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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Auffätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 51
Samstag, den 20. Februar 1932.
195. Jahrgang
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Doſſar.
Im Falle böherer
420 Maril.
Gewal, wie Krieg. Aufruhr. Strell u
w., erliſch
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Leiſtung von Schadenerſatz. Bei
der
Konkurs oder gerſchtlicher Beireibung ſä
Rabau weg. Bankionto Deuiſche Bani und
Darm=
ſtädter und Natlonalbank.
Entſcheidungsſchlacht un Schanghaf
Ablehnung des japaniſchen Ulkimakums durch China. — Wiederaufnahme der Feindſeligkeiten.
Umfaſſende Verkeidigungsmaßnahmen der Chineſen.
Die Kanonen ſprechen.
Das japaniſche Ulkimakum abgelehnt.
TU. Schanghai, 19. Februar.
Die Chineſen haben das japaniſche Ultimatum, das am
Sams=
genachmittag um 17 Uhr Ortszeit abläuft, abgelehnt. Ein
letz=
aVerſuch, eine Verſtändigung herbeizuführen, wurde von den
birden der internationalen Niederlaſſung in den Abendſtunden
eDonnerstag übernommen, die ſich zu einer Konferenz in der
wüſiſchen Konzeſſion zuſammenfanden, zu der auch die chineſi=
Befehlshaber geladen waren. Die Sitzung wurde nach
giſtündiger Dauer ergebnislos abgebrochen, während draußen
ſchapei und auf den Wuſungforts auf beiden Seiten die
Stel=
hen bezogen und die Geſchütze ſchußbereit gemacht wurden.
cheind marſchieren neue japaniſche Verſtärkungstruppen durch
ſtstraßen Schanghais. Hunderte von Laſtkraftwagen mit
Mu=
hn rollen an die Front. In den frühen Morgenſtunden des
ßtag wurden die Bewohner der internationalen Niederlaſſung
ſy heftiges Schießen geweckt. Soviel bis jetzt feſtgeſtellt
wer=
konnte, eröffneten die Chineſen das Artilleriefeuer auf die
hwiſchen Stellungen ſowie auf das japaniſche Hauptquartier
auf die im. Hafen liegenden japaniſchen Kriegsſchiffe. Im
ſzkin=Bezirk wurde durch das chineſiſche Feuer beträchtlicher
Eden angerichtet. Auch engliſche Gebäude in der internatio=
Niederlaſſung wurden ſtark beſchädigt. Eine chineſiſche
Gra=
ſchlug in das oberſte Stockwerk des Savoyhotels, ohne jedoch
Ronen zu verletzen. Wie aus Nanking gemeldet wird, treffen
hineſen ganz umfaſſende Verteidigungsmaßnahmen, die weit
das Gebiet von Schanghai hinausgehen. Ein ganzes
Netz=
von Schützengräben wird entlang der Linie der
Tientſin=
mu=Lunghai=Eiſenbahn ausgebaut, und zwar in einer Länge
über 1500 Kilometern.
Von Japans Gnaden.
HerPuyi zum mandſchuriſchen Präſidenken gewählt
Vie die japaniſche Zeitung „Aſahi Schinbun” meldet, wurde
Afrühere Kaiſer von China, Prinz Puyi, einſtimmig zum Prä=
Atim des Vollzugsausſchuſſes der unabhängigen Mandſchurei
pählt.
Das tokioter Außenminiſterium erklärt, daß Japan den un=
AAngigen Mandſchureiſtaat erſt dann anerkennen werde, wenn
liachweiſe, daß er alle Eigenſchaften eines unabhängigen
Aut/s beſitze.
der neue Staat umfaßt nach der in Mukden veröffentlichten
Klamation die Provinzen Fengtien, Hailungkiang, Kirin
Ihl. Charbin und Liaoning, ſowie den mongoliſchen Jehol=
Rr.
Japaniſche Kriegserklärung an China?
TU. Tokio, 19. Februar.
uin Dnchnie 5 5e W. Heſſie Arne imer enſe
mnd durch große Truppenzüge unter dem Oberbefehl
* Aangkaiſcheks verſtärkt werde. Die Kabinettsmitglieder kamen,
verlautet, überein, ihr Aeußerſtes zu tun, um eine
Verſchär=
der Lage, die möglicherweiſe eine Kriegserklärung nötig
N. zu verhüten.
Waffenlieſerungen für China.
De Brünner Waffenwerke haben, wie der „Deutſche Nach=
Undienſt” meldet, größere Lieferaufträge für China erhalten.
r Tage wurde eine Sendung von 250 000 Gewehren, 500
Oren und 800 leichten Maſchinengewehren nach China ab=
N.
Neue Ralts=Sondertagung.
Genf, 19. Februar.
der Zwölfer=Ausſchuß des Völkerbundsrates hat heute
vor=
a, nachdem der vom Völkerbundsrat eingeſetzte Rechtsaus=
Aden chineſiſchen Antrag auf Einberufung einer außerordent=
* Völkerbundsvollverſammlung heute vormittag für zuläſſig
It hatte, nach langen geheimen Beratungen beſchloſſen, die=
Autrag ſtattzugeben. Man nimmt an, daß der Rat die Ver=
Alung zu Anfang März einberufen wird.
er chineſiſche Geſandte hat heute vormittag den
Völker=
tant auf das japaniſche Ultimatum aufmerkſam gemacht und
Ei en Zuſammentritt des Völkerbundsrates gefordert.
der Völkerbundsrat hat beſchloſſen, die
Völkerbunds=
ammlung auf den 3. März einzuberufen.
Mand und die bedrohliche eage in Schanghai.
De Entwicklung in Schanghai hat die ernſteſte Beſorgnis in
DM. ausgelöſt. Es handelt ſich jetzt ganz beſonders für
Eng=
won um eine Preſtigefrage. Die Rückſichtnahme auf die ge=
Deie Stellung Auſtraliens, die große Erregung der dortigen
Elerung ſowie das Anſehen Englands im Fernen Oſten und
N Stellung in Indien ſind mehr denn je bei den engliſchen Re=
Susſtellen in den Vordergrund getreten und wirken
mitbe=
e 7d auf die Haltung gegenüber Japan, die ſich ſichtlich
ver=
ſt * hut.
2as engliſche Kabinett hielt am Freitag nachmittag eine
* Ang über die Lage im Fernen Oſten ab.
Neue Putſchgefahr in Memel.
Nach dem Muſter von 1923.
Berlin, 19. Februar.
Wie der „Lokal=Anzeiger” aus Memel meldet, ſind dort neue,
ſehr ernſte Gerüchte über einen bevorſtehenden Putſch litauiſcher
Freiſcharen entſtanden. Am 16. Februar, ſind in Memel zwei
Eiſenbahnwagen mit Zivilkleidern aus Kowno eingetroffen. Man
vermutet daher, daß dieſe Zivilkleider nach dem Muſter des
„Volksaufſtandes” von 1923 an litauiſche Militärperſonen verteilt
werden ſollen, die dann als angebliche Zivilperſonen einen Putſch
zugunſten der litauiſchen Gewaltherrſchaft machen wollen.
Leikland will die deutſche Sprache
durch Nokverordnung ausrokken.
Das lettländiſche Kabinett Skujeneck beſchloß, auf dem Wege
der Notverordnung ein Sprachengeſetz für Lettland zu erlaſſen,
das u. a. eine einſchneidende Beſchränkung der Benutzung der
deutſchen Sprache in Lettland bezweckt und bereits am 4. März in
Kraft treten dürfte.
Nach dieſer Verordnung darf in der lettländiſchen Wehrmacht
und in allen ſtaatlichen und kommunalen Behörden nur die
let=
tiſche Sprache benutzt werden, ebenſo im Verkehr privater und
juriſtiſcher Perſonen mit ſtaatlichen und kommunalen Stellen.
Während die Regelung der Sprachenfrage im Parlament dem
Landtag ſelbſt vorbehakten bleibt — bekanntlich ſind bisher
deutſche und ruſſiſche Reden geſtattet —, müſſen jetzt in den
Kom=
munalverwaltungen deutſche und ruſſiſche Redner auf Verlangen
nur eines Parlamentsmitgliedes, ihre Reden in die lettiſche
Sprache überſetzen. Alle Firmenaufſchriften, Plakate, Stempel
u. a. müſſen in lettiſcher Sprache ausgeführt ſein. Das gilt auch
für Vereine und ſonſtige Organiſationen. Nur an zweiter Stelle
iſt die Sprache der Minderheit geſtattet. Im amtlichen Verkehr
dürfen nur lettiſche geographiſche Bezeichnungen verwandt
wer=
den Damit ſoll die Verwendung alter geſchichtlicher deutſcher und
ruſſiſcher Ortsbezeichnungen ausgerottet werden. So ſoll es z. B.
jetzt ſtatt Mitau nur noch Jelgawa heißen uſw.
Das Echo
des deukſchen Abrüſtungsvorſchlages.
In der engliſchen Diplomatie iſt man erſtaunt darüber, daß
die deutſchen Abrüſtungsvorſchläge entmilitariſierte Grenzzonen auch
in anderen Ländern fordern. Nach den deutſchen Vorſchlägen
müſſe, wie die Preſſe bemerkt, z. B. auch Gibraltar entfeſtigt
werden.
Der deutſche Abrüſtungsvorſchlag findet in den Pariſer
Blät=
tern weitgehendſte Beachtung. Ganz allgemein ſind ſämtliche
Blätter ohne Unterſchied der Parteien gegen die deutſche Theſe
eingeſtellt, wobei ſie ihre Haltung je nach ihrer
Parteiangehörig=
keit begründen. Während die Rechtspreſſe in den deutſchen
Vor=
ſchlägen lediglich den Verſuch ſieht, auf bequemſte Art alle
an=
deren Staaten auf den gleichen Rüſtungsſtand zu bringen wie das
Reich ſelbſt, wenden ſich die Linksblätter vor allem gegen die
An=
deutungen des deutſchen Vertreters, daß das Reich das Recht zur
Wiederaufrüſtung habe, falls die Siegerſtaaten ſich nicht zur
Ab=
rüſtung entſchließen.
Der Führer der franzöſiſchen Abordnung in Genf, Paul
Bon=
conr, erklärte der Preſſe, daß die deutſchen Abrüſtungsvorſchläge
für Frankreich völlig unannehmbar ſeien.
Painlevés Verhandlungen zur Kabinektsbildung.
TU. Paris, 19. Februar.
Die Bemühungen Painlevés, die Kabinettskriſe zu löſen, werden
in der Pariſer Oeffentlichkeit mit ſteigender Spannung verfolgt.
Painlevé hat die Verhandlungen am Nachmittag fortgeſetzt und
Pieſſevertretern erklärt, er gebe die Hoffnung nicht auf, dem
Präſidenten noch am Freitagabend ſein Kabinett vorſtellen zu
können. Wie verlautet, haben mehrere einflußreiche
Perſönlich=
keiten Painlevé dringend abgeraten, ein politiſches
Kampf=
kabinett zu bilden. Nach einer anderen Darſtellung hat der
Präſident ein linksgerichtetes Kampfkabinett abgelehnt und
Painlevé zu neuen Verhandlungen mit Tardieu aufgefordert.
An dieſer Stellungnahme Doumers ſoll das um die
Mittags=
zeit bereits fertiggeweſene Linkskabinett geſcheitert ſein.
Die Agentur Havas berichtet aus Genf, daß Painlevé Paul
Boncour in einer längeren telephoniſchen Unterredung das
Außenminiſterium oder das Kriegsminiſterium angeboten habe,
um ihm dadurch die Möglichkeit zu geben, an der Spitze der
fran=
zöſiſchen Abordnung für die Abrüſtungskonferenz zu verbleiben.
Paul Boncour habe grundſätzlich zugeſtimmt, und er erklärte,
daß er den Außenminiſterpoſten vorziehe. Er werde am Samstag
nachmittag nach Paris abreiſen.
Wiedereinführung der Todesſtrafe in Oeſterreich?
Wie die Blätter erfahren, ſollen die zahlreichen Mordfälle
der letzten Zeit dazu geführt haben, daß man in
Regierungskrei=
ſen die Wiedereinführung der Todesſtrafe in Oeſterreich erwägt.
Angeblich ſoll die Einbringung einer Geſetzesvorlage für die
Frühjahrs=Seſſion des Nationalrats geplant ſein.
Ausſchlag=
gebend für dieſe Abſicht der Regierung ſei insbeſondere die
Ge=
ſinnungsänderung des deutſchen Strafrechtslehrer Prof. Kahl
ge=
weſen, der ſich bekanntlich vor kurzem mit Rückſicht auf die
Häu=
fung der ſchweren Blutdelikte in der letzten Zeit für die
Todes=
ſtrafe ausgeſprochen hat.
* Köder Kamerun.
Von unſerem +=Korreſpondenten.
Rom, 18. Februar.
Grandi kommt von ſeiner erſten Fahrt zur Genfer
Ab=
rüſtungskonferenz wie eine Primadonna zurück, die mit großem
Erfolge vor einem internationalen Publikum geſungen hat. So
wenigſtens ſieht die Sache aus, wenn man ſich an die
Preſſe=
ſtimmen der italieniſchen Zeitungen hält und zugleich auch nur
aus ihnen die Kommentare kennt, die eine internationale Preſſe
an Grandis Rede anknüpft. Man hätte gewünſcht, daß in den
deutſchen Zeitungen etwas inhaltsreichere Beiſtimmung zum
Auftreten Grandis in Genf zu leſen geweſen wäre und
zu=
gleich ſich auch gefreut, wenn in den deutſchen Preſſeſtimmen,
die man in Italien wiedergab, nicht immer die als
italien=
freundlichen deutſchen Zeitungen mit mehr oder weniger
Rechts=
brientierung als Kronzeugen angeführt würden, ſondern gerade
aus den Reihen der nicht fasciſtiſch gerichteten Blätter das
an=
erkennende und lobende Echo wiederholt würde, das in Italien
als aus nicht dem Fascismus verſchriebenen Kreiſen ſtammend
klarer für Grandis Wirkung in Genf gewertet werden könnte.
Doch das ſind Schönheitsfehler der Berichterſtattung aus
Berlin, die zu beſeitigen ſolange recht ſchwer ſein wird, als
die italieniſchen Berichterſtatter ſich ihre Nachrichten zum
abend=
lichen Telephonat zunächſt vorwiegend bei einer bekannten
rechts=
gerichteten Nachrichtenzentrale ſuchen und dort bequem und
bereitwillig erhalten. Immerhin kann Grandi mit einem Echo
aus Deutſchland nach Rom heimkommen, das Muſſolini
er=
freulich klingen wird und Grandis Stellung weiterhin feſtigt.
Er hat juſt in dem Sinne geſprochen, der Brünings
Ausfüh=
rungen ergänzte und unterſtrich. Er hat auf dieſe Weiſe für
Deuiſchland etwas getan, was ſehr wichtig auf dem
diplo=
matiſchen Schlachtfelde in Genf iſt. Er hat es dem Kanzler
geſtattet liebenswürdig in der Form zu ſein, eine beſondere
Schärfe gegenüber der Genfer Verfammlung zu vermeiden, und
damit das ſchwere Geſchütz für einen in verſchiedener Richtung
günſtigeren Zeitpunkt aufzuſparen. Grandi hat damit auch
be=
wirkt, daß als Gegenpart gegen die franzöſiſche Auffaſſung
nicht immer Deutſchland in erſter Reihe genannt wird, ſondern
daß — ſehr erfreulich — der Schwerpunkt im
Abrüſtungsfelo=
zug mehr nach Italien verſchoben wurde. Das kann bei der
weiteren Entwicklung in Genf von großer Bedeutung werden.
Noch iſt es aber wohl nicht opportun, ausführlich auf die
Mög=
lichkeiten dieſer Entwicklung einzugehen.
Aber auf eins darf man aufmerkſam machen: auf die
Be=
mühungen Frankreichs, mit Italien zu einer Verſtändigung zu
kommen, die ſich bei der weiteren Entwicklung der
Abrüſtungs=
konferenz auswerten würde. Solange Briand am Ruder war,
ſchien eine Verſtändigung zwiſchen Paris und Rom immer
da=
durch erſchwert, daß man in Rom Herrn Briand nicht voll
trauen wollte. Tardieu aber iſt von anderer Art. Wenn man
ſo ſagen darf: er liegt dem Duce mehr. Nur wer weiß, wie
ausſchlaggebend in der hohen Diplomatie oft gerade dieſes
„Imponderabile” des „einem Menſchen Liegen” oder „
Nicht=
liegen” iſt, wird die Möglichkeiten ermeſſen, die in dieſer kaum
wägbaren Aenderung begriffen ſind. Natürlich ruht aber neben
der erhöhten Verſtändigungsmöglichkeit auch die vermehrte
Ge=
fahr der verſtärkten Reibung, die zu Funken führen kann.
Zu Tardieus Programm aber gehört der Wunſch nach
einer Verſtändigung mit Italien. Eins der hauptſächlichſten
Schmerzenskinder aus den Zeiten der Verteilung der „
Sieges=
beute” iſt das Problem, das mit dem Namen des Hinterlandes
von Tripolis und mit Tunis verbunden iſt. Hier aber will
auch Tardieu keine italieniſchen Wünſche erfüllen, die den
Zu=
ſammenhang und die Expanſionsmöglichkeiten der franzöſiſchen
Herrſchaft in Nordafrika beengen oder gefährden könnten. In
Tunis oder in der Sahara wird alſo auch unter Tardieu kein
Kompenſatiosobjekt für Italien zu erreichen ſein. Dieſe
Hart=
näckigkeit auf franzöſiſcher Seite erinnert an die alte
öſterreich=
ungariſche Torheit, in der Frage des „Trento e Trieſte”
italie=
niſchen Wünſchen nicht entgegengekommen zu ſein, als mit einem
kleinen Opfer ein Krieg und eine zerſtörende Niederlage zu
vermeiden war. Erſt wenn es vielleicht einmal zu ſpät iſt wird
man in Paris an das Saharaopfer denken, das heute
Frank=
reichs Stellung in Europa um vieles verſtärken könnte.
Aber Tardieu will in Nordafrika keine Konzeſſionen machen.
Er will weiter ſüdlich im Gebiete der „Mandate” Italien
Vor=
teile bieten, die den Duce veranlaſſen könnten, ſich auf die
franzöſiſche Seite zu ſchlagen. Das Kolonialmandat Kamerun
wird in die Waagſchale geworfen, die ſich in Rom zu Gunſten
Frankreichs neigen ſoll. Dabei werden zwei Fliegen mit einer
Klappe getroffen — eigentlich ſind es ſogar drei —: man opfert
etwas, was bei der immer näher rückenden Ausgleichung des
Verſailler Vertrages doch nicht zu halten iſt, nämlich das
be=
reits am meiſten umſtrittene Mandat, zugleich verzichtet man zu
Gunſten Italiens auf das Mandat, auf deſſen Rückgabe
Deutſch=
land zurzeit noch am eheſten hoffen kann, und ſchiebt damit in
das keimende Verſtändnis zwiſchen Berlin und Rom einen
ſchweren Grund zum Mißtrauen, und bringt außerdem ganz
nebenbei — die dritte Fliege die man trifft — Italien
wieder=
um in den Ruf, durch „Kompenſationen” beſonders gerade
dann beeindruckbar zu ſein, wenn es ſich, wie in Genf, um die
Sicherung des Friedens bandelt.
Dieſes Schachern um Kamerun, wie es Tardieu verſucht und
wie es in Genf nach guten Informationen bereits von
fran=
zöſiſcher Seite eingeleitet wurde, ſcheint bisher auf römiſchem
Boden nicht viel Anklang gefunden zu haben. Vielleicht kommt
dieſes Angebot bereits zu ſpät. Selbſt eine Unterdrückung der
antifasciſtiſchen Preſſe in Frankreich — ebenfalls eine Geſte
oder eine Maßnahme Tardieus, die man Rom gegenüber als
in das Gebiet der „Opfer” gehörend erwähnt hat, wird wenig
wirkſam ſein. Denn das Geſchrei aus Paris iſt für den
Fascis=
mus zwar unbequem, aber nicht gefährlich. Ein
Entgegen=
kommen des Duce lohnt alſo nicht recht.
Dagegen läßt das weitere Eintreten Muſſolinis für eine
wirkliche Abrüſtung ſtatt der Pariſer Kompenſationen doch
größere Erfolge erhoffen, die auf finanziellem Gebiet und auf
der Stärkung des muſſoliniſchen Preſtiges ruhen. Nur ein
wirklich friedliches Italien erhält, wie man inzwiſchen
ein=
geſehen hat, jene Kredite, die alle darniederliegenden Länder
nötig haben, und nur eine wirkliche Abrüſtung kann Italien
von dem Druck der Laſten befreien, unter dem auch das Reich
des Duce ſeufzt. Daneben wird Tardieus Köder Kamerun doch
wohl kaum zum Anbeißen locken,
Seite 2 — Nr. 51
Neue Nolverordnung.
Ergänzung der Borichriffen über die
Zwangs=
vollſtreckung bei landwirkſchaftlichen Bekrieben
und über das Sicherungsverfahren.
Berlin, 19. Februar
Das Reichskabinett hat am Donnerstag abend eine neue
Not=
verordnung zur Ergänzung der Vorſchriften über die
Zwangsvoll=
ſtreckung bei landwirtſchaftlichen Betrieben und über das
Siche=
rungsverfahren verabſchiedet. Der Reichspräſident hat Freitag
früh dieſe Verordnung unterzeichnet. Die Verordnung hat
folgen=
den Wortlaut:
Artikel I.
Bei Arbeitnehmern in landwirtſchaftlichen Betrieben
die Naturalvergütungen erhalten, ſind die ihnen als Vergütung
gelieferten Naturalien ſowie das davon ernährte Vieh unpfändbar.
Artikel II.
§ 5 der Verordnung des Reichspräſidenten zur Sicherung der
Frühjahrsdüngung und Saatgutverſorgung vom
23. Januar 1932 (RGBl. I, S. 32) erhält folgende Faſſung:
„Die ſich aus den Vorſchriften der §5 1—4 ergebenden Rechte
können nicht geltend gemacht werden, ſolange über einen Betrieb
das Sicherungsverfahren nach der Verordnung des
Reichspräſi=
denten zur Sicherung der Ernte und der landwirtſchaftlichen
Ent=
ſchuldung im Oſthilfegebiet vom 17. Novembe 1931 ſchwebt.”
Artikel III.
1. Hat der Inhaber eines Betriebes, über den das
Sicherungs=
verfahren nach der Verordnung des Reichspräſidenten zur
Siche=
rung der Ernte und der landwirtſchaftlichen Entſchuldung im
Oſt=
hilfegebiet vom 17. November 1931 eröffnet iſt, mit Zuſtimmung
des Treuhänders Düngemittel, Saatgut oder Futtermittel
be=
ſchafft, die im Rahmen der bisherigen Wirtſchaftsweiſe zur
ord=
nungsmäßigen Aufrechterhaltung des Betriebes benötigt werden,
ſo haben Anſprüche aus dieſen Lieferungen im Falle der
Auf=
hebung des Sicherungsverfahrens, den in § 10 Abſ. 1 Nr. 1 des
Zwangsverſteigerungsgeſetzes bezeichneten Rang. Das gleiche gilt
von Krediten, die zur Bezahlung dieſer Lieferungen in der für
derartige Geſchäfte üblichen Weiſe ausgenommen ſind.
2. Das Vorrecht des Abſ. 1 erliſcht, wenn die
Zwangsverwal=
tung oder Zwangsverſteigerung nicht innerhalb von drei
Mo=
naten nach der Aufhebung des Sicherungsverfahrens beantragt
wird. Iſt innerhalb dieſer Friſt die Zwangsverwaltung
bean=
tragt, ſo beſteht das Vorrecht in der Zwangsverſteigerung nur
wenn die Zwangsverwaltung bis zum Zuſchlag fortdauert.
3. Die Reichsregierung wird ermächtigt, die vorſtehenden
Vorſchriften auch auf andere landwirtſchaftliche
Betriebsaufwen=
dungen auszudehnen.
Artikel IV
1. Hatte die Eröffnung des Sicherungsverfahrens die
Auf=
hebung einer Zwangsverwaltung zur Folge, ſo haben die
An=
ſprüche, die in dem aufgehobenen Verfahren nach § 10. Abſ.
Nr. 1 des Zwangsverſteigerungsgeſetzes bevorrechtigt waren, das
gleiche Vorrecht bei einer Zwangsverſteigerung oder Zwangsver
waltung, die innerhalb von drei Monaten, nach Aufhebung des
Sicherungsverfahrens beantragt wird.
2. Artikel III Abſ. 2 Satz 2 gilt ſinngemäß.
Artikel V.
8 1.
In 8 2 Abſatz 1 Satz 3 der Verordnung des Reichspräſidenter
zur Sicherung der Ernte und der landwirtſchaftlichen Entſchuldung
im Oſthilfegebiet vom 17. November 1931 (RGBl. I S. 675)
wer=
den die Worte: „der alten Oſtpreußenhilfe 1927/28 auf Grund
des Geſetzes über wirtſchaftliche Hilfe für Oſtpreußen vom 18. Mai
1929 (RGBl. I, S. 97), der Verordnung des Reichspräſidenten
vom 26. Juli 1930 (RGBl. I, S. 311) oder” geſtrichen.
8 2.
Iſt über einen auf Grund der alten Oſtpreußenhilfe 1927/28
des Geſetzes über wirtſchaftliche Hilfe für Oſtpreußen vom 18. Ma=
1929 oder der Verordnung des Reichspräſidenten vom 26. Juli
1930 umgeſchuldeten Betrieb die Zwangsverwaltung oder
Zwangs=
verſteigerung angeordnet, ſo iſt der Antrag auf Eröffnung des
Sicherungsverfahrens unzuläſſig.
8 3.
Soweit nach den Vorſchriften der §§ 1 und 2 Anträge auf
Er=
öffnung des Sicherungsverfahrens geſtellt werden können, müſſen
ſie bis zum 15. März 1932 bei der zuſtändigen Stelle eingegangen
ſein.
Artikel W.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag ihrer Verkündung in
Kraft.
* Eine neue Geſchichte
der deurſchen Htugenkenſchan.
Eine Selbſtanzeige
von Prof. Dr. Paul Sſymank (Göttingen).
Mitte Februar erſcheint endlich das lange ſchon angekündigte
Werk: „Das deutſche Studententum von den
älte=
ſten Zeiten bis zur Gegenwart” (1931), das von
Muſeumsdirektor Dr. Friedrich Schulze (Leipzig) und mir
verfaßt worden iſt, und deſſen Widmung die Univerſität Göttingen
entgegengenommen hat. (Verlag für Hochſchulkunde. München,
Schönfeldſtraße 11. Preis 10 RM., gebunden 12 RM.) Die erſte
und die zweite Auflage dieſes Buches erſchienen im Jahre 1910,
die dritte unveränderte während des Weltkrieges; alle drei, die
der Verlag von Robert Voigtländer in Leipzig veranſtaltete und
die von mehr als 500 Zeitungen und Zeitſchriften des In= und
Auslandes überaus günſtig beſprochen wurden, ſind heute
voll=
kommen vergriffen und nur noch in Bibliotheken und
gelegent=
lich in Antiquariaten zu haben. Infolge der großen Fortſchritte
der wiſſenſchaftlichen Forſchung auf dem Gebiete der
Hochſchul=
kunde hatte eine neue Ausgabe nur dann Sinn, wenn ſie mit
einer völligen Neubearbeitung verbunden war. Die geſamte
Stimmung im Verlagsbuchhandel ſchien jedoch einem ſolchen
Unternehmen ungünſtig zu ſein — trotz zahlreicher Nachfragen
aus der akademiſchen Jugend, bei der ſich der „Schulze=Sſymanl
einer großen Beliebtheit erfreute, und auch die Notgemeinſchaft
der deutſchen Wiſſenſchaft, an die ſich 1926 die Bonner Tagung
der Deutſchen Studentenſchaft mit der Bitte um einen geldlichen
Zuſchuß für eine Neubearbeitung des Buches wandte, lehnte eine
Unterſtützung ab. Um ſo mehr Anerkennung verdient der
Münch=
ner Verlag für Hochſchulkunde, der in einer für den Buchhandel
überaus ſchweren Zeit das Wagnis unternahm, der deutſchen
Akademikerſchaft eine der heutigen Zeitentwicklung entſprechende
Geſchichte des deutſchen Studententums zu ſchenken, die durch
ihre möglichſt fremdwörterfreie Darſtellung auch nach außen hin
ein deutſches Gewand trägt.
Dr. Friedrich Schulze und ich haben uns bei der
Neube=
arbeitung in derſelben Weiſe wie früher in die zu löſende
Auf=
gabe geteilt; ihm lag es ob, das deutſche Studententum von
1350 bis 1750 zu behandeln und dabei das verhältnismäßie
wenig umfangreiche neuere Schrifttum über den genannten
Zeit=
abſchnitt auszuwerten. Für ihn war es ſelbſtverſtändlich, daß
er nicht bloß die Entwicklung der gkademiſchen Jugend ſchilderte,
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
vom Tage.
Im Einverſtändnis mit dem preußiſchen Staatsminiſterium
hat der Polizeipräſident von Berlin beſchloſſen, zu der am 22.
Februar gefeierten 200. Wiederkehr des Geburtstages von George
Waſhington den weſtlichen Teil des Friedrich=Karl=Ufers vor dem
Lehrter Bahnhof in Berlin in Waſhington=Platz umzubenennen.
Die Bayeriſche Volkspartei ruft ihre Freunde in Stadt und
Land auf, geſchloſſen ihre Stimme für Hindenburg, den wahren
Volkskandidaten, abzugeben. Die Treue, die er ſeinem Volke in
dieſen ſchweren Jahren gehalten hat, wollen auch wir ihm halten.
Wir wollen mit Hindenburg nur dem einen Ziel nachjagen,
Deutſchland zu retten und es von aller Bedrückung und Schmach
frei zu machen.
Die Parteileitung der SAP. hat beſchloſſen, bei der
Reichs=
präſidentenwahl für den von der KPD. aufgeſtellten Kandidaten
Ernſt Thälmann einzutreten.
Der Kampfausſchuß der Berliner Gaſtwirte hat beſchloſſen
am Montag den Bierboykott durchzuführen. Der Boykott ſoll ſich
nicht allein auf Bier und Weißbier erſtrecken, ſondern alle
Pro=
dukte der Großbrauereien umfaſſen. Von einer Schließung der
Lokale will man abſehen.
Zwiſchen Kommuniſten, die eine nationalſozialiſtiſche
Ver=
ſammlung zu ſprengen verſucht hatten, und der Landjägerei, die
die etwa 400 Mann ſtarke Menge zerſtreuen wollte, kam es
Bockwitz (Kreis Libwerda) am ſpäten Abend zu ſchweren
Zuſam=
menſtößen, in deren Verlauf von den Landjägern ſcharfe Schüſſe
abgegeben wurden. Sieben Kommuniſten wurden verletzt, drei
von ihnen ſchwer.
Auf Antrag der Sozialdemokraten iſt im Thüringer Landtag
Polizei=Unterſuchungsausſchuß eingeſetzt worden, der die
ein
Geſetzlichkeit und Lauterkeit beſtimmter Maßnahmen des
frühe=
ren Miniſters Dr. Frick, des Innenminiſteriums und ſtaatlicher
Polizeibehörden prüfen ſoll.
Der Rückfluß der italieniſchen Auswanderer in die Heima
iſt infolge der zunehmenden Arbeitsloſigkeit in der ganzen Welt
in ſtändigem Steigen begriffen. Im letzten Jahre ſind annähernd
107 000 italieniſche Arbeiter heimgekehrt, davon 43 000 aus
über=
ſeeiſchen Ländern und allein 32 000 aus Frankreich. Die
Rückwan=
derung aus Frankreich hat beſonders auch im laufenden Jahre
weiter zugenommen.
Der engliſche Miniſterpräſident Macdonald hat beſchloſſen,
angeſichts der geſpannten politiſchen Lage von der ihm ärztlicher
ſeits empfohlenen Reiſe nach dem Süden abzuſehen. Er wirt
jedoch nicht ſofort ſeine Arbeiten wieder in vollem Umfange
auf=
nehmen, ſondern in England auf dem Lande Erholung ſuchen.
Die ſpaniſche Sicherheitspolizei hat von einer Verſchwörung
der Syndikaliſten und der Anarchiſten gegen verſchiedene Regie
rungsmitglieder Kenntnis erhalten. Strenge polizeiliche
Maß=
nahmen ſind getroffen worden.
Der engliſche Oberſt Colvin wird die
Miniſterpräſideutſchaf=
n Kaſchmir übernehmen. Dieſe Maßnahme dürfte wohl den
Uebergang Kaſchmirs unter engliſche Verwaltung bedeuten.
Den letzten Meldungen aus San Joſé zufolge haben ſich
ſämtliche Aufſtändiſchen von Coſtarica unter Führung Queſedas
bedingungslos den Regierungstruppen ergeben. Die Revolte
kann damit als beendet betrachtet werden.
Wie aus La Paz gemeldet wird, iſt das bolivianiſche
Kabi=
nett zurückgetreten.
„Ritkerlicher Kampf”.
CNB. Berlin, 19. Februar.
„Der Stahlhelm” veröffentlicht unter der Ueberſchrift „
Rit=
terlicher Kampf” einen Aufruf, in dem im einzelnen die
Hal=
tung des Stahlhelms gegen die Kandidatur Hindenburgs noch
einmal begründet wird. Der Herr Reichspräſident habe es
ab=
gelehnt, ſich von Dr. Brüning als Reichskanzler zu trennen und
der Anregung der Bundesführer zu folgen, eine Kandidatur erſt
für den zweiten Wahlgang in Erwägung zu ziehen. Zum Schluß
heißt es: Wir würdigen mit Ernſt und Ehrfurcht die Gründe
die den Generalfeldmarſchall zu ſeiner Entſchließung beſtimmt
haben. Uns zwingen andere Gründe auf einen anderen Weg.
Hindenburg hält ſeinem Kanzler Brüning die Treue. Wir
müſ=
ſen uns ſelbſt, unſerer Idee, unſerer Sache die Treue halten. So
wird der Kampf unausweichlich. Doch in dem Augenblick wollen
wir uns und dem Manne, mit dem uns trotz allem unſer
Sol=
datentum vereint, geloben: Es ſoll ein ritterliches Kämpfen
werden!
Der Preiskommiſſar drohl.
Der Beauftragte des Reichskommiſſars für Heſſen und
Heſſen=Naſſau teilt mit: Es gehen aus den Kreiſen der
Land=
wirte Klagen darüber ein, daß von ſeiten einiger Händler der
Verſuch gemacht wird, die Senkung der Milchpreiſe durck
Reduzierung des Produzentenpreiſes auszugleichen. Es muß
mit allem Ernſt darauf hingewieſen werden, daß ein derartiges
Verfahren unter keinen Umſtänden geduldet werden
wird, und daß Verſtöße gegen die Anordnung, betreffend die
Senkung der Milchpreiſe, zur Schließung der betreffenden
Ge=
ſchäfte führen können.
für die in der älteren und älteſten Zeit nur eine zumeiſt recht
lückenhafte Ueberlieferung vorhanden iſt, ſondern daß er für das
Mittelalter und die beginnende Neuzeit auch eingehend die
Grundlagen der Univerſität darftellte, die man aus der
Kenntnis der Jetztzeit nicht voll begreifen kann und ohne
die ein Verſtehen des älteren Studententums als unmöglick
erſcheint. Dabei muß er auf das allmähliche Werden der mittel
alterlichen Univerſität in Italien und in Frankreich (Paris)
zu=
rückgehen und die ſich aus dem Weſen der dortigen Verhältniſſe
erklärende Entwicklung des ausländiſchen Studententums
dar=
legen, von dem die Scholarenſchaft des damals
univerſitäten=
loſen Deutſchland nur einen, oftmals allerdings ſehr wichtigen
Teil bildete. Hieran ſchließt ſich die eingehende, knappe, aber
völlig erſchöpfende Schilderung des Entſtehens des deutſchen
Hochſchulweſens und Studententums, das ſich ſeit der Gründung
der deutſchen Univerſität in Prag (1348) auf dem Boden des
alten Deutſchen Reiches vollzog. Es folgt dann die weitere
Ausgeſtaltung in den Tagen der Reformation und des
Huma=
nismus bis zur allmählichen Abkehr vom Konfeſſionalismus
nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Ausklang der alten
Zeit um 1750. Dabei bemüht ſich Dr. Schulze, nicht bloß die
äußere Entwicklung von Hochſchulweſen und Studententum zu
ſchildern, ſondern ihre enge, innere Verbundenheit mit dem
ge=
ſamten geiſtigen, wiſſenſchaftlichen, politiſchen und ſozialen
Leben der damaligen Zeit aufzuzeigen.
Weſentlich anders als der Aufbau des erſten Teils iſt
der=
jenige des von mir behandelten zweiten Teils, der die Zeit von
1750 bis 1931 umfaßt. Hier laſſen ſich nicht immer wie in dem
geſchichtlich abgeſchloſſenen älteren Zeitabſchnitt große
Entwick=
lungslinien herausarbeiten, hier fließt der Stoff vielfach ſehr
ſtark auseinander, und die Fülle der nebeneinander und
gegen=
einander gerichteten Beſtrebungen macht es unmöglich, überall zu
abſchließenden Zuſammenfaſſungen zu gelangen. Das Werden der
Hochſchule kommt im zweiten Teil nicht mehr ſo in Betracht wie
im erſten; die Univerſität als ihre urſprünglich allein vorhandene
Daſeinsform iſt im ganzen „eine einigermaßen gegenwärtige
Größe”; immerhin darf der Geſchichtsſchreiber die um 1750 er
folgte Neugeſtaltung der Univerſität ebenſowenig außer acht
laſſen, wie ihre durch die Gründung Berlins erfolgte Wandlung
oder das Aufkommen der neuen Hochſchulformen nach 1870, das
für den inneren Aufbau der Studentenſchaft von hoher
Bedeu=
tung iſt. Im ganzen vollzieht ſich in der geſamten neueren
Zei=
das ſtudentiſche Leben zum großen, ja vielleicht größten Teil
neben der Hochſchule und läßt ſich von dieſer Seite her mit
einer gewiſſen Vollſtändigkeit erfaſſen, während der kleinere, im
Zuſammenhang mit der Hochſchule als Arbeitsſtätte verbrachte
Teil, der ſich auf die geiſtige und wiſſenſchaftliche Tätigkeit erſtreckt,
Samstag, 20. Februar 1932
Arbeitsbeſchaffungspläne.
Referenkenbeſprechungen in den Miniſterien.
Berlin, 19. Febr. (Priv.=Tel.)
In den letzten Wochen hat ſich die deutſche Oeffentlichkeit ſehn
eingehend mit den verſchiedenſten Möglichkeiten, die Zahl der
Erwerbsloſen zu verringern, beſchäftigt, Es ſind auch eine ganz
Reihe von Arbeitsbeſchaffungsprogrammen veröffentlicht wor
den. Namentlich die ſozialiſtiſchen Gewerkſchaften haben ſich auu
dieſem Gebiete hervorgetan. Wie nicht anders zu erwarten wor
ſind im Zuge dieſer öffentlichen Auseinanderſetzungen die ver=n
ſchiedenſten Gerüchte über konkrete Pläne der
Reichsregierun=
aufgetaucht. Richtig iſt, daß ſich die Reichsregierung mit der Abf
ſicht trägt, in der nächſten Zukunft neue Maßnahmen zu ergrei
fen, die auf eine Wiederbelebung der Wirtſchaft hinauslaufen
ſollen. Nur hat ſich in der Vergangenheit herausgeſtellt, dar
die Wirtſchaft zwar durch Einwirkungen von außen her lahmm
gelegt, aber nicht durch Regierungsmaßnahmen oder andere ähm
liche Dinge nennenswert belebt werden kann. Es ſei denn, dan
ſie ſie finanziell ſtark entlaſten und durch eine neue
Preisgeſtal=
tung den Verbrauch anregen kann.
Wenn jetzt behauptet wird, daß das Ende der Arbeitsloſern
verſicherung in greifbare Nähe gerückt ſei, ſo iſt das vollkommeu
falſch. Der neue Etat für die Arbeitsloſenverſicherung iſt ſo gee
halten, daß auch im kommenden Haushaltsjahre alles beim alten
geblieben iſt. Die Gemeinden drängen aber auf eine Reforyn
der allgemeinen Erwerbsloſenfürſorge. Vorläufig hat ſich abe
ein Ausweg aus den Schwierigkeiten, die für die Gemeinden
durch den Unterhalt der Arbeitsloſen entſtehen, noch nicht finden
laſſen, weil das Reich nicht in der Lage iſt, nennenswerte 3u
ſchüſſe zu leiſten, und an eine weitere Kürzung der Unterk
ſtützungsſätze ernſthaft wohl kaum gedacht werden kann. Dennoc
wird man ſich in den Miniſterbeſprechungen der nächſten Wochesn
mit den aufgetauchten Plänen etwas näher befaſſen. IIn deu
Miniſterien ſelbſt ſind ſie bereits zum Gegenſtand von
Referen=
tenbeſprechungen gemacht worden, ohne daß man hier ſchon z
feſten Entſchlüſſen gekommen iſt, eben weil wieder alles vong
Reichsfinanzminiſterium und von der allgemeinen Geldlage afd
hängt. Sobald aber der neue Reichsetat dem Kabinett zur Vey
abſchiedung vorgelegt wird, wird wohl auch der Augenblick gg
kommen ſein, die großen Probleme der Wirtſchaftsbelebung un
Arbeitsbeſchaffung zu behandeln.
Der neue deutſche Zollkariſ.
* Berlin, 19. Februar. (Priv=Fel.)
Das Reichswirtſchaftsminiſterium hat einen neuen Geſetzz /
entwurf plenarreif gemacht, mit dem ſich die Reichsregierung 5
den nächſten Tagen im Rahmen der wirtſchaftspolitiſchen Eäſt
örterungen zu beſchäftigen haben wird. Die Vorlage ſieht einr
genze Reihe von Erhöhungen der autonomen Zollſätze vor. Er
wird davon geſprochen, daß Zollſteigerungen bis zu 100
Prozem=
in der Vorlage verankert werden. Die Zollerhöhungen
habe=
allerdings nicht den Zweck, Deutſchland mit einer Hochſchuty
zollmauer zu umgeben, ſondern ſie ſind als Druckmittel geger ᛋ:
diejenigen Staaten gedacht, die mit uns bisher keinen Handelsl /
vertrag abgeſchloſſen haben, in der Hauptſache alſo Poleny ſty
Kanada und die Schweiz. Bei dieſer Erhöhung, der autononss
Zölle würden natürlich die Zollvereinbarungen mit unſeren Vex h
tragspartnern unberührt bleiben. Allerdings iſt es möglicl
daß der eine oder andere Vertrag von uns gekündigt wird, ue
die Gegenſeite zu veranlaſſen, uns Zugeſtändniſſe bei der Unte‟
bringung unſeres Exportes zu machen.
I..
Der Bierſteuerkrieg.
* Berlin, 19. Februar. (Priv=Tel)
Im Augenblick herrſcht noch größte Unklarheit darüber, ac
welches Kompromiß man in der Bierſteuerfrage abkommen ſilg aud
Hinzu kommt, daß die Bierpreisſenkungen des Preisſenkung:g Mu
kommiſſars zu beachten ſind. Die Regierung iſt ſich über da
Unklarheit der ganzen Konſtruktion einig. Sie möchte aber auu
reparationspolitiſchen Gründen einer Bierſteuerſenkung jetzt keinn
Zuſtimmung erteilen. Auf der anderen Seite ſteht ſie unter de.
Druck der Wirtſchaftspartei, die ſie bei den bevorſtehenden Ald
ſtimmungen im Reichstag nötig hat. Die Wirtſchaftspartei he
auch ſchon deutlich dargetan, daß ſie den Wert ihrer
Stellu=
ausnutzen will. Daneben verſuchen übrigens die Verlinn
Kommuniſten, den Bierſteuerkampf für ſich auszunutzen, un 7
zu einer Senkung der Elektrizitäts= und Gaspreiſe zu
gelang=
durch eine Verminderung des Verbrauches. Die Reichsregierurg
hat ſich wegen der Bierſteuer bereits mit den Ländern in Vo/lRR
bindung geſetzt. Während aber Bayern ſeinerzeit gegen Me. R
Hinaufſetzung der Reichsbierſteuer war und auch die Gemeinch,
bierſteuer bekämpft hat, will es jetzt von einer Aenderung da
derzeitigen Zuſtandes nichts wiſſen, weil Bayern auf die
Bio=
ſteuer=Einnahmen nicht verzichten könne. Es geht alſo zunach
noch alles durcheinander.
zu den ſchwer zu erkennenden Unwägbarkeiten gehört, zu dei”
tieferer Erkundung es bis jetzt noch an einem wirklich taugliche
Forſchungsverfahren mangelt.
Der Geſamtſtoff des zweiten Teiles iſt diesmal ſchärfer G.
gliedert und in vier große Abſchnitte zerlegt. Der erſte behande.
den Aufſtieg des deutſchen Studententums im Zeitalter der Anl.
klärung (1750—1806); er beſchäftigt ſich mit der Schilderung 9
Landsmannſchaften und Studentenorden des achtzehnten Jſac
hunderts, über deren Werden und Weſen die neueſte Forſchl”,
ein ziemlich helles Licht verbreitet hat, und gibt einen Hebe
blick über die gefamte ſtudentiſche Kultur in den Tagen der 20c
klärung. Der zweite Abſchnitt befaßt ſich mit der Frühzeit Ne
Kampfes um die deutſche Einheit (1806—1848). Er ſchildeft Ne
nationale Erwachen der akademiſchen Jugend, die Entwiclhi
der Urburſchenſchaft bis zu ihrem Untergang (1819), das Wicd.
auftauchen der Korps und das durch ſie mitveranlaßte Wſeh.
aufkommen der Burſchenſchaften. Er zeigt dann das Eniete
der chriſtlichen Richtung, die ſich zuerſt in den nichtkonfeſſione..
Bünden der Erlanger Uttenruthia und der Wingolfe, ſowle.
1844 in den konfeſſionell gerichteten katholiſchen Verbindules
offenbarte. Die ausführlich geſchilderte Progreßbewegung, De."
Zeitlang die ſtudentiſche Entwicklung beherrſchte, leitet über 1e
Geſchichte des Sturmjahres 1848, das der Studentenlel
Deutſchlanos viele Kämpfe, aber keine Erfolge gebracht hal.
den Schluß dieſes Teiles bildet wieder eine zuſammenfall.
Schilderung, welche den Wandel der ſtudentiſchen Kyhur
1806—1848 veranſchaulicht.
Der dritte und längſte Abſchnitt hat die Aufgabe, die 2‟
vom Ende der bürgerlichen Revolution von 1848 bis zum. i"
bruch des Weltkrieges darzuſtellen. Er zeigt die an Verbindl.
formen immer reicher werdende Entwicklung des ſtudenill
Gemeinſchaftslebens, die Einwirkung der Kriege von 1300
1870/71, das Aufkommen neuer Hochſchulformen, die erſten Käuch
um die Beſeitigung des Gymnaſialmonopols und das von C..
tarer Begeiſterung erfüllte Wirken der Vereine Deutſcher Stü9..
die als erſte Vertreter eines nach höheren allgemeinen Ih.‟
ſtrebenden Neuſtudententums erſcheinen. Die durch ſie eniſell.
Gegenbewegung, die durch ihre Tätigkeit mitbewirkte Si‟
rung des Verbindungslebens, die Entſtehung der Finkehle.
oder freiſtudentiſchen Bewegung, die neben ſozialen Hocd‟.
auch den Gedanken der einheitlichen Cinitas aaadewſos.
drücklich betonte, und der Kampf gegen die konfeſſionellen.
bindungen füllen die nächſten Kapitel. Ihnen ſchließt, ſe
weiteren Unterteilen die Schilderung der gkademiſchen Ill
bewegung und der mehr in die Breite als in die Tieſe 99.
allgemeinſtudentiſchen Entwicklung der letzten wilhelmihes
Zeit vor dem Weltkrieg an. Eine Betrachtung über die ſit.
Eamstag, 20. Februar 1932
Landtagsauflöſung vorläufig abgelehnt.
Ernenk die Winkerhilfe. — Die K.P.2. darf „beſchließen”. — Zellen bei der Polizei.
aKionalſozialiſten gegen eigene Ankräge. — Erſt Zwölf=Punkke=Programm, dann Landkagsauflöfung.
rach Eröffnung der Freitagſitzung verlangen die Kommuniſten
ſofortige Behandlung ihres Antrages auf Auszahlung der
ierhilfe. Das Haus iſt jedoch beſchlußunfähig. Nach
zsraufnahme der Sitzung wiederholen die Kommuniſten
inn. Antrag, der bei Stimmenthaltung der Nationalſozialiſten
Aichme findet.
Abg. Sumpf (Komm.) betont, die Regierung müſſe die
htill bereitſtellen und wirft Natſoz. und SPD. vor, daß für
die ſoziale Frage gelöſt ſei, ſobald in den fetten Pfründen
P arteianhänger ſäßen.
Abg. Dr. Beſt (Natſoz.) erklärt, ſeine Partei werde ſich
dſu Debatte nicht beteiligen, da die natſoz. Anträge, die
Aus=
auf die Flüſſigmachung von Mitteln für die Winterhilfe
hit könnten, im Ausſchuß noch nicht erledigt ſeien.
Abg. Galm (Komm.=Opp.) polemiſiert gegen die Natſoz.,
gſch ſeit Tagen über hiſtoriſche und Separatiſtengeſchichten
MLippen wund redeten, aber, wie jetzt wieder, vor den
gkeden Nöten des Volkes kniffen.
Abg. Weſp lehnt für das Zentrum die kommuniſtiſchen
ige ab, da dem Staat die notwendigen Mittel für die
be=
ſſene Winterhilfe fehlten.
9cg. Zinnkann (Soz.) bezeichnet den kommuniſtiſchen
mog wie die Haltung der Natſoz. als Täuſchungsmanöver.
Abg. Schreiber (Staatsp.) bezeichnet die natſoz.
Er=
ſut=g als die Bankerottanzeige der den Wählern gemachten
Kprechungen.
Innenminiſter Leuſchner
barauf hin, daß in den Jahren 1924—1931 Heſſen das ein=
Tand geweſen ſei, das ſolche ſtaatlichen Beihilfen noch
ge=
eſtt habe. Es ſei für dieſe Zwecke in den vergangenen Jahren
mLande insgeſamt ein Betrag von 3,3 Millionen RM.
auf=
eudet worden. Mit Einſchluß deſſen, was Gemeinden und
verlsfürſorgeverbände beigeſteuert haben, belaufe ſich der
Be=
m auf rund 10 Millionen RM. Hieraus ergebe ſich, daß die
hiſche Regierung alles, was in ihren Kräften geſtanden habe,
dm ſetze, den Bedürftigen im Lande zu helfen. Daß unter
gheutigen finanziellen Verhältniſſen nicht rund 22
Mil=
aen RM., die der angenommene natſoz. Antrag nach der
gen Zahl der Wohlfahrtsempfänger koſten würde, von dem
m bereitgeſtellt werden könne, ſei ohne weiteres klar. Es ſei
ür jetzt außerordentlich ſchwer, nur die laufenden
Unter=
ſugen aufzubringen, zumal ſich die Zahl der
Wohlfahrts=
hrd sloſen ſtändig erhöhe.
Am 31. Dezember 1931 ſeien in Heſſen
er 37 000 Wohlfahtrserwerbsloſe vorhanden geweſen.
Zahl, die eine Steigerung von 68 % im Jahre 1931 bedeute.
b müſſe nach dieſen Feſtſtellungen im Durchſchnitt des
Rech=
usjahres 1931 mit 35 000 Wohlfahrtserwerbsloſen in Heſſen
ter. Eine Zahl, die zuzüglich der Gemeindeanteile an der
hinfürſorge eine
ſeſamtbelaſtung der heſſiſchen Gemeinden mit mindeſtens
30 Millionen RM.
E für die laufende Unterſtützung der Erwerbsloſen bedeutet.
megenüber ſei die Kommunalmaſſe der
Reichs=
brweiſungsſteuern von rund 18 Millionen
Anach der Schätzung zu Beginn des
Rech=
nusjahres auf etwas über 12 Millionen RM.
kinken. Schon daraus ergebe ſich die finanzielle Situation
ſſiſchen Gemeinden. Die Sorge der Regierung um die
metlage der Gemeinden ſei aber in erſter Linie Sorge um
di Betreuung der Wohlfahrtsempfänger, insbeſondere der
bfahrtserwerbsloſen. Die Regierung habe in den vergan=
* m Monaten alles daran geſetzt, um die laufenden
Unter=
ſuigen ſicherzuſtellen. Das ſei geſchehen durch zweckmäßigere
8hilung der beſchränkt vorhandenen Mittel im allgemeinen
Wſdarch Schaffung und Erhöhung des Ausgleichſtocks,
decſen am meiſten belaſteten Gemeinden bisher rund 1½
Aſili onen RM. ausgezahlt habe. Im übrigen habe
arde Regierung auch direkt geholfen. Sie habe auf Grund
eißevon dem früheren Landtag gefaßten Beſchluſſes verſucht,
Wyſſens eine gewiſſe Winternothilfe auch in dieſem Winter
1u4 Auftellen. Die Provinzen werden in den kommenden Mo=
Wrean vielleicht 5000 bis 7000 Unterſtützungsempfänger eine
9 Miche Beihilfe von 200 000 RM. geben, das beſeitige
ſelbſt=
bhſndlich nicht die draußen im Lande beſtehende große Not,
WIre ſie aber doch im Rahmen des Möglichen. Des weiteren
WIder Miniſter noch darauf hin, daß auch die heſſiſche Haupr=
fürſorgeſtelle einen Betrag für etwa 500 Kriegsbeſchädigte und
Kriegshinterbliebene bereitgeſtellt habe, die ſich in beſonders
ſchwerer Notlage befinden. Der Miniſter ſchloß, ſo leiſtet die
Negierung im Rahmen des Möglichen in aller Stille nützliche
Arbeit, während ſolche Anträge, wie der zur Debatte ſtehende,
nur dem Agitationsbedürfnis gewiſſer Grupen dienen. (
Bei=
fall der Mitte.)
In der Abſtimmung wird der kommuniſtiſche Antrag bei
Stimmenthaltung ſämtlicher anderen Parteien von den
Kom=
muniſten „angenommen”. (Heiterkeit.)
Die Polizeidebakte
wird dann fortgeſetzt von dem
Abg. Rink (Soz.), der gegen die Natſoz. polemiſiert. Dieſe
hätten auch im Fall Buttler wieder voreilig geſchrien und
ver=
ſucht, politiſche Geſchäfte zu machen. Die Unterſuchung werde
auch hier etwas feſtſtellen, das den natſoz. Agitatoren nicht lieb
wäre. Auch die natſoz. Behauptung über die Vorgänge in
Mainz am 21. Januar ſeien als falſch feſtgeſtellt. Leider
be=
handele die heſſiſche Polizei alle Geſetzesübertreter noch viel zu
anſtändig.
Abg. Dr. Beſt (Natſoz.) wird von den Kommuniſten als
„Umleger” begrüßt und am Sprechen gehindert, ſo daß der
Präſident der geſamten kommuniſtiſchen Fraktion Ausweiſung
androht. Der Redner erwidert dem Innenminiſter, er könne die
amtliche Darſtellung nicht als richtig anerkennen. Für Natſoz.
ſeien die Ausſagen der SA.=Leute beweiskräftiger als die der
Schupobeamten. Was denke das Miniſterium über die
Bil=
dung von roten Zellen in der Polizei? Die Behauptungen des
Abg. Schäfer über Verfehlungen im Braunen Haus in
Darm=
ſtadt ſeien erlogen.
Innenminiſter Leuſchner
erwidert: Ich weiß, daß die Kommuniſten verſuchen, bei der
Polizei rote Zellen zu bilden, und werde darauf ſehen, daß
ſie ihr Ziel nicht erreichen. Aber ich kenne auch die
Haken=
treuz=Zellen und werde darüber in einigen Tagen noch
verſchiedenes zu ſagen haben. (Hört! hört!) In keiner
Be=
ziehung iſt von der Regierung der Verſuch unternommen
wor=
den, die Gerichte im Sinne polizeilicher Maßnahmen zu
beein=
fluſſen, und ich bin ſicher, daß unſere Richter unabhängig von
der Auffaſſung der Staatsanwälte ihr Urteil fällen.
Abg. Mauer (Komm.) ſieht es als bereits erwieſen an,
daß der natſoz. Abg. Buttler in Eberſtadt ſelbſt auf ſich
ge=
ſchoſſen habe. (Widerſpruch der Natſoz.)
Abg. Jung (Natſoz.) erinnert die Kommuniſten an den
Vorfall in Worms, wo ein Kommuniſt von ſeinen eigenen
Ge=
noſſen an einen Baum gebunden wurde, worauf man das
Ueber=
fallkommando alarmiert habe und ihm einen politiſchen
Ueber=
fall vorgeſpiegelt habe. (Gelächter der Kommuniſten.)
Es folgt der natſoz. Antrag über
das Ergebnis des Unkerſuchungsausſchuſſes.
Abg. Dr. Beſt (Natſoz.) bezeichnet die Haltung der
Re=
gierung, die die Aktenvorlage und die Zeugenausſagen vor dem
Ausſchuß verweigert habe, als kennzeichnend für jenes Syſtem,
das die natſoz. Bewegung bis aufs Meſſer bekämpfen werde.
Abg. Zinnkann (Soz.) antwortet, nach viertägigen
Land=
tagsberatungen könne die natſoz. Demagogie des Wahlkampfes
Pleite anmelden. Das Volk ſehe, daß ſeit dem November nicht
eine einzige poſitive Tat geſchehen ſei.
Abg. Dr. Niepoth (DVP.) hält den Antragſtellern vor,
wenn ſie die Akten haben wollten, brauchten ſie nur
verant=
wortungsbewußt zu ſein und in die Negierung zu gehen.
Abg. Schül (Ztr.) bemängelt die Verfahrensfehler, wodurch
die Natſoz. ſelbſt jedes poſitive Ergebnis unmöglich gemacht
hätten. Kein vernünftiger Menſch hätte doch erwarten können,
daß die Regierung Selbſtmord begeht. Daß die Natſoz, die
Schuld für ihren Hereinfall mit dem Abg. Schäfer auf andere
abſchieben wollten, ſei nicht gerade ſehr ehrlich.
Abg. Jung (Natſoz.) erinnert das Zentrum an die
Vor=
gänge, die zum Tod des Reichspoſtminiſters Hoefle Veranlafſung
gaben. Der Redner nennt den Abg. Schäfer einen „notoriſchen
Lumpen” und wird vom Präſidenten energiſch zur Ordnung
gerufen. Schuld an der Ergebnisloſigkeit des
Unterſuchungs=
ausſchuſſes ſeien Regierung und Regierungsparteien. Das
Ver=
halten der Regierung ſei grenzenlos ſchamlos. (Zweiter
Ord=
nungsruf.)
Staatspräfident Adelung
erklärt, er müſſe die völlig unbegründeten Verdächtigungen der
Natſoz. gegen die heſſiſchen Beamten auf das entſchiedenſte
zurückweiſen. Bezeichneno für die wahren Abſichten der Natſoz.
im Unterſuchungs=Ausſchuß ſei, daß die eingehenden ſchriftlichen
Darlegungen der Regierung von der radikalen
Ausſchußmehr=
heit überhaupt nicht zur Notiz genommen wurden. Die
Re=
gierung ſei der Meinung, es wäre nur nützlich geweſen, die
Akten vorzulegen, aber über den Intereſſen der Regierung ſtehe
das Staatswohl, das eine Publikation von Akten verbiete. Das
werde im Dritten Reich ſicherlich genau ſo oder noch ſchärfer
gehandhabt werden.
fuſtizminiſter Kirnberger weiſt die Unterſtellung
zurück, als habe er den Landgerichtsdirektor Mayer dahin
beein=
flußt, einen Beſchwerdebrief zurückzuziehen.
Innenminiſter Leuſchner teilt mit, in einem
Ver=
fahren gegen einen natſoz. Abg. habe er den Offenbacher
Polizei=
beamten bezüglich des Schäferſchen Leumundszeugniſſes
Aus=
ſagegenehmigung erteilt.
Abg. Weſp (Ztr.) zieht aus einem Zwiſchenruf des natſoz.
Abg. Hauer, der auf die Bemerkung „Erzberger iſt auch
ab=
geknallt worden”, ergänzt habe „Und mit Recht” den Schluß,
daß die Natſoz. den politiſchen Mord billigten. (Unruhe links —
Widerſpruch rechts.)
Abg. Zinnkann (Soz.) ergänzt den Vorredner dahin, daß
der gleiche Abg. Hauer der ſozialdemokraiſchen Abg. Frau
Pringsheim anſchließend zurückgerufen habe: „Sei nur ruhig,
Du kommſt auch noch dran”. (Pfuirufe links und aus der
Mitte.)
Vizepräſident Weckler erklärt, die Zwiſchenrufe
über=
hört zu haben, und ruft den abweſenden Abg. Hauer energiſch
zur Ordnung, falls er dieſe Bemerkung geäußert habe.
In der Abſtimmung über den natſoz. Antrag, der
Unterſuchungs=Ausſchuß gibt ſeinen Auftrag unerledigt an das
Plenum zurück und betrachtet die natſoz. Behauptungen als
Tatſachen, wird gegen die Kommuniſten und Dr. Niepoth
(OVP) von den Antragſtellern ſelbſt mit den
Re=
gierungsparteien abgelehnt. (Heiterkeit im Haus
und auf den Tribünen.)
In einer Geſchäftsordnungsdebatte verſuchen die Natſoz.
und Deutſchnationale die Situation zu retten, aber der
Präſi=
dent hält an der geſchäftsordnungsmäßigen Erledigung feſt.
Nach unweſentlicher Debatte wird der ſoz. Antrag, den Abg.
Dr. Beſt im Staatsgerichtshof durch einen anderen Abgeordneten
der natſoz. Fraktion zu erſetzen, abgelehnt.
Die kommuniſtiſchen Anträge, die
Reichsnotverordnungen in Heſſen nicht durchzuführen,
die politiſchen und § 218=Verurteilten in Freiheit zu ſetzen,
werden abgelehnt. Das gleiche Schickſal erleiden die von Dr.
Beſt vertretenen Anträge der Natſoz. „beim
Reichspräſi=
denten wegen der Aufhebung, bzw. Milderung dieſer
Verordnungen vorſtellig zu werden, und bis zum Abſchluß
dieſer Verhandlungen die Vorſchriften dieſer Verordnungen
in Heſſen nicht anzuwenden”.
Es folgen die Anträge der Deutſchnationalen und
Kom=
muniſtiſchen Partei auf
Anflöſung des Landkages.
Abg. Böhm (Dntl.) erklärt, was der neue Landtag bisher
gemacht habe, ſei „Makulatur”. (Zuſtimmung im Saal und auf
den Tribünen.) Das Heſſenvolk wolle nicht länger dieſes
Theater ſehen, ſondern Arbeit haben. Nach dem Scheitern
der Koalitionsverhandlungen zwiſchen Natſoz. und Zentrum
hätte die Regierung auf Grund der Verfaſſung die
Landtags=
auflöſung durch Volksentſcheid ſofort herbeiführen müſſen. Wer
das Weiteramtieren der jetzigen ſchwarz=roten Regierung
be=
enden wolle, müſſe ſich für die Auflöſung einſetzen.
Abg. Keil (Komm.) ſtimmt der Auflöſung zu.
Abg. Greb (Chriſtl.=Soz.) lehnt Neuwahlen ab, da jetzt
kaum eine weſentliche Verſchiebung der Parteiſtärken zu
er=
warten ſein.
Abg. Schreiber (Staatsp.) glaubt, daß angeſichts des
im Lande ſchon deutlich gewordenen Katzenjammers der
neue Landtag ein weſentlich verändertes Geſicht haben
würde. Er lehnte jedoch die Auflöfung im jetzigen Augenblick
ab, weil die Entlarvung der NSDAP. fortgeſetzt werden müſſe.
Abg. Dr. Beſt (Natſoz.) verlieſt eine Erklärung für die
natſoz. Fraktion, die eine klare Entſcheidung über die künftige
Führung des Landes Heſſen erſtrebe. Wenn das Zwölf=Punkte=
Sanierungs=Programm der NSDAP. vom gegenwärtigen
Land=
tag nicht anerkannt werde, dann ſei die Auflöſung
unvermeid=
lich. Vorher müßten jedoch alle Parteien durch ihre
Stellung=
nahme zu dieſen Forderungen ihr wahres Weſen enthüllen. Die
Natſoz. Fraktion treffe keine Schuld, wenn ſich die Beratung
dieſes Programms hinauszögere. Dafür ſeien die Regierung
und die übrigen Parteien verantwortlich. Wenn dieſer Landtag
WAKultur von 1850—1914 rundet dieſen dritten Abſchnitt ab.
er vierte und letzte Abſchnitt befaßt ſich mit der Geſchichte
98Nindentenſchaft vom Ausbruch des Weltkrieges an bis zur
Aber Gegenwart. Er ſtellt das Wirken der akademiſchen
Md während des Krieges bis in die Einzelheiten dar,
ſchil=
ſhre innere und äußere Umgeſtaltung durch das Schützen=
Anerlebnis und den Novemberumſturz und behandelt
zu=
de bedeutungsvollen überbündiſchen Schöpfungen der
Bſtudenten, vor allem den großzügig aufgebauten Geſamt=
Ader Einzelſtudentenſchaften, die Deutſche Studentenſchaft.
eher den durch die voranſtehende Inhaltsangabe gekenn=
Aien Rahmen geht die Neubearbeitung — im Gegenſatz zu
ucheren Auflagen — weit hinaus: diesmal wird auch das
9e Studententum außerhalb Reichsdeutſchlands
plan=
ben Kreis der Betrachtung einbezogen. Verhältnismäßig
Awar es beim deutſch=ruſſiſchen, zumal beim baltiſchen
2Ahutentum, weil es für dieſes nicht nur reichen und viel=
Den Quellenſtoff gibt, ſondern weil auch die Verhältniſſe
inffach liegen und ſich leicht überblicken laſſen. Schwer iſt
Dklgegen, das eigenartig entwickelte deutſch=ſchweizeriſche
itentum in ſeiner Ganzheit zu erfaſſen, da keinerlei Ge=
Ahfftellungen vorhanden ſino und man ſich den Stoff aus
e Ben Büchern mühſam zuſammenſuchen muß. Am ſchwerſten
Nälrt es das von ſeinen Anfängen an durch ſtarke politiſche
Sſrtze beeinflußte und zerriſſene Studententum des alten
2 reich zu beurteilen und von ihm ein leidenſchaftsloſes, der
Senſchreit entſprechendes Bild zu entwerfen. Ich habe mich be=
Aden reichlich vorhandenen Quellenſtoff möglichſt
unpar=
auszuwerten, und glaube die Linien der Geſamtentwick=
Si Am, ganzen richtig erkannt zu haben. Für das Leben des
M iskand ſtudierenden Reichsdeutſchen und der im Ausland
Euoen nichtreichsdeutſchen Studentenbünde darunter ſolcher
ie Aeyen Weſten Chisago, Santiago de Chile, Congepeiön)
SA imſt lediglich Zeitungsartikel in Betracht, die eine plan=
MOBe Sammlung verdienten.
der Darſtellung des Werdens des deutſchen Studenten=
DD Der t 1750 habe ich verſucht, die Gedanken, die den einzelnen
2Jo ngen und Richtungen zu Grunde liegen, zu erſpüren
AuiBuzeigen, ihre entwicklungsgeſchichtliche Bedeutung
feſtzu=
a und die von ihnen herrührenden Leiſtungen zu ſchildern.
nen, bermeide ich es — ganz beſonders bei der Darlegung
ueſten Geſchichte —, Werturteile zu fällen. Als „kühl
ab=
er. Geſchichtsſchreiber der deutſchen Studentenſchaft”, als
LSm: mich bezeichnet hat, fühle ich mich verbflichtet, mög=
1i9 Nulgen Richtungen zu dienen und ſie zu befähigen, an der
ar nes kritiſch geſichteten Stoffes ein ſelbſtändiges Urteil
Achen. Auch bietet ihnen das von mir im Anhang
zuſam=
ſtellte umfangreiche Schrifttum überall Gelegenheit, die
von mir gebotenen Angaben und Urteile jederzeit nachzuprüfen.
Feindſeligkeit gegen irgendeine Gruppe der deutſchen
akademi=
ſchen Jugend liegt mir fern, und, obwohl während meiner
Studienjahre überzeugter Freiſtudent und ſpäter ſogar
frei=
ſtudentiſcher Führer, habe ich doch durch jahrzehntelangen
Ver=
kehr mit Bünden verſchiedenſter Art die im deutſchen
Verbin=
dungsweſen ruhenden Werte erkannt und würdigen gelernt und
aus dieſem Grunde auch das Ehrenband der Göttinger
Sänger=
ſchaft Gotia gern angenommen.
Zwiſchen meiner letzten Veröffentlichung, dem von der Kritik
faſt durchweg günſtig beurteilten Buche: „Bruder Studio in
Karikatur und Satire”, (Stuttgart. Verlag von Strecker und
Schröder. 1929. Mit 275 Bildern auf Tafeln und im Text) und
der vierten Auflage des Schulze=Sſymank beſteht ein gewiſſer
innerer Zuſammenhang. Im „Bruder Studio” wird an der Haud
zahlreicher, den verſchiedenen Zeiten entſtammender Abbildungen
dargelegt, wie der Student der deutſchen Oeffentlichkeit erſchien
und erſcheint, im Schulze=Sſymank wird bewieſen, wie er war
und iſt, und was er leiſtete und noch leiſtet.
Zum Schluſſe möchte ich bekennen, daß ich das mir ſelbſt
vorſchwebende Ideal einer allumfaſſenden deutſchen
Studenten=
geſchichte noch nicht erreicht habe; es iſt ein Werk denkbar, das
die geiſtige und wiſſenſchaftliche Arbeit des Studenten zur vollen
Geltung kommen läßt, doch fehlen dafür heute noch alle
Vor=
arbeiten, und ſo kann man wohl, ohne unbeſcheiden zu ſein,
ſagen: die jetzige vierte Auflage des Schulze=Sſymank iſt die
deutſche Studentengeſchichte, die ſich nach Lage der Dinge heute
überhaupt ſchreiben läßt.
„Mädchen in Uniform”.
Die Deutſche Film=Gemeinſchaft hat hier einen
außergewöhn=
lichen Verſuch gemacht, in doppelter Hinſicht außergewöhnlich.
Ein Film, in dem kein Mann mitwirkt; auch Verfaſſer und
Regiſſeur ſino Frauen. Ein Film zweitens, der im Gegenſatz
zur üblichen Produktionsweiſe nach kollektiven Geſichtspunkten
aufgebaut wurde. Nicht daß der Einzelne in einer anonymen
Menge, auf die es in einigen Ruſſenfilmen allein ankommt,
ver=
ſchwindet. Aber die Einzelſchickſale des jungen Mädchens, der
Lehrerin, denen unſere Teilnahme am ſtärkſten gilt, entwickeln
ſich aus und in der Gemeinſchaft, und ihre Erlebniſſe ſtehen
gewiſſermaßen ſtellvertretend für alle anderen. Aber dieſe
anderen ſind nicht etwa Statiſten an der Peripherie der
Hand=
lung; ſie ſpielen wirklich mit und daraus entſteht der
über=
zeugende künſtleriſche Wirklichkeitsgehalt des Stückes. Das iſt
nicht zu ver echſeln mit der ganz anders gearteten Frage nach
hiſtoriſcher Wirklichkeit, aber ob es in einem preußiſchen Mäd=
chenſtift ſo oder anders zugegangen iſt, iſt für die Beurteilung
des Films gleichgültig.
Zur Beurteilung müſſen wir den Maßſtab nehmen, den
uns der Film täglich in die Hand drückt, d. h. wir müſſen ihn
mit der Fabrikation am laufenden Band vergleichen, die uns
in endloſer Kette die beliebten Stars in ſtereotypen Rollen und
Handlungen vorführt. Und da muß man ſagen: dieſer Verſuch
iſt trotz ſeiner Neuartigkeit meiſterhaft geglückt, ein überraſchend
lebendiger Film von ſtärkſter Wirkung und hohem Niveau iſt
zuſtande gekommen.
Daß zu dieſem Erfolg alle Beteiligten mitgewirkt haben,
wurde bereits angedeutet. Trotzdem ſind drei Schauſpielerinnen
beſonders zu nennen: Emilia Unda, die als Oberin des
Mädchen=Erziehungsſtifts die bornierte Verſtändnisloſigkeit einer
Erziehung verkörpert, die in Dreſſur und Zwang die einzigen
Mittel zur Charakterbildung ſieht; Dorothea Wieck, die
junge Lehrerin, die ihr Verſtändnis für die Liebebedürftigkeit der
Kinderſeele hinter herber Kameradſchaftlichkeit verbirgt; Hertha
Thiele, das blonde, weiche, in ihrer Liebe zu der angebeteten
Lehrerin rührend hilfloſe Mädchen.
Das Manuſkript Chriſta Winsloe’s führt die
Kon=
flikte, die ſich aus dem Gegenſatz zweier Erziehungswelten
er=
geben, konſequent durch. Die Regie von Leontine Sagan
beweiſt viel pſychologiſches Wiſſen und Takt, und hat es glänzeno
verſtanden, das gemeinſchaftliche Spiel, auf dem der Film
be=
ruht, herauszuarbeiten.
Der Film läuft von heute an im Union=Theater. Hertha
Thiele iſt mit 10 Darſtellerinnen in jeder Vorſtellung perſönlich
anweſend.
Heſſiſches Landestheaker.
Kleines Haus. — Freitag, den 19. Februar.
„40 Trapiaka”
Oper von G. Verdi, Text von Piave.
Heute ſang Franz Notholt den alten Germont. Wie
vorauszuſehen war, eignete er ſich für dieſe Aufgabe durch
äußere Erſcheinung und Auftreten, mehr noch durch die Lyrik
ſeiner weichen ſchönen Stimme, ihrer im beleanto ſih
bewähren=
den Kultur und vorbildlichen Ausſprache in beſonderem Maße,
ſo daß ihm ein verdienter Erfolg beſchieden war.
Vielleicht darf bei einer der nächſten Wiederholungen Hertha
v. Hagen einmal die Titelrolle ſingen, um ihre Begabung für
v.H.
ihr eigentliches Fach zu erproben.
Seite 4 — Nr. 51
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 20. Februar 1932
durch ſein Verſagen dem Volke bewieſen habe, daß eine neue
Entſcheidung über die Führung des Landes zu treffen ſei, würde
die NSDAP. Neuwahlen herbeiführen.
Abg. Heinſtadt erklärt, das Zentrum halte eine
Auf=
löſung des neugewählten Landtages für noch nicht angebracht.
Die Zentrumsfraktion hoffe, daß bei der Weiterdauer dieſes
Landtages das heſſiſche Volk immer ſtärker unterſcheiden lerne
zwiſchen Parteien, die nur auf Demagogie eingeſtellt, und den
Parteien, die zu poſitiver ſtaatspolitiſcher Arbeit fähig und
ge=
willt ſeien. Zu gegebener Zeit werde das Zentrum
Auflöſungs=
anträge vorlegen.
Abg. Delp gibt für die SPD. die Erklärung ab, im
bis=
herigen Verlauf der parlamentariſchen Arbeit habe die aus dem
letzten Wahlkampf hervorgegangene größte Partei den Beweis
erbracht, daß ihre parlamentariſche Arbeit nur auf Agitation
eingeſtellt, daß ſie ihre Wahlverſprechungen bisher nicht erfüllt
habe. Um dieſer Partei Gelegenheit zu geben, bei der
Etat=
beratung zu zeigen, welche praktiſche Arbeit ſie zu leiſten vermöge,
halte die SPD. den Zeitpunkt der Landtagsauflöſung zurzeit
nicht für gegeben.
In der Abſtimmung ſprechen ſich nur Kommuniſten,
Landvolk und der deutſchnationale Abgeordnete für die
Auf=
löſung aus.
In perſönlichen Bemerkungen gibt Dr. Beſt für den Abg.
Hauer die Erklärung ab, daß deſſen Zwiſchenruf keine Billigung
des politiſchen Mordes bedeute. (Zwiſchenrufe: Was denn
ſonſt?) Abg. Steffan (SPD.) ergänzt ſeine geſtrigen
Aus=
führungen über den Mainzer SA.=Führer Feldmann, daß dieſer
wegen Hochverrats vom Reichsgericht zu 5 Jahren Feſtung
ver=
urteilt wurde, weil er während des Krieges als Fremdenlegionär
auf franzöſiſcher Seite gekämpft und nachher in der
Separatiſten=
zeit im Solde Frankreichs geſtanden habe. (Hört! hört!) Abg.
Dr. Beſt (Natſoz.) erklärt, den zuſtändigen Stellen meiner
Partei iſt ein ſolcher SA.=Führer unbekannt. (Heiterkeit.)
Nach 16 Uhr wird die Sitzung auf Mittwoch kommender
Woche vertagt.
Folgende Kleine Anfrage des Abg. Widmann (Soz.) iſt
beim Landtag eingegangen:
Sicherem Vernehmen nach ſind 3 Mitglieder der
nationalſozialiſtiſchen Landtags=Fraktion
wegen ſchwerer ehrenrühriger Delikte
vorbe=
ſtraft worden. Der eine zu 6 Wochen Gefängnis wegen
Bei=
hilfe zum Betrug, der andere einmal zu zwei und einmal zu
drei Monaten Gefängnis wegen qualifizierten Diebſtahls in
wiederholten Fällen, der dritte zu 4 Monaten Gefängnis wegen
eines Sittlichkeitsvergehens. Aus der Höhe der
Strafmaßnah=
men geht hervor, daß die Schuld der betreffenden Abgeordneten
ſehr erheblich geweſen ſein muß. Trotzdem iſt offenbar Be=
gnadigung erfolgt, da über die Verbüßung der Strafen nichts
bekannt geworden iſt. Im Intereſſe der von den
National=
ſozialiſten erſtrebten Sauberkeit des öffentlichen Lebens frage
ich an: 1. Was iſt der Regierung über dieſe Fälle bekannt?
2. Falls Begnadigungen erfolgt ſein ſollten, welche
Geſichts=
punkte waren dafür maßgebend?
Der myſkeriöſe Ueberfall
auf den Aburoroneten BAinter.
Der Berletzke und die Zeugen haben keinen Täker
geſehen und gehörl.
Bei dem am Montag abend mit einer Schußverletzung in
Eberſtadt aufgefundenen nationalſozialiſtiſchen Landtagsabg.
Buttler dürfte nunmehr keine Lebensgefahr mehr beſtehen, denn
er konnte bereits am Freitag Ausſagen machen.
Die zuſtändige Staatsanwaltſchaft hüllt ſich allerdings in ein
Schweigen, das durch nichts erſchüttert werden kann. Im
all=
gemeinen übt die Preſſe ja auch das Schweigen, das die
Unter=
ſuchungsbehörden jeweils von ihr wünſchen. Aber in dieſen=
Falle, der im Landtag bereits zu heftigen Tumultſzenen führte
wäre eine Unterrichtung der Preſſe durch die amtlichen
Stellen durchaus notwendig. Wenn ein generelles
Aus=
kunftsverbot für die Staatsanwaltſchaft beſtehen ſoll — wir
wagen das nach früheren Unterhaltungen mit den zuſtändigen
—, ſo wäre
Herren über Juſtizpreſſeſtellen zu bezweifeln
raſcheſten feſtzuſtellen, aus welchem Jahrhundert dieſe Verfügung
ſtammt, deren Aenderung ſchnellſtens vorzunehmen wäre. Wir
meinen, daß der unterſuchende Staatsanwalt ermächtigt ſein
muß, auf Grund der ihm bekannten Dinge die möglichen
Infor=
mationen zu geben.
Inzwiſchen iſt allerdings mancherlei durchgeſickert. In der
Vernehmung ſoll Herr Buttler daran feſtgehalten haben, daß er
weder einen Täter geſehn, noch gehört hat, woher der Schuß
gekommen iſt. Die Kugel aus dem 6,35 mm Revolver dürfte,
wie aus dem Röntgenbild hervorgeht, zur Waffe gehören, die
in der Modau gefunden wurde. Neue Vernehmungen in
Eber=
ſtadt, insbeſondere der Augenzeugen, Bademeiſter Dieter und
Frau Schimpf, beſtätigen, daß eine dritte Perſon beim
Zu=
ſammenbruch Buttlers nicht zu ſehen war. Andererſeits gut
der bekannte Kriminaliſt Prof. Dr. Popp=Frankfurt feſtgeſtellt,
daß der Schuß durch den Anzug aus der geringſt möglichen
Nähe abgegeben worden ſein muß, daß vielleicht ſogar die
Piſtole — wegen der Größe des Brandfleckes und der Pulven
ſpuren — aufgeſetzt wurde. Die ganze Angelegenheit iſt glſon
reichlich ſpannend, um ſo mehr, als noch Ermittlungen derr
Landeskriminalpolizei laufen.
Friedrich Auguſt II. von Sachſen †.
Dresden, 19. Februar.
Der am Donnerstag abend geſtorbene frühere König Friedrichß
Auguſt III. von Sachſen wurde am 25. Mai 1865 zu Dresden als=
Sohn des Königs Georg und deſſen Gemahlin Anna, geb. Infan=”
tin von Portugal, geboren. Er trat mit 12 Jahren als Leutnont
in das ſächſiſche Heer ein. 1891 heiratete er in Wien die
Erzher=
zogin von Oeſterreich=Toskana, Luiſe Antoinette Maria. Der
an=
fänglich glücklichen Ehe entſproſſen ſechs Kinder. Da ſich jedoch
ſpäter das Verhältnis der Ehegatten trübte, wurde die Ehe imn
Jahre 1903 geſchieden. Am 15. Oktober 1904 übernahm er ols=
Friedrich Auguſt III. die Regierung. Die erſten Jahre ſeiner Reoc
gierungszeit bezeichneten eine Neugeſtaltung des Wahlrechts, das
nach mehrmaligem Kabinettswechſel 1908 zuſtande kam. Durchch
ſeine Gutmütigkeit und durch die Ungezwungenheit, mit der eru
ſich unter der ſächſiſchen Bevölkerung bewegte, erlangte der
König=
während ſeiner Regierungszeit große Beliebtheit. Zahllos ſind.
die urwüchſigen Ausſprüche, die von ihm erzählt werden. Die Re, bereitete auch der Regierung Friedrich Auguſt III. eim m
Ende. Im November 1918 ſprach er den Thronverzicht aus und
lebte ſeitdem auf ſeiner ſchleſiſchen Beſitzung Schloß Sibyllenort!
Beiſehung des Königs von Sachſen
unker milikäriſchen Ehren.
Wie wir erfahren, wird König Friedrich Auguſt mit allem
militäriſchen Ehren, die ihm als Generalfeldmarſchall des altem
Heeres zuſtehen, beigeſetzt werden. Sämtliche Truppenteile der
Reichswehr werden durch Abordnungen vertreten ſein. Der
Mi=
niſterpräſident hat angeordnet, daß am Dienstag, den 23. Februari
dem Tage der Beiſetzung, die ſächſiſchen Staatsdienſtgebäude, diel
Staatsſchulen und die im weſentlichen aus Staatsmitteln untert
haltenen Stiftungsgebäude halbmaſt zu beflaggen ſind.
*
Hindenburgs Beileid
Reichspräſident von Hindenburg hat anläßlich des
Ableben=
des Königs von Sachſen in einem an den Prinzen Friedrich Chrin
ſtian von Sachſen gerichteten Telegramm ſeine Teilnahme undu
ſein Beileid zum Ausdruck gebracht.
Statt Karten.
Für die uns anläßlich unſerer Vermählung erwieſenen
Aufmerkſamkeiten danken wir auf dieſem Wege Allen aufs
herzlichſte.
Heinrich Göriſch und Frau
Wilhelmine, geb. Stumpf.
Darmſtadt. 19. Februar 1932.
Bleichſtr. 26.
Statt Karten.
Unſere liebe Mutter, Großmutter und
Urgroß=
mutter
Frau Klara Braunwarth
geb. Haub
iſt nach kurzer Krankheit am 17. Februar im
89. Lebensjahr ſanft entſchlafen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Anton Braunwarth.
Darmſtadt, Mainz, Dresden, Halle a. S.,
Ahrenshyop a. Oſtſee.
(2814
Die Beerdigung fand auf Wunſch unſerer lieben
Verſtorbenen in der Stille ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unſeren
hoffnungsvollen Sohn, herzensguten Bruder und
Neffe
Friedrich Klein.
ker
im 22. Lebensjahre heute Nacht 3 Uhr inſolge eines
ſchweren Unglücksfalles in ein beſſeres Jenſeits
ab=
zurufen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Joh. Karl Kiein u. Berwandte.
Hergershauſen, den 19. Februar 1932.
(2841
Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Februar,
nachmittags 2 Uhr ſtatt.
Dankſagung.
Allen, die unſeres lieben Entſchlafenen
in ſo herzlicher Weiſe gedacht haben,
ſprechen wir hiermit unſeren
tief=
empfundenen Dank aus.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Julie Blaß, geb. Kautenſchlager.
Darmſiadt, im Februar 1932.
2824
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme beim
Heim=
gang unſeres lieben Entſchlafenen
Peter Meſſer
ſagen wir für die zahlreichen Blumenſpenden Allen
herz=
lichen Dank. Insbeſondere danken wir Herrn Pfarrer
Lautenſchläger für ſeine tröſtenden Worte am Grabe,
ſo=
wie den Brüdern des Herz=Jeſu=Hoſpitals, für die
auf=
opfernde Pflege. Beſonderen Dank für den ehrenden
Nachruf und für die Kranzniederlegung ſprechen wir
Herrn Präſidenten Spamer der Oberrechnungskammer,
ſowie den Schulkameradinnen und =Kameraden von
Pfungſtadt aus.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Sophie Meſſer, geb. Müller.
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Eamstag, 20. Februar 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
nis
Nr. 51 — Seite 5
Aus der Landeshäuprkavt.
Darmſtadt, den 20. Februar 1932.
Hordnung zur Durchführung der Bürgerſteuer 1931
Umter Bezugnahme auf die in der heutigen Nummer erſchienene
zmntmachung der Bürgermeiſterei, werden wir um Aufnahme
HEehender Ausführungen erſucht.
Nach § 5, Abſatz 3 Nr. 1 der Bürgerſteuerverordnung er=
gung wirkt ſich jetzt infolge der inzwiſchen eingetretenen
außer=
ſertlichen Vermehrung der Kurzarbeit, in Verbindung mit den
ſrrückgängen ſehr hart aus. Dieſe Härte ſoll nun durch die
veröffentlichte zweite Verordnung zur Durchführung der
migerſteuer 1931 beſeitigt werden. Die fragliche Verordnung
be=
lediglich diejenigen Steuerpflichtigen, die im Jahre 1930 noch
ſel verdienten, daß ſie nicht einkommenſteuerfrei waren und
ſen daher in der Steuerkarte nicht bereits die Hälfte des nied=
zuten Steuerſatzes angefordert worden iſt, währen der
gegen=
mirge Lohn dieſer Steuerpflichtigen die Lohnſteuerfreigrenze
zr überſteigt. Bei dieſen Lohnempfängern ermäßigt ſich alſo die
elne Bürgerſteuerrate auf die Hälfte des angeforderten
Be=
gs, wenn der Pflichtige bei der maßgebenden Lohnzahlung,
der die Bürgerſteuer einzubehalten iſt, einen ſo geringen Lohn
hält, daß eine Lohnſteuer nicht in Betracht kommt.
Die Arbeitgeber haben hiernach bei allen
bürgerſteuerpflich=
zu. Perſonen, deren Arbeitslohn die Lohnſteuerfreigrenze nicht
ürteigt, zu prüfen, ob in der Steuerkarte nur die Hälfte des
ſorigſten Steuerſatzes angefordert worden iſt oder nicht. Iſt nur
Hälfte des niedrigſten Satzes angefordert worden (9.— RM.
ledige und 13.50 RM. für verheiratete Perſonen) ſo ändert
un dem Bürgerſteuerbetrag nichts. Iſt jedoch auf der
Steuer=
gte der volle niedrigſte Steuerſatz (18.— RM. für ledige und
M. für verheiratete Perſonen) angefordert worden, ſo
der Arbeitgeber von dem lohnſteuerfreien Arbeitnehmer nur
Hälfte der angeforderten Rate einzubehalten.
Arbeitnehmer, von denen der Arbeitgeber im Hinblick auf die
erörterten Erläuterungen nur die Hälfte einer angeforderten
einbehalten hat, haben in zwei Fällen den auf der
Steuer=
angeforderten, vom Arbeitgeber aber nicht einbehaltenen
Be=
fa ſelbſt an die Stadtkaſſe zu entrichten, und zwar:
wenn ſie und ihre Ehefrau ein landwirtſchaftliches,
forſt=
wirtſchaftliches und gartneriſches Vermögen. Grundvermögen
und Betriebsvermögen unter Zugrundelegung der
Einheits=
werte 1928 von zuſammen mehr als 10 000 RM. haben, und
wenn nach den Verhältniſſen vom Fälligkeitstag anzunehmen
nicht einkommenſteuerfrei ſein wird.
— Gedächtnisfeier am Volkstrauertag. Es ſei hiermit
noch=
s auf die am Volkstrauertag (Sonntag, den 21. d. M.),
vor=
ſtags 11.15 Uhr, im Kleinen Haus des Heſſiſchen Landestheaters
rſindende Gedächtnisfeier zu Ehren der Toten des Weltkrieges
ägwieſen. Hoffentlich zeigt zahlreicher Beſuch dieſer Feier auch
lerlich an, daß die, die für uns alle ihr Leben laſſen mußten,
vergeſſen ſind. Die Bevölkerung von Darmſtadt und
Um=
d, ohne Unterſchied ihrer politiſchen und
giöſen Ueberzeugung, iſt zu dieſer Feier herzlich
euekaden.
Heſſiſches Landestheater.
Großes Haus.
Enstag, 20 Febr 20—22½ Uhr. Bühnenvolksbund H (8. Vorſt.Die ve kaufte Braut Preiſe 0.70—5.60 Mk. utag, 21 Febr 19. Ende gegen 22 Uhr. E 16. Don Inan.
Preiſe 0 80—6.40 Mk. Mtag, 22 Febr Keine Vorſtellung Ritag, 23 Febr. 20, Ende gegen 22½ Uhr A 15. Ranhnacht.
Preiſe 0.60—4.80 Mk. Rwoch, 24. Febr 19½, Ende gegen 22½ Uhr. B 15. Don Inan.
Preiſe 0.80—6 40 Mk. inerstag, 25. Feb. 20—22½ Uhr. Bühnenvolksbund K (12. V or
ſtellung). Oberon. Preiſe 0 70—5 60 Mr ſttrg, 26. Febr 19½—22½ Uhr. D 16. Cavalleria ruſtiegna,
Hierauf: Der Bajazzo. Preiſe 0 70—5.60 Mk. Snz tag, 27. Febr. 20, Ende nach 22 Uhr. Außer Miete.
Die Dubarry. Preiſe 0 50—4 Mk. ſmcag, 28 Febr. 18—22 Uhr. Heſſenlandmiete 1V 9.
Lohengrin. Preiſe 0.80—6.40 Mk. Kleines Haus. Ent tag, 20. Febr. 20—22½ Uhr. Dſt Volksb. G (10. Vorſtellung
Gr. III und IV Nina. Preiſe 0.60- 4 50 Mr ſiunt ag, 21 Febr 11½, Ende gegen 13 Uhr. Gedächnisfeier zn
Ehren der Toten des Weltkrieges.
Heſſenlandmtete 1I u. III.
15½—18 Uhr.
Alt Heidelberg.
20, Ende gegen 22 Uhr. Abendfeier anläßlich
des Gefallenengedenktages. Preiſe 0.30—2 Mk. Mr, 5.ice Keine Vorſtellung. Rusrag, 23 Febr 20—22 Uhr. Tanzabend Sonja Korty.
Preiſe 1—3 Mk Amoch, 24. Febr. 20—22 Uhr. Dſt Volksb. F (7. Vorſt.) Gr., 1
und II. Marguerite: 3. Preiſe 0.60—4.50 Mk. Smerstag, 25 Feb. 20—22½ Uhr. Außer Miete. Nina.
Preiſe 0 50—3 Mk Mtag, 26 Febr 20—-2 Uhr. Dſt. Volksb. F (7. Vorſt.) Gr. 11I
und V. Marouerite : 3. Preiſe 0.60—4.50 Mk. Snzrag, 27 Febr 19½, Ende gegen 22 Uhr. Zuſatzmiete V 12.
Nora. Preiſe 0.60—4,50 Mk. Entag, 28 Febr 19½, Ende gegen 22 Uhr, Zuſatzmiete IV 8,
Nora. Preiſe 0.60—4.50 Mr.
— Heſſiſches Landestheater. Heute abend findet im
2 eine Aufführung von Smetanas komiſcher Oper. Di
kaufte Braut” ſtatt. Maria Kienzl ſingt die Marie,
m Sattler den Hans, Heinrich Kuhn den Kezal. Im Klei=
Daus wird Bruno Franks reizende Komödie „Nina” mit
e Hoffart, Werner Hinz und Joſef Keim in den Hauptrollen
Hben.
Die erſte Mozart=Neueinſtudierung
ſer Spielzeit. Am Sonntag abend wird im Großen
2S zum erſten Male Mozarts „Don Juan” in der
Inſze=
ag von Rabenalt=Reinking aufgeführt. Muſikaliſche Lei=
Dr. Hans Iſſerſtedt. Den Don Juan ſingt Johannes Drath.
Erne Abendfeier zu Ehren der Gefallenen des Welt=
*S deranſtaltet das Heſſiſche Landestheater am Sonntag, dem
Vrdruar, im Kleinen Haus. Franz Notholt, der als
Lieder=
e durch ſeine Konzerte mit Walter Gieſeking in weiteſten
en bekannt iſt, ſingt Lieder von Brahms und Wolf. Martha
Lieder von Brahms und Schubert, Leny Marenbach,
Wer=
inz und Emil Lohkamp leſen u. a. von Pindar, Eichen=
— Guſtav
Nilke und aus Briefen gefallener Studenten.
wird in dem Tanzabend am Dienstag, dem 23. Februar,
einen Haus gemeinſam mit Sonja Korty das Adagio aus
„Schwanenſee‟ Hindemiths „Bunten Hund” und Ballzauber
D39 tanzen. Das Orcheſter des Heſſiſchen Landestheaters
neue Werke von Strawinſky unter Leitung von Erwin
Im
Dnia Korty iſt bekannt geworden durch ihre Verſuche,
waſſiſchen Tanz mit dem modernen zu verbinden. Es dürfte
uinkereſſant ſein, von ihr modernſte Werke, wie Hinde=
Dka kewitſch uſw., in einem Stil zu ſehen, der wegweiſend
die Tanzkunſt überhaupt ſein wird.
Zorſtellungsänderung. Infolge Erkrankungen im Perſo=
D79 Sonntag, den 21. Februar, für die Heſſenlandmiete II
LII „Alt
delberg” gegeben. Die Aufführung
be=
ſſt um 15,30 Uhr und endigt um 18 Uhr.
*Chemie im Dienſite
des Kleingewerbes
An der ſüdweſtlichen Peripherie von Darmſtadt, in dem
Ge=
bäude, das früher der Schokoladenfabrikation der Firma Wehner
Fahr gedient hatte und das in ganz neuzeitlicher Weiſe
voll=
tändig umgebaut worden iſt, befinden ſich das „Chemiſche
Prü=
fungsamt für die Gewerbe,, und „Das Unterſuchungsamt für
Nahrungsmittel”.
Die Chemie iſt eine Wiſſenſchaft neueren Datums, wenn
auch ſchon die Aegypter außerordentliche chemiſche Kenntniſſe
be=
ſaßen, die ſie zur Herſtellung von Farben, Glas, künſtlichen
Edel=
ſteinen, Giften, Konſervierungspräparaten (Mumien), zur
Ge=
winnung und Verarbeitung von Metallen uſw. befähigten. Ueber
die Griechen, Römer und Araber kam die Chemie zu uns, aber
m Mittelalter, wo ſtarres Dogma und wuchernder Aberglaube
die Geiſter in Bann hielten, waren es nur die Alchemiſten, die
das antike Erbe zwar übernommen hatten, es aber vor allen
Dingen dazu benutzten, um den „Stein der Weiſen” zu ſuchen,
um Gold zu machen, nach dem die Welt damals ebenſo gierig
war wie heute. Scharlatanerie und eine bombaſtiſche
Termino=
logie waren die Regel. Von einer ſtreng disſiplinierten
Wiſſen=
ſchaft konnte hierbei nicht die Rede ſein, und wenn in den Küchen
und Laboratorien der Alchemiſten die eine oder andere
Ent=
deckung oder Erfindung gemacht wurde, ſo waren dieſe doch mehr
glücklichen Zufällen als zielbewußter wiſſenſchaftlicher Forſchung
zu verdanken
rſt mit Männern wie Antoine Lavoiſier (1743—1794), der
ſeinen genialen Kopf unter dem Fallbeil der Guillotine verlor
und einigen anderen ſchöpferiſchen Geiſtern, worunter auch unſer
großer Darmſtädter Landsmann Juſtus von Liebig genannt
wer=
den muß, gewann die Chemie jene hohe Bedeutung für die
Menſchheit, die ſie heute für die Heilkunde, für Ernährung,
Landwirtſchaft, Gewerbe. Induſtrie und Hüttenbetrieb hat.
Nur die kapitalkräftigſten Induſtriewerke können ſich den
koſt=
ſpieligen Apparat eigener Verſuchslaboratorien mit den
unzähli=
ſen, komplizierten, techniſchen, neuzeitlichen Einrichtungen und
dem entſprechenden Stab akademiſch gebildeter Chemiker
geſtat=
ten. Für die kleineren Gewerbebetriebe, für Polizei=, Gerichts=
und andere Behörden, für Einzelperſonen kommen die chemiſchen
Prüfungsämter in Frage. Sie unterſuchen und begutachten
ſo=
zuſagen alles. Geprüft werden hier Rohſtoffe und Materialien
aller Art. Fette und ätheriſche Oele, Lacke, Firniſſe, Gerbſtoffe,
Farben. Papier, Pappen, Metalle, Kautſchuk, Leder, Glyzerin,
Wolle, Seide, Baumwolle, Kohle, Trinkwaſſer, Alkohol.
Nah=
rungsmittel wie Milch Butter, Käſe, Honig.
Kakao. Wurſt,
Schokolade, Zimt uſw. bezüglich ihrer Reinheit, ihrer
allgemei=
nen Beſchaffenheit, ihrer Zuſammenſetzung, ihres
Nähr=
wertes uſw.
Die Tätigkeit des Chemikers iſt ungemein vielſeitig, und es
bedarf einer ganzen Reihe ſubtilſter Arbeitsgänge, um eine
brauchbare Analyſe auszuarbeiten, die den genauen prozentualen
Gehalt der verſchiedenen Subſtanzen in einem Gegenſtand
be=
ſtimmt.
Das Chemiſche Prüfungsamt in der Holzhofallee iſt, wie
eingangs bemerkt, durchaus neuzeitlich eingerichtet, und vor
allem ſind ſämtliche Räume mit Zuleitungen für Gas. Waſſer
und elektriſchen Strom reichlich verſehen. Ebenſo mit Abzügen,
die ein gewaltiger, im Dachgeſchoß montierter Exauſtor bedient.
Jede Abteilung hat einen Hauptarbeits= und einen
Unter=
ſuchungsraum mit Arbeistiſchen und den mannigfaltigſten
Ge=
räten, Regalen, Trockenſchränken (in denen der zu prüfenden
Subſtanz der Waſſergehalt entzogen wird), Abzügen, Gebläſen,
der Polksgeſundkeit,
und der Induſtrie.
Saugpumpen, Waſſer=, Oel= und Sandbädern Heizplatten,
Ver=
brennungsöfen, Thermometern. Mikroſkopen, Spektroſkopen,
Aſpi=
ratoren, Kolben und Retorten, Schalen, Schmelztiegeln (aus
Graphit. Platin uſw.) Pipetten, Kühlrohren uſw., die teils in
den Haupträumen, teils in beſonderen Zimmern untergebracht
ſind.
Unter Glasglocken (damit ſie weder Staub, Feuchtigkeit
oder Säuren beeinträchtigen können!) ſtehen die feinſten
Präzi=
ſions= und analytiſchen Waagen, die noch /u Gramm
ausſchla=
gen. Mit übelriechenden oder giftigen Gaſen wird in einem
be=
onderen, dem Stinkraum. gearbeitet, in dem ein ganz beſonders
ſtarker Abzug eingebaut iſt.
Nehmen wir nun an, daß wir zum Beiſpiel eine beſtimmte
Sorte Kohle auf ihren Heizwert prüfen laſſen wollen. Schon die
Entnahme der erforderlichen Durchſchnittsprobe iſt ein Problem
ür ſich. Dieſe Probe wird von dem Chemiker in dem
Achatmör=
ſer aufs feinſte gepulvert. Ein genau gemeſſenes Quantum
die=
ſes Kohlenpulvers kommt in ein kleines Platinſchälchen, das in
einen beſonderen Apparat eingeſchloſſen wird, der mit einem
Thermometer ſinnreich verbunden iſt. Der Kohlenſtaub, dem
man Sauerſtoff unter hohem Druck zuführt, wird elektriſch
ent=
zündet. Als Zündſchnur dient ein dünner Faden. Der
Chemi=
ker muß die Wärmemenge des verbrennenden Fadens kennen,
um dieſen Wert, den das empfindliche Thermometer ja mit
an=
zeigt, von dem geſamten Heizwert abzuſetzen. Auf dieſe Weiſe
erhält der Chemiker den ganz genauen Heizwert der zu
begut=
achtenden Kohle, und der Auftraggeber erfährt, ob die
betref=
ende Sorte eine ſehr gute, eine gute, eine mittelmäßige, eine
weniger gute oder eine ſchlechte iſt.
Um ein Gewebe zu prüfen, genügt ſchon eine flüchtige
Unter=
ſuchung in den ultravioletten Strahlen einer Quarzlampe mit
jumineſzierender Wirkung. Weiße Wolle „leuchtet” unter dieſe
Lunderlampe violett. Baumwolle behält ihre natürliche
weiß=
liche Färbung.
Der Nahrungsmittelchemiker hat die für die
Volksgeſund=
heit überaus wichtige Aufgabe der Unterſuchung der
Lebens=
mittel. So war es um nur ein Beiſpiel anzuführen, früher
nicht möglich, eine Beimiſchung von Obſtwein in Traubenwein
feſtzuſtellen.
Heute iſt dies für den Nahrungsmittelchemiker ein
Kinderſpiel. Die Fälſcher wiſſen dies und „verſchneiden”
des=
halb den Wein nicht mehr mit Apfelwein.
Zuletzt durften wir noch in die forenſiſche Abteilung des
Inſtituts ſchauen. Viel iſt dort allerdings nicht zu ſehen, und
einer bekommt das Gruſeln. In dieſer Abteilung werden
chemiſch=gerichtliche Unterſuchungen und Feſtſtellungen
vorgenom=
nen. Die Staatsanwaltſchaft, das Gericht bedienen ſich ihrer
bei Todesfällen unter verdächtigen Umſtänden, Vergiftungen,
vermutlichen oder tatſächlichen Verbrechen, gewiſſen Unfälles
ſw. Allerdings erhalten auch Privatperſonen Auskunft und
können die Abteilung in Anſpruch nehmen.
Der liebenswürdige Leiter des Prüfungsamts, Herr Dipl.=
Ing. W. Prager, und ſeine eminenten Mitarbeiter ermöglichten
uns einen Blick in dieſe intereſſante Werkſtatt praktiſch=
wiſſen=
ſchaftlicher, gemeinnütziger Tätigkeit. Die muſtergültigen
Labo=
ratorien in der Holzhofallee haben Darmſtadt nicht nur um eine
wertvolle Sehenswürdigkeit für Fachintereſſenten bereichert
ſon=
dern ſie bilden auch einen weſentlichen Faktor im
Wirtſchafts=
leben. inſofern, als das Inſtitut nicht nur von der Induſtrie
weit über Heſſens Grenzen hinaus, ſondern auch vom Ausland,
Amerika, Holland, Rußland, Japan, Italien uſw. für Analyſen
in Anſpruch genommen wird.
Adolf Ziegler.
Bahnamtliche Erpreßguk=Zuſkellung in Darmſtadi.
Die Deutſche Reichsbahn=Geſellſchaft, Reichsbahndirektion
Mainz teilt mit:
Ab 1. März 1932 wird die bahnamtliche Zuſtellung des in
Darmſtadt Hbf. eintreffenden Expreßgutes von der Reichsbahn
ſelbſt ausgeführt. Gleichzeitig tritt eine Ermäßigung der
Zu=
ſtellungsgebühren ein.
die Zuſtellung wird weſentlich verbeſſert und beſchleunigt.
Das Recht auf Selbſtabholung und die Zuſtellung durch die
bis=
verigen Vollmacht=Spediteure bleiben bis auf weiteres beſtehen.
Jedoch werden von der Gepäckabfertigung Darmſtadt Hbf. a
ſofort keine neuen Vollmachten mehr angenommen. (Siehe Anz.)
— Landesverband der heſſiſchen Blinden. Es ſei noch einmal
auf die Kundgebung des Landesverbandes der heſſiſchen
Blin=
den hingewieſen, die am kommenden Sonntag hier in Darmſtadt
ſtattfindet. (Siehe auch Anzeige.)
Nachmittagfahrt der Heſſiſchen Eiſenbahn=A.=G. Am
Sonn=
tag, den 21. Februar, nachmittags, findet eine Heag=Sonderfahrt
zur Neunkircher Höhe ſtatt. Gleichzeitig wird nochmals auf den
heute ſtattfindenden Lichtbildervortrag im Heaghaus, nachmittags
16.00 Uhr, über Verdun aufmerkſam gemacht. (Vergl. Anzeige.)
Chriſtlicher Verein junger Männer, Darmſtadt. e. V.
Alexan=
derſtraße 22 (ehem. Inf.=Kaſ.). Am morgigen Volkstrauertag,
Sonntag, ſpricht Herr Pfarrer Köhler unter dem Thema „Alles
Leben ruht auf dem Tod‟. Wir laden zu dieſer Feierſtunde
hier=
durch freundlichſt ein.
Dr. J. W. E. Sommer, Dozent am Predigerſeminar der
Biſchöflichen Methodiſtenkirche in Frankfurt a. M. und ehmaliger
Armenier=Miſſionar, wird heute abend im Saale der Methodiſten=
Gemeinde, Wendelſtadtſtraße 38, einen für jedermann frei
zugäng=
lichen Bibliſchen Vortrag halten. (Siehe auch Anzeige.)
Pr. Bralle’s
Rasierereme
Ein Genuß für
Selbstrasierer
Große Tube nur noch
B6
Pf.
— Elternabend der Städtiſchen Handelsſchule, Darmſtadt. Im
Rahmen eines Elternabends referierte Handelsſtudiendirektor
Dr. Zeiger über das Thema „Die Notwendigkeiten der
wirt=
ſchaftlichen Bildung.‟ Der Vortragende, deſſen Ausführungen die
erſchienenen Eltern, zu Oſtern abgehende Schüler, Angehörige des
Zerufsberatungsaamts und der kaufmänniſchen
Angeſtelltenver=
bände intereſſiert folgten, verſtand es, in anſchaulicher Weiſe in
das Kernproblem: wirtſchaftlich denken und arbeiten zu lernen
einzuführen. Im zweiten Teil gab Dr. Zeiger Aufſchluß über die
Organiſation und Ziele der ſtädtiſchen Handelsſchulen, die als
Wirtſchaftsſchulen mit vollem Tagesunterricht für die
ſchulent=
laſſene Jugend in Darmſtadt beſtehen. Er ſchilderte die Höhere
Handelsſchule, die als Grundlage Oberſekundareife hat, und den
Typ der zweijährigen Handelsſchule, die ſich an den achtjährigen
Volksſchulbeſuch anſchließt. Daneben beſteht für Schüler mit neun
Schuljahren die Möglichkeit, die einjährige Handelsſchule zu
be=
ſuchen In der folgenden Diskuſſion unterſtrich ein Führer eines
aufmänniſchen Angeſtelltenverbandes lebhaft die Ausführungen
des Vortragenden und ſetzte ſich warm und empfehlend für den
Beſuch einer öffentlichen Handelsſchule vor, bzw. nach Beendigung
der kaufmänniſchen Lehrzeit ein. Aus den Kreiſen der
Eltern=
ſchaft dankte ein Vater dem Vortragenden für ſeinen
aufſchluß=
reichen Vortrag, der wertvolle Anregungen für die
Berufsbil=
dung der ſchulentlaſſenen Jugend gegeben habe.
8. Akademiekonzert. Die Städtiſche Akademie für
Ton=
kunſt teilt mit: Mia Peltenburg iſt an Grippe erkrankt; eine
Verlegung des Konzerts von Montag, den 22., auf einen
ande=
ren Abend iſt leider aus techniſchen Gründen nicht möglich.
Heinz Jolles, der mit der Künſtlerin zuſammen das
Pro=
gramm des Abends beſtreiten ſollte, hat ſich bereit erklärt,
da=
für mit einem Klavier=Abend mit Werken von Schubert,
Mo=
zart und Schumann einzuſpringen. Durch dieſes
Entgegenkom=
nen war es der Leitung der Konzerte möglich, vielfachen
Wün=
ſchen, auch einen Klavier= Abend im Rahmen der Akademie=
Konzerte in dieſem Winter zu bringen, entgegenzukommen. Dem
Künſtler geht der Ruf als einem der berufenſten Pianiſten für
omantiſche Klaviermuſik voraus. Karten im Sekretariat der
Städtiſchen Akademie für Tonkunſt, Eliſabethenſtraße 36 (
Fern=
ſprecher 3500, Stadtverwaltung).
Die Deutſchland=Fahrer in Darmſtadk.
Geſtern, pünktlich um 14.15 Uhr, trafen, von Aſchaffenburt
kommend, die Standard=Deutſchlandfahrer mit 18 Kraftwagen,
dar=
unter zirka 7 Laſtkraftwagen, in Darmſtadt, auf dem Marktplatz,
ein und wurden auf einem abgegrenzten, mit den A.D.A.C.= und
Standardfahnen geſchmückten Platze herzlich willkommen geheißen.
Die Deutſchlandfahrt iſt in der Tat eine ernſte Prüfung für die
Wirtſchaftlichkeit des Kraftfahrzeuges. Schon im Oktober v. J.
fand auf dem Nürburgring zur Prüfung der Wirtſchaftlichkeit des
Kraftfahrzeuges (Bilanz der laufenden Betriebskoſten. Koſten der
Einzelfahrſtrecken, der jährlichen Fahrſtrecke, Kraftſtoffverbrauch,
Oelverbrauch, Reifenverbrauch, Leiſtung, Beſchleunigung.
Verzo=
gerung. Reparaturkoſten uſw.) eine 30=Tage= und Nächtefahrt
ſtatt. Die Erfolge dieſer 30=Tagefahrt auf dem Nürburgring ſind
zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß eine große Idee durch
engſte Zuſammenarbeit aller beteiligten Kreiſe verwirklicht wurde.
Die führenden deutſchen Automobilclubs, der A.D.A. C. und A. v. D.,
haben ſeinerzeit dieſe Fahrt zuſammen mit der Standard=Dapolin
durchgeführt. Während der 30=Tage=Prüfungsfahrt wurden
ins=
geſamt nicht weniger als 450 000 Kilometer auf dem
Nürburg=
ring zurückgelegt; aus Zweckmäßigkeitsgründen mußten dieſe
450 000 Kilometer auf geſchloſſener Bahn durchgeführt werden.
Da dabei die Fahrzeuge den allgemein ſchädigenden Einflüſſen
der Landſtraße (Staub, Schlaglöcher, häufiges Bremſen.
Wieder=
anfahren) entzogen waren, führt jetzt die D.A.P.G., in
ſinnge=
mäßer Weiterführung der 30=Tage= und 30=Nächtefahrt eine
Deutſchlandfahrt durch.
Auch bei dieſer Prüfungsfahrt ſollen Unterſuchungen
ange=
ſtellt werden über die Zuverläſſigkeit der Perſonen= und
Laſtkraft=
wagen (pünktliches Einhalten der vorgeſchriebenen Fahrzeiten),
weiterhin über Betriebsſtoff=, Oel= und Materialverbrauch, und
endlich über Reparaturen, unter Feſtſtellung der Koſten für
Zeit=
aufwand und Erſatzteile.
Auf dem Marktplatz hatten ſich zur Begrüßung die Vertreter
der Behörden und der hieſigen Automobilclubs eingefunden. Im
Auftrage des Gaues 3a Heſſen und Heſſen=Naſſau=Süd A.D.A.E.
begrüßte deſſen 2. Vorſitzender, Oberregierungsrat. Dr.
Bern=
heim, zugleich im Namen des Darmſtädter Automobilclubs, die
Fahrer herzlichſt und wies in ſeiner Anſprache darauf hin, daß
alle Glieder der Wirtſchaft ſchickſalsverbunden ſind, eine Notg
neinſchaft von Club und Induſtrie bilden, eine Gemeinſchaft, die
nicht beſtimmt iſt, ewig Not zu leiden, ſondern um
gemein=
ſchaftlich die Not zu bekämpfen und zu überwinden. — In dieſem
Sinne unterſtütze man auch gerne die Deutſchlandfahrt
Als Vertreter des Herrn Oberbürgermeiſters hieß Herr H.
Fiſcher die Fahrer herzlich willkommen und gab der
Hoff=
nung Ausdruck, die Fahrer möchten einige frohe Stunden in
Darmſtadt verleben.
Der Fahrtleiter der Deutſchlandfahrt, Herr Roß, dankte für
die freundliche Aufnahme in Darmſtadt und die Begrüßung in
warmen Worten.
Abends fand im Fürſtenſaal ein, auch von Intereſſenten
außerordentlich ſtark beſuchter Vortrag, verbunden mit einer
Filmvorführung über die Prüfungsergebniſſe der 30=Tagefahrt
In ſeiner Begrüßungsanſprache wies Oberregierungsrat
ſtatt.
r. Bernheim auf die Bedeutung der Deutſchlandfahrt hin und
führte aus, zu einer Zeit größter wirtſchaftlicher Not, in der
we=
der der Staat, noch ein Einzelwerk der deutſchen Technik Mittel
für großzügige Verſuche und für die Weiterentwicklung deutſchen
Erfindergeiſtes geben können, hätten die Organiſationen der
Ver=
braucher, die Automobilclubs, eine führende Treibſtoffinduſtrie,
die D.A.P.G. und der Reichsverband der deutſchen
Automobil=
induſtrie eine Arbeitsgemeinſchaft aus dem Willen
wirtſchaftlicher Lebensbejahung gegründet, zur Bekämpfung und
Ueberwindung der Not.
Sie hätten damit bewieſen, daß in
engſter und einheitlicher Zuſammenarbeit eine große Idee auch
ſchwerſter Kriſenzeit verwirklicht werden kann. — Die
30=Tage= und =Nächtefahrt auf dem Nürburgring diente keiner
ſportlichen Veranſtaltung zur Erlangung der Siegespalme Es
wurde ernſte Arbeit für die deutſche Wirtſchaft geleiſtet.
Zum
Schluß hieß er alle Anweſenden, die ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Behördenvertreter die Vertreter der Verbände Clubs und
Ver=
eine und nicht zuletzt die Deutſchlandfahrer willkommen. — Herr
Streckenbach=Hamburg hielt dann einen eingehenden, ſehr
intereſſanten Vortrag über die 30=Tagefahrt auf dem
Nürburg=
ing, der ſchwierigſten Prüfungsſtrecke für Kraftfahrleiſtungen.
Er unterſtrich den Wert der Veranſtaltung, auch der jetzigen
ſechzigtägigen Deutſchlandfahrt für die Kraftverkehrswirtſchaft
und die deutſche Wirtſchaft überhaupt. Nach einer ſehr guren
Filmvorführung, in der die 30=Tagefahrt auf dem Nürburgring
anſchaulich gezeigt wurde, war mit einem Schlußwort des Herrn
Oberregierungsrat Dr. Bernheim der Vortragsabend beender.
die Deutſchlandfahrer werden ſicher an ihren Aufenthalt in
Darmſtadt gerne zurückdenken.
Seite 6 — Nr. 51.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
*U=Boote, U=Boot=Krieg, Abrüſtung.
*t. Gemeinſam veranſtaltet von dem Amt für
Leibes=
übungen und dem Deutſchen Hochſeeſportverband
„Hanſa”, E
Kameradſchaft Darmſtadt, fand am Freitag
abend in der Techniſchen Hochſchule ein doppelter Vortragsabend
ſtatt, der nicht nur in den Kreiſen der akademiſchen Jugend
ſtärk=
ſten Anklang fand
zunächſt ſprach Herr Kapitänleutnant a. D. H. Ziemer
über das Thema „U=Boote. U=Bootkrieg und Abrüſtung”.
U=Bootswaffe, einſt unſer Stolz. iſt, nun für uns verboten, für
Millionen Deutſcher zu einem Märchen geworden. Der
Vortra=
gende, der zuerſt unter dem bekannten U=Bootführer Freiherrn
v. Forſtner fuhr, führte dann vor Flandern das U=Boot U. B. 23.
An Hand einiger einfacher und klarer Tafel=Skizzen erklärte der
Vortragende das Weſen der deutſchen U=Boote, die als
Tauch=
boote bezeichnet werden müſſen. De
r eigentliche Tauchkörper
wurde umkleidet, um dem Boot eine Schiffsform zu geben
Un=
ſere U=Boote waren für eine Tauchtiefe von etwa 50 Metern
berechnet, im Weltkrieg ſind aber deutſche Unterſeebote bis übern
100 Meter getaucht, ohne Schaden zu leiden, ein Beweis für die
Güte der Arbeit der deutſchen Induſtrie. Die Tiefe, in der
an=
gegriffen wurde, bewegte ſich zwiſchen 12 und 15 Metern d
ſonſt das Sehrohr nicht über die Waſſerfläche hinausgeragt hätte.
Für die Ueberwaſſerfahrt dienten Dieſelmaſchinen, unter Waſſer
wurde mit Akkumulatoren gefahren. Jedes offene Licht, auch
Rauchen mußte vermieden werden. Der Magnetkompaß war im
U=Boot wegen der Stahlmaſſen unverwendbar, man verwandte
hier die geniale Erfindung des Kreiſelkompaſſes der allein den
U=Booten ihre fabelhaften navigatoriſchen Leiſtungen
ermög=
lichte. —
je Waffen der Unterſeeboote waren die
Torpedo=
waffe, die Artillerie, die Minen und die kleinkalibrigen Waffen.
Unſere erſten U=Boote im Weltkrieg trugen nur die
Torpedo=
waffe. An Geſchützen wurden zuerſt 8,8=Zentimeter=Kaliber
ver=
wandt, bei den U=Boot=Kreuzern waren 15=Zentimeter=Langrohr=
Geſchütze eingebaut. Zuerſt waren die Geſchütze verſenkbar,
ſpä=
ter ließ man ſie ruhig draußen ſtehen, ein für einen Land=
Ar=
tilleriſten unfaßbares Vorgehen. Eingehend ſprach der
Vortra=
gende über die neue Waffe die Minen=U=Boote, die bis in die
kleinſten Schlupfwinkel hereindringen konnten. Die erſten Minen=
U=Boote, die von Flandern aus verwandt wurden waren ſehr
primitiv gebaut und hatten ſo ſchwache (Beiboot=) Motoren, daß
ſie oft von Unternehmungen mit Segelkraft zurückkehrten. Es
wurden dann Matten an die Sehrohre geſpannt!
Das Leben an Bord war nicht ungeſund, aber der
anſtren=
gende Dienſt erforderte doch ausgeſuchtes Perſonal Beſonders
das Maſchinenperſonal hatte ſchon bei kleinſtem Seegang
zwi=
ſchen den Maſchinenanlagen oft einen ſchweren Stand. Die erſten
U=Boote, die wir im Krieg verwandten, waren noch
Verſuchs=
boote, und man traute der jungen Waffe eigentlich gar nicht
viel zu. Später bildeten die U=Boote faſt das einzige Mittel.
* Sleuer= und Wirkſchaftskalender
für die Zeit vom 16. bis 29. Februar 1932.
Ausſchneiden!
Aufbewahren!
15. Februar: Die an dieſem Tage fälligen Steuern und Abgaben
waren bereits in den Steuerkalender für die erſte
Februarhälfte aufgenommen (in
des „
Darm=
ſtädter Tagblatts” vom 5. Februar 1932).
Hundeſteuer.
Die Anforderungszettel gehen in dieſen Tagen heraus, als
Zahlungstermin wird wahrſcheinlich ein Tag in der erſten Hälfte
de
März 1932 genommen werden. Endgültige Mitteilung
er=
folgt an dieſer Stelle im Steuerkalender für die erſte
März=
hälfte
15. bis 29. Februar: Abgabe von Steuererklärungen bei
der Veranlagung für die 1931 endenden Steuerabſchnitte
(Einkommenſteuer, Körperſchaftsſteuer und Umſatzſteuer).
Näheres im Steuerkalender für die erſte Februarhälfte.
20. Februar: Letzter Tag, an dem in Darmſtadt das 2. Ziel der
durch grünen Steuerbeſcheid angeforderten
Bürger=
ſteuer bei Meidung der Beitreibung und Mahnung an
die Stadtkaſſe gezahlt werden kann. Vergl. die
Be=
kanntmachung der Stadtkaſſe Darmſtadt vom 11. Febr.
1932 in Nr. 42 des „Darmſtädter Tagblatts” vom
glei=
chen Tage
20. Februar: Abführung der Lohnſteuer für die in der Zeit
vom 1. bis 15. Februar 1932 erfolgten Lohnzahlungen
im Markenverfahren und im Ueberweiſungsverfahren: im
letzteren jedoch nur dann, wenn die in der erſten Hälfte
des Kalendermonats einbehaltenen Lohnſteuererträge
für ſämtliche
in einem Betriebe beſchäftigten
Arbeit=
nehmer den 2
rag von 200 RM. überſtiegen haben.
(Keine Schonfriſt.)
20. Februar: Abführung der im Steuerabzugsverfahren
einbe=
haltenen Ledigenſteuer und der
Kriſenlohn=
ſteuer. (Keine Schonfriſt.)
25. Februar: Sechſte und letzte Vorauszahlung (ſtaatliches Ziel)
laut gelbem Steuerbeſcheid über ſtaatliche
Grund=
ſteuer, Sondergebäudeſteuer und Gewerbe
ſteuer für das Rechnungsjahr 1931/32. (Schonfriſt bis
März 1932.)
29. Februar: Letzter Tag für die Abgabe der
Steuererklä=
rungen (ſiehe oben!).
H. W. Wohmann.
— „Finden Sie, daß der Rinderer Bauer ſich richtig benimmt?”
Dieſe Frage ſtellt das neue Zugſtück „Spiritus” der Meth=Bühne
im Orpheum zur Diskuſſion, Witz, Humor und tiefere Bedeutung
kennzeichnen den Inhalt dieſer köſtlichen Komödie, die als das
bisher beſte Stück des Bauerntheaters gelten kann. Morgen
Sonntag nachmittag iſt in einer Fremden= und
Familienvor=
ſtellung die letzte Aufführung von „Das Heirats=Bad”
bei halben Eintrittspreiſen. (Siehe Anzeige.)
Lokale Veranſtalkungen.
— Im Reſtaurant Bender, Eliſabethenſtraße 23, ſpielt
jeden Samstag und Sonntag vor begeiſtertem Publikum
der Geigenkünſtler Oskar Kleinberg. (Näheres Anzeige.)
Sportplatzreſtaurant und Café am
Böl=
lenfalltor findet heute und morgen ein großes bayeriſches
Bierfeſt mit Tanzgelegenheit ſtatt (Siehe Anzeige.)
m Hotel und Reſtaurant
Poſt am
Hauptbahnhof findet heute der beliebte Geſellſchaftsabend mit
Tanz ſtatt. Sonntag ab 8 Uhr großes Künſtlerkonzert. (Siehe
heutige Anzeige) Bereinskalender,
Verein der Pioniere und Verkehrstruppen
K. Schützen=Abteilung. Am Sonntag, den 21. d. M.
(Volkstrauertag), findet kein Schießen ſtatt.
Turngeſellſchaft 1875. Wanderabteilung.
Der Wanderausſchuß weiſt auf die am Sonntag nachmittag ſtatt
findende 2. Wanderung des neuen Wanderjahres hin.
Nach
Pfungſtadt führt dieſer Nachmittagsſpaziergang. Der Führer
er=
wartet einen guten Zuſpruch.
Briefkaſten.
2. K. Für ſolche Umlegung auf die Mieter fehlt jeder
recht=
liche Anhalt.
H. 100. Die Einkommen der Ehegatten werden in der
Regel zuſammengerechnet. Sollten ſich im Einzelfalle hierau=
Unzuträglichkeiten herausſtellen, ſo wird eine Eingabe ans
Lan=
desfinanzamt Abhilfe ſchaffen können. Beträgt das jährliche rohe
Einkommen eines Pflichtigen weniger als 1300 Mk., ſo wird die
Steuer überhaupt nicht feſtgeſetzt.
Tageskalender für Samstag, den 20. Februar 1932.
Lichtſpiel
„Der Draufgänger”. — Orpheum: „Spiritus”.
Reſtaurant Bender; Künſtler=Konzert Oskar Kleinberg.
Cafs Ernſt Ludwig: Geſellſchafts=Abend.
Rheingauer
Wein=
ſtube: Großes Künſtlerkonzert — Hotel u. Reſt. zur Poſt:
Geſell=
ſchaftsabend. — Konzerte: Café Oper, Schloßkeller. Perkeo, Alter
Ratskeller: Tanz, Cafs Ganßmann: Tanz. — Richard=Wagner=
Abend. Albert Seibert — Hans Simon. Neckarſtraße 19.
Polizeiſportverein, abends 20 Uhr, Turnhalle am Woogsplatz;
Winterhilfe=Veranſtaltung. — Verein freie Schule, in der Aulg
des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums: Vortrag von Dr. F. Hiebel
— Liederzweig 1855, abends 8 Uhr. Turnhalle am Woogsplatz
Oeffentl. Vortrag über Tolſtoi, Lenin,
Hauptverſammlung.
Gandhi, abends 20.15 Uhr. im Städt. Saalbau.
das den eiſernen Ring durchbrechen konnte, den England um uns
gelegt hatte.
Zu dem Begriff „Handelskrieg” übergehend, legte der
Red=
ner dar, daß der Begriff ſchon aus älteſter Zeit ſtammte, und
daß unſer Vorgehen auch völkerrechtlich durch die Priſenordnung
gerechtfertigt war. Als unſere Erfolge im U=Boot=Handelskrieg
wuchſen, bewaffneten die Engländer ihre Handelsſchiffe und
ſetz=
ten es durch, daß die Neutralen dieſe Schiffe, die als
Kriegs=
ſchiffe angeſehen werden mußten, länger als 24 Stunden in ihren
Häfen ließen. Nur ein Land, Schweden, hat auch hier ſtrikteſte
Neutralität bewahrt. Die Engländer gingen dann zu den
be=
kannten U=Bootsfallen über.
Im deutſchen Volke waren leider unſinnige Gerüchte über
die Ziele des U=Bootkrieges verbreitet. Mit den wenigen
U=Booten, die frontbereit waren, hätten wir England nie völlie
aushungern können. Und doch waren wir beim Ausbruch der
Revolution in Deutſchland nicht weit von einem ſolchen Ziel
entfernt. Wir haben hierüber Zeugniſſe aus ſachverſtändigem
engliſchen und amerikaniſchen Munde.
Zur Abrüſtung zur See weitergehend, gab der Redner Zahlen
über den U=Boot=Beſtand bekannt, die erkennen laſſen, daß alle
Staaten, auch die kleinſten, auf dieſe Waffe den größten Wert
legen. Manche fragen, warum brauchen wir noch eine deutſche
Flotte? Denen ſei entgegengehalten, daß nur das Vorhanden
ſein der Hochſeeflotte im Weltkrieg es verhindert hat, daß
feind=
liche Granaten auf den Boden der deutſchen Küſte fielen.
Eine Reihe von trefflichen Lichtbildern, von dem
Vortra=
genden erläutert, bildete den Abſchluß des hochintereſſanten
Vor=
trages, der mit außerordentlich ſtarkem Beifall aufgenommen
wurde.
Der zweite Vortrag, gehalten von Herrn Leutnant Stolz
behandelte die Jachtſchullehrgänge des Deutſchen Hochſee=
Sport=
verbandes in Wort und Bild.
Der Verband will innerhalb der
deutſchen Sportbewegung den Blick der Jugend auf die
Se=
richten und damit das Verſtändnis für den Wert ſtärken, den die
Seefahrt für das nationale Wiedererſtarken Deutſchlands hat
Der Verband hat in Holſtein Jachtſchulen auf
denen in regelmäßigen Lehrgängen die allgemeinen praktiſchen
und theoretiſchen Grundlagen zur ſportgerechten Bedienung von
Segel= und Motorfahrzeugen gelegt werden ſollen. Der
Vortra=
gende verſtand es, in feſſelnder und lebendiger Weiſe ein Bild
von dem Dienſt und dem Tagesleben in den Jachtſchulen zu
geben. Auch dieſer Vortrag wurde durch Lichtbild (Film)
„Deutſche Jugend und Seefahrt” ergänzt und abgerundet und
erntete lebhaften Beifall.
Der Abend hat ſichtlich dazu beigetragen, daß auch in der
Darmſtädter akademiſchen Jugend der Trieb zur See neuen
An=
trieb erhalten hat.
— Vortrag über humane Tiertötung. Am nächſten
Diens=
tag veranſtaltet der Tierſchutzverein im Fürſtenſaal
einen Vortragsabend, auf dem die humane Tiertötung behandelt
wird. Wenn wir dazu gezwungen ſind. Tiere zu töten, müſſen
vir Tötungsarten anwenden, die dem Tiere am wenigſten
Schmerz bereiten. Welche Tötungsart für die einzelnen
Tier=
arten die beſte iſt, darüber beſtehen in weiten Kreiſen noch
Un=
klarheiten. Für die Hausfrauen die Geflügelhalter wird der
Vortrag von beſonderem Intereſſe ſein. Das gewählte Thema
iſt darum noch vor allem zeitgemäß, da der Tierſchutzverein bei
dem neuen Landtag wieder ein Geſetz auf ſchmerzloſe Tötung der
Schlachttiere eingebracht hat. Alle Tierfreunde ſind hierzu
herz=
lichſt eingeladen. Eintritt frei. (Siehe Anzeige.)
D Kraftpoſtbetrieb an der Bergſtraße. Die Oberpoſtdirektion
Darmſtadt teilt mit: Zu den im Umlauf befindlichen Gerüchten
daß die Deutſche Reichspoſt den Betrieb der Kraftpoſten Darmſtadt
Jugenheim — Seeheim. Seeheim — Bensheim Bhf. Bickenbach
Bhf.—Seeheim Bhf. am 1. März einſtellen werde, teilt die
Ober=
poſtdirektion Darmſtadt mit, daß dieſen Gerüchten jede
Grund=
lage fehlt. Eine Einſtellung des Betriebs auf den genannten
Linien kommt auf keinen Fall in Frage, vielmehr werden noch
Verkehrsverbeſſerungen geplant.
— Das Helia=Theater bringt heute und folgende Tage das
neue große Meiſterwerk René Clairs des Schöpfers von „Unter
den Dächern von Paris” und „Le Million” den Großtonfilm (
lebe die Freiheit”. Im Beiprogramm läuft der neue Micky=Film
„Micky als Ritter vom Steuer” und die Emelka=Tonwoche.
— Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen nur noch heute in
Neuauf=
führung Hans Albers, den populärſten deutſchen Schauſpieler, in
dem abenteuerlichen Kriminal=Tonfilm „Der Draufgänger”
Dazu das gute Beiprogramm.
Helia=Lichtſpiele — Film=Morgenfeier! Morgen Sonntag.
vormittags 11.15 Uhr, läuft in den Helia=Lichtſpielen im
Rah=
men einer der beliebten Film=Morgenfeiern der Kultur=Groß
film von überwältigender Schönheit „Im Land der Dolomiten”
Der Film zeigt die Dolomitenwelt von der Marmolata bis zum
Ortler, vom Gardaſee bis zum Brenner. Jugendliche haben
Zu=
tritt. Vorverkauf an der Heliakaſſe.
Gewinnauszug
5. Klaſſe 38. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Ohne Gewähr
Nachdruck verboten
Auf ſede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II
Samstag, 20. Februar 1932
Aus Heſſen.
Randſiedlung auf dem Weikerſtädter Ererzierplaß.
Der Freie Siedlungsverein Darmſtadt und Umgebung ſchreiht
uns: Die Ausführungen in Nr. 48 des „Darmſtädter Tagblattg
über die Gemeinderatsſitzung in Weiterſtadt am 11. Februar
ent=
halten einige Behauptungen, die hiermit richtig geſtellt ſeien:
Die Eignung des Platzes als Ackerland wurde ſeitens des
Vorſitzenden des Freien Siedlungsvereins nicht in Zweifel
ge=
zogen, es wurde lediglich ausgeführt, daß gärtneriſche
Intenſip=
bearbeitung des Bodens zu ſchnelleren Reſultaten führe und
des=
halb der Nebenerwerbſiedlung der Vorzug gegenüber der lond= „
wirtſchaftlichen Nutzung des Bodens zu geben ſei.
Unberechtigt iſt ferner der Vorwurf, daß der Vorſtand des
Freien Siedlungsvereins erſt ſpät mit der Gemeinde Weiterſtadt
in Verbindung getreten ſei. Richtig iſt, daß bereits im
Novem=
ber und Dezember wiederholt Beſprechungen mit dem
Burger=
meiſter waren, die allerdings negativ verliefen.
Im übrigen plant der Freie Siedlungsverein, wie ſchon
wie=
derholt erklärt eine Beſiedlung des Platzes mit Erwerbsloſen im
Sinne der Richtlinien des Reichsſiedlungskommiſſars, in Verbin=
dung mit freien Eigenheimſiedlungen, und zwar im
Verhält=
nis 1:3. In dieſer Kombination ſieht man die beſte Gewähr fürn uſche
das Gelingen des Plans. Auf dieſe Weiſe wird vermieden, daßz
Erar Muit
die Siedlung den Charakter einer primitiven Anlage erhält undd Im bio
die Erwerbsloſen ſich, wie es bei einer ſeparaten Anſiedlung dern Fnuſc af.
Fall wäre, als Siedler 2. Klaſſe betrachten würden.
Jonung bite
Endlich ſei noch darauf hingewieſen, daß der Gemeinderat in Wei=
Surnz und
terſtadt ſich in ſeiner letzten Sitzung am 15. Februar mit großern
Frauen
Mehrheit (mit 7 gegen 2 Stimmen) für das Projekt des Freienn /
Siedlungsvereins, nämlich die Errichtung einer Nebenerwerbss ſ.a
*
ſiedlung, auf dem Weiterſtädter Exerzierplatz entſchieden hat.
Nehrkei
b Mlichen T.
zr Nieder=
*
Eie
aiſch
in ausl.
Ds. Arheilgen. 19 Febr. Winterhilfe. Im Rahmen dern F.mlung
Winterhilfe hat die hieſige Bäckerinnung dem Ortsausſchuß 25
Gutſcheine zum Bezug von je 1 Laib Brot zur Verfügung geſtellt.
Auch die hieſige Metzgerinnung hat dem Winterhilfsausſchuß inn
anerkennenswerter Weiſe rund 160 Gutſcheinen für je ½ Pfundd
Fleiſch oder Fett zugehen laſſen. — Kontrolle der
Laden=
geſchäfte. Seitens der Gendarmerie und der Ortspolizei fand
dieſer Tage eine Kontrolle der Ladengeſchäfte bezüglich der Preis
aushangsverzeichniſſe ſtatt. Die Geſchäftsinhaber werden wieder= 4s Mich 9
holt darauf hingewieſen, daß ſie laut Notverordnung verpflichtett ſn4 dch
14 war,
ind. Preisverzeichniſſe über von ihnen geführte Waren an gun.
woit eine
ſichtlicher Stelle in ihren Verkaufsgeſchäften auszuhängen.
veiſchaft z1
29
Erzhauſen, 18. Febr. Zum Beſten der Winterhilfe verans /w. geümh
ſtaltete die hieſige Jungmannſchaft einen Theaterabend in dern
imn
„Krone‟ Herr Pfarrer Werner begrüßte die Anweſenden und gabl
ſnge
eine kurze Erklärung über das Stück: „Die Flucht aus dem Klo=
Das Stück wurde tadellos von der Jungmannſchaft darge= eſg der Pl
ſter.
ſtellt. Anſchließend hielt Herr Pfarrer Werner einen Vortrag Ee ud Am
pn4 mit
über die Einführung der Reformation in Erzhauſen im Jahrc)
Fehlrt
Mfe
1532. Die zweite Aufführung. „Meier Helmbrechts Sohn”,
fand=
ebenfalls großen Beifall. Der Kirchenchor half den Abend durcht aſh0
gfülnen 9
Chöre verſchönen.
Fut.
Griesheim, 18. Febr. Zum Beſten der Winterhilfe finder” ¼a m Sonnt
P.
am Sonntag, den 21. Februar, im Saale „Zum Rebſtock” eim
Theaterabend ſtatt an dem das ſenſationelle Volksſtück „Familic / / I. Fränki
Kneuſel” zur Aufführung gelangt. — Gewerbe= und Hand=//,
9. Ziehungstag
18. Februar 1932
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
4 Gewinne zu 10000 .
333
385
7
3
338
300
86985
171616 2
2446c
B8aße
94 341
Bace
37 31.
ſa
894
27‟
Bi.
12487
V
56148
2 263055
ag 3688493
76833
Nece 333
288.
2143 331508 336518 349265 363557
37
09
Kigaa 67739 69112 72707 7895
3181
34
80
88
94a
187=
338
8i9
804 183659
8 !9
15
3 982060 983094 288774
W
390
389
14 332325 853276 357324 266650 373065
*
D
36.
17. 16630 17678
22040
N2e
3181
42948 43928
g65612 50823 B9068
*
00 B886
5008 99544 1
881
3888
2I
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98 1
23i9
27888
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385181
10586 30
De ete
1390
77389 200
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33
330638
398
8 360346 367712 373472 374801 278490 378622 3856 19 389916
32994
3
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
2 Gebinne zu 10000 M. 63556
5000
5 9e
8246 282015 913978 314906 362775
39.
RS
2ä Geh
zu 3o
9
7 91042 95264 148720 154713
182909 19880
80120 30551
neur 2000
51 44298 45504 57997
ae
93, 48 119g87
69
274
1199
*
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Dic
3861 236280 248119 284572 2986 18
*0
342/
85 3841
463
9 15698 23815 31319 32850
9
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260
2.
33
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SN
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7185
2706e
77489
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8 314354
34841 335944 3
83
74 323186
860244 361361 363310 363503 364486 368135 380598 89067
198183
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien je zu 500000, 2
Ge=
winne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu ie
100000, 2 zu je 75000, 10 zu je 50000, 20 zu je 25000, 128 zu je
10000, 324 zu je 5000, 680 zu je 3000, 2020 zu je 2000, 4106 zu
je 1000, 6678 zu je 500, 20004 zu je 400 Mark.
werker=Vereinigung. Am Samstag, den 20. Februar d. J.
elicher
7
findet im Gaſthaus „Zur Traube” die diesjährige Jahres=Haupt=
verſammlung der Gewerbe= und Handwerker=Vereinigung ſtatt.
Das Forſtamt Eberſtadt hält am Montag, den 22. Februar d. J.,
im „Darmädter Hof” in Griesheim eine Holzverſteigerung au
dem Forſtort „Eichwäldchen” ab. Zum Ausgebot kommt Nutz= und 7. Kirch= Be
treit über a
Brennholz.
ſir Arras
Eberſtadt, 18. Febr. Jahreshauptverſammlune
Vor Eintritt
End verſe
aft”
des Vereins „Soldatenkamera
9
Ludwig Oſt der im
in die Tagesordnung gedachte der
Vorſitz=
ber teu un
abgelaufenen Vereinsjahr verſtorbenen Mitglieder, zu deren Ehren
die durch vi
ſich die Anweſenden von ihren Sitzen erhoben. Jahresbericht und
die hieſig
Kaſſenbericht wurden genehmigt. Die ſatzungsgemaß aus dem Vor=”
ZuſienBe
ſtand ausſcheidenden Mitglieder, Kameraden Ludwig Bergſträßer;
15
Georg Pfeiffer und Richard Keil wurden einſtimmig wiederg
wählt. Als Erſatzmänner wählte die Verſammlung die Kameradem /hten ?
Philipp Ebert und Heinrich Schmidt als Kaſſenprüfer die Kame= —. Seau
raden Ludwig Weicker und Adam Katzenmeier. Für 40jährige bchene
zeront
treue Mitgliedſchaft wurde Kamerad Peter Werner in der üb
Der fri
lichen Weiſe geehrt. Beſchloſſen wurde, daß im neuen Vereinsjahn
das Sterbegeld nach dem bisherigen Satz weiter bezahlt wird. Iur
der Frage der Muſikſtellung bei Beerdigungen wurde eine neig
Regelung getroffen. Zum Schluſſe der Verſammlung forderte de=
Vorſitzende die Mitglieder zur zahlreichen Beteiligung an der Ge= Ah.—
3N
dächtnisfeier die am Volkstrauertag (21. Februar) nach einem 9
meinſamen Kirchgang um 11 Uhr auf dem Friedhof ſtattfindet, auf
F. Eberſtadt. 19. Febr. Freiwillige Feuerwehr. Am
Samstag, den 20. Februar, Jahres=Hauptverſammlung bei Gaſt=
Aerztlicher
Sonn=
wirt Wilhelm Fiſcher („Zur Poſt”)
tagsdienſt. Den ärztlichen Sonntagsdienſt verſieht am
Sonn=
tag, den 21 Februar 1932, Dr. med. Blum. An ihn wende marn
ſich, wenn der Hausarzt nicht erreichbar iſt. —
Beratungs=
ſtunde. Am Montag, den 22. Februar 1932, nachmittags vord
3—4 Uhr, findet in der Gutenbergſchule wieder eine Beratungs=7 0
ſtunde der Mutter= und Säuglingsfürſorge ſtatt.
Ak. Nieder=Ramſtadt. 19. Febr. Hausſchwamm. Im
Saale des Gaſthauſes „Zur Poſt” ſprach der Direktor der Heſſiſchen!
Landesſtelle für Pilz= und Hausſchwammberatung. Zunächſt ver=
anſchaulichte er an Hand zahlreicher farbenprächtiger, ſelbſt
auſ=
genommener Lichtbilder die Lebensbedingungen und Erſcheint
en der Pilze im allgemeinen. Die verderbliche Wirkung den
Pilze an lebenden Bäumen gab eine gutverſtändliche Ueberleitungt
zum eigentlichen Thema „Zermürbung des Holzes” in allen!
Phaſen.
Ober=Ramſtadt. 19. Febr. Holzverſteigerungen: (nm
Das Forſtamt Ober=Ramſtadt hält am Montag, den
Februar, vormittags 9,30 Uhr, in der Kellerſchen Gaſtwirtſchafu
zu Wembach, am Dienstag, den 23. Februar
vormit=
tags 9.30 Uhr, in der Gaſtwirtſchaft „Zur Poſt” in Nieders
Ramſtadt je eine Brennholzverſteigerung aus den Waldungen!
der Förſtereien Koloniewald bzw. Emelinenhütte ab. Am
Don=
nerstag, den 25. Februar, vormittags 9,30 Uhr, folgt alsdanm
0.
im Gaſthaus „Zum Löwen” in Ober=Ramſtadt eine große
Nuh=
holzverſteigerung. Auf die Anzeigen in Nr. 49 des D. T. wirde
verwieſen
(f) Roßdorf. 19. Febr. Einwohnerſtatiſtik. Nach deil
Stande vom
1. Februar 1932 beträgt die Einwohnerzahl unſereb
Gemeinde 3552 Gegenüber der amtlichen Volkszählung von 9
bedeutet dies einen Zuwachs von 263 Perſonen.
An. Groß=Zimmern, 19. Febr. Gauvorturnerſtund”=
Am Sonntag findet im Vereinslokal des Turnvereins 1863 Grſ.
Zimmern eine Vorturnerſtunde des Odenwald=Gaues ſtatt
werden in dieſer ſämtliche Uebungen für das Gau= und Krele”
turnfeſt beſprochen und durchgeturnt. — Holzverſteigern
Auch bei der vorgeſtrigen Holzverſteigerung wurden wieder ſehlc.
hohe Holzpreiſe erzielt.
Cp. Dieburg, 19 Febr. Kreisausſchuß. Die nächſie
Sitzung des Kreisausſchuſſes des Kreiſes Dieburg findet am 3)e
nerstag, den 25. Februar ſtatt. Unter anderem ſteht die
Anfechtunt=
der Beigeordnetenwahl in Ernſthofen zur Verhandlung.
4o. Altheim, 18. Febr. Lichtbildervortrag. Am Sonmiates
hielt Herr Pfarrer Becker=Langſtadt in unſerer evangeliſchen Kie
Reiſo
einen Lichtbildervortrag, wobei er zahlreiche Bilder von ſeiner
nach Paläſtina und Aegypten zeigte. Der Vortrag war gut beſucht=
Dg. Hergershauſen, 19 Febr. Motorradunfall.
einer der letzten Nächte wollte der 21jährige Fritz Klein von Me.”
einen Arzt zu einer Geburt holen, zu welchem Zwecke er nochle
Babenhauſen fuhr. Auf dem Rückwege kam der Motorradfayl.
infolge der Glätte der Chauſſee zu Fall und zog ſich ſchwere Z"
letzungen zu. Der mit dem Auto nachkommende Arzt fand Le
Verunglückten, brachte ihn in ſeine Wohnung und ordnete ſp0t..
ſeine Ueberführung ins Eliſabethenſtift zu Darmſtadt an. Ni”
mehr iſt der Verunglückte ſeinen ſchweren Verletzungen erleg”"
— Georgenhauſen 19. Febr. Ein alter Kriegsveteran aus ?."
Jahren 1866, 1870/71. Herr Nathan Schack, feierte bei gutee.
körperlicher und geiſtiger Geſundheit ſeinen 88. Geburtstag. Dee
Herr Reichspräſident von Hindenburg ehrte den Jubilar Nt
ein Glückwunſchſchreiben und Ueberſendung ſeines Bildes, Ne
eigenhändiger Unterſchrift. Der Reichsbund jüdiſcher Froſli
daten, Ortsgruppe Darmſtadt, ernannte den alten Kamercde‟.
ſeinem Ehrenmitgliede und ließ ihm durch eine Abordnung.
künſtleriſch ausgeführte Ehrenurkunde überreichen. Auch. "
Bundesleitung in Berlin ſandte ein in herzlichen Worten 2..‟
tenes Glückwunſchſchreiben.
Eamstag, 20. Februar 1932
Straßenbericht
für die Woche vom 21. bis 27. Februar 1932.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Fernverkehrsſtraßen in Heſſen:
Darmſtadt—Mainz (Ortsdurchfahrt Groß=Gerau, Darmſtädter Str.)
wom 36. 11. 1931 bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Jahnſtraße
nd Friedrichſtraße in Groß=Gerau.
geeldenbergen—Windecken wegen Einſturzgefahr der Nidderbrücke bis
aif weiteres für allen Fahrverkehr geſperrt. Umleitung für den
Durchgangsverkehr: Friedberg, Vilbel, Bergen, Mainkur, Hanau;
ar den Lokalverkehr: Höhen, Oſtheim, Windecken.
Hauptſtraßen in Heſſen:
i Sperren gemeldet.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 51 — Seite 7
hue
os urchfahrt Biebelsheim vom 11. 1. bis 1. 3. geſperrt. Umleitung
ber Genſingen.
om 15. Februar bis 5. März geſperrt. Umleitung: Horchheim.
. glein=Umſtadt 18. Febr Generalverfammlung des
unvereins. Der 1. Vorſitzende erſtattete den Jahresbericht.
voi ders lobend erwähnt wurde die Handballmannſchaft, die ohne jede
rönliche und finanzielle Strafe die Spielperiode überdauerte. Drei
r hatten einen Reviſionsbericht ausgearbeitet. Dem Rechner ſowie
Geſamtvorſtand konnte Entlaſtung erteilt werden. Der
Vereins=
grig ſoll auf 80 Pfg. vierteljährlich geſenkt werden. Nach ſchriftlicher
ſimmung blieb der geſamte alte Vorſtand im Amt. Auch die Aemter
eLurn= und Spielwarte bleiben in den alten Händen. Zum Vertreter
grauenturnwartes wurde der 2. Vorſitzende beſtimmt. Die Muſik
Vereinsveranſtaltungen ſoll in Zukunft von den betr.
Vereinsmit=
dern ausgeführt werden. Das Trommler= und Pfeiferkorps ſoll
der in Tätigkeit treten. Die Frage des An= und Abturnens wird
der Mehrheit bejaht. Nach verſchiedenen Mitteilungen ſchloß mit
üüblichen Turnerlied die von Jahnſchem Geiſte getragene Haupt=
Fammlung.
Bx. Nieder=Klingen. 19. Febr. Am Mittwoch, den 17 d. M.
mds 8 Uhr, fand in der Gaſtwirtſchaft von Valentin Saal die
ordentliche Generalverſammlung der dortigen
Milchabſatz=
nulſenſchft ſtatt. Zu Punkt 1 der Tagesordnung gab Herr Direk=
Gtz in ausführlicher Weiſe einen Bericht über das abgelaufene
ßehäftsjahr, aus dem zu entnehmen iſt, daß in 1931 rund 207000
Milch von den Mitgliedern angeliefert wurden. Er betonte
wer, daß es nur durch Gründung der Milchabſatzgenoſſenſchaft
ſälch war, dieſe Milchpreiſe auszuzahlen und ſo für jeden
zdwirt eine Mehrauszahlung von rund 1,1 Pfg. durch die
Ge=
gen ſchaft zu ermöglichen.
Ds. Fränkiſch=Crumbach, 18. Febr. Der hieſige Kriegerverein
am Sonntag im Gaſthaus „Zur Traube”, (Kam. Phil. Eitel 3.)
diesjährige Generalverſammlung ab, welche ſtark beſucht war. Nach
ſeeung der Protokolle wurde die Rechnung geprüft, für richtig
be=
wen und dem Rechner und Schriftführer Entlaſtung erteilt. Es
an 4 mit dem 40jährigen und 22 Kameraden mit dem Bjährigen
zigehrenzeichen ausgezeichnet. Anläßlich des Volkstrauertages wurde
göloſſen, daß ſich der Verein geſchloſſen am Kirchgang beteiligt und
gefallenen Kameraden durch eine „Ehrenſalve” am Kriegerdenkmal
Die Ortsgruppe des hieſigen Odenwaldklubs unter=
Pntt.
in am Sonntag ihre 2. Wanderung mit dem Endziel Ober=Kainsbach.
Beteiligung war gut.
Ds. Fränkiſch=Crumbach, 19. Febr. Hohes Alter. Frau
ſbara Born feiert am Montag, den 22. Februar in geiſtiger
Anläßlich des
körperlicher Friſche ihren 82. Geburtstag.
Nkstrauertages an dem ſich wie alljährlich die Vereine
ſiligen, hält Pfarrer Fernges nach dem Gottesdienſt vor dem
ſegerdenkmal eine Anſprache zum Gedächtnis der Gefallenen.
. Kirch=Beerfurth i. Odw. 18, Febr. Am 15. d. M. beging
weit über die Grenze ſeines Heimatörtchens bekannte Herr
ſer Arras Polizeidiener i R., ſeinen 86. Geburtstag. In dem
zangenen Jahr wurde er wegen ſeines hohen Alters in den
ſteſtand verſetzt, nachdem er 27 Jahre ſeinen Dienſt als
Polizei=
ter treu und zu aller Zufriedenheit der Gemeinde erfüllte. Er
Am Sonntag
ude durch vielſeitige Gratulationen geehrt.
die hieſige Ortsgruppe der NSDAP. in dem Saalbau Hönig
4öaffenBeerfurth einen Theaterabend ab. Es gelangten drei
ausgeſuchte Stücke zur Aufführung. Der Saal war bis auf
letzten Platz beſetzt.
Br. Seckmauern 18. Febr. Die Gemeindejagd wurde auf
hre neu verpachtet. Auf Antrag des früheren Pächters. Herrn
Fog=Frankfurt a. M., wurde die Jagd nun als Ganzes verſtei=
Der frühere Pächter erhielt mit 350 Mk. den Zuſchlag. Die
eindejagd iſt gegen früher um über 50 Prozent niedriger ge=
Der Altlandbund hielt am Sonntag eine
Mit=
wen.
ſiuerverſammlung ab. in der Herr Fürſt über Steuerſachen
— Bei der Holzverſteigerung der Landgräflich
heſ=
n Waldungen Schutzbezirk Seckmauern, wurden Buchenſcheiter
n10 bis 12 RM. Buchenknüppel mit 8—9 RM. und Stockholz
n2
6
RM. bezahlt.
(d. Michelſtadt. 19. Febr. Vom Stahlhelm. Der Stahl=
Ortsgruppe Michelſtadt, hatte für vorgeſtern abend zu
Sprechabend vor geladenen Gäſten eingeladen. Dem Rufe
nen eine ganze Anzahl gefolgt. Kamerad L. Haſenzahl ſprach
Um über „Stahlhelmgeiſt und Stahlhelmweſen” und gab
hier=
den Anweſenden einen Ueberblick über die
Entſtehungs=
ſichte des Stahlhelms, ſeinen Zweck und Ziel.
s. Erbach, 18. Febr. Volkstrauertag. Am kommenden Sonu=
MEeminiſzere) findet, wie alljährlich, um 11.30 Uhr am Ehrenmal auf
Echöllenberg eine Gefallenen=Gedächtnisfeier ſtatt die von Gedicht= und
hearvorträgen der Schuljugend umrahmt wird. Die Teilnehmer
ver=
meln ſich nach dem Gottesdienſt um 11 Uhr auf dem Marktplatz.
(y. Falken=Geſäß i Odw., 19. Febr.
Landwirtſchaft=
er Vortrag. Am Dienstag abend hatte die
Landwirt=
ſtsſchule Michelſtadt einen Vortrag mit anſchließender
Film=
bührung mit dem Thema „Kalk tut not” angeſetzt. Der Redner
Avon der Ablagerung des Kalkes in dem Meere aus und legte
wie dieſer natürliche Gehalt unſeres Ackerbodens allmählich
Gimmt, ſo daß wir dieſen Bauſtoff der Pflanzen unbedingt wie=
Ezurführen müſſen. Danach fand eine mehr als einſtündige
Film=
wuchrung ſtatt.
Drikkes Erwerbsloſen=Winkerlager auf Burg Breuberg.
10. bis 15. Februar 1932.
Die vorangegangenen Erwerbsloſen=Winterlager hatten nicht
ausgereicht, alle gemeldeten Teilnehmer zu ſammeln. Faſt die
Hälfte der Meldungen des zweiten Lagers konnte nur
berückſich=
tigt werden. Mit großer Freude wurde daher der Ruf
aufgenom=
men, der die Zurückgebliebenen zum 10. bis 15. Februar nach der
Burg Breuberg rief. Die Erwerbsloſenfreizeiten hatten gezeigt,
daß das Evang=kirchl. Landesjugendamt einen Weg zur
Samme=
lung gefunden hat. Die Pfarrer der Gemeinden hatten gerne, da,
wo die Not beſonders groß war, ihre Hand zur Hilfe gereicht, es
fehlte an mauchen Stellen ſchon das Notwendigſte. Die ſtolze
Burg der Ahnen zeigte wieder ihre Anziehungskraft für eine
der=
artige Freizeit. Auf allen Heerſtraßen zogen die Knappen am
10. Februar heran. Das dunkle Tannengrün, umrahmt von
ver=
ſchneiten Abhängen, bot ein maleriſch ſchönes Bild. Hier war
einer, der ſchon viele Stunden auf dem Weg war. Der Wind
hatte die Wangen gerötet. Dort kam einer aus dem
nahegelege=
nen Odenwalddorf. Händeſchütteln und lachende Geſichter
be=
grüßten den Neueintreffenden. Dampfender Kaffee verſöhnte bald
alle Gäſte. Beſondere Freude erregte die Mitteilung, daß alle
Lebensmittel von Freunden im Vogelsberg als Dank für die in
einer Freizeit gehabte Freude, trotz der beſonderen Notlage,
ge=
ſammelt worden ſeien. Der Abend brachte dann die Eröffnung,
die durch Volkslieder umrahmt, einen würdigen Auftakt zur
Frei=
zeit bildete. In drei geräumige Schlafſäle begaben ſich dann alle
zur Ruhe bis zum Morgen. Ein Choral weckte die noch ſo müden
Schläfer. Es begann harte Körperarbeit in der Gymnaſtikſtunde,
anſchließend die Morgenwäſche oh,
ſt das Waſſer naß. Der
Kaffee verſöhnte bald alle Gemüter und wärmte den frierenden
Körper.
Um 9 Uhr eröffnete Landesjugendpfarrer Lic. v. d. Au=
Darmſtadt die Ausſprachen, denen er die Verſuchungsgeſchichte
zu=
grunde legte (Matth 4. 1—11)
Zur beſonderen Beſprechung
wurden, drei Fragen=Reihen geſtellt:
1. Magenfrage, 2.
Sen=
ſationsfrage, 3. Machtfrage und die Verſuche zur Ueberwindung
der Nöte. In den drei Beſprechungsgruppen prallten bald die
Gegenſätze aufeinander. Aber man verſuchte einmal ernſt um
dieſe Fragen zu ringen. Im Anſchluß daran ſprach Herr Pfarrer
Klingelhöffer=Hering über: „Die Alkoholfrage im Lichte
des Alten Teſtaments.” An packenden Bibelſtellen verſuchte der
Redner, die Zuhörer einmal hineinzuführen in den ganzen Ernſt
des Themas, und er ſtellte es jedem frei, einmal Parallelen zur
Gegenwart zu ziehen. Der Nachmittag brachte eine Wanderung
in die nähere Umgebung. Die ſpäteren Nachmittagsſtunden
brach=
ten eine Fortſetzung der am Vormittag abgebrochenen
Beſpre=
chung, während der Abend umrahmt von Volksliedern, eine
ernſt=
hafte Beſchäftigung mit den deutſchen Märchen brachte. Zur
be=
ſonderen Beachtung aber kam der am Freitag ſtattfindende
Vor=
trag des Herrn Oberingenieur Bröſel über: „Die Technik in
der Gegenwart.‟ Der Menſch verſuchte ſich in der Technik ein
Hilfsmittel zu ſchaffen, aber die Technik machte den Menſchen
hei=
mat= und brotlos. Die gegenwärtige Generation ringt mit
beſon=
derer Not mit der Technik und führt doch einen ausſichtsloſen
Kampf. Die Maſchinen, die der Menſch baute, zertrümmern ihn.
Wir Jungen aber wollen verſuchen, den Kampf mit der Maſchine
in ein anderes Stadium zu drängen, um durch die Maſchine für
höhere Dinge frei zu werden. Nicht mit dem Zerſchlagen iſt uns
gedient. — Zum Mittageſſen ſtellte ſich auch noch ein uns allen
lieber Gaſt ein. Herr Oberſchulrat Haſſinger=Darmſtadt
be=
ehrte uns durch ſeine Anweſenheit. Während des Mittagsmahles
ſprach er einige Worte, die von heißer Liebe für unſer Volk und
Vaterland durchdrungen waren. Hier ſaßen der Schulmann und
der Ingenieur bei den aus dem Wirtſchaftsleben ausgeſtoßenen
Jugendlichen mit dem Wunſche, das ſchwere Los zu mildern, das
ſo manchen ungerecht trifft. In der Mittagspauſe kamen die
Photographen auf ihre Rechnung, da ſo viele „hohe
Perſönlich=
keiten” im Lager weilten. Der Nachmittag brachte wieder eine
Wanderung in die Umgebung. Die Abendſtunden wurden teils
zur Beſprechung, teils zur Unterhaltung mit den Gäſten aus den
nahe gelegenen Ortſchaften benutzt. Als Abſchluß wurden noch
Lichtbilder von Schäfer gezeigt, die das menſchliche Leben von der
Geburt bis zum Tode behandelten. Der Samstag brachte noch an
erwähnenswerten Darbietungen einen Vortrag von Herrn Dekan
Bernbeck=Darmſtadt über Siedlungsweſen.
An Hand von ſelbſt aufgenommenen Lichtbildern zeigte der
Vortragende die Siedlungen im deutſchen Oſten (Schleſien). Wie
gerne wäre ſo mancher auch hinausgezogen, um ſich ein Heim.
eine Zukunft zu bauen. Der Nachmittag brachte die Beſichtigung
der Burg und einen Vortrag über Heimat von Lehrer Schmitt
aus Neuſtadt, der auch anſchließend noch einiges von der Geſchichte
des Breubergs, zum Beſten gab. Der Abend gab einen
Gäſte=
abend. Es waren ſo viele gekommen, die alle Kaſperles 50.
Geburtstag mitfeiern wollten, daß der Fürſtenſaal ſich faſt als
u klein erwies. Der Sonntag brachte dann eine Wanderung nach
Lützelbach-Wiebelsbach, die allen Teilnehmern, immer im
Ge=
dächtnis bleiben wird. Schon ſehr früh begann der Abſtieg von
der Burg. Im goldigen Sonnenſchein gings dem Ziele entgegen.
Das ſchmucke Kirchlein war ſchon faſt gefüllt, als die Feſtgäſte
dort eintrafen.
Im Gottesdienſt, ſprach dann Landesjugendpfarrer Lic. v. d.
Au über das Wort 1. Petr. 5. 7.8. Die Freizeitteilnehmer
ver=
ſchönten den Gottesdienſt durch einige Lieder. „Nach dem
Gottes=
dienſt wurden die Feſtteilnehmer von der gaſtfreundlichen
Ein=
wohnerſchaft zum Mittageſſen geladen. Eine Führung durch
Lehrer Koch zeigte allen Teilnehmern ſchöne Ausblicke in unſer
Heimatland. Der Nachmittag brachte einen Gemeindenachmittag,
an dem Pfarrer v. d. Au einen längeren Vortrag hielt. Die
Freizeitteilnehmer ſangen einige Volkslieder und verſchönerte
ſomit die Feier. Schon ſtand der Mond hoch am Himmel, als die
Freizeitteilnehmer wieder auf der Burg eintrafen. Der Abend
ſollte noch einmal der Ausſprache gehören, doch beim
Abendbrot=
eſſen wurde das Erſcheinen der Hainſtädter Jugend bekannt. Es
wurden einige Volkslieder geſungen und dann trotzdem zur
Aus=
ſprache übergegangen, und zwar war das Thema Chriſtentum und
Macht noch nicht behandelt. Die rege Ausſprache zeigte, mit
wel=
chem Ernſt man ſolchen Gedankengängen folgte. Der Montag
brachte die Scheideſtunde. Noch einmal zog das Erlebte an uns
vorüber, noch einmal klang der Ernſt des Gotteswortes an alle,
als eine Mahnung: Verlaß in dieſer Notzeit Gott nicht! Ein
Abſchlußlied, ein Händedruck, und nach allen Seiten zogen die
Knappen wieder. Manch ein Freund zog in eine ungewiſſe
Zu=
kunft. Was wird ſie ihm bringen? Endlich die Erlöſung von der
Arbeitsloſigkeit? Dankbar blicken ſie alle zurück auf dieſe Tage,
mit Dankbarkeit gegen Gott im Himmel, der ſeine Hand über uns
allen hält, aber auch mit Dank gegen die Freunde im
Vogels=
berg, die von ihrer Armut gegeben haben, damit jungen Menſchen
die Möglichkeit gegeben wird, einmal aus den Sorgen des Alltags
herauszukommen, nicht etwa um eine Speziaklöſung zu finden.
ſondern um mit neuem Mut in die Zukunft zu blicken. Beſonderen
Dank auch dem Evang.=kirchl. Landesjugendamt, das ſich die
Auf=
gabe geſetzt hat, in dieſen Wirtſchaftsfragen anpacken zu helfen,
zum Beſten der notleidenden Volksſchicht, zum Beſten der
deut=
ſchen Jugend aller Parteigruppen.
m. Beerfelden, 18. Febr. Preis= und
Jubiläums=
chießen. Zur Feier ſeines 40jährigen Beſtehens beabſichtigt
der hieſige Schützenverein. Ende Mai d. J. an drei Tagen ein
Preis= und Jubiläumsſchießen zu veranſtalten. Das dafür gültige
Programm kommt an Intereſſenten rechtzeitig zum Verſand. Schon
jetzt darf darauf aufmerkſam gemacht werden, daß für gute
Lei=
ſtungen eigens dazu hergeſtellte ſilberne Denkmünzen ausgegeben
werden, auch wird eine „Feſtſcheibe Beerfelden” aufgeſtellt werden.
der kürzlich von der Kriegerkameradſchaft Haſſia ergangene
Aufruf zur Gründung einer Kleinkaliber=Schießabteilung hatte ſo
auten Erfolg, daß dieſer Zuſammenſchluß verfekt wurde. Der
Schützenverein hat nunmehr für die Jungſchützen ſeine
Klein=
kaliber=Schießſtände, ein Gewehr und Munition leihweiſe und
unentgeltlich zur Verfügung geſtellt.
Ze. Hammelbach. 17. Febr. Dirigententagung! Am
Sonntag, den 14. Februar, hatten ſich hier im „Grünen Baum” die
Dirigenten und Vorſtandsmitglieder, vom Weſchnitzgau des
Heſ=
ſiſchen Sängerbundes zu einer Beſprechung über den Gauliedertag
eingefunden. Begrüßt wurden die Gäſte durch einen Chor
geſun=
gen vom G.=V. Germania Hammelbach, und deſſen Vorſitzenden
Valentin Keil. Erſter Gauvorſitzender Gehbauer=Fürth i. Odw.
eröffnete die Tagung und übertrug die Leitung derſelben Herrn
Gauchormeiſter Hook=Viernheim. Dieſer referierte über „Was und
wie wir ſingen”. Der Gauliedertag findet am 1. Mai in Rimbach
ſtatt. Am Vormittag iſt das Wertungsſingen in der Turnhalle und
nachmittags eine Kundgebung für das Deutſche Lied. Bei dem
Kritikſingen hat jeder Verein zwei ſelbſtgewählte Lieder zu
ſin=
gen: 1. ein ausgeſprochenes Volkslied, 2. einen erſchwerten
Volks=
geſang. Am Nachmittag ſoll der vom Heſſiſchen Sängerbund
geſtif=
tete Chor „Deutſches Volkslied” von Janoſke, von allen Vereinen
als Maſſenchor geſungen werden. Herr Gauvorſitzender Gehbauer
gab noch den Beitritt des Geſangvereins Frohſinn Affolterbach in
den Weſchnitzgau bekannt und ſchloß die Tagung mit einem „Hoch
dem Heimatgau und dem Deutſchen Lied”.
Dr. Beedenkirchen, 17. Febr. Schulſparkaſſe. Dieſer
Tage konnte die an hieſiger Schule eingerichtete Schulſparkaſſe an
zu entlaſſende Schüler die ſchöne Summe von 174 RM. auszah=
Holzverſteigerung. Bei der Verſteigerung des
len
Holzes der hieſigen Gemeindewaldungen wurden verhältnismäßig
günſtige Preiſe erzielt. Es kamen je 2 Rm. Buchenſcheiter auf 18
bis 22 Mk., Buchenknüppel auf 14—19 Mk., Kiefernſcheiter auf 14
his 17 Mk. — Gefallenen=Gedächtnisfeier. Nächſten
Sonntag feiert auch unſere Gemeinde das Gedächtnis ihrer
Ge=
fallenen. Sowohl Gottesdienſt als auch Nachfeier am Denkmal
werden unſere Gefallenen in ihren Mittelpunkt ſtellen.
Ee. Gadernheim, 19. Febr. Die ſehr gut beſuchte Verſammlung
des Deutſchen Turnvereins wurde von dem erſten Vorſitzenden,
Herrn Georg Wolf, eröffnet. Der Schriftführer verlas das
Proto=
koll. Hiernach wurde die Rechnung geprüft, die ordnungsgemäß
ge=
führt war; dem Rechner wurde Entlaſtung erteilt. Sodann wurde
der Vorſtand gewählt. Der alte Vorſtand verblieb in ſeinem Amte
bis auf Herrn Hch. Marquardt 1., der ſein Amt zur Verfügung
ſtellte. Er wurde zum Ehrenvorſtandsmitglied ernannt. An ſeine
Stelle im Vorſtand wurde Herr Schneidermeiſter Hermann
Kip=
pel gewählt. Der frühere langjährige, ſehr eifrige erſte
Turn=
wart. Herr Georg Meyer, wurde zum Ehrenturnwart gewählt,
Das Monatsgeld wird für Turner und inaktive Mitglieder
her=
abgeſetzt auf 25, für Zöglinge auf 10 Pfg. Mit dem Wunſche, daß
ſich alle Vereinsmitglieder bei der beſchloſſenen Gefallenen=
Ge=
denkfeier am kommenden Sonntag beteiligen, ſchloß der erſte
Vor=
ſitzende die geſchäftliche Verſammlung.
Bn. Hirſchhorn, 18. Febr. Ausdem Neckartalſänger=
Am Sonntag nachmittag, weilten der Vorſtand= und die
Vereinsvertreter des Heſſiſchen Neckartalſängergaues in Hirſchhorn
im Gaſthaus zum Erbach=Fürſtenauer Hof, um die Belauge und
Aufgaben des bevorſtehenden Geſchäftsjahres zu beſprechen. Der
Gauvorſitzende Merſcher=Neckarſteinach gedachte des verſtorbenen
Chormeiſters und Muſikausſchußmitgliedes Herrn Georg Saal=
Finkenbach. Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung bildete das
Gauwertungsſingen, das dem Geſangverein Hebſtahl anläßlich
ſeines 50jährigen Beſtehens zur Durchführung übertragen wurde,
und welches am 3. Juli lfd. Js. ſtattfinden ſoll. Um Dirigenten
und Sängern Gelegenheit zur Weiterbildung zu geben, findet am
13. März in Hirſchhorn im „Naturaliſten” unter der Leitung des
Komponiſten Grim=Darmſtadt ein Dirigenten= und Sängertag
ſtatt, an den ſich gleichzeitig eine Generalverſammlung anſchließen
ſoll. Nach Erledigung einiger interner Gauangelegenheiten ſchloß
der Vorſitzende. Herr Merſcher, mit einem Appell an die Vereine.
dem Neckartalſängergau und dem Deutſchen Lied auch in der Zeit
der Not die Treue zu halten, die anregend verlaufene Tagung.
Denken Sie an unseren Tofal-Ausverkauf!
Um
Se T
Er bringt unter anderem Herren-Wintermäntel, wie sie
billiger und besser wohl nirgends zu kaufen sind. Greifen Sie
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die Preise aber sind klein, denn sie wurden teilweise
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durchgehend geöfflnet.
DAA.
[ ← ][ ][ → ]Seite 8 — Nr. 51
Nachrichken des Standesamks Darmſtadt.
Geſtorbene. Am 13. Februar: Eichhorn. Ada
Fuhr=
mann, 65 J.. Mainz, Leibnitzſtr. 29, hier, Grafenſtr.
Han=
ſtaedt, Eliſabeth Helene, geb. Lewino, 63 J., Witwe des
Amts=
gerichtsdirektors i. R., Dr., Heinrichſtr. 152; Gans. Emma, geb
Herz, 68 J., Witwe des Kupferſchmieds und Inſtallateurs,
Rhein=
ſtraße 47. Am 14. Februar: Grünig Eva, geb. Patenſchneider,
78 J.. Witwe des Rechnungsrates i. R., Wendelſtadtſtr. 1½. Am
13. Februar: Geiſel. Adam. Sattlermeiſter, 84 J., Pfungſtadt,
hier, Heidelbergerſtr. 21. Am 14. Februar: Büdinger, Werner
Monat. Klappacherſtr. 14. Am 13. Februar: Blaß. Georg,
Poſtdirektor a. D., 75 J., Wilhelminenſtr. 52. Am 14. Februar:
Becker, Carl Ernſt. Bankbeamter, 36 J.. Heinheimerſtr. 18
Gundersdorff, Eliſabetha, geb. Baſtian, 49 J., Ehefrau des
Maſchinenſchloſſers, Helfmannsſtr. 18. Am 15. Februar: Daſcher.
Katharina, geb. Jährling. Hauſiererin. 56 J.. Ehefrau des
Hauſierers, Nieder=Ramſtädter=Straße 75; Meſſer. Peter,
Hilfs=
diener, 57 J.. Wald
34: Eckhardt, Anna. Privatin, 94 J.,
ledig, Hoffmannſtr. 22; Schulze, Emilie, geb. Eichberg.
Pen=
ſionärin 81 J.. Witwe des Inſtrumentenmachers Nieder=
Ram=
ſtädter=Straße 30; Petry. Margot, 10 Tage, Wirhauſen, hier,
Grafenſtr. 9. Am 16. Februax: Friedrich, Chriſtiane Sophie
geb. Keilhan. 85 J.. Witwe des Mühlenbeſitzers Viktoriaſtr. 77
Am 17. Februar; Rieß, Karl, Wagnermeiſter, 54 J., Weiterſtadt
Kr. Darmſtadt, hier, Grafenſtr. 9: Braunwarth, Klara, geb.
Haub. Privatin. 88 J.. Witwe des Landwirts, Saalbauſtr. 67;
Jöhnke, Heinrich, Schmied, 37 J.. Michaelisſtraße 16. Am 18
Februar: Roth, Apollonia. Laufmädchen, ledig,
Kranichſteiner=
ſtraße 51. Kuhn, Marie Katharina, ohne Beruf. ledig,
Emil=
ſtraße 1 Orth, Johann Heinrich. Telegraphenaſſiſtent, 44 J.
Pankratiusſtraße 5 Am 19. Februar: Laumann, Gretel,
Monate, Meſſel, hier Heinheimerſtraße 21. Klein, Friedrich
Bäcker, 21 J.. ledig, Hergershauſen, hier.
G
Kirchliche Nachrichten.
Evangeliſche Gemeinden.
Samstag (20. Februar).
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Andacht.
Stiftskirche. Abends 8 Uhr: Paſſionsbetſtunde.
Sonntag Reminiscere (21. Februar),
In allen Kirchen Kollekte für das Gemeindehaus in Wörrſtadt.
Stat” =che. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
ogel. (Kirchenchor.)
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. — Nachm. 5 Uhr: Abend
ottesdienſt. Pfarrer Wagner. Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—5 Uhr zu ſtiller
Andacht geöffnet. Eingang Nordtüre.
pelle. Vorm. 8,30 Uhr: Morgenandacht. Dekan Zimmermann. — Vorm
Ste
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdien
auptgottesdienſt. Pfarrer Heß.
10 Uh.
Vogel. — Mittwoch, 24. Febr., abends 6 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer
Pfarr
hloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdie
Dekan Zimmermann. — Vorm.
11,15 Uihr: Kindergottesdienſt. Dekan
Gr.
zur Abhaltung luth
ereinig
utterdienſte: Donnerstag, 25. Febr.,
abends 8 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer Lautenſchläger,
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 29. Februar: Landeskirchenrat D. Waitz;
vom 1. März ab: Pfarrer
Beri=
emeindehaus (Kiesſtr. 1
Febr., abends 8 Uhr: Jugendvereinie
untag,
P
Ra
mer Abend)
der Stadtgemeinde( geme
Montag, 22. Febr., abends 8 Uh
Ju
bund der Luke
ſenge
23. Febr., abends 8 1
emeinde
Dienstag, der
der Stadtkirch
Jugendvereinig
otgemeinde. — Mädche
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gere Abtlg.). — Mittwoch, 2
der Reformationsgemeinde
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„— Abends 8 Uhr: Kircheng
ir der St
ein der Stadtkape
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Mädchenvereinig
usgemeinde.
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nd Schloßk
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*
e lältere Abtlg.).
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. Febr., abends 8 Uh
2.
ugendbünde de
kas=, Markus= und Schloßgemeinde
itag, 26. Fe
abends
Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. — Jugendbund der Kaplaneigemeinde
abends 8 Uhr: Mädchenver=
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 23. Fe
Mittwoch,
der Schloßgem
einig
und Samstag, 27. Febr., nachm. 2 bis
andarbeitsſchule der
Ste
4 Uh
Donnerstag, 25. Febr., abends 8 Uh
endverei
gder Stadtgemeind
Samstag, 27. Febr., abends 8 Uhr:
Jugend=
r Stadtgemeinde, Poſaunencho
tigung
Die
tenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Straße 21, Fern=
To,
3.
precher
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Sprech
Ev. Wohlfahrtsdier
vorm. von 10—12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5—6 Uhr. Fern
n
Jugendgerichtshilfe. Soziale Gerichtshilfe, Beratung
4584. Jugendfürſo
ſpr
Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer= und
Gefan=
in Wohnungsangelegenhei
genenfürſorge. — Rechtsauskunftsſtelle (auch für Steuer= und
Verſicherungsangelegen=
heiten).
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17
häftsſtunden vorm. von 8—
Uhr und nachm. von 3—6 Uhr.
Hinterhaus, Saal 3.
4,30 Uhr.) Fernſprecher 237
(Mittwochs nur von
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmer 4.
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm
on 9—12 Uhr.
vangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51): Rechtsauskunfts=
Sprechſtunden vorm. von 10—1 Uhr. Fernſprecher 22
ſtelle.
Hemeindehaus in Wörrſtadt.) Vorm. 10 Uh
Martinskirche. (Kollekte für evang
Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für di
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Beringer
Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler. — Abends 6 Uhr: Paſſionsjugendfeier.
Landes=
kirchenrat D. Waitz.
ittwoch, 24. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Beringer.
Altersheim. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Köhler
Nartinsgemeinde. (Veranſtaltungen.) Dienstag, 23. Febr., abds. 8 Uhr, im Mar=
Kirchenchor; im Gemeindehaus: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 24. Febr.,
2 Uhr: im Gemeindehaus: Handarbeits= und Strickſchule. — Donnerstag, 25. F
nach
irtinsſtift: Mädchenvereinigun
Oſt); im Gemeindehaus: Mäf
hen=
bends 8 Uhr, im
Mauerſtr. 5: Poſaunenchor
— Freitag, 26. Febr., abends
vereinigung (We
hr.
im Martinsſtift: Mütterabend (Oſt); im Gemeindehaus: Mütterabend (Weſt);
Jugend=
vereinigung (ältere Abtla
Samstag, 27. Febr., nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus;
Handarbeits= und Strickſchul
Johauneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe. — Vorm.
Kindergottesdienſt.
Vorm 11.15
24. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht in der Kirche. Pfarrer Ma
Mittwwoch
rr.
Veranſtaltungen: Montag, 22. Febr., nachm. 5 Uhr: Helferſitzung des Nordbe
Abends 8 Uhr: Kirchenchor und Mütterabend.
Mittwoch, 24. Febr.
nachm.
2 Uihr: Strickſchule. — Nachm. 2,30 Uhr: Nähnachmittag. — Nachm. 4 Uhr: Helferſitzung
des Südbezirk=
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr: Haupt
ttesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. —
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarr
aſſiſtent Junker.
— Dienstag, 23. Febr., abends 8 Uhr: 2. Paſſionsandacht.
Pfarr=
aſſiſtent Junker.
Veranſtaltungen: Donnerstag, 25. Febr., abends 8 Uhr: Mütterabend.
ger Kirche (Betrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
form.11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſtbezirk. Pfarrer Irle. — Abends
le.-
6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Weiß.
Mittwoch, 24. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
: Sonntag, 21. Febr., abends 8 Uhr: Guſtav=Adolf=Weiheſpiel
zeranſtaltung
m. Gemeindeſe
Montag, 22. Febr., abends 8,15 Uhr: Mädchenvereinigung:
ittwoch
üngerenkreis.
dienstag, 23. Febr., abends 8,15 Uhr: Poſaunencho
24. Febr., na=
3,30 Uhr: Mädchenjungſchar.
Donnerstag, 25. Febr., abends 8 Uhr:
Mütteraben!
Abends 8,15 Uhr: Mädchenvereinigung: Alterenkreis nimmt teil
T.
den Veranſtaltungen der Eve
chen Woche. — Abends 8,15 Uhr: Poſaunenchor.
br., abends 8 U
Nädchenchor.
Freitag,
lbends 8,15 Uhr: Kirchenchor. —
Samstag, 27. Febr., abends 7.30 Uhr: Singekrei
Gemeindeha
auluskirche. (Kollekte fü
örrſtadt.) Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11,15 U
dergottesdienſt. Pfarrer Rücker
Mittwoch, 24. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer A. Müller. (3.
Kreu=
zeswort.)
Veranſtaltungen: Sonntag, 21. Febr., nachm. 2 Uhr: Jugendvereinigung: Beſuch
der Nieder=Ramſtädter Anſtalt
Montag, 22. Febr., abends 8 Uhr: J
ndbun
a, 23. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 25. Febr., abends
uhr=
Mütterabend.
: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Waldeck. — Vorm. 11,15
Stiftskirche. Vorm. 10
Uhr: Kindergottesdienſ.
v. Sonntagsverein: Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden
inerstag, 25. Febr., abends 8 Uhr:
ſſionsandacht.
tr. 24). Sonntag,
n. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — V
iſſion (M
elſtunde. Herr Pfarrer Köhler. c
sdil
N:
achm. 3,30 Uhr: T
Nontag
achm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. —
ends 8,30 Uhr: Männerabend. Thema: Die
Zetät
ens. — T
ig fällt die Frauenbibelſtunde aus. —
des chriſtliche
„A
A
3,30 Uhr: Blaukrei
ttwoc
Shiladelphie=Konferen
edende un
ſchweigende Got
beſamtthema: „De
Vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ammlung
Herr Prediger Held=Groß=Zimmern. — 10 Uhr: 1. Neferat: „Wann un
vie redet Got
err Pfarrer Blümler=Dal
.— Nachm. 3 Uhr: Gebetsverſammlung
diger Neuber=Eberſtadt. — 3,30 Uhr: 2. Referat: „Wann und warum ſchweig
Ge
lock=Mainz.
Pfarrer
Abendmahlsfeier. — Abends 8,30 Uhr
Nef
3 Sprache im
Wel=
ſchehen der Ge
dart.” Herr Chefredakteur
Peters
Donnerstag fällt die
zibelſtunde aus
Freitag, abends 8,30 Uhr:
Bibelſtun
der Kinderſchule, Beſſunger Straße 80. Prediger Neuber. — Samstag,
abends 8,15 Uhr: Poſaunen
Jugendbund für E. (
(Mühlſtr. 24.)
nntag, nachm. 2,30
hr: Bibelbeſprech=
Nachm. 4 Uhr: R
de für junge Mädchen. — Nachm
ſtund
ir junge
ſtſtu
45 Uhr
bends 8,30 Uhr: We
belb
nge Mädche
iheſtunde ur
unde
ge Mädche
Spielkreis für ju
lenstag, ab
3,30 Uhr: Freundeskreis für jung
Mädchen: Austauſd
Mittwoch: Beteiligung an der
Phi=
adelphia=Konferenz. . .. u Lochlregente
donnrstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer. —
Samstag, nachm. 4 Uhr: Kinderbund für Knaben.
beimabende für ortsfr
de junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24. Jeden
Donnerstag, abends 8,15—10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und vierten
Samstag, 20. Februar 1933
Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſcheiden. — Donnerstag, 18. Febr., Volkstan=
25. Febr., abends 8,15 Uhr: Singen. Preisverteilung für die prämierng 112
Dopi S aa1 durch das Schiedsgericht des Hausfrauenvereins.
Küchen
Chriſtlicher Berein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22, Infanteriekaſerne.
linfs.) Sonntag, abends 8,30 Uhr:
n= und Familienabend. Herr Pfarrer Käs
zi Keit
ſpricht: „Alles Leben ruht auf de
Dienstag, abends 8 Uhr: „Ein kühner
Sprx=
die Geſchichte des Abends.
Mittwoch, abends 8,30 Uhr: ſpricht Herr Rede
9.
Peters, Worms, in der Stadtmiſſion, Mühlſtr. 24, anläßlich der
Ph=
iladelphia=Konſe
de M
über das Thema: „Gottesſprache im Weltgeſchehen der Gegenwart
— Donners
44
Beſprechung. — Freitag, abends 8 Uhr: Turnen in der Lu
eim: Leſeabend. Jungſchar
(Jungen bis 14 Jahren): Mittwoch, nachm
Oberrealſchu
T
Re e
Freitag, nachm. 6—7 Uhr: Turnen in de
Singen, Geſchichte, Andad
Oberrealſchule. — Dienstag, nachm. 5—6 Uhr: Zuſammenkunft der 12—14jährigen.- P7/
e
Donnerstag nachm. 5—6 Uhr: Singen, Tatkunde.
Eern it
B.=K. im Bund deutſcher Bibelkreiſe, Darmſtadt. Alexanderſt
20. Febr., nachm. 3,30—4,30 Uhr: Spielen und Singen im Heim. — 4.30—9 * M M
fute Bit
Pflichtverſammlung. — Sonntag, 21. Febr., Wanderung nach Lichtenberg. 8
Tierbrunnen
Bautihit Ne.
Deutſcher Bund der Mädchen=Bibelkrei
Stiftsſtr. 9. Samstag, 20. Febr., naun fmt 1065
5—6 Uhr: Kreis III (Schül. 12—14 J.
nds 8 u
ntag, 22. Febr., a
iſſü
3
Abends 7,30—9 Uhr: Kreis II (Schül. 14—16 J
kreis.
dienstag, 23. FEin /10
abends 8 Uhr: Arbeitsgemeinſchaft. — Donnerstag, 25. Febr., abends 8 Uhr: Bey
A re
beſprechung (Kreis
wvangeliſcher Arbeiter= und Handwerkerverein: Feierabend (Stiftsſtr.
Dienstag, 23. Febr., abends 8,30 Uhr: Mitgliederverſammlung. Anſchließend Lichtbi 1e / 194 run
vortrag: „Den Rhein entlang von der Quelle bis zur Mündung.
A r
f.0 N
Die Chriſtengemeinſchaft. Im Saal der Städt. Akademie für Tonkunſt. Eliſabet
Mann
ſtraße: Sonntag, 21. Febr., 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predigt. 11,,
Kinderſonntagshdlg. —
Raum, Alexanderſtr. 22: Mittwoch, 24. Febr., 7.45
ſten B
Menſchenweihehandlung
— Donnerstag, 25. Febr., 10,30 Uhr: MenſchenweihehandkLyſß,—uiadt Söul
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 10 Uhr: Predie
igt. 11
Sonntagsſchule. 8 Uhr: Predigt. — Montag, abends 8,15 1
ndverei
Kfe
jang, Treffpunkt Trie
Möbelh.). Dienstag, nachm. 4 1
rauenmif
Littwoch nachm. 3 Uhr: Katechetiſcher Unterrich
8,15 Uhr: Singſtunde.
Donm
tag, abends 8,15 Uhr: Bibe
nde (Römerbrief). — Freitag, a
8 :8 Uhr: Käsſchert;
eikirche), Wendelſtadtſtr.
Methodiſten=Gemeinde (C
ang
8. Sonntag
e
bends 8 Uhr: Bibliſcher Vortrag, gehal
ittags 11 Uhr: Sonntags
Vor.
ſie ine Mei
Beit 1id.
Nöhaft an
rei heute e!
Dite nur
Bälig alle
und Rußlt
9
n Dr. J. W. E. Sommer,
Dozent am Predigerſemin
luirche, Frankfurt a. M. Anſchließend an den Vortrag: Taufe.r Aiſchoiſt Derdcke wche.
twoch, 24.F
bends 8 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. — Freitag, 26. Febr., abends 8 Uhr: Fra m/0 Savan ver
onsverein.
hina rit
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſ
Mauerſtraße 17. Sor
Verſtärkut
den 21. Februar, vorm. 10 Uhr: Predig
zonntagsſchule;
KT.
Mittwoch,
3.15 Uhr: Evangeliſations=Verſammlung.
Febru
bends
8.
eitag-/g die Hineſiſct
lnahme an der Verſammlung in der Stadtmiſſion Mühlſtr. 24
uar, abends 8.30 Uhr: Gebetsverſammlung (Prediger M. Hähnel).
Mmurſch übe
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtr. 40.) Sonntag, 21. Febr., v=
9,30 Uhr: Andacht. Vorm. 11,15 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 3,30 Uhr: Jugendb.,/ ei. Zſl,
zuer bei Söl
Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. — Dienstag, abends 8,15
RA
Chriſtliche Berſammlung, Zimmerſtr. 4. Sonntag, 21. Febr., vorm. 11.15 .M Sil.
zport
digung des Wortes Gottes. — Mittwoch, 24. 7Zpemtan
ntagsſchule. — 4,30 Uhr: Ver
Son=
2.
Uhr: Gebetsſtund
itag, 26. Febr., abends 8,15 Uhr: Bib
abends
ut, da es di
hriſtlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Christian Scie
Society) in Darr
Faut wobei 122
8.
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte je
inntag, vorm.
nd jeden Mittwoch, abends 8,15 Uhr. Thema am 21. Februar: Gemüt; Pre iüen ver ch1
ſalm 92:6.
Auswärtige Gemeinden.
n.
Schloßkapelle Kranichſtein, 10 Uhr: Gottesdienſt; Pfr. Grein, Arhei
onntag, den 2
Uh
hang. Gemeinde Traiſa.
Sottesdi
Fel
Montag: Jungv
Rittwoch: Mädcher
1 Uhr: Kindergottesdier
Paſſionsandacht.
Donnerstag, 8 Uhr abends:
Febr., Reichstraue
che Gemeinde zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag
Evang
orm. 10 Uhr: Gedächtnisgottesdienſt für die Gefallenen. Mitwirkung des Kirchench
nzert des Geſangvereins „Eintrack
um Beſten der Wi.
bends 8 Uhr: Kirchen
hilfe. Eintritt 40 Rpf. — Dienstag: Jugendvereinigung. — Mittwoch: Kirchencho ,
itag: Jungmädchenverein.
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 21. Febr., 10 Uhr: Gottesd
tag. (Kollekte.) 11 Uhr: Kindergottesdienſt. 8 Uhr: 2. Paſſionsandac
Ikstre
Montag, 6 u
zubenjungſchar. 8,30 Uh=
Jugendvereine. — Dienstag, 6—
— 8,30 Uhr: Bibelſtunde
ttwoch, 5
ücherausgal
chenjung?
—8,30 Uhr: Poſct mi
g. 6 Uhr: Buber
— 8,30 Uhr: Kirchenchor. —
onn
end
Samsta
Freitag: Mädchenverein. —
chor
vorm. 10
Uhr: Gotterdienſt (B
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonnt
11 Uhr: Kindergottesdienſt Nachm. 1,30 Uhr: Jr
. Kollekte. 2
trau
ben.
auptverſammlung des Evang. Bundes. Aben
tachm. 3 1
B
die Winterhilfe. —
Konzert
2. Paſſionsgotte
nſt. Abends 8,30 U
Mittwoch: Jungſchar Mäß
Huesen
Dienstag: Kirchengeſangverein.
Fre
Abt. 3. Uhr, ält. Abt. 5 Uhr. Abends 8,30 Uhr: Jugendbund Wartburg. —
Don=
jü
Poſaunenchor. Freitag: Jungmädchenverein.
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8. Fehr. 1931: 75 125 Exempl.
war dam
Bürgerſteuer 1932ha der
er damal
Die nachſtehende zweite Verordra=Mitigen Fl
des Reichsminiſters der Finanzen, Aentſcheiden
Durchführung der Bürgerſteuer 1
lachtfeld
bringen wir im Auszug zur öffentli / /(ineſen hat
Kenntnis
icht
Darmſtadt, den 18. Februar 1932. n0
Bürgermeiſtere
kten
Rlionen un
8 1.
Mi Chine
1. Bei Arbeitnehmern, für die bei Auu die 2 A.
nächſten auf die Fälligkeit folger)
Sportſch
Lohnzahlung ein Steuerabzug DAn ühnem
Arbeitslohn wegen Nichtüberſchrei. / dem ſüdlic
der Freigrenze nicht einzubehalter ik enng und
ermäßigt ſich der an dieſem Tage
1s
zubehaltende Teilbetrag der Bür Ah, Hunpf
ſteuer auf die Hälfte.
Die Jap
Satz 1 findet keine Anwendung, W glenwa
bereits auf der Steuerkarte nur A, vöhrer
halbe Bürgerſteuerbetrag angefor/z, Chine
worden iſt.
2. Der Steuerpflichtige hat jedoch
1. wenn ſein landwirtſchaftliches, f.0 M4
Iunger=
wirtſchaftliches und gärtneriſches In
mögen, Grandvermögen und M V 7
triebsvermögen unter Zugru 2in
legung der Einheitswerte zuſamü/ Ne 8
* var
RM. 10 000.— überſteigt, oder
in
2. wenn nach den Verhältniſſen
NDeß, gr
Fälligkeitstage anzunehmen iſt,
der Steuerpflichtige auf Grund ſelchr”
geſamten Jahreseinkünfte im Fh
1932 (d. i. der auf ein Jahreserge ſh 9. De
umgerechnete Arbeitslohn des zu. 20ß die
gebenden Entlohnungszeitrau +
zuzügl. des ſonſtigen Einkomm0Wa
Umt
nicht einkommenſteuerfrei ſein Ei
A
den Teil der Bürgerſteuer, der aun
M em
Steuerkarte angefordert, aber im
blick auf die Vorſchrift des Abſatz
vom Arbeitslohn nicht einbehc
neh
worden iſt, ſelbſt an die Gemeindern1g
zu entrichten.
§ 2.
Dieſe Verordnung gilt erſtmalig
den am 10. Februar 1932 fällig werde-
Teilbetrag der Bürgerſteuer.
1613 qm
Einfamilien=
Anelläfd
Haus
ERinr
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3i9t
Waſſerlei=
tung, ſchöner
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gart., zu 18 500 Mk
zu verkaufen.
Grö=
ßere Anzahlung
Be=
dingung. Geeigne
für Penſionär.
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geb. u. R 181 Gſch.
Filiale
Bäckerei oder ander
Branche, ſuchtig. Ehe
paar z. übern. Kaution
wird geſtellt. An eb
unter S 43 Geſchſt. (
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Olf, Griesheim
Hofmannſtraße
ſirestag, 20. Februar 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 51 — Seite 9
Oer chineſiſch=japaniſche Krieg 1894/95.
Die Ereigniſſe in Oſtaſien rufen die Erinnerung wach an den
gen Krieg, den Japan und China 1894/95 miteinander führ=
Wie heute die Mandſchurei, ſo war damals Korea der
Zank=
nt zwiſchen beiden Reichen. Nicht zum erſten Male, denn ſeit
ſeiss zu Anfang des 3. Jahrhunderts, alſo noch 1½
Jahrhun=
zue vor Beginn dier Völkerwanderung in Europa, als die Japaner
rſtenmal Korea eroberten, bis in die neueſte Zeit war
zwi=
z Den beiden öſtlichen Großmächten eine Reihe von Kriegen
mK orea geführt worden, über das China ſeit 1637 eine Art
ulpheit beſaß. Zuletzt war im Vertrag von Tientſin im
1. 1885 beſtimmt worden, daß im Falle von Unruhen in
Eend (cht
ſad, die ein Einſchreiten nötig machten, beide Länder ſich
ger verſtändigen und Truppen nur nach vorheriger Anzeige
uTebereinkunft nach Korea ſenden ſollten.
1894 nun brach in Korea ein Aufſtand aus, den der König
üt bewältigen konnte. Er wandte ſich deshalb an China um
Conkunft g
zit, und dieſes ſchickte, ohne Japan vorher zu verſtändigen, etwa
MMann nach Korea. Japan antwortete mit Entſendung einer
Feir.
gmſchten Brigade nach Tſchemulpo, dem Hafen von Koreas
ſotſtadt Söul. Der Aufſtand war bald unterdrückt, aber nun
fn iſe eine Menge von gegenſeitigen Proteſten Beſchuldigungen,
Ie Brcha / Aſuagen und Ausreden zwiſchen den beiden Beſatzungsmächten,
enderanie
frauemmit
dalebhaft an die verlogene Schreiberei betreffs der Man=
Richt.
ſgrei heute erinnert. Natürlich war jeder der beiden im Recht
838 ühr.9
Soptu =kuyhatte nur edle und lautere Abſichten, während der andere
Bortag,
bßillig alles mißverſtand und Händel ſuchte. Während dieſer
der Bit X9gandlungen rüſtete man beiderſeits eifrig zum Kriege.
Eng=
lnb und Rußlands Bemühungen um den Frieden waren
erfolg=
us Japan verſtärkte ſeine Truppen in Korea auf zwei
Briga=
dinchina rief am 22. Juli ſeinen Geſandten in Tokio ab und
Rauf 4
Verſtärkungen zur See von Weihaiwei nach Tſchemulpo.
A.
die chineſiſchen Truppen in Korea ſammelten ſich teils durch
D.öinl
ta, 9. g IS zunarſch über den Yalu kommend bei Pjöng Yan, teils zur
4bei Aſan, einem Hafen ſüdlich von Tſchemulpo, ſo daß die
a denks / F zmer bei Söul und Tſchemulpo zwiſchen dieſen Abteilungen
„ſſtiigen. Ein Transportſchiff des oben erwähnten chineſiſchen
i, dam. 1
Tentransports traf vor Aſan auf japaniſche Kreuzer und
FünrN4
da es die Aufforderung zur Uebergabe ablehnte, torpe=
Geietylin 4 1220. Mann umkamen. Es kam dann zum Kampf
10g, br
Gemi =mutz ſen vier chineſiſchen Kriegsſchiffen, die die Transportflotte
zlteten. Der chineſiſche Kreuzer „Tſar Kiang” wurde von
dein ſapanern genommen, die übrigen Schiffe kehrten nach
Wei=
ein, Archeilenr
haſtai zuruck. Um ſich den Rücken für die Operationen nach
nch: Vöo=RMhlitn freizumachen, rückte General Oſhima mit der 9. Brigade
(aſ indere Brigade der 5. Diviſion blieb in Söul und
Tſche=
mup) gegen Aſan, wo 4000 bis 5000 Chineſen mit 12 Ge=
*
Vitn ſtanden. Am 29. Juli griff Oſhima an, vertrieb die
car Ehinſen aus ihren Stellungen und nahm Aſan; es gelang jedoch
en chineſiſchen General Yeh, ſeine Truppen in kühnem, be=
10 Uhr
U
2. Paſſiosnt ſichselichem Marſch über das Gebirge um die Japaner herum=
Diensta
öüken und zur chineſiſchen Hauptmacht bei Pjöng Yan zu ent=
Müärns
en. Am 1. Auguſt endlich, alſo nachdem längſt die Kämpfe
—3Dm 5
honen hatten, erfolgte die Kriegserklärung Japans an China.
Ate
im 10. und 12. Auguſt wechſelten japaniſche Kriegsſchiffe
Wend ſriz Schüſſe mit den Forts von Weihaiwei und Port Arthur.
terhie. —Piht apaniſchen Truppen, inzwiſchen auf drei Diviſionen
ange=
tün, ſetzten ſich nun nach Norden in Marſch und ſchlugen nach
ruckigen, ſiegreichen Gefechten am 20. und 22. Auguſt und am
ISotember, unter Führung des Feldmarſchalls Yamagata, am
nd. 16. September 1894 bei Pjöng Yan die Chineſen
ent=
ſünd. 17 000 Gefangene wurden gemacht, nur 6000 Mann
NacAlntmen. Der Verluſt der Japaner betrug nur 300 Mann. Ganz
war damit im Beſitz der Japaner. Am 17. September
der 1934c61 an der Mündung des Yalu (Grenzfluß) zwiſchen Korea
er damals noch unbeſtritten chineſiſchen Mandſchurei, die
keitigen Flotten aufeinander. Wenn auch die Japaner
zweite Veraick
der Finanz /iz entſcheidenden Sieg erfochten — ſie räumte ſogar ſchließlich
ſchlachtfeld — ſo war der Erfolg doch auf ihrer Seite, denn
Bürgerſtug
zug zur öſſe ſiel hineſen hatten fünf Schiffe völlig verloren und konnten die
See nicht mehr halten, die von den Japanern von nun
Februm /Ahtübeſchränkt beherrſcht wurde.
urgermeſtil harten Kämpfen überſchritt die japaniſche 1. Armee
kDiſionen unter Yamagata) am 24. bis 26 Oktober den Yalu,
hkudie Chineſen und nahm ihnen 32 Geſchütze ab. Unterdeſſen
für die rac die 2. Armee (2 Diviſionen unter Marſchall Oyama) auf
gleit füg 0 4unsportſchiffen unter dem Schutz der Flotte (Admiral Graf
rabwg 91 Mn kühnem Zug nach der Halbinſel Liao Tong gefahren. Auf
ſgeſieſin dem ſüdlichen Ausläufer der Mandſchurei, liegt die wich=
paan durchaus modern mit Beton und Panzertürmen und mit
u4 Kruppſchen Geſchützen ausgerüſtet. Am 24. Oktober lan=
iſte feſtung und der Kriegshafen Port Arthur. Die Werke
entedie Japaner ungeſtört, nahmen am 8. November Kintſchau
nch alienkwan und marſchierten mit drei Brigaden auf Port
rähr, während die vierte im Norden den Rücken gegen
Ver=
lich der Chineſen, Port Arthur von außen zu entſetzen, deckte.
(än;, bei denen die Chineſen zum erſten Male in dieſem
ri angriffsweiſe vorgingen. Nachdem inzwiſchen auch der
Hecherungspark zur See herangeſchafft war, wurde Port
rüſr aus 78 Geſchützen am 20. und 21. November beſchoſſen
nchm 22. November 1894 unter Mitwirkung der Flotte
er=
funn Die Beſtürzung in China war ungeheuer. Die japaniſche
Zne war mittlerweile von Jalu in zwei Kolonnen nach
Vcheſten und Weſten vormarſchierend in die Mandſchurei
in Frungen, auf äußerſt beſchwerlichen Gebirgswegen, bei einer
REAbis — 22 Grad, unter der die Truppen mehr litten, als
nAadem ſchwachen Widerſtand der Chineſen, die ſich nur ein=
Na3 m 19. Dezember, bei Haitſchang energiſch zur Wehr
ſetz=
teny daß die Japaner an dieſem Tage 14 Offiziere und
420 Mann verloren. Am 10. Januar 1895 wurde die
Verbin=
dung zwiſchen dem linken Flügel der 1. Armee (5. Diviſion,
General Nodzu) und der 2. Armee (1. Deviſion, General Nogi)
nach einem leichten und glänzenden Sieg der letzteren bei
Gai=
ping hergeſtellt. Friedensvermittlungen Englands und
Ame=
rikas führten zu keinem Erfolg, ebenſowenig ein Verſuch Chinas
zur Anbahnung direkter Verhandlungen mit Japan.
Um den Golf von Petſchili zu beherrſchen, die Transporte
zur See nach Port Arthur ſicherzuſtellen und die im Hafen von
Weihaiwei liegende chineſiſche Flotte endgültig zu erledigen,
er=
wies es ſich als nötig, dieſe Feſtung, die an der Nordküſte der
Provinz Schantung Port Arthur in 400 Kilometer Entfernung
gegenüber liegt, zu nehmen. Hierzu wurde die 3. Armee,
1½ Diviſionen, teils aus Teilen der 2. Armee, teils aus friſch
aus Japan gekommenen Truppen gebildet. Den Oberbefehl
übernahm der Eroberer von Port Arthur, Marſchall Oyama;
der Belagerungspark wurde von dort aus der 3. Armee
zuge=
teilt. Der Reſt der 2. Armee wurde mit der erſten vereinigt.
Am 20. 1. 1895 traf die 35 Schiffe ſtarke erſte Staffel der
Trans=
portflotte unter dem Schutz der Kriegsflotte in der Nähe von
Weihaiwei ein, landete ſofort Truppen und ging gegen die
Feſtung vor. Ein Verſuch, die Forts am 26. und 27. 1. durch
Ueberfall zu nehmen, mißglückte, am 30. aber wurde nach
hef=
tiger Beſchießung durch Belagerungsartillerie und Flotte ein
Teil der Befeſtigungen genommen. Heftige Schneeſtürme ſtörten
die Fortſchritte der Belagerer, aber am 2. und 3. 2. wurden
ſämtliche Befeſtigungen auf dem Feſtlande erobert, die der
Hafenbucht vorgelagerte Inſel und die chineſiſche Flotte leiſteten
jedoch heldenmütigen Widerſtand. Japaniſche Torpedoboote
ver=
ſenkten unter eigenen ſchweren Verluſten in nächtlichen
Angrif=
fen die beiden größten chineſiſchen Panzerſchiffe. Am 5. Februar
wurde ein Verſuch der chineſiſchen Torpedoboote, durchzubrechen,
vereitelt, während der Geſchützkampf die ganzen Tage über mit
unverminderter Heftigkeit weitertobte. Am 5. und 6. 2. folgten
dann neue erfolgreiche Torpedoangriffe der Japaner, und am
12. Februar 1895 kapitulierte die chineſiſche Flotte. Ihr
helden=
mütiger Führer, Admiral Ting, beging Selbſtmord.
Die 1. Armee am Liao Jo in der Mandſchurei hatte
inzwi=
ſchen auch ſchwere Kämpfe zu beſtehen. Am 17. und 22. Januar
und am 16. und 21. Februar griffen die Chineſen in der Gegend
von Haitſcheng mit anerkennenswerter Tapferkeit an, wurden
aber jedesmal zurückgeſchlagen. Am 28. Februar ging General
Nodzu, der den Oberbefehl über die 1. Armee übernommen
hatte, zum Angriff über, nahm die chineſiſchen Stellungen und
rückte gegen Niutſchwang vor. Am 4. März wurde dieſe
wich=
tige Handelsſtadt unter erbitterten Straßenkämpfen erſtürmt; zu
gleicher Zeit der Hafen Intſü an der Liaomündung. Am 9
März endlich wurde die chineſiſche Armee unter General Sung
bei Tienſchuantai endgültig entſcheidend geſchlagen und ſo gut
wie vernichtet. Der Weg nach Peking ſtand den Japanern offen,
Nach dem Fall von Weihaiwei hatten wieder
Friedensver=
handlungen eingeſetzt, die ſich zunächſt wieder im diplomatiſchen
Intriguenſpiel hinzogen. Am 31. März 95 brachte aber Li Hung
Tſchang einen Waffenſtillſtand zuſtande, aber nur für den
Nor=
den Chinas. Infolgedeſſen konnte Japan trotz Waffenſtillſtand
und während der Friedensverhandlungen im Süden neue
mili=
täriſche Operationen beginnen. Ein japaniſches Geſchwader hatte
ſchon am 23. 3. das chineſiſche Fort auf den Peskadores=Inſeln
bombardiert und am 24. mit Landungstruppen erſtürmt und
da=
bei 1000 Gefargene gemacht. Nun landeten die Japaner auch
auf Formoſa und beſetzten mit einem Infanterie=Regiment
mehrere Plätze an deſſen Weſtküſte. Die Chineſen leiſteten faft
keinen Widerſtand, aber die japaniſchen Truppen litten ſehr
unter der ausbrechenden Cholera. Am 27. März bombardierten
dann japaniſche Kriegsſchiffe den Hafen Haitſchou 300 Km.
nord=
öſtlich Nanking, landeten dort Truppen und ſchlugen die
Chine=
ſen. Die 4. Armee (Gardediviſion, Prinz Komatſu) war bereit
zu folgen und konnte von Haitſchou aus ſowohl gegen Peking,
als auch gegen Nanking verwendet werden. Da wurde am 17.
April 1895 in Schimonoſaki der Frieden geſchloſſen, in dem
China die Unabhängigkeit (v. h. in Wirklichkeit die Herrſchaft
Japans) Koreas anerkannte, die Inſel Formoſa ſamt den
Pes=
kadores und die Halbinſel Liaotong mit Port Arthur an Japan
abtrat und ſich zur Zahlung von Kriegslaſten verpflichtete.
Ruß=
land, Deutſchland und Frankreich proteſtierten aber gegen die
Abtretung der Halbinſel Liaotong und zwangen Japan —
da=
mals hatten die europäiſchen Mächte noch die Macht dazu —
auf Port Arthur zu verzichten. Am 8. Mai wurde endgültig
der Frieden auf dieſer neuen Grundlage geſchloſſen. Rußland
beſetzte ſpäter Port Arthur und legte ſo den Grund zu dem
folgenſchweren Ruſſiſch=japaniſchen Kriege.
Der Grund, daß es möglich war, daß ein Volk von damals
38 Millionen ein Reich mit 370 Millionen Einwohnern auf die
Knie zwingen konnte, liegt hauptſächlich darin, daß in Japan
von jeher der wehrhafte Geiſt gepflegt wurde, während in
China die militäriſchen Belange des Reiches vernachläſſigt und
ihre berufenen Träger und Hüter gering geachtet wurden. Japan
hatte ein Heer von nur ſieben Diviſionen zu je 13500 Mann
Kriegsſtärke und den entſprechenden Reſervetruppen, aber
aus=
gezeichnet ausgerüſtet, von europäiſchen, insbeſondere deutſchen
Offizieren geſchult und beſeelt von dem Geiſte der Tapferkeit und
Liſziplin, von der Treue zu ihrem Kaiſer und glühender
Vater=
landsliebe. In China dagegen ſtanden Rieſentruppenmaſſen auf
dem Papier; der größte Teil der wirklich vorhandenen wair
chlecht bewaffnet und noch ſchlechter ausgebildet, das
Offiziers=
korps größtenteils unfähig und militäriſch nicht genügend
gebil=
dei. Dazu kam noch, daß die Aufſtellung und Ausbildung der
Truppen Sache der Vizekönige der einzelnen Provinzen war,
ſo daß von Einheitlichkeit keine Rede ſein konnte. Die beſten
Truppen, die ſich auch wirklich gut ſchlugen, waren die des Vize=
königs von Petſchili Li Hung Tſchang, deſſen militäriſcher
Be=
rater der frühere preußiſche Hauptmann von Hanneken war.
Heutzutage verfügt Japan demgegenüber über eine im
Ver=
hältnis zu damals rieſige Armee, deren Geiſt und Ausbildung
ſicher nicht ſchlechter geworden ſind, in China herrſcht dagegen
noch die alte Zerſplitterung, die gegenſeitige Eiferſucht, ja ſogar
der Bürgerkrieg, aber andererſeits iſt auch in China das
Natio=
nalgefühl erwacht, und die Truppen ſtehen an innerem Halt und
militäriſcher Leiſtungsfähigkeit auf einen ganz anderen
Stanp=
punkt wie damals. Vielleicht iſt gerade der Umſtand, daß der
nationale Stolz und der Sinn für Wehrhaftigkeit in China
dauernd zunehmen, für Japan ein Hauptgrund zu ſeinem
rigo=
roſen Vorgehen um noch herauszuſchlagen, was möglich iſt,
ehe China militäriſch zu ſehr erſtarkt iſt.
Sch.
Geſchäftliches.
Alt werden und doch jung bleiben, das iſt die Parole für
jeder=
mann, deshalb muß alles darangeſetzt werden, ſelbſt im Alter noch
erwerbsfähig zu bleiben. Gerade heute, wo die meiſten Menſchen
dazu gezwungen ſind, bis ins Alter beruflich tätig zu ſein, iſt das
Sichgeſund= und Sichjungerhalten eine Lebensfrage, die nicht ernſt
genug genommen werden kann. Die Alterskrankheit iſt die
Arterien=
verkalkung, der niemand entgeht. Durch Kalkablagerung in den.
Gefäßwänden verlieren die Adern ihre Elaſtizität, wodurch die
normale Durchblutung ſchwer beeinträchtigt wird. Die
Folge=
erſcheinungen ſind: Atemnot Schwindel= und Schlaganfälle,
früh=
zeitige Ermüdung, ſteigende Arbeitsunluſt, Herzbeſchwerden.
Blutdruckerkrankung. Gicht und Rheumatismus. Auf einem von
den gewöhnlichen Mitteln abweichenden Prinzip beruht
Radio=
ſclerin, ein ſeit Jahren kliniſch erprobtes und bewährtes
Vor=
beugungsmittel gegen Arterienverkalkung und deren Folgen, das
reinſtes Radiumſalz enthält. Seine Wirkung beruht auf dem
Ab=
bau der erkrankten Zellen an der Gefäß=Innenwand, wodurch
gleichzeitig Neubildung geſunden Gewebes angeregt und ſomit
neue Energien dem Zellengewebe und den Drüſen zugeführt
wer=
den Literatur mit wiſſenſchaftlichen Abhandlungen und
Probe=
tabletten, koſtenfrei durch, Herſteller: Radioſclerin G. m. b. H.
Berlin SW. 68/
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag. 20. Februar.
10.20: Schulfunk: Deutſche Schwänke.
15
5: Stunde der Jugend
16.2
Nachmittagskonzert des Funkorcheſters. Mitw.: Paula Hadker=
Thierſch „Sopran; E. Grimm (Bariton), R. Waldmann (Violiue),
K. Ebert, Rezitation).
18.35: Der Gedanke der Rundfunk=Hörgemeinden und ihre Arbeit.
ſpräch.
Spaniſch.
1955
Mannheim: Jugendliche im Arbeitsdienſt.
19.
0: Aktueller Dienſt bei Vorliegen beſonderer Ereigniſſe.
20.05: Freiburg: Volkstümliches Konzert mit Franz Völker: u .
Teile aus: Eurnanthe Freiſchütz Weber;; Walküre (Wagner):
osca „Puccini): Die Afrikanerin (Meyerbeer); Tannhäuſer (
Wag=
ner): Die Fledermaus. Zigeunerbaron (Joh. Strauß) u. a.
22.00: Sketſch.
22.20: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.40: Tanzmuſik des Tanz=Enſembles der Stuttgarter Philharmonie.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Sonnabend, 20. Februar.
9.30: Stunde der Unterhaltung.
12.0
Schulfunk: Szenen aus „Egmont” von J. W. von Goethe.
14.50: Kinderbaſtelſtunde: Unſer Handwerksſchränkchen.
15.45: Louiſe Diel: Mutterſchaft und Beruf.
16.00: Der Unterhaltungsroman. F. Stiemer: Das erotiſche
Aben=
teuer.
: Hamburg: Nachmittagskonzert.
Dr. Jacobſohn: Männer gegen Tod und Teufel.
Obering. Nairz: Viertelſtunde Funktechnik.
18.05: Dr. Günther: Deutſch für Deutſche.
18.30: Prof. Wundt: Die geiſtigen Grundlagen des neuen Nationa=
lismus.
19.00: Engliſch für Anfänger.
Stille Stunde: Der beſeelte Alltag.
Anſchl.
8.
lünchen: Jedem das Seine. Eine bunte Stunde.
3a
2
Opernball der Staatsoper zum Beſten ihrer
Unterſtützungs=
ſſen im Kroll=Theater, Unterhaltungs =und Tauzmuſik der
Ka=
velle Bernard Etté.
Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
*
Vorführungen im Kroll=Theater. Mitw.: Orcheſter, Chor u.
Soliſten der Staatsoper.
B3.45: Fortſetzung der Unterhaltungs= und Tanzmuſik der Kapelle
Bernard Etté.
0.15: Es dirigieren die Generalmuſikdirektoren: Wilhelm
Furt=
wängler. Erich Kleiber, Otto Klemperer.
Wekterbericht.
Das Hochdruckgebiet hat ſich jetzt ſowohl bis nach Island als
auch nach Rußland hinein entwickelt und macht dabei ſeinen
Ein=
fluß weiter über Deutſchland geltend. Es ſteht ſomit noch keine
Aenderung der Wetterlage in Ausſicht.
Ausſichten für Samstag, den 20. Februar: Trockenes, ſtellenweiſe
neblig=wolkiges oder dunſtiges Wetter, ſonſt aufheiternd,
trocken.
Ausſichten für Sonntag, den 21. Februar: Noch Fortdauer der
ſeitherigen Wetterlage.
Hauptſchriſteltung: Rudolf Mauve
ei für Feuilleton, Reich und
antwortſich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Ma
*
Sport: Karl Böhmann;
Nachrichten: Max Siree
nd und Heſiſt
dienſt: Andreas Bauer; ſüe
H. Quetſo; für den
den Hande
„Dſie Gegenwart” Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Nette;
für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Wills Kuhle;
Druck und Verlag: L. C. Wittich — ſämtlich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
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Haushalt.
unter R 238 an die
Geſchäftsſtelle.
Ab 1. März 1932 wird die bahnamtliche Zuſtellung des
in Darmſtadt Hbf. eintreffenden Expreßgutes von der
Reichs=
bahn ſelbſt ausgeführt. Gleichzeitig tritt eine Ermäßigung
der Zuſtellungs gebühren ein.
Die Zuſtellung wird weſentlich verbeſſert und beſchleunigt.
Das Recht auf Selbſtabholung und die Zuſtellung durch die
bisherigen Vollmacht=Spediteure bleiben bis auf weiteres
beſtehen. Jedoch werden von der Gepäckabfertigung Darmſtadt
Hbf. ab ſofort keine neuen Vollmachten mehr angenommen.
Deutſche Reichsbahn=Geſellſchaft
Reichsbahndirekuon Main:,
1V 28321
Ehrl., fleiß. Frau,
gut bew. i. Haush.,
ſucht ſtundenw.
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ſchäftigung. Ang.u.
S. 29 a. d. Gſchſt.
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u. S. 36 Geſchſt. (1
Seite 10 — Nr. 51
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Beich und Ausland.
Schlußverhandlungen imFavag=Prozeß
Frankfurt a. M. Nach mehr als
vier=
monatiger Prozeßdauer wurden die
Verhand=
lungen des Favag=Prozeſſes geſtern zum
Ab=
ſchluß gebracht, nachdem die Verteidiger noch
einmal zu einzelnen Anklagepunkten Stellung
genommen hatten. Die Verteidigung Lindners
und Schumachers vertrat den Standpunkt, daß
nicht die Angeklagten Schuld an dem
Zuſammen=
bruch der Favag tragen, ſondern daß der
Zuſam=
menbruch ſchuld ſei, daß die Direktoren angeklagt
worden ſind. Der Wirtſchaft könne nicht dadurch
geholfen werden, daß mit harter Verurteilung
ein Exempel ſtatuiert werde, ſie könne nur dann
geſunden, wenn ſie von ſich aus einen
Reini=
gungsprozeß durchführe. Die moraliſche Bilanz
des Favag=Prozeſſes ſei ſo paſſiv, wie die
wirt=
ſchaftliche Bilanz. Die Verteidiger Kirſchbaums
ſuchten durch neue Belege die Unſchuld des
An=
geklagten zu beweiſen. Beim Strafmaß müſſe auch
die Notwendigkeit des Wiederaufbaues der
Exi=
ſtenz Kirſchbaums berückſichtigt werden. Es
wurde ferner beſtrittem, daß Kirſchbaum jemals
den Rahmen deſſen, was er leiſten konnte,
über=
ſchritten habe. Er ſei kein ehrloſer Menſch und
kein ungetreuer Beamter und habe keine
Privat=
intereſſen denen ſeiner Geſellſchaft vorangeſtellt.
In ſeinem Schlußwort gab Sauerbrey die
Erklärung ab, daß er die ihm zur Laſt gelegte
Urkundenfälſchung während des
Unterſuchungs=
verfahrens nicht begangen habe. Er hätte eine
ſolche Dummheit ſchon deshalb nicht ausgeführt,
weil es ſich dabei um einen verhältnismäßig
geringen Betrag gehandelt hätte. Während
ſei=
ner Tätigkeit bei der Favag befand er ſich in
einem gewiſſen Taumel; er wurde in die
Ma=
ſchinerie des Favagſyſtems verſtrickt. Erſt mit
dem Beginn der Unterſuchung ſeien ihm ſeine
Verfehlungen zum Bewußtſein gekommen. Der
Angeklagte bekennt, daß das Syſtem der Favag
mit den Gepflogenheiten eines ordentlichen
Kaufmanns nichts gemein hatte. Er bat das
Gericht, ihm den Weg für ſeine weitere Zukunft
nicht durch ein allzu hartes Urteil zu verſperren.
Schumacher verſicherte, daß er allen
Anklage=
punkten nur ſeinen guten Glauben
entgegen=
ſtellen könne. Er habe während des ganzen
Ver=
fahrens nie die geringſte Unwahrheit geſagt.
Wenn er im Vorſtand der Favag eine
aus=
ſchlaggebende Stimme gehabt hätte, würde er
den richtigen Weg eingeſchlagen haben.
Lindner weiſt darauf hin, daß ihm von
an=
deren Geldbewilligungen, abgeſehen von
den=
jenigen, an denen er ſelbſt beteiligt war, nie
etwas bekannt geworden ſei. Er ſei während
ſeiner langjährigen Zugehörigkeit zur Favag
nur auf geradem und einwandfreiem Wege für
ſeine Geſellſchaft tätig geweſen. Ein Beweis
hier=
für ſei das Anſehen, das er im
Verſicherungs=
weſen immer genoſſen hat und auch heute noch
genieße.
Der Vorſitzende des Gerichts verkündete dann,
daß das Gericht nunmehr in die
Urteilsbera=
tungen eintritt. Die Verkündung des Urteils iſt
erſt in einigen Tagen zu erwarten.
Blutige Saalſchlacht.
Weinheim. In der Müllheimer Feſthalle,
in welcher von der N.S.D.A.P. der ehemalige
Tſchekaführer Neumann und Dr. Roth=
Mann=
heim ſprachen, kam es bei den Ausführungen
Neumanns zu ſchweren Zuſammenſtößen, indem
von aus der Umgebung zuſammengezogenen
Kommuniſten, die in Stärke von zirka 300 Mann
im Saal anweſend waren, verſucht wurde, die
Verſammlung zu ſprengen. Nach kurzem, harten
Ringen drängte der Saalſchutz ſowie die
anwe=
ſenden Polizeibeamten die Kommuniſten aus
dem Saal. Insgeſamt wurden 35 Kommuniſten
verletzt, darunter drei ſchwerer, welche in das
Städtiſche Krankenhaus eingeliefert wurden.
Aus Heidelberg alarmierte Schutzpolizei
ſäu=
berte die Stadt von den auswärtigen
Ruhe=
ſtörern. Die Verſammlung wurde nach
Räu=
mung des Saales fortgeführt.
Einbrecher ſchießt auf Polizei.
Frankfurt a. M. In der Nacht zum
Freitag wurde auf einem Lagerplatz an der
Mör=
felder Landſtraße verſucht, einzubrechen. Als zwei
Polizeibeamte, die von Privatperſonen
benach=
richtigt worden waren, an den Tatort kamen,
ergriff der Einbrecher die Flucht. Die Beamten
gaben Schreckſchüſſe ab. Darauf drehte ſich der
Einbrecher auf der Flucht um und ſchoß auf die
Polizeibeamten, ohne ſie jedoch zu treffen.
Höhenſtart des Ballons „Ernſt Brandenburg”
gelungen.
Bitterfeld. Nach einem um 18.30 Uhr
in Rothemühle (Weſtfalen) aufgegebenen
Tele=
gramm iſt der Ballon „Ernſt Brandenburg” mit
Führer Schütze=Bitterfeld und des Meteorologen
Sucksdorf=Berlin bei Olpe in Weſtfalen glatt
ge=
landet. Es wurde eine Höhe von 9000 Metern
erreicht, ſo daß der Zweck der Höhenfahrt erfüllt
ſein dürfte.
Sonja Henie verlobt ſich
mit dem Box=Manager Jeff Dickſon?
Sonja Henie,
die zweimalige Olympiaſiegerin im
Eiskunſt=
lauf, ſoll ſich mit dem bekannten Box=Manager
Jeff Dickſon verlobt haben.
Samstag, 20. Februar 1932
Dieſesurchtbarkeilen
des modernen
Maſchinenkrieges
müſſen beſeitigt
Der Führer der deutſchen=
Abrüſtungs=Delegation iun 1 6h M
Genf,
BotſchafterNadolnm=
hat den Programm=Ent.
wurf der deutſchen Regiel
rung vorgetragen, der geu
nau entſprechend den Bee
ſtimmungen des Verſail
ler Vertrages für dii
deutſche Abrüſtung diiſ
allgemeine Abrüſtung deu
furchtbaren. Mordmaſchf
nen, wie Bombenflugu
zeuge, Rieſenkreuzer,
Gas=
granaten. Tanks unin
ſchwere Geſchütze, forderit
oe
7
HMict
EI
v
en Fal
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ie
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Wiier
Ur Unid
Re
Aunſt
Mehn
die Reh
walln wirt
in de
im Der ſol
Asretine
BWeiß, 2
Sklarel=Prozeß.
Berlin. Im Sklarek=Prozeß wurde Stadä
bankdirektor Schröder weiter vernommen. E
erklärte, bereits am 20. September ſeien G.6
rüchte umgelaufen, daß bei den Bezirksämten,
mit den Sklarekſchen Aufträgen und Rechnunge,
etwas nicht ſtimmen ſolle. Er ſei darauf mm
Stadtamtmann Hoge zu den Sklareks gegange
um die Bücher zu prüfen. An dieſem Tage haku
ſich aber der Buchhalter Lehmann verleugne.
laſſen, weil dieſer nämlich — wie ſich ſpätk
herausgeſtellt habe — die Buchfälſchungen non
nicht fertiggeſtellt hatte. Am nächſten Tage ſi
er, der Zeuge Schröder, mit dem Obermagiſtrat:
rat Müller nochmals zu der Firma Sklarek gu
gangen, wo ihnen dann die von Lehmann i.n
zwiſchen hergeſtellten Unterlagen gezeigt worde
ſeien. Der Stadtverordnete Roſenthal habe iH.
gewarnt, wegen der Prüfung nicht etwa zu der
Bezirksämtern ſelbſt zu gehen, weil das de
Sklareks unermeßlich ſchaden könne. Im gleichs
Sinne habe ſich Roſenthal dem Stadtbankdikes
tor Hoffmann gegenüber geäußert, den er a.
dem 21. September noch perſönlich aufgeſuck
habe.
8.
Hich
Hrupr
Früt
Hruppe
Rieſenunterſchleife im Nahrungsmittelamt
Leningrad.
Moskau (über Kowno). Nach einem 93
richt der Telegraphen=Agentur der Sowjetunia
aus Leningrad ſind im dortigen Nahrungsme
telamt Rieſenunterſchleifen und Unregelmäßi!
keiten aufgedeckt worden. Die mit der Verſte”
gung der Bevölkerung betrauten Stellen habe
über 150 000 Lebensmittelkarten verſchwinden
laſſen, während etwa 200 000 Portionen in de0
ſtaatlichen Speiſeanſtalten an Unberechtigte au?
gegeben wurden. Es wurde feſtgeſtellt, daß au.
die Arbeiterausſchüſſe der großen Fabriken 0
werden die Fabriken „Rote Fahne‟, „Me2
Nr. 4‟, „Kalinin=Werk” genannt) ſich rege
den ungeſetzlichen Machenſchaften beteiligt habe
Unter Umgehung der behördlichen Vorſchrift!
haben die großen Werke miteinander prin
Handel zu Spekulationszwecken betrieben.
Direktor der Textilgenoſſenſchaft iſt bereits
nes Poſtens enthoben worden. Dem Direlth
der Ledergenoſſenſchaft und des Großhunde‟
und zahrreichen Vorſitzenden der Arbeitergug
ſchüſſe ſind ſtrenge Verweiſe erteilt worden. —
den terſchiedenen Fabriken iſt der geſamte
Da=
ſtand, ſowobl der Verwaltung, wie der 10
Arbeiterausſchuſſes, zur Verantwortung gez0ß‟?
worden.
Eiſenbahnunglück bei Leningrad.
6 Tote, 13 Verletzte.
Moskau (über Kowno). In der Nar
von Leningrad, auf der Strecke Kolpind
Popowki, ereignete ſich ein Zuſammenſtoß zw
ſchen einem D=Zug und einem Güterzug. 9
dem ſechs Perſonen getötet und 13 verletzt Mi
den. Die O.G.P.U. hat fünf Beamte verhalle.
die das Eiſenbahnunglück verſchuldet h099
ſollen.
Autounfall Bernhard Shaws.
London. Bernhard Shaw hat bei Knyeit.
am Kap der guten Hoffnung, mit ſeiner
Ali=
einen ernſten Autounfall erlitten. Sein Kran
wagen, den er ſelbſt ſteuerte, glitt in Ein”
Straßengraben und ſtürzte um. Shaw erl!"
mehrere Verletzungen. Seine Frau wurde”
am Handgelenk verletzt. Die Verletzten müll
auf ärztliche Verordnung das Bett hüten.
huben deshalb ihre Rückreiſe nach England.
ſie am Samstag antreten wollten, verſchobe).
Der Ozeanflieger Levine verhaftei.
New York. Der durch ſeinen Ozeanlt *
bekannt gewordene Finanzmann Charles 2e0
iſt von der Polizei verhaftet und im Zuſammle..
hang mit dem Verſchwinden von hundert Cle
kaniſchen Telephonaktien des Diebſtahls beſct
digt worden. Die fraglichen Papiere ware).
Jahre 1930 einem Kaſſenboten übergeben. be
den, und in Wallſtreet ſoll Levine auf uuerus
tem Wege ſich in ihren Beſitz geſetzt habeh.
Polizei hat ihm geſtattet, vorläufig in. O
Klinik zu bleiben, wo er ſich gegenwärtig.
einem Beinbruch erholt. Levine war beill
lich 1927 zuſammen mit Clarence Chanbe.
ven New York nach Kottbus geflogen.
„Abrüſtung!” Deutſchlands Forderung in Genf.
Englands Schuljugend weiß nichts von Abrüſtung!
Ein Bild von der Felddienſtübung, die die Schüler des berühmten engliſchen Eton=Kollegs abhielten.
Bei dieſem „Manöver” waren die Schüler mit allermodernſten Kriegsmitteln, darunter
Feld=
geſchützen mit Tankvorſpann, ausgerüſtet. England hat zwar offiziell nur ein ſehr kleines
Land=
heer, aber dieſe Ausbildung von Schülern verſchafft ihm eine beträchtliche Reſerve kriegstüchtiger
Soldaten.
130 Mutterſchafe und 150 Lämmer
in den Flammen umgekommen.
Kottbus. In der Nacht zum Freitag
brannte der Schafſtall des Rittergutsbeſitzers
Koſchendorf vollſtändig nieder. In den
Flam=
men kamen 130 Mutterſchafe und 150 Lämmer
um. Es wird Brandſtiftung vermutet.
Der Oranienburger Mord aufgeklärt.
Berlin. Das furchtbare Verbrechen an
dem Bierkutſcher Müller, der, wie gemeldet, am
9. d. M. auf der Chauſſee zwiſchen Summt und
Lehnitz ermordet aufgefunden wurde, hat ſeine
Aufklärung gefunden. Die Mordkommiſſion
ver=
haftete den 28jährigen Arbeiter Köhler, den
29jährigen Arbeiter Behrend und ſeinen
Schwa=
ger, den 23jährigen Arbeiter Barke. Köhler hat
nach langem Leugnen ein Geſtändnis abgelegt
und dadurch ſeine beiden Komplizen überführt.
Es handelt ſich um einen überlegten Plan.
Köhler verſuchte, die Pferde des Müllerſchen
Wagens anzuhalten, als ein Schuß dröhnte,
durch den Müller getötet wurde. Die Pferde
ſcheuten, und die Täter ergriffen die Flucht.
Köhlers Angaben ſind ſpäter von ſeiner Frau,
der er ſich anvertraut hatte, beſtätigt worden.
Das Oberlandesgericht verwirft die Beſchwerde
der Lahuſenſchen Verteidigung.
Bremen. In der Strafſache gegen die
früheren Inhaber der Nordwolle Lahuſen hat
das Oberlandesgericht in Hamburg die
Be=
ſchwerde der Verteidiger des angeſchuldigten G.
C. Lahuſen gegen den die Haftentlaſſung auf
Grund des Haftprüfungstermins ablehnenden
Strafkammerbeſchluß als unbegründet verworfen.
Der Flatower Rieſenſchmuggel,
Schneidemühl. Der im Zuſammenhang
mit dem großen Grenzſchmuggel im Kreiſe
Fla=
tow vorläufig ſeines Poſtens enthobene
Zoll=
amtsverwalter in Preußenfeld wurde wieder in
ſein Amt eingeſetzt, nachdem die Unterſuchung
ergeben hat, daß der Beamte unſchuldig war. Es
ſind lediglich einige Beamte von dem
Großbut=
terhändler Berndt übers Ohr gehauen worden.
Dienſtliche Verfehlungen kommen nicht in Frage
Soweit man bis jetzt feſtſtellen kann, beträgt die
unterſchlagene Zollſumme etwa 250 000 RM.
Vater, Mutter und drei Kinder einer
Kohlen=
oxydgasvergiftung erlegen.
Gleiwitz. In Kamienietz wurde geſtern
der 68 Jahre alte Rentenempfänger Wrobel mit
ſeiner Frau und drei Kindern im Alter von
13 und 8 Jahren ſowie 6 Wochen in der
Woh=
nung tot aufgefunden. Lediglich ein
dreijäh=
riges Kind war noch am Leben. Die fünf
Per=
ſonen ſind einer Kohlenoxydgasvergiftung zum
Opfer gefallen.
Zugunglück an der Eiſackbrücke.
Mailand. Auf der Brennerlinie hat ſich
bei der Eiſackbrücke ein ernſter Eiſenbahnunfall
ereignet. Die elektriſche Lokomotive des
Schnell=
zuges Verona—Brenner wurde auf einer Weiche
plötzlich von mächtigen Flammen eingehüllt. Der
Lokomotivführer und ſein Gehilfe ſprangen aus
der brennenden Lokomotive, während der Zug
zum Stillſtehen kam, dann aber auf der ſteilen
Strecke mit wachſender Schnelligkeit rückwärts zu
fahren begann. Ein ſchweres Unglück wurde
durch die Geiſtesgegenwart des Zugführers
ver=
hindert, der im Gepäckwagen die Notbremſen zog.
Der Lokomotivführer erlitt beim Abſpringen
einen Schädelbruch und ſo ſchwere
Brandwun=
den, daß ſein Zuſtand hoffnungslos iſt.
Zirkus Schneider unter Polizeiaufſicht.
Rom. Die Bevölkerung von Neapel wurde
durch das wie ein Lauffeuer verbreitete Gerücht
in Schrecken verſetzt, ein Löwenbändiger des
in Zahlungsſchwierigkeiten geratenen Zirkus
Schneider habe in ſeiner Niedergeſchlagenheit
gedroht, die Löwenzwinger zu öffnen, wenn man
den Zirkus nicht endlich wegziehen laſſe, deſſen
Vermögenswerte bekanntlich wegen ſeiner
Sihul=
den verpfändet ſind. Der Polizeipräſident läßt
daher jetzt die Löwen und das Perſonal durch
bewaffnete Poliziſten bewachen, um die
öffent=
liche Ruhe und Sicherheit zu gewährleiſten.
Großfeuer in Bilbao.
Drei Tote, 31 Verletzte.
Bilbao. In einer Drogerie entſtand aus
bisher nicht geklärter Urſache ein Brand, der mit
großer Geſchwindigkeit um ſich griff und den
ganzen Häuſerblock gefährdete. Unter den
Be=
wohnern entſtand eine Panik. Dabei kamen drei
Perſonen ums Leben und 31 wurden verletzt.
M
bemat
Lei
geit
eim:
ich
ädter Tagblatt / Heſſiſche Neue
richten
Nr. 51 — Seite 11
Spielbetrieb der Kreisliga am Sonntag, dem 21. Februar,
Polizei Darmſtadt—Germania Eberſtadt (Vorſpiel 0:7),
V. Sprendlingen—Sportvgg. 04 Arheilgen (1:1),
haſſia Dieburg—Germania Oberroden (1:1),
nion Darmſtadt—FC. 03 Egelsbach (2:2),
Biktoria Griesheim—Union Wixhauſen (2:2),
Germania Pfungſtadt—Sportverein Mörfelden (2:6).
5V. Münſter—FSV. Groß=Zimmern (1:1).
das Bemerkenswerteſte an den ſonntägigen Treffen der
=liga iſt die Tatſache, daß ſich fünfmal Mannſchaften
gegen=
üſtiehen, welche ſich im Vorſpiel unentſchieden trennten.
Dies=
ſeht es allerdings nicht danach aus, daß ſich dieſer Vorgang
vüerholen würde; es iſt im Gegenteil durchweg mit Erfolgen
„Platzbeſitzer zu rechnen. Das iſt vor allem bei den Spielen
beiden Favoriten Sprendlingen und Polizei der Fall. Beide
müſſen gewinnen, wollen ſie ihre Anwartſchaft auf die
ſterſchaft aufrecht erhalten, und aus dieſem Grunde müſſen
uuf Sieg ſpielen. Eine Ueberraſchung könnten höchſtens die
eilger bringen, welche in Sprendlingen noch immer recht gut
hſchnitten haben. In Dieburg darf man die Einheimiſchen
Ober=Roden in Front erwarten, und auch die
Darm=
der Union wird ſich wohl gegen Egelsbach zwei weitere
akte ſichern. Das dürfte den Beſſungern wieder einen kleinen
prung bringen, zumal anzunehmen iſt, daß Groß=Zimmern
Nüinſter verliert und daß auch Viktoria Griesheim ſich gegen
ſihruſen durchſetzt. Von den Pfungſtädtern darf man
eben=
annehmen, daß ſie ſich an Mörfelden revanchieren, wenn
w dieſe Rehabilitierung nicht ſo hoch wie das Vorſpielreſultat
vallen wird. Uebrigens dürfte auch Münſter ſeinen
Vorſpiel=
nicht in der damaligen Höhe wiederholen können. Alles in
aber ſollte der Sonntag wohl durchweg ein „Tag der
ſsvereine” werden.
Zot=Weiß, VfR. Darmſtadt Gruppenmeiſter der A=Klaſſe.
Dieſe Tatſache konnten wir bereits am Montag melden, und
faſt alle Ergebniſſe aus der Gruppe Bergſtraße=Ried.
Auf=
ſind hier die hohen Torzahlen, welche der Sonntag brachte:
„Weiß-Poſt 10:0. Geinsheim-Leeheim 6:0 Eintracht —
uenheim 9:0, Reichsbahn-Dornheim gar 15:0! Wolfskehlen
unn kampflos gegen Hahn, da dieſes verzichtete. Wir
brin=
heute die Spitzengruppe der Tabelle; die geſamte Tabelle
olt erſt nach Beendigung der Spiele.
Weiß Darmſtadt
Heinsheim
bahn Darmſtadt 18 10
Weiterſtadt
Da insgeſamt 22 Spiele auszutragen ſind, kann Geinsheim
nächſtgefährlichſter Rivale alſo nur auf 35 Punkte kommen,
Rot=Weißen alſo nicht mehr einholen.
ruppe Dreieich: SC. Dietzenbach—FV. Eppertshau=
(1:0), nicht 1:4 (!): Meſſel—Dreieichenhain 2:3 (1:2);
üinthal—Erzhauſen 2:1 (1:1); Tgde. Sprendlingen-Langen
ſteve 2:3 (1:3)
Gruppe Odenwald war ſpielfrei.
Die A=Klaſſe am kommenden Sonntag.
hruppe Bergſtraße=Ried: Reichsbahn—Geinsheim
Uhr), Eintracht—Wolfskehlen (11 Uhr), Weiterſtadt—Rot=
Dornheim-Poſtſportverein
Jugenheim—Groß=Gerau.
m—Leeheim. Spielbeginn 2,30
Uh=
hruppe Dreieich: Meſſel—Offenthal. Erzhauſen-Lan=
Reſerve.
uppe Odenwald: SV. Roßdorf—SC. Ober=Ram=
Das Spiel, welches die Meiſterſchaft entſcheidet. Gewinnt
Gorf, ſo wird der VfL. Michelſtadt Meiſter. Bei einem
Un=
ſhieden wird ein Entſcheidungsſpiel zwiſchen Michelſtadt und
R=Ramſtadt notwendig, während Ober=Ramſtadts Sieg dieſem
MMeiſterſchaft bringt. Man ſieht, es iſt ſozuſagen „alles
in dieſem Spiel. Wir rechnen mit einem Roßdorfer Er=
Das Treffen wird behördlich überwacht.
Kreisliga Südheſſen
Pokal= und Verbandsſpiele.
Der zweite Pokalſonntag in Südheſſen bringt drei
inter=
ſete Paarungen; der ſiebente Teilnehmer, Concordia
Gerns=
m, hat das Freilos gezogen. Es treffen ſich:
FV. Biblis—Olympia Biebesheim.
Spv. Hochheim—Olympia Lampertheim.
Bobſtadt—07 Bensheim.
Es iſt anzunehmen, daß die zurzeit ſehr ſpielſtarken Bibliſer
adem A=Klaſſenvertreter Biebesheim zu ihren Gunſten fertig
ben; wenn ſie dieſe Angelegenheit nicht auf die leichte Schul=
Tiehmen. In Hochheim wird Olympia Lampertheim auf einen
Gegner ſtoßen und auch 07 Bensheim wird auf dem
Ne
Bobſtädter Pflaſter alles Können aufbieten müſſen, um
eich zu ſein.
Es ſind noch ſechs Verbandsſpiele angeſetzt, und zwar in der
bliga ſowohl wie in der A=Klaſſe, Gruppe Ried, je drei. Die
hrungen lauten:
VfR. Bürſtadt—Viktoria Neuhauſen.
Lonc. Gernsheim—Olympia Worms.
FV. Hofheim—Starkbg. Heppenheim,
Groß=Rohrheim—VfR. Fehlheim.
Zwingenberg—Tv Biebesheim,
Kleinhauſen-Lorſch Reſerve.
Es wird für die ſehr gut disponierten Bürſtädter
Raſen=
dei keine allzu große Aufgabe ſein, den Abſtiegskandidaten
Hhuiſen ganz nach Belieben abzufertigen. In Gernsheim kann
agegen ein hartes Ringen um die Punkte geben, da
Gerns=
nbedingt aus der Gefahrzone des Abſtiegs herauskommen
Bekanntlich ſind aber die Wormſer „Kleeblätter” in allen
ihrer Mannſchaft ſehr gut beſetzt, ſo daß der Ausgang
Begegnung offen erſcheint. Hofheim hat in letzter Zeit
zute Spiele geliefert. Es wird den Bergſträßern deshalb
uh ſchwer fallen, dort auch nur einen Punkt zu holen. Bei
Begegnung in Groß=Rohrheim werden die Gäſte ſich wohl
eime ehrenvolle Niederlage (die ja unabwendbar iſt) be=
dagegen iſt der Ausgang des Treffens in Zwingenberg
rnehroffen, doch muß man auch hier dieſem Platzbeſitzer die
Le Gewinnchance geben. Das Spiel in Kleinhauſen iſt mehr
ſer Natur und hat auf den Tabellenſtand keinen Einfluß.
Polizei Darmſtadt—Germania Eberſtadt.
Dreſes Spiel iſt geeignet, Aufſchluß über die tatſächliche
der Mannſchaften zu geben. Der neue Tabellenführer
iesmal beſtrebt ſein, beide Punkte für ſich zu holen. Die
aen hat ihre anfängliche ſchwache Form überwunden und iſt
in alter Friſche und Gefährlichkeit erſtanden. In den
üer
Spielen hat ſie auch auswärts ſchon Proben ihrer Tüchtigkeit
et und braucht keineswegs Bange zu haben. Notwendig
en Enderfolg iſt allerdings äußerſte Konzentration und
ſanſtrengung. Wenn man mit richtiger Selbſteinſchätzung
ſorderlichem Verantwortungsgefühl an die bevorſtehende
Aoe herangeht, dann iſt ſie ſchon halb gelöſt. Rein ſpieleriſch
* ſich die beiden Mannſchaften ſchon meſſen, ohne daß für
Nendt ein Plus herausſpränge. Spielbeginn 2,30 Uhr. Vorher,
2Uhr, treffen ſich Reſerm.
Sx.=Cl. Viktoria Griesheim — Union Wixhauſen.
Sumstag nachmittag 2.30 Uhr treffen ſich in Griesheim au
Slkkoria=Sportplatz obengenannte Vereine. Da beide Par=
Dom Abſtieg ſchwer bedroht ſind, iſt ein ſehr ſpannendes
zu erwarten. Die Griesheimer, welche vor 14 Tagen im
wiel mit 4:3 Toren von den Unionleuten nach Verlängerung
=Ben wurden, werden wohl alles daran ſetzen, um zu einem
Siege zu gelangen, welcher ihnen auch gelingen dürfte.
chauſen an Spielſtärke den Griesheimern nicht nach=
REi2 Ah auch die Wichtigkeit dieſes Treffens vor Augen hält,
Iem bedeutungsvollen Spiel die Beachtung nicht fehlen.
12.30 Uhr: Erſatzmannſchaften.
Rot=Weiß Darmſtadt.
Zu dem Spiel der erſten und zweiten Mannſchaft in
Wei=
terſtadt fahren beide Mannſchaften im Dreß per Rad. Abfahrt
für die zweite Mannſchaft ab Löffler Waldſtraße 11.30 Uhr, fü
die erſte Elf dortſelbſt 1,30 Uhr. Fußganger Abmarſch 1 Uhr
ab Windmühle.
Reichsbahn Darmſtadt 1. — Geinsheim 1.
Im Rückſpiel ſtehen ſich obige Mannſchaften am Sonntag auf
dem Reichsbahn=Sportplatz gegenüber. Bei dem Vorſpiel mußte
Reichsbahn eine 3:1=Niederlage mit nach Hauſe nehmen.
Darm=
ſtadt ſteht in derſelben Aufſtellung wie am vergangenen Sonntag
jegen Dornheim. Spielt die Mannſchaft mit demſelben Eifer und
Konnen, dann müſſen Sieg und Punkte in Darmſtadt bleiben.
Der Kampf geht um den 2. Tabellenplatz. Spielbeginn iſt auf
nachmittags 3 Uhr verlegt worden.
Eintracht Darmſtadt — Chattia Wolfskehlen.
Zum letzten Spiel der Rückrunde auf eigenem Platze empfängt
Eintracht am Sonntag vormittag 11 Uhr obigen Gegner. Mit
Wolfskehlen ſteht Eintracht zweifellos einer der beſten
Mannſchaf=
ten der Gruppe Bergſtraße gegenüber. Beide Vereine haben ſich
chon immer ſchöne und ſpannende Kämpfe mit wechſelndem
Er=
folg geliefert. Eintracht wird verſuchen, aus ihrem letzten
Heim=
viel als Sieger hervorzugehen, und ſich dadurch vorerſt in der
Spitzengruppe zu behaupten. Man darf annehmen, daß es zu
einem ſchönen Kampf kommt. Vorher Eintracht 2. —
Wolfskeh=
en 2. Wir verweiſen auf die am Samstag ſtattfindende
General=
verſammlung im „Bürgerhof”.
Sportabtlg. Stegmüller—SV. 98 A. H. 1.
Am Sonntag vormittag 10 Uhr empfangen die Leute vom
Schloßgraben die erſte Garnitur der 98er Alten Herren auf dem
Rot=Weiß=Platz an der Rheinallee.
Sportverein 1898 (Jugend).
1. Jgd.—1. Jgd. Eintracht Frankfurt, dort. Abfahrt 9 Uhr
Haupt=
bahnhof.
2. Jgd.—1. Jgd Groß=Gerau, dort. Abfahrt 7.30 Uhr Hauptbhf.
3. Jgd.—2. Jgd. Eberſtadt, dort. Abfahrt mit Rad 9 Uhr von
Beſſunger Turnhalle.
Jgd.—2. Jgd. Wixhauſen, hier, 12.15 Uhr
Schüler—1. Schüler Groß=Gerau, dort. Abfahrt 9 Uhr
Haupt=
bahnhof.
2. Schüler—1. Schüler, Wixhauſen, hier, 13.15 Uhr.
Sportvereinigung 04 Arheilgen — FSV. 05 Mainz.
Kein geringerer als der Altmeiſter FSV. 05 Mainz erſcheint
am Sonntag nachm. 3 Uhr zu einem Privatſpiel am Arheilger
Mühlchen. Die Güte der Mannſchaft — ſie ſteht in der Tabelle
an 2. Stelle — ſowie ihre Technik und Geſchicklichkeit geben die
Gewähr für ein hochſtehendes ſpannendes Spiel. Arheilgen wird
ſich mächtig ſtrecken müſſen, um ehrenvoll zu beſtehen. Dies kann
aber geſchehen, und zwar dann, wenn die Spieler ihre immer
ge=
rühmte Wendigkeit zeigen und vor allen Dingen der Sturm
ge=
ſchickt und flink die Chancen ausnutzt. Die Gäſte, die zum
erſten=
mal hier Handball ſpielen, ſollen ſich am Mühlchen wohl und
hei=
miſch fühlen. Hoffen wir auf ſchönes Wetter und rege
Anteil=
nahme der Handballanhänger, ſie werden nicht enttäuſcht ſein.
S.=V. Weiterſtadt — Rot=Weiß Darmſtadt.
Kommenden Sonntag. 14.30 Uhr, empfängt Weiterſtadt den
nunmehr ermittelten Meiſter der Gruppe Bergſtraße, Rot=Weiß
Darmſtadt zum fälligen Verbandsrückſpiel.
Der diesjährige
Meiſter führt bis jetzt mit nur zwei Verluſtpunkten die Tabelle
an. Im Vorſpiel unterlag Weiterſtadt 2:0. Bei den vorjährigen
Verbandsſpielen konnten die Einheimiſchen einen 4:3=Sieg
er=
zielen. Die Einheimiſchen werden bei dieſem Spiel alles
daran=
ſetzen müſſen, wenn ſie Sieg und Punkte erringen wollen. Bis
etzt hat ſchon immer bei den Spielen der beiden Gegner der
Platzvorteil entſchieden. Wollen die Einheimiſchen wieder den
Tabellenplatz erreichen dann müſſen ſie ſchon das Spiel für
ſich entſcheiden. Da die Spielſtärke der beiden Gegner zur
Ge=
nüge bekannt iſt, dürfte mit einem ſpannenden Spiel zu rechnen
ſein. Vorher 2 Mſch.
Um die Meiſterſchaften der A=Kaſſe, Gruppe Odenwald.
SV. Roßdorf — SC. Ober=Ramſtadt.
Am Sonntag vormittag 11 Uhr findet in Roßdorf
das Wiederholungsſpiel gegen Sportklub Ober=Ramſtadt ſtatt,
welches die Meiſterſchaft der Odenwaldgruppe vorausſichtlich
ent=
ſcheiden wird. Siegt Ober=Ramſtadt, dann iſt es Meiſter, gewinnt
Roßdorf, ſo wird Michelſtadt Meiſter. Wenn Roßdorf ſelbſt alſo
auch keine Meiſterſchaftsausſichten mehr hat, da ihm hierzu ein
einziger Punkt fehlt, ſo wird es doch alles daran ſetzen, das Spiel
für ſich zu entſcheiden, um zu beweiſen, daß es den beiden
Meiſter=
ſchaftsanwärtern mindeſtens gleichwertig iſt.
Groß=Umſtadt 28 — Spv. Babenhauſen.
Nach Abſchluß der Verbandsſpiele empfängt am Sonntag
Groß=Umſtadt zum erſten Freundſchaftsſpiel die Germania 1912
Babenhauſen. Den Gäſten, denen es gelungen war, die 28er beim
Vorſpiel zu beſiegen, ſtellen eine äußerſt wuchtige und ſchnelle
Kampfmannſchaft, ſo daß die Hieſigen, um vor Ueberraſchungen
jeſchützt zu ſein, die Sache etwas ernſter nehmen müſſen wie beim
Vorſpiel. Spielbeginn 2.45 Uhr, auf dem Sportplatz im
Rai=
bacher Tal.
Der Abſchluß des 26. Berliner Sechstagerennens. 1.
Tietz/Broc=
cardo 255 Punkte, 3131.500 Kilometer. — Eine Runde zurück
2. Rauſch/Hürtgen 279 P. — Zwei Runden zurück: 3.
Charlier/De=
neef 250 P. — Drei Runden z:=Kick: 4. Rieger/Preuß 226 P. —
Vier Runden zurück: 5. Piet und Jan van Kempen 426 P.;
Kroll/Funda
6. Schön/Göbel 265 P. — Fünf Runden zurück: 7.
183) P. — Sechs Runden zurück: 8. Siegel/Thierbach 268 P.
Wegen verſuchter Spielerziehung wurde der
Al=
tonaer FC. 1893 vom Norddeutſchen Sportverband mit 500 Mk.
Geldſtrafe belegt.
Aus finanziellen Gründen iſt nunmehr die dritte
Deutſchland=Rundfahrt, die am 17. April in Berlin ihren Anfang
nehmen ſollte, endgültig geſcheitert.
In Straßburg wird am 6. März der traditionelle
Fuß=
hallkampf zwiſchen Baden und Elſaß ausgetragen.
Der Deutſche Fußball=Bund iſt nunmehr in Berlin
in ſein eigenes Heim in der Brückenallee eingezogen, ſo daß damit
die letzten Zweifel über den Hauskauf des Bundes hinfällig
ge=
worden ſind.
Deutſche Ringerſiege gab es in Schweden durch
He=
ring=München. Sperling=Dortmund und Földeak=Hamburg,
wäh=
rend Bräum beſiegt wurde.
Die deutſchen Bobfahrer haben am Donnerstag mit
Ausnahme des Braunſchweigers Zahn von New York aus mit
dem Dampfer „New York” die Heimreiſe angetreten.
Als Gäſte des New Yorker Oberbürgermeiſters Jimmy
Wal=
ker werden die verletzten deutſchen Bobfahrer Grau, Brehme und
Hopmann noch vier Wochen im Lenoxhill=Hoſpital zu New York
verbringen.
Ein Stundenmittel von 136.3 Kilometern erreichte auf Skiern
der Kitzebühler Leo Gasperl beim Kilometer=Lancé in St. Moritz,
Für den 3. April hat der Vorſtand der Internationalen
Amateur=Athletic=Union eine außerordentliche Sitzung nach
Ber=
in einberufen.
Bei einem Hallenſportfeſt in New York erzielten
im Kugelſtoßen Leo Sexton mit 16,07 Metern und Gene Venzke
im Laufen über eine engliſche Meile mit 4:10 Min. zwei neue
amerikaniſche Hallenrekorde.
Italieniſcher Eishockeymeiſter wurde der EC.
Cortina, der im Endſpiel den Titelverteidiger HC. Mailand mit
2:1 ſchlug.
Die Stadtverwaltung von Tokio hat beim
Inter=
nationalen Olympiſchen Komitee den Antrag geſtellt, die 12.
Olympiſchen Spiele 1940 nach Tokio zu vergeben.
Doppelveranſtalkung auf dem Plakz am Böllenfalltor
Handball: SV. 1898 — V. f. R. Schwanheim.
Fußball: SV. 1898 — SC. Opel Rüſſelsheim.
Als letztes Spiel der Vorrunde um die
Weſtgruppenmeiſter=
ſchaft kommt morgen nachmittag das Spiel des Sportvereins 1898
ſegen den Mainmeiſter V. f. R. Schwanheim zum Austrag.
Die=
es Treffen iſt um deswillen recht bedeutungsvoll, weil nach der
Leiſtung, die die Mannſchaft des V. f. R. Mannheim am letzten
Sonntag in Darmſtadt gezeigt hat, anzunehmen iſt, daß ſich der
Meiſterſchaftskampf zu einem Duell zwiſchen den 98ern und dem
Rheinmeiſter zuſpitzt, ſo daß jeder Punktverluſt, den einer dieſer
beiden Vereine im Kampf gegen die übrigen Teilnehmer der
Runde erleidet, dem Konkurrenten zugute kommt. Für die
Sport=
vereinself gilt es daher, unter allen Umſtänden ſich aus dem
be=
vorſtehenden Spiel die Punkte zu ſichern. Gewiß iſt, daß die
Gäſteelf ſich erſt nach hartnäckigem Widerſtand für bezwungen
er=
klären wird. Die Schwanheimer verfügen über ein derartiges
outiniertes und ſolides Können, daß ſie durchaus imſtande ſind,
den Einheimiſchen eine gleichwertige Partie zu liefern. Wir
wei=
en ausdrücklich darauf hin, daß das Spiel nicht, wie auf den
Pla=
katen angekündigt, ſchon um 2 Uhr, ſondern erſt um 2.30 Uhr
be=
ginnt.
Anſchließend an das Handballſpiel tritt die Fußball=
Liga=
mannſchaft der 98er gegen SC. Opel Rüſſelsheim, die ſtarke
Kreis=
ligaklaſſe verkörpert, an. Es würde uns freuen, wenn ſich die
Sportvereinler, die verſuchsweiſe wieder, mit einer ſtark
verjüng=
ten Mannſchaft antreten, zu einer geſchloſſenen Leiſtung
zuſam=
menfinden würden.
Rol=Weiß Darmſtadt.
Am Sonntag ſollte urſpünglich die Ligamannſchaft gegen die
Turnerſchaft Griesheim antreten. Leider mußte der Gegner
ab=
agen, ſo daß die Darmſtädter ſpielfrei geworden ſind. Die
. Mſch. iſt am gleichen Tage Gaſt des Turnvereins Eberſtadt
und ſpielt dort das fällige Rückſpiel gegen Eberſtadt 1. Mſch.
Das Spiel iſt von Eberſtadt auf 3 Uhr feſtgelegt.
Handball in der 9.T.
Gauſpieltag in Nauheim.
Der Turnverein 88/94 Nauheim hatte den diesjährigen
Gau=
ſpieltag übernommen. Um 10 Uhr beginnt die Tagung im
Ver=
einslokal „Deutſches Haus”
Es liegt im Intereſſe der Sache
daß die Vereinsſpielleiter keinen Vertreter entſenden, ſondern
ſelbſt kommen, zumal es eine bekannte Tatſache iſt, daß die
Handballabteilungen im Haushalt faſt überall an erſter Stelle
ſtehen. Die augenblickliche Notzeit erfordert größte Sparſamkeit
auf allen Gebieten, und gerade der Handball kann hier ſehr
viel mithelfen. Es ſei auch nicht vergeſſen, daß es der
Gauſpiel=
tag iſt, auf dem ſich die Mitbegründer des Handballs alljährlich
gerne getroffen haben. — Von einem Spielverbot wurde
abge=
ſehen. Zwiſchenrunde der Kreisendſpiele:
Ar=
heilgen-Biebrich.
Das ganze Intereſſe richtet ſich auf das Arheilger Spiel
Konnten ſich die Arheilger als einzige Mannſchaft bisher
durch=
ſetzen, ſo ſcheidet mit einer Niederlage die 2. Gaugruppe vollends
aus. Wer die beſtändige Elf der Arheilger kennt und das
Ab=
chneiden der Biebricher in letzter Zeit verfolgt hat, wird
zu=
geben, daß es am Sonntag keinesfalls ſchlecht für die Turner
an der Hammelstrift ſteht. Der Gegner wird als eine kräftige
Mannſchaft angeſprochen aus der Schule der Schierſteiner, die
ahrelang das Machtwort geredet haben. Wir rechnen mit einem
ſehr ſpannenden Spiel. Beginn 3 Uhr.
Bei den Freundſchaftsſpielen wird endlich ein größeres
Pro=
gramm geboten, wobei es augenfällig iſt
daß die unteren Klaſſen
ich die Erſatzmannſchaften der „Großer
verſchrieben haben. In
der Kreisklaſſe ſpielt Pfungſtadt in Büttelborn und muß ſich
zu=
ſammennehmen. Ebenſo Bensheim in Heppenheim, da die
Platz=
vereine in der Meiſterklaſſe einen guten Ruf genießen. Nauheim
ſpielt im Anſchluß an den Gauſpieltag gegen Griesheim. zwei
alte Bekannte, die ſich gerne früherer Zeiten erinnern. Weiter
ſind zu nennen: Weiterſtadt—Arheilgen 2., Münſter—Ober=
Roden, Urberach-Nieder=Roden. Seeheim-Nieder=Ramſtadt,
Erfelden—Gernsheim. Eberſtadt—Rot=Weiß Darmſtadt
Liga=
erſatz, Auerbach-Birkenau. Groß=Gerau 2.—Erzhauſen.
Um die Kreismeiſterſchaft: Tv. Arheilgen — Tv. Biebrich.
Nachdem in den Entſcheidungsſpielen am letzten Sonntag auch
Aſchaffenburg und Bickenbach verloren, iſt von den 4 Vertretern
der 2. Gaugruppe allein noch der Tv. Arheilgen im Rennen. Die
Arheilger Turnerhandballer haben ſich durch zwei ſchöne Siege über
die Elf des Tv. Lampertheim bis zur Zwiſchenrunde durchgekämpft
und empfangen am kommenden Sonntag nachmittag auf dem Platz
an der Hammelstrift den Tv. Biebrich als Gegner. Biebrich iſt
durch einen glücklichen Sieg gegen Eintracht Wiesbaden in die
Zwiſchenrunde gekommen. In den Pflichtſpielen im 3. Bezirk der
3. Gaugruppe konnte die Gäſtemannſchaft ihre ſämtlichen Spiele
gewinnen. Sie wird zweifellos einen nicht zu verachtenden
Geg=
ner abgeben.
TSV. Braunshardt—FSV. Frankfurt a. M.
Zu einem Privatſpiel haben ſich die Braunshardter für
kom=
nenden Sonntag, nachmittags 3 Uhr, die Ligaelf des
Fußball=
ſportvereins Frankfurt a. M. verpflichtet. Der Name der Gäſte
dürfte Gewähr für einen erſtklaſſigen Gegner bieten. FSV. ſt
t dem A
nach Beendigung der Verbandsſpiele punktgleich
intſcheidungs=
ſchwanheim an der Main=Tabellenſpitze. Das
ſpiel konnte Schwanheim knapp 2:1 für ſich entſcheiden, ein
Be=
weis für die Spielſtärke der Frankfurter Mannſchaft. Wenn den
Zraunshardtern ein ehrenvolles Abſchneiden gelingen ſoll, muß
die Mannſchaft mit weit beſſeren Leiſtungen aufwarten.
Vor=
her 2. Mſch.—Tv. Mörfelden 1.
Handball im Kreis Starkenburg.
Die Verbandsſpiele im Kreis Starkenburg ſind nunmehr be
endet. Außer Konkurrenz nahmen die Reſerven des Sportvereins
1898 und der Polizei teil. Nach Abzug der erzielten Punkte der
beiden Reſerven ſteht Merck l an erſter Stelle und iſt ſomit Meiſter.
Im den Aufſtieg zur Ligaklaſſe kämpfen nun Merck
als Meiſter des Kreiſes Starkenburg, Olympia
Biebes=
heim als Meiſter des Kreiſes Südheſſen und der noch zu er
mittelnde Pokalmeiſter. Aller Vorausſicht nach wird letzterer der
ſehr gute TV. Trebur ſein.
V. Trebur I
Vol. Darmſt. Reſerve
Merck Darmſt. I
Königſtädten
Eppertshauſen I
Mörfelden
Viktoria Griesheim
Karl Aletter, der bekannte Schlagmann der Mannheimer
Amicitia, hat ſeine Studien mit der Erringung des Doktortitels
erfolgreich beendet.
Herbert Böcher, der aus China heimgekehrte frühere
Mittel=
ſtreckenmeiſter, will wieder ſtarten und wird ſich dem SCC.
an=
ſchließen.
Amtliche Winkerſporknachrichten
(herausgegeben von der Heſſiſchen Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle
am Landw. Inſtitut der Univerſität Gießen, am 19. Februar 1932)=
Schwarzwald. Feldberg; Klar, — 12 Grad, Schneehöhe 30 cm.
Pulverſchnee, Sportmöglichkeit gut. — Ruheſtein: Klar
Grad, Schneehöhe 15 cm.. Decke lückenhaft, Sportmöglichkeit
mäßig.
Nummer 31
Samstag, den 20. Februar
Zehnte Durchführungsverordnung zur Oeviſenverordnung.
Verfrühke Hoffnungen auf eine deutſche Diskonkermäßigung. — Vor Bereinigung der Bankenfrage
keine uistonkenkſcheidung. — die Börſenlage.
Die ſtarken Deviſenabflüſſe der letzten Wochen ſind offenbar in
er=
heblichem Umfang darauf zurückzuführen, daß Inländer unter
Miß=
achtung der bisherigen Vorſchriften zum Zweck der Kapitalflucht
Reichs=
markbeträge in das Ausland geſchafft haben und daß Ausländer es
ver=
ſtanden haben, die Beſchränkungen zu umgehen, denen der Erlös ihrer
im Inland getätigten Effektenverkäufe unterliegt. Die Neichsregierung
hält es im Einvernehmen mit der Reichsbank für erforderlich, dieſen
Machenſchaften nachdrücklich entgegenzutreten.
Die geſtern erlaſſene Zehnte Durchführungsverordnung zur
Deviſen=
verordnung beſtimmt daher, daß Reichsmarknoten, die aus dem Ausland
oder dem Saargebiet an inländiſche Kreditinſtitute eingeſandt werden,
dort nur auf Sperrkonto gutgebracht werden dürfen. Ebenſo kommen
Einzahlungen von Ausländern, die im Inland an Ausländerkonten
ge=
leiſtet werden, zunächſt auf Sperrkonto.
Einige weitere Vorſchriften der Verordnung ſind dazu beſtimmt,
Lücken in den Deviſenbeſtimmungen zu ſchließen. So ſoll künftig,
ebenſo wie ſchon bisher, der Erlös aus Wertpapierverkäufen, auch
der Erlös aus der Liquidierung anderer inländiſcher Vermögensanlagen
von Ausländern, insbeſondere aus Grundſtücksverkäufen, auf ein
Sperr=
konto gebracht werden. Die Vorſchrift, daß Inländer einer Genehmi=
gung der Deviſenbewirtſchaftungsſtelle zu jeder Verfügung über RM.=
Forderungen bedürfen, die zugunſten von Ausländern oder Saarländern
erfolgt, richtet ſich gegen das Ueberhandnehmen der Abdeckung von
RM.=Schulden an Ausländer durch Verrechnung mit RM.=Forderungen
an Ausländer, ein Vorgang, der ſich bisher der Kontrolle der
Deviſen=
bewirtſchaftungsſtellen entzogen hatte. Aehnlichen Zwecken dient die
Vorſchrift, wonach die Exporteure in ihren zehntägigen Nachweiſungen
auch darüber Rechenſchaft zu geben haben, in welcher Form ſie
Zah=
lungen auf ihre RM.=Forderungen erhalten haben. Der Kreis der
anbietungspflichtigen Perſonen wird auf alle Körperſchaften und
An=
ſtalten des öffentlichen Rechts ausgedehnt. Ferner wird klargeſtellt, daß
auch Perſonen, die erſt nach dem 2. Oktober 1931 — dem Stichtag des
letzten Deviſenaufrufs — wieder einen Wohnſitz im Inland genommen
haben oder nehmen, der Anbietungspflicht unterliegen.
Die Hoffnungen auf eine deutſche Diskontermäßigung ſind nach
der vorgeſtrigen Ermäßigung der Londoner Bankrate wieder aufgelebt.
Nach Informationen wird aber vor einer Bereinigung der Bankenfrage
kaum mit einer Diskontentſcheidung zu rechnen ſein. Der
augenblick=
liche Diskontſatz von 7 v. H. beſteht ſeit dem 18. Dezember 1931.
Berliner und Frankfurker Effekken=Freiverkehr.
Bei ſehr ſtillem Geſchäft herrſchte im geſtrigen Telephonverkehr in
Berlin ziemlich unſichere Tendenz. Der feſte New Yorker Börſenſchluß
hatte zwar zunächſt mit feſteren Kurſen rechnen laſſen, als dann aber
das Geſchäft in Gang kam, ſtellte ſich heraus, daß die Kursentwicklung
keine einheitliche Richtung aufzuweiſen hatte. Man iſt im Moment ſo
ziemlich in jeder Beziehung auf dem toten Punkt angekommen. Mit der
Diskontentſcheidung der Deutſchen Reichsbank nach den Ermäßigungen
in England, Schweden und Norwegen wird vorläufig nicht mehr
ge=
rechnet, doch nimmt man an, daß dieſer Frage nach der
Bankenbereini=
gung und zur Börſeneröffnung am kommenden Donnerstag
näher=
getreten wird. Dieſe Börſeneröffnung ſteht im übrigen im Mittelpunkt
der Diskuſſionen. Die weitere Hinausſchiebung der Prolongation der
noch ſchwebenden Terminengagements bis zum 31. März beweiſt, daß
man an einem weiteren allmählichen Abbau der Verpflichtungen feſthält
Die beſchloſſene Zweiſtundenbörſe zeigt, daß man mit einem größeren
Börſengeſchäft rechnet, was noch dadurch unterſtützt werden ſoll, daß
der Telephonhandel in der Börſenzeit unterbunden wird und die Banken
verpflichtet werden ſollen, alle Kundenorders an die Börſe zu bringen.
zorläufig ſteht man in Bankkreiſen jedoch all dieſen Dingen noch etwas
ſkeptiſch gegenüber und will erſt einmal die Durchführungsbeſtimmungen
des Börſenvorſtandes abwarten, bevor man ſich ein abſchließendes Urteil
bildet. Hierauf iſt wohl auch die auffallende Geſchäftsſtille am geſtrigen
Vormittag zurückzuführen, denn nur Spezialgebiete hatten Umſätze
auf=
zuweiſen. So lagen Bankaktien weiter im Angebot, beſonders
Danat=
bank gaben erneut um 3 Prozent nach und haben hiermit in wenigen
Tagen 25 Prozent ihres Wertes verloren, auch Schiffahrtswerte blieben
ſchwach veranlagt. Während aber hapag und Lloyd ihren vorgeſtrigen
Kursſtand ziemlich behaupten konnten, verloren Hamburg Süd zirka
5 Prozent. Ferner neigten Reichsbankanteile, Reichsbahn=
Vorzugs=
aktien und Schuldbücher weiter zur Schwäche. Im Gegenſatz hierzu
ſetzten die Kaliwerte ihre Aufwärtsbewegung fort, wobei die
Kalineben=
werte, Aſchersleben und Weſteregeln, mehr von der Bewegung
profi=
tierten. Intereſſe erhielt ſich außerdem weiter für Chade=Aktien und die
übrigen Valutapapiere. Der Anlagemarkt blieb vernachläſſigt.
Pfand=
briefe und auch deutſche Anleihen lagen faſt geſchäftslos.
Ausgehend von Bank= und Schiffahrtsaktien, wurde die Tendenz im
weiteren Verlauf allgemein ſchwächer. Auch die anfangs favoriſierten
Marktgebiete büßten einen Teil ihrer Gewinne ein, Farben
unterſchrit=
ten wieder die Parigrenze. Auch Reichsbankanteile lagen ſtärker im
Angebot. Feſtverzinsliche Werte konnten ihre Kurſe im großen und
ganzen behaupten, Kommunglobligationen waren im Zuſammenhang
mit den Umſchuldungsplänen bis zu 1½ Prozent gebeſſert. Am
Geld=
markt traten keine nennenswerten Veränderungen ein. Am
Deviſen=
markt notierten Amſterdam und Spanien je 10 Rpfg. niedriger
Ohne daß ſich an der luſtloſen Grundſtimmung und der beſtehenden
Geſchäftsſtille etwas änderte, traten im Laufe des Nachmittags bei den
vorher beſonders ſtark gedrückten Papieren kleine Erholungen ein, die
aber nur in Einzelfällen über 1 Prozent hinausgingen. Nicht ganz
ſchuldlos hieran war wohl die feſte Haltung der europäiſchen Auslands
börſen. Aber auch die Schließung der weiteren Deviſenlücken durch die
neuen Durchführungsbeſtimmungen machten einen guten Eindruck.
Im=
mer wieder wurde in den Bankbüros über den bevorſtehenden Börſen=
Freiverkehr diskutiert, und auch an der geſtrigen Sprechbörſe war dies
das Hauptgeſprächsthema. In Maklerkreiſen war man ſogar für den
Börſenfreiverkehr in den Börſenräumen recht optimiſtiſch geſtimmt, da
man mit Sicherheit daran glaubte, daß es gelingen wird, die bei den
Banken einlaufenden Orders für die Börſe zu reſervieren und ſomit
dem Einzelnen mehr Verdienſtmöglichkeiten zu ſchaffen. Allerdings
war man ſich andererſeits auch darüber klar, daß das Kurs=
Veröffent=
lichungsverbot ſobald wie möglich fallen muß, um der Kundſchaft das
notwendige Vertrauen zur Börſe durch die Kontrollmöglichkeiten in der
Preſſe wiederzugeben. Soweit in den geſtrigen Nachmittagsſtunden
noch Umſätze zuſtandekamen, beſchränkten ſich dieſe auf die führenden
Werte, zu denen ſich noch einige Spezialitäten wie Banken, Schiffe,
Schubert u. Salzer und Chadeaktien geſellten. Kaliwerte konnten ihren
Höchſtſtand ziemlich gut behaupten, lagen aber ſpäter, ebenſo wie
Mon=
tan= und Glektropapiere, vernachläſſigt. Am Anlagemarkte waren
Pfand=
briefe gut gehalten, Kommunal=Obligationen weiter geſucht, Reichsbahn=
Vorzugsaktien und deutſche Anleihen eher angeboten. Bei den
In=
duſtrie=Obligationen beſtand auf vorgeſtriger Kursbaſis eher Angebot.
Ebenſo neigten Stadtanleihen zur Schwäche. Reichsſchuldbuchforderungen
wieſen einen Tagesverluſt von 1 Prozent auf.
Am Geldmarkte blieben die Sätze unverändert. In Privatdiskonten
beſtand eher kleines Angebot, dagegen zeigte ſich für Reichsſchatzwechſel
etwas Nachfrage. Hierbei wickelten ſich die Umſätze ebenfalls auf
Privat=
diskont=Baſis von 6Sſ Geld und 6½ Prozent Brief ab.
Trotz der Befeſtigung der Auslandsbörſen ſetzte ſich im Frankfurter
Telephonverkehr die erwartete Befeſtigung nicht durch. Zu Beginn lagen
die Kurſe etwa ½ Prozent über dem Nibeau des geſtrigen
Abendver=
kehrs, gaben jedoch im Verlauf raſch um 1 Prozent nach. Stärker
an=
geboten waren Reichsbank= und Elektrowerte, auch J. G. Farben wieder
unter der Pari=Grenze. Das Geſchäft iſt ſehr klein. Die Spekulation
iſt zurückhaltend im Hinblick auf die mit Spannung erwartete Klärung
der Bankenfrage. Am Rentenmarkt waren 8prozentige Pfandbriefe gut
behauptet, desgleichen Induſtrie=Obligationen und Kommunal=
Obligatio=
nen. Verſtimmend wirkte hier das anhaltende Angebot in
Schuldbuch=
ſorderungen, die erneut 1 Prozent nachgaben. Auch Altbeſitz ½ Prozent
niedriger.
Die Auslandsbörſen.
Die Tendenz der Pariſer Börſe war auch geſtern wieder feſt,
da umfangreiche Käufe in den führenden Werten getätigt wurden. Einige
Gewinnmitnahmen kurz vor Schluß konnten an der feſten Tendenz nichts
ändern.
Die Grundſtimmung der Brüſſeler Börſe war gleichfalls feſt,
doch hielten ſich die Kursveränderungen in engem Rahmen.
Die Kursbewegung an der Londoner Börſe war nicht
ein=
heitlich, das Geſchäft verlief ſehr ruhig. Heimiſche Eiſenbahnen waren
ſchwach veranlagt, dagegen zeichneten ſich britiſche Staatspapiere durch
beſonders feſte Haltung aus. Deutſche Bonds lagen etwas niedriger.
Wien war bei kleinem Geſchäft wemg verändert, einige Werte
ſchloſſen feſter.
Die New Yorker Börſe eröffnete geſtern in ſehr feſter
Hal=
tung, da die Spekulation infolge der neuen Beſtimmungen gegen die
Leerverkäufe zu überſtürzten Käufen ſchritt.
An den internationalen Deviſenmärkten war die
intereſſanteſte Bewegung des geſtrigen Nachmittags der außerordentlick
ſtarke Rückgang des Yen, während China feſt tendierte. In New York
ging der Yen von 341/z auf 335/s zurück und in London von 2/050
vor=
geſtern früh auf 1/1143. Der Dollar konnte ſich wieder gut erholen, in
Amſterdam beſſerte er ſeinen Stand um über 35 Cents. Das Pfund
war gut behauptet mit 3,451), gegen den Dollar, 8,53½ gegen den
Gul=
den, 87,59 gegen Paris 14,52½, gegen die Reichsmark und 17,69 gegen
Zürich. Die Reichsmark war in New York mit 23,75 gehalten, in
Am=
ſterdam ſtellte ſie ſich auf 58,96, in Zürich lag ſie mit 121,52½ niedriger.
Berliner Deviſen=Feſtſehung vom 19. Februar 1932.
Helſingfors
Wien
Prag
Budapeſt
Sofia
Holland
Oslo
Kopenhagen
Stockholm
London
Buenos Aires
New York
Belgien
Italien
Paris
Schweiz
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Zunächſt keine Kündigung des Internationalen Zinkkartells. Ueber
die am 18. ds. Mts. in Paris abgehaltene Tagung des Internalionglen
Zinkkartells, die ſich mit der durch den engliſchen Zinkzoll geſchaffenen
neuen Lage grundſätzlich befaßte, erfahren wir von zuſtändiger Seite.
daß dieſes Mal von keinem Mitgliederlande die Kündigung des
Kartells erfolgt iſt. Wohl aber rechnen die beteiligten Kreiſe, daß von
verſchiedenen Ländern auf der nächſten Sitzung, die etwa Mitte März
ſtattfindet, die Kündigung ausgeſprochen wird, da nach England nun
auch vorausſichtlich Deutſchland den Zinkzoll einführen wird. Der
Welt=
markt iſt bereits jetzt durch die vorbereitende engliſche Maßnahme
ge=
ſtört. Man rechnet aber trotzdem nicht mit einer unmittelbaren
weſenſ=
lichen Produktionserhöhung nach der evtl. Auflöſung des Zinkkartells.
einmal weil der Abſatz in die früher zollfreien Länder ziemlich
unter=
bunden wird und weil auch die zollgeſchützten Länder eine erhöhte
Ver=
proviantierung mit Zinkerzen erſt allmählich bewerkſtelligen können,
Der deutſche Tabakverbrauch 1930/31. Der deutſche Verbrauch an n
Tabakerzeugniſſen betrug im Jahre 1930/31 2,726 Millionen RM., d.h.
pro Kopf der Bevölkerung 42 RM. jährlich. Dies bedeutet einen recht
erheblichen Rückgang gegenüber im Vorjahre 44 RM. Die Belaſtung
des Tabaks durch den Fiskus iſt nach den wiederholten Erhöhungen de
Tabakſteuer außerordentlich hoch. Bereits im Jahre 1930/31 entfielen
nuf den Kopf der Bevölkerung 17 RM. gegen 15 RM. im Vorjahre. Die
ſteuerliche Belaſtung iſt alſo in noch weit ſtärkerem Maße geſtiegen, als
her Verbrauch zurückgegangen iſt. Die Tabakabgaben (Zoll, Tabakſteuer,
Materialſteuer, Ausgleichsſteuer uſw.) betrugen nicht weniger als 127n
Prozent der Geſamteinnahmen des Reichs und wurden in ihrer Höhe*
nur von einer Steuer, nämlich der Einkommenſteuer, übertroffen. Ins. waren in der deutſchen Tabakinduſtrie 142.000 Arbeiter be.
ſchäftigt.
Mekallnokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 19. Februar ſtellten ſic
für j. 100 Kilogramm für Elektrolytkupfer, prompt cif Hamburg.
Vereinigung für die
Bremen oder Rotterdam (Notierung de
Die
Notie=
deutſche Elektrolytkupfernotiz) auf 62.00 RM.
rungen der Kommiſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes=
(die Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland, für prompten
Lieferung und Bezahlung) ſtellten ſich für
Originalhüttenalu=
minium 98= bis 99proz., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren aufl
160 RM. desgl. in Walz= oder Drahtbarren 99proz. 164 RM.
Reinnickel, 98= bis 99 proz. 350 RM., Antimon Regulus 52—591
RM., Feinſilber (1 Kilogr. fein) 42—45.25 RM.
E-ic
Produkkenberichke.
Berliner Produktenbericht vom 19. Februar. Im hieſigen
Produk=
kenverkehr konzentriert ſich das Intereſſe gegenwärtig auf das handels.s
rechtliche Lieferungsgeſchäft, während die Umſatztätigkeit am Prompt”
markt infolge des geringen Inlandsangebotes gering bleibt. Die Lieſe*
rungspreiſe für Weizen konnten die bis zwei Mark betragenden
Steige=
rungen des Vormittags nicht behaupten, da die ſonſt als Käufer auf
tretende Firma ſich heute zurückhielt. Die Anfangsnotierungen lagern
daher nur eine halbe Mark höher. In Roggen erfolgten wieder y
ſchiedentlich Abgaben der Deutſchen Getreidehandels=Geſellſchaft, ſo de
das Preisniveau unverändert blieb. Für Inlandsweizen und =
roggen=
zur prompten Verladung lauteten die Gebote zumeiſt 1 RM. höher al.
geſtern, ohne daß die vorhandene Nachfrage, voll befriedigt werder
konnte, zumal auch die Provinzmühlen nach wie vor ſchwach verſor
ſind. Weizenmehl hatte geſtern noch vereinzelt lebhafteres Geſche
Roggenmehl bleibt ruhig; die Forderungen waren überwiegend etws
höher gehalten. Am Hafermarkt hat ſich die feſte Tendenz der letziem
Tage voll erhalten können, die Lieferungspreiſe ſetzten erneut bis dreir
RM. höher ein, und auch für effektive Ware waren geſtrige Ge
kaum durchzuholen. Gerſte hat bei behaupteten Preiſen ruhiges 0
ſchäft.
Kleine Wirkſchaffsnachrichken.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft, Metallwiſſenſchaft,
Me=
talltechnik” ſtellte ſich am 17. Februar 1932 auf 56,3 gegen 54,2 am 14
Februar 1932 (Durchſchnitt 1909/13 — 100), ſtieg alſo um 3,9 Prozentt
Der Aufſichtsrat der Baheriſchen Aktien=Bierbrauerei Aſchaffenn
burg, hat beſchloſſen, der auf den 15. März einberufenen Generalver3
ſammlung die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent vorzuſchlage
Im vorigen Geſchäftsjahr wurden aus einem Reingewinn von 37201
RM. 15 Prozent Dividende verteilt.
In Uebereinſtimmung mit der in Berlin getroffenen Regelung wirkn
auch an der Leipziger und Dresdener Börſe am 25. Februar ein nicht
amtlicher Börſenverkehr aufgenommen. Dagegen bleibt die Chemniyen
Börſe bis auf weiteres geſchloſſen.
Die Bemühungen der ſaarländiſchen Bergarbeiter=Organiſationenn
den von der franzöſiſchen Bergwerksverwaltung beſchloſſenen Abbau vod
5000 Bergleuten zu vermeiden, blieben erfolglos, obwohl die geſamttt
Belegſchaft ſich zu weiteren Arbeitszeitkürzungen bereit erklärte. Dil
Bergbauverwaltung hat mitgeteilt, daß bereits am 27. Februar 3000 von
der vorgeſehenen Geſamtzahl von 5000 entlaſſen werden.
Die Streiklage im Grubengebiet von Dombrowa und Krakau hat ſiche
nicht geändert. Im Revier von Dombrowa ſtreiken 7000, in dem von
Krakau an 4000 Arbeiter. Die Ausſichten des Streiks werden von der
polniſchen Preſſe im allgemeinen recht ungünſtig beurteilt, ſchon inn
Vim
Hinblick auf die großen Haldenvorräte, den verhältnismäßig milden
ter und den durch die Wirtſchaftskriſe und die allgemeine Not bedingter:
geringen Kohlenverbrauch.
Die italieniſche Regierung hat ein Einfuhrverbot erlaffen für ſriſge
Fiſche, auch in gefrorenem Zuſtand, für Baumwollgarne, Wollgewchd
und gewöhnliche Seife.
En
4f
Heit,
Aus den Amtsverkündigungen
des Kreisamts Darmſtadt und den
Bekanntmachungen des Polizeiamts
Darmſtadt.
Gefunden: 2 Portemonnaies mit
In=
halt, 1 ſilberne Damen=Armbanduhr,
Rahmenbau mit 2 Rädern ohne
Be=
reifung, 1 Herrenfahrrad, 1 gelbe
Horn=
brille, 1 wollene Mütze, 3 Bund
Schlüſ=
ſel 1 Gemsbart, 2 Damenhandtiſchen,
leeres Portemonnaie, 2 Damenſchirme,
Paar angefangene Sportſtrümpfe, vie
Paar Schuhriemen, 1 Buch. 1 geſtickte
Bluſe, 1 Zigarettenetui, 1 Taſchenſpie
gel. 1 Gürtel, 7 Martknetze, 12 Paar
Handſchuhe, 30 einzelne Handſchuhe, ein
Autoſucher, 1 Hundeleine, 5 Gutſcheine
über 2 Pfund Reis u. 3 Pfund Erbſen
Zugelaufen: 1 Fox, 1 Rottweiler,
kleiner brauner Hund.
Wir machen wiederholt darauf
auf=
merkſam, daß auch noch
Fundgegen=
ſtände vorhanden ſind, die in früheren
Bekanntmachungen verzeichnet ſind.
In=
tereſſenten können die Fundgegenſtände
während der Büroſtunden auf Zimmer
Nr. 11 beſichtigen.
Betr. Feldbereinigung Kleeſtadt.
Anmeldung zur Berufsſchule:
Alle Knaben und Mädchen, die nad
acht= bzw. neunjährigem Schulbeſuch
die Schule verlaſſen, ſind verpflichtet,
noch 3 bzw. 2 Jahre lang die
Berufs=
ſchule zu beſuchen, auch ſolche von aus
wärts, die hier beſchäftigt ſind.
Die Neuaufnahme findet ſtatt am
Montag, dem 22., und Dienstag, dem
23. Februar 1932, von 15 bis 18 Uhr,
und zwar:
in der gewerblichen Berufsſchule
Die Feldbere nigungsgeſellſchaft
Klee=
ſtadt hat den Ausbau von Wegen,
die Verſchleifung von Rainen und
die Ausführung von
Drainierungs=
arbeiten zu vergeben.
Plä e und Bedingungen ſind bei uns
(Bleichſtraße 1) einzuſeßen. Angeboie
ſind bs Samstag, den 27. Februar 1932,
vormittags 10½ Uhr, einzureichen.
Angebotsunterlagen werden für 50 9
abgegeben. Zuſchlagsfriſt 8 Tage.
Darmſtadt, den 17. Februar 1932.
Heſſ. Kulturbauamt. (28441
(Schulhaus. Landgraf=Philipps=Anlage
Nr. 6) für Metallarbeiter und
Bau=
handwerker jeder Art,
in der gewerblichen Berufsſchule II
(Schulhaus Niedex=Ramſtädter Str. 8)
für Schuhmacher, Sattler, Kammmacher
Schneider, Poſamentiere, Metzger,
Bäk=
ker, Konditoren, Kellner, Köche,
Fri=
ſeure, Gärtner, Schriftſetzer, Buchdrucker,
Buchbinder, Landwirte, Fabrikarbeiter,
Hausburſchen, Taglöhner, Schneiderin
nen. Friſeuſen, Gärtnerinnen,
Putz=
macherinnen und Weißzeugnäherinnen
in der kaufmänniſchen Berufsſchule
(Schulhaus, Hermannſtraße 21) für
Kaufleute, Drogiſten. Dentiſten und
Schreiber männlichen und weiblichen
Geſchlechts:
in der hauswirtſchaftlichen
Berufs=
ſchule (Schulhaus. Alexanderſtraße 27
für alle Mädchen, die nicht gewerblich
oder kaufmänniſch tätig ſind.
Alle von auswärts neu zugezogenen
Berufsſchulpflichtigen der drei
Jahr=
gänge haben ſich an den gleichen Tagen
in den betreffenden Schuhhäuſern.
melden.
(st. 2090
Näheres wird bei der Anmeldung
be=
kannt gegeben.
Darmſtadt ,den 3. Februar 1932.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Mueller, Oberbürgermeiſter.
Holzverſteigerung Nr.9.
Mittwoch, den 24. Februar, 10 Uhr
wird in Meſſel (Wirtſchaft von Joh.
Heinrich Laumann II.) aus Forſtort II
Dieburger Mark 1—9, VI
Mörsbacher=
grund 3. Saufang 25, Kühruh 39, 40,
Silzſchlag 48, Kleenck 41—47 verſteigert:
Stammholz, Fm.: Kiefer 1.26 4a, Lärche
0,54 2a, 0.54 2b, 1,28 Za, Fichte 2,7
1a, 2,90 1b 0,94 2a, 1.45 3a.
Derb=
ſtangen, Stück: Fichte 2 I., 6 II.
Nutz=
ſcheitholz, Rm.: 72.2 Eiche l. geſpalten.
Scheitholz, Rm.: 198 Buche, 26
Hain=
buche 820 Eiche, 10 Birke, 149 Kiefer,
Fichte. Knüppelholz, Rm
41 Buche,
7 Hainbuche, 216 Eiche, 3 Birke, 1 Erle,
Kiefer, 18.2 Fichte. Reiſerholz
Klaſſe. Rm.: 6 Buche. Stockholz, Rm.
15,4 Eiche.
(2807
Das Holz iſt vor der Verſteigerung
ein=
zuſehen. Mit H1 geſchlagene Nummern
kommen nicht zum Ausgebot. Aukunft
durch Förſter Engel und Forſtgehilfe
Lang, Meſſel.
Darmſtadt, den 18. Februar 1932.
Forſtamt Kranichſtein.
Bergebung
von
Küchenabfällen.
Auskunft im ſtädt.
Alte sheim (St.2236
Städt. Wohlfahrts=
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(1319.
Saamstag, 20. Februar 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Rachrichten
Mein Zielster ist . . . Prolessional
Nr. 51 — Seite 13
Ni
fa f=
Copyright by: Carl Duncker Verlag,Berlin W62 Roman von Franz Roswalt
—55m: Wieviel Zinſen geben Sie eigentlich Herrn Schu=
—Ich weiß gar nicht!”
„„Na, hören Sie mal, lieber guter Willy, das weiß man doch!"
Herr Schumacher ließ bitten.
„„Ach, Lo, ich habe mich doch nie mit dieſen Dingen befaßt
werde nie ein großer Kaufmann werden, ein leidlicher Renn= genehm!
ter vielleicht. Statt dreitauſend Mark habe ich zweitauſend=
„Mein Name iſt Gillmann!“
ſtſcundert herausbekommen.”
„Aber um Himmelswillen, Willy, wie können Sie denn auf
gerr ſolchen Wucher eingehen! Fünfhundert Mark für zwei
Mo=
ne, das iſt ja das Zehnfache von dem, was Sie regulär bezahlen
gien. Wo wohnt denn dieſer Schumacher?‟
löſen!“
„Prinzenallee 16!” ſagte er kleinlaut.
Sie notierte ſich die Adreſſe und ſtand auf.
ſtändnis rot wurde.
„Wo wollen Sie hin?” fragte er überraſcht.
„Ich werde mal mit dieſem Herrn Schumacher reden, mein ja hier nichts zur Sache. Den Wechſel will ich einlöſen, wie Sie
„Lo, das kann ich nicht von Ihnen verlangen!“
„Iſt auch nicht nötig!“
„Aber Sie wiſſen doch, ich habe im Augenblick noch kein Geld!” ſagte ungefähr der halb erſtaunte, halb bedauernde Blick, den er
„Er wird prolongieren!“
Lo zuwarf.
„Er wird ſich hüten, Lo!”
„Na gut, dann komme ich eben wieder zurück und ſage, lieber wendung anerkannt, ich kann leider heute nichts mehr tun!“
IIy, ich hab’s auch nicht geſchafft, fertig!“
Er ſtand unſchlüſſig vor ihr. „Wann ſehen wir uns wieder, Schumacher!“
„Na, das klingt ja ganz
z verfänglich — — ſagen wir morgen Fräulein, Sie ſind wahrſcheinlich in geſchäftlichen Dingen ſehr
udieſelbe Zeit, gemacht?”
„Ja, Lo, vielen, vielen Dank einſtweilen!“
lich ſein!“
„Nichts zu danken, auf Wiederſehen!
Sie winkte ihm zu und ging mit leichten federnden Schritten / Haußner ausgenutzt, Sie haben einen Zinsſatz berechnet, der das
ſoon. Als er etwas ſpäter das Kaffee verließ, dachte er unwill= Zehnfache des üblichen beträgt; Herr Haußner hat keine Luſt, ſich
ülich, ſchade! Warum habe ich die kleine Lo nicht früher kennen hochnehmen zu laſſen — einen Moment, Herr Schumacher, ich bin
gernt. Nachdenklich ging er in die Penſion zurück. Lo war ein gleich ſo weit — Herr Haußner zahlt Ihnen ſofort die geliehene
gelhafter Menſch. Außer Pleß, der ſchließlich ein Mann war, Summe plus zwanzig Prozent, das wären zweitauſendſechshundert
tnte er niemanden, der ihn ſo gut verſtand und bei dem er ſich Mark. Mehr iſt ihm zurzeit nicht möglich.
bvohlfühlte wie bei dieſem jungen natürlichen Mädel!
Er ſchloß langſam auf. Zu ſpät! Lo kam zu ſpät!
Er riß ſich zuſammen. Nur nicht nachdenken!
Nachdruck verboten
„Sagen Sie Herrn Schumacher, ich käme in der Angelegenheit
Haußner!” beantwortete die kleine Gillmann kurz die Fragen, die
das Fräulein in der Pfandleihe an ſie richtete.
Aha, dachte er, Lo wohlwollend muſternd, die Braut! An=
„Schumacher! Erfreut, nehmen Sie Platz, meine Dame!"
„Sie wiſſen bereits, in welcher Angelegenheit ich hier bin!"
„Gewiß. Sie wollen den Wechſel Ihres Herrn Verlobten ein=
Sie ärgerte ſich wütend, daß ſie bei dieſem kleinen Mißver=
„Herr Haußner iſt zwar nicht mein Verlobter, aber das tut
richtig vermuten. Aber nicht mit dreitauſend Mark.”
Herr Schumacher lächelte bedauernd. Das geht wohl nicht ſo,
wie Sie es möchten. Unterſchrieben iſt unterſchrieben. Das be=
„Herr Haußner hat ſeinerzeit meine Forderung ohne jede Ein=
„Es wird Ihnen aber, nichts anderes übrig bleiben, Herr
Diesmal mußte er wirklich ein wenig lachen. „Mein liebes
wenig bewandert! Sonſt würden Sie etwas weniger zuverſicht=
„Vielleicht irren Sie ſich. Sie haben die Notlage des Herrn
„Ich bedauere unendlich, Fräulein Gillmann. Dann wird Herr
Haußner leider die Folgen auf ſich nehmen müſſen.”
„Hm! Vielleicht könnten die Folgen auch Ihnen nicht ganz
angenehm ſein!“
Herr Schumacher meinte ärgerlich: „Reden Sie keinen
Un=
ſinn!”
Bei ſich dachte er anerkennend, immerhin verſteht ſie doch
mehr davon als andere. Er war nicht abgeneigt, ſich gütlich zu
einigen. Auf zweitauſendneunhundert Mark, ſagen wir!
„Obgleich ich keineswegs Ihre Drohungen zu fürchten habe,
mein Fräulein, würde ich doch ausnahmsweiſe bei einer ſofortigen
Regelung auf hundert Mark verzichten — ausnahmsweiſe wie
geſagt.”
Die kleine Gillmann bewies eine erſtaunliche Zähigkeit.
„Ich denke nicht daran, derartige überhohe Zinſen zu
bewil=
ligen, Herr Schumacher. Ich hätte auch einen anderen Ausdruck
dafür, aber ich will Ihnen nicht zu nahe treten. Herr Haußner
ſelbſt hat keine Zeit, ſich mit ſolchen Geſchäften näher zu befaſſen,
ſonſt hätte er dieſen Wechſel niemals unterſchrieben. Mit klarem
Kopf tut das kein Menſch. Entweder, Sie geben ſich mit
fünfund=
zwanzig Prozent zufrieden — ich komme Ihnen auch entgegen
und erhalten den Betrag ſofort auf den Tiſch des Hauſes, oder ich
laſſe es darauf ankommen. Ich glaube nicht, daß es für Sie gut
iſt, wenn Ihre Geſchäftsgebräuche in die breite Oeffentlichkeit
dringen
Dieſes ſüße kleine Mädel — und ſo ein Teufel!
Schumacher hatte eine ſchwache Stunde — ausnahmsweiſe —
und ſtreckte die Waffen. Allerdings verfolgte er noch etwas
an=
deres dabei. Er rief das Fräulein aus dem Nebenzimmer und ließ
ſich den Wechſel Haußner bringen. Die kleine Gillmann löſte ihn
bar ein, zweitauſendſechshundertfünfundzwanzig Mark hatte ſie
eben von der Bank geholt. Blieben noch ganze zwanzig Mark auf
ihrem Konto. Aber was macht das, Haußner war geholfen, das
war die Hauptſache. Sie hatte nur eine große Sorge, wie ſie es
ihm einbringen ſollte, daß Schumacher auf einmal Menſchenfreund
geworden war und prolongiert hatte. Die Wahrheit durfte er
nicht erfahxen.
Nachdem Herr Schumacher das Geld nachgezählt hatte,
erkun=
digte er ſich liebenswürdig: „Haben Sie noch einen Moment Zeit,
Fräulein Gillmann?”
„Gewiß!”
„Erlauben Sie mir eine Frage: ſind Sie bereits beruflich
tätig
„Allerdings. Warum . . ."
*
„Was verdienen Sie monatlich, Fräulein Gillmann?"
Diesmal war ſie erſchlagen. „Zweihundertvierzig ohne
Ab=
züge!"
Herr Schumacher holte tief Atem: „Ich bin bereit, Ihnen
drei=
hundert Mark zu zahlen, Fräulein Gillmann, die Abzüge trage ich
ſelbſt!“
(Fortſetzung folgt.)
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