Darmstädter Tagblatt 1934


23. Juni 1934

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Nummer 171
Samstag, den 23. Juni 1934.
196. Jahrgang

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Mglanss amwortdas Krängfer Moraiotiam
Zetkennung des Hachverhalkes. Völlige Außerachklaffung der ſchwerwiegenden deutſchen Gründe.
Anfechtbare Zahlen. Unberechkigke Vorwürfe.
Rote betont dan., daß die Gläubiger bereit geweſen wären,
Londons falſche Beweisführung.
die geſamte Nich==Reichsſchuld zu ſundieren, vorausgeſetzt, daß

Sie engliſche Regierung hat nach Berlin jetzt eine aus=
fühiche
Antwort auf die deutſche Transfernote vom 14. Juni
Mtet. Sie macht ſich allerdings ihre Aufgabe ſehr leicht,
cz ſie über die ſchwerwiegenden Gründe, die uns zu einer
ſellung des Transfers zwangen, einfach hinweggleitet. Sie
mſtlrns vor, daß wir uns die Vorſchläge der engliſchen
Gſb gervertreter nicht zu eigen gemacht hätten. Sie erwähnt
al nichts davon, daß eine Verſtändigung der Gläubiger=
ve
geier untereinander unmöglich war. Sie erwähnt auch nichts
dem daß auf der letzten Konferenz der Gläubigervertreter
an icklich jede Verhandlung über die Dawes= und Young=
grüſh
abgelehnt wurde, und daß infolgedeſſen Deutſchland ge=
zi
ugen wurde, ſelbſtändig vorzugehen. Auch die Art, wie in
düst Mote mit Zahlen operiert wird, iſt, gelinde geſagt, ſehr
an zyHar. Die Engländer rechnen heraus, daß für die Zinſen
dar uiden Anleihen im nächſten Halbjahr nur 45 Millionen
RiAarforderlich ſeien, fügen aber nicht hinzu, daß ſie damit
leihiich den englifchen Anteil im Auge haben, und daß Eng=
lauYſumter
unſeren Gläubigern erſt an vierter Stelle ſteht. Sie
be htenr ſich darauf, daß unſere Handelsbilanz eine unſichtbare
Auhſitäit hätte, während doch die Gläubigerkonferenz ausdrück=
liahmerkannt
hat, daß die von der Reichsbank vorgelegten
Zbhru unanfechtbar ſind.
ser ſtellen auch jetzt mit einigem Befremden feſt daß
elbe engliſche Regierung die Gründe, die
lbſt für die Nichtbezahlung ihrer ameri=
ſchen
Verpflichtungen in Waſhington zu
Atokoll gegeben hat, für die deutſchen
dner nicht anerkennen will. Sie ficht alſo mit
eiit boppelten Front.
ingland beſtreiket uns gegenüher denſelben
Talbeſtand, den es in Amerika für ſich
in Anſpruch nimmt.
eſ reitet, daß es gegenüber Deutſchland irgendwelche Pro=
hisrmaßnahmen
angewandt habe. Auch das iſt objektiv
WWir brauchen ja nur auf die Einfuhrbeſchränkungen in
Nnſchineninduſtrie hinzuweiſen. Und vor allem überſieht
telliſche Regierung, daß zwar die Einfuhr Deutſch=
h
. nach England größer iſt als umgekehrt,
aber Deutſchland immer noch einer der
Kunden für Rohſtoffe der engliſchen
inions iſt, daß alſo dem engliſchen Empire
eitt über die deutſche Zahlungsbilanz erheb=
liſchpaſſiv
iſt. Schließlich iſt es ja kein Zufall wenn der
kay wiſthe Miniſterpräſident auf eine Anfrage erklärte, daß die
kon uuiſthe Regierung ſich vorbehalte, falls England ein Zwangs=
cle
Unnſyſtem gegen Deutſchland einführen ſollte, dann zum
erfkMale ihre Rechte als ſelbſtändiges Dominion zu wahren.
Ayw muß ſich alſo ganz klar darüber ſein, daß
ie Drohung mit einem Clearing und einem
Airtſchaftskrieg eine ſehr zweiſchneidige Waffe
ſren Schärfe ſich nicht zuletzt gegen die eigenen Kolonien
Auch wir hoffen, daß es möglich ſein wird, ebenſo wie
mi inderen Ländern auch mit England zu einer Ver=
ſtäiſung
zu kommen, allerdings nicht auf der Grundlage der
Beisfführung, wie ſie die engliſche Regierung in ihrer Note
endwkllt hat, ſchon weil ſie hier den eigentlichen Sach=
boalt
vollkommen verkennt. Das, was Eng=
lalm
en Vereinigten Staaten gegenüber macht,
ſüſlime glatte Zahlungsverweigerung. Was
wilteber zu tun gezwungen ſind entſpringt
(Püf iner Unmöglichkeit der Deviſenbeſchaf=
fwſh
. Sie konnte nur von unſeren Gläubigern geſchaffen
wekſn, und dieſer moraliſchen Verpflichtung ſind die Gläubiger
mölyz geringen Ausnahmen nicht nachgekommen.
Die engliſche Ankwork.
DNB. London, 22. Juni.
W die deutſche Transfernote vom 14. Juni 1934 hat die
ghr Regierung dem deutſchen Botſchafter in London am
71½ſhi eine Antwortnote überreicht, die nunmehr veröffent=
0urd. der Note betont die britiſche Regierung ein=
ba
2 waß ſie zu ihrem Bedauern die Wahrnehmung machen
mhe waß die Note keinen praktiſchen Gedanken darüber ent=
haß
wie der weitere Anleihedienſt für die Dawes= und die
2Beyomleihe ver ſich gehen ſolle. Die britiſche Regierung
DRag, die Scwierigkeiten der deutſchen Regierung in der
SAhfrage, ſci aber nicht der Anſicht, daß dieſe eine voll=
ſichane
Aufhebung des geſamten Transfers für die Schulden

20Ahhands im Gefolge haben müßten. Die Gründe der deut=
99mAwte würden ſtichhaltig ſein, wenn geſagt worden wäre,
D0/Adeuitſchland auch weiterhin den vollen Anleihedienſt für
ADAeinse Schulden decken müſſe. Die Vertreter der Gläubiger
NenM duurchaus bereit geweſen, ſich mit zeitweiligen behelfs=
Ree er- Konzeſſionen einverſtanden zu erklären, die ihrer An=
ſa
ackh angemeſſen waren, um die gegenwärtigen Transfer=
aAisgkeiten
zu uberwinden. Sie hätten Gründe für die An=
Na98 gefunden, daß das augenblickliche ſcharfe Fallen der
Ne Nhmankreſerven wenigſtens zum Teil die Folge von außer=
ReEn ichen Vclangen ſei, die ſpäter Berückſichtigung finden
wiRn und daß gewiſſe Deviſeneingänge zu erwarten ſeien.
2 haupt nicht in Rechnung geſtellt wären. Die britiſche

die Zinſen fur die Dawes= und die Younganleihe voll gezahlt
wurden. Die ſinanziellen Folgen hiervon wären geweſen, daß
man lediglich 20 Millionen RM. in bar hätte transferieren
müſſen, während Teutſchlands geſamte Deviſenverpflichtungen
in lang= und mi teif iſtigen Anleihen ſich auf 716 Millionen je
Jahr belaufen Demgegenüber ſchätzt die britiſche Note Deutſch=
ands
Deviſeneinkommen aus unſichtbaren Quellen auf 250 Mil=
lionen
Mark, den Ertrag der Ausfuhr auf 350400 Millionen
MM. je Monat, ſo daß die Zinſen für die Dawes= und die
Yvunganleihe nuc etwa 2 v. H. des deutſchen Bruttveinkommens
Note gibt dann der Auſicht Ausdruck, daß die Gläubiger den
Satz von 40 d. H. für Nicht=Reichsanleihen nicht als angemeſſen
anſehen köngren, wenn die Bedingungen, auf die er ſich
gründete, nicht erfüll: würden.
Brikiſcher Eigennuß.
Es beſtehe auch keinerlei Begründung, ſo fährt die Note fort,
für die Behauptung, daß eine völlige Ausſetzung des Transfers
auf ſechs Monate unbedingt notwendig wäre, ganz gleich, was in
der Zukunft geſchehe. Die Deviſenzahlungen für die Zinſen der
Dawes= und der Younganleihe für die nächſten ſechs Monate ſtel=
len
ſich auf 45 Millionen RM. Dieſer Betrag, ſo meint die Note,
müſſe laufend aus der zuſätzlichen Ausfuhr gedeckt werden können,
die vom Oktober 1933 bis März 1934 erfolgt ſei. Die Weigerung
der Reichsregierung, auf die Bedingungen der Gläubigervertre=
ter
einzugehen, könne die britiſche Regierung nicht als gerechtfer=
tigt
anerkennen, denn die britiſche Regierung ſehe in dieſen Be=
dingungen
eine für Deutſchland äußerſt günſtige Löſung.
Die britiſche Note erwähnt hier, daß die deutſche Auslands=
verſchuldung
von 19301934 von 33 Milliarden auf 18 Milliar=
den
zurückgegangen ſei, und daß bis zum 28. Februar 1934 nicht
weniger als 767 Millionen Schuldverſchreibungen zurückgekauft
worden ſeien. Dieſe Umſtände machten den Eindruck unvermeid=
lich
, daß Deutſchlands Politik darin beſtehe zu behaupten, es ſeien
keine Deviſenbeſtände verfügbar, um den Dienſt der deutſchen An=
leihen
zu beſtreiten, und ſodann die Beſtände, die zur Beglei=
chung
des Anleihedienſtes hätten verwendet werden müſſen, dazu
zu benutzen, um ſeine Anleihen zu den niedrigen Preiſen, die die
Folge der Nichtbezahlung ſeien, zurückzukaufen.

Berkennung der Lage.

Die Darlegungen der deutſchen Note über den Handel hin=
dernde
Maßnahmen, die gewiſſe Gläubigerländer gegen deutſche
Waren angewendet hätten, träfen auf Großbritannien nicht zu.
Die deutſche Einfuhr nach England habe allein in den letzten
12 Monaten um etwa 31 Millionen Pfund zugenommen. Die
Einfuhr aus Deutſchland in das Vereinigte Königreich ſei ſtets
größer geweſen als die Einfuhr von britiſchen Produkten nach
Deutſchland. Der Ueberſchuß genüge, um die Zinſen ſämtlicher
in London aufgelegten deutſchen Anleihen mehr als dreifach zu
decken und die Zinſen des Londoner Anteils der Dawes= und der
Younganleihe mehr als zehnfach. Andererſeits beſchwert ſich die
britiſche Regierung darüber, daß deutſcherſeits gegenüber dem bri=
tiſchen
Handel, beſonders für Baumwolle und andere Garne, Be=
ſchränkungen
eingeführt worden ſeien. Sie könne eine Fortſetzung
der günſtigen Behandlung, der deutſchen Waren auf dem eng=
liſchen
Markt nicht in Ausſicht nehmen, wenn britiſche Waren in
wachſendem Maße Beſchränkungen auf dem deutſchen Markt un=
terworfen
und die gerechten Anſprüche britiſcher Anleihebeſitzer
ohne Ausgleich abgewieſen würden.
Die britiſche Note erklärt dann, Großbritannien wolle keines=
wegs
die deutſche Ausfuhr unterbinden und wolle ebenſowenig
irgend welche ungerechtfertigten Forderungen britiſcher Anleihe=
beſitzer
vertreten. Sie ſei jedoch der Anſicht, daß die Weige=
rung
, den Dienſt der Dawes= und der Youngan=
leihe
fortzuſetzen, ungerechtfertigt erſcheine. Die
Note weiſt dann darauf hin, daß England an der Wiederherſtel=
lung
des deutſchen Wohlſtandes und des deutſchen Kredits gelegen
ſei und hierfür Opfer, z. B. in der Reparationsfrage gebracht
habe. Dieſe Bemühungen wären jedoch vergeblich, wenn Deutſch=
land
auch weiterhin ſo handelte, daß ſein Kredit zer=
ſtört
werde. Der Zinsſatz der Anleihen, über den
in der deutſchen Note Klage geführt werde, ent=
ſpreche
dem deutſchen Kredit bei Begebung der
Anleihen und könne nur geändert werden, wenn
Deutſchland ſeinen Kredit ſo hebe, daß ein Kon=
verſionsangebot
für die Gläubiger annehmbar
werde.

Unvernünftige Drohung.

Zum Schluß erwähnt dann die Note die Tatſache, daß die
Regierung ſich Vollmachten für die Einführung eines Clearing=
Abkommens habe geben laſſen, um die britiſchen Intereſſen zu
ſchützen. Das Ausmaß des Schutzes werde davon abhängen, was
für Vereinbarungen die Reichsregierungen über dieſe Frage mit
anderen Ländern zu treffen in der Lage ſei. Die britiſche Regie=
rung
behalte ſich vor, Maßnahmen zu treffen, um die materielle
Diskriminierung der britiſchen Gläubiger zu verhindern. Die
britiſche Regierung ſei jedoch bereit, Erörterungen über die Mög=
lichkeit
aufzunehmen, um eine Einigung über die Behandlung der
britiſchen Gläubiger zu erzielen, damit die Notwendigkeit eines
Deviſenclearings überhaupt fortfiele; oder auch darüber zu ver=
handeln
, auf welche Weiſe ein derartiges Clearing mit einem
Mindeſtmaß von Störung für den Handel beider Länder gehand=
habt
werden könnte. Sie ſchlägt daher vor, bevollmächtigte Ver=
treter
m ſolchen Verhandlungen nach London zu entſenden.

* Japans Wirkſchaftsimperialismus.
Von
Dr. Wilhelm Grotkopp.
Aſien iſt keine Bühne für das Spiel der weißen Raſſe, in
dieſer unzweideutigen Form hat kürzlich Generaldirektor Tſuda,
der temperamentvolle Führer der japaniſchen Baumwoll=
induſtrie
, den Anſpruch Japans auf die monopolartige Be=
herrſchung
des aſiatiſchen Marktes erneut erhoben und unter=
ſtrichen
. So kraß und ſo eindeutig hat bisher kein japaniſcher
Wirtſchaftsführer dieſe ſchon ſeit Jahren und Jahrzehnten feſt=
ſtellbaren
Beſtrebungen nach einer Eroberung der aſiatiſchen
Märkte formuliert. Die Worte Tſudas entſprechen den kürz=
lich
von politiſchen Führern Japans abgegebenen Erklärungen
über die China=Politik, die zwar ſpäter etwas abgeſchwächt
wurden, aber doch genügend klar erkennen laſſen, daß Japan
die politiſche Vorherrſchaft in Aſien anſtrebt. Beides geht Hand
in Hand: das Streben nach der politiſchen wie das nach der
wirtſchaftlichen Hegemonie in Aſien. Zielbewußt ſind zu dieſem
Zweck ſowohl die politiſchen wie die wirtſchaftlichen Kräfte
des Landes eingeſetzt worden. Politik und Wirtſchaft arbeiten
in Deviſen betrügen. Der Vorſchlag bedinge alſo keine große, eng zuſammen, bald dient die Wirtſchaft der Politik, bald wird
Beanſpruchung der verfügbaren Deviſenbeſtände. Die britiſche aber auch die Politik in den Dienſt der Wirtſchaft geſtellt.
Beſondere Beachtung verdient neuerdings der wirtſchaftliche
Vorſtoß, der Wirtſchaftsimperialismus Japans.
Zur Eroberung des aſiatiſchen Marktes wurde eine
japaniſche Exportoffenſive eingeleitet, die in einer Zeit
ſchrumpfender Welthandelsumſätze zu phantaſtiſchen Ergebniſſen
geführt. Während von 1929 bis 1931 wie überall in der
Welt ſo auch in Japan das Exportgeſchäft ſtark zurückging,
und zwar im Monatsdurchſchnitt von 175 auf 93 Millionen
Yen, iſt ſeir 1931, wenn auch unter gewiſſen Schwankungen,
Japans Export ſtark angeſtiegen: 114 Millionen Yen im Monats=
durchſchnitt
1932, 153 im Monatsdurchſchnitt 1933 und 172 Mil=
lionen
Yen im März 1934. Begünſtigt wurde dieſe Expors=
offenſive
durch die etwa 70prozentige Entwertung des Yen. Es
wäre jedoch einſeitig und falſch, den Erfolg dieſer Export=
offenſive
nur auf die Yen=Abwertung zurückzuführen. Es handelt
ſich um den Vorſtoß eines jungen Induſtrieſtaates, deſſen
Induſtrie in das exportfähige Alter gekommen und aus den ver=
ſchiedenſten
Gründen, vor allem infolge niedriger Löhne, den
alten Induſtrieländern konkurrenzmäßig überlegen iſt. Es
handelt ſich um einen ähnlichen Vorſtoß, wie wir ihn ſeitens
Deutſchlands erlebten, als in der Mitte des vorigen Jahr=
hunderts
die Induſtrialiſierung Deutſchlands begann und die
junge Induſtrie exportfähig wurde. Aber damals prägte die
deutſche Exportwirtſchaft das Schlagwort: Mein Feld iſt die
Welt. Die deutſche Exportwirtſchaft wollte überallhin verkaufen
und nur verkaufen, fern war ihr der Gedanke der bewußten
Eroberung beſtimmter Märkte, frei war dies Exportgeſchäft von
der Verknüpfung mit politiſchen Zielfetzungen. Bei der
japaniſchen Exportoffenſive handelt es ſich aber um die bewußte
Eroberung beſtimmter Märkte, um die Unterſtützung der nach
einer Beherrſchung Aſiens ſtrebenden japaniſchen Politik. Die
japaniſche Exportwirtſchaft will vor allem in Aſien abſetzen,
will die aſiatiſchen, die farbigen Völker als Abnehmer ge=
winnen
, alſo eine Bevölkerungsſchicht von etwa 400 Millionen,
und will ſo den japaniſchen Führungsanſpruch wirtſchaftlich
untermauern. Deswegen liefert Japan vor allem billige Waren,
denn die aſiatiſchen, die farbigen Konſumenten ſind nicht kauf=
kräftig
; für ſie kommt nicht, kraß formuliert, ein erſtklaſſiger
Maßanzug aus beſtem engliſchen Stoff in Frage, ſondern billige
Baumwollkleidung. Billige Textilien billige Eiſen= und Metall=
waren
, billige Fahrräder, billige Zelluloidwaren u. a., das ſind
die Erzeugniſſe, die die japaniſche Exportwirtſchaft bei den
farbigen Konſumenten abſetzen will und kann.
Dieſen Markt will Japan allein beherrſchen. Zielbewußt
wird eine japaniſche Großraumwirtſchaft angeſtrebt, von der ſich
drei verſchiedene Zonen abzeichnen. Die erſte ſind die japaniſchen
Beſitzungen Mandſchurei, Korea und Formoſa, wohin 34 v. H.
der japaniſchen Ausfuhr gehen. Die zweite Zone ſind die
eigentlichen gſiatiſchen Märkte, wie China ſowie Brit. und
Niederländiſch Indien, wohin die Ausfuhr etwa 30 v. H. der
Geſamtausfuhr ausmacht. Die dritte Zone ſind die Außen=
gebiete
, wohin Japan immer zielbewußter vorſtößt, die Märkte
der Levante, Südafrikas, Auſtraliens und Südamerikas.
Der Vorſtoß der japaniſchen Wirtſchaft iſt allerdings in der
letzten Zeit auf gewiſſe Schwierigkeiten geſtoßen. Bei dem
Kampf um den chineſiſchen Markt war die Politik ein ſtörender
Faktor; infolge des chineſiſchen Boykotts japaniſcher Waren
iſt die Ausfuhr dorthin in den letzten Jahren zurückgegangen.
Doch es iſt anzunehmen, daß die Politik dieſes Hemmnis dem=
nächſt
beſeitigen wird. Zudem ergeben ſich Schwierigkeiten
daraus, daß in einigen dieſer Marktgebiete einige Induſtrien,
allerdings faſt ausſchließlich Textilinduſtrien, aufkommen, ſo vor
allem in Brit. Indien. Daß Japan einem Konflikt mit dieſen
jungen nationalen Induſtrien bis zu einem gewiſſen Grade
ausweicht, zeigt die Zuſage Japans an Brit. Indien, ſeinen
Export an Baumwollſtückwaren auf 400 Millionen sauare vards
gegen früher mehr als 600 zu beſchränken. Die dritte ent=
ſcheidende
Schwierigkeit ergibt ſich aus dem Zuſammenſtoß mit
der engliſchen Induſtrie. Führen die japaniſchen Beſtrebungen
nämlich zum Erfolg, ſo führen ſie das Ende der bisherigen
monopolartigen Stellung der engliſchen Exportwirtſchaft auf
dieſen Märkten herbei. Mehr als ein Drittel des engliſchen
Exportes geht nach dieſen jetzt von Japan ſyſtematiſch bearbeite=
ten
Gebieten der erſten und zweiten Zone: faſt 10 v. H. allein
nach Brit. Indien. Was dieſer Vorſtoß Japans für die eng=
liſche
Wirtſchaft bedeutet, geht am beſten daraus hervor, daß
Japan 1933 mehr Baumwollſtückwaren ausführte als England,
während Englands Export ſich 1924 noch faſt auf das Vierfache
belaufen hatte. England mußte das Blaue Band der Baum=
wollinduſtrie
an Japan abtreten, und weitere erhebliche Ein=
bußen
drohen. Für England handelt es ſich aber nicht nur
um Verluſte um Exportgeſchäfte, vielmehr iſt ſogar das Empire
durch dieſen japaniſchen Vorſtoß ſtark erſchüttert. So ſei darauf
hingewieſen, daß Auſtralien ſich im Hinblick auf ſeine ſtarke
Ausfuhr an Wolle, Weizen, Häuten u. ä. ſagen muß, daß
Japan für Auſtralien wirtſchaftlich heute ſchon mehr Wert be=
ſitzt
als England.
England gab ſich zunächſt der Hoffnung hin, in Verhand=
lungen
die ſchwerſten der drohenden Gefahren abwehren zu

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können. Auf die Einzelheiten dieſer langwierigen Auseinander=
ſetzungen
ſoll hier nicht eingegangen werden. Nur ihr Charak=
ter
ſei gekennzeichnet, indem den Wünſchen Englands nach
planwirtſchaftlichen Marktabkommen Worte des Generaldirektors
Tſuda gegenübergeſtellt ſeien: Planwirtſchaft iſt nur ein Not=
geſchrei
der alten Induſtrieländer, während wir die freie Straße
des Freihandels für unſere junge Induſtrie brauchen. Das
junge Japan darf in dieſem Augenblick nicht als ein getreuer
Knecht der alten Induſtrieländer das Hohelied der Planwirt=
ſchaft
auspoſaunen. Dieſe Worte des Generaldirektor Tſuda
laſſen deutlich erkennen, wie groß die Gegenſätze und die
Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen England und Japan ſind,
und wie ſchwierig es ſein wird, eine Verſtändigung herbei=
zuführen
. Der Handelskrieg iſt ſchon durch Einzelmaßnahmen
eingeleitet, weitere werden zu erwarten ſein. Der Kampf um
den aſiatiſchen Markt wird ſomit zu einem der wichtigſten welt=
wirtſchaftlichen
und weltpolitiſchen Probleme. Die einen be=
fürchten
, dieſer Vorſtoß Japans werde das Ende der Vorherr=
ſchaft
der weißen Raſſe ſein. Doch derartige peſſimiſtiſche Schluß=
folgerungen
wurden immer gezogen, wenn junge Länder einen
Vorſtoß auf den Weltmarkt unternahmen; bisher hat aber die
Geſchichte dieſen Peſſimiſten nie recht gegeben.

Maizunahme: 236 000.

DNB. Berlin, 22. Juni.
Die Ergebniſſe der von der Reichsanſtalt für Arbeits=
vermittlung
und Arbeitslofenverſicherung geführten Kranken=
kaſſenmitglieder
=Statiſtik für Mai 1934 weiſen eine weitere Zu=
nahme
der Beſchäftigten um rund 236000 oder 1,5 Prozent
aus. Die Geſamtzahl aller am 31. Mai 1934 Beſchäftigten be=
trug
rund 15 559 000, das ſind rund 2 379 000 oder 18 Prozent
mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
Die Zunahme der Beſchäftigten (plus 236000) war im
Monat Mai wiederum erheblich größer als die Abnahme der
Arbeitsloſen (minus 80000). Die Gründe dafür dürften, wie
auch im April, einmal in der erfolgreichen Unterbringung von
Jugendlichen, insbeſondere von Oſtern aus der Schule ent=
laſſenen
zu ſuchen ſein, dann aber auch darin, daß viele Volks=
genoſſen
, vorwiegend Familienangehörige, die früher kaum Aus=
ſicht
auf Einſtellung hatten, bei der gebeſſerten Beſchäftigtenlage
wieder in Arbeit gekommen ſind.

Die Ermordung des Nakionalſozialiſten Elsholz

DNB. Berlin, 22. Juni.

Am Donnerstag iſt in Potsdam die Beerdigung des ermor=
deten
Gutsinſpektors Elsholz erfolgt, der von einem gewiſſen
Meißner auf dem Gute Gollmütz (Kreis Schwerin an der
Warthe) in beſtialiſcher Weiſe ermordet worden iſt.
Zu der Mordtat ſelbſt erfahren wir von unterrichteter Seite,
daß ſie in außerordentlich ſcheußlicher Weiſe vor ſich ging. Els=
holz
war als Kaſſenwart der NSDAP.=Ortsgruppe beſonders
aktiv. Der Mord erfolgte, obwohl ſich der Ermordete mit dem
Mörder in keinerlei perſönlichen politiſchen Auseinander=
ſetzungen
befand. Meißner ſteckte ſich zur Begehung der Tat
ein großes Fleiſchermeſſer ein und fiel über Elsholz bei der
Arbeit her. Er trat ins Zimmer und ſchlug den Inſpektor über
den Kopf. Als Elsholz aus dem Zimmer flüchten wollte, ſchlug
Meißner ihn nieder und verſetzte ihm ein paar Stiche. Mit
welcher Wucht und Brutalität die Tat ausgeführt wurde, be=
weiſt
die Tatfache, daß der linke und der rechte Oberarm vom
Körper Elsholz faſt vollſtändig abgetrennt ſind. Auch die
Bruſt iſt durch fünf tiefe Meſſerſtiche vollkommen zerfleiſcht. Als
der Schwerverwundete auf dem Hof auf der Erde lag, verſuchte
der Mörder, ihm mit dem Fleiſchermeſſer den Hals abzuſchneiden.
Er wurde daran durch das Dazwiſchentreten eines Melkers
verhindert, der dem Mörder über den Kopf ſchlug, ſo daß er
feſtgenommen werden konnte.

Da die Unterſuchung des Gollmützer Mordes, dem der Schu=
lungsleiter
der Ortsgruppe Gollmütz der NSDAP., Gutsinſpektor
Kurt Elsholz, zum Opfer gefallen iſt, ergeben hat, daß politiſche
Beweggründe Anlaß zur Mordtat geweſen ſind, iſt die weitere
Unterſuchung in der Angelegenheit an die Staatsanwaltſchaft bei
dem für den hieſigen Bezirk zuſtändigen Sondergericht in Elbing
übergeben worden. Es iſt anzunehmen, daß die Hauptverhand=
lung
des Sondergerichts in Meſeritz ſtattfinden wird. Die Kri=
minalpolizei
hat im Laufe der Ermittlungen zur Aufklärung der
Hintergründe des Mordes weitere 11 Feſtnahmen vorgenommen.

Vom Tage.
Reichskanzler Adolf Hitler empfing am
uleiter der Kurmark, Oberpräſident und

reitag mittag den
taatsrat Kube, zu

burg und Grenzmark.
Durch Verfügung des Heſſiſchen Staatsminiſteriums vom 21.
Juni 1934 iſt die in Mainz erſcheinende Wochenſchrift Der Katho=
lik
auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräſidenten
zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 auf die
dauer von drei Monaten verboten worden.
Das tſchechiſche Abgeordnetenhaus hat geſtern den Rüſtungs=
kredit
angenommen, der durch die Möglichkeit von Vorgriffen auf
die kommenden Jahre zugunſten des Rüſtungsfonds neue =
ſtungsausgaben
in Höhe von über 4 Milliarden Kronen vorſieht.
Der Berichterſtatter des Budget=Ausſchuſſes erklärte, daß die Er=
mächtigung
des Finanzminiſters, die Dotationen des Rüſtungs=
fonds
bereitzuſtellen, den Zweck verfolge, das Maß der tſchecho=
ſlowakiſchen
Rüſtungen dem Rüſtungstempo des Auslandes an=
upaſſen
.
Der franzöſiſche Außenminiſter Barthou hat im Laufe ſeiner
Unterredung mit König Karol den König zu einem offiziellen Be=
ſuch
nach Paris eingeladen. Der König hat dieſe Einladung an=
genommen
. Der Beſuch wird in allernächſter Zeit ſtattfinden.
Das rumäniſche Parlament hielt am Donnerstag eine Feſt=
ſitzung
zu Ehren des franzöſiſchen Außenminiſters Barthou ab, in
deren Mittelpunkt die Ernennung Barthous zum Ehrenbürger
Rumäniens ſtand.
Die Finanzkommiſſion des franzöſiſchen Senats hat nach An=
hörung
des Landesverteidigungsminiſters einſtimmig die bereits
von der Kammer angenommene Vorlage über die 3120 Millionen
Fr. betragenden Rüſtungskredite gebilligt.
Der Finanzausſchuß der franzöſiſchen Kammer hat den Geſetz=
entwurf
über die Ausführung der im Flottenbauprogramm von
1933 aufgeführten Kriegsſchiffbauten angenommen. Dieſes Bau=
programm
ſieht ein neues Linienſchiff vom Typ Dünkirchen und
andere Einheiten vor.

im Wirtſchaftsgebiet Heſſen.

IPD. Frankfurt a. M., 22. Juni.
Nachdem der Präſident des Rhein=Mainiſchen Induſtrie= und
Handelstages, Dr. Karl Lüer, M. d. R., vor einigen Wochen zum
Reichsführer des Handels ernannt worden iſt, andererſeits die
Treuhänder der Arbeit entſprechend den geſetzlichen Beſtimmun=
gen
Reichsbeamte ſind und infolgedeſſen andere Stellungen nicht
bekleiden dürfen, hat Dr. Lüer ſein Amt als Treuhänder der Ar=
beit
für das Wirtſchaftsgebiet Heſſen niedergelegt. Der Reichs=
arbeitsminiſter
hat ihn jedoch bis zur Ernennung ſeines Nachfol=
gers
mit der kommiſſariſchen Führung der Geſchäfte beauftragt.
Nunmehr iſt Pg. Franz J. Schwarz, der Führer der 2. SS.= Stan=
darte
Frankfurt a. M., zum Nachfolger Dr. Lüers als Treuhänder
ernannt worden. Schwarz wird ſein neues Amt am 1. Juli an=
treten
.
Der neue Treuhänder für das Wirtſchaftsgebiet Heſſen iſt am
26. Mai 1890 in Mehlem bei Godesberg a. Rh. geboren. Er war
an verſchiedenen Bankinſtituten im Rheinland und in Berlin an
verantwortlicher Stelle tätig, zuletzt als Direktor der Dresdner
Bank in Frankfurt a. M. Treuhänder Schwarz hat den Krieg an
der Front von Anfang bis zum Schluß als Offizier mitgemacht,
war dreimal verwundet und wurde mit dem E.K. 2. und 1. Klaſſe
ausgezeichnet. Nach dem Kriege betätigte er ſich als Freikorps=
kämpfer
an verſchiedenen Fronten. Pg. Schwarz iſt ſeit vielen
Jahren aktives Mitglied der nationalſozialiſtiſchen Bewegung. Er
führt auch weiterhin die 2. SS.=Standarte Heſſen=Naſſau=Süd
Frankfurt a. M., während er ſeine wirtſchaftlichen Ehrenämter,
wie Mitglied des Rhein=Mainiſchen Induſtrie= und Handelstages,
tiederlegte.

DNB. Berlin, 22. Juni.
Wie aus kirchlichen Kreiſen verlautet, werden am 25. Juni
im Reichsinnenminiſterium die Beſprechungen über die An=
wendung
des Reichskonkordates zwiſchen der Reichsregierung
und drei Veriretern des deutſchen Epifkopates beginnen. Von
Seiten des Cpiſkopats ſind Erzbiſchof Dr. Gröber=Freiburg
Biſchof Dr. Berning=Osnabrück und Biſchof Dr. Bares=Berlin
mit der Führung der Beſprechungen beauftragt worden. Ueber
die Dauer der Beſprechungen iſt Näheres nicht bekannt.

Frankreich und Deutſchland.
v. Ribbenkrops Pariſer Geſpräche.

Die Reiſe des Herrn von Ribbentrop nach Paris, die ur
einer ganzen Reihe von Beſprechungen geführt hat, kommt dosn
eine weſentlich größere Bedeutung zu, als es im erſten Augem
blick den Anſchein hatte. Wir ſtehen noch zu ſehr unter dem
friſchen Eindruck des Genfer Ergebniſſes. Aber in der letzten
Zeit iſt von franzöſiſcher Seite her doch der Verſuch gemackk
worden, in das deutſch=franzöſiſche Verhältnis wieder eine etwag
freundſchaftlichere Note hineinzubringen, was durchaus anerkanm
werden muß, wenn ſich auch die Tatſache nicht leugnen läßs
daß vom Quai d’Orſay eine Paktpolitik getrieben wird, die bou
uns ganz gewiß keine Begeiſterung auslöſt.
Nachdem es nun den Anſchein hatte, als ob mit dem Aus=
klang
der Genfer Abrüſtungskonferenz die Fäden zwiſchen
geNen
Frankreich und Deutſchland völlig abgeriſſen wären, iſt es Herry

von Ribbentrop jetzt gelungen, die deutſch=franzöſiſche Untew

dlich durchge
ſich dabon.

haltung über die verſchiedenſten aktuellen Probleme, nicht zun us
letzt über die Abrüſtung ſelbſt, wieder in Gang zu bringen. zu un war, Ad

möglicht wurde, mit dem franzöſiſchen Miniſterpräſidenten einm ; wie Leſterreichet

Unterhaltung zu führen. Herr v. Ribbentrop hat ſich über ſeinens go zmonopol zu

Pariſer Aufenthalt mit großer Reſerve geäußert. Er hat ledicn mahmen zu entdle
lich feſtgeſtellt, daß ein gelegentlicher informatoriſcher Gedankeng gefierung aufgend!
austauſch für die Geſtaltung der Beziehungen zwiſchen ders treuen jeht ſeden.
Ele Aichtrauche.
beiden Ländern dienlich ſei.
In Pariſer politiſchen Kreiſen iſt man etwas weiter geu u2l Me. Oie
der damit nicht
gangen. Nach einem Bericht der DAZ. wird die Fühlungy
nahme Ribbentrops mit den maßgebenden franzöſiſchen Perſönn / 2chu5 DS L.S
eDeutſch
lichkeiten freundlich beurteilt. Es verlautet da, daß in veru
ſchiedenen Punkte eine gewiſſe deutſch=franzöſiſche Annäherungy Ml en B.5"

ſchechen, Juge
feſtgeſtellt wurde, die wohl darin zu erblicken ſei, daß die Franu
zufen für den deutſchen Standpunkt, wie dieſer in der Nolll A üit die Ehle
der Reichsregierung an die britiſche Regierung vom 16. Apruſ/ g nuch einen.
nur grob
ſtändnis
fbr=

Jahren eine Angleichung an den Rüſtungsſtand der gerüſtetem eſen. 0
Staaten zugeſtehen würde, während Frankreich bis dahin denm Tuß iſt ein Jas
ſeinigen beibehalten könnte und erſt dann in eine Teilweiſe=nd Tor bſſme.
Abrüſtung einzutreten hätte. Wenn Frankreich für einen ſolchenn zwingt, daß 3004
Plan Intereſſe bekundet, ſo dürfte das natürlich nur deshaleu F ihon als Schad!
geſchehen, um die heutige Priorität des franzöſiſchen Rüſtungs= s aber nichl ul
ſtandes erhalten zu können. Vor allem glaubten die fran=/ Eef ende Grunde.
zöſiſchen Militärs durch die ſoeben von der Kammer bewilligtenn s Geſek ang.
Heereskredite bis dahin den franzöſiſchen Wehrſtand ſo verbeſſeran üſieſten und Kal
zu haben, daß der jetzige Vorſprung auch weiterhin erhaltenn machen wobei
echende Zeche iſt
bliebe.
Aus dieſer Pariſer Information darf man entnehmen, daßß (B muß wirklin
es Herrn v. Ribbentrop gelungen iſt, eine geah wenn der *
wiſſe Auflockerung der deutſch=franzöſiſchenm tien greift, die
Beziehungen zu erreichen. Man wird natürlich abzuwartenm hanz Oeſterreick
haben, wie weit dieſe Vermutung mit den Tatſachen über= Staatsbürger
einſtimmt. Herr v. Ribbentrop ſcheint ſich aber nicht nur überr ſchrreiben.
die Abrüſtung unterhalten zu haben, ſondern auch über anderes
zwiſchen Deutſchland und Frankreich liegenden Ende Jüll:
Dinge. Wir denken dabei an die Wirtſchaftsprobleme,,
ſoweit ſie ſich auf den Warenaustauſch und auf das
deutſche Transfer=Moratorium erſtrecken. Die finan= Alus diplomatiſ
ziellen und Handelsvertragsverhandlungen ſind bereits einge= Ahuß ſich Ende J
leitet. Sie waren notwendig, weil das deutſch=franzöſiſche: m begeben werde
Proviſorium ſich ſeinem Ende nähert und weil man nunmehr- a=, die Muſſolini
etwas endgültiges ſchaffen muß. Deutſchland war bisher einer / WWeiter verlaut
der beſten Kunden Frankreichs. Die franzöſiſche Expott anomenkunſt von
induſtrie iſt daran intereſſiert, daß ihr der deutſche Markt nicht / Eetaatsſekretärs

derſchloſſen wird, ja ſie hat in den letzten Monaten immer 7 In dem Bericht
wieder ihren Handelsminiſter bearbeitet, ſich für eine Aus= tzen, der von

weitung des deutſch=franzöſiſchen Warenaustauſches einzuſetzen. 4 o. wird, wie verl
Wenn die franzöſiſchen Beauftragten mit entſprechenden Vor= mankunft von V
ſchlägen nach Berlin kommen, werden ſie hier ein günſtiges Echo u zwiſchen Ital=
auslöſen
, weil auch Deutſchland in der gleichen Richtung arbeitet, 4 ge feſtgeſtellt w=
Auf Grund früherer Erfahrungen wird man aber zunächſt damit
zu rechnen haben, daß ein wirtſchaftspolitiſches Einvernehmen 1
nicht von einem Tag zum anderen zu erzielen iſt, und daß 1 ½-lioealsia
zu einem heftigen Ringen um einen Ausgleich der Intereſſen 1. Nuach wochenlat
kommen wird.
igir Verſchiebung
ve ſität Wien en
Die ſcharfen Erklärungen gegen jede Reviſion der Friedenss ?eEn erſter Stelle
verträge, die am Donnerstag von dem rumäniſchen Außenminiſter 2 aber wegen n

Titulescu und dem franzöſiſchen Außenminiſter Barthou im Lauſe / whehm war,
der Feſtſitzung des rumäniſchen Parlaments abgegeben worden / Aelsgeſprochen
ſind, werden von der geſamten franzöſiſchen Preſſe mit ſtürmiſchen 1. h0 Geineck
Dietjahr 1934/35.
Jubel und Beifall aufgenommen.
Fenser Mann, ohr

Vorwärks durch Leiſtung!

Reichsmuſikkammer veranſtaltet Wettbewerb für junge
unbekannte Soliſten.

Der Führer des Fachberbandes B Reichsmuſikerſchaft
Prof. Dr. h. c. Havemann, hat in Uebereinſtimmung mit
der Reichsmuſikkammer die beſondere Aufgabe übernommen, den
Soliſten=Nachwuchs auf allen Gebieten der Muſik wirkſam zu
fördern. Junge, in der Oeffentlichkeit noch unbekannte Künſtler
werden hiermit aufgefordert, an einem Wettbewerb teilzunehmen,
deſſen Zweck die Auswahl der Beſten unter ihnen mit dem Ziel
wirkſamer Förderung durch die Reichsmuſikkammer iſt. Die Be=
werber
haben unter Beifügung eines ausführlichen Lebens=
laufes
und unter genauer Angabe ihres bisherigen künſt=
leriſchen
Werdegangs ein ſchriftliches Geſuch bis ſpäteſtens
31. Juli d. J. bei der für ihren Bezirk zuſtändigen Landes=
muſikerſchaft
des Fachverbandes B Reichsmuſikerſchaft ein=
zureichen
.
Die Anſchrift der heſſen=naſſauiſchen Landesmuſikerſchaft iſt:
Paul Fichtmüller, Darmſtadt, Mackenſenſtraße 21.
Es kommen für den Wettbewerb nur deutſchſtämmige Künſtler
in Betracht. Für ihre Beurteilung iſt lediglich ihre ſoliſtiſche
Leiſtung ausſchlaggebend. Dieſe wird feſtgeſtellt durch einen vom
Führer des Fachverbandes B Reichsmuſikerſchaft Prof. Dr.
Guſtav Havemann, eingeſetzten Hauptausſchuß für
Leiſtungsprüfung in Berlin. Vor dieſem Prüfungs=
ausſchuß
findet ein Probeſpiel ſtatt. Die Einladungen zum
Probeſpiel erfolgen nach einer Vorprüfung durch den Leiter der
zuſtändigen Landesmuſikerſchaft auf deſſen Vorſchlag durch
perſönliche Einladung. Reiſe=Entſchädigung zum Probeſpiel
kann nur im Falle nachgewieſener Bedürftigkeit gewährt werden.
Das Probeſpiel findet Mitte Auguſt in Berlin ſtatt.
Die Bedingungen zum Probeſpiel ſind:
Jür Pianiſten: Vortrag eines Klavierkonzertes von Beethoven
oder Brahms, Liſzt, Chopin oder Tſchaikowſky. Vortrag
eines Soloſtückes von Johann Sebaſtian Bach und einer
Sonate von Mozart, Schubert oder Beethoven,
Vortrag eines Klavierſtückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Für Geiger: Vortrag eines der Violinkonzerte von Beethoven
oder Brahms.
Vortrag einer Solo=Sonate für Violine von Johann
Sebaſtian Bach.
Vortrag eines Violin=Stückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.

Für Violoncelliſten: Vortrag eines Violoncello=Konzertes von
Haydn oder Schumann.
Vortrag einer Solo=Sonate von Johann Sebaſtian Bach.
Vortrag eines Stückes für Violoncello von einem zeit=
genöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Für Kammermuſikvereinigungen: Vortrag eines Quartetts von
Schubert und eines der letzten Streichquartetts von Beethoven.
Für Sänger: Vortrag eines Vokalſtückes von Heinrich Schütz,
Johann Sebaſtian Bach, Georg Friedrich Händel (Kantate
oder Arie aus einer Paſſion möglichſt mit Koloratur).
Vortrag eines Liedes von Schubert, Brahms, Hugo Wolf
oder einer Ballade von Löwe.
Vortrag eines Geſangſtückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Aus dem Kreis der Teilnehmer am Wettbewerb werden
ausgewählt: 2 Pianiſten, 2 Geiger, 1 Violincelliſt, 2 Sängerinnen,
2 Sänger und 1 Streichquartett.
Der Reichsverband für Konzertweſen (Fachverband O
innerhalb der Reichsmuſikkammer) übernimmt es, die größeren
Städte und Konzertgeſellſchaften zu bitten, die ausgewählten
Künſtler für den kommenden Winter zu Gaſtſpielen zu ver=
pflichten
. Jeder für würdig befundene junge Künſtler ſoll
mindeſtens einmal gegen ein Honorar von 200, RM. auf=
treten
. Auch der Rundfunk hat ſich in den Dienſt des Wett=
bewerbes
geſtellt. Der Reichsſendeleiter hat zugeſagt, jeden der
ausgewählten, Künſtler einmal zu einem Rundfunk=Gaſtſpiel
einzuladen, um ihm Gelegenheit zu geben, ſeine Leiſtungen vor
einem großen Hörerkreis unter Beweis zu ſtellen.
Die ausgewählten Künſtler werden der Oeffentlichkeit in
Berlin durch das Landesorcheſter Gau Berlin (Leitung Prof.
Dr. Guſtav Havemann) vorgeſtellt.

In einer Zeit, die um eine Erneuerung des Theaters be=
müht
iſt, iſt es vor allem notwendig, ſich über das Weſen des
dramatiſchen Theaters klar zu ſein. Denn nur aus einer Kennt=
nis
dieſes Weſens heraus iſt eine organiſche Neugeſtaltung mög=
lich
. Das Verdienſt einer klaren Herausſtellung der Begriffe,
die in dieſen Zuſammenhang gehören, hat die Schrift von Dr.
F. Junghans Das dramatiſche Theater deut=
ſcher
Nation (Verlag Die Runde, Berlin, 1934), in der
zwar kaum etwas Neues geſagt, aber jedenfalls die Begriffe ganz
klar und deutlich gegeneinander abgegrenzt werden, ohne daß:

jedoch willkürlich oder einem Syſtem zuliebe Schranken gezogen
werden, wo Begriffe ineinander übergehen.
Junghans grenzt das dramatiſche Theater einmal ab gegen.
das Theater der Vergangenheit, in dem geſellſchaftliche Bine
dungen bis in die Bauformen hinein vorherrſchten, und in den
ſich eine Schauſpielkunſt breitmachte, die ganz unkünſtleriſche,
ein private Beziehungen zum Publikum ſuchte. Ebenſo deutlich
muß man das dramatiſche Theater abrücken von anderen F0l.
men des Gemeinſchaftserlebens oder des Spiels, z. B. von
kultiſchen Spielen. Es iſt wichtig, ſich heute, wo das politiſche
Maſſenerleben ſo in den Vordergrund gerückt iſt, klar zu wel=
den
daß wir es darin immer mit einem direkten Ausdruck des
völkiſchen Gefühls oder Willens zu tun haben, während im
ramatiſchen Theater Spieler und Hörer aus der Wirklichien
heraustreten. Aus demſelben Grunde hat das dramatiſche Lhee
ter auch nichts zu tun mit den Volksſpielen, die ihren Anlaß.""
den bedeutungsvollen Einſchnitten des Jahresablaufs haben=
Die Geſtaltung dieſer Volksſpiele, deren Erneuerung in dee
nationalen Feſtſpielen wir gerade erleben, iſt jedoch Sache eie.
Spielführers der Maſſen und nicht des dramatiſchen Dichiels,
Ihm bleibt die gültige künſtleriſche Geſtaltung völkiſchen Li
lebens vorbehalten, während dies Erleben ſich im Volksſpiel 004
ganz unmittelbar ausdrückt.
Weſensverſchieden iſt das dramatiſche Theater auch Do‟
Film, der dem Zuhörer immer ſchon als ein Fertiges enigeb
ritt und nicht das unerhört aktive, lebendige Beiſammenle‟
von Spieler und Hörer im ſelben wirklichen Raum, in derſeihe.
wirklichen Zeit kennt, über die hinaus dann beide gemeinl.
die dramatiſche Raumzeitlichkeit ſchaffen. Aehnlich iſt es"
em Funkſpiel, das ſich nur an einen Sinn des Hörek,
akuſtiſchen, wenden kann.
Die beiden Elemente, auf denen ſich das dramatiſche Theſl
aufbauen muß, ſind Schauſpielkunſt und Drama: eine Schit
ſpielkunſt, die wieder den Dienſt an der Rolle kennt, gegeſt..

Frchaften zum
keu Schema verfg
Lch der Bühne
Frkuoren, die bei=
Aution mitwirk
lünſtleriſchen
ENe Arbeit nick
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dem ſchrankenloſen Individualismus der Stars, die hat

ſelbſt auf der Rolle ſpielten, ein Drama, in dem völtuchle
Fühlen und Wollen ſich in einem überperſönlichen guühb.
Einzelfall verdichtet hat, in dem das Bühnentechniſch=Handch.
liche immer nur im Dienſt des Dramatiſch=Notwendigen, l.
Dieſes Drama hat nichts mit dem internationalen Thegieiſt
zu tun, das mit dem augenblicklichen Effekt ſteht und fall.
dieſer Effekt eben nur durch genaue Kenntnis des TN.
handwerklichen erzielt. Für dieſes Theaterſtück genügt ein lkb."
wie zuſammengetrommeltes Publikum, das Drama aber Ve
einer innerlich gleichgeſtimmten Zuhörerſchaft, bei der we.
ſtens ungefähr dieſelbe künſtleriſche Erlebnisweiſe voit
zuſetzen iſt. Ein Weg dazu wäre etwa die Zuführung ſteng

[ ][  ][ ]

hermstag, 23. Juni 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 171 Seite 3

Dollfuß hebt Fremdenverkehr und Staatseinnahmen. Jeder Nichkraucher ein Staaksfeind.
Die entſprechende Zeche‟.
irgendwie betätigt zu haben. Er war ſeinerzeit der Staatsrechts=
Syſtem Dollfuß.
lehrer des nachmaligen Kaiſer Karl von Oeſterreich.

ie politiſchen und wirtſchaftlichen Schwierigkeiten in
Oueſreich wachſen nachgerade ſo turmhoch, daß Herr Dollfuß
danier nervös wird und eine Gewaltpolitik treibt, die in der
glrellichkeit ihrer Maßnahmen die Grenzen der Lächer=
kigeit
ſchon überſchreitet. Erſt hat er im Hand=
umhen
eine neue Verfaſſung erlaſſen, die nicht ein=
monlmindlich
durchgearbeitet werden konnte. Dann aber über=
zeung
er ſich davon, daß dieſe Verfaſſung ſo gar nicht durch=

ßert

zu üütem war, und er muß jetzt dazu übergehen, ſie abſchnitts=
weriſ
gleichſam auf Stottern, in Kraft zu ſetzen. Dann
ſielner, ſich überall einer paſſiven Reſiſtenz gegen=
übüe
die ihn ſchwerer ſchädigt als jeder Widerſtand das tun
könin. Von ſeinen Gegnern iſt die Parole ausgegeben worden,
danc ſie Oeſterreicher das Rauchen aufgeben ſollten, um das
Stzusmonopol zu ſchädigen und dadurch der Regierung die
natoriſch
Eixmhrnen zu entziehen. Dieſer Gedanke iſt mit einer ſolchen
ehungen
Bchget rung aufgenommen worden, daß Herr Dollfuß und ſeine
Geſtuen jetzt jeden einzelnen Oeſterreicher zum Rauchen zwingen
unw lle Nichtraucher als geborene Staatsfeinde betrachten. Eine
Nu Ewns Ne Grſotzle, die wie ein verſpäteter Aprilſcherz anmutet.
wird die
Ber damit nicht genug. Die Regierung muß auch etwas
Ranzöſiſcha; zunm schutz des Fremdenverkehrs tun. Fremde ſind zwar nicht
Ne 2c 10) da.u e Deutſchen, die ja immer das Rückgrat des
aööſiſche And gannen Fremdenverkehrs bildeten, kommen nicht, und
wee ſey d0 dien ſchechen, Jugoſlawen und Italiener bedanken ſich eben=
e
dieſer falllg ür die Ehre, als Lückenbüßer aufzutreten. Trotzdem wird
ierung bom abeür nach einem neuen Geſetz jede vorſätzliche oder
is aufbratg aunch aur grobfahrläſſige Handlung, die den
innerhab n Fwadenverkehr ſchädigt oder gefährdet, mit
9shand dan ſtrſegen Geld= oder Arreſtſtrafen geahndet.
ntreich bis ſt. as iſt ein kautſchukartiger Begriff, der allen Auslegungen
in in eine A Tüſ n Tor öffnet und die Regierung ſelbſt zu dem Kommen=
reich
für eun tarpwingt, daß zwar an ſich das Prophezeien ſchlechten Wet=
ncurlich
m tersy hon als Schädigung des Fremdenverkehrs angeſehen wird,
ranzöſiſchen K daßr 6 aber nicht unter die Strafandrohung fällt, wenn es auf
m glaubten A zut eende Gründe geſtützt wird. Das Merkwürdigſte aber iſt,
er Kammer in daßr as Geſetz auch Anwendung findet auf Einheimiſche, die
Lehrſtand ſr Gauftren und Kaffeehäuſer beſuchen, ohne entſprechende Zechen
ſich weiterhn; zu mchen, wobei wieder nicht geſagt wird, was eine ent=
ſprnanpe
Zeche iſt.
man entnefr C muß wirklich mit dem Syſtem Dollfuß ſchlecht beſtellt
gen iſt, en ſeinh nenn der Bundeskanzler ſchon zu ſolch verzweifelten
lch=franzü Millten greift, die ihre einzige Rettung darin ſehen, daß ſie
natürlich an aust ar z Oeſterreich eine Kleinkinderbewahranſtalt machen und
den Tahſua denm Siatsbürger ſein Leben vom Morgen bis zum Abend
9h aber nichtn vornſtkerben.
ern auch über
nkreich !iu
Taße Juli Zuſammenkunft Muſſolini-Dollfuß.
ſchaftspru
DNB. Wien, 22. Juni.
auſch und
due diplomatiſchen Kreiſen verlautet, daß Bundeskanzler Dr.
rfſtredken. 90
en ſind bere Dohlſz ſich Ende Juli zu einem Beſuch bei Muſſolini nach Ric=
3 deutſchin riontuseben werde. Der Beſuch ſoll auf eine Einladung zurück=
d
weil manr gehie läe Muſſolini kürzlich Dollfuß habe übermitteln laſſen.
and war b! Ilerter verlautet, daß Bundeskanzler Dr. Dollfuß über die
franzöſiſch / Zuſſumenkunft von Venedig jetzt durch ein perſönliches Schreiben

tr deutſche A des ſtaatsſekretärs Suvich unterrichtet worden iſt.

tzten Monan 1I7 Dem Bericht des öſterreichiſchen Geſandten in Rom Dr.
ſich für zu Ritäter, der von den amtlichen Stellen ſtreng geheimgehalten
Stauſches in wirhwird, wie verlautet, darauf hingewieſen, daß in der Zu=
ſt
entſprechenr ſamnnk unft von Venedig die Notwendigkeit einer Uebereinſtim=
jer
ein günß= mun zwwiſchen Italien und Deutſchland, in der öſterreichiſchen
Frog feſtgeſtellt worden iſt.
Rektoratswahl an der Wiener Univerſitkät.
uch wochenlangen mühevollen Verhandlungen und mehr=
malofer
Verſchiebung wurde am Freitag die Rektorwahl am der
Uninſität Wien endlich durchgeführt. Nach Alter und Rang
wärern erſter Stelle Dr. Otmar Spann in Frage gekommen. Da
R dieſe taber wegen nationalſozialiſtiſcher Geſinmung der Regierung
nichnte gemehm war, entſchloß ſich das Profeſſoren=Kollegium zu
er Barhu einerausgeſprochenen Kompromißlöſung und wählte Prof. Dr.
uts abgentlll! Holc vn Ferneck zum Rektor der Univerſität Wien für das

der zud

Preſſe ni /, Sturhin ahr 1934/35. Prof. Dr. Hold von Ferneck gilt als national
denreder Mann, ohne ſich aber in nationalſozialiſtiſcher Richtung
Gersenſchaften zum Theater, ohne daß man da nach einem
ſtare Schema verfahren könnte.
uich der Bühnenverleger und Theaterkritiker gehören zu
denn ſikroren, die beim Aufbau des dramatiſchen Theaters deut=
ſchen
ſation mitwirken können. Der Bühnenverleger muß ſich
ſeitner 1nſtleriſchen Verantwortung bewußt werden, doch darf
ſich ſne Arbeit nicht in der Jagd nach erfolgverſprechenden
Neus)ten erſchöpfen. Wenig gut ſieht es noch mit der
Thefauritik aus, die an ihrer Bindung an die Aktualität krankt.
Unnadem Zwang des Schnellſchreibens hat ſich der Kritiker in
Inlu nd Tonart der Reportage genähert. Es iſt oft nicht
möſcſy, mehr als einen Bericht über den erſten Eindruck zu
gebeen und da taucht denn eine neue Unart auf: das Wie des
Geſiy ebenen wird wichtiger als das Was. Wenn der Kritiker
Loheazwertes und Tadelnswertes nur feſtſtellt und ſich nicht
ernrüh damit auseinanderſetzt, ſo fordert er damit den Vor=
wurſ
)eraus: Erſt mal Beſſermachen! Dagegen iſt zu ſagen,
daßy für den Kritiker weit beſſer iſt, wenn er nicht den Ehr=
geist
lt, ſelbſt produktiv tätig zu ſein. Die Fähigkeit der Kritik
iſt ſie verſchieden von der Fähigkeit künſtleriſcher Geſtaltung.
EsShndelt ſich für den Theaterkritiker nur darum, das Weſen
deg’ſheaters und des Dramas zu kennen und aus dieſer
Kemntis heraus eine Aufführung wirklich zu diskutieren, ſich
mic ſr auseinanderzuſetzen. Das iſt aber nur möglich, wenn der
Zma des Schnellſchreibens, der Zwang zur Aktualität, weg=
fällg
eine Forderung, die man nur unterſtreichen kann.
denn Dr. Junghans am Ende ſeiner Schrift einen Blick
in =G Zukunft, auf das neue Drama, wirft, ſo können wir ihm
duncus darin recht geben, daß dieſes Drama nicht nur äußer=
lich
ſu, etwa in der Steigerung der Dimenſionen oder der
VcEſldes Stoffes ſein darf. Es muß aus einem neuen Geiſt
Ner=m ſich ſeine Schaffensgeſetze bilden. In ſeinem Mittelpunkt.
Dillvieder der Menſch ſtehen, der nicht die Handlung an ſich
geleyſen läßt, ſondern ſelbſt die Situationen ſchafft und um=
Noß. Das Theater wird, durch Volksſpiele, Film und Funk
entſhe;, ſich auf ſein Weſen beſinnen und zur dramatiſchen
A. II.

Schxbühne der deutſchen Nation werden.
Die Zeitung in die Schule!
Lebendige Geſchichtsquelle‟.
enn wir heute zurückſchauen in die verſunkenen Tage
r. Kindheit, dann gedenken wir wohl auch mit einem
Schaudern jener beiden Bücher, die den eiſernen Beſtand
Schullektüre bildeten: Leſebuch und Realienbuch. Das
Nch dar zumeiſt ein merkwürdiges Sammelſerium von

Wühlereien gegen den Deutſchen und Oſterreichiſchen
Alpenverein.
Die Freitagausgabe der Wochenzeitſchrift Sturm über
Oeſterreich, des Organs der oſtmärkiſchen Sturmſcharen, verlangt
ein ſcharfes Vorgehen der Behörden gegen den Deutſchen und
Oeſterreichiſchen Alpenverein, der ähnlich wie die ſozialdemokrati=
ſchen
Naturfreunde in einen Verein mit anderer Leitung und
anderem Namen umgewandelt werden ſoll. Anlaß zu dieſer Forde=
rung
ſcheint der Beſchluß der Tiroler und Vorarlberger Sektio=
nen
auf der Tagung in Innsbruck zu ſein, der ſich für eine Los=
löſung
der öſterreichiſchen Sektion vom allgemeinen deutſchen Ver=
band
ausſprach. Das Blatt knüpft daran die Befürchtung, daß die
öſterreichiſche Sektion des Alpenvereins zu einer nationalſoziali=
ſtiſchen
Einrichtung geworden ſei. Immer wieder, ſo ſchreibt das
Blatt, trifft man in den Hütten des Alpenereins auf Gruppen
von öſterreichiſchen Nationalſozialiſten, deren Frechheit ſoweit
geht, daß ſie mit ſchwarz=weiß=roten Binden geſchmückt unter mili=
täriſchem
SA.=Kommando Uebungen durchführen. Die Hütten=
gebiete
des Alpenvereins ſind braune Oaſen in Oeſterreich ge=
worden
.
Leſterreichiſche Standgerichtsurkeile.
Der Grazer Standgerichtshof hat nach zweitägiger Verhand=
lung
die beiden Sozialdemokraten Wretſchke und Payerl zu 15
bzw. 18 Jahren ſchweren Kerkers verurteilt. Die beiden hatten
in ihren Wohnungen große Lager von Ammonit und anderen
Sprengſtoffen aufgehäuft ſowie Bomben in Häuſern, ſowie im
Grazer Amtshaus und in der Grazer Franziskanerkirche gelegt.
Die Anſchläge waren zwar noch rechtzeitig entdeckt worden, doch
bezeichneten die Sachverſtändigen das vorgefundene Sprengmate=
rial
als äußerſt gefährlich.
Vor einem Wiener Standgericht kam heute ein Verfahren
gegen einen 23jährigen Nationalſozialiſten namens Kernſtock zur
Verhandlung, dem zur Laſt gelegt wird, einen Rohrponton der
Donau=Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft in Dürrnſtein geſprengt zu
haben. Das Standgericht beſchloß jedoch, den Fall an das Ordent=
liche
Gericht abzugeben, da das Belaſtungsmaterial noch ergän=
zungsbedürftig
ſei. Kernſtock hatte entſchieden jeden Zuſammen=
hang
mit dem Anſchlag in Abrede geſtellt.
Nach faſt dreiwöchiger Prozeßdauer iſt heute der ehemalige
Obmann der ſozialdemokratiſchen Invaliden=Organiſation, Wall=
ner
, wegen Betrugs und Veruntreuung, begangen durch eine
Reihe großzügiger Wohltätigkeitsſchwindeleien, zu 2½ Jahren
ſchweren Kerkers verurteilt worden. Einige Mitangeklagte er=
hielten
Freiheitsſtrafen von 3 und 6 Monaten, mehrere andere
wurden freigeſprochen.
Deukſche Kommuniſten aus der Schweiz ausgewieſen.
EP. Bern, 22. Juni.
Der Bundesrat hat in ſeiner Sitzung vom Freitag, unter An=
wendung
von Artikel 70 der Bundesverfaſſung, vier Ausländer
wegen kommuniſtiſcher Umtriebe aus der Schweiz ausgewieſen.
Es handelt ſich um Frau Maud Parlow und ihre Tochter Martha,
die Gräfin Charlotte Stembock=Fermer und Fritz Eichenwald. Alle
ausgewieſenen ſind deutſche Staatsangehörige, die erſt im Laufe
des Jahres 1933 in Zürich Aufenthalt nahmen, mit kommuniſti=
ſchen
Kreiſen in Verbindung traten und im internationalen Rah=
men
eine geheime Tätigkeit entfalteten. Insbeſondere haben die
drei Frauen für die kommuniſtiſche Depeſchenagentur Runa in
Zürich in einem der Runa angegliederten Geheimbüro gearbeitet.
Die offiziell unter ſchweizeriſcher Leitung ſtehende Runa befaßt
ſich mit der Herausgabe von Nachrichten, Artikeln und erweiſt ſich
als Filiale eines gleichen Unternehmens in Moskau. Es wurde
darauf hingewieſen, daß die ausgewieſenen Ausländer zuſammen
mit anderen kommuniſtiſchen Kreiſen die Schweiz zum Ausgangs=
punkt
eines internationalen kommuniſtiſchen Agentendienſtes zu
machen verſuchten.
*
Die Internationale Arbeitskonferenz beſchloß, an die Regie=
rung
der Vereinigten Staaten von Amerika eine offizielle Ein=
ladung
zu richten mit der Bitte, ihren Platz in der Internatio=
nalen
Arbeitsorganiſation einzunehmen.
Fabeln, Gedichten und Beiträgen aus der wenig jugendnahen
Fugendliteratur des 19. Jahrhunderts, und im Realienbuch
war ſo ziemlich alle Wiſſenſchaft enthalten, die uns nach den
Lehrplänen eingetrichtert werden ſollte.
Inzwiſchen hat ſich vieles in der Schulerziehung geändert.
Erziehung zur geiſtigen Selbſtändigkeit und frühe Gewöhnung
an verantwortungsbewußte Selbſtändigkeit im Dienſt der Ge=
meinſchaft
haben den abſtrakten Lernunterricht verdrängt. Und
neben den neuen Formen ſind der heutigen Schule auch neue,
vom völkiſchen Weltbild beſtimmte Inhalte zugewieſen. Unſere
Jugend ſoll begeiſtert werden für die großen Werte der Heimat,
des Volkstums, der Raſſe und der vaterländiſchen Geſchichte.
Alles Tun entſpringt bei der Jugend immer nur aus Begeiſte=
rung
aber ſetzt freudiges Erleben voraus Solche erlebnisſtarken
Eindrücke vermittelt nicht ein trockener Wortunterricht, ſondern
eine aufgelockerte Bildungsarbeit, in der durch Verwendung
guter Anſchauungsmittel und lebendiger Quellen der Lehrſtoff
lebensvoll und packend geſtaltet wird.
Zu ſolchen Hilfsmitteln des neuzeitlichen Unterrichts gehört
neben Rundfunk, Film und Dichterbuch auch die Zeitung. Die
deutſche Zeitung der Gegenwart birgt, nachdem die parteipoliti=
ſchen
und Senſations=Blätter aus der deutſchen Preſſe ausge=
ſchaltet
worden ſind, unſchätzbare Bildungswerte. Die Zeitung
macht unſere Schuljugend bekannt mit den großen Geſchehniſſen
und dem Leben der Gegenwart. In ihr treten uns die Aus=
ſtrahlungen
des völkiſchen Lebens in unmittelbaren
Berichten entgegen. Der neue Geſchichtsunterricht kann in unſerer
Zeit, in der wir Zeugen einer gewaltigen geſchichtlichen Eni=
wicklung
werden, der Zeitung nicht gleichgültig gegenüberſtehen.
Wer die Berichte der Zeitungen aus unſerer Zeit ſammelt, er=
hält
eine umfaſſende Deutſche Geſchichte aus den Jahren des
Wiederaufſtieges. Die großen Reden der deutſchen Führer die
kulturſchöpferiſchen Reformen auf allen Gebieten des völkiſchen
Lebens, der Arbeitskampf des deutſchen Volkes all dies große
Geſchehen ſpiegelt ſich am treueſten in der Zeitung. Und von
dieſen Darſtellungen gehen in der Schule die klärenden und an=
ſchaulichen
Beſprechungen aus, die im gegenwartsbezogenen Ge=
ſchichtsunterricht
die Jugend zum Miterleben des Zeitgeſchehens
führen ſollen. So wird die Zeitung zur lebendigen Geſchichts=
quelle
für die Jugend.
Darüber hinaus aber eröffnet die Zeitung in ihren bunten
Schilderungen und Aufſätzen der Schuljugend den Blick für die
Vielfältigkeit des deutſchen Lebens. Deutſche
Arbeitsſtätten, deutſche Landſchaften, ihre Menſchen und ihr
Volkstum, zu Kameradſchaft und Gemeinſchaft zuſämmengeſchloſ=
ſen
durch das Band des gemeinſamen Glaubens an den Wieder=
auſſtieg
, werden in der Zeitung von deutſchen Dichtern und
Schriftſtellern dargeſtellt. Heimatbeilagen bieten eine Fülle von

Verkagung der Slokkenkonferenz bis 19402
DNB. London, 22. Juni.
Der diplomatiſche Korreſpondent des Daily Herald will
wiſſen, daß der britiſche Marineminiſter Sir Bolton Eyres=
Monſell am Donnerstag im Auswärtigen Amt dem ameri=
kaniſchen
Marineſachverſtändigen eine Denkſchrift über
die techniſchen Bedürfniſſe der britiſchen
Kriegsmarine überreicht habe, deren Inhalt aufſehen=
erregend
ſei. Norman Davis habe das Schriftſtück nach
Waſhington weitergegeben. In der Denkſchrift würden die
techniſchen Bedürfniſſe der Admiralität folgendermaßen dar=
geſtellt
:
Die Verteidigung des Britiſchen Reiches und der britiſchen
Handelsſchiffswege erfordern erſtens den Bau einer neuen
Schlachtflotte ſofort nach Ungültigwerden der Einſchrän=
kungen
des Waſhingtoner Vertrages, zweitens den Bau von
30 neuen Kreuzern, um die Kreuzerflotte auf insgeſamt
70 Fahrzeuge zu bringen (die jetzige Kreuzerſtärke iſt 50; aber
10 Kreuzer werden in den nächſten zwei Jahren die Alters=
grenze
überſchreiten); drittens den Bau einer großen Anzahl
neuer Zerſtörer und viertens den Bau neuer Flug=
zeugmutterſchiffe
.
* Man darf wohl annehmen, daß die Informationen, die in
der engliſchen und amerikaniſchen Preſſe zu finden ſind, nicht ein=
fach
aus der Luft gegriffen wurden. Aehnliche Aufrüſtungs=
gelüſte
ſcheinen auch bei den Amerikanern vorhanden
zu ſein. Sie ſind von der Grenze, die im Waſhingtoner Vertrag
gezogen iſt, noch weit entfernt. Ungefähr 85 Schiffe können ſie noch
bis zum Jahr 1936 bauen. Tatſächlich gehen ihre Baupläne aber
weſentlich weiter, weil ſie gleich einen Teil des veralteten Schiffs=
materials
ausrangieren wollen. Der Wunſch, das Waſhingtoner
Kontingent reſtlos auszuſchöpfen, hat offenbar auch zu dem Ge=
danken
geführt, ſich jetzt auf keinerlei Verhandlungen
einzulaſſen, ſondern eine Vertagung der Flotten=
Konferenz bis zum Jahre 1940 zu beantragen. Damit
werden aber die Japaner nicht einverſtanden ſein, weil eine
derartige Vertagung die automatiſche Verlän=
gerungdes
Vertrages in ſich ſchließt, während Japan
ſchon jetzt auf den gleichen Stand wie Amerika und England hin=
aus
will. Es könnte alſo paſſieren, daß es zur Kündigung des
Vertrages kommt, um freie Hand für ein weiteres Aufrüſten zu
gewinnen. Kündigt eine Macht, dann werden die anderen ebenfalls
von dieſem Recht Gebrauch machen, um nicht ins Hintertreffen
zu geraten.
Ikalieniſche Einladung an Frankreich
Durch Vermittelung des italieniſchen Botſchafters in Paris
hat Muſſolini die franzöſiſche Regierung eingeladen, ſich an den
Feierlichkeiten anläßlich des Jahrestages der Schlacht von Solz
ferino am 24. Juni durch eine Abordnung vertreten zu laſſen.
Die franzöſiſche Regierung hat dieſe Einladung angenommen,
Unter Führung eines Generals wird ſich eine franzöſiſche Abord
nung an dieſen Feſtlichkeiten beteiligen.
Es handelt ſich um die 75. Wiederkehr der Schlacht von Sol=
ferino
, die neben der Schlacht von Magenta im Feldzug des Jah=
res
1859 den Sieg der italieniſchen Unabhängigkeitsbewegung
gegen Oeſterreich einleitete und den Auftakt bildete für die Er=
richtung
des Königreichs Italien im Jahre 1861. Bei Magenta
und Solferino hatten die Truppen des Königreichs Sardinien
Seite an Seite mit den franzöſiſchen Truppen unter Napoleon III.
und Mac Mahon gegen die Oeſterreicher gefochten und geſiegt.
Italien gegen die neuen franzöſiſchen Blockbildungs=
beſkrebungen
.
Anläßlich der Balkanreiſe des franzöſiſchen Außenminiſters
Barthou wenden ſich die italieniſchen Regierungsblätter nachdrück=
lichſt
gegen die franzöſiſchen Vorſchläge zu neuen Blockbildungen
und Sicherheitspakten, die zu einer verhängnisvollen Spaltung
Europas in zwei Lager führen müſſe. Der offiziöſe Popolo
d’Italia ſchreibt, wenn man jetzt ſogar den Plan eines Oſt= und
Mittelmeer=Locarno aufrolle, ſo müſſe man von einer Paktmanie
ſprechen. Bei einem Oſt=Locarno, das Rußland, die baltiſchen Staaz
ten, die Tſchechoſlowakei, Deutſchland und Polen nebſt der Garan=
tie
Frankreichs umfaſſen würde, hätte Frankreich den Löwenanteil,
da es zugleich Garant und Schiedsrichter in einem ſtaatlichen
Syſtem wäre, in dem Deutſchland und Polen das Nachſehen hätten.
Italien wolle von dieſem Manöver nichts wiſſen, und es bleibe
daher dem Locarnopakt treu, ſowie dem Grundſatz einer moraliſchen
Verſtändigung Europas.

heimatlichem Volksgut und regen zu praktiſcher Volkstumsarbeit
an. Reiſeberichte aus fremden Ländern, Schilderungen von For=
ſchungsfahrten
und naturwiſſenſchaftlichen Expeditionen malen
das farbige Bild der weiten Welt.
Viele Stunden gehen heute daran, ihre Lehrmittelſammlung
durch Zeitungsmappen zu erweitern. Lehrer und Schüler ſam=
meln
gemeinſam Zeitungsausſchnitte aus allen Gebieten des
Lebens und Wiſſens. Die verwendbaren Aufſätze und Schilde=
rungen
werden in Sammelmappen eingeordnet, die im geſchicht=
lichen
, erdkundlichen, naturwiſſenſchaftlichen und heimatkund=
lichen
Unterricht als Quellen benutzt werden und Anſchaulichkeit,
Leben und Aktualität in den Unterricht hineintragen.
Wertvoll ſind auch die Bildbeilagen der Zeitung und die
illuſtrierten Zeitſchriften. Aus ihnen vermag die Schule einen
Bilderſchatz zu gewinnen, der geradezu unerſetzlich für ihre Bil=
dungsarbeit
iſt. Mit der gleichen Freude und mit dem gleichen
Eifer, mit denen unſere Jungen und Mädel Reklamebilder
ſammeln, fahnden ſie auch nach den Bildern und Zeichnungen
in Zeitung und Zeitſchrift, tragen ſie das Material für die
Bilderbücher zuſammen, die eine Schule ſich ſchaffen möchte.
Der Lehrer prüft und ſichtet die Bilder und übergibt ſie den
Bildordnern, die ſie dann in die Bilderbücher einkleben. Auf
ſolche Weiſe entſtehen Bildſammlungen, die reichhaltiger und
feſſelnder als manches teure Bilderwerk ſind und die der Schule
eine weitgehende und eindringliche Veranſchaulichung ermög=
lichen
.
Naſſenkundliche, familiengeſchichtliche und geſchichtliche
Bilderbücher dieſer Art leiſten der neuen Jugenderziehung un=
gemein
wertvolle Dienſte. Unſere Zeitungen und Zeitſchriften
enthalten heute eine Fülle von Bildern, die der Hinführung
der Jugend zu den Werten der Raſſe und der Familie anſchau=
liche
Zeugniſſe bieten. Gerade die Zuſammenhänge der Raſſen=
lehre
ſind zum Teil ſo abſtrakt, daß ſie einer ſtarken Veran=
ſchaulichung
bedürfen, um unverlierbar und klar ins Bewußtſein
des jungen Menſchen eingeſenkt zu werden. In den Bildern von
fremden Ländern und ihren Menſchen erkennt die Schuljugend
die raſſiſchen Merkmale und Unterſchiede der Völker und in
Lichtbildern und Gemäldeproduktionen von deutſchen Menſchen
zeigt die Zei ung mitunter prächtige Raſſeköpfe.
Die gute Zeitung, das zeigen die wenigen Beiſpiele, iſt
ein wertvolles Hilfsmittel in einem lebendig geſtalteten, freude=
vollen
und anſchaulichen Unterricht. Freilich nur dann, wenn
Lehrer und Schüler die Zeitung als Uebermittlerin wichtigen
Kulturgutes, das es zu erarbeiten gilt, würdigen. Und mit dieſer
Vorausſetzung befähigt die Schule die Jugend zum rechten
ligkeit, die verſtanden ſein will.
Zeitungsleſen, ein
O. G. Foerſter,

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Samstag, 23. Junf 1934

Ihre Vermählung geben bekannt
Dr. med. dent. A. Hopusch
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Statt Karten.
Ihre Vermählung zeigen an
Dr. med. Hermann Decker
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Hermann Klöß
und Frau Ria, geb. Weyrauch
Vermählte

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Darmstadt Schwanenstr. 24

Kirchliche Trauung: Sonntag, 24. Junl, 3 Uhr,
in der Martinskirche.

Statt beſonderer Anzeige.
Am 20. Juni verſiarb plötzlich mein
lieber Mann
Karl Bonhard
Oberforſtmeiſter i. R.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Ida Bonhard.
Die Beiſetzung findet auf Wunſch des Ver=
ſtorbenen
in aller Stille in Offenthal ſtatt.
Im Sinne des Verblichenen bitte ich von
Blumenſpenden und Beileidsbeſuchen ab=
zuſehen
.

Am 17. d8. Mts. wurde unſere liebe, gute
Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Grau innd Mauicann
geb. Meyer
von langem und ſchweren Leiden erlöſt.
In tiefem Schmerz
im Namen der Hinterbliebenen:
Dr. phil. 6. B. Kaufmann
Berlin=Schöneberg.
Bozenerſtr. 8.
Die Beiſetzung der Urne findet Sonntag,
den 24. ds. Mts., 10½ Uhr auf dem Darm=
ſtädter
iſrael, Friedhof ſtatt.

Heute abend verſchied nach kurzer, ſchwerer Krank=
heit
mein lieber Gatte, unſer herzensguter Vater,
Sohn, Bruder, Schwiegerſohn, Schwager und Onkel
Avor, Kohlet
Geſchäftsführer
der E. Bekkerſchen Buchdruckerei G. m. b. H.
im 48. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lina Köhler, geb. Stein
Adolf und Anni Köhler
Familie Joh. Ph. Köhler.
Darmſiadt, den 21. Juni 1934.
Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Junf, nach=
mittags
3 Uhr, auf dem Friedhof Nieder=Ramſtädterſtr. ſtatt.
Beileidsbeſuche dankend verbeten. (6897

Ein früher Tod hat am 21. Juni4934 unſeren treuen,
langjährigen Mitarbeiter und Geſchäfteführer
Herrn
Auen, Kehlet
aus unſerer Mitte abberufen.
33 Jahre lang hat der Entſchlafene ſein großes
Können und Wiſſen in den Dienſt der Firma geſiellt.
Seine unermüdliche Tatkraft und beſondere Be=
gabung
waren uns immer eine ſiarke Stütze bei
der Führung des Geſchäftes; darüber hinaus ſicherten
ihm ſein ehrenfeſter Charakter und ſeine hervor=
ragenden
menſchlichen Eigenſchaften Vertrauen und
Achtung bei Führung und Gefolgſchaft der geſamten
Druckerei. Wir beklagen tief den Heimgang dieſes
ausgezeichneten Mannes und werden ſein Andenken
ſiets in hohen Ehren halten.
(6898
E. Bekkerſche Buchdruckerei G. m. b. H.
und Gefolgſchaft.

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Passieren. Der Schmerz hörtsofole
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hme
beseitigt werden. dikel-Entleinenl
en
Auch gegen / DLSK
Er beseitle
12.30 Uhr
Hornhauf,Schwie:/ hartnäckigste
len, Ballen und MKühneraugem Frumzpartührer füt
Für die
wunde Stellen. LSsſert J. üche3 P1

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RM. 20. Ge=
ſchirr
. Eisſchrk.,
Kaffee=Service,
Bilder. Nacht=
tiſch
. Sprung=
rahmen
. Bett m.
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kauf
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Gebr. Vierheller,
T6317 Schustergasse

[ ][  ][ ]

ſermstag, 23. Juni 1934

Nr. 171 Seite 5

beſucht reela
Landwirte
Rittersll
Zrtikel gese !
itzrführen! 14
Am Jurale.

zuus der Landeshauptſtadt
*Hitlerjugend aus Ungarn in Darmſtadt.
Darmſtadt, den 23. Juni 1934.

er B. 151 Geſi

einer Ven
Fird ein dured
6 Gese

Verlegung der S5-Beſichtigung.
de m Reichsführer der SS. iſt es durch dringende anderweitige
5urpruchnahme nicht möglich, die für Samstag, den 23. Juni,
z5durmſtadt vorgeſehene Beſichtigung der 33. SS.=Standarte
amuführen.
Drie Beſichtigung fällt aus.
2äe 33. SS.=Standarte bittet hiervon Kenntnis zu nehmen.
Aſſet Termin wird rechtzeitig mitgeteilt.
NS-Gemeinſchaft Kraft durch Freude‟.
2re Teilnehmer am Urlauberzug nach der Nordſee (Monte
ig) treffen ſich zur Abfahrt am Samstag, 23. Juni 1934, um
15 elhr, im Hauptbahnhof Darmſtadt, Schalterraum. Trans=
pme
ter für die Darmſtädter Teilnehmer iſt Pg. Herm. Bütt=
me
=Darmſtadt. Für die Fahrt DarmſtadtFrankfurt und zurück
ſi h0B0 RM. abgezählt bereit zu halten.
DEe Teilnehmer am Urlauberzug nach der vommerſchen
Sfelüſte treffen ſich zur Abfahrt am Samstag, 23. Juni 1934,
miſtas 12.30 Uhr. Hauptbahnhof Darmſtadt, Schalterraum.
Aſnswortführer für die Darmſtädter Teilnehmer iſt L. Roth=
ue
l. Für die Fahrt DarmſtadtFrankfurt und zurück ſind
0)ſRM. abgezählt bereit zu halten.
Kunſt oder Abklätſch?
Vom Verkehrsverein Darmſtadt wird geſchrieben:
Die Frage ſteht in der Lichtbild=Ausſtellung im Heſſiſchen Lan=
diſzuſ
eum gar nicht zur Entſcheidung. Das, was die Geſellſchaft
deſucher Lichtbildner da zeigt, iſt Kun

koſn (auch ſo ein Kurfürſtendammausdruck), ſondern in dieſen
Phos ſteckt allerhand drin! Hochwerter Knipſer, fortgeſchritte=
nomllmateur
! Gehe hin und ſchau dir dieſe Sammlung ruhig an.
be kommſt wieder Hochachtung vor deiner einfachen Klapp=
kalarn
, dem Aufnahmematerial und dir ſelbſt denn das kannſt
dri auch alles noch ſchaffen. Wenn ja wenn Photographieren
nuch andeves wäre als eine zu erlernende Technik eine manu=
ellſeVe
=rrichtung ..."
. iſt kaum ein Gebiet des menſchlichen Lebens nicht meiſter=
Alargeſtellt. Beſonders anziehend ſind natürlich die beiden
So)erſchauen. Die eine gibt dem Reichsbildberichterſtatter
Himamn Gelegenheit, eine große Anzahl unbekannter Auf=
n
halm en vom Führer zu zeigen. Die andere läßt einen tie=
femEimblick
in das Geſicht des deutſchen Volkes tun (Frau Dirck=
ſeirzerlin
). Darüber hinaus ſind alle großen Lichtbildner Deutſch=
jalus
nit ihren beſten Werken vertreten. Wir nennen nur Grei=
nge
=MMünchen mit ſeinen Aufnahmen vom Stabschef Röhm und
Rſeisrtatthalter v. Epp. Erfurth=Dresden mit ſeinen Front=
ſoſldrem
. Erfurth hat auch ein Bild des Darmſtädter Oberbürger=
neiers
Wamboldt ausgeſtellt, welches allgemein wegen ſeiner
Lillönigkeit Gefallen findet.
Dre Ausſtellung ſchließt unwiderruflich am Sonntag, den
241. ni. nachmittags 13 Uhr. Man kann ja niemand an
deir dernd nehmen und nach dort mit ſanftem Zwang hinführen.
Ge man kann ſagen, daß eine ſolch intereſſante Schau lange
ninchv ehr nach Darmſtadt kommen wird. Darmſtadts Bevölkerung
iſtſthlystbefliſſen und auch kunſterzogen. Aber auch von dem ſtrengſten
Küxikar kann dieſe Schau beſtehen, möge man nun eine Stellung
zun 8 otographie einnehmen wie man will.
hrre Zweifel iſt aber das Verſäumen der Lichtbildausſtellung
taltfhiich ein nicht wieder gut zu machender Fehler. So ſicher man
nüßh ur von materiellen Dingen lebt, ſo ſicher iſt dieſe Lichtbild=
Achsellung zur Abrundung des Kunſtbegriffes notwendig. An ihr
vurirehen iſt noch kurzſichtiger, als gegen ſie Stellung nehmen.
Amwer wird letzteres tun, wenn er ſie geſehen hat?

Deutſcher Liederkag!

A-f Veranlaſſung des Deutſchen Sängerbundes veranſtalten
em Bund angehörenden Vereine ſeit einigen Jahren am
ntag nach Sommerſonnenwende öffentliche Platzſingen, um
Uſie Deutſche Chorſache und das Deutſche Lied zu werben und
die Verbundenheit des Männerchorweſens mit dem Deut=
Polkstum zu unterſtreichen.
Mät Rückſicht auf das am Sonntag, den 24. Juni, in Eber=
hattfindende
Kreiswertungsſingen des Kreiſes Darmſtadt
gn einige Darmſtädter Geſangvereine am Sonntag den
uli, an mehreren Plätzen Darmſtadts öffentliche Singen
ſtalten. Näheres wird noch bekanntgegeben.
IIs Auftakt zum Deutſchen Liedertag ſingen am kommen=
ſeonntag
, den 24. Juni, abends 20.15 Uhr, die Vereine
Arrafel (Damen= und Herrenchor) und Sängerluſt am Pau=
ax
, unter Leitung von Chormeiſter Karl Grim, folgende
ſie: Männerchöre: Deutſches Lied. Deutſche Sonnen=
he
von Karl Grim; Mahnung von Hans Heinrichs; Frei=
dre
ich meine von Faißt. Frauenchöre: Grüß Gott
ſömer Maien von Otto; Hab' Sonne im Herzen von Karl
Gemiſchte Chöre: Grün iſt die Heide von Molden=
u
: Der Hederitt von Moldenhauer: Küſſekraut von Karl
Männerchöre: Nun ade‟, Mit Ränzel und Fiedel,
hläng am Rhein von Karl Grim.

Frankfurt-Pernambuco in drei Tagen. Das Luftſchiff
eppelin hat ſeine zweite Fahrt nach Recife (Pernambuco)
Stunden zurückgelegt. In Frankfurt konnten Luftpoſtſen=
den
für dieſe Fahrt noch 6 Stunden vor dem Aufſtieg in
erichshafen aufgeliefert werden. Sie haben alſo nur 68 Stun=
der
nicht ganz 3 Tage gebraucht. Die nächſte Fahrt tritt
Zeppelin am kommenden Samstag an. Das Luftſchiff nimmt
r Luftpoſtbrief= und Paketſendungen für Argentinien Boli=
Braſilien, Chile, Paraguay und Uruguay mit. Poſtſchluß
tiedrichshafen am Samstag um 18 Uhr. In Frankfurt kön=
Ku ftpoſtſendungen am gleichen Tage noch mit dem um 14.15
Fnach Stuttgart ſtartenden Flugzeug abgeſandt werden.
Heſſiſches Landestheater.

Meiſes Hate

B. 3

24. Juni

Anf. 191. Ende gegen 23 Uhr. D. Bühne H14
Preiſe 0.705.50
Don Carlos.
C 26, dazu
Anf. 19½z, Ende 22.15 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 701 800
Preiſe 0.705.50
Das Wahrzeichen.

26. Juni

4 26, dazu
Anf. 20, Ende 2234 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 801 900,
Preiſe 0.705.50
Das Wahrzeichen.

Anf. 19½, Ende gegen 22 Uhr. B26
Uich
Preiſe 0.705.50
27. Juni / Sein Schatten.

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28. Juni

19½, Endegeg. 22½, D. Bühne, Volksm. 6, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 901 950.
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undine.

Ri

29. Juni

SAtng

30. Juni

SAta g

D28, dazu
Anf. 19½z: Ende 22 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 9511200.
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Sein Schatten.
Anf. 191 Ende nach 22 Uhr. D. Bühne K 20
Abſchiedsvorſtellung für Suſanne Heilmann,
Dr. Heinrich Allmeroth, Johannes Drath
Preiſe 0.705.50
Rigoletto.

Anf. 19½2, Ende gegen 22 Uhr. K 28, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 12011300.
Preiſe 0.70 5.50
L Juli Sein Schatten.
Die Platzmiete für die neue Spielzeit des Landestheaters.
nerue Spielzeit des Heſſiſchen Landestheaters beginnt am
kyt ember Bereits jetzt kann die Einzeichnung der Platzmiete
50034/35 beginnen. Das Landestheater hat einen Proſpekt
sgebracht, der über die Künſtler und den Arbeitsplan der
chtet. Jedem Mieter, der ſeine neue

Herzlicher Empfang!
** Geſtern nachmittag trafen 14 Hitlerjungen und 10 Hitler=
mädels
aus Ungarn in ſchlichtem Zivil in Darmſtadt ein. Die
Darmſtädter Hitlerjugend bereitete ihren Kameraden aus dem
Ausland einen würdigen Empfang. An der feierlichen Abholung
am Bahnhof nahmen die Hitlerjugend, BdM., Deutſches Jungvolk
ſowie ein Ehrenſturm der SA. teil.
Gegen halb 5 Uhr trafen die jungen Gäſte aus Budapeſt, von
Dresden kommend, auf dem Hauptbahnhof ein. 24 junge friſche
Jungens und Mädels waren es, denen man die Freude von den
Augen ableſen konnte, daß ſie einige Zeit in ihrem geliebten
Mutterland verweilen können. Die Weiterreiſe nach Mainz und
an den deutſchen Rhein ſoll am Montag erfolgen. Durch ein Ehren=
ſpalier
der HJ. wurden die Gäſte vor das Portal des Bahnhofs
begleitet, wo ſich die Darmſtädter Hitlerjugend mit ihren Fahnen
eingefunden hatte. Ein dreifaches brauſendes Sieg=Heil war
der erſte Gruß.
In geſchloſſenem Marſch ging es durch die reich beflaggte
Rheinſtraße, die Tauſende umſäumten ein Zeichen, wie ſtark
Darmſtadts Bevölkerung an dem Empfang teilnahm zum
Paradeplatz, wo ſich die Fahnenabordnungen vor dem Muſeum
gruppierten. Die Hitleriugend formierte ſich zu einem rieſigen
Viereck. Hier fand eine öffentliche Kundgebung ſtatt.
Kreisleiter und Oberbürgermeiſter Wamboldt begrüßte
herzlich die deutſchen Mädels und Hitlerjungen aus Ungarn in
der alten Soldatenſtadt Darmſtadt. Durch die Straßen, in denen
jahrzehntelang der Marſchſchritt der Regimenter hallte, kamen
die Gäſte. Durch dieſe Straßen zogen 1914 unſere Soldaten zur
Sicherung deutſcher Ehre ins Feld. Auch für Ungarn haben ſie
gekämpft. Auch ihm, dem Redner, war beſchieden, während des
Krieges in die Heimat der Gäſte, nach dem ſchönen Ungarn zu
kommen. Er lernte die Ungarn kennen und ihre Kameradſchaft.

Als dann ſpäter deutſche Jugend nach Ungarn zu Beſuch kam,
wurde ſie in echter Kameradſchaft empfangen und aufgenommen.
Aus ganzem Herzen begrüße er nun als Kreisleiter und im
Namen der Stadt die Gäſte in Darmſtadt und heiße ſie herzlich
willkommen. Er wünſche, daß ſie dieſelbe gute Aufnahme finden,
wie ſie ſtets unſere Truppen fanden, damit ſie den Geiſt der
Kameradſchaft kennen lernen. Heil Hitler!
Oberbannführer der HJ., Bloch, begrüßte die deutſchen Jun=
gen
und Mädels aus Ungarn herzlich. Die geſamte Hitlerjugend
habe ihnen einen freundlichen Empfang bereitet. Die Hitler=
jugend
ſei geſchloſſen ausmarſchiert, um zu zeigen, welche Kraft
dem Nationalſozialismus innewohnt. Heute können die Deutſchen
wieder ſtolz ſein auf ihr Volk und Vaterland und ſich im Ausland
ſtolz als Deutſche bekennen. In Ungarn, in der ganzen Welt ſoll
man wieder mit Hochachtung von Deutſchland ſprechen. Die Gäſte
ſollen ſehen, was der Führer Adolf Hitler durch die Kraft ſeiner
Idee vollbracht hat, ſie ſollen Kraft ſchöpfen aus der ihnen ge=
zeigten
Kameradſchaſt der Hitlerjugend. Von Idealen getragen
ſollen ſie in ihre Heimat zurückkehren und erzählen, wie hier ge=
kämpft
wird, wie die Einigkeit in Deutſchland iſt und wie die
Jugend ringt, um wieder ein großes Deutſchland zu ſchaffen. Sie
ſollen ſich einig fühlen mit uns und ſollen ſtolz ſein auf ihr
Mutterland. Heil Hitler!
Der Führer der Gäſte aus Ungarn, Dr. Bräunig, dankte
herzlich für den Empfang in Darmſtadt, der ein Erlebnis war und
allen Teilnehmern ewig in Erinnerung bleiben wird. Das Ge=
ſagte
werden ſie beherzigen, ſie werden im Ausland für deutſche
Sitten eintreten und für Deutſchlands Ehre. Den Dank für alles,
was ihnen in ihrem Mutterlande gegeben wurde, faßten ſie zu=
ſammen
in einem dreifachen Sieg=Heil dem Führer, in das be=
geiſtert
eingeſtimmt wurde. Die Hitlerjugend ſang ihr Kampf=
lied
. Die Fahne flattert uns voran, mit dem die Kundgebung
beſchloſſen war. Oberbürgermeiſter Wamboldt und die Herren
ſeines Stabes zogen die Gäſte noch in ein perſönliches Geſpräch,
dann erfolgte der Abmarſch in die vorbereiteten Quartiere.

Kindheik auf dem Lande.
Ein gutes Drittel aller Städter haben ihre Kindheit noch
im Elternhauſe im Dorf oder in der Kleinſtadt verbracht. Sie
bekamen von dort vielleicht wenig Geld, dafür aber einen um ſo
größeren Schatz an körperlicher Widerſtandsfähigkeit mit. Und
heimlich tragen alle dieſe Städter noch ein koſtbares Gut bei
ſich: Das Buch ihrer Jugenderinnerungen. Der Geruch der auf=
gebrochenen
Erde und des welkenden Laubs, die Vertrautheit
mit den Haustieren, das Herumſtreifen in blühenden Wieſen
oder durch wogende Kornfelder, das Nachlaufſpiel in den Nach=
barhöfen
, der Feierabend auf der Dorfgaſſe, die Obſternte in
eigenen und in fremden Gärten füllen die Seiten dieſes Er=
innerungsbuches
. Mit Wehmut ſehen dieſe Männer und Frauen
die Jugend ihrer großſtädtiſchen Umgebung ſich in den Winkeln
lichtloſer Höfe oder auf dem harten Aſphalt der Straßen herum=
tummeln
.
Gewiß, die Jugend verſchafft ſich überall ihr Recht auf Kraft=
übung
und Spiel. Das, was ſie in der Stadt nicht erreichen kann,
iſt aber das innige unbewußte Verhältnis zur Natur. Auch die
ſchönſte Autofahrt kann ſich für ein Kind nicht mit der Fahrt auf
dem hochgeladenen Heuwagen vergleichen. Eingegraben in den
feinſten Duft dieſer Welt, den des friſchen Heues ſchaut das Kind
über die Feldflur hin und haſcht nach den Kirſchen, die der Heu=
wagen
im Vorbeifahren ſtreift. Und nirgends laſſen ſich die
Schlachten kindlichen Spiels mit ſolcher Wonne ausführen, als in
den aufgetürmten Heuhaufen und auf dem Heuboden. Wer ſolche
Jugenderinnerungen mit ſich trägt, wird dem Landleben und der
Arbeit des Bauern ganz anders gegenüberſtehen, als das land=
fremde
Großſtadtkind. Darum, ihr lieben Volksgenoſſen auf dem
Lande, ſorgt dafür, daß allen Volksgenoſſen der Großſtadt eure
Arbeit und euer Leben ein lebendiges Anſchauungsgut wird und
bleibt. Fangt bei der Jugend an! Macht ein Bett frei und nehmt
für vier Wochen ein Pflegekind aus der Stadt zu euch! Es wird
Mann oder Frau geworden ſein ganzes Leben hindurch im
Schatz ſeiner Jugenderinnerungen das Verſtändnis für eure der
Bauern Freuden und Leiden bewahren. Das Pflegekind von
heute: Ein Bauernfreund für ſein ganzes Leben.

Mädel! Hmaus aus der Siadl.
jekßt iſt es ſchön auf dem Land!
Werde landwirtſchaftliche Helferin!
Geprüfte Stellen vermittelt das Arbeitsamt Darmſtadt,
Berufsberatung.

Gedächtnisſchau Leo Kayſer. Der Vorſtand des Kunſtvereins
ſchreibt uns u. a.: Nachdem die Mittwochsnummer dieſes Blattes
bereits eine Vorbeſprechung der zum Andenken an unſeren allzu
früh verſtorbenen Darmſtädter Meiſter Leo Kayſer in der Kunſt=
halle
am Rheintor zu veranſtaltenden Geſamtausſtellung gebracht
hat, geben wir nun bekannt, daß deren Eröffnung kommenden
Sonntag, den 24. d. M., vormittags 10 Uhr, ſtattfindet. Von
den Arbeiten hat der Kunſtverein bereits eine Reihe für ſeine
Weihnachtsverloſung erworben, die dem glücklichen Gewinner
ſicher Freude bereiten werden. Es ſind dies: Laudenbacher
Kirche. An der Seewieſe bei Friedberg Bollwerk bei Ochſen=
furt
Wartburg von Oſten, Blick ins Land. In Zwingen=
berg
, Heinbuchen, Vorfrühling am Bach‟ Der Vorſtand gibt
der Hoffnung Ausdruck, daß ſich morgen nicht nur die Mitglieder
des Kunſtvereins, ſondern auch recht zahlreiche Kunſtfreunde in
der Kunſthalle am Rheintor einfinden werden. Sie werden es
nicht zu bereuen haben, weil die Gedächtnisſchau Leo Kayſer ihnen
beſtimmt ſehr zuſagen wird. Es ſteht auch zu erwarten, daß von
den ſehr ſchönen Arbeiten, die der Künſtler hinterlaſſen hat, bei
ihren ungemein erſchwinglichen Preiſen ſchon am 1. Ausſtellungs=
tag
eine große Anzahl Kaufliebhaber finden werden. Handelt es
ſich doch um Kunſtwerke, die jetzt nach dem Ableben ihres Schöp=
fers
bei der ſtarken Nachfrage nach ihnen bald vom Kunſtmarkt
verſchwinden werden.

Sommer-Ausgabe 1934
Preis 70 Pfennig
Erhältlich in den Buchhandlungen, Kiosken, Bahnhofs-
buchhandlung
und Geschäftsstelle, Rheinstraße Nr. 25.

Rpa. Sammelbeſtellungen auf Kohlen und andere Brennſtoffe
zu Vorzugspreiſen dürfen von Beamten und Beamten= Vereini=
gungen
für die Folge nicht mehr aufgegeben werden. Der Kohlen=
handel
hat Anſpruch darauf, dieſe Lieferungen im regelmäßigen
Geſchäft auszuführen. Vorzugspreiſe für beſtimmte Berufsgrup=
pen
können dabei nicht eingeräumt werden. Andererſeits wird
von dem Kohlenhandel erwartet, daß er ſich bei ſeiner Kalkulation
mit dem beſcheidenſten Nutzen begnügt. Wo die Preiſe dieſer
Vorausſetzung nicht entſprechen, müſſen ſie herabgeſetzt werden.
Die Preisüberwachungsſtelle bei dem Heſſiſchen Staatsminiſterium
wird gegebenenfalls das Erforderliche veranlaſſen. Beleg=
ſchaftslieferungen
werden von dem Verbot der
Sammelbeſtellungen nicht betroffen, wenn ſie in
den betreffenden Betrieben, ſeit Jahren in ſtändiger Uebung
durchgeführt wurden. Ebenſo bleibt der Bezug von Kohlenſpar=
vereinen
, Bezugsgenoſſenſchaften und dergleichen durch die vor=
ſtehenden
Vorſchriften unberührt. (gez.) Jung.

Warnung vor Zuzug nach Berlin.
Es iſt noch immer zu wenig bekannt, daß nach dem Geſetz zur
Regelung des Arbeitseinſatzes vom 15. Mai 1934 und der dazu
ergangenen Anordnung für die Stadtgemeinde Berlin vom 17.
Mai 1934 (abgedruckt im Reichsanzeiger Nr. 114 vom 18. Mai
1934) die Arbeitsaufnahme für Perſonen, die am 18. Mai in der
Stadtgemeinde Berlin und den umliegenden Gemeinden keinen
Wohnort hatten, nur mit Zuſtimmung der zuſtändigen Arbeits=
ämter
erfolgen kann.
Arbeitſuchende werden daher dringend davor gewarnt, ohne
Zuſtimmung eines Berliner Arbeitsamtes zur Arbeitsaufnahme
nach Berlin zuzuziehen.
Kurze Erläukerung zu der Anordnung des Heſſiſchen
Staaksminiſters über die Ausübung der Jagd
auf Schalenwild vom 20. Juni 1934.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Jagdklub, Darmſtadt.
Die Verordnung erfolgte, wie aus der Bekanntmachung er=
ſichtlich
, zu dem Zweck, bis zum Erlaß des Reichsjagdgeſetzes eine
pflegliche Ausübung der Jagd, nach den allgemein anerkannten
Grundſätzen deutſcher Weidgerechtigkeit ſicherzuſtellen und eine
Gefährdung des Wildſtandes durch übermäßigen Abſchuß auszu=
ſchließen
.
Die Hauptſache iſt die Uebergangsbeſtimmung bis zum 31.
März 1935, die die weidgerechten Jäger unſeres Landes freudigſt
begrüßen.
8 1 lautet: Der Abſchuß von Rot=, Dam= und Rehwild darf
nur auf Grund und im Rahmen, eines von dem zuſtändigen ſtaat=
lichen
Forſtamt genehmigten Abſchußplanes ſtattfinden.
Das Wichtigſte aus der 10 Paragraphen umfaſſenden Verord=
nung
iſt, daß die Abſchußpläne erſtmalig für den Zeitraum bis
zum 31. März 1935 genehmigt oder feſtgeſetzt werden und ſpä=
teſtens
bis zum 1. Juli 1934 beim zuſtändigen ſtaatlichen
Forſtamt vorliegen müſſen. Die Pächter von Gemeindejagden
haben ihre Abſchußpläne der Bürgermeiſterei, die Pächter von
Eigenjagden an die Eigenjagdbeſitzer einzureichen, von wo aus
Weiterleitung an die Forſtämter erfolgt.
Das bis zur Genehmigung oder Feſtſetzung des Abſchußplanes
erlegte Wild iſt auf die bis zum 31. März 1935 genehmigte oder
feſtgeſetzte Jahresabſchußziffer anzurechnen. Es verſteht ſich von
ſelbſt, daß auch der ſeit dem 1. Juni d. J. bis zum Inkrafttreten
der neuen Verfügung, alſo bis zum 20. d. M. getätigte Abſchuß
von Rehböcken auf die genehmigte oder feſtgeſetzte Jahresabſchuß=
ziffer
angerechnet wird.
Werden Abſchußpläne nicht rechtzeitig eingereicht, ſo können
ſie von dem zuſtändigen Forſtamt ſelbſtändig feſtgeſetzt werden.
Die Abſchußpläne ſind in zweifacher Ausfertigung einzureichen.
Richtige Formulare in 3 Exemplaren (1 zum
Zurückbehalten für die Jagdakten der Revierbe=
ſitzer
) können gegen Einſendung von 24 Pfennig
in Briefmarken durch den Heſſ. Jagdklub. Darm=
ſtadt
, bezogen werden.
Ermäßigte Fahrt zur Wiederſehensfeier des Pionierbatail=
lons
25. Das ehem. Pionierbataillon 25 begeht am 30. Juni, 1.
und 2. Juli 1934 in der ehemaligen Kaſerne an der Kaiſerbrücke
in Mainz=Kaſtel ſeine 25jährige Gründungsfeier, verbunden mit
einer Wiederſehensfeier. Aus dieſem Anlaß werden von allen
Bahnhöfen im Umkreis von 100 Km. Sonntagsrückfahrkarten
(auch Blankoſonntagsrückfahrkarten) nach Mainz Hbhf. Mainz=
Süd, Mainz=Kaſtel oder Wiesbaden Hbhf, ausgegeben. Die Kar=
ten
gelten; zur Hinfahrt vom 29. Juni. 0 Uhr, bis 1. Juli,
24 Uhr (Ende der Hinfahrt); zur Rückfahrt vom 30. Juni.
12 Uhr. bis 4. Juli, 24 Uhr (ſpäteſter Antritt der Rückfahrt) Die
Karten werden nur gegen Vorzeigen eines beſonderen Feſtzeichens
und einer Feſtſchrift abgegeben. Die Geltungsdauer der über den
Peter= und Paulstag (29. Juni) ſchon am 28. Juni ausgegebenen
Sonntagrückfahrkarten wird nicht im obigen Sinn verlängert.

Vereins= und lokale Beranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Vereinigung früherer Leibgardiſten. Zur Son=
nenwendfeier
treten die Kameraden heute abend 20.40 Uhr Ecke
Sandſtraße und Marienplatz an. Sonntag nachmittag 4 Uhr:
Schießen (Neues Schießhaus).
Kriegerkameradſchaft Germania. Unſeren Ka=
meraden
zur Kenntnis, daß am Sonntag, den 24. d. M., nachm.
5 Uhr, in der Reſtauration Gutenberg, Grafenſtr., innerhalb
der Vereinigt. Kriegervereine eine Beſprechung betr. der SAR. II
ſtattfindet und wird um Beteiligung gebeten. Der Vereinsführer.
Darmſtädter ehem. 186er. Zur Teilnahme am Tref=
fen
der alten Kameraden des ehem. J.=R. 186 und ſeiner Tradi=
tions
=SA.=Standarte fahren die Darmſtädter ehem. 186er Sonn=
tag
früh 7,59 Uhr ab Oſtbahnhof und kommen um dieſelbe Zeit in
Michelſtadt an, wie die Frankfurter Kameraden.
Kriegerverein Darmſtadt. Der Verein ſchießt am
Sonntag, den 24. d. M. vormittags 9 Uhr, auf den Schießſtänden
der Priv. Schützengeſellſchaft hinter dem Waldfriedhof. Erſcheinen
Pflicht.
Muſikverein. Am Montag, den 25. Juni, 20.30 Uhr, hält
der Muſikverein im Vereinshauſe ſeine diesjährige Mitglieder=
verſammlung
ab, an der alle aktiven und inaktiven Mitglie=
der
teilnehmen können. Tagesordnung ſiehe heutige Anzeige. Nach=
der
Verſammlung findet gemütliches Beiſammenſein mit muſika=
liſchen
Vorträgen ſtatt. Für das nächſte Vereinsjahr ſind wie=
derum
vier große Chorkonzerte in Ausſicht genommen.
Unter Mitwirkung hervorragender Soliſten ſollen aufgeführt wer=
den
: Die Jahreszeiten von Haydn Der Sonne Geiſt ein großes
neues Chorwerk von Friedrich Kloſe, die Matthäuspaſſion und
Terxes von Händel.

[ ][  ][ ]

Seite 6 Nr. 171

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſie Nachrichten

Samstag, 23. Juni 19349

Die ehemalige Unkeroffizierſchule
weibenfeis 1. 0. Jaule.

Am 6., 7. und 8. Oktober 1934 findet im Schloß zu Weißen=
fels
eine Wiederſehensfeier und Denkmalsein=
weihung
ſtatt, mit der die diesjährige Bundestagung des
Reichsbundes ehemaliger Angehöriger der Unteroffizier=Schulen
und =Vorſchulen verbunden wird. Das Denkmal für die gefallenen
Unteroffiziers=Schüler, das von roten Marxiſtenhänden
zerſtört wurde, ſoll im Oktober wieder neu erſtehen.
Es ſei daher geſtattet, einen kurzen Rückblick auf die Geſchichte
der früheren Militärbildungsanſtalten, insbeſondere der Weißen=
felſer
Schule und die hiſtoriſch bedeutſame Geſchichte ihrer auch
landſchaftlich reizvollen Umgebung zu werfen.
Die erſte Unteroffiziers=Schule für die Armee wurde 1824 in
Potsdam errichtet, dann folgte 1860 die zweite in Jülich,
1867 die dritte in Biebrich am Rhein und als vierte 1869
die in Weißenfels a. d. S. Später folgten dieſen noch die
Schulen Ettlingen in Baden, Marienwerder in
Weſtpr., Treptow a. Rega und andere im ganzen Reiche.
Als Zöglinge wurden nur die Söhne achtbarer deutſcher
Staatsbürger mit einwandfreiem Rufe und guten Schulzeugniſſen
vom 17. Lebensjahr ab aufgenommen. Nichtarier gab es dort nicht.
Die früheren Unteroffiziers=Schulen waren Pflanzſtätten echt
ſoldatiſchen Geiſtes, echt preußiſcher Pflichttreue und beſter Man=
neszucht
, aus denen Führer und Lehrer hervorgingen, die nicht
nur für die Armee vorbildlich, ſondern auch für unſer Vaterland
im Frieden wie im Kriege unentbehrlich und von großem Segen
waren.
Auf den Schulen herrſchte ſchon damals vor dem Kriege der
Geiſt wahrer Volksgemeinſchaft, wie ſie unſer großer
Volkskanzler Adolf Hitler in ſein Programm geſchrieben hat. Es
fanden ſich dort die Söhne von Offizieren, Adligen, Burgern,
Bauern und Arbeitern in uneigennütziger treuer Kameradſchaft
zuſammen. Der ehemalige Gymnaſiaſt und Primaner ſaß neben
dem gleichberechtigten früheren Volksſchüler, Klaſſenunterſchiede
und Standesdünkel waren unbekannt, es galt nur das Leiſtungs=
prinzip
. Dieſe kameradſchaftliche Volksverbundenheit ſpiegelt ſich
auch heute noch in dem Reichsbund der ehemaligen Unteroffiziers=
Schüler wieder, wo neben dem früheren Sch ler auch ehemalige
Kommandeure, Generäle und Inſpektionsoffiziere die Mitglied=
ſchaft
des Bundes erworben haben.
Der Ton, der auf dieſen Inſtituten herrſchte, war rauh, aber
herzlich. Dafür konnte der ehemalige Unteroffiziersſchüler aber
auch nach abgeſchloſſener Ausbildung beim Uebertritt in die Armee
ſeinen ganzen Mann ſtellen. Er verſtand ſein Waffenhandwerk,
auch ohne, daß er erſt in den Dienſtvorſchriften verlegen hätte
blättern und ſuchen müſſen.
Die Unteroffiziers=Schule Weißenfels war in dem die Stadt
hoch überragenden, von 1660 bis 1682 erbauten wuchtigen Schloß
Auguſtusburg, der Reſidenz des früheren, im Jahre 1746 er=
loſchenen
Herzogshauſes von Sachſen=Weißenfels untergebracht. Das
Schloß ſelbſt, iſt berühmt durch ſeine archäologiſchen und hiſtoriſchen
Sehenswürdigkeiten, zu denen insbeſondere die im reinſten
Barockſtil erbaute Schloßkapelle und die Gruft mit den
43 wertvollen Metallſärgen des Weißenfelſer Fürſtengeſchlechts
gehören. Sie bilden das Wanderziel unzähliger Kunſtfreunde und
Geſchichtsforſcher.
Auch die Stadt Weißenfels hat eine bedeutende hiſtoriſche Ver=
gangenheit
und ſteht ſeit den Zeiten der Völkerwanderung in=
mitten
erbittertſten Ringens der Germanen. Ihre Geſchichte ſpie=
gelt
ſo recht das Geſchick des deutſchen Volkes wider. Denn nicht
weniger als 7 für Deutſchlands Schickſal wichtige Schlachtfelder
liegen in unmittelbarer Nähe der Stadt. Heinrich I. ſchlug 933 bei
Keuſchberg die Ungarn, 1080 beſiegte Heinrich IV. bei Hohenmölſen
den Gegenkönig Rudolf von Schwaben, während 1632 König
Guſtav Adolf von Schweden bei Lützen den Kaiſerlichen unter
Wallenſtein eine Niederlage bereitete und in der Schlacht den
Heldentod ſtarb. Sein Herz iſt unter der Kapelle der Marien=
kirche
zu Weißenfels beigeſetzt.
Das Jahr 1757 ſah dann Friedrich den Großen in Weißenfels
und bei Roßbach. Jena, Groß=Görſchen und Leipzig zeigen wei=
ter
, auf welch heißem hiſtoriſchen Boden die Stadt liegt.
In nächſter Nähe bei dem ſchönen Naumburg a. S. (bekannt
durch ſein Kirſchfeſt, den Dom und die frühere Kadettenanſtalt)
ſteht unweit auf einer Höhe des Saaleufers der Napoleon=Stein,
von wo aus Napoleon die Schlachten leitete; ferner bei der
Henne ein Hügel, die Luiſen=Ruhe, auf der die Königin Luiſe
auf der Flucht nach Tilſit geraſtet hat. Weiterhin liegt Schul=
Pforta (die frühere Fürſtenſchule), Bad Köſen mit der welt=
bekannten
Rudelsburg und Burſchenſchaftsdenkmal,
gegenüber derſelben die in den Nachkriegsjahren politiſch berühmt
gewordene Ruine Saaleck. Nicht zu vergeſſen Freyburg
a. d. Unſtrut (Turnvater Jahn).
Das liebliche Saaletal mit allen dieſen bedeutſamen Punkten
iſt auch landſchaftlich eines der ſchönſten Fleckchen unſeres deut=
ſchen
Vaterlandes, beſitzt ein mildes Klima und verdient, beſſer
von manchen Ferienwanderern gewürdigt zu werden, ſtatt daß
dieſe in der Ferne ſchweifen, wo das Gute liegt ſo nahe.
Zum Schluß noch einiges über den Reichsbund der ehemali=
gen
Unteroffizierſchüler und =Vorſchüler ſelbſt:
Der Reichsbund, deſſen Anfänge ſchon im Jahre 1900 in
Breslau beſtanden, wurde 1925 durch Zuſammenfaſſung aller bis
dahin beſtehenden Einzelgruppen gegründet. Er umfaßt alle ehe=
maligen
Angehörigen ſämtlicher früheren Unteroffizierſchulen und
=vorſchulen. Der Reichsbund bezweckt die Pflege des nationalen
Geiſtes und der Tradition dieſer Anſtalten, die Pflege der Kame=
radſchaft
, des Wehrgedankens, des vaterländiſchen Gedankens und
der deutſchen Volksgemeinſchaft im Sinne nationalſozia=
liſtiſcher
Weltanſchauung.

Der Bund ſteht geſchloſſen zu unſerem Führer Adolf Hitler
und unzählige ehemalige Schüler wurden ſchon vor Jahren in
hohe verantwortungsvolle Führerſtellen der Partei, der SA. und
SS. berufen.
Der Verfaſſer dieſes war ſelbſt ehem. Schüler in Biebrich
am Rhein (ſeinerzeit der einzige Darmſtädter Heiner dort)
und ſpäter, nach Ableiſtung ſeiner Regimentsjahre, wieder meh=
rere
Jahre Ausbildungslehrer im Stabe der Unter=
offizierſchule
Weißenfels a. S. Er iſt gerne bereit,
noch fernſtehenden Ehemaligen und Freunden der Unteroffizier=
ſchulen
auf ſchriftliche Anmeldung hin nähere Aufſchlüſſe über den
Bund zu geben und Meldungen zu den Weißenfelſer Feſttagen
noch bis 15. Juli d. Js. entgegenzunehmen, ebenſo wie zu der
Ettlinger Feier für 1935.

Aus den Darmſtädker Lichtſpiel=Theakern.

Zwei junge Menſchen aus dem Böhmerwald
zum erſtenmal vor der Tonfilmkamera.

In dem beſten tſchechiſchen Film Junge Liebe, der mit dem
Staatspreis 1933 der C.S.R. ausgezeichnet wurde, ſpielen Vaſa
Jalover und Jarmila Berankova die Hauptrollen, die wie alle
Darſteller des Films zum erſten Male vor der Tonfilmkamera
ſtanden. Der Film wurde auch in Deutſchland für künſtleriſch
wertvoll erklärt und gelangt jetzt in deutſcher Sprache im hie=
ſigen
Union=Theater zur Aufführung.

Belida: Meine Frau, die Schützenkönigin.

Der Film greift auf eine Situation zurück, deren Komik auf
der Leinwand zwar oft beſchworen worden iſt, aber noch nie ihre
Wirkung verfehlt hat: Daß nämlich eine junge Dame in einer
eleganten Villa die gnädige Frau ſpielen muß, trotzdem ſie durch=
aus
nicht dorthinein gehört. Die junge Dame ſpielt in dieſem
Fall Lucie Engliſch. aber wie es zugeht, daß ſie in eine
ſolche Villa und in eine ſolche Situation gerät, das wollen wir der
Spannung halber nicht vorwegnehmen. Jedenfalls läßt die Eng=
liſch
in dieſer Rolle ihre ganze Zungen= und Augenbeweglichkeit
ſpielen. R. A. Roberts, in ſeiner Mimik um einen Grad zu=
rückhaltender
als ſonſt, hilft ihr tatkräftig dabei, die Lachmuskeln
in Bewegung zu ſetzen, ebenſo in kleineren Rollen. O. Sima,
H. Fiſcher=Köppe, P. Beckers u. a. Die einzige auf einen
etwas ernſteren Ton geſtimmte Rolle ſpielt Sabine Peters,
die aber im Rahmen dieſer luſtigen Angelegenheit ihre Sache doch
Ta
etwas zu tragiſch nimmt.

(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)

Dr.=Oetker=Vortrag am Dienstag, 20. Juni,
20 Uhr, im Städtiſchen Saalbau. Der Wiederholungs=
Vortrag am verfloſſenen Montag hatte eine große Zahl von Haus=
frauen
herbeigerufen, die jedoch eine unvorhergeſehene und eigen=
artige
Enttäuſchung erleben mußten. In angeblicher Wahrung be=
rechtigter
Intereſſen hatte nämlich die hieſige Konditoren= und
Bäcker=Innung ihre Angehörigen zum frühzeitigen Beſuch der Ver=
anſtaltung
aufgefordert. So ergab es ſich, daß die vorgeſehenen
Plätze nicht ausreichten und in den Gängen ein fürchterliches Ge=
dränge
entſtand. Auf Veranlaſſung der Gegenſeite wurde die Po=
lizei
herbeigerufen, um den überfüllten Saal bis auf die Sitzplatz=
teilnehmer
zu räumen, jedoch ließ ſich aus verſchiedenen Gründen
dieſes Vorhaben nicht durchführen. Angeſichts der erregten Stim=
mung
und um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, wurde
der Vortrag für dieſen Abend abgeſetzt. Die enttäuſchten und aufs
höchſte erregtenHausfrauen brachten hierbei wiederholt und eindring=
lich
zum Ausdruck, daß ein nochmaliger Vortrag abgehalten werden
möchte. Die Firma Oetker kommt dieſem Wunſche vieler Haus=
frauen
gerne nach und veranſtaltet am Dienstag, 26. Juni,
eine Wiederholung des Vortrages, der die Herſtellung von Kuchen
und Torten nach Hausfrauenart behandelt. Diesmal findet der
Vortrag im Saalbau ſtatt, um eine Ueberfüllung des Saales zu
vermeiden. Es braucht ſich niemand aus Sorge vor etwaigen Sto=
rungsverſuchen
abhalten zu laſſen, denn es iſt für eine reibungsloſe
Durchführung der Veranſtaltung in jeder Hinſicht Sorge getragen.
Wer einen guten Platz bekommen will, möge ſich rechtzeitig einfin=
den
, denn es iſt beſtimmt mit einem gewaltigen Zuſtrom zu rechnen.

Aus der ASBAp

Hitler=Jugend.
Oberbann 3/13 (Starkenburg).
Der urſprünglich auf den 22. Juni 1934 feſtgeſetzte Kurſiſ=
der
Gebietsführerſchule in Nieder=Walluf wird auf den 25. Juuu
1934 zurückverlegt.
Betr.: Sonnwendfeier.
Die Vereine der Stadt Darmſtadt werden hiermit aufgefo=,
dert, ſich an der am 23. Juni, abends 9.30 Uhr. ſtattfindendo

Anordnung zur Sonnwendfeier.

Sonnwendfeier auf dem Kavallerie=Exerzierplatz zu betu=
ligen
und um 20,45 Uhr auf dem Marienplatz anzutreten

Die SA., die Ortsgruppen 2 bis 9 der Stadt, ſowie die Veit=
eine
(mit Fahnen) treten um 20.45 Uhr auf dem Marienplatz
Marſchordnung an. Von hier aus marſchieren die Teilnehm=
auf
den Kavallerie=Exerzierplatz. Abmarſch 21 Uhr.
Die Ortsgruppen Steinberg, Traiſa und Nieder=Ramſtwe
reffen ſich um 21 Uhr am Bismarckturm zur gemeinſamen Sonp=
wendfeier

Die Ortsgruppe Meſſel hält ihre Feier entgegen der bishes,
gen Anordnung im Steinbruch bei Meſſel allein ab, ſo daß aue
nur die beiden Ortsgruppen Arheilgen und Weiterſtadt im Fuckh.
loch gemeinſam ihre Feier abhalten
Für die Ortsgruppen des Landkreiſes geſtaltet ſich der Voſo) /hm auf die B
lauf der Sonnwendfeier wie folgt:
ei, daß ſich die
Gräfenhauſen, Erzhauſen, Wixhauſen, Schneppenhauſen auf dein
uge ſind, ihrs
Rottbühl;
uührer der
Roßdorf, Ober=Ramſtadt auf dem Rehberg;
von allen S
Nieder=Beerbach, Eberſtadt. Malchen auf dem Frankenſteinziu Bi/ſcöhrend einer
Pfungſtadt, Hahn. Eich, Eſchollbrücken auf dem Mühlberg.
ſenrd, den verſan
Betr.: Sonnwendfeier.
Entſtehung un
Am 23. Juni findet auf Wunſch des Reichsſtatthalters und Btſſet von Franke
Gauleiters Pg. Sprenger zur Sonnwendfeier in Auerbach a.
Bei Einbruch
eine Feſtvorſtellung von Alle gegen Einen, Einer für Alle ſtau, chdem obere
Die Vorſtellung beginnt um 10 Uhr abends, und anſchließe s) zwies zum
rd auf der Feſtſpielwieſe da

ders ermäßigten Einheitspreis von 1 RM. fur Voraus)geſde begehe. Un
beſteller gegeben werden. Hin= und Rückfahrt in Heag=OmniyP Mlgem=
buſſen
zum ebenfalls beſonders ermäßigten Preiſe von 1 RM. inm
ut,. der die a

geſamt ab Darmſtadt.
ſch allem die Ber=
NS. Frauenſchaft Darmſtadt.

amen gedachte 2
Die am 1. Juli in der Feſthalle mitwirkenden Kinder 50 ſyn dei der Urkra
den Lili=Hickler=Tanz= und Spielliedern haben ihre Probe aiw nunerſchütterlicht
Donnerstag, den 28. Juni, nachmittags 3.30 Uhr, im Muſik=Ve= Werk, den Wit
eins=Saal, Wilhelm=Gläſſing=Str. 24.
ſit dem Horſt=We
Kreis=Schulungsleiter.
W Während die
Sonntag, den 24. d. M., abends 8.30 Uhr, Sonderlehrgany eullnehmer zu einel
mit Rednerausbildung für die Schulungsobmänner des Kreiſi/ ei=Beerhach, wo, n.
Darmſtadt im Hanſahotel. Vollzähliges Erſcheinen erwünſckt Müſſe zuſammendlie
Montag, den 25. d. M., Zentralſchulungsabend für die Amtt
walter der Stadt Darmſtadt, abends 8 Uhr, im Konkordia=Sacu 1. I. Griesheim,
einer
M 2
Ortsgruppe Steinberg.
1
Am Montag, den 25. Juni, abends 8.30 Uhr, findet in da
Krone, Schuſtergaſſe (großer Saal), eine öffentliche Verſamru züüſe. Wie ei
lung ſtatt. Gäſte können eingeführt werden.
jel/ Blumenfreun
Am Samstag den 23. Juni, findet die diesjährige Sonip fützte die einen
wendfeier ſtatt. Die politiſchen Leiter der Ortsgruppe treten mu /7. 4r Nieder=Ra=
8.30 Uhr auf dem Kapellplatz an. Dienſtanzug!
ärl kommenden Se
Schutzſtaffeln der NSDAP. SS.=Nachrichtenſturm 2/N. 29, Trupm zu Anlaß des 2
(Darmſtadt).
uu ß wegen der Se
In obengenannter Formation können zurzeit Neueinſtelluto ßo rausſicht nach
gen erfolgen. Volksgenoſſen, Pg. und HJ., die ſich um Einſtellurn ſamstag, den 23
bewerben wollen, haben entſprechenden ſchriftlichen Antrot ,, das ſich i
zu ſtellen an obige Formation, Wilhelmſtraße 6. 2. St. Den Arb ntwickelt hat,
trägen iſt genaue Wohnungsangabe beizufügen.
westragung
Amt für Volkswohlfahrt der Ortsgruppe Mitte.
Follksfeſt ar
Am kommenden Montag, den 25 Juni 1934, findet abenchingerkrei
20.30 Uhr im Saale des Brauerei=Ausſchank Fay (Fabiann M kommende
Alexanderſtraße 23. eine Mitgliederverſammlung ſtatu e/ Darmſt
Es ſpricht: 1. Dr med Hein über: Das Schwimmen als Volks) 1] Fränkiſch=
ſport
: 2. Landzertel über: Die Bedeutung der NSV. unlu 21./Bauernſchaft
ihre Aufgaben. Das Erſcheinen aller Mitglieder der N699 unn4 ſtatt, in der
Ortsgruppe Mitte, iſt Pflicht! Gäſte können eingeführt werdenn iſchaftliche
Eintritt frei.
ntdem zweiten Te
Nach der Verſammlung findet eine Amtswalterſitzung ſtatu eneits durchgeführ
** die Reichsregie
rundlage des 1
ehenden Landwirte
Techniſche Nokhilfe.
ahen. Eine Verein
Wochendienſtplan.

Nachrichken des Skandesamks Darmſtadtk.

Geſtorbene. Am 15. Juni: Keller, Jakob, Fuhrmann, verh.,
61 Jahre, Große Ochſengaſſe 28. Am 16. Juni: Stork, Eliſa=
beth
, 74 J., ledig., Arheilger Straße 40; Erlenbach, Anna
Eliſabeth, geb. Flaſchentraeger, Witwe des Kaufmanns. 69 J.,
Eliſabethenſtr. 37 Am 17. Juni: Büchner, Helene, geb.
Goebler, Ehefrau des Werkmeiſters, 63 J., Weiterſtädter Straße 2;
Schmidt Johanna, geb. Menges, Ehefrau des Privatiers, 67 J..
Riedlingerſtraße 37; Schüler, Marianne, Tochter des kaufm.
Angeſtellten, 1 Tag alt. Tannenſtr. 9. Am 18. Juni: Wenz.
Laura Helene, geb. Fulſche, Witwe des Fabrikarbeiters 63 Jahre,
Michaelisſtr. 16; Hunſinger, Suſanne Philippine Clara, geb.
Reiſchel, Ehefrau des Verwalt.=Oberinſpektors, 46 J.. Moosberg=
ſtraße
28: Hauſer, Friederike Sophie, 80 J., ledig, ohne Be=
ruf
, Friedrichsſtr. 22: Kranz, Chriſtiane Eliſabeth Friederike,
geb. Römer, Witwe des Kaufmanns, 76 J. Schloßgartenſtr. 7
Ring, Ludwig, Kaufmann. 69 J., verh., Heidelberger Str. 108½,
Am 19. Juni: Kaiſer, Johann Heinrich. Miniſterial= Ober=
amtsgehilfe
i. R., 86 J., verw., Heidelberger Str. 21. Am
20. Juni: Albohm, Margaretha, geb. Böcher, Witwe des Kanz=
leirats
i. R., 80 J.. Klappacher Str. 26; Fink, Julius Albert,
Oberſtudienrat i. R.. Prof., Dr. phil., 71 J. verh., Eliſabethen=
ſtraße
57. Am 21. Juni: Luft, Peter, Werkmeiſter, 75 J., verh.,
Liebfrauenſtr. 70; Heid, Katharina, geb. Steiger, Witwe des
Schloſſers. 62 J., Lengfeld i. O., hier. Eliſabethenſtift.

Epangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 23. Juni.
Waul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Abends 8 Uhr: Chriſten=
lehre
und Wochenſchlußandacht für Erwachſene.
4. Sonntag nach Trinitatis, 24. Juni.
Stadtkirche, Vorm. 10 Uhr: Einführung des neuen Pfarrers der Markusgemeinde,
Wfarrer Kornmann, durch Dekan Zimmermann. Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottesdienſt
der Markusgemeinde. Pfarrer Kornmann. Die Stadtkirche iſt wochentags von Aß
Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Nordtüre
Stadtkapelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Dr. Bergér. Vorm.9 Ubr=
Chriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß. Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottes=
dienſt
der Lukasgemeinde. Pfarrer F. Müller. Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt.
Pfarrvikar Waldeck. Mittwoch, 27. Juni, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer göhler.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte. Vorm. 9.30 Uhr=
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heiligen Abendmahls. Studienrat Lic. Schorlemmer.
Martinskirche. Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Dr. Bergér. Vorm
820 Uhr: Chriſtenlehre für die konfirmierte Jugend der Martinsgemeinde OſtI und II.
in der Kirche; Weſt I und II im Gemeindehaus. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.

Pfarrer D. Waitz. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt.
Pfarrer Dr. Bergér.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Dekan i. R. Weißgerber.
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Die Johanniskirche iſt wochentags von 7,307 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Pfarraſſiſtent Junker. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarr=
aſſiſtent
Junker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrvikar
Waldeck. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrvikar Waldeck.
Die Beſſunger Kirche iſt wochentags zu ſtiller Andacht geöffnet von morgens 7 Uhr
bis abends 7 Uhr.
Pauluskirche. Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre für beide Bezirke. Pfarrer A. Müller.
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer A. Müller. Vorm. 11,15 Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer A. Müller. Die Pauluskirche iſt wochentags von 96 Uhr zu
ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Hauptportal.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, 28. Juni, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer F. Müller, Kiesſtraße 60, Fernruf 1438.
2. Veranſtaltungen.
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 2 4. Juni, vorm. 9 Uhr:
Chriſtenlehre für die Lukasgemeinde. Pfarrer Müller. Abends 8 Uhr: Gemeinde=
abend
der Schloßgemeinde. Montag, 25. Juni: Jungenabend der Stadtgemeinde.
Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend der Kaplaneigemeinde.
Helfmannſchule (Stiftsſtraße 47). Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Zuſammen=
kunft
des Frauenvereins der Markusgemeinde mit Anſprache des Pfarrers Kornmann.
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtraße 6). Montag, 25. Juni,
abends 8 Uhr: Jungenabend (Weſt). Mittwoch, 27. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits=
und Strickſchule. Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend (Weſt). Samstag,
30. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtraße 28). Montag, 25. Juni, abends 8 Uhr: Jungenabend Oſt.
Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend Oſt.

Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtraße 5). Donnerstag, 28. Juni, abends
8 Uhr: Poſaunenchor.

Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtraße 26). Montag, 25. Juni nachm.
5 Uhr: Ev. Jungſcharſtunde. Abends 8 Uhr: Kirchenchor. Abends 8 Uhr: Jungen=
abend
. Dienstag, 26. Juni, nachm. 5 Uhr: Ev. Jungmädelkreis. Mittwoch, 27. Juni,
nachm. 2 Uhr: Strickſchule. Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Ev. Mädchenkreis.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtraße 8). Montag, 25. Juni, abends
8,15 Uhr: Ev. Jugendwerk, Mädchenkreis. Donnerstag, 28. Juni, abends 68 Uhr:
Poſaunenchor. Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenchor. Abends 8,15 Uhr:
Kirchenchor. Abends 8,15 Uhr: Ev. Jugendwerk, Bubenkreis.
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Montag, 25. Juni, abends
8 Uhr: Mädchenabend.

Eliſabethenſtift (Erbacher Straße 25). Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 24. Juni,
iachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm.
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann.
Montag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. Abends 8,30 Uhr: Männerabend.
Herr Bringmann. Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Abends 8,30 Uhr:
Blaukreuz=Bibelſtunde. Herr Kinz. Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor.
Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde über den Römerbrief. Herr Bringmann.
Freitag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde in der Beſſunger Mädchenſchule, Herr Neuber.
Samstag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, abends 8,30 Uhr: Jugendbund=
ſtunde
für junge Männer. Abends 8,30 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen.
Montag, nachm. 5 Uhr: E. C.=Jungſchar für Knaben. Abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für
junge Männer. Abends 8,30 Uhr: Jungmännerabend. Dienstag, abends 8,30 Uhr:
Mädchenkreis. Abends 9 Uhr: Gebetsſtunde für junge Mädchen. Mittwoch, nachm.
3 Uhr: Kinderſtunde für Mädchen.

n rſeits und der
Sonntag, den 24. Juni, 15.45 Uhr: Antreten der für die Katau anwurde, und die
ſtrophen=Uebung beſtimmten Nothelfer im Marſtau m won den Landw
Montag, den 25. Juni. 20 Uhr: Antreten des Spielmann?) allt, wurde bekan
zuges im Marſtall. 20.30 Uhr: Antreten des Muſrſr! Juni eingefüh
zuges im Verkehrslokal Reichskrone", zur Einzelprobe. Neußger unterzeichnet
Dienstag, den 26. Juni, 20 Uhr: Gas= und Luftſchutz=Ab ſ. Mtt im ſelben Lo=
Zug 1: Antreten im Marſtall; Zug 2: Antreten in der M0 My worauf der 2
ſchinenbauſchule; Zug 3 an der Feuerwache. 20 Uhr: Akd /mm wirnd
UDA. Ober=Ramſtad
Techniſcher Dienſt: Antreten im Marſtall.
Donnerstag, den 28. Juni, 19 Uhr: Führerbeſprechung ii v. Rreisamt Darm
Aütiverordnung üb
Marſtall. 20 Uhr: Antreten aller Nothelfer, einſcht
entuarkung Ober=Ran
Spielmannszug im Marſtall. 20.30 Uhr: Antreten dee Flizeiverordnung
Muſikzuges im Verkehrslokal Reichskrone, zur Geſg0n fr Ndie Tieihauunten
probe.
iwermeiſterei gibt
Freitag, den 29. Juni, 20 Uhr: Antreten des Inſtandſetzung 2 Mſanpreis ab.
dienſtes im Hofe des Marſtallgebäudes.
Mids Kreisamt 2.
Ortsgruppenführer: Kochhafen. M eine Gebührenot
Bichungsgebühr in
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtraße!9 7 werden vom
Jeden Donnerstag, abends 8,1510 Uhr: Zuſammenkunft. Jeden zweiten und werint SieBswert bei bebo

Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
Nudäüicken 15 R
L Aindeſtgebühre

3. Gemeindeämter.
Ev. Bohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Vorberhaus, 1 Treblg s ce Grundſtücke
Sprechſt. vorm. von 1012 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 58 Uhr. Feis) 7 P N. Die Erhe
tien am 25. Jun
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtrge, n m ſnd öffentlig
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 812 Uhr und nachm. von 35,00 4u WMMklwaltungszwo
außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſprecher 2379.

ſprecher 4584.
Michelſtadt.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Hinterhaus, 9Mei eitsruppe Michelt=
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag, vorm von. 912 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heibelbergerſtraße 21. Fernſpr. 298 1h4 2 Lunen Baun
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Martinsſtift, Müllerſtche: En, dr der Geſchäf
Gemeindehaus, Liebfrauenſtraße 8: Gemeindehaus, Kahlertſtraße 26; Gemeinde90idt hit F. Ner Ortsgr
Eichwieſenſtraße 8; neben der Pauluskirche, Ohlyſtraße.
Privatpflegeſtation des HeſſiſchenDiakonievereins, Freiligrathſtraßes, Femniltzere enich, 3

Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Kirche Nieder=Ramſtadt. Sonntag, vorm. 9.30 Uhr: Haupfoh."
dienſt. 10.30 Uhr: Chriſtenlehre. Mittwach: Kirchenchor. Freitag: Vclle
nädchenverein.
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 24. Juni, 9,30 Uhr: Gottetole.
Jugendgottesdienſt. Montag: Poſaunenchor. Mittwoch: Bibelſtunde, 200
tag: Helferinnen im Pfarrhaus. Freitag: Poſaunenchor.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa, Sonntag, 24. Juni, 8,45 Uhr: Chriſtenlehre. 59
hottesdienſt. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der gl. Der Kindergottesdienſt der Oi
uus. 12 Uhr: Abfahrt des Frauenvereins zum Ausflug.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vorm. 9,30 Uhri Deeb
gottesdienſt. Prediger Veihelmann. Vorm. 10,45 Uhr: Sonntagsſchaule, Abenos:. O"

Gottesdienſt. Montag, abends 8,30 Uhr: Gemeindejugendabend. Boruist
Studienreferendar Gebhardt. Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Singſtunde. 2.
tag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Evangel. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſliob.
Sonntag, vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Prediger Hähnel. Vorm. 100
Kindergottesdienſt. Abends 8.15 Uhr: Evangeliſation. Dienstag, abends Lia L
Fugendſingen. Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde. Freitag, abends 22 *
Gebetſtunde.
Methodiſten=Gemeinde, Bendelſtadtſtraße 38. Sonntag, vorm. 11 Uhr: Sole t
ſchule. Abends 8 Uhr: Predigtgottesdienſt. Prediger Hirtz. Mittwoch, abends ?e
Bibel= und Gebetsſtunde.

Diechriſtengemeinſchaft, Heidelberger Straße 14. Die Fohannisfeierviohde.
wie angekündigt, in Ober=Beerbach, ſondern Samstag, 23. Juni, abends 4.L
Darmſtadt, Heibeberger Straße 14, ſtattfinden. Sonntag, 24. Jni, Tod Zob.

des Täufers, 10 Uhr: Menſchenweihehandlung, anſchließend Kinder=Sonntggeh.
Dienstag, 28. Juni, 20,15 Uhr, öffentl. Vortrag Nichard Wagners Meſteilne.
Fohannis=Feſtiviel, Pfarrer A. Schütze=Frankfurt Main). Mitwochl, . 3c
7,45 uhr: Menſchenweihehandlung Donnerstag,28. Junt, 10,80 Uhrzdlenc D.
handlung.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, 24.30
9.15 Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Abends 8 Uhr: Evangeliumsperh
Dienstag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Kruſt.

[ ][  ][ ]

amstag, 23. Juni 1934

Nr. 171 Seite 7

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30 Uhr, in M7
Hr. Sande
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Schw

Aus Heſſen.
Sonnwendfeier der Brigade 50.
üt. Eberſtadt, 22. Juni.
ui dem Frankenſtein feierte geſtern abend die SA.=Brigade 50
ſawitioneller Weiſe das Feſt der Sommerſonnenwende, an dem
zuiche Standartenführer und eine große Zahl SA.=Führer des
zigebereichs teilnahmen. Die ſchlichte, von echt deutſchem Geiſt
ſreene Feier wurde umrahmt von Muſikvorträgen der Stan=
diſunsapelle
115 unter Muſikzugführer Schlupp. Ein von dem
Aüſte Meyer geſteuertes Flugzeug der Landesfliegergruppe
k:me während der Zeit über der Burg.
dr Führer der gaſtgebenden Standarte 143, Oberſturmführer
griim, begrüßte die Gäſte auf der nach Weſten, mit einem herr=
1üſtz Ausblick nach dem Rhein gelegenen Burgterraſſe und gab
ſe eur Freude darüber Ausdruck, daß dieſes Jahr für die Sonn=
wyſtäer
gerade der Ort gewählt wurde, der der Standarte 143
de inmen gab. Beim lodernden Feuer werden alle aufs neue
dießäihrer unerſchütterliche Mannestreue ſchwören.
)rr Führer der Landesfliegergruppe VII (Heſſen) überbrachte
demd nk ſeiner Landesgruppe für die Einladung mit dem Wun=
ſchſeuß
das gute kameradſchaftliche Verhältnis zwiſchen Fliegern
umsel. erhalten bleibe und auch weiterhin gepflegt werde.
Merführer Dr. Ivers wies als Führer der Brigade 50
al ſyn auf die Bedeutung der Veranſtaltung hin, die dazu geeig=
mai
, daß ſich die SA.=Führer gegenſeitig kennen lernen und in
denage ſind, ihre Erfahrungen auszutauſchen. Inzwiſchen traf
danflhrer der SA.=Gruppe Kurpfalz, Wagenbauer, ein und
wae von allen SA.=Führern ſtürmiſch begrußt.
Vährend einer Pauſe verſtand es Obertruppführer Bern=
Gſno, den verſammelten SA.=Führern im Burghof die geſchicht=
lie
hF itſtehung und Bedeutung der Burg und des Geſchlechts der
Riüe von Frankenſtein zu berichten.
z7 Einbruch der Dunkelheit begaben ſich alle Anweſenden
nauhinn oberen Burghof, wo die mächtigen Flammen eines Holz=
ſtrß
Zum Himmel loderten. Oberführer Dr. Ivers brachte
im iner Feuerrede zum Ausdruck, daß unſer deutſches Volk reich
ancſitren und Gebräuchen ſei, mit denen es das Feſt der Sonnen=
wreſt
lbegehe. Unter allen Bräuchen iſt das Johannisfeuer älte=
ſtelll
gemeingut des geſamten Volkes. Der nationalſozialiſtiſche
Sria, der die alten Volksbräuche wieder neu aufleben läßt, hat
vaſ leem die Berechtigung, dieſes urdeutſche Feſt zu feiern. Als=
daln
sSdachte Dr. Ivers des Führers und gelobte ihm im Namen
alc bei der Urkraft des Feuers, nie von ihm zu laſſen und ihn
in verſchütterlicher Mannestreue zu unterſtützen, daß er ſein gro=
ßeſisVerk
, den Wiederaufbau des Vaterlandes, vollenden könne.
Mlitenn Horſt=Weſſellied fand die würdige Feier ihr Ende.
WVährend die Flammen langſam erloſchen, formierten ſich die
Telſltel mer zu einem Fackelzug den Berghang hinunter nach Nie=
de
sſe rbach, wo man noch einige Zeit in echt kameradſchaftlicher
Weiſuſammenblieb.
Griesheim, 22. Juni. Die Königin der Nacht,
dals Vunder einer einzigen Nacht. In der Gärtnerei von Heinr,
Siſnegler Wwe. in der Alten Darmſtädter Straße kam in
de ſenht von Samstag auf Sonntag dieſe Wunderblume zur
Blä. Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich dieſes Ereignis, das
vienſällumenfreunde angelockt hatte, die ſich dieſe ſeltene Wunder=
blilüt
ie einen Durchmeſſer von 30 Zentimeter hatte, anſahen.
1. Nieder=Ramſtadt, 21. Juni. Saarkundgebung. Die
füſsin menden Samstag in Ausſicht genommene Saarkundgebung
aun In laß des Beſuches der Saar=Sportler in hieſiger Gemeinde
mußvegen der Sonnwendfeier verlegt werden. Sie findet aller
ſchrisſſicht nach 8 Tage ſpäter ſtatt. Jugendfeſt. Am
Seimtrg, den 23. d. M., wird in hieſiger Gemeinde das Jugend=
feſtk
as ſich im Laufe der Jahre zu einem allgemeinen Volksfeſt
enrmk lt hat, gefeiert. Der Vormittag wird ausgefüllt mit der
Aulsagung der Reichsjugendwettkämpfe. Am Nachmittag findet
Vollfſt auf dem Spielplatz Am Lohberg ſtatt. Aus
Sägeerkreiſen. Die beiden hieſigen Geſangvereine nehmen
am) mmenden Sonntag an dem Kreiswertungsſingen des Krei=
ſesyarmſtadt
=Land (Heſſ. Sängerbund) in Eberſtadt teil.
F ränkiſch=Crumbach, 21. Juni. Auf Veranlaſſung der hieſi=
getl
auternſchaft fand im Gaſthaus Zum Löwen eine Verſamm=
lurſetrtt
, in der Herr La, wirtſchaftsrat Petry über genoſ=
ſeichaftliche
Viehverwertung einen Vortrag hielt.
In in, zweiten Teil ſeines Vortrags behandelte der Redner die
bens durchgeführten und noch zu erwartenden Verordnungen,
die ſe Reichsregierung im Intereſſe der Landwirtſchaft auf der
Gündlage des Vierjahresplans erlaſſen hat, und bat die an=
werſedan
Landwirte, volles Vertrauen zur Reichsregierung zu
haſh. Eine Vereinbarung, die zwiſchen der Bezirksbauernſchaft
eine eitts und der Metzger=Pflichtinnung andererſeits abgeſchloſ=
ſens
ſurde, und die im weſentlichen die zu zahlenden Richtpreiſe
amyun den Landwirten direkt an die Metzger verkauftes Vieh
reutt wurde bekanntgegeben. Auch wurde die Ausſtellung des
ſeiss) Juni eingeführten Schlußſcheines, der von Landwirt und
NEetzer unterzeichnet ſein muß, erläutert. In den nächſten Tagen
ſiräc ſim ſelben Lokal ein Vortrag über das Reichserbhofgeſetz
ſtaitt worauf der Wichtigkeit halber ſchon jetzt aufmerkſam ge=
mand
wird.
Ober=Ramſtadt, 21. Juni. Am 4. Oktober 1933 iſt die
Kreisamt Darmſtadt unterm 29. September 1933 erlaſſene
Lelliiverordnung über die Entwäſſerung der Grundſtücke in der
Geimiung Ober=Ramſtadt in Kraft getreten. Der Inhalt die=
ſer
=Aliseiverordnung iſt für alle Bauintereſſenten, beſonders auch
ſe Tiefbauunternehmer, Architekten uſw. ſehr wichtig. Die
hrmeiſterei gibt Druckexemplare in Einzelfällen zum Selbſt=
kofltvieis
ab. In Verbindung mit dieſer Polizeiverordnung
hautts Kreisamt Darmſtadt ebenfalls mit Wirkung vom 4. Okt.
19:Beme Gebührenordnung über die Erhebung einer Kanal=
be
nungsgebühr in der Gemeinde Ober=Ramſtadt erlaſſen. Nach
dichk werden vom Ri. 1934 ab auf je 100 RM. Brandverſiche=
rumwert
bei bebauten bzw. Grundſteuerwert bei unbebauten
Grma)ſtücken 15 Rpf. Kanalbenutzungsgebühr im Jahr erhoben,
Demſſindeſtgebührenſatz iſt 6 RM. Er iſt auch zu zahlen für un=

bemte Grundſtücke, deren Abwäſſer nicht nur aus Regenwaſſer
beſitzen. Die Erhebung der Gebühr erfolgt in zwei Jahresteil=
beuagen
am 25. Juni und 25. November jeden Jahres. Die Ge=
bütln
ſind öffentliche Abgaben und unterliegen der Beitreibung
im kivaltungszwangsperfahren.
0. Michelſtadt 20. Juni. Vom Neuhausbeſitz. Die
OrYsruppe Michelſtadt der Neuhausbeſitzer hielt im Gaſthaus
Zhgrünen Baum eine Verſammlung ab. Als Referent war
einnerr der Geſchäftsſtelle des Landesverbandes erſchienen. Der
Füühr der Ortsgruppe Michelſtadt Joh. Ad. Ihrig, begrüßte
dieße lnwpeſenden und bedauerte, daß ſo wenige aktiven Anteil
heshen, obwohl von der Durchſetzung der Ziele der Gemeinſchaft
deſrlenhausbeſitzer doch Sein oder Nichtſein der einzelnen Neu=
Auteſctzer abhängt. Der Referent, der von der Landesgeſchäfts=
teAlzu
der Verſammlung gekommen war, ſtreifte dann nochmals
ZuN und Ziele des Verbandes und erläuterte kurz die bisher
erlsten Erfolge. Er ſagte u. a., daß zwar noch keine ausrei=
hoer
inanzielle Erleichterung erzielt werden konnte, außer dem
ENS er Grundſteuer ab Oktober 1933, doch ſei erreicht worden,
daß her die Anträge, über die man vor 2 Jahren noch gelacht
erste unter Hinzuziehung der Verbandsleitung beraten wird.
Abciſt- es ſo weit, daß heute keiner mehr um ſein mit Schweiß
unwentbehrungen erſtelltes Heim ſo einfach kommen kann. Eine
Zücenkkung werde in kurzer Zeit eintreten und über eine ge=
Eeiy Schuldenabwertung und ihre Durchführung berate man zur
Br2! Er richtete deshalb die dringende Mahnung an alle Neu=
9acentzer, mitzuhelfen durch den Zuſammenſchluß. Die Ver=
ſa
mlung wurde mit einem Treugelöbnis auf den Führer ge=
ſch
iten.

Die 91. Jahreshaupkverſammlung
der Guſtav=Adolf=Skiftung.
Ci. Erbach, 22. Juni.
Die am Sonntag und Montag, den 1. und 2. Juli, hier ſtatt=
findende
91 Jahresverſammlung des Heſſiſchen Hauptvereins der
Guſtav=Adolf=Stiftung wird unter der Loſung Für Glaube und
Volkstum ſtehen. Für die einzelnen Veranſtaltungen konnten
als Redner ausnahmslos Männer von größter Sachkenntnis ge=
wonnen
werden. So ſprechen im Hauptgottesdienſt am Sonntag=
morgen
Pfarrer Stenzel=Berlin, der früher in Rußland tätig
war, und außer ihm noch der Landesbiſchof Lic. Dr. Dietrich.
Dem Feſtzug ſchließt ſich auf dem Sport= und Erholungspark
eine große öffentliche Volksverſammlung an. Hierbei ſprechen
außer dem Vorſitzenden des Heſſiſchen Hauptvereins und dem Lan=
desbiſchof
Lic. Dr. Dietrich noch Pfarrer Stoſch aus Wittenberg
über Der Deutſche als Kulturpionier in Ueberſee Pfr Stenzel=
Berlin über Blut und Tränen deutſch=evangeliſcher Chriſten in
der Sowjet=Hölle, und Pfr. Steubing aus Saarbrücken über:
Evangeliſch und deutſch an der Saar‟. Die Vorträge werden
umrahmt von muſikaliſchen Darbietungen der Kirchenchöre von
Beerfelden, Erbach, König und Michelſtadt ſowie der Poſaunen=
chöre
von Erbach, Michelſtadt, König und Rothenberg und finden
mit einem Treugelöbnis für Kirche und Volk durch den Ober=
kirchenrat
Propſt Dr. MüllerDarmſtadt ihren Abſchluß. Am
Abend findet dann eine größere Familienfeier in der Feſthalle
ſtatt, die neben verſchiedenen Anſprachen und muſikaliſchen Dar=
bietungen
vor allem einen Vortrag des Profeſſors D. Dr. Cor=
dier
=Gießen über Reiſeeindrücke aus der deutſchen evangeliſchen
Diaſpora in Südſlavien bringt. Gleichzeitig wird in der Stadt=
kirche
des benachbarten Michelſtadt ein Feſtabend abgehalten, bei
dem Pfarrer Stoſch=Wittenberg über Evangeliſche Diakoniſſen=
arbeit
in Braſilien ſpricht. Am Montagvormittag folgt dann
zunächſt im Gemeindehaus eine Verwaltungsratsſitzung und dann
am frühen Nachmittag eine Vorſtandsſitzung des Landesverbands
der Guſtav=Adolf=Frauenvereine im Schützenhof‟. Den Abſchluß
der Tagung bildet dann eine große öffentliche Verſammlung der
Guſtav=Adolf=Frauenvereine in der Feſthalle, in der neben einem
ausführlichen Tätigkeitsbericht über das Jahr 1933/34 ein Vor=
trag
des Pfarrers Stoſch aus Wittenberg über: Segensſpuren
deutſchen Frauendienſtes in Ueberſee und eine Anſprache des
Profeſſors D. Dr. Cordier=Gießen über Frauennöte in Neu= Wer=
bas
noch einmal Aufſchluß und Einblick gewähren über die viel=
ſeitige
ſegensreiche Arbeit des Guſtav=Adolf=Vereins nicht nur für
die evangeliſche Kirche, ſondern vor allem für die Erhaltung und
Stärkung des deutſchen Volkstums jenſeits der Reichsgrenzen.

Ci Erbach, 21. Juni. Wiſſenſchaftlicher Kurſus.
Die ſeit einer Reihe von Jahren von dem Kreisſchulamt und dem
Dekanat Erbach durchgeführten wiſſenſchaftlichen Lehrgänge in
Stockheim finden dieſes Jahr in einer Tagung am kommenden
Mittwoch ihre Fortſetzung. Es ſprechen am Vormittag um 9 Uhr
30 Min. Herr Miniſterialrat Ringshauſen=Darmſtadt über
Die Schule im Dritten Reich und am Nachmittag um 14.30 Uhr
Herr Studienrat Lic Gengnagel=Darmſtadt über. Der evan=
geliſche
Religionsunterricht im Dritten Reich. Bezirks=
verſammlung
des NSLB. Die geſtrige Bezirksverſamm=
lung
des NSLB. Erbach=Michelſtadt war ſehr gut beſucht. Der
ſtellvertretende Obmann Pg. Fleckenſtein beglückwünſchte
nach herzlicher Begrüßung der Verſammlung den Amtsgenoſſen
Diehl= Steinbach zu ſeinem 40jährigen Dienſtjubiläum, dankte
ihm für ſeine ſeitherige erfolgreiche Arbeit und wünſchte ihm auch
für ſeine weitere Tätigkeit alles Gute. Anſchließend wurde einer
ganzen Reihe von Mitgliedern die endgültigen Mitgliedskarten
zugeſtellt, worauf die feierliche Verpflichtung erfolgte. Die wei=
tere
Tagesordnung galt der Erledigung einer Reihe geſchäftlicher
Angelegenheiten, vor allem der Beſprechung des diesjährigen
Jugendfeſtes und der Vorbereitung der großen Reichstagung des
NSLB. in Frankfurt a. M.
j. Aus dem Birkenauer Tal, 20. Juni. Die Regulierungs=
arbeiten
an dem Liebersbach wurden dieſer Tage zu Ende
geführt. Anſchließend werden die Krombach, Hornbach, Mumm=
bach
und Kallſtädterbach inſtandgeſetzt.
Dp. Zwingenberg, 20. Juni. Im Saale des Hotels Zum
Löwen wurde von der Gaufilmſtelle der NSDAP., Gau Heſſen=
Naſſau, der Film Die ſchwarze Sturmfahne vorgeführt. Der
Film zeigt lebenswahr den Exiſtenzkampf der deutſchen Bauern
in den Notjahren 1928 bis 1932, in welchem der Bauer unter=
liegen
mußte, weil die damaligen Regierungen dem Bauern und
ſeinen Erzeugniſſen keinen Schutz angedeihen ließen, im Gegenteil
Hand in Hand mit den Ausbeutern des Bauernfleißes die Fun=
damente
eines geſunden Volkstums unterwühlten.
Bb. Bensheim, 21. Juni. Als Auftakt zur Reichsſchwimm=
woche
fanden hier am Sonntag nachmittag durch Mannſchaften
der SA. und SS. größeren Stils intereſſante Schwimmvorfüh=
rungen
im neuen Schwimmbad ſtatt. Etwa 70 Schwimmer zeig=
ten
dabei richtiges Schwimmen, Hindernis= Rettungs= und Figu=
renſchwimmen
. Große Heiterkeit erregten das Büttenrudern und
das ſogenannte, Schifferſtechen, wobei ſich je 2 Mann auf Flößen
gegenſeitig ins Waſſer zu ſtoßen bemühten. Auch das Schwimmen
in Kleidung wurde gezeigt, ja ſogar das Schwimmen in feld=
marſchmäßiger
Ausrüſtung konnte vorgeführt werden. Für jeden
Tag der Reichsſchwimmwoche ſind, andere Veranſtaltungen vor=
geſehen
. Weinverſteigerung. Die Stadtverwaltung
verſteigerte im Gartenſaal des Bahnhofs=Hotels ein Teil ſtadt=
eigener
1932er Weinernte aus den Lagen Kirchberg, Pfaffenſtein
und Kalkgaſſe, ſämtlich Rieslingprodukte. Die Preiſe bewegten
ſich für je 600 Liter auf 580 bis 780 Mark, dabei müſſen die
Weine in Flaſchenabfüllung durch die Stadtkellerei abgenommen
werden. Die Beteiligung an der Verſteigerung war recht rege.
Heuernte. Die anhaltende Trockenheit hat die Heuernte zwar
ſehr begünſtigt, ſie hat aber andererſeits auch bewirkt, daß das
Ernteergebnis ſehr mäßig iſt und dem Bauern große Sorge er=
wächſt
, wie er bei der unzulänglichen Futtermittelernte ſeinen
Viehſtand durchhalten kann. Das Obſt fällt infolge der Trocken=
heit
maſſenhaft ab, die Körnerbildung beim Getreide iſt ſchwach,
Garten= und Feldgewächſe vertrocknen vielfach, und bei den Kar=
toffeln
iſt die gute Knollenbildung gefährdet, wenn nicht bald
ausgiebiger Regen fällt.
Bb. Bensheim, 19. Juni. Im Rahmen der Reichsſchwimm=
woche
und als deren Auftakt veranſtalteten Sonntag nachmittag
von 3 Uhr ab zum Tag der SA. und SS. etwa 70 Mann dieſer
Formationen im neuen Schwimmbad, hochintereſſante Uebungen
im Schwimmen, Tauchen, Rettungsſchwimmen, Schifferſtechen, Hin=
dernisſchwimmen
und im Schwimmen in Kleidern, ja ſogar in feld=
marſchmäßiger
Ausrüſtung. Für die nächſten Tage ſind zahlreiche
Einzelveranſtaltungen mancherlei Art geplant. Sportreferent Pg.
Leichſenring eröffnete das Anſchwimmen durch eine Anſprache, in
der er auf die Ertüchtigung der Jugend hinwies.
Gernsheim, 20. Juni. Reichsſchwimmwoche. Er=
öffnet
wurde hier die Reichsſchwimmwoche durch Schwimmen des
Jungvolks und der HJ. Bürgermeiſter Schnauber eröffnete
die Schwimmwoche mit einer Anſprache, in der er auf die Bedeu=
tung
der Schwimmwoche hinwies. Für die ganze Woche iſt ein
großes Programm vorgeſehen. An jedem Aband finden Veran=
ſtaltungen
durch irgendeine Oxganiſation ſtatt, u. a. tritt am Frei=
tag
abend der aktive SA.=Sturm mit ſeinen Schwimmern auf den
Plan. Turmſpringen, ein kleines Stafettenſchwimmen, Bütten=
rudern
und Büttenwettkampf. Die Veranſtaltungen werden in der
Zeit von 7.30 bis 9.00 Uhr durchgeführt. Für Sonntag iſt dann
ein großes Programm aufgeſtellt. Waſſerballſpiele, Rettungs=
ſchwimmen
, Feſtſtellen des unbekannten Schwimmers, eine Kata=
ſtrophenübung
des SA.=Pionierſturms, Erkundungsſchwimmen
eines Spähertrupps des aktiven SA.=Sturms.

der Tag der SA. in Erfelden.
üt. Erfelden, 22. Juni. Vorgeſtern verſammelten ſich die
Schwimmer aller Stürme des Sturmbanngebiets II/143 in Er=
felden
, um in friedlichem Wettſtreite ihre Kräfte zu meſſen,
Punkt 9 Uhr ſtanden die SA.=Männer bereit, um ſogleich über die
Hindernisbahn zu laufen. Nach dieſer Leiſtung, die als Erſatz für
Morgengymnaſtik gedacht war, begannen die Wettkämpfe. Zuerſt
wurde der Gepäck=Schwimmkampf ausgetragen, den Sturm 12/143
Erfelden in einer Zeit von 35 Minuten gewann. Nach Beendigung
dieſes Kampfes ſprang die Mannſchaft 12/143 Erfelden feldmarſch=
mäßig
in das Waſſer um die 100 Meter=Bahn zu durchſchwimmen.
Alle erreichten das Ziel. Eine beachtliche Leiſtung war die Zeit
des SA.=Mannes Martin Schad, 12/143, der die Bahn in 1.59
Minuten durchſchwamm. Auch der Sieg in der Staffel fiel an
Sturm 12/143. Hindernisſchwimmen und Tauziehen im Waſſer
vervollſtändigten die Wettkämpfe und trugen zur Erheiterung der
zahlreichen Zuſchauer, die den Rheindamm beſetzt hielten, bei.
Nach Beendigung der Wettkämpfe wies Truppführer Fehrer vom
Sturmbann II/143 auf die Notwendigkeit der körperlichen Ertüch=
tigung
und beſonders auf die Ausbildung im Schwimmen hin.

* Auflöſung der Gemarkung Forſt Dreieich
Eb. Offenbach, 21. Juni. Der Kreistag des Kreiſes
Offenbach hat in einer Dringlichkeitsſitzung der Auflöſung der
ſelbſtändigen Gemarkung Forſt Dreieich zugeſtimmt. Die Ge=
markung
iſt rund 1750 Hektar groß und umfaßt Wald= und Acker=
land
. Sie ſchiebt ſich zwiſchen die Gemeinden Neu=Iſenburg und
Sprendlingen. Alte, teilweiſe im Grundbuch gewahrte Rechte auf
ihr Beſtehen ſowohl für die Gemeinde Neu=Iſenburg als auch für
die Gemeinde Sprendlingen, was beſonders in früheren Jahren zu
vielen Prozeſſen Anlaß gab. Auf Grund von Verhandlungen
zwiſchen den beiden Gemeinden einerſeits und dem Fiskus ande=
rerſeits
entſchied man ſich jetzt für eine Auflöſung der Gemarkung.
845 Hektar ſollen in die Gemeinde Neu=Iſenburg und 896 Hektar
an die Gemeinde Sprendlingen fallen. Das Jagdrecht bleibt dem
Fiskus vorbehalten. Nach eingehendem Referat des Regierungs=
rats
Dr. Walter ſtimmte man der Auflöſung im Rahmen der
dem Kreistag zuſtehenden Befugniſſe zu. Außerdem ſtimmte
man der Erweiterung des Kreiskrankenhauſes in Seligenſtadt zu.
An den Nordflügel ſoll ein Erweiterungsbau angefügt werden,
der u. a. 2 modern ausgeſtattete Operationsräume enthalten ſoll.
Gernsheim, 21. Juni. Im Deutſchen Haus fand ein
Schulungsabend des Reichsbundes deutſcher Beamten ſtatt.
Pg. Schulungsleiter Maireis=Rüſſelsheim kam in ſeinen Ausfüh=
rungen
auf den Punkt 1 und 2 des nationalſozialiſtiſchen Pro=
gramms
zu ſprechen. Der Abend wurde mit einem dreifachen
Sieg=Heil auf den Führer geſchloſſen. Reichsſchwimm=
woche
. Lebhafter Verkehr herrſchte während dieſer Woche abends
am Rhein. Jeden Abend warb eine andere Formation für das
Schwimmen. An einem Abend wurde der Jugend Unterricht im
Rettungsſchwimmen erteilt, und die verſchiedenen Arten von
Griffen bei Rettung Ertrinkender wurden praktiſch vorgeführt.
Verſchiedene SA.=Männer vom Reſerveſturm ſchwammen noch.
eine Strecke von 1000 Metern, wobei der Aelteſte im Alter von
57 Jahren als Erſter durchs Ziel ſchwamm. Donnerstag abend
führte dann der Pi=Sturm ein großes Rettungsſchwimmen vor.
Der Freitag abend gehörte der aktiven SA.; auch hier konnte
man eine Auswahl guter Schwimmer feſtſtellen. Den Abſchluß
bildet dann der Sonntag, wo großer Schwimmbetrieb am Rheine
herrſcht. Turmſpringen, Rettungsſchwimmen, eine Kataſtrophen=
Uebung des Pi=Sturms. Gepäckſchwimmen einer Gruppe des akti=
ven
Sturms und die Suche nach dem unbekannten Schwimmer.
Sicher wird dieſe Veranſtaltung viel dazu beitragen: Jeder
Deutſche ein Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter!
Ca. Lorſch, 20. Juni. Tödlicher Unfall und Wald=
brand
an der Autobahn. Ein Unfall mit tödlichem Aus=
gang
ereignete ſich vorgeſtern vormittags auf der Arbeitsſtelle an
der Reichsautobahn an der Sandabfuhrſtelle. Entgegen den be=
ſtehenden
Vorſchriften ſprang der Arbeiter Philipp Feidner=
Worms nochmals zwiſchen zwei Rollwagen, als die Lokomotive
ſchon das Zeichen zur Abfahrt gegeben hatte. Durch das Anziehen
näherten ſich die beiden Rollwagen infolge ihrer ſchweren Laſt ſo
weit, daß dem Arbeiter der Bruſtkorb vollſtändig eingedrückt
wurde, ſo daß der Tod auf der Stelle eintrat. Nach den Angaben
ſeiner eigenen Kollegen ſoll der Bedauernswerte an ſeinem Tode
ſelbſt ſchuld ſein, weil er ſich nicht an die beſtehenden Vorſchriften
hielt, daß nach dem Zeichen der Maſchine keiner mehr die Wagen
beſteigen darf. Unweit der vorbezeichneten Unfallſtelle entſtand
am Nachmittag ein Waldbrand, der infolge der Trockenheit ſchnell
größere Ausdehnung gewonnen hätte, waren nicht ſofort die vie=
len
Arbeiter mit ihren Werkzeugen zur Stelle geweſen, um das
Feuer wirkſam zu bekämpfen. Es wird vermutet, daß der Brand
durch ſprühende Funken aus der Lokomotive entſtand.
El. Lampertheim, 20. Juni. Abkochen im Wald ſtreng
verboten. Sonntag nachmittag entſtand im Lampertheimer
Wald in der Nähe der Bahnlinie ein Waldbrand, der nicht durch
eine Lokomotive, ſondern durch grobe Fahrläſſigkeit einer wan=
dernden
Jugendgruppe verurſacht wurde, die trotz der Dürre ſo
frevelhaft war, im Wald abzukochen. Nach Ausbrechen des Bran=
des
und als die aufgeſtellte Brandwache herbeieilte, ſuchten die
Buben unter Zurücklaſſung ihres Kochtopfes das Weite Etwa
dreiviertel Morgen junger Buchenwald iſt dem Leichtſinn der
Burſchen zum Opfer gefallen.

Aus Rheinheſſen.

Ah. Worms, 21. Juni. Hoch klingt das Lied vom
braven Mann! In der Nähe des Pfaffenwinkels geriet ein
Ehepaar, aus Herrnsheim, des Schwimmens unkundig, beim
Baden in die fortreißende Strömung. Die Gefahr, in der ſich die
beiden Eheleute befanden, wurde rechtzeitig von dem Sport=
ſchwimmer
Otto Buſcher=Worms bemerkt. Sofort ſprang er hinzu.
Unter Aufbietung ſeiner ganzen Kräfte gelang es ihm zunächſt,
die Frau ans Ufer zu bringen, dann ſchwamm er dem abgetrie=
benen
Ehemann nach. Auch dieſen, der bereits das Bewußtſein
verloren hatte, brachte er ans Ufer. Sofort angeſtellte Wieder=
belebungsverſuche
hatten Erfolg.

Oberheſſen.

h. Bad Nauheim, 21. Juni. Guter Kurbeſuch. Unſer
Herzheilbad erfreut ſich trotz der nicht gerade günſtigen Ausſichten
für den internationalen Reiſeverkehr bis jetzt eines guten Be=
ſuches
. Die höchſte Tagesbäderzahl, welche im vorigen Sommer
am 24. Juli erreicht wurde, wurde am 11. Juni ds. Js. bereits
überſchritten. Auch die Zahl der Kurgäſte aus dem Ausland und
dem Inland iſt gegenüber dem Vorjahre bedeutend angeſtiegen.
Gießen, 21 Juni. Ein Kind von einſtürzendem
Mauerwerk erſchlagen. Geſtern nachmittag wurde hier
das acht Jahre alte Töchterchen des Melkers Klein von einem
einſtürzenden Backſteinpfeiler und Mauerwerk an der Toreinfahrt
einer Abbruchſtelle erſchlagen. Das Kind ſtand an der Unfall=
ſtelle
, um ein von dem Abbruchplatz kommendes Fuhrwerk vorbei=
zulaſſen
. Unglücklicherweiſe ſtieß der Wagen an das ſchwere
eiſerne Gittertor der Einfahrt, wodurch der Mauerpfeiler und ein
Stück der Mauer einſtürzten und das Kind unter ſich begruben,
das auf der Stelle tot war.
Gießen, 21. Juni. Neuer Schulrat in Gießen. Zum
Stadtſchulrat in Gießen wurde mit ſofortiger Wirkung der im
letzten Frühjahr zum Kreisſchulrat in Büdingen beſtimmte Rek=
tor
Nebeling ernannt. Schulrat Nebeling wurde auch mit der
Wahrnehmung der Geſchäfte des Kreisſchulrats im Kreis Gießen
beauftragt.

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[ ][  ][ ]

Zum Gedenken der Token von Scapa Flow.

Abordnungen der Marinevereine im Berliner Ehrenmal Unter den Linden
bei einer Gedenkfeier für die bei der Verſenkung der deutſchen Flotte Gefallenen, zu deren ſtiller

Ehrung ein Kranz niedergelegt wurde.

Sonnenwendfeier der Deutſchen Arbeitsfronk.


Das Sonnenwendfeuer in den Müggelbergen bei Berlin,
M
wo in der Nacht vom 20. zum 21. Juni die Deutſche Arbeitsfront die Sommer=Sonnenwendfeier begirn 0

Schweres Unglück auf der Karſten=Zenkrum=Grube.
Reich und Ausland.

Bericht des Kapikäns Petermoeller vom
Dampfer Dresden an den Nordd. Llond

Bremen. Der Norddeutſche Lloyd teilt mit:
Von Bord des zurzeit auf der Reiſe von Sta=
vanger
nach Bremerhaven befindlichen Dampfers
Stuttgart, des Nordd. Lloyd ging Freitag ge=
gen
18 Uhr ein Funkſpruch ein, der beſagt, daß
Kapitän Petermoeller Dampfer Dresden nach
der Grundberührung 5 Seemeilen von der Unfall=
ſtelle
entfernt mit dem Vorderſchiff an einem von
ihm ſorgfältig ausgeſuchten Platz auf Grund ge=
ſetzt
habe, da der Schiffsboden ſchwer beſchädigt
war. Das Anſtrandſetzen des Dampfers Dres=
den
erfolgte ſo rechtzeitig, daß alle an Bord be=
findlichen
Perſonen durch Schiffsboote bzw. Hilfs=
boote
ohne Uebereilung gelandet werden konnten.
Die reibungsloſe Landung iſt den tadelfrei funk=
tionierenden
Rettungsgeräten, den umſichtigen
Maßnahmen des Kommandos und der vollkom=
menen
Seemannſchaft der Beſatzung zuzuſchreiben.
Die ſchiffsſeitigen Bemühungen wurden unter=
ſtützt
durch die Ruhe und Selbſtbeherrſchung aller
Fahrgäſte, unter denen ſich keine Spur von Panik
bemerkbar machte. In höchſter Weiſe iſt die dem
Dampfer Dresden erwieſene Aſſiſtenz durch die
durch ihn herbeigerufenen Hilfsdampfer anzuer=
kennen
. Beim Herablaſſen von Boot 2 fielen
einige Paſſagiere ins Waſſer, Beſatzungsmitglie=
der
ſprangen von der Höhe des Bootsdecks nach.
Leider ſind ſpäter zwei Frauen auf dem Transport
nach Stavanger verſtorben. Alle privaten und
amtlichen Stellen in Kopervik und in Stavanger
wetteiferten miteinander im Empfang und in der
Unterſtützung der Geſtrandeten. Dem Verhalten
aller am Hilfswerk beteiligten norwegiſchen Stel=
len
und Perſönlichkeiten muß großes Lob gezollt
werden.
Lloyddampfer Stuttgart übernahm ſämtliche
Paſſagiere, ſowie die geſamte Beſatzung der
Dresden‟. Die Stimmung unter den Heimkehrern
iſt gut. Alle Fahrgäſte erkennen die beſchleunigte
Hilfeleiſtung des Dampfers Stuttgart, an.
Dampfer Stuttgart trifft am Samstag, den
23. Juni, um 13.30 Uhr, in Bremerhaven ein.

Dr. Ley empfängt die Fahrgäſte der Dresden.
Berlin. Dr. Ley wird ſich am Samstag nach
Bremerhaven begeben, um dort die Fahrgäſte der
bei Stavanger geſcheiterten Dresden perſönlich
zu empfangen. Im übrigen hören wir, daß im
Auftrage Dr. Leys und mit ſeinen Vollmachten
zwei Sonderbeauftragte im Flugzeug nach Nor=
wegen
gereiſt ſind, um dort alle notwendigen
Maßnahmen im Intereſſe der Urlauber der NS.=
Gemeinſchaft Kraft durch Freude zu treffen.

Das Verkehrsflugzeug KölnFrankfurt
verunglückt.
Frankfurt a. M. Zwiſchen Köln und
Frankfurt a. M. iſt am Freitag vormittag, kurz
vor 9 Uhr, ein Verkehrsflugzeug mit fünf Per=
ſonen
über dem Taunus verunglückt. Die fün
Fluggäſte und der Flugmaſchiniſt wurden zum Teil
leicht verletzt. Der Flugzeugführer fand den Tod.
Die Urſache des Unfalls konnte noch nicht aufge=
klärt
werden.
Der Flugzeugunfall an der Hohen Wurzel im
Taunus hat noch ein zweites Menſchenleben ge=
fordert
. Der ſchwerverletzte Gottfried Haindel
aus Düſſeldorf iſt geſtern nachmittag ebenfalls ge=
ſtorben
.


Großfeuer in Weißenſtadt.
Bis jetzt fünf Wohnhäuſer niedergebrannt.
Hof. Geſtern früh, um 1.30 Uhr, brach in
Weißenſtadt ein Feuer aus, das ſich in kürzeſter
Zeit auf verſchiedene in der Bahnhofsſtraße ge=
legene
Anweſen ausbreitete. Durch den in Weißen
ſtadt ſtationierten Polizeikommiſſar Kiesling wur=
den
die Feuerwehren von Weißenſtadt und Um=
gebung
alarmiert. Auch die Motorſpritze von
Wunſiedel war erſchienen. Bis gegen 4 Uhr früh
ſind fünf Wohnhäuſer dem Feuer zum Opfer ge=
fallen
. Die Feuerwehren verſuchten mit vereinten
Kräften, dem Feuer Einhalt, zu bieten. Zur
Stunde wütet das Großfeuer noch weiter. Die
Urſache des Brandes konnte bis jetzt noch nicht
feſtgeſtellt werden.

Das vorläufige Werkungsergebnis

gchanden ſein mit
n. den gemäßigten
grut ſind.
So hat beiſp

Die Karſten=Zentrum=Grube bei Beuthen,
in der durch Preſſung der Stollenwände ſieben Bergleute eingeſchloſſen wurden. Alle ſieben
wurden tot geborgen. Das Unglück wurde durch ein tektoniſches Erdbeben verurſacht, das die in
Eiſen ausgebaute Strecke zuſammenpreßte.

Die 2. Strecke des Oeutſchlandfluges.

Berlin. Der Start zum 2. Streckenflug des
Deutſchlandfluges 1934 hat ſich wegen des ſchlech=
ten
Wetters um 2 Stunden verzögert. Die erſten
Maſchinen ſtarteten gegen 7 Uhr.
Nachdem die Teilnehmer des Deutſchlandfluges
eine etwas längere Pauſe gehabt hatten, wurden
ſie von 7 Uhr ab auf die Reiſe geſchickt. Der Flug
führte am Freitag nach Schleſien über eine 832
Kilometer lange Strecke. Die Streckenleiſtung iſt
kurz, aber an dieſem Tage ſind in den gebirgiſchen
und waldreichen Gegenden Schleſiens, die von der
Ausſchreibung ausgeſchriebenen Orteraufgaben zu
löſen, die ſicherlich manches Flugzeug eine Zeit=
lang
aufhalten werden. In der Zeit von 7 bis
8.20 Uhr ſtarteten 94 Flugzeuge, und zwar 9 Ver=
bände
zu drei Maſchinen, 3 Formationen zu vier
Flugzeugen, 4 Fünferſtaffeln, 1 Formation von
ſieben Apparaten, die durch einen Ausfall auf
ſechs Apparate vermindert wurde und ſchließlich
4 Staffeln zu je ſieben Flugzeugen.

Etappe Hirſchberg.
Hirſchberg. Beim Deutſchlandflug überflog
der Verband A. 2 der Fliegeruntergruppe Berlin
um 8.36 Uhr als erſter das Ziel auf dem Hirſch=
berger
Flughafen. Es handelt ſich um die drei
Klemm=Maſchinen, geflogen von Geyer, Kamm=
huber
und Schwartzkopff. Dieſer Verband war um
8.13 Uhr in Görlitz geſtartet. Bald danach ſind
vier weitere Geſchwader eingetroffen; zwei davon
ſind bereits weitergeflogen.
Etappe Görlitz.
Görlitz. Als erſte Gruppe der Teilnehmer
am Deutſchlandflug landete am Freitag, um 8.05
Uhr, der Verband A 2, von der Landesgruppe
Berlin I, mit drei Flugzeugen auf dem Görlitzer
Flugplatz. Dann landete die Gruppe A 3, um
8.25 Uhr. Als dritter Verband folgte B 2 um
8.41 Uhr. Gruppe A 2, die in Görlitz zuerſt ge=
landet
war, iſt um 8.15 Uhr nach Hirſchberg wei=
tergeflogen
.

A 2, B 4, D 2, D 3, B 2, B 5, B 3. D 1 und G 2.
Sehr lebhaft wurde das Erſcheinen des Gaulei=
ters
und Oberpräſidenten von Oſtpreußen, Koch
begrüßt, der den Deutſchlandflug als Orter in der
Staffel G 2. Königsberg, mitmacht. Die Teilneh=
mer
hatten am zweiten Flugtag erſtmalig bei ins=
geſamt
14 auszuführenden Sichtungspunkten die
Beurkundungen darüber abzuwerfen. Dieſe ge
wiß nicht allzu leichte Aufgabe war vor allen
Dingen im Rieſengebirge ſchwer zu erfüllen. In=
zwiſchen
kam ſchon aus Glogau die Meldung, daß
dort, um 12.44 Uhr, A. 3 eingetroffen war. Das
Geſchwader flog kurze Zeit nach der Landung wei=
ter
und paſſierte die Wendemarke Sagan um
13.26 Uhr.
In Neiße hatte die Klemm=Maſchine des Pilo=
ten
Mai, vom Unterverband Oberſchleſien, D 7
Motorſchaden, der bisher noch nicht behoben wer=
den
konnte. Von Breslau nach Glogau ſind in=
zwiſchen
noch B 4 (12.41 Uhr), B 2 (13.04 Uhr)
und D 3 (13.08 Uhr) in Richtung Glogau abge=
flogen
.
Glogau. Als erſte Formation landete das
Geſchwader der Fliegeruntergruppe Bayern, A. 3,
um 12.44 Uhr in Glogau. Es flog ſofort in Rich=
tung
Sagan weiter. Um 13.12 Uhr erſchien das
Geſchwader der Fliegerortsgruppe Hannover, um
13.18 Uhr Fliegeruntergruppe Berlin. Das Flug=
zeug
D. Ezim, mit dem Flieger Schwartzkopff und
dem Orter Fiſſer, erlitt bei der Landung einen
Fahrgeſtellbruch.

Die Deutſchlandflieger in Breslau und Glogau.

Breslau. Bis 13.02 Uhr hatten, vom letzten
Zwangslandungsplatz in Neiſſe kommend, 38 Ma=
ſchinen
von 10 Verbänden den Breslauer Flug=
hafen
erreicht, und zwar in der Reihenfolge A. 3,

Die Bayern als erſte wieder in Tempelhof.
Berlin. Der zweite Tag des Deutſchland=
luges
nahm, genau ſo wie der erſte, einen flot=
ten
Verlauf. Bereits am frühen Nachmittag, um
15.05 Uhr, konnte die erſte Mannſchaft nach Zu=
rücklegung
der 832 Kilometer langen Strecke, die
die Flugzeuge nach Schleſien führte, wieder in
Tempelhof landen. Es war die bayeriſche Mann=
ſchaft
, auf drei Flugzeugen der Bayeriſchen Flug
zeugwerke, die wenige Minuten nach 7 Uhr von
Tempelhof auf die Reiſe gegangen war. Um 15.3
Uhr folgte eine weitere Dreierkette, und zwar die
Staffel der Hannoveraner. Als nächſte Teilneh=
mer
beendeten den Flug des zweiten Tages die
Staffel der Bremer Ortsgruppe (5 Flugzeuge) um
16.15 Uhr, der Magdeburger Flieger (3 Flug
zeuge) um 16.20 Uhr. Dann folgten drei Ma=
ſchinen
der Fliegerlandesgruppe 14, Berlin, um
16.36 Uhr, und um 16.56 Uhr kam der erſte Sie=
benerſchwarm
, nämlich die Heinkelformation der
Königsberger. Auch die anderen Mannſchaften
waren in den Nachmittagsſtunden des Freitags
im flotten Anmarſch auf Berlin,

Berlin. Die Wettbewerbsleitung des Deuſc) zwſeln nördlich bo
landfluges hat in ſpäter Abendſtunde des Dom Zittorig=Inſel und
nerstags noch ein vorläufiges Wertungsergebnm 8Ghanntlich wikd
für den erſten Tag errechnet. Es iſt allerdings dch imgen Jahrzehnl
mit zu rechnen, daß dieſe vorläufige Wertung nau ürffhundert engliſe
Aenderungen erfährt; denn es fehlen noch eini reiſeß. Die Rohlel
im en erheblichen
Meldungen von den Wendemarken.
Nach den bisher vorliegenden Wertungsergey Gleichfalls
niſſen hat der Veranſtalter ſeine Abſicht, don sisburne, wird ſe
Staffelfliegen beſonders in den Vordergrund; / alrzehntelang die
ſtellen, voll erreicht. Alle Siebenerſtaffeln, die ij Nationen ve=
Rennen ſind, konnten die höchſt erreichbare Punkn ze gend eingeſtellt
zahl des Tages für ſich verbuchen, und zwar / nößerem Umfan
350 Punkte. Es ſind dies die Staffeln der Fläh Ulnska, in der
gergruppe Danzig, Königsberg, Eßlingen, Mann Et ngeborenen,
heim und Berlin. Letztere drei benutzten zu ihren ſochle für ihren
Flug Klemm=Flugzeuge. Danzig flog mit Fieſß uungsſchulen und
ler=Maſchinen, und Königsberg mit Heinkel=Dow Felll= und Leben.
peldeckern. Gleichfalls die höchſte Punktzahl e= ſer ſchon ſeine
reichten drei Staffeln aus der Gruppe der Wanr 1/Teilnehmer v
derſtaffeln, und zwar die Mannſchaften der Flün Fuarſchungsexpedit
gergruppen Bremen auf Focke=Wulff, Oberſchleſiey gegern im Lidde
auf Klemm und Hamburg ebenfalls auf Klemnm Si einkohle und
Mit mehr oder weniger kurzen Abſtänden folgen muter den Eispar
dann die anderen Wettbewerbsteilnehmer. Aiktis und Anta=
Seit Abbau gewi
Fugge ſein.
Profeſſor Paul Hinneberg .
Berlin. Prof. Dr. phil. Paul Hinnebeig,
Mitglied der Preußiſchen Akademie der Wiſſem 9!
ſchaften, iſt am Donnerstag, wie der Tag meg !"
det, in Berlin im 73. Lebensjahr geſtorben. Miü Hen Erdoledl
Paul Hinneberg verliert die deutſche Wiſſenſchav M? Bet ergriff
einen ihrer vorzüglichſten Organiſatoren. De0 Awſe Erdülge

Gelehrte, der aus der Schule Rankes und Treiſch
kes hervorgegangen iſt, trat im Jahre 1892 aun
den beſonderen Wunſch Theodor Mommſens in di0
Schriftleitung der Deutſchen Literaturzeitung:
ein. In den vier Jahrzehnten ſeiner Schriftle?

tung, bzw. der im Auftrage der Akademie de‟
Wiſſenſchaften von ihm beſorgten Herausgabe, h04
Hinneberg die Erörterung aller weſentlichen Pran
bleme durch Autoritäten auf allen Gebieten gud
pflegt. Weiten Kreiſen iſt der Gelehrte dann alld
Herausgeber des umfaſſenden Sammelwerteel
Kultur der Gegenwart bekannt geworden, II
dem ebenfalls Wiſſenſchaftler von Rang Monau
graphien aus ihrem Forſchungsfach zu einer 06e
ſamtſchau der Geiſtesgeſchichte vereinigten. Endlin,
ſei noch die von Hinneberg begonnene Buchreih! ?
Das wiſſenſchaftliche Weltbild erwähnt.
Rötzlich tre
Das letzte Opfer von Karſten Zentrum geborgent iſtt der Sch
Beuthen. Am Freitag nachmittag wurm) A Mit ſchnel
der Lehrhäuer Johann Hoheiſel aus Beuthen alld M. Baren,
letztes Opfer des ſchweren Unglücks in Karſte3) Reuenüimmer
Zentrum geborgen. Wie wir erfahren, wird dig Mch ſtand.
gemeinſame Beiſetzung der ſieben auf dem Felh) 207 dunkel;
der Arbeit gefallenen Bergleute am Sonntch4 3c0etengt ar
nachmittag, um 16 Uhr, in Beuthen erfolgen. Daß herüberdran

Die deulſche Jugend grüßt Friedrich M dibiſchen an

1 geführtes Gef

Duer Frau. Ei
v. Schiller an ſeiner Geburtsſtante. s chien ſch ein
Stuttgart. Zu einer Kundgebung v9 T2. Lepbich, ein M
jugendlichem Feuer geſtaltete ſich die große 50d. Doei, ein Stuhl
digung, die die deutſche Jugend am. Donnersich eid rſtickte ech
abend in Marbach, der Geburtsſtätte Friedrolt, odlien würde.
Schillers, dem großen Dichter darbrachte. OD, dn Sür ächſten A.
Hitlerjungen aus allen Gauen Deutſchlands häite
unde
in Stafettenläufen ihre Gaben nach Marbac) 2ic
bracht. Von welcher Diſziplin das von der De‟

unternommene Werk, getragen war, bewies
Tatſache, daß die Stafettenläufer genau zur. L
ſtimmten Zeit in Marbach eingetroffen wareh.
in der Stunde der Nation vom Reichsſelle
Stuttgart übertragene Kundgebung war für. Ne
Teilnehmer ein großes Erlebnis. Beſonders!0
drucksvoll war es, als die Jungen aus den Ialt
deutſchen Gauen, der Weſtfale, der Schleswi9=9e
ſteiner, der Oſtpreuße, der Oberſchleſier und Pe
Bayer, ihre Urkunden verlaſen und ihre Gade.
dem Denkmal Friedrich Schillers niederlehte
Der Weſtfale hatte von der Ewigen Flamme.L
Schlageter=Denkmals in Kaiſerswerth einen. Le
ken nach Marbach gebracht und dort das Soſſce.
wendfeuer entflammt. Kohle von der Sall."

Edelweiß von den Alpen brachten die Jungel.
ein Mädel aus Oeſterreich überbrachte das Deultie
landlied. Mit dem Kampflied der HJ. ſchloß De

einzigartige und auf alle deutſchen Sender A.
tragene Kundgeburg der deutſchen Jugend. De.
Zeugnis ablegte von dem Geiſt Friedrich Shl
lers und Albert Leo Schlageters, der in De
Jugend lebendig iſt.

[ ][  ][ ]

hustag, 23. Juni 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 171 Seite 9

Kohle und Gold am Nordpol.
Mkeil Schähe unter Eispatzert. Zuküanftige Bersverke im Eisneergebiek. Erdäl unter ewigen Eis.
Ner und Kupfer in der Polarzone. Die Kohlenfelder auf Anadyr. Was will Byrd wirklich am Südpol?

Die Sachverſtändigen der amerikaniſchen Wirt=
ſchaft
blicken auf die Fortſchritte der großen ameri=
kaniſchen
Südpolar=Expedition des Polarforſchers
Byrd nicht nur der Wiſſenſchaft zuliebe hat man
ſeine koſtſpielige Expedition ſo großzügig ausgerüſtet.
Und jetzt eben erſt kam aus Rußland eine Nachricht
von Entdeckungen der Hilfsexpeditionen für die
Tſcheljuſkin=Mannſchaft: Auf der Halbinſel Anadyr,
in den arktiſchen Gewäſſern, ſind rieſige Kohlevor=
bmmen
aufgefunden worden. Die Kohlenflöze auf
Anadyr ſollen ſich nach den Angaben wiſſenſchaft=
licher
Mitarbeiter der Rettungsexpedition ſo nahe
unter der Erdoberfläche befinden, daß der Abbau
teilweiſe im Tagebau ausgeführt werden kann. Roh=
ſtoffe
und Schätze die von der Weltwirtſchaft be=
gehrt
werden, ruhen unter ewigen Eispanzern
wir kommen in das Jahrzehnt der großen Polar=
Ausbeutungen, der Gruben und Induſtriewerke
mitten im Gebiet der Eismeere.
Kohle in Polarzonen.
2er Wiſſenſchaft kommt es weniger überraſchend als der
biggeren Oeffentlichkeit, daß zum Beiſpiel Kohleſchätze in an=
ſohnend
rieſigen Mengen auf der Halbinſel Anadyr aufgefunden
wiim ſind. Es ſteht längſt feſt, daß Kohlenflöze von großer
VYir gkeit in allen arktiſchen und antarktiſchen Landgebieten
bipranden ſein müſſen, wie auch ſonſt überall auf dem Feſtland
inſ ſei gemäßigten und heißen Zonen Kohlevorkommen be=
kelnt
ſind.
So hat beiſpielsweiſe Stefanſſon Kohlenflöze auf allen
Eyhlnr nördlich vom weſtlichen Kanada gefunden, nur auf der
Biol ia=Inſel und auf der Meighen=Inſel gibt es keine Kohle.
Bſimitlich wird Steinkohle von beſonderer Qualität ſeit
eunſern Jahrzehnten in Spitzbergen abgebaut, alſo ungefähr
füſtwhendert engliſche Meilen nördlich von der Grenze des Polar=
kuſei
?. Die Kohlenminen von Spitzbergen verſorgen heute ſchon
einn erheblichen Teil von Skandinavien mit guter Steinkohle.
GTeichfalls nördlich vom Polarkreis, in Alaska, am Kap
Aißurne, wird ſchon ſeit 1885 eine Kohlenmine ausgebeutet die
jeſch entelang die Walfiſchfang=Flotten aller Walfang betreiben=
diich
Rationen verſorgt hat. Da aber der Walfang in jener
Gſe(nd eingeſtellt wurde, wird die Mine heute nicht mehr in
guöe em Umfange ausgebeutet. An der nördlichſten Küſte von
Mlekr, in der Niederlaſſung Wainwright fördern heute die
GiyeSorenen, die Alaska=Eskimos, in primitivem Tagebau
Hoe für ihren eigenen Bedarf und zum Verkauf an Regie=
rumsſchulen
und Miſſionare, ſowie an die Niederlaſſungen der
55 mnd Lebensmittelhändler. Mancher Eismeerdampfer hat
hitk hon ſeine Kohle getankt.
Teilnehmer von Polarexpeditionen, wie die Mitglieder der
Fddrungsexpedition von Stefanſſon, haben in ihren Winter=
lalſgen
im Liddon=Golf und bei Kap Graſſy ſelbſtgefundene
SAmohle und Braunkohle gebrannt! Ohne Zweifel wird es
dulr den Eispanzern des Feſtlandes und der Inſeln in der
Shs und Antarktis mächtige Kohlenflöze geben ob aber
dimA.bbau gewinnbringend iſt, dürfte die ausſchlaggebende
Fütze ſein.
Erdöl mitten in der Arktis.
Vor kurzer Zeit lief eine wenig beachtete Mitteilung durch
bMTngespreſſe, daß die amerikaniſche Marine von einem grö=
ßiſn
Erdöl=Lager im arktiſchen Alaska für ihre eigene Verſor=
gyu
Beſitz ergriffen und die Ausbeute ſich geſichert habe! Dieſes
fünſt= Erdölgebiet der Marine der USA. befindet, ſich bei Kap

Simpſon, welches nächſt Kap Barrow die nördlichſte Landſpitze in
Alaska iſt.
Auch die Oelfelder der Imperial Oil Company von Kanada
mit ihren weithin ragenden Bohrtürmen am Mackenzie=Fluß, die
eine Millionenausbeute verſprechen, reichen von dem Erdölgebiet
ſüdlich vom Polarkreis bis weit über die Polarkreisgrenze in
arktiſches Gebiet hinein.
Sogar fünfhundert engliſche Meilen nördlich vom Polarkreis,
auf ungefähr der Höhe von Spitzbergen, nämlich auf der Mel=
ville
=Inſel, gibt es reiche Erdölvorkommen, die ohne Zweifel
eines Tages dazu führen werden, daß hier mitten im Eismeer
eine Oelſtadt entſtehen wird mit dem ganzen Betrieb der amerika=
niſchen
Erdölfelder ...
Kupfer und Eiſen ..."
Gerade in den letzten Jahren ſind Kupferfelder und Eiſenerze
in polaren Gebieten entdeckt worden, nachdem man jahrelang der
Anſicht geweſen iſt, daß in den arktiſchen Gebieten nicht auf der=
artige
Vorkommen zu rechnen ſei.
Eines Tages wird man ſo weit ſein, daß Kupferbergwerke
mitten im Eismeergürtel zwiſchen der Bäreninſel und der Vik=
toria
=Inſel entſtehen es fragt ſich nur, welche Bewegungen bis
dahin die Kupfer=Preiſe machen werden, ſo daß die Frage klar
iſt, ob ſich eine Ausbeute arktiſcher Kupferminen lohnen wird oder
nicht. Da der Weltbedarf an Kupfer durch das Vordringen der
Elektrizität immer mehr ſteigt, ſcheint der Augenblick der Eröff=
nung
arktiſcher Kupferbergwerke durchaus nicht mehr in utopiſchen
Fernen zu liegen.
Außer Kupfer ſind in verſchiedenen Teilen der Arktis in den
letzten Jahren auch Eiſen= und Zinnvorkommen feſtgeſtellt wor=
den
daneben aber iſt auch bereits Gold, Silber und Platin ge=
funden
worden. Nichts erſcheint für die Zukunft unmöglich, ſchließ=
lich
wird ja auf Grönland längſt das Mineral Cryſolith ( Eis=
ſtein
) bergbaumäßig gewonnen und in Mengen nach den USA.
gebracht.
Die Polarſiedlungen der Zukunft.
Es läßt ſich unſchwer, ohne daß dabei die Rede ſein kann von
Utopien oder von fernen Wunſchträumen, vorausſagen, wie es
nach einigen Jahren mitten in den arktiſchen und antarktiſchen
Gebieten ausſehen wird. Auf vielen Inſeln und dort überall, wo
man das Land heute als Feſtland bezeichnet, werden Sied=
lungen
aus dem Boden wachſen, wird die Induſtrie mit ihrem
geſamten Troß an Menſchen und Gütern ihren Einzug halten.
Der Verkehr von Siedlung zu Siedlung wird ſich mit Hunde=
ſchlitten
, mit Renntier=Schlitten und mit Flugzeugen vollziehen.
Die Umgebung dieſer Minen= und Bergbauſiedlungen wird ſich
in wenigen Jahren vollkommen verändern. Wenn auch in dem
arktiſchen Klima keine Landſchaften der gemäßigten Zonen her=
vorzuzaubern
ſind, ſo wird doch das an Pflanzen= und Tierwelt,
was verfügbar iſt, in weitem Maße zur Beſſerung der polaren
Lebensbedingungen herangezogen werden.
Umſteigen in Polarſtadt!
Es iſt auch keine Utopie mehr, heute ſchon von Flughäfen und
Luftbahnhöfen in den polaren Zonen zu ſprechen. Der Luftweg
wird eines Tages Europa und Amerika ſowie Aſien und Europa
und Aſien und Amerika mitten über polare Gebiete hinweg ver=
binden
, Tauſende von Kilometern Luftweg werden abgekürzt, und
die Frage von Landeplätzen und zukünftigen Flughäfen wird
wahrſcheinlich ſchneller aufgeworfen und in die Tat umgeſetzt
werden, als heute mancher denken mag.
Einmal wird es ſoweit ſein, daß der Luftpaſſagier in Berlin
ſeinen Sitz in der Kabine einnimmt und irgendwo in der Arktis,
in einem allerdings im Augenblick noch utopiſchen in einigen
Jahren aber wirklich vorhandenen Luftbahnhof Polarſtadt um=

ſteigen wird, um Angehörige in einer der Polarſiedlungen zu be=
ſuchen
, anſtatt mit der flugplanmäßigen Linie nach. Amerika
oder Japan weiterzufliegen
H. H.
Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier, Freiburg 251.
Frankfurt: Samstag, 23. Jun
5.45: Choral, Zeit, Wetter. 5.50 und 6.15: Gymnaſtik.
6.40: Zeit, Meldungen. 6. 50: Wetter. 6.55: Stuttgart:
Frühkonzerr (Schallpl.). 8.15: Waſſerſtand, Wetter. 8.20:
Stuttgart: Gymnaſtik. 9.30: Nur Trier: Werbekonzert.
1000: Nachr. 10.10: Schulfunk: Aus Richard Wagners
Der fliegende Holländer, 11.00: Werbekonzert. 11.40:
Meldungen. 11.50: Sozialdienſt.
12.00: Stuttgart: Funkorcheſter. Ltg.: Guſtav Görlich. 13.00:
Zeit, Nachr., Saardienſt. 13.10: Nachr. 13.20: Stuttgart:
Schallplatten: Leicht und flott. Dazw. (13.50): Zeit, Nachr.
14.30; Fröhliches Wochenend. 15.10: Stuttgart: Lernt morſen.
15.30: Wetter. 15.45: Quer durch die Wirtſchaft.
16 00: Berlin: Nachmittagskonzert d. Berliner Orcheſter= Gemein=
haft
. Zwiſchenſpiel: Schauſpieler der jungen Generation.
13.00: Stimme der Grenze. 18.20: Wochenſchau. 18.35:
Stegreifſendung. 18.50: Zeit, Wetter.
19.00 Hamburg: Die Funk=Tanzkapelle. 20.00: Zeit, Nachr.
20 05: Saarländiſche Umſchau. 20.15: Worms: Großer luſtiger
Abend. 22.20: Zeit, Nachr. 22.30: Vom Deutſchland=
ſender
: Hörbericht vom Deutſchlandfläg 1934. 22.45: Nachr.,
Wetter, Sport. 23 00: Köln; Fröhliche Tanzunterhaltung.
24.00; Stuttgart: Nachtmuſik.
Deutſchlandſender
Welle 1571
Deutſchlandſender: Sonnabend, 23. Junf
5.45: Hamburg: Wetter. 5.50: Nachr. 6.00: Berlin: Gym=
naſtik
. 6.15: Tagesſpruch. 6.20: Kömgsberg: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): Nachr. 8.00: Sperrzeit. 8.45:
Leibesübung für die Frau. 9.40: Sport. 10.00: Nachr.

1145: Der deutſche Gedanke: H. Scheidt: Weg ins Proletariat.
12.00: Stuttgart: Funkorcheſter. Ltg.: Görlich. 12.55: Zeit=
zeichen
13.00: Wetter. Anſchl.: Wochenendunterhaltung
aut Schallpl. Anſchl.: Wetter. 13.45: Nachr. und Kurz=
nachrichten
vom Deutſchlandflug. 14.00: Sperrzeit. 14.45:
Glückwünſche. 15.00: Wekter, Börſe. 15.15: Kinderbaſtel=
ſtunde
: Wir ſpelen im Sande. 15.45: K. E. Weiß: Wirt=
ſchaftswochenſchau
.
16.00: Nachmittagskonzert aus Heringsdorf. 17.30: G. Schäfer:
Sportwochenſchau 17.50: Zeitfunk. 18.00: Schallplatten=
brettl
. 18.35: Arbeitskamerad, Du biſt gememt! 18.50:
Der deutſche Rundfunk bringt.
19.00: Im Wald, wo’s Echo ſchallt. Geblaſenes, Getwommeltes
und Geflötetes. 19.55: Glockengeläute. 20.00: Kernſpruch.
Anſchl.: Wetter und Kurznachr. 20.10: In Werder ſteht eim
Kirſchenbaum. Hörbilderſpiel aus dem Havelgau. 22.00:

Am Ziel n. beendigr. Nordeutſchlandtahrt. 22.4:
berichk. 23.00: Köm: Fröhliche Tanzunterhaltung.

Welterbericht.
Nachdem der Sturmwirbel ſehr ſchnell von England nach
Dänemark gewandert iſt, verurſacht die Kaltluft, die an der Rück=
ſeite
dieſer Störung abwärts fließt, Barometeranſtieg und be=
wirkte
bereits ſtärkere Aufheiterung. Da aber bei ungehinderter
Einſtrahlung das Feſtland in kurzer Zeit verhältnismäßig ſtärker
erwärmt, wird bei dem Zuſammentreffen verſchieden temperier=
ter
Luftmaſſen wieder Neigung zu gewittrigen Störungen mit
ſchauerartigen Niederſchlägen aufkommen.
Ausſichten für Samstag, den 23. Juni: Teils heiter, teils wolkig.
tagsüber wärmer, nachts kühler, vorübergehend gewitter=
drohende
Bewölkung.
Ausſichten für Sonntag, den 24. Juni: Bei heiterem Himmel
tagsüber recht warm, nachts friſch, vereinzelte Gewitter=
ſtörungen
.

E

Roman von Wolfheinrich v. d. Mülbe

Pkötzlich trat er einen Schritt zurück und horchte. War das
mit der Schrei einer Frauenſtimme geweſen?
Mit ſchnellen Bewegungen, die eigentümlich ſicher und laui=
IIBwaren, ſchloß er das Fenſter und ging an die Tür zum
Rleuzzimmer. Er rückte leiſe den leichten Schrank weg, der
diwr ſtand, und ſchob die Draperie beiſeite. Das Schlükſſelloch
mi dunkel; er legte das Ohr an die Türſpalte und lauſchte
wüſtrengt auf die Geräuſche, die aus dem Zimmer der jungen
Tue herüberdrangen. Jetzt war es ein haſtiges, in gedämpftem
B) geführtes Geſpräch, deſſen Worte unverſtändlich blieben,
abe er unterſchied deutlich die rohe Stimme eines Mannes
u.dazwiſchen angſterfüllte, vor Schluchzen zitternde Antwor=
tiſteimer
Frau. Ein lautes Fluchen der tiefen Stimme, und
mülſchien ſich ein Kampf zu entſpinnen. Schnelle Tritte auf
dAEeppich, ein Möbel wurde angeſtoßen, etwas rollte auf den
Bben, ein Stuhl ſtürzte um. Dann ein ſchwerer Fall. Wim=
Nu, erſtickte Schreie, als ob der Rufenden der Mund zu=
gHllen
würde.
In nächſten Augenblick hatte der Lauſcher den Widerſtand
dn2ür überwunden und ſtand im Nebenzimmer.
Her bot ſich ihm ein aufregender Anblick ..."
Zweites Kapitel.
Die ſchöne Nachbarin.
2er Raum war nur ſchwach von einer kleinen Tiſchlampe
eilchtet, die weiter hinten im Zimmer ſtand. Dicht vor dem
Ecen lag, auf dem dunklen Teppich hingeſtreckt, eine Frauen=
AAlt. Der Mann im Covercoatmantel, mit dem Larmi im
Allug heraufgefahren war, ſtand tief über ſie gebeugt da. Als
Amiufgehende Tür an einen Koffer ſtieß, fuhr der Mann hoch,
Dut ſeinen Hut in die Stirn, war mit einem Sprung an
2MTär zum Korridor und ſchlüpfte hinaus.
1Larmis Blicke überflogen das Zimmer und kehrten dann zu
2Mrau zurück, die mit dem Geſicht auf den Armen regungs=
IIAhallag. Er trat auf ſie zu.
Was war hier geſchehen? Kam er zu ſpät?
Er kniete neben ihr nieder und lauſchte. Sie lebte. Er konnte
9blich hören, wie ſie leiſe ſchluchzte.
Behutſam nahm Larmi die Frau auf die Arme und trug
Auf, die Chaiſelongue. Sie hielt die Hände vor dem Geſicht
Awühlte in einer Art Weinkrampf in den ſeidenen Kiſſen.
Alag jetzt im Lichtkreis der kleinen Lampe. Die tizianroten
en ihres Bubikopfes ringelten ſich flimmernd über ihre
Bde; die runden Arme, die das ärmelloſe Kleid aus grüner
SLt bis zu den Schultern freiließ, hatten die eigentümlich
IIe Haut, die man meiſt bei rothaarigen Frauen findet. Ihr
Stuchzen war freier geworden und durchzitterte ſtoßweiſe den
an en Körper. An dem bloßen Hals bemerkte Larmi ein
1R wunkelrote Flecke, wie von würgenden Fingern.

(Nachdruck verboten)
Eine Weile ließ er ſie weinen, dann ſtrich er ihr leiſe über
das Haar und ſagte mit weicher, einſchmeichelnder Stimme:
Beruhigen Sie ſich. Der Mann iſt weg. Ich bin Ihr Nach=
bar
, Graf Larmi. Jetzt, wo ich bei Ihnen bin, kann Ihnen nichts
mehr geſchehen.
Sie nickte ſtumm unter ihrem Schluchzen. Larmi ſchwieg
einen Augenblick, dann fragte er:
Wünſchen Sie, daß ich die Polizei benachrichtige?
Sie ſtreckte abwehrend die Hand aus, ſchüttelte den Kopf,
blieb aber ſonſt in ihrer Stellung. Larmi verzog die Mund=
winkel
zu einem unmerklichen Lächeln.
Meinen Sie nicht, daß es doch beſſer wäre? Ich halte es
eigentlich für meine Pflicht.
Jetzt verſuchte ſie ihrer Tränen Herr zu werden.
Nein, ja nicht er erſchlägt mich ſonſt!
Wenn er verhaftet iſt?
Er läßt ſich nicht verhaften. Nein nicht die Polizei!
Der Graf nickte, als ob er das erwartet habe, und wollie
eben antworten, als ſie ſich jäh auf beiden Händen aufrichtete,
die Locken zurückſchüttelte und geradeaus ſtarrte, als ſammele
ſie krampfhaft ihre Gedanken. Im nächſten Augenblick ſchnellte
ſie vom Diwan, packte den Grafen bei den Schultern und rief:
Um Gotteswillen, retten Sie meinen Freund!
Ob Larmi nun mißverſtand oder mißverſtehen wollte, er
fragte mit einem bezeichnenden Blick nach der Tür:
Den da?
Nein, rief ſie haſtig, nicht den! Das war doch . . . Nein
Herrn.
Sie brach ab; ſank auf die Chaiſelongue zurück und ſtrich
ſich verwirrt über das runde, weiße Geſicht mit dem etwas zu
vollen Mund und dem pikanten Stumpfnäschen. Ihre grün=
grauen
Augen hatten einen verſchleierten Blick. Larmi konnte
förmlich ſehen, wie die Gedanken hinter ihrer Stirn arbeiteten.
Können Sie ſich mir nicht anvertrauen? fragte er leiſe.
Sie ſtand auf, preßte die Hände an die Schläfen und
flüſterte: Was ſoll ich nur tun? Was ſoll ich nur tun?
Larmi fand, daß es Zeit ſei, ihrem Zögern ein Ende zu
machen.
Hören Sie, gnädiges Fräulein, ſagte er in ruhigem be=
ſtimmtem
Ton, wenn es ſich wirklich um die Rettung eines
Menſchenlebens handelt und noch dazu um das eines Freundes,
iſt nur zweierlei möglich. Entweder Sie vertrauen ſich mir an,
oder wir müſſen die Polizei über den Kerl, der eben hier war,
verſtändigen und ſo das Unglück abzuwenden ſuchen, das Sie
befürchten. Tatenlos abwarten dürfen wir auf keinen Fall, das
wäre eine Verletzung der einfachſten Menſchenpflicht.
Der fragende Blick, den ſie zu ihm aufſchlug, begegnete
feinen Augen, die ernſt und ermahnend auf ihr ruhten.

Jede Minute kann koſtbar ſein, meinte der Graf.
Ja, ſtieß ſie hervor. Ja . . ." Sie ſchien ſich zu über=
winden
. Der Mann eben ihre Faſſung drohte ſie wieder
zu verlaſſen, aber ſie bezwang ſich , der Mann iſt ein Er=
preſſer
. Ich ja, wo ſoll ich nur anfangen? Herr Graf, Sie
ſind ein Kavalier, ich vertraue auf Sie als Ehrenmann!
Larmi verbeugte ſich ernſt und ſchweigend. Sie ſtreckte ihm
ihre kleine weiche Hand hin, die er galant an die Lippen führte.
Ich bin, fuhr ſie fort, . .. Sie wiſſen ja nicht einmal,
wer ich bin?
Doch unterbrach er ſie mit einem leiſen Lachen. Nun
ich Sie geſehen habe, weiß ich das ſehr gut. Sie ſind die Tän=
zerin
Thea v. Olten, ſeit ein paar Tagen aus Rom zurück und
wieder der Star des Paradiesvogels. Wer ſollte die ſchönſte
und intereſſanteſte Künſtlerin Berlins nicht kennen?
Nun ja lächelte ſie halb geſchmeichelt, halb verwundert
und fuhr entſchloſſen fort: Ich habe alſo .. ."
Einen Freund, ergänzte der Graf.
Einen väterlichen Freund, einen Gönner, verbeſſerte ſie,
Kommerzienrat Krauſe. Er iſt ſehr reich.
Larmi nickte zuſtimmend.
Der andere, ſagte ſie zögernd, zwingt mich, Sie haben
geſehen, mit wie brutalen Mitteln, mir Geld, ſehr viel Geld
geben zu laſſen für ihn.
Kaufleute ſind doch ſonſt mit größeren Summen vorſichtig,
bemerkte der Graf. Unter welchem Vorwand?
Ich muß mir Schmuck ſchenken laſſen. Aber nicht wahr,
Herr Graf, Ihr Ehrenwort .?"
Selbſtverſtändlich, wehrte Larmi kurz ab. Ich bin im
Bilde. Der andere beſorgt Ihnen Schmuck, den Sie ſich von
Ihrem Freund ſchenken laſſen und für den Sie das Geld wieder
ihm, dem andern, abliefern müſſen.
Thea machte ein erſtauntes Geſicht. Ja ...", gab ſie
zögernd zu.
Larmi ſchien ungeduldig zu werden.
Was fürchten Sie für Ihren Freund? Was wollte der
Mann vorhin hier? fragte er. Seine Augen hatten einen dunk=
len
ſtechenden Blick bekommen.
Geld natürlich, beeilte ſich Thea zu antworten. Er ha:
mir geſtern einen Schmuck gebracht, der Kommerzienrat war
einverſtanden. Karl . . . alſo der andere . . ." ſie machte
eine verlegene Kopfbewegung wollte nicht glauben, daß das
Geld noch nicht da ſei. Mein Freund bringt es aber nachher,
wenn er mich zum Kabarett abholt.
Sie haben den Schmuck hier. Wollen Sie ihn mir zeigen?
Die Tänzerin trat unentſchloſſen zurück.
Ich kann Ihnen auch ſo ſagen, daß er falſch iſt, ſagte der
Graf trocken.
Gott ich verſtehe mich ſo wenig auf Edelſteine, war die
verwirrte Antwort.
Der Streit entſtand alſo aus Mißtrauen? kam der Graf
auf ſeine Frage zurück.
Ja, Karl will mir nie glauben; vor allem nicht, daß ich
ihm immer alles abliefere. Aber ſo wie heute war er noch nie.
Es hat ſich freilich auch noch nie um eine ſo große Summe ge=
handelt
. Ich konnte ihm doch nichts geben, ich hatte ja noch
nichts. Nun iſt er ſelbſt hingegangen; er wolle es ſich holen,
ſagte er. Ich traue ihm alles zu. Er wird dem Kommerzienrar
aufpaſſen, wenn er aus dem Hauſe kommt, und ihn überfallen.
fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Sport, Spiel und Jurnen

Darmſtädker Skaffelabend
im Hocwaradlon.

Ziolte hennen der Leichtathleten.

* Waren zu Beginn des Staffelabends mit Rückſicht auf die
übrigen Veranſtaltungen verhältnismäßig wenig Zuſchauer vor=
handen
, ſo füllten ſich doch allmählich die Ränge mit einem ſport=
freudigen
Publikum, das die einzelnen Rennen. mit lebhaftem
Intereſſe verfolgte. Der vorgeſehene Aufmarſch aller Teilnehmer
mußte ausfallen, da infolge beruflicher Verhinderung mehrere
Läufer noch nicht erſchienen waren. Pünktlich um 7 Uhr ſchickte
Kreisſportwart Heinz Lindner die Kleinſten auf die Reiſe zum

10mal 100=Meter=Lauf der Schüler.
Es traten an: SV. 98, Merck, TSG. 46. letztere außer Konkur=
renz
, da ein jugendlicher Läufer eingeſtellt werden mußte. Es
führt zunächſt die TSG. 46 vor SV. 98 und Merck. Nach dem 5.
Wechſel ſetzen ſich die Lilienträger an die Spitze vor TSG., wäh=
rend
Merck ungefähr 100 Meter zurück folgte. In dieſer Reihen=
folge
laufen die Knirpſe ihr Rennen zu Ende. Sieger: 1. SV. 98
in 2:28,4 Min. 2. TSG. 46 in 2:32 Min. 3. Merck in 2:49,4 Min.

Zur Olympiſchen Staffel
ſtarteten SV. 98 mit 2 Mannſchaften, TSG. 46. ASC., Merck und
Polizei. Nach einem pannenden Rennen ſiegte TSG. 46 in 3:48,4
Min. vor SV. 98 1. in 3:48,6 Min., Merck 3:57,9 Min., SV. 98 2.
ASC. 1, Polizei, ASC. 2.

Bei der 10mal 100=Meter=Staffel für Alte Herren

wurden den Zuſchauern reſpektable Leiſtungen geboten. Die bei=
den
Mannſchaften SV. 98 und TSG. 46 lieferten ſich ein erbit=
tertes
Gefecht, das die erſteren in 2:07,8 Min. vor TSG. in 2:09,3
Min. als Sieger ſah.

Bei der 10mal 100=Meter=Frauen=Staffel

glaubte man anfangs an einen Sieg der Polizeidamen, aber die
Turnerinnen vom Woogsplatz rannen ihre Konkurrentinnen
im Schlußgalopp noch nieder Sie benötigten 2:20,2 Min. vor
Polizei mit 2:23,1 Min., SV. 98 2:30 Min. und Jahn 75 in
2:45 Minuten.
Zur 4mal 200=Meter=Jugendſtaffel

traten an: SV. 98 mit 3 Mannſchaften, TSG. 46 und Polizei.
Nach anfänglicher Führung der Grünen fallen dieſe immer mehr
zurück, ſo daß SV. 98 1. in 1:42,1 Min. vor TSG. in 1:43 Min.,
SV. 98 2. und 3. noch vor ihnen das Zielband durchreißen kann.
Ein feines Rennen lieferten ſich die

Aktiven über 3mal 1000 Meter.

Vom Start weg ging Polizei in Front, doch bald ſchiebt ſich SV.
98 vor während gleichzeitig Merck 2. aufgibt. Nach dem erſten
Wechſel führen die beiden 98er mit beträchtlichem Vorſprung vor
Merck 1., Polizei, während TSG. als Letzter folgt. Vor dem drit=
ten
Wechſel kann Merck den 2. Platz erobern, doch wird Menger
als Schlußmann von dem prächtig laufenden Leiß=SV. 98 wieder
überholt. Zeit des Siegers SV. 98 1. in 8:24,5 Min., vor SV.
98 2. in 8:35 Min., Polizei 9:12,6 Min., Merck und TSG. 46.

An der 4mal 800=Meter=Jugendſtaffel
beteiligen ſich TSG. 46 und SV. 98, der alsbald in Front geht
und ſich den Sieg nicht nehmen läßt. 1. S V. 98 1. in 9:09Min.
vor 2. in 9:38 Min. und TSG. 46.
Den Abſchluß bildete

die Schwedenſtaffel

Nach dem Startſchuß übernahm SV. 98 vorübergehend die An=
führung
des Feldes vor TSG. 46, ASC., Polizei, ASC. 2., SV.
2. und Merck 1. und 2., doch nach dem erſten Wechſel eroberten
ſich die 46er die Spitze und behielten dieſe bis ins Ziel, das ſie in
2:07 Min erreichten vor ASC. 1. in 2:09 Min., SV. 1. 2:10 Min.,
Polizei, ASC. 2., SV. 2.. Merck 1. und 2.
Das Programm wurde flott und reibungslos, wie immer,
durch Kreisſportwart H. Lindner abgewickelt. Seine Starts klapp=
ten
nach Miller=Art vorzüglich, bis auf den Lauf der Damen,
die wiederholt ausbrachen.

Doppelveranſtaltung des Turnerbundes Jahn 1875.

Handball: Jahn 1875 TV. Worfelden.
Fußball: Jahn 1875 Chattia Wolfskehlen.
Auf das erſte Spiel der 75er Handballer nach langer Pauſe
ſei nochmals hingewieſen. Der Gegner der 75er, der Bezirks=
klaſſenvertreter
Worfelden, wird ihnen für das erſte Mal das
Leben ſchwer machen und ſie werden ſich ſehr anſtrengen müſſen,
um ehrenvoll zu beſtehen. Das Spiel findet nachm. 3.15 Uhr ſtatt.
Das der 2. Mannſchaften fällt aus.
Zum Rückſpiel empfangen die 75er Fußballer den 2. Kreis=
klaſſenmeiſter
Wolfskehlen. Die Leute um den bekannten Bobbi
Fuchs ſind in guter Verfaſſung und die 75er müſſen ſich ſchon mäch=
tig
anſtrengen, wenn ſie zum Erfolg kommen wollen. Das Spiel
findet nachm. um 5.30 Uhr ſtatt. Vorher, um 4.15 Uhr, 2. Mannſch.
Sämtliche Spiele finden am Ziegelbuſch (Kranichſteinerſtraße)
ſtatt. Ein Beſuch der Veranſtaltungen wird ſich lohnen.

unssalilmsoulk

vom 17-24. Jml934

der Tag der Schulen

hatte geſtern abend am Woog nach dem Eröffnungstag den beſten
Beſuch aufzuweiſen. Das ganze Weſtufer und ein Teil im Süden
waren dicht umſtellt und beſetzt in mehrfachen Reihen. Von dem
Empfang der ungariſchen Hitlerjugend kommend, hatte ſich die
Schuljugend faſt geſchloſſen auf den Marſch gemacht und umſäumte
nit Eltern und Freunden die Hundertmeterbahn.
Nach dem Aufmarſch der Schüler und Schülerinnen.

die von den einzelnen Schulen als ihre Vertretung benannt wor=
den
waren und mit ihren Lehrern und Lehrerinnen zum deut=
ſchen
Gruß vor der Tribüne antraten, begannen auf der Inſel die

Erſtlingsübungen der kleinſten Knaben und Mädchen.

Die vorgeſehene Anſprache von Miniſterialrat Ringshau=
ſen
fiel dem plötzlich ausſetzenden Lautſprecher zum Opfer, und

ſo eröffneten die Mädchen die Schwimmvorführungen mit
einem Maſſenſpringen

vom 1= und 3=Meter=Brett.
Es wurden alle möglichen einfachen Sprünge gezeigt, wie ſie
von Anfängern und Fortgeſchrittenen erlernt wurden. Auch einige
Sprünge vom 10=Meter=Turm folgten, allerdings waren die ge=
wünſchten
Kopfſprünge vom 10=Meter=Turm für die Mädchen
wohl etwas zu ſchwer.
Anſchließend zeigten die Schüler die gleichen Sprünge und
auch hier hatten die Zuſchauer ihre Freude an der oft unfreiwil=
ligen
Komik. mit der die kleinen Knirpſe ins Waſſer hopſten, pur=
zelten
, ſprangen und rutſchten, daß es im Sprungbecken nur ſo
quirlte. Die Vorgeſchrittenen glänzten mit Fuß=, Kopf= und Hecht=
prüngen
von den verſchiedenen Etagen des Sprungturmes.
Anſchließend abſolvierten Schüler und Schülerinnen eine
Staffel. Sie wurde durchgefuhrt als Querſtaffel im 100=Meter=
Becken, zu der ſich von jeder Schule fünf Teilnehmer einfanden.
Bruſt, Rücken und Kraul wurden abgelöſt von einer Bahn Bruſt
und Rücken, die in Kleidern bzw. Hoſe und Bluſe geſchwommen
wurden, und lebhaften Anteil der Zuſchauer fanden.
Das gemeinſame Abſchwimmen über die 100=Meter=Bahn be=
ſchloß
das Programm des Freitags, das bewies, daß in den heſſi=
ſchen
Schulen das Schwimmen auf dem Marſch iſt.

Heuke: Tag der Landespolizei.

Anfang 16 Uhr, Ende 18 Uhr. Anſprache des Landespoli=
zeiführers
Streckentauchen mit Anzeigerblaſen. Ankunft
einer marſch. Hundertſchaft und Ueberſchwimmen vom Weſtufer
nach der Inſel. 100 Meter=Kleiderſchwimmen (Drillanzug mit
Lederzeug). Auskleiden im Waſſer. Bau einer Schnellbrücke von
der Brücke zum Weſtufer. Richtiges und falſches Werfen von Ret=
tungsringen
. Verwendung von Rettungsringen. Uebungen mit
Pontons. Turmſpringen in Uniform.
Uebungen der DLRG., ausgeführt durch die Landespolizei.
Vorführung von: Befreiungsgriffen, Rettungsgriffen, Trans=
vortgriffen
, Wiederbelebungsverſuchen. Inhabad=Geräten, des
Sauerſtoff=Gerätes, eines Pull=Motors und des Drägerſchen
Tauchapparates, der Rettung von Ertrinkenden, Lebensrettung
von Booten aus. Anſchwimmen ſämtlicher Teilnehmer. National=
hymne
und Horſt=Weſſel=Lied.

An die Schwimmſpork kreibenden Vereine!

Beim Staffelkampf am Sonntag nachmittag
3 Uhr iſt die Teilnahme für Jugend und Wettkampf=
mannſchaften
der Schwimmſport treibenden Vereine
Pflicht. Es werden die gleichen Rennen durchgeführt, wie bei
der Suche nach dem unbekannten Schwimmer. Antreten 14.30
Uhr am Woog.
Die Teilnehmer für die heutige Fahrt nach Offenbach
treffen ſich um 15.30 Uhr an der Apotheke am neuen Gerichts=
gebäude
(Brücke).

Die Ausſchreibung für die Suche nach dem
unbekaunken Schwimmer,

die wir in unſerer geſtrigen Nummer zum Abdruck brachten, brin=
gen
wir nochmals in Erinnerung. Die Meldefriſt iſt ver=
längert
und die letzten Meldungen müſſen ſpäteſtens eine
halbe Stunde vor dem Beginn, alſo 14.30 Uhr, bei Studienaſſeſſor
K. W. Leyerzapf am Start abgegeben ſein.
Deutſche Jugend beteilige dich am Tag des unbekannten
Schwimmers! Heraus zum edlen Wettkampf!

T5G. 46 Darmſtadt.

Die Uebungsſtunden der Volksturnabteilung finden künftig
Mittwochs und Freitags von 19 bis 20,30 Uhr auf der
Woogswieſe ſtatt.

Fußball

Heute abend /27 Uhr auf der Rennbahn:
FC. Union Darmſtadt SV. Viktoria 12 Frankfurt=Eckenheim.,

Wir weiſen nochmals auf das heute abend ſtattfindendo
Freundſchaftstreffen dieſer Vereine hin. Da ſich die Gäſte zum
erſtenmal in Darmſtadts Mauern zeigen, dürfte ſich ein gutes
Beſuch lohnen. Vor dem Haupttreffen werden ſich die kleinſte
Fußballer 1. Schüler Union SV. 98 in einem Freundd
ſchaftsſpiel gegenüberſtehen.

Einer Einladung Folge leiſtend, begibt ſich die erſte Elf ar
Sonntag nach Ueberau zur jungen, ſtrebſamen SVgg. Ueberon
Die Union=Elf wird bemüht ſein, den dortigen Anhängern a=ü
techniſches Spiel vorzuführen.
Die Union=Reſerve trägt in Zwingenberg ein Werbeſpiee
gegen den Turnverein aus.
Jugend Jugend. 1. Schüler 1. Schüler TSG. 46 (Renm y.
bahn), 1.30 Uhr. 2. Schüler 2. Schüler TSG. 46 (Rennbahnl:
2,30 Uhr.

fener d
gondtuns im Aue
1. FC. Langen T5G. 46 Darmſtadt.

Die Fußballelf der 46er iſt für den Sonntag nach Langeru kſitzm. Auch die

verpflichtet, um dort gegen den 1. FC., der ja bekanntlich jahren 3u00
lang der erſten und heute der Bezirksklaſſe angehört, ein Freundc spuumd

kkonten getel
ſchaftsſpiel auszutragen. Obwohl die 46er immer noch auf zwes w. geiamte Kursl
Leute verzichten müſſen, iſt die Beſetzung ihrer Mannſchaft deny nteat, Dieſe ſielen
noch ſtark genug, um auch dem gefürchteten Gaſtgeber ein ehreny iten ſowie den 9.
volles Reſultat abzuringen. Aller Vorausſicht nach wird dieſi i Führung hatten
für
Begegnung eine intereſſante Sache

Langen fahren, um dort in dem Vereinslokal die Uebertragung g Oeſſuer 5os M
des Endſpiels in Berlin abzuhören. Treffpunkt am Haupti eimah nicht einmat
bahnhof 2. 45 Uhr!
Sb2. ebuut gegenüberſtand,
mn iiſch um 8 Prchent
efrr Gruppe und di
FV. Germania Eberſtadk.
rüchſichtigt wurde.
Germanias Mannſchaften unterziehen ſich morgen einers ußen buchen, die er
Zwangspauſe. Sie beteiligen ſich geſchloſſen am Feſtzug des gron
ßen Sängerfeſtes. Die Kunſtfahr=Mannſchaft der Vorſtädter wirku ctieh, Reichlebe
aktiv am Feſte mit durch Reigen, Kunſtfahren und Radballſpielen ihlalerndem Ile.
gentransferierung
SVgg. Arheilgen 04 A.H. SC. Hota.
Urung machen, daß
jeigenen Papiere zu
Anläßlich des 30jährigen Jubiläums haben die

chen ſtatt. Die Mitglieder der Hota und deren Freunde treffenu uizen umgeſetzt wun
ſich zu gemeinſamer Abfahrt um 4 Uhr bei Fr. Rummel, Grafen=) mm waren es diel
ſtraße 37. Mit der Straßenbahn um 4,45 Uhr (Linie 8) ab Adolf=) him Dividende ein
Hitlerplatz. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Zu dema ochrteſten waren.
Feſt=Kommers, welcher auf 30. 6. 34 verlegt wurde, ergeht Extras zuraſchend vom Bi
Einladung.
ans=Stag, der für d
Handball.
enzen ſoll, trat

Heute abend: TSG. 46 Herrnsheim (an der Rheinallee).

u dem erhöhten
mnn in erſter Linit
Heute abend um 18,30 Uhr findet das Rückſpiel obiger Vekal eus betroffen wurd
eine ſtatt. Nimmt Herrnsheim Revanche an der Vorſpielnieder=
durchaus
ver
lage, das iſt die Frage, die erſt mit dem Schlußpfiff entſchieden zuſſcht, da das zu f
wird. Wir glauben nicht, daß unſer dritter Gauligavertreter auf mrs gebremſt wur
eigenem Platz ſich ſchlagen läßt, hat doch die Mannſchaft auf eige ninn den Anfang d
nem Platze immer gute Spiele geliefert. Die 46er tun gut daran, huermäßigt worder
an ihrer Spieltaktik unbedingt feſtzuhalten. Ein Beſuch dürſte? Die Rentenmär
ſich beſtimmt lohnen.
n/ Konverſionsmaß

Die Reſerve und dritte Mannſchaft ſpielt morgen in Niedert
Modau und fährt um 12.45 Uhr per Rad am Tierbrunnen ab.

Tgeſ. Ober=Ramſtadt TV. Nieder=Ramſtadt.

Die erſten Mannſchaften beider Vereine treffen ſich beute,
Samstag abend, zu einem Freundſchaftsſpiel in Ober=Ramſtadt.
Die Nieder=Ramſtädter, welche bei den letzten Verbandsſpielen als
Gruppenſieger der erſten Kreisklaſſe hervorgingen, werden die
Grün=Weißen vor eine ſchwere Aufgabe ſtellen. Jedenfalls iſt ein
intereſſantes Spiel zu erwarten, und eine Vorausſage ſehr ſchwek.

eithsfinanzminiſter
Unrakt gegeben ha
etlizu eine Handhal
Termin für die
ſiuen erwies ſich die
Tändings durch nicht
W weitgehende Zur
Mnalerweiſe heraus
zunem Teil Unter
elenmandbriefen ſtä

Die Ausſichten ſind für beide Mannſchaften gleich. Das Spiel ſinev hen waren aber
det auf dem Platze des Sportklub Ober=Ramſtadt am Schorsber 1 eweren in ſolche
ſtatt. Spielbeginn 6 Uhr.
in anbetracht
Volksturnen. Bei dem am Sonntag, den 17. Juni 1934,1 I50 iſt. Nicht
abgehaltenen 81. Feldberg=Turnfeſt wurde die Tgeſ. Ober=Ramey Tocen haben,
ſtadt von den Turnern Georg Göriſch und Peter Fiſcher würdia ! Mögen Reichsanle
vertreten. Beide kehrten, mit dem Eichenkranz geſchmückt, als 4 5drgehend etwas
Sieger heim und bewieſen auch damit die Leiſtungsfähigkeit ihres 2 um lehten Tage
m Amfange gekauft
Vereins. Sieg=Heil!
mwte. Altbeſitz
ch tiand, ohne die
Die Sommerſpielſperre
Machfrage für

genden Woche meiſt
im Handball= und Rugbyſport wurde gleich dem Fuß=M2n, Mehryre
ball auch für die Zeit vom 2. Juli bis 15. Auguſt feſtgeſetzt. m Yollar auf M

Man erwartet von der unbedingten Einhaltung der Sperre eine ? xue Glattſtellt
größere Spielfreudigkeit nach Wiederbeginn der Saiſon. Ausge= 0. Mif auf den anf
timmen konnten St

nommen ſind in beiden Sportarten nur die in dieſer Zeit zum 9 reichen, nachdem das
Austrag kommenden Kampfſpiel=Wettbewerbe.
mti in dem bekanntenl
W auf Auszahlung
Aiſtrieobligationen
Jugendſporkabzeichen.
6 2ihe Sonderbe
Ri iſt, obwohl me
Wir machen darauf aufmerkſam, daß heute nachmittag halb ?
4 Uhr auf dem Sportplatz des SV. 98 am Böllenfalltor die leichte 0 meſt geltender

athletiſchen Prüfungen zum Reichsjugendſportabzeichen
den. Prüfungshefte ſind mitzubringen.

ſtattin=

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Preisangeb, un
B. 126 Geſchft.

DK.W.=
Motorrad (300
ccm) für 220
zu verk. Schu=
chardſtr
. 11, I.

hellgrauer
Wellenſittich
entflogen. Kull=
mann
, Roquette=
weg
8. (IV6876

Schreinerarbeit
gegen neues
Fahrrad zu ver=

geben. Benz,
Grafenſtr. 20. (e

Zwangsverſteigerung.
Termin: Freitag, den 13. Juli 1934, nachwie.
tags ½4 Uhr, auf dem Gemeindehaus
in Roßdorf.
Grundſtück:
Gemarkung Roßdorf, Band III Bilgs.
Nr. 681: Flur I Nr. 241, Hofreit.
Darmſtädterſtr., 190 gm. Schätzund:
7500 R M. Einheitswertper 1. Januar 1904
8009. RM.
Eigentümer: Albert Marr in Roßdorf 9.*
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Bwoſſe.
vollſtreckung.
Darmſtadt, den 3. Mai 1934.
Amtsgericht.

[ ][  ][ ]

Nummer 174

Samstag, 23. Juni

ra

Soffe und Gebinarrn.
Bewinnmiknahmen auf den Akkienmärkken. Skille Renkenwerke.
Beginn des Berichtsabſchnittes machte die bereits vorher
nauiben gerichtete Bewegung an den Aktienmärkten weitere
Flmkritte, wobei dieſe Tendenz durch die Ausführungen Dr.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.

Neueſte Nachrchten

Sechy’s im Zentralausſchuß der Reichsbank gelegentlich der
Tiwſererklärung unterſtützt wurde, die ſich unmißverſtändlich
gew ede Devalvationspolitik richteten. Daneben wirkten aber
awudde Erwartungen, die man an die Begegnung Hitler= Muſſo=
lirginäpfte
, ferner die nicht ungünſtige Aufnahme des Transfer=
mortriums
im Auslande, ſowie die gegen den Vormonat ge=
Geuſſet Außenhandelsbilanz anregend auf das Anlage ſuchende
Prukam. Auch die bereits in der Vorwoche für Rechnung von
Syemarkkonten getätigten Käufe wurden z. T. fortgeſetzt, ſodaß
daus eramte Kursniveau beachtliche Steigerungen aufzuweiſen
haitt! Dieſe fielen beſonders bei den ſogenannten Verſorgungs=
weum
ſowie den Rohſtoffpapieren mit Inlandsbaſis ins Auge.
Dire ihrung hatten dabei Bekula, die um etwa 9 Prozent an=

zorm fferner Thüringer Gas und HEW. mit je plus 6 Prozent
umdd ſſauer Gas mit plus 3½ Prozent; Ilſe Bergbau konnten

beoc nicht einmal allzu großer Nachfrage, der jedoch kein An=
geiz
gegenüberſtand, 10 Prozent gewinnen. Salzdetfurth erhöh=
terch
um 8 Prozent, wobei auch der zufriedenſtellende Abſchluß
dieuſe Gruppe und die Aufrechterhaltung der Vorjahrsdividende
be=rülichtigt wurde. Anhaltend lebhaften Umſatz konnten JG.
Faſſln buchen, die erſtmals wieder die 150 Prozent=Grenze über=
ſchiser
. Reichsbankanteile begegneten von Zeit zu Zeit ſtarkem
au ufſtcherndem Intereſſe, wobei man auf die Möglichkeit der Divi=
deudnrransferierung
verwies. Im übrigen konnte man die Feſt=
ſteilg
machen, daß die in den letzten Jahren ohne Rendite ge=
Suntz bliſehnen Papiere zugunſten der dividendentragenden Werte ins
Hifurtreffen gerieten, ſo z. B. Montane, von denen lediglich Har=
pemrs
vorübergehend in größeren Beträgen und zu anziehenden
Kuſah umgeſetzt wurden. Von den ertragreichen Papieren wie=
deyu
waren es diejenigen Aktien, denen infolge der kontinuier=
lichie
Dividende ein rentenähnlicher Charakter anhaftet, die am
begzurteſten waren. Nach der Unterbrechung durch den ziemlich
übſhmſchend vom Börſenvorſtand eingelegten Börſenfeiertag, am
Sazmerg, der für den Reſt des Juni ſowie den Juli beibehalten
wenady ſoll, trat zuerſt zwar zögernd ein Umſchwung ein.
ſen der Rheiuue Aulf em erhöhten Niveau ſetzten Gewinnmitnahmen ein, von
der im erſter Linie die vorher am kräftigſten geſteigerten Pa=
pieinbetroffen
wurden. Die Neigung zu Realiſationen erſchien
abnſt dwurchaus verſtändlich und war wohl nicht einmal uner=
würnßt
, da das zu flotte Tempo der Aufwärtsbewegung dadurch
ny, etung gebremſt wurde. Per Saldo iſt im übrigen das Kursniveau
4er un ai ges ten Anfang der Woche durch dieſen Voxgang kaum weſent=
lickü
mäßigt worden.
Iſie, Rentenmärkte ſtanden ganz im Zeichen der zu erwarten=
dersſonverſionsmaßnahmen
, zu denen nach den Darlegungen des
eiI morgen n! Re ufmanzminiſters die Konverſion der Hilferding=Anleihe den
bun, Aulſtt gegeben hat. Ohne daß jedoch von maßgebender Seite
hieſtz iine Handhabe geboten worden war, glaubte man bereits
denenmin für die Inangriffnahme dieſer Aktion zu wiſſen; in=
deſſiße
wies ſich dieſe Annahme ſehr bald als irrig. Eine gewiſſe,
all= ays durch nichts begründete Verſtimmung hierüber hatte
einu vertgehende Zurückhaltung am Rentenmarkt zur Folge. Das
orgingen m. n9/4½ wweiſe herauskommende Angebot konnte infolgedeſſen nur
en Jedenill zu ſcie Teil Unterkunft finden, was namentlich bei den Hypo=
mrausſage
/4. theſundbriefen ſtärkere Kurseinbußen zur Folge hatte. Da=
gleich
Dss nek waren aber auch Tauſchaktionen von konverſionsfähigen
Pa)yrim in ſolche Werte zu beobachten, bei denen eine Umwand=

den

wcht im 2 lunnn anbetracht ihres bereits niedrigen Zinsfußes nicht zu er=
wam
fiſt. Nicht zuletzt mag bei den Abgaben der Wunſch mit=
geſ
ürhen haben, ſich für die Zeichnung der neuen, außerordentlich
die Tgeſ. W gürätzim Reichsanleihe flüſſig zu machen. Neubeſitzanleihe, die
Peter Fichr vonüeisehend etwas ruhiges Geſchäft zu verzeichnen hatte, wur=
nkranz
geſt den a letzten Tage vor Einſtellung der Notiz nochmals in größe=
ſeiſtungsfähie
rennmmfange gekauft, wobei ſich der Kurs um 23 Prozent herum
berytt. Altbeſitz erreichten mit 97 Prozent ihren bisherigen
Höhhſtand, ohne dieſen indeſſen voll aufrecht erhalten zu können.
Diuhlarhfrage, für Steuergutſcheine konnte auch in der zurück=
lie
ndim Woche meiſt nur zu einem ganz geringen Teil befriedigt
gleich g) wer. Mehrprozentige Steigerungen hatten vorübergehend die
vonutſoklar auf Mark umgeſtellten Obligationen aufzuweiſen.
Sprütre Glattſtellungen warfen jedoch die meiſten dieſer Werte
wieiche auf den anfänglichen Kursſtand zurück Von Induſtrieobli=
gatnigen
konnten Stahlvereinsbonds faſt den Kurs von 81 Proz.
errisien, nachdem das Oberlandesgericht Köln als Berufungsin=
ſtangn
dem bekannten Rechtsſtreit den vollen Anſpruch der Gläu=
bigieranf
Auszahlung des Mark=Betrages feſtſtellte. Sonſt lagen
Innmr=eobligationen überwiegend ſchwächer, da man annimmt,
daßn ine Sonderbehandlung bei einer Konverſion", nicht zu er=
wam
ſiſt, obwohl man vorher mit einer ſolchen im Hinblick auf
bente wöve, dies riſſt geltenden Rückzahlungsbedingungen rechnen zu können
glalue
Dr Geldmarkt verharrt weiter in größter Flüſſigkeit. Blanco=
vortabrichtl

Ta xge ld erforderte für Erſtnehmer unverändert 3½4½ Proz.
Prlotdä konten, für die nach wie vor ein Mittel von 3¾ Proz.
gemraik wird, hatten verhältnismäßig ſtilles Geſchäft; im Hin=
bliſkuf
den herannahenden Quartalsultimo war eher leicht über=
wiſchdes
Angebot zu bemerken. Die internationalen Deviſen=
märnt
Cagen ziemlich ruhig. Die Tendenz für den Dollar bleibt
frequnlich. Für amerikaniſche Rechnung erfolgten weitere Gold=
käuean
Londoner freien Markt. Das Pfund neigt eher zur
Sch=ſche. Der Schweizer Franken war unter Schwankungen be=
feſtstz

Milchviehauktion in Darmſtadt. Die Nutzviehbeſchaffung=
Gmw. Frankfurt veranſtaltete am Freitagnachmittag auf dem

Ofenarktplatz in der Holzhofallee eine Milchviehauktion. Zur
VelMigerung gelangten hochtragende und friſchmelkende Kühe,
Fogfühe und Rinder. Es handelte ſich dabei um Rindvieh der
Sienen taler Fleckviehraſſe und des ſchwarz=weißen Tieflandſchla=
Bess Von der erſteren Raſſe waren acht Kühe und zwei Rinder
Unilgon der letzteren acht Kühe und drei Rinder, insgeſamt alſo
21 5ic Rindvieh, aufgetrieben. Die Tiere konnten faſt reſtlos
torgtz: werden, und zwar gingen die Niederungskühe zu Preiſen
voMſ5. 330, 340, 350, 355 und 405 RM. ab und die Simmentaler
Kicz. 250, 260, 265, 305, 325 335, 375 und 410 RM. ab. Die
Rüſur Xamen auf 260290 RM.
chrveinemarkt in Grünberg vom 22. Juni. Der geſtrige
Sc-min emarkt in unſerer Saidt war mit 523 Ferkeln zum Ver=
kapa
beſchickt. Nach flottem Handel verblieb nur ein geringer
Ualliſtand. Es koſteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 1214 Mk.,
LWochen alte Tiere 1418 Mk., 813 Wochen alte 1822 Mk.

1ſchwpeinemarkt in Alsfeld. Der geſtrige Schweinemarkt war
mi un d 360 Ferkeln zum Verkauf beſchickt. Der Handel verlief
ſctheverd. Es koſteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 1719 Mk.,
LWochen alte 1922 Mk., 810 Wochen alte 2225 Mk.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve.
Be Etwrrtlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton: J. V.
DSerhert Nette; für Reich und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: J. V:
S5 Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für den Handel.
DuRN Quetſch; für den Sport; Karl Böhmann: für Die Gegenwart Tagesſpiegel
Mad Wort: Dr. Herbert Nette; für den Anzeigenteil und geſchäftliche Mit=
teilungen
: J. V.: Paul Ziegler, ſämtlich in Darmſtadt.
DeN, B4. 22461. Druck und Verlag: 2. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
vaAuclangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
DiAſt unden der Redaktion: Vormittags 121 Uhr, nachmittags 67 Uhr.

Die heutige Nummer hat 12 Seiten.

Durch die Ausführungen Dr. Schachts vor den Vertretern der
Auslandspreſſe wurde geſtern an der Berliner Börſe das In=
tereſſe
wieder mehr auf den Rentenmarkt gelenkt, nachdem bereits
vorgeſtern das Angebot in Pfandbriefen weſentlich nachließ So=
wohl
Reichsſchuldbuchforderungen als auch die umgetauſchten
Reichsmarkobligationen wurden über den letzten Kurſen umge=
ſetzt
. Induſtrieobligationen waren mit Ausnahme der Ver. Stahl=
obligationen
, die nach den letzttägigen Steigerungen 78 Prozent
einbüßten, bis 1 Prozent befeſtigt. Am Aktienmarkt waren be=
ſonders
wieder Tarif= und Dividendenwerte gefragt. Die deutſch=
franzöſiſchen
Handelsvertragsverhandlungen werden mit Intereſſe
verfolgt. Auch die Beſtrebungen, erneut einen Weltſtickſtoffpakt
zuſtande zu bringen, fanden Beachtung und hatten eine Befeſti=
gung
der Farbenaktie um ½ Prozent und ſpäter um ein weiteres
Viertelprozent zur Folge. Das Geſchäft war ruhiger als an den
Vortagen. Abgeſehen von einem erneuten Kursſprung der Rhei=
niſchen
Braunkohlenaktie um 5½ Prozent und einer Steigerung
der Salzdetfurth=Aktie um 4 Prozent gingen die Veränderungen
kaum über 1 Prozent hinaus. Am Montanaktienmarkt fielen
Mansfeld plus 1¾ Prozent durch feſte Haltung auf. Die übrigen
Montanwerte ſchwankten um ½ Prozent. Von chemiſchen Aktien
gewannen Goldſchmidt 1½, während Oberkoks 1½ Prozent ein=
büßten
. Der Verlauf war behauptet. Buderus befeſtigten ſich um
¼ Prozent. Mannesmann waren 1 Prozent niedriger. Farben
bröckelten um 1½ Prozent ab, El. Lieferungen konnten 1½ Proz.
zurückgewinnen. Schultheiß wurden 1½ Prozent höher bezahlt.
Schiffahrtsaktien lagen feſt. Hapag gewannen 1½, Nordd. Lloyd
¼ Prozent. Am Rentenmarkt war die Stimmung freundlicher,
Die letzte Frankfurter Börſe dieſer Woche (bekanntlich
fällt auch in Frankfurt die Samstagsbörſe bis Ende Juli aus)
lag ziemlich ruhig. Aktien zeigten überwiegend leichte Kursbeſſe=
rungen
, geſtützt auf Rückdeckungen der Kuliſſe und kleine Kunden=
aufträge
. Beſondere Anregungen lagen nicht vor. Renten neig=
ten
eher noch leicht nach unten, doch waren die Umſätze hier ſehr
beſcheiden. Offenbar wird der Zeitpunkt der Konverſion als nicht
unmittelbar bevorſtehend von der Börſe angeſehen. Auf einzelnen
Gebieten zeigte ſich erneutes Intereſſe für Renten, zumal die
Pfandbriefverkäufe im weſentlichen abgeſtoppt ſind. Für die Neu=
beſitzanleihe
wird ab heute eine offizielle Notiz nicht mehr vor=
genommen
. Altbeſitz lagen um 10 Pfg. niedriger Stahlvereins=
Bonds 1 Prozent ſchwacher. Späte Reichsſchuldbuchforderungen
waren dagegen ½ Prozent freundlicher. Reichsmarkobligationen
lagen ruhig, aber gehalten. Von fremden Werten ließen Ana=
tolier
¼ Proz., Ungar. Goldanleihe 35 Pfg. nach, während mexi=
kaniſche
Anleihen ziemlich behauptet waren. Am Aktienmarkt
traten Elektropapiere ſtärker hervor; das Geſchäft war allerdings
nicht beſonders groß. Gut erholt lagen Bekula mit plus 3 Proz.
Akkumulatoren gewannen 2 Proz., Geſfürel und Siemens bis 1
Prozent. AEG., Lahmeyer und Schuckert blieben gut gehalten.
Am Chemiemarkt zogen Farbeninduſtrie bei etwas lebhafterem
Geſchäft ½ Prozent an; Scheideanſtalt erholten ſich um 2 Proz.,
Deutſche Erdöl behauptet. Am Montanmarkt betrugen die durch=
ſchnittlichen
Beſſerungen von ¼½ Prozent. Nachdem nach den
erſten Kurſen vielfach weitere Beſſerungen um ½½ Prozent zu
verzeichnen waren, machte ſich in der zweiten Börſenſtunde wie=
der
etwas Abgabeneigung bemerkbar, die mit kleinen Realiſationen
zum Wochenſchluß zu begründen iſt. Am Rentenmarkt wurde für
die Neubeſitzanleihe ein Spitzenausgleichskurs von 22,90 Prozent
feſtgeſtellt. Altbeſitz lagen ¼ Prozent feſter. Der Pfandbriefmarkt
war noch uneinheitlich.
An der Abendbörſe blieb die Haltung freundlich, ange=
ſichts
des Wochenendes konnte ſich aber nennenswertes Geſchäft
nicht mehr entwickeln, zumal von der Kunbſchaft kaum Aufträge
vorlagen. Auf Baſis der Berliner Schlußkurſe erhielt ſich noch
twas Nachfrage und die Mehrzahl der Mittagsſchlußnotierungen
blieben gut behauptet, teilweiſe ergaben ſich kleine Beſſerungen.
Etwas beachtet waren neben Farbeninduſtrie, Scheideanſtalt und
die ſog. Tarifwerte. Auch am Rentenmarkt herrſchte weitgehendſte
Geſchäftsſtille bei kaum veränderten Kurſen. Nennenswertes An=
gebot
war aber nicht mehr feſtzuſtellen; in Pfandbriefen zeigte
ich hier und da etwas Kaufneigung:

Zeulſeneeparnerang der Keicsdünt.
Die angeſpannte Deviſenlage der Reichsbank macht es not4
wendig, die täglichen Deviſenabgaben bis auf weiteres ſo einzu=
ſchränken
, daß ſie nicht höher ſind als die Eingänge an demſelben
Tage. Die Reichsbank wird daher von Montag, den 25. Juni,
ab nach Maßgabe der Deviſeneingänge eine Repartierung der an=
geforderten
Beträge vornehmen. Die Zuteilung wird nicht für
alle Anforderungen und Währungen die gleiche ſein. In erſter
Linie wird darauf Bedacht genommen werden, daß der Bedarf an
Rohſtoffen und Lebensmitteln in ausreichender Weiſe geſichert iſt.
Grundlage für die Deviſenanforderungen bei der Reichsbank
bleiben, wie bisher, die Einzelgenehmigungen und allgemeinen
Genehmigungen der Deviſenſtellen. Die Repartierung macht es
erforderlich, daß auch alle Zahlungen an das Ausland, die bisher
in mittelbarer Form, insbeſondere durch Verrechnung, geleiſtet
wurden, als Deviſenanforderungen an die Reichsbank gelangen.
Genehmigungen im Warenverkehr werden daher künftig nur noch
in der Form erteilt, daß ſie zu Anforderungen von Deviſen bei
der Reichsbank berechtigen. Auch Auslandszahlungen im Poſt=
verkehr
ſind nicht mehr zuläſſig. Die allgemeinen Genehmigungen
für den Warenverkehr werden mit Wirkung vom 1. Juli 1934
entſprechend neu geregelt. Die Einzahlungen auf die Sonder=
konten
für den Warenverkehr und auf die Konten der Notenban=
ken
, mit denen Verrechnungsabkommen beſtehen, werden durch die
Repartierung nicht berührt. Die bisher vorgeſehene beſchränkte
Kompenſationsbefugnis der Deviſenbanken entfällt; ebenſo wer=
den
die den einzelnen Importeuren zugeteilten Deviſenfonds auf=
gelöſt
.
Beſonders ſtarke Anleihezeichnung am lekzten Tage.
Die Zeichnungsfriſt für die neue 4proz. Reichsanleihe und
ebenſo die Friſt für den Umtauſch der Deutſchen Reichsanleihe von
1929 und der Neubeſitzanleihe in Stücke der neuen Reichsanleihe
iſt vorgeſtern abgelaufen. Vom letzten Tage, dem 21. Juni, kann
geſagt werden, daß er eine beſonders ſtarke Anleihezeichnung ge=
bracht
hat. Wie wir erfahren, betrug der Zeichnungseingang in
Berlin ein Mehrfaches der Zeichnungseingänge der übrigen Tage,
Man darf bei der vorteilhaften Ausgeſtaltung der neuen Reichs=
anleihe
mit Recht annehmen, daß auch das Zeichnungsergebnis in
der Provinz und damit das Geſamtergebnis gut ſein wird. Ein
ziffernmäßiges vorläufiges Geſamtergebnis dürfte aber kaum vor
Samstag zu erwarten ſein, da die Ergebniſſe der Zeichnungsſtel=
len
in der Provinz erſt im Laufe des geſtrigen Tages eingetroffen
ſind.
Die Anmeldungen zum Erwerb der 4prozent. Reichsanleihen
von 1934 ſind in ſehr befriedigendem Umfang eingelaufen und
haben ein Geſamtergebnis von faſt 300 Millionen RM. erbracht.
Hiervon verteilt ſich knapp die Hälfte etwa gleichmäßig auf Neu=
zeichnung
und Umtauſch der 1929er Reichsanleihe, während die
andere Hälfte auf den Umtauſch der Anleiheablöſungsſchuld ent=
fällt
. Von letzterer ſind rund 80 v.H. des umlaufenden Betrags
zum Umtauſch in die 4 v.H.=Reichsanleihe von 1934 angemeldet
worden.

Produkkenmärkke.

1. Marktbericht des Obſt= und Gemüſe=Großmarktes Weinheim
vom 21. Juni. Kirſchen 1. Sorte 1317 2 Sorte 612 Pfg.;
Johannisbeeren 1013, Erdbeeren 2533, Stachelbeeren 713,
Himbeeren 3042 Pfg. Infolge des Regens nur eine Anfuhr von
150 Ztr. Nachfrage gut. Verſteigerungen täglich 10 und 14 Uhr.
Berliner Getreide=Großmarkt vom 22. Juni. Umſatztätigkeit
am Getreidegroßmarkt weiter ruhig. Forderungen und Gebote
ſind ſchwerer als bisher in Uebereinſtimmung zu bringen. Ange=
bot
und Brotgetreide keineswegs reichlich jedoch nehmen die Müh=
len
nur zögernd neue Käufe vor, und fur Weizen ſind Aufgelder
gegenüber den geſetzlichen Mühleneinkaufspreiſen nicht immer zu
erzielen, Roggenexportſcheine vernachläſſigt und im Preiſe weiter
rückgängig. Mehle hatten unveränderte Preis= und Abſatzlage.
Haferangebot ausreichend; die geſtern abgegebenen Untergebote
haben nur vereinzelt zu Abſchlüſſen geführt; andererſeits ſcheint
der Konſum im Augenblick verſorgt zu ſein. Sommergerſte alter
Ernte behauptet, neue Wintergerſte zur ſpäteren Lieferung reich=
licher
angeboten.

Berliner Kursbericht
vom 22. Juni 1934

Deviſenmarkt
vom 22. Juni 1934

Berl. Handels=Geſ.
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Vereinigte Glanzſt.
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas

Kch
63.
65-75
28.
32.75
23.375
129.
68.375
152.
19.50
91.25
137.125
131.

Meſc e
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Belſ. Bergwerke
Geſ. f.elektr. Untern.
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und
Nöln=Neueſſen
Phil. Holzmann.
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Koksw. Chem. Fabr.
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.

Na
85.75
148.875
60.25
104.50
103.
73.125
59.
120.
69.75
92.875
64.875
44.25

Ween
Polyphonwerke
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Weſtdte. Kaufhof
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſalt=Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werkes
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Drah
Wanderer=Werke

Krf
15.125
38 125
162.75
19.625
40.50
120.
60.
11.125
116.875
87.50
m7. 875
104.

Aegypten
Argentinien
Belgien
Braſilien
Bulgarien
Canada
Dänemark
Danzig
England
Eſtland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Holland
Island

Währung
1äghpt. 2
1 Pap. Peſo
100 Belga
1 Milreis
100 Leva
1 canad. Doll.
100 Kronen
100 Gulden
1 2.Stg.
100 eſtl. Kr.
100 finn. Mk.
00 Franken
100 Drachm.
100 Gulden
100 isl. Kr.

Geld
13.005
58.57
o. 181
3.047
2.522
56.39
81.67
68.93
5.584
16.50
2.497
169.73
B7.14

Veie
3.035
0.608/ 0.61
58.69
0.183
3.05
2.598
56.51
81.83
12.625/ 12.655
69.07
5.596
16.54
2.503
170.07
57.26

Italien
Japan
Jugoſlawien
Lettland
Norwegen
Oeſterreich
Portugal
Schweden
Schweiz
Spanien
Tſchechoſlowk.
Türkei
ungarn
Uruguay
Ver. Staaten

Währung Geld Brief 100 Lire 121.53 21.57 1 Yen 0.751 0.753 100 Dinar 5.664 5.676 100 Lats 77.42 7.58 100 Kronen 63.44 163.56 100 Schilling/48.45 48.55 100 Escudos 11.49 11.51 100 Kronen 65.08 65.22 100 Francs /81.44 181.60 100 Peſetas 34.32 134.38 100 Tſch.=Kr. 10.44 10.46 11 türk. 2 1.998 2.002 100 Pengö 1 Goldpeſo 0.399 1.001 1 Dollar. 2.509 2.515

Frankfurter Kursbericht vom 22. Juni 1934.

Kenee
Gr. IIp. 1934
193.
1936
1937
1938
Gruppel ...."
6%6 Dtſch. Reichsanl.
v. 27
6%
5½%Intern., v. 30
6%Baden ... v.27
6%Bayern . . v. 27
6%Heſſen .. . . v. 29
6% Preuß. St. v. 28
6½ Sachſen .. b. 2
6%Thüringen v. 27
62 Dt. Reichsbahn
Schätze ........
5% Dt. Reichspoſt
Schätze ........"
Dtſch. Anl. Ausl.
+- Ablöſung".
(Neubeſitz)
Deutſche Schutzge=
bietsanleihe
.. ."
69Baden=Baden.
6%Berlin ...v.24
6%Darmſtadt . . .
6% Dresden .. v. 26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v. 29
v. 26
6%
6%Mainz...
6%Mannheim v. 27
6%München v.29
%Wiesbadenv. 28
6%Heſſ. Landesbk.
6% Goldoblig

103.65
103.5
101:.
99
96.5
101
99.75
99.75
91
92
94.
90
1067,
93
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100.5
100.2
95),

9.35

81
79.5
81.5
85.5
81
89.5
84.5

Me
hyp.=Bk.=Liquid.
43%
Komm. Obl. . .
6¾ Preuß. Landes=
Pfb.=Anſt. G. Pf.
Goldoblig
6% Landeskomm.=
Bk. Girozentr. f.
Heſſ. Gldobl. R.11
R.12
62Kaſſ. Landeskrd.
Goldpfbr. . . . .
6½Naſſ. Landesbk.
5½% Liqu.=Obl.
Dt. Komm. Sam=
mel
=Ablöſ.=Anl.
+Ausl. Ser. I
Ser.I
Dt. Komm. Samm.=
Abl. (Neubeſitz)
6BBerl. Hyp.=Bk.
5½% Lig.=Pfbr.
6%Frkf. Hyp.=Bk..
5½% Lig.=Pfbr.
6%
Goldoblig
6%Frrf. Pfbr.=Bk.
Lig.=Pfr.
%0
63Mein. Hyp.Bl
Lig.=Pfr
6% Pfälz. Hyp.=Bk.
5½% Lig.=Pfbr.
5% Rhein. Hyp.=Bk
5½% Lig.=Pfr.
Goldoblig.
Südd. Boden=
Creb.=Bank.
5½% Lig.=Pfbr
6%Württ. Hyp.=B.

89
89.5

91.5
89

84.5
83
91.5
88).
89

95,
114
19
88.5
89.5
89
83.5
89
891).
90
91
91.5
88.75
89.5
87.

Weue
6% Dt. Linol. Werke
6%Mainkrw. v.26
68Mitteld. Stahl
6½ Salzmann & Co.
6% Ver. Stahlwerke
6% VoigtckHäffner
J. G. Farben Bond
5%Bosn. L. E.B
L. Inveſt.
%Bulg. Tab. b.02
4½‟ Oſt. Schätze
4% Oſt. Goldrente
5%vereinh. Rumän
4½%
4¾Türk. Admin..
1. Bagdad
42
Bollanl. .
4½%üngarn 1913
41
1914
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48
1910
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4½Liſſabon
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12.75
12.75
33
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4. 25
6.5
39
7.75

50
92.5
Anré
61
23.5
101
80
48.75
122
68.5
141.75
26
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69
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186.75
62
4775
112

204.5
64
69
73.5
85.25
109.5
245
40
52.5
148.5
40.7!
64.75

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67.5

75.5
80
34
104.5

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114.5
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53
70.25

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47.75
233.5

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120
*
120
48:1
45.25
113
7
53.75
63
74.5
65.75
80
57.5
68.5
69.5
156
111.25
100

11.5
27.5

55

Aa

Frankona Rück=u. M/115
Mannh. Verſich. . / 23

Otavi Minen
ſchantung Hanbels

14.5

[ ][  ]

Seite 12 Nr. 171

Darmſtädter Tagblutt / Heſſiſche Neueſte Nuchricten

Sumstag, 23. Juni 19341

EEI

Ab heute in Erstaufführung

Ein preisgekrönter, meisterlicher Film!
Als bester Bildstreifen des Jahres 1954 wurde derselbe mit dem goldenen
Staatspreis der C. S. R. ausgezeichnet und zudem auch von der Berliner
Filmkammer als künstlerisch wertvoll begutachtet.

Bis auf Welteres
Die lustige UIfa-Tonfilm-
Operette:
Viktor und Viktoria
mit Renate Müller
und Hermann Thimig.

Bis auf Welleres
Der gigantische Großfilm
der Ufa:

mit Brigitte Helm
und Hans Albers.

Beginn: 3.45, 6.00 und B.20 Uhr.

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Ein Heimatfilm aus dem Böhmerwald-
ein
Hleiner Wellenschlag des Lebens!

Ein Epos derJugend u. der Natur!
Ersie junge Liebe!

Dleser Fllm ist ein Kunstwerk! Denn er rUhrt in so er-
greifend
-schöner und zarter Welse an den unvergeßlichen
Traum des Jungseins!
Hauptrollen: Jarmila Beränkovä, Väsa Jalovea.
Im Beiprogramm:
König der wilden Pferde
Eine spannende, atemberaubende Handlung im Rahmen imposantester
Naturaufnahmen aus der Wildnis von Arizona, in deren Mittelpunkt
ein Pferd steht, ein kapitaler schwarzer Hengst, dessen wilde Kraft,
Schönheit und Klugheit ihm im Fluge dle Sympathien des Publikums
erwerben und ihn in die Reihe der großen vierbeinigen Stars erheben.
Dazu die neueste Ufa-Wochenschau, dle u. a.
die historische Begegnung zwischen Hitler und
Mussolini in Venedig zeigt.
(F6895

Tanzen
lernt man leicht
u. ſchnell in Ein=
zelſtunden
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im Fürſtenlager Auerbach a. d. B.
700 Mitwirkende. Scheinwerfer= u. Fackelbeleuchtung.
Samstag= und Sonntagabend 10 Uhr. (6889b

Mittwoch, Freitag und Samstag
Nachts geöffnet.

Landestheater

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Samstag, den 23 Juni 1934
D. Bühne H14 19.80 b. g. 23
Abſchiedsvorſtellung
für Theo Herrmann
Don Carlos
Oper von Giuſeppe Verdi
Darſteller: v. Georgi, Heil=
mann
, Krauß, Strack, Dr. Allme=
roth
, Biſchoff, Drath, Herr=
mann
, Ritzhaupt, Schlüter.
Preiſe: 0.705.50

Muſikverein
Montag, den 25. Juni, 20½ Uhr
im Vereinshauſe
ordentl. Mitgliederverſammlung
Tagesordnung: 1. Rechenſchafts=
bericht
, 2. Satzungsänderung,
3. Verſchiedenes.
Anſchließend Beiſammenſein mit
muſikaliſchen Darbietungen. (6872

Film

Aegtet Oerdand Burttftadra.u., e.B.
Antreien zur Teilnahme an der
Sonnwendfeier
8½Uhr abds., Weſtſeite Johanneskirche.
Die dienſtfreien Mitglieder bitten wir zu erſcheinen.
Heil Hitler
6869
Thämmel, Ortsgruppenborſitzender.
Beſucht die Bergſträßer Feſtſpiele
im mittelalterlichen, romantiſchen Heppenheim.
1. Freilicht=Heimatſpiel: Um Stadt und Volk
(1693) von Hans Holzamer Heppenheim auf dem
hiſtoriſchen Marktplatz. Prachtvolle natur=
getreue
Trachten. 250 Mitwirkende, darunter Be=
rufsſchauſpieler
.
Aufführungen: 24. Juni (15 und 20 Uhr),
1. Juli (15 Uhr), 8. Juli (15 und 20 Uhr).
2. Außerdem: Volksfeſt auf dem Graben im
eigens errichteten Bergſträßer Fachwerkdorf:
Bergſträßer Sommernächte veranſtal=
tet
nur am 30. Juni, 1.; 2., 3. und 8. Juli, jeweils
(6868
(6o11 ab 16 Uhr.

Heute
Gesellschafts=
Abend
mit Tanz. (1708a
Rückfahrt n. Darmstadt
12.00 Uhr nachts.
Aſe, 5.

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bad.

. . . . und die Ferienreiſe
Jahr Nach Oppenau schwarzwald.
Zum 5. Mal dieſes Jahr ſtartet vom 28. Juni
bis 6. Juli die beliebte Heimatfahrt in den
ſchönen Schwarzwald. Die Fahrt in mo=
dernen
Poſtomnibuſſen koſtet einſchl. beſter
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Trinkgeld, Kurtaxe, Veranſtalt., Gepäckbeför=
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Heute leizter Tag!
Der sensationelle Aben-
teurerfilm
der Ufa
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Rauschgifthändler!
Der weisse Dämon
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Ab morgen:
Das gigantische Filmwerk
DER TUNNEL
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Jugend-Vorstellung
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