſozialismus
in Erſcheinung treten zu dürfen. So ſtehen wir zuſammen, und
das Volk ſchaut auf uns. Wir werden am nächſten Sonntag den
Schlußſtein legen, wenn der Führer von neuem das Volk um ſein
Vertrauen fragt. Wo wäre ein Mann, der in der Lage wäre,
an die Stelle Adolf Hitlers zu treten? Einen ſolchen gibt es
nicht. Jeder Volksgenoſſe ſei ſich ſeiner Verantwortung bewußt.
Jeder, der etwa verſüchen ſollte, neue Zerſetzung von außen her
in das Volk hineinzütragen, würde mit dem Fluch der ganzen
Nation beladen werden. Wir, die wir geeint ſind in der Partei,
Inſtrumente des königlichen Orcheſters in den Beſitz des Staa=
tes
. Die Regierung der ſpaniſchen Republik ließ durch Sach=
verſtändige
den Wert der drei Stradivari=Inſtrumente abſchätzen.
Die darüber erteilten Gutachten ergaben ſchließlich, daß man
die drei Inſtrumente, alſo die beiden Geigen und das Cello,
mit 3½ Millionen Peſeten veranſchlägte. Sie wurden nun
dem Muſeum des Könſervatoriums von Madrid überwieſen
und kamen hier unter die beſondere Obhut eines der Diri=
genten
des Muſikkonſervatoriums, Joſé Gorge. Dieſem erſt iſt
es gelungen, die gänze Geſchichte der Herkunft und des Kaufs
der Stradivaris aus dem Dunkel, das die Zeit darüber ge=
breitet
hatte, wieder ins helle Licht verbürgter hiſtoriſcher
Kunde zu bringen. Aber er wöllte nun auch erforſchen, was
aus den beiden anderen Inſtrumenten, die verlören gegangen
waren, aus den beiden Bratſchen nämlich, geworden war. Näch
weiteren ſchwierigen Nachförſchungen gelang es ihm auch, eine
davon in England bei einem bekannten Löndoner Sammler
äufzufinden. Jedoch fehlt bisher jegliche Spur bon der zweiten
Bratſche. Man weiß auch bis heute nicht, wie das nun vör
kurzem wiedergefundene Inſtrument nach London gelangt iſt,
ſo daß auch keine Möglichkeit vorhanden iſt, etwa auf dem Weg,
den dieſes Inſtrument genommen hat, vielleicht noch einen Fin=
gerzeig
über den Verbleib der zweiten Bratſche zu erlangen.
Da auch ſie ein Meiſterwerk der Geigenbaukunſt iſt, wie es nür
wenige gibt, will der Madrider Dirigent die Hoffnung noch
nicht aufgeben, äuch ſie irgendwo zu entdecken. Darüm hat er
jetzt einen Aufruf an alle Welt ergehen laſſen, an ihn etwaige
Nachrichten über die Bratſche gelangen zu laſſen.

Der Parteirichter. Amtliches Mitteilungsblatt des Oberſten
Parteigerichts der NSDAP. Erſcheint monatlich einmal; nur
Poſtbezug; Preis vierteljährlich 40 Pfg. Verlag Frz. Eher
Nachf., München 2 NO.
Wie aus dem von Walter Buch zu Folge 1 verfaßten Geleit=
wort
hervorgeht, bezweckt die neue Zeitſchrift, Erläuterungen zur
Satzung und Richtlinien zu geben und das Verfahren vor den
Parteigerichten an Hand der Entſcheidungen des Oberſten Partei=
gerichts
darzuſtellen. Die Parteigenoſſen ſollten nicht verfehlen,
ſich die Zeitſchrift zur Wahrung von Parteirechten und =pflichten
zu beſchäffen.
Die Alpenſeen, die Perlen der Berglandſchaft, finden in
dem als Sonderheft erſchienenen Auguſtheft der Deutſchen
Alpenzeitung eine allen Geſichtspunkten gerecht werdende
Würdigung. Vor allem ſind es die oberbayeriſchen Seen, die
landſchaftlich und geſchichtlich geſchildert werden. Eine mit guten
Bildern belegte Arbeit erörtert den verſchiedanartigen Charakter
der Alpenſeen; weiter werden die ſüdſchweizeriſchen Seen in Bild
und Wort geſchildert. (Deutſche Alpenzeitung, Heft 8, München,
Bergverlag.)

erſchütterliche Treue wird ſich das ganze Volk einfügen. V
werden eine geſchloſſene Phalanx bilden, die in der Welt ni
überſehen werden kann. Deutſchland beſteht aus einem Ve
das gewillt iſt in jeder Not und Gefahr hinter den Füh=
zu
treten. Dieſes Gelöbnis, einzuſtehen für Volk und Führ
bis zum Tode, ſei von neuem getan. Heil Hitler,
Der Führer der Brigade 50 (Starkenburg)
Skandarkenführer Freiherr v. Lindenſels
betonte in ſeiner Anſprache, zum erſten Male ſeit der Urlau
zeit marſchiert an dieſem Tage die Gruppe. Er begrüßte beſ,
ders den Herrn Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger
die anderen Gäſte und dankte ihm für ſeine Worte, die er
die SA, aber auch an das ganze Volk richtete. Die SA ho
die Treue, die ſie ihrem Führer gelobte und beſchwöre ſie a
neue. Die Treue iſt kein leerer Wahn und über den, der
bricht, wird ſtrenges Strafgericht gehalten. Die Treue
Führer wurde bekräftigt durch ein dreifaches Sieg=Heil unſer
Führer Adolf Hitler. Die Kapellen intonierten das Horſt=Weſ
Lied, das von den Tauſenden mitgeſungen wurde.
Im Anſchluß an den Appell marſchierten die SA=Einheit
an deren Spitze Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger
ſeinem Stab und Standartenführer Frhr. v. Lindenfels, über
von den Zehntauſenden, die die Straßen ſäumten, mit d.
deutſchen Gruß empfangen, durch die Riedlingerſtraße Sor
ſtraße, Inſelſtraße, Roßdörferſtraße, Wienerſtraße, Heinr
ſtraße, Wilhelminenſtraße, Eliſabethenſtraße, Schulſtraße, Kap
ſtraße, Mühlſtraße, Alexanderſtraße zum Landesmuſeum, wo
Vorbeimarſch vor dem Herrn Reichsſtatthalter und der e
Führung ſtattfand.
* Provinzialausſchuß.

Käudlige Au
Der am 7. November 1933 geſtellte Antrag ſtützt ſich auf
vom Bezirksſchöffengericht Darmſtadt am 27. September 1933 g
geſprochene Verurteilung des Münch zu 9 Monaten Gefäng
Letztere ſtützt ſich auf Untreue, Unterſchlagung und einen Bet
hinſichtlich eines kleineren Betrages. Münch bittet, ihm ei
Teil ſeines Ruhegehaltes zu belaſſen, da er aus Not gehan
habe, was auch im Falle des Kohlenſparvereins gelte; er be
monatlich 254 Mark Gehalt bei vier Köpfen. Münch will
mit Arbeiten für die Gemeinde überlaſtet geweſen ſein. 3
Wochen der zuerkannten Strafe wurden ihm erlaſſen. Der
meinderechner hatte dem damaligen Bürgermeiſter im Jahre
von den Unterſchlagungen Mitteilung gemacht. Das Urt
ſpricht die Dienſtentlaſſung aus.
2. Klage des Bezirksfürſorgeverbandes
Stadt Mainz gegen den Bezirksfürſorgeverk
Kreis Heppenheim wegen Erſtattung von Fürſot
aufwendungen für Hermann Schmidt.
Die ordnungsmäßig in Niederliebersbach geladene Kin
mutter iſt nicht erſchienen. Die Verhandlung wird ausgeſetzt
3. Klage des Bezirksfürſorgeverbands
Stadt Gießen gegen den Landesfürſorgeverbe
Volksſtaat Heſſen, den Bezirksfürſorgeverbe
Stadt Offenbach als Eventualbeklagten wegen Erſtatt
von Fürſorgeaufwendungen für den Peter Joſef S
Auch dieſe Sache muß ausgeſetzt werden, da der wich
Zeuge Saß nicht geladen werden konnte.

Alice Roeſſingh: Vieren ſchmeckts für 20 Mark die ganz Wo=
94 Seiten. (Müller und J. Kiepenheuer. Kart RM.1,
Hier wird gezeigt, wie man für 80 Mark im Monat 4
ſonen mit einer ſorgfältig durchdachten Hauptmahlzeit vorzül
ernähren kann. Das Büchlein iſt ein kleiner Ratgeber für
einfache bürgerliche Küche, die eine wohlſchmeckende und
billige Koſt abwechſlungsreich geſtalten ſoll.
Speerkampf und Jagdzauber. Geſchichten aus deutſcher Vo=
von
Hjalmar Kutzleb. (1,80 RM. Verlag Georg We
mann.)
Der neue Geiſt der die Jugend heute erfüllt, hat ſeine 2
zeln im tiefſten deutſchen Volkstum, und die Ideale der deut
Jungen ſind wieder trotzige Helden und willensſtarke mitreiß
Volksführer nordiſch=germaniſcher Raſſe. Aus dieſem Buche
fährt die Jugend, wie unſere Ahnen gelebt haben, wie ſie
ten und ſtarben, welche Gebräuche ſie hatten. Weit in die
Zeit deutſcher Geſchichte, in die Zeit des Namenloſen geht
Dichter zurück und führt den Leſer dann über die Eiszeit in
Bronzezeitalter. Jeder Abſchnitt iſt ein kleines Erlebnis für
Schillers Heimatjahre Roman von Hermann Kurz.
neues Jugendbuch, für die Jugend von Heinz Amelung
beitet. (2,70 RM. Georg Weſtermann.)
Hermann Kuxz führt den Leſer in das Schwaben des ju
Schiller, der in Stuttgart auf der Akademie ſeine Jugendi
vetlebte. Schon während ſeiner Ausbildung im Kadetten!
fühlt Schiller ſeine Berufung als Dichter, und herrlich iſt
Szene, wo er im engſten Kreiſe ſeiner Kameraden heimlic
Karzer die Räuber vorlieſt. Das geringe Verſtändnis des
zogs für ſeine Dichtkunſt zwingt Schiller ſchließlich zur Flucht
Stuttgart. Um ein vollſtändiges Bild des damaligen Se
benlandes zu geben, hat H. Kurz noch die abenteuerliche
ſchichte des Schulmeiſters Roller eingefügt.
F. W. FitzSimons: Schlangen Einzia berechtigte U
ſetzung aus dem Engliſchen v. Rudolf Imſcheidt. (4.
J. Engelhorns Nachf.)
In der Reihe ſeiner intereſſanten und ſpannenden Tierb
gibt der Verlag J. Engelhorns Nachf, ein neues heraus.
ſicher beſondere Beachtung finden wird, denn es behandelt die
eine Tierart, die ganz beſonders mit dem Menſchen, durch
Mythos, Aberglauben, Verehrung und Furcht, verbunden iſt
Schlangen. Doch in dieſem Buch iſt weniger von der Hydra,
Meduſenhaupt dem Sündenfall oder der Märchenſchlange mi
Krone die Rede, ſondern von ihrem tatſächlichen Daſein, i.
Leben, ihren Gewohnheiten, Giften und von Abenteuern
ihnen. FitzSimons, ein gebürtiger Ire, einer der beſten S0.
genkenner Südafrikas, gliederte dem Port=Elizabeth=Muſeum
in jahrelanger Arbeit einen Schlangenpark an, in dem bi
1000 Schlangen giftige und ungiftige faſt wie in Fre.
leben und beobachtet werden können. Auf dieſe Weiſe konn=
ein
rieſiges Material über ihr Leben und ihre Gewohnh
ſammeln. Und er verſteht es, davon zu berichten.

[ ][  ][ ]

13. Auguſt 1934

Montag,

er Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 222

Darmntdorer wimmer
In Führung.
In dem ſchönen Bliesbad der Stadt Ludwigs=
ifen
fand am Samstag und Sonntag das Gau=
zwimmen
des Gaues Südweſt ſtatt. Obwohl
ir Zeitpunkt für ein derartiges Schwimmfeſt
urch die vorausgegangenen ſchwimmeriſchen
roßveranſtaltungen nicht mehr günſtig war,
itte dasſelbe eine überaus ſtarke Beteiligung
verzeichnen. Insgeſamt hatten
39 Vereine 280 Einzel= und 33 Staffel=
meldungen

bgegeben. Unter der Oberleitung von Gau=
zwimmwart
E. Bingel, Darmſtadt, nahmen
e zahlreichen ſtark beſetzten Kämpfe einen flot=
n
Verlauf. Neben einigen älteren bekannten
chwimmern ſind auch viele jüngere Leute des
achwuchſes unter den Siegern zu finden. Die
armſtädter Turnerſchwimmer waren wieder
it einem großen Aufgebot vertreten und konn=
n
den Löwenanteil an Siegen einheimſen,
uch das Waſſerballturnier ſah die aus Spie=
rn
der TSG. 1846 und des Tbd. Jahn 1875
ſſammengeſtellte, als Bezirksmannſchaft des
ezirks Heſſen ſpielende Mannſchaft als Sie=
r
. Sie gewann gegen Bezirk Saar 7:0, gegen
reis Frankfurt 7:2 und gegen Bezirk Pfalz
2. Die eingelegten Schau= und volkstümlichen
orführungen brachten willkommene Abwech=
eng
und wurden genau wie die ſportlichen
dettkämpfe, von den zahlreichen Beſuchern mit
bhaftem Intereſſe verfolgt.
Siegerliſte vom 1. Gauſchwimmen.
200 Meter Lagenſchwimmen, Mittelſtufe: 1
ob. Gerhard, TSG. 46 Darmſtadt, 2:57,3 Min.;
Gerh. Krebs, Tbd. Saarbrücken, 3:14,3; 3. H.
abich, Tbd. Jahn Darmſtadt, 3:18,1.
200 Meter Lagenſchwimmen, Oberſtufe: 1. O.
angjahr, Tbd. Jahn Darmſtadt, 3:07,3 Min.;
Gg. Meininger, TFC. Lu., 3:12,4.
Geländeturneriſcher Wettkampf: 1. Erich Häf=
er
. TFC. Lu., 4:16,2 Min.; 2. Philipp Sack,
9d. Hochheim, 4:29,4; 3. Ludw. Engelhard,
v. Kandel, 4:32,8; 4. Hch. Glaſer, Tbd. Saar=
rücken
, 4:33,0.
200 Meter Bruſtſchwimmen, Männer= Ober=
tufe
: 1. Hch. Luley, Tv. 48 Saarbrücken, 3:19,9
Nin.
200 Meter Bruſtſchwimmen, Männer= Mittel=
tufe
: 1. Hch. Habich, Tbd. Jahn Darmſtadt,
:22,8 Min.; 2. Fritz Hanſt, TSG. 46 Darmſt.,
:24,5; 3. H. Eiländer, TSG. 46 Darmſt., 3:26,8.
4 mal 100 Meter Lagenſtaffel: 1. TSG. 46
Darmſtadt, 5:20,7 Min.; 2. Tbd. Jahn 75 Darm=
ſtadt
, 5:34,7.
100 Meter Rückenſchwimmen, Mittelſtufe ( Tur=
berinnen
): 1. Armg. Franke, Homburg, 1:50,4
Min.
100 Meter Rückenſchwimmen, Oberſtufe ( Tur=
herinnen
): 1. Kläre Fleiſchmann. TSG. 1846
Darmſtadt, 1:40,7 Min.
Turmſpringen, Mittelſtufe, Männer Klaſſe 1:
I. Hans Arnold, Tbd. Jahn Darmſtadt, 38,3 P.;
Kurt Link, Tv. 1860 Frankfurt, 37,6 Punkte.
Kopfweitſprung, Turner Klaſſe 2: 1. Hans
Secker, TSV. 1860 Mainz, 10,70 Meter.
Kopfweitſprung, Turnerinnen Mittelſtufe: 1.
Erikt Rüdiger, Schw. Kl., Homburg, 12,30 Mtr.;
9. Hühnergarth, TSG. 46 Darmſtadt, 10.30;
. Julie Bernhard, TSG. 46 Darmſtadt, 10,10.
Kopfweitſprung, Turner Oberſtufe: 1. Guſt.
Sautz, Schw.Kl. Homburg, 11 Meter; 2. Max
Franke, Schw. Kl. Homburg, 11 Meter.
* mal 100 Meter Bruſtſtaffel, Turner Kl. 1:
Tv. 1848 Saarbrücken, 6:09,8 Min.; 2. TSG.
16 Darmſtadt I, 6:09,9: 3. Tgd. Höchſt, 6:14,8.
* mal 50 Meter Bruſtſtaffel, Turnerinnen:
Homburger Schwimmklub, 3:07,7 Min.
200 Meter Rückenſchwimmen, Turner Klaſſe 1
MMittelſtufe): 1. Jak. Lohrer, Tbd. Jahn Darm=
Tadt, 3:07,0 Min; 2. Walt. Madel, Tgd. Höchſt,
3:17,8 Min.
200 Meter Rückenſchwimmen, Turnerinnen
Klaſſe 1 (Mittelſtufe): 1. Edith Angersbach, Tv.
Offenbach, 3:44,0 Min.
109 Meter Seiteſchwimmen, Turner Klaſſe 1
(Mittelſtufe): 1. Emil Streicher, Tgd. Höchſt,
1:22,1 Min.
100 Meter Seiteſchwimmen, Turner Klaſſe 1
OOberſtufe): 1. Bruno Sambaln, Tbd. 1860
Mainz, 1:19,0 Min.
50 Meter Bruſtſchwimmen Turner (Aeltere):
Palter, Friedr., Tv. Mundenheim, 44,3.
* Schäffler, Karl, Tv. 1848 Saarbrücken
444 Sek.
mal 50 Meter Beliebigſtaffel (3 Turner
nd 3 Lurnerinnen): 1. Tp. Offenbach 3:34,8;
2. TSG. 1846 Darmſtadt 3:35.0 Min=

100 Meter Bruſtſchwimmen, Kl. 2 (Turner):
1. Reinhard, Aug., Tgd. Worms, 1:36.5 Min.
2. Becker, Hans, 1860 Mainz, 1:37.2 Min.
Kopfweitſprung, Turner Kl. 1 (Mittelſtufe):
1. Duttenhöfer W., Tv. Speyer, 13,60 Meter;
2. v. Goriſſen, Horſt, Schw. Kl. Homburg,
12,00 Meter; 3. Reiß, Jul., Tbd. Saarbrücken,
11,50 Meter; 4. Laub Ludw., Tv. Neuſtadt,
11,20 Meter.
200 Meter Kraulſchwimmen, Turner Kl. 1
(Mittelſtufe): 1. Schmalbach, Karl Heinz, TSG.
1846 Darmſtadt, 2:44.,5 Min.; 2. Mayer, Jul.,
TV. 1861 Neu=Iſenburg 2:45.4 Min.; 3. Keller,
Erich, TV. Offenbach, 2:47.9 Min.; 4. Reſch,
Walter, TSG. 1846 Darmſtadt 2:53,6 Min.
200 Meter Kraulſchwimmen, Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Schuſter, Paul, Tbd. Jahn
Darmſtadt, 2:46.4 Min.
200 Meter Rückenſchwimmen Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Gerhard, Rob., TSG. 46 Darm=
ſtadt
, 2:58.7 Min.
Kopfweitſprung, Turner (Aeltere): 1. Ger=
big
, Martin, TSG. 46 Darmſtadt, 10,80 Meter
200 Meter Kraulſchwimmen Turnerinnen
(Oberſtufe): 1. Klöß, Anna, TSG. 46 Darm=
ſtadt
, 3:30.5 Min.
200 Meter Lagenſchwimmen, Turnerinnen
(Mittelſtufe): 1. Fleiſchmann, Cläre, TSG. 46
Darmſtadt, 3:52.3 Min.
Volksturneriſcher Vierkampf, Turnerinnen
(offen): 1. Mittelhammer, Frieda, Tbd. Wies=
baden
, 65 Punkte; 2. Franke, Armg., Hombur=
ger
Schw.=Kl., 60 P.; 2. Hoppe, Gretel, Tbd.
Saarbrücken, 60 P.
Volksturneriſcher Sechskampf, Turner Kl. 1
(offen): 1. Weinmann, Hans, J. G. Lu., 99 P.;
2. Deutſch, Aug., Tv. Speyer, 90 P.; 3. Sati=
ler
, Rob., Tv. 61 Lu., 88 P.
Kunſtſpringen, Turner Kl. 1 (Mittelſtufe):
1. Moll, Joſ., Tv. Mundenheim 57,10 Punkte;
2. Eitel, Aug., Merck Darmſtadt, 54,75 P.;
3. Friedrich, Jak., TSG. 46 Darmſtadt 53,75 P.;
4. Becker, Erwin, Homburger Schw.=Kl. 52 P
Mehrkampf, Turner Kl. 2: 1. Walter Fr.,
Tv. Mundenheim, 90,4 P.; 2. Becker, Hans,
1860 Mainz, 75,4 P.
100 Meter Bruſtſchwimmen, Turner Kl. 1
(Mittelſtufe): 1. Deutſch, Guſt. Tv. Speyer,
1:28,9 Min.; 2. Hanſt, Fritz, TSG. 46 Darm=
ſtadt
, 1:29.0 Min.; 3. Eilender, H., TSG. 46
Darmſtadt, 1:30.5 Min.; 4. Habich, Heinrich,
Tbd. Jahn Darmſtadt, 1:31.5 Min.
100 Meter Bruſtſchwimmen, Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Luley, Heinr., Tv. 48 Saar=
brücken
, 1:29.5 Min.; 2. Reichardt, Fritz, Tv.
Offenbach, 1:30.0 Min.; 3. Weinmann, Hans,
J. G. Lu., 1:30.5 Min.; 4. Lautz, Guſt., Hom=
burger
Schw.=Kl., 1:30,6 Min.
Mehrkampf, Turner (Aeltere): 1. Schäffler,
Karl, Tv. 48 Saarbrücken, 69,55 P.
Schwimmeriſcher Mehrkampf, Turnerinnen
(Mittelſtufe): 1. Fölſing, Ilſe, Homburger
Schw.=Kl., 79,70 P.: 2. Lumme Giſela, Hom=
burger
Schw.=Kl., 76,35 P.; 3. Foediſch, Ruth,
Tbd. Saarbrücken, 72.9 P.
Lagenſtaffel, 50, 100, 50 Met., Turnerinnen:
1. Tv. Offenbach 3:11.0 Min.; 2. Homburger
Schw.=Kl. 3:17.8 Min.

Lagenſtaffel 100, 200, 100 Meter Turner
Kl. 1: 1. TSG. 46 Darmſtadt 5:55.6 Min.
100 Meter Bruſtſchwimmen, Turnerinnen
(Mittelſtufe): 1. Gröner, Gretel, Tv. Speher,
1:38.0 Min.; 2. Müller, Mali, Tv. Offenbach,
1:39.9 Min.; 3. Löffler, Eliſabeth, TFC. Lu.,
1:42.3 Min.; 4. Feſer, Eliſabeth, TFC. Lu.,
1:42.4 Min.; 5. Rüdiger, Erika, Homburger
Schw.=Kl. 1:45.0 Min.
Swimmeriſcher Mehrkampf, Turner Kl. 1
(Mittelſtufe): 1. Becker, Erwin, Homburger
Schw.=Kl. 87,0 P.; 2. Reichardt, Fritz, Tv.
Offenbach, 85,35 P.
Schwimmeriſcher Mehrkampf, Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Junold, Walter, Tv. 48 Saar=
brücken
, 177,75 P.; 2. Fölſing, Helm., Hom=
burger
Schw.=Kl., 157,6 P.
Springen, Turner Kl 2 (Sechskampf):
1. Fink. Emil, Tv., 48 Saarbrücken, 47,70 P.
Springen, Turner (Aeltere), Vierkampf:
1. Walter, Friedr., Tv. Mundenheim, 57,60 P.;
2. Gerbig, Martin, TSG. 46 Darmſtadt, 51,60
Punkte.
Springen, Turnerinnen, Vierkampf ( Mittel=
ſtufe
): 1. Zimmermann, Franziska, Tv. Mun=
denheim
, 41,90 P.
100 Meter Rückenſchwimmen, Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Gerhard, Robert, TSG. 46
Darmſtadt, 1:19.4 Min.: 2 Lohrer, Jakob, Tbd.
Jahn Darmſtadt, 1:22.8 Min.
100 Meter Rückenſchwimmen, Turner Kl. 1
(Mittelſtufe): 1. Roßkopf, Joſ., TSG. 46
Darmſtadt, 1:25.0 Min.; 2. Deutſch, Guſt., Tv.
Speher, 1:28.0 Min.; 2. Leonhardt, Karl, Tbd.
Jahn Darmſtadt, 1:28.0 Min.; 3. Dittmer,
Kurt, Homburger Schw.=Kl., 1:31.2 Min.
200 Meter Bruſtſchwimmen, Turnerinnen
(Mittelſtufe): 1. Feſer Eliſ., TFC. Lu., 3:39.9
Min.; 2. Müller, Mali, Tv. Offenbach, 3:42.6
Min.
8 mal 50 Meter Beliebigſtaffel für SA
SS. uſw.: 1. SS Lu. 4:54.0 Min.: 2. SA. Lu.
Bann 1/31 5:52,8 Min.; 3. SA Lu. 15/31
6:10.8 Min.; 4. FAD. Lu. 6:15.5 Min.; 5.
Pionier 14/31 6:44.0 Min.; 6. SA Bann IIT/31
6:44.3 Min.
100 Meter Kraulſchwimmen Turnerinnen
(Oberſtufe): 1. Breitung, Guſtel, Tv. Offen=
bach
, 1:29.1 Min.
100 Meter Kraulſchwimmen, Turner Kl. 1
(Oberſtufe): 1. Schmalbach, Karl Heinz, TSG.
46 Darmſtadt, 1:10.6 Min.
100 Meter Kraulſchwimmen, Turner Kl. 1
(Mittelſtufe): 1. Reſch, Walter, TSG. 46
Darmſtadt, 1:12.4 Min.; 2. Mayer, Jul., Tv.
61 Neu=Iſenburg, 1:14.4 Min.; 3. Keller, Erich,
Tv. Offenbach, 1:15.7 Min.; 4. Hanſt, Erich,
TSG. 46 Darmſtadt, 1:16.1 Min.
4mal 50 Meter Kraulſtaffel, Turnerinnen:
1. Tv. Offenbach 2:53.6 Min.
4 mal 100 Meter Kraulſtaffel, Turner Kl. 1:
1. TSG. 46 Darmſtadt 4:54.0 Min.; 2. Tbd.
Jahn Darmſtadt 5:06.7 Min.; 3. Tv. Offenbach
5:19.4 Min.
6 mal 50 Meter, Lagenſtaffel, Turnerinnen:
1. TV. Offenbach 4:39.8 Min.
100 Meter Bruſtſchwimmen f. Turnerinnen
(Oberſtufe): 1. Lumme, Giſela, Homburger
Schw.=Kl., 1:46.4 Min.

Schone deutiche Erfolge
in den vortaufen.
Giſela Ahrendt ſchwimmt Rekord.
Die 4. Europa=Schwimmeiſterſchaften, deren
Ausrichtung der Magdeburger SC. 1898 über=
nommen
hat, nahmen am Samstag mit einem
Begrüßungsabend in der Feſthalle zu
Magdeburg ihren Anfang. Dabei wandte ſich
der Reichsſportführer v. Tſchammer=Oſten
beſonders an die ausländiſchen Schwimmer und
Schwimmerinnen, die er im neuen Deutſchland
herzlich willkommen hieß.
Die offizielle Eröffnung fand am Sonn=
tag
nachmittag ſtatt. 9000 Zuſchauer hatten
ſich hierzu im Stadion verſammelt, das, mit
den Fahnen aller Teilnehmenden geſchmückt,
einen prächtigen Anblick bot. Auf der Ehren=
tribüne
ſah man den Reichsſportführer, Vertre=
ter
der Regierung und der kommunalen Behör=
den
, und vor allem Vertreter der teilnehmen=
den
Länder. Unter den Klängen des Baden=
weiler
Marſches ging der Einmarſch der
Nationen vor ſich, wobei die Deutſchen als
Gaſtgeber den Schluß machten. In ihren brau=
nen
Trainingsanzügen, mit den Hoheitszeichen

auf der Bruſt, voran die von Küppers und
Sietas getragenen deutſchen Fahnen, hinter=
ließen
ſie einen glänzenden Eindruck.
Fern (England), der Präſident der Euro=
päiſchen
Schwimmliga, begrüßte die am Auf=
marſch
beteiligten Vertreter von 17 Natio=
nen
und dankte Deutſchland für die Ausrich=
tung
der 4. Europa=Schwimm=Meiſterſchaften. Er
bat den Reichsſportführer die Veranſtaltung für
eröffnet zu erklären, v. Tſchammer=Oſten
gab ſeiner Freude Ausdruck, daß ſich die Länder
in ſo großer Zahl eingefunden haben, und er=
klärte
dann die Veranſtaltung für eröffnet.
Die 100 Meker Crawl=Vorläufe.
Fiſcher und Wille im Endlauf.
Dann übernahm Ete Rademacher das
Startkommando für die Schwimmwettbewerbe,
die mit Vorläufen zum 100=Meter=Crawl=
Schwimmen der Herren begannen. Wille und
Fiſcher ſetzten ſich durch.
Im erſten Vorlauf kam der Ungar
Cſik zu einem ganz überlegenen Sieg in der
ausgezeichneten Zeit von 59,2 Sek., wobei er
die erſten 50 Meter in 27,2 Sek. zurücklegte.
Den zweiten Vorlauf holte ſich Fiſcher
ebenſo klar und überlegen in der neuen Frei=
waſſerbeſtzeit
von 59,6 Sek., während im drit=
ten
Vorlauf Wille (Deutſchland) und

Pettersſon (Schweden) in totem Rennen
das Ziel in 1:01,6 erreichten. Damit haben ſich
die beiden Deutſchen die Teilnahme am End=
lauf
geſichert.
Hertha Genenger und Anni Hölzner ſiegreich.
Beim 200=Meter=Bruſtſchwimmen
der Damen gab es zwei Fehlſtarts, da Ete
Rademachers Startpiſtole nicht mitmachen
wollte. So wurde der zweite Vorlauf zuerſt
ausgetragen. Auch bei dieſem Rennen lande=
ten
die deutſchen Vextreterinnen auf den erſten
Plätzen. Hertha Genenger ſiegte leicht gegen
die Dänin Jacobſen. Anni Hölzner war in
gleicher. Weiſe ſiegreich; ſie gab ſich zwar
vollends aus, erzielte aber auch die gute Zeit
von 3:09,6; die erſten 100 Meter hatte ſie in
1:28,5 Min. hinter ſich gebracht.
Die 180 Meter Crawl=Borläufe
der Zamen.
Giſela Ahrendt verbeſſert ihren Rekord.
Hilde Salbert ausgeſchieden.
Beim 100=Meter=Crawl=Schwimmen der Da=
men
gewann die Holländerin Willie den Ou=
den
erwartungsgemäß den erſten Vorlauf ganz
überlegen. Die erſten 50 Meter legte ſie in
32 Sek. zurück, um in 1:08,9 einen ſicheren Sieg
davonzutragen Eine Ueberraſchung gab es
im zweiten Vorlauf, in dem die Holländerin
Maſtenbroek mit der glänzenden Zeit von
1:07,9 aufwartete. Giſela Ahrendt kam hier
nicht ganz mit, ſtellte aber immerhin an zweiter
Stelle mit 1:09, 4 Min. einen neuen deut=
ſchen
Rekord auf. Ihre bisherige Beſtleiſtung
hat ſie damit um fünf Zehntel=Sekunden ver=
beſſert
, Während ſich Giſela Ahrendt für die
Entſcheidung qualifizierte, ſchied Hilde Salbert
aus, da ſie im erſten Vorlauf nur auf den 4.
Platz gekommen war.
Damit waren die Schwimmwettkämpfe des
Sonntags erledigt. Die Waſſerverhältniſſe er=
wieſen
ſich als überaus günſtig, denn die Bahn
war weder zu leicht noch zu ſchwer. Auch die
Waſſertemperatur ließ mit etwa 20 Grad nichts
zu wünſchen übrig. Die neue Schwimmkampf=
bahn
hat ſich alſo glänzend bewährt.

Die Ergebniſſe.

100 Meter Crawl, Herren: 1. Vorlauf:
1. Cſik (Ungarn) 59,2, 2. Mooi (Holland) 1:02,6,
3. Bochenſki (Polen) 1:02,8. 2. Vorlauf: 1. Fi=
ſcher
(Deutſchland) 59,6, 2. Scheffers (Holland)
1:03, 3. Coſta (Italien) 1:03,1. 3. Vorlauf:
1.+ Wille (Deutſchland) 1:01,6, 2.+ Petters=
ſon
(Schweden) 1:01,6, 3. Chriſtianſen ( Däne=
mark
) 1:04,2.
200 Meter Bruſt, Damen: 1. Vorlauf: 1. Herha
Genenger (Deutſchland) 3:12,4, 2. Elſe Ja=
cobſen
(Dänemark) 3:17, 3. Hinton (England)
3:10. 2. Vorlauf: 1. Anni Hölzner ( Deutſch=
land
) 3:09,6, 2. Inger Kragh (Dänemark) 3:17,3,
3. Jenny Koſtein (Holland) 3:22,2.
100 Meter Crawl. Damen: 1. Vorlauf:
1. Willie den Ouden (Holland) 1:08,9, 2. Renée
Blondeau (Frankreich) 1:11, 3. Schramek ( Tſche=
choſlowakei
) 1:12,5, 4. Hilde Salbert ( Deutſch=
land
) ohne Zeit. 2. Vorlauf: 1. Maſtenbroek
(Holland) 1:07,9, 2. Giſela A=hrendt ( Deutſch=
land
) 1:09,4 (neuer deutſcher Rekord), 3. Sten=
mark
(Schweden) 1:13,9.
Die drei Erſten jeden Vorlaufs kommen in
den Endlauf.
beginn des Waſſervan

Deutſchland ſchlägt Italien 5:0 (3:0).
Von den vier am Sonntag zum Austrag
gebrachten Waſſerballſpielen beanſpruchte natür=
lich
das Treffen Deutſchland Italien das
größte Intereſſe, das beide Mannſchaften in
folgender Aufſtellung beſtritten:
Deutſchland: Heinrich, Mehlberg, Dr. Schür=
ger
, Gunſt, Aki Rademacher, Heiko Schwartz,
Schulz.
Italien: Faruoni, Vallée, Zabberoni,
Maioni, Buggioli, Paſtore, Banelli.
Schiedsrichter: de Reve (Belgien).
Die deutſche Mannſchaft befand ſich in glän=
zender
Form. Beſonders zeichnete ſich Gunſt
als Verbindungsmann aus, der das ganze
Spiel der Deutſchen umſichtig leitete. Die
Italiener hatten nicht viel zu beſtellen, und ſo
gab es einen überlegenen deutſchen Sieg von
5:0 (3:0).
Nach einer ſchnellen Spielhandlung im
Strafraum wurde der Torreigen durch Heiko
Schwartz eingeleitet. Bald darauf fiel durch
Gunſt ſchon der zweite Treffer, und noch vor
der Pauſe konnte Aki Rademacher mit blen=
dendem
Schuß eine Vorlage von Gunſt zum
dritten Tor verwandeln. Mit einer 3:0= Füh=
rung
für Deutſchland wurden die Seiten ge=
wechſelt
. Nach Wiederanpfiff zeigten ſich die

[ ][  ][ ]

Nr. 222

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Deutſchen weiter als die Herren der Lage. Aki
Rademacher verlängerte einen Zuwurf geſchickt
zu einem Doppler, den Farioni nicht halten
konnte. Schließlich erhöhte Aki nach einer
guten Vorlage von Dr. Schürgen das Ergeb=
nis
auf 5:0. Dabei blieb es.
Deutſchland hat einen verdienten Waſſer=
ballſieg
davongetragen und trifft nun am
Montag auf die Tſchechoſlowakei.
Holland-Jugoſlawien 3:1 (1:0)
Ungarn-Belgien 5:1 (1:0)
SpanienTſchechoſlowakei 1:0 (0:0)

holland -Jugoſlawien 3:1 (1:0).

Holland und Jugoſlawien ſtanden ſich be=
reits
am Vormittäg im erſten Spiel des
Waſſerballturniers gegenüber. Unter der kor=
rekten
Leitung des Deutſchen Benecke nahm
das Treffen einen einwandfreien Verlauf.
Durch Schrieder gingen die Holländer bis
zur Pauſe in 1:0=Führung. Nach dem Wechſel
glich Dibica für Jugoſlawien aus, doch
ſtellten Dazeleer und Vandenboſch den
Sieg Hollands mit 3:1 ſicher.
Ungarn Belgien 5:1 (1:0).
Das Treffen zwiſchen Ungarn und Belgien
wurde leider durch die oft zu ſtrengen
Entſcheidungen des holländiſchen Schiedsrich=
ters
Defries, der ſogar mehrmals mit den
Spielregeln in Konflikt kam, ſehr beeinträch=
tigt
. So mußten einmal drei Belgier und zwei
Ungarn wegen Regelverſtoßes das Wäſſer ver=
laſſen
. Die Ungarn zeigten unter dieſen Um=
ſtänden
nicht ihr ganzes Können. Die Belgier
beſchränkten ſich auf die Verteidigung. Eine
Vorlage Ivadys verwandelte Nemeth
zum erſten Treffer. Viel Beifall errang Bel=
giens
Torwart Diſy, als er einen von
Decombe verſchuldeten Strafwurf des Ungarn
Nemeth glänzend abwehrte. Nach der Pauſe
erhöhte zunächſt Beczy auf 2:0 dann Ver=
beſſy
nach ſchöner Kombination auf 3:0.
Nemeth erzielte durch einen Doppler das 4:0,
und eine kraſſe Fehlentſcheidung führte zum
5. Tor durch Nemeth, der einen vom belgiſchen
Torwart zum Freiwurf herausgegebenen Ball
glatt ins Netz ſetzte. Kurz vor Schluß gelang
es dem Belgier Depauw das Ehrentor zu
erzielen.
Spanien Tſchechoflowakei 1:0 10:0).
Die ſpaniſche Verteidigung war ſehr ſtark,
arbeitete taktiſch recht gut, ſo daß alle Angriffe
der Tſchechen keinen Erfolg brachten. Bis zur
Pauſe blieb das Spiel torlos. Kurz nach dem
Wechſel konnte Jimenez den ſiegbringenden
Treffer anbringen. Alle Verſuche der Tſchechen,
den Ausgleich zu erzielen, waren vergebens.
Schiedsrichter Patuzzi (Italien) leitete
zufriedenſtellend.

der Siegeszug des deutſchen Ruder=
ſporks
bei den Europa=Meiſterſchaften
in Luzern. Deutſchland beſte
Ruder-Rakion.
Einen gewaltigen Triumph feierten Deutſch=
lands
Ruderer bei den am Sonntag in Luzern
beendeten Europa=Meiſterſchaften. Sechs Ver=
treter
Deutſchlands begaben ſich in den Kampf
mit den beſten Ruderern Europas, und zwei ſetz=
ten
ſich in den Beſitz der ſtolzen Würde. Guſtav
Schäfer, unſer Einer=Meiſter, zeigte im Ent=
ſcheidungslauf
glänzende Arbeit und gewann
klar überlegen als der tatſächlich Beſte dieſer
Konkurrenz, und auch der Würzburger RV.
hatte in ſeinem Schlußkampf nie einen Gegner
zu fürchten. Unſere Henley=Sieger Braun= Möl=
ler
wurden im Zweier ohne von den vortreff=
lichen
Oeſterreichern nach hartem Kampfe ge=
ſchlagen
und trugen durch dieſen achtbaren zwei=
ten
Platz ebenfalls dazu bei, den vorzüglichen
Geſamteindruck der deutſchen Ruderei bei den
Europa=Meiſterſchaften herzuſtellen.
Deutſchland war damit die beſte
Ruder=Nation und gewann den für den
Mannſchaftspreis ausgeſetzten wertvollen Glan=
daz
=Pokal.
Die Ergebniſſe.
Einer: 1. Guſtav Schäfer (Dresdener RV.),
7:38,2: 2. W. Verey=Krakau, 7:41,6; 3. G. Sau=
rin
=S.N. Lagny, 7:49,4; 4. Amante=RC. Tiber
Rom, 8:01,4; Rufli=FC. Zürich und Zvonko=
Jugoſlawien gekentert.
Zweier o. St.: 1. Gebr. Kopecky=RC. Nor=
mannen
Wien, 7:48,6; 2. Braun/Möller=Wiking
Berlin, 7:48,6; 3. Kopp/Niclaus=Seeclub Biel,
7:56,2; 4. Dangelo/Imperiali=Neapel, 8:28,6.
Zweier m. St.: 1. Gyoery/Mamuſich, St.:
Molnar (Hungaria Budapeſt), 7:48,2; 2. S.N.
Paris, 7:51; 3. Argo Wageningen, 8:00,8; 4.
RC. Poſen, 8:01,8; 5. SC. Neapel, 8:03,8; 6.
Seeclub Zürich, 8:10,6.
Doppelzweier: 1. v. Bidder/Hottinger (Baſler
RC.), 7:06; 2. Hanſotte/Fritſch (SN. Marne),
7:07; 3. M. Hee/P. Hendrikſen (Stud. RK Ko=
penhage
i), 7:13,2; 4 Rosmann/Wöllert (RC.
Frankfurt a. d. O.), 7:20,2.
Vierer m. St.: 1. Pullino Capoo d’Iſtria
(Italien), 6:54,6; 2. C.A. Nantes (Frankreich),
6:58,4; 3. RC. Guſar Spit (Jugoſlawien), 7:01;
4. Pannonia Budapeſt, 7:05; 5. Sturmvogel
Spindlersfeld, 7:06,3; 6. RC. Bromberg, 7:12,4.
Vierer o. St.: 1. Würzburger RV. 1875,
6:40,4; 2. FC. Zürich, 6:46,8; 3. S.N. Marne,
6:42,6; 4. SC. Adda (Italien); 6:52; 5. Laga
Delft, 6:53,4; Pannonia Budapeſt aufgegeben.
Achter: 1. Hungaria Budapeſt, 6:17,/4: 2. Ko=
penhagen
Roklub, 6:20; 3. SC. Aniene Rom,
6:22,6; 4. FC. Zürich, 6:24; 5. Berliner RK.
Hellas. 6:28,2

Deutſchlands Internationale Tennis=
Meiſterſchaften.
Deutſchlands Spikenſpieler ſchlägt im Endſpiel um die Tennis=Meiſterſchaft
von Deutſchland den Amerikaner Burwell 6:2, 6:1, 6:4. Dearman/Lyle
im Damen- und Maier/Auiſt im Herren=Doppel Meiſter.
Sperling v. Cramm ſiegen im Mired.

Wieder Gokkfried u. Cramm.
Deutſchlands internationale Tennis= Meiſter=
ſchaften
1934 gingen am Sonntag in Hamburg
zu Ende. Bei ſonnigem und ſehr warmem Wet=
ter
hatten ſich zu den Entſcheidungsſpielen im
Herren=Einzel, Damen= und Herren=Doppel ſo=
wie
im Gemiſchten Doppel auf den Plätzen am
Rothenbaum über 2500 Zuſchauer eingefunden,
die natürlich in erſter Linie auf den Kampf
zwiſchen Gottfried von Cramm und dem jungen
Amerikaner Burwell geſpannt waren. Der Ver=
lauf
des Kampfes enttäuſchte jedoch etwas.
Nicht von Seiten unſeres Meiſters, der ſich wie=
der
in Hochform befand und ſeinem Ruf als
überragender Tennisſpieler in jeder Phaſe des
Kampfes gerecht wurde, das Verſagen mußte
bei ſeinem Gegner, dem jungen Amerikaner
Burwell, feſtgeſtellt werden. Burwell hatte buch=
ſtäblich
nie auch nur die geringſte Chance, un=
ſerem
Meiſter ernſthaften Widerſtand leiſten zu
können. In knapp 45 Minuten war der ganze
Meiſterſchaftskampf erledigt. Gottfried von
Cramm ſiegte mit 6:2, 6:1, 6:4. Dieſes Ergeb=
nis
ſpiegelt wohl am beſten den ganzen Spiel=
verlauf
wider. Nur im dritten Satz merkte
man, daß für v. Cramm überhaupt ein Gegner
auf dem Platz war.
Gottfried v. Cramm hat damit das Ver=
trauen
, das wir immer in ihn ſetzten, wieder
einmal glänzend gerechtfertigt. Er hat bewie=
ſen
, daß er unſer beſter Mann iſt und bleibt.
Bedauerlich iſt nur, daß ſich keiner unſerer
Nachwuchsſpieler zu ſeiner Klaſſe aufſchwingen
kann.
Bedauerlich iſt es auch, daß bei unſeren deut=
ſchen
Meiſterſchaften vier ausländiſche Paare
die Titel im Herren= und Damen=Doppel aus=
machen
mußten. Maier/Quiſt holten ſich die
Meiſterſchaft im Herren=Einzel durch einen 6:2,
6:4, 6:3=Sieg über die tſchechiſche Kombination
Vodicka/Caſca, und Dearman/Lyle blieben im
Damen=Vierer gegen die franzöſiſch=holländiſche
Mannſchaft Adamoff/Couquerque ebenſo ſicher
mit 6:4, 6:2 erfolgreich.
Daß ſich das vorjährige Wimbledoner Mei=
ſterpaar
Frau Sperling/Gottfried von Cramm
die Meiſterſchaft im Gemiſchten Doppel nicht
nehmen laſſen würde, war zu erwarten. Mit
6:2, 6:4 war der Sieg über die Engländer Miß
Scriven/Tuckey ſehr bald ſichergeſtellt.
Die Ergebniſſe.
Meiſterſchaft im Herren=Einzel: Gottfried von
Cramm (Deutſchland) Burwell (Amerika)
6:2, 6:1, 6:4.
Meiſterſchaft im Herren=Doppel: Maier/Quiſt
(Spanien/Auſtralien) Vodicka/Caſca 6:2,
6:4, 6:3.
Meiſterſchaft im Damen=Doppel: Dearman/Lyle
(England) Adamoff/Couquerque ( Frank=
reich/Holland
) 6:4, 6:2.
Meiſterſchaft im Gemiſchten Doppel: Sperling)
v. Cramm (Dänemark/Deutſchland) Scri=
ven/Tuckey
(England) 6:2, 6:4.
In 45 Minuten erledigt. . . .
Der Anfang des Kampfes Cramm-Burwell
war recht vielverheißend. Burwell führte 1:0
und 2:1; v. Cramm verſchlug viel, entweder
gingen die Bälle ins Netz oder ins Aus. Der
Meiſter hatte ſich aber bald gefunden. Mit ſei=
nen
Kanonenaufſchlägen holte er ſich den Aus=
gleich
und drängte ſchnell auf einen Satzgewinn,
der ihm auch nach kurzer Zeit mit 6:2 gelang.
Auch der zweite Satz dauerte nur wenige Minu=
ten
. Cramm drängte Burwell völlig in die Ver=
teidigung
und legte 3:0 vor. Auch das vierte
Spiel holte ſich der Deutſche, ohne auch nur einen
Punkt abzugeben. Für den Amerikaner war dies
unfaßbar, er ſchüttelte nur mit dem Kopf. Bei
5:0 gab der Deutſche ſeinen Aufſchlag ab, um
dann mit 6:1 auch den zweiten Satz für ſich zu
buchen. Der Kampf hatte bisher ganze 20 Min.
gedauert. Erſt im dritten Satz wurde das Tref=
fen
ſpannender, denn jeder der beiden Gegner
gewann bis 4:4 ſeinen Aufſchlag. Dann konnte
v. Cramm nach Gewinn ſeines Aufſchlages auch
den ſeines Gegners an ſich bringen und damit
Satz und Match für ſich entſcheiden. Gottfried
v. Cramm wurde mit 6:2, 6:1, 6:4 wieder Deut=
ſcher
Tennismeiſter.
Noch weniger Zeit
beanſpruchte der Kampf um die Meiſterſchaft im
Damendoppel. Von den beiden Paaren Dear=
man/Lyle
und Adamoff(Cpuquerque hatte man
eigentlich der franzöſiſch=holländiſchen Kombina=
tion
die größeren Ausſichten eingeräumt, da ſie
in der Vorſchlußrunde über die ſtärkere engliſche
Mannſchaft Seriven/Hardwick erfolgreich blei=
ben
konnte. Es kam aber anders. Frl. Adamoff
war zu langſam. Dagegen leiſtete Frl. Dearman
ausgezeichnete Netzarbeit. Dearman/Lyle hatten
bald mit 6:4, 6:2 die deutſche Damen= Doppel=
meiſterſchaft
errungen. Der Sieg war jederzeit
verdient.
Ebenſo verdient riſſen Maier/Quiſt die Mei=
ſterſchaft
im Herren=Doppel an ſich. Von ihren
Gegnern, den Tſchechen Vodicka/Casca, hatte man
nicht geglaubt, daß ſie ſich mit 2:6, 4:6, 3:6 ſo
leicht ergeben würden. Maier/Quiſt verſtanden
ſich aber ausgezeichnet und brachten die Tſchechen
immer wieder aus dem Schlag. Beſonders Quiſt
leiſtete am Netz und an der Grundlinie wert=
volle
Arbeit. Maier unterſtützte ihn dabei aus=
gezeichnet
. Der Sieg der ſpaniſch=auſtraliſchen
Kombination war nie in Gefahr.
Wie alle Endſpiele dieſer Meiſterſchaft nahm
auch der Titelkampf im Gemiſchten Doppel ein

ſehr ſchnelles Ende. Ohne nennenswerten Kampf
entſchieden Frau Sperling/v. Cramm das Tref=
fen
gegen das engliſche Paar Peggy Scri=
ven
Tucky mit 6:2, 6:4 für ſich. Der Kampf mußte
beim Stande von 4:2 im 1. Satz wegen Regens
eine Viertelſtunde unterbrochen werden.
Das Troſtturnier im Herreneinzel gewann der
Berliner Tübben, der im Endſpiel den Italie=
ner
Taroni mit 7:5, 3:6, 6:1 beſiegte. In der
Vorſchlußrunde hatte Tübben den Tſchechen Pal=
lada
6:4, 6:2 ausgeſchaltet, während Taroni ge=
gen
Henkel II 6:0, 6:3 erfolgreich geblieben
war.
Die neuen Meiſter:
Herren=Einzel: Gottfried v. Cramm (Deutſchl.).
Damen=Einzel: Hilde Sperling/Krahwinkel
(Dänemark).
Herren=Doppel: Maier/Quiſt (Span./Auſtral.).
Damen=Doppel: Dearman/Lyle (England).
Gemiſchtes Doppel: Frau Hilde Sperling /
Gottfried v. Cramm (Deutſchland).

Golf-Sieg
über Hollands Damen.
Die deutſchen Damen
gewinnen den Länderkampf 7:2.
Auf den Plätzen des Frankfurter Golf=Clubs
fand am Sonntag zwiſchen den deutſchen und
den holländiſchen Golfſpielerinnen ein Länder=
kampf
ſtatt, der für die deutſchen Golf=Damen
der erſte offizielle Länderkampf überhaupt war.
Die deutſchen Spielerinnen hielten ſich über alle
Erwartungen gut und gewannen das Länder=
ſpiel
mit dem überlegenen Geſamtreſultat von
7:2 Punkten. Der Länderkampf wurde unter
Leitung des deutſchen Golfführers, Henkell, in
drei Vierer=Partien und ſechs Einzelſpielen aus=
getragen
. Während die Holländerinnen in den
drei Vierern punktlos blieben, holten ſie in den
Einzelſpielen durch Frau Kern und Frau Smalt
zwei Punkte heraus. Die ſtärkſte Spielerin im
Feld war die Hamburgerin Frau Sellſchopp.
Die Ergebniſſe.
Vierer: Sellſchopp=Walraf (Deutſchland)
Buma=Fabius (Holland), 1 auf: Schniewind=
Groos (D.) Snouck Hourgronje=Herſtmann
(H.), 7 und 6 auf; Frl. Mund=Frau Zahn (D.)
Frau Kern=Frau Smalt (H.), 6 und 6 auf.
Einzel: Frau Sellſchopp (D.) Frau Buma
(H.), 8 und 7 auf; Frau Schniewind (D.)
Frau Fabius (H.), 4 und 3 auf; Frau Kern
(H.) Frl. Mund (D.), 2 und 1 auf; Frau
Groos (D.) Frl. Snouck (H.), 5 und 4 auf;
Frau Zahn (D.) Frl. Herſtmann (H.), 3 und
2 auf; Frau Smalt (H.) Frau Wallraf (D.),
3 und 1 auf.
Geſamtreſultat 7:2 Punkte für Deutſchland.
Tofanelle‟
gewinnk das Braune Band
Pferderennen in München.
Münchens Galoppſport, der in dieſem Jahre
einen ſo rapiden Aufſchwung genommen hat, er=
lebte
am Sonntag ſeinen bisher größten Tag.
Mit der Austragung des Rennens um das
Braune Band von Deutſchland, das bis zum
Olympia=Jahr 1936 zum größten Rennen Deutſch=
lands
ausgeſtaltet werden ſoll, krönte der Mün=
chener
Rennverein ſeine bisher ſo erfolgreiche
Tätigkeit. Das Münchener Publikum erwies ſich
auch diesmal wieder als äußerſt dankbar. Rund
15 000 Zuſchauer umſäumten die Barrieren und
ſorgten auch dafür, daß die Wettmaſchinen zu tun
hatten. Unter den zahlreichen Ehrengäſten ſah
man u. a. die Staatsminiſter Wagner und Eſſer,
die Reichsleiter Bouhler, Buch und Schwarz, den
Oberbürgermeiſter Fiehler, die Staatsſekretäre
Dauſer und Stocker, den Reichspreſſechef der
NSDAP. Dr. Dietrich und den Münchener Stadt=
kommandanten
Döderlein.
Das im Mittelpunkt ſtehende Rennen um das
Braune Band von Deutſchland, das mit 20 000
Mark Preiſen verſehen war und über 2400 Me=
ter
führte, ſah die italieniſche Stute Tofanella
unter ihrem Neger=Jockey J. Tomero knapp vor
der von Grabſch geſteuerten Agalire ſiegreich.
Von dem Sechs=Pferde=Start weg führte Lie=
dervater
vor Agalire Tofanella, Airolo, Marſi=
lius
und Ebro. Im Dornacher Bogen übernahm
Agalire die Spitze, die ſie jedoch bald mit der
außen aufgekommenen Tofanella teilen mußte.
In der Zielgeraden zog dann Tofanella davon
und gewann ganz ſicher vor Agälire und Ebro,
der Liedervater noch auf den 4. Platz verweiſen
konnte. Der Toto brachte für den Sieg Tofa=
nellas
28:10.
Die Ergebniſſe.
1. Preis vom Völkiſchen Beobachter, 2500
RM., 1600 Meter: 1. Frfr. S. a. v. Oppenheims
Arabeske (Printen); 2. Aigau; 3. Tarquinia.
Toto: 11: Pl.: 11, 14. Lg.: 21½. Ferner: Pa=
radiſo
, Aletſch, What a Weil.
2. Preis vom Frz.=Eher=Verlag, Zweijährige,
2500 RM., 1000 Meter: 1. L. Mügges Lapſus
(Tarras); 2. Themis; 3. Humor. Toto: 20;

Montag, 13. Auguſt 1934

Für eilige Leſer!
Ein ereignisreicher Sporkſonnkag.
Der 12. Auguſt brachte ein überaus reichhal=
tiges
nationales und internationales Sportpro=
gramm
. Es gab dabei erfreulicherweiſe ſchöne
deutſche Erfolge, leider aber auch Enttäuſchun=
gen
. Bei den Ruderer=Europameiſterſchaften in
Luzern holten ſich der Dresdener Skuller Guſtan
Schäfer und der Vierer ohne des Würzburger
Rudervereins die Titel eines Europameiſters
Auf Grund dieſer beiden ſchönen Erfolge und der
Placierungen der übrigen beteiligten deutſcher
Boote war Deutſchland erfolgreichſte Natior
und wurde mit dem für die beſte Geſamtlei=
ſtung
ausgeſetzten wertvollen Glandaz=Poka,
ausgezeichnet. In Magdeburg begannen die
Wettkämpfe zu den Europameiſterſchaften der
Schwimmer. Auch hier ſchnitten unſere Vertre.
ter überaus erfolgreich durch. In den Vorläu=
fen
zum 100=Meter=Kraulſchwimmen der Dame=
und Herren und zum 200=Mtr.=Bruſtſchwimmer
der Damen konnten ſich unſere ſechs Vertreter
ſämtlich erfolgreich durchſetzen, ſo daß ſie ar
den Endläufen ſämtlich teilnahmeberechtigt ſind
Es handelt ſich um die Kraulſchwimmer Fiſcher
Bremen und Wille=Gleiwitz, die Kraulſchwim
merinnen Hilde Salbert und Giſela Ahrendt
Berlin und die Bruſtſchwimmerinnen Marth=
Genenger=Krefeld und Hölzner=Plauen. Da
Fiſcher=Bremen dabei eine neue Freiwaſſerbeſt
zeit und Giſela Ahrendt einen deutſchen Rekor
erzielte, rundet den erfreulichen Eindruck de
erſten Tages ab. Die Waſſerballer tanzten nich
aus der Reihe und ſchlugen die italieniſch
Mannſchaft mit 5:0 (3:0). Weniger glücklie
ſchnitten unſere Vertreter bei den Rad=Welt
meiſterſchaften in Leipzig ab. Nachdem unſer
beiden Kölner Flieger Albert Richter und Ton
Merkens in den letzten Wochen von Sieg z
Sieg geeilt waren, hatte man auf ihr Abſchne
den bei den Europameiſterſchaften berechtigt
Hoffnungen geſetzt, die aber leider nicht erfül
wurden. Albert Richter mußte auch in dieſer
Jahre dem Belgier Scherens die Weltmeiſte=
ſchaft
überlaſſen, und bei den Amateuren kar
Merkens nur auf den vierten Platz; der Ite
liener Pola wurde hier Weltmeiſter. Das ne
tionale deutſche Sportprogramm brachte u.
die Deutſche Meiſterſchaft im 20=Km.=Gehen, d
ſich bei den in Frankfurt ausgetragene
Kämpfen auch in dieſem Jahre wieder der Be
liner SCC.=Mann Schnitt holen konnte.
der Leichtathletik gab es noch einen intereſſar
ten Gaukampf SüdweſtWürttemberg in Saa
brücken, den der Gau Südweſt mit 79,5:75
Punkten gewann. Der deutſche Hammerwur
Meiſter Becker=Saarbrücken ſtellte im Rahme
des Kampfes mit 48,57 Metern einen neu
deutſchen Rekord auf. Frankfurt war der Scha
platz des Frauen=Golfkampfes Deutſchland
Holland, den die deutſchen Spielerinnen übe
legen mit 7:2 gewannen. In Hamburg wur
als letzter Kampfſpielwettbewerb die Deutſ
Kurzſtrecken=Kanumeiſterſchaft ausgetragen.
den vier Meiſterſchaftsrennen gab es zwei Hd
burger und zwei Herforder Siege.

Pl.: 11. 11, 15. Lg.: 11½. Ferner: Widm
Strachur, Kätherl 4., Sphakia.
3. Trabfahren um den Preis der Ste
Nürnberg.
4. Bayern=Preis, Ausgleich 2. 3000 R9,
1400 Meter: 1. A. fPiſters Begas (Ludwie
2. Voltaire; 3. Miſſouri. Toto: 46; Pl.:
13. Lg.: K.½. Ferner: Reſeda.
5. Großer Preis um das Braune Ba
Deutſchlands, 20 000 RM., 2400 Meter: 1. Ste
Teio=Inciſas Tofanella (J. Romero); 2. Agali
(Grabſch); 3. Ebro (Ludwig). Toto: 28, Pl.:
15. Lg.: 31½. Ferner: Marſilius, Liedervate
Airolo.
7. Preis der Stadt München, Jagdrenne
Ausgleich 2: 4500 RM., 4000 Meter: 1. Gre
Beiſel von Gymnichs Champagner, 2. Geotgie
3. Creolin. Toto: 23, Pl.: 16, 19. Lg./*
Ferner: Sonnenuhr, Laus.
Doppelwette: Begas Tofanella 356:10.

Neuer deutſcher Rekord
im 2000-Meker=Lauf.

Der Mülheimer Schaumburg,
deutſcher Meiſter über 1500 Meter, verbeſſe
beim Spörtfeſt in Hörde den deutſchen Rek
über 2000 Meter auf 5:33,2 Minuten.

[ ][  ][ ]

Tontag, 13. Auguſt 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 222

dieſe 11. Nationalen Jugendwettkämpfe des
1898 Darmſtadt, der ſich mit der Durchfüh=
dieſer
ſchönen Jugendveranſtaltung in Darm=
zweifellos
einenNamen gemacht hat, habenſich
mancherlei Befürchtungen durchaus würdig
vorhergegangenen Veranſtaltungen ange=
Mit über 160 Teilnehmern aus verſchie=
n
Gauen des Reiches, aus Köln, Stuttgart,
att, Baden=Baden, Worms, Frankfurt, Offen=
Fulda uſw. hatten ſie ein tadelloſes Melde=
Inis gefunden, das überdies auch reſtlos er=
wurde
. Am Samstag fand in der

ne ein

Begrüßungsabend

zuswärtigen Teilnehmer ſtatt. Nach einer
rache des Jugendleiters Lindner dankten
diedene Vereinsvertreter für die gaſtliche
ahme, die die Teilnehmer ausnahmslos in
Kreiſen der Mitgliedſchaft des SV. 98 ge=
in
hatten. Viel Freude und Ueberraſchung
dabei, als einer der Begleiter ſich als Mit=
inder
des einen Stammvereins der Lilien=
r
, des ehemaligen Darmſtädter Sportkiubs,
iUlte und unſerer Vaterſtadt ein beſonderes
ed ſang.
m Sonntag mußten um 9 Uhr ſchon die
eichen
Vorkämpfe und Dreikämpfe
der verſchiedenen Jugendklaſſen
nen, die in den techniſchen Uebungen zah=
äßig
ſtark beſetzt waren und damit an das
ofgericht eine beſondere Anforderung ſtell=
Hart auf hart mußte in verſchiedenen Sprint=
itſcheidungen
gekämpft werden, wobei in
Klaſſen von den Zwiſchenläufen zu Vieren
ls nur der Erſte jedes Zwiſchenlaufs in die
heidung kam. An Entſcheidungen fielen am
littag ſchon die über 1000 Meter A=Jugend.
ch Müller=Eppertshauſen in 2:49 Minuten
vor Binz, Baden=Baden, und Kleinſchmidt,
armſtadt, über 800 Meter B=Jugend, wo
Eintracht, in 2:14,1 Minuten vor Lam=
Köln, einkam, und über 1000 Meter der
ſten, die Weidmann, 98 Darmſtadt, in der
zeichneten Zeit von 3:07,3 Minuten knapp
örünebaum, Offenbach, gewann!
e Haupkkämpfe am Nachmittag
en mit einem Aufmarſch eingeleitet. Nach
Zegrüßung durch den ſtellvertretenden Ver=
ihrer
Krauskopf, der Ehrung unſeres
rbenen Reichspräſidenten und Generalfeld=
halls
v. Hindenburg und einem hoffnungs=
gen
Sieg=Heil auf Vaterland und Führer
Entſcheidung um Entſcheidung vor den
t der etwa 250 Zuſchauer ab, ſo daß was
r größen Anzahl und der Art der einzelnen
dewerbe, als beſonders lobenswertes Kenn=
a
dieſer Veranſtaltung hervorzuheben iſt
wa 2½ Stunden alle Kämpfe zu einem
oſen Ende durchgeführt waren. Dabei gab
enn prachtvolle Kampfmomente und durch
deſten Kampfgeiſt unſerer Jung= Leichtath=
wieder
einmal mehr Leiſtungen, die ſich
II, ſogar in manchen Kämpfen der Aktiven,
läſſen können und die beweiſen, daß un=
deutſche
Leichtathletikjugend zu guten Hoff=
en
berechtigt! Lauf, Sprung, Wurf und Stoß
in wohltuender Abwechſlung vorüber und
wieder einmal ſo recht die Feinheiten und
e der Leichtathletik erkennen. Zu wünſchen
daß dieſe Jugendwettkämpfe noch den
oder anderen überzeugt haben, Jugendliche
Il, als auch Aeltere, daß gerade die Leicht=
tik
für jeden Werte birgt, die zu erſchließen
Mühe wert iſt!
Bei den Junioren
s über 100 Meter Häucke und Kreuder,
gelungen, bei beſter Konkurrenz in den
lauf zu kommen, wo ſie den 3. und 4. Platz
er Rühn, Eintracht (11,4 Sek.), und Roesner,
belegten. Die 400 Meter gingen in 53,8
inden an Loos, Eintracht, vor Will, 1880. Die
Meter ſicherte ſich Dompert, Kickers Stutt=
der
3. Mann der Deutſchen Meiſtermann=
über
4X1500 Meter, in 4:14 Minuten vor
SV. 98, 4:25,6! Eine feine Sache mit beſten
ungen war der Weitſprung wo Staib,
rs, mit 6,50 Meter vor Haucke, 98, mit 6.42
r, Huxhorn, Germania Pfungſtadt, 6,33 Me=
nd
Koch, Kickers, mit 6,11 Meter ſchließlich
er blieb! Eine ausgezeichnete Zeit lieſen
die Kickers über 3X1000 Meter (8:22 Min.)
e ſicher vor den Lilienträgern (8:48 Min.)
nnen.
Die A=Jugendlichen (1916/17)
Loten zum Teil noch die Leiſtungen der Ju=
n
. So holte ſich Sauer=Kickers den 400=
*=Sieg in 53,3 Sekunden. Die 100 Meter
un der vielſeitige Knut von Kühlmann=
Fulda in 11,6 Sekunden vor Kohler=
Es (11,8) Die 3000 Meter gewann in
7 Lauf Höll=Baden=Baden in 9:52 Min.
Bruder=Raſtatt und Creter=98 Darmſtadt.
Döchſprung überſprang Kohler=Kickers die
hmbare Höhe von 1,64 Meter, während
Rühlmann ſicher das Kugelſtoßen mit 14,53
En in Beſchlag legte. Im Diskuswerfen gab
nen kleinen Krieg zwiſchen Kühlmann und
mann=1880 Frankfurt, bis ſchließlich der
athiſche Fuldaer Jung=Leichtathlet mit der
Auten Leiſtung von 41,23 Metern vor Herr=
T (40,02 Mtr.) und Brüderle=Raſtatt (36,80
Sieger blieb. Daß von Kühlmann mit
9en Leiſtungen auch Dreikampfſieger (100
* Hochſprung, Kugelſtoßen) mit 2845,8
ten werden mußte, war klar. Kohler=
4S lam mit 2620,4 P. am nächſten. In den
feln brachte Köln im Sprint in 46,2 Sei=
Leverraſchung vor Kickers, JG. und SV. 98.
Den beiden Mittelſtreckenſtaffeln (4X800

Meter, Olympiſche) mußte der SV. 1898 den 2.
Platz hinter Raſtatt bzw. Stuttgart einnehmen,
allerdings in Zeiten, die ſehr anſprechend ſind.
Die B=Jugend (1918/19)
ſtellte faſt durchweg ebenfalls erſtklaſſige Lei=
ſtungen
auf. Die 12,3 Sekunden von Heer=
mann
=Kickers wollen über 100 Meter gelaufen
ſein, und auch die 800 Meter von Horn= Ein=
tracht
, der noch die 1500 Meter gewann, wur=
den
mit 2:14 Min. in guter Zeit gelaufen.
Ausgezeichnet iſt der Sprung von 6.10 Metern
von Heermann, dem Ritzel=Offenbach mit 5,74
Metern folgte vor Seibert=Arheilgen (5,65 Me=
ter
)! Auch die Punktzahl des Dreikampfes
(100 Meter, Weitſprung, Speerwerfen) iſt gut.
In den Staffeln dieſer Klaſſen ſetzte ſich der
BSC. 99 Offenbach vor Worms und Darmſtadt
durch. Auch dieſe Veranſtaltung hat wieder
einmal gezeigt, daß die Jahrgänge 1918/19 ſpär=
lich
vertreten ſind, wenn auch die Leiſtungen
der einzelnen Jungens zum Teil ſehr gute ſind.
Die C=Jugend (alle 1920 und ſpäter Geborenen)
ſah einige Heldenknaben am Start, die ge=
rade
noch altersmäßig die Bedingungen dieſer
Klaſſe erfüllten und die denn auch bei Staffel=
kämpfen
im Vergleich mit ihren noch jüngeren
und kleinen Kameraden manches Halloh erweck=
ten
. Die Leiſtungen dieſer Klaſſe ſind durchweg
prima. 12,9 Sekunden über 100 Meter von
Schunck=Köln, 3:07,3 Min. über 1000 Meter von
Weidmann=SV. 98 Darmſtadt, 5,29 Meter im
Weitſprung von Klein=Köln, 12,39 Meter im
Kugelſtoßen und 2330,5 Punkte im Dreikampf
(100 Meter, Weitſprung, Kugelſtoßen) von Stix=
Worms beweiſen das ohne weiteres.
Die Abſchlußſtaffel über 10 Runden
brachte dann noch einmal buntbewegtes Leben,
bis ſchließlich der Schlußmann der Kölner vor
den Lilienträgern, Eintracht, Offenbach und
Worms durch das Ziel lief.
Und dann ſetzte noch am Tiſch
der Wettbewerb um die beſte Vereinsleiſtung,
und damit um den Wanderpreis des Darm=
ſtädter
Tagblatts
ein, den 1932 erſtmalig die Lilienträger, 1933
der JGSV. Frankfurt und 1934 durch die grö=
ßere
Geſamtzahl der erſten Plätze die Stutt=
garter
Kickers punktgleich mit KBC. Köln (24
Punkte) knapp vor Alemannia=Olympia Worms,
BSC. 99 Offenbach (20) und SV. 1898 Darm=
ſtadt
(14) gewannen! Dann wurden noch den
erſten Siegern wertvolle Ehrengaben in Form
von Büchern überreicht, von denen u. a. auch
geſtiftet worden waren von dem Herrn Ober=
bürgermeiſter
, der Heſſiſchen Regierung durch
Herrn Miniſterialrat Ringshauſen und von dem
Leiter des Staatlichen Turn= und Sportamtes,
Herrn Direktor Löwer, Viel Freude gabs ob
dieſer Ehrengaben, und wir ſind überzeugt da=
von
, daß alle Teilnehmer auch dieſe VI. Natio=
nalen
Jugendwettkämpfe in beſter Erinnerung
behalten werden!

Die Ergebniſſe.

100=Meter=Lauf, Junioren (1914/15 geboren):
1. Kühn, Eintracht Frankfurt, 11,4 Sek.; 2. Roes=
ner
, Spcl. 1880 Frankfurt, 11,5 Sek.; 3. Haucke,
SV. 98 Darmſtadt, 11,8 Sek.; 4. Kreuder, SV.
98 Darmſtadt, 12,4 Sek.
400=Meter=Lauf, Junioren: 1. Loos, Eintr.
Frankfurt, 53,8 Sek.; 2. Will, Spcl. 1880 Frank=
furt
, 54,1 Sek.; 3. Klein, ASC. Darmſtadt, 54/4
Sek.; 4. Kreuder, SV. 98 Darmſtadt, 55,1 Sek.
1500=Meter=Lauf. Junioren: 1. Dompert,
Kickers, Stuttgart, 4:14,0 Min., 2. Held, SV. 98
Darmſtadt, 4:25,6 Min.; 3. Vogel, A.=O. Worms,
4:39,7 Min.; 4. Schurig, Eintracht Frankfurt,
4:41,0 Min., 5. Diemer, BSC. 99 Offenbach,
4:55,0 Min.
Weitſprung, Junioren: 1. Staib, Kickers
Stuttgart, 6,50 Meter; 2. Haucke, SV. 98 Darm=
ſtadt
, 6,42 Meter; 3. Huxhorn, Germ. Pfungſt.,
6,33 Meter; 4. Koch, Kickers, Offenbach, 6.11
Meter.
4X100=Meter=Staffel, Junioren: 1. Eintracht
Frankfurt, 453,3 Sek.; 2. SC. 1880 Frankfurt,
45,7 Sek.; 3 Kickers Stuttgart, 46,6 Sek.
3X1000=Meter=Staffel, Junioren: 1. Kickers
Stuttgart, 8:32,0 Min.; 2. SV. 98 Darmſtadt,
8:48,0 Min.; 8. Alem=Olymp. Worms, 9:28,2
Minuten.
100=Meter=Lauf, Jugend 4 (1916/17 geboren):
1. v. Kühlmann, TFC. Fulda, 11,6 Sek.; 2. Koh=
ler
, Kickers Stuttgart, 11,8 Sek.; 3. Wolle,
KBC. Köln, 12,4 Sek.; 4. Kerp, KBC. Köln,
12,5 Sek.
400=Meter=Lauf, Jugend A: 1. Sauer, Kickers
Stuttgart, 53,3 Sek. 2. Braun, 04 Raſtatt, 54,4
Sek.; 3. Lüngen, KBC. Köln, 54,4 Sek.; 4. Schle=
gel
, SV. 98, Darmſtadt, 57,2 Sek.
1000=Meter=Lauf, Jugend A: 1. Müller, TAV.
Eppertshauſen, 2:49,0 Min.; 2. Binz. Sppg.
Baden=Baden, 2:51,1 Min., 3. Kleinſchmidt, SV.
98, Darmſtadt, 2:51,5 Min.; 4. Raab, SV. 98
Darmſtadt, 2:53,0 Min.; 5. Künnecke, Spvg. Ba=
den
=Baden, 2:58,7 Min.
3000=Meter=Lauf, Jugend 4: 1. Höll, Sppg.
Baden=Baden, 9:52,0 Min.; 2. Bruder, 04 Ra=
ſtatt
. 9:59,3 Min.; 3. Creter, SV. 98 Darmſtadt,
10:60,6 Min.; 4. Stumpf, SV. 98 Darmſtadt,
10:60,7 Min.
Hochſprung, Jugend A: 1. Kohler, Kickers
Stuttgart, 1,64 Meter; 2. von Kühlmann, TFC.
Fulda, 1,59 Meter; 3. Wolle, KBC. Köln, 1.58
Meter; 4. Maul, SV. 98 Darmſtadt, 1,54 Meter.
Kugelſtoßen, Jugend A: 1 von Kühlmann,
TFC. Fulda, 14,53 Meter; 2. Herrmann, SC. 80,
Frankfurt, 12,90 Meter; 3. Brüderle, Sppg. Va=
den
=Baden, 12,41 Meter; 4. Roth, Kickers Stutt=
gart
, 12,16 Meter.
Diskuswerfen, Jugend A: 1. von Kühlmann.
TFC. Fulda, 41,23 Meter; 2. Herrmann, SC. 80
Frankfurt, 40,02 Meter; 3. Brüderle, Sppg.
Baden=Baden, 36,80 Meter; 4. Ritzel, 99 Offen=
bach
, 31,57 Meter.
Dreikampf, Jugend A: 1. von Kühlmann,
TFC. Fulda, 2845,7 Punkte; 2. Kohler, Kickers

Stuttgart, 2620,4 Punkte: 3. Maier, JG. Frank=
furt
, 2472,4 Punkte; 4. Wolle, KBC. Köln,
2443,2 Punkte; 5. Roth, Kickers Stuttgart,
2433,1 Punkte.
4X100=Meter=Staffel, Jugend A: 1. KBC.
Köln, 46,2 Sek.; 2. Kickers Stuttgart, 46,8 Sek.;
3. JG. Frankfurt, 48/4 Sek.; 4. SV. 98 Darm=
ſtadt
, 49,0 Sek.
4X800=Meter=Staffel, Jugend A: 1. Spvg.
Baden=Baden 9:01,5 Min.; 2. SV. 98 Darmſtadt,
9:07,3 Min.; 3. BSC. 99 Offenbach, 9:50,5 Min.
Olympiſche Staffel, Jugend A: 1. Stuttgar=
ter
Kickers, 4:00,5 Min.; 2. SV. 98 Darmſtadt,
4:01,2 Min., 3. KBC. 99 Köln, 4:05,4 Min.,
4. BSC. 99 Offenbach, 4:15,5 Min.
Jugendklaſſe B (1918/1919).
100=Meter=Lauf: 1. Heermann, Kickers Stutt=
gart
, 12,3 Sek.; 2. Ritzel, BSC. 99 Offenbach,
12,4 Sek.; 3. Seibert, Sppg. 04 Arheilgen, 13,0
Sek.; 4. Nutis, Eintracht Frankfurt, 13,7 Sek.
800=Meter=Lauf: 1. Horn, Eintracht Frank=
furt
, 2:14,1 Min., 2. Lambert, KBC. 99 Köln,
2:15,1 Min.; 3. Ucko, Eintr. Frankfurt, 2:20,5
Min.; 4. Lang, VED. Frankfurt, 2:20,5 Min.
1500=Meter=Lauf: 1. Horn, Eintracht Frankf.,
4:46,8 Min.; 2. Schimpf, Eintracht Frankfurt,
4:52,2 Min.; 3. Lorenz, Polizei Darmſtadt,
4:52,9 Min.; 4. Lang, VED. Frankfurt, 4:53,4
Minuten.
Weitſprung: 1. Heermann, Kickers Stuttgart,
6,10 Meter; 2. Ritzel, BSC. 99 Offenbach, 5,74
Meter; 3. Seibert, Sppg. 04 Arheilgen, 5,65 Me=
ter
; 4. Lambert, KBC. 99 Köln, 5,48 Meter.
Speerwerfen: 1. Voß=BSC. 1899 Offenbach
40,60 Mtr., 2. Prieſter=Alem.=Olympia Worms
39,78 Mtr., 3. Bäuchle=BSC. 99 Offenbach 38,35
Meter, 4. Heermann=Kickers Stuttgart 35,15
Meter.
Dreikampf (100 Meter, Weitſprung, Speer=
werfen
): 1. Heermann=Kickers Stuttgart 2242,5

Seichtniheern Mndtängr
Stadlmannſchaft Dieburg T5G. 46
Darmſtadk 128:169.
Mit obigem Ergebnis konnten die 46er den
Klubkampf ſicher für ſich entſcheiden. Nach einer
kurzen Begrüßung wickelten ſich die Kämpfe vor
zahlreich erſchienenen Zuſchauern ab, die teils
recht ſpannend verliefen. In den Läufen waren
die 46er erwartungsgemäß ihrem Gegner über=
legen
. Bei den Wurf= und Stoßkonkurrenzen
hatten die Dieburger wohl beſſere Spitzen=
könner
, aber die Darmſtädter zeigten auch hier
einen guten Durchſchnitt, was für das Ergeb=
nis
ausſchlaggebend war. Die Ergeb=
niſſe
:
100 Meter: 1. Göriſch 11,5 Sek., 2. Eiſen=
hauer
11,8 (beide Da.) 3. Rüth., Di., 12.0:
4. Fiſcher, Da., 12,1; 5. Steinmetz, Di., 12,2;
6. Enz. Di.
200 Meter: 1. Göriſch, Da., 24,5; 2. Schupp,
Da., 25,0; 3. Fricke, Da., und Steinmetz, Di.,
beide 25,5; 4. Enz, Di., 26,9; 5. Braun, Di.
400 Meter: 1. Avemarie, Da., 53,2; 2. Eiſen=
hauer
, Da., 56,0; 3. Rühl, Di., 56,2; 4. Fiſcher,
A., Da., 57,5: 5. Grah., Di., 59,0: 6. Sterkel, Di.
3000 Meter: 1. Fornoff. Da., 9:25,5; 2. Eckert,
Da., 9:49,2; 3. König, Da., 10:16,5: 4. Thomas,
Di., 12:32,54; 5. Krimm, Di., 13:00; 6. Lo=
rum
. Di.
Weitſprung: 1. Fricke, Da., 6.23 Meter; 2.
Avemarie, Da., 6,22; 3. Steinmetz, Di., und
Grah, Di., beide 5,90; 4. Neiter, Da., 5,80; 5.
Gutandin 5,61.
Hochſprung: 1. Wolf. Da., Steinmetz. Di.
und Loffler, Di., alle 1,59 Meter; 2. Neiter,
Da., und Grah, Di., beide 1,55; 3. Fiſcher, P.,
Darmſt.
Kugelſtoßen: 1. Schultheis, Di., 11,55 Meter;
2. Hurzelmeier, Da., 11,25: 3. Klock, Da., 11.02:
4. Gutandin, Di., 10,93; 5. Deißroth, Da., 10,67.
6. Sterkel, Di.
Steinſtoßen: 1. Schultheis, Di., 8,37 Meter;
2. Gutandin, Di., 8,31: 3, Hurzelmeier, Da.,
7,99; 4. Fach, Di., 6,83; 5. Klock, Da., 6,52;
6. Rieble, Da.
Speerwerfen: 1. Joſt, Da., 38,60 Meter;
2. Müth, Di., 38,05: 3. Braun, Da., 37,85 4.
Deißroth, Da., 36,35; 5. Schmidt, Di., 34,15;
6. Grah, Di.
Keulenweitwurf: 1. Löffler, Di., 61,70 Meter;
2. Fach, Di., 57,20: 3. Schultheis, Di., 54,60;
4. Jakob, Da., 53,60; 5. Eckert, Da., 52,75; 6.
Braun. .
Diskuswerfen: 1. Klock. Da., 34,61 Meter;
2. Deißroth, Da., 33,55: 3. Gutandin, Hein., Di.,
32,91; 4. Rieble, Da., 31,54; 5. Müth, Di. 28,58;
6. Gutandin, Hans, Di.
Schleuderball: 1. Gutandin, Hein., Di., 56,4
Meter; 2. Gutandin, Hans, Di., 48,63; 3. Klock,
Da., 47,34; 4. Rieble, Da., 47,05; 5. Deißroth,
Da., 44,72; 6. Sterkel. Di.
4 mal 100 Meter=Staffel: 1. Darmſtadt 47/4
Sek., 2. Dieburg 48,4.
Schwedenſtaffel: 1. Darmſtadt 2:15,7; 2. Die=
burg
2:22,5.
10 mal ½ Bahn=Runden: 1. Darmſtadt 4:16,1
Min.; 2. Dieburg 4:29,1.
Kraftſporkverein Darmſtadt 1910.
Alle Vereinskameraden, die aktiv oder paſſiv
am Kreisfeſt in Roßdorf beteiligt ſind, laſſen ſich
im Laufe der Woche, unter Vorlage eines Aus=
weiſes
auf dem Wahlbüro im Stadthaus einen
Stimmſchein ausſtellen. Wir geben geſchloſſen
am Sonntag, den 19. Augüſt, in Roßdorf, bei
der Volksabſtimmung, unſere Stimme dem
Führer.
Heute abend und Mittwoch abend,
von 20 bis 22 Uhr: Training aller Abteilungen.
Freitag abend fällt das Training wegen
der Rundfunkrede des Führers aus! Samstag,
ben 18. Auguſt, abends 8 Uhr, findet eine wich=
tige
Beſprechung ſtatt, zu der alle Vereins=
kameraden
anweſend ſein müſſen!
gez.: Der Vereinsführer.

Punkte, 2. Ritzel=BSC. 1899 Offenbach 2151,0
Punkte, 3. Voß=BSC. 99 Offenbach 2113,75 P.,
4. Seibert=Sppgg. Arheilgen 2026,5 P.
4X100=Meter=Staffel: 1. BSC. 1899 Offen=
bach
51,5 Sek., 2. Alem.=Olympia Worms 53,4
Sek., 3. SV. 1898 Darmſtadt 57,4 Sek.
Schwedenſtaffel: 1. BSC. 99 Offenbach 2:24,8
Min., 2. Alem.=Olympia Worms 2:34,8 Min.,
3. Alem.=Olympia Worms, B=Mannſchaft 2:38
Min., 4. SV. 1898 Darmſtadt 2:44,8 Min.
Jugendklaſſe C (1920 ff.).
100=Meter=Lauf: 1. Schunck=KBC. 1899 Köln
12,9 Sek., 2. Stix=Alem.=Olympia Worms 13,0
Sek., 3. Holl=Alem.=Olympia Worms 13,6 Sek.,
4. Deichelmann=Alem.=Olympia Worms 13.7 Sek.
1000=Meter=Lauf: 1. Weidmann=SV. 1898
Darmſtadt 3:07,3 Min., 2. Grünebaum=BSC.
1899 Offenbach 3:07,7 Min., 3. Ibkendanz= Ale=
mannia
=Olympia Worms 3:11 Min., 4. Hüg=
Sppgg. Arheilgen 3:24,3 Min.
Weitſprung: 1. Klein=KBC. Köln 5,29 Mtr.,
2. Deichelmann=Alem.=Olympia Worms 5.15
Meter, 3. Stix=Alem.=Olympia Worms 5.13
Meter, 4. Grünebaum=BSC. 1899 Offenbach 4,94
Meter.
Kugelſtoßen: 1. Stix=Alem.=Olympia. Worms
12.39 Mtr., 2. Schunck=KBC. 1899 Köln 11,86
Meter, 3. Klein=KBC. 1899 Köln 11,50 Mtr.,
4. Denzel=BSC. 1899 Offenbach 9,84 Mtr., 5.
Weidmann=SV. 1898 Darmſtadt 9,07 Mtr.
Dreikampf (100 Meter, Weitſprung, Kugel=
ſtoßen
): 1. Stix=Alem.=Olympia Worms 2330,5
Punkte, 2. Schunck=KBC. 1899 Köln 2187,7 P.,
3. Klein=KBC. 1899 Köln 2107,8 P., 4. Deichel=
mann
=Alem.=Olympia Worms 1952 P.
10=Runden=Staffel: 1. Alem.=Olympia
Worms 2:16 Min., 2. SV. 1898 Darmſtadt 2:27,9
Min., 3. Merck Darmſtadt 2:31,2 Min.
Abſchlußſtaffel über 10 Runden (alle Ju=
gend
=Klaſſen): 1. KBC. Köln 3:59 Min., 2. SV.
1898 Darmſtadt 4:08,2 Min., 3. Eintracht Frank=
furt
4:11,4 Min., 4. BSC. 1899 Offenbach 4:14,4
Min., 5. Alem.=Olympia Worms 4:35 Min.
Vereinswertung der Jugend: 1. Kickers Stutt=
gart
mit 24 Punkten 2. KBC. 1899 Köln 24 P.,
3. Alem.=Olympia Worms 23 P., 4. BSC. 1899
Offenbach 20 P., 5. SV. 1898 Darmſtadt 14 P.

Leichkakhlekik-Sieg
deg Gaues Huoweit.
Gau Würkkembeig mit 79,5:75,5
geſchlagen.
Neuer Rekord im Hammerwerfen: Becker= Saar=
brücken
wirft 48,57 Meter.
Vor 1500 Zuſchauern fand in Saarbrücken
ein Leichtathletik=Kampf zwiſchen den Gauen
Südweſt und Württemberg ſtatt, den der Süd=
weſt
=Gau mit knappem Vorſprung für ſich ent=
ſcheiden
konnte. Die Entſcheidung fiel in dem
hartnäckigen Ringen erſt in der abſchließenden
Schwedenſtaffel, die der Gau Südweſt gewann.
Die Mannſchaft des Siegers dominierte in den
kurzen Strecken, im Hürdenlaufen und in den
Wurfübungen, und hätte außerdem auch die 400
Meter für ſich entſchieden, wenn nicht Meiſter
Metzner am Start gefehlt hätte.
Vor Beginn des Kampfes ehrte die Stadk
Saarbrücken die drei bei den Deutſchen Kampf=
ſpielen
in Nürnberg erfolgreichen Sportler Wal=
ter
, Becker und Conen durch Ueberreichung einer
ſilbernen Plakette. Dann folgte der Einmarſch
der Saarbrücker Sportvereine und der beiden
Mannſchaften. Dr. Neu, der Sportführer der
Deutſchen Front, entbot den Gäſten ſeinen Gruß
und verſicherte, daß der ſaarländiſche Sport
gleich dem ganzen Saarland ſich immer treu
mit dem Reich verbunden fühle. Für die bei=
den
Mannſchaften ſprachen die Gauſportwarte
Bauer=Stuttgart und Söhngen= Frank=
furt
Worte des Dankes. Dann nahmen die
Kämpfe ihren Anfang.
Ein hervorragendes Rennen gab es über 5000
Meter, wo die beiden Schwaben Meier und
Bertſch bis zur letzten Runde den Angriffen des
Darmſtädters Haag trotzten, der ſie aber dann
doch überlief und mit 30 Meter Vorſprung in
der guten Zeit von 15:26,8 gewann. Inter=
eſſant
war im Hammerwerfen der Zweikampf
der deutſchen Meiſter von 1933 und 1934, See=
ger
=Oßweil und Becker=Saarbrücken. Schon
mit ſeinem 1. Wurf kam der Saarländer über
47 Meter, und mit dem ſechſten Wurf ſtellte er
einen neuen deutſchen Rekord mit 48,57 Metern
auf. In den kurzen Strecken und im Hürden=
lauf
feierten die Vertreter des Gaues Südweſt
Doppelſiege, was auch in den Wurfübungen der
Fall war. Die Schwaben gewannen in Ab=
weſenheit
Metzners die 400 Meter, und ſie be=
herrſchten
die Mittelſtrecken und die Sprung=
wettbewerbe
. Von den Staffeln waren die
4mal 100 Meter den Südweſt=Vertretern ebenſo
ſicher wie die 3mal=1000=Meter=Staffel den
Schwaben. Nach Ablauf der vorletzten Konkur=
renz
war die Situation ſchließlich ſo, daß der
Gewinn der Schwedenſtaffel auch den Gewinn
des Gaukampfes bedeutete. Dank des guten
Laufens von Helmle=Frankfurt, der den Eßlin=
ger
Single hielt, wurde die Staffel dann durch
die Ueberlegenheit der Sprinter des Gaues
Südweſt entſchieden und der Kampf im Geſamt=
ergebnis
gewonnen.

Bei dem geſtrigen Olympiade=Prüfungsſchießen
der Trainingsgruppe Frankfurt a. M. konnte K.
Rau, Windmühle Darmſtadt, bei 40 Schuß Zeh=
ner
=Scheibe 384 Ringe erreichen und ſich damit
in den engeren Kreis der Olympiade= Kandida=
ten
ſetzen. Schon bei den Kampfſpielen in Nürn=
berg
rückte K. Rau zur Elite der Meiſterſchützen
auf, indem er im beliebigen Viſier den 6. Platz
mit 30 Schuß Zwölfer=Scheibe von 360 Ringen,
336 Ringe erreichte. Dies ſind: 10 Schuß liegend
115 Ringe, 10 Schuß ſitzend 113 Ringe und ſtehend
108 Ringe. Er blieb ſomit 4 Ringe hinter dem
Deutſchen Meiſter zurück. Hch. Schneider konnte
n ſeiner Klaſſe im bel. Viſier mit 323 Ringen
den 13. Platz und im offenen Viſier mit 304
Ringen den 17. Platz belegen.

[ ][  ][ ]

Nr. 222

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Die kavTenehterſcäften.
Toni Merkens bei den Amakeuren Vierker. Alberk Richter auf dem zweiten
Plak vor Michatd und Gérardin.
(Blitz Görlitz), 251,2 P.; 3. Gebr. Rolle (Preußen
Halle), 215 P. Sechſer=Kunſtreigen: 1. Rad=
Scherens und Pola=Italien
touriſten=Verein Bonn, 352,8 P.; 2. RV. Flott=
weg
Kaſſel, 328,7 P.; 3. Vorwärts Erſurt, 222,8
Rad-Welkmeiſter.
P. Achter=Kunſtreigen: 1. RV. Mainz=Biſchofs=

Der Sonntag brachte bei den Rad= Weltmei=
ſterſchaften
in der alten Meſſeſtadt Leipzig die
Entſcheidungen der Amateur= und Berufsflieger=
Rennen. Wie erwartet, geſtaltete ſich die Mei=
ſterſchaft
der Berufsflieger zu einem packenden
Zweikampf zwiſchen dem belgiſchen Weltmeiſter
Scherens und ſeinem jungen Kölner Rivalen
Albert Richter. Der mit allen Wäſſerchen ge=
waſchene
Belgier Scherens triumphierte noch
einmal über den Kölner, der ſein Heil in den
erſten beiden Entſcheidungsläufen vergeblich in
langen Spurts geſucht hatte. Etwas überraſchend
für uns kommt jedoch der vierte Platz
von Toni Merkens. In der Vorentſcheidung traf
Merkens auf den Holländer van Vliet, der durch
einen kleinen Schwenker den Deutſchen völlig
aus dem Konzept brachte und klar gewann. Im
Kampf um den erſten Platz trafen anſchließend
van Vliet=Holland und Pola=Italien zuſammen.
Der Italiener gewann klar. Merkens, der Pro=
teſt
gegen die Fahrweiſe van Vliets eingelegt
hatte, fuhr dann im Treffen um den dritten
Platz völlig luſtlos und wurde von dem Fran=
zoſen
Lenté noch auf den vierten Platz verwie=
ſen
.
Bei den Amateuren ſchied zunächſt der Köl=
ner
Klöckner aus, er wurde von dem Franzoſen
Lenté glatt geſchlagen. Dagegen gewannen Mer=
kens
und Lorenz ihre Läufe gegen Kaufmann=
Schweiz bzw. Heuſy=Belgien in überlegener Ma=
nier
. Im erſten Viertel=Finale hatte Lorenz
dann das Pech, mit dem Holländer van Vliet
in der Zielkurve zuſammenzuſtoßen. Der Deutſche
wurde disqualifiziert und ſein Gegner zum Sie=
ger
erklärt. Merkens mußte ſich anſtrengen,
um den Italiener Rigoni aus dem Rennen zu
werfen, deſſen Landsmann Pola den Hollän=
der
van der Linden nur mit Reifenſtärke ſchlug,
während ſich als vierter Teilnehmer der Fran=
zoſe
Lenté über Bambagiotti=Italien quali=
fizierte
. In den Vorentſcheidungen gab es die
erſten Ueberraſchungen. Der deutſche Doppel=
meiſter
und Favorit Toni Merkens ſchied aus.
Der Holländer van Vliet brachte den Deutſchen,
wie bereits erwähnt, in der Zielkurve durch
einen kleinen Schwenker aus der Fahrbahn und
gewann ſo glatt. Merkens Proteſt wurde ab=
gewieſen
. Im Kampf um den dritten Platz un=
terlag
Merkens dann auch noch gegen den Fran=
zoſen
Lenté, den er in der letzten Kurve einen
Moment paſſiert hatte. Als Lenté erneut vor=
beiſpurtete
, richtete ſich Merkens luſtlos auf und
ſpazierte zehn Längen hinter ſeinem Gegner
durchs Ziel.
Im Kampf um den erſten Platz ſchlug der
Italiener Pola den Holländer van Vliet ſicher.
Die Schlußwertung: 1. Pola, 2. van Vliet,
3. Lenté, 4. Merkens.
In den Zwiſchenläufen der Berufsfah=
rer
gewann Richter zunächſt überlegen mit zwei
Längen gegen den alten Italiener Linari, und
auch Ehmer fertigte den Franzoſen Jezo leicht
ab. Steffes mußte ſich, wie erwartet, dem ſtar=
ken
Franzoſen Michard beugen, und Engel
wurde eigentlich etwas überraſchend von dem
holländiſchen Olympiaſieger van Egmond be=
zwungen
. Eine ſchöne Leiſtung bot Richter
dann im erſten Viertel=Finale, wo er den guten
Franzoſen Faucheux, der es mit einem 300=
Meter=Spurt verſuchte, ſicher mit ¼ Längen
ſchlug. Ehmer verlor gegen den belgiſchen Welt=
meiſter
Scherens dann glatt, und als weitere
Teilnehmer qualifizierten ſich noch die Franzo=
ſen
Michard und Gerardin über Falck
Hanſen bzw. van Egmond für die Vorentſchei=
dung
. Schluß=Stand= 1. Scherens, 2. Richter,
3. Gerardin, 4. Michard.
Gleich im Anſchluß wurde die Siegerehrung
vorgenommen.
Die Ergebniſſe.
Deutſche Saalſport=Meiſterſchaften.
Einer=Kunſtfahren: 1. G. Heidenreich (Adler
Breslau), 274,4 P.; 2. A. Seifert (Blitz Gör=
litz
), 271 P.; 3. H. Kompes (Schnecke Neuwerk),
255 P. Zweier=Kunſtfahren: 1. Gebr. Strömer
(Diana Oderbruch), 262 P.; 2. Ulbig=Hilbig

heim, 304,4 P.; 2. Stern Luckenwalde, 239,8 P.;

Die Ehrenpreiſe,
die vom verewigten Reichspräſidenten von Hin=
denburg
, vom Reichskanzler und Führer Adolf
Hitler und vom Reichsinnenminiſter Dr. Frick
geſtiftet wurden.
3. Radfahrer=Vereinigung 1907 Erfurt, 231,3 P.
Zweier=Radball: 1. Schreiber=Blerſch (Germania
Wanderluſt Frankfurt), 3 Siege, 29:14 Tore,
6:0 Punkte; 2. Ehlers=Müller (Taube Hanno=
ver
), 2 S., 19:14 T., 4:2 P.; 3. Gebr. Stoltze
(Erfurter Turnerſchaft), 1 S., 14:26 T., 2:4 P.;
4. Gebr. Siemeth (Tgd. Leipzig=Lindenau), 0 S.,
14:22 T., 0:6 P. Ergebniſſe der ſechs End=
ſpiele
: Hannover Leipzig 6:5 (4:2), Frank=
furt
Erfurt 14:4 (8:2), Frankfurt Han=
nover
7:6 (2:2), Erfurt Leipzig 8:5 (7:3),
Hannover Erfurt 7:2 (3:1), Frankfurt
Leipzig 8:4 (2:1).
Flieger=Weltmeiſterſchaften.
Berufsfahrer. Zwiſchenläufe: 1. Lauf:
1. Scherens Belgien, 12,4; 2. Leene=Holland, 1
Lg. 2. Lauf: 1. Michard=Frankreich, 12,2; 2.
Steffes=Deutſchland, 1½ Lg. 3. Lauf: 1. Fau=
cheux
=Frankreich; 2. Meyer Anderſen=Dänemark,
¼ Lg. 4. Lauf: 1. Gerardin=Frankreich, 12,4;
2. van den Heuwel=Holland, 1 Lg. 5. Lauf: 1.
van Egmond=Holland, 12,3; 2. Engel=Deutſchl.,
1 Lg. 6. Lauf: 1. Richter=Deutſchland, 13,2; 2.
Linari=Italien, 2 Lg. 7. Lauf: 1. Falck Hanſen=
Dänemark, 13,2; 2. Huybrechts=Belgien, 2 Lg.
8. Lauf: 1. Ehmer=Deutſchland, 13,2; 2. Jezo=
Frankreich. Viertelfinale. 1. Lauf: 1. Scherens,
12,4: 2. Ehmer, 1 Lg. 2. Lauf: 1. Michard, 12,2;
2 Falck Hanſen, 2 Lg. 3. Lauf: 1. Gerardin,
12,1: :2. van Egmond. 4. Lauf: 1. Richter, 12,2;
2. Faucheux, ¼ Lg. Vorentſcheidungen. 1. Lauf:
1. Scherens, 13,1: 2. Gérardin, 1½ Lg. 2. Lauf:
1. Richter, 12,1: 2. Michard, 1 Lg. Um den 3.
Platz: 1. Michard, 2. Gérardin. Um den 1. Platz:
1. Scherens, 2. Richter.
Amateure. Zwiſchenläufe. 1. Lauf: 1.
Bambagiotti=Italien, 13; 2. Wägelin=Schweiz,
½ Lg. 2. Lauf: 1. Lente=Frankreich, 14: 2. Klöck=
ner
=Deutſchland, 2 Lg. 3. Lauf: 1. Rigioni= Ita=
lien
, 13,1: 2. Maton=Frankreich, ¼ Lg. 4. Lauf:
1. van Vliet=Holland; 2. Mozzo=Italien (als
1. disqualifiziert). 5. Lauf: 1. Pola, 13 Sek.;

2. Leene=Holland, 1½ Lg. 6. Lauf: 1. Merkens=
Deutſchland, 13 Sek.; 2. Kauf.nann=Schweiz, 2
Lg. 7. Lauf: 1. van der Linden=Holland, 12,2;
2. Horn=England, 5 Lg. 8. Lauf: 1. Lorenz=
Deutſchland, 13,4; 2. Heuſy=Belgien, 2 Lg. Vier=
telfinale
. 1. Lauf: 1. Lente=Frankreich, 13,2;
2. van der Linden (Reifenſtärke). 3. Lauf: 1.
van Vliet; 2. Lorenz, disqualifiziert. 4. Lauf:
1. Merkens, 12,4: 2. Rigoni, ½ Lg. Vorentſchei=
dungen
. 1. Lauf: 1. Pola, 13,4: 2. Lente, ¼ Lg.
2. Lauf: 1. van Vliet, 13,2: 2. Merkens. Um
den 3. Platz: 1. Lente, 12,3: 2. Merkens, 10 Lg.
2. Lauf: 1. Lente, 13,4: 2. Merkens, 1 Lg. Um
den 1. Platz: 1. Lauf: 1. Pola, 12.4; 2. van
Vliet, ½ Lg. 2. Lauf: 1. Pola, 13,2; 2. van
Vliet, ½ Lg.
Deutſche Saalſpork=
Meiſterſchaften
im Rahmen der Rad= Weltmeiſter=
ſchaften
in Leipzig.
Die im Rahmen der Rad=Weltmeiſterſchaften
in Leipzig durchgeführten deutſchen Saalſport=

Montag, 13. Auguſt 1934
Meiſterſchaften gingen nach zahlreichen Ausſche
dungskämpfen am Vortage (Samstag abend) =
Ende. Wie man erwartet hatte, begegneten d
Titelkämpfe allgemein großem Intereſſe. J
Mittelpunkt der fünf Meiſterſchafts=Wetth
werbe ſtand natürlich wieder das Zweie,
Radballſpiel, in dem der alte Meiſt,
RV. Germania=Wanderluſt Franz
furt abermals ſiegreich blieb. Im Eine
Kunſtfahren wurde der Sieg des früher=
Europameiſters Heidenreich=Breslau äuße
beifällig aufgenommen. Im Zweier=Kun
fahren ſetzten ſich die Gebrüder Störme
(Oderbruch) erfolgreich durch, und im Se
ſer=Kunſtreigen kamen die Bonner Ro
touriſten um ſo leichter, zum Erfolge, als
Sechs von Blitz=Neukölln nicht am Start we
Das gleiche gilt, für den Achter=Reige
der ſomit an den RV. Mainz=Biſcho
heim fiel. Nach dem Abſchluß der Veranſt
tung wurde ſofort die Siegerverkündigung u
Preisverteilung vorgenommen.

Der Feſt=Korſo.
Zu einer großartigen und kaum zu übertr
fenden Werbung für den Gedanken des Re
ſports und den deutſchen Sport überhaupt
ſtaltete ſich am Sonntag der Große Feſt=Kor

Die erſten Alpenfahrer am Ziel
erfolgreichſten Adlerfahrer, ſprachen ſich ü.
Alpenfahrt vor dem Abſchluß.
die letzte Etappe lobend aus. Beſonders

Am Samstag wurde die fünfte und vor=
letzte
Etappe über 455 Km. von Vene=
dig
nach Agram gefahren. Die Strecke
wies keine beſonderen landſchaftlichen Schön=
heiten
auf und ſie war auch für die Teilneh=
mer
nicht ſchwierig. Noch ſieben deutſche
Fabrikmannſchaften ſind ohne Strafpunkte und
es hat den Anſchein, als würden unſere
Fabrikate die zum Teil ſchweren Bedingungen
reſtlos erfüllen. Auf großen glatten Straßen
kam das Rudel der Fahrzeuge ſchnell vorwärts
und in den frühen Nachmittagsſtunden trafen
die Erſten am Etappenziel in Agram ein.
Dort hatte ſich eine große Zuſchauermenge zum
Empfang der Fahrer eingefunden. Leider gab
es gerade beim Abſchluß der ſonſt einwandfrei
verlaufenen Tagesſtrecke einen bedauerlichen
Unfall. Ein in den Weg laufendes Kind und
ein Polizeibeamter, der das Kind noch retten
vollte, wurden von den Wagen erfaßt und
getötet. Mit der über 621 Km. führenden
Etappe von Agram über Laibach nach München
hat die ſchwere Prüfung am Sonntag ihr
Ende erreicht.
Die ſtark gelichteten Reihen der Alpenfahrer
haben ihr Ziel, das heiß erſehnte München,
erreicht. Der letzte Tag brachte auf der äußerſt

Ein Prob egalopp.
Trainingsfahrt auf der Bahn in Leipzig=Lindenau.

Ein Teilnehmer bei der Fahrt über den Furka=
Paß, der 2400 Meter hoch liegt.
ſchwierigen Etappe von Zagreb nach München
noch manche Ausfälle und unerwünſchte Straf=
punkte
. Bei den letzten 616 zu durchfahrenden
Kilometern gab es noch große Hinderniſſe, wie
die Turracher Höhen und die Radſtädter
Tauern. Wenigſtens waren die Fahrer dies=
mal
von der großen Staubplage, die ſie zuleßt
auf italieniſchem Gebiet durchzumachen hatten,
verſchont. Schon lange vorher hatten ſich an
der Zielkontrolle in München=Ramsdorf und
am Endpunkt der Fahrt im Ausſtellungspark
Menſchenmaſſen eingefunden, die die ſchließlich
gegen 16 Uhr eintreffenden Fahrer begeiſtert
empfingen. Die Zufahrtsſtraßen waren durch
SA=Männer und SA=Motorſturm abgeſperrt.
Ab 16.30 Uhr paſſierten in Minuten=Abſtänden
die geſprengten Mannſchaften von Holland und
Frankreich der Wertungsgruppe 1 über 3000
ccm. als erſte das Ziel. Dhom=Paris und
Girard=Paris auf Delahaye, ſowie Bakker=Shut
(Holland) auf Ford trafen zuerſt im Ausſtel=
lungspark
ein. Mit Mutſaerts=Holland auf
Ford hatte auch der erſte Einzelfahrer das
Ziel paſſiert. Rund 20 Fahrzeuge der Wer=
tungsgruppe
1 und 2 trafen in der erſten
Stunde ein. Viel Beifall erntete das ſtraf=
punktfreie
Adler=Diplomat=Team, die erſten
deutſchen Teilnehmer am Ziel. Dann kam
allerdings mit Strafpunkten, die engliſche
Talbot=Mannſchaft an. Wimmer=Berlin, Gehr=
mann
=Frankfurt und Hofmann=Frankfurt, die

ging die Fahrt von Berchtesgaden bis n
München.
Nachdem die Wertungsgruppen I und
mit weiteren Verluſten ſo ziemlich in Müng
eingetroffen waren, rollten auch langſam
Teilnehmer der Gruppen III und IV
Unter dieſen befand ſich auch der bekan
Alpenfahrt=Spezialiſt Hinterleitner=Müng
auf Wanderer. Hinterleitner fand die le
Etappe mit Ausnahme der vielen Schlaglö=
auf
der Turracher Höhe als nicht die ſchl
teſte, jedenfalls wirkte wohltuend die fan
Abſperrung auf bayeriſchem Gebiet, auch
Straßen befanden ſich hier in einem ta
loſen Zuſtand. Frl. Fritſch=Berlin rei
wegen der Länge der letzten Etappe eine kle
Beſchwerde ein. Sie hatte damit nicht ſo.
recht, denn aus den vorgeſehenen 622
waren 662 Km. geworden. Die Verlänger
der Strocke verurſachten zwei Umleitung
die wegen Straßenumbauten vorgenom=
werden
mußten.
Inzwiſchen war die Opel=Mannſchaft Di
Blüm=Draiſer geſchloſſen eingekommen.
Adler=Trumpf=Trio, von Guilleaume, H
Löhr, fuhr geſchloſſen durchs Ziel und d
folgten die drei engliſchen Riley=Fahrer R
Farrar und Griffiths. Engeſſer=Karlsruhe
Opel und Sauerwein=Mainz auf Adler=Tru
haben ebenfalls die Kontrolle paſſiert.
ihnen geſellten ſich noch Graf von Weſt
Mumm=Frankfurt und das BMW=Team
Brenner=Kandt=von Delius.
Bis in die erſten Nachtſtunden des
tags hatten 85 Fahrer von 100 in Ag
geſtarteten die Zielkontrolle München paſ
Geſchicklichkeitsfahren
des Darmſtädker Radſpork-Clubs 1
Regen Sportbetrieb konnte der Sportsfr
am Sonntag morgen im Hofe der Turn
Soderſtraße miterleben. Hier die Mannen
Kraftſportvereins Darmſtadt 1910 bei
Training und letzten Schliff für das am
menden Sonntag ſtattfindende Kreisfeſt
dort der Darmſtädter Radſport=Club bei der
tragung ſeines alljährlich auszutragenden
ſchicklichkeitswettbewerbs. Der Wanderpreis
diesmal beſonders heiß umſtritten, bei der
gend werden wahre Prachtleiſtungen an Ge
lichkeit bewundert.
Endgültiger Sieger wird Wölfelſchneider
der damit Gewinner des wertvollen 60
Wanderpreiſes wird.
Hoffentlich gelingt es dem Verein, Erſe
beſchaffen, damit er dieſen Sport, der dem F
die heute ſo nötige Verkehrsſicherheit gib
kommenden Jahr in noch größerem Maße
bauen kann.
Ergebniſſe.
1. Wölfelſchneider (Wanderpreis) 73.16
2. L. Fleichhacker 67,36; 3. Seip 62,40; 4.
62,24; 5. Mink 61,55; 6. Bauer 60,94;
56,66; 8. Huhn 55,53; 9. E. Mohr 54,47
Büttner 53,22; 11. F. Fleiſchhacker 51,93
Meißner 51,38; 13. Freudenberger 51,34
Kornmeſſer 51,14; 15. Schwarz 48,61; 1
Fleiſchhacker 47,86; 17. Dietz 31,21; 18.
mann 30,37 Punkte.
Damen: 1. Aug. Preis 57,78 Punkte;
Jöckel 52,30 Punkte; 3. V. Feth 43,14 Pur
Jugend: 1. E. Mohr 69,96 Punkte; 2
dinger 67,71; 3. Lang 61,60; 4. Schaaf
5. Rentrop 52,01; 6. Krüger 51,52; 7. K-
50,45; 8. W. Röder 48,14; 9. Kindinger
10. E. Röder 34,03 Punkte.
Altersklaſſe: K. Becker 55,12 Punkte.

Deutſcher Meiſter im 20=Kilom.=Gehen

der Titelverteidiger Schnitt, SC. Charlotte
der in Frankfurt a. M. in der Zeit von 1
Stunden Bauer=Stuttgart, Hänel=Erfur.
Wied=Frankfurt auf die Plätze verwies.

Die Sppg. Fürth gewann im

Nürnberge

vor 5000 Zuſchauern den Julius=Streiche
ball=Pokal gegen den ASV. Nürnberg m.

Rumäniens Davispokalmannſchaft zum
gegen Deutſchland am 17. bis 19. Auguſt 1
lin wird von den bisher wenig hervorget!
Spielern Hamburger und Schmidt gebild
Die beſte Zeit des Tages beim Lücke!
Bergrennen fuhr der Münchener Rudi Sk.
auf Bugatti mit einem Stundenmittel von
Kilom. Das Rennen war in dieſem Jah /
von 20 000 Zuſchauern beſucht.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 222 Seite 7

Montag, 13. Auguſt 1934

Nach den Ferien.
die Bedeukung der Nachkur. Die ſeeliſche Umſtellung in und nach den Ferien.
Die eigene Verankworlung für die Leiſtungsfähigkeit.

Von Dr. med. Hans Hoske.
Es iſt ſo ganz verſchieden, wie die Menſchen aus ihren
jen heimkehren. Der eine erzählt noch lange Zeit von ſei=
Erlebniſſen, der andere weiß von unerhörten Leiſtungen
berichten, oder aber es ſind Menſchen, denen man nicht die
ngſte Aenderung anmerkt. Sie ſitzen, als wäre nichts ge=
en
, wieder an ihrem Arbeitsplatz und ſchaffen nach alter
vohnheit. So ſehr ſind ſie vom Leben unterjocht, ſo wenig
ſie aufgerüttelt, daß nichts an dem alten Trott ſich geändert
Aus dieſem Verhalten kann man ſehr deutlich erkennen,
her Art der Menſch iſt und wie er es verſtanden hat, die
izeit für ſich auszunutzen und zu verwerten.
Wir ſind vielfach noch gewohnt, den Grad der Erholung
der Farbe (wobei bei braun immer gern gleich geſund ge=
wird
) und der Gewichtszunahme zu beurteilen. Der Wert
Sonnenbräune und der Körperfülle iſt aber nur bedingt
dieſer Richtung einzuſchätzen. Man muß ſich vor allen
gen darüber im klaren ſein, daß bei einer richtig verwer=
Erholung dieſe Gewichtszunahme erſt hinter=
einſetzen
wird. Ja, man kann dieſe Erſcheinung ge=
zu
als ein Kriterium benutzen. Schnelle Gewichtszunahme
rend der Ferien und baldiger Gewichtsverluſt hinterher be=
en
nur, daß es ſich um keine echte Zunahme an Körper=
tanz
, ſondern nur um einen Aufſchwung der Gewebe, allen=
um
eine (meiſt unerwünſchte) Vermehrung des Fettgewe=
gehandelt
hat. Was wir dagegen brauchen, iſt eine ſo ge=
rete
Ferienausnutzung, daß ſie als ein recht langanhaltender
auf den Organismus, in der Folgezeit einwirkt. Die
ndlage für dieſen Anreiz zu ſchaffen, dazu ſind die Ferien
Ihn aber auch zur Auswirkung kommen zu laſſen, iſt
gabe der Folgezeit. Hier nicht wieder alles zu vernichten,
ſich eben im Keime regen und geſtalten will, iſt ſehr
ntlich und wird meiſt überſehen.
Beſonders bei einem Kuraufenthalt iſt die Nachkur von
rrordentlicher Bedeutung. Man kann nicht vier oder ſechs
hen Kur machen, um bei der Rückkehr ſofort wieder in
alte Sündenleben zu verfallen. Wer Kuren nötig hat, darf
iicht als Ablaßzettel für die Zukunft anſehen, ſondern ſie
angen ein vorſichtiges Verhalten auch in Zukunft, damit der
gebeſſerte Zuſtand ſich auch feſtigen kann. Was für den
nken und Erholungsbedürftigen gilt hat für den Geſunden
mindere Bedeutung. Auch für ihn ſind die Ferien nur
erſte ſtarke Anſtoß zur Wiederherſtellung. Erſt dieſer An=
ſchafft
die Sammlung neuer Kräfte, von deren Ueberfluß
ſchaffenden Energien in der Zukunft erhofft werden. Das
idert auch für den geſunden Organismus in der Nachkur
pflegliche Behandlung und die Beachtung aller der Grund=
der
täglichen Hygiene.
Von den Ferien erwarten wir eine Belebung des gan=
Menſchen, nicht nur der Körperlichkeit allein, und was
die Ferien erſt recht ſo bemerken läßt, das iſt das andere
ſonſt, dies ungebunden und frei ſein. Gerade die ſee=
Umſtellung wieder in das Berufs= und Alltagsleben fällt
meiſt ſehr ſchwer. Ganz beſonders aber den Kindern! Des=

halb ſoll man ihnen auch nicht unnötig verdeutlichen, daß nun
der Ernſt des Lebens wieder beginnt. Gerade bei nervöſen,
fchwächlichen Kindern beſteht die große Gefahr, daß mit dieſer
Arbeits= und Schulankündigung, die manche Eltern bis zu
Drohungen geſtalten zu müſſen glauben, eine Angſtreaktion aus=
gelöſt
wird, die den hoffnungsvollen Erholungserfolg in ſein
Gegenteil verkehrt. Bedenken wir doch, wie ſchwer ſchon den
Erwachſenen die erſten Berufstage wieder fallen, um wieviel
mehr muß es bei den Kindern ſein, denen Ferien eine Rück=
kehr
in das gelobte Land der Träume und Spiele zu ſein
ſcheinen. Ein rauhes Wort kann hier jede Erholungsmöglich=
keit
zunichte machen ein wenig Zureden in der Uebergangs=
zeit
, ein wenig helfen, alles retten!
Nicht alſo die Ferien eigentlich ſind Erholung ſie ſind
andersgeſtaltete Reize als das bisherige Leben, deren Wir=
lung
dann in der Nachzeit erſt den ganzen Menſchen ſich er=
holen
läßt. Die Ferien und der neue Arbeitsbeginn ſollen ſo
Anlaß für uns ſein, auch einmal das Gleichmaß unſeres ge=
wohnten
Alltagsleben zu überdenken und zu prüfen, was daran
ſich wohl beſſern läßt zu unſer eigenem und der Mitwelt
beſten. Wir beginnen da mit der Ueberlegung, wie ſich die
Arbeitskraft am beſten erhalten läßt, und bemerken, wenn wir
nur gutwillig und ſelbſtkritiſch genug ſind, mit Erſtaunen wie
hiele unſerer Angewohnheiten alles andere als der Leiſtung
förderlich ſind. Warum kann man nicht auch daheim nach des
Tages Tätigkeit noch einen erfriſchenden Spaziergang machen,
um den Kopf freizubekommen, ſich die Beine vom ungeſunden
Stilleſitzen oder Stehen den ganzen Tag über noch etwas zu
vertreten und das träge Blut in beſſeren Umlauf zu bringen
ſind den faulen Stoffwechſel ein wenig in Bewegung zu brin=
gen
! Das geht in der Stadt ebenſo gut wie draußen in den
Ferien. Mancher wird bei der Gelegenheit erſt ſeine Stadt,
ihre Anlagen und ihre nähere Umgebung kennen lernen. Das
iſt auf alle Fälle beſſer, als alle Abende nach dem Abendeſſen
bei einer Zigarre und einer Zeitung das Radio wahllos dudeln
zu laſſen! Und kann man nicht auch in der Arbeitszeit ſeine
Pauſe viel zweckmäßiger ausnutzen, wenn man ſich ein wenig
Bewegung macht und einmal nicht zu langſam und bequem die
Straße hinauf= und hinuntergeht, oder wer es günſtiger hat,
ſich in den nahen Parkanlagen zu ergehen? Das iſt gerade für
den Winter von großer Bedeutung, wo wir ohnehin ſchon uns
viel mehr in den Räumen aufhalten müſſen, als eigentlich
nötig ware.
Vielleicht erinnert ſich auch mancher, wie gut ihm draußen
an der See oder im Gebirge die ſportliche Arbeit getan hat,
und nimmt das zum Anlaß, ſich weiterhin in einem Verein
zu betätigen. Vielleicht hat er auch bemerkt, daß es nicht un=
bedingt
notwendig iſt, nach jeder Mahlzeit den unvermeidlichen
Skat, verſchönt mit Zigarre und Bier, zu ſich zu nehmen. Viel=
leicht
hat er auch bemerkt, daß man durchaus nicht alle Abende
bis in die ſinkende Nacht auf ſein muß bei irgend welchen der
noch geſundheitlich wie kulturell oft ſo zweifelhaften Vergnü=
gungen
der Stadt und daß genügend Schlaf ihm wirklich mehr
Elaſtizität, Leiſtung und Anſehen gibt.
Dann denkt er wohl auch einmal daran, daß die Leiſtungs=
fähigkeit
nicht von der Güte der Krankenkaſſe oder dem Können
ſeines Hausarztes abhängt, ſondern daß er ſelber dafür ganz
allein die Verantwortung trägt.

Aus Heſſen.
* Schühk das Wieſel.

In dieſem Jahre tritt das Wieſel oder Hermelin ſehr
auf. Das Tierchen wird leider von Kindern ſehr verfolgt.
ei daher darauf hingewieſen, daß das Wieſel der ſchlimmſte
ger von Mäuſen und Hamſtern iſt. Gerade in dieſem Jahre
ie Mäuſeplage auf den Feldern ſehr groß und ſo bildet das
el ein gutes Gegengewicht gegen dieſe Schädlinge.

Ak, Nieder=Ramſtadt, 11. Aug. NS. Volkswohlfahrt.
aus hieſiger Gemeinde zum Landerholungsaufenthalt ver=
ten
Kinder, die in der Gegend von Frankfurt/M. und Hanau
rgebracht waren, kehren am Dienstag, 14. d. M., zurück. Eine
ölung der Kinder am Hauptbahnhof Darmſtadt iſt nicht er=
erlich
. Die Ortsgruppenleitung läßt die Kinder abholen und
ringt dieſe nach hier, wo ſie gegen 1 Uhr nachmittags auf dem
ektplatz eintreffen. Am Freitag, 17. d. M., treffen die erſten
enkinder zum Erholungsaufenthalt in hieſiger Gemeinde ein.
ächſt ſind 29 Kinder hier und in Waſchenbach unterzubringen.
ſtammen aus der Gegend von St. Goarshauſen, Naſtätten.
beit die ſeinerzeit gezeichneten Pflegeſtellen diesmal noch nicht
egt werden konnten, erfolgt dies zu einem ſpäteren Zeitpunkt.
Inpftermin. Am Donnerstag, 16. Aug., vormittags um
ihr, findet in hieſiger Gemeinde öffentlicher Impftermin ſtätt.
E. Ober=Ramſtadt, 11. Aug. Ein beobachtetes Anſteigen der
Idfrevel, Obſtdiebſtähle uſw. gab der Bürgermeiſterei Ver=
aſſung
, in einer öffentlichen Bekanntmachung darauf hinzu=
ſen
, daß auf Beſchluß des Gemeinderats mit ſofortiger Wir=
gegen
alle betroffenen Feldfrevler mit den ſchärfſten Mitteln
ächſichtlich vorgegangen wird. Neben Herbeiführung einer
findlichen Beſtrafung werden auch die Namen der Frevler
eln veröffentlicht. Nur mit rückſichtsloſem Vorgehen kann den=
gen
, die glauben, ſich am Eigentum ihrer Mitmenſchen ver=
fen
zu bürfen, das Handwerk gelegt werden. N. S. V. In
chtung des Aufrufs der Kreisamtsleitung der NSV. über
men= und Kranzſpenden für den verſtorbenen Reichspräſiden=
Generalfeldmarſchall von Hindenburg in der Preſſe ſind hier
einige Beträge zugunſten der Arbeit der NSV. geſtiftet wor=
Ueber die Geldſpenden werden Quittungen ausgehändigt,
demnächſt gegen ein künſtleriſches Erinnerungsblatt einge=
cht
werden können.
*: Dieburg, 10. Aug. Raiffeiſen=Verein. In ſeiner
Skalverſammlung wurde die Umſchreibung von unbeſchränkter
lung in Geſellſchaft mit beſchränkter Haftpflicht beſchloſſen.
Alich des Zuſammenſchluſſes vom Raiffeiſen=Verein und der
Erlichen Bezugs= und Abſatzgenoſſenſchaft wurde auf ein Jahr
vntereſſengemeinſchaft ins Leben gerufen, die gemeinſamen
und Verkauf vorſieht, aber von den beiderſeitigen Vorſtän=
Bluhrt getrennte Abrechnung beibehält. Ein Ausſchuß leitet
Ven geſetzlichen Vorſchriften die Zuſammenſchlußarbeiten, ſo
Nach Ablauf eines Jahres die Verſchmelzung, vorausſichtlich
** Einem neuen Namen, ſtattfindet. Die Pachtung der am
Mtorver gelegenen, früher der Firma Kahn u. Bär gehörigen
EE letzt im Beſitz der Reichsbahndirektion Mainz, ſteht zu
7 angemeſſenen Preis vor dem Abſchluß und dürfte das An=
4luhrgeſchäft günſtig beeinfluſſen. Es iſt ſehr zu wünſchen,
De Hoffnungen, die an die weittragenden Beſchlüſſe dieſer
StAtverſammlung geknüpft werden, ſich erfüllen zum Vorteil
Ste ſchwer kämpfenden bäuerlichen Bevölkerung.
N. Dieburg, 11. Aug. Goldne Hochzeit. Geſunder
gpuchs Im nahen Oberroden konnte geſtern der im
2eſand lebende Polizeidiener Mich. Köhl mit ſeiner Gattin
er der goldenen Hochzeitz begehen. Das Ehepaar erfreut ſich
TeI Gelundhett. Neun Kinder ſind der Ehe entſproſſen von denen
Euen und alle verheikatet ſind. Nicht weniger als 20 Enkelkin=
inen
dem Jubelpaare Glückwünſche überbringen.

Schulungskurſe für Funkwarke auf der
Funkausſtellung.
Aus Anlaß der Großen Deutſchen Funkausſtellung finden in
Berlin unter der Geſamtleitung des Intendanten des Reichsſen=
ders
Breslau, Gaufunkwarts Hans Kriegler, Schulungskurſe
für die Funkwarte ſtatt. In zwei Kurſen von je fünf Tagen wer=
den
die Funkwarte in einem Gemeinſchaftslager in der Nähe des
Berliner Ausſtellungsgeländes funkpolitiſch und funktechniſch ge=
ſchult
. Die Leitung der politiſchen Schulung liegt bei Gaufunkwart
Kriegler, die techniſche bei Dr. Ing. Pungs. Profeſſor am Inſti=
tut
für Fetnmeldetechnik der Techniſchen Hochſchule zu Braun=
ſchweig
.
Neben den Funkwarten werden zu den Kurſen aus jedem Gau
5 techniſche Sonderbeauftragte delegiert, die von denjenigen Orten
zu nehmen ſind, an denen traditionsgemäß die großen Maſſen=
kundgebungen
der Partei ſtattgefunden haben und auch in Zukunft
ſtattfinden werden. Zu dieſen techniſchen Sonderbeauftragten, die
von den Gaufunkwarten zu benennen ſind, werden zunächſt die
Kreisfunkwarte zu rechnen ſein, ſoweit ſie Techniker ſind oder
aber die techniſchen Beratungsſtellenleiter der jeweiligen Kreis=
gruppen
des Reichsverbandes Deutſcher Rundfunkteilnehmer
(RDR) und des Deutſchen Funktechniſchen Verbandes (DFTV.).
Um die kameradſchaftliche Zuſammenarbeit zwiſchen den Sen=
dern
und der Funkwartbewegung zum Ausdruck zu bringen, wer=
den
auch die Intendanten und Sendeleiter der deutſchen Reichs=
ſender
und auch die Angehörigen der Reichsrundfunk=Geſellſchaft
einſchließlich der Berliner Sender und die Sachbearbeiter für
Preſſefragen bei den Reichsſendern an den Schulungskurſen teil=
nehmen
.
Neben den Sachbearbeitern aus den verſchiedenſten Gebieten
des Funkſchaffens werden auf den Schulungskurſen der Präſident
der Reichsrundfunkbammer, Horſt Dreßler=Andreß, und
der Reichsſendeleiter Eugen Hadamovſky wiederholt das
Wort nehmen, Dreßler=Andreß ſpricht zu dem Thema Rundfunk
und Kultur, Hadamoyſky zu dem Thema Der Funkwart als
Amtsleiter der Partei, Neben Führungen durch das Heinrich=
Hertz=Inſtitut, durch die Funkanlagen in Königswuſterhauſen
und in Zeeſen findet auch eine Beſichtigung der Druckerei des
NS.=Funk ſtatt, der parteiamtlichen Funkzeitſchrift, deren Haupt=
ſchriftleiter
, Heinz Franke, vor den Funkwarten über die Bedeu=
tung
der nationalſozialiſtiſchen Preſſe ſprechen wird.
Die Teilnehmer an den Schulungskurſen der Funkwarte wer=
den
in Zelten untergebracht und empfangen ihre Verpflegung
durch Feldküchen. An den Eröffnungsfeierlichkeiten der Großen
Deutſchen Funkausſtellung beteiligen ſich die Funkwarte in einem
geſchloſſenen Aufmarſch.

100 000 marſchieren!
Hunderkkauſende ſehen zu!

t. Gernsheim, 11. Auguſt. Ausder NS. Hago. In der
geſtrigen Verſammlung ſprach Kreisleiter Bein über wichtige
wirtſchaftliche Fragen ſowie über die wirtſchaftliche Lage im Han=
del
und Händwerk. Seine ausführlichen Worte wurden mit rei=
chem
Beifall aufgenommen. Am Sonntag mittag 2 Uhr findet
in der kathol, Pfarrkirche eine Gedächtnistrauerfeier für den ver=
ſtorbenen
Reichspräſidenten Generalfeldmärſchall von Hindenburg
ſtatt. Es wirken der Kirchenchor Cäcilia ſowie die Muſikkapelle
mit. Die diejährige bekannte Gernſemer Kerb findet
am 19. und 20. Auguſt ſtatt.

Skraßenbericht

für die Woche vom 12. bis 18. Auguſt 1934.
(Mitgeteilt vom Deutſchen Automobil=Club, Gau 15 Weſtmark?
Bezirk Starkenburg und Rheinheſſen.)
Fernverkehrsſtraßen in Starkenburg und Rheinbeſſen:
Keine Sperren gemeldet.
Hauptſtraßen in Starkenburg und Rheinheſſen:
Groß=Bieberau Brensbach (vom Abzweig nach Werſau bis
Brensbach) vom 12. 7. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Werſau.
LampertheimMannheim vom 2. Auguſt bis auf weiteres ge=
ſperrt
. Umleitung: BürſtadtWorms oder Lorſch-Viernheim.
Sonſtige Straßen in Starkenburg und Rheinheſſen:
Mörfelden-Langen vom 16. 10. 1933 bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: GräfenhauſenWixhauſen oder Neu=Iſenburg.
DarmſtadtGräfenhauſen vom 13. 11. 1933 bis auf weiteres ge=
ſperrt
. Umleitung: ArheilgenWixhauſen oder Weiterſtadt
Schneppenhauſen.
Pfungſtadt Eſchollbrücken und Pfungſtadt Griesheim bis zur
Kreuzung mit der Straße DarmſtadtEſchollbrücken vom 11. 1.
bis auf weiteres geſperrr. Umleitung: EſchollbrückenHahn.
DarmſtadtEſchollbrücken vom 28 11. 33 bis auf weiteres ge=
ſperrt
. Umleitung: EberſtadtPfungſtadt.
Mühlheim a. M.Lämmerſpiel-Hauſen vom 9. 5. bis auf weite=
res
geſperrt. Umleitung: Offenbach-Bieber oder Groß= Stein=
heim
Tannenmühle.
Ortsdurchfahrt Egelsbach, im Zuge nach der Wolfsgartenſtraße,
vom 11. 6. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Langen.
UrberachOber=Roden vom 20. 6. bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: Eppertshauſen oder OffenthalDietzenbach.
BabenhauſenDudenhofen vom 25. 6. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Seligenſtadt.
HeuſenſtammObertshauſenD=Straße 13 vom 18. 6. bis auf
weiteres geſperrt, Umleitung: RombrückenTannenmühle oder
Bieber.
EberſtadtNieder=Ramſtadt vom Felſenkeller bis Kühler Grund
vom 19. 7. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Darmſtadt.
HofheimWehrzollhaus (Worms), Km. 3,86,0, vom 23. 7. bis
auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bobſtadt-Bürſtadt.
Aſtheim-Bauſchheim, Klm. 17,84320,667, vom 8. 8. bis auf wei=
teres
geſperrt. Umleitung: Hof Schönau.
Heppenheim-JuhöheMörlenbach (beim Bahnübergang Mörlen=
bach
für ſchwere Fahrzeuge geſperrt. Leichtere Fahrzeuge wer=
den
über eine Notbrücke durch die Bahnſtraße umgeleitet. Um=
leitung
für den Durchgangsverkehr: Lörzenbach oder Weinheim.
RappenauWimpfen vom 3. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umlei=
tung
: Bieberach oder Hohenſtadt.

f. Aus dem Birkenauer Tal, 11. Aug. Im herrlich gelegenen
Birkenauer Tal, dem Anziehungspunkt vieler Fremden und Tou=
riſten
, wird zurzeit eine Schwimmanlage von großen Aus=
maßen
errichtet. Schon ſeit längerer Zeit arbeiten Notſtands=
arbeiter
an der Anlage und nahmen gewaltige Erdbewegungen
vor. Die ſtufenweiſe angelegten Böſchungen ſind fachmänniſch
planiert und umſäumen ein Baſſin, das eine 1500 Quadratmeter
große Waſſerfläche aufweiſt. Die Schwimmbahn iſt 50 Meter
lang und 30 Meter breit. Das Baſſin wird durch einen klaren
Waldquell geſpeiſt und dauernd von der Sonne beſtrahlt. Der
Waſſerſtand beträgt an der tiefſten Stelle 4 Meter. Für dauern=
den
Zu= und Abfluß iſt Sorge getragen. Bei ſtattfindenden
Schwimmfeſten iſt durch die ſtufenweiſe angelegten Böſchungen
ausreichender Platz für eine große Zuſchauermenge geſchaffen. Die
neue Schwimmanlage befindet ſich in unmittelbarer Verbindung
mit dem Sportplatz SA.=Standarte, dem Horſt=Weſſelplatz, durch
einen mehrere Meter hohen Damm vom Sportplatz getrennt. Die
Leitung der Bauarbeiten liegt in den Händen des Städtiſchen
Vermeſſungsamtes Weinheim.
Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier. Freiburg 251.
Frankfurt: Montag, 13. Auguſt
5.45: Stuttgart: Choral, Zeit, Wetter. 5.50 u 6.15: Gymnaſtik.
6.40: Zeit, Meldungen. 6.50: Wetter. 6.55: Frühkonzert=
8.10: Waſſerſtand, Wekter, 8.15: Stuttgart: Gymnaſtik.
10.00: Nachr. 10.30: Nur Trier; Eigene Sendung.
11.00; Werbekonzert, 11.40: Meldungen. 11.50; Soztal=
dienſt
.
12.00 Baden=Baden: Symphonie= und Kurorcheſter. 13.00)
Zeit, Saardienſt, Nachr. 13.10: Nachr. 13.20: Stuttgart:
Deutſche Volkslieder auf Schallplatten. 13.50: Zeit, Nächr.
14.00: Funkſtille. 14:30: Nur Raſſel; Nachr. 14.40: Heſ
Volkslieder 15.30: Wetter. 15.35: Wirtſchaftsbertcht.
15:50: Zeit Wirtſchaftsmeldungen.
16.00; Bad Wildungen: Nachmittagskonzert. 17.30: Eike von
Repkow, der Künder deutſchen Rechtsempfindens. Zwiegeſpräch.
17.45: Mandolinen= und Gitarrenmuſik. 1800: Stunde der
Jugend: Feſtgefahren was nun? 18.25: Funkſtille.
18.45: Meldungen. 18.50: Das Leben ſpricht!
19.00: Balladen von Carl Loewe. 19.30: Saat=Umſchau.
19.40: Die Grubenſicherheit im Saargebiet. Geſpräch. 20.00:
Zeit, Nachr. 2.10 Unkerhaltungskonzert. 22.004 Funk=
ſtille
22.2: Zeit, Nachr. 22.45: Nachr., Wetter, Sport.
23.00; Hamburg: Nachtmuſik. 24.00; Skuttgart: Nachtmuſik.
Deutſchlandſender
Welle 1571.
Deutſchlandſender: Montag, 13. Auguſt
5.50: Nachr. 6.00: Berlins
5.45! Hamburg: Wetter.
Gymnaſtik. 6.15: Tagesſpruch. 6.20: Hambürg: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): Nachr. 8.00; Sperrzeit.
8.45: Leibesübung für die Frau. 9.40: Elſe Vorwerk: Die
Hausfrau als Käuferin und Verbraucherin. 10.00: Nachr.
10.10: Deutſches Volkstum: Ein Gohgericht. Hörſpiel. 10.50:
Schulfunk: Körperliche Erziehung 11.15: Seewetterbericht.
11.30: Funkſtille. 11.55: Wetter.
12.00: Breslau: Stadtorcheſter Bunzlau. Ltg.: Muſikdirektor Arpdt.
12.55: Zeitzeichen. 13.00: Schallplatten: Sätze aus Sinfonien.
Anſchl.: Wetter. 13.45: Nachr. 14.00: Sperrzeit.
14.45: Glückwünſche und Programmhinweiſe. 15.00: Wetter
Börſe. 15.15: Für die Frau: Blumen unſere tägliche
Freude. 15.40: Werkſtunde für die Jugend: Flugzeugmodellbau=
16.00: Stuttgart: Philharmon. Orcheſter. Ltg.: W. Hahn. 17.25:
Bücherſtunde: Der märkiſche Wanderkamerad. 17.40: Wie
muß eine deutſche Zeitung ausſehen? 18.00: Die Ernte. Ein
Kranz von Ernteliedern und Erntegedichten. 18.50: Zeitfunk.
18.55! Das Gedicht; anſchl.: Wetter.
19.00: Wenn wir marſchieren. Lieder und Märſche. Der Maſ=
kowſki
=Sturm. 19.45: Europaſchwimmeiſterſchaften 1934 in
Magdeburg. 20.00: Kernſpruch. Anſchl.: Kurznachk.
20.10! Zeitfunk. 20.15: Muſik aus dem tauſendjährigen Dom
zu Qüedlinburg. (Aufn.). 21.15: Stuttgart: Triumph des
Barocks. Das Schloß in Bruchſal. 22.00; Wetter=, Tages=
und Sportnachr. 22.25: Glück ab! Deutſchlands beſte Segel=
flieger
erzählen von ihren Erlebniſſen. 22.45: Seewetterbericht.
23.00: München: Unterhaltungsmuſik. Lta.: Bruno Aulich.
Weltetbericht.
Ausſichten für Montag, den 13. Auguſt: Wechſelnd bewölkt und
aufheiternd, für die Jahreszeit zu kühl, vorwiegend trocken.
Ausſichten für Dienstag, den 14. Auguſt: Meiſt heiter, zeitweiſe
auch leicht wolkig, tagsüber etwas wärmer, trocken.
Hauptſchriftleitung: J. V.: Max Streeſe.
Verantwortlich für Politik u. Wiriſchaft: J. V. Andreas Bauer; für Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für den Schlußdienſt: Andreas
Bauer; ſür den Handel: Dr. C.H.Quetſch: für den Sport: J. V./ Dr. C. 6.Quetſch;
für Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild u. Wort: Dr. Herbert Nette; für den
Anzeigenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle ſämtlich in Darmſtadt.
D. A. V1k. 84. 22894. Druck unb Verlag: L. C. Wittich, Darmſtadt, Nheinſtraße 23.
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie ber Rückſendung nicht übernommen,
Sprechſtunden der Redaktion: Vormittags 121 Uhr, nachmittags 67 Uhr,
Die heutigs Nummer hat 8 Seiten.

[ ][  ]

Seite 8 Nr. 222

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Montag, 13. Auguſt 1934

AHRUNG
SEPTENBER

10)

Nachdruck verboten.

Ich bin es geweſen, ich war dabei, als der Einbruch ſtattfand,
ich habe dich beſtohlen, das Geld in meiner Taſche iſt dein Geld‟
das hatte Latimer vor zu ſagen. Er hielt das Köfferchen in
ſeinen Händen und ſchwieg. Die Haut über ſeinen Backenknochen
ſpannte ſich. Einige Male ſtrich er ſich über die Stirn, als dächte
er über die Sache gründlich nach. Wann haben Sie die Wert=
ſachen
in den Koffer gelegt? forſchte er im Ton eines Unter=
ſuchungsrichters
.
Geſtern abend, bevor ich ſchlafen ging.
Waren die Wertſachen heute morgen noch da, bevor Sie das
Hotel verließen?
Ich weiß es nicht, ich habe nicht mehr nachgeſehen.
Verzeih’ mir, ich ahnte nicht, daß der Einbruch dir, einer
Frau galt, ich hatte kein Geld und mußte nach Berlin, mein Vater
liegt im Sterben das wollte er ihr ſagen. Die Geſchichte war
zu rührſelig, zu ſentimental. Latimer verſchränkte die Arme über
ſeiner Bruſt und neigte den Oberkörper etwas vor: Ich nehme
an, daß die Wertſachen über Nacht geſtohlen worden ſind, ich
nehme an, daß Sie von einem Hoteldieb heimgeſucht wurden.
Haben Sie nichts bemerkt? Das Geräuſch einer Tür, die ſich be=
wegte
? Schritte? Ein Kniſtern in der Dunkelheit? Iſt Ihnen gar
nichts aufgefallen?
Nichts, ich ſchlief feſt.
Ja, du ſchliefſt ſehr feſt, du erwachteſt nicht einmal, als es in
deinem Zimmer plötzlich hell wurde, weil die Vorhänge ausein=
anderflatterten
, du ſchliefeſt ungewöhnlich feſt. Was wurde
Ihnen entwendet? erkundigte er ſich heiſer und über alle Maßen
geſpannt.
Da wandte ſie ſich mit einem Blick an ihn, mit einem ſo kla=
ren
und ſicheren Blick, daß er faſt ſeine Selbſtbeherrſchung verloren
hätte. Er wurde blaß und glühend rot vor Anſtrengung, ſich zu
beherrſchen. Eine Perlenkette und ein paar tauſend Mark, un=
gefähr
ſiebentauſend Mark, es waren ſchwarze Perlen.
Sie ſtreckte die Hand nach ihm aus nach ihm, der ſie ent=

geiſtert und trüb lächelnd anſah, flüchtig berührte ſie mit ihrer
Hand ſein Handgelenk. Eine Perlenkette und ungefähr ſieben=
tauſend
Mark, wiederholte er für ſich, es waren ſchwarze Per=
len‟
. Die Sachlage war unerträglich, dieſe Sachlage erinnerte ihn
an einen üblen Film, in dem gleichfalls ſchwarze Perlen entwen=
det
worden waren, allerdings gab es nur wenige Filme, in denen
auf die ſchwarzen Perlen verzichtet wurde, das Publikum ver=
angte
geradezu den Diebſtahl ſchwarzer Perlen! Latimer war
empört, daß gerade er in ſo eine Sache, die ſchlechteſter Film war,
verwickelt war.
Was für ein Leichtſinn! warf er ihr vor. Man trägt auf
Reiſen nicht ſiebentauſend Mark bei ſich. Sie hätten das Geld von
einer Bank überweiſen laſſen ſollen.
Sie antwortete kühl: Schelten Sie mich nicht aus! Es kön=
nen
auch acht= oder zehntauſend Mark geweſen ſein. Ich pflege
mein Geld nicht zu zählen ich bin nämlich kein Buchhalter, mein
Herr!"
Nein, was für ein Leichtſinn, was für ein Unverſtand! Sie=
ben
= oder acht= oder zehntauſend Mark, und es nicht zu wiſſen! Es
nicht zu wiſſen mit der Begründung: Ich bin nämlich kein Buch=
halter
, mein Herr! Er kam davon ab, daß ſie einen reichen Freund
oder einen großzügigen Vater hatte. Er verfiel darauf, daß ſie
verheiratet war, verheiratet mit einem Geldmann! Den Mann
ſah er förmlich vor ſich: breit, aus Ziegelſtein, maſſiv! Deſſen
Frau war ſie! Kein Zweifel.
Aus dem Geld mache ich mir nichts, dem Geld laufe ich nicht
nach. Ich verdiene Geld genug! Mir kommt es nur auf die Per=
len
an.
Der Mann, den Latimer ſoeben aus Ziegelſtein aufgebaut
hatte, ſtürzte zuſammen; es hatte wohl mit der Architektur nicht
ganz geſtimmt. Sie verdiente Geld genug Latimer wußte nichts
daraus zu machen.
Den Milliardär Thomas Elihu Ryſler um ein paar Bank=
noten
zu erleichtern, hätte er auf ſich genommen, es hätte ſich

wieder gut machen laſſen. Ryſler war aber vor ein paar Monater
geſtorben die Sache, in die er verwickelt war, ließ ſich von kei
nem Standpunkt aus vertreten. Er hatte einer Frau ſiebentau
ſend Mark und eine Perlenkette entwendet; der Umſtand, daß e
nur einen kleinen Anteil an der Beute hatte, war belanglos.
Er hatte Phantaſie, eine glühende und überſchäumende Pbau
taſie, die aber nicht ausreichte, ein Mittel zu erſinnen, um d
Sache wieder gutzumachen, ohne ein Geſtändnis abzulegen. Nu
wenn er ſofort geſtand, konnte Gralla verhaftet und die Beu
ſichergeſtellt werden.
Das Geſtändnis, an dem Einbruch beteiligt geweſen zu ſei
behielt Latimer für ſich. Er konnte mit ſeinem Geſtändnis e
furchtbares Unheil anrichten. In allen Zeitungen der Welt wür
es zu leſen ſein, niemals durfte der Vater es erfahren, daß Hei
Latimer verhaftet worden war. Das Leben des Vaters wog me
als eine Perlenkette. Noch immer war ſeine Phantaſie tätig, e
der Suche nach einem Ausweg.
Haben Sie einen Verdacht? fuhr Latimer plötzlich fort.
mit einer eigentümlichen Schärfe auszufragen. Wußte irge
jemand davon, daß Sie einen großen Geldbetrag und koſtbau
Schmuck bei ſich führten?
Ich kann niemanden verdächtigen, es wußte niemand etn
davon.
Haben Sie auf dem Lido Bekanntſchaften gemacht?
Ich habe viel getanzt
Erinnern Sie ſich an beſtimmte Geſichter? Iſt Ihnen
beſtimmtes Geſicht in Erinnerung geblieben? forſchte er,
Stirn ſchwer gerunzelt.
Den Koof zurückgelehnt und die Augen halb geſchloſſen, da
ſie nach: Ich lernte eine Dame kennen, die mir einige Tage le
Geſellſchaft leiſtete, ſie war mir unſympathiſch, aber ſie wich nu
von meiner Seite.
Wie hieß die Dame?
Es war eine Madame de Tronje.
Latimer blickte düſter vor ſich hin und nickte mit dem K
als wenn er es erwartet habe, daß ſie gerade dieſen Namen 1
nen würde. Es wunderte ihn nicht, nein, nicht im geringſten,
war er alſo der famoſen Madame de Tronje abermals begeg
Halten Sie es für möglich, daß dieſe Frau ?
Nein unterbrach ſie ihn ſofort. Ich habe keinen Grund/
zu verdächtigen. Sie war ſehr nett zu mir. Im übrigen hatt
einen fabelhaften Freund.
Sie hatte einen fabelhaften Freund?"
Einen alten Herrn, der mir glänzend gefiel. Er machte
ein wenig den Hof, Madame de Tronje wurde ſogar eiferſüch
Latimer erkundigte ſich nach dem Namen des alten Herr:
Nikolaus von Gralla. Einmal ſchickte er mir ſogar Ro
erwiderte ſie, ihn beunruhigt betrachtend. Was hatte er
Hielt er es etwa für verdächtig, daß der alte Herr ihr Roſen
ſchickt hatte?
Sie waren in ſchlechter Geſellſchaft, erklärte Latimer ſo=
ſtimmt
, als durchſchaue er die Zuſammenhänge und als wären
die Perſonen, von denen die Rede war, bekannt; die Roſen
nen ihm ein beſonderer Hinweis, eim Indiz zu ſein!
(Fortſetzung folgt.)

Wohin heute?

UHION
Bia auf welleros
Der beispiellose
Erfolg!
Ein Rann will
nach
Veutseblang
Sarl Ludrig Dichl,
Brisitte Horney,
Herm. Speelmanns. 1
Daz Wochenschau Fox - Woche
mit Hindenburg-
Godächtnis-Film.
Wendliche Zutrit, F Ingendliche Zutiu.

HE

Ein

hochkünstlerisches
Kammerspiel
Ausik im
Blux
Hanns Waag, Spbille
Sehmitz, Wolkgang
Liebeneiner, Leg
Slezak

mit demHindenburg-

(V8498
schau

Gedächtnis-Film.

PALAST
29e Bls auf welteres
Ein amerikanischer
Großfilm in deutsch.
Sprache, mit dem
unerhörten
Darsteller
Richard Dix
Uhdtätron
Pioniere des wilden
Westens.
Ein Fin voll Sensallon.
Ein Film voll Spanzunn.
Ein Fln mit Tempo.
Für Jugendliche
verboten.

Liehung bestimmt 17. Hugust
8. Eisenacher
Geld-Lotterie
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T000
Höchstgewinn auf Doppellos:
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Deutſche Bühne
Feſte und
Wechſel=Mieten
für die Spielzeit 1934/35 des
Landestheaters zu mäßigen
Preiſen in günſtigen Monats=
raten
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