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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
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Nummer 174
Dienstag, den 26. Juni 1934.
196. Jahrgang
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TDte Tafdäben des Matlokätft
zalsmus.
Eine Rundfunkrede des Reichsminiſters Rudolf Heß, des Skellverkrekers des Führers.
im Aau
S
Infolge ſtarken Regens mußte
die Abſchlußkundgebung des
Gauparteitages der NSDAP.
Gau Eſſen im Duisburger
Stadion am Sonntag abend
vorzeitig abgebrochen werden,
ſo daß der Stellvertreter des
Führers, Reichsminiſter Rudolf
Heß, die vorgeſehene Rede
nicht halten konnte.
Reichs=
miniſter Heß hat dieſe Rede
am Montag abend vom
Reichsſender Köln aus
gehalten. Die Rede iſtüber alle
deutſchen Sender gegangen. Er
ha und Ung
führte darin u. a. aus:
En, Steppru,de 6.
Meine Parteigenoſſen!
Eheſtandsue f.
Nationalſozialiſten!
Wenn gerade unter den
lenger
Arbeitern die treue=
Telefon1608 E
ſten Anhänger Adolf
Hitlers ſtehen, ſo iſt dies
Jür Betten und
ein /meis, daß es dem Führer gelang, das Wort wahr zu
maciß, ſwelches ſagt, daß Deutſchland am reichſten ſein wird,
der Hausffzu, werndrutſchlands ärmſter Sohn auch deſſen treueſter Sohn iſt.
— ſreppen. Dietſikmtſache bildet das Fundament zum Aufbau des neuen
Reicct, ſo wie der arbeitende Menſch an ſich das Fundament
: keinklachn
des 4iuvnalſozialismus iſt. Wenn trotz der Härte des
Daſeins=
ben-Kraulkamps und obwohl der Nationalſozialismus dem Arbeiter
zzbeithenstel Matzue! noch wenig geben konnte, dieſer innerlich beim
Natio=
naltſtaſfismus ſteht, ſo beweiſt dies ſeinen geſunden Blick für
—die Aünklichkeit: für das, was möglich iſt beim Aufbau des
Rei tz tund ſeiner an der Grenze des Zuſammenbruchs
ge=
weſttzn, Wirtſchaft. Es beweiſt, daß er verſtanden hat, daß
HIIEleingl ſeſſundung nicht innerhalb eines Jahres und weniger
aslerkling Mo ge ſich für den Einzelnen erheblich auswirken kann, daß
wiri elrnehr glücklich ſein müſſen, wenn in ſo kurzer Zeit
be=
reits A llionen von Volksgenofſen wieder zu Arbeit und Brot
gekchmem ſind, während der Führer 4 Jahre Zeit ſich
ausbe=
dumm ſat, die Arbeitsloſigkeit ganz zu beheben.
Tamr Arbeiter weiß, daß er im Verzicht auf höheren Lohn
bethenst, 2 ſeinz per bringt zugunſten derjenigen, die an neugeſchaffenen
Arb=uBtllätzen ſtehen. Gerade diejenigen, die ſelbſt
arbeits=
los Aluren, wiſſen wie hoffnungslos der Tag ohne
Aribi verrinnt. Und ſie wiſſen, was es heißt, wieder
irgend=
wieſktitſ chaffen zu können — und ſei es auch nur für Werte,
terigeſämells die ᛋ — ſpäter uns oder unſeren Kindern zugute kommen.
tieeik iſt Aufbau — Arbeiksloſigkeit Verfall.
At der politiſchen Macht in ſeinen Händen baut Adolf
Hitliyunmehr Euren Staat auf. Da iſt es Pflicht eines
Jeſdn. mit allen Kräften tätig mitzuarbeiten.
ſr haben dann und wann das Gefühl, daß hier oder dort
Sabokeure am Werke
R
vesgo zeu”” ſind /lleich, hinter welcher Front ſie ſich verbergen, ob in der
Wirx art, ob in der Beamtenſchaft oder ſonſtwo — wir
wer=
w kode" dey ie eines Tages doch zu finden wiſſen! Dann
ang 2 000” ſolle ſze den Nationalſozialismus kennen lernen! Alles
Goöße”” wiſtgerziehen, nur nicht das Vergehen am
alfe fültlile”, eigſten Volke!
Id. weil der Nationalſozialismus das Vergehen am Volke
genſetell nicht erzeiht, hat er mit der ihm eigenen Entſchloſſenheit auch
densh mpf gegen die Art von Saboteuren auf=
Lins Killel
genymen, die heute glauben, durch böswillige
Krüſk und Kritiſiererei der
nationalſozia=
lißtlich en Aufbauarbeit Schaden zufügen können.
ch gehöre nicht zu denjenigen, die in jeder Kritik gleich
ein 9 )rb rechen ſehen. Ich weiß auch, daß hie und da Anlaß
zu ſgrründeter Kritik beſteht: Um ſo ſchärfer wende ich
micht ber gegen diejenigen, die kaum vermeidbare Mängel, wie
ſie 40 nw tiefgehender Umſturz durch eine Millionenbewegung
katiutowwendig mit ſich bringt, zum Anlaß nehmen, um
Miß=
trande zut ſäen, Unruhe zu ſtiften und ihre eigenen politiſchen
Geſitt, zu betreiben.
ke diejenigen, die die Ergebniſſe menſchlicher Schwächen
unds rulänglichkeiten vor ſich ſehen, mögen doch bedenken, wie
unericv Großes in der ſo kurzen Zeit erreicht wurde. Wie
uiexbläch ſind demgegenüber die Schönheitsfehler!
Unmie ſie werden im Laufe der Zeit ausgemerzt.
lch einem Rückblick auf das überwundene Syſtem in
Derlhllund und auf die gewaltigen Erfolge des
Nationalſozia=
lisrim äm Dritten Reich kann Rudolf Heß mit berechtigtem
Ste ſagen:
ei: Führer hat dem Leben der Deutſchen wieder einen
Sirnuggeben.”
AW wväre geworden, hätie der
Nationalſozialis=
mus den Kampf um die Macht nicht
ſiegreich beenden können?
das Schickſal den Führer nicht auserwählt deutſche
Weilältſuermung zur Nation und deutſche Wiederbelebung zum
Pochlu vollbringen? Was wäre geworden, hätte der Verſuch
deß uslandes, durch wirtſchaftlichen Boykott den National=
123/smaus in Deutſchland zu vernichten, Erfolg gehabt?
ütklichkeit geworden wäre, was in den Plänen des Karl=
Lighehot=Hauſes vorgeſehen war. Die Beſten des Volkes hätten
an irgendeiner Gefängnismauer ihr Leben beendet! Die
Regie=
rung in Deutſchland, ſoweit ſich eine ſolche überhaupt hätte
bilden können, wäre durch Beauftragte fremder Mächte gebildet
worden Zerſchlagen wäre das Heer, zerſchlagen wäre die
Wirt=
ſchaft, die Lebensbaſis des Volkes. Die deutſche Jugend, deren
hoffnungsvoller Idealismus heute unſer ganzes Glück iſt, wäre
das Opfer einer aſiatiſchen Nebellion geworden. Wo heute in
tauſend Keimen deutſches Leben wieder erwacht, ſchwelte letztes
Feuer der Zerſtörung einer europäiſchen Kulturnation, das über
ihre Grenzen hinausfräße, um auch den Organismus der
ande=
ren Völker Europas zu zerſtören. Als ſichtbares Zeichen ſolchen
Unterganges würden fremde Heere auf deutſchem Boden die
Machtanſprüche fremder Nationen zum blutigen Austrag
brin=
gen. Das wäre nach unſerem feſten Glauben Deutſchlands
Schick=
ſal geweſen hätte nicht am 30. Januar 1933 Adolf Hitler die
Zügel des Reiches übernommen.
Nach weiteren Hinweiſen auf die
Verwandlung Deukſchlands durch den
Nakional=
ſozialismus
fuhr Rudolf Heß fort: Im Grunde dokumentiert dieſe
Verwand=
lung in allem den Beginn der Ueberwindung des rein
materia=
liſtiſchen Denkens. Daß wir die Organiſationen des Marxismus
als die Brutſtätten materialiſtiſchen Denkens zerſchlagen haben,
iſt eine revolutionäre Tat, die die äußere Kraft unſerer
Be=
toegung zeigt. Daß wir aber auch nach den Organiſationen
den Geiſt des Materialismus in denen abtöten konnten, die als
einſtige Träger des marxiſtiſchen Organismus noch heute leben,
iſt ein Beweis für die überzeugende innere Kraft der Hitler=
Bewegung.
wie lächerich hebt fich al dieſen gegenüber
der Nörgler ab!
Er ſieht etwas Großes, daß er nicht begreift, und für deſſen
Ausmaß er nicht aufnahmefähig iſt. Eine vergangene Zeit hat
ihm die innere Größe genommen, die Vorausſetzung iſt für
das Begreifen des Geſchehens in unſeren Tagen. Der Nörgler,
meine Parteigenoſſen, muß ja da ſein, denn wo ſollen alle
die=
jenigen geblieben ſein, von deren Nörgeln einſt 30 Parteien
gelebt haben? Wenn damals 30 Deutſche — jeder in ſeiner
eigenen Partei organiſiert — vom Nörgeln lebte, welches
Wun=
der wäre ſchon geſchehen, wenn wir heute auf 30 Deutſche
einen Nörgler hätten! Die ewigen Beſſerwiſſer
kön=
uen ja einfach nicht Schritt halten mit uns.
Wie jämmerlich wirkk die Bierbankpolikik
des Philiſters und des Reakkionärs.
die der Aerger zerfrißt, daß ſie die Zeit nicht hat zum Zuge
kommen laſſen. Mit ihnen zu rechten, hat keinen Sinn, denn
bevor wir damit fertig wären, ſind ſie tot. Vielen von
ihnen hat nur noch kein roher
Wahrheitsfana=
tiker ihr bereits erfolgtes politiſches Sterben
klar zum Ausdruck gebracht. Ihnen gegenüber haben
wir die deutſche Revolution nahezu in einem jovialen Ton
voll=
zogen. Wir konnten es aus Kraftbewußtſein heraus, denn wir
wiſſen, daß dieſe Weiber im Männerrock, die deswegen
öſſentlich lärmen, weil ſie zu Hauſe nichts zu ſagen haben,
keine würdigen Geguer ſind.
Wir ſprechen eine neue Sprache, wir denken in neuen
Ge=
danken und handeln neue Taten: Seien wir nachſichtig mit
denen, die das Schickſal zum Abſeitsſtehen, zum Nichtverſtehen,
zum Nichtkönnen verdammt hat, und richten wir die Stoßkraft
unſeres ganzen Kampfes gegen die, die aus Böswilligkeit nicht
wollen.
Aus welcher Gedankenwelt heraus und in welcher Sprache
die Böswilligen daher reden, das zeigen uns ihre Blätter, die
draußen in der Emigration entſtehen. Jedesmal, wenn ich ein
ſolches Blatt in die Hand nehme, um vielleicht doch irgendwo
eine Kritik zu finden, die ich anerkennen könnte, habe ich nach
der Lektüre das Gefühl, es war wirklich verlorene Zeit.
Lehnen wir eine Auseinanderſetzung mit dieſen Kritikern ab,
ſo ſind wir andererſeits jeder Art ſachlicher Kritik, die dem Weſen
nationalſozialiſtiſchen Denkens entſpricht, zugänglich, ſofern ſie auf
geeignetem Wege vorgebracht wird. Der Weg führt über die
Ner=
venſtränge der Partei, dem lebendigen Bindeglied zwiſchen Führer
und Volk.
Niemals darf aber dieſe Kritik auf Straßen und Märkten
allen Unberufenen in die Ohren geſchrien werden zur Freude aller
Feinde des neuen Deutſchlands. Jeder, der öffentlich oder am
Stammtiſch Kritik übt, ſei ſich bewußt, daß er damit den Gegnern
ſeines Volkes Beihilfe leiſtet und oft vielleicht nachſagt, was
Agen=
ten und Provokateure böswillig unter dem Volk verbreiten.
Um ſo mehr aber müſſen wirkliche nationalſozialiſtiſche Führer
dafür Sorge kragen, daß berechkigke Krikik
dort=
hin durchdringk, wo die Möglichkeit beſtehl.
Beſſerung zu ſchaffen.
Ich erwarte von den Führern des Nationalſozialismus, daß ſie
mit offenen Augen und offenen Ohren durch den ihnen
anvertrau=
ten Befehlsbereich gehen und alles, was der Kritik wert iſt, und
durch Kritik geändert werden kann, nach oben melden, wobei ſie
auch der nüchternen Selbſtkritik nicht vergeſſen mögen.
Um ſo mehr wird derjenige, der lange in der Bewegung des
Führers zu ſtehen die Ehre hat, großzügig ſein gegenüber menſch=
lichen Eigenarten und Schwächen bei Führern des
Nationalſozia=
lismus, wenn ſie Hand in Hand gehen mit großen Leiſtungen. Und
er wird — das unterſcheidet ihn ja gerade vom Kritikaſter — mit
den großen Leiſtungen die kleinen Schwächen verzeihen, ſtatt
um=
gekehrt die kleinen Schwächen herauszuſtellen, um die Leiſtungen
zu ſchmälern.
Wir Nationalſozialiſten ſind eine große deutſche Familie. Jede
Familie hat auch ungeratene Kinder. Meine Parteigenoſſen, ich
bin weit entfernt von einem Vollkommenheitsſtandpunkt für alle
Nationalſozialiſten. Eine Millionenorganiſation mit nur
voll=
kommenen Führern iſt undenkbar auf dieſer Welt. Daraus ergibt
ſich natürlich auch, daß
an den Maßnahmen mancher Unkerführer Kritik
nichk nur berechtigk, ſondern auch nokwendig
ſein kann.
Es darf keiner, der berechtigte Kritik an zuſtändiger Stelle
vorbringt, im übrigen aber zur Bewegung gehört und ſeine Arbeit
für die Bewegung geleiſtet hat, deswegen in irgendeiner Form
benachteiligt werden.
Ich bin mir bemußt: Bei jeder großen Maſſenbewegung ſtellt
ſich hin und wieder heraus, daß ein Unterführer an
einen falſchen Platz geraten iſt. Selbſtverſtändlich
wird von uns dann eingegriffen.
Demjenigen Parteigenoſſen aber, der eben wirklich an
irgend=
einem Ort in Deutſchland unter ſolch einem Unterführer leidet,
rufe ich zu: Vergiß nie, was aus Deutſchland geworden iſt durch
den Nationalſozialismus. Was iſt die Laſt, die da und dort ein
nicht ganz zulänglicher Unterführer bedeutet, gegenüber der Laſt,
die das Deutſchland der Unehre und des Niedergangs dir
aufbür=
dete. Mit Stolz ſehen wir:
Einer bleibk von aller Kritik ſkeks ausgeſchloſſen
—das iſt der Führer.
Das kommt daher, daß jeder fühlt und weiß: Er hatte immer
recht, und er wird immer recht haben. In der kritikloſen Treue, in
der Hingabe an den Führer, die nach dem Warum im Einzelfalle
nicht fragt, in der ſtillſchweigenden Ausführung ſeiner Befehle
liegt unſer aller Nationalſozialismus verankert. Wir glauben
daran, daß der Führer einer höheren Berufung zur Geſtaltung
deutſchen Schickſals folgt! An dieſem Glauben gibt es keine Kritik.
Auf politiſchem Gebiet muß von Kritikern großer Probleme
verlangt werden, daß ſie in der Lage ſind, tatſächlich etwas beſſeres
vorzuſchlagen. Wer das nicht kann, ſoll lieber ſchweigen, ſonſt muß
er ſich gefallen laſſen, in die Reihen derer gerechnet zu werden, die
an Einzelerſcheinungen, die ſie übertreiben und verfälſchen,
kriti=
ſieren, um den Aerger über den großen Erfolg der
nationalſozia=
liſtiſchen Bewegung zu verbergen. Das nämlich iſt das häufigſte
Motiv der Verneiner und Kritiker: Der Aerger über unſer
Können.
Wir wollen bei jedem Volksgenoſſen fürs erſte immer
vor=
ausſetzen, daß er nur das Beſte für Volk und Vaterland will.
Gleichgültig, ob er Parteigenoſſe iſt oder nicht. Jeder der ehrlich
mithelfen will am Wiederaufbau, iſt uns willkommen. Wir
ver=
bitten uns aber die Kritik derjenigen, welche einſt an Stellen
ſtanden, an denen ſie hätten beweiſen können, daß ſie die Probleme
beſſer zu löſen verſtehen als wir und die verſagten — die den
Niedergang nicht aufzuhalten vermochten. Wenn wir heute an die
Löſung großer Probleme gehen,
kommk es nicht auf die Kritik an,
ſondern auf die Mikarbeik.
Wenn ſich die NSDAP., ohne daß ſie das ganze Kritiſieren
ſonderlich tragiſch nimmt, dennoch zum Kampf gegen Kritikaſter
und Nörgler entſchloſſen hat, dann führt ſie den Kampf
entſpre=
chend dem nationalſozialiſtiſchen Grundſatz: Wenn du ſchlägſt,
dann ſchlage hart! Dieſer Grundſatz hat ſich in 14jähriger
oppo=
ſitioneller Kampfzeit tauſendfach bewährt:
Und gerade der ausländiſche Beobachter muß dieſe
grundſätz=
liche Haltung der NSDAP., ein Ziel mit allen Kampfmethoden
zu verfolgen und für das jeweilige Ziel die ganze Kampfkraft der
Bewegung einzuſetzen, kennen, wenn er unſeren Kampf gegen das
Nörglertum beurteilen will.
Es gebe ſich das Ausland nicht krügeriſchen
Hoffnungen hin,
die Stimmung in Deutſchland hätte ſich irgendwie geändert.
Heute genau ſo wie im November 1933 könnte die
nationalſozia=
liſtiſche Führung, wenn ſie es für nötig hielte, das deutſche Volk
befragen, ob Deutſchland zum Nationalſozialismus ſteht oder
nicht. Mögen ſich im übrigen die fremden Staaten, die unſere
Gegner ſind, keiner Täuſchung hingeben: Ihre Hoffnung der
Nationalſozialismus könnte doch noch erledigt
werden, iſt ein gefährliches Hoffen, und die
Ver=
wirklichung ihres Hoffens würde tödlich für ſie ſelbſt ſein. Ein
Abtreten des Nationalſozialismus von der politiſchen Bühne des
deutſchen Volkes würde nicht etwa Deutſchland in erneute
Abhän=
gigkeit von allen Wünſchen der betreffenden Regierung bringen,
ſondern am Ende dieſer Eutwicklung ſtände ein europäiſches
Chaos. Die Folge einer Bolſchewiſierung Deutſchlands wäre eine
weitere Aufnahmebereitſchaft beſonders der Induſtrieſtaaten für
die marxiſtiſch=chaotiſche Peſt der Erde.
Das möge ſich jeder Politiker vor Augen halten, der mit
dem Gedanken einer Ueberwindung des Nationalſozialismus in
Deutſchland ſpielt!
Angeſichts dieſer Gefahr, die einer Naturkataſtrophe gleich
Deutſchland drohen würde, wenn der Nationalſozialismus
gefähr=
det wäre, kann man nur die ewig Vorgeſtrigen belächeln, die
glauben, der Nationalſozialismus könne durch eine Monarchie
oder durch die Führung „bewährter konſervativer Kräfte”
abge=
löſt werden.
Daß weder „bewährte Konſervative”, noch „hoffnungsfrohe
Monarchiſten”, noch auf die Erfolge der Wühlmäuſe bauende
Kommuniſten Bedeutung gewinnen, davor ſoll uns unſere
der=
zeitige Aktion ſichern!
Warnung vor Provokateuren.
Zu einer beſonderen Vorſicht möchte ich jene idealiſtiſchen
Leichtgläubigen unter meinen Parteigenoſſen mahnen, die
manch=
mal in der Erinnerung an den Heroismus und die herrliche
Ka=
meradſchaft in den Kampfzeiten der Bewegung dazu neigen, ſich
Provokateuren zuzuwenden, die Volksgenoſſen gegeneinander zu
hetzen verſuchen, und dieſes verbrecheriſche Spiel mit
dem Ehrennamen einer „zweiten Revolution”
bemänteln.
Die wahrhaften Führer der Bewegung werden nicht dulden,
daß Mißbrauch mit jenen getrieben wird, die mit leidenſchaftlicher
Hingabe am Gedanken der Revolution hängen, und denen aus
ihrer revolutionären Begeiſterung heraus die Fortſchritte zur
revolutionären Zielſetzung nicht ſchnell genug zu gehen ſcheinen.
Verantwortungsvolle, wirkliche Nationalſozialiſten müſſen
ver=
hindern, daß unſer Volk ſamt den wirklichen Revolutionären
ſchwerſten Schaden leidet. Denn es müßte Schaden leiden, wenn
Phantaſten mit Scheuklappen ſich in Revolutionsſpielerei
ergin=
gen: Revolutionen in Staaten mit komplizierten modernen
Wirt=
ſchaften, an denen das Leben der Völker hängt, können nicht nach
Vorbildern aus dem 18. Jahrhundert oder nach dem Muſter der
alljährlichen Revolutiönchen kleiner exotiſcher Republiken gemacht
werden.
Glaubt mir, der Führer hätte auch ein blutiges Spiel in
dieſem Sinne durchführen können ohne Rückſicht auf die praktiſche
Wirklichkeit — wer hätte ihn hindern wollen! —. Aber der
Füh=
rer hat auch hier wie ſtets in der Zeit der Oppoſition in all
ſei=
nem Handeln ſich von tiefſtem Verantwortungsgefühl leiten
laſſen und damit eine Kataſtrophe verhindert.
Vielleicht hält Adolf Hitler es für nötig, eines Tages die
Entwicklung wieder mit revolutionären Mitteln weiterzutreiben.
Immer aber darf es nur eine durch ihn geſteuerte Revolutiom
ſein. Der Befehl des Führers, dem win Treue ſchworen, allein
hat Geltung. Wehe dem, der die Treue bricht im Glauben, durch
eine Revolte der Revolution dienen zu können! Armſelig, die da
glauben, auserwählt zu ſein, durch agitatoriſches Handeln von
un=
ten dem Führer revolutionär helfen zu müſſen.
Wehe dem, der plump zwiſchen die feinen Fäden ſeiner
ſtrate=
giſchen Pläne hineintrampelt im Wahne, es ſchneller machen zu
können. Er iſt ein Feind der Revolution — auch wenn er im beſten
Glauben handelt.
Revolutionär im Herzen bleiben und nach den Grundſätzen
der nationalſozialiſtiſchen Revolution leben, darauf kommt es an!
In all unſeren Lebensäußerungen zeige ſich — das iſt die
Forde=
rung von uns wahren Revolutionären — ein neuer uns und
un=
ſerer Zeit angepaßter Stil. Die einen reden revolutionär, aber
das Handeln derer, die in ſtiller Arbeit bei kargem Lohn dem
revo=
lutionären nationalſozialiſtiſchen Wollen ſichtbaren Ausdruck
geben, iſt viel größer. Wer beiſpielsweiſe planend und praktiſch
arbeitend, an den für die Jahrhunderte gebauten Autobahnen
mit=
arbeitet, leiſtet mehr für die deutſche Revolution, als wer da
glaubt, in blutrünſtiger Rede über ſeine Impotenz hinwegtäuſchen
zu können.
Die lationalſozialiſtiſche Revolution war nicht um ihrer ſelbſt
willen nötig, ſie war nötig, um der Taten willen, die aus ihr
ge=
boren wurden und in Zukunft geboren werden!
Wie es in der Vergangenheit war, ſo wird es auch in Zukunft
bleiben: Es kann der Nationalſozialismus ſeine Aufgaben nur
löſen, ſeine Taten nur vollbringen, wenn der deutſche Arbeiter
geſchloſſen und treu zur nationalſozialiſtiſchen Führung ſteht. Es
wird ſich die nationalſozialiſtiſche Revolution vollenden durch die
Treue des Führers zum deutſchen Arbeiter und in der Treue des
deutſchen Arbeiters zu Adolf Hitler.
Für euch, mit euch und durch euch wird der Führer ſeinen
Sieg beendigen.
Reichskanzler Adolf Hitler beſichtigte am Montag in
Beglei=
tung des Generalinſpekteurs für die Reichsautobahn, Dr. Todt, die
Arbeiten der im Bau befindlichen deutſchen Alpenſtraße.
Der Reichswehrminiſter, Generaloberſt vom Blomberg, wird
am 26. Juni in München an der Tagung der Akademie für
deut=
ſches Recht teilnehmen.
Vom Tage.
Wegen ſcharfer Gegenſätze zwiſchen dem NSDFB. und der
SA. iſt von der Staatspolizei in Köslin und Stettin, um
Weite=
rungen vorzubeugen, ein einſtweiliges Verbot der NSDFB.
er=
laſſen worden. Das Verbot erſtreckt ſich auf jede politiſche
Betäti=
gung des Auftretens in Verſammlungen und Aufmärſchen ſowie
des Tragens der Uniform und Abzeichens.
Anläßlich einer Sonnwendfeier in Quetzin bei Henkenhagen,
Kreis Kolberg, verübte der NSDFB.=Mann Erich Kummerer eine
ſchwere Bluttat an dem SA.=Sturmführer Moltzahn. Moltzahn
liegt ſchwerverletzt im Krankenhaus.
Die Sperre des kleinen Grenzverkehrs zwiſchen Bayern und
Tirol iſt aufgehoben worden.
Der Sicherheitsdirektor von Vorarlberg hat die Sperre des
kleinen Grenzverkehrs mit dem Deutſchen Reich aufgehoben.
Das Standgericht Wien fällte am Montag nach zweitägiger
Verhandlung das Urteil gegen neun Nationalſozialiſten, die nach
der Anklageſchrift beſchuldigt waren, Telephon= und
Telegraphen=
leitungen zerſtört zu haben. Die Angeklagten beſtritten jede
Schuld. Sämtliche neun Angeklagten wurden für ſchuldig erkannt
und zu 5—10 Jahren ſchweren, verſchärften Kerkers verurteilt.
In den bekannten kommuniſtiſchen Hochburgen Kapfenberg
und Voigtsberg (Steiermark) haben ſich, einer amtlichen
Mittei=
lung zufolge, neue Anſchläge ereignet. In Kapfenberg wurde an
der Eingangstür des Pfarrhofes ein Sprengkörper zur Exploſion
gebracht. Dabei wurde Kaplan Eibel durch ein Sprengſtück ſo
ſchwer verletzt, daß er im Laufe des Sonntags im Krankenhaus
verſtorben iſt.
Der ſpaniſche Miniſterrat hat mit ſofortiger Wirkung für
ganz Spanien den Alarmzuſtand und die Preſſezenſur aufgehoben.
General Weygand hat ſeinen kurzen inoffiziellen Beſuch in
London beendet und iſt wieder nach Paris zurückgekehrt.
Der Biſchof von Birmingham hielt am Sonntag eine
auf=
ſehenerregende Rede, in der er für die Abrüſtung Englands, die
Rückgabe der Kolonien an Deutſchland und die Gewährung der
Selbſtverwaltung an Indien eintrat.
für die Einreichung von Ankrägen zur Eröffnung
des landwirtſchaftlichen Enkſchuldungsverfahrens.
Die Landesbauernſchaft Heſſen=Naſſau teilt mit:
Am 30. Juni läuft der Termin ab, an dem Anträge auf
Eröffnung des landwirtſchaftlichen
Entſchuldungsregelungsver=
jahrens geſtellt werden können. Alle Bauern und Landwirte, die
ſich aus eigenen Mitteln nicht entſchulden können, müſſen
ſämt=
lich bis zu dieſem Termin ihren Antrag bei dem zuſtändigen
Amtsgericht eingereicht haben. Nähere Auskunft gibt die
Landes=
bauernſchaft und ihre Kreisgeſchäftsſtellen.
der Oberlandesgerichtspräſidenken und
älte Preußens.
DNB. Berlin, 25. Juni.
Im preußiſchen Juſtizminiſterium fand am Montag unter
dem Vorſitz des Reichsminiſters der Juſtiz eine Arbeitstagung
der preußiſchen Oberlandesgerichtspräſidenten und
Generalſtaats=
anwälte ſtatt.
Bei Eröffnung der Sitzung wies der Miniſter in einer
An=
ſprache darauf hin, daß er den größten Wert darauf gelegt habe,
möglichſt bald nach Uebernahme der Leitung des preußiſchen
Juſtizminiſteriums mit den Führern der Provinzialjuſtizbehörden
perſönliche Fühlung zu nehmen. Miniſter Dr. Eürtner betonte
nachdrücklichſt, daß eine der ſicherſten Grundlagen des Staates
eine wahrhaft volkstümliche und gute Rechtspflege ſei. Um ſie
zu gewiſeleiſten, ſei kein neuer Weg und keine Methode
erforder=
lich, es gelte vielmehr, kraftvoll das fortzuſetzen, was vor
fünf=
viertel Jahren begonnen und ſeitdem weiter geführt worden ſei.
Der Miniſter ging dann auf die Bedeutung der Verbindung
zwi=
ſchen Reichsjuſtizminiſterium und preußiſchem Juſtizminiſterium
ein und hob hervor, daß es für das Reich ebenſo einen
außer=
ordentlichen Gewinn bedeute, die Erfahrungen der größten
Lan=
desjuſtizbehörde verwerten zu können, wie andererſeits für die
preußiſche Juſtizbehörde, in unmittelbarer Fühlungnahme mit
dem Geſetzgebungsminiſterium zu ſtehen. Als Abſchluß ſei zwar
an zentrale Reichsbehörden gedacht, ohne daß dieſe jedoch alle
Kompetenzen an ſich zögen und in ſich vereinigten. Es wurde
alsdann unter Leitung des Reichsjuſtizminiſters mit der
Bera=
tung des Arbeitsprogramms begonnen.
auf dem Gauparkeitag in Eſſen.
DNB. Eſſen, 24. Juu
In ſeiner Rede auf dem Gauparteitag in Eſſen führte R9/
propagandaminiſter Dr. Goebbels u. a. folgendes aus:
Niemand ſoll glauben, daß die Bewegung und das Vo
Zukunft von Kriſen und Gefahren verſchont bleiben könnte:
ſoll niemand glauben, unſere Feinde hätten ſich in die
Mauſe=
für dauernd verkrochen. Sie niſten darin — aber ſie warten,
auf ihre Stunde. Es ſoll niemand glauben, daß wir dieſe Ss
nicht ſehen. Wenn wir ſie in Ruhe laſſen, ſo nur deshalb, dea
aus ihren Mauſelöchern herauskommen. Geſchenkt wird
nichts. (Stürmiſcher Beifall.) Ich bin der Meinung, daß
nationalſozialiſtiſche Erziehungsarbeit den größten Erfolg beu
Arbeiterſchaft gehabt hat. Der Arbeiter iſt vernünftig. Er
durch eine jahrzehntelange Leidenszeit geſchult, zu gut, daßß
die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen. Der Fein
Nationalſozialismus ſitzt nicht bei den Arbeitern, ſondern
be=
vornehmen Herren. (Bravo.) Bei denen, die in dem Natſii
ſozialismus nur eine Zeiterſcheinung ſehen. Als die Revollg i0n ga der Noie
ausbrach, eilten ſie mit fliegenden Fahnen zu uns über, und /U0 uer Frörterut
ſie ſahen, daß wir ſie nicht mit offenen Armen aufnahmen, 990 nden ang
ſie ſich in den Schmollwinkel zurück. Dort opponierten ſiſ//
einem ganz kleinen Kreis. Man ſoll ſie nicht überſchätzen, / Flan nach Lonoe
ſie haben keine Möglichkeit, das Volk zu beeinfluſſen. Wir I09 2/ gerger, Reicht
dabei verſchiedene Erſcheinungsformen, in denen ſie auftuu/ Y0gr urich, Ar
Einmal als Reſerveoffiziere, dann als Intellektuelle, als Joraut
liſten, als Geiſtliche. Das iſt dieſelbe Clique, wie wir ſies 9/00/
Meſſng=
dem Kriege und während des Krieges erlebten, und ſie hat 1n
hinzugelernt, und ſie würde heute genau dasſelbe machen, wrut
geſtern gemacht hat.
cht wer
Ich weiß beſſer als alle anderen, daß auch auf dem Geiul !/, der engliſt
der Kulturpolitik noch manches geändert werden muß, unddüſawzwer um die Ein
auf dem Gebiete der Preſſe iſt nicht alles ſo, wie es ſeinmſtüm dzhalb der 2
Ich kann zwar Preſſegeſetze, aber keine Journaliſten erfihunk n gegeben, in
Die müſſen erſt in ihre Aufgaben hineinwachſen. Meine
Päur=
genoſſen, das Recht zur Kritik hat nur die NSDAP. auudſſchen Zellei
Allen anderen ſpreche ich ſie ab. Das Recht der Kritik wirddluw/ihelegen, And
der NSDAP. in ausreichendem Maße in Anſpruch genommewitwigſtens dIE
Ich halte es aber nicht für richtig, daß Bedenken der führewu miſchränku!
Schicht vor die ganze Oeffentlichkeit gebracht werden. Esi/uzfr ſich nich
nügt, wenn die Schicht, die die Mängel ändern kann, über wm ſeine Re
Mängel ſpricht. Diejenigen, die die Mängel nicht ändern 19ndrgen Deutſe
nen, brauchen auch nicht darüber zu reden. Und wenn vorn Pzlünden aufbaute
Preſſe behauptet wird, daß ſie zu einförmig geworden ſ.0
was übrigens zum großen Teil von ihr ſelbſt behauptet wir, 9Aſnd, Er. Krid
daß die Preſſe zu langweilig geworden ſei, ſo iſt da nichäncſhierig ſein Meit
Leſer ſchuld, ſondern der Journaliſt ſoll etwas friſcher wesdäfl!t vorhanden I.
Ihr müßt in der Preſſe das goldene Mittel finden. So fiſrnerhörten
auch mit den Kirchen. Wir ſtehen auf dem Boden des poſifmhler Länder
Chriſtentums. Wir können uns nicht an eine Konfeſſion birſayfüher in der
Wir ſind nicht katholiſch, ſind nicht proteſtantiſch, ſoms üſifen Angel
Deutſche. Wir haben gar nicht das Zeug zu religiöſen Mu
mationen in uns. Dafür ſind wir zu wenig Asketen. Wirnh./ Wir wiſſen
gnügen uns mit einer durchaus irdiſchen Aufgabe. Wir glasoſaltmens aller Gl
aber auch, daß dieſe irdiſche Aufgabe ihre religiöſe Note 4iſſheder feſtſtellen
Wir wünſchen mit der Kirche in Frieden zu leben, aber teiſt ihre Deviſe
Kirche muß auch uns in Frieden laſſen. Die Revolution ifital
ene V
Zeichen der Diſziplin und Loyalität verlaufen. Gewiß euctcka
n.
wir den Marxismus vernichtet, aber wir dulden im Lande i0
die Reaktion. Wenn der Führer heute vor die Bewegung Inr
und ſagte, meine Parteigenoſſen, jetzt wollen wir ihnen zeüEg
Fſeh
was wir mit ihnen machen, in 24 Stunden wären ſie Ep
ſchwunden, (Toſender Beifall.) Ich bin überhaupt der Meimr/f
daß wir die Macht haben, alles zu tun, was wir ſür rioh-Eu
dem einſ
halten. Unſere Macht iſt unbeſchränkt.
küx engliſche Se
Aehnlich iſt es mit der Außenpolitik, die darauf hinauslu/1/ Deutſchland
den Ring zu durchbrechen, der um uns gelegt worden iſt. GäTgngehälten we
ſo iſt es in der Abrüſtungsfrage. Es ſoll niemand glauben. 1 Fuswichtiger
dieſe Frage ruhe, ſie iſt dauernd in Bewegung. Man darf7Wwughe des Anzie
nicht die Nerven verlieren. Wer die letzte Belaſtungsprobe//e1, geworden i
ſteht, ſiegt. Unſere Lage war nie leicht, aber ſie iſt es auch TA0Munſeren aus.
nicht. Es muß ſich jeder darüber klar ſein, daß es des gan l00 uns die aus
Mannes bedarf, um über den Berg hinwegzukommen. 0Mandenen Mar
müſſen am Führer lernen, wir müſſen genau ſo hart, ſo klat die deutſe
ruhig in unſerer Weltanſchauung ſtehen, ohne nach links Mnß der engl
rechts zu ſchauen, wie der Führer. Wir müſſen im Augemſimhandlung
wo die Gefahr kommt, den ganzen Mut und die Kraft zuſamms ſuchzeitig auch di
faſſen und gegen die Kriſis anſtürmen, bis ſie am Boden 1 /aMen das Erge
Wenn ſie nicht beim erſten Stoß fällt, dann beim zweiten. 1ecchalb im Ar
muß uns die Vergangenheit gelehrt haben. Wir haben gar ketugſum in V
Grund, am Schickſal unſeres Landes zu zweifeln. Großes Mpll Men der D
wir vollbracht, und Großes werden wir noch zu vollbringen hegß Puumberlain dem
Nachgeben und Beharren.
Von Wilhelm Michel.
„Der Klügere gibt nach” heißt ein altes Wort. Es enthält
eine Feſtſtellung und eine Mahnung. Es ſtellt feſt: das
Nach=
geben iſt das klügere Verhalten, und es mahnt: Zeige dich
als den Klügeren, indem du nachgibſt.
An hundert Stellen des täglichen Lebens enthüllt dieſes
Wort eine wertvolle Wahrheit. Denken wir einmal an die
Mit=
bewohner unſres Hauſes. Da iſt die Hausfrau im erſten Stock.
Eine Perſon iſt das!, ſage ich Ihnen; nicht zu glauben!
Ob=
wohl ſie weiß, daß wir jeden Montag Wäſche haben, ſteht ſie
ausgerechnet Montags eine Stunde früher auf und ſpannt vor
Tag und Tau das Waſchſeil im Hof auf, zum Zeichen: Heut
hänge ich Wäſche auf, und ihr habt zu warten! Aber das iſt
noch gar nichts. Das Schlimme iſt, daß ſie dann oft erſt um
11, um 12 Uhr das erſte Stück Wäſche auf die Leine bringt.
Bis dahin könnte ſchon unſre ganze Wäſche getrocknet ſein!
Soll man ſich über ſolche Schikanen nicht erboſen? Und ſoll
man ſie ruhig hinnehmen? Und dabei ſchlagen die oben immer
die Türen zu, daß es knallt, und ſie grüßen kaum, wenn ſie
vorübergehen, und ausgerechnet, wenn wir Radio hören, ſtellen
ſie ihren Staubſauger an, daß der Empfang geſtört wird. Muß
man das alles nicht einmal dem Hausherrn ſagen, damit er
den Leuten aufs Dach ſteigt?
Aber da fällt uns noch rechtzeitig ein: Wir haben Kinder.
Süße Kinder, ſage ich Ihnen. Aber ſie trampeln manchmal die
Treppen herauf und herunter, daß es dröhnt. Und ſie ſtellen
ihre Fahrräder in den Flur, daß man drüber ſtolpern kann, ſie
ſchütten Waſſer aus ihrer Dachkammer herunter, daß es den
Leuten oben auf die Fenſterbank klatſcht, und ſie werfen auch
manchmal Zeitungen in den Vordergarten. Tun wir nicht gut,
zu erwägen, daß auch wir die Nachſicht der Leute oben
fort=
geſetzt in Anſpruch nehmen? — Ei freilich tun wir gut daran.
Und ſelbſt wenn wir tadellos wären: Der Friede im Haus
iſt doch das höchſte Intereſſe, das wir als Hausbewohner haben
können. Wenn wir dieſem höchſten Intereſſe ein kleines, ein
nebenſächliches Intereſſe zum Opfer bringen, nämlich dieſes
bißchen Rechthaberei und Beſtehen auf Kleinigkeiten — dann
handeln wir erſtens klug und zweitens ſittlich richtig.
Aber iſt denn nun das Nachgeben immer und überall die
einzig richtige Haltung?
Eine Mutter ſagte mir einmal: Mein Bub iſt ein goldiger
kleiner Burſch. Aber frech wie ein Spatz! Er braucht
ein=
fach von Zeit zu Zeit einen Jagdhieb vom Vater, damit er
weiß, wie weit er zu gehen hat und wo ſeine Grenzen ſind.
Iſt das ſchon ſo bei kleinen Menſchen, ſo erſt recht bei den
Großen und Erwachſenen. Sie neigen zum Ausarten, ſie gehen
überall mit ihren Anſprüchen und Uebergriffen genau ſo weit,
als ihnen auf der Gegenſeite kein Widerſtand gezeigt wird. Alſo
heißt es oft und oft im Leben, ihnen Widerſtand
entgegen=
ſetzen, feſt vor ihnen zu beharren. Nach Hunderten zählen die
Fälle im Leben, wo wir durch Nachgeben eine Situation nicht
verbeſſern, ſondern nur verſchlechtern würden. Und davon ganz
abgeſehen: Der Wert, der Charakter eines Menſchen kann ſich
faſt nur im Beharren recht kundtun. Das Nachgeben erhält
den Frieden, das iſt wahr. Aber das Beharren kann die
Tugend haben, daß es durch Kampf zu einem viel echteren
Frieden führt als er vorher beſtand.
Ich lebte als Student in einem fröhlichen Münchener Kreis,
in dem ein ſchöner Zufammenhalt war. Aber einige Leute
waren darunter, die hatten die Neigung, manchmal alberne,
unſaubere Witze ins Geſpräch zu miſchen. Man glaubt in
ſolchen Lagen zunächſt, man dürfe kein Spielverderber ſein, und
läßt ſich die Unarten der Freunde gefallen. So dachte auch ich
im Anfang. Aber eines Tages ſtand ich vom Tiſch auf und
erklärte: Kinder, ich laſſe mir dieſe alberne Art von
Unter=
haltung nicht mehr bieten! Entweder hört das auf, oder wir
ſind geſchiedene Leute. — Großes Halloh — aber nach ein paar
Tagen hatte ſich die Sache ſo entwickelt, daß die Unterhaltung
fortan ohne dieſe törichten Beimengungen auskam, und der
ganze Kreis wußte mir dafür Dank.
Ein erfolgreicher Schriftſteller ſagte mir vor vielen Jahren:
Wiſſen Sie, was das Geheimnis des Erfolges iſt? — Feſthalten
und Ausharren! Die Welt dreht ſich unaufhörlich, und an dem,
der beharrt, läuft ſie natürlich zunächſt vorbei. Aber nach
einiger Zeit kommt ſie auf ihrem Rundlauf wieder zu ihm,
und dann ſtimmt ſie ihm zu.
Man braucht nur an das Schickſal ſo vieler Erfinder zu
denken, ſo ſieht man das beſtätigt. Ich war im Jahr 1907 in
Holland, als Graf Zeppelin ſeine erſten Gedanken über eine
dauernde Verwertung des Luftſchiffs im Weltverkehr zu äußern
begann. Eine Geſellſchaft ſollte zu dieſem Zwecke in
Deutſch=
land gegründet werden. Da hätte man den Hohn in den
holländiſchen Zeitungen hören ſollen! Ständige Luftfahrtlinien
zwiſchen Bodenſee und Meer, wohl gar zwiſchen Berlin und
Paris! Welch ein Unſinn von dieſen närriſchen Deutſchen!
Manche Zeitungen druckten die Nachricht bloß ab und ſetzten
ein Ausrufezeichen dahinter. Das war ihrer Anſicht nach
hin=
reichend, um die vollkommene Albernheit dieſer Pläne
bloß=
zuſtellen. Graf Zeppelin und ſeine Leute ließen ſich aber nicht
ſtören — und wenn heute der Zeppelin nach Südamerika und
zurück fährt, ſind alle Plätze ſchon Monate voraus belegt.
Beharrlichkeit führt zum Ziel.
Aber bin ich denn da nicht in einen Widerſpruch geraten?
Erſt habe ich das Lob des Nachgebens geſungen, und jetzt preiſe
ich das Beharren. Geht denn beides zuſammen? — Ich glaube,
es geht ausgezeichnet zuſammen, und wie es zuſammengeht,
das kann man auf die Formel bringen: Nachgeben in n
kleinen, nebenſächlichen Dingen, und Beharren in den gun
und wichtigen Dingen! Ab und zu geben im Wie, im
fahren, im Weg, im Mittel, in der Schonung fremder Empſſ.
lichkeit — aber Feſtbleiben im Blick auf die großen Ziele 20
opf zerbreche
Werte! Das iſt die rechte Art, wie wir in unſrem Lebennda//
Nachgeben und das Beharren verteilen ſollten. Ja faſt N
harren kann, und beharren, damit das Nachgeben, wenn wirri
dazu entſchließen, auch einen Wert hat.
man ſagen: Nachgeben, damit man im Entſcheidendenn M0i
beſu
Gerade von großen Männern, die Helden des BehangzuAem er den
ſind, kann man am beſten lernen, wie ſich beides im 1Si
Leben verteilt. Gerade Menſchen mit großen Zielen und ſtt=MNp. n
Willenskraft zeigen uns oft eine erſtaunliche Elaſtizität i 9.; Nat
gen=
iſt er auch
Verhaltens im Einzelnen. Bismarck kannte in ſeiner Leh en
ſend und
arbeit nur ein einziges Ziel: Die Größe Deutſchlands 1Au
uſe in
die Größe Preußens. Aber wie wendig, wie ſchmiegſam 1
hielt er ſich auf dem Weg zu dieſem Ziel!. Er war ein M20 72, m Keler
Din früh iſt
des elaſtiſchen Ausweichens, ein Meiſter im Nachgebel,
kete
nur, um deſto ſicherer auf andrem Weg ans Ziel heranzube
An Bismarck, an allen wirklich großen Politikern kann
ſehen, daß eigentlich nur der Menſch, der einen 9997
Wert feſt ins Herz geſchloſſen hat und unverrückt auf. 1904
behiet der
Jaturſtudit
harrt, in echter Weiſe nachgeben kann.
Und um auf eine Sache des täglichen Lebens zuld
zukommen: Zu den gefährlichſten Formen des Zwiſtes
mend
geben, das ſeine Kraft holt aus dem Wiſſen um den Neut=
Geſamtſinn der Ehe. Zwei arme, enge, ſtachlige Herzel"
ihrer Ichſucht gegeneinander, das iſt eine heilloſe Lage=
wo Mann oder Frau ſich herausreißt aus der bitterf‟
ſchließung und voll Freude nachgibt im Bewußtſein:.
Menſch iſt mir zugewieſen und anvertraut, er hat Lieee
Alltag, gute und böſe Stunden treulich mit mir geteiln."
meine Hand gehalten in ſchlimmen Nächten, er hat mit. !
der Wiege und am Totenbett lieber Kinder geſeſſen, .
Liebe ſchuldig dem Ganzen ſeiner Exiſtenz und Le
Opfers — wo in dieſer Weiſe dem Ehegatten Ehre ſ.
und nachgegeben wird, da ordnet ſich das Verhältnis voml. 2t
her und wird geſund.
aus 4R
gültigeren Ordnungen! Es wird ſch erweiſen, db
Nachgeben und echles Beharren verſchwiſtert einherkomſi
der Schatten mit dem Licht.
Ehe iſt von ihnen vergiftet! Ich ſtelle mich nicht auf den Ste
punkt, daß alle Ehezwiſte durch ein ſchwächliches Nachgene?
ſchlichten wären. Nicht ein ſchwächliches Nachgeben, niche
feiges, halbes ſchielendes Nachgeben, das einen Stäche=
Herzen läßt, ſchafft Heilung — ſondern jenes ſtarke.
istag, 26. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 174 — Seite 3
Fiſceengnſce Trangfer=Belhandiängen
reiſe einer deutſchen Abordnung nach London. — Verſkändnisloſigkeit der engliſchen Regierung
für Deutſchlands Zwangslage.
Deutſchlands Ankwork
auf die engliſche Transfer=Noke.
DNB. Berlin, 25. Juni.
deutſche Regierung wird die am 22. Juni veröffentlichte
Nohudar engliſchen Regierung über die Transferfrage heute
begpoarten. Die Antwortnote der deutſchen Regierung wird
ner die in venginſklicht werden, ſobald ſie der engliſchen Regierung zu=
NSN3 gegguert iſt.
arder Note wird der Vorſchlag der engliſchen Regierung,
Dort zwwus zu ſſſe Erörterung der Transferfrage Vertreter nach London,
ſie nicht übnſt zu teſrnden, angenommen. Die deutſche Delegation, die heute
bu beeinfluſſen ? abde mach London abgereiſt iſt, beſteht aus Miniſterialdirigent
i beuer 7/ Orzz eiger, Reichsfinanzminiſterium, Vortragender Legations=
Jntellektu
6ratikſ. kUlrich, Auswärtiges Amt, und Direktor bei der Reichs=
Cliaue, wie
erlebten, mu f. bunnlgeſſing.
au dasſell
Neue Vorwürſe Chamberlains.
in Dender nd
ſer, engliſche Schatzkanzler Chamberlain hat im Unterhaus
alles ſo wie /tſchtiſw um die Einrichtung des Clearingamts ringen müſſen. Er
ine Journalitz hatil ish alb der Vorlage eine längere Begründung mit auf den
einwachſen A Webgegeben, in der er verſuchte, die Einwände, die aus der
ſur die Ne2u engülym Oeffentlichkeit heraus geltend gemacht wurden, zu
Necht der au wisteenen und den Nachweis zu erbringen, daß
N Andach werſtens die Forderung nach Vollmachten zur
Bedenken R!
gebracht mitr Eiſ” ränkung beſtimmter ausländiſcher
Ein=
gel ändem hm fu.ſich nicht gegen Deutſchland richte. Trotzdem
Mängel nicht Wau eſuine Rede eigentlich eine einzige Anklage
reden. Und ha ge zan Deutſchland, die ſich im weſentlichen auf den
införmig gehu Grüßierr aufbaute, wie ſie ſchon in der engliſchen Note
enthal=
hr ſelbſt behun ten / d. Er erkannte zwar an, daß Deutſchlands Lage ſehr
den ſei, ſo ſt) ſchtittix ſei, hielt aber daran feſt, daß noch ſtarke
Deviſenvor=
ſoll eiwas ſiſt rätek ol handen wären, und verſtieg ſich ſogar zu der
Mittel iuh un ſehöörten Behauptung, daß „die Gläubiger
dem Boda) akyke Wänder nicht mehr das Vertrauen wie
ht proteſtamtf
in eine Kol” früte: in den guten Willen Deutſchlands in
Zeug zu rcht 2191 Angelegenheiten fühlen”.
zu wenig Aln ᛋfür wiſſen nicht, was Herrn Chamberlain das Recht gibt,
hen Aufgabe namps aller Gläubiger zu ſprechen. Wir können nur immer
ihre religiöſt wieiſt peſtſtellen, daß die Reichsbank mit rückſichtsloſer
Offen=
frieden zu li heity ſne Deviſenlage vor den Gläubigern entwickelt hat und
ſſen. Die Rehrs daßy emifene Vertreter die vorgelegten Zahlen als richtig
an=
berlaufen, Eerkatn ſchaben, womit allein ſchon der Vorwurf der
Böswillig=
wir dulden ! kerttf tüäällt. Wir dürfen zudem feſtſtellen, daß die Reichsbank
te vor die hu vir/hlich auf irgendwelche Vorſchläge der Gläubiger gewartet
wollen wit that; wldaß ſie von ſich aus erſt einen Vorſchlag machen mußte,
Suunden un weilllie. Gläubiger ſich nicht einigen konnten. Schließlich kann
nüberhaun ja Eri Chamberlain nicht verlangen, daß die ganze Welt ſich
un, was zunuminar dem einſeitigen Intereſſe Englands richtet und wenn
der iläſche Schatzkanzler Berechnungen aufſtellt über die Art,
„wien emtſchland ſeine Einfuhr finanziert, ſo darf ihm
ent=
ſtik, die darau ”
„u gege sleh alten werden, daß wir nun einmal auf die Einfuhr
gelebt Doe” lebeünwchtiger Rohſtoffe angewieſen ſind, daß dieſe Einfuhr
ſou miemag infanl des Anziehens der Innenwirtſchaft ſelbſtverſtändlich
grö=
ewegung. * ßer worden iſt, daß wir aber im übrigen gerne bereit ſind,
lezte be, auchᛋnſeren ausländiſchen Verpflichtungen nachzukommen,
ſo=
ſ ober ſie)” bals ns die ausländiſchen Staaten die Möglichkeit geben, die
ſeitz, 9l2 vorſhidenen Markbeträge in Deviſen umzutauſchen.
g hinwegrln
deutſche Regierung hat inzwiſchen den
Vor=
n genau ſ E ſchlatſdur engliſchen Note angenommen und Vertreter zu
hen, ohne Veſſrann dlungen nach England entſandt. Sie hat
Wir mülſe 2 gleünginig auch die engliſche Note ausführlich beantwortet. Wir
ſt und die % warſt as Ergebnis dieſer Verhandlungen ab und wollen uns
en, bis ſie desito im Augenblick über das etwas komplizierte Clearing=
At, dann he* ſyſtés inn Verbindung mit der Unterſcheidung zwiſchen den
aben. Wik / Zimiſ ſoer Dawesanleihe und der übrigen Anleihen, wie ſie
weiſelt. Chdimel lain dem Unterhaus gegenüber entwickelt hat, noch nicht
Annahme des engliſchen Transfer=
Ermächtigungs=
geſetzes durch das Unkerhaus.
EP. London, 25. Juni.
Die Vorlage zur Errichtung eines Clearingamtes und zur
Er=
mächtigung der Regierung, die Einfuhr aus beſtimmten Ländern
einzuſchränken, wurde am Montag vom Unterhaus in zweiter
Leſung angenommen.
Schatzkanzler Neville Chamberlain eröffnete die Ausſprache
über die Vorlage mit einer Rede, die die
Verſtändnisloſig=
keit der engliſchen Regierung für Deutſchlands
Zwangslage widerſpiegelte, ſah ſich aber trotzdem
ge=
zwungen, zuzugeben, daß die deutſche Deviſenlage zweifellos
äußerſt ernſt ſei. Der Schatzkanzler begrüßte den Entſchluß der
Reichsregierung, die engliſche Einladung zu
Transferverhandlun=
gen anzunehmen, und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß in
dieſen Verhandlungen eine Einigung erzielt werden würde.
Nichts=
deſtoweniger beſtehe die Möglichkeit, daß eine Löſung nicht
gefun=
den werde, und die Regierung müſſe daher die nötigen Vollmachten
nachſuchen, um in dieſem Falle ein „gerechte Behandlung” für die
engliſchen Inhaber der Dawes= und Young=Anleihe=Stücke
durch=
zuſetzen. Bei dieſer Gelegenheit erklärte der Schatzkanzler
ausdrück=
lich, er hoffe, daß die Regierung ſelbſt dann die im zweiten Teil
der Vorlage enthaltenen Vollmachten als
Wiedervergeltungs=
maßnahme die Einfuhr aus anderen Ländern zu kontingentieren,
nicht anzuwenden brauche. Dieſer zweite Teil ſei im übrigen nicht
gegen Deutſchland gerichtet, ſondern ſei ſo abgefaßt, daß er auch
nötigenfalls gegen jedes andere Land in Anwendung gebracht
werden könnte.
Abſchließend gab. Neville Chamberlain bekannt, daß zur
Durchführung der Vorlage ein beratender Ausſchuß, beſtehend aus
Vertretern des Schatzamtes, des Handelsamtes, der Bank von
England, der führenden Aktien=Banken, der Handelskammern und
des britiſchen Induſtrie=Verbandes, eingeſetzt werden würde, um
die an ſich unvermeidlichen Störungen des Handelsverkehrs auf
ein Mindeſtmaß zu beſchränken.
In der Debatte wurde allgemein für Mäßigung gegenüber
Deutſchland eingetreten. Selbſt gegen Deutſchland eingeſtellte
Redner unterſtrichen dabei die Gefahr, die darin läge, wenn man
den Konflikt auf die Spitze triebe, wobei auch leiſe angedeutet
wurde, daß die engliſche Regierung mit ihrem Clearing=Amt einen
Präzedenzfall ſchaffen würde, der einmal gegen ſie ſelbſt
ausge=
wertet werden könnte.
Hoare Beliſha betonte, daß das Clearing=Amt
ledig=
lich Zahlungen für deutſche Waren behandeln
würde. Bankguthaben, Verſicherungsprämien und ähnliche
Zah=
lungen an Deutſchland wären von dem Clearing ausgeſchloſſen.
Weiter erklärte der Redner, daß beinahe jedes Land der Welt
über Vollmachten verfüge, wie ſie die engliſche Regierung mit der
Vorlage nachgeſucht habe.
DNB. Berlin, 25. Juni.
Die vor einiger Zeit in Ausſicht genommenen Verhandlungen
über eine Neuregelung der deutſch=franzöſiſchen
Wirtſchaftsbezieh=
ungen nach dem Ablauf des Handelsabkommens vom 17. Auguſt
1927 haben am 23. Juni in Berlin begonnen. Um das Eintreten
des vertragsloſen Zuſtandes am 30. Juni 1934 zu vermeiden und
um die Verhandlungen von dem in dieſem Termin liegenden
Zeit=
druck zu befreien, haben die deutſche und die franzöſiſche Regierung
heute durch Notenwechſel vereinbart, die Geltungsdauer des
Han=
delsabkommens noch einmal um einen Monat, alſo bis zum 31.
Juli 1934, zu verlängern, ſoweit der Warenverkehr zwiſchen den
beiden Ländern durch Kontingente geregelt iſt, werden dieſe für
den Monat Juli in Höhe von einem Drittel des
Vierteljahres=
kontingents feſtgeſetzt werden.
Der Führer der ſchweizeriſchen Trausfer= und
Wirtſchafts=
delegation, Stucki, iſt am Montag wieder nach Berlin abgereiſt,
um mit den deutſchen Reichsſtellen die Transferbeſprechungen
wie=
der aufzunehmen, woraus zu entnehmen iſt, daß der Bundesrat
mit Deutſchland auf dem Verhandlungswege zu einer
Verſtändi=
gung gelangen will.
152. nach der Kongreßverkagung.
Von unſerem Berichterſtatter.
He. New York, 15. Juni 1934.
Nach fünfmonatiger Tagungsdauer hat ſich der amerikaniſche
Kongreß bis zum Januar 1935 vertagt. Das iſt nicht ohne
Kämpfe vor ſich gegangen, da die republikaniſche Oppoſition gern
Gelegenheit gehabt hätte, weitere Schaukämpfe gegen den
Präſi=
denten aufzuführen. Das iſt ihr aber mißglückt: trotz aller Tricks
und Scheinmanöver war ſchließlich doch der Beratungsſtoff
zu=
ende. Der Präſident hat alſo auch in dieſer Frage ſeinen Willen
durchgeſetzt und über die Gruppen der Buſſinesmen geſiegt, die
gern für die bevorſtehenden Neuwahlen zum Kongreß am Ende
des Jahres Agitationsſtoff gehabt hätten.
Ein Rückblick auf die letzte Sitzungsperiode des Kongreſſes
zeigt, daß große Arbeit geleiſtet worden iſt. Die Neukonſtruktion
der amerikaniſchen Wirtſchaft iſt in großen Zügen fertiggeſtellt
und die Wirtſchaftspolitik des Newdeal hat ein beſtimmt
um=
riſſenes Geſicht bekommen. Während im vorigen Jahre der
Kongreß in der Hauptſache mit Notmaßnahmen beſchäftigt war,
die ſehr weitgehend durch die Banken= und Währungskriſe
be=
dingt waren, und denen nur wenige konſtruktive Maßnahmen
wie die „Nira” zur Reorganiſation der Induſtrie und die
„A. A. A.” zur Kontrolle der Produktion in der Landwirtſchaft
zur Seite ſtanden, iſt diesmal faſt ausſchließlich Neues
ge=
ſchaffen worden: Der Goldreſerve=act hat die amerikaniſche
Währung auf eine neue Grundlage geſtellt; der Silberankaufs=act
bedeutet die Einleitung einer neuen Silberpolitik; der
Baum=
woll= und Zuckerkontroll=aet hat die beiden — nächſte dem
Weizen — wichtigſten landwirtſchaftlichen Produkte unter
Staats=
kontrolle gebracht; das Börſenkontrollgeſetz hat der übermäßigen
Spekulation an den Produkten= und Effektenbörſen ein Ende
gemacht; die Schlichtungsermächtigung hat dem Präſidenten
Voll=
machten gegeben, Streiks zu verhindern und Lohnſtreitigkeiten
auszuſchalten. Andere kleine Geſetze vervollſtändigen dieſes Bild
planmäßigen Wiederaufbaues der Wirtſchaft. Dazu kommt
end=
lich ein Geſetz von größter handelspolitiſcher Bedeutung: das
Zollgeſetz, das den Präſidenten ermächtigt, ſehr weitreichende
Handelsabkommen zu ſchließen und die Außenhandelspolitik der
Vereinigten Staaten auf eine völlig neue Grundlage zu ſtellen.
Wenn der Kongreß auch verſchiedene Maßnahmen beſchloſſen
hat, die dem Präſidenten zweifellos nicht gelegen kamen, wie die
berühmte Johnſon=Bill, die die Schuldenfrage von neuem
kom=
pliziert, ſo iſt doch nicht zu beſtreiten, daß dieſes
Geſetzgebungs=
werk Rooſeveltſche Züge trägt und in allen weſentlichen
Fak=
toren von ihm und ſeinem Mitarbeiterſtab geſchaffen iſt.
Es wäre allerdings verfehlt, zu glauben, daß die Geſetze
an ſich Epoche machen werden. Es iſt vielmehr ſo, daß die neue
Geſetzgebung ſehr viel ſtärker als bisher dem Präſidenten
per=
önliche Vollmachten gegeben hat, die es ihm geſtatten, die
Dinge nach ſeinem Willen zu geſtalten. Das liberaliſtiſche
Wirt=
ſchaftsſyſtem, für das Amerika noch vor kurzem als Hochburg
galt, iſt überwunden und an ſeine Stelle iſt der neue
Grund=
ſatz der Leitung der Wirtſchaft im nationalen Intereſſe getreten.
Daß das nicht leicht zu erreichen war, iſt wohl auch in Europa
bekannt. Es hat ſchwere und ſchwerſte Kämpfe im Parlament
gegeben, und mehr als eine Maßnahme Rooſevelts iſt von der
Oppoſition in Grund und Boden kritiſiert worden. Aber der
perſönliche Schneid Rooſevelts und die ſoziale Note, die er allen
ſeinen Maßnahmen zu geben verſtand, haben ſchließlich doch
triumphiert. So ſehr, daß Rooſevelt es kurz vor der Vertagung
wagen konnte, eine für Amerika unerhörte Maßnahme
anzu=
kündigen: die Einführung der ſozialen Verſicherung und
Ar=
beitsloſenunterſtützung für den nächſten Winter.
Man kann nicht umhin, feſtzuſtellen, daß Rooſevelts
An=
ſehen nach all dieſen Kämpfen größer iſt als je, und daß er von
der allgemeinen Volksſtimmung getragen wird, wie noch keiner
ſeiner Vorgänger. Allerdings muß der objektive Beobachter auch
feſtſtellen, daß dieſe Anſchauung der Politiker und der Maſſen
von der Wirtſchaft nicht allgemein geteilt wird, da ja die
Schwierigkeiten der Wirtſchaft noch keineswegs reſtlos
überwun=
den ſind. Abgeſehen von der Ernte, die in Amerika infolge der
Dürre die ſtärkſte Sorge erregt, macht ſich auch die Frage der
Geſtaltung von Lohn und Preis in wachſendem Maße
be=
unruhigend bemerkbar. Die Streiks der letzten Wochen haben
deutlich gezeigt, daß in der Arbeiterſchaft Tendenzen für eine
gewiſſe Radikaliſierung vorhanden ſind, die nicht unterſchätzt
werden dürfen. Auch Teile der Farmerſchaft ſind unzufrieden,
weil es bisher nicht möglich geweſen iſt, ſie von ihrer drückenden
Schuldenlaſt zu befreien. Ebenſo iſt die Bekämpfung der Ar=
Carl Küſtner †.
ſirch langem ſchwerem Leiden iſt am 21. Juni einer der
bekemetten deutſchen Landſchaftsmaler, unſer in München
leben=
der Aeimheſſiſcher Landsmann Profeſſor Carl Küſtner im
Alt/Eyorr 73 Jahren geſtorben.
erl. Küſtner iſt am 15. November 1861 in Guntersblum
ge=
boresbeſuchte das Gymnaſium in Worms und ſtudierte dann,
nachmeer den entſcheidenden Entſchluß, Künſtler zu werden,
ge=
faßtz ei dem ausgezeichneten Landſchaftsmaler Profeſſor Auguſt
Finaſl München.
Irt iſt er auch zeitlebens geblieben, jedoch wurde er der
Hei=
matzlih, fremd und lebte alljährlich einige Wochen oder Monate
im Aünen Hauſe in Guntersblum, wo er auch ein eigenes edles
Gewxis im Keller pflegte.
5on früh iſt Küſtner mit vortrefflichen Landſchaftsbildern
hervwerreten, deren Motive er zumeiſt, wie ſein Meiſter Fink,
demßehiet der Jſarauen entnahm. Er hat ein ungemein
ſorg=
ſältXy Maturſtudium betrieben, eine Unzahl von gezeichneten
und) mrlten Skizzen, Vordergründe von einer geradezu köſtlichen
Duvrtl) ung zeugen für den Ernſt, womit er ſich das Rüſtzeug
für Aſr /Schaffen erworben hat.
Ad aber ging er immer mehr ſeine eigenen Pfade, ſein
ſeineußarbenſinn nahm eine ſtarke Entwicklung, und eine
meiſter=
liches er te Oeltechnik brachte ihm Erfolg auf Erfolg. Beſonders
in kan großen Formats konnte er ſein ſtarkes Können am
beſtämentwickeln, eine lange Reihe großer Bilder, auf allen
Müſunter und deutſchen Ausſtellungen und nicht zuletzt auf den
Welllsſcellungen des Auslandes trugen ihm eine Fülle von
Me=
bailal und höchſter Auszeichnungen, dann auch den
Profeſſor=
kitebe n. Als Georg Hirth 1897 die Münchener „Jugend” mit
9 uMhr=urem Erfolg gründete, gehörte auch Carl Küſtner zum
Mitſteirerſtab, er hat eine ganze Reihe poetiſcher
Stimmungs=
bildſchge eichnet.
Eigenart des Malers hatte ſich ſo charakteriſtiſch
ent=
wichch daß man ſeine Werke bei Betreten der Ausſtellungen leicht
Erkegeenikonnte. Hierzu trugen auch ſeine Motive ſehr bei. Wohl
Dar A Gahlreiche Jſarmotive aus der Tölzer Gegend und den Vor=
ApgrGemälde mit großartigen Luftbildungen im bayeriſchen
MoMau’s dem Engliſchen Garten in München gemalt, beſonders
dekom im aller Welt iſt er jedoch durch die wundervollen Motive
AASN Seimat, von den Rheinauen, Rheininſeln und dem Alt=
Shemllnit den wirkungsvollen Pappeln geworden, einer
Land=
ca Aüdie: ſo ſehr verſchieden von den bayeriſchen Motiven war,
Daß) diie Münchener Kollegen, die derartige Natur dort nicht
lang* ſ ets zu der Frage veranlaſſen, wo er denn das gefunden
habic,
ſit langen Jahren hat Carl Küſtner der Mitglied der
Da Mlößeter „Freien Vereinigung” war, die hieſigen Ausſtel=
lungen beſchickt, die Galerie des Landesmuſeums beſitzt ein
ſchönes Bild — leider kein Hauptwerk — von ihm, die
dies=
jährige „Deutſche Frühjahrsausſtellung” auf der Mathildenhöhe
zeigt zwei charakteriſtiſche Arbeiten „Rheininſel” und eine
Waldſchneiſe bei Tölz. Die Sammlungen des bayeriſchen
Staa=
tes und zahlreiche deutſche Galerien beſitzen Werke von ihm.
Berühmt wurde ſein „Winterabend”, „Dorfweiher” „
Vorfrüh=
ling am Rhein”, „Mooslandſchaft” (Neue Pinakothek in
Mün=
chen), „Gewitterſtimmung im Moor”, „Tauwetter”, „Fichten
im Schnee‟
Der heimgegangene Künſtler war ein ungemein
liebens=
werter, herzensguter Menſch, eine echt rheiniſche Frohnatur,
deſſen Güte ihm viel Freunde geſchaffen. In der großen
Mün=
chener Künſtlerſchaft genoß der Maler, der ſtets ein
anſpruchs=
loſer einfacher Menſch geblieben, großen Anſehen. Carl Küſtner
hinterläßt Gattin und Tochter, zahlreiche Freunde und Kollegen
trauern mit ihnen.
Adolf Beyer.
Sieg im Kampf gegen den
Geburken=
rückgang?
Von Dr. H. Boehm, Berlin.
„Weiterer Anſtieg der Geburtenziffer” „Berlin nicht mehr
die geburtenärmſte Stadt”, „In Berlin ſeit langen Jahren das
erſtemal wieder Geburtenüberſchuß”. Solche und ähnliche
Mel=
dungen machen die Runde durch die Zeitungen. Haben wir alſo
wirklich ſchon die Gefahr gebannt? Sind wir ſchon über den
Berg?
Es wäre im höchſten Grade verhängnisvoll, wollte man ſich
ſolchen verfrühten Hoffnungen hingeben. Gewiß, die
Geburten=
ziffer zeigt in den deutſchen Großſtädten ſeit der zweiten Hälfte
des vorigen Jahres eine erſt ſchüchtern einſetzende, dann gegen
Ende des Jahres und namentlich im erſten Vierteljahre 1934
eine ſtärkere Zunahme. Eine Zunahme gegenüber dem
aller=
tiefſten Stand, der in Deutſchland — abgeſehen von den
beiden Kriegsjahren 1917 und 1918 — überhaupt je beobachtet
wurde. Und dieſe Steigerung der Geburtenhäufigkeit hat ſich
faſt ausſchließlich auf die Großſtädte beſchränkt. Aufs ganze
Reich berechnet iſt die Geburtenziffer trotz dieſer Zunahme in
den Großſtädten im Jahre 1933 auf eine Zahl herabgeſunken,
die nur in den beiden genannten Kriegsjahren unterboten
worden iſt. 1917 betrug die Geburtenziffer 13,9 auf Tauſend,
1918: 14,3 auf Tauſend und 1933: 14,7 auf Tauſend. Die
ab=
ſteigende Kurve ſeit 1928, wo die Geburtenziffer 18,6 auf Tauſend
betrug, über 1929 mit 17,9 auf Tauſend, 1930 mit 17,5 auf
Tauſend, 1931 mit 16,0 auf Tauſend und 1932 mit 15,1 auf
Tauſend hat alſo im Jahre 1933 genau die gleiche Richtung
behalten. Bedenken wir aber, daß nach unwiderleglichen Be=
rechnungen von Burgdörfer zur Erhaltung unſeres
Volks=
beſtandes eine Geburtenziffer von 17,4 auf Tauſend notwendig
iſt! Wenn alſo auch die Geburtenziffer der Großſtädte für die
Zeit vom 31. Dezember 1933 bis 12. Mai 1934 13,7 lautet, gegen
11,1 in der gleichen Zeitſpanne des Jahres 1933, und wenn
auch die Geburtenziffer der Großſtädte in den letzten Wochen
bis 14,9 auf Tauſend geſtiegen iſt, wir ſind noch immer weit
unter der Mindeſtzahl zur Beſtanderhaltung. — „Ja, aber die
Geburtenziffern des Landes”. — Wir haben über die
Geburten=
häufigkeit auf dem Lande im Jahre 1934 noch keine genauen
Angaben. Wir wiſſen aber, daß im Jahre 1933 die
Land=
bevölkerung keine der Stadtbevölkerung entſprechende Steigerung
der Fruchtbarkeit aufwies, ſonſt hätte ja die Geburtenziffer für
den geſamten Reichsdurchſchnitt nicht den furchtbaren Tiefſtand
von 14,7 auf Tauſend zeigen können.
Die geringe Steigerung der Fortpflanzung der ſtädtiſchen
Bevölkerung in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres dürfte
wohl in erſter Linie auf einen Rückgang in der Häufigkeit der
Fruchtabtreibungen zurückzuführen ſein. Mit der
Wiederher=
ſtellung der Staatsautorität verminderte ſich einerſeits die Zahl
derer, die ſich dieſes verbrecheriſchen Eingriffes ſchuldig zu
machen wagten. Andererſeits aber fing auch der auf den
Tief=
punkt herabgedrückte Lebenswille und Lebensmut der Menſchen
wieder an, zu erſtarken. Steigendes Vertrauen zeigte ſich auch
vor allem in einer ſchon vor der Gewährung von
Eheſtands=
darlehen im zweiten Vierteljahr 1933 einſetzenden Steigerung
der Eheſchließungen. Es wurden im zweiten Vierteljahr 1933:
9,7 auf Tauſend Ehen geſchloſſen gegen 8,3 auf Tauſend im
Jahre 1932. Im dritten Vierteljahr, das ganz gewöhnlich eine
niedrigere Heiratshäufigkeit aufweiſt als das zweite
Viertel=
jahr, hielten ſich die Eheſchließungen 1933 auf 9,7 auf Tauſend
gegen 7,4 auf Tauſend im Jahre 1932. Und im vierten
Viertel=
jahr ſchnellte 1933 die Heiratsziffer auf 13,5 auf Tauſend hinauf
gegenüber 9,5 auf Tauſend im Jahre 1932. Im ganzen wurden
1933: 630 826 Ehen geſchloſſen gegen 509 597 im Jahre 1932.
Da die Heiratshäufigkeit bereits im zweiten Vierteljahr 1933
zugenommen hat, iſt der Geburtenanſtieg im erſten
Viertel=
jahr 1934 ſicher zum größten Teil auf Erſtgeborene
zurück=
zuführen. Und darin liegt eine weitere Warnung gegen eine
allzu hoffnungsfreudige Beurteilung; denn nicht an
Erſt=
geborenen, nicht am Einkind haben wir Mangel, auch noch kaum
an der Zweitkind=Ehe, ſondern das, was uns fehlt, und was
zur Beſtanderhaltung der Bevölkerung unbedingt notwendig iſt,
das ſind dritte und vierte Kinder. Dafür aber, daß das
erb=
geſunde deutſche Ehepaar bereit iſt, ſeine Pflicht gegenüber dem
Vaterland zu erfüllen und über das zweite Kind hinaus dem
Volke Nachkommen zu ſchenken, fehlt bis heute noch der Beweis.
Wir ſind, ſo ſehr wir uns auch über die aufſteigende
Ge=
burtenkurbe freuen wollen, noch weit von einem
bevölkerungs=
politiſchen Sieg” entfernt,
beitsloſigkeit in USA. keineswegs in dem Umfange gelungen,
wie das etwa in Deutſchland der Fall iſt.
Aber dem ſteht gegenüber, daß Präſident Rooſevelt in allen
Fällen, in denen Not am Mann war, mit bewunderungswürdiger
Energie durchgegriffen hat. So hat er für die unter der
Trocken=
heit leidenden Gebiete, ſobald auch nur feſtſtand, daß große
Schäden eintreten würden, 525 Millionen Dollar bereitgeſtellt,
ſo hat er in allen ernſten Lohnſtreitigkeiten Entſcheidungen ſelbſt
gegen die Intereſſen der Kapitaliſten gefällt, wenn es ihm
not=
ovendig erſchien, allgemeine Gefahren zu beſeitigen. Das macht
ihn natürlich bei dem Mann auf der Straße populär, hebt aber
auch ſein Anſehen bei den Wirtſchaftlern, die ſich deſſen bewußt
ſind, daß ſie es bei Rooſevelt mit einer ganz ungewöhnlichen
Perſönlichkeit zu tun haben.
Wenn gegenüber den innerpolitiſchen Fragen die
Außen=
politik ſtark zurückgetreten iſt, ſo darf man nicht vergeſſen, daß
auch das der amerikaniſchen Pſyche ſtark Rechnung trägt. Der
Durchſchnittsamerikaner intereſſiert ſich nicht für die Vorgänge
in Europa, und auch Oſtaſien liegt zu weit weg, um ernſtliche
Beſorgniſſe zu erwecken. Man erwartete von Rooſevelt, daß er
zunächſt das eigene Haus in Ordnung bringe. So ſehr man
darüber im Zweifel ſein kann, ob ſeine Maßnahmen allumfaſſend
geweſen ſind, iſt es nicht zu leugnen, daß Rooſevelt den
Erwar=
tungen eigentlich durchaus entſprochen hat. Und das iſt wohl
äuich das weſentlichſte Ergebnis dieſer 73. Kongreß=Sitzung.
Barkhou in Belgrad.
Temperakurunkerſchiede. — Barthou als
Kriegsſchuld=
forſcher.
Herr Barthou iſt auf ſeiner Balkanfahrt jetzt in Belgrad
ein=
getroffen. Der Empfang aber, den er dort gefunden hat, ſcheint
ſeinen Erwartungen nicht ganz entſprochen zu haben. Er iſt bei
weitem nicht ſo glanzvoll und begeiſtert geweſen, wie in
Buka=
reſt. Seine journaliſtiſchen Begleiter ſuchen dafür nach
Entſchul=
digungsgründen, die ſie in der rauheren Art der Serben gefunden
zu haben glauben, Barthou aber hat ſich trotzdem Mühe gegeben
und alle Minen ſpringen laſſen, um auch die Belgrader
Regie=
rung für ſich zu gewinnen, obwohl ihm ziemlich deutlich geſagt
worden ſein muß, daß Jugoſlawien nicht in der Lage wäre, gegen
Italien und Deutſchland Politik zu machen. Immerhin, etwas
Enttäuſchung hat ſich bei Barthou doch bemerkbar gemacht. Er
hat am Abend auch noch die ſüdſlawiſche Preſſe aufgeſucht und
dabei nach einem Bericht des „Matin” erklärt, nach ſeiner
Ueber=
zeugung habe Serbien den Krieg nicht gewollt und alles getan,
um ihn zu vermeiden. Serbien habe nur als Vorwand für
die=
jenigen gedient, die ein Intereſſe daran zu haben glaubten, einen
europäiſchen Brand zu entfachen.
Wir ſind ausnahmsweiſe in der angenehmen Lage, Herrn
Barthou voll zuſtimmen zu können, wenn vielleicht auch die
For=
mel von ihm etwas delphiſch gewählt worden iſt, um zwei
Inter=
pretationen möglich zu machen. Wer ſich aber daran erinnert,
daß der ruſſiſche Militärattaché in Belgrad das Attentat
einge=
fädelt hat, das den öſterreichiſchen Thronfolger und ſeine Gattin
traf, daß der ruſſiſche Botſchafter in Belgrad, Herr von Hartwig,
mit Hochdruck auf den Krieg hinarbeitete, um dann in dem
Augen=
blick, wo er ſein Ziel erreicht hatte, am Schlage
zuſammenzubre=
chen, daß der ruſſiſche Botſchafter in Paris, Iswolſki, den Rubel
rollen ließ, um die Franzoſen marſchbereit zu machen, daß auch
Poincaré das Seinige getan hat, um noch Oel ins Feuer zu
gießen, der wird dieſer Auslegung in voller Form zuſtimmen.
Nußland und Frankreich wollten damals den Krieg.
Neuer japaniſch=chineſiſcher Zwiſchenfal
Belagerungszuftand in Amoi.
DNB. Schanghai, 25. Juni.
In der Nacht zum Sonntag wurde in einem japaniſchen Hotel
in Amoi von Unbekannten eine Bombe geworfen. Nach den
bis=
herigen amtlichen Mitteilungen ſind Opfer nicht zu beklagen. Das
japaniſche Generalkonſulat, das feſtgeſtellt hat, daß die Bombe von
einer Gruppe Chineſen geworfen wurde, hat ſofort bei den
chineſi=
ſchen Behörden eine Proteſtnote überreicht, und betont, es werde
gezwungen ſein, die japaniſche Regierung um Schutz der Japaner
in Amoi durch Kriegsſchiffe zu erſuchen. Die chineſiſchen Behörden
behaupten, daß die Bombe nicht von chineſiſchen Staatsangehörigen
geworfen worden ſei. Die chineſiſchen Behörden haben zur
Aufrecht=
erhaltung der Ruhe in der Stadt den Belagerungszuſtand
ver=
hängt.
England rüſtet auf.
EP. London, 25. Juni.
Wie der „Daily Telegraph” heute meldet, plant die engliſche
Regierung außer einer weſentlichen Erhöhung der Zahl ihrer
Luft=
ſtreitkräfte und Kriegsſchiffe auch eine Aufrüſtung zu Land. Dabei
deutet das Blatt an, daß dieſe letztere Frage auch mit dem
fran=
zöſiſchen Generalſtabschef Weygand, der heute London wieder
ver=
laſſen hat, beſprochen worden ſei. England, ſo wird betont, müſſe,
um ſich gegen Luftangriffe verteidigen zu können, imſtande ſein,
eine Armee nach dem Feſtland zu entſenden, um die Errichtung von
Flugzeugſtützpunkten in Holland und Belgien zu verhindern. Das
gleiche Blatt beſtätigt heute auch, daß England für die
Vorver=
handlungen, zur nächſtjährigen Flottenkonferenz ſeine Forderung
nach einer Verſtärkung der Seeſtreitkräfte, und vor allem der
Kreuzerflotte, angemeldet habe.
Mit Bezug auf Frankreichs Stellung in den
Vorverhand=
lungen berichtet das Blatt, daß der franzöſiſche Marineminiſter
Pistry, der Barthou auf ſeinem für Anfang nächſten Monats
be=
rechneten Beſuch begleiten werde, keinen Zweifel daran laſſen
werde, daß Frankreich weder die Parität mit Italien, noch die
Gleichberechtigung Deutſchlands zur See zugeſtehen würde.
Um die belgiſche Neutralitäf.
EP. Paris, 25. Juni.
Unter Sezugnahme auf eine Meldung des „Daily Telegraph”,
daß der franzöſiſche Generalſtabschef General Weygand während
ſeines Aufenthalts in London mit ſeinem engliſchen Kollegen
ge=
wiſſe perſönliche Aufzeichnungen über die Aufrüſtung
Deutſch=
lands miteinander verglichen und die Wirkſamkeit der neuen
Be=
feſtigungen an der franzöſiſchen Oſtgrenze erörtert habe, berichtet
der Londoner Korreſpondent der Radio=Agentur, im kommenden
Miniſterrat werde die engliſche Regierung die Frage der
Neu=
tralität Belgiens prüfen. Es ſei zunächſt eine zeitlang
auch die Rede davon geweſen, die Neutralität Hollands
zu erklären, aber es ſcheine gegenwärtig, daß die holländiſche
Regierund entſchloſſen ſei, den Schutz des
hollän=
diſchen Gebietes allein zu übernehmen, ſo daß
Großbritannien ſich nur noch mit dem Problem der belgiſchen
Neutralität zu befaſſen habe. Die engliſche Regierung ſei bereit,
dieſe Neutralität zu gewährleiſten, unter der ausdrücklichen
Be=
dingung, daß Belgien mit keinem fremden Land einen geheimen
Bündnisvertrag habe und daß die belgiſche Regierung keine
Trup=
penbewegungen vornehme, bevor nicht das belgiſche Gebiet
ange=
griffen werde., Zur Verteidigung Belgiens würden, verſchiedene
Pläne geprüft. Der Plan, der die meiſte Ausſicht auf Annahme
habe, beſtehe darin, die Verteidigung der belgiſchen Küſte der
eng=
iſchen Flotte zu überlaſſen, während die franzöſiſchen und
eng=
liſchen Luftſtreitkräfte zuſammenarbeiten ſollten, um das
franzö=
iſche und belgiſche Gebiet zu verteidigen.
des Genfer Sicherheiks-Ausſchuſſes
EP. Genf, 25. Jun
Der von der Abrüſtungskonferenz eingeſetzte Sicherhon
ausſchuß unter dem Vorſitz des griechiſchen Delegierten
Vizepräſidenten der Abrüſtungskonferenz, Politis, hat ſeine :
beiten mit der Annahme eines Berichtes beendet.
Der Bericht teilt mit, daß der Sicherheitsausſchuß folgg
Texte geprüft habe:
den Vorſchlag eines europäiſchen Sicherheitspaktes, der
Sicherheitsausſchuß der Abrüſtungskonferenz im vergangag=
Jahr entworfen wurde;
den Pakt zur Definierung des Angreifers;
den Rheiniſchen Pakt (Locarno=Pakt);
die Muſterverträge zur Vermeidung eines Angriffes 1
zur gegenſeitigen Unterſtützung, welche von der Völkerbung
verſammlung im Jahre 1928 empfohlen wurden;
den Balkan=Pakt vom Jahre 1934;
die in Kraft befindlichen zweiſeitigen Nichtangriffsverttt
verſchiedener Art;
den Entwurf für einen gegenſeitigen Beiſtandspakt aus
Jahre 1923;
verſchiedene Entſchließungen der Völkerbundsverſammlunnt g wöglichſt viel iml
vom Jahre 1926 und 1928, ſowie
die Londoner Verträge vom Jahre 1933 zur Definitionn/ / Mein abwhſ.*
Angreifers.
Nach der Prüfung dieſer Texte ſei ein
Meinungsaustc=
über die Frage, ob es möglich ſei, zwiſchen europäiſchen Staud M unem Lager ve
Sicherheitsabkommen abzuſchließen, erfolgt, der zu fünf Schcäu
folgerungen geführt habe:
1. die regionalen Sicherheitsabkommen müſſen in ex Aungarland, das
Linie mit den Regeln der großen Pakte, Völkerbundspakt n Aus die Darmſt.
Felloggpakt, in Einklang gebracht werden;
2. die regionalen Abmachungen dürfen ſich gegen niemann bee den Kcle.
richten und ſollten namentlich zwiſchen Staaten abgeſchla/g z beſiſchen
Lande=
werden, die früher kriegeriſche Auseinanderſetzungen hatten : u wunſeren Kamera
deren Streitfälle eine Gefahr für den Weltfrieden beder=MUngarland, zeige
könnten;
3. trotz dem Namen „regionale Abmachungen” brauchen d
Ablommen nicht auf eine beſtimmte Gegend Europas beſchrind /Beil! Die danthe
zu bleiben, ſondern können eine große Anzahl europäiſſite
Staaten umfaſſen;
4. es ſei wünſchenswert, daß an dieſen Pakten auch eird Meichſeldaif ee.
päiſche Länder, die nicht Mitglieder des Völkerbundes ſein
teilnehmen;
5. als Muſter für den Abſchluß von regionalen Sicherheſs negarſtaffellauf.
askommen werden erwähnt der Locarnopakt, das Muſter / wungen ſeinen
Beiſtandspaktes vom Jahre 1928 — das nie verwirkinh WGranffurt a. M
wurde —, die Abkommen von London vom Jahre 1933 um 2
Definition des Angreifers und die Balkanpakte vom Jahre 194 Mchändlich
Sodaun unterſucht der Bericht im einzelnen dieſe als Muus, zwegung ſich ger
empfohlenen Texte und begründet die Empfehlung.
imienſtein ”
heate
die die und
nthalt denk.
Der Friedensverkrag zwiſchen Ibn Sand
und dem Imam des Jemen.
Mn üäter
Briel=
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ührers Adolf
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genoſſen, die un
inmitnehmen werd
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Führer
den Aufruf: Da
tſoll ſinnbildlich
Adurch bekunden
WBaterl
der
Der Friedensvertrag zwiſchen dem Imam des Jemen undSr
Saud, der offiziell der „Vertrag von Taif” genannt wird, iſt in
Sonntag gleichzeitig in Mekka, Sama, Kairo und Damaskus:n
öffentlicht worden. Der Vertrag iſt auf 20 Jahre abgeſchloſſn
Er wird als Friedens= und Freundſchaftsvertrag bezeichnet:0
ſieht Grenzregulierungen vor ſowie ein gemeinſames Vorge2 Mdes
der beiden Länder, die ſich als eine Nation erklären und imAW/ Aſoll
land gemeinſam vertreten werden. Für die abzuſchließenden Hſ= der
delsverträge ſichern ſich die beiden Staaten weitgehende Vorte 2
zu. Die Stadt Hodeida wird von Ibn Saud dem Iman zurüp
gegeben, während die Städte Nejran und Yam an Ihn Sae 19. 7 1934
fallen.
1Staatsmini
— Opernauff
Statt Harten.
Wir haben geheiratet
und danken herzlich für alle Aufmerkſamkeiten
Dr. Fritz Pinkuß
Bezirksrabbiner
Lotte Pinkuß, geb. Sternfels
heidelberg-Darmſtadt
Crauung: Darmſadt, den 28. Jund 1934, nachmittags
13 Uhr, hotcl Stadt Frankfurt.
Todes=Anzeige.
Heute nachmittag verſchied ſanft nach
längerem Leiden unſere liebe Schweſter,
Tante und Kuſine
Frau Caroline Setzer
geb. Henigſi
Biiwe des Dr. med. Wilh. Setzer
im vollendeten 84. Lebensjahre.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Frau Elſe Barth, Berlin NW 7.
Schiffbauerdamm 35, I.
Darmſtadt, den 21. Juni 1934.
Bismarckſtr., 82, II.
Die Einäſcherung fand auf Wunſch der
Verſtorbenen in aller Stille ſtatt.
Todes=Anzeige.
Plötzlich und unerwartet ſtarb nach kurzem
u. ſchwerem Leiden meine liebe Frau, die
treuſorgende Mutter ihres Kindes,
Toch=
ter, Schwiegertochter, Schweſter,
Schwä=
gerin, Enkelin, Nichte, Kuſine und Tante
Frau Marie
Rühl=
geb. Falkenſtein
im blühenden Alter von 29 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Emil Rühl und Kind.
Darmſtadt, Karlſtr. 40, den 25. Juni 1934.
Die Beerdigung findet am Dienstag,
den 26. Juni, nachmittags 2½ Uhr, auf
dem Waldfriedhof ſtatt.
Heute nacht ½1 Uhr erlöſte ein ſanfter Tod meine gute
Tochter, unſere liebe Schweſter
Fräulein
Kainalind Srut
von langem, ſchweren Leiden, wohlvorbereitet durch den
Empfang der hl. Sterbeſakramente der kath. Kirche.
Um ſtille Teilnahme bitien:
Vater und Geſchwiſter.
Darmſtadt, Landsweiler, Schweinfurt,Solingen, 25. Juni 4934.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 27. Juni 1934,
nach=
mittags 3 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Hus nete
der seinen Beruf
von Grund aus erlernte, sollte
Ihr Berater sein. Deshalb nur zu
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jetzt:
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Pfarrer der Paulusgemeinde
(Westbezirk). Fernruf 1806.
Durug
Aerztin. (b
Statt Karten.
Mein lieber Mann, unſer guter Vater
Kur Reineu
Lehrer i. R.
iſi am Sonntag, 24. Juni, ſanft entſchlafen.
In tiefer Trauer:
Eliſabeth Reineck, geb. Reiner
Studienrat Robert Reineck und Familie
Oberlandwirtſchaftsrat Dr. Guſtav Lung
und Familie.
Darmſiadt, Speſſartring 12.
Die Beerdigung findet auf Wunſch des Entſchlafenen in
aller Stille ſtatt. — Von Beileidsbeſuchen bittet man
abſehen zu wollen.
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Märkische Seifen-industrie, Mie
benstag, 26. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
M
vom Ja
Aus der Landeshauptſtadt
Darmſiadt, den 26. Juni 1934
Dank der ungariſchen Hiklerjugend
für die Darmſtädter Tage!
er Hitleriugend. Bahn
häätet, Darmſtadt wieder verlaſſen. Die Darmſtädter HJ. hat
z. die gaſtfreundliche Aufnahme ihrer ungariſchen Kameraden
gigt. daß ihr Bekenntnis zu den Auslandsdeutſchen auch
wirk=
in Tatbekenntnis iſt. War ſchon der Empfang am Freitag
ſiberwältigend, wie die ungariſche HJ. ihn in Deutſchland noch
ut. erlebt hat, ſo haben auch die Darmſtädter ihren Gäſten an
ſeeiden Tagen ſo viel wie nur möglich geboten.
Der Beſichtigung Darmſtadts folgte am Samstag eine
Omni=
hflhrt an die Bergſtraße nach Jugenheim, abends die
Sonn=
mſfeier, Sonntags Wanderungen in den Park und nach dem
UrFenſtein, ſowie abends eine Vorſtellung im Heſſiſchen Landes=
Wie die ungariſche Hitlerjugend ſelbſt über ihren Darmſtädter
genthalt denkt, zeigt folgender, an die Darmſtädter HJ.
ge=
gitecker Brief:
Dank der HJ. Ungarn Wir Hitlermädel und =jungen
yalſen ungern das gaſtfreundliche Darmſtadt. Aber wir wollen
wli chſt viel im Dritten Reich, dem Deutſchland unſeres großen
Fuers Adolf Hitler ſehen. Montag fahren wir den deutſchen
hin abwärts bis Koblenz, dann über Bonn, Köln,
Braun=
ſte g. Magdeburg nach Berlin, wo wir überall bleiben wollen.
M Sier geht die Fahrt nach Nürnberg und München. Die letzten
agge wollen wir mit der HJ. Wurttembergs gemeinſam in
ſin Lager verleben.
Wird uns überall eine ſolche Aufnahme zuteil wie in
Darm=
t, ſo können wir nur zufrieden ſein. Wir kommen aus dem
Uarrland, das durch ſeine Gaſtfreundſchaft berühmt iſt, und wenn
ui ie Darmſtädter in dieſer Beziehung überraſchen konnten, ſo
g ſoas viel heißen. Wir danken allen Darmſtädtern,
insbeſon=
de wen Kameraden und Kameradinnen der HJ. und den
Volks=
ho ſen, die uns ſo liebevoll aufgenommen haben, ſowie dem
hiſchen Landestheater. Wir werden glücklich ſein, wenn wir
ſiven Kameraden in Bälde unſere zweite Heimat, das ſchöne
Uaxland, zeigen können. Möge der Eindruck dann, den ſie
mchmen werden, ebenſo tief und unvergeßlich ſein wie der,
mdem wir von hier ſcheiden. Kampf Heil Sieg Heil Hitler
Die dankbare HJ. Ungarn.
Nr. 174 — Seite 5
end aif 4M
Arnne
inelols
Mifellauf des Deutſchen Jungvolks am 28. Juni 1934
Dder Führer des Jungvolks im Oberbann 3/13 erläßt folgen=
Xufruf: Das Deutſche Jung=Volk unternimmt am 27. 6. einen
Arikaffellauf, welcher in Zweibrücken in 5 verſchiedenen
Rich=
ſpm ſeinen Anfang nimmt und durch alle Oberbanne nach
1fnkfurt a. M. führt.
Am Tage von Verſailles, an welchem vor 15 Jahren das
milichſte Diktat gegen das deutſche Volk unterſchrieben wurde,
ſ bſmnbildlich zum Ausdruck bvingen, daß die Jüngſten der
Be=
ubung ſich gegen dieſen Schandvertrag ſtellen und gleichzeitig
da=
pchlbekunden, daß die Volksgenoſſen von der Saar zum deutſchen
Peilland gehören.
Aruf allen Straßen von Zweibrücken bis Frankfurt a M.
wer=
unſere Pimpfe Aufſtellung nehmen, um in allen Ortſchaften
umSStädten ihren Willen zu bekunden. An vielen Orten werden
Eli che Kundgebungen durchgeführt, die der Bevölkerung zeigen
en, daß der deutſche Junge überall bei Tag und Nacht ſeinen
bri- fürs deutſche Volk verſieht.
ABir fordern hiermit alle Volksgenoſſen auf, Anteil zu nehmen
warn Werk der deutſchen Jugend.
Arm Donnerstag, den 28. 6. 34, vorm. 8,40 Uhr, trifft die
Guraffel in Darmſtadt ein, wo in feierlicher Weiſe die Urkunde
ſeZuungbannes 1/115 in die Staffelrolle eingeſchloſſen wird. Dies
Aane Botſchaft und ein Treuegelöbnis an die Volksgenoſſen
APcmaar ſein.
swa. Ausfallende Sprechſtunden. In der Zeit vom 25. 6. bis
R. 1934 fallen jegliche Sprechſtunden des Herrn
örirtsminiſters aus.
Opernaufführung der Opernſchule der Städt. Akademie für
ſckunſt. Die Opernſchule bringt am nächſten Montag, 2. Juli,
M einen Haus des Heſſiſchen Landestheaters Cimaroſas „Heim=
9ſ Ehe” zur Aufführung. Hiermit will ſie einerſeits vor der
ſierrtlichkeit Zeugnis ablegen über ihr künſtleriſch=erzieheriſches
9bkem, andererſeits aber auch den angehenden Bühnenſängern
ſigenheit geben, ſich mit den Erforderniſſen der Bühne
ver=
htszu machen und unter Einſatz aller eigenen ſtimmlichen und
Amelleriſchen Mittel einen überzeugenden Beweis von Können
mGignung zu liefern. Die friſche, humorvolle Oper Cimaroſas
19—1801), unter deſſen Werken das berühmteſte und
erfolg=
liſte kommt dieſer Abſicht ſehr entgegen, ſo daß dieſe Auffüh=
MSeſonderem Intereſſe begegnen dürfte, um ſo mehr. als auch
g eſſiſche Landestheater die Oper vor einigen Jahren auf
SSpielplan hatte. Das Orcheſter ſtellt die Orcheſterſchule der
SFbt. Akademie: muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Beppo Gei=
AAſueniſche Leitung: Opernſänger Heinrich Kuhn, beide Lehrer
mdar Opernſchule.; Karten auf dem Sekretariat der Städt,
Albernie, Eliſabethenſtraße 36, im Vorverkauf und abends an
Kmſſe des Kleinen Hauſes.
Heſſiſches Landestheater.
A
Miſte He
4 26, dazu
Anf. 20, Ende 2234 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 801 — 900.
Preiſe 0.70—5.50
Das Wahrzeichen.
Anf. 19½, Ende gegen 22 Uhr. B28
Preiſe 0.70—5.50
27. Juni / Sein Schatten.
19½,Endegeg. 22.40. D. Bühne, Volksm. 6, dazu
Akmestag
kinderreiche Mütter Nummerkarten 901—950.
Preiſe 0.70—5.50
28. Juni undine.
Darmſtädter Künſtler auswärts. Otfrid Breiholz iſt
ivie kommende Spielzeit für das Fach des jugendlichen Komi=
4Mam das Stadttheater Halberſtadt verpflichtet worden.
Die 72. G. P. der Darmſtädter Volksbank.
Die Liquidikät und Renkabilikät der Bank geſicherk. — Genaueſte Kalkulalion und Einſparungen
der Verwalkung ermöglichen einen günſtigen Abſchluß und Dividendenverkeilung.
Sielige Aufwärksenkwicklung
der Bontsoant.
Geſtern abend fand die 72. ordentliche Generalverſammlung
der Darmſtädter Volksbank ſtatt. Die Darmſtädter Volksbank hat
auch im letzten Jahre wieder außerordentlich günſtig gearbeitet
und die vor Jahren erlittene Scharte iſt nunmehr voll
ausgegli=
chen. Ihr heutiger Stand iſt durchaus geſund.
Der Aufſichtsratsvorſitzende, Oberrechnungsrat Schneider,
hieß die Mitglieder herzlich willkommen. Er ſtellte feſt, daß die
Einberufung der Generalverſammlung ordnungsgemäß erfolgt iſt.
Allen geſetzlichen Pflichten wurde genügt. Zum Schriftführer
wurde der Bevollmächtigte der Volksbank, Herr Wiedemann,
beſtimmt. Anträge zur Tagesordnung lagen keine vor. Nach
Er=
ledigung der Formalitäten wurde in die Tagesordnung
eingetre=
ten. — Den
Bericht des Vorſtandes über das Geſchäftsjahr 1933
erſtattete Direktor Willand, der u. a. ausführte:
Meinen Bericht im vergangenen Jahre an dieſer Stelle ſchloß
ich mit den Worten: Das Jahr 1933 bietet uns größere
Hoff=
nungen als alle die vorangegangenen. Einmal iſt dieſe Hoffnung
begründet durch die wiedererſtarkende Stellung der Darmſtädter
Volksbank in ihrem heimiſchen Bezirk ſelbſt, und dann glauben
wir unerſchütterlich feſt an die Zukunft des deutſchen Volkes,
unſeres geliebten deutſchen Vaterlandes. Daß dieſe Hoffnung nicht
enttäuſcht wurde, ſteht außer allem Zweifel. Auf wirtſchaftlichem
Gebiet iſt eine Beruhigung eingetreten, 3,5 Millionen Arbeitsloſe
kamen wieder in Arbeit, das Jahr 1933 hat unſer ſoziales Fühlen
und unſer nationales Denken vertieft.
Redner kam dann auf die wiedererſtarkende Stellung deu
Darmſtädter Volksbank in ihrem heimiſchen Bezirk zu ſprechen
und führte u. a. aus: Daß die Darmſtädter Volksbank wieder ein
Faktor geworden iſt, der aus ſeinem Tätigkeitsfeld nicht wieder
weggedacht werden kann, ſteht wohl für alle feſt. Wir ſehen heute
die Verhältniſſe als konſolidiert an und dürfen deshalb einmal
kurz Rückſchau halten. Direktor Willand erinnerte an die letzten
Urſachen des Schalterſchluſſes am 24. Auguſt 1931, die einmal in
der vollſtändigen Illiquidität, dem Mangel an jeglichem flüſſigen
Kapital und zum anderen in den Verluſten, die ſich auf 2750 000
Reichsmark bezifferten, zu ſuchen waren Auf dieſer
Grund=
lage wurde der Vergleich geſchloſſen. Trotz der Verſchlechterung
um 1243 000.— Reichsmark, alſo trotz der Erhöhung der
Ver=
luſte um 46 Prozent, als vorher angenommen wurde, iſt es
ſicher, daß der Vergleich in ſeiner urſprünglichen Form mit 85
Prozent erfüllt wird. Weder den Mitgliedern noch den
Gläubi=
gern brauchten alſo, weitere kapitalmäßige Opfer auferlegt zu
werden. Daß das gelingt, buchen wir als einen vollen Erfolg.
Die Mehrverluſte von 1 243 000 RM., wurden mit mehr als zur
Hälfte aus eigener Kraft, durch Einziehung der rückſtändigen
Be=
träge auf den erſten Geſchäftsanteil von 500.— RM., durch
beſon=
dere Nachläſſe von Banken uſw. und durch buchungsmäßige
Ueber=
ſchüſſe der Jahre 1931 und 1932 gedeckt. Das Reich hat zur
Ver=
luſtdeckung und Fundierung 600 000.— RM. zur Verfügung geſtellt.
330 000.— RM. betrugen die Zuſchüſſe, die in früheren
Geſchäfts=
berichten erwähnt ſind, und 270 000.— RM. hat in letzter Zeit der
Herr Reichswirtſchaftsminiſter bewilligt.
Wie wir von vornherein annehmen konnten, kam der Reviſor
auf Grund der vor 3 Wochen vorgenommenen Reviſion zu einem
recht günſtigen Ergebnis. Er hat uns in ſeinem Reviſionsbericht
beſcheinigt, daß für alle Verluſte und Riſiken ausreichende
Rückſtellungen vorhanden ſind und daß nach menſchlichem
Ermeſſen neue Verluſte aus dem Altgeſchäft — im ganzen geſehen
— in nennenswertem Umfang nicht mehr eintreten werden. Wir
haben alſo eine Bereinigung in vollem Umfang durchgeführt. Die
geſamte Verwaltung iſt ſich in dieſer Frage ihrer Verantwortung
bewußt. Wir wiſſen, daß wir fremdes Eigentum zu verwalten
haben und handeln danach. Dabei ſtanden wir gerade bei unſeren
Großſchuldnern vor recht ſchwierigen Fragen. Direktor Willand
begründete dann die Kreditgewährung an einzelne Firmen, die
unter größten Sicherungen geſchah, und betonte: Durch unſere
Maßnahmen wurde, erreicht, daß Hunderte, von Arbeitern und
Angeſtellten nicht brotlos wurden. Wir haben hierin ſchon
ein=
mal die Abſichten der Regierung tatkräftig gefördert.
Die Auflockerung der Großkredite hat im Berichtsjahr
Fort=
ſchritte gemacht, wie aus der Bilanz einwandfrei hervorgeht. Vor
allen Dingen muß berückſichtigt werden, daß wir zurückgefloſſene
Beträge wieder zu Neuausleihungen verwandt haben. Wir
pfle=
gen den kleinen und mittleren Kredit, halten uns fern von allen
großen und bleiben ſtets im genoſſenſchaftlichen Rahmen, (Bravo.)
173 neue Kredite mit einer Geſamtſumme von 492 000.— RM.
waren am 31. 12. 1933 in Anſpruch genommen. In erſter Linie.
dienen die neuen Kredite der Arbeitsbeſchaffung. Vorwiegend
wurden ſie dem handwerklichen Mittelſtand zur Verfügung
ge=
ſtellt.
Die ſo ſchwer heimgeſlichte Volksbank war für den heimiſchen
Bezirk in den Jahren 1932 und 1933, man kann ruhig ſagen, die
einzige Kreditquelle. Tatſächlich haben wir auch ſofort nach
Wiedereröffnung der Schalter am 7. Dezember 1931
volkswirt=
ſchaftlich berechtigte, gutgeſicherte, kurzfriſtige Kredite gewährt.
Im reinen Neugeſchäft ſind auch bis heute noch keine Ausfälle bei
uns entſtanden.
Trotz der Gewährung neuer Kredite und trotz der
Zurver=
fügungſtellung weiterer Quoten an unſere Gläubiger iſt die
Zah=
lungsbereitſchaft nicht ſchlechter geworden. Für die nächſte
Quoten=
ausſchüttung am 1. Juli dieſes Jahres in Höhe von 20 Prozent
iſt weitgehendſt Vorſorge getroffen. Die letzte Quote mit 30
Pro=
zent wird am 2. Januar 1935 fällig. Bis zur
Generalverſamm=
lung im kommenden Jahr dürfte der Vergleich reſtlos erfüllt ſein.
Nach unſeren ſtatiſtiſchen Unterlagen ſind an den einzelnen
Quotenfälligkeiten nur etwa 10—12 Prozent der fälligen Beträge
abgehoben worden, etwa 90 Prozent ließen ihre Gelder als neue
Einlagen zu unſerer Verfügung. Die meiſten Großgläubiger da=
gegen, Banken, öffentlich=rechtliche Anſtalten, verfügten über ihre
Quoten reſtlos, zum Teil waren ſie auch hierzu gezwungen. Unter
Einrechnung dieſer Großgläubiger betrugen die geſamten
Quoten=
abhebungen etwa 30—35 Prozent. Dieſes Ergebnis iſt immer
noch befriedigend.
Mit der Liquidität hängt die Rentabilität eng
zuſam=
men. Mit der Gewährung des jüngſten Reichszuſchuſſes iſt uns
u. a als Auflage gemacht worden, daß die Verteilung einer
Dividende nur im Einvernehmen mit dem Reviſionsverband, mit
der Dresdener Bank und dem Reichskommiſſar für das
Bank=
gewerbe vorgenommen werden darf. Mit der Wiederaufnahme
der Dividendenverteilung treten wir in einen neuen Abſchnitt in
der Entwicklung unſeres Unternehmens ein. Die Verhältniſſe
werden als ſaniert angeſehen. Wir geben uns der beſtimmten
Erwartung hin, daß ein großer Teil der Mitglieder, die früher
beabſichtigten, auszutreten, ihre Austrittserklärung wieder
zurück=
zieht, nachdem ſie ſich überzeugt haben, daß die Schwierigkeiten
überwunden ſind. Wenn auch der Satz für 1933 noch beſcheiden
genannt werden kann, ſo hoffen wir doch, ſchon für 1934 eine
nor=
male Dividende vorſchlagen zu können. In dieſem Jahre ſoll der
verbleibende Ueberſchuß nochmals auf neue Rechnung vorgetragen
werden. In der nächſten Generalverſammlung werden wir mit
der Reſervebildung ſehr wahrſcheinlich beginnen können.
Erfreu=
lich ſind die Neueintritte von 27 Genoſſen. Am Ende des Jahres
zählte die Genoſſenſchaft 2250 Mitglieder, die 2483 Anteile
über=
nommen hatten.
Sofort nach Erfüllung des Vergleichs, ſchon in der nächſten
Generalverſammlung, wird die Verwaltung die Herabſetzung des
Anteils und der Haftſumme beantragen.
170 600.— RM. ſind im letzten Jahr auf den erhöhten
Ge=
ſchäftsanteil eingezahlt worden. Die Geſchäftsguthaben erreichten
Ende des Berichtsjahres einen Betrag von 513 301.— RM. (Heute
ſind es rund 562 000.— RM.) 1549 Mitglieder haben Zahlungen
auf den erhöhten Anteil geleiſtet. Das Ergebnis iſt befriedigend.
Von den reſtlichen Mitgliedern zahlen zurzeit noch 313 kleine
Be=
träge auf den erſten Anteil. Im Intereſſe der zahlenden
Mitglie=
der möchte ich an dieſer Stelle an die Säumigen die dringende
Bitte richten, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die
Bilanz=
ſumme iſt nur um 43 000.— RM. kleiner geworden.
Alle freien Geld=Poſitionen, Spareinlagen, Depoſiten und
Ein=
lagen in laufender Rechnung, haben ſich im Berichtsjahr recht
be=
trächtlich erhöht. Die freien Einlagen haben ſich um genau 400 000
RM. erhöht. Berechtigt iſt das Vertrauen, das hierdurch zum
Ausdruck kommt.
Von der Aktivſeite bleibt noch zu berichten, daß die Vorſchüſſe,
Hypotheken, Reſtkaufgelder durch die neuen
Bilanzierungsvor=
ſchriften beſſer gegliedert ſind, daß ſie ſich aber in ſich nicht viel
verändert haben.
Der Wechſelbeſtand, einſchließlich der Einzugswechſel iſt in der
Bilanz mit 306 000.— RM. ausgewieſen. Im Wechſelgeſchäft iſt
bei allen Banken ſeitens ihrer Kundſchaft noch eine gewiſſe
Zu=
rückhaltung feſtzuſtellen. Es, ſoll hier keineswegs dem
Finanz=
wechſel das Wort geredet werden, aber Warenlieferungen, für die
ſehr oft ein Ziel bis zu drei Monaten und darüber hinaus in
An=
ſpruch genommen wird, ſollten mehr mit einem Dreimonatsakzept
bezahlt werden. Das würde den Zahlungsverkehr ſehr erleichtern.
Das Anlagevermögen hat ſich nicht verändert. Die
beſſereBeſchäfti=
gung im Jahre 1933, beſonders im 2. Halbjahr, ſpiegelt ſich in den
Umſatzzahlen wider. Die Umſatzſteigerung betrug 30,6 Prozent.
Das eigene Vermögen im Verhältnis zu den fremden Mitteln iſt:
bei uns immer noch ve=beſſerungsbedürftig. Immerhin iſt das
Ver=
hältnis wieder wie 1:9,8.
Zum Schluß ging Direktor Willand auf einige aktuelle Fragen
ein, ſo auf das Transferproblem und das Währungsproblem.
8 Für die Volksbank iſt das Ziel klar: reſtloſe Erfüllung des
Vergleichs auf der Baſis von 85 Prozent. Erhaltung einer guten
Zahlungsbereitſchaft, Feſtigung der Rentabilität, vorſichtige,
mit=
telſtandsfreundliche Kreditpolitik. Unſere Mittler und Helfer ſind
eine treue genoſſenſchaftliche Gemeinde, eine von echt=
genoſſen=
ſchaftlichem Geiſte beſeelte Verwaltung, und ein geſchultes
Per=
ſonal. Was genoſſenſchaftliche Kraft vermag, das hat der
Wieder=
aufbau der Darmſtädter Volksbank in den letzten zwei Jahren
ge=
zeigt. Unſeren Mitgliedern und Geſchäftsfreunden gebührt
herz=
licher Dank für ihre Opfer und für ihre Treue in ſchweren Zeiten.
Er ſchloß mit den Worten des Reichsbankpräſidenten Dr. Schacht,
mit denen er im Mai dieſes Jahres vor unſerem Volkskanzler
Adolf Hitler ein Gelöbnis ablegte: „Wir wollen uns ausrüſten
mit allem Wiſſen, das unſere Aufgabe erfordert, auf daß unſer
Können dieſe Aufgabe meiſtert, und unſer Wille ſoll ſtets nur eine
Richtung haben: das Wohl des Deutſchen Volkes und Reiches.”
Die Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall
aufge=
nommen
Es folgte der
Bericht des Aufſichtsraks.
den der A.=Ratsvorſitzende Schneider erteilte. Der A.=R.
ſchließt ſich dem Bericht des Vorſitzenden an. Es wurden mehrere
Prüfungen ſowie Beſtandsaufnahmen vorgenommen. Sämtliche
Prüfungen haben zu Beanſtandungen nicht geführt. Den
ausſchei=
denden Herren des A.=R. dankte der A.=R.=Vorſitzende herzlich.
Er erſtattet dann einen Rückblick über das Genoſſenſchaftsweſen.
Die Genoſſenſchaft iſt ein Beſtandteil der deutſchen Wirtſchaft.
Die Kreditgenoſſenſchaften haben die Kriſenzeiten überwunden.
Das gilt auch für die Darmſtädter Volksbank. Trotz der
Fort=
ſchritte taucht hier und da die Frage auf, ob die Genoſſenſchaften
noch notwendig ſeien. Die Frage ſei ja verſtändlich. Er wolle
daher drei Fragen beantworten: Einmal: „Welche Rolle ſpielen
die Genoſſenſchaften?” Oberſter Grundſatz im
nationalſozialiſti=
ſchen Staat iſt „Gemeinnutz geht vor Eigennutz‟. Dieſen Grundſatz
haben die Genoſſenſchaften immer gehabt. Die Genoſſenſchaften
treiben keine Profitwirtſchaft. Sie wollen der Allgemeinheit
die=
nen und werden den ſozialen Erforderniſſen unſerer Zeit gerecht.
Sie pflegen den kleinen und mittleren Kredit. Die
Genoſſen=
ſchaftsbanken ſind die Exiſtenz für den gewerblichen Mittelſtand.
Zur Frage der „Brechung der Zinsknechtſchaft” betonte der
Red=
ner, daß für Leihkapital eine Vergütung zu nehmen berechtigt iſt.
Eine Zinsſenkung kann nur auf organiſchem Wege erreicht wer=
T!
Ler
iſt die Kunſt — Kaffee richtig zu würzen. — Das macht man
am beſten mit Mühlen Franck Spezial. durch die Beigabe von
Mühlen Franck Spezial wird guter Kaffee noch aromatiſcher, er
färbt ſich tiefer goldbraun als ſonſt. Beſonders vorteilhaft wirkt ſich
aber Mühlen Franck Spezial aus bei billigen
Kaffeeſorten, bei Kornkaffee und Malzkaffee.
Mühlen Franck Spezial iſt eine feine neuartige Kaffeewürze
für jeden Bohnenkaffee, Kornkaffee und Malzkaffee. Sie dient
zur verbeſſerung und Verbilligung eines ſeden Kaffeegetränks.
den. Ein niedriges Zinsniveau müſſe aber erreicht werden. Die
zweite Frage lautet: „Sind die Volksbanken neben den
Spar=
kaſſen und Großbanken noch notwendig?” Redner beleuchtet die
Unterſchiede zwiſchen den verſchiedenen Bankarten. Bei den
Ge=
noſſenſchaften ſtehen die Mitglieder in enger Verbindung mit ihrer
Bank. Die Genoſſenſchaftsbanken könnten das Kreditbedürfnis am
beſten löſen. Sie ſind wichtig und notwendig für den
Mittel=
ſtand. Die dritte Frage lautet: „Hat ſich die Form der Erwerbs=
und Kreditgenoſſenſchaften nach den Erfahrungen der Jahre
be=
währt?‟ Dieſe Frage müſſe unbedingt bejaht werden. Der
ge=
noſſenſchaftliche Gedanke habe keineswegs verſagt. Die
Genoſſen=
ſchaften haben ſich auch als kriſenfeſt erwieſen. Wo Verluſte und
Fehlleitungen vorkamen, lag das an Fehlern der leitenden
Per=
ſonen. Die Bedeutung der Genoſſenſchaften liegt einmal im
Spar=
geſchäft, zum anderen in der Kreditverſorgung. — Die
Genoſſen=
ſchaften ſind organiſch gewachſen, Geſchöpfe der Selbſthilfe. Vor
organiſch gewachſenen Gebilden ſoll man Ehrfurcht haben. Eine
Umgeſtaltung des Genoſſenſchaftsweſens iſt alſo nicht nötig. Die
früheren Generationen haben den Wert der Genoſſenſchaften
er=
kannt. Die heutige Generation hat die Pflicht, die Genoſſenſchaft,
alſo auch die Volksbank, zu pflegen. Vorſtand und Aufſichtsrat
werden voll ihre Pflicht tun, mögen auch die Mitglieder mithelfen
zum Segen des deutſchen Volkes und Vaterlandes.
Der öffentl. beſtellte Wirtſchaftsprüfer Goerlitz erſtattete
dann den Reviſionsbericht über die vom 26. September
bis 2. Oktober 1933 vorgenommene geſetzliche Reviſion. U. a.
betonte er, daß weſentliche Veränderungen im Mitgliederbeſtand
nicht eingetreten ſind. Die Ueberwachung des Geſchäftsbetriebes
iſt ausreichend. Das Augenmerk der Verwaltung richtet ſich auf
Rückführung von Außenſtänden. Ins Gewicht fallende Verluſte
aus dem Kreditgeſchäft werden ſich nicht mehr ergeben.
Beſon=
dere Beeachtung komme der Liquidität der Bank zu. An flüſſigen
Mitteln ſtanden zur Zeit der Reviſion 1 320 000.— RM. zur
Verfügung. Die Deckungsſätze ſchienen dem Verbandsreviſor für
ausreichend. Redner verbreitete ſich dann über die
Quotenver=
teilung. Die freien Einlagen haben ſich vermehrt, die
Ver=
trauensſtörung iſt beſeitigt. Der weiteren Entwicklung der Bank
könne mit Zuverſicht entgegengeſehen werden. Alles was die
Reviſion wünſchte, hat ſich der Vorſtand zu eigen gemacht.
Die Generalverſammlung nahm Kenntnis von dem
Geſchäfts=
hericht und erteilte ihre Genehmigung.
Direktor Zapf ſprach über die
Bilanz nebſt Gewinn= und Verlufkrechnung,
deren einzelne Poſitionen wir im Handelsteil bereits
veröffent=
licht haben. Er erklärte die Vorſchriften, die hinſichtlich der
Bilanzierung erlaſſen wurden. Durch Verordnungen des Herrn
Reichspräſidenten im Jahre 1932 wurden genaue Richtlinien
dar=
über erlaſſen, wie die einzelnen Geſellſchaften ihre Bilanzen der
Oeffentlichkeit künftig vorzulegen haben. Für die
Genoſſenſchaf=
ten erging dieſerhalb eine Ausführungsverordnung. Es wurde
u. a. beſtimmt: „Der Jahresabſchluß iſt ſo klar und überſichtlich
aufzuſtellen, daß er den Beteiligten einen möglichſt ſicheren
Ein=
blick in die Lage der Genoſſenſchaft gewährt.” Auch der
Außen=
ſtehende ſoll aus der Bilanz ſofort erkennen, welcher Betrag der
geſamten Bilanzſumme im Anlagevermögen einſchl. der
Beteili=
gungen, d. h. alſo feſt, angelegt iſt, und welche ſofort greifbaren
Mittel vorhanden ſind.
Redner ging im einzelnen auf die neuen Vorſchriften des
Genoſſenſchaftsgeſetzes ein und kam dann auf die Betrachtung der
Gewinn= und Verluſtrechnung zu ſprechen. Er ventilierte weiter
die Frage der Verdienſtſpannen der Banken und der
Zinsberech=
nung und erläuterte dann einzelne Poſitionen des
Bank=
abſchluſſes. Er betonte u a.: Ich kann Ihnen die Verſicherung
geben, daß mit den Rückſtellungen nach menſchlichem Ermeſſen
allen Riſiken Rechnung getragen iſt. Die geſamten Unkoſten
haben ſich gegenüber dem Vorjahre von 202 000 RM. auf 186 000
Reichsmark ermäßigt und dürften im Jahre 1934 eine weitere
Ermäßigung erfahren, da in den Unkoſten für das Jahr 1933 ein
einmaliger Betrag von 10 000 RM. für reſtliche Vergleichskoſten
„enthalten iſt. Die perſönlichen Unkoſten verteilen ſich auf 41
Be=
ſchäftigte. Die geſamten Unkoſten betragen zirka 3 Prozent der
bereinigten Bilanzſumme, was dem Verbandsdurchſchnitt
ent=
ſpricht. Der geſamte Reingewinn für das Jahr 1933 beträgt
ein=
ſchließlich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahre 29 569,67 RM.,
aus dem wir die Verteilung einer Dividende von 2½ Prozent
vorſchlagen. Hierfür werden etwa 8500 RM. benötigt, während
wir den verbleibenden Reſt von zirka 20 000 RM. vorſchlagen,
auf neue Rechnung vorzutragen. Nur durch genaueſte
Kalkula=
tion und Einſparungen war es möglich, einen Gewinn zu erzielen.
Mögen die Mitglieder der Bank die Treue halten und neue
Mit=
glieder werben!
Die Bilanz wurde geprüft und formell und materiell in
Ord=
nung befunden. Bilanz und Gewinn= und Verluſtrechnung
wur=
den genehmigt, die Verſammlung erteilte auf Antrag dem
Vor=
ſtand und Aufſichtsrat einſtimmig Entlaſtung.
Die Verteilung des Reingewinns wurde wie vorgeſchlagen
genehmigt.
Es folgte dann die Ergänzungswahl des Aufſichtsrates Es
ſcheiden turnusgemäß aus die Herren Goerlitz, Hinkel und Weber,
welche für die Dauer eines Jahres nicht wiederwählbar ſind.
Außerdem war für das verſtorbene Aufſichtsratsmitglied Weicker
Neuwahl vorzunehmen. Der A.=R. beſteht aus 12 Mitgliedern,
die Wahl erfolgt auf vier Jahre. Es werden aus der
Verſamm=
lung zu Aufſichtsratsmitgliedern vorgeſchlagen;
Kreisinnungs=
führer, NS.=Hagoführer Schreinermeiſter Schäfer.
Zimmer=
meiſter Hartmann, Bäckermeiſter Wenner und
Weißbinder=
meiſter Fr. Zimmermann. Die Herren wurden durch
Zettel=
abſtimmung gewählt.
Mit einem dreifachen Sieg=Heil unſeren Führern, dem
Gene=
ralfeldmarſchall v. Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler,
ſchloß Direktor Willand die Verſammlung.
Aus der NSDAP.
Grenz= und Auslandsfahrten Jugendlicher ſind anmeldepflichtig!
Alle Jugendliche bis zu 21 Jahren müſſen Einzel= und
Grup=
penfahrten, die ins Grenz= oder Ausland führen beim zuſtändigen
GA.=Referat der Hitler=Jugend ſchriftlich anmelden.
Zugehörig=
keit zur HJ, ſpielt keine Rolle, Anzugeben ſind: Zweck, Ziel,
Dauer und Koſten der Fahrt. Dienſtſtelle für Darmſtadt und
nähere Umgebung: Darmſtadt, Zeughausſtraße 2, Bann 115.
Fahrkarten zur „Winzinger Kerwe” in Neuſtadt (Haardt).
Am 1., 2. und 3. Juli findet in Neuſtadt (Haardt) das Pfälzer
Volksfeſt. Die Winzinger Kerwe” ſtatt. Aus dieſem Anlaß
wer=
den von allen Bahnhöfen der Pfalz, von Baden und Heſſen im
Umkreis von je 100 Klm. um Neuſtadt (Haardt)
Sonntagsrück=
fahrkarten (auch Blanko) nach Neuſtadt (Haardt) Hbf.
ausge=
geben. Die Karten gelten; zur Hinfahrt von Samstag, 30. Juni,
0 Uhr, bis Dienstag, 3. Juli, zur Rückfahrt von Samstag, den
30. Juni, bis Dienstag, 3. Juli, 24 Uhr (ſpäteſter Antritt der
Rückfahrt).
Ernte in Südrußland verloren. Aus dem Kuban=
Ge=
biet wird uns Ende Mai von einem deutſchen Koloniſten
ge=
ſchrieben: „Wenn nicht bald ein Umſchlag in der Witterung
erfolgt und Regen kommt, gibt es in dieſem Jahr eine totale
Mißernte und infolgedeſſen eine Hungersnot, wie ſie noch
nicht geweſen iſt. Den ganzen Frühling bis heute iſt noch kein
Regen geweſen. Noch iſt nichts vom Gemüſeſamen aufgegangen,
auch nicht Kukuruſe (Mais) und Kartoffeln, und man ſpricht
da=
ron, daß man den Winterweizen wird umpflügen
müſſen.” — Aus dem nördlichen Kaukaſus ſchreibt ein
deutſcher Arbeiter Anfang Juni: „Bei uns iſt große Trockenheit
und es gibt wieder keine Ernte. Es iſt kein Gemüſe zu hoffen, auch kein
Gras. Es iſtalleswie im vorigen Jahr. — Der Hunger
ſteht wieder bevor, aber viel härter als im vorigen Jahr.”
Aehnliche Nachrichten liegen auch aus der Wolgagegend vor.
Aus allen Briefen ſpricht aber die gleiche Hoffnung: Das
Mut=
terland wird uns nicht vergeſſen! Wir wollen ſie auch nicht
ver=
geſſen und jeder ſein Scherflein zur Linderung der Not unſerer
rußlanddeutſchen Brüder geben. Geldſpenden werden erbeten auf
Poſtſcheckkonto Berlin 85 000: „Brüder in Not”,
Schwerkriegsbeſchädigtenfahrt des NSKK. und des OOAC.
Eine erlebnisreiche Fahrk.
Das NSKK. und der DDAC. veranſtalteten am 24. Juni
eine Schwerkriegsbeſchädigtenfahrt. Nahezu 600
Schwerkriegs=
beſchädigte konnten an dieſer Fahrt teilnehmen. Die Teilnehmer
und die Kraftfahrer, es waren etwa 220 Kraftfahrer dem Rufe
der beiden Organiſationen gefolgt, fanden ſich um 1 Uhr auf dem
Marienplatz zuſammen, und dank der guten Organiſation konnte
pünktlich um 1.30 Uhr die Fahrt angetreten werden. Die
Orga=
niſation und Durchführung der Fahrt, die erhebliche Arbeit
koſtete, lag beſonders in den Händen der Herren Zahn und
Darm=
ſtädter. Während der Abfahrt veranſtaltete die Kapelle der
Motor=Standarte 50 auf dem Marienplatz in uneigennützigſter
Weiſe ein Platzkonzert. Die Fahrt führte über Dieburg,
Baben=
hauſen, Aſchaffenburg, Heſſenthal und durch das Elſavatal über
Meſpelbrunn nach Obernburg. In allen Orten, die berührt
wur=
den, wurden die Teilnehmer von der Bevölkerung lebhaft begrüßt,
überall war reichlich geflaggt. Eine Ortſchaft glaubte die andere
noch überbieten zu müſſen. Ueberall bildeten die Schulkinder
Spalier, SS. SA., PO., Hitler=Jugend und BDM. waren
auf=
geſtellt, um die Opfer des Krieges zu begrüßen. In Obernburg,
in dem kein Haus ohne Flaggenſchmuck war, wurde eine
zwei=
ſtündige Kaffeepauſe gehalten. Die dortige Turnhalle reichte
ge=
rade aus, um die Schwerkriegsbeſchädigten zu faſſen, während die
Fahrer ſelbſt ſich in der Stadt in den Lokalen verteilten. Kaffee
und Kuchen, der von der Obernburger NS.=Frauenſchaft verteilt
wurde, mundeten nach der Fahrt vorzüglich. In Obernburg
wur=
den die Teilnehmer im Namen des NSKK. und des DDAC. durch
Herrn Eugen Seibert und durch den Bürgermeiſter der Stadt
Obernburg begrüßt. Den Dank der Schwerbeſchädigten an die
Fahrer brachte Herr Nungeſſer von der NSKOV. aus,
wäh=
rend der Ortsgruppenführer der NSKOV. Obernburg der
gefalle=
nen Kameraden gedachte.
Es trat bald eine Stimmung ein, wie ſie nur unter
Kame=
raden des Feldes möglich iſt. So kam es auch, daß die Rückfahrt.
die über Mömlingen, Neuſtadt, Höchſt. Groß=Umſtadt. Dieburg
führte, mit 1½ Stunden Verſpätung angetreten wurde. Leider
haben die Einwohner dieſer Orte vergeblich auf die
Schwerbeſchä=
digten gewartet, denn das inzwiſchen einſetzende Gewitter hatte
alle Einwohner von der Straße verſcheucht. Nach 10 Uhr langten
die Fahrtteilnehmer wieder in Darmſtadt an. Die Fahrt war
für alle Teilnehmer ein Erlebnis, an dem insbeſondere die
Schwerbeſchädigten noch lange zehren werden.
Es geht uns ein
begeiſterter Fahrtbericht der NS.=Kriegsopferverſorgung
zu, den wir als Ergänzung gern veröffentlichen:
Bei herrlichem Wetter ſetzte ſich am Sonntag 1.30 Uhr unter
den Klängen „Wem Gott will rechte Gunſt erweiſen, den ſchickt
er in die weite Welt” der Zug von über 200 Kraftwagen in
Be=
wegung, feſtlich mit Blumen und Fähnchen geſchmückt. Heute
galt es, das Wort vom „Dank des Vaterlandes” an unſere
Kriegs=
beſchädigten in die Tat umzuſetzen. Dank dafür den
Veranſtal=
tern dieſer herrlichen Fahrt, dem DDAC. und der NSKK., Dank
jedem Wagenbeſitzer, der in hochherziger Weiſe ſeinen Wagen und
Fahrer für dieſen Zweck zur Verfügung geſtellt hatte. Dank aad
der Ortsgruppe Darmſtadt der NSKOV., die die Auswahl u
Verteilung der über 500 Teilnehmer in mühſamer Vorarhl
durchgeführt hatte.
Und nun ging es in freudiger Erwartung durch Darmſtag
Hauptſtraßen. Ueberall von freundlichen Menſchen begrüſ
hinaus in die ſchöne Natur! Ueber Roßdorf-Dieburg, führt
nächſt die Fahrt durch Laub= und Tannenwälder über die Man
brücke durch Aſchaffenburg, von wo das ehemals kurfürſtlil,
Schloß und die uralte Stiftskirche auf uns herabſehen.
Wei=
geht die Fahrt auf ausgezeichneten ſtaubfreien, Straßen üü=
Grün=Morsbach in den Speſſart hinein bis Heſſenthal, von
wir ſüdwärts durch das Elſavatal auf Obernburg abbiegen.
allen Dörfern ſtehen die Einwohner, die Ortsgruppen der S
HJ. und BDM. grüßend und „Heil” rufend Spalier, überall zu
gen die Häuſer Flaggenſchmuck und friſches Grün, oft grüßen un
fröhliche Klänge einheimiſcher Kapellen. An den Straßenrxy
dern, weit außerhalb der Dörfer, grüßen uns lagernde Grupru
von Radfahrern und Fußgängern, und dieſe freundli
Anteilnahme der ganzen Bevölkerung iſt für
uu=
neben den Schönheiten der Natur, der tiefſte Eindruck dieſer hee
lichen Fahrt: Der Dank des Vaterlandes iſt wieder Allgemezn
gut der deutſchen Volksgemeinſchaft geworden!
In Obernburg a. M. erwarteten uns gegen 4.30 Uhr in
Turnhalle bereits reichliche Mengen von Kaffee und Kuchc.
alles iſt glänzend vorbereitet und klappt vorzüglich.
Zunächſt begrüßt im Namen des DDAC. und der NSR A kuen in den 3
Herr Seibert die verſammelten Kriegsbeſchädigten, denen u
ſchönes Stück deutſchen Landes zu zeigen den beteiligten Waggr) 11 flnhnis zur. 3
beſitzern eine Freude iſt, und ſchließt mit einer Ehrung 19
Reichspräſidenten und des Führers. Der Bürgermeiſter m
Obernburg, Hans Bräunig, Leiter der Ortsgruppe 1 0 Muhaus ofſeh=
NSDAP., überbringt den Gruß der Partei, der Stadt und Efu
wohner von Obernburg, auf deſſen bis zur Römerzeit reichenne
Vergangenheit er hinweiſt. Er ſchließt mit dem freundlickhty undesfülmſtelle
Wunſch, daß die nächſtjährige Fahrt den Obernburgern wieder 0ſe Müngeladen, die
legenheit geben möge, ihre Verbundenheit mit den Kriegsopfein er konfilm „Al
zu beweiſen. Kamerad Nungeſſer, Obmann der Ortsgruxne
Darmſtadt der NSKOV., dankt den Vorrednern herzlich und I.
dauert nur, daß es nicht möglich war, allen Kriegsbeſchädigtm
die Freude dieſer herrlichen Fahrt zu verſchaffen. Zum Sch0/t
gedenkt dann der Ortsgruppenobmann der NSKOV. Obernbuy
Kamerad Theodor Reiß, der Gefallenen.
Flott geſpielte Militärmärſche füllen die Pauſen zwiſchen d0 ſſ/s Inſ=Rg.
Reden aus; dann werden die Kriegsbeſchädigten ebenſo wie zun
Kaffee auch noch zu Brötchen und Wurſt von den Wagenbeſizem ſi6l, zur Abſpert
freundlichſt eingeladen, und gegen 7.30 Uhr ſetzt ſich der lanm ſiufehrt, trat die
Wagenzug zur Rückfahrt über Mömmlingen, Neuſtadt, Höckh ſuurs Fiſcher an.
Groß=Umſtadt. Dieburg wieder in Bewegung, einen herrlichch
Anblick bei Dunkelheit bietend, wenn bei den Wegebiegungen 80
roten Lichter der Wagen, Glühwürmchen vergleichbar, ſcheinbd
in der Luft tanzen. Eine kleine Gewittereinlage” gegen 9 Ul/ tuuch einige Stu
abends ſtört nicht die fröhliche Stimmung: denn die Wagen ſiü
alle mit Verdeck verſehen. So fahren wir denn gegen 10 10 fin in Erbach
wohlbehalten wieder auf dem Marienplatz an — heißen Dank 7:
Herzen für die Veranſtalter dieſer unvergeßlichen Fahrt durch e:) ſtüutz, zwei Halb
ſchönes Stück deutſchen Vaterlandes.
NSP.-Opferkempel auf dem Adolf=Hitler=Plaß.
In letzter Zeit iſt wiederholt die irrige Aufaſſung
aufge=
kommen, daß ſich nur die Volksgenoſſen in das Opferbuch eintragen
können, die einen Betrag von 50 Pfg. und mehr einzeichnen. Es
wird daher ausdrücklich darauf aufmerkſam gemacht, daß bezüglich
der Höhe keine Grenze geſetzt iſt, und daß der Volksgenoſſe, der
10 Pfg. ſpendet, ebenſo ein Abzeichen erhält, wie der, der einen
höheren Betrag ſtiftet.
Es wird jedoch erwartet, daß jeder Volksgenoſſe im
Verhält=
nis zu ſeinem Einkommen, bzw. Verdienſt opfert.
Mädel! Du glaubſt nichk, wie luſtig es bei der
Heu=
einke iſt. Hilf mit, werde landwirtſchaftliche
Helferin.
Geprüfte Stellen vermittelt das Arbeitsamt Darmſtadt,
Berufsberatung.
Aus dem Gerichtsſagl.
Aw. Zwei junge Leute hatten ſich am Montag vor dem
Schwurgericht zu verantworten, die 24jährige A. Sch.
wegen Meineids und der 28jährige J. B., beide von
hier, wegen Verleitung dazu. Die Angeklagten, die beide
in Eheſcheidung lebten, hatten ſich 1932 ihr Leid geklagt, und aus
dieſem gemeinſamen Leid war bald eine ſtarke Verbundenheit
her=
ausgewachſen. Der Frau des B. war das zu Ohren gekommen, und
ſo geſchah es, daß Frau Sch. in dem Eheſcheidungsverfahren B. als
Zeugin auftreten mußte, und daß ſie dabei die Unwahrheit ſagte.
Dieſer Termin war im Mai vorigen Jahres. Im Oktober hielt
ſie es, nachdem Frau B. ihr brieflich ſchwer zugeſetzt hatte, und
der Angeklagte B. auch plötzlich nichts wehr von ihr wiſſen wollte,
nicht mehr aus, und ſie ging auf die Polizei und zeigte ſich ſelbſt
an. B. habe ſie dazu beſtimmt, gab und gibt ſie noch heute an,
denn er wollte nicht als ſchuldig geſchieden werden, um nicht für
den Unterhalt von Frau und Kind aufkommen zu müſſen. B.
be=
ſtreitet noch heute in der Verhandlung, daß er die Frau zu dem
Meineid beſtimmt habe. Das Gericht iſt von der Schuld des
An=
geklagten überzeugt und verurteilt ihn wegen Verleitung zum
Meineid zu 2½ Jahren Zuchthaus, dazu fünf Jahren
Ehrverluſt und dauernder Eidesunfähigkeit. Der Frau wird
zugute gehalten, daß ſie ſich bei wahrheitsgemäßer Ausſage ſelbſt
eines Ehebruches hätte bezichtigen müſſen, und ſie erhält deshalb
nur eine Gefängnisſtrafe von einem Jahr. Aber
auch ihr werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf zwei Jahre
aberkannt.
Das Bezirksſchöffengericht ſpricht am ſelben Tage
zunächſt drei Egelsbacher Genoſſenſchafter mangels
Beweiſes von der Anklage der
genoſſenſchaft=
lichen Untreue frei. Als im März vorigen Jahres die
Egelsbacher gemeinnützige Baugenoſſenſchaft gleichgeſchaltet wurde,
wurden auch die Bücher auf das genaueſte nachgeprüft, und es
entſtand dabei der Anſchein, als ſei in den Jahren 1931—1932
eine Unredlichkeit unterlaufen, als habe nämlich der Rechner ein
privates Darlehen, nachdem er merkte, daß es darum wacklig ſtand,
auf die Genoſſenſchaft übertragen. Die Zeugenausſagen ſind jedoch
heute unter Eid weſentlich andere, ſo daß das Gericht zu einer
Ver=
urteilung nicht zu kommen vermochte.
Der ganze Nachmittag geht mit einer Verhandlung gegen den
51jährigen E. H. von hier hin, der des Betrugs beſchuldigt
wird. H. ſteht in der Benzin= und Oelbranche. Er mußte 1931 den
Offenbarungseid leiſten. Letztes Jahr hatte er hier einen Mann
entdeckt, der über einiges Kapital verfügte, und nun ſeifte der
An=
geklagte den nicht ſehr gewandten Mann nach allen Regeln der
Kunſt ein. Er erzählte ihm, daß er eine Mordserfindung
ge=
macht habe, mit einem lediglich aus Spiritus herzuſtellenden
Be=
triebsſtoff, der ihnen goldene Berge einbringen müſſe. Kurz und
gut, 8000 RM. waren ſchnell herausgeholt. Mit unglaublicher
Redegewandtheit verteidigt ſich der Angeklagte, der alles in das
Gegenteil zu verwandeln weiß. Erſt als er wegen Ungebühr vor
Gericht — er hatte einen Zeugen. Hetzer” tituliert — 50 RM.
zu=
diktiert erhält, nimmt er ſich ein biſſel mehr zuſammen. Das
Ge=
richt verurteilt ihn nach ausführlicher Verhandlung zu einer
Gefängnisſtrafe von ſechs Monaten wegen
Be=
trugs und Betrugsverſuchs.
Urlaubsfahrk in die bayeriſche Ofmark.
Die NS.=Gemeinſchaft „Kraft durch Freude” veranſtaltet vo=
7. bis 15. Juli eine Fahrt in die bayeriſche Oſtmar!
in den ſchönſten Teil des Bayeriſchen Waldes.
Die Fahrt verläuft wie folgt: Samstag, 7. Juli: Abfahrt van
Darmſtadt, Sonntag früh: Ankunft in Regensburg, 4 b0
5 Stunden Aufenthalt, vor der Weiterfahrt gemeinſames Mittar
eſſen, dann geht die Fahrt über Straubing, Plattling nach
De=
gendorf. Von hier aus erfolgt der Abtransport in die Quaries
orte am Fuße des höchſten Berges des Bayeriſchen Waldes, d7
1458 Meter hohen Arbers. Sie bleiben bis Sonntag, den 15. Juclu
An dieſem Tage ſammeln ſich die Urlauber wieder in Deggendo=n
zurgemeinſamen Fahrt nach Paſſau. Auch hier ſt wiel
der Gelegenheit zur Beſichtigung der wunderbaren Grenzſtadd
am Zufluß von Donau und Inn. Nach gemeinſamem Mittageſenn
in Paſſau Abfahrt in die Heimat, wo die Urlauber am Abend des
15. Juli eintreffen werden.
Die Koſten betragen 31.— RM. Die Verpflegung dei
Zugteilnehmer beginnt am Sonntag, den 8. Juli, mit dem Mic
tageſſen in Regensburg und endet am Sonntag, den 15. Juli, mg
dem Mittageſſen in Paſſau.
Anmeldungen nehmen entgegen die Ortsgruppenwarth,
ſowie Betriebswarte „Kraft durch Freude” und die Geſchäftsſtelld
der NS.=Gemeinſchaft „Kraft durch Freude‟, Darmſtadt. Rhei
ſtraße 21, Parterre, Telephon 2395/96.
Die Meldungen müſſen bis Freitag, den 29 Jul‟
vormittags 10 Uhr, in unſeren Händen ſein. Dieſer Tes
min iſt genau einzuhalten.
— Zeitkarten ab 1. Juli. Zum 1. Juli d. Js. wird der Lichch
bildrahmenzwang für alle Zeitkarten (Monatskarten, Schüle?
monatskarten, Teilmonatskarten, Arbeiterwochenkarten und Aib
geſtelltenwochenkarten) aufgehoben. Zur Sicherung gegen Miſi
brauch werden künftig dieſe Karten mehrmals gelocht werden, 9
wird noch beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß die Zeiid
karten nur gültig ſind, wenn ſie mit Tinte oder Tintenſtift unten
ſchrieben ſind. Vor= und Familienname müſſen ausgeſchrieben
ſein. Die Unterſchrift iſt auf Verlangen zu wiederholen. Waö
mit einer Zeitkarte ohne gültige Unterſchrift oder mit unleſe*
licher oder unvollſtändiger Unterſchrift betroffen wird, wird fün
dieſe Fahrt als Reiſender ohne gültige Fahrkarte behandel=
Zeigt ein Unberechtigter eine Zeitkarte vor, ſo wird die Kary
eingezogen und, wenn die Fahrt bereits angetreten iſt, der Iie
haber als Reiſender ohne gültigen Fahrausweis behandelt. Mili
bräuchliche Benutzungen von Zeitkarten werden, künftig unnach
ſichtlich verfolgt werden. Die Zeitkarten ſind nach Ablauf deo
Geltungsdauer zurückzugeben. Es empfiehlt ſich, für die Zeitkarte!
zum Schutze gegen Verſchmutzung Zelluloidhüllen zu verwenden.
Beſtellung von Platzkarten. Für verſchiedene in
Wiesbade=
abfahrende D=Züge können Platzkarten auch bei den Unterweg:g
bahnhöfen Mainz Hbf. und Mainz=Kaſtel beſtellt werden, ohn
daß Zahlung des Fahrpreiſes vom Zugausgangsbahnhof ab ves
langt wird.
Briefkaſten.
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Werchilt
werden.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsquittung beizufügen. Anonyme Anfragen weim
nicht beaniwortet. Die Beantwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkelt.
A. 100. Staatsſekretär Dr. Dipl.=Ing. G. F.. Berlin W.
Bellevueſtraße 15.
Vereins= und lokale Veranſkalkungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
—Vereinigung ehem. Fußa.=Rgt. 3. Am Mittwoge
abend (19 Uhr) treffen ſich alle ehemaligen ſchweren Artilleriſtes
zu zwangloſem Zuſammenſein in Schuls Felſenkeller (Dieburge,
Straße 85).
U Urm
5
479h
gen.
Tageskalender.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Die Chriſtengemeinſchaft, Heidelberger Strg?."
Dienstag, 26. Juni, 20.15 Uhr: Oeffentlicher Vortrag „Richat.
Wagners Meiſterſinger als Johannis=Feſtſpiel”, Pfr. A. Schuh”*
Beſſunger Lichtſpiele: „Ich kenn dich nicht und liee
dich.”
ſentstag, 26. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 174 — Seite 7
Aus Heſſen.
De. Arheilgen, 25. Juni. Arbeitsjubiläum. Am
ninen Sonntag konnte Herr Georg Lutz, Felsbergſtraße, auf
5jährige Tätigkeit als Beamter bei der 7
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s. Pfungſtadt, 25. Juni. Der alte Friedhof. Es iſt
umationale Tat, eine Tat der Pietät, daß mit der Wildnis auf
Apa ten Kirchhof endgültig aufgeräumt worden iſt. In den
ſieb=
zm Jahren iſt der Friedhof für Begräbniſſe geſchloſſen worden,
wii den folgenden Jahrzehnten bildete er unter der Obhut der
Hemde eine Stätte ſtillen Gedenkens für die Angehörigen der
AHumbenen. Als die Sozialdemokratie im November 1918 ihre
uuſ rittene Herrſchaft bis zum Aufbruch 1933 angetreten hatte,
Einerte ſich die öffentliche Hand kaum noch um den alten
Fried=
h5Dort johlten die Buben den ganzen Tag, Bäume und Sträu=
4 ſmurden zerſtört, Grabmäler beſchädigt, die Umzäunungsmauer
t ebeäſe umgeworfen — kurz, es bot ſich ein troſtloſes Bild der
zuüloſen Verwüſtung und Verunreinigung. Kaum hatten jedoch
9 y0äänner des Dritten Reiches in Pfungſtadt die Macht
ergrif=
füs dieſem Zuſtand ein Ende bereitet wurde. Mehr als ein
ve rwar nötig, bis dort eine vorbildliche Anlage geſchaffen
voß- Heute grünt und blüht es. Eine ganze Anzahl
Ruhe=
bſemim Schatten der Trauerweiden bietet den Alten
Sitzgelegen=
hAund jeder Pfungſtädter freut ſich, daß die Ruheſtätte der
Vor=
f ſchr, in den Zuſtand verſetzt worden iſt, der ihr gebührt.
Ober=Ramſtadt, 25 Juni. Zum Geſuch der Gemeinde um
Akucnis zur Kanaliſation der Adolf=Hitlerſtraße
hen Beſchreibung und Plan bis zum 5. Juli d. Js. auf dem
Aßhauus offen. Nur während dieſer Zeit können Einwendungen
dagin erhoben werden.
ILg. Hergershauſen, 24. Juni. Filmvorführung. Die
Oſoesfilmſtelle der NSDAP. hatte zu einer Filmvorführung
ſlmden, die recht gut beſucht war. Zur Aufführung gelangte
AMkonfilm „Die ſchwarze Sturmfahne”, der einen Einblick gab
ine Notlage des Bauerntums in den vergangenen Jahren und
euf ſerer vorwiegend bäuerlichen Bevölkerung, die gerade dieſe
Iſte ſchwerer Notzeit miterlebte, einen nachhaltigen Eindruck
PTieß.
E. Michelſtadt, 24. Juni. Das Treffen der SA. 186 mit den ehemaligen Angehörigen
Inf.=Rgts. 186 erfuhr eine kurze Unterbrechung durch
ſb= reits gemeldeten Brand in der Tuchfabrik Arzt, wohin die
wr Abſperrung beordert wurde. Von dort wieder
zurück=
eurtk, trat die hieſige SA. unter Führung des
Sturmbannfüh=
ei Fiſcher an. Fiſcher begrüßte die erſchienenen Angehörigen
Abeßemaligen Inf.=Rgts. 186 und führte ihnen die beiden hieſi=
ESA.=Stürme ihrer Traditions=Standarte 186 im Dienſte vor.
Fhe BBeendigung dieſes Dienſtes blieben beide Organiſationen
nſo finige Stunden gemütlich beiſammen.
NAs. Erbach, 25. Juni. Der Odenwälder
Reiterver=
i än Erbach hatte zu Beginn, dieſes Jahres ſchon
bekannt=
eſban, daß anläßlich des Eulbacher Marktes vier Voll=
Hſt, zwei Halbblut= und ein Amazonenrennen ſtattfinden wer=
AP Munmehr iſt es gelungen, dieſe Rennen noch weiter
auszu=
han. Es werden nämlich zwei Pferderennen der Klaſſe 4
ein=
geiat tet, alſo Rennen für Klaſſenpferde erſten Ranges. Der
Abeir will ſomit der Bevölkerung des Odenwaldes die Möglich=
Heiljeten, für wenig Geld Rennen zu ſehen, wie ſie auf den
hen, Rennplätzen Deutſchlands gelaufen werden. Die Rennen
uwen in der Hauptſache von Mitgliedern der
Kavallerie=
ſ6he Hannover beſtritten, ſo daß erſtklaſſige Leiſtungen zu
e Funten ſind. Weiter hat der bekannte Rennſtallbeſitzer
Buch=
uiiſ er mit ſeinen Klaſſenpferden „Laute” und „Reichsmark”,
Aßcßi=ſetzungen der Rennen zugeſagt. Dieſe kurzen Hinweiſe
be=
upei zur Genüge, daß das Eulbacher Markt=Rennen dieſes Jahr
ſ SSportfreunden etwas ganz Beſonderes, bieten wird. Die
kanſtaltungen am Wieſenmarktsmontag ſollen hauptſächlich den
E uund SS.=Reiterſtürmen vorbehalten ſein. Da verſchiedene
keungsprüfungen für das braune Leiſtungsbuch vorgeſchrieben
ſn hei welchen ſich die einzelnen Reiterſtürme der SA.=Reiter=
Rarte 50 (Starkenburg) beteiligen, werden auch hier gute
Lei=
hemi gezeigt werden. Schon in den Vormittagsſtunden finden
ſungen ſowie ein Findigkeitsritt ſtatt.
.Erbach, 25. Juni. Bezirkstagung des
Kyffhäu=
ebuindes. Die geſtrige Tagung des Bezirkes Erbach vom
khiruſerbunde war ſehr gut beſucht; nur zwei Vereine hatten
e Wertreter entſandt. Der Bezirksführer Baurat
Nod=
wſcel=Erbach entbot herzlichen Willkommengruß und gedachte
dim ſäin ehrender Weiſe des ſo ſchönen Verlaufs des
Soldaten=
tihsun Darmſtadt, der ein erfreuliches Bild engſter
Volksverbun=
dbieit zeigte. Sein beſonderer Dank galt der vorbildlichen
Hal=
tiſt wer teilnehmenden Kameraden und der ſtraffen und
uner=
mulichen Tätigkeit des Spielmannszuges und der Kapelle der
Sfndrarte Erbach, die den günſtigen Eindruck des Bezirkes Erbach
uſndlich mitgeſtalten halfen. Die Ausgaben für die Muſik ſind
du eine Sonderumlage der einzelnen Vereine aufzubringen.
Aſtylreßend erfolgten ſehr lehrreiche Ausführungen über die Ge=
Arvartslage unſeres Vaterlandes und dann noch nähere
Mittei=
lierr über die Aufgabe und den Aufbau der SA.=Reſerve II.
ſengere Sorgfalt iſt künftighin innerhalb der Vereine dem
fießſiport zu widmen. Dem Militärverein Ober=Moſſau wurde
Amerkennung für die beſte Leiſtung innerhalb des Bezirkes
fuch bei dem Haſſia=Jubiläumsſchießen eine Ehrenſcheibe
über=
rit wind ihm dabei der beſondere Glückwunſch des Bezirkes und
bomdes ausgeſprochen. Beſondere Behandlung fanden
weiter=
ſuna ch die Neufeſtſetzung der Beiträge, das Sammelweſen
inner=
hudes Bundes und die Vorbereitungen für den
Reichskrieger=
bin, Kaſſel. In begeiſternden Ausführungen gedachte der
Be=
zſrführer zum Schluſſe nochmals der beſonderen Verdienſte der
ſiren unſeres Vaterlandes und ſchloß die Arbeitstagung mit
um herzlich aufgenommenen „Sieg=Heil” auf Führer, Volk und
Aſtrrand.
De Zwingenberg, 25. Juni. Die vom Verwaltungsrat der
derisſparkaſſe Zwingenberg vorgenommene Wahl, der Herren
ſe Fath zum Rechner, Chriſtian Spieß zum Kontrolleur und
Abi MMüller zum Kaſſier der Bezirksſparkaſſe Zwingenberg hat
U unähr die Beſtätigung des Kreisamtes Bensheim erhalten.
Bm. Hofheim, 25. Juni. Getreide brennt. Nahe der
9unſt recke Hofheim-Bürſtadt geriet am Sonntag nachmittag,
an=
uemd, durch Funkflug der Lokomotive oder weggeworfenen
Anchſtummel, ein Kornfeld in Brand. Durch raſches Eingreifen
dGBahnwärter von Poſten 5 und 6 konnte ein größerer Schaden
Uſüret werden. Etwa 20 Quadratmeter Frucht verbrannten. Die
A en erte Feuerwehr und SA. brauchten nicht mehr einzugreifen.
ohes Alter. Peter Rothenhäuſer II feierte am 24.
( Aamnis) in guter Rüſtigkeit ſeinen 77. Geburtstag.
El.. Langen, 25. Juni. Scheunenbrand. Zur Nachtzeit
UM irn dem Anweſen des Friedrich Vollhardt in der Bach=
AA (in Brand aus, dem die Scheune bis auf die Grundmauern
3MLpfer fiel. Nur mit Mühe konnten die Schweine und Ziegen
Fireie gebracht werden, während mehrere Gänſe, Hühner und
Tſoem den Flammen zum Opfer fielen. Den Bemühungen der
krwehr gelang es, das Wohnhaus vor einem Uebergreifen der
7 Amen zu bewahren. Die Entſtehungsurſache des Brandes iſt
unkannt. Der Schaden iſt dem Vernehmen nach nur zum Teil
A0 Werſicherung gedeckt. — Nunmehr iſt auch für die hieſige
C kankkung die Durchführung der Feldbereinigung
ange=
a bet worden.
Jugendfeft und Sonnenwenofeiert auf dein kanve.
Dg. Arheilgen, 25. Juni. Jugendfeſt und
Sonnen=
wendfeier. Wie im Vorjahre, wurde auch diesmal wieder das
Jugendfeſt in würdiger Weiſe begangen. Für den ausgefallenen
Schulunterricht am Samstag unternahmen die jüngeren
Jahr=
gänge der Schule mit ihrer Lehrerſchaft am Vormittag
Spazier=
gänge in die nähere Umgebung, während die oberen Jahrgänge
und die Jugend am Nachmittag auf dem Sportplatz am Arheilger
Mühlchen ihre ſportlichen Wettkämpfe in recht manierlicher Weiſe
zum Austrag brachten. Am Abend fand dann auf dem Gelände
beim Schießſtand eine ſchlichte Sonnenwendfeier ſtatt. Um 9 Uhr
verſammelten ſich NSDAP., SA., Arbeitsfront, BDM., HJ.,
und Jungvolk mit den Vereinen und Korporationen mit ihren
Fahnen in der Weiterſtädter Straße. Nach Aufſtellung des recht
impoſanten Zuges ging es unter den Marſchklängen des
Poſaunen=
chores ſowie der Spielmannszüge des Turnvereins, der
Sportver=
einigung und des Jungvolkes nach der Feierſtätte, wo die
Ein=
wohnerſchaft ſich recht zahlreich eingefunden hatte. Nach
einleiten=
dem Fanfarenſignal ergriff Bürgermeiſter Birkenſtock, das
Wort über den Sinn und den Zweck der Feier. In allen Gauen
unſeres deutſchen Vaterlandes hätten ſich am heutigen Abend die
Volksgenoſſen in voller Einmütigkeit um die Feuer geſchart, um
die Sommerſonnenwende zu begehen und dem Führer zu danken.
Es folgte das gemeinſam geſungene Lied „Ich hab” mich ergeben”.
Dann ſprach Pg. Peter Göbel über das Brauchtum der
Sonnen=
feiern bei unſeren Vorfahren und ihre Bedeutung in der heutigen
Zeit. Anſchließend brachte die Laienſpielſchar das alte „Tellſpiel
der Schweizer Bauern” beim Scheine der Pechfackeln zur
Auffüh=
rung, das in dieſem einfachen, natürlichen Rahmen recht packend
wirkte und einen Höhezunkt der Feier bildete. In der näheren
und weiteren Umgebung ſah man bereits einige Feuer aufleuchten.
Dann wurde der Holzſtoß entzündet, und unter den Klängen des
Poſaunenchors loderten mächtige Flammen zum nächtlichen
Him=
mel empor, die ganze Umgebung mit ihrem magiſchen Schein
be=
leuchtend, während die Jugend Sinn= und Mahnſprüche vortrug.
Zu Ehren der im Kriege gefallenen Helden, und derer, die im
Kampfe ums Dritte Reich ihr Leben ließen, wurden durch Mädels
unter entſprechenden Widmungen Kränze in die Flammen
gewor=
fen. Nach einer kurzen Anſprache ſchloß die Weiheſtunde mit
einem Sieg=Heil auf den Führer und dem Deutſchland= und Horſt=
Weſſel=Lied.
E. Wixhauſen, 25 Juni. Sonnenwendfeier. Die
hie=
ſigen nationalſozialiſtiſchen Formationen in Gemeinſchaft mit den
Orten Gräfen=, Erz= und Schneppenhauſen hielten eine
Sonnen=
wendfeier auf dem Thomasberg an der Gräfenhäuſer Straße ab.
Hieran hatten ſich die Einwohner und Vereine zahlreich beteiligt.
Weithin wurde die Nacht erhellt von den emporſchlagenden
Flam=
men des Feuers, das von den Hitlerjungen angezündet wurde. Von
Bürgermeiſter Mager=Gräfenhauſen wurde eine Anſprache
ge=
halten. Er erklärte die tiefe Bedeutung, die der 21. Juni für den
deutſchen, ariſch=germaniſchen Menſchen hat. Pg. Gärtner=
Wix=
hauſen ſprach über den Sinn der Jugendverbände, über den
Auf=
bau unſeres neuen Vaterlandes. Pg. Zeider=Arheilgen ſprach
das Schlußwort mit dem Gedanken: Deutſchland muß leben, auch
wenn wir ſterben müſſen. Die Mädchen vom B.d.M.
Gräfenhau=
ſen übergaben dem Feuer acht Kränze mit entſprechenden
Sinn=
ſprüchen zu unſerer heutigen Bewegung. Eindrucksvolle
Sprech=
chöre der Hitlerjugend umrahmten die ganze Feier.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 25. Juni. Jugendfeiertag. Unter
reger Anteilnahme der geſamten Bevölkerung wurde dahier der
Jugendfeiertag begangen. Der Vormittag war ausgefüllt mit der
Austragung der Wettkämpfe aus Anlaß des
Reichsjugendfeier=
tags, an denen ſich faſt die geſamte Schuljugend beteiligte. Der
Nachmittag geſtaltete ſich, wie immer, zu einem wahren Volksfeſt.
Nach einem von der Muſikkapelle Gruß eröffneten Feſtzuge der
Schuljugend durch die Ortsſtraßen ging es zu dem neu
hergerich=
teten, ſchön ſchattig gelegenen Spielplatz im „Lohwäldchen”, wo
ſich gar bald ein fröhliches Treiben entwickelte. Muſikvorträge,
Geſänge der einzelnen Schulklaſſen, Spiele und Reigen ließen bei
alt und jung keine Langeweile aufkommen. Aus Mitteln der
Gemeinde wurden Brötchen an die Kinder verteilt. Die
Begrü=
ßung der zahlreich Erſchienenen nahm der Rektor der hieſigen
Volksſchule, Herr Körner, vor, der in ſinnvoller Weiſe auf die
Bedeutung des Jugendfeiertags und ſeine Ausgeſtaltung im
Drit=
ten Reiche hinwies. Mit Eintritt der Dunkelheit trat man,
all=
ſeits voll befriedigt, den Heimweg an in dem Bewußtſein, einen
ſchönen Feiertag, der insbeſondere der Jugend in gutem
Gedächt=
nis bleiben wird, verlebt zu haben.
k. Roßdorf, 25. Juni. Sonnenwendfeier auf dem
Rehberg. Die Ortsgruppen Roßdorf und Ober=Ramſtadt der
NSDAP. feierten zuſammen auf dem Rehberg bei Roßdorf ihre
Sommerſonnenwende. Wohl noch nie erlebte man an dieſer Stelle
eine ſo eindrucksvolle und beſinnliche Feierſtunde. Mit klingendem
Spiel und frohem Sang zogen die einzelnen Formationen durch
die Straßen von Roßdorf, um ſich auf der Höhe des Berges um
den mächtigen Holzſtoß zu ſammeln. Feierlich klangen in dieſe
Stille die ſchönen Fahrtenlieder, die vereinzelte Gruppen
Hitler=
jungen zwanglos ſangen. Gegen 10 Uhr eröffnete der SS.=
Trup=
penführer von Ober=Ramſtadt durch Worte, die auf den Zweck und
Sinn des Tages hinwieſen, die Feſtſtunde. Die Fackeln wurden
an den Holzſtoß gehalten und bald ſtieg eine mächtige Feuerſäule
in den Nachthimmel und erleuchtete taghell die ganze Höhe
Rings=
herum hatte die Jugend einen dichten Kreis geſchloſſen. Dahinter
ſtanden die SA.=Kolonnen und auf den kleinen Felsvorſprüngen
viele weitere Hundert SA., SS. und Volksgenoſſen, die
herbeige=
kommen waren, um einige Stunden wahrer und echter
Volksge=
meinſchaft nach der alten Väter Sitte zu feiern. Als dann noch der
Bürgermeiſter von Ober=Ramſtadt. Pg. Jörgerling, in packenten,
aus dem Herzen kommenden Worten über die Aufgaben des
Natio=
nalſozialismus für uns wie für die zukünftige Generation ſprach,
da fühlte jeder, welch ein Wunder ſich in den letzten Jahren
voll=
zogen hat, ſeitdem eine Vorſehung uns unſeren Führer ſchenkte,
der aus einem Volk vollſtändiger Zerriſſenheit, eine große echte
Volksgemeinſchaft über alle Stände und Schichten geſchaffen hat,
aber jeder ſpürte auch die heilige Verpflichtung, daß er noch viel
mehr an ſich ſelbſt arbeiten muß, um ſo wie der Führer den
an=
deren, die noch abſeits ſtehen, den Nationalſozialismus in der Tat
vorzuleben. Wie ein Treuſchwur beendete das dreifache Sieg=Heil
auf den Führer, Volk und Vaterland die mitreißende Rede. Dann
kam die Jugend zu Wort, die in einem Sprechchor ſich zu ewiger
Gefolgſchaft zum Führer und Mitarbeit am Dritten Reich
ver=
pflichtete. Von Mädchen des B. d.M. ins Feuer geworfene Kränze
ermahnten an die Opfer des großen Krieges, die Gefallenen des
Dritten Reiches, die deutſchen Brüder im Ausland und an die
deutſche Mutter als die Trägerin der Nation. Nach dieſen ernſten
ergreifenden Minuten ſtillen Gedenkens kam auch das Bekenntnis
zum ewig jungen Leben durch ein paar ſehr hübſche Volkstänze
um die langſam ſchwächer werdenden Flammen des Feuers zum
Ausbruch. Unſere Nationalhymne und das Lied der Jugend, der
dieſer Tag gewidmet war, ſchloſſen dieſe eindrucksvolle, erhebende
Feier.
Le, Groß=Umſtadt, 25. Juni. Am geſtrigen
Jugendfeſt=
tag bewegte ſich nachmittags 1.30 Uhr ein großer, ſtattlicher Zug.
der hieſigen Schulen — der Adolf=Hitler=Oberrealſchule, der
Mäd=
chen=Realſchule, ſowie der Volksſchule — in Begleitung der
Lehrer=
ſchaft mit einer Muſikapelle zu dem herrlich gelegenen
Heinrichs=
berg. Zunächſt wurde als allgemeines Lied „Deutſchland hoch in
Ehren” geſungen. Hierauf hielt Studienaſſeſſor Einner eine
kernige Begrüßungsanſprache. Er forderte auf, treu zu unſerem
großen Führer Adolf Hitler zu halten; weiter gedachte er in er=
hebenden Worten unſerer Saardeutſchen. Die Anſprache wurde von
der Menge begeiſtert aufgenommen; es folgte ein von einem
Schüler vorgetragenes Saargedicht, dem ſich das Saarlied als
all=
gemeines Lied anſchloß. Die Mädchen=Realſchule brachte hierauf
von verſchiedenen Klaſſen drei, und die Mädchen der Volksſchule
einen Reigen zur Aufführung, die allgemeinen Beifall fanden. —
Ein für das Jugendfeſt zuſammengeſtellter Mandolinenklub der
Adolf=Hitler=Obervealſchule ſang prachtvolle Fahrtenlieder und
erntete damit ebenfalls großen Beifall. Einige Klaſſen der
Volks=
ſchule ſangen gut vorgetragene Volkslieder. — Mit großem
Stau=
nen wurden die geradezu hochakrobatiſchen Vorführungen von
Schülein der Adolf=Hitler=Oberrealſchule viel bewundert. Den
Schluß der Vorführungen bildete ein humoriſtiſches
Theaterſtück=
chen, in Freilichtbühne aufgeführt von Schülern der Adolf=Hitler=
Obereralſchule, mit viel Fleiß eingeübt; alle gaben zum Gelingen
des Spieles ihr Beſtes. — Die Leitung dieſes ſchönen Jugendfeſtes
und Feſtzuges lag in beſten Händen des Studienrats Dr.
Neu=
mann. Die Bevölkerung Groß=Umſtadts nahm regen und
zahl=
reichen Anteil an dieſem altbewährten Feſt der Jugend.,
Ay. König i. Odw. (Stahlbad), 24. Juni. Geſtern beging die
hieſige Schuljugend das Jugendfeſt, verbunden mit
Wettkämp=
fen. Ein ſtattlicher Zug froher ſingender Jugend paſſierte die
Straßen unſeres Städtchens und führte nach dem Sportplatz am
Schwimmbad. Rektor Heyl ſprach zu der geſamten Jugend über
die Aufgaben der Jugend im Volk und Staat und leitete ſeine
Ausführungen über zu der Bedeutung der Jugendwettkämpfe.
Dar=
auf begannen die Spiele und Wettkämpfe. Lehrerin Frau Lehne
führte mit ihrer Mädchengruppe einige Volkstänze vor. Die
Be=
völkerung nahm lebhaften Anteil an der Veranſtaltung.
Ci. Erbach, 25. Juni. Das Deutſche Jugendfeſt wurde
durch eine Veranſtaltung unſerer Stadtſchule hier eingeleitet. Mit
den ſtrahlenden Kinderaugen wetteiferte ſchönſtes Sommerwetter.
Die Feier war dieſes Jahr rein ſportlich angelegt; die älteren
Jahrgänge hatten den vorgeſchriebenen Dreikampf zu erledigen,
während die unteren Altersſtufen zunächſt als begeiſterte
Zu=
ſchauer ihre Anteilnahme zeigten und dann an ihren Spielen
ebenſoviel Freude fanden wie an den Leiſtungen ihrer älteren
Mitſchüler. Ein beſonders hübſches Bild auf dem weiten Raſen
unſeres Sport= und Erholungsparkes boten die als Abſchluß
vor=
geführten Frejübungen und Reigen unſerer Mädchen. In
dan=
kenswerter Weiſe ließ auch dieſes Jahr wieder unſere
Stadtver=
waltung nach alter Ueberlieferung jedem Kinde eine Brezel
über=
reichen. — Der Nachmittag wurde durch Wettkämpfe der über 14
Jahre alten Jugend ausgefüllt. — Die Hauptfeier blieb dem
Abend vorbehalten. In geſchloſſenem Zuge marſchierten vom
Adolf=Hitler=Platze aus SA. mit Spielmannszug, die
Parteilei=
tung und faſt alle Untergliederungen der NSDAP. mit den
ge=
ſamten nationalen Jugendverbänden nach dem etwa 1 Stunde
ent=
fernten Schönnen, um dort mit allen Gleichgeſinnten der weiteren
Umgebung die Sonnenwendfeier zu begehen.
Fanfaren=
rufe unſeres Jungvolkes kündeten weithin den Beginn der
Weihe=
ſtunde, die zunächſt durch ſinnvolle Sprechchöre weitergeführt
wurde. Dann nahten ſich unter dumpfem Trommelwirbel
jugend=
liche Fackelträger dem aufgeſchichteten Holzſtoß, um ihn mit
paſ=
ſenden Kernſprüchen zu entzünden. Der erfolgreiche Jugendführer
unſeres Bezirkes, Lehrer Magſam, wies in ſeiner Feuerrede
auf den wiedergefundenen Gemeinſchaftsgeiſt des deutſchen Volkes
hin, der ſich bei dem heutigen Sonnenwendfeuer in allen deutſchen
Gauen auch äußerlich wieder ſo ſinnvoll zeige, erinnerte an die
tiefe Bedeutung der Feiern, die ihnen von unſeren Altvorderen
unterlegt wurde, und mahnte unſer Geſchlecht, eng mit der
Hei=
materde verbunden zu bleiben und zu ringen nach innerer
Rein=
heit, Stärke und deutſcher Ehrhaftigkeit, wie ſie das Ehrengrab
der deutſchen Flotte in Scapa Flow für alle Zeiten ſo
eindring=
lich predige. Begeiſtert wurde das als erneutes Treugelöbnis für
Volk. Vaterland und Führer ausgebrachte „Sieg=Heil” an die am
nächtlichen Himmel auflodernden Feuer der benachbarten
Feier=
gemeinden weitergegeben. In lautloſer Stille und ſeeliſcher
Er=
griffenheit vernahmen nun die Teilnehmer die Sinn= und
Mahn=
ſprüche und ſahen das damit verbundene Feueropfer von Kränzen
für unſere Ahnen, für die im Weltkrieg Gefallenen, für die
ge=
ſtorbenen Kämpfer der nationalen Revolution, für alle deutſchen
Helden, für die vom Mutterlande abgelöſten deutſchen Gebiete, für
alle deutſchen Volksgenoſſen in der weiten Welt, für die deutſche
Jugend, die deutſche Mutter und die heilige Mutter Erde in den
Flammen aufgehen. Sprechchöre und gemeinſam geſungene Kampf=
und Vaterlandslieder ſchloſſen die Feierſtunde ab. Schweigend
zogen die Feiernden zu Tal, um dann von dort aus mit frohem
Sang und mitreißender Marſchmuſik den Heimweg anzutreten.
m. Beerfelden, 25. Juni. Das Jugendfeſt der Volks=
und Realſchule und das Sonnenwendfeuer der
HJ. und des BDM. Ein herrlicher Morgen lachte dem „Tag
der Jugend” im Zeichen der Sonnenwende. Nach 8 Uhr lockte
froher Geſang aus jungfriſchen Kehlen an die Fenſter oder ins
Freie die Bewohner der Straßen, durch die ſich der Zug bewegte,
nach dem Gelände der Turner in der Strieth. Hier formte ſich die
Schar zum offenen Viereck, und Herr Rektor Arzt eröffnete die
Feier. Nach dem Geſang des Liedes „Ich hab” mich ergeben”
nahm Herr Lehrer Schäfer das Wort zu einer ſpannenden
An=
ſprache, in der er es verſtand, den Kindern die Bedeutung der
Sommerſonnenwende nahe zu bringen in ihrer Beziehung zu den
Jahreszeiten, in ihrer Bedeutung für unſere Vorfahren und
ins=
beſondere für das neue Deutſchland, deſſen Banner das
Haken=
kreuz, das Sonnenrad, zeigt. Die älteren Schüler und
Schülerin=
nen traten jetzt an zu Wettkämpfen in Lauf, Wurf und
Weit=
ſprung. Der Erfolg zeigte, daß dieſelben in der körperlichen
Er=
tüchtigung auf gutem Wege ſind. Die jüngeren von anderen
Lehrkräften betreut, tummelten ſich in fröhlichen Spielen. Allen
aber winkte am Schluß der Veranſtaltung je eine von der
Ge=
meinde geſtiftete ſchöne Brezel. So ſchön der Morgen begann, ſo
ſchön und erhebend verlief und endete der Abend. Als es zu
dämmern begann, da ſammelten ſich an verſchiedenen Plätzen die
jugendlichen Scharen von hier und den zugehörigen Orten. Ein
impoſanter Zug mit Fahnen und Wimpeln, am Schluß eine
Ab=
teilung des Arbeitsdienſtes, zog unter Geſang durch unſer
Städt=
chen nach dem Galgen, in deſſen Nähe auf einem von Herrn Grab
zur Verfügung geſtellten paſſenden Platz die Vorbereitungen für
das Sonnenwendfeuer getroffen waren. Ein großer Teil der
Ortseinwohner war dem Zuge gefolgt und ſcharte ſich hinter den
Formationen in mächtigem Kranz um den Holzſtoß. Nach Geſang
und Spruch wurde das Feuer entfacht, binnen kurzem loderten
rieſige Flammen haushoch ins nächtliche Dunkel hinaus. Ein
feſſelndes Bild und ein zwingendes Geſchehen, als in das Praſſeln
der Flammen und ihr Farbenſpiel begeiſtert aus hunderten junger
Kehlen erklang das Lied „Flamme empor”, Sprechchöre Lieder
und ſinngemäße Sprüche folgten. Ergreifend war das Gedenken
an die aus der HJ. für ihre Ueberzeugung Geſtorbenen, eine
Minute allgemeiner Stille, die Entzündung der Fackeln vertieften
es. Im Mittelpunkt des Abends ſtand eine Anſprache über die
Aufgaben der Hitler=Jugend und des BDM., auch eine
Vertrete=
rin des letzteren ergriff anſchließend das Wort. Der Sprecher des
Abends forderte dann die am Vormittag bei den Wettkämpfen
Siegreichen vor die Front. Zum Zeichen, daß die
Jugendorgani=
ſationen auf äußere Anerkennung verzichten, warfer die errungenen
Kränze in die Glut des Feuers. Seinem Sieg=Heil auf den
Füh=
rer des Vaterlandes und den Führer der Jugend ſchloß ſich alles
begeiſtert an, und in demſelben Sinn erklang kräftig das Horſt=
Weſſel=Lied.
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Ein Bild
die ſpäter einen Bändertanz vorführten, als Zuſchauerinnen der ſportlichen Wettkämpfe
ihrer Kameradinnen.
von dem erſten Deutſchen Jugendtag, der im ganzen Reich mit Sportkämpfen und
Volks=
tänzen begangen wurde.
Die „Schlacht” vor dem Stettiner Tor in Prenzlau,
das von der Berliner Pankgrafenſchaft von 1381 im Sturme erobert wurde. Bekanntlich um
nimmt die Pankgrafenſchaft alljährlich eine Ritterfahrt, um eine deutſche Stadt „zu
berennenn=
erobern und zur Vaſallenſtadt zu machen”.
deinwärts b
zuſammene
nd. Flußdamt
Paſſermenge d
herigen „Relor
1921 geſunken.
London mit We
knormalen Wal
Reich und Ausland
Feierliche Beiſehung
der Opfer der Karſten=Zenkrum=Grube.
Beuthen. Am Sonntag nachmittag fand in
Beuthen, unter großer Beteiligung, die feierliche
Beiſetzung der in der Karſten=Zentrum=Grube
ver=
unglückten Bergkwappen ſtatt. Als Vertreter des
preußiſchen Miniſterpräſidenten Göring war
Gau=
leiter Oberpräſident Helmut Brückner erſchienen.
Um 16 Uhr fand in der Städtiſchen Leichenhalle
die Einſegnungsfeier ſtatt. Zwiſchen
Lichtkande=
labern und friſchem Grün ſtanden die Särge. Vor
ihnen hielten Bergknappen in Uniform und
Mit=
glieder der SA.=Motorſtaffel mit Trauerflor
um=
wundenen Fahnen die Ehrenwache. Pater Scholl,
genannt der Kumpelpater, hielt eine tief zu
Her=
zen gehende Trauerrede. Nach der Einſegnung
durch Prälat Schwierck ſetzte ſich der gewaltige
Trauerzug unter dem Geläut der Kirchenglocken
in Bewegung. Nationalſozialiſtiſche
Organiſa=
ſtionen, ſowie die Vereine und Verbände bildeten
Spalier. Dahinter ſtauten ſich die Menſchenmaſſen,
die die Toten mit erhobenen Händen in
ehr=
furchtsvollem Schweigen grüßten. Am
Gemein=
ſchaftsgrab ergriff u. a. auch Oberpräſident
Hel=
mut Brückner das Wort, der im Namen des
Mi=
niſterpräſidenten den toten Bergknappen den
letz=
ten Gruß brachte und den Hinterbliebenen ſein
und der preußiſchen Staatsregierung herzliches
Beileid ausſprach. Nach ihm ſprachen die
Vertre=
ter der ſtädtiſchen und Bergbehörden ſowie der
Partei.
Preisoerlandigang ees Beuſclänenags 2.01.
Heſſen=Darmſtadt an 5. Skelle.
Berlin. Auf dem Abſchiedseſſen, daß die
Teilnehmer an dem Deutſchlandflug 1934 am
Sonntag im Marmorſaal anläßlich der Preisver
kündung vereinte, nahm der Präſident des
Deut=
ſchen Luftſportverbandes, Loerzer, das Wort. Er
gedachte mit großer Anerkennung der an dieſen
vier Tagen vollbrachten Leiſtungen. Es habe ſich
entſprechend dem Willen des
Reichsluftfahrtmini=
ſters nicht darum gehandelt, Einzelleiſtungen,
Starleiſtungen zu vollbringen, ſondern
Gemein=
ſchaftsleiſtungen. Bei dieſem Fluge hätten ſich die
Früchte der Arbeit des vergangenen Jahres
ge=
zeigt. Er ſelbſt habe durch ſeine Teilnahme an
dem Fluge Gelegenheit gehabt, allenthalben in
Die 3 Opfer des Einſturzunglücks auf der Reden
Grube geborgen.
Kattowitz. Am Samstag ereignete ſich auf
der Redengrube in Dombrowa ein ſchweres
Ein=
ſturzunglück, wobei 3 Bergleute unter den
Kohlen=
maſſen verſchüttet wurden. Nach über 24ſtündiger,
gefahrvoller Arbeit gelang es den
Bergungsmann=
ſchaften, an die Unglücksſtelle vorzudringen. Ein
Bergmann konnte nur noch als Leiche geborgen
werden, die beiden anderen wurden beſinnungslos
zu Tage gebracht. Es beſteht wenig Hoffnung,
die völlig Erſchöpften am Leben zu erhalten.
Umwandlung von Todesſtrafen
in lebenslängliche Zuchthausſtrafen.
Berlin. Wie der Amtliche Preußiſche
Preſſe=
dienſt mitteilt, hat der preußiſche
Miniſterpräſi=
dent die von dem Schwurgericht in Berlin am
24. 7. 1933 gegen Paul Foelz und Ewald
Sze=
zodry wegen gemeinſchaftlichen Mordes
verhäng=
ten Todesſtrafen in lebenslängliche
Zuchthaus=
ſtrafen umgewandelt. Der preußiſche
Miniſterprä=
ſident hat von ſeinem Begnadigungsrecht Gebrauch
gemacht, weil die Verurteilten ſich an dem am
12. 5. 1932 auf die Gaſtwirtſchaft „Zur Linde” in
Berlin=Lichtenberg verübten Ueberfall nicht
füh=
rend beteiligt, vielmehr auf Anordnung der
flüch=
tigen Haupttäter gehandelt haben, und weil durch
ihre Schüſſe nachweislich niemand getötet oder
verletzt worden iſt.
Der Präſidialdirektor der BVG. vermißt.
Berlin. Der Präſidialdirektor der Berliner
Verkehrs=Geſellſchaft, Dr. Georg Thomas, der ſich
ſeit ſeiner Tätigkeit bei der Stadt Berlin große
Verdienſte um die Neuorganiſation des Berliner
Verkehrs erworben hat, wird ſeit Sonntag
nach=
mittag, als er im Pleſſower See bei Werder an
der Havel badete, vermißt. Alle Suche nach ihm
iſt bis Montag vormittag vergeblich geweſen. Es
muß befürchtet werden, daß Dr. Thomas
er=
trunken iſt.
digte. Der Schneid und der hohe
Kameradſchafts=
ſinn, die die Teilnehmer des Deutſchlandfluges
beſeelt haben, ließen erkennen, daß der alte
deutſche fliegeriſche Geiſt lebendig geblieben iſt.
Die vollbrachten Leiſtungen erfüllten ihn mit
ſtol=
zer Freude. Der jungen Generation, die ſich
be=
geiſtert dem Flugſport widmet, möge der ſportliche
Ehrgeiz und das Draufgängertum, den die
Deutſch=
landflieger gezeigt haben, Anreiz und Vorbild
ſein. Nach einem dreifachen Sieg=Heil auf den
Führer, dem die Deutſchlandflieger auf ihrem
Fluge ihre Huldigung darbringen konnten,
über=
reichte der General der ſiegreichen Mannſchaft den
von ihm geſtifteten Wanderpreis mit der
Erwar=
tung, daß der Mannſchaft Hannover, nachdem ſie
zweimal den Preis errungen hat, auch im dritten
Jahr der Erfolg beſchieden ſein möge.
Die Sieger des Deutſchlandfluges 1934.
Autodieb fährt in ein Schaufenſter
und verletzt 5 Perſonen.
München. In der Liebfrauenſtraße geriet
ein Perſonenkraftwagen auf den Bürgerſteig und
zertrümmerte das Schaufenſter eines
Schuhgeſchäf=
tes. Fünf Perſonen wurden von dem Kraftwagen
angefahren und gegen das Schaufenſter
geſchleu=
dert. Alle fünf mußten mit Knochenbrüchen und
Schnittverletzungen in die Klinik gebracht werden.
Der Führer des Kraftwagens, der wahrſcheinlick
auch Schnittwunden erlitten hat, iſt unmittelbar
nach dem Unfall geflüchtet. Er hatte den
Kraft=
wagen kurz vorher geſtohle
Deutſchland feſtzuſtellen, daß es nur eine
Stim=
mung des Urteils gab, nämlich Bewunderung und
Erſtaunen über das, was in ſo kurzer Zeit
mög=
lich geworden ſei. Das ſei ſchönſter Lohn und
höchſte Anerkennung für alle Teilnehmer an
die=
ſem Kampf.
Während die Flieger und Gäſte ſich von ihren
Plätzen erhoben, gedachte Loerzer mit
teilneh=
menden Worten der drei Opfer des
Deutſchland=
fluges, die für ihre Idee gefallen ſeien. Es ſei
aber nicht Fliegerart, traurig den Kopf hängen
zu laſſen. Der Flieger, wie überhauzt der
Kämp=
fer, werde durch das Opfer der Kameraden
ange=
ſpornt zu höheren Leiſtungen. Loerzer gab dann
die Ergebniſſe des Wettbewerbs wie folgt
be=
kannt:
1. Gruppe Hannover, 2. Württemberg, 3.
Ober=
ſchleſien, 4. Mannheim, 5. Heſſen=
Darm=
ſtadt, 6. Oberbayern; 7. Berlin, Gruppe Geyer;
8. Berlin, Gruppe Chriſtianſen; 9. Bremen;
10. Gruppe Berlin, Angehörige der Lufthanſa
11. Danzig=Langfuhr; 12. Königsberg; 13.
Ham=
burg=Altona; 14. Ruhr=Niederrhein; 15. Berlin,
Gruppe Seger; 16. und 17. Berlin, Gruppe Mohn;
18. Dresden, 19. Osnabrück, 20. Magdeburg,
21. Düſſeldorf.
In ſpäter Nachtſtunde erſchien, jubelnd
be=
grüßt, Reichsluftfahrtminiſter General Göring,
der es ſich nicht hat nehmen laſſen, im Nachtflug
von Nürnberg nach Berlin zu eilen, um einige
Zeit im Kreiſe der Fliegerkameraden zu
ver=
bringen, und nahm perſönlich die Verteilung des
Wanderpreiſes vor. Reichsminiſter Göring, der
von der Frankentagung auf dem Heſſelberg im
Nachtflug von Nürnberg nach Berlin zurückgekehrt
war, bat die ſiegreiche Mannſchaft der
Flieger=
gruppe Hannover an ſeinen Tiſch und hielt dann
eine Anſprache, in der er die Leiſtungen der
Deutſchlandflieger mit großer Anerkennung wür=
Der Führer verfolgk vom 9berſalzberg
aus den Deutſchlandflug.
Oberſalzberg. Reichskanzler Adolf
Hit=
ler, der ſich am Samstag abend in Begleitung
ſei=
nes Adjutanten, Gruppenführer Brückner, und des
Reichspreſſechefs der NSDAP., Dr. Dietrich, nach
Haus Wachenfeld, auf dem Oberſalzberg bei
Berch=
tesgaden, begeben hatte, verfolgte am Sonntag
von der Terraſſe ſeines Hauſes aus mit größtem
Intereſſe die Flugleiſtungen der Deutſchlandflieger
im Gebirge. Als Beauftragter des Deutſchen
Luft=
ſportverbandes war Flugkapitän Bieber anweſend,
der die Grüße des Präſidenten Loerzer
über=
brachte und dem Führer über Einzelheiten des
Fluges Bericht erſtattete.
Inzwiſchen hatte ſich auf dem Oberſalzberg, in
unmittelbarer Nähe des Hauſes Wachenfeld, eine
nach Tauſenden zählende Zuſchauermenge
einge=
funden, die dem Führer begeiſterte Kundgebungen
bereitete. Während einer Flugpauſe begrüßte der
Führer die aus allen Gauen des Reiches
zuſam=
mengekommenen Volksgenoſſen, die begeiſtert das
Deutſchland= und das Horſt=Weſſel=Lied
an=
ſtimmten.
Um 15 Uhr nachmittags traf Flugkapitän
Rit=
ter v. Gruny, der Führer der 2. Untergruppe, mit
ſeinem Stabe am Haus Wachenfeld ein und
über=
brachte dem Führer einen rieſigen Strauß gelber
und roter Roſen, von denen jede von einem der
teilnehmenden Flieger während des
Deutſchland=
fluges mitgeführt worden war und die man zu
einem Strauß mit roten und blauen Bändern
ver=
einigt hatte. Die mit dem Hakenkreuz und den
Fliegerabzeichen geſchmückten Bänder trugen die
Aufſchrift: In Dankbarkeit und Verehrung, die
Teilnehmer des Deutſchlandflugs 1934 dem Führer
Deutſcher Luftſportverband.
40 Grad Hihe in Oeſterreich.
Wien. Eine neue Hitzewelle breitete ſich in
Sonntag über ganz Oeſterreich aus. Die Term
ratur ſtieg bereits in den frühen Morgenſtume
von 20 Grad auf über 40 Grad Celſius.
meteorologiſchen Stationen melden, daß mit eirin
Andauern der Hitzewelle zu rechnen iſt. Infung
der außerordentlich hohen Temperatur verließ 5i
Bevölkerung Wiens am Sonntag fluchtartig i
Stadt. In den umliegenden Bädern ſind üe
250 000 Badegäſte gezählt worden. Trotz des Gräz
betriebes ſind jedoch nur zwei tödliche Unffu
und 30 Fälle von Hitzſchlag zu verzeichnen.
Schwerer Verkehrsunfall im Rheinland. Sonntagsbeſch
Ein Toter, zwei Verletzte.
Köln. In der Nacht zum Sonntag, kurz m4 // Waſſerſparvel
3 Uhr, ereignete ſich auf der Chauſſee Wuelirfs) / gar zu ernſt
—Mettmann, im Rheinland, ein ſchweres W/ // Streuſprenge
kehrsunglück. Nach den bisherigen ErmittlunW verurteilt we
rannte ein Motorrad mit Beiwagen mit ſolall //* ſchl
Wucht gegen einen aus entgegengeſetzter Richtng
kommenden Perſonenkraftwagen, daß der Krom g
wagen ein Stück zurückgeſchlagen wurde, ſich übde 14iſt.
ſchlug und mit den Rädern nach oben liegs M für eine Bevöl
blieb. Das Motorrad wurde vollſtändig zertrüc= / wanne den
mert. Von den Inſaſſen des Perſonenkraftwagers 1/ London hat e
wurden zwei Frauen ſchwer verletzt, ein Mal) z regel getroffen
kam mit leichteren Verletzungen davon. — nicht mehr all
Motorradfahrer und der Beifahrer trugen ſ/9 % Während nän
ſchwere Verletzungen davon und fanden Aufnakle” ᛋ. nimmt, löſt in
im Mettmanner Krankenhaus, wo der Motorrr”/ /0 Rauſchen aus.
von ihrem Na
barer unter der
ganzen Reihe
der Bewäſſeru
pumpt ſie Wa
Gebühr von 2
dem Flußbett
Im ubrige
den rationaliſt
ſagt, die Raſt
lichen Parks
friſche Grün
ſonders im H
ſetzt noch zum
dieſes altgewo
Dürre weicher
mangelung au
Maße ſeinem
fahrer nach einigen Stunden ſtarb.
Furchkbares Unglück
bei einem Schaufliegen.
gegangen iſt, d
mit jener nac
Miich iſt
In einigen
die Neubohrur
Belgrad. Ein furchtbares Flugunglück
eignete ſich am Sonntag in der Gemeinde
liſchte, in der Nähe von Eſſegg in Slawonien..
Eſſegger Aero=Klub hatte in Beliſchte ein Schäu
fliegen veranſtaltet, dem eine große Menſchhu
menge beiwohnte. Ein von dem früheren Fee
geroffizier Bogumil Jaklie geſteuertes Prinil
flugzeug mußte infolge eines Motorſchadens u0
zeitig landen und ſtürzte dabei mitten in
Zuſchauermenge hinein. Sechs Perſonen wurm
auf der Stelle getötet, 15 ſchwer und zahlre9
andere leichter verletzt. Von den Schwerverlecze
ſind im Laufe der Nacht noch zwei geſtorben,
daß die Geſamtzahl der Todesopfer acht betran
Der Pilot ſelbſt wurde nur leicht verwundet.
Der italieniſche Handelsattaché in Prag
tödlich verunglückt.
Prag. Am Sonntag abend verunglückte
Handelsattachs der italieniſchen Geſandtſchaft 1
Prag, Dr. Antonio Menotti Corvi, auf der Sttra
Beneſchau-Prag mit ſeinem Kraftwagen. Well
rend der raſchen Fahrt verlor der Diplomat
Herrſchaft über ſeinen Wagen, der über eim
Straßenbordſtein fuhr und in den Graben ſtung
Ein herbeigerufener Arzt konnte nur noch
Tod Corvis feſtſtellen. Dr. Corvi war ſeit Aſ
Jahre 1932 als Handelsattaché der Prager ita
niſchen Geſandtſchaft zugeteilt.
Der Inhaber des Schnelligkeitsweltrekordsé
für Landflugzeuge tödlich abgeſtürzt.
New York. Wie aus Patterſon (Louiſiſ 2
gemeldet wird, iſt dort der bekannte amerikanl!
Flieger James H. Wedell, der Inhaber des Schl.
ligkeitsweltrekords von 306 Meilen in der Sill”
für Landflugzeuge, während des Flugunterriſchte.
aus 100 Meter Höhe abgeſtürzt. Wedell wa.
fort tot. Sein Flugſchüler wurde ſchwer vei.”
Ein neuer toller Verbrecherſtreich
in den Vereinigten Staaten.
New York. Aus Lubbock (Texas) witd
neuer toller Verbrecherſtreich gemeldet. *
Schwerverbrecher, darunter zwei Mörder, Nei”
ten den Beſuch des Gefängniſſes durch ſict
Bankier und einen Richter, um auszubrechen.
die beiden als Geiſeln mitzunehmen, nächde.
ſich vorher mit Maſchinengewehren und Neic
vern bewaffnet hatten. Die Geiſeln wurden.
den Verbrechern in einem Kraftwagen Mi.”
ſchleppt, und erſt nach einer Fahrt von übe.
Kilometern freigelaſſen. Von den Ausbrege
fehlt jede Spur.
Rienstag, 26. Juni 1934
England betet um Regen.
Aus London wird uns geſchrieben:
England iſt als regneriſch und feucht bekannt — und wenn
nrand gemeinhin eine Reiſe nach London antritt, ſo verſäumt
richt, neben dem Abendanzug und den Plätthemden auch
nan Regenmantel und vielleicht auch noch Gummiſchuhe ſeiner
Feausrüſtung beizufügen.
Jetzt iſt das auf einmal anders. Der Fremde, der in
ſcl=oriaſtation oder auf dem Flughafen Croydon eintrifft, wird
I— mit Staunen ein Plakat bemerken — überall auf den
mmmibuſſen, den Elektriſchen, an der Untergrund= wie an der
ſinbahn: Use less water — ſei ſparſam im Waſſerverbrauch!
n*. Unglaubliche, noch nicht Dageweſene iſt eingetreten: London
d. ganz England ſeufzen unter Waſſermangel. Im klaſſiſchen
unod des Regens herrſcht geradezu k(aſtrophale Dürre! Zum
aan Mal vielleicht in Englands Geſchichte wurde am letzten
öy ntag von den Kanzeln herab feierlich um Regen gebetet,
urde von den Predigern, ganz gleich welcher Sekte oder
Kon=
ſin, die Gemeinde der Gläubigen ermahnt, den Weiſungen
rBBehörden ſtrikte Folge zu leiſten und ſich im Waſſerverbrauch
öcklichſt einzuſchränken.
Wie nötig dieſer Appell an die Waſſerſparſamkeit iſt,
be=
ſitzt eine Erklärung der Londoner Waſſerwerke, wonach der
afſerverbrauch der Rieſenſtadt in der letzten Woche, ſeit
Ver=
ſaritlichung des Aufrufs, zwar um 10 v. H. zurückgegangen
rdaß aber weitere 10 v. H. unbedingt nachfolgen müßten,
m Zwangsmaßnahmen erſpart bleiben ſollen. Eindrucksvolle
Awöeiſe des Waſſermangels erhält man bereits durch die
henſe. Wer von einer ihrer bekannten Brücken herabſieht,
ſcht — vor allem bei Ebbe, die ſich ja bis weit über London
nneinwärts bemerkbar macht — in einen geradezu zum
Rinn=
zzuſammengeſchrumpften Waſſerlauf, in dem die Schlepper
d. Flußdampfer vorſichtig Kurs zu halten ſuchen. Die
ſaffermenge der Themſe iſt noch beträchtlich unter den
bis=
ſeigen „Rekord=Tiefſtand” im bis jetzt heißeſten Sommer von
21 geſunken. Ebenſo ſteht es mit dem anderen Fluß, der
ſuwdon mit Waſſer verſorgt, der Lea, die etwa die Hälfte ihres
rmalen Waſſerſtandes führt. Dabei müſſen dieſe Flüſſe noch
Iun ihrem Naß an das Land abgeben, das ja noch
unmittel=
ſrar unter dem Waſſermangel leidet als die Stadt. In einer
msen Reihe von Gemeinden iſt die Feuerwehr in den Dienſt
Ir:Bewäſſerung geſetzt worden. Zu beſtimmten Tagesſtunden
Empt ſie Waſſer aus dem Fluß und verteilt es gegen eine
hähr von 2 Penny den Eimer. Die „Selbſtverſorgung” aus
im. Flußbett aber iſt bei Strafe verboten!
„Im übrigen iſt der Waſſerverbrauch in den meiſten Gemein=
Eir rationaliſiert. In Lendon beiſpielsweiſe iſt es ſtreng
unter=
v. die Raſenflächen zu ſprengen. Das gilt für die
öffent=
hm Parks ebenſo wie für die kleinſten Privatgärten. Das
kiſwe Grün beginnt einem troſtloſen Grau zu weichen —
be=
inhers im Hyde=Park, deſſen Raſenfläche dem Publikum bis
ht noch zum Betreten freigegeben iſt. Doch ſchon hieß es, auch
ſiſtes altgewohnte Recht der Londoner Bevölkerung werde der
ſimre weichen müſſen. Schon iſt die Feierabend= und vor allem
onntagsbeſchäftigung des Durchſchnitts=Engländers die in
Er=
angelung anderer Zerſtreuungsmöglichkeiten in nicht geringem
ſaiße ſeinem Garten gilt, ſehr beeinträchtigt worden durch die
ſaifferſparverfügungen. Sie wurde in London bisher zwar nicht
risu ernſt genommen, doch ſeitdem ein Gartenbeſitzer, der einen
fru=uſprenger in Gang geſetzt hatte, zu drei Pfund Polizeiſtrafe
Eurteilt worden iſt, wagt niemand mehr, ſich mit dem
Garten=
lauch in der Hand blicken zu laſſen. Das Morgenbad ſteht
m. Londoner noch frei im Gegenſatz zu den Bürgern von
amcheſter und Liverpool, wo es nur einmal die Woche geſtattet
ſein Bad zu nehmen — eine ſehr einſchneidende Maßregel
* eine Bevölkerung, die daran gewöhnt iſt, daß ihr die
Bade=
umne den Waſchtiſch erſetzt. Aber eine weiſe Obrigkeit in
nSon hat eine andere und immerhin nicht unraffinierte
Maß=
pel getroffen, die unter Umſtänden verhindern kann, daß bald
uh mehr allzuviel Waſſer in die Badewanne hineinfließt:
ämrend nämlich die Londoner Bevölkerung ihr Morgenbad
mnt, löſt in einigen Bezirken der bewußte „Klingelzug” kein
lüfſchen aus. Wobei man offenbar von der Annahme
aus=
gungen iſt, daß in den meiſten Haushalten der Baderaum auch
it jener nach Wilhelm Buſch „ſtillberühmten Klauſe”
iden=
h iſt ..
In einigen Land=Diſtrikten ſind ſehr erhebliche Summen für
Meubohrung von Brunnen ausgeworfen worden. Wünſchel=
rutengänger haben alſo eine gute Konjunktur. Und in manchen
Provinzblättern kann man regelmäßig leſen, in denen wirkliche
oder vermeintliche Wundermänner ihre Fähigkeiten anpreiſen.
Die vorhandenen Brunnen liefern kaum noch die Hälfte des
lebenſpendenden Naſſes. Aehnlich wie durch die Feuerwehr an
den Flüſſen, iſt daher auch von den Gemeindeverwaltungen ein
Waſſerdienſt eingerichtet worden. Zweimal am Tage wird auf
den Kopf der Einwohner je ein Eimer Trinkwaſſer abgegeben,
der mit 1—3 Penny bezahlt werden muß, um damit die Koſten
der Ueberwachung und der Inſtandhaltung der Brunnen zu
decken. Drakoniſche Strafen ſind gegen unberechtigten
Waſſer=
verbrauch angedroht worden. So wird aus einem Dorf berichtet,
daß ein „Waſſerdieb” mit dem Entzug der Hälfte ſeiner Ernte
zugunſten von Wohlfahrtszwecken beſtraft würde. Den Vogel
aber dürfte eine ſchottiſche Stadt abgeſchoſſen haben, in der
je=
mand an der empfindlichſten Stelle des Schotten getroffen und
zu 10 Schilling Strafe verurteilt worden iſt, weil er — ſeinem
Goldfiſch unerlaubterweiſe friſches Waſſer gegeben hatte!
Mit ernſter Sorge aber blickt auch die engliſche Heeresleitung
dem regenloſen Hochſommer entgegen. Schon das vorige Jahr
war ſo trocken, daß die neuen Armeeuniformen nicht erprobt
werden konnten, weil ihnen bei den Sommermanövern keine
Gelegenheit zu einer Bewertung in ſchlechtem Wetter gegeben
worden war. Und nun iſt es überhaupt zweifelhaft, ob die
dies=
jährigen Sommermanöver abgehalten werden können. Die
Be=
völkerung hatte ſchon im vorigen Jahr den Eimer Waſſer für
einen Penny an die Soldaten verkauft. Diesmal iſt der Preis
ſchon vor einigen Wochen mit drei bis vier Penny angeſetzt
worden, aber die meiſten Ortſchaften haben bereits erklärt, den
Manövergäſten überhaupt kein Waſſer abgeben zu können. Man
erwog daher den Plan, dem Beiſpiel der Flußanlieger zu
fol=
gen und die Feuerwehr an den Uebungen teilnehmen zu laſſen,
um das nötige Waſſer für die dürſtenden Soldaten und Pferde
herbeizuſchaffen — ein Gedanke, deſſen Durchführbarkeit von
„ſachverſtändiger” Seite in der engliſchen Preſſe als ausſichtslos
abgelehnt worden iſt. Dafür hat man nun beſchloſſen, einen
berühmten Wünſchelrutengänger aus Kanada herbeizurufen, der
im ganzen britiſchen Empire einen guten Ruf genießt, weil er
einmal eine kanadiſche Anſiedlung vorm Verdurſten gerettet
haben ſoll. Warum, meint man, ſollte ihm dasſelbe nicht auch
auf den Salisbury plains für die engliſchen Manövertruppen
gelingen?
Inzwiſchen aber ſteigen — wie auch überm großen Teich bei
Uncle Sam — die Weizenpreiſe. Doch das beeindruckt die
eng=
liſche Oeffentlichkeit längſt nicht ſo ſtark. Nur ein paar City=
Herren und die kleine Schicht derſackerbautreibenden Bevölkerung
iſt daran intereſſiert. Und im übrigen hat es ſicherlich irgendwo
im weltweiten britiſchen Imperium eine gute Weizenernte
ge=
geben! Nein; noch vor 14 Tagen war die Oeffentlichkeit nur
mit einer Folge der Dürre beſchäftigt: mit der Frage, ob
der heiße Favorit des diesjährigen Derbys ſtarten werde oder
nicht. Und ſo wie auf den Sieg „Colombos”, der nun doch
ſchmählich nur den dritten Derby=Preis erringen konnte, rieſige
Summen geſetzt worden waren, ſo wurde gewettet, ob „Colombo”
teilnehmen werde oder nicht. Sein Beſitzer mußte ſchließlich doch
das Pferd rennen laſſen. Aber dann erhob ſich die Streitfrage,
oder der harte Boden an dem Verſagen des als nervös
bekann=
ten Pferdes ſchuld geweſen ſei oder nicht; eine Streitfrage, die
nicht gelöſt wurde. Am liebſten hätte man das ganze Derby
jedenfalls auf regenweicher Bahn wiederholt. Aber das wäre
ja auch heute noch nicht möglich geweſen, denn die ganze Menge
des inzwiſchen niedergegangenen Regens beträgt die
Gering=
fügigkeit von durchſchnittlich 0,4 Millimeter. Die Trockenheit
wandelt ſich allmählich vom ungewöhnten Naturereignis zur
Kataſtrophe. Die Manöver, die Weizenpreiſe treten zurück hinter
der langſam heraufdämmernden Not der Landbevölkerung, denn
auch das Vieh findet nicht mehr genug Nahrung. Und den
Lon=
donern wurden die Gefahren der Trockenheit im übrigen ſehr
deutlich vor Augen geführt beim Brand eines altberühmten
Gebäudes in Bloomsbury, das nicht mehr zu retten war, weil
auf den Hyranten nicht genug Druck lag . . . So hat auch der
Städter am letzten Sonntag das ungewöhnliche Kirchengebet
mit ernſter Sorgen mitgeſprochen: „Wir flehen Dich an,
All=
mächtiger, in unſerer Not, uns ſolchen mäßigen Regen und
Schauer zu ſchicken, daß wir die Frucht dieſer Erde genießen
können — zu unſerem Segen und zu Deiner Ehre!”
der Saarfrauen in Berlin.
Vizekanzler von Papen ſpricht
in ſeiner Eigenſchaft als Saarbevollmächtigter der Reichsregierung
zu den 2500 ſaarländiſchen Frauen, die ihren einwöchigen Beſuch
in der Reichshauptſtadt mit einem Gelöbnis der Treue zum Reich
abſchloſſen.
Ein Ehrenmal 400 Meier unker der Erde.
Die Ehrenhalle im Berlepſch=Schacht der Preußag bei Staßfurt,
die zum Gedenken der im Weltkrieg Gefallenen und der Opfer
der Arbeit 406 Meter unter der Erde gebaut und im Rahmen
der Jahrtauſendfeier der Stadt Staßfurt jetzt geweiht wurde.
UBE
Roman von Wolfheinrich V. d. Mülbe
Er war noch nicht weit gekommen, als dicht vor ihm zwei
chu tten auftauchten. Im nächſten Augenblick fühlte er einen
ſchlag unterm Kinn, daß er ſich um ſich ſelbſt drehte. Er ſah
ſ” kurzes Feuerwerk von tauſend tanzenden Sternen, wie er
ſah nie hatte träumen laſſen. Dann verſank er in das Dunkel
* Bewußtloſigkeit. Der Kinnhaken war von einem der Schatten
(üOrt worden; der andere, der einen Covercoatmantel trug,
lihne ſich, griff dem am Boden Liegenden unter den
Ueber=
iher und zog ihm die Brieftaſche heraus. Aber eher er ſich
auf=
ciete, ſprang hinter ihm jemand lautlos aus dem Dunkeln
* Wäume, entriß ihm die Beute, packte ihn mit eiſernem Griff
„ Genick und wirbelte ihn ein paar Meter weit weg, wo er
iwer in den Rinnſtein niederfiel. Der Mann, der den
Boxer=
flagg geführt hatte, ſah den plötzlichen Angreifer unentſchloſſen
Der hatte Kräfte, trotzdem er ſo verflucht fein ausſah: mit
m war augenſcheinlich nicht gut Kirſchen eſſen.
SBraf Larmi trat einen Schritt auf ihn zu. Der Kerl blickte
bſchnell um — ſein Freund im Covercoat war verſchwunden
ſ tda machte er kurz kehrt und lief weg.
Els Larmi ſicher war, daß die beiden Verbrecher ſich
davon=
mncht hatten, unterſuchte er blitzſchnell den Inhalt der
Brief=
ichre und ſchob ſie dem Bewußtloſen wieder in den Smoking.
r Kommerzienrat lag auf dem Rücken. Schirm und Zylinder
urfen davongerollt, aber die Blumen hielt er noch in der Hand.
uimni beugte ſich tief zu ihm hinunter und überzeugte ſich, daß
e.. Krauſe keinen ernſtlichen Schaden genommen hatte. Einen
geenblick dachte er daran, daß dies heute ſchon der zweite
len ſch ſei, über den er ſich ſo bückte. Er horchte auf.
Irgend=
rollte auf der ſtillen, einſamen Straße ein Wagen.
DDer Graf mochte ſich nicht in dieſer etwas zweideutigen
ſiü ation überraſchen laſſen. Der Ausländer hatte beſonders
lurg Luſt, womöglich auf der Polizei umſtändlich vernommen
werden. Sein Zweck war erreicht. Mit einer geſchmeidigen
em egung glitt er in das Dunkel der Bäume zurück.
Viertes Kapitel.
Rätſel...
9Graf Larmi war in ſein Zimmer im Hotel Majeſtic
zurück=
teſhyrt und warf ſich in Abenddreß.
(Nachdruck verboten)
Während des Umziehens führte er zwei Telephongeſpräche,
von denen das erſte nichts Auffallendes hatte, da er nur das
Kabarett Paradiesvogel anrief, einen Niſchentiſch beſtellte und
Thea v. Olten mit einem Gruß zum Abendeſſen einladen ließ,
zu dem er in einer halben Stunde kommen würde.
Das zweite Geſpräch war allerdings rätſelhaft. Wer ihn
dabei geſehen und gehört hätte, wäre äußerſt erſtaunt geweſen,
daß ſich der elegante Graf auch mit ſolchen Dingen befaßte.
Für jemand, der ihn nicht kannte, und nicht ſah, wie
wohl=
abgewogen und mit welchem Ernſt er ſprach, waren ſeine Worte
freilich ſo alltäglich und langweilig, daß auch der neugierigſte
Lauſcher das Mithören aufgegeben hätte.
Zunächſt ließ er ſich eine Nummer im Norden geben und
verlangte dann den Inhaber der Buchbinderei Kornhaas zu
ſprechen. Es dauerte eine Weile, bis ſein Verlangen erfüllt
wurde, und als der Gerufene ſich endlich am Apparat meldete,
nannte Larmi ſeinen Namen ſo nachläſſig, daß ſelbſt das ſchärfſte
Ohr nur ſeinen Grafentitel hätte verſtehen können.
Augenſchein=
lich wollte er ſeine Undeutlichkeit wieder gutmachen, denn er
fing jetzt mit übertriebener Betonung an:
„Ich habe ha—be—”, er machte eine Pauſe.
„Jawohl, hier — bitte —”, klang es ebenſo deutlich zurück.
„Hören Sie, Herr Kornfeld — pardon Kornhaas, tut mir
leid, Sie noch ſo ſpät nach Geſchäftsſchluß ſtören zu müſſen,
aber unſer Miſſionsverein hat, auf eine unerwartete Nachricht
von auswärts hin, den ganzen Nachmittag Sitzung gehabt, und
Kaiſerliche Hoheit, unſere allergnädigſte Patroneſſe, hat uns
bis jetzt feſtgehalten. Es handelt ſich um die
Miſſionsgeſang=
bücher, verſtehen Sie, für die Sie den Auftrag zum Einbinden
bekommen ſollen. Ich brauche ſchnellſtens ein Exemplar als
Muſter, um es der Kommiſſion vorzulegen — für mich, um es
vorzulegen, verſtehen Sie.”
„Hm — ja — hm Miſſionsgeſangbücher. Ich habe
verſchie=
dene hier. Für welche Miſſion, Herr Graf?
„N. A.”
„Gerade die ſchwierigſten Bücher zum Binden. Ja, hm,
Herr Graf — alſo ein Exemplar für Sie?”
„Jawohl, Herr Kornhaas, Sie kennen mich ja. Es ſoll Ihr
Schaden nicht ſein. Der größere Auftrag wird dann gleich
ge=
geben. Nur eilt es. Ich muß ein Exemplar ſofort haben.”
„Kann es Format S=W=Z ſein?”
S=W=Z? Sehr gut ſogar.”
„Schön, Herr Graf, kann ich machen. Aber wenn es eilt,
gibt es Nachtarbeit, und da muß ich Sicherheit haben für den
großen Auftrag. Herr Graf müſſen mir ſagen, mit wieviel kann
ich rechnen.”
„Na, ſagen wir hundert.”
„Hundert?” klang es entrüſtet zurück. „Unſinn . . ."
Der Graf bekam plötzlich einen Huſtenanfall, der beinahe
das Telephon ſprengte.
„Paſſen Sie auf!” führte er gleich darauf das Geſpräch fort:
„Meinetwegen fünfhundert.”
„Tauſend, Herr Graf. Darunter nicht zu machen.”
„Verf... ver ... verſprechen Sie ſich nicht? Tauſend. . .?"
„Nicht zu machen unter tauſend”, ſagte der andere ſehr
be=
ſtimmt. „Oder wiſſen Sie eine andere Firma, die ſo gut iſt
wie wir? Jede Kommiſſion iſt noch zufrieden geweſen mit
unſe=
ren Büchern!”
Graf Larmi dachte einen Augenblick mit gerunzelten Brauen
nach. Endlich ſagte er ärgerlich: „Alſo meinetwegen,
einverſtan=
den zum Teu.” er verbeſſerte ſich ſchnell, „zu ſo teuren
Be=
dingungen hatte ich es offen geſtanden nicht erwartet. Bin heut”
ſehr eilig, wie Sie wiſſen. Wird abgeholt. Verlaſſe mich darauf.
Schluß.”
Verfluchter Kerl” brummte Graf Larmi, als er den Hörer
hingelegt hatte.
Der Graf kramte und ordnete noch eine Weile in ſeinen
Koffern, dann lief er eilig die Treppe hinunter. Als er beim
Portier den Schlüſſel abgab, was er nie unterließ, ſagte dieſer
lächelnd: „Die Karoſſeriefabrik hat wahrhaftig noch mal
ange=
rufen und ſich erkundigt, ob ich die Beſtellung auch genau
aus=
gerichtet hätte. Diesmal war es der Prokuriſt. Er muß ſchon
von zu Hauſe angerufen haben, es iſt ja lange Geſchäftsſchluß.”
„Die Leute ſind ſcheinbar etwas umſtändlich”, warf der
Graf blaſiert hin.
„Oder die Firma hat ein ſchlechtes Gewiſſen”, meinte der
Portier.
„Auch möglich!” lachte der Graf auf, ſchnippte die Aſche
von der Zigarette und ging.
Aber in dem Auto, das ihn zum Paradiesvogel brachte,
wiederholte er ſich noch einmal, was die Karoſſeriefabrik ihm
hatte ſagen laſſen.
„Wüßte man wenigſtens was los iſt”, murmelte er bor ſich
hin und ſetzte nach einer Weile etwas ungläubig hinzu: „Bis
übermorgen früh meint er alſo, daß ich Zeit hätte. Wenn mich
nur der Buchbinder nicht im Stich läßt.”
Swulte deutſcher Suubanmeiner.
Szepan ſchießt das Ausgleichstor für Schalke. — Rechts: Kuzorra.
Im Poſt=Stadion in Berlin wurde das Endſpiel um die deutſche Fußball=Meiſterſchaft zwiſchen
Schalke 04 und dem 1. FC. Nürnberg ausgetragen, bei dem die Schalke=Mannſchaft nach einem
dramatiſchen Kampf mit 2:1 den Meiſtertitel errang.
11
Akhanaſius” gewinnk das Deukſche Derby.
Das Bild zeigt das Finiſh zwiſchen „Athanaſius” und „Blinzen”.
Das Deutſche Derby wurde am Sonntag in Hamburg auf dem Horner Rennplatz bei Rekordbeſugu
entſchieden und von „Athanaſius” unter Jockey Raſtenberger gegen „Blinzen”, „Agalire” unn
„Ehrenpreis” gewonnen.
Sber Sater Tlo Sefiene
Einkracht Frankfurk am Arheilger
Mauichen
morgen Mittwoch, 18,30 Uhr.
es ei
Für die Fußballer der Sportvereinigung 04 Arheilgen dürfte
ine Ehre ſein, gegen eine Mannſchaft zu ſpielen, der es mit
Ausnahme des vorigen Jahres gelungen iſt, ſeit 7 Jahren in den
Endſpielen um die Deutſche Meiſterſchaft zu ſtehen. 1930 und
1932 war die Eintracht Süddeutſcher Meiſter und gelangte im
Jahre 1932 ſogar in das Endſpiel, das gegen Bayern München
knapp verloren ging. Die Eintracht=Mannſchaft, welche in der
letzten Zeit ſehr beachtliche Reſultate erzielt hat, gehört immer
noch zur deutſchen Spitzenklaſſe, wir werden alſo ein ſeltenes
Klaſſe=Fußballſpiel zu ſehen bekommen. Jeder Freund unſeres
geliebten Sportes ſollte ſich daher dieſes Spiel nicht entgehen
laſſen. In der Eintracht=Mannſchaft finden wir Spieler, die
ſchon oft als Nationale und Repräſentative geſpielt haben.
Gram=
lich ſtand ſoeben in der Nationalelf bei den Weltmeiſterſchaften
in Rom. Die Mannſchaften ſtehen wie folgt:
Eintracht;
Koch
Leis
Stubb
Gramlich Tiefel Zipp
Berger Pettinger Mons Möbs Lidner
Fleck
Rückerich
Schwerdt
Traſer
Arheilgen:
Weſp
Murmann
Becker Erzgräber
Barnewald
Körber
Bauer
Einiges von den Spielern:
K. Koch, mehrmals repräſentiv in Nachwuchsmannſchaft für
Stadt. — B. Leis, 11mal repräſentativ für Süddeutſchland und
oftmals für Gau und Stadt — H. Stubb. 10mal für Deutſchland,
14mal repräſentativ für Süddeutſchland und vielmals für Gau
und Stadt. — R. Gramlich, 9mal für Deutſchland, 16mal
reprä=
ſentativ für Süddeutſchland, vielmals für Gau und Stadt.
W. Tiefel, 12mal repräſentativ für Süddeutſchland, vielmals für
Gau und Stadt. Nach vielen Anſichten zurzeit einer der beſten
Mittelläufer Deutſchlands. — W. Zipp, glänzend veranlagter
Nachwuchsſpieler, mehrmals repräſentativ für Stadt Frankfurt.
— Ernſt Berger, zurzeit Frankfurts beſter Rechtsaußen.
Nach=
wuchsſpieler, mehrmals repräſentativ für Stadt Frankfurt —
R. Pettinger, 7mal repräſentativ für Mitteldeutſchland
glänzen=
der Verbindungsſtürmer — C. Mons, gut veranlagter
Nachwuchs=
ſpieler, mehrmals repräſentativ für Gau und Stadt. — A. Möbs.
11mal repräſentativ für Süddeutſchland, gehört zu den beſten
Ver=
bindungsſtürmern Deutſchlands. — W. Lindner, 1mal
Inter=
national, 14mal repräſentativ für Süddeutſchland, fabelhafter
Außenſtürmer mit großem Schußvermögen.
Das Spiel beginnt um 6.30 Uhr.
Heute Dienstag, den 26. Juni, finden folgende Spiele
ſtatt: 6 Uhr: 1. Fußballſchüler—SV. 98 Darmſtadt Schüler.
6.30 Uhr: Junioren Fußball—TSG. 46 Darmſtadt Junioren.
Am kommenden Samstag ſteigt auf dem Stadion am
Böllen=
falltor ein großes ſportliches Ereignis. Dem SV. 98 iſt es
gelun=
gen, die komplette Gauliga=Mannſchaft der Offenbacher Kickers zu
verpflichten. Die Offenbacher ſind ſüdweſtdeutſche Fußballmeiſter
und Teilnehmer an den Endſpielen zu der deutſchen Fußball=
Meiſterſchaft. Was es heißt, im ſpielſtarken Gau 13 Meiſter zu
werden, beſagt ſchon allein die Tatſache, daß ſich unter den 12
Vereinen 7 Mannſchaften befinden, die im Vorjahre Endſpiele um
die deutſche, bzw. ſüddeutſche Meiſterſchaft ausgetragen haben.
Wir möchten nur Eintracht=Frankfurt und den vorjährigen
ſüd=
deutſchen Fußballmeiſter FSV. Frankfurt erwähnen. Daß die
Kik=
kers die tatſächlich beſte Mannſchaft im Gau ſtellen, geht ſchon
daraus hervor, daß ſie mit drei Punkten Vorſprung die Tabelle
vor dem Zweiten, FK. Pirmaſens, anführen. In den
Gruppen=
ſpielen um die deutſche Meiſterſchaft ſpielten die Kickers gegen
den Gruppen=Meiſter, Waldhof 0:0 und 2:2. Vor vierzehn Tagen
erzielten ſie gegen den 1. FC. Nürnberg (Meiſter der Gau=Gruppe
Mitte und Endſpiel=Teilnehmer) ein 0:0. Acht Tage ſpäter gegen
die Spielvereinigung Fürth ein 3:3. Weitere Reſultate der
Kik=
kers: Auſtria=Wien (öſterreichiſcher Pokalſieger) 4:5. Eintracht=
Frankfurt 1:1 und 2:2. FK. Pirmaſens (Saar=Meiſter) 2:0 und
3:3, Union=Böckingen (Meiſter von Württemberg) 4:1, Werder=
Bremen (Meiſter von Niederſachſen) 2:1. Das Stadion am
Böllen=
falltor wird alſo am kommenden Samstag, abends 6.45 Uhr, einen
großen Tag haben. Sicherlich kann mit einem Maſſenbeſuch
ge=
rechnet werden.
Sporkverein 1910 Weiterſtadk.
Vergangenen Sonntag ſpielte die 1. Jugendmannſchaft gegen
Sprendlingens Jgd. Die Weiterſtädter, die ſich eben auf der Höhe
befinden, gewannen in einem ſchönen und jederzeit ritterlich
durchgeführten Kampfe 14:0. Hoffen wir, daß ſich unſere
Jugend=
mannſchaft weiterhin ſo tapfer hält. Die 2. Mannſchaft gewann
die 2 Punkte gegen Viktoria Griesheim kampflos, da der Gegner
Verzicht leiſtete.
ſchauer eingefunden,um zu ſehen, wie der noch junge Verein gegen
einen kampferprobten Gegner beſtehen wird. Union mußte für
Ott, Frühwein und Aßmuth, Erſatz einſtellen. Das Spiel beginut
mit flotten Angriffen auf beiden Seiten und ſieht zuerſt die
Darmſtädter etwas im Vorteil. Nach einer Viertelſtunde fanden
ſich auch die Ueberauer und das Spiel wurde ausgeglichener. Bei
Union merkte man das Spiel am Vortage an, die Elf. machte einen
müden Eindruck. Jedoch die reifere techniſche Mannſchaft war
Union und Ueberau glich dies durch einen rieſigen Eifer aus. Das
Spiel wurde ritterlich und anſtändig durchgeführt und war im
wahrſten Sinne des Wortes ein Werbeſpiel, ſo daß die Zuſchauer
voll auf ihre Koſten kamen. Bei Union waren die Schlußaußen
der beſte Mannſchaftsteil Sturm manchmal ſehr unbeholfen.
Darmſtädter=Union als Mittelläufer der beſte Mann auf dem
Platze. Ueberau überraſchte nach der angenehmen Seite hin. Die
beſten Leute haben ſie in Mittelläufer, Rechtsaußen und dem
Schlußmann. Aber auch die übrigen Leute paßten ſich ſehr gut an.
Für den ausgebliebenen Schiedsrichter ſprang Hinze=Union ein,
er leitete das faire Spiel zur beiderſeitigen Zufriedenheit.
Nach dem Spiel ſtellte ſich der gemütliche Teil ein und allzu
früh ſchlug die Stunde, wo mit dem letzten Zug die Heimreiſe
an=
getreten werden mußte.
Fußball im Ried.
VfR. Bürſtadt — Opel Rüſſelsheim 2:3 (1:2).
TV. Lampertheim — Normannia Pfiffligheim 3:11 (2:4).
Die Opel=Elf hat auch beim Rückſpiel bewieſen, ein wie
acht=
darer Gegner ſie iſt, wenn auch der Sieg den Leiſtungen nicht ganz
entſpricht. Bürſtadt, das weitaus mehr vom Feldſpiel hatte, konnte
ſich ein Unentſchieden verdienen, aber der Sturm war nicht in
beſter Verfaſſung, zum anderen wurde Schmitt verletzt und ſpielte
dann als Rechtsaußen eine Statiſtenrolle. Zudem war der Hüter
der Gäſte in hervorragender Form. Durch Knieper ging Opel in
Führung, die Schmitt durch Handelfer ausgleicht. Poſtwendend
ſtellt Knieper die alte Differenz wieder her. Nach der Pauſe bucht
Ofenloch den zweiten Treffer der Platzelf, aber durch Handelie:
holt Hitzel den Sieg für die Gäſte.
Der neugebackene Bezirksligiſt Normannig ließ ſich in
Lam=
vertheim nicht halten. Die Turner dagegen waren heute äußerſt
ſchwach und ſcheinen überſpielt, der Torwart mußte einige Bälle
unbedingt halten. Bei den Gäſten imponierte der ſchußkräftige
Sturm. der von dieſer Waffe im richtigen Augenblick Gebrauch
machte.
Frankreich Mannſchaftsmeiſter im Degen.
Die am Samstag begonnenen Europameiſterſchaften im
Mann=
ſchafts=Degenfechten wurden am Sonntag beendet. Bei ſchönem
Wetter hatten ſich im Garten des Schweizer Hauſes in Warſchau
zahlreiche Zuſchauer eingefunden, die herrliche Kämpfe zu ſehen
bekamen. Europameiſter wurde Frankreich vor Jalien, während
Deutſchland unter den vier Endrundenteilnehmern nur den leßten
Platz belegte. Die deutſche Mannſchaft Geiwitz, Lerdon,
Roſen=
bauer und Hax kämpfte recht unglücklich und gab ſchließlich im
letzten Treffen gegen die überraſchend guten Schweden beim Stand
von 3:9 entmutigt auf. Den ſchönſten Kampf lieferten ſich
Welt=
meiſter Cornaggia=Italien und der Franzoſe Buchard, der erſt in
letzter Minute mit 3:2 zugunſten des Italieners entſchieden wurde.
Zum erſtenmale wurde eine elektriſche Trefferanzeigentafel
be=
nutzt, die ſich ausgezeichnet bewährte. Jede Waffe war elektriſch
angeſchloſſen, ſo daß ſtets einwandfrei die Treffer feſtgeſtellt
wer=
den konnten.
So nebenbel...
SVgg. Ueberau — FC. Union Darmſtadt 3:3.
Die eifrige SVgg. Ueberau empfing zu einem Werbeſpiel die
erſte Elf des FC. Union. Trotz der Hitze hatten ſich etwa 200 Zu=
Lieber A. B.! Ja, in einer Zeit, von der uns eine Revolution
trennt, ereignete es ſich oft, daß Sonntags beim Fußballſpiel
„Auch=Sportler” ihren minderwertigen Eigenſchaften Ausdruck
verliehen. Platzverweiſe und Platzſperren waren die Folge für die
Beteiligten oder Leidtragenden — und eine Flut von
Einſendun=
gen ergoß ſich über die Zeitung, der zugemutet wurde, die
giftig=
ſten „Berichte” oder „Eingeſandts auf meine Verantwortung”
gegen den ᛋFF verruchten und allein ſchuldigen Gegner zu
veröffent=
lichen mit dem unvermeidlichen Zuſatz „im Falle der Ablehnung
werde ich . Einige beſonders kraſſe Ergüſſe haben wir in
un=
ſerer Kurioſitätenmappe eine Weile aufbewahrt, die anderen gleich
im Papierkorb verſenkt, in der ſtillen Hoffnung, daß den
Schrei=
ber vielleicht doch noch der wahre Geiſt eines Sportmannes
an=
wehe.
Heute ereignen ſich ſolche oder ähnliche Fälle nur ſelten. Wir
pflegen dann abzuwarten, bis das Urteil der Sportbehörde
vor=
liegt, um mit ihm die Zuſendungen zu vergleichen. Das
Schrift=
leitergeſetz verlangt vom deutſchen Journaliſten, daß er aus den
Zeitungen alles fernhalte, was geeignet iſt, den
Gemeinſchaftswillen des Volkes zu ſchwächen,
oder einen Volksgenoſſen verletzt, ihn lächerlich oder verächtlich
macht. Auch heute erleben wir noch, daß ſich allerlei „
Sportanhän=
ger” würdelos und ſogar ſtrafbar benehmen, wir wiſſen aber auch.
daß die Sportbehörde und die Vereine dagegen mit aller Schärfe
vorgehen und wir werden dieſe, dem deutſchen Sport dienende
Abſicht reſtlos unterſtützen. Kann ein ehrlicher Sportler
und Deutſcher etwas anderes tun und verlangen? Darf ein
Ver=
einsmitglied oder ein Anhänger deswegen dem Sportkameraden
in der Schriftleitung Vorwürfe machen?
Zweimal haben wir in dieſer Saiſon Aehnliches brieflich
ge=
ſagt und die Antworten haben uns gefreut. Da du der dritte
„Enttäuſchte” biſt, der unter einigen mutigen” Anonymen ſeinen
Namen nennt, wollen wir unſere Meinung einmal offen hier
ſagen. Deine Antwort, Meiſter Auguſt B., würde uns in jedenn
Falle intereſſieren.
rö=
42 Turner und 25 Turnerinnen beteiligten ſich am Samstazu
und Sonntag in Worms an den DT.=Gaumeiſterſchaften im Teny
nis. Spannende Vor= und Endkämpfe bei glühender Hitze
ſtellten=
große Anforderungen an die Teilnehmer. Gaumeiſter der Klaſſe 4
wurden: Herren=Einzel: Brück=Landau—Dr. Dittmann=Frankfurt=
— Damen=Einzel: Frl. Döring=Frankfurt — Frl. Ehrhardt=Franß”
fürt. — Herrendoppel: Dr. Mehl/Dr. Dittmann=Frankfurt — Fory
Leitz=Saarbrücken. — Damendoppel: Ehrhardt/Stock=Frankfurt —
Trinkaus/Wettlaufer=Darmſtadt 46. — Gemiſchtes Doppel fiel denn
Gewitter zum Opfer. — Klaſſe B: Janſen=Saarbrücken 48; Frll.
Kiel=Frankfurt; Zimmermann=Karn=Mainz und Frl. Traupel!
Karn=Mainz.
Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier, Freiburg 251.
Frankfurt: Dienstag, 26. Junf
5.45: Choral, Zeit Wetter. — 5.50 und 6.15: Gymnaſtik.
6.40: Zeit, Frühmeldungen. — 6.50: Wetter. — 6.55: Bad
Orb: Frühkonzert. — 8.15: Waſſerſtand. Wetter. — 8.20:
Stutt=
garr: Gymnaſtik. — 9.25: Nur Freiburg; Werbekonzert. —
3.45: Nur Freiburg: Eigene Sendung. — 10.00: Nachr —
0.45: Praktiſche Ratſchläge für Küche und Haus. — 1100;
Werbekonzert.
11.40: Programm, Wirtſchaftsmeldungen, Wet=
11.50: Sozialdienſt.
12.00: Mittagskonzert aut Schallpl. — 13.00: Zeit, Nacl,
Saardienſt. — 13.10: Nachr. — 13.20: Stuttgart: Mittags=
konzert des Funkorcheſters. — 13.50; Zeit, Nachr. — 1400;
Stuttgart: Mittagskonzert (Fortſ.). — 14.30: Nur Freiburg;
Nachr. — 14.40: Stunde d. Frau: Roſenzeit, Sommerzeit. 15.30
Wetter. — 15.40: Wirtſchaftsbericht. — 15.50: Zeit,
Wirt=
ſchaftsmeldungen.
16.00: Stuttgart: Nachmittagskonzert des Philharmon. Orcheſters.
17.30: Dr. Herrlich: Ein Tag Miſſionsarzt. — 17.45: Freiburg:
Kleine Violinmuſik. — 18.00: Dr. Kurt Kühn: Neue Wege
zur Förderung des deutſchen Automobil=Exportes. — 18.15: Aus
Wirtſchaft und Arbeit. (Kurzbericht.) — 18.25: Italieniſcher
Sprachunterricht. — 18.45: Wetter, Wirtſchaftsmeldungen,
Pro=
gramm, Zeit. — 18.50; Griff ins Heute.
19.00; München: Operettenkonzert. Ltg.: Erich Kloß. — 19.6:
Köln: Tagesbericht vom Turnierplatz über das Aachener
Reit=
turnier. — 20.00: Zeit, Nachr. — 20.10: Komiſche Käuze —
alte Jungfern. (Operngeſtalten) Das Funkorcheſter. Ltg.: Dr.
Reinh. Merten. — 22.00: Schwediſche Studenten grüßen den
Rhein.
0: Zeit, Nachr. — 22.30: Vom
Deutſchland=
ſender:
Orthmann: Die deutſche Olympiaradmannſchaft.
22.45: Nachr.
Wetter, Sport. — 23.00: Stuttgart: Nachtmuſit.
Werke der Söhne Bachs. — 24.00: Nachtmulik (Schallpl.).
Deutſchlandſender
Welle 1571
Deutſchlandſender: Dienstag, 26. Juni
5.45: Hamburg: Wetter für die Landwirtſchaft — 5.50: Wieden
holung der wichtigſten Abendnachr.
6.00: Berlm:
Gym=
naſtit. — 6.15: Tagesſpruch.
6.20: Berlin: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): Nachr.
8.00: Sperrzeit.
8.45: Leibesübung für die Frau.
— 9.00: Sperrzeit.
10.00: Nachr. — 10.10: Aus deutſcher Geſchichte: Fehrbellin,
Grundſtein des brandenburgiſch=preußiſchen Staates. (Hörfolge),
(Aufn.). — 10.50: Fröhlicher Kindergarten. — 11.15: Deutſcher
Seewetterbericht. — 11.30: H. E. Groh ſingt (Schallpl.).
12.00; Breslau: Mittagskonzert der Kapelle Emil Gielnik.
12.55: Zeitzeichen. — 13.00: Wetter für die Landwirtſch,
Anſchl.: Serenaden (Schallpl.). — Anſchl.: Wetter. — 13.45:
Nachr. — 14.00: Sperrzeit. — 14.45: Glückwünſche. — 15.00:
Wetter, Börſe. — 15.15: Für die Mutter: Luſtige Kinderſpiele
für die Ferienzeit. — 15.40: Erzieherfragen: Der Rundfun.
als Erzieher. Ergebnis einer Umtrage unter 530 Volksſchülern.
16.00: Leipzig: Nachmittagskonzert des Leipziger Sinfonieorcheſtels=
Ltg.: W. Steffen. — 17.00: Jugendſportſtunde: Ein Junge
im Kieler Olymprahafen. — 17.20: Berühmte Stücke für die
Geige. Giopanm Bagarotti (Violine). Am Flügel: W. Hahn=
18.00: Jungvolk, hör zu! Erlebniſſe mit Tieren in renden
Ländern. — 18.23: .. und zum Feierabend: Mozart. Junge
Arbeiter entdecken Muſik. — 18.55: Das Gedicht. — Anſchl."
Wetter für die Landwirtſchaft.
19.00: Hauptſchriftl. H. Fritzſche: Politiſche Zeitungsſchau.
19.20: Aus dem Paſſionstheater: 300 Jahre Oberammeraaue.
Paſſion. Mitw.; Sprecher, Chor und Orcheſter des
Obel=
ammergauer Paſſionsſpieles. Ouvertüre — Prolog — Einzug
Chriſti in Jeruſalem — Abſchied von Bethanien. Aufh.)
20.10: Julius
20.00: Kernſpruch. — Anſchl.: Kurznachr.
Patzak und Marg. Slezak ſingen. Das Orcheſter des Deutſchr
landſenders. Ltg.: Edw. Lindner. — 21.09: München: Aus
ſchnitt aus dem Konzert des ſtudentiſchen Corps der Unverſität
Stockholm im „Odeon” München. Ltg.: Einar Ralf. — 22:*
Wetter=, Tages= und Sportnachr. — 22.39: Franz Orthmamlt:
Die deutſche Olympigradmannſchaft. — 22.45: Seewetterberiche,
23.00: Breslau: Tanzmuſik der Kapelle Fred Ilgner.
Welkerberichl.
Die Störungstätigkeit von Weſten her hat ſich weiter ſos
dem Feſtland entwickelt und durch den Vorſchub feuchter, vnch.
kühlerer Luftmaſſen verbreitete Gewitterbildung verurſacht. Di
die vorwiegend ozeaniſche Luftzufuhr noch anhält bleibt 9e*
Wetter weiterhin unbeſtändig und zu Gewitterſtörungen Ne
gewittrigen Niederſchlägen geneigt.
Ausſichten für Dienstag, den 26. Juni: Wechſelnd bewölkt Nit
zwiſchenzeitlicher Aufheiterung, ſchwül, ſpäter etwas obde
kühlt. ſchauerartige, teils gewittrige Niederſchläge.
Ausſichten für Mittwoch, den 27. Juni: Fortdauer des veräſſe.
lichen, aber nicht durchweg unfreundlichen Wetters.
werden vom
un deieh 2.
Gesfürel 148
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aus.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 174
WarmſtädterCagblatte
Dienstag, 26. Juni
GeſſNeueſte Nachrichten
verliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Nach der zweitägigen Börſen=Unterbrechung kam das Geſchäft
abder Berliner Börſe am Wochenbeginn zunächſt nur langſam in
lürß. Von ſeiten der Bankenkundſchaft lagen verhältnismäßig
ur wenig Orders vor, ſo daß die Kursgeſtaltung ſchon durch
ennſte Beträge beeinflußt wurde und in der Geſamtheit kein
ein=
eirliches Bild zeigte. Es herrſchte trotzdem ein freundlicher
ſrundton vor, der in den aus der Wirtſchaft vorliegenden
Nach=
cten eine Stütze fand. Z uerwähnen iſt die gute Verfaſſung
Ruhrbergbaues im Juni mit einem befriedigenden Induſtrie=
Senabſatz und einer weiteren Steigerung der Belegſchaftsziffern
wie der Konjunkturbericht vom Maſchinenbaumarkt, der eben=
Iss Beſſerungstendenzen auf dieſem Gebiet zeigt. Bevorzugt
el den vom Publikum weiter die ſogenannten Verſorgungswerte,
. denen Deſſauer Gas 15 Prozent, Schleſiſche Gas ³ Prozent,
eülfürel 1½ Prozent und Charlottenburger Waſſer 1½ Prozent
ier eröffneten. Vernachläſſigt blieben dagegen Montane, von
uen Hoeſch mit minus 1½ Prozent und Harpener mit minus 1
roizent zu den ſtärker gedrückten Papieren gehören. Schleſiſche
ak und Stolberger Zink konnten, dagegen um je ½ Prozent
ilser ankommen. Von Braunkohlenwerten waren Rheinbraun
BReaktion auf die letztägigen erheblichen Steigerungen um 2
r5 zent ſchwächer ebenſo gaben Eintracht 1½ bei noch nicht ein=
5 Mille Umſatz her. Feſt lagen Kaliaktien, wobei weitere
hachlüſſe von dieſem Induſtriegebiet (Adlerkaliwerke) anregten.
ſkteregeln gewannen 4 Salzdetfurth 1½ Prozent. In JG.
Far=
un. war das Geſchäft geſtern etwas ruhiger und der Kurs um 8
rz zent ſchwächer, Kokswerte büßten 1½ Prozent ein, während
oddſchmidt 1 Prozent höher notiert wurden. Im weiteren
Ver=
ur blieb das Geſchäft klein, kursmäßig trat in der
uneinheit=
hen Tendenz kaum eine Aenderung ein. Farben, Rheinſtahl und
ASE. gaben um je ½, Goldſchmidt um ½ Prozent nach,
anderer=
ſtis waren Ilſe Genuß ½ Prozent erholt. Im gleichen Ausmaß
guen auch Rheinbraun an, die ihren anfänglichen Verluſt ſchnell
dewwunden hatten. Am Rentenmarkt kam das Geſchäft eben=
Iis nur ſchleppend in Gang. Kursmäßige Veränderungen traten
unn ein. Pfandbriefe wurden auf Freitagsbaſis notiert,
Kom=
unale lagen etwas feſter, insbeſondere, ſoweit es ſich um im Kurs
rückgebliebene Papiere handelt. Stadtanleihe waren eher etwas
wächer. Provinzanleihen hatten kaum Geſchäft zu verzeichnen.
was freundlicher und befeſtigt lagen die Länderanleihen.
Nach der zweitägigen Unterbrechung lag die Frankfurter
öüſe ausgeſprochen ſtill. Die Bankenkundſchaft war trotz des
un falls der Samstagsbörſe mit Aufträgen kaum vertreten,
wäh=
mo die Kuliſſe Zurückhaltung bekundete, zumal größere
Anre=
duagen nicht vorlagen. Trotz der großen Geſchäftsſtille war die
us sentwicklung nicht unfreundlich, es überwogen die
Kursbeſſe=
ngen. Beſonders freundlich lagen Elektrowerte; Bekula und
ahmneyer gewannen je ½ Prozent, Siemens etwa 1½ Prozent,
ſchwerke Augsburg 1½ Prozent, nur Schuckert gaben / Prozent
a. AEG. und Gesfürel blieben gut behauptet. Am
Chemie=
nükt waren Scheideanſtalt um 3 Prozent erhöht, die
Schwan=
mugen in dieſem Papier ſind zumeiſt auf den engen Markt
zurück=
f3hren. Etwas leichter waren Metallgeſellſchaft (minus ¼
Easzent) und Farbeninduſtrie (minus ½ Prozent). Der
Montan=
uickt lag ſtill und uneinheitlich. Schwächer waren Harpener um
Prozent, Phönix um ½ Prozent, Stahlverein um ½ Prozent,
heinſtahl um ¼ Prozent, höher dagegen Ilſe Genuß (plus 1
rosent) Laurahütte (plus ½ Prozent) und von Kaliwerten
ſchersleben um 1½ Prozent. Kunſtſeideaktien trotz der
Ausfüh=
mgen in der Bemberg=Generalverſammlung etwas leichter, Aku
n/½ Prozent, Bemberg um 2 Prozent. Gut gehalten waren
hiffahrtsaktien Reichsbahn=Vorzugsaktien ½ Prozent höher,
05. für Verkehr ca. 1½ Prozent niedriger. Von
Zellſtoffwer=
n/Aſchaffenburger erneut 1½ Prozent feſter, womit die
Kurs=
hähung über Waldhof behauptet wird. Zement= und Bauwerte
gem ſtill, Holzmann jedoch ca. 1½ Prozent feſter. Auch am
Ren=
npaarkt waren die Umſätze ſehr gering. Altbeſitz und
Kommunal=
michuldung je ½ Prozent ſchwächer. Stahlverein=Bonds minus
Brozent. In der zweiten Börſenſtunde hielt ſich die
Umſatz=
kinkeit auf allen Marktgebieten in engſten Grenzen. Die
Kurs=
ſt4tung war weiterhin nicht ganz einheitlich bei allerdings nur
liren Veränderungen. Am Rentenmarkt bröckelten Altbeſitz
ſchnnals ¼ Prozent ab, die übrigen variablen Werte lagen
ge=
ſätslos. Am Pfandbriefmarkt kam noch einiges Angebot
her=
s. das jedoch bei nur wenig veränderten Kurſen aufgenommen
ause. Stadtanleihen lagen ſtill und teilweiſe bis ½ Prozent
kimiger.
Such die Abendbörſe entbehrte jeglicher Anregung und war
if Ffaſt allen Marktgebieten weitgehendſt geſchäftslos: die
Grund=
ſnnnung blieb indeſſen freundlich. Einiges Intereſſe zeigte ſich
wie Farben=Aktie, die bei kleinem Umſatz um ½ Prozent
an=
g. Daneben waren einige Elektroaktien befeſtigt, wie
Akku=
ulatoren mit plus 1½ Prozent, Bekula plus ½ Prozent. Ges=
und Licht u. Kraft je plus ½ Prozent. Im übrigen hielten
wie Berliner Schlußnotierungen meiſt gut behauptet,
Harpe=
ſr und Holzmann lagen je 1 Prozent niedriger.
Kunſtſeide=
inn, die im Berliner Schlußverkehr ſtark gedrückt waren, beſon=
Bemberg, waren etwas erholt. Im Verlaufe blieb die Börſe
Auch am Rentenmarkt war das Geſchäft bei gut behaupteten
ſtit en minimal.
eneiſenzukeileung im Warenverkehr mit dem Ausland
für das zweite Kalenderhalbjahr 1934.
Die Reichsſtelle, für Deviſenbewirtſchaftung hat in einem
ſuscerlaß an die Deviſenſtellen die Feſtſetzung der
Deviſenkon=
geente für die Wareneinfuhr für das zweite Kalenderhalbjahr
P4 geregelt. Grundſätzlich bleiben die für das erſte Kalender=
Abxahr zugeteilten Grundbeträge auch für das zweite Halbjahr
ſthen. Sie unterliegen wie bisher den für die einzelnen
Mo=
ſte angeordneten Kürzungen. Bei der Feſtſetzung der
Grund=
trirge bleibt der Zahlungsbedarf für die landwirtſchaftlich
be=
iri chafteten Erzeugniſſe, für Waren, deren Einfuhr verboten iſt,
dffür die von den Rohſtoffüberwachungsſtellen bewirtſchafteten
hien unberückſichtigt, ſoweit bisher ſchon Anordnungen der
ligosſtelle für Deviſenbewirtſchaftung darüber ergangen ſind, daß
Iſe. Waren nur noch auf Grund von Einzelgenehmigungen
be=
zll werden dürfen. Die Ermächtigung der Deviſenſtellen, bei
aallgemeinen Genehmigungen und Einzelgenehmigungen bis
Möhe von 1000 RM. monatlich auf Antrag von den
vorgeſchrie=
hm Kürzungen abzuſehen, iſt aufgehoben worden.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Um, amtlichen Großmarkt für Getreide und Futtermittel zu
tlän wird bekanntgegeben, daß in Zukunft handelsrechtliche
Lie=
ungsgeſchäfte in Hafer nur durch Vermittlung des zuſtändigen
rsmaklers abgeſchloſſen werden dürfen.
MMit Verordnung vom 22. Juni 1934 hat der
Reichswirt=
hissminiſter das unter dem 7. Juni 1934 erlaſſene Ausfuhrver=
Für Rohkupfer erweitert. Danach unterliegen dem
Ausfuhr=
rhot Rohkupfer einſchl. Elektrolytkupfer, ſämtliche
Kupferlegie=
hgen, Bruch und Abfälle des legierten und nicht legierten
y ers, jedoch ausſchl. Rohkupfers in Pulverform.
Wekanntlich iſt die Kunſtſeideneinfuhrkontingentierung nach
uſſchland auf 75 Prozent der Jahreseinfuhrmenge des Jahres
31, die am 31. März 1934 ablief bis Ende Juli verlängert
ſrſgen. Wie wir erfahren, läuft dieſe Regelung nunmehr als
Buſätzliches Vierteljahr bis zum 30. September 1934. Die
ihandlungen wegen einer Neuregelung der Marktquoten
zwi=
en, den deutſchen Kunſtſeidefabriken ſind noch in der Schwebe.
Dder Londoner Goldpreis betrug am 25. Juni 1934 für eine
t Feingold 138 sh 1 d — 87,2686 RM., für ein Gramm Fein=
(d. demnach 53,2737 d — 2,80575 RM.
DDer Generalrat der Bank von Frankreich hat die Dividende
rwas erſte Halbjahr 1934 auf 100 Franken, wie in den beiden
ubergehenden Halbjahren, feſtgeſetzt.
Gemeinſchaft der Freunde Wüſtenrok.
Die Neuzuteilungen an GDF.=Bauſparer ſtiegen ſchon ſeit
Ende April 1933 ſtändig. Dieſe Steigerung hielt auch in den
er=
ſten Monaten 1934 an. Im Berichtsjahr 1933 wurden 1554
Bau=
ſparverträge mit 13,2 Mill. RM. abgeſchloſſen. Nach
Berückſichti=
gung aller Veränderungen wurden am 31. 12. 1933: 41 620
Bau=
ſparverträge mit 571 501 916 RM. Geſamtbauſparſumme geführt.
Von den durch die Deutſche Bau= und Boden=Bank bis Ende des
Jahres bewilligten 50 000 000 Wechſelkrediten hat die GDF. allein
über die Hälfte mit rund 25 Mill. RM. erhalten. Hierfür hat der
württembergiſche Staat die Bürgſchaft übernommen. Es iſt dies
die erſte tatkräftige Unterſtützung, die den Bauſparern von
Re=
gierung und Behörde gewährt wurde. Aus der für 1933
bereit=
ſtehenden Zuteilungsmaſſe konnten für 2910 Bauſparer 39 303 900
RM. zur Verfügung geſtellt werden. Insgeſamt waren Ende 1933
an 13 703 Bauſparer 205 621 076 Mill. RM. zugeteilt. Dies waren
56,5 Prozent der Bauſparſumme der Zuteilungsberechtigten
Bau=
ſparer gegen 45,9 Prozent im Vorjahre. Die durchſchnittliche
Be=
leihung der von der Gemeinſchaft der Freunde finanzierten
Bau=
ten betrug 43,02 Prozent des amtlichen Schätzungswertes im
Zeitpunkt der Darlehenshingabe (im Vorjahre 43,75 Prozent und
Ende 1931: 44,8 Prozent). Von den Aktiven iſt der Poſten
Grund=
beſitz nach angemeſſenen Abſchreibungen mit 806 000 (870 000)
RM. ausgewieſen. Guthaben bei Banken, Sparkaſſen u. a.
Un=
ternehmungen betragen 8 100 000 (8 600 000) RM. Die
Auszah=
lungen ſind zu 98,15 Prozent gedeckt. In der Gewinn= und
Ver=
luſtrechnung werden die Verwaltungskoſten dieſer gemeinnützigen
Bauſpargeſellſchaft mit 1 768 377 RM. ohne Steuern und
öffent=
liche Abgaben angegeben wobei der Poſten, ſonſtige Koſten” mit
über 0,5 Mill. RM. beſonders auffällt. Die Gemeinſchaft der
Freunde Wüſtenrot konnte vor wenigen Wochen ihr zehnjähriges
Beſtehen feiern. Weit über 17 000 Bauſparverträge mit mehr als
248 000 000 RM. ſind von Mutter= und Tochterunternehmungen in
dieſer Zeit verteilt worden.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Süddeutſche Zucker A.=G., Mannheim. Die
Generalverſamm=
lung erledigte debattelos die Regularien mit wieder 9 Prozent
Dividende p. r. t. für das Zwiſchengeſchäftsjahr 1933/34, 1.0 Mill.
RM. werden einer neuzugründenden Unterſtützungskaſſe für
Werksangehörige zugewieſen. Dieſe Summe wird aus dem
Ge=
ſamtvermögen herausgenommen und ihre Kaſſenverwaltung
wahr=
ſcheinlich einer Treuhandgeſellſchaft übertragen. Der Gewinnreſt
von 1,55 Mill. kommt zum Vortrag.
Vom Holzmarkk
wird uns von fachmänniſcher Seite berichtet: Auf den Sägewerken
haben die Schoberungsarbeiten begonnen. Man kann überſehen,
daß die geſchoberten und noch zum Schobern kommenden Mengen
von Stammware geringer, die Mengen von Mittel= und Zopfholz
größer ſind als im Vorjahr. Gerade die Abmeſſungen, die ſonſt
reichlich vorhanden zu ſein pflegen, nämlich die unter 36
Milli=
meter Stärke, ſind in dieſem Jahr knapp, dagegen die Stärken,
die vornehmlich im Bautiſchlereigewerbe zur Herſtellung von
Fen=
ſtern und Türen benutzt werden, reichlicher vorhanden. Wenn die
Bautätigkeit ſo rege bleibt, wie ſie jetzt iſt, und die Induſtrie ſich
weiter der lebhaften Beſchäftigung erfreut, die zur Einſtellung
von Facharbeitern geführt hat, dann mag es im Herbſt vielleicht
eine leichte Verknappung in einigen Sorten geben. Im
allgemei=
nen aber wird der Beſtand an Schnittholz ausreichen. Trotzdem
wünſcht man in Fachkreiſen, daß es gelingen möge, im
Kompen=
ſationsverkehr neben dem Import von Rohholz auch die Einfuhr
von Schnitholz in angemeſſenen Grenzen zu ermöglichen. Der
Holzexport würde im übrigen Polen ganz gewiß zuſtatten kommen,
weil nach den von dort vorliegenden Berichten infolge des
ſtocken=
den Abſatzes nach England, Holland und Belgien, vor allem aber
nach Frankreich, der Wunſch vernehmlich wird, die Ausfuhr nach
Deutſchland zu ermöglichen. Die polniſchen Verbände der
Holz=
wirtſchaft ſollen, ſo heißt es, immer wieder auf die Nützlichkeit
eines Holzexportes nach Deutſchland hinweiſen. Der deutſche
Laubholzmarkt liegt auch weiter feſt. Die Nachfrage nach
Eichen=
furnieren iſt lebhaft, der Preisſtand iſt etwas feſter geworden.
Gut zu tun haben ſämtliche Sperrholzunternehmungen. Sie
ar=
beiten meiſt wieder rentabel, haben freilich, ſoweit ausländiſches
Rohholz benutzt werden muß, es nicht ganz leicht, dieſes zu
be=
ſchaffen. In der letzten Woche ſind, verſchiedene Abſchlüſſe in
Stammkiefer vom neuen Einſchnitt zu unverändert ſtabilen
Prei=
ſen in Oſtpreußen, Mecklenburg uſw. getätigt worden.
Viehmärkke.
Produkkenmärkke.
Mannheimer Getreidemarkt vom 25. Juni. Weizen inländ.
(76—77 Kilo) frei Mannheim 21.40, Feſtpreiſe franko
Vollbahn=
ſtation des Erzeugers per Juni: Bezirk 9 20,10 (
Mühleneinkaufs=
preis 20,50), Bezirk 10 20,30 (20,70), Bezirk 11 20,60 (21,00);
Roggen ſüdd. (71—72 Kilo) frei Mannheim 18,50. Feſtpreiſe
franko Vollbahnſtation des Erzeugers per Juni: Bezirk 8 17.30
(Mühleneinkaufspreis 17,60—17,90), Bezirk 9 16,60 (18.00—18,20);
Mais im Sack 19,50—19,75, Erdnußkuchen prompt 17.20,
Soya=
ſchrot prompt 16,00, Rapskuchen 14,50, Palmkuchen 15,70,
Kokos=
kuchen 17.30, Leinkuchen 17,60. Biertreber mit Sack 15,00—15,50,
Rohmelaſſe 8,50, Preßſtroh Roggen=Weizen 2,60—3,00, Hafer=
Gerſte 2,60—2,80, geb, Stroh Roggen=Weizen 2,20—2,60, Hafer=
Gerſte 2,20—2,40: Weizenmehl Spezial 0 (Type 563):
Feſtpreis=
gebiet 11 29,25, Feſtpreisgebiet 10 29.15, Feſtpreisgebiet 9 29,05,
Feſtpreisgebiet 8 —, Feſtpreisgebiet 7 28,85: Roggenmehl (Type
610): Preisgebiet 9 25,75. Preisgebiet 8 25,25; feine Weizenkleie
mit Sack 11,25, grobe Weizenkleie mit Sack 11,75, Roggenkleie
12,00, Weizenfuttermehl 12,00—12,25. Roggenfuttermehl 12,75,
Weizennachmehl 15,75—16,00, dito 4b 16,75. Tendenz: Mehle
ruhig, Mühlennachprodukte ſtetig.
Frankfurter Getreidegroßmarkt vom 25. Juni. Bei knappem
Angebot blieb die Haltung auf allen Märkten feſt, und die Preiſe
zogen weiter an. Brotgetreide war bis 2,50, Hafer ſogar um
12,50 RM. höher. Es notierten: Weizen 207,00—209,00 Roggen
187,50, Hafer 210,00—212,50: Weizenmehl Type 563:
Feſtpreis=
gebiet W. 10 28,90, dito W. 7 28,60: Roggenmehl Type 610:
Feſt=
preisgebiet R. 8 25,25, dito R 6 25,25, zu allen Mehlpreiſen je
plus 50 Pfg. Frachtausgleich; Weizenmehl 4b 16,50,
Weizennach=
mehl 16 00. Weizenfuttermehl 12,25, feine Weizenkleie 11,25,
grobe Weizenkleie 11,55, Roggenkleie 12,00, Roggenfuttermehl
12,50, Soyaſchrot 16,85, Palmkuchen 16,45. Erdnußkuchen 18,00,
Treber 16,75, Trockenſchnitzel und Heu geſtrichen, Weizen= und
Roggenſtroh drahtgepreßt 2,80—3,00, dito gebündelt 2,90—3,10.
Darmſtädter Viehmarkt vom 25. Juni. Aufgetrieben waren
582 Schweine. Die Preiſe ſtellten ſich auf b) 40—43, c) 39—43,
d) 39—43 Pfg. pro Pfund. Es wurden notiert in der Klaſſe
b) 96, c) 372, d) 50 Stück. Marktverlauf: ſchleppend, Ueberſtand.
1. Auf dem Weinheimer Schweinemarkt am 23. Juni waren
zugeführt 464 Stück. Verkauft wurden 257 Tiere. Bei amtlichen
Preisnotierungen koſteten Milchſchweine das Stück 6—12 RM.,
Läufer das Stück 13—27 RM. Marktverlauf: nur mittel, was
wohl auf landwirtſchaftliche Arbeiten zurückzuführen iſt.
Frankfurter Viehmarkt vom 25. Juni. Auftrieb: Rinder
ins=
geſamt 1266 (gegen 1931 am letzten Montagsmarkt), darunter
be=
fanden ſich 415 Ochſen, 140 Bullen, 376 Kühe und 335 Färſens
Kälber 507 (559), Hammel 28 (14), Schafe 27 (24), Schweine 4098
(4231). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.;
Ochſen a1) 33—34, b) 31—32, c) 27—30, d) 21—26; Bullen a) 29
bis 30, b) 26—28, c) 23—25, d) 20—22: Kühe a) 27—29, b) 23
bis 26. c 18—22, d) 10—17: Färſen a) 33—34, b) 30—32, c) 27
bis 29, d) 22—26; Kälber a) 43—45, b) 37—42, c) 29—36, d) 20
bis 28; Lämmer und Hammel b1) 34, c) 29; Schafe f) 22—25,
g) 18—20; Schweine a1) 50, a2) 45, a) 39—43, b) 38—43 c) 37
bis 43, d) 33—42, e) 32—40, f) —, g1) 34—37, g2) 30—33. Im
Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt zogen beſte Ochſen,
Bullen und Kühe ſowie Schweine je 1 RM. an, Kälber gaben
4—5 und Hamel 2 RM. nach, ebenſo gingen geringe Tiere der
Rindergattungen um 1—2 RM. zurück. Marktverlauf: Rinder
ruhig, geringer Ueberſtand (Marktzufuhr freiwillig geregelt);
Kälber langſam, geräumt; Schafe und Hammel langſam,
Ueber=
ſtand; Schweine ruhig, nahezu ausverkauft.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Manve.
Berantwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton: J. V.
Dr. Herbert Nette: für Reich und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: J. B:
Dr. C. 5. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für den Handel
Dr. C. H. Quetſch; für den Sport; Karl Böhmann: für „Die Gegenwart”. Tagesſpiegel
in Bild und Wort: Dr. Herbert Nette; für den Anzeigenteil und geſchäftliche
Mit=
teilungen: J. V.: Paul Ziegler, ſämtlich in Darmſtadt.
D. A. V. 34. 22461. Druck und Verlag: 2. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23,
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen,
Sprechſtunden der Redaktion: Vormittags 12—1 Uhr, nachmittags 6—7 Uhr.
Die heutige Nummer hat 12 Geiten.
Berliner Kursbericht
vom 25. Juni 1934
Deviſenmarkt
vom 25. Juni 1934
Berl. Handels=Geſ.
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Nordd. Llohyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Vereinigte Glanzſt.
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi.
Deutſche Cont. Gas
Jht
61.50
65.25
27.50
32.625
23.125
128.125
66.75
19.—
92.
136.375
132.,75
Meu
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergwerke
Geſtfeleltr.untern.
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Koksw. Chem. Fabr
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Jagke
84.75
149.375
60.—
105.50
103.875
73.50
60.50
123.—
30.—
90.75
65.125
45.—
Ween e
Polyphonwerke.
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Weſtdte. Kaufhof
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nnrb.Maſch
Baſalt=Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Banderer=Werke.
Ref
15.50
38.25
166.—
19.50
40.25
124.—
60.
17.125
119.50
29.—
7.75
6.
Griechenland 100 Franken 16.50 100 Drachm 2.497 Holland 100 Gulden 169.73 Fsland 100 18l. Kr. 57.14
Ree
13.037
0.612
58.70
0.191
3.053
2.538
56.51
81.83
12,855
69.07
5.596
15.54
2.503
170.07
57.26
Italien
Japan
Jugoſlawien
Lettland
Norwegen
Oeſterreich
Portugal
Schweden
Schweiz
Spanien
Tſchechoſlowk.
Türkei
Ungarn
Uruguah
Ver, Staaten
Brief
21.52
9 0.751
5.678
n58
63.56
42.55
11.51
5.22
ſi. 6s
24.38
10.46
1.9911 1.995
Dnrmſtädter und Karionatbanr Surinkast, ilhant dr Aresoner Sunz
Frankfurter Kursbericht vom 25. Juni 1934.
Kenee
„Gr. IIp. 1934
„ 1934
„ „ 1936
„ „ „ 1937
1938
„Gruppe1 ....
6% Dtſch. Reichsanl.
v.25
68
5½%Intern.,b.80
6%Baden .„, v.27
6%Bahern „v.27
6%Heſſen ... b. 29
6% Preuß. St. v. 28
6% Sachſen .„.v.27
6%Thüringen v.27
6% Dt. Reichsbahn
Schätze ........
5% Dt. Reichspoſt
Schätze ........
Dtſch. Anl. Ausl.
*I. Ablöſung .
„ . (Neubeſitz)
Deutſche Schutzge.
bietsanleihe ....
6%Baden=Baden.
6%Berlin ...b.24
69 Darmſtadt . . . .
69Dresden.. v.26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v.29
68
„ v.26
6%Mainz.. . . . . ..
6Mannheim v.25
63München v.29
6%Wiesbadenv. 28
6%Heſſ. Landesbk. 89
6% „ Goldoblig. / 84.5
103.65
103.3
101.9
99.5
962),
101
99.6
A
96.75
917,
94.5
90
106.
93.5
89:),
100.6
100.25
95
9.35
81.
Ka
81.5
84.75
81
5½%beſſ.
Landes-
hyp.=Bk.=Liquid.
42% „
Komm. Obl. . ..
6% Preuß. Landes=
Pfb.=Anſt. G. Pf.
6% „ Goldoblig.
60 Landeskomm.=
Bk. Girozentr. f.
Heſſ. Glbobl. R.11
69
R.1e
6%Kaſſ. Landeskrd.
Goldpfbr. ....
6%Naſſ. Landesbk.
5½% „ Liqu.=Obl.
Dt. Komm.
Sam=
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FAusl. Ser. I
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6%Berl. Hyp.=Bk.
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Frkfi. Hyp.=Bk.
½% „ Lig.=Pfbr.
Goldoblig
DFrif. Pfbr. Bk.
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ZMein, Hyp.=Bk.
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6% Pfälz. Hyp.=Bk.
½ % „ Lig.=Pfbr.
8SRhein,Hyp=Bk.
5½% „ Lig.=Pfr
„ Goldoblig.
8 Südd. Boden=
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2%0 n Lig.=Pfbr.
Württ. Hyp.=B.
88.75
89.25
91.5
88.5
82.5
82.5
88.25
88.75
19
88.5
89
88.5
88:),
83½.
88.75
90.25
88
90%,
91
91.75
88.75
89.25
87.5
91
91.25
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62 Dt. Linol. Werke
6%Mainkrw. v.26
62Mitteld. Stahl
3% Salzmann ECo.
6%Ver.Stahlwerke
6% Voigte Häffner
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5 %Bosn. L. E. B.
9. Imveſt.
82
5 %Bulg. Tab. v. 02
4½‟ Oſt. Schätze
475 Oſt. Goldrente
5%vereinh. Rumän
4½%
49,
4%Türk. Admin..
1.Bagdad
47
49
Bollanl.
4½Büngarn 1913
1914
4½%
„ Goldr.
1910
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12.5
33.25
6.6
50
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69
185
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40.5
65
60.5
1105.75
67.75
222),
198
75.5
80
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221
84
1o3
230.5
101.5
977
94.5
171
35
89.5
93
1481,
*6
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61.5
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Hyp.=Bankl 68.25
Mein. Hhp.=Bank. 67.5
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Seite 12 — Nr. 174
Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Dienstag, 26. Juni 1934
Nur noch heute und morgen
Ein preisgekrönter,
meisterlicher Film:
Junge Liebe
mit Jarmila Beränkovä
und Vasa Jalovec.
Im Beiprogramm:
„König der wilden Pferde‟
und die neuestellfa-
Wochen-
schau, die unter anderem
die historische Begegnung
zwischen Hitler u. Mussolini
in Venedig zeigt. (V7010
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Einmal eine
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mit Schmiß und Laune,
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Heiterkeit:
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mit Käthe von Magy,
Wolk Albach-Retty-
Eine heitere, sonnige
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nach der Bühnenoperette
„Meine Schwester und ich‟
mit Liane Hald
und Willi Forst.
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