Darmstädter Tagblatt 1934


02. Juni 1934

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Einzelnummer 10 Pfennige

Trmſtäd
2 4
Sat4
T
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Wöchentliche iluſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 150
Samstag, den 2. Juni 1934.
196. Jahrgang

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Saarabſtimmung am 13. Januar 1935!
gung über den Abſtimmungskermin im Saargebiek. Die Bemühungen des ikalieniſchen Ausſchuß=
vorſihenden
zur Bermitllung zwiſchen Deukſchland und Frankreich erfolgreich beendel.

*
Der Abſtimmungstag.

DNB. Genf, 1. Juni. In den heutigen Abend=
ſtunden
iſt die Einigung über die Saarfrage erzielt
worden. Die Abſtimmung wird am 13. Januar 1935
ſtattfinden.
*
Deer erbitterte, zeit= und nervenaufreibende Kampf um die
esung des Abſtimmungstermins im Saargebiet hat nunmehr
Ende gefunden. Nach den aus Genf vorliegenden Berichten
ſtsdem italieniſchen Vorſitzenden des Dreier=Komitees, dem
yF en Aloiſi, gelungen, ein Einvernehmen zwiſchen Deutſch=
ind
Frankreich auf Grund eines von ihm gemachten Vor=
Ages herbeizuführen.
I9 as Kernſtück der Einigung bildet die Feſtſetzung
Abſtimmungstermins auf den 13. Januar
hüten Jahres. Allerdings müſſen beide Außenminiſter in Ber=
hurd
Paris noch ihre formelle Zuſtimmung erteilen. Aber die
ſtache ſteht feſt, daß nunmehr der Kampf um den Abſtimmungs=
ſtin
beendet iſt, ſo daß der Rat nunmehr darangehen kann,
Beſchlüſſe zu faſſen, alſo auch die Abſtimmungskom=
ſſion
zu ernennen; die ſich ſelbſtverſtändlich aus
farralen zuſammenſetzen wird. Ihre Aufgabe iſt
eAilse techniſchen Vorbereitungen zu treffen, damit der Abſtim=
inng
=apparat am 13. Januar ſpielen kann.
Tiie Reichsregierung hat den Franzoſen ſtarkes
ſtrregenkommen gezeigt, dafür hat ſie umgekehrt die
ßherheit eingehandelt, daß die Abſtimmung von
em Druck freibleibt. Die Abſtimmungsge=
tre
werden ebenfalls errichtet, damit alle Verſtöße gegen die
ſtyrmungsfreiheit, vor allem jede unzuläſſige Beeinfluſſung der
Rmmungsberechtigten geahndet wird. Wir hegen aber die
ſſontang, daß dieſe Gerichte niemals zu arbeiten brauchen, und
bſdre Franzoſen ſich die gleiche Zurückhaltung auferlegen, die ſie
1
ider anderen Seite verlangen, damit alſo die Saarbevölkerung
ar ſich bleibt.
Im Saargebiet ſelbſt wird es freudig begrüßt werden, daß
indlich die Gewißheit geſchaffen iſt, wann die Abſtimmung
N9.
Gpusek 910
Weiter wollen wir nicht vergeſſen, daß es neben dem Ent=
miwommen
der Reichsregierung dem Grafen Aloiſi zu danken
a3 jede weitere Hinausſchleppung der Feſtſetzung des Abſtim=
ſigs
tages unterbunden wurde. Er hat ſich mit aller Kraft da=
ſteingeſetzt
, daß alles unterbleiben müſſe, was man als Verſtoß
Bruch von Beſtimmungen des Verſailler Vertrages auslegen
ſitz, der ausdrücklich feſtlegt, daß nach Ablauf einer Friſt von
ſſeiHren die Abſtimmung zu erfolgen hat.
* Neue Pauſe in Genſ.
Dce Abrüſtungskonferenz iſt am Freitag noch nicht aufgeflo=
wie
man das erwartet hat, ſondern ſie hat ſich noch eine
gtemfriſt bis zum nächſten Mittwoch gegeben. Offenbar, weil
Senderſon trotz allem Peſſimismus ſeine Hoffnung auf eine
örng nicht aufgegeben hat. Der Gang der Debatte konnte
Mdzu auch eine leiſe Berechtigung geben.
2re Franzoſen fühlen ſich im Innern nicht ganz ſo ſtark, wie
eich, nach außen ſtellen, und erleben zu ihrer Ueberraſchung,
ude Engländer diesmal nicht in das franzöſiſche Fahrwaſſer

enken, ſondern daß Sir John Simon unter Umſtänden ent=
ſſem
iſt, auf die weitere Mitarbeit im Genfer Theater über=
At zu verzichten.
Aich an der Rede des polniſchen Außenminiſters Beck hat
Barthou ſicherlich keine Freude gehabt. Herr Beck hat nicht
Aden Vorſchlag Litwinows abgelehnt, ſondern auch an der
Renzung und Herabſetzung der Rüſtungen unbedingt feſtgehal=
allſo
mindeſtens in der Tendenz ſehr viel mehr dem eng=
en
als dem franzöſiſchen Standpunkt Rechnung getragen.
Als einziger Bundesgenoſſe blieb Herrn Barthou der chine=
Außenminiſter Wellington Koo, der aus Gründen,
allerdings aus der beſonderen Lage ſeines Landes durchaus
Fändlich ſind, vornehmlich auf die Ausgeſtaltung der Sicher=
Wert legte.
Ine neutralen Staaten dagegen erteilten Herrn
Ru eine glatte Abſage. Ihr Sprecher, der ſchwediſche Mi=
iyräſident
Sandtler, hat den Mut gehabt, auszuſprechen,
een Volk ſich entehrt fühlen müſſe, wenn es in einem Zu=
uninderen
Rechtes gehalten werde. Er hat dann dem Haus
Reihe von Erwägungen unterbreitet, die den engliſchen Ge=
hemgängen
ſehr nahe kommen, aber auch an der Voraus=
ho
. der Abrüſtung, der Sicherheit und Gleichberechtigung feſt=
en
..
Ine Italiener haben ſich noch immer nicht geäußert; die
ne Entente und der Balkanblock haben geſchwiegen.
ihnen wird man annehmen dürfen, daß ſie nichts tun wer=
m
Frankreich unbequem zu ſein. Das war von vornherein
erwarten.
Derr Barthou dürfte überraſcht geweſen ſein von der Stärke
Widerſtandes, der ſich gegen ſeine Politik gezeigt hat. Seine
chungen, eine Einheitsfront gegen Deutſchland zuſtandezu=
Eei haben, zunächſt wenigſtens, einen vollen Mißerfolg ge=
Die Iſolierung Frankreichs iſt nicht geringer geworden,
n größer. Das weitere Schickſal der Abrüſtungskonferenz
Lavon abhängen, ob Herr Barthou die Nerven hat, auch
Ne4 die Verantwortung für den Mißerfolg des Völkerbundes
üihzernehmen.

Beck lehnf Lilwinows Vorſchlag ab.
DNB. Genf, 1. Juni.
Als erſter Redner der Generaldebatte der Abrüſtungskonfe=
renz
ſprach heute der polniſche Außenminiſter Beck. Er wies ein=
leitend
darauf hin, daß die direkten Verhandlungen zwiſchen
einer beſchränkten Zahl von Mächten außerhalb des Völkerbun=
des
bzw. des Organismus der Abrüſtungskonferenz Meinungs=
verſchiedenheiten
zwiſchen dieſen Mächten offengelegt hätten, die
innerhalb der Konferenz einen Peſſimismus hervorgerufen hät=
ten
, den niemand beſchreiben könne. Die polniſche Regierung
ſo fuhr der Redner fort hat an dieſem Gedankenaustauſch
nicht teilgenommen und kann ſich daher auch in keiner Weiſe ge=
bunden
fühlen durch die Löſungen, die in dieſer oder jener Phaſe
der Verhandlungen vorgeſchlagen worden ſind. Es wäre daher
auch ſchwierig für mich, in eine genauere Analyſe dieſer Beſpre=
chungen
einzutreten, und ich will mich daher auf einen allgemei=
nen
Standpunkt ſtellen. Ferner ſolle die Konferenz ſich unver=
züglich
mit den geſamten Fragen der Sicherheit beſchäftigen, um
möglichſt bald zu einem Abkommen über die Herabſetzung und
Begrenzung der Rüſtungen zu gelangen. Das Präſidium ſoll zu
dieſem Zweck einen Sonderausſchuß einſetzen, in dem alle an den
zu behandelnden Problemen intereſſierten Mächte vertreten ſein
ſollen.
Der polniſche Außenminiſter ging dann zur Rede des
ruſſiſchen Volkskommiſſars Litwinow über. Er erkannte das
ernſthaſte Bemühen Litwinows um die Sicherung des Frie=
dens
an knüpfte daran aber folgende Bemerkung: Herr Lit=
winow
hat uns verſichert, daß er, wenn er hier radikale Vor=
ſchläge
unterbreitet, doch keineswegs die Abſicht hatte, eine
Reform des Völkerbundes vorzuſchlagen, eines Bundes, deſſen
wichtigſte Pflicht die Aufrechterhaltung des Friedens iſt. Ich
glaube indeſſen, wenn ich ihn richtig verſtanden habe, daß ſeine
Vorſchläge uns zwangsläufig auf dieſen Weg führen würden.
Dieſer Weg kann an ſich recht intereſſant ſein, und es iſt wahr=
ſcheinlich
, daß wir uns eines Tages mit dieſen Fragen be=
ſchäftigen
müſſen. Aber es iſt ſchwer zu glauben, daß wir dieſe
Könferenz damit beauftragen könnten, die ſchon an und für
ſich mit den größten Schwierigkeiten kämpft, um die begrenzte
Aufgabe zu erfüllen, die ihr durch den Völkerbund aufgetragen
worden iſt.
Zum Schluß gab Beck dann im Namen ſeiner Regierung
die folgende kurze Erklärung: In dem ich die leitende Idee,
welche die polniſche Regierung von Beginn der Konferenz an
beſeelt hat, wieder aufnehme, kann ich verſichern, daß Polen auf
dem Gebiete der Verminderung und Begrenzung der Rüſtungen
jede Maßnahme annehmen wird, die einen allgemeinen Charak=
ter
haben und die auf alle Staaten angewendet werden.

Berkagung auf Mittwoch.

Dann ergab ſich eine für die Verhältniſſe der Konferenz über=
raſchende
Fülle von Wortmeldungen und Anträgen, die Henderſon
veranlaßten, die nächſte Sitzung des Hauptausſchuſſes entgegen
ſeiner urſprünglichen Mitteilung auf nächſten Mittwoch anzube=
raumen
, um dem Präſidium, das am Montag zuſammentreten ſoll,
die Möglichkeit zur gründlichen Beratung der eingereichten An=
träge
zu geben.
Der ſowjetruſſiſche Volkskommiſſar Litwinow führte u. a. aus,
die Delegierten, die nach ihm geſprochen hätten, hätten nichts vor=
gebracht
, was ſeinen Vorſchlägen zuwiderlaufen oder ſie erſetzen
könnte.
Zu den drei Punkten Simons, die den Mindeſtinhalt eines
Abkommens bilden ſollen, erklärte Litwinow, der chemiſche Krieg
ſei bereits durch ein Abkommen von 1929 verboten, das aber nur
von einer Anzahl von Staaten ratifiziert worden ſei. Unter denen,
die es ratifizierten, befinde ſich ein heute abweſender Staat, und
man müſſe ſich fragen, wie ein ſolches Abkommen dieſer Art von
ihm aufgenommen würde. Das gleiche gelte von der Offenlegung
der Rüſtungsausgaben. Zum dritten Punkt der Simon= Vor=
ſchläge
, eine ſtändige Kommiſſion einzuſetzen, meinte Litwinow,
es wäre beſſer, die ganze Konferenz in Permanenz zu erklären
und nicht nur eine Kommiſſion, natürlich vorausgeſetzt, daß es
eine Permanenz der Tätigkeit und nicht der Untätigkeit ſei.
Litwinow ſprach zum Schluß von einem Frieden der Solida=
rität
und der gegenſeitig verbürgten Sicherheit und ſtellte den for=
mellen
Antrag, die gegenwärtige Konferenz jetzt in eine Friedens=
konferenz
umzuwandeln und in Permanenz zu erklären.
Dann legte der türkiſche Außenminiſter einen Ent=
mellen
Antrag, die gegenwärtige Konferenz jetzt in eine Friedens=
Entente und Maximos im Namen der Mitglieder des Balkan=
paktes
anſchloſſen. Dieſer Entwurf ſchlägt u. a. vor, daß die Kon=
ferenz
Protokolle über die Frage des chemiſchen Krieges, die der
Offenlegung der Rüſtungsausgaben und über die Frage der ſo=
fortigen
Schaffung einer ſtändigen Abrüſtungskommiſſion aus=
arbeiten
ſolle.
Simon reiſt ab.
Die Abreiſe des engliſchen Außenminiſters Simon aus Genf
wird in den meiſten Delegationen als ein Zeichen dafür ange=
ſehen
, daß England die Hoffnung auf einen Erfolg der Ab=
rüſtungskonferenz
im Genfer Rahmen endgültig aufgegeben hat.
Aus engliſchen Kreiſen ſelber hört man, daß es kaum wahr=
ſcheinlich
ſei, daß Sir John Simon in der nächſten Woche nach
Genf zurückkehren werde.

* Deukſchlands gewerbliche Strukkur.
Von
Prof. Dr. von Tyſzka.
Die ſchon vorliegenden Ergebniſſe der umfangreichen gewerb=
lichen
Betriebszählung vom Sommer 1933 vermitteln ein Bild
von dem gegenwärtigen Zuſtand des Gewerbes in unſerem
Vaterland und der Veränderungen ſeit der letzten Zählung im
Sommer 1925. Auf den erſten Blick fällt die ſtarke Mechani=
ſierung
und Motoriſierung unſeres Gewerbes auf: Während die
Zahl der gewerblichen Betriebe 3,5 Millionen, die in ihnen be=
ſchäftigte
Perſonalzahl 14,4 Millionen beträgt, ſtellt ſich die
inſtallierte Kraftmaſchinenleiſtung (ausſchließlich Mechaniſierung
der Verkehrsmittel wie Eiſenbahn, Kraftfahrzeuge) auf
24,8 Millionen PS (Pferdeſtärke). Nimmt man an, daß ein
PS der Leiſtung von 10 menſchlichen Arbeitskräften entſpräche,
ſo ſtänden den 14,4 Millionen menſchlichen Kräften faſt 250 Mil=
lionen
eiſerner Geſellen gegenüber. Auf eine menſchliche
Arbeitskraft entfallen alſo beinahe 20 motoriſierter Roboter
Das iſt zwar ein nur grober, aber doch ſinnfälliger Ausdruck
dafür, wieweit die Mechaniſierung und Motoriſierung unſeres
Gewerbes heute vorgeſchritten iſt.
Teilt man das geſamte Gewerbeweſen in einerſeits
Induſtrie und Handwerk, d. h. alſo Gütererzeugung, anderer=
ſeits
Handel und Verkehr, alſo Güterverteilung auf, ſo beſteht
hinſichtlich der Zahl der Betriebe kein ſehr großer Unterſchied
zwiſchen beiden: 1,9 Millionen oder rund 53 v. H. der Be=
triebe
gehören zu erſteren, 1,6 Millionen oder 47 v. H. zu
letzterer Abteilung. Ein großer Unterſchied zwiſchen beiden Ab=
teilungen
beſteht dagegen hinſichtlich der beſchäftigten Perſonen
und noch weit mehr hinſichtlich der Kraftleiſtung der Maſchinen.
In der Induſtrie und dem Handwerk ſind faſt 9 Millionen oder
62 v. H. der Erwerbstätigen beſchäftigt, im Handel und Verkehr
dagegen nur 5,4 Millionen oder rund 38 v. H. Und von der
inſtallierten Kraftmaſchinenleiſtung entfallen 23,3 Millionen PS
oder 94 v. H. auf die Induſtrie und nur 1,5 Millionen oder
6 v. H. auf Handel und Verkehr. Die überragende Bedeutung
der Gütererzeugung für die Gewerbewirtſchaft Deutſchlands
kommt in dieſen Zahlen zum Ausdruck, während die Güter=
verteilung
in unſerem Lande im Gegenſatz zu anderen Ländern,
wie z. B. England und den Niederlanden, demgegenüber mehr
zurücktritt. Freilich iſt, wie ſchon oben bemerkt, die in den
Kraftfahrzeugen inſtallierte Maſchinenleiſtung nicht eingeſchloſſen.
Würde man auch dieſe als mechaniſierte Kraft zu der
Maſchinenleiſtung zuzählen neben Kraftfahrzeugen auch
Eiſenbahnen und Schiffe ſo würde ſich die geſamte in der
Gewerbewirtſchaft inſtallierte mechaniſche Kraft auf 62,3 Mil=
lionen
PS erhöhen, von denen 39 Millionen PS auf Handel
und Verkehr entfallen. Dann ſtänden allerdings hinſichtlich der
motoriſierten Kraft Handel und Verkehr an erſter Stelle.
In der Gütererzeugung nehmen die drei großen
Gewerbegruppen, die die Mittel zur Befriedigung der unmittel=
barſten
menſchlichen Bedürfniſſe bereitſtellen: Nahrung, Be=
kleidung
und Wohnung den größten Raum ein. Sie umfaſſen
mehr als vier Fünftel der zu Induſtrie und Handwerk über=
haupt
gehörenden Betriebe und nahezu zwei Drittel der be=
ſchäftigten
Perſonen. Dieſer geringere Perſonenanteil deutet
ſchon auf den handwerklichen Charakter weiter Teile dieſer
Wirtſchaftszweige hin. Aus dem ſtarken handwerklichen Ge=
präge
dieſer Gewerbezweige erklärt es ſich auch, daß ſie nur
ein Drittel der in Induſtrie und Handwerk inſtallierten Kraft=
maſchinenleiſtung
auf ſich vereinigen. Eine weit ſtärkere Motori=
ſierung
zeigen Bergbau, Hütteninduſtrie, Maſchinenbau und
elektrotechniſche Induſtrie. Auf dieſe, die wichtigſten Grundſtoffe
und Produktionsmittel herſtellenden Gewerbegruppen entfällt
rund die Hälfte der geſamten Kraftmaſchinenleiſtung. Dagegen
umfaſſen dieſe Gruppen nur ein Fünftel des Perſonals von
Induſtrie und Handwerk. Dieſe Gegenüberſtellung zeigt deut=
lich
die grundſätzlich andere gewerbliche Struktur der Produk=
tionsmittelinduſtrie
: viel Maſchinen, weniger Perſonen und
der Konſumtionsgüter erzeugenden Gewerbe: viel Beſchäftigte
bei verhältnismäßig geringer Motoriſierung. Eine Wirtſchafts=
politik
, die einer zu ſtarken Mechaniſierung unſeres Gewerbes
entgegenwirken ſoll, muß alſo darauf bedacht ſein, durch Steige=
rung
der Kaufkraft der großen Maſſen die Konſumtionsgüter
erzeugenden Gewerbe zu fördern. Und die Maßnahmen der
nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaftspolitik ſind auch auf dieſes
Ziel gerichtet (Stärkung des Handwerker= und Bauernſtandes,
Arbeitsbeſchaffungspolitik, Winterhilfswerk uſw.),
In der Güterverteilung nimmt der Warenhandel
den breiteſten Raum ein. Neun Zehntel der im Handel und
Verkehr vorhandenen Betriebe und mehr als zwei Drittel der
beſchäftigten Perſonen entfallen auf den Großhandel, den
Einzelhandel und das Gaſtſtättenweſen. Das Verkehrsweſen
bleibt mit ſeiner Betriebszahl zwar weit hinter dem Waren=
handel
zurück, beſchäftigt aber immerhin ein Viertel der im
Handel und Verkehr insgeſamt tätigen Perſonen. Der Groß=
handel
verhält ſich zum Einzelhandel gemeſſen an der Zahl der
Betriebe wie 1:6, gemeſſen an der Zahl der Perſonen wie 1:3.
In welcher Weiſe hat ſich nun in den letzten acht Jahren,
ſeit der Zählung von 1925 die gewerbliche Struktur Deutſch=
lands
geändert? Der wirtſchaftliche Niedergang, der in der
gewaltigen Zunahme der Arbeitsloſen ſeinen ſichtbarſten Aus=
druck
fand, tritt natürlich auch in den Zahlen der Gewerbe=
betriebe
und der beſchäftigten Perſonen in Erſcheinung. Und
zwar ſehen wir hier eine auf den erſten Anblick vielleicht ver=
blüffende
Tatſache: Die Zahl der im Gewerbeweſen beſchäftigten
Perſonen hat zwar, wie zu erwarten, ſtark abgenommen, ſie iſt
von 18,4 Millionen 1925 auf 14,4 Millionen 1933 geſunken, die
Zahl. der Gewerbebetriebe hat ſich dagegen um rund 75 000
erhöht. Freilich erſtreckt ſich dieſe Zunahme in der Hauptſache
auf Gewerbezweige mit handwerklichem und kleingewerblichem
Einſchlag, und ſie dürfte vor allem darauf zurückzuführen ſein,
daß eine Anzahl der durch die Kriſe arbeitslos gewordenen
Arbeitnehmer verſucht hat, ſich ſelbſtändig zu machen. Güter=
erzeugung
und Güterverteilung zeigen hinſichtlich der in den
letzten Jahren eingetretenen Veränderungen recht erhebliche
Unterſchiede. Erſtere ſcheint von der Kriſe weit ſchärfer be=
troffen
; denn während im Güterverteilungsapparat 1933 noch
nahezu ebenſoviel Perſonen beſchäftigt waren wie 1925, iſt in
Induſtrie und Handwerk die Zahl der beſchäftigten Perſonen

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Seite 2 Nr. 150

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Samstag, 2. Juni 1934

um mehr als ein Drittel geſunken. Innerhalb der Güter=
erzeugung
weiſen zunächſt die Gewerbezweige, die vornehmlich
auf den Export eingeſtellt waren, den größten Rückgang auf.
So hat der Zuſammenbruch der weltwirtſchaftlichen Austauſch=
beziehungen
die Zahl der Beſchäftigten in der Muſikinſtrumenten=
und Spielwareninduſtrie um faſt die Hälfte (47 v. H.) ver=
ringert
, in der elektrotechniſchen Induſtrie und ebenſo in der
Eiſen= und Stahlgewinnung iſt ein Rückgang um je über
25 v. H. zu verzeichnen. Aber auch die Zerſtörung der Kauf=
kraft
im inneren Markt hat die Beſchäftigtenzahl einer Anzahl
Gewerbegruppen ſtark zurückgehen laſſen, ſo in der Textil=
induſtrie
um 45 v. H., in der Papierinduſtrie um 23 v. H
Die Güterverteilung (Handel und Verkehr) zeigt eine ſtarke Ab=
nahme
der beſchäftigten Perſonen beim Großhandel (um
2 v. H.), dagegen eine Zunahme von über 14 v. H. beim
Einzelhandel und auch eine Zunahme des Perſonals im Gaſt=
ſtättenweſen
um 9 v. H.; letztere mag zum Teil durch die Zu=
nahme
der Bevölkerungszahl in jenen Jahren bedingt geweſen
ſein. Von Intereſſe iſt ſchließlich noch die Feſtſtellung, daß
zwar die Geſamtzahl der im Gewerbe tätigen Frauen zurück=
gegangen
iſt, nämlich von 4,7 Millionen 1925 auf 4,1 Mil=
lionen
1933; ihr Anteil an den gewerbetätigen Perſonen ha=
ſich
dagegen von 25 v. H. auf 28 v. H. erhöht. Die Tendenz
der letzten Jahre, die billigere Frauenarbeit vorzuziehen, der
jetzt durch die Maßnahmen der neuen Regierung ein Riegel
vorgeſchoben iſt, iſt alſo unverkennbar
Ein Vergleich der Kraftmaſchinenverwendung 1933 und
1925 zeigt die fortſchreitende Mechaniſierung in jenen Jahren.
In Induſtrie und Handwerk iſt die inſtallierte Maſchinenkraft=
leiſtung
von 18,6 Millionen PS auf 23,3 Millionen PS ge=
ſtiegen
, die Zahl der Betriebe mit Maſchinenkraftverwendung
von 443000 oder 23 v. H. aller Betriebe auf 582 000 oder
31 v. H. Beſonders ſtarke Zunahmen der inſtallierten Kraft=
maſchinenleiſtung
zeigen die chemiſche Induſtrie, das Nahrungs=
und Genußmittelgewerbe, das Baugewerbe und die Waſſer=,
Gas= und Elektrizitätsgewinnung. Auch in der Güterverteilung
hat die Kraftmaſchinenverwendung erheblich zugenommen.

Das heſſiſche Finanzgeſetz 1934
verkündek.

In Nr. 12 des Heſſiſchen Regierungsblattes vom 31. Mai
1934 wird das von der Reichsregierung genehmigte Finanz=
geſetz
für das Rechnungsjahr 1934 im Namen des Reiches vom
Herrn Reichsſtatthalter in Heſſen verkündet.
Das Geſetz beſtimmt:
I. Ordentliche Einnahmen. Artikel 1. Die Steuern
und ſonſtigen Abgaben werden ebenſo wie die übrigen im
Staatsvoranſchlag für das Rechnungsjahr 1934 aufgeführten
Staatseinnahmen nach den beſtehenden oder ergehenden geſetz=
lichen
oder verordnungsmäßigen Beſtimmungen erhoben.
II. Außerordentliche Einnahmen. Artikel 2.
Die Regierung wird ermächtigt: 1. Zur Deckung der im Zweiten
Teil des Staatsvoranſchlags für das Rechnungsjahr 1934 vor=
geſehenen
Vermögensausgaben (Kap. 114, Tit. 1. II, Ziff. 1
der Einnahmen) 1628T627 RM., 2. Zur Deckung der Anleihe=
bewilligungen
im Jahre 1933, inſoweit ſie in einem Finanz=
gefetz
noch nicht aufgenommen ſind (Kapitel 114, Tit. 1, II
Ziff. 2 der Einnahmen) 27900 RM., zuſammen 16 309 527 RM.
im Wege des Staatskredits flüſſig zu machen und zu dieſem
Zwecke Schuldverſchreibungen, Schatzanweiſungen und Wechſel
in einem Nennbetrag, der zur Beſchaffung des genannten Be=
trags
erforderlich iſt, zu einem der Lage des Geldmarktes ent=
ſprechenden
Zinsſatz auszugeben.
Die Beſtimmungen des Art. 3 Abſ. 2 und des Art. 4 des
Finanzgeſetzes für das Rechnungsjahr 1931 vom 1. Juni 1931
(Reg.=Bl. S. 57) gelten auch für das Rechnungsjahr 1934 u. ff.
III. Ausgaben. Artikel 3. Sämtliche Staatsausgaben
ſollen auf die verſchiedenen Verwaltungszweige ſo verwende
werden, wie ihre Bedürfniſſe in den Abteilungen und Unter=
abteilungen
des Staatsvoranſchlags vorgeſehen und in der nach=
folgenden
Zuſammenſtellung aufgeführt ſind. Artikel 4. In
Abänderung des Art. 5, III des Geſetzes über das Straßen=
weſen
in Heſſen vom 15. Juli 1926 wird ein Zuſchuß des
Staates zu den Koſten der Unterhaltung der Provinzialſtraßen
auch für das Rechnungsjahr 1934 nicht eingeſtellt.
Darmſtadt, den 16. April 1934.
Der Heſſiſche Staatsminiſter.
Jung.

Im Reichsernährungsminiſterium wird zurzeit ein Reichs=
forſtgeſetz
ausgearbeitet, das bereits im Herbſt verab=
ſchiedet
werden ſoll und die Holzbewirtſchaftung aus dem deutſchen
Walde regulieren wird.
Aus Anlaß der Jahresfeier der Gründung der Rechtsfront
ſprach Miniſter Dr. Frank in Hamburg.

Friſtverlängerung bis 31. März 1935
für die Beendigung der Arbeiksbeſchaffungs=
maßnahmen
.

Berlin, 1. Juni.
Mit Rückſicht auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den
erſten Monaten hat der Reichsarbeitsminiſter ſich im Einverneh=
men
mit dem Reichsminiſter der Finanzen damit einverſtanden
erklärt, daß, ebenſo wie die Inſtandſetzungen und Umbauten von
Wohnungen, nunmehr auch die Arbeiten des Arbeitsbeſchaffungs=
programms
vom 1. Juni 1933 (erſtes Geſetz zur Verminderung der
Arbeitstoſigkeit) die nach der Durchführungsverordnung vom 28.
Juni 1933 möglichſt bis zum 1. Juli d. J. vollendet werden ſoll=
ten
, bis zum 31. März 1935 erſtreckt werden können. Soweit
in beſonderen Ausnahmefällen die Friſt für die Beendigung der
Arbeiten bei der Bewilligung der Darlehen aus dieſem Arbeits=
beſchaffungsprogramm
auf einen noch ſpäteren Zeitpunkt feſtge=
ſetzt
worden iſt, behält es hierbei ſein Bewenden. Bei den Ar=
beitsbeſchaffungsmaßnahmen
des Sofort=Programms
1933 iſt eine allgemeine Verlängerung der Ausführungsfriſt
nicht möglich, jedoch werden die Präſidenten der Landesarbeits=
ämter
und ſoweit die Arbeiten im Wege des Freiwilligen
Arbeitsdienſtes ausgeführt werden die Gauarbeitsführer er=
mächtigt
werden, im Bedarfsfall auch bei dieſen Arbeiten die
Ausführungsfriſt bis zum 31. Dezember 1934 zu ver=
längern
.

Großes Arbeitsbeſchaffungsprogramm
für die ſchaffenden Künſtler
anläßlich des Rakionalen Feiertages des deutſchen
Volkes am 1. Mai!

Der Aufruf an alle ſchaffenden Künſtler im Gau, den 1. Mai
in Gemälden, Zeichnungen uſw. feſtzuhalten, hat einen über=
raſchend
großen Erfolg gehabt.
Bis heute ſind ſchon 200 Bilder angemeldet. Es iſt jedoch be=
kannt
geworden, daß ſehr viele Künſtler ihre Werke noch nicht
gemeldet haben, ſo daß mit mindeſtens weiteren 50 Bildwerken
zu rechnen iſt.
Alle Künſtler, die ihre Werke noch nicht angemeldet haben,
werden hiermit aufgefordert, dies ſofort zu tun, und zwar an:
Landesſtelle Heſſen=Naſſau des Reichsminiſteriums für Volksauf=
klärung
und Propaganda, Frankfurt a. M., Bürgerſtr. 911, III.
Die geplante Ausſtellung wird vorausſichtlich in den
letzten Tagen des Juni oder aber in der erſten Juliwoche von
Gauleiter Reichsſtatthalter Sprenger eröffnet werden. Zu die=
ſer
Eröffnung werden mehr als 200 Gäſte geladen.
Weitere Bekanntmachungen erfolgen durch die geſamte Preſſe.

Heil Hitler!
(gez.) Müller=Scheld,
Gaupropagandaleiter der NSDAP. und Leiter der Landesſtelle
Heſſen=Naſſau des Reichsminiſteriums für Volksaufklärung und
Propaganda.

Reichsernährungsminiſter
warnk vor Preisſteigerungen für 9el.

Berlin, 1. Juni,
Bekanntlich iſt infolge der Deviſenlage eine Einfuhrſperre
für Oelſaaten und Oelfrüchte notwendig geworden. In den letzten
Tagen hat ſich aber gezeigt, daß dieſe Verknappung des Rohmate=
rials
teilweiſe zu einer ſpekulativen Preistreiberei
für Oelkuchen benutzt worden iſt. Daß es ſich um reine Speku=
lationsmanöver
handelt, beweiſt die Tatſache, daß die eigentlichen
Oelkuchenerzeuger, die Oelmühlen, die Preiſe nicht erhöht haben.
Von ſeiten des Reichsernährungsminiſteriums wird hierzu erklärt,
daß es nicht gewillt iſt, dieſe Preisſteigerungen zu dulden. Sollten
die Preiserhöhungen nicht unterbleiben, ſo würden Gegenmaß=
nahmen
der verſchiedenſten Art, insbeſondere auch wirtſchaftliche
Maßnahmen durchgeführt werden.

* Die Neuregelung des Skraßenverkehru

Die jetzt vorliegende Reichsſtraßenverkehrsordnung tritt ern
mit dem 1. Oktober in Kraft, in den nächſten Wochen werden dio
entſprechenden Durchführungsbeſtimmungen erlaſſen, die noch er=
utdiche

forderlich ſind, um ein ſofortiges reibungsloſes Einſpielen auf dio
Vorſchriften, die für das geſamte Reichsgsbiet ausgearbeitet worg=
den
ſind, zu ermöglichen. Von grundſätzlicher Bedeutung iſt dia
Tatſache, daß durch das neue Reichsrecht die entſprechenden landess 4I0f UMdu
rechtlichen Vorſchriften außer Kraft geſetzt werden, auch danm
wenn ſie teilweiſe in die neue Verkehrsordnung mit übernommen
worden ſind. Aus beſtimmten Gründen iſt es ſogar nötig geweſer
ſchon jetzt verſchiedene landesrechtliche Beſtimmungen zu ſtreicher=
Es ſei nur an die ſogenannten Rückſtrahler erinnert, die in vers eiglich laſl.
auficte Hichtet
ſchiedenen Ländern ſchon jetzt zur Anwendung gelangen ſollten
Da aber die deutſche Induſtrie erſt vom 1. Juli ab als früheſtem cgt. Es ich
Zeitpunkt das erforderliche Glas herſtellen kann, mußte eingegritz, u/z u0 Gralt.

fen werden, denn ſonſt hätten die Wageninhaber ausländiſcht de zundchle

Rückſtrahler beziehen müſſen. Unter den Neuerungen iſt von huc, f. md eiſe Aul
ſonderem Intereſſe die Führerſcheinfreiheit, die ſchon vor Jahrea s,, uſſon wird
für die Kleinkrafträder eingeführt worden iſt. Sie bleibt für dier eit
Gruppe beſtehen, wird aber auf alle Kraftfahrzeuge bis zu einet n

Geſchwindigkeit von 20 Stundenkilometern ausgedehnt. In Weget zuFeneral Gamle
fall geraten die Vorſchriften über die Höchſtgeſchwindigkeit. Nur uſch=franzoll

für Kraftfahrzeuge, die keine Luftbereifung tragen, bleiben ſiſh Von ihm iſt
erhalten. Selbſtverſtändlich muß den Ortspolizeibehörden die Mögi jaru der Genfer
lichkeit gegeben werden, in ihrem Amtsbereich gewiſſe einſchräm, miegrabkommens 4u
kende Beſtimmungen zu erlaſſen. Neugeſtaltet iſt auch der Uehen ſeine Unterſchr!
holungsvorgang, ebenſo das Vorfahrtrecht. Beim Vorfahrtrechct zca fährt, ob er
werden die Straßen, die als Hauptverkehrsſtraßen anzuſehen ſindd e ahzuwarten.
mit einem entſprechenden Wegzeichen ausgeſtattet. Auch über dioſl ſſe kin großes Int
Beſchaffenheit der Kraftfahrzeuge ſind, neue einheitliche Beſtim= ſuuchungen allzu ſta
mungen erlaſſen worden. Im übrigen gilt der ſchon bekannt geu ur. Es iſt aber 9
gebene Grundſatz, daß jeder bei der Abwickelung des Verkehrsn ch ruſſiſcher Of
auf den anderen Rückſicht zu nehmen hat, mit dieſer Form werders usüſche Militärm
zahlloſe Einzelbeſtimmungen zur Regulierung der verſchiedenen=
Verkehrsarten überflüßig.
he Gren

Die deutſch=bulgariſche Zuſammenarbeit
Für 625 Mill. Lewa Tabaklieferungen
Frit
gegen Induſttiewaren.

Die Befeſtigunge
runmehr nach un
sag eine Abteilu
Stellungen bei
de Kilometer vonl

Die Verhandlungen der bulgariſchen Regierung mit den Indu
ſtriegruppen der verſchiedenen Länder über die Abnahme von In
duſtrieerzeugniſſen gegen Lieferung von Tabaken alter und neue
Ernten iſt heute eine Entſcheidung getroffen worden, da der bulu
gariſche Miniſterrat ſeine Genehmigung zum Abſchluß der Verträgg=
in
der von der Großen Kommiſſion vorgeſchlagenen Form en
teilt hat.
Dieſer Vorſchlag ſieht eine Regelung vor, nach der die deutſcht
Induſtrie Materialien im Werte von etwa 625 Millionen Lewo
(67 Prozent) liefert, während die Anteile Oeſterreichs etwa 150
Mill. Lewa (18 Prozent), der Tſchechoſlowakei etwa 81 Mill
(9 Prozent) und Ungarns etwa 45 Mill. (5 Prozent) betragem=
Nähere Einzelheiten ſind in den nächſten Tagen zu erwarten,

Mitk

Nungen der ſt

Auf den Man
giy haben di
ibFionen begonne.
ggnſtatt. Es iſt
mmt in großem
Beſonderem Inl
vom Luftfahrtn
Ear övern zu bete
ereindungsflieger

Der Reichskanzler beim Reichspräſidenken.

DNB. Berlin, 1. Junk
Reichspräſident von Hindenburg empfing: heute nachmitta

den Reichskanzler Adolf Hitler zu einer Beſprechung ſchwebendes
politiſcher Fragen.

Maßregelung ſtudenkiſcher Korps=
wegen
Richkdurchführung des Arierparagraphe

Da die ſtudentiſchen Korps Vandalia=Heidelberg, Suevia
München und Suevia=Tübingen der Durchführung des Ariem
paragraphen nicht nachgekommen ſind, hat ſich nunmehr die F
rung der Deutſchen.Studentenſchaft gezwungen geſehen, ihren Mit
gliedern die Zugehörigkeit zu dieſen Korps zu verbieten.

Auf Einſpruch des Reichsdramaturgen wurde in Berlin d7n
Aufführung des Theaterſtückes Der Prozeß Mary Dugan unter)
ſagt.
der Verlag der Frankfurter Zeitung (Frankfurter Societäts
Druckerei G. m. b. H.) iſt in das Eigentum des langjährigen In
habers der Minderheit der Anteile übergegangen. Die Mitglieder
der Gründerfamilie, Frau Thereſe Simon=Sonnemann, Dr. Heim
rich Simon und Dr. Kurt Simon, ſcheiden damit aus Beſitz unn

Leitung des Unternehmens aus. Im Sinne des Schriftleitet!

geſetzes und entſprechend der Tradition der Frankfurter Zeitun
liegt die redaktionelle Führung des Blattes wie bisher allein iſ
den Händen der Schriftleitung.

General 6./

* Die geiſtige Welt Ernſt Barlachs.

Barlach als Bildner und Dichter.
Von C. D. Carls.

Während Ernſt Barlach in der Stille ſeiner
Mecklenburger Heimat ſeinem Werke lebt,
wird um eben dieſes Werk ein erbitterter
Kampf der Meinungen ausgefochten. Ob
Freund oder Gegner jeder ſpürt, daß hier
um Weſentliches, Entſcheidendes gerungen wird.
Wir geben darum der folgenden für Barlach
zeugenden Stimme Raum.
Wenn von Ernſt Barlach die Rede iſt, ſo hört man nicht
ſelten ſeine Bildhauerkollegen ſagen, daß er im Grunde vielleicht
mehr Dichter als Bildhauer ſei, während die Dramatiker eher den
Bildhauer als den Dramatiker gelten laſſen. Richtig iſt, daß Bar=
lach
ſich als Plaſtiker nicht leicht in ſchulmäßige Zuſammenhänge
einordnen läßt und daß er als Dramatiker jene Unbedingtheit be=
ſitzt
, die alle Zugeſtändniſſe um der rein theatraliſchen Wirkung
willen ablehnt. Aber ſelten hat es wohl eine Doppelbegabung ge=
geben
, die ſo wie er zwei weite Schaffensgebiete ganz auszufüllen
und dem Drama und der Plaſtik den Stempel ſeines Geiſtes auf=
zuprägen
vermochte. Das ſollten auch die in rein formaliſtiſchen
Anſchauungen befangenen Kritiker erkennen, die mit Barlach noch
immer nichts rechtes anzufangen wiſſen; ſie ſollten einmal ohne
gefärbte Brille vor ſein Werk hintreten und ſich endlich darüber
klar werden, daß rein formale Geſichtspunkte und das Argument
materialgerecht unzureichend ſind vor den Kundgebungen eines
ſo ungewöhnlichen Geiſtes. Der formale Purismus und der Wille
zu materialgerechter Geſtaltung, an ſich berechtigte Dinge, dürfen
nicht ſo weit getrieben werden, daß darüber der Blick verloren
geht für die Tiefe künſtleriſchen Erlebens und die geiſtige Be=
deutung
und Spannkraft, die einem Kunſtwerk innewohnt.
Zwiſchen dem dramatiſchen und bildneriſchen Schaffen Bar=
lachs
beſtehen Wechſelwirkungen. Man kann vielleicht ſagen, daß
die Dichtung der Mutterboden für ſeine Bildwerke iſt und um=
gekehrt
die dramatiſche Dichtung das Wachstum aus ſeiner bildne=
riſchen
Tätigkeit; beide entſpringen demſelben Geiſte und atmen
dieſelbe Atmoſphäre. Trotz dieſer engen geiſtigen Verflechtung
ſeines dramatiſchen und bildneriſchen Schaffens wahrt aber Bar=
lach
ſtets die Grenzen der beiden Künſte. Wenn man zum Beiſpiel
in der Plaſtik Barlachs nach Einflüſſen des Dichters ſucht, ſo wird
man höchſtens anführen können, daß der Dichter den Bildner be=
ſtimmt
, alle Begriffe bis zur äußerſten Steigerung vorzutreiben,
für jede innere Bewegung die ausgeprägteſte Gebärde zu ſuchen.
und daß er außerdem ſeinen Figuren mit einem Minimum äuße=
rer
Bewegung oft eine weite Atmoſphäre mitzugeben weiß, wie
dies den Nur=Plaſtikern nur ſelten möglich iſt.

Generalinkendank Everth.

der neue Leiter des Heſſiſchen Landestheaters.

Dieſe Meiſterſchaft, mit wenigem auf weite Strecken Atmoſ=
phäre
hervorzurufen, beweiſt auch der Dramatiker Barlach. Der

Blaue Boll beginnt mit folgenden Worten: Immer noch leichten
Nebel eigentlich gar nicht unſympathiſch, Martha, was? V. Er will der
Sieh, dieſe verwiſchte Perſpektive, mags wohl leiden Es kanu ſeichengeiſt erſchütte
mehr dahinter ſtecken als man denkt, kann anders kommen alu roendeiner Antny
ausgemacht iſt .. . ." Wie dieſe wenigen Worte den Ton anſchlau echrt iſt.
gen, der im ganzen Stück nicht mehr verſtummt, wie ſie den F0 1 Zur wird unn
guren gleichſam Stoff zum Atmen und Schlucken geben, ſo 99 A wird uns dar
ſchieht dies ähnlich durch die Eingangsſzenen des Armen Vetter Kan deutlichſten
und ebenfalls in den übrigen Stücken.
ES ber Io
Deutlicher noch als ſeine Plaſtiken von Hirten, Bauern um
Ais beredte
Bäuerinnen ſind, ſeine dramatiſchen Figuren (diejenigen, dud i0 eiſchen und di=
Sündflut ſo gut wie die des Blauen Boll und des Armé)
Vetter) typiſch norddeutſche Geſtalten, die merkwürdig ſtoßweint hn ge 3u den ei
ſprechen und handeln. Das landſchaftlich Beſondere iſt ihm ahud imh üdken plötzli
d Bidverkt
nicht Zweck, ſondern Mittel; er benutzt die Weſensſchwere nol!n
Din Drana un
deutſcher Menſchen, um die menſchliche Erdgebundenheit als ſolal
Den duch die
auszudrücken. Ein ſeltſames Zwielicht umgibt dieſe Geſtalten unn
Eeißd Her
verleiht ihnen ein zweites Geſicht, ein merkwürdiges Doppe0
daſein. Zweifel, Qualen, Erſchütterungen wachſen aus ihnen hes 50. Wihehr habe,
vor, die man zunächſt nicht in ihnen vermutete. Ein Stück prallel iS, M Mren lebe=
iderie
Reich
Wirklichkeit wird durchſcheinend, wird durchleuchtet von rätſelda
len Lebensmächten.
ndeiche
Einer der bedeutſamſten Züge der Plaſtik Barlachs iſt 2e
Gleichzeitigkeit größter Erdnähe und tiefer innerer Unruhe, Be‟
ſtiger Beſeſſenheit. Seine plaſtiſchen Geſtalten ſcheinen auſts
ſcheucht aus ihrer Exiſtenz, ſie ſcheinen nach einem Sein zu ſuche.
M.
in dem ſie von ihrer Schwere und ihrer Not befreit ſind.

triebhaftes Emporſehnen, eine Unruhe zu Gott wühlt in ihſe.*
In ſeinen tieferen Schichten mündet auch das Drama Barlache Fm Ne Moſol

dieſen religiöſen Strom ein. Die Spannung aus Erdhaftigke: F ſ4/ be ſt ols
innerer Bewegung, aus Schickſal und Sehnſucht, die in ſeiner 2"
Es
ſtik gegebener Zuſtand iſt, wird in den Dramen in ihrer Si
Miet aiek die
ſtehung aufgezeigt. Was in der Plaſtik dunkler, nicht mit Na

gerufener Drang iſt, wird im Drama zum Teil greifbarer ſee
eih
viert und in ſeinem Ausgangspunkt erkennbar.
Mie,
Barlachs Dramen laſſen ſich in zwei Gruppen zuſammenialle.
ie Stchau,
In der einen Gruppe zu der Der tote Tag‟ Die Sündflut.."
Ne
Uen,
Die gute Zeit gehören, tritt das Problemhafte ſtark in den ?e
Met.

dergrund und wirkt beſtimmend auf die Form ein. Der L.0
Ne
Vetter. Die echten Sedemunds und Der blaue Bolle weie
dagegen Elemente eines ſeltſam unterirdiſchen Humors aul.
*0
in die ernſte Haupthandlung hineingreift. Die größte Ausweith.
Schie
erfährt die dichteriſche Welt Barlachs zweifellos in dieſen

Ernſt und Humor gemiſchten Stücken; das klarſte und Mier

glichenſte der Werke dieſer Art wiederum iſt wohl der Dolie
Boll, vielleicht das bühnenmäßig ſtärkſte Drama Barlachs
haupt.

Barlach verſicht keine Glaubensſätze. Er verſucht nichl.

9t 2
Nn.
ſtimmte weltanſchauliche Ueberzeugungen zur Geltung zu brſe.
trag
ſondern zeigt alle Gedanken ſeiner Perſonen im lebendigen Vl.
Un,

[ ][  ][ ]

4

umstag, 2. Juni 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 150 Seite 3

V
Das bedroht
Frankreich.
zranzöſiſche Offiziere ſtudieren die Roke Armee. Einladung an General Gamelin nach Moskau.

Roke und blau=weiß=roke Milikärs
machen Beſuche.
Kürzlich kam aus Paris die Behauptung, daß das fran=
zöſh
=ruſſiſche Militärabkommen perfekt ſei. Eine Beſtätigung iſt
nüt rfolgt. Es läßt ſich aber nicht beſtreiten, daß zwiſchen den
S hiets und Frankreich ſehr enge militäriſche Beziehungen be=
G gn, die zunächſt ihren Ausdruck darin gefunden haben, daß
Ruuand eine Militärkommiſſion nach Frankreich ſchickte. Dieſe
Komiſſion wird ſich dadurch beſonders beliebt gemacht haben,
diwßie recht erhebliche Beſtellungen vornahm.
jetzt erfährt man, daß Rußland den franzöſiſchen Generalſtabs=
chAßeneral
Gamelin nach Moskau einladen will. Gamelin hat in
deuſſiſch=franzöſiſchen Verhandlungen eine bedeutende Rolle ge=
ſy
). Von ihm iſt ſeinerzeit behauptet worden, daß er kurz vor
Bunn der Genfer Beratungen die wichtigſten Grundzüge des
Aütärabkommens aufgeſtellt und den Vereinbarungen mit Ruß=
lum
ſeine Unterſchrift gegeben haben ſoll. Ob Gamelin nach
Aükau fährt, ob er überhaupt eine offizielle Einladung erhält,
biſit abzuwarten. Sowohl Paris als Moskau haben im Augen=
biüükein
großes Intereſſe daran, die beiderſeitigen militäriſchen
1ehungen allzu ſtark ins Scheinwerferlicht der Oeffentlichkeit zu
Es iſt aber ganz unzweifelhaft damit zu rechnen, daß der
Beich ruſſiſcher Offiziere erwidert wird und daß demnächſt eine
fymtöſiſche Militärmiſſion in Moskau auftauchen wird.
Zunzöſiſche Grenzkruppen beziehen ihre Stellungen.
EP. Paris, 1. Juni.
Dre Befeſtigungen längs der deutſch=franzöſiſchen Grenze wer=
dilnnunmehr
nach und nach mit Truppen beſetzt. So hat am Don=
nurag
eine Abteilung des 153. Infanterieregiments die befeſtig=
tam
Skellungen bei Lembach, in der befeſtigten Linie der Lauter,
ſeſche Kilometer von der deutſch=franzöſiſchen Grenze entfernt,
büßt
Aeungen der franzöſiſchen mokoriſierten Diviſionen
Auf den Manöverfeldern von Chalons=ſur=Marne und
Mait haben die Uebungen der motoriſierten franzöſiſchen
Ditſionen begonnen. Das Hauptmanöver findet in den nächſten
Oäyen ſtatt. Es iſt dies das erſte Mal, daß motoriſierte Divi=
ſäihhnn
in großem Umfang in Tätigkeit treten. Man erwartet
mit beſonderem Intereſſe das Erſcheinen der Privatflugzeuge,
de vm Luftfahrtminiſter eingeladen worden ſind, ſich an den
Waövern zu beteiligen, um im Kriegsfalle als Melde= und
Werindungsflieger dienen zu können.

* Frankreichs Bündnispolikik.
Barkhous abenkeuerliche Pläne.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 1. Juni.
Die Rede Barthous in Genf löſte in Paris gemiſchte Gefühle
aus. Man war, von den wenigen Gutinformierten abgeſehen, nicht
auf eine ſolche Zuſpitzung desfranzöſiſch=engliſchen
Verhältniſſes gefaßt. Die öffentliche Meinung beſaß einige
Illuſionen über das Verhältnis zu England; nicht zuletzt eine
Folge der Propaganda der Regierung, welche die Dinge ſo dar=
ſtellte
, als ob die franzöſiſche Außenpolitik in wachſendem Maße
die Sympathie Englands beſitzen werde.
Barthou war in Genf ſehr ſcharf und das Echo in London
blieb nicht aus. Für den Augenblick wendet man hier dieſem
Aſpekt der Lage das größte Intereſſe zu.
Daß Frankreichs unnachgiebige Haltung die wichtigſten Mächte
verſtimmt, daß für das Feſtfahren des Abrüſtungswerkes von der
Welt Frankreich verantwortlich gemacht wird, läßt ſich nicht mehr
leugnen. Aber Barthou kümmert ſich darum weniger, als ſeine
Vorgänger es getan hätten. Er iſt dabei, die von den Rechts=
kreiſen
ſo oft geforderte ausgeſprochene Bündnispolitik zu ver=
wirklichen
.
Dieſe Bündnispolitik ſieht allerdings anders aus, als man es
ſich vorgeſtellt hat. Weder Polen noch Belgien ſind geneigt, Frank=
reich
blind zu folgen. Und die Kleine Entente iſt durch innenpoli=
tiſche
Schwierigkeiten gehemmt. Auch manifeſtieren ſich in Belgrad
und Bukareſt außenpolitiſche Tendenzen, die Frankreich nicht un=
bedingt
günſtig ſind.
Das Schwergewicht wird alſo in Paris auf die relativ neuen
ruſſiſchen und türkiſchen Freundſchaften gelegt. Ueber den Wert
dieſer Freundſchaften gehen aber die Meinungen ſehr auseinan=
der
. Und für den Durchſchnittsfranzoſen kommen ſie auch recht
überraſchend. Gefühlsmäßig ſteht er ſo den Sowjets wie der Tür=
kei
Kemals mißtrauiſch und geringſchätzend gegenüber. Aber nicht
auf Gefühle kommt es jetzt an, ſondern darauf, die augenblickliche
Konſtellation für Frankreich ſo günſtig wie möglich zu geſtalten.
Sie ſoll die führenden europäiſchen Mächte, vor allem England,
aber auch Deutſchland beeinfluſſen. Man wird alſo gut tun, die
Bündnispolitik Barthous mit einiger Skepſis zu betrachten. Es
ſieht faſt ſo aus, als ob ſie nur eine Verlegenheitspolitik wäre.
Ein enges Zuſammenwirken mit England und eine Annäherung
an Deutſchland würden ſehr viele in Paris den etwas abenteuer=
lichen
Plänen Herrn Barthous vorziehen.

us8 4kamdé
Oie Leeresstärken.

Faukreich

Oodttsckband.

655490 Mann
3046 Flugzeuge
2160 schwere Geschütze
1700 Tanks

100,000 Mann
aben Reing.
ausgebildeten Reserven
schweren Geschütze
Material-Vorräte
Flugzeuge, Tanks

1200.000 Mann
2000 Flugzeuge
675 schwere Geschütze
578 Tanks

Eine Zuſammenſtellung der Heeresſtärken Deutſchlands, Frankreichs und Rußlands,
die das kraſſe Mißverhältnis der Kräfteverteilung beweiſt.

Ein ſelkſamer Fund:
Die Dokumenke der franzöſiſchen Domanialſchule
im Kanal.
EP. Paris, 1. Juni.
Spät in der Nacht traf hier die überraſchende Nachricht ein,
daß die am Pfingſtmontag aus den Räumlichkeiten der franzöſi=
ſchen
Domanialſchule im Saargebiet geſtohlenen Dokumente in dem
Saarkohlenkanal bei Saargemünd, und zwar auf franzöſiſchem Bo=
den
, kurz nach dem Grenzort Großblittersdorf, aufgefiſcht worden
ſind. Dieſe ſenſationelle Entdeckung verdankt man einem Ange=
ſtellten
der franzöſiſchen Domanialgruben in Saarbrücken, der
einen mit Kohlen beladenen Laſtkahn auf dieſem Kanal nach
Saargemünd ſchaffte. Der Angeſtellte entdeckte zunächſt einen Sack,
nahm jedoch davon weiter keine Notiz, wie er ſpäter behauptete,
bis er wenige Minuten ſpäter einen zweiten Sack ſah. Er fiſchte
die beiden Säcke auf und fand in ihrem Innern die geſtohlenen
Dokumente, die er nach Saargemünd brachte, von wo aus er die
Grubenverwaltung benachrichtigte. Der Direktor der Schulverwal=
tung
begab ſich hierauf mit einem leitenden Beamten der Gruben=
verwaltung
nach Saargemünd, wo ſie den Fund als aus dem
Diebſtahl herrührend, feſtſtellten. Die Polizei nahm ſofort die Un=
terſuchung
auf. Am Fundort ſelbſt wurden von der Polizei dann
die reſtlichen vier Säcke aufgefunden. Sämtliche aufgefundenen
Säcke wurden in das Gericht nach Saarbrücken gebracht, von wo
aus die Unterſuchung geleitet wird. Der Direktor der Schulverwal=
tung
hat eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebſtahls erſtat=
tet
. In einem von der franzöſiſchen Grubenverwaltung ausgegebe=
nen
Communiqué wird der Fund beſtätigt und hinzugefügt, daß
es noch nicht möglich geweſen ſei, nachzuprüfen, ob die ſämtlichen
geſtohlenen Dokumente aufgefunden worden ſeien. Es habe den
Anſchein, als ob die aufgefundenen Säcke erſt kurze Zeit im Waſſer
gelegen ſeien.
Rooſevelks Silbergeſet
vom Repräſenkankenhaus angenommen
EP. Waſhington, 1. Juni.
Das Repräſentantenhaus hat das Silbergeſetz des Präſidenten
Rooſevelt, durch das die Währungsdeckung zu einem Viertel mit
Silber beſtritten werden ſoll, und durch das der Präſident ermäch=
tigt
wird, zu dieſem Zweck Silber im In= und Ausland aufzu=
kaufen
, mit 262 gegen 67 Stimmen angenommen. Zuvor war ein
von republikaniſcher Seite eingebrachter Antrag, die Silbervor=
lage
an einen Ausſchuß zur Nachprüfung zu verweiſen, mit 268
gegen 70 Stimmen abgelehnt worden. Die Vorlage wurde nach der
Annahme durch das Repräſentantenhaus ſofort dem Senat über=
wieſen
, der in der kommenden Woche dazu Stellung nehmen wird,
Mißernke in Amerika?
DNB. London, 1. Juni.
Einer Meldung aus Waſhington zufolge beſteht infolge man=
gels
an Regen in den Vereinigten Staaten die Möglichkeit einer
Kataſtrophe. Selbſt wenn es in den nächſten zehn Tagen Regen
gibt, werden die Staaten Jova, Nebraska, Illinois, Indiana und
Ohio nur die Hälfte ihrer regelmäßigen Ernten einbringen kön=
nen
. Bleibt der Regen weiter aus, dann werden noch weitere
zehn Staaten von einer Mißernte betroffen. Die Farmer ſind be=
reits
der Verpflichtung enthoben worden, ihre Erzeugung einzu=
ſchränken
. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß der Kongreß noch vor
ſeiner Vertagung erhebliche Summen zur Linderung der Not be=
willigen
muß.
Aus Winnipeg (Ottawa) wird gemeldet, daß auch in Kanada
infolge großer Trockenheit mit einer Mißernte gerechnet werden
müſſe. In dem am ſchwerſten betroffenen Gebiet von Süd= Sas=
katchewan
werden dieſes Jahr ſtatt der normalen 44 Millionen
Buſhels Weizen nur 4 Millionen erwartet.
Rückkriktsgeſuch des rumäniſchen Kriegsminiſters
angenommen.
DNB. Bukareſt, 1. Juni.
Der König hat das Rücktrittsgeſuch des Kriegsminiſters,
General Uica, angenommen und den Miniſterpräſidenten mit
der vorläufigen Verwaltung des Miniſteriums betraut. General
Uica wurde zum Kommandeur des Bukareſter Armeekorps
ernannt.

w. Er will dem Bewußtſein immer wieder die großen, den
Aieſchengeiſt erſchütternden Fragen wachrufen, ohne aber den Be=
ſitzrgendeiner
Antwort vorzutäuſchen, die dem Menſchen nicht
Aeuhrt iſt.
Zwar wird uns die ganze Tiefe deſſen, was Barlach zu ſagen
hal wird uns das umfaſſende ſchöpferiſche Vermögen dieſes Gei=
Bam deutlichſten bewußt, wenn wir ſein dichteriſches und bild=
neches
Werk als eine große geiſtige Einheit begreifen und er=
Min. (Als beredte Zeugniſſe dieſes Zuſammenſchmelzens ſeiner
hfſteriſchen und dichteriſchen Arbeit können die zahlreichen Illu=
Bionen zu den eigenen Dramen gelten, in denen ſeine plaſti=
m
Figuren plötzlich Dialoge zu führen oder ſeine Dramen=
imen
zu Bildwerken zu erſtarren ſcheinen.) Aber dieſe enge
Tlle von Drama und Plaſtik und die Tatſache, daß die Wirkung
DaDramen durch die Kenntnis des plaſtiſchen Werkes noch ge=
hert
wird, können nicht als Mängel der Dramen gedeutet wer=
SeVielmehr haben ſeine dramatiſchen Dichtungen ihr geiſtiges
L7t und ihren lebendigen Wert ganz in ſich ſelbſt und gehören
Iie vorderſte Reihe deſſen, was in der heutigen Dramenproduk=
1Mauf dichteriſche Geltung Anſpruch hat.
* Barockpalaft über der Saar.
Von Dr. H. Neumeiſter.
Wie die Moſel ſanfter, zärtlicher, mehr voll warmer ein=
mr
Hingabe iſt als die große unbeſtimmbare Weite der Rhein=
Mſchaft, ſo iſt es noch einmal weicher, offener, ſüßer, gegen=
der
Moſel die Landſchaft der kleinen Saar. Hellroſa und
en hängt zu allen Tageszeiten der Sonnendunſt über den
Ai geſchwungenen flachen Weinbergen der unteren Saar. Man
19 über das maleriſch um die Waſſerfälle ſeines Leukbaches
ifelte Saarburg, vorbei an der auf jähem Felsſturz hoch
W der Saar gegründeten Klauſe. Bei Taben, Dorf und
Nalige Probſtei, welche im Stil eines behäbigen barocken
Ashofes mit ihre Kapelle hoch über dem Fluß liegt, hört der
Sn auf, tief bewaldete Berge rücken eng an den Fluß heran,
Zerklüftete Schieferabſtürze bilden das Landſchaftsbild der
eren Saar. Später öffnet ſich das Tal wieder ein wenig.
Nwäſchen hat man, ohne daß ein Wechſel der natürlichen oder
Kulturlandſchaft dies glaubhaft machte, eine politiſche Grenze
Rſchritten; in einer kleinen Breite des Fluſſes zwiſchen
eriden Obſtbäumen und im Weiten umkränzt von weichen
ergen liegt Mettlach es iſt die erſte Stadt des durch den
ailler Vertrag von Deutſchland abgetrennten und unter
rbundsverwaltung geſtellten Saargebiets. Noch liegt der
e1 der Abſtimmung von 1935, obgleich deren Ausgang bei

einer reindeutſchen Bevölkerung des Gebiets nicht zweifelhaft
ſein kann, vor ſeiner Rückkehr in den Geſamtverband des deut=
ſchen
Reiches.
Man muß wohl mit der Politik beginnen in dieſem Grenz=
land
, auch wenn man von der Kunſt ſprechen will. Denn die
Politik, für die dieſes kleine, an Bodenſchätzen reiche Gebiet ſeit
Jahrhunderten umkämpft iſt, hat auch das Geſicht ſeiner Kultur
entſcheidend beeinflußt. Nicht zum guten. Vieles, was der bau=
frohe
Sinn früherer Jahrhunderte dort aus frommen Sinn, hier
mit der Abſicht glanzvoller fürſtlicher Repräſentanz geſchaffen
hat, wurde zerſtört und verfiel in Krieg und Gegenkrieg, durch
Raub und Brand. Anderes, das blieb, wurde über dem poli=
tiſchen
Kampf und der dominierenden Rolle, welche im neun=
zehnten
Jahrhundert die aufblühende Wirtſchaft auch in dieſem
Gebiet übernahm, vergeſſen. Sehr zu Unrecht: noch zeugen
große dunkle Kirchen und kleine helle Adelsſitze auch hier allent=
halben
von dem großen Zug rheiniſch=ſüddeutſcher Bautradition,
der auch die Kunſt des Saargebiets in erſter Linie gehört.
Aber Mettlach beſtand und ſteht als großer leidenſchaftlicher
Auftakt vor der Kunſt des Saargebiets. Ländlich anſpruchslos
liegt das Städtchen um die leiſe offene Biegung der Saar,
kleiner grauer, kaum wahrgenommener Trabant um den prunk=
vollen
Mittelpunkt, die Abtei. Ja, es war wirklich eine Abtei.
Kunſt= und lebensfroh wie alle barocken Fürſten, auch die geiſt=
lichen
, hat Kurtrier im Beginn des achtzehnten Jahrhunderts
mit dem Bau begonnen, ſein Architekt war Chriſtian Kretzſchmar
aus Sachſen. War es die auf den ſchweren gediegenen Prunk
des Oſtens ausgerichtete Tradition dieſes Baumeiſters, war es
das für jeden Bau in dieſer Saar= und Moſellandſchaft ſich
anbietende herrliche Material, zartrot= oder goldſchimmernden
Sandſtein es entſtand ein Bauwerk, das freilich eher einem
Königspalaſt als der Wohnung welterſtorbener Ordensgeiſtlicher
zu dienen beſtimmt ſchien. So vermerkt ſchon eine alte Mett=
lacher
Chronik und der Eindruck beſteht noch heute. Dicht an
dem ſchimmernden Fluß, nur durch eine ſanfte Brüſtung von
ihm getrennt, wölbt ſich die ſchwungvoll bewegte vielfenſtrige
Palaſt=Faſſade. Doch die große barocke Bewegung bricht nir=
gends
zur Regelloſigkeit aus, ſie iſt gedämmt und gebündelt durch
den klaren Rhythmus der drei in weit vorgezogenen Pavillons
mündenden Achſen. Auch die übergroße Frontlänge von 112
Metern erſcheint durch ſie geſammelt und gegliedert. Blühend
und reich iſt auch der Schmuck der drei Portale, beſonders des
mittleren: zart geſchliffener Juwel aus hellgelbem Sandſtein,
der ſich licht gegen das warmrote Geſtein des Geſamtbaues ab=
ſetzt
. Die Fenſter gemeſſen und regelmäßig gerahmt aber mit
hellen, weich ſich biegenden Bekrönungen und luſtigen Schluß=
ſteinen
. Von dieſen verdient es beſonders geſprochen zu werden.
Denn nicht ein einfacher glatter Stein wie anderwärts oder
ein leichtes Rokokozierat hat dem Erbauer dieſes fürſtlichen

Sitzes als Krone und Abſchluß jeden Fenſters genügt, ſondern
Köpfe verſchiedenſter Art: Fratzen von Kroaten, Negern, Juden,
Bauern, Handwerkern beleben die ſymmetriſche Flucht der Fen=
ſter
. Und an den Fenſtern zweier Hofflügel begibt ſich folgende
und für einen geiſtlichen Bau gewiß beachtliche Merkwürdig=
keit
: Die Mitte der Fenſterreihe des einen Flügels iſt durch
den behaglichen Kopf eines Paſchas in den beſten Jahren ge=
ziert
, an welchen, über den zu beiden Seiten folgenden Fenſtern,
ſeine Odalisken bis zum Kindersalter abnehmend ſich anſchlie=
ßen
, während die Schlußſteine des anderen Flügels ähnlich
belebt werden, jedoch mit dem Unterſchiede, daß die Mitte ein
kahler, mit vier Hörnern beſetzter alter Mannskopf einnimmt,
von dem ſeine Frauen abgewandt nach dem anderen Flügel
hinüberſchauen. (Zitat nach Lohmeyer, Johannes Seiz). Heiterer
weltoffener Sinn jener Zeit, der das Natürliche ohne Bruch in
den Kreis auch des geiſtlichen Lebens mit einbezog.
Mit der Geduld der Alten baute das ganze achtzehnte Jahr=
hundert
an der Vollendung der Abtei. Zuletzt ereilte ſie das
Geſchick vieler barocker Kloſter= und Kirchenbauten jener ſpäten
Zeit. Unverſehens überkam ſie die Welle der Säkulariſierung und
führte ſie, bevor ſie ganz vollendet war, einer anderen Beſtim=
mung
zu. 1809 wurde hier die keramiſche Fabrik Villeroy und
Boch begründet, an den rückwärtigen Flügeln entſtand mancher
An= und Umbau, und das Saartal füllen in die Breite heute
viele kleine Arbeiterhäuſer. Die ſchöne Palaſtfront über der Saar
blieb aber erhalten.
Die Abtei iſt nicht die einzige Merkwürdigkeit dieſer ent=
legenen
Stadt Mettlach. In ihrem einſtigen Park ſteht, efeu=
bewachſen
, umfloſſen von dem verzaubernden Glanz tiefer Ver=
gangenheit
, der alte Turm. Es iſt aber in Wirklichkeit kein
Turm, ſondern die Ruine einer uralten Kapelle, Zeuge der
früheſten Anfänge dieſer Abtei, die ſchon im ſiebenten Jahrhun=
dert
begründet wurde. Fern und zärtlich entrückt erſcheint die
helle Landſchaft durch das ſchöne Maßwerk der gotiſchen Bogen
gefehen, die das Erdgeſchoß tragen. Doch dieſe ſtammen aus
ſpäterer Zeit, weiter oben öffnet ſich die ſtrenge Rundung
rhythmiſch ſich wiederholender früher romantiſcher Bogen, die
das hohe Alter des kleinen Bauwerks verraten. Man ſteht auf
dem niederen Umgang vor Rundbogen, Säulchen und Blati=
werk
und fühlt plötzlich ſehr deutlich, die Verwandtſchaft dieſes
maleriſchen Reſtes mit der ebenſo pracht= wie maßvollen großen
romantiſchen Architektur des Rheinlandes überhaupt. Worms
und Speyer und Aachen und Köln ſpiegeln ſich ſchwach, doch
ganz deutlich in dieſem kleinen ländlich=abſeitigen Kirchenbau
an der Saar. Sie beziehen ihn wiederum ein in ihren Kreis
wie es die große deutſche Barockkunſt für das ſpätere Abtei=
gebäude
tat. Der große deutſche Kulturſtrom pulſt eigenwillig
und kräftig ebenſo wie in dieſen beiden Bauten in Mettlach=
der
ganzen reichen und reizvollen Baukunſt des Saargebi

[ ][  ][ ]

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Karl May
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2. Junl 1934

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine liebe Gattin, unſere treuſorgende
Mutter, Schwiegermutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
Eliſe Oegreif
geb. Hofferberty
nach ſchwerer Krankheit heute im Alter
von 50 Jahren zu ſich in die Ewigkeit
zu rufen.
Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:
Gg. Degreif, Rimhorn i. O.
Gg. Degreif und Frau
Darmſtadt, Eckhardtſtraße 16
Karl Hartmann und Frau
Darmſtadt, Taunusſtraße 17
Rimhorn, 1. Juni 1934.
Die Beerdigung findet am Sonntag, 3. Juni,
nachm. 2½ Uhr ſtatt.

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geb. Guſſean
Vermählte
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Klrchliche Trauung Samstag, 2. Junſ,
nachmittags 2.30 Uhr, in Goddelau.

Für die uns anläßlich unſerer
Silbernen Hochzeit erwieſenen
Aufmerkſamkeiten danken herz=
lichſt
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Donnerstag, den 31. Mai 1934, entſchlief nach langem,
ſchweren Leiden unſere jüngſte Tochter und Schweſter
Gertrude
im Alter von 14 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Reinhard Gelfius.
Darmſtadt, den 2. Juni 1934.
Nieder=Ramſtädterſtraße 118.
Die Beerdigung findet Montag, den 4. Juni 1934, vor=
mittags
11 Uhr, vom Portale des Alten Friedhofes
(6195
aus ſtatt.

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[ ][  ][ ]

Samstag, 2. Juni 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 150 Seite 5

Aus der Landeshauptſtadt
Die Land=und Arlaubsfahrten im ſchönen Deutſchland.
Darmſiadt, den 2. Juni 1934.

Bekannkmachungen des Perſonalamkes.
Ernannt wurden: Am 19. April 1934 Miniſterialkanzleiaſſi=
Johs Brunner bei dem Heſſ. Staatsminiſterium, Mini=
ſeriealabteilung
für Bildungsweſen. Kultus, Kunſt und Volks=
zum
Miniſterialkanzleiſekretär; am 30. April 1934 der Kap=
Dr. Joſeph Hainz, zur Zeit kommiſſariſch an der Liebigs=
derrealſchule
in Darmſtadt, unter Berufung in das Beamten=
hältnis
zum Studienrat an dieſer Schule, beide mit Wirkung
April 1934 an; am 1. Mai 1934 der Kanzleigehilfe Wil=
hur
Schaaf bei dem Kreisamt Darmſtadt zum Kanzliſten; am
MMaf 1934 Miniſterialkanzleiſekretär Adam Schäfer bei dem
Staatsminiſterium, Miniſterialabteilung für Bildungsweſen,
flus, Kunſt und Volkstum, zum Miniſterialkanzleioberſekretär
Wirkung vom 1. April 1934 an; am 9. Mai 1934 durch Ur=
de
des Herrn Staatsminiſters: der Juſtizinſpektor beim Amts=
icht
Hungen Heinrich Kaſper zum Juſtizinſpektor beim Amts=
gicht
Vilbel; der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Lich Hein=
Vater zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht Gießen;
geſchäftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Nieder=Olm
ſob Harth zum Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Mainz; der
häftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Lich Ludwig
zum geſchäftsleitenden Juſtizinſpektor beim Amtsgericht
äßen; der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Nieder=Olm Jo=
Kröhle zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht
Ainz der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Lauterbach
zel Cirus zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht =
dgen
; der geſchäftsleitende Juſtizinſpektor beim
Amts=
geicht
Hungen Eberhard Joſef Traud zum geſchäftsleiten=
Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Ortenberg; der Juſtiz=
wektor
beim Amtsgericht Nieder=Olm Friedrich Hermann
hmmerle zum Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Wörrſtadt;
Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Nieder=Olm Adam Heyer
Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht Mainz, ſämtlich mit
Vekuung vom 1. Juni 1934; am 16. Mai 1934 der Rechnungs=
bei
dem Heſſiſchen Staatsminiſterium, Miniſterialabteilung
Bildungsweſen, Kultus, Kunſt und Volkstum. Erich Böhn=
ſirdt
, zum Oberrechnungsrat mit Wirkung vom 1. April 1934
am 23. Mai 1934 durch Urkunde des Herrn Reichsſtatthalters
Heſſen auf Vorſchlag der Heſſiſchen Regierung: der Oberamts=
ſſter
bei dem Amtsgericht Lich Dr. Robert Bernhard zum
Aramtsrichter bei dem Amtsgericht Altenſtadt; der Oberamts=
ſſter
bei dem Amtsgericht Ortenberg Erich Holzinger zum
adgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg
Darmſtadt und zugleich zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht
dmſtadt: der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht in Hungen
7V
r Eberhardt zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht
Irtenberg; der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht in Nie=
eOlm
Rudolf Page zum Amtsgerichtsrat bei dem Amts=
acht
Mainz, ſämtlich mit Wirkung vom 1. Juni 1934.
In den Ruheſtand verſetzt werden auf Nachſuchen: Am 9. Mai
der Juſtizſekretär beim Amtsgericht Nieder=Olm Wilhelm
4ufr durch Urkunde des Herrn Staatsminiſters mit Wirkung
Juni 1934 unter Anerkennung ſeiner dem Staate gelei=
en
Dienſte; am 23. Mai 1934 durch Urkunde des Herrn Reichs=
uhalters
in Heſſen auf Vorſchlag der Heſſiſchen Regierung der
ehaftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Fürth i
Elipp Flohr mit Wirkung vom 1. Juni 1934 unter Aner=
Kmung ſeiner dem Staate geleiſteten langjährigen treuen
2uſe, beide mit dem geſetzlichen Ruhegehalt: der Kreisarzt,
rmedizinalrat Dr. Georg Schäfer in Bad Salzhauſen unter
priennung ſeiner dem Staate geleiſteten langjährigen treuen
aße und unter beſonderer Würdigung des im nationalen
Znzeſſe bekundeten Opferſinns mit Wirkung vom 1. Septem=
1a1934.

KtBeru Kal 8 für Ewenrd Kreis Asſihl Kloſif
r für Treis a. d. Lumda, Kreis Gießen; Heinr. Wolff 2.
Meiches, Kreis Schotten: zu Beigeordneten: Otto
ſor für Atzenhain, Kreis Alsfeld; Adolf Fitting für Gun=
heim
, Kreis Worms.
Treuer Mieter. Am 1. Juni ſind es 30 Jahre, daß Polizei=
mier
i. R. Theodor Koch mit Familie im Hauſe Mühlſtr. 50
in.
unſthalle am Rheintor. Der gute Beſuch der Ausſtellung
ſtmärkiſchen Künſtlerbundes in der abgelaufenen Woche war
ſchöner Beweis dafür, daß auch unſere Darmſtädter Kunſt=
ade
für das Ziel dieſer Schau, die Förderung der Verbunden=
der
deutſchen Stämme im Oſten und Weſten unſeres Vater=
es
, Sinn und Verſtändnis haben. Es ſteht zu erwarten, daß
der nächſte Sonntag und die kommende Woche der Ausſtel=
zahlreiche
Beſucher bringen werden. Es wäre zu hoffen,
h bei den zum Teil ſehr erſchwinglichen Preiſen auch noch
weitere Verkäufe von privater Seite getätigt würden, nach=
er
Kunſtverein vier anſprechende Motive als Gewinne für
Weihnachtsverloſung erworben hat. Jedenfalls würden es
tmärkiſchen Künſtler dankbar begrüßen, wenn ihnen neben
künſtleriſchen Gelingen auch noch ein ſchöner wirtſchaftlicher
lg gemeldet werden könnte.
Reichsverband Deutſcher Schriftſteller, Ortsgruppe Darm=
Der erſte Berufsabend der Ortsgruppe findet, am
stag, dem 5. Juni 1934, abends 8.15 Uhr, im
48 der Volkshochſchule (Gewerbemuſeum), Neckarſtraße 3,
Die Fachreferentin für Erzähler. Frau Dorothe
latz, wird über Das Buch als Lebensquelle‟,
en und über die Zuſammenkunft der Fachgruppe Erzähler,
m 26. Mai in Frankfurt tagten, berichten. Kollege Wil=
ein
Michel, Führer der Fachgruppe Kritik im Gau, ſpricht
die letzte Tagung der Fachgruppe Kritik, und der Ver=
Imsortsgruppenführer Hanns Walter Wohmann wird
Abend mit Ausführungen organiſatoriſcher Art einleiten.
i Teilnahme an dem Abend iſt für Mitglieder Pflicht, noch
beſtätigte Mitglieder und Förderer ſind als Gäſte will=
kümen
.
Eine nette Ueberraſchung bietet der Bunte Abend des
R. heute abend, im Saalbau, durch die Verloſung eines
Ullsempfängers mit Hilfe der Programme.
Luftfahrtwerbewoche 1934. Anläßlich der Luftfahrtwerbe=
ue
hat ſich die Kapelle der Heſſiſchen Landespolizei freundlicher=
Rei' zur Verfügung geſtellt, am Adolf=Hitler=Platz zwiſchen 17
919 Uhr, unter perſönlicher Leitung des Muſikinſpizienten
SGlau, ein Platzkonzert zu veranſtalten.
9. Der gefährliche Obſtkern. Mit Beginn der Obſtzeit iſt
9e Nahnung in Erinnerung zu rufen, daß es ungehörig iſt,
tierne auf die Straße zu ſpucken, weil die Geſund=
hdüder
Mitmenſchen dadurch gefährdet werden kann. So rutſchte
jctin Offenbach, eine ältere Frau in der Bieberer Straße
wieinem Kirſchkern aus. Sie ſtürzte ſo heftig zu Boden, daß ſie
exſoliche Verletzungen erlitt und in ihre Wohnung gebracht wer=
Namußte. Beinahe wäre ſie auch noch von der Straßenbahn
übjahren worden, wenn es dem Wagenführer nicht gelungen
w, den Wagen kurz vor der am Boden liegenden Frau anzu=
heuin

Seſſiſches Landestheater.

Großes Haus

EinteiA z. Hant

Anf 19½, Ende gegen 22 Uhr. k25
Preiſe 0.50 4. 50
Weh dem, der liebt!

Anf. 19½, Ende gegen 22 Uhr. D. Bühne K18.
Preiſe 0.705.50

Sie St. Aurt Des Wbelingb.
Anf. 2), Ende gegen 22½ Uhr. Außer Miete).
Preie 0.504.50
5. Juni Weh dem, der liebt:

6. Juni

Anf. 19½, Ende gegen 23 Uhr. D. Bühne 0 18
Preiſe 0.705.50
Akrabella.

8. Juni

9. Juni

Anf. 20, Ende gegeu 22½ Uhr. D 24, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 151300.
Preiſe 0.504.50
Weh’ dem, der liebt!
Anf. 19½, Ende gegen 23 Uhr. E 26, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 301350.
Preiſe 0.705.50
Arabeila.

Anf. 19½, Ende 22½4 Uhr. C 24, dazu kinder=
reiche
Mütter Nummerkarten 351400.
Preiſe 0.504.50
bo. -n Sie vier Mnsketiere.

N5-Gemeinſchaft Kraft durch Freude beſchließt Urlaubsreiſen für Juli und Auguſt.

Das Reichs=Preſſe= und Propaganda=Amt der NSG. Kraft
durch Freude teilt mit:
Wenn mancher geglaubt hat, in der Hauptſaiſon der Reiſe=
zeit
würde es niemals möglich ſein, ebenſo viele Urlauberzüge
wie in der Vorſaiſon fahren zu laſſen, ſo muß er ſchleunigſt um=
lernen
. Auf der Tagung der Gauwarte des Amtes für Reiſen,
Wandern und Urlaub wurden 130 Land=Sonderzüge zu je 1000
Mann für je eine Woche Urlaub ins Programm geſetzt. Für ins=
geſamt
37 000 Arbeitskameraden wurden Seereiſen in Ausſicht
genommen, während die Teilnehmer an den Kraft durch Freude‟=
Wochenendfahrten auf weit über 100 000 geſchätzt werden.
Im Mai allein ſind nach genauer Berechnung bereits rund
200 000 Volksgenoſſen von der NSG. Kraft durch Freude, in
Bewegung geſetzt worden, eine Rieſenleiſtung, die alle Erwartun=
gen
übertraf. Da es ſich jedoch um einen ausgeſprochenen Monat
der Vorſaiſon handelte, waren die organiſatoriſchen Schwierigkei=
ten
(Unterbringung der Urlauber, Geſtellung der angeforderten
Züge uſw.) nicht ſo erheblich, wie ſie beſtimmt ſchon im Juni und
vor allem im Juli und Auguſt ſein werden.
Um ſo größer war die Ueberraſchung, als die Gauwarte des
Amtes Reiſen, Wandern und Urlaub die Aufnahmefähigkeit
ihrer Betriebe bekanntgaben. Ueberall wartet man auf die Ur=
lauber
, ja einzelne Landſchaften, insbeſondere die Notſtandsge=
biete
, fordern ſie geradezu an! Es iſt nicht mehr zu verkennen,
daß außer den idealen Zwecken, den Urlaubsreiſen deutſcher Ar=
beitsmenſchen
auch eine wirtſchaftliche Bedeutung zukommt, wie
ſich von Woche zu Woche immer mehr erweiſt.
Mit einem ungeheuren Tempo hat die NSG. Kraft durch
Freude in wenigen Monaten eine Reiſebewegung ins Leben
gerufen, die heute ſchon Hunderttauſende erfaßt und deren große
Zukunft noch gar nicht abzuſehen iſt. Dieſer Reiſeverkehr von
Kraft durch Freude iſt, das kann nicht oft genug betont werden,
ein Zuſatzverkehr. Es wird ſtrengſtens überall darauf geachtet,
daß nur ſolche Volksgenoſſen als Teilnehmer zugelaſſen werden,
deren Mittel ſonſt nicht zu einer normalen Land= oder Seereiſe
ausreichen würden. Beſonders den Werktätigen ſoll Gelegenheit
gegeben werden, Deutſchland kennenzulernen.

Deutſchland hat aber ſo viele Gegenden, die dem Namen nach
zwar weniger bekannt ſind, in ihrer landſchaftlichen Schönheit je=
doch
berühmten Reiſeorten in nichts nachſtehen, ja, ſie ſogar oft
was Urſprünglichkeit von Menſch und Natur angeht über=
treffen
. Darum wird es in Zukunft eine beſondere Aufgabe des
Amtes für Reiſen, Wandern und Urlaub ſein, den Volksgenoſ=
ſen
gerade das unbekannte ſchöne Deutſchland zu erſchließen. Das
iſt bereits in vielen Fällen geſchehen, und die begeiſterten Erzäh=
lungen
der heimgekehrten Urlauber beweiſen die Richtigkeit und
Notwendigkeit dieſes Vorgehens.
Im Folgenden geben wir das Programm wieder, das für die
Land= und Urlauberfahrten als geſichert gelten kann. Aufgebaut
auf den bisher gemachten Erfahrungen, iſt die Liſte eher zu klein
als zu groß. Man kann mit ziemlicher Sicherheit ſagen, daß noch
Züge eingelegt werden müſſen, was zum Teil von der Aufnahme=
fähigkeit
der Urlaubsgebiete während, der Hauptreiſezeit, zum
Teil auch von den techniſchen Möglichkeiten der Reichsbahn ab=
hängt
. Dieſe Urlauberzüge werden jedenfalls das ſteht heute
ſchon feſt vornehmlich in Notſtandsgebiete geleitet werden.
Programm.
1.8. Juli: Abſendegau: Heſſen=Naſſau=Nord und =Süd: Auf=
nahmegebiet
: Pommernküſte.
8.15. Juli: Von: Heſſen=Naſſau, nach: Bayeriſcher Wald
15.22. Juli: Von: Heſſen=Naſſau=Süd und Kurheſſen, nach: öſt=
liche
Oſtſee (Rügenwalde)
22.29. Juli: Von: Heſſen=Naſſau=Süd und Kurheſſen, nach: Bo=
denſee
.
29. Juli bis 5. Auguſt: Vor.: Groß=Berlin, nach: Odenwald
(Bergſtraße).
5.12. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach: Glatzer
ſergland.
12.19. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach:
Nordſee.
19.26. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach: Hol=
ſtein
(Oſt= oder Nordſeeküſte).
26. Auguſt bis 2. September: Von: Heſſen=Naſſau, nach: Allgäu.

Aufruf der Deufſchen Arbeifsfton.
Reichsbekriebsgemeinſchaft Verkeht.
Am 12. November 1933 hat ſich das geſamte ſchaffende Volk
zur neuen Staatsführung und zum nationalen Sozialismus be=
kannt
und damit zum Ausdruck gebracht, daß die Zeit des Inter=
eſſenten
= und Klaſſenkampfes endgültig überwunden iſt.
Um dieſe Gemeinſchaft auf der Grundlage der ſozialen Ehre
und Gerechtigkeit zu ſichern, fordern die Führer der nachſtehenden
rganiſationen und Verhände aller Betriebsführer des Deutſchen
Verkehrs auf, ſich unverzüglich der Deutſchen Arbeitsfront, Reichs=
betriebsgemeinſchaft
Verkehr anzuſchließen.
Die Führer der unterzeichneten Verbände erwarten von die=
ſem
Zuſammenſchluß aller Schaffenden des Verkehrs die einheit=
liche
Geſtaltung einer vom nationalſozialiſtiſchen Geiſte getragenen
ſozialen Ordnung.
Weitere techniſche Anordnungen ergehen in Kürze über die
Untergliederungen der Deutſchen Arbeitsfront und die der unter=
zeichneten
Verbände.
Deutſche Arbeitsfront, Organiſationsamt,
Pg. Claus Selzner;
Amt für Ständiſchen Aufbau, Abteilung Verkehr:
Pg. Hans=Werner Müller;
Reichsbetriebsgemeinſchaft Verkehr und öffentliche Betriebe:
Pg. Gg. Körner;
Spitzenvertretung der deutſchen Schiffahrt:
Staatsrat John Th. Eßberger;
Reichsausſchuß der deutſchen Binnenſchiffahrt:
Generaldirektor Dr. h. c. Joh. Welker;
Reichsverband des gewerblichen Kraftverkehrs und der Fuhr=
Betriebe Deutſchlands, e. V.;
Reichsverband des Kraftfahrgewerbes:
Friedrich Strebel;
Privat= und Kleinbahnen:
Generaldirektor Dr. Erich Lübbert;
Speditionsgewerbe:
Konſul Heinrich Ohlendorf.

Sommer-Ausgabe 1934
O preis 70 pfennig
Erhältlich in den Buchhandlungen, Kiosken, Bahnhofs-
buchhandlung
und Geschäftsstelle, Rheinstraße Nr. 26.

Aus dem Gerichtsſaal.
Aw. Das Bezirksſchöffengericht ordnete am Freitag
zwei Sicherungsverwahrungenoan, einmal gegen den
48jährigen Heinrich Schilling aus Griesheim, der als Fahr=
radmarder
bekannt iſt, ſchon manche ſchwere Vorſtrafe hinter ſich
hat, dem ſchon etliche Male die bürgerlichen Ehrenrechte aber=
kannt
wurden und unter Polizeiaufſicht geſtellt wurde. Ebenſo
ergeht es dem 30jährigen Robert Schäfer aus Mainz, der ſchon
ganz erhebliche Zuchthausſtrafen erhielt. Die beiden Angeklag=
ten
verbüßen augenblicklich Zuchthausſtrafen.
Es erhält dann der 38jährige Wilhelm Baſtian aus Er=
bach
wegen Unterſchlagung und wegen Urkunden=
fälſchung
eine Geſamtſtrafe von vier Monaten
und zwei Wochen. Baſtian hatte im Laufe der Jahre etwa
8000 Mark ſeines Arbeitgebers unterſchlagen, und hatte auch, um
das zu verſchleiern, einen Wechſel gefälſcht. Er macht glaubhaft,
daß er in Not gehandelt habe. Es wird ihm überdies eine fünf=
jährige
Bewährungsfriſt zugebilligt.
Vor der Großen Strafkammer begann am Freitag
die Verhandlung wegen des Einbruchs bei dem Metzger Stein=
metz
in Dieburg, dem am 30. Dezember vorigen Jahres etwa
6000 Mark aus ſeinem Schlafzimmer geſtohlen wurden. Ange=
klagt
wegen des Einbruchs iſt der Frankfurter Rudolf Neu=
bauer
und wegen Anſtiftung bzw. Beihilfe dazu noch ſieben
andere Angeklagte, ſämtlich aus Frankfurt. Die Verhandlung
dauerte mit einer halbſtündigen Pauſe von 8 Uhr früh bis 6.30
Uhr abends. Es wurden die Zeugen ſämtlich vernommen, ſo daß
am Samstag vormittag wohl mit den Plädoyers begonnen wird.
Im Bericht vom Donnerstag unterlief eine Namensverwech=
ſelung
. Der wegen Urkundenfälſchung zu fünf Monaten Gefäng=
nis
Verurteilte hieß Albert Stern von hier. Leonhard Horch=
heimer
wurde von der Anklage der Urkundenfälſchung freige=
ſprochen
.

Kunſtnachrichken.

(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Liederabend Hans Hoefflin. Es wird nochmals
darauf hingewieſen, daß heute abend, im Saale der Städtiſchen
Akademie, um 8 Uhr, Hans Hoefflin, unter Begleitung von Prof.
Beines die Müller=Lieder von Schubert zum Vortrag bringt.
Kartenverkauf im Sekretariat der Akademie und an der Abend=
kaſſe
.

* Der weiße Kompreſſer.
Es iſt Mittag, und da gibt’s um den Langen Ludwig rum
Betrieb. Die Männer mit den Aktenmappen, die Verkäuferinnen,
die Schüler, alle haſten ſie zum Mittageſſen. Nur auf der Wil=
helminenſtraße
wandeln einſam, aber nicht allein, ein paar Leute,
die habens nicht eilig, weil ſie von der Luft leben.
In der Rheinſtraße bimmeln die Elektriſchen und Autos
hupen. Ich bremſe mein Rad, fünf Meter vor mir überquert
nämlich ein altes Frauchen die Straße, und da heißt die einzige
Regel: Stop! denn: Kinder und alte Leute!!
die kommt alſo glücklich mitſamt ihrem Marktnetz über
doch, da ein mächtiges Fauchen iſt plötzlich in der Luft, ein Auf=
heulen
. Mit einem Schrei hopſt das Frauchen zurück und
wenn ich nicht ſofort abgeſprungen wäre, ſtände ich jetzt unter
Anklage wegen fahrläſſiger Körperverletzung.
Huu hui neben mir ſauſt ein langgeſtrecktes, weißes
Etwas vorbei, zwei große Nummern hintendrauf, ein Renn=
wagen
. Heult nochmal kräftig und iſt ſchon wieder verſchwunden.
Das Frauchen lehnt am Baum Ecke Grafenſtraße und japſt
eine mitleidige Schweſterſeele ereifert ſich: So eine Unverſchämt=
heit
, ſo einen Krach zu machen!
Du Menſch! ein kleine
Bengel boxt ſeinen Kameraden
der mit ſeinem Kompreſſer
hat mindeſtens 60 Kilometer ſauwer! Einer vom Nürburg=
ring
! Die Ueberfallene rappelt ſich auf: Was hatte er denn
für eine Nummer?
Nun gondele ich aber ab nein, einen von unſern Fahrern
verrate ich nicht. Nein lieber Leſer, auch jetzt behalte ich die
Nummer für mich ſonſt bekäme der Rennfahrer womöglich noch
vor dem Start ſo und ſoviel Drohbriefe: Sie haben mich er=
ſchreckt
ich verlange Schadenerſatz!
Meine Freundin Lotte hat mich geſtern gefragt: Soll ich am
Sonntag mit meinem Vater zum Nürburgring fahren oder mit
Franzl paddeln gehn? Mit Franzl kann ſie immer noch los
aber Lotte muß mir am Montag genau erzählen, wie er gefahren
iſt, Nr. ſoundſo nachdem er in Darmſtadt trainiert hat! -U.=
Aus den Darmſtädter Lichtſpieltheakern.
Belida: In Sachen Timpe.
Der Regiſſeur dieſes Films (C. H. Wolf) iſt ſich anſchei=
nend
nicht ſo ganz klar geweſen, ob er aus dieſem Film Timpe
ein Luſtſpiel oder eine tragiſche Angelegenheit machen ſollte. Im
Verlaufe des Films hat er ſich aber dann doch entſchloſſen, die
Geſchichte des unſchuldig angeklagten Schuhmachermeiſters von der
heiteren Seite zu betrachten und ihm auf eine allerdings etwas
unwahrſcheinlich ſcheinende Weiſe zu Glück und Reichtum und
ſeiner Tochter zu einem netten Bräutigam zu verhelfen. Den
braven Meiſter Timpe ſpielt P. Beckers; P Henckels iſt
der Deus ex machina, in Geſtalt eines reichgewordenen Jugend=
freundes
. Das junge Paar wird von E. Elſter und P. Rich=
ter
dargeſtellt.
Werdet Mitglied des Roten Kreuzes und gebt reichlich am
Rotkreuztag! Reichsminiſter Dr. Frick hat geſagt: Das deutſche
Rote Kreuz iſt ein Bauſtein im lebendigen Gefüge unſeres Volkes,
und Dienſt für das Rote Kreuz iſt Dienſt für Volk und Vater=
Die ruſſiſche Kapelle auf der Mathildenhöhe iſt jeden Tag
zur Beſichtigung von 1012.30 und von 37 Uhr geöffnet.

Vereins= und lokale Veranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Gedok. Unſer Sommerfeſt, Samstag, den 2. Juni,
im Heylshof, verſpricht Mitgliedern und Gäſten angenehme Stun=
den
. Ein künſtleriſches Kaſperltheater von 5 bis 6 Uhr, für groß
und klein, folgt der um 4 Uhr ſtattfindenden Eröffnung einer auch
noch am Sonntag zu beſichtigenden Ausſtellung. Soli, ein
Streichquartett und Frauenchöre beſchließen die künſtleriſchen Dar=
bietungen
, eine Verloſung und Tanz für jung und alt beſchließen
das Feſt Je 1 Los (0.30 RM.) für Kinder und Künſtlerinnen,
Loſe für Kunſtfreundinnen und Gäſte berechtigen zum Ein=
tritt
. Erfriſchungen zu mäßigen Preiſen.
Schleſier=Verein, e. V. Soeben hören wir, daß auch
in dieſem Jahre eine Gruppe Buben und Mädel aus Oſt= Ober=
ſchleſien
nach Darmſtadt kommt. Der vom V. D. A. betreuten
Gruppe werden wir am 17. Juni einen Empfang bereiten und
laſſen den für heute vorgeſehenen Vereinsabend
deshalb ausfallen.
Kriegerkameradſchaft Germania. Unſere Mo=
natsverſammlung
findet wegen des Kriegerfeſtes bereits
heute, Samstag, den 2. d. M., im Vereinslokal, ſtatt, und haben
die Kameraden zur Entgegennahme der Kyffhäuſer=Mützen und
Armbinden reſtlos zu erſcheinen. Daſelbſt Paroleausgabe, betr.
Aufſtellung bzw. Einteilung des Feſtzuges. Die Mitwirkenden des
Feſtwagens werden ebenfalls erwartet.

Die evangeliſche Frauenhilfe der Kaplanei=
Gemeinde macht Dienstag, den 5. Juni, einen Gang nach
dem Oberwaldhaus. Wir treffen uns nachmittags 3 Uhr
an den Hirſchköpfen. Anmeldungen werden bis Montag nach=
mittag
bei den Damen des Vorſtandes oder im Pfarrhaus erbeten.

Apferbech krag: Zeinen Nemen ein.
dann wird er unvergeſſen ſein.

[ ][  ][ ]

Schulungskurſe in Heſſen.
Sonntag, den 3. Juni, 9.30 Uhr, Worms, Gildehaus:
Mittwoch, den 6. Juni, 21 Uhr, Dieburg, In der Spitz.
Es ſpricht Kreisſchulungsleiter z. b. V. Pg. Schmidt.
(gez.): Sprenger.
Oberbann Starkenburg.
Darmſtadt, Zeughausſtraße 2 (Tel. 2265).
a) Bann= und Unterbannführer.
Das für Samstag, den 2. Juni, nachmittags 14 Uhr, vorge=
ſehene
Treffen findet nicht in Darmſtadt, ſondern auf. Schloß
Heiligenberg bei Jugenheim a. d. Bergſtr. ſtatt.
b) Banne und Jungbanne.
Die Arbeitstagung der Adjutanten ſowie Abteilungsleiter I
und II der Banne und Jungbanne findet am Sonntag, 3. Juni,
nachmittags 2 Uhr, hier in Darmſtadt, Zeughausſtraße 2, ſtatt.

F. d. R.
Richter, Stabsführer.

(gez.): Walter Bloch,
Bannführer.

Ortsgruppe Maintor.
Am Montag, den 4. Juni, 20.30 Uhr, findet im Haus der
Arbeit, Bismarckſtraße, unſere Mitgliederverſammlung ſtatt. E=
ſpricht
Pg. Dr. Stroh=Ober=Ramſtadt. Erſcheinen der Pg. iſt
flicht. Entſchuldigungen nur ſchriftlich an die Blockwarte.
Ortsgruppe Schloßgarten.
Am Montag, den 4. Juni d. J., abends 8.30 Uhr. findet im
Perkeo, Alexanderſtraße, eine Mitglieder=Pflicht=Verſammlung
ſtatt.
In den nächſten Tagen wird von den Blockleitern an jeden
Parteigenoſſen und jede Parteigenoſſin eine Kontrollkarte ausge=
geben
, die am 4. Juni erſtmals mitzubringen und am Saalein=
gang
abzugeben iſt. Entſchuldigungen ſind ſchriftlich mit entſpre=
chender
Begründung unter Beifügung der Kontrollkarte
an den zuſtandigen Zellen= oder Blockleiter zu richten.
Ortsgruppe Gutenberg.
Betr.: Erhebung einer Sonderumlage.
Den Mitgliedern wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß
beim Kaſſieren der Juni=Beiträge eine einmalige Sonderumlage
von 10 Pfg. erhoben werden muß, da die Ortsgruppe verpflichtet
iſt, für jedes Mitglied monatlich 2 Pfg. an die Kreisrundfunk=
telle
abzuliefern. Dieſe Beiträge ſind von Januar 1934 an rück=
ſtändig
. Da der Ortsgruppe ſonſt keine Mittel zur Verfügung
ſtehen, muß der Beitrag auf dieſem Wege erhoben werden.
Wohltätigkeitskonzert.
Die Ortsgruppe Gervinus veranſtaltet, zum Beſten des
Hilfswerkes Mutter und Kind der NSV. am Mittwoch, den 6.
Juni, abends 8 Uhr, im Städtiſchen Saalbau ein Wohltätigkeits=
konzert
, zu dem wir alle Pg. von Darmſtadt und Umgebung ein=
laden
. Ein reichhaltiges und erſtklaſſiges Programm ſichert einen
genußreichen Abend. Mitwirkende: Opernſängerin Regina Harre,
Opernſängerin Erna von Georgi, Opernſänger Peter Anders, Ka=
pellmeiſter
Bohne (alle vom Heſſiſchen Landestheater), und das
Orcheſter freiſtehender Tonkünſtler, bekannt durch den Reichsſender
Frankfurt a. M., Leiter: Kapellmeiſter Willy Melchior. Karten
um Preiſe von 50 Pfg. und 1 RM. ſind nur noch in geringer
Anzahl bei den Politiſchen Leitern, Amtswaltern der NSV. und
NS. Frauenſchaft der Ortsgruppe erhältlich.
NS. Frauenſchaft Ortsgruppe Schloßgarten.
Der für Sonntag, den 3. Juni, vorgeſehene Spaziergang
fällt aus.
NSV. Ortsgruppe Mitte.
Wir benötigen noch einige Amtswalter. Wir bitten Pg.
oder Mitglieder der NSV., die gewillt ſind, ſich reſtlos für unſere
Ziele einzuſetzen, ſich auf der Geſchäftsſtelle, Ecke Karl= und Nie=
der
=Ramſtädter Straße, zu melden.
NS. Kriegsopferverſorgung, Ortsgruppe Darmſtadt.
Am Sonntag, den 3. Juni 1934, treffen ſich Kameraden und
Kameradenfrauen am Hauptbahnhof. Abfahrt zur Kundgebung
nach Auerbach 8.55 Uhr. Der Fahrpreis beträgt pro Perſon nach
Auerbach und zurück
Pfg. Die Karten können ab Freitag bei
den Stützpunktleitern in Empfang genommen werden. Kameraden
und Kameradenfrauen, welche in Auerbach zu Mittag eſſen wollen,
werden gebeten, dies alsbald in der Geſchäftsſtelle der Ortsgruppe
melden zu wollen. Sonſt Ruckſackverpflegung.
Kampfbund Deutſcher Architekten und Ingenieure.
Am Sonntag, den 3. Juni, abends 7 Uhr: Verſammlung im
Motorhaus, Rheinſtraße 36. Es ſpricht Pg. Führer=Hamburg
über das Thema: Das nationalſozialiſtiſche Denken iſt Voraus=
ſetzung
für alle Arbeiten in der Technik. Zahlreicher Beſuch er=
wunſcht
.

N5B9.- und DAF.-Geſchäffsſktellen Kreis Darmſtadk.
Ortsgruppe Steinberg, OBO.: Landzettel, Geſchäftsſtelle:
Bahnhof, Bahnſteig 1. Dienſtzeit: Täglich 57 Uhr.
Beſſungen: Schuchmann, Heidelbergerſtraße 47 (Eingang Wil=
helmſtraße
); Dienstag, Freitag 78 Uhr;
Rheintor: Knörzer, Mackenſenſtr. 3; täglich 57 Uhr;
Maintor: Adorf, Lagerhausſtraße, Lagerhaus (Eingang 2,
2. Stock; täglich 68 Uhr;
Schloßgarten: Langsdorf, Emilſtraße, Kyritzſchule; Dienstag,
Freitag, 68 Uhr;
Gutenberg: Prager. Dieburger Straße 96; Dienstag, Frei=
tag
, 78 Uhr;
Gervinus: K. E. Möſer. Darmſtraße 10; Dienstag, Freitag,
6.15 Uhr bis 7.15 Uhr;
Stadtmitte: Muth, Alexanderſtraße, Inf.=Kaſ., täglich 89 U.,
außer Mittwochs und Samstags;
Arheilgen: Monard. Gold. Löwe‟: Dienstag, Freitag, 78:
Eberſtadt: Speckhardt, Kirchſtr. 7: Dienstag, Freitag, 68;
Erzhauſen: Groh, Seeſtraße 18; täglich 68 Uhr.
Griesheim: Ley, Adolf=Hitlerſtraße 48; tägl. 68, auß. Samst.
Hahn: Spiller, Pfungſtädter Straße 26; tägl. 68;
Meſſel: Germann, Seegartenſtr. 8: Dienstag, Freitag, 89 U.
Nieder=Beerbach: May, Mühlſtraße 21; täglich 68, auß. Don.;
Nieder=Ramſtadt: Gaßmann, Adolf=Hitlerſtraße 4; täglich 6
bis 8 Uhr, außer Montags, Samstags:
Ober=Ramſtadt: Gerbig, Neuweg 2; täglich 79 Uhr;
Pfungſtadt: Gunkel, Eberſtädter Straße 75; täglich 68 Uhr,
außer Mittwoch, Samstag;
Roßdorf: Feigk, Wingertſtr. 17; täglich 68 Uhr;
Traiſa: Brehm. Darmſtädterſtraße 10; täglich 68 Uhr;
Weiterſtadt: Beck Gräfenhauſen, Schloßgaſſe 55, Dienstag und
Freitag, 68 Uhr;
Wixhauſen: Schlapp, Falltorſtr. 31; Montag, Donnerstag, 5 U.
Anfruf der H.J. für die Landhilfe.
NSK. Das Soziale Amt der Hitler=Jugend erläßt
den nachſtehenden Aufruf für die Landhilfe:
Deutſcher Junge, deutſches Mädel,
die ihr in der Landhilfe Dienſt am deutſchen Boden leiſtet, ihr
gehört in die
Hitler=Jugend!
Die Hitler=Jugend iſt die Bewegung der jungen Arbeiter und der
jungen Bauern in Deutſchland. Sie iſt nicht von heute. Sie hat
ſich bewährt und geprüft in all den Jahren des Kampfes. Hitler=
jungen
haben in einer Hingabe, die nur der Jugend eigen iſt,
Geld und Gut und den Frieden der Familie und die Arbeit im
Beruf geopfert. Und ſie gaben auch das Leben ſelbſt.
Herbert Norkus iſt einer von den 21, die für dasſelbe Deutſch=
land
ſtarben, in dem du leben kannſt. Die kleine Kameradſchaft
des Kampfes von damals wurde die Millionenbewegung der deut=
ſchen
Jugend von heute.
Auch du mußt dabei ſein!
Du deutſcher Landhelfer und deutſche Landhelferin gehörſt zum
beſten Teil der deutſchen Jugend. Du teilſt freiwillig das harte
Leben der Bauern. Du biſt ein tatfroher Kamerad. Wir wollen
dich in unſerer Gemeinſchaft haben. Wir fragen nie danach: Wo=
her
kommſt du und was biſt du? Wir fragen immer nur: Was
kannſt du und was willſt du? Wir tragen den Namen des
Führers,
Wir rufen dich! Jeder Landhelfer ein Hitlerjunge!
Jeder Landhelferin ein Hitlermädel!

Rechtsberatung der Hitler=Jugend.
Der Referent für Arbeitsrecht und Jugendpflege beim Sozial=
amt
des Bannes 115 Gerichtsreferendar Hans Altendorf
wird mit ſofortiger Wirkung jeden Samstagnachmittag von 14.30
bis 15.30 Uhr für die Angehörigen der HJ., des Jungvolks und
des BdM. Sprechſtunden abhalten, erſtmals am Samstag,, 2. Juni.
Die Beratung findet ſtatt auf der Geſchäftsſtelle des Bannes,
Darmſtadt, Alicenſtraße 25.
Kreisſchulungsleiter.
Der Sonderlehrgang mit Rednerausbildung der Schulungs=
obmänner
des Kreiſes Darmſtadt findet am Sonntag, vormittags
Lokal am Bahnhof, ſtatt. Diejenigen
9 Uhr, in Roßdorf,
Schulungsobmänner und Teilnehmer, die den Fußmarſch Darm=
ſtadt
-Roßdorf mitmachen wollen, treffen ſich punkt 7 Uhr am
Oſtbahnhof in Darmſtadt.
Die vorläufigen Ausweiſe der Politiſchen Leiter: Pg. Johs.
Dieter, Eberſtadt, Jahnſtraße 28, und Pg. Ludw. Schmidt,
Darmſtadt, Karlſtraße 19, ſind verloren gegangen. Bei Auffin=
dung
Ablieferung erbeten an das Perſonalamt der Kreisleitung,
Rheinſtraße 48. Vor Mißbrauch wird gewarnt.

Aus Heſſen.

Dg. Arheilgen, 1. Juni. Werbewoche der Deutſc
Gnodeit
Turnerſchaft. Trotzdem der hieſige Turnverein mit den 99.
arbeiten zum Kreisturnfeſt, das am 14., 15. und 16. Juli in
heilgens Mauern ſtattfindet, ſtark beſchäftigt iſt, trat er unter :
Bezeichnung Jahnſches Turnen iſt Sache des ganzen Volkes
einigen werbenden Veranſtaltungen im Rahmen der Werbewa=
Meuts
an die Oeffentlichkeit. Am Mittwoch abend hatte der Verein
Mt.
Einwohnerſchaft zu einer öffentlichen Turnſtunde in die Turnhau /Fl,dim 31.
geladen, um einen Ueberblick über das Schaffen des Vereins
dem Gebiete des Männerturnens zu geben. In zwangloſer Fn/=
T9
boten Jugendturner, Turner und Altersturner in flott dn
e
geführten Frei= und Geräteübungen Ausſchnitte aus ihr
urner,
Uebungsbetrieb. Der Donnerstag abend ſah die Frauen ebenf70
in einer gut beſuchten öffentlichen Turnſtunde auf dem P:i
hahnen der
Nach gymnaſtiſchen Uebungen verſchiedener Art, an denen o
platz eint
ältere Frauen teilnahmen, ſuchten die Turnerinnen mit eraßv
ich die
Aebungen an den Geräten die Zweckmäßigkeit des Frauenturnnn
ehmen.
vor Augen zu führen und dafür zu werben. In den öffentligeß
en, S
und nichtöffentlichen Turnſtunden wandte ſich Vereinsführer Ao.200
rer Frank an die Anweſenden und ſprach über die Bedeut
Hens e e e
der Leibesübungen im allgemeinen und den Zweck der Werw‟, hrß=Bieber
woche der Deutſchen Turnerſchaft im beſonderen. Die körperllo,, unschacher= und
Betätigung der Deutſchen Turnerſchaft ſei nicht Selbſtzweck, ſi.
honne vom
dern ſie ſei neben dem Dietweſen ein Mittel zu Erziehung vo.0
jder Sanitäter i0
bewußter Deutſcher im Sinne des nationalſozialiſtiſchen Staa=
In ſeinen weiteren Ausführungen richtete der Vereinsführer mnd Mußchſch..
Ptleute Friel
nende Worte an die Eltern, ihre Kinder in die Turnvereine
t der goldene
ſchicken, die in den Jugendabteilungen von geſchulten Jugendio
inſche in der H
tern betreut und für den ſpäteren Lebenskampf körperlich in
geiſtig geſtählt und zur Gemeinſchaftsarbeit erzogen würden. Aa Rſchieden Eei
Neben den verſchiedenen Veranſtaltungen brachte der Verein 1 Michelſtadh,
Laufe der Woche verſchiedenes Werbematerial zur Verteilung.
ßhönnen.
einem Werbeumzug der Turnerjugend am Samstag abend ſoll emnan aus dem obel
Werbewoche ihren Abſchluß finden.
mwine Schlageter
J. Griesheim, 1. Juni. An dem in Pfungſtadt ausgetragenw0 wS bei.
en den
Berufswettkampf für Jungbauern beteiligten ſich von hier ſeus Micheſſtadt hielt
Jungbäuerinnen und ſieben Jungbauern in der Leiſtungsklaſſe=/
21 Michelſtadt,
Die Jungbäuerin Käthe Hoppſtock und die Jungbauern Hein=
Höhl, Hahlgartenſtraße 14, und Heinrich Funk, Bahnhofſtraßesn uich die Ned
wurden mit Diplomen ausgezeichnet. Die hieſige Ortsgrurhen Scholungsreiſen
m Bezirk te
der NSDAP. veranſtaltet am Samstag abend eine Kundgebuageſs
uarſchier
gegen Miesmacher, Kritikaſter uſw., bei der Kreisdirektor 29/9 Rhhof. Do
Zürtz, Schotten, ſprechen wird.
urze Anſprache
Eb. Eberſtadt, 1. Juni. Kreiswertungsſingen. Fin,
aubsreiſe, di
das Ende Juni hier ſtattfindende Kreiswertungsſingen im Kr
Prholung.
Ausflug in der
Darmſtadt=Land (Heſſiſcher Sängerbund) ſind alle Vorbereitung
ich bei Hal
in vollem Gange. Zu dem Wertungsſingen werden 33 Vereine mnt
gung unſerem
rund 1700 Sängern antreten.
A Erhach
Ak. Nieder=Ramſtadt, 1. Juni. Krieger= und Veterie/ orgung 2
nenverein Nieder=Ramſtadt und Waſchenvay
und nah
Aus Anlaß des am 10. Juli d. J. in Darmſtadt ſtattfindenden h
Mwegrüßte die A
ſiſchen Soldatentages findet am kommenden Sonntag, nachmittcs, ſ
ſetzend einen k.
2.30 Uhr, im Saale des Gaſthauſes zum Darmſtädter Hof (Be
Knapp) eine eingehende Beſprechung aller Mitglieder ſtatt, wolti. .
gſtraße ſtatt
auch die Ausgabe der Hakenkreuz=Kyffhäuſerbinden und der KM/ der hieſigen O
häuſer=Mützen erfolgt Für Sonntag, den 1. Juli, iſt ein Eie enmen. Um e=

milienausflug nach Wixhauſen geplant, der verbunden wird
dem Beſuch des 60jährigen Vereinsjubiläums des Kriegervereiisf.
Wixhauſen. Turnverein 1885. Auf Vevanlaſſung Qe
Deutſchen Turnerſchaft hat auch der hieſige Turnverein für di
Woche mehrere Werbeveranſtaltungen angeſetzt. Es werden geze
Turnübungen der Männer= und Jugendriegen, ſowie ſolche
Schüler und Schülerinnen. Zum Abſchluß der Werbewoche find
eine beſondere Veranſtaltung am Sonntag, den 3. Juni, auf der
Platz an der Turnhalle ſtatt.
G. Ober=Ramſtadt, 1 Juni. NS. Volkswohlfahw.
Durch die Aenderung der Dienſtſtunden der Bürgermeiſterei
eine ſolche in den Sprechſtunden des Ortsgruppenamtswalters d
NSV. nicht eingetreten. Es finden alſo die Sprechſtunden in Aib 1
gelegenheiten der NS. Volkswohlfahrt nach wie vor abends va)
6 bis 7 Uhr auf Zimmer 23 des Rathauſes ſtatt.
Kleeheu,ft
ernte. Infolge Anhaltens des günſtigen Wetters iſt die Anm
heuernte hier, etwas früher als ſonſt, bereits in vollem Gange.
Turnverein 1877. Der Verein ſchließt die Werbewoched a
Deutſchen Turnerſchaft am Samstag, den 2. Juni ds. Js.
nE ch
einer Veranſtaltung in der Turnhalle in der Adolf= Hitler=
ab
, die der Bevölkerung einen Einblick in die Arbeit der DT
Vereine geben ſoll.
G. Ober=Ramſtadt, 1. Juni. Im Alter von 79 Jahren
ſtarb der viele Jahre im Dienſte der Gemeinde geſtandene Nad
ſchutzmann i. R. Peter Rodenhäuſer. Der Militarverein, dem deu
Verſtorbene viele Jahre als Mitglied angehörte, gab ihm der
Geleit und erwies ihm die letzten Ehren. Namens der Gemeink.
widmete Bürgermeiſter Jörgeling dem Verſtorbenen einen Nach)
ruf und legte einen Kranz am Grabe nieder. Auch die Gemeind4
beamten ehrten den Verſtorbenen mit einer Kranzſpende.

an dieſer
F
der NS
Privatwager
zugeſagt, u
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ſager geſie
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gen. Die
Haft durch Freude
et Feſthalle ſtat
ſung des Pg. Cor
Birkenau, 1.

Zircliche Kaceichten.
Evangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 2. Juni.
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Abends 7,30 Uhr: Chriſtenlehre für den Weſt=
bezirk
. Pfarrer Irle.
1. Sonntag nach Trinitatis, 3. Juni.
(In allen Kirchen Kollekte für die Epileptiſchenanſtalt in Nieder=Ramſtadt.)
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt der Reformationsgemeinde. Pfarrer Lautenſchläger
Stadtkapelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrvikar Waldeck. Vorm. 11,15 Uhr:
rgottesdienſt der Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß. Abends 6 Uhr: Abendgottes=
arrer
Köhler
26.
terstag, 7. Juni, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Köhler.
Schloßkirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre. Dekan Zimmermann. Vorm. 10 u.
gottesdienſt. Dekan Zimmermann. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Dekan
Hau
Zimmermann
Martinskirche. Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Köhler. Vorm. 10 Uhr=
Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer D. Waitz. Anmeldung
von 9,30 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martins=
meinde
Oſt. Pfarrer Beringe
Kapelle des Städt. Altersheims. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Köhler.
fohanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Johanneskirche iſt wochentags von 7,30 bis 7 Uhr zu ſtiller Andacht
öffnet.
ul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 1
Haupt=
ttesdienſt
. Pfarrer i. R. Göbel. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer i. R.
Göbel.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Irle. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Irle.
Die Beſſunger Kirche iſt wochentags zur ſtillen Andacht geöffnet von morgens 7 Uhr
bis aben
Wa
tesdienſt in der Randſiedlung. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrvikar Waldeck.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wolf. Vorm. 11,15 Uhr
Kindergotte
ſt. Pfarrer Wolf.
ie Pauluskirche iſt wochentags von 9 bis 6 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang
Hauptp
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lenz. Vorm. 11,15 Uhr;
Kindergottesdienſt.
onnerstag, 7. Juni, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Amtshandlungen für Auswärtige: Pfarrer F. Müller, Kiesſtr. 60, Fernruf 1438.
2. Veranſtaltungen.
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17). Montag, 4. Juni: Jungenabend
der Stadtgemeinde. Freitag, 8. Juni: Mädchenabend
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtr. 6). Montag, 4. Juni, abends
nabend (Weſt).
Uhr: Iie
Nittwoch, 6. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und
Freitag, 8. Juni, abends 8 u
Strickſch
ädchenabend (Weſt). Samstag,
9. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule,
Martinsſtift (Müllerſtr. 28). Montag, 4. Juni, abends 8 Uhr: Jungenabend (Oſt).
Freitag, 8. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend Oſt
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 7. Juni, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtraße 26). Montag, 4. Junf.n
5 Uhr: Ev. Jungſcharſtunde. Abends 8 Uhr: Kirck
hor. Abends 8 Uhr
igenabent
in
Mittwoch, 6. Ju
ni, abends 8 Uhr: Mütterabend
Dien
2 Uhr
*
Freitag, 8. Juni, nachm. 5 Uhr: Ev. Jungmädelkreis. Abends 8 Uhr:
Strickſd
Ev. Mädchenkreis.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Montag,
i, nachn
10
Vorſtandsſitzung der Frauenhilfe. Abends 8,15 Uhr: Monatsp
mlung der
Männervereinigung mit Vortrag von Oberreallehrer
rank über: Hexenglaube
Mittwoch, 6. Jun
exenprozeſſe und Hexenverbrennung im Mittelalte
nachm.
Sitzung im Frauenarbeitskreis. Donnerstag, 7. Juni, abends
8
Poſaunenchor. Freitag, 8. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenchor. Abends 8,15 Uhr:
Männliche Gemeindejugend: Unterhaltungsabend.
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Sonntag, 3. Juni, mittags
12,30 u
hr: Ausflug des Pauluschors nach Nieder=Beerbach. Montag, 4. Juni, abends
8 Uhr: Mädchenabend.

Eliſabethenſtift (Erbacher Str. 25). Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 3. Juni,
nachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Nachm. 3,30 Uh
belſtunde. Herr Bringmann. Abends 8 Uh=
*
amilienabend. Herr Bringmann.
kontag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde.
4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde.
Dienstag,
Mittwoch, abends 8,30 Uhr
rt.
Herr Mar
Zemiſchter Chor. Donnerstag, abends
8,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. Freitag, abends 8,3
r: Bibelſtunde in
der Beſſunger Mädchenſchule. Herr Menne. Samstag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſ
be
ge Mädchen.
Nontag, nachm. 5 Uhr: (
Jungſchar für Knaben
ben
Uhr: Jugendbundſtunde für junge Männer.
d-
ienste

abends 8,30 u
chenkreis. Abends 9 Uhr: Gebetsſtunde für junge Mädchen.
Mittwoch, nachm. 3 Uhr
Kinderſtunde für Mädchen.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24
Jeden Donnerstag, abends 8,15 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. Jeden zweiten und vierten
Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
3. Gemeindeämter.
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Sprech=
ſtunden
vorm. von 10 bis 12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5 bis 6 Uhr. Fern=
ſprecher
4584.
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis 12 Uhr und nachm. von 3 bis 5,30
Uhr, außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmer 4.
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr. 2883.
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17; Martinsſtift, Müllerſtr. 28;
Gen
ſonſtd ge. e Smindeh ertſtr. 26; Gemeindehaus, Eich=
eben
der Pauluskirche, Ohlyſtra
Privatpflegeſtation des Heſſiſchen Diakonievereins, Freiligrathſtr. 8, Fernſpr. 245.
Auswärtige Gemeinden.
Evgl. Kirche zu Griesheim. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 8 Uhr: Chriſtenlehre f:
die männliche Jugend. Vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Vorm. 10,30 Uhr:; Kinder=
gottesdienſt
. Abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Friedenskirche. Sonntag, 3. Juni. Vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Vorm.
10,30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Evgl. Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr: Haupt=
ottesdienſt
. Vorm. 10,30 Uhr: Ch
ſtenlehre. Nachm. 2 Uhr: Gottesdienſt in Waſchen=
bach
. Mittwoch: Kirchenchor. Donnerstag: Frauenverein. Freitag: Jung=
mädchenverein
.
Evgl. Kirche zu Ober=Ramſtadt. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr: Gottes=
jährigen
.)
(Kirchgang der Fünfzi
lekte. Anſch
end Beichte und Heilie
Ka
orm. 10,
hr: Kindergottesdienſt
mah
untag:
aunenchor.
Dienstag, 67 Uhr: Bücherausgabe. Mittwoch: Bibe
D Donnerstal
Frauenverein. Freitag: Kirchenchor. Samstag, 8,30 Uhr: Ehriſtenlehre Mädchen.
Evgl. Kirche zu Traiſa. Sonntag, 3. Juni. Vorm. 8,45 Uhr: Chriſtenlehre. 9,30 Uhr:
Gottesdienſt. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt der Gr. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl.

ivang. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, den 3. Juni, vormittags 9.30 Uhr: Haupt=
gottesdien
)
gleich Gottesdienſt für die Fünfzigjährigen. Anſchl
d Vorbereitung
id. Feier des hl. Abendmahls. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Mittwoch abend:
Kirchen= und Poſaunenchor. Freitag, abends 8.30 Uhr: Evang. Jugendwerk,
Jungmädchengruppe.
Kirche zu Dieburg. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr: Gottesdien
Ghri
ehre, 3 Jahrgänge). Montag, abends 8,30 Uhr: Leſe= und Bibelabend.
(Volksſch ule.)
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonnta
3. Juni, vorm. 9,30 Uhr: Predigt
gottesdienſt. Inſr
ann. Vorm. 10,45 1
Sonntagsſchule. Al
8 8 Uhr:
dähnel.
digt. Predige
7d.
Nontag, abends 8,30 Uhr: Gemeindejugendab
Suhe
Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Singſtunde. Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinde gläubi
etaufter Ehriſten (Baptiſten), Mauerſtr. 17.
Son:
ni, vorm. 9,30 Uhr: Predigt und Feier des hl. Abendmah
10.30
(Hähnel).
Vorr
hr: Sonntagsſchule. Nachm. 4 1
Gemeindemitgliel
g.
mm
Dienstag, abends 8,30 Uhr: Jugendſtund
Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Bibel=
vortrag
. Freitag, abends 8,30 Uhr: Gebetsſtunde.

vorgeſtern ab=
Die Ortsſtra
am Rathe
kob eine A
Ep. Jugenheim
r, der ſeit 19
ſuchen und unte
in den Ruhe
70 Pfarrer 9.
uagen Jahren wa
Hähnlein, 29.
entlich die L
tzt einige h
Steinhe
m.

Methodiſten=Gemeinde, Wendelſtadtſtr. 38. Sonntag, 3. Juni, vorm. 11 u58 0 der das Th=
Sonntagsſchule. Abends 7 Uhr: Familienabend (mit Deklamationen, Geſängen, Ai=
lern
ha
ſprache). Prediger Hirtz. Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Zwingenber
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Christian Science Society) in Darmſtal
Verbe
vorrn !ä
Aula der Adolf=Hitler=Bauſchule, Neckarſtraße
ens.
Gottesdienſte jeden Son=
d
4 Selch
Cittwe
Uhr und jeden
abends 8,15 Uhr.
ema am 3. Juni: Die T
Altertums und de
teuzeit auch genannt Mesmerismus und Hypnotismus
M. umr
geſtellt. Goldener Text: Pſalm 7:10.
*29
Die Ehriſtengemeinſchaft, Heidelberger Str. 14. Sonntag, 3.
vorm. 10 Uhrf ſchrer Deut
Veranſtalturr:
Menſchenweihehandlung mit Predigt. Nachm.
r: Muſika
Benshe
(Franz Schubert, Quartett G=Moll und C=moll.)
ub
Mittwoch, 6. Jun
dlun n.
Menſchenweihehandlung. Donnerstag, 7. Juni, 10,30 Uhr: Menſchenweil
Ke
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt, Mollerſtr. 40. Sonntag, 3. Juni 1984. Bomm
9,15 Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. Dien .m
tag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Kruſt.
Weibokls
eehsſöorder

Nachrichken des Standesamts Darmſtadl.
Geſtorbene. Am 25. Mai: Görnert, Peter, Eiſenbahnpon;
tier i. R., 89 Jahre alt, verw., Roßdörferſtraße 131. Geiſt, Luc
wig, Privatmann, 83 Jahre alt, verwitwet, Zeughausſtraße
Frieß, Eliſabeth, 2 Monate alt, Tochter des Landwirts, Großs
Umſtadt; Heinheimerſtraße 21. Wegſchenkel, Walter, Aufch
ſchloſſer, 27 Jahre alt, ledig, Dornheimer Weg 71. Sedlmaier
Franz, prakt. Arzt, Doktor der Medizin, 66 Jahre alt, verwitwel
uſtav=Lorenz=Straße 9. Hattemer, Franz Joſeph. Privai.
mann, 65 Jahre alt, verheiratet, Mathildenſtr. 52. Am 26. Main
Hiſſerich, Wilhelmine, ohne Beruf, ledig, 87 Jahre alt, Hein=
richſtraße
123. Braun. Johann Elias, Stellwerksmeiſter i R=
63 Jahre alt, verheiratet, Beſſunger Straße 166. Am 27. Mal
Wißmüller, Johann Peter, Lehrer i. R., 66 Jahre alt,
heiratet, Wittmannſtr. 39. Vogel, Katharine, geb. Seip. 89
alt, Witwe des Schneidermeiſters. Dieburgerſtraße 2. Bruſ.
Kätchen, Schülerin, 13 Jahre alt, Tochter von Landwirt, Höller.
bach i. O. Eliſabethenſtift. Am 26. Mai: Holzſchuh, Marle
Stunde alt, Tochter von Schreiner, Blumenthalſtraße 38 Uhl
27. Mai: Briegleb. Ernſt Elad Max Anton Laurentius. Pfal=
rer
, 40 Jahre alt, verheiratet, König i. O.; Eliſabethenſtift. A
28. Mai: Dörr, Philipp, Werkmeiſter, 29 Jahre alt, verheirale.
Arheilgen; Hermannsſtraße 6. Am 27. Mai: Veith. Pele
Hilfsarbeiter, 67 Jahre alt, verheiratet. Goddelau: Stadtkran.
haus. Am 26. Mai; Mehrwein, Heinrich, Hilfsarbeiter, de‟
ſchieden, 47 Jahre alt, Schulzengaſſe 7. Am 27. Mai: Repp. De‟e
riette, geb. Anton, 80 Jahre alt, Witwe des Schuhmachermeiſtets,
Friedrichſtraße 12. Am 28. Mai: Aßmuß Philipp II., 82 Jſye
alt, Maurer, verwitwet, Griesheim; Stadtkrankenhaus. Mah5"
heimer, Heinrich, Zollſekretär i. R., 69 Jahre alt. verwitch..

Moosbergſtraße 84. Jäger, Wilhelm Nikolaus, Waſchmeiſte.
53 Jahre alt, verheiratet, Frankenſteinſtraße 44. Am 29. Dic
röll, Friedrich Ludwig, Bäckermeiſter, 68 Jahre alt, Visi.
Nieder=Ramſtädter Str. 31. Gärtner, Sara, geb. Kahn, 12.
alt, Witwe des Kaufmanns, Alicenſtraße 22. Rühl, Friedr.
Oktroiaufſeher i. R., 79 Jahre alt. verheiratet, Mathildenplaß 2
25.
Jutzler, Marie, Diakoniſſe, 63 J. alt, ledig, Erbacher Si=
Am 30. Mai: Bönning, Ludwig Otto Wilhelm Gerhart, Sche
ler, 8 Jahre alt, Sohn von prakt. Arzt Dr. med., Erbacher Sit."
Karn, Anna, geb. Wege, 51 Jahre alt, Witwe des Eiſenoi
ſchaffners, Tannenſtraße 31, Roßmann, Barbara, geb. W0c
52 Jahre alt, Ehefrau des Bäckermeiſters, Lützelbach, Kr. Dieol.*
Stadtkrankenhaus. Becker, Johann, Lokomotivführer h. **
87 Jahre alt, verwitwet, Klappacher Str. 11.

.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

2. Juni 1934

Roßdorf, 31. Mai. Anbauflächenerhebung. Die
uichrigen Anbauflächen der Gemarkung wurden wie folgt feſt=
ſa
: 120 Hektar Roggen (Korn), 25 Hektar Weizen, 43 Hektar
6it 80 Hektar Hafer, 5 Hektar Futtererbſen, 4 Hektar Früh=
eln, 153 Hektar Spätkartoffeln, 8 Hektar Zuckerrüben, 114
zur Runkelrüben (Dickwurz), 4,5 Hektar Obſtanlagen als
umutzung auf den Feldern, 0,2 Hektar Weinberge, 16 Hektar
genland und 498,3 Hektar Forſten und Holzungen.

Nr. 150 Seite 7

Roßdorf, 1. Juni. Oeffentlicher Impftermin. Für
den Jahren 1922 und 1933 geborenen Kinder iſt öffentlicher
ſermin auf Dienstag, den 5. Juni, vormittags 9 Uhr, auf
Nathaus beſtimmt. Der Reviſionstermin findet eine Woche
dr ſtatt.

heinheim, 31. Mai. Als letzte Vorprobe für das Kreisturn=
ſim
30. Juni, 1. und 2. Juli findet am Sonntag, den 3. Juni.
mBorturnerſtunde für das Männerturnen in Reinheim ſtatt.
ſetzten Male vor dem Turnfeſt ſammeln ſich die Turnwarte
YYorturner, um die Uebungen gemeinſam nochmals durchzu=
Am Nachmittag um 2.15 Uhr hält der Turnverein Rein=
n
Rahmen der Werbewoche der Deutſchen Turnerſchaft auf
Sportplatz ein Werbeturnen ab. Nach einem gemeinſamen
durch die Straßen der Stadt (alle Abteilungen werden
bei teilnehmen) werden Ausſchnitte aus dem Turnen der Tur=
gTurnerinnen
, Schüler, Schülerinnen gezeigt, die Handballen
n ein Werbeſpiel.
Groß=Bieberau, 2. Juni. Heute abend 8.30 Uhr findet an
ſiensbacher= und Werſauer Straße die Schlußübung der Be=

liol onne vom Roten Kreuz ſtatt. Anſchließend folgt die Prü=
yder
Sanitäter im Saale von Maagſam.
ſoß=Bieberau, 1. Juni. Am Sonntag, den 3. Juni, feiern
iheleute Friedrich Peter und Frau Katharina, geb. Speier
fiſt der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar unſre herzlichen
ſüweinſche in der Hoffnung, daß ihnen noch ein ſchöner Lebens=
al
zu beſchieden ſein möge.
d. Michelſtadt, 1. Juni. Schlageterfeier der HJ
eischönnen. Am letzten Samstag marſchierten etwa 150
men aus dem oberen Mümlingtal nach Schönnen, um gemein=
aeine
Schlageterfeier zu veranſtalten. Hell leuchteten die
Flumen des Feuers, das dem Helden zu Ehren angezündet wor=
deindar
, gegen den Himmel. Der Unterbannſchulungsleiter Jg.
Rillül ichelſtadt hielt die Gedenkrede.
d. Michelſtadt, 28. Mai. Kraft durch Freude‟
An
ſeih urch die NS.=Gemeinſchaft Kraft durch Freude veranſtalte=
ſen
itholungsreiſen nehmen zurzeit auch eine Anzahl aus dem
Bezirk teil. Unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle
halradt marſchierten die Urlauber am letzten Samstag abend
mBahnhof. Dort hielt der Kreisbetriebszellenobmann H
me urze Anſprache und wünſchte zum Schluß den Teilnehmern
er rlaubsreiſe, die nach dem Bodenſee geht, glückliche Reiſe und
uwErholung.
NSKOV. beſucht Michelſtadt. A.
eime Ausflug in den Odenwald ſtattete geſtern die Ortsgruppe
Lahendiebach bei Hanau der Nationalſozialiſtiſchen Kriegsopfer=
venſtg
ung unſerem Städtchen einen Beſuch ab.
ts Erbach, 1. Juni. Von der NS. Kriegsopfer=
veutorgung
Die letzte Mitgliederverſammlung war ſehr gut
ehut und nahm einen äußerſt harmoniſchen Verlauf. Kamerad
Fiſkiegrüßte die Mitglieder zur Eröffnung recht herzlich und gab
annchießzend einen kurzen Bericht über die letzte Amtswaltertagung
in /Drmſtadt. An der am Sonntag, den 3. Juni, in Auerbach an
ew ſergſtraße ſtattfindenden Kundgebung der NS.=Kriegsopfer
iſt ſie=der hieſigen Ortsgruppe leider nicht möglich, geſchloſſen teil=
uiſenen
. Um es aber einigen Kameraden trotzdem zu ermög=
ſche
an dieſer Kundgebung teilzunehmen, trat man mit der
Lermt der NSKK. in Verbindung zwecks Verfügungſtellung
mſier Privatwagen. Die Leitung hat nun auch in dankenswerter
Vei migeſagt, und damit iſt für die Schwerkriegsbeſchädigten die
Te inlmne an der Kundgebung und an den Freilichtſpielen im
üfeſmlager geſichert. Im Monat Juni werden vorausſichtlich
ſämätche Mitglieder der Ortsgruppe Erbach mit den Stützpunk=
ſem
lorf Erbach, Lauerbach und Erlenbach einen Ausflug unter=
nekum
Die Vorbereitungen ſollen in den nächſten Tagen in An=
grinf
eommen werden. In der nächſten Verſammlung wird der
Be s ührer Wagner=Darmſtadt über das neue Verſorgungsgeſetz
ſprpgn Die erſte große Veranſtaltung der NS.=Gemeinſchaft
Kha
Durch Freude findet in Erbach am Samstag, den 2. Juni,
M Feſthalle ſtatt. Außer dem Landes=Sinfonie=Orcheſter unter
Leizhlg des Pg. Cornelius wirken noch verſchiedene Soliſten mit.
Birkenau, 1. Juni. Werbungder DT. Im Rahmen
dert L=Werbewoche veranſtaltete der Turnverein 1886 e. V. Bir=
kenyn
vorgeſtern abend mit einem Fackelzug einen Werbemarſch
richdie Ortsſtraßen, woran ſich eine Kundgebung für die deutſche
4nche am Rathaus anſchloß, wobei der Vereinsführer Bürger=
meisſte
Jakob eine Anſprache hielt.
Jugenheim a. d. B., 1. Juni. Pfarrer Offen=
der
ſeit 1924 hier wirkte, iſt mit dem 1. Juni auf ſein
Naſhſchen und unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen
Dityſe in den Ruheſtand getreten. Vor ſeiner hieſigen Wirkſam=
kein
ſtnd Pfarrer Offenbächer in Schlierbach und davor in Albig.
nſügen Jahren war er Aſſiſtent in Zwingenberg und Darm=
ſtajat

Hähnlein, 29. Mai. In dem hieſigen Schulhaus ſind
vertäedentlich die Lehrerpulte aufgebrochen worden. Als Täter
omin jetzt einige hieſige Schuljungen feſtgeſtellt werden. Pg.
t=Steinheim wird am Mittwoch, 30. d. M., hier einen Vor=
tra
iber das Thema: Kampf den Miesmachern und
Nälrlern halten.
Zwingenberg, 29. Mai. Der hieſige Turnverein er=
öffuſe
ſeine Werbewoche mit einem Fackelzug durch die Straßen
eSt kädtchens. Auf dem Marktplatz fand eine Schlageter=Feier
tatt velche von Märſchen der Kapelle, Vaterlands= und Turner=
jelnen
umrahmt wurde. Zum Schluſſe wurde nach einer An
ſpruct des Vereinsführers Seeger ein dreifaches Sieg=Heil auf
die ährer Deutſchlands und die edle Turnſache ausgebracht.

Nait

er, Rid

Wr
1.6

Bensheim, 30. Mai. Autoſtraße auf den Meli=
Die Fahrſtraße auf den 515 Meter hohen Melibokus, die
vol
höd5f Erhebung der Bergſtraße, iſt jetzt fertiggeſtellt. Sie beginnt
im nöhſtädter Tal, führt in die Senke zwiſchen Auerbacher Schloß
nia ſelibokus und von da durch prächtigen Hochwald bis zum
kuruwkrönten Gipfel. Der Ausbau dieſer Straße wird weſentlich
zurnt Lrkehrsförderung beitragen.

Gülerküken,
merküken
Gwügelhof
ſaag
Beſif forſthaus,
vaMkoßdorf. (a

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Einweihung des Gedenkſteins für den Banaker
Dichter Adam Müller=Gukkenbrunn zu Fürkh i. 9.
Der freundliche Marktflecken Fürth im heſſiſchen Odenwald
wird am Sonntag, 3. Juni, Zeuge einer ſinnigen Ehrunt
ſein, die weit über die reichsdeutſchen Grenzen hinaus beachtet
werden verdient. An dieſem Tage wird der Gauführer des
VDA. Baden, Prof. Maenner=Weinheim, im Rahmen einer
großangelegten volksdeutſchen Feier dem Banater Dichter Adam
Müller=Guttenbrunn in ſeiner Heimatgemeinde Fürth einen
Gedenkſtein enthüllen. Wie wir hören haben zahlreiche Ehren=
gäſte
ihr Erſcheinen zugeſagt. Die in Wien lebende Witwe des
dichters, Frau Adele Müller=Guttenbrunn, der Obmann der
Deutſch=Schwäbiſchen Volksgemeinſchaft des Banats, Dr. Kaſpar
Muth aus Temesvar, und 21 Bauern und Bäuerinnen aus
Guttenbrunn im rumäniſchen Banat werden bei der Feier zu=
gegen
ſein unter den letzteren ein Neffe des Dichters, Johann
Lukhaup, und andere Vertreter dieſes altodenwälder Geſchlechts,
das mit zahlreichen anderen Landfahrern aus dem Odenwalde
im 18. Jahrhundert in das Banat verpflanzt wurde und dem
der Dichter ſelbſt im Mannesſtamm zugehort. Die heſſiſche und
ie badiſche Regierung, die ſüddeutſchen Landesverbände des
VDA., das Deutſche Auslandsinſtitut, der Odenwaldklub und die
Badiſche Heimat werden Vertreter zu dieſem volksdeutſchen Feſte
entſenden, durch das die Heimat einen der größten Söhne ihres
Volkes zu ehren gedenkt.
Es. Die Gäſte aus Guttenbrunn (rumäniſches Banat) trafen
am Freitag in Weinheim ein. Am Samstag nehmen ſie dann
zuerſt an einer VDA.=Tagung in Lindenfels teil. Abends um
Uhr kommen ſie nach Fürth und werden am Ortseingang
Crumbach=Fürth feierlich eingeholt. Am Sonntag, um 2 Uhr,
ſtellt ſich der Feſtzug in der Bahnhofſtraße auf. Anſchließend fin=
det
ein Feſtakt am Müller=Gedenkſtein ſtatt. Neben Muſik= und
Geſangsvorträgen werden der heſſiſche und badiſche Regierungs=
vertreter
, der Vertreter des VDA., des Odenwaldklubs, des Lan=
desvereins
Badiſche Heimat, evtl. noch ein Vertreter der
Reichsregierung und des Reichsführers des VDA. ſprechen. Die
Weiherede hält Profeſſor Maenner=Weinheim. Von den Banater
Gäſten wird der Führer der Deutſchen Volksgemeinſchaft des
Banats, Herr Dr. Kaſpar Muth. ſowie der Vertreter der Ge=
meinde
Guttenbrunn eine Anſprache halten. Nach der Ueber=
nahme
des Gedenkſteins durch Herrn Bürgermeiſter Rettig fin=
der
Konzert auf der Feſtwieſe ſtatt. Am Abend wird ein Volks=
feſt
die Einwohner von Fürth und ihre Gäſte in der Turnhalle
vereinigen. Geboten werden Muſikſtücke, Geſangsvorträge der
beiden hieſigen Geſangvereine, Kinderchöre und Volkstänze,
Die Fürther Einwohnerſchaft wird es als ihre Ehrenpflicht
anſehen, ihren Gäſten den Aufenthalt in Fürth ſo angenehm wie
möglich zu geſtalten.
Em. Heppenheim, 1. Juni. Am Donnerstag nachmittag
m Schloßhof der Starkenburg ein Konzert zugunſten der NS.
Volkswohlfahrt ſtatt mit anſchließendem Tanz und abends Lam
pionszug nach der Stadt. Die Veranſtaltung war trotz der vielen
anderen Veranſtaltungen in der Stadt gut beſucht.
Ex. Klein=Hauſen, 29. Mai. In der letzten öffentlichen Ge=
meinderatsſitzung
wurde die Herabſetzung des Deckgeldes für
Schweine von 6 auf 4 Mk. beſchloſſen und anſchließend 2 Schuld=
ſcheine
geſtundet.
Ex. Nordheim, 1. Juni. Gemeinderechnerwechſel.
Der bisherige Gemeinderechner hieſiger Gemeinde, Herr Menger,
hat auf Grund ſeines vorgerückten Alters bei der hieſigen Ge=
neindeverwaltung
auf Rücktritt von ſeinem Amte vom 1. Juli
1934 ab nachgeſucht. Herr Menger ſtand dieſem Poſten ſeit dem
Jahre 1911 vor und hat ſein Amt zur beſten Zufriedenheit ſeiner
Vorgeſetzten verſehen. Für die offene Stelle hat ſich nunmehr der
hieſige Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Wilh. Friedrich, be=
worben
. Derſelbe wurde auch in der letzten öffentlichen Gemein=
deratsſitzung
in Vorſchlag gebracht.
Bm. Hofheim (Ried) 29. Mai. Kreiskritikſingen. Der
Heſſiſche Sängerbund, Kreis Worms, dritte Gruppe, hielt am
Sonntag in unſeren Mauern ein Kritikſingen ab, das ſich zu
einer eindrucksvollen Kundgebung für das deutſche Lied geſtaltete
An der Veranſtaltung nahmen 15 Vereine des Kreiſes mit etwa
700 Sängern teil. Auch Hofheim brachte dieſer Veranſtaltung
großes Intereſſe entgegen; die Bewohner hatten zu Ehren der
Gäſte ihre Häuſer mit Fahnen geſchmückt. Die Sänger träfen gegen
2 Uhr in Hofheim ein und begaben ſich in den Adlerſaal, wo
lach dem Sängergruß der hieſigen Vereine und einer herzlichen
zegrüßungsanſprache des Gauvorſitzers Arnold=Worms das Kri=
tikſingen
ſeinen Anfang nahm. Es nahmen daran teil: neun Ver=
eine
aus Worms, Wattenheim, Nordheim, Horchheim, Weinsheim
und die beiden hieſigen Vereine. Das Singen nahm einen ſchönen
Verlauf und gab einen guten Ueberblick über die Leiſtungen der
Vereine. Nach dem Singen fand auf dem Rathausplatz eine ein
drucksvolle Kundgebung ſtatt, wo Gauchormeiſter Wagner=Worms
alle Sänger unter ſeine Führung nahm und bei vier Maſſenchören
die mitreißende ſieghafte Gewalt und tiefe Eindringlichkeit des
deutſchen Liedes groß und erhebend zum Ausdruck kam. Gauvor=
ſitzer
Arnold und ein Beauftragter des Heſſiſchen Sängerbundes
hielten kurze Anſprachen zur Bedeutung des deutſchen Liedes, die
jeweils mit Sieg=Heil dem deutſchen Lied, dem Vaterland und
ſeinen Führern ausklang. Nach der eindrucksvollen Kundgebung
fand im Kaiſerhof zwiſchen dem Kritiker, Muſikdirektor Döbert=
Bensheim und den Chorleitern und Vorſitzern eine Kritikbe=
ſprechung
ſtatt. Mit einem Feſtball im Adlerſaal klang der Tag
des Liedes aus, auf den der Sängerkreis Worms und beſonders
die beiden hieſigen Geſangvereine mit Stolz zurückblicken dürfen.
Gernsheim, 1. Juni. Die Kleeheuernte hat infolge
der warmen Witterung auch hier begonnen. Leider iſt der Er=
trag
ſehr gering. Auch hier macht ſich die trockene Witterung ſehr
bemerkbar. Die Frucht wird unten gelb, und andere Früchte
hängen die Blätter. Die Ausſichten auf eine gute Ernte werden,
wenn es nicht bald regnet, gering.
Gernsheim, 1. Juni. Waſſerſtand des Rheins am
Pegel am 31. Mai 0,89 Meter, am 1. Juni 0.89 Meter,
morgens 5.30 Uhr.
Hirſchhorn, 1. Juni. Waſſerſtand des Neckars am
Pegel am 31. Mai 1,47 Meter, am 1. Juni 1.45 Meter, morgens
1.30 Uhr.

Ex. Bürſtadt, 1. Juni. Kampf gegen Miesmacher. Im
großen Saale Zu den 3 Haſen fand eine gut beſuchte öffent=
liche
Verſammlung gegen die Miesmacher, Kritikaſter und Nörg=
ler
ſtatt, welche pünktlich nach dem Einmarſch der SA. von Pg.
Bürgermeiſter und Ortsgruppenleiter Kraft eröffnet wurde, der
die zahlreichen Anweſenden aufs herzlichſte begrüßte. Anſchließend
ergriff der Referent des Abends, Pg. Greb aus Hanau, das Wort
und ſprach eingehend über obiges Thema. 25 Jahre Ge=
meinderechner
. Der hieſige Gemeinderechner Valentin Ofen=
loch
konnte im Monat Mai auf eine 25jährige Tätigkeit in hie=
ſiger
Gemeinde zurückblicken. Herr Ofenloch hat dieſen verantwor=
tungsvollen
Poſten ſeit dem Jahre 1911 inne und verſah derſelbe
ſein Amt zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ſowie der Be=
hörde
. Wir übermitteln dem Jubilar hiermit unſere beſten Wünſche
und hoffen, daß Herr Ofenloch unſerer Gemeinde noch lange Jahre
hindurch erhalten bleibt. Aus der alten Kirchenchro=
nik
. Nach Einſicht in die ganz alten Kirchenbücher konnte die Feſt=
ſtellung
gemacht werden, daß Ofenloch (früher Opelog) der älteſte
hieſige Ortsname iſt und alle übrigen erſt nach dem 30jährigen
Kriege eingewandert ſind.
Ca. Lorſch, 1. Juni. Rauchen im Walde verboten.
Mit Rückſicht auf die in letzter Zeit im Lorſcher Wald ausgebroche=
nen
zahlreichen Brände hat die hieſige Gemeindeverwaltung eine
Verordnung erlaſſen, nach der das Rauchen und Feueranzünden
außerhalb von Gebäuden im Walde und in deſſen Nähe in einem
Umkreis von 20 Metern vom Waldrand verboten iſt. Zum Feuer=
inzünden
gehört insbeſ. auch das Abkochen von ſeiten der Ausflügler.
Zuwiderhandlungen werden mit ſtrengen Strafen geahndet. Im
Gaſthaus zur Kloſterſchenke trafen ſich die hieſigen ehemaligen Re=
gimentskameraden
vom Inf.=Regt. Nr. 116 zwecks Beſprechung zur
Teilnahme an der Wiederſehensfeier am 28 und 29. Juli 1934 in
AP.
Gießen. Feſtvorſtellung. Für die Mitglieder der NS
und ihrer Gliederungen fand in den Palaſtlichtſpielen eine Feſt=
vorſtellung
ſtatt, wobei der nationale Großfilm Hans Weſtwar,
die Geſchichte Horſt Weſſels, zur Aufführung kam.
Ca. Lorſch, 1. Juni. Erbhöfe. Das durch das Anerbengericht
Lorſch aufgeſtellte Verzeichnis der in der Gemeinde Lorſch belege=
nen
Höfe, deren Eintragung in die Erbhöferrolle in Ausſicht ge=
nommen
iſt, liegt zu jedermanns Einſicht einen Monat lang auf
der Bürgermeiſterei offen. Das Verzeichnis enthält die Höfe Lor=
bacher
, Fillauer, Wachtel und Wahlig.
Biebesheim, 1. Juni. Jahresfeſt des Guſtav
Adolf=Vereins, Zweigverein Ried=Modau. Hier in Bie=
besheim
fand das Jahresfeſt des Guſtav=Adolf=Vereins, Zweigver=
ein
Ried=Modau, ſtatt. Vormittags wurde den Kindern im Kin=
dergottesdienſt
vom Werk des Guſtav=Adolf=Vereins erzählt. Um
2 Uhr fand dann der Feſtgottesdienſt in der Kirche ſtatt, zu dem
ſich eine ſtattliche Feſtgemeinde verſammelte. Pfarrer Petzold,
Frankfurt a M.=Eſchersheim, hielt die Feſtpredigt. Kirchenchor
und Bläſerchor vertieften durch ihre Leiſtungen die Feier. Faſt
alle Gemeinden des Zweigvereins waren durch ihre Kirchenvor=
ſtände
vertreten. In der Nachverſammlung ſprach nach der Be=
grüßung
durch den Ortspfarrer Pfarrer Köhler, Groß=Rohrheim,
über das Vermächtnis Guſtav=Adolfs für uns. Pfarrer Preß= Lee=
heim
gab den Feunden des Guſtav=Adolf=Vereins den Jahres=
bericht
. Dr. Zimmermann=Darmſtadt grüßte die Verſammlung im
Namen des Hauptvereins, und Dekan Strack=Pfungſtadt ſprach das
Schlußwort. Gemeinſame Lieder und Darbietungen des Bläſer=
chors
umrahmten die Feier.
El. Erfelden, 31. Mai. Gedächtnismal für Johs
Nehring. Das Gedachtnismal für Johannes Nehring, den un=
vergeſſenen
Meiſter des Segelflugs, der als Wetterflieger der
Darmſtädter Wetterflugſtelle im April 1930 den Fliegertod ſtarb,
ſteht vor ſeiner Vollendung. Im Knoblauchsau=Wald iſt zu der
Abſturzſtelle ein breiter Weg durch das Unterholz geſchlagen. An=
fang
Juni ſoll der Gedenkſtein ein ſpitzer Findling in einer
ſchlichten Feier geweiht werden.
Ve. Groß=Gerau, 29. Mai. Der Eiſenbahnerverein Groß=Gerau
und Umgebung unternahm am vergangenen Sonntag mit einem
Sonderzug einen Vereinsausflug nach Weinheim und in das Bir=
kenquertal
. Am vergangenen Sonntag abend fand in der Turn=
halle
des Turnvereins 1846 Groß=Gerau eine Gedenkfeier für den
von Franzoſen ermordeten Albert Leo Schlageter ſtatt. Geſtern
vormittag fand vor dem Stadthauſe ein Platzkonzert der Reichs=
Rundfunkgeſellſchaft ſtatt.
Be. Raunheim, 31. Mai. Im Rahmen der Turnwerbe=
woche
veranſtaltete vorgeſtern abend die Deutſche Turnerſchaft
einen Werbeumzug durch die Straßen unſeres Ortes.
Be. Kelſterbach, 1. Juni. Zwei Schwerverletzte bei
einem Verkehrsunglück. In der Nähe von Kelſterbach er=
eignete
ſich geſtern ein ſchweres Verkehrsunglück, bei dem zwei
Frauen aus Raunheim ſchwer verletzt wurden. Eine Frau Drais=
bach
aus Raunheim wollte die Frau des Gutspächters Raabe vom
Mönchhof mit ihrem Perſonenwagen nach Frankfurt bringen.
Hierbei ſtieß ſie mit einem Eisfuhrwerk zuſammen. Frau Drais=
bach
wurde bei dem Zuſammenſtoß der Bruſtkorb eingedrückt, wäh=
rend
die Frau Raab einen komplizierten Beinbruch davontrug.
Be. Rüſſelsheim, 1. Juni. Dr. Dorpmüller beſichtig
die Opelwerke in Rüſſelsheim. Geſtern beſichtigte Ge=
neraldirektor
Dr. Dorpmüller im Anſchluß an die Tagung der
Verwaltungsräte der Deutſchen Reichsbahn=Geſellſchaft und der
Geſellſchaft für Reichsautobahnen die Opelwerke in Rüſſelsheim,
nachdem er zuvor die Adlerwerke in Frankfurt a. M. beſichtigt
hatte.

Aus Oberheſſen.

Bad=Nauheim, 30. Mai. Engliſche Aerzte in Bad=
Nauheim. Bad=Nauheim hatte in der letzten Woche den mehr=
tägigen
Beſuch von 20 bedeutenden engliſchen Aerzten, zu denen
auch der weltberühmte Balneologe Leonard Williams und der in
England allſeits bekannte Arzt Sir Charles Gordon=Watſon ge=
hörte
. Die Gäſte legten vor allem Werr darauf, die beiden wiſſen=
ſchaftlichen
Inſtitute und ihre Arbeitsmethoden kennen zu lernen.
Dr. Williams erklärte beim Abſchied, daß Bad=Nauheim durch die
Abſtufbarkeit ſeiner Bäder und mit ſeinen Anlagen und Einrich=
tungen
einzigartig daſtehe. Sehr erſtaunt und erfreut waren die
Gäſte über die auffallende Ordnung im neuen Reich, die ſie über=
all
bewundern konnten und von der ſie ſagten, daß ſie im Gegen=
ſatz
zu den Meldungen ihrer Preſſe ſtehen.

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[ ][  ][ ]

Seite 8 Nr. 150

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Samstag, 2. Juni 1934

Hindenburg grüßt die Skagerrak=Wache.

Die Ablöſung der Marine=Poſten vor dem Reichspräſidenten=Palais,
der der greiſe Reichspräſident (auf dem Balkon) beiwohnte.

Das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude der Disconto=Geſellſchaft in Berlin Unter den Lindeng auch das Kabinett
das vor einiger Zeit in den Beſitz des Reiches übergegangen iſt, wird demnächſt vom Reichsarbeittz,w dennoch ein
miniſterium bezogen werden.
Verd

Reich und Ausland.
Graf Zeppelin auf dem Rückflug.
Hamburg. Wie die Deutſche Seewarte mit=
teilt
, befand ſich das Luftſchiff Graf Zeppelin
auf der Rückfahrt von Rio de Janeiro nach Per=
nambuco
am 1. Juni, 5 Uhr M.E.3., auf 11 Grad
27 Minuten Südbreite und 35 Grad 30 Minuten
Weſtlänge, halbwegs zwiſchen Bahia und Pernam=
buco
. Das Luftſchiff hatte eine Geſchwindigkeit
von 105 Stundenkilometern.

Ein verunglücker Brieftaubenflug.
800 Tiere verloren.
Pirmaſens. Vor kurzem hatte die Weſt=
pfälziſche
Reiſevereinigung, in der die meiſten
Brieftaubenzüchter der Hinterpfalz vereinigt ſind,
2000 Tauben von Erfurt aus fliegen laſſen. Die
Tiere ſind nur zum Teil in der Heimat angekom=
men
, viele wurden in der Vorderpfalz und auf
der Sickinger Höhe völlig erſchöpft aufgefunden.
Bis heute fehlen noch rund 800 Tauben, die als
endgültig verloren betrachtet werden müſſen. Da
es meiſt wertvolle Tiere waren, erleiden die Züch=
ter
einen ſchwer zu erſetzenden Verluſt.

Raubüberfall auf ein Pfarrhaus.
Aachen. In der Nacht zum Freitag wurde
in das Pfarrhaus in Inden bei Jülich einge=
brochen
. Gegen 1.30 Uhr bemerkte der 64jährige
Kloecker in einem Nebenzimmer verdächtige Ge=
räuſche
. Er ſtand auf und begab ſich ſofort in das
Zimmer. Dort wurde er von mehreren Männern
überfallen, die ihn mit vorgehaltener Schußwaffe
zur Herausgabe des Geldes auforderten. Der
Ueberfallene kam mit den Einbrechern ins Hand=
gemenge
, wobei dieſe Feuer gaben. Dabei wurde
Kloecker lebensgefährlich verletzt. Die Täter ver=
ließen
hierauf, ohne etwas geraubt zu haben,
fluchtartig das Pfarrhaus.

Eine Gedenktafel an Bord des neuen Seebäderſchiffes Königin Luiſe‟
mit den Namen der Gefallenen des gleichnamigen früheren Seebäderdampfers, der als Hilfskreuzer
in den erſten Tagen des Krieges beim Minenlegen vor der Themſe=Mündung ruhmvoll unterging.
Die Gedenktafel iſt dem neuen Seebäderſchiff von der Reichsmarine geſtiftet worden.

Für das 1. Zlieger-Treffen
Berlin 1934.

Jäger müſſen eine Prüfung ablegen.

Die richtige Handhabung des Gewehrs
wird geprüft.

Die erſte Prüfung von Jagdſchein=Bewerbern, die auf, um ein neues Schleppſeil herbeizuſchaffen.
durch das neue preußiſche Jagdgeſetz vorgeſchrie=
ben
iſt, fand jetzt im Spandauer Forſt bei Berlin
Beziehung ihren Mann zu
auch in jngdl:
ſtellen weiß.

Das Feſtabzeichen,
das zu der jetzt in Berlin ſtattfindenden Zuſam=
menkunft
der deutſchen Flieger herausgegeben
wird. Mit dem Fliegertreffen wird ein Groß=
flugtag
auf dem Tempelhofer Felde verbunden.

Großes Brandunglück in Elbing.
Elbing. Ein großes Brandunglück ſuchte in
der Nacht zum Freitag die Stadt Elbing heim.
In der bereits 1927 abgebrannten und dann wie=
der
neuerbauten Holzinduſtrie Wittkowſki brach
Feuer aus, das in dem rieſigen, etwa 100 Meter
langen Trockenlager reiche Nahrung fand. Die
Feuerwehren von Elbing und aus den benachbar=
ten
Orten ſowie Hunderte von Helfern von der
SA., SS. und PO. mußten ſich darauf beſchrän=
ken
, die anliegenden Gebäude vor dem Uebergrei=
fen
des Feuers zu ſchützen. Der rieſige Gebäude=
komplex
brannte vollſtändig nieder. Die Feuer=
wehren
und Hilfsmannſchaften waren bis zum
frühen Morgen mit den Löſcharbeiten beſchäftigt.
Nach längerer Zeit hatte die Fabrik wieder voll
zu tun und konnte in den letzten Monaten über
100 Arbeiter neu einſtellen. Die Belegſchaft be=
trug
gegenwärtig 350 Mann, die nun Arbeit und
Brot verlieren. Der Schaden dürfte etwa 180000
Mark betragen.
Lola Schröter gibt ihren Schleſien=Segelflug
einſtweilen auf.
Breslau. Das Sportflugzeug Saarland,
in deſſen Schlepp die Fliegerin Lola Schröter mit
ihrem Segelflugzeug Sudetenland ihren Schle=
ſien
= und Deutſchlandflug durchführen wollte, ſtieg
bald nach der Notlandung am Mittwoch wieder
Die Maſchine wurde aber bald nach dem Start
von ſchweren Seitenböen erfaßt, gegen einen
unter Leitung des Provinz=Jagdmeiſters von Baum gedrückt, und ſchlug auf die Erde. Der
Groß=Berlin ſtatt. An der Prüfung beteiligte ſich Schwanz mit der Steuerung wurde abgebrochen,
auch eine Dame, die den Beweis ablegte, daß ſie das Fahrgeſtell abraſiert und der linke Flügel
eingedrückt. Lola Schröter entſchloß ſich darauf,
den Flug einſtweilen aufzugeben.

die diebe der Genker Altarbilder
melden ſich?
Brüſſel. Das Miniſterium für öffentlichen
Unterricht erhielt ein anonymes Schreiben, das
aus ausgeſchnitten und aufgeklebten Zeitungs=
buchſtaben
zuſammengeſetzt war und in dem die
Rückgabe der vor einiger Zeit geſtohlenen Genter
Altarbilder Die gerechten Richter gegen Bezah=
lung
einer hohen Geldſumme angeboten wird. Wie
verlautet, ſoll ſich die Forderung der Diebe auf
miniſterium ſetzte den Generalſtaatsanwalt in
Gent und den Juſtizminiſter von dem Schreiben
in Kenntnis.
Kraftomnibus=Unglück in Frankreich.
Paris. In den Abendſtunden des Donners=
tag
ſtießen unweit von Alencon (Departement
Orne), in einer unüberſichtlichen Biegung, ein
vollbeſetzter Kraftomnibus und ein ſchwerer Lie=
ferwagen
zuſammen. 18 Perſonen wurden ſchwer
verletzt. Der Kyaftomnibus wurde vollſtändig
zertrümmert.

Sofig. W
Oeffnung des Unglücksſtollens in gdmtenlos h
ſiche Pardon
im Kalibergwerk Buggingen." ei ſt. Wem Oich
um Feuer bit
2 Tote geborgen.
Buggingen. Die Oeffnung des Unglüan 9 ſch im duhte.
gſt Du
ſtollens im Kalibergwerk Buggingen iſt am Frez) liebhaber in
tag vormittag erfolgt. Eine kleine Kolonne mm Morl.
ten
Oberbergrat Ziervogel, einigen Aerzten urm 90 hnge90
Werkſanitätern ſind in die Grube eingefahrey ſor, die ſich 4
wonach nochmals eine Entnahme und Prüfumg in Iſtanhut duß
dlaheddin, ein
von Wetterproben erfolgte, damit der Stollel
dann unter den notwendigen Vorſichtsmaßnahmen zub bekanni, ſche
4=Zack=Kurs übe
geöffnet werden kann. Die Oeffnungsarbeitel
gehen ſehr langſam vor ſich, die ſeitens der B8 Sſendi Zuſam
hörden ergangene Weiſung, mit aller Vorſicht vog Men nicht beach
zugehen, wurde in allen Teilen befolgt, um nickt Ment Zuſtand des
weitere Menſchenleben zu gefährden. Das Kall Sſendi mit
werksgebiet iſt in weitem Umkreis durch Genda== wiſchuldican
meriepoſten beſetzt. Ebenſo wird auch der Einn Pur don=Süger i.
gang zum Werk ſtreng überwacht. Ohne beſonn rliſchen Aus
deren Ausweis darf niemand auf den Werkshog eige irgſüige
Von zuſtändiger Seite wird weiter mitgeteiltl Auch int Hihe 9e
Geſtern früh, gegen 9 Uhr, wurde die Dammtünt Pebdin zog jeinet
auf der Wetterſohle des Kalibergwerks Buggingeg der jodlich ber
geöffnet, und zwei mit Sauerſtoffapparaten ausgey M Aules wegen
rüſtete Trupps ſtießen bis 800 Meter vom Schahtal
Heit
aus in das Grubengebäude vor und nahmen Mie*
terproben, die noch unterſucht werden. Nachd Mizig. Wohl
war auf der Wetterſohle nicht vorhanden. 9e9 zorts hat ſich tat
Strecken ſind vollkommen in Ordnung. Es wurdens v
Promenade d
zwei Tote geborgen, die, nach ihrer Lage zu U. vie am Ufer
teilen, auf der Flucht den Brandgaſen zum Opſer egante Welt im
gefallen ſind. Die beiden Trupps ſind wohlle, pier Bettler die
halten wieder zum Schacht zurückgekehrt. Einle n kleines Almpſe
dritte Kolonne hat auf der Wetterſohle zwei Vei dlich ein London
bindungsſtrecken zur Hauptförderſohle zugemauer!
ſchenkte.
um das Eindringen ſchädlicher Gaſe auf die We ebſtverſtändlich
terſohle zu verhindern. Heute ſoll ferner die aber wer bef
Dammtür auf der Hauptförderſohle geöffnet we=
den
. Auch dort ſollen, wie auf der Wetterſohl!
Wetterproben entnommen werden. An der B
fahrung untertags nehmen neben den zuſtändig
Stellen der Werksleitung und der Bergbehütt 2
auch ein Vertreter der Staatsanwaltſchaft und deg 2

badiſchen Medizinalbehörden teil.
2.
2

Verhängnisvolle Dürre auch in Englaut
London. Wie in den Vereinigten Sta0y .
ten, hat auch in England die in der ganzen We9
herrſchende Dürre zu einem weſentlichen Anziehe
3 Millionen Franken belaufen. Das Unterrichts= der Getreidepreiſe geführt. In England ſehl 774
R
das bereits im vorigen Jahr von einer unge
wöhnlichen Trockenheit heimgeſucht wurde u V
ſeitdem nur geringe Niederſchläge zu verzeichner /MA,
gehabt hat, iſt die Lage höchſt kritiſch und tan Nwrete/ß
ſich im Laufe des Sommers zu einer Kataſtropue 5
entwickeln. Die von der Regierung für die Veg MkElS
beſſerung der Waſſerverſorgung zur Verfügun
geſtellten Summen ſind bereits erſchöpft. ZO

Blätter fordern nun umfaſſende und energiſch! Mi8 huie Kurt=He
Maßnahmen, um die Waſſerverſorgung in de‟ Me eſtfernt Grun
Großſtädten, einſchließlich Londons, das ebenfall, As dem Geſichte
bereits an Waſſermangel leidet, ſicherzuſtellen.
Eide Rich
ten.
Ein aetel
Gertichaus

Deutſchlands ſiegreiche Zußball=Nakionalelf.

D ihn
Oc.
Süuden
Eeaid ein
Dare
St
Sch
eAit.
W

Die deutſche Mannſchaft, die die zweite Runde des Spiels um die
Schweden in Mailand 2:1 gewann.

Fuzball=Weltmeiſterſchaft gegeis

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichken

Nr. 150 Seite 9

wskag, 2. Juni 1934

Geschichten aus adler Welk

in Unter
Oſt vom Aa

horgen.

malerakeliers ſind Fabriken in Holland.
Haag. Die Maler aller Länder werden entſetzt ſein,
wenſe dieſes vernehmen. Aber es iſt nichts daran zu ändern.
Dien ſteuerbehörden haben, ſo beſchloſſen und die Vollzugs=
orgagy
müſſen danach handeln, ſolange die Miniſter nicht da=
gegeund
. Der Entſetzen erregende Beſchluß lautet: Der Künſt
ſer rſſein Fabrikant und ſein Atelier iſt eine Fabrik, in der
giltwhergeſtellt werden. Mithin ſind von den Einnahmen der
Fgühr 4 Prozent als Steuer zu entrichten.
den Ausführungsbeſtimmungen denn zu jeder guten
Gefoygeſchichte gehören auch Ausführungsverordnungen
heißſt weiter, daß jeder Maler genau angeben müſſe, wieviel
er nu, gemalt habe, zu malen die Abſicht habe, wieviel Oel,
wiehut Leinewand, wieviel Farbe und wieviel Rahmen er be=
nötity
Danach müſſe dann ein Geſetzesbeſchluß ausgearbeitet
werhut der den Gewinnfuß erfaſſe
bei Malern und ähn=
lichem
Fabrikanten.
hun ſich ein Künſtler ſo etwas gefallen laſſen? Iſt es zu
ertrongu, daß man die Inſpiration nach dem Oeltopf bemißt?
Sie ihben bis heute ſchon vier Deputationen zu dem Finanz=
minnſt
Dr. J. Oud geſchickt Proteſtkundgebungen einer
farb yeſchen Branche.
ſind fröhlich nach Hauſe gezogen, denn Dr. Oud hat
ihnen erheißen, daß er auch dagegen ſei, denn einſt habe er
auch P Abſicht gehabt, Maler zu werden. Und Steuerbeamten
und zMaler und Steuern und Oeltopfverrechnungen das ſeien
Dinge die nicht zu vereinbaren ſind . ..
Dch noch beſteht die Verfügung, denn außer dem Miniſter
muß uch das Kabinett dagegen ſein. Und ſolange iſt eben in
hollcy dennoch ein Atelier eine Fabrik.
Verkannke Höflichkeit.
feR
MAudzut
mb) Sofia. Wenn ein millionenmal in allen Kultur=
ſpraone
gedankenlos hingeſagtes Wort überflüſſig iſt, ſo das
DA9AM franzöfche Pardon das immer wieder in allen Ländern
zu höm iſt, wenn Dich jemand auf die Hühneraugen getreten
hat. Ah um Feuer bittet, Dich im Gedränge ſtößt oder wenn
eifnung d: jemam) ſich im dunklen Kino an Deinem Sitz vorbeiquetſcht!
Zuggin
gen ſ=Und ane oft ſagſt Du Pardong!? Vielleicht wird mancher
ne kleine h Fremdportliebhaber in Zukunft etwas vorſichtiger mit ſeinem
einigen Au vornirhr hingehauchten Pardon umgehen, wenn er die Ge=
ie
Grube mſchichtehört, die ſich unlängſt um Mitternacht auf einer Haupt=
tnahme
u ſtraßé v Iſtanbul zugetragen hat:
zagheddin, ein übel beleumundeter Nichtstuer und als
ſe, damit
en Vorſichtr. Rauftd bekannt, ſchlenderte nach dem Beſuch einiger Kneipen
die Oeffnuim ſſ=Zack=Kurs über die Peraſtraße und ſtieß dabei mit
h. die ſeitn Selilu Effendi zuſammen, der, in Gedanken verſunken, den
mit aller 9= TorkAlden nicht beachtet hatte. Als höflicher Mann, den be=
eilen
befoh trunktenn Zuſtand des Salaheddin erkennend, entſchuldigte ſich
Selihu Eifendi mit einem Pardon! Weit entfernt, ſich mit
gejährl
Umkreis du dieſeis intſchuldigung zu begnügen, überſchüttete der Betrunkene
o wird auz den rdon=Sager mit Verwünſchungen, daß er anſtatt eines
verwacht, / gutern urkiſchen Ausdrucks ein lächerliches Fremdwort anwende,
and guf den iließ eſtige kräftige Schimpfworte fallen, die Selih Effendi,
nun ach in Hitze geratend, mit einer Ohrfeige beantwortete.
wird weite
Salaapdän zog ſeinerſeits das Meſſer und ſtach Selih Effendi
Fehieder der tödlich verletzt zuſammenbrach.
walles wegen des Pardon! ..."
Lerfolimn
Rif
800 Meter m
Belohnke Mildkäkigkeit.
vor und nat
rlucht werl
9 izza. Wohltun trägt Zinſen. Die Wahrheit dieſes
nicht vor
Sprieirorts hat ſich tatfächlich einmal in vollem Lichte gezeigt:
n Ordnung E.
Promenade des Anglais in Nizza der berühmten
Straff die am Ufer des Mittelmeers entlang führt und auf der
nach ihrer
die eseſante Welt im Sonnenſchein luſtwandelt , ſprach ein
Br
ndga
ſerlutmſer Bettler die Leute an und bat mit kläglicher Stimme
rupps
um eikleines Almoſen. Niemand hatte etwas für ihn übrig,
bis emdich ein Londoner Juwelier kam und dem Manne zehn
Frangei ſchenkte.
Gaſe u. Sebſtverſtändlich dachte er längſt nicht mehr an die Ge=
Heute ſol Fſchichte aber wer beſchreibt ſein Erſtaunen, als er in London,
ohle
uf der ?
rden. 94.
neben de
AAS

wohin er zurückgekehrt war, plötzlich durch eine Bank ein ganzes
Paket Geldſcheine erhielt.
Das Geld ſtammte von dem Bettler, der ihm dazu ſchrieb:
Ich bin eine Wette eingegangen, ob jemand auf der Promenade
des Anglais mildtätig genug ſein würde, mir eine Gabe zu
geben. Sie waren der einzige, von dem ich etwas bekam und
deshalb überſende ich Ihnen mit Vergnügen die Hälfte des
durch die Wette gewonnenen Betrages. Es war recht ſchwierig
für mich, Ihnen in der Menſchenmenge unbemerkt bis zu Ihrem
Hotel zu folgen und Ihren Namen ſowie Ihre Adreſſe zu er=
fahren
."
Es iſt anzunehmen, daß die Bettler auf Nizzas eleganteſter
Straße nun mehr Glück haben werden . . . Denn man kann ja
nie wiſſen!
* Ein Feldmarſchall ſagk aus ...
(ht.) Bukareſt. Erinnern Sie ſich noch an die Zeiten, als
kurz nach dem Kriege Generalfeldmarſchall von Hindenburg und
General Ludendorff vor dem berüchtigten Unterſuchungsaus=
ſchuß
erſcheinen und dort den Herren Dr. Cohn und Sinz=
heimer
über ihr Tun und Laſſen Rede und Antwort ſtehen
mußten?
An dieſe tollen Tage mußte man unwillkürlich zurückdenken,
als der rumäniſche Hindenburg, der alte Feldmarſchall Averesku,
Mackenſens großer Gegner aus dem Weltkriege, vor dem Kriegs=

Hiſtoriſches Schloß wird Opfer des Bergbaues.

Das ſchöne mittelalterliche Schloß von Havré in Belgien,
deſſen Seitenflügel jetzt in ſich zuſammengebrochen iſt. Der
Einſturz iſt eine Folge der Unterhöhlung des Baugrundes
durch Bergwerksſtollen.

KoMAP
VelwERtcek
TBEIENEEIS

*
bereils
ſende
Wuo e

Urheberrechtsſchutz durch Herm. Berger, Roman=Verlag.

(Nachdruck verboten.)

Tlles hatte Kurt=Heinz mit ſeinen Leuten einige 20 Meter
vom üir entfernt Grund unter die Füße bekommen und war
ſchnells us dem Geſichtskreis der Ruſſen verſchwunden, die das
Unz emäßige weiteren Verfolgens einſahen und nach Waplitz
zurüclerten.
Dc einer Viertelſtunde lagerte die glücklich gerettete Schar
vor ddn Forſthaus von Kl. Thymau und wurde verpflegt. Die
Hlarhug war ihr nach der ungeheuerlichen körperlichen
Siraſ, ſeeliſchen Depreſſion und Nervenanſpannung der letz=
ten
zeu Stunden zu gönnen.
Solächlich erſt zwei Stunden; denn die Uhr zeigte neun.
um ſſien waren die erſten Schüſſe am Dorfrand gefallen.
zwei Stunden und doch eine Ewigkeit für den, den die
Zeitſuxdes Schickſals ſo grauſam ſchlug wie die hier gemütlich
Slben). Jetzt, nachdem die ununterbrochene Todesgefahr end=
Mue brüber war, kein nervenpeitſchendes Maſchinengewehr=
eher
=0mehr erſchreckte, trat die Reaktion der Nerven ein. Die
Januſaften hatten kaum gegeſſen, als ſie auch ſchon, wie ſie
ſaßennnd lagen, einſchliefen.
Rapfen wollten ſie von Herzen gern noch heute, aber erſt
val ge Stunden ſchlafen. Ihre Kompagnien ruhten jetzt
Der=ſch irgendwo von der improviſierten Menſchenjagd aus.
Rau=Heinz folgte ihrem Beiſpiel, nachdem er noch vorher
Deu Fiſter gebeten, auf dem Rade den zunächſt liegenden Trup=
Feite Aleſtzuſtellen. Bei dieſem wollte er ſich mit ſeiner aus
Mimentern zuſammengewürfelten Schar zur weiteren
Lumblſ lnahme melden, in der Hoffnung, bald wieder an der
SDI5K ine geliebten Zehuten zu ſtehen und die unfreiwillige
Ruchm sbewegung von Waplitz durch ein um ſo kräftigeres,
VGre is Vorgehen an anderer Stelle auszugleichen.

hatten den Oberbefehlshaber der 8. Armee, der im Laufe der
Nacht aus dem Großen Hauptquartier die Nachricht von ſeiner
Beförderung zum Generaloberſt erhielt, die Grundlage zu dem
von ihm beabſichtigten Vernichtungsſchlag geliefert.
Mit der Beförderung war die angenehme Mitteilung ein=
getroffen
, daß die Landwehrdiviſion v. d. Goltz auf dem Eiſen=
bahnwege
im Anrollen ſei und in der Nacht vom 27./28. Auguſt
bei Bieſſellen ausgeladen werde, ſo daß mit ihrem Eintreffen
auf dem Schlachtfeld am Freitag morgen zu rechnen war.
Dieſe Nachricht war für Generaloberſt v. Hindenburg um ſo
wertvoller, weil es ihm bisher an einem nennenswerten Schutz
ſeiner linken Flanke gegen das in Allenſtein eingerückte XIII.
Korps des Generals Klujew fehlte, deſſen eine Brigade ſich be=
reits
im Vormarſch auf Hohenſtein befand.
Durch den erfolgreichen Vorſtoß des Korps Francois gegen
Usdau und darüber hinaus war der ruſſiſche Oberbefehlshaber
zu erheblichen Gegenmaßnahmen veranlaßt worden, die ſich im
weiteren Verlauf zu kataſtrophalen Folgen für ihn auswuchſen.
Das, was General Samſonow beabſichtigte und zugleich das
erſtrebenswerte Ziel jedes Feldherrn iſt, dem Gegner ſeinen
Willen aufzuzwingen, war ihm nicht geglückt. Schon bei ſeiner
Ankunft in Neidenburg am Nachmittag des 26. Auguſt, alſo
zu Beginn der Schlacht, waren ihm die Zügel aus der Han:
geglitten, mußte er ſeinem Gegenſpieler die Führung der gewal=
tigen
Schlacht überlaſſen.
Auch ihn beherrſchte machtvoll der Angriffsgedanke. Er hielt
den linken Flügel des bei Hohenſtein kämpfenden XV. Korps
an und ließ das XIII. und VI. Korps den Marſch nach Norden
fortſetzen. Von der bei der Abendtafel in Neidenburg angedeu=
teten
großen Linksſchwenkung war er abgekommen. Er verſuchte
zunächſt bei Hohenſtein einen entſcheidenden Sieg zu erringen.
Infolge mangelnder Fliegeraufklärung ſchätzte er die Zahl
der Deutſchen zu gering. Dies ſollte ihm zum Verhängnis wer=
den
. Als am Abend vorher dringende Hilferufe des Generals

V

Wne

gericht in Bukareſt ſtand, wo der alte Feldhauptmann im Prozeß
gegen die Eiſerne Garde ausſagen ſollte.
Als der Feldmarſchall, der es vom einfachen Bauernjungen
zum rumäniſchen Höchſtkommandierenden gebracht hat. aufgerufen
wurde, erhob ſich das ganze Gericht: alle Angeklagten, ſämtliche
Zuſchauer und Zuhörer von ihren Plätzen. Der Vorſitzende bot
dem alten Soldaten einen Stuhl an . . Feldmarſchall Averesku
lehnte ihn ab und ſprach ſtehend, länger als eine halbe Stunde.
Ankläger und Verteidiger, alle Angeklagten, alle Zeugen und die
graue Maſſe des Volkes, hörte ſich ſtehend die halbſtündigen
Ausführungen des Marſchalls an . . ., ohne daß es irgend jemand
verlangt, vorgeſchlagen, angeregt oder gar befohlen gehabt hätte
Das Ganze eine ſpontane, durch ihre Selbſtverſtändlichkeit faſt
ergreifend wirkende Huldigung, die hier einem alten verdienten
Soldaten zuteil wurde! Eine Huldigung, die noch einmal die
ganze Ungeheuerlichkeit jener Konfrontierung Hindenburg
Cohn=Sinzheimer mit ſchneidender Schärfe ins Gedächtnis zu=
rückrief
und die noch einmal einen Blick in jenen Abgrund tun
ließ, an dem das deutſche Volk Jahre hindurch entlang getaumelt
war . .

Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier, Freiburg 251.
Frankfurt: Samstag, 2. Junf
5.45: Stuttgart: Choral, Zeit, Wetter. 5.50 u. 6.15: Gym=
6.40: Zeit, Meldungen. 6.50: Wetter. 6.55:
naſtik.
8.15: Waſſerſtand, Wetter.
Schallplatten: Friſch drauf los!
8.2
9.30: Nur Trier: Werbekonzert.
Stuttgart: Gymnaſtik.
10.00: Nachr. 10.10: Schulfunk: Egil, der Skalde Hörbild.
11.00: Werbekonzert, 11.40: Meldungen. 11.50: Sozial=
dienſt
.
12.00: Wehe, wenn ſie losgelaſſen! Die fidelen Juniſprößlinge
von Schall und Platt.
13.00: Zeit, Nachr., Saardienſt.
13.10: Nachr. 13.20: Stuttgart: Theaterkapelle Rolf Miller.
14.30
Dazw. 13.50: Zeit, Nachr.
Fröhl. Wochenend. Ton=
rk
mit ſeinen Boys ſpielt auf!
Carl Maria Reul gibt
Döbe
9.
15.10: Stuttgart: Lernt morſen! 15.30: Wetter,
15.45: Quer durch die Wirtſchaft.
16.00: Reichsſendung; Berlin: Bunker Nachmittag. Ausf.: Berl.
Waldhorniſten=Veretnigung (Heinz Looſe), Kapelle Walter
Fenske,
Hugo=Kaun=Doppelquartett. Ltg.: Joh. Müller.
18.00:
Stim=
me
der Grenze.
18.20: Der Polizeipräſident ſpricht. 18.30:
Stegreifſendung.
burg: Leichte Unterhaltungsmuſi
19.00: Fr
20.00: Zeit,
Nachr.
20.05: Saarländiſche Umſchau. 20.15: Darmſtadt:
Bunter Abend des R. D. R., Ortsgruppe Darmſtadt. An=
läßlich
des Wettbewerbes: Wir ſuchen den beſten Sprecher.
Zeit, Nachr.
R2.
22.35: Stuttgart: Du mußt wiſſen.
22.45: Nachr., Wetter, Sport. 23.00: Uebertragung von dem
erſten öffentl. Volkslied=Singen der Stadt, Frankfurt a. M.
23.25: Bunte Stunde. 0.20: Erklingen zum Tanze die Geigen..

Deutſchlandſender
Welle 1571
Deutſchlandſender: Sonnabend, 2. Juni
5.45: Har
nfmg Wetter: 5.50: Nachr. 6.00: Berlin: Gym=
6.15: Tagesſpruch. 6.20: Königsberg: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): N.
fr.
8.00: Sperrzeit.
8.45: Leibesübung für die Frau.
9.40: Sportfunk. 10.00:
Nachr. 10.10: Kinderfunkſpiele: König Droſſelbart. 10.50:
Fröhlicher Kindergarten.
11.15: Seewetterber
ſt. 11.30:
Manfred. Hausmann: Taufe mit Vertikalbö.
11.45: Dr.
Schlempp: Ueber den heutigen Stand der Elementverwandlung.
12.00: Wetter; anſchl.: Glückwünſche. 12.10: Wochenendunter=
haltung
auf Schallpl. Anſchl.: Wetter. 12.55: Zeitzeichen.
13.00: Köln: Mittagskonzert. Kinoorgel,
ſprelt von Harniſch.
Die fröhlichen Fünf.
4.,00; Sperrzeit.
14.45: Nachr.
15.00: Wetter, Börſe 15.15: Kinderbaſtelſtunde: Formen
mit Plaſtelin. 15.45: K E. Weiß: Wirtſchaftswochenſchau.
16.00: Berlin: Bunter Nachmittag, Berliner Waldhorniſten= Vereint=
gung
. Kapelle: Walter Fenske. Hugo=
taun
=Doppelquartett.
18.00: G. Schäfer: Sportwochenſchau.
18.15: Film im Film.
Querſchnitt durch den Film: Nur nicht weich werden Su=
ſanne‟
.
0: Noch einmal nordiſche Klaviermuſik. 18.50:
Rundfunk bringt.
Der deutſche
19.00: Dr. Bubendey: Warun
Gewiſſensfreiheit? 19.15:
M. M. Kleine Lektionen für Miesmacher und Meckerer.
19.55: Geläute v. d. Kreuzkirche Dresde
20.00: Hernſpruch.
Anſchl.: Wetter, Kurznachr.
20.10: Verliebt verlobt
verheiratet. Ein Tanzabend. 2200: Bericht
von den Europd=
meiſterſchaften
der Kunſtturner in Budapeſt. 22.20: Wetter=
Tages= und Sportnachr. 22.45: Seewetterbericht. 23.00;
Leipzig: Tanzmuſik. Das EmDe=Orcheſter.

Martos bei ihm einliefen, befahl er ebenſo willig, wie er am
26. den Bitten des Generals Artamanow nachgekommen war,
den ſofortigen Abmarſch des Korps Klujew von Allenſtein nach
Hohenſtein. Doch umſonſt. Sein Eintreffen konnte die Entſchei=
dung
nicht mehr beeinfluſſen.
Im Rücken des Korps Artamanow herrſchte überall Panik=
ſtimmung
. Truppenfragmente fluteten über Illowo nach Mlawa
zurück. In Soldau zogen die Sanitäts= und Nachſchubkolonnen
eiligſt ab, als die deutſchen Granaten in die benachbarten Stel=
lungen
einſchlugen. Das 1. ruſſiſche Korps des Generals Arta=
manow
hatte keine nennenswerte Gefechtskraft mehr. Es war
zermürbt, zerſchlagen und daher der Weg über Neidenburg nach
Willenberg für das Korps Francois frei zum Schließen des
Ringes um das 13., 15. und 23. ruſſiſche Korps.
Auch Hindenburg waren zahlreiche ſchlechte Nachrichten am
vergangenen Tage eingelaufen. Bei Mühlen ſollte den Ruſſen
ein Durchbruch durch die Landwehr des Generalmajors v. Unger
und die 147er gelungen und das 20. Korps an dieſer Stelle in
vollem Rückzug ſein.
Die 2. Diviſion des Korps Francois, die gegen Tauerſee
vorging, follte auf überlegenen Feind geſtoßen und zu panik=
artigem
Rückzug gezivungen worden ſein. Die Hiobsbotſchaft
hiervon pflanzte ſich in Brieftaubengeſchwindigkeit nach den rück=
wärtigen
Verbindungen, den Train= und Munitionskolonnen bis
zur Großen Bagage fort uind veranlaßte dieſe ſogar umzukehren.
So wechſelten gute mit ſchlechten Nachrichten, konnten Be=
fehle
nicht befolgt, geplante Maßnahmen nicht durchgeführt, er=
ſtrebte
Geländeabſchnitte nicht erreicht und vorteilhafte taktiſche
Lagen nicht voll ausgenutzt werden.
Ueberall ſchob das Wörtchen wenn einen Riegel vor,
machte frühzeitige Hoffnungen zunichte und ſtellte die Leitungen
der beiden Armeen vor ſtändig neue Entſchlüſſe. Den Lichtblick
der einen Stunde verdunkelte die Hiobsbotſchaft der nächſten,
Die Nervenſpannung der leitenden Köpfe der 8. deutſchen
Armee war daher eine ungeheure. Doch die eiſerne Willenskraft
der Generale v. Hindenburg und Ludendorff überwand ſtand=
haft
alle Nackenſchläge, Paniken, fehlgeſchlagenen Hoffnungen
und hielt in felſenfeſtem Vertrauen auf die in den langen Frie=
densjahren
ſo oft bewährte Verläßlichkeit ihrer Unterführer und
unvergleichliche Diſziplin der Mannſchaften die Zügel der
Schlacht ſtraff und unbeirrt in der Hand, zum Wohle Oſtpreu=
ßens
, zum Siege Deutſchlands und zum unvergänglichen Ruhme
der deutſchen Armee.
Als Kurt=Heinz nach dreiſtündigem Schlaf vom Förſter ge=
weckt
wurde, teilte ihm dieſer mit, daß halbwegs Mühlen die
147er und beim Gute ſelbſt zwei Landwehrbataillone lagen.
Die in der Sonne hängenden Sachen waren inzwiſchen
getrocknet. Die Mannſchaften zogen ſie an, nahmen das von der
liebenswürdigen Förſtersfrau bereitete Mittageſſen ein und ver=
ließen
mit herzlichen Dankesworten die gaſtliche Stätte. Nun
waren ſie bereit, dem Feinde die niederträchtige Behandlung
vom Vormittag nach Kräften heimzuzahlen.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

StürbadloAtt

Der Spork am 3. Juni.
Ein großer Tag.

Der erſte Juniſonntag 1934 wird wahrhaft ein großer Tag
des Sports ſein. Selten drängte ſich an einem Tag eine ſolche

Fülle überragender Ereigniſſe zuſammen. Es kommt ſchon eine
ſtattliche und gewichtige Anzahl zuſammen, wenn wir nur die
allerwichtigſten Veranſtaltungen aufzählen.

Im Fußball

wird die Vorſchlußrunde der Fußball=Weltmeiſterſchaft ausgetra=
gen
, in der Deutſchland bei den letzten Vier gegen die Tſchecho=
ſlowakei
in Rom antreten muß.
Oeſterreichs Gegner in der Vorſchlußrunde zur Fußball= Welt=
meiſterſchaft
iſt Italien, das Spanien am Freitag im Wieder=

holungsſpiel knapp mit 1:0 ſchlagen konnte. Das Spiel, zu dem
Spanien ohne Zamora antrat, fand vor 25 000 Zuſchauern in Flo=

renz ſtatt.
Zwei Repräſentativſpiele gibt es auch im Reich. Die Gaue
Baden und Südweſt treffen ſich mit ihren Auswahlmann=
ſchaften
in Pforzheim, und in Hamburg ſpielt Norddeutſch=
land
gegen Nordholland. In Homburg an der Saar tritt
eine Sgarpfälziſche Auswahl gegen die Münchener
Bayern an. Von nennenswerten Privatſpielen ſeien auf=
geführt
: Stuttgarter Kickers
FC. Nürnberg, Mannheim
Saarbrücken=Neunkirchen komb., 1. FC. Kaiſerslautern Budai=
Budapeſt. Hanau 93 Saar 05, Mainz 05 Stuttgarter Sport=
freunde
, Tura Kaſſel Offenbacher Kickers (Samstag), Kurheſſen
Marburg Offenbacher Kickers, Hertha Breslau Wormatia
Worms, Zwickauer SC. Sportfreunde Saarbrücken, Krefeld 09
8 Karlsruher FV. und Hertha=BS‟
3. Bezirk Budapeſt
Die Aufſtiegsſpiele, die vielfach bereits dicht vor den Ent=
ſcheidungen
ſtehen, werden in den ſüd= und ſüdweſtdeutſchen Gauen
fortgeſetzt. In Südweſt mit FVg. Mombach FC. 1914 Oppau.

1*

Rugby.

Das Kampfſpiel=Rugby=Turnier wird bereits mit einem Vor=
rundenſpiel
eröffnet. In Köln treffen die Mannſchaften von Süd=
und Weſtdeutſchland aufeinander. Man rechnet mit einem
Sieg der Südedutſchen.

Leichtathletik.
Der 3. Juni iſt der Tag der Groß=Staffelläufe. Von den wich=
tigſten
nennen wir das klaſſiſche Rennen Potsdam Berlin,
die Frankfurter Stadtſtaffel, den Lauf Fürth
Nürnberg, ſowie die Stadtſtaffeln in Stuttgart, Darm=
ſtadt
, Heidelberg und Ulm. Alle Groß=Staffeln weiſen in dieſem
Jahre eine beſonders ſtarke Beteiligung auf.
Bei einer Bahnveranſtaltung in Hamburg kommen zahl=
reiche
Spitzenkönner aus verſchiedenen Teilen des Reiches an den
Start.
In Budapeſt erreichen am Wochenende die

Weltmeiſterſchaften der Turner

ihren Höhepunkt. 19 Nationen haben ihre Beſten in den Kampf
geſtellt. Erſtmals nimmt auch Deutſchland an Weltmeiſterſchaften

der Turner teil. In einer ſorgfältig betriebenen Vorbereitung
wurden unſere Spitzenkönner ermittelt und die ganze deutſche
Turn= und Sportgemeinde hofft, daß die deutſchen Turner in
Budapeſt ihrem Vaterland Ehre machen werden. Der Weg zum
Erfolg wird allerdings äußerſt ſchwer ſein, denn man darf nicht
vergeſſen, daß unſere Turner für derartige große internationale
Kämpfe nicht die Erfahrung beſitzen, über die andere Nationen
verfügen.
Schwimmen.

Die deutſche Freiwaſſer=Saiſon im Schwimmen ſetzt erſt all=
mählich
ein Größere Veranſtaltungen gibt es diesmal im Reich
noch nicht. Lediglich die Olympia=Vorbereitungen unſerer Waſ=
ſerball
=Nationalmannſchaft werden mit Spielen in
Hannover fortgeſetzt. Bei internationalen Schwimmkämpfen in
Paris gehen auch zwei der beſten Deutſchen, die Rekordſchwim=
mer
Fiſcher=Bremen und Paul Schwarz=Göppingen an den Start.

Tennis.
Die als inoffizielle Weltmeiſterſchaften auf Hartplätzen ge=
werteten
franzöſiſchen Ten nis=Meiſterſchaften er=
reichen
am Wochenende nach 14tägiger Dauer ihren Abſchluß. Er=

freulicherweiſe iſt auch das deutſche Tennis noch in einigen End=
kämpfen
vertreten. Unſere Vertreter haben ſich in Paris im Kampf
mit den beſten Amateurſpielern der Welt nicht ſchlecht geſchlagen.

Motorſport.

Schon acht Tage nach dem Avusrennen iſt wieder eine deutſche
Bahn der Schauplatz eines der größten internationalen moror=
ſportlichen
Ereigniſſe. Beim Eifelrennen auf dem Nür=
burgring
treffen in Motorrad= und Wagenrennen die beſten
Marken und Fahrer von 10 Nationen zuſammen. Deutſchland iſt
wieder durch die Fahrer der Auto=Union und höchſtwahrſcheinlich
diesmal auch durch die Mercedes=Benz=Konſtruktionen vertreten
Was die deutſchen Marken leiſten können, ſah man bei den ſchnel=
len
Auto=Union=Rennwagen ſchon auf der Avus. Wenn nun am
Sonntag unſere Vrtreter auch noch ein wenig Rennglück haben,
dann dürfte es auch den ſehnlichſt erwarteten großen und durch=
ſchlagenden
Erfolg der deutſchen Arbeit geben.
Der Goldene Helm von Deutſchland ſieht in
München unſere beſten Grasbahnfahrer im Wettbewerb.
In Ita=
lien
findet die 6000=Kilometer=Fahrt, an der ja auch
Deutſche teilnehmen, ihren Abſchluß.

Radſport.
Die Serie der großen deutſchen Straßenrennen, die für die

Berufsfahrer und für die Nationalmannſchaft der Amateure aus=
geſchrieben
ſind, wird am 3. Juni mit dem Großen Straßen=
preis
von Hamburg fortgeſetzt. Gut beſetzte, meiſt den
Amateuren vorbehaltene Rennen gibt es in Mainz. Gießen,
Landau, Karlsruhe und Leipzig (mit Nationalmann=
ſchaft
der Bahn=Amateurfahrer).

Fechten.

Samstag und Sonntag, 2. und 3. Juni finden in Offenbach
die Gaumeiſterſchaften des Sportgaues XIII. in Florett, Degen
und Säbel ſtatt, zu denen nur die Senioren und Altmannen des
Deutſchen Fechterbundes und der DT. zugelaſſen ſind. Hierzu wer=
den
vom Darmſtädter Fecht=Club die Fechterinnen Frl.
Fuchs, Hein und Melcher, ſowie der Fechter K.=H. Melcher in
Florett ſtarten.

Turngemeinde Beſſungen 1865.
Abſchluß der Werbewoche.

Den Höhepunkt der Werbewoche bilden die beiden letzten
Tage. Heute Samstag, 20.30 Uhr marſchieren ſämtliche Mit=
glieder
in einem Werbe=Fackelzug durch den ſüdlichen Stadtteil.
Der Vereinsführer verpflichtet alle Mitglieder zur Teilnahme.
Antreten um 20.15 Uhr an der Turnhalle. Aktive im Turn=
bzw
. Sportanzug, alle übrigen im blauen Turneranzug mit
Mütze.

Groß=Staffellauf im Hochſchulſtadion.
Spannende Kämpfe ſind zu erwarken.

Alle Darmſtädter Turn= und Sportvereine und die Vereine
der näheren Umgebung werden am Sonntag, um 15 Uhr zu die=
ſer
großen Werbeveranſtaltung aufmarſchieren. Das herrliche
Rund des Hochſchulſtadions wird für dieſe Veranſtaltung einen
wundervollen Rahmen abgeben. Nach dem Aufmarſch wird der
Leiter des ſtaatlichen Turn= und Sportamts, Verwaltungsdirek=
tor
Löwer, eine Anſprache halten, und nach der Ehrung unſe=
rer
toten Kameraden des Weltkrieges und der nationalſoziali=
ſtiſchen
Bewegung, dem ſtillen Gedenken, insbeſondere an Albert
Leo Schlageter und Hanns Braun, werden alle Teilnehmer im
Anſchluß an die feierliche Flaggenhiſſung wieder durch das
Marathontor abmarſchieren
Anſchließend wird alsdann der Darmſtädter Groß= Staffel=
lauf
in 6 verſchiedenen Klaſſen geſtartet. Dieſe Staffeln werden
beſtimmt in allen Klaſſen feine, ſpannende Kämpfe bringen, die
die Zuſchauer reſtlos begeiſtern werden. In der Hauptklaſſe wird
es zu einem abwechſelungsreichen Rennen zwiſchen den 5 Mann=
ſchaften
ASC. Polizei. SV. 98, TB. Jahn und TSG. 1846 kom=
men
, deſſen Ausgang durchaus offen iſt. Der Eintritt zu
dieſer Veranſtaltung iſt frei!
Die teilnehmenden Vereine werden nochmals daran erinnert,
daß ſie bis ſpäteſtens Samstag, um 17 Uhr (Kampfrichterſitzung
im Hochſchulſtadion), die Meldung für die einzelnen Klaſſen be=
ſtätigen
müſſen, daß nur die Vereinsfahnen beim Aufmarſch mit=
geführt
werden, und daß vor allem alle am Aufmarſch Teil=
nehmenden
ſpäteſtens um 1450 Uhr auf dem Uebungsfeld auf=
marſchbereit
ſtehen müſſen.

Darmſtädter Turn- und Sporkgemeinde 1846.

Zu dem Stadtſtaffellauf am Sonntag auf dem Hochſchulſtadion
teilen wir mit, daß ſich ſämtliche Aktiven aller Abteilungen der

Turn= und Sportgemeinde an dem Aufmarſch zu beteiligen haben.
Treffpunkt im Stadion, 2 Uhr. Sportkleidung; weißes Trikot und
weiße Hoſe, Spielmannſchaften in den Spielfarben. Der klaren
Ueberſicht wegen ſammelt ſich alles, was zur TSG. gehört, hinter
den Umkleideräumen auf dem Uebungsfeld, woſelbſt die Anord=
nungen
des Vorſtandes erfolgen.

Jahn 1875 Darmſtadt.

Zur Beteiligung am Werbelauf treffen ſich alle Aktiven am
Sonntag nachmittag 1.45 Uhr Ecke Wiener= und Heinrichſtraße.
Von da marſchieren wir nach dem Hochſchulſtadion. 1. Mannſchaft:
Lemſter, Kahl, Utz, Schütz, Weicker, Schäfer Hch. Schäfer Ph.,
Kroll. Straub, Thier, Reitzel, Gorr. 2. Mannſchaft: Arheilger,
Heß J, Hübner. Pfeifer, Jünger, Taufer L. Mark Taufer Gg.,
Mühlbach W., Mühlbach K., Krieger, Eberhard. Beide in ihrem
Mannſchaftsdreß, alle übrigen Aktiven, 3. Mannſchaft uſw., in
weißer Hoſe und, wenn möglich, weißem Trikot.

Akhl.-SB. Germania Darmſtadt.

Die Mitglieder des Athl.=SV. Germania treffen ſich am
Sonntag 13 Uhr im Vereinslokal, um von dort mit Fahne und
Spielmannszug geſchloſſen im Dreß nach dem Hochſchulſtadion zu
marſchieren, um beim Auf= und Abmarſch der Sportler beim
Staffellaufe teilzunehmen.

Fußball.

3C. Union Darmſtadk.

Zu einem Freundſchaftsſpiel treffen ſich am Samstag abend
6.30 Uhr an der Rheinallee die 1. Garnituren von TSG. 46.

Union. Hier ſtoßen zwei altbekannte Mannſchaften aufeinander,
welche des öfteren mit wechſelndem Erfolg die Klingen kreuzten.
Union wird mit derſelben Elf wie gegen Egelsbach antreten und
gibt hiermit die Gewähr für ein ſchönes, ritterliches Spiel. Vor=
treffen
ſich noch die Schülermannſchaften obiger Ver=
TSſG. 46. Meiſter der Schülerklaſſe, gegen die kleinſte und
eine. T
jüngſte Schüler=Mannſchaft Union in unſerem Kreiſe. Die 2.
Mannſchaft trägt ein Freundſchaftsſpiel gegen die 2. Elf des
Turnerbunds Jahn 75 auf der Rennbahn aus. Spielbeginn
5 Uhr.
Anläßlich des Stadt=Staffellaufes am kommenden Sonntag,
den 3. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Hochſchulſtadion tritt
die geſamte aktive Fußball= ſowie Jugend=Abteilung um 14.15
Uhr vor dem Haupteingang des Hochſchulſtadions an. Kleidung:
Mannſchaftsdreß ohne Stutzen und Stiefel (leichte Schuhe und
Strümpfe).

Sppgg. Arheilgen am Frankenſtein!

Heute. 17.30 Uhr: Germania Eberſtadt SpVgg. Arheilgen.

Nach ihrem 2:0=Sieg über den FV. Bihlis empfangen die Ger=
manen
morgen die SpVgg. Arheilgen. Das Vorſpiel haben die
Mühlchens=Leute mit 3:0 gewonnen. Auch morgen ſollten ſie das
Spiel knapp gewinnen, aber erſt nach Kampf. Wenn auch die
Frankenſteiner zurzeit nicht ſo ſchlagkräftig ſind, ſo wollen ſie auf
eigenem Platz immerhin geſchlagen ſein. Das 2:0 gegen Biblis
ſpricht unbedingt dafür. Man darf alſo geſpannt ſein, wie Be=
zirksklaſſe
und Kreisklaſſe miteinander fertig werden.

SV. Roßdorf FC. Union Darmſtadt.
Im weiteren Verlaufe der Meiſterſchaftsſpiele der Kreis=
klaſſe
1 Starkenburg trefen ſich beide Vereine am kommenden
Sonntag zum Rückrundenſpiel in Roßdorf. Obwohl das Vorſpiel
in Darmſtadt von den Roßdörfern damals mit einem eindeutigen
4:0 gewonnen werden konnte, ſteht hier der Sieger im voraus noch
keinesfalls feſt, da Roßdorf in ſeinen letzten Spielen nicht ſeine
frühere Form zeigen konnte, hingegen Union an Spielſtärke be=
achtlich
gewonnen haben
ürfte. Das Spiel verſpricht daher ſehr
intereſſant zu werden. Wir empfehlen dem Roßdörfer Sport=
publikum
, ſich dieſes Spiel anzuſehen, zumal die SV.=Elf in neuer
Aufſtellung antritt und Union eine ſchöne Spielweiſe ihr eigen
nennt. Spielbeginn 16 Uhr. Vorher (14.15 Uhr) Erſatzmannſch.

Kreisklaſſe I. Gruppe II.

Die Gruppe III iſt allmählich in Terminnot geraten, und es
könnte ſein, daß einige Spiele der Serie ſogar der Ruhepauſe
zum Opfer
fallen. Der Meiſter der Gruppe iſt unter TV. Als=
bach
und 2
SV. Kleinhauſen zu ermitteln. Die Termin=
liſte
ſieht folgendes Programm vor
3. 6. 34: KleinhauſenAlsbach, VfR. FehlheimAuerbach,
SeeheimJugenheim, Bensheim-Bickenbach;
10. 6. 34: Alsbach Jugenheim. Seeheim Kleinhauſen
Fehlheim-Bickenbach, Auerbach-Jugenheim (2 Uhr);
17. 6. 34: AlsbachHeppenheim. BensheimSeeheim. Jugen=
heim
-Kleinhauſen;
24. 6. 34: BensheimKleinhauſen, HeppenheimSeeheim;
1. 7. 34: KleinhauſenAuerbach.

Am Sonntag herrſcht großes Treiben auf dem Sport=
platz
. Am Vormittag werden die Volksturner ab 10 Uhr, und
ab 14 Uhr alle Spielabteilungen (Handball, Fauſtball. Tennis)
auf den Plan treten.

Um 14 Uhr ſpielt die Jgdm. gegen die Soma. Um 15 Uhr
die 1. Mannſchaft gegen Sportvereinigung Arheilgen, ab 18 Uhr
Fauſtball und Tennis.
Zu allen Veranſtaltungen freien Eintritt.

Handball.
T5G. 46 Darmſtadt beim Oberräder Pokalkurnier.

Die Ligaelf der TSG. 46 fährt heute Samstag,
14.15 Uhr, ab Hauptbahnhof, zum TV. Oberrad, der heute
und morgen ſein Pokalturnier veranſtaltet. Der Wettbewerb iſt
von acht Vereinen ſtark beſetzt, und die Darmſtädter werden ſich
anſtrengen müſſen, um ihren Wanderpreis erfolgreich zu vertei=
digen
An der Veranſtaltung nimmt auch eine Saar=Mannſchaft
teil, die dem Pokalturnier eine beſondere Note geben wird.

Waſſerball=Gruppenkurniere
am kommenden Sonnkag im Großen Woog.; zautdiche 4k
Wir haben bereits darauf hingewieſen, daß am kommers,

Sonntag im Bezirk 3 des Gaues 13 die Bezirksrundenſpiele);
Waſſerball ihren Anfang nehmen. Zum erſten Male werden!
Spiele von den Vereinen des Deutſchen Schwimm=Verbandes
picspiche
der Deutſchen Turnerſchaft gemeinſam beſtritten. Gerade in doſ 4s
en Atien
Tatſache zeigt ſich am beſten der neue Geiſt, der ſeit der naton, chu
ſozialiſtiſchen Revolution und ſeit der einheitlichen Führunggig ud ſchwöge.
Ae Se
deutſchen Sports durch den Reichsſportführer von Tſchammer
Oſten in das Sportleben unſeres Vaterlandes eingezogen iſt. Eei,zah 90ſe d
Nacr
Unterſchied zwiſchen Turnen und Sport gibt es nicht mehr. 2.
ee
ob Turner oder Sportler, helfen durch ihre Leibesübungen miln dMr der lan
der körperlichen Ertüchtigung unſeres deutſchen Volkes. On
i berme
Ueberheblichkeit können Darmſtadts Schwimmſportler behaunn
bennel. 3in 2
daß in ihren Reihen, ſeien es Turner oder Schwimmer, ſchon
mer ein gutes Einvernehmen geherrſcht hat. Durch die gemmileneugl
ſame Führung der Turn= und Sportgemeinde 1846 und des Dwandcr i du
ſtädter Schwimmclubs Jung=Deutſchland, durch Herrn Vermſer
tungsdirektor Löwer iſt dieſes Einvernehmen noch beſſer gewomnge 9ldg
Die Trainingsgemeinſchaft der Darmſtädter Schwimmeruſgren. Die
andsKäüufe eint
der außerdem noch die Schwimmſportler des Polizeiſportverun
und des Turnbundes Jahn 1875 vertreten ſind, und die gemmn blitun
ſo daß
ſame Arbeit ſämtlicher Schwimmer Darmſtadts für die Rer=
Halig ſ
ſchwimmwoche zeigt weiterhin die gemeinſame Arbeit.
Zunten.
erſten Maleuſenrd
Morgen Sonntag begegnen ſich u oiSV. und der öFflt
Mit
Darmſtädter Waſſerballmannſchaften des D
Kampfe um die Berechtigung, an der Gaumeiſterſchaft 1934 1
(8
nehmen. In der 4=Klaſſe werden die Mannſchaften des Ele=

Jung=Deutſchland, der Turn= und Sportgemeinde 1846 und dgen lich viet
Karlsr
Turnbundes Jahn 1875 ihre Kräfte meſſen, während ſich
B=Klaſſe Jung=Deutſchland 2., Polizei, der Nat. Sportklub Mlzprwenprſchlag
baden und Heſſen Worms 2. gegenüberſtehen.
ſten der Bank el
an glaubt, duf
Da in beiden Klaſſen jede Mannſchaft gegen jede anderezu
treten muß, ergeben ſich insgeſamt 9 Spiele, die am Vormi dwdende erarb
im Eindruck de
tag um 10 Uhr und am Nachmittag um 15 Uhr für= ber
Anfang nehmen. Die Anhänger des Waſſerballſports werden Um. Die Käufe der
Gelegenheit haben, morgen Sonntag bei intereſſanten Waſſerulmaten zug
zute, d
Anhaltendes 2
ſpielen auf ihre Rechnung zu kommen.
ian die Förder
und di
Rer Frung
ien.
2. LungſtiedeneRegalta an Andgernemibra
Amt

2c.
neintend
in den Gene

Die zweite Langſtreckenregatta des Gaues 13/14 am komrurur A
den Sonntag auf dem Erfelder Altrhein verſpricht einen volsm. Sowohl s
Erfolg zu geben. Sämtliche gemeldeten Boote werden am
Rur
erſcheinen, und aus dieſem Grunde dürfte eine Rennfolge uſ=
noch
nie am Altrhein zu erwarten ſein. In ſportlichen Krorxu.gzpe
luſte m
iſt man beſonders auf das Abſchneiden der Saarbrü/ öeen Ende der
Vereine geſpannt. Ebenſo auf den Start der Europameiſtifung einer neu
Guſſi Wenzel=Frankfurt. Ob hier nicht unſere Saar=F00 4yg einen neuer
rinnen eine Ueberraſchung bringen werden? Wer Gelegemünen im erſten
hatte, dieſe Sport=Mädels bei der Pfingſtfahrt des Deutſiu duf
dieſe T.
Kanu=Verbandes von Wimpfen nach Heidelberg (75 Km)0ſ der tat
ſehen, muß ſich darüber klar ſein, daß ſie alles daran ſetzen Blrug iſt, dem
den, ihren erſten Start in reichsdeutſchem Land zu einem 8.
Amleihe be
zu geſtalten. Der glänzende Stil und zähe Ausdauer gibt i94zun
die beſten Hoffnungen dazu.
nd du
*s ſei an dieſer Stelle nochmals darauf hingewieſen, lruſch
Es
jeder Paddler, auch die nicht dem DKV. angehören, am konm=
dienen
m
den Sonntag die Strecke zwiſchen dem Bootshaus des Daut.
Ausloſt
ſtädter Schwimmclubs JD. und der Schwedenſäule, freialls=Kauferſolgt.
Anbetracht der ſcharfen Wettkämpfe iſt es unbedinzin
Offeren
Pflicht eines jeden Kanu=Fahrers, di
Nurtzent.
den J.
Strecke freizuhalten, damit alle Rennen einen 100 Rückgana des
ten Verlauf nehmen können.
Maße

Brurſchhano ger den Wellmeiſtersehatteite E eritnaks n
der Turner in Budapefk.

die deutſch
Ehlt word
Ländern und K.
ind unter Berzi=
tzinſen
, wer
ſenps vertvolle
Von unſerem u.=Mitarbeiter.
der neuen
* Budapeſt, 31. Mal
Untauſch du
Ab morgen bis 3 Juni finden in Budaveſt die Turnergll /ch den übrigen
ine gl
meiſterſchaften ſtatt. bei welchen ſich die DT., Schöpfer des 2700.
4
nens zum erſten Male beteiligen will
Vor den Kämpfen tagt der FJG. (Internationaler Turnd ſar un
tritte
igende W
bund), um über die Aufnahme Deutſchlands zu verhandeln.
ſie deren letz
wohl einige Nationen gegen die Teilnahme unſerer Rieg
Prozent
hofft man doch mit einer Einigung, zumal ſich namentlie
garn Schweiz, Italien uſw. ſehr für dieſe Sache einſetzen wer 40. Damit erfol
Die deutſche Mannſchaft wird als einer der ſtärkſten KOAeſten in dieſem
kurrenten eingeſchätzt. Unſere Turner werden kämpfen
*
kämpfen bis aufs Letzte, um die deutſchen Farben im Au
ſednarkt
würdig zu vertreten. Ihnen wird lediglich die internatioo ,e F. Monatsſ
Kampferfahrung fehlen. Bis jetzt ſchätzt man die Schweizerv
höchſten ein doch muß man abwarten, wie ſie ſich mit den 10
60
tümlichen Uebungen (100 Meter, Kugelſtoß beidarmig, S.
Nuice
hochſprung) zurechtfinden werden. Wie man aus gut unterF)
onatsende
teten Kreiſen hört, ſollen die Finnen im Volksturnen gand

vorragend ſein. Ungarn, Italien und Frankreich beſitzen Tuns
de 7.
tionsbe
die wiederholt bei Olympiaden und ſonſtigen internation eillenr
grlage aufte

Kämpfen als Meiſter die Siege nach Hauſe bringen konnten. 90t
Mnächer,

deutſche Mannſchaft wird erſt am letzten Tage endgültia
Männerturnwart der DT. zuſammengeſtellt werden. Aller Vol v.) Leſpluſt haben
ſicht nach werden dies ſein: Krötzſch, Winter, Sandrock. Loich
Beckert, Frei: Erſatz; Volz und Limburg. Man rechnet hiet.,
Mirlſch
der Frankfurter Winter Meiſter am Reck, Krötzſch der Beſte?)
Rich=
Freiübungen ſein wird.
R
Der Kampf wird ausgetragen als 15=Kampf. Er erſonk
zahl f

Neung Bele
einen gewaltigen Einſatz der Nerven und des Körpers.
Daß es bei einem ſolchen Treffen zu Meinungsverſchiet4!
9 für d.
79i9,
W

beiten kommen wird, iſt vorauszuſehen, da ja die Eigenart 1
Turnens jeder Nation eine andere iſt, doch hofft man, deß Wchn

10

1200)
eine einwandfreie und gerechte Wertung auch dieſe beim Tur),!
die R.

Budapeſt kamen, einen ſtarken Rückhalt.
Wir hoffen, daß die Mannſchaft durch einen ſchönen C5 ge1 Mſtung in
dem deutſchen Kunſtturnen den Platz im Internationalen 2
nerbund erkämpft, der ihm gebührt.

niemals zu vermeidenden Unebenheiten überbrückt werden.
Beind
Die deutſche Riege hat durch etwa 2000 Schlachtenbumm
Lad zurt
die aus allen Gauen des Reiches mit 4 Sonderzügen hierber 9
Ueränder
im Mäy. 5
e iM Fie y
Rauiß und B.
Neudes hisct
*
Ernſt Winter, Frankfurt, der zweite Zwölfkampfſieger.
Deutſchen Turnfeſt, errang bei den Kunſtturn=Weltmeiſterſcho
in Budapeſt im Reckturnen mit 19,6 Punkten für Kür= und Pil
übung die höchſte Punktzahl, ſo daß an ſeinem Endſieg an dus An 30 Winh
Gerät nicht mehr zu zweifeln iſt.
Lute
Nt
Ein Wixhäuſer als Olympia=Kandidat.
205
Der frühere Linksaußen des FC. Union Wirhauſen. Lfl
B lien inden
Benz; der ſeit drei Jahren der Reichswehr. und zwar einehl 4,/h

nier=Bataillon, in Magdeburg, angehört, erreichte in letzte
Ein eltesen
beim Speerwurf wiederholt die 60=Meter=Grenze nud wütde ſt
Grund ſeiner beſtändigen guten Leiſtungen einem Spezialto.

für Olympigkandidaten zugeteilt. Hoffen wir, daß ſch. w
ſandsmann weiter gut entwickelt und die höchſte Ehre
Sportsmannes, ein Olympigkämpfer zu ſein, erreicht.

Weiterbericht.
Die Störungstätigkeit im Weſten hat bei Bildung vo.
tiefs über Frankreich verbreitete Gewittertätigkeit ausgeiloe
uns wirkt ſich der hohe Druck noch aus und läßt ſpäter pee
Gewitterneigung aufkommen.
Ausſichten für Samstag und Sonntag: Weiterhin For
des ſommerlichen Wetters mit vereinzelten Wärmeeee.
eRe
ſtörungen.
*he

[ ][  ][ ]

zmmer 130

Samstag, 2. Juni

Börſe und
Nen
Ftaandliche Tendenz an den Effekken=
Mättient.
Berichtswoche ſtand überwiegend im Zeichen von Kurs=
beſſe
ngen an den Aktienmärkten, während die Rentenmärkte an=
ſangusoch
ſchwächer lagen. Nach der langen Dauer der Transfer=
eſprwungen
, die das Börſengeſchäft faſt einen Monat lang in
tärtem Maße gelähmt hatten, konnte ſich die Burgſtraße in
der uſſen Woche mehr und mehr von der lähmenden Atmoſphäre
der 1Arierenz emanzipieren. Selbſt das Abſchluß=Communiqué.
das zuelichts der langen Dauer der Beſprechungen nicht befriedi=
gen
gunte, vermochte die aufkommende freundliche Stimmung
ichüe hemmen. In Bank= und Börſenkreiſen herrſcht jedenfalls
je ſerzeugung, daß die Auslandsgläubiger die deutſche Devi=
ſenſimmion
durchaus nicht verkennen, und man hofft, daß es nun=
noch
hei
nehen den Verhandlungen mit den verſchiedenen Gläubigern
ter St gelinlon wird, zu entſcheidenden und befriedigenden Ergebniſſen
Kmnen. Die Börſe erhielt, im vergangenen Monat durch
roskäufe eine gute Stütze. Als in der letzten Woche kaum
/Ablikumsabgaben erfolgten, traten dieſe Käufe mehr in Er=
cheimug
, ſo daß ſich die Kurſe, wie ſchon geſagt, überwiegend be=
chekonnten
. Tonangebend waren hierbei die Aktien der JG.
arbernduſtrie, die ihren Kurs infolge größerer Sperrmarkkäufe
½ auf 136½ erhöhen konnten. Einen günſtigen Einfluß
telich die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei einer
e or Induſtriegeſellſchaften aus, die auch das Publikum ver=
Jähr
chie erlich wieder zu kleinen Anlagekäufen veranlaßten. So
gt. Enn erzientin Berlin=Karlsruher Induſtriewerke auf den 5prozentigen
divinedenvorſchlag eine Steigerung von über 10 Prozent, und
en ieh.-die
ten der Bank elektriſcher Werte konnten 6 Punkte gewin=
die
m nen /9man glaubt, daß das Unternehmen im laufenden Jahre
um 150eine Zudende erarbeiten wird. Auch Linoleum=Aktien waren
unte ) em Eindruck der Dividendenvorſchläge bis zu 6 Prozent
ſomn befeſ . Die Käufe der Stillhaltegläubiger kamen beſonders den
Tarinnrcen zugute, die aber kursmäßig nicht viel verändert
warenn Anhaltendes Intereſſe zeigte ſich für Erdölaktien, wobei
weitctun die Förderung der deutſchen Treibſtoffwirtſchaft durch
die eie rung und die neuen Erfolge im hannoverſchen Erdöl=
V Alllgebisſt aitſprachen. Montanaktien waren im allgemeinen wenig
verämdrt, auch der Elektro=Aktienmarkt lag recht ſtill. Im Gegen=
aues
13
ſatz u llgemeintendenz zeigten Schiffahrtswerte eine ſchwache
Halt n. Sowohl Hapag als auch Lloyd verloren auf die Mit=
wes
teilu mgn in den Generalverſammlungen beider Unternehmungen
e 3 über 1b= Schwierigkeiten der internationalen Schiffahrt und die
Wähſuugsverluſte mehr als 10 Prozent ihres Kurswertes.
der Sau=
(den Ende der Woche erhielten die Effektenmärkte durch die
un der EuxSchafrfug einer neuen Reichsanleihe mit einer 4prozentigen Ver=
M umen inſuhnce nen neuen Impuls. Wenn auch die kursmäßigen Aus=
Ue wirkmnen im erſten Augenblick noch gering ſind, ſo glaubt man
gſtfa.

C doch, dieſe Transaktion, die ein weiterer Schritt auf dem
ſeidelberg GWeger ir tatkräftigen Pflege des Kapitalmarktes durch die Reichs=
alles
Naud gegienrit.
iſt, dem Rentenmarkt bald zugute kommen wird. Die
n Land / Heue =Aleihe bedeutet für die Börſe in vielfacher Beziehung eine
ahe Ausdaut Anrexmt Einmal ſind die Zins= und Tilgungsbedingungen neu=
irtign
u) durchaus reizvoll, da die Tilgung der Anleihe, die zum
arauf hinge Imteluh’der Hilferding=Anleihe und zum Umtauſch der Neubeſitz=
teh
Imleihid enen wird, bei dem Kursſtand von pari oder über pari

nch Ausloſung und einem Kursſtand unter pari nur durch
au Rückkigt erfolgt. Im letzten Falle kommt die erzielte Erſparnis,
unhſh Differenz zwiſchen dem Ankaufskurs und dem Kurs von
Ezent, den Inhabern der Anleihe zugute, ſo daß alſo bei
ei einem lürkgang des Anleihekurſes die Verzinſung der Anleihe in
eickt= Maße ſteigt. Im Rahmen der Konvertierungspläne die
die deutſche Wirtſchaft erträglichen Zinsfuß zum Ziele
en ſt erſtmals wieder nach dem Kriege der 4prozentige Zins=
guihlt
worden. Die übrigen feſtverzinslichen Emiſſionen von
ſeicht ärdern und Kommunen, die ſich zurzeit noch mit 6 Pro=
w
unter Berückſichtigung der niedrigen Kurſe vielfach noch
ent
öhen eitzinſen, werden durch die Einführung des 4prozentigen
nlegheyps wertvoller, andererſeits iſt durch die reizvolle Aus=
ſtatttm
der neuen Anleihe nicht zu befürchten, daß die Zeichnung
und Umtauſch durch die zu erwartende Nachfrage des Publi=
imsich
den übrigen feſtverzinslichen Werten beeinträchtigt wer=
vd
. Eine glückliche Idee war es, bei der Umtauſchtrans=
aktiomr
leichzeitig die Neubeſitzanleihe mit einzubeziehen, ſo daß
ieſe: ark umſtrittene Spekulationspapier dadurch endlich auf
eine /iriedigende Weiſe vom Kurszettel verſchwindet. Die Neu=
beſitz
Aneihe, deren letzter Kurs vor Bekanntgabe der Transaktion
etwag!½ Prozent war, wird mit 23½ Prozent in Zahlung ge=
nomme
. Damit erfolgt der Umtauſch auf einer Baſis die faſt
dem ſühſten in dieſem Jahr erreichten Kurs der Neubeſitzanleihe
gleich kamt.
Geldmarkt verſteifte ſich zum Ultimo wie üblich, doch
wurkge der Monatsſchluß diesmal verhältnismäßig leicht über=
wunie

Der Satz für Blankotagesgeld für erſte Adreſſen ſtieg
auf m 4½ Prozent. In Schatzanweiſungen und Schatzwechſeln
ſarei ie Umſätze ruhig, das Angebot in Privatdiskonten hielt
ſich zru Monatsende in beſcheidenem Rahmen. Der Valutenmarkt
war ihder wenig verändert, der Dollarkurs konnte ſich beruhigen,
nachläe, die Inflationsbefürchtungen, die im Zuſammenhang mit

bervorlage auftauchten, abflauten. Das Pfund lag ſaiſon=
mäßißg
twas ſchwächer, in der Hauptſache dürften Zinszahlungen
ne den Ars beeinflußt haben.
1N
gff!
Wirkſcha tliche Rundſchau.
Tiheichsrichtzahl für die Lebenshaltungskoſten im Mai 1934.
hichsrichtzahl für die Lebenshaltungskoſten (Ernährung,
Wohlmg. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und Sonſtiger Be=
tellt
ſich für den Durchſchnitt des Monats Mai 1934 auf
LeGär 1913/14 100); ſie iſt ſomit um 0,2 v. H. niedriger als

2Gmonat (120,6) Die Richtzahl für Ernährung iſt um 0,4
He uf 130,3, die Richtzahl für Heizung und Beleuchtung um
um
0 u.ſ auf 133,2 und die Richtzahl für Sonſtigen Bedar
1.). auf 157,6 zurückgegangen. Die Richtzahl für Wohnung
iſt n

reiiſe

1121,3 unverändert geblieben. Die Richtzahl für Beklei=
ung
it um 0,3 v. H. auf 115,0 angezogen. Innerhalb der
Druc Ernährung ſind die Preiſe für Fleiſch und Fleiſchwaren
Swie ſutter und Käſe zurückgegangen. Die Senkung der Richt=
Heizung und Beleuchtung iſt hauptſächlich durch Gewäh=
ahl

Tunch en Sommer=Preisabſchlägen für Hausbrandkohle bedingt.
Brodukkenmärkke.
Iuf dem Weinheimer Obſtgroßmarkt am 31. Mai betrug
De Aühr 240 Zentner. Es koſteten: Kirſchen 1. Sorte 1418,
Sorte 3040, desglei=
VeSgell hen 2. Sorte 1014, Erdbeeren
NenAISorte 2229 Pfg. pro Pfund. Nachfrage gut. Tägliche
derldnrungen finden um 11 und 16 Uhr ſtatt. Samstag keine
P
Veriterung.
Dnzer Getreidegroßmarkt vom 1. Juni. Es notierten in
WL Raa, Veizen 20,70, Roggen 18,0018.20, Hafer 18,00, Braugerſte
LL219 00, Induſtriegerſte 18,00, Malzkeime 13,5013,75, Wei=
WeitEIue jein 11,0011,10, grob 11.4011,50, Roggenkleie 11,50
SaA Le izenfuttermehl 12,00, Biertreber 14,2514,50, Soyaſchrot
DuAkrockenſchnitzel 10,80. Tendenz: feſt.

Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herber
Meſchäftl. Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtlich in Darmſtadt. D. A. IV. 34. 23107
Druck und Verlag: L. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
Der plangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
D Itunden der Redaktion: Vormittags 121 Uhr, nachmittags 67 Uhr.
Die heutige Nummer hat 12 Seiten.

Geldmarkt.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Das Hauptintereſſe der Berliner Börſe konzentrierte ſich
geſtern auf den Markt der Neubeſitzanleihe. In Anweſenheit des
Staatskommiſſars der Berliner Börſe, des Börſenpräſidenten und
einer Reihe von Börſenkommiſſaren fand die Feſtſetzung des er=
ſten
Kurſes ſtatt, die ſich infolge der großen Zahl der vorliegenden
Orders längere Zeit hinzog. Die erſte Notiz kam ſchließlich mit
2½ nach 17.45 am 30. Mai zuſtande. Auch die übrigen Renten
waren unter dem ſich verſtärkenden günſtigen Eindruck der Neu=
emiſſion
des Reiches weiter befeſtigt. Vereinigte Stahl= Obliga=
tionen
wurden 1 Prozent höher bezahlt. Deutſche Reichsbahn=
Vorzugsaktien gewannen ½ Prozent, auch am Kaſſarentenmarkt
lagen eine Reihe von Kaufaufträgen vor. Der Aktienmarkt war
ebenfalls überwiegend freundlich, da die Genfer Meldungen über
die Saarfrage günſtig aufgenommen wurden. Montanwerte waren
meiſt ½ Prozent befeſtigt, Schleſiſche Bergbau und Zink ſtiegen
um weitere 1¼. Lediglich Harpener lagen ſchwächer. Von Braun=
kohlenaktien
hatten Eintracht mit einer Steigerung von 2½ die
Führung. Rheinbraun lagen dagegen 2½ Prozent niedriger.
Kaliwerte blieben weiter vernachläſſigt, während chemiſche Werte
unter Führung von Farben (plus ½) durchweg befeſtigt waren,
Chemiſche Heyden konnten bei lebhaften Umſätzen um 4½ Prozent
anziehen. Conti Gummi erholten ſich um 2½. Auch Siemens u.
Halske waren 2½ Prozent höher, während die übrigen Elektro=
werte
meiſt um Bruchteile eines Prozentes gebeſſert waren. Im
Verlaufe rückten Schiffahrtswerte bei Käufen eines halbſtaatlichen
Inſtitutes in den Vordergrund, Hapag ſtiegen von 21 auf 25 und
Lloyd von 27½ auf 31. Bemberg waren im Verlaufe bei Käufen
der Arbitage 5 Prozent höher als am Vortag. Daimler gewan=
nen
2, Vogel 2½, Farben insgeſamt 1¼ und Oberkoks 1½ Pro=
zent
, Montanwerte waren bis 1 Prozent befeſtigt. Akkumula=
toren
waren auf Dividendenermäßigung 1 Prozent niedriger. Der
Rentenmarkt ſtand unter dem Eindruck der Reichsanleiheemiſſion,
Kaſſarenten waren durchweg befeſtigt, im Vordergrund ſtanden
Neubeſitzanleihen.
Die Frankfurter Börſe lag im großen und ganzen wie=
der
recht ſtill, beſondere Anregungen waren nicht vorhanden. Eine
Stütze bot jedoch die Entſpannung in der Saarfrage ſowie Mit=
teilungen
über die Konjunkturentwicklung. Die Grundhaltung
war, durch verſchiedene Sonderbewegungen angeregt, durchaus
freundlich. Bemberg lagen um 4½ Prozent höher, wobei Ver=
mutungen
vorlagen, daß die bekannten Verſuche neuer Rohſtoff=
erzeugung
offenbar günſtiger als bisher ausgefallen ſind. Aku
etwas mitgezogen und ¼ Prozent höher. Schiffahrtswerte waren
beachtet und feſt auf Käufe von beſtimmter Seite, die ſeit langem
im Markte iſt. Hapag 2½ Prozent, Nordd. Lloyd 1½ Prozent
feſter. Von ſonſtigen Transportwerten A.=G. für Verkehrsweſen
½ Prozent höher. Farbeninduſtrie lagen ruhig und bei 136½
Prozent kaum verändert, Deutſche Erdöl lagen 1 Prozent niedri=
ger
. Montanwerte gleichfalls ohne großen Umſatz. Je ¼ Prozent
leichter waren Stahlverein und Harpener, behauptet lagen Klöck=
ner
und Phönix, bis ½ Prozent höher notierten Mannesmann
und Rheinſtahl. Automobilwerte etwas freundlicher. Daimler
Motoren gewannen 1 Prozent. Zellſtoffwerte etwa gehalten. Am
Elektromarkt erholten ſich Schuckert um ¼ Prozent, Gesfürel
lagen ½ Prozent, Bekula ¼ Prozent höher, Siemens blieben gut
behauptet. Am Rentenmarkt blieb das Hauptgeſchäft für Neu=
beſitzanleihe
. Der Kurs wurde mit etwa 22,50 (nach vorgeſtern
10 und Mitwoch amtlich 178 Prozent) taxiert, die erſte amt=
liche
Notiz verzögerte ſich, da außerordentlich große Aufträge vor=
lagen
. Der Kurs für die Altbeſitzanleihe wurde wegen der im
Gang befindlichen Ziehung ausgeſetzt. Stahlverein=Bonds lagen
1½ Prozent feſter in Nachwirkung eines neuen Urteils in der be=
kannten
Streitfrage. Reichsmark=Obligationen und ſpäte Reichs=
ſchuldbuchforderungen
gewannen je ¼ Prozent. Geſtützt durch die
die befe=
erwähnten
Sonderbewegungen, hielt auch im Verlau
½ Prozent
ſtigte Haltung an, und die Kurſe lagen meiſt um
über Anfang. Am Rentenmarkt kamen Neubeſitz ſtark verſpätet
mit 22½ Prozent zur Notiz. Der Umſatz war außerordentlich groß.

Dierienähresvericht der Keichspents
Weitere Zunahme der Zahl der Rundfunkhörer?
Die Deutſche Reichspoſt veröffentlicht ſoeben den Bericht über
das 4. Viertel des Rechnungsjahre 1933 (Januar bis März 1934),
Die bereits im Vorvierteljahr feſtgeſtellte allgemeine Belebung
des Verkehrs hat erfr

reicht und überſchritten worden.
Auf allen Gebieten des Poſt= und Fernmeldeweſens konnten
im In= und Auslandsverkehr wieder zahlreiche Verkehrs= und
Betriebsverbeſſerungen durchgeführt werden. Davon ſind beſon=
ders
zu erwähnen die Eröffnung des regelmäßigen Luftpoſtver=
kehrs
nach Südamerika auf der Linie Stuttgart-Barthurſt ( Bri=
tiſch
Gambia)Stützpunkt Dampfer Weſtfalen-Natal (Braſilien)
Rio de JaneiroBuenos Aires, ferner die Eröffnung des
Funkſprechverkehrs mit Paraguay, die Einführung von Schiffs=
brieftelegrammen
im Seefunkdienſt und die Uebermittlung von
Rundfunkdarbietungen nach Afrika, Oſtaſien und Südamerika.
Die Zahl der Rundfunkteilnehmer hat ſich im Berichtsviertel=
jahr
um 372 148 auf 5 424 755 erhöht, während im gleichen Zeit=
raum
des Vorjahres der Zugang nur 225 140 betrug Im Viertel=
jahr
Oktober bis Dezember 1933 ſind 187, in der Zeit von Januar
bis März 1934 176 Perſonen wegen der Errichtung oder des Be=
triebs
nichtgenehmigter Funkanlagen rechtskräftig verurteilt
worden.

verordnung.

Im RA. iſt eine zweite Verordnung des Reichsminiſteriums
für
rnährung und Landwirtſchaft vom 1. Juni 1934 veröffent=
licht
, die zur Ausführung des § 6 der Butterverordnung vom
20. Februar 1934 erlaſſen iſt und am 15. Juni 1934 in Kraft
tritt. Bis auf weiteres darf die in Schweden ſtaatlich geprüfte,
mit der Runmarke verſehene Butter bei der Einfuhy und bei
dem Verkauf im Zollinland als Schwediſche Markenbutter ge=
kennzeichnet
werden, wenn dieſe Butterſorte die für Markenbutter
nach § 3 der Butterverordnung vorgeſchriebene Zahl von Wert=
malen
aufweiſt und mit einem von der ſchwediſchen Kontroll=
behörde
für Exportbutter (Svenska Smoerprovningara) hierüber
ausgeſtellten Zeugnis verſehen iſt. Die Runmarke erkennt man
daran, daß ſie ein doppelköpfiges Wappentier und die Aufſchrift
Rune Brand enthält.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Nach Mitteilungen des Röhrenverbandes ſind im Mai die
Umſätze im Röhrengeſchäft auf dem Inlandsmarkte gegenüber den
Vormonaten etwas zurückgeblieben. Der geringere Auftragsein=
gang
ſei in der Hauptſache darauf zurückzuführen, daß die Händler
ihre Vorräte in den Frühjahrsmonaten in erheblichem Umfange
ergänzt haben.
Durch eine 8. Durchführungsverordnung zum Geſetz über den
Verkehr mit induſtriellen Rohſtoffen und Halbfabrikaten vom 30.
Mai 1934 wird das Einkaufsverbot für Textilien, das am 31. Mai
ablief, für wollene Rohſtoffe und Halbfabrikate bis zum 30. Juni
1934 verlängert.
Auf der in Frankfurt a. M. abgehaltenen Tagung der Ak=
beitsgemeinſchaft
des Schuhhandels und der Schuhinduſtrie wurde
auch der Wunſch des Schuhhandels erörtert, im Jahre 1935 in
Berlin eine große Schuh= und Ledermeſſe abzuhalten. Grundſätzlich
wurde Einigkeit erzielt, eine endgültige Entſcheidung vorläufig
aber noch zurückgeſtellt. Bekanntlich ſoll 1935 in Berlin ein allge=
meiner
deutſcher Schuhhändlertag ſtattfinden
Die Arbeitsgemeinſchaft von Schuhinduſtrie und Schuhhandel
beſchäftigte ſich auf einer Sitzung in Frankfurt a. M. mit abſatz=
ind
werbetechniſchen Fragen, insbeſondere auch mit der Notwen=
digkeit
einer Hebung der Werbemoral.
Die bereits 1930 einmal inſolvent geweſene Schuhfabrik Jakob
Schmidt in Pirmaſens hat ſich genötigt geſehen, die Zahlungen
einzuſtellen. Die Verbindlichkeiten werden auf rund 130 000 RM.
eber die vor=
geſchätzt
(in 1930 betrugen ſie rund 336 000 RM.).
ausſichtliche Quote können noch keine Angaben gemacht werden
(1930 wurden 35 Prozent in Raten geboten).
Der Londoner Goldpreis betru
am 1. 6. 1934 für eine Unze
Feingold 137 sh 1½ d 87,28
RM., für ein Gramm Feingold
demnach 52,9040 Pence 2,80612 RM.

Berliner Kursbericht
vom 1. Juni 1934

Deviſenmarkt
vom 1. Juni 1934

Me He
Deutſche Bank u. 1
Disconto=Geſ.
Dresdne: Ban!
Hapag
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bembe
lanzſt
Vereinigt
Bergmann Elektr.
Berl.
aſch.=Bau
Conti=
Deutſche Cont. Gas

85.25
52.50
49.75
24.50
30.75
23.25
128.50
69.50

Ric
146.
121.50

Deutſche Erdbl
Fleltr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergwerte
Geſ. f. elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und 1
Köln=Neueſſen
hil. Holzmann
Kali Aſchersleben
löcknerwerke
Kofsw. Chem. Fabt.
Nannesm. Röhr
Naſch.=Bau=Untn.
Orenſtein & Koppell

Nege
98.25
6.75
9.125
26.875
90.50
69.625
59.12
105.7
63.7!
94.
61.25
2.1
RR6

Polyphonwerke
Rütgerswerke
Salzdetſurth Kali
Weſtdte. Kaufhof
Verein. Stahlwerkel 29.75
Weſteregeln Alkali
Agsb..Nnrb. Maſch
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werke

16.125
28. dten
(GG Währung
ägypt. 2 Geld
13.0 Rie Italien Währung
100 Lire Ret
46 142.50 inien 1 Pap. Peſo *35 pan O. elgien Belga 5 58. ugoſlawien 100S S6 17.625 ſilien 1 Milrei 0.1 and 10 Lats Bulgarien 100 2 gen 100 Kronen 105.75 Co
mnada 1e Oeſterreich 100 Schilling Dän
ar! 10 ortugal Zeudos 60. 100 0
in Schweden

weit
anien rone 17.50 2. 100 Franes 05.
32.- 100 eſtl. Kr. 43 0 nnlan 10finr
n1. oſlowk. 10
SN .K reich 2. 2 Griechenland 100 Drachm. arn Pengö 73.75 Holland 10 62. uguah ſo
oldpe 0.99 Island 100 isl. Kr. 57.54 57.66 Ver. Staaten 1 Dollar 2.509

Vie
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0.7561 0.758
5.
59
2027
1.00
2.515

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Frankfurter Kursbericht vom 1. Juni 1934.

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935
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2
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+ ½/. Ablöſung
MNeubeſitz)
Deutſche Schutzge
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6%Heſſ. Landesbl.
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94.5
92.5
100.95
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87

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Heſſ. Gldobl. R.11
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Dt. Komm. Samm.=
Abl. (Neubeſitz).
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Aſchaffbg. Brauerei
Iſtoff
Bad. Maſchinenfbr.
Zemberg, J.P. ..
Kraft u. Licht/133
Buderus Eiſen...
Cement Heidelberg
Karlſtadt .1124

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Contin. Gummiw.
Contin. Linoleum
Daimler=Benz....
Dt. 2
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Dt. Gold= u. Silbe
de=Anſtalt
Linpleu=
Dortm. Ritterbräu
Dyckerhoff & Widm.
Eichbaum=Werger.
Eleltr. Lieferg.=Geſ
Licß
Eſchw. Be
.
Eßling. Maſchinen.
Faber & Schleicher
Fahr, Gebrüder..
f. G. Farbenindu
Feinmech. (Jetter
Felt & Guilleaume
Frankfurter Hof ..
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Zeſ. f.elektr. Untern.
Holdſchmidt Th. .
Britzner=Kayſer..
Grün & Bilfinger.
HaſenmühleFrift.
Hanauer Hofbräuh
Hanfwerke Füſſen
darpener Berobau
Henninger, Kempf.
hilpertArmaturfrb.
Hindrichs=Aufferm
Hochtief Eſſen ..."
Holzmann, Phil..
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Unterfranken .. . ."
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Voigt & Haeffner..
Beſtdte. Kaufhof..
Weſteregeln Kali..
Zellſtoff Waldhof..
Allg. Dt. Creditanſt.
Vadiſche Bank... .
Br. ſ. Brauinduſ
Bayer. Hyp. u.
Berl. Handel=
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Dt. Ban lund D
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Reichsbank=Ant.
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Südd. Bod.-Cr. B1
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A.-G. ſ. Verkehrsw.
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Dt. Reichsb. Vzg
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Südd. Eiſenb.=Geſ.

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Verſicherung ..
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Mannheim. Verſich.

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2.
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214.75
0
20.5

[ ][  ]

Biz auf Weiteres

Das Rätsel
einer Nacht

Adolphe Menleu
als Polizeikommissar

V.
mit
Käthe von Nagy
Willy Fritsch

Seite 12 Nr. 150

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Samstag, 2. Juni 19344

Oz4

Ab heute in Erstau/führung:
Ein großer Film nach dem Herzen des Publikums

(dele Kern.

Landestheater

Samstag, den 2. Juni 1934
GROSSES HAUS
19.30 b. g. 22
Hauptm. E25
Wehl dem, der liebt!
Luſtſpiel v. Fedor von Zobeltitz
Darſteller: Bauer, Doering,
Francke=Booch, Gothe, Jacobs,
Licht, Liebel, Horn, Wien, Buch=
ner
, Handſchumacher, Hinzel=
mann
, Laubenthal, Lohkamp,
Magel
Preiſe: 0.504.50

Runst im Kandwerk‟
am Ludwigsplatz B5b3o
Irmbanduhren, Markeniabrikale, Gold u. Süber


Ene
Wueb n

(Die Geschichte eines Wiener Mädels)
Nach Motiven von Johann Strauß
Musik von Oskar Strauß
Hauptdarsteller:
Adele Kern, Ursula Grabley, Oskar Karlweiß, Szöke Szakall
Die herrliche Stimme Adele Kerns ( Koloratur-
sängerin
an der Wiener Staatsoper) und die
Melodienfülle Oskar Strauß’scher Musik
geben diesem Film eine außergewöhnliche
Musikalität. Frühlingsstimmen‟
prachtvolle Bilder von der schönen blauen
Donau und der schönen Wachau, im besten
Sinne des Wortes ein filmisches Ereignis.
Dazu das erstklassige Beiprogramm
Beginn: 3.45, 6.00 und 8.20 Uhr.

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Darmstadt
Mackensenstraße 52
(6174
Telefon 842.

Bunter Abend

mit Tanz und Funksprecher-Wettbewerb
am 2. Juni abends 8½ Uhr, im Städtischen Saalbau.
Mitwirkende: Harre, Monti, Reining, Dr. Allme-
roth
, Baumeister, Drath, Göbel, Herrmann, Jurich,
Linkmann, Wiek mit dem Kraduf-Ouintett, M.-Z.
der Standarte 115 unter Kapellmeister Schlupp.
Ansage Ebbecke.
Verlosung eines Volksempfängers durch Programme 4 10 Pfg.
Eintrittspreise 50 Pfg. für Mitglieder, 1 Mk. für Nichtmit-
(6191
glieder, Erwerbslose 20 Pfennig.
Saalöffnung 7 Uhr. Beginn pünktlich 8½ Uhr.

ORPHEUM üh-

Heute Samstag sowie Sonntag u. Montag
Lustiges Gastspiel vom Film:

Ursula

URABLEV

nebst eigenem Ensemble in:
Die frische Brise‟

Sympathisch, witzig, volkstümlich!
Ein launiger, heiterer Abend.
Sommerpreise: 50 Pfg. bis 1.50 Mk.
Karten: Verkehrsbüro u. Hugo de Waal.

Wieder-Eröffnung
Café Pullmann Konditorei
Haus Alter
Heute Samstag, den 2. Juni 1954, eröffne ich
nach vollständiger Renovierung meiner Loka-
litäten
mein Geschäft. Es wird mein eifrigstes
Bestreben sein durch Verabfolgung nur erst-
klassig
. Waren und durch aufmerksame Bedie-
nung
meine verehrten Gäste zufriedenzustellen.
Ab 20 Uhr Konzert.
Es ladet ein; Adolf Pullmann und Frau.

Deutſcher Fußballbund / Frankfurt a. M., Stadion
Sonntag, den 3. Juni 1934, 4.30 nachmittags

(verſtärkte Frankfurter Stadtelf)
(Nationalelf)
175 Billige Eintrittspreiſe nur an der Stadionkaſſe

Hit Postkraftwagen sch Oppenau
Schwarzwald
vom 16. bis 24. Juni 1934
ab Darmstadt,
also 9 volle Tage, in neu- m
soitl. Gesellsch.-Wagen uUT RM.b8.50 für Bahrt, Gepäok,
beste Verpflegung und Unterkunft, Veranstaltungen, Führungen,
Trinkgeld nebst 2 großen Gebirgsfahrten nach Allerheiligen-
Kloster und seinen Wasserfällen (weltbekannt), Mummelsee
und Hornisgrinde, Baden-Baden (Spielbank), Freudenstadt
usw. Keine bill. Möglichkeit, die Schönheiten des Schwarzwaldes
kennen zu lernen. Weitere Fahrten folgen. Ausführl. Programm,
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eingetroffen
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BENZ
Grafenstr. 20. (a

Das verwickelte, entzücken-
de
Ufa-Lustspiel
Kind ich freu
mich auf
Dein Kommen
eine Einladung an alle
Freunde des guten Films,
Magda Schneider und
Wolf Albach-Retty
freuen sich auf Ihr Kom-
men
und nicht zuletzt
auch noch ein weiterer
Hauptdarsteller, ein strup-
piger
vierbeinig. Lausejunge‟
der Drahthaarfox Storch
dessen schlaue Hundeseele
weiß was sich gehört‟.
Ida Wüst, Otto Wallburg,
Julius Falkenstein. (6187

Heute Samstag, morgen Sonntag
Die beliebten
Tanzabende
Hotel Post
am Hauptbahnhof. (6165

Bürgerhof
Samstag und Sonntag
Harien-Honzert 1. Tang
Eintritt frei!

Sonntag Einlaß 1.30 Uhr:
UUGEND.VORSTELLUNG
Aufstand der
Rifkabyien.

Konditorei Keel
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empfiehlt
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Heute Samstag im herrlich gelegenen
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Eintritt frei
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Zwangsverſteigerung!

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ſtehen bleibt.
12.00 Uhr nachts
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Termin: Montag, den 18. Juni 1934, nach!
mittags ¼4 Uhr, auf der Bürgermeiſteren!
Nieder=Ramſtadt.
De A5ſt
Grundſtück: Gemarkung Nieder=Ramſtadt, Bandl!!
e Genianlg
Bl. 378:
Flur IIII Nr. 96 Acker (jetzt Hofreite mi A asgeſtattet und
200am Inhalt) Im Sand, 5125 am. Schäzuhlt Zuenniſien ausiben
10725 RM.
Einheitswert zum 1. Januar 1931: 66000ce Hansnr gan bilen
Eigentümer: 1. Pfarrer Friedrich Rinneber?)//hiſſan dem g.
in St. Kilian b. Schleußingen, 2. Frl. Hildee
gard Rinneberg in Wittenberg Kaſ900
rinenſtift zu je einhalb.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege 90 F7. 9 de endgt
Din Fi.
Zwangsvollſtreckung.
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Darmſtadt, den 10. April 1934.
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Heſſiſches Antsgeriag Nriu de Nanes=
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oſe Weoiet durch
Zwangsberſteigerung!
Termin: Mittwoch, den 20. Juni 1934, voie /gſonden licht
auch
mittags 9 Uhr, im Neuen Gerichtsgebäude.!
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Darmſtadt, Saal 118.
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Hides nicht zur

Grundſtücke: Gemarkung Darmſtadt, Beit 4y Leſbrechun
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Band IX Blatt 466:
Poliz
Flur I Nr. 286 Hofreite Nr. 11, Alexandre M beädich nu
ſtraße, 738 qm. Schätzung: 26000 RM.
W.
Flur I Nr. 287 Grasgarten daſelbſt, 98. A0
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Schätzung 500 RM. zuſammen: 26500 R90
Mtaicher
Einheitswert zum 1. Jan. 1934: 43400004
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Eigentümer: Metzgermeiſter Ludwig Lane."
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und deſſen Ehefrau Sophie, geb. Scheuer,!
Geſamtgut der Errungenſchaftsgemeinſo0) h
Darmſtadt, Alexanderſtraße 11.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege Ne
Zwangsvollſtreckung.
Darmſtadt, den 23. April 1934.
Heſſiſches Amtsgerich
Tauss

Uh.
.

N4.