Darmstädter Tagblatt 1932


06. September 1932

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Einzelmmmmer 10 Pfennige

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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Erſchelnen vom 1. Sepiember
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Reſchtmar, durch 60
Reſchzmart frei Haus. Poſtibezugspreis
eseſtellgeld monailich 2,60 Reſchemari.
Hteſt ſür Aufnahme von Anzelgen g
ſrd nſcht übernommen. Nicht=
hiesver
Nummerm
euge höherer Gewalt
Kürzung de
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gen und Abbeſtellungen durch
Ree
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ſchleſt für uns. Poſiſcheckonio
Franfut a. M. 4301.

Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart=, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſebenen Orlainal=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſi. Tagbl. geſtattet.
Nummer 248 Dienstag, den 6. September 1932. 195. Jahrgang

21 mm breite Zelle im Kreiſe Darmſtadt 23 Reichspfa.
FinanzAnzeigen 35 Reſchspfg. Rellamezelle (92 mi
arlAnzeigen von auewärte3s Reſchepft
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geigen 50 Reſchepſg. Rmm breite Rellan
200 Reſchemark. Alle preſe in Reſchemar
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430 Marhl.
Falle höber
Gewoſl.
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ieg, Aufnuhr, Strell uſw. erliſch
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Schadenerſatz.
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Rabatt weg. Banfkonto Deuſche Vor
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ſtädter und Nationalbant.

apens Titſaaftsprogranm.
Regierungs-Offenſive gegen die Arbeitsloſigkeit zugunſten der Wiedereinſchaltung
zuhlreicher Erwersloſer in den Arbeiksprozeß.
che Arbeiksbeſchaffung. Ingangſehung des Produkkionsapparakes durch Skeuererleichkerungen, Senkung des Lohnkonkos und Beſchäftigungspränien.
Achenu der Wafſalfsenfiugen duich efunf es Aueſleigsfifs id Welielelun der Ruigener.
F4
keiten bald und erheblich ſteigert. Dazu bedarf ſie in den meiſten
Erhebung der Bürgerſteuer
eaut Beiedang der Wietſcan.
Fällen neuer zuſätzlicher Kredite. Die Unterlage hierfür bieten

rnehr als eine Woche liegt zwiſchen der Rede des Kanz=
türſter
und der Veröffentlichung der vor den weſtfäliſchen
huekündigten Notverordnung Zur Belebung der
afft, wie es in dem offiziellen Titel heißt. Dieſe acht
in bereits eine ausgiebige Kritik an, den wirtſchaftlichen
r. Reichsregierung gebracht. Wenn man gerecht iſt, wird
zwm müſſen, daß in der Oeffentlichkeit recht erhebliche
drgegen laut geworden ſind. Aber man der Regierung
Rleren Seite nicht den guten Willen abſprechen, zu ver=
ha
, ungewöhnliche Maßnahmen die Wirtſchaft wieder an=
mehnrcht
und eine möglichſt große Zahl deutſcher Volksgenoſſen
gurrträglichen Geißel der Arbeitsloſigkeit auf dem kürze=
te/AK
zu befreien. Dieſer ernſte Wille, dieſer unerſchütterliche
M eine beſſere deutſche Zukunft hat bereits eine Ver=
MF
Delle in Bewegung geſetzt, die ihren ſichtbarſten Aus=
yen
Börſen findet, wo ſeit Tagen umfaſſende Wertpapier=
Ablikums feſtzuſtellen ſind. Wenn dieſes Vertrauen ſich
auf die Wirtſchaft ausdehnt, dann wird es dazu beitra=
oduktion
erneut in Fluß zu bringen und den Handel
lsleben. Die Vorzeichen, unter denen die neue Notver=
zelrt
, ſind mehr als günſtig. Sie ſind geeignet, dem Reichs=
ider
Verwirklichung ſeiner Abſichten einen vorzüglichen
even.
erordnung ſelbſt enthält im weſentlichen das, was der
ſihen in Münſter angekündigt und was nach ihm ſeine
eſrarbeiter ſchon öffentlich zur Kenntnis gebracht haben.
ſti Materie iſt natürlich außerordentlich kompliziert. Ein
ſt ins andere. Die neue Verordnung muß auf alte zu=
Sie weiſt vielfach nur den Weg, den die entſprechenden
üungsverordnungen und ſpätere neue Beſtimmungen
einen haben.
Rernſtück bildet die Arbeitsbeſchaffung
mit ihren Finanzierungsplänen.
Buzugeben, daß den Steueranrechnungsſcheinen viele
heute noch mit einer gewiſſen Reſerve gegenüber=
der
in Regierungskreiſen weiſt man darauf hin, daß ſie,
ſeißt einmal zum Finanzamt gehen, um ihre fälligen
Kige zu hinterlegen, wenn ſie dann dafür einen Anrech=
hierhalten
, den ſie zu einem ſpäteren Termin in Zah=
ikkönnen
, den ſie ſich diskontieren laſſen oder in einer
Biſe verwerten können, dann ſehr raſch Freunde des
diers werden.
Brundſtein des Berkrauens wäre damik
ach Auffaſſung der Regierung gelegl.
wäre alſo der Zeitpunkt des konſtruktiven Wiederauf=
tmmen
, und nun könnte daran gegangen werden, unter
der verſchiedenſten, wirtſchaftsfördernden Möglichkei=
orverordnung
die Belebung herbeizuführen, die jeder
u uns im eigenen Intereſſe, mehr aber noch im Intereſſe
alb Millionen Arbeitsloſen erſehnt. Aber ganz ohne
S auch bei dieſer Verordnung nicht abgegangen. Sie
erum in die Lohngeſtaltung ebenſo wie in das Tarif=
arker
Hand ein. Sie ſind nur zu rechtfertigen, wenn
echt viele Arbeitsloſe wieder in die Produktionsſtät=
zu
bringen. Einen Anreiz dazu gibt die Verordnung
Jähreszuſchuß von 400 RM. pro Arbeiter, die auf
tiunmter Berechnungen neu eingeſtellt werden. Einen
ureiz bildet die Lohnentlaſtung der Betriebe bei Neu=
Ln. In die gleiche Kategorie der Flottmachung
r; ebe gehört die Umgeſtaltung der Tarifverträge und
ſſang an die örtlichen und betrieblichen Bedürfniſſe.
Ninaus hat die Reichsregierung ſchon jetzt beſtimmte
Ammen auf dem Gebieke der Sozialpolikik
aßt, für die ſie eine grundſätzliche Ermächtigung durch
Mäſidenten erhalten hat. Die Reformen ſollen vor allem
die Sozialverſicherungen vor dem Zuſammenbruch zu
2S auch um den Preis, daß Vereinfachungen und Zu=
ungen
vorgenommen werden, die dem Verſicherungs=
(twas anderes Geſicht geben können, ohne deſſen Zweck
beeinträchtigen. Leider iſt die Regierung nicht darum
Mnen, noch das letzte Vierteljahr dieſes Jahres in die
einzubeziehen, die Ende Juni ablief und erſt Anfang
Wioche z mächſten Jahres wieder beginnen ſolte. Aber auch hier
ieder die Arbeitsloſen, deren Schickſal das Kabinett
äne unpopuläre Maßnahme zum Beſchluß zu erheben.
Bürgerſteuer für dieſes Vierteljahr allerdings ganz
aug für das nächſte Jahr einigermaßen gemildert. Sie
artit

in dieſer Verordnung noch verankert, damit die Wohlfahrts=
erwerbsloſen
, deren Zahl in den letzten Monaten gewaltig geſtie=
gen
iſt, nicht eines Tages vor dem Nichts ſtehen. Alſo auch hier
waren es ſoziale Geſichtspunkte, die für die Erhebung der Bürger=
ſteuer
den Ausſchlag gaben.
Die Reichsregierung will, nachdem ihr Wirtſchaftsprogramm
Geſetzeskraft erlangt hat, mit doppelter Kraft an die Arbeit gehen.
Sie will dafür ſorgen, daß die weſentlichſten Maßnahmen unverzüg=
lich
in die Wege geleitet werden. Je raſcher es gelingt, die günſtigen
Auswirkungen der Verordnung zu regiſtrieren, deſto ſtärker kann
die Auftriebskraft ſein, die dieſe Pläne ausſtrahlen ſollen.
Die neuen Wirkſchaftsmaßnahmen
zur Belebung der Privakwiriſchaft und zur
enfun der Lundpiciſchff.
Berlin, 5. September.
Die vom Reichskanzler von Papen angekündigten Maßnah=
men
zur Belebung der deutſchen Wirtſchaft ſind heute durch eine
Verordnung des Reichspräſidenten von Hindenburg veröffentlicht
und in Kraft geſetzt worden. Neben einer Erweiterung des Pro=
gramms
für öffentliche Arbeiten werden wirkſame Maßnahmen
zur Belebung der Privatwirtſchaft getroffen. Das Programm geht
davon aus, daß alles vermieden werden muß, was die Stabilität
der Währung beeinträchtigen könnte. Die wirtſchaftlichen Beſtim=
mungen
der Verordnung ſind deshalb in enger Zuſammenarbeit
mit der Reichsbank ausgearbeitet worden. Die einzelnen
Maßnahmen zielen darauf ab, den nach Er=
reichung
des Tiefſtandes der Kriſe zu erwarten=
den
natürlichen Aufſchwung der Wirtſchaft vor=
zubereiten
. Hierzu dient zunächſt das umfaſſende Programm
für die Vornahme öffentlicher Arbeiten, das mit der
neuen Verordnung verbunden iſt. Es wird mit einem Geſamtauf=
wand
von nahezu dreiviertel Milliarden RM. für öffentliche Ar=
beiten
in den nächſten Monaten gerechnet. Die Einſetzung dieſer
Mittel wird einen belebenden Einfluß auf die geſamte Wirtſchaft
ausüben.
Die Beſchäftigungsprämie,
zu der ſich die Regierung trotz mancher Bedenken entſchloſſen hat,
wird insbeſondere den kleineren und mittleren Betrieben, die ver=
hältnismäßig
zahlreiche Arbeiter beſchäftigen, zugute kommen. Sie
bietet einen ſtarken Antrieb auf erweiterte Einführung der Kurz=
arbeit
. Sie wird weiter eine billigere Koſtenberechnung ermög=
llchen
, damit Preisſteigerungen vorbeugen und die Verbreiterung
des Abſatzes fördern. Die Beſchäftigungsprämie bedeutet endlich
eine ſehr fühlbare Entlaſtung aller öffentlichen Haushalte, beſon=
ders
der Haushalte der Gemeinden von den Koſten der Kriſen=
und Wohlfahrtsunterſtützung.
Der Belebung der Privatwirtſchaft dienen weiter
Skeuererleichkerungen,
die ſich nicht auf Einkommens= und Vermögensſteuern, ſondern
auf ausſchließlich auf der Produktion ruhende Steuern beziehen.
Die Beförderungsſteuer wird für ein ganzes Jahr beſeitigt, die
Umſatzſteuer gemildert, die Grundſteuer herabgeſetzt, für die mitt=
leren
und kleineren Betriebe ſollen erhebliche Beträge für lang=
friſtige
Kredite zur Verfügung geſtellt werden. Die Herabſetzung
der Grundſteuer neben der Bereitſtellung von bis zu 50 Mil=
lionen
RM. als Zuſchuß zu Reparaturen für den
Hausbeſitz ſoll in erſter Reihe dazu dienen, die finanziel=
len
Vorausſetzungen für die Wiederherſtellung der ſeit
Jahren ſtark vernachläſſigten ſtädtiſchen und
ländlichen Gebäude zu ſchaffen. Es war techniſch nicht
durchführbar, die Vergünſtigungen von der Vornahme der Repa=
raturen
unmittelbar abhängig zu machen.
Es wird erwartet, daß die freigewordenen Beträge dieſem
Zwecke zugeführt werden, und zwar um ſo mehr, als der Eigen=
tümer
damit nicht nur dem Allgemeinintereſſe dient, ſondern ſich
auch ſelbſt vor dem großen Nachteil weiterer ſtarker Entwertung
ſeines Grundbeſitzes ſchützt. Die Rückvergütung auf Gewerbeſteuern
endlich bedeutet eine ſtark wirkſame Entlaſtung der Produktion.
Die für ein Jahr gewährten Steuererleichterungen ſind ein
Vorgriff auf die Steuererträge künftiger Jahre. Dieſer Vor=
griff
iſt unbedenklich. Die in Betracht kommenden, auf eine Reihe
von Jahren verteilten Beträge ſind, gemeſſen am Umfange des
Reichshaushaltes, verhältnismäßig unbedeutend. Ferner iſt da=
mit
zu rechnen, daß die Steuereingänge nach Ueberwindung der
Wirtſchaftskriſe reichlicher fließen werden, und daß dann die ge=
plante
Reform der öffentlichen Verwaltung ſich in einer weſent=
lichen
Senkung der Ausgaben ausgewirkt haben wird.
Von der Privatwirtſchaft wird erwartet, daß ſie durch Vergebung
von Reparaturaufträgen, Durchführung privater und öffentlicher
Arbeiten und ſonſtige mſätzliche Produktion die Arbeitsmöglich=

die Sieuergutſcheine.

Dieſe werden deshalb zum Lombard bei der Reichsbank zuge=
laſſen
. Die Steuergutſcheine, die für Steuerſchulden ausgegeben
werden, können in den Jahren 1934 bis 1939 für Reichsſteuern in
Zahlung gegeben werden. Ihre beſondere Bedeutung liegt darin,
daß ſie auch mit ſofortiger Wirkung Kreditunterlagen für neue
Geſchäfte abgeben werden. Der Geſamtbetrag der Steuergut=
ſcheine
wird mit etwas über 1½ Milliarden RM. angenommen.
Sie ſind an jeder Börſe zum Börſenhandel zugelaſſen. Eine wich=
tige
Maßnahme zur Belebung der Wirtſchaft iſt die Beſchäf=
tigungsprämie
, die für die Einſtellung von neuen Arbeitskräſten
gewährt wird. Hierdurch ſollen der Arbeitsmarkt vergrößert und
die Sozialverſicherung entlaſtet werden. Das Reich ſtellt hierfür
700 Mill. RM. zur Verfügung. Dadurch ſollen im Wirtſchafts=
jahre
1932/33 nahezu 2 Millionen Arbeiter und Angeſtellte neu
eingeſtellt werden können. Der Entlaſtung der Wirtſchaft dient
weiter eine Herabſetzung der Steuerverzugszuſchläge.
Einführung des Kontingenkierungsſyſtems.
Für die Landwirtſchaft wird die Notverordnung in doppelter
Hinſicht erleichternd wirken. Der unmittelbaren Ent=
laſtung
dient die Ausgabe von Steuergutſcheinen in Höhe von
40 v. H. des Steuerbetrages bei der Grundſteuer und die Auf=
hebung
der Umſatzſteuer für paſteuriſierte Milch. Mittelbar
wird ſich das ganze Wirtſchaftsprogramm durch Schaffung
von Kaufkraft belebend auf die landwirtſchaftlichen Waren=
märkte
auswirken.
Darüber hinaus hat die Reichsregierung grundſätzlich die
Anwendung von Kontingenten zur Entlaſtung
des deutſchen Marktes von übermäßiger land=
wirtſchaftlicher
Einfuhr beſchloſſen. Zur Durchführung
dieſer Kontingentierung, die mit größter Beſchleunigung erfolgen
ſoll, wird mit den hauptbeteiligten Ländern in Verbindung ge=
treten
werden. Ferner wird auf eine fühlbare
Ermäßigung der Zinslaſten
hingearbeitet. Dies gilt nicht nur für den Perſonal= ſondern
auch für den Realkredit. Dieſe Maßnahmen müſſen ſchnell in
Gang kommen, da gegenwärtig 60 Prozent des Kleinbeſitzes, 70
Prozent des Mittelbeſitzes und 80 Prozent des Großbeſitzes ihre
Zinſen nicht mehr aus dem Betriebsreinertrag zahlen können, ſie
vielmehr aus der Subſtanz leiſten.
Die in der Verordnung zuſammengefaßten Maßnahmen ſtel=
len
den Anfang einer umfaſſenden, auf Verminderung der Ar=
beitsloſigkeit
gerichteten Wirtſchaftspolitik dar. Sie werden in
gerechter und insbeſondere die ſozialen Geſichtspunkte, ſorgfältig
berückſichtigender Weiſe durchgeführt werden. Sie bedürfen des=
halb
zahlreicher Durchführungsbeſtimmungen, bei deren Ze=
ratung
den beteiligten Kreiſen, namentlich Arbeitgebern und Ar=
beitnehmern
, Gelegenheit zur Mitarbeit gegeben wird.
Sozialpolikiſche Maßnahmen.
Lohnſenkungen bei Neueinſtellungen ohne Anderung
des Aelſsherrages.
Im zweiten Teil der Verordnung wird die Regierung be=
auftragt
, im Hinblick auf die gegenwärtige Not des deutſchen
Volkes zur Erhaltung der ſozialen Fürſorge und zur Erleichte=
rung
von Wirtſchaft und Finanzen, die ſozialen Einrichtungen
zu vereinfachen und zu verbilligen. Die Reichsregierung wird
zu dieſem Zweck ermächtigt, auf beſtimmten Gebieten das ſoziale
Recht in ſeinen Formen und Grenzen ſo zu geſtalten, wie der
wirtſchaftliche Notſtand und das ſoziale Bedürfnis, wie das
Gebot der Einfachheit und Sparſamkeit es erfordern.
Von dieſer Ermächtigung hat die Reichsregierung in einer
Verordnung, die im Anſchluß an die Verordnung des Herrn
Reichspräſidenten veröffentlicht wird, für das Gebiet des Tarif=
vertrags
ſofort Gebrauch gemacht, um Arbeitsloſe wieder in das
Beſchäftigungsverhältnis einzureihen und um eine, für einen
Betrieb drohende Arbeitsloſigkeit abzuwenden. Die Vollzugsver=
ordnung
ermächtigt den Arbeitgeber, wenn er die Zahl ſeiner
Arbeitnehmer vermehrt, die Tariflöhne verhältnismäßig zu min=
dern
= ſie ermächtigt außerdem den Schlichter, für Betriebe, die
beſonders gefährdet ſind, den Tariflohn innerhalb eines feſt=
geſetzten
Spielraumes zu ermäßigen.
Die erſte Maßnahme verfolgt den Zweck, durch eine be=
grenzte
Entlaſtung des Lohnkontos einen Anreiz zur Vermeh=
rung
der Arbeitsplätze und zur Einſtellung von Arbeitsloſen
auszuüben. Vorausſetzung iſt, daß der Arbeitgeber die Beleg=
ſchaftsziffer
gegenüber ihrem Stand am 15. Auguſt oder gegen=
über
dem Durchſchnitt der Monate Juni. Juli und Auguſt 1932
erhöht. Die Lohnermäßigung ſoll ſich jedoch nicht auf die ganze

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Seite 2 Nr. 248

Entlohnung erſtrecken, ſondern auf die Vergütung für die 31. bis
40. Wochenſtunde beſchränkt ſein, einmal, um dem Arbeiter ein
gewiſſes Mindeſteinkommen, zu garantieren, andererſeits, un
einen Anreiz zur Verkürzung der Arbeitszeit zu ſchaffen. In
keinem Fall ſoll die Lohnermäßigung über die Hälfte der Ver=
gütung
für die 30. bis 40. Stunde hinausgehen, ſo daß alſe
der Arbeitnehmer von dem bisherigen Geſamt=
lohn
höchſtens 12½ v. H. einbüßen kann.
Die Verordnung gibt dem Arbeitgeber eine ſolche ge=
ſetzliche
Ermächtigung zur Ermäßigung der
tariflichen Lohnſätze, ohne daß hierzu eine Aende=
rung
des Arbeitsvertrags erforderlich wäre. Der
Arbeitgeber, der von der Berechtigung Gebrauch machen will, hat
dies der Belegſchaft durch Aushang im Betrieb bekanntzugeben
und darf dann ohne weiteres von dem Beginn der nächſter
Lohnwoche an, für Angeſtellte vom Beginn der nächſten Monats=
hälfte
an, die Lohn= oder Gehaltsermäßigung eintreten laſſen.
Selbſtverſtändlich iſt dieſe Berechtigung aber nur für
Fälle gedacht, in denen tatſächlich eine echte
Vermehrung der Arbeitsgelegenheit ſtattfin=
det
. Wo es ſich lediglich um Verſchiebung der Arbeit zwiſchen
mehreren Betrieben handelt oder aus ſonſtigen Gründen der
Zweck der Verordnung nicht erreicht wird, hat der Schlichter
dem Arbeitgeber die Berechtigung zu entziehen. Die Verord=
nung
findet daher auf Saiſonbetriebe grundſätzlich keine
Anwendung. Nur wo der Arbeitgeber über den ſaiſonmäßig be=
dingten
Stand hinaus ſeine Arbeitskräfte vermehrt, ſoll ihm
der Schlichter gleichfalls zu entſprechenden Lohnermäßigungen
ermächtigen können. Für landwirtſchaftliche Betriebe
gelten beſtimmte Abweichungen von der allgemeinen Regelung
Der zweite Abſchnitt der Vollzugsverordnung trägt Sorge um
die
Aufrechkerhalkung beſonders nokleidender Beiriebe.
Der Schlichter wird ermächtigt, in Fällen, in denen die Weiter=
führung
oder Wiedereröffnung eines Betriebes durch die Be
zahlung der Tariflöhne gefährdet iſt, Abſchläge vom Tariflohn
zuzulaſſen. Dabei iſt aber nur an Umſtände gedacht, die einem
beſtimmten einzelnen Betrieb eigentümlich ſind und außerhalb
ſeines Einfluſſes liegen, während eine bei einer größeren An=
zahl
von Betrieben vorhandene Notlage durch Aenderung des
Tarifvertrages ſelbſt zu berückſichtigen iſt. Ueberhaupt wird der
Schlichter bei der Bewilligung dieſer Sonderausnahme mit größ=
ter
Vorſicht verfahren und die von den Beteiligten ſelbſt ge=
ſchaffene
tarifliche Regelung ſoweit als möglich aufrechterhalten
müſſen. Ueber 20 v. H. der tariflichen Löhne darf
die Lohnermäßigung in keinem Falle gehen.
Die Verordnung tritt am 15. September 1932 in Kraft. Das
Lohnminderungsrecht, das auf der Vermehrung der Belegſchaft
beruht, fällt mit dem Schluß des Monats März 1933 weg. Die
Verordnung findet auf neugegründete oder wiedereröffnete Be=
triebe
zunächſt keine Anwendung.

Erhöhung des Ausgleichsſtocks für die Gemeinden.
Weitererhebung der Bürgerſteuer.

Die Gemeinden erhalten nach der Verordnung des
Reichspräſidenten vom 14. Juni 1932 zur Erleichterung
ihrer Wohlfahrtslaſten vom Reich einen Betrag
von 672 Millionen RM. Grundſätzlich exhalten die Ge=
meinden
dieſen Betrag nach einem vom Reich beſtimmten Schlüſ
ſel, ohne daß die Länder eine Einwirkung darauf haben.
Nach der Verordnung vom 14. Juni ſollen aber die Län=
der
10 Prozent der Wohlfahrtsbeihilfe, die auf
ihre Bezirksfürſorgeverbände entfallen, einem Ausgleichs=
ſtock
zuführen können, der zugunſten ſolcher Gemein
den zu verwenden iſt, die durch den Aufwand zur Ar=
beitsloſenhilfe
beſonders belaſtet ſind. Die
nene Verordnung ermächtigt die Länder, dem
Ausgleichsſtock in Zukunft 20 Prozent der Wohl=
fahrtsbeihilfe
zuzuführen, weil der Kreis der in be=
ſonderere
Notlage befindlichen Gemeinden wächſt und ohne
ſchwere Gefährdung der Geſamtintereſſen hier eine beſondere
Hilfe dringend geboten iſt.
Um die Auszahlung der Wohlfahrtslaſten durch die Gemein=
den
zu ſichern, werden die Gemeinden, die die Bürger=
ſteuer
für das Rechnungsjahr 1931 erhoben haben, ermäch=
tigt
, ſie im letzten Viertel des Kalenderjahres 1932, d. h. vom
Oktober bis Dezember, auf der Grundlage der bisherigen Vor=
ſchriften
in Höhe der Hälfte des Steuerſatzes wei=
ter
zu erheben, mit dem ſie für 1931 erhoben wurde, Hier=

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
bei ſollen jedoch folgende zwei weſentliche Erleichte=
rungen
eintreten:
a) Bekanntlich war bisher für die Ehefrau ein Zuſchlag von
50 Prozent zu zahlen. Ein ſolcher Zuſchlag iſt jedenfalls dann
ungerechtfertigt, wenn die Bürgerſteuer, die ja etwas ganz an=
deres
als die Einkommenſteuer ſein ſoll, nach dem Einkommen
geſtaffelt iſt. Daher ſoll der Zuſchlag für die Ehefrau in Zukunft
wegfallen.
b) Die jetzigen Bürgerſteuerſätze fußen noch auf dem Ein=
kommen
des Jahres 1930. Seitdem ſind die Einkommen zum
großen Teil erheblich zurückgegangen. Mit Rückſicht hierauf ſol=
len
die Steuerbeträge um 25 Prozent geſenkt werden.
Dieſe beiden Ermäßigungen wirken ſich wie folgt aus: Wer
als Lediger bisher dreimal 6 gleich 18 RM. zu zahlen hatte, zahlt
für die Monate Oktober bis Dezember noch 6,75 RM. Wer als
Verheirateter bisher dreimal 9 gleich 27 RM. zu zahlen hatte,
zahlt für die Monate Oktober bis Dezember ebenfalls nur nochk
6,75 RM. Bereits durch die Notverordnung vom 6. Oktober 1931
iſt die Weitererhebung der Bürgerſteuer auch für
1933 vorgeſchrieben. Die neue Verordnung läßt aber auch
für dieſe weſentliche Erleichterungen eintreten. Es ſoll einmal der
Zuſchlag für die Ehefrau (wie auch ſchon für die reſtliche Bürger=
ſteuer
1932) fortfallen. Ehepaare werden alſo künftig mit dem
gleichen Satz herangezogen wie Unverheiratete.
Ferner iſt der Mangel der bisherigen ſtarren Freigrenze von
500 RM., die den Familienſtand des Steuerpflichtigen und die
Lebenshaltungskoſten in der einzelnen Gemeinde nicht berückſich=
tigt
, dadurch beſeitigt, daß als Freigrenze künftig der Betrag
gelten ſoll, den der Steuerpflichtige nach ſeinem Familienſtand
im Fall der Hilfsbedürftigkeit von der Wohnſitzgemeinde nach den
Richtſätzen der allgemeinen Fürſorge als Unterſtützung erhalten
würde.
Die Gemeindebierſteuerentſchädigung wird für
den Reſt des Jahres nach einem Maßſtab verteilt, der auf der
breiteren und daher tauglicheren Grundlage des Aufkommens in
der Zeit vom 1. Oktober 1931 bis 30. Juni 1932 (bisher 1. Okto
ber bis 31. Dezember 1931) errechnet wird.
Die Deutſche Rentenbank=Kreditanſtalt, die
an ſich ſteuerfrei ſein ſollte, iſt im Zuſammenhang mit der neueren
Rechtſprechung des Reichsfinanzhofs in gewiſſem Umfang ſteuer=
pflichtig
geworden. Dieſe Folgerung wird mit rückwirkender Kraft
beſeitigt. Dieſe Beſeitigung iſt um deswillen erforderlich, weil de=
Deutſchen Rentenbank=Kreditanſtalt, wenn ſie die Steuern jetzt
zahlen müßte, die Mittel zu den ihr obliegenden Aufgaben fehlen
würden.
Die Verordnung ermächtigt die Reichsregierung, eine nicht
überſchreitbare Höchſtgrenze für die Dienſtbezüge
eines Angeſtellten bei Unternehmen oder Kör=
perſchaften
aufzuſtellen, die aus öf fentlichen Mit=
teln
Kredite, Bürgſchaften oder ſonſtige finan=
zielle
Beihilfen erhalten. Die Einhaltung der in der
zweiten Gehaltskürzungsverordnung enthaltenen Höchſtgrenze für
die Bezüge von Angeſtellten und Arbeitern bei Gemeinden und
anderen Körperſchaften ſichert die Verordnung durch ein Bean=
ſtandungsverfahren
, deſſen Anwendung im weſentlichen in die
Hand der oberſten Landesfinanzbehörden gelegt iſt
Außerdem wird die vorſtehend bezeichnete Höchſtgrenze auch
auf die Alters= und Hinterbliebenenverſorgung der nichtbeamte=
ten
Arbeitnehmer bei Ländern, Gemeinden und ſonſtigen Körper=
ſchaften
des öffentlichen Rechts ausgedehnt.
Der Reichslandbund gegen die Maßnahmen
der Reichsregierung.
Berlin, 5. September.
Das Wirtſchaftsprogramm der Reichsregierung findet in einer
heute gefaßten Entſchließung des Bundesvorſtandes des Reichs
landbundes ſchroffe Ablehnung, weil, wie darin behauptet wird
das Arbeitsbeſchaffungsprogramm der Reichsregierung die eigent=
lichen
Urſachen des Zerfalles der deutſchen Wirtſchaft unbeachtet
laſſe. Die Ablehnung wird dahin erläutert, daß die Abſicht der
Regierung, den vorhandenen Produktionsapparat auf allen Ge=
bieten
zu erhalten und zu ſteigern, den jetzigen, nicht mehr der
wirtſchaftlichen Lage entſprechenden Aufbau der deutſchen Wirt=
ſchaft
mit ſeiner überſteigerten induſtriellen Entwicklung künftig
aufrechterhalte, anſtatt aus der grundlegend veränderten Lage des
Weltmarktes und des deutſchen Marktes die Nutzanwendung zu
ziehen. Für den Reichslandbund ſei die Wiederherſtellung der deut=
ſchen
Landwirtſchaft Angelpunkt jedes Arbeitsbeſchaffungspro=
gramms
. Er fordert daher eine planmäßige Verlagerung des
Schwerpunktes des deutſchen induſtriellen Abſatzes auf den Bin=
nenmarkt
und kritiſiert die Reichsregierung, weil ſie die Einfuhr
kontingente zum Schutz der Landwirtſchaft nicht genügend anwende,
ihrer Handelspolitik nicht ausgeſprochen agrarpolitiſche Schutz=
tendenzen
zugrunde lege.

*Bücher.
Bücher haben ihre Geſchichte und Autoren auch. Und die
Buchverleger tragen eine große Verantwortung gegenüber der
Zeit und auch der Geſchichte. Eine doppelte Verantwortung,
von der die eine Hälfte, die für Bücher, die ſie herausbrachten,
vielleicht nein, ſehr wahrſcheinlich leichter zu tragen iſt
als die andere für Bücher, die ſie nicht herausbrachten. Dabei
ſind die Gründe gleich, wenn auch die zu verachten ſind, die
wohl meiſtens die Nichtherausgabe eines Buches bedingen, die
materiellen nämlich; hinwiederum darf und muß dankbar
anerkannt werden, daß es, wie zu alten Zeiten, auch heute trotz
ſchwerſter Wirtſchaftsdepreſſion, Verleger gibt, die Mut und
Opferbereitſchaft aufbringen, auch unbekannte Namen zu drucken,
ſolche, die nicht von vornherein hohe Auflagen und reichen Ge=
winn
verſprechen.
Ich möchte zu ihnen den Kaſſeler Verlag Ernſt Ewert
zählen, der ſich der jung verſtorbenen Schriftſtellerin ſeiner
Heimatſtadt Lya Eſch, bzw. ihres Nachlaſſes, in beſonderer
Weiſe annimmt.
Die großen deutſchen Verleger, deren Ruhm keineswegs
geſchmälert werden ſoll, ſchreibt er, ſind mutlos geworden".
oder ſcheinen es doch geworden zu ſein; ſie gehen unentwegt
den paar großen Namen nach, zweifellos Künſtlern von ſehr
hohem Range aber dieſe ſind doch ſchließlich nicht allein da
weitere Kräfte drängen vor, wollen ſich nicht mißhandeln, nicht
totſchlagen laſſen. Wenn nun ein neuer Verlag eine unge=
wöhnlich
ſtarke künſtleriſche Kraft in den Vordergrund zu reißen
wagt, ſo geht es nicht an, iſt auch ſicherlich nicht ſonderlich vor=
nehm
, dieſe mit drei Worten sub Eingegangene Bücher abzu=
fertigen
, ſondern es iſt nach meiner unerſchütterlichen Anſicht
Pflicht und Ehrenſache der Herren Kollegen von der Feder, die
Bücher der leider ſo jung dem Leben und Schaffen entriſſenen
Frau nicht nur zu leſen, ſondern auch einer gründlichen Be=
ſprechung
zu unterziehen. Das übliche, fo ſehr zu tadelnde Tot=
ſchweigen
, iſt dieſer Künſtlerin und dieſen Büchern gegenüber,
die über den Alltag hinausragen, wahrlich nicht am Platze.
Ewerts Appell iſt gerechtfertigt. Lya Eſchs neues Werk Die
Höhle) verdient es, ſich mit ihm zu beſchäftigen. Esläßt zum
zweiten Male, (wie nach Flammen über Danzig), Bedauern
hochkommen darüber, daß dieſem Talent vom Schickſal verſagi
ward, auszureifen, ſich voll zu entfalten. Gewiß iſt Die Höhle‟
kein fertiges, abgerundet vollendetes Kunſtwerk. Man kann
ſagen, daß ihm die pſychologiſche Vertiefung fehlt. Vielleicht
macht aber gerade die Selbſtändigkeit des Geſtaltens, der Mut,
mit dem eine Fülle von Problemen gleichzeitig aufgerollt wird
und wie ſie trotz hin und wieder zutage tretender Holprigkeiten
in der ſtiliſtiſchen Geſtaltung kriſtallklar und oft mit klaſſiſcher
Prägnanz zur Löſung gebracht werden, dieſes Buch leſenswert.

Dabei greift Lya Eſch Probleme auf, die anderen zu vielen
Bänden Stoff geben würden. In den wenigen Perſonen der
Handlung: Liebe. Selbſtverſtändlich wird der Leſer ſagen, aber
es handelt ſich hier um Problematik der Liebe! Fordernde
und vernichtende, opfernde und entſagende, Liebe, die aus der
Hefe auf die Höhen der Reinheit führt und umgekehrt. Dann Pro=
bleme
der Spielleidenſchaft, des Haſſes, der Eiferſucht. Bis ſich
in der Perſon des Helden dieſes Romans die Tragik ſteigert
zum mehrfachen Mord und dennoch ſich behauptenden Menſchen=
tum
. Neben tiefſter Kenntnis des Lebens im Allzumenſchlichen.
ſtehen naive Primitivitäten der Anſchauung und der Logik. Aber
es iſt eine feſſelnde Art erzähleriſchen Geſtaltens, und bei aller
Sachlichkeit und Schlichtheit der ſtiliſtiſchen Behandlung des
Stoffes eine dramatiſche Steigerung im Aufbau, die aufhorchen
läßt, die den Leſer bis zum erlöſenden Schluß in Atem und
Spannung hält. Schade, wie geſagt, daß dieſem jungen Talent
vom Schickfal verſagt wurde, ſich zu entfalten.
Auch für eine andere Schriftſtellerin, und zwar für eine, die
offenbar beſondere Beziehungen zu Darmſtadt und Heſſen hat
oder hatte, ſetzt ſich ihr Verlag?) beſonders ein. Es iſt für das
erſte Proſabuch von Eliſabeth Langgäfſer. Das Bud
heißt Grenze: Beſetztes Gebiet! Der Verlag macht
uns freundlichſt darauf aufmerkſam, (anknüpfend an den Artikel
Preisgekrönt, der an dieſer Stelle am 25. Juni erſchien), daß
bei der Verteilung jenes Literaturpreiſes zwei Schriftſtellerin=
nen
zu gleichen Teilen bedacht wurden, und daß die zweite
Eliſabeth Langgäſſer war. Für das Werk Proſerpina; das
noch keinen Verleger fand. Und das wir darum nicht kennen
Grenze: Beſetztes Gebiet ſpielt in Darmſtadt, Griesheim,
Goddelau und darüber in dem zu Fuß oder Rad zu erreichenden
Teil des heſſiſchen Gebietes, das beſetzt war. Es iſt nicht eigent=
lich
ein Kunſtwerk. Beſchränkt ſich vielmehr in lebendiger
Schilderung auf Tatſachen und Erlebensberichte. Verſuche
pſychologiſch in die Tiefe des ganzen Problems zu dringen,
bleiben in den Anfängen ſtecken. Sexus iſt ein mehr als not=
wendiger
Platz eingeräumt. Epiſche Schilderungen und lyriſche
Schönheiten in Proſa ſtehen neben Banalitäten und Naivitäten
Verſuchen zu Sarkasmus und Satire, fehlt letztes, um im Poſi
tiven zu dem Heroismus zu gelangen, den vielfach die Bevöl=
kerung
des beſetzten Gebiekes entfaltete und mit dem ſie Schmach
ertrug. Demgegenüber iſt auch das Negative nicht ausgeſchöpft.
Wer bei der Lektüre dieſes Buches nicht eigenen Erlebens ſich
erinnern kann, dem wird die Größe, die geſchichtliche unk
völkiſche Schwere der Beſatzungsſchmach nicht aufgehen
Immerhin: als Bauſtein am Ganzen wird auch dieſes Büch=
lein
nicht vergebens geſchrieben ſein.
Keine rein erfreuliche Angelegenheit iſt auch der neu
Roman von Ernſt Gläſer Das Gut im Elſaß?) Für
viele die an ihn glaubten, vielleicht eine Enttäuſchung, wenn=
gleich
ſicher auch andere Urteile über dieſes Buch laut werden
dürften. Wenn Jahrgang 1902 trotz mancher Bedenken, die

Am Montag begann in Streſa in Oberitalien die Kom=
die
in Lauſanne zur Weiterbehandlung des oſt= und ſüdm=
päiſchen
Problems vereinbart worden war und an der 79.
land, England, Frankreich, Italien, Belgien, Holland urn
Schweiz, außerdem die ſämtlichen an den erwähnten
beteiligten, ſeinerzeit in Lauſanne zugezogenen Mächte t.
men. Von franzöſiſcher Seite wird dieſe Konferenz als en
Vorbereitung für die demnächſtige, gleichfalls in Lauſarn

ſchloſſene Weltwirtſchaftskonferenz bezeichnet; ſie iſt aberr

auch in einem weſentlichen Punkt, eine Vorſtufe für dieſe
große Konferenz, außerhalb dieſes Zuſammenhangs zu
ten, da ihr nicht etwa die Aufgabe zukommt, eine innr
päiſche Geſamtverſtändigung der Teilnehmer für die Woit
ſchaftskonferenz vorzubereiten, ſondern für das ſcharf un
Problem der oſt= und ſüdoſteuropäiſchen Nöte, vor allz,
agrariſchem Gebiet, Löſungen zu finden.
Für dieſe Sonderaufgabe haben die weſentlichſtem
riſchen Intereſſentenſtaaten vor kurzem unter ſich eine
reitungskonferenz in Warſchau abgehalten, die hauptſäck
der Aufſtellung beſtimmter Theſen gipfelte. Unter dieſen
iſt die von polniſcher Seite aufgeſtellte beſonders präz=;
eine Schuldentilgungsklauſel mit handelspolitiſchem Vorn
darſtellt. Sie läuft darauf hinaus, daß eine Schuldenz
der Oſt= und Südoſtmächte an die Gläubigerländer nur
Maße erfolgen könne und ſolle, wie die Gläubigerſtagte,
Schuldner durch handelspolitiſche Bevorzugung zu einer
Handelsbilanz im Verkehr zwiſchen Gläubiger und Sch
befähigen. Es iſt das eine Verſchärfung und ſpezifiſch
wendung der allgemeinen und im Kampf um die Repar=
immer
wieder angewandten Grundwahrheit, daß eine Scht
zahlung von Staat zu Staat auf die Dauer nur in Foxn
Waren ſtattfinden kann. Dieſe Grundwahrheit gilt ſelbſtveu
lich nicht nur für die Oſtmächte und ihr Verhältnis
Gläubigermächten.
In Streſa wird man ſich freilich nicht nur dieſer
ſondern vor allem des Problems annehmen müſſen, wo
die an ſich ſchon ſo ſchwierige Aufgabe löſt, den notlei=
Ländern wirtſchaftliche und finanzielle Erleichterungen z=
fen
, in dem man den Abſatz für ihre Erzeugniſſe ſchan
ihre wirtſchaftliche Tätigkeit intenſiviert. Die bisherigen U
mit dem Präferenzſyſtem ſind auf erhebliche Wide
geſtoßen; die Wünſche der Intereſſenten ſind ſehr weii
und auch die politiſchen Hintergedanken,
in Form des in Lauſanne unter den Di
fallenen Tardieu=Plans einer wechſelſei
Donaupräferenz geweckt oder begünſtigt wurden,
len immer noch da und dort eine gewiſſe N), inmt vor
Nach deutſcher Auffaſſung kommen freilich nur
treidepräferenzen für die verſchiedenen
oſtmächte im Verkehr mit den aufnahmefälſ
Abnehmerſtaaten in Frage, keine gegenſei mie 90
Präferenzen der Agrar= oder der Donauſte
untereinander für die nicht einmall
Illuſion einer wirklichen gegenſeitigen IM Mi09
tauſchmöglichkeit geltend gemacht werden Ap(iner Ko
da alle, außer der Tſchechoflowakei, gle: Auyien aus
richtete Bedürfniſſe haben und dieſe den
gen Mächten keinen agrariſchen Markt zu bigoſgiemial
vermag. Nur für Oeſterreich kommt auf Grund vo helner K
wendigkeiten, wie ſie erſt die jüngſte Zeit wieder zur Chſu, ſchreibt
erhärtet hat, eine Sonderſtellung inſofern in Frage, aund ür die
ſicht
auch für ſeine ſpeziellen Induſtrieprodukte eine VorzugsclmVen
abe der
lung zuteil werden müßte.
Deutſchland wird bei dieſer Gelegenheit durch zwei ᛋᛋſign nicht
delegierte und mehrere zugeteilte Sachbearbeiter bexM Fo
ſelbſtverſtändlich aktiv an der Frage mitarbeiten, die ihn Au
iſtur
Lauſanner Beſchlüſſen klar umriſſen iſt; wirtſchaftliche echluten Ke
terungen und Löſung der valutariſchen Schwierigkeiten Uſiſe vert
notleidenden Staaten des Oſtens und Südoſtens. Es h/Faß ale
Bereitwilligkeit durch die praktiſchen Verſuche zur Schaffu in wenie
agrariſchen Präferenzen bereits im Vorjahre bekundet
nmu
weiter gewillt, dieſen Gedankengang zu verwirklichen. Ab=ſpr!i
ſtrebungen dieſer und ähnlicher Art, wie das Ouchy=Ab
zwiſchen Belgien, Holland und Luxemburg, an deſſen V2.ſh fit ge=
lichung
jetzt wieder gearbeitet wird, verdienen Beachtunm
Murs hätte
mögen ſie doch Fingerzeige für die größere Aufgabe zu ſoßint
die für die kommende Weltwirtſchaftskonferenz auf der
ordnung ſteht und Wiederherſtellung des weltwe ibn Es
ſchaftlichen Austauſchs und der wirtſchaftu hr vorden.
rac von
Intenſität lautet.
Dieſe Aufgabe wird keine europäiſche allein ſein, Waßlng geſpro
in hohem Maße der amerikaniſchen Mitwirkung bedürfel Miner K=
Organiſationsausſchuß, den die Lauſanner Konferenz daff
M. 2
geſetzt hat, tritt am 10. Oktober in Genf zuſammen. Im
Verſaif
einer wiederauflebenden Hoffnung begonnen, vermag dieſ?
ke=
anſtaltung
Entſcheidendes zu vollbringen.

ehre

mit der Jugend des Dichters entſchuldigt werden konntenmehſter Gef=
haft
als zu den hervorragendſten epiſchen Leiſtungen derns
Jahre gezählt, und Frieden (wenn auch nicht überec
eb
mend) anerkannt wurde, kann das vom Gut im Elſaß

nicht geſagt werden. Gewiß feſſelt die eigenwillige A.

Erzählens und des Spielenlaſſens der Handlung, auch de25
menbau. Das Ganze aber leidet tief unter Unklarheit unn hik
ſchobenheit politiſcher, vor allem pazifiſtiſcher Anſichten,
und Antitheſen, die ſich von hier ins triebhaft=erotiſche ben?
und überall das vermiſſen laſſen, was man etwa als min
ſtarke und klare Einſtellung zu den bewegenden Dingen ?.
nen kann. Bei einem Dreißigjährigen des Heute kann.
Unreife ſicher nicht mehr mit ugend entſchuldigen. Da.
auch hier wieder unleugbar gute Anſätze zu Großem, Lun=
Anſchauung und Geſtaltung, iſt das Ahnen und Fühlel
teriſcher Kraft, deren Verzetteln und Vorgehen im 2
Unklaren und Weichlichen Bedauern aufkommen läßt.
Ernſt Gläſer noch ein großes Erleben?
Kriegs= und Nachkriegserleben gibt auch zwei
Inhalt und Handlung, die weit über dem Durchſchni eſtvor
und ſchon der Eigenart ihrer Stoffbehandlung wegeh.
duß er
noch der pſychologiſchen Durchdringung dieſes Stoffes
Intereſſe und ſtarke Beachtung erheiſchen. Upton Sine
begibt ſich in ſeinem neuen Roman Römiſche Vill
auf eine ganz andere Bahn ſeines bisherigen ſchriftſtene
Schaffens und eröffnet eine beſonders intereſſante Staſſe.!
Kunſt. Er läßt den Helden ſeines Romans, natürliche
jungen und reichen Amerikaner, durch einen Autoumſi.
Gehirnverletzung erleiden, die ſein zeitiges Denken hou,i
ſchaltet und ihn in einem traumartigen Erlebnis um
tauſende zurückliegende Geſchichte des alten Rom kenſe
geiſtig mitleben läßt, die er der Mitwelt erzählt. Und ?"
das iſt Upton Sinclairs Stärke erzählt in ſtändigel

einanderſpielen zur Gegenwart. Daß dieſes Vergleichdle.
Epiſoden aus der geſchichtlichen Glanzzeit des alten Nce

dem Heute, und zwar in Verbindung mit den brei
Problemen der Gegenwart, aus der Feder Sinclairs beſ‟
Intereſſe erheiſcht, iſt verſtändlich. Ebenſo die Tatſache
dieſes Buch, obwohl ein Roman, weit über eine untern
Lektüre hinausragt. Zu einem Buch wird, das Nu

drüben Bedeutung erlangen wird bei allen, die ſich iſ
und Wirtſchaft, mit Kunſt und Kultur der Gegenwart.
Wobei natürlich die politiſche Einſtellung Sinelairs V

eine nebengeordnete Bedeutung haben darf.
Das andere iſt Georg von der Pring’? Re
Roman Der Wettlauf mit der Roſe‟.) v. d.

Ernſt Ewert Verlag, Kaſſel.
) Morgenland=Verlag, Berlin=Friedenau.

) Guſtav Kiepenhauer, Berlin.
*) und 2) Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft. Stutzgſtze

[ ][  ][ ]

Generalfeldmarſchall von Mackenſen
immt vom Auto aus die Parade der Fahnenkompagnie des Stahlhelms ab.

6. September 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 248 Seite 3

umtſoldaten=Appell en Zempelhofer Feld

Reichswehrminiſter von Schleicher nimmk an den
Manövern keil.
Elbing, 5. September.
Am heutigen Montag begannen im Weſten der Provinz die großen
oſtpreußiſchen Diviſionsmanöver. Die Teilnahme der Bevölkerung iſt
außerordentlich ſtark, und auch die Behörden ſind zahlreich vertreten.
Die Städte Elbing, Braunsberg, Preußiſch=Holland, Wormdit und Lieb=
ſtadt
ſind, wie zahlreiche Dörfer in den Kreiſen, mit Militär belegt.
Beſonderes Intereſſe wird die Anweſenheit des Reichswehrminiſters
von Schleicher erregen, der am Dienstag den Manövern als Gaſt bei=
wohnen
wird. Die Leitung des Manövers liegt in den Händen des
Gruppenkommandeurs General Haſſe=Berlin. Die blauen Truppen wer=
den
von Generalleutnant von Blomberg, dem Wehrkreiskommandeur,
die roten von dem Infanterieführer Generalmajor von Roques=Allenſtein
geführt. Die Kämpfe des erſten Tages ſpielen ſich um den Uebergang
über die Paſſarge ab.
Skarkes engliſches Inkereſſe an der Skahlhelmkundgebung.
London, 5. September.
Die Berliner Stahlhelmkundgebung hat in London ein ganz außer=
gewöhnliches
Intereſſe hervorgerufen. Die Berichte der Berliner Korre=
ſpondenten
, die von Photographien begleitet ſind, füllen ganze Seiten
der Morgenpreſſe. Große Beachtung findet die offene Feindſeligkeit, die
in der nationalſozialiſtiſchen Preſſe gegenüber dem Stahlhelm zum Aus=
druck
kommt. So berichtet beiſpielsweiſe der Berliner Korreſpondent
des Arbeiterblattes Daily Herald, daß die Mannſchaften gut aus=
gebildet
und diſzipliniert ſeien. Im allgemeinen zeige das Verhalten
des Stahlhelms mehr Korrektheit und Diſziplin als das von Hitlers
Sturmtruppen bei ähnlichen Anläſſen geſagt werden könne. Der Korre=
ſpondent
betont, daß es ſich bei den Stahlhelmern um Leute mittleren
Alters und bei den Anhängern Hitlers um Jugendliche handele.

Geliner Korreſpondenten der Pariſer
ſe bieihten ausführlich über den geſtrigen
ichsfrenoldatentag.
der =Brliner Korreſpondent des Petit
iſ
ſchreibt: Es habe ſich um eine
mgand für die Wiedereinführung der all=
ſeinem
lienſtpflicht gehandelt. Gegenüber dem
slandu abe der Stahlhelm in einer Form,
mam gar nicht offenkundiger habe wählen
en, /0 Forderung Deutſchlands nach dem
ſemeine Aufrüſtungsrecht unterſtrichen. Trotz
begeitrten Kommentare, die die nationa=
ſche
Giſe veröffentlichen werde, könne man
ellent allerdings das= Publikum ver=
nismäfg
wenig zahlreich erſchienen ſei. Ber=
ſei
eh gkommuniſtiſch, ſozialdemokratiſch und
onalenaliſtiſch, aber nicht betont natio=
ſtiſchä

Das ſetit Journal ſchreibt, die An=
ſger
Küſtets hätten ſich für den Stahlhelmtag
inreiſiert. Die Republikaner ſeien zu
uſe geöl ben. Es ſei übrigens keine Drohung
geſprwtn worden. Man habe weder von den
grenz mnoch von Elſaß=Lothringen, noch von
Auf=hüung geſprochen.
Der beliner Korreſpondent des Echo de
gris agt: Wie wollen die Stahlhelmer
ſeitig nde Verſailler Vertrag beſeitigen? Sie
ſonen, 1 96 ſie keinen Revanchekrieg wollen,

weil ſie ihn in ihrem Stolz für überflüſſig hal=
ten
, da ja das deutſche Heer keine Niederlage er=
litten
habe. Seien die Stahlhelmer etwa ſo
naiv, daß ſie glaubten, ihr altes Deutſchland
würde lediglich durch die diplomatiſchen Ver=
handlungen
errichtet werden können?
Oeuvre erklärt: Eine große Parade, ein
Heeresſchauſpiel, ein retroſpektiver Umzug, aber
keine politiſche Manifeſtation alte Uniformen,
neue Uniformen nach altem Modell, die Fahnen
der früheren Armee, 165 000 Träumer, die wie=
der
in einer Vergangenheit zu leben glaubten,
die ihnen als ſchön in der Erinnerung haftet,
weil ſie ihre Jugend ausmachte das war das
Feſt von geſtern.
Der Berliner Sonderberichterſtatter des
Matin ſchreibt, die Führer des Stahlhelms
hätten einen Beweis ihrer Macht geben wollen,
ſie hätten materiell die Hauptſtadt Berlin mit
Beſchlag belegen wollen. Auf dieſes Verlangen
der Frontſoldaten habe die Reichsregierung von
ganzem Herzen mit ja geantwortet, nicht nur mit
Worten, ſondern auch durch ihre Anweſenheit.
Es ſei mehr als wahrſcheinlich, daß Reichskanzler
von Papen im Reichstag unpopulär ſei. Aber
welch ungeheure Ovation ſei ihm dagegen aufs
neue zuteil geworden, als die Volksmenge auf
dem Tempelhofer Felde ihn auf der Tribüne er=
kannt
habe.
In einem Redaktionsartikel des Popu=
laire
wird geſagt, der Frontſoldatentag ſei
eine große Kundgebung für die Wiedereinſetzung
der Hohenzollern geweſen. Die Kundgebung ſei
mit Hilfe der Regierung grandios aufgezogen
worden.

en
Die Stahlhelm=Mannſchaft

Zeiſchnlehrer durch das Erleben des Kriegs, beſonders in
ſikaniſer Gefangenſchaft, zum Dichter geworden. Sein Erſt=
wenk
das Kriegsbuch Soldat Suhren war ein Erfolg,
zweriß iſt ebenfalls ein ſolcher. Iſt ein Kunſtwerk. In
Mtlaufmit der Roſe behandelt er das Problem derer
bgreli iicht wenige , die durch ein Kriegserlebnis das
Nchtrhisverloren, die ohne ihr oder anderer Verſchulden aus
Henyſchaft der Menſchen ausgelöſcht wurden und dann
ln wieder irgendwie Beziehungen zu ihrer ehemaligen
uſtden die dann meiſt tieftragiſche Situationen ſchufen
fani Dieſes Werk ſchließt verſöhnend. Es iſt eine epiſche
dernan von faſt virtuoſer Stoffdurchdringung und feiner,
Fer Cſſultung. Dem Helden des Buches kommt eines Tages
beiugung, daß er ein zweites Leben lebt. Mit Energie
Im die Wiedererlangung ſeines erſten Gedächtniſſes
dari ſeines eigenen Ich von ehedem. Vom ſchwarzen
zuF lordſee führt ihn dieſer Kampf durch tauſend Aben=
Anweiter aber noch iſt der Weg, den er ſeeliſch zurück=
ſi
um zu dem Einſt zu gelangen. In der epiſchen
ung gerade dieſes Seelenweges geſtaltet v. d. Vring
hwverk von beſtem Format. Der Verlag bittet uns
Ellen daß er mit dieſen Romanen die Reihe Rot= Silber=
fnet
, die bei beſter Ausſtattung nur Mk. 3,75 koſten.
Max Streeſe.
* Goetkhe und Merck
iMdarmſkädter Freundeskreis.
der 1hrmſtädter Maler Hermann Pfeiffer hat mit
die Fülle der Goetheliteratur dieſer Jahre um
um g hubeſten eigenartiges und merkwürdiges Werk be=
natürlich
nicht ausſchließlich, aber doch überwiegend
Shel Darmſtadt erregen wird. Ein Gedenkbuch mit
Soin childern‟. Das iſt das Beſondere und Merkwürdige:
DAl wählte die Form und Technik des Schatten=
SEm die Gedenkblätter, die hier zum Buchwerk zu=
Wench tgen wurden, zu illuſtrieren. Und zwar nicht die des
den
ſigen, wie der Scheerenſchnitt oder gar der Tuſch=
er
ſiech duffen, ſondern, um, wie er ſelbſt ſagt, die Strenge
derelſit, der Umriſſe zu ſteigern, wurden die Originale
Ei il ſer aus ſchwarzem Papier geſchnitten.
Dem Dler kam dabei ſeine in Stift und Farben gefeſtigte
Miaxt und Lebendigkeit der Darſtellung wohl zugure.
De eurchweg ganzſeitigen) Schattenriſſe ſind faſt aus=
Ric m7 beſonderer Lebendigkeit und eindrucksvoller
DFA 5. Hahmann G.mb. H., Darmſtadt.

Bewegung im Einzel=Figürlichen ſowohl, wie in der Geſamt=
kompoſition
der Blätter, die dazu noch eine ungemein geſchickte,
die künſtleriſche Wirkung erhöhende Raumaufteilung auszeichnet.
Sind einzelne Gruppenbilder auch konventionell, die Mehrzahl iſt
ungemein temperamentvoll, lebendig und von ausgezeichneter Bild=
wirkung
. Man ſehe etwa Herders Abſchied von Caroline Flachs=
land
, Merck und Heſſe beim Druck der Klopſtock=Oden, das ganz
entzückende Goethe ſpielt mit Mercks Kindern, die Nachenfahrr,
Goethe mit Merck auf der Heimfahrt von Coblenz, oder die
beiden zeichnend u. a. m.
Die Bilder ſind aus der freien Phantaſie heraus entſtanden.
Berichte, auf denen ſie darſtelleriſch fußen und die ihnen Inhalt
geben, ſind in Auszügen beigefügt. Sie umfaſſen insgeſamt die
kurzen koſtbaren Jahre der Darmſtädter Goethezeit‟. Wenn
H. Pfeiffer ſagt, das Buch ſei entſtanden als ein Verſuch, aus
überliefertem Tatſachenmaterial, abſeits vom Wege der Forſcher,
auf knappſtem Raum ein Ganzes zu geſtalten, ſo darf ihm
gern teſtiert werden, daß der Verſuch gelungen iſt, daß er mit
M. St.
ſeinem Buch wirklich etwas gab.

* Der Unfug des Telephonarbeiters.
Alle Telephonverbindungen zerſchnitten und falſch
zuſammengeſetzt.
In der franzöſiſchen Stadt Caen, der Hauptſtadt des Depar=
tements
Calvados, wo Wilhelm der Eroberer ein feſtes Schloß
beſaß, das heute noch ſteht, hat ein Telephonarbeiter vor einigen
Tagen aus Wut über ſeine Entlaſſung einen Unfug angerichtet,
der die unangenehmſten Folgen hatte. Er hat mit zahlreichen
anderen Genoſſen der Arbeitsloſigkeit eine Arbeitsgemeinſchaft
Zerſtörung des Fernſprechdienſtes gebildet, wobei ihnen ihre
große Kenntnis des Fernſprechnetzes ſehr zuſtatten kam. Die
Arbeiter zerſchnitten alle Fernſprechleitungen und ſetzten ſie wie=
der
willkürlich zuſammen. Da das Fernſprechamt davon keine
Kenntnis hatte, ſo entſtanden in den nächſten Tagen die toll=
ſten
Fernſprechverbindungen, die zum Teil zu ſehr unangeneh=
men
Zwiſchenfällen führten. Die Zahl der Beleidigungsklagen
der falſch verbundenen Teilnehmer wuchs in Ungeheure, bis
endlich feſtgeſtellt wurde, daß alle Falſchverbindungen auf dieſe
Sabotageakte des entlaſſenen Telegraphenbeamten zurückzufüh=
ren
waren. Das Fernſprechamt war zuerſt ratlos, als es mit
Vorwürfen überhäuft wurde, daß keine Verbindung richtig zu=
ſtande
gekommen war. Es dauerte eine Woche, bis man endlich
alle die irrſinnig durchgeführten Fernſprechverbindungen und
falſch miteinander verbundenen Kabel wieder in Ordnung brin=
gen
konnte. Die Arbeiter hatten inzwiſchen ihre Heimreiſe an=
getreten
. Alle Beleidigungsklagen wurden rückgängig gemacht
und jetzt lacht die ganze Stadt Egen.

Geſchwindigkeit iſt keine Hererei.
Betrug im Altertum und Mittelalter die tägliche Reiſe=
geſchwindigkeit
zu Land durchſchnittlich 50 Kilometer und wurden
nur ausnahmsweiſe durch Einrichtung des Relaisdienſtes auf der
perſiſchen Königſtraße 325 Kilometer, auf den römiſchen Straßen
300 Kilometer, bei Benutzung eines Wagens auf den gleichen
Straßen 100180 Kilometer erreicht, ſo hat erſt die Verbeſſerung
der Straßen und der Schnellpoſten im 19. Jahrhundert zu einer
durchſchnittlichen Geſchwindigkeitsſteigerung des Landverkehrs
auf 1015 Kilometer in der Stunde, 200250 Kilometer in 24
Stunden (da die Reiſe auch in der Nacht fortgeſetzt wurde) ge=
führt
. Dieſen Zahlen ſtehen die Eiſenbahngeſchwindigkeiten der
Gegenwart bzw. der Zeit vor dem Krieg gegenüber: Reiſegeſchwin=
digkeit
in der Union 111 Kilometer (Fahrtgeſchwindigkeit 115
Kilometer) vor dem Krieg, Durchſchnittsgeſchwindigkeit heute
etwa 100 Kilometer. Rein eiſenbahntechniſch, jedoch noch ohne
Anwendung auf den Verkehr, iſt die Geſchwindigkeit von 160 Kilo=
meter
bei Dampflokomotiven, von 210 Kilometer bei elektriſchen
Maſchinen erprobt. Die mittlere ſtündliche Geſchwindigkeit der
Schnellzüge beträgt jedoch nur ungefähr 60 Kilometer. Gegen=
über
der Durchſchnittsgeſchwindigkeit im Altertum und Mittel=
alter
iſt damit eine Geſchwindigkeitsſteigerung um mindeſtens das
Zehnfache eingetreten. Automobil und Elektrifizierung der Eiſen=
bahn
ſchließen weitere Steigerungen ein. Heute verlangt die
Reiſe quer durch Nordamerika einen Zeitaufwand von 4½ Tagen,
wozu früher ½ Jahr notwendig war. Ebenſo wird der europäiſch=
aſiatiſche
Kontinent in 2 Wochen durchmeſſen. (Aus der dem=
nächſt
in der Sammlung Göſchen erſcheinenden Geographie der
Kulturlandſchaft von Otto Maull.)

Wie man Kandidat wird.
(a) New York. Auf eine Art und Weiſe, wie ſie eben
nur in Amerika möglich iſt, iſt es einem neugebackenen Politiker
gelungen, ſich eine Kandidatur für die Ende dieſes Jahres in
den Vereinigten Staaten ſtattfindenden Wahlen zu ſichern.
Der ſchlaue Kandidat iſt ein einfacher Dorſchullehrer William
Cornelius Rogers, den bisher kein Menſch kannte. Zu Beginn
der Wahlkampagne aber nannte er ſich auf den Meetings der
demokratiſchen Partei, die er er hie und da im Lande beſuchte,
Will Rogers, wozu er ja berechtigt war, machte ſich mit den
Führern bekannt und ließ durchblicken, daß er nicht abgeneigt
ſei, eine Kandidatur zu übernehmen. Alle Welt glaubte nun,
es mit dem bekannten Filmſchauſpieler Will Rogers zu tun zu
haben, der ſich nunmehr der Politik zur Verfügung ſtellen wolle,
und ſiehe da: der einfache Dorfſchullehrer erreichte ſein Ziel
und wurde zum Kandidaten in einem ausſichtsreichen Diſtrikt
ernannt. Und als ſchließlich ſein frommer Betrug herauskam,
wurde er ſogar beſtätigt, denn ſolche Geſchäftstüchtigkeit impo=
niert
nun einmal in Amerika

[ ][  ][ ]

Seite 4 Nr. 248

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Dienstag, 6. Septembe=

Statt beſonderer Anzeige.
Nach langem, ſchweren Teiden entſchlief Sonntag nach=
mittag
um 4 Uhr mein geliebter Mann, mein guter Vater,
unſer treuer Sohn, Schwiegerſohn, Bruder und Schwager
Berufsſchuldirektor

K
Mng. Mdt Runon

kurz vor Vollendung ſeines 42. Lebensjahres.
In tiefer Trauer:
Thea Rutloh, geb. Müdicken
Friedhelm Rutloh.

Darmſiadt, den 4. September 1932.
Oſannſtraße 12.

Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 3½ Uhr, auf
dem Friedhof Nieder=Ramſtädterſtraße ſtatt.
12361)

Nachruf.

Am Sonntag, den 4. September 1932, entſchlief
nach ſehr langem, mit großer Geduld getragenem
Leiden, Herr

Von der Reiſe
zurück!
S. Mtd Gr0

Max Rutloh
Direktor der Gewerblichen Berufsſchule / Darmſtadt.

Heinrichſtraße 49.
(12289b)

Wir werden dem Kollegen und unermüdlichen Leiter
unſerer Schule ein treues Gedenken bewahren.

(12381

Darmſtadt, den 5. September 1932.
Das Lehrerkolleginm
der Gewerblichen Berufsſchule I Darmſtadt.

Auussc
Jurün

Dr. Hen

Hermannſtr. 25.

Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben
Mann, unſeren treuſorgenden Vater, Schwiegervater,
Großvater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
n
merkorn
Herrn Heinrich Somte,
Betriebsbeamter i. R.
nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden,
zu ſich in die ewige Heimat abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Philippe Sommerkorn Wwe, u. Kinder.
Arheilgen, den 5. September 1932.
(12372

Ab 6. Hepk.
wieder
Sprechſtunden
Hans Lechler
Dentiſt
Taunusſtraße 15.

Kf

Die Beerdignng findet am 7. September 1932 um
4 Uhr von der Leichenhalle Arheilgen aus ſtatt.

GA
Klawiex-
Reparaturen
und Stimmungen
Piano-Berg
Klavierfachmann
Higelstraße 32
Telefon 126. (12401b

Großer Poſten
erſtklaſſige

Echan
Jayrrader

Statt beſonderer Anzeige.
Heute verſchied ſanft unſere liebe,
Schweſter und Tante

gute

zu enorm niedrigen
Preiſen.
Gütting
Schuchardſtraße 10.
(12315b)

nach kurzem Leiden im 78. Lebensjahr.
Darmſtadt, am 4. September 1932.

Woog. Am 5. Sept.
Waſſerhöhe a. Pegel
3.86 m. Luftwärme
18‟C. Waſſerwärme
nachm. 2 Uhr 200
Woogspolizeiwache.

Anna Röhrich, geb. Leichtweiß, Wwe.
Emilie Giller, geb. Leichtweiß,
Witwe des Geh. Finanzrats
Karl Röhrich, Studienrat
Dr. Fritz Giller und Frau
(Ludwigshafen a. Rh.)

Für Verwandte,
23 J., evgl., ſ. häus=
lich
. gute Ausſt. u
Vermog., mittlerer
Beamt. o. Geſchäfts=
mann
zwecks Heirat
geſucht. Zuſchr. unt.
E. 188 a. d. Gſchſt

Die Beiſetzung findet in aller Stille ſtatt. (12365

Dankſagung.
(Statt Karten.)

Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme beim Heimgang unſerer
lieben Mutter

Aicht überſehen
Buchen=Abfallholz.
trock., ofenfert., 1.50
Ruhr=Nuß II 1.80
frei Keller. Anfrag.
unt. E. 184 Gſchſt

Witwer, 50 J., ev.
Geſchäftsm., wünſcht
zw. Wiederverheir.
m. Dame, auch Wit=
we
, nicht unt. 40 J.,
mit etw. Vermög.,
in Verbind. zu tre=
ten
. Zuſchr. unter
E. 172 a. d. Gſchſt.

Frau Margarethe Bletſch
geb. Opermann

insbeſondere für die troſtreichenWorte
des Herrn Pfarrer Junker am Grabe,
ferner für die liebevolle Pflege der
Schweſtern der Johannesgemeinde
und die zahlreichen Blumenſpenden
herzlichen Dank.

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gegen Schlafzimmer
zu tauſchen. Angeb.
unter E. 185 an die
Geſchäftsſtelle.

Umzug
erfordert den
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Sachgemäß u. doch
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K

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3=Zimmer=Wohn. i.
Tauſch geſ. Grüne
Heller als d. Sonne Mietk. vorh. Ang.
leucht. meine wun= u. E. 93 Geſchſt. gi

Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Johanna Bletſch.
Darmſtadt, den 5. September 1932,

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Miag, 6. September 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 248 Seite 5

Aus der Landeshaupkftadt.
Darmſtadt, den 6. September 1932.
ien 80. Geburkskage Friedrich Maurers.
September dieſes Jahres vollendet einer unſerer be=
zu
und verdienteſten Mitbürger, Sanitätsrat Dr.
ich Maurer ſein 80. Lebensjahr. Als Sohn deutſcher
eſterwm 7. September 1852 in Paris geboren, hatte er dort
einepaſten Schulunterricht genoſſen. Nach dem frühen Tode ſeiner
ſtevDarmſtadt erzogen, beſuchte er zuerſt das Inſtitut ſeines
ſettge)Dr. Theodor Maurer, und erwarb im Herbſte 1870 am
ßompwann die Reife für die Univerſität. Dann widmete er ſich
dium der Medizin in Heidelberg, Berlin und wiederum
eſherg. 1876 erhielt er die ärztliche Approbation, 1879 die
gitazuide. Nachdem er 1873 ſeiner Militärpflicht im Großh.
geibgzue Infanterie=Regiment Nr. 115 genügt hatte, wirkte er
jele wie als Aſſiſtenzarzt, zuerſt im Städt. Krankenhauſe in
harmokt, dann am Pathologiſchen Inſtitut von Julius Arnold
ſowietyder Chirurgiſchen Klinik von Czerny in Heidelberg. Im
Fahre 83 ließ er ſich als praktiſcher Arzt in Darmſtadt nieder.
hAſer im Jahre 1884 erfolgten Verheiratung mit Alice
mie) Tochter des Geh. Sanitätsrats Schmidt zu Wiesbaden,
je ſpzn als Vorſitzende der Heydenreich=von Sieboldſchen Stif=
ung
rſWöchnerinnen in den weiteſten Kreiſen geſchätzt war, übte
n im lrein mit dieſer eine ſegensreiche Wohltätigkeit aus.
DuWeltkrieg fand Maurer, ſeit 1888 Stabsarzt d. R., im
rankenhauſe wirkſam, bis er von 19151918 als Ober=
zag
und Chefarzt des Vereinslazarettzuges O. 3, Großher=
u
Heſſen, 112 Verwundetentransporte von der Weſtfront
himat geleitete. Nach dem Zuſammenberuch nahm er ſeine
ſah Praxis in Darmſtadt wieder auf.
Ab neben der Ausübung ſeines ärztlichen Berufes war
urweLebensaufgabe vor allem der heimiſchen Volks=
ewidmet
. Auf ſeinen zahlreichen Reiſen in Deutſchland,
unen Ländern Europas, nach dem Kaukaſus, dem Orient,
ſnſordküſte Afrikas, nach Nord=Amerika und bis zum Polar=
ihre
er, ſtets von ſeiner Kamera begleitet, ſich einen welt=
geiten
eiſtehenden Blick für Land und Leute erworben. Und ge=
de
hotich wurde er als rüſtiger Wanderer und eifriger For=
ger
zuu beſten Kenner und begeiſterten Freunde un=
reseimiſchen
Odenwaldes. In Wort und Bild hat
ihnA aßer in ſeinen Vorträgen, uns geſchildert u. a. in der ſchönen
vw Von Land und Leuten im Odenwald‟, Darmſtadt 1907
Wi keinſchmidt, ſowie Unſer Odenwald. Ein Kulturbild aus
ſter zu neuer Zeit‟, Darmſtadt 1914 bei W. Kleinſchmidt.
ſauron Hauptwerk war aber die unermüdliche Sammlung und
ſerzie Stiftung ſeines Odenwald=Muſeums, das er 1909 als
eil dlssS tadtmuſeums eröffnete. Hier hat er die Erinne=
ung
ain ſer Väter Art und Brauch, vor allem auch an die ſchon
ſtorbnu und erſterbende Heiminduſtrie, als wertvollen Schatz
ir die ſichwelt gerettet und erhalten. Muſikaliſch veranlagt, hat
aucs em Muſikverein Jahre hindurch als Vorſitzender ſeine
itigkuügewidmet. Im Deutſch. und Oeſterr. Alpenverein und in
ſelen rueren Vereinen waren Maurers prächtige und belehrende
ichtbitdevorträge von allen gern beſucht.
Kein Wunder, daß die Bruſt des verdienten Mannes zahl=
ſche
Odensauszeichnungen, darunter das E. K. und andere
jegsruren, ſchmücken, und er ſich als Ehrenmitglied der Ver=
igten
Heſellſchaft, des Muſikvereins und vor allem des Oden=
ſald
=Killes hohen Anſehens erfreut.
Miſar dem Raſtloſen noch viele Jahre frohen, rüſtigen Schaf=
gs
bulſteden ſein!
=Gldenes Ordens=Jubiläum. Am 8. September feiert das

eer echelrer Sehit is Scherte ide eeif
ſleizund bei Paiſenkindern u. a. in Straßburg und etwa
ſalzein München, darauf als Oberin in Edingen (Baden),
igewſtot (Heſſen), München und als ſolche zuletzt ſeit Septem=
alſo
gerade 11 Jahre
hier in Darmſtadt. Nieder=
uinſtädr
Straße,
Die hieſige Stelle übernahm ſie in den
herſtt tvierigen Verhältniſſen der Nachkriegszeit, deren Folgen
tüAh zu ſpüren ſind. Als Ordensfrau fühlte ſie ſich aber
rade a ſolcher Notzeit in ihrem Element, den vielen Armen,
kanketz Velaſſenen und Hilfeloſen täglich eine gütige Mutter,
nie rmüdende Helferin und vielen eine Führerin zu Gott
ſeint hre Mitſchweſtern und Untergebenen umhegt und um=
ltet
ſiſen vorbildlicher Mutterliebe und Treue. Ihre humorvolle,
Atige A4 iſt bei allen geſchätzt. Mit ihren 73 Jahren verwaltet
weiseind faſt mit jugendlicher Friſche die Einrichtungen des
s Penſionat für ältere Leute, die Haushaltungs= und
undaxutsſchule und den Kindergarten So möge das fernere
irkens )r ehrwürdigen Frau Oberin M. Phileta weiterhin vom=
ſegen
röttes begleitet ſein. Ein Dank=Gottesdienſt iſt am
Septswer in der Kapelle der Barmherzigen Schweſtern.
in Ehrenmal für verſtorbene Kriegsgefangene. Man
reibtä 1s: Ueber 800 000 deutſche Männer mußten infolge des
elttrdes das ſchwere Los der Kriegsgefangenſchaft in fremden
ndern ragen. Viele Tauſende liegen als Verſtorbene oder Um=
ute
in fremder Erde. Von ſehr vielen weiß man die Stelle
u ie ihren letzten Ruheplatz gefunden haben. In manchen
gernt uteten Epidemien, welche die Gefangenen zu Hunderten
Eiten. Sehr viele wurden zum Wiederaufbau im ehe=
lampfgebiet
verwandt und mußten infolge Exploſionen
opfern. Von den übrigen Umgekommenen wollen wi=
ciſi
Um aller dieſer Getreuen in dankbarer Ehrfurcht zu ge=
urden
zurzeit mit der Behörde Verhandlungen durch die
Der Ortsgruppe der Reichsvereinigung ehem. Kriegsge=
beführt
, um ein weithin ſichtbares Kreuz an geeigneter
ſchlichtes Ehrenmal errichten zu dürfen. Es beſteht die
htn deſes Ehrenmal am Sonntag, den 20. November d.
ächtag), durch eine im geeigneten Rahmen gehaltene Ge=
verbunden
mit einer ſchlichten Weihefeier, dem öffent=
den
Mätt als Wahrzeichen zu übergeben.
Griſtl Verein Junger Männer, Darmſtadt e. V.. Eliſa=
I. Wir laden hierdurch zu der heute, Dienstag,
Uhr, ſtattfindenden Familien=Bibelſtunde
Studienrat Knöpp freundlichſt ein. Jedermann (Damen
Die Jungvolkſtunde
iſt herzlich willkommen.
ihre) iſt Mittwoch, abends 8 Uhr. Wir hören etwas
henbecks Jagdgründen.
gabe der Mietkarten am Heſſ. Landestheater. Die Aus=
903Mietkarten für die Hauptmieten findet gegen Zahlung
Rate bei der Hauptkaſſe (Schalter 4) ſtatt für die Namen
Donnerstag,,den 8. September, J bis R am
um
den 9 September, und S bis Z am Samstag, den
nber. Kaſſeſtunden an dieſen Tagen von 9 bis
A hund von 17 bis 19,30 Uhr. (Siehe Inſerat.)

Die Getreideernte in Heſſen im Jahre 1932.
Sfart gekrübte Hoffnungen auf eine Rekordernke in der Weiterau. Beſſere Ernkeergebniſſe im kieferen
9denwald und im Ried. Der Durchſchnitt verhälknismäßig guf.

Nach der Ernke.

Eigenbericht des Darmſtädter Tagblattes.
Die Getreideernte 1932 iſt eingebracht und teilweiſe ſchon ge=
droſchen
. Damit iſt für das laufende Jahr nicht allein für unſere
Landwirtſchaft, ſondern für unſere ganze Volkswirtſchaft ein außer=
ordentlich
wichtiger Abſchnitt beendet, auf deſſen Verlauf und Er=
gebnis
einen kurzen Rückblick zu werfen, angebracht erſcheint
Das kalte Frühjahr 1932 verzögerte das Wachstum des Win=
ter
=Getreides und die Beſtellung der Sommergetreidefelder. Die
anſchließend einſetzende feuchtwarme Witterung begünſtigte in den
Monaten Mai und Juni das Wachstum, ſo daß der Stand unſerer
Getreidefelder Ende Juli ein hervorragender war. Für den Be=
ſchauer
waren in dieſer Zeit die ſchönen üppigen Getreidefelder
ein ehebendes Bild. Dem Landwirte brachten ſie die Hoffnung, daß
er endlich wieder einmal eine ausgezeichnete Ernte nach Hauſe
bringen würde. Auch für unſere Volkswirtſchaft waren bei der
ſchlechten wirtſchaftlichen Lage und der herrſchenden Deviſenknapp=
heit
die Ausſichten auf eine gute Ernte, die die Möglichkeit bot,
unſeren eigenen Bedarf an Brotgetreide im Inlande decken zu
können, von außerordentlicher Bedeutung. Aber wie ſo oft im
Leben, ſo wurde auch hier durch die wenig günſtige Witterung im
Monat Juli die Hoffnung auf eine Nekordernte ſtark getrübt.
Die naſſe, kühle Witterung im Juli brachte gerade in unſeren
beſten Getreideanbaugebieten, der Wetterau, dem Ried und Rhein=
heſſen
ſehr viel Lager. Infolge ihrer verhältnismäßig langen
Dauer ließ ſie bei unſeren Landwirten die bange Frage aufkom=
men
, ob es wieder werden ſoll, wie im vergangenen Jahre, wo
alle ihre Mühe und Arbeit durch die ſchweren Wetter und die
ſtarken Niederſchläge faſt umſonſt geworden war.
War doch im letzten Jahr gerade in den ſoeben genannten
Gebieten, insbeſonder in der Kornkammer Oberheſſens,
der Wetterau, der größte Teil der Getreide=, insbeſondere der
Weizen= und Haferernte, durch die ſchweren Wetter vernichtet wor=
den
. Ende Juli begann die Wintergerſtenernte, die bei der glück=
licherweiſe
ſich langſam beſſernden Witterung verhältnismäßig gut
nach Hauſe gebracht werden konnte. Die Druſchreſultate von der
Wirtergerſte, die bald darauf bekannt wurden, waren gut und
beſſer, als die Ergebniſſe des vorausgegangenen Jahres. In=
zwiſchen
hatte auch in den Frühgebieten, an der Bergſtraße, um
Darmſtadt herum, im Odenwald und an der Mainſpitze die Rog=
genernte
begonnen Gleichzeitig damit ſetzte der Druſch ein. Ueber=
all
ſah man um die Ortſchaften herum auf den Dreſchplätzen die
Landwirte an den von früh bis ſpät laufenden Dreſchmaſchinen in
emſiger Tätigkeit, um das Ergebnis ihrer ganzen Jahresarbeit
zu bergen.
Auch der Wettergott hatte ein Einſehen. Anfang Auguſt ſetzte
eine mehrwöchentliche Periode ſchönen, trockenen allerdings ſehr
heißen Erntewetters ein Beim Durchfahren des Heſſenlandes
konnte man nun aber auch den Schaden ſehen, den die zum Teil
ſtarken Niederſchläge der vorhergehenden Wochen angerichtet hat=
ten
. Ueberall, insbeſondere bei Weizen, Sommergerſte und Hafer
war ſtarkes Lager zu beobachten. Eine gewiſſe Ausnahme machte
lediglich die nordöſtlichſte Ecke Heſſens, die Lauterbacher Gegend,
und das Ichlitzer Land, in der im Gegenſatz zu den übrigen Ge=
bieten
Heſſens Teile des Junis und auch der Juli verhältnismäßig
trocken blieben, ſo daß Mitte Juli die Fluren, insbeſondere die
mit Hackfrucht beſtandenen, dringend einen guten Regen benötig=
ten
. Das Lagern des Getreides erſchwerte in den übrigen Gebieten

infolge geringer Möglichkeit der Maſchinenanwendung und ver=
mehrter
Handarbeit die Erntearbeiten erheblich. Trotzdem iſt es
erſtaunlich, was in dieſen 23 Wochen in der glühenden Hitze von
Menſchen und Geſpanntieren geleiſtet wurde. In den Hauptgetreide=
anbaugebieten
wurde tatſächlich in dieſer verhältnismäßig kurzen
Zeit bis auf wenige Weizen= und Haferfelder die Ernte geborgen.
Nur im Norden unſeres Heimatlandes und im tieferen
Odenwald, hauptſächlich aber in der Grünberger, Alsfelder,
Lauterbacher Gegend und im Vogelsberg, wo infolge der klima=
tiſchen
Verhältniſſe das Getreide 8 bis 14 Tage ſpäter reift, war
erſt vergangene Woche die Getreidernte zu Ende. In dieſen Ge=
bieten
iſt aber auch die Ernte verhältnismäßig am beſten aus=
gefallen
. Die bisher vorliegenden Dreſchreſultate ſind durchaus
gut. Auch die Qualität des geernteten Getreides iſt ſchön und
weiſen insbeſondere Roggen und Gerſte ein ſchönes, volles Korn
auf. Weniger gut ſind die bisher in der Wetterau vorliegenden
Druſchergebniſſe. Hier war gerade die Hauptgetreidefrucht, der
Weizen, welcher weite Flächen einnimmt, durch das zu früh ein=
ſetzende
Lager in der Kornausbildung ſo gehemmt, daß die Druſch=
reſultate
nicht befriedigen. Verhältnismäßig gut dagegen ſind die
Druſchreſultate bei Hafer und zum Teil bei Gerſte.
Aehnliche Ergebniſſe liegen bis jetzt aus dem Ried und
den Ortſchaften vor dem Odenwald der Gegend um Reinheim und
Lengfeld, vor. Auch hier befriedigte infolge Lagerung der Weizen
und teilweiſe die Gerſte nicht, gut dagegen ſind der Roggen und
der Hafer. Eine verhältnismäßig gute Ernte haben die Sand=
gebiete
, alſo die Bergſtraße, die Darmſtädter Gegend, der Rodgau
und die Mainſpitze, zu verzeichnen. Auf den leichten Böden dieſer
Gebiete beherrſcht der Roggen als Hauptfrucht das Feld. Für den
Roggen war die Jahreswitterung günſtig. Er hatte ſein Wachstum
Ende Juni ſchon ſoweit abgeſchloſſen, daß ihm die ungünſtige Juli=
witterung
wenig ſchaden konnte. Die Druſchreſultate, die man da=
her
von Roggen hört, ſind gut bis ſehr gut. Auch ſoweit angebaut,
haben hier die Gerſte und der Weizen gute Druſchreſultate ge=
bracht
. In der fruchtbaren heſſiſchen Provinz Rheinheſſen, die Ende
Juni einen prächtigen Felderſtand aufzuweiſen hatte, iſt die Ernte
auch ſehr unterſchiedlich ausgefallen. Durchaus gut iſt im allgemei=
nen
die Roggenernte. Weniger befriedigen dagegen die Dreſch=
reſultate
, die man von der in Rheinheſſen weitaus am meiſten an=
gebauten
Getreidefrucht, nämlich der Braugerſte, hört. Die Brau=
gerſte
wurde durch die ungünſtige Witterung bald zum größten Teil
zu ſtarkem Lager gebracht, was geringeren Ertrag, ſchwächere
Kornausbildung und weniger gute Farbe zur Folge hatte. Ver=
hältnismäßig
gut haben dagegen in Rheinheſſen der Weizen und
der Hafer gedroſchen.
Abſchließend läßt ſich über die Getreidernte in Heſſen ſagen,
daß ſie im Durchſchnitt verhältnismäßig gut war und trocken nach
Hauſe gekommen iſt. Leider ſind mit dem Einſetzen des Verkaufes
die Preiſe des neuen Getreides ziemlich ſtark herabgeſunken. Die
von der Reichsregierung veranlaßte Stützungsaktion hat nicht aus=
gereicht
, um den Preisrückgang zu vermeiden, wenn ſie ihn auch in
gewiſſer Hinſicht aufgehalten hat. Vielleicht haben auch die Land=
wirte
von der Möglichkeit, die dieſe Stützungsaktion bot, nicht ge=
nügend
Gebrauch gemacht. Hoffentlich gelingt es im Laufe der
nächſten Wochen durch geeignete Maßnahmen, die von der Land=
wirtſchaft
nachdrücklichſt unterſtützt werden müſſen, die Preisver=
hältniſſe
zu beſſern, um ſo dem Landwirt in dieſer ſchweren Zeit
und nach dem vorausgegangenen ungünſtigen Jahr wenigſtens in
dieſem Jahre einigermaßen den Lohn für ſeine ſchwere und mühe=
volle
Arbeit zu geben.

5der=Feier der Beſſunger.
Die Beſſunger Fünfziger, 1882 geboren und 1896 konfier=
miert
, veranſtalteten am Samstag, den 3. September, eine Ge=
burtstags
= und Wiederſehensfeier, zu welcher alle Schulkameraden,
Buben wie Mädchen, eingeladen waren.
Schulkamerad H. Eigenbrodt dankte für das ſo zahlreiche
Erſcheinen und hieß alle recht herzlich willkommen. Beſonders be=
grüßte
er die Kameraden von auswärts und ſtellte mit großer
Freude feſt, daß 2 frühere Lehrer, die Herren Knell und Vonder=
ſchmitt
, ſowie der damalige Pfarrer, Herr Profeſſor Dr. Matthes,
anweſend waren. Die Feſtverſammlung ehrte die Gefallenen und
Geſtorbenen mit einer Minute ſtillen Gedenkens, und die Muſik
ſpielte anſchließend das Lied Vom guten Kameraden‟. Herr
Lehrer Knell und Herr Profeſſor Dr. Matthes dankten für die an
ſie ergangene Einladung und hoben in ihrer Dankesrede hervor,
daß ſie dem Rufe gerne gefolgt ſeien. Beweiſe doch dieſe Ein=
ladung
, daß die heutigen Fünfziger ſich noch gerne der Schulzeit
erinnern würden.
Ein ausgezeichnetes und abwechſlungsreiches Programm war
für dieſen Abend zuſammengeſtellt, das ſich glatt abwickelte. Jede
einzelne Nummer war in ihrer Art beſonders ausgewählt und dem
Abend angepaßt. Es würde zu weit führen, die einzelnen Kräfte
aufzuführen, es ſei jedoch geſagt, daß in muſikaliſcher geſanglicher
und theatraliſcher Hinſicht wirklich Hervorragendes geleiſtet wurde.
Am Sonntag vormittag war Kirchgang in die Petruskirche an=
geſtzt
, an dem faſt alle 50er teilnahmen. Die Jubilare zogen, wie
bei der Konfirmation 1896, mit dem Pfarrer an der Spitze, in die
Kirche ein. Der Poſaunenchor gab dem Gottesdienſt noch ein be=
ſonderes
Gepräge. Nachmittags fand ein Spaziergang mit an=
ſchließendem
gemütlichen Beſammenſein ſtatt. Nur ungern gingen
die Geburtstagskinder auseinander, doch mit dem Bewußtſein, echt
kameradſchaftliche Stunden verlebt zu haben, in welcher haupt=
ſächlich
alter Erinnerungen der Schul= und Flegeljahrenzeit ge=
dacht
wurde.

Unterſtützt die heſſiſche Winterhilfe

Odenwaldklub, Ortsgruppe Darmſtadt. An der 9. Wande=
rung
, Sonntag, den 11. September, nehmen auch unſere Frauen
teil, und wir möchten wünſchen, ihre Zahl ſei diesmal wenigſtens
nicht geringer, als es bei den Familienwanderungen dieſes Wan=
derjahres
der Fall war. Und das Ziel iſt lohnend. Wen lockt nicht
Mainz, die Stadt mit der reichen geſchichtlichen Vergangenheit,
ſeiner glücklichen Lage, wo der Rhein einbiegt in den weinberühm=
ten
Rheingau, wo nachſommerlicher Blütenſchmuck den gepflegten
Anlagen beſonderen Reiz verleiht? Die bewährte Führung hat
mancherlei Schönes vorbereitet, und froh erwarten uns die Main=
zer
Klubgenoſſen. Lohnen wir ihre Mühe durch recht zahlreiche
Teilnahme und ein frohes Herz. Näheres iſt zu erſehen aus der
Anzeige in der heutigen Nummer. Die Teilnehmerliſte wird end=
gültig
Freitag, den 9. d. Mts., abends, im Klublokal geſchloſſen.

Carl von Ewalds letzte Fahrl.
* Eine große Trauergemeinde hatte ſich geſtern in der Ein=
ſegnungskapelle
des Waldfriedhofes eingefunden, um dem ver=
ſtorbenen
Staatsminiſter a. D. Exzellenz Carl von Ewald die
letzte Ehre zu erweiſen. Unter den nächſten Verwandten befand ſich
die tieftrauernde Gattin, unter den Leidtragenden bemerkte man
S. K. H. Großherzog Ernſt Ludwig, den Erbgroßherzog, Staats=
präſident
Dr. Adelung, Mitglieder der früheren und jetzigen Re=
gierung
, Vertreter der evangeliſchen Landeskirche, der ſtaatlichen
und ſtädtiſchen Behörden Der Sarg verſchwand unter einem
Hügel von Blumen und Kränzen,
Mit einem ergreifenden Trauerſpiel von J. S. Bach nahm die
ſchlichte Trauerſeier ihren Anfang. Pfarrer Vogel nahm die
Einſegnung von Ewalds vor. Nach einem eindringlichen Gebet für
den Verblichenen widmete der Geiſtliche dem Verſtorbenen einen
zu Herzen gehenden Nachruf, zugleich damit den Hinterbliebenen
Troſt zuſprechend. Er hatte das Textwort der Sprüche Salomonis,
Kap. 10, Vers 7: Das Gedächtnis der Gerechten bleibet im Segen
ſeinen Worten zugrunde gelegt. Dicht bei dem Todestag ſeines
einzigen Sohnes, der am 29. Auguſt 1914 beigeſetzt wurde, liege
auch der Tag des Hinſcheidens des 80jährigen Vaters. Zwei Hel=
den
ſind in der Ewigkeit vereint. Nicht ſeine Aufgabe ſei es, den
Lebensweg des Entſchlafenen ausführlich zu zeichnen, der ſchlicht
und einfach geweſen ſei. Nach einem mit großer Geduld getragenen
Leiden habe ihn der Herr erlöſt. Ein mit ganzer Klarheit des
Geiſtes und mit der Schärfe des Denkens, aber auch mit ausge=
glichener
Menſchlichkeit erfüllte Juriſtenberuf ſei abgeſchloſſen.
Ihm gebühre der Ehrenname eines weiſen Juriſten‟. Dank ge=
bühre
ihm für ſein vollbrachtes Lebenswerk. Dank auch vor allem
für die Arbeit als Miniſter unter der großherzoglichen Regierung.
Das Werk wird ſeinen Meiſter loben. Gott nahe hat es der Ver=
ſtorbene
nicht ſchwer gemacht, den Kern ſeiner Seele zu treffen:
die Gerechtigkeit. Er war ein Diener des gerechten Gottes. Ein
Verehrer Bachſcher Muſik, die er als Schüler Liſzts in häuslichen
Stunden mit Begeiſterung ſpielte, ließ er mit dieſen reinen Tönen
ſeine Liebe emporſchwingen in das Reich der Ideale. Und ſo trug
er ſein ſchweres Leiden in rührender Dankbarkeit zu ſeiner treuen
Lebensgefährtin und Pflegerin
In einfachen Zügen zeichnete
Pfarrer Vogel ein vorbildliches, in 46 Jahren ungetrübtes
Familienleben.
Unter tiefer Ergriffenheit der Trauerverſammlung ſprach der
Geiſtliche den letzten Segen während der Orgelklänge Jeſus,
meine Zuverſicht. Langſam ſenkte ſich der Sarg in die Tiefe. Unter
Bachs Schlußchor aus der Matthäuspaſſion widmeten Exzellenz
von Ewald ſeine Angehörigen und die ihm im Leben nahegeſtan=
den
, letzte Blumengrüße.
Die Aſche des Verſtorbenen wurde nachmittags im Grabe ſei=
nes
Sohnes beigeſetzt. R. i. p.

Brieſkaſfen.

K. 100. Die großen Vogelſchwärme, die man zurzeit öfters
am Woog, Flugplatz uſw. ſieht, ſind meiſtens Stare, die gern
in Schilf und Rohr übernachten. Doch ſieht man eben auch große
Schwärme Schwalben, die ſich jetzt ſchon zum Zuge vorbe=
reiten
. Rohrammer (Rohrſpatzen) ſind die Schwärme nicht.
W. F. Ohne nähere Angabe (Datum oder genauer Titel) kön=
nen
wir leider nichts feſtſtellen.

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[ ][  ][ ]

Seite 6 Nr. 248

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Mit der Reichsbahn in die ſonnige, fröhliche Pfalz.
Am 11. September d. J. fährt die Reichsbahndirektion Mainz
einen Ausflugsſonderzug nach Bad=Dürkheim, am Fuße des ſon=
nigen
Hardtgebirges, wo Tauſende alljährlich Ausſpannung. Er=
H
holung und Heilung finden, und nach Neuſtadt a. d.
der
Perle der Pfalz. Geſellſchaftskraftwagen der Deutſchen Reichs=
voſt
bringen die Ausflügler in die Umgebung des anmutigen
Zadeortes Bad=Dürkheim, nach der ſtimmungsvollen Kloſterruine
Limburg und der Ruine Hardenburg, einem höchſt intereſſanten
Bauwerk, ſtummen Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Bad=
Dürkheim iſt ein Hauptſitz des pfälziſchen Weinbaus und von
Weinbergen umgeben. Der Kurgarten, aus einem alten Leinin=
genſchen
Schloßpark hervorgegangen, macht einen wohlgepflegten
Eindruck. Den Reiſeteilnehmern an der diesjährigen Fahrt nach
der Pfalz wird inſofern eine beſondere Ueberraſchung geboten,
als gelegentlich des Hauptwurſtmarktes am 11, September d.
ein größeres Volks= und Weinfeſt auf den ausgedehnten Wurſt=
narktwieſen
abgehalten wird. Von Neuſtadt a. d. H. aus, das als
Verkehrszentrale der Pfalz gilt, können kleinere und größere
Wanderungen dem Hardtgebirge entlang in die tauſendfältig an=
ſiehende
Umgebung gemacht oder lohnende Geſellſchaftsfahrten
in Geſellſchaftskraftwagen nach den benachbarten berühmten
Weinorten Deidesheim, Forſt. Ruppertsburg, Wachenheim uſw.
ausgeführt werden. Beſonders beſuchenswert ſind Maikammer
und St. Martin mit der herrlich gelegenen Kropsburg. Näheres
über die Fahrt iſt aus den auf den Bahnhöfen und bei den Mit=
teleuropäiſchen
Reiſebüros uſw angeſchlagenen Aushängen zu
erſehen. Auch werden während der Fahrt Handzettel ausgegeben,
die über alles erſchöpfend Auskunft geben.

Wochenendfahrt des Lloyddampfers Roland
nach Kopenhagen.
Nach einer Mitteilung des Norddeutſchen Lloyd Bremen wird
mit dem aus dem Lloyd=Seebäderdienſt bekannten Turbinenſchnell=
dampfer
Roland vom 23.27. September eine einmalige Wochen=
endfahrt
nach Kopenhagen veranſtaltet. Die Teilnehmer dieſer
fünftägigen Wochenendfahrt werden über zwei Tage Zeit haben,
die däniſche Hauptſtadt und ihre Umgebung kennenzulernen und
mit dem Beſuch dieſer ſchönen Stadt, die man das nordiſche
Paris nennt, der Schlöſſer der Inſel Seeland und der däniſchen
Riviera mit billigen Mitteln eine im Spätſommer beſonders ſchöne
Seereiſe zu verbinden. Ein Reiſepaß iſt für Teilnehmer an dieſer
Wochenendfahrt nach Kopenhagen, über die alle näheren Aus=
künfte
durch die Vertretungen des Norddeutſchen Lloyd zu erfahren
ſind, nicht ei derlich.

* Aus dem Gerichksſaal.
Aw. Das Bezirsſchöffengericht verhandelte am
Montag nur zwei kleine Sachen; zuerſt gegen einen land=
dirtſchaftlichen
Arbeiter, der bei einem Bauern in
Reichelsheim Arbeit gefunden hatte, und bei günſtiger Gelegen=
heit
bei dem Schwager ſeines Arbeitgebers über 30 Mk. klaute.
Er ging dann mit dem Geld durch, und als es zu Ende war,
ſtellte er ſich der Polizei. Er habe gern ins Gefängnis gewollt,
gibt er an, warum, weiß er ſelber nicht zu ſagen. Da er bereits
einige Male wegen Diebſtahls vorbeſtraft iſt, wird er wegen
f Monaten Gefängnis
Rückfalldiebſtahl zu
verurteilt. Sechs Wochen Unterſuchungshaft werden ihm ange=
rechnet
.
Es hat ſich dann eine Frau aus Gernsheim, wegen
ſchwerer Urkundenfälſchung und Unterſchlagung
zu verantworten. Sie hatte einen Kommiſſionsvertrag mit einer
Mainzer Zeitung mit dem Namen ihres Vaters unterſchrieben,
da ſie Angſt hatte, der Vertrag werde andernfalls nicht akzep=
tiert
. Später hatte ſie dann einkaſſierte Gelder von insgeſamt
etwa 170 Mark für ſich behalten. Das Gericht verurteilte ſie, da
ie noch nicht vorbeſtraft iſt, unter Zubilligung mildernder Um=
ſtände
zu ſechs Wochen Gefängnis mit vierjähriger Be=
währungsfriſt
.

Handgewebe=Ausſtellung im Evgl. Gemeindehaus. Die
Handweberei Schloß Weſterburg des Bundes Deutſcher Jugend=
vereine
(BDJ.), welche ſchon einmal vor eineinhalb Jahren hier
ihre Erzeugniſſe zeigte, veranſtaltet vom 6.12. September wie=
derum
im großen Saal des Evangeliſchen Gemeindehauſes, Kah=
lertſtraße
26, eine Handgewebe=Ausſtellung. Dieſe Werk=
gemeinſchaft
junger Kunſthandwerker und Handweberinnen im
BDJ., die mit dem Ertrag ihrer Arbeit zum Erhalt und wei=
teren
Ausbau der Jugendburg und Jugendherberge Weſterburg
im Weſterwald, beiträgt, konnte ſich trotz der Not der Zeit künſt=
leriſch
und techniſch weiterentwickeln und damit die Exiſtenzbe=
rechtigung
des Kunſthandwerks unter Beweis ſtellen
Teueſte Entwürfe von Tiſch= und Divandecken, Wandbehängen.
Vorlegern Vorhängen, Möbelſtoffen und Kiſſenplatten geben
jedem Beſucher Anregung zu eigener, individueller Geſtaltung
ſeines Wohnraums. Vorführung von
Handweberahmen und
Webebrettchen zum Gebrauch in Schule und Haus ergänzen die
Ausſtellung. (Siehe Anzeige.)
Opernſchule der Städt. Akademie. Wie bereits bekannt=
gegeben
, hat die Opernſchule mit dem 1. September ihre Arbeit
wieder aufgenommen. Die Opernſchule, die nunmehr in das
7. Jahr ihres Beſtehens eintritt, hat im Laufe der Jahre nicht nur
durch ihre Vortragsabende, ſondern namentlich durch die öffent=
lichen
ſzeniſchen Aufführungen von Opern vielen Talenten den
Weg zur Bühne und zum Konzertſaal erfolgreich geebnet. Durch
Mitwirkung bei der Aufführung der Opern: Figgros Hochzeit
und Baſtian und Baſtienne von Mozert, Mantel von G. Puc=
cini
, La Traviata von Verdi und zuletzt Fra Diavolo von
Auber gelang es, trotz der Schwere der Zeiten, einer großen An=
zahl
Studierender Dauerengagement zu finden, ein Beweis für die
Güte der an der Opernſchule wirkenden Lehrkräfte, die in ziel=
bewußter
Zuſammenarbeit verſtehen, ihre Schüler lückenlos für
ihren ſchweren Beruf vorzubereiten.
Der Tierſchutzverein für Heſſen in Darmſtadt teilt mit: Ein
kaum glaublicher Rohheitsakt wurde am Dienstag, den 30. Auguſt.
7 Uhr vormittags, in Arheilgen feſtgeſtellt. Das Opfer war eine
junge Katze, der ein dünner Draht feſt um den Leib geſpannt war.
Der Draht war etwa 3. Meter lang, an einem Ende desſelben war
ein Zweig befeſtigt. Allem Anſchein nach hatte der Rohling das
Tierchen an einem Baum aufgehängt; ſpäter iſt dann vermutlich
der Zweig abgebrochen. Es handelte ſich nicht etwa um eine
Schlinge, in der ſich die Katze ſelbſt gefangen hatte, der Draht war
vielmehr mehrmals feſt zuſammengedreht. Das Tier war ſichtlich
ſtark gepeinigt, hat ſich aber nach ſeiner Befreiung bald wieder er=
holt
. Behufs Ermittlung des Täters iſt bei der Gendarmerie wegen
Beſtrafung desſelben Anzeige erſtattet worden.
Die Helia=Lichtſpiele zeigen ab heute Greta Garbo und
John Gilbert in dem Meiſterwerk der Filmkunſt Es war, nach
dem bekannten, gleichnamigen Roman von Hermann Sudermann.
Regie: Clarence Brown.
Im Union=Theater ſieht man ab heute in Erſtaufführung
den neueſten Tonfilm=Schwank Zwei glückliche Tage mit Claire
Rommer. Paul Hörbiger, Jacob Tiedtke, Max Gülsdorf, Ida
Wüſt, Senta Söneland u. v. a. Der Film iſt von dem Regiſſeur
Rudolf Walther=Fein nach dem erfolgreichen Bühnenſtück von
Kadelburg und Schönthan gedreht.
In den Palaſt=Lichtſpielen wurden der großen Nachfrage
wegen der neueſte Tom=Mix=Film Goldfieber (Der Ritt ins
Todestal) noch einen Tag verlängert.
Reſi=Theater zeigt ab heute den echten Afrika=Film Tra=
der
Horn Zum erſten Male mit der Tonfilm=Kamera im
afrikaniſchen Urwald, wird im Rahmen einer ſenſationellen Hand=
lung
das wildeſte Afrika lebendig, zeigt ſeine herrlichen Landſchaf=
ten
, ſeinen unerhörten Tierreichtum. Ein 100prozentiger Aben=
teuerfilm
in deutſcher Sprache kein Vortrag.
Die Stenographenvereinigung Gabelsberger beginnt am
Dienstag den 6., und Freitag, den 9. September, im Ludwig=
Georgs=Gymnaſium, Karlsſtraße 2, abends, neue Kurſe in Ein=
heitskurzſchrift
für Anfänger und Fortgeſchrittene. Die Kurſe ſtehen
unter Leitung ſtaatlich geprüfter Lehrer und bieten Gewähr für
gründliche Ausbildung.

Tageskalender für Dienstag, den 6. September 1932.
Union=Theater: Zwei glückliche Tage‟; Helia=Lichtſpiele: Es
war; Palaſt=Lichtſpiele: Goldfieber. Reſidenz=Theater:
Trader Horn,

Dienstag, 6. September 1z

beachkenswerte Reitvorführungen. Ein neuer, vielver
Fahrverein krikk zum erſten Male vor die Oeffenklichkeik.

Ein gelungenes Reit- und Zahrkurnier.

Ot. Der noch junge Reit= und Fahrverein Sprendlingen hielt
am 4. September auf ſeinem idylliſch an dem Waldrande Buch=
ſchlag
gelegenen Reitplatz ſein erſtes Reit= und Fahrturnier ab.
Bereits am Vormittag fanden die Vorprüfungen für Abteilungs=
reiten
und Einzeldreſſurprüfung ſtatt. Beſonders erwähnenswert
und zu begrüßen war es, daß neben den ländlichen Reitervereinen
Dietzenbach ,Heuſenſtamm, Büttelborn, Neu=Iſenburg, vorderer
Odenwald und Sprendlingen auch ſtädtiſche Reiter (innen) ſich
reitſportlich in Sonderprüfungen betätigten. Bekannte Ställe aus
Frankfurt, Offenbach zeigten dem intereſſierten Publikum beacht=
liche
Leiſtungen, und iſt es erfreulich, daß auch bei ländlichen
Turnierveranſtaltungen ſtädtiſche Reiter im edlen Reitſport wett=
eifern
konnten. Auch bei den ländlichen Reitervereinen ſah man
ſehr gutes Pferdematerial, und bei der Einſtellung der Spring=
konkurrenzen
in der Klaſſe Warm= und Kaltblut kam jeder Schlag
zu ſeinem Recht. Der Sprendlinger Verein hatte das Glück, bei
ſeinem erſten Turnier, obwohl am frühen Vormittag das Wetter
noch ſehr kritiſch den Erfolg in Frage ſtellte, bei der Veranſtaltung
vom herrlichſten Sonnenſchein begünſtigt zu ſein, der dann auch
eine zahlreiche Zuſchauermenge herbeilockte. Die Vorbereitungen
wie Turnierleitung lag in beſten Händen der Vereins= und Ver=
bandsvorſtände
, und Beſuchern wie Teilnehmern wird dieſer Tag
in guter Erinnerung bleiben.
Nachfolgend die Reſultate der Preisverteilung. Im Abtei=
lungswettkampf
für Anfänger war die Placierung: 1. Preis: Ab=
Preis: Ab=
teilung
I Sprendlingen unter Reitlehrer Müller;
eilung Heuſenſtamm unter Reitlehrer Dietrich; 3. Preis: Abtei=
lung
II Sprendlingen unter Reitlehrer Müller; 4. Preis: Abtei=
ung
I Dietzenbach unter Reitlehrer Arnhöfer; 5. Preis: Abtei=
lung
II Dietzenbach unter Reitlehrer Arnhöfer. Preiſe innerhalb
der Abteilungen erhielten: 1. Preis: Schäfer=Sprendlingen: 2. Pr.:
Gerhard=Sprendlingen; 3. Pr.: Fritz Schmidt=Sprendlingen; 1. Pr.
Pr.: Gg. Schmidt=Sprendlingen;
Frl. Cochlovius=Buchſchlag;
Pr.: Hans Lottes=Sprendlingen. Weiter einen 1. Preis; Frl.
Cochlovius=Buchſchlag; 2. Pr.: Hans Boll=Heuſenſtamm: 3. Pr.:
Heinr. Schäfer=Sprendlingen; 4. Pr.: Nikolaus Steinheimer=
Dietzenbach und 5. Pr.: Eckert=Dietzenbach.
In der Klaſſe Vorgeſchrittene Abteilungen: 1. Preis: Abtei=
lung
vorderer Odenwald Reitlehrer Maul=Gr.=Umſtadt: 2. Pr
Abteilung Büttelborn Reitlehrer Wulf=Büttelborn: 3. Pr.: Ab=
teilung
Neu=Iſenburg Reitlehrer Konrad Schmidt=Neu=Iſenburg.

Reiterprüfung Sonderklaſſe: 1. Preis: Rolf Müller=Georn 4 19
hauſen auf Tell; 2. Pr.: Heinz Heil=Habitzheim auf Tromzng jaudſt
Pr.: Ludwig Schmidt=Neu=Iſenburg auf Hans; 4. Pr.: Lu
Weber=Groß=Umſtadt auf Geßler; 5. Pr.: Konrad Arndhöfernicke, 6ch
Iſenburg auf Felix.
Dreſſurprüfung Klaſſe L: 1. Preis; Frl. Maya Wienand==,
chlag auf Klipp; 1. Pr.: Frl. Trude Wienand auf Meiſe; /8Nlni 300
Rolf Müller=Georgenhauſen auf Roland; 3. Pr.: Frau Dir. H5)0
Offenbach auf Schelm: 4. Pr.: Frl. Elſe von Becker=Darmſtaig iewu eiüh
Artiſt; 4. Pr.: H. Klingelhöfer=Hanau auf Flingard.

Jagdſpringen, Anfänger, Heſſ. Arbeitsſchlag rhein.=belg
Preis: H. Dörmer=Sprendlingen; 2. Pr.: Aug. Zimmer=Sni,
1N
ingen. Heſſ. Wagenſchlag oldenb. Typ: 1. Preis: Fritz Gerikkmf zrl
Sprendlingen; 2. Pr., derſelbe; 3. Pr.: Hermann Jopp; 499
fricel.
Heini Schafer=Heuſenſtamm.
Sonderklaſſe: 1. Preis
W. Wulf=Büttelborn; 2. Pr.fuN
Müller=Georgenhauſen; 3. Pr.: Frl. Funk=Hanau; 4. Pr..:0xu Kil
Direktor Hengſt=Offenbach; 5. Pr.: H. Klingelhöfer=Hanau.
Jagdſpringen Klaſſe 4. Vorgeſchrittene: 1. Preis; Fritz göP

Habitzheim; 2. Pr.: Frl. Funk=Hanau; 3., Pr.: Rolf Mäu
Georgenhauſen.

fHet nicht
orgeſchrittene Warmblut: 1. Preis: Ph. Höhl=Griess=Fernung
2 Pr
H. Ritter=Neu=Iſenburg; 3. Pr.: Ludwig Weber=Sketzildur
Umſtadt: 4. Pr.: Frl. Lotti Schaub=Neu=Iſenburg; 51 Pr.f loei Beſt
Höhl=Griesheim.
Kaltblut: 1. Preis: J. Nau=Büttelborn; 2. Pr.: Heinr, 2cuut mehl
ſtädter=Groß=Gerau; 3. Pr.: Götzelmann=Neu=Iſenburg.
htiei
Jagdſpringen, Klaſſe A: 1. Preis; Frl. Mechthild Auſ,
Frerlitt
Georgenhauſen; 2. Pr.: Frau Dir. Hiraus=Frankfurt; 3.4Xeuzes au
Frl. Cochlovius=Buchſchlag.
Jagdſpringen. Klaſſe L, Hinderniſſe bis 1.30 Meter: 1. 2½60 S
Heinr. Wienand=Buchſchlag; 2. Pr.: Rolf Müller=Georgenh zu blin Veo n
3. Pr.: Paul Stern=Frankfurt; 4. Pr.: Direktor Hengſt=Offeict eines d
Fahrer= und Geſpannprüfungen. I. Einſpänner: a) Kalide ſen beſi
Freis: J. Nau=Büttelborn; 2. Pr.: Karl Lack=Neu=Iſen=uh die
Warmblut: 1. Preis: Hans Ritter=Neu=Iſenburg. I
ſpänner, Kutſchwagen: 1. Preis: Ludwig Schmidt=Neu=Iſen=zu Gendak
2 Pr.: Ph. Höhl=Griesheim; 2. Pr.: Stumpf=Griesheim: 2:ßünlick an
Friedmann=Göbel=Büttelborn
Vierſpänner: 1 Preis: W. Wulf=Büttelborn, Fahrer :9
jun.; 2. Pr.: Schmidt=Neu=Iſenburg.

Dd Arheilgen, 5 Sept. Eiſenbahnverein. Vorweg ſei
geſagt, daß die Veranſtaltung am Samstag abend in der Turnhalle
einen vollen Erfolg für den einladenden Verein darſtellte. Zu Be=
ginn
begrüßte der Vorſitzende des Eiſenbahnvereins, Herr Hetin=
ger
, die zahlreich erſchienenen Mitglieder und Gäſte, und wies auf
die Notwendigkeit hin, das Zuſammengehörigkeitsgefühl innerhalb
des Vereins zu ſtärken. Der Vorſitzende des Turnvereins 1876,
Herr Lehrer Frank, begrüßte die Männer vom geflügelten Rad‟
auf herzlichſte in den Räumen des Turnvereins. Ein unterhalten=
des
Programm wickelte ſich reibungslos ab. Das Geräteturnen
einer gemiſchten Riege des Turnvereins am Barren, die Tänze
der Turnerinnen, der Solotanz von Fräulein Petri und unzählige
Duetts und Couplets ſorgten in Verbindung mit dem Symphonia=
Jazz=Orcheſter dafür, daß der Abend äußerſt kurzweilig und ſchnell
verlief.
Ober=Ramſtadt, 5. Sept. Obſtverſteigerung. Das Obſt
an den Provinzialſtraßen wird in unſerem Bezirk an folgenden
Tagen verſteigert: am 8. September, vormittgas: Straße Roßdorf
Ober=Ramſtadt, mittags 1 Uhr: Straße Ober=Ramſtadt Tan=
nenbaum
--Zeilhard, Montag, den 121 September, vormittags
Uhr: Straße Nieder=RamſtadtOber=Ramſtadt, daran anſchlie=
ßend
Straße Ober=RamſtadtHahn. mittags 2 Uhr: die Straßen
Ober=Ramſtadt Nieder=Modau Ober=Modau Ernſthofen und
Nieder=ModauNeutſchFrankenhauſen. Näheres ſiehe Anzeige
in Nummer 246 des Darmſtädter Tagblatt. Infolge des
in dieſem Jahre allgemein geringen Behanges der Obſtbaume,
wird mit hohen Preiſen zu rechnen ſein.
p. Dieburg, 5. Sept. Die Jubiläumswoche zur Feier
des 700jährigen Jubiläums der hieſigen Wallfahrtskapelle wurde
am Sonntag mit einer Predigt und Andacht zu Ehren der ſchmerz=
haften
Mutter Gottes eingeleitet. Mit Rückſicht auf die Jubi=
läumsfeierlichkeiten
in und vor der Wallfahrtskapelle ſind die der
Kirche benachbarten Straßen im Laufe der Woche teilweiſe ge=
ſperrt
. Die Anmeldungen zur Großen Wallfahrt am Donnerstag
(Mariä Geburt) ſind ſo zahlreich, daß mit einem Maſſenbeſuch
gerechnet werden muß.
Babenhauſen, 5. Sept. Ihren 17. Gautag hielten am
Sonntag die Reichskurzſchriftler vom Gau Darm=
ſtadt
=Land hier ab. An dem Wettſchreiben für 60 bis 240 Sil=
ben
beteiligten ſich allein 106 Kurzſchriftler. Mit dem Ergebnis
des Wettſchreibens kann die rührige Gauleitung ſehr zufrieden
ſein. Der reibungsloſe, ſchöne Verlauf der ganzen Tagung ſtellt
dem muſtergültigen Organiſationstalent des Gauvorſtandes, den
Herren Hch. Büttel und Gg. Lang=Eberſtadt, das beſte Zeug=
nis
aus. Um die Siegespalme rangen hauptſächlich die beiden Ver=
eine
Babenhauſen und Eberſtadt. Von den 36 Ehren=
preiſen
holte ſich Babenhauſen allein 14, ihm folgte Eberſtadt mit
2, in die übrigen zwei Preiſe teilten ſich alle anderen Vereine
An der Spitze ſämtlicher Sieger, die in der Abteilung 240 Silben
die beſte Leiſtung aufwieſen, ſtehen die Herren: Fritz Willand=
Babenhauſen und Hch. Schmitt=Eberſtadt. In der Abteilung
160 Silben erwarben ſich Ehrenpreiſe die Damen El. Gries=
ing
.
A. Zimmer=Gundernhauſen, und Gretel Heiſt= Eber=
ſtadt
. Siegerinnen bei 140 Silben waren die Damen Greta Beck=
Babenhauſen, und Elſe Bauer=Eberſtadt. Während am Nachmit=
tag
die Abordnugen von acht Vereinen zu einer Vertreterver=
ſammlung
tagten, bei der Herr Gerſt=Darmſtadt die Grüße des
Heſſ.=Naſſauiſchen Verbandes und des Bezirks Darmſtadt übermit=
telte
, nahmen etwa 80 bis 100 Schriftfreunde unter Führung des
Herrn Oberreallehrer Müller an einem Rundgang durch Baben=
hauſen
teil. Von 4 Uhr ab war im Hauptquartier der Kurz=
ſchriftler
, im Gaſthof Zum Löwen, geſellige Unterhaltung. Vor
der Preisverteilung warb der Gauvorſitzende, Herr Büttel, mit
begeiſternden Worten für die Reichskurzſchrift, deren Wert und hohe
Bedeutung er trefflich kennzeichnete. Die Preisverteilung nahm
der Wettſtreit=Obmann, Herr Georg Lang, vor.
Cd. Michelſtadt 5 Sept. Von der Oberrealſchule
Nachdem die Handballmannſchaft der Oberrealſchule Michelſtadt
am letzten Mittwoch in Höchſt nach ſchönem Spiel verdient mit
9:4 gegen die Mannſchaft der Oberrealſchule Groß=Umſtadt gewin=
nen
konnte, wird ſie am kommenden Mittwoch in Groß=Umſtadt
der Handballmannſchaft der Oberrealſchule Offenbach gegenüber=
treten
. Nach der jetzigen Spielſtärke der hieſigen Mannſchaft zu
urteilen, könnte es ihnen gelingen, auch aus dieſem Kampf als
Sieger hervorzugehen. Von der Freiwilligen Feuer=
wehr
. Am geſtrigen Sonntag nachmittag begleitete die hieſige
Freiwillige Feuerwehr ihr älteſtes Mitglied auf ſeinem letzten
Gange Friedrich Knuſt war mit 15 Jahren in die Wehr als aktives
Mitglied eingetreten und hielt dieſer als echter Feuerwehrmann
dis heute in ſein 73. Lebensjahr die Treue. 58 Jahre lang hat alſo
dieſer Mann im Dienſte der Allgemeinheit geſtanden, eine Tat=
ache
, die man wohl ſelten finden wird. Die hieſige Wehr erwies
ihm in Stärke von über hundert Mann, ſowie auch die Nachbar=
wehr
Erbach die letzte Ehre.

78. Guſtav=Adolf=Zweigvereinsfeſt.

den Herrn

hon 2
Harreshauſen, 5. Sept. Herzlich bewillkommt durch wochen
Fahnen und feſtlichen Schmuck der Straßen wie durch liebemmün es wu
dig gebotene Gaſtfreundſchaft, verſammelten ſich die Freun.m ſw Gott ge
Guſtav=Adolf=Vereins in Harreshauſen zum 7 8. Zweiguſſeder Re
einsfeſt des Umſtadt=Babenhäuſer Zweigvereins der Gu
u Glaube
Adolf=Stiftung. Im überfüllten Gotteshaus führn
wig ne
Feſtprediger, Pfarrer Götz=Heubach, auf Grund der 100 Tjünaſt un
Geſchichte des Vereins Notwendigkeit und Segen der Guſtavdeund ?
arbeit vor Augen und zeigte, wie Glaube und Liebe die treil in,
Kräfte dieſes weltweiten Werkes bilden. Herr Dekan
eigte in ſeiner Begrüßungsanſprache am Beiſpiel , des C
Adolf=Vereins, wie unverzagtes Gottvertrauen und mutige
Notzeiten überwinden helfen. Die neue Turnhalle bot nur ü/Wloerte
kleinen Teil der Beſucher der Nachverſammlung Platz; doch
eine Lautſprecheranlage die Anſprachen auch den draußen im miso
hofe Verſammelten gut verſtändlich. Pfarrer Scriba=Baben .
te un
ichtete herzliche Begrüßungsworte an die Erſchienenen./Ame Freu
Vorſitzende des Zweigvereins, Pfarrer Hartmann (Groß=U
hrem S
gab in ſeinem Jahresbericht einen Ueberblick über die im
Jahrhundert ſeines Beſtehens vom Guſtav=Adolf=Verein in
Frbach,
geleiſteten Arbeit und zeigte, welch rührige Mitarbeit hierbl.
Nird
Umſtädter Zweigverein geleiſtet hat. Einen intereſſanten Vl
hielt hierauf Pfarrer Wolf aus Rio Grande do Sul üb
Leben der deutſchen Koloniſten in Braſilien, denen auch der Eſ
lich ſtat
Adolf=Verein in ihrer Not ein treuer Helfer geweſen iſt.
einem eindringlichen Schlußwort wies dann Herr Oberkirar We !
Müller darauf hin, wie im Guſtav=Adolf=Verein evang
him n
Glaube und deutſches Volkstum ihre Einheit gefunden hab
mahnte zu treuem Feſthalten an dieſen hohen Gütern. Sow mMöllte
5c M8 oife,
Feſtgottesdienſt wie in der Nachverſammlung boten der
ien der
chor Babenhauſen, Männergeſangverein Harreshauſen
Poſaunenchor Schaafheim ſchöne Proben ihrer Kunſt. Der AFſünzden. 9
einer in Anbetracht der Notzeit recht erheblichen Kollekte. Meingelade
gottesd!
dem Guſtav=Adolf=Verein zur Verfügung geſtellt werden.

Bx. Lengfeld, 5. Sept. Autounfall. In der Nache
Samstag auf Sonntag fuhr ein mit vier jungen Leuten von yle. Sidl
ch die
und Wiebelsbach beſetztes Auto die ſteile, am Waldrande ſian
ziehende Straße von Hering nach Zipfen herab. An einer der ahe ſc aus
in
Kurven rannte der Wagen gegen einen Baum, ſtürzte denn
0
hinunter und überſchlug ſich dabei. Von den vier Inſaſſen
der
einer mit dem Schrecken davon, während die drei übrigen n9
und Beinbrüche und innere Verletzungen davontrugen. Ein ſ0. , ger
turneri
tätsauto aus Darmſtadt brachte die Verletzten ins Krankei?
ſo
Ax. Reichelsheim i. Odw., 4. Sept. GemeindemiM Der
ericht. Nachſtehende Beſchlüſſe wurden gefaßt: Der Felen

Trautmann wird ab 1. Juli 1931 in der Verſicherungsanſtau,
gemeindliche Beamte verſichert. Da Trautmann als
mehr als 50 Prozent beſchäftigt iſt, muß er in dieſer Verſicht
verſichert werden, und zwar rückwirkend vom Tage ſeiner 7
dienſteinſtellung ab. Die Gebühren des Totengräbers de/
meinde für die Herſtellung eines Grabes die Beerdigung 1
Ruhty
Zuwerfen des Grabes werden wie folgt feſtgeſetzt: 1. bei

Del
Nan
zu
N

unter 10 Jahren 3 RM., 2. bei Perſonen über 10 Jahren 0 0
für das untere Grab eines Erbbegräbnisplatzes 10 RM.
A

eh.

das obere Grab eines Erbbegräbnisplatzes 5 RM. Die Pie
die Verlegung von Leichen bleiben beſtehen, wie im Ratsbe
vom 29. Dezember 1924 feſtgelegt. Der Bürgermeiſter wi.ß
mächtigt, mit dem Metzgermeiſter Johannes Bangert Verhal
gen zu führen wegen Erwerb von Gelände für die Verleglſ.
Erbacher Wegs. Die Erwerbung des Geländes ſoll durch 9
von Gemeindegelände im Tauſchwege geregelt werden
Maßnahme iſt notwendig, um eine beſſere Linienführung
bacher Wegs zu ermöglichen. Den Ratsmitgliedern w.
nachſtehenden Verfügungen zur Kenntnis gebracht: Verfu
Kreisamts Erbach, betreffend die Dienſtbezüge des E

Trautmann nach den verſchiedenen Notverordnungen.
des Kreisamts Erbach. betreffend die Dienſtbezüge des Geſſe
m
rechners Hofmann auf Grund der Einwohnerzahl von ude.
in Schreiben des Landesfinanzamts Darmſtadt, betrel ßſ,ſ= deme
derabſetzung der vom Bürgermeiſter beantragten Hert
der Einheitswerte des landwirtſchaftlichen Grundbeſitzes M07
Gemarkungen Reichelsheim, Eberbach und Frohnhofel=

Fürſorgeſachen wurden in nichtöffentlicher Sitzung veide
Zum Schluß wurde noch geſprochen über die Bewertung v0.!
plätzen in verſchiedenen Ortsteilen und die Herrichtung
chenhalle in dem Leichenwagenhaus am Friedhof, ohne ſeh.

ſchlüſſe darüber zu faſſen. Für letztere Einrichtung beſte
wirkliches Bedürfnis, zumal für arme Familien in eiſſe.
Wohnung.

Ea. Stockheim. 5. Sept. Unfall. Geſtern abend kurz vor
10 Uhr ereignete ſich auf der Eulbacher Straße an der Schule ein
Unfall, der leicht ſchwere Folgen hätte haben können. Bäckermeiſter
Heilmann kam mit ſeinem Fuhrwerk von Ernsbach und hatte nock
mehrere Perſonen auf ſeinem Wagen. Ein Motorradfahrer aus
Olfen kam in entgegengeſetzter Richtung und wollte nach Dorf=
Erbach; er fuhr auf der verkehrten Seite, in das Fuhrwerk.. Das
Pferd erlitt ſchwere Fleiſchwunden.. Auf dem Fuhrwerk wurde nie
mand verletzt, dagegen erlitt der Motorradfahrer ſchwere Ver=
letzungen
und der Soziusfahrer erlitt einen Naſenbeinbruch und
Gehirnerſchütterung ſowie noch Verletzungen im Geſicht. Arzt und
Tierarzt ſowie Polizei waren ſchnell zur Stelle.

Ok. Birkenau, 1. Sept. Arbeitsloſigkeit. Die 3041
von der Gemeinde unterſtützten Wohlfahrtserwerbsloſen. Neh
Laufe des Monats Auguſt wieder eine ganz erhebliche 300e
erfahren und beläuft ſich jetzt bereits auf über 130 Perſoſe
in Kontrolle des Arbeitsamtes ſtehenden Arbeitsloſen= und 2"
interſtützungsempfänger iſt nach der durch die Notverol.
olgten Ausſteuerung einer größeren Anzahl lediger
tützungsempfänger und Uebergang vieler Arbeitsloß..
Wohlfahrtsunterſtützung auf zirka 60 Perſonen zurückgeche
Einſchließung der keine Unterſtutzung beziehenden Duc
unter 21 Jahren und ausgeſteuerten Ledigen über 21 3 ſ=
zurzeit
in der Gemeinde Birkenau rund 220 Arbeitsloſe vordge 1
Hirſchhorn, 5. Sept. Waſſerſtand des Necn"
4. September: 1,50 Meter; am 5. September: 1,50 Melki,
Gernsheim, 5. Sept, Waſſerſtand des Rhe!
4. September: 0,03 Meter; am 5. September: 002 Mct.

[ ][  ][ ]

Zeit

6. September 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 248 Seite 7

Eine gemeine Tat!
Auffeil- Akkenkak auf der Skraße Frankfurk a. M. Walldorf. Ein Walldorfer Mokorradfahrer
ſchwer verlekzt. Zuſammenhang mit dem Raunheimer Ranbüberfall?
das nach dem Anprall des Verletzten am Boden gelegen
netiſtige Auko= und Mokorrad Zalle.
hatte, zum zweiten Male über die Straße ge=
ſpannt
.

Au. Walldorf (Heſſen), 5. Sept.
Heuzgnacht wurde auf der Chauſſee Frankfurt a. M. Wall=
eimſahtſeilattentat
auf Auto= und Motoradfahrer verübt.
hrſchsüich handelt es ſich um einen Raubverſuch. Dabei wurde
izzüge Schildermaler Wilhelm Beſt aus Walldorf durch
nittwwden am Hals und innerlich verletzt. Beſt wurde in be=
nungasim
Zuſtande ins Städtiſche Krankenhaus Darmſtadt
ngelienifit
Hieerfahren wir noch folgende Einzelheiten: Der Schuh=
cher
Eſt Wilker und der Schildermaler Wilhelm Beſt, beide
Wazlrf, waren am Sonntag mit dem Motorrad des Wilker
Lawen gefahren. Als ſie heute nacht gegen 1 Uhr von dort
Wchluf zurückkehrten, bemerkte der Führer des Motorrades,
Schezbacher Wilker, auf der Frankfurter Chauſſee, unweit

two gen Kilometer von der Abzweigung der Walldorfer
Stranputfernt, ein in Mannshöhe zweimal über die Straße
geſpanntes Drahtſeil.
der göhrer nicht mehr imſtande war, das Motorrad auf der
n Ginernung anzuhalten, bückte er ſich und kam ſo heil unter
Drichheil durch. Der auf dem Soziusſitz des Rades befindliche
ider er Beſt, der von Wilker in dem Moment des Ge=
ehens
zuyt mehr verſtändigt werden konnte, wurde dagegen von
mDſrchtſeil am Hals erfaßt und auf die Straße ge=
udeut
Er erlitt eine ſchwere Schnittwunde am Hals und in=
der
ſturzes auch anſcheinend ſchwere innere Verletzungen. Er
beſuztlos auf der Chauſſee liegen. Als Wilker ſein Motor=
um
ſilten gebracht hatte, kehrte er zu dem Verletzten zurück.
Hifteines vorüberkommenden Radfahrers aus Mörfelden
achte ſaiden beſinnungsloſen Beſt zum Arzt in Walldorf, von
aus uch die Gendarmerie in Mörfelden alarmiert wurde.
Als ſwi Gendarmeriebeamte etwa eine halbe Stunde nach
dem ünglück an dem Tatort eintrafen, war das Drahtſeil,

Dieſe Tatſache iſt ein Beweis dafür, daß ſich die Täter am Tatort
befunden haben und anſcheinend einen Raubüberfall geplant hat=
ten
. Vielleicht vermuteten die Täter bei den Motorradfahrern nur
geringe Beute, weswegen ſie dieſe weiter unbehelligt ließen und
das Drahtſeil erneut aufſpannten, um einen Autofahrer zu ſtel=
len
. Das Drahtſeil war, wie geſagt, zweimal über die Straße, alſo
hin und her geſpannt und war vier Millimeter ſtark. Das eine
Ende des Drahtes war an einem Telegraphenmaſt, das andere um
einen Baum geſchlungen. Trotz eifriger Suche war von den Tätern,
die im Schutze der Dunkelheit in dem an die Straße grenzenden
Wald leicht entkommen konnten, keine Spur zu finden. Es liegt
die Vermutung nahe, daß es ſich bei den Tätern um die gleichen
Burſchen handelt, die drei Stunden zuvor im benachbarten Raun=
heim
den Raubüberfall auf Baron von Behr und deſſen Frau aus=
geführt
haben. Die näheren Ermittelungen ſind noch im Gange.
Der Raunheimer Raubüberfall.
Zu dem Raubüberfall in Raunheim erfahren wir das Fol=
gende
: Baron von Behr, Mitinhaber der Lederfabrik Ihm zu
Raunheim und Schwiegerſohn des Herrn Ihm, kehrte mit ſeiner
Frau abends um 10 Uhr mit dem Zuge aus Frankfurt zurück. Das
Ehepaar begab ſich auf einem Feldweg, der neben der Bahn her=
geht
und zu der Ihmſchen Villa führt, auf den Heimweg. An einer
S=Kurve, die dieſer Weg beſchreibt, bemerkte von Behr plötzlich
Perſonen, die kurz darauf, zwei von rechts und zwei von links auf
ihn eindrangen. Die Burſchen forderten das Ehepaar unter Vor=
haltung
von Revolvern auf, die Hände zu erheben. Darauf nah=
men
ſie von Behr die Brieftaſche ab, in der ſich 150 Mark befanden.
Mit dieſer Beute verſchwanden die Räuber im Schutze der Dunkel=
heit
. Das Ehepaar von Behr begab ſich ſofort nach der nahen Villa
und benachrichtigte von dort die Polizei, die kurz darauf mit Hun=
den
an dem Tatort erſchien und die Spuren zu verfolgen ſuchte,
was aber mißlang. Die Kriminalpolizei aus Darmſtadt weilt zur=
zeit
noch in Raunheim und ſtellt weitere Ermittelungen an.

ſingekreffen auf dem Heiligenberg.
Es ſichon Tradition geworden, daß, wenn die erſten Blätter
ben, d evangeliſche Jugend aus allen Teilen des vorderen
enwan)s ſich am erſten Sonntag des Septembers auf dem Hei=
enbeng
infindet, um in herzlicher Gemeinſchaft miteinander zu
n. Ad es wurde wieder für alle ein Erlebnis, fühlte man
denpm Gott geſchenkten Glauben unſerer Väter durch die aus
Gefül der Reformation geborenen Lieder hindurchklingen.
der u=Glaubenszuverſicht, ſo recht für unſere Tage; alte Lie=
welic
ewig neu bleiben, Melodien, die nichts gemein haben
der üraſt unſerer Zeit, ſondern die dem Menſchen innere
nonne und Ruhe verleihen. Allzu ſchnell verfloſſen die Stun=
auf
m grünen Raſen. Das kleine Kirchlein am Hang nahm
inſt
Mauern auf zu einer kurzen Schlußfeier. Noch einmal
ſangem ie neuerlernten Lieder. Der Leiter des Treffens Herr
desinundpfarrer von der Au, faßte das gemeinſam Erlebte in
wenn Lorten zuſammen unter dem Wort des 98. Pſalms:
tim Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.
die önne ging langſam unter, während die ſangesfrohe Ju=
ſichtnnnte
und den heimatlichen Fluren mit dankbaren Her=
für

die Freude entgegenwanderte, mit dem Wunſche, bald
der nuüihrem Singemeiſter zuſammenzukommen.

4y. bbach, 5. Sept. Landesjugendſonntag. Der
eliſich Kirchenvorſtand hatte für den letzten Sonntag die
lichein
gendbünde zur Feier des Landesjugendſonntages ein=
den
/Deſer Einladung waren die einzelnen Gruppen auch in
ſerordenlich ſtattlicher Zahl gefolgt. Beim Vormittagsgottes=
winn
der Jungfrauenverein das Eichenkreuz, die Jung=
din
Nädchengruppe des Odenwaldklubs und die Freiſchar
ger Faon mit ihren Bannern und Wimpeln erſchienen. Alles
nemu ſollte an dieſem Sonntag zurücktreten, und nur das
geniedas offene, freie Bekenntnis zur evangeliſchen Sache,
Glauen der Väter, ſollte in den Herzen der Jugendlichen
ndiggurden. Auch die Eltern und die Lehrer der Konfirman=
ineſeingeladen
, ſich am Jugendſonntag zum gemeinſamen
inuuggottesdienſt mit den Konfirmanden einzufinden. Im
ſelpunt des Feſtgottesdienſtes, der durch Darbietungen des
zuenſhges noch verſchönert wurde, ſtand die ergreifende Pre=
des
ſhrrn Stadtpfarrers Hahn. Am Nachmittag um 2 Uhr
ummele ſich die bündige Jugend am Gemeindehaus. Von hier
beuage ſich alsdann unter den Klängen des Poſauenchores
ſtatttſter, jugendfroher Feſtzug nach der idylliſch gelegenen
Nach dem Aufmarſch der einzelnen Gruppen ent=
ziü
bald ein reges Leben und Treiben an den verſchieden=
ät

im herrlichen Buchenwald. Reigen und Tänze, Spiele
Aru nd turneriſche Darbietungen wechſelten in bunter Folge
and ab, ſo daß die Zuſchauer voll und ganz auf ihre Rech=
katm
. Der Poſaunenchor war unermüdlich tätig, um den
nthä lim Walde ſo angenehm als möglich zu geſtalten. Gegen
das fröhliche Treiben ſeinem Ende entgegen. Ein froher
erſammelte nochmals alle Jugendlichen um ihre Ban=
Nimpel. Herr Stadtpfarrer Hahn benutzte nun die Ge=
m
an Erbachs bündige Jugend abermals Worte der
zu richten. Mit einem friſchen, kräftigen Heil auf
gelufe Vaterland ſchloß alsdann die überaus würdig und
aafverlaufene Feier des Landesjugendſonntages. Ge=

De ece, onegriſchei Fer ein Duſche
rößeres Obſtgrundſtück liegen. Als er am Samstag
ymit Obſtpflücken beſchäftigt war, brach an dem Baum.
Fgegen hatte, ein Aſt, und er ſtürzte infolgedeſſen vom
jog ſich beim Fallen derartige Verletzungen zu, daß er
ilfe in Anſpruch nehmen mußte. In dem Auto des
4 1ude er nach Hauſe gebracht.
sheim a. Rh., 5. Sept. Ein ſchwerer Einbruchs=
ul
wurde in das Kolonialwarengeſchäft der Firma M.
ſier verübt. Eine größere Menge Lebensmittel wurde
Obwohl polizeiliche Ermittlungen ſofort eingeleitet
Am
en, nante man der Täter noch nicht habhaft werden.
7. d. M. abends 8 Uhr, findet im großen Sitzungs=
Hemeinderatsſitzung ſtatt.

* Jahreskreffen des Heſſenbundes in Friedberg.
Friedberg (Heſſen), 5. September.
Am kommenden Samstag und Sonntag, dem 10., und 11. Sep=
tember
, findet bier das Bundestreffen des Heſſenbundes, der größ=
ten
evangeliſch=kirchlichen Jugendorganiſation in Heſſen, ſtatt.
Schon rein äußerlich wird das Treffen mit ſchätzungsweiſe zwei=
tauſend
Teilnehmern, Jugendlichen aus allen Teilen Heſſens, und
mit ſeinen verſchiedenen Veranſtaltungen, wie Fackelzug durch die
altertümliche Stadt, Kurrendeſingen, Feſtgottesdienſt, Kundgebung
auf der Kaiſerſtraße, Maſſentreiben auf der Seewieſe uſw., ein=
drucksvoll
genug werden. Sein beſonderes Gepräge erhält es aber
als Kundgebung für die evangeliſche Sache und evangeliſche
Jugend überhaupt, wodurch es eine über eine halb interne Ver=
einsangelegenheit
weit hinausgehende Bedeutung erhält. Die
kirchlichen Behörden betonen dieſen Charakter der Tagung auch
durch ihr in Ausſicht geſtelltes Erſcheinen; es ſoll dieſes Bundes=
treffen
unter dem Zeichen des Eichenkreuzes gerade der Gegenwart
eine Mahnung ſein, ſich auf die tiefſten Quellen aller Kraft zu
beſinnen, deutſche Art im Grunde des Kreuzes wurzeln zu laſſen
und ſo, jenſeits aller Parteien, getrieben vom Bewußtſein letzter
Verantwortung und getragen von der immerwährenden Bereit=
ſchaft
zum Dienſt an jedem, der ſeiner bedarf, für das Neue zu
wirken, das ſich anbahnen will und die Not und Auswegloſigkeit
des Augenblicks beendet. Darum wird vom Heſſenbund auch die
ganze evangeliſche Bevölkerung der Wetterau aufgerufen, an ſei=
nem
Treffen teilzunehmen, es als Sache aller Evangeliſchen zu
betrachten und derart ihm beſondere Eindringlichkeit nach außen
zu verſchaffen.
W. Heppenheim a. d. B., 5. Sept. Feierliche Eröffnung
des Neubaues der Spar= und Darlehenskaſſe. In
der 30jährigen Geſchichte der hieſigen Spar= und Darlehenskaſſe
bedeutet der Tag der Uebergabe und feierlichen Eröffnung des
ſtolzen Geſchäftshauſes in der Wilhelmſtraße einen wichtigen Ab=
ſchnitt
in der Entwickelung. Die neuzeitlich eingerichteten Ge=
ſchäftsräume
haben eine weſentliche Erweiterung erfahren. Feuer=
und diebesſichere Treſſore garantieren für Sicherung von Depo=
ſiten
. Zur Feier des Tages fand eine Zuſammenkunft des Vor=
tandes
und zahlreicher Mitglieder im Vereinshaus ſtatt, wo neben
Fachvorträgen und Anſprachen muſikaliſche Darbietungen die An=
weſenden
erfreuten. Evangeliſche Gemeinde. Der geſt=
rige
Tag ſtand unter dem Zeichen des evangeliſchen Jugendſonn=
tages
, der dadurch ein feierliches Gepräge erhielt, daß ſich eine
große Schar auswärtiger evangeliſcher Jugend aus den Verbands=
vereinen
der Provinz Starkenburg zu einem Jugendtreffen hier
einfand. Hiſtoriſcher Sitte entſprechend, fand früh morgens in ver=
ſchiedenen
Teilen der Stadt das ſogenannte Kurrendeſingen ſtatt.
Um 10 Uhr verſammelte ſich die Gemeinde zum Feſtgottesdienſt in
der Turnhalle. Nachmittags bewegte ſich ein Feſtzug der evange=
liſchen
Jugend durch unſere Stadt, der in jugendlich=rhythmiſchen
Spielen auf der Starkenburg ſeinen Abſchluß fand. Geſchäfts=
jubiläum
. Die weit über Heppenheims Mauern hinaus be=
kannte
Kohlengroßhandlung Jakob Hamel blickt auf ihr 70jähriges
Beſtehen zurück. Gleichzeitig begeht die Prokuriſtin, Fräulein
Maurer ihr 25jähriges Dienſtjubiläum bei der genannten Firma.

Geſchäftliches.

Schulnachrichten.
Die Spöhrerſche Höhere Handelsſchule Calw
(Schwarzwald), das bekannte württ. Internat mit Schüler= und
Töchterheim, beginnt ihr Winterſemeſter am 12. Oktober. Die
Realabteilung der Schule iſt 9klaſſig ausgebaut. Der Unterricht
wird nach den Lehrplänen der Oberrealſchule, des Realgymna=
ſiums
und Gymnaſiums erteilt. Eine Neuerung iſt der wirtſchafts=
wiſſenſchaftliche
Sonderkurs für praktiſche Kaufleute, Abiturienten
und Akademiker, der ein Semeſter in Anſpruch nimmt, ſowie die
Fachabteilung Sägewerk, in der die Schüler in der neuzeitlichen
Betriebsführung und Selbſtkoſtenrechnung des Sägewerks durch=
gebildet
werden.

Das Hochzeitsgeſchenk.
Als Elli drei Monate verheiratet war, ſchrieb ſie an ihre
Mutter folgenden Brief: Erinnerſt Du Dich, wie erſtaunt, ja
betroffen wir waren, als wir unter all den Geſchenken auch jene
kleine gelbe Doſe fanden, die mir Tante Emilie zum Hochzeits=
präſent
machte? Tante Emilie dachte ſich das als kleine, ſcherz=
hafte
Beigabe. Aber heute kann ich ihr nicht dankbar genug ſein,
da es mir
denn dieſe gelbe Doſe war das Praktiſchſte und
eine wichtige Bekanntſchaft vermittelte auch das Wertvollſte
unter all den Geſchenken. Jene kleine gelbe Doſe enthielt nämlich
Vim das bekannte Putz= und Scheuermittel Vim. Ich
habe es verſucht; zuerſt, weil ich es nun einmal hatte. Aber die
Doſe war noch lange nicht leer, als ich mir ſchwur: Vim, immer
nur Vim. Du machſt Dir, ehe Du es nicht ſelbſt verſucht haſt,
keinen Begriff, wie mühelos, ſauber und ſchonend es Geſchirr,
Gläſer, Eßbeſtecke, Küchenmöbel, meine Schleiflackmöbel, Kacheln
und Badezimmer putzt!

Gewinnauszug
5. Klaſſe 39. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Oyne Gewähr
Nachdruck verboten
Auf ſede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar ſe einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II

23. Ziehungstag
3. September 1932
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
4 Gewinne zu 5000 M. 24440 294373
winne m 3000 M. 43564 150460 165398 182929 199315 216468
2
Jaf
58 Gewinne zu 2000 M. 2964 16305 23971 43649 49033 58247 59117
63060 82354
N8
13700 118281 1
9 e
Rie
*
1644
35456 226944 239525 256667 258261 271160
296673 318074
ewinne zu 100
0363 12154 12698 23764 276
3
9
43898 5057
8 5299
8168 74664 74813,73371
37318 103430
898
72
3788
AA
18.
72.
Rt
78
380
74028 179700 181598
87
264820
2078
30=
2 219884 220778
8
*
4 254
241
263331 3881
270306 270911 273815 278402
1 371813 31
2867
*
8967 19910 186
19649
43 26972
30081
51689
2272
67
3966
2 5343
8273
797
78979 8
SS6
1 88888 977
39530
33
3
91 12
31 104
1,
3566
F
9.N
1748
641
3437 16389
Reh
20 ig
955
6601
2034
2130
29
Fise 3388 3554
58865
33268 23
898a8 389
28588
32158 3
523 280
395 33
12886 3
329643
31074 337843 338040 349888
353701 356995 362866 364700 365644 371579 376360 382939 390604
391983
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
winne z 10000 M. 130806
4 Gewinne z.
00 m. 178079 192098
0 Gewinne zu
2014
5 263779 31
67 338981.
38 2080
99.
8
8714
974 10270g
Gedine Ro,
239699 250744 255317 265029 306946 328078
213
Vah
332
33864 3
z
3.
m. 1501 4100 11146 17303 11987 19024 38874
921 77
98488 1
18
82 64181 6
81
69334
Rt
42131 1858
14887 72013
20746 1.
38
3 215843 0
465
31861
9
254,
138 288
1292 3
885
87 303038
351
39701
1418 354178 354842 362986 363050 364540 372794
3649
wime zu 600 M. 291 867 2232
6643 14421 2342
47471
0 6527
5293
2468
8a59;
26
A
134
81.
74348 86512 88
3e1
K.=
148
(4805
Na9c
R

3268
3634
663
316
258
8
B.
8391
14418 32488
3476
3486413
702 351298 351 765 366477 369126 376306 381249
987331 388726 381387
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien je zu 500000, 100
Schlußprämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 75000, 2 zu je
50000, 8 zu je 25000, 30 zu je 10000, 122 zu je 5000, 210
zu je 8000, 558 zu je 2000, 1140 zu ie 1000. 1956 zu je 500.
5908 zu je 400 M.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Dienstag. 6. September
15.20: Hausfrauen=Nachmittag.
17.00: Pforzheim: Nachmittagskonzert des Symphonie= Theaterorche=
rs
Pforzheim.
1823: F. Schöner: Der Abonnentenwerber.
18
Freiburg: Dr. Edelmann: Zur Lehre von der Harmonie der
Sphären.
Deutſche Reden: Jakob Schaffner ſpricht.
19.30
20.00: Boccaccio.
22.20: Zeit. Nachrichten. Wetter, Sport.
22.45: Schwäbiſche Volkstänze und Lieder. Ausf.: Schrammeltrio
Heinz Mönch, Fred Höger.
23.15: Tanzmuſik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Königswuſterhaufen.
Deutſche Welle: Dienstag. 6. September
10.10: Breslau: Schulfunk: Szenen aus Florian Geyer von
Herhart Hauptmann.
12.05: Schulfunk: Franzöſiſch.
15.00: Märchen und Geſchichten: Der Herbſtwind geht auf die Reiſe.
15: Künſtleriſche Handarbeiten: Die Häkeltechnik.
5.4.
16.30: Leipzig: Nachmittagskonzert
7.3
Steiborn: Das Geſicht der modernen Zeitung.

1830:
B. Diekermann: Muſikaliſche Hörübungen
18.30: Rechtsanwalt Michalke: Die Oſthilfe und ihre bisherigen Er=
gebniſſe
.
19.00: Dr. Clauß: Neue Wege der Völkerkunde.
19.30: Prof. Dr. Wegener: Wieviel Menſchen kann die Erde er=
nähren

Anſchl. Wetter für die Landwirtſchaft.
20.0
Unterhaltungsabend. Kapelle Leo Bermann.
Tages= und Sportnachrichten,
21.3
21.40: Erſtes Werbekonzert der Beſucherorganiſation des Kampf=
Jades für deutſche Kultur.
d: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
23.00: Hamburg: Spätkonzert des Norag=Orcheſters.

Hauptſchriffleitung: Rudolf Mauve
Verannwortlich für Polltik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton, Reich und
mann:
as S
Karl 3
Ausland und Heſſche Nachrichten: Me
G Aueiſch
.
ür bea S
Kdienſ
(1. V. Dr. C. H. Quetſch); für den
kageswpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert
Andreas Bauer; für Die Gegenwal
Nette; für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mittellungen: Willy Kuhle;
Druck und Verlag: C. C. Wittich ſämtilich in Darmſtadt.
Für unverlangte Manuſkripie wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.

deA hoch=aromatiſche, faſt kräftig=würzige Geſchmack der GanckGeorg. Sief
iſſo vorzüglich, daß man ſie möglichſt ohne Gold=Mundſtück wählen ſollte.
Wuerdem iſt EanstGgorg nikotinarm (garantiert unter 12/) aber nicht chemiſch
belandelt. Nikotin wirkt auf: Herz, Arterien, Luftwege und Nerven=Syſtem!
Mb: Gönnen Sie ſich höheren Genuß, aber ſchützen Sie lhre Geſundheit!

[ ][  ][ ]

123
A

Seite 8 Nr. 248

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Menstag, . Sentemdtrrt

Die Kloſterruine Paulinzella (Landkreis Rudolſtadt, Thüringen).

Eine der größten und ſchönſten Kloſterruinen in Mitteldeutſchland, die romaniſche Benediktiner=
abtei
Paulinzella, beſteht in dieſem Jahre 800 Jahre lang. 1108 gegründet, wurde ſie im Jahre
1132 durch den Erzbiſchof von Mainz eingeweiht, ſpäter dann im Bauernkrieg 1527 verwüſtet und
ſchließlich 1534 aufgehoben.


Ee e
Breis 2.40
gbf. 13 1h4

4 zm gurhaus N.
NeSe
HRe et
1 2 Feſloh.
Hene e
He eiht.
Ees e
ſerbitt. Beie.
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Ne
EHärddte oe.

angen
W Se
Uelealnge Wene.
e ne
heim-Mitenber.
rührungen

iaesſien Hauls. Di

Uubn Rit reichaltigen.
ien Bedienungen, B.

z Mk.

z. Wf. 4230 we

zuzuberhaft ſchöne *

hein entlang, über .
in= Afmanshaufen: O.
Miekal- Bch Schode.
Preis 480
F0) 32. Abf. 14 Uhr=.

zingau zum Niederwald9!

riut Gelwrobe in der bekm
e*Müiheus Müller in Sit

Die abgeſtürzten Waggons.

Auf der Strecke zwiſchen Ems und Weſtbevern ereignete ſich ein, ſchweres Eiſenbahnungllt=zſen im berühmten G.
trotz des großen Materialſchadens keine Menſchenopfer forderte. Als ein Eilgüterzug 7e
Brücke über die Ems paſſierte, ſprangen die Wagen aus den Schienen und ſtürzten ine
Brückengeländer in das Flußbett.

Glule Hattenheim
m O-Müdesheim-Miedern.

mu scherſtein Preis 222

Heic and Ausland.
Eröffnung der Gerhark=Haupkmann=Ausſkellung in Breslau

Eröffnung des 27. Orkhopädiſchen
Kongreſſes.

Mannheim. Im großen Saal der Har=
monie
wurde Montag vormittag durch Dr. Ad.
Stoffel=Mannheim der 27. Kongreß der Deut=
ſchen
Orthopädiſchen Geſellſchaft eröffnet. Das
Reichsarbeitsminiſterium iſt durch Miniſterial=
dirigent
Dr. Martineck und Oberregierungsrat
Petzold vertreten. Zahlreiche aktive und kor=
reſpondierende
ausländiſche Mitglieder der Ge=
ſellſchaft
, die ungefähr 900 Orthopäden vereinigt,
ſind neben Vertretern mehrerer mediziniſcher
Fakultäten, der Berufsgenoſſenſchaften und ſo=
zialhygieniſchen
Verbänden erſchienen. Außer
einigen Mitgliedern aus Deutſchland wurde der
erſte Vorſitzende der franzöſiſchen Orthopädiſchen
Geſellſchaft, Profeſſor Fröhlich=Nancy, zum
Ehrenmitglied ernannt.

Zwei tödliche Abſtürze am Predigſtuhl.
München. An der Nordkante des Predig=
ſtuhls
im Wilden Kaiſer ſind der 19jähr. Bäcker=
gehilfe
Ettenhuber und der 24jähr. Buchhändler
Wendt aus Lauba in Schleſien tödlich abgeſtürzt.
Die Leichen wurden geborgen und zu Tal ge=
bracht
.

Vor den Augen ſeiner Kinder verſchüttet.
Burgbrohl. Ein Eſſener Rechtsanwalt
und Notar, der in der hieſigen Gegend ſeit eini=
ger
Zeit geologiſche Studien betrieb, wurde bei
der Unterſuchung von Geſtein in einer Sand=
grube
plötzlich vor den Augen ſeiner Tochter und
ſeines Schwiegerſohnes verſchüttet. Nach ange=
ſtrengten
Aufräumungsarbeiten konnte nur die
Leiche geborgen werden. Der Tod iſt durch Er=
ſticken
eingetreten.

Von links nach rechts: Profeſſor Hammer, der Direktor der Altertumsmuſeums, Fran Hauptmann,
Gerhart Hauptmann und Oberbürgermeiſter Dr. Wagner.
Zu Ehren des 70. Geburtstages von Gerhart Hauptmann (15. November) fand ſchon, jetzt in der
Hauptſtadt des ſchleſiſchen Heimatlandes des Dichters eine Vorfeier ſtatt.

Aufklärung zahlreicher Berliner Autodiebſtähle
durch die Polizei.
Halle a. S. Der Kriminalpolizei in Halle
a. S. iſt es gelungen, zahlreiche Autodiebſtähle,
bei denen Kraftwagen in Berlin geſtohlen und
nach Halle verſchoben worden waren, aufzu=
klären
. Nach den bisherigen Feſtſtellungen han=
delt
es ſich um eine geſchäftsmäßig organiſierte
Djebes= und Hehlerbande. In der Nacht zum
Samstag gelang es den in Berlin anweſenden
Halleſchen Kriminalbeamten, zwei Haupttäter,
zwei Berliner, in dem Viertel am Anhalter
Bahnhof feſtzunehmen, gerade, als ſie dabei
waren, einen geſtohlenen Wagen zu verkaufen.

Einweihung des Gerhart=Hauptmann=Theaters
in Breslau.
Breslau. Im Rahmen der Breslauer Ger=
hart
=Hauptmann=Ehrungen erfolgte geſtern abend
die Einweihung des neuen Gerhart=Hauptmann=
Theaters. Das Bauwerk ſtellt einen von der
Volksbühne durchgeführten Umbau des früheren
Thalia=Theaters dar. Die Einweihungsfeier ge=
ſtaltete
ſich zu einer großen Kundgebung für
Gerhart Hauptmann. Der Dichter ſelbſt wurde,
bevor er das Wort ergriff, vom Publikum ſtür=
miſch
begrüßt. In ſeiner Anſprache wies Ger=

hart Hauptmann dann darauf hin, daß Breslau
ſeine geiſtige Vaterſtadt ſei. Im Stadt= und im
Lobetheater habe er ſeine erſten und tiefſten
Theatereindrücke empfangen. Gerhart Haupt=
mann
dankte für die Ehre, die ihm erwieſen
worden ſei, daß die Bühne ſeinen Namen erhal=
ten
habe. Im Anſchluß an die mit ſtürmiſchem
Beifall aufgenommeenen Ausführungn des Dich=
ters
wurden dann ſein Glashüttenmärchen und
Pippa tanzt mit einer für die Erſtaufführung
geſchaffenen Muſik von Dr. Edmund Nick auf=
geführt
.

Salzbrunn weiht einen
Gerhark=Haupkmann=Skein.

Folgenſchwerer Kampf mit einem
Einbrecher.
Ein Beamter und der Einbrecher erſchoſſen.

Sensburg. Nach Zertrümmern einer
Fenſterſcheibe ſtieg geſtern nacht ein Einbrecher
in die im Walde bei den Schießſtänden der
Schutzpolizeiſchule gelegene und als Aufbewah=
rungsort
für Waffen benutzte Wohnung des
Polizeihauptwachtmeiſters Sattler ein, in deſſen
Haus in letzter Zeit mehrere Einbrüche ausge=
führt
worden waren und wo deshalb in Ab=
weſenheit
Sattlers zwei Polizeihauptwachtmeiſter
als Wache poſtiert waren. Sofort nach dem Ein=
ſteigen
ſchoß der Einbrecher den Polizeihaupt=
wachtmeiſter
Baak nieder und wurde darauf
durch den zweiten Polizeihauptwachtmeiſter nie=
dergeſtreckt
.

Standortmeldung von Graf Zeppelin.
New York. Die Radio Marine Cunny hat
einen Funkſpruch des Graf Zeppeelin aufge=
fangen
, der die Poſition des Luftſchiffes um
21 Uhr Oſtnormalzeit mit 20 Grad 34 Minuten
ſüdlicher Breite und 22 Grad 10 Minuten weſt=
licher
Länge angibt. Graf Zeppelin befand ſich
zu dieſer Zeit alſo ungefähr 500 engliſche Mei=
len
ſüdlich von den Kanariſchen Inſeln.

Der Gerhart=Hauptmann=Stein

in Bad Salzbrunn, der in dem ſchleſiſchen Bad
anläßlich des bevorſtehenden 70. Geburtstages
des größten lebenden Dichters Deutſchlands
enthüllt wird.

v. Gronau wird in Tokio gefeiert.
Tokio. Die japaniſche Oeffentlichkeit hat
dem deutſchen Flieger v. Gronau anläßlich der
glücklichen Durchführung ſeines Fluges nach Ja=
pan
einen enthuſiaſtiſchen Empfang bereitet. Die
Blätter würdigen die fliegeriſche Leiſtung v. Gro=
naus
in anerkennenden Kommentaren und wün=
ſchen
dem deutſchen Flieger für die Beendigung
ſeines Weltfluges auch weiterhin das beſte Ge=
lingen
.

Furchkbare Ueberſchwemmungs=
kataſtrophe
in der Nordmandſchurei.

London. Wie Daily Telegraph aus Muk=
den
meldet, wird dort von amtlicher Seite er=
klärt
, daß infolge großer Ueberſchwemmungen in
der nördlichen Mandſchurei mehr als eine Mil=
lion
Menſchen in Verzweiflung ſeien. Lebens=
mittel
, Kleidung und Unterkunft würden drin=
gend
benötigt. Die Ueberſchwemmungsgebiete
liegen zwiſchen Taonan, Charbin und Tſitſikar
an den Flüſſen Sungari, Nennailiao und Hula.
Flieger, die die betroffenen Strecken überflogen
haben, beſchreiben ſie als eine Anzahl großer
Seen, aus denen die Gipfel der Hügel wie In=
ſeln
hervorragen. Der finanzielle Schaden wird
auf den Wert der Hälfte des normalen Aus=
fuhrüberſchuſſes
der ganzen Mandſchurei geſchätzt.
Da jede Hilfe fehlt, haben viele der heimge=
ſuchten
Einwohner das Räuberhandwerk ergrif=
fen
, und in den Städten werden Abwehrmaß=
nahmen
getroffen. Die Lage der Regierung iſt
ſchwierig, weil die Ausgabe genügender Gelder
durch die Zentralbank die kürzlich ſtabiliſierte
Währung entwerten würde. Der Premierminiſter
Tſchang Hſiao hat beſchloſſen, einen Aufruf um
Hilfe an die ganze Welt zu richten.

Drei Opfer einer Wurſtvergiftung.
Braunſchweig. Am Samstag wurden der
Reichsbahnaſſiſtent Hillers und ſeine beiden
Söhne unter ſchweren Vergiftungserſcheinungen
in das hieſige Marienſtift eingeliefert. Dort iſt
der Reichsbahnaſſiſtent noch am Samstag ge=
ſtorben
, während ſein 13jähriger Sohn im Laufe
des Sonntags ſtarb. Der zweite Sohn liegt noch
ſchwer erkrankt darnieder. Man nimmt an, daß
die ſchweren Vergiftungen auf den Genuß von
verdorbenen Wurſtwaren zurückzuführen ſind.

Schrderes Brandungtaten
in Eibingen.

m11.0. 32. Abf. 8 Uhr
eereiſen umſonſt bel
htn Herbſtblumenſchau

Juroch md Bad Münſter a.*

eIngelheimBinge
g. Einſchl. freieme
Gel
ſchau und allen Vera
und Verloſung im Kur,
Preis 4.75

L7. 9. 32, Sonntag, 18.
fiht Samstag 17 Uhr, zurück Se
Uhr. Wochenendfahr
Die Hildegardiskirche völlig ar. gwpfen, über Hedeber!
Mm Eberbach Jagſt
gebrannk. Die Religuien gerriesten, Im Somntag Beſicht
kalzberowerks in Kochend
Rüdesheim, 5. Septt ndrt Neckartal, KrähbergM
Von einem ſchweren Brandunglück mulsbichſt. Bilige Quariernl
g. Fahrpreis einſchl.
der Nacht zum Sonntag der benachban
6.80
Suge ..
Eibingen betroffen. Im ehemaligen K
len bei der ſtarken Nachfr
brach gegen Mitternächt Feuer aus, dassih aſeren Fahrten herrſcht, beſt
Kirche, die Schule, das Rathaus und zſtSamstags= und Sonntagsfa
andere Häuſer übergriff. Das Feuer koan/ Vokauf. Alle Abfahrten
nächſt nicht ernſthaft bekämpft werden, to der 8. W. B.-Fahrten Ifr.
ſermangel vorhanden war. Erſt als T AMetztmrbeiParfümerie
viller Feuerwehr mit ihrer Motorſpritzea /f. Luwigsblas 1, Fernnuf 4)
konnte dem Feuer energiſch zu Leibe Su
werden. Die Hildegardiskirche, die erſt 0ſMimachung
Jahren anläßlich ihres 750jährigen Eſe), Landes,Heil= u. Dſieg
reſtauriert worden war, iſt vollſtändig
Philippshoſpital
brannt. Die Reliquien der Heiligen E
*
ſollen auf dem Wege
die in einem wertvollen Schrein unter 2u Metibewerbs zur Liefer

waren, konnten gerettet werden. Bei EIMt vom 1. Oſtober 1939
tungsverſuchen wurde ein Poſtbeamter, wſet 1939, vergeben werdel
bingen erheblich verletzt. Die neue On=
Geſchenk des Pfarrers, im Werte von zu//daren: 18000 kg Kornme
die erſt vor einer Woche eingeweiht wonk.r,,enmehl l, 9500 kg Weize
wurde ein Raub der Flammen. ferner
vier Glocken der Kirche durch die große AWugsgegenſtände: 200
au 175 kg Rauchtabak (Fei
Schmelzen gebracht worden.
Die Staatsanwaltſchaft Wiesbaden w. / ſcnt), 1000 Rollen 8
Sonntag an der Brandſtätte. Man vermrrs 48 weiße Kernſeife, 80
Brandſtiftung vorliegt. Dieſe Ve m Ne, 400 kg gelbe Schn
Wetziſtalierte Sodg, 1200
wird dadurch verſtärkt, daß vor einigem In eda, 30ke Seifeml
in der Nähe des Brandorts ein Haus aun
unaufgeklärte Weiſe in Brand geriet u.0/ehngsgegenſtände ; 750
De, 30 kg Kolosfett, 500
derbrannte. Die Gendarmerie hat ſch )a0 kg duſche Schwet
Unterſtützung an die Landes=Krimimakg, W ka Rnderiet. 80
Frankfurt gewandt. Ob der hiſtoriſche
gardis=Altar ebenfalls ein Raub der Eu eadverleien,600 rg Bittor
wurde, konnte noch nicht feſtgeſtellt we= , gelbe (handverleſt
Dinen Chandverleſen) 500
S noch nicht möglich war, an die Pro De, i0 ke Mſcheſt. 70
zu gelangen.
Dde Do kPpfelgele, 150

Mens Ger, 180 OiterE
Prof. Artur Wreſchner geſtorbenu ſin
Mie Gerite, 300 ta g
Zürich. Am Montag morgen verſtt! / 1 Kaffe, geröſtet 10
Prof. Artur Wreſchner, Extraordinarixseſe
1a 18 Malzkal
Pſychologie an der Univerſiät Zürich und eiüt Hondkäſe, 500 ra 9.
dozent an der Eidgenöſiſchen Techniſchen Fiſt Aks Edamer gäſe 3o
ſchule. Der Verſtorbene, der 1866 in e Mſ, 00 ks Haferſo=
geboren
worden war, wurde 1900 Pripeckz GuenAudeln Gömche
an der Univerſität Zürich und 1910 gubes iſtrureßware, 10 feden=
licher
Profeſſor.
Hnd kaune, 2u ts Dal

Die Ankunft des erſten Alhmft
Teilnehmers in Berlil.

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in Witen
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Unt Landes=Heil=
EAidesbie,
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Der Weltergewichtsborer Erich Caudey)
wird bei ſeiner Ankunft begrüßt!

Uy
Als erſtes Mitglied der deutſchen
ine
Mannſchaft traf in Berlin der Welterc=

boxer Campe ein, der in Los Angeles e

berne Medaille errungen haue

[ ][  ][ ]

Diwug, 6. September 1932

ſchnſeren Fahrten herrſcht, beſon=
füu
Samstags= und Sonntagsfahrt
zeiriVorkauf. Alle Abfahrten und
w der S. W. B.-Fahrten (früher
rtkubietzt nur beiParfümerie Müller
*. Ludwigsplatz 1, Fernruf 4248.

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Aſchaffenburg, Waſſerſchloß
pelbrunn Rohrbrunn Würz
hag 44 St. Mittagsp. m. Führungen)
lochſenfurt Rothenhurg (an ca
ſyr), z urück Detwangen Tau=
ok
Creglingen ( Riemenſchnei=
ſlkar
)BadMergentheim Tau=
piſchofsheim
Miltenberg.
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zunft in erſtem Haus, auf Wunſch
3uvat, mit reichhaltigem Früh=
üund
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denxſheingau zum Niederwalddenk=
nad
ur Sektprobe in der bekannten
gellei Mattheus Müller in Eltville)
Eltoille Hattenheim Kloſte.
büfelich RüdesheimNiederwald
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Bcſiin Schierſtein . Preis 3.25 Mk.
ntergt1- 9. 32. Abf. 8 Uhr, zurück
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whimenſchau und allen Veranſtal=
tureg
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8twl7. 9. 32, Sonntag, 18. 9. 32.
Abcat Samstag 17 Uhr, zurück Sonn=
ggr
Uhr. Wochenendfahrt nach
Bap Bimpfen, über Heidelberg=
chorn Eberbach Jagſtfeld
Biäyen. Am Sonntag Beſichtigung
St ealzbergwerks in Kochendorf,
4ütüart Neckartal, Krähberg Müm=
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fühmgen . . .
6.80 Mt
emhihlen bei der ſtarken Nachfrage

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 248 Seite 9

Ahnntmachung.

ſie Landes=Heil= u. Pflege
aln Philippshoſpital bei
delſn ſollen auf dem Wege des
ntliühe Wettbewerbs zur Lieferung
dien Eik vom 1. Oktober 1932 bis
Detzerber 1932, vergeben werden:
Teihparen: 18000 kg Kornmehl,
00 UgBeizenmehl I, 9500 kg Weizen=
tehus
0.
Verchnuchsgegenſtände: 2000 St
ſiganm, 175 kg Rauchtabak ( Fein=
d
callſchnitt), 1000 Rollen Kau=
bakr
30 kg weiße Kernſeife, 800 kg
Seifemſtnitzel, 400 kg gelbe Schmier=
ſeife
, Mkg kriſtalliſierte Soda, 1200 k,
kalzirjire Soda, 1300 kg Seifenpulver.
Veryerungsgegenſtände: 750 kg
Margtane, 300 kg Kokosfett, 500 kg
Mohnu 300 kg deutſches Schweine=
Schnn /800 kg Rinderfett, 600 ke
Bohnie handverleſen), 600 kg Viktoria=
Grbſeh ganze, gelbe (handverleſen),
40 Bg Zinſen (handverleſen) 500 kg
Apfeliche, 500 kg Miſchobſt, 2500 kg
jarmude, 800 kg Apfelgelee, 150 kg
kakau,500 Stück Eier, 1800 Liter Eſſig,
0Ygeſchälte Gerſte, 300 kg Grün=
mA
15 kg Kaffee, geröſtet, 100 k.
fieg ſſenz. 1700 kg Malzkaffee,
2500 ſtück Handkäſe, 500 kg Lim=
geF
ſäſe, 30 kg Edamer Käſe, 30 kg
zeir Käſe, 700 kg Haferflocken,
BgSuppen=Nudeln (Hörnchen u.

deußſtartgrießware, 1000kg Gemüſe=
Nude4n dartgrießware, 200 kg Makka=
m
, / 100 kg Reis, 1000 kg Hart=
BeRMieß, 1800 kg Kriſtallzucker, fein
gBärfelzucker, 15 kg Tee.
Rundem Angebot anzuerkennenden
Rmwedingungen liegen dahier am
4And 15. September 1932 offen
GK ind Muſter ſind bis zum Er
min, den 21. September 1932
0 Uhr, einzureichen.
ieferung iſt ganz frei
Moddelau=Erfelden anzu=
Von jeder Gattung darf nur
angeboten werden. Die ein=
Muſter müſſen getrennt von
koten verpackt mit der Auf=
ſſter
zum Angebot, verſehen
ngebotsformulare können von
bezogen werden.
aa, den 3. Sept. 1932. (12375
der Landes=Heil= und
Wegeleinſtalt Philippshoſpital
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93 anr/ Geſchäftsſtelle ds. Bl. (12282a
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3
Henngsderfteigerang.
Termin: Mittwoch, den 2. November 1932, vormittags 9¼
Uhr, im Sitzungsſaal Zimmer 118 des Neuen Gerichts
ſebäudes in Darmſtadt.
Grundſtück: Grundbuch für Darmſtadt, Bez. 2. Band 10
Blatt 732: Flur 2 Nr. 1095, Hofreite Nr. 13 Pan=
kratiusſtraße
, 659/u a.
Schätzung: 32 000. RM
Eigentümerin: Ehefrau Fuhrunternehmer Jean Diefen=/ℳmon. Ang. m. P=
bach
, Katharina, geb. Regner, in Darmſtadt, Pan= u. E. 159 Geſchſt. (
kratiusſtraße 13.
Darmſtadt, den 19. Mai 1932.
Heſſiſches Amtsgericht.

An
Houngsderfteigerang.
Termin: Mittwoch, den 2. November 1932, vormittags 9½/Part.=3. i. Beſſun=
Uhr, im Saal 118 des Neuen Gerichtsgebäudes in (Lauflage) z. miet
jarmſtadt.
Grundſtücke: Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk 6, Band 21, u. E. 26 Geſchſt. (
Blatt 1024
Flur 31 Nr. 29, Acker rechts vom Judenbrunnen, ab 1. Oktober 2
1956 qm.
Schätzung: 3000.
RM
Flur 31 Nr. 28, Acker daſelbſt, 4028 qm. Schätzung:
6000. RM.
Flur 14 Nr. 72. Acker, der Danielsacker, 1729 qm. Nebengel. Teilweiſ
Schätzung: 3500. RM.
Flur 33 Nr. 111, Acker an der Täubcheshöhle, 2320 qm. erw. Mietzahl. vor
Schätzung: 1000.
RM.
Eigentümer: Chriſtoph Georg Heinrich Fey, Kaufmann in m. Pr. u. E.154 Gſt.*
Offenbach a. M.
Darmſtadt, den 20. Mai 1932.
Heſſiſches Amtsgericht.

Zmg
Hungsverſteigerang.
Termin: Mittwoch, den 19. Oktober 1932, vormittags 93
Uhr, Saal 118 des Neuen Gerichtsgebäudes in Darm
ſtadt.
Grundſtück: Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk 6. Band 5
Blatt 209: Flur 37. Nr. 392/o, Hofreite unter dem
Grohberg, Hofreite Nr. 172. P allaswieſenſtraße.
5011 qm. Betrag der Schätzung: 42 000. RM
Eigentümer: Jokab Hoffmann, Kaufmann in Wies=
baden
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Darmſtadt, den 12. Auguſt 1932.
Heſſiſches Amtsgericht.

Oudangsverfteigerang.
Termin: Mittwoch, den 2. November 1932, vormittags 9/ Sportplatz=Café.
Uhr, im Sitzungsſaal Zimmer 118, des Neuen Ge=
eichtsgebäudes
in Darmſtadt.
Grundſtück: Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk 5, Band 20,
Blatt 1370: Flur 6 Nr. 372, Hofreite Nr. 55, Moos
bergſtraße, 171 qm Schätzung 17 000. RM.
Eigentümer: Eheleute Müller Leonhard Kern und Anna,
geb. Mehr, in Eberſtadt, Neue Schwanenſtr., zu je ½.
Darmſtadt, den 18. Mai 1932.
Heſſiſches Amtsgericht.

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2

[ ][  ][ ]

Seite 10 Nr. 248

muſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Dienstag, 6. Septembem

Spott, Spiel und Jurnen

Reichsbahn-Bezirksmeiſterſchafken 1932 Darmſtadt.

Fußball.

Am Sonntag fanden auf dem Platz des RT. u. SV.=Darmſtadt
m Dornheimerweg die Meiſterſchaften der Reichsbahn=Turn= und
Sportvereine des Direktionsbezirks Mainz unter Leitung von
Kreisſportwart Lindner,Darmſtadt ſtatt. Die Kämpfe, denen etwa
300 Zuſchauer beiwohnten, wurden ſicher abgewickelt. Im Kampf
um die Fußballmeiſterſchaft konnten die Darmſtädter ihren Gegner
aus Mainz mit 6:2 Toren ſchlagen. Bei der Preisverteilung
konnte anſchließend die Gattin des Vizepräſidenten Dr. Schneider=
Mainz zahlreiche Ehrengaben nachſtehenden Siegern überreichen:
1. Aktive: 100 Meter: 1. Roth=D. 12,8 Sek. 200 Meter:
1. Holl=D 225 Sek. 400 Meter: 1. Emmerich=M. 60,8 Sek. 800
Meter: 1. Joſt=D. 2.24 Min. 1000 Meter: 1. Lubitz=M. 3.05,3 Min.
1500 Meter: 1. Burchard=W. 4.53,8 Min. 3000 Meter: 1 Burchard=
W. 10.50,6 Min. Hochſprung: 1. Eigelsbach=W. 1,55 Meter. Dis=
kuswerfen
: 1. Henß=M. 28,36 Meter. Speerwerfen: 1. Künſtler=D.
29,96 Meter. Kugelſtoßen: 1. Schmitt=W. 9,97 Meter. Handball=
weitwurf
: 1 Schmitt=W. 41,40 Meter. Fußballweitſtoß: 1. Nicolay=
W. 53.90 Meter. Weitſprung: 1. Schmitt=W. 5,59 Meter. Schleu=
derballwerfen
: 1. Gölz=M. 43,95 Meter. 4 mal 100=Meter=Staffel:
1. Wiesbaden 51.9 Sek. Schwedenſtaffel: 1. Darmſtadt 2.26 Min.
jreikampf (100 Meter, Weitſprung, Kugelſtoßen): 1. Eigelsbach=
J. 1260,30 Punkte.
2. Frauen. 100 Meter: 1. Müller=W. 15,4 Sek. Kugelſtoßen:
Schäfer=W. 7.76 Meter. Weitſprung: 1 Wagner=W. 4,05 Meter,
Wörs=
Diskuswerfen: 1.
Hochſprung: 1. Herold=W. 1.20 Meter.
hörfer=W. 25,43 Meter. Speerwerfen: 1. Schäfer=W. 24,68 Meter.
Ballweitwerfen: 1. Wörsdörfer=W. 57,47 Meter 4 mal 100=Meter=
Staffel: 1. Wiesbaden=A.=Mannſchaft 62,4 Sek.
Ergebniſſe 2: Dreikampf=Frauen (100 Meter, Weitſprung,
Kugelſtoßen): 1. Schäfer=W. 45 Punkte. Alte Herren: Dreikampf
100 Meter, Weitſprung, Kugelſtoßen); 1. Gutmann=W. 1059,65
Punkte. 4 mal 100=Meter=Staffel: 1. Wiesbaden 54,4 Sek.

Reichsbahn Darmſtadt Reichsbahn Mainz 6:2 (2:1).
Im Rahmen der leichtathletiſchen Bezirksmeiſterſchaften des
Reichsbahndirektionsbezirks Mainz fand das Entſcheidungsſpiel
um die Fußball=Bezirksmeiſterſchaft ſtatt. Vom Anſtoß weg macht
ſich eine leichte Ueberlegenheit der mit Wind ſpielenden Darm=
ſtädter
bemerkbar. Schon in der 7. Minute verwandelt Frieß 1.
eine Steilvorlage von Mahr, zum 1:0. Nun wird das Spiel
offener. Der Darmſtädter Hüter muß oft eingreifen und zeigt
Glanzleiſtungen. Als ſich Darmſtadt einmal im Mainzer Straf=
raum
feſtſetzte, ſchoß Frieß 1. aufs Tor, wobei der Ball, am Bein
eines Mainzer Spielers abprallend, ins Tor rollte. Kurz vor
Halbzeit bringt ein vermeidbarer Handelfmeter den Mainzern
den 1. Gegentreffer. Etwas ſpäter muß der Mainzer Mittelläu=
Nach der Pauſe
fer wegen Nachtretens das Feld verlaſſen.
ſpielt Mainz nur noch mit 9 Mann, da ein Verletzter aufgegeben
hatte. Aber trotzdem drückten ſie noch einige Zeit derart, daß
Darmſtadt manchmal nur mit Glück retten konnte. Nachdem Da=
nel
auf 3:1 nach ſchönem Durchbruch erhöht hatte und Bär
das Reſultat auf 4:1 ſtellte, wurde das Spiel zu einer einſeitigen
Darmſtädter Angelegenheit. Bis zum Spielende konnte Frieß 1
noch zweimal erfolgreich ſein. Abgeſehen von einigen Härten, die
der gute Schiedsrichter Schwarz=Griesheim ſofort unterband, zeig=
ten
beide Mannſchaften ein ſchönes Spiel, aus dem Darmſtadt
als verdienter Sieger hervorging.
Fußballkl. Viktoria Kleeſtadt Fußballv. Babenhauſen 3:5 (1:2).

Ablurnen der Turngeſellſchafk e. V. Eberſtadk.

F. Bei prächtigem Wetter fand am Sonntag von vormittags
9 Uhr ab auf dem vereinseigenen Turnplatze in der Schloßſtraße
unter der Leitung des Oberturnwarts Ludwig Kaiſer das
diesjährige Abturnen der Tungeſellſchaft e. V. für die Tur=
ner
und Leichtathleten ſtatt. Den intereſſanten Kämpfen wohnte
während der ganzen Dauer des Abturnens eine große Zahl
Schauluſtiger bei, die Gelegenheit hatten, ſich von den vorzüg=
lichen
Qualitäten der Aktiven der Turngeſellſchaft zu überzeugen.

Das Ergebnis der Einzelwettkämpfe:
Weitſprung: Georg Brecht 589 Meter: Heinrich Dächert
5 69 Meter.
2. Diskuswerfen: Jakob Günther 29,80 Meter;
Philipp Krämer 28,50 Meter. 3. Hochſprung: Georg Brecht
60 Meter; Heinrich Dächert 1,55 Meter.
4. Kugelſtoßen:
Jakob Bergſträßer 9,21 Meter; Jakob Günther 9,05 Meter
Stabhoch: 2
iguſt Hebermehl 3,30 Meter; Peter Schaarſchmidt
20 Meter.
6 Geräteſechskampf: Heinrich Dächert 106 Pkt.
Phil. Krämer 105 Pkt.
7. Volkstümlicher Vierkampf: Heinrich
Lerees
Dächert 54 Pkt.; Georg Brecht 52 Pkt.; Johannes Speckhardt 52
Vkt.; Fritz Kern 51 Pkt.; Wilhelm Speckhardt 50 Pkt. Jugend:
Wilhelm Doll 38 Pkt.
Das Abturnen der Turnerinnen ſowie für die Schülerabtei=
lungen
der Turngeſellſchaft findet am kommenden Sonntag ſtatt.

Das Spiel blieb vom Anſtoß bis zum Schlußpfiff offen. Im
Feldſpiel waren ſich beide Parteien ehenbürtig und ein Unent=
ſchieden
würde die Spielſtärke beider Mannſchaften am beſten
ausdrücken. Ein Elfmeter und ein Selbſttor des Gaſtgebers ver=
halfen
den Gäſten zum Sieg. Der Kampf war jederzeit ſpannend
Die zweiten Mannſchaften trennten ſich
und nicht unfair
mit einem 1:2=Sieg für die Gäſte. Das Spiel der beiderſei=
tigen
Schülermannſchaften endete mit einem klaren 5:1=Sieg der
Kleeſtädter Jungens, die ein ausgezeichnetes Zuſammenſpiel
zeigten.
Sp.Vg. Groß=Umſtadt Sp.V. Höchſt 1:2 (1:1).

Von einem großen Anhang begleitet, weilte am Sonntag die
Spielvgg, in Höchſt und mußte ſich unverdient geſchlagen beken=
nen
. Eine ſehr zweifelhafte, viel zu harte Elfmeter=Entſcheidung
des ſonſt guten Schiri Gutjahr von Rot=Weiß Darmſtadt gab dem
Treffen den entſcheidenden Ausgang, für das ein Unentſchieden
dem Spielverlauf nach gerecht geweſen wäre. Die Umſtädter Elf,
durch dieſe Entſcheidung ſtark enttäuſcht, ſpielte daher im wei=
teren
Verlauf des Kampfes ſehr aufgeregt. Beide Mannſchaften
zeigten im Spiel faſt gleichwertige Leiſtungen, was die Gäſte an
Technik voraus hatten, erſetzten die Gaſtgeber durch einen großen
Eifer und Kampfgeiſt. Die 2. Mannſchaften trennten ſich 3:0
für Umſtadt.

Der Fußballverein Germania 1911 Eberſtadt bittet uns
mitzuteilen, daß die Abſetzung des für Samstag urſprünglich vor=
geſehenen
Fußballſpiels gegen Sp.V. 98 wegen des Handball=
Repräſentativſpiels nicht mit ſeinem Einverſtändnis erfolgt iſt.

Gottfried v. Cramm, der zurzeit außer Form iſt, wurde
beim Tennisturnier in Venedig in der Vorſchlußrunde von dem
ungariſchen Altmeiſter Bela v. Kehrling mit 6:4, 6:3 geſchlagen.

* Kreisliga Südheſſen.
Starkenburgia Heppenheim bleibt ungeſchlagen.

U

In einem harten Ringen auf dem Platze am ſoge
Galgen holten ſich die Bergſträßer erneut zwei Punkte.
gute Poſition weiterhin feſtigen. Die Spiele endeten wig
gemein ſehr torreich und brachten unter anderem zwei ſenſo/,
Gäſteſiege. Die Reſultate lauten:

Starkenburgia Heppenheim F.V. Biblis 3:1,
Olympia Lampertheim Spv. Weinsheim 3:
Concordia Gernsheim F.C. 07 Bensheim 3:
F.V. Hofheim Normannia Pfiffligheim 3:1.
Spv. Hochheim
spv. Horchheim 0:4
Viktoria Neuhauſen V.f.L. Lampertheim 0:4.

Das Spiel am Galgen verlief ſehr hart und au/
Der Sieg der Gaſtgeber iſt auf Grund beſſerer und ſchnell
ammenarbeit verdient. Sehr ſchwach war neben der Stür
der Bibliſer ihr Tormann, der für ſämtliche Tore verannn
zeichnet. In Lampertheim mußte der Kreisliga=Neulingg!
heim abermals erfahren, daß mit den alten Kreisligiſſt.
gut Kirſchen eſſen iſt. Ein ſehr raſſiger Kampf ging in
heim vom Stapel, wo der Neuling aus Bensheim wie
beachtlichen Widerſtand leiſtete. Immerhin haben dies
heimer dieſen erſten Punktegewinn redlich verdient. Sell
wehrten ſich diesmal die Pfiffligheimer in Hofheim, .
nützte ihnen wenig, da die Platzbeſitzer gut in Form waren
große Mühe fertigten die Horchheimer im Lokaltreffen ihmn
lich ſchwachen Gegner ab und auch V.f.L. Lampertheim bra.g
in Neuhauſen nicht ſonderlich anzuſtrengen. Die Tabern
Spiele gew. un. verl. 226

2

Starkenburgia Heppenheim
Olympia Lampertheim
Horchheim
zpv
7 Bensheim
FC.
Biblis
V.f. L. Lampertheim
Spv. Weinsheim
F.V. Hofheim
Spv. Horchheim
Viktoria Neuhauſen
Concordia Gernsheim
Normannia Pfiffligheim

ſchaftsprogranid.
ie eien eriteliche.

zur nicht in Kraſt

nier haden dber dich

fiül der noch einigermeh

in Geld wieder gel

hie hoben in den Ltzte
it Säliet in.
gen ausgelöſt. Wahl
nach der Juli=Kriſe del

Frl. Hammer=Mergentheim wurde tſchechiſche
meiſterin, die Deutſche beſiegte in Prag im Endſpiel Frau
6:2, 6:1.

üundenbeträge eine nicht
ſuveder auf. weil ih.
fa und den Zeito
veien anzulegen. C.
Hin den Bafen natlt

terkbar ma
iſt hier b.
daß die
du führen
as das auf Grund
mtürlich die Bedeutun
Füiten Sie müſſen aber al=

Wekterberichl.

und die Spekulati=

Die Kaltluft hat weiteren Luftdruckanſtieg veranllß
zum Aufbau eines Hochdruckgebietes über Frankreich u.

deutſchland geführt. In ſeinem Bereich wird zunächſt vie.
heiterndes Wetter herrſchen, jedoch treten für das herbſt1g
charakteriſtiſche Frühnebelbildungen auf. Auch werdenn
Nacht die Temperaturen ſtark zurückgehen, während tags=
folge
der Sonnenſtrahlung Erwärmung einſetzt. Da
über Irland Vorläufer einer neuen Störung bemerkbamp

üt vor einem

ſe Börſe noch
n in eher noch verſ
ſtellen, daß ſich das
iſert, ſo daß die Ku
leil ſtießen die Kau
ſiadurch übermäßig gr
rben=, Elektro= u
ſönix, H.E.W.

dürfte die Schönwetterlage nicht für längere Zeit geſickn
zent) und R.A
Ausſichten für Dienstag, den 6. September: Nach kühl
tsaktien notiert

und Frühnebelbildungen tagsüber vielfach aufheite
wärmer, trocken.
Ausſichten für Mittwoch, den 7. September: Wieder B.1M i. Au 26 P
aufkommend und Temperaturen zwiſchen Tag u.n
etwas mehr ausgeglichen.

Die heutige Nummer hat 12 Geiten.

Samstag feſtge
M10
Br
unde, vor
MAus=Plusnot
z hat
W. g
MMt. Auch H.E
gurben nahmen die Pa
E uuenden Verkaufslimi
ungen ſind noch
wen
Proz. Güntershall

Bonder Keld und viele Frauen.

2)

Roman von Karl Lütge. Copyright by VerlagPreſſe=Tagesdienſt, Berlin W35

Nach wenigen Minuten hielt der Wagen vor einer prunk=
vollen
Villa. Der Chauffeur ſprang vom Sitz und klingelte
am Gartentor. Ein Mädchen erſchien. Das naſſe Kind war ihr
viel zu ſchwer. Ludwig Mühlinghaus ergriff es trotz ſeines
Sträubens und trug es ins Haus.
Das Kind hatte Furcht vor dem fremden Mann; es mochte
die Todesangſt in den Wellen mit ihm in Zuſammenhang
bringen, da es ſich wohl deutlich der feſtzupackenden Arme im
Fluß erinnerte. Es ſchrie, bis ſich die Arme des Retters von
ihm löſten und das Mädchen mit dem Kind davoneilte. Anderes
Perſonal kam. Die Halle war plötzlich voll ratloſer Menſchen.
Nun zunächſt Sie ſelbſt, drängte die Dame. Ich laſſe
Ihnen ſogleich Kleidung reichen.
Ludwig Mühlinghaus folgte dem Diener. Die Schuhe
waren vor Näſſe geſchwollen und hinterließen auf den Teppichen
häßliche Spuren; ſie quietſchten unſchön, aber niemand ſchien es
zu beachten. Alles war aufgeregt. Ludwig Mühlinghaus lächelte
tief zu innerſt. Wie ſchlecht paßte dieſe Aufgeregtheit in die
gediegene Eleganz dieſes Hauſes. Das war wie mit dem
Gehrock und dem Sprung ins Waſſer. Auch jenes hatte ſich
nicht vermeiden laſſen. Alles war möglich, wenn Notwendig=
keiten
dazu zwangen.
*

Die Dame des Hauſes ließ ſich entſchuldigen, daß ſie dem
Lebensretter einſtweilen nur die Kleidung des Diener reichen
konnte. Aber die eigene Kleidung Ludwig Mühlinghaus' ſollte
auf Wunſch ſogleich geholt werden. Auch der Arzt ſah nach
der Unterſuchung der verunglückten Kleinen ſogleich, auf aus=
drücklichen
Wunſch der Dame, nach Ludwig Mühlinghaus. Ja,
die Dame mühte ſich auffallend um den Lebensretter des Kindes.
Konnte das verwundern?
Vielleicht ging ſie über das übliche Maß hinaus, möglich;
ſie war eine lebhafte Frau, kapriziös, vielleicht ſogar exzentriſch.
Man konnte ſie jetzt ſicherer einſchätzen. Mühlinghaus ſaß ihr
gegenüber im Salon, obwohl doch das Kind nach ihr verlangen
mußte. Jäh überfiel ihn der Gedanke. Warum blieb ſie nicht
bei dem Kind?
Er ſah forſchend in die Augen der Frau. Und las in ihnen.
Was las er? Oh, er erſchrak nicht. Er kannte vieler Frauen
Blicke. Aber dieſe Frau, dieſe vornehme Dame konnte ſie

ihm durch die Augen mehr ſagen als mit dem Mund? Was
ſie zu ihm ſprach, das war belanglos, wiewohl es herzlich klang.
Alles war möglich, wenn Notwendigkeit dazu zwang, dachte
Ludwig Mühlinghaus erſchreckt und ſank in dem Seſſel zu=
ammen
. Es ſchien ihm ſonderbar, wie vertraut die Dame
ihm gegenüber ſaß, wie ſicher er ſelbſt im Seſſel lehnte, wie er
mit der Dame ſprach, und keiner wußte bis jetzt des anderen
Namen was ja auch ganz gleichgültig war.
Nein, er ſträubte ſich entſchieden. Er lehnte den Zwang
ab, die Macht, die ſpürbare Ueberlegenheit der verwirrend
ſchönen, vornehmen Frau. Er fühlte ſich ſeltſam unfrei, nicht
unfroh dabei, nein, nur ſtark befangen. Und das ſtörte ihn.
Das kannte er von ſich bisher nicht. Der Gedanke ſprang ihn
an: dieſe Frau könnte ſein Schickſal werden. Gerade dieſe
Frau, die ihn bewundernd, dankbar, neugierig und beobachtend
anſah. Nein, er lehnte es ab. Und wenn er etwas wollte, dann
war das bisher immer ſoviel wie; es wird ſo, wie es will!
Nicht im entfernteſten zu ahnen, daß dieſer junge Sports=
mann
den ſchnurgeraden Weg, den er bisher ging, ſo gut wie
andere Menſchen von dieſem Augenblick an verlaſſen mußte, daß
nun für ihn ſteile Serpentinwege anſtiegen und jähe Pfade in
Tiefen führen würden.
Da ſaß er alſo einer vornehmen Frau gegenüber. Die Er=
eigniſſe
wirbelten durcheinander heute. Nie hatte es ein Erlebnis
wie dieſes, jetzt im Augenblick, für ihn gegeben. Die Dame
machte durch ihre Schönheit und die pikante Eigenart ihrer
Erſcheinung ſtarken Eindruck auf ihn . Es war ſeltſam, daß
er ſo ſicher, faſt läſſig und vertraut ihr gegenüber ſitzen konnte,
wiewohl er nur ſchlichte Dienerkleidung trug. Aber er war ja:
Lebensretter. Wie billig, zu dieſer Ehre zu gelangen!
Was kann ich tun, um Ihnen meinen Dank zu bezeigen "
ſprach die Frau. Es klang nicht echt. Es ſchien, als habe ſie
ganz etwas anderes zu dieſem jungen ſelbſtbewußten Menſchen
ſagen wollen.
Geht es dem Kinde wohl? fragte Ludwig Mühlinghaus
höflich zurück.
Ja, danke. Es ſchläft. Der Arzt hat keinerlei Bedenken.
Oh, ich bin Ihnen ſo dankbar!
Es war eine Selbſtverſtändlichkeit, gnädige Frau!

DM. Rheag mit plus
ſent zu erw
ihnen

Nein, ſagen Sie das nicht! Es ſtanden ſoviel
herum; niemand wagte zu tun, was Sie getan haben!? Kom zrka 2 Proz. Deutſch
Im
Es iſt ja gewiſſermaßen mein Beruf , verſuchtes
ſiallend ſo
jalwerite
ſiegenen
Mühlinghaus abzulenken von dem Lob. Es ward ihm
ng blieb aber wei
Eigentlich hätte er ſich längſt erheben und ſich verabſchi ſ mn Vergleich zu den
gehen ſſollen. Aber es hielt ihn etwas zurück.
Die Frau? Möglich, die Frau. Obwohl er ſich gebundn:
an eine Andere. Uebermorgen war ſeine Verlobung mit1A
Trautmann. Richtig, beinahe hätte er es vergeſſen. D.M80 Aochenbeginn ſetzte
mung an der
ankf.
Schemen verblaßt ſchien ihm Elfriede, nun er hier ſaß,
vr bett
Frau, dieſer pikanten Frau, die ihn unklärbar auf den
etſchtlich geſtimmt
Kamin feſſelte.
im Optimismus ent
Oh. ſagte die Frau mit ſchwachem, faſt hilfloſem Mlüte Belebung erfah
mders als durch
Ihr Beruf Leben zu retten aus angeſchwollenem Stran
Nicht gerade dies: aber der Kampf im naſſen Elemuſt,/ſ letzten 9
Lende
nunſchwung
Sie ſind Schwimmer? Sportsmann?
Ue
ndung der
Ludwig Mühlinghaus.
ſt m eintritt. Von Aktie
Jetzt erſt kam es zur Vorſtellung. Die Dame hieß
und überſtiegen bei
Bodtfeld. Der Schwimmer erinnerte ſich, von ihr gehört ä
uls wieder ſeit lang
bei einer Affäre, von der ihm Einzelheiten jetzt nicht n
der Kurs bei 101.
n Goldſchm
Er wußte nur, daß von großem Reichtum und Kampf m=
dt
1,5
. An Elektror
die Rede damals ging. So, das war alſo Baronin A.

Er hatte ſie ſich vorgeſtellt als alte, verkniffene, adelsſth.
225. Liefer
nicht zuletzt geldgierige Frau. Oder nein, er hatte ſich Ae,

R9 3,5 und S
in dieſe

(ioice nche

lich 1
die
inne ar
1un Be

Gedanken darüber gemacht. Was gingen ihn jene Kreiſe
Ereigniſſe an.
Ich bin nicht minder dankbar, Herr Mühlinghaus,
Baronin. Sie ſaß vor dem Schwimmer mit ſchimmernde

und reichte ihm die Hand. Er neigte ſich leicht, ein wenig 1
emberg,
Die Frau war jung und verwirrend ſchön und voll Gefüld
tten. A
U
ſem Augenblick. Dunkles Haar fiel in die gerade weißü
Lod 3 Rm
der Mund war leicht geöffnet. Sie atmete raſcher. D
19 Von B
die ſchmale, gepflegte Hand, entzog ſich dem Druck der breitte
Duen die g
nerhand auffallend raſch.
nd Me
Wie ſind Sie zum Schwimmſport gekommen? fragte
*
Das wußte er nicht zu ſagen. Es fügte ſich ſo. Immh
eiſchaif
er das Waſſer. Im Gegenſatz zu vielen anderen Kinde aMfNie
Daimle
ſeſte

ich und la

er ſchon in früheſter Jugend nie Scheu vor Waſſer empfund
ſen
dieder
Es iſt ein ſchöner Sport, einer der edelſten, ſagte 2
Die alten Griechen hielten ihn hoch. Sie ſagten veräch=
einem
unzulänglichen Menſchen: er kann nicht leſen uu
ſchwimmen!
dteanleih
Das habe ich noch nie gehört.
Ja, es iſt ein altes griechiſches Sprichwort.
Aufe bli
Orſe
Ludwig Mühlinghaus empfand die Worte wie ein Loc
Sier eine au
Blick lohte. Die Frau verſtand die Glut falſch. Sie
Entſchlüſſen; Wünſche erhoben ſich. Seit mehr denn eine
Re
(Fortſetzung
war ſie einſam.
Re is chn

Ee Mitasbarſe
Pro

A9
Messel,

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Dienstag, den 6. Sepf.

Belebung an den Börſen.

unng der feſten Börſenbewegung.
Neue Verkrauenswelle.

uingen des Wirtſchaftsprogramms der Reichsregierung.
Erwachen aus der Lekhargie.
Sicherung der geordneten Berwerkung
der Karkoffelernke.

in

Sie Iia

Wirtſchaftsprogramm der Reichsregierung fängt be=
ueie
erſten erfreulichen Auswirkungen zu zeitigen, ob=
gar
nicht in Kraft getreten iſt.
Papens Ankündi=
Münſter haben aber doch dazu geführt, daß ein nicht un=
i
4/ Teil der noch einigermaßen vermögenden Volksſchichten
ſein Geld wieder gewinnbringend anzulegen. Die
ufe haben in den letzten Tagen ſtark zugenommen; ſie

Der Bedarf an Kartoffeln kann bei normaler Ernte aus der
inländiſchen Erzeugung voll gedeckt werden. Die bisherigen Feſt=
ſtellungen
über die Kartoffelernte 1932 bieten Anlaß zu der An=
nahme
, daß mit einer guten Kartoffelernte zu rechnen iſt. Sollen
von Beginn des Kartoffelwirtſchaftsjahres an ausgeglichene
Marktverhältniſſe herrſchen und ſoll der Landwirt auskömmliche
Preiſe für ſeine Kartoffeln erhalten, ſo kommt es weſentlich auch
darauf an, daß die Regierung, ſoweit ſie zu einer guten Markt=
der
Berliner und Frankfurter Börſe recht erfreuliche entwicklung beitragen kann, ihre Abſichten zur Sicherung eines
ungen ausgelöſt. Wahrſcheinlich ſpielen bei dieſen geordneten Abſatzes der Kartoffeln bekannt gibt. Die Verhand=

eait

nach der Juli=Kriſe des vorigen Jahres verſchwun= lungen hierüber ſind im weſentlichen abgeſchloſſen.
Nirrdenbeträge eine nicht unerhebliche Rolle. Sie tau=
ias
wieder auf, weil ihre Inhaber vertrauensvoll in die
ſiſten und den Zeitpunkt für gekommen halten, das Geld
zm eren anzulegen. Für die Reichsregierung ſtellt die
Die Berliner Metalltermine vom 5. September ſtellten ſich für
Ey an den Börſen natürlich ein Plus dar, der Optimis= Kupfer: September 50,50 (51,75). Oktober 51,75 (52). Novem=
hier
bemerkbar macht, wird nach und nach um ſich ber 52,25 (52,50) Dezember 52,75 (53), Januar 53,50 (53,50). Fe=
dazu
führen, daß die Wirtſchaft etwas ſchneller in
bruar 54 (54), März 54,50 (54,50), April 55,25 (55.50). Mai 56
nfe als das auf Grund des Wirtſchaftsplans möglich iſt. (56, 25), Juni 56,75 (57), Juli 57.25 (57,50), Auguſt 57,50 (58).

ins bernus

natürlich die Bedeutung der Publikumskäufe keines= Tendenz; ſtramm. Für Blei; September 19,50 (20). Oktober
hitzen Sie müſſen aber als günſtigesVorzeichenregiſtriert 19,50 (19,75) November 19,50 (20,50), Dezember 20,25 (21
nuar 20,25 (21,25), Februar, März 20,50 (22), April 21,25 (22,25),
Mai 21,25 (22,75), Juni 21,50 (23), Juli, Auguſt 21,50 (2
350).
Tendenz: feſt. Für Zink; September 22,50 (23), Oktober 23
Wund Srautfärter eiferienvorſr. (23.25), November 23,25 (23,75), Dezember 24 (24,75), Januar
Wiflnd die Spekulation im Berliner, Vormittagsver= 24.25 (24,75), Februar 2425 (25), März 24,75 (25,25), April 25
ur cht vor einem Rückſchlag Zurückhaltung übte, und auch (25,75), Mai 25,25 (26,25), Juni 25.50 (26.50), Juli 25,75 (27)
der Börſe noch Realiſationsneigung bekundete, kaufte. Auguſt 26 (27,50), Tendenz: ſehr feſt. Die erſten Zahlen be=
tum
in eher noch verſtärktem Umfange weiter. Man deuten Geld, die in Klammern Brief.

dis ſumte roch feſtſtellen, daß ſich das Publikumsintereſſe ſchon wieder
mſier Fbit liſiert, ſo daß die Kursentwicklung keine einheitliche
Teil ſtießen die Kaufaufträge auch auf leere Märkte
ſadurch übermäßig große Kursgewinne zur Folge. Als
Farben=
lektro
= und Montanpapiere zu nennen,
Bhönix, H.E
W. ((auf Dividendenvorſchlagg von 8,5
ü.ßſrozent) und R.W.E. mit Plus=Pluszeichen erſchienen.
Sſgjahrtsaktien notierten plus plus und wurden bis zu
üüber Samstag feſtgeſetzt. Ferner ſtanden Textilwerte
tauunde, von denen Bremer Wolle 7 Prozent über letz=
en
. Aku 25 Prozent höher eröffneten und Bemberg
Plus=Plusnotiz hatten. Später wurden ſie 7,75 Proz.
ſ tzt. Auch H.E.W. gelangten 7 Prozent über Samstag
Farben nahmen die Parigrenze, nachdem die zu dieſem
tegenden Verkaufslimite annulliert worden waren. An
nſervegungen ſind noch B.E.W. mit plus 4,5 Proz., Ilſe
Proz. Güntershall mit plus 4 Proz. zirka, Chade
50 Mk., Rheag mit plus 4,25 Proz. und Feldmühle mit
Prozent zu erwähnen. Im Durchſchnitt betrugen die
mſt zirka 2 Proz. Deutſche Kabel eröffneten 1½ Proz.
ffallend ſchwach. Im Verlaufe erfuhren die anfangs
ſie tiegenen Spézialwerte unbedeutende Abbröckelungen.
mmung, blieb aber weiter
Am Rentenmarkt war
im Vergleich zu den Aktenmärkten nicht ganz ſo

lu um Wochenbeginn ſetzte ſich die ſeit acht Tagen feſte
nkſzuguung an der Frankfurter Börſe weiter fort bei
weiſte neut ſehr beträchtlichen Kursgewinnen. Man iſt außer=
4hzuwerſichtlich geſtimmt und ſieht der nächſten Zukunft
hem Optimismus entgegen. Das Börſengeſchäft hat
ahe Belebung erfahren, die infolge zahlreich vorliegen=
Kuüworders als durchaus geſund angeſehen werden kann.
zu die letzten Wirtſchaftsberichte noch nicht von einem
bar4 Tendenzumſchwung berichten konnten, ſo glaubt man
a ach Ueberwindung der Vertrauenskriſe eine Wendung
iſſen eintritt. Von Aktienwerten waren Farben außer=
zentl
theſt und überſtiegen bei einer Kurserhöhung von 2,5
nit etmals wieder ſeit langer Zeit die Parigrenze. Im Ver=
ſchſchckie
der Kurs bei 101,75 Prozent. Von ſonſtigen Che=
wergli
lagen Goldſchmidt 1,50, Scheideanſtalt 2, Erdöl 0,75
ſter. Am Elektromarkt waren die Kursſteigerungen
hialls eachtlich und lagen weit über 2 Proz. AEG. Bekula,
ut 2,25, Lieferungen 3, Geſfürel ziemlich lebhaft und
de uRheag 3,5 und Siemens 2,25 Prozent höher. Montan=
ganz
in dieſem Ausmaße befeſtigt, Buderus 1. Man=
an
+,25, Rheinſtahl 0,75, Stahlverein 1,25 Prozent höher.
drrchſchnittlich 1 Prozent freundlicher. Außerordentlich
wa, die Gewinne am Kunſtſeidenmarkt unter beſonderer

körtng von Bemberg, die ſehr ſtark geſucht waren und über

Gerhüher einſetzten. Auch Aku 3.5 Proz. gebeſſert. Schiff=
bei
lebhaften Umſätzen gleichfalls freundlicher, Hapag
rNd. Lloyd ½ Proz, höher. Am Zellſtoffmarkt gewannen
Proz. Von Bankaktien waren Reichsbank 1 Prozent
ducht waren die Aktien der Hypothekenbanken, ſo waren
Hyp. und Meininger Hyp. plus angeſchrieben. Am
inzelwerte lagen Zement Heidelberg 3,5. Deutſche
Metallgeſellſchaft 1,25. Conti Gummi 0,5 Proz. feſter.
erten Daimler und Adler=Kleyer 0,5 Prozent. Maß=
die
feſte Börſenbewegung war auch die Verfaſſung des
s, der wieder außerordentlich feſt war. Die zahlrei=
uiſträge
aus Publikumskreiſen trafen wieder auf etwas
ungel, ſo daß ſich auch hier beachtliche Kursſteigerungen
var ſowohl für Pfandbriefe als auch für Liquidations=

und Städteanleihen. Von deutſchen Renten Altbeſitz
beſitz 0,75 Proz., ſpäte Schuldbücher 125 Prozent

Im Verlaufe blieb die Börſe ausgeſprochen feſt.
endbörſe zeigte bei lebhaftem Verkehr an faſt
iten weiter eine ausgeſprochen feſte Haltung. Das Publi=
noch
mit zahlreichen Orders am Markt und gibt der
Stütze. Auch die feſten Auslandsbörſen regen an.
iſt aber das Tempo der Kursſteigerungen nicht mehr
an der Mittagsbörſe. JG. Farben lagen ziemlich
Prozent feſter. Am Elektromarkt gewannen AEG.
Prozent. Montanaktien
gen Werte meiſt ½
dieſem Ausmaß erhöht. Schiffahrtswerte wieder ge=
2,25. Nordd. Lloypd 0,50 Prozent höher. Der Renten=
gleichfalls
feſter, ſowohl für Pfandbriefe als auch für
Deutſche Renten gut behauptet. Im Verlaufe
biſſe feſt.

mer Produktenbericht vom 5. September. Weizen,
Kilo, 22,5022,75 Roggen. inländ, 7273 Kilo.
dafer, neuer, inländiſcher 14,5015, Gerſte, Braugerſte

16,5017
Ausſtichware über Notiz, Futtergerſte
17, Soyaſchrot 10,7511, Biertreber, inländ. un
Trockenſchnitzel 9,259,50, Wieſenheu, loſes 4 60
peu 4,805. Luzernekleeheu 4,805.40. Stroh Preß=

Re
*
He e

2,803. desgl. Hafer=Gerſte 2,402 80 des=
Weizen
Idelt, Roggen=Weizen 2.402,80, desgl.. Hafer=Gerſte
ſeizenmehl Spezial Null, 33,20. desgl. mit Auslands=
Roggenmehl 6070 prozent. Ausmahlung 2526,25
eine 8,25, Erdnußkuchen 12,75 Tendenz: Die Forde=
unverändert
, während ſie für
Weizen ſind ziemlich
erhöht ſind. Die Allgemeintendenz iſt freundlicher.
uter Produktenbericht vom 5. September. Weizen 221
Sommergerſte 175177,50. Ha=
Roggen 170-
72,50,
Weizenmehl ſüdd Spezial Null 33,6034,45, desgl.
Sbezial 33,6034,20 Roggenmehl 25,5026,75. Wei=
Roggenkleie 88,25. Erbſen 2535, Linſen 2052,
Peizen= und Roggenſtroh drahtgepr. 2,00, desgl. ge=
Fa Mei He M Meee i Ri=
lotierten
gelbfleiſchige hieſiger Gegend 1,751,80.
ndenssu ig.
1

Meiallnokierungen.

Biehmärkke.

Mannheimer Viehmarkt vom 5. September. Zufuhr: 273
Ochſen 212 Bullen, 251 Kühe, 489 Färſen, 759 Kälber 39 Schafe,
2834 Schweine, 7 Ziegen, insgeſamt 4864 Tiere. Es koſteten pro
50 Kilo Lebendgewicht: Rinder a) 1. 3436 2
2629, b) 1. 2
bis 29: Bullen a) 2628, b) 2
24. c) 182
; Kühe a) 25
b) 2022. c) 1316 d) 1013: Färſen a) 3536. b) 2831
c) 2427:
Kälber b) 4245, c) 3640, d) 3236. e) 2832
Schafe b) 2229: Schweine b) und c) 4850, d) 4749 e) 43
bis 46, f) 4244; die Ziegen koſteten pro Stück 1015 Mk.
Marktverlauf: Großviehmittel; Kälber mittel, geräumt: Schweine
mittel, geräumt.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Die Süddeutſche Zinkblechhändler=Vereinigung hat am 5. 9.
ihre Preiſe um etwa 2 Prozent erhöht
Die GV. der Ludwig Ganz AG., Mainz, ermächtigte die Li=
quidatoren
zum Abſchluß eines Vertrages, nach dem die Teppich=
beſtände
, der Firmenname und die Büroeinrichtungen an eine neu
zu gründende G.m.b.H. übergehen. Für den Falle dieſes Vertrags=
abſchluſſes
ſoll die Firma in Teppich=AbwicklungsA. G. Mainz,
geändert werden. Mit der Ausſchüttung einer 20prozentigen
Dividende an die am Verfahren beteiligten Gläubiger iſt nicht zu
rechnen.
Seit dem Aufſchwung in der Diamanten=Induſtrie, der vor
etwa vier Wochen einſetzte, ſind 4000 Diamantenſchleifer wieder
eingeſtellt worden, ſo daß gegenwärtig die Belegſchaft in der Ant=
werpener
Diamanteninduſtrie 7000 Mann beträgt. Die Preiſe der
einfachen Steine ſind um 20 Prozent, die der wertvolleren Steine
um 10 Prozent geſtiegen.
Die internationale Wiener Herbſtmeſſe wurde unter zahlreicher
Beteiligung des Auslandes am Sonntag eröffnet.
Am Montag früh iſt die Arbeit im Hafen von Gdingen in
vollem Umfange wieder aufgenommen worden. Die Einigung
zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern iſt auf der Grundlage
erfolgt, daß die Arbeiter von jetzt ab 1,25 Zloty je Stunde bezahlt
erhalten. Bisher wurden 1,10 Zloty die Stunde bezahlt.

Gekreidehandel und Landwirtſchaft.
11. Deutſcher Gekreidehandelstag in Magdeburg.
Profeſſor Dr. Karl Brandt. Direktor des Inſtituts für land=
wirtſchaftliche
Marktforſchung, Berlin, referierte über Getreide=
handel
und Landwirtſchaft
Er führte u. a. aus, daß die Land=
wirtſchaft
an einem funktionstüchtigen Getreidehandel beſonders
intereſſiert ſein müſſe, da auch ein Monopol keine billigere oder
beſſere Löſung der Aufgabe, Getreide vom Erzeuger zum Verbrau=
cher
zu bewegen, verſpreche. Wenn ſich der Getreidehandel heute
in einer ſehr gefährdeten Defenſivſtellung befindet, ſo ſei das
hauptſächlich in der verzweifelten Lage der Landwirtſchaft zu fin=
den
. Wolle der Getreidehandel im eigenſten Intereſſe, aber auch
im Intereſſe der Landwirtſchaft ſeinen Exiſtenzkampf mit Erfolg
führen, ſo werde er ſich jedoch entſchließen müſſen, in den gene=
rellen
Fragen des Getreidemaektes viel aktiver
zu werden als bisher. Vom Getreidehandel müſſe gefor=
dert
werden, daß er eine wirklich eingehende Kenntnis von der
verdeckten Mechanik der Getreidemärkte und von der Verflechtung
mit der geſamten Wirtſchaft beſitze. Der Redwer ſtellte ſodann
feſt, daß der Getreidehandel bisher an faſt allen Problemen des
Getreidemarktes, an denen die Landwirtſchaft intereſſiert ſei, viel
Staaten.
zu wenig gearbeitet habe. Während in den Vereinigten
dem Lande mit dem höchſtentwickelten Getreidemarkt der Welt, der
Getreidehandel die Ernteſtatiſtik und überhaupt die Statiſtik aller
wichtigen Vorgänge des Getreidemarktes aufgebaut habe und der
Staat dieſe Dinge erſt ſpäterhin übernahm bzw.. ausbaute, iſt es
in Deutſchland die Landwirtſchaft geweſen, die voranging. Das
von der amtlichen Statiſtik und dem Deutſchen Landwirtſchaftsrat
geſchaffene Material reiche aber keineswegs aus, um die für alle
Teile erforderliche Klarheit zu geben. So fehle noch eine öffent=
liche
Transportſtatiſtik und eine wenigſtens einmal im Jahr vor=
zunehmende
Inventur ſä
tlicher überhaupt vorhandener Getreide=
vorräte
. Das ſtatiſtiſche Material der D.G.H. über die effektive
Vermahlung in den Mühlen könne nicht veröffentlicht werden,
weil die Mühlen dem Widerſtand entgegenſetzen. Es liege nur im
wohlverſtandenen Intereſſe von Getreidehandel und Mühlen mit
der Geheimtuerei gründlichſt aufzuräumen und für völlige Klar=
heit
zu ſorgen. Weiterhin müſſe der Getreidehandel für eine echte
Publizität der Preiſe Sorge tragen, was ausſchließlich durch all=
gemeine
Einführung und Anwendung der ſtaatlichen Handelsklaſ=
ſen
oder Standards geſchehen könne. Im Zuſammenhang mit den
Handelsklaſſen müſſe eine Reform der Börſennotierungen durch=
geführt
werden; dazu ſei der von der Landwirtſchaft längſt gefor=
derte
Schlußſcheinzwang das geeignetſte Mittel. Sowohl die Bör=
ſenumſätze
als auch gewogene Durchſchnitte der effektiv bezahlter
Preiſe für die einzelnen Handelsklaſſen müßten zur Veröffent=
lichung
gelangen. Dieſe Reform würde insbeſondere für die ge=
ſamten
in der Provinz getätigten Geſchäfte zwiſchen Erzeuger und
Handel eine Atmoſphäre des Vertrauens ſchaffen. Schließlich ſetzte
ſich der Redner noch dafür ein, daß eine bewußte Trennung der
Finanzierung landwirtſchaftlicher Betriebe und dem eigentlichen
Getreidegeſchäft vorgenommen werden müßte. Wohl liege eine
Bevorſchuſſung von gekauftem Getreide im Rahmen des ordent=
lichen
Getreidegeſchäfts, nicht dagegen die ungemein riſikoreiche
Finanzierung der Beſtellung. Es könne nicht die Aufgabe des
ſeriöſen Getreidehandels ſein, gleichzeitig Bankier für die Land=
wirtſchaft
darzuſtellen, wenn es auch von jeher ein beliebtes Mit=
tel
im Konkurrenzkampf war.

Wirtſchaftliche Rundſchau.

Zuſammenſchluß induſtrieller Werke. Die Firmen Gebrüder
Adt. A.G. Werk Wächtersbach, Erich Froſt, Oſtdeutſche Holzſtoff=
werke
Wölfelsdorf (Schleſien), Hartpapierwerk Albert Schmidt
G.m.b. H. in Leipzig, Gebrüder Bernheim, Augsburg=Hochzoll, und
Hartpapierinduſtrie Neumarkt (Oberpfalz) haben ſich zu einer In=
tereſſengemeinſchaft
zuſammengeſchloſſen und eine Verkaufsſtelle
für Haus= und Küchengeräte G.m.b. H., mit dem Sitz in Wächters=
bach
, gegründet.
Die ſaarländiſche Kohlenförderung im Juli. Die reine Kohlen=
förderung
ſtellte ſich im Juli 1932 auf 831 665 Tonnen, wovon
801 473 To. von den franzöſiſchen Staatsgruben und 307
To
von den Pachtgruben gefördert wurden. Bei einer Zahl von 18,75
Arbeitstagen belief ſich die durchſchnittliche Tagesförderung auf
44 346 To. Von der Produktion nahmen im Eigenverbrauch die
Gruben einſchließlich ihrer elektriſchen Zentralen und angeglieder=
ten
Betriebe 69 009 To. auf. An das Grubenperſonal kamen
ur
Koksöfen der Gruben 26 519 To.
Lieferung 39 439 To., an die
An Weichkohlen wurden 706 777 To. verſandt. Die Haldenbeſtände
verminderten ſich um 10 079 To. auf 500 929 To. Ende des Berichts=
monats
. Die Erzeugung von Koks durch die den Gruben angeglie=
derten
Kokereien ſtellte ſich auf 18 357 To. Die Kopfleiſtung er=
reichte
im Berichtsmonat 1031 Kilo pro Tag.

Berliner Kursbericht
vom 5. September 1932

Deviſenmarkt
vom 5. Sepiember 1932

M
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyzd
A.E.G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gasl

Vie
75.50
62.25
20.375
Nasc
20.50
46.125
63.
70.50
30.50
05.-
96.75

We
Gektr. Lieferung
F. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſ.felektr. Untern.
Harpener Bergbau
oeſch Eiſen u.
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Mannesm. Röhr
Naſch.=Bau=Untn
Sberſchleſ. Kolsw
Orenſtein & Kopp

Je
7.
101.75
43.8
79.25
77.
40.
58.75
116.
37.125
35.50
14.75
38.

Mee
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Leonh. Tietz
Verein. Stahlwerkel
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hirſch aupſer
Hohenlohe=Werte
Lindes Eismaſch.
BogelFelegr. Draht
Banderer=Werke

Miect
43.
188.50
53.50
22.75
120.
44.
21.
58.
13.
28.
80.
2
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30.25

Helſingfor.
Wie
udapeſt
ofia
Holland
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Zuenos=Aires
zw Yor
Belgie

Italie
Paris

Währung
100 finn.M
1o0 Schilling
100 Tich.
Beit
0 Gulden
00 Kronen
1o0
ten
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2.Sta
Bap. Beio
*
100 Belga
00 Lir
100 Franes

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6.284
151.95
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9.53
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Brieſſ
2.05
12.485
3.06:
ſt.
3
4.21
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6. 298/ Schweiz
Spanien
eiro
S
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zugoſt
F.
tambu
nada
uah
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Fsland
allinn (Eſtl.)
Ta
Rigo

Währung Fe ie 100 Frank Beſet 9 Guben ſi tilreis 00 Dinar 100 Esenbosl: 00 Drachm. türk. * 912 jgypt. 3.79 Goldpe 100d isl. Kr. 58 100 eſtl. gr. 100 Bat 79.30

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Frankfurter Kursbericht vom 5. September 1932.

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Bahern.:.....
68 Heſſen..
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Deutſche Schutzge=
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Mittelb. Stahl.
16% Ver. Stahlwerke

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J. G. Che
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Daimler=Benz....
Dt. Atl. Telegr. ..
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Linolwerk.Berl.
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Eichbaum=Werger
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Eſchw. Bergwerk.
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G. Farbeninduſ
Feinmech. (Jette
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Frankfurter Hof..
Gelſenk. Bergwerk
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Hindrichs=Auffern
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Ilſe Bergb. Slamt
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Kali Chemie. . . . .
Aſchersleben.
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Reiniger, Gebl
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Salzw. Heilbronn
Schöfferhof=Bind..
Schramm, Lackfbr.
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Siemens & Halske
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Tellus Bergbau
Thür. Liefer.=Geſ.
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Dt. Eff. u. Wechſe
Dresdner Bant. ..
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Rhein. Hhp.=Bank.
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IIIg. Lokalb. Kraftw
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Südd. Eiſenb.=Geſ.
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Dienstag, 6. September=

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

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Mittagessen nach Wahl. e Vorzügll!
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Ab heute in Erstaufführung; Ein neuer Tonflm-
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geöffnet. Eintritt frei.
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des Bundes Deutscher Jugendver-
12388

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Regie: Rudolf Walther-Fein.
Weitere Darsteller:
Jacob Tiedtke, Max Gülsdorf,
Ida Wüst. enta Söneland,
Hugo Fischer-Köppe, Käthe
Haack, Hermann Picha und
Oscar Sima.
O NachdemerfolgreichenBähnen-
stück
von Kadelburg und
Schönthan.
Eine Fülle grotesk-lustiger Situationen, die reizenden
Schlager:
Zwel Treppen Iinks im Nachbarhaus‟
Halli Hallo‟
und die hervorragende Darstellung garantieren für die
V. 12367
amüsanteste Unterhaltung.
Dazu das tönende Beiprogramm.

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(Der Ritt ins Todestal)

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Das gute
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Regie: Clarence Brown.
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(12354)

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für die Namen
A bis Ham Donnerstag, den 8. September
U bis Ram Freitag, den 9. September
S bis Z am Samstag, den 10. September
Kassestunden an diesen Tagen von 913.30 Uhr und von 1719.30 Uhr
(12379

Khaftsprogramms entwick
eiten eingehen und viell!
üſtiſchen Kurſes geben.
hra der Reichstag erneut ve
1 Rede des Kanzlers zu
lerlauf es ſich naturgemäf
erdieſe Regiernn
Zuzlers bei den Fraktiol
Eich die großen Entſcheidun

Prof. Carl Beines und dessen
Assistentin Hanna Perron,
Susanne Horn-Stoll, Mathilde
Weber (Gesang), Hofrat Paul
Ottenheimer (Partienstudium
und Ensemblegesang), Opern-
sänger
Heinrich Kuhn ( drama-
tischer
Unterricht und Dekla-
mation
), Renate Glässing und
Grete Pfuhl (rhythmische Gym-
lastik
, Daleroze u. Bode), Univ.-
Lektor Prof. F, K. Roedemeyer
(Sprech-Erziehung), Gertrud
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(12364)
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in dieſonnige,fröhliche Pfalz.
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Neuſtadt a. d. Huardt und zurück. Darm=
ſtadt
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09 Uhr, Neuſtadt a. d. Haardt an 9.36 Uhr
Neuſtadt a. d. Haardt ab 18.36 Uhr,
Bad Dürkheim ab 19.12 Uhr und Darm=
ſtadt
Hbf an 21.00 Uhr. Fahrpreis ab
Darmſtadr Hbf. für Hin= und Rückfahrt
nach Bad Dürkheim 3.00 RM. und nach
Neuſtadt a. d. Haardt 3.60 RM. Näheres
ſt aus den Aushängen auf den Bahnhöfen
zu erſehen oder durch die Fahrkartenaus=
gaben
und Mitteleuropäiſchen Reiſebüros
(IV 12387
zu erfragen.
Mainz, den 1. September 1932.
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c Eutſcheidungen vorweg
Hiüenten von Hindenburg m
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Ausbildung außerhalb der Akademie
genießen, können als Hospitanten an
dem Unterricht teilnehmen. (St. 12185
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Städt. Akademie für Tonkunst, Elisa-
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derung
ſelbſt, die
am Freitag, 9. 9. 32
nuf dem Klubabend
ſtattfinden, laden
vir unſere Mitglie=
der
hiermit herz=
lichſt
ein. Gleich=
zeitig
bitten wir
im Einreichung der
W
Na

eimnis. Es iſt n!
Wlennen 1
edternlcten, 1
Mie Zet weitae
Sesalictung au
Raen che di1
Haslaufen.
e Sicßt derial
e Wulenasls
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Eit Woclaslten
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