Einzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 150
Samstag, den 2. Juni 1934.
196. Jahrgang
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Saarabſtimmung am 13. Januar 1935!
gung über den Abſtimmungskermin im Saargebiek. — Die Bemühungen des ikalieniſchen
Ausſchuß=
vorſihenden zur Bermitllung zwiſchen Deukſchland und Frankreich erfolgreich beendel.
*
Der Abſtimmungstag.
DNB. Genf, 1. Juni. In den heutigen
Abend=
ſtunden iſt die Einigung über die Saarfrage erzielt
worden. Die Abſtimmung wird am 13. Januar 1935
ſtattfinden.
*
Deer erbitterte, zeit= und nervenaufreibende Kampf um die
esung des Abſtimmungstermins im Saargebiet hat nunmehr
Ende gefunden. Nach den aus Genf vorliegenden Berichten
ſtsdem italieniſchen Vorſitzenden des Dreier=Komitees, dem
yF en Aloiſi, gelungen, ein Einvernehmen zwiſchen
Deutſch=
ind Frankreich auf Grund eines von ihm gemachten Vor=
Ages herbeizuführen.
I9 as Kernſtück der Einigung bildet die Feſtſetzung
Abſtimmungstermins auf den 13. Januar
hüten Jahres. Allerdings müſſen beide Außenminiſter in
Ber=
hurd Paris noch ihre formelle Zuſtimmung erteilen. Aber die
ſtache ſteht feſt, daß nunmehr der Kampf um den
Abſtimmungs=
ſtin beendet iſt, ſo daß der Rat nunmehr darangehen kann,
Beſchlüſſe zu faſſen, alſo auch die
Abſtimmungskom=
ſſion zu ernennen; die ſich ſelbſtverſtändlich aus
farralen zuſammenſetzen wird. Ihre Aufgabe iſt
eAilse techniſchen Vorbereitungen zu treffen, damit der
Abſtim=
inng=apparat am 13. Januar ſpielen kann.
Tiie Reichsregierung hat den Franzoſen ſtarkes
ſtrregenkommen gezeigt, dafür hat ſie umgekehrt die
ßherheit eingehandelt, daß die Abſtimmung von
em Druck freibleibt. Die
Abſtimmungsge=
tre werden ebenfalls errichtet, damit alle Verſtöße gegen die
ſtyrmungsfreiheit, vor allem jede unzuläſſige Beeinfluſſung der
Rmmungsberechtigten geahndet wird. Wir hegen aber die
ſſontang, daß dieſe Gerichte niemals zu arbeiten brauchen, und
bſdre Franzoſen ſich die gleiche Zurückhaltung auferlegen, die ſie
1
ider anderen Seite verlangen, damit alſo die Saarbevölkerung
ar ſich bleibt.
Im Saargebiet ſelbſt wird es freudig begrüßt werden, daß
indlich die Gewißheit geſchaffen iſt, wann die Abſtimmung
N9.
Gpusek 910
Weiter wollen wir nicht vergeſſen, daß es neben dem
Ent=
miwommen der Reichsregierung dem Grafen Aloiſi zu danken
a3 jede weitere Hinausſchleppung der Feſtſetzung des
Abſtim=
ſigs tages unterbunden wurde. Er hat ſich mit aller Kraft
da=
ſteingeſetzt, daß alles unterbleiben müſſe, was man als Verſtoß
Bruch von Beſtimmungen des Verſailler Vertrages auslegen
ſitz, der ausdrücklich feſtlegt, daß nach Ablauf einer Friſt von
ſſeiHren die Abſtimmung zu erfolgen hat.
* Neue Pauſe in Genſ.
Dce Abrüſtungskonferenz iſt am Freitag noch nicht
aufgeflo=
wie man das erwartet hat, ſondern ſie hat ſich noch eine
gtemfriſt bis zum nächſten Mittwoch gegeben. Offenbar, weil
Senderſon trotz allem Peſſimismus ſeine Hoffnung auf eine
örng nicht aufgegeben hat. Der Gang der Debatte konnte
Mdzu auch eine leiſe Berechtigung geben.
2re Franzoſen fühlen ſich im Innern nicht ganz ſo ſtark, wie
eich, nach außen ſtellen, und erleben zu ihrer Ueberraſchung,
ude Engländer diesmal nicht in das franzöſiſche Fahrwaſſer
enken, ſondern daß Sir John Simon unter Umſtänden
ent=
ſſem iſt, auf die weitere Mitarbeit im Genfer Theater über=
At zu verzichten.
Aich an der Rede des polniſchen Außenminiſters Beck hat
Barthou ſicherlich keine Freude gehabt. Herr Beck hat nicht
Aden Vorſchlag Litwinows abgelehnt, ſondern auch an der
Renzung und Herabſetzung der Rüſtungen unbedingt
feſtgehal=
allſo mindeſtens in der Tendenz ſehr viel mehr dem
eng=
en als dem franzöſiſchen Standpunkt Rechnung getragen.
Als einziger Bundesgenoſſe blieb Herrn Barthou der chine=
Außenminiſter Wellington Koo, der aus Gründen,
allerdings aus der beſonderen Lage ſeines Landes durchaus
Fändlich ſind, vornehmlich auf die Ausgeſtaltung der Sicher=
Wert legte.
Ine neutralen Staaten dagegen erteilten Herrn
Ru eine glatte Abſage. Ihr Sprecher, der ſchwediſche
Mi=
iyräſident Sandtler, hat den Mut gehabt, auszuſprechen,
een Volk ſich entehrt fühlen müſſe, wenn es in einem
Zu=
uninderen Rechtes gehalten werde. Er hat dann dem Haus
Reihe von Erwägungen unterbreitet, die den engliſchen
Ge=
hemgängen ſehr nahe kommen, aber auch an der
Voraus=
ho. der Abrüſtung, der Sicherheit und Gleichberechtigung
feſt=
en..
Ine Italiener haben ſich noch immer nicht geäußert; die
ne Entente und der Balkanblock haben geſchwiegen.
ihnen wird man annehmen dürfen, daß ſie nichts tun
wer=
m Frankreich unbequem zu ſein. Das war von vornherein
erwarten.
Derr Barthou dürfte überraſcht geweſen ſein von der Stärke
Widerſtandes, der ſich gegen ſeine Politik gezeigt hat. Seine
chungen, eine Einheitsfront gegen Deutſchland zuſtandezu=
Eei haben, zunächſt wenigſtens, einen vollen Mißerfolg ge=
— Die Iſolierung Frankreichs iſt nicht geringer geworden,
n größer. Das weitere Schickſal der Abrüſtungskonferenz
Lavon abhängen, ob Herr Barthou die Nerven hat, auch
Ne4 die Verantwortung für den Mißerfolg des Völkerbundes
üihzernehmen.
Beck lehnf Lilwinows Vorſchlag ab.
DNB. Genf, 1. Juni.
Als erſter Redner der Generaldebatte der
Abrüſtungskonfe=
renz ſprach heute der polniſche Außenminiſter Beck. Er wies
ein=
leitend darauf hin, daß die direkten Verhandlungen zwiſchen
einer beſchränkten Zahl von Mächten außerhalb des
Völkerbun=
des bzw. des Organismus der Abrüſtungskonferenz
Meinungs=
verſchiedenheiten zwiſchen dieſen Mächten offengelegt hätten, die
innerhalb der Konferenz einen Peſſimismus hervorgerufen
hät=
ten, den niemand beſchreiben könne. Die polniſche Regierung
—ſo fuhr der Redner fort — hat an dieſem Gedankenaustauſch
nicht teilgenommen und kann ſich daher auch in keiner Weiſe
ge=
bunden fühlen durch die Löſungen, die in dieſer oder jener Phaſe
der Verhandlungen vorgeſchlagen worden ſind. Es wäre daher
auch ſchwierig für mich, in eine genauere Analyſe dieſer
Beſpre=
chungen einzutreten, und ich will mich daher auf einen
allgemei=
nen Standpunkt ſtellen. Ferner ſolle die Konferenz ſich
unver=
züglich mit den geſamten Fragen der Sicherheit beſchäftigen, um
möglichſt bald zu einem Abkommen über die Herabſetzung und
Begrenzung der Rüſtungen zu gelangen. Das Präſidium ſoll zu
dieſem Zweck einen Sonderausſchuß einſetzen, in dem alle an den
zu behandelnden Problemen intereſſierten Mächte vertreten ſein
ſollen.
Der polniſche Außenminiſter ging dann zur Rede des
ruſſiſchen Volkskommiſſars Litwinow über. Er erkannte das
ernſthaſte Bemühen Litwinows um die Sicherung des
Frie=
dens an knüpfte daran aber folgende Bemerkung: „Herr
Lit=
winow hat uns verſichert, daß er, wenn er hier radikale
Vor=
ſchläge unterbreitet, doch keineswegs die Abſicht hatte, eine
Reform des Völkerbundes vorzuſchlagen, eines Bundes, deſſen
wichtigſte Pflicht die Aufrechterhaltung des Friedens iſt. Ich
glaube indeſſen, wenn ich ihn richtig verſtanden habe, daß ſeine
Vorſchläge uns zwangsläufig auf dieſen Weg führen würden.
Dieſer Weg kann an ſich recht intereſſant ſein, und es iſt
wahr=
ſcheinlich, daß wir uns eines Tages mit dieſen Fragen
be=
ſchäftigen müſſen. Aber es iſt ſchwer zu glauben, daß wir dieſe
Könferenz damit beauftragen könnten, die ſchon an und für
ſich mit den größten Schwierigkeiten kämpft, um die begrenzte
Aufgabe zu erfüllen, die ihr durch den Völkerbund aufgetragen
worden iſt.”
Zum Schluß gab Beck dann im Namen ſeiner Regierung
die folgende kurze Erklärung: „In dem ich die leitende Idee,
welche die polniſche Regierung von Beginn der Konferenz an
beſeelt hat, wieder aufnehme, kann ich verſichern, daß Polen auf
dem Gebiete der Verminderung und Begrenzung der Rüſtungen
jede Maßnahme annehmen wird, die einen allgemeinen
Charak=
ter haben und die auf alle Staaten angewendet werden.
Berkagung auf Mittwoch.
Dann ergab ſich eine für die Verhältniſſe der Konferenz
über=
raſchende Fülle von Wortmeldungen und Anträgen, die Henderſon
veranlaßten, die nächſte Sitzung des Hauptausſchuſſes entgegen
ſeiner urſprünglichen Mitteilung auf nächſten Mittwoch
anzube=
raumen, um dem Präſidium, das am Montag zuſammentreten ſoll,
die Möglichkeit zur gründlichen Beratung der eingereichten
An=
träge zu geben.
Der ſowjetruſſiſche Volkskommiſſar Litwinow führte u. a. aus,
die Delegierten, die nach ihm geſprochen hätten, hätten nichts
vor=
gebracht, was ſeinen Vorſchlägen zuwiderlaufen oder ſie erſetzen
könnte.
Zu den drei Punkten Simons, die den Mindeſtinhalt eines
Abkommens bilden ſollen, erklärte Litwinow, der chemiſche Krieg
ſei bereits durch ein Abkommen von 1929 verboten, das aber nur
von einer Anzahl von Staaten ratifiziert worden ſei. Unter denen,
die es ratifizierten, befinde ſich ein heute abweſender Staat, und
man müſſe ſich fragen, wie ein ſolches Abkommen dieſer Art von
ihm aufgenommen würde. Das gleiche gelte von der Offenlegung
der Rüſtungsausgaben. Zum dritten Punkt der Simon=
Vor=
ſchläge, eine ſtändige Kommiſſion einzuſetzen, meinte Litwinow,
es wäre beſſer, die ganze Konferenz in Permanenz zu erklären
und nicht nur eine Kommiſſion, natürlich vorausgeſetzt, daß es
eine Permanenz der Tätigkeit und nicht der Untätigkeit ſei.
Litwinow ſprach zum Schluß von einem Frieden der
Solida=
rität und der gegenſeitig verbürgten Sicherheit und ſtellte den
for=
mellen Antrag, die gegenwärtige Konferenz jetzt in eine
Friedens=
konferenz umzuwandeln und in Permanenz zu erklären.
Dann legte der türkiſche Außenminiſter einen
Ent=
mellen Antrag, die gegenwärtige Konferenz jetzt in eine Friedens=
Entente und Maximos im Namen der Mitglieder des
Balkan=
paktes anſchloſſen. Dieſer Entwurf ſchlägt u. a. vor, daß die
Kon=
ferenz Protokolle über die Frage des chemiſchen Krieges, die der
Offenlegung der Rüſtungsausgaben und über die Frage der
ſo=
fortigen Schaffung einer ſtändigen Abrüſtungskommiſſion
aus=
arbeiten ſolle.
Simon reiſt ab.
Die Abreiſe des engliſchen Außenminiſters Simon aus Genf
wird in den meiſten Delegationen als ein Zeichen dafür
ange=
ſehen, daß England die Hoffnung auf einen Erfolg der
Ab=
rüſtungskonferenz im Genfer Rahmen endgültig aufgegeben hat.
Aus engliſchen Kreiſen ſelber hört man, daß es kaum
wahr=
ſcheinlich ſei, daß Sir John Simon in der nächſten Woche nach
Genf zurückkehren werde.
* Deukſchlands gewerbliche Strukkur.
Von
Prof. Dr. von Tyſzka.
Die ſchon vorliegenden Ergebniſſe der umfangreichen
gewerb=
lichen Betriebszählung vom Sommer 1933 vermitteln ein Bild
von dem gegenwärtigen Zuſtand des Gewerbes in unſerem
Vaterland und der Veränderungen ſeit der letzten Zählung im
Sommer 1925. Auf den erſten Blick fällt die ſtarke
Mechani=
ſierung und Motoriſierung unſeres Gewerbes auf: Während die
Zahl der gewerblichen Betriebe 3,5 Millionen, die in ihnen
be=
ſchäftigte Perſonalzahl 14,4 Millionen beträgt, ſtellt ſich die
inſtallierte Kraftmaſchinenleiſtung (ausſchließlich Mechaniſierung
der Verkehrsmittel wie Eiſenbahn, Kraftfahrzeuge) auf
24,8 Millionen PS (Pferdeſtärke). Nimmt man an, daß ein
PS der Leiſtung von 10 menſchlichen Arbeitskräften entſpräche,
ſo ſtänden den 14,4 Millionen menſchlichen Kräften faſt 250
Mil=
lionen eiſerner Geſellen gegenüber. Auf eine menſchliche
Arbeitskraft entfallen alſo beinahe 20 motoriſierter „Roboter”
Das iſt zwar ein nur grober, aber doch ſinnfälliger Ausdruck
dafür, wieweit die Mechaniſierung und Motoriſierung unſeres
Gewerbes heute vorgeſchritten iſt.
Teilt man das geſamte Gewerbeweſen in einerſeits
Induſtrie und Handwerk, d. h. alſo Gütererzeugung,
anderer=
ſeits Handel und Verkehr, alſo Güterverteilung auf, ſo beſteht
hinſichtlich der Zahl der Betriebe kein ſehr großer Unterſchied
zwiſchen beiden: 1,9 Millionen oder rund 53 v. H. der
Be=
triebe gehören zu erſteren, 1,6 Millionen oder 47 v. H. zu
letzterer Abteilung. Ein großer Unterſchied zwiſchen beiden
Ab=
teilungen beſteht dagegen hinſichtlich der beſchäftigten Perſonen
und noch weit mehr hinſichtlich der Kraftleiſtung der Maſchinen.
In der Induſtrie und dem Handwerk ſind faſt 9 Millionen oder
62 v. H. der Erwerbstätigen beſchäftigt, im Handel und Verkehr
dagegen nur 5,4 Millionen oder rund 38 v. H. Und von der
inſtallierten Kraftmaſchinenleiſtung entfallen 23,3 Millionen PS
oder 94 v. H. auf die Induſtrie und nur 1,5 Millionen oder
6 v. H. auf Handel und Verkehr. Die überragende Bedeutung
der Gütererzeugung für die Gewerbewirtſchaft Deutſchlands
kommt in dieſen Zahlen zum Ausdruck, während die
Güter=
verteilung in unſerem Lande im Gegenſatz zu anderen Ländern,
wie z. B. England und den Niederlanden, demgegenüber mehr
zurücktritt. Freilich iſt, wie ſchon oben bemerkt, die in den
Kraftfahrzeugen inſtallierte Maſchinenleiſtung nicht eingeſchloſſen.
Würde man auch dieſe als mechaniſierte Kraft zu der
Maſchinenleiſtung zuzählen — neben Kraftfahrzeugen auch
Eiſenbahnen und Schiffe — ſo würde ſich die geſamte in der
Gewerbewirtſchaft inſtallierte mechaniſche Kraft auf 62,3
Mil=
lionen PS erhöhen, von denen 39 Millionen PS auf Handel
und Verkehr entfallen. Dann ſtänden allerdings hinſichtlich der
motoriſierten Kraft Handel und Verkehr an erſter Stelle.
In der Gütererzeugung nehmen die drei großen
Gewerbegruppen, die die Mittel zur Befriedigung der
unmittel=
barſten menſchlichen Bedürfniſſe bereitſtellen: Nahrung,
Be=
kleidung und Wohnung den größten Raum ein. Sie umfaſſen
mehr als vier Fünftel der zu Induſtrie und Handwerk
über=
haupt gehörenden Betriebe und nahezu zwei Drittel der
be=
ſchäftigten Perſonen. Dieſer geringere Perſonenanteil deutet
ſchon auf den handwerklichen Charakter weiter Teile dieſer
Wirtſchaftszweige hin. Aus dem ſtarken handwerklichen
Ge=
präge dieſer Gewerbezweige erklärt es ſich auch, daß ſie nur
ein Drittel der in Induſtrie und Handwerk inſtallierten
Kraft=
maſchinenleiſtung auf ſich vereinigen. Eine weit ſtärkere
Motori=
ſierung zeigen Bergbau, Hütteninduſtrie, Maſchinenbau und
elektrotechniſche Induſtrie. Auf dieſe, die wichtigſten Grundſtoffe
und Produktionsmittel herſtellenden Gewerbegruppen entfällt
rund die Hälfte der geſamten Kraftmaſchinenleiſtung. Dagegen
umfaſſen dieſe Gruppen nur ein Fünftel des Perſonals von
Induſtrie und Handwerk. Dieſe Gegenüberſtellung zeigt
deut=
lich die grundſätzlich andere gewerbliche Struktur der
Produk=
tionsmittelinduſtrie: viel Maſchinen, weniger Perſonen — und
der Konſumtionsgüter erzeugenden Gewerbe: viel Beſchäftigte
bei verhältnismäßig geringer Motoriſierung. Eine
Wirtſchafts=
politik, die einer zu ſtarken Mechaniſierung unſeres Gewerbes
entgegenwirken ſoll, muß alſo darauf bedacht ſein, durch
Steige=
rung der Kaufkraft der großen Maſſen die Konſumtionsgüter
erzeugenden Gewerbe zu fördern. Und die Maßnahmen der
nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaftspolitik ſind auch auf dieſes
Ziel gerichtet (Stärkung des Handwerker= und Bauernſtandes,
Arbeitsbeſchaffungspolitik, Winterhilfswerk uſw.),
In der Güterverteilung nimmt der Warenhandel
den breiteſten Raum ein. Neun Zehntel der im Handel und
Verkehr vorhandenen Betriebe und mehr als zwei Drittel der
beſchäftigten Perſonen entfallen auf den Großhandel, den
Einzelhandel und das Gaſtſtättenweſen. Das Verkehrsweſen
bleibt mit ſeiner Betriebszahl zwar weit hinter dem
Waren=
handel zurück, beſchäftigt aber immerhin ein Viertel der im
Handel und Verkehr insgeſamt tätigen Perſonen. Der
Groß=
handel verhält ſich zum Einzelhandel gemeſſen an der Zahl der
Betriebe wie 1:6, gemeſſen an der Zahl der Perſonen wie 1:3.
In welcher Weiſe hat ſich nun in den letzten acht Jahren,
ſeit der Zählung von 1925 die gewerbliche Struktur
Deutſch=
lands geändert? — Der wirtſchaftliche Niedergang, der in der
gewaltigen Zunahme der Arbeitsloſen ſeinen ſichtbarſten
Aus=
druck fand, tritt natürlich auch in den Zahlen der
Gewerbe=
betriebe und der beſchäftigten Perſonen in Erſcheinung. Und
zwar ſehen wir hier eine auf den erſten Anblick vielleicht
ver=
blüffende Tatſache: Die Zahl der im Gewerbeweſen beſchäftigten
Perſonen hat zwar, wie zu erwarten, ſtark abgenommen, ſie iſt
von 18,4 Millionen 1925 auf 14,4 Millionen 1933 geſunken, die
Zahl. der Gewerbebetriebe hat ſich dagegen um rund 75 000
erhöht. Freilich erſtreckt ſich dieſe Zunahme in der Hauptſache
auf Gewerbezweige mit handwerklichem und kleingewerblichem
Einſchlag, und ſie dürfte vor allem darauf zurückzuführen ſein,
daß eine Anzahl der durch die Kriſe arbeitslos gewordenen
Arbeitnehmer verſucht hat, ſich ſelbſtändig zu machen.
Güter=
erzeugung und Güterverteilung zeigen hinſichtlich der in den
letzten Jahren eingetretenen Veränderungen recht erhebliche
Unterſchiede. Erſtere ſcheint von der Kriſe weit ſchärfer
be=
troffen; denn während im Güterverteilungsapparat 1933 noch
nahezu ebenſoviel Perſonen beſchäftigt waren wie 1925, iſt in
Induſtrie und Handwerk die Zahl der beſchäftigten Perſonen
Seite 2 — Nr. 150
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 2. Juni 1934
um mehr als ein Drittel geſunken. Innerhalb der
Güter=
erzeugung weiſen zunächſt die Gewerbezweige, die vornehmlich
auf den Export eingeſtellt waren, den größten Rückgang auf.
So hat der Zuſammenbruch der weltwirtſchaftlichen
Austauſch=
beziehungen die Zahl der Beſchäftigten in der Muſikinſtrumenten=
und Spielwareninduſtrie um faſt die Hälfte (47 v. H.)
ver=
ringert, in der elektrotechniſchen Induſtrie und ebenſo in der
Eiſen= und Stahlgewinnung iſt ein Rückgang um je über
25 v. H. zu verzeichnen. Aber auch die Zerſtörung der
Kauf=
kraft im inneren Markt hat die Beſchäftigtenzahl einer Anzahl
Gewerbegruppen ſtark zurückgehen laſſen, ſo in der
Textil=
induſtrie um 45 v. H., in der Papierinduſtrie um 23 v. H
Die Güterverteilung (Handel und Verkehr) zeigt eine ſtarke
Ab=
nahme der beſchäftigten Perſonen beim Großhandel (um
2 v. H.), dagegen eine Zunahme von über 14 v. H. beim
Einzelhandel und auch eine Zunahme des Perſonals im
Gaſt=
ſtättenweſen um 9 v. H.; letztere mag zum Teil durch die
Zu=
nahme der Bevölkerungszahl in jenen Jahren bedingt geweſen
ſein. Von Intereſſe iſt ſchließlich noch die Feſtſtellung, daß
zwar die Geſamtzahl der im Gewerbe tätigen Frauen
zurück=
gegangen iſt, nämlich von 4,7 Millionen 1925 auf 4,1
Mil=
lionen 1933; ihr Anteil an den gewerbetätigen Perſonen
ha=
ſich dagegen von 25 v. H. auf 28 v. H. erhöht. Die Tendenz
der letzten Jahre, die billigere Frauenarbeit vorzuziehen, der
jetzt durch die Maßnahmen der neuen Regierung ein Riegel
vorgeſchoben iſt, iſt alſo unverkennbar
Ein Vergleich der Kraftmaſchinenverwendung 1933 und
1925 zeigt die fortſchreitende Mechaniſierung in jenen Jahren.
In Induſtrie und Handwerk iſt die inſtallierte
Maſchinenkraft=
leiſtung von 18,6 Millionen PS auf 23,3 Millionen PS
ge=
ſtiegen, die Zahl der Betriebe mit Maſchinenkraftverwendung
von 443000 oder 23 v. H. aller Betriebe auf 582 000 oder
31 v. H. Beſonders ſtarke Zunahmen der inſtallierten
Kraft=
maſchinenleiſtung zeigen die chemiſche Induſtrie, das Nahrungs=
und Genußmittelgewerbe, das Baugewerbe und die Waſſer=,
Gas= und Elektrizitätsgewinnung. Auch in der Güterverteilung
hat die Kraftmaſchinenverwendung erheblich zugenommen.
Das heſſiſche Finanzgeſetz 1934
verkündek.
In Nr. 12 des Heſſiſchen Regierungsblattes vom 31. Mai
1934 wird das von der Reichsregierung genehmigte
Finanz=
geſetz für das Rechnungsjahr 1934 im Namen des Reiches vom
Herrn Reichsſtatthalter in Heſſen verkündet.
Das Geſetz beſtimmt:
I. Ordentliche Einnahmen. Artikel 1. Die Steuern
und ſonſtigen Abgaben werden ebenſo wie die übrigen im
Staatsvoranſchlag für das Rechnungsjahr 1934 aufgeführten
Staatseinnahmen nach den beſtehenden oder ergehenden
geſetz=
lichen oder verordnungsmäßigen Beſtimmungen erhoben.
II. Außerordentliche Einnahmen. Artikel 2.
Die Regierung wird ermächtigt: 1. Zur Deckung der im Zweiten
Teil des Staatsvoranſchlags für das Rechnungsjahr 1934
vor=
geſehenen Vermögensausgaben (Kap. 114, Tit. 1. II, Ziff. 1
der Einnahmen) 1628T627 RM., 2. Zur Deckung der
Anleihe=
bewilligungen im Jahre 1933, inſoweit ſie in einem
Finanz=
gefetz noch nicht aufgenommen ſind (Kapitel 114, Tit. 1, II
Ziff. 2 der Einnahmen) 27900 RM., zuſammen 16 309 527 RM.
im Wege des Staatskredits flüſſig zu machen und zu dieſem
Zwecke Schuldverſchreibungen, Schatzanweiſungen und Wechſel
in einem Nennbetrag, der zur Beſchaffung des genannten
Be=
trags erforderlich iſt, zu einem der Lage des Geldmarktes
ent=
ſprechenden Zinsſatz auszugeben.
Die Beſtimmungen des Art. 3 Abſ. 2 und des Art. 4 des
Finanzgeſetzes für das Rechnungsjahr 1931 vom 1. Juni 1931
(Reg.=Bl. S. 57) gelten auch für das Rechnungsjahr 1934 u. ff.
III. Ausgaben. Artikel 3. Sämtliche Staatsausgaben
ſollen auf die verſchiedenen Verwaltungszweige ſo verwende
werden, wie ihre Bedürfniſſe in den Abteilungen und
Unter=
abteilungen des Staatsvoranſchlags vorgeſehen und in der
nach=
folgenden Zuſammenſtellung aufgeführt ſind. — Artikel 4. In
Abänderung des Art. 5, III des Geſetzes über das
Straßen=
weſen in Heſſen vom 15. Juli 1926 wird ein Zuſchuß des
Staates zu den Koſten der Unterhaltung der Provinzialſtraßen
auch für das Rechnungsjahr 1934 nicht eingeſtellt.
Darmſtadt, den 16. April 1934.
Der Heſſiſche Staatsminiſter.
Jung.
Im Reichsernährungsminiſterium wird zurzeit ein
Reichs=
forſtgeſetz ausgearbeitet, das bereits im Herbſt
verab=
ſchiedet werden ſoll und die Holzbewirtſchaftung aus dem deutſchen
Walde regulieren wird.
Aus Anlaß der Jahresfeier der Gründung der Rechtsfront
ſprach Miniſter Dr. Frank in Hamburg.
Friſtverlängerung bis 31. März 1935
für die Beendigung der
Arbeiksbeſchaffungs=
maßnahmen.
Berlin, 1. Juni.
Mit Rückſicht auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den
erſten Monaten hat der Reichsarbeitsminiſter ſich im
Einverneh=
men mit dem Reichsminiſter der Finanzen damit einverſtanden
erklärt, daß, ebenſo wie die Inſtandſetzungen und Umbauten von
Wohnungen, nunmehr auch die Arbeiten des
Arbeitsbeſchaffungs=
programms vom 1. Juni 1933 (erſtes Geſetz zur Verminderung der
Arbeitstoſigkeit) die nach der Durchführungsverordnung vom 28.
Juni 1933 möglichſt bis zum 1. Juli d. J. vollendet werden
ſoll=
ten, bis zum 31. März 1935 erſtreckt werden können. Soweit
in beſonderen Ausnahmefällen die Friſt für die Beendigung der
Arbeiten bei der Bewilligung der Darlehen aus dieſem
Arbeits=
beſchaffungsprogramm auf einen noch ſpäteren Zeitpunkt
feſtge=
ſetzt worden iſt, behält es hierbei ſein Bewenden. Bei den
Ar=
beitsbeſchaffungsmaßnahmen des Sofort=Programms
1933 iſt eine allgemeine Verlängerung der Ausführungsfriſt
nicht möglich, jedoch werden die Präſidenten der
Landesarbeits=
ämter und — ſoweit die Arbeiten im Wege des Freiwilligen
Arbeitsdienſtes ausgeführt werden — die Gauarbeitsführer
er=
mächtigt werden, im Bedarfsfall auch bei dieſen Arbeiten die
Ausführungsfriſt bis zum 31. Dezember 1934 zu
ver=
längern.
Großes Arbeitsbeſchaffungsprogramm
für die ſchaffenden Künſtler
anläßlich des Rakionalen Feiertages des deutſchen
Volkes am 1. Mai!
Der Aufruf an alle ſchaffenden Künſtler im Gau, den 1. Mai
in Gemälden, Zeichnungen uſw. feſtzuhalten, hat einen
über=
raſchend großen Erfolg gehabt.
Bis heute ſind ſchon 200 Bilder angemeldet. Es iſt jedoch
be=
kannt geworden, daß ſehr viele Künſtler ihre Werke noch nicht
gemeldet haben, ſo daß mit mindeſtens weiteren 50 Bildwerken
zu rechnen iſt.
Alle Künſtler, die ihre Werke noch nicht angemeldet haben,
werden hiermit aufgefordert, dies ſofort zu tun, und zwar an:
Landesſtelle Heſſen=Naſſau des Reichsminiſteriums für
Volksauf=
klärung und Propaganda, Frankfurt a. M., Bürgerſtr. 9—11, III.
Die geplante Ausſtellung wird vorausſichtlich in den
letzten Tagen des Juni oder aber in der erſten Juliwoche von
Gauleiter Reichsſtatthalter Sprenger eröffnet werden. Zu
die=
ſer Eröffnung werden mehr als 200 Gäſte geladen.
Weitere Bekanntmachungen erfolgen durch die geſamte Preſſe.
Heil Hitler!
(gez.) Müller=Scheld,
Gaupropagandaleiter der NSDAP. und Leiter der Landesſtelle
Heſſen=Naſſau des Reichsminiſteriums für Volksaufklärung und
Propaganda.
Reichsernährungsminiſter
warnk vor Preisſteigerungen für 9el.
Berlin, 1. Juni,
Bekanntlich iſt infolge der Deviſenlage eine Einfuhrſperre
für Oelſaaten und Oelfrüchte notwendig geworden. In den letzten
Tagen hat ſich aber gezeigt, daß dieſe Verknappung des
Rohmate=
rials teilweiſe zu einer ſpekulativen Preistreiberei
für Oelkuchen benutzt worden iſt. Daß es ſich um reine
Speku=
lationsmanöver handelt, beweiſt die Tatſache, daß die eigentlichen
Oelkuchenerzeuger, die Oelmühlen, die Preiſe nicht erhöht haben.
Von ſeiten des Reichsernährungsminiſteriums wird hierzu erklärt,
daß es nicht gewillt iſt, dieſe Preisſteigerungen zu dulden. Sollten
die Preiserhöhungen nicht unterbleiben, ſo würden
Gegenmaß=
nahmen der verſchiedenſten Art, insbeſondere auch wirtſchaftliche
Maßnahmen durchgeführt werden.
* Die Neuregelung des Skraßenverkehru
Die jetzt vorliegende Reichsſtraßenverkehrsordnung tritt ern
mit dem 1. Oktober in Kraft, in den nächſten Wochen werden dio
entſprechenden Durchführungsbeſtimmungen erlaſſen, die noch
er=
utdiche
forderlich ſind, um ein ſofortiges reibungsloſes Einſpielen auf dio
Vorſchriften, die für das geſamte Reichsgsbiet ausgearbeitet
worg=
den ſind, zu ermöglichen. Von grundſätzlicher Bedeutung iſt dia
Tatſache, daß durch das neue Reichsrecht die entſprechenden landess 4I0f UMdu
rechtlichen Vorſchriften außer Kraft geſetzt werden, auch danm
wenn ſie teilweiſe in die neue Verkehrsordnung mit übernommen
worden ſind. Aus beſtimmten Gründen iſt es ſogar nötig geweſer
ſchon jetzt verſchiedene landesrechtliche Beſtimmungen zu ſtreicher=
Es ſei nur an die ſogenannten Rückſtrahler erinnert, die in vers eiglich laſl.
auficte Hichtet
ſchiedenen Ländern ſchon jetzt zur Anwendung gelangen ſollten
Da aber die deutſche Induſtrie erſt vom 1. Juli ab als früheſtem „cgt. Es ich
Zeitpunkt das erforderliche Glas herſtellen kann, mußte eingegritz, u/z u0 Gralt.
fen werden, denn ſonſt hätten die Wageninhaber ausländiſcht de zundchle
Rückſtrahler beziehen müſſen. Unter den Neuerungen iſt von huc, f. md eiſe Aul
ſonderem Intereſſe die Führerſcheinfreiheit, die ſchon vor Jahrea s,, uſſon wird
für die Kleinkrafträder eingeführt worden iſt. Sie bleibt für dier eit
Gruppe beſtehen, wird aber auf alle Kraftfahrzeuge bis zu einet n
Geſchwindigkeit von 20 Stundenkilometern ausgedehnt. In Weget zuFeneral Gamle
fall geraten die Vorſchriften über die Höchſtgeſchwindigkeit. Nur uſch=franzoll
für Kraftfahrzeuge, die keine Luftbereifung tragen, bleiben ſiſh Von ihm iſt
erhalten. Selbſtverſtändlich muß den Ortspolizeibehörden die Mögi” jaru der Genfer
lichkeit gegeben werden, in ihrem Amtsbereich gewiſſe einſchräm, miegrabkommens 4u
kende Beſtimmungen zu erlaſſen. Neugeſtaltet iſt auch der Uehen — ſeine Unterſchr!
holungsvorgang, ebenſo das Vorfahrtrecht. Beim Vorfahrtrechct zca fährt, ob er
werden die Straßen, die als Hauptverkehrsſtraßen anzuſehen ſindd e ahzuwarten.
mit einem entſprechenden Wegzeichen ausgeſtattet. Auch über dioſl ſſe kin großes Int
Beſchaffenheit der Kraftfahrzeuge ſind, neue einheitliche Beſtim=” ſuuchungen allzu ſta
mungen erlaſſen worden. Im übrigen gilt der ſchon bekannt geu ur. Es iſt aber 9
gebene Grundſatz, daß jeder bei der Abwickelung des Verkehrsn „ch ruſſiſcher Of
auf den anderen Rückſicht zu nehmen hat, mit dieſer Form werders usüſche Militärm
zahlloſe Einzelbeſtimmungen zur Regulierung der verſchiedenen=
Verkehrsarten überflüßig.
he Gren
Die deutſch=bulgariſche Zuſammenarbeit
Für 625 Mill. Lewa Tabaklieferungen
Frit
gegen Induſttiewaren.
Die Befeſtigunge
runmehr nach un
sag eine Abteilu
Stellungen bei
de Kilometer vonl
Die Verhandlungen der bulgariſchen Regierung mit den Indu
ſtriegruppen der verſchiedenen Länder über die Abnahme von In
duſtrieerzeugniſſen gegen Lieferung von Tabaken alter und neue
Ernten iſt heute eine Entſcheidung getroffen worden, da der bulu
gariſche Miniſterrat ſeine Genehmigung zum Abſchluß der
Verträgg=
in der von der Großen Kommiſſion vorgeſchlagenen Form en
teilt hat.
Dieſer Vorſchlag ſieht eine Regelung vor, nach der die deutſcht
Induſtrie Materialien im Werte von etwa 625 Millionen Lewo
(67 Prozent) liefert, während die Anteile Oeſterreichs etwa 150
Mill. Lewa (18 Prozent), der Tſchechoſlowakei etwa 81 Mill
(9 Prozent) und Ungarns etwa 45 Mill. (5 Prozent) betragem=
Nähere Einzelheiten ſind in den nächſten Tagen zu erwarten,
Mitk
Nungen der ſt
Auf den Man
giy haben di
ibFionen begonne.
ggnſtatt. Es iſt
mmt in großem
Beſonderem Inl
vom Luftfahrtn
Ear övern zu bete
ereindungsflieger
Der Reichskanzler beim Reichspräſidenken.
DNB. Berlin, 1. Junk
Reichspräſident von Hindenburg empfing: heute nachmitta
den Reichskanzler Adolf Hitler zu einer Beſprechung ſchwebendes
politiſcher Fragen.
Maßregelung ſtudenkiſcher
Korps=
wegen Richkdurchführung des Arierparagraphe
Da die ſtudentiſchen Korps „Vandalia”=Heidelberg, „Suevia
München und „Suevia”=Tübingen der Durchführung des Ariem
paragraphen nicht nachgekommen ſind, hat ſich nunmehr die F
rung der Deutſchen.Studentenſchaft gezwungen geſehen, ihren Mit
gliedern die Zugehörigkeit zu dieſen Korps zu verbieten.
Auf Einſpruch des Reichsdramaturgen wurde in Berlin d7n
Aufführung des Theaterſtückes „Der Prozeß Mary Dugan” unter)
ſagt.
der Verlag der „Frankfurter Zeitung” (Frankfurter Societäts
Druckerei G. m. b. H.) iſt in das Eigentum des langjährigen In
habers der Minderheit der Anteile übergegangen. Die Mitglieder
der Gründerfamilie, Frau Thereſe Simon=Sonnemann, Dr. Heim
rich Simon und Dr. Kurt Simon, ſcheiden damit aus Beſitz unn
Leitung des Unternehmens aus. Im Sinne des Schriftleitet!
geſetzes und entſprechend der Tradition der „Frankfurter Zeitun
liegt die redaktionelle Führung des Blattes wie bisher allein iſ
den Händen der Schriftleitung.
General 6./
* Die geiſtige Welt Ernſt Barlachs.
Barlach als Bildner und Dichter.
Von C. D. Carls.
Während Ernſt Barlach in der Stille ſeiner
Mecklenburger Heimat ſeinem Werke lebt,
wird um eben dieſes Werk ein erbitterter
Kampf der Meinungen ausgefochten. Ob
Freund oder Gegner — jeder ſpürt, daß hier
um Weſentliches, Entſcheidendes gerungen wird.
Wir geben darum der folgenden für Barlach
zeugenden Stimme Raum.
Wenn von Ernſt Barlach die Rede iſt, ſo hört man nicht
ſelten ſeine Bildhauerkollegen ſagen, daß er im Grunde vielleicht
mehr Dichter als Bildhauer ſei, während die Dramatiker eher den
Bildhauer als den Dramatiker gelten laſſen. Richtig iſt, daß
Bar=
lach ſich als Plaſtiker nicht leicht in ſchulmäßige Zuſammenhänge
einordnen läßt und daß er als Dramatiker jene Unbedingtheit
be=
ſitzt, die alle Zugeſtändniſſe um der rein theatraliſchen Wirkung
willen ablehnt. Aber ſelten hat es wohl eine Doppelbegabung
ge=
geben, die ſo wie er zwei weite Schaffensgebiete ganz auszufüllen
und dem Drama und der Plaſtik den Stempel ſeines Geiſtes
auf=
zuprägen vermochte. Das ſollten auch die in rein formaliſtiſchen
Anſchauungen befangenen Kritiker erkennen, die mit Barlach noch
immer „nichts rechtes anzufangen wiſſen”; ſie ſollten einmal ohne
gefärbte Brille vor ſein Werk hintreten und ſich endlich darüber
klar werden, daß rein formale Geſichtspunkte und das Argument
„materialgerecht” unzureichend ſind vor den Kundgebungen eines
ſo ungewöhnlichen Geiſtes. Der formale Purismus und der Wille
zu materialgerechter Geſtaltung, an ſich berechtigte Dinge, dürfen
nicht ſo weit getrieben werden, daß darüber der Blick verloren
geht für die Tiefe künſtleriſchen Erlebens und die geiſtige
Be=
deutung und Spannkraft, die einem Kunſtwerk innewohnt.
Zwiſchen dem dramatiſchen und bildneriſchen Schaffen
Bar=
lachs beſtehen Wechſelwirkungen. Man kann vielleicht ſagen, daß
die Dichtung der Mutterboden für ſeine Bildwerke iſt und
um=
gekehrt die dramatiſche Dichtung das Wachstum aus ſeiner
bildne=
riſchen Tätigkeit; beide entſpringen demſelben Geiſte und atmen
dieſelbe Atmoſphäre. Trotz dieſer engen geiſtigen Verflechtung
ſeines dramatiſchen und bildneriſchen Schaffens wahrt aber
Bar=
lach ſtets die Grenzen der beiden Künſte. Wenn man zum Beiſpiel
in der Plaſtik Barlachs nach Einflüſſen des Dichters ſucht, ſo wird
man höchſtens anführen können, daß der Dichter den Bildner
be=
ſtimmt, alle Begriffe bis zur äußerſten Steigerung vorzutreiben,
für jede innere Bewegung die ausgeprägteſte Gebärde zu ſuchen.
und daß er außerdem ſeinen Figuren mit einem Minimum
äuße=
rer Bewegung oft eine weite Atmoſphäre mitzugeben weiß, wie
dies den Nur=Plaſtikern nur ſelten möglich iſt.
Generalinkendank Everth.
der neue Leiter des Heſſiſchen Landestheaters.
Dieſe Meiſterſchaft, mit wenigem auf weite Strecken
Atmoſ=
phäre hervorzurufen, beweiſt auch der Dramatiker Barlach. „Der
Blaue Boll” beginnt mit folgenden Worten: „Immer noch leichten
Nebel — eigentlich gar nicht unſympathiſch, Martha, was? — V. Er will der
Sieh, dieſe verwiſchte Perſpektive, mags wohl leiden — Es kanu ſeichengeiſt erſchütte
mehr dahinter ſtecken als man denkt, kann anders kommen alu roendeiner Antny
ausgemacht iſt .. . ." Wie dieſe wenigen Worte den Ton anſchlau echrt iſt.
gen, der im ganzen Stück nicht mehr verſtummt, wie ſie den F0 1 Zur wird unn
guren gleichſam Stoff zum Atmen und Schlucken geben, ſo 99 A wird uns dar
ſchieht dies ähnlich durch die Eingangsſzenen des „Armen Vetter” Kan deutlichſten
und ebenfalls in den übrigen Stücken.
ES ber Io
Deutlicher noch als ſeine Plaſtiken von Hirten, Bauern um
Ais beredte
Bäuerinnen ſind, ſeine dramatiſchen Figuren (diejenigen, dud i0 eiſchen und di=
„Sündflut” ſo gut wie die des „Blauen Boll” und des „Armé)
Vetter”) typiſch norddeutſche Geſtalten, die merkwürdig ſtoßweint hn ge 3u den ei
ſprechen und handeln. Das landſchaftlich Beſondere iſt ihm ahud imh „üdken plötzli
d Bidverkt
nicht Zweck, ſondern Mittel; er benutzt die Weſensſchwere nol!n
Din Drana un
deutſcher Menſchen, um die menſchliche Erdgebundenheit als ſolal
Den duch die
auszudrücken. Ein ſeltſames Zwielicht umgibt dieſe Geſtalten unn
Eeißd Her
verleiht ihnen ein zweites Geſicht, ein merkwürdiges Doppe0
daſein. Zweifel, Qualen, Erſchütterungen wachſen aus ihnen hes 50. Wihehr habe,
vor, die man zunächſt nicht in ihnen vermutete. Ein Stück prallel „iS, M Mren
lebe=
iderie Reich
Wirklichkeit wird durchſcheinend, wird durchleuchtet von rätſelda
len Lebensmächten.
ndeiche
Einer der bedeutſamſten Züge der Plaſtik Barlachs iſt 2e
Gleichzeitigkeit größter Erdnähe und tiefer innerer Unruhe, Be‟
ſtiger Beſeſſenheit. Seine plaſtiſchen Geſtalten ſcheinen auſts
ſcheucht aus ihrer Exiſtenz, ſie ſcheinen nach einem Sein zu ſuche.
M.
in dem ſie von ihrer Schwere und ihrer Not befreit ſind.
triebhaftes Emporſehnen, eine Unruhe zu Gott wühlt in ihſe.*
In ſeinen tieferen Schichten mündet auch das Drama Barlache Fm Ne Moſol
dieſen religiöſen Strom ein. Die Spannung aus Erdhaftigke: „F ſ4/ be ſt ols
innerer Bewegung, aus Schickſal und Sehnſucht, die in ſeiner 2"
Es
ſtik gegebener Zuſtand iſt, wird in den Dramen in ihrer Si
Miet aiek die
ſtehung aufgezeigt. Was in der Plaſtik dunkler, nicht mit Na
gerufener Drang iſt, wird im Drama zum Teil greifbarer ſee
eih
viert und in ſeinem Ausgangspunkt erkennbar.
Mie,
Barlachs Dramen laſſen ſich in zwei Gruppen zuſammenialle.
ie Stchau,
In der einen Gruppe zu der „Der tote Tag‟ „Die Sündflut.."
Ne
Uen,
„Die gute Zeit” gehören, tritt das Problemhafte ſtark in den ?e
Met.
dergrund und wirkt beſtimmend auf die Form ein. „Der L.0
Ne
Vetter”. „Die echten Sedemunds” und „Der blaue Bolle weie
dagegen Elemente eines ſeltſam unterirdiſchen Humors aul.
*0
in die ernſte Haupthandlung hineingreift. Die größte Ausweith.
Schie
erfährt die dichteriſche Welt Barlachs zweifellos in dieſen
Ernſt und Humor gemiſchten Stücken; das klarſte und Mier”
glichenſte der Werke dieſer Art wiederum iſt wohl der „Dolie
Boll”, vielleicht das bühnenmäßig ſtärkſte Drama Barlachs
haupt.
Barlach verſicht keine Glaubensſätze. Er verſucht nichl.
9t 2
Nn.
ſtimmte weltanſchauliche Ueberzeugungen zur Geltung zu brſe.
trag
ſondern zeigt alle Gedanken ſeiner Perſonen im lebendigen Vl.
Un,
4
umstag, 2. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 150 — Seite 3
V
Das „bedroht
Frankreich.
zranzöſiſche Offiziere ſtudieren die Roke Armee. — Einladung an General Gamelin nach Moskau.
Roke und blau=weiß=roke Milikärs
machen Beſuche.
Kürzlich kam aus Paris die Behauptung, daß das
fran=
zöſh=ruſſiſche Militärabkommen perfekt ſei. Eine Beſtätigung iſt
nüt rfolgt. Es läßt ſich aber nicht beſtreiten, daß zwiſchen den
S hiets und Frankreich ſehr enge militäriſche Beziehungen be=
G gn, die zunächſt ihren Ausdruck darin gefunden haben, daß
Ruuand eine Militärkommiſſion nach Frankreich ſchickte. Dieſe
Komiſſion wird ſich dadurch beſonders beliebt gemacht haben,
diwßie recht erhebliche Beſtellungen vornahm.
jetzt erfährt man, daß Rußland den franzöſiſchen
Generalſtabs=
chAßeneral Gamelin nach Moskau einladen will. Gamelin hat in
deuſſiſch=franzöſiſchen Verhandlungen eine bedeutende Rolle
ge=
ſy). Von ihm iſt ſeinerzeit behauptet worden, daß er kurz vor
Bunn der Genfer Beratungen die wichtigſten Grundzüge des
Aütärabkommens aufgeſtellt und den Vereinbarungen mit
Ruß=
lum ſeine Unterſchrift gegeben haben ſoll. Ob Gamelin nach
Aükau fährt, ob er überhaupt eine offizielle Einladung erhält,
biſit abzuwarten. Sowohl Paris als Moskau haben im
Augen=
biüükein großes Intereſſe daran, die beiderſeitigen militäriſchen
1ehungen allzu ſtark ins Scheinwerferlicht der Oeffentlichkeit zu
Es iſt aber ganz unzweifelhaft damit zu rechnen, daß der
Beich ruſſiſcher Offiziere erwidert wird und daß demnächſt eine
fymtöſiſche Militärmiſſion in Moskau auftauchen wird.
Zunzöſiſche Grenzkruppen beziehen ihre Stellungen.
EP. Paris, 1. Juni.
Dre Befeſtigungen längs der deutſch=franzöſiſchen Grenze
wer=
dilnnunmehr nach und nach mit Truppen beſetzt. So hat am
Don=
nurag eine Abteilung des 153. Infanterieregiments die
befeſtig=
tam Skellungen bei Lembach, in der befeſtigten Linie der Lauter,
ſeſche Kilometer von der deutſch=franzöſiſchen Grenze entfernt,
büßt
Aeungen der franzöſiſchen mokoriſierten Diviſionen
Auf den Manöverfeldern von Chalons=ſur=Marne und
Mait haben die Uebungen der motoriſierten franzöſiſchen
Ditſionen begonnen. Das Hauptmanöver findet in den nächſten
Oäyen ſtatt. Es iſt dies das erſte Mal, daß motoriſierte
Divi=
ſäihhnn in großem Umfang in Tätigkeit treten. — Man erwartet
mit beſonderem Intereſſe das Erſcheinen der Privatflugzeuge,
de vm Luftfahrtminiſter eingeladen worden ſind, ſich an den
Waövern zu beteiligen, um im Kriegsfalle als Melde= und
Werindungsflieger dienen zu können.
* Frankreichs Bündnispolikik.
Barkhous abenkeuerliche Pläne.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 1. Juni.
Die Rede Barthous in Genf löſte in Paris gemiſchte Gefühle
aus. Man war, von den wenigen Gutinformierten abgeſehen, nicht
auf eine ſolche Zuſpitzung desfranzöſiſch=engliſchen
Verhältniſſes gefaßt. Die öffentliche Meinung beſaß einige
Illuſionen über das Verhältnis zu England; nicht zuletzt eine
Folge der Propaganda der Regierung, welche die Dinge ſo
dar=
ſtellte, als ob die franzöſiſche Außenpolitik in wachſendem Maße
die Sympathie Englands beſitzen werde.
Barthou war in Genf ſehr ſcharf und das Echo in London
blieb nicht aus. Für den Augenblick wendet man hier dieſem
Aſpekt der Lage das größte Intereſſe zu.
Daß Frankreichs unnachgiebige Haltung die wichtigſten Mächte
verſtimmt, daß für das Feſtfahren des Abrüſtungswerkes von der
Welt Frankreich verantwortlich gemacht wird, läßt ſich nicht mehr
leugnen. Aber Barthou kümmert ſich darum weniger, als ſeine
Vorgänger es getan hätten. Er iſt dabei, die von den
Rechts=
kreiſen ſo oft geforderte ausgeſprochene Bündnispolitik zu
ver=
wirklichen.
Dieſe Bündnispolitik ſieht allerdings anders aus, als man es
ſich vorgeſtellt hat. Weder Polen noch Belgien ſind geneigt,
Frank=
reich blind zu folgen. Und die Kleine Entente iſt durch
innenpoli=
tiſche Schwierigkeiten gehemmt. Auch manifeſtieren ſich in Belgrad
und Bukareſt außenpolitiſche Tendenzen, die Frankreich nicht
un=
bedingt günſtig ſind.
Das Schwergewicht wird alſo in Paris auf die relativ neuen
ruſſiſchen und türkiſchen Freundſchaften gelegt. Ueber den Wert
dieſer Freundſchaften gehen aber die Meinungen ſehr
auseinan=
der. Und für den Durchſchnittsfranzoſen kommen ſie auch recht
überraſchend. Gefühlsmäßig ſteht er ſo den Sowjets wie der
Tür=
kei Kemals mißtrauiſch und geringſchätzend gegenüber. Aber nicht
auf Gefühle kommt es jetzt an, ſondern darauf, die augenblickliche
Konſtellation für Frankreich ſo günſtig wie möglich zu geſtalten.
Sie ſoll die führenden europäiſchen Mächte, vor allem England,
aber auch Deutſchland beeinfluſſen. Man wird alſo gut tun, die
Bündnispolitik Barthous mit einiger Skepſis zu betrachten. Es
ſieht faſt ſo aus, als ob ſie nur eine Verlegenheitspolitik wäre.
Ein enges Zuſammenwirken mit England und eine Annäherung
an Deutſchland würden ſehr viele in Paris den etwas
abenteuer=
lichen Plänen Herrn Barthous vorziehen.
us8 4kamdé
Oie Leeresstärken.
Faukreich
Oodttsckband.
655490 Mann
3046 Flugzeuge
2160 schwere Geschütze
1700 Tanks
100,000 Mann
aben Reing.
ausgebildeten Reserven
schweren Geschütze
Material-Vorräte
Flugzeuge, Tanks
1200.000 Mann
2000 Flugzeuge
675 schwere Geschütze
578 Tanks
Eine Zuſammenſtellung der Heeresſtärken Deutſchlands, Frankreichs und Rußlands,
die das kraſſe Mißverhältnis der Kräfteverteilung beweiſt.
Ein ſelkſamer Fund:
Die Dokumenke der franzöſiſchen Domanialſchule
im Kanal.
EP. Paris, 1. Juni.
Spät in der Nacht traf hier die überraſchende Nachricht ein,
daß die am Pfingſtmontag aus den Räumlichkeiten der
franzöſi=
ſchen Domanialſchule im Saargebiet geſtohlenen Dokumente in dem
Saarkohlenkanal bei Saargemünd, und zwar auf franzöſiſchem
Bo=
den, kurz nach dem Grenzort Großblittersdorf, aufgefiſcht worden
ſind. Dieſe ſenſationelle Entdeckung verdankt man einem
Ange=
ſtellten der franzöſiſchen Domanialgruben in Saarbrücken, der
einen mit Kohlen beladenen Laſtkahn auf dieſem Kanal nach
Saargemünd ſchaffte. Der Angeſtellte entdeckte zunächſt einen Sack,
nahm jedoch davon weiter keine Notiz, wie er ſpäter behauptete,
bis er wenige Minuten ſpäter einen zweiten Sack ſah. Er fiſchte
die beiden Säcke auf und fand in ihrem Innern die geſtohlenen
Dokumente, die er nach Saargemünd brachte, von wo aus er die
Grubenverwaltung benachrichtigte. Der Direktor der
Schulverwal=
tung begab ſich hierauf mit einem leitenden Beamten der
Gruben=
verwaltung nach Saargemünd, wo ſie den Fund als aus dem
Diebſtahl herrührend, feſtſtellten. Die Polizei nahm ſofort die
Un=
terſuchung auf. Am Fundort ſelbſt wurden von der Polizei dann
die reſtlichen vier Säcke aufgefunden. Sämtliche aufgefundenen
Säcke wurden in das Gericht nach Saarbrücken gebracht, von wo
aus die Unterſuchung geleitet wird. Der Direktor der
Schulverwal=
tung hat eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebſtahls
erſtat=
tet. In einem von der franzöſiſchen Grubenverwaltung
ausgegebe=
nen Communiqué wird der Fund beſtätigt und hinzugefügt, daß
es noch nicht möglich geweſen ſei, nachzuprüfen, ob die ſämtlichen
geſtohlenen Dokumente aufgefunden worden ſeien. Es habe den
Anſchein, als ob die aufgefundenen Säcke erſt kurze Zeit im Waſſer
gelegen ſeien.
Rooſevelks Silbergeſet
vom Repräſenkankenhaus angenommen
EP. Waſhington, 1. Juni.
Das Repräſentantenhaus hat das Silbergeſetz des Präſidenten
Rooſevelt, durch das die Währungsdeckung zu einem Viertel mit
Silber beſtritten werden ſoll, und durch das der Präſident
ermäch=
tigt wird, zu dieſem Zweck Silber im In= und Ausland
aufzu=
kaufen, mit 262 gegen 67 Stimmen angenommen. Zuvor war ein
von republikaniſcher Seite eingebrachter Antrag, die
Silbervor=
lage an einen Ausſchuß zur Nachprüfung zu verweiſen, mit 268
gegen 70 Stimmen abgelehnt worden. Die Vorlage wurde nach der
Annahme durch das Repräſentantenhaus ſofort dem Senat
über=
wieſen, der in der kommenden Woche dazu Stellung nehmen wird,
Mißernke in Amerika?
DNB. London, 1. Juni.
Einer Meldung aus Waſhington zufolge beſteht infolge
man=
gels an Regen in den Vereinigten Staaten die Möglichkeit einer
Kataſtrophe. Selbſt wenn es in den nächſten zehn Tagen Regen
gibt, werden die Staaten Jova, Nebraska, Illinois, Indiana und
Ohio nur die Hälfte ihrer regelmäßigen Ernten einbringen
kön=
nen. Bleibt der Regen weiter aus, dann werden noch weitere
zehn Staaten von einer Mißernte betroffen. Die Farmer ſind
be=
reits der Verpflichtung enthoben worden, ihre Erzeugung
einzu=
ſchränken. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß der Kongreß noch vor
ſeiner Vertagung erhebliche Summen zur Linderung der Not
be=
willigen muß.
Aus Winnipeg (Ottawa) wird gemeldet, daß auch in Kanada
infolge großer Trockenheit mit einer Mißernte gerechnet werden
müſſe. In dem am ſchwerſten betroffenen Gebiet von Süd=
Sas=
katchewan werden dieſes Jahr ſtatt der normalen 44 Millionen
Buſhels Weizen nur 4 Millionen erwartet.
Rückkriktsgeſuch des rumäniſchen Kriegsminiſters
angenommen.
DNB. Bukareſt, 1. Juni.
Der König hat das Rücktrittsgeſuch des Kriegsminiſters,
General Uica, angenommen und den Miniſterpräſidenten mit
der vorläufigen Verwaltung des Miniſteriums betraut. General
Uica wurde zum Kommandeur des Bukareſter Armeekorps
ernannt.
w. Er will dem Bewußtſein immer wieder die großen, den
Aieſchengeiſt erſchütternden Fragen wachrufen, ohne aber den
Be=
ſitzrgendeiner Antwort vorzutäuſchen, die dem Menſchen nicht
Aeuhrt iſt.
Zwar wird uns die ganze Tiefe deſſen, was Barlach zu ſagen
hal wird uns das umfaſſende ſchöpferiſche Vermögen dieſes Gei=
Bam deutlichſten bewußt, wenn wir ſein dichteriſches und
bild=
neches Werk als eine große geiſtige Einheit begreifen und er=
Min. (Als beredte Zeugniſſe dieſes Zuſammenſchmelzens ſeiner
hfſteriſchen und dichteriſchen Arbeit können die zahlreichen Illu=
Bionen zu den eigenen Dramen gelten, in denen ſeine
plaſti=
m Figuren plötzlich Dialoge zu führen oder ſeine
Dramen=
imen zu Bildwerken zu erſtarren ſcheinen.) Aber dieſe enge
Tlle von Drama und Plaſtik und die Tatſache, daß die Wirkung
DaDramen durch die Kenntnis des plaſtiſchen Werkes noch
ge=
hert wird, können nicht als Mängel der Dramen gedeutet wer=
SeVielmehr haben ſeine dramatiſchen Dichtungen ihr geiſtiges
L7t und ihren lebendigen Wert ganz in ſich ſelbſt und gehören
Iie vorderſte Reihe deſſen, was in der heutigen Dramenproduk=
1Mauf dichteriſche Geltung Anſpruch hat.
* Barockpalaft über der Saar.
Von Dr. H. Neumeiſter.
Wie die Moſel ſanfter, zärtlicher, mehr voll warmer
ein=
mr Hingabe iſt als die große unbeſtimmbare Weite der Rhein=
Mſchaft, ſo iſt es noch einmal weicher, offener, ſüßer,
gegen=
der Moſel die Landſchaft der kleinen Saar. Hellroſa und
en hängt zu allen Tageszeiten der Sonnendunſt über den
Ai geſchwungenen flachen Weinbergen der unteren Saar. Man
19 über das maleriſch um die Waſſerfälle ſeines Leukbaches
ifelte Saarburg, vorbei an der auf jähem Felsſturz hoch
W der Saar gegründeten „Klauſe”. Bei Taben, Dorf und
Nalige Probſtei, welche im Stil eines behäbigen barocken
Ashofes mit ihre Kapelle hoch über dem Fluß liegt, hört der
Sn auf, tief bewaldete Berge rücken eng an den Fluß heran,
Zerklüftete Schieferabſtürze bilden das Landſchaftsbild der
eren Saar. Später öffnet ſich das Tal wieder ein wenig.
Nwäſchen hat man, ohne daß ein Wechſel der natürlichen oder
Kulturlandſchaft dies glaubhaft machte, eine politiſche Grenze
Rſchritten; in einer kleinen Breite des Fluſſes zwiſchen
eriden Obſtbäumen und im Weiten umkränzt von weichen
ergen liegt Mettlach es iſt die erſte Stadt des durch den
ailler Vertrag von Deutſchland abgetrennten und unter
rbundsverwaltung geſtellten „Saargebiets”. Noch liegt der
e1 der Abſtimmung von 1935, obgleich deren Ausgang bei
einer reindeutſchen Bevölkerung des Gebiets nicht zweifelhaft
ſein kann, vor ſeiner Rückkehr in den Geſamtverband des
deut=
ſchen Reiches.
Man muß wohl mit der Politik beginnen in dieſem
Grenz=
land, auch wenn man von der Kunſt ſprechen will. Denn die
Politik, für die dieſes kleine, an Bodenſchätzen reiche Gebiet ſeit
Jahrhunderten umkämpft iſt, hat auch das Geſicht ſeiner Kultur
entſcheidend beeinflußt. Nicht zum guten. Vieles, was der
bau=
frohe Sinn früherer Jahrhunderte dort aus frommen Sinn, hier
mit der Abſicht glanzvoller fürſtlicher Repräſentanz geſchaffen
hat, wurde zerſtört und verfiel in Krieg und Gegenkrieg, durch
Raub und Brand. Anderes, das blieb, wurde über dem
poli=
tiſchen Kampf und der dominierenden Rolle, welche im
neun=
zehnten Jahrhundert die aufblühende Wirtſchaft auch in dieſem
Gebiet übernahm, vergeſſen. Sehr zu Unrecht: noch zeugen
große dunkle Kirchen und kleine helle Adelsſitze auch hier
allent=
halben von dem großen Zug rheiniſch=ſüddeutſcher Bautradition,
der auch die Kunſt des Saargebiets in erſter Linie gehört.
Aber Mettlach beſtand und ſteht als großer leidenſchaftlicher
Auftakt vor der Kunſt des Saargebiets. Ländlich anſpruchslos
liegt das Städtchen um die leiſe offene Biegung der Saar,
kleiner grauer, kaum wahrgenommener Trabant um den
prunk=
vollen Mittelpunkt, die Abtei. Ja, es war wirklich eine Abtei.
Kunſt= und lebensfroh wie alle barocken Fürſten, auch die
geiſt=
lichen, hat Kurtrier im Beginn des achtzehnten Jahrhunderts
mit dem Bau begonnen, ſein Architekt war Chriſtian Kretzſchmar
aus Sachſen. War es die auf den ſchweren gediegenen Prunk
des Oſtens ausgerichtete Tradition dieſes Baumeiſters, war es
das für jeden Bau in dieſer Saar= und Moſellandſchaft ſich
anbietende herrliche Material, zartrot= oder goldſchimmernden
Sandſtein — es entſtand ein Bauwerk, das freilich „eher einem
Königspalaſt als der Wohnung welterſtorbener Ordensgeiſtlicher”
zu dienen beſtimmt ſchien. So vermerkt ſchon eine alte
Mett=
lacher Chronik und der Eindruck beſteht noch heute. Dicht an
dem ſchimmernden Fluß, nur durch eine ſanfte Brüſtung von
ihm getrennt, wölbt ſich die ſchwungvoll bewegte vielfenſtrige
Palaſt=Faſſade. Doch die große barocke Bewegung bricht
nir=
gends zur Regelloſigkeit aus, ſie iſt gedämmt und gebündelt durch
den klaren Rhythmus der drei in weit vorgezogenen Pavillons
mündenden Achſen. Auch die übergroße Frontlänge von 112
Metern erſcheint durch ſie geſammelt und gegliedert. Blühend
und reich iſt auch der Schmuck der drei Portale, beſonders des
mittleren: zart geſchliffener Juwel aus hellgelbem Sandſtein,
der ſich licht gegen das warmrote Geſtein des Geſamtbaues
ab=
ſetzt. Die Fenſter gemeſſen und regelmäßig gerahmt aber mit
hellen, weich ſich biegenden Bekrönungen und luſtigen
Schluß=
ſteinen. Von dieſen verdient es beſonders geſprochen zu werden.
Denn nicht ein einfacher glatter Stein wie anderwärts oder
ein leichtes Rokokozierat hat dem Erbauer dieſes fürſtlichen
Sitzes als Krone und Abſchluß jeden Fenſters genügt, ſondern
Köpfe verſchiedenſter Art: Fratzen von Kroaten, Negern, Juden,
Bauern, Handwerkern beleben die ſymmetriſche Flucht der
Fen=
ſter. Und an den Fenſtern zweier Hofflügel begibt ſich folgende
und für einen geiſtlichen Bau gewiß beachtliche
Merkwürdig=
keit: „Die Mitte der Fenſterreihe des einen Flügels iſt durch
den behaglichen Kopf eines Paſchas in den beſten Jahren
ge=
ziert, an welchen, über den zu beiden Seiten folgenden Fenſtern,
ſeine Odalisken bis zum Kindersalter abnehmend ſich
anſchlie=
ßen, während die Schlußſteine des anderen Flügels ähnlich
belebt werden, jedoch mit dem Unterſchiede, daß die Mitte ein
kahler, mit vier Hörnern beſetzter alter Mannskopf einnimmt,
von dem ſeine Frauen abgewandt nach dem anderen Flügel
hinüberſchauen.” (Zitat nach Lohmeyer, Johannes Seiz). Heiterer
weltoffener Sinn jener Zeit, der das Natürliche ohne Bruch in
den Kreis auch des geiſtlichen Lebens mit einbezog.
Mit der Geduld der Alten baute das ganze achtzehnte
Jahr=
hundert an der Vollendung der Abtei. Zuletzt ereilte ſie das
Geſchick vieler barocker Kloſter= und Kirchenbauten jener ſpäten
Zeit. Unverſehens überkam ſie die Welle der Säkulariſierung und
führte ſie, bevor ſie ganz vollendet war, einer anderen
Beſtim=
mung zu. 1809 wurde hier die keramiſche Fabrik Villeroy und
Boch begründet, an den rückwärtigen Flügeln entſtand mancher
An= und Umbau, und das Saartal füllen in die Breite heute
viele kleine Arbeiterhäuſer. Die ſchöne Palaſtfront über der Saar
blieb aber erhalten.
Die Abtei iſt nicht die einzige Merkwürdigkeit dieſer
ent=
legenen Stadt Mettlach. In ihrem einſtigen Park ſteht,
efeu=
bewachſen, umfloſſen von dem verzaubernden Glanz tiefer
Ver=
gangenheit, der „alte Turm”. Es iſt aber in Wirklichkeit kein
Turm, ſondern die Ruine einer uralten Kapelle, Zeuge der
früheſten Anfänge dieſer Abtei, die ſchon im ſiebenten
Jahrhun=
dert begründet wurde. Fern und zärtlich entrückt erſcheint die
helle Landſchaft durch das ſchöne Maßwerk der gotiſchen Bogen
gefehen, die das Erdgeſchoß tragen. Doch dieſe ſtammen aus
ſpäterer Zeit, weiter oben öffnet ſich die ſtrenge Rundung
rhythmiſch ſich wiederholender früher romantiſcher Bogen, die
das hohe Alter des kleinen Bauwerks verraten. Man ſteht auf
dem niederen Umgang vor Rundbogen, Säulchen und
Blati=
werk und fühlt plötzlich ſehr deutlich, die Verwandtſchaft dieſes
maleriſchen Reſtes mit der ebenſo pracht= wie maßvollen großen
romantiſchen Architektur des Rheinlandes überhaupt. Worms
und Speyer und Aachen und Köln ſpiegeln ſich ſchwach, doch
ganz deutlich in dieſem kleinen ländlich=abſeitigen Kirchenbau
an der Saar. Sie beziehen ihn wiederum ein in ihren Kreis —
wie es die große deutſche Barockkunſt für das ſpätere
Abtei=
gebäude tat. Der große deutſche Kulturſtrom pulſt eigenwillig
und kräftig ebenſo wie in dieſen beiden Bauten in
Mettlach=
der ganzen reichen und reizvollen Baukunſt des Saargebi
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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
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Mutter, Schwiegermutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
Eliſe Oegreif
geb. Hofferberty
nach ſchwerer Krankheit heute im Alter
von 50 Jahren zu ſich in die Ewigkeit
zu rufen.
Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:
Gg. Degreif, Rimhorn i. O.
Gg. Degreif und Frau
Darmſtadt, Eckhardtſtraße 16
Karl Hartmann und Frau
Darmſtadt, Taunusſtraße 17
Rimhorn, 1. Juni 1934.
Die Beerdigung findet am Sonntag, 3. Juni,
nachm. 2½ Uhr ſtatt.
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Klrchliche Trauung Samstag, 2. Junſ,
nachmittags 2.30 Uhr, in Goddelau.
Für die uns anläßlich unſerer
Silbernen Hochzeit erwieſenen
Aufmerkſamkeiten danken
herz=
lichſt.
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leidet, teile ich gern koſtenlos das
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Donnerstag, den 31. Mai 1934, entſchlief nach langem,
ſchweren Leiden unſere jüngſte Tochter und Schweſter
Gertrude
im Alter von 14 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Reinhard Gelfius.
Darmſtadt, den 2. Juni 1934.
Nieder=Ramſtädterſtraße 118.
Die Beerdigung findet Montag, den 4. Juni 1934,
vor=
mittags 11 Uhr, vom Portale des Alten Friedhofes
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Samstag, 2. Juni 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 150 — Seite 5
Aus der Landeshauptſtadt
Die Land=und Arlaubsfahrten im ſchönen Deutſchland.
Darmſiadt, den 2. Juni 1934.
Bekannkmachungen des Perſonalamkes.
Ernannt wurden: Am 19. April 1934 Miniſterialkanzleiaſſi=
Johs Brunner bei dem Heſſ. Staatsminiſterium,
Mini=
ſeriealabteilung für Bildungsweſen. Kultus, Kunſt und
Volks=
zum Miniſterialkanzleiſekretär; am 30. April 1934 der Kap=
Dr. Joſeph Hainz, zur Zeit kommiſſariſch an der
Liebigs=
derrealſchule in Darmſtadt, unter Berufung in das
Beamten=
hältnis zum Studienrat an dieſer Schule, beide mit Wirkung
April 1934 an; am 1. Mai 1934 der Kanzleigehilfe
Wil=
hur Schaaf bei dem Kreisamt Darmſtadt zum Kanzliſten; am
MMaf 1934 Miniſterialkanzleiſekretär Adam Schäfer bei dem
Staatsminiſterium, Miniſterialabteilung für Bildungsweſen,
flus, Kunſt und Volkstum, zum Miniſterialkanzleioberſekretär
Wirkung vom 1. April 1934 an; am 9. Mai 1934 durch
Ur=
de des Herrn Staatsminiſters: der Juſtizinſpektor beim
Amts=
icht Hungen Heinrich Kaſper zum Juſtizinſpektor beim
Amts=
gicht Vilbel; der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Lich Hein=
Vater zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht Gießen;
geſchäftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Nieder=Olm
ſob Harth zum Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Mainz; der
häftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Lich Ludwig
zum geſchäftsleitenden Juſtizinſpektor beim Amtsgericht
äßen; der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Nieder=Olm Jo=
Kröhle zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht
Ainz der Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Lauterbach
zel Cirus zum Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht
Bü=
dgen; der geſchäftsleitende Juſtizinſpektor beim
Amts=
geicht Hungen Eberhard Joſef Traud zum geſchäftsleiten=
Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Ortenberg; der
Juſtiz=
wektor beim Amtsgericht Nieder=Olm Friedrich Hermann
hmmerle zum Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Wörrſtadt;
Kanzleiaſſiſtent beim Amtsgericht Nieder=Olm Adam Heyer
Kanzleiaſſiſtenten beim Amtsgericht Mainz, ſämtlich mit
Vekuung vom 1. Juni 1934; am 16. Mai 1934 der
Rechnungs=
bei dem Heſſiſchen Staatsminiſterium, Miniſterialabteilung
Bildungsweſen, Kultus, Kunſt und Volkstum. Erich
Böhn=
ſirdt, zum Oberrechnungsrat mit Wirkung vom 1. April 1934
am 23. Mai 1934 durch Urkunde des Herrn Reichsſtatthalters
Heſſen auf Vorſchlag der Heſſiſchen Regierung: der
Oberamts=
ſſter bei dem Amtsgericht Lich Dr. Robert Bernhard zum
Aramtsrichter bei dem Amtsgericht Altenſtadt; der
Oberamts=
ſſter bei dem Amtsgericht Ortenberg Erich Holzinger zum
adgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg
Darmſtadt und zugleich zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht
dmſtadt: der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht in Hungen
7V
r Eberhardt zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht
Irtenberg; der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht in
Nie=
eOlm Rudolf Page zum Amtsgerichtsrat bei dem
Amts=
acht Mainz, ſämtlich mit Wirkung vom 1. Juni 1934.
In den Ruheſtand verſetzt werden auf Nachſuchen: Am 9. Mai
der Juſtizſekretär beim Amtsgericht Nieder=Olm Wilhelm
4ufr durch Urkunde des Herrn Staatsminiſters mit Wirkung
Juni 1934 unter Anerkennung ſeiner dem Staate
gelei=
en Dienſte; am 23. Mai 1934 durch Urkunde des Herrn
Reichs=
uhalters in Heſſen auf Vorſchlag der Heſſiſchen Regierung der
ehaftsleitende Juſtizinſpektor beim Amtsgericht Fürth i
Elipp Flohr mit Wirkung vom 1. Juni 1934 unter Aner=
Kmung ſeiner dem Staate geleiſteten langjährigen treuen
2uſe, beide mit dem geſetzlichen Ruhegehalt: der Kreisarzt,
rmedizinalrat Dr. Georg Schäfer in Bad Salzhauſen unter
priennung ſeiner dem Staate geleiſteten langjährigen treuen
aße und unter beſonderer Würdigung des im nationalen
Znzeſſe bekundeten Opferſinns mit Wirkung vom 1. Septem=
1a1934.
KtBeru Kal 8uß für Ewenrd Kreis Asſihl Kloſif
r für Treis a. d. Lumda, Kreis Gießen; Heinr. Wolff 2.
Meiches, Kreis Schotten: zu Beigeordneten: Otto
ſor für Atzenhain, Kreis Alsfeld; Adolf Fitting für
Gun=
heim, Kreis Worms.
— Treuer Mieter. Am 1. Juni ſind es 30 Jahre, daß
Polizei=
mier i. R. Theodor Koch mit Familie im Hauſe Mühlſtr. 50
in.
unſthalle am Rheintor. Der gute Beſuch der Ausſtellung
ſtmärkiſchen Künſtlerbundes in der abgelaufenen Woche war
ſchöner Beweis dafür, daß auch unſere Darmſtädter
Kunſt=
ade für das Ziel dieſer Schau, die Förderung der
Verbunden=
der deutſchen Stämme im Oſten und Weſten unſeres
Vater=
es, Sinn und Verſtändnis haben. Es ſteht zu erwarten, daß
der nächſte Sonntag und die kommende Woche der
Ausſtel=
zahlreiche Beſucher bringen werden. Es wäre zu hoffen,
h bei den zum Teil ſehr erſchwinglichen Preiſen auch noch
weitere Verkäufe von privater Seite getätigt würden,
nach=
er Kunſtverein vier anſprechende Motive als Gewinne für
Weihnachtsverloſung erworben hat. Jedenfalls würden es
tmärkiſchen Künſtler dankbar begrüßen, wenn ihnen neben
künſtleriſchen Gelingen auch noch ein ſchöner wirtſchaftlicher
lg gemeldet werden könnte.
Reichsverband Deutſcher Schriftſteller, Ortsgruppe Darm=
Der erſte Berufsabend der Ortsgruppe findet, am
stag, dem 5. Juni 1934, abends 8.15 Uhr, im
48 der Volkshochſchule (Gewerbemuſeum), Neckarſtraße 3,
Die Fachreferentin für Erzähler. Frau Dorothe
latz, wird über „Das Buch als Lebensquelle‟,
en und über die Zuſammenkunft der Fachgruppe Erzähler,
m 26. Mai in Frankfurt tagten, berichten. Kollege
Wil=
ein Michel, Führer der Fachgruppe Kritik im Gau, ſpricht
die letzte Tagung der Fachgruppe Kritik, und der Ver=
Imsortsgruppenführer Hanns Walter Wohmann wird
Abend mit Ausführungen organiſatoriſcher Art einleiten.
i Teilnahme an dem Abend iſt für Mitglieder Pflicht, noch
beſtätigte Mitglieder und Förderer ſind als Gäſte
will=
kümen.
Eine nette Ueberraſchung bietet der Bunte Abend des
R. heute abend, im Saalbau, durch die Verloſung eines
Ullsempfängers mit Hilfe der Programme.
Luftfahrtwerbewoche 1934. Anläßlich der
Luftfahrtwerbe=
ue hat ſich die Kapelle der Heſſiſchen Landespolizei freundlicher=
Rei' zur Verfügung geſtellt, am Adolf=Hitler=Platz zwiſchen 17
919 Uhr, unter perſönlicher Leitung des Muſikinſpizienten
SGlau, ein Platzkonzert zu veranſtalten.
9. Der gefährliche Obſtkern. Mit Beginn der Obſtzeit iſt
9e Nahnung in Erinnerung zu rufen, daß es ungehörig iſt,
tierne auf die Straße zu ſpucken, weil die
Geſund=
hdüder Mitmenſchen dadurch gefährdet werden kann. So rutſchte
jctin Offenbach, eine ältere Frau in der Bieberer Straße
wieinem Kirſchkern aus. Sie ſtürzte ſo heftig zu Boden, daß ſie
exſoliche Verletzungen erlitt und in ihre Wohnung gebracht wer=
Namußte. Beinahe wäre ſie auch noch von der Straßenbahn
übjahren worden, wenn es dem Wagenführer nicht gelungen
w, den Wagen kurz vor der am Boden liegenden Frau
anzu=
heuin
Seſſiſches Landestheater.
Großes Haus
EinteiA z. Hant
Anf 19½, Ende gegen 22 Uhr. k25
Preiſe 0.50— 4. 50
Weh dem, der liebt!
Anf. 19½, Ende gegen 22 Uhr. D. Bühne K18.
Preiſe 0.70——5.50
Sie St. Aurt Des Wbelingb.
Anf. 2), Ende gegen 22½ Uhr. Außer Miete).
Preie 0.50——4.50
5. Juni Weh dem, der liebt:
6. Juni
Anf. 19½, Ende gegen 23 Uhr. D. Bühne 0 18
Preiſe 0.70—5.50
Akrabella.
8. Juni
9. Juni
Anf. 20, Ende gegeu 22½ Uhr. D 24, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 151—300.
Preiſe 0.50—4.50
Weh’ dem, der liebt!
Anf. 19½, Ende gegen 23 Uhr. E 26, dazu
kinderreiche Mütter Nummerkarten 301—350.
Preiſe 0.70—5.50
Arabeila.
Anf. 19½, Ende 22½4 Uhr. C 24, dazu
kinder=
reiche Mütter Nummerkarten 351—400.
Preiſe 0.50—4.50
bo. -n Sie vier Mnsketiere.
N5-Gemeinſchaft „Kraft durch Freude” beſchließt Urlaubsreiſen für Juli und Auguſt.
Das Reichs=Preſſe= und Propaganda=Amt der NSG. „Kraft
durch Freude” teilt mit:
Wenn mancher geglaubt hat, in der Hauptſaiſon der
Reiſe=
zeit würde es niemals möglich ſein, ebenſo viele Urlauberzüge
wie in der Vorſaiſon fahren zu laſſen, ſo muß er ſchleunigſt
um=
lernen. Auf der Tagung der Gauwarte des Amtes für „Reiſen,
Wandern und Urlaub” wurden 130 Land=Sonderzüge zu je 1000
Mann für je eine Woche Urlaub ins Programm geſetzt. Für
ins=
geſamt 37 000 Arbeitskameraden wurden Seereiſen in Ausſicht
genommen, während die Teilnehmer an den „Kraft durch Freude‟=
Wochenendfahrten auf weit über 100 000 geſchätzt werden.
Im Mai allein ſind nach genauer Berechnung bereits rund
200 000 Volksgenoſſen von der NSG. „Kraft durch Freude”, in
Bewegung geſetzt worden, eine Rieſenleiſtung, die alle
Erwartun=
gen übertraf. Da es ſich jedoch um einen ausgeſprochenen Monat
der Vorſaiſon handelte, waren die organiſatoriſchen
Schwierigkei=
ten (Unterbringung der Urlauber, Geſtellung der angeforderten
Züge uſw.) nicht ſo erheblich, wie ſie beſtimmt ſchon im Juni und
vor allem im Juli und Auguſt ſein werden.
Um ſo größer war die Ueberraſchung, als die Gauwarte des
Amtes „Reiſen, Wandern und Urlaub” die Aufnahmefähigkeit
ihrer Betriebe bekanntgaben. Ueberall wartet man auf die
Ur=
lauber, ja einzelne Landſchaften, insbeſondere die
Notſtandsge=
biete, fordern ſie geradezu an! Es iſt nicht mehr zu verkennen,
daß außer den idealen Zwecken, den Urlaubsreiſen deutſcher
Ar=
beitsmenſchen auch eine wirtſchaftliche Bedeutung zukommt, wie
ſich von Woche zu Woche immer mehr erweiſt.
Mit einem ungeheuren Tempo hat die NSG. „Kraft durch
Freude” in wenigen Monaten eine Reiſebewegung ins Leben
gerufen, die heute ſchon Hunderttauſende erfaßt und deren große
Zukunft noch gar nicht abzuſehen iſt. Dieſer Reiſeverkehr von
„Kraft durch Freude” iſt, das kann nicht oft genug betont werden,
ein Zuſatzverkehr. Es wird ſtrengſtens überall darauf geachtet,
daß nur ſolche Volksgenoſſen als Teilnehmer zugelaſſen werden,
deren Mittel ſonſt nicht zu einer normalen Land= oder Seereiſe
ausreichen würden. Beſonders den Werktätigen ſoll Gelegenheit
gegeben werden, Deutſchland kennenzulernen.
Deutſchland hat aber ſo viele Gegenden, die dem Namen nach
zwar weniger bekannt ſind, in ihrer landſchaftlichen Schönheit
je=
doch berühmten Reiſeorten in nichts nachſtehen, ja, ſie ſogar oft
was Urſprünglichkeit von Menſch und Natur angeht —
über=
treffen. Darum wird es in Zukunft eine beſondere Aufgabe des
„Amtes für Reiſen, Wandern und Urlaub” ſein, den
Volksgenoſ=
ſen gerade das unbekannte ſchöne Deutſchland zu erſchließen. Das
iſt bereits in vielen Fällen geſchehen, und die begeiſterten
Erzäh=
lungen der heimgekehrten Urlauber beweiſen die Richtigkeit und
Notwendigkeit dieſes Vorgehens.
Im Folgenden geben wir das Programm wieder, das für die
Land= und Urlauberfahrten als geſichert gelten kann. Aufgebaut
auf den bisher gemachten Erfahrungen, iſt die Liſte eher zu klein
als zu groß. Man kann mit ziemlicher Sicherheit ſagen, daß noch
Züge eingelegt werden müſſen, was zum Teil von der
Aufnahme=
fähigkeit der Urlaubsgebiete während, der Hauptreiſezeit, zum
Teil auch von den techniſchen Möglichkeiten der Reichsbahn
ab=
hängt. Dieſe Urlauberzüge werden jedenfalls — das ſteht heute
ſchon feſt — vornehmlich in Notſtandsgebiete geleitet werden.
Programm.
1.—8. Juli: Abſendegau: Heſſen=Naſſau=Nord und =Süd:
Auf=
nahmegebiet: Pommernküſte.
8.—15. Juli: Von: Heſſen=Naſſau, nach: Bayeriſcher Wald
15.—22. Juli: Von: Heſſen=Naſſau=Süd und Kurheſſen, nach:
öſt=
liche Oſtſee (Rügenwalde)
22.—29. Juli: Von: Heſſen=Naſſau=Süd und Kurheſſen, nach:
Bo=
denſee.
29. Juli bis 5. Auguſt: Vor.: Groß=Berlin, nach: Odenwald
(Bergſtraße).
5.—12. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach: Glatzer
ſergland.
12.—19. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach:
Nordſee.
19.—26. Auguſt: Von: Heſſen=Naſſau und Kurheſſen, nach:
Hol=
ſtein (Oſt= oder Nordſeeküſte).
26. Auguſt bis 2. September: Von: Heſſen=Naſſau, nach: Allgäu.
Aufruf der Deufſchen Arbeifsfton.
Reichsbekriebsgemeinſchaft Verkeht.
Am 12. November 1933 hat ſich das geſamte ſchaffende Volk
zur neuen Staatsführung und zum nationalen Sozialismus
be=
kannt und damit zum Ausdruck gebracht, daß die Zeit des
Inter=
eſſenten= und Klaſſenkampfes endgültig überwunden iſt.
Um dieſe Gemeinſchaft auf der Grundlage der ſozialen Ehre
und Gerechtigkeit zu ſichern, fordern die Führer der nachſtehenden
rganiſationen und Verhände aller Betriebsführer des Deutſchen
Verkehrs auf, ſich unverzüglich der Deutſchen Arbeitsfront,
Reichs=
betriebsgemeinſchaft Verkehr anzuſchließen.
Die Führer der unterzeichneten Verbände erwarten von
die=
ſem Zuſammenſchluß aller Schaffenden des Verkehrs die
einheit=
liche Geſtaltung einer vom nationalſozialiſtiſchen Geiſte getragenen
ſozialen Ordnung.
Weitere techniſche Anordnungen ergehen in Kürze über die
Untergliederungen der Deutſchen Arbeitsfront und die der
unter=
zeichneten Verbände.
Deutſche Arbeitsfront, Organiſationsamt,
Pg. Claus Selzner;
Amt für Ständiſchen Aufbau, Abteilung Verkehr:
Pg. Hans=Werner Müller;
Reichsbetriebsgemeinſchaft Verkehr und öffentliche Betriebe:
Pg. Gg. Körner;
Spitzenvertretung der deutſchen Schiffahrt:
Staatsrat John Th. Eßberger;
Reichsausſchuß der deutſchen Binnenſchiffahrt:
Generaldirektor Dr. h. c. Joh. Welker;
Reichsverband des gewerblichen Kraftverkehrs und der Fuhr=
Betriebe Deutſchlands, e. V.;
Reichsverband des Kraftfahrgewerbes:
Friedrich Strebel;
Privat= und Kleinbahnen:
Generaldirektor Dr. Erich Lübbert;
Speditionsgewerbe:
Konſul Heinrich Ohlendorf.
Sommer-Ausgabe 1934
O preis 70 pfennig
Erhältlich in den Buchhandlungen, Kiosken,
Bahnhofs-
buchhandlung und Geschäftsstelle, Rheinstraße Nr. 26.
Aus dem Gerichtsſaal.
Aw. Das Bezirksſchöffengericht ordnete am Freitag
zwei Sicherungsverwahrungenoan, einmal gegen den
48jährigen Heinrich Schilling aus Griesheim, der als
Fahr=
radmarder bekannt iſt, ſchon manche ſchwere Vorſtrafe hinter ſich
hat, dem ſchon etliche Male die bürgerlichen Ehrenrechte
aber=
kannt wurden und unter Polizeiaufſicht geſtellt wurde. Ebenſo
ergeht es dem 30jährigen Robert Schäfer aus Mainz, der ſchon
ganz erhebliche Zuchthausſtrafen erhielt. Die beiden
Angeklag=
ten verbüßen augenblicklich Zuchthausſtrafen.
Es erhält dann der 38jährige Wilhelm Baſtian aus
Er=
bach wegen Unterſchlagung und wegen
Urkunden=
fälſchung eine Geſamtſtrafe von vier Monaten
und zwei Wochen. Baſtian hatte im Laufe der Jahre etwa
8000 Mark ſeines Arbeitgebers unterſchlagen, und hatte auch, um
das zu verſchleiern, einen Wechſel gefälſcht. Er macht glaubhaft,
daß er in Not gehandelt habe. Es wird ihm überdies eine
fünf=
jährige Bewährungsfriſt zugebilligt.
Vor der Großen Strafkammer begann am Freitag
die Verhandlung wegen des Einbruchs bei dem Metzger
Stein=
metz in Dieburg, dem am 30. Dezember vorigen Jahres etwa
6000 Mark aus ſeinem Schlafzimmer geſtohlen wurden.
Ange=
klagt wegen des Einbruchs iſt der Frankfurter Rudolf
Neu=
bauer und wegen Anſtiftung bzw. Beihilfe dazu noch ſieben
andere Angeklagte, ſämtlich aus Frankfurt. Die Verhandlung
dauerte mit einer halbſtündigen Pauſe von 8 Uhr früh bis 6.30
Uhr abends. Es wurden die Zeugen ſämtlich vernommen, ſo daß
am Samstag vormittag wohl mit den Plädoyers begonnen wird.
Im Bericht vom Donnerstag unterlief eine
Namensverwech=
ſelung. Der wegen Urkundenfälſchung zu fünf Monaten
Gefäng=
nis Verurteilte hieß Albert Stern von hier. Leonhard
Horch=
heimer wurde von der Anklage der Urkundenfälſchung
freige=
ſprochen.
Kunſtnachrichken.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Liederabend Hans Hoefflin. Es wird nochmals
darauf hingewieſen, daß heute abend, im Saale der Städtiſchen
Akademie, um 8 Uhr, Hans Hoefflin, unter Begleitung von Prof.
Beines die „Müller=Lieder” von Schubert zum Vortrag bringt.
Kartenverkauf im Sekretariat der Akademie und an der
Abend=
kaſſe.
* Der weiße „Kompreſſer.
Es iſt Mittag, und da gibt’s um den „Langen Ludwig” rum
Betrieb. Die Männer mit den Aktenmappen, die Verkäuferinnen,
die Schüler, alle haſten ſie zum Mittageſſen. Nur auf der
Wil=
helminenſtraße wandeln einſam, aber nicht allein, ein paar Leute,
die habens nicht eilig, weil ſie „von der Luft leben”.
In der Rheinſtraße bimmeln die „Elektriſchen” und Autos
hupen. Ich bremſe mein Rad, fünf Meter vor mir überquert
nämlich ein altes Frauchen die Straße, und da heißt die einzige
Regel: Stop! — denn: Kinder und alte Leute!!
die kommt alſo glücklich mitſamt ihrem Marktnetz über
doch, da — ein mächtiges Fauchen iſt plötzlich in der Luft, ein
Auf=
heulen. — Mit einem Schrei hopſt das Frauchen zurück — und
wenn ich nicht ſofort abgeſprungen wäre, ſtände ich jetzt unter
Anklage wegen fahrläſſiger Körperverletzung.”
Huu — hui — neben mir ſauſt ein langgeſtrecktes, weißes
Etwas vorbei, zwei große Nummern hintendrauf, ein
Renn=
wagen. Heult nochmal kräftig und iſt ſchon wieder verſchwunden.
Das Frauchen lehnt am Baum Ecke Grafenſtraße und japſt —
eine mitleidige Schweſterſeele ereifert ſich: „So eine
Unverſchämt=
heit, ſo einen Krach zu machen!“
„Du Menſch!” ein kleine
Bengel boxt ſeinen Kameraden
„der mit ſeinem „Kompreſſer”
hat mindeſtens 60 Kilometer — ſauwer!” Einer vom
Nürburg=
ring! — Die Ueberfallene rappelt ſich auf: „Was hatte er denn
für eine Nummer?
Nun gondele ich aber ab — nein, einen von unſern Fahrern
verrate ich nicht. Nein lieber Leſer, auch jetzt behalte ich die
Nummer für mich — ſonſt bekäme der Rennfahrer womöglich noch
vor dem Start ſo und ſoviel Drohbriefe: „Sie haben mich
er=
ſchreckt — ich verlange Schadenerſatz!
Meine Freundin Lotte hat mich geſtern gefragt: „Soll ich am
Sonntag mit meinem Vater zum Nürburgring fahren oder mit
Franzl paddeln gehn?” Mit Franzl kann ſie immer noch los —
aber Lotte muß mir am Montag genau erzählen, wie er gefahren
iſt, Nr. — ſoundſo — nachdem er in Darmſtadt trainiert hat! -U.=
Aus den Darmſtädter Lichtſpieltheakern.
Belida: In Sachen Timpe.
Der Regiſſeur dieſes Films (C. H. Wolf) iſt ſich
anſchei=
nend nicht ſo ganz klar geweſen, ob er aus dieſem Film Timpe
ein Luſtſpiel oder eine tragiſche Angelegenheit machen ſollte. Im
Verlaufe des Films hat er ſich aber dann doch entſchloſſen, die
Geſchichte des unſchuldig angeklagten Schuhmachermeiſters von der
heiteren Seite zu betrachten und ihm auf eine allerdings etwas
unwahrſcheinlich ſcheinende Weiſe zu Glück und Reichtum und
ſeiner Tochter zu einem netten Bräutigam zu verhelfen. — Den
braven Meiſter Timpe ſpielt P. Beckers; P Henckels iſt
der Deus ex machina, in Geſtalt eines reichgewordenen
Jugend=
freundes. Das junge Paar wird von E. Elſter und P.
Rich=
ter dargeſtellt.
Werdet Mitglied des Roten Kreuzes und gebt reichlich am
Rotkreuztag! Reichsminiſter Dr. Frick hat geſagt: „Das deutſche
Rote Kreuz iſt ein Bauſtein im lebendigen Gefüge unſeres Volkes,
und Dienſt für das Rote Kreuz iſt Dienſt für Volk und Vater=
Die ruſſiſche Kapelle auf der Mathildenhöhe iſt jeden Tag
zur Beſichtigung von 10—12.30 und von 3—7 Uhr geöffnet.
Vereins= und lokale Veranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Gedok. Unſer Sommerfeſt, Samstag, den 2. Juni,
im Heylshof, verſpricht Mitgliedern und Gäſten angenehme
Stun=
den. Ein künſtleriſches Kaſperltheater von 5 bis 6 Uhr, für groß
und klein, folgt der um 4 Uhr ſtattfindenden Eröffnung einer auch
noch am Sonntag zu beſichtigenden Ausſtellung. Soli, ein
Streichquartett und Frauenchöre beſchließen die künſtleriſchen
Dar=
bietungen, eine Verloſung und Tanz für jung und alt beſchließen
das Feſt Je 1 Los (0.30 RM.) für Kinder und Künſtlerinnen,
Loſe für Kunſtfreundinnen und Gäſte berechtigen zum
Ein=
tritt. Erfriſchungen zu mäßigen Preiſen.
Schleſier=Verein, e. V. Soeben hören wir, daß auch
in dieſem Jahre eine Gruppe Buben und Mädel aus Oſt=
Ober=
ſchleſien nach Darmſtadt kommt. Der vom V. D. A. betreuten
Gruppe werden wir am 17. Juni einen Empfang bereiten und
laſſen den für heute vorgeſehenen Vereinsabend
deshalb ausfallen.
Kriegerkameradſchaft Germania. Unſere
Mo=
natsverſammlung findet wegen des Kriegerfeſtes bereits
heute, Samstag, den 2. d. M., im Vereinslokal, ſtatt, und haben
die Kameraden zur Entgegennahme der Kyffhäuſer=Mützen und
Armbinden reſtlos zu erſcheinen. Daſelbſt Paroleausgabe, betr.
Aufſtellung bzw. Einteilung des Feſtzuges. Die Mitwirkenden des
Feſtwagens werden ebenfalls erwartet.
Die evangeliſche Frauenhilfe der Kaplanei=
Gemeinde macht Dienstag, den 5. Juni, einen Gang nach
dem Oberwaldhaus. Wir treffen uns nachmittags 3 Uhr
an den Hirſchköpfen. Anmeldungen werden bis Montag
nach=
mittag bei den Damen des Vorſtandes oder im Pfarrhaus erbeten.
Apferbech krag: Zeinen Nemen ein.
dann wird er unvergeſſen ſein.
Schulungskurſe in Heſſen.
Sonntag, den 3. Juni, 9.30 Uhr, Worms, „Gildehaus”:
Mittwoch, den 6. Juni, 21 Uhr, Dieburg, „In der Spitz”.
Es ſpricht Kreisſchulungsleiter z. b. V. Pg. Schmidt.
(gez.): Sprenger.
Oberbann Starkenburg.
Darmſtadt, Zeughausſtraße 2 (Tel. 2265).
a) Bann= und Unterbannführer.
Das für Samstag, den 2. Juni, nachmittags 14 Uhr,
vorge=
ſehene Treffen findet nicht in Darmſtadt, ſondern auf. Schloß
Heiligenberg bei Jugenheim a. d. Bergſtr. ſtatt.
b) Banne und Jungbanne.
Die Arbeitstagung der Adjutanten ſowie Abteilungsleiter I
und II der Banne und Jungbanne findet am Sonntag, 3. Juni,
nachmittags 2 Uhr, hier in Darmſtadt, Zeughausſtraße 2, ſtatt.
F. d. R.
Richter, Stabsführer.
(gez.): Walter Bloch,
Bannführer.
Ortsgruppe Maintor.
Am Montag, den 4. Juni, 20.30 Uhr, findet im „Haus der
Arbeit”, Bismarckſtraße, unſere Mitgliederverſammlung ſtatt.
E=
ſpricht Pg. Dr. Stroh=Ober=Ramſtadt. Erſcheinen der Pg. iſt
flicht. Entſchuldigungen nur ſchriftlich an die Blockwarte.
Ortsgruppe Schloßgarten.
Am Montag, den 4. Juni d. J., abends 8.30 Uhr. findet im
„Perkeo, Alexanderſtraße, eine Mitglieder=Pflicht=Verſammlung
ſtatt.
In den nächſten Tagen wird von den Blockleitern an jeden
Parteigenoſſen und jede Parteigenoſſin eine Kontrollkarte
ausge=
geben, die am 4. Juni erſtmals mitzubringen und am
Saalein=
gang abzugeben iſt. Entſchuldigungen ſind ſchriftlich mit
entſpre=
chender Begründung — unter Beifügung der Kontrollkarte
an den zuſtandigen Zellen= oder Blockleiter zu richten.
Ortsgruppe Gutenberg.
Betr.: Erhebung einer Sonderumlage.
Den Mitgliedern wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß
beim Kaſſieren der Juni=Beiträge eine einmalige Sonderumlage
von 10 Pfg. erhoben werden muß, da die Ortsgruppe verpflichtet
iſt, für jedes Mitglied monatlich 2 Pfg. an die
Kreisrundfunk=
telle abzuliefern. Dieſe Beiträge ſind von Januar 1934 an
rück=
ſtändig. Da der Ortsgruppe ſonſt keine Mittel zur Verfügung
ſtehen, muß der Beitrag auf dieſem Wege erhoben werden.
Wohltätigkeitskonzert.
Die Ortsgruppe Gervinus veranſtaltet, zum Beſten des
Hilfswerkes „Mutter und Kind” der NSV. am Mittwoch, den 6.
Juni, abends 8 Uhr, im Städtiſchen Saalbau ein
Wohltätigkeits=
konzert, zu dem wir alle Pg. von Darmſtadt und Umgebung
ein=
laden. Ein reichhaltiges und erſtklaſſiges Programm ſichert einen
genußreichen Abend. Mitwirkende: Opernſängerin Regina Harre,
Opernſängerin Erna von Georgi, Opernſänger Peter Anders,
Ka=
pellmeiſter Bohne (alle vom Heſſiſchen Landestheater), und das
Orcheſter freiſtehender Tonkünſtler, bekannt durch den Reichsſender
Frankfurt a. M., Leiter: Kapellmeiſter Willy Melchior. Karten
um Preiſe von 50 Pfg. und 1 RM. ſind nur noch in geringer
Anzahl bei den Politiſchen Leitern, Amtswaltern der NSV. und
NS. Frauenſchaft der Ortsgruppe erhältlich.
NS. Frauenſchaft Ortsgruppe Schloßgarten.
Der für Sonntag, den 3. Juni, vorgeſehene Spaziergang
fällt aus.
NSV. Ortsgruppe Mitte.
Wir benötigen noch einige Amtswalter. Wir bitten Pg.
oder Mitglieder der NSV., die gewillt ſind, ſich reſtlos für unſere
Ziele einzuſetzen, ſich auf der Geſchäftsſtelle, Ecke Karl= und
Nie=
der=Ramſtädter Straße, zu melden.
NS. Kriegsopferverſorgung, Ortsgruppe Darmſtadt.
Am Sonntag, den 3. Juni 1934, treffen ſich Kameraden und
Kameradenfrauen am Hauptbahnhof. Abfahrt zur Kundgebung
nach Auerbach 8.55 Uhr. Der Fahrpreis beträgt pro Perſon nach
Auerbach und zurück
Pfg. Die Karten können ab Freitag bei
den Stützpunktleitern in Empfang genommen werden. Kameraden
und Kameradenfrauen, welche in Auerbach zu Mittag eſſen wollen,
werden gebeten, dies alsbald in der Geſchäftsſtelle der Ortsgruppe
melden zu wollen. Sonſt Ruckſackverpflegung.
Kampfbund Deutſcher Architekten und Ingenieure.
Am Sonntag, den 3. Juni, abends 7 Uhr: Verſammlung im
Motorhaus, Rheinſtraße 36. Es ſpricht Pg. Führer=Hamburg
über das Thema: Das nationalſozialiſtiſche Denken iſt
Voraus=
ſetzung für alle Arbeiten in der Technik. Zahlreicher Beſuch
er=
wunſcht.
N5B9.- und DAF.-Geſchäffsſktellen Kreis Darmſtadk.
Ortsgruppe Steinberg, OBO.: Landzettel, Geſchäftsſtelle:
Bahnhof, Bahnſteig 1. Dienſtzeit: Täglich 5—7 Uhr.
Beſſungen: Schuchmann, Heidelbergerſtraße 47 (Eingang
Wil=
helmſtraße); Dienstag, Freitag 7—8 Uhr;
Rheintor: Knörzer, Mackenſenſtr. 3; täglich 5—7 Uhr;
Maintor: Adorf, Lagerhausſtraße, Lagerhaus (Eingang 2,
2. Stock; täglich 6—8 Uhr;
Schloßgarten: Langsdorf, Emilſtraße, Kyritzſchule; Dienstag,
Freitag, 6—8 Uhr;
Gutenberg: Prager. Dieburger Straße 96; Dienstag,
Frei=
tag, 7—8 Uhr;
Gervinus: K. E. Möſer. Darmſtraße 10; Dienstag, Freitag,
6.15 Uhr bis 7.15 Uhr;
Stadtmitte: Muth, Alexanderſtraße, Inf.=Kaſ., täglich 8—9 U.,
außer Mittwochs und Samstags;
Arheilgen: Monard. „Gold. Löwe‟: Dienstag, Freitag, 7—8:
Eberſtadt: Speckhardt, Kirchſtr. 7: Dienstag, Freitag, 6—8;
Erzhauſen: Groh, Seeſtraße 18; täglich 6—8 Uhr.
Griesheim: Ley, Adolf=Hitlerſtraße 48; tägl. 6—8, auß. Samst.
Hahn: Spiller, Pfungſtädter Straße 26; tägl. 6—8;
Meſſel: Germann, Seegartenſtr. 8: Dienstag, Freitag, 8—9 U.
Nieder=Beerbach: May, Mühlſtraße 21; täglich 6—8, auß. Don.;
Nieder=Ramſtadt: Gaßmann, Adolf=Hitlerſtraße 4; täglich 6
bis 8 Uhr, außer Montags, Samstags:
Ober=Ramſtadt: Gerbig, Neuweg 2; täglich 7—9 Uhr;
Pfungſtadt: Gunkel, Eberſtädter Straße 75; täglich 6—8 Uhr,
außer Mittwoch, Samstag;
Roßdorf: Feigk, Wingertſtr. 17; täglich 6—8 Uhr;
Traiſa: Brehm. Darmſtädterſtraße 10; täglich 6—8 Uhr;
Weiterſtadt: Beck Gräfenhauſen, Schloßgaſſe 55, Dienstag und
Freitag, 6—8 Uhr;
Wixhauſen: Schlapp, Falltorſtr. 31; Montag, Donnerstag, 5 U.
Anfruf der H.J. für die Landhilfe.
NSK. Das Soziale Amt der Hitler=Jugend erläßt
den nachſtehenden Aufruf für die Landhilfe:
Deutſcher Junge, deutſches Mädel,
die ihr in der Landhilfe Dienſt am deutſchen Boden leiſtet, ihr
gehört in die
Hitler=Jugend!
Die Hitler=Jugend iſt die Bewegung der jungen Arbeiter und der
jungen Bauern in Deutſchland. Sie iſt nicht von heute. Sie hat
ſich bewährt und geprüft in all den Jahren des Kampfes.
Hitler=
jungen haben in einer Hingabe, die nur der Jugend eigen iſt,
Geld und Gut und den Frieden der Familie und die Arbeit im
Beruf geopfert. Und ſie gaben auch das Leben ſelbſt.
Herbert Norkus iſt einer von den 21, die für dasſelbe
Deutſch=
land ſtarben, in dem du leben kannſt. Die kleine Kameradſchaft
des Kampfes von damals wurde die Millionenbewegung der
deut=
ſchen Jugend von heute.
Auch du mußt dabei ſein!
Du deutſcher Landhelfer und deutſche Landhelferin gehörſt zum
beſten Teil der deutſchen Jugend. Du teilſt freiwillig das harte
Leben der Bauern. Du biſt ein tatfroher Kamerad. Wir wollen
dich in unſerer Gemeinſchaft haben. Wir fragen nie danach:
Wo=
her kommſt du und was biſt du? Wir fragen immer nur: Was
kannſt du und was willſt du? Wir tragen den Namen des
Führers,
Wir rufen dich! Jeder Landhelfer ein Hitlerjunge!
Jeder Landhelferin ein Hitlermädel!
Rechtsberatung der Hitler=Jugend.
Der Referent für Arbeitsrecht und Jugendpflege beim
Sozial=
amt des Bannes 115 Gerichtsreferendar Hans Altendorf
wird mit ſofortiger Wirkung jeden Samstagnachmittag von 14.30
bis 15.30 Uhr für die Angehörigen der HJ., des Jungvolks und
des BdM. Sprechſtunden abhalten, erſtmals am Samstag,, 2. Juni.
Die Beratung findet ſtatt auf der Geſchäftsſtelle des Bannes,
Darmſtadt, Alicenſtraße 25.
Kreisſchulungsleiter.
Der Sonderlehrgang mit Rednerausbildung der
Schulungs=
obmänner des Kreiſes Darmſtadt findet am Sonntag, vormittags
Lokal am Bahnhof, ſtatt. Diejenigen
9 Uhr, in Roßdorf,
Schulungsobmänner und Teilnehmer, die den Fußmarſch
Darm=
ſtadt-Roßdorf mitmachen wollen, treffen ſich punkt 7 Uhr am
Oſtbahnhof in Darmſtadt.
Die vorläufigen Ausweiſe der Politiſchen Leiter: Pg. Johs.
Dieter, Eberſtadt, Jahnſtraße 28, und Pg. Ludw. Schmidt,
Darmſtadt, Karlſtraße 19, ſind verloren gegangen. Bei
Auffin=
dung Ablieferung erbeten an das Perſonalamt der Kreisleitung,
Rheinſtraße 48. Vor Mißbrauch wird gewarnt.
Aus Heſſen.
Dg. Arheilgen, 1. Juni. Werbewoche der Deutſc
Gnodeit
Turnerſchaft. Trotzdem der hieſige Turnverein mit den 99.
arbeiten zum Kreisturnfeſt, das am 14., 15. und 16. Juli in
heilgens Mauern ſtattfindet, ſtark beſchäftigt iſt, trat er unter :
Bezeichnung „Jahnſches Turnen iſt Sache des ganzen Volkes”
einigen werbenden Veranſtaltungen im Rahmen der Werbewa=
Meuts
an die Oeffentlichkeit. Am Mittwoch abend hatte der Verein
Mt.
Einwohnerſchaft zu einer öffentlichen Turnſtunde in die Turnhau /Fl,dim 31.
geladen, um einen Ueberblick über das Schaffen des Vereins
dem Gebiete des Männerturnens zu geben. In zwangloſer Fn/=
T9
boten Jugendturner, Turner und Altersturner in flott dn
e
geführten Frei= und Geräteübungen Ausſchnitte aus ihr
urner,
Uebungsbetrieb. Der Donnerstag abend ſah die Frauen ebenf70
in einer gut beſuchten öffentlichen Turnſtunde auf dem P:i
hahnen der
Nach gymnaſtiſchen Uebungen verſchiedener Art, an denen o
platz eint
ältere Frauen teilnahmen, ſuchten die Turnerinnen mit eraßv
ich die
Aebungen an den Geräten die Zweckmäßigkeit des Frauenturnnn
ehmen.
vor Augen zu führen und dafür zu werben. In den öffentligeß
en, S
und nichtöffentlichen Turnſtunden wandte ſich Vereinsführer Ao.200
rer Frank an die Anweſenden und ſprach über die Bedeut
Hens e e e
der Leibesübungen im allgemeinen und den Zweck der Werw‟, hrß=Bieber
woche der Deutſchen Turnerſchaft im beſonderen. Die körperllo,, unschacher= und
Betätigung der Deutſchen Turnerſchaft ſei nicht Selbſtzweck, ſi.
honne vom
dern ſie ſei neben dem Dietweſen ein Mittel zu Erziehung vo.0
jder Sanitäter i0
bewußter Deutſcher im Sinne des nationalſozialiſtiſchen Staa=
In ſeinen weiteren Ausführungen richtete der Vereinsführer mnd Mußchſch..
„Ptleute Friel
nende Worte an die Eltern, ihre Kinder in die Turnvereine
t der goldene
ſchicken, die in den Jugendabteilungen von geſchulten Jugendio”
inſche in der H
tern betreut und für den ſpäteren Lebenskampf körperlich in
geiſtig geſtählt und zur Gemeinſchaftsarbeit erzogen würden. Aa Rſchieden Eei
Neben den verſchiedenen Veranſtaltungen brachte der Verein „—1 Michelſtadh,
Laufe der Woche verſchiedenes Werbematerial zur Verteilung.
ßhönnen.
einem Werbeumzug der Turnerjugend am Samstag abend ſoll emnan aus dem obel
Werbewoche ihren Abſchluß finden.
mwine Schlageter
J. Griesheim, 1. Juni. An dem in Pfungſtadt ausgetragenw0 wS bei.
en den
Berufswettkampf für Jungbauern beteiligten ſich von hier ſeus Micheſſtadt hielt
Jungbäuerinnen und ſieben Jungbauern in der Leiſtungsklaſſe=/
21 Michelſtadt,
Die Jungbäuerin Käthe Hoppſtock und die Jungbauern Hein=
Höhl, Hahlgartenſtraße 14, und Heinrich Funk, Bahnhofſtraßesn uich die Ne”d
wurden mit Diplomen ausgezeichnet. — Die hieſige Ortsgrurhen Scholungsreiſen
m Bezirk te
der NSDAP. veranſtaltet am Samstag abend eine Kundgebuageſs
uarſchier
gegen Miesmacher, Kritikaſter uſw., bei der Kreisdirektor 29/9 Rhhof. Do
Zürtz, Schotten, ſprechen wird.
urze Anſprache
Eb. Eberſtadt, 1. Juni. Kreiswertungsſingen. Fin,
aubsreiſe, di
das Ende Juni hier ſtattfindende Kreiswertungsſingen im Kr
Prholung.
Ausflug in der
Darmſtadt=Land (Heſſiſcher Sängerbund) ſind alle Vorbereitung
ich bei Hal
in vollem Gange. Zu dem Wertungsſingen werden 33 Vereine mnt
gung unſerem
rund 1700 Sängern antreten.
A Erhach
Ak. Nieder=Ramſtadt, 1. Juni. Krieger= und Veterie/ orgung 2
nenverein Nieder=Ramſtadt und Waſchenvay
und nah
Aus Anlaß des am 10. Juli d. J. in Darmſtadt ſtattfindenden h
Mwegrüßte die A
ſiſchen Soldatentages findet am kommenden Sonntag, nachmittcs, ſ
ſetzend einen k.
2.30 Uhr, im Saale des Gaſthauſes zum Darmſtädter Hof (Be
Knapp) eine eingehende Beſprechung aller Mitglieder ſtatt, wolti. .
gſtraße ſtatt
auch die Ausgabe der Hakenkreuz=Kyffhäuſerbinden und der KM/ der hieſigen O
häuſer=Mützen erfolgt — Für Sonntag, den 1. Juli, iſt ein Eie enmen. Um e=
milienausflug nach Wixhauſen geplant, der verbunden wird
dem Beſuch des 60jährigen Vereinsjubiläums des Kriegervereiisf.
Wixhauſen. — Turnverein 1885. Auf Vevanlaſſung Qe
Deutſchen Turnerſchaft hat auch der hieſige Turnverein für di
Woche mehrere Werbeveranſtaltungen angeſetzt. Es werden geze
Turnübungen der Männer= und Jugendriegen, ſowie ſolche
Schüler und Schülerinnen. Zum Abſchluß der Werbewoche find
eine beſondere Veranſtaltung am Sonntag, den 3. Juni, auf der
Platz an der Turnhalle ſtatt.
G. Ober=Ramſtadt, 1 Juni. NS. Volkswohlfahw.
Durch die Aenderung der Dienſtſtunden der Bürgermeiſterei
eine ſolche in den Sprechſtunden des Ortsgruppenamtswalters d
NSV. nicht eingetreten. Es finden alſo die Sprechſtunden in Aib 1
gelegenheiten der NS. Volkswohlfahrt nach wie vor abends va)
6 bis 7 Uhr auf Zimmer 23 des Rathauſes ſtatt.
Kleeheu,ft
ernte. Infolge Anhaltens des günſtigen Wetters iſt die Anm
heuernte hier, etwas früher als ſonſt, bereits in vollem Gange.
Turnverein 1877. Der Verein ſchließt die Werbewoched a
Deutſchen Turnerſchaft am Samstag, den 2. Juni ds. Js.
nE ch
einer Veranſtaltung in der Turnhalle in der Adolf=
Hitler=
ab, die der Bevölkerung einen Einblick in die Arbeit der DT
Vereine geben ſoll.
G. Ober=Ramſtadt, 1. Juni. Im Alter von 79 Jahren
ſtarb der viele Jahre im Dienſte der Gemeinde geſtandene Nad
ſchutzmann i. R. Peter Rodenhäuſer. Der Militarverein, dem deu
Verſtorbene viele Jahre als Mitglied angehörte, gab ihm der
Geleit und erwies ihm die letzten Ehren. Namens der Gemeink.
widmete Bürgermeiſter Jörgeling dem Verſtorbenen einen Nach)
ruf und legte einen Kranz am Grabe nieder. Auch die Gemeind4
beamten ehrten den Verſtorbenen mit einer Kranzſpende.
an dieſer
F
der NS
Privatwager
zugeſagt, u
=ahme an de
ſager geſie
che Mitgliede
vorf Erk
gein
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genommen we
ührer W
rkst
gen. — Die
Haft durch Freude
et Feſthalle ſtat
ſung des Pg. Cor
Birkenau, 1.
Zircliche Kaceichten.
Evangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 2. Juni.
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Abends 7,30 Uhr: Chriſtenlehre für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer Irle.
1. Sonntag nach Trinitatis, 3. Juni.
(In allen Kirchen Kollekte für die Epileptiſchenanſtalt in Nieder=Ramſtadt.)
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt der Reformationsgemeinde. Pfarrer Lautenſchläger
Stadtkapelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrvikar Waldeck. Vorm. 11,15 Uhr:
rgottesdienſt der Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß. Abends 6 Uhr:
Abendgottes=
arrer Köhler
26.
terstag, 7. Juni, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Köhler.
Schloßkirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre. Dekan Zimmermann. Vorm. 10 u.
gottesdienſt. Dekan Zimmermann. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Dekan
Hau
Zimmermann
Martinskirche. Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Köhler. Vorm. 10 Uhr=
Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer D. Waitz. Anmeldung
von 9,30 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martins=
meinde Oſt. Pfarrer Beringe
Kapelle des Städt. Altersheims. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Köhler.
fohanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Johanneskirche iſt wochentags von 7,30 bis 7 Uhr zu ſtiller Andacht
öffnet.
ul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 1
Haupt=
ttesdienſt. Pfarrer i. R. Göbel. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer i. R.
Göbel.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Irle. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Irle.
Die Beſſunger Kirche iſt wochentags zur ſtillen Andacht geöffnet von morgens 7 Uhr
bis aben
Wa
tesdienſt in der Randſiedlung. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrvikar Waldeck.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wolf. Vorm. 11,15 Uhr
Kindergotte
ſt. Pfarrer Wolf.
ie Pauluskirche iſt wochentags von 9 bis 6 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang
Hauptp
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lenz. Vorm. 11,15 Uhr;
Kindergottesdienſt.
onnerstag, 7. Juni, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Amtshandlungen für Auswärtige: Pfarrer F. Müller, Kiesſtr. 60, Fernruf 1438.
2. Veranſtaltungen.
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17). Montag, 4. Juni: Jungenabend
der Stadtgemeinde. — Freitag, 8. Juni: Mädchenabend
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtr. 6). Montag, 4. Juni, abends
nabend (Weſt).
Uhr: Iie
Nittwoch, 6. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und
— Freitag, 8. Juni, abends 8 u
Strickſch
ädchenabend (Weſt). — Samstag,
9. Juni, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule,
Martinsſtift (Müllerſtr. 28). Montag, 4. Juni, abends 8 Uhr: Jungenabend (Oſt).
— Freitag, 8. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenabend Oſt
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 7. Juni, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtraße 26). Montag, 4. Junf.n
5 Uhr: Ev. Jungſcharſtunde. Abends 8 Uhr: Kirck
hor. Abends 8 Uhr
igenabent
in
— Mittwoch, 6. Ju
ni, abends 8 Uhr: Mütterabend
Dien
2 Uhr
*
Freitag, 8. Juni, nachm. 5 Uhr: Ev. Jungmädelkreis. Abends 8 Uhr:
Strickſd
Ev. Mädchenkreis.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Montag,
i, nachn
10
Vorſtandsſitzung der Frauenhilfe. Abends 8,15 Uhr: Monatsp
mlung der
Männervereinigung mit Vortrag von Oberreallehrer
rank über: „Hexenglaube
— Mittwoch, 6. Jun
exenprozeſſe und Hexenverbrennung im Mittelalte
nachm.
Sitzung im Frauenarbeitskreis. — Donnerstag, 7. Juni, abends
8‟
Poſaunenchor. — Freitag, 8. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenchor. Abends 8,15 Uhr:
Männliche Gemeindejugend: Unterhaltungsabend.
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Sonntag, 3. Juni, mittags
12,30 u
hr: Ausflug des Pauluschors nach Nieder=Beerbach. — Montag, 4. Juni, abends
8 Uhr: Mädchenabend.
Eliſabethenſtift (Erbacher Str. 25). Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 3. Juni,
nachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Nachm. 3,30 Uh
belſtunde. Herr Bringmann. Abends 8 Uh=
*
amilienabend. Herr Bringmann. —
kontag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde.
4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde.
Dienstag,
— Mittwoch, abends 8,30 Uhr
rt.
Herr Mar
Zemiſchter Chor. — Donnerstag, abends
8,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Freitag, abends 8,3
r: Bibelſtunde in
der Beſſunger Mädchenſchule. Herr Menne. — Samstag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſ
be
ge Mädchen.
Nontag, nachm. 5 Uhr: (
Jungſchar für Knaben
ben
Uhr: Jugendbundſtunde für junge Männer.
d-
ienste
abends 8,30 u
chenkreis. Abends 9 Uhr: Gebetsſtunde für junge Mädchen.
Mittwoch, nachm. 3 Uhr
Kinderſtunde für Mädchen.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24
Jeden Donnerstag, abends 8,15 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. Jeden zweiten und vierten
Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
3. Gemeindeämter.
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus, 1 Treppe.
Sprech=
ſtunden vorm. von 10 bis 12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5 bis 6 Uhr.
Fern=
ſprecher 4584.
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis 12 Uhr und nachm. von 3 bis 5,30
Uhr, außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmer 4.
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr. 2883.
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17; Martinsſtift, Müllerſtr. 28;
Gen
„ſonſtd ge. e Smindeh ertſtr. 26; Gemeindehaus,
Eich=
eben der Pauluskirche, Ohlyſtra
Privatpflegeſtation des Heſſiſchen Diakonievereins, Freiligrathſtr. 8, Fernſpr. 245.
Auswärtige Gemeinden.
Evgl. Kirche zu Griesheim. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 8 Uhr: Chriſtenlehre f:
die männliche Jugend. Vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Vorm. 10,30 Uhr:;
Kinder=
gottesdienſt. Abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Friedenskirche. Sonntag, 3. Juni. Vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt. Vorm.
10,30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Evgl. Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr:
Haupt=
ottesdienſt. Vorm. 10,30 Uhr: Ch
ſtenlehre. Nachm. 2 Uhr: Gottesdienſt in
Waſchen=
bach. — Mittwoch: Kirchenchor. — Donnerstag: Frauenverein. — Freitag:
Jung=
mädchenverein.
Evgl. Kirche zu Ober=Ramſtadt. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr:
Gottes=
jährigen.)
(Kirchgang der Fünfzi
lekte. Anſch
end Beichte und Heilie
Ka
orm. 10,
hr: Kindergottesdienſt
mah
untag:
aunenchor.
Dienstag, 6—7 Uhr: Bücherausgabe. — Mittwoch: Bibe
D Donnerstal
Frauenverein. — Freitag: Kirchenchor. — Samstag, 8,30 Uhr: Ehriſtenlehre Mädchen.
Evgl. Kirche zu Traiſa. Sonntag, 3. Juni. Vorm. 8,45 Uhr: Chriſtenlehre. 9,30 Uhr:
Gottesdienſt. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt der Gr. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl.
ivang. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, den 3. Juni, vormittags 9.30 Uhr:
Haupt=
gottesdien)
gleich Gottesdienſt für die Fünfzigjährigen. Anſchl
d Vorbereitung
id. Feier des hl. Abendmahls. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. — Mittwoch abend:
Kirchen= und Poſaunenchor. — Freitag, abends 8.30 Uhr: Evang. Jugendwerk,
Jungmädchengruppe.
Kirche zu Dieburg. Sonntag, 3. Juni 1934. Vorm. 9,30 Uhr: Gottesdien
Ghri
ehre, 3 Jahrgänge). — Montag, abends 8,30 Uhr: Leſe= und Bibelabend.
(Volksſch ule.)
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonnta
3. Juni, vorm. 9,30 Uhr: Predigt
gottesdienſt. Inſr
ann. Vorm. 10,45 1
Sonntagsſchule. Al
8 8 Uhr:
dähnel.
digt. Predige
7d.
Nontag, abends 8,30 Uhr: Gemeindejugendab
Suhe
Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Singſtunde. — Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinde gläubi
etaufter Ehriſten (Baptiſten), Mauerſtr. 17.
Son:
ni, vorm. 9,30 Uhr: Predigt und Feier des hl. Abendmah
10.30
(Hähnel).
Vorr
hr: Sonntagsſchule. Nachm. 4 1
Gemeindemitgliel
g.
mm
Dienstag, abends 8,30 Uhr: Jugendſtund
Mittwoch, abends 8,15 Uhr:
Bibel=
vortrag. — Freitag, abends 8,30 Uhr: Gebetsſtunde.
vorgeſtern ab=
Die Ortsſtra
am Rathe
kob eine A
Ep. Jugenheim
r, der ſeit 19
ſuchen und unte
in den Ruhe
70 Pfarrer 9.
uagen Jahren wa
Hähnlein, 29.
entlich die L
tzt einige h
Steinhe
m.
Methodiſten=Gemeinde, Wendelſtadtſtr. 38. Sonntag, 3. Juni, vorm. 11 u58 0 der das Th=
Sonntagsſchule. Abends 7 Uhr: Familienabend (mit Deklamationen, Geſängen,
Ai=
lern” ha
ſprache). Prediger Hirtz. — Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Zwingenber
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Christian Science Society) in Darmſtal
Verbe
vorrn !ä
Aula der Adolf=Hitler=Bauſchule, Neckarſtraße
ens.
Gottesdienſte jeden
Son=
d 4 Selch
Cittwe
Uhr und jeden
abends 8,15 Uhr.
ema am 3. Juni: Die T
Altertums und de
teuzeit — auch genannt Mesmerismus und Hypnotismus —
M. umr
geſtellt. Goldener Text: Pſalm 7:10.
*29
Die Ehriſtengemeinſchaft, Heidelberger Str. 14. Sonntag, 3.
vorm. 10 Uhrf ſchrer Deut
Veranſtalturr:
Menſchenweihehandlung mit Predigt. Nachm.
r: Muſika
Benshe
(Franz Schubert, Quartett G=Moll und C=moll.)
ub
Mittwoch, 6. Jun
dlun n.
Menſchenweihehandlung. — Donnerstag, 7. Juni, 10,30 Uhr: Menſchenweil
Ke
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt, Mollerſtr. 40. Sonntag, 3. Juni 1984. Bomm
9,15 Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. — Dien .m
tag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Kruſt.
Weibokls
eehsſöorder
Nachrichken des Standesamts Darmſtadl.
Geſtorbene. Am 25. Mai: Görnert, Peter, Eiſenbahnpon;
tier i. R., 89 Jahre alt, verw., Roßdörferſtraße 131. Geiſt, Luc
wig, Privatmann, 83 Jahre alt, verwitwet, Zeughausſtraße
Frieß, Eliſabeth, 2 Monate alt, Tochter des Landwirts, Großs
Umſtadt; Heinheimerſtraße 21. Wegſchenkel, Walter, Aufch
ſchloſſer, 27 Jahre alt, ledig, Dornheimer Weg 71. Sedlmaier
Franz, prakt. Arzt, Doktor der Medizin, 66 Jahre alt, verwitwel
uſtav=Lorenz=Straße 9. Hattemer, Franz Joſeph. Privai.
mann, 65 Jahre alt, verheiratet, Mathildenſtr. 52. Am 26. Main
Hiſſerich, Wilhelmine, ohne Beruf, ledig, 87 Jahre alt,
Hein=
richſtraße 123. Braun. Johann Elias, Stellwerksmeiſter i R=
63 Jahre alt, verheiratet, Beſſunger Straße 166. Am 27. Mal
Wißmüller, Johann Peter, Lehrer i. R., 66 Jahre alt,
heiratet, Wittmannſtr. 39. Vogel, Katharine, geb. Seip. 89—
alt, Witwe des Schneidermeiſters. Dieburgerſtraße 2. Bruſ.
Kätchen, Schülerin, 13 Jahre alt, Tochter von Landwirt, Höller.
bach i. O. Eliſabethenſtift. Am 26. Mai: Holzſchuh, Marle”
Stunde alt, Tochter von Schreiner, Blumenthalſtraße 38 Uhl
27. Mai: Briegleb. Ernſt Elad Max Anton Laurentius.
Pfal=
rer, 40 Jahre alt, verheiratet, König i. O.; Eliſabethenſtift. A
28. Mai: Dörr, Philipp, Werkmeiſter, 29 Jahre alt, verheirale.
Arheilgen; Hermannsſtraße 6. Am 27. Mai: Veith. Pele”
Hilfsarbeiter, 67 Jahre alt, verheiratet. Goddelau: Stadtkran.‟
haus. Am 26. Mai; Mehrwein, Heinrich, Hilfsarbeiter, de‟
ſchieden, 47 Jahre alt, Schulzengaſſe 7. Am 27. Mai: Repp. De‟e
riette, geb. Anton, 80 Jahre alt, Witwe des Schuhmachermeiſtets,
Friedrichſtraße 12. Am 28. Mai: Aßmuß Philipp II., 82 Jſye
alt, Maurer, verwitwet, Griesheim; Stadtkrankenhaus. Mah5"
heimer, Heinrich, Zollſekretär i. R., 69 Jahre alt. verwitch..
Moosbergſtraße 84. Jäger, Wilhelm Nikolaus, Waſchmeiſte.
53 Jahre alt, verheiratet, Frankenſteinſtraße 44. Am 29. Dic
röll, Friedrich Ludwig, Bäckermeiſter, 68 Jahre alt, Visi.
Nieder=Ramſtädter Str. 31. Gärtner, Sara, geb. Kahn, 12.—
alt, Witwe des Kaufmanns, Alicenſtraße 22. Rühl, Friedr.”
Oktroiaufſeher i. R., 79 Jahre alt. verheiratet, Mathildenplaß 2
25.
Jutzler, Marie, Diakoniſſe, 63 J. alt, ledig, Erbacher Si=
Am 30. Mai: Bönning, Ludwig Otto Wilhelm Gerhart, Sche
ler, 8 Jahre alt, Sohn von prakt. Arzt Dr. med., Erbacher Sit."
Karn, Anna, geb. Wege, 51 Jahre alt, Witwe des Eiſenoi
ſchaffners, Tannenſtraße 31, Roßmann, Barbara, geb. W0c
52 Jahre alt, Ehefrau des Bäckermeiſters, Lützelbach, Kr. Dieol.*
Stadtkrankenhaus. Becker, Johann, Lokomotivführer h. **
87 Jahre alt, verwitwet, Klappacher Str. 11.
.
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2. Juni 1934
Roßdorf, 31. Mai. Anbauflächenerhebung. Die
uichrigen Anbauflächen der Gemarkung wurden wie folgt
feſt=
ſa: 120 Hektar Roggen (Korn), 25 Hektar Weizen, 43 Hektar
6it 80 Hektar Hafer, 5 Hektar Futtererbſen, 4 Hektar
Früh=
iü eln, 153 Hektar Spätkartoffeln, 8 Hektar Zuckerrüben, 114
zur Runkelrüben (Dickwurz), 4,5 Hektar Obſtanlagen als
umutzung auf den Feldern, 0,2 Hektar Weinberge, 16 Hektar
genland und 498,3 Hektar Forſten und Holzungen.
Nr. 150 — Seite 7
Roßdorf, 1. Juni. Oeffentlicher Impftermin. Für
den Jahren 1922 und 1933 geborenen Kinder iſt öffentlicher
ſermin auf Dienstag, den 5. Juni, vormittags 9 Uhr, auf
Nathaus beſtimmt. Der Reviſionstermin findet eine Woche
dr ſtatt.
heinheim, 31. Mai. Als letzte Vorprobe für das
Kreisturn=
ſim 30. Juni, 1. und 2. Juli findet am Sonntag, den 3. Juni.
mBorturnerſtunde für das Männerturnen in Reinheim ſtatt.
ſetzten Male vor dem Turnfeſt ſammeln ſich die Turnwarte
YYorturner, um die Uebungen gemeinſam nochmals durchzu=
Am Nachmittag um 2.15 Uhr hält der Turnverein
Rein=
n Rahmen der Werbewoche der Deutſchen Turnerſchaft auf
Sportplatz ein Werbeturnen ab. Nach einem gemeinſamen
durch die Straßen der Stadt (alle Abteilungen werden
bei teilnehmen) werden Ausſchnitte aus dem Turnen der
Tur=
gTurnerinnen, Schüler, Schülerinnen gezeigt, die Handballen
n ein Werbeſpiel.
Groß=Bieberau, 2. Juni. Heute abend 8.30 Uhr findet an
ſiensbacher= und Werſauer Straße die Schlußübung der Be=
liol onne vom Roten Kreuz ſtatt. Anſchließend folgt die
Prü=
yder Sanitäter im Saale von Maagſam.
ſoß=Bieberau, 1. Juni. Am Sonntag, den 3. Juni, feiern
iheleute Friedrich Peter und Frau Katharina, geb. Speier
fiſt der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar unſre herzlichen
ſüweinſche in der Hoffnung, daß ihnen noch ein ſchöner
Lebens=
al zu beſchieden ſein möge.
d. Michelſtadt, 1. Juni. Schlageterfeier der HJ
eischönnen. Am letzten Samstag marſchierten etwa 150
men aus dem oberen Mümlingtal nach Schönnen, um
gemein=
aeine Schlageterfeier zu veranſtalten. Hell leuchteten die
Flumen des Feuers, das dem Helden zu Ehren angezündet
wor=
deindar, gegen den Himmel. Der Unterbannſchulungsleiter Jg.
Rillül ichelſtadt hielt die Gedenkrede.
d. Michelſtadt, 28. Mai. „Kraft durch Freude‟
An
ſeih urch die NS.=Gemeinſchaft „Kraft durch Freude”
veranſtalte=
ſen itholungsreiſen nehmen zurzeit auch eine Anzahl aus dem
Bezirk teil. Unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle
halradt marſchierten die Urlauber am letzten Samstag abend
mBahnhof. Dort hielt der Kreisbetriebszellenobmann H
me urze Anſprache und wünſchte zum Schluß den Teilnehmern
er rlaubsreiſe, die nach dem Bodenſee geht, glückliche Reiſe und
uwErholung.
NSKOV. beſucht Michelſtadt. A.
eime Ausflug in den Odenwald ſtattete geſtern die Ortsgruppe
Lahendiebach bei Hanau der Nationalſozialiſtiſchen
Kriegsopfer=
venſtg ung unſerem Städtchen einen Beſuch ab.
ts Erbach, 1. Juni. Von der NS.
Kriegsopfer=
veutorgung Die letzte Mitgliederverſammlung war ſehr gut
ehut und nahm einen äußerſt harmoniſchen Verlauf. Kamerad
Fiſkiegrüßte die Mitglieder zur Eröffnung recht herzlich und gab
annchießzend einen kurzen Bericht über die letzte Amtswaltertagung
in /Drmſtadt. An der am Sonntag, den 3. Juni, in Auerbach an
ew ſergſtraße ſtattfindenden Kundgebung der NS.=Kriegsopfer
iſt ſie=der hieſigen Ortsgruppe leider nicht möglich, geſchloſſen
teil=
uiſenen. Um es aber einigen Kameraden trotzdem zu
ermög=
ſche an dieſer Kundgebung teilzunehmen, trat man mit der
Lermt der NSKK. in Verbindung zwecks Verfügungſtellung
mſier Privatwagen. Die Leitung hat nun auch in dankenswerter
Vei migeſagt, und damit iſt für die Schwerkriegsbeſchädigten die
Te inlmne an der Kundgebung und an den Freilichtſpielen im
üfeſmlager geſichert. Im Monat Juni werden vorausſichtlich
ſämätche Mitglieder der Ortsgruppe Erbach mit den
Stützpunk=
ſem lorf Erbach, Lauerbach und Erlenbach einen Ausflug
unter=
nekum Die Vorbereitungen ſollen in den nächſten Tagen in
An=
grinf eommen werden. In der nächſten Verſammlung wird der
Be s ührer Wagner=Darmſtadt über das neue Verſorgungsgeſetz
ſprpgn — Die erſte große Veranſtaltung der NS.=Gemeinſchaft
„Kha
Durch Freude” findet in Erbach am Samstag, den 2. Juni,
M Feſthalle ſtatt. Außer dem Landes=Sinfonie=Orcheſter unter
Leizhlg des Pg. Cornelius wirken noch verſchiedene Soliſten mit.
Birkenau, 1. Juni. Werbungder DT. Im Rahmen
dert L=Werbewoche veranſtaltete der Turnverein 1886 e. V.
Bir=
kenyn vorgeſtern abend mit einem Fackelzug einen Werbemarſch
richdie Ortsſtraßen, woran ſich eine Kundgebung für die deutſche
4nche am Rathaus anſchloß, wobei der Vereinsführer
Bürger=
meisſte Jakob eine Anſprache hielt.
Jugenheim a. d. B., 1. Juni. Pfarrer
Offen=
der ſeit 1924 hier wirkte, iſt mit dem 1. Juni auf ſein
Naſhſchen und unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen
Dityſe in den Ruheſtand getreten. Vor ſeiner hieſigen
Wirkſam=
kein ſtnd Pfarrer Offenbächer in Schlierbach und davor in Albig.
nſügen Jahren war er Aſſiſtent in Zwingenberg und
Darm=
ſtajat
Hähnlein, 29. Mai. In dem hieſigen Schulhaus ſind
vertäedentlich die Lehrerpulte aufgebrochen worden. Als Täter
omin jetzt einige hieſige Schuljungen feſtgeſtellt werden. — Pg.
t=Steinheim wird am Mittwoch, 30. d. M., hier einen
Vor=
tra iber das Thema: „Kampf den Miesmachern und
Nälrlern” halten.
Zwingenberg, 29. Mai. Der hieſige Turnverein
er=
öffuſe ſeine Werbewoche mit einem Fackelzug durch die Straßen
eSt kädtchens. Auf dem Marktplatz fand eine Schlageter=Feier
tatt velche von Märſchen der Kapelle, Vaterlands= und
Turner=
jelnen umrahmt wurde. Zum Schluſſe wurde nach einer An
ſpruct des Vereinsführers Seeger ein dreifaches Sieg=Heil auf
die ährer Deutſchlands und die edle Turnſache ausgebracht.
Nait
er, Rid
Wr
1.6
Bensheim, 30. Mai. Autoſtraße auf den Meli=
Die Fahrſtraße auf den 515 Meter hohen Melibokus, die
vol
höd5f Erhebung der Bergſtraße, iſt jetzt fertiggeſtellt. Sie beginnt
im nöhſtädter Tal, führt in die Senke zwiſchen Auerbacher Schloß
nia ſelibokus und von da durch prächtigen Hochwald bis zum
kuruwkrönten Gipfel. Der Ausbau dieſer Straße wird weſentlich
zurnt Lrkehrsförderung beitragen.
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Einweihung des Gedenkſteins für den Banaker
Dichter Adam Müller=Gukkenbrunn zu Fürkh i. 9.
Der freundliche Marktflecken Fürth im heſſiſchen Odenwald
wird am Sonntag, 3. Juni, Zeuge einer ſinnigen Ehrunt
ſein, die weit über die reichsdeutſchen Grenzen hinaus beachtet
werden verdient. An dieſem Tage wird der Gauführer des
VDA. Baden, Prof. Maenner=Weinheim, im Rahmen einer
großangelegten volksdeutſchen Feier dem Banater Dichter Adam
Müller=Guttenbrunn in ſeiner Heimatgemeinde Fürth einen
Gedenkſtein enthüllen. Wie wir hören haben zahlreiche
Ehren=
gäſte ihr Erſcheinen zugeſagt. Die in Wien lebende Witwe des
dichters, Frau Adele Müller=Guttenbrunn, der Obmann der
Deutſch=Schwäbiſchen Volksgemeinſchaft des Banats, Dr. Kaſpar
Muth aus Temesvar, und 21 Bauern und Bäuerinnen aus
Guttenbrunn im rumäniſchen Banat werden bei der Feier
zu=
gegen ſein — unter den letzteren ein Neffe des Dichters, Johann
Lukhaup, und andere Vertreter dieſes altodenwälder Geſchlechts,
das mit zahlreichen anderen Landfahrern aus dem Odenwalde
im 18. Jahrhundert in das Banat verpflanzt wurde und dem
der Dichter ſelbſt im Mannesſtamm zugehort. Die heſſiſche und
ie badiſche Regierung, die ſüddeutſchen Landesverbände des
VDA., das Deutſche Auslandsinſtitut, der Odenwaldklub und die
Badiſche Heimat werden Vertreter zu dieſem volksdeutſchen Feſte
entſenden, durch das die Heimat einen der größten Söhne ihres
Volkes zu ehren gedenkt.
Es. Die Gäſte aus Guttenbrunn (rumäniſches Banat) trafen
am Freitag in Weinheim ein. Am Samstag nehmen ſie dann
zuerſt an einer VDA.=Tagung in Lindenfels teil. Abends um
Uhr kommen ſie nach Fürth und werden am Ortseingang
Crumbach=Fürth feierlich eingeholt. Am Sonntag, um 2 Uhr,
ſtellt ſich der Feſtzug in der Bahnhofſtraße auf. Anſchließend
fin=
det ein Feſtakt am Müller=Gedenkſtein ſtatt. Neben Muſik= und
Geſangsvorträgen werden der heſſiſche und badiſche
Regierungs=
vertreter, der Vertreter des VDA., des Odenwaldklubs, des
Lan=
desvereins „Badiſche Heimat”, evtl. noch ein Vertreter der
Reichsregierung und des Reichsführers des VDA. ſprechen. Die
Weiherede hält Profeſſor Maenner=Weinheim. Von den Banater
Gäſten wird der Führer der Deutſchen Volksgemeinſchaft des
Banats, Herr Dr. Kaſpar Muth. ſowie der Vertreter der
Ge=
meinde Guttenbrunn eine Anſprache halten. Nach der
Ueber=
nahme des Gedenkſteins durch Herrn Bürgermeiſter Rettig
fin=
der Konzert auf der Feſtwieſe ſtatt. Am Abend wird ein
Volks=
feſt die Einwohner von Fürth und ihre Gäſte in der Turnhalle
vereinigen. Geboten werden Muſikſtücke, Geſangsvorträge der
beiden hieſigen Geſangvereine, Kinderchöre und Volkstänze,
Die Fürther Einwohnerſchaft wird es als ihre Ehrenpflicht
anſehen, ihren Gäſten den Aufenthalt in Fürth ſo angenehm wie
möglich zu geſtalten.
Em. Heppenheim, 1. Juni. Am Donnerstag nachmittag
m Schloßhof der Starkenburg ein Konzert zugunſten der NS.
Volkswohlfahrt ſtatt mit anſchließendem Tanz und abends Lam
pionszug nach der Stadt. Die Veranſtaltung war trotz der vielen
anderen Veranſtaltungen in der Stadt gut beſucht.
Ex. Klein=Hauſen, 29. Mai. In der letzten öffentlichen
Ge=
meinderatsſitzung wurde die Herabſetzung des Deckgeldes für
Schweine von 6 auf 4 Mk. beſchloſſen und anſchließend 2
Schuld=
ſcheine geſtundet.
Ex. Nordheim, 1. Juni. Gemeinderechnerwechſel.
Der bisherige Gemeinderechner hieſiger Gemeinde, Herr Menger,
hat auf Grund ſeines vorgerückten Alters bei der hieſigen
Ge=
neindeverwaltung auf Rücktritt von ſeinem Amte vom 1. Juli
1934 ab nachgeſucht. Herr Menger ſtand dieſem Poſten ſeit dem
Jahre 1911 vor und hat ſein Amt zur beſten Zufriedenheit ſeiner
Vorgeſetzten verſehen. Für die offene Stelle hat ſich nunmehr der
hieſige Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Wilh. Friedrich,
be=
worben. Derſelbe wurde auch in der letzten öffentlichen
Gemein=
deratsſitzung in Vorſchlag gebracht.
Bm. Hofheim (Ried) 29. Mai. Kreiskritikſingen. Der
Heſſiſche Sängerbund, Kreis Worms, dritte Gruppe, hielt am
Sonntag in unſeren Mauern ein Kritikſingen ab, das ſich zu
einer eindrucksvollen Kundgebung für das deutſche Lied geſtaltete
An der Veranſtaltung nahmen 15 Vereine des Kreiſes mit etwa
700 Sängern teil. Auch Hofheim brachte dieſer Veranſtaltung
großes Intereſſe entgegen; die Bewohner hatten zu Ehren der
Gäſte ihre Häuſer mit Fahnen geſchmückt. Die Sänger träfen gegen
2 Uhr in Hofheim ein und begaben ſich in den „Adlerſaal”, wo
lach dem Sängergruß der hieſigen Vereine und einer herzlichen
zegrüßungsanſprache des Gauvorſitzers Arnold=Worms das
Kri=
tikſingen ſeinen Anfang nahm. Es nahmen daran teil: neun
Ver=
eine aus Worms, Wattenheim, Nordheim, Horchheim, Weinsheim
und die beiden hieſigen Vereine. Das Singen nahm einen ſchönen
Verlauf und gab einen guten Ueberblick über die Leiſtungen der
Vereine. Nach dem Singen fand auf dem Rathausplatz eine ein
drucksvolle Kundgebung ſtatt, wo Gauchormeiſter Wagner=Worms
alle Sänger unter ſeine Führung nahm und bei vier Maſſenchören
die mitreißende ſieghafte Gewalt und tiefe Eindringlichkeit des
deutſchen Liedes groß und erhebend zum Ausdruck kam.
Gauvor=
ſitzer Arnold und ein Beauftragter des Heſſiſchen Sängerbundes
hielten kurze Anſprachen zur Bedeutung des deutſchen Liedes, die
jeweils mit Sieg=Heil dem deutſchen Lied, dem Vaterland und
ſeinen Führern ausklang. Nach der eindrucksvollen Kundgebung
fand im „Kaiſerhof” zwiſchen dem Kritiker, Muſikdirektor Döbert=
Bensheim und den Chorleitern und Vorſitzern eine
Kritikbe=
ſprechung ſtatt. Mit einem Feſtball im „Adlerſaal” klang der Tag
des Liedes aus, auf den der Sängerkreis Worms und beſonders
die beiden hieſigen Geſangvereine mit Stolz zurückblicken dürfen.
Gernsheim, 1. Juni. Die Kleeheuernte hat infolge
der warmen Witterung auch hier begonnen. Leider iſt der
Er=
trag ſehr gering. Auch hier macht ſich die trockene Witterung ſehr
bemerkbar. Die Frucht wird unten gelb, und andere Früchte
hängen die Blätter. Die Ausſichten auf eine gute Ernte werden,
wenn es nicht bald regnet, gering.
Gernsheim, 1. Juni. Waſſerſtand des Rheins am
Pegel am 31. Mai — 0,89 Meter, am 1. Juni — 0.89 Meter,
morgens 5.30 Uhr.
Hirſchhorn, 1. Juni. Waſſerſtand des Neckars am
Pegel am 31. Mai 1,47 Meter, am 1. Juni 1.45 Meter, morgens
1.30 Uhr.
Ex. Bürſtadt, 1. Juni. Kampf gegen Miesmacher. Im
großen Saale „Zu den 3 Haſen” fand eine gut beſuchte
öffent=
liche Verſammlung gegen die Miesmacher, Kritikaſter und
Nörg=
ler ſtatt, welche pünktlich nach dem Einmarſch der SA. von Pg.
Bürgermeiſter und Ortsgruppenleiter Kraft eröffnet wurde, der
die zahlreichen Anweſenden aufs herzlichſte begrüßte. Anſchließend
ergriff der Referent des Abends, Pg. Greb aus Hanau, das Wort
und ſprach eingehend über obiges Thema. — 25 Jahre
Ge=
meinderechner. Der hieſige Gemeinderechner Valentin
Ofen=
loch konnte im Monat Mai auf eine 25jährige Tätigkeit in
hie=
ſiger Gemeinde zurückblicken. Herr Ofenloch hat dieſen
verantwor=
tungsvollen Poſten ſeit dem Jahre 1911 inne und verſah derſelbe
ſein Amt zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ſowie der
Be=
hörde. Wir übermitteln dem Jubilar hiermit unſere beſten Wünſche
und hoffen, daß Herr Ofenloch unſerer Gemeinde noch lange Jahre
hindurch erhalten bleibt. — Aus der alten
Kirchenchro=
nik. Nach Einſicht in die ganz alten Kirchenbücher konnte die
Feſt=
ſtellung gemacht werden, daß Ofenloch (früher Opelog) der älteſte
hieſige Ortsname iſt und alle übrigen erſt nach dem 30jährigen
Kriege eingewandert ſind.
Ca. Lorſch, 1. Juni. Rauchen im Walde verboten.
Mit Rückſicht auf die in letzter Zeit im Lorſcher Wald
ausgebroche=
nen zahlreichen Brände hat die hieſige Gemeindeverwaltung eine
Verordnung erlaſſen, nach der das Rauchen und Feueranzünden
außerhalb von Gebäuden im Walde und in deſſen Nähe in einem
Umkreis von 20 Metern vom Waldrand verboten iſt. Zum
Feuer=
inzünden gehört insbeſ. auch das Abkochen von ſeiten der Ausflügler.
Zuwiderhandlungen werden mit ſtrengen Strafen geahndet. — Im
Gaſthaus zur Kloſterſchenke trafen ſich die hieſigen ehemaligen
Re=
gimentskameraden vom Inf.=Regt. Nr. 116 zwecks Beſprechung zur
Teilnahme an der Wiederſehensfeier am 28 und 29. Juli 1934 in
AP.
Gießen. — Feſtvorſtellung. Für die Mitglieder der NS
und ihrer Gliederungen fand in den Palaſtlichtſpielen eine
Feſt=
vorſtellung ſtatt, wobei der nationale Großfilm „Hans Weſtwar”,
die Geſchichte Horſt Weſſels, zur Aufführung kam.
Ca. Lorſch, 1. Juni. Erbhöfe. Das durch das Anerbengericht
Lorſch aufgeſtellte Verzeichnis der in der Gemeinde Lorſch
belege=
nen Höfe, deren Eintragung in die Erbhöferrolle in Ausſicht
ge=
nommen iſt, liegt zu jedermanns Einſicht einen Monat lang auf
der Bürgermeiſterei offen. Das Verzeichnis enthält die Höfe
Lor=
bacher, Fillauer, Wachtel und Wahlig.
Biebesheim, 1. Juni. Jahresfeſt des Guſtav
Adolf=Vereins, Zweigverein Ried=Modau. Hier in
Bie=
besheim fand das Jahresfeſt des Guſtav=Adolf=Vereins,
Zweigver=
ein Ried=Modau, ſtatt. Vormittags wurde den Kindern im
Kin=
dergottesdienſt vom Werk des Guſtav=Adolf=Vereins erzählt. Um
2 Uhr fand dann der Feſtgottesdienſt in der Kirche ſtatt, zu dem
ſich eine ſtattliche Feſtgemeinde verſammelte. Pfarrer Petzold,
Frankfurt a M.=Eſchersheim, hielt die Feſtpredigt. Kirchenchor
und Bläſerchor vertieften durch ihre Leiſtungen die Feier. Faſt
alle Gemeinden des Zweigvereins waren durch ihre
Kirchenvor=
ſtände vertreten. In der Nachverſammlung ſprach nach der
Be=
grüßung durch den Ortspfarrer Pfarrer Köhler, Groß=Rohrheim,
über das Vermächtnis Guſtav=Adolfs für uns. Pfarrer Preß=
Lee=
heim gab den Feunden des Guſtav=Adolf=Vereins den
Jahres=
bericht. Dr. Zimmermann=Darmſtadt grüßte die Verſammlung im
Namen des Hauptvereins, und Dekan Strack=Pfungſtadt ſprach das
Schlußwort. Gemeinſame Lieder und Darbietungen des
Bläſer=
chors umrahmten die Feier.
El. Erfelden, 31. Mai. Gedächtnismal für Johs
Nehring. Das Gedachtnismal für Johannes Nehring, den
un=
vergeſſenen Meiſter des Segelflugs, der als Wetterflieger der
Darmſtädter Wetterflugſtelle im April 1930 den Fliegertod ſtarb,
ſteht vor ſeiner Vollendung. Im Knoblauchsau=Wald iſt zu der
Abſturzſtelle ein breiter Weg durch das Unterholz geſchlagen.
An=
fang Juni ſoll der Gedenkſtein — ein ſpitzer Findling — in einer
ſchlichten Feier geweiht werden.
Ve. Groß=Gerau, 29. Mai. Der Eiſenbahnerverein Groß=Gerau
und Umgebung unternahm am vergangenen Sonntag mit einem
Sonderzug einen Vereinsausflug nach Weinheim und in das
Bir=
kenquertal. — Am vergangenen Sonntag abend fand in der
Turn=
halle des Turnvereins 1846 Groß=Gerau eine Gedenkfeier für den
von Franzoſen ermordeten Albert Leo Schlageter ſtatt. — Geſtern
vormittag fand vor dem Stadthauſe ein Platzkonzert der Reichs=
Rundfunkgeſellſchaft ſtatt.
Be. Raunheim, 31. Mai. Im Rahmen der
Turnwerbe=
woche veranſtaltete vorgeſtern abend die Deutſche Turnerſchaft
einen Werbeumzug durch die Straßen unſeres Ortes.
Be. Kelſterbach, 1. Juni. Zwei Schwerverletzte bei
einem Verkehrsunglück. In der Nähe von Kelſterbach
er=
eignete ſich geſtern ein ſchweres Verkehrsunglück, bei dem zwei
Frauen aus Raunheim ſchwer verletzt wurden. Eine Frau
Drais=
bach aus Raunheim wollte die Frau des Gutspächters Raabe vom
Mönchhof mit ihrem Perſonenwagen nach Frankfurt bringen.
Hierbei ſtieß ſie mit einem Eisfuhrwerk zuſammen. Frau
Drais=
bach wurde bei dem Zuſammenſtoß der Bruſtkorb eingedrückt,
wäh=
rend die Frau Raab einen komplizierten Beinbruch davontrug.
Be. Rüſſelsheim, 1. Juni. Dr. Dorpmüller beſichtig
die Opelwerke in Rüſſelsheim. Geſtern beſichtigte
Ge=
neraldirektor Dr. Dorpmüller im Anſchluß an die Tagung der
Verwaltungsräte der Deutſchen Reichsbahn=Geſellſchaft und der
Geſellſchaft für Reichsautobahnen die Opelwerke in Rüſſelsheim,
nachdem er zuvor die Adlerwerke in Frankfurt a. M. beſichtigt
hatte.
Aus Oberheſſen.
— Bad=Nauheim, 30. Mai. Engliſche Aerzte in Bad=
Nauheim. Bad=Nauheim hatte in der letzten Woche den
mehr=
tägigen Beſuch von 20 bedeutenden engliſchen Aerzten, zu denen
auch der weltberühmte Balneologe Leonard Williams und der in
England allſeits bekannte Arzt Sir Charles Gordon=Watſon
ge=
hörte. Die Gäſte legten vor allem Werr darauf, die beiden
wiſſen=
ſchaftlichen Inſtitute und ihre Arbeitsmethoden kennen zu lernen.
Dr. Williams erklärte beim Abſchied, daß Bad=Nauheim durch die
Abſtufbarkeit ſeiner Bäder und mit ſeinen Anlagen und
Einrich=
tungen einzigartig daſtehe. Sehr erſtaunt und erfreut waren die
Gäſte über die auffallende Ordnung im neuen Reich, die ſie
über=
all bewundern konnten und von der ſie ſagten, daß ſie im
Gegen=
ſatz zu den Meldungen ihrer Preſſe ſtehen.
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Seite 8 — Nr. 150
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 2. Juni 1934
Hindenburg grüßt die Skagerrak=Wache.
Die Ablöſung der Marine=Poſten vor dem Reichspräſidenten=Palais,
der der greiſe Reichspräſident (auf dem Balkon) beiwohnte.
Das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude der Disconto=Geſellſchaft in Berlin Unter den Lindeng auch das Kabinett
das vor einiger Zeit in den Beſitz des Reiches übergegangen iſt, wird demnächſt vom Reichsarbeittz,w dennoch — ein
miniſterium bezogen werden.
Verd
Reich und Ausland.
„Graf Zeppelin” auf dem Rückflug.
Hamburg. Wie die Deutſche Seewarte
mit=
teilt, befand ſich das Luftſchiff „Graf Zeppelin”
auf der Rückfahrt von Rio de Janeiro nach
Per=
nambuco am 1. Juni, 5 Uhr M.E.3., auf 11 Grad
27 Minuten Südbreite und 35 Grad 30 Minuten
Weſtlänge, halbwegs zwiſchen Bahia und
Pernam=
buco. Das Luftſchiff hatte eine Geſchwindigkeit
von 105 Stundenkilometern.
Ein verunglücker Brieftaubenflug.
800 Tiere verloren.
Pirmaſens. Vor kurzem hatte die
Weſt=
pfälziſche Reiſevereinigung, in der die meiſten
Brieftaubenzüchter der Hinterpfalz vereinigt ſind,
2000 Tauben von Erfurt aus fliegen laſſen. Die
Tiere ſind nur zum Teil in der Heimat
angekom=
men, viele wurden in der Vorderpfalz und auf
der Sickinger Höhe völlig erſchöpft aufgefunden.
Bis heute fehlen noch rund 800 Tauben, die als
endgültig verloren betrachtet werden müſſen. Da
es meiſt wertvolle Tiere waren, erleiden die
Züch=
ter einen ſchwer zu erſetzenden Verluſt.
Raubüberfall auf ein Pfarrhaus.
Aachen. In der Nacht zum Freitag wurde
in das Pfarrhaus in Inden bei Jülich
einge=
brochen. Gegen 1.30 Uhr bemerkte der 64jährige
Kloecker in einem Nebenzimmer verdächtige
Ge=
räuſche. Er ſtand auf und begab ſich ſofort in das
Zimmer. Dort wurde er von mehreren Männern
überfallen, die ihn mit vorgehaltener Schußwaffe
zur Herausgabe des Geldes auforderten. Der
Ueberfallene kam mit den Einbrechern ins
Hand=
gemenge, wobei dieſe Feuer gaben. Dabei wurde
Kloecker lebensgefährlich verletzt. Die Täter
ver=
ließen hierauf, ohne etwas geraubt zu haben,
fluchtartig das Pfarrhaus.
Eine Gedenktafel an Bord des neuen Seebäderſchiffes „Königin Luiſe‟
mit den Namen der Gefallenen des gleichnamigen früheren Seebäderdampfers, der als Hilfskreuzer
in den erſten Tagen des Krieges beim Minenlegen vor der Themſe=Mündung ruhmvoll unterging.
Die Gedenktafel iſt dem neuen Seebäderſchiff von der Reichsmarine geſtiftet worden.
Für das „1. Zlieger-Treffen
Berlin 1934‟.
Jäger müſſen eine Prüfung ablegen.
Die richtige Handhabung des Gewehrs
wird geprüft.
Die erſte Prüfung von Jagdſchein=Bewerbern, die auf, um ein neues Schleppſeil herbeizuſchaffen.
durch das neue preußiſche Jagdgeſetz
vorgeſchrie=
ben iſt, fand jetzt im Spandauer Forſt bei Berlin
Beziehung ihren „Mann” zu
auch in jngdl:
ſtellen weiß.
Das Feſtabzeichen,
das zu der jetzt in Berlin ſtattfindenden
Zuſam=
menkunft der deutſchen Flieger herausgegeben
wird. Mit dem Fliegertreffen wird ein
Groß=
flugtag auf dem Tempelhofer Felde verbunden.
Großes Brandunglück in Elbing.
Elbing. Ein großes Brandunglück ſuchte in
der Nacht zum Freitag die Stadt Elbing heim.
In der bereits 1927 abgebrannten und dann
wie=
der neuerbauten Holzinduſtrie Wittkowſki brach
Feuer aus, das in dem rieſigen, etwa 100 Meter
langen Trockenlager reiche Nahrung fand. Die
Feuerwehren von Elbing und aus den
benachbar=
ten Orten ſowie Hunderte von Helfern von der
SA., SS. und PO. mußten ſich darauf
beſchrän=
ken, die anliegenden Gebäude vor dem
Uebergrei=
fen des Feuers zu ſchützen. Der rieſige
Gebäude=
komplex brannte vollſtändig nieder. Die
Feuer=
wehren und Hilfsmannſchaften waren bis zum
frühen Morgen mit den Löſcharbeiten beſchäftigt.
Nach längerer Zeit hatte die Fabrik wieder voll
zu tun und konnte in den letzten Monaten über
100 Arbeiter neu einſtellen. Die Belegſchaft
be=
trug gegenwärtig 350 Mann, die nun Arbeit und
Brot verlieren. Der Schaden dürfte etwa 180000
Mark betragen.
Lola Schröter gibt ihren Schleſien=Segelflug
einſtweilen auf.
Breslau. Das Sportflugzeug „Saarland”,
in deſſen Schlepp die Fliegerin Lola Schröter mit
ihrem Segelflugzeug „Sudetenland” ihren
Schle=
ſien= und Deutſchlandflug durchführen wollte, ſtieg
bald nach der Notlandung am Mittwoch wieder
Die Maſchine wurde aber bald nach dem Start
von ſchweren Seitenböen erfaßt, gegen einen
unter Leitung des Provinz=Jagdmeiſters von Baum gedrückt, und ſchlug auf die Erde. Der
Groß=Berlin ſtatt. An der Prüfung beteiligte ſich Schwanz mit der Steuerung wurde abgebrochen,
auch eine Dame, die den Beweis ablegte, daß ſie das Fahrgeſtell abraſiert und der linke Flügel
eingedrückt. Lola Schröter entſchloß ſich darauf,
den Flug einſtweilen aufzugeben.
die diebe der Genker Altarbilder
melden ſich?
Brüſſel. Das Miniſterium für öffentlichen
Unterricht erhielt ein anonymes Schreiben, das
aus ausgeſchnitten und aufgeklebten
Zeitungs=
buchſtaben zuſammengeſetzt war und in dem die
Rückgabe der vor einiger Zeit geſtohlenen Genter
Altarbilder „Die gerechten Richter” gegen
Bezah=
lung einer hohen Geldſumme angeboten wird. Wie
verlautet, ſoll ſich die Forderung der Diebe auf
miniſterium ſetzte den Generalſtaatsanwalt in
Gent und den Juſtizminiſter von dem Schreiben
in Kenntnis.
Kraftomnibus=Unglück in Frankreich.
Paris. In den Abendſtunden des
Donners=
tag ſtießen unweit von Alencon (Departement
Orne), in einer unüberſichtlichen Biegung, ein
vollbeſetzter Kraftomnibus und ein ſchwerer
Lie=
ferwagen zuſammen. 18 Perſonen wurden ſchwer
verletzt. Der Kyaftomnibus wurde vollſtändig
zertrümmert.
Sofig. W
Oeffnung des Unglücksſtollens in gdmtenlos h
ſiche „Pardon”
im Kalibergwerk Buggingen." ei ſt. Wem Oich
um Feuer bit
2 Tote geborgen.
Buggingen. Die Oeffnung des Unglüan 9 ſch im duhte.
gſt Du
ſtollens im Kalibergwerk Buggingen iſt am Frez) liebhaber in
tag vormittag erfolgt. Eine kleine Kolonne mm Morl.
ten
Oberbergrat Ziervogel, einigen Aerzten urm 90 hnge90
Werkſanitätern ſind in die Grube eingefahrey ſor, die ſich 4
wonach nochmals eine Entnahme und Prüfumg in Iſtanhut duß
dlaheddin, ein
von Wetterproben erfolgte, damit der Stollel
dann unter den notwendigen Vorſichtsmaßnahmen zub bekanni, ſche
4=Zack=Kurs übe
geöffnet werden kann. Die Oeffnungsarbeitel
gehen ſehr langſam vor ſich, die ſeitens der B8 Sſendi Zuſam
hörden ergangene Weiſung, mit aller Vorſicht vog Men nicht beach
zugehen, wurde in allen Teilen befolgt, um nickt Ment Zuſtand des
weitere Menſchenleben zu gefährden. Das Kall Sſendi mit
werksgebiet iſt in weitem Umkreis durch Genda== wiſchuldican
meriepoſten beſetzt. Ebenſo wird auch der Einn Pur don=Süger i.
gang zum Werk ſtreng überwacht. Ohne beſonn rliſchen Aus
deren Ausweis darf niemand auf den Werkshog eige irgſüige
Von zuſtändiger Seite wird weiter mitgeteiltl Auch int Hihe 9e
Geſtern früh, gegen 9 Uhr, wurde die Dammtünt Pebdin zog jeinet
auf der Wetterſohle des Kalibergwerks Buggingeg der jodlich ber
geöffnet, und zwei mit Sauerſtoffapparaten ausgey M Aules wegen
rüſtete Trupps ſtießen bis 800 Meter vom Schahtal
Heit
aus in das Grubengebäude vor und nahmen Mie*
terproben, die noch unterſucht werden. Nachd „Mizig. „Wohl
war auf der Wetterſohle nicht vorhanden. 9e9 zorts hat ſich tat
Strecken ſind vollkommen in Ordnung. Es wurdens v
Promenade d
zwei Tote geborgen, die, nach ihrer Lage zu U. vie am Ufer
teilen, auf der Flucht den Brandgaſen zum Opſer egante Welt im
gefallen ſind. Die beiden Trupps ſind wohlle, pier Bettler die
halten wieder zum Schacht zurückgekehrt. Einle n kleines Almpſe
dritte Kolonne hat auf der Wetterſohle zwei Vei” dlich ein London
bindungsſtrecken zur Hauptförderſohle zugemauer!“
ſchenkte.
um das Eindringen ſchädlicher Gaſe auf die We” ebſtverſtändlich
terſohle zu verhindern. Heute ſoll ferner die „— aber wer bef
Dammtür auf der Hauptförderſohle geöffnet
we=
den. Auch dort ſollen, wie auf der Wetterſohl!
Wetterproben entnommen werden. An der B
fahrung untertags nehmen neben den zuſtändig
Stellen der Werksleitung und der Bergbehütt 2
auch ein Vertreter der Staatsanwaltſchaft und deg 2
—
badiſchen Medizinalbehörden teil.
2.
2
—
Verhängnisvolle Dürre auch in Englaut
London. Wie in den Vereinigten Sta0y —.—
ten, hat auch in England die in der ganzen We9
herrſchende Dürre zu einem weſentlichen Anziehe
3 Millionen Franken belaufen. Das Unterrichts= der Getreidepreiſe geführt. In England ſehl 774
R
das bereits im vorigen Jahr von einer unge
wöhnlichen Trockenheit heimgeſucht wurde u V
ſeitdem nur geringe Niederſchläge zu verzeichner /MA,
gehabt hat, iſt die Lage höchſt kritiſch und tan Nwrete/ß
ſich im Laufe des Sommers zu einer Kataſtropue 5
entwickeln. Die von der Regierung für die Veg MkElS
beſſerung der Waſſerverſorgung zur Verfügun
geſtellten Summen ſind bereits erſchöpft. ZO
Blätter fordern nun umfaſſende und energiſch! Mi8 huie Kurt=He
Maßnahmen, um die Waſſerverſorgung in de‟ Me eſtfernt Grun
Großſtädten, einſchließlich Londons, das ebenfall, As dem Geſichte
bereits an Waſſermangel leidet, ſicherzuſtellen.
Eide Rich
ten.
Ein aetel
Gertichaus
Deutſchlands ſiegreiche Zußball=Nakionalelf.
D ihn
Oc.
Süuden
Eeaid ein
Dare
St
Sch
eAit.
W
Die deutſche Mannſchaft, die die zweite Runde des Spiels um die
Schweden in Mailand 2:1 gewann.
Fuzball=Weltmeiſterſchaft gegeis
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichken
Nr. 150 — Seite 9
wskag, 2. Juni 1934
Geschichten aus adler Welk
in Unter
Oſt vom Aa
horgen.
malerakeliers ſind Fabriken in Holland.
Haag. Die Maler aller Länder werden entſetzt ſein,
wenſe dieſes vernehmen. Aber es iſt nichts daran zu ändern.
Dien ſteuerbehörden haben, ſo beſchloſſen und die
Vollzugs=
orgagy müſſen danach handeln, ſolange die Miniſter nicht
da=
gegeund. Der Entſetzen erregende Beſchluß lautet: Der Künſt
ſer rſſein Fabrikant und ſein Atelier iſt eine Fabrik, in der
giltwhergeſtellt werden. Mithin ſind von den Einnahmen der
„Fgühr” 4 Prozent als Steuer zu entrichten.
den Ausführungsbeſtimmungen — denn zu jeder guten
Gefoygeſchichte gehören auch Ausführungsverordnungen
heißſt” weiter, daß jeder Maler genau angeben müſſe, wieviel
er nu, gemalt habe, zu malen die Abſicht habe, wieviel Oel,
wiehut Leinewand, wieviel Farbe und wieviel Rahmen er
be=
nötity Danach müſſe dann ein Geſetzesbeſchluß ausgearbeitet
werhut der den Gewinnfuß erfaſſe
— bei Malern und
ähn=
lichem Fabrikanten.
hun ſich ein Künſtler ſo etwas gefallen laſſen? Iſt es zu
ertrongu, daß man die Inſpiration nach dem Oeltopf bemißt?
Sie ihben bis heute ſchon vier Deputationen zu dem
Finanz=
minnſt Dr. J. Oud geſchickt — Proteſtkundgebungen einer
farb yeſchen Branche.
ſind fröhlich nach Hauſe gezogen, denn Dr. Oud hat
ihnen erheißen, daß er auch „dagegen” ſei, denn einſt habe er
auch P Abſicht gehabt, Maler zu werden. Und Steuerbeamten
und zMaler und Steuern und Oeltopfverrechnungen — das ſeien
Dinge die nicht zu vereinbaren ſind . ..
Dch noch beſteht die Verfügung, denn außer dem Miniſter
muß uch das Kabinett dagegen ſein. Und ſolange iſt eben in
hollcy dennoch — ein Atelier eine Fabrik.
Verkannke Höflichkeit.
feR
MAudzut
mb) Sofia. Wenn ein millionenmal in allen
Kultur=
ſpraone gedankenlos hingeſagtes Wort überflüſſig iſt, ſo das
DA9AM franzöfche „Pardon” — das immer wieder in allen Ländern
zu höm iſt, wenn Dich jemand auf die Hühneraugen getreten
hat. Ah um Feuer bittet, Dich im Gedränge ſtößt oder wenn
eifnung d: jemam) ſich im dunklen Kino an Deinem Sitz vorbeiquetſcht!
Zuggin
gen ſ=Und ane oft ſagſt Du „Pardong!”? Vielleicht wird mancher
ne kleine h Fremdportliebhaber in Zukunft etwas vorſichtiger mit ſeinem
einigen Au vornirhr hingehauchten „Pardon” umgehen, wenn er die
Ge=
ie Grube mſchichtehört, die ſich unlängſt um Mitternacht auf einer
Haupt=
tnahme u ſtraßé v Iſtanbul zugetragen hat:
zagheddin, ein übel beleumundeter Nichtstuer und als
ſe, damit
en Vorſichtr. Rauftd bekannt, ſchlenderte nach dem Beſuch einiger Kneipen
die Oeffnuim „ſſ=Zack=Kurs über die Peraſtraße und ſtieß dabei mit
h. die ſeitn Selilu Effendi zuſammen, der, in Gedanken verſunken, den
mit aller 9= TorkAlden nicht beachtet hatte. Als höflicher Mann, den
be=
eilen befoh trunktenn Zuſtand des Salaheddin erkennend, entſchuldigte ſich
Selihu Eifendi mit einem „Pardon”! Weit entfernt, ſich mit
gejährl
Umkreis du dieſeis intſchuldigung zu begnügen, überſchüttete der Betrunkene
o wird auz den rdon=Sager mit Verwünſchungen, daß er anſtatt eines
verwacht, / gutern urkiſchen Ausdrucks ein lächerliches Fremdwort anwende,
and guf den iließ eſtige kräftige Schimpfworte fallen, die Selih Effendi,
nun ach in Hitze geratend, mit einer Ohrfeige beantwortete.
wird weite
Salaapdän zog ſeinerſeits das Meſſer und ſtach Selih Effendi
„Fehieder der tödlich verletzt zuſammenbrach.
walles wegen des „Pardon”! ..."
Lerfolimn
Rif
800 Meter m
Belohnke Mildkäkigkeit.
vor und nat
rlucht werl
9 izza. „Wohltun trägt Zinſen.‟ Die Wahrheit dieſes
nicht vor
Sprieirorts hat ſich tatfächlich einmal in vollem Lichte gezeigt:
n Ordnung E.
Promenade des Anglais in Nizza — der berühmten
Straff die am Ufer des Mittelmeers entlang führt und auf der
nach ihrer
die eseſante Welt im Sonnenſchein luſtwandelt —, ſprach ein
Br
ndga
ſerlutmſer Bettler die Leute an und bat mit kläglicher Stimme
rupps
um eikleines Almoſen. Niemand hatte etwas für ihn übrig,
bis emdich ein Londoner Juwelier kam und dem Manne zehn
Frangei ſchenkte.
Gaſe u. Sebſtverſtändlich dachte er längſt nicht mehr an die Ge=
Heute ſol Fſchichte — aber wer beſchreibt ſein Erſtaunen, als er in London,
ohle vä
uf der ?
rden. 94.
neben de
AAS
—
wohin er zurückgekehrt war, plötzlich durch eine Bank ein ganzes
Paket Geldſcheine erhielt.
Das Geld ſtammte von dem Bettler, der ihm dazu ſchrieb:
„Ich bin eine Wette eingegangen, ob jemand auf der Promenade
des Anglais mildtätig genug ſein würde, mir eine Gabe zu
geben. Sie waren der einzige, von dem ich etwas bekam und
deshalb überſende ich Ihnen mit Vergnügen die Hälfte des
durch die Wette gewonnenen Betrages. Es war recht ſchwierig
für mich, Ihnen in der Menſchenmenge unbemerkt bis zu Ihrem
Hotel zu folgen und Ihren Namen ſowie Ihre Adreſſe zu
er=
fahren."
Es iſt anzunehmen, daß die Bettler auf Nizzas eleganteſter
Straße nun mehr Glück haben werden . . . Denn man kann ja
nie wiſſen! —
* Ein Feldmarſchall ſagk aus ...
(ht.) Bukareſt. Erinnern Sie ſich noch an die Zeiten, als
kurz nach dem Kriege Generalfeldmarſchall von Hindenburg und
General Ludendorff vor dem berüchtigten „
Unterſuchungsaus=
ſchuß” erſcheinen und dort den Herren Dr. Cohn und
Sinz=
heimer „über ihr Tun und Laſſen Rede und Antwort” ſtehen
mußten?
An dieſe tollen Tage mußte man unwillkürlich zurückdenken,
als der rumäniſche „Hindenburg”, der alte Feldmarſchall Averesku,
Mackenſens großer Gegner aus dem Weltkriege, vor dem Kriegs=
Hiſtoriſches Schloß wird Opfer des Bergbaues.
Das ſchöne mittelalterliche Schloß von Havré in Belgien,
deſſen Seitenflügel jetzt in ſich zuſammengebrochen iſt. Der
Einſturz iſt eine Folge der Unterhöhlung des Baugrundes
durch Bergwerksſtollen.
KoMAP
VelwERtcek
TBEIENEEIS
*
bereils
ſende
Wuo e
Urheberrechtsſchutz durch Herm. Berger, Roman=Verlag.
(Nachdruck verboten.)
Tlles hatte Kurt=Heinz mit ſeinen Leuten einige 20 Meter
vom üir entfernt Grund unter die Füße bekommen und war
ſchnells us dem Geſichtskreis der Ruſſen verſchwunden, die das
Unz emäßige weiteren Verfolgens einſahen und nach Waplitz
zurüclerten.
Dc einer Viertelſtunde lagerte die glücklich gerettete Schar
vor ddn Forſthaus von Kl. Thymau und wurde verpflegt. Die
Hlarhug war ihr nach der ungeheuerlichen körperlichen
Siraſ, ſeeliſchen Depreſſion und Nervenanſpannung der
letz=
ten zeu Stunden zu gönnen.
Solächlich erſt zwei Stunden; denn die Uhr zeigte neun.
um ſſien waren die erſten Schüſſe am Dorfrand gefallen.
zwei Stunden und doch eine Ewigkeit für den, den die
Zeitſuxdes Schickſals ſo grauſam ſchlug wie die hier gemütlich
Slben). Jetzt, nachdem die ununterbrochene Todesgefahr end=
Mue brüber war, kein nervenpeitſchendes
Maſchinengewehr=
eher=0mehr erſchreckte, trat die Reaktion der Nerven ein. Die
Januſaften hatten kaum gegeſſen, als ſie auch ſchon, wie ſie
ſaßennnd lagen, einſchliefen.
Rapfen wollten ſie von Herzen gern noch heute, aber erſt
val „ge Stunden ſchlafen. Ihre Kompagnien ruhten jetzt
Der=ſch irgendwo von der improviſierten Menſchenjagd aus.
Rau=Heinz folgte ihrem Beiſpiel, nachdem er noch vorher
Deu Fiſter gebeten, auf dem Rade den zunächſt liegenden Trup=
Feite Aleſtzuſtellen. Bei dieſem wollte er ſich mit ſeiner aus
Mimentern zuſammengewürfelten Schar zur weiteren
Lumblſ lnahme melden, in der Hoffnung, bald wieder an der
SDI5K ine geliebten Zehuten zu ſtehen und die unfreiwillige
Ruchm sbewegung von Waplitz durch ein um ſo kräftigeres,
VGre is Vorgehen an anderer Stelle auszugleichen.
hatten den Oberbefehlshaber der 8. Armee, der im Laufe der
Nacht aus dem Großen Hauptquartier die Nachricht von ſeiner
Beförderung zum Generaloberſt erhielt, die Grundlage zu dem
von ihm beabſichtigten Vernichtungsſchlag geliefert.
Mit der Beförderung war die angenehme Mitteilung
ein=
getroffen, daß die Landwehrdiviſion v. d. Goltz auf dem
Eiſen=
bahnwege im Anrollen ſei und in der Nacht vom 27./28. Auguſt
bei Bieſſellen ausgeladen werde, ſo daß mit ihrem Eintreffen
auf dem Schlachtfeld am Freitag morgen zu rechnen war.
Dieſe Nachricht war für Generaloberſt v. Hindenburg um ſo
wertvoller, weil es ihm bisher an einem nennenswerten Schutz
ſeiner linken Flanke gegen das in Allenſtein eingerückte XIII.
Korps des Generals Klujew fehlte, deſſen eine Brigade ſich
be=
reits im Vormarſch auf Hohenſtein befand.
Durch den erfolgreichen Vorſtoß des Korps Francois gegen
Usdau und darüber hinaus war der ruſſiſche Oberbefehlshaber
zu erheblichen Gegenmaßnahmen veranlaßt worden, die ſich im
weiteren Verlauf zu kataſtrophalen Folgen für ihn auswuchſen.
Das, was General Samſonow beabſichtigte und zugleich das
erſtrebenswerte Ziel jedes Feldherrn iſt, dem Gegner ſeinen
Willen aufzuzwingen, war ihm nicht geglückt. Schon bei ſeiner
Ankunft in Neidenburg am Nachmittag des 26. Auguſt, alſo
zu Beginn der Schlacht, waren ihm die Zügel aus der Han:
geglitten, mußte er ſeinem Gegenſpieler die Führung der
gewal=
tigen Schlacht überlaſſen.
Auch ihn beherrſchte machtvoll der Angriffsgedanke. Er hielt
den linken Flügel des bei Hohenſtein kämpfenden XV. Korps
an und ließ das XIII. und VI. Korps den Marſch nach Norden
fortſetzen. Von der bei der Abendtafel in Neidenburg
angedeu=
teten großen Linksſchwenkung war er abgekommen. Er verſuchte
zunächſt bei Hohenſtein einen entſcheidenden Sieg zu erringen.
Infolge mangelnder Fliegeraufklärung ſchätzte er die Zahl
der Deutſchen zu gering. Dies ſollte ihm zum Verhängnis
wer=
den. Als am Abend vorher dringende Hilferufe des Generals
V
Wne
gericht in Bukareſt ſtand, wo der alte Feldhauptmann im Prozeß
gegen die „Eiſerne Garde” ausſagen ſollte.
Als der Feldmarſchall, der es vom einfachen Bauernjungen
zum rumäniſchen Höchſtkommandierenden gebracht hat. aufgerufen
wurde, erhob ſich das ganze Gericht: alle Angeklagten, ſämtliche
Zuſchauer und Zuhörer von ihren Plätzen. Der Vorſitzende bot
dem alten Soldaten einen Stuhl an . . Feldmarſchall Averesku
lehnte ihn ab und ſprach ſtehend, länger als eine halbe Stunde.
Ankläger und Verteidiger, alle Angeklagten, alle Zeugen und die
graue Maſſe des Volkes, hörte ſich ſtehend die halbſtündigen
Ausführungen des Marſchalls an . . ., ohne daß es irgend jemand
verlangt, vorgeſchlagen, angeregt oder gar befohlen gehabt hätte
Das Ganze eine ſpontane, durch ihre Selbſtverſtändlichkeit faſt
ergreifend wirkende Huldigung, die hier einem alten verdienten
Soldaten zuteil wurde! Eine Huldigung, die noch einmal die
ganze Ungeheuerlichkeit jener Konfrontierung „Hindenburg—
Cohn=Sinzheimer” mit ſchneidender Schärfe ins Gedächtnis
zu=
rückrief und die noch einmal einen Blick in jenen Abgrund tun
ließ, an dem das deutſche Volk Jahre hindurch entlang getaumelt
war . .
Reichsſender Frankfurt
Kaſſel. Trier, Freiburg 251.
Frankfurt: Samstag, 2. Junf
5.45: Stuttgart: Choral, Zeit, Wetter. — 5.50 u. 6.15: Gym=
6.40: Zeit, Meldungen. — 6.50: Wetter. — 6.55:
naſtik.
— 8.15: Waſſerſtand, Wetter.
Schallplatten: Friſch drauf los!
8.2
9.30: Nur Trier: Werbekonzert.
Stuttgart: Gymnaſtik.
10.00: Nachr. — 10.10: Schulfunk: Egil, der Skalde Hörbild.
11.00: Werbekonzert, — 11.40: Meldungen. — 11.50:
Sozial=
dienſt.
12.00: Wehe, wenn ſie losgelaſſen! Die fidelen Juniſprößlinge
von Schall und Platt.
13.00: Zeit, Nachr., Saardienſt.
13.10: Nachr. — 13.20: Stuttgart: Theaterkapelle Rolf Miller.
14.30
Dazw. 13.50: Zeit, Nachr.
Fröhl. Wochenend.
Ton=
rk mit ſeinen Boys ſpielt auf! —
Carl Maria Reul „gibt
Döbe
9.
15.10: Stuttgart: Lernt morſen! — 15.30: Wetter,
15.45: Quer durch die Wirtſchaft.
16.00: Reichsſendung; Berlin: Bunker Nachmittag. Ausf.: Berl.
Waldhorniſten=Veretnigung (Heinz Looſe), Kapelle Walter
Fenske,
Hugo=Kaun=Doppelquartett. Ltg.: Joh. Müller.
18.00:
Stim=
me der Grenze.
18.20: Der Polizeipräſident ſpricht. — 18.30:
Stegreifſendung.
burg: Leichte Unterhaltungsmuſi
19.00: Fr
— 20.00: Zeit,
Nachr.
20.05: Saarländiſche Umſchau. — 20.15: Darmſtadt:
Bunter Abend des R. D. R., Ortsgruppe Darmſtadt.
An=
läßlich des Wettbewerbes: Wir ſuchen den beſten Sprecher. —
Zeit, Nachr.
R2.
22.35: Stuttgart: Du mußt wiſſen.
22.45: Nachr., Wetter, Sport. — 23.00: Uebertragung von dem
erſten öffentl. Volkslied=Singen der Stadt, Frankfurt a. M.
23.25: Bunte Stunde. — 0.20: Erklingen zum Tanze die Geigen..
Deutſchlandſender
Welle 1571
Deutſchlandſender: Sonnabend, 2. Juni
5.45: Har
„nfmg” Wetter: — 5.50: Nachr. — 6.00: Berlin: Gym=
6.15: Tagesſpruch. — 6.20: Königsberg: Frühkonzert.
In einer Pauſe (gegen 7.00): N.
fr.
8.00: Sperrzeit.
8.45: Leibesübung für die Frau.
9.40: Sportfunk. — 10.00:
Nachr. — 10.10: Kinderfunkſpiele: König Droſſelbart. — 10.50:
Fröhlicher Kindergarten.
11.15: Seewetterber
ſt. — 11.30:
Manfred. Hausmann: Taufe mit Vertikalbö. —
11.45: Dr.
Schlempp: Ueber den heutigen Stand der Elementverwandlung.
12.00: Wetter; anſchl.: Glückwünſche. — 12.10:
Wochenendunter=
haltung auf Schallpl. — Anſchl.: Wetter. — 12.55: Zeitzeichen.
13.00: Köln: Mittagskonzert. Kinoorgel,
ſprelt von Harniſch.
Die fröhlichen Fünf. —
4.,00; Sperrzeit.
14.45: Nachr.
15.00: Wetter, Börſe — 15.15: Kinderbaſtelſtunde: Formen
mit Plaſtelin. — 15.45: K E. Weiß: Wirtſchaftswochenſchau.
16.00: Berlin: Bunter Nachmittag, Berliner Waldhorniſten=
Vereint=
gung. Kapelle: Walter Fenske.
Hugo=
taun=Doppelquartett.
18.00: G. Schäfer: Sportwochenſchau.
18.15: „Film im Film.”
Querſchnitt durch den Film: „Nur nicht weich werden
Su=
ſanne‟.
0: Noch einmal nordiſche Klaviermuſik. — 18.50:
Rundfunk bringt.
Der deutſche
19.00: Dr. Bubendey: Warun
Gewiſſensfreiheit? — 19.15:
M. M. Kleine Lektionen für Miesmacher und Meckerer.
19.55: Geläute v. d. Kreuzkirche Dresde
— 20.00: Hernſpruch.
Anſchl.: Wetter, Kurznachr.
20.10: Verliebt — verlobt —
verheiratet. Ein Tanzabend. — 2200: Bericht
von den
Europd=
meiſterſchaften der Kunſtturner in Budapeſt. — 22.20: Wetter=
Tages= und Sportnachr. — 22.45: Seewetterbericht. — 23.00;
Leipzig: Tanzmuſik. Das EmDe=Orcheſter.
Martos bei ihm einliefen, befahl er ebenſo willig, wie er am
26. den Bitten des Generals Artamanow nachgekommen war,
den ſofortigen Abmarſch des Korps Klujew von Allenſtein nach
Hohenſtein. Doch umſonſt. Sein Eintreffen konnte die
Entſchei=
dung nicht mehr beeinfluſſen.
Im Rücken des Korps Artamanow herrſchte überall
Panik=
ſtimmung. Truppenfragmente fluteten über Illowo nach Mlawa
zurück. In Soldau zogen die Sanitäts= und Nachſchubkolonnen
eiligſt ab, als die deutſchen Granaten in die benachbarten
Stel=
lungen einſchlugen. Das 1. ruſſiſche Korps des Generals
Arta=
manow hatte keine nennenswerte Gefechtskraft mehr. Es war
zermürbt, zerſchlagen und daher der Weg über Neidenburg nach
Willenberg für das Korps Francois frei zum Schließen des
Ringes um das 13., 15. und 23. ruſſiſche Korps.
Auch Hindenburg waren zahlreiche ſchlechte Nachrichten am
vergangenen Tage eingelaufen. Bei Mühlen ſollte den Ruſſen
ein Durchbruch durch die Landwehr des Generalmajors v. Unger
und die 147er gelungen und das 20. Korps an dieſer Stelle in
vollem Rückzug ſein.
Die 2. Diviſion des Korps Francois, die gegen Tauerſee
vorging, follte auf überlegenen Feind geſtoßen und zu
panik=
artigem Rückzug gezivungen worden ſein. Die Hiobsbotſchaft
hiervon pflanzte ſich in Brieftaubengeſchwindigkeit nach den
rück=
wärtigen Verbindungen, den Train= und Munitionskolonnen bis
zur Großen Bagage fort uind veranlaßte dieſe ſogar umzukehren.
So wechſelten gute mit ſchlechten Nachrichten, konnten
Be=
fehle nicht befolgt, geplante Maßnahmen nicht durchgeführt,
er=
ſtrebte Geländeabſchnitte nicht erreicht und vorteilhafte taktiſche
Lagen nicht voll ausgenutzt werden.
Ueberall ſchob das Wörtchen „wenn” einen Riegel vor,
machte frühzeitige Hoffnungen zunichte und ſtellte die Leitungen
der beiden Armeen vor ſtändig neue Entſchlüſſe. Den Lichtblick
der einen Stunde verdunkelte die Hiobsbotſchaft der nächſten,
Die Nervenſpannung der leitenden Köpfe der 8. deutſchen
Armee war daher eine ungeheure. Doch die eiſerne Willenskraft
der Generale v. Hindenburg und Ludendorff überwand
ſtand=
haft alle Nackenſchläge, Paniken, fehlgeſchlagenen Hoffnungen
und hielt in felſenfeſtem Vertrauen auf die in den langen
Frie=
densjahren ſo oft bewährte Verläßlichkeit ihrer Unterführer und
unvergleichliche Diſziplin der Mannſchaften die Zügel der
Schlacht ſtraff und unbeirrt in der Hand, zum Wohle
Oſtpreu=
ßens, zum Siege Deutſchlands und zum unvergänglichen Ruhme
der deutſchen Armee.
Als Kurt=Heinz nach dreiſtündigem Schlaf vom Förſter
ge=
weckt wurde, teilte ihm dieſer mit, daß halbwegs Mühlen die
147er und beim Gute ſelbſt zwei Landwehrbataillone lagen.
Die in der Sonne hängenden Sachen waren inzwiſchen
getrocknet. Die Mannſchaften zogen ſie an, nahmen das von der
liebenswürdigen Förſtersfrau bereitete Mittageſſen ein und
ver=
ließen mit herzlichen Dankesworten die gaſtliche Stätte. Nun
waren ſie bereit, dem Feinde die niederträchtige Behandlung
vom Vormittag nach Kräften heimzuzahlen.
(Fortſetzung folgt.)
StürbadloAtt
Der Spork am 3. Juni.
Ein großer Tag.
Der erſte Juniſonntag 1934 wird wahrhaft ein großer Tag
des Sports ſein. Selten drängte ſich an einem Tag eine ſolche
Fülle überragender Ereigniſſe zuſammen. Es kommt ſchon eine
ſtattliche und gewichtige Anzahl zuſammen, wenn wir nur die
allerwichtigſten Veranſtaltungen aufzählen.
Im Fußball
wird die Vorſchlußrunde der Fußball=Weltmeiſterſchaft
ausgetra=
gen, in der Deutſchland bei den „letzten Vier” gegen die
Tſchecho=
ſlowakei in Rom antreten muß.
Oeſterreichs Gegner in der Vorſchlußrunde zur Fußball=
Welt=
meiſterſchaft iſt Italien, das Spanien am Freitag im Wieder=
holungsſpiel knapp mit 1:0 ſchlagen konnte. Das Spiel, zu dem
Spanien ohne Zamora antrat, fand vor 25 000 Zuſchauern in Flo=
renz ſtatt.
Zwei Repräſentativſpiele gibt es auch im Reich. Die Gaue
Baden und Südweſt treffen ſich mit ihren
Auswahlmann=
ſchaften in Pforzheim, und in Hamburg ſpielt
Norddeutſch=
land gegen Nordholland. In Homburg an der Saar tritt
eine Sgarpfälziſche Auswahl gegen die Münchener
„Bayern” an. Von nennenswerten Privatſpielen ſeien
auf=
geführt: Stuttgarter Kickers —
FC. Nürnberg, Mannheim —
Saarbrücken=Neunkirchen komb., 1. FC. Kaiſerslautern — Budai=
Budapeſt. Hanau 93 — Saar 05, Mainz 05 — Stuttgarter
Sport=
freunde, Tura Kaſſel — Offenbacher Kickers (Samstag), Kurheſſen
Marburg — Offenbacher Kickers, Hertha Breslau — Wormatia
Worms, Zwickauer SC. — Sportfreunde Saarbrücken, Krefeld 09
8 Karlsruher FV. und Hertha=BS‟
— 3. Bezirk Budapeſt —
Die Aufſtiegsſpiele, die vielfach bereits dicht vor den
Ent=
ſcheidungen ſtehen, werden in den ſüd= und ſüdweſtdeutſchen Gauen
fortgeſetzt. In Südweſt mit FVg. Mombach — FC. 1914 Oppau.
1*
Rugby.
Das Kampfſpiel=Rugby=Turnier wird bereits mit einem
Vor=
rundenſpiel eröffnet. In Köln treffen die Mannſchaften von Süd=
und Weſtdeutſchland aufeinander. Man rechnet mit einem
Sieg der Südedutſchen.
Leichtathletik.
Der 3. Juni iſt der Tag der Groß=Staffelläufe. Von den
wich=
tigſten nennen wir das klaſſiſche Rennen Potsdam— Berlin,
die Frankfurter Stadtſtaffel, den Lauf Fürth—
Nürnberg, ſowie die Stadtſtaffeln in Stuttgart,
Darm=
ſtadt, Heidelberg und Ulm. Alle Groß=Staffeln weiſen in dieſem
Jahre eine beſonders ſtarke Beteiligung auf.
Bei einer Bahnveranſtaltung in Hamburg kommen
zahl=
reiche Spitzenkönner aus verſchiedenen Teilen des Reiches an den
Start.
In Budapeſt erreichen am Wochenende die
Weltmeiſterſchaften der Turner
ihren Höhepunkt. 19 Nationen haben ihre Beſten in den Kampf
geſtellt. Erſtmals nimmt auch Deutſchland an Weltmeiſterſchaften
der Turner teil. In einer ſorgfältig betriebenen Vorbereitung
wurden unſere Spitzenkönner ermittelt und die ganze deutſche
Turn= und Sportgemeinde hofft, daß die deutſchen Turner in
Budapeſt ihrem Vaterland Ehre machen werden. Der Weg zum
Erfolg wird allerdings äußerſt ſchwer ſein, denn man darf nicht
vergeſſen, daß unſere Turner für derartige große internationale
Kämpfe nicht die Erfahrung beſitzen, über die andere Nationen
verfügen.
Schwimmen.
Die deutſche Freiwaſſer=Saiſon im Schwimmen ſetzt erſt
all=
mählich ein Größere Veranſtaltungen gibt es diesmal im Reich
noch nicht. Lediglich die Olympia=Vorbereitungen unſerer
Waſ=
ſerball=Nationalmannſchaft werden mit Spielen in
Hannover fortgeſetzt. — Bei internationalen Schwimmkämpfen in
Paris gehen auch zwei der beſten Deutſchen, die
Rekordſchwim=
mer Fiſcher=Bremen und Paul Schwarz=Göppingen an den Start.
Tennis.
Die als „inoffizielle Weltmeiſterſchaften auf Hartplätzen”
ge=
werteten franzöſiſchen Ten nis=Meiſterſchaften
er=
reichen am Wochenende nach 14tägiger Dauer ihren Abſchluß. Er=
freulicherweiſe iſt auch das deutſche Tennis noch in einigen
End=
kämpfen vertreten. Unſere Vertreter haben ſich in Paris im Kampf
mit den beſten Amateurſpielern der Welt nicht ſchlecht geſchlagen.
Motorſport.
Schon acht Tage nach dem Avusrennen iſt wieder eine deutſche
Bahn der Schauplatz eines der größten internationalen
moror=
ſportlichen Ereigniſſe. Beim Eifelrennen auf dem
Nür=
burgring treffen in Motorrad= und Wagenrennen die beſten
Marken und Fahrer von 10 Nationen zuſammen. Deutſchland iſt
wieder durch die Fahrer der Auto=Union und höchſtwahrſcheinlich
diesmal auch durch die Mercedes=Benz=Konſtruktionen vertreten
Was die deutſchen Marken leiſten können, ſah man bei den
ſchnel=
len Auto=Union=Rennwagen ſchon auf der Avus. Wenn nun am
Sonntag unſere Vrtreter auch noch ein wenig „Rennglück” haben,
dann dürfte es auch den ſehnlichſt erwarteten großen und
durch=
ſchlagenden Erfolg der deutſchen Arbeit geben.
Der „Goldene Helm von Deutſchland” ſieht in
München unſere beſten Grasbahnfahrer im Wettbewerb.
In
Ita=
lien findet die 6000=Kilometer=Fahrt, an der ja auch
Deutſche teilnehmen, ihren Abſchluß.
Radſport.
Die Serie der großen deutſchen Straßenrennen, die für die
Berufsfahrer und für die Nationalmannſchaft der Amateure
aus=
geſchrieben ſind, wird am 3. Juni mit dem Großen
Straßen=
preis von Hamburg fortgeſetzt. Gut beſetzte, meiſt den
Amateuren vorbehaltene Rennen gibt es in Mainz. Gießen,
Landau, Karlsruhe und Leipzig (mit
Nationalmann=
ſchaft der Bahn=Amateurfahrer).
Fechten.
Samstag und Sonntag, 2. und 3. Juni finden in Offenbach
die Gaumeiſterſchaften des Sportgaues XIII. in Florett, Degen
und Säbel ſtatt, zu denen nur die Senioren und Altmannen des
Deutſchen Fechterbundes und der DT. zugelaſſen ſind. Hierzu
wer=
den vom Darmſtädter Fecht=Club die Fechterinnen Frl.
Fuchs, Hein und Melcher, ſowie der Fechter K.=H. Melcher in
Florett ſtarten.
Turngemeinde Beſſungen 1865.
Abſchluß der Werbewoche.
Den Höhepunkt der Werbewoche bilden die beiden letzten
Tage. Heute Samstag, 20.30 Uhr marſchieren ſämtliche
Mit=
glieder in einem Werbe=Fackelzug durch den ſüdlichen Stadtteil.
Der Vereinsführer verpflichtet alle Mitglieder zur Teilnahme.
Antreten um 20.15 Uhr an der Turnhalle. Aktive im
Turn=
bzw. Sportanzug, alle übrigen im blauen Turneranzug mit
Mütze.
Groß=Staffellauf im Hochſchulſtadion.
Spannende Kämpfe ſind zu erwarken.
Alle Darmſtädter Turn= und Sportvereine und die Vereine
der näheren Umgebung werden am Sonntag, um 15 Uhr zu
die=
ſer großen Werbeveranſtaltung aufmarſchieren. Das herrliche
Rund des Hochſchulſtadions wird für dieſe Veranſtaltung einen
wundervollen Rahmen abgeben. Nach dem Aufmarſch wird der
Leiter des ſtaatlichen Turn= und Sportamts,
Verwaltungsdirek=
tor Löwer, eine Anſprache halten, und nach der Ehrung
unſe=
rer toten Kameraden des Weltkrieges und der
nationalſoziali=
ſtiſchen Bewegung, dem ſtillen Gedenken, insbeſondere an Albert
Leo Schlageter und Hanns Braun, werden alle Teilnehmer im
Anſchluß an die feierliche Flaggenhiſſung wieder durch das
Marathontor abmarſchieren
Anſchließend wird alsdann der Darmſtädter Groß=
Staffel=
lauf in 6 verſchiedenen Klaſſen geſtartet. Dieſe Staffeln werden
beſtimmt in allen Klaſſen feine, ſpannende Kämpfe bringen, die
die Zuſchauer reſtlos begeiſtern werden. In der Hauptklaſſe wird
es zu einem abwechſelungsreichen Rennen zwiſchen den 5
Mann=
ſchaften ASC. Polizei. SV. 98, TB. Jahn und TSG. 1846
kom=
men, deſſen Ausgang durchaus offen iſt. Der Eintritt zu
dieſer Veranſtaltung iſt frei!
Die teilnehmenden Vereine werden nochmals daran erinnert,
daß ſie bis ſpäteſtens Samstag, um 17 Uhr (Kampfrichterſitzung
im Hochſchulſtadion), die Meldung für die einzelnen Klaſſen
be=
ſtätigen müſſen, daß nur die Vereinsfahnen beim Aufmarſch
mit=
geführt werden, und daß vor allem alle am Aufmarſch
Teil=
nehmenden ſpäteſtens um 1450 Uhr auf dem Uebungsfeld
auf=
marſchbereit ſtehen müſſen.
Darmſtädter Turn- und Sporkgemeinde 1846.
Zu dem Stadtſtaffellauf am Sonntag auf dem Hochſchulſtadion
teilen wir mit, daß ſich ſämtliche Aktiven aller Abteilungen der
Turn= und Sportgemeinde an dem Aufmarſch zu beteiligen haben.
Treffpunkt im Stadion, 2 Uhr. Sportkleidung; weißes Trikot und
weiße Hoſe, Spielmannſchaften in den Spielfarben. Der klaren
Ueberſicht wegen ſammelt ſich alles, was zur TSG. gehört, hinter
den Umkleideräumen auf dem Uebungsfeld, woſelbſt die
Anord=
nungen des Vorſtandes erfolgen.
Jahn 1875 Darmſtadt.
Zur Beteiligung am Werbelauf treffen ſich alle Aktiven am
Sonntag nachmittag 1.45 Uhr Ecke Wiener= und Heinrichſtraße.
Von da marſchieren wir nach dem Hochſchulſtadion. 1. Mannſchaft:
Lemſter, Kahl, Utz, Schütz, Weicker, Schäfer Hch. Schäfer Ph.,
Kroll. Straub, Thier, Reitzel, Gorr. 2. Mannſchaft: Arheilger,
Heß J, Hübner. Pfeifer, Jünger, Taufer L. Mark Taufer Gg.,
Mühlbach W., Mühlbach K., Krieger, Eberhard. Beide in ihrem
Mannſchaftsdreß, alle übrigen Aktiven, 3. Mannſchaft uſw., in
weißer Hoſe und, wenn möglich, weißem Trikot.
Akhl.-SB. Germania Darmſtadt.
Die Mitglieder des Athl.=SV. Germania treffen ſich am
Sonntag 13 Uhr im Vereinslokal, um von dort mit Fahne und
Spielmannszug geſchloſſen im Dreß nach dem Hochſchulſtadion zu
marſchieren, um beim Auf= und Abmarſch der Sportler beim
Staffellaufe teilzunehmen.
Fußball.
3C. Union Darmſtadk.
Zu einem Freundſchaftsſpiel treffen ſich am Samstag abend
6.30 Uhr an der Rheinallee die 1. Garnituren von TSG. 46.
Union. Hier ſtoßen zwei altbekannte Mannſchaften aufeinander,
welche des öfteren mit wechſelndem Erfolg die Klingen kreuzten.
Union wird mit derſelben Elf wie gegen Egelsbach antreten und
gibt hiermit die Gewähr für ein ſchönes, ritterliches Spiel.
Vor=
treffen ſich noch die Schülermannſchaften obiger Ver=
TSſG. 46. Meiſter der Schülerklaſſe, gegen die kleinſte und
eine. T
jüngſte Schüler=Mannſchaft Union in unſerem Kreiſe. Die 2.
Mannſchaft trägt ein Freundſchaftsſpiel gegen die 2. Elf des
Turnerbunds Jahn 75 auf der Rennbahn aus. Spielbeginn
5 Uhr.
Anläßlich des Stadt=Staffellaufes am kommenden Sonntag,
den 3. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Hochſchulſtadion tritt
die geſamte aktive Fußball= ſowie Jugend=Abteilung um 14.15
Uhr vor dem Haupteingang des Hochſchulſtadions an. Kleidung:
Mannſchaftsdreß ohne Stutzen und Stiefel (leichte Schuhe und
Strümpfe).
Sppgg. Arheilgen am Frankenſtein!
Heute. 17.30 Uhr: Germania Eberſtadt — SpVgg. Arheilgen.
Nach ihrem 2:0=Sieg über den FV. Bihlis empfangen die
Ger=
manen morgen die SpVgg. Arheilgen. Das Vorſpiel haben die
Mühlchens=Leute mit 3:0 gewonnen. Auch morgen ſollten ſie das
Spiel knapp gewinnen, aber erſt nach Kampf. Wenn auch die
Frankenſteiner zurzeit nicht ſo ſchlagkräftig ſind, ſo wollen ſie auf
eigenem Platz immerhin geſchlagen ſein. Das 2:0 gegen Biblis
ſpricht unbedingt dafür. Man darf alſo geſpannt ſein, wie
Be=
zirksklaſſe und Kreisklaſſe miteinander fertig werden.
SV. Roßdorf — FC. Union Darmſtadt.
Im weiteren Verlaufe der Meiſterſchaftsſpiele der
Kreis=
klaſſe 1 Starkenburg trefen ſich beide Vereine am kommenden
Sonntag zum Rückrundenſpiel in Roßdorf. Obwohl das Vorſpiel
in Darmſtadt von den Roßdörfern damals mit einem eindeutigen
4:0 gewonnen werden konnte, ſteht hier der Sieger im voraus noch
keinesfalls feſt, da Roßdorf in ſeinen letzten Spielen nicht ſeine
frühere Form zeigen konnte, hingegen Union an Spielſtärke
be=
achtlich gewonnen haben
ürfte. Das Spiel verſpricht daher ſehr
intereſſant zu werden. Wir empfehlen dem Roßdörfer
Sport=
publikum, ſich dieſes Spiel anzuſehen, zumal die SV.=Elf in neuer
Aufſtellung antritt und Union eine ſchöne Spielweiſe ihr eigen
nennt. Spielbeginn 16 Uhr. Vorher (14.15 Uhr) Erſatzmannſch.
Kreisklaſſe I. Gruppe II.
Die Gruppe III iſt allmählich in Terminnot geraten, und es
könnte ſein, daß einige Spiele der Serie ſogar der Ruhepauſe
zum Opfer
fallen. Der Meiſter der Gruppe iſt unter TV.
Als=
bach und 2
SV. Kleinhauſen zu ermitteln. Die
Termin=
liſte ſieht folgendes Programm vor
3. 6. 34: Kleinhauſen—Alsbach, VfR. Fehlheim—Auerbach,
Seeheim—Jugenheim, Bensheim-Bickenbach;
10. 6. 34: Alsbach — Jugenheim. Seeheim — Kleinhauſen
Fehlheim-Bickenbach, Auerbach-Jugenheim (2 Uhr);
17. 6. 34: Alsbach—Heppenheim. Bensheim—Seeheim.
Jugen=
heim-Kleinhauſen;
24. 6. 34: Bensheim—Kleinhauſen, Heppenheim—Seeheim;
1. 7. 34: Kleinhauſen—Auerbach.
Am Sonntag herrſcht großes Treiben auf dem
Sport=
platz. Am Vormittag werden die Volksturner ab 10 Uhr, und
ab 14 Uhr alle Spielabteilungen (Handball, Fauſtball. Tennis)
auf den Plan treten.
Um 14 Uhr ſpielt die Jgdm. gegen die Soma. Um 15 Uhr
die 1. Mannſchaft gegen Sportvereinigung Arheilgen, ab 18 Uhr
Fauſtball und Tennis.
Zu allen Veranſtaltungen freien Eintritt.
Handball.
T5G. 46 Darmſtadt beim Oberräder Pokalkurnier.
Die Ligaelf der TSG. 46 fährt heute Samstag,
14.15 Uhr, ab Hauptbahnhof, zum TV. Oberrad, der heute
und morgen ſein Pokalturnier veranſtaltet. Der Wettbewerb iſt
von acht Vereinen ſtark beſetzt, und die Darmſtädter werden ſich
anſtrengen müſſen, um ihren Wanderpreis erfolgreich zu
vertei=
digen An der Veranſtaltung nimmt auch eine Saar=Mannſchaft
teil, die dem Pokalturnier eine beſondere Note geben wird.
Waſſerball=Gruppenkurniere
am kommenden Sonnkag im Großen Woog.; zautdiche 4k
Wir haben bereits darauf hingewieſen, daß am kommers,
Sonntag im Bezirk 3 des Gaues 13 die Bezirksrundenſpiele);
Waſſerball ihren Anfang nehmen. Zum erſten Male werden!
Spiele von den Vereinen des Deutſchen Schwimm=Verbandes
picspiche
der Deutſchen Turnerſchaft gemeinſam beſtritten. Gerade in doſ 4s
en Atien
Tatſache zeigt ſich am beſten der neue Geiſt, der ſeit der naton, chu”
ſozialiſtiſchen Revolution und ſeit der einheitlichen Führunggig ud ſchwöge.
Ae Se
deutſchen Sports durch den Reichsſportführer von Tſchammer
Oſten in das Sportleben unſeres Vaterlandes eingezogen iſt. Eei,zah 90ſe d
Nacr
Unterſchied zwiſchen Turnen und Sport gibt es nicht mehr. 2.
ee
ob Turner oder Sportler, helfen durch ihre Leibesübungen miln dMr” der lan
der körperlichen Ertüchtigung unſeres deutſchen Volkes. On
i berme
Ueberheblichkeit können Darmſtadts Schwimmſportler behaunn ”
bennel. 3in 2
daß in ihren Reihen, ſeien es Turner oder Schwimmer, ſchon
mer ein gutes Einvernehmen geherrſcht hat. Durch die gemmileneugl
ſame Führung der Turn= und Sportgemeinde 1846 und des Dwandcr i du
ſtädter Schwimmclubs Jung=Deutſchland, durch Herrn Vermſer
tungsdirektor Löwer iſt dieſes Einvernehmen noch beſſer gewomnge 9ldg”
Die Trainingsgemeinſchaft der Darmſtädter Schwimmeruſgren. Die
andsKäüufe eint
der außerdem noch die Schwimmſportler des Polizeiſportverun
und des Turnbundes Jahn 1875 vertreten ſind, und die gemmn blitun
ſo daß
ſame Arbeit ſämtlicher Schwimmer Darmſtadts für die Rer=
Halig ſ
ſchwimmwoche zeigt weiterhin die gemeinſame Arbeit.
Zunten.
erſten Maleuſenrd
Morgen Sonntag begegnen ſich u oiSV. und der öFflt
Mit
Darmſtädter Waſſerballmannſchaften des D
Kampfe um die Berechtigung, an der Gaumeiſterſchaft 1934 1
(8
nehmen. In der 4=Klaſſe werden die Mannſchaften des Ele=
Jung=Deutſchland, der Turn= und Sportgemeinde 1846 und dgen lich viet
Karlsr
Turnbundes Jahn 1875 ihre Kräfte meſſen, während ſich
B=Klaſſe Jung=Deutſchland 2., Polizei, der Nat. Sportklub Mlzprwenprſchlag
baden und Heſſen Worms 2. gegenüberſtehen.
ſten der Bank el
an glaubt, duf
Da in beiden Klaſſen jede Mannſchaft gegen jede anderezu
treten muß, ergeben ſich insgeſamt 9 Spiele, die am Vormi dwdende erarb
im Eindruck de
tag um 10 Uhr und am Nachmittag um 15 Uhr für= ber
Anfang nehmen. Die Anhänger des Waſſerballſports werden Um. Die Käufe der
Gelegenheit haben, morgen Sonntag bei intereſſanten Waſſerulmaten zug
zute, d
Anhaltendes 2
ſpielen auf ihre Rechnung zu kommen.
ian die Förder
und di
Rer Frung
ien.
2. LungſtiedeneRegalta an Andgernemibra
Amt
2c.
neintend
in den Gene
Die zweite Langſtreckenregatta des Gaues 13/14 am komrurur A
den Sonntag auf dem Erfelder Altrhein verſpricht einen volsm. Sowohl s
Erfolg zu geben. Sämtliche gemeldeten Boote werden am
Rur
erſcheinen, und aus dieſem Grunde dürfte eine Rennfolge
uſ=
noch nie am Altrhein zu erwarten ſein. In ſportlichen Krorxu.gzpe
luſte m
iſt man beſonders auf das Abſchneiden der Saarbrü/ öeen Ende der
Vereine geſpannt. Ebenſo auf den Start der Europameiſtifung einer neu
Guſſi Wenzel=Frankfurt. Ob hier nicht unſere Saar=F00 4yg einen neuer
rinnen eine Ueberraſchung bringen werden? Wer Gelegemünen im erſten
hatte, dieſe Sport=Mädels bei der Pfingſtfahrt des Deutſiu duf
dieſe T.
Kanu=Verbandes von Wimpfen nach Heidelberg (75 Km)0ſ der tat
ſehen, muß ſich darüber klar ſein, daß ſie alles daran ſetzen Blrug iſt, dem
den, ihren erſten Start in reichsdeutſchem Land zu einem 8.
Amleihe be
zu geſtalten. Der glänzende Stil und zähe Ausdauer gibt i94zun
die beſten Hoffnungen dazu.
nd du
*s ſei an dieſer Stelle nochmals darauf hingewieſen, lruſch
Es
jeder Paddler, auch die nicht dem DKV. angehören, am
konm=
dienen m
den Sonntag die Strecke zwiſchen dem Bootshaus des Daut”.
Ausloſt
ſtädter Schwimmclubs JD. und der Schwedenſäule, freialls=Kauferſolgt.
Anbetracht der ſcharfen Wettkämpfe iſt es unbedinzin
Offeren
Pflicht eines jeden Kanu=Fahrers, di
Nurtzent.
den J.
Strecke freizuhalten, damit alle Rennen einen 100” Rückgana des
ten Verlauf nehmen können.
Maße
Brurſchhano ger den Wellmeiſtersehatteite E eritnaks n
der Turner in Budapefk.
die deutſch
Ehlt word
Ländern und K.
ind unter
Berzi=
tzinſen, wer
ſenps vertvolle
Von unſerem u.=Mitarbeiter.
der neuen
* Budapeſt, 31. Mal
Untauſch du
Ab morgen bis 3 Juni finden in Budaveſt die Turnergll /ch den übrigen
ine gl
meiſterſchaften ſtatt. bei welchen ſich die DT., Schöpfer des 2700.
4
nens zum erſten Male beteiligen will
Vor den Kämpfen tagt der FJG. (Internationaler Turnd ſar” un
tritte
igende W
bund), um über die Aufnahme Deutſchlands zu verhandeln.
ſie deren letz
wohl einige Nationen gegen die Teilnahme unſerer Rieg
Prozent
hofft man doch mit einer Einigung, zumal ſich namentlie
garn Schweiz, Italien uſw. ſehr für dieſe Sache einſetzen wer 40. Damit erfol
Die deutſche Mannſchaft wird als einer der ſtärkſten KOAeſten in dieſem
kurrenten eingeſchätzt. Unſere Turner werden kämpfen
*
kämpfen bis aufs Letzte, um die deutſchen Farben im Au
ſednarkt
würdig zu vertreten. Ihnen wird lediglich die internatioo ,e F. Monatsſ
Kampferfahrung fehlen. Bis jetzt ſchätzt man die Schweizerv
höchſten ein doch muß man abwarten, wie ſie ſich mit den 10
60
tümlichen Uebungen (100 Meter, Kugelſtoß beidarmig, S.
Nuice
hochſprung) zurechtfinden werden. Wie man aus gut unterF)
onatsende
teten Kreiſen hört, ſollen die Finnen im Volksturnen gand
vorragend ſein. Ungarn, Italien und Frankreich beſitzen Tuns
de 7.
tionsbe
die wiederholt bei Olympiaden und ſonſtigen internation eillenr
grlage aufte
Kämpfen als Meiſter die Siege nach Hauſe bringen konnten. 90t
Mnächer,
deutſche Mannſchaft wird erſt am letzten Tage endgültia
Männerturnwart der DT. zuſammengeſtellt werden. Aller Vol v.) Leſpluſt haben
ſicht nach werden dies ſein: Krötzſch, Winter, Sandrock. Loich
Beckert, Frei: Erſatz; Volz und Limburg. Man rechnet hiet.,
Mirlſch
der Frankfurter Winter Meiſter am Reck, Krötzſch der Beſte?)
Rich=
Freiübungen ſein wird.
R
Der Kampf wird ausgetragen als 15=Kampf. Er erſonk
zahl f
Neung Bele
einen gewaltigen Einſatz der Nerven und des Körpers.
Daß es bei einem ſolchen Treffen zu Meinungsverſchiet4!
9 für d.
79i9,
W
beiten kommen wird, iſt vorauszuſehen, da ja die Eigenart 1
Turnens jeder Nation eine andere iſt, doch hofft man, deß Wchn
10
1200)
eine einwandfreie und gerechte Wertung auch dieſe beim Tur),!
die R.
Budapeſt kamen, einen ſtarken Rückhalt.
Wir hoffen, daß die Mannſchaft durch einen ſchönen C5 ge1 Mſtung in
dem deutſchen Kunſtturnen den Platz im Internationalen 2
nerbund erkämpft, der ihm gebührt.
niemals zu vermeidenden Unebenheiten überbrückt werden.
Beind
Die deutſche Riege hat durch etwa 2000 Schlachtenbumm”
Lad zurt
die aus allen Gauen des Reiches mit 4 Sonderzügen hierber 9
Ueränder
im Mäy. 5
e iM Fie y
Rauiß und B.
Neudes hisct
*
Ernſt Winter, Frankfurt, der zweite Zwölfkampfſieger.
Deutſchen Turnfeſt, errang bei den Kunſtturn=Weltmeiſterſcho”
in Budapeſt im Reckturnen mit 19,6 Punkten für Kür= und Pil
übung die höchſte Punktzahl, ſo daß an ſeinem Endſieg an dus An 30 Winh
Gerät nicht mehr zu zweifeln iſt.
Lute
Nt
Ein Wixhäuſer als Olympia=Kandidat.
20—5
Der frühere Linksaußen des FC. Union Wirhauſen. Lfl
B lien inden
Benz; der ſeit drei Jahren der Reichswehr. und zwar einehl 4,/h
nier=Bataillon, in Magdeburg, angehört, erreichte in letzte
Ein eltesen
beim Speerwurf wiederholt die 60=Meter=Grenze nud wütde ſt
Grund ſeiner beſtändigen guten Leiſtungen einem Spezialto.
für Olympigkandidaten zugeteilt. Hoffen wir, daß ſch. w
ſandsmann weiter gut entwickelt und die höchſte Ehre
Sportsmannes, ein Olympigkämpfer zu ſein, erreicht.
Weiterbericht.
Die Störungstätigkeit im Weſten hat bei Bildung vo.
tiefs über Frankreich verbreitete Gewittertätigkeit ausgeiloe
uns wirkt ſich der hohe Druck noch aus und läßt ſpäter pee
Gewitterneigung aufkommen.
Ausſichten für Samstag und Sonntag: Weiterhin For
des ſommerlichen Wetters mit vereinzelten Wärmeeee.
eRe
ſtörungen.
*he
zmmer 130
Samstag, 2. Juni
Börſe und
Nen
Ftaandliche Tendenz an den Effekken=
Mättient.
Berichtswoche ſtand überwiegend im Zeichen von
Kurs=
beſſe ngen an den Aktienmärkten, während die Rentenmärkte
an=
ſangusoch ſchwächer lagen. Nach der langen Dauer der
Transfer=
eſprwungen, die das Börſengeſchäft faſt einen Monat lang in
tärtem Maße gelähmt hatten, konnte ſich die Burgſtraße in
der uſſen Woche mehr und mehr von der lähmenden Atmoſphäre
der 1Arierenz emanzipieren. Selbſt das Abſchluß=Communiqué.
das zuelichts der langen Dauer der Beſprechungen nicht
befriedi=
gen gunte, vermochte die aufkommende freundliche Stimmung
ichüe hemmen. In Bank= und Börſenkreiſen herrſcht jedenfalls
je „ſerzeugung, daß die Auslandsgläubiger die deutſche
Devi=
ſenſimmion durchaus nicht verkennen, und man hofft, daß es
nun=
noch hei
nehen den Verhandlungen mit den verſchiedenen Gläubigern
ter St gelinlon wird, zu entſcheidenden und befriedigenden Ergebniſſen
Kmnen. Die Börſe erhielt, im vergangenen Monat durch
roskäufe eine gute Stütze. Als in der letzten Woche kaum
/Ablikumsabgaben erfolgten, traten dieſe Käufe mehr in
Er=
cheimug, ſo daß ſich die Kurſe, wie ſchon geſagt, überwiegend
be=
chekonnten. Tonangebend waren hierbei die Aktien der JG.
arbernduſtrie, die ihren Kurs infolge größerer Sperrmarkkäufe
½ auf 136½ erhöhen konnten. Einen günſtigen Einfluß
telich die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei einer
e or Induſtriegeſellſchaften aus, die auch das Publikum ver=
Jähr
chie erlich wieder zu kleinen Anlagekäufen veranlaßten. So
gt. Enn erzientin Berlin=Karlsruher Induſtriewerke auf den 5prozentigen
divinedenvorſchlag eine Steigerung von über 10 Prozent, und
en ieh.-die
ten der Bank elektriſcher Werte konnten 6 Punkte
gewin=
die m nen /9man glaubt, daß das Unternehmen im laufenden Jahre
um 150eine Zudende erarbeiten wird. Auch Linoleum=Aktien waren
unte ) em Eindruck der Dividendenvorſchläge bis zu 6 Prozent
ſomn befeſ . Die Käufe der Stillhaltegläubiger kamen beſonders den
Tarinnrcen zugute, die aber kursmäßig nicht viel verändert
warenn Anhaltendes Intereſſe zeigte ſich für Erdölaktien, wobei
weitctun die Förderung der deutſchen Treibſtoffwirtſchaft durch
die eie rung und die neuen Erfolge im hannoverſchen Erdöl=
V Alllgebisſt aitſprachen. Montanaktien waren im allgemeinen wenig
verämdrt, auch der Elektro=Aktienmarkt lag recht ſtill. Im
Gegen=
aues 13
ſatz u llgemeintendenz zeigten Schiffahrtswerte eine ſchwache
Halt n. Sowohl Hapag als auch Lloyd verloren auf die
Mit=
wes teilu mgn in den Generalverſammlungen beider Unternehmungen
e 3 über 1b= Schwierigkeiten der internationalen Schiffahrt und die
Wähſuugsverluſte mehr als 10 Prozent ihres Kurswertes.
der Sau=
(den Ende der Woche erhielten die Effektenmärkte durch die
un der EuxSchafrfug einer neuen Reichsanleihe mit einer 4prozentigen Ver=
M umen inſuhnce nen neuen Impuls. Wenn auch die kursmäßigen Aus=
Ue wirkmnen im erſten Augenblick noch gering ſind, ſo glaubt man
gſtfa.
C doch, aß dieſe Transaktion, die ein weiterer Schritt auf dem
ſeidelberg GWeger ir tatkräftigen Pflege des Kapitalmarktes durch die
Reichs=
alles Naud gegienrit.
iſt, dem Rentenmarkt bald zugute kommen wird. Die
n Land / Heue =Aleihe bedeutet für die Börſe in vielfacher Beziehung eine
ahe Ausdaut Anrexmt— Einmal ſind die Zins= und Tilgungsbedingungen
neu=
irtign u) durchaus reizvoll, da die Tilgung der Anleihe, die zum
arauf hinge Imteluh’der Hilferding=Anleihe und zum Umtauſch der
Neubeſitz=
teh Imleihid enen wird, bei dem Kursſtand von pari oder über pari
nch Ausloſung und einem Kursſtand unter pari nur durch
au Rückkigt erfolgt. Im letzten Falle kommt die erzielte Erſparnis,
unhſh Differenz zwiſchen dem Ankaufskurs und dem Kurs von
Ezent, den Inhabern der Anleihe zugute, ſo daß alſo bei
ei einem lürkgang des Anleihekurſes die Verzinſung der Anleihe in
eickt= Maße ſteigt. Im Rahmen der Konvertierungspläne die
die deutſche Wirtſchaft erträglichen Zinsfuß zum Ziele
en ſt erſtmals wieder nach dem Kriege der 4prozentige
Zins=
guihlt worden. Die übrigen feſtverzinslichen Emiſſionen von
ſeicht ärdern und Kommunen, die ſich zurzeit noch mit 6
Pro=
w unter Berückſichtigung der niedrigen Kurſe vielfach noch
ent
öhen eitzinſen, werden durch die Einführung des 4prozentigen
nlegheyps wertvoller, andererſeits iſt durch die reizvolle
Aus=
ſtatttm der neuen Anleihe nicht zu befürchten, daß die Zeichnung
und Umtauſch durch die zu erwartende Nachfrage des
Publi=
imsich den übrigen feſtverzinslichen Werten beeinträchtigt
wer=
vd. Eine glückliche Idee war es, bei der
Umtauſchtrans=
aktiomr leichzeitig die Neubeſitzanleihe mit einzubeziehen, ſo daß
ieſe: ark umſtrittene Spekulationspapier dadurch endlich auf
eine /iriedigende Weiſe vom Kurszettel verſchwindet. Die
Neu=
beſitz Aneihe, deren letzter Kurs vor Bekanntgabe der Transaktion
etwag!½ Prozent war, wird mit 23½ Prozent in Zahlung
ge=
nomme. Damit erfolgt der Umtauſch auf einer Baſis die faſt
dem ſühſten in dieſem Jahr erreichten Kurs der Neubeſitzanleihe
gleich kamt.
Geldmarkt verſteifte ſich zum Ultimo wie üblich, doch
wurkge der Monatsſchluß diesmal verhältnismäßig leicht
über=
wunie
Der Satz für Blankotagesgeld für erſte Adreſſen ſtieg
auf m 4½ Prozent. In Schatzanweiſungen und Schatzwechſeln
ſarei ie Umſätze ruhig, das Angebot in Privatdiskonten hielt
ſich zru Monatsende in beſcheidenem Rahmen. Der Valutenmarkt
war ihder wenig verändert, der Dollarkurs konnte ſich beruhigen,
nachläe, die Inflationsbefürchtungen, die im Zuſammenhang mit
bervorlage auftauchten, abflauten. Das Pfund lag
ſaiſon=
mäßißg twas ſchwächer, in der Hauptſache dürften Zinszahlungen
ne den Ars beeinflußt haben.
1N
gff!
Wirkſcha tliche Rundſchau.
Tiheichsrichtzahl für die Lebenshaltungskoſten im Mai 1934.
hichsrichtzahl für die Lebenshaltungskoſten (Ernährung,
Wohlmg. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „Sonſtiger
Be=
tellt ſich für den Durchſchnitt des Monats Mai 1934 auf
LeGär 1913/14 — 100); ſie iſt ſomit um 0,2 v. H. niedriger als
2Gmonat (120,6) Die Richtzahl für Ernährung iſt um 0,4
He uf 130,3, die Richtzahl für Heizung und Beleuchtung um
um
0 u.ſ auf 133,2 und die Richtzahl für „Sonſtigen Bedar
1.). auf 157,6 zurückgegangen. Die Richtzahl für Wohnung
iſt n
reiiſe
1121,3 unverändert geblieben. Die Richtzahl für
Beklei=
ung it um 0,3 v. H. auf 115,0 angezogen. Innerhalb der
Druc Ernährung ſind die Preiſe für Fleiſch und Fleiſchwaren
Swie ſutter und Käſe zurückgegangen. Die Senkung der Richt=
Heizung und Beleuchtung iſt hauptſächlich durch
Gewäh=
ahl
Tunch en Sommer=Preisabſchlägen für Hausbrandkohle bedingt.
Brodukkenmärkke.
Iuf dem Weinheimer Obſtgroßmarkt am 31. Mai betrug
De Aühr 240 Zentner. Es koſteten: Kirſchen 1. Sorte 14—18,
Sorte 30—40, desglei=
VeSgell hen 2. Sorte 10—14, Erdbeeren
NenAISorte 22—29 Pfg. pro Pfund. Nachfrage gut. Tägliche
derldnrungen finden um 11 und 16 Uhr ſtatt. Samstag keine
P
Veriterung.
Dnzer Getreidegroßmarkt vom 1. Juni. Es notierten in
WL Raa, Veizen 20,70, Roggen 18,00—18.20, Hafer 18,00, Braugerſte
LL219 00, Induſtriegerſte 18,00, Malzkeime 13,50—13,75, Wei=
WeitEIue jein 11,00—11,10, grob 11.40—11,50, Roggenkleie 11,50—
SaA Le izenfuttermehl 12,00, Biertreber 14,25—14,50, Soyaſchrot
DuAkrockenſchnitzel 10,80. Tendenz: feſt.
Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herber
Meſchäftl. Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtlich in Darmſtadt. D. A. IV. 34. 23107
Druck und Verlag: L. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
Der plangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
D Itunden der Redaktion: Vormittags 12—1 Uhr, nachmittags 6—7 Uhr.
Die heutige Nummer hat 12 Seiten.
Geldmarkt.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Das Hauptintereſſe der Berliner Börſe konzentrierte ſich
geſtern auf den Markt der Neubeſitzanleihe. In Anweſenheit des
Staatskommiſſars der Berliner Börſe, des Börſenpräſidenten und
einer Reihe von Börſenkommiſſaren fand die Feſtſetzung des
er=
ſten Kurſes ſtatt, die ſich infolge der großen Zahl der vorliegenden
Orders längere Zeit hinzog. Die erſte Notiz kam ſchließlich mit
2½ nach 17.45 am 30. Mai zuſtande. Auch die übrigen Renten
waren unter dem ſich verſtärkenden günſtigen Eindruck der
Neu=
emiſſion des Reiches weiter befeſtigt. Vereinigte Stahl=
Obliga=
tionen wurden 1 Prozent höher bezahlt. Deutſche Reichsbahn=
Vorzugsaktien gewannen ½ Prozent, auch am Kaſſarentenmarkt
lagen eine Reihe von Kaufaufträgen vor. Der Aktienmarkt war
ebenfalls überwiegend freundlich, da die Genfer Meldungen über
die Saarfrage günſtig aufgenommen wurden. Montanwerte waren
meiſt ½ Prozent befeſtigt, Schleſiſche Bergbau und Zink ſtiegen
um weitere 1¼. Lediglich Harpener lagen ſchwächer. Von
Braun=
kohlenaktien hatten Eintracht mit einer Steigerung von 2½ die
Führung. Rheinbraun lagen dagegen 2½ Prozent niedriger.
Kaliwerte blieben weiter vernachläſſigt, während chemiſche Werte
unter Führung von Farben (plus ½) durchweg befeſtigt waren,
Chemiſche Heyden konnten bei lebhaften Umſätzen um 4½ Prozent
anziehen. Conti Gummi erholten ſich um 2½. Auch Siemens u.
Halske waren 2½ Prozent höher, während die übrigen
Elektro=
werte meiſt um Bruchteile eines Prozentes gebeſſert waren. Im
Verlaufe rückten Schiffahrtswerte bei Käufen eines halbſtaatlichen
Inſtitutes in den Vordergrund, Hapag ſtiegen von 21 auf 25 und
Lloyd von 27½ auf 31. Bemberg waren im Verlaufe bei Käufen
der Arbitage 5 Prozent höher als am Vortag. Daimler
gewan=
nen 2, Vogel 2½, Farben insgeſamt 1¼ und Oberkoks 1½
Pro=
zent, Montanwerte waren bis 1 Prozent befeſtigt.
Akkumula=
toren waren auf Dividendenermäßigung 1 Prozent niedriger. Der
Rentenmarkt ſtand unter dem Eindruck der Reichsanleiheemiſſion,
Kaſſarenten waren durchweg befeſtigt, im Vordergrund ſtanden
Neubeſitzanleihen.
Die Frankfurter Börſe lag im großen und ganzen
wie=
der recht ſtill, beſondere Anregungen waren nicht vorhanden. Eine
Stütze bot jedoch die Entſpannung in der Saarfrage ſowie
Mit=
teilungen über die Konjunkturentwicklung. Die Grundhaltung
war, durch verſchiedene Sonderbewegungen angeregt, durchaus
freundlich. Bemberg lagen um 4½ Prozent höher, wobei
Ver=
mutungen vorlagen, daß die bekannten Verſuche neuer
Rohſtoff=
erzeugung offenbar günſtiger als bisher ausgefallen ſind. Aku
etwas mitgezogen und ¼ Prozent höher. Schiffahrtswerte waren
beachtet und feſt auf Käufe von beſtimmter Seite, die ſeit langem
im Markte iſt. Hapag 2½ Prozent, Nordd. Lloyd 1½ Prozent
feſter. Von ſonſtigen Transportwerten A.=G. für Verkehrsweſen
½ Prozent höher. Farbeninduſtrie lagen ruhig und bei 136½
Prozent kaum verändert, Deutſche Erdöl lagen 1 Prozent
niedri=
ger. Montanwerte gleichfalls ohne großen Umſatz. Je ¼ Prozent
leichter waren Stahlverein und Harpener, behauptet lagen
Klöck=
ner und Phönix, bis ½ Prozent höher notierten Mannesmann
und Rheinſtahl. Automobilwerte etwas freundlicher. Daimler
Motoren gewannen 1 Prozent. Zellſtoffwerte etwa gehalten. Am
Elektromarkt erholten ſich Schuckert um ¼ Prozent, Gesfürel
lagen ½ Prozent, Bekula ¼ Prozent höher, Siemens blieben gut
behauptet. Am Rentenmarkt blieb das Hauptgeſchäft für
Neu=
beſitzanleihe. Der Kurs wurde mit etwa 22,50 (nach vorgeſtern
10 und Mitwoch amtlich 178 Prozent) taxiert, die erſte
amt=
liche Notiz verzögerte ſich, da außerordentlich große Aufträge
vor=
lagen. Der Kurs für die Altbeſitzanleihe wurde wegen der im
Gang befindlichen Ziehung ausgeſetzt. Stahlverein=Bonds lagen
1½ Prozent feſter in Nachwirkung eines neuen Urteils in der
be=
kannten Streitfrage. Reichsmark=Obligationen und ſpäte
Reichs=
ſchuldbuchforderungen gewannen je ¼ Prozent. Geſtützt durch die
die
befe=
erwähnten Sonderbewegungen, hielt auch im Verlau
—½ Prozent
ſtigte Haltung an, und die Kurſe lagen meiſt um
über Anfang. Am Rentenmarkt kamen Neubeſitz ſtark verſpätet
mit 22½ Prozent zur Notiz. Der Umſatz war außerordentlich groß.
Dierienähresvericht der Keichspents
Weitere Zunahme der Zahl der Rundfunkhörer?
Die Deutſche Reichspoſt veröffentlicht ſoeben den Bericht über
das 4. Viertel des Rechnungsjahre 1933 (Januar bis März 1934),
Die bereits im Vorvierteljahr feſtgeſtellte allgemeine Belebung
des Verkehrs hat erfr
reicht und überſchritten worden.
Auf allen Gebieten des Poſt= und Fernmeldeweſens konnten
im In= und Auslandsverkehr wieder zahlreiche Verkehrs= und
Betriebsverbeſſerungen durchgeführt werden. Davon ſind
beſon=
ders zu erwähnen die Eröffnung des regelmäßigen
Luftpoſtver=
kehrs nach Südamerika auf der Linie Stuttgart-Barthurſt (
Bri=
tiſch Gambia)—Stützpunkt Dampfer Weſtfalen-Natal (Braſilien)
Rio de Janeiro—Buenos Aires, ferner die Eröffnung des
Funkſprechverkehrs mit Paraguay, die Einführung von
Schiffs=
brieftelegrammen im Seefunkdienſt und die Uebermittlung von
Rundfunkdarbietungen nach Afrika, Oſtaſien und Südamerika.
Die Zahl der Rundfunkteilnehmer hat ſich im
Berichtsviertel=
jahr um 372 148 auf 5 424 755 erhöht, während im gleichen
Zeit=
raum des Vorjahres der Zugang nur 225 140 betrug Im
Viertel=
jahr Oktober bis Dezember 1933 ſind 187, in der Zeit von Januar
bis März 1934 176 Perſonen wegen der Errichtung oder des
Be=
triebs nichtgenehmigter Funkanlagen rechtskräftig verurteilt
worden.
verordnung.
Im RA. iſt eine zweite Verordnung des Reichsminiſteriums
für
rnährung und Landwirtſchaft vom 1. Juni 1934
veröffent=
licht, die zur Ausführung des § 6 der Butterverordnung vom
20. Februar 1934 erlaſſen iſt und am 15. Juni 1934 in Kraft
tritt. Bis auf weiteres darf die in Schweden ſtaatlich geprüfte,
mit der Runmarke verſehene Butter bei der Einfuhy und bei
dem Verkauf im Zollinland als „Schwediſche Markenbutter”
ge=
kennzeichnet werden, wenn dieſe Butterſorte die für Markenbutter
nach § 3 der Butterverordnung vorgeſchriebene Zahl von
Wert=
malen aufweiſt und mit einem von der ſchwediſchen
Kontroll=
behörde für Exportbutter (Svenska Smoerprovningara) hierüber
ausgeſtellten Zeugnis verſehen iſt. Die Runmarke erkennt man
daran, daß ſie ein doppelköpfiges Wappentier und die Aufſchrift
„Rune Brand” enthält.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Nach Mitteilungen des Röhrenverbandes ſind im Mai die
Umſätze im Röhrengeſchäft auf dem Inlandsmarkte gegenüber den
Vormonaten etwas zurückgeblieben. Der geringere
Auftragsein=
gang ſei in der Hauptſache darauf zurückzuführen, daß die Händler
ihre Vorräte in den Frühjahrsmonaten in erheblichem Umfange
ergänzt haben.
Durch eine 8. Durchführungsverordnung zum Geſetz über den
Verkehr mit induſtriellen Rohſtoffen und Halbfabrikaten vom 30.
Mai 1934 wird das Einkaufsverbot für Textilien, das am 31. Mai
ablief, für wollene Rohſtoffe und Halbfabrikate bis zum 30. Juni
1934 verlängert.
Auf der in Frankfurt a. M. abgehaltenen Tagung der
Ak=
beitsgemeinſchaft des Schuhhandels und der Schuhinduſtrie wurde
auch der Wunſch des Schuhhandels erörtert, im Jahre 1935 in
Berlin eine große Schuh= und Ledermeſſe abzuhalten. Grundſätzlich
wurde Einigkeit erzielt, eine endgültige Entſcheidung vorläufig
aber noch zurückgeſtellt. Bekanntlich ſoll 1935 in Berlin ein
allge=
meiner deutſcher Schuhhändlertag ſtattfinden
Die Arbeitsgemeinſchaft von Schuhinduſtrie und Schuhhandel
beſchäftigte ſich auf einer Sitzung in Frankfurt a. M. mit
abſatz=
ind werbetechniſchen Fragen, insbeſondere auch mit der
Notwen=
digkeit einer Hebung der Werbemoral.
Die bereits 1930 einmal inſolvent geweſene Schuhfabrik Jakob
Schmidt in Pirmaſens hat ſich genötigt geſehen, die Zahlungen
einzuſtellen. Die Verbindlichkeiten werden auf rund 130 000 RM.
eber die
vor=
geſchätzt (in 1930 betrugen ſie rund 336 000 RM.).
ausſichtliche Quote können noch keine Angaben gemacht werden
(1930 wurden 35 Prozent in Raten geboten).
Der Londoner Goldpreis betru
am 1. 6. 1934 für eine Unze
Feingold 137 sh 1½ d — 87,28
RM., für ein Gramm Feingold
demnach 52,9040 Pence — 2,80612 RM.
Berliner Kursbericht
vom 1. Juni 1934
Deviſenmarkt
vom 1. Juni 1934
Me He
Deutſche Bank u. 1
Disconto=Geſ.
Dresdne: Ban!
Hapag
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bembe
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Vereinigt
Bergmann Elektr.
Berl.
aſch.=Bau
Conti=
Deutſche Cont. Gas
85.25
52.50
49.75
24.50
30.75
23.25
128.50
69.50
Ric
146.
121.50
Deutſche Erdbl
Fleltr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergwerte
Geſ. f. elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und 1
Köln=Neueſſen
hil. Holzmann
Kali Aſchersleben
löcknerwerke
Kofsw. Chem. Fabt.
Nannesm. Röhr
Naſch.=Bau=Untn.
Orenſtein & Koppell
Nege
98.25
6.75
9.125
26.875
90.50
69.625
59.12
105.7
63.7!
94.—
61.25
2.1
RR6
Polyphonwerke
Rütgerswerke
Salzdetſurth Kali
Weſtdte. Kaufhof
Verein. Stahlwerkel 29.75
Weſteregeln Alkali
Agsb..Nnrb. Maſch
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werke
28.— dten
(GG Währung
ägypt. 2 Geld
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100 Lire Ret
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mnada 1e Oeſterreich 100 Schilling Dän
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in Schweden
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59
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1.00
2.515
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Frankfurter Kursbericht vom 1. Juni 1934.
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Fahr, Gebrüder..
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Zeſ. f.elektr. Untern.
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Britzner=Kayſer..
Grün & Bilfinger.
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Hanauer Hofbräuh
Hanfwerke Füſſen
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Henninger, Kempf.
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Hindrichs=Aufferm
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Biz auf Weiteres
Das Rätsel
einer Nacht
Adolphe Menleu
als Polizeikommissar
V.
mit
Käthe von Nagy
Willy Fritsch
Seite 12 — Nr. 150
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 2. Juni 19344
Oz4
Ab heute in Erstau/führung:
Ein großer Film nach dem Herzen des Publikums
(dele Kern.
Landestheater
Samstag, den 2. Juni 1934
GROSSES HAUS
19.30 b. g. 22
Hauptm. E25
Wehl dem, der liebt!
Luſtſpiel v. Fedor von Zobeltitz
Darſteller: Bauer, Doering,
Francke=Booch, Gothe, Jacobs,
Licht, Liebel, Horn, Wien,
Buch=
ner, Handſchumacher,
Hinzel=
mann, Laubenthal, Lohkamp,
Magel
Preiſe: 0.50—4.50
„Runst im Kandwerk‟
am Ludwigsplatz B5b3o
Irmbanduhren, Markeniabrikale, Gold u. Süber
Ene
Wueb n
(Die Geschichte eines Wiener Mädels)
Nach Motiven von Johann Strauß
Musik von Oskar Strauß
Hauptdarsteller:
Adele Kern, Ursula Grabley, Oskar Karlweiß, Szöke Szakall
Die herrliche Stimme Adele Kerns (
Koloratur-
sängerin an der Wiener Staatsoper) und die
Melodienfülle Oskar Strauß’scher Musik
geben diesem Film eine außergewöhnliche
Musikalität. „Frühlingsstimmen‟ —
prachtvolle Bilder von der schönen blauen
Donau und der schönen Wachau, im besten
Sinne des Wortes ein filmisches Ereignis.
Dazu das erstklassige Beiprogramm
Beginn: 3.45, 6.00 und 8.20 Uhr.
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Darmstadt
Mackensenstraße 52
(6174
Telefon 842.
Bunter Abend
mit Tanz und Funksprecher-Wettbewerb
am 2. Juni abends 8½ Uhr, im Städtischen Saalbau.
Mitwirkende: Harre, Monti, Reining, Dr.
Allme-
roth, Baumeister, Drath, Göbel, Herrmann, Jurich,
Linkmann, Wiek mit dem Kraduf-Ouintett, M.-Z.
der Standarte 115 unter Kapellmeister Schlupp.
Ansage Ebbecke.
Verlosung eines Volksempfängers durch Programme 4 10 Pfg.
Eintrittspreise 50 Pfg. für Mitglieder, 1 Mk. für Nichtmit-
(6191
glieder, Erwerbslose 20 Pfennig.
Saalöffnung 7 Uhr. — Beginn pünktlich 8½ Uhr.
ORPHEUM üh-
Heute Samstag sowie Sonntag u. Montag
Lustiges Gastspiel vom Film:
Ursula
URABLEV
nebst eigenem Ensemble in:
Die frische Brise‟
Sympathisch, witzig, volkstümlich!
Ein launiger, heiterer Abend.
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Karten: Verkehrsbüro u. Hugo de Waal.
Wieder-Eröffnung
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Heute Samstag, den 2. Juni 1954, eröffne ich
nach vollständiger Renovierung meiner
Loka-
litäten mein Geschäft. Es wird mein eifrigstes
Bestreben sein durch Verabfolgung nur
erst-
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Bedie-
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Termin: Montag, den 18. Juni 1934, nach!
mittags ¼4 Uhr, auf der Bürgermeiſteren!
Nieder=Ramſtadt.
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Grundſtück: Gemarkung Nieder=Ramſtadt, Bandl!!
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Bl. 378:
Flur IIII Nr. 96 Acker (jetzt Hofreite mi A asgeſtattet und
200am Inhalt) Im Sand, 5125 am. Schäzuhlt Zuenniſien ausiben
10725 RM.
Einheitswert zum 1. Januar 1931: — 66000ce Hansnr gan bilen
Eigentümer: 1. Pfarrer Friedrich Rinneber?)//hiſſan dem g.
in St. Kilian b. Schleußingen, 2. Frl. Hildee
gard Rinneberg in Wittenberg — Kaſ900
rinenſtift — zu je einhalb.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege 90 F7. 9 de endgt
Din Fi.
Zwangsvollſtreckung.
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Darmſtadt, den 10. April 1934.
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Heſſiſches Antsgeriag Nriu de Nanes=
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Zwangsberſteigerung!
Termin: Mittwoch, den 20. Juni 1934, voie /gſonden licht
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mittags 9 Uhr, im Neuen Gerichtsgebäude.!
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Darmſtadt, Saal 118.
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Grundſtücke: Gemarkung Darmſtadt, Beit 4y Leſbrechun
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Band IX Blatt 466:
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Flur I Nr. 286 Hofreite Nr. 11, Alexandre M beädich nu
ſtraße, 738 qm. Schätzung: 26000 RM.
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Flur I Nr. 287 Grasgarten daſelbſt, 98. A0
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Schätzung 500 RM. — zuſammen: 26500 R90
Mtaicher
Einheitswert zum 1. Jan. 1934: — 43400004
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Eigentümer: Metzgermeiſter Ludwig Lane."
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und deſſen Ehefrau Sophie, geb. Scheuer,!
Geſamtgut der Errungenſchaftsgemeinſo0) h
Darmſtadt, Alexanderſtraße 11.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege Ne
Zwangsvollſtreckung.
Darmſtadt, den 23. April 1934.
Heſſiſches Amtsgerich””
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N4.