Einzelnummer 10 Pfennige
*
N
Nr
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Bezugspreis:
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſiattet.
Nummer 70
Montag, den 12. März 1934.
196. Jahrgang
Der Tag des Jungarbeiters.
FPrau Wefſen.
bewegenden Idee.
Beitt bhimttlich 7mallgem Erſcheinen vom 1. März
bis /uMärz 2.— Reichsmark und 20 Pfennig
Ab=
rag=puhle, abgeholt 2.— Reichsmark, durch die
Agewarn 2.20 Reichsmark frei Haus. Poſibezugspreis
im z9n ohne Beſtellgeld monatlich 2.40 Reichsmark.
MNckumeienen einzelner Nummern infolge höherer
Genpilbtrechtigt den Bezieher nicht zur Kürzung des
Bezwuure fes. Beſtellungen und Abbeſtellungen durch
fernruf obne Verbindlichkelt für uns.
Dit leſamke deutſche Jugend wird nach dem Vorbild der H.J. geformt und geſtaltet. — Konſeſſionelle
Bekäfigung der Jugend freigeſtellk. — Keine Sonderrechke für konfeſſionelle Gruppen.
eiSjugendführer Baldur von Schirach Abſchluß der kechniſchen Meſſe in Leipzig
DNB. Leipzig, 11. März.
In dem abſchließenden Bericht des Meſſeamts über die große
techniſche Meſſe in Leipzig heißt es u. a.: Auf dem Inlandsmarkt
Eſſen, 11. März.
iſt eine ſehr bedeutende Steigerung der Zahl der Aufträge und
ſen, die Metropole des Ruhrgebietes, das ganze rheiniſch= ernſthaften Anfragen eingetreten. Während im Durchſchnitt eine
venfliſche Induſtriegebiet, ja ganz Weſtdeutſchland, ſtand am Vermehrung um etwa 30 bis 50 Prozent gegenüber der vorjäh=
„Somrag, am Tag des deutſchen Jungarbeiters, im Zeichen der rigen Frühjahrsmeſſe genannt wird, wird von anderen Firmen
5. Idie im Kerngebiet deutſchen induſtriellen Schaffens in einer mitgeteilt, daß das Fünf= und Sechsfache der Anfragen vorliege.
*Gbecherpatigen Kundgebung den deutſchen Jungarbeiter ehrte. Sinn= Vielfach wurden auch größere Objekte vom Stande weg verkauft.
oll dar in den Mittelpunkt dieſer gewaltigſten aller Jugend= Der Beſuch der techniſchen Meſſe war erheblich ſtärker als in
umdebungen die Feierſtunde auf dem Kokereiplatz der Zeche früheren Jahren. Sogav der Tag der Deutſchen Technik, der letzte
ur Fäürich Erneſtine” in Eſſen=Stoppenberg geſtellt.
Meſſetag, hat noch eine große Zahl ernſthafter Kaufintereſſenten
Im 11 Uhr traf, jubelnd begrüßt, Reichsjugendführer Baldur nach Leipzig geführt. Das Geſchäft nach dem Auslande wurde
Sirach in Begleitung des Obergebietsführers Weſt, Hart= im allgemeinen günſtig beurteilt, unter den üblichen
Vorbehal=
ndgmitaſe mn Lauterbacher, am Eſſener Rathaus ein, wo ein feierlicher ten, unter denen man Urteile über Auslandsverkehr überhaupt
„mapin g durch die Stadtverwaltung ſtattfand. Dann fuhr der abgeben kann.
Zeuckjagendführer dem weit draußen liegenden Kundgebungs=
„la8u. Fahnen der HJ. ſäumten den rieſigen Platz.
ſt Führer des Oberbannes Eſſen meldete dem Reichsjugend= kieutegelAng der Bcangaft
yählre Ddie Tauſende und Abertauſende der HJ., des Deutſchen
muuvollks, des B.d.M. und der Schuljugend.
beſtimmungen in Preußen.
Pach kurzen Begrüßungsworten durch den Obergebietsführer
DNB. Berlin, 11. März.
r=WVüf brach Baldur von Schirach:
Die Preſſeſtelle des Geheimen Staatspolizeiamtes teilt mit:
Meine Hitler=Jungen und B.d.M.=Mädels! Die Revolution
Der Preußiſche Miniſterpräſident Göring hat als Chef der
t laf wolitiſchem Gebiet zum Abſchluß gelangt, aber auf geiſtig=
Geheimen Staatspolizei die Verhängung von
Schutzhaft=
eilhun Gebiet wird ſie fortgeſetzt.
maßnahmen betreffend durch den Inſpekteur der Geheimen
Staatspolizei folgendes angeordnet: Die bisher für die Anord=
Ihr ſeid die Fahnenkräger einer
welk=
nung der Schutzhaft aus politiſchen Gründen geltenden
Zuſtändig=
keitsvorſchriften werden aufgehoben. In Zukunft dürfen
Be=
ſchränkungen der perſönlichen Freiheit nach Maßgabe des § 1
der Reichsjugendführer ſchilderte den harten und opferreichen der Verordnung zum Schutze von Volk und Stagt vom
Emtiſt lungsweg der deutſchen Jugend. Er gedachte der 21 Opfer, 28. Februar 1933 nur von dem Geheimen Staatspolizeiamt mit
ie 1s Märtyrer einer Idee ſtarben, und fuhr fort: Unſer An= Wirkung für das ganze Staatsgebiet und von den Ober= und
gorn ſauf die Führung der Jugend iſt ein Anſpruch, den wir uns Regierungspräſidenten, dem Polizeipräſidenten in Berlin und
Darm
ll) erkämpft haben, und wir ſind unerbittlich bereit, in Verfol= den Staatspolizeiſtellen für ihren örtlichen Amtsbereich
ange=
aun und Verwirklichung dieſes Anſpruches die geſamte junge ordnet werden.
Die bisherige Zuſtändigkeit der Kreispolizeibehörden,
Samation Deutſchlands nach dem Bilde der HJ. zu formen und
„ulſtrlten. Man mag dieſes Unterfangen ungeheuerlich nennen, namentlich der Landräte, für ſolche Maßnahmen iſt nicht mehr
gegeben. Die bisher von ihnen verfügten Maßnahmen treten
mit Ablauf des 31. März 1934 außer Kraft, ſofern nicht ihre
wer wir ſind nicht bereit, da wir den Marxismus über=
Verlängerung von den zuſtändigen Landespolizeibehörden bis
unden haben, nun vor der Reaktion zu kapitulieren, vor
dahin angeordnet iſt.
dm Reſt Widerſtrebender Halt zu machen. Wir machen
Wird die Schutzhaft als proviſoriſche Maßnahme wegen des
icht Halt vor der Gruppe der katholiſchen Jugendorganiſa=
Verdachts einer ſtrafbaren Handlung angeordnet, ſo iſt
unver=
vnen. Wir erklären feierlichſt, daß konfeſſionelle Gruppen
hin Sonderrecht beſitzen. Ich muß es ablehnen, mich über züglich die Entſcheidung des Gerichtes für die Verhängung der
gerichtlichen Unterſuchungshaft herbeizuführen und im Falle der
de Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer katholiſchen Jugend=
Ablehnung eines richterlichen Haftbefehles auch die polizeiliche
ziehung in beſonderen Organiſationen zu unterhalten.
Maßnahme außer Kraft zu ſetzen, ſofern nicht ausnahmsweiſe
Vährend auf der einen Seite die konfeſſionelle Betätigung
ihre Aufrechterhaltung aus anderen Gründen begründet erſcheint.
aen Mitgliedern, freigeſtellt wird, laſſen wir uns in der
Beſchränkungen der perſönlichen Freiheit, die von den
Ober=
ſeage der Jugenderziehung nicht hineinreden von denen,
und Regierungspräſidenten, dem Polizeipräſidenten in Berlin
te von einer ſolchen Jugenderziehung nichts verſtehen.
und den Staatspolizeiſtellen angeordnet werden, treten am achten
der Reichsjugendführer wandte ſich gegen den Vorwurf, als Tage nach Ablauf des Tages, an dem die Schutzhaftanordnung
blä te HJ. unchriſtlich ſei, als ob ſie das Ziel habe, die Jugend vollſtreckt worden iſt, von ſelbſt außer Kraft, ſofern nicht
in=
deer Airche und dem chriſtlichen Bekenntnis zu entfremden. Das zwiſchen auf entſprechenden Antrag hin die Fortdauer der
iſticht wahr, erklärte er. Wir Nationalſozialiſten haben immer Schutzhaft von dem Miniſterpräſidenten ausdrücklich angeordnet
bant, daß wir jeden nach ſeiner Faſſon ſelig werden laſſen, daß worden iſt,
n aber alle Kräfte bekämpfen werden, die der Einigung des
Ueber jede von den Ober= und Regierungspräſidenten, dem
dtuchen Volkes entgegenſtehen. Es iſt nicht unſere Aufgabe, die Polizeipräſidenten in Berlin und den Staatspolizeiſtellen an=
Oſtreſſen der Kirche zu vertreten. Wir vertreten die Intereſſen, geordnete Schutzhaft iſt dem Miniſterpräſidenten perſönlich tele=
4d½Sraates und der ſtaatlichen Jugenderziehung. Wenn man graphiſch binnen 24 Stunden unter genauer Angabe von Namen,
Alter, Beruf und politiſcher Einſtellung des Betroffenen ſowie
iauk ſagt, wir ſeien keine Chriſten, dann lügt man.
Entſchieden vertrat der Reichsjugendführer die ſozialiſtiſche des Anlaſſes zu der Maßnahme zu berichten und
erforderlichen=
ſGſudhaltung der HJ., der das Erlebnis der nationalen Revolu= falls die Notwendigkeit einer über ſieben Tage hinaus für
an=
t eben ein ſozialiſtiſches Erlebnis geweſen ſei. Er ſchloß; gebracht erachteten Freiheitsbeſchränkung zu begründen,
Verhaftungen, die nicht unter den Begriff „Schutzhaft”
Ktjpft nieder die Barrikaden der Reaktion, kämpft nieder die
Sihrken konfeſſionellen Eigenſinns und ſchöpft aus der revolu= fallen, dürfen nur von den hierfür geſetzlich beſtimmten
Be=
tihiten Arbeiteriugend Adolf Hitlers das ſozialiſtiſch=deutſche hörden erfolgen. In dieſem Falle iſt aber unter allen Umſtänden
binnen 24 Stunden richterlicher Haftbefehl herbeizuführen. Wird
R
Endloſer Jubel folgte den Worten Baldur von Schirachs, der ein ſolcher Haftbefehl vom zuſtändigen Richter abgelehnt oder
ſi hin, kurzer Unterhaltung von den Ehrengäſten und von den iſt derſelbe binnen 24 Stunden nicht zu erlangen, ſo iſt der
Be=
treffende ſoſort zu entlaſſen oder, falls die Verhaftung aufrecht=
Aren der HJ. und dem B.d.M. verabſchiedete.
erhalten werden ſoll, entſprechend Ziffer 3 und 4 zu verfahren,
indem telegraphiſche Mitteilung binnen 24 Stunden an den
Miniſterpräſidenten zu ergehen hat.
ſtaße Frihjahrsaktion der NS-Hago.
Die mißbräuchliche Anwendung der Haft wird der
Miniſter=
präſident in Zukunft unnachſichtlich ahnden.
Berlin, 11. März.
Dienſtſtellen der Partei oder der Verbände dürfen Feſt=
Die Nationalſozialiſtiſche Handwerks=, Handels= und Gewer= nahmen von ſich aus nicht tätigen. Bei Nichtbeachtung dieſer
Kganiſation (NS.=Hago) wird in dieſen Tagen gemeinſam mit Anordnung iſt von der zuſtändigen Behörde ſofort hiergegen
E Geſamtverband Deutſcher Handwerker, Kaufleute und Ge= einzuſchreiten und dem Miniſterpräſidenten umgehend Meldung
lbtreibenden (GHG.) in der Deutſchen Arbeitsfront mit einer zu erſtatten
prgandaaktion größten Ausmaßes beginnen. Die Aktion hat
Sinn, Handel und Handwerk zu beſter Leiſtung und vorbild=
Wegen Erpreſſung zu Zuchthaus verurkeillt.
1 Bedienung anzuſpornen. Das kaufende Publikum, das im
DNB. Berlin, 11. März.
Iſten Maße an dieſer Aktion intereſſiert iſt, ſoll mit Anre=
Die Juſtizpreſſeſtelle teilt mit: Vor dem Sondergericht in
Kgen und Vorſchlägen bei der Durchführung helfen. Zu die=
Zweck werden kurz vor Oſtern an die Käufer Fragebogen zur / Berlin wurde am Freitag die Hauptverhandlung gegen ſieben
4ieilung gelangen. Die NS.=Hago geht dabei von der Auf= jüngere Leute beendet, die vor einigen Wochen unter dem
Vor=
un g aus, daß der Kaufmann und der Handwerker wiſſen muß, wand politiſcher Motive gegenüber einem jüdiſchen Fabrikanten
er in den letzten Jahren viele Kunden auch deshalb verloren aus Chemnitz eine Erpreſſung verſucht hatten. Der Fabrikant
weil man ihm ein mangelhaft ſortiertes Lager, nicht an= war dabei mißhandelt worden. Ferner hatten die Täter auf
ſechende Bedienung und manches andere vorwarf. Solche Män= einen Polizeibeamten, der ſie feſtnehmen wollte, geſchoſſen. Von
ſtnd vielfach durch das Eindringen fach= und berufsfremder den Angeklagten wurde einer zu 6 Jahren 6 Monaten
Zucht=
iſenen in Handwerk und Einzelhandel gefördert worden und haus, einer zu 6 Jahren, zwei zu je 5 Jahren 6 Monaten, ein
em auch dem Ruf des ſtrebſamen und fachkundigen Kauf= weiterer zu 5 Jahren Zuchthaus und zwei zu je 3 Jahren Ge=
Uums und Handwerkers geſchadet. Zur Durchführung der Pro= fängnis verurteilt. Gegen ſämtliche Angeklagten wurde der
Mndaaktion werden Tauſende von Schulungsabenden im gan= Haftbefehl aufrecht erhalten. Das Urteil des Sondergerichts iſt
Meich von allen Berufen und Ständen veranſtaltet werden, rechtskräftig.
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2 pfennig. Die 92 mm breite Zeile im Texttel 1 mm
hoch 100 pfennig. Platzaufſchlag (nach vorberiger Ven
einbarung” ſür Plazierung unter Text oder an be
ſimmter Stelle 25 %. Rabatt nach Tarif. Privatanzeigen
ſeinſpaltig) das feitgedruckte Ueberſchriftewort 20 Pfg.
ſedes weitere Wort 8. Pfennlg. Famillen • Anzeigen
die 22 mm breite Zeilte 1 mm hoch 6 pfennig.
poſiſcheckkonto: Franffurt a. M. 1301. Bankkontv:
DO.= Banl und Darmſtädter und Nationalbank.
Ein neuer Skandal
im franzöſiſchen Kolonialminiſkerium.
DNB. Paris, 11. März.
„Matin” berichtet von Unregelmäßigkeiten im Haushalt des
Kolonialminiſteriums. Das Blatt ſtellt feſt, daß alſo nicht nur
der Haushalt des Mutterlandes geplündert werde. Im Jahre
1932 ſei z. B. für die Lagermanufaktur von Indochina für 22,7
Millionen Francs Opium angekauft worden. Als man dieſes
Opium verwenden wollte, habe man bemerkt, daß es untauglich
ſei. Daraus habe ſich ein Verluſt von 22,7 Millionen Francs
für den Haushalt der Kolonie ergeben. Ein Schadenerſatzanſpruch
ſei nicht geltend gemacht worden, da man nicht wußte, wer dafür
verantwortlich zu machen ſei.
Ein Mitkäter Staviſkys verhafkel.
DNB. Paris, 11. März.
Der Boxer Niemen, deſſen Paß, wie erinnerlich, bei der
Leiche Staviſkys in Chamonix gefunden worden war und der
nach eigenen Angaben als Maſſeur Staviſkys tätig war, wurde
am Samstag verhaftet. Er wird der Mittäterſchaft beſchuldigt.
Als die Polizei in ſeiner Wohnung erſchien, war er gerade beim
Raſieren und zeigte ſich nicht wenig überraſcht über den
uner=
warteten Beſuch, leiſtete aber den Anordnungen der Polizei ohne
Widerſtand Folge. Bei der Hausſuchung bei dem Boxer ſollen
einige wichtige Schriftſtücke gefunden worden ſein.
Ueber die Ueberleitung des ganzen Staviſky=Skandals von
Bayonne nach Paris beſteht noch keine Klarheit. Wohl aber
ſteht es feſt, daß das eine ziemliche Arbeit bedeuten würde, da
die Unterſuchungsrichter von Bayonne zu dieſem Zweck ein
ge=
naues Verzeichnis aller Schriftſtücke anfertigen müßten, deren
Zahl jetzt ſchon 3000 überſteigt.
Die großen engliſchen Flokkenmanöver
haben begonnen.
EP. London, 11. März.
Die diesjährigen engliſchen Flottenmanöver, die erſten
Ma=
növer großen Stils ſeit dem Jahre 1931, haben heute in dem
Drei=
eck Gibraltar—Azoren—Coruna begonnen. Der den Manövern
zu=
grunde liegende Plan geht von der Vorausſetzung aus, daß die
Schiffahrtswege über Nord= und Süd=Atlantik blockiert ſind und
daß England dringend benötigte Nahrungsmittel durch das
Mit=
telmeer oder auf dem Wege um das Kap der Guten Hoffnung
be=
zieht. Die Aufgabe der einen Flotte iſt es, die mit nur zwölf
Meilen Geſchwindigkeit fahrenden Transportſchiffe zu ſchützen, die
der anderen, England auch dieſen Weg abzuſchneiden zu verſuchen,
Stützpunkt der angreifenden Flotte ſind die Azoren, während
Gibraltar als Stützpunkt der Verteidigungsflotte gilt. An den
Manövern nehmen die geſamte Mittelmeerflotte und die geſamte
Heimatflotte teil. Die letzte fungiert als Angreifer, verfügt über
Luftſtreitkräfte und darf mit einer Geſchwindigkeit bis zu 22
Mei=
len kreuzen. Um dieſe Geſchwindigkeit während der fünf bis ſechs
Tage dauernden Manöver zu gewährleiſten, hat die Admiralität
ſeit Monaten Betriebsſtoff aufgeſpart, ſo daß die Manöver auf
der gleichen Baſis durchgeführt werden können, als handele es
ſich um einen wirklichen Krieg. Der einzige Unterſchied gegenüber
dem Ernſtfalle iſt, daß die Unterſeeboote, um Zuſammenſtöße zu
vermeiden, nicht tauchen dürfen. Im Anſchluß an die Manöver
findet vom 20. bis 23. März vor Gibraltar eine Beſichtigung der
vereinigten Flotten durch die Spitzen der Admiralität ſtatt. In
der engliſchen Preſſe wird den Manövern außerordentlich große
Wichtigkeit beigemeſſen, wobei darauf hingewieſen wird, daß, falls
es den Angreifern gelingen ſollte, die Transporte zu „zerſtören”,
die Admiralität ſich vor ſchwere Probleme geſtellt ſehen wird.
Eiſenbahnunglück bei Leningrad.
DNB. Reval, 11. März.
Wie aus Leningrad gemeldet wird, hat ſich bei Leningrad
ein ſchweres Eiſenbahnunglück ereignet. In der Nähe von
Tſcherdowo entgleiſte der Südoſt=Expreß. Dabei wurden die
Maſchine und fünf Wagen völlig zertrümmert Ueber die Zahl
der Toten und Verletzten liegt noch keine amtliche Meldung vor.
Vom Tage.
Bei dem geſtrigen Staatsakt in München hielt der Führer eine
kurze Anſprache, in der er auf die Bedeutung Münchens und
Bayerns für die deutſche Revolution hinwies und ſeinen alten
Mitkämpfern den Dank ausſprach.
Das Geſamtergebnis der Abſtimmung über das neue „
Ord=
nungsgeſetz” der Schweiz, die am Samstag und Sonntag
ſtatt=
fand, lag am Sonntag um 19 Uhr bereits vor. Für das Geſetz
ſtimmten mit Ja 417 678, dagegen mit Nein 468 185
Stimm=
berechtigte.
Der Zuſtand des in Paris ſchwer erkrankten Prinzen Sixtus
von Bourbon=Parma wird von den Aerzten geſtern abend als
hoffnungslos bezeichnet. Die Blutvergiftung ſei „unerbittlicher
Natur” und ein weiteres Bulletin werde nicht mehr ausgegeben
werden. — Die ganze Familie des Prinzen, der im 47.
Lebens=
jahre ſteht, befindet ſich am Krankenbett. Auch Erzherzog Otto
von Habsburg wird in Kürze in Paris erwartet.
Die ſpaniſche Regierung hat angeſichts der immer ernſter
werdenden Lage neue Schutzmaßnahmen ergriffen. Der Auflöſung
des ſyndikaliſtiſchen Gewerkſchaftsbundes, der etwa eine Million
Mitglieder zählt und extrem links eingeſtellt iſt, ſowie die
Schlie=
ßung des Verbandshauſes der ſozialiſtiſchen Jugend iſt durch
De=
kret effektiv geworden. Der Präſident der ſozialiſtiſchen Jugend
iſt verhaftet worden. Die Arbeiterſchaft iſt äußerſt erregt über
dieſe Maßnahmen und man befürchtet, daß es am Montag und
Dienstag zu blutigen Zuſammenſtößen kommen wird.
Seite 2 — Nr. 70
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 12. März 1934 1
Aus der Landeshauptſtadt
Darmſtadt, den 42. März 1934.
Zur Ruheſtandsverſekung des Erſten Stadtpfarrers
Wilhelm Bogel in Darmſtadt.
Evangeliſche Markusgemeinde.
Am kommenden Sonntag, 18. März abends 8 Uhr, findet
im Gemeindehauſe, Kiesſtr. 17, eine ſchlichte Abſchiedsfeier der
beiden Gemeindevereine für den nach jahrzehntelanger
Wirkſam=
keit leider von uns ſcheidenden Gemeindepfarrer, Stadtpfarrer
Wilhelm Vogel, ſtatt. Namhafte künſtleriſche Kräfte haben
dazu ihre Mitwirkung zugeſagt, und alle Gemeindemitglieder und
Freunde ſind zu dieſem ſeltenen Ehrenabend aufs beſte
einge=
laden.
Bei der hohen Wertſchätzung, deren ſich unſer Gemeindepfarrer
Vogel in den langen Jahren ſeiner Betreuung der
Markus=
gemeinde und als hervorragender Kanzelredner erfreut, dürften
manche Gemeindemitglieder als ſeine Verehrer und Freunde mit
Intereſſe einige nachſtehende Lebensdaten erfahren: Am 20. April
1863 zu Dresden geboren, beſtand unſer Pfarrer Vogel das
Ma=
turitätsexamen am Gymnaſium zu Worms im Frühjahr 1883.
Sein Lebensweg führte ihn demnach ſchon zeitig ins Heſſenland.
In Gießen und Göttingen folgte das Studium der Theologie
unter den akademiſchen Lehrern Harnack, Schürer, Stade
Katten=
buſch, Ritſchl, Schultz. Duhm; die Fakultätsprüfung machte er in
Gießen Sommer 1886. Das Einjährigen=Jahr diente er beim
5. Thüringiſchen Inf.=Regt. Nr. 94 in Weimar 1886/87 und
an=
ſchließend wurde 1887/88 das Prediger=Seminar zu Friedberg
(unter den Profeſſoren Dingel, Weifenbach, Köſtlin) abſolviert.
Nach der Schlußprüfung fand im Juli 1889 die Ordination von
Pfarrer Vogel in Oſſenheim (Oberheſſen) ſtatt, wo er Pfarrvikar
wurde. Ein Jahr ſpäter wurde er als Pfarraſſiſtent nach Bingen
a. Rh. verſetzt und kam 1892 als Pfarrverwalter nach Dieburg,
wo er ab Mai 1893 Pfarrer wurde.
Am 6. Juli 1898 wurde Pfarrer Vogel zum Stadtpfarrer in
der Landeshauptſtadt Darmſtadt berufen, wo es ihm vergönnt
ſein ſollte, in unermüdlicher ſeelſorgeriſcher Tätigkeit, in
verant=
wortungsvollem Predigeramt 36 Jahre hindurch, ſeit Herbſt 1931
zugleich als Erſter Stadtpfarrer, zu wirken, von vielen treuen
Anhängern in Stadt und Land gekannt, geliebt und verehrt.
An äußeren Auszeichnungen beſitzt der nun in den Ruheſtand
tretende Geiſtliche das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Philipps=Ordens,
die Rettungsmedaille, das Ehrenkreuz vom Roten Kreuz. Seine
langjährige Amtstätigkeit hat Pfarrer Vogel mit der Prüfung
und Konfirmation ſeiner Konfirmationsgruppe, ſeiner 36. in
unſerer Stadtkirche, am 4. März abgeſchloſſen, und zwar in
er=
freulicher Lebensfriſche. Der Jugend und den Eltern und allen
Anweſenden, die dieſe Feierſtunden weihevollſter Religiöſität in
unſerer Stadtkirche miterleben durften, wird die Erinnerung an
dieſe Feier ein dauerndes Andenken an den ſcheidenden Pfarrer
ſein. „Sine sole sileo” zitierte er als Inſchrift einer alten
Sonnenuhr am Schluſſe ſeiner letzten Konfirmationsanſprache:
Unſere Hoffnung iſt, daß die Markusgemeinde, die ihren Pfarrer
Vogel ſcheiden ſieht, noch lange nicht von ihm ſchweigt, ſondern
in ſegensvoller Nachwirkung ſeiner Lebensarbeit ihm ein treues
Andenken bewahren wird.
Heſſiſches Landestheater.
Mite Hie Mantce12. März Anf. 20, Ende 212/ Uhr.
Siebentes Sinfoniekonzert. Preiſe 0.30—5.00 Mich 18, Ende 22½: D. Bühne Jugendr. 16, Gr. 1—4
Preie 0.70—5.50
14. März Lohengrin. Kleines Haus Dienstag
13. März Anf. 20, Ende 223 Uhr. Außer Miete).
Preiſe 0.70—3.80
Die große Ehance. Mittwoch
14. März 20, Ende 2234. Auß. Miete dazu Num.=Kart. 1.50
Preiſe 0.70—3.80
Am Himmel Europas.
Heſſiſches Landestheater. Es wird darauf aufmerkſam
ge=
macht, daß heute abend im Großen Haus das 7. Sinfonie=Konzert
ſtattfindet. Unter der Leitung von Generalmuſikdirektor Profeſſor
Hermann Abendroth kommt dabei außer Bruckners Sinfonie Nr. 5
in B=Dur die Sinfonie Nr. 96 in D=Dur von Joſef Haydn zu
Ge=
hör, die in Darmſtadt bisher noch nicht aufgeführt worden iſt. —
Zwiſchen dem 18, und 28. März wird das Heſſ. Landestheater den
„Ring des Nibelungen” von Richard Wagner als Zyklus in
nun=
mehr vollſtändiger Neueinſtudierung und Neuausſtattung zur
Auf=
ührung bringen. Für dieſen Zyklus hat das Landestheater eine
Sondermiete mit einer Ermäßigung von rd. 25 % aufgelegt, die ſich
— wie uns vom Landestheater mitgeteilt wird — einer ſehr regen
Nachfrage erfreut. Die Einzeichnungsfriſt für dieſe Sondermiete
endet am 14. März; es iſt daher erſt vom 15. März der
Tagesvor=
verkauf für die einzelnen Abende möglich.
Was iſt die Welk?
Morgenſeier im Helia.
Im Helia=Theater lief geſtern in einer Morgenveranſtaltung
ein Film „Was iſt die Welt?” der durch das Thema das er
ſich ſtellt, aus dem Rahmen des Alltäglichen fällt. Dieſer Film
will „das Bild der Welt, das unſere Zeit zu ſehen vermag”,
in kurzen Zügen umreißen. —
Mit einem Blick in die Welt der kleinen Lebeweſen, der
Käfer und Inſekten, beginnt der Film. Wir begegnen
Vor=
formen menſchlicher Erfindungen in der Taucherglocke der
Waſſer=
ſpinne, im Flug des Schmetterlings. Auch unter dieſen kleinen
Lebeweſen gibt es Einzelgänger, wie bei uns; andere wieder
leben in Sippen zuſammen, und endlich die Ameiſen haben ein
hochentwickeltes Staatsweſen, in dem Arbeitsteilung und
Ge=
meinſchaftsſinn oberſter Grundſatz ſind.
Einen Schritt weiter geht es, in die Welt des Menſchen,
der ſich die Tiere, die früher freie Raubtiere waren, dienſtbar
macht und die Pflanzen züchtet und zu Höchſtleiſtungen treibt,
der ſich Städte und Straßen baut und die Waſſerläufe
re=
guliert. — Und doch iſt die Landkarte, wie wir ſie heute ſehen,
und zu deren Geſtaltung der Menſch ſein Teil beigetragen hat,
nur ein Momentbild aus dem Leben unſerer Erde. Steine
er=
zählen uns aus der Geſchichte der Erde; Steine tragen die
Ab=
drücke der Pflanzen, die heute nicht mehr exiſtieren;
Findlings=
blöcke zeugen von der Periode der Eiszeit, Alle die Kataſtrophen,
die ſich in vorgeſchichtlicher Zeit abſpielten, können wir an dem
Antlitz der Erde, den Verwerfungen der Geſteinsſchichten
ab=
leſen. Und heute ſind noch unermüdlich die Kräfte der
Ver=
witterung, Hitze und Froſt, Wind und Waſſer, am Werk. —
Einen Blick wirft der Film auf die Urgeſchichte unſerer
Erde, auf die Zeit, als noch alles Leben im Waſſer allein
exiſtierte, — bis dann Pflanze und Tier begannen, ſich das
Feſtland zu erobern. Da werden die ungeheuern Formen der
Saurier vor uns lebendig und die Wälder aus rieſigen Bärlapp=
und Schachtelhalmgewächſen. —
Dann tut ſich der Blick in den Weltraum auf. — Das
Fern=
rohr holt uns unſeren guten alten Mond ganz dicht heran,
und wir ſehen in ſein kraterzerfurchtes Geſicht. Mit
wunder=
barer Eindringlichkeit läßt uns der Zeitraffer die
Tages=
wanderung des Sonnenlichts an einer Häuſerfront erleben.
Endlich ſehen wir unſere Erde als ein Pünktchen, ein Nichts,
im Weltraum ſchwimmend, umgeben von ungezählten
Sonnen=
ſyſtemen.
Der Film iſt vom Geſichtspunkt der Photographie betrachtet
ſehr gut gelungen. Ausgezeichnet ſind die Bilder aus der
Inſektenwelt und die ſchönen Aufnahmen von der Obſternte,
vom Pflügen eines Feldes. —
Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß mar
eiſtige Weltbild
General=Appell der SA.=R. I
3000 Feldgraue marſchieren zum letzten Male durch Darmſtadt.
Auf Befehl des Führers der Brigade Weſtmark=Süd der SA.
der NSDAP. hatte die Standarte Starkenburg geſtern den
letz=
ten Generalappell der ehemaligen Stahlhelmer, die bekanntlich
vor drei Wochen als SA.=Reſ. I in den Verband der SA.=Gruppe
Weſtmark überführt wurden. Kameraden der Standarte Main,
aus Aſchaffenburg, aus dem Odenwald und der Bergſtraße
nah=
men in mehr oder weniger ſtarken Gruppen an dem Appell teil.
Dazu eine Reitergruppe, Fuhrpark, Kraftwagenkolonne und
Rad=
fahrertrupp.
Dem Appell voran ging für die SA.=Reſ. I ein 15=Kilometer=
Gelände=Uebungsmarſch, der als Sternmarſch nach Darmſtadt
be=
fohlen war und auf dem Hochſchulſtadion endete. Ab 10 Uhr
fanden ſich hier die einzelnen Abteilungen ein. Bald
marſchier=
ten auch die Kameraden von auswärts mit klingendem Spiel und
wehenden Fahnen ein, und um die Mittagsſtunde bot das
Sta=
dion den zahlreichen Zuſchauern, die ſich, obwohl es ſich um
kei=
nerlei Propaganda= oder Werbeveranſtaltung handelte,
eingefun=
den hatten, das ſchöne, an frühere Zeiten erinnernde Bild.
Herr=
liches Wetter, das niemand nach den letzten Regentagen erhofft,
war den Feldgrauen beſchieden und hielt bis zum Nachmittag
durch.
Gegen 12½ Uhr traf auf dem Appellplatz auch Brigadeführer
Dr. Ivers mit ſeinem Stabschef Wagner ein, ebenſo
Ver=
treter des früheren Landesverbandes und Kreisverbandes und
andere Ehrengäſte. Der Führer der Brigade Weſtmark=Süd,
Gene=
ral Thon, war dienſtlich verhindert und hatte
kameradſchaft=
liche Grüße geſandt.
Mit dem Eintreffen der letzten Marſchgruppen war auch die
Paradeaufſtellung vollendet, die unter dem Kommando des
Sturmführers, Oberſt a. D. Dieckmann, ſtand. Drei
Muſik=
korps mit Spielmannszügen waren in den langen Kolonnen
ver=
teilt. Nach Entgegennahme der Meldung ſchritten der Führer
der Stand. Starkenburg, Major Stiebler, mit Stab und die
Ehrengäſte die Fronten ab,
Daran anſchließend hielt Major Stiebler, eine
kurze kernige Anſprache, in der er beſonders dem Brigadeführer
Dr. Ivers und den ſonztigen Ehrengäſten kameradſchaftlichn
Willkomm entbot, und den Kameraden nochmals dienſtlich m0
teilung von der nunmehr erfolgten Eingliederung des Stalu errmell
helm in die SA.=Reſerve 1, ——— — machte und ihnen die Grüc) zſrug kfam
des Brigadeführers Thon übermittelte, den wichtigen dienſtliſe g. d ür
Beſprechungen zu ſeinem Bedauern am Erſcheinen verhindert,n, eſem nußte.
Die Anſprache klang aus in einem erneuten Treuegelöbnis ni) rs betrat
den Führer im Weltkrieg, Generalfeldmarſchall von Hinde
burg, und den Kameraden im Weltkrieg und Führer des neug v 10u
Deutſchland Reichskanzler Adolf Hitler. Nachdem wo.
brauſende Sieg=Heil auf den Führer verklungen, ſpielte
Wi Diehl.
Kapelle Mickley das Deutſchland= und Horſt=Weſſel=Lied. Daw
wurde in Gruppen eingeſchwenkt, die Herren des Stabes ſetzg B:ad
im. Sch
ſich an die Spitze und mit klingendem Spiel und wehentz!
leber,
Fahnen gings in ſtramm diſzipliniertem Marſch durch
dem 2
Siraßen zum Exerzierplatz.
Spiel
Die Häuſer der Nieder=Ramſtädter=, Heinrich=, Wilhelmine
dr jagte
Peter=Gemeinder= und Rheinſtraße trugen reichen Flaggenſchmtt,, Kurz
und „viel Volks” ſäumte trotz der Mittagsſtunde die MarPſzis einen
ſtraße. Der über eine halbe Stunde lange Zug wurde von k0A ombe au
Reiterabteilung eröffnet und von den Wagen= und Kraftfag, iwmn. We
kolonnen beſchloſſen. Auf dem Exerzierplatz hatten ſich Zuſcha uſn beſtigen
nach Tauſenden eingefunden, um das lang entbehrte Schauſitſe wverden
eines in ſoldatiſcher Form gehaltenen Parademarſches, der un sht feldü
Standartenführer Major Stiebler abgenommen wurde, in srielen.
ſehen.
In der Feſthalle wurden die 3000 Teilnehmer verpfl!
Die Damen und jungen Mädchen des Bundes „Königin Lu
waren hierbei, wie auch ſchon bei der Morgen=Verpflegung
dem Hochſchul=Sportplatz aufopfernd tätig.
Nachmittags fanden ſich die Kameraden von auswärts r.
abends die Darmſtädter im Städtiſchen Saalbau mit Angehörii
und Freunden zuſammen um noch einige Stunden in
gewohm=
ſchöner Kameradſchaft bei Konzert und Sang und Tanz zu 20
bringen.
F eurch, Fel
kerauslaufe
ßen. Die P
k nn Bür
Snig vor
Bekennknis der Darmſtädker Jugend
zur nalionalſozialiſtiſchen Volksgemeinſchaft.
* Am Sonntag vormittag fand eine von echt
nationalſozia=
liſtiſchem Geiſte getragene Maſſenkundgebung der
Darmſtädter Hitlerjugend für die
Jungarbei=
terſchaft ſtatt. Die Kundgebung, die in einem flammenden
und wuchtigen Gelöbnis zur Arbeit, zum deutſchen Sozialismus
und zur Nation ausklang, zeigte, daß in den Herzen der
deut=
ſchen Jugend kein Platz mehr für Klaſſengegenſätze und
Klaſſen=
kampf iſt. Ehrlich und offen betrachtet jeder deutſche Junge
ſei=
nen gleichaltrigen Volksgenoſſen, gleich, welchen Standes, als
ſeinen Freund und Kameraden, dem er jederzeit in Not und
Be=
drängnis hilfsbereit zur Seite zu ſtehen hat.
Um 9.45 Uhr verſammelten ſich die Kundgebungsteilnehmer
auf dem Marienplatz. Voran der Spielmannszug der HJ.,
be=
wegte ſich dann der impoſante Zug durch die reich geſchmückten
Straßen Darmſtadts. Hitler=Jugend, Abteilungen des
Jung=
volkes, BDM. und beſonders zahlreiche Jungen in
Berufsklei=
dung gaben dem Zug ſein eigenes Gepräge. Sprechchöre der
HJ. forderten die Jugend zu gemeinſamer Aufbauarbeit am
deut=
ſchen Volke auf.
Nach dem Umzug nahmen die Teilnehmer vor dem
Landes=
theater zu einer Abſchlußkundgebung Aufſtellung. Oberbannführer
Bloch betonte in ſeiner zündenden Anſprache, daß die deutſche
Jugend allein von dem Gedanken beſeelt ſei, den wahren
deut=
ſchen Sozialismus zu verwirklichen. Klaſſenhaß und
Klaſſen=
kampf ſeien ihr unbekannte Worte. In der Hitler=Jugend werde
der Gedanke der Volksgemeinſchaft, der Zuſammenſchluß der
Ar=
beiter der Fauſt und der Stirn gepflegt und gefördert. Von
echtem Kameradſchaftsgeiſt und heißer Liebe zu Volk und
Vater=
land beſeelt, blicke Deutſchlands Jugend vertrauensvoll zu dem
Führer, der allein das Vaterland aus dem Chaos des
Bolſche=
wismus gerettet habe. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf
Führer und Vaterland und dem Horſt=Weſſel=Lied endete die
kraftvolle Jugendkundgebung. Oberbannführer Bloch nahm darauf
den Vorbeimarſch der verſammelten Jugend ab.
rüt-
unſerer Zeit nicht in einem Film ſichtbar machen kann, — hier
ging es nur um das, was mit dem Auge der Kamera
einzu=
fangen iſt. Die Herſteller des Films ſind ſich — das fühlt man
durch den ganzen Film hindurch — dieſer Grenzen ihres Werks
wohl bewußt geweſen, und gerade deshalb haben ſie innerhalb
dieſer Grenzen eine ſo hervorragende Leiſtung ſchaffen können,
A. H.
Ein Spaßvogel der Wiſſenſchaft.
Von Lothar P. Manhold.
dp. Um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, in der
Zopfzeit alſo, lebte in Danzig ein gelehrter Mann namens
Jacob Theodor Klein, der ſeines Zeichens Ornithologe,
Vogel=
kundiger, war. Dieſer wackere Herr war zu ſeinen Lebzeiten
ſo etwas wie eine europäiſche Berühmtheit, und wenn wir
hören, was er alles vorſtellte, ſo werden wir uns um ſo mehr
ſeiner „wiſſenſchaftlichen Tat” vergnügen. Jacob Theodor war
zunächſt älteſter Sekretär der Stadt Danzig, dann Mitglied der
Kaiſerlich=Ruſſiſchen Akademie der Wiſſenſchaften, ferner
Mit=
glied der Königlich=Großbritanniſchen Sozietät in London,
außer=
dem Mitglied der deutſchen Geſellſchaft in Jena und ſchließlich
war er noch führendes Mitglied der Naturforſchenden
Geſell=
ſchaft in Danzig.
Dieſer Herr Klein war nun „gleichſam dazu berufen, die
natürliche Hiſtorie der Vögel in eine beſſere Ordnung zu
brin=
gen”, als ſie von des Ariſtoteles Zeiten bis zu den Tagen
Jacob Theodors gebracht worden war, leider iſt ſein Syſtem
nicht lückenlos geweſen, er vergaß nämlich ſich ſelbſt darin unter
die Käuzchen oder unter die Spaßvögel zu klaſſifizieren, denn
in eine der beiden Gruppen gehörte er ganz gewiß. Wir werden
nun ſehen warum.
Jacob Theodor Klein, hatte eine für damalige Zeit
uner=
hörte und endgültige Abhandlung geſchrieben, die das Rätſel
des Ueberwinterns verſchiedener Vögel zu löſen vorgab.
Beſon=
ders hatte er ſich für den Verbleib der Störche und der
Schwal=
ben intereſſiert, und da war er zu ganz verblüffenden Reſultaten
gekommen. Er hielt nichts von dem Gerede, daß die Störche
nach wärmeren Ländern zögen. Ihm waren Berichte von
See=
fahrern und Reiſenden bekannt, die in Aethiopien und in
Aegypten unſere preußiſchen Störche geſehen haben wollten.
Jacob Theodor konnte darüber nur lachen. Er, gewohnt alle Dinge
ſchärfſtens zu durchdenken, kam zu der unumſtößlichen Gewißheit,
daß jene Beobachter ſich getäuſcht haben müßten. Denn dreierlei
ſprach gegen den Storchenzug nach dem Süden. Erſtens: Wie
konnte es ſein, daß Tiere, die in der gemäßigten Zone, ja ſogar
im kalten Klima geboren und aufgewachſen waren, nun mir
nichts dir nichts nach dem Süden flogen, wo es bekanntlich
er=
bärmlich heiß war. Und Herr Jacob Theodor bezweifelte nun
ſehr, daß ſich der preußiſche Storch ſo ohne jeden erkennbaren
M
Aes St
— Die Beſſunger Mädchenſchule feierte am Freitag mon
im Städtiſchen Saalbau die Weihe ihrer Klaſſenwimpel. A9/ I0M
feierlichem Einzug der Wimpel und herzlicher Begrüßung dih
Rektor Schanz erklang als fein durchgearbeiteter Sprech
„Deutſchlands Lied” von Rud. Herzog. Darauf hielt Rektor v0 vom Kultusminiſterium die Weiherede. Anknüpfend an
Fahnen in der Garniſonkirche zu Potsdam, wußte er in
beiſeil=
reicher Rede den Kindern einzuprägen: Die Fahne iſt mehr /etten, die
eine luſtige Verzierung, iſt Sinnbild des neuen Geiſtes und e 18-urm
Kampfes, den nicht nur SA. und SS. ausfechten, in dem deruch hatte
Hitlerjungen und BdM. in Front ſtehen. Ebenſo ſteht die SSehaſtellen
nicht abſeits. Sie hat dieſen neuen Geiſt in ſich aufgenommen / der Gäf
den Wimpeln werden mit Begeiſterung die jungen Scharen
gen, ein deutſches Lied auf den Lippen und treue Kameradſoche, b wur
im Herzen. Die Wimpel zeigen auf der einen Seite das Hau014 gewon
kreuzbanner, während die andere Seite auf ſchwarzem weiſiſchee ab
rotem oder blauem Grund in Stickerei ein Wappen mit Kircht Spielhä
und Lapping und den Namen der Schule trägt. Der Entr./ ſie überlei
und die Stickerei wurden ausgeführt von Mädchen der 24güiſtoß w.
klaſſen unter kameradſchaftlicher Mithilfe der Handarbeitslen ahen, der
rinnen. Nach dem feierlichen Weiheakt ſprachen die 15 Win
trägerinnen ein für dieſe Feier verfaßtes ſinniges Wimpelſ”4
Es folgten im Wechſel klangreine Chorgeſänge, drei Reigen, 10 wie der
unter der Holzſchuhtanz aus Zar und Zimmermann. eine MuſäiPutt, m.
tengilde trug auf Zither, Lauten, Geigen. Mandolinen und M:t Ungriffe
harmonikas in ſchöner Harmonie Wanderlieder vor, und ſchlie 4ür die 6ä
wurde auch ein volkstümliches frohes Spiel mit Geſang. ſu* ſt
Klinghäuſ!” von Franziskus Nagler aufgeführt. Die SpPſſaach Seit
können ſich ſehen und hören laſſen! — Am Abend wurde bei
ü=
fülltem Saale die ganze Vortragsfolge für Eltern und Jugd
freunde wiederholt. Der Erlös aus dem Programmverkauf f./—m läßt
in die Wanderkaſſe der Schule, die auf das gute Gelingen d/050 erring
aus dem Zuſammenwirken des Lehrkörpers erwachſenen Verami/län der H
tung ſtolz ſein kann.
Min ind
Tageskalender.
Lert
fite Urb
Feugen V
häugt.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Die Chriſtengemeinſchaft. Heidelbergerſtraße 9.20
20,15 Uhr: Oeffentlicher Lichtbildervortrag: „Das Chriſtusbil3”,.
Wandel der Zeiten”, Pfr. W. Kelber=Nürnberg,
Grund einer tropiſchen Schwitzkur unterziehen ſollte. Er ſclEll2i
bleib=
dann weiter: Wenn die Störche wirklich von uns fortflieſehl, der
dann finden ſie im Nillande den kleinen, verſiegenden Nil /ſte gewon
wenig Fröſche, ſie müſſen hungern und viele werden ſtexd Amt u
Das ſtünde aber in Widerſpruch zur Sorgfalt Gottes und ?Mdenſte
Natur. Und dann drittens und wichtigſtens: Sie (die Fellace,
brauchen ja am Nil unſere Störche nicht, ſie haben ja M901
Ibiſſe, die vertilgen ihnen ohnehin alles Ungeziefer.
Aber wo blieben die Störche dann? Woher kamen ſie zunü
Für ihn ſtand es feſt, daß ſie ſich im Winter verſteckten
machten es genau ſo wie die Haus= und Rauchſchwalben. We5)
der Winter herankam, nicht wahr, dann klammerten ſich
Schwalben an Strohhalme, die auf dem Waſſer ſchaukelten.
ſolch ein Strohhalm mit einer Traube dicht beſetzt, dann ſau
mit allem Drum und Dran unter und wurde von der Strön!
umhergetragen. Kam das Frühjahr, dann wachten die Schwal.
aus ihrem Schlaf auf, mit einem Male regten ſie dann fin
Flügel und hoben ſich auch in die Lüfte.
Er ſelbſt war oft in Roſſitten geweſen. Da hatte er Aat
ſelben Geſchichten von Störchen gehört, die von Fiſcherr1 9
Winter mit ihren Netzen aus der See oder aus dem HaffK0,
zogen worden waren. Die zu Eis erſtarrten Tiere ſeien dam En
eine Hütte gebracht worden, man habe tüchtig eingeheizt urd ut
der „Bullenhitze” ſollen dann die Störche aus dem Winterf)
erwacht ſein, ſollen gefreſſen haben und munter geweſen
Im Januar 1729 hat er mit dem Kriegsrat Lölhoſſel und
Stadtinſpektor Kahlau im Strandamt Roſſitten Fiſcher geſ0ß
die einen aus der See gefiſchten Storch von Sarkau bracte
Auch dieſes Tier wurde am Kamin aufgetaut und lebte LN
fort. Der Amtmann von Balga atteſtierte die Richtigkeit di
Vorganges und als Herr Jacob Theodor ſein Buch ſch‟
fügte er das Atteſt als krönenden Bauſtein ſeiner Wiſſenſchaf
Der Schwalben wegen war unſer Pionier der Ornitho
nach Karthau gereiſt, Leider waren — als er dorthin kar!
ſchon alle alten Leute tot, die dabei geweſen waren, als gu
Trauben von Schwalben aus den winterlichen Seen geiſ
worden waren. Aber die Nachfahren dieſer Alten erzählten!
von und Herr Jacob Theodor ſah nicht ein, warum er
Erzählungen bezweifeln ſollte.
Intereſſant für uns heute iſt ein Bericht Kleins über
Vorkommen der Möven in der Danziger Bucht. Er erzählt,
ſie ſtets bei Anbruch des Winters nach dem Sund ziehen.
den erſten Blick will uns das auch geräubert erſcheinen wie?
Storchenmärchen, denn wir wiſſen doch, daß die Bucht auch
Winter von Mövenvölkern belebt iſt. Bei näherem Zuſeher”
hält aber der alte Forſcher doch recht. Noch bis in das
Jahrhundert hinein war Danzig nicht der eisfreie Hafen de
jetzt iſt. In jenen Zeiten froren nicht nur die Gewäſſer
ſondern auch die See erſtarrte, und ſo mußten ſich denn
Möven andere Standorte ſuchen. Und da war es der 91
Sund, der ihnen Nahrung genug bot.
g. 12. März 1934
Nr. 70
ſit6z des ungünſtigen Wetters waren zirka
MN 3000 ſurtbegeiſterte nach dem Waldſportplatz
Niag gekuymeu, um Zeuge dieſes Kampfes zu ſein.
iden Dieihrg kam mit gemiſchten Gefühlen nach
Bür=
eu hich ſtadht,/4 für verletzte Spieler Erſatz eingeſtellt
keuné werrde inußte. Mit dem Schiedsrichter
Rehm=
vonWozrr betraten folgende Mannſchaften das
hee Feld=ß
Nitz heburg: Wink; Schmidt, Fach III.;
ſBlalnASürz, Muth; Weißbäcker, Blank, Fach II.,
MeeAu Schüänt, Diehl.
eicht 1:6ſtadt: Ludwig; Gotha, Hartmann;
SStorcharn, Schmitt, Ruh; Fettel I., Fettel II.,
Emn Kleber, Kratz.
M dem Anſtoß entwickelte ſich ſofort ein
Wit ſtra zwes Spiel, wobei Schmidt einen Strafſtoß
Flageauf=) kar jagte, den aber Ludwig meiſtern
nde di konmi Kurz darauf machte Wick auf der
Ge=
wurde gen vei= einen Eckball unſchädlich. Kleber jagt
zgeine ſombe aufs Tor, die Wick zur Ecke
abweh=
ten ſhn. Wenig ſpäter knallt Diehl=Dieburg
„inehn beftigen Schuß knapp übers Tor. Die
ſäſſeverden bis zum Schluß der erſten
Halb=
weitlſcht feldüberlegen, können aber nur zwei
Fckelyrzielen. In der 35. Minute kommt
Bür=
tadc urch, Fettel flankt und Emig kann an
Fem brauslaufenden Torwächter ins leere Tor
hienße. Die Partie ſteht 1:0. Kurz vor
Halb=
eit) im Bürſtadt auf 2:0 verbeſſern. Kratz
gte mig vor, und dieſer kann in ſeiner Ma=
Drmania Pfungſtadt
ackkäuſchke in Urberach.
wiflie a Urberach — Germania
Pfung=
ſtadk 4:1 (2:0).
Spiel beginnt verheißungsvoll für die
äſüe denn es brachte ihnen mehrere
Torgele=
pnyſeen, die aber durch die Unentſchloſſenheit
esur /Su m nicht ausgenutzt werden konnten.
erElerc, hatte in der erſten Halbzeit nicht viel
pikellen; einige Angriffe wurden mühelos
nhdr Gäſteverteidigung abgeſchlagen. Es ſah
„sflf würde das Spiel überlegen von
Ger=
ar rewonnen. Ein Strafſtoß für Urberach
auh aber die Wendung gegen Schluß der
er=
gny wrelhälfte und einen tragiſchen Abſchluß
jgt, Der Ex idlüberlegen ſpielenden Pfungſtädter. Der zum Ausgleich.
lädchen deſ—cſos wurde ſchön vor das Pfungſtädter Tor
ſeitzzchr, der zu früh herausgelaufene Pfung=
„ik Torhüter Darmſtädter mußte mit
an=
linen un *4 lugriffe vor, aber ein erneuter Strafſtoß
vor, und ſtauht die Gäſte völlig aus der Faſſung. Gleich
mit Geſtxhru ſit Halbzeit.
dwurde Rüel ernſt und kommt zuſehends weiter auf. einem dieſer Angriffe kam Falter an den Ball,
tern und Fo=zem läßt Pfungſtadt nicht nach, den Aus= er fackelte auch nicht lange, und fein flach ſitzt der
ammberiß eizchu erringen, und behält auch weiterhin das Ball tief in der Torecke. Unbeſchreiblicher Jubel
Meigelin der Hand. Aber Darmſtädter, der heute folgte dieſem Treffer, 2:1 ſteht das Spiel. Die
huli ändisponiert war, muß nach einem von
Ey?rteidigung verpaßten Angriff noch ein
ſiſte Urberacher Tor anerkennen. Bei einem
mneier Vorſtoß der Gäſte wird ein Strafſtoß
rrägt. Durch die unhaltbare Verwandlung einen Elfmeter zum Ausgleich. Wiederholt haben
Eciben erzielen die Gäſte das längſt verdiente, die Germanen Gelegenheiten, zu Treffern zu
„s Chriſtl ſeir Irberachs Verteidigung nicht überwinden.
ſus ur dem Abpfiff kommt Urberach nochmals
—ſtnd erhöht nach ſchönem Feldſpiel auf 4:1. war dem Kampf ein ausgezeichneter Leiter.
feiui bleibt es bis zum Schluß. Das Spiel
huszt dem Spielverlauf nach, unbedingt für die
ſützege wonnen ſein. Der Schiri hatte ein leich=
It Ik und leitete vor wenigen Zuſchauern
„Ffusveriſtellend für beide Parteien.
5:0 (4:0).
2r zirka 1000 Zuſchauern lieferten ſich
einR Parteien eine recht gute Partie wobei
ſen zwiedsrichter ebenfalls gefiel. Techniſch
auddas Spiel, wie zu erwarten war, auf
ſohn Stufe. Dauernd wechſeln die Angriffe,
vu.ß Lampertheim feldüberlegen war. Der
Loliſer Mittelläufer, Lorbacher 2., konnte
eime Bruder nicht erſetzen, da Baier auf der
wiwn Seite immer wieder ſeinen Sturm
ſaſch ſorne warf und ihm ſo Gelegenheit gab,
2Sur Pauſe 4 Tore zu erzielen. Nach der
Belln wurde dieſem Reſultat ein weiteres
Ers) umgereiht. Beide Hintermannſchaften
grileenen ſehr gut.
D.
Kreisklaſſe 1.
G92 Eberſtadt — FC. Egelsbach 2:2 (1:1),
TEl 1E Darmſt. — SC. Ober=Ramſt. 5:2 (2:2),
W Tre 7 Darmſt. — VfL. Michelſtadt 7:1 (1:1),
Ahmn Wixhauſen — Union Darmſt. 7:0 (4:0),
SMANeßdorf — Viktoria Griesheim 2:1 (1:0).
5:1 (4:1).
hafheim — FV. Biblis
Slc anpertheim — Al. Gr.=Rohrheim 1:1 (1:1).
abgeſetzt.
Bflltadt — Gernsheim
Ergebnis des Spieles Hofheim
BMlz entſpricht nicht ganz dem Spielverlauf,
De: alte Kämpe Lehmann in der 12. Min.
bezt wurde und ausſchied. Biblis mußte den
M liderr Spielzeit dann mit 10 Mann weiter=
NIt An.
um pertheim mußte den Gäſten aus Groß=
Mbhefim einen Punkt überlaſſen, dank der
Dlg ichen Arbeit des Lampertheimer Tor=
MHAs Kaht.
3: SV. Offenthal — SC. Dietzenbach
9. SV. Münſter — Tgde. Sprendlingen
0. FC. 02 Dreieichenhain — Germania
de r=Roden 2:2.
nier unhaltbar einſenden. Mit 2:0 werden die
Seiten gewechſelt.
Das Halbzeitreſultat
hätte den gezeigten Leiſtungen nach mindeſtens
Unentſchieden lauten müſſen. Nach dem Wechſel
hat Bürſtadt weit mehr vom Spiel als die Gäſte.
Gleich in der 1. Minute ſpielt ſich Emig durch,
Kratz iſt zur Stelle, und Nummer 3 ſitzt in den
Dieburger Maſchen. Dieburg kämpft
verzwei=
felt, kann aber nicht verhindern, daß Kleber im
Anſchluß an einen Eckball das Reſultat auf 4:0
ſtellt. Wenig ſpäter knallt Kleber an die Latte.
Emig iſt zur Stelle und kann den Nachſchuß zum
5. Treffer verwandeln. Jetzt ſetzt Dieburg alles
auf eine Karte, arbeitet gefährliche Situationen
heraus, und Blank bleibt es vorbehalten, das
— ſchon längſt verdiente Ehrentor zu erzielen.
Aber ſchon 5 Min. ſpäter kann Bürſtadt durch
Handelfmeter die alte Tordifferenz wieder
her=
ſtellen. Poſtwendend erhält Dieburg einen
Foul=
elfmeter zugeſprochen, den aber Schmidt
vor=
ſchießt. Kurz vor Schluß gelingt dem Gaſtgeber
noch ein 7. Tor.
Das Reſultat entſpricht nicht ganz dem
Spielverlauf. Die Gäſte waren im Feldſpiel den
Bürſtädtern mindeſtens ebenbürtig, nur das
Toreſchießen wollte nicht klappen. An den
To=
ren war Wick ſchuldlos. Die beſten Leute
wa=
ren Muth, Schmidt und Fach II.
Bürſtadt kämpfte heute unter einem
glück=
lichen Stern. Faſt alle Schüſſe, die der
Platz=
ſturm anbrachte, erreichten ihr Ziel.
Sturm=
führer Emig war ſehr gut. Nach ihm ſind
Kle=
ber und Gotha zu nennen.
Schiedsrichter Rehm=Worms war ſehr gut.
Egelsbach verlor den erſten Punkk
iun Frafenſehnl
Germania Eberſtadt — FC. Egelsbach 2:2 (1:1).
Das war ein Kampf! Raſſig, ſpannend bis
zur letzten Minute, in der er auch erſt
entſchie=
den war. Ums Haar hätte die ungeſchlagenen
Egelsbacher das Schickſal ereilt. Nur ein
Elf=
meter rettete ſie vor einer Niederlage. Seit
Tagen ſprach man in Eberſtadts Mauern von
dieſem Kampf. 1000 Zuſchauer umſäumten in
ge=
ſpannter Erwartung den Germania=Sportplatz,
der ſich in ausgezeichneter Verfaſſung befand.
Der Kampf beginnt gleich mit einer Senſation.
Bereits in der 1. Minute ſitzt der erſte Treffer
im Egelsbacher Netz. Kaiſer erwiſchte das Leder
im Gedränge, und 1:0 ſtand der Kampf. Im
weiteren Verlauf haben die Gäſte alle Mühe, der
ſtürmiſchen Angriffe der Germanen Herr zu
werden. Durch Ewald kamen die Schwarz=Weißen
Nach dem Wechſel kämpft man beiderſeits mit
verbiſſener Energie um jeden Zoll Boden.
Bei=
derſeits haben die Hintermannſchaften ſchwere
jeſt vie der Ball hinter ihm ins leere Tor Arbeit zu verrichten. Die blauen Verteidiger
köy wurde. Unentmutigt tragen die Gäſte ſind in dieſer Zeit ihren Gegenübern weitaus
überlegen. Sie haben an dem 2:2 den größten
Anteil. Die blaue Angriffsreihe arbeitet
weit=
aus mehr und gefährlichere Torchancen heraus
hrt. Die A ſh Seitenwechſel nimmt Urberach das als der ſo gefürchtete Egelsbacher Angriff. Bei
Germanen perlieren dann ihren Mittelläufer
durch Herausſtellung. Auch mit 10 Mann halten
die Vorſtädter dem Gaſt die Waage. Erſt 10
Minuten vor Schluß kamen die Egelsbacher durch
hAnor. Pfungſtadt ſpielt tapfer weiter, kann kommen, aber die Stürmer ſind zu abgekämpft.
Die Hintermannſchaft der Gäſte iſt dann froh,
als der Schlußpfiff ertönt. Bremſer=Wiesbaden
Die Punkke bleiben an der Rheinallee!
TSG. 46 Darmſtadt — FC. Ober=Ramſtadt
5:2 (2:2),
Daß die Punkte an der Rheinallee dieſes
Jahr ſehr hoch hängen, mußten nun auch die
Ober=Ramſtädter bei dem Zuſammentreffen mit
den ehemaligen Rot=Weißen erfahren und trotz
energiſcher Gegenwehr geſchlagen von dannen
ziehen. Das Treffen wurde auf beiden Seiten
in grundverſchiedener Art und Weiſe
durchge=
führt. War man auf der einen Seite bedacht,
das Spiel durch kraftvolle Vorſtöße zu
entſchei=
den, ſo ſah man auf ſeiten der Darmſtädter ein
Spiel, das mehr durchdacht war und Syſtem in
ſich hatte, was übrigens ausſchlaggebend für den
Sieg war. Betrachten wir uns
die Mannſchaften unter der Lupe!
Ober=Ramſtadt nahm das Spiel in An= merinnen war der Höhepunkt des
Rahmenpro=
betracht des drohendeen Abſtiegs hölliſch ernſt. Aramms.
Dieſe kräftigen Geſtalten kämpften bis zur
letz=
ten Minute. Die Spielweiſe der Gäſte zeigte
ein direktes Ballabſpielen, das wenig Technik Offenbach 1:02,3 Min., 2. Lorey=Wiesbaden
und Taktik in ſich vereinte. Imponierend war
der Eifer der Mannſchaft, während jedoch das 1:05,8 Min. — 200 Meter Kraul: 1.
Struck=
zeitweiſe zu harte Kämpfen einzelner Spieler
weniger ſchön wirkte. Den Beſten hatten die
Gäſte im Tor ſtehen, deſſen Leiſtung als ſehr 2:29 Min., 4. Henrich=1. Frankfurter SC. 2:30
gut zu bezeichnen war.
Die 46er konnten nicht in der beſten Auf= 1. Frankfurter SC. 5:16 Min, 2.
Kienzle=
ſtellung antreten, aber immerhin war die
Mannſchaft ſtark genug, den Sieg ſicherzuſtellen.
Abgeſehen von den erſten 20 Minuten, zeigte die Offenbach 96 5:23,4 Min. — 200 Meter Bruſt:
Elf, wenn auch nicht wie gewohnt, ſo doch eine
annehmbare Leiſtung. Die Abwehr war auch 2. Endres=1. Frankfurter SC. 3:00,8 Min, 3.
beute gut, während die drei Läufer erſt nach der Grohmann=Wiesbaden 1911 3:00,9 Min, 4.
Pauſe in Fahrt kamen. Morlock und Beutel
waren im Sturm die treibenden Kräfte,
Strohmenger=Frankfurt war ein zufriedenſtel= 1:415 Min., 2. Gerhard=Tgde,
Darm=
lender Schiedsrichter.
Spielverlauf.
Die Gäſte haben den ſtarken Wind im Rücken, Jung=Deutſchland Darmſtadt 124,10
was ihrer hohen Spielweiſe ſehr zuſtatten Punkte, 3. Oſtermeyer=Tgde. Bockenheim 109,32
kommt, und werden dadurch in den erſten
Minu=
ten öfters gefährlich, zumal ſich die Darmſtädter FSV. Saarbrücken 3:26 Min., 2.
Gebauer=
nicht finden können. In der 20. Minute können
die Blauen einen Strafſtoß zum Führungstref= Min., 3. Schiel=Poſt Frankfurt 3:33 Min., 4.
fer verwandeln. Schmidt ſtand etwas vor dem Ulrici=Wiesbaden 1911 3:37,11 Min.
Tor, und über ihn ſenkte ſich der Ball ins Netz.
Ganz allmählich ſetzen ſich die Rot=Weißen mit
flachem Spiel durch und gewinnen an Boden,
während die Gäſte den knappen Vorſprung
zahl=
reicher und auch härter zu verteidigen
verſuch=
ten. Endlich, nach einigen Fehlſchüſſen, gelingt
es Morlock, einen Alleingang mit dem
Aus=
gleich abzuſchließen. Er iſt es auch, der einige
Minuten ſpäter einen Strafſtoß in feiner
Ma=
nier zum Führungstreffer auszunützen verſteht.
Einige Gäſte werden ruppig, und einer der
Hitz=
köpfe wird vom Schiedsrichter des Feldes
ver=
wieſen. Die Darmſtädter geben weiter den Ton
an, trotzdem kann Ober=Ramſtadt kurz vor der
Pauſe auch einen ſchön getretenen 16=Meter=
Strafſtoß abermals ausgleichen. Nach dem
Wech=
ſel verſucht Ober=Ramſtadt den dauernden
An=
griffen der Rot=Weißen vergebens die Stirn zu
bieten, und fällt dabei mehr und mehr ab.
Le=
diglich die beiden Verteidiger und der Torhüter
zeigen noch gute Arbeit, was allerdings nicht
ausreicht, die Niederlage abzuwenden. Zwei
Saftſchüſſe von Hamm bringen das Reſultat auf
4:2, und ein Kopfball, von Beutel beſchließt den
Torreigen in der letzten Minute. Bei dem Spiel
der Reſerven behielt D. mit 3:2 die
Ober=
hand.
eba.
Am Ziegelbuſch
wurde „ſcharf geſchoſſen”
Turngeſ. 1875 — VfB. Michelſtadt 7:1 (1:1).
Mit einer großen Ueberraſchung endete
dieſes Treffen. Denn niemand konnte dieſe
gute Laune und den Elan der Turner
voraus=
ſehen. Alle elf waren mit großem Ernſt und
Eifer bei der Sache. Lediglich Schütz machte
eine kleine Ausnahme und er wird ſich im
nächſten Spiele wohl mehr Mühe geben,
da=
mit auch er in den Rahmen paßt. Trotz der
hohen Niederlage der Gäſte war das Spiel
jederzeit intereſſant und ſpannend. Jedenfalls
nicht ganz ſo einſeitig wie das Reſultat beſagt.
Das Spiel ſelbſt begann mit ungſtümen
Angriffen der Gäſte, die auch in der erſten
Viertelſtunde durch einen ſcharf geſchoſſenen
Strafſtoß in Führung gingen. Einige Minuten
ſpäter vergab Mühlbach die erſte Chance des
Ausgleichs als er einen Ball über das leere
Tor ſchoß. Kurze Zeit darauf erzwang er
jedoch den Ausgleich. Bei gleichmäßig
ver=
teiltem Spiel verlief die erſte Halbzeit
uneni=
ſchieden. Niemand hätte danach an einen
ſol=
chen Sieg der 75er geglaubt. Jedoch der guten
Form und dem Drang waren die Michelſtädter
nicht gewachſen, obgleich ſie ſich die größte
Mühe gaben und mit Anſtand die Niederlage
hinnahmen. Mitunter wurden ſie auch einzelne
Male gefährlich. Ihre beſte Waffe im Sturm,
der ſchußgewaltige Linksaußen, wurde von
dem eifrigen Turnerläufer Wolf gut bewacht.
Das Spiel der Hieſigen in der 2. Hälfte war
begeiſternd und wurde von den Zuſchauern
mit Beifall anerkannt. Auch dem Anſtand der
Gäſte zollte man ein Lob. Nicht zuletzt
ver=
dient der wirklich Unparteiiſche, Möller=Kickers
Offenbach, lobende Erwähnung. Solche Leiter
garantieren ein einwandfreies Spiel und wären
immer zu wünſchen.
Union Wixhaufen — Union Darmſtadt 7:0 (4:0
Vor nur wenigen Zuſchauern abſolvierten
beide Mannſchaften den fälligen Kampf unter
der zum Teil ſehr einſeitigen
Schiedsrichter=
leiſtung von Hamm=Bürſtadt. Trotzdem ſich
der derzeitige Vorſtand der Gäſte alle Mühe
gibt, eine anſtändig kämpfende Elf in die
Treffen zu ſchicken, hatten es bedauerlicherweiſe
ſogar einige der jüngeren Kräfte vorgezogen,
ihre übrigen Kameraden unentſchuldigt im
Stich zu laſſen und ihre Fußballſtiefel zu
ſchonen. Infolgedeſſen mußten einige alte
Unentwegte des Vereins in die Breſche
ſprin=
gen, um die Elf zu vervollſtändigen. Das
Spiel ſelbſt wurde beiderſeits in den
an=
ſtändigſten Formen durchgeführt, was auch von
dem gaſtgebenden Verein anläßlich des ſpäter
folgenden gemütlichen Beiſammenſeins
aner=
kannt wurde. Die zweiten Garnituren trennten
ſich 7:2 für Union Wixhauſen.
SV. Roßdorf — Viktoria Griesheim 2:1 (1:0).
Das Spiel fand bei ſchlechter Witterung
und entſprechender Platzbeſchaffenheit ſtatt.
Es war ziemlich ausgeglichen, wobei keine
Partei beſonders im Vorteil lag. Bei
Noß=
dorf merkte man die Ruhepauſe der letzten
4 Wochen. Griesheim war ab und zu leicht
im Vorteil, da die Gäſte ſchneller waren und
ſich auch mit den Bodenverhältniſſen beſſer
abfanden. Der Spielleiter, ein Herr aus
Mainz, leitete korrekt und ſicher. Obwohl das
Spiel gegen Schluß etwas härter wurde, nahm
es im allgemeinen einen fairen Verlauf. Das
Spiel der zweiten Mannſchaften endete 6:3 für
Griesheim (3:2 für die Gäſte), die zweite
Gar=
nitur der Platzherren konnte nicht an ihre
vor=
ſonntäglichen Leiſtungen herankommen. R.—
Merck Darmſtadt — SV. Erzhauſen 4:3.
Es iſt möglich, daß Erzhauſens
Meiſterſchafts=
hoffnungen durch dieſen Punktverluſt dahin ſind.
Aus dieſem Grunde iſt es beſonders lobenswert.
daß man ein ſehr anſtändiges Spiel zu ſehen
be=
kam. Erzhauſen ſtellte eine ſchnelle, tatkräftige
Elf, die Mercks Abwehr vor ſchwere Aufgaben"
ſtellte und das Spiel ebenſo gut hätte gewinnen
können. Wenn es ihr trotz eines herrlichen
Selbſttores eines Merck=Verteidigers nicht
ge=
lang, ſo lag das an dem weniger guten
Zuſam=
menſpiel des Sturmes. Drangperioden der einen
und der anderen Partei, wechſelten in bunter
Reihenfolge, in denen die Gäſte jeweils das von
den Darmſtädtern vorgelegte Tor aufholen
konn=
ten, bis es dieſen im Endſpurt gelang, das
ſieg=
bringende Tor zu ſchießen. —
Das Spiel der 2. Mannſchaften endete 2:2;
ein von Merck in letzter Minute einwandfrei
er=
zieltes Tor wurde vom Schiri
unverſtändlicher=
weiſe nicht gegeben.
TSGde. Erzhauſen—Reichsbahn Darmſtadt
1:3 (0:2).
Vor recht zahlreich erſchienenem Publikum
gelang es den Darmſtädtern, einen deutlichen
Sieg zu erringen. Das Reſultat drückt die
Ueberlegenheit der Reichsbahn nicht ganz aus.
Darmſtadt ſtellte nicht die angekündigte
Mann=
ſchaft, lieferte jedoch in allen Teilen ein
be=
friedigendes Spiel, Stark, wie immer, war die
Hintermannſchaft. Der Sturm ſtand in etwas
veränderter Aufſtellung und bewies durch die
3 erzielten Tore, daß dies ein glücklicher Griff
des Sportwarts Feigk war. Er kennt ſeine
Leute und weiß einen jeden auf dem richtigen
Platz zu verwerten. Neu waren Deckert auf
Linksaußen und Hartmann auf Rechtsaußen,
die beide ein beſtechendes Spiel lieferten. Auf
Hartmanns Konto ſind auch die letzten beiden
Tore zu verbuchen, obwohl Frieß 1. der
glück=
liche Schütze war.
Erzhauſen ſtellte eine in allen Teilen gur
beſetzte Elf, die aber den Darmſtädtern nicht
ganz Part halten konnte. Wir ſtellen feſt, daß
die Darmſtädter Reichsbahn gegen die
Meiſter=
ſchaft ſteuert, jedoch das nur dann, wenn alle
Spiele gewonnen werden.
Schiedsrichter Keller=Sprendlingen war
ſel=
ten gut.
Olympia=Prüfungsſchwimmen in Frankfurk.
Die Zeiten beſſern ſich!
Das zweite Olympia=Prüfungsſchwimmen
des Gaues 13 brachte in der ausverkauften
Frankfurter Halle durchweg ausgezeichnete
Lei=
ſtungen, die durchaus den Spitzenleiſtungen der
anderen Gaue, insbeſondere im Kraulen,
eben=
bürtig ſind. Ueber 100 Meter Kraul wäre der
Offenbacher Maus faſt von dem jungen
Wies=
badener Loxey abgefangen worden, und über
400 Meter lief der Stuttgartex
Nachwuchs=
ſchwimmer Kinzle bis auf einen halben
Meter zu dem anfangs ſtark führenden
Frank=
furter Wittbauer auf. Ueber 200 Meter
war der junge Offenbacher Struck klar
über=
legen. Die Bruſtſchwimmerklaſſe des Gaues
wurde von dem 14jährigen Frankfurter
Min=
nich einwandfrei geſchlagen, und das
Rücken=
ſchwimmen gewann der Frankfurter Franz
ſicher. Im Springen waren die Leiſtungen
ebenfalls verbeſſert. Ein ganz vorzügliches
Kunſtſchwimmen von 6 Heidelberger Schwim=
Die Ergebniſſe:
Herren, 100 Meter Kraul: 1. Maus=Moenus
1:02,4 Min., 3. Franz=Erſter Frankfurter SC.
Offenbach 96 2:26,4 Min., 2. Kienzle=Schwaben
Stuttgart 2:28,1 Min., 3. Loxey=Wiesbaden 1911
Min. — 400 Meter Kraul: 1. Witthauer=
Schwaben Stuttgart 5:17 Min., 3. Henrich=
1. Frankfurter SC. 5:22,1 Min., 4. Struck=
1. Minnich=1. Frankfurter SC. 3:00,6 Min.,
Blüthner=Kaiſerslautern 3:01 Min. — 100
Meter Rücken: 1. Franz=1. Frankfurter SC.
ſtadt 1:18 Min, 3. Engelhard=Offenbach 96
1:21,4 Min. — Kunſtſpringen: 1. Koller=Tv.
Vorwärts Frankfurt 132,72 P., 2. Schütz=
Punkte. — Damen, 200 Meter Bruſt: 1. Raab=
Jung=Deutſchland Darmſtadt 3:27,2
Bei den Einlagewettkämpfen erzielten Jung=
Deutſchland, Polizei, Tgſ. 1875 und TSGde,
46, die noch unter TGD. 1846 und Rot=Weiß
ſtartete, ſehr ſchöne Erfolge.
Die Ergebniſſe:
4X50 Meter Kraul, Klaſſe 2b: 1. Polizei
Darmſtadt 2:05,2, 2. Union Frankfurt 2:05,4,
3. TSG. 46 Darmſtadt 2:06,4. — 3X100 Meter
Damen=Lagen, 2b: 1. TV. Offenbach 4:47,2, 2.
46 Darmſtadt 4:51. — 100 Meter Rücken für
Herren (Olympiakampf): 1. Franz=EFSC. 1:15,
2. Gerhard=46 Darmſtadt 1:18. — 100 Meter
Damen=Rücken, Klaſſe 2a: 1. Fleiſchmann=46
Darmſtadt 1:42,1. 2. Burmeſter=EFSC. 1:42,4.
— 100 Meter Damen=Rücken, Klaſſe 2b: 1.
Vorndran=Offenbach 96 1:44, 2. Luley=Jung=
Deutſchland 1:46,4. — 3X100 Meter Damen=
Bruſtſtaffel, Klaſſe 2b: 1. 46 Darmſtadt 5:21,
2. Tgſ. Offenbach 5:21,1.
Bei der zum Schluß ausgetragenen großen
Kraul=Staffel 10X50 Meter wurde Polizei
Darmſtadt mit 5:77 Min. nach hartem Kampf
Vierter.
Radſpork.
Darmſtädter Rad=SC. 1919.
Der Frankfurter Radfahrer=Verein „Adler
1891” veranſtaltete am Samstag im „Zoo” ein
Sportfeſt, das ſich bis in die ſpäten
Nachtſtun=
den hinzog. Aus dieſem Wettbewerb ging der
Darmſtädter Radſport=Club als Zweiter im
Reigenfahren hervor.
Daß es im Radballſpiel (bei 16 Mannſchaften,
darunter ſolche von „Germania=Wanderluſt”
Frankfurt, die den Weltmeiſter ſtellt) keine
billigen Lorbeeren zu erhoffen gab, galt bei den
Mannen des D.R.C. als feſtſtehend. Trotzdem
gingen die Paare Mink-Bauer und Bopp—
Schwarz friſch=fröhlich in den Kampf, getreu
dem Grundſatz, daß man nur am Beſten zu
ler=
nen vermag. Das „Glück” führt ſie gleich mit
den Spitzenmannſchaften zuſammen, und mit 6:2
bzw. 5:2 ſteigen ſie aus dem Rennen. Dagegen
behaupten ſich die Reigenfahrer Fleiſchhacker,
Büttner, Meißner, Mink, Wölfenſchneider und
Lichtenfels, die im 6er=Schulreigen hinter
Wan=
derer=Oberrad den 2. Platz belegen können.
Zweifellos ein Achtungserfolg, wenn man
bedenkt, daß der größte Teil der Fahrer
erſt=
malig am offenen Wettbewerb teilnimmt und
das „Lampenfieber” noch zu überwinden hat.
Nr. 7
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 12. März 19u
2V. Frieſenheim Handball=Gruppenmeiſter.
Die Zunvoant=Grgesntſe.
Südweſtdeutſche Gauligaſpiele.
Gau Südweſt. Gruppe Main=Heſſen:
SV. 98 Darmſtadt — TSG. Fechenheim
ver=
legt. TSV. Herrnsheim — Tgm. Rüdesheim
15:0. Gruppe Saar=Pfalz: TV.
Mal=
ſtatt—TV. Frieſenheim 1:2. Pfalz
Ludwigs=
hafen — V.f.R. Kaiſerslautern kampflos für
Pfalz.
Gau Baden: SV. Waldhof — V. f. R.
Mann=
heim 7:3. Phönix Mannheim — TSV.
Nuß=
loch 5 5. TV. Hockenheim — FC.
Mann=
heim 08 7:6. Tgm. Ketſch — Polizei
Karls=
ruhe 9:6. Tbd. Durlach — TV. Ettlingen 2:6.
Gau Württemberg: Oſt: Ulmer FV. 94 —
Tgm. Göppingen 6:11. Sportfr. Tübingen —
Tbd. Ravensburg 6:4. Weſt; Polizei
Stutt=
gart — Tgſ. Stuttgart 7:5. Eßlinger TSV. —
Stuttgarter TV. 9:2. TV. Cannſtatt — Tbd.
Cannſtatt 2:3.
Gau Bayern: Nord: 1. FC. Nürnberg — Tbd.
Mögeldorf 9:10. Polizei Nürnberg — TV.
Leonh.=Sündersbühl 6 6. Süd: Polizei
München — 1860 München 5:5. BC.
Augs=
burg — FC. Fürſtenfeldbruck 4:6. TV.
Augs=
burg — TV. 61 Ingolſtadt 2:1.
Gau Nordheſſen: Tura Kaſſel — SC. Kaſſel 03
10:9. Tuſpo 86 — Henſchelwerke Kaſſel 7:2.
TV. 61 Eſchwege—Heſſen/Preußen Kaſſel 6:4.
Gau Mittelrhein: Vorſpiel um die Gau=
Meiſterſchaft: SV. Köln=Mühlheim —
TV. Algenrodt 2:2. Weitere Spiele:
Eintracht Kreuznach — TV. Tiefenſtein 0:4.
SSV. Mühlheim — TV. Mühlheim 0:4.
Handball=Enkſcheidungsſpiele
im Gau Südweſt.
Nachdem im Gau Südweſt in beiden
Spiel=
gruppen die Meiſtermannſchaften im Handball
der Männer und der Frauen feſtſtehen, wurden
jetzt die Endſpiele um die
Gaumei=
ſterſchaft terminsmäßig feſtgelegt. Bei den
Männern bewerben ſich Polizei Darmſtadt und
TV. Frieſenheim um den Gaumeiſter, während
die Anwärter auf die Frauenmeiſterſchaft des
Gaues der Stadtſportverein Frankfurt und der
TV. 61 Kaiſerslautern ſind. Die Spiele
fin=
den am 18. und 25. März wie folgt ſtatt:
18. März: TV. Frieſenheim —
Poli=
zei Darmſtadt (Schiedsrichter: Schöppler=
Mainz); TV. 61 Kaiſerslautern — Stadt=SV.
Frankfurt (Frauen, Schiedsrichter: Schwab=
Oggersheim).
25. März: Polizei Darmſtadt — TV.
Frieſenheim (Schiedsrichter: Müller=
Wies=
baden); Stadt=SV. Frankfurt — TV. 61
Kai=
ſerslautern (Schiedsrichter: Schauermann=
Frank=
furt).
T5G. 46 Darmſtadt — Polizei
Darm=
ſtadt 8:19 (4:8).
Dieſes erſte Freundſchaftsſpiel der Polizei
auf dem Platz an der Rheinallee war wirklich
ein Lehrſpiel im wahrſten Sinne. Die Polizei
erſchien in der angekündigten Aufſtellung, bei 46
ſpielte R. Stahl für Alb. Bauer in der
Ver=
teidigung. Sehr viel hatten ſich die ehemaligen
Rot=Weißen vorgenommen, doch mußten auch ſie
die hohe Spielkultur der Grünen anerkennen.
Ohne ſich groß anzuſtrengen, konnten die Gäſte
das 8:19=Reſultat erzielen. Das überaus ſchnelle
und mitreißende Spiel konnte allgemein
gefal=
len und ließ an Anſtändigkeit nichts zu wünſchen
übrig. Rückert=Tv. Nieder=Ramſtadt hatte ein
leichtes Amt.
Ganz abgeſehen vom Torergebnis, das
ein=
wandfrei einen Klaſſenunterſchied anzeigt, dürfte
doch die Stürmerleiſtung der Rothoſen eine
An=
erkennung finden, wenn auch noch mehr Wechſel
und genaueres Zuſpiel im Strafraum vonnöten
ſind. Es will doch ſchon was bedeuten, gegen
eine ſolche Hintermannſchaft, wie die Polizei ſie
zur Zeit aufweiſt, acht Tore anzubringen. Etwas
reichlich ſpät wurde die Rot=Weiß=
Hintermann=
ſchaft warm und auf die Stellungsfehler
auf=
merkſam. Immer zu ſpät wurde man der
Aus=
reißer gewahr, worin Leonhardt und Rothermel
ſehr groß waren. Meyer im 46er Tor war
teil=
weiſe unaufmerkſam, oder war es der Reſpekt
vor den haarſcharf und mit Wucht geſchoſſenen
Bällen der Grünen?
In der Polizei=Mannſchaft waren kaum
Mängel feſtzuſtellen, eine taktiſch faſt fehlerloſe
Abwehrarbeit, ein Sturm, in dem jeder Mann
ſchießen kann und genau und ſchnell zuſpielt.
Abgeſehen von den geſagten Mängeln in der
Rot=Weiß=Elf, darf man die Leiſtungen als ſehr
gut bezeichnen. Das Spiel wird der Elf in den
kommenden Aufſtiegsſpielen zur
Bezirksmeiſter=
ſchaft von Nutzen ſein.
Vor dem Spiel
überreichte der Führer der Raſenſport=Abteilung
der TSG. 46, Herr Eiſenauer, dem
Abteilungs=
meiſter des Gaues 13 ein Angebinde mit der
Hoffnung auf viel Glück zur „Deutſchen” und
dem Wunſch auf gute Freundſchaft mit der
Darmſtädter Turn= und Sportgemeinde 46. Den
Dankesworten des Polizeivertreters ſchloß ſich
der Sportgruß beider Mannſchaften an.
Nachdem Rückert=Nieder=Ramſtadt den Ball
frei gab, iſt auch ſchon der Anwurf in Meyers
Händen gelandet. Auf der Gegenſeite muß ſich
Kipfer ſtrecken. Beſſer verwertet dann Lulley
eine Steilvorlage, und die Führung liegt bei
Polizei. Huber erzielt das 3. Tor für die
Po=
lizei, doch jetzt ſetzen die Rothoſen mit
unge=
ſtümen Angriffen ein, hintereinander werden 5
Strafwürfe gegeben, aber es findet keiner das
berühmte Loch. Der Polizei=Hintermannſchaft iſt
hier ſchlecht beizukommen. Trotzdem die Würfe
der Rot=Weißen gegen ſonſt gut geſetzt waren,
beſorgt Kipfer das Letzte. Blitzſchnell wechſeln
die Situationen, beide Fronten werden mit
einer Schnelligkeit beſtürmt, daß man Laſt hat,
zu folgen. Krämer bekommt eine ſchöne
Steil=
vorlage von Witzleb, und das erſte Tor
für ſeine Farben iſt fertig, alle Mühe von Kipfer
half hier nichts. Noch kaum verklungen, hat
auch ſchon Spalt das 4:1 hergeſtellt. Aus einer
Ecke von links für 46 iſt K. Engert gut bedient,
und das 4:2 iſt fertig. Leonhardt, von
Roth=
ermel gut bedient, wirft zum 5:2 und Huber
zum 6:2 ein. Spalt hat eine Lücke erwiſcht und
mühelos wirft er zum 7:2 ein. Darauf eine
ſchöne Sache des RW.=Halblinken, der nach
gu=
tem Wechſel zum 7:3 verringert. Spalt beſorgt
noch das 8:3, doch K. Engert den Halbzeitſtand
von 8:4.
Die zweite Halbzeit zeigt doch die körperliche
Ueberlegenheit der Grünen, und ſpielend leicht
wurde von ihnen auch die zweiten Hälfte
be=
ſtritten. Allgemein glaubte man noch an eine
Torverringerung der Rothoſen, doch nur zum
Teil iſt es ihnen noch gelungen. — 3. Mſch. 2:4
für P.
Handball im Kreis Darmſtadt.
Pflichtſpiele: Beſſungen — Egelsbach
3:9 (1:4). Wolfskehlen — Walldorf 7:4 (3:1).
Polizei (Reſ.) — Heppenheim 5:10.
Privatſpiele: TV. Arheilgen-Nieder=
Ramſtadt 6:3 (3:0.). Spv. 04 Arheilgen —
Braunshardt 10:7 (5:3). Germania
Pfung=
ſtadt — Poſt Ffm. 8:4 (4:3) Groß=Zimmern —
TV. Pfungſtadt 8:5 (4:4). Birkenau —
Hohen=
ſachſen 8:5 (4:0). FAD. Pfungſtadt — FAD.
Worms 16:9 (9:5).
Wer rückk auf?
Mit einem Schlage iſt der Nebelſchleier
be=
züglich des Aufſtieges zerriſſen. Alſo Klarheit
auf der ganzen Linie! In die
Bezirks=
klaſſe rücken auf: Nieder=
Ram=
ſtadt, Nauheim und Heppenheim.
Vielleicht kommt noch ein vierter Verein
hin=
zu, falls ein Bezirksklaſſer in die Gauklaſſe
aufrückt.
Zur Kreisklaſſe I rücken auf:
Crumſtadt, Zell und Mörfelden.
Die Frage des Abſtieges hängt von der
Klaſſenſtärke ab. Bleibt es bei ſechs Vereinen
pro Staffel und die Reſerven von SV. 98 und
der Polizei ſcheiden aus, ſo gäbe es nur einen
Abſteigenden, den die Bezirksklaſſe I zu
er=
mitteln hätte. In dieſem Zuſammenhange ſei
bemerkt, daß Tgſ. 1875 Darmſtadt und Tgſ.
Ober=Ramſtadt lediglich bis 1. 4. 1934 geſperrt
ſind. Die Pflichtſpiele während der Sperre
ſind für den Gegner gewonnen. Bezüglich der
einfachen Runde zwiſchen Rot=Weiß, TV.
Ar=
heilgen und Tſchft. Griesheim ſei mitgeteilt,
daß die bereits veröffentlichte Terminliſte einen
wohl annehmbaren Vorſchlag darſtellt. Die
ent=
gültige Entſcheidung liegt bei Dr. Schmidt als
Beauftragter des Bezirksſpielwarten=Patt=Ffm.
Zu den Spielen:
Spp. 04 Arheilgen: Mit Erſatz ſtellten ſich
die Parteien dem Schiri Netz=Polizei. Die
Braunshardter Gäſte zogen gleich mächtig los
und legten 2 Tore vor, bis ſich die Platzelſ
beſann und mit 3:2 die Führung an ſich riß,
um ſie nicht mehr abzugeben. Beide Hüter
hatten reichlich zu tun. Bis zur Pauſe
ver=
größerte Spp. 04 auf 5:3, wobei ſich Gimbel
als guter Torſchütze erwies. Auch nach der
Pauſe ließ das Tempo nicht nach. Die Gäſte
machten ihrem Namen Ehre. Sie konnten
jedoch nicht verhindern, daß Spv. 04, das heure
einen guten Tag hatte, das Spiel auch
ver=
dient gewann.
TV. Arheilgen: Wegen SA.=Dienſtes hatten
die Spieler des TV. Mühe, bei Spielbeginn,
der auf ½4 Uhr verlegt war, antreten zu
können. Zehn Mann begannen das Treffen,
und der Schneid war nicht beſonders groß.
Trotzdem merkte man den Klaſſenunterſchied.
Die Gäſte boten eine ganz reſpektable Leiſtung,
wodurch das beachtliche 6:3 zuſtande kam.
Wolfskehlen: Nach dem harten Vorſpiel
ließ dieſes Treffen an Schärfe nichts zu wünſchen
übrig. Trotzdem hatte es der Arheilger Schiri
immer feſt in der Hand, wenn er auch gegen
Schluß zwei Heißſporne (je einer der Parteien)
herausſtellen mußte. Der Sieg geht als beſſere
Leiſtung der Platzelf in Ordnung.
Germania Pfungſtadt: Die Frankfurter
Gäſte entpuppten ſich als eine recht gefährliche
Elf, die ihre Hauptſtärke in den flinken
Außen=
ſtürmern beſitzt. Weite Vorlagen an die Außen,
ſchnelle Ballaufnahme, Start aufs Tor und
Schuß . So kam es, daß Germania 0:3
überrumpelt wurde. Nun aber hatten die
Läufer den Laden ſpitz und ihnen gelang es,
das typiſche Spiel der Gäſte kaltzuſtellen.
Germania trug ihre Angriffe auf breiter
Baſis vor und hatte damit beſſeren Erfolg.
Der Sieg iſt mit 8:4 in der Höhe verdient.
FAD. Pfungſtadt: Auf dem Jahnplatze des
Turnvereins ſtieg ein Spiel der Pfungſtädter
Arbeitsdienſtler gegen Worms, das beſondere
Beachtung verdient. Allein ſchon deshalb, weil
vorbildlicher Sport geboten wurde. Aber auch
die Leiſtungen der Stürmerreihen waren zum
mindeſten Bezirksklaſſe, und man hatte ja
Gradmeſſer an den beiden Ortsvereinen.
Schwächer war die Abwehr, woraus die hohe
Torbeute reſultiert. Bekannte Namen ſtanden
auf der Platzelfſeite, wie Rettig (früher Rot=
Weiß), Daſcher=Groß=Zimmern (Bruder des
Darmſtädter „Grünen”) und ein „langer”
Er=
bacher, der die Bälle aus 20 Meter verwandelte.
TV. Pfungſtadt: Das Spiel in Groß=
Zimmern mußte mit Erſatz beſtritten werden.
Auch war der Platz ſchlecht. Infolge eines
Zuſammenpralls wurde Grund
unverſtänd=
licherweiſe vom Felde geſchickt. Pfungſtadt
war beſſer als das Ergebnis beſagt, und
hinter=
ließ auch einen guten Eindruck. Der Sieg
geht jedoch für Groß=Zimmern in Ordnung.
Turner hielten Ausſprache.
Turnerkagung des Kreiſes 18.
Burmnaot.
Zum Sonntag hatte die Führung des
Turn=
kreiſes 18 Darmſtadt zum 1.
Kreisturn=
tag die Vertreter der 88 Turnvereine,
welche der Kreis umfaßt, nach Darmſtadt
be=
rufen. Die Tagung ſtand unter dem Zeichen:
Richtunggebend für die Zukunft, rückblickend auf
das turneriſche Geſchehen der Vergangenheit.
Die Tagung konnte nicht würdiger eingeleitet
werden, als derer zu gedenken, die ihr Leben
dahingaben im großen Völkerringen. Der
2. DT.=Kreisführer, Turner Hering=
Darm=
ſtadt, fand tief empfundene Worte des
Geden=
kens an die Gefallenen. Ihr Geiſt gibt auch
heute wieder der Turnerſchaft die Kraft, alles
einzuſetzen für unſer Volk und alles für
Deutſch=
land,
In tiefſchürfender Weiſe verbreitete ſich
Kreis=Dietwart Turner Gorr=Griesheim
über die Bedeutung des Dietweſens in den
Vereinen. Der Redner ſtreifte das
Führer=
prinzip, auf das die Turnerſchaft ſich eingeſtellt
hat. Nicht zuletzt galten ſeine Ausführungen
dem Ziele der Turnerſchaft, welches allein in
der Wahrhaftigkeit und Wehrhaftigkeit liegen
muß, ſo wie es Jahn forderte und in ſeinem
unerſchöpflichen Schrifttum der Nachwelt
über=
mittelte.
DT.=Kreisführer Turner Roth=
Darm=
ſtadt berichtete über die Verwaltungstätigkeit
des Kreiſes. Waren zu Beginn 1933 im
Kreisgebiet 79 Vereine zu verzeichnen,
ſo iſt durch die Eingliederung des ehemaligen
Main=Rodgaues jetzt der Beſtand auf 88
Vereine, obwohl 11 Vereine den
anliegen=
den Kreiſen überführt werden mußten,
ange=
wachſen. Die Zunahme der
Einzel=
mitglieder beträgt über 2300
Erwach=
ſene und 1500 Jugendliche, ſo daß der
Kreis zuſammen über 15 400
Mit=
glieder zählt. Auf faſt allen Gebieten der
Leibesübungen, die durch die DT. betreut
wer=
den, iſt eine ſtärkere Zunahme feſtzuſtellen.
Er=
freulich der Bericht über die Abnahme der
Arbeitsloſen in den Turnvereinen,
die noch zu Beginn des Vorjahres über 20
Prozent der Mitglieder als arbeitslos melden
mußten, und nun im Durchſchnit nur noch 10
Prozent. Dankbar erkennt auch die
Turner=
ſchaft hier das Werk unſeres Volkskanzlers an,
und darum, betonte Kreisführer Roth, müſſe
die Turnerſchaft alles anſtrengen, auch in der
kommenden Schlacht gegen die Arbeitsloſigkeit
zu kämpfen und das Werk mit Opfer zu
unter=
ſtützen nach dem Willen des Führers. Nicht
weniger wie 6500 Mitglieder ſtehen in den
po=
litiſchen Verbänden, wie SA., SS., HJ. und
BDM. uſw., und ſo macht ſich ſchon vielerorts
ein fruchtbares Zuſammenarbeiten zwiſchen
DT. und genannten Verbänden bemerkbar.
Auch der Zuſammenſchluß zweier an einem Ort
beſtehenden Vereine ſoll gefordert werden, und
wurde beſonders der jüngſt erfolgte
Zuſammen=
ſchluß von Vereinen in Darmſtadt als Beiſpiel
angeführt. Zu einem Höhepunkt turneriſchen
Lebens der engeren Turngemeinſchaft des
Krei=
ſes 18 ſoll das im Juli in Arheilgen
ſtattfin=
dende Kreisturnen geſtaltet werden.
Kreisoberturnwart Hofferbert=
Darm=
ſtadt ſtreifte noch kurz die praktiſche
Turn=
arbeit des verfloſſenen Jahres und gab An=
Hruntfärter deit Zurmer.
Zum nationalen Frankfurter Reit=Turnier
in der Feſthalle hatten ſich am Samstag abend
nahezu 8000 Zuſchauer eingefunden, ſo daß die
weite Halle kaum noch ein freies Plätzchen
aufwies. In allen Konkurrenzen des Abends
gab es herrliche Kampfſzenen und einige ganz
hervorragende Ritte, ſo daß die Zuſchauer voll
und ganz auf ihre Koſten kamen. Die
ſport=
lich wertvollſten Wettbewerbe des Abends
waren die Dreſſurprüfung Klaſſe M.
und das Zeit=Jagdſpringen.
In der Dreſſurprüfung I gewann
in der Klaſſe der Amateurreiter der bisher
ſtets als beſtes Dreſſurpferd gewertete Fels
unter Rittmeiſter Gerhard knapp vor Frau
Gömmeri=Frankfurt auf Lausbub und
Ritt=
meiſter Gerhards Germane. Sonſt gefielen
noch Alp unter Oblt. Stubbendorf. Bei den
Berufsreitern erwies ſich A. Staeck mit den
Pferden Draufgänger und Feldmaus bei
weitem als der Beſte. Draufgänger
ge=
wann dieſe Konkurrenz mit der ſeltenen
Wert=
zahl von 0,1. An dritter und vierter Stelle
rangierte Sattelmeiſter Erhard vom Stall
Friedrichshof mit Tantris und Cavalier.
Das Zeit=Jagdſpringen ſah A. Holſt
mit Bianca erwartungsgemäß in Front, doch
mußte er ſich den Sieg mit Tippmanns
Marengo teilen, den L. Seyfert genau ſo gut
über die Bahn brachte. Dritter wurde hier
Oblt. Niemack von der Kavallerieſchule
Han=
nover mit Erhard vor G. Lange=München mit
Colanda.
Unter dem rieſigen Beifall des Hauſes
ge=
wann der 13jährige Hitlerjunge Kron das
Glücks=Jagdſpringen gegen das ſtarke
Feld von über 25 Teilnehmern.
Von den Schaunummern, die an dieſem
erſten Abend gezeigt wurden, imponierte
be=
ſonders der exakte Ritt der SS.=Reiter unter
Reiterführer Burk. Mit ſtarkem Beifall
be=
grüßt wurde die Quadrille der Landespolizei,
die Polizei=Hauptmann Noack kommandierte.
Die Poliziſten in den Uniformen der alten
Kavallerie=Regimenter Südweſtdeutſchlands
machten ihre Sache hervorragend und ernteten
immer wieder den Beifall der Zuſchauer. Zum
Schluß wurde der Große Zapfenſtreich von der
SA.=Kapelle mit dem Aufmarſch der SA.
aus=
geführt.
Hamburgs Kuſtturner ſiegten mit 2525
Punk=
ten im traditionellen Dreiſtädtekampf vor
Leip=
zig mit 2420 und Berlin mit 2417 Punkten.
regungen über die nunmehr zu leiſtende Arſe;
in den Vereinen.
Auf geſunder Baſis bewegten ſich im oho
laufenen Jahre die Kaſſenverhältniſſe, über
Kreis=Schatzmeiſter Berger=Darmſtadt M
teilungen machte.
In einem Schlußwort wies nochmals
Kreie=
führer Roth auf die geſtellten Aufgaben
Turnerſchaft im neuen Staate hin und forden
die Vereinsführer auf, in treuer Pflichterſit
lung zu ſtehen, wie er auch Worte des
Danſ=
für alle diejenigen fand, die in treuer Hingol
im algelaufenen Jahre für die deutſche Tm
ſache arbeiteten unter dem Leitwort: „Ty,
nerſchaft unſer Weg — Volk unſ
Ziel!” Mit dem Deutſchland= und Hon
Weſſel=Lied endigte der 1. Kreisturntag, un
die Turnerſchaft wird gemäß den Vereinsſ
rern gegebenen Richtlinien wieder erneut
die Arbeit gehen zum Segen für Volk m
Vaterland.
Kreisſpieltag der Turnerſcha
i Sungenl.
* Der heutige Kreisſpieltag wich ſtark
den Gauſpieltagen früherer Jahre ab. Am 9
mittag waren 30 Vertreter von 18 VereinenA
ſchienen, als Obmann Zeunert in Abweſen
des erkrankten Kreisſpielwarts Dr. Schmidt
Tagung um 10 Uhr eröffnete. Der Vorm
war dem Theoretiſchen und Praktiſchen
Sommerſpiele gewidmet (Fauſt=, Schlag=,
und Schleuderball), wobei u. a. Pilz=Völk.
Jahn Darmſtadt ſehr lehrreiche Ausführun
machte. — Um 2.30 Uhr begann die eigentt
ngen de
Tagung. Vom Spielausſchuß waren Zeuncl=Auis, wie obe
Wolf, Keller und Hartenfels anweſend, fenſickyſt war, wir
41 Turner. Wichtiges aus den Tätigkeits uſiſ” erſetzt,
Kaſſenberichten: Die Handballmannſchaften M/ lann nicht
Kreiſes Offenbach ſind aus dem Kreis Duueſſicht werden,
ſtadt (Kreisklaſſe 2) ausgeſchieden. Die ℳüſgzen eine
lichen Pflichtſpiele werden jedoch noch ausgeug ) THaltung
gen. 72 Mannſchaften der DT. und 23 der 920 1/ aus Unn
nahmen an den Pflichtſpielen teil. Schiedsiſſeh ach auf (
tergeſtaltung der Verbände: 83 die Turner
Fyrhinſichtlich
9 die Sportler. Zehn Vereine ſind diesh Aung dauernde
ſtraffrei geblieben, gegen 2 des Vorjahres. MMr auswirke
Spielausſchuß konnte ſeine Verwaltungskod
um 15 Prozent ſenken.
Eine ganze Reihe wichtiger Bekanntmachd
gen erfolgt aus dem Arbeitsplan, m
18. 3.: Auswahl=Spiel Bezirk Rhe
Main — Rheinheſſen, wahrſcheinliä // 911
dem Polizeiplatz in Darmſtadt. Daher
SiAlnlieb=
verbot ab 12 Uhr für Groß=Darmſtadt ((n
ſtadt, Arheilgen, Griesheim). Die Spieler
größtenteils die Gauklaſſe (SV. 98, Pol
Herrnsheim). Am gleichen Tage Schiedsric
Lehrgang in der Kaſerne Holzhofallee in Di
ſtadt, 9 Uhr für Anfänger und 1.30 Uhr fü
prüfte. — 2 5. 3.: Gaumeiſterſchaftsſpiel P
zei — Frieſenheim. — 13. 5. und 2
Sommerſpiele (Bewerber: Tgſ. 46 ,Beſſungt
Nauheim.). — 17. 6. : Städte= oder Kreis
im Handball. — 2 3. / 24. 6. Gauſpielfeſt
Worms. — 1. 7.: Spielleiterlehrgang im 400 criſtu
Darmſtadt (Bewerber: Beſſungen, PfungtuM. 9 Hlehre.
— 1. 7. bis 15. 8.: Spielſperre im Handbal.
26. 8.: Beginn der Pflichtſpiele. Vereinband
mit dem Brigadeführer: Dienstag, Donnerſt
und ein Sonntag im Monat ſind für den
Dienſt freizuhalten.
in Ue
Nachweis
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Arfüßer ſt.
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Ringen.
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Vorwärts Gr.-Zimmern-Akhl.- Beiltichen von
Neu=Iſenburg 9:8.
1 Joh. Lu
Bantam: Johs. Herbert — Schachner (J.) 00e0n Baden
Herbert 10 Gramm Uebergewicht, daher Freuſ1!h; Altdeutf
ſchaftskampf, den H. in 2:45 Min. durch Scr/: Briefe
terſieg gewann. Feder: Weidner — Seip Flerlandt
2:3. Punktſieg Weidners, nachdem ein Schul 4 90 Ergebni
iden
ſieg überſehen worden war. Leicht: Joh. O).well
Streb (J.), Schulterſieg Ohls in 6:30 Min. 10
Welter: Angermeier — Pfeil (J.), Punktnied turgeſchicht
lage Angermeiers, 5:5. Mittel: Kaffenbeil? Genbretts
— Kuhn (J.) 5:7. Obwohl Kaff. überlegen vd
fiel der Punktſieg an Kuhn. Halbſchwer: ſ2
lich — Ceſanne (J.) unentſchieden G7 405 den
Kampf) 6:8. Schwer: Danz — Fließbach (—
Schulterſieg des Platzringers in 3 Min.
Da Ceſanne und Fließbach disqualifiziert ))
erfolgten deren Kämpfe unter Proteſt. Kam
richter war Beck=Arheilgen.
Kegler=Vereinigung Darmſtadt u. ARa
Verbands=Klubmeiſterſchaft der Kel.
Mit dem geſtrigen Sonntag wurden
Kämpfe um die Verbandsklubmeiſterſchaſt 1E
det. Als Sieger ging D. K. 1911 — B. V. heiz
Sie erzielte in den 3 Läufen jedesmal das ahn
Reſultat und hat insgeſamt 4847 Holz errennch
Mit ihr iſt ein würdiger Vertreter des 2
bands Klubmeiſter geworden, ſie wird am 0 /g
ſten Sonntag in Wiesbaden den Verd
Darmſtadt gut vertreten.
Nachſtehend noch die von den einzelnen
Ri=
erreichten Reſultate: 1. D. K. 1911—
V. T 4847 Holz; 2. D. K. 1911 — B. 9
4742: 3. Zwölfer 4729; 4. Haſſia I 42‟
5. Chattia 4703; 6. D. K. 1923 4687; 7. Kr
4658; 8. Conkordia I 4597: 9. Fall um 42
10. Haſſia II 4548; 11. Alle Neun Meſſel 42
12. Lokälchen 4505; 13. Kranz Eberſtadt 42
14. L. L. 08 4457: 15. Donnerstagsgeſelſch. )
4389; 16. Keglerluſt 4305; 17. Conkordig
4198; 18. Holzhacker T 4103: 19. Holzhagee-
3906 Holz.
Die deutſche Rugby=Nationalmannſchaft
am 25. März in Hannover den Länderkampl
gen Frankreich beſtreiten ſoll, zeigte ſich bei?
Probeſpielen am Wochenende in Hannover N.
beſter Verfaſſung.
nag, 12. März 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 70 — Seite 7
Diet ſaad inn Beulfchen Reicf.
2as neue Deukſchland ſchützt ſeine Tiere vor unnöligen Quälereien.
Duch die Schaffung des am 24. November 1933 erlaſſenen
Reich ürſchutzgeſetzes iſt dem vielſeitigen Wunſche des deutſchen
Volkes das in ſeiner großen Mehrzahl ſich auch ſeiner ethiſchen
Verpffittungen dem Tiere gegenüber bewußt iſt, Rechnung
getra=
gen woden.
Wärend nach § 360 des Strafgeſetzbuches der Tierquäler
frü=
her nrurwegen Uebertretung und nur dann beſtraft werden konnte.
wenn dr Nachweis der Oeffentlichkeit und der Aergerniserregung
erbraghtwerden konnte, hat das Geſetz zur Abänderung
ſtrafrecht=
licher Prſchriften vom 26. Mai 1933 in § 145b inſofern ſchon eine
Beſſemug gebracht, als danach Tierquälerei als Vergehen beſtraft
werdeen ſonnte, wenn ein Tier roh mißhandelt oder abſichtlich ge=
Gquält wrde. Dadurch wurde erreicht, nicht bloß, wie früher, die
Empf inſungen und Gefühle eines tierfreundlichen Menſchen vor
em Aylick einer Tierquälerei zu ſchützen, ſondern auch dem Tier
„m ſeeinr ſelbſt willen Schutz angedeihen zu laſſen. Doch genügte
nuch idiee Regelung nicht, wie die Erfahrung zeigte, dem Tiere
virkungvollen Schutz zu verleihen, da auch obiger § 145 eine
Be=
trafu ngnur dann zuließ, wenn die Mißhandlung abſichtlich
er=
olgt iſtwas in der Regel ſchwer nachweisbar iſt. Manchem
Tier=
ſuäles glang es infolgedeſſen, trotz erfolgter Anzeige, ſich der ver=
Tſenienten Strafe zu entziehen. Dieſem Mangel wurde zur Freude
edes Verfreundes nunmehr Rechnung getragen durch das neu
rlaſſen Reichstierſchutzgeſetz. Damit ſind die vielgeſtaltigen
zonderprordnungen der einzelnen Länder jechtsunwirkſam
ge=
ſordeenund die dadurch bedingte Rechtsunſicherheit und =
Ungleich=
ich eit beüglich des Tierſchutzes beſeitigt.
a? Aul alle Beſtimmungen dieſes Geſetzes hier näher einzugehen,
Naſt in Jahmen dieſer kurzen Ausführungen natürlich nicht
mög=
gich. Ich will deshalb nur das Weſentliche einzelner
Beſtimmun=
en, doa von allgemeinem Intereſſe iſt, hier herausgreifen.
De Tierſchutz in dem neuen Geſetz beſchränkt ſich nicht nur auf
Sulstiere. — Zum Schutze der jagdbaren Tiere und Fiſche
leibendie in den Jagd= und Fiſcherei=Geſetzen und
Polizeiverord=
ſſtungen der einzelnen Länder vorgeſehenen Beſtimmungen vorerſt
Piltſoch Seſehen. — Für eine ſchmerzloſe Tötung der Schlachttiere iſt
Auurch dis Geſetz vom 21. April 1933 bereits geſorgt und damit
„uch Ba qualvolle Schächten der Tiere ein für allemal verboten.
Das ſrüher ſtrafbare „abſichtliche” Quälen eines Tieres, deſſen
achwek, wie oben ſchon erwähnt, immer mit Schwierigkeiten
rknäyſt war, wird in der neuen Faſſung des Geſetzes durch „un=
Tätgsitig” rſetzt. — Eine rohe Mißhandlung oder unnötige
Tier=
unſänälertel kann nicht bloß durch erhebliche Einariffe oder Angriffe
Krarur ſiöt werden, ſondern auch durch Unterlaſſung gewiſſer
Hand=
ange n (Nichtbeachtung von Hunger und Durſt), ſofern für den
huldien eine Rechtspflicht dazu beſtand. — Die
Vernachläſſi=
ing nHaltung. Pflege oder Unterbringung eines Tieres erfolgt
2hr Slaus Unverſtand oder Gleichgültigkeit, zuweilen iſt dieſe
cher auh auf Geiz oder Rohheit des Beſitzers zurückzuführen.
Be=
die Imdenshinſichtlich der Unterbringung der Tiere werden viele, oft
ſind hrelling dauernde Quälereien begangen, die für das Tier ſich
Voriglimzmr auswirken als gelegentliche rohe Züchtigungen (ſchlechte
Hundehütten, Obdachloſigkeit der von Zigeunern uſw.
mitgeführ=
ten Tiere).
Um Meinungsverſchiedenheiten und unnötigen Anzeigen jedoch
von vornherein gleich vorzubeugen, ſei hier bemerkt, daß eine
ein=
fache Anhaltung oder Anregung der Zugtiere zum Gehorſam mit
der Peitſche nicht als Tierquälerei aufzufaſſen iſt.
Auch bei der Beförderung lebender Tiere fehlt es oft an der
erforderlichen Sorgfalt, ſei es, daß ſie auf Wagen eng
zuſammen=
gepfercht transportiert werden, ſei es, daß die Tiere auf der
Land=
ſtraße befördert und zu ſtark ermüdet werden. Auch das enge
Zu=
ſammenpreſſen von Geflügel in zu kleinen Käfigen gehört hierher.
Gegen ſolche Vorkommniſſe, gegen die ſich das arme Tier nicht
zu wehren vermag, ſoll es in Zukunft nach Möglichkeit geſchützt
werden. Ein übertriebener Schutz ſoll damit jedoch nicht angeſtrebt
werden. Zur Feſtſtellung einer Quälerei iſt immer der Nachweis
erforderlich, daß das Tier „erhebliche” Schmerzen oder Schaden
erlitten hat.
Bei der Verwendung eines Tieres zur Arbeit iſt mit Sorgfalt
zu prüfen, ob die von ihm verlangte Leiſtung nicht deſſen Kräfte
überſteigt oder, ob es infolge ſeines beſonderen Zuſtandes (
Träch=
tigkeit, Dämpfigkeit uſw.) dieſer Arbeit nicht gewachſen iſt.
Ge=
brechliche oder alte Tiere zu ſchweren Dienſtleiſtungen
heranzu=
ziehen, wirkt gefühlverletzend und iſt deshalb als Qualerei
anzu=
ſehen.
Die Abrichtung von Hunden auf Raubtierſchärfe an lebenden
Katzen iſt als grobe Mißhandlung durch das vorliegende Geſetz
für das ganze Reichsgebiet verboten. — Das Kürzen der Ohren und
Schwänze von Tieren, die älter als zwei Wochen ſind, iſt nur nach
vorheriger Betäubung geſtattet, das Kürzen der Schweifrübe bei
Pferden außerdem nur in Ausnahmefällen. — Die Kaſtration von
Pferden darf nur unter Betäubung vorgenommen werden. —
End=
lich iſt das Stopfen von Gänſen und Enten und das Einſetzen in
enge Behältniſſe ebenfalls als Mißhandlung aufzufaſſen und
des=
halb verboten.
In Vorſtehendem ſind einige der häufigſten Tierquälereien
angeführt, wie ſie uns bisher im täglichen Leben leider gar oft
begegnet ſind. Nicht immer ſind ſie aus Rohheit begangen worden,
häufig auch aus Unverſtand und Gedankenloſigkeit. Deshalb wird
auch in Zukunft durch das neu erlaſſene Geſetz noch nicht alles für
einen genügenden Schutz der Tiere getan ſein; es muß darüber
hinaus das Verſtändnis für die Tiere und die Liebe zu denſelben
ſchon in der Schule geweckt und gelehrt und zum Gemeingut aller
Volksgenoſſen gemacht werden. Nur beides zuſammen, Geſetz und
Belehrung, vermögen zu dem gewünſchten Erfolge, einem
aus=
reichenden Schutz des Tieres, zu führen.
Dabei als ſachverſtändiger Berater mitzuwirken, iſt wohl der
Tierarzt durch ſeine Vorbildung in erſter Linie berufen; er beſitzt
nicht bloß die erforderliche praktiſche Erfahrung in
Tierſchutz=
fragen, ſondern er betrachtet es in ſeinem Beruf von jeher als
ſeine Aufgabe und Pflicht, die Leiden der Tiere nach Möglichkeit
zu lindern.
Neuerwerbungen der Stadtbücherei.
zurs Henger: Das 4. Matroſen=Regiment im Welt=
4/18. Nach Kriegsakten. 45 Bk. 120. — Mary Bohny:
elliebe im Weltenbrand. Aus dem Tagebuch einer Frau.
ABd. 80. — Walter Ilges: Hochverrat von Zentrum
/Byeriſcher Volkspartei. Geplante Aufteilung Deutſchlands.
1ABd. 355. — Joh. v. Leers: Deutſchlands Stellung in
Wet. 90 Bd. 438. — Hermann Göring; Aufbau einer
tichn 1934. 90 Bd. 286. — Gerhard Kittel: Die Juden=
33. 20 B. 350. — Knötel: Uniformfibel. 1933. 2 Bk. 52,
m Thiele und Kurt Gpeltzer: Deutſche Arbeit im
fühesplan. 182 Bilddokumente. 60 Fp. 130. — Die
Er=
üg im nationalſozialiſtiſchen Staat. Vorträge 1 Pa. 222.
Kut Schwedtke: Nie wieder Karl=Marx=Schule! Eine
reSung mit der marxiſtiſchen Erziehung und
Schulverwal=
nig.1Pa 865. — Joſef Preſtel: Geſchichte des deutſchen
dhrifttums. 1933. 15 Pa. 532. — Othmar Spann:
fell cftslehre. Dritte neubearbeitete Auflage. 1930. 5 Fs
Pn;Freyer: Einleitung in die Soziologie 1931. (
Wiſſen=
im Haft ud Bildung.) 5 Fs. — Fritz Lenz: Die Raſſe als Wert=
Verſuzä=,Zur Erneuerung der Ethik. 80 Dh. 150. — Hans F. K.
uag 200er: Die nordiſche Raſſe bei den Indogermanen Aſiens.
½.—80 Dh. 93 — Guſtaf Koſſinna: Altgermaniſche
iü iltrrbhe. Eine Einführung in die deutſche Vor= und
Früh=
chict. 1927. 15 Bd. 194. — Karl Schuchhardt:
Alt=
ropn, Vorgeſchichte unſeres Erdteils. 1926. 3 Cz. 188. —
ichad Bahr: Volk jenſeits der Grenzen. Geſchichte und
ohlenatik der deutſchen Minderheiten. 1933. 95 Bd. 20. —
einſhrift des Deutſchen u. Oeſterr.
Alpenver=
ns Geleitet von Hanns Barth. Jahrgang 1933. 10 C. 77 —
ie Dalomiten: Ein Landſchafts= und Bergſteigerbuch.
Her=
sgeioen von Julius Gallhuber. 10 C. 6. — Albrecht Penck:
ſieckiſhe Landſchaften. 1933. 120 Cz. 155. — Ernſt
Emmer=
nglJoh. Ludw. Strecker, der Maler des Merckſchen Freun=
,9. skrails. 1933. 85 Kg. 620. — Gerda Kircher: Karoline
„iliſe un Baden als Kunſtmalerin. 1933. 3 Ka. 440. — Willy
zuri): Altdeutſche Holzſchnitt=Kunſt. 40 Kg. 180. — Emil
t, dacf ol ): Briefe aus den Jahren 1894—1926. Herausgegeben von
Wax Suerlandt. 5 L. 5554. — Albert Apponyi:
Erleb=
er —5ſe wd Ergebniſſe 1933. 5 L. 205. — Eduard Anthes;
dem en urc den Odenwald. Heimatkundliche Aufſätze, 1933. 15 H. —
wurspellentechnik. Ein Leitfaden für den Amateur. 1931.
B5 — Karl Menninger: Zahlwort und Ziffer. Aus
Euturgeſchichte unſerer Zahlſprache, unſerer Zahlſchrift und
Weenbretts. 1934. 10 Dm. 36.
Aus den Darmſtädker Lichtſpieltheakern.
Reſi.
In Reſi läuft in Erſtaufführung ein ſehr hübſches Luſtſpiel
ſt riblaue Jungens — einblondes Mädel” in dem
ruceſde Lebendigkeit die Zuſchauer mitreißt und in gute Laune
rſe=t Carl Boeſe, der für die Regie verantwortlich zeichnet,
t eerſtanden, nicht nur einen guten Ausſchnitt vor allem aus
Fhöüteren „Dienſtſeite” unſerer Matroſen, nämlich dem Urlaub.
MP gechn, ſondern auch eine geſchickte, unterhaltſame „Geſchichte‟
1t, iſem lieben blonden Mädel aufzuziehen, das ausgerechnet
zm. hHerzchen ſchenkt, an den niemand dachte. Dazu kommt noch
aN Mne, ſchvere Belaſtungsprobe für eine alte Matroſenfreundſchaft,
ge leſahe in die Brüche gegangen wäre, alſo Stoff genug für
nem ſſſelnden Film, zu dem ein gutes Künſtlerenſemble
zuſam=
ibſengeſellt iſt. Dazwiſchen waren feſſelnde Bilder vom ernſten
9*ſemunsdienſt an Bord der „Heſſen”, von dem Manöver eines
ermlukſchiffes und dann von einem lockenden Oſtſeebadeorte und
inenn herrlichen Strand. Schließlich unterſtreicht eine hübſche
zwiſ hamuſik die ganze Handlung. — Von den Darſtellern iſt vor
Mem ſharlotte Ander, das feſche blonde Mädel Ilſe, zu
nen=
gen, „M die ſich die drei blauen Jungens Heinz Rühmann als
deu Uſti ä/ Pechvogel, Friedrich Benfer und Fritz Kampers,
eßten mit Erfolg, reißen. Originell iſt Ilſes kleiner Bruder
ſiriez dr junge Hans Richter. Das Publikum iſt höchſt beluſtigt
nd nut ſich über die zahlloſen humorvollen Verwicklungen. —
Ein =Atſpiel und eine reichhaltige Wochenſchau gehen dem Haupt=
Ums ſraus.
Wes Alter. Katharina Preuſch, Darmſtadt, Schwanenſtr. 33,
Dollgut heute in voller geiſtiger und körperlicher Friſche ihr
3. Oensjahr.
Ugrußtelegramme. In der Zeit vom 24. März bis 2. April
ioe Ind 2p in den Vorjahren im Verkehr mit Nordamerika Mexiko
Goeundam Schiffen in See über die Küſtenfunkſtellen der
Vereinig=
ſcken Hraten von Amerika Oſtergrußtelegramme
zuge=
aſſent Die Telegramme erhalten wieder einen feſtſtehenden Text,
I einem bei den Telegramm=Annahmeſtellen ausliegenden
Der Ahnis gewählt werden kann. Bei der Auflieferung eines
ve. ſte muß telegramms, deſſen Unterſchrift höchſtens aus drei Wör=
Erlea ſſtehen darf, iſt demnach als Text nur die Nummer der
WeEween Faſſung anzugeben. Das Oſtergrußtelegramm wird zu
rLihrigen Gebühr von 4,25 RM. nach den Vereinigten Staa=
„EhTR Amerika und nach Kanada, zur Gebühr von 7.10 RM.
i exiko und von 10,40 RM. an Schiffe in See befördert,
der Banvestag 194 ver geibauroiſten
lehem. 115er)
fand bei „Sitte” bei außerordentlich ſtarker Beteiligung ſtatt. Der
Bundesvorſitzende Exz. v. Oidtmann wies in ſeiner Begrüßung
darauf hin, daß Adolf Hitler aus einem Nichts im Vertrauen auf
Gott und das deutſche Volk das Dritte Reich geſchaffen hat, wofür
das deutſche Volk ihm von ganzem Herzen dankbar iſt. Er
ge=
dachte dann der Toten, insbeſondere der großen Verdienſte des
Mitgründers der Vereinigung, Major Müller=Hickler. Es folgte
die übliche Ehrung. Dann trat man in die Tagesordnung ein,
Die Umſtellung des Bundes auf das Führerprinzip wurde
bekannt=
gegeben, der bisherige Bundesleiter Exz. v. Oidtmann als
be=
währter Führer des Bundes gewählt. Er dankt für das
Ver=
trauen, und beſtimmt zu ſeinem Stellvertreter Herrn Direktor
Werner und zu weiteren Vorſtandsmitgliedern die Kameraden
Savelsberg, Bernhardt und Koch, zum Schriftleiter Oberſt von
Götze, als Beiſitzer Vertreter der Vereine Darmſtadt, Bensheim,
Offenbach, Mainz, Worms, Frankfurt und Eſſen. Als
Geſchäfts=
führenden Vorſitzenden beſtimmt der Kam. Oberpoſtinſpektor Bopf,
der nun die weiteren Verhandlungen leitet und für das
Ver=
trauen und die Kameradſchaft dankt. Er teilt u a. mit, daß die
weitere innere Umſtellung des Bundes bzw. der Vereine
vorberei=
tet ſei. Aus dem von ihm vorgetragenen Jahresbericht ergibt ſich,
daß der Bund 60 Ortsgruppen mit zuſammen 3600 Kameraden
zählt. 64 Mitglieder mußten mangels Beitragszahlung
aus=
geſchloſſen werden. 12 neue Ortsgruppen wurden im letzten Jahre
gegründet. Die Ortsgruppe Offenbach hat ſich faſt verdoppelt und
iſt auf 317 Mitglieder geſtiegen. Offenbach konnte auch 70
Kame=
raden ein Weihnachtsgeſchenk von zuſammen 720 RM. überweiſen.
Zum Schluß wird der ausgezeichneten Beziehungen zur
Traditions=
kompagnie in Gießen gedacht. Der von Kam. Burkhardt erſtattete
Kaſſenbericht für den Bund wie für das Bundesorgan der
Leibgardiſten werden auf Antrag der Kaſſenprüfungskommiſſion
mit dem Rechenſchaftsbericht gutgeheißen. Kam. Schlörb und
Kam. Klanz berichten ausführlich und aufklärend über die
um=
fangreiche Tätigkeit des Werbeausſchuſſes.
Der nächſte Punkt betrifft die Kriegsgräberfürſorge.
Der Bund ehem. Leibgardiſten hat die Unterhaltung dreier
Fried=
höfe bei Anlois und die Verpflichtungen übernommen, jährlich
800.— RM. auf 10 Jahre aufzubringen. Die Koſten betragen für
jedes Bundesmitglied 20 Pfg. im Jahre. Eine ſofortige
Samm=
lung durch den Eſſener Kameraden ergibt den Betrag von 60.—
RM. Es folgen noch verſchiedene Vorſchläge, darunter die
Schaf=
fung eines Totengedenkbuches für jede Ortsgruppe.
Kam. Bopf teilt noch mit, daß der heſſiſche
Leibgar=
diſtentag in dieſem Jahre gemeinſam mit dem vom
Kyffhäuſer=
bund vom 9. bis 11. Juli angeſetzten Heſſ. Soldatentag
ſtattfinden wird. Nach den bis jetzt getroffenen Vereinbarungen
wird ſich der Bund der Leibgardiſten geſchloſſen in einer großen
hiſtoriſchen Gruppe am Feſtzug beteiligen, er wird, ein
großes beſonderes Feſtzelt erhalten.
Nach kurzer Ausſprache wird auf Antrag von Exz. v.
Oidt=
mann beſchloſſen, die Nichtarier aus dem Bund auszuſchließen.
Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Generalfeldmarſchall
von Hindenburg und den Reichskanzler Adolf Hitler und dem
Ge=
ſang des Horſt=Weſſel=Liedes wurde der Bundestag geſchloſſen. —
Ein gemeinſames Mittageſſen ſowie gemütliches Beiſammenſein
mit hübſchem Konzert der Kapelle Greilich vereinigte die
Kame=
raden noch längere Zeit.
Kaffee Sod
jeder Tropfen Gesundheit=
Ca. Lorſch, 9. März. Einem ſchon lange gehegten Wunſch der
Bevölkerung Rechnung tragend, iſt die Gemeindeverwaltung
nun=
mehr dazu übergegangen, die Bahnhofsſtraße umzupflaſtern. Dieſe
iſt deshalb von heute bis auf weiteres vom Eingang der
Joſef=
ſtraße bis zur Rheinſtraße, für jeglichen Fuhrwerksverkehr
ge=
ſperrt.
Gernsheim, 10. März. Waſſerſtand des Rheins
(Pegel) am 9. d. M.: —0,89 Meter, am 10. d. M.: —0/44 Meter,
jeweils morgens 5.30 Uhr.
Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die letzle Bezugsqulttung beizufügen. Anonvme Anfragen werden
aicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkeit.
Nr. 66. Die Umſatzſteuerpflicht beſteht hinſichtlich des
Loh=
nes für die gefertigten Arbeiten.
„Mietvertrag‟. Die drei Fragen möchten wir erſt nach
Ein=
ſicht des ſchriftlichen Mietvertrags beantworten. Rückſprache
werk=
tags vormittags 8.30 Uhr bei der Schriftleitung.
Reichsbahngüterkraftfahrlinie Bensheim-Lindenfels.
Vielfachen Wünſchen entſprechend, wird ab 26. März auf
der Strecke Bensheim-Lindenfels von der Reichsbahn ein
Kraft=
wagenverkehr zur Beförderung von Expreß=, Eil= und
Frachtſtück=
gütern eingerichtet. An der Kraftwagenſtrecke liegen die Orte
Schönberg, Wilmshauſen, Elmshauſen, Reichenbach,
Beedenkir=
chen, Brandau. Gadernheim, Kolmbach, Lauteren und Lindenfels.
Für die Annahme und Ausgabe der Güter ſind
Güterannahme=
ſtellen in den einzelnen Orten eingerichtet.
Auf der Kraftwagenſtrecke werden befördert Sendungen zum
Uebergang auf die Eiſenbahn und in umgekehrter Richtung ſowie
zwiſchen den Orten der Strecke untereinander.
Der Laſtkraftwagen befährt die Strecke, beginnend bei der
Güterabfertigung Bensheim werktäglich einmal in jeder Richtung
nach beſonderem Fahrplan.
Für die Beförderung werden beſtimmte
Beförderungsgebüh=
ren erhoben.
Auskünfte erteilen die Güterabfertigung Bensheim (
Fern=
ruf 72) und die Güterannahmeſtellen.
Mit der Einrichtung wird eine weſentliche Verbeſſerung und
Beſchleunigung der Güterbeförderungen nach den abſeits der Bahn
gelegenen Orten des Schönberger Tales erreicht. Die Sendungen
nach dem Luftkurort Lindenfels, die ſeither nach Fürth i. Odw.
verfrachtet wurden, erhalten bei künftiger Abrichtung nach
Bens=
heim und Weiterbeförderung mit dem Reichsbahnkraftwagen eine
Beſchleunigung von mehr als 24 Stunden. Aehnlich verhält es ſich
bei den übrigen Orten. Den immer wieder vorgebrachten
Ver=
kehrswünſchen auf Verbeſſerung der Güterbeförderung auch
ſei=
tens der zahlreichen Unternehmen der Farb=, Pappe= und
Stein=
induſtrie iſt hiermit von der Reichsbahn im weiteſtgehenden Maße
entſprochen. Gleichzeitig iſt damit ein weiterer Schritt zur
Er=
ſchließung des Odenwaldes für den Güterverkehr getan.
P. Nauheim, 9. März. Die beiden hieſigen Geſangvereine
„Eintracht” und „Germania” haben ſich unter dem Namen „
Män=
nergeſangverein 1934 Nauheim” zuſammengeſchloſſen. Zum
vor=
läufigen Führer des neuen Vereins wurde Phil. Diehl beſtimmt,
während Chorleiter Reviol=Walldorf die muſikaliſche Schulung
übernommen hat.
e. Bad Wimpfen, 9. März. 58. Hauptverſammlung
der Turnvereinigung. Der Vereinsführer gab einen
Rück=
blick auf das verfloſſene Jahr. Den Höhepunkt der turneriſchen
Ereigniſſe ſtelle das Deutſche Turnfeſt in Stuttgart dar, an dem 16
aktive und 36 inaktive Mitglieder der Turnvereinigung
teilnah=
men. Sodann berührte der Vereinsführer die Eingliederung der
D.T. in den Reichsbund für deutſche Leibesübungen und gedachte
dabei der unbeſtrittenen Verdienſte Neuendorfs Klargelegt wurde
weiter die Beziehung der Turnvereine zur SA., HJ., zum BDM.
und JV. Der Bericht des Oberturnwarts erinnert an die
Vor=
arbeit zum Turnfeſt, die dem Verein den 1. Preis eintrug. Nach
der Kaſſenablage wurde dem Rechner Entlaſtung erteilt. Nach
der Bekanntgabe von Satzungsänderungen fanden verſchiedene
weitere Punkte Erledigung. In Abweſenheit des Leiters der
Handballabteilung verlas deſſen Stellvertreter den
Jahresrück=
dlick, der zu frohen Hoffnungen für die nächſte Spielzeit berechtigt.
Dandenn Samadfaut w. m.
Kaſſel, Trier, Freiburg 251
Frankfurt: Dienstag, 13. März
6.00: Choral, Zeit, Wetter.
6.05 und 6.30: Gymnaſtik. —
6.55: Zeit, Frühmeldungen. — 7.05: Wetter. — 7.10: Stuttg.:
Frühkonzert (Schallplatten), — 8.15: Waſſerſtand
Schneeſport=
verhältniſſe, Wetter. — 8.25: Stuttgart: Gymnaſtik. — 10.00:
Nachrichten.
10.10: Nur Freiburg: Werbekonzert. — 10.30:
Nur Freiburg: Eigene Sendung. — 10.45: Praktiſche Ratſchläge
für Küche und Haus. — 11.00: Werbekonzert. — 11.40:
Mel=
dungen. — 11.50: Sozialdienſt,
12.00: Stuttgart: Mittagskonzert (Schallplatten) — 13.15: Zeit,
Nachrichten. — 13.25: Nachrichten. — 13.35: Mittagskonzert.
Ausf.: Funkorcheſter. Ltg.: Dr. Merten. — 14.30: Nur für
Frei=
burg: Nachrichten. — 14.40: Hat der Kindergarten heute noch
Bedeutung? Zwiegeſpräch. — 15.30: Gießener Wetterbericht;
anſchl.: Obſervätorium Aachen: Wetter für das Effel= u.
Moſel=
gebiet. — 15.40: Zeit, Wirtſchaftsmeldungen. — 15.50:
Wirt=
ſchaftsbericht.
16.00: Nachmittagskonzert. Blindenchor der Blindenanſtalt, Frankf.
Ltg.: Karl Burkard. — 17.30: Unter Tieren. Zum
Todestag=
von Manfred Kyber. (10. März 1933,) — 17.45: Lieder von
Hugo Wolf. — 18.00: Dr. Plum u. Dr. Zeh: Wie ſieht es
heute in der deutſchen Wirtſchaft aus? — 18.15: Aus Wirtſchaft
und Arbeit. — 18.25: Italieniſcher Sprachunterricht. — 18.45:
Wetter, Wirtſchaftsmeldungen, Programmänderung, Zeit.
18.50: Sozialdienſt.
19.00: Reichsſendung: Stunde der Nation: Bayeriſches Salz. Ei
Querſchnitt. — 20.00: Nachrichten. — 20.10: Tafelrunde in
Sanſſoucr. Ein Spiel im Jahre 1752. — 21.00: Ruſſiſche Muſik.
Das Funkorcheſter. Ltg.: Hans Rosbaud. — 22.00: Zeit, Nachr.
22.15: Stuttgart: Du mußt wiſſen. — 22.25: Nachrichten,
Wet=
ter, Sport. — 22.40: Zwiſchenprogramm. — 23.00: Stuttgart:
Hugo Wolf zum Gedächtnis. Das Südfunkorcheſter, Ltg.; Droſt,
23.00: Nachtmuſik.
Taussſandhaden
(Welle 1571)
Deutſchlandſender: Dienstag, 13. März
6.00; Hamburg: Wetter für die Landwirtſch. — 6.05:
Wieden=
holung der wichtigſten Abendnachrichten. — 6.15: Berlin:
Gym=
naſtik. — 6.30: Wetter für die Landwirtſchaft; anſchl.:
Tages=
ſpruch. — 6.35: Berlin: Frühkonzert. — In einer Pauſe
(gegen 7.00): Nachrichten. — 8.00: Sperrzeit. — 8.45:
Leibes=
übung für die Frau. — 9.00: Sperrzeit. — 10.00: Nachr. —
10.10: Aus deutſcher Geſchichte: Eleonore Prohaska. Ein Bild
aus den Freiheitskriegen 1813. Hörſpiel. — 10.50: Fröhlicher
Kindergarten. — 11.15: Seewetterbericht. — 11.30: Zeitfunk.
11.50: Prof. Dr. Solger: Neueſte Forſchungen über Urſtröme.
12.00: Wetter für die Landwirtſchaft; anſchl.: Glückwünſche.
12.10: Schallplatten: Zigeunerorcheſter. — Hawan Gitarre.
Mandolinenorcheſter. — Orgel; anſchl.: Wetter für die
Land=
wirtſchaft. — 12.55: Zeitzeichen. — 13.00: Sperrzeit. — 13.45:
Nachrichten. — 14.00: Muſik aus Opern (Schallplatten).
15.00: Wetter, Börſe. — 15.15: Für die Frau: Weiblicher
Ar=
beitsdienſt. — 15.35: Erlebnis deutſcher Landſchaft. Hörfolge,
16.00: Dresden: Nachmittagskonzert. Die Dresdner Philharmonie.
17.00; Sippenforſchung fördert die Erhaltung deutſcher
Kultur=
werte. Zwiegeſpräch. — 17.25: F. G. Schmidt=Olden: =Mit
Schild und Speer gegen Löwen und Leoparden. — 17.40:
Ju=
gendſportſtunde: Schöne und billige Sportgeräte. — 17.55:
Zum 74. Geburtstage von Hugo Wolf. — 18.30:
Haupt=
ſchriftleiter Fritzſche: Politiſche Zeitungsſchau. — 18.50: Das
Gedicht; anſchl.: Wetter für die Landwirtſchaft.
19.00: Reichsſendung: Stunde der Nation: Bayeriſches Salz.
Quer=
ſchnitt von G. W. Kühne=Hellmeſſen. — 20.00: Kernſpruch;
anſchl.: Drahtl. Dienſt, Wetter. — 20.10: Orcheſterkonzert.
Das Berl. Philharm. Orcheſter. Ltg.: Dr. Praetorius — 21.05:
Fiſchdampfer, ahoi! Ein Hörwerk um ein Stück deutſcher Arbeit.
(Aufnahme.) — 22.00: Wetter, Tages= und Sportnachr. —
22.30: Heinr. Voß: Frauenwettbewerbe bei den olympiſchen
Spielen. (Aufn.) — 22.45: Seewetterber. — 23.00: Hamburg:
1. Jahrmarksſzenen von Fl. Schmitt; 2. Tanzmuſik. Das kleine
Funkorcheſter. Ltg.: Gerhard Maaß.
Wetterbericht.
Ausſichten für Dienstag, den 13. März: Mehr wechſelnd
wol=
kiges Wetter mit Aufklaren, im ganzen kühler, einzelne Schauer,
nordweſtliche Winde.
Hauptſchriftleitung: Rudor: Mauve.
Verantwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudol/ Mauve; für Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: MaxStreeſe; für den Schlußdienſt: Andreas
Bauer: für den Sandel: Dr. C. H. Quetſch; für Sport: Karl Böhmann: für Die
Gegenwart” Tagesſpiegel itWBild und Wort: Dr. Herbert Nette; für den
Anzeigen=
eil und geſchäftlſche Mitteilungen: Willy Kuhle, ſämtl. in Darmſladt. D.A II. 34: 23339
Druck und Verlag: L. C. Wittich, Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
Für unverlangte Manuſkrivte wird, Garantie der Rückſendung n icht übernommen.
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
[ ← ][ ]Seite 8 — Nr. 70
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 12. März
NR
B2)
Roman von Wilhelm Scheider.
(Nachdruck verboten.)
Auch Baggenſens Blicke waren dem Flugzeug gefolgt.
Plötz=
lich ſagte er ganz unvermittelt: „Daß ſie mit dem Elck da drüben
zuſammen iſt, das kann ich nicht faſſen.”
Eine entſetzliche Qual lag in dieſen Worten.
„Jens, du mußt wirklich etwas tun”, beſtürmte ich ihn. „Das
geht ſo nicht weiter. Haſt du den Kerl denn auch da drüben am
Ufer geſehen?”
„Ja — er lag neben ihr in einem zweiten Stuhl.”
„Dann würde ich nicht mehr hinüberfahren. Das iſt doch
WWahnſinn.”
„Das iſt es. Ich muß ſie ſehen, jeden Tag muß ich ſie ſehen..."
So groß war alſo die Leidenſchaft dieſes kranken, todwunden
Menſchen. Es mußte etwas geſchehen. Ich überlegte mir die
Sache. Plötzlich fiel mir etwas ein.
„Jens, laß mich hinüberfahren. Ich hole ſie dir!“
Er ſchüttelte den Kopf. „Unmöglich!”
„Doch, ich hole ſie dir — und zwar ohne den Baron. Dann
wollen wir mal ſehen, ob wir die Sache nicht in Ordnung
be=
kommen.”
Die Idee begeiſterte mich; dann fiel mir ein, daß ich Inger
mit hinübernehmen müſſe; ſie war doch mein Bundesgenoſſe.
Außerdem liebte ſie Baggenſen und war bereit, ſich für ſein Glück
aufzuopfern. Wir beiden jungen Menſchen, wir mußten es ſchaf=
fen, wir mußten endlich der Tragödie ein Ende machen. Mit Elck
würde ich ſchon fertig werden . . .
Aber Baggenſen war mit meinem Vorſchlag nicht
einverſtan=
den. Er wünſche keinen Zwang, ſie ſolle von ſelber zu ihm kommen.
„Solange warten wir nicht,” unterbrach ich ihn, „haſt du eine
Seekarte im Boot?‟
Ich ſtürzte auf die Kajütentür zu. Die Karte lag
ausgebrei=
tet auf dem Tiſch. Als ich wieder zurückkam, ſtand Inger oben
auf dem Kai und begrüßte Baggenſen.
„Hurra, Inger, ſchrie ich, „Sie müſſen mitkommen, ich hole
Rhoda von Lecina herüber. Das iſt eine Sache!”
Eine Sekunde lang verriet ſie ſich: ſie ſah Baggenſen ſo
ſelt=
ſam an. Ihre ganze Liebe war in dieſem Blick. Aber dann
erſchrak ſie über ſich ſelber.
„Ja, ſelbſtverſtändlich komme ich mit. Sie müſſen ſich wieder
mit ihr ausſöhnen, Baggenſen.
Wir verließen das Boot und ſetzten uns vor das Haus an den
gedeckten Frühſtückstiſch. Die kleine Frau Marie bediente uns in
ihrer farbenprächtigen Landestracht. Ueber die Fahrt verlor ich
kein Wort, ich fühlte, daß Baggenſens Widerſtand bereits
ge=
brochen war. Vielleicht glaubte er auch nicht an den Erfolg.
Nach einer halben Stunde ſtarteten wir. Baggenſen, die
Hände in den Taſchen, ſtand auf dem Kai und ſah uns lange nach=
Er lächelte, und es war etwas von ſeiner alten Art in dieſem
Lächeln.
15. Die Entführung.
Nach zweiſtündiger Fahrt kamen die Berge der Inſel Lecina
in Sicht. Baggenſen hatte mir den Ort, wo Rhoda mit Elck
Ich gab Inger einige Inſtruktionen, denn ich hatte mir wän
rend der Fahrt alles genau überlegt. Sie ſolle, wenn ich mich n.
Rhoda und Elck dem Boot nähere, ſchon am Steuer ſitzen und o
mein Zeichen hin Gas geben . . .
Dann ging ich allein an Land. Ich ſuchte Elck und Rhodaun
der Halle, ſchließlich ſagte man mir, daß ich ſie im Garten ſäw=
Und richtig, unter einem ſchattigen Eukalyptusbaum fand ich r:
nebeneinander in Liegeſtühlen.
Elck erkannte mich ſofort und erhob ſich. Ich ging au
beiden zu. Ein Blick überzeugte mich, daß Rhoda noch ſchöner
w=
als ich es mir vorgeſtellt hatte. Weißblond, mit herrlich matut=
Teint, mit großen, dunklen, mandelförmigen Augen, war ſie ſchla=
und hochgewachſen. Sie trug ein dünnes, fließendes, ziegelror=
Kleid.
Ich reichte Elck, der ſein Erſtaunen über mein plötzliches 9
treten nicht verbergen konnte, die Hand. „Wollen Sie mich m”
bekannt machen.”
Einige Sekunden lang ſtarrte er mich an. „Nicht nötig”, ſol
er dann ſchroff. „Kommen Sie, Sie können mit mir verhande u/e
Obgleich ich erregt war, bezwang ich mich und trat einfach 5u
Rhoda zu. „Verzeihen Sie, gnädige Frau, ich komme im Auft:4
Baggenſens.”
Sie antwortete mir nicht; ich ſah, daß meine Art ſie erſchmt
und verwirrte.
„Baggenſen iſt leider erkrankt,” ſagte ich, „ich bin mit unſeie
Motorboot hier, um Sie nach Korcula zu bringen.”
wohnte, auf der Karte bezeichnet. Eine halbe Stunde fuhren wir
an der Küſte entlang gen Weſten. Freundliche kleine Orte, weiße
Villen und Strandbäder löſten einander ab. Endlich erreichten
wir die alte Stadt mit ihrem winzigen Hafen. Wir ſchoſſen daran
vorbei, und nach wenigen Minuten entdeckten wir das große
Hotel. Es lag unmittelbar am Fuße des Berges, der mit ſeiner
Burgruine die ganze Landſchaft beherrſchte. Wir legten uns an
den Kai.
Da ſprang ſie haſtig auf. Sie war blaß geworden und kom
ihre ſtarke Erregung nicht verbergen. „Was fehlt ihm?”
B
„Das werde ich Ihnen auf der Fahrt erzählen, antwon
ich, „kommen Sie ſchnell! Ich habe ein ſehr gutes Boot.”
Ihr Mund zuckte, ſie konnte kein Wort herausbringen,
ſungslos wandte ſie ſich Elck zu.
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im 76. Lebensjahre.
Dipl.=Ing. Fritz Dachſold
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Rohrbach=Saar, Darmſtadt,
den 11. März 1934.
Die Beerdigung findet am Dienstag
den 13. März 1934, um 15 Uhr, auf den
Waldfriedhof ſtatt. (2997
Todes=Anzeige.
Heute mittag entſchlief plötzlich un
unerwartet mein lieber Mann, unſe
guter Vater, Schwiegervater, Bruder
und Schwager
Leonhard Berger
Gendarmerie=Meiſter i. R.
im Alter von 63 Jahren.
In tiefer Trauer:
Marie Berger
Heinrich Berger.
Elſe Berger, geb. Rep=
Eberſtadt, Adolf=Hitlerſtr. 77, und
Mannheim. den 10. März 1934.
Die Beerdigung findet Dienstag, de
13. März, 3 Uhr nachmittags, von de‟
Friedhofskapelle Eberſtadt aus, ſtatt. (298