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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iUnſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 171
Samstag, den 23. Juni 1934.
196. Jahrgang
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Poſiſchechlonto: Frankfurt a. M. 1301. Banlkonio;
DD= Bank und Darmſtädter und Nationalbank.
Mglanss amwortdas Krängfer Moraiotiam
Zetkennung des Hachverhalkes. — Völlige Außerachklaffung der ſchwerwiegenden deutſchen Gründe.
Anfechtbare Zahlen. — Unberechkigke Vorwürfe.
Rote betont dan., daß die Gläubiger bereit geweſen wären,
Londons falſche Beweisführung.
die geſamte Nich==Reichsſchuld zu ſundieren, vorausgeſetzt, daß
Sie engliſche Regierung hat nach Berlin jetzt eine
aus=
fühiche Antwort auf die deutſche Transfernote vom 14. Juni
Mtet. Sie macht ſich allerdings ihre Aufgabe ſehr leicht,
cz ſie über die ſchwerwiegenden Gründe, die uns zu einer
ſellung des Transfers zwangen, einfach hinweggleitet. Sie
mſtlrns vor, daß wir uns die Vorſchläge der engliſchen
Gſb gervertreter nicht zu eigen gemacht hätten. Sie erwähnt
al nichts davon, daß eine Verſtändigung der
Gläubiger=
ve geier untereinander unmöglich war. Sie erwähnt auch nichts
dem daß auf der letzten Konferenz der Gläubigervertreter
an icklich jede Verhandlung über die Dawes= und
Young=
grüſh abgelehnt wurde, und daß infolgedeſſen Deutſchland
ge=
zi ugen wurde, ſelbſtändig vorzugehen. Auch die Art, wie in
düst Mote mit Zahlen operiert wird, iſt, gelinde geſagt, ſehr
an zyHar. Die Engländer rechnen heraus, daß für die Zinſen
dar uiden Anleihen im nächſten Halbjahr nur 45 Millionen
RiAarforderlich ſeien, fügen aber nicht hinzu, daß ſie damit
leihiich den englifchen Anteil im Auge haben, und daß
Eng=
lauYſumter unſeren Gläubigern erſt an vierter Stelle ſteht. Sie
be htenr ſich darauf, daß unſere Handelsbilanz eine unſichtbare
Auhſitäit hätte, während doch die Gläubigerkonferenz
ausdrück=
liahmerkannt hat, daß die von der Reichsbank vorgelegten
Zbhru unanfechtbar ſind.
ser ſtellen auch jetzt mit einigem Befremden feſt daß
elbe engliſche Regierung die Gründe, die
lbſt für die Nichtbezahlung ihrer
ameri=
ſchen Verpflichtungen in Waſhington zu
Atokoll gegeben hat, für die deutſchen
dner nicht anerkennen will. Sie ficht alſo mit
eiit boppelten Front.
ingland beſtreiket uns gegenüher denſelben
Talbeſtand, den es in Amerika für ſich
in Anſpruch nimmt.
eſ reitet, daß es gegenüber Deutſchland irgendwelche
Pro=
hisrmaßnahmen angewandt habe. Auch das iſt objektiv
WWir brauchen ja nur auf die Einfuhrbeſchränkungen in
Nnſchineninduſtrie hinzuweiſen. Und vor allem überſieht
telliſche Regierung, daß zwar die Einfuhr
Deutſch=
h. nach England größer iſt als umgekehrt,
aber Deutſchland immer noch einer der
Kunden für Rohſtoffe der engliſchen
inions iſt, daß alſo dem engliſchen Empire
eitt über die deutſche Zahlungsbilanz
erheb=
liſchpaſſiv iſt. Schließlich iſt es ja kein Zufall wenn der
kay wiſthe Miniſterpräſident auf eine Anfrage erklärte, daß die
kon uuiſthe Regierung ſich vorbehalte, falls England ein
Zwangs=
cle Unnſyſtem gegen Deutſchland einführen ſollte, dann zum
erfkMale ihre Rechte als ſelbſtändiges Dominion zu wahren.
Ayw muß ſich alſo ganz klar darüber ſein, daß
ie Drohung mit einem Clearing und einem
Airtſchaftskrieg eine ſehr zweiſchneidige Waffe
ſren Schärfe ſich nicht zuletzt gegen die eigenen Kolonien
Auch wir hoffen, daß es möglich ſein wird, ebenſo wie
mi inderen Ländern auch mit England zu einer
Ver=
ſtäiſung zu kommen, allerdings nicht auf der Grundlage der
Beisfführung, wie ſie die engliſche Regierung in ihrer Note
endwkllt hat, ſchon weil ſie hier den eigentlichen
Sach=
boalt vollkommen verkennt. Das, was
Eng=
lalm en Vereinigten Staaten gegenüber macht,
ſüſlime glatte Zahlungsverweigerung. Was
wilteber zu tun gezwungen ſind entſpringt
(Püf iner Unmöglichkeit der
Deviſenbeſchaf=
fwſh. Sie konnte nur von unſeren Gläubigern geſchaffen
wekſn, und dieſer moraliſchen Verpflichtung ſind die Gläubiger
mölyz geringen Ausnahmen nicht nachgekommen.
Die engliſche Ankwork.
DNB. London, 22. Juni.
W die deutſche Transfernote vom 14. Juni 1934 hat die
ghr Regierung dem deutſchen Botſchafter in London am
71½ſhi eine Antwortnote überreicht, die nunmehr veröffent=
0urd. Jü der Note betont die britiſche Regierung
ein=
ba2 waß ſie zu ihrem Bedauern die Wahrnehmung machen
mhe waß die Note keinen praktiſchen Gedanken darüber
ent=
haß wie der weitere Anleihedienſt für die Dawes= und die
2Beyomleihe ver ſich gehen ſolle. Die britiſche Regierung
DRag, die Scwierigkeiten der deutſchen Regierung in der
SAhfrage, ſci aber nicht der Anſicht, daß dieſe eine
voll=
ſichane Aufhebung des geſamten Transfers für die Schulden
20Ahhands im Gefolge haben müßten. Die Gründe der deut=
99mAwte würden ſtichhaltig ſein, wenn geſagt worden wäre,
D0/Adeuitſchland auch weiterhin den vollen Anleihedienſt für
ADAeinse Schulden decken müſſe. Die Vertreter der Gläubiger
NenM duurchaus bereit geweſen, ſich mit zeitweiligen behelfs=
Ree er- Konzeſſionen einverſtanden zu erklären, die ihrer
An=
ſa ackh angemeſſen waren, um die gegenwärtigen
Transfer=
aAisgkeiten zu uberwinden. Sie hätten Gründe für die An=
Na98 gefunden, daß das augenblickliche ſcharfe Fallen der
Ne Nhmankreſerven wenigſtens zum Teil die Folge von außer=
ReEn ichen Vclangen ſei, die ſpäter Berückſichtigung finden
wiRn und daß gewiſſe Deviſeneingänge zu erwarten ſeien.
2 haupt nicht in Rechnung geſtellt wären. Die britiſche
die Zinſen fur die Dawes= und die Younganleihe voll gezahlt
wurden. Die ſinanziellen Folgen hiervon wären geweſen, daß
man lediglich 20 Millionen RM. in bar hätte transferieren
müſſen, während Teutſchlands geſamte Deviſenverpflichtungen
in lang= und mi teif iſtigen Anleihen ſich auf 716 Millionen je
Jahr belaufen Demgegenüber ſchätzt die britiſche Note
Deutſch=
ands Deviſeneinkommen aus unſichtbaren Quellen auf 250
Mil=
lionen Mark, den Ertrag der Ausfuhr auf 350—400 Millionen
MM. je Monat, ſo daß die Zinſen für die Dawes= und die
Yvunganleihe nuc etwa 2 v. H. des deutſchen Bruttveinkommens
Note gibt dann der Auſicht Ausdruck, daß die Gläubiger den
Satz von 40 d. H. für Nicht=Reichsanleihen nicht als angemeſſen
anſehen köngren, wenn die Bedingungen, auf die er ſich
gründete, nicht erfüll: würden.
Brikiſcher Eigennuß.
Es beſtehe auch keinerlei Begründung, ſo fährt die Note fort,
für die Behauptung, daß eine völlige Ausſetzung des Transfers
auf ſechs Monate unbedingt notwendig wäre, ganz gleich, was in
der Zukunft geſchehe. Die Deviſenzahlungen für die Zinſen der
Dawes= und der Younganleihe für die nächſten ſechs Monate
ſtel=
len ſich auf 45 Millionen RM. Dieſer Betrag, ſo meint die Note,
müſſe laufend aus der zuſätzlichen Ausfuhr gedeckt werden können,
die vom Oktober 1933 bis März 1934 erfolgt ſei. Die Weigerung
der Reichsregierung, auf die Bedingungen der
Gläubigervertre=
ter einzugehen, könne die britiſche Regierung nicht als
gerechtfer=
tigt anerkennen, denn die britiſche Regierung ſehe in dieſen
Be=
dingungen eine für Deutſchland äußerſt günſtige Löſung.
Die britiſche Note erwähnt hier, daß die deutſche
Auslands=
verſchuldung von 1930—1934 von 33 Milliarden auf 18
Milliar=
den zurückgegangen ſei, und daß bis zum 28. Februar 1934 nicht
weniger als 767 Millionen Schuldverſchreibungen zurückgekauft
worden ſeien. Dieſe Umſtände machten den Eindruck
unvermeid=
lich, daß Deutſchlands Politik darin beſtehe zu behaupten, es ſeien
keine Deviſenbeſtände verfügbar, um den Dienſt der deutſchen
An=
leihen zu beſtreiten, und ſodann die Beſtände, die zur
Beglei=
chung des Anleihedienſtes hätten verwendet werden müſſen, dazu
zu benutzen, um ſeine Anleihen zu den niedrigen Preiſen, die die
Folge der Nichtbezahlung ſeien, zurückzukaufen.
Berkennung der Lage.
Die Darlegungen der deutſchen Note über den Handel
hin=
dernde Maßnahmen, die gewiſſe Gläubigerländer gegen deutſche
Waren angewendet hätten, träfen auf Großbritannien nicht zu.
Die deutſche Einfuhr nach England habe allein in den letzten
12 Monaten um etwa 31 Millionen Pfund zugenommen. Die
Einfuhr aus Deutſchland in das Vereinigte Königreich ſei ſtets
größer geweſen als die Einfuhr von britiſchen Produkten nach
Deutſchland. Der Ueberſchuß genüge, um die Zinſen ſämtlicher
in London aufgelegten deutſchen Anleihen mehr als dreifach zu
decken und die Zinſen des Londoner Anteils der Dawes= und der
Younganleihe mehr als zehnfach. Andererſeits beſchwert ſich die
britiſche Regierung darüber, daß deutſcherſeits gegenüber dem
bri=
tiſchen Handel, beſonders für Baumwolle und andere Garne,
Be=
ſchränkungen eingeführt worden ſeien. Sie könne eine Fortſetzung
der günſtigen Behandlung, der deutſchen Waren auf dem
eng=
liſchen Markt nicht in Ausſicht nehmen, wenn britiſche Waren in
wachſendem Maße Beſchränkungen auf dem deutſchen Markt
un=
terworfen und die gerechten Anſprüche britiſcher Anleihebeſitzer
ohne Ausgleich abgewieſen würden.
Die britiſche Note erklärt dann, Großbritannien wolle
keines=
wegs die deutſche Ausfuhr unterbinden und wolle ebenſowenig
irgend welche ungerechtfertigten Forderungen britiſcher
Anleihe=
beſitzer vertreten. Sie ſei jedoch der Anſicht, daß die
Weige=
rung, den Dienſt der Dawes= und der
Youngan=
leihe fortzuſetzen, ungerechtfertigt erſcheine. Die
Note weiſt dann darauf hin, daß England an der
Wiederherſtel=
lung des deutſchen Wohlſtandes und des deutſchen Kredits gelegen
ſei und hierfür Opfer, z. B. in der Reparationsfrage gebracht
habe. Dieſe Bemühungen wären jedoch vergeblich, wenn
Deutſch=
land auch weiterhin ſo handelte, daß ſein Kredit
zer=
ſtört werde. Der Zinsſatz der Anleihen, über den
in der deutſchen Note Klage geführt werde,
ent=
ſpreche dem deutſchen Kredit bei Begebung der
Anleihen und könne nur geändert werden, wenn
Deutſchland ſeinen Kredit ſo hebe, daß ein
Kon=
verſionsangebot für die Gläubiger annehmbar
werde.
Unvernünftige Drohung.
Zum Schluß erwähnt dann die Note die Tatſache, daß die
Regierung ſich Vollmachten für die Einführung eines Clearing=
Abkommens habe geben laſſen, um die britiſchen Intereſſen zu
ſchützen. Das Ausmaß des Schutzes werde davon abhängen, was
für Vereinbarungen die Reichsregierungen über dieſe Frage mit
anderen Ländern zu treffen in der Lage ſei. Die britiſche
Regie=
rung behalte ſich vor, Maßnahmen zu treffen, um die materielle
Diskriminierung der britiſchen Gläubiger zu verhindern. Die
britiſche Regierung ſei jedoch bereit, Erörterungen über die
Mög=
lichkeit aufzunehmen, um eine Einigung über die Behandlung der
britiſchen Gläubiger zu erzielen, damit die Notwendigkeit eines
Deviſenclearings überhaupt fortfiele; oder auch darüber zu
ver=
handeln, auf welche Weiſe ein derartiges Clearing mit einem
Mindeſtmaß von Störung für den Handel beider Länder
gehand=
habt werden könnte. Sie ſchlägt daher vor, bevollmächtigte
Ver=
treter m ſolchen Verhandlungen nach London zu entſenden.
* Japans Wirkſchaftsimperialismus.
Von
Dr. Wilhelm Grotkopp.
„Aſien iſt keine Bühne für das Spiel der weißen Raſſe”, in
dieſer unzweideutigen Form hat kürzlich Generaldirektor Tſuda,
der temperamentvolle Führer der japaniſchen
Baumwoll=
induſtrie, den Anſpruch Japans auf die monopolartige
Be=
herrſchung des aſiatiſchen Marktes erneut erhoben und
unter=
ſtrichen. So kraß und ſo eindeutig hat bisher kein japaniſcher
Wirtſchaftsführer dieſe ſchon ſeit Jahren und Jahrzehnten
feſt=
ſtellbaren Beſtrebungen nach einer Eroberung der aſiatiſchen
Märkte formuliert. Die Worte Tſudas entſprechen den
kürz=
lich von politiſchen Führern Japans abgegebenen Erklärungen
über die China=Politik, die zwar ſpäter etwas abgeſchwächt
wurden, aber doch genügend klar erkennen laſſen, daß Japan
die politiſche Vorherrſchaft in Aſien anſtrebt. Beides geht Hand
in Hand: das Streben nach der politiſchen wie das nach der
wirtſchaftlichen Hegemonie in Aſien. Zielbewußt ſind zu dieſem
Zweck ſowohl die politiſchen wie die wirtſchaftlichen Kräfte
des Landes eingeſetzt worden. Politik und Wirtſchaft arbeiten
in Deviſen betrügen. Der Vorſchlag bedinge alſo keine große, eng zuſammen, bald dient die Wirtſchaft der Politik, bald wird
Beanſpruchung der verfügbaren Deviſenbeſtände. Die britiſche aber auch die Politik in den Dienſt der Wirtſchaft geſtellt.
Beſondere Beachtung verdient neuerdings der wirtſchaftliche
Vorſtoß, der Wirtſchaftsimperialismus Japans.
Zur Eroberung des aſiatiſchen Marktes wurde eine
japaniſche Exportoffenſive eingeleitet, die in einer Zeit
ſchrumpfender Welthandelsumſätze zu phantaſtiſchen Ergebniſſen
geführt. Während von 1929 bis 1931 — wie überall in der
Welt ſo auch in Japan — das Exportgeſchäft ſtark zurückging,
und zwar im Monatsdurchſchnitt von 175 auf 93 Millionen
Yen, iſt ſeir 1931, wenn auch unter gewiſſen Schwankungen,
Japans Export ſtark angeſtiegen: 114 Millionen Yen im
Monats=
durchſchnitt 1932, 153 im Monatsdurchſchnitt 1933 und 172
Mil=
lionen Yen im März 1934. Begünſtigt wurde dieſe
Expors=
offenſive durch die etwa 70prozentige Entwertung des Yen. Es
wäre jedoch einſeitig und falſch, den Erfolg dieſer
Export=
offenſive nur auf die Yen=Abwertung zurückzuführen. Es handelt
ſich um den Vorſtoß eines jungen Induſtrieſtaates, deſſen
Induſtrie in das exportfähige Alter gekommen und aus den
ver=
ſchiedenſten Gründen, vor allem infolge niedriger Löhne, den
alten Induſtrieländern konkurrenzmäßig überlegen iſt. Es
handelt ſich um einen ähnlichen Vorſtoß, wie wir ihn ſeitens
Deutſchlands erlebten, als in der Mitte des vorigen
Jahr=
hunderts die Induſtrialiſierung Deutſchlands begann und die
junge Induſtrie exportfähig wurde. Aber damals prägte die
deutſche Exportwirtſchaft das Schlagwort: Mein Feld iſt die
Welt. Die deutſche Exportwirtſchaft wollte überallhin verkaufen
und nur verkaufen, fern war ihr der Gedanke der bewußten
Eroberung beſtimmter Märkte, frei war dies Exportgeſchäft von
der „Verknüpfung mit politiſchen Zielfetzungen. Bei der
japaniſchen Exportoffenſive handelt es ſich aber um die bewußte
Eroberung beſtimmter Märkte, um die Unterſtützung der nach
einer Beherrſchung Aſiens ſtrebenden japaniſchen Politik. Die
japaniſche Exportwirtſchaft will vor allem in Aſien abſetzen,
will die aſiatiſchen, die farbigen Völker als Abnehmer
ge=
winnen, alſo eine Bevölkerungsſchicht von etwa 400 Millionen,
und will ſo den japaniſchen Führungsanſpruch wirtſchaftlich
untermauern. Deswegen liefert Japan vor allem billige Waren,
denn die aſiatiſchen, die farbigen Konſumenten ſind nicht
kauf=
kräftig; für ſie kommt nicht, kraß formuliert, ein erſtklaſſiger
Maßanzug aus beſtem engliſchen Stoff in Frage, ſondern billige
Baumwollkleidung. Billige Textilien billige Eiſen= und
Metall=
waren, billige Fahrräder, billige Zelluloidwaren u. a., das ſind
die Erzeugniſſe, die die japaniſche Exportwirtſchaft bei den
farbigen Konſumenten abſetzen will und kann.
Dieſen Markt will Japan allein beherrſchen. Zielbewußt
wird eine japaniſche Großraumwirtſchaft angeſtrebt, von der ſich
drei verſchiedene Zonen abzeichnen. Die erſte ſind die japaniſchen
Beſitzungen Mandſchurei, Korea und Formoſa, wohin 34 v. H.
der japaniſchen Ausfuhr gehen. Die zweite Zone ſind die
eigentlichen gſiatiſchen Märkte, wie China ſowie Brit. und
Niederländiſch Indien, wohin die Ausfuhr etwa 30 v. H. der
Geſamtausfuhr ausmacht. Die dritte Zone ſind die
Außen=
gebiete, wohin Japan immer zielbewußter vorſtößt, die Märkte
der Levante, Südafrikas, Auſtraliens und Südamerikas.
Der Vorſtoß der japaniſchen Wirtſchaft iſt allerdings in der
letzten Zeit auf gewiſſe Schwierigkeiten geſtoßen. Bei dem
Kampf um den chineſiſchen Markt war die Politik ein ſtörender
Faktor; infolge des chineſiſchen Boykotts japaniſcher Waren
iſt die Ausfuhr dorthin in den letzten Jahren zurückgegangen.
Doch es iſt anzunehmen, daß die Politik dieſes Hemmnis
dem=
nächſt beſeitigen wird. Zudem ergeben ſich Schwierigkeiten
daraus, daß in einigen dieſer Marktgebiete einige Induſtrien,
allerdings faſt ausſchließlich Textilinduſtrien, aufkommen, ſo vor
allem in Brit. Indien. Daß Japan einem Konflikt mit dieſen
jungen nationalen Induſtrien bis zu einem gewiſſen Grade
ausweicht, zeigt die Zuſage Japans an Brit. Indien, ſeinen
Export an Baumwollſtückwaren auf 400 Millionen sauare vards
gegen früher mehr als 600 zu beſchränken. Die dritte
ent=
ſcheidende Schwierigkeit ergibt ſich aus dem Zuſammenſtoß mit
der engliſchen Induſtrie. Führen die japaniſchen Beſtrebungen
nämlich zum Erfolg, ſo führen ſie das Ende der bisherigen
monopolartigen Stellung der engliſchen Exportwirtſchaft auf
dieſen Märkten herbei. Mehr als ein Drittel des engliſchen
Exportes geht nach dieſen jetzt von Japan ſyſtematiſch
bearbeite=
ten Gebieten der erſten und zweiten Zone: faſt 10 v. H. allein
nach Brit. Indien. Was dieſer Vorſtoß Japans für die
eng=
liſche Wirtſchaft bedeutet, geht am beſten daraus hervor, daß
Japan 1933 mehr Baumwollſtückwaren ausführte als England,
während Englands Export ſich 1924 noch faſt auf das Vierfache
belaufen hatte. England mußte das „Blaue Band” der
Baum=
wollinduſtrie an Japan abtreten, und weitere erhebliche
Ein=
bußen drohen. Für England handelt es ſich aber nicht nur
um Verluſte um Exportgeſchäfte, vielmehr iſt ſogar das Empire
durch dieſen japaniſchen Vorſtoß ſtark erſchüttert. So ſei darauf
hingewieſen, daß Auſtralien ſich im Hinblick auf ſeine ſtarke
Ausfuhr an Wolle, Weizen, Häuten u. ä. ſagen muß, daß
Japan für Auſtralien wirtſchaftlich heute ſchon mehr Wert
be=
ſitzt als England.
England gab ſich zunächſt der Hoffnung hin, in
Verhand=
lungen die ſchwerſten der drohenden Gefahren abwehren zu
können. Auf die Einzelheiten dieſer langwierigen
Auseinander=
ſetzungen ſoll hier nicht eingegangen werden. Nur ihr
Charak=
ter ſei gekennzeichnet, indem den Wünſchen Englands nach
planwirtſchaftlichen Marktabkommen Worte des Generaldirektors
Tſuda gegenübergeſtellt ſeien: „Planwirtſchaft iſt nur ein
Not=
geſchrei der alten Induſtrieländer, während wir die freie Straße
des Freihandels für unſere junge Induſtrie brauchen. Das
junge Japan darf in dieſem Augenblick nicht als ein getreuer
Knecht der alten Induſtrieländer das Hohelied der
Planwirt=
ſchaft auspoſaunen.‟ Dieſe Worte des Generaldirektor Tſuda
laſſen deutlich erkennen, wie groß die Gegenſätze und die
Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen England und Japan ſind,
und wie ſchwierig es ſein wird, eine Verſtändigung
herbei=
zuführen. Der Handelskrieg iſt ſchon durch Einzelmaßnahmen
eingeleitet, weitere werden zu erwarten ſein. Der Kampf um
den aſiatiſchen Markt wird ſomit zu einem der wichtigſten
welt=
wirtſchaftlichen und weltpolitiſchen Probleme. Die einen
be=
fürchten, dieſer Vorſtoß Japans werde das Ende der
Vorherr=
ſchaft der weißen Raſſe ſein. Doch derartige peſſimiſtiſche
Schluß=
folgerungen wurden immer gezogen, wenn junge Länder einen
Vorſtoß auf den Weltmarkt unternahmen; bisher hat aber die
Geſchichte dieſen Peſſimiſten nie recht gegeben.
Maizunahme: 236 000.
DNB. Berlin, 22. Juni.
Die Ergebniſſe der von der Reichsanſtalt für
Arbeits=
vermittlung und Arbeitslofenverſicherung geführten
Kranken=
kaſſenmitglieder=Statiſtik für Mai 1934 weiſen eine weitere
Zu=
nahme der Beſchäftigten um rund 236000 oder 1,5 Prozent
aus. Die Geſamtzahl aller am 31. Mai 1934 Beſchäftigten
be=
trug rund 15 559 000, das ſind rund 2 379 000 oder 18 Prozent
mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
Die Zunahme der Beſchäftigten (plus 236000) war im
Monat Mai wiederum erheblich größer als die Abnahme der
Arbeitsloſen (minus 80000). Die Gründe dafür dürften, wie
auch im April, einmal in der erfolgreichen Unterbringung von
Jugendlichen, insbeſondere von Oſtern aus der Schule
ent=
laſſenen zu ſuchen ſein, dann aber auch darin, daß viele
Volks=
genoſſen, vorwiegend Familienangehörige, die früher kaum
Aus=
ſicht auf Einſtellung hatten, bei der gebeſſerten Beſchäftigtenlage
wieder in Arbeit gekommen ſind.
Die Ermordung des Nakionalſozialiſten Elsholz
DNB. Berlin, 22. Juni.
Am Donnerstag iſt in Potsdam die Beerdigung des
ermor=
deten Gutsinſpektors Elsholz erfolgt, der von einem gewiſſen
Meißner auf dem Gute Gollmütz (Kreis Schwerin an der
Warthe) in beſtialiſcher Weiſe ermordet worden iſt.
Zu der Mordtat ſelbſt erfahren wir von unterrichteter Seite,
daß ſie in außerordentlich ſcheußlicher Weiſe vor ſich ging.
Els=
holz war als Kaſſenwart der NSDAP.=Ortsgruppe beſonders
aktiv. Der Mord erfolgte, obwohl ſich der Ermordete mit dem
Mörder in keinerlei perſönlichen politiſchen
Auseinander=
ſetzungen befand. Meißner ſteckte ſich zur Begehung der Tat
ein großes Fleiſchermeſſer ein und fiel über Elsholz bei der
Arbeit her. Er trat ins Zimmer und ſchlug den Inſpektor über
den Kopf. Als Elsholz aus dem Zimmer flüchten wollte, ſchlug
Meißner ihn nieder und verſetzte ihm ein paar Stiche. Mit
welcher Wucht und Brutalität die Tat ausgeführt wurde,
be=
weiſt die Tatfache, daß der linke und der rechte Oberarm vom
Körper Elsholz faſt vollſtändig abgetrennt ſind. Auch die
Bruſt iſt durch fünf tiefe Meſſerſtiche vollkommen zerfleiſcht. Als
der Schwerverwundete auf dem Hof auf der Erde lag, verſuchte
der Mörder, ihm mit dem Fleiſchermeſſer den Hals abzuſchneiden.
Er wurde daran durch das Dazwiſchentreten eines Melkers
verhindert, der dem Mörder über den Kopf ſchlug, ſo daß er
feſtgenommen werden konnte.
Da die Unterſuchung des Gollmützer Mordes, dem der
Schu=
lungsleiter der Ortsgruppe Gollmütz der NSDAP., Gutsinſpektor
Kurt Elsholz, zum Opfer gefallen iſt, ergeben hat, daß politiſche
Beweggründe Anlaß zur Mordtat geweſen ſind, iſt die weitere
Unterſuchung in der Angelegenheit an die Staatsanwaltſchaft bei
dem für den hieſigen Bezirk zuſtändigen Sondergericht in Elbing
übergeben worden. Es iſt anzunehmen, daß die
Hauptverhand=
lung des Sondergerichts in Meſeritz ſtattfinden wird. Die
Kri=
minalpolizei hat im Laufe der Ermittlungen zur Aufklärung der
Hintergründe des Mordes weitere 11 Feſtnahmen vorgenommen.
Vom Tage.
Reichskanzler Adolf Hitler empfing am
uleiter der Kurmark, Oberpräſident und
reitag mittag den
taatsrat Kube, zu
burg und Grenzmark.
Durch Verfügung des Heſſiſchen Staatsminiſteriums vom 21.
Juni 1934 iſt die in Mainz erſcheinende Wochenſchrift „Der
Katho=
lik” auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräſidenten
zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 auf die
dauer von drei Monaten verboten worden.
Das tſchechiſche Abgeordnetenhaus hat geſtern den
Rüſtungs=
kredit angenommen, der durch die Möglichkeit von Vorgriffen auf
die kommenden Jahre zugunſten des Rüſtungsfonds neue
Rü=
ſtungsausgaben in Höhe von über 4 Milliarden Kronen vorſieht.
Der Berichterſtatter des Budget=Ausſchuſſes erklärte, daß die
Er=
mächtigung des Finanzminiſters, die Dotationen des
Rüſtungs=
fonds bereitzuſtellen, den Zweck verfolge, das Maß der
tſchecho=
ſlowakiſchen Rüſtungen dem Rüſtungstempo des Auslandes
an=
upaſſen.
Der franzöſiſche Außenminiſter Barthou hat im Laufe ſeiner
Unterredung mit König Karol den König zu einem offiziellen
Be=
ſuch nach Paris eingeladen. Der König hat dieſe Einladung
an=
genommen. Der Beſuch wird in allernächſter Zeit ſtattfinden.
Das rumäniſche Parlament hielt am Donnerstag eine
Feſt=
ſitzung zu Ehren des franzöſiſchen Außenminiſters Barthou ab, in
deren Mittelpunkt die Ernennung Barthous zum Ehrenbürger
Rumäniens ſtand.
Die Finanzkommiſſion des franzöſiſchen Senats hat nach
An=
hörung des Landesverteidigungsminiſters einſtimmig die bereits
von der Kammer angenommene Vorlage über die 3120 Millionen
Fr. betragenden Rüſtungskredite gebilligt.
Der Finanzausſchuß der franzöſiſchen Kammer hat den
Geſetz=
entwurf über die Ausführung der im Flottenbauprogramm von
1933 aufgeführten Kriegsſchiffbauten angenommen. Dieſes
Bau=
programm ſieht ein neues Linienſchiff vom Typ „Dünkirchen” und
andere Einheiten vor.
im Wirtſchaftsgebiet Heſſen.
IPD. Frankfurt a. M., 22. Juni.
Nachdem der Präſident des Rhein=Mainiſchen Induſtrie= und
Handelstages, Dr. Karl Lüer, M. d. R., vor einigen Wochen zum
Reichsführer des Handels ernannt worden iſt, andererſeits die
Treuhänder der Arbeit entſprechend den geſetzlichen
Beſtimmun=
gen Reichsbeamte ſind und infolgedeſſen andere Stellungen nicht
bekleiden dürfen, hat Dr. Lüer ſein Amt als Treuhänder der
Ar=
beit für das Wirtſchaftsgebiet Heſſen niedergelegt. Der
Reichs=
arbeitsminiſter hat ihn jedoch bis zur Ernennung ſeines
Nachfol=
gers mit der kommiſſariſchen Führung der Geſchäfte beauftragt.
Nunmehr iſt Pg. Franz J. Schwarz, der Führer der 2. SS.=
Stan=
darte Frankfurt a. M., zum Nachfolger Dr. Lüers als Treuhänder
ernannt worden. Schwarz wird ſein neues Amt am 1. Juli
an=
treten.
Der neue Treuhänder für das Wirtſchaftsgebiet Heſſen iſt am
26. Mai 1890 in Mehlem bei Godesberg a. Rh. geboren. Er war
an verſchiedenen Bankinſtituten im Rheinland und in Berlin an
verantwortlicher Stelle tätig, zuletzt als Direktor der Dresdner
Bank in Frankfurt a. M. Treuhänder Schwarz hat den Krieg an
der Front von Anfang bis zum Schluß als Offizier mitgemacht,
war dreimal verwundet und wurde mit dem E.K. 2. und 1. Klaſſe
ausgezeichnet. Nach dem Kriege betätigte er ſich als
Freikorps=
kämpfer an verſchiedenen Fronten. Pg. Schwarz iſt ſeit vielen
Jahren aktives Mitglied der nationalſozialiſtiſchen Bewegung. Er
führt auch weiterhin die 2. SS.=Standarte Heſſen=Naſſau=Süd
Frankfurt a. M., während er ſeine wirtſchaftlichen Ehrenämter,
wie Mitglied des Rhein=Mainiſchen Induſtrie= und Handelstages,
tiederlegte.
DNB. Berlin, 22. Juni.
Wie aus kirchlichen Kreiſen verlautet, werden am 25. Juni
im Reichsinnenminiſterium die Beſprechungen über die
An=
wendung des Reichskonkordates zwiſchen der Reichsregierung
und drei Veriretern des deutſchen Epifkopates beginnen. Von
Seiten des Cpiſkopats ſind Erzbiſchof Dr. Gröber=Freiburg
Biſchof Dr. Berning=Osnabrück und Biſchof Dr. Bares=Berlin
mit der Führung der Beſprechungen beauftragt worden. Ueber
die Dauer der Beſprechungen iſt Näheres nicht bekannt.
Frankreich und Deutſchland.
v. Ribbenkrops Pariſer Geſpräche.
Die Reiſe des Herrn von Ribbentrop nach Paris, die ur
einer ganzen Reihe von Beſprechungen geführt hat, kommt dosn
eine weſentlich größere Bedeutung zu, als es im erſten Augem
blick den Anſchein hatte. Wir ſtehen noch zu ſehr unter dem
friſchen Eindruck des Genfer Ergebniſſes. Aber in der letzten
Zeit iſt von franzöſiſcher Seite her doch der Verſuch gemackk
worden, in das deutſch=franzöſiſche Verhältnis wieder eine etwag
freundſchaftlichere Note hineinzubringen, was durchaus anerkanm
werden muß, wenn ſich auch die Tatſache nicht leugnen läßs
daß vom Quai d’Orſay eine Paktpolitik getrieben wird, die bou
uns ganz gewiß keine Begeiſterung auslöſt.
Nachdem es nun den Anſchein hatte, als ob mit dem
Aus=
klang der Genfer Abrüſtungskonferenz die Fäden zwiſchen”
geNen
Frankreich und Deutſchland völlig abgeriſſen wären, iſt es Herry”
von Ribbentrop jetzt gelungen, die deutſch=franzöſiſche Untew
dlich durchge
ſich dabon.
haltung über die verſchiedenſten aktuellen Probleme, nicht zun us
letzt über die Abrüſtung ſelbſt, wieder in Gang zu bringen. zu un war, Ad
möglicht wurde, mit dem franzöſiſchen Miniſterpräſidenten einm ; wie Leſterreichet
Unterhaltung zu führen. Herr v. Ribbentrop hat ſich über ſeinens go zmonopol zu
Pariſer Aufenthalt mit großer Reſerve geäußert. Er hat ledicn mahmen zu entdle
lich feſtgeſtellt, daß ein gelegentlicher informatoriſcher Gedankeng gefierung aufgend!
austauſch für die Geſtaltung der Beziehungen zwiſchen ders treuen jeht ſeden.
Ele Aichtrauche.
beiden Ländern dienlich ſei.
In Pariſer politiſchen Kreiſen iſt man etwas weiter geu u2l Me. Oie
der damit nicht
gangen. Nach einem Bericht der „DAZ.” wird die Fühlungy
nahme Ribbentrops mit den maßgebenden franzöſiſchen Perſönn / 2chu5 DS L.S
eDeutſch
lichkeiten freundlich beurteilt. Es verlautet da, daß in veru
ſchiedenen Punkte eine gewiſſe deutſch=franzöſiſche Annäherungy Ml en B.5"
ſchechen, Juge
feſtgeſtellt wurde, die wohl darin zu erblicken ſei, daß die Franu
zufen für den deutſchen Standpunkt, wie dieſer in der Nolll A üit die Ehle
der Reichsregierung an die britiſche Regierung vom 16. Apruſ/ g nuch einen.
nur grob
ſtändnis
fbr=
Jahren eine Angleichung an den Rüſtungsſtand der gerüſtetem eſen. 0
Staaten zugeſtehen würde, während Frankreich bis dahin denm Tuß iſt ein Jas
ſeinigen beibehalten könnte und erſt dann in eine Teilweiſe=nd Tor bſſme.
Abrüſtung einzutreten hätte. Wenn Frankreich für einen ſolchenn zwingt, daß 3004
Plan Intereſſe bekundet, ſo dürfte das natürlich nur deshaleu F ihon als Schad!
geſchehen, um die heutige Priorität des franzöſiſchen Rüſtungs=” s aber nichl ul
ſtandes erhalten zu können. Vor allem glaubten die fran=/ Eef ende Grunde.
zöſiſchen Militärs durch die ſoeben von der Kammer bewilligtenn s Geſek ang.
Heereskredite bis dahin den franzöſiſchen Wehrſtand ſo verbeſſeran üſieſten und Kal
zu haben, daß der jetzige Vorſprung auch weiterhin erhaltenn machen wobei
echende Zeche” iſt
bliebe.
Aus dieſer Pariſer Information darf man entnehmen, daßß (B muß wirklin
es Herrn v. Ribbentrop gelungen iſt, eine geah wenn der *
wiſſe Auflockerung der deutſch=franzöſiſchenm tie—n greift, die
Beziehungen zu erreichen. Man wird natürlich abzuwartenm hanz Oeſterreick
haben, wie weit dieſe Vermutung mit den Tatſachen über= Staatsbürger
einſtimmt. Herr v. Ribbentrop ſcheint ſich aber nicht nur überr ſchrreiben.
die Abrüſtung unterhalten zu haben, ſondern auch über anderes
zwiſchen Deutſchland und Frankreich liegenden Ende Jüll:
Dinge. Wir denken dabei an die Wirtſchaftsprobleme,,
ſoweit ſie ſich auf den Warenaustauſch und auf das
deutſche Transfer=Moratorium erſtrecken. Die finan= Alus diplomatiſ
ziellen und Handelsvertragsverhandlungen ſind bereits einge= Ahuß ſich Ende J
leitet. Sie waren notwendig, weil das deutſch=franzöſiſche: m begeben werde
Proviſorium ſich ſeinem Ende nähert und weil man nunmehr- a=, die Muſſolini
etwas endgültiges ſchaffen muß. Deutſchland war bisher einer / WWeiter verlaut
der beſten Kunden Frankreichs. Die franzöſiſche Expott anomenkunſt von
induſtrie iſt daran intereſſiert, daß ihr der deutſche Markt nicht / Eetaatsſekretärs
derſchloſſen wird, ja ſie hat in den letzten Monaten immer 7 In dem Bericht
wieder ihren Handelsminiſter bearbeitet, ſich für eine Aus= tzen, der von
weitung des deutſch=franzöſiſchen Warenaustauſches einzuſetzen. 4 o. wird, wie verl
Wenn die franzöſiſchen Beauftragten mit entſprechenden Vor= mankunft von V
ſchlägen nach Berlin kommen, werden ſie hier ein günſtiges Echo” u zwiſchen
Ital=
auslöſen, weil auch Deutſchland in der gleichen Richtung arbeitet, 4 ge feſtgeſtellt w=
Auf Grund früherer Erfahrungen wird man aber zunächſt damit
zu rechnen haben, daß ein wirtſchaftspolitiſches Einvernehmen 1
nicht von einem Tag zum anderen zu erzielen iſt, und daß 1 ½-lioealsia
zu einem heftigen Ringen um einen Ausgleich der Intereſſen 1. Nuach wochenlat
kommen wird.
igir Verſchiebung
ve ſität Wien en
Die ſcharfen Erklärungen gegen jede Reviſion der Friedenss ?eEn erſter Stelle
verträge, die am Donnerstag von dem rumäniſchen Außenminiſter 2 — aber wegen n
Titulescu und dem franzöſiſchen Außenminiſter Barthou im Lauſe / whehm war,
der Feſtſitzung des rumäniſchen Parlaments abgegeben worden / Aelsgeſprochen
ſind, werden von der geſamten franzöſiſchen Preſſe mit ſtürmiſchen 1. h0 Geineck
Dietjahr 1934/35.
Jubel und Beifall aufgenommen.
Fenser Mann, ohr
Vorwärks durch Leiſtung!
Reichsmuſikkammer veranſtaltet Wettbewerb für junge
unbekannte Soliſten.
Der Führer des Fachberbandes B „Reichsmuſikerſchaft”
Prof. Dr. h. c. Havemann, hat in Uebereinſtimmung mit
der Reichsmuſikkammer die beſondere Aufgabe übernommen, den
Soliſten=Nachwuchs auf allen Gebieten der Muſik wirkſam zu
fördern. Junge, in der Oeffentlichkeit noch unbekannte Künſtler
werden hiermit aufgefordert, an einem Wettbewerb teilzunehmen,
deſſen Zweck die Auswahl der Beſten unter ihnen mit dem Ziel
wirkſamer Förderung durch die Reichsmuſikkammer iſt. Die
Be=
werber haben unter Beifügung eines ausführlichen
Lebens=
laufes und unter genauer Angabe ihres bisherigen
künſt=
leriſchen Werdegangs ein ſchriftliches Geſuch bis ſpäteſtens
31. Juli d. J. bei der für ihren Bezirk zuſtändigen
Landes=
muſikerſchaft des Fachverbandes B „Reichsmuſikerſchaft”
ein=
zureichen.
Die Anſchrift der heſſen=naſſauiſchen Landesmuſikerſchaft iſt:
Paul Fichtmüller, Darmſtadt, Mackenſenſtraße 21.
Es kommen für den Wettbewerb nur deutſchſtämmige Künſtler
in Betracht. Für ihre Beurteilung iſt lediglich ihre ſoliſtiſche
Leiſtung ausſchlaggebend. Dieſe wird feſtgeſtellt durch einen vom
Führer des Fachverbandes B „Reichsmuſikerſchaft” Prof. Dr.
Guſtav Havemann, eingeſetzten „Hauptausſchuß für
Leiſtungsprüfung” in Berlin. Vor dieſem
Prüfungs=
ausſchuß findet ein Probeſpiel ſtatt. Die Einladungen zum
Probeſpiel erfolgen nach einer Vorprüfung durch den Leiter der
zuſtändigen Landesmuſikerſchaft auf deſſen Vorſchlag durch
perſönliche Einladung. — Reiſe=Entſchädigung zum Probeſpiel
kann nur im Falle nachgewieſener Bedürftigkeit gewährt werden.
Das Probeſpiel findet Mitte Auguſt in Berlin ſtatt.
Die Bedingungen zum Probeſpiel ſind:
Jür Pianiſten: Vortrag eines Klavierkonzertes von Beethoven
oder Brahms, Liſzt, Chopin oder Tſchaikowſky. Vortrag
eines Soloſtückes von Johann Sebaſtian Bach und einer
Sonate von Mozart, Schubert oder Beethoven,
Vortrag eines Klavierſtückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Für Geiger: Vortrag eines der Violinkonzerte von Beethoven
oder Brahms.
Vortrag einer Solo=Sonate für Violine von Johann
Sebaſtian Bach.
Vortrag eines Violin=Stückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Für Violoncelliſten: Vortrag eines Violoncello=Konzertes von
Haydn oder Schumann.
Vortrag einer Solo=Sonate von Johann Sebaſtian Bach.
Vortrag eines Stückes für Violoncello von einem
zeit=
genöſſiſchen Komponiſten nach freier Wahl.
Für Kammermuſikvereinigungen: Vortrag eines Quartetts von
Schubert und eines der letzten Streichquartetts von Beethoven.
Für Sänger: Vortrag eines Vokalſtückes von Heinrich Schütz,
Johann Sebaſtian Bach, Georg Friedrich Händel (Kantate
oder Arie aus einer Paſſion — möglichſt mit Koloratur).
Vortrag eines Liedes von Schubert, Brahms, Hugo Wolf
oder einer Ballade von Löwe.
Vortrag eines Geſangſtückes von einem zeitgenöſſiſchen
Komponiſten nach freier Wahl.
Aus dem Kreis der Teilnehmer am Wettbewerb werden
ausgewählt: 2 Pianiſten, 2 Geiger, 1 Violincelliſt, 2 Sängerinnen,
2 Sänger und 1 Streichquartett.
Der Reichsverband für Konzertweſen (Fachverband O
innerhalb der Reichsmuſikkammer) übernimmt es, die größeren
Städte und Konzertgeſellſchaften zu bitten, die ausgewählten
Künſtler für den kommenden Winter zu Gaſtſpielen zu
ver=
pflichten. Jeder für würdig befundene junge Künſtler ſoll
mindeſtens einmal gegen ein Honorar von 200,— RM.
auf=
treten. Auch der Rundfunk hat ſich in den Dienſt des
Wett=
bewerbes geſtellt. Der Reichsſendeleiter hat zugeſagt, jeden der
ausgewählten, Künſtler einmal zu einem Rundfunk=Gaſtſpiel
einzuladen, um ihm Gelegenheit zu geben, ſeine Leiſtungen vor
einem großen Hörerkreis unter Beweis zu ſtellen.
Die ausgewählten Künſtler werden der Oeffentlichkeit in
Berlin durch das Landesorcheſter Gau Berlin (Leitung Prof.
Dr. Guſtav Havemann) vorgeſtellt.
In einer Zeit, die um eine Erneuerung des Theaters
be=
müht iſt, iſt es vor allem notwendig, ſich über das Weſen des
dramatiſchen Theaters klar zu ſein. Denn nur aus einer
Kennt=
nis dieſes Weſens heraus iſt eine organiſche Neugeſtaltung
mög=
lich. Das Verdienſt einer klaren Herausſtellung der Begriffe,
die in dieſen Zuſammenhang gehören, hat die Schrift von Dr.
F. Junghans „Das dramatiſche Theater
deut=
ſcher Nation” (Verlag Die Runde, Berlin, 1934), in der
zwar kaum etwas Neues geſagt, aber jedenfalls die Begriffe ganz
klar und deutlich gegeneinander abgegrenzt werden, ohne daß:
jedoch willkürlich oder einem Syſtem zuliebe Schranken gezogen
werden, wo Begriffe ineinander übergehen.
Junghans grenzt das dramatiſche Theater einmal ab gegen.
das Theater der Vergangenheit, in dem geſellſchaftliche Bine
dungen bis in die Bauformen hinein vorherrſchten, und in den
ſich eine Schauſpielkunſt breitmachte, die ganz unkünſtleriſche,
ein private Beziehungen zum Publikum ſuchte. Ebenſo deutlich
muß man das dramatiſche Theater abrücken von anderen F0l.
men des Gemeinſchaftserlebens oder des Spiels, z. B. von
kultiſchen Spielen. Es iſt wichtig, ſich heute, wo das politiſche
Maſſenerleben ſo in den Vordergrund gerückt iſt, klar zu
wel=
den daß wir es darin immer mit einem direkten Ausdruck des
völkiſchen Gefühls oder Willens zu tun haben, während im
ramatiſchen Theater Spieler und Hörer aus der Wirklichien
heraustreten. Aus demſelben Grunde hat das dramatiſche Lhee
ter auch nichts zu tun mit den Volksſpielen, die ihren Anlaß.""
den bedeutungsvollen Einſchnitten des Jahresablaufs haben=
Die Geſtaltung dieſer Volksſpiele, deren Erneuerung in dee
nationalen Feſtſpielen wir gerade erleben, iſt jedoch Sache eie.
Spielführers der Maſſen und nicht des dramatiſchen Dichiels,
Ihm bleibt die gültige künſtleriſche Geſtaltung völkiſchen Li
lebens vorbehalten, während dies Erleben ſich im Volksſpiel 004
ganz unmittelbar ausdrückt.
Weſensverſchieden iſt das dramatiſche Theater auch Do‟
Film, der dem Zuhörer immer ſchon als ein Fertiges enigeb”‟
ritt und nicht das unerhört aktive, lebendige Beiſammenle‟
von Spieler und Hörer im ſelben wirklichen Raum, in derſeihe.
wirklichen Zeit kennt, über die hinaus dann beide gemeinl”.
die dramatiſche Raumzeitlichkeit ſchaffen. — Aehnlich iſt es"
em Funkſpiel, das ſich nur an einen Sinn des Hörek,
akuſtiſchen, wenden kann.
Die beiden Elemente, auf denen ſich das dramatiſche Theſl”
aufbauen muß, ſind Schauſpielkunſt und Drama: eine Schit
ſpielkunſt, die wieder den Dienſt an der Rolle kennt, gegeſt..
Frchaften zum
keu Schema verfg
Lch der Bühne
Frkuoren, die bei=
Aution mitwirk
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Rrndelt ſich für
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dem ſchrankenloſen Individualismus der Stars, die hat
ſelbſt auf der Rolle ſpielten, — ein Drama, in dem völtuchle
Fühlen und Wollen ſich in einem überperſönlichen guühb.
Einzelfall verdichtet hat, in dem das Bühnentechniſch=Handch.”
liche immer nur im Dienſt des Dramatiſch=Notwendigen, l.
Dieſes Drama hat nichts mit dem internationalen Thegieiſt
zu tun, das mit dem augenblicklichen Effekt ſteht und fall.
dieſer Effekt eben nur durch genaue Kenntnis des TN.‟
handwerklichen erzielt. Für dieſes Theaterſtück genügt ein lkb."
wie zuſammengetrommeltes Publikum, das Drama aber Ve
einer innerlich gleichgeſtimmten Zuhörerſchaft, bei der we.”
ſtens ungefähr dieſelbe künſtleriſche Erlebnisweiſe voit
zuſetzen iſt. Ein Weg dazu wäre etwa die Zuführung ſteng
hermstag, 23. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 171 — Seite 3
Dollfuß hebt Fremdenverkehr und Staatseinnahmen. — Jeder Nichkraucher ein Staaksfeind.
Die „entſprechende Zeche‟.
irgendwie betätigt zu haben. Er war ſeinerzeit der Staatsrechts=
Syſtem Dollfuß.
lehrer des nachmaligen Kaiſer Karl von Oeſterreich.
ie politiſchen und wirtſchaftlichen Schwierigkeiten in
Oueſreich wachſen nachgerade ſo turmhoch, daß Herr Dollfuß
danier nervös wird und eine Gewaltpolitik treibt, die in der
glrellichkeit ihrer Maßnahmen die Grenzen der
Lächer=
kigeit ſchon überſchreitet. Erſt hat er im
Hand=
umhen eine neue Verfaſſung erlaſſen, die nicht
ein=
monlmindlich durchgearbeitet werden konnte. Dann aber
über=
zeung er ſich davon, daß dieſe Verfaſſung ſo gar nicht durch=
ßert
zu üütem war, und er muß jetzt dazu übergehen, ſie
abſchnitts=
weriſ gleichſam auf Stottern, in Kraft zu ſetzen. Dann
ſielner, ſich überall einer paſſiven Reſiſtenz
gegen=
übüe die ihn ſchwerer ſchädigt als jeder Widerſtand das tun
könin. Von ſeinen Gegnern iſt die Parole ausgegeben worden,
danc ſie Oeſterreicher das Rauchen aufgeben ſollten, um das
Stzusmonopol zu ſchädigen und dadurch der Regierung die
natoriſch
Eixmhrnen zu entziehen. Dieſer Gedanke iſt mit einer ſolchen
ehungen
Bchget rung aufgenommen worden, daß Herr Dollfuß und ſeine
Geſtuen jetzt jeden einzelnen Oeſterreicher zum Rauchen zwingen
unw lle Nichtraucher als geborene Staatsfeinde betrachten. Eine
Nu Ewns Ne Grſotzle, die wie ein verſpäteter Aprilſcherz anmutet.
wird die
Ber damit nicht genug. Die Regierung muß auch etwas
Ranzöſiſcha; zunm schutz des Fremdenverkehrs tun. Fremde ſind zwar nicht
Ne 2c 10) da.u e Deutſchen, die ja immer das Rückgrat des
aööſiſche And gannen Fremdenverkehrs bildeten, kommen nicht, und
wee ſey d0 dien ſchechen, Jugoſlawen und Italiener bedanken ſich
eben=
e dieſer m½ falllg ür die Ehre, als Lückenbüßer aufzutreten. Trotzdem wird
ierung bom ” abeür nach einem neuen Geſetz jede vorſätzliche oder
is aufbratg aunch aur grobfahrläſſige Handlung, die den
innerhab n Fwadenverkehr ſchädigt oder gefährdet, mit
9shand dan ſtrſegen Geld= oder Arreſtſtrafen geahndet.
ntreich bis ſt. as iſt ein kautſchukartiger Begriff, der allen Auslegungen
in in eine A Tüſ n Tor öffnet und die Regierung ſelbſt zu dem
Kommen=
reich für eun tarpwingt, daß zwar an ſich das Prophezeien ſchlechten
Wet=
ncurlich m tersy hon als Schädigung des Fremdenverkehrs angeſehen wird,
ranzöſiſchen K daßr 6 aber nicht unter die Strafandrohung fällt, wenn es auf
m glaubten A zut eende Gründe geſtützt wird. Das Merkwürdigſte aber iſt,
er Kammer in daßr as Geſetz auch Anwendung findet auf Einheimiſche, die
Lehrſtand ſr Gauftren und Kaffeehäuſer beſuchen, ohne entſprechende Zechen
ſich weiterhn; zu mchen, wobei wieder nicht geſagt wird, was eine „
ent=
ſprnanpe Zeche” iſt.
man entnefr C muß wirklich mit dem Syſtem Dollfuß ſchlecht beſtellt
gen iſt, en ſeinh nenn der Bundeskanzler ſchon zu ſolch verzweifelten
lch=franzü Millten greift, die ihre einzige Rettung darin ſehen, daß ſie
natürlich an aust ar z Oeſterreich eine Kleinkinderbewahranſtalt machen und
den Tahſua denm Siatsbürger ſein Leben vom Morgen bis zum Abend
9h aber nichtn vornſtkerben.
ern auch über
nkreich !iu
Taße Juli Zuſammenkunft Muſſolini-Dollfuß.
ſchaftspru
DNB. Wien, 22. Juni.
auſch und
due diplomatiſchen Kreiſen verlautet, daß Bundeskanzler Dr.
rfſtredken. 90
en ſind bere Dohlſz ſich Ende Juli zu einem Beſuch bei Muſſolini nach Ric=
3 deutſchin riontuseben werde. Der Beſuch ſoll auf eine Einladung
zurück=
d weil manr gehie läe Muſſolini kürzlich Dollfuß habe übermitteln laſſen.
and war b!” Ilerter verlautet, daß Bundeskanzler Dr. Dollfuß über die
franzöſiſch / Zuſſumenkunft von Venedig jetzt durch ein perſönliches Schreiben
tr deutſche A des ſtaatsſekretärs Suvich unterrichtet worden iſt.
tzten Monan 1I7 Dem Bericht des öſterreichiſchen Geſandten in Rom Dr.
ſich für zu Ritäter, der von den amtlichen Stellen ſtreng geheimgehalten
Stauſches in wirhwird, wie verlautet, darauf hingewieſen, daß in der
Zu=
ſt entſprechenr ſamnnk unft von Venedig die Notwendigkeit einer
Uebereinſtim=
jer ein günß= mun zwwiſchen Italien und Deutſchland, in der öſterreichiſchen
Frog feſtgeſtellt worden iſt.
Rektoratswahl an der Wiener Univerſitkät.
uch wochenlangen mühevollen Verhandlungen und
mehr=
malofer Verſchiebung wurde am Freitag die Rektorwahl am der
Uninſität Wien endlich durchgeführt. Nach Alter und Rang
wärern erſter Stelle Dr. Otmar Spann in Frage gekommen. Da
R dieſe taber wegen nationalſozialiſtiſcher Geſinmung der Regierung
nichnte gemehm war, entſchloß ſich das Profeſſoren=Kollegium zu
er Barhu” einerausgeſprochenen Kompromißlöſung und wählte Prof. Dr.
uts abgentlll! Holc vn Ferneck zum Rektor der Univerſität Wien für das
der zud
Preſſe ni /, Sturhin ahr 1934/35. Prof. Dr. Hold von Ferneck gilt als national
denreder Mann, ohne ſich aber in nationalſozialiſtiſcher Richtung
Gersenſchaften zum Theater, ohne daß man da nach einem
ſtare Schema verfahren könnte.
uich der Bühnenverleger und Theaterkritiker gehören zu
denn ſikroren, die beim Aufbau des dramatiſchen Theaters
deut=
ſchen ſation mitwirken können. Der Bühnenverleger muß ſich
ſeitner 1nſtleriſchen Verantwortung bewußt werden, doch darf
ſich ſne Arbeit nicht in der Jagd nach erfolgverſprechenden
Neus)ten erſchöpfen. — Wenig gut ſieht es noch mit der
Thefauritik aus, die an ihrer Bindung an die Aktualität krankt.
Unnadem Zwang des Schnellſchreibens hat ſich der Kritiker in
Inlu nd Tonart der Reportage genähert. Es iſt oft nicht
möſcſy, mehr als einen Bericht über den erſten Eindruck zu
gebeen und da taucht denn eine neue Unart auf: das Wie des
Geſiy ebenen wird wichtiger als das Was. Wenn der Kritiker
Loheazwertes und Tadelnswertes nur feſtſtellt und ſich nicht
ernrüh damit auseinanderſetzt, ſo fordert er damit den
Vor=
wurſ)eraus: „Erſt mal Beſſermachen!‟ Dagegen iſt zu ſagen,
daßy für den Kritiker weit beſſer iſt, wenn er nicht den
Ehr=
geist lt, ſelbſt produktiv tätig zu ſein. Die Fähigkeit der Kritik
iſt ſie verſchieden von der Fähigkeit künſtleriſcher Geſtaltung.
EsShndelt ſich für den Theaterkritiker nur darum, das Weſen
deg’ſheaters und des Dramas zu kennen und aus dieſer
Kemntis heraus eine Aufführung wirklich zu diskutieren, ſich
mic ſr auseinanderzuſetzen. Das iſt aber nur möglich, wenn der
Zma des Schnellſchreibens, der Zwang zur Aktualität,
weg=
fällg— eine Forderung, die man nur unterſtreichen kann.
denn Dr. Junghans am Ende ſeiner Schrift einen Blick
in =G Zukunft, auf das neue Drama, wirft, ſo können wir ihm
duncus darin recht geben, daß dieſes Drama nicht nur
äußer=
lich ſu, etwa in der Steigerung der Dimenſionen oder der
VcEſldes Stoffes ſein darf. Es muß aus einem neuen Geiſt
Ner=m ſich ſeine Schaffensgeſetze bilden. In ſeinem Mittelpunkt.
Dillvieder der Menſch ſtehen, der nicht die Handlung an ſich
geleyſen läßt, ſondern ſelbſt die Situationen ſchafft und um=
Noß.— Das Theater wird, durch Volksſpiele, Film und Funk
entſhe;, ſich auf ſein Weſen beſinnen und zur dramatiſchen
A. II.
Schxbühne der deutſchen Nation werden.
Die Zeitung in die Schule!
„Lebendige Geſchichtsquelle‟.
enn wir heute zurückſchauen in die verſunkenen Tage
r. Kindheit, dann gedenken wir wohl auch mit einem
Schaudern jener beiden Bücher, die den eiſernen Beſtand
Schullektüre bildeten: Leſebuch und Realienbuch. Das
Nch dar zumeiſt ein merkwürdiges Sammelſerium von
Wühlereien gegen den Deutſchen und Oſterreichiſchen
Alpenverein.
Die Freitagausgabe der Wochenzeitſchrift „Sturm über
Oeſterreich”, des Organs der oſtmärkiſchen Sturmſcharen, verlangt
ein ſcharfes Vorgehen der Behörden gegen den Deutſchen und
Oeſterreichiſchen Alpenverein, der ähnlich wie die
ſozialdemokrati=
ſchen „Naturfreunde” in einen Verein mit anderer Leitung und
anderem Namen umgewandelt werden ſoll. Anlaß zu dieſer
Forde=
rung ſcheint der Beſchluß der Tiroler und Vorarlberger
Sektio=
nen auf der Tagung in Innsbruck zu ſein, der ſich für eine
Los=
löſung der öſterreichiſchen Sektion vom allgemeinen deutſchen
Ver=
band ausſprach. Das Blatt knüpft daran die Befürchtung, daß die
öſterreichiſche Sektion des Alpenvereins zu einer
nationalſoziali=
ſtiſchen Einrichtung geworden ſei. „Immer wieder”, ſo ſchreibt das
Blatt, „trifft man in den Hütten des Alpenereins auf Gruppen
von öſterreichiſchen Nationalſozialiſten, deren Frechheit ſoweit
geht, daß ſie mit ſchwarz=weiß=roten Binden geſchmückt unter
mili=
täriſchem SA.=Kommando Uebungen durchführen. Die
Hütten=
gebiete des Alpenvereins ſind braune Oaſen in Oeſterreich
ge=
worden.”
Leſterreichiſche Standgerichtsurkeile.
Der Grazer Standgerichtshof hat nach zweitägiger
Verhand=
lung die beiden Sozialdemokraten Wretſchke und Payerl zu 15
bzw. 18 Jahren ſchweren Kerkers verurteilt. Die beiden hatten
in ihren Wohnungen große Lager von Ammonit und anderen
Sprengſtoffen aufgehäuft ſowie Bomben in Häuſern, ſowie im
Grazer Amtshaus und in der Grazer Franziskanerkirche gelegt.
Die Anſchläge waren zwar noch rechtzeitig entdeckt worden, doch
bezeichneten die Sachverſtändigen das vorgefundene
Sprengmate=
rial als äußerſt gefährlich.
Vor einem Wiener Standgericht kam heute ein Verfahren
gegen einen 23jährigen Nationalſozialiſten namens Kernſtock zur
Verhandlung, dem zur Laſt gelegt wird, einen Rohrponton der
Donau=Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft in Dürrnſtein geſprengt zu
haben. Das Standgericht beſchloß jedoch, den Fall an das
Ordent=
liche Gericht abzugeben, da das Belaſtungsmaterial noch
ergän=
zungsbedürftig ſei. Kernſtock hatte entſchieden jeden
Zuſammen=
hang mit dem Anſchlag in Abrede geſtellt.
Nach faſt dreiwöchiger Prozeßdauer iſt heute der ehemalige
Obmann der ſozialdemokratiſchen Invaliden=Organiſation,
Wall=
ner, wegen Betrugs und Veruntreuung, begangen durch eine
Reihe großzügiger Wohltätigkeitsſchwindeleien, zu 2½ Jahren
ſchweren Kerkers verurteilt worden. Einige Mitangeklagte
er=
hielten Freiheitsſtrafen von 3 und 6 Monaten, mehrere andere
wurden freigeſprochen.
Deukſche Kommuniſten aus der Schweiz ausgewieſen.
EP. Bern, 22. Juni.
Der Bundesrat hat in ſeiner Sitzung vom Freitag, unter
An=
wendung von Artikel 70 der Bundesverfaſſung, vier Ausländer
wegen kommuniſtiſcher Umtriebe aus der Schweiz ausgewieſen.
Es handelt ſich um Frau Maud Parlow und ihre Tochter Martha,
die Gräfin Charlotte Stembock=Fermer und Fritz Eichenwald. Alle
ausgewieſenen ſind deutſche Staatsangehörige, die erſt im Laufe
des Jahres 1933 in Zürich Aufenthalt nahmen, mit
kommuniſti=
ſchen Kreiſen in Verbindung traten und im internationalen
Rah=
men eine geheime Tätigkeit entfalteten. Insbeſondere haben die
drei Frauen für die kommuniſtiſche Depeſchenagentur „Runa” in
Zürich in einem der Runa angegliederten Geheimbüro gearbeitet.
Die offiziell unter ſchweizeriſcher Leitung ſtehende Runa befaßt
ſich mit der Herausgabe von Nachrichten, Artikeln und erweiſt ſich
als Filiale eines gleichen Unternehmens in Moskau. — Es wurde
darauf hingewieſen, daß die ausgewieſenen Ausländer zuſammen
mit anderen kommuniſtiſchen Kreiſen die Schweiz zum
Ausgangs=
punkt eines internationalen kommuniſtiſchen Agentendienſtes zu
machen verſuchten.
*
Die Internationale Arbeitskonferenz beſchloß, an die
Regie=
rung der Vereinigten Staaten von Amerika eine offizielle
Ein=
ladung zu richten mit der Bitte, ihren Platz in der
Internatio=
nalen Arbeitsorganiſation einzunehmen.
Fabeln, Gedichten und Beiträgen aus der wenig jugendnahen
„Fugendliteratur” des 19. Jahrhunderts, und im Realienbuch
war ſo ziemlich alle Wiſſenſchaft enthalten, die uns nach den
Lehrplänen eingetrichtert werden ſollte.
Inzwiſchen hat ſich vieles in der Schulerziehung geändert.
Erziehung zur geiſtigen Selbſtändigkeit und frühe Gewöhnung
an verantwortungsbewußte Selbſtändigkeit im Dienſt der
Ge=
meinſchaft haben den abſtrakten Lernunterricht verdrängt. Und
neben den neuen Formen ſind der heutigen Schule auch neue,
vom völkiſchen Weltbild beſtimmte Inhalte zugewieſen. Unſere
Jugend ſoll begeiſtert werden für die großen Werte der Heimat,
des Volkstums, der Raſſe und der vaterländiſchen Geſchichte.
Alles Tun entſpringt bei der Jugend immer nur aus
Begeiſte=
rung aber ſetzt freudiges Erleben voraus Solche erlebnisſtarken
Eindrücke vermittelt nicht ein trockener Wortunterricht, ſondern
eine aufgelockerte Bildungsarbeit, in der durch Verwendung
guter Anſchauungsmittel und lebendiger Quellen der Lehrſtoff
lebensvoll und packend geſtaltet wird.
Zu ſolchen Hilfsmitteln des neuzeitlichen Unterrichts gehört
neben Rundfunk, Film und Dichterbuch auch die Zeitung. Die
deutſche Zeitung der Gegenwart birgt, nachdem die
parteipoliti=
ſchen und Senſations=Blätter aus der deutſchen Preſſe
ausge=
ſchaltet worden ſind, unſchätzbare Bildungswerte. Die Zeitung
macht unſere Schuljugend bekannt mit den großen Geſchehniſſen
und dem Leben der Gegenwart. In ihr treten uns die
Aus=
ſtrahlungen des völkiſchen Lebens in unmittelbaren
Berichten entgegen. Der neue Geſchichtsunterricht kann in unſerer
Zeit, in der wir Zeugen einer gewaltigen geſchichtlichen
Eni=
wicklung werden, der Zeitung nicht gleichgültig gegenüberſtehen.
Wer die Berichte der Zeitungen aus unſerer Zeit ſammelt,
er=
hält eine umfaſſende Deutſche Geſchichte aus den Jahren des
Wiederaufſtieges. Die großen Reden der deutſchen Führer die
kulturſchöpferiſchen Reformen auf allen Gebieten des völkiſchen
Lebens, der Arbeitskampf des deutſchen Volkes — all dies große
Geſchehen ſpiegelt ſich am treueſten in der Zeitung. Und von
dieſen Darſtellungen gehen in der Schule die klärenden und
an=
ſchaulichen Beſprechungen aus, die im gegenwartsbezogenen
Ge=
ſchichtsunterricht die Jugend zum Miterleben des Zeitgeſchehens
führen ſollen. So wird die Zeitung zur lebendigen
Geſchichts=
quelle für die Jugend.
Darüber hinaus aber eröffnet die Zeitung in ihren bunten
Schilderungen und Aufſätzen der Schuljugend den Blick für die
Vielfältigkeit des deutſchen Lebens. Deutſche
Arbeitsſtätten, deutſche Landſchaften, ihre Menſchen und ihr
Volkstum, zu Kameradſchaft und Gemeinſchaft
zuſämmengeſchloſ=
ſen durch das Band des gemeinſamen Glaubens an den
Wieder=
auſſtieg, werden in der Zeitung von deutſchen Dichtern und
Schriftſtellern dargeſtellt. Heimatbeilagen bieten eine Fülle von
Verkagung der Slokkenkonferenz bis 19402
DNB. London, 22. Juni.
Der diplomatiſche Korreſpondent des Daily Herald will
wiſſen, daß der britiſche Marineminiſter Sir Bolton Eyres=
Monſell am Donnerstag im Auswärtigen Amt dem
ameri=
kaniſchen Marineſachverſtändigen eine Denkſchrift über
die techniſchen Bedürfniſſe der britiſchen
Kriegsmarine überreicht habe, deren Inhalt
aufſehen=
erregend ſei. Norman Davis habe das Schriftſtück nach
Waſhington weitergegeben. In der Denkſchrift würden die
„techniſchen” Bedürfniſſe der Admiralität folgendermaßen
dar=
geſtellt:
Die Verteidigung des Britiſchen Reiches und der britiſchen
Handelsſchiffswege erfordern erſtens den Bau einer neuen
Schlachtflotte ſofort nach Ungültigwerden der
Einſchrän=
kungen des Waſhingtoner Vertrages, zweitens den Bau von
30 neuen Kreuzern, um die Kreuzerflotte auf insgeſamt
70 Fahrzeuge zu bringen (die jetzige Kreuzerſtärke iſt 50; aber
10 Kreuzer werden in den nächſten zwei Jahren die
Alters=
grenze überſchreiten); drittens den Bau einer großen Anzahl
neuer Zerſtörer und viertens den Bau neuer
Flug=
zeugmutterſchiffe.
* Man darf wohl annehmen, daß die Informationen, die in
der engliſchen und amerikaniſchen Preſſe zu finden ſind, nicht
ein=
fach aus der Luft gegriffen wurden. Aehnliche
Aufrüſtungs=
gelüſte ſcheinen auch bei den Amerikanern vorhanden
zu ſein. Sie ſind von der Grenze, die im Waſhingtoner Vertrag
gezogen iſt, noch weit entfernt. Ungefähr 85 Schiffe können ſie noch
bis zum Jahr 1936 bauen. Tatſächlich gehen ihre Baupläne aber
weſentlich weiter, weil ſie gleich einen Teil des veralteten
Schiffs=
materials ausrangieren wollen. Der Wunſch, das Waſhingtoner
Kontingent reſtlos auszuſchöpfen, hat offenbar auch zu dem
Ge=
danken geführt, ſich jetzt auf keinerlei Verhandlungen
einzulaſſen, ſondern eine Vertagung der Flotten=
Konferenz bis zum Jahre 1940 zu beantragen. Damit
werden aber die Japaner nicht einverſtanden ſein, weil eine
derartige Vertagung die automatiſche
Verlän=
gerungdes Vertrages in ſich ſchließt, während Japan
ſchon jetzt auf den gleichen Stand wie Amerika und England
hin=
aus will. Es könnte alſo paſſieren, daß es zur Kündigung des
Vertrages kommt, um freie Hand für ein weiteres Aufrüſten zu
gewinnen. Kündigt eine Macht, dann werden die anderen ebenfalls
von dieſem Recht Gebrauch machen, um nicht ins Hintertreffen
zu geraten.
Ikalieniſche Einladung an Frankreich
Durch Vermittelung des italieniſchen Botſchafters in Paris
hat Muſſolini die franzöſiſche Regierung eingeladen, ſich an den
Feierlichkeiten anläßlich des Jahrestages der Schlacht von Solz
ferino am 24. Juni durch eine Abordnung vertreten zu laſſen.
Die franzöſiſche Regierung hat dieſe Einladung angenommen,
Unter Führung eines Generals wird ſich eine franzöſiſche Abord
nung an dieſen Feſtlichkeiten beteiligen.
Es handelt ſich um die 75. Wiederkehr der Schlacht von
Sol=
ferino, die neben der Schlacht von Magenta im Feldzug des
Jah=
res 1859 den Sieg der italieniſchen Unabhängigkeitsbewegung
gegen Oeſterreich einleitete und den Auftakt bildete für die
Er=
richtung des Königreichs Italien im Jahre 1861. Bei Magenta
und Solferino hatten die Truppen des Königreichs Sardinien
Seite an Seite mit den franzöſiſchen Truppen unter Napoleon III.
und Mac Mahon gegen die Oeſterreicher gefochten und geſiegt.
Italien gegen die neuen franzöſiſchen
Blockbildungs=
beſkrebungen.
Anläßlich der Balkanreiſe des franzöſiſchen Außenminiſters
Barthou wenden ſich die italieniſchen Regierungsblätter
nachdrück=
lichſt gegen die franzöſiſchen Vorſchläge zu neuen Blockbildungen
und Sicherheitspakten, die zu einer verhängnisvollen Spaltung
Europas in zwei Lager führen müſſe. — Der offiziöſe „Popolo
d’Italia” ſchreibt, wenn man jetzt ſogar den Plan eines Oſt= und
Mittelmeer=Locarno aufrolle, ſo müſſe man von einer Paktmanie
ſprechen. Bei einem Oſt=Locarno, das Rußland, die baltiſchen Staaz
ten, die Tſchechoſlowakei, Deutſchland und Polen nebſt der
Garan=
tie Frankreichs umfaſſen würde, hätte Frankreich den Löwenanteil,
da es zugleich Garant und Schiedsrichter in einem ſtaatlichen
Syſtem wäre, in dem Deutſchland und Polen das Nachſehen hätten.
Italien wolle von dieſem Manöver nichts wiſſen, und es bleibe
daher dem Locarnopakt treu, ſowie dem Grundſatz einer moraliſchen
Verſtändigung Europas.
heimatlichem Volksgut und regen zu praktiſcher Volkstumsarbeit
an. Reiſeberichte aus fremden Ländern, Schilderungen von
For=
ſchungsfahrten und naturwiſſenſchaftlichen Expeditionen malen
das farbige Bild der weiten Welt.
Viele Stunden gehen heute daran, ihre Lehrmittelſammlung
durch Zeitungsmappen zu erweitern. Lehrer und Schüler
ſam=
meln gemeinſam Zeitungsausſchnitte aus allen Gebieten des
Lebens und Wiſſens. Die verwendbaren Aufſätze und
Schilde=
rungen werden in Sammelmappen eingeordnet, die im
geſchicht=
lichen, erdkundlichen, naturwiſſenſchaftlichen und
heimatkund=
lichen Unterricht als Quellen benutzt werden und Anſchaulichkeit,
Leben und Aktualität in den Unterricht hineintragen.
Wertvoll ſind auch die Bildbeilagen der Zeitung und die
illuſtrierten Zeitſchriften. Aus ihnen vermag die Schule einen
Bilderſchatz zu gewinnen, der geradezu unerſetzlich für ihre
Bil=
dungsarbeit iſt. Mit der gleichen Freude und mit dem gleichen
Eifer, mit denen unſere Jungen und Mädel Reklamebilder
ſammeln, fahnden ſie auch nach den Bildern und Zeichnungen
in Zeitung und Zeitſchrift, tragen ſie das Material für die
Bilderbücher zuſammen, die eine Schule ſich ſchaffen möchte.
Der Lehrer prüft und ſichtet die Bilder und übergibt ſie den
Bildordnern, die ſie dann in die Bilderbücher einkleben. Auf
ſolche Weiſe entſtehen Bildſammlungen, die reichhaltiger und
feſſelnder als manches teure Bilderwerk ſind und die der Schule
eine weitgehende und eindringliche Veranſchaulichung
ermög=
lichen.
Naſſenkundliche, familiengeſchichtliche und geſchichtliche
Bilderbücher dieſer Art leiſten der neuen Jugenderziehung
un=
gemein wertvolle Dienſte. Unſere Zeitungen und Zeitſchriften
enthalten heute eine Fülle von Bildern, die der Hinführung
der Jugend zu den Werten der Raſſe und der Familie
anſchau=
liche Zeugniſſe bieten. Gerade die Zuſammenhänge der
Raſſen=
lehre ſind zum Teil ſo abſtrakt, daß ſie einer ſtarken
Veran=
ſchaulichung bedürfen, um unverlierbar und klar ins Bewußtſein
des jungen Menſchen eingeſenkt zu werden. In den Bildern von
fremden Ländern und ihren Menſchen erkennt die Schuljugend
die raſſiſchen Merkmale und Unterſchiede der Völker und in
Lichtbildern und Gemäldeproduktionen von deutſchen Menſchen
zeigt die Zei ung mitunter prächtige Raſſeköpfe.
Die gute Zeitung, das zeigen die wenigen Beiſpiele, iſt
ein wertvolles Hilfsmittel in einem lebendig geſtalteten,
freude=
vollen und anſchaulichen Unterricht. Freilich nur dann, wenn
Lehrer und Schüler die Zeitung als Uebermittlerin wichtigen
Kulturgutes, das es zu erarbeiten gilt, würdigen. Und mit dieſer
Vorausſetzung befähigt die Schule die Jugend zum rechten
ligkeit, die verſtanden ſein will.
Zeitungsleſen, ein
O. G. Foerſter,
Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 23. Junf 1934
Ihre Vermählung geben bekannt
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Darmstadt Schwanenstr. 24
Kirchliche Trauung: Sonntag, 24. Junl, 3 Uhr,
in der Martinskirche.
Statt beſonderer Anzeige.
Am 20. Juni verſiarb plötzlich mein
lieber Mann
Karl Bonhard
Oberforſtmeiſter i. R.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Ida Bonhard.
Die Beiſetzung findet auf Wunſch des
Ver=
ſtorbenen in aller Stille in Offenthal ſtatt.
Im Sinne des Verblichenen bitte ich von
Blumenſpenden und Beileidsbeſuchen
ab=
zuſehen.
Am 17. d8. Mts. wurde unſere liebe, gute
Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Grau innd Mauicann
geb. Meyer
von langem und ſchweren Leiden erlöſt.
In tiefem Schmerz
im Namen der Hinterbliebenen:
Dr. phil. 6. B. Kaufmann
Berlin=Schöneberg.
Bozenerſtr. 8.
Die Beiſetzung der Urne findet Sonntag,
den 24. ds. Mts., 10½ Uhr auf dem
Darm=
ſtädter iſrael, Friedhof ſtatt.
Heute abend verſchied nach kurzer, ſchwerer
Krank=
heit mein lieber Gatte, unſer herzensguter Vater,
Sohn, Bruder, Schwiegerſohn, Schwager und Onkel
Avor, Kohlet
Geſchäftsführer
der E. Bekkerſchen Buchdruckerei G. m. b. H.
im 48. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lina Köhler, geb. Stein
Adolf und Anni Köhler
Familie Joh. Ph. Köhler.
Darmſiadt, den 21. Juni 1934.
Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Junf,
nach=
mittags 3 Uhr, auf dem Friedhof Nieder=Ramſtädterſtr. ſtatt.
Beileidsbeſuche dankend verbeten. (6897
Ein früher Tod hat am 21. Juni4934 unſeren treuen,
langjährigen Mitarbeiter und Geſchäfteführer
Herrn
Auen, Kehlet
aus unſerer Mitte abberufen.
33 Jahre lang hat der Entſchlafene ſein großes
Können und Wiſſen in den Dienſt der Firma geſiellt.
Seine unermüdliche Tatkraft und beſondere
Be=
gabung waren uns immer eine ſiarke Stütze bei
der Führung des Geſchäftes; darüber hinaus ſicherten
ihm ſein ehrenfeſter Charakter und ſeine
hervor=
ragenden menſchlichen Eigenſchaften Vertrauen und
Achtung bei Führung und Gefolgſchaft der geſamten
Druckerei. Wir beklagen tief den Heimgang dieſes
ausgezeichneten Mannes und werden ſein Andenken
ſiets in hohen Ehren halten.
(6898
E. Bekkerſche Buchdruckerei G. m. b. H.
und Gefolgſchaft.
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Riſling am Rhein
Frankfurt—
ppelin hat
unger
die
Mode
Schreibmaſ
„Rem.”,ält. Mol
dell, zu verkaum
oder gegen Hrr=
Rad zu tauſche:
Küche
RM. 20.—
Ge=
ſchirr. Eisſchrk.,
Kaffee=Service,
Bilder.
Nacht=
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T6317 Schustergasse
ſermstag, 23. Juni 1934
Nr. 171 — Seite 5
beſucht reela
Landwirte
Rittersll
Zrtikel gese !
itzrführen! 14
Am Jurale.
zuus der Landeshauptſtadt
*Hitlerjugend aus Ungarn in Darmſtadt.
Darmſtadt, den 23. Juni 1934.
er B. 151 Geſi
einer Ven
Fird ein dured
6 Gese
Verlegung der S5-Beſichtigung.
de m Reichsführer der SS. iſt es durch dringende anderweitige
5urpruchnahme nicht möglich, die für Samstag, den 23. Juni,
z5durmſtadt vorgeſehene Beſichtigung der 33. SS.=Standarte
amuführen.
Drie Beſichtigung fällt aus.
2äe 33. SS.=Standarte bittet hiervon Kenntnis zu nehmen.
Aſſet Termin wird rechtzeitig mitgeteilt.
NS-Gemeinſchaft „Kraft durch Freude‟.
2re Teilnehmer am Urlauberzug nach der Nordſee (Monte
ig) treffen ſich zur Abfahrt am Samstag, 23. Juni 1934, um
15 elhr, im Hauptbahnhof Darmſtadt, Schalterraum.
Trans=
pme ter für die Darmſtädter Teilnehmer iſt Pg. Herm.
Bütt=
me=Darmſtadt. Für die Fahrt Darmſtadt—Frankfurt und zurück
ſi h0B0 RM. abgezählt bereit zu halten.
DEe Teilnehmer am Urlauberzug nach der vommerſchen
Sfelüſte treffen ſich zur Abfahrt am Samstag, 23. Juni 1934,
miſtas 12.30 Uhr. Hauptbahnhof Darmſtadt, Schalterraum.
Aſnswortführer für die Darmſtädter Teilnehmer iſt L.
Roth=
ue l. Für die Fahrt Darmſtadt—Frankfurt und zurück ſind
0)ſRM. abgezählt bereit zu halten.
Kunſt oder Abklätſch?
Vom Verkehrsverein Darmſtadt wird geſchrieben:
Die Frage ſteht in der Lichtbild=Ausſtellung im Heſſiſchen
Lan=
diſzuſ eum gar nicht zur Entſcheidung. Das, was die Geſellſchaft
deſucher Lichtbildner da zeigt, iſt Kun
koſn” (auch ſo ein Kurfürſtendammausdruck), ſondern in dieſen
Phos ſteckt „allerhand drin!” Hochwerter Knipſer,
fortgeſchritte=
nomllmateur! Gehe hin und ſchau dir dieſe Sammlung ruhig an.
Dü be kommſt wieder Hochachtung vor deiner einfachen
Klapp=
kalarn, dem Aufnahmematerial und dir ſelbſt — denn das kannſt
dri auch alles noch ſchaffen. Wenn — ja wenn Photographieren
nuch andeves wäre als eine zu erlernende Technik — eine
manu=
ellſeVe=rrichtung ..."
. iſt kaum ein Gebiet des menſchlichen Lebens nicht meiſter=
Alargeſtellt. Beſonders anziehend ſind natürlich die beiden
So)erſchauen. Die eine gibt dem Reichsbildberichterſtatter
Himamn Gelegenheit, eine große Anzahl unbekannter
Auf=
n halm en vom Führer zu zeigen. Die andere läßt einen
tie=
femEimblick in das Geſicht des deutſchen Volkes tun (Frau
Dirck=
ſeirzerlin). Darüber hinaus ſind alle großen Lichtbildner
Deutſch=
jalus nit ihren beſten Werken vertreten. Wir nennen nur
Grei=
nge=MMünchen mit ſeinen Aufnahmen vom Stabschef Röhm und
Rſeisrtatthalter v. Epp. Erfurth=Dresden mit ſeinen
Front=
ſoſldrem. Erfurth hat auch ein Bild des Darmſtädter
Oberbürger=
neiers Wamboldt ausgeſtellt, welches allgemein wegen ſeiner
Lillönigkeit Gefallen findet.
Dre Ausſtellung ſchließt unwiderruflich am Sonntag, den
241. ni. nachmittags 13 Uhr. Man kann ja niemand an
deir dernd nehmen und nach dort mit ſanftem Zwang hinführen.
Ge man kann ſagen, daß eine ſolch intereſſante Schau lange
ninchv ehr nach Darmſtadt kommen wird. Darmſtadts Bevölkerung
iſtſthlystbefliſſen und auch kunſterzogen. Aber auch von dem ſtrengſten
Küxikar kann dieſe Schau beſtehen, möge man nun eine Stellung
zun 8 otographie einnehmen wie man will.
hrre Zweifel iſt aber das Verſäumen der Lichtbildausſtellung
taltfhiich ein nicht wieder gut zu machender Fehler. So ſicher man
nüßh ur von materiellen Dingen lebt, ſo ſicher iſt dieſe Lichtbild=
Achsellung zur Abrundung des Kunſtbegriffes notwendig. An ihr
vurirehen iſt noch kurzſichtiger, als gegen ſie Stellung nehmen.
Amwer wird letzteres tun, wenn er ſie geſehen hat?
Deutſcher Liederkag!
A-f Veranlaſſung des Deutſchen Sängerbundes veranſtalten
em Bund angehörenden Vereine ſeit einigen Jahren am
ntag nach Sommerſonnenwende öffentliche Platzſingen, um
Uſie Deutſche Chorſache und das Deutſche Lied zu werben und
die Verbundenheit des Männerchorweſens mit dem Deut=
Polkstum zu unterſtreichen.
Mät Rückſicht auf das am Sonntag, den 24. Juni, in
Eber=
hattfindende Kreiswertungsſingen des Kreiſes Darmſtadt
gn einige Darmſtädter Geſangvereine am Sonntag den
uli, an mehreren Plätzen Darmſtadts öffentliche Singen
ſtalten. Näheres wird noch bekanntgegeben.
IIs Auftakt zum „Deutſchen Liedertag” ſingen am
kommen=
ſeonntag, den 24. Juni, abends 20.15 Uhr, die Vereine
Arrafel (Damen= und Herrenchor) und Sängerluſt am
Pau=
ax, unter Leitung von Chormeiſter Karl Grim, folgende
ſie: Männerchöre: Deutſches Lied”. „Deutſche
Sonnen=
he” von Karl Grim; „Mahnung” von Hans Heinrichs; „
Frei=
dre ich meine” von Faißt. Frauenchöre: „Grüß Gott
ſömer Maien” von Otto; „Hab' Sonne im Herzen” von Karl
Gemiſchte Chöre: Grün iſt die Heide” von
Molden=
u: Der Hederitt” von Moldenhauer: „Küſſekraut” von Karl
Männerchöre: „Nun ade‟, „Mit Ränzel und Fiedel”,
hläng am Rhein” von Karl Grim.
Frankfurt-Pernambuco in drei Tagen. Das Luftſchiff
eppelin hat ſeine zweite Fahrt nach Recife (Pernambuco)
Stunden zurückgelegt. In Frankfurt konnten
Luftpoſtſen=
den für dieſe Fahrt noch 6 Stunden vor dem Aufſtieg in
erichshafen aufgeliefert werden. Sie haben alſo nur 68
Stun=
der nicht ganz 3 Tage gebraucht. Die nächſte Fahrt tritt
Zeppelin am kommenden Samstag an. Das Luftſchiff nimmt
r Luftpoſtbrief= und Paketſendungen für Argentinien Boli=
Braſilien, Chile, Paraguay und Uruguay mit. Poſtſchluß
tiedrichshafen am Samstag um 18 Uhr. In Frankfurt kön=
Ku ftpoſtſendungen am gleichen Tage noch mit dem um 14.15
Fnach Stuttgart ſtartenden Flugzeug abgeſandt werden.
Heſſiſches Landestheater.
Meiſes Hate
B. 3
24. Juni
Anf. 191. Ende gegen 23 Uhr. D. Bühne H14
Preiſe 0.70—5.50
Don Carlos.
C 26, dazu
Anf. 19½z, Ende 22.15 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 701 —800
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26. Juni
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Anf. 20, Ende 2234 Uhr.
kinderreiche Mütter Nummerkarten 801 — 900,
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Das Wahrzeichen.
Anf. 19½, Ende gegen 22 Uhr. B26
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27. Juni / Sein Schatten.
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kinderreiche Mütter Nummerkarten 951—1200.
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Anf. 19½2, Ende gegen 22 Uhr. K 28, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 1201—1300.
Preiſe 0.70— 5.50
L Juli Sein Schatten.
Die Platzmiete für die neue Spielzeit des Landestheaters.
nerue Spielzeit des Heſſiſchen Landestheaters beginnt am
kyt ember Bereits jetzt kann die Einzeichnung der Platzmiete
50034/35 beginnen. Das Landestheater hat einen Proſpekt
sgebracht, der über die Künſtler und den Arbeitsplan der
chtet. Jedem Mieter, der ſeine neue
Herzlicher Empfang!
** Geſtern nachmittag trafen 14 Hitlerjungen und 10
Hitler=
mädels aus Ungarn in ſchlichtem Zivil in Darmſtadt ein. Die
Darmſtädter Hitlerjugend bereitete ihren Kameraden aus dem
Ausland einen würdigen Empfang. An der feierlichen Abholung
am Bahnhof nahmen die Hitlerjugend, BdM., Deutſches Jungvolk
ſowie ein Ehrenſturm der SA. teil.
Gegen halb 5 Uhr trafen die jungen Gäſte aus Budapeſt, von
Dresden kommend, auf dem Hauptbahnhof ein. 24 junge friſche
Jungens und Mädels waren es, denen man die Freude von den
Augen ableſen konnte, daß ſie einige Zeit in ihrem geliebten
Mutterland verweilen können. Die Weiterreiſe nach Mainz und
an den deutſchen Rhein ſoll am Montag erfolgen. Durch ein
Ehren=
ſpalier der HJ. wurden die Gäſte vor das Portal des Bahnhofs
begleitet, wo ſich die Darmſtädter Hitlerjugend mit ihren Fahnen
eingefunden hatte. Ein dreifaches brauſendes „Sieg=Heil” war
der erſte Gruß.
In geſchloſſenem Marſch ging es durch die reich beflaggte
Rheinſtraße, die Tauſende umſäumten — ein Zeichen, wie ſtark
Darmſtadts Bevölkerung an dem Empfang teilnahm — zum
Paradeplatz, wo ſich die Fahnenabordnungen vor dem Muſeum
gruppierten. Die Hitleriugend formierte ſich zu einem rieſigen
Viereck. Hier fand eine öffentliche Kundgebung ſtatt.
Kreisleiter und Oberbürgermeiſter Wamboldt begrüßte
herzlich die deutſchen Mädels und Hitlerjungen aus Ungarn in
der alten Soldatenſtadt Darmſtadt. Durch die Straßen, in denen
jahrzehntelang der Marſchſchritt der Regimenter hallte, kamen
die Gäſte. Durch dieſe Straßen zogen 1914 unſere Soldaten zur
Sicherung deutſcher Ehre ins Feld. Auch für Ungarn haben ſie
gekämpft. Auch ihm, dem Redner, war beſchieden, während des
Krieges in die Heimat der Gäſte, nach dem ſchönen Ungarn zu
kommen. Er lernte die Ungarn kennen und ihre Kameradſchaft.
Als dann ſpäter deutſche Jugend nach Ungarn zu Beſuch kam,
wurde ſie in echter Kameradſchaft empfangen und aufgenommen.
Aus ganzem Herzen begrüße er nun als Kreisleiter und im
Namen der Stadt die Gäſte in Darmſtadt und heiße ſie herzlich
willkommen. Er wünſche, daß ſie dieſelbe gute Aufnahme finden,
wie ſie ſtets unſere Truppen fanden, damit ſie den Geiſt der
Kameradſchaft kennen lernen. „Heil Hitler!“
Oberbannführer der HJ., Bloch, begrüßte die deutſchen
Jun=
gen und Mädels aus Ungarn herzlich. Die geſamte Hitlerjugend
habe ihnen einen freundlichen Empfang bereitet. Die
Hitler=
jugend ſei geſchloſſen ausmarſchiert, um zu zeigen, welche Kraft
dem Nationalſozialismus innewohnt. Heute können die Deutſchen
wieder ſtolz ſein auf ihr Volk und Vaterland und ſich im Ausland
ſtolz als Deutſche bekennen. In Ungarn, in der ganzen Welt ſoll
man wieder mit Hochachtung von Deutſchland ſprechen. Die Gäſte
ſollen ſehen, was der Führer Adolf Hitler durch die Kraft ſeiner
Idee vollbracht hat, ſie ſollen Kraft ſchöpfen aus der ihnen
ge=
zeigten Kameradſchaſt der Hitlerjugend. Von Idealen getragen
ſollen ſie in ihre Heimat zurückkehren und erzählen, wie hier
ge=
kämpft wird, wie die Einigkeit in Deutſchland iſt und wie die
Jugend ringt, um wieder ein großes Deutſchland zu ſchaffen. Sie
ſollen ſich einig fühlen mit uns und ſollen ſtolz ſein auf ihr
Mutterland. „Heil Hitler!”
Der Führer der Gäſte aus Ungarn, Dr. Bräunig, dankte
herzlich für den Empfang in Darmſtadt, der ein Erlebnis war und
allen Teilnehmern ewig in Erinnerung bleiben wird. Das
Ge=
ſagte werden ſie beherzigen, ſie werden im Ausland für deutſche
Sitten eintreten und für Deutſchlands Ehre. Den Dank für alles,
was ihnen in ihrem Mutterlande gegeben wurde, faßten ſie
zu=
ſammen in einem dreifachen „Sieg=Heil” dem Führer, in das
be=
geiſtert eingeſtimmt wurde. — Die Hitlerjugend ſang ihr
Kampf=
lied. Die Fahne flattert uns voran”, mit dem die Kundgebung
beſchloſſen war. — Oberbürgermeiſter Wamboldt und die Herren
ſeines Stabes zogen die Gäſte noch in ein perſönliches Geſpräch,
dann erfolgte der Abmarſch in die vorbereiteten Quartiere.
Kindheik auf dem Lande.
Ein gutes Drittel aller Städter haben ihre Kindheit noch
im Elternhauſe im Dorf oder in der Kleinſtadt verbracht. Sie
bekamen von dort vielleicht wenig Geld, dafür aber einen um ſo
größeren Schatz an körperlicher Widerſtandsfähigkeit mit. Und
heimlich tragen alle dieſe Städter” noch ein koſtbares Gut bei
ſich: Das Buch ihrer Jugenderinnerungen. Der Geruch der
auf=
gebrochenen Erde und des welkenden Laubs, die Vertrautheit
mit den Haustieren, das Herumſtreifen in blühenden Wieſen
oder durch wogende Kornfelder, das Nachlaufſpiel in den
Nach=
barhöfen, der Feierabend auf der Dorfgaſſe, die Obſternte in
eigenen — und in fremden Gärten füllen die Seiten dieſes
Er=
innerungsbuches. Mit Wehmut ſehen dieſe Männer und Frauen
die Jugend ihrer großſtädtiſchen Umgebung ſich in den Winkeln
lichtloſer Höfe oder auf dem harten Aſphalt der Straßen
herum=
tummeln.
Gewiß, die Jugend verſchafft ſich überall ihr Recht auf
Kraft=
übung und Spiel. Das, was ſie in der Stadt nicht erreichen kann,
iſt aber das innige unbewußte Verhältnis zur Natur. Auch die
ſchönſte Autofahrt kann ſich für ein Kind nicht mit der Fahrt auf
dem hochgeladenen Heuwagen vergleichen. Eingegraben in den
feinſten Duft dieſer Welt, den des friſchen Heues ſchaut das Kind
über die Feldflur hin und haſcht nach den Kirſchen, die der
Heu=
wagen im Vorbeifahren ſtreift. Und nirgends laſſen ſich die
Schlachten kindlichen Spiels mit ſolcher Wonne ausführen, als in
den aufgetürmten Heuhaufen und auf dem Heuboden. Wer ſolche
Jugenderinnerungen mit ſich trägt, wird dem Landleben und der
Arbeit des Bauern ganz anders gegenüberſtehen, als das
land=
fremde Großſtadtkind. Darum, ihr lieben Volksgenoſſen auf dem
Lande, ſorgt dafür, daß allen Volksgenoſſen der Großſtadt eure
Arbeit und euer Leben ein lebendiges Anſchauungsgut wird und
bleibt. Fangt bei der Jugend an! Macht ein Bett frei und nehmt
für vier Wochen ein Pflegekind aus der Stadt zu euch! Es wird
— Mann oder Frau geworden — ſein ganzes Leben hindurch im
Schatz ſeiner Jugenderinnerungen das Verſtändnis für eure — der
Bauern Freuden und Leiden — bewahren. Das Pflegekind von
heute: Ein Bauernfreund für ſein ganzes Leben.
Mädel! Hmaus aus der Siadl.
jekßt iſt es ſchön auf dem Land!
Werde landwirtſchaftliche Helferin!
Geprüfte Stellen vermittelt das Arbeitsamt Darmſtadt,
Berufsberatung.
— Gedächtnisſchau Leo Kayſer. Der Vorſtand des Kunſtvereins
ſchreibt uns u. a.: Nachdem die Mittwochsnummer dieſes Blattes
bereits eine Vorbeſprechung der zum Andenken an unſeren allzu
früh verſtorbenen Darmſtädter Meiſter Leo Kayſer in der
Kunſt=
halle am Rheintor zu veranſtaltenden Geſamtausſtellung gebracht
hat, geben wir nun bekannt, daß deren Eröffnung kommenden
Sonntag, den 24. d. M., vormittags 10 Uhr, ſtattfindet. Von
den Arbeiten hat der Kunſtverein bereits eine Reihe für ſeine
Weihnachtsverloſung erworben, die dem glücklichen Gewinner
ſicher Freude bereiten werden. Es ſind dies: „Laudenbacher
Kirche”. „An der Seewieſe bei Friedberg” „Bollwerk bei
Ochſen=
furt” „Wartburg von Oſten”, „Blick ins Land”. In
Zwingen=
berg”, Heinbuchen”, „Vorfrühling am Bach‟ Der Vorſtand gibt
der Hoffnung Ausdruck, daß ſich morgen nicht nur die Mitglieder
des Kunſtvereins, ſondern auch recht zahlreiche Kunſtfreunde in
der Kunſthalle am Rheintor einfinden werden. Sie werden es
nicht zu bereuen haben, weil die Gedächtnisſchau Leo Kayſer ihnen
beſtimmt ſehr zuſagen wird. Es ſteht auch zu erwarten, daß von
den ſehr ſchönen Arbeiten, die der Künſtler hinterlaſſen hat, bei
ihren ungemein erſchwinglichen Preiſen ſchon am 1.
Ausſtellungs=
tag eine große Anzahl Kaufliebhaber finden werden. Handelt es
ſich doch um Kunſtwerke, die jetzt nach dem Ableben ihres
Schöp=
fers bei der ſtarken Nachfrage nach ihnen bald vom Kunſtmarkt
verſchwinden werden.
Sommer-Ausgabe 1934
Preis 70 Pfennig
Erhältlich in den Buchhandlungen, Kiosken,
Bahnhofs-
buchhandlung und Geschäftsstelle, Rheinstraße Nr. 25.
Rpa. Sammelbeſtellungen auf Kohlen und andere Brennſtoffe
zu Vorzugspreiſen dürfen von Beamten und Beamten=
Vereini=
gungen für die Folge nicht mehr aufgegeben werden. Der
Kohlen=
handel hat Anſpruch darauf, dieſe Lieferungen im regelmäßigen
Geſchäft auszuführen. Vorzugspreiſe für beſtimmte
Berufsgrup=
pen können dabei nicht eingeräumt werden. Andererſeits wird
von dem Kohlenhandel erwartet, daß er ſich bei ſeiner Kalkulation
mit dem beſcheidenſten Nutzen begnügt. Wo die Preiſe dieſer
Vorausſetzung nicht entſprechen, müſſen ſie herabgeſetzt werden.
Die Preisüberwachungsſtelle bei dem Heſſiſchen Staatsminiſterium
wird gegebenenfalls das Erforderliche veranlaſſen.
Beleg=
ſchaftslieferungen werden von dem Verbot der
Sammelbeſtellungen nicht betroffen, wenn ſie in
den betreffenden Betrieben, ſeit Jahren in ſtändiger Uebung
durchgeführt wurden. Ebenſo bleibt der Bezug von
Kohlenſpar=
vereinen, Bezugsgenoſſenſchaften und dergleichen durch die
vor=
ſtehenden Vorſchriften unberührt. (gez.) Jung.
Warnung vor Zuzug nach Berlin.
Es iſt noch immer zu wenig bekannt, daß nach dem Geſetz zur
Regelung des Arbeitseinſatzes vom 15. Mai 1934 und der dazu
ergangenen Anordnung für die Stadtgemeinde Berlin vom 17.
Mai 1934 (abgedruckt im Reichsanzeiger Nr. 114 vom 18. Mai
1934) die Arbeitsaufnahme für Perſonen, die am 18. Mai in der
Stadtgemeinde Berlin und den umliegenden Gemeinden keinen
Wohnort hatten, nur mit Zuſtimmung der zuſtändigen
Arbeits=
ämter erfolgen kann.
Arbeitſuchende werden daher dringend davor gewarnt, ohne
Zuſtimmung eines Berliner Arbeitsamtes zur Arbeitsaufnahme
nach Berlin zuzuziehen.
Kurze Erläukerung zu der Anordnung des Heſſiſchen
Staaksminiſters über die Ausübung der Jagd
auf Schalenwild vom 20. Juni 1934.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Jagdklub, Darmſtadt.
Die Verordnung erfolgte, wie aus der Bekanntmachung
er=
ſichtlich, zu dem Zweck, bis zum Erlaß des Reichsjagdgeſetzes eine
pflegliche Ausübung der Jagd, nach den allgemein anerkannten
Grundſätzen deutſcher Weidgerechtigkeit ſicherzuſtellen und eine
Gefährdung des Wildſtandes durch übermäßigen Abſchuß
auszu=
ſchließen.
Die Hauptſache iſt die Uebergangsbeſtimmung bis zum 31.
März 1935, die die weidgerechten Jäger unſeres Landes freudigſt
begrüßen.
8 1 lautet: Der Abſchuß von Rot=, Dam= und Rehwild darf
nur auf Grund und im Rahmen, eines von dem zuſtändigen
ſtaat=
lichen Forſtamt genehmigten Abſchußplanes ſtattfinden.
Das Wichtigſte aus der 10 Paragraphen umfaſſenden
Verord=
nung iſt, daß die Abſchußpläne erſtmalig für den Zeitraum bis
zum 31. März 1935 genehmigt oder feſtgeſetzt werden und
ſpä=
teſtens bis zum 1. Juli 1934 beim zuſtändigen ſtaatlichen
Forſtamt vorliegen müſſen. Die Pächter von Gemeindejagden
haben ihre Abſchußpläne der Bürgermeiſterei, die Pächter von
Eigenjagden an die Eigenjagdbeſitzer einzureichen, von wo aus
Weiterleitung an die Forſtämter erfolgt.
Das bis zur Genehmigung oder Feſtſetzung des Abſchußplanes
erlegte Wild iſt auf die bis zum 31. März 1935 genehmigte oder
feſtgeſetzte Jahresabſchußziffer anzurechnen. Es verſteht ſich von
ſelbſt, daß auch der ſeit dem 1. Juni d. J. bis zum Inkrafttreten
der neuen Verfügung, alſo bis zum 20. d. M. getätigte Abſchuß
von Rehböcken auf die genehmigte oder feſtgeſetzte
Jahresabſchuß=
ziffer angerechnet wird.
Werden Abſchußpläne nicht rechtzeitig eingereicht, ſo können
ſie von dem zuſtändigen Forſtamt ſelbſtändig feſtgeſetzt werden.
Die Abſchußpläne ſind in zweifacher Ausfertigung einzureichen.
Richtige Formulare in 3 Exemplaren (1 zum
Zurückbehalten für die Jagdakten der
Revierbe=
ſitzer) können gegen Einſendung von 24 Pfennig
in Briefmarken durch den Heſſ. Jagdklub.
Darm=
ſtadt, bezogen werden.
— Ermäßigte Fahrt zur Wiederſehensfeier des
Pionierbatail=
lons 25. Das ehem. Pionierbataillon 25 begeht am 30. Juni, 1.
und 2. Juli 1934 in der ehemaligen Kaſerne an der Kaiſerbrücke
in Mainz=Kaſtel ſeine 25jährige Gründungsfeier, verbunden mit
einer Wiederſehensfeier. Aus dieſem Anlaß werden von allen
Bahnhöfen im Umkreis von 100 Km. Sonntagsrückfahrkarten
(auch Blankoſonntagsrückfahrkarten) nach Mainz Hbhf. Mainz=
Süd, Mainz=Kaſtel oder Wiesbaden Hbhf, ausgegeben. Die
Kar=
ten gelten; zur Hinfahrt vom 29. Juni. 0 Uhr, bis 1. Juli,
24 Uhr (Ende der Hinfahrt); zur Rückfahrt vom 30. Juni.
12 Uhr. bis 4. Juli, 24 Uhr (ſpäteſter Antritt der Rückfahrt) Die
Karten werden nur gegen Vorzeigen eines beſonderen Feſtzeichens
und einer Feſtſchrift abgegeben. Die Geltungsdauer der über den
Peter= und Paulstag (29. Juni) ſchon am 28. Juni ausgegebenen
Sonntagrückfahrkarten wird nicht im obigen Sinn verlängert.
Vereins= und lokale Beranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Vereinigung früherer Leibgardiſten. Zur
Son=
nenwendfeier treten die Kameraden heute abend 20.40 Uhr Ecke
Sandſtraße und Marienplatz an. — Sonntag nachmittag 4 Uhr:
Schießen (Neues Schießhaus).
Kriegerkameradſchaft Germania. Unſeren
Ka=
meraden zur Kenntnis, daß am Sonntag, den 24. d. M., nachm.
„5 Uhr, in der Reſtauration „Gutenberg”, Grafenſtr., innerhalb
der Vereinigt. Kriegervereine eine Beſprechung betr. der SAR. II
ſtattfindet und wird um Beteiligung gebeten. Der Vereinsführer.
—Darmſtädter ehem. 186er. Zur Teilnahme am
Tref=
fen der alten Kameraden des ehem. J.=R. 186 und ſeiner
Tradi=
tions=SA.=Standarte fahren die Darmſtädter ehem. 186er
Sonn=
tag früh 7,59 Uhr ab Oſtbahnhof und kommen um dieſelbe Zeit in
Michelſtadt an, wie die Frankfurter Kameraden.
Kriegerverein Darmſtadt. Der Verein ſchießt am
Sonntag, den 24. d. M. vormittags 9 Uhr, auf den Schießſtänden
der Priv. Schützengeſellſchaft hinter dem Waldfriedhof. Erſcheinen
Pflicht.
Muſikverein. Am Montag, den 25. Juni, 20.30 Uhr, hält
der Muſikverein im Vereinshauſe ſeine diesjährige
Mitglieder=
verſammlung ab, an der alle aktiven und inaktiven
Mitglie=
der teilnehmen können. Tagesordnung ſiehe heutige Anzeige.
Nach=
der Verſammlung findet gemütliches Beiſammenſein mit
muſika=
liſchen Vorträgen ſtatt. — Für das nächſte Vereinsjahr ſind
wie=
derum vier große Chorkonzerte in Ausſicht genommen.
Unter Mitwirkung hervorragender Soliſten ſollen aufgeführt
wer=
den: „Die Jahreszeiten” von Haydn „Der Sonne Geiſt” ein großes
neues Chorwerk von Friedrich Kloſe, die Matthäuspaſſion und
„Terxes” von Händel.
Seite 6 — Nr. 171
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſie Nachrichten
Samstag, 23. Juni 19349
Die ehemalige Unkeroffizierſchule
weibenfeis 1. 0. Jaule.
Am 6., 7. und 8. Oktober 1934 findet im Schloß zu
Weißen=
fels eine Wiederſehensfeier und
Denkmalsein=
weihung ſtatt, mit der die diesjährige Bundestagung des
„Reichsbundes ehemaliger Angehöriger der Unteroffizier=Schulen
und =Vorſchulen” verbunden wird. Das Denkmal für die gefallenen
Unteroffiziers=Schüler, das von roten Marxiſtenhänden
zerſtört wurde, ſoll im Oktober wieder neu erſtehen.
Es ſei daher geſtattet, einen kurzen Rückblick auf die Geſchichte
der früheren Militärbildungsanſtalten, insbeſondere der
Weißen=
felſer Schule und die hiſtoriſch bedeutſame Geſchichte ihrer auch
landſchaftlich reizvollen Umgebung zu werfen.
Die erſte Unteroffiziers=Schule für die Armee wurde 1824 in
Potsdam errichtet, dann folgte 1860 die zweite in Jülich,
1867 die dritte in Biebrich am Rhein und als vierte 1869
die in Weißenfels a. d. S. Später folgten dieſen noch die
Schulen Ettlingen in Baden, Marienwerder in
Weſtpr., Treptow a. Rega und andere im ganzen Reiche.
Als Zöglinge wurden nur die Söhne achtbarer deutſcher
Staatsbürger mit einwandfreiem Rufe und guten Schulzeugniſſen
vom 17. Lebensjahr ab aufgenommen. Nichtarier gab es dort nicht.
Die früheren Unteroffiziers=Schulen waren Pflanzſtätten echt
ſoldatiſchen Geiſtes, echt preußiſcher Pflichttreue und beſter
Man=
neszucht, aus denen Führer und Lehrer hervorgingen, die nicht
nur für die Armee vorbildlich, ſondern auch für unſer Vaterland
im Frieden wie im Kriege unentbehrlich und von großem Segen
waren.
Auf den Schulen herrſchte ſchon damals vor dem Kriege der
Geiſt wahrer Volksgemeinſchaft, wie ſie unſer großer
Volkskanzler Adolf Hitler in ſein Programm geſchrieben hat. Es
fanden ſich dort die Söhne von Offizieren, Adligen, Burgern,
Bauern und Arbeitern in uneigennütziger treuer Kameradſchaft
zuſammen. Der ehemalige Gymnaſiaſt und Primaner ſaß neben
dem gleichberechtigten früheren Volksſchüler, Klaſſenunterſchiede
und Standesdünkel waren unbekannt, es galt nur das
Leiſtungs=
prinzip. Dieſe kameradſchaftliche Volksverbundenheit ſpiegelt ſich
auch heute noch in dem „Reichsbund der ehemaligen Unteroffiziers=
Schüler” wieder, wo neben dem früheren Sch ler auch ehemalige
Kommandeure, Generäle und Inſpektionsoffiziere die
Mitglied=
ſchaft des Bundes erworben haben.
Der Ton, der auf dieſen Inſtituten herrſchte, war „rauh, aber
herzlich”. Dafür konnte der ehemalige Unteroffiziersſchüler aber
auch nach abgeſchloſſener Ausbildung beim Uebertritt in die Armee
ſeinen ganzen Mann ſtellen. Er verſtand ſein „Waffenhandwerk”,
auch ohne, daß er erſt in den Dienſtvorſchriften verlegen hätte
blättern und ſuchen müſſen.
Die Unteroffiziers=Schule Weißenfels war in dem die Stadt
hoch überragenden, von 1660 bis 1682 erbauten wuchtigen Schloß
Auguſtusburg, der Reſidenz des früheren, im Jahre 1746
er=
loſchenen Herzogshauſes von Sachſen=Weißenfels untergebracht. Das
Schloß ſelbſt, iſt berühmt durch ſeine archäologiſchen und hiſtoriſchen
Sehenswürdigkeiten, zu denen insbeſondere die im reinſten
Barockſtil erbaute Schloßkapelle und die Gruft mit den
43 wertvollen Metallſärgen des Weißenfelſer Fürſtengeſchlechts
gehören. Sie bilden das Wanderziel unzähliger Kunſtfreunde und
Geſchichtsforſcher.
Auch die Stadt Weißenfels hat eine bedeutende hiſtoriſche
Ver=
gangenheit und ſteht ſeit den Zeiten der Völkerwanderung
in=
mitten erbittertſten Ringens der Germanen. Ihre Geſchichte
ſpie=
gelt ſo recht das Geſchick des deutſchen Volkes wider. Denn nicht
weniger als 7 für Deutſchlands Schickſal wichtige Schlachtfelder
liegen in unmittelbarer Nähe der Stadt. Heinrich I. ſchlug 933 bei
Keuſchberg die Ungarn, 1080 beſiegte Heinrich IV. bei Hohenmölſen
den Gegenkönig Rudolf von Schwaben, während 1632 König
Guſtav Adolf von Schweden bei Lützen den Kaiſerlichen unter
Wallenſtein eine Niederlage bereitete und in der Schlacht den
Heldentod ſtarb. Sein Herz iſt unter der Kapelle der
Marien=
kirche zu Weißenfels beigeſetzt.
Das Jahr 1757 ſah dann Friedrich den Großen in Weißenfels
und bei Roßbach. Jena, Groß=Görſchen und Leipzig zeigen
wei=
ter, auf welch heißem hiſtoriſchen Boden die Stadt liegt.
In nächſter Nähe bei dem ſchönen Naumburg a. S. (bekannt
durch ſein Kirſchfeſt, den Dom und die frühere Kadettenanſtalt)
ſteht unweit auf einer Höhe des Saaleufers der Napoleon=Stein,
von wo aus Napoleon die Schlachten leitete; ferner bei der
„Henne” ein Hügel, die „Luiſen=Ruhe”, auf der die Königin Luiſe
auf der Flucht nach Tilſit geraſtet hat. Weiterhin liegt Schul=
Pforta (die frühere Fürſtenſchule), Bad Köſen mit der
welt=
bekannten Rudelsburg und Burſchenſchaftsdenkmal,
gegenüber derſelben die in den Nachkriegsjahren politiſch berühmt
gewordene Ruine Saaleck. Nicht zu vergeſſen Freyburg
a. d. Unſtrut (Turnvater Jahn).
Das liebliche Saaletal mit allen dieſen bedeutſamen Punkten
iſt auch landſchaftlich eines der ſchönſten Fleckchen unſeres
deut=
ſchen Vaterlandes, beſitzt ein mildes Klima und verdient, beſſer
von manchen Ferienwanderern gewürdigt zu werden, ſtatt daß
dieſe in der Ferne ſchweifen, wo das Gute liegt ſo nahe.
Zum Schluß noch einiges über den „Reichsbund der
ehemali=
gen Unteroffizierſchüler und =Vorſchüler ſelbſt:
Der Reichsbund, deſſen Anfänge ſchon im Jahre 1900 in
Breslau beſtanden, wurde 1925 durch Zuſammenfaſſung aller bis
dahin beſtehenden Einzelgruppen gegründet. Er umfaßt alle
ehe=
maligen Angehörigen ſämtlicher früheren Unteroffizierſchulen und
=vorſchulen. Der Reichsbund bezweckt die Pflege des nationalen
Geiſtes und der Tradition dieſer Anſtalten, die Pflege der
Kame=
radſchaft, des Wehrgedankens, des vaterländiſchen Gedankens und
der deutſchen Volksgemeinſchaft im Sinne
nationalſozia=
liſtiſcher Weltanſchauung.
Der Bund ſteht geſchloſſen zu unſerem Führer Adolf Hitler
und unzählige ehemalige Schüler wurden ſchon vor Jahren in
hohe verantwortungsvolle Führerſtellen der Partei, der SA. und
SS. berufen.
Der Verfaſſer dieſes war ſelbſt ehem. Schüler in Biebrich
am Rhein (ſeinerzeit der einzige „Darmſtädter Heiner” dort)
und ſpäter, nach Ableiſtung ſeiner Regimentsjahre, wieder
meh=
rere Jahre Ausbildungslehrer im Stabe der
Unter=
offizierſchule Weißenfels a. S. Er iſt gerne bereit,
noch fernſtehenden „Ehemaligen” und Freunden der
Unteroffizier=
ſchulen auf ſchriftliche Anmeldung hin nähere Aufſchlüſſe über den
Bund zu geben und Meldungen zu den Weißenfelſer Feſttagen
noch bis 15. Juli d. Js. entgegenzunehmen, ebenſo wie zu der
Ettlinger Feier für 1935.
Aus den Darmſtädker Lichtſpiel=Theakern.
Zwei junge Menſchen aus dem Böhmerwald
zum erſtenmal vor der Tonfilmkamera.
In dem beſten tſchechiſchen Film „Junge Liebe”, der mit dem
Staatspreis 1933 der C.S.R. ausgezeichnet wurde, ſpielen Vaſa
Jalover und Jarmila Berankova die Hauptrollen, die wie alle
Darſteller des Films zum erſten Male vor der Tonfilmkamera
ſtanden. Der Film wurde auch in Deutſchland für „künſtleriſch
wertvoll” erklärt und gelangt jetzt in deutſcher Sprache im
hie=
ſigen Union=Theater zur Aufführung.
Belida: „Meine Frau, die Schützenkönigin”.
Der Film greift auf eine Situation zurück, deren Komik auf
der Leinwand zwar oft beſchworen worden iſt, aber noch nie ihre
Wirkung verfehlt hat: Daß nämlich eine junge Dame in einer
eleganten Villa die gnädige Frau ſpielen muß, trotzdem ſie
durch=
aus nicht dorthinein gehört. Die junge Dame ſpielt in dieſem
Fall Lucie Engliſch. — aber wie es zugeht, daß ſie in eine
ſolche Villa und in eine ſolche Situation gerät, das wollen wir der
Spannung halber nicht vorwegnehmen. Jedenfalls läßt die
Eng=
liſch in dieſer Rolle ihre ganze Zungen= und Augenbeweglichkeit
ſpielen. R. A. Roberts, in ſeiner Mimik um einen Grad
zu=
rückhaltender als ſonſt, hilft ihr tatkräftig dabei, die Lachmuskeln
in Bewegung zu ſetzen, ebenſo in kleineren Rollen. O. Sima,
H. Fiſcher=Köppe, P. Beckers u. a. Die einzige auf einen
etwas ernſteren Ton geſtimmte Rolle ſpielt Sabine Peters,
die aber im Rahmen dieſer luſtigen Angelegenheit ihre Sache doch
Ta
etwas zu tragiſch nimmt.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Dr.=Oetker=Vortrag am Dienstag, 20. Juni,
20 Uhr, im Städtiſchen Saalbau. Der Wiederholungs=
Vortrag am verfloſſenen Montag hatte eine große Zahl von
Haus=
frauen herbeigerufen, die jedoch eine unvorhergeſehene und
eigen=
artige Enttäuſchung erleben mußten. In angeblicher Wahrung
be=
rechtigter Intereſſen hatte nämlich die hieſige Konditoren= und
Bäcker=Innung ihre Angehörigen zum frühzeitigen Beſuch der
Ver=
anſtaltung aufgefordert. So ergab es ſich, daß die vorgeſehenen
Plätze nicht ausreichten und in den Gängen ein fürchterliches
Ge=
dränge entſtand. Auf Veranlaſſung der Gegenſeite wurde die
Po=
lizei herbeigerufen, um den überfüllten Saal bis auf die
Sitzplatz=
teilnehmer zu räumen, jedoch ließ ſich aus verſchiedenen Gründen
dieſes Vorhaben nicht durchführen. Angeſichts der erregten
Stim=
mung und um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, wurde
der Vortrag für dieſen Abend abgeſetzt. Die enttäuſchten und aufs
höchſte erregtenHausfrauen brachten hierbei wiederholt und
eindring=
lich zum Ausdruck, daß ein nochmaliger Vortrag abgehalten werden
möchte. Die Firma Oetker kommt dieſem Wunſche vieler
Haus=
frauen gerne nach und veranſtaltet am Dienstag, 26. Juni,
eine Wiederholung des Vortrages, der die Herſtellung von Kuchen
und Torten nach Hausfrauenart behandelt. Diesmal findet der
Vortrag im Saalbau ſtatt, um eine Ueberfüllung des Saales zu
vermeiden. Es braucht ſich niemand aus Sorge vor etwaigen
Sto=
rungsverſuchen abhalten zu laſſen, denn es iſt für eine reibungsloſe
Durchführung der Veranſtaltung in jeder Hinſicht Sorge getragen.
Wer einen guten Platz bekommen will, möge ſich rechtzeitig
einfin=
den, denn es iſt beſtimmt mit einem gewaltigen Zuſtrom zu rechnen.
Aus der ASBAp
Hitler=Jugend.
Oberbann 3/13 (Starkenburg).
Der urſprünglich auf den 22. Juni 1934 feſtgeſetzte
Kurſiſ=
der Gebietsführerſchule in Nieder=Walluf wird auf den 25. Juuu
1934 zurückverlegt.
Betr.: Sonnwendfeier.
Die Vereine der Stadt Darmſtadt werden hiermit aufgefo=,
dert, ſich an der am 23. Juni, abends 9.30 Uhr. ſtattfindendo
Anordnung zur Sonnwendfeier.
Sonnwendfeier auf dem Kavallerie=Exerzierplatz zu
betu=
ligen und um 20,45 Uhr auf dem Marienplatz anzutreten
Die SA., die Ortsgruppen 2 bis 9 der Stadt, ſowie die
Veit=
eine (mit Fahnen) treten um 20.45 Uhr auf dem Marienplatz
Marſchordnung an. Von hier aus marſchieren die
Teilnehm=
auf den Kavallerie=Exerzierplatz. Abmarſch 21 Uhr.
Die Ortsgruppen Steinberg, Traiſa und Nieder=Ramſtwe
reffen ſich um 21 Uhr am Bismarckturm zur gemeinſamen
Sonp=
wendfeier
Die Ortsgruppe Meſſel hält ihre Feier entgegen der bishes,
gen Anordnung im Steinbruch bei Meſſel allein ab, ſo daß aue
nur die beiden Ortsgruppen Arheilgen und Weiterſtadt im Fuckh.
loch gemeinſam ihre Feier abhalten
Für die Ortsgruppen des Landkreiſes geſtaltet ſich der Voſo) /hm auf die B
lauf der Sonnwendfeier wie folgt:
ei, daß ſich die
Gräfenhauſen, Erzhauſen, Wixhauſen, Schneppenhauſen auf dein
uge ſind, ihrs
Rottbühl;
„uührer der
Roßdorf, Ober=Ramſtadt auf dem Rehberg;
von allen S
Nieder=Beerbach, Eberſtadt. Malchen auf dem Frankenſteinziu Bi/ſcöhrend einer
Pfungſtadt, Hahn. Eich, Eſchollbrücken auf dem Mühlberg.
ſenrd, den verſan
Betr.: Sonnwendfeier.
Entſtehung un
Am 23. Juni findet auf Wunſch des Reichsſtatthalters und Btſſet von Franke
Gauleiters Pg. Sprenger zur Sonnwendfeier in Auerbach a.
Bei Einbruch
eine Feſtvorſtellung von Alle gegen Einen, Einer für Alle” ſtau, „chdem obere
Die Vorſtellung beginnt um 10 Uhr abends, und anſchließe s) zwies zum
rd auf der Feſtſpielwieſe da
ders ermäßigten Einheitspreis von 1 RM. fur Voraus)geſde begehe. Un
beſteller gegeben werden. Hin= und Rückfahrt in Heag=OmniyP”
Mlgem=
buſſen zum ebenfalls beſonders ermäßigten Preiſe von 1 RM. inm
ut,. der die a
geſamt ab Darmſtadt.
ſch allem die Ber=
NS. Frauenſchaft Darmſtadt.
amen gedachte 2
Die am 1. Juli in der Feſthalle mitwirkenden Kinder 50 ſyn dei der Urkra
den Lili=Hickler=Tanz= und Spielliedern haben ihre Probe aiw nunerſchütterlicht
Donnerstag, den 28. Juni, nachmittags 3.30 Uhr, im Muſik=Ve= Werk, den Wit
eins=Saal, Wilhelm=Gläſſing=Str. 24.
ſit dem Horſt=We
Kreis=Schulungsleiter.
W Während die
Sonntag, den 24. d. M., abends 8.30 Uhr, Sonderlehrgany eullnehmer zu einel
mit Rednerausbildung für die Schulungsobmänner des Kreiſi/ ei=Beerhach, wo, n.
Darmſtadt im „Hanſahotel”. Vollzähliges Erſcheinen erwünſckt Müſſe zuſammendlie
Montag, den 25. d. M., Zentralſchulungsabend für die Amtt
walter der Stadt Darmſtadt, abends 8 Uhr, im Konkordia=Sacu 1. I. Griesheim,
einer
M 2
Ortsgruppe Steinberg.
1
Am Montag, den 25. Juni, abends 8.30 Uhr, findet in da
„Krone, Schuſtergaſſe (großer Saal), eine öffentliche Verſamru züüſe. Wie ei
lung ſtatt. Gäſte können eingeführt werden.
jel/ Blumenfreun
Am Samstag den 23. Juni, findet die diesjährige Sonip fützte die einen
wendfeier ſtatt. Die politiſchen Leiter der Ortsgruppe treten mu /7. 4r Nieder=Ra=
8.30 Uhr auf dem Kapellplatz an. Dienſtanzug!
ärl kommenden Se
Schutzſtaffeln der NSDAP. SS.=Nachrichtenſturm 2/N. 29, Trupm zu Anlaß des 2
(Darmſtadt).
uu ß wegen der Se
In obengenannter Formation können zurzeit Neueinſtelluto ßo rausſicht nach
gen erfolgen. Volksgenoſſen, Pg. und HJ., die ſich um Einſtellurn ſamstag, den 23
bewerben wollen, haben entſprechenden ſchriftlichen Antrot ,, das ſich i
zu ſtellen an obige Formation, Wilhelmſtraße 6. 2. St. Den Arb ntwickelt hat,
trägen iſt genaue Wohnungsangabe beizufügen.
westragung
Amt für Volkswohlfahrt der Ortsgruppe Mitte.
Follksfeſt ar
Am kommenden Montag, den 25 Juni 1934, findet abenchingerkrei
20.30 Uhr im Saale des Brauerei=Ausſchank Fay (Fabiann M kommende
Alexanderſtraße 23. eine Mitgliederverſammlung ſtatu e/ Darmſt
Es ſpricht: 1. Dr med Hein über: „Das Schwimmen als Volks) 1]
Fränkiſch=
ſport”: 2. Landzertel über: „Die Bedeutung der NSV. unlu 21./Bauernſchaft
ihre Aufgaben.” — Das Erſcheinen aller Mitglieder der N699 unn4 ſtatt, in der
Ortsgruppe Mitte, iſt Pflicht! Gäſte können eingeführt werdenn iſchaftliche
Eintritt frei.
ntdem zweiten Te
Nach der Verſammlung findet eine Amtswalterſitzung ſtatu eneits durchgeführ
** die Reichsregie
rundlage des 1
ehenden Landwirte
Techniſche Nokhilfe.
ahen. Eine Verein
Wochendienſtplan.
Nachrichken des Skandesamks Darmſtadtk.
Geſtorbene. Am 15. Juni: Keller, Jakob, Fuhrmann, verh.,
61 Jahre, Große Ochſengaſſe 28. — Am 16. Juni: Stork,
Eliſa=
beth, 74 J., ledig., Arheilger Straße 40; Erlenbach, Anna
Eliſabeth, geb. Flaſchentraeger, Witwe des Kaufmanns. 69 J.,
Eliſabethenſtr. 37 — Am 17. Juni: Büchner, Helene, geb.
Goebler, Ehefrau des Werkmeiſters, 63 J., Weiterſtädter Straße 2;
Schmidt Johanna, geb. Menges, Ehefrau des Privatiers, 67 J..
Riedlingerſtraße 37; Schüler, Marianne, Tochter des kaufm.
Angeſtellten, 1 Tag alt. Tannenſtr. 9. — Am 18. Juni: Wenz.
Laura Helene, geb. Fulſche, Witwe des Fabrikarbeiters 63 Jahre,
Michaelisſtr. 16; Hunſinger, Suſanne Philippine Clara, geb.
Reiſchel, Ehefrau des Verwalt.=Oberinſpektors, 46 J..
Moosberg=
ſtraße 28: Hauſer, Friederike Sophie, 80 J., ledig, ohne
Be=
ruf, Friedrichsſtr. 22: Kranz, Chriſtiane Eliſabeth Friederike,
geb. Römer, Witwe des Kaufmanns, 76 J. Schloßgartenſtr. 7
Ring, Ludwig, Kaufmann. 69 J., verh., Heidelberger Str. 108½,
— Am 19. Juni: Kaiſer, Johann Heinrich. Miniſterial=
Ober=
amtsgehilfe i. R., 86 J., verw., Heidelberger Str. 21. — Am
20. Juni: Albohm, Margaretha, geb. Böcher, Witwe des
Kanz=
leirats i. R., 80 J.. Klappacher Str. 26; Fink, Julius Albert,
Oberſtudienrat i. R.. Prof., Dr. phil., 71 J. verh.,
Eliſabethen=
ſtraße 57. — Am 21. Juni: Luft, Peter, Werkmeiſter, 75 J., verh.,
Liebfrauenſtr. 70; Heid, Katharina, geb. Steiger, Witwe des
Schloſſers. 62 J., Lengfeld i. O., hier. Eliſabethenſtift.
Epangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 23. Juni.
Waul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Abends 8 Uhr:
Chriſten=
lehre und Wochenſchlußandacht für Erwachſene.
4. Sonntag nach Trinitatis, 24. Juni.
Stadtkirche, Vorm. 10 Uhr: Einführung des neuen Pfarrers der Markusgemeinde,
Wfarrer Kornmann, durch Dekan Zimmermann. — Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottesdienſt
der Markusgemeinde. Pfarrer Kornmann. — Die Stadtkirche iſt wochentags von A—ß
Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Nordtüre
Stadtkapelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Dr. Bergér. — Vorm.9 Ubr=
Chriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß.— Vorm. 11,30 Uhr:
Kindergottes=
dienſt der Lukasgemeinde. Pfarrer F. Müller. — Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt.
Pfarrvikar Waldeck. — Mittwoch, 27. Juni, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer göhler.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte. Vorm. 9.30 Uhr=
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heiligen Abendmahls. Studienrat Lic. Schorlemmer.
Martinskirche. Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Dr. Bergér. — Vorm
820 Uhr: Chriſtenlehre für die konfirmierte Jugend der Martinsgemeinde OſtI und II.
in der Kirche; Weſt I und II im Gemeindehaus. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer D. Waitz. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt.
Pfarrer Dr. Bergér.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Dekan i. R. Weißgerber.
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Die Johanniskirche iſt wochentags von 7,30—7 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarr=
aſſiſtent Junker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrvikar
Waldeck. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrvikar Waldeck.
Die Beſſunger Kirche iſt wochentags zu ſtiller Andacht geöffnet von morgens 7 Uhr
bis abends 7 Uhr.
Pauluskirche. Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre für beide Bezirke. Pfarrer A. Müller. —
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer A. Müller. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer A. Müller. — Die Pauluskirche iſt wochentags von 9—6 Uhr zu
ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Hauptportal.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Donnerstag, 28. Juni, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer F. Müller, Kiesſtraße 60, Fernruf 1438.
2. Veranſtaltungen.
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 2 4. Juni, vorm. 9 Uhr:
Chriſtenlehre für die Lukasgemeinde. Pfarrer Müller. — Abends 8 Uhr:
Gemeinde=
abend der Schloßgemeinde. — Montag, 25. Juni: Jungenabend der Stadtgemeinde. —
Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend der Kaplaneigemeinde.
Helfmannſchule (Stiftsſtraße 47). Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr:
Zuſammen=
kunft des Frauenvereins der Markusgemeinde mit Anſprache des Pfarrers Kornmann.
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtraße 6). Montag, 25. Juni,
abends 8 Uhr: Jungenabend (Weſt). — Mittwoch, 27. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits=
und Strickſchule. — Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend (Weſt). — Samstag,
30. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtraße 28). Montag, 25. Juni, abends 8 Uhr: Jungenabend Oſt.
Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend Oſt.
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtraße 5). Donnerstag, 28. Juni, abends
8 Uhr: Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtraße 26). Montag, 25. Juni nachm.
5 Uhr: Ev. Jungſcharſtunde. — Abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Abends 8 Uhr:
Jungen=
abend. — Dienstag, 26. Juni, nachm. 5 Uhr: Ev. Jungmädelkreis. — Mittwoch, 27. Juni,
nachm. 2 Uhr: Strickſchule. — Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Ev. Mädchenkreis.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtraße 8). Montag, 25. Juni, abends
8,15 Uhr: Ev. Jugendwerk, Mädchenkreis. — Donnerstag, 28. Juni, abends 6—8 Uhr:
Poſaunenchor. — Freitag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenchor. — Abends 8,15 Uhr:
Kirchenchor. — Abends 8,15 Uhr: Ev. Jugendwerk, Bubenkreis.
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Montag, 25. Juni, abends
8 Uhr: Mädchenabend.
Eliſabethenſtift (Erbacher Straße 25). Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 24. Juni,
iachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm.
11 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. —
Montag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Männerabend.
Herr Bringmann. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. — Abends 8,30 Uhr:
Blaukreuz=Bibelſtunde. Herr Kinz. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor. —
Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde über den Römerbrief. Herr Bringmann. —
Freitag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde in der Beſſunger Mädchenſchule, Herr Neuber. —
Samstag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, abends 8,30 Uhr:
Jugendbund=
ſtunde für junge Männer. — Abends 8,30 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen. —
Montag, nachm. 5 Uhr: E. C.=Jungſchar für Knaben. — Abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für
junge Männer. — Abends 8,30 Uhr: Jungmännerabend. — Dienstag, abends 8,30 Uhr:
Mädchenkreis. — Abends 9 Uhr: Gebetsſtunde für junge Mädchen. — Mittwoch, nachm.
3 Uhr: Kinderſtunde für Mädchen.
n rſeits und der
Sonntag, den 24. Juni, 15.45 Uhr: Antreten der für die Katau anwurde, und die
ſtrophen=Uebung beſtimmten Nothelfer im Marſtau m won den Landw
Montag, den 25. Juni. 20 Uhr: Antreten des Spielmann?) allt, wurde bekan
zuges im Marſtall. — 20.30 Uhr: Antreten des Muſrſr! Juni eingefüh
zuges im Verkehrslokal „Reichskrone", zur Einzelprobe. Neußger unterzeichnet
Dienstag, den 26. Juni, 20 Uhr: Gas= und Luftſchutz=Ab ſ. Mtt im ſelben Lo=
Zug 1: Antreten im Marſtall; Zug 2: Antreten in der M0 My worauf der 2
ſchinenbauſchule; Zug 3 an der Feuerwache. — 20 Uhr: Akd /mm wirnd
UDA. Ober=Ramſtad
Techniſcher Dienſt: Antreten im Marſtall.
Donnerstag, den 28. Juni, 19 Uhr: Führerbeſprechung ii v. Rreisamt Darm
Aütiverordnung üb
Marſtall. — 20 Uhr: Antreten aller Nothelfer, einſcht
entuarkung Ober=Ran
Spielmannszug im Marſtall. — 20.30 Uhr: Antreten dee Flizeiverordnung
Muſikzuges im Verkehrslokal „Reichskrone”, zur Geſg0n fr Ndie Tieihauunten
probe.
iwermeiſterei gibt
Freitag, den 29. Juni, 20 Uhr: Antreten des Inſtandſetzung 2 Mſanpreis ab.
dienſtes im Hofe des Marſtallgebäudes.
Mids Kreisamt 2.
Ortsgruppenführer: Kochhafen. M eine Gebührenot
Bichungsgebühr in
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtraße!9 7 werden vom
Jeden Donnerstag, abends 8,15—10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und werint SieBswert bei bebo
Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
Nudäüicken 15 R
L Aindeſtgebühre
3. Gemeindeämter.
Ev. Bohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Vorberhaus, 1 Treblg s ce Grundſtücke
Sprechſt. vorm. von 10—12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5—8 Uhr. Feis) 7 P N. Die Erhe
tien am 25. Jun
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtrge, n m iß” ſnd öffentlig
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8—12 Uhr und nachm. von 3—5,00 4u WMMklwaltungszwo
außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſprecher 2379.
ſprecher 4584.
Michelſtadt.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Hinterhaus, 9Mei eitsruppe Michelt=
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag, vorm von. 9—12 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heibelbergerſtraße 21. Fernſpr. 298 1h4 2 Lunen Baun
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Martinsſtift, Müllerſtche: En”, dr der Geſchäf
Gemeindehaus, Liebfrauenſtraße 8: Gemeindehaus, Kahlertſtraße 26; Gemeinde90idt hit F. Ner Ortsgr
Eichwieſenſtraße 8; neben der Pauluskirche, Ohlyſtraße.
Privatpflegeſtation des HeſſiſchenDiakonievereins, Freiligrathſtraßes, Femniltzere enich, 3
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Kirche Nieder=Ramſtadt. Sonntag, vorm. 9.30 Uhr: Haupfoh."
dienſt. 10.30 Uhr: Chriſtenlehre. — Mittwach: Kirchenchor. — Freitag: Vclle
nädchenverein.
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 24. Juni, 9,30 Uhr: Gottetole.
Jugendgottesdienſt. — Montag: Poſaunenchor. — Mittwoch: Bibelſtunde, — 200
tag: Helferinnen im Pfarrhaus. — Freitag: Poſaunenchor.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa, Sonntag, 24. Juni, 8,45 Uhr: Chriſtenlehre. 59
hottesdienſt. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der gl. Der Kindergottesdienſt der Oi
uus. 12 Uhr: Abfahrt des Frauenvereins zum Ausflug.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vorm. 9,30 Uhri Deeb
gottesdienſt. Prediger Veihelmann. Vorm. 10,45 Uhr: Sonntagsſchaule, Abenos:. O"
Gottesdienſt. — Montag, abends 8,30 Uhr: Gemeindejugendabend. Boruist
Studienreferendar Gebhardt. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Singſtunde. —2.
tag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Evangel. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſliob.
Sonntag, vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Prediger Hähnel. Vorm. 100
Kindergottesdienſt. Abends 8.15 Uhr: Evangeliſation. — Dienstag, abends Lia L
Fugendſingen.— Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, abends 22 *
Gebetſtunde.
Methodiſten=Gemeinde, Bendelſtadtſtraße 38. Sonntag, vorm. 11 Uhr: Sole t
ſchule. Abends 8 Uhr: Predigtgottesdienſt. Prediger Hirtz. — Mittwoch, abends ?e
Bibel= und Gebetsſtunde.
Diechriſtengemeinſchaft, Heidelberger Straße 14. Die Fohannisfeierviohde.
wie angekündigt, in Ober=Beerbach, ſondern Samstag, 23. Juni, abends 4.L
Darmſtadt, Heibeberger Straße 14, ſtattfinden. — Sonntag, 24. Jni, Tod Zob.
des Täufers, 10 Uhr: Menſchenweihehandlung, anſchließend Kinder=Sonntggeh.
Dienstag, 28. Juni, 20,15 Uhr, öffentl. Vortrag „Nichard Wagners Meſteilne.
Fohannis=Feſtiviel”, Pfarrer A. Schütze=Frankfurt Main). — Mitwochl, ”. 3c
7,45 uhr: Menſchenweihehandlung— Donnerstag,28. Junt, 10,80 Uhrzdlenc D.
handlung.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, 24.30
9.15 Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Abends 8 Uhr: Evangeliumsperh
Dienstag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Kruſt.
amstag, 23. Juni 1934
Nr. 171 — Seite 7
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Aus Heſſen.
Sonnwendfeier der Brigade 50.
üt. Eberſtadt, 22. Juni.
ui dem Frankenſtein feierte geſtern abend die SA.=Brigade 50
ſawitioneller Weiſe das Feſt der Sommerſonnenwende, an dem
zuiche Standartenführer und eine große Zahl SA.=Führer des
zigebereichs teilnahmen. Die ſchlichte, von echt deutſchem Geiſt
ſreene Feier wurde umrahmt von Muſikvorträgen der
Stan=
diſunsapelle 115 unter Muſikzugführer Schlupp. Ein von dem
Aüſte Meyer geſteuertes Flugzeug der Landesfliegergruppe
k:me während der Zeit über der Burg.
dr Führer der gaſtgebenden Standarte 143, Oberſturmführer
griim, begrüßte die Gäſte auf der nach Weſten, mit einem herr=
1üſtz Ausblick nach dem Rhein gelegenen Burgterraſſe und gab
ſe eur Freude darüber Ausdruck, daß dieſes Jahr für die
Sonn=
wyſtäer gerade der Ort gewählt wurde, der der Standarte 143
de inmen gab. Beim lodernden Feuer werden alle aufs neue
dießäihrer unerſchütterliche Mannestreue ſchwören.
)rr Führer der Landesfliegergruppe VII (Heſſen) überbrachte
demd nk ſeiner Landesgruppe für die Einladung mit dem
Wun=
ſchſeuß das gute kameradſchaftliche Verhältnis zwiſchen Fliegern
umsel. erhalten bleibe und auch weiterhin gepflegt werde.
Merführer Dr. Ivers wies als Führer der Brigade 50
al ſyn auf die Bedeutung der Veranſtaltung hin, die dazu
geeig=
mai, daß ſich die SA.=Führer gegenſeitig kennen lernen und in
denage ſind, ihre Erfahrungen auszutauſchen. — Inzwiſchen traf
danflhrer der SA.=Gruppe Kurpfalz, Wagenbauer, ein und
wae von allen SA.=Führern ſtürmiſch begrußt.
Vährend einer Pauſe verſtand es Obertruppführer Bern=
Gſno, den verſammelten SA.=Führern im Burghof die
geſchicht=
lie hF itſtehung und Bedeutung der Burg und des Geſchlechts der
Riüe von Frankenſtein zu berichten.
z7 Einbruch der Dunkelheit begaben ſich alle Anweſenden
nauhinn oberen Burghof, wo die mächtigen Flammen eines
Holz=
ſtrß Zum Himmel loderten. Oberführer Dr. Ivers brachte
im iner Feuerrede zum Ausdruck, daß unſer deutſches Volk reich
ancſitren und Gebräuchen ſei, mit denen es das Feſt der
Sonnen=
wreſt lbegehe. Unter allen Bräuchen iſt das Johannisfeuer
älte=
ſtelll gemeingut des geſamten Volkes. Der nationalſozialiſtiſche
Sria, der die alten Volksbräuche wieder neu aufleben läßt, hat
vaſ leem die Berechtigung, dieſes urdeutſche Feſt zu feiern.
Als=
daln sSdachte Dr. Ivers des Führers und gelobte ihm im Namen
alc bei der Urkraft des Feuers, nie von ihm zu laſſen und ihn
in verſchütterlicher Mannestreue zu unterſtützen, daß er ſein
gro=
ßeſisVerk, den Wiederaufbau des Vaterlandes, vollenden könne.
Mlitenn Horſt=Weſſellied fand die würdige Feier ihr Ende.
WVährend die Flammen langſam erloſchen, formierten ſich die
Telſltel mer zu einem Fackelzug den Berghang hinunter nach
Nie=
de sſe rbach, wo man noch einige Zeit in echt kameradſchaftlicher
Weiſuſammenblieb.
Griesheim, 22. Juni. „Die Königin der Nacht”,
dals Vunder einer einzigen Nacht. In der Gärtnerei von Heinr,
Siſnegler Wwe. in der Alten Darmſtädter Straße kam in
de ſenht von Samstag auf Sonntag dieſe Wunderblume zur
Blä. Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich dieſes Ereignis, das
vienſällumenfreunde angelockt hatte, die ſich dieſe ſeltene
Wunder=
blilüt ie einen Durchmeſſer von 30 Zentimeter hatte, anſahen.
1. Nieder=Ramſtadt, 21. Juni. Saarkundgebung. Die
füſsin menden Samstag in Ausſicht genommene Saarkundgebung
aun In laß des Beſuches der Saar=Sportler in hieſiger Gemeinde
mußvegen der Sonnwendfeier verlegt werden. Sie findet aller
ſchrisſſicht nach 8 Tage ſpäter ſtatt. — Jugendfeſt. Am
Seimtrg, den 23. d. M., wird in hieſiger Gemeinde das
Jugend=
feſtk as ſich im Laufe der Jahre zu einem allgemeinen Volksfeſt
enrmk lt hat, gefeiert. Der Vormittag wird ausgefüllt mit der
Aulsagung der Reichsjugendwettkämpfe. Am Nachmittag findet
Vollfſt auf dem Spielplatz „Am Lohberg” ſtatt. — Aus
Sägeerkreiſen. Die beiden hieſigen Geſangvereine nehmen
am) mmenden Sonntag an dem Kreiswertungsſingen des
Krei=
ſesyarmſtadt=Land (Heſſ. Sängerbund) in Eberſtadt teil.
F ränkiſch=Crumbach, 21. Juni. Auf Veranlaſſung der
hieſi=
getl auternſchaft fand im Gaſthaus „Zum Löwen” eine
Verſamm=
lurſetrtt, in der Herr La, wirtſchaftsrat Petry über
genoſ=
ſeichaftliche Viehverwertung einen Vortrag hielt.
In in, zweiten Teil ſeines Vortrags behandelte der Redner die
bens durchgeführten und noch zu erwartenden Verordnungen,
die ſe Reichsregierung im Intereſſe der Landwirtſchaft auf der
Gündlage des Vierjahresplans erlaſſen hat, und bat die
an=
werſedan Landwirte, volles Vertrauen zur Reichsregierung zu
haſh. Eine Vereinbarung, die zwiſchen der Bezirksbauernſchaft
eine eitts und der Metzger=Pflichtinnung andererſeits
abgeſchloſ=
ſens ſurde, und die im weſentlichen die zu zahlenden Richtpreiſe
amyun den Landwirten direkt an die Metzger verkauftes Vieh
reutt wurde bekanntgegeben. Auch wurde die Ausſtellung des
ſeiss) Juni eingeführten Schlußſcheines, der von Landwirt und
NEetzer unterzeichnet ſein muß, erläutert. In den nächſten Tagen
ſiräc ſim ſelben Lokal ein Vortrag über das Reichserbhofgeſetz
ſtaitt worauf der Wichtigkeit halber ſchon jetzt aufmerkſam
ge=
mand wird.
Ober=Ramſtadt, 21. Juni. Am 4. Oktober 1933 iſt die
Kreisamt Darmſtadt unterm 29. September 1933 erlaſſene
Lelliiverordnung über die Entwäſſerung der Grundſtücke in der
Geimiung Ober=Ramſtadt in Kraft getreten. Der Inhalt
die=
ſer=Aliseiverordnung iſt für alle Bauintereſſenten, beſonders auch
ſe Tiefbauunternehmer, Architekten uſw. ſehr wichtig. Die
hrmeiſterei gibt Druckexemplare in Einzelfällen zum
Selbſt=
kofltvieis ab. In Verbindung mit dieſer Polizeiverordnung
hautts Kreisamt Darmſtadt ebenfalls mit Wirkung vom 4. Okt.
19:Beme Gebührenordnung über die Erhebung einer
Kanal=
be nungsgebühr in der Gemeinde Ober=Ramſtadt erlaſſen. Nach
dichk werden vom Ri. 1934 ab auf je 100 RM.
Brandverſiche=
rumwert bei bebauten bzw. Grundſteuerwert bei unbebauten
Grma)ſtücken 15 Rpf. Kanalbenutzungsgebühr im Jahr erhoben,
Demſſindeſtgebührenſatz iſt 6 RM. Er iſt auch zu zahlen für un=
bemte Grundſtücke, deren Abwäſſer nicht nur aus Regenwaſſer
beſitzen. Die Erhebung der Gebühr erfolgt in zwei
Jahresteil=
beuagen am 25. Juni und 25. November jeden Jahres. Die
Ge=
bütln ſind öffentliche Abgaben und unterliegen der Beitreibung
im kivaltungszwangsperfahren.
0. Michelſtadt 20. Juni. Vom Neuhausbeſitz. Die
OrYsruppe Michelſtadt der Neuhausbeſitzer hielt im Gaſthaus
„Zhgrünen Baum” eine Verſammlung ab. Als Referent war
einnerr der Geſchäftsſtelle des Landesverbandes erſchienen. Der
Füühr der Ortsgruppe Michelſtadt Joh. Ad. Ihrig, begrüßte
dieße lnwpeſenden und bedauerte, daß ſo wenige aktiven Anteil
heshen, obwohl von der Durchſetzung der Ziele der Gemeinſchaft
deſrlenhausbeſitzer doch Sein oder Nichtſein der einzelnen Neu=
Auteſctzer abhängt. Der Referent, der von der
Landesgeſchäfts=
teAlzu der Verſammlung gekommen war, ſtreifte dann nochmals
ZuN und Ziele des Verbandes und erläuterte kurz die bisher
erlsten Erfolge. Er ſagte u. a., daß zwar noch keine
ausrei=
hoer inanzielle Erleichterung erzielt werden konnte, außer dem
ENS er Grundſteuer ab Oktober 1933, doch ſei erreicht worden,
daß her die Anträge, über die man vor 2 Jahren noch gelacht
erste unter Hinzuziehung der Verbandsleitung beraten wird.
Abciſt- es ſo weit, daß heute keiner mehr um ſein mit Schweiß
unwentbehrungen erſtelltes Heim ſo einfach kommen kann. Eine
Zücenkkung werde in kurzer Zeit eintreten und über eine ge=
Eeiy Schuldenabwertung und ihre Durchführung berate man zur
Br2! Er richtete deshalb die dringende Mahnung an alle Neu=
9acentzer, mitzuhelfen durch den Zuſammenſchluß. Die
Ver=
ſa mlung wurde mit einem Treugelöbnis auf den Führer
ge=
ſch iten.
Die 91. Jahreshaupkverſammlung
der Guſtav=Adolf=Skiftung.
Ci. Erbach, 22. Juni.
Die am Sonntag und Montag, den 1. und 2. Juli, hier
ſtatt=
findende 91 Jahresverſammlung des Heſſiſchen Hauptvereins der
Guſtav=Adolf=Stiftung wird unter der Loſung „Für Glaube und
Volkstum” ſtehen. Für die einzelnen Veranſtaltungen konnten
als Redner ausnahmslos Männer von größter Sachkenntnis
ge=
wonnen werden. So ſprechen im Hauptgottesdienſt am
Sonntag=
morgen Pfarrer Stenzel=Berlin, der früher in Rußland tätig
war, und außer ihm noch der Landesbiſchof Lic. Dr. Dietrich.
Dem Feſtzug ſchließt ſich auf dem Sport= und Erholungspark
eine große öffentliche Volksverſammlung an. Hierbei ſprechen
außer dem Vorſitzenden des Heſſiſchen Hauptvereins und dem
Lan=
desbiſchof Lic. Dr. Dietrich noch Pfarrer Stoſch aus Wittenberg
über „Der Deutſche als Kulturpionier in Ueberſee” Pfr Stenzel=
Berlin über „Blut und Tränen deutſch=evangeliſcher Chriſten in
der Sowjet=Hölle”, und Pfr. Steubing aus Saarbrücken über:
„Evangeliſch und deutſch an der Saar‟. Die Vorträge werden
umrahmt von muſikaliſchen Darbietungen der Kirchenchöre von
Beerfelden, Erbach, König und Michelſtadt ſowie der
Poſaunen=
chöre von Erbach, Michelſtadt, König und Rothenberg und finden
mit einem Treugelöbnis für Kirche und Volk durch den
Ober=
kirchenrat Propſt Dr. MüllerDarmſtadt ihren Abſchluß. Am
Abend findet dann eine größere Familienfeier in der Feſthalle
ſtatt, die neben verſchiedenen Anſprachen und muſikaliſchen
Dar=
bietungen vor allem einen Vortrag des Profeſſors D. Dr.
Cor=
dier=Gießen über „Reiſeeindrücke aus der deutſchen evangeliſchen
Diaſpora in Südſlavien” bringt. Gleichzeitig wird in der
Stadt=
kirche des benachbarten Michelſtadt ein Feſtabend abgehalten, bei
dem Pfarrer Stoſch=Wittenberg über „Evangeliſche
Diakoniſſen=
arbeit in Braſilien” ſpricht. — Am Montagvormittag folgt dann
zunächſt im Gemeindehaus eine Verwaltungsratsſitzung und dann
am frühen Nachmittag eine Vorſtandsſitzung des Landesverbands
der Guſtav=Adolf=Frauenvereine im „Schützenhof‟. Den Abſchluß
der Tagung bildet dann eine große öffentliche Verſammlung der
Guſtav=Adolf=Frauenvereine in der Feſthalle, in der neben einem
ausführlichen Tätigkeitsbericht über das Jahr 1933/34 ein
Vor=
trag des Pfarrers Stoſch aus Wittenberg über: „Segensſpuren
deutſchen Frauendienſtes in Ueberſee” und eine Anſprache des
Profeſſors D. Dr. Cordier=Gießen über „Frauennöte in Neu=
Wer=
bas” noch einmal Aufſchluß und Einblick gewähren über die
viel=
ſeitige ſegensreiche Arbeit des Guſtav=Adolf=Vereins nicht nur für
die evangeliſche Kirche, ſondern vor allem für die Erhaltung und
Stärkung des deutſchen Volkstums jenſeits der Reichsgrenzen.
Ci Erbach, 21. Juni. Wiſſenſchaftlicher Kurſus.
Die ſeit einer Reihe von Jahren von dem Kreisſchulamt und dem
Dekanat Erbach durchgeführten wiſſenſchaftlichen Lehrgänge in
Stockheim finden dieſes Jahr in einer Tagung am kommenden
Mittwoch ihre Fortſetzung. Es ſprechen am Vormittag um 9 Uhr
30 Min. Herr Miniſterialrat Ringshauſen=Darmſtadt über
Die Schule im Dritten Reich” und am Nachmittag um 14.30 Uhr
Herr Studienrat Lic Gengnagel=Darmſtadt über. Der
evan=
geliſche Religionsunterricht im Dritten Reich”. —
Bezirks=
verſammlung des NSLB. Die geſtrige
Bezirksverſamm=
lung des NSLB. Erbach=Michelſtadt war ſehr gut beſucht. Der
ſtellvertretende Obmann Pg. Fleckenſtein beglückwünſchte
nach herzlicher Begrüßung der Verſammlung den Amtsgenoſſen
Diehl= Steinbach zu ſeinem 40jährigen Dienſtjubiläum, dankte
ihm für ſeine ſeitherige erfolgreiche Arbeit und wünſchte ihm auch
für ſeine weitere Tätigkeit alles Gute. Anſchließend wurde einer
ganzen Reihe von Mitgliedern die endgültigen Mitgliedskarten
zugeſtellt, worauf die feierliche Verpflichtung erfolgte. Die
wei=
tere Tagesordnung galt der Erledigung einer Reihe geſchäftlicher
Angelegenheiten, vor allem der Beſprechung des diesjährigen
Jugendfeſtes und der Vorbereitung der großen Reichstagung des
NSLB. in Frankfurt a. M.
j. Aus dem Birkenauer Tal, 20. Juni. Die
Regulierungs=
arbeiten an dem Liebersbach wurden dieſer Tage zu Ende
geführt. Anſchließend werden die Krombach, Hornbach,
Mumm=
bach und Kallſtädterbach inſtandgeſetzt.
Dp. Zwingenberg, 20. Juni. Im Saale des Hotels „Zum
Löwen” wurde von der Gaufilmſtelle der NSDAP., Gau Heſſen=
Naſſau, der Film „Die ſchwarze Sturmfahne” vorgeführt. Der
Film zeigt lebenswahr den Exiſtenzkampf der deutſchen Bauern
in den Notjahren 1928 bis 1932, in welchem der Bauer
unter=
liegen mußte, weil die damaligen Regierungen dem Bauern und
ſeinen Erzeugniſſen keinen Schutz angedeihen ließen, im Gegenteil
Hand in Hand mit den Ausbeutern des Bauernfleißes die
Fun=
damente eines geſunden Volkstums unterwühlten.
Bb. Bensheim, 21. Juni. Als Auftakt zur
Reichsſchwimm=
woche fanden hier am Sonntag nachmittag durch Mannſchaften
der SA. und SS. größeren Stils intereſſante
Schwimmvorfüh=
rungen im neuen Schwimmbad ſtatt. Etwa 70 Schwimmer
zeig=
ten dabei richtiges Schwimmen, Hindernis= Rettungs= und
Figu=
renſchwimmen. Große Heiterkeit erregten das Büttenrudern und
das ſogenannte, Schifferſtechen”, wobei ſich je 2 Mann auf Flößen
gegenſeitig ins Waſſer zu ſtoßen bemühten. Auch das Schwimmen
in Kleidung wurde gezeigt, ja ſogar das Schwimmen in
feld=
marſchmäßiger Ausrüſtung konnte vorgeführt werden. Für jeden
Tag der Reichsſchwimmwoche ſind, andere Veranſtaltungen
vor=
geſehen. — Weinverſteigerung. Die Stadtverwaltung
verſteigerte im Gartenſaal des Bahnhofs=Hotels ein Teil
ſtadt=
eigener 1932er Weinernte aus den Lagen Kirchberg, Pfaffenſtein
und Kalkgaſſe, ſämtlich Rieslingprodukte. Die Preiſe bewegten
ſich für je 600 Liter auf 580 bis 780 Mark, dabei müſſen die
Weine in Flaſchenabfüllung durch die Stadtkellerei abgenommen
werden. Die Beteiligung an der Verſteigerung war recht rege. —
Heuernte. Die anhaltende Trockenheit hat die Heuernte zwar
ſehr begünſtigt, ſie hat aber andererſeits auch bewirkt, daß das
Ernteergebnis ſehr mäßig iſt und dem Bauern große Sorge
er=
wächſt, wie er bei der unzulänglichen Futtermittelernte ſeinen
Viehſtand durchhalten kann. — Das Obſt fällt infolge der
Trocken=
heit maſſenhaft ab, die Körnerbildung beim Getreide iſt ſchwach,
Garten= und Feldgewächſe vertrocknen vielfach, und bei den
Kar=
toffeln iſt die gute Knollenbildung gefährdet, wenn nicht bald
ausgiebiger Regen fällt.
Bb. Bensheim, 19. Juni. Im Rahmen der
Reichsſchwimm=
woche und als deren Auftakt veranſtalteten Sonntag nachmittag
von 3 Uhr ab zum Tag der SA. und SS. etwa 70 Mann dieſer
Formationen im neuen Schwimmbad, hochintereſſante Uebungen
im Schwimmen, Tauchen, Rettungsſchwimmen, Schifferſtechen,
Hin=
dernisſchwimmen und im Schwimmen in Kleidern, ja ſogar in
feld=
marſchmäßiger Ausrüſtung. Für die nächſten Tage ſind zahlreiche
Einzelveranſtaltungen mancherlei Art geplant. Sportreferent Pg.
Leichſenring eröffnete das Anſchwimmen durch eine Anſprache, in
der er auf die Ertüchtigung der Jugend hinwies.
Gernsheim, 20. Juni. Reichsſchwimmwoche.
Er=
öffnet wurde hier die Reichsſchwimmwoche durch Schwimmen des
Jungvolks und der HJ. Bürgermeiſter Schnauber eröffnete
die Schwimmwoche mit einer Anſprache, in der er auf die
Bedeu=
tung der Schwimmwoche hinwies. Für die ganze Woche iſt ein
großes Programm vorgeſehen. An jedem Aband finden
Veran=
ſtaltungen durch irgendeine Oxganiſation ſtatt, u. a. tritt am
Frei=
tag abend der aktive SA.=Sturm mit ſeinen Schwimmern auf den
Plan. Turmſpringen, ein kleines Stafettenſchwimmen,
Bütten=
rudern und Büttenwettkampf. Die Veranſtaltungen werden in der
Zeit von 7.30 bis 9.00 Uhr durchgeführt. Für Sonntag iſt dann
ein großes Programm aufgeſtellt. Waſſerballſpiele,
Rettungs=
ſchwimmen, Feſtſtellen des unbekannten Schwimmers, eine
Kata=
ſtrophenübung des SA.=Pionierſturms, Erkundungsſchwimmen
eines Spähertrupps des aktiven SA.=Sturms.
der Tag der SA. in Erfelden.
üt. Erfelden, 22. Juni. Vorgeſtern verſammelten ſich die
Schwimmer aller Stürme des Sturmbanngebiets II/143 in
Er=
felden, um in friedlichem Wettſtreite ihre Kräfte zu meſſen,
Punkt 9 Uhr ſtanden die SA.=Männer bereit, um ſogleich über die
Hindernisbahn zu laufen. Nach dieſer Leiſtung, die als Erſatz für
Morgengymnaſtik gedacht war, begannen die Wettkämpfe. Zuerſt
wurde der Gepäck=Schwimmkampf ausgetragen, den Sturm 12/143
Erfelden in einer Zeit von 35 Minuten gewann. Nach Beendigung
dieſes Kampfes ſprang die Mannſchaft 12/143 Erfelden
feldmarſch=
mäßig in das Waſſer um die 100 Meter=Bahn zu durchſchwimmen.
Alle erreichten das Ziel. Eine beachtliche Leiſtung war die Zeit
des SA.=Mannes Martin Schad, 12/143, der die Bahn in 1.59
Minuten durchſchwamm. Auch der Sieg in der Staffel fiel an
Sturm 12/143. Hindernisſchwimmen und Tauziehen im Waſſer
vervollſtändigten die Wettkämpfe und trugen zur Erheiterung der
zahlreichen Zuſchauer, die den Rheindamm beſetzt hielten, bei.
Nach Beendigung der Wettkämpfe wies Truppführer Fehrer vom
Sturmbann II/143 auf die Notwendigkeit der körperlichen
Ertüch=
tigung und beſonders auf die Ausbildung im Schwimmen hin.
* Auflöſung der Gemarkung „Forſt Dreieich”
Eb. Offenbach, 21. Juni. Der Kreistag des Kreiſes
Offenbach hat in einer Dringlichkeitsſitzung der Auflöſung der
ſelbſtändigen Gemarkung „Forſt Dreieich” zugeſtimmt. Die
Ge=
markung iſt rund 1750 Hektar groß und umfaßt Wald= und
Acker=
land. Sie ſchiebt ſich zwiſchen die Gemeinden Neu=Iſenburg und
Sprendlingen. Alte, teilweiſe im Grundbuch gewahrte Rechte auf
ihr Beſtehen ſowohl für die Gemeinde Neu=Iſenburg als auch für
die Gemeinde Sprendlingen, was beſonders in früheren Jahren zu
vielen Prozeſſen Anlaß gab. Auf Grund von Verhandlungen
zwiſchen den beiden Gemeinden einerſeits und dem Fiskus
ande=
rerſeits entſchied man ſich jetzt für eine Auflöſung der Gemarkung.
845 Hektar ſollen in die Gemeinde Neu=Iſenburg und 896 Hektar
an die Gemeinde Sprendlingen fallen. Das Jagdrecht bleibt dem
Fiskus vorbehalten. Nach eingehendem Referat des
Regierungs=
rats Dr. Walter ſtimmte man der Auflöſung im Rahmen der
dem Kreistag zuſtehenden Befugniſſe zu. — Außerdem ſtimmte
man der Erweiterung des Kreiskrankenhauſes in Seligenſtadt zu.
An den Nordflügel ſoll ein Erweiterungsbau angefügt werden,
der u. a. 2 modern ausgeſtattete Operationsräume enthalten ſoll.
Gernsheim, 21. Juni. Im „Deutſchen Haus” fand ein
Schulungsabend des Reichsbundes deutſcher Beamten ſtatt.
Pg. Schulungsleiter Maireis=Rüſſelsheim kam in ſeinen
Ausfüh=
rungen auf den Punkt 1 und 2 des nationalſozialiſtiſchen
Pro=
gramms zu ſprechen. Der Abend wurde mit einem dreifachen
Sieg=Heil auf den Führer geſchloſſen. —
Reichsſchwimm=
woche. Lebhafter Verkehr herrſchte während dieſer Woche abends
am Rhein. Jeden Abend warb eine andere Formation für das
Schwimmen. An einem Abend wurde der Jugend Unterricht im
Rettungsſchwimmen erteilt, und die verſchiedenen Arten von
Griffen bei Rettung Ertrinkender wurden praktiſch vorgeführt.
Verſchiedene SA.=Männer vom Reſerveſturm ſchwammen noch.
eine Strecke von 1000 Metern, wobei der Aelteſte im Alter von
57 Jahren als Erſter durchs Ziel ſchwamm. Donnerstag abend
führte dann der Pi=Sturm ein großes Rettungsſchwimmen vor.
Der Freitag abend gehörte der aktiven SA.; auch hier konnte
man eine Auswahl guter Schwimmer feſtſtellen. Den Abſchluß
bildet dann der Sonntag, wo großer Schwimmbetrieb am Rheine
herrſcht. Turmſpringen, Rettungsſchwimmen, eine Kataſtrophen=
Uebung des Pi=Sturms. Gepäckſchwimmen einer Gruppe des
akti=
ven Sturms und die Suche nach dem unbekannten Schwimmer.
Sicher wird dieſe Veranſtaltung viel dazu beitragen: „Jeder
Deutſche ein Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter!”
Ca. Lorſch, 20. Juni. Tödlicher Unfall und
Wald=
brand an der Autobahn. Ein Unfall mit tödlichem
Aus=
gang ereignete ſich vorgeſtern vormittags auf der Arbeitsſtelle an
der Reichsautobahn an der Sandabfuhrſtelle. Entgegen den
be=
ſtehenden Vorſchriften ſprang der Arbeiter Philipp Feidner=
Worms nochmals zwiſchen zwei Rollwagen, als die Lokomotive
ſchon das Zeichen zur Abfahrt gegeben hatte. Durch das Anziehen
näherten ſich die beiden Rollwagen infolge ihrer ſchweren Laſt ſo
weit, daß dem Arbeiter der Bruſtkorb vollſtändig eingedrückt
wurde, ſo daß der Tod auf der Stelle eintrat. Nach den Angaben
ſeiner eigenen Kollegen ſoll der Bedauernswerte an ſeinem Tode
ſelbſt ſchuld ſein, weil er ſich nicht an die beſtehenden Vorſchriften
hielt, daß nach dem Zeichen der Maſchine keiner mehr die Wagen
beſteigen darf. — Unweit der vorbezeichneten Unfallſtelle entſtand
am Nachmittag ein Waldbrand, der infolge der Trockenheit ſchnell
größere Ausdehnung gewonnen hätte, waren nicht ſofort die
vie=
len Arbeiter mit ihren Werkzeugen zur Stelle geweſen, um das
Feuer wirkſam zu bekämpfen. Es wird vermutet, daß der Brand
durch ſprühende Funken aus der Lokomotive entſtand.
El. Lampertheim, 20. Juni. Abkochen im Wald ſtreng
verboten. Sonntag nachmittag entſtand im Lampertheimer
Wald in der Nähe der Bahnlinie ein Waldbrand, der nicht durch
eine Lokomotive, ſondern durch grobe Fahrläſſigkeit einer
wan=
dernden Jugendgruppe verurſacht wurde, die trotz der Dürre ſo
frevelhaft war, im Wald abzukochen. Nach Ausbrechen des
Bran=
des und als die aufgeſtellte Brandwache herbeieilte, ſuchten die
Buben unter Zurücklaſſung ihres Kochtopfes das Weite Etwa
dreiviertel Morgen junger Buchenwald iſt dem Leichtſinn der
Burſchen zum Opfer gefallen.
Aus Rheinheſſen.
Ah. Worms, 21. Juni. Hoch klingt das Lied vom
braven Mann! In der Nähe des Pfaffenwinkels geriet ein
Ehepaar, aus Herrnsheim, des Schwimmens unkundig, beim
Baden in die fortreißende Strömung. Die Gefahr, in der ſich die
beiden Eheleute befanden, wurde rechtzeitig von dem
Sport=
ſchwimmer Otto Buſcher=Worms bemerkt. Sofort ſprang er hinzu.
Unter Aufbietung ſeiner ganzen Kräfte gelang es ihm zunächſt,
die Frau ans Ufer zu bringen, dann ſchwamm er dem
abgetrie=
benen Ehemann nach. Auch dieſen, der bereits das Bewußtſein
verloren hatte, brachte er ans Ufer. Sofort angeſtellte
Wieder=
belebungsverſuche hatten Erfolg.
Oberheſſen.
h. Bad Nauheim, 21. Juni. Guter Kurbeſuch. Unſer
Herzheilbad erfreut ſich trotz der nicht gerade günſtigen Ausſichten
für den internationalen Reiſeverkehr bis jetzt eines guten
Be=
ſuches. Die höchſte Tagesbäderzahl, welche im vorigen Sommer
am 24. Juli erreicht wurde, wurde am 11. Juni ds. Js. bereits
überſchritten. Auch die Zahl der Kurgäſte aus dem Ausland und
dem Inland iſt gegenüber dem Vorjahre bedeutend angeſtiegen.
Gießen, 21 Juni. Ein Kind von einſtürzendem
Mauerwerk erſchlagen. Geſtern nachmittag wurde hier
das acht Jahre alte Töchterchen des Melkers Klein von einem
einſtürzenden Backſteinpfeiler und Mauerwerk an der Toreinfahrt
einer Abbruchſtelle erſchlagen. Das Kind ſtand an der
Unfall=
ſtelle, um ein von dem Abbruchplatz kommendes Fuhrwerk
vorbei=
zulaſſen. Unglücklicherweiſe ſtieß der Wagen an das ſchwere
eiſerne Gittertor der Einfahrt, wodurch der Mauerpfeiler und ein
Stück der Mauer einſtürzten und das Kind unter ſich begruben,
das auf der Stelle tot war.
Gießen, 21. Juni. Neuer Schulrat in Gießen. Zum
Stadtſchulrat in Gießen wurde mit ſofortiger Wirkung der im
letzten Frühjahr zum Kreisſchulrat in Büdingen beſtimmte
Rek=
tor Nebeling ernannt. Schulrat Nebeling wurde auch mit der
Wahrnehmung der Geſchäfte des Kreisſchulrats im Kreis Gießen
beauftragt.
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Zum Gedenken der Token von Scapa Flow.
Abordnungen der Marinevereine im Berliner Ehrenmal Unter den Linden
bei einer Gedenkfeier für die bei der Verſenkung der deutſchen Flotte Gefallenen, zu deren ſtiller
Ehrung ein Kranz niedergelegt wurde.
Sonnenwendfeier der Deutſchen Arbeitsfronk.
Das Sonnenwendfeuer in den Müggelbergen bei Berlin,
M
wo in der Nacht vom 20. zum 21. Juni die Deutſche Arbeitsfront die Sommer=Sonnenwendfeier begirn 0
Schweres Unglück auf der Karſten=Zenkrum=Grube.
Reich und Ausland.
Bericht des Kapikäns Petermoeller vom
Dampfer „Dresden” an den Nordd. Llond
Bremen. Der Norddeutſche Lloyd teilt mit:
Von Bord des zurzeit auf der Reiſe von
Sta=
vanger nach Bremerhaven befindlichen Dampfers
„Stuttgart”, des Nordd. Lloyd ging Freitag
ge=
gen 18 Uhr ein Funkſpruch ein, der beſagt, daß
Kapitän Petermoeller Dampfer „Dresden” nach
der Grundberührung 5 Seemeilen von der
Unfall=
ſtelle entfernt mit dem Vorderſchiff an einem von
ihm ſorgfältig ausgeſuchten Platz auf Grund
ge=
ſetzt habe, da der Schiffsboden ſchwer beſchädigt
war. Das Anſtrandſetzen des Dampfers „
Dres=
den” erfolgte ſo rechtzeitig, daß alle an Bord
be=
findlichen Perſonen durch Schiffsboote bzw.
Hilfs=
boote ohne Uebereilung gelandet werden konnten.
Die reibungsloſe Landung iſt den tadelfrei
funk=
tionierenden Rettungsgeräten, den umſichtigen
Maßnahmen des Kommandos und der
vollkom=
menen Seemannſchaft der Beſatzung zuzuſchreiben.
Die ſchiffsſeitigen Bemühungen wurden
unter=
ſtützt durch die Ruhe und Selbſtbeherrſchung aller
Fahrgäſte, unter denen ſich keine Spur von Panik
bemerkbar machte. In höchſter Weiſe iſt die dem
Dampfer „Dresden” erwieſene Aſſiſtenz durch die
durch ihn herbeigerufenen Hilfsdampfer
anzuer=
kennen. Beim Herablaſſen von Boot 2 fielen
einige Paſſagiere ins Waſſer,
Beſatzungsmitglie=
der ſprangen von der Höhe des Bootsdecks nach.
Leider ſind ſpäter zwei Frauen auf dem Transport
nach Stavanger verſtorben. Alle privaten und
amtlichen Stellen in Kopervik und in Stavanger
wetteiferten miteinander im Empfang und in der
Unterſtützung der Geſtrandeten. Dem Verhalten
aller am Hilfswerk beteiligten norwegiſchen
Stel=
len und Perſönlichkeiten muß großes Lob gezollt
werden.
Lloyddampfer „Stuttgart” übernahm ſämtliche
Paſſagiere, ſowie die geſamte Beſatzung der
„Dresden‟. Die Stimmung unter den Heimkehrern
iſt gut. Alle Fahrgäſte erkennen die beſchleunigte
Hilfeleiſtung des Dampfers „Stuttgart”, an.
Dampfer „Stuttgart” trifft am Samstag, den
23. Juni, um 13.30 Uhr, in Bremerhaven ein.
Dr. Ley empfängt die Fahrgäſte der „Dresden”.
Berlin. Dr. Ley wird ſich am Samstag nach
Bremerhaven begeben, um dort die Fahrgäſte der
bei Stavanger geſcheiterten „Dresden” perſönlich
zu empfangen. Im übrigen hören wir, daß im
Auftrage Dr. Leys und mit ſeinen Vollmachten
zwei Sonderbeauftragte im Flugzeug nach
Nor=
wegen gereiſt ſind, um dort alle notwendigen
Maßnahmen im Intereſſe der Urlauber der NS.=
Gemeinſchaft „Kraft durch Freude” zu treffen.
Das Verkehrsflugzeug Köln—Frankfurt
verunglückt.
Frankfurt a. M. Zwiſchen Köln und
Frankfurt a. M. iſt am Freitag vormittag, kurz
vor 9 Uhr, ein Verkehrsflugzeug mit fünf
Per=
ſonen über dem Taunus verunglückt. Die fün
Fluggäſte und der Flugmaſchiniſt wurden zum Teil
leicht verletzt. Der Flugzeugführer fand den Tod.
Die Urſache des Unfalls konnte noch nicht
aufge=
klärt werden.
Der Flugzeugunfall an der Hohen Wurzel im
Taunus hat noch ein zweites Menſchenleben
ge=
fordert. Der ſchwerverletzte Gottfried Haindel
aus Düſſeldorf iſt geſtern nachmittag ebenfalls
ge=
ſtorben.
Großfeuer in Weißenſtadt.
Bis jetzt fünf Wohnhäuſer niedergebrannt.
Hof. Geſtern früh, um 1.30 Uhr, brach in
Weißenſtadt ein Feuer aus, das ſich in kürzeſter
Zeit auf verſchiedene in der Bahnhofsſtraße
ge=
legene Anweſen ausbreitete. Durch den in Weißen
ſtadt ſtationierten Polizeikommiſſar Kiesling
wur=
den die Feuerwehren von Weißenſtadt und
Um=
gebung alarmiert. Auch die Motorſpritze von
Wunſiedel war erſchienen. Bis gegen 4 Uhr früh
ſind fünf Wohnhäuſer dem Feuer zum Opfer
ge=
fallen. Die Feuerwehren verſuchten mit vereinten
Kräften, dem Feuer Einhalt, zu bieten. Zur
Stunde wütet das Großfeuer noch weiter. Die
Urſache des Brandes konnte bis jetzt noch nicht
feſtgeſtellt werden.
Das vorläufige Werkungsergebnis
gchanden ſein mit
n. den gemäßigten
grut ſind.
So hat beiſp
Die Karſten=Zentrum=Grube bei Beuthen,
in der durch Preſſung der Stollenwände ſieben Bergleute eingeſchloſſen wurden. Alle ſieben
wurden tot geborgen. Das Unglück wurde durch ein tektoniſches Erdbeben verurſacht, das die in
Eiſen ausgebaute Strecke zuſammenpreßte.
Die 2. Strecke des Oeutſchlandfluges.
Berlin. Der Start zum 2. Streckenflug des
Deutſchlandfluges 1934 hat ſich wegen des
ſchlech=
ten Wetters um 2 Stunden verzögert. Die erſten
Maſchinen ſtarteten gegen 7 Uhr.
Nachdem die Teilnehmer des Deutſchlandfluges
eine etwas längere Pauſe gehabt hatten, wurden
ſie von 7 Uhr ab auf die Reiſe geſchickt. Der Flug
führte am Freitag nach Schleſien über eine 832
Kilometer lange Strecke. Die Streckenleiſtung iſt
kurz, aber an dieſem Tage ſind in den gebirgiſchen
und waldreichen Gegenden Schleſiens, die von der
Ausſchreibung ausgeſchriebenen Orteraufgaben zu
löſen, die ſicherlich manches Flugzeug eine
Zeit=
lang aufhalten werden. In der Zeit von 7 bis
8.20 Uhr ſtarteten 94 Flugzeuge, und zwar 9
Ver=
bände zu drei Maſchinen, 3 Formationen zu vier
Flugzeugen, 4 Fünferſtaffeln, 1 Formation von
ſieben Apparaten, die durch einen Ausfall auf
ſechs Apparate vermindert wurde und ſchließlich
4 Staffeln zu je ſieben Flugzeugen.
Etappe Hirſchberg.
Hirſchberg. Beim Deutſchlandflug überflog
der Verband A. 2 der Fliegeruntergruppe Berlin
um 8.36 Uhr als erſter das Ziel auf dem
Hirſch=
berger Flughafen. Es handelt ſich um die drei
Klemm=Maſchinen, geflogen von Geyer,
Kamm=
huber und Schwartzkopff. Dieſer Verband war um
8.13 Uhr in Görlitz geſtartet. Bald danach ſind
vier weitere Geſchwader eingetroffen; zwei davon
ſind bereits weitergeflogen.
Etappe Görlitz.
Görlitz. Als erſte Gruppe der Teilnehmer
am Deutſchlandflug landete am Freitag, um 8.05
Uhr, der Verband A 2, von der Landesgruppe
Berlin I, mit drei Flugzeugen auf dem Görlitzer
Flugplatz. Dann landete die Gruppe A 3, um
8.25 Uhr. Als dritter Verband folgte B 2 um
8.41 Uhr. Gruppe A 2, die in Görlitz zuerſt
ge=
landet war, iſt um 8.15 Uhr nach Hirſchberg
wei=
tergeflogen.
A 2, B 4, D 2, D 3, B 2, B 5, B 3. D 1 und G 2.
Sehr lebhaft wurde das Erſcheinen des
Gaulei=
ters und Oberpräſidenten von Oſtpreußen, Koch
begrüßt, der den Deutſchlandflug als Orter in der
Staffel G 2. Königsberg, mitmacht. Die
Teilneh=
mer hatten am zweiten Flugtag erſtmalig bei
ins=
geſamt 14 auszuführenden Sichtungspunkten die
Beurkundungen darüber abzuwerfen. Dieſe ge
wiß nicht allzu leichte Aufgabe war vor allen
Dingen im Rieſengebirge ſchwer zu erfüllen.
In=
zwiſchen kam ſchon aus Glogau die Meldung, daß
dort, um 12.44 Uhr, A. 3 eingetroffen war. Das
Geſchwader flog kurze Zeit nach der Landung
wei=
ter und paſſierte die Wendemarke Sagan um
13.26 Uhr.
In Neiße hatte die Klemm=Maſchine des
Pilo=
ten Mai, vom Unterverband Oberſchleſien, D 7
Motorſchaden, der bisher noch nicht behoben
wer=
den konnte. Von Breslau nach Glogau ſind
in=
zwiſchen noch B 4 (12.41 Uhr), B 2 (13.04 Uhr)
und D 3 (13.08 Uhr) in Richtung Glogau
abge=
flogen.
Glogau. Als erſte Formation landete das
Geſchwader der Fliegeruntergruppe Bayern, A. 3,
um 12.44 Uhr in Glogau. Es flog ſofort in
Rich=
tung Sagan weiter. Um 13.12 Uhr erſchien das
Geſchwader der Fliegerortsgruppe Hannover, um
13.18 Uhr Fliegeruntergruppe Berlin. Das
Flug=
zeug D. Ezim, mit dem Flieger Schwartzkopff und
dem Orter Fiſſer, erlitt bei der Landung einen
Fahrgeſtellbruch.
Die Deutſchlandflieger in Breslau und Glogau.
Breslau. Bis 13.02 Uhr hatten, vom letzten
Zwangslandungsplatz in Neiſſe kommend, 38
Ma=
ſchinen von 10 Verbänden den Breslauer
Flug=
hafen erreicht, und zwar in der Reihenfolge A. 3,
Die Bayern als erſte wieder in Tempelhof.
Berlin. Der zweite Tag des
Deutſchland=
luges nahm, genau ſo wie der erſte, einen
flot=
ten Verlauf. Bereits am frühen Nachmittag, um
15.05 Uhr, konnte die erſte Mannſchaft nach
Zu=
rücklegung der 832 Kilometer langen Strecke, die
die Flugzeuge nach Schleſien führte, wieder in
Tempelhof landen. Es war die bayeriſche
Mann=
ſchaft, auf drei Flugzeugen der Bayeriſchen Flug
zeugwerke, die wenige Minuten nach 7 Uhr von
Tempelhof auf die Reiſe gegangen war. Um 15.3
Uhr folgte eine weitere Dreierkette, und zwar die
Staffel der Hannoveraner. Als nächſte
Teilneh=
mer beendeten den Flug des zweiten Tages die
Staffel der Bremer Ortsgruppe (5 Flugzeuge) um
16.15 Uhr, der Magdeburger Flieger (3 Flug
zeuge) um 16.20 Uhr. Dann folgten drei
Ma=
ſchinen der Fliegerlandesgruppe 14, Berlin, um
16.36 Uhr, und um 16.56 Uhr kam der erſte
Sie=
benerſchwarm, nämlich die Heinkelformation der
Königsberger. Auch die anderen Mannſchaften
waren in den Nachmittagsſtunden des Freitags
im flotten Anmarſch auf Berlin,
Berlin. Die Wettbewerbsleitung des Deuſc) zwſeln nördlich bo
landfluges hat in ſpäter Abendſtunde des Dom Zittorig=Inſel und
nerstags noch ein vorläufiges Wertungsergebnm 8Ghanntlich wikd
für den erſten Tag errechnet. Es iſt allerdings dch imgen Jahrzehnl
mit zu rechnen, daß dieſe vorläufige Wertung nau ürffhundert engliſe
Aenderungen erfährt; denn es fehlen noch eini reiſeß. Die Rohlel
im en erheblichen
Meldungen von den Wendemarken.
Nach den bisher vorliegenden Wertungsergey Gleichfalls
niſſen hat der Veranſtalter ſeine Abſicht, don sisburne, wird ſe
Staffelfliegen beſonders in den Vordergrund; / alrzehntelang die
ſtellen, voll erreicht. Alle Siebenerſtaffeln, die ij ℳ Nationen ve=
Rennen ſind, konnten die höchſt erreichbare Punkn ze gend eingeſtellt
zahl des Tages für ſich verbuchen, und zwar / nößerem Umfan
350 Punkte. Es ſind dies die Staffeln der Fläh Ulnska, in der
gergruppe Danzig, Königsberg, Eßlingen, Mann Et ngeborenen,
heim und Berlin. Letztere drei benutzten zu ihren ſochle für ihren
Flug Klemm=Flugzeuge. Danzig flog mit Fieſß uungsſchulen und
ler=Maſchinen, und Königsberg mit Heinkel=Dow Felll= und Leben.
peldeckern. Gleichfalls die höchſte Punktzahl e= ſer ſchon ſeine
reichten drei Staffeln aus der Gruppe der Wanr 1/Teilnehmer v
derſtaffeln, und zwar die Mannſchaften der Flün Fuarſchungsexpedit
gergruppen Bremen auf Focke=Wulff, Oberſchleſiey gegern im Lidde
auf Klemm und Hamburg ebenfalls auf Klemnm Si einkohle und
Mit mehr oder weniger kurzen Abſtänden folgen muter den Eispar
dann die anderen Wettbewerbsteilnehmer. Aiktis und Anta=
Seit Abbau gewi
Fugge ſein.
Profeſſor Paul Hinneberg †.
Berlin. Prof. Dr. phil. Paul Hinnebeig,
Mitglied der Preußiſchen Akademie der Wiſſem 9!
ſchaften, iſt am Donnerstag, wie der „Tag” meg !"
det, in Berlin im 73. Lebensjahr geſtorben. Miü Hen Erdoledl
Paul Hinneberg verliert die deutſche Wiſſenſchav M? Bet ergriff
einen ihrer vorzüglichſten Organiſatoren. De0 Awſe Erdülge
Gelehrte, der aus der Schule Rankes und Treiſch
kes hervorgegangen iſt, trat im Jahre 1892 aun
den beſonderen Wunſch Theodor Mommſens in di0
Schriftleitung der „Deutſchen Literaturzeitung:
ein. In den vier Jahrzehnten ſeiner Schriftle?
tung, bzw. der im Auftrage der Akademie de‟
Wiſſenſchaften von ihm beſorgten Herausgabe, h04
Hinneberg die Erörterung aller weſentlichen Pran
bleme durch Autoritäten auf allen Gebieten gud
pflegt. Weiten Kreiſen iſt der Gelehrte dann alld
Herausgeber des umfaſſenden Sammelwerteel
„Kultur der Gegenwart” bekannt geworden, II
dem ebenfalls Wiſſenſchaftler von Rang Monau
graphien aus ihrem Forſchungsfach zu einer 06e
ſamtſchau der Geiſtesgeſchichte vereinigten. Endlin,
ſei noch die von Hinneberg begonnene Buchreih! ?
„Das wiſſenſchaftliche Weltbild” erwähnt.
Rötzlich tre
Das letzte Opfer von Karſten Zentrum geborgent iſtt der Sch
Beuthen. Am Freitag nachmittag wurm) A Mit ſchnel
der Lehrhäuer Johann Hoheiſel aus Beuthen alld M. Baren,
letztes Opfer des ſchweren Unglücks in Karſte3) Reuenüimmer
Zentrum geborgen. Wie wir erfahren, wird dig Mch ſtand.
gemeinſame Beiſetzung der ſieben auf dem Felh) 207 dunkel;
der Arbeit gefallenen Bergleute am Sonntch4 3c0etengt ar
nachmittag, um 16 Uhr, in Beuthen erfolgen. Daß herüberdran
Die deulſche Jugend grüßt Friedrich M dibiſchen an
1 geführtes Gef
Duer Frau. Ei
v. Schiller an ſeiner Geburtsſtante. s chien ſch ein
Stuttgart. Zu einer Kundgebung v9 T2. Lepbich, ein M
jugendlichem Feuer geſtaltete ſich die große 50d. Doei, ein Stuhl
digung, die die deutſche Jugend am. Donnersich eid rſtickte ech
abend in Marbach, der Geburtsſtätte Friedrolt, odlien würde.
Schillers, dem großen Dichter darbrachte. OD, dn Sür ächſten A.
Hitlerjungen aus allen Gauen Deutſchlands häite
unde
in Stafettenläufen ihre Gaben nach Marbac) 2ic
bracht. Von welcher Diſziplin das von der De‟
unternommene Werk, getragen war, bewies
Tatſache, daß die Stafettenläufer genau zur. L
ſtimmten Zeit in Marbach eingetroffen wareh.”
in der „Stunde der Nation” vom Reichsſelle
Stuttgart übertragene Kundgebung war für. Ne
Teilnehmer ein großes Erlebnis. Beſonders!0
drucksvoll war es, als die Jungen aus den Ialt
deutſchen Gauen, der Weſtfale, der Schleswi9=9e
ſteiner, der Oſtpreuße, der Oberſchleſier und Pe
Bayer, ihre Urkunden verlaſen und ihre Gade.
dem Denkmal Friedrich Schillers niederlehte
Der Weſtfale hatte von der Ewigen Flamme.L
Schlageter=Denkmals in Kaiſerswerth einen. Le”
ken nach Marbach gebracht und dort das Soſſce.
wendfeuer entflammt. Kohle von der Sall."
Edelweiß von den Alpen brachten die Jungel.”
ein Mädel aus Oeſterreich überbrachte das Deultie
landlied. Mit dem Kampflied der HJ. ſchloß De
einzigartige und auf alle deutſchen Sender A.
tragene Kundgeburg der deutſchen Jugend. De.
Zeugnis ablegte von dem Geiſt Friedrich Shl
lers und Albert Leo Schlageters, der in De
Jugend lebendig iſt.
hustag, 23. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 171 — Seite 9
Kohle und Gold am Nordpol.
Mkeil Schähe unter Eispatzert. — Zuküanftige Bersverke im Eisneergebiek. — Erdäl unter ewigen Eis.
Ner und Kupfer in der Polarzone. — Die Kohlenfelder auf Anadyr. — Was will Byrd wirklich am Südpol?
Die Sachverſtändigen der amerikaniſchen
Wirt=
ſchaft blicken auf die Fortſchritte der großen
ameri=
kaniſchen Südpolar=Expedition des Polarforſchers
Byrd — nicht nur der Wiſſenſchaft zuliebe hat man
ſeine koſtſpielige Expedition ſo großzügig ausgerüſtet.
Und jetzt eben erſt kam aus Rußland eine Nachricht
von Entdeckungen der Hilfsexpeditionen für die
„Tſcheljuſkin”=Mannſchaft: Auf der Halbinſel Anadyr,
in den arktiſchen Gewäſſern, ſind rieſige
Kohlevor=
bmmen aufgefunden worden. Die Kohlenflöze auf
Anadyr ſollen ſich nach den Angaben
wiſſenſchaft=
licher Mitarbeiter der Rettungsexpedition ſo nahe
unter der Erdoberfläche befinden, daß der Abbau
teilweiſe im Tagebau ausgeführt werden kann.
Roh=
ſtoffe und Schätze die von der Weltwirtſchaft
be=
gehrt werden, ruhen unter ewigen Eispanzern —
wir kommen in das Jahrzehnt der großen Polar=
Ausbeutungen, der Gruben und Induſtriewerke
mitten im Gebiet der Eismeere.
Kohle in Polarzonen.
2er Wiſſenſchaft kommt es weniger überraſchend als der
biggeren Oeffentlichkeit, daß zum Beiſpiel Kohleſchätze in
an=
ſohnend rieſigen Mengen auf der Halbinſel Anadyr aufgefunden
wiim ſind. Es ſteht längſt feſt, daß Kohlenflöze von großer
VYir gkeit in allen arktiſchen und antarktiſchen Landgebieten
bipranden ſein müſſen, wie auch ſonſt überall auf dem Feſtland
inſ ſei gemäßigten und heißen Zonen Kohlevorkommen
be=
kelnt ſind.
So hat beiſpielsweiſe Stefanſſon Kohlenflöze auf allen
Eyhlnr nördlich vom weſtlichen Kanada gefunden, nur auf der
Biol ia=Inſel und auf der Meighen=Inſel gibt es keine Kohle.
Bſimitlich wird Steinkohle von beſonderer Qualität ſeit
eunſern Jahrzehnten in Spitzbergen abgebaut, alſo ungefähr
füſtwhendert engliſche Meilen nördlich von der Grenze des
Polar=
kuſei?. Die Kohlenminen von Spitzbergen verſorgen heute ſchon
einn erheblichen Teil von Skandinavien mit guter Steinkohle.
GTeichfalls nördlich vom Polarkreis, in Alaska, am Kap
Aißurne, wird ſchon ſeit 1885 eine Kohlenmine ausgebeutet die
jeſch entelang die Walfiſchfang=Flotten aller Walfang
betreiben=
diich Rationen verſorgt hat. Da aber der Walfang in jener
Gſe(nd eingeſtellt wurde, wird die Mine heute nicht mehr in
guöe em Umfange ausgebeutet. An der nördlichſten Küſte von
Mlekr, in der Niederlaſſung Wainwright fördern heute die
GiyeSorenen, die Alaska=Eskimos, in primitivem Tagebau
Hoe für ihren eigenen Bedarf und zum Verkauf an
Regie=
rumsſchulen und Miſſionare, ſowie an die Niederlaſſungen der
55” mnd Lebensmittelhändler. Mancher Eismeerdampfer hat
hitk hon ſeine Kohle getankt.
Teilnehmer von Polarexpeditionen, wie die Mitglieder der
Fddrungsexpedition von Stefanſſon, haben in ihren
Winter=
lalſgen im Liddon=Golf und bei Kap Graſſy ſelbſtgefundene
SAmohle und Braunkohle gebrannt! Ohne Zweifel wird es
dulr den Eispanzern des Feſtlandes und der Inſeln in der
Shs und Antarktis mächtige Kohlenflöze geben — ob aber
dimA.bbau gewinnbringend iſt, dürfte die ausſchlaggebende
Fütze ſein.
Erdöl mitten in der Arktis.
Vor kurzer Zeit lief eine wenig beachtete Mitteilung durch
bMTngespreſſe, daß die amerikaniſche Marine von einem
grö=
ßiſn Erdöl=Lager im arktiſchen Alaska für ihre eigene
Verſor=
gyu Beſitz ergriffen und die Ausbeute ſich geſichert habe! Dieſes
fünſt= Erdölgebiet der Marine der USA. befindet, ſich bei Kap
Simpſon, welches nächſt Kap Barrow die nördlichſte Landſpitze in
Alaska iſt.
Auch die Oelfelder der Imperial Oil Company von Kanada
mit ihren weithin ragenden Bohrtürmen am Mackenzie=Fluß, die
eine Millionenausbeute verſprechen, reichen von dem Erdölgebiet
ſüdlich vom Polarkreis bis weit über die Polarkreisgrenze in
arktiſches Gebiet hinein.
Sogar fünfhundert engliſche Meilen nördlich vom Polarkreis,
auf ungefähr der Höhe von Spitzbergen, nämlich auf der
Mel=
ville=Inſel, gibt es reiche Erdölvorkommen, die ohne Zweifel
eines Tages dazu führen werden, daß hier mitten im Eismeer
eine Oelſtadt entſtehen wird mit dem ganzen Betrieb der
amerika=
niſchen Erdölfelder ...
Kupfer und Eiſen ..."
Gerade in den letzten Jahren ſind Kupferfelder und Eiſenerze
in polaren Gebieten entdeckt worden, nachdem man jahrelang der
Anſicht geweſen iſt, daß in den arktiſchen Gebieten nicht auf
der=
artige Vorkommen zu rechnen ſei.
Eines Tages wird man ſo weit ſein, daß Kupferbergwerke
mitten im Eismeergürtel zwiſchen der Bäreninſel und der
Vik=
toria=Inſel entſtehen — es fragt ſich nur, welche Bewegungen bis
dahin die Kupfer=Preiſe machen werden, ſo daß die Frage klar
iſt, ob ſich eine Ausbeute arktiſcher Kupferminen lohnen wird oder
nicht. Da der Weltbedarf an Kupfer durch das Vordringen der
Elektrizität immer mehr ſteigt, ſcheint der Augenblick der
Eröff=
nung arktiſcher Kupferbergwerke durchaus nicht mehr in utopiſchen
Fernen zu liegen.
Außer Kupfer ſind in verſchiedenen Teilen der Arktis in den
letzten Jahren auch Eiſen= und Zinnvorkommen feſtgeſtellt
wor=
den — daneben aber iſt auch bereits Gold, Silber und Platin
ge=
funden worden. Nichts erſcheint für die Zukunft unmöglich,
ſchließ=
lich wird ja auf Grönland längſt das Mineral Cryſolith (
Eis=
ſtein) bergbaumäßig gewonnen und in Mengen nach den USA.
gebracht.
Die Polarſiedlungen der Zukunft.
Es läßt ſich unſchwer, ohne daß dabei die Rede ſein kann von
Utopien oder von fernen Wunſchträumen, vorausſagen, wie es
nach einigen Jahren mitten in den arktiſchen und antarktiſchen
Gebieten ausſehen wird. Auf vielen Inſeln und dort überall, wo
man das Land heute als „Feſtland” bezeichnet, werden
Sied=
lungen aus dem Boden wachſen, wird die Induſtrie mit ihrem
geſamten Troß an Menſchen und Gütern ihren Einzug halten.
Der Verkehr von Siedlung zu Siedlung wird ſich mit
Hunde=
ſchlitten, mit Renntier=Schlitten und mit Flugzeugen vollziehen.
Die Umgebung dieſer Minen= und Bergbauſiedlungen wird ſich
in wenigen Jahren vollkommen verändern. Wenn auch in dem
arktiſchen Klima keine Landſchaften der gemäßigten Zonen
her=
vorzuzaubern ſind, ſo wird doch das an Pflanzen= und Tierwelt,
was verfügbar iſt, in weitem Maße zur Beſſerung der polaren
Lebensbedingungen herangezogen werden.
„Umſteigen in Polarſtadt!”
Es iſt auch keine Utopie mehr, heute ſchon von Flughäfen und
Luftbahnhöfen in den polaren Zonen zu ſprechen. Der Luftweg
wird eines Tages Europa und Amerika ſowie Aſien und Europa
und Aſien und Amerika mitten über polare Gebiete hinweg
ver=
binden, Tauſende von Kilometern Luftweg werden abgekürzt, und
die Frage von Landeplätzen und zukünftigen Flughäfen wird
wahrſcheinlich ſchneller aufgeworfen und in die Tat umgeſetzt
werden, als heute mancher denken mag.
Einmal wird es ſoweit ſein, daß der Luftpaſſagier in Berlin
ſeinen Sitz in der Kabine einnimmt und irgendwo in der Arktis,
in einem allerdings im Augenblick noch utopiſchen in einigen
Jahren aber wirklich vorhandenen Luftbahnhof „Polarſtadt” um=
ſteigen wird, um Angehörige in einer der Polarſiedlungen zu
be=
ſuchen, anſtatt mit der „flugplanmäßigen Linie” nach. Amerika
oder Japan weiterzufliegen
H. H.
Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier, Freiburg 251.
Frankfurt: Samstag, 23. Jun
5.45: Choral, Zeit, Wetter. — 5.50 und 6.15: Gymnaſtik. —
6.40: Zeit, Meldungen. — 6. 50: Wetter. — 6.55: Stuttgart:
Frühkonzerr (Schallpl.). — 8.15: Waſſerſtand, Wetter. — 8.20:
Stuttgart: Gymnaſtik. — 9.30: Nur Trier: Werbekonzert.
1000: Nachr. — 10.10: Schulfunk: Aus Richard Wagners
„Der fliegende Holländer”, — 11.00: Werbekonzert. — 11.40:
Meldungen. — 11.50: Sozialdienſt.
12.00: Stuttgart: Funkorcheſter. Ltg.: Guſtav Görlich. — 13.00:
Zeit, Nachr., Saardienſt. — 13.10: Nachr. — 13.20: Stuttgart:
Schallplatten: Leicht und flott. — Dazw. (13.50): Zeit, Nachr.
14.30; Fröhliches Wochenend. — 15.10: Stuttgart: Lernt morſen.
15.30: Wetter. — 15.45: Quer durch die Wirtſchaft.
16 00: Berlin: Nachmittagskonzert d. Berliner Orcheſter=
Gemein=
haft. — Zwiſchenſpiel: Schauſpieler der jungen Generation. —
13.00: Stimme der Grenze. — 18.20: Wochenſchau. — 18.35:
Stegreifſendung. — 18.50: Zeit, Wetter.
19.00‟ Hamburg: Die Funk=Tanzkapelle. — 20.00: Zeit, Nachr.
20 05: Saarländiſche Umſchau. — 20.15: Worms: Großer luſtiger
Abend. — 22.20: Zeit, Nachr. — 22.30: Vom
Deutſchland=
ſender: Hörbericht vom Deutſchlandfläg 1934. — 22.45: Nachr.,
Wetter, Sport. — 23 00: Köln; Fröhliche Tanzunterhaltung. —
24.00; Stuttgart: Nachtmuſik.
Deutſchlandſender
Welle 1571
Deutſchlandſender: Sonnabend, 23. Junf
5.45: Hamburg: Wetter. — 5.50: Nachr. — 6.00: Berlin:
Gym=
naſtik. — 6.15: Tagesſpruch. — 6.20: Kömgsberg: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): Nachr. — 8.00: Sperrzeit. — 8.45:
Leibesübung für die Frau. — 9.40: Sport. — 10.00: Nachr.
1145: Der deutſche Gedanke: H. Scheidt: Weg ins Proletariat.
12.00: Stuttgart: Funkorcheſter. Ltg.: Görlich. — 12.55:
Zeit=
zeichen — 13.00: Wetter. — Anſchl.: Wochenendunterhaltung
aut Schallpl. — Anſchl.: Wetter. — 13.45: Nachr. und
Kurz=
nachrichten vom Deutſchlandflug. — 14.00: Sperrzeit. — 14.45:
Glückwünſche. — 15.00: Wekter, Börſe. — 15.15:
Kinderbaſtel=
ſtunde: Wir ſpelen im Sande. — 15.45: K. E. Weiß:
Wirt=
ſchaftswochenſchau.
16.00: Nachmittagskonzert aus Heringsdorf. — 17.30: G. Schäfer:
Sportwochenſchau — 17.50: Zeitfunk. — 18.00:
Schallplatten=
brettl. — 18.35: Arbeitskamerad, Du biſt gememt! — 18.50:
Der deutſche Rundfunk bringt.
19.00: Im Wald, wo’s Echo ſchallt. Geblaſenes, Getwommeltes
und Geflötetes. — 19.55: Glockengeläute. — 20.00: Kernſpruch.
Anſchl.: Wetter und Kurznachr. — 20.10: In Werder ſteht eim
Kirſchenbaum. Hörbilderſpiel aus dem Havelgau. — 22.00:
Am Ziel n. beendigr. Nordeutſchlandtahrt. — 22.4:
berichk. — 23.00: Köm: Fröhliche Tanzunterhaltung.
Welterbericht.
Nachdem der Sturmwirbel ſehr ſchnell von England nach
Dänemark gewandert iſt, verurſacht die Kaltluft, die an der
Rück=
ſeite dieſer Störung abwärts fließt, Barometeranſtieg und
be=
wirkte bereits ſtärkere Aufheiterung. Da aber bei ungehinderter
Einſtrahlung das Feſtland in kurzer Zeit verhältnismäßig ſtärker
erwärmt, wird bei dem Zuſammentreffen verſchieden
temperier=
ter Luftmaſſen wieder Neigung zu gewittrigen Störungen mit
ſchauerartigen Niederſchlägen aufkommen.
Ausſichten für Samstag, den 23. Juni: Teils heiter, teils wolkig.
tagsüber wärmer, nachts kühler, vorübergehend
gewitter=
drohende Bewölkung.
Ausſichten für Sonntag, den 24. Juni: Bei heiterem Himmel
tagsüber recht warm, nachts friſch, vereinzelte
Gewitter=
ſtörungen.
E
Roman von Wolfheinrich v. d. Mülbe
Pkötzlich trat er einen Schritt zurück und horchte. War das
mit der Schrei einer Frauenſtimme geweſen?
Mit ſchnellen Bewegungen, die eigentümlich ſicher und laui=
IIBwaren, ſchloß er das Fenſter und ging an die Tür zum
Rleuzzimmer. Er rückte leiſe den leichten Schrank weg, der
diwr ſtand, und ſchob die Draperie beiſeite. Das Schlükſſelloch
mi dunkel; er legte das Ohr an die Türſpalte und lauſchte
wüſtrengt auf die Geräuſche, die aus dem Zimmer der jungen
Tue herüberdrangen. Jetzt war es ein haſtiges, in gedämpftem
B) geführtes Geſpräch, deſſen Worte unverſtändlich blieben,
abe er unterſchied deutlich die rohe Stimme eines Mannes
u.dazwiſchen angſterfüllte, vor Schluchzen zitternde
Antwor=
tiſteimer Frau. Ein lautes Fluchen der tiefen Stimme, und
mülſchien ſich ein Kampf zu entſpinnen. Schnelle Tritte auf
dAEeppich, ein Möbel wurde angeſtoßen, etwas rollte auf den
Bben, ein Stuhl ſtürzte um. Dann ein ſchwerer Fall. Wim=
Nu, erſtickte Schreie, als ob der Rufenden der Mund
zu=
gHllen würde.
In nächſten Augenblick hatte der Lauſcher den Widerſtand
dn2ür überwunden und ſtand im Nebenzimmer.
H”er bot ſich ihm ein aufregender Anblick ..."
Zweites Kapitel.
Die ſchöne Nachbarin.
2er Raum war nur ſchwach von einer kleinen Tiſchlampe
eilchtet, die weiter hinten im Zimmer ſtand. Dicht vor dem
Ecen lag, auf dem dunklen Teppich hingeſtreckt, eine Frauen=
AAlt. Der Mann im Covercoatmantel, mit dem Larmi im
Allug heraufgefahren war, ſtand tief über ſie gebeugt da. Als
Amiufgehende Tür an einen Koffer ſtieß, fuhr der Mann hoch,
Dut ſeinen Hut in die Stirn, war mit einem Sprung an
2MTär zum Korridor und ſchlüpfte hinaus.
1Larmis Blicke überflogen das Zimmer und kehrten dann zu
2Mrau zurück, die mit dem Geſicht auf den Armen regungs=
IIAhallag. Er trat auf ſie zu.
Was war hier geſchehen? Kam er zu ſpät?
Er kniete neben ihr nieder und lauſchte. Sie lebte. Er konnte
9blich hören, wie ſie leiſe ſchluchzte.
Behutſam nahm Larmi die Frau auf die Arme und trug
Auf, die Chaiſelongue. Sie hielt die Hände vor dem Geſicht
Awühlte in einer Art Weinkrampf in den ſeidenen Kiſſen.
Alag jetzt im Lichtkreis der kleinen Lampe. Die tizianroten
en ihres Bubikopfes ringelten ſich flimmernd über ihre
Bde; die runden Arme, die das ärmelloſe Kleid aus grüner
SLt bis zu den Schultern freiließ, hatten die eigentümlich
IIe Haut, die man meiſt bei rothaarigen Frauen findet. Ihr
Stuchzen war freier geworden und durchzitterte ſtoßweiſe den
an en Körper. An dem bloßen Hals bemerkte Larmi ein
1R wunkelrote Flecke, wie von würgenden Fingern.
(Nachdruck verboten)
Eine Weile ließ er ſie weinen, dann ſtrich er ihr leiſe über
das Haar und ſagte mit weicher, einſchmeichelnder Stimme:
„Beruhigen Sie ſich. Der Mann iſt weg. Ich bin Ihr
Nach=
bar, Graf Larmi. Jetzt, wo ich bei Ihnen bin, kann Ihnen nichts
mehr geſchehen.”
Sie nickte ſtumm unter ihrem Schluchzen. Larmi ſchwieg
einen Augenblick, dann fragte er:
Wünſchen Sie, daß ich die Polizei benachrichtige?”
Sie ſtreckte abwehrend die Hand aus, ſchüttelte den Kopf,
blieb aber ſonſt in ihrer Stellung. Larmi verzog die
Mund=
winkel zu einem unmerklichen Lächeln.
„Meinen Sie nicht, daß es doch beſſer wäre? Ich halte es
eigentlich für meine Pflicht.”
Jetzt verſuchte ſie ihrer Tränen Herr zu werden.
„Nein, ja nicht — er erſchlägt mich ſonſt!“
„Wenn er verhaftet iſt?”
„Er läßt ſich nicht verhaften. Nein — nicht die Polizei!”
Der Graf nickte, als ob er das erwartet habe, und wollie
eben antworten, als ſie ſich jäh auf beiden Händen aufrichtete,
die Locken zurückſchüttelte und geradeaus ſtarrte, als ſammele
ſie krampfhaft ihre Gedanken. Im nächſten Augenblick ſchnellte
ſie vom Diwan, packte den Grafen bei den Schultern und rief:
„Um Gotteswillen, retten Sie meinen Freund!”
Ob Larmi nun mißverſtand oder mißverſtehen wollte, er
fragte mit einem bezeichnenden Blick nach der Tür:
„Den da?‟
„Nein”, rief ſie haſtig, „nicht den! Das war doch . . . Nein
Herrn.
Sie brach ab; ſank auf die Chaiſelongue zurück und ſtrich
ſich verwirrt über das runde, weiße Geſicht mit dem etwas zu
vollen Mund und dem pikanten Stumpfnäschen. Ihre
grün=
grauen Augen hatten einen verſchleierten Blick. Larmi konnte
förmlich ſehen, wie die Gedanken hinter ihrer Stirn arbeiteten.
„Können Sie ſich mir nicht anvertrauen?” fragte er leiſe.
Sie ſtand auf, preßte die Hände an die Schläfen und
flüſterte: „Was ſoll ich nur tun? Was ſoll ich nur tun?”
Larmi fand, daß es Zeit ſei, ihrem Zögern ein Ende zu
machen.
„Hören Sie, gnädiges Fräulein”, ſagte er in ruhigem
be=
ſtimmtem Ton, „wenn es ſich wirklich um die Rettung eines
Menſchenlebens handelt und noch dazu um das eines Freundes,
iſt nur zweierlei möglich. Entweder Sie vertrauen ſich mir an,
oder wir müſſen die Polizei über den Kerl, der eben hier war,
verſtändigen und ſo das Unglück abzuwenden ſuchen, das Sie
befürchten. Tatenlos abwarten dürfen wir auf keinen Fall, das
wäre eine Verletzung der einfachſten Menſchenpflicht.”
Der fragende Blick, den ſie zu ihm aufſchlug, begegnete
feinen Augen, die ernſt und ermahnend auf ihr ruhten.
„Jede Minute kann koſtbar ſein”, meinte der Graf.
„Ja”, ſtieß ſie hervor. „Ja . . ." Sie ſchien ſich zu
über=
winden. „Der Mann eben” — ihre Faſſung drohte ſie wieder
zu verlaſſen, aber ſie bezwang ſich —, „der Mann iſt ein
Er=
preſſer. Ich — ja, wo ſoll ich nur anfangen? Herr Graf, Sie
ſind ein Kavalier, ich vertraue auf Sie als Ehrenmann!”
Larmi verbeugte ſich ernſt und ſchweigend. Sie ſtreckte ihm
ihre kleine weiche Hand hin, die er galant an die Lippen führte.
„Ich bin”, fuhr ſie fort, „. .. Sie wiſſen ja nicht einmal,
wer ich bin?”
Doch” unterbrach er ſie mit einem leiſen Lachen. „Nun
ich Sie geſehen habe, weiß ich das ſehr gut. Sie ſind die
Tän=
zerin Thea v. Olten, ſeit ein paar Tagen aus Rom zurück und
wieder der Star des „Paradiesvogels”. Wer ſollte die ſchönſte
und intereſſanteſte Künſtlerin Berlins nicht kennen?”
„Nun ja” lächelte ſie halb geſchmeichelt, halb verwundert
und fuhr entſchloſſen fort: „Ich habe alſo .. ."
„Einen Freund”, ergänzte der Graf.
„Einen väterlichen Freund, einen Gönner”, verbeſſerte ſie,
Kommerzienrat Krauſe. Er iſt ſehr reich.”
Larmi nickte zuſtimmend.
„Der andere”, ſagte ſie zögernd, „zwingt mich, Sie haben
geſehen, mit wie brutalen Mitteln, mir Geld, ſehr viel Geld
geben zu laſſen — — für ihn.”
„Kaufleute ſind doch ſonſt mit größeren Summen vorſichtig”,
bemerkte der Graf. „Unter welchem Vorwand?”
„Ich muß mir Schmuck ſchenken laſſen. Aber nicht wahr,
Herr Graf, Ihr Ehrenwort .?"
„Selbſtverſtändlich”, wehrte Larmi kurz ab. „Ich bin im
Bilde. Der andere beſorgt Ihnen Schmuck, den Sie ſich von
Ihrem Freund ſchenken laſſen und für den Sie das Geld wieder
ihm, dem andern, abliefern müſſen.”
Thea machte ein erſtauntes Geſicht. „Ja ...", gab ſie
zögernd zu.
Larmi ſchien ungeduldig zu werden.
„Was fürchten Sie für Ihren Freund? Was wollte der
Mann vorhin hier?” fragte er. Seine Augen hatten einen
dunk=
len ſtechenden Blick bekommen.
„Geld natürlich”, beeilte ſich Thea zu antworten. „Er ha:
mir geſtern einen Schmuck gebracht, der Kommerzienrat war
einverſtanden. Karl . . . alſo der andere . . ." — ſie machte
eine verlegene Kopfbewegung — „wollte nicht glauben, daß das
Geld noch nicht da ſei. Mein Freund bringt es aber nachher,
wenn er mich zum Kabarett abholt.”
„Sie haben den Schmuck hier. Wollen Sie ihn mir zeigen?”
Die Tänzerin trat unentſchloſſen zurück.
„Ich kann Ihnen auch ſo ſagen, daß er falſch iſt”, ſagte der
Graf trocken.
„Gott — ich verſtehe mich ſo wenig auf Edelſteine”, war die
verwirrte Antwort.
„Der Streit entſtand alſo aus Mißtrauen?” kam der Graf
auf ſeine Frage zurück.
„Ja, Karl will mir nie glauben; vor allem nicht, daß ich
ihm immer alles abliefere. Aber ſo wie heute war er noch nie.
Es hat ſich freilich auch noch nie um eine ſo große Summe
ge=
handelt. Ich konnte ihm doch nichts geben, ich hatte ja noch
nichts. Nun iſt er ſelbſt hingegangen; er wolle es ſich holen,
ſagte er. Ich traue ihm alles zu. Er wird dem Kommerzienrar
aufpaſſen, wenn er aus dem Hauſe kommt, und ihn überfallen.”
fortſetzung folgt.)
Sport, Spiel und Jurnen
Darmſtädker Skaffelabend
im Hocwaradlon.
Ziolte hennen der Leichtathleten.
* Waren zu Beginn des Staffelabends mit Rückſicht auf die
übrigen Veranſtaltungen verhältnismäßig wenig Zuſchauer
vor=
handen, ſo füllten ſich doch allmählich die Ränge mit einem
ſport=
freudigen Publikum, das die einzelnen Rennen. mit lebhaftem
Intereſſe verfolgte. Der vorgeſehene Aufmarſch aller Teilnehmer
mußte ausfallen, da infolge beruflicher Verhinderung mehrere
Läufer noch nicht erſchienen waren. Pünktlich um 7 Uhr ſchickte
Kreisſportwart Heinz Lindner die Kleinſten auf die Reiſe zum
10mal 100=Meter=Lauf der Schüler.
Es traten an: SV. 98, Merck, TSG. 46. letztere außer
Konkur=
renz, da ein jugendlicher Läufer eingeſtellt werden mußte. Es
führt zunächſt die TSG. 46 vor SV. 98 und Merck. Nach dem 5.
Wechſel ſetzen ſich die Lilienträger an die Spitze vor TSG.,
wäh=
rend Merck ungefähr 100 Meter zurück folgte. In dieſer
Reihen=
folge laufen die Knirpſe ihr Rennen zu Ende. Sieger: 1. SV. 98
in 2:28,4 Min. 2. TSG. 46 in 2:32 Min. 3. Merck in 2:49,4 Min.
Zur Olympiſchen Staffel
ſtarteten SV. 98 mit 2 Mannſchaften, TSG. 46. ASC., Merck und
Polizei. Nach einem pannenden Rennen ſiegte TSG. 46 in 3:48,4
Min. vor SV. 98 1. in 3:48,6 Min., Merck 3:57,9 Min., SV. 98 2.
ASC. 1, Polizei, ASC. 2.
Bei der 10mal 100=Meter=Staffel für Alte Herren
wurden den Zuſchauern reſpektable Leiſtungen geboten. Die
bei=
den Mannſchaften SV. 98 und TSG. 46 lieferten ſich ein
erbit=
tertes Gefecht, das die erſteren in 2:07,8 Min. vor TSG. in 2:09,3
Min. als Sieger ſah.
Bei der 10mal 100=Meter=Frauen=Staffel
glaubte man anfangs an einen Sieg der Polizeidamen, aber die
Turnerinnen vom Woogsplatz rannen ihre Konkurrentinnen
im Schlußgalopp noch nieder Sie benötigten 2:20,2 Min. vor
Polizei mit 2:23,1 Min., SV. 98 2:30 Min. und Jahn 75 in
2:45 Minuten.
Zur 4mal 200=Meter=Jugendſtaffel
traten an: SV. 98 mit 3 Mannſchaften, TSG. 46 und Polizei.
Nach anfänglicher Führung der Grünen fallen dieſe immer mehr
zurück, ſo daß SV. 98 1. in 1:42,1 Min. vor TSG. in 1:43 Min.,
SV. 98 2. und 3. noch vor ihnen das Zielband durchreißen kann.
Ein feines Rennen lieferten ſich die
Aktiven über 3mal 1000 Meter.
Vom Start weg ging Polizei in Front, doch bald ſchiebt ſich SV.
98 vor während gleichzeitig Merck 2. aufgibt. Nach dem erſten
Wechſel führen die beiden 98er mit beträchtlichem Vorſprung vor
Merck 1., Polizei, während TSG. als Letzter folgt. Vor dem
drit=
ten Wechſel kann Merck den 2. Platz erobern, doch wird Menger
als Schlußmann von dem prächtig laufenden Leiß=SV. 98 wieder
überholt. Zeit des Siegers SV. 98 1. in 8:24,5 Min., vor SV.
98 2. in 8:35 Min., Polizei 9:12,6 Min., Merck und TSG. 46.
An der 4mal 800=Meter=Jugendſtaffel
beteiligen ſich TSG. 46 und SV. 98, der alsbald in Front geht
und ſich den Sieg nicht nehmen läßt. 1. S V. 98 1. in 9:09Min.
vor 2. in 9:38 Min. und TSG. 46.
Den Abſchluß bildete
die Schwedenſtaffel
Nach dem Startſchuß übernahm SV. 98 vorübergehend die
An=
führung des Feldes vor TSG. 46, ASC., Polizei, ASC. 2., SV.
2. und Merck 1. und 2., doch nach dem erſten Wechſel eroberten
ſich die 46er die Spitze und behielten dieſe bis ins Ziel, das ſie in
2:07 Min erreichten vor ASC. 1. in 2:09 Min., SV. 1. 2:10 Min.,
Polizei, ASC. 2., SV. 2.. Merck 1. und 2.
Das Programm wurde flott und reibungslos, wie immer,
durch Kreisſportwart H. Lindner abgewickelt. Seine Starts
klapp=
ten nach „Miller”=Art vorzüglich, bis auf den Lauf der Damen,
die wiederholt ausbrachen.
Doppelveranſtaltung des Turnerbundes Jahn 1875.
Handball: Jahn 1875 — TV. Worfelden.
Fußball: Jahn 1875 — Chattia Wolfskehlen.
Auf das erſte Spiel der 75er Handballer nach langer Pauſe
ſei nochmals hingewieſen. Der Gegner der 75er, der
Bezirks=
klaſſenvertreter Worfelden, wird ihnen für das erſte Mal das
Leben ſchwer machen und ſie werden ſich ſehr anſtrengen müſſen,
um ehrenvoll zu beſtehen. Das Spiel findet nachm. 3.15 Uhr ſtatt.
Das der 2. Mannſchaften fällt aus.
Zum Rückſpiel empfangen die 75er Fußballer den 2.
Kreis=
klaſſenmeiſter Wolfskehlen. Die Leute um den bekannten Bobbi
Fuchs ſind in guter Verfaſſung und die 75er müſſen ſich ſchon
mäch=
tig anſtrengen, wenn ſie zum Erfolg kommen wollen. Das Spiel
findet nachm. um 5.30 Uhr ſtatt. Vorher, um 4.15 Uhr, 2. Mannſch.
Sämtliche Spiele finden am Ziegelbuſch (Kranichſteinerſtraße)
ſtatt. Ein Beſuch der Veranſtaltungen wird ſich lohnen.
unssalilmsoulk
vom 17-24. Jml934
der „Tag der Schulen”
hatte geſtern abend am Woog nach dem Eröffnungstag den beſten
Beſuch aufzuweiſen. Das ganze Weſtufer und ein Teil im Süden
waren dicht umſtellt und beſetzt in mehrfachen Reihen. Von dem
Empfang der ungariſchen Hitlerjugend kommend, hatte ſich die
Schuljugend faſt geſchloſſen auf den Marſch gemacht und umſäumte
nit Eltern und Freunden die Hundertmeterbahn.
Nach dem Aufmarſch der Schüler und Schülerinnen.
die von den einzelnen Schulen als ihre Vertretung benannt
wor=
den waren und mit ihren Lehrern und Lehrerinnen zum
deut=
ſchen Gruß vor der Tribüne antraten, begannen auf der Inſel die
Erſtlingsübungen der kleinſten Knaben und Mädchen.
Die vorgeſehene Anſprache von Miniſterialrat
Ringshau=
ſen fiel dem plötzlich ausſetzenden Lautſprecher zum Opfer, und
ſo eröffneten die Mädchen die Schwimmvorführungen mit
einem Maſſenſpringen
vom 1= und 3=Meter=Brett.
Es wurden alle möglichen einfachen Sprünge gezeigt, wie ſie
von Anfängern und Fortgeſchrittenen erlernt wurden. Auch einige
Sprünge vom 10=Meter=Turm folgten, allerdings waren die
ge=
wünſchten Kopfſprünge vom 10=Meter=Turm für die Mädchen
wohl etwas zu ſchwer.
Anſchließend zeigten die Schüler die gleichen Sprünge und
auch hier hatten die Zuſchauer ihre Freude an der oft
unfreiwil=
ligen Komik. mit der die kleinen Knirpſe ins Waſſer hopſten,
pur=
zelten, ſprangen und rutſchten, daß es im Sprungbecken nur ſo
quirlte. Die Vorgeſchrittenen glänzten mit Fuß=, Kopf= und
Hecht=
prüngen von den verſchiedenen Etagen des Sprungturmes.
Anſchließend abſolvierten Schüler und Schülerinnen eine
Staffel. Sie wurde durchgefuhrt als Querſtaffel im 100=Meter=
Becken, zu der ſich von jeder Schule fünf Teilnehmer einfanden.
Bruſt, Rücken und Kraul wurden abgelöſt von einer Bahn Bruſt
und Rücken, die in Kleidern bzw. Hoſe und Bluſe geſchwommen
wurden, und lebhaften Anteil der Zuſchauer fanden.
Das gemeinſame Abſchwimmen über die 100=Meter=Bahn
be=
ſchloß das Programm des Freitags, das bewies, daß in den
heſſi=
ſchen Schulen das Schwimmen auf dem Marſch iſt.
Heuke: Tag der Landespolizei.
Anfang 16 Uhr, Ende 18 Uhr. Anſprache des
Landespoli=
zeiführers Streckentauchen mit Anzeigerblaſen. Ankunft
einer marſch. Hundertſchaft und Ueberſchwimmen vom Weſtufer
nach der Inſel. 100 Meter=Kleiderſchwimmen (Drillanzug mit
Lederzeug). Auskleiden im Waſſer. Bau einer Schnellbrücke von
der Brücke zum Weſtufer. Richtiges und falſches Werfen von
Ret=
tungsringen. Verwendung von Rettungsringen. Uebungen mit
Pontons. Turmſpringen in Uniform.
Uebungen der DLRG., ausgeführt durch die Landespolizei.
Vorführung von: Befreiungsgriffen, Rettungsgriffen,
Trans=
vortgriffen, Wiederbelebungsverſuchen. Inhabad=Geräten, des
Sauerſtoff=Gerätes, eines Pull=Motors und des Drägerſchen
Tauchapparates, der Rettung von Ertrinkenden, Lebensrettung
von Booten aus. Anſchwimmen ſämtlicher Teilnehmer.
National=
hymne und Horſt=Weſſel=Lied.
An die Schwimmſpork kreibenden Vereine!
Beim Staffelkampf am Sonntag nachmittag
3 Uhr iſt die Teilnahme für Jugend und
Wettkampf=
mannſchaften der Schwimmſport treibenden Vereine
Pflicht. Es werden die gleichen Rennen durchgeführt, wie bei
der Suche nach dem „unbekannten Schwimmer”. Antreten 14.30
Uhr am Woog.
Die Teilnehmer für die heutige Fahrt nach Offenbach
treffen ſich um 15.30 Uhr an der Apotheke am neuen
Gerichts=
gebäude (Brücke).
Die Ausſchreibung für die Suche nach dem
unbekaunken Schwimmer,
die wir in unſerer geſtrigen Nummer zum Abdruck brachten,
brin=
gen wir nochmals in Erinnerung. Die Meldefriſt iſt
ver=
längert und die letzten Meldungen müſſen ſpäteſtens eine
halbe Stunde vor dem Beginn, alſo 14.30 Uhr, bei Studienaſſeſſor
K. W. Leyerzapf am Start abgegeben ſein.
Deutſche Jugend beteilige dich am Tag des unbekannten
Schwimmers! Heraus zum edlen Wettkampf!
T5G. 46 Darmſtadt.
Die Uebungsſtunden der Volksturnabteilung finden künftig
Mittwochs und Freitags von 19 bis 20,30 Uhr auf der
Woogswieſe ſtatt.
Fußball
Heute abend /27 Uhr auf der Rennbahn:
FC. Union Darmſtadt — SV. Viktoria 12 Frankfurt=Eckenheim.,
Wir weiſen nochmals auf das heute abend ſtattfindendo
Freundſchaftstreffen dieſer Vereine hin. Da ſich die Gäſte zum
erſtenmal in Darmſtadts Mauern zeigen, dürfte ſich ein gutes
Beſuch lohnen. — Vor dem Haupttreffen werden ſich die kleinſte
Fußballer — 1. Schüler Union — SV. 98 — in einem Freundd
ſchaftsſpiel gegenüberſtehen.
Einer Einladung Folge leiſtend, begibt ſich die erſte Elf ar
Sonntag nach Ueberau zur jungen, ſtrebſamen SVgg. Ueberon
Die Union=Elf wird bemüht ſein, den dortigen Anhängern a=ü
techniſches Spiel vorzuführen.
Die Union=Reſerve trägt in Zwingenberg ein Werbeſpiee
gegen den Turnverein aus.
Jugend — Jugend. 1. Schüler — 1. Schüler TSG. 46 (Renm y.
bahn), 1.30 Uhr. 2. Schüler — 2. Schüler TSG. 46 (Rennbahnl:
2,30 Uhr.
fener d
gondtuns im Aue
1. FC. Langen — T5G. 46 Darmſtadt.
Die Fußballelf der 46er iſt für den Sonntag nach Langeru „kſitzm. Auch die
verpflichtet, um dort gegen den 1. FC., der ja bekanntlich jahren 3u00
lang der erſten und heute der Bezirksklaſſe angehört, ein Freundc spuumd
kkonten getel
ſchaftsſpiel auszutragen. Obwohl die 46er immer noch auf zwes w. geiamte Kursl
Leute verzichten müſſen, iſt die Beſetzung ihrer Mannſchaft deny nteat, Dieſe ſielen
noch ſtark genug, um auch dem gefürchteten Gaſtgeber ein ehreny „iten ſowie den 9.
volles Reſultat abzuringen. Aller Vorausſicht nach wird dieſi i Führung hatten
für
Begegnung eine intereſſante Sache
Langen fahren, um dort in dem Vereinslokal die Uebertragung g Oeſſuer 5os M
des Endſpiels in Berlin abzuhören. Treffpunkt am Haupti eimah nicht einmat
bahnhof 2. 45 Uhr!
Sb2. ebuut gegenüberſtand,
mn iiſch um 8 Prchent
efrr Gruppe und di
FV. Germania Eberſtadk.
rüchſichtigt wurde.
Germanias Mannſchaften unterziehen ſich morgen einers „ußen buchen, die er
Zwangspauſe. Sie beteiligen ſich geſchloſſen am Feſtzug des gron
ßen Sängerfeſtes. Die Kunſtfahr=Mannſchaft der Vorſtädter wirku ctieh, Reichlebe
aktiv am Feſte mit durch Reigen, Kunſtfahren und Radballſpielen ihlalerndem Ile.
„gentransferierung
SVgg. Arheilgen 04 A.H. — SC. Hota.
Urung machen, daß
jeigenen Papiere zu
Anläßlich des 30jährigen Jubiläums haben die
chen ſtatt. — Die Mitglieder der Hota und deren Freunde treffenu uizen umgeſetzt wun
ſich zu gemeinſamer Abfahrt um 4 Uhr bei Fr. Rummel, Grafen=) mm waren es diel
ſtraße 37. Mit der Straßenbahn um 4,45 Uhr (Linie 8) ab Adolf=) him Dividende ein
Hitlerplatz. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. — Zu dema ochrteſten waren.
Feſt=Kommers, welcher auf 30. 6. 34 verlegt wurde, ergeht Extras” zuraſchend vom Bi
Einladung.
ans=Stag, der für d
Handball.
enzen ſoll, trat —
Heute abend: TSG. 46 — Herrnsheim (an der Rheinallee).
u dem erhöhten
mnn in erſter Linit
Heute abend um 18,30 Uhr findet das Rückſpiel obiger Vekal eus betroffen wurd
eine ſtatt. Nimmt Herrnsheim Revanche an der
Vorſpielnieder=
durchaus ver
lage, das iſt die Frage, die erſt mit dem Schlußpfiff entſchieden” zuſſcht, da das zu f
wird. Wir glauben nicht, daß unſer dritter Gauligavertreter auf” mrs gebremſt wur
eigenem Platz ſich ſchlagen läßt, hat doch die Mannſchaft auf eige ninn den Anfang d
nem Platze immer gute Spiele geliefert. Die 46er tun gut daran, huermäßigt worder
an ihrer Spieltaktik unbedingt feſtzuhalten. — Ein Beſuch dürſte? Die Rentenmär
ſich beſtimmt lohnen.
n/ Konverſionsmaß
Die Reſerve und dritte Mannſchaft ſpielt morgen in Niedert
Modau und fährt um 12.45 Uhr per Rad am Tierbrunnen ab.
Tgeſ. Ober=Ramſtadt — TV. Nieder=Ramſtadt.
Die erſten Mannſchaften beider Vereine treffen ſich beute,
Samstag abend, zu einem Freundſchaftsſpiel in Ober=Ramſtadt.
Die Nieder=Ramſtädter, welche bei den letzten Verbandsſpielen als
Gruppenſieger der erſten Kreisklaſſe hervorgingen, werden die
Grün=Weißen vor eine ſchwere Aufgabe ſtellen. Jedenfalls iſt ein
intereſſantes Spiel zu erwarten, und eine Vorausſage ſehr ſchwek.
eithsfinanzminiſter
Unrakt gegeben ha
etlizu eine Handhal
Termin für die
ſiuen erwies ſich die
Tändings durch nicht
W weitgehende Zur
Mnalerweiſe heraus
zunem Teil Unter
elenmandbriefen ſtä
Die Ausſichten ſind für beide Mannſchaften gleich. Das Spiel ſinev hen waren aber
det auf dem Platze des Sportklub Ober=Ramſtadt am Schorsber 1 eweren in ſolche
ſtatt. Spielbeginn 6 Uhr.
in anbetracht
Volksturnen. Bei dem am Sonntag, den 17. Juni 1934,1 I50 iſt. Nicht
abgehaltenen 81. Feldberg=Turnfeſt wurde die Tgeſ. Ober=Ramey Tocen haben,
ſtadt von den Turnern Georg Göriſch und Peter Fiſcher würdia ! Mögen Reichsanle
vertreten. Beide kehrten, mit dem Eichenkranz geſchmückt, als 4 5drgehend etwas
Sieger heim und bewieſen auch damit die Leiſtungsfähigkeit ihres 2 —um lehten Tage
m Amfange gekauft
Vereins. Sieg=Heil!
mwte. Altbeſitz
ch tiand, ohne die
Die Sommerſpielſperre
Machfrage für
genden Woche meiſt
im Handball= und Rugbyſport wurde gleich dem Fuß=M2n, Mehryre
ball auch für die Zeit vom 2. Juli bis 15. Auguſt feſtgeſetzt. m Yollar auf M
Man erwartet von der unbedingten Einhaltung der Sperre eine ? xue Glattſtellt
größere Spielfreudigkeit nach Wiederbeginn der Saiſon. Ausge= 0. Mif auf den anf
timmen konnten St
nommen ſind in beiden Sportarten nur die in dieſer Zeit zum 9 reichen, nachdem das
Austrag kommenden Kampfſpiel=Wettbewerbe.
mti in dem bekanntenl
W auf Auszahlung
Aiſtrieobligationen
Jugendſporkabzeichen.
6 2ihe Sonderbe
Ri iſt, obwohl me
Wir machen darauf aufmerkſam, daß heute nachmittag halb ?
4 Uhr auf dem Sportplatz des SV. 98 am Böllenfalltor die leichte 0 — meſt geltender
athletiſchen Prüfungen zum Reichsjugendſportabzeichen
den. Prüfungshefte ſind mitzubringen.
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Die Auto-Listen enthalten genaue Anschrift der Kraftfahrzeugbesitzer und
Fahrzeugbeschreibung. Sie erscheinen alle 14 Tage und sind unentbehrllch.
da sie laufend neuestes Adressenmaterial bieten.
Bezugspreis:
1. BeiBezng aller Meldungen sämtlicher 18 Krelse für 12 Monste:
zum monatllchen Pauschalpreis von RM. 15.—,
2. Bei Bezug der Meldungen nur für einzeine Kreise und Städte,
gleich ob für einen oder mehrere Monate, zu Staffelpreisen, die wir Ne
uns zu erfragen bitten.
L. C. WITTICH VERLAG •DARMSTADT
Opel=
Lieferwagen,
1½ Ton., 10/40.
mit Plan, 5fach
bereift u. 2
Er=
ſatzreif. etc., bill.
zu verkfn. Gebe
jede. Garantie.
Hch.=Fuhrſtr. 70.
Bulldog
oder Traktor
mit Anhänger,
gebraucht, zu
kaufen geſ. Ang.
unt. B 140 Gſch.
FichtelgSachs
Kleinkraftrad
RM. 120.—.
Zahlungs=
erleichterungen.
Donges & Wieſt,
Ecke Grafen= u.
Eliſabethenſtr. (*
Zündapp
300 ccm, in gut.
Zuſt. RM. 200.
Grafenſtr. 45. (b
Victoria=
Motorrad, 350
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dell), mit Licht
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Sams=
tag nachm. 4½
bis 7 Uhr und
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gerſtraße 28.
4/16 Limouſine
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B. 126 Geſchft.
DK.W.=
Motorrad (300
ccm) für 220 ℳ
zu verk.
Schu=
chardſtr. 11, I.
hellgrauer
Wellenſittich
entflogen.
Kull=
mann,
Roquette=
weg 8. (IV6876
Schreinerarbeit
gegen neues
Fahrrad zu ver=
geben. Benz,
Grafenſtr. 20. (e
Zwangsverſteigerung.
Termin: Freitag, den 13. Juli 1934, nachwie.
tags ½4 Uhr, auf dem Gemeindehaus
in Roßdorf.
Grundſtück:
Gemarkung Roßdorf, Band III Bilgs.
Nr. 681: Flur I Nr. 241, Hofreit”.
Darmſtädterſtr., 190 gm. Schätzund:
7500 R M. Einheitswertper 1. Januar 1904
— 8009.— RM.
Eigentümer: Albert Marr in Roßdorf 9.*
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Bwoſſe.
vollſtreckung.
Darmſtadt, den 3. Mai 1934.
Amtsgericht.
Nummer 174
Samstag, 23. Juni
ra
Soffe und Gebinarrn.
Bewinnmiknahmen auf den Akkienmärkken. — Skille Renkenwerke.
Beginn des Berichtsabſchnittes machte die bereits vorher
nauiben gerichtete Bewegung an den Aktienmärkten weitere
Flmkritte, wobei dieſe Tendenz durch die Ausführungen Dr.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Neueſte Nachrchten
Sechy’s im Zentralausſchuß der Reichsbank gelegentlich der
Tiwſererklärung unterſtützt wurde, die ſich unmißverſtändlich
gew ede Devalvationspolitik richteten. Daneben wirkten aber
awudde Erwartungen, die man an die Begegnung Hitler=
Muſſo=
lirginäpfte, ferner die nicht ungünſtige Aufnahme des
Transfer=
mortriums im Auslande, ſowie die gegen den Vormonat ge=
Geuſſet Außenhandelsbilanz anregend auf das Anlage ſuchende
Prukam. Auch die bereits in der Vorwoche für Rechnung von
Syemarkkonten getätigten Käufe wurden z. T. fortgeſetzt, ſodaß
daus eramte Kursniveau beachtliche Steigerungen aufzuweiſen
haitt! Dieſe fielen beſonders bei den ſogenannten
Verſorgungs=
weum ſowie den Rohſtoffpapieren mit Inlandsbaſis ins Auge.
Dire ihrung hatten dabei Bekula, die um etwa 9 Prozent an=
zorm fferner Thüringer Gas und HEW. mit je plus 6 Prozent
umdd ſſauer Gas mit plus 3½ Prozent; Ilſe Bergbau konnten
beoc nicht einmal allzu großer Nachfrage, der jedoch kein
An=
geiz gegenüberſtand, 10 Prozent gewinnen. Salzdetfurth
erhöh=
terch um 8 Prozent, wobei auch der zufriedenſtellende Abſchluß
dieuſe Gruppe und die Aufrechterhaltung der Vorjahrsdividende
be=rülichtigt wurde. Anhaltend lebhaften Umſatz konnten JG.
Faſſln buchen, die erſtmals wieder die 150 Prozent=Grenze
über=
ſchiser. Reichsbankanteile begegneten von Zeit zu Zeit ſtarkem
au ufſtcherndem Intereſſe, wobei man auf die Möglichkeit der
Divi=
deudnrransferierung verwies. Im übrigen konnte man die
Feſt=
ſteilg machen, daß die in den letzten Jahren ohne Rendite ge=
Suntz bliſehnen Papiere zugunſten der dividendentragenden Werte ins
Hifurtreffen gerieten, ſo z. B. Montane, von denen lediglich
Har=
pemrs vorübergehend in größeren Beträgen und zu anziehenden
Kuſah umgeſetzt wurden. Von den ertragreichen Papieren
wie=
deyu waren es diejenigen Aktien, denen infolge der
kontinuier=
lichie Dividende ein rentenähnlicher Charakter anhaftet, die am
begzurteſten waren. Nach der Unterbrechung durch den ziemlich
übſhmſchend vom Börſenvorſtand eingelegten Börſenfeiertag, am
Sazmerg, der für den Reſt des Juni ſowie den Juli beibehalten
wenady ſoll, trat — zuerſt zwar zögernd — ein Umſchwung ein.
ſen der Rheiuue Aulf em erhöhten Niveau ſetzten Gewinnmitnahmen ein, von
der im erſter Linie die vorher am kräftigſten geſteigerten
Pa=
pieinbetroffen wurden. Die Neigung zu Realiſationen erſchien
abnſt dwurchaus verſtändlich und war wohl nicht einmal
uner=
würnßt, da das zu flotte Tempo der Aufwärtsbewegung dadurch
ny, etung gebremſt wurde. Per Saldo iſt im übrigen das Kursniveau
4er un ai ges ten Anfang der Woche durch dieſen Voxgang kaum
weſent=
lickü mäßigt worden.
Iſie, Rentenmärkte ſtanden ganz im Zeichen der zu
erwarten=
dersſonverſionsmaßnahmen, zu denen nach den Darlegungen des
eiI morgen n! Re ufmanzminiſters die Konverſion der Hilferding=Anleihe den
bun, Aulſtt gegeben hat. Ohne daß jedoch von maßgebender Seite
hieſtz iine Handhabe geboten worden war, glaubte man bereits
denenmin für die Inangriffnahme dieſer Aktion zu wiſſen;
in=
deſſiße wies ſich dieſe Annahme ſehr bald als irrig. Eine gewiſſe,
all= ays durch nichts begründete Verſtimmung hierüber hatte
einu vertgehende Zurückhaltung am Rentenmarkt zur Folge. Das
orgingen m. n9/4½ wweiſe herauskommende Angebot konnte infolgedeſſen nur
en Jedenill zu ſcie Teil Unterkunft finden, was namentlich bei den
Hypo=
mrausſage /4. theſundbriefen ſtärkere Kurseinbußen zur Folge hatte.
Da=
gleich Dss nek waren aber auch Tauſchaktionen von konverſionsfähigen
Pa)yrim in ſolche Werte zu beobachten, bei denen eine Umwand=
den
wcht im 2 lunnn anbetracht ihres bereits niedrigen Zinsfußes nicht zu
er=
wam fiſt. Nicht zuletzt mag bei den Abgaben der Wunſch
mit=
geſ ürhen haben, ſich für die Zeichnung der neuen, außerordentlich
die Tgeſ. W gürätzim Reichsanleihe flüſſig zu machen. Neubeſitzanleihe, die
Peter Fichr” vonüeisehend etwas ruhiges Geſchäft zu verzeichnen hatte,
wur=
nkranz geſt— den a letzten Tage vor Einſtellung der Notiz nochmals in
größe=
ſeiſtungsfähie rennmmfange gekauft, wobei ſich der Kurs um 23 Prozent herum
berytt. Altbeſitz erreichten mit 97 Prozent ihren bisherigen
Höhhſtand, ohne dieſen indeſſen voll aufrecht erhalten zu können.
Diuhlarhfrage, für Steuergutſcheine konnte auch in der
zurück=
lie ndim Woche meiſt nur zu einem ganz geringen Teil befriedigt
gleich g) wer. Mehrprozentige Steigerungen hatten vorübergehend die
vonutſoklar auf Mark umgeſtellten Obligationen aufzuweiſen.
Sprütre Glattſtellungen warfen jedoch die meiſten dieſer Werte
wieiche auf den anfänglichen Kursſtand zurück Von
Induſtrieobli=
gatnigen konnten Stahlvereinsbonds faſt den Kurs von 81 Proz.
errisien, nachdem das Oberlandesgericht Köln als
Berufungsin=
ſtangn dem bekannten Rechtsſtreit den vollen Anſpruch der
Gläu=
bigieranf Auszahlung des Mark=Betrages feſtſtellte. Sonſt lagen
Innmr=eobligationen überwiegend ſchwächer, da man annimmt,
daßn ine Sonderbehandlung bei einer Konverſion", nicht zu
er=
wam ſiſt, obwohl man vorher mit einer ſolchen im Hinblick auf
bente wöve, dies riſſt geltenden Rückzahlungsbedingungen rechnen zu können
glalue
Dr Geldmarkt verharrt weiter in größter Flüſſigkeit.
Blanco=
vortabrichtl
Ta xge ld erforderte für Erſtnehmer unverändert 3½—4½ Proz.
Prlotdä konten, für die nach wie vor ein Mittel von 3¾ Proz.
gemraik wird, hatten verhältnismäßig ſtilles Geſchäft; im
Hin=
bliſkuf den herannahenden Quartalsultimo war eher leicht
über=
wiſchdes Angebot zu bemerken. Die internationalen
Deviſen=
märnt Cagen ziemlich ruhig. Die Tendenz für den Dollar bleibt
frequnlich. Für amerikaniſche Rechnung erfolgten weitere
Gold=
käuean Londoner freien Markt. Das Pfund neigt eher zur
Sch=ſche. Der Schweizer Franken war unter Schwankungen
be=
feſtstz
Milchviehauktion in Darmſtadt. Die Nutzviehbeſchaffung=
Gmw. Frankfurt veranſtaltete am Freitagnachmittag auf dem
Of”enarktplatz in der Holzhofallee eine Milchviehauktion. Zur
VelMigerung gelangten hochtragende und friſchmelkende Kühe,
Fogfühe und Rinder. Es handelte ſich dabei um Rindvieh der
Sienen taler Fleckviehraſſe und des ſchwarz=weißen Tieflandſchla=
Bess Von der erſteren Raſſe waren acht Kühe und zwei Rinder
Unilgon der letzteren acht Kühe und drei Rinder, insgeſamt alſo
21 5ic Rindvieh, aufgetrieben. Die Tiere konnten faſt reſtlos
torgtz: werden, und zwar gingen die Niederungskühe zu Preiſen
voMſ5. 330, 340, 350, 355 und 405 RM. ab und die Simmentaler
Kicz. 250, 260, 265, 305, 325 335, 375 und 410 RM. ab. Die
Rüſur Xamen auf 260—290 RM.
chrveinemarkt in Grünberg vom 22. Juni. Der geſtrige
Sc-min emarkt in unſerer Saidt war mit 523 Ferkeln zum
Ver=
kapa beſchickt. Nach flottem Handel verblieb nur ein geringer
Ualliſtand. Es koſteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12—14 Mk.,
L—Wochen alte Tiere 14—18 Mk., 8—13 Wochen alte 18—22 Mk.
1ſchwpeinemarkt in Alsfeld. Der geſtrige Schweinemarkt war
mi un d 360 Ferkeln zum Verkauf beſchickt. Der Handel verlief
ſctheverd. Es koſteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 17—19 Mk.,
L—Wochen alte 19—22 Mk., 8—10 Wochen alte 22—25 Mk.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve.
Be Etwrrtlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton: J. V.
DSerhert Nette; für Reich und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: J. V:
S5 Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für den Handel.
DuRN Quetſch; für den Sport; Karl Böhmann: für „Die Gegenwart” Tagesſpiegel
Mad Wort: Dr. Herbert Nette; für den Anzeigenteil und geſchäftliche
Mit=
teilungen: J. V.: Paul Ziegler, ſämtlich in Darmſtadt.
DeN, B4. 22461. Druck und Verlag: 2. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
vaAuclangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
DiAſt unden der Redaktion: Vormittags 12—1 Uhr, nachmittags 6—7 Uhr.
Die heutige Nummer hat 12 Seiten.
Durch die Ausführungen Dr. Schachts vor den Vertretern der
Auslandspreſſe wurde geſtern an der Berliner Börſe das
In=
tereſſe wieder mehr auf den Rentenmarkt gelenkt, nachdem bereits
vorgeſtern das Angebot in Pfandbriefen weſentlich nachließ
So=
wohl Reichsſchuldbuchforderungen als auch die umgetauſchten
Reichsmarkobligationen wurden über den letzten Kurſen
umge=
ſetzt. Induſtrieobligationen waren mit Ausnahme der Ver.
Stahl=
obligationen, die nach den letzttägigen Steigerungen 78 Prozent
einbüßten, bis 1 Prozent befeſtigt. Am Aktienmarkt waren
be=
ſonders wieder Tarif= und Dividendenwerte gefragt. Die
deutſch=
franzöſiſchen Handelsvertragsverhandlungen werden mit Intereſſe
verfolgt. Auch die Beſtrebungen, erneut einen Weltſtickſtoffpakt
zuſtande zu bringen, fanden Beachtung und hatten eine
Befeſti=
gung der Farbenaktie um ½ Prozent und ſpäter um ein weiteres
Viertelprozent zur Folge. Das Geſchäft war ruhiger als an den
Vortagen. Abgeſehen von einem erneuten Kursſprung der
Rhei=
niſchen Braunkohlenaktie um 5½ Prozent und einer Steigerung
der Salzdetfurth=Aktie um 4 Prozent gingen die Veränderungen
kaum über 1 Prozent hinaus. Am Montanaktienmarkt fielen
Mansfeld plus 1¾ Prozent durch feſte Haltung auf. Die übrigen
Montanwerte ſchwankten um ½ Prozent. Von chemiſchen Aktien
gewannen Goldſchmidt 1½, während Oberkoks 1½ Prozent
ein=
büßten. Der Verlauf war behauptet. Buderus befeſtigten ſich um
¼ Prozent. Mannesmann waren 1 Prozent niedriger. Farben
bröckelten um 1½ Prozent ab, El. Lieferungen konnten 1½ Proz.
zurückgewinnen. Schultheiß wurden 1½ Prozent höher bezahlt.
Schiffahrtsaktien lagen feſt. Hapag gewannen 1½, Nordd. Lloyd
¼ Prozent. Am Rentenmarkt war die Stimmung freundlicher,
Die letzte Frankfurter Börſe dieſer Woche (bekanntlich
fällt auch in Frankfurt die Samstagsbörſe bis Ende Juli aus)
lag ziemlich ruhig. Aktien zeigten überwiegend leichte
Kursbeſſe=
rungen, geſtützt auf Rückdeckungen der Kuliſſe und kleine
Kunden=
aufträge. Beſondere Anregungen lagen nicht vor. Renten
neig=
ten eher noch leicht nach unten, doch waren die Umſätze hier ſehr
beſcheiden. Offenbar wird der Zeitpunkt der Konverſion als nicht
unmittelbar bevorſtehend von der Börſe angeſehen. Auf einzelnen
Gebieten zeigte ſich erneutes Intereſſe für Renten, zumal die
Pfandbriefverkäufe im weſentlichen abgeſtoppt ſind. Für die
Neu=
beſitzanleihe wird ab heute eine offizielle Notiz nicht mehr
vor=
genommen. Altbeſitz lagen um 10 Pfg. niedriger Stahlvereins=
Bonds 1 Prozent ſchwacher. Späte Reichsſchuldbuchforderungen
waren dagegen ½ Prozent freundlicher. Reichsmarkobligationen
lagen ruhig, aber gehalten. Von fremden Werten ließen
Ana=
tolier ¼ Proz., Ungar. Goldanleihe 35 Pfg. nach, während
mexi=
kaniſche Anleihen ziemlich behauptet waren. Am Aktienmarkt
traten Elektropapiere ſtärker hervor; das Geſchäft war allerdings
nicht beſonders groß. Gut erholt lagen Bekula mit plus 3 Proz.
Akkumulatoren gewannen 2 Proz., Geſfürel und Siemens bis 1
Prozent. AEG., Lahmeyer und Schuckert blieben gut gehalten.
Am Chemiemarkt zogen Farbeninduſtrie bei etwas lebhafterem
Geſchäft ½ Prozent an; Scheideanſtalt erholten ſich um 2 Proz.,
Deutſche Erdöl behauptet. Am Montanmarkt betrugen die
durch=
ſchnittlichen Beſſerungen von ¼—½ Prozent. Nachdem nach den
erſten Kurſen vielfach weitere Beſſerungen um ½—½ Prozent zu
verzeichnen waren, machte ſich in der zweiten Börſenſtunde
wie=
der etwas Abgabeneigung bemerkbar, die mit kleinen Realiſationen
zum Wochenſchluß zu begründen iſt. Am Rentenmarkt wurde für
die Neubeſitzanleihe ein Spitzenausgleichskurs von 22,90 Prozent
feſtgeſtellt. Altbeſitz lagen ¼ Prozent feſter. Der Pfandbriefmarkt
war noch uneinheitlich.
An der Abendbörſe blieb die Haltung freundlich,
ange=
ſichts des Wochenendes konnte ſich aber nennenswertes Geſchäft
nicht mehr entwickeln, zumal von der Kunbſchaft kaum Aufträge
vorlagen. Auf Baſis der Berliner Schlußkurſe erhielt ſich noch
twas Nachfrage und die Mehrzahl der Mittagsſchlußnotierungen
blieben gut behauptet, teilweiſe ergaben ſich kleine Beſſerungen.
Etwas beachtet waren neben Farbeninduſtrie, Scheideanſtalt und
die ſog. Tarifwerte. Auch am Rentenmarkt herrſchte weitgehendſte
Geſchäftsſtille bei kaum veränderten Kurſen. Nennenswertes
An=
gebot war aber nicht mehr feſtzuſtellen; in Pfandbriefen zeigte
ich hier und da etwas Kaufneigung:
Zeulſeneeparnerang der Keicsdünt.
Die angeſpannte Deviſenlage der Reichsbank macht es not4
wendig, die täglichen Deviſenabgaben bis auf weiteres ſo
einzu=
ſchränken, daß ſie nicht höher ſind als die Eingänge an demſelben
Tage. Die Reichsbank wird daher von Montag, den 25. Juni,
ab nach Maßgabe der Deviſeneingänge eine Repartierung der
an=
geforderten Beträge vornehmen. Die Zuteilung wird nicht für
alle Anforderungen und Währungen die gleiche ſein. In erſter
Linie wird darauf Bedacht genommen werden, daß der Bedarf an
Rohſtoffen und Lebensmitteln in ausreichender Weiſe geſichert iſt.
Grundlage für die Deviſenanforderungen bei der Reichsbank
bleiben, wie bisher, die Einzelgenehmigungen und allgemeinen
Genehmigungen der Deviſenſtellen. Die Repartierung macht es
erforderlich, daß auch alle Zahlungen an das Ausland, die bisher
in mittelbarer Form, insbeſondere durch Verrechnung, geleiſtet
wurden, als Deviſenanforderungen an die Reichsbank gelangen.
Genehmigungen im Warenverkehr werden daher künftig nur noch
in der Form erteilt, daß ſie zu Anforderungen von Deviſen bei
der Reichsbank berechtigen. Auch Auslandszahlungen im
Poſt=
verkehr ſind nicht mehr zuläſſig. Die allgemeinen Genehmigungen
für den Warenverkehr werden mit Wirkung vom 1. Juli 1934
entſprechend neu geregelt. Die Einzahlungen auf die
Sonder=
konten für den Warenverkehr und auf die Konten der
Notenban=
ken, mit denen Verrechnungsabkommen beſtehen, werden durch die
Repartierung nicht berührt. Die bisher vorgeſehene beſchränkte
Kompenſationsbefugnis der Deviſenbanken entfällt; ebenſo
wer=
den die den einzelnen Importeuren zugeteilten Deviſenfonds
auf=
gelöſt.
Beſonders ſtarke Anleihezeichnung am lekzten Tage.
Die Zeichnungsfriſt für die neue 4proz. Reichsanleihe und
ebenſo die Friſt für den Umtauſch der Deutſchen Reichsanleihe von
1929 und der Neubeſitzanleihe in Stücke der neuen Reichsanleihe
iſt vorgeſtern abgelaufen. Vom letzten Tage, dem 21. Juni, kann
geſagt werden, daß er eine beſonders ſtarke Anleihezeichnung
ge=
bracht hat. Wie wir erfahren, betrug der Zeichnungseingang in
Berlin ein Mehrfaches der Zeichnungseingänge der übrigen Tage,
Man darf bei der vorteilhaften Ausgeſtaltung der neuen
Reichs=
anleihe mit Recht annehmen, daß auch das Zeichnungsergebnis in
der Provinz und damit das Geſamtergebnis gut ſein wird. Ein
ziffernmäßiges vorläufiges Geſamtergebnis dürfte aber kaum vor
Samstag zu erwarten ſein, da die Ergebniſſe der
Zeichnungsſtel=
len in der Provinz erſt im Laufe des geſtrigen Tages eingetroffen
ſind.
Die Anmeldungen zum Erwerb der 4prozent. Reichsanleihen
von 1934 ſind in ſehr befriedigendem Umfang eingelaufen und
haben ein Geſamtergebnis von faſt 300 Millionen RM. erbracht.
Hiervon verteilt ſich knapp die Hälfte etwa gleichmäßig auf
Neu=
zeichnung und Umtauſch der 1929er Reichsanleihe, während die
andere Hälfte auf den Umtauſch der Anleiheablöſungsſchuld
ent=
fällt. Von letzterer ſind rund 80 v.H. des umlaufenden Betrags
zum Umtauſch in die 4 v.H.=Reichsanleihe von 1934 angemeldet
worden.
Produkkenmärkke.
1. Marktbericht des Obſt= und Gemüſe=Großmarktes Weinheim
vom 21. Juni. Kirſchen 1. Sorte 13—17 2 Sorte 6—12 Pfg.;
Johannisbeeren 10—13, Erdbeeren 25—33, Stachelbeeren 7—13,
Himbeeren 30—42 Pfg. Infolge des Regens nur eine Anfuhr von
150 Ztr. Nachfrage gut. Verſteigerungen täglich 10 und 14 Uhr.
Berliner Getreide=Großmarkt vom 22. Juni. Umſatztätigkeit
am Getreidegroßmarkt weiter ruhig. Forderungen und Gebote
ſind ſchwerer als bisher in Uebereinſtimmung zu bringen.
Ange=
bot und Brotgetreide keineswegs reichlich jedoch nehmen die
Müh=
len nur zögernd neue Käufe vor, und fur Weizen ſind Aufgelder
gegenüber den geſetzlichen Mühleneinkaufspreiſen nicht immer zu
erzielen, Roggenexportſcheine vernachläſſigt und im Preiſe weiter
rückgängig. Mehle hatten unveränderte Preis= und Abſatzlage.
Haferangebot ausreichend; die geſtern abgegebenen Untergebote
haben nur vereinzelt zu Abſchlüſſen geführt; andererſeits ſcheint
der Konſum im Augenblick verſorgt zu ſein. Sommergerſte alter
Ernte behauptet, neue Wintergerſte zur ſpäteren Lieferung
reich=
licher angeboten.
Berliner Kursbericht
vom 22. Juni 1934
Deviſenmarkt
vom 22. Juni 1934
Berl. Handels=Geſ.
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Vereinigte Glanzſt.
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Kch
63.—
65-75
28.—
32.75
23.375
129.—
68.375
152.—
19.50
91.25
137.125
131.—
Meſc e
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Belſ. Bergwerke
Geſ. f.elektr. Untern.
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und
Nöln=Neueſſen
Phil. Holzmann.
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Koksw. Chem. Fabr.
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Na
85.75
148.875
60.25
104.50
103.—
73.125
59.—
120.—
69.75
92.875
64.875
44.25
Ween
Polyphonwerke
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Weſtdte. Kaufhof
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſalt=Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werkes
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Drah
Wanderer=Werke
Krf
15.125
38 125
162.75
19.625
40.50
120.—
60.
11.125
116.875
87.50
m7. 875
104.—
Aegypten
Argentinien
Belgien
Braſilien
Bulgarien
Canada
Dänemark
Danzig
England
Eſtland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Holland
Island
Währung
1äghpt. 2
1 Pap. Peſo
100 Belga
1 Milreis
100 Leva
1 canad. Doll.
100 Kronen
100 Gulden
1 2.Stg.
100 eſtl. Kr.
100 finn. Mk.
00 Franken
100 Drachm.
100 Gulden
100 isl. Kr.
Geld
13.005
58.57
o. 181
3.047
2.522
56.39
81.67
68.93
5.584
16.50
2.497
169.73
B7.14
Veie
3.035
0.608/ 0.61
58.69
0.183
3.05‟
2.598
56.51
81.83
12.625/ 12.655
69.07
5.596
16.54
2.503
170.07
57.26
Italien
Japan
Jugoſlawien
Lettland
Norwegen
Oeſterreich
Portugal
Schweden
Schweiz
Spanien
Tſchechoſlowk.
Türkei
ungarn
Uruguay
Ver. Staaten
Frankfurter Kursbericht vom 22. Juni 1934.
Kenee
„Gr. IIp. 1934
„ „ 193.
„ „ 1936
„ „ 1937
„ „ 1938
„Gruppel ...."
6%6 Dtſch. Reichsanl.
v. 27
6%
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6%Baden ... v.27
6%Bayern . . v. 27
6%Heſſen .. . . v. 29
6% Preuß. St. v. 28
6½ Sachſen .. b. 2
6%Thüringen v. 27
62 Dt. Reichsbahn
Schätze ........
5% Dt. Reichspoſt
Schätze ........"
Dtſch. Anl. Ausl.
+- Ablöſung".
„ „ (Neubeſitz)
Deutſche
Schutzge=
bietsanleihe .. ."
69Baden=Baden.
6%Berlin ...v.24
6%Darmſtadt . . .
6% Dresden .. v. 26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v. 29
„ v. 26
6%
6%Mainz...
6%Mannheim v. 27
6%München v.29
%Wiesbadenv. 28
6%Heſſ. Landesbk.
6% „ Goldoblig
103.65
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Pfb.=Anſt. G. Pf.
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Goldpfbr. . . . .
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Dt. Komm. Samm.=
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6BBerl. Hyp.=Bk.
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5½% „Lig.=Pfbr.
5% Rhein. Hyp.=Bk
5½% „ Lig.=Pfr.
„ Goldoblig.
Südd. Boden=
Creb.=Bank.
5½% „ Lig.=Pfbr
6%Württ. Hyp.=B.
89
89.5
91.5
89
84.5
83
91.5
88”).
89
95‟,
114
19
88.5
89.5
89
83.5
89
891).
90
91
91.5
88.75
89.5
87.
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6% Dt. Linol. Werke
6%Mainkrw. v.26
68Mitteld. Stahl
6½ Salzmann & Co.
6% Ver. Stahlwerke
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4½‟ Oſt. Schätze
4% Oſt. Goldrente
5%vereinh. Rumän
4½%
4¾Türk. Admin..
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42
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4½%üngarn 1913
41
1914
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48
1910
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12.75
12.75
33
24.75
4. 25
6.5
39
7.75
50
92.5
Anré
61
23.5
101
80
48.75
122
68.5
141.75
26
106.75
125.5
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Holzmann, Phil.
Ilſe Bergb. Stamm
„
Genüſſel.
Re
69
182.5
186.75
62
4775
112
204.5
64
69
73.5
85.25
109.5
245
40
52.5
148.5
40.7!
64.75
105
67.5
75.5
80
34
104.5
161.5
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38.5
114.5
120.25
53
70.25
125.5
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222
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35
90.25
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Ber. Stahlwerke ..
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Allianz= u. Stuttg.
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„ Verein. Verſ. /22
40.75
120
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120
48:1
45.25
113
7
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63
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65.75
80
57.5
68.5
69.5
156
111.25
100
11.5
27.5
55
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Frankona Rück=u. M/115
Mannh. Verſich. . / 23
Otavi Minen
ſchantung Hanbels
14.5
[ ← ][ ]Seite 12 — Nr. 171
Darmſtädter Tagblutt / Heſſiſche Neueſte Nuchricten
Sumstag, 23. Juni 19341
EEI
Ab heute in Erstaufführung
Ein preisgekrönter, meisterlicher Film!
Als bester Bildstreifen des Jahres 1954 wurde derselbe mit dem goldenen
Staatspreis der C. S. R. ausgezeichnet und zudem auch von der Berliner
Filmkammer als künstlerisch wertvoll begutachtet.
Bis auf Welteres
Die lustige UIfa-Tonfilm-
Operette:
Viktor und Viktoria
mit Renate Müller
und Hermann Thimig.
Bis auf Welleres
Der gigantische Großfilm
der Ufa:
mit Brigitte Helm
und Hans Albers.
Beginn: 3.45, 6.00 und B.20 Uhr.
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Heinrichs=
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Ein Heimatfilm aus dem
Böhmerwald-
ein Hleiner Wellenschlag des Lebens!
Ein Epos derJugend u. der Natur!
Ersie junge Liebe!
Dleser Fllm ist ein Kunstwerk! Denn er rUhrt in so
er-
greifend-schöner und zarter Welse an den unvergeßlichen
Traum des Jungseins!
Hauptrollen: Jarmila Beränkovä, Väsa Jalovea.
Im Beiprogramm:
König der wilden Pferde
Eine spannende, atemberaubende Handlung im Rahmen imposantester
Naturaufnahmen aus der Wildnis von Arizona, in deren Mittelpunkt
ein Pferd steht, ein kapitaler schwarzer Hengst, dessen wilde Kraft,
Schönheit und Klugheit ihm im Fluge dle Sympathien des Publikums
erwerben und ihn in die Reihe der großen vierbeinigen Stars erheben.
Dazu die neueste Ufa-Wochenschau, dle u. a.
die historische Begegnung zwischen Hitler und
Mussolini in Venedig zeigt.
(F6895
Tanzen
lernt man leicht
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Beginn: 3.30, 6.00 und 8.20 Uhr.
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Samstag= und Sonntagabend 10 Uhr. (6889b
Mittwoch, Freitag und Samstag
Nachts geöffnet.
Landestheater
GROSSES HAUS
Samstag, den 23 Juni 1934
D. Bühne H14 19.80 b. g. 23
Abſchiedsvorſtellung
für Theo Herrmann
Don Carlos
Oper von Giuſeppe Verdi
Darſteller: v. Georgi,
Heil=
mann, Krauß, Strack, Dr.
Allme=
roth, Biſchoff, Drath,
Herr=
mann, Ritzhaupt, Schlüter.
Preiſe: 0.70—5.50
Muſikverein
Montag, den 25. Juni, 20½ Uhr
im Vereinshauſe
ordentl. Mitgliederverſammlung
Tagesordnung: 1.
Rechenſchafts=
bericht, 2. Satzungsänderung,
3. Verſchiedenes.
Anſchließend Beiſammenſein mit
muſikaliſchen Darbietungen. (6872
Film
Aegtet Oerdand Burttftadra.u., e.B.
Antreien zur Teilnahme an der
Sonnwendfeier
8½Uhr abds., Weſtſeite Johanneskirche.
Die dienſtfreien Mitglieder bitten wir zu erſcheinen.
Heil Hitler
6869
Thämmel, Ortsgruppenborſitzender.
Beſucht die Bergſträßer Feſtſpiele
im mittelalterlichen, romantiſchen Heppenheim.
1. Freilicht=Heimatſpiel: „Um Stadt und Volk”
(1693) von Hans Holzamer Heppenheim auf dem
hiſtoriſchen Marktplatz. Prachtvolle
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getreue Trachten. 250 Mitwirkende, darunter
Be=
rufsſchauſpieler.
Aufführungen: 24. Juni (15 und 20 Uhr),
1. Juli (15 Uhr), 8. Juli (15 und 20 Uhr).
2. Außerdem: Volksfeſt auf dem Graben im
eigens errichteten Bergſträßer Fachwerkdorf:
Bergſträßer Sommernächte”
veranſtal=
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(6868
(6o11 ab 16 Uhr.
Heute
Gesellschafts=
Abend
mit Tanz. (1708a
Rückfahrt n. Darmstadt
12.00 Uhr nachts.
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MOTH
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