Ginzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
tie 2maligem Erſcheinen vom 1. Auguff
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Fur 2— Reichsmark und 20 Pfennig
abgeholt 2.— Reichdmark, durch die
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ſn Beſtellgeld monatich 2,60 Reichemark.
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tuir iner Nummern infolge höherer Gewalt
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Franfurt a. M. 1301.
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart:, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher miüt * verſehenen Original=Auflätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangobe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 238
Samstag, den 27. Auguſt 1932. 195. Jahrgang
27 mm breite Zelle im Kreiſe Darmſtadt 23 Reichspig.
Finanz=Anzelgen 38 Reſchepfg. Rellamezelle (92 mm
breit12 Reichdmark. Anzelgen von auswärte 35 Reichepfg.
Finanz=Anzeigen 30 Reſchepfg. 92 mm breite Rellamee
zelle 3.00 Reſchsmarf. Alle preiſe in Reichsmark
(4 Dollar — 4.20 Markl. — Im Falle höheres
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streil uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüſlung der
Anzeigen=
auffräge und Leiſſung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerſchilſcher Beltreibung fäll ſeder
Rabatt weg. Bankkonto Deutſche Bank und Darme
ſtädter und Nationalbank.
Hieie Dune ar Papen.
ſtpen holk ſich Vollmachken beim Reichspräſidenken. — Schleicher wird den Kanzler begleiten.
utsprogramm auf dem Nokverordnungsweg. — Reichskagsauflöſung bis ſpäkeſtens Ende Sepkember?
Die Reiſe nach Neudeck.
Die Pläne der Reichsregierung.
ſon unſerer Berliner Schriftleitung.
ikanzler v. Papen wird vorausſichtlich am Montag abend
ᛋrlaſſen und ſich nach Neudeck zum Reichspräſidenten
be=
ewird mit dem Reichspräſidenten von Hindenburg eine
t Ausſprache über die innerpolitiſchen Verhältniſſe her=
Wenn es auch im Augenblick noch zu früh iſt, ganz
Ergebniſſe dieſes Beſuches in Ausſicht zu ſtellen, ſo
oir doch guten Grund zu der Annahme zu haben, daß
Papen mit recht weitgehenden Vollmachten nach Berlin
zu wird.
ul wird ihn der Reichspräſident ermächtigen, ſein
Wirt=
ramm auf dem Notverordnungswege in die Tat
umzu=
m anderen aber wird ſich Herr von Hindenburg wohl
ſſchuben, dem Reichskanzler völlig freie Hand wegen des
ſiedes Reichstags zu laſſen, d. h. alſo, daß Papen vom
widenten die Ermächtigung zur Auflöſung des Reichstags
uurd, ſobald dieſer dem Präſidialkabinett
Schwierig=
heitet. Der Kanzler wird natürlich nicht unverzüglich
Rückkehr nach Berlin ein Dekret über die Auflöſung
ſüttags peröffentlichen. Er wird vielmehr den günſtigſten
hierfür abwarten. Im Augenblick ſind ſcheinbar
am Werke, die Auflöſung des Reichskags
möglichſt weit hinauszuſchieben.
stag tritt am 30. Auguſt zuſammen um ſich zu kon=
Vielleicht kommt es bei dieſer Gelegenheit zu heftigen
wegen der Alterspräſidentin Klara Zetkin, die den
ſtatſächlich eröffnen will, und vermutlich nur
Kom=
hn das vorläufige Präſidium hineinnehmen wird und
Nationalſozialiſten herausfordern will. Vielleicht
aber auch der erſte Sitzungstag ruhig ab, wenn ſich
chnalſozialiſten entſchließen ſollten, dieſer Sitzung fern=
M Dann wird ſich der Reichstag mit Rückſicht
ſeiD eutſchen Katholikentag bis zum 6.
Sep=
eivertagen. Im Anſchluß daran gibt es
viel=
rtheet nur eine ganz kurze Sitzungsperiode, die
ſhl des Präſidiums gewidmet iſt. Man
ſet4 mit, daß dann erneut eine Pauſe eintritt, um
ſilin der zweiten Septemberhälfte in die
Aylitiſche Ausſprache einzutreten. Es kann alſo
er Reichstag ſein Leben noch um einige Wochen ver=
Ritz die Auflöſung iſt aber gewiß, ſobald der
die Ueberzeugung gewonnen hat, daß
ſem Parlament nicht das Geringſte zu
fiyiſt.
Begleitung des Reichswehrminiſſers.
Eſe des Kanzlers nach Neudeck zum Reichspräſidenten
beſondere Bedeutung dadurch, daß der
Reichswehr=
u /Schleicher den Kanzler begleiten wird. Wie wir
es ſogar möglich, daß auch der Reichsinnenminiſter,
dechin Gayl, mit dem Kanzler und dem Wehrminiſter nach
as Wirtſchaftsprogramm.
ranleihe zur Finanzierung der
Arbeits=
beſchaffung.
Breits geſagt, wird das Wirtſchaftsprogramm
bregierung auf dem Wege der
Notverord=
raft gefetzt werden. Das Reichskabinett hat ſich den
bütag über mit den Einzelheiten ſeines
Wirtſchafts=
beſchäftigt. Da die Reichsregierung beſchloſſen hat,
theiten ihres Programms in die Oeffentlichkeit
drin=
ben, iſt damit ſelbſtverſtändlich der Gerüchtemacherei
or geöffnet. Manches von dem, was in den letzten
bekannt geworden iſt, ſcheint aber doch nicht nur
Eſombinationen zurückzugehen. Wir denken dabei an
einer Zwangsanleihe, die aufgelegt werden
ie erforderlichen Geldmittel zur
Verung der Arbeitsbeſchaffung
herein=
en. Dieſe Anleihe ſoll mit allen möglichen Vorzügen
ſein, um ſie den Zeichnern ſchmackhaft zu machen.
Taſächlich zum Beſchluß erhoben werden, dann darf
Ehon feſtgeſtellt werden, daß die Reichsregierung nicht
Ten worden iſt. Sie bedeutet doch ſchließlich nichts ande=
* le verkappte Steuer in einem Augenblick rückläufiger
relmahunen. Man hatte allgemein erwartet, daß die
Ue Skluig im Intereſſe einer Wirtſchaftsbelebung wenig=
DBerſuch machen würde, die Steuerſchraube zu lockern.
We Auf dem Gebiet der Zinsbildung ſcheint ſie ernſt=
EVoſſen zu ſein, mit Eingriffen aufzuwarten. Soweit
DDe Nyrd daran gedacht, dafür=orge zu tragen, daß die
w e chs zwungen werden, ſich zuit ihren Schuldnern zu=
Wen 2 Fei, um neue Zinsſätze auszuhandeln. Darüber
Dde2 len auf wirtſchaftspolitiſchem Gebiet noch zahlreiche
einſchneidende Maßnahmen vorgenommen werden. Es ſieht ſo
aus, als ob der Bergbau und die Eiſeninduſtrie davon erfaßt
werden. Auch die ganze Handelspolitik ſoll
zu=
gunſten der Landwirtſchaft umgeſtaltet werden.
Eine endgültige Stellungnahme zu dieſen Plänen wird natürlich
erſt dann möglich ſein, wenn der Reichskanzler aus
Neu=
deck zurückgekehrt iſt und ſein Wirtſchaftsprogramm in allen
Einzelheiten veröffentlicht hat. Aber ſchon nach ſeiner
Sonn=
tagsrede in Neumünſter wird ſich überſehen laſſen,
welcher Kurs in Zukunft geſteuert werden ſoll.
Verſtändigung in allen grundſählichen Fragen
mit dem Reichsbankpräſidenken.
Wir wir in ſpäter Abendſtunde noch erfahren, wurde in der
mehrſtündigen Sitzung des Reichskabinetts am Freitag das
Wirt=
ſchaftsprogramm in erſter Linie verabſchiedet. Man nimmt
all=
gemein an, daß eine Verſtändigung in allen grundſätzlichen Fragen
mit dem Reichsbankpräſidenten Dr. Luther, der an den
Bera=
tungen des Reichskabinetts teilgenommen hat, erzielt werden
konnte. In der Samstagvormittags=Sitzung des Kabinetts wird
die endgültige Redaktion des Wirtſchaftsprogramms
vorgenom=
men. Am Samstag nachmittag will die Reichsregierung dann
das Wirtſchaftsprogramm endgültig verabſchieden, deſſen
Grundzüge, wie wir bereits gemeldet haben, der Kanzler
am Sonntag in Münſter in Weſtfalen bekannt
geben wird.
Bedenken der Hanſeſtädte gegen die wirtſchaffs=
und Zolpolikik der Regierung Papen.
Hamburg, 26. Auguſt.
Wie von zuſtändiger Hamburger Stelle mitgeteilt wird, hat
am Donnerstag im Berliner Auswärtigen Amt die hanſeatiſche
Abordnung ihre Bedenken gegen die angekündigten
Kontingen=
tierungspläne zur Einſchränkung der Einfuhr ausländiſcher
Agrar=
erzeugniſſe dem Reichsaußenminiſter, Freiherrn von Neurath, dem
Reichsinnenminiſter, Freiherrn von Gayl, und dem
Reichsarbeits=
miniſter, Schäffer, ſowie im Reichsfinanzminiſterium dem vom
Reichsfinanzminiſter in ſeiner Abweſenheit mit dem Empfang
beauftragten Miniſterialdirektor Dr. Olſcher vorgetragen. Die
Ausſprache ergab weitgehende Uebereinſtimmung der Anſichten.
Eine Denkſchrift der Hanſeſtädte iſt geſtern dem Reichskanzler
von Papen übermittelt worden. Abſchriften dieſer Denkſchrift
hat die hanſeatiſche Abordnung auch den vier genannten Miniſtern
übergeben.
Die Hamburger Handelskammer
gegen Konkingenkierungsbeſtrebungen.
Hamburg, 26. Auguſt.
Die Hamburger Handelskammer hatte die „Verſammlung eines
ehrbaren Kaufmanns” für Freitag nach der Börſe einberufen, um
zu den handelspolitiſchen Plänen der Reichsregierung, vor allem
zu den Kontingentierungsmaßnahmen für die Einfuhr forſt= und
landwirtſchaftlicher Erzeugniſſe, Stellung zu nehmen. Der Präſes
der Handelskammer, Nottebohm, warnte mit allem Nachdruck vor
extrem autarkiſchen Zielen. Im Anſchluß an die Ausſprache wurde
von der Verſammlung eine Entſchließung angenommen, die
dem Reichskanzlerüberſandt werden ſoll, und in der es
unter anderem heißt:
„Die Verſammlung eines ehrbaren Kaufmanns hat mit ſchwerer
Beſorgnis von den Beſtrebungen Kenntnis erhalten, die Einfuhr
gewiſſer land= und forſtwirtſchaftlicher Erzeugniſſe durch ein
Kon=
tingentierungsſyſtem zu beſchränken. Solche Maßnahmen würden
lebenswichtige Teile der deutſchen Wirtſchaft ſchwer treffen. Die
in Deutſchland beſonders an den Seehafenplätzen beſtehenden
zahl=
reichen Einfuhrhäuſer müßten ihre Betriebe noch weiter
ein=
ſchrumpfen ſehen. Die noch am Leben gebliebenen deutſchen
Unter=
nehmen im Auslande würden in ihrem Kern um die Erhaltung
ihrer Exiſtenz hart betroffen. Die Ausfuhr deutſcher
Induſtrie=
erzeugniſſe hängt unmittelbar von der Geſtaltung der Einfuhr ab.
Verſchließt ſich Deutſchland gegen die Erzeugniſſe fremder, mit ihm
im Handelsverkehr ſtehender Länder, ſo werden dieſe Länder weder
imſtande noch gewillt ſein, fernerhin deutſche Induſtrieerzeugniſſe
aufzunehmen. Weitere bedeutende Zweige der Exportinduſtrie
Deutſchlands würden aufs ſchwerſte leiden. Die Erfahrungen, die
in letzter Zeit mit der Kontingentierung einzelner Waren gemacht
worden ſind, haben deutlich erwieſen, daß Gegenmaßnahmen der
betroffenen fremden Staaten, und ihrer Bevölkerung die ſichere
Folge ſein müßten. Die Schwächung der deutſchen Kaufkraft im
Innern, die Zunahme der Arbeitsloſigkeit, die Stockung des
Ver=
teilungsapparates, müßten notwendig dazu führen, daß die
Abſatz=
möglichkeiten für die Erzeugniſſe der deutſchen Wirtſchaft im
In=
lande verringert werden, ſo daß die von dieſer Seite erhoffte
Preisſteigerung höchſt fraglich erſcheinen muß. Daher müſſen alle
dieſe Schädigungen des Außenhandels und der inneren Wirtſchaft
beſeitigt werden, zu denen noch die oft im einzelnen dargelegten
allgemeinen unheilvollen Folgen jeder ſtaatlichen
Zwangswirt=
ſchaft hinzutreten, die nicht den mit dieſem Beſtreben verfolgten
Hauptzweck erreicht. Kein einſichtiger Wirtſchaftler wird ſich der
Erkenntnis von der Bedeutung der Landwirtſchaft für Deutſchland
und von der Notwendigkeit, ihr in ihrer ſchweren Notlage zu
hel=
fen, verſchließen. Aber dagegen muß die Verſammlung eines
ehr=
baren Kaufmanns mit aller Entſchiedenheit proteſtieren, daß zur
Erreichung dieſes Zieles wirkungsloſe Methoden verfolgt und
wich=
tige und volkswirtſchaftlich notwendige Teile des deutſchen
Außen=
handels zerſchlagen werde. Die Folgen für die deutſche Wirtſchaft
würden unabſehbar ſein.”
* Offawa.
Kompromißläöſung. — Und die Zukunfk?
Am Ende der Reichswirtſchaftskonferenz von Ottawa
ange=
langt, lohnt es ſich wohl, einen kurzen Blick auf das Ergebnis
dieſes vierwöchigen erbitterten Ringens zu werfen, das ſich in
Parlamentsgebäude und im Chäteau Laurier, den beiden
reprä=
ſentativſten Bauten dieſer inmitten ſchöner Seen gelegenen
kanadiſchen Bundeshauptſtadt abgeſpielt hat. Es iſt in der Tat
ein heißes Streiten geweſen, wenn auch nach außen nicht nur
die Form gewahrt (eine den Angelſachſen ſelbſtverſtändliche
Vorausſetzung, wie wir mit bedauerndem Seitenblick auf
Deutſchland immer wieder feſtſtellen müſſen), ſondern auch
ver=
ſucht wurde, durch Kompromiß=Communiques die
Oeffentlich=
keit über die Schwierigkeiten hinwegzutäuſchen und ſie auf
zweifelhafte Konjekturen anzuweiſen.
Nach vielem Hin und Her und Auf und Ab ſind am 20.
Auguſt eine Reihe von Verträgen zwiſchen England und den
Dominions nebſt Indien, ſowie 5 interdominiale Abkommen
unterzeichnet worden. An ſich ſchon eine ſtattliche Leiſtung, wenn
man die Schwierigkeiten bedenkt, die ſich der Arbeit
entgegen=
geſtellt haben und die wir in zwei Aufſätzen ausführlich
be=
ſprachen (Darmſtädter Tagblatt vom 12. Juli und 17. Auguſt).
Es iſt wohl nicht zuviel geſagt, wenn man die Vermutung
aus=
ſpricht, daß außer dieſen nach außen hin bekannt gewordenen
Verträgen noch manches andere hinter den Kuliſſen verhandelt
wurde. Die Tatſache, daß faſt 2000 Wirtſchaftsführer aus allen
Ländern und Lagern des Empire, Vertreter ſämtlicher
Pro=
duktionszweige Arbeiterführer wie Induſtrielle,
Regierungs=
vertreter und inoffiziöſe Beobachter vier Wochen in der kleinen
Stadt zuſammen waren, läßt dieſe Vermutungen gerechtfertigt
erſcheinen. Zumal, wenn man in Betracht zieht, daß das
Er=
gebnis dieſer Konferenz nicht wenige Tage nach ihrem Abſchluß
ſchon völlig vorliegen und — vorgelegt wird. Daß offiziöſe
„Beobachter” der USA. (Andrew Somers) und Argentiniens
zugegen waren, mit denen wohl auch „Fühlung genommen”
wurde, iſt ebenfalls von Bedeutung. Die USA. dürften
insbeſon=
dere an der Entwicklung der Handelsbeziehungen Kanadas
Intereſſe genommen haben, während Argentiniens Vertreter ſich
wohl um die Abmachungen in der Weizen= und Fleifchzollfrage
lebhaft gekümmert haben wird.
Man kann die Konferenz von Ottawa nach zwei
Geſichts=
punkten hin betrachten. Einmal, inwieweit hat ſie — ſo lautet
die vordringlichſte Frage —, die für die Stärkung des Empire=
Gedankens erweckten Hoffnungen erfüllt? Zum andern: wie
wirkt ihr Ergebnis auf die Weltwirtſchaft und die Bemühungen
um deren Belebung?
Hundertprozentige Optimiſten erhofften ein „autarkes”
britiſches Weltwirtſchaftsreich; ſeine Schaffung ſchien nach dem
Uebergang Englands zum Schutzzoll leichter zu ſein, da nun
auch England handelspolitiſche Präferenzen gewähren konnte,
nach dem Wunſch der Dominions vor allem auf Rohprodukte
und Lebensmittel. Dieſe Hoffnungen ſind nicht in vollem Maße
erfüllt worden. Wenn es wohl auch Ausfluß einer
vorüber=
gehenden mißmutigen Stimmung iſt, die prominente
Konferenz=
teilnehmer zu dem Ausſpruch veranlaßten: noch ein Ottawa,
und das Britiſche Weltreich iſt dahin —, ſo zeigte ſich doch ſehr
deutlich, daß die divergierenden Tendenzen der Wirtſchaft im
Mutterland und den Dominions nicht — auch nicht bei
Anwen=
dung aller denkbaren Kompromißformeln — unter einen Hut
ge=
bracht werden konnten. England exportiert doch nahezu 70 v. H.
ſeiner Ware nicht in das Empire. Und auch die Dominions,
vornehmlich Kanada, ſind in Aus= und Einfuhr auf andere
Länder, vor allem die USA. angewieſen. Dieſes negative
Er=
gebnis iſt intereſſant, weil es mit ziemlicher Klarheit zeigt, daß
ſelbſt ein Wirtſchafts=„Raum”, wie man ja heute zu ſagen
pflegt, von der Ausdehnung des britiſchen Reiches, ein Raum,
der nahezu alle Produkte in ſich beherbergt — von einigen
Edelmetallen vielleicht abgeſehen —, nicht autark bewirtſchaftet
werden kann. Die Handelswege mit Gewalt in andere Bahnen
lenken zu wollen, das wirtſchaftliche Gefälle in ein
wirtſchaft=
liches Bergauf=Fließen zu verwandeln, hat ſich dem nüchternen
Blick der Angelſachſen als ein unrentables Unterfangen gezeigt.
Die klaſſiſche Wahrheit von Adam Smith, daß man ſtatt mit
Aufwand von viel Geld und Arbeit Südfrüchte in Treibhäuſern
in Schottland zu ziehen, dieſe Arbeit und dies Kapital nützlicher
anwendet, wenn man es in induſtrieller Produktion anlegt und
dagegen die Südfrüchte aus einem für ihre Hervorbringung ge=,
eigneten Lande bezieht, dieſe Wahrheit iſt auch durch die
Kon=
ferenz von Ottawa — vielleicht die bedeutſamſte Zuſammenkunft
von Wirtſchaftlern ſeit langen Jahren — nicht widerlegt worden.
Inſofern iſt das Ergebnis auch von innerdeutſchem Intereſſe.
Es wird jedoch in ſeiner Bedeutung modifiziert durch einige
praktiſche Verſuche, die auf die Richtung eines Empire=Syſtems
hinzielen. Abgeſehen jedoch davon, daß die Annahme der
ver=
ſchiedenen Verträge noch gar nicht unbedingt feſtſteht, abgeſehen
davon auch, daß der Proteſt aus dem am meiſten betroffenen
Ausland (Dänemark, Argentinien uſw.) recht heftig eingeſetzt
hat: die Präferenzen, die gewährt werden, belaſten zwar die
Verarbeiter und die Konſumenten, mittelbar natürlich alle Leute,
inſofern als ein höherer Stand der Lebenshaltungskoſten
ziem=
lich notwendig aus einem Weizenzoll reſultieren muß; aber ſie
ſind nicht hoch genug, um nun wirklich eine Iſolierſchicht
zwi=
ſchen das Empire und die Welt zu legen. — Zweifellos am
meiſten hat England ſelbſt auf dem „Altar der
Reichswirtſchafts=
eipheit” geopfert, wie das vor kurzem in einer engliſchen Zeitung
ausgedrückt wurde. Es hat die dominiale Einfuhr auch über
den 15. November d. J. zollfrei gelaſſen; es hat einen
Weizen=
zoll von 2 Schilling pro Quarter akzeptiert. Es hat Kontingente
und Präferenzen auf eine ganze Anzahl von Produkten gelegt,
die lebenswichtig ſind als Lebensmittel und Rohſtoffe: Butter,
Fleiſch, Käſe, Eier, Früchte, Wolle uſw. Es iſt mit ſeinen
Zu=
geſtändniſſen an die Dominions bis an die Grenze des
Trag=
baren gegangen. Aber ſchon werden ſehr heftige Stimmen aus
England ſelbſt laut (und nicht nur aus dem Lager der
Frei=
händler ä outrance), die auf die Verteuerung hinweiſen, die
eine Vorbelaſtung der engliſchen Induſtrie bedeutet und den
Valuta=Dumping=Vorteil wieder wettmachen könnte. Die
Domi=
nions dagegen haben nur ſehr zögernd und widerwillig ihrerſeits
Präferenzen auf engliſche Waren gewährt, und auch das nur
meiſt in Ausſicht geſtellt. Wie man die Dinge auch wenden mag:
für England ſelbſt bedeutet Ottawa im weſentlichen ein Opfer.
Seite 2 — Nr. 238
Ein Opfer, das zu bringen England aus politiſchen Gründen
vielleicht von Anfang an willens war.
Ottawa iſt ein Kompromiß und es hat wenigſtens inſofern
für die Weltwirtſchaft keine neue Belaſtung gebracht, als es
möglichſt alles offen ließ. Die Iſolierung des
Welt=
reichs von der Welt, von der es doch immerhin
nur ¼ iſt, wurde vermieden. Die kommenden
Wochen werden nun die erſten neuen
Handelgs=
vertragsverhandlungen des neuen ſchutzzöllneriſchen
Enlgand bringen, vermutlich zunächſt mit Frankreich und den
USA., dann wohl auch mit Deutſchland. An die Stelle des
freihändleriſch=weltwirtſchaftlichen
Meiſtbe=
günſtigungsprinzips iſt das Syſtem der
Kontin=
gente getreten. Man muß abwarten, wie England das neue
Syſtem handhabt. Daß die Weltwirtſchaftskonferenz nicht
torpe=
diert wurde, ehe ſie begann, iſt aber immerhin ein
hoffnungs=
volles Zeichen. Und ſicher iſt manche wertvolle Vorarbeit in
Ottawa geleiſtet worden. Andererſeits zeigte ſich, daß ſelbſt im
„Familienrat” (wie engliſche Blätter die Konferenz von Ottawa
nannten) die Divergenzen nicht zu überbrücken ſind. Viel
ſchwie=
riger wird es ſein, auf der Weltwirtſchaftskonferenz zu einem Ziel
zu kommen. Und, ſelbſt wenn es erreicht wird: die Erfahrungen
der Weltwirtſchaftskonferenz vom Jahre 1927 haben gelehrt, daß
die beſten und vernünftigſten Ratſchläge nichts erreichen können,
wenn — ſie nicht in der Praxis befolgt werden. Man darf
ruhig ſagen: die Nichtbefolgung dieſer Ratſchläge, die auf eine
Wiederherſtellung der normalen Wirtſchaft zwiſchen den Völkern
abzielten, hat ſich bitter genug gerächt. Wenn man Wirtſchaftspolitik
einmal weniger eſchatologiſch und eſoteriſch, ſondern mehr
ver=
nünftig und nüchtern betrachtete und betriebe, dann würde man
leicht erkennen, daß ſich in Wirklichkeit keine
erd=
umwälzenden und himmelſtürzenden
Verände=
rungen vollzogen haben, ſondern daß
unver=
nünftige Handhabung eine Maſchinerie in
Un=
ordnung gebracht hat, deren Präziſion weder ein Pfuſchen
verträgt noch ein Auseinanderreißen. Man macht aus einem
Automobilmotor nicht ſechs gut arbeitende Motoren. Man kann
aber nicht von einem Verſagen des Motors ſprechen, wenn man
vergeſſen hat, ihn zu ölen und mit Brennſtoff zu verſorgen, —
ja wenn man ſogar womöglich in die Zylinder und das
Ge=
triebe ein wenig Sand geſchüttet hat
Ottawa hat weder für das Empire die von manchen gehoffte
Iſolierung gebracht. Noch hat es auch der Weltwirtſchaft
un=
mittelbar geholfen. Das Beſte, was man von ihm ſagen kann, iſt:
Ottawa hat nicht viel verdorben. Es iſt ein Kompromiß. Denn
sch.
es war eine angelſächſiſche Konferenz ...
Zer dun Beutgen.
Das preußiſche Juſtizminiſterium gegen den
Unkerſuchungsausſchuß.
Berlin, 26. Auguſt.
Das preußiſche Juſtizminiſterium veröffentlicht folgendes:
Der Vorſitzende des 19. Ausſchuſſes des Preußiſchen Landtags hat
mit Schreiben vom 24. Auguſt dem preußiſchen Juſtizminiſterium
die Einberufung des Ausſchuſſes zum 2. und 3. September nach
Beuthen zur Nachprüfung des Verfahrens vor dem Sondergericht
bei dem Landgericht in Beuthen in der Strafſache Kottiſch und
Gen. mitgeteilt, und u. a. um Ueberlaſſung des
Schwurgerichts=
ſaals in Beuthen, um Bereitſtellung der Verurteilten zur
Ver=
nehmung vor dem Ausſchuß und um Aushändigung der Akten
des Strafverfahrens erſucht.
Das preußiſche Juſtizminiſterium hat durch Schreiben vom
26. Auguſt erwidert, daß es aus rechtlichen Gründen nicht in der
Lage ſei, dem Erſuchen zu entſprechen. Die Nachprüfung des
Ver=
fahrens des Sondergerichts in Beuthen in der Strafſache Kottiſch
u. Gen, würde eine Ausdehnung der dem Ausſchuß vom Landtag
übertragenen Aufgaben bedeuten, zu der der Ausſchuß nicht befugt
ſei. Es komme hinzu, daß die angekündigte Unterſuchung einen
Eingriff in die Unabhängigkeit der Gerichte bilden und daher
im Hinblick auf Artikel 102 der Reichsverfaſſung unzuläſſig ſein
würde.
Um die Begnadigung der Beukhener SA.-Lenke.
An fonſt gut unterrichteter Stelle wird das Nachrichtenbüro
des Vdz. auf die Schwierigkeiten hingewieſen, die ſich für die
kommiſſariſche preußiſche Regierung in der Frage der
Begna=
digung der in Beuthen zum Tode verurteilten S.A.=Leute
er=
gäben. Man könne damit rechnen, daß in der nächſten Woche die
nötigen Unterlagen aus Beuthen in Berlin eingehen und daß
die Angelegenheit dann ſehr bald dem Kabinett unterbreitet
wird. Dabei ſei hervorzuheben, daß man in weiten Kreiſen der
Oeffentlichkeit vor Erlaß der Terrornotverordnung immer wieder
mit Nachdruck verlangt habe, daß mit der ganzen Schärfe des
Geſetzes gegen die Friedensbrecher vorgegangen werde. Die
Regierung habe ſich lange überlegt, ob ſie dieſem Verlangen
ent=
gegenkommen und zum Mittel der Einſetzung von Sondergerich=
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Vom Tage.
Von Berliner zuſtändiger Stelle wird die Havasmeldung
be=
ſtätigt, nach der ſich der franzöſiſche Abgeordnete Fribourg,
Mit=
glied des Auswärtigen Ausſchuſſes der Franzöſiſchen Kammer, am
Donnerstag in Berlin aufgehalten hat und vom Reichskanzler,
dem Reichswehrminiſter und dem Staatsſekretär v. Bülow
emp=
fangen worden iſt.
Das Berliner Kammergericht verurteilte den polniſchen
Staats=
angehörigen Bruno Knibba wegen verſuchten Verrats
militäri=
ſcher Geheimniſſe zugunſten Polens zu vier Jahren Zuchthaus. 10
Jahren Ehrverluſt und Zuläſſigkeit der Polizeiaufſicht. Knibba
hatte verſucht, geheim zu haltende Nachrichten über die
Grenzver=
hältniſſe zu ſammeln, um ſie an die polniſche Nachrichtenſtelle
wei=
terzuleiten.
In Elmshorn und Umgegend ſind am Donnerstag ſechs neue
Verhaftungen wegen der Handrganatenanſchläge in Schleswig=
Holſtein vorgenommen worden. Die Verhafteten ſind
ausnahms=
los SS.=Leute.
Bei Uerdingen in der Nähe Krefelds kam es in der
vergan=
genen Nacht zu einem Wortwechſel zwiſchen politiſchen Gegnern,
in deſſen Verlauf ein Angehöriger der NSDAP. einen Meſſerſtich
in die Bruſt erhielt. Vier beteiligte Perſonen wurden
feſt=
genommen.
Der Landesverband Württemberg=Hohenzollern der
Reichs=
partei des Deutſchen Mittelſtandes (Wirtſchaftsvartei) hat
be=
ſchloſſen, den Landesverband aufzulöſen. Der bisherige
Landes=
vorſtand tritt der Deutſchnationalen Volkspartei (Württemberg.
Bürgerpartei) bei und fordert ſeine Mitglieder in Württemberg
und Hohenzollern auf, ſeinem Beiſpiel zu folgen.
In Rio de Janeiro haben die Kämpfe zwiſchen Regierungs
truppen und Aufſtändiſchen an Intenſität zugenommen und nehmen
einen bedrohlichen Charakter an, der das Wirtſchaftsleben der
Stadt ſchwer in Mitleidenſchaft zieht. Die Kämpfe haben ſich zum
Teil mitten in den Hauptſtraßen der Stadt abgeſpielt.
ten greifen ſolle. Nachdem aber die Sondergerichte gebildet ſeien,
dürfe man im Intereſſe rein ſachlicher Geſichtspunkte ihre
Wirk=
ſamkeit nicht dadurch wieder aufheben, daß man dauernd von
dem Mittel der Begnadigung Gebrauch mache. Das ſei weder
dem inneren Frieden noch der Staatsautorität dienlich. In der
Tat wäre es daher, ſo argumentiert man weiter, für die
kom=
miſſariſche Regierung leichter, im Falle des Beuthener Urteils
dem Recht ſeinen Lauf zu laſſen, als eine Begnadigung
aus=
zuſprechen, die angeſichts der Schwere der Tat außerdem nur
in der Umwandlung in eine hohe Zuchthausſtrafe beſtehen könne.
Es wird die Notwendigkeit unterſtrichen, die Tätigkeit der
Son=
dergerichte auch in Zukunft weder durch Gnadenerweiſe, noch
durch Einwirkungen irgendwelcher Art illuſoriſch werden zu
laſſen.
Ein Gnadengeſuch der Frau Lachmann.
Die Frau des in Beuthen zum Tode verurteilten Gaſtwirts
Lachmann hat an den Bevollmächtigten des Reichskommiſſars in
Preußen, Dr. Bracht, direkt ein Gnadengeſuch für ihren Mann
gerichtet. Dr. Bracht hat ihr geantwortet, daß er für eine
Be=
gnadigung nicht zuſtändig ſei, ſondern das Geſamtminiſterium
und hat ſie darauf hingewieſen, daß ſie ſich an den zuſtändigen
Gnadenbeauftragten wenden müſſe.
Der neue Skaaksſekrekär im
Reichswirtſchafts=
miniſterium.
Geheimrat Schwarzkopf,
der Nachfolger Dr. Trendelenburgs im Staatsſekretariat des
Reichswirtſchaftsminiſteriums, hat ſeine Amtsgeſchäfte im
Reichs=
wirtſchaftsminiſterium am Freitag übernommen.
Dns Beiianer Buugans.
Glanz und Ende eines deutſchen Kunſtinſtituts.
Der „Bauhausgedanke”. — Die Befruchtung der europäiſchen
Kunſt durch Deutſchland. — Zweckmäßigkeit und Sachlichkeit.
Die Geſchichte des Bauhauſes.
Das Deſſauer Bauhaus wird durch die Entſcheidung des
Ge=
meinderats von Deſſau am 1. Oktober geſchloſſen. Damit iſt
vor=
läufig das Ende eines deutſchen Kunſtinſtituts beſiegelt, welches
berufen war, die Kunſt Europas nachhaltig zu beeinfluſſen. Unter
Leitung von Walter Gropius hat das ſtaatliche Bauhaus ſeit dem
Jahre 1919 in Weimar einen glanzvollen Aufſtieg erfahren und
trotz vieler Anfeindungen dem ſogenannten „Bauhausgedanken”
zum Siege verholfen=
Dieſer „Bauhausgedanke” bezweckte und bezweckt noch heute,
alle falſchen und unſachlichen Formen aus dem Kunſtgewerbe und
der Architektur zu verbannen und durch Zweckmäßigkeit und
Sach=
lichkeit zu wirken. Im Mittelpunkt der Beſtrebungen ſtand die
Architektur. Gropius ſelbſt, der von der Architektur herkam, legte
größten Wert darauf, die
Bau=
formen in einem Sinn zu
geſtal=
ten, der dem Geiſt der Technik
entſpricht. Die Beherrſchung des
Materials war in den letzten
Jahrzehnten in unſeren
Kunſt=
gewerbeſchulen verloren
gegan=
gen, und es hatte ſich ein
Kunſt=
ſpezialiſtenbetrieb entwickelt, der
ohne Kenntnis des Stoffes
Zeich=
nungen entwarf. Da wurden
Teppiche gemalt, die nie gewebt
oder geknüpft werden konnten,
und kunſtgewerbliche Gegenſtände
entworfen, die weder in Bronze
noch in Silber oder Gold
herzu=
ſtellen waren.
Das Bauhaus lehrte, daß vor
aller künſtleriſcher Betätigung
die Kenntnis des Stoffes eine
Grundforderung ſei, da der
künſt=
leriſche Gedanke nur aus dem
Material entwickelt werden kann.
So entſtanden organiſche
Ge=
bilde. In der Architektur und der
Möbelfabrikation wurden ſchlichte
und ſachliche Formen gefunder,
Das Bauhaus in Deſſe
die anfangs wegen ihrer Neuartigkeit Befremden und Spott
aus=
löſten, aber ſich ſchnell in Europa und Amerika einbürgerten,
beſonders, als eine Verbindung zwiſchen Schönheit und Zweck
ge=
ſchaffen worden war. Die zahlreichen Auswüchſe, die bei einer
künſtleriſchen Revolution zu verſtehen ſind, verſchwanden bald, die
Bürger gewöhnten ſich an die neuen und ſachlichen Formen. Der
Bauhausgedanke begann ſeinen Siegeszug anzutreten. Im Jahre
1925 überſiedelte das Bauhaus mit Gropius von Weimar nach
Deſſau. Der Nachfolger von Gropius wurde Hannes Meyer, der
allerdings nicht lange die Leitung dieſes Künſtunternehmens inne
hatte, da ſich unter ihm ein großer Teil der Schüler in radikaler
politiſcher Richtung entwickelte.
Als im Jahre 1930 der Architekt Mies van der Rohe mit der
Leitung des Bauhauſes betraut wurde, wurde die Politik wieder
völlig ausgeſchaltet und das Bauhaus wurde wieder ein
Kunſt=
inſtitut. Die Kinderkrankheiten der neuen Richtung waren
in=
zwiſchen völlig verſchwunden, und die Erzeugniſſe dieſer
Kunſt=
ſchule gewannen großen Ruf. Hier wurden vorzügliche Tapeten,
Möbel und Bauten ſowie Beleuchtungskörper, Vorhangſtoffe und
zahlreiche andere Gebrauchsgegenſtände entworfen und in Maſſen
hergeſtellt. Nach und nach wurde dieſe Bauſchule das Ziel zahl=
Weimar, 26.
Der Landtag von Thüringen hat heute vormitt
Stimmen der Nationalſozialiſten, des Landbundes und O
nationalen gegen 15
der Sozialdemokraten
Regierung gewählt.
ſich wie folgt zuſamnn
ſterpräſident: Gauleit
(Natſ.); Volksbilduns
Lehrer Wächtler (Natß
und Wirtſchaftsminiſte
germeiſter Marſchler
(Natſ.). Der
Land=
einen Staatsrat geſt
tere Staatsräte ſind 7
nalſozialiſten, und zue
gerichtsrat. Dr. Weboe
gerichtsrat Dr. Meiſter
und Landrat Jungha=
Im Anſchluß an
der neuen thüringiſch
rung fand ihre Ve
ſtatt. Sodann wurd=e
nationalſozialiſtiſchen
ten Marſchler Studie
Abg. Sauckel, Miniſterpräſident. (Natſ.) zum Landta
ten gewählt.
Nach der Verpflichtung der neuen thüringiſchen La
rung fand die erſte Sitzung des Kabinetts ſtatt. Zum Bu
des thüringiſchen Staatsminiſteriums wurde Sauckel (*
u ſeinem Stellvertreter Staatsminiſter Wächtler (NSS
wählt. Zu Hauptbevollmächtigen zum Reichsrat wu
Staatsminiſter Sauckel und Marſchler (NSDAP.) und z
tretenden Bevollmächtigten zum Reichsrat Staatsminiſt
ler und Staatsrat Dr. Weber (NSDAP.) beſtimmt. Der
vereich des Juſtizminiſteriums wurde dem Staatsrat Dr
zugewieſen.
In der Sitzung des Landtages wurde eine Erklärum
nationalſozialiſtiſchen Miniſter verleſen, in der ſich di
angeſichts der Not in Thüringen verpflichten, ein M
gehalt mit einer Auszahlung von nicht üb
Reichsmark in Anſpruch zu nehmen. Den
überſchieß=
wollen ſie der Staatskaſſe für Linderung der Not zur
ſtellen.
heine Berooppelung vei Burgein
Noch keine Enkſcheidung über die Vorverl
des Steuerkermins.
Vom Deutſchen Städtetag wird mitgeteilt: De
Städtetag hat die Reichsregierung gebeten, die Bürge-)
das Rechnungsjahr 1932 vom Oktober 1932 ab in ſah
einziehen zu laſſen. Von einem Teil der Preſſe wird
hauptet, daß dieſer Antrag eine Verdoppelung der
B=
bezwecke oder bedeute, da die Bürgerſteuer für 1932 ſch
Monaten Januar bis Juni 1932 erhoben ſei. Dieſe E.
beruht auf einem Irrtum: In den Monaten Januar=
1932 iſt, wie wir ſchon geſtern gemeldet haben, erſt dkſte
ſteuer für das Rechnungsjahr 1931 erhoben worden. D) uefen
nungsjahr läuft bekanntlich vom 1. April bis 31. Mnß.m
für die Gemeinden wie den Steuerzahler unmöglich / ſtuſchen
daß eine Steuer erſt zur Hälfte im nachfolgenden Reckhit
zur Erhebung kommt, ſoll auf Wunſch der Städte dil
ſeitigt werden, daß die Bürgerſteuerraten für 1932 von
1932 bis März 1933 eingezogen werden. Eine Erhöhunu
Verdoppelung der Bürgerſteuer erfolgt dadurch nicht.
meinden ſind, bei ihrer äußerſt ſchwierigen Finanzlc.
angewieſen, daß die für das Rechnungsjahr beſtimmte.
auch in demſelben Rechnungsjahr eingehen, damit vor
Arbeitsloſenunterſtützungen gezahlt werden können.
i
Zum Antrag des Städtetags auf. Einziehung de
ſteuer 1932 von Oktober ab erfahren wir von unterrichkt
daß dieſer Antrag die ſorgfältigſte Prüfung bei den S
Reichsreſſorts finden wird. Dabei werden auch Bed=uſt
ſie hinſichtlich des vorzeitigen Verbrauchs der Bürgerſüu
die Gemeinden verſchiedentlich zur Sprache gebracht w.
erwogen werden. Eine Entſcheidung über den Antrc.
in keiner Weiſe getroffen worden.
in
reicher in= und ausländiſcher Künſtler. Im letzten Jalkeſ
ſich hier ungefähr 170 Schüler ein, die aus allen Gesn
Welt zuſammenſtrömten. Das Bauhaus hat ſich in zähet
um eine neue Kunſt Weltgeltung erworben. Der größtt
Schüler, nämlich 135, waren Deutſche. Aber auch aus?
England, Japan, der Schweiz, Frankreich, Norwegen,
und der Tſchechoſlowakei kamen die jungen Künſtler,
u=
neue und bedeutſame Art der Kunſtarbeit kennen zu le‟
Gediegenheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit als oben
aufgeſtellt hat. Hoffentlich findet ſich ein Weg, diel
Kunſtſchule auch weiterhin für die heranwachſende k
Generation Deutſchlands zu erhalten.
auf
Uraufführung im Bremer Schauſpielha
Ludwig von Zihaly: Donnerstag, der 17. Apri
Als erſte Uraufführung brachte man Zihalys Kriml
ſpiel heraus. Ein Stück aus unſeren Tagen. Ein Mädel
Familie, modern und ſelbſtändig, wird die Geliebte eim!
Schauſpielers, der ſie in ſeiner hohlen Eitelkeit gar bau
Zu ſtolz zur Beichte, löſt ſie die Bindung durch einen
Schuß. Aber Zihaly gibt dieſe Löſung erſt im letzte:
ſchwächſten — Akt. Die beiden erſten Akte laſſen die A.
Mädels als die Täterin erſcheinen und vertiefen dieſen
durch das Geſtändnis der Mutter. Der Schluß enthüllt
lichen Hergang. Ein Stück voll Spannung und aufrege
ſchenfälle, aber doch ein Schauſpiel nur, Das ſelbſtloſe
Mutter wird von dem modernen Töchterlein weder bee
gewürdigt. Auch bei dieſem Spiel fühlte man Wilhel
nitzkys zielſichere Regie. Den ſtärkſten Eindruck hatte
Eliſa Tuerſchmanns Mutter und Fritz Saalfelds Vatek.
fall war ſehr laut, galt aber nicht zuletzt der ausgezeichl.
führung.
„Triumph der Empfindſamkeit.
Freilichtaufführung im Garten der Wilhelm=Meiſter
Frankfurt a. M. Im Garten der erſt geſtern.
aus der Taufe gehobenen Wilhelm=Meiſter=Schule fand
nachmittag eine Aufführung des Goethes „Erin=
Empfindſamkeit” mit Muſik von Ernſt Krenek durch de
furter Schauſpielhaus ſtatt. Zu der Aufführung hatte!
zahlreiches geladenes Publikum eingefunden, das i
„Iniereſſe dieſer dramatiſchen Grille Goethes folgte
Die Heldenorgel in Kufſtein (Tirol). Schilderung ihres”
und ihrer Bedeutung von Franz Tafatſcher, Kull
Selbſtverlag der Heldenorgelſtiftung. Preis 50
DE=
tiefdruck der Druckerei Kinderfreund=Anſtalt, Innshre=
zuag, 27. Auguſt 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 238 — Seite 3
Verhandlungen zwiſchen Zenkrum und Nakionalſozialiſten bis Mikke der nächſten Woche verkagk.
Skepkiſche Beurkeilung der Koalikionsausſichken in Regierungskreiſen.
wahl nicht wünſchen, wozu ſie, ſo ſagt das Blatt, „äußerſt naiv
Hiller vor der Enkſcheidung.
auch die NSDAP. rechnet”. Auf dieſe Weiſe glaubt ſie die Füh=
fon unſerer Berliner Schriftleitung.
Verhandlungen zwiſchen dem Zentrum und den
Natio=
uſten haben die wildeſten Gerüchte ins Kraut ſchießen
un unmittelbaren Anſchluß an die ſüddeutſchen Geſpräche
daß ſie keinerlei Ausſicht auf Erfolg hätten. Man
daraus allgemein den Schluß ziehen zu können, daß der
eine Koalition zwiſchen dem Zentrum und den
Natio=
lften zuſtande zu bringen, praktiſch geſcheitert ſei und
z was noch an irgendwelchen loſen Verhandlungen
fol=
ſie, nicht ernſt genommen werden dürfe. Dieſe Auffaſſung
grich heute noch immer im Regierungslager. Dort glaubt
fute noch niemand daran, daß ſich Nationalſozialiſten und
zu gemeinſamer praktiſcher Arbeit zuſammenfinden
Demgegenüber wird in gut unterrichteten parlamen=
Kreiſen angenommen, daß die Entſcheidung über das
elommen der preußiſchen Koalition zwiſchen Zentrum
hionalſozialiſten bis ſpäteſtens Donnerstag nächſter Woche
grien ſei. In Regierungskreiſen will man darin lediglich
wiſſen Zweckoptimismus ſehen. Im Ernſt glaubt man
icht an das Zuſtandekommen dieſer Koalition.
ſe Auffaſſung wird aus der Tatſache hergeleitet, daß der
ſozialiſtiſche Unterhändler Straſſer durchaus nicht mit
ſiden und gewichtigen Vollmachten ausgerüſtet war. Er
huar in ſeinen Geſprächen mit den Zentrumsunterhändlern
undes Entgegenkommen gezeigt, er habe wohl auch
er=
uß eine gemeinſame Linie herausgearbeitet wurde, müſſe
m erſt einmal in München ſelbſt dafür ſorgen, daß die
ſeiner Bemühungen unter Dach und Fach gebracht wer=
Auffaſſung Berliner politiſcher Kreiſe ſcheinen ſich ihm
Yyr recht erhebliche Schwierigkeiten in den Weg zu ſtellen
m nimmt an, daß ſie Straſſer kaum kurzfriſtig werde
n können. In dieſem Zuſammenhang verweiſt man
ain Artikel Roſenbergs im „Völkiſchen Beobachter”, der
en dieſem Augenblick erneut dafür eintritt, daß die
ge=
lacht auf Adolf Hitler übertragen werde. Man will
em Leitartikel Roſenbergs bewußte Störungsverſuche
(nd ſagt, daß er ganz gewiß nicht als der Vorſtoß einer
i Perſon gegen die Koalitionsverhandlungen zu
bewer=
ſondern als der Ausdruck einer recht einflußreichen
im Braunen Haus, die aus den verſchiedenſten Gründen
thandlungen mit dem Zentrum keinen Geſchmack
abge=
miteuermöchte. Daß Adolf Hitler von dem gemäßigten Flügel
vie von dem radikalen mit aller Heftigkeit bearbeitet
fht außer allem Zweifel. Hitlers Entſcheidung ſteht noch
ſadie Entſcheidung Adolf Hitlers wartet jedenfalls jetzt das
ttu Hitler aber kann ſich vorläufig noch nicht entſchließen.
Eillt es ihm ſchwer, dem Zentrum die Hand zu reichen.
tä fürchtet er auch, daß in Abweichen von der bisherigen
eauf die reſtloſe Machtübernahme hinausläuft, die
Par=
einſten Erſchütterungen ausſetzen kann. Unter dieſen
Um=
krſt eine Einigung mit dem Zentrum vorläufig noch
im=
hie zu erkennen. Eher könnte man aus der Vertagung der
ſcheung ſchließen, daß diejenigen, die nach der Beendigung
ſweutſchen Geſpräche das Zuſtandekommen einer Koalition
ſrechtslos hielten, letzten Endes wohl doch recht behalten
thlleberraſchungen ſind natürlich keineswegs ausgeſchloſſen.
ſuſt wenn die angeſtrebte Einigung zuſtande kommt, bleiben
küdre Zukunft allerlei Unſicherheitsfaktoren übrig, da die
(nſtellung der Nationalſozialiſten dafür ſpricht, daß ſie
fih oder lang aus dem Koalitionsvertrag ausbrechen und
Linen Wege gehen werden.
Akionalſozialiſtiſche „Warnung vor dem
Staaksſtreich von oben”.
München, 26. Auguſt.
Ihinem Artikel, der u. a. die Ueberſchrift trägt „Eine
hrnan vor dem Staatsſtreich von oben” beſchäftigt ſich der
„MlkKK Beobachter” in einem aus Berlin datierten Artikel mit
irſpolitiſchen Lage und den Gerüchten über eine Auflöſung
Anstags. Das Blatt behauptet, dieſe Gerüchte laſſe die
ſichBigierung durch die ihr naheſtehende Preſſe verbreiten, und
geiche in der Hoffnung, durch die Verkündung dieſer Abſicht
engLuck auf jene Parteien ausüben zu können, die eine Neu=
im Kleinen Haus.
*5ommerſpielzeit im Kleinen Haus, die in dieſem Jahre
em Male vom Stadttheater Gießen (Intendant Dr. Rolf
Weſtritten wurde, iſt zu Ende. Sie umfaßte 39 Vor=
* in denen die ſtattliche Anzahl von 10 verſchiedenen
darunter zwei Operetten, zur Aufführung gelangte.
rein Zahlenmäßige hinaus iſt feſtzuſtellen, daß der
ſelbſt im Rahmen, der durch die Jahreszeit ja
ge=
als außerordentlich vielſeitig und abwechſlungsreich
werden muß. Wagte man doch — und zwar mit
ſolge — ein ſo nachdenklich feines Werk, wie das Zeit=
Verſtehen wir uns” dem ſommerlich eingeſtellten
vorzuſtellen, das dieſe Uraufführung der Gießener
diem Mittelpunkt Frau Auguſte Praſch=Grevenberg,
glied des Meininger Landestheaters, wirklich herzlich
*Vielleicht iſt es in dieſem Zuſammenhang von Inter=
Ber Autor, ein in Jugoſlawien lebender deutſcher
Dich=
ſchen für dieſes Schauſpiel den kroatiſchen Staatspreis
Lat, und daß das Werk nun auch in den Großbühnen
FSzene gehen wird.
dieſem halb=ernſten Werk bis zu der ausgelaſſenen
erette „Frauen haben das gern” iſt ein weiter Weg,
zelſtationen ohne Ausnahme Erfolge für das Gießener
urden. „Vater ſein dagegen ſehr” (Childs=Carpenter),
* jeder ſucht (Hirſchfeld), ließen die Salonkomödie zu
mrnen, ein Kriminalſtück, Bradleys „Kopf in der
backte die Zuſchauer in ſeiner Art, wie ſie der Humor
Frankfurter” entzückte, der wieder Auguſte
Praſch=
g auf die Bretter führte.
Slübe ſondere Note hatten die Aufführungen im Kleinen
eine Woche lang allabendlich Friderieus Rex in der
r lung durch Otto Gebühr das Publikum in Scharen ins
Nele ockte. Gleich darauf wieder, zwei prominente Gäſte:
Znhr Auger John Gläſer von der Frankfurter Oper und
ime Auser Wilhelm Nentwig vom badiſchen Landestheater
HSr2 alternierten in den Aufführungen des „Land des
SeipR Den Kehraus der Spielzeit bildeten dann wieder
a4 Tpele: „Freie Bahn dem Tüchtigen” von Hinrichs und
Zwillinge” von Impekoven=Mathern ließen das
is A auts dem Lachen nicht herauskommen.
Silit die Spielplan=Bilanz. 7 der künſtleriſche Erfolg
Eedächtnis der Darmſtädte, bleiben, des ſind wir
rung der deutſchen Freiheitsbewegung unter Druck ſetzen und bei
Fortführung ihrer bisherigen Zermürbungstaktik ihren Wünſchen
willfähriger machen zu können. Wir können die Reichsregierung,
ſo heißt es weiter, ſchon jetzt verſichern, daß dieſe Spekulation ein
Fehlſchlag iſt.
Sollten dieſe Drohungen aber nicht den gewünſchten Erfolg
zeitigen, ſo ſcheine ſie tatſächlich auch mit dem Gedanken zu
ſpielen, auch einer Reichstagsauflöſung keine Neuwahlen folgen
zu laſſen, ſondern die Wahlen zunächſt für eine Zeit lang
aus=
zuſetzen und ohne Parlament weiter zu regieren. Das wäre,
erklärt der „Völkiſche Beobachter”, der Sprung in die Illegalität.
Zu einer Bemerkung der „D.A.3.‟, in der die Frage
auf=
geworfen wurde, „ob etwas ſpäter eine Beteiligung der
National=
ſozialiſten im Reichskabinett durchführbar ſein ſollte”, heißt es
in dem Artikel: „Wir können die Regierung heute ſchon
ver=
ſichern, daß ſie ſich auch mit dieſer ſtillen Hoffnung genau ſo
einer Täuſchung hingibt, wie mit der Drohung der
Reichstags=
auflöſung. Die einzige wirkliche Löſung der Kriſe bleibt ſtets
dieſelbe: Uebergabe der Staatsführung an Adolf Hitler.
gegen die Maßnahmen des Reichskommiſſars
in Preußen.
Berlin, 26. Auguſt.
Der Präſident des Preußiſchen Landtages, Kerrl, hat an
den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem er ſeine
Auf=
faſſung über die Stellung der kommiſſariſchen
preußiſchen Regierung gegenüber dem
Land=
tag niederlegt. In dem Schreiben heißt es u. a.:
Herr Dr. Bracht hat mir mitgeteilt, daß ſich die
kommiſſa=
riſche Regierung nicht dem Landtag, ſondern allein dem Herrn
Reichspräſidenten verantwortlich fühle. Die kommiſſariſche
Re=
gierung ſei durchaus bereit, den Abgeordneten Entgegenkommen
zu beweiſen und ſie ſei auch zur Durchführung der
Landtags=
beſchlüſſe befugt, aber nicht verpflichtet.
Einer derartigen Annahme gegenüber ſehe ich mich nunmehr
als Präſident des Landtages, der dem Willen des Volkes
ent=
ſpricht, genötigt, meine ſchweren ſtaatsrechtlichen Bedenken
her=
vorzuheben. Durch dieſe Praxis entſteht eine Ausſchaltung des
preußiſchen Landtages, die weder ſachlich begründet iſt, noch
irgendwie in der Verfaſſung eine Stütze findet.
Verfaſſungs=
mäßig iſt jede Regierung dem Landtage verantwortlich und hat
jeder Miniſter vor dem Landtag zu erſcheinen, ſobald es
ver=
langt wird. Die kommiſſariſche preußiſche Regierung hat
ferner=
hin Maßnahmen getroffen, die ihrem eigentlichen Weſen in
keiner Weiſe entſprechen.
Ihre Pflicht iſt und war es lediglich, ſich auf die
Wieder=
herſtellung verfaſſungsmäßiger Zuſtände zu beſchränken, ſtatt
deſſen hat die kommiſſariſche Regierung eine Verwaltungsreform
in Preußen durchgeführt, die ſowohl im Landtag wie in der
breiten Maſſe der Bevölkerung tiefgehende Verwunderung
aus=
gelöſt hat und die Annahme aufkommen ließ, als habe man bei
der Einſetzung des Reichskommiſſars weniger die
Wiederher=
ſtellung von Ruhe und Ordnung als die Durchführung gewiſſer
anderer Ziele im Auge gehabt.
Deshalb fühle ich mich verpflichtet, auf das ſchärfſte Proteſt
gegen die Durchführung von Maßnahmen zu erheben, von denen
noch nicht feſtſteht, ob ſie dem Intereſſe des preußiſchen Volkes
dienen, und ich bitte dringend, für die Zukunft von ähnlichen
Vorhaben unter Ausſchluß des Landtages Abſtand zu nehmen.
Nokverordnung des Reichspräfidenken
zur Aufhebung der preußiſchen Geſchäftsordnungs=
Aenderung verlangk.
Als Urſache der verfaſſungswidrigen
Zu=
ſtände hatte ich jene Geſchäftsordnungsänderung
nachgewieſen, die auf Veranlaſſung der abgeſetzten Miniſter durch
den früheren Landtag vorgenommen worden war. Es war der
Plan der abgeſetzten Regierung, mit dieſer
Geſchäftsordnungs=
änderung eine Führung der preußiſchen Regierung durch die Natio=
Und noch eins: Entgegen ſonſtigem Brauch verzeichnete der
Spielzettel keinen für das Bühnenbild verantwortlichen
Namen. Das war vielleicht gar zu weit gehende Beſcheidenheit.
Gewiß es wurden keine Neuſchöpfungen geboten. Was aber
Frl. Elli Büttner aus vorhandenem Material erſtellte, war
immer fein abgeſtimmt und mit Geſchmack und künſtleriſchem
Verſtändnis der Handlung angepaßt. —
Das Schuldkonko eines Schmugglers.
Die parlamentariſche Unterſuchnug gegen Juan March,
den reichſten Spanier.
(Der ſpaniſche Multimillionär im Gefängnis. — Der größte
Schmuggler. — Spaniens Tabakkönig. — Myſteriöſe Verbrechen.
Die Unterſuchungs=Kommiſſion des ſpaniſchen Parlaments hat
eine hochnotpeinliche Befragung des reichſten Mannes Spaniens
zum Abſchluß gebracht. Es handelt ſich um den in Spanien
be=
rühmten Multimillionär Juan March, der nicht nur Spaniens
größter Tabakfabrikant iſt, ſondern auch Beſitzer einer großen
Schiffahrtsgeſellſchaft, mehrerer Banken und Zeitungen, ſowie
zahl=
reicher großer Güter. Er iſt auch Abgeordneter von Mallorca und,
wie die Unterſuchung feſtgeſtellt haben will, der größte
Schmuggler und Pirat.
Juan March war bis zur Revolution der geachtetſte und
ein=
flußreichſte Mann Spaniens, der ſich der Freundſchaft und
Gönner=
ſchaft des ſpaniſchen Diktators Primo de Rivera erfreute und von
dem damals mächtigen Manne zahlreiche Vergünſtigungen erhielt.
So bekam er das Tabakmonopol für ganz Spaniſch=Marokko, das
ihm im Jahre ungefähr 10 Millionen Mark einbrachte. Juan
March war ſchon vor dem Kriege ein reicher Mann, und zwar,
wie jetzt feſtgeſtellt worden ſein ſoll, durch einen ungeheuren
Schmuggel, den er mit Tabak betrieb. Er ſoll ſich dabei
verbreche=
riſcher Mittel bedient haben, die jetzt erſt aufgedeckt worden ſind
und bei denen ihm nicht nur die Zollbeamten, ſondern auch die
Poliziſten und Soldaten geholfen haben. Durch ſeinen Einfluß,
den er durch das mit Schmuggel verdiente Geld errang, gelang es
ihm, ſich große Vorrechte auf dem Gebiete des Handels zu ſichern.
Sein Vermögen wuchs immer mehr, ſo daß ſich March genötigt ſah,
es in großen Unternehmungen und Beſitzungen anzulegen. Alles,
was er anfaßte, wurde Gold. Dabei blieb er ein Mann von
ſchlich=
ter Lebensführung. Sein Einfluß wurde von Tag zu Tag größer,
da er über die umfangreichſten wirtſchaftlichen Unternehmungen
verfügte.
Er war gewiſſermaßen für die Geſetze unantaſtbar, denn er
war nicht nur als Abgeordneter immun, ſondern auch als
nalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei zu verhindern. Aus
die=
ſem Grunde hatte ich in meinem Schreiben vom 19. Juli nicht etwa
die Einſetzung eines Reichskommiſſars gefordert, ſondern für
hin=
reichend angeſehen, daß der Herr Reichspräſident eine
Notverord=
nung erließe, durch welche die verfaſſungswidrige Geſchäftsordnung
aufgehoben würde, und daß bis zur Bildung der neuen Regierung
vorübergehend die preußiſche Polizei vom Reich übernommen
wer=
den ſolle.
Inzwiſchen ſteht mir ein ſtaatsrechtliches Gutachten zur
Ver=
fügung, in dem der Rechtsauffaſſung beigetreten wird, daß für die
Geſchäftsordnungsänderung eine Zweidrittelmehrheit notwendig
geweſen wäre. Die Geſchäftsordnungsänderung iſt ſomit nichtig!
Der Herr Reichspräſident iſt zwar über meine Forderung
hin=
ausgegangen und hat die geſamte preußiſche Regierung in die
Hände des Reichskommiſſars übergeführt, um ſo mehr vermiſſe ich
aber, daß meinem Erſuchen um Aufhebung der
verfaſſungswidri=
gen Geſchäftsordnungsänderung bisher in keiner Weiſe Rechnung
getragen worden iſt.
An Sie, ſehr geehrter Herr Reichskanzler, richte ich deshalb
noch einmal die Bitte, dem Herrn Reichspräſidenten den Erlaß
einer Notverordnung vorzuſchlagen, durch welche die
verfaſſungs=
widrige Geſchäftsordnungsänderung für nichtig erklärt wird..
Gemeindeausſchuß forderk Außerkraftſekung der
Verordnung über die Aufhebung von Ländkreiſen.
Berlin, 26. Auguſt.
Der Gemeindeausſchuß des Preußiſchen Landtages befaßte ſich
am Freitagnachmittag mit Eingaben, die ſich gegen die durch die
Verordnung der kommiſſariſchen preußiſchen Regierung verordnete
Auflöſung bzw. Zuſammenlegung von Landkreiſen richten. In den
Eingaben, die aus den betroffenen Gebieten an den Landtag
ge=
langt ſind, werden die wirtſchaftlichen Schäden hervorgehoben, die
die Bevölkerung durch die Neugliederung erleidet. Es wird
er=
klärt, daß wirkliche Erſparniſſe nicht erzielt würden. Die
Beam=
ten müßten übernommen werden und die Angeſtellten ſollten
an=
derweitig untergebracht werden. Die Beläſtigung der Bevölkerung
durch weitere Wege ſei außerordentlich groß.
Im Ausſchuß erklärten ſich alle Parteien gegen die
Neurege=
lung. Annahme fand ein deutſchnationaler Antrag, wonach das
Staatsminiſterium um baldigſte Vorlegung eines Geſetzes über
eine planmäßige, die Wirtſchaftsintereſſen der Bevölkerung
be=
rückſichtigende Verwaltungsreform erſucht wird. Die Verordnung
des Reichskommiſſars ſoll nach einem angenommenen
national=
ſozialiſtiſchen Antrag als rechtsungültig außer Kraft geſetzt
werden.
Ein Vertreter des Staatsminiſteriums hatte vor der
Abſtim=
mung die Erklärung abgegeben, daß die Regierung an ihrer
Ver=
ordnung feſthalte, auch wenn der Gemeindeausſchuß und der
Landtag gegenteilige Beſchlüſſe faßten. Die Regierung ſei
ledig=
lich bereit, zu Zugeſtändniſſen hinſichtlich etwaiger kleiner
Grenz=
berichtigungen.
Depreſſionskonferenz in Wafhingkon.
Präſident Hoover hat am Freitag nachmittag im neuen
Handels=
miniſterium die Depreſſionskonferenz mit einer Anſprache
eröff=
net. Er legte die Wirtſchaftslage dar, und unterſtrich beſonders
die Notwendigkeit gegenſeitiger Hilfe und gegenſeitigen
Ver=
trauens, um die gegenwärtige wirtſchaftliche Aufwärtsbewegung
beizubehalten und weiter zu fördern. Unterſtaatsſekretär Mills
vom Handelsminiſterium gab bekannt, daß der bisher tätige
Vor=
bereitungsausſchuß der Vollverſammlung der Konferez die
Schaf=
fung von großen Zentralſtellen zwecks engerer Zuſammenarbeit
der öffentlichen, privaten, induſtriellen und finanziellen
Intereſ=
ſen vorſchlagen wird. Die nächſten Ziele werden weitere
Kredit=
ausdehnung und Arbeitsbeſchaffung ſein, die fünftägige
Arbeits=
woche blieb unerwähnt. Das Programm ſoll von den
Induſtrie=
ausſchüſſen der Bundesbanken durchgeführt werden. Hierdurch
wird verhindert, daß die Regierung mit der Privatwirtſchaft
ver=
wickelt wird, während andererſeits der Privatwirtſchaft
Regie=
rungsunterſtützung und Regierungsinformationen zugutekommen.
Eine Erklärung der brikiſchen Okkawa=Delegakion
über die Enkwicklung der Weltwirkſchaft.
Cherbourg, 26. Auguſt.
Die britiſche Ottawa=Delegation iſt heute hier angekommen.
Kurz nach ihrer Landung wurde eine Erklärung über die
Er=
gebniſſe der Konferenz abgegeben, in der es u. a. heißt, die
Mit=
glieder der Delegation ſeien der Anſicht, daß die Verträge zu
einer Belebung des Handels im Empire führen würden. Eine
Proſperität des britiſchen Handels aber werde einen günſtigen
Einfluß auch weit über die Grenzen des Empire hinaus
aus=
üben. — Die Ereigniſſe des vergangenen Jahres ließen erkennen,
daß man ſich von dem tiefſten Kulminationspunkt der
Konjunk=
turkurve immer mehr entferne. Dieſes Gefühl der Zuverſicht
werde ſich über die ganze Welt ausdehnen.
Rieſenunternehmer der Arbeitgeber für viele Tauſende von
Arbeitern.
Er war alſo wirtſchaftlich eine Großmacht in Spanien. Nun
kam dazu, daß er noch langfriſtige Verträge beſaß, die das
Handelsmonopol mit Marokko betrafen. Alle dieſe Vorzüge
ver=
hinderten aber nicht, daß vom ſpaniſchen Parlament ſeine
Immu=
nität aufgehoben und er ins Gefängnis gebracht wurde. Nach den
bisherigen Feſtſtellungen des Unterſuchungsausſchuſſes hat der
Staat durch Juan March in den letzten Jahren einen Schaden von
10 Millionen Peſetas, alſo mehr als 3 Millionen Mark, erfahren.
Dieſe 10 Millionen mußte Juan March ſofort deponieren, was
ihm ſehr leicht wurde, denn ſein Vermögen wird auf rund 500
Millionen Peſetas geſchätzt. Neue Kommiſſionen ſollen die
Unter=
ſuchung weiterführen, denn es haben ſich angeblich allerhand
Ver=
brechen gegen den Staat feſtſtellen laſſen, die eine Schädigung des
ſpaniſchen Wirtſchaftslebens bedeuten, und Juan March ſoll alles
wieder gutmachen. Sein Vorleben iſt angeblich ſehr dunkel und
geheimnisvoll. Man munkelt von zahlreichen Verbrechen, unter
denen ſogar der Mord nicht fehlt. Ob alles auf Wahrheit beruht,
läßt ſich nicht vor einer gerichtlichen Verhandlung, die demnächſt
folgen wird, feſtſtellen. Er wird angeklagt wegen Beſtechungen,
wegen Schmuggels, wegen Erpreſſungen und noch wegen
zahl=
reicher anderer Delikte.
Dabei war Juan March früher ein großer Wohltäter und
opferte viele Hunderttauſende für Witwen und Waiſen ſowie für
Kulturzwecke. Den neuen Machthabern aber ſtellte er keine
Geld=
mittel zur Verfügung, und man ſagt, daß dieſes hochnotpeinliche
Verfahren gegen den Multimillionär nicht zum geringſten durch
dieſe Weigerung in Gang geſetzt worden iſt. Wäre er klug
ge=
weſen, dann hätte er auf einige Bitten mit einigen Schecks
ge=
antwortet und vielleicht wäre dann das Verfahren gegen ihn nicht
eröffnet worden. Aber er glaubte, als Abgeordneter immun zu
ſein und gab ſeinem eiſernen Kopf nach. Das wird er vielleicht
jetzt bereuen, denn es wird ihn Jahre der Freiheit und viel Geld
koſten.
Vier Bücher von der Nachfolge Chriſti. Von Thomas von
Kem=
pis. Mit Bildern von J. Ritter von Führich. Ueberſetzung
und Beigabe der harmoniſchen Nachklänge aus Schriften
be=
währter Geiſteslehrer von Fr. Seraph. Häglsperger. 9. Aufl.
Gr. 80 Broſchiert 4 RM.
Das altehrwürdige ſchöne Erhauungsbuch erſcheint hier In
einer Neuausgabe, die ſich zunächſt einmal bemüht, äußerlich in
Schrift, Pavier und Ausſtattung das Buch unſerem Geſchmacke
näher zu bringen.
* Die Rede Friedrich Gundolfs zu Goethes 100. Todestag, d. h.
die Rede, die Gundolf an der Pariſer Univerſität lalten wollte
und die er einige Wochen vor ſeinem Tode niederſchrieb, iſt als
Broſchüre bei Georg Bondi in Berlin erſchienen.
Seite 4 — Nr. 238
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 27. Auguſt
7
OM
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, un=
Die glückliche Geburt eines Töchterchens zeigen hocherfreut an
Joſef Becker und Frau
Victoria geb. Müller.
Darmſtadt, den 26. Auguſk 1932.
Landwehrſtr. 4
z. Zt. Marienhoſpital. (*
ſere liebe Tante
Fräulein
Eifadern Lepn
Die Verlobung unserer
Tochter Christa mit dem
Marinestabsarzt Herrn Dr.
med. Gustav Paul beehren
wir uns anzuzeigen
August Carstens
und Frau Helga
geb.
von der Schulte-Kortak
Köslin, im August 1932.
Friedrichstr. 6
Meine Verlobung mit
Fräu-
lein Christe Carstens zeige
ich hiermit an
Dr.med. GustauPaul
Marinestabsarzt
verſehen mit den hl. Sterbeſakramenten, im
68. Lebensjahre zu ſiſch in die Ewigkeit
ab=
zurufen.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Franz Schardt
Familie Georg Schardt.
z. Zt. kommandiert z.
Uni-
versitätsaugenklinik Berlin
Berlin N 24
Ziegelstr. 29, II.
Darmſtadt, Liebfrauenſtraße 39.
Die Beerdigung findet Montag, den 29. Auguſt 1932,
nachmittags 3½ Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Das Seelenamt am Dienstag früh 6½ Uhr in der
Eliſabethenkirche.
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Hans Rohde
Käte Rohde
geb. Heid
Darmstadt
Große Kaplaneigasse 24.
Schulstraße 4.
Kirchliche Trauung Sonntag, 28. August 1932, nachm.
3 Uhr, in der Stadtkapelle
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Am 23, Auguſt wurde unſere liebe Mutter
an alle, deren Fuc,
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und leicht ermüde-ng
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Franz Reitz u. Frau Gertrude
geb. Knauber
Darmstadt, den 28. August 1932.
Die kirchliche Trauung findet am Sonntag, 28. August,
nachmittags 2 Uhr, in der Kirche St. Ludwig statt. (*
Wwe. des Geh. Sanitätsrats Dr. E. Weiß
von ihrem langen, ſchweren mit großer Geduld
ge=
tragenen Leiden durch den Tod erlöſt.
In tiefer Trauer:
Eliſabeth Wachler, geb. Weiß
Paula Seifert, geb. Weiß
Mathilde Weiß
Dr. Heinrich Wachler.
Braunſchweig, Zuckerbergerweg 85
Darmſtadt, Riedeſelſtr. 33, Los Angeles, Californten.
Die Einäſcherung fand auf Wunſch der Entſchlafenen
in aller Stille ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitte abzuſehen.
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u. erteilt Ihnen unverbindl. Rat u. Auskeuſſtau bis
über die Ursachen der Fußbeschwercytwe All
sowie die Abhilfemöglichkeitenan
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ist das gediegene S pex1 a1 g esch
Dankſagung.
verreiſt
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
ſowie für die Kranzſpenden beim Heimgange unſeres
Todes=Anzeige.
lieben Vaters
Herrn ChriſtofBecker
Lokomotivführer i. R.
u. wird vertreten
durch die Herren;
S.=R. Dr. Birnbaum
Dr. Barthel,
Dr. Buchhold.
Dr. Schiffer,
Dr. Schneider.
(11896b)
Es hat unſerem Herrn gefallen, heute morgen 6½ Uhr
unſere liebe Großmutter und Urgroßmutter
drau Hargutere deige
geb. Koch
im Alter von 86 Jahren in die ewige Heimat
heimzuholen.
Die Hinterbliebenen.
ſagen wir Allen herzinnigſten Dank. Ganz beſonders
möchten wir Herrn Pfarrer Irle für ſeine
aner=
kennenden und tiefgefühlten Worte, die er dem
Ver=
blichenen am Grabe widmete, danken. Ebenſo ſprechen
wir der Gewerkſchaft Deutſcher Lokführer (Ortsgruppe
Darmſtadt) und der Evgl. Männervereinigung der
Petrusgemeinde für den Nachruf am Grabe unſeren
herzlichſten Dank aus.
Bechſtein=
Flügel
faſt neu, preisw. b.
A. W. Zimmermann
Pianos,
Grafenſtraße 21.
(11897)
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 26. Auguſt 1932.
Roßdorf, den 26. Auguſt 1932.
1. Moſe 5, Vers 24.
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derreich. Fam.
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Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Auguſt,
nachmittags 3 Uhr, ſtatt.
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Arbeiten werden z.
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u. B 224 Geſchſt. (*
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme bei dem
unerwarteten Heimgang meines lieben Mannes, unſeres guten
Vaters und Schwiegervaters
Geheimer Forſtrat
dinſt dinn Boffmann
ſowie für die reichen Kranz= und Blumenſpenden, ſagen wir
tiefgefühlten Dank.
Minna Hoffmann geb. Keller
Lieſel Schneider geb. Hoffmann
Dr. Alfred Schneider.
Darmſtadt u. Uerdingen a. Rh., den 26. Auguſi 1932.
Artillerieſtraße 6.
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Am Donnerstag, früh 8½ Uhr,
verſchied nach kurzer Krankheit
mein lieber Mann, unſer guter
Vater, Schwiegervater,
Groß=
vater, Bruder, Schwager und
Onkel
In tiefer Trauer:
Eva Weißenborn, geb. Scheerer
nebſt Kindern.
Dr. med. Jung, Frauenarzt
hält ab 26. August, bis 5. September
keine Sprechstunden.
Vertreter: Herr Dr. med. Schreiner,
Bismarckstraße 39.
Herr Dr. med. Schimmel,
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Die Beerdigung findet am
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tag, den 27. Auguſt 1932,
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mittags 3½ Uhr, auf dem
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ſtände vorhanden ſind, die in
Bekanntmachungen verzeichnet ſ1,
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Grummetgrasberſteige:
Montag, den 29. d. Mis
9 Uhr vormittags ab, wird das
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Zuſammenkunft Schnampelweg.
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Fritz Geyer, Weinbergsitre
Vertreterbesuch.
27. Auguſt 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 238 — Seite 5
Aus der Landeshauptftadt.
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1932.
Meiſterprüfung 1932.
ſeiſterprüfungen für die Provinz Starkenburg haben
ſchluß gefunden. Am kommenden Sonntag, vormittags
mEtlich, findet die feierliche Ueberreichung der
Meiſter=
ndie Jungmeiſterinnen und Jungmeiſter im Städtiſchen
ſtatt. Künſtleriſche Darbietungen des Stadtorcheſters
ſaung ihres Kapellmeiſters Herrn Willi Schlupp werden
untrahmen. Die Mitglieder der Innungen, Vereinigun=
„de und Gönner ſind aufs herzlichſte eingeladen.
Pünkt=
inernen iſt geraten, da zu Beginn der Feier die Türen
ſeverden.
mſuchmittag findet dann ebenfalls im Städtiſchen Saalbau
den gemeinſchaftliches Beiſammenſein mit künſtleriſchen
uen, Konzert und für die noch Rüſtigen Tanz ſtatt. Auch
„üſerzlichſt eingeladen. Eintritt zu beiden Veranſtaltun=
„bdes Alter. Frau Witwe Meta Simon. Darmſtadt,
gertuſſze 11 hat das Glück, am 28. Auguſt in voller
Rüſtig=
e umd eiſtesfriſche ihren 90. Geburtstag zu feiern.
äßlich des 70. Geburtstages des Herrn Lehrer Theodor
sdoyuleifen ſich alle ehemaligen Schüler und Schülerinnen am
hntarg enr 28. Auguſt, nachmittags, auf dem Heiligen
Kreuz=
eg. Oſturgerſtraße.
ue Mieter. Heute, am 27. Auguſt 1932, ſind es 35 Jahre.
die imilie Leonhard Reibold im Hauſe Lagerhausſtr. 26
„ßiſches Rotes Kreuz. Zu der letzten diesjährigen
Kinder=
glr in dem Kinderheim des Heſſ. Roten Kreuzes in
n (Oberheſſen), welche in der Zeit vom 10. Sept.
ſ9i ſtattfindet, können noch einige Knaben im Alter von
ſten Aufnahme finden. Anmeldungen haben baldigſt
röchäftsſtelle des Alice=Frauenvereins. Dieburger Str. 21
den vormittags), zu erfolgen, wo auch die
erforder=
fahmepapiere zu erhalten ſind. Die Kurkoſten betragen
äglich, alſo 75.— RM. für die 30 Tage dauernde Kur.
hätigkeitsfalle kann von dem Heſſiſchen Roten Kreuz
zu bis zur Hälfte der Geſamtkoſten gewährt werden.
eweide Anträge ſind bei der Anmeldung mündlich oder
u ſtellen.
ſv Schloßmuſeum ſind Führungen am Sonntag um 11
1Uhr vormittags, an den Wochentagen um 11 und
Un uormittags und um 3 und 3,30 Uhr nachmittags. Die
es Bürgermeiſters Meyer von Baſel von Hans Hohl=
5 kann ſtets geſondert von den Führungen beſichtigt
2ſruſſiſche Kapelle auf der Mathildenhöhe iſt jeden Tag
Beſiühtzung von 10—12.30 Uhr und von 3—7 Uhr geöffnet.
ädtgemeinde. Die Jugend der evangeliſchen
Stadtge=
ſpenkt den Jugendſonntag in folgender Weiſe zu
be=
imstag, den 27. Auguſt findet abends 8,30 Uhr in
ldirche Jugendabendmahl ſtatt. Sonntag früh um 7 Uhr
den bſaunenchor den Sonntag mit Choralblaſen vom
Stadt=
rm töffnen. Um 10 Uhr nimmt die Jugend an dem
Haupt=
dich in der Stadtkirche teil, deſſen Charakter der
Bedeu=
ſeikl ages angemeſſen ſein wird. Nachmittags um 3 Uhr
ſich uf der Spielwieſe am Böllenfalltor ein frohes
Jugend=
ſcielen. Zu dieſem Jugendſonntag iſt nicht nur die in
ſitchn Organiſationen zuſammengefaßte Jugend herzlich
ſn ſondern die ganze Stadtgemeinde ſowie auch die an=
Byiyien angehörende Jugend evangeliſchen Bekenntniſſes.
iſſches Landestheater. Heute. Samstag, und morgen,
agt gends 20 Uhr, wird die Revue=Operette in drei Akten
wekien Rößl” mit der Muſik von Ralph Benatzky in der
un von Hans Strohbach und der Bühnenausſtattung
elavilla neu in den Spielplan aufgenommen. In den
trolre die Damen: Kinz, Palmer, Heilmann, Wiener, Gothe,
die Herren: Sattler, Dr. Allmeroth Gallinger
Sie=
urs Weſtermann, Baumeiſter Daletzki, Keßler, Kutſchera.
uiſtih Leitung: Fritz Bohne. Der Vorverkauf, der an den
VoRtgen ſehr lebhaft einſetzte, wird heute vormittag ab
r ihgeſetzt.
Aür Maria Rabenalt, der zurzeit in Darmſtadt mit der
mierrug von Hermann Bahrs Komödie. Das Konzert”
Eſchtaowſkys Oper „Eugen Onegin” beſchäftigt iſt,
ſe vunder Pariſer Filmgeſellſchaft Societé des Films
Ar=
es zü einen großen Film nach Paris verpflichtet.
i0 kademie=Konzerte. Das Abonnement auf die 10 Aka=
=Kohurt 1932/33 geſtaltet ſich in dieſem Jahr infolge der
gemilichen Bedingungen derart günſtig, daß die
Nach=
griſiſt. Es liegt daher im Intereſſe der vorjährigen
10 Recht auf ihre alten Plätze ſo ſchnell wie möglich
em 1Gkretariat der Akademie. Eliſabethenſtraße 36. Tele=
3508 zeltend zu machen.
Sinerveranſtaltungen der Köln=Düſſeldorfer
Rheindampf=
uhrt. lit Rückſicht auf das= günſtige Wetter hat der an ſich
reichſltige Sommerfahrplan nach verſchiedenen Seiten hin
Ermeſrungen erfahren, wobei die eingelegten Fahrten zu
derss illigen Preiſen ausgeführt werden „Um 50 Prozent
Figtc ſahrſcheine werden wochentags für den fahrplanmäßi=
Dampſe 7 Uhr ab Mainz bis Bacharach ausgegeben. Diens=
Mittuch und Donnerstag ſogar bis Koblenz. Zwei ganz
be=
ſers biſze Fahrten werden auch in der nächſten Woche noch=
Diulgsag und Donnerstag nach Niederheimbach (Märchen=
und zacharach ausgeführt. Die Abfahrt findet in Mainz
II15ü Ur und die Rückfahrt um 20.30 Uhr ſtatt. Nach dem
ſplamt die Abendfahrt mit Muſik um 18,30 Uhr von Mainz
Bimaz und zurück jetzt auf die Sonntage beſchränkt. Bei,
ſtigenk Vetter und genügender Beteiligung fährt aber auch
wocht nd Samstags um 18.30 Uhr ein Abenddampfer mit
ſit in ade Rheingau, der ohne an den Zwiſchenſtationen anzu=
C. ung 1,30 Uhr wieder in Mainz eintrifft. Anläßlich des
sfeſſie und der anſchließenden Goethe=Ehrung in Bingen
amd enntag, den 28. Auguſt. um 14 Uhr ein Sonderſchiff
Vermchſiten Fahrpreis von Mainz nach Bingen. Die dafür
egebcm Rückfahrſcheine berechtigen abends zur Rückfahrt
jeden ſerſonenſchiff. Auskunft und Fahrſcheine durch die
Atretung (G. L. Kayſer, Fernſprecher 31 959), Vergl.
*Welche Frauen gefallen den Männern?
Der „Skeckbrief” der meiſtgeliebten Frauen. — Irrwege der Mode. — Kein Puder. — Keine Schminke
Nalürliche Angenbrauen. — Kein Girliyp, aber die häusliche, ſporkliche, damenhafte, raſige Frau.
Der „Greka=Garbo=Typ” nicht gefragl.
Es iſt eine höchſt ſeltſame Feſtſtellung, daß die Männer von
der ſchönen Frau eine andere Vorſtellung haben als die Frauen.
Die Mode, die nach allen Geſetzen der Pſychologie angeblich dazu
dient, die Frau für den Mann zu verſchönern, befindet ſich
offenbar jetzt auf Irrwegen, denn es hat ſich herausgeſtellt, daß
die Männer viele Forderungen der Mode mißbilligen und die
von den Frauen als Schönheitsideale angeſehenen Frauen nicht
wünſchen. Eine Umfrage, die vor einiger Zeit von einer
Zeit=
ſchrift veranſtaltet wurde, gibt über die Frau, die von den
Män=
nern geſucht wird, erſchöpfende Auskunft.
Erſtaunlich iſt die Tatſache, daß die Greta Garbo, die von
den Frauen den Beinamen „Die Göttliche” erhalten hat,
überhaupt bei den Männern nicht gefragt iſt.
Währed die Männer die häusliche, ſportliche und raſſige Frau
erſehen, hat der „Garbo=Typ” unter 1000 Anworten nur eine
einzige Zuſtimmung erhalten. Die „göttliche Garbo” iſt alſo ein
weibliches Schönheitsideal kein männliches. Dagegen iſt
Mar=
lene Dietrich für viele Männer eine höchſt begehrenswerte
Er=
ſcheinung. Auch aus zahlreichen anderen Antworten geht
her=
vor, daß die Auffaſſung der Männer von der Frauenſchönheit ſich
nicht mit der der Frauen deckt. Jede Frau ſchminkt ſich heute
zum mindeſten die Lippen. Die überwiegende Mehrheit der
Ant=
worten der Männer entſcheidet ſich aber für die „natürliche” Frau.
d. h. für die ungeſchminkte, und zwar in energiſcher und
unzwei=
deutiger Art. 60 Prozent der Männer erklären die Schminke
als „zuwider”, 30 Prozent als unerwünſcht, und nur 10 Prozent
lieben geſchminkte Frauen. Bei der großen Zahl von
Antwor=
ten iſt dieſer „männliche Volksentſcheid” kaum ein Irrtum. Das
Pudern hat zwar nicht ſo viele Gegner wie das Schminken, aber
immerhin entſchieden nicht weniger als 75 Prozent aller
Män=
ner, daß ſie ungepuderte Frauen mehr lieben als gepuderte.
Auch hierwieder die Sehnſucht nach der Natur.
Künſtliche Schönheitsmittel ſind unbeliebt. Noch heute gilt eine
Forderung der Mode, daß die Augenbrauen ſchmal raſiert ſein
müſſen. Viele Frauen laſſen ſich die Brauen ganz entfernen und
neue, künſtliche anmalen. 85 Prozent aller männlichen
Antwor=
ten erklären ſich gegen das Raſieren der Augenbrauen, denn die
große Mehrheit will die Frau nicht als Sklavinnen aller
Mode=
torheiten ſehen, ſondern liebt das Geſicht, wie es von Gott
ge=
ſchaffen wurde. Der Bubikopf hat einen überwältigenden
Sieges=
zug angetreten, denn nur 20 Prozent entſchieden ſich für Zöpfe
und Dutts. Dagegen ſind alle Haarfarben, blonde, brgune und
ſchwarze, ziemlich gleichmäßig begehrt. Nur die rote Farbe iſt
unerwünſcht, obwohl ſie letzter Modeſchrei iſt.
Es iſt alſo überflüſſig, wenn die Frauen ihre Haare blond
färben, in der Erwartung, dadurch mehr Bewerber zu finden.
Während nämlich 28 Prozent der Männer blonde Frauen ſuchen,
wollen 26 Prozent braune und 22 Prozent ſchwarze Frauen. Der
Unterſchied iſt alſo nicht ſehr groß, und die Blonden gehen nur
mit einer ſehr kurzen Siegesſpanne durchs Ziel. Einige Prozent
der Stimmen entfallen noch auf dunkelblonde und weißblonde
Frauen. 7 Prozent der Männer lieben nämlich dunkelblonde
und nur 3 Prozent weißblonde Frauen. Das ſind die
Forde=
rungen der Männer, die künſtlich beeinflußbare Eigenſchaften
be=
treffen. Die Frauen können daraus die Lehre ziehen, daß die
=Nühen und Unkoſten für die künſtliche Beeinfluſſung der
Schön=
heit vergeblich ſind. Die anderen Eigenſchaften, die bei den
Männern beſonders begehrt ſind, laſſen ſich nicht künſtlich
herbei=
führen wie z. B. eine große Figur von ungefähr 1,70. große
Augen, hohe und ſchmale Stirn, volle Lippen, kleine weiche und
ſchmale Hände, ſchlanke und ſehnige Beine und kleine Füße.
Da=
gegen iſt das rein weibliche Ausſehen, das von mehr als 85
Pro=
zent verlangt wird, bei den meiſten Frauen zu finden, wenn ſie
nicht, wie es heut häufig geſchieht, ſich auf alle mögliche künſtliche
Art ein männliches Ausſehen verſchaffen.
In der letzten Zeit iſt dieſes Beſtreben der Frauen nach
männlichem Ausſehen erfreulicherweiſe ſtark zurückgegangen. Nicht
weniger als 90 Prozent aller Männer haben daran Intereſſe.
Nur ungefähr 10 Prozent lieben männliche Frauen. Alſo keine
künſtliche Beeinfluſſung, ſondern natürliche Anmut und Friſche!
Jungakademiker im Freiwilligen Arbeiksdienſt.
Das Deutſche Studentenwerk richtet an die unbeſchäftigten
Jungakademiker folgenden Aufruf:
Seit mehr als zehn Jahren gegen die Not des akademiſchen
Nachwuchſes in Deutſchland aufs ſtärkſte ankämpfend, fordert das
Deutſche Studentenwerk heute die ſtellungsloſen Jungakademiker
auf, ſich umgehend für den Freiwilligen Arbeitsdienſt zur
Ver=
fügung zu ſtellen.
In langen Verhandlungen iſt es uns gelungen, die Teilnahme
der akademiſchen Jugend am Freiwilligen Arbeitsdienſt als einem
Gemeinſchaftswerk der geſamten jungen Generation zu ſichern. Zu
dieſen Verhandlungen trieb uns vor allem auch die Ueberzeugung.
daß die Lage der vielen tauſend untätig vor dem Berufsleben
wartenden Jungakademiker wirtſchaftlich und ſeeliſch eine ganz
beſonders harte und ſchwere iſt. Aeußere und innere Not
wirt=
ſchaftlicher Mangel und zermürbende Untätigkeit in den Jahren
der größten Schaffensfreude reiben ſie auf. Wir haben dafür
gekämpft, daß das Volkswerk des freiwilligen Arbeitsdienſtes,
das Volksnot durch gemeinſame Tat beheben will, an ihnen nicht
vorbeigeht. Der Weg für die Teilnahme am Freiwilligen
Arbeits=
dienſt iſt nunmehr für jeden Jungakademiker frei. Die
Reichs=
regierung hat weiter die Möglichkeit gegeben, daß auch
Jung=
akademiker über 25 Jahre, die nach kurzer Ausbildung zur
Ueber=
nahme führender Tätigkeit in Arbeitslagern geeignet ſind, in
den Freiwilligen Arbeitsdienſt eintreten können.
Jedem Jungakademiker, der nach Abſchluß ſeiner Studien eine
Berufsſtellung nicht findet und ſich in ſozialem Verſtändnis und
perſönlicher Einſatzbereitſchaft der Aufgabe einer verantwortlichen
Mitarbeit an einem der nationalen Erziehung dienenden
Gemein=
ſchaftswerk gewachſen fühlt, ſteht nunmehr die Tätigkeit im
Frei=
willigen Arbeitsdienſt offen. Wer infolge ſeiner wirtſchaftlichen
Lage hierbei auf eine Förderung aus öffentlichen Mitteln
ver=
zichten kann, wird dies in der Einſicht tun, daß hierdurch einem
anderen, ärmeren Volkgenoſſen ein Platz im Arbeitsdienſt offen
gehalten wird. Jeder andere wird durch das örtliche
Studenten=
werk ſeiner Heimat= oder Nachbarhochſchule in den Genuß der
Förderungsbexechtigung gelangen können, die durch die
geſetz=
lichen Beſtimmungen für Arbeitsdienſtleiſtende vorgeſehen iſt.
Meldungen zum Freiwilligen Arbeitsdienſt nimmt das
ört=
liche Studentenwerk jeder Hochſchule entgegen. Auf Wunſch
über=
ſenden dieſe Stellen wie auch das Deutſche Studentenwerk e. V.
Dresden=A 24. Kaitzer Straße 2, ein ausführliches Merkblatt
über die Teilnahmebedingungen für Jungakademiker (
einſchließ=
lich Junglehrer) am Freiwilligen Arbeitsdienſt.
Das Deutſche Studentenwerk wird ſich ſtets dafür einſetzen,
daß diejenigen unter den ſtellungsloſen Jungakademikern die
ſich dienend in die Arbeitslagerbewegung eingegliedert und
be=
währt haben, bei allen Maßnahmen zur Eingliederung der jungen
Generation in das Berufsſchaffen eine Berückſichtigung finden,
die dieſe Einſatzbereitſchaft anerkennt.
— Zum Schluſſe der diesjährigen Perſonenſchiffahrts=Saiſon
veranſtaltet das Rhein=Reiſe=Büro Halm in Mainz noch einmal
drei Fahrten, und zwar am Dienstag nach der Loreley und zurück
nach dem Städtchen Oberweſel, am Mittwoch die beliebte
Nach=
mittagsfahrt nach dem „Märchenhain” und nach Bacharach, und
am Donnerstag vorbei an der Loreley mit mehrſtündigem
Aufent=
halt in St. Goar und St. Goarshauſen zum Beſuche der großen
Ruine Rheinfels oder zum Aufſtieg nach der Lorelei. Wer dieſes
Jahr noch keine Rheinfahrt gemacht hat, ſollte nicht verſäumen,
an dieſen Saiſonſchlußfahrten teilzunehmen, denn allzulange dürfte
das günſtige Wetter nicht mehr anhalten. Der Kartenverkauf hat
bereits begonnen und ſind Karten im Vorverkauf zu haben bei:
Reiſebüro Hamburg—Amerika=Linie, Luiſenplatz 1. (S. Anzeige.)
Termine der Leipziger Herbſtmeſſe 1932.
Die Leipziger Herbſtmeſſe 1932 wird Sonntag, den 28. Auguſt,
beginnen. Die Textilmeſſe dauert bis einſchließlich Mittwoch, den
31. Auguſt. die übrigen Zweige der Muſtermeſſe und die
gleich=
zeitig ſtattfindende „Meſſe für Bau=, Haus= und Betriebsbedarf”
bis einſchließlich Donnerstag, den 1. September.
Das Schaufenſter als Kundenwerber.
Eine Sonderveranſtaltung auf der Leipziger Herbſtmeſſe.
Während der vom 28. Auguſt bis 1. September ſtattfindenden
Leipziger Herbſtmeſſe wird im Rahmen der Reklamemeſſe die
Sonderſchau „Jeder kann werben” zum dritten Male gezeigt. Sie
wird jedoch keine Wiederholung der früheren Veranſtaltungen
ſein, ſondern ſie wird vollſtändig neues Material bringen. Bereits
durch ihren neuartigen Aufbau will ſie darauf hinweiſen, daß
während der Herbſtmeſſe der Gedanke der Kundenwerbung durch
das Schaufenſter in den Mittelpunkt der Veranſtaltung gerückt
werden ſoll. Eine Fülle belehrenden Materials wird zeigen, nach
welchen Grundſätzen das Schaufenſter dekoriert werden muß, damit
es die Aufmerkſamkeit der Paſſanten erweckt und dem Geſchäft
neue Käufer bringt. Beſonderer Wert wird auf eine
wirtſchaft=
liche Dekoration gelegt, die, den Zeitumſtänden entſprechend, keine
großen Unkoſten verurſacht und trotzdem wirkungsvoll iſt. Infolge
des großen Intereſſes, das dieſe Sonderſchau in den Kreiſen der
Fabrikanten von Schaufenſtereinrichtungsgegenſtänden und
Deko=
rationshilfen gefunden hat wird es möglich ſein, einen ſehr
reich=
haltigen Ueberblick über alle Hilfsmittel neuzeitlicher Dekoration
zu bieten. Im Zuſammenhang mit dieſer Sonderveranſtaltung
wird ein Schaufenſterwettbewerb abgehalten, an dem ſich eine
große Zahl von Leipziger Einzelhandelsseſchäften beteiligen.
Dieſer Wettbewerb ſoll muſtergültige Verkaufsfenſter für die
ver=
ſchiedenen Geſchäftszweige zeigen.
— Darmſtädter Künſtler. Herr Heydorn teilt uns mit,
daß er für die Saiſon 1932/33 als erſter Seriöſer= und Spielbaß
an das Oberſchleſiſche Landestheater in Beuthen i O. S.
ver=
pflichtet wurde. Seine Antrittspartie wird der „Figaro” in
„Figaros Hochzeit” ſein.
— Hochſchulſtadion. Im Anſchluß an unſere Notiz in der
Mittwoch=Ausgabe teilen wir mit, daß das Stadion ab
Sams=
tag wieder voll benutzt werden kann. Wir bemerken noch, daß
eine vollkommene Neufüllung des Schwimmbeckens mit
Trink=
waſſer vorgenommen wurde.
— Der Polizeibericht meldet: Diebſtähle: Am 8 Auguſt
1932, in den Vormittagsſtunden, wurde einem Darmſtädter
Ge=
ſchäftsmann aus ſeinem Perſonenkraftwagen eine braune
Safian=
lederbrieftaſche, mit hellem Leder umflochten, geſtohlen. In der
Brieftaſche befanden ſich verſchiedene Ausweispapiere, darunter
ein Führerſchein und Reiſepaß auf den Namen Ludwig Wolff und
Zulaſſungsbeſcheinigung und Steuerkarte auf die Fa. A. H.
San=
derſohn lautend. Am 30. Juli 1932, gegen 18 Uhr, wurde einem
jungen Mann, der in dem Ludwigsteich am Beſſunger Forſthaus
badete, aus ſeinen Kleidern von einem umherſtreichenden
Hand=
werksburſchen eine viereckige ſilberne Herrenarmbanduhr, arabiſche
Ziffern, Deckel ſchwarz=weiß gewürfelt mit den Zeichen M. 324,
und ein Portemonnaie mit einer Mark Inhalt geſtohlen. Am
25. Auguſt 1932 wurde aus dem Vorkühlraum des Städt.
Schlacht=
hauſes ein friſch geſchlachtetes Kalb mit Fell geſtohlen. Das Fell
war falbenfarbig, auf dem Rücken ſind die Buchſtaben K. J.
ein=
geſchnitten. Perſonen, die ſachdienliche Angaben machen können,
werden gebeten, dies der Kriminalpolizei auf Zimmer 27 des
Polizeiamts mitzuteilen. Belohnung wird zugeſichert.
Müblich farbige Herbst-
Modle, auch Lack=
Ipaineen m. Trotteurabs.
Seite 6 — Nr. 238
Aus den Darmſtädter Lichtſpieltheakern.
Union=Theater.
„Zwei Herzen und ein Schlag”, eine Filmoperette
in der Regie von Wilhelm Thiele und Lilian Harvey und
Wolf=
gang Albach=Retty in den Hauptrollen, iſt eine ſehr heitere,
aus=
gelaſſene Unterhaltung. Victor, der bildſchöne Oberkellner eines
Hotels und Ria Bella, ehedem Zimmermädchen jetzt
Staranwär=
terin, haben ſich fürchterlich gern, wollen ſich aber einſeitig
ſchei=
den laſſen Das geht aber nicht ſo leicht, gibt aber Stoff genug
für eine luſtige Operettenſache. Flüſſige Muſik, viel Tanz große
Aufmachung und die unerläßlichen Schlager bieten 1½ Stunden
hindurch für alle, die Freude daran haben, eine glänzende
Unter=
haltung.
AK
* Reſi=Theater.
Das neue Programm iſt wiederum ſehr reichhaltig, es bringt
als Hauptfilm die amüſante Tonfilmoperette „Ihre Hoheit
befiehlt”, Operetten haben es nun mal an ſich, daß in ihnen
Unglaubhaftes ſerviert wird, und ſo erlebt man denn auch hier,
daß ein Leutnant nach vorſichtiger Berechnung in knapp 8 Tagen
General und wieder Leutnant wird und eine Prinzeſſin
heim=
führt. Abgeſehen von dieſen Unmöglichkeiten — ſelbſt wenn die
Zeitſpannne etwas länger wäre — iſt mit Willy Fritſch, dem
feſchen und beſtechenden Partner der entzückenden und
tempera=
mentvollen Käthe von Nagy als Prinzeſſin, unter der Regie
von H. Schwarz, ein recht flotter, unterhaltender Tonfilm
entſtanden. Man ſetzt ſich auch gerne über kleine Albernheiten
hinweg, da viel Humor und originelle Szenen zum Lachen
zwingen. Hübſche Zwiſchenmuſik, nette Lieder, vor allem der
bekannte Schlager. Du haſt mir heimlich die Liebe ins Haus
gebracht” beleben die Handlung,
Weiter wird ein kleines tolles Luſtſpiel „Im grünen Engel”
ein unterhaltendes Ufa=Kabarett=Programm, ein ſehr
beachtens=
werter Kulturfilm „Aus der Rumänien=Expedition der Ufa=
Kulturabteilung, in den an Federwild beſonders Auerhahnen
reichen rumäniſchen Hochwald” und die Wochenſchau gezeigt. Ein
Programm, das für jeden Geſchmack etwas bietet.
— Die Helia=Lichtſpiele eröffnen heute die neue Spielzeit
1932/33 mit dem großangelegten Filmwerk „Die 11 Schillſchen
Offiziere”, ein Film des deutſchen Volkes, der das tragiſche
Schickſal und Ende der elf Schillſchen Offiziere darſtellt, die nach
heldenhaftem Kampf gegen die franzöſiſchen Bedrücker Preußens
auf Napoleons Befehl in der Feſtung Weſel erſchoſſen wurden.
Die in ihrer Wirkung dem Yorck=Film naheſtehenden Szenen
wer=
den nicht weniger ſtark, zumal auf die vaterländiſch geſtimmte
Jugend, wirken, als dieſer ſeinerzeit ſo begeiſtert aufgenommene
Film. Man wird Gelegenheit haben, in dieſem Film ein
er=
greifendes Stück preußiſcher Geſchichte in freier Nachgeſtaltung zu
erleben.
— Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen heute und folgende Tage,
vielſeitigen Wünſchen entſprechend, in Neuaufführung das
ge=
waltigſte Filmwerk aller Zeit „Ben Hur” mit Ramon Novarro.
— Turngeſellſchaft Darmſtadt 1875, Wander=Abtlg. Auf die
am Sonntag ſtattfindende Auguſt=Wanderung weiſen wir hiermit
nochmals hin. Die Abfahrt erfolgt ab Hauptbahnhof mit
Sonn=
tagskarte Jugenheim, um 7.45 Uhr. Die Führung hat diesmal
unſer Turnfreund Schey übernommen und er wird verſuchen,
angenehme Wege nach dem Felſenmeer zu finden. Wir bitten um
zahlreiche Beteiligung, zudem die Marſchzeit ſehr gering iſt.
— Jungvolk im Frankfurter Zoo. Der Liebling der
Zoo=
beſucher iſt zurzeit das ſchwarze Panterbaby, das täglich mehrere
Stunden von ſeiner Mutter genommen wird, um auf dem
Raſen=
platz am Weiher mit einem jungen Kätzchen zu ſpielen. Im
Rinderrevier iſt bei den weißen ſchottiſchen Parkrindern kürzlich
ein kräftiges Bullkälbchen zur Welt gekommen. Reiche
Nach=
zuchten ſind im Geflügelbeſtand zu verzeichnen. Hervorgehoben
ſeien junge Blutſchnabelenten und die winzigen Kücken der
Witwenenten.
Briefkaſfen.
Jedu Anfrage iſt die ſetzte Dezugsquittung beizufügen. Anonyme Anfragen warden
nicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechteverbindlichket.
H. H. Die Notverordnung vom 8./9. Dezember 1931 betrifft
nur Forderungen oder Grundſchulden, die einer Hypothekenbank,
Schiffspfandbriefbank oder einer öffentlich=rechtlichen
Kredit=
anſtalt zuſtehen. Nur wenn dieſe Gläubiger ſind, können die
Schuldner dieſer Hypotheken und Grundſchulden ihre Schuld durch
Hingabe gleichartiger Schuldverſchreibungen des
Gläubigerkredit=
inſtituts tilgen. Die Frage, für die im übrigen die
Beſtimmun=
gen über die Förderung des Wohnungsbaues durch Landesmittel
in Heſſen ausſchließlich maßgebend ſind, iſt daher zu verneinen.
Der Briefkaſtenonkel iſt in Urlaub gegangen. Er
bittet darum, nur in allerdringendſten Fällen Anfragen zu
ſen=
den, ſonſt ſich aber bis Anfang September zu gedulden.
Lokale Veranſtalkungen.
Die Niernter erſchelnenden Notizen ſind ausſchließlſch als Hinweiſe auf Amzeigen mu
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
— Rippers Platanen=Garten Heute Samstag,
und morgen, Sonntag: Künſtlerkonzert der Kapelle Kauck.
— Schuls Felſenkeller, Dieburgerſtr. 85, heute großes
Streichkonzert. Ein Abend bei Johann Strauß. Leitung
Kapell=
meiſter W. Schlupp. Zu Gehör kommen die vielen luſtigen Wiener
Melodien, u. a. „Fledermaus”. „Zigeunerbaron”, „Prinz
Methu=
ſalem” u a. m. Sonntag: Streich=Orcheſter, Schlager und
Ope=
retten ab 7 Uhr. Eintritt frei.
— Bockshaut. Heute. Samstag, und morgen Sonntag,
zwei große Garten=Konzerte der ungariſchen Elite=
Künſt=
ler=Kapelle Joni Hodoſy. (Siehe Anzeige.)
— Im Herrngarten=
Konzert ſowie Abend=Konzert.
Café von 4—7 Uhr Nachmitatgs=
Heute die ganze Nacht geöffnet.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 27.
12 Heſſiſche Verordnungen vor 100 Jah
Die Neuordnung in kirchlicher und kommunalpolikiſcher Hinſichk. — Kirche, Kreiseinkeilung, Polize
Forſtgerichtsbarkeit, Medizinal-, Schulweſen uſw.
Die Amdalzensen euitie
unker dem heſſiſchen Staaksminiſter Frhrn. du Thil.
Die Kreiseinteilung Heſſens im Jahre 1832, über die wir
geſtern berichtet haben, iſt nur ein kleiner Ausſchnitt aus der
geradezu umwälzenden Neuordnung, die ſich auf den verſchiedenſten
Gebieten vor hundert Jahren in Heſſen anbahnte.
Im Zuſammenhang mit dem Edikt über die Kreiseinteilung
erließ der damalige Innenminiſter Freiherr du Thil unter dem
6. Juni 1832 insgeſamt elf Edikte, die nach du Thils eigenen
Angaben das Publikum um ſo mehr überraſchten, „als über ihren
Inhalt das Geheinnis bewahrt worden war‟. Das erſte Edikt
be=
traf die Kreiseinteilung, wie wir ſie geſtern im einzelnen
dargelegt haben. Das zweite Edikt übertrug die
Polizeifeld=
rüge und Forſtgerichtsbarkeit, die bis dahin von den
unteren Verwaltungsbehörden, d. h. den Landräten, ausgeübt
worden war, auf die Gerichte. Das dritte Edikt übertrug der
Staatsrechnungskammer die Reviſion der
Gemeinde=
rechnungen. Das vierte Edikt beſchäftigte ſich mit den
Medizi=
nalbehörden, wobei die drei beſtehenden Medizinalkollegs in
eins verſchmolzen wurden. Das fünfte Edikt war der Organiſation
der evangeliſchen Kirchenbehörde gewidmet, wobei die
Kirchenräte der drei Provinzen aufgehoben wurden, und an ihre
Stelle das Oberkonſiſtorium trat. Ihm wurde unter Aufſicht des
Miniſteriums des Innern die Verwaltung der landesherrlichen
Rechte in den die evangeliſche Kirche betreffenden Angelegenheiten
und die Ausübung der evangeliſchen Kirchengewalt übertragen.
Schulratskolle. . Provinzen aufgehoben. Das ſiebente
Edikt organiſierte die Kirchenvorſtände der katholiſchen und
evangeliſchen Kirchengemeinden auf vollkommen gleichen Fuß und
erweiterte ihre Befugniſſe. Das achte Edikt beſtimmte diejenigen
der neugeſchaffenen Behörden, an welche die Verwaltung ſowohl
des katholiſchen als auch des evangeliſchen Kirchenvermögens nach
Aufhebung der verſchiedenen Kirchenräte überging und die
Grund=
ſätze, nach denen dieſe Verwaltung geführt werden ſollten. Die
Kirchenräte hatten, gleich den Regierungen, bisher die Rechnung
der Kirchen=, Schul= und Stiftungsfonds, die unter ihrer
Ver=
waltung ſtanden, ſelbſt revidiert. Das neunte Edikt übertrug dieſe
Funktionen aber nicht den Behörden, die an die Stelle der Kirchen=
räte traten, ſondern der Rechnungskammer. Das
ſetzte für das geſamte Elementar=Schulweſe
Landes, ohne Unterſchied der Konfeſſion, an Stelle
ſchiedenen Behörden, denen bisher die Leitung des
übertragen war, den Oberſchulrat ein. Dieſe Behörd
geiſtlichen und weltlichen Mitgliedern beider Koni
ſammengeſetzt. Dadurch wurde vor allem eine einheitn
des Schulweſens erreicht. In nicht weniger als 89
wurde das geſamte Volkserziehungsweſen unter gleick
ſetzung von Ortsſchulvorſtänden und der Bezirksſchuli
feſtgelegt. Das elfte Edikt ſchließlich ſetzte einen Oh
ein, beſtehend aus einem Direktor und den Direktoren
gymnaſien, denen die Leitung der höheren Un
anſtalten, Gymnaſien und Realſchulen übertragen
Ausſchluß der Univerſität jedoch, die dem Miniſterium
unmittelbar untergeordnet blieb. Uebrigens wurden
die beiden letztgenannten Behörden unter dem No
ſtudiendirektion” miteinander verſchmolzen.
Einige Wochen ſpäter, am 1. Auguſt 1832, folgte
Verordnung über die „Vorbereitung zum Staatsdienſ
und Regierungsfache” nach. Eine dreizehnte Verordnu
über die Vollziehung des Edikts, das den Gerichten
gerichtsbarkeit übertrug, ſchloß die Neuorganiſieru
waltungsbehörden in ihren einzelnen wichtigſten Zwe
Miniſter du Thil fällt in ſeinen „Denkwürdigkeit
würdigkeiten aus dem Dienſtleben des Heſſen=Dau
Staatsminiſters Freiherrn du Thil, 1803—1848”, he
von Heinrich Ulmann) über den Erfolg dieſer Neuo
ſein Urteil dahin, „daß erſt von dieſem Zeitpunkt ab
tug den ſicheren, geordneten, beſonders einheitlichen
nommen habe, der dafür notwendig ſei, und kleidet ſe
zuſammenfaſſend in die Worte: „So ſehr im erſten A
Publikum manche Stimmen an der Zweckmäßigkei
Einrichtungen zweifelten, weil der Menſch ſich ſo ſchw.”
Schlendrian trennt, ſo waren wir doch ſtolz auf unſ
dem Bewußtſein, eine wohl durchdachte, von allen
prüfte Arbeit geliefert, alſo wirklich verbeſſert zu he
haben wir uns nicht getäuſcht; die Erfahrung hat
b=
die neue Ordnung ausführbar war, daß der Geſchäftso
facht und beſchleunigt, die Inſtanzen um eine verm
durch den Verwalteten eine große Wohltat erzeigt w.
lich, daß in die Verwaltung eine Einheit kam, die ſ
gewinnen ließ, was in den bald darauffolgenden K
tende politiſche Folgen gehabt hat.”
Herbſttagung der 2. 2. G. Danzig 1932.
Vom 3. bis 5. Oktober.
Auf der diesjährigen Herbſttagung der Deutſchen Landwirt=
ſchaftsgeſellſchaft, die vom 3. bis 5. Oktober in Danzig ſtattfindet,
werden in acht öffentlichen Abteilungs=Verſammlungen die
Tages=
fragen behandelt, die heute für die Landwirtſchaft und
be=
ſonders für die Landwirtſchaft in
Oſtdeutſch=
land im Mittelpunkt des Intereſſes ſtehen. In der Ackerbau= und
Saatzucht=Abteilung werden einſchlägige Fragen der
Weichſel=
niederung erörtert. Die Verſammlung der Betriebs=Abteilung
be=
ſchäftigt ſich mit den Rentabilitätsproblemen der oſtdeutſchen
Landwirtſchaft ſowie mit der Bedeutung der Viehhaltung unter
beſonderer Berückſichtigung der gegenwärtigen Preisverhältniſſe.
In der Verſammlung zur Förderung der Landarbeit und der
Arbeitsgemeinſchaft für Verſuchsringweſen werden Tagesfragen
auf dem Gehiete der Rationaliſierung und Mechaniſierung
be=
ſprochen werden. In der Verſammlung zur Förderung der
Haus=
wirtſchaft ſteht die Förderung des Abſatzes durch die Landfrau
im Vordergrund. Auch in den übrigen Verſammlungen werden
die Belange der oſtdeutſchen Landwirtſchaft weiteſtgehend
berück=
ſichtigt.
Mit Rückſicht auf die wirtſchaftlichen Verhältniſſe ſind die
Verſammlungen zwecks Verminderung der Aufenthaltskoſten auf
einen möglichſt kurzen Zeitraum zuſammengedrängt worden. Der
zu erwartende ſtarke Beſuch der Tagung läßt es dringend ratſam
erſcheinen, eine Vorausbeſtellung der Unterkunft bis zum 15.
Sep=
tember bei der Danziger Verkehrszentrale e. V., Danzig,
Stadt=
graben 5 (Fernſprecher Nr. 24 107) vorzunehmen. Weitere
Aus=
kunft über das Tagungsprogramm erteilt die Hauptſtelle der
D. L. G., Berlin SW. 11, Deſſauer=Straße 14.
Uberraſchend ſchnelle Schmorzbeſeffigung
bei Kopfschmerzen jeglicher Art, Migräne,
Neuralgien und rheumatischen
Beschwer-
den durch das ärztlich bestens empfohlene
Citrovanille. Unschädlich für Herz u. Magen.
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HHH
Tageskalender für Samstag, den 27. Auguſt 1932.
Union=Theater: „2 Herzen und ein Schlag”; Helia=Lichtſpiele:
„Die elf Schillſchen Offiziere”; Palaſt=Lichtſpiele: „Ben Hur”.
— Reſidenz=Theater: „Ihre Hoheit befiehlt”. — Konzerte:
Schuls Felſenkeller, Hotel und Reſt. zur Poſt, Waldſchlößchen,
Bockshaut, Rippers Platanen=Garten. — Herrngarten=Café:
Nachmittagskonzert. — Bürgerhof. 20 Uhr: Anloy=Feier der
Vereinigung früh. Leibgardiſten.
FM„eht uin zwur Maimtoen Menſchen auf der erve.
Die Angaben des „Skakiſtiſchen Jahrbuches des Völkerbundes”. — Völker, die zunehmen und abnehmen.
Die Bevölkerungsdichte in den einzelnen Erdkeilen.
annähernde Zahlen kaum zu ermitteln. Zahlreiche Völker haben,
wie aus den Vergleichszahlen mit früheren Jahren hervorgeht,
2 Milliarden zum erſten Male
erheblichen Zuwachs erfahren, wie z. B. Rußland, Polen und
überſchritken.
Die Bevölkerungszahl der Erde hat zum erſten Mal 2
Mil=
liarden überſchritten, denn ſie beträgt nach dem neueſten „
Stati=
ſtiſchen Jahrbuch des Völkerbundes” rund 2 Milliarden und
10 Millionen Menſchen. Der Völkerbund verfügt über die
um=
fangreichſten Mittel, die Bevölkerungsziffern in den einzelnen
Ländern feſtzuſtellen, ſo daß ſeine Angaben im großen und ganzen
den wirklichen Verhältniſſen entſprechen dürften, wenn auch die
Erhebungen in zahlreichen großen Gebieten Aſiens und Afrikas,
ja ſogar Amerikas nicht Anſpruch auf wiſſenſchaftliche
Genauig=
keit und Exaktheit erheben können. Irrtümer, die in die
Hundert=
tauſende gehen, ſind nicht nur möglich, ſondern ſogar
wahrſchein=
lich. Trotzdem ſind die Zahlen, die das „Statiſtiſche Jahrbuch des
Völkerbundes” mitteilt, von größtem Intereſſe, da man daraus
wichtige Unterlagen für die Beurteilung der machtpolitiſchen
und bevölkerungsſtatiſtiſchen Verhältniſſe auf der Erde gewinnen
kann. Der volksreichſte Erdteil mit ungefähr 1100 Millionen
Menſchen, iſt Aſien. Europa hat kaum die Hälfte ſoviel
Be=
wohner. Die geringſte Anzahl von Einwohnern hat Auſtralien
mit 10 Millionen aufzuweiſen. Amerika hat ungefähr ½
Mil=
liarde Menſchen, von denen mehr als die Hälfte in Nordamerika
wohnen.
Die Bevölkerungsziffern, die von Afrika genannt werden,
ſind außerordentlich vorſichtig zu benutzen. Hier entzieht ſich
ein großer Teil der Bewohner der ſtatiſtiſchen Erfaſſung, und
darum muß die Zahl von 142 Millionen Menſchen tatſächlich wohl
viel höher angenommen werden. Bei den primitiven Zuſtänden,
die in den rieſigen Gebieten herrſchen, ſind genaue Zahlen, ja
Spanien. Ja ſogar Frankreich hat eine Vermehrung von 600 000
Menſchen zu verzeichnen. Deutſchland und England ſind auf
ihrem Bevölkerungsſtand ſtehen geblieben. Die Bevölkerung von
Schottland und Irland hat abgenommen. Die größte
Bevöl=
kerungsdichte hat Europa aufzuweiſen. Hier wohnen auf 1
Qua=
dratkilometer 44,2 Menſchen. Dieſe Zahl iſt gegenüber der
Be=
völkerungsdichte in Deutſchland noch ſehr günſtig, denn bei uns
in Deutſchland iſt ſie mehr als dreimal ſo groß. Deutſchland iſt
wirklich ein Volk ohne Raum. Andere Erdteile haben noch
ge=
ringere Bevölkerungsdichten als Europa. In Aſien kommen auf
1 Quadratkilometer nur 26,3 Perſonen, in Amerika nur 6,2, in
Afrika 4,7 und in Auſtralien gar nur 1.2. Allerdings darf man
nicht überſehen, daß ein großer Teil von Auſtralien unfruchtbar
iſt und für Siedlungszwecke keine Möglichkeiten bietet. Aber die
anderen Erdteile, beſonders Amerika, geſtatten noch umfangreiche
Beſiedlungen, ſo daß einſtweilen noch nicht davon geſprochen
werden kann, daß der Platz auf der Erde nicht ausreicht.
Die Statiſtik der Bevölkerungszunahme iſt auch darum in
wirtſchaftlicher Hinſicht von Bedeutung. Es hat ſich gezeigt, daß
der Zuwachs an Menſchen nur in ſehr geringem Maße
fort=
ſchreitet. Wenn auch die letzte große Weltſtatiſtik die vor 10
Jahren durchgeführt wurde, nur 1500 Millionen Menſchen
feſt=
geſtellt hat, ſo iſt in dieſen 10 Jahren nicht mit einem Zuwachs
von 500 Millionen Menſchen zu rechnen, ſondern nur mit einer
beſſeren Erfaſſung der Bevölkerung in den einzelnen Erdteilen.
Mit einer Ueberbevölkerung der Erde iſt noch lange nicht zu
rechnen, denn erſtens gibt es noch für 2 bis 3 Milliarden Menſchen
Raum auf unſeren Planeten, und zweitens ſcheint es, als ob der
Bevölkerungszuwachs, der in zahlreichen Ländern Europas,
Amerikas und Aſiens feſtgeſtellt iſt, geringer wird, während ſchon
heut mehrere Völker nicht eine Zunahme, ſondern eine Abnahme
der Bevölkerung aufzuweiſen haben.
Zur Durchführung des eidgenöſſiſchen A1
geſehes.
p. In Ergänzung der in Nr. 197 gemachten Au
dürften unſere Leſer die Beſchlüſſe der Expertenkon
tereſſieren, die die Durchführung des Geſetzes betrefn
ben ſolche auszugsweiſe nach der „Basler Nat.=34,
Für alle neu in den Verkehr geſetzten Motorwas=/!0
Vierradbremſe als obligatoriſch erklärt. Für das Fah
Anbringung einer roten Reflexlinſe oder eines
(nach Wahl des Fahrers) vorgeſehen. Der Rückblickſau
den Motorwagen obligatoriſch, ebenſo der automatiſac”
wiſcher, der Fahrtrichtungsanzeiger und für die La
geſchützter Führerſitz; für die Anhängerwagen ſind Ar
betriebsſichere Kuppelung vorgeſchrieben, welch
Schleudern verhindert.
Der zweiachſige ſchwere Motorwagen darf nach=
Höchſtgewicht von 11 Tonnen haben. Die Maximalle
für Autobuſſe iſt auf 30 feſtgeſetzt. Ausnahmen für
mäßige, konzeſſionierte möglich.) Perſonenbeförderury
wagen iſt für die Regel unterſagt. Für neu in Verke/ /yeſt
Wagen iſt Luftbereifung allgemein vorgeſchrieben. B
Iru
von Luftkammerreifen hat ſtets eine Prüfung des S)güſodt,
auszugehen. Für die ſchweren Motorwagen wird eine
ſchwindigkeit von 50 Stundenkilometer zugelaſſen, fü.,P
einer ſolchen bis zu 60 Kilometer zugeſtimmt. Inn.
für alle dieſe Fahrzeuge einheitlich 30 Stundenkik
Mo
Höchſtgeſchwindigkeit feſtgeſetzt werden.
Atugl
Obligatoriſche ärztliche Prüfung will die Komnßund
für die Führer gewerbsmäßiger Perſonentransporte. M nct zu
führer) einführen. Aber alle Fahrzeugführer ſind verdh gewo
Sachverſtändigen auf Sehſchärfe und Gehör zu prüfen
Unterſuchung oder pſychotechniſche Prüfung erfolgt Zu Pähze
Vertrauensarzt. Für die Führer von gewerbsmäßige: Mſo daß
transporten (auch Taxichauffeure) wird AlkoholverkiAledaſſen
Arbeits= und Präſenzzeit gefordert.
Könen
Feiellt.
Bien
R
Zur Frage der Lärmbekämpfung: Es wird ein
Gebrauchs akuſtiſcher Warnſignale im Innerortsw=
23 Uhr bis Tagesanbruch beantragt und das Schein .
um ſobald wie möglich eine techniſch einwandfreie un
Schalldämpfungsvorrichtung für dieſe Fahrzeuge vor
können.
Slimmen aus dem Leſerkreiſe.
(För die Veröffentlſchungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redallies
antwortung: für ſie bleſbt auf Grund des 2 21 Abl.2 des Preſſegeſehzes m —
der Einſender veranworiliſch.) — Einſendungen, die nicht verwendet werde
zurlckgeſandt, die Ablehnung aicht begründet werden.
Beſucht deutſche Bäder!
Zu unſerer Notiz betr Vorfall in Blankenberg
wir folgende bezeichnenden Vorfälle von einem anders
Beſucher in einem belgiſchen Badeort aus dem Jahr=
Ich hielt mich während meiner Sommerferien 3
Belgien auf und hiervon gut 2 Wochen in B. Hierll;
mir einmal das Mißgeſchick, etwas weiter als üblich
hinauszuſchwimmen. Infolge des Brandungslärmes
ſelbſtverſtändlich das Horn des Wächters nicht hören,
ſchließlich aus dem Waſſer zurückkam, lief einer der —
mich zu, rief mir eine Reihe unverſtändlicher Schims
nannte mich ſchließlich deutlich vernehmbar mehrmals=!
Schweinehund” und drohte „mir die Freſſe einzuſchl
ich im Unrecht war, ſah ich von einer Anzeige ab ur
Vorfall auf ſich beruhen — Wenige Tage ſpäter er
folgendes: In Blankenberghe wird überall Tennis A
Ebbe am Strand, auf der Promenade und in den Se4
So ſpielte auch ich des Oefteren vor dem Hotel, da
der Seitenſtraßen lag. Eines Abends nun ereignete
zweimal kurz nacheinander ein Ball leicht an eine Sc
Küche prallte, die ſich im Kellergeſchoß befand, und —
Hauſes neben unſerem Hotel, das vielfach auch als —
gerade von unſerem Wirt benutzt wurde. Wir
hat-
aufgehört zu ſpielen, als plötzlich, vor Wut mit tieß,
ſicht, der Beſitzer dieſer Wohnung auf mich zugeſtürzt
mich anſchreit. Ich machte den Verſuch, mich zu ein
und als er merkte, daß ich Deutſcher war, fiel ſofort
Wort „Verdammter Schweinehund‟. Dieſesmal packte-!
mich die Wut, ich nahm ihn am Kragen und hielt ict
Tennisſchläger ſo unmißverſtändlich unter die Naſe, daßß,
lich aufhörte, zu ſchimpfen. Er ſuchte dann nochmals
unſerem Wirt, der gleichfalls Deutſcher war und einem
Offizier, der für mich eintrat und zog ſich dann
zurück. Da ich am nächſten Tage abreiſen wollte.
leider auch dieſen Fall ungeſühnt vorübergehen laſſen
Das Facit aus dieſen beiden Fällen iſt aber DS
Deutſche in Belgien verhaßt iſt, wo er hinkommt,
ihn, wo man kann, und im Uebrigen ſieht man immee
boches” in uns, ein Ausdruck, den ich leider nur allzu.d
Beſichtigung der Schlachtfelder auch von gebildeten Le
unter ſogar Engländer, hören mußte. — Ich habe
letzten Jahre an der Oſtſee verbracht und kann
Deutſchen empfehlen, beſucht die „deutſchen Seebäder
billiger und ſchöner,
ern letzten Jahren ſtark geſteigerte Kraftverkehr in die
2. beſonders der ſtändige Kraftomnibusverkehr von der
uustſtadt nach Seeheim—Jugenheim, ſcheinen den Anſtoß
rriekt gegeben zu haben. Dieſer Tage fanden zwiſchen den
Kreisverwaltungen und den intereſſierten Gemeinden
eprechungen ſtatt, die darauf hindeuten, daß man als=
Ausführung der erforderlichen Arbeiten heranzutreten
DDas Projekt iſt nicht nur aus verkehrstechniſchen
Grün=
u auch aus Gründen der Arbeitsbeſchaffung im gegen=
Augenblick ſehr zu begrüßen.
ſſurſtadt, 26. Aug. Sommernachtsfeſt. Die Freie
n— Eberſtadt veranſtaltet am Samstag, den 27. Auguſt,
zp Uhr beginnend, auf ihrem Turnplatz in der
Pfung=
iße ein großes Sommernachtsfeſt. — Kirchliches.
nirg, den 28. Auguſt, wird im Rahmen des
Hauptgottes=
wer diesjährige Landesjugendſonntag gefeiert.
hmittag iſt ganz der Jugend gewidmet. Auf der Pfarr=
Hährigen Beſtehen des Ortgewerbevereins und dem 25=
Zeſtehen der Bäcker=Innung.
rſtadt, 26. Aug. Straßenausbau. Wie verlautet,
„eisſtraße Eberſtadt—Seeheim verbreitert werden.
die Frankenſteinerſtraße finden nach einem Gottesdienſt
vele der Jungſcharen, Wettſpiele der Aelteren uſw. ſtatt.
üi sheim, 26. Aug. Unfall. Einem in Darmſtadt
be=
rungen Maurer von hier, der an einer Betonmaſchine
ſchlug am Montag nachmittag die Leier der Maſchine
igegen das rechte Handgelenk, daß dasſelbe brach. Der
ſſo findet ſich zu Hauſe in ärztlicher Behandlung.
ſie sheim b. D., 26. Aug. In ſelten körperlicher und
gei=
hche feierte heute, den 26. Auguſt, die frühere Wirtin zur
pollonia Funk, ihren 88. Geburtstag.
ſes heim, 27. Aug. Sonntag, Montag und Dienstag findet
wweihe ſtatt. (Siehe Anzeige.)
br=Ramſtadt, 26. Aug. Straßenbau. Wie bekannt
ſunt der Straßenneubau Ober=Ramſtadt (bei der
Schloß=
ach Rohrbach jetzt zur Ausführung. Mit den Arbeiten,
Unternehmer von Roßdorf übertragen wurden, ſoll in
norinen werden.
hr=Ramſtadt, 26. Aug. Geſangverein Sänger=
Samstag, den 27., d. M., abends 9 Uhr, hält der Diri=
Geſangvereins Sangerluſt, Herr Lehrer Ramge, im
uof” einen Lichtbildervortrag über Verdun.
ſßworf, 25. Aug. Das Werbeturnen des Turn=
Roßdorf nahm in jeder Beziehung einen
harmoni=
kauf. Um halb drei Uhr trat eine Mannſchaft des
Turn=
ieburg gegen eine Mannſchaft aus Roßdorf zum volks=
Kampfe an Mit fünf Punkten Vorſprung zeigten ſich
als die Stärkeren. Der zweite Teil der Veranſtaltung
urch die Begrüßung des Vorſitzenden Amann eingeleitet.
um Turnverein Dieburg konnte er nun auch noch eine
9t aus Münſter und den Gau=Männerturnwart Plößer
heißen. In dem Geräte=Mannſchaftskampf, der auf
ſhen Platze vor der Turnhalle ſtattfand, hatte Roßdorf
ſick und konnte als Sieger gegen Dieburg und Münſter
Azdorf, 26. Aug. Selbſtmord. Hermann Koch 2., da=
Venerſtraße wohnhaft, entfernte ſich vorgeſtern vormittag
Wohnung und kehrte am Abend nicht zurück. Geſtern
fanden ihn ſeine Angehörigen beim Abſuchen im
Roß=
ineindewald erhängt vor. Koch iſt 28 Jahre alt, ver=
und Vater zweier Kinder. Er war ſeit drei Jahren
ar=
ind ſcheinen ihn Sorgen zu der Tat getrieben zu haben.
aonyme Briefſchreiberin wurde eine dahier wohnhafte
igeſtellt. Schon ſeit einem Vierteljahr verſucht dieſe in
Amuſten Weiſe hieſige Familien gegeneinander
auszuſpie=
ſnfrieden zu ſaen. Der Frömmigkeit, die die Frau an den
ghätte man das infame Treiben nicht zugetraut. Sie wird
ſente Strafe erhalten
ſroß=Zimmern, 26. Aug. Der Ortsgewerbeverein
Groß=
hielt eine Mitgliederverſammlung ab, die ſich
haupt=
ut laufenden Tagesfragen beſchäftigte. Zu Beginn der
ung nahm der Vorſitzende Dietrich die Ueberreichung der
btiefe an die Junggeſellen vor. Sowohl Herr Dietrich als
Michell gaben ihnen mahnende Worte und gute Lehren
en Weg. Zur Heſſiſchen Handwerkertagung vom 3. bis
wber in Ingelheim entſendet der Verein drei Delgierte.
beſchloſſen, daß die geplante Handwerker= und
Gewerbe=
im nächſten Frühjahre ſtattfinden ſoll, in Verbindung
Heſſel, 26. Aug. Kirchweihe. Am kommenden Sonntag
wag findet hier die Kirchweihe ſtatt.
ginſtadt, Kr. Erbach, 26. Aug. Der hieſige Verkehrs= und
hhuungsverein hat aus eigenen Mitteln und zu
gemein=
wecken ein Strandbad an der Mümling errichtet und
i Rutſchbahn, Duſchen und ſonſtigen Einrichtungen
ver=
juden hier Erholung ſuchenden und auch den Einheimiſchen
Füit zu geben, von der Sonne, Licht, Luft und Waſſer
reich=
aauch machen zu können. Irgendeine Abgabe brauchten die
intzu nicht zu leiſten. Dieſerhalb ſind aber die Zuſtände faſt
truch geworden, denn aus allen Orten der Nachbarſchaft
inn Schulkinder und insbeſondere die Arbeitsloſen und
m 4Plätze und den Raſen und auch die angrenzenden Aecker
ngttſo daß für unſere Kurgäſte, für welche in erſter Linie
„B4ſeſchaffen wurde, kein Platz mehr war, um ſich recht
ge=
ſiah’s ſchönen Plätzchens zu erfreuen. Um dieſen Zuſtänden
ſietz hanft ein Ende zu bereiten, iſt es Pflicht des fraglichen
eints zielleicht in Gemeinſchaft mit der Gemeinde, den Platz
ſzern und eine entſprechende Einfriedigung zu machen,
ichm auszugeben, damit der Verein auf ſeine Koſten kommt
dileſeparaturen bezahlen kann, und daß ſo allmählich wieder
zinkehrt.
andbach, 25. Aug. Ratsſitzung. Die Beſtellung eines
ungsausſchuſſes zur Hilfsbedürftigkeitsprüfung wird
ab=
i4nd die Bedürftigkeitsprüfung dem Bürgermeiſter wie
ſers gein überlaſſen. Nachdem die Arbeiten zur Mümling=
Aiielng nicht als Notſtandsarbeiten durchgeführt werden kön=
Elüirt ſich nun der Rat damit einverſtanden, daß dieſe
ſthimm freiwilligen Arbeitsdienſt durchgeführt werden. Es
Bei dieſen Arbeiten 10 Freiwillige im Alter von unter
ein Frage. Bei der Ausführung dieſer Arbeiten wird
Murbau=Oberinſpektor Chriſt von Darmſtadt nochmals
ag an Ort und Stelle über die Arbeiten geben. Zur
Er=
nes Schlauchtrockenturmes wurde nunmehr ein ſehr
gün=
tz an der Nordoſtſeite des neuen Gemeindehauſes im
ſunden, ſo daß die Errichtung dieſes Schlauchtrockenturms,
ſuch nun das Kreisamt, die Kreisbauverwaltung und der
wehrinſpektor gutachtlich geäußert haben, demnächſt
er=
hn. Dem Antrag des Sägewerksbeſitzers Rodenhauſen
um Ermäßigung des Waſſergeldes (der Kubikmeter iſt
1z, berechnet), kann in heutiger Sitzung nicht entſprochen
bis jetzt noch nicht ein einziger Mann von der
Ge=
andbach in dem Sägewerksbetrieb beſchäftigt iſt. Falls
Sandbach eingeſtellt werden, erklärt ſich der Rat bereit,
Angelegenheit nochmals zu verhandeln. Dem Antrag
Stockum um Brechen von Steinen im
Gemeindeſtein=
erſt dann ſtattgegeben werden, wenn er nachweiſt, daß
ſeinbruchsbetrieb ordnungsgemäß bei der Steinbruchs=
Mſſenſchaft angemeldet hat und daß bei den
vorzuneh=
einbruchsarbeiten der Gemeinde keinerlei
Verpflichtun=
onſtige Nachteile erwachſen dürfen.
* Zum neunten Junglandbundtag.
Das Bekennknis der Starkenburger Junglandbündler zu Scholle und Bakerland.
dee Arode Aappen.
Man ſchreibt uns: Am kommenden Sonntag, dem 28. Auguſt,
findet ſich der Starkenburger Junglandbund zu ſeinem jährlichen
Generalappell in Groß=Umſtadt zuſammen. Wir werden an dieſem
Tage in Reih und Glied und zum heiligen Bekenntnis zu unſerer
Schutz= und Trutzaufgabe an Scholle und Vaterland durch die
Stadt Groß=Umſtadt marſchieren.
Wir kommen nicht als Gegner. Unſere Verbundenheit mit
allen deutſchen Volksgenoſſen iſt unſer heiligſtes Ziel, muß
lebendige Geſtaltung finden. Weil wir wiſſen, daß ein großes,
mächtiges freies Deutſchland, wie wir es erkämpfen wollen, nicht
geboren wird aus dem Haß der Stände gegeneinander, ſondern
aus der Liebe und Treue des Volkes zueinander.
Aber eines wollen wir im Zeichen unſerer wehenden Fahnen
und Banner kundtun: „Draußen in deutſchen Dörfern wächſt ein
Geſchlecht heran, das, großgeworden in der Zeit tiefſter deutſcher
Not. zum Kampfe ſich bekennt. Zum Kampfe gegen alles, was
deutſcher Art und deutſchem Weſen, was deutſcher Wirtſchaftsform
und deutſcher Weltanſchauung zuwider denkt und zuwider handelt.
Die deutſche Erde um die 2 Millionen deutſche Männer ihr
Leben gegeben, ſoll fortan nur deutſchbewußten Menſchen Kraft
und Arbeit, Brot und Leben geben, und eine Staatsführung ſoll
in einer Politik der Forderung aller deutſchen Stände die
Grund=
lage ſchaffen für jenen Bau, indem auch jeder deutſche Bauer
ſeiner pflichtgewordenen Aufgabe zu leben vermag.
Gewaltig iſt die Aufgabe, groß das Wollen, groß die Opfer.
Aber, wenn überall in deutſchen Landen die Freude am Werke,
die Liebe zur Aufgabe ſo herrliche Flammen der Begeiſterung
ſchlagen, wie in den Reihen des Starkenburger Junglandbundes,
dann, ſoll es, darf es uns nicht bangen um den Sieg und
ſeiner Stunde.
Auf dieſem Wege zum Deutſchland der Deutſchen ſoll auch
der Bundestag in Groß=Umſtadt gleichkommen einem mächtigen
Appell der Starkenburger Heerſcharen, ſoll ſein ein Rütliſchwur
zur Einheit des Kampfes, zur Reinheit des Sieges, ſoll werden
eine Etappe des unauslöſchlichen Bekenntniſſes zur großen
Mutterorganiſation, dem Reichslandbund, ohne den wir nichts,
mit dem wir alles ſein können.
Weit über die Grenzen unſeres Heſſenlandes ſoll an dieſem
Tage der Schwur der Starkenburger Bauernjugend dringen, ſich
hinfort dem Kampf um Deutſchlands Neugeſtaltung und
Wiedererhebung zu alter Kraft und Ehre mit allem was uns
heilig iſt, zu verſchenken.
Die alte Ritterſtadt Groß=Umſtadt wird uns am Sonntag
ihre Tore öffnen; und was die ernſte Beratung, der Umzug durch
die Stadt uns noch an Zeit übrig laſſen, wollen wir dazu
be=
nutzen, die altvertrauten Schönheiten der Stadt, ihre alten
Giebel und Gaſſen, das landwirtſchaftliche Verſuchsgut und
ſon=
ſtige Schönheiten zu bewundern.
Drum ſoll es an dieſem Tage keine Jungbäuerin und keinen
Jungbauer geben, der nicht unſerem Rufe folgt und ſich
ein=
findet zur Heerſchau der bäuerlichen Jugend.
Skraßenbericht
für die Woche vom 28. Auguſt bis 3. September 1932.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.
Fernverkehrsſtraßen in Heſſen:
45 Heldenbergen—Windecken bis auf weiteres für allen Verkehr
geſperrt. Umleitung für den Durchgangsverkehr: Friedberg,
Vilbel, Bergen, Mainkur, Hanau; für den Lokalverkehr: Eichen,
Oſtheim, Windecken.
Hauptſtraßen in Heſſen:
Keine Sperren gemeldet.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Ruhlkirchen-Bernsburg—Neuſtadt (Ortsdurchfahrt Bernsburg)
vom 29. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Arnshain.
Cd. Michelſtadt, 25. Aug. Von der Oberrealſchule. Am
kommdenen Samstag nachmittags 4 Uhr findet hier im Hotel
Friedrich eine Zuſammenkunft ehemaliger Schüler der hieſigen
Oberrealſchule ſtatt, die der Vorbereitung für die 100=Jahr=Feier
der Schule dienen ſoll, weshalb es wichtig iſt, daß ſich alle früheren
Schüler auch einfinden. Einige haben ſich bereits von weit her
angemeldet, um im Kreiſe der Jugendfreunde wieder ein paar
gemütliche Stunden zu verleben. Einzeleinladungen ergehen
wegen der großen Zahl der zu Erfaſſenden nicht, doch legen die
Einberufer Wert darauf, daß möglichſt alle früheren Schüler,
ſo=
weit ſie nicht dringend verhindert ſind, erſcheinen. — Bei der
Feier wird das neugegründete Orcheſter der Schüler ſich erſtmalig
vor der Oeffentlichkeit hören laſſen. —
Gemeinderats=
ſitzung. Die nächſte öffentliche Gemeinderatsſitzung findet am
kommenden Freitag, abends 8 Uhr, im Sitzungsſaale des
Rat=
hauſes ſtatt.
Ba. Unter=Moſſau, 25. Aug. Aus den Vereinen. Am
Sonntag waren drei unſerer Vereine in Erbach. Für die
Sani=
tätskolonne begann im dortigen Schwimmbad ein
Pflicht=
ſchwimmlehrkurs unter Leitung des Führers Lenz=Erbach. — Der
Geſangverein „Eintracht” beteiligte ſich an dem
Be=
zirksſingen des Heſſiſchen Sängerbundes auf dem Marktplatz unter
Stabführung des Ehrenchormeiſters Walter=Erbach. — Der
Turnverein D. 2. marſchierte mit 29 Wettkämpfern zum
Jugendturnfeſt des 1. Bezirks. 23 Siege wurden errungen,
darun=
ter drei erſte (Willi Sattler 111 Punkte Marie Scheuermann 91,
Greta Schweizer 57) und zwei zweite (Albrecht Ihrig 112, Käta
Allmann 90). — Der Schützenverein veröffentlicht die
Er=
gebniſſe des Gauſchießens auf ſeinen Schießſtänden an der
„Krone‟. Es wurden 1. Sieger (175 Meter aufgelegt): Lang=
Beerfelden 56 Ringe, 175 Meter Freihand: Hültſch=Groß=Umſtadt
56 Ringe, Rehbock: Rauh=Darmſtadt 32 Ringe.
R. Pfaffen=Beerfurth i. Odw., 26. Aug. Der Gemeinderat hat
beſchloſſen, daß ſich bei den Regulierungsarbeiten an der
Ger=
ſprenz ſämtliche hieſigen Arbeiter bis zu 30 Jahren betätigen
kön=
nen. Die Anmeldungen haben auf dem Büro der hieſigen
Bürger=
meiſterei zu erfolgen
R. Unter=Kainsbach i. Odw., 26. Aug. Am kommenden
Sonn=
tag und Montag findet die hieſige Kirchweihe ſtatt. Die Wirte
haben ſich beſtens gerüſtet.
o. Reichenbach i. Odw., 26. Aug. Schweres Autounglück.
Donnerstag abend gegen 7.30 Uhr ereignete ſich am Oſtausgang
des Dorfes ein ſchweres Autounglück Der Chauffeur der
Blau=
farbwerke Marienberg unternahm mit dem Perſonenwagen des
Direktors eine Probefahrt. Auf der Talfahrt verſagte an der
Kurve oberhalb Reichenbach die Bremſe und der Wagen rannte
gegen ein ihm entgegenkommendes Laſtauto und ſtürzte dann eine
mehr als 10 Meter hohe Böſchung hinunter. Leute, die in der
Nähe wohnten und durch den heftigen Schlag auf das Unglück
auf=
merkſam gemacht wurden, fanden den Chauffeur Fritz Simon und
ſeinen Mitfahrer Leo Meyer aus Lautern in ſchwerverletztem
Zu=
ſtande in den Wieſen nahe der Lauter liegen. Der Reichenbacher
Arzt war ſofort zur Stelle und verband den Chauffeur Simon in
den Räumen der Deutſchen Steininduſtrie. Ein Sanitätsauto
brachte den Schwerverletzten in das Hoſpital nach Bensheim. Herr
Meyer, der ſchwere Schnittwunden davongetragen hat, wurde in
ſeine Wohnung gebracht
m. Vom hohen Odenwald, 26. Aug. Der Herbſt meldet
ſich an. Wer geſtern in den Morgenſtunden ſeine Blicke zu Tal
lenkte, dem kam auf einmal zum Bewußtſein: der Herbſt naht.
Drunten wallender Nebel, darüber die ſtrahlende Sonne. Trotzdem
letztere ihre Wärme dem düſteren Widerpart entgegenwarf, ſah
man, wie er langſam ſich empordrängte, immer höher, bis er auch
die Höhen einhullte und ſich zwiſchen Sonne und Beſchauer
ge=
ſchoben hatte. Ein richtiger Herbſtmorgen ſchien angebrochen zu
ſein. Doch die Sonne zeigte ihre in den letzten Wochen geäußerte
und bewährte Kraft und drückte den Nebel wieder nieder. Dieſer
erſte Kampf zwiſchen Sommer und Herbſt hat uns merkliche Kühle
hinterlaſſen, willkommen dem Arbeiter im Freien und dem
nächt=
lichen Schläfer. Wir wünſchen, neben der angenehmeren
Tempe=
ratur möchte aber doch die Sonne noch eine Anzahl von Wochen
Sieger bleiben als Erſatz für die kurze Sommerzeit.
Dp. Zwingenberg, 26. Aug. Die hieſige Gemeinde läßt
gegen=
wärtig ihr Frühobſt durch Ausgeſteuerte abernten und in der
Markthalle verkaufen. An Spätobſt ſteht der Gemeinde eine reiche
Ernte bevor, welche auf den Bäumen verſteigert wird.
Groß=Gerauer Herbſtmarkk 1932.
Au. Groß=Gerau, 26. Auguſt.
In einer außerordentlich gut beſuchten Sitzung des
Verkehrs=
vereins für Groß=Gerau und Umgegend wurde das Programm des
Herbſtmarktes, der vom 10. bis 12. September dieſes Jahres in
Groß=Gerau ſtattfindet, beſprochen. Der Vorſitzende des
Verkehrs=
vereins, Fabrikant Heinrich Hirſch brachte ſeine Freude über
den guten Beſuch der Sitzung zum Ausdruck und deutete ihn als
ein Zeichen des regen Intereſſes, das dem Herbſtmarkt von der
Bevölkerung entgegengebracht wird. Gerade in dieſer ſchweren
Zeit, ſo erklärte er, müſſe man in Groß=Gerau die Hände rühren, um
für die Hebung des Verkehrs zu ſorgen. Bürgermeiſter Dr. Lüdecke
gab einen Ueberblick über den Grundgedanken des Herbſtmarktes
und das Programm dieſes Volksfeſtes. Es kommt im Leben nicht
ſo ſehr darauf an, ſo führte der Bürgermeiſter u. a. aus, in guten
Tagen zuſammen zu halten, als darauf, auch in einer Zeit des
Trübſals, da uns die Schwierigkeiten des Lebens umgeben,
zu=
ſammenzuſtehen und nicht müde zu werden, für eine Beſſerung
der Verhältniſſe zu arbeiten. Der Herbſtmarkt ſoll beſonders
zei=
gen, daß im Gewerbeſtand der Wille vorhanden iſt, die Zukunft
zu meiſtern. Auch den Gäſten der Stadt, die in dieſem Jahre zum
Herbſtmarkt beſonders zahlreich zu erwarten ſind, ſoll durch dieſe
Veranſtaltung neuer Lebensmut eingeflößt werden. Im
Mittel=
punkt des Herbſtmarktes ſteht die Ausſtellung in der
Handwerker=
ſchule auf dem Marktplatz. Dieſe Ausſtellung ſoll zeigen, was in
Groß=Gerau alles produziert wird. Das
Eintritts=
geld für dieſe Ausſtellung wurde auf 20 Pfennig pro Perſon (für
Erwerbsloſe uſw. 10 Pfg.) feſtgeſetzt. Die Handwerkerſchule wurde
als Ausſtellungsraum gewählt, weil auf dem Marktplatz wieder
der übliche Marktrummel ſtattfinden ſoll. Gleichzeitig wird in der
Schillerſchule auch die Berufsſchule eine Ausſtellung
veran=
ſtalten, die den Eltern zeigen ſoll, was die jungen Menſchen in der
Berufsſchule lernen und leiſten. Den Auftakt des Herbſtmarktes
bildet am Samstag, den 10. September, nachmittags, ein
Eröff=
nungsaufzug, der auch am Sonntag nachmittag wiederholt werden
ſoll. Der Südweſtfunk wird vom Gerauer Herbſtmarkt eine
Schall=
plattenreportage vornehmen, bei der auch ein Konzert der
Feuer=
wehrkapelle Groß=Gerau und eine Darbietung der Geſangvereine
von Groß=Gerau übertragen werden wird. Der Landesverband der
heſſiſchen Zeitungsredakteure wird am Herbſtmarktſonntag in Gr.=
Gerau ſeine diesjährige Jahreshauptverſammlung abhalten.
Außerdem finden an den Tagen des Herbſtmarktes in Groß=Gerau
ein Schachturnier, ein Tennisturnier, ein Preisſchießen, die
Aus=
tragung der Kegelmeiſterſchaft von Groß=Gerau und Umgegend
und zahlreiche Sonderveranſtaltungen ſtatt. Der Verkehrsverein
veranſtaltet weiter Führungen durch die Groß=Gerauer Betriebe,
in der Ausſtellung werden Proben der Groß=Gerauer
Induſtrie=
erzeugniſſe, ſoweit es ſich um Genuß= und Nahrungsmittel handelt,
verteilt werden. Die Reichsbahndirektion Mainz wird zum Gerauer
Herbſtmarkte von allen Bahnhöfen der weiteren Umgebung
Sonntagsrückfahrkarten ausgeben. In der ſehr anregenden
Aus=
ſprache kam der einmütige Wille der Bevölkerung, den Gerauer
Herbſtmarkt auch in dieſer ſchweren Zeit zu begehen, zum Ausdruck.
Für die Ausſtellung liegen zahlreiche Anmeldungen vor. Im
übri=
gen wurde noch beſchloſſen, anläßlich des Herbſtmarktes wieder
einen Schaufenſterwettbewerb zu veranſtalten.
W Heppenheim a. d. B., 26. Aug. Oeffentliche
Stadt=
ratsſitzung. In Anweſenheit von 2 Beigeordneten und 18
Ratsmitgliedern fand unter dem Vorſitz des Herrn Bürgermeiſters
eine öffentliche Stadtratsſitzung ſtatt. Vor Eintritt in die
Tages=
ordnung wird ein Antrag auf Umänderung der Badezeiten in dem
Städtiſchen Schwimmbad von der nichtöffentlichen in die
öffent=
liche Sitzung zu verweiſen, abgelehnt. Hierauf wurde zur
Bera=
tung der einzelnen Punkte übergegangen. Die
Inſtandſetzungs=
arbeiten des Operationszimmers im Städtiſchen Krankenhauſe
ſollen ausgeführt werden, wobei die erforderlichen Mittel durch
Einſparungen aufgebracht werden müſſen. Durch den in Angrift
genommenen Krankenhaus=Umbau erſcheint die Errichtung einet
neuen Leichenhalle unbedingte Notwendigkeit. Nach eingehender
Beratung wurde dieſer Antrag angenommen. Die Errichtung ſoll
jedoch mit dem Einverſtändnis des katholiſchen Pfarramtes auf
dem Friedhof vorgenommen und die Finanzierung aus
rückfließen=
den Kapitalien durchgeführt werden. Weiterhin wurde beſchloſſen,
die durch die Neubauten der letzten Zeit notwendig gewordenen
Kanal=Hausanſchlüſſe auszuführen, wobei die nötigen Kredite
durch rückfließende Kapitalien gegeben werden. Am Schluß der
Tagesordnung wurde noch beſchloſſen, die Herſtellung von Gas=,
Waſſer= und Lichtleitungen in den neuen Bauquartieren am
wei=
ßen Rain nach den Vorſchlägen des Bau= und Finanzausſchuſſes
durchzuführen.
Bn. Hirſchhorn, 23. Aug. Beſetzung der Arztſtelle.
Die ſeit langem ſchwebende Frage der Beſetzung der zweiten
hieſi=
gen Arztſtelle hat nunmehr ihre Löſung gefunden. Das
Ober=
verſicherungsamt Darmſtadt, das vorerſt die Bedürfnisfrage trotz
vieler Hunderter geſammelter Unterſchriften verneint hatte hat
nunmehr zugunſten des ſchon ſeit etwa 4 Monaten hier
praktizie=
renden Arztes Herrn Dr. Becker entſchieden und denſelben
end=
gültig als Kaſſenarzt für Hirſchhorn und Umgebung zugelaſſen.
— Gernsheim. 26. Aug. Waſſerſtand des Rheins am
25. Auguſt: 0,41 Meter, am 26. Auguſt: 0,37 Meter.
Auf Schritt und Critt
FoeiS!
guc
h ohne Mundstück
überall findet man zufriedene Sberſt=Raucher!
Der gute Cabak, das dicke Format und die
ſchönen Soldaten=Bilder machten die Oberſt
zum treuen Bameraden des Rauchers.
Kanalverbindung Groß=Gerau—Rhein
Schwarzbach=Regulierung durch freiwilligen Arbeitsdienſt.
Au. Groß=Gerau, 26. Auguſt.
Dipl.=Ing. Möbus=Trebur veröffentlicht ein großzügiges
Projekt der Schwarzbach=Regulierung, das, wie berichtet wird, an
maßgebenden Stellen ſchon längere Zeit Gegenſtand beſonderen
Intereſſes ſein ſoll. Unter anderem wird ausgeführt, daß der
Schwarzbach, deſſen Regulierung wohl teilweiſe im
Generalkultur=
plan vorgeſehen iſt, heute nicht mehr fähig iſt, die große
ankom=
mende Waſſermenge der Riedbäche, deren Einzugsgebiet ſich vom
vorderen Odenwald bis weit hinter Langen erſtreckt,
zu faſſen. Die Folge iſt ein unausbleiblicher Rückſtau und
Ueber=
ſchwemmungen in den oberhalb liegenden Gemarkungen.
Vorge=
ſchlagen wird nun eine Vereinigung von Landgraben, Mühlbach
und Schwarzbach in der Niederung des alten Neckarlaufes. Die
Höhenverhältniſſe erlauben dieſe Verbindung ohne Schwierigkeit,
denn es iſt ja ein alter Flußlauf geweſen. Vorgeſchlagen wird die
Umleitung des Landgrabens das „Collen Bruch” in den Mühlbach.
Dieſer erhält dadurch eine Waſſerzufuhr, die ſeine Verbreiterung
und Profilerweiterung nach ſich zieht. Iſt nun ſchon eigentlich an
dieſer Stelle Landgraben und Schwarzbach vereinigt, ſo fragt man
ſich, ob dieſe beträchtliche Waſſermenge nicht für irgend einen
Zweck dienſtbar gemacht werden kann. Dipl.=Ing. Möbus führt
weiter aus:
Groß=Gerau kann auf dieſe Art auf dem Waſſerwege
mit dem Rhein verbunden werden.
Ungeahnte Möglichkeiten ergäbe die Verwirklichung dieſes Plans.
Im Rahmen der Feldbereinigung der Gemarkung Groß=Gerau iſt
die Frage des Geländeerwebs für die erforderliche Verbreiterung
und Vertiefung des Mühlbaches eine Kleinigkeit. Ein Durchſtich
des Mühlbaches auf dem „Sand” könnte den Lauf des Mühlbachs
um ein beträchtliches Stück verkürzen. Bis Treubr bewegten ſich
in den letzten Jahren wiederholt Motorboote. Allen, älteren
Leuten von Trebur und Aſtheim wird noch in Erinnerung ſein,
wie ſie in ihren ſchweren Marktkähnen ihre Waren unmittelbar
nach Mainz zum Markt bringen konnten. Der Weg vom Erzeuger
zum Verbraucher war dadurch denkbar kurz. Heute wäre eine
der=
artige Beförderung von Waren nur bis zum Auenweg möglich.
Die Billigkeit des Waſſerwegs braucht hier nicht beſonders betont
zu werden. Für Groß=Gerau würde ein ſolcher Verbindungsweg
einen ungeahnten Aufſchwung bedeuten.
Die Anlage eines ſchiffbaren Kanals würde im Falle eines
Hochwaſſers dieſes ohne Gefahr in ſeine Ufer aufnehmen
und die umliegenden und oberhalb liegenden Gemarkungen
vor Ueberſchwemmungen bewahren.
Es wird mit Nachdruck darauf hingewieſen, daß die
Hochwaſſer=
ſchäden der letzten Wochen eine durchgreifende Regulierung des
Schwarzbaches unumſtößlich notwendig machen. Damit die
For=
derung der Schiffbarmachung zu verbinden, iſt fürwahr kein
wei=
ter Schritt. Es wird weiter darauf hingewieſen, daß dieſer
Ge=
danke in Darmſtadt, in Groß=Gerau, Trebur, Aſtheim und Mainz=
Ginsheim rege Anteilnahme findet. Die Durchführung der
Arbei=
ten wäre im Rahmen des freiwilligen Arbeitsdienſtes möglich.
Bm. Hofheim (Ried), 26. Aug. Abſchied der
Brücken=
bauer. Nachdem die Verſtärkungsarbeiten an der nahen
Eiſen=
bahnbrücke nach faſt einjähriger Dauer beendet ſind, haben die
hier einlogierten Brückenbauer unſeren Ort verlaſſen und ſind in
ihre Heimat zurückgekehrt. Durch den Weggang der ſympathiſchen
Rheinländer hat manche Familie einen in dieſer Notzeit
will=
kommenen Nebenerwerb durch Gewährung von Koſt und Wohnung
verloren. — Enttäuſchte Gurkenbauern. Die letzte
Gur=
kenablieferung war für viele Gurkenpflanzer recht verdrießlich,
in=
dem meiſtens der größte Teil des angefahrenen Quantums zu den
ſogenannten „Krüppeln gezählt wurde und entweder überhaupt
nicht abgenommen oder nur gering bezahlt wurde. Wie ſchon ſo
oft, ſo wird auch die diesjährige Gurkenernte die Erzeuger bei
weitem nicht ſo zufrieden ſtellen wie die Händler.
A. Groß=Rohrheim, 26. Aug. Hilfsfeldſchützen. Auf
Beſchluß des Gemeinderates wurden Valentin Germann 10., Joh.
Peter Schmidt Friedrich Lutzi, Heinrich Kirſch 5., Wilhelm
Stru=
bel, Philipp Olf 1., Heinrich von der Au und Georg Faatz zu
Hilfsfeldſchützen für die Geſamtgemarkung ernannt und amtlich
verpflichtet.
Au. Walldorf (Heſſen), 26. Aug. „Munitionslager”
entdeckt! Einem Gendarmeriebeamten im benachbarten
Mör=
felden war hinterbracht worden, daß ein hieſiger Einwohner in
ſeinem Hauſe ein Munitionslager verborgen hätte. Bei einer von
der Polizei vorgenommenen Hausſuchung wurden in dem
betref=
fenden Hauſe dann auch tatſächlich 180 Stückfranzöſiſcher
Militärpatronen gefunden. Der Beſitzer der Patronen
wurde im Wege des Strafbefehls vom Amtsgericht in Groß=Gerau
in eine Geldſtrafe von 40 RM. evtl 8 Tagen Gefängnis genom=
men unter der Anſchuldigung, ohne Genehmigung der Behörde ein
Munitionslager beſeſſen zu haben. Da der Beſtrafte gegen dieſen
Strafbefehl Berufung einlegte, kam der Fall jetzt vor dem
Amts=
gericht Groß=Gerau in öffentlicher Sitzung zur Verhandlung. Der
Beſitzer der franzöſiſchen Militärpatronen (die inzwiſchen
ſelbſt=
verſtändlich beſchlagnahmt worden ſind) erklärte, daß die Patronen
von der Beſatzungszeit her ſich noch im Hauſe befanden. Wie ſie in
das Haus gelangt ſind, iſt ihm nicht bekannt, da er um dieſe Zeit
nicht daheim gewohnt hat. Inzwiſchen hat er das Haus von ſeinem
verſtorbenen Vater übernommen und die Patronen gefunden. Er
erklärte, nicht gewußt zu haben, daß die Munition
ablieferungs=
pflichtig iſt. Das Gericht erkannte auf Fahrläſſigkeit und auf drei
Mark Geldſtrafe bzw. 1 Tag Gefängnis.
4f. Neu=Iſenburg, 26. Aug. Zweimal gefaßt. Eine
Diebin, die am Montag vormittag aus den weſtlichen
Kleingär=
ten einen Kinderwagen voll Tomaten und Gurken verſchleppen
wollte, wurde von einem Feldſchütz rechtzeitig ertappt und ſo um
die Frucht ihrer „Arbeit” gebracht. Als ſie am gleichen
Nachmit=
tag mit dem gleichen Wagen Gemüſe beiſeite zu ſchaffen verſuchte,
wurde ſie von dem gleichen Feldſchütz wiederum erwiſcht. Ob ſie
jetzt das Mauſen ſein läßt?
Dy. Sprendlingen. 25. Aug. Die Vorarbeiten zu
dem am Sonntag, den 4. September d. J., hier
ſtattfindenden Reitertag auf dem idylliſch bei Buchſchlag gelegenen
Reitplatz ſind ſoweit beendet. Den Zuſagen gemäß verſpricht die
Feſtlichkeit, ſchönes Wetter vorausgeſetzt, eine Zugnummer zu
geben, denn es ſind ſchon über 200 Pferde gemeldet, die mit ihren
Reitern das Erlernte der Oeffentlichkeit zeigen werden. Die
Ver=
anſtaltung beginnt von morgens 9 Uhr, mit einer Mittagspauſe,
und endet abends 5 Uhr etwa, ſo daß auch auswärtige Gäſte
früh=
zeitig wieder in die Heimat zurückkehren können.
P. Rüſſelsheim, 26. Aug. Vom Tode des Ertrinkens
gerettet. Beim verbotenen Baden im freien Main wurde am
Donnerstag nachmittag oberhalb der Opelbrücke ein junger Mann
aus Flörsheim inmitten des Fluſſes von einem Wadenkrampf
be=
fallen, der ihn am Weiterſchwimmen hinderte. Auf ſeine
Hilfe=
rufe rettete ein Mitbadender den Bedrängten vom Tode des
Er=
trinkens.
Rheinheſſen.
Ac. Worms, 26. Aug. Großes Fiſchſterben in der
Pfrimm. Unter den Fiſchbeſtänden in der Pfrimm wurde
gro=
ßer Schaden dadurch angerichtet, daß in der Nähe von Wachenheim
ein Autofahrer, dem zwei Fäſſer vom Wagen gerollt waren, den
giftigen Inhalt dieſer Behälter in die Pfrimm gegoſſen hatte,
wo=
durch viele Hunderte von Fiſchen den Tod fanden. Der
Auto=
führer konnte in Worms feſtgenommen und zur Anzeige gebracht
werden.
Ah. Schwabenheim (Rhh.), 25. Aug. 30 Hoſen geſtohlen.
Dem hieſigen Schneidermeiſter Philipp Fries 2. wurde
nächt=
licherweile ſein ganzer Vorrat von 30 Hoſen geſtohlen. Der
Dieb=
ſtahl wurde erſt bemerkt, als der Schneidermeiſter einem Kunden
eine Hoſe verkaufen wollte.
Gelegentlich der vom 3. bis 11. September ſtattn,
Weinfeſtwoche in Rüdesheim wird am Rathauſe des Ae
chens aus einem Brunnen echter „Rüdesheimer” fließem
Beſucher erfreuen. Zwar nicht koſtenlos — wie im Schlaraf
— aber für ein geringes Entgelt wird man hier an dieſeen
nen nicht Waſſer, ſondern guten Wein becherweiſe ſchöpfe
Im Programm der Weinfeſtwoche ſind eine Weinmeſſe n.
bau=Ausſtellung und ein großer Feſtzug mit Winzer=
Wein= und Sängergruppen vorgeſehen.
Haben Sie fertig gekankk
Mit lautem Gerumpel und Getöſe fuhr der ſchwere
zug über das holprige Pflaſter des Dorfes Schönermau
Altmark. Für das kleine Städtchen war dies nichts Ung.
Auf der großen Durchfahrtsſtraße von Hamburg nach Wi
gelegen, wird der geſamte Kraftverkehr dieſer Straße
Ort geleitet.
Der Laſtzug hielt an der blau=weißen Zapfſtelle 2.
Brönner. Peter Brönner kannte ſonſt ſeine Leute, aben
dem Laſtzug entſteigende Chauffeur war ihm fremd. D5
lung von 150 Liter Betriebsſtoff ſtellte jedoch gleich den
freundlichen Konnex her. Auch ſonſt war „der Neue” eim
gänglicher Menſch. Das ordentliche, ſaubere Dorf ſchie
gefallen. Nachdem der Verſchluß auf dem Tank ſaß, meni
Peter Brönner, daß jetzt auch ſein innerer Menſch des —
bedürftig wäre.
So zogen ſie beide gemeinſam in den gegenüberliegem
hof „Zum Anker”, in dem der Fremde bewies, daß er
gut einhauen konnte. Für Peter Brönner ſprang auch mi
dabei heraus, da der Fremde in dem Gefühl der Sat-)
Runde für den Wirt und ihn ſpendierte.
Auch jetzt vergaß der Laſtzug aus Hamburg ganz
fahren. Die gute Behandlung an der Zapfſtelle und in
hof veranlaßten den Fremden, noch etwas zu bleiben,
dringend notwendige Reparatur an der Bergſtütze in
ſerei des Ortes vornehmen zu laſſen. Nach 2 Stunden Qu
fuhr mit lautem Gebrumme der Laſtwagenzug davon, je
ohne daß vorher der Fahrer allen neuen Freunden mit
ten die Hand drückte: „Ich komme bald wieder!“
Keine Dichtung, lieber Leſer, ſondern dem wirklick,
abgelauſcht. Ein Laſtzug hat einer Reihe von Bürgern
bracht. 165 000 Laſtwagen laufen in Deutſchland. Wenn
tiſch nicht bei allen, ſo kann ſich dieſer Fall jedoch tauſsi
Jahre wiederholen, wenn die Kraftwagenführer ſolide
treibende in einem Ort ſchätzen lernen. Merken Sie je
Bedeutung dem Kraftverkehr zukommt und wie ſchädl.
ihn wie eine Zitrone zu behandeln, aus der man imme=
Letztes herausquetſchen will!?!
Weiterberichl.
Das umfangreiche Hochdruckgebiet ſchrumpft allm1
ſammen und verlagert ſich mehr nach Oſten. Ein Kern —
heute morgen über Nordoſtdeutſchland und Polen. Die
ausfließende kontinentale Luft wird zunächſt das
heiter=
erhalten und die Temperaturen weiter anſteigen laſſen
von Island als auch von der Biskaya dringen allerd5
druckſtörungen vor, die unſere Schönwetterlage gefährtnß”
das Biskayatief ſind über Frankreich bereits Gewitter eiMf ut mi
die dort auch zu Niederſchlägen führten. Mit ſeinem weirr” un 8
dringen nach Deutſchland hin, was durch den bei der ſu.
wärmung ſtattfindenden Luftdruckfall begünſtigt wird.
ſpäter auch bei uns zum Aufzug von Bewölkung
ſowi=
erenden
dung örtlicher Gewitter.
Ausſichten für Samstag, den 27. Auguſt: Zunächſt noch au gnacht, d
dann aufkommende Bewölkung mit Neigung zu Flü ſumen
ſtörungen, warm, auch nachts nicht mehr ſo kühl wierſſiel md
Ausſichten für Sonntag, den 28. Auguſt: Teils aufheit
bewölkt mit Neigung zu örtlichen Gewittern oder vS0 va ei
Niederſchlägen, warm.
Nachrichten des Skandesamks Darmſtadt.
Geſtorbene. Am 19. Auguſt: Alken, Joſeph. Hofopernſänger
i. R., hier, Regerweg 2. Müller, Johanna, Blumenhändlerin,
ledig, Schuchardſtr. 1. Knoll, Georg, Zimmermann. 21 J.,
Gun=
dernhauſen, hier, Stadtkrankenhaus. Am 21. Auguſt: Lang,
Theo=
dor, 5 Mon., Heinheimerſtraße 20. Am 20. Auguſt: Becker,
Jo=
hann Chriſtoph, Lokomotivführer i. R., 73 J., Donnersbergring 36.
Am 21. Auguſt: Werner, Eliſabetha Margaretha geb. Schäfer,
64 J., Witwe des Fuhrmanns, Friedrich=Ebert=Platz 14. Am
20. Auguſt: Graeb, Mechthild Anni, 5 Mon., Höchſt, Kr. Erbach,
hier, Heinheimerſtr. 21. Heller Eliſe, geb. Klingel 83 J.. Witwe
des Kaufmans, Alexanderſtr. 7. Am 22. Auguſt: Mertens,
Hilde=
gard, Schülerin, 8 J., Hügelſtr. 26. Am 20. Auguſt: Otto. Frieda
Hedwig, 50 J. Jugenheim, Kr. Bensheim, hier, Eliſabethenſtift.
Am 22. Auguſt: Becker, Johannes Ludwig, II., 83 J.. Goddelau,
hier, Stadtkrankenhaus. Schließmann, Chriſtina, geb. Mahr, 67
J., Witwe des Dachdeckermeiſters hier, Lichtenbergſtr. 78. Röder,
Katharina, geb. Heß. Kugel, Alice Clara, geb. Großer, 69 J.,
Ehefrau des Schreinermeiſters, Wittmannſtr. 43. Stuckert, Franz
Ludwig, Schreiner, 22 J., ledig, Mühlſtr. 50. Edion, Johann
Wil=
helm Robert Muſeumsverwalter i. R., 70 J., Rhönring 131. Am
23. Auguſt: Weis, Wilhelm, 5 Mon., Arheilger Straße 19. Am
22. Auguſt: Haas, Georg Philipp. Schuhmachermeiſter, 74 J.,
Karlsſtraße 60. Am 25. Auguſt: Schweizer Margaretha, 1 Std.
alt, Ludwigshöhſtr. 61. Am 24. Auguſt: Reichard, Georg Friedrich,
Vorarbeiter, 45 J.. Stockſtadt, Kr. Gr.=Gerau. hier
Stadtkranken=
haus. Am 25. Auguſt: Fiſchbach, Eduard, Kaufmann 65 J.,
Pfungſtadt hier, Eliſabethenſtift. Petri, Chriſtine geb. Beſt,
73 J., Ehefrau des Schreiners Roßdörfer Str. 5. Geiß, Eliſabeth,
ohne Beruf, ledig, 84 J., Roßdörfer Str. 9. Weißenborn Karl.
Fabrikarbeiter, 61 J. Ludwigshöhſtraße 35. Sepp. Eliſabeth
Emma, Kleidermacherin, ledig, 68 J., Liebfrauenſtr. 39.
Kirchliche Nachrichken.
Evangeliſche Gemeinden.
Samstag (27. Auguſt).
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Abends 8,30 Uhr: Jugendabendmahl.
14. Sonntag nach Trinitatis (28. Auguſt):
Jugendſonntag.
Kollekte in allen Kirchen für die kirchliche Jugendarbeit.
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Pfarrer F. Müller. — Vorm. 11.,30 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Heß. Die
Stadt=
kirche iſt wochentags von 9 bis 6 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. — Vorm. 11,80 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer F. Müller. — Der Abendgottesdienſt fällt wegen dem
Jugendſonntag aus.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte: Vorm. 9,30 Uhr:
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Lautenſchläger.
Martinskirche. Vorm. 8 Uhr: Frühgottesdienſt, anſchließend: Chriſtenlehre für beide
Abteilungen der Martinsgemeinde (Weſt). Pfarrer Dr. Berger. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Dr. Berger. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martinsgemeinde (Oſt). Pfarrer Beringer.
Fohanneskirche, 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt mit Feier des hl. Abendmahls. Pfarrer Marx, 11.,30 Uhr:
Kindergottes=
dienſt.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7 bis 7 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt mit anſchließendem Jugendabendmahl. Pfarraſſiſtent Junker. — Vorm.
11,30 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt=
bezirk. Pfarrer Weiß. — Vorm. 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. Pfarrer Rohrbach, Frankfurt
au Main. — Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Weiß.
Pauluskirche, Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Rückert. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Nückert.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt.
Walderholungsſtätte am Beſſunger Forſthaus. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Diakon Uſchner.
Amtshraudlungen an Auswärtigen: Bis zum 31. Auguſt: Pfarrer Heß, Hügelſtr. 6,
Tel. 2205; vom 1.September ab: Pfarrer F. Müller.
Donnerstag (1. September).
Stiftskirche. Abends 8 Uhr: Betſtunde.
v
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17). Sonntag, 28. Auguſt, abends
8 uhr: Fugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Montag, 29. Auguſt, abends 8 Uhr:
Jugendbund der Lukasgemeinde. — Dienstag, 30. Auguſt, abends 8 Uhr:
Kirchen=
geſangverein der Stadtkirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. —
Mädchen=
vereinigung der Reformationsgemeinde. — Mittwoch, 31. Auguſt, abends 8 Uhr:
Kirchengeſangverein der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der
Markus=
gemeinde. — Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde. — Freitag, 2. Sept.,
abends 8 Uhr: Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 30. Auguſt, abends 8 Uhr:
Mädchen=
vereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 31. Auguſt, nachm. 2 bis 4 Uhr:
Hand=
arbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Donnerstag, 1. Sept., abends 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung der Stadtgemeinde. — Samstag, 3. Sept., nachm. 2 bis 4 Uhr:
Hand=
arbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadtge=
meinde; Poſaunenchor.
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtr. 6). Dienstag, 30. Auguſt,
abends 8 Uhr: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 31. Auguſt, nachm. 2 Uhr:
Hand=
arbeits= und Strickſchule. — Donnerstag, 1. Sept., abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung
(Weſt). — Freitag, 2. Sept., abends 8 Uhr: Fugendvereinigung, ältere Abtlg. —
Sams=
tag, 3. Sept., nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtr. 28), Donnerstag, 1. Sept., abends 8 Uhr:
Mädchen=
vereinigung (Oſt).
Konfirmandenſaal (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 1. Sept., abends 8 Uhr:
Po=
ſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtr. 26). Sonntag, 28. Auguſt,
abends 8 Uhr: Unterhaltungsabend. — Montag, 29. Auguſt, abends 8 Uhr: Kirchenchor.
— Mittwoch, 31. Auguſt, nachm. 2 Uhr: Strickſchule.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Sonntag, 28. Auguſt,
abends 8 Uhr: Gemeindeabend, veranſtaltet von den Jugendbünden. — Donnerstag,
1. Sept., abends 8 Uhr: Mütterabend.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Sonntag, 28. Auguſt,
abends 8,30 Uhr: „Deutſcher Abend” anläßlich des Jugendſonntags für die
Gemeinde=
jugend. — Montag, 29. Auguſt, abends 8,30 Uhr: Wiederholung des „Deutſchen Abend”,
für Gemeindeglieder. — Dienstag, 30. Auguſt, abends 8,15 Uhr: Kirchenchor. —
Po=
ſgunenchor. — Mittwoch, 31. Auguſt, abends 8,30 Uhr: Jugendbibelſtunde. —
Donners=
tag, 1. Sept., abends 8,15 Uhr: Poſaunenchor. — Mädchenvereinigung. — Freitag,
2. Sept., abends 8 Uhr: Mädchenchor. — 8,15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 3. Sept.,
abends 7.30 Uhr: Singekreis.
Saal der neuen Trainkaſerne. Mittwoch, 31. Auguſt, nachm. 4 Uhr:
Mädchen=
jungſchar. — Donnerstag, 1. Sept., abends 8.15 Uhr: Chriſtliche Pfadſinderſchaft.
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal (Ohlyſtr.). Sonntag, 28. Auguſt, nachm.
3 Uhr: Fröhliches Treiben im Garten.— Abends 8 Uhr: Sommerfeſt des Jugendbundes.
— Montag, 29. Auguſt, abends 8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, 30. Auguſt, abends
8 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 3. Sept., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Eliſabethenſtift (Erbacher Straße 25). Ev. Sonntagsverein. Sonntag, 28. Aug.,
nachm. 4 bis 7 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Udr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Montag,
nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. —
Abends8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde, Herr, Bringmann.— Mittwoch: Philadelphi=
Konferenz. Vorm. 9 Uhr: Gebetsverſammlung. Pred. Neuber. — 10 Uhr: 1. Referat:
Unſer Dienſtin der Welt nach dem Neuen Teſtament.” Dekan Schäfer. — Nachm. 3 Uhr:
Gebetsverſammlung. Pred. Kleinſchmidt. — 3.15 Uhr: 2. Referat: „Unſer
Durchkom=
men durch die Not der Gegenwart und Zukunft.” Inſp. Bringmann. — 5 Uhr:
Abend=
mahlsfeier. Dekan Schäfer. — Abends 8,30 Uhr: Schlußverſammlung. Herr Pſarrer
Köhler. — Donnerstag fällt die Bibelſtunde aus. — Freitag, abends 8,30 Uhr:
Bibel=
ſtunde in der Beſſunger Mädchenſchule (Berkunterrichtsraum). — Samstag, abends
6 Uhr: Eiſenbahner=Vereinigung. — Abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr: Jugendbundſtunde
für junge Männer. — Nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen. —
Abends 8,30 Uhr: Rüſtſtunde und Spielkreis für junge Mädchen. — Dienstag, abends
8,30 Uhr: Freundeskreis für junge Mädchen. (Prakt. Krankenpflege.) — Mittwoch:
Beteiligung an der Philadelphia=Konferenz. — Donnerstag, abends 8 Uhr:
Gebets=
ſtunde für junge Männer. — Freitag, abends 6 Uhr: Tiſchtennis für junge Männer.
Ehriſtlicher Berein junger Männer e. B. (Eliſabethenſtr. 17, Ecke Wilhelminenſtr. ).
Sonntag: Teilnahme am Heſſiſchen Jugendſonntag. — Montagabend auf dem
Sport=
platz. — Dienstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde für junge Männer. — Donnerstag:
Heimabend. — Jungvolk (14 bis 17 Jahre): Sonntag: Teilnahme am Heſſiſchen
Jugendſonntag. — Montagabend auf dem Sportplatz. — Mittwoch, abends 8 Uhr:
Jungvolkſtunde: W. Friehl erzählt von der „Weltreiſe unſeres Zeppelins LA 127‟.
Fungſchar (Jungen bis 14 Jahre): Mittwoch, nachm. 4,30 Uhr: im Heim Singen,
Spielen, Geſchichte und Andacht. — Freitag, nachm. 4,30 Uhr: auf dem Sportplatz. —
Samstag, nachm. Baden.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24.
Jeden Donnerstag, abends 8,15bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und
vierten Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden. — Donnerstag, 1. Sept., abends
8,30 Uhr im Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Hauptverſammlung der Berufsgemeinſchaft
evang. Hausangeſtellten: Vortrag von Fr. Prof. Heräus=Offenbach: „Die deutſche
Frau und die deutſche Wirtſchaft”, Gäſte willkommen. — Donnerstag, 8. Sept.: Probe.—
Sonntag, 11. Sept.: Ausflug nach dem Beſſunger Landheim. Näheres an den Abenden
B.=N. im Bund deutſcher Bibelkreiſe, Darmſtadt. (Eliſabethenſtr. 17, I. Ecke
Wil=
helminenſtr.) Samstag, 27. Aug., nachm. 3 Uhr: Botaniſcher Garten: Waldſpiele. —
Sonntag, 28. Aug.: Jugendgottesdienſt. (Näheres im B.=K.). — Dienstag, 30. Auguſt,
abends 8.15Uhr= Alterer Kreis.— Donnerstag, 1. Sept. nachm. 3,30 Uhr: Tierbrunnen:
Spielen. — Samstag, 3. Sept., nachm. 4 Uhr: B.=,K. im Heim.
Deutſcher Bund der Mädchen=Bilbekreiſe, Stiftsſtr. 9. Samstag, 27. Auguſt, abends
2 7.30 Uhr: Chor. — Dienstag, 30. Auguſt, nachm. 5 — bis 6,30 Uhr: Kreis III. — Mitt=
woch, 31. Auguſt, nachm. 4,30 bis 5,30 Uhr: „Kleine Lichter”.
abends 8 bis 10 Uhr: Kreis I.
3. Geneindeämter.
au
Dc
Ev. Bohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Borderhaus, 1 Tr ink ſe
ſtunden vorm. von 10 bis 12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5 bis
ſprecher 4584. Jugendfürſorge, Jugendgerichtshilfe, Soziale Gerichtshill
in Wohnungsangelegenheiten, Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer—”
1y
genenfürſorge. — Rechtsauskunftsſtelle (auch für Steuer= und Verſicherumgk
heiten): Sprechſtunden nur vormittags, außer Mittwoch und Samstag.
Diakonenſtation für männliche Krankeupflege: Heidelberger Stza
ſprecher 2883.
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17; Martinsſtift,
Gemeindehaus, Liebfrauenſtr. 6: Gemeindehaus, Kahlerſtr. 28: Gemein 14.70
wieſenſtr. 8; neben der Pauluskirche, Ohlyſtr.
Gemeindeamt für Kirchenſtenerangelegenheiten: Gemeindehaus
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis 12 Uhr und nachn=
6 Uhr. (Mittwochs nur von 3 bis 4,30 Uhr.) Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Riesſtr. 17,Hinterhan=
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag, vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51 ). Rechtsaut
Sprechſtunden vorm. von 10 bis 1 Uhr. Fernſprecher 2288.
Die Ehriſtengemeinſchaft. Im Raum Alexanderſtr. 22: Sonntag, 28—
uhr: Menſchenweihehandlung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Svangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vorm. 9,30 L
gottesdienſt. Prediger Beihelmann. 10,30 Uhr: Sonntagsſchule. 8 Uhr=
Lieberabend in Seeheim, Gaſthaus „Geſiſcher Hof” — Montag abends8
verein. 9 Uhr: Singſtunde. — Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Kinderbund. —9
chor. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. 9 Uhr: Gitarrenchor.
Gemeinde gläubig getaufter Ehriſten (Baptiſten), Mauerſtraße m /lige
28. Aug., vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Um 11 Uhr: Sonntagsſchule. AberMleC die
Predigt. — Mittwoch, 31. Aug., abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. — Freit/c Ainen
abends 8,30 Uhr: Gebetsverſammlung. Prediger M. Hähnel.
Baiſehol
Methodiſtengemeinde Darmſtadt, Wendelſtradtſtraße 38. Sonntag, vo1
Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Predigtgottesdienſt. Thema: Vom Laſtrae
R. Hirtz. — Dienstag, abends 8 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Jedermar!
ingeladen!
Ehriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, 28 3/6
9,30 Uhr: Andacht. (Prediger Kruſt.) Vorm. 11,15 Uhr: Sonntagsſchule.
uhr: Jugendbundſtunde. Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. Pru
Dienstag, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Kruſt.
Chriſtliche=wiſſenſchaftliche Bereinigung (Christian Scienes Society) ium
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtraße 3. Gottesdienſte jeden Sonntag,
und jeden Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Thema am 28. Auguſt: Chriſtus Fer 4
Text: Hebräer 13:8.
Chriſtl. Gemeinſchaft „Zionsgemeinde‟, Darmſtadt, Nieder=Ramſtädte 9
Sonntag, 28. Aug., vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Bortbe
Dienstag, 30. Auguſt, abends 8 Uhr: Wortbetrachtung. — Freitag, 2. S
8 Uhr: Gebetſtunde.
Die Heilsarmee, Schulzengafſe 3. Sonntag, 28. Aug. Eröffnungsieiet=
Erntedankfeſtes. — Dienstag, „Lebende Bilder”, ausgeführt von den
— Mittwoch, „Lampionreigen” der Kinder. — Donnerstag, „Lebende
Freitag, Verloſung der Erntedankfeſtgaben.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Kirche zu Griesheim. 9.30 Uhr: Predigtgottesdienſt.”
Nies. Kollekte für Jugendarbeit. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt. 20,80
ſtunde: Stadtmiſſionar Bringmann, Darmſtadt.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 28. Aug., 8,45 uhr: Chriſte”
uhr: Gottesdienſt. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt der Großen. 13 Uhr: K.
dienſt der Kleinen. Die Aufnahme der Konfirmanden muß um 8 Tage verſche
— Montag: Jungvolk. — Mittwoch: Mädchengruppe.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 28. Aug.: Der
gottesdienſt und die Chriſtenlehre fallen aus. Nachmittags halb 2 Uhr=
Prediger: Pfarrer Paul=Traiſa. Abends 8 Uhr: Bach=Feierſtunde, dargebo”
Poſaunenchor der ev. Gemeinſchaft unter Leitung des Poſaunenbund=ee
aus Barmen. Kleines Eintrittsgeld zur Deckung der unkoſten. — Dien”t
vereinigung. — Mittwoch: Kirchenchor. — Donnerstag: Frauenvereint.
Jungmädchenverein.
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 28. Aug.) 9.30 Uhr.
(Kollekte. ) 10.30 Uhr: Kindergottesdienſt. — Montag, 6 uhr: Bubenzungſche
Jugendverein. — Dienstag, 8,30 Uhr: Bibelſtunde. — Mitwoch, 5 ühr: 9.
ſchar. — 8,30 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 6 Uhr: Bubenjungſchar.
Boſaunenchor. — Freitag: Mädchenverein. — Samstag: Jugendverein=
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. halb 10 Uhr: Haut.
Eröffnung des Konfirmandenunterrichtes. Kollekte für die evenag. Jugendal
halb 11 Uhr: Chriſtenlehre, halb 2 Uhr: Jungſchar Buben. — Dienstag, ” M.
ſteuerſprechſtunde. — Mittwoch, 3 Uhr: Jungſchar Mädchen jüng. Grube
abends: Jugendbund Wartburg. — Donnerstag: Poſaunenchor. — Feſio”
mädchenverein.
Chriſtl. Gemeinſchaft „Zionsgemeinde‟, Roßdorf. Sonntag 28.Me9
3.30 Uhr: Wortbetrachtung. — Mittwoch, 31. Aug, abends 8,30 ühr: 0b‟
Donnerstag, 1. Sept., abends 8,30 Uhr: Wortbetrachtung.
[ ← ][ ][ → ]2i. Auguſt 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 238 — Seite 9
ſei Robinſöhne ſchaffen ein Pogelparadies
„Erpedikion” in Deukſchlands einſamſtes Nakurſchuhgebiek: die Nordſeeinſel Memmerk.
ſchaften nicht ſo ſchätzenswert wären: ihre Gefräßigkeit bedingt
forſcherwerk auf Vorpoſten.
eine ungewöhnliche Dungabgabe, auf welche allein der Pflan=
Von Dr. Adolf Raskin.
man Glück und einen behördlichen Erlaubnisſchein
nan auf der einſamen und menſchenleeren Inſel
ywbinföhne gleich aus drei Generationen:
ſ=chen und ungemein lebendigen alten Herrn Otto
die 70 Jahre, die er bereits hinter ſich hat,
keines=
en. Dann den jetzigen Hüter des einſamen Eilandes
ſ unior, ein Mann in den beſten Jahren, und
ſchließ=
ſoch den achtjährigen Inſulaner, den einzigen
gebo=
mmerter, kurz Otto III. genannt. Otto III. hat zwar
ſar Monaten noch ein Brüderchen bekommen, aber
wimiger fühlt er ſich als der geborene Kronprinz auf
ſierumſpülten Königreich ohne Volk. Die prächtige
mmit aus Wuppertal, war Lehrerin — und das kommt
Mr zuſtatten.
men allein auf einer einſamen Inſel! Wenigſtens für
tunden. Familie Leege gehört dabei keineswegs zu
ſin Leuten, denen die Ziviliſation auf die Nerven
und die deshalb wie jener berühmt gewordene
grit ein Gallapagos=Abenteuer in der Nordſee
nach=
nhten. Ihre freiwillige Weltflucht hat einen ganz und
hßintergrund: ſie erobern neues Land und dienen in
eny opfervoller Arbeit dem Naturſchutzgedanken. Die
munurſchutzgebiet, darf ohne behördliche Erlaubnis nicht
ſorden: der geſchützte und üppige Niſtplatz aller
mög=
blarten, von denen manche leider ſchon dem
Aus=
ſind.
ſchichte des Memmerteilandes das zwiſchen den
ſätum und Juiſt gelegen iſt, verdient ſchon einige Auf=
Großvater Leege, der die ganze Nordſee, ihre Ge=
Inſeln, ihre Fauna und Flora wie kaum wie ein
hat ſein ganzes Leben zwiſchen Waſſer und Sand
iaatlich beauftragter Konſervator der deutſchen
Nordſeeküſte
den Naturwiſſenſchaftlern, den Ornithologen,
Zoo=
uſhzo tanikern ein bekannter Mann. Aus der Liebhaberei
g=ſufadtfeindlichen Volksſchullehrers wurde ein
Lebens=
ſoſi: gleichem Maße der Wiſſenſchaft wie der Erhaltung
eryſurſchönheiten dient. Daß dabei Land gewonnen und
ſatt macht wird, das macht dieſe Arbeit doppelt wertvoll.
nißig Jahren war der Memmert nichts anderes als
Füe und gefährliche Sandbank zwiſchen Juiſt und
te nicht ſelten ganz unter den Sturmfluten begraben
jmr wieder in anderer Geſtalt hervorkam und zu
die Küſtenſchiffahrt gefährdet. Die Reſte
geſtran=
e finden ſich an allen Ecken und Enden, und man
ute mitten auf der Inſel den Holzkiel eines uralten
zu vem Sand ſtarren, von dem weder Chroniſten noch
emals berichten konnten.
Jahren beſchäftigte ſich Großvater Leege mit
erdenden Eiland, und vor 25 Jahren hat er ſich
mmacht, dieſes Eiland zu befiedeln und zu einer
formen. Heute gehört der Memmert bereits zu
ſuel= und pflanzenreichſten Inſeln der ganzen
deutſchen Nordſeeküſte.
dik½ war eine mühſelige, ſchwere Arbeit, ein ſtändiger
kzfährlicher Kampf mit der wilden Nordſee und mit
Färkichen raubſüchtigen Menſchen, die hier ihre rückſichts=
Fchgelüſte auf Vögel, Vogeleier und Seehunde zu
be=
ent hten.
ſentte Inſel Memmert, drei Kilometer breit und vier
mg, gehört? Dem preußiſchen Domänenfiskus —
tilte ſie zuerſt keineswegs an Herrn Leege verpachten.
unte der Plan, eine Vogelſchutzinfel aufzubauen,
efüth werden. Seit 1924 iſt nun Otto Leege jun.
Strand=
hiſttgt von Memmert.
cerſten Winter wäre er beinahe verhungert,
Sſoviantſchiff die hohe Eisbarriere nicht durchbrechen
Arjah das verheißungsvolle Schiff wieder wegfahren
hußtteveitere 5 Tage warten und — hungern. Später bei
Stüuflut, wäre er beinahe mitſamt ſeiner proviſoriſchen
uns ie heute durch deichgeſchützte feſte Baulichkeiten er=
Aeyeſchükt worden. Die ganze Inſel ſtand damals
Baſ, aber glücklicherweiſe hielt das Gerüft, auf welchem
Buchiand, den Anprall der Wogen aus. Unter dem Schutz
uhXg bepflanzten und befeſtigten Dünen wächſt nunmehr
ſiet ud das Meer kann ihrem Hauptteil wenig mehr
Koßtag iſt der Eindruck, den man auf den üppigen Brut=
EVögel gewinnt. Zehntauſende von Seemöwen und
tek on Seeſchwalben, Auſternfiſchern, Brandgänſen,
nsgeſamt etwa 26 Vogelarten — niſten
„h die vor zwei Jahrzehnten nur aus Sand beſtand.
hun2ünengras begegnete man auf Schritt und Tritt
gunbeholfenen Seemöwen, und wenn man nicht den
inen Weg einhält oder ſich von der Gruppe abſon=
Baſſiert es ſehr leicht, daß man unliebſame Bekannt=
Een Alten macht. Sie ſtürzen ſich in pfeilſchnellem
ter und hauen im Vorbeifliegen mit ihren ſtarken
Rach. dem Eindringling — mag man ſie unterwegs
Miff noch ſo ausgiebig füttern. Dieſe Sorge um ihre
M im kraſſen Widerſpruch zu einer ſehr üblen An=
Atieſer ſonſt ſo prachtvollen Tiere: ſie leiden ſeit
eini=
unter einem kannibaliſchen Komplex und freſſen
ſchen Teil ihrer eigenen Brut auf. Auch die
ſchwäche=
den haben ſtark unter den räuberiſchen Gelüſten der
eiden, und da Herr Leege die Schwalben und die
viel mehr liebt als die Möwen, würde er längſt
hr über ſie verhängt haben, wenn ihre guten Eigen=
enreichtum des ſandigen Bodens zurückzuführen iſt.
So leben dieſe einſamen Menſchen ihrer ſchönen und großen
Aufgabe. Die Einſamkeit bedrückt ſie nicht, denn die Natur, das
grandioſe Meer und die auf tauſendfältige Weiſe lebendige
Inſel ſorgen reichlich für Abwechflung. Wir beſteigen unſer
kleines ſchwankendes Schiffchen, und lange noch wird hin= und
zurückgewinkt. Möwen begleiten uns. Ein Seehund blinzelt uns
an und läßt ſich träge ins Waſſer gleiten. Drüben winkt der
Leuchtturm von Juiſt.
Das Flugſchiff „90.1‟
bei den Kapikänen der Seeſchiffe.
Die Anweſenheit des Flugſchiffes Do. K. in Hamburg hat
für die Sclang mancher Fragen der Lulſchlſährt eine
weſent=
liche Bedeutung zukommen kann. Verwaltungsrat, Vorſtand,
Fachausſchuß und ſtändige Mitarbeiter des Verbandes hatten
ſachverſtändige Freunde des Verbandes zuſammen mit dem
er=
folgreichen Kommandanten des Flugſchiffes, Herrn Kapitän auf
großer Fahrt Chriſtianſen, ſeinem Navigationsoffizier,
Herrn Kapitän auf großer Fahrt Nieman, ſeinem
Flugkapi=
tän, Herrn Merz, und ſeinem Funkoffizier, Herrn Kiel, in
das Adolf=Woermann=Haus eingeladen.
Der Vorſitzende des Verbandes, Herr Kapitän Freyer,
erklärte, daß der bemerkenswerte Zweck dieſer Zuſammenkunft
in der Frage liege, ob die Seeſchiffahrt die zweckmäßige
Ent=
wicklung des überſeeiſchen Flugverkehrs ideell, perſonell und
organiſatoriſch fördern kann. Auf Anregung des Verbandes habe
der Deutſche Nautiſche Verein ſich in einer beſonderen
Kom=
miſſion ſchon ſeit längerer Zeit mit der Frage beſchäftigt, ob
der aus der Seeſchiffahrt hervorgegangene „Kapitän auf großer
Fahrt” nach Erfüllung weiterer Vorbedingungen als
geeig=
netſter Führer eines Flugſchiffes im überſeeiſchen Verkehr
auserſehen werden muß. Dieſe Kommiſſion habe in einem
ab=
ſchließenden Bericht über ihre Unterſuchungen zum Ausdruck
ge=
bracht, daß der Führer eines Flugſchiffes im überſeeiſchen
Ver=
kehr und auch ſeine Flugſchiffoffiziere ſowohl fliegeriſch wie
auch navigatoriſch voll ausgebildet ſein müſſen und daß deshalb
Schiffsoffiziere der Handelsmarine, alſo Inhaber des
Befähi=
gungszeugniſſes als Kapitän auf großer Fahrt, bei der Auswahl
der zur Ausbildung als Seeflugſchifführer zuzulaſſenden
Per=
ſonen bevorzugt werden ſollten. Da jetzt, zum erſten Mal nach
einigen Verſuchen mehr ſportlicher Art, ein für wirtſchaftliche
Zwecke beſtimmtes Flugſchiff von einem Kapitän auf großer
Fahrt mit der Sicherheit eines Dampfers über den Atlantiſchen
Ozean geführt wurde, glaube die Leitung des Verbandes
Deut=
ſcher Kapitäne und Schiffsoffiziere, daß die praktiſchen
Erfah=
rungen der eben genannten Führer des Flugſchiffes die
Mög=
lichkeit zu einem abſchließenden Urteil bieten werden, ob der
Deutſche Nautiſche Verein mit Recht den Kapitän auf
großer Fahrt als den geeignetſten Führer eines Seeflugſchiffes
empfohlen hat.
Der Kommandant des Flugſchiffes, Herr Kapitän
Chri=
ſtianſen, ſowie auch der Navigationsoffizier, Herr Kapitän
Niemann, Herr Flugkapitän Merz und Herr Funkofizier
Kiel belehrten die Anweſenden über ihre Erfahrungen
wäh=
rend des Amerikafluges, die ein wertvolles und greifbares
Material für die zukünftige Erörterung der in Rede ſtehenden
Frage bilden.
Das Ergebnis dieſes für Fachmänner der Seeſchiffahrt und
der Luftſchiffahrt ſehr lehrreichen Abends war die Feſtſtellung,
daß alle beteiligten Gruppen ſich bereit machen, eine endgültige
Entſcheidung über die Frage der Führung von überſeeiſchen
Flugſchiffen und damit über die Frage der perſonellen
Förde=
rung der Luftſchiffahrt durch die Seeſchiffahrt herbeizuführen.
Den ſachlichen und auf poſitive Erfahrungen geſtützten Vorträgen
der Luftpioniere vom Do. X. war auch die Gewißheit zu
ent=
nehmen, daß dem Flugſchiff große Entwicklungsmöglichkeiten
noch verblieben ſind und daß an der Durchführung eines ſicheren
und geregelten Luftverkehrs nicht gezweifelt zu werden braucht,
wenn alle maßgeblichen Inſtanzen auch in organiſatoriſcher
Hinſicht die Seeſchiffahrt in den Dienſt dieſer Sache zu ſtellen
verſtehen.
Wenn man den Wert dieſer Veranſtaltung des Verbandes
Deutſcher Kapitäne und Schiffsoffiziere zuſammenfaſſend
hervor=
heben will, ſo muß man ſagen, daß die Zuſammenkunft der
Kapitäne der Seeſchiffahrt mit den Kapitänen der Luftſchiffahrt
der Sicherheit des überſeeiſchen Flugverkehrs gewidmet war
und zur ſtändigen Gewährleiſtung der mit der Führung des
Do. K. ſchon erprobten Sicherheit in der Luft beitragen wird.
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
Geſchäftliches.
Die Gefräßigkeit der Möwen ſteckt an. Die Herren
Robin=
ſöhne laden zu einem Imbiß ein. Ich ſitze in der hellen
fenſter=
reichen Wohnſtube, eine Art „Wintergarten”, und erfreue mich
dieſer herzhaften Gaſtfreundſchaft. An dieſem Tiſch haben ſchon
Könige geſeſſen. Wirkliche Könige, wie der Zar von Bulgarien
und der witzige König Auguſt von Sachſen — und dann die
vielen Könige aus allen Reichen der Naturwiſſenſchaften. Jeder
Beſuch iſt hier ein Familienereignis. Und dann muß man die
Kaninchen und die kleinen Ziegenkühe drüben im Stall
ſtrei=
cheln, muß Kaffee trinken und wohlſchmeckende Brote eſſen und
erfährt dann, daß all dieſe Herrlichkeiten regelmäßig von einem
Flugzeug abgeworfen werden. Das Flugzeug iſt ſicherer als der
Regierungsdampfer, weil ihm auch die gefährlichſte Eisbarriere
des Winters nichts in den Weg legen kann.
Die Techniſchen Lehranſtalten in Offenbach a. M. beginnen
ihr Winter=Semeſter 1932/33 am 24. Oktober. Schüleraufnahmen
finden zu dieſem Termin für die Kunſtgewerbeſchule und die
Höhere Bauſchule ſtatt, während die Maſchinenbauſchule nur zu
Oſtern jeden Jahres neue Schüler aufnimmt. Das Heſſiſche
Miniſterium für Kultus und Bildungsweſen hat, wie wir hören,
ſeit 1. April 1932 das Schulgeld ganz bedeutend herabgeſetzt, ſo
daß nunmehr manchem Intereſſenten es möglich ſein wird, dieſe
durch ihre Erfolge weit bekannten, unter ſtaatlicher Leitung
ſtehen=
den Anſtalten zu beſuchen. — Man beachte die Anzeigen und laſſe
ſich von der Anſtaltsleitung Proſpekte zuſenden.
Gewinnauszug
5. Klaſſe 39. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Ohne Gewähr
Nachdruck verbofen
Auf fede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II
15. Ziehungstag
25. Auguſt 1932
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
6 Gewinne m 10000 m. 282402 302238 371201
16 Gewinne zu 5000 M. 24191 37891 66625 69258 97597 115868
280432 283094
6 Gewinne zu 3000 m. 71129 257401 287881
66 Gewinne zu 2000 M. 65728 74117 84717 88254 110808 111118
115813 147549 148663 167121 176467 193673 207781 210253 216032
242337 2564 17 267368 068617 258076 276808 597184 315232 317882
332149 360742 962231 366566 371678 885328 393207 397194 399834
100 Gewinne zu 1000 M. 6091 23086 32690 27066 41128 41763
50353 61352 81887 84533 88004 90954 95581 97636 119648 101627
127162 129400 130693 140361 148063 157884 181072 176681 177680
178311 180619 182773 188056 188246 196663 219676 235666 242623
248663 248949 269261 280000 298333 317849 319073 323680 344422
346367 354483 365150 368381 373563 373802 389089
176 Gewinne zu 500 M. 4571 65669 6622 12800 14725 25960 09688
80272 38909 39723 46356 46709 51312 57418 68562 69807 70839
82318 86472 86468 88942 95132 95757 95894 100904 103790 119688
116260 118530 129459 109695 130832 131877 139860 144206 149118
150842 1E5330 169264 172608 173888 158813 181975 181883 182187
186516 197738 200443 207968 207990 208762 209189 211261 214328
216648 228331 229368 241199 251873 259703 266939 274676 277617
278110 286545 294989 296553 300937 301919 319811 318389 323138
326420 330 338 333034 348204 348908 351660 354879 355753 360479
362748 367027 367803 370435 378122 383673 391673
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
2 Gwinne m 76000 m. 279981
2 Gewinne zu 10006 m. 49763
2 Owinne zu 6000 M. 77099
14 Gewinne zu 3000 ℳ. 186071 203111 232986 240189 244511
256936 313532
44 Oewinne z 2000 M. 26439 40662 74203 77009 120648 131481
181111 175897 187066 196330 206889 216421 226599 249006 257530
292160 344117 346907 949464 383311 871368 394747
118 Gewinne m 1000 m. 7119 10562 11298 15110 17841 22463
25758 28039 41938 50076 60305 62204 65741 85176 86292 91304
93878 93993 95424 98267 108463 117948 120196 122651 123203
125826 139198 145825 146990 156373 18111 179315 188810 188348
206726 217992 09306 236747 255735 266932 361794 366869 276077
278774 384247 2392802 395051 310458 310936 313378 334544 334138
337937 342646 350470 351393 365819 378948 399064
124 Gewinne m 500 M. 1480 2060 8085 10410 11935 25651 31825
35178 39692 42880 51281 55201 63742 67847 67886 70442 75978
76168 89878 93567 94725 109748 129229 130076 157550 157923
169341 166367 176694 177730 196806 206733 230791 237688 243472
270942 273682 276011 276723 282466 299380 300576 306073 806884
307813 308411 812877 313008 317425 322140 327111 331487 335861
337676 343506 346626 361899 870124 374808 377483 395289 397048
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien je zu 500000, 100
Schlußprämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 200000, 2 zu je
100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 16 zu je 25000, 96 zu je
10000, 214 zu je 5000, 476 zu je 8000, 1344 zu ie 2000, 2746
zu je 1000, 4664 zu je 500, 13922 zu je 400 M.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 27. Auguſt.
10.10: Schulfunk. Engliſch.
11.00: Feier des Freien Deutſchen Hochſtiftes.
13.50: Märſche und Walzer aus Operetten.
14.00: Nachrichtendienſt.
15.30: Stunde der Jugend.
17.00: München: Nachmittagskonzert der Kapelle Lorenz Jais.
18.25: Jakob Kneip, ein Dichter landſchaftlicher Verbundenheit.
18.50: Junge Generation. Dr. Heinrich Buß unterhält ſich mit einem
jungen Handwerker.
19.30: Polka, Ländler Schleifer. Schwäbiſche Volksmuſik, geſpielt
vom Rundfunkorcheſter.
20.00: Kundgebung auf dem Hauptmarkt zu Nürnberg anläßlich
des Guſtav=Adolf=Jahres 1932. Guſtav=Adolf=Feier.
20.50: Berlin: Kabarett von der Funkausſtellung.
22.10: Zeit, Nachrichten, Wetter, Sport.
22.45: Köln: Nachtmuſik.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Sonnabend 27. Auguſt
10.10: Breslau: Schulfunk: Schleſiſche Kirmes. Eine Hörfolge.
11.00: Stunde der Unterhaltung.
15.00: Kinderbaſtelſtunde
15.45: Dr. Elſe Möbus: Die Mutter als Wegbereiterin.
16.00: Konteradmrral a. D. Mahrholz: Seemärchen, Meeresſpuk
und Aberglauben auf See.
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert.
17.30: Viertelſtunde für die Geſundheit.
17.50: W. Ide: Heſſiſches Bergland.
18.05: Prof. Jöde: Die heutige Lage der Jugendmuſtr.
18.30: Dr. Günther: Der ewige Harlekin (mit hörſzeniſchen
Bei=
ſpielen).
19.00: Engliſch für Anfänger
19.30: Lic. Dr. Hartmann: Der politiſche Menſch.
19.50: Guſtav Adolf=Jahr 1932. Kundgebung auf dem Hauptmarkt
zu Nürnberg.
20.45: Köln: Ins Land der Freude. Bunter Abend.
Anſchl. Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
Anſchl. Tanzmuſik der Kapelle Ludwig Rüth.
Hauptſchriftlettung: Rudolf Mauve
Veianrwortſich für Polltik und Wirtſchaff: Rudelf Maupe; für Feuilleion, Reich und
Ausland und Heſſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl Böhmann;
(i. V. Dr. C. 6. Quetſch); für den Handel: Dr. C. H. Queiſch: für den Schlußdſenſt:
Andreas Bauer; für „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Btld und Wort: Dr. Herbert
Nette; für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mittellungen: Willy Kuhle;
Druck und Verlag: C. C. Wittich — ſämilſch in Darmſfadt.
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen,
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IN9228
VeTT
[ ← ][ ][ → ]füir uch
Seite 10 — Nr. 238
Reich und Ausland.
Ein myſteriöſer Borfall.
Ein ſchwerverletzter Mann auf der Landſtraße.
Er ſtirbt, bevor die Polizei eintrifft.
Bad Homburg. Geſtern vormittag gegen
5 Uhr wurde auf der Saalburgſtraße ein
ſchwer=
verletzter Mann aufgefunden, der aus einer
klaf=
fenden Kopfwunde blutete. Man benachrichtigte
ſofort die Polizei, doch war der Mann bereits
tot, als dieſe am Tatort eintraf. Der
hinzuge=
zogene Polizeiarzt ſtellte Tod durch Schädelbruch
feſt. Es handelt ſich um einen 26jährigen Mann
aus Mannheim, der, wie die inzwiſchen
aufge=
nommenen Ermittlungen ergeben haben, ſich mit
ſeiner Frau und einer dritten Perſon auf einer
Radtour nach Frankfurt a. M. befunden hat. Es
iſt anzunehmen, daß der Tote in der
Morgen=
dämmerung zu Fall gekommen iſt und ſich die
ſchwere Verletzung zugezogen hat. Der Verdacht
einer ſtrafbaren Handlung hat ſich nicht beſtätigt.
Wo aber iſt die Frau und wo iſt die dritte
Per=
ſon, mit der das Ehepaar die Radtour
unter=
nommen hat? Das ſind noch Fragen, die der
Aufklärung bedürfen. Die Polizei iſt nach dieſer
Richtung hin tätig.
Vizeadmiral Kirchhoff geſtorben.
Reichenhall. Nach längerer Krankheit iſt
vorgeſtern hier Vizeadmiral a. D. Kirchhoff im
Alter von 81 Jahren verſchieden. Der Name des
Verſtorbenen iſt mit der Geſchichte der deutſchen
Marine auf das engſte verbunden.
Sprengexploſion in Gera.
Gera. Als Kinder geſtern mit einer
Spreng=
kapſel ſpielten ereignete ſich eine Exploſion. Ein
11jähriges Kind erlitt zahlreiche
Splitterver=
letzungen. Die Polizei leitete ſofort die
Unter=
ſuchung über die Herkunft des Sprengkörpers ein
und beſchlagnahmte eine außerordentlich große
Anzahl von Sprengkapſeln.
Drei Schmuggler ertappt.
Pirmaſens. Vergangene Nacht wurden
zwiſchen Duſenbrücken ud Walshauſen durch die
Gendarmerie und die Kriminalpolizei der Bäcker
Jakob Hohlweg, der Fabrikarbeiter Joſef Link
und der Händler Heinrich Kunz von
Höheiſch=
weiler beim Schmuggel von Tabakwaren
betrof=
fen. Es konnten bei Ihnen größere Mengen
Ta=
bak und Zigarettenpapier beſchlagnahmt werden.
Alle drei wurden feſtgenommen.
Raubüberfall auf eine Baugenoſſenſchaft
in München=Weſt.
München. Am Freitag vormittag wurde auf
die Baugenoſſenſchaft Ruppertusheim in
Mün=
chen=Weſt ein Raubüberfall verübt. Vor dem
Gebäude der Genoſſenſchaft fuhr ein mit vier
In=
ſaſſen beſetztes Auto vor. Drei Männer begaben
ſich in das im erſten Stock gelegene Büro, wo
gerade eine größere Geldſumme zur Auszahlung
von Guthaben an die Mitglieder bereitlag. Unter
Drohungen mit Revolvern raubten die Täter
einen Betrag von etwa 3500 Mark und entkamen
unerkannt.
v. Gronau auf den Aléuten gelandet.
NewYork. Der deutſche Flieger v. Gronau
iſt geſtern von Cordova kommend nach einem
Flug von 900 Meilen um 20,30 Uhr pazifiſcher
Zeit (5,30 Uhr MEZ.) in Dutch Harbor auf den
Aléuten gelandet.
Wo ſind die Ozeanflieger Lee und Bochkorn?
London. Die amerikaniſchen. Flieger Lee
und Bochkorn, die ſich auf einem Ozeanflug nach
Oslo befinden und geſtern vormittag England
hätten überfliegen ſollen, ſind bisher noch nirgends
geſichtet worden. Da die Flieger Brennſtoff für
37 Stunden an Bord haben, beſteht um ihr
Schiſal vorläufig noch keine Beſorgnis.
Tödlicher Abſturz eines Schweizer Segelfliegers.
Rigikulm. Ein junger Züricher
Segel=
flieger ſtürzte geſtern bei einem Segelflug kurz
nach dem Start ab und wurde tödlich verletzt.
Die Einweihnng der großen engliſchen
Bruckfaſt-Abkei.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 27. Au
Die feierliche Weiheprozeſſion
vor der Bruckfaſt=Abtei,
die von 6. Benediktiner=Mönchen deutſcher
Ab=
ſtammung ohne fremde Hilfe in 25jähriger
Ar=
beit aus den Ruinen des von Heinrich VIII.
zerſtörten alten Kloſters wieder aufgebaut wurde.
An der Einweihung nahmen eine große Anzahl
höchſter kirchlicher Würdenträger nicht nur aus
England, ſondern aus ganz Weſt= und
Mittel=
europa teil.
Eine Ausſtellung für den Reichs=Fronkſoldakenkag.
Ein Wehrſportlager auf der Stahlhelm=Ausſtellung.
Anläßlich des vom 1. bis 4. September in Berlin ſtattfindenden 13. Reichs=Frontſoldatentags hat
die Wirtſchaftsabteilung der Stahlhelmbundesleitung eine Ausſtellung eröffnet, in der an vielen
Modellen und Gruppenbildern die vorſchriftsmäßige Ausrüſtung und Bekleidung der Mitglieder
des Frontkämpferbundes gezeigt wird.
Erſtes Bild von der Wirbelfturm=Kakaſtrophe in Texas.
Eine Straße in Freeport nach der Kataſtrophe. Haustrümmer zeugen überall von der furchtbaren
Ge=
walt des Tornados. Ein Wolkenbruch, der dem Sturm folgte, ſetzte die ganze Ortſchaft unter Waſſer.
Wieder wütete in dem amerikaniſchen Bundesſtaat Texas ein furchtbarer Wirbelſturm, der vor
allem den Ort Freeport ſchwer heimſuchte. 30 Menſchenleben waren die Opfer der Naturkataſtrophe.
Die Reichg=Goethe=Gedächtniswoche.
Die Wilhelm=Meiſter=Schule.
Frankfurt a. M. Im Rahmen der
Frank=
furter Goethe=Gedächtnis=Woche fand geſtern
vor=
mittag im Kaiſerſaal des Römer als Bekenntnis
zu Goethes pädagogiſchem Vermächtnis und als
Gründungsfeier der Wilhelm=Meiſter=Schule eine
Kundgebung ſtatt. Oberbürgermeiſter Dr.
Land=
mann begrüßte die Erſchienenen und feierte die
Gründung der Schule als Werk echten
Frank=
furter Bürgertums, das ſich tätig zum
Vermächt=
nis ſeines großen Sohnes bekennt. Dieſe Schule
ſolle nach Möglichkeit frei ſein von der
Ein=
miſchung von Stadt und Staat, und in unſerer
verworrenen Zeit einen Stabiliſierungsfaktor für
das Werden junger Menſchen darſtellen.
Der Vorſitzende des Kuratoriums der
Wil=
helm=Meiſter=Schule, Prof. Dr. Selck, ſprach
ſo=
dann über „Goethes pädagogiſches Vermächtnis
und die Wilhelm=Meiſter=Schule”.
Der Dichter Gerhart Hauptmann, der im
letz=
ten Augenblick an einer Teilnahme verhindert
worden war, ließ das Manuſkript ſeiner Rede
verleſen.
Im Namen der Pädagogik an den deutſchen
Hochſchulen brachte Prof. Dr. Hoffmann von der
Univerſität Heidelberg ſeine Wünſche dar.
Die Feier wurde eingerahmt von Chören aus
„Wilhelm Meiſters Wanderjahre”, die von
Schü=
lern ud dem Hilfchor des Opernhauſes
vorge=
tragen wurden.
Das weitere Feſtprogramm.
Frankfurt a. M. Das Programm für
Samstag, den 27. Auguſt ſieht zunächſt
vormit=
tags die Enthüllung einer Gedenktafel am Hauſe
der Tante Melber am Hühnermarkt vor. Um
11.30 Uhr folgt die große Feier des Freien
Deut=
ſchen Hochſtifts im Opernhaus. Nach einer
An=
ſprache des Vorſitzenden des Freien Deutſchen
Hochſtifts, Dr. Alexander von Bernus, hält Dr.
h. c. Wilhelm Schäfer die Feſtrede, und zum
Ab=
ſchluß bringt Profeſſor Dr. Julius Peterſen=Ber=
lin als Präſident der Goethegeſellſchaft deren
Glückwünſche zum Ausdruck. Die Feier wird
um=
rahmt durch Muſikvorträge des ſtädtiſchen
Opern=
haus=Orcheſters unter Leitung von Wilhelm
Steinberg. Am Abend wird als Feſtaufführung
auf dem Römerberg „Egmont” gegeben,
gleich=
zeitig im Opernhaus „Zauberflöte‟. Der Abend
ſchließt mit dem um 22,30 Uhr beginnenden
gro=
ßen Volksfeſt mit Feſtbeleuchtung der Altſtadt
und der Mainufer.
Sonntag vormittag iſt zunächſt die
Gründungs=
ſitzung der Geſellſchaft „Alt=Frankfurter in der
Welt”, um 10 Uhr erfolgt im Goethehaus nach
einer Kranzniederlegung in Goethes
Geburts=
zimmer die Uebergabe des Goethepreiſes an den
diesjährigen Goethepreisträger Gerhart
Haupt=
mann. Punkt 11 Uhr findet dann die große
Reichsgedächtnisfeier auf dem Römerberg ſtatt,
mit Anſprachen des Herrn Reichs=Innenminiſters
Freiherrn v. Gayl, des Goethepreisträgers Dr.
h. c. Gerhart Hauptmann und des
Oberbürger=
meiſters der Stadt Frankfurt a. M., Dr.
Land=
mann. Zum Abſchluß folgt der Schlußchor aus
den Meiſterſingern. Am Abend iſt Feſtvorſtellung
„Die Meiſterſinger” im Opernhaus und der „
Ur=
götz” auf dem Römerberg.
Welkrekord im Dauerſchwimmen.
Faſt 74 Stunden dauernd im Waſſer.
Dortmund. Geſtern vormittag hat die
Schwimmerin Ruth Litzig aus Herne, nachdem
ſie 73 Stunden 47 Minuten ununterbrochen im
Waſſer geweſen war, den bisherigen Weltrekord
der Engländerin Mercedes Gleitze von 72
Stun=
den 9 Minuten um eine Stunde 38 Minuten
Dauerſchwimmen überholt. 15 000 bis 20 000
Zu=
ſchauer feierten den Erfolg der
Rekordſchwimme=
rin, die ſich in guter körperlicher Verfaſſung
be=
findet.
Das Guſtav=
Adolf=
in Nürnberg.
Enkhüllung einer ſchweist
Gedächtniskafel in Wöcn
Nürnberg. Die Vorſtadt Wöl
aus Anlaß der Guſtav=Adolf=Feier in
ſchmuck. Die geſamte Bevölkerung w
Beinen. Nach dem Einzug der ſchwe
deutſchen Ehrengäſte in die Bartholy
und dem Geſang von Guſtav Adolfs
bei Lützen „Verzage nicht, du Häuflei
grüßte Kirchenrat Dekan Weigel m
evangeliſchen Kirchengemeinde Nürn
Teilnehmer und gedachte beſonders d
diſchen Offiziere, die damals bei de
um Nürnberg gefallen und in der
ſtattet ſind.
Als Vertreter des ſchwediſchen
E=
ſprach Generalfeldzeugmeiſter Hamrn
deutſcher Sprache. Zum Zeichen unau=
Gedenkens für das, was die damals
ſchwediſchen Offiziere geleiſtet hätten
zum Beweiſe der Dankbarkeit für
ſchaftliche Geſinnung, die die Stadt N-
Zeit für Schweden hegte, habe der
Generalſtab eine Gedächtnistafel geſ
Hülle jetzt fallen möge. Die Gedenktafl
Bildnis Guſtav Adolfs und zwei
Einen Wahlſpruch des ſchwediſchen K1
die Widmung des ſchwediſchen Gener d
ſprachen dann noch Pfarrer Klinglen
der ſchwediſche Oberpfarrer in Bayern.
und Major von Hellingsbrunner, derg
mit einem ſchwediſchen Offizier einsi
kranz an der Gedächtnistafel niederle4
Am Abend fand im Opernhaus 20
ührung von Devrients Schauſpiel „Gr
und in der St. Lorenzkirche ein deutſch=
Feldgottesdienſt ſtatt.
600 Jahre Stadt Elkville am
Am 23. Auguſt dieſes Jahres Fil=
Jahre geweſen, daß der Deutſche Kan
der Bayer durch den Erzbiſchof B
Trier Eltville das Stadtrecht verlieh
laubnis erteilte, die Burg zur Stadt Sitzue!
Faſt 500 Jahre lang iſt Eltville die ei
des Rheingaues geblieben. Sie birg
Innern koſtbare Schätze der deutſchen
In winkligen Gaſſen und in ſtillen M(0
Fie
die ereignisreiche Vergangenheit
Mt
lebendig.
Eed
Die große Wirtſchaftsnot verbi m
Stadt, ihr 600jähriges Jubiläum mit de
begehen. Der Tag ſoll aber im Gled
Alltages nicht untergehen. In beſcheikn
men ſoll er gefeiert werden, ſo — wie
es noch geſtattet.
Am Sonntag, den 28. Auguſt, Ei Minnet
mittags 11 Uhr in der Stadthalle enßl —Si
ſtunde geplant, zu der die Spitzen Pe m ng
und die Bürgerſchaft geladen ſind. — m und
Nachmittags um 4 Uhr findet
ereßl=
der Stadthalle die Uraufführung des Ma
Feſtſpieles „Not baut Mauern” ſtatt. 9
behandelt die Verleihung der Stadtre /
ville und wird von einer 150 Perſoveß0”
Spielſchar dargeſtellt. Mittwoch, den 1blich
Samstag, den 3., und Sonntag, den „n
ber d. J. finden weitere Aufführungernd. m
Abſchluß des Feſttages bildet eine 2
des Rheinufers und der Eltviller Au
Bei dieſer Feier am Rhein wirkou
einigten Männergeſangvereine der St1d
Stadtkapelle mit. Die Turner ſtellen
Pyramiden, und die Ruderer beleben
des Stromes mit ihren lichtgeſchmückt;
Die gaſtlichen Stätten der wei=
Roſenſtadt laden die Fremden zur En
Die Stadt iſt gerüſtet, ihre alten ‟
ihrem Jubeltag zu empfangen.
Zu der Erdbeben Kakaftel
auf den Philippinen..
Form
*
gond
d Higenk
a
LUZON
a
& Mnile
A.
Borneo-
Keehe
Karte der Philippinen,
im Norden die Inſel Luzon mit der 9ch
Fernando, die hauptſächlich von dem
betroffen wurde. Hunderte von Häu I0
ten hier ein, Tauſende der Bewohne.
obdachlos.
Taifun auf Formoſg.
Tokio. Ein furchtbarer Taifun
nördlichen Teil der Inſel Formoſa hed
tauſende Morgen Landes ſtehen unlck
das auch in den Städten Taihoku und
rieſigen Schaden angerichtet hat. Bishe.
50 Todesopfer gezählt.
Vier Dampfer, die ſich nach dem He.
lung unterwegs befanden, werden vein )
befürchtet, daß ſie mit der Beſatzung y!,
gen ſind.
Z7. Auguſt 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 238 — Seite 11
WW-Stsde SAat
Fußball im Kreis Skarkenburg.
Spielbetrieb der Kreisliga am 28. Auguſt.
Darmſtadt — Sportvgg. 04 Arheilgen (11 Uhr);
ustadt — SpV. Mörfelden; Sppgg. Haſſia Dieburg
jrigen; SV. Münſter — Polizei Darmſtadt; FV. 1922
gr. — Germania Eberſtadt; Viktoria Walldorf —
ſt.; Germania 03 Pfungſtadt — Germania Oberroden.
mende Sonntag ſieht die Kreisliga wieder vollzählig
„mit Ausnahme der ſpielfreien Egelsbacher. Wieder
adt zwei Spiele. Während aber am letzten Sonntag
ſſcmiſchen Vereine untereinander kämpften, ſehen wir
swärtige Gäſte, während zwei Darmſtädter
Mann=
wärts antreten. Bereits vormittags um 11 Uhr er=
VfR. Rot=Weiß die Sportvgg. Arheilgen. Wir
in dieſem Spiel noch nicht an einem Punktgewinn
drer. Am Nachmittag tritt dann am Böllenfalltor
geiin Mörfelden gegen den SV. 98 an. Uns ſcheint
ge Spiel, wo man den 98ern mit einigermaßem Recht
ſutrauen darf. Die Mannſchaft iſt an ſich gar nicht
ms Selbſtvertrauen — und der Gewinn der erſten
e möglich ſein. Man darf geſpannt ſein, ob das den
gelingt In Dieburg tritt der Fußballverein
vi an. Wir glauben, daß es wieder einen Dieburger
ſwird, wenn er ſchließlich auch nur knapp ausfällt.
nachbarte Münſter ſieht ſeinen Großkampf und zwar
ſſolizeiſportverein Darmſtadt, der ſein fälliges Spiel
der diesjährigen Form müßten die Poliziſten
eigent=
einen Sieg in Münſter gut ſein. Oder ſollte doch
art hängen bleiben? Damit die Rodgauſtrecke nicht
mmt, hat auch Eppertshauſen ſein Spiel bekommen;
nania Eberſtadt der Gegner. Man weiß hier nicht
un tippen ſoll. Eppertshauſen wird als recht
gefähr=
nhaft geſchildert, aber auf der anderen Seite haben
ſtüer ſich noch immer gut aus der Affäre gezogen. So
a wenn man den Kampf für offen hält. Die
Darm=
ua muß zur Viktoria Walldorf. In Walldorf wird
hnicht viel zu holen ſein, und auch die Beſſunger
— vielleicht nur recht knapp — dort den Kürzeren
mania Pfungſtadt erwartet die Namensvettern aus
Die Einheimiſchen ſind in der Lage, die Gäſte zu
0 knapper Pfungſtädter Sieg iſt alſo auch das
nächſt=
hele beginnen nochmals um 4 Uhr. Da ja mittler=
orhergegangenen Spielen. Man darf alſo auch mit
fößerem Publikumsintereſſe rechnen.
merkliche Abkühlung eingetreten iſt, ſo wird der
d der Kämpfe beſtimmt ein weſentlich höherer ſein
Die A=Klaſſe am 21. Auguſt.
julye Bergſtraße=Ried. Sportverein Weiterſtadt —
ich eeheim 14:1 (3:1); Sportverein Groß=Gerau —
dran Geinsheim 2:1 (1:1); Reichsbahn Darmſtadt —
btthrmſtadt 0:3 (0:1). Bemerkenswert iſt der klare
g Eintracht über die Eiſenbahner. Auch Groß=Gerau
dich riſe vom Vorjahr überwunden zu haben. Das 14:1
ſetſot läßt wegen des Halbzeitſtandes (3:1) den Schluß
iſrundwelche Umſtände die Höhe des Reſultates
beein=
nbtei wie man hört hatte Leeheim nur 9 Spieler zur
ſroatſpiele: Germania Pfungſtadt Reſerve — Poſt
172 (2:0).
uhe Odenwald: VfR. Beerfelden — Sportverein
14(1:4); Germania Babenhauſen — Viktoria Schaaf=
1:1); Sportklub Ober=Ramſtadt — Viktoria Klee=
740); Sportverein Höchſt — VfR. Erbach 4:0 (0:0);
Größzimmern — VfL. Michelſtadt 6:2 (3:2); Spielvgg.
mſtat — Sportverein Lengfeld 2:1 (1:1). Der hohe Sieg
ſdFrr auch in Beerfelden läßt den Schluß zu daß der
bekeis in großer Form iſt. Die Erfolge Ober=Ramſtadts.
ſautes und Höchſts kommen erwartet, nur die Höhe des
Eſites überraſcht. Auch Michelſtadts Schlappe iſt höher
haut= ausgefallen. Groß=Umſtadt hat ſich ſchon gewaltig
nt. re ſein neuerlicher Erfolg über Lengfeld beweiſt.
fuhn Dreieich: Tad. Sprendlingen — Union Wix=
:1:0): Sportklub Dietzenbach — Sportverein Offen=
Sportverein Erzhauſen — TuSV. Meſſel 1:4 (0:2);
Direeichenhain — FC. Langen Reſerve 4:1 (1:1). Bis
11Iin Sprendlingen kommen alle Ergebniſſe etwa wie
Gb man für Wixhauſen ob des Punktverluſtes
Be=
ha 5 muß oder ob Sprendlingen tatſächlich ſo ſtark iſt,
Ritzie nächſten Sonntag lehren.
Die A=Klaſſe am Sonntag, 28. Auguſt.
tüwe Bergſtraße=Ried: SV. Groß=Gerau — SV.
ſtattt, SV. Geinsheim — Eintracht Darmſtadt; Viktoria
eint Reichsbahn Darmſtadt (3 Uhr); Germania Lee=
A0uſſia Dornheim. Spielbeginn 4 Uhr.
ruwhr Odenwald: Viktoria Kleeſtadt — Sportverein
ſ iehhr); VfR. Beerfelden — Germania Babenhauſen;
vereyrLengfeld — Viktoria Schaafheim, VfR. Erbach —
ſub4 ber=Ramſtadt: „VfL. Michelſtadt — Sportverein
Eolbeginn 4 Uhr.
ruhr Dreieich: SV. Offenthal — SV. Erzhauſen;
kanue Reſerve — Sportklub. Dietzenbach; Tgd. Sprend=
02 Dreieichenhain. Spielbeginn 4 Uhr.
SV. 98 Darmſtadt — SV. Mörfelden.
Yſenden Sonntag hat die verjüngte Ligamannſchaft
9r erſtes Heimſpiel. Wenn ſie auch bis jetzt
unglück=
eih kämpfte, ſo mußte doch der unbefangene Kritiker
71 ihr Können mehr als 0 Punkte verdient hätte.
on2ides kommenden Sonntags, Mörfelden, der bis jetzt
rſcd punktgleich (1 Verluſtpunkt) an zweiter Stelle der
Walldorf ſteht, wird den 98ern Gelegenheit geben,
Spielſtärke zu zeigen; hoffentlich ſteht ihr etwas
is bisher zur Seite. Das Spiel beginnt um 4 Uhr.
Ihr) treten ſich die beiderſeitigen Erſatzmannſchaften
Mannſchaft um 1,30 Uhr gegen Weiterſtadt 2.
Weiß Darmſtadt — Spielvgg. Arheilgen.
weiſen nochmals auf das am Sonntag, vormittags
dem Platz an der Rheinallee ſtattfindenden Spiel
hannſchaften. Die Darmſtädter werden dieſes Spiel
iler, welcher wieder mitwirkt) in der gleichen
Auf=
wſtiegen Polizei beſtreiten. Vorher Reſerven.
Viktoria Walldorf — 1. FC. Union Darmſtadt.
Die Liga und Reſerve von Union begibt ſich am Sonntag nach
Walldorf, zum fälligen Verbandsſpiel. Während über die
Spiel=
ſtärke der Reſerven wenig bekannt iſt, dürfte das Spiel der Liga=
Mannſchaften um ſo mehr Beachtung finden. Walldorf, zurzeit
Tabellenerſter, wird alles daranſetzen, um durch einen Sieg die
Führung zu behalten, was ihm bei Berückſichtigung des eigenen
Platzes auch gelingen könnte. Union iſt dieſes Jahr ein ſehr
be=
achtenswerter Gegner. Es wird von den Beſſungern dasſelbe Spiel
wie am Sonntag verlangt, dann wird der Erfolg nicht ausbleiben.
(Abfahrt mit Auto 12,45 ab Vereinslokal.) — 1. Jugend Union
Junioren Bensheim 07, 11 Uhr, Rennbahn.
SV. Geinsheim — Eintracht Darmſtadt.
Nachdem Eintracht am letzten Sonntag ihr erſtes
Verbands=
ſpiel auf dem Reichsbahnſportplatz austrug und 3:0 gewinnen
konnte, muß ſie am nächſten Sonntag in Geinsheim antreten.
In Geinsheim ſteht Eintracht zweifellos einer Mannſchaft
gegen=
über, die auch in dieſem Jahre zu den beſten im Gau Bergſtraße
gehört, und nur durch eine ſehr gute Leiſtung zu bezwingen iſt.
Für die Einheimiſchen ſind die Ausſichten auf einen Sieg
keines=
falls ausſichtslos, die Mannſchaft muß nur ihr gewohntes Spiel
zeigen und mit dem nötigen Siegeswillen bei der Sache ſein.
Mannſchaft ſpielfrei. Abfahrt für Spieler und Anhänger per
Rad 1,30 Uhr ab Bürgerhof.
Freie Turngemeinde Darmſtadt.
Das Spielprogramm für kommenden Sonntag iſt folgendes:
Die erſte und zweite Elf fährt nach Walldorf, um dort das
fällige Serienſpiel auszutragen. Darmſtadt hat bis jetzt alle
ausgetragenen Spiele verloren, und es iſt kaum zu erwarten,
daß die Elf am kommenden Sonntag Sieg und Punkte aus
Walldorf entführt, ſollte es doch der Fall ſein, ſo wäre es zu
begrüßen, in ſofern, daß Darmſtadt dann endlich vom
Tabellen=
ende wegkommen würde.
Auf der anderen Seite iſt es Walldorf, das ohne weiteres
nicht gewillt ſein wird, ſich als Punktlieferant aufzuſpielen, denn
die Elf braucht dieſe ſelbſt ſehr nötig um ſeine eigene Stellung
zu verbeſſern. Vorher ſtehen ſich die Reſerven gegenüber. —
An=
ſtoß: 1. Mſchft 3.30 Uhr: 2 Mſchft. 1,50 Uhr. Abfahrt per Auto,
ab Gewerkſchaftshaus, 12 Uhr. Fahrpreis 60 Pfg.
Weitere Spiele: Darmſtadt 3. Mſchft. — Weiterſtadt 2. Mſchft.,
11 Uhr, hier; Darmſtadt Jgd. — Gräfenhauſen Jgd 10 Uhr,
hier: Darmſtadt 2. Schüler — Gräfenhauſen Schüler. 9 Uhr, hier;
Arheilgen Schüler — Darmſtadt 1. Schüler, 9 Uhr, dort.
Süddeutſchland ſucht Handball=Repräſenkakive.
Ein Auswahlſpiel in Darmſtadt.
Die ſüddeutſchen Handballer haben in den nächſten Wochen
zwei ſchwere Repräſentativſpiele zu beſtreiten. Am 4.
Septem=
ber wird in Darmſtadt ein Kampf gegen
Mittel=
deutſchland ausgetragen, und am 18. September muß der
Süden in der Vorrunde zum DSB.=Pokal in Hannover gegen
Norddeutſchland antreten. Um für beide Spiele eine ſchlagkräftige
Mannſchaft zuſammenzuſtellen, hat der Handball=Spielwart des
S.F.u. L.V. für den kommenden Mittwoch, 31. Auguſt,
abends 6 Uhr in Darmſtadt auf dem Polizeiplatze ein
Uebungsſpiel angeſetzt, für das folgende Mannſchaften
auf=
geſtellt wurden:
Mannſchaft A: Henß (98 Darmſtadt); Rothenburger (98
Darmſtadt), Walter (Pol. Darmſtadt); Stahl (Pol. Darmſtadt),
Delp. Dittmar (beide 98 Darmſtadt); Huber (Pol. Darmſtadt)
Pabsdorff (Schwanheim), Spengler (Waldhof), Freund, Feick (98
Darmſtadt).
Mannſchaft B: Kipfer (Pol. Darmſtadt); Pfeiffer (Pol.
Darmſtadt), Förſter (98 Darmſtadt): Daſcher (Pol. Darmſtadt),
Kröck (Schwanheim). Unmacht (Pol. Darmſtadt); Rettig (Rot=
Weiß Darmſtadt). Werner (98 Darmſtadt), Schliffer (Pol.
Darm=
ſtadt, Ploch (98 Darmſtadt), Koch (Pol. Darmſtadt).
Polizei Worms — SV. 98.
Die 98er beſtreiten am kommenden Sonntag ihr drittes
Ver=
handsſpiel in Worms gegen den dortigen Polizeiſportverein. Da
Feick in der Ländermannſchaft aufgeſtellt und Fuchs dienſtlich
ver=
hindert iſt, muß der 98er Sturm erſatzgeſchwächt antreten Die
Mannſchaft wird ſich jedoch gehörig ins Zeug legen, um in den
Beſitz der ſo nötigen Punkte zu kommen.
Weitere Spiele: Trebur 1. — 98 Reſerve dort, 3 Uhr;
98 3. — Weiterſtadt 1., Stadion. 3 Uhr: 98 1. Jgd — Tgde.
Beſ=
ſungen, dort, 9,45 Uhr; 98 1. Schüler — Tgde. Beſſungen, dort,
8,45 Uhr: 98 2. Jgd. — Tgde 46 Darmſtadt 1. Jgd., Stadion,
um 10 Uhr.
TSV. Braunshardt.
Am Sonntag fährt die Ligamannſchaft nach Königſtädten
zum fälligen Verbandsſpiel gegen den dortigen Turnverein. Für
die Braunshardter iſt das ein ſchwerer Gang, denn der
Liga=
neuling hat in den bisherigen Spielen bewieſen, daß er als
äußerſt ſpielſtarker Gegner anzuſehen iſt. Hinzu kommen noch
die tückiſchen Platzverhältniſſe in Königſtädten, mit denen ſich die
auswärtigen Mannſchaften nur ſchwer abfinden können. —
Vor=
mittags 11 Uhr empfangen die Reſerven die 3. Mannſchaft der
Polizei Darmſtadt zum erſten Verbandsſpiel. — Jugend — Spiel=
Vgg. Arheilgen Jgd. vorm. 9 Uhr, dort.
TV. Heppenheim — Reichsbahn Darmſtadt.
Am Sonntag, 3.30 Uhr, hat die Reichsbahn gegen
Heppen=
heim anzutreten. Da Heppenheim bezwungen ſein will, muß die
Reichsbahn ſchon zu guter Form auflaufen, wie man es von ihr
in ſchweren Spielen ſchon immer ſah. Vorher 2. Mannſchaften.
TG. Darmſtadt 1846 — TV. Erfelden.
Mit dem kommenden Sonntag finden die Pflichtſpiele ihren
Fortgang, und die 46er Mannſchaft muß in Erfelden ſich dem
dortigen Turnverein ſtellen. Erfelden konnte ſein erſtes Spiel
gegen die nicht unbekannte Mannſchaft des Turnvereins
Waller=
ſtadten gewinnen und werden auch am kommenden Sonntag nicht
gewillt ſein, die Punkte abzugeben. Es gilt daher für die 46er
das Spiel ſehr ernſt zu nehmen um in Erfelden gut abzuſchneiden.
Die Mannſchaft fährt vorausſichtlich Sonntag nachm., 2,30 Uhr,
ab Turnhalle Woogsplatz, mit einem Omnibus und es können
ſich auch noch einige Schlachtenbummler an der Fahrt beteiligen.
2. Mannſchaft und Jugend ſind am kommenden Sonntag ſpielfrei.
dee onorämpt i eneopa Nänofag.
Die Deutſchen in Fronk.
Das große Wettrennen der Europaflieger geht ſeinem Ende
entgegen. Immer kürzer wird die noch zu durchfliegende Strecke
des letzten 2400 Kilometer betragenden Flugabſchnittes Paris—
Wendemarke Göteborg-Berlin. Gegen 14 Uhr befand ſich ſchon
die Spitzengruppe in Kopenhagen, wo bis zu dieſer Zeit nicht
weniger als ſechs Deutſche und der aus dem techniſchen
Wett=
bewerb mit Punktvorſprung hervorgegangene Pole Zwirko
ein=
getroffen waren. Der Spitzenreiter Seidemann landete in
Kopen=
hagen um 13 Uhr 15 und gönnte ſich kaum fünf Minuten bis zum
Weiterſtart nach Göteborg. Kurz hintereinander trafen dann
Maſſenbach, Marienfeld, Stein, Luſſer, Zwirko und Junck ein, die
es mit ihrem Weiterflug ebenſo eilig hatten. Seidemann, der
13 Uhr 20 von Kopenhagen geſtartet war, wurde bereits nach 28
Minuten über der ſchwediſchen Kontrollſtation Lagen in der
Pro=
vinz Halland geſichtet.
Auf dem Wege nach Berlin.
Zu dem Flug erfahren wir weiter: Wie ſchon auf der zweiten
Etappe durcheilen wieder die deutſchen Heinkel=Maſchinen mit der
weitaus größten Schnelligkeit die dritte und letzte Etappe von
Paris über Deauville — Rotterdam — Dortmund — Hamburg —
Kopenhagen dem Endziel des erſten Tages nach dem vorgeſehenen
Flugplan. Vier deutſche Flieger haben bereits den Flugplatz
Torslanda bei Göteborg paſſiert, und drei davon befinden ſich ſchon
wieder auf dem Rückflug nach Kopenhagen, ſo daß mit ziemlicher
Beſtimmtheit damit zu rechnen iſt, daß die erſten Teilnehmer des
Europafluges noch am Freitag abend in Berlin=Staaken landen
werden. Als erſter traf um 14,27 Uhr Oberleutnant
Seide=
mann in Göteborg ein, wo er um 14/44 Uhr bereits wieder
ab=
flog. Als nächſter folgte Marienfeld mit ſeiner
Aka=
flieg=Darmſtadt um 14,55 Uhr, der ebenfalls um 15,10 Uhr
zum Weiterflug ſtartete. Kaum war Marienfeld geſtartet, landete
bereits der dritte Deutſche um 15.11 Uhr, v. Maſſenbach, der ſich
nicht einmal Zeit zum Tanken ließ, und um 15,19 Uhr den
Flug=
hafen wieder verließ. Der um 15,13 Uhr in Göteborg eingetroffene
Deutſche Stein hatte bei der Landung das Pech, ein Rad des
Fahr=
geſtells zu beſchädigen, ſo daß er vorausſichtlich erſt am Samstag
weiterfliegen kann.
Als Erſter der am Europaflug teilnehmenden Flieger iſt
Seidemann um 18 Uhr 36 in Staaken gelandet.
Um 19,19 Uhr überflog der Pilot Marienfeld das Zielband in
Staaken und landete gleich darauf vor den Hallen.
Um 19,33 Uhr landete auf dem Flughafen Staaken als dritter
der Teilnehmer am Europarundflug der deutſche Flieger v.
Maſ=
ſenbach. Weitere Europaflieger werden am Freitag in Berlin nicht
mehr erwartet.
Der Empfang der erſten Europaflieger in Staaken.
Die erſten in Staaken gelandeten Europaflieger Seidemann,
Marienfeld und v. Maſſenbach wurden von zahlreichen
Vertre=
tern der Luftfahrt mit Miniſterialdirektor Brandenburg, dem
Leiter der Luftfahrtabteilung im Reichsverkehrsminiſterium, an
der Spitze begrüßt.
Handball in der 9.T.
Kreisklaſſe: Arheilgen — Pfungſtadt; Bensheim — Bickenbach.
Meiſterklaſſe I: Beſſungen — Tgſ. 1875; Heppenheim —
Reichsbahn; Egelsbach — Seeheim; Lorſch — Hahn.
Meiſterklaſſe II: Erfelden — Tgde. 1846; Groß=Gerau —
Büttelborn.
A=Klaſſe I: Zwingenberg — Hähnlein; Schwanheim — Zell;
Hüttenfeld — Birkenau.
A=Klaſſe II: Groß=Hauſen — Stockſtadt; Gernsheim —
Crum=
ſtadt.
A=Klaſſe III: Poſt — Weiterſtadt; Erzhauſen — Ober=
Ramſtadt; Urberach — Münſter.
In der Kreisklaſſe ſteigen zwei ſpannende Spiele. In
Arheilgen treffen ſich zwei der ſtärkſten Vereine. Obwohl die
Platzelf noch immer ſiegen konnte, ſetzte Pfungſtadt großen
Wider=
ſtand entgegen, ſo daß die Spiele knapp ausgingen. Nachdem
ſich Arheilgen ſo gut eingeführt hat, werden die Gäſte die erſte
Niederlage nicht verhindern können. An der Bergſtraße ſieht
man mit beſonders großem Intereſſe dem Treffen der beiden
Rivalen Bensheim gegen Bickenbach entgegen. Es ſcheint uns
der Sieg ziemlich ſicher auf der Gäſteſeite zu liegen, zumal
Bicken=
bach in dieſem Jahre wenig Niederlagen beziehen wird. Starker
Beſuch wird erwartet. — In der M.=Klaſſe hat die
Landes=
hauptſtadt abermals ein Lokaltreffen. Die Beſſunger hatten es
gegen Reichsbahn am nötigen Ernſt nicht fehlen laſſen, während
die Tgſ. 1875 recht leichtfertig gegen Heppenheim verlor. Daher
herrſcht große Spannung in beiden Lagern. Die Reichsbahn
ſpielt in Heppenheim, wo die Dinge ähnlich liegen. Auch hier
läßt ſich über den Ausgang ſchwer etwas ſagen. Seeheim und
Hahn ſpielen auswärts und die Gegner ſind ſtärker, ſo daß beide
abermals ohne Punkte bleiben werden. Im Ried dagegen ſollte
es den Platzvereinen ſchwer fallen, die Punkte zu holen. Die
Tade. 1846 gewinnt in Erfelden ſicherlich, während es
Büttel=
born härter halten wird in Groß=Gerau zu ſiegen. Die A=Klaſſe
Bergſtraße weiſt drei intereſſante Paarungen auf. In
Zwingen=
berg werden die benachbarten Hähnleiner nicht ſiegen, doch nuß
man auf der Hut ſein. Zell fügt beſtimmt ſeinem Sieg über
Auerbach den über Schwanheim hinzu. Birkenau hat wohl auch
Ausſicht, jedoch muß erſt geſpielt werden. In Groß=Hauſen greift
Stockſtadt erſtmals in die Runde ein und wir ſind geſpannt, wie
ſich die Gäſte einführen. Gernsheim — Crumſtadt, faſt „
Lokal=
derby‟ Die Gäſte erſcheinen uns als die erfahreneren. In der
Nordgruppe muß man höchſtens das Treffen Urberach — Münſter
offen laſſen. Weiterſtadt wird die Poſtſportler ſchlagen und
Ober=Ramſtadt ebenfalls die Erzhäuſer.
Tv. Arheilgen — Tv. Pfungſtadt.
Zum zweiten Verbandsſpiel empfängt am Sonntag mittag
auf dem Sportplatz Hammelstrifft Arheilgen den alten
Kreis=
klaſſengegner Pfungſtadt. Die früheren Spiele gingen meiſtens
mit einem kleinen Plus für Arheilgen aus. Ihr erſtes Spiel
hat=
ten die Pfungſtädter gut gewonnen, ſo daß, da Arheilgen ſein
erſtes Spiel hoch gewann, ein intereſſantes Spiel zu ſehen iſt.
Anfang 3,30 Uhr, vorher ſpielen die 2. Mannſchaften.
Am Sonntag, dem 28. Auguſt, 15,30 Uhr, auf dem
Sport=
platz am Dornheimerweg
Poſt Darmſtadt 1. — TV. Weiterſtadt 1.
Pflichtſpiel der A=Klaſſe.
ht und
nußb.
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ichene
grß.
Bzieht.
ſeider=
groß.
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And gannte
1Maauf.
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Die Komhuntiat iin 2. Dierlehanr 19og,
Wenig Hoffnung auf Beſſerung. — Erneuker Konſunkkurrückgang feſtzuſtellen. — Beeinkrächkigung und
Verſchlechterung des In= und Auslandsabſakes.
Die Lage in Landwirtſchaft und Induſkrie.
Das Inſtitut für Konjunkturforſchung veröffentlicht eine
Ab=
handlung über die Konjunktur einzelner Wirtſchaftszweige.
Da=
nach ſind in der Landwirtſchaft in dieſem Jahre
überdurchſchnitt=
liche Ernteerträge zu erwarten. Trotz ſtaatlicher
Stützungsmaß=
nahmen beſteht wenig Ausſicht auf eine Erholung der
Getreide=
preiſe. Die Viehwirtſchaft arbeitet größtenteils unrentabel. In
den Produktionsgüterinduſtrien hat ſich die Geſchäftstätigkeit in
den letzten Monaten ſaiſonmäßig leicht belebt, dagegen iſt die
Be=
ſchäftigung der Verbrauchsgüterinduſtrien weiterhin abwärts
ge=
richtet. Die Inderziffer der Produktion wichtiger Induſtriezweige
(ſaiſonbereinigt) ſank von 55,2 im Januar auf 53,8 im Juni.
Belebungserſcheinungen, die durch Saiſoneinflüſſe und größere
Aufträge aus Rußland hervorgerufen wurden, waren nicht von
langer Dauer. Im Juli hat ſich der Konjunkturrückgang erneut
durchgeſetzt. — In der Maſchineninduſtrie hält ſich die
Auftrags=
erteilung im Inlandgeſchäft ſchon ſeit Beginn des Jahres auf der
gleichen Höhe. Die Auslandsaufträge ſind gegenüber dem erſten
Vierteljahr geſtiegen, dabei dürfte es ſich vorwiegend um
Ruß=
landaufträge handeln. Trotz ſaiſonmäßiger Belebung blieb auf
dem Kraftfahrzeugmarkt der Abſatz fabrikneuer Fahrzeuge, wohl
auch infolge der Konkurrenz gebrauchter Fahrzeuge, gering. In den
meiſten Zweigen der Eiſen= und Stahlwareninduſtrie hat die
ſai=
ſonmäßige Belebung des Inlandsgeſchäfts angehalten. Das
Ex=
portgeſchäft wurde dagegen beſonders durch
Währungsentwertun=
gen und Kontingentierungsmaßnahmen im Ausland weiter
beein=
trächtigt. Die gewerbliche Bautätigkeit geht weiter zurück. In der
holzbearbeitenden Induſtrie verharrt die Geſchäftstätigkeit auf
niedrigem Stand in der holzverarbeitenden Induſtrie iſt ſie weiter
geſunken. Der Inlandsabſatz der Papierinduſtrie iſt ſaiſonmäßig
geſtiegen, die Papierinduſtrie ging zurück. In= und Auslandsabſatz
der Textilinduſtrie haben ſich weiter verſchlechtert, doch liegt eine
vorübergehende Belebung im Bereich der Möglichkeit. In der
Lederwaren= und Schuhinduſtrie ſind Produktion und
Beſchäfti=
gung weiter abwärts gerichtet. Der konjunkturelle Rückgang im
Einzelhandel hat ſich weiter fortgeſetzt. Die Umſätze lagen im
zweiten Vierteljahr um rund 21 Prozent unter Vorjahrshöhe. Die
Verlangſamung des Preisrückganges verſtärkt den Druck auf
Qua=
litätsniveau und Mengenabſatz. Umſatztätigkeit und Beſchäftigung
des Handwerks haben noch abgenommen. Der Güterverkehr zeigte
infolge außerkoniunktureller Einflüſſe teilweiſe eine
bemerkens=
werte Widerſtandsfähigkeit. Im Perſonenverkehr ſetzte ſich
da=
gegen der Rückgang fort. Der Reichspoſtverkehr iſt weiter
zurück=
gegangen.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
An der Berliner Börſe riefen Gerüchte, die von einer
neuen Zwangsanleihe wiſſen wollten, geſtern vormittag
Abgabe=
neigung hervor. Der unregelmäßige Schluß der vorgeſtrigen New
Yorker Börſe konnte demgegenüber keine Wirkung ausüben, zumal
auch der Bericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung im
allge=
meinen als enttäuſchend angeſehen wurde. Die ſachlichen Momente
traten aber zu Beginn des Verkehrs ziemlich in den Hintergrund.
Die erſten Kurſe waren völlig abhängig von dem teilweiſe recht
unterſchiedlichen Ordereingang der Kundſchaft. Sie waren aber
in den meiſten Fällen nicht ſo ſchwach, wie vorbörslich befürchtet.
Kunſtſeidenwerte, Rütgerswerke und Schleſ. Gas waren bis zu 1,5
Prozent gedrückt, andererſeits zeigten Siemens, Rheinſtahl und
Harpener ſchon anfangs Feſtigkeit. Im Verlauf wurde es, vom
Siemensmarkt ausgehend, allgemein feſter. Plötzlich einſetzende
Käufe erhöhten den Kurs der Siemens=Aktien um zirka 3 Prozent,
ohne daß zunächſt ein ſtichhaltiger Grund für dieſe Bewegung in
Erfahrung zu bringen geweſen wäre. Die Spekulation, die
an=
fangs zweifellos eher zu frühzeitigen Wochenſchlußrealiſationen
Neigung zeigte, drehte ſich ſofort und trug zu der freundlicheren
Stimmung bei. Der Rentenmarkt, lag dagegen vernachläſſigt.
Deutſche Anleihen gaben bis zu 20 Rpfg. nach,
Reichsſchuldbuch=
forderungen lagen bis zu 1 Prozent niedriger. Obwohl es gegen
Schluß der erſten Börſenſtunde wieder etwas reger wurde und die
Höchſtkurſe bis zu 0,5 Prozent unterſchritten wurden, zeigten ſich
doch immer noch gegen den Anfang ganz anſehnliche Gewinne, die
zum Beiſviel bei den Deutſchen Waffen, bei Ilſe=Genuſſe, Conti=
Gummi, Deſſauer Gas, Rheinſtahl, Licht u. Kraft uſw. 1—2 Proz.
betrugen. Siemens waren vorübergehend bis auf 134 Prozent
ge=
ſteigert. Am Pfandbriefmarkt war inzwiſchen feſtzuſtellen, daß das
Angebot im Vergleich zu den Vortagen weſentlich geringer
ge=
ringer geworden iſt.
Nach wenig verändertem vorbörslichem Verkehr, eröffnete die
Frankfurter Börſe zu Beginn allgemein etwas ſchwächer,
zumal weiter erneut nachlaſſendes Intereſſe des Publikums zu
be=
obachten war. Die innerpolitiſche Lage drückt nach wie vor auf
die Börſenſtimmung. Stark beachtet wurden die Meldungen eines
Börſenblattes über den Plan einer 3prozentigen Zwangsanleihe.
Die abſchließenden Beratungen des Reichskabinetts über das große
Wirtſchaftsprogramm der Reichsregierung müſſen noch
abge=
wartet werden, zumal damit gerechnet wird, daß die
Verhandlun=
gen noch recht lange dauern. Nach dem etwas ſchwächeren
Börſen=
beginn ergab ſich im Verlaufe — ausgehend vom Elektromarkt —
eine ziemliche Befeſtigung, wovon neben den Elektrowerten auch
die übrigen Märkte teilweiſe profitierten. Führend waren
Sie=
mens=Aktien, die um insgeſamt über 3 Prozent anzogen. Von den
übrigen Elektrowerten waren Schuckert 0 75, Geſfürel 1. ACG. 0,75
Prozent höher. Montanaktien waren behauptet teilweiſe ſogar
etwas niedriger. Harpener 0,25 Proz, höher. Am Chemiemarkt
eröffneten Farben ½ Prozent ſchwächer, konnten jedoch im
Ver=
lauf 8 Prozent anziehen. Am Kunſtſeidemarkt waren Aku 1.25
Prozent niedriger im Zuſammenhang mit der Abſchwächung am
euroväiſchen Kunſtſeidenmarkt. Zellſtoffaktien knapp gehalten.
Schiffahrtswerte bis 0,5 Prozent gedrückt. Auch Kaliaktien
nach=
gebend. Von Einzelwerten gewannen Deutſche Linol 0,5 Prozent,
auch Conti=Gummi 1,25 Prozent höher. Der Anleihemarkt zeigte
eher ſchwächere Kurſe. Neben Alt= und Neubeſitz, die eine
Kleinig=
keit verloren, gaben ſpäte Schuldbücher 0,75 Prozent nach.
Schutz=
gebiete waren unverändert. Etwas Intereſſe beſtand wieder für
Ruſſen, die um 0,42½ Prozent pendelten. Im Verlaufe der Börſe
wurde die leichte Belebung wieder abgeſtoppt, die Kurſe bröckelten
wieder etwas ab. Nur am Rentenmarkt beſtand noch
vorüber=
gehendes Intereſſe für Auslandswerte. Tagesgeld iſt leicht bei
4,5 Prozent.
Wenn auch das Geſchäft keinen beſonderen Umfang annahm,
blieb die Abendbörſe doch freundlich geſtimmt, ſo daß die
Kurſe nach dem feſten Schluß der Mittagsbörſe teilweiſe etwas
feſter lagen. Stimulierend wirkten Gerüchte, die wieder von einer
Kreditausweitung wiſſen wollen. JG. Farben ½ Prozent feſter.
Am Elektromarkt AEG. ½, Siemens ½ Prozent feſter.
Montan=
werte waren gut behauptet. Am Rentenmarkt waren die Kurſe
gut gehalten. Im Verlaufe blieb die Börſe freundlich. Farben
ſchloſſen 89,75 Proz.
Mekallnokierungen.
Die Metallnotierungen in Berlin für je 100 Kg. am 26. Aug.
ſtellten ſich für Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen
oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung für die Deutſche
Elektrolytkupfernotiz) auf 53,25 RM. — Die Notierungen der
Kommiſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe
ver=
ſtehen ſich ab Lager in Deutſchland für prompte Lieferung und
Bezahlung) ſtellten ſich für Original=Hüttenaluminium, 98 bis 99
Prozent, in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren, auf 160 RM.,
des=
gleichen in Walz= oder Drahtbarren, 99 Prozent, auf 164 RM.,
Reinnickel, 98 bis 99 Prozent, auf 350 RM. Antimon=Regulus
nuf 36—38 RM., Feinſilber (1 Kg. fein) auf 39,25—42,50 RM.
vom Holzmarkl.
Unſer Mitarbeiter ſchreibt uns: Vor einigen Tagen ſind in
Berlin namhafte Vertreter des oſtdeutſchen
Holzproduktionsge=
ſchäftes zuſammengekommen, um zu beraten, ob durch
gemeinſchaft=
liche Maßnahmen das unſichere Preisniveau am Holzmarkt mit
ſeinen oft unvertretbaren Abirrungen nicht gefeſtigt werden könne.
Man war ſich darüber klar, daß ein gemeinſchaftliches Zuſammen=
und Vorgehen unbedingt nötig und nützlich ſein würde. Um
in=
deſſen greifbare Ergebniſſe zu erzielen, müſſen zunächſt gewiſſe
Vorarbeiten geleiſtet und vor allem weitere Kreiſe der
Holzwirt=
ſchaft für etwaige Maßnahmen und deren Durchführung gewonnen
werden. An ſich könnte bei der Vielgeſtaltigkeit der
Holzinter=
eſſen nur dann erfolgreiche Arbeit geleiſtet werden, wenn es
ge=
länge, eine gemeinſame Verkaufsſtelle zu ſchaffen, in die ſämtliche
Produktionen einzubringen ſein würden. Der Weg dahin erſcheint
noch reichlich weit, und es iſt daher zunächſt erſtrebenswert, daß
gemeinſame Verkaufsbedingungen geſchaffen werden. An ſich
ſcheint das Geſchäft in Schnittholz ſich ein klein wenig gebeſſert zu
haben, kaum erkennbar und doch geeignet, der Entwicklung in den
nächſten Wochen mit etwas größerem Zutrauen entgegenzuſehen.
Es kommt alles darauf an, ob im Arbeitsbeſchaffungsprogramm
auch Raum für Holzlieferungen ſein wird, die den Sägewerken
Beſchäftigung bieten könnten. Man ſpricht davon, daß die
Reichs=
bahn Schwellen, die Reichspoſtverwaltung Telegraphenſtangen
und =Maſten zur Lieferung ausſchreiben werden. Auch ſollen unter
Umſtänden Werkſtätten=Holzlieferungen vergeben werden. Die
Möbelinduſtrie iſt noch immer ſehr ſchwach beſchäftigt, weil der
Abſatz neuer Möbel ſtark ſtockt. Dagegen beſtand etwas Nachfrage
nach Matratzenbrettern, die auch zu verſchiedenen Beſtellungen
führte.
Münchener Lichtſpielkunſt A. G. (Emel
Die Geſellſchaft hat ihre Zahlungen eingeſtellt und
nächſt ein außergerichtliches Vergleichsverfahren an.
Kleingläubiger bis zu 500 RM. voll befriedigt werden
Verwaltung begründet die Zahlungseinſtellung dar
Inſolvenz der Emelka=Theater AG. auch für die Mümy
ſpielkunſt A.G. einen erheblichen Verluſt als ſicher erſo
und in dieſem Zuſammenhange die Mögli keit weiter a
Wirkſchaftliche Rundſchau.
H. Hildebrand u. Söhne, Rheinmühlenwerke A.G. Die zum
Kampffmeyer=Konzern gehörende Geſellſchaft berichtet über das
am 31. März 1932 abgelaufene Geſchäftsjahr, daß die
Beſchäfti=
gung der Weizenmühle weiter rückläufig war; die Hartgrießmühle
zeigte ungefähr die vorjährige Produktion, lediglich die
Graupen=
mühle ſteigerte die Fabrikation. Der durch Minderbeſchäftigung
der Weizenmühle entſtandene Mahllohnausfall konnte durch
Be=
triebserſparniſſe annähernd ausgeglichen werden. Der Abzug an
Futtermitteln war gut, wenn auch die Preiſe nicht immer
befrie=
digten. Verluſte bei der Kundſchaft wurden reſtlos abgeſchrieben.
Wegen der unklaren Ausſichten, ſoll der Reingewinn von 0.154
(0,140) Mill. RM. wieder im weſentlichen zu Abſchreibungen und
Rückſtellungen Verwendung finden.
Anziehende Stickſtoffpreiſe in Holland und in Dänemark. Auf
den ungeſchützten Märkten, in erſter Linie in Holland und
Däne=
mark, in denen infolge des allgemeinen Konkurrenzkampfes im
abgelaufenen Jahre die Preiſe bekanntlich einen nie gekannten
Tiefſtand erreichten, macht ſich bereits als Auswirkung der
jüng=
ſten internationalen Vereinbarungen eine Beruhigung und
Be=
feſtigung bemerkbar. Die jetzigen Notierungen liegen nach
Infor=
mationen des DHD. zurzeit weſentlich über den Preiſen des
Vor=
jahres, und es iſt mit Sicherheit anzunehmen, daß ſich dieſe
Auf=
wärtsbewegung im Laufe des Jahres allmählich fortſetzen wird.
Wenn trotzdem nicht zu erwarten iſt, daß hier der Preisſtand der
geſchützten Märkte raſch erreicht wird, ſo iſt der Grund darin zu
erblicken, daß ſich noch größere, billig aufgekaufte Vorräte teilweiſe
nicht deutſcher Herkunft in zweiter Hand befinden, auf deren
Preisgeſtaltung die Erzeuger naturgemäß keinen Einfluß haben.
Die däniſch=engliſchen Wirtſchaftsverhandlungen. Der däniſche
Geſandte in London ſprach im Foreign Office vor und erklärte,
die däniſche Regierung ſei bereit, jederzeit mit Großbritannien
neue Handelsvertragsverhandlungen aufzunehmen. Dänemark
be=
abſichtige, gewiſſen engliſchen Waren Einfuhrerleichterungen zu
gewähren. Endgültige Vorſchläge könnten jedoch erſt nach
Be=
kanntgabe aller Ottawa=Verträge gemacht werden.
Diehmärkke.
Groß=Gerauer Ferkelmarkt. Auftrieb 670 Ferkel. Die Tiere
koſteten 7—14 Mark pro Stück. Der nächſte Ferkelmarkt findet am
Mittwoch, den 7. Sept., vorm. 8.30 Uhr, auf dem Marktplatz zu
Groß=Gerau ſtatt.
tungen für die Geſellſchaft nicht ausgeſchloſſen ſei.
Von der Verwaltung der Münchener Lichtſpielknn
München hören wir weiter, daß mit Ausnahme der
Gu=
die zum größten Teil mit den Großgläubigern der Em
A. G. identiſch ſind, die Münchener Lichtſpielkunſt A.G
großen laufenden Verbindlichkeiten beſitzt. In betei.
chener Kreiſen wird angenommen, daß ſich beſonde
Hauptgläubigern, dem Bankenkonſortium und der Con
Privatbank, eine Einigung erzielen laſſen wird, dies
als die Großgläubiger mit dem erheblichſten Teil ihre‟
gen als geſichert erſcheinen. Dies gilt beſonders von
ſchen Bankenkonſortium, das ia in der Hauptſache
gläubiger iſt. Die Bayeriſche Film=G.m.b.H. wird n
der Kern ſein, um den ſich in Zukunft die einzelnen T.
ternehmens gruppieren werden. Es ſcheint, daß mit
gläubiger der Bayeriſchen Filmgeſellſchaft,
Kommerzie=
nach dieſer Richtung hin beſtimmte Vereinbarungen gen
den. Nähere Mitteilungen will die Verwaltung erſt
ſtellung des genauen Status geben, an dem
bereit=
wird.
Produkkenmärkke.
Vom Rohhäutemarkt. Am Rohhäutemarkt hielt
denz weiter an. Der Beſuch der Auktionen war durch—
die Gebote erfolgten flott. Rote Kalbfelle erzielten Pr.
gen von 5—15 Prozent, ſchwarze Kalbfelle erzielten 2
ſchwere ſchwarze Kalbfelle 30 Proz, höhere Preiſe.
Juli=Auktion. Die Preiſe für Ochſenhäute ſtiegen um
ebenfalls in Anpaſſung an die ſeit der Juliauktion fon
Befeſtigung.
Berliner Produktenbericht vom 26. Auguſt. Die
toren, die in den letzten Tagen dem Getreidemarkt
geboten hatten, führten heute zu einer kräftigen Auf
ung auf faſt allen Marktgebieten. Infolge anderweß
ſpruchnahme und angeſichts der vorhandenen
Lombard=
lichkeiten iſt die Landwirtſchaft mit Offertenmateric
Markte; andererſeits bekunden die Mühlen für Weize=
der bekannten Einlagerung regere Nachfrage, ſo daß
v=
markt 3—4 Mk. höhere Preiſe angelegt werden mußte
regung vom Mehlabſatz her war allerdings nicht zu
Im Zeithandel lagen die erſten Notierungen infolge.
gen gleichfalls bis 4 Mk. über dem geſtrigen Schluß.
Kleine Wirtſchaftsnachrichken.
Die Zulaſſung der 160 Millionen RM. Aktien de
Licht u. Kraft=A.G. zu Berlin zum Handel und zur N:
der Frankfurter Börſe wurde genehmigt.
Die beabſichtigte teilweiſe Stillegung des Peiner
der Eveder Hütte des Erzbergbaues Bülten Lengede
Tatſache geworden. Von der Einſchränkung der Betri,
ungefähr 2000 Arbeiter betroffen, die zum Teil bereits
digung erhalten haben.
Der ſchweizeriſche Bundesrat hat in ſeiner Donner
einem Entwurf zugeſtimmt der für die notleidenden!
für die Jahre 1933 bis 1936 einen jährlichen Kredit n
Franken vorſieht.
Der „Moniteur” wird einen königlich belgiſchen
öffentlichen, der die Einfuhr von Fuhrwerken und Atz
ſowie von Teilen derſelben nach Belgien von einer beſau
nehmigung des Induſtrieminiſteriums abhängig macht
Aus Brüſſel wird gemeldet: Die Beſſerung auf de
tenmarkt, über die ſchon ſeit 14 Tagen berichtet wird,
an. Die Preiſe und der Umfang der Transaktionen
im Steigen begriffen. Falls dieſe Aufwärtsbewegung
bis drei Wochen andauert, iſt mit der Wiedereinſtellum
Arbeitsloſen in dieſem Induſtriezweig zu rechnen.
3500 Textilarbeiter ſind in Melbourne in den A!. Urſache des Ausſtandes iſt die von den Um
vorgenommene 15prozentige Lohnkürzung.
Die Vertreter der Spinnereiarbeiter in Mancheſter
Vorſchlag einer Lohnherabſetzung um 2 Schill. 9 Penc
Sterling abgelehnt. Weitere Verhandlungen ſind bisſt
vorgeſehen.
Berliner Kursbericht
vom 26. Auguſt 1932
Deviſenm
undie
vom 26. Augukſ=
Me
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bant
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummt
Deutſche Cont. Gas
Me
75.—
61.75
14.—
22.25
14.50
33.875
48.25
40.875
20.125
94.625
86.625
We
Elektr. Lieſerung
3. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſ.f.elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen u.
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
gelöchnerwerke
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Oberſchleſ. Kolsw.
Orenſtein & Koppel
Rae
66.125
88.625
32.375
64.375
62.625
30.—
45.375
97.25
24.75
44.50
27.75
36.—
28.—
eee
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Leonh. Tietz
Berein. Stahlwerkel
Weſteregeln Alkali
Ugsb.=Nnrb. Maſch
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ino
Hirſch Kupfer
Hohenlohe=Werte
Lindes Eismaſch.
Vogel Telegr. Drah
Wanderer=Werke
Aef
35.625
172.50
41.25
15.625
101.25
14.125
43.75
9.50
70.—
18.50
24.—
Selſingtort
Wien
Brag
Budapeſt
Sofia
Holland
Osio
Kopenhagen
Stockholm
London.
Buenos=Aires
New York.
Belgien
Ftalien
Paris
Währung
100 finn. Mi.
1100 Schilling
100 Tſch. Kr.
100 Pengö
100 Leva
100 Gulden
00 gronen
100 Kronen
100 Kronen
1 2.Stg.
1 Pap. Peio
1 Dollar
100 Belga
100 Lire
100 Franes
Rr
.264.
51.95
12.46511
3,o57
189.73
73.03
7.52
74.73
14.565
0.893
4.209
5s.41
21.60
16.50
Brieſſ
6.276
52,05
2.49.
3.08
170.0:
73.17
77.68
74.87
14.605
0.89:
4.217
58.53
21.64
16.54 I.
Schweiz...
Spanien
Danzig
Javae
Rio de Janerr
Jugoſlawien
Vortugal
Ahen
Nſtambu .!
Kairo
Kanada
Uruguay
Fsland
Tallinn (Eſtl.)
*
Riga
Durmſtädter und Kärionwroune Sarimkadt, olnute bei Bresoher
Frankfurter Kursbericht vom 26. Auguſt 1932.
Ma
„ „ve7
5½%Intern. ,
62Baden ......"
69 Bahern ......
6%Heſſen ......"
6% Preuß. Staat
6% Sachſen
Ltſche. Anl. Auslo
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Deutſche
Schutzge=
bietsanleihe ...
6% Baden=Baden.
6%Berlin. ..v.24
6½ Darmſtadt . . . .
6% Dresden v. 26
6% Frankfurt a. M.
Schätze v. 29
6% „ v. 26
39 Maunz
6% Mannheim v.27
82 München v.29
6% Wiesbaden v. 28
6% Heſt. Landesbl
6% „ Goldobligl
5½% Heſſ. Lds.=
Hyp.=Bk.=Liquid.
4½% „Kom.=Obl.)
6% Preuß. Lbs.
pfbr.=Anſt. G. Pf.
87 Boldoblig
—
59.5
611,
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54.5
71.4
57.25
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5.275
3.925
44.5
45.25
67.5
45.5
46
64
67.5
53
74.75
59
6% Landeskomm.-
Bk. Girozentr. für
Heſſen Golbobl.
%o Kaſſeler Land.,
kredit Goldpfbr..
6% Naſſ. Landesbt
5½% -Liqu. Obl
Dr. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
*AuslSer.
„ . Ser, II
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſitz).
6% Berl. oyp. Bt.
5½%— Liqu.=Pfbr.
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5½% „ Lig. Pfbr.
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6% Mein.Hyp.=Bk.
5½% „Lig. Pfbr..
6% Pfälz. Hyp.=Bk.
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6% Rhein. Hyp. Bk.
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Goldoblig.
6% Südd. Bod.,
Cred.=Bank ..
51/,%0 —„ Lig. Pfbr.
6% Württ. Hhp.=B.
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6% Dt. Linol. Werke
6%Mainkrw. v. 26
6%Mittelb. Stahl.
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5% Bosn. 2.c. B.
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AndreaeRoris Bahn! —
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Bemberg, J. P.. ./ 40
Beram. El.=Werke
BrownBoverickCie, 22
Buderus Eiſen. —../ 32
Eement Heidelberg/ 43
Karlſtadt 35
J. G.Chemie, Baſel120
Chem.Werke Albert.
Chade ........../168
Contin. Gummiw./ 95
„ Linoleum 36.
Daimler=Benz ....! 16
Dt. Atl. Telegr. 86.
Erdöl .......!
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3.25
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175
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66
79
15.25
27
88‟1.
23
23
32.5
65
235/,
65
9
56.5
45.5
91.5
10.25
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168
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30
42
180
65
35.75
172
162
130
51
3.
133.25
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27.
Auguſt 1932
ſwenkönig” nicht gewinnt. Vielleicht erinnern Sie ſich
nan vor zwei Jahren in Auſtralien einen
hochge=
ſvoriten im Auftrag der Buchmacher noch auf der
uend des Derbys über den Haufen ſchießen wollte.
ſetio, Mittel und Wege gibt es immer. Sie, Herr Ott,
nif jeden Fall, wenn Sie ſich weiter ſperren — warum
mee ſich gegen den ſicheren, müheloſen Gewinn?”
mit äußerſter Anſpannung gefolgt. Er hat ſich damit
Daß Gewalt hier nicht zum Ziele führt — aber
ſöhrt ihm eine glückliche Sekunde den rettenden Ein=
Mit.
ſich in den Seſſel fallen und zündet ſich ebenfalls
hette an.
fülich haben Sie recht, Baron. Alſo gut — „
Sonnen=
ſſtannt den „Großen Preis” nicht.”
digen läßt ſich auch durch dieſen überraſchenden Um=
Fyt aus der Ruhe bringen.
tüte mich freuen, wenn wir uns einigen könnten. Aber
Fu verſtehen, daß ich um gewiſſe Garantien bitten
üt pllen wiſſen, was ich unternehmen werde?"
Fsſtte mir lieb."
zeg iſt denkbar einfach, Baron — ein Zufall kommt
die.”
hſahtet kurz von den Schwierigkeiten mit Lee, ſtellt die
ſe ſo hin, als wäre ſie nicht ſchon ſo gut wie ent=
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 238 — Seite 13
dasie verheiratet sind
a6
Roman von Alfred Carl.
troch, Herr Ott. Wenn Sie entſchloſſen wären, dem
weiteres reinen Wein einzuſchenken — ich glaube, ſein, einen endgültigen Krach mit ihm zu provozieren. Dann
a jetzt nicht mehr hier.”
hrltenem Ingrimm muſtert Lutz dieſen Menſchen, der auf „Sonnenkönig” und verlieren den „Großen Preis” aller
Manieren eines Weltmannes und der Verſchlagen= Wahrſcheinlichkeit nach auch bei korrektem Rennverlauf.”
nxiebenen Gauners die Hölle heißt macht.
Glück, daß er ihm bei Ihlenfeldt in die Quere
hat ihn das erſt auf den Weg des Verbrechens facher als alles andere. Zur Sicherheit könnten Sie dem Jungen
ään, keine übertriebene Empfindlichkeit — man hält, noch eine verkehrte Inſtruktion für das Rennen geben.”
Fofſer, wenn man den Willen hat, und bleibt ein an=
Anſch.
m mt ſich zuſammen und verſucht den letzten Bluff.
strafgeſetzbuch bezeichnet Ihr Vorgehen als Er= ßen Preis”. Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie die Sache
ſch werde Sie verhaften laſſen!“
Härdmann ſchüttelt den Kopf.
beſten gleich morgen.”
wverden Sie beſtimmt nicht tun — einfach aus dem
eik es Ihnen nichts nützt. Ich ſagte ja ſchon, ich
gene Fa
Machdruck verboten.)
„Aufſäſſig, wie der Mann iſt, wird es für mich ein leichtes
dampft er prompt nach England ab — wir ſetzen einen Lehrling
Erdmann überlegte kurze Zeit.
„Nicht ſchlecht, Herr Ott — im Gegenteil, beſſer und ein=
„Ganz recht. Das ließe ſich machen.”
Baron Erdmann erhebt ſich langſam.
„Es trennen uns allerdings nur noch vier Tage vom
Gro=
mit dem Jockei ſo ſchnell wie möglich erledigen würden. Am
„Das iſt auch meine Abſicht.”
„Könnten Sie mich über den Ausgang unterrichten?”
„Das wird wohl jede Sportzeitung in ihrer
Abendaus=
gabe tun.”
„Stimmt — alſo iſt es nicht mehr nötig, daß wir vor dem
Rennen noch perſönlich zuſammenkommen.”
Der Deſperado tritt auf Lutz zu: „Es iſt mir lieb, daß wir
uns in Einvernehmen ſetzen konnten, Herr Ott. Vielleicht ergibt
ſich bald wieder die Möglichkeit für eine ertragreichere
Zu=
ſammenarbeit.”
Er verbeugt ſich korrekt und reicht Lutz die Hand — der
überwindet ſich, ſchlägt ein und bringt ſogar ein
liebenswür=
diges Grinſen zuſtande.
„Pfui Teufel!” ſagt er voll Ekel, als der Erpreſſer glücklich
draußen iſt.
Er reißt ein langes Lineal an ſich und läßt es auf die
Tiſchplatte niederſauſen.
„Warte, mein Junge! Vielleicht fällſt du am Sonntag aus
allen Wolken!"
Ich danke!
Am Abend wartet Lutz in der kleinen Konditorei am
Witten=
bergplatz auf Beate. Er hat ſie zu einer dringenden Beſprechung
hinbeſtellt.
Verrückter Zuſtandl ärgert er ſich, als er die Terraſſe betritt.
Die Frau, mit der ich vor fremden Menſchen „Verheiratſein”
ſpiele, muß ich in ein Lokal beſtellen, wenn es um die
wichtig=
ſten perſönlichen Dinge geht!
Lutz befindet ſich in einer Art Fieberzuſtand und
Kriſen=
ſtimmung. Grund hat er weiß Gott genug dazu. Die Sache
„Sonnenkönig” iſt jetzt glücklich ſo verfahren, wie es ſich nur
mit der kühnſten Phantaſie ausmalen läßt. Nur ein Gewalt=
ſtreich bringt das noch ins Lot — und leicht möglich, daß er in
überraſchend kurzer Zeit wieder bei Frau Lembkes ſitzt, denkt
Lutz verzweifelt.
Aber nein! Ganz wird ihn ſein Glück doch nicht verlaſſen!
Etwas muß er für ſich retten, bevor vielleicht der große Krach
kommt!
Zu der abgeklärten, ſtill lächelnden Ueberlegenheit, mit der
etton Doktor Herder das Leben in jeder Beziehung erfolgreich
zu meiſtern verſteht, fehlen Lutz nicht nur die paar Jahre, die ihn
von dem anderen trennen. Dazu mangelt ihm vor allem
ruhige=
res Blut
Er gehört zu den Leuten, die auf Huſarenſtückchen verfallen,
wenn etwas nicht ſtimmt, Teufel noch mal — entweder oder!
Mit einem Mädel von dreiundzwanzig Jahren werde ich wohl
noch fertig werden . . . es geht, oder es geht nicht . . . das
werden wir ja ſehen . . . und Raum iſt in der kleinſten Hütte
.. . und Dorrit hat ganz recht, nur ran an den Feind . . . ah,
da kommt Beate ja ſchon alſo los!
Sie begrüßt ihn ein wenig unſicher. Noch jetzt hat ſie den
Klang ſeiner Stimme im Ohr, als er ſie durchs Telephon um die
Verabredung bat. Wo brennt’s denn, Lutz? hätte ſie am liebſten
gefragt.
Sein geſpanntes Geſicht gefällt ihr nicht.
„Was haben Sie denn?” forſcht ſie ängſtlich.
„Aerger, Beate.”
„Aerger? Mit wem?‟
„Mit dem Jockei. Mit dem „Sonnenkönig”. Mit der Leitung
des Stalles Ihlenfeldt.”
Beate ſieht ihn verſtändnislos an. Dann erinnert ſie ſich an
ein paar Bemerkungen zwiſchen ihm und Budig bei der
Morgen=
arbeit.
„Ach ja, richtig. Was iſt denn da eigentlich los?”
Jetzt ſtarrt er ihr ins Geſicht, als begriffe er nicht. Dann
fällt es ihm ein: ach ſo — Beate ſteht ja ſeinem Alltag fern.
Man kommt ja nur zuſammen, wenn der Vorhang zum Spiel
aufgeht
Er berichtet ihr kurz: das und das wäre vorgefallen — ſo
und ſo ſähe es aus. „Pech!” ſchließt er. „Ich bin völlig
un=
ſchuldig, der Konſul könnte mir keinen Vorwurf machen. Aber
wenn ich beichten müßte, wenn ſein „Sonnenkönig” nicht ſiegt —
das Reſultat iſt wohl unſchwer auszumalen.”
Beate ſtreift ihn mit einem bekümmerten Blick.
Das iſt wirklich Pech .." murmelt ſie.
Seine Augen ſind plötzlich brennend und bittend.
Aber Beate läßt ihn nicht zu Wort kommen.
„Da wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als unſeren
Pakt doch noch ein wenig zu verlängern . . .", ſagt ſie verwirrt.
„Nein, Beate! Das nützt auch nichts! Das iſt alles Flickwerk!
Wir müſſen morgen früh hingehen und uns aufbieten laſſen!“
Jetzt hau er ſie doch überrumpelt. Wie oft hat ſie es
ver=
ſtanden, leicht und geſchickt auszuweichen oder einen Angriff
energiſch abzuſchlagen. Aber dieſe Attacke kam zu überraſchend
— es dauert kurze Zeit, bis ſie ſich wieder geſammelt hat.
Sie verſucht, ſeine Worte nicht ernſt zu nehmen.
(Fortſetzung folgt.)
Greinshin
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Hierzu ladet freundlichst ein
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lult ſtr große Militär-Tonfilmschwank aus der
Vorkriegszeit. 10 humorvolle Akte!
Wlenn die Soldaten durch
Aich stadt marschieren..
inEin Milär-Tonfilmschwank wie er bis jetzt nicht
Feigwurde! Lachsalven am laufenden Band!
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Lachen ohne Ende!
Beiprogramm:
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ſonntag 2 Uhr Vorstellung.
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HiesEatcEr
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[ ← ][ ]Seite 14 — Nr. 238
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 27. 9
Heute Samstag und morgen Sonntag
2grosse Garten-Konzerte
der
ungar Elite-Künstler-Kapelle Joni Hodosy
(Cimbal-Solist: Kälman Horwarth)
in der
(41s21
BOCKSHAUT
im Gest
Tanz
Samstag und Sonntag
Hotel u. Restaurant zur Post Gpldhl)
Kapelle Rodemyer mit den neuesten
Schlagern (11918
Versäumen Sie nicht die
Saison-Schluß-
Rhein-Fahrten
Dienstag, den 30. 8. 32., Abf. 9 Uhr ab
Mainz: Saiſonſchluß=Fahrt bis zur
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Mittwoch, den 31. 8. 32., Abf. 1½ Uhr ab
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„Märchenhain” und nach Bacharach.
Rm. 1.00 für Hin= und Rückfahrt.
Donnerstag, den 1. Sept. 32., Abf. 9 Uhr
ab Mainz. Saiſonſchlußfahrt vorbei an
der Loreley mit mehrſtündigem
Aufent=
halt in St. Goar und St. Goarshauſen.
Beſichtigung der Ruine Rheinfels oder
Aufſtieg auf den Loreleyfelſen. Fahrpr.
Rm. 1.50 d. Perſ. für Hin= u. Rückf.
Kinder bei allen Fahrten v. 6—14 d. Hälfte,
An Bord Mnſik — Tanz — Stimmung
und Reſtaurant.
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Hamburg=Amerika=Linie, Lniſenplatz 1.
Kirchweihe
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Sonntag, den 28. u. Montag, 29. Aug.
TANZ
Für Speisen und Getränke bestens
gesorgt! Spezialität:
Hirschbraten und Geflügel.
Es ladet ein:
Joh. Hch. Lanmann I.
(Germann Nachf.)
Heute
Samstag
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Speiſen und Getränke iſt Sorge getragen.
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Terrasse am Nekar, herrliche Spaziergänge,
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Mahlzeiten, auf Wunsch Diät,
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preis 4 ℳ — 5.50ℳ, Wochenend 7 ℳ;
Prospekte auf Wunsch
(10787a
Heute Samstag die große Premiere!
EROFFNUNG DER SPIELZEIT 1932/33.
Der Film des deutschen Volkes!
Hertha Thiele, Friedr. Kayssler, Hans
Brausewetter, Theodor Loos, Carl
de Vogt, Erna Morena, Ernst Stahl-
Nachbaur, Camilla Spira und vielen
anderen erstklassigen Kräften.
Milſt. Beirat: Graf Moltke.
Regle: Rudolf Meinert.
Für Jugendliche erlaubt.
Schlicht und ergreifend und dennoch groß und packend wirkt das Geschehen dieses
Filmes auf den Beschauer. Der. Odem einer großen Zeit weht aus dem Film, den
keiner verläßt, ohne bis ins Innerste erschüttert zu sein. — Der Film klingt aus mit
dem Volkslied: „ich hat einen Kameraden . . . " und ist aus demselben Geiste
ge-
boren, aus dem dieses unsterbliche Lied in der deutschen Volksseele entstanden ist-
Im tönenden Beiprogramm:
Die neueste Emelka-Tonwoche.
Ehren- und Freikarten aufgehoben.
Anfangszeiten 3.45, 6.00 und 8.20 Uhr
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Heute Samstag ab u/4
Sonntag ab 17 Uh
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Tanz- und Gas
Samstag und Son nd
Gesellschafts-Ahenift
Die Belloni-Boys-Stimmnngska
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in
Findet Sonntag, 23.
Montag, 29. Augusi
Für gute Speisen u. G
ist bestens gesorgt.
Es ladet freundlichst
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Wochentags 7.00 mit 50, Eru
Bacharach, Dienstag, Mittwoc
tag bis Koblenz.
Sonntag, 28. 8., 14 Uhr, Son 4
Bochustest u. zur Goothefeier u.
u. zur. Rm. 1.50, Kinder 0.80, Hä
jedem Dampfer in Einbeitsfah.
Dienstag, 30. 8. und Donnersta
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Rückkft. 20.30 Uhr, hin u. zur. A
Mittwoch, 31. 8. u. Samstag, 3. 2,
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