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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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guch 2maligem Erſcheinen vom 1. Oezember
hember 2.18 Reiſchemark und 22 Pfennig
wür, abgeholt 2.28 Reichemarl, durch die
it0 Neſchemar ſrei Haust. Poſbezugspreiſs
ne Beſiellgeld mongilſch 2.,78 Reſchemar.
ſüchkeſt für Aufnahme von Anzeigen an
Togen pitd nſcht Gbememmen. Nchte
framelner Nummern infolge höherer Gewalt
in Bezſeher nſcht zur Kürzung des
4. Beſſellungen und bbeſſellungen durch
ſue Verbindlichtelt für uns. Poſiſchegonte
Franfurt a. M. 1301.
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit 4 verſehenen Originol=Aufjätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 353
Montag, den 21. Dezember 1931.
194. Jahrgang
A mm breite Zelie im Kreiie Darmſſadt 25 Reichspig
Inanz=Anzelgen 40 Reſchspfg. Reilamezelle (92 mm
bretitl2 ReichemarkAnzelgen von auswärte 40 Reſchepfg.
FinanzAnzeigen 60 Reſchspfg. 92 mm breite
Relilame=
zeiſe 200 Reſchemar. Alle preiſe im Neichematk
ſt Dollar — 4.20 Markl. — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr. Streil uſw. erliſcht
ſede Verpſiſchtung auf Erfüllng der
Anzelgen=
aufträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konhurs oder gerſchliſcher Belteſung ſnlt eder
Nabatt weg. Bunſſonto Deuiſche Bani und Dorme
ſtädter und Nationalbani.
anzöſiſches Liebeswerben um England.
„unerläßlich”.
TU. London, 20. Dezember.
Sn Zuſammenhang mit den Verhandlungen, des engliſchen
zlicher Stellen über die engliſch=franzöſiſchen Beziehungen
urikaniſchen Kongreſſes, die zunächſt jede Hoffnung auf
Ulitug oder erhebliche Herabſetzung der interalliierten
Schul=
bluchte gemacht habe, ſowie die Tatſache, daß ſowohl England
u Frankreich Gläubiger Deutſchlands ſeien, bilde nach fran=
MSDR=Auffaſſung eine gute Grundlage für eine Verſtändigung
ſte Paris und London. Die franzöſiſche Diplomatie rechne
nik aß die Amerikaner auf die eigentlichen
Tributverhand=
ſcuvenig Einfluß ausüben, ſich aber einen Gegenſatz zwiſchen
Iege Zuſammenarbeit zwiſchen den beiden letztgenannten
ſty notwendig. Franzöſiſcherſeits ſpiele hierbei der Wunſch
ſuze Rolle, unter allen Umſtänden an den deutſchen
Tribut=
un feſtzuhalten. In Verbindung hiermit ſeien die
Be=
ugen der franzöſiſchen Preſſe bemerkenswert, daß
Deutſch=
itzneswegs ſo arm ſei, wie behauptet werde, und daß es
Iy einer verminderten Ausfuhr noch Zinſen für die
lang=
klufriſtigen Kredite, ſowie auch die ungeſchützten Tribute
Wu könne.
franzoſenfreundliche engliſche politiſche Schriftſteller
NoSr0 Nku Steed ergreift ſofort die Gelegenheit und fordert eine
4 ppoltühung, ob die Schuldenabkommen mit Amerika eine
Klau=
uen S incelten, wonach die Zahlungen an Amerika auf zwei Jahre
it werden könnten. Durch Anwendung dieſes Vorbehaltes
IIi eine neue Atempauſe von zwei weiteren Jahren ſchaffen.
stzung hierzu ſei jedoch eine Einigung zwiſchen Frankreich
BERLNA
ſuland. Eine ſolche Wendung würde nicht verfehlen, einen
zu auf den amerikaniſchen Senat zu machen und ihn
auf=
rzu kaſſen:
FAldene Krenz-die große Gefahr für Frankreich
elze
Rreinem längeren Artikel im „Sunday Chronicle” fordert
ſinFrankau endgültige Streichung der Tribute und Kriegs=
I4a Man müſſe, wie Deutſchland dies immer wieder
be=
lien roten Strich durch alle alten Schuldenverträge ziehen
lu internationalen Tatſachen als Grundlage für die
inter=
ſatuen Verpflichtungen ſetzen. Die Schuld an der ganzen
ſnfurtigen Weltkriſe trage die Mißgeburt des Vertrages von
NHöhepunkt erreicht habe, ſo ſei es der
ua g von Verfailles geweſen. Jeder, der an
Aſtellung dieſes Vertrages mitgearbeitet habe, trage einen
Hn Schuld au dem jetzigen unglücklichen Zuſtand aller diten befänden.
Me. Wenn Frankreich Deutſchland zwinge, bankerott zu
h41 fo werde es dadurch wahrſcheinlich noch mehr in
Mit=
etzſtaft gezogen werden als Deutſchland ſelbſt. Frankreich in Tokio beauftragt, der japaniſchen Regierung nochmals die
Noch kein Fortſchrikk in Baſel.
nscht
TU. Baſel, 20. Dezember.
Sonderausſchuß arbeitet mit Hochdruck, um noch vor
I4 franzöſiſch=belgiſch=ſüdſlawiſchen Gruppe möglich ſein
Mt allerdings recht fraglich geworden. Die am Samstag aufgeben. Die Kämpfe dauern noch an.
inen Abend hinein geführten Verhandlungen bei dem
Prä=
int, Beneduce wurden am Sonntag vormittag wieder
aufge=
w. Dr. Melchior hatte auch eine Sonderbeſprechung mit
U4eLayton. Gewiſſe Geſichtspunkte, z. B. über den Ernſt der
ün Kriſe, kriſtalliſierten ſich allmählich zu Formulierungen,
Bc eines Mehr= und Minderheitsgutachtens gegriffen wird,
19 gänzlich unentſchieden.
Amflicher Berichl
TU. Paris, 20. Dezember.
Antag nachmittag wurde über die franzöſiſch=engliſchen Ver=
Röllgen in Paris folgende amtliche Mitteilung veröffentlicht:
kaſchen den Vertretern des britiſchen Schatzamtes und des
ucſchen Finanzminiſteriums aufgenommenen Beſprechungen
eK ſich auf die Finanzlage und im beſonderen auf die Frage,
Nch die bevorſtehende Regierungskonferenz aufgeworfen
Lria/ Die Verhandlungen wurden in freundſchaftlichem Geiſt
ſüA und ſollen während der nächſten Wochen fortgeſetzt wer=
.NFe ſollen dazu dienen, die Arbeit der Konferenz in einem
Fiſtder Verſtändigung und Zuſammenarbeit beider Länder zu
drn.
Ein neuer Finanzdikkakor für Ungarn.
95 Amtsblatt bringt heute die bereits angekündigte
Ernen=
gen Karafiat zum Kultusminiſter. Gleichzeitig wird der
iüehrpräſident Graf Karolyi mit der proviſoriſchen Leitung
Nesü Akswohlfahrts=Miniſteriums betraut. Baron Koranyi, der
Einek er bekannteſten Finanzleute Ungarns iſt, hat das Finanz=
Dn Khüille nur unter der Bedingung übernommen, daß er voll=
MieYemnach der uneingeſchränkte Finanz=Diktator Ungarns. Reichskommiſſar dauernd in Fühlung halten.
ammenarbeit in der Tribukfrage Franzöſiſcher Druck auf das
Sparkaſſen=
weſen des Saargebiekes.
Saarbrücken, 20. Dezember.
Die Regierungskommiſſion hat dem Landesrat den Entwurf
trändigen Leith Roß im franzöſiſchen Finanzminiſterium einer Verordnung, betreffend Einrichtung einer
Zentraldepot=
e Pariſer Mitarbeiter der „Sunday Times” die Anſicht kaſſe für das Saargebiet, zugeſtellt. Nach dieſer Verordnung ſoll
für alle zur Anlage verfügbaren Geldmittel die Landeskaſſe der
ſtionen der Tribut= und Schuldenfrage wieder. Die Haltung Gemeinden und Gemeindeverbände einſchließlich deren
Spar=
kaſſen ſowie ſonſtiger Körperſchaften des öffentlichen Rechts eine
Zentraldepotkaſſe für das Saargebiet errichtet werden, die zum
Geſchäftsbereich des Mitgliedes der Regierungskommiſſion für die
Finanzen, des Franzoſen Morice, gehört. Die Sparkaſſen der
Gemeinden und Gemeindeverbände werden verpflichtet, ihre in
flüſſigen Werten anzulegenden Geldmittel bei der
Zentraldepot=
kaſſe anzulegen.
In der Begründung heißt es, es ſei das erſte und einzige
bund Frankreich zunutze machen würden. Dieſe Lage mache Ziel der Regierungskommiſſion, die Sparkaſſen liguid und ihre
liquiden Reſerven jederzeit ſofort greifbar zu halten, um den
Einlegern auch in ſchlechten Zeiten jede Sicherheit zu geben. Um
ſich die Möglichkeit einer ſicheren und jederzeit flüſſigen Anlage
der der Zentralkaſſe anvertrauten Sparkaſſenmittel zu ſichern, hat
die Regierungskommiſſion Verhandlungen mit der BJ3. in Baſel
angeknüpft. Die geplante Verordnung wird von einem Teil der
hieſigen Preſſe ſcharf abgelehnt, da ſie eine verſchärfte
Abriege=
lung des Saargebiets vom Reich darſtelle und in ſich die größten
politiſchen Gefahren für die weitere Entwicklung im Saargebiet
berge. Die Verordnung liefere das geſamte Sparkaſſenweſen der
Willkür des Franzoſen Morice aus. Gegen den in dieſer
Ver=
ordnung ganz offenſichtlich gemachten Verſuch einer weiteren
wirt=
ſchaftlichen und politiſchen Abriegelung des Saargebiets vom
Reiche werde ſich die Saarbevölkerung entſchieden zur Wehr
ſetzen.
Neuer japaniſcher Vormarſch
in der Mandſchurei.
Nochmalige amerikaniſche Mahnung an Japan.
Tokiv, 19. Dezember.
Das japaniſche Kriegsminiſterium kündigt in einer
Preſſe=
mitteilung ein neues Vorgehen der japaniſchen Truppen in
Richtung Kintſchau an. Das Verbot für die japaniſchen Truppen,
den Liauho=Fluß nicht zu überſchreiten, iſt aufgehoben worden.
flus. Wenn jemals die menſchliche Dummheit Als Begründung führt das Kriegsminiſterium an, daß zwiſchen
der füdmandſchuriſchen Eiſenbahnzone und Kintſchau ſich 100 000
Mann chineſiſcher regulärer und irregulärer Truppen ſowie Ban=
Staatsſekretär Stimſon hat den amerikaniſchen Botſchafter
iüſt er großen Gefahr, an das goldene Kreuz genagelt zu. Beſorgnis der Waſhingtoner Regierung über die Lage in der
Mandſchurei zum Ausdruck zu bringen. Der Botſchafter ſolle
dabei erneut und mit Nachdruck auf die Verpflichtungen Japans
aus dem Neunmächtepakt und dem Kellogg=Pakt hinweiſen.
Nach einer ruſſiſchen Meldung aus Tokio gelang es den
Puhten ſertig zu werden. Ob das bei der Haltung nament= Japanern nach heftigen Kämpfen bei Kintſchau mehrere Dörfer
zu beſetzen. Die Chineſen mußten einen Teil ihrer Stellungen
Honio verlängert ſein Ulkimalum.
Peking, 20. Dezember.
Da eine Räumung von Kintſchau innerhalb von 48 Stunden
ſchzſtehen aber noch ganz offen. Auch die Frage, ob zu dem techniſch unmöglich iſt, hat der Chef, der japaniſchen Truppen,
Honjo, das japaniſche Ultimatum auf mehrere Tage verlängert.
Genaue Angaben über das Ultimatum ſollen noch veröffentlicht
werden. Von chineſiſcher Seite wird behauptet, daß der
amerika=
präſidenten vorgeſprochen und darum gebeten hat, im Intereſſe Jahre 1932 vom 14. Dezember 1931 erlaſſen. Danach wird die
ihr die engliſch=franzöſiſchen Verhandlungen. des Friedens die militäriſchen Aktionen, gegen Kiutſchau abzl= Amtsdauer aller Mitglieder von Betriebsräten und aller
Be=
brechen.
Abrüſtungskonſerenz endgülkig am 2. Februak.
TU. Paris, 20. Dezember.
dem Vorſitz Henderſons auf den 2. Februar 1932 feſtzuſetzen.
die Gewerkſchaftsverkreker beim Preiskommiſſar. Die Erhebung von Realſteuern durch die Gemeinden.
Berlin, 20. Dezember.
Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichskommiſſar für Preis= dringende Erſuchen au die Länder gerichtet, bei Eutſcheidung
überwachung hatte am Samstag die Vertreter der Gewerkſchaften über Anträge von Gemeinden auf Erhöhung der Realſteuern
aller Gruppen und aller Richtungen zu einer Beſprechung einge= bis zum Landesdurchſchnitt einen beſonders ſtrengen Maßſtab
EP. Budapeſt, 19. Dezember. laden. Er entwickelte in ſeiner Beſprechung das Programm ſei= anzulegen und die Zulaſſung von Steuererhöhungen auf das
ner Arbeit und das Ziel, das ihm vorſchwebt, gab auch Aufſchluß unbedingt gebotene Maß zu beſchränken. Bei Gemeindeu, die
Res Barons Friedrich Koranyi zum Finanzminiſter und des über bisher getroffene und weiter in Ausſicht genommene Maß= ſchon Realſteuern von nicht unerheblicher Höhe erheben, müſſe
nahmen. Er bat die Gewerkſchaften, ihn bei ſeiner Arbeit zu insbeſondere gebrüft werden, ob der Erhöhung der Realſteuern
unterſtützen. Die Vertreter der Gewerkſchaften nahmen von den nicht die Einführung noch uicht ausgenutzter Steuern oder Er=
Ausführungen Kenntnis und wieſen auf die geradezu entſchei= höhung anderer vorhandener Steuern vorzuziehen ſei. Ganz
dende Bedeutung der Preisſenkung hin. Sie erklärten ſich zu beſonders gelte dies in den Länvern, in denen nach
Landes=
jeder gewünſchten Mitarbeit bereit und werden ihre Unterorga= recht die Gemeindegrundſteuer auf die Mieter umzulegen ſei
Lwyn freie Hand für die Finanzpolitik und auch entſcheidenden niſationen mit entſprechenden Weiſungen verſehen. Ueber die und daher wie eine Mieterhöhung wirke. Ju ſolchen Fällen
WAz auf die übrigen Wirtſchaftsreſſorts erhält, Koranyi Frage der Mitarbeit werden ſich die Gewerkſchaften mit dem könne die Genehmigung der Grundfteuererhöhung Uur in ganz
Das Land ohne Weihnachtsfeft.
Der ruſſiſche „Weihnachksfrieden”.
Von unſerem Moskauer Sonderberichterſtatter,
Moskau, im Dezember 1931.
Die ſchon ſeit Jahren übliche Anti=Weihnachtskampagne in
Rußland iſt von der Sowjetregierung diesmal durch einen
ſymbo=
liſchen Akt eingeleitet worden: die berühmte Erlöſerkirche, das
Wahrzeichen des alten Moskau, iſt geſprengt worden. An die
Stelle dieſer Kirche ſoll der ſtolze Sowjetpalaſt treten, der, wie
die Sowjetpreſſe erklärt, das Wahrzeichen des neuen
Sowjetmos=
kaus werden ſoll. Das Ende dieſer ehrwürdigen Kirche bedeutet
gleichzeitig den Beginn einer neuen antireligiöſen Kampagne, die
das diesjährige Veihnachtsfeſt zum erwünſchten Anlaß nimmt. um
der Kirche und dem Glauben mit aller Energie an den Leib zu
gehen.
Die Anti=Weihnachtskampagne dieſes Jahres trägt ſomit
einen noch weitaus ſtärkeren Kampfcharakter als jemals bisher.
Bereits ſehr früh iſt mit den Vorbereitungen begonnen worden.
Das äußere Symbol des Feſtes, der Weihnachtsbaum, iſteſchon ſeit
Jahren verboten, die Herſtellung und der Verkauf von
Weihnachts=
artikeln ebenfalls. Die Sowjetregierung und die Parteileitung
wollen ſich in dieſem Jahre nicht auf Verbote und Verhöhnung der
religiöſen Bräuche beſchränken, ſondern den Kampf um die Seele
des Jolkes mit aller Kraft aufnehmen. Die Leitung der Anti=
Weihnachtskampagne liegt zwar offiziell, wie gewöhnlich, in den
Händen des Verbandes der Gottloſen, jedoch ſteht hinter dieſem
Verbande der geſamte Apparat des Staates und der Partei.
In noch ſtärkerem Maße als bisher will man diesmal die
Kampagne auf das flache Land ausdehnen; ſogenannte
Sturm=
brigaden der Gottloſen werden in die Dörfer entſandt, wo ſie in
Wort und Schrift mit Unterſtützung des Films Propaganda gegen
das Weihnachtsfeſt und die Religion überhaupt betreiben ſollen.
Das Schwergewicht der Bekämpfung des Weihnachtsfeſtes liegt
je=
doch nach wie vor in den Städten. Die Moskauer Muſeen bereiten
15 antireligiöſe Wanderausſtellungen vor, die in jedem
Stadt=
viertel Moskaus und des Moskauer Gebietes bei freiem Zutritt
die Arbeiterſchaft über den „engen Kontakt zwiſchen Kapitalismus
und Religion” aufklären ſollen. Das Unterrichtskommiſſariat hat
ſogar beint Rat der Volkskommiſſate der Sowjetunion die
Grün=
dung eines zweiten Antireligiöſen Muſeums in Moskau angeregt,
um für die Kirchen= und religionsfeindliche Propaganda in der
Sowjethauptſtadt eine breitere Grundlage zu ſchaffen. Unter den
Arbeitern veranſtaltet der Verband der Gottloſen eine „
antireli=
giöſe Anleihe” in Form einer Selbſtbeſteuerung der Arbeiter;
der Ertrag dieſer „Anleihe” ſoll für die Aktion gegen Religion
und Kirche verwendet werden.
Die Sowjetpreſſe ſtellt mit Genugtuung feſt, daß an den „
ſo=
genannten Weihnachtstagen”” die Arbeit in den Sowjetfabriken,
Behörden, Schulen uſw., wie an einem gewöhnlichen Wochentage.
vor ſich gehen wird. Am Abend des 25. und 26. Dezember werden
in den Arbeiterklubs, Kulturpaläſten und ſonſtigen
Räumlichkei=
ten antireligiöſe Vorträge ſtattfinden, in den Kinos werden
reli=
gionsfeindliche Filme aufgeführt, in den Theatern wird eine
anti=
religiöſe Revue laufen, die im Auftrage der Parteileitung der
Schriftſteller Kirſanow geſchrieben hat. Auch der Zirkus iſt für die
Anti=Weihnachtskampagne mobiliſiert worden, kirchenfeindliche
Prozeſſionen werden ſich in den Straßen der Sowjethauptſtadt
und der anderen ruſiſchen Städte bewegen, auf den großen
Plätzen der Städte finden öffentliche Verſammlungen und
Auffüh=
rungen ſtatt uſw. uſw.
Man weiß aus Erfahrung, daß alle dieſe Maßnahmen einen
ſehr großen Teil der Bevölkerung nicht davon abhalten werden,
das Weihnachtsfeſt auch in dieſem Jahre nach kirchlichem Brauch
zu begehen. Die Kirchen, vor allem auf dem Lande und in den
kleinen Provinzſtädten, werden zweifellos wieder überfüllt ſein.
Der Sowjetarbeiter wird jedoch dieſen Feiern fernbleiben müſſen,
wenn er nicht als „Klaſſenfeind” und „Kapitaliſtenknecht”
ver=
ſchrieen werden will. Der Kampf zwiſchen Regierung und Kirche
iſt zwar ein Kampf mit ungleichen Mitteln, die letzten Jahre
haben aber gerade beſonders deutlich gezeigt, wie ſtark die
reli=
giöſe Tradition in Rußland noch iſt.
Ausfall der Bekriebsräkewahlen 1932.
Berlin, 19. Dezember.
Auf Grund der letzten Notverordnung hat die
Reichsregie=
niſche Botſchafter in Tokio, Forbes, beim japaniſchen Miniſter= rung eine Verordnung über Ausfall der Betriebsrätewahlen im
triebsobmänner, die durch Ablauf der Wahlzeit im Kalenderjahr
1932 enden würden, um ein Jahr verlängert. Neuwahlen
kön=
nen alſo nur ſtattfinden, ſoweit die Wahlzeit der beſtehenden
Betriebsvertreter vor dem 1. Januar 1932 abläuft oder ſoweit
Die Abendpreſſe berichtet übereinſtimmend, daß in Cannes, aus anderen Gründen das Amt der Betriebsvertreter erliſcht. Die
zwiſchen Henderſon und Agnides der endgültige Beſchluß gefaßt Vorſchrift findet keine Anwendung, wenn die Neuwahl vor dem
worden ſei, den Zuſammentritt der Abrüſtungskonferenz unter 9. Dezember 1931 eingeleitet und vor dem 1. Januar 1932
durch=
geführt iſt.
Der Reichsfinanzminiſter hat in einem Rundſchreiben das
beſonderen Ausnahmefällen in Betracht kommen.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 21. Dezemb=
Seite 2 — Nr. 353
Darmſtadt, den 21. Dezember 1931.
Weihnachtsfeier des Vereins für Leibesübungen Rot=Weiß,
VfR. Der geräumige Konkordiaſaal war überfüllt, als der
ge=
ſchäftsführende Vorſitzende. Herr R. Graßmann, die zahlreichen
Beſucher und Gäſte begrüßte und ſie zu der diesjährigen
Weih=
nachtsfeier willkommen hieß. Wohl kaum ein Verein hat in dem
vergangenen Jahre einen derartigen Mitgliederzuwachs zu
ver=
zeichnen und ſich innerlich ſo feſtigen können, als Rot=Weiß. Dieſe
Tatſache ſtrich der Redner beſonders hervor und ſchloß ſeine
Be=
grüßung mit den beſten Wünſchen für das kommende Jahr. Das
Programm brachte nach einem Vorſpruch, vorgetragen von dem
Schüler H. Weber ein entzückendes Weihnachtsſpiel in 4 Bildern:
„Eochens Weihnachtstraum”, dargeſtellt von den Jüngſten und für
die Jüngſten Unermüdliche Arbeit, Liebe und Begeiſterung auf
Seiten der Einſtudierenden und Mitwirkenden fanden in dem
Beifall der Zuſchauer ihren äußeren Dank für die vortrefflich
ge=
lungene Aufführung. Für die Weihnachtsſtimmung ſorgte dann
der Nikolaus, der nahezu 100 Kindern eine ſüße
Weihnachts=
freude bereitete. — Der zweite Teil des Programms brachte
zu=
nächſt exaktes Barrenturnen und anmutige Gymnaſtik der Damen.
Es folgten dann zwei Lieder für Sopran, geſungen in bekannt
be=
währter Weiſe von Frl. B. Schneller. Humoriſtiſches Allerlei,
ausgeführt von Mitgliedern der Paddelabteilung, rief teils wahre
Lachſalven, teils helle Begeiſterung hervor, und die Stimmung war
richtig fortgeſchritten um mit der bekannten Lokalpoſſe von
Rüthlein: „Die Maibowle” den Abend humorvoll beſchließen zu
laſſen. Und wenn man die „Mgibowle” ſchon ſoundſovielmal
ge=
ſehen hat, ſo wirkt ſie trotzdem nie langweilig und ſorgt dafür, daß
man wenigſtens für 40 Minuten die Not vergißt und an die guten
alten Zeiten zurückdenkt, insbeſondere dann, wenn dieſes Stückchen
von Darſtellern verkörpert wird, wie ſie Rot=Weiß zur Verfügung ſlowakei mit 272 Kilometern erbrachte den letzten Beweis für die
hatte. Das geſamte Programm wurde von Mitgliedern des
Ver=
eins beſtritten, die reſtlos bei der Sache waren und dankbaren
Bei=
fall fanden. Die Geſamtleitung der Veranſtaltung lag in den
Händen der Herren Hans Reubold und Bernhard Franz.
Das Union=Theater zeigt heute zum letzten Male den
gro=
ßen Tonfilm. David Golder”
— Im Helia=Theater läuft nur noch heute ein luſtiger
Mili=
tär=Tonfilm=Schlager aus der Vorkriegszeit „Schön iſt die
Manö=
verzeit;
— Die Palaſt=Lichtſpiele bringen nur noch heute den luſtigen
Film „König der Naſſauer”,
Heſſiſches Landestheater.
Minge Heuch Monta, 21 Dez Neine Vorſtellun:. 15—17 Uhr. 8 neeflock und Negentropf.Preie (.30—2.20 Mk
Dienstag, 82. Dez. 19½—22½½ Dſt Vollsb G (7. Vorſt.) Gr. 1-1V,
Wallenſteins Tod. Preiſe 0 70—5 60 Mk. Mittpoch, 23 Dez Keine Vorſtellung U Montag, 21. Dez. 15—1714 Uhr. Die Himmelsmauer. Ein Weih=
nich smärchen Preiſe 0 4 — Mr Dienslng, 22. Dez Keine Vorſtellung. Mittwoch, 23. Dez 15—17½ Uhr. Die Himmelsmauer. Ein Weih=
nachtsmärchen. Pr. iſe 0.40—2 Mk.
Heſſiſches Landestheater. Der Vorverkauf zu den
Feiertags=Aufführungen beginnt für Mieter heute
Montag, den 21. Dezember. Die Vorverkaufsſtunden ſind von
9.30 bis 13.30 Uhr und außerdem von 18 bis 20 Uhr,
Hierbei werden die Gutſcheine Nr. 1 und 3 der Hauptmieten
ein=
gelöſt (die übrigens nicht, wie geſtern mißverſtändlich angekündigt,
nur noch an dieſem Tage, ſondern für die Dauer der ganzen
Spiel=
zeit gültig ſind). Beſchränkung dieſer Gutſcheine ab Dienstag
vor=
behalten. Die Abgabe der Eintrittskarten zu den Feiertags=
Auf=
führungen an Inhaber von Wahlmieten, Weihnachtsmieten und
Weihnachtsſchecks erfolgt ebentalls ab heute. Ab Dienstag, den
22. Dezember, allgemeiner Vorverkauf bei den gleichen
Kaſſen=
ſtunden wie am Montag. — Heute nachmittag findet eine
Auf=
führung des Märchens „Die Himmelsmauer” im Kleinen
Haus ſtatt. Für dieſe Vorſtellung ſind noch Karten in
beſchränk=
ter Anzahl (Parterre und Logen) zu haben. Zu den
Wieder=
holungen der Märchen=Aufführungen am 22. 23., 25., 26. und 27.
Dezember wird empfohlen, ſich Karten im Vorverkauf zu ſichern.
„Meine Schweſter und ich” Wiederaufnahme des mit
ſo großem Erfolg hier bereits geſpielten muſikaliſchen Luſtſpiels
„Meine Schweſter und ich” am 27. Dezember im Kleinen Haus.
Neubeſetzt iſt die Rolle der Prinzeſſin Saint=Labiche mit Leny
Marenbach und Filoſel mit Joſef Sieber,
Großes Haus. — Sonntag, den 20. Dezember.
„Cavalleria ruſticgna”
Von P. Mascagni.
„Der Baiczzo‟
Von Leoncavallv,
Vor überfülltem Hauſe zwei unleugbar große Erfolge, die
den beiden nicht umzubringenden Opern, aber auch ihren Neu=
Inſzenierungen durch A. M. Rabenalt und W. Reinking,
ſowie den mit ganzer Kraft ſich einſetzenden Mitwirkenden zu
danken ſind.
Die neue Regie der Cavalleria iſt zweifellos intereſſant und
hat Hand und Fuß. Sie hat die Szene ſtark aufgelockert,
viel=
leicht ſchon mehr, als die einfachen, ja ſchon typiſch gewordenen
Figuren — weil ihr Maßſtab dadurch verkleinert wird —
ver=
tragen können. Die Verlegung in die Gegenwart macht das
Stück aktuell und belebt die unmittelbare Beteiligung des
Publi=
kums in hohem Grade. Die Bühnenbilder verlegen den
Schau=
platz vom Dorf in die Stadt, und die Koſtüme ſind von der
Straße genommen. Das kommt alles natürlich der äußeren
Wirkung zugute. Aber dieſe Proletariſierung des Stoffes —
wobei unſere Carmen=Inſzenierung wohl das Vorbild gab —
entzieht dem Weſenskern dieſes Stückes den Boden. So
dar=
geſtellte Menſchen haben keine „Bauernehre” weil ſie keiue
Bauern, ſondern Großſtädter ſind. Die Grundlage des Textes
wird hinfällig und unverſtändlich. Dies iſt der eine Bruch. Ein
anderer klafft zwiſchen Szene und Partitur. Die Muſik iſt
romantiſch=ſentimental. / Und dies wurde heute in der
Wieder=
gabe durch Verbreiterungen und Verſchleppungen noch unterſtrichen.
Eine Oper will aus ihrer Partitur inſzeniert ſein. Die Cavalleria
iſt in Motiv, Lokalkolorit und im Stil ihrer Muſik an ein örtlich
und ſeeliſch begrenztes Gebiet gebunden.
Der Neu=Inſzenierung der Bajazzi iſt nachzurühmen, daß
ſie den Mut hatte, alle Sentimentalitäten, von denen der
ſeit=
herige Aufführungsſtil ſtrotzte, zu beſeitigen. Das verträgt ſie
beſſer als die Cavalleria, weil auch ihre Partitur härter, kälter
iſt, als jene. Auch für die Bajazzi war der Regiegedanke: die
Proletariſierung, neben einer ſcharfen Herausarbeitung der
Gegenſätze. Indem ſie den Kitſch verbannte, und den ganzen
Stoff auf eine breitere Grundlage ſtellte, gewann ſie dem
dra=
matiſchen Vorgang die harte Wahrhaftigkeit und damit eine
begründete, in der Tat ergreifende Tragik. Auch hier belebten
die gegenwartsnahen Bühnenbilder unter ſtark realiſierender
Regie das ſpontane Mitgehen der Zuſchauer merklich.
Beide Vorſtellungen hatten ein geſanglich und darſtelleriſch
hohes Niveau. Im erſten Stück bewunderten wir aufs neue
die leidenſchaftliche Santuzza Anita Mitrovies und
Albert Lohmanns Alfio, der vielleicht am echteſten in
diefer Juſzenierung ſtaud. Die Lola und Mutter Lucia waren
bei Käte Walter und Martha Liebel in richligen
Hän=
den Heinrich Allmeroth ſang den Turiddu mit Tem=
Der Segelllug
Un
Ein Rückblick auf die Leiſtungen des Segelfluges im
vergange=
nen Jahre zeigt, daß die Erwartungen nicht nur völlig erfüllt.
ſondern bei weitem übertroffen worden ſind. Ein beſonderes
Merk=
mal iſt die Tatſache, daß der Segelflug in den Ländern, die ſich
ſchon länger damit befaßten, eine weitere Verbreitung erfahren
hat, daß aber auch andere Länder, die der Bewegung bisher fern
geſtanden haben, dem motorloſen Fluge Eingang verſchafft haben.
Der weitaus größte Wert der Segelflugentwicklung im
ver=
gangenen Jahre liegt allerdings darin, daß neue Methoden
er=
ſchloſſen worden ſind, die ſich in der jüngſten Vergangenheit
gün=
ſtig auf die weitere Ausbreitung der Segelflugbewegung
aus=
gewirkt haben.
Das Frühjahr 1931 ſtand im Zeichen des Schleppſegelfluges,
der vom Forſchungsinſtitut der Rhön=Roſſitten=Geſellſchaft enr=
wickelt worden und ſoweit gefördert worden iſt, daß man heute von
jedem Flugplatz aus ſtarten kann und größere Segelflugleiſtungen
im Strecken=Dauer= oder Höhenfluge nicht mehr vom Gelände
ab=
hängig ſind. Das Forſchungsinſtitut und die Akademiſche
Flieger=
gruppe Darmſtadt haben im Frühjahr 1931 eine Reihe von
Ver=
ſuchen ausgeführt, wobei das Segelflugzeug bis auf 3500 Meter
geſchleppt werden konnte. Die Auswirkungen dieſer Verſuche
zeig=
ten ſich denn auch ſehr bald in den Flügen von Fuchs nach Heidel=
berg und zurück und dem Fluge Groenhoffs von Darmſtadt nach
Bühl in Baden, womit er dem bisherigen Weltrekord Kronfelds
ie Wecechedhic Gr Seift dn Suſceäi e Guegeſce
hervorragende Eignung dieſer neu entwickelten Methode.
Groen=
hoff konnte ſeinerzeit mit dieſem Fluge den bisherigen
Welt=
rekord von Kronfeld um über 100 Kilometer überbieten Allent=
halben machte man ſich nun dieſe Methode zunutze, und ſo war es
möglich, daß die Durchführung großer Streckenflüge nicht mehr
das Monopol Einzelner war, ſondern auch jüngere Segelflieger
hervorragende Streckenleiſtungen vollbringen konnten. Im
Zu=
ſammenhang mit der Schleppſtartmethode ſei auch Kronfelds
Kanalüberquerung erwähnt, wobei dieſer ſich in Belgien
hoch=
ſchleppen ließ, in größerer Höhe ausklinkte, an der engliſchen Küſte
landete und nach ſofortigem abermaligem Start wieder nach Bel=
gien zurückkehrte. Kronfeld gewann mit dieſem Fluge den
ſeiner=
zeit von der „Daily Mail” ausgeſchriebenen Preis von 1000 Pfund
für eine zweimalige Ueberquerung des Aermelkanals an einem
Tage. Wenn die Meinungen über die Bedeutung dieſes Fluges
immerhin auch ſehr geteilt ſind, ſo kann man doch ſagen, daß
Kronfeld damit eine ſehr ſchöne Leiſtung vollbracht hat, die volle
Anerkennung verdient.
Was den Dauerflug anbetrifft, ſo ſind zwei ſchöne Leiſtungen
des Kaſſeler Oberleutnants Hentſchel mit über 11 Stunden und
des Oberleutnants Dinort mit über 13 Stunden Dauer zu
er=
wähnen. Leider iſt es den beiden Piloten infolge einſetzender
Windflaute nicht gelungen den Angriff auf den Weltdauerrekord
erfolgreich zu beenden. Erſt im Herbſt gelang es dem Amerikaner
Crain durch einen Segelflug von über 16 Stunden Dauer auf
Honolulu, den bisher immer noch von Deutſchland gehaltenen
Re=
kord um über 1 Stunde zu überbieten.
Infolge der allenthalben herrſchenden ſchlechten
Wirtſchafts=
verhältniſſe mußten einige Länder ihre Abſicht einen
Segelflug=
wettbewerb abzuhalten, aufgeben. Es fanden lediglich in 6
Län=
dern Wettbewerbe ſtatt, und zwar in Deutſchland. Belgien
Frank=
reich, England. Ungarn und U.S.A. Der deutſche, franzöſiſche und
engliſche Wettbewerb waren als einzige international
ausgeſchrie=
ben, wurden jedoch faſt durchweg national ausgetragen, da keine
ausländiſche Beteiligung zu verzeichnen war. Lediglich an dem
franzöſiſchen Wettbewerb nahm Kronfeld als einziger Ausländer
teil. Neben dem deutſchen Rhön=Segelflug=Wettbewerb iſt
ledig=
lich der amerikaniſche Wettbewerb bei Elmira beſonders zu
er=
wähnen, der eine Beteiligung von 26 Flugzeugen aufwies. Es
wurden dort ſeinerzeit zwei Flüge von je 7½ Stunden Dauer, ein
Streckenflug von 24 Kilometern und ein Höhenflug von 1100
Metern ausgeführt. Beſonders hervorzuheben iſt dabei aber noch,
daß anläßlich dieſer Veranſtaltung 21 C=Prüfungen und 28 B=
Prü=
fungen abgelegt worden ſind, die der Begeiſterung der Amerikaner
für den motorloſen Flug das beſte Zeugnis ausſtellen. Der
bel=
giſche Wettbewerb brachte eine längſte Flugdauer von 3½
Stun=
den. In Frankreich konnte Kronfeld als Sieger aus dem
Wett=
bewerb hervorgehen. Der engliſche und der ungariſche Wettbewerb
waren leider ſehr durch die ungünſtige Witterung beeinträchtigt
und wieſen keine weſentlichen Leiſtungen auf.
Von allen während des Jahres 1931 ausgeführten
Wettbewer=
ben kommt dem 12. Rhön=Segelflug=Wettbewerb auf der
Waſſer=
kuppe bei weitem die größte Bedeutung zu. Trotz der
wirtſchaft=
lichen Not und der dadurch bedingten geringen Geldpreiſe hatte
ſich auch in dieſem Jahre wieder die Elite der deutſchen
Segel=
fliegerei auf der Waſſerkuppe zuſammengefunden, um in
fried=
lichem Wettſtreit ihre Kräfte zu meſſen. Selbſt für die kraſſeſten
Minuten hintereinander in die ſchwarze Front hinein
und mit ihr auf Strecke gingen. Eine Reihe unſerer Jun
hatte damals ihren erſten Streckenflug ausgeführt. H1
Groenhoff gelangen ausgezeichnete Streckenflüge, wobei
130 Kilometer bis nach Halle, Groenhoff 180 Kilometer
Magdeburg zurücklegte. Auf demſelben Fluge konnte Er
auch die größte Höhe des Wettbewerbs mit 2100 Meter er
Welch hervorragendes Können konnten unſere Jungfliegl
20 000 Zuſchauern zeigen, als ſie bei herrlichſtem Sonnenſch
ſchwachem Oſtwind — einer Wetterlage, die in früheren
zur Untätigkeit verdammte — über der Eube in 1200
Mer=
ſegelten und teilweiſe mit 16 Maſchinen zu gleicher Zeit
Luft waren. Auch an dieſem Tage, der doch für Stret
anſcheinend nicht geeignet wax, ſetzten Hirth und Groe)
Welt in Erſtaunen mit ihren Flügen von 200 und 110 KiM
bei Groenhoff nach Friedberg in Heſſen flog, Hirth den Rhei
querte und an der Moſel landete! An beiden Tagen war
feld verhindert, ſich an dem Wettſtreit zu beteiligen. 1
konnte er am letzten Wettbewerbstage, als die Sitzung des
gerichts bereits ſtattfinden mußte, noch eine Leiſtung voll)
die alles bisher Dageweſene in den Schatten ſtellte. Bei
loſem Himmel und völliger Windſtille ſtartete er und
durch unermüdliches „Krebſen” vor dem Kuppenhang u1
der Eube nach anderthalb Stunden die erſtaunliche Höhe r
600 Metern. Mit dieſer Höhe ging er auf Strecke und
nach längerem Segelfluge über Fulda, Lauterbach und M
hinweg in 160 Kilometer Entfernung bei Meſchede in W
Was aber außer dieſen großen Flügen den 12. Rhön=Wet
ſo bedeutungspoll macht, iſt die Tatſache, daß auch
unſer=
flieger, die teilweiſe überhaupt noch keine Streckenflüge aus
hatten, ſehr eifrig ſich dieſer ſchwierigſten Aufgabe des Seg
widmeten und hier ganz ausgezeichnete Flüge durchgeführ
den. So hat nun jeder Wettbewerb in den letzten Jahre
weitere Segelflugmöglichkeit erſchloſſen. Erſt war es der
flug am Hang, dann folgte der Flug im Aufwind der Cun
wolken, dieſem folgte der Flug im Gewitter und vor der
luftfront; nun haben wir den thermiſchen Segelflug, der
Gebirge, keine Wolken und keine Fronten zu ſeiner Durch ülugsgaben
nötig hat. Noch ſind nicht alle Möglichkeiten erſchloſſen, rilien und a
Unteim im
bringt uns das kommende Jahr neue Ueberraſchungen.
Um möglichſt vielen jungen Segelfliegern die Möglichtelleriennun
Durchführung von Schleppſegelflügen zu geben und ſie mite gigſten u
Technik vertraut zu machen, iſt die Rhön=Roſſitten=Geſellſcknſrkenburge
Optimiſten ſtellt dieſer 12. deutſche Rhön=Wettbewerb eine
Erfolg dar, der die kühnſten Erwartungen weit übertroſf
52 am Wettbewerb teilnehmende Flugzeuge führten insge
Flüge aus, darunter 5 Streckenflüge von über 100 Kil
Erſtmalig wurden von deutſchen Segelfliegern bewußt
flüge ohne Hangaufwind ohne Wolkenaufwind und ohne
gien der Fronten und Gewitter ausgeführt und die au fü
warme Luft gewiſſermaßen in Bewegungsenergie des Fll
umgeſetzt. Schon im vergangenen Jahre führte Hirth.
begünſtigt durch thermiſche Aufwinde, einen ähnlichen Fl
New York aus, doch hat man dieſe neue Methode nicht wei
gebaut, und es blieb erſt dem 12. Rhön=Wettbewerb üb
auch dieſe neue Methode des Segelfluges bei ſchwachem
und wolkenloſem Himmel weiter zu entwickeln. — Für al
bewerbsteilnehmer und Zuſchauer wird der 25. Juti 1931
geſſen bleiben, als bei einbrechendem ſtarken. Gewitte
Maſchinen am Weſthange der Waſſerkuppe im Zeitraum
zu übergegangen, beſondere Schleppflugkurſe abzuhalten iugriſcher
denen bereits zwei in Griesheim bei Darmſtadt abgehalter erhütung
den ſind und zu ſchönen Erfolgen geführt haben.
Der in Amerika ſchon längere Jahre übliche Autoſchlewf”
bei dem das Segelflugzeug durch ein Auto hochgeſchleppt und ſtiburger
ausgeklinkt wurde, hat mehr und mehr auch in anderen Lit
Fuß gefaßt, nachdem man genügend Erfahrungen geſammel/
dieſe neuartige Methode möglichſt gefahrlos auszubauen.
hat durch dieſe Methode auch die Möglichkeit, einen fliegc dem V
Nachwuchs in der Ebene mit der Führung von Segelflug)lamme
vertraut zu machen, wodurch viele Vereine die hohen Trandewußt m
koſten nach entfernten, geeigneten Geländen ſparen könnoleure für
auch die Segelflugſchukung in der Ebene ausgeführt werdenhe Armbin
Auch hierin hat man bereits ſehr ſchöne Erfolge zu verzeickyig Göttn
Zuſammenfaſſend kann man ſagen, daß der Segelfl4 ob Fi
Jahre 1931 eine weitere großartige Verbreitung erfahren hul Deku.
die neu entwickelte Methode des Schleppſegelfluges und der
miſche Segelflug viel dazu beitragen werden, der Segelflug
gung zu neuen Erfolgen zu verhelfen und ihr weitere And
zu gewinnen. Die Tatſache daß nun auch die Fedération
nautique Internationale (FAJ.), die oberſte Behörde fül
internationale Flugweſen, eine beſondere Abteilung für den
flug eingerichtet hat, beweiſt, daß auch dieſe Behörde nunmel
hohen Wert des Segelfluges erkannt hat und voll zu wün
weiß. Man kann alſo der weiteren Entwicklung des Sege!
im kommenden Jahre 1932 mit den größten Erwartungey durch 9
gegenſehen.
Ausgezeichn
Dusſchließli
Neben
ein Stu
ünie Fre
ie Hrt
bündner.
dirtem Vor
M ſiche
perament und ſtimmlichen Glanz ſehr ſpielgewandt. Für dieſe
wuchtige Aufgabe ſcheint mir jedoch ſein Format nicht groß
genug.
In den Bajazzi ſetzten Albert Seibert als Canio und
Negina Harre als Nedda ihre großen ſtimmlichen Mittel
ein. Die Realiſtik der neuen Inſzenierung will aber, wenn ich
ſie richtig verſtehe, Menſchen, nicht Theaterfiguren auf die Bühne
ſtellen. Und hier mußte doch vielfach die perſönlich geſchaffene,
mit dem eigenen Inneren beteiligte Geſtaltungskraft vermißt
werden. Johannes Drath gab geſanglich und darſtelleriſch
mit ſeinem aus dem neuen Milieu geſchöpften Tonio eine bis
ins Einzelne gezeichnete Charakterfigur. Der Purzelbaum und
auch die Zigarette im Prolog halte ich dennoch für Enigleiſungen
(ganz ernſthaft nah’ ich euch!) Den Silvio ſang Franz
Not=
holt ſehr fein, ſtimmlich und lyriſch freilich ohne das
er=
wünſchte Gewicht. Eugen Vogt iſt ein draſtiſcher Beppo. Die
ſonſt nachgerade banalen Chöre erfuhren eine ungeahnte
Auf=
friſchung. Dr. Schmidt=Iſſerſtedt ſtand mit ſicherer Hand
am Pult. Er ſchien mir im erſten Stück im Temperament zu
ſtark zurückzuhalten, während er im zweiten mehr aus ſich
her=
ausging. Das Orcheſter ſpielte die beiden Intermezzi beſonders
ſchön. Im erſten fehlte die Orgelſtimme?
v. H.
gelang. Sie heiratete ſpäter den Grafen de la Gardie A.=
Küſtriner Zeit ſtammt ein Brief von Friedrich dem Großn
Frau von Wreech, auf deren Gut Tamſel er verkehrte, un
inſofern von Intereſſe iſt, als er ein Gedicht von ihm e
das beweiſt, wie gewandt er die deutſche Sprache beherrſcht)
Beziehungen des Prinzen Friedrich zu der geiſtreichen, gebi
und ſchönen Schloßherrin, die ihn „durch Geiſt und Grazi
zückte”, waren, wie verſichert wird, rein geiſtiger Art. Er!
26 Jahren, nach der Schlacht bei Zorndorf, traf er ſie m
Schwärmeriſch und überſchwenglich iſt der Brief des neu
jährigen Wieland an ſeine um 2 Jahre ältere Jugendgeliebe)
„himmliſche Freundin” Sophie von Guntermann, ſpäteren S
von Laroche, und der Brief von Kaxoline Flachsland aus I
ſtadt an ihren Verlobten Herder, den „Engel ihres Lebens
ſie geradezu vergöttert und deren von Ueberſchwang des Gſt
zeugender Brief zugleich ein Dokument jener überempfindl
Aus dem Liebesleben berühmter Männer
und Frauen.
Ap. Im Verlag von Carl Reißner, Dresden, erſchien ein Buch
Das erſte Wort der Liebe” von Lotte Borkowſki.
Das ſchöne, einem glücklichen Gedanken der Herausgeberin
ent=
ſprungene Buch enthält mit erſtaunlichem Fleiß geſammelte
Liebes=
bekenntniſſe berühmter Männer und Frauen vom 14.—20.
Jahr=
hundert. Ernſte Männer, Gelehrte, Künſtler, Staatsmänner und
Dichter erſchließen hier ihr Herz in zarten und ſtürmiſchen, reils
überſchwenglichen Geſtändniſſen, die ſie in eine aus der Tiefe des
Herzens vorquellende poetiſche Sprache kleiden. Die Romantik
einer erſten Liebe, die nicht nur in den Briefen einer empfind=
Zeit iſt. Die Prinzeſſin Luiſe von Mecklenburg, ſpätere K1
Luiſe von Preußen, verſichert in einem Brief aus Darmſtat,
ſie bei ihrer Großmutter lebte, vom Jahre 1793 ihren ſpch
Gatten ihrer Liebe, entſchuldigt ſich, daß ſie nicht richtig
graphiſch ſchreibe, und bittet ihn, wenn er ihr antworten?
es nicht in einem Brief, ſondern auf einem kleinen Bla4
ſich zu tun, damit die Großmutter es nicht merke, ſonſt
ſie Verdruß davon. Die Verlobung fand 4 Wochen danch
Darmſtadt ſtatt. Mozart wirbt in einem Brief um die Har!!
Conſtanze Weber, ſeiner ſpäteren Gattin, der „tugendhaften
lieben, vernünftigen und getreuen Geliebten”, obwohl ſie
dreimal den Korb gegeben habe‟. Die Urſache des Verd
ſei geweſen, daß er ſich darüber aufgehalten habe, daß ſie ſ
verſchämt und unüberlegt war, ihren Schweſtern in ſeiner El
wart zu ſagen, daß ſie ſich von einem Chapeau (Tänzer
Waden habe meſſen laſſen, was kein Frauenzimmer tue, di
Ehre hält. Das Buch enthält auch den berühmten, vielumſt!
nen dreiteiligen Brief Beethovens an ſeine „unſterbliche Geli4
wie er ſie ſelbſt nennt. Das Schriftſtück iſt ein in leidenſt
30
Shlſcde iec Sertſtgaing uif derſeſef Fuef äane
inhalt des Briefes. Die Adreſſatin iſt nicht genannt. Wahrſche
ſamen, ſondern auch einer ſpäteren nüchternen Generation zum
Ausdruck gelangt, enthüllt ſich hier mit einer Unmittelbarkeit, die
durch die unverfälſchte Sprache des Herzens und Wahrheit und
Wärme des Empfindens gefangen nimmt und bewegt. Dieſe
Briefe, ſo ſagt die Herausgeberin in ihrem Vorwort, ſind Zeugen
des durch alle Zeiten und Völker und alle Arten von Menſchen
hindurchgehenden weltumfaſſenden Gefühls, das mit der
lieben=
den Vereinigung des erſten Menſchenpaares begann und erſt mit
dem Untergang des letzten Lebeweſens enden wird.
Das Buch gibt nur den Text der Liebesbriefe, ohne
biogra=
phiſche Notizen und ſonſtige Erläuterungen. Sie beginnen mit
einem Brief Petrarcas vom Jahre 1327 und enden mit Briefen
von Walter Rathenau und des Schriftſtellers Hugo Ball aus den
Jahren 1919 und 1920. Boccaccio gibt in einem von Bewunderung
und Liebesſehnſucht erfüllten leidenſchaftlichen Brief an Fiametta.
unter welchem Namen er die natürliche Tochter des Königs
Ro=
hert von Neavel, die Gräfin d’Aquino, in Gedichten und Romanen
verherrlicht, ſeinem Schmerz über die Trennung von ihr in tief
bewegten Worten Ausdruck. Der neunzehnjährige König Guſtav
Adolf bittet in einem Brief, der Zeugnis ablegt von ſeiner edlen
Geſinnung, ſeine 17jährige Jugendliebe Ebba Brahe, ſeinen „
herz=
allerliebſten Schatz”, die er ſeiner Treue bis in den Tod verſichert
war es die Gräfin Thereſe von Brunswick. Richard Wagner4
in einem ſchönen, durch Poeſie der Sprache und Tiefe der Enut
dung ausgezeichneten Brief an Mathilde Weſendonck ſei
Glücksgefühl und Stolz über ihre Liebe Ausdruck. „Deine /
koſungen”, ſo ſchreibt er, „ſind die Krone meines Lebens.
wonnigen Roſen, die mir aus dem Dornenkranze erblühten.
dem mein Hauvt einzig geſchmückt war.‟ Der Philoſoph F1
rich Nietzſche wirbt in einem Brief aus Genf vom 11. April
um die Hand einer jungen Holländerin, deren Name nicht gend
wird. Sie muß ihm einen Korb gegeben haben, denn Niel
ſtarb unvermählt. Auch Mar Reger wirbt in einem Brief
München vom 4 Auguſt 1902 um die Hand der Frau
von Bercken, geb. von Bagenſki, ſeiner ſpäteren Gattin, in
er ihr ſchreibt, daß ſeine pekunjären Verhältniſſe ihm geſtan
ſich zu vermählen, da ſein Einkommen ſich auf im ganzen
Mark belaufe (6000 Mark durch Konzertieren, 1200 Mar;
und die er heiraten wollte, auszuharren, da er ſeiner Mutter, die
gegen die Heirat war, umzuſtimmen hoffe, was ihm aber nicht
Privatſtunden und 400 Mark durch Muſikzeitungen), Sein,4
als Künſtler werde vielleicht imſtande ſein, ſie über den Ve.
ihres Adels ein wenia zu tröſten‟. Er würde ihr ein Leben bid
voll des herrlichſten Glücks, was herzlichſte, treueſte Liebe nus
finden könne ..
Das Buch, das mehr als 100 Liebesbekenntniſſe enthält
net ſich beſonders als Geſchenk für Liebende. Ein zweiter 2
unter dem Titel „Das letzte Wort der Liebe” ſoll demnächſt
ſcheinen.
21. Dezember 1931
Zeihnachlsfeier des Sarkenburger A.C.
ißt im Starkenburger A.C. zur ſchönen Tradition
gewor=
ſeich einer großen Familie das Weihnachtsfeſt ſchlicht und
hife iern und das Feſt zum Anlaß zu nehmen nicht nur, um den
c eine Chriſtfreude zu bereiten, ſondern auch die, ſo ſich
hervorragend betätigt oder ſonſt um den Club, um den
ſi 3 des A. D. A. C. oder um die Automobil= und
Verkehrs=
herhaupt verdient gemacht haben, durch Erinnerungsgaben
ruen. Und es zeugt für den Club und für den Geiſt, der
gen Mitgliedern lebt, daß die Zahl derer, die
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 353 — Seite 3
Beihnachtsfeier zu begehen, iſt damit Vorbild gegeben und Vereinigungen in Ausſicht genommen, wobei auch die Abhaltung
daß es „trotz alledem” auch ſo geht. Daß die Not von Vorträgen in das Programm des Evang. Beamtenvereins
und der Wahnſinn derer, die das Wort vom „Frieden auf aufgenommen werden könnte. Aus dem Verhandlungsſtoff iſt
und den Menſchen ein Wohlgefallen noch immer nicht ver= ferner noch die Frage der Einführung des
Reformations=
rotz ſeiner zweitauſendjährigen Geltung, oder es auf ihre
Weiſe auslegen, es nicht vermocht haben, den Sinn des
ſichtsfeſtes in deutſchen Herzen zu zerſtören oder zu ver=
Und daß das zu der Hoffnung berechtigt, daß es doch
eines Tages aufwärts gehen müſſe mit deutſchem Volk
utſchem Vaterland! Trotz aller Zerriſſenheit und trotz
im=
reder aufloderndem Bruderzwiſt behalte das alte, ſchöne
om Frieden auf Erden Geltung immer da, wo die
Men=
treit ſind, ſich ſeinem Zauber zu unterwerfen. Das aber iſt
Starkenburgern — der zahlreiche Beſuch der Feier be=
— ſicher der Fall.
„Ad dann wurde das helle Licht gelöſcht, der rieſige
Chriſt=
mrahlte auf. und auf den Tiſchen wurden im Tannengrün
entzündet, deren magiſcher Lichtſchein den rechten
ſtim=
rollen Rahmen gab für das Erſcheinen des Nikolaus den
meinſame Geſang von „Stille Nacht, heilige Nacht” begrüßte
dann unter ſtrahlendem Chriſtbaum die Kinder um ſich
nelte, die alle ihr Weihnachtsgedicht ſchön brav aufſagen
t und die darum alle ihr Geſchenk erhielten. Aber auch
„Großen” hatte er etwas mitgebracht, zwei Englein,
arie Bernheim und „Schweſterlein”, die in
wehr hübſchen humorvollen Zwiegeſpräch alle die
liebens=
apoſtrophierten, die ſich hervorgetan, ſeis ſportlich oder
ſo ſeis Witze erzählend beim Haſeneſſen oder „Kreppel
nfei
19
d dann gab der verdiente Sportleiter des Clubs, Herr
Wacobi, der auch im Namen des Vorſtandes die Gäſte
hatte, die Namen derer bekannt, die durch Teilnahme an
Aubveranſtaltungen hohe Punktzahlen und damit Preiſe
er=
haben, die mit herzlichen Glückwünſchen überreicht
wur=
on 440 zu erreichenden Punkten erzielte Herr Boſch 350,
dr Rohde 275, Herr Dr. Bernheim 240. Herr
ſun dt 235, Herr Rektor Strack 200. Unter dieſer Grenze
ſah eine ganze Anzahl Mitglieder, die durchweg mit
Er=
ſtugsgaben bedacht wurden.
Inen und anderen noch ſprach Herr Oberregierungsrat Dr.
eiheim im Auftrag des Gaues IIIa herzlichſte Glückwünſche
ierkennung des A.D.A.C. aus. der die „Starkenburger” zu
rtätigſten und meiſtgeſchätzten Unterverbänden zähle. Was
Srikenburger A.C. nicht nur in ſportlicher, ſondern auch in
atoriſcher Hinſicht, in bezug auf Verkehrsfragen, Straßen,
lerhütung uſw. getan habe, wie er auch den
Wirtſchafts=
jölni ſſen ſich anpaſſe, all das werde anerkannt, und es ſei ihm
tſondere Freude, wieder einigen beſonders verdienten
ſüburgern A. D. A. C.=Auszeichnungen zu überreichen. So die
e Ehrennadel des Gaues IIIa an Herrn Miniſterialrat Dr.
drt, weitere Gaben dem Sportleiter Herrn Jacobi,
hdr. Jünger, Herrn Hattert und den ſilbernen
Gau=
dem Vertreter der Preſſe, die ſich ſtets ihrer Aufgabe in
Yammenarbeit mit den Automobilclubs in Verkehrsfragen
tewußt war und iſt. — Im Anſchluß daran wurden auch
eure für treue Dienſte ausgezeichnet. Es erhielten die
Armbinde die Chauffeure Fr. Schulz bei Herrn Main=
6 Göttmann bei Herrn Stegmüller, die bronzene
Arm=
ſacob Fiedler bei Fa. Reich und Erwin Seibert bei
tnDeku.
Isgezeichnete Darbietungen muſikaliſcher und geſanglicher
usſchließlich von Mitgliedern, gaben dem Feſt künſtleriſche
Neben der tüchtigen Hauskapelle, die ſich unter Leitung
hrrn Stud. Boſch ausgezeichnet entwickelt, war das in
reinie Frau Minna Tramer (Alt) aus der Geſangsſchule
Eau Käthe Nowack, die u. a. das wundervolle Cornelius=
Die Hirten” und Regers Mariäs Wiegenlied ſang, dann
ſündner, deren Violinſoli techniſch virtuos und mit fein
ertem Vortrag geboten wurden. Auch Herr Rektor Strack
4 durch Weihnachtslieder herzlichen Beifall. Am Klavier
it ſicher leitend Frau Dora Ulbrich und Frl.
Muſiklehre=
ſierenbach. — Herr Dr. Jünger ſprach am Schluſſe
armoniſch verlaufenen Feſtes allen Mitwirkenden, auch
die hinter den Kuliſſen gearbeitet haben, herzlichſt Dank
* *
— Evang. Beamtenverein Darmſtadt. Von der
Orts=
gruppe Darmſtadt des Evang. Beamtenvereins
Heſſen wird uns geſchrieben: Die evangeliſche
Beamtenbewe=
gung hat in dem jetzt zu Ende gehenden Jahre auch in
Darm=
ſtadt feſtere Formen angenommen und zur Gründung einer
Orts=
gruppe geführt, der zurzeit 180 Mitglieder angehören. Nachdem
bisher die proviſoriſche Leitung der Oxtsgruppe in den Händen
des Vorſitzenden des Landesverbandes. Herrn Prof. Wentzel,
lag, ſchritt man in einer kürzlich abgehaltenen Sitzung zur
Kon=
ſtituierung des Vorſtandes, der aus 15 Mitgliedern beſteht und
deſſen geſchäftsführende Aemter durch Oberrechnungsrat Koch
(Vorſitzender), Betriebsinſpektor Kleinert (ſtellv.
Vorſitzen=
der), Verwaltungs=Oberſekretär Kadel (Schriftführer), Büro=
Feſt= direktor Hofmann (ſtellv. Schriftführer) und
Verwaltungs=
ſbe launig feſtſtellen konnte, daß man heute ſchon überall inſpektor Roth (Rechner), verſehen werden. In der Sitzung
ſtwburgern” begegnet, im Jagdklub und bei den Rodenſtei= wurde ferner die Frage der Werbung neuer Mitglieder behandelt
n Roten Kreuz uſw. uſw. Was ſicher zu der Feſtſtellung und allſeitig erkannt, daß das lebhafte Intereſſe, das dem Zuſam=
Au.: daß auch dieſe kleine Familien=Weihnachtsfeier ein menſchluß in weiten Kreiſen der evang. Beamten entgegengebracht
nerländiſche Aufbauarbeit bedeute. Denn wenn ſo viele wird, ſich noch in einer entſprechenden Erhöhung der
Mitglieder=
hiciedenſten Ständen und Berufen Angehörende ſich zuſam= zahl auswirken müſſe. Dies ſoll durch Vertrauensmänner in
mög=
ben in ſportlicher Kameradſchaft, ſtets bereit zum Dienſt am lichſt mündlicher Werbung zu erreichen verſucht werden. Auch iſt
tizen, und es auch vermögen, eine ſo wundervoll harmo= ein engeres Zuſammenarbeiten mit den übrigen evangeliſchen
feſtes von allgemeinerem Intereſſe, der nach Anſicht der
Ver=
ſammlung erhöhte Bedeutung zukommt. Bei dieſer Gelegenheit
wurde mehrfach der Standpunkt vertreten, daß die Teilnahme der
evang. Beamten an dem Vormittagsgottesdienſt des diesjährigen
Reformationstages wohl erheblich ſtärker geweſen wäre, wenn
die Bekanntmachungen darüber frühzeitig erlaſſen worden und
die Verfügungen der einzelnen Miniſterien wegen der
Dienſt=
befreiung übereinſtimmender herausgekommen wären. Auch der
Umſtand, daß der Gottesdienſt in erſter Linie für die Schuljugend
vorgeſehen geweſen ſei, habe zweifellos manchen Beamten, vom
Beſuch abgehalten. Letzterem gegenüber wurde aber andererſeits
betont, daß es nicht darauf ankomme, ob der Inhalt der Predigt
in ſolchem Falle mehr für die Jugend oder für die Erwachſenen
beſtimmt ſei, ſondern daß es hauptſächlich gelte, durch die
Teil=
nahme am Gottesdienſt Bekenntnis zu unſerer evangeliſchen Sache
abzulegen. Die diesjährigen Erfahrungen ſollen aber beim
näch=
ſten Reformationsfeſt berückſichtigt werden. Bezüglich der
Ver=
ſammlungen erging Beſchluß dahin, daß dieſe etwa in
Zwiſchen=
räumen von 6 Wochen ſtattfinden ſollen. Nachdem noch beſchloſſen
wurde, die Mitglieder zu zahlreicher Teilnahme an dem zum 17.
Januar vom Evang. Bund in Ausſicht genommenen „Deutſchen
Abend” aufzufordern, konnte der Vorſitzende mit Worten des
Dan=
kes die Verſammlung ſchließen. Beratungen und Ausſprache
ließen erkennen, daß man der weiteren Entwicklung der
Orts=
gruppe mit Vertrauen entgegenſehen darf.
Gurgle auch auf der Straße!
netürlich trocken mit 4
Mt 1-hso Matintt
— Turngemeinde Darmſtadt 1846. Turnmannſchaft,
Turne=
rinnen und Wanderabteilung veranſtalteten am Samstag ihre
Weihnachtsfeier. Die Feier war vor allem für diejenigen gedacht,
die fern der Heimat ſind und anders das Weihnachtsfeſt nicht
feiern können. Die Vortragsfolge war ſehr reichhaltig.
Muſik=
vorträge, Leſung und Vorträge von Weihnachtsgeſchichten und das
gemeinſame Singen unſerer ſchönen alten Weihnachtslieder beim
Lichterglanze des Tannenbaums riefen die echte Chriſtfeſtſtimmung
in allen Teilnehmern wach. Den Höhepunkt bildete das
Erſchei=
nen des Nikolaus. Sein Kommen bedeutete gleichzeitig die
Ueber=
leitung zum luſtigen Teil der Feier. Mit echt turneriſchem Humor
entledigte er ſich ſeiner Himmelsbotſchaft und verteilte aus
ſei=
nem großen Sack die Geſchenke. Der zweite Teil der Feier wurde
von luſtigen Vorträgen ausgefüllt. Allen Mitwirkenden ſowie dem
Leiter, Turnwart Haber, für die erhebenden Stunden herzlichen
Dank.
— Das Orpheum iſt heute Montag und bis einſchließlich
Donnerstag, den 24. Dezember geſchloſſen. Ab Freitag
(1. Feiertag) finden bis einſchließlich 30. Dezember täglich
Aufführungen der ausgezeichneten Glazeroff=Revue ſtatt.
Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. Dezember finden
nach=
mittags 4.45 Uhr 2 Fremden= und Familien=
Vor=
ſtellungen bei halben Eintrittspreiſen (von 50 Pfg. an!) ſtatt,
worauf hierdurch beſonders hingewieſen ſei.
Ein Chriſtbaumbrand, der erſte in der neuen Saiſon, entſtand
geſtern abend im Herdweg 110. Ihm fielen Vorhänge und
Dra=
perie zum Opfer. Weiteren Schaden verhinderte die
herbeigeru=
fene Berufsfeuerwehr.
Tageskalender für Montag, den 21. Dezember 1931.
Konzerte: Rheingauer Weinſtube, Café Oper Cafs Ernſt=
Ludwig. — Städt. Saalbau, abends 8,15 Uhr:
Außeror=
dentliche Generalverſammlung der Darmſtädter Volksbank
Kinovorſtellungen: Union=Theater, Helia=Lichtſpiele,
Palaſt=Lichtſpiele.
— Die Beratungsſtelle des Allgemeinen Deutſchen
Frauen=
vereins bleibt über die Feiertage geſchloſſen. Näheres heutige
Anzeige.)
Wochenmarkt=Kleinhandelspreiſe vom 19 Dezember 1931.
1. Gemüſe: Kohlrabi (Stück) 5—7 Pfg., Gelbe Rüben (Pfund)
6—8. Rote Rüben 8—10, Weiße Rüben 10—12. Schwarzwurzeln
25—30, Spinat 10—15. Römiſchkohl 10—15, Rotkraut 8—10.
Weiß=
kraut 4—6. Wirſing 8—10. Roſenkohl 20—25, Zwiebeln 10—12,
Knoblauch 80, Tomaten 50—60, Kaſtanien 25—30, Feldſalat (
Lat=
tich) 50—60, Endivienſalat (Stück) 8—12. Kopfſalat 10—12.
Blu=
menkohl 30—60. Rettich 5—10. Meerrettich 60—80; 2.
Kar=
toffeln: Spätkartoffeln (Pfund) 4—5 Pfg. 3. Obſt:
Tafel=
äpfel (Pfund) 10—15 Pfg., Wirtſhaftsäpfel 8—10, Tafelbirnen
10—15. Wirtſchaftsbirnen 6—10, Trauben 30—60. Nüſſe 35—40,
Apfelſinen (Stück) 10—15, Zitronen 4—10, Bananen (Pfund) 50
bis 60 Pfg. 4. Eßwaren; Süßrahmbutter (Pfund) 160—170
Pfg., Landbutter 130—150, Weichkäſe 25—30, Handkäſe (Stück)
3—13, friſche Eier 14—15 Pfg. 5. Wild und Geflügel:
Gänſe 80—100 Pfg., Hühner 70—169, Enten 100, Tauben 50—70.
Haſen 60—120 Reh 100—130 Pfg. 6 Fleiſch= und
Wurſt=
waren: friſches Rindfleiſch (Pfund) 60—70 Pfg., Kalbfleiſch
70. Hammelfleiſch 70 Schweinefleiſch 80—90, Dörrfleiſch 110,
Wurſt 50—140, Wurſtfett 50 ausgelaſenes Schmalz 80 Pfg.
Einige in Brand geratene Kiſten im Schuhhaus Speier
ver=
anlaßten geſtern abend gegen 6 Uhr in der Ludwigſtraße einen
Maſſenauflauf der Weihnachtseinkäufer. „So hatte die Polizei mit
der Abſperrung mehr zu tun als die Feuerwehr mit dem Löſchen
des Brandes.
Cp. Pfungſtadt, 20. Dez. Holzverſteigerung. Die
Gemeinde nimmt am Mittwoch, den 23. Dezember, nachmittags
2.30 Uhr, an der Gemeinde=Torfgrube eine Brennholzverſteigerung
vor. Ein Teil des dabei zum Ausgebot gelangenden Erlenholzes
eignet ſich auch als Nutzholz.
* Jugenheim a. d. Bergſtr., 20. Dez. Am 21. Dezember d. J.
feiert der Geheime Regierungs= und Oberſchulrat Profeſſor Dr.
Luthmer ſeinen 80. Geburtstag. Geboren zu Goslar am Harz,
ging er als junger Student nach Straßburg im Elſaß und machte
dort ſein Staatsexamen. 1874 wurde er an das Gymnaſium zu
Zabern i. E. verſetzt, das er 1895 als Profeſſor verließ, um als
Direktox die Städt, höhere Töchterſchule und das Höhere
Lehre=
rinnen=Seminar in Straßburg i. E. zu übernehmen. 1905 kam er
dort in den Kaiſerlichen Oberſchulrat für Elſaß=Lothringen, wo
er bis zum Kriegsende verblieb. Nach ſeiner Ausweiſung
arbei=
tete er noch längere. Zeit im Reichsminiſterium des Innern in
Berlin. Mancher elſäſſiſche und lothringiſche Lehrer und manche
Lehrerin verdanken ihm ihre Wiederanſtellung in der alten
Hei=
mat. Geheimrat L. war mit ſeiner Arbeit ganz im Elſaß
verwur=
zelt, und zwar nicht nur in ſeinem Beruf, ſondern auch in
an=
deren Zweigen, ſo ganz beſonders als Vorſtandsmitglied des
Vogeſenklubs. Manch ſchöner Weg durchs Vogeſengebirge iſt ſein
Werk. Einige Jahre war er auch Vorſitzender des
Geſamtver=
bandes, der deutſchen Gebirgs= und Wandervereine. Seit zehn
Jahren wohnt er in Jugenheim an der Bergſtraße, das ihm zur
zweiten Heimat geworden iſt. Hier betätigte er ſich u. a längere
Zeit in der Gemeindevertretung und in verſchiedenen Vereinen.
hauptſächlich als Vorſitzender des Odenwaldklubs und im
Ver=
kehrsverein. Bis in ſein hohes Alter hinein blieb er auch hier
ein vorbildlich unermüdlicher Wanderer. Er iſt Ehrenmitglied
des Geſamtausſchuſſes des Odenwaldklubs.
An. Groß=Zimmern, 20. Dez. Ergebnis der
Samm=
lung der Winterhilfe. Es wurden geſpendet 625,50 Mk.
in bar, an Lebensmitteln: 34 Zentner Kartoffeln, 72 Liter Milch,
30 Pfund Wurſt, 2 Zentner Obſt, 250 Stück Seife 1 Zentner
Koh=
len 151 Laib Brot 59 Pfund Hülſenfrüchte, 107 Pfund Fett,
5 Pfund Reis, 72 Pfund Mehl, 3 Pfund Nudeln, 50 Pfund Salz.
1 Mittagstiſch für 4 Monate und 2 für je 3 Monate. Außerdem
ſind noch Kleidungs= und Wäſcheſtücke und Schuhe zur Verfügung
geſtellt. Die örtliche Verteilungskommiſſion beſtimmte die
Per=
ſonen die bei der Verteilung bedacht werden ſollen. Da ein Teil
des Geldes der Kreiskommiſſion zur Verfügung geſtellt werden
muß, wovon aber wieder ein Teil zurückfließt, wird ſich die
Ver=
teilung noch einige Tage hinausziehen. Die Verteilung findet
beſtimmt noch vor den Feiertagen ſtatt. — Eröffnung der
Holzhauerei: Die diesjährige Holzhauerei, die ein lebhaft
er=
örterter Gegenſtand der beiden letzten Gemeinderatsſitzungen war,
hat nun am 18. Dezember begonnen. Damit iſt für einen großen
Teil der Wohlfahrtserwerbsloſen wieder eine Verdienſtmöglichkeit
gegeben.
42. Wolfskehlen, 20. Dez. Der Gemeinderat trat am
Samstag abend zu einer Sitzung zuſammen, um über die
Ver=
teilung der Winterbeihilfe zu beraten. Zu der Ausſprache, die
unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtattfand, waren zwei
Vertre=
ter der Erwerbsloſenkommiſſion zugezogen worden.
4a. Wallerſtädten, 20. Dez. Hohes Alter. Der frühere
Tunnelwärter des Mainzer Tunnels. Johann Petermann,
konnte am heutigen Sonntag ſeinen 75. Geburtstag begehen. Im
Auftrag der Reichsbahndirektion Mainz überreichte ihm aus
die=
ſem Anlaß am Samstag nachmittag ein Vertreter des
Betriebs=
amts Darmſtadt eine Ehrenurkunde.
Immer weiße Zähne hat man bei ſtändigem Gebrauch von Chlorodont=
Zahnpaſte (Tube 50 Pf.) unter gleichzeitiger Benutzung der praktiſchen
Chlorodont=Zahnbürſte (Spezialſchnitt). Verſuch überzeugt. Hiten Sie ſich
vor minderwertigen, billigen Nachahmungen.
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Seite 4 — Nr. 353
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 21. Dezember
Reich und Ausland.
Schießerei im Nachkcafé.
Zechpreller feuert blindlings in das Lokal. Ein
Toter, zwei Schwerverletzte.
Frankfurt. Am Sonntag vormittag gegen
5.30 Uhr betraten drei junge Leute das Café
Daube in der Vilbeler Straße. Sie nahmen
gemeinſam an einem Tiſch Platz und beſtellten
drei Glas Bier. Nach etwa zehn Minuten
ent=
fernten ſich zwei der Leute, ohne zu bezahlen.
Als nach kurzer Zeit dann auch der dritte das
Lokal verlaſſen wollte, ohne bezahlt zu haben,
wurde er von dem Kellner zurückgehalten und
zur Rede geſtellt. Es entſpann ſich eine lebhafte
Auseinanderſetzung, in die auch der Wirt und
der Bruder des Kellners hineingezogen wurden.
Inzwiſchen war einer der Zechpreller in das
Lokal zurückgekommen, um ſeinem Kumpanen
beizuſtehen. Als er von dem Kellner
aufgefor=
dert wurde, das Lokal zu verlaſſen, zog der
Zech=
preller einen Revolver aus der Taſche und
feuerte blindlings in das Lokal. Insgeſamt gab
er fünf Schüſſe ab. Der Kaufmann Theodor
Wollenhaupt aus Frankfurt, ein an der
Sache unbeteiligter Gaſt, wurde durch einen
Lungenſchuß auf der Stelle getötet, der Kellner
Eduard Krug erhielt einen Schuß in die Lunge
und wurde ſchwerverletzt dem Heilig=Geiſt=
Hoſpi=
tal zugeführt. Ein weiterer Gaſt, der Kaufmann
Paul Günther, wurde durch einen
Streif=
ſchuß verletzt. Die Zechpreller benutzten die
un=
ter den Gäſten durch die Schchießerei entſtandene
Aufregung, um ſich aus dem Staube zu machen.
Bisher konnte noch keiner von ihnen geſtellt
werden. Die Polizei wird für ihre Ergreifung
eine größere Belohnung ausſetzen.
Eine große Diebesbande feſtgenommen.
Frankfurt a M. Seit Wochen werden
in Fkankfurt Geſchäfte ſyſtematiſch beſtohlen. Die
Diebe, die der Polizei bekannt waren, waren
alte Zuchthäusler, die aber bisher nicht gefaßt
werden konnten, da ſie in einem Auto reiſten
und das Diebesgut ſofort wegſchafften. Jetzt
ge=
lang es, die Burſchen zu faſſen; ſie haben
bis=
her 31 Diebſtähle zugeſtanden. Einer der Diebe,
der Schneider Emil Wettermann, hat bereits
zehn Jahre im Zuchthaus geſeſſen.
Große Unterſchlagungen eines Rechtsanwalts.
Obernhauſen. Der Rechtsanwalt und
Notar Leopold Löwenſtein hat nach vorläufiger
Schätzung rund 60 000 RM. Notariats=,
Kon=
kurs= und Anwaltsgelder unterſchlagen. Die
privaten Verbindlichkeiten des Anwalts werden
mit etwa 40 000 RM. angegeben. Den
Unter=
ſchlagungen iſt man auf die Spur gekommen, als
Mandanten nach ihren Geldern fragten, aber
immer wieder vertröſtet wurden. Löwenſtein
ſoll krank in einem auswärtigen Krankenhaus
liegen,
Todesſturz eines Fliegers
nach neun Weltrekorden.
Paris. Wie aus Mandé berichtet wird, iſt
der franzöſiſche Flieger Jean de Viscaya am
Freitag nachmittag bei einem Verſuch, den
Welt=
ſtreckenrekord mit einem leichten Waſſerflugzeug
zu ſchlagen, infolge Ueberlaſtung der Maſchine
abgeſtürzt und dabei getötet worden. Viscaya
gehörte zu den erfolgreichſten Fliegern
Frank=
reichs und war bereits Inhaber von neun
Welt=
erkorden.
Deutſcher Großwildjäger
von einem Löwen getötet.
London. Der deutſche Großwildjäger Dr.
Max Keller wurde, einer Reutermeldung aus
Dar=es=Salam zufolge, bei dem Beſuch eines
Maſſay=Stammes von einem Löwen angefallen
und getötet. Der Löwe war außerordentlich
ge=
fährlich, weil er früher ſchon durch einen Maſſay
ſchwer verletzt worden war. Die Eingeborenen
hatten ſich des Tieres bemächtigen wollen, um in
ſein Blut bei der Mannbarkeitsfeier des
Stam=
mes nach alter Sitte ihre Speere einzutauchen.
So ſieht es jetzt in dem Schweizer Winterkurort Andermatt aus.
Für die Schweizer Winterkurorte beginnt jetzt die Hauptſaiſon. Die tiefverſchneiten Berge, auf die
die klare Winterſonne niederſtrahlt, bieten den Beſuchern einen herrlichen Natureindruck und
zugleich die ſchönſte Gelegenheit zur Ausübung aller Winterſportarten.
Hurra! Jekk aber die Schliktſchuhe heraus!
Er wollie den „Teuſel” erſchießf
Elfjähriger Förſtersjunge ſchießt einen
brecher nieder.
Adenau. In das Forſthaus bei
ſcheid (Kreis Adenau) drang am Sc
abend ein ſchwarz vermummter Mann
nur zwei Kinder, ein dreizehnjähriges
und ein elfjähriger Junge, anweſend
Die vermummte Geſtalt gab den erſch=
Kindern an, der Teufel zu ſein und forder”
ihnen Geld. Das Mädchen erbot ſich,
da=
zu holen, und begab ſich in das Obergeſch.
Hauſes, wohin ihm der Eindringling folgä
händigte ihm 300 Mark aus, die der
Förß=
dieſem Tage aus einem Viehverkauf eins)
men hatte. Als der Mann die Treppe her
ſtieg, ſtand unten der Junge mit einem E
in der Hand und ſchoß auf ihn.
Tödlich=
fen ſank der Mann nieder. Der Junge en
nachher, er habe gedacht, wenn das der
wäre, ſo könne er ihn auch erſchießen.
De=
dringling entpuppte ſich ſpäter als ein
Waldarbeiter, des Förſters, der über die
hältniſſe im Forſthaus genau Beſcheid wr.
Neuer Strakoſphärenflug.
Diesmal mit Flugzeug?
Paris. Wie die Pariſer Preſſe ber
will der franzöſiſche Chefpilot Coupet ba
nächſten günſtigen Wetterlage vom Flu=
Touſſus=le=Noble mit dem von ihm ſelbſä
worfenen Stratoſphärenflugzeug in eine
von mindeſtens 16 000 Meter aufſteigen.
Eindecker verfügt über einen 500=PS=
Moto=
zylindriſch gebaute luftdichte. Kabine Shn. Es
vollkommen aus Metall. Das Flugzeug halite der Grt
geheure Tragflächen für die dünne und Auch bereits
wenig tragfähige Luft der Stratoſphäre. weſt wun
Innern der Kabine wurden drei Sauerſtoßf½ Fußballn
preſſoren aufgeſtellt, die ebenſo wie im U4n Mainz
ſeeboot die Atmung ermöglichen ſollen. Der ½ Spiel ſehr
ger beruft ſich bei ſeinem Verſuch auf die teilung ho
nung des Prof. Piccard, daß ein Vordring=ſu neuer
die Stratoſphäre mit dem Flugzeug dur=Jirmaſens
möglich ſei, wenn die techniſche Ausrüſtung/?.
Maſchine genügend Sicherheit biete. Auf’½Nai
iſt, daß gar keine Verſuchsflüge
durchge=
worden ſind.
Wieder Tabakſchmuggel Holland—Hambw=
Die erſten Nutznießer des plötzlichen Froſtwetters.
Glückliche Jugend! Was dem Landwirt, der um ſeine Kartoffeln fürchtet, was dem arbeitsloſen
Städter eine neue Bitternis iſt, die unerwartet einſetzende Kältewelle, wird ihr zu einem Quell
reinſten Vergnügens. Jetzt die Schlittſchuhe heraus, hinauf aufs blanke Eis!
Hamburg. Beamten der Hamburger
fahndungsſtelle gelang es, eine Tabakſchnn/ Torwart
lerbande unſchädlich zu machen. Es wurde mnen Elin
achtet, daß ein Kraftwagen mit einem rheinä), Württ
Erkennungszeichen in einer Wilhelmsburger;füngen
rage untergeſtellt wurde. Der Wagen hatte 7), dieſer
Kiſten geladen, die die Aufſchrift einer
rhGdden=
ſchen Weingroßhandlung trugen. Als am T=uger SC.
ein Hamburger Kraftwagen die Ladung ü BiB.
nehmen wollte, wurde der Führer des Haau/; Südb
ger Wagens und ſeine beiden Begleiter ſestadt end
nommen. Die Unterſuchung der Kiſten e. nen mit
daß ſie 8400 Päckchen geſchmuggelten Tabd ,/noch nig
hielten. Ein Bierverleger aus Herzoundrdbay
hatte, wie die weiteren Ermittlungen ergl / P. Würzh
die Ladung aus dem Rheinland nach Wilhellt Woche v.
burg gebracht. Auch er konnte verhaftet werdy konnte.
Der Kraftwagen mit der Schmuggellagrtveniger als
wurde beſchlagnahmt. Nach den Geſtändn 1ᛋ Bänd
der Feſtgenommenen ſind in 6 Fahrten mit
Kraftwagen mindeſtens 4000 Pfund Tabak
Hamburg gebracht und hier den Agenten
Schmuggler verkauft worden. Im ganzen
bereits Teilnehmer als Schmuggler, Hehler
Helfershelfer feſtgenommen.
Bergwerksunglück in Schottland.
London. Ein gefährlicher
Grubenhr=
brach geſtern früh in dem ſchottiſchen Koh.
bergwerk Cardowan in der Nähe von Glasa/
aus Obwohl die Löſcharbeiten ſofort eingeles9
wurden, ereignete ſich infolge der großen Ee
im Schacht eine Exploſion, wobei zwei Arbe?
ſchwer verletzt wurden. 600 Bergarbeiter /
durch das Unglück zum Feiern gezwungen.
Am Donnerstag, 17. Dezember, verſchied nach
kurzer, ſchwerer Krankheit meine innigſtgeliebte,
gute Mutter
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[ ← ][ ][ → ]ber 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 353 — Seite 5
esfrößte Teil der ſüddeutſchen Bezirksligamannſchaften hatte
„Gildenen Sonntag” die Gruppen=Meiſterſchaftsſpiele
abge=
oſſel Es fielen auch noch einige Entſcheidungen, ſo daß jetzt
Lüſt der Gruppenmeiſter, Endſpielteilnehmer und
Abſteigen=
uuh bereits ziemlich komplett iſt. In der Abteilung
rdveſt wurde ſogar ſchon das erſte Endſpiel um die Süd=
Hih Fußballmeiſterſchaft ausgetragen. Eintracht Frankfurt
Die ütey Mainz vor 12 000 Zuſchauern über Mainz 05 nach einem
ſolen An m Spiel ſehr leicht mit 4:1 (2:0). Die Eintracht iſt in
die=
ſuch auf Aübtilung hoher Favorit.
in Voru efü neuer Gruppenmeiſter wurde an der Saar ermittelt.
flugzeug ᛋ Prmaſens ſicherte ſich den Titel erneut und endgültig durch
Ausriten /:3=Sieg über die Saarbrücker Sportfreunde. In der
biete hwpe Main gab es im Kampfe um den 2. Platz eine neue
Klä=
üge dung: Der FSV. Frankfurt rückte durch einen in Griesheim
er=
ltan 3:2 (1:2)=Sieg auf die zweite Tabellenſtelle vor, während
deetbisherige Tabellenzweite, Rot=Weiß Frankfurt, eine neue
hoedurhge holte; er wurde von Union Niederrad 5:3 (3:1)
ge=
agen. Bei dieſem Spiel gab es eine nette Epiſode. Kreß
Ulm linen Elfmeter ſchießen, der Ball wurde aber vom
gegne=
hen Torwart Herr gehalten. Wenig ſpäter ſchoß dann auch
rr enen Elfmeter und ſchlug Kreß.
Württemberg iſt der VfB. Skuttgart durch das 3:3
Ezſngen Zweiter geworden. Zuffenhauſen und Heilbronn
dieſer Gruppe endgültig zum Abſtieg verurteilt.
ſt ein BBidens Zweiter heißt Raſtatt 04. Raſtatt ſiegte über den
Als Aeiküuger SC. 7:1, während der Freiburger FC. in Karlsruhe
e Ladſchem PfB. nur zu einem 0:0 kommen konnte.
hrer des Ey Südbayern hat ſich 1860 durch einen 2:0=Sieg über
Begleitgrſtdt endgültig den zweiten Platz geſichert. Die Frage, wer
Kiſtarnyen mit Straubing in die zweite Klaſſe abſteigen muß, iſt
elten Locs ſoch nicht entſchieden.
s hen Wrdbayern meldete, ein ſehr intereſſantes Reſultat.
tlungen F!“9. Würzburg 04, der am vergangenen Sonntag den in der
nach Aſten Woche viel beſprochenen 2:0=Sieg über die Sp.Vg. Fürth
verhafteſie e konnte, wurde von den abſteigenden Hofer Bayern mit
Schmugcht mniger als 9:1 Treffern geſchlagen. Dieſes Reſultat ſpricht
en Geürkll/ Bände.
Bisherige Entſcheidungen.
Miſter ſind: 1. FC. Nürnberg (Nordbayern), Bayern
ürhn (Südbayern), 1. FC. Pforzheim (Württemberg),
Karls=
herFV. (Baden), SV. Waldhof (Rhein), FK. Pirmaſens
öacrl Es fehlen alſo lediglich noch die Meiſter der Gruppen
ſai ind Heſſen.
chottlgl WFoſpielteilnehmer ſind:
teilung Südoſt; (komplett) 1. FC. Nürnberg,
Ag Fürth, Bayern München, München 60, FC. Pforzheim,
tiſche fB) etuttgart, Karlsruher FV. und FV. 04 Raſtatt.
e ve EUſteilung Nordweſt: SV. Waldhof, VfL. Neckarau,
fort
Prmaſens, FV. Saarbrücken, Wormatia Worms, Mainz 05,
er Aintsaht Frankfurt. Hier fehlt nur noch der Zweite der Gruppe
ergai” EIIſteigen müſſen; Bayern Hof, Weiden (Nordbayern),
zwuhle traulng (Südbayern), Zuffenhauſen, VfR. Heilbronn (
Würt=
mbt), Villingen, Rheinfelden (Baden), Kirchheim, Sandhau=
„ein), Weſtmark Trier, VfR. Pirmaſens (Saar) Walldorf,
MDarmſtadt (Heſſen), Germania 94 Frankfurt (Main).
Nanz 95-Eintracht Frankfurt 1.4u.2)
Vil leichter, als man allgemein erwartet hatte, gewann die
ſtarnkſirter Eintracht ihr erſtes Endſpiel um die „Süddeutſche‟
der Abteilung Nordweſt. Obwohl die Frankfurter mit Erſatz
E Schitz und Leis nach Mainz fuhren, führten ſie auf dem
Schnee=
ddenſes Platzes am Fort Bingen doch ein großes Spiel vor. Die
Farnkürter waren ſpielkulturell faſt um eine Klaſſe beſſer, ſie
be=
errſſhen das Feldſpiel mit feiner Ballbehandlung und
glänzen=
en. Ambinationen. Erſt als die Eintracht nach Treffern von
ſcharle und Möbs (drei) 4:0 in Führung lag und nun
verhal=
men bielte, kamen die Mainzer etwas mehr auf. Aber ihr
Erenur erreichten ſie auch nur durch eine Fehlentſcheidung des
Shisdrrichter Dr. Götzl=Mannheim, der ein aus klarer
Abſeits=
ſellzm erzieltes Tor des Mainzer Linksaußen Poſſelmann
aner=
hume Die 12000 Zuſchauer, die mit einer Ueberraſchung durch
Mren lokalmatadoren gerechnet hatten, waren enttäuſcht,
applau=
ſerttenaber ſchließlich doch das mitreißende Spiel der Frankfurter.
Aus dem Spielverlauf.
Algeſehen von einer Viertelſtunde in der zweiten Halbzeit
beheeuſhten die Frankfurter ſtets das Feld. Sie kamen auch ſchon
m der 5. Minute durch Schaller, der einen Strafſtoß von Sobanſki
enſchol, zum Führungstreffer. In der 18. Minute brachte der
Maünr rechte Läufer im Strafraum den Frankfurter Linksaußen
Rell nloff zu Fall. Es gab einen Elfmeter, den Möbs ſicher ver=
Danxſeſte. In der 27. Minute wurde Trumpler (Eintracht)
ver=
letzt,, ſooch konnte der Frankfurter bald wieder eintreten. Nach
der Paiſe fiel ziemlich ſchnell die Entſcheidung. Nach ſchönen
Kom=
dinatien ſchoß Möbs in der 8. und 13. Minute zwei weitere
Trefſſet. Die Eintracht ließ nun im Gefühl des ſicheren Sieges
etwas jach. In der 30. Minute kam Mainz durch den Linksaußen
Poſſſihtann aus klarer Abſeitsſtellung zum Ehrentor.
Dr Schiedsrichter Dr. Götzl=Mannheim war in der erſten
Dallſzet (bei fairem Spiel) gut, nach der Pauſe machte er aber
mamihn Fehler. Das Spiel wurde in dieſer Phaſe auch härter,
Ahna wer unfair zu werden.
Kurze Kritik.
Ma inz erreichte in keiner Mannſchaftsreihe die Qualität
der Giſte. Dabei hatten die Platzherren nicht etwa einen
ſchlech=
ſen Ig, ſie kamen nur gegen das beſſere Spiel des Gegners nicht
ſur zwohnten Geltung. Während das vielgerühmte Innentrio
ſich überhaupt nicht bemerkbar machen konnte, wurden die beiden
Außenſtürmer Poſſelmann und Brandl doch wenigſtens einige
Male recht gefährlich. Die Abwehr der Mainzer ſchlug ſich tapfer,
konnte aber die Niederlage nicht verhindern.
Die Eintracht, trat mit Erſatz für Schütz und Leis an.
Schütz wurde durch Pfeiffer erſetzt, die Läuferreihe ſpielte mit
Sobanſki=Gramlich=Dietrich. Der Erſatzmann Sobanſki lieferte
eine ſehr gute Partie. In der ganzen Eintrachtself gab es kaum
einen ſchwachen Punkt. Die Hintermannſchaft hatte nicht allzu viel
Arbeit. Schmidt hatte nur einmal einen ſchweren Ball zu halten,
als Burkhardt kurz vor der Pauſe einen Strafſtoß von Scherm
aufs Tor lenkte. Die Läuferreihe der Eintracht ſpielte ein ſehr
kluges und techniſch feines Spiel und auch der Sturm war in
beſter Spiellaune.
Erſtes Endſpiel in Süddeutſchland. Abteilung Nordweſt:
FSV. Mainz 05 — Eintracht Frankfurt . . . . .. 1:4 (0:2)
Verbandsſpiele in Süddeutſchland:
Gruppe Main: Kickers Offenbach — FSV. Heuſenſtamm 2:0.
SpVgg. Griesheim 02 — FSV. Frankfurt 2:3. V. f. L. Neu=
Iſenburg — Germania Bieber 3:3. Germania 94 Frankfurt
— 1. FC. 93 Hanau 3:4. Union Niederrad — Rot=Weiß
Frank=
furt 5: 3.
Gruppe Nordbayern: 1. FC. Nürnberg — Würzburger Kickers 9:1.
Bayern Hof — FV. Würzburg 04 9:1. 1. FC. Bayreuth —
1. FC. Schweinfurt 4 : 1. SpVgg. Weiden — ASV.
Nürn=
berg 2: 3.
Gruppe Südbayern: DSV. München — Bayern München 2: 5.
1860 München — V. f. B. Ingolſtadt 2:0. Jahn Regensburg
— Teutonia München 3:0.
Gruppe Württemberg Germania Brötzingen — 1. FC. Pforzheim
3:5. V. f. R. Heilbronn — Stuttgarter Kickers 0:3. V. f. B.
Stuttgart — Spfr. Eßlingen 3:3. FV. Zuffenhauſen — SV.
Feuerbach 1:3.
Gruppe Baden: V. f. B. Karlsruhe — Freiburger FC. 0:0.
Karls=
ruher FV. — FC. Villingen 5:0. FC. Mühlburg — FC.
Rhein=
felden 8:2. FV. Raſtatt — SC. Freiburg 7:1.
Gruppe Rhein: FC. 08 Mannheim — SV. Waldhof 1:1. V. f. R.
Mannheim — Amicitia Viernheim 3:2. FV. Sandhauſen—
SpVgg. Sandhofen 1:4.
Gruppe Saar: FK. Pirmaſens — Spfr. Saarbrücken 6:3. V. f. R.
Pirmaſens — Weſtmark Trier 2:1. Boruſſia Neunkirchen —
1. FC. Kaiſerslautern 4:0.
Privatſpiele in Süddeutſchland: SV. Saarbrücken — Auſtria
Wien 4:5. Phönix Ludwigshafen — SpVgg. Fürth 1:3.
Wormatia Worms — Alemannia Worms 4:4. 1. FC.
Strau=
bing — V. f. R. Fürth 2:1.
Berliner Fußball. A: Hertha/BSC. — Spandauer SV. 3:0.
Minerva — Wedding 7:0. 1. FC. Neukölln — Südſtern 1:6.
Wacker 04 — Blau=Weiß 3:1. B: BV. Luckenwalde — Tennis=
Boruſſia 4:3. Viktoria 89 — Union Potsdam 9:1. Berliner
SV. 92 — Union Oberſchöneweide 0:2. Polizei SV. — Norden=
Nordweſt 1:2. V. f. B. Pankow — Adlershofer BC. 1:4.
Wormatia Worms — Alemannia Worms 4:4 (2:1).
Die Wiederholung des Wormſer Lokalderbys als Privatſpiel
mit betont freundſchaftlichem Charakter hatte trotz Kälte und
Schnee immerhin 1200 Zuſchauer zu verzeichnen. War Wormatia
in der Balltechnik klar überlegen, ſo glich dieſen Vorteil der
Kampfgeiſt von Alemannia wieder aus. Nach einem
Pauſenergeb=
nis von 2:1 für Wormatia kam es ſo zu einem nicht unverdienten
unentſchiedenen Ergebnis von 4:4 Toren. Oswald=Worms leitete
den fairen Kampf korrekt.
Phönix Ludwigshafen — Sp. Vg. Fürth 1:3 (0:0).
Trotz des ſchneebedeckten Bodens entwickelte ſich unter der
ſicheren Leitung von Delang=Mannheim ein äußerſt intereſſantes
und flottes Spiel. Die Fürther, die mit ihrer kompletten Elf
an=
getreten waren, kamen in der erſten Halbzeit weniger zur
Gel=
tung. In dieſem Spielabſchnitt gab es eine leichte Ueberlegenheit
von Phönix. Doch deſſen nervöſer und unſicherer Sturm konnte
gegen die ſtabile Deckung der Gäſte nicht ankommen. Torlos
wur=
den ſo die Seiten gewechſelt. Nach Wiederbeginn gewann Fürth
immer mehr an Boden. Sein rechter Läufer Leupold ſchoß den
Führungstreffer, dem bald darauf nach einer famoſen
Kom=
bination zwiſchen Franz und Frank durch Franz das zweite Tor
folgte. Als dann Ludwigshafen, das umgeſtellt hatte, durch ſeinen
Linksaußen Schell an Neger vorbei zu ſeinem Ehrentreffer
ein=
geſandt hatte, ſtellte Hecht durch ein drittes Tor vom Anſtoß weg
die alte Differenz wieder her.
Fußball im Ausland.
Schweiz: Urania Genf — Nordſtern Baſel 1:0. FC. Bern — FC.
Zürich 1:0. Old Boys Baſel — Servette Genf 0:2. FC. Biel
— Etoile Chaux de Fonds 2:1. Grashoppers Zürich — Young
Boys Bern 2:2. Geſellſchaftsſpiel: FC. Lugano —
Ferenc=
varos Budapeſt 1:3.
Italien: Genua 93 — Brescia 4:0. Lazio Rom — Bari 3:2.
Pro Vercelli — FC. Mailand 0:2. Pro Patria — Bologna
0:2. Ambroſiana Mailand — AS. Rom 2:1. FC. Turin —
Juventus Turin 0:0. Neapel — Modena 4:1. Aleſſandria —
Trieſt 4:0. Caſale — Florenz 3:2.
Belgien: Daring Brüſſel — Beerſchot AC. 1:2. Racing Malines
FC. Malines 4:5. Standard Lüttich — Racing Gent 7:2.
FC. Antwerpen — Tubantia 5:0. CS. Brügge — FC. Brügge
1:1. FC. Turnhout — Lierſche SK. 1:2. Berchem Sport —
Union St. Gilloiſe 1:2.
Frankreich: Red Star Olympique Paris — SK. Kladno 2:2.
Oeſterreich: Rapid — Admira 10:2. Nicholſon — Donau 3:1.
Slovan — Brigittenauer AC. 2:1. Hakoah — Polizei=
Sport=
vereinigung 6:1.
Tſchechei: Slavia Prag — Vienna Wien 4:2. Sparta Prag —
SK. Liben 7:0.
* Fußball im Kreis Starkenburg.
Viktoria Griesheim — FV. Sprendlingen 1:5 (0:2). Union
Wixhauſen — Germania Oberroden 0:1 (0:0). FC. 03 Egelsbach
— F. Sp.V. Groß Zimmern 2:2. Germania Eberſtadt — Sp.Vg.
Arheilgen 4:2 (1:1). Haſſia Dieburg — Sp.V. 1911 Münſter
1:1 (0:0). Polizei Darmſtadt — Germania Pfungſtadt 8:0 (4:0).
Union Darmſtadt — Sp.V. Mörfelden 3:1.
Die größte Ueberraſchung des Kreiſes war auf dem
Polizei=
platz fällig, allwo ſich die zum Schluß nur noch mit 9 Mann
ſpielenden Pfungſtädter Germanen glatt und beinahe
unwahr=
ſcheinlich hoch ſchlagen ließen. Der Sieg der ſehr gut ſpielenden
Poliziſten iſt verdient, aber doch etwas zu hoch ausgefallen, da
die Gäſte beſtimmt keine acht Tore ſchlechter waren. Den
Ver=
teidiger Crößmann von Pfungſtadt ereilte wegen einer
Tätlich=
keit Platzverweis; er wird ſeiner ſowieſo nicht auf Roſen
ge=
betteten Mannſchaft für die nächſte Zukunft ſehr fehlen. — Sehr
beachtenswert iſt ferner der für den zweiten Tabellenplatz
aus=
ſchlaggebende Sieg von Eberſtadt über die durchweg beſſeren
Leute vom „Mühlchen” die aber einen ſchwachen Torhüter hatten
und vom Glück nicht ſehr begünſtigt waren, das deſto mehr die
Neulinge unter ſeine Fittiche genommen hatte. — Germania
Oberrodens erwarteter Sieg fiel gegen die zu Hauſe beachtlich
kampfkräftigen Wixhäuſer nur ſehr knapp aus, genügt aber, um
weiter auf dem dritten Tabellenplatz vor den Darmſtädter
Poli=
ziſten zu bleiben, die allerdings mit einem Spiel im Rückſtand
ſind. — Sprendlingen behielt mit einem klaren 5:1=Sieg über
die am Ende der Tabelle ſtehenden Griesheimer das beſſere
Ende für ſich und hält weiter die Spitze mit drei Punkten
Vor=
ſprung. — Sehr gut ſchlug ſich der Abſtiegskandidat Groß=
Zimmern in Egelsbach, wo er infolge Platzſperre anzutreten
ge=
zwungen war. Ein Remis auf dem auch von den
Spitzen=
vereinen gefürchteten Egelsbacher Platz herauszuholen, ſetzt für
die Leute von der Gerſprenz eine ſehr hingebungsvolle Leiſtung
voraus, die nur den Nachteil hat, daß ſie wohl zu ſpät konumt.
Die lieben Nachbarn Münſter und Dieburg teilten ſich in
Die=
burg nach dem erwarteten zähen Kampf brüderlich in die Punkte
und ſtehen in der Tabelle nach Verluſtpunkten auf gleicher Höhe.
— Der Sieg der Beſſunger über ihre Gäſte aus Mörfelden
kommt für den Kenner der Verhältniſſe weiter nicht überraſchend;
die Darmſtädter Union wird noch manchem Verein, das Leben
ſauer machen, und wenn nicht alles trügt wird die Elf am
Schluß der Verbandsrunde, falls ſie ſich zuſammennimmt, nicht
zu den Abſteigenden zählen. In der Tabelle hat ſich nur
wenig geändert.
FV. Sprendlingen
Germania Eberſtadt 17 10
Germania Oberroden 17
Polizei Darmſtadt
1. FC. 03 Egelsbach
SpVgg. 04 Arheilgen
SV. Münſter
Haſſia Dieburg
SV. Mörfelden
Germ. 03 Pfungſtadt
6
24:30 14
Union Wixhauſen
28:45 . 11
Union Darmſtadt
21:42 9
FSV. Groß=Zimmern
24:62
21:54
Viktoria Griesheim 17
* Kreisliga Südheſſen.
Biblis — V. f. L. Lampertheim 2:0. Hofheim — Bürſtadt 0:1.
Olympia Lampertheim — Horchheim 4:0. Hochheim — Olympja
Worms 3:2. Heppenheim — Neuhauſen 2:0. Gernsheim —
Pfiffligheim 5:3.
Polizei Darmſtadt — Germania Pfungſtadt 8:0 (4:0).
Nach den Oberrodenern bekamen geſtern die Pfungſtädter
Germanen die aufſteigende Form der Poliziſten zu ſpüren. Daß
die Gäſte aber eine ſolche Packung mit nach Hauſe nehmen
mußten, haben ſie ſich wohl ſelbſt nicht träumen laſſen. Dabei
darf das Ergebnis nicht nur als vollauf berechtigt bezeichnet
werden, ſondern iſt entſprechend den Torgelegenheiten der
Poli=
ziſten noch nicht genügend gekennzeichnet. Polizei zeigte ſchon
in der erſten Hälfte in bezug auf Wendigkeit und Genauigkeit
des Zuſpiels ein klares Plus, das ſie auch mit vier Erfolgen
durch Balſer, Müller, Göbel und wiederum Müller zum
Aus=
druck brachten. Nach der Pauſe hatten die Pfungſtädter
über=
haupt nichts mehr zu beſtellen. Abwehr und Deckung waren
ſo intenſiv mit dem Zerſtören der Polizeiangriffe beſchäftigt,
daß an einen Aufbau gar nicht zu denken war. Das
Schützen=
feſt nahm ſeinen Fortgang und nur in einzelnen Augenblicken
ſchienen ſich die Pfungſtädter zu einer beſſeren Leiſtung aufraffen
zu wollen. Innerhalb weniger Minuten ſtellen Müller und
Balſer nach ſchöner Kombination das Ergebnis auf 6:0 für
Polizei. Bei dieſem Stande vollzog ſich die einzige Unfairneß,
die mit dem berechtigten Platzverweis von Crößmann=Pf.
ge=
ahndet wurde. In der letzten Viertelſtunde verwandelten Göbel
und Müller zwei Vorlagen, die das torhungrige Publikum
auf=
jubeln ließen.
Die Gäſte enttäuſchten auf der ganzen Linie, ſo ſchwach hat
man ſie hier noch nicht geſehen. Das Fehlen von Crößmann
gegen Ende der zweiten Hälfte darf in keiner Weiſe als
Ent=
ſchuldigungsgrund angeführt werden. Das Spiel ſtand bereits
6:0 für Polizei. Anders war es bei den Poliziſten. In dem
ſchußfreudigen Angriff bildete die Deckung ein unverwüſtliches
Rückgrat der Mannſchaft. Beſonders Wolf als Mittelläufer iſt
gut geworden und verdient genannt zu werden. Die
Vertei=
digung ſtand vor keine: ſchweren Aufgabe, denn nur ſelten war
der Pfungſtädter Angriff gefährlich. Ueber 350 Zuſchauer waren
enttäuſcht über die Leiſtungen der Pfungſtädter, konnten ſich aber.
an dem Torſegen erfreuen. Schiedsrichter Müller=Beiertheim
ausgezeichnet.
Rot=Weiß Darmſtadt — Eintracht Darmſtadt 3:1 (3:0).
Auf dem ſchneebedeckten Raſen bekamen die Zuſchauer ein
ſchönes Sviel zu ſehen, welches erfreulicher Weiſe von beiden
Mannſchaften vorbildlich fair ausgetragen wurde. Rot=Weiß iſt
ſofort gut in Fahrt und läßt durch genaues Zuſpiel den Ein=
Seite 6 — Nr. 353.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Montag, 21. Dezember
trachtlern keine Chance. Die Hintermannſchaft der Gäſte mit dem
guten Torwächter wehrt ſich tapfer, muß ſich aber bis zur Pauſe
dreimal geſchlagen bekennen. Nach der Pauſe nahmen die Rot=
Weißen das Spiel nicht mehr ſehr ernſt, ſo daß Eintracht zwar
beſſer aufkam, aber ſich trotzdem ſelten durchſetzen konnte. Erſt
kurz vor Schluß fiel der verdiente Ehrentreffer. Das Reſultat
iſt den gezeigten Leiſtungen entſprechend gerecht. Der
Schieds=
richter, ein Herr aus Sprendlingen, leitete zur Zufriedenheit
beider Parteien. — 2. Mannſchaften 6:1. — Alte Herren 1. —
SV. 98 Alte Herren 2. 5:1.
Poſt Darmſtadt — Olympia Hahn 3:7 (0:5).
Hahn legte ſofort ein lebhaftes Spiel vor und konnte gleich
nach dem Anpfiff das erſte Tor ſchießen, dem in kurzen
Ab=
ſtänden 2 weitere folgten. In der 20. Minute fand ſich die Poſt
erft zuſammen und das Spiel wurde nun ausgeglichener. Es
folgte Angriff auf Angriff gegen das Gäſtetor. Nur das
aus=
geſprochene Schußpech der Poſtler, die ſich viele ſchöne
Gelegen=
heiten herausarbeiteten, verhinderte den Ausgleich. Dagegen
war Hahn noch ein viertes Mal erfolgreich. Poſt geht nach der
Pauſe mächtig los und kann auch in kurzer Zeit 3 Tore
auf=
holen. Zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Hahn ſchoß noch
zweimal ein und holte ſich die 2 Punkte. Schiedsrichter
Hof=
mann=Beerfelden einwandfrei.
FV. Jugenheim — Reichsbahn Darmſtadt 3:5 (1:5).
Reichsbahn findet ſich ſchnell auf dem glatten Schneeboden
zurecht. Die Platzelf kämpft mit allem Eifer und geht nach
15 Minuten Spieldauer durch Verwandlung eines Eckballes, den
Berth ins eigne Tor ſchlägt, in Führung. Nun zeigt der
Reichs=
bahnſturm ein hochſtehendes Kombinationsſpiel. Durch gute
Vorlagen des rechten Flügels, Spamer, Lauſcher (letzterer war
für einen ausgebliebenen Spieler eingeſprungen), fallen bis zur
Paufe durch Frieß 1., Weißmantel und Bär 5 Tore.
In der zweiten Spielhälfte gibt Jugenheim das Spiel nicht
verloxen und zeigt einen bewunderswerten Eifer. Die
Reichs=
bahnverteidiger mit Daniel und Faßhauer klären jedoch immer
wieder. Durch abermalige Verwandlung eines Eckballes und
Strafſtoßes ſtellen die Platzherren das Spiel auf 3:5. Nun hat
die Läuferreihe der Reichsbahn mit Griesheimer, Frieß 2. und
Mahr ein großes Penſum zu erledigen. Ein Foulelfmeter für
die Gäfte wird verſchoſſen. Zwei Tore für Reichsbahn, bei denen
der Ball wohl mit vollem Umfang die Torlinie überſchritten
hätte, werden von dem Spielleiter, Koch=Wixhauſen, der das
Spiel ſonſt recht gut leitete, nicht gegeben. 2. Mannſchaft —
Darmſtadt 98 3. 2:10.
Engliſcher Fußball. — Niederlagen der Favoriten.
In allen Verbänden Groß=Britanniens gab es am Samstag
bei den Meiſterſchaftsſpielen Ueberraſchungen. In England
verlor der Tabellenführer der erſten Liga, Everton, ſein Spiel
gegen Bolton Wanderers 2:1 und das an zweiter Stelle liegende
Weſtbromwich Albion konnte gegen die Mannſchaftf aus dem
kleinen Fiſcherſtädtchen Grimsby 0:0 ſpielen. Ueberzeugend
ge=
wann dagegen der vorjährige Meiſter Arſenal ſein Spiel auf
fremden Platz in Middlesborough mit 5:2. Die größte
Ueber=
raſchung des Tages war aber wohl die Niederlage, die ſich die
altberühmte Elf von Aſton Villa auf eigenem Platz mit 1:5
gegen Blackburn Rovers holte. Es muß allerdings auch geſagt
werden, daß die Witterungsverhältniſſe an dieſem Samstag ſelbſt
für engliſche Verhältniſſe ſehr ſchlecht waren und daß ſogar
ver=
ſchiedene Spiele vorzeitig abgebrochen werden mußten. Die
Kopfgruppe der Tabelle in der erſten Liga hat jetzt folgendes
Ausſehen: 1. Everton 29:11 Punkte; 2. Weſtbromwich Albion
37:15 Punkte; 3. Arſenal 26:14 Punkte; 4. Sheffield Wednesday
23:17 Punkte. — In der zweiten Liga verlor die führende Elf
Leeds United 2:1 in Southampton. Schottland meldet eine neue
Niederlage des langjährigen Meiſters Glasgow Rangers mit
2:4 gegen Dundee, während der Tabellenerſte Motherwell gegen
Queens Park 4:1 gewinnen konnte.
Der Kampf um das „1000./ Tor”.
Einen kleinen, aber intereſſanten privaten Zweikampf führen
die engliſchen Profivereine Aſton Villa und Bradford City. Es
geht darum, welche von den beiden Mannſchaften im Rennen
um das 1000. Tor zuerſt durch das Ziel geht. Die erſtklaſſige
Aſton Villa iſt heißer Favorit, denn ſie hat in den Spielen nach
dem Kriege — von dieſem Zeitpunkt an hat der Kampf
be=
gonnen — mit 997 Treffern die größeren Siegesausſichten, denn
die zur zweiten Liga gehörige Bradford City hat es nach dem
letzten Spieltage erſt auf 993 geſchoſſene Tore gebracht. In
ziem=
lich weitem Abſtand folgt Mancheſier City mit 979 Toren. Aſton
Villa hat mit ſeiner erſten Mannſchaft ſeit 1919 522 Ligaſpiele
ausgetragen und damit im Durchſchnitt in jedem Wettkampf
faſt zwei Tore erzielt. Einer der erfolgreichſten Torſchützen der
Villas war der heute nicht mehr aktive Halbſtürmer „Billy”
Walfer, der allein 203 Tore auf ſein Konto brachte.
Schwerathlekik.
Arb.=Athl.=SV. 91 Darmſtadt — Weiſenau 4:10.
Im weiteren Verlauf der Kreiskämpfe hatte Darmſtadt
ſei=
nen Bruderverein vom Rhein zu Gaſt. Eine äußerſt faire
Mann=
ſchaft, die auf die zahlreich erſchienenen Zuſchauer einen guten
Eindruck machte. Weiſenau ſtellt eine körperlich in guter
Ver=
faſſung befindliche Mannſchaft. Darmſtadt dagegen war
gezwun=
gen, für drei ſeiner Leute Erſatz zu ſtellen. Trotzdem ſetzten die
Gaſtgeber dem Gegner äußerſten Widerſtand entgegen, was die
Kämpfe durchweg intereſſant machte. Weiſenau ſiegte im Fliegen=.
Feder= Leicht= und Mittelgewicht, im Schwermittel holten ſie ſich
eine glatte Niederlage. Darmſtadt brachte es nur zu einem Sieg
und konnte im Bantam= und Schwergewicht ein Unentſchieden
er=
reichen.
Neuer Wellrekord im Segelflug?
Nach einer noch nicht beſtätigten Meldung ſoll der
ameri=
kaniſche Marineflieger William Cocke, auf Honolulu zwei
deutſche Segelflugweltrekorde geſchlagen haben. Im Dauerflug
überbot Cocke mit einem motorloſen Flug von 21,34 Stunden die
von Dinort gehaltene Weltbeſtleiſtung um 7 Stunden, und
auch im Streckenflug erzielte er mit 640 Kilometern einen neuen
Weltrekord. Der letzte Inhaber dieſes Rekordes war der
ver=
ſtorbene Ferdinand Schulz, der im Jahre 1927 den
Ent=
fernungsrekord in geſchloſſener Bahn mit 455,8 Kilometern
auf=
ſtellte.
Deutſchland und Lake Placid.
Die Finanzierung der geplanten deutſchen Expedition zu den
3. Olympiſchen Winterſpielen in Lake Placid geſtaltet ſich äußerſt
ſchwierig, obwohl mit Rückſicht auf die Verhältniſſe nur ein ſehr
kleines Aufgebot die Reiſe nach Amerika antreten ſoll.
Bekannt=
lich bleiben die deutſchen Skiläufer den Winterſpielen gänzlich
fern, der Bobverband wird nur durch einen Viererbob vertreten
ſein, von den Eiskunſtläufern iſt E Bayer der einzige Kandidat,
ſchließlich ſollte noch die Eishockey=Nationalmannſchaft
einſchließ=
lich eines Begleiters entſandt werden. Aber weder die Mittel,
die der Deutſche Reichsausſchuß für Leibesübungen zur Verfügung
ſtellen kann, noch die eingelaufenen Spenden von privater Seite
oder das Geld, das die Eishockeymannſchaft durch die geplante
Wettkampfreiſe in Amerika aufbringen würde, reichen aus, um
die Expedition in finanzieller Hinſicht zu ſichern. So iſt man auf
einen Zuſchuß des Reiches angewieſen, der jedoch entſprechend der
wirtſchaftlichen Lage nur ſehr klein ſein kann.
Die Sp.Vg. Fürth verwahrt ſich entſchieden gegen die
Vor=
würfe, daß bei dem unglücklichen Verluſt des Spieles gegen
Würz=
burg 04 irgend welche Einflüſſe entſcheidend geweſen ſeien, die
Niederlage ſei nur auf den unglücklichen Spielverlauf
zurückzu=
führen.
Sandow Nürnberg ſchlug im Klubkampf der Amaienrboxer
die Mannſchaft des TV. 1860 Fürth mit 11:5 Punkten.
Von den Handball=Feldern.
Zwei weitere Meiſter.
Hanssanr mder 9.2.
D. ſ. R. Schwanheim und Sppgg. Bürth.
Im ſüddeutſchen D.S.B.=Handball gab es am Sonntag zwei
weitere Entſcheidungen. In der Gruppe Main ſicherte ſich im
Entſcheidungsſpiel der punktgleichen Tabellenführer der V.f.R.
Schwanheim durch einen 2:1=Sieg über den Fußballſportverein
Frankfurt die Meiſterſchaft. In der Gruppe Nordbayern
ge=
wann die Spielvereinigung Fürth auch das Rückſpiel gegen den
Polizeiſportverein Nürnberg, diesmal überlegen mit 13:1 und
wurde wiederum nordbayeriſcher Meiſter. In der Gruppe
Würt=
temberg fiel inſofern eine weitere Entſcheidung, als ſich der
V.f.B. Stuttgart durch einen 8:8 gegen Polizei Heilbronn
endgül=
tig den zweiten Platz der Gruppe 2 ſicherte und ſomit an den
End=
ſpielen zur württembergiſchen Meiſterſchaft teilnehmen kann. In
Gruppe Südrhein, deren Meiſter im Sportverein Wiesbaden
ereits als erſter in Süddeutſchland feſtſtand, wurde das vorletzte
Spiel ausgetragen, und in Grupe Rhein, die mit 11 Vereinen
beſetzt iſt, bleibt die Lage auch nach dieſem Sonntag unverändert.
Die Entſcheidung dürfte erſt im Treffen der beiden
Tabellen=
führer, V.f.R. Mannheim und Sportverein Waldhof, fallen.
V.f. R. Schwanheim Main=Meiſter.
Nachhutgefechte in Gruppe Heſſen.
In der Heſſengruppe kamen zwei rückſtändige Verbandsſpiele
zum Austrag, die aber keine Bedeutung mehr beſaſſen, weil
Mei=
ſter und Abſteigende feſtſtehen und der zweite Platz keine
Bedeu=
tung hat. Dieſen zweiten Platz ſicherte ſich die Darmſtädter Polizei
durch einen kleinen klaren 13:5=Sieg über den TSV. Braunshardt
mit nur zwei Punkten Rückſtand hinter dem Meiſter. Den dritten
Platz hält zurzeit Rot=Weiß Darmſtadt nach einem 6:3=Sieg über
die Wormſer Polizei vor Wormatia Worms. Dieſer Platz kann
den Darmſtädtern nicht mehr ſtreitig gemacht werden, da das
aus=
ſtehende Spiel gegen Alemannia Worms wahrſcheinlich überhaupt
kampflos gewonnen wird, im Falle ſeiner Austragung aber nicht.
verloren gehen kann. Damit hätte die Darmſtädter Hochburg
ein=
deutig ihre Stärke bewieſen, da die drei an der Runde beteiligten
Darmſtädter Vereine auch die drei erſten Plätze einnehmen.
Die Handball=Ergebniſſe.
Um die Meiſterſchaft der Gruppe Main: V. f. R. Schwanheim —
FSV. Frankfurt 2:1.
Meiſterſchaft von Nordbayern: Polizei Nürnberg — SpVgg.
Fürth 1:13.
Verbandsſpiele.
Gruppe Heſſen: Polizei Darmſtadt — TSV. Braunshardt 13:5.
Rot=Weiß Darmſtadt — Polizei Worms 6:3.
Gruppe Südrhein: Polizei Wiesbaden — Haſſia Bingen 4:6.
Gruppe Rhein: SpVgg. Mannheim 07 — FG. Ludwigshafen 03
2:1. SV. Waldhof — Phönix Mannheim 2:1. FC.
Ofters=
heim — MTG. Mannheim 4:9.
Gruppe Württemberg: V.f.B. Stuttgart — Polizei Heilbronn 8:8.
Rol=Weiß Darmſtadt — Polizei Worms 6:3 (3:2).
Am geſtrigen Sonntag empfing Rot=Weiß zu ſeinem letzten
Verbandsſpiel den Polizei=Sportverein Worms. Das Spiel ſelbſt
ſtand auf keiner allzu hohen Stufe, denn das zuſammengetretene
Schneefeld war ſehr glatt und hinderte die Spieler, ihr wirkliches
Können zu zeigen. Aber man ſah immerhin ein ſehr faires und
anſtändiges Spiel, das alle Härten des Punktekampfes vermiſſen
ließ. Bei faſt andauernd überlegenem Spiel konnte Rot=Weiß das
Treffen mit obigem Reſultat für ſich entſcheiden.
Polizei Darmſtadt — TSB. Braunshardi 13:5 (6:4).
Geſtern trugen die Poliziſten, die ohne ihren bewährten Hüter
Kipfer, der ſich am vergangenen Sonntag einen Bluterguß und
eine Sehnenverzerrung zugezogen hatte, antrat, auf eigenem Platze
ihr letztes Verbandsſpiel aus. Wie erwartet, lieferten die beiden
Vereine ein ſehr intereſſantes und ſpannendes Spiel. Beſonders
in der erſten Halbzeit waren die Gäſte derart im Vorzil, daß das
Torverhältnis ſogar einmal 2:4 für Braunshardt ſtand. Die
Grü=
nen nahmen ihren Gegner bei Beginn des Spiels zu leicht. Erſt
kurz vor Halbzeit rafften ſich die Poliziſten wieder zuſammen und
holten dann auch ein Tor nach dem anderen auf. In der erſten
Hälfte gefiel beſonders der Braunshardter Sturm, der in ſeinen
flinken und überraſchenden Angriffen ſehr gute Leiſtungen zeigte.
Der beſte Mann der Gäſte war der Torhüter, der eine Reihe
ſcharfer Bälle ſicher hielt und ſich den Beifall des Publikums
ſicherte. Die zweite Halbzeit verlor ſehr an Spannung, da die
Hrünen wieder zu ihrer gewohnten Spielweiſe zurückkehrten und
die Gäſte völlig lahm legten. Bis zum Schluß war das Spiel den
Poliziſten. Nur noch einmal konnten die Gäſte einen Treffer für
ſich buchen.
Die 2. Mſch. hatte SV. Griesheim zum Gegner. Auch dieſes
Spiel war ſehr intereſſant und abwechſlungsreich. Schon in der
erſten Halbzeit war das Spiel 3:1 für Pol. entſchieden, denn die
zweite Hälfte verlief torlos.
Tgde, 46 Darmſtadt—Tgde. Beſſungen 3:6.
Beide Mannſchaften hatten durch den Schneefall ein ſchweres,
unberechenbares Spiel hinzulegen, das für den Zuſchauer oft
er=
heiternd, ſpieleriſch aber unſchön war. Es iſt daher nicht am
Platze, Kritik über die Spielweiſe zu üben. Schnellbächer fiel
durch ſein gewandtes, uneigennütziges Spiel auf. Angeſichts der
freundſchaftlichen Beziehungen der Lokalvereine ſollte hartes
Spiel doch überflüſſig ſein. 2. Mſch. 1:1.
SV. 98 Reſ.—Merck Darmſtadt 9:2 (6:0).
Trotz des ſchneebedeckten Platzes lieferten ſich obige
Mann=
ſchaften ein jederzeit einwandfreies, ſchnelles Spiel. Der hohe
Sieg der 98er iſt auf Grund des geſchloſſenen Spielaufbaus und
der beſſeren Fangtechnik vollauf verdient. — Schiedsrichter
Dienſtbach=Frankfurt hatte ein leichtes Amt.
Pr
„dre aud
Kreisklaſſe: Arheilgen — Langen 2:1 (0:1), Bid Fuldi9l
— Griesheim (Bickenbach kampfl. gew.), Erbach — Tv. Awer 200
burg ausgef.
Meiſterklaſſe: Tgde. 1846 — Beſſungen 3:6 (3:3pearbel.
1875 — Egelsbach 1:3 (0:1), Heppenheim — Reichsbahn 2:31 zum 9.
Sprendlingen — Lorſch 2:0 (0:0) Nauheim — Worfeldeelungen.
(0:1), Groß=Gerau — Büttelborn 2:2 (2:1), Wolfskehlen —hd eit
lerſtädten unbekannt.
4=Klaſſe: Crumſtadt — Urberach 6:2 (3:0), Hahn hort
der=Ramſtadt 6:0 (2:0), Roßdorf — Weiterſtadt unbekannt. /ch0 Me
B=Klaſſe: Schwanheim — Kirſchhauſen 4:2 (3:0), Mzu 90
Rohrheim — Gernsheim 0:5 (0:3), Crumſtadt — Groß=Hlekahſiat
it über
1:1 (1:1), Erzhauſen — Münſter 2:2 (0:2).
Nach dem neuen Spruch im Einſpruchsverfahren gegen ).
heim verliert dieſes je zwei Punkte an Bickenbach und Pfun
Hiernach hat die Tabelle folgenden Stand:
Das Entſcheidungsſpiel der punktgleichen Tabellenführer,
V.f.R. Schwanheim und FSV. Frankfurt, ging unter recht
dra=
matiſchen Umſtänden vor ſich, da bereits in der 1. Minute von
jeder Partei ein Spieler hinausgeſtellt wurde und das Spiel
da=
durch ſehr aufgeregt verlief. Schwanheim erzielte vor Halbzeit
durch Scherer und Heuſer eine Führung von 2:0 und hielt dieſe
auch bis zwei Minuten vor Spielſchluß, trotzdem anfangs der
zwei=
ten Halbzeit ein weiterer Spieler Schwanheims vom Platz geſtellt
wurde. In der 28. Minute fiel der Ehrentreffer des
Fußballſport=
vereins durch Bode. Schwanheim hat ſich mit dieſem Siege die
Meiſterſchaft der Gruppe Main geſichert und wird nun zuſammen
mit den Meiſtern der Gruppen Heſſen und Südrhein, SV. 98
Darmſtadt und SV. Wiesbaden, an den Endſpielen zur
Bezirks=
meiſterſchaft von Main=Heſſen teilnehmen. — Obwohl die Spiele
bereits beendet ſind, gab es noch eine Entſcheidung. Da das
ſüd=
deutſche Verbandsgericht die Berufung der Offenbacher Kickers
gegen die kampfloſe Aberkennung der Punkte aus dem Spiel mit
dem V.f.L. Sachſenhauſen koſtenpflichtig abgewieſen hat, iſt dieſes
Urteil „rechtskräftig” geworden. Sachſenhauſen ſteht damit
end=
gültig mit Rot=Weiß an vorletzter Stelle punktgleich, und ein
Ent=
ſcheidungsſpiel wird ermitteln, uer neben den durch das
vorge=
nannte Urteil endgültig dem Abſtieg verfallenen Offenbacher
Kickers abſteigen muß.
14 Tore
49:20 Arheilgen 14 50:22 Pfungſtadt 27:22 Bensheim 24:37 Griesheim 32:34 Groß=Zimmer 29:35 Langen 26:39 Walldorf 12 21:42
vie gefal
Punk
Arheilgen war die erſte Viertelſtunde klar überlegen.
Hüter hatte keinen Ball bekommen. Im Anſchluß an einen
bruch erzielte Langen ein Tor und hielt das Ergebnis b) 909
Pauſe. Durch größte Aufopferung Irions ſowie der geſamte
dem 6
wehr Langens hatte es Arheilgen ſehr ſchwer, den Sieg ſit
ſtellen. Doll führte den Sturm der Gäſte und war wohl der
Mann.
In der Meiſterklaſſe wirkten ſich die ſchneebedeckten Plä)
aus. Die körperlich Stärkeren blieben im Vorteil. Als ſehr)ſ Li
nend und anſtändig bezeichnet Heppenheim ſein Spiel gegP S
Reichsbahn. Abwechſelnd waren die Parteien im Vorteil. M N
Nitra
die Platzelf mit 2:1, dann die Reichsbahn mit 3:2, und es i
mmen
ſtändlich, daß die Gäſte gegen Schluß die Bude zumachten. . b
ſpielte in Sprendlingen gleich defenſiv und übermäßig hol,tfahr
daß die erſte Hälfte torlos verlief. Schließlich ſiegte S=)uhrt dur
lingen auf Grund beſſerer Geſamtleiſtung. Im Ried hatte nd gewi
heim anfangs Pech durch Lattenſchüſſe. Später machten ſilten A.
drei Erſatzleute ſtärker bemerkbar. Die ſympathiſche und krä holung
Elf Worfelden kam dann zu einem hohen, und auch verd
lihe der
Siege. Groß=Gerau und Büttelborn zeigten ein flottes Spieß die vor
bei die Platzelf zumeiſt im Vorteil war. Drei Minuten vor C, veran
ſoll Büttelborn zu einem unberechtigten Tor gekommen ſeiuſſarmiſ
den Ausgleich herbeiführte.
om 30.
Ueberraſchungen gab es in der 4=Klaſſe. Crumſtadt ſie cer in W
einſeitigem und anſtändigem Spiel klar über Urberach. Noch
zeugender machte es Hahn mit Nieder=Ramſtadt. An ein 6:0
niemand gedacht. Ueberhaupt ſtehen in dieſer Gruppe noch Mſen. Dur
nende Spiele aus, da Nieder=Ramſtadts Spiel in Urberag) Der M
verloren zu werten iſt. In der B=Klaſſe fiel in allen drei Aomoverſch
pen die Entſcheidung. Schwanheim beſiegte Kirſchhauſen und d Pyry
half Zwingenberg zum erſten Tabellenplatz. Dasſelbe Glück hu bis 3.
Buchſchlag, da Münſter in Erzhauſen 2:2 ſpielte. Groß=Hyier
holte ſich mit dem 1:1 in Crumſtadt den nötigen Punkt. 4 thler=Höh
t Preis
Tgſ. 1875 Darmſtadt—Tv. Egelsbach 1:3 (0:)),
Zur großen Ueberraſchung ihrer zahlreichen Anhänger 1üntlichen
ſich die 75er von den ſympathiſchen Gäſten beide Punkte er Nihrung d
ren. Dabei muß eingeſtanden werden, daß die Niederlage M Autome
ganz unverdient war. Die Hintermannſchaft der Blau=Ahuch und
ging noch an. Der Sturm aber fand ſich nie zu einer eink vom 28.
chen Leiſtung zuſammen und ſpielte zudem recht luſtlos. Ells viertes
weckte den Anſchein, als ob auf weiteren Punktgewinn kein Araukfurter
mehr gelegt würde, da der Verbleib in der Meiſterklaſſe be)ung iſt
geſichert iſt. Egelsbach kämpfte unermüdlich und ging zu B=lpiember
durch Strafſtoß in Führung. Dabei blieb es bis zum Wc)ihrung ge
Wer geglaubt hatte, daß die 75er jetzt aufdrehen und das Cmer im
zu ihren Gunſten entſcheiden würden, ſah ſich getäuſcht. Der ſhe Zuver
rigen Egelsbachern gelangen zwei weitere verdiente Treffer.4 (MC.
die Platzbeſitzer endlich zur Beſinnung kamen, war es zu urttage 1
Wohl konnte im Endſpurt ein Tor aufgeholt werden, döck)o um
Gäſte verſtärkten ihre Abwehr und hielten das Ergebnis.
Schiedsrichter Jährling=Bickenbach leitete einwandfrei ber.
hatte bei der fairen Spielweiſe beider Mannſchaften ein lei4
Amt.
Kegler=Vereinigung Darmſtadt und Umgebungtnig
Meiſterſchaftsvorkämpfe. — Ausſcheidungskegeln.
In der Turnhalle und auf der Bahn bei Krichbaum wi
die Starts zum 3. und 4. Lauf am vergangenen Samstag / 0
Sonntag fortgeſetzt, womit für dieſes Jahr das Ausſcheidu im Wir
kegeln beendet iſt. Die Fortſetzung erfolgt anfangs nächſten 2
res. Die Leiſtungen reihen ſich würdig an die verfloſſenen Kär
an. Gegenüber dem Vorjahre iſt eine weſentliche Verbeſſer
feſtzuſtellen. Die erzielten Reſultate ſind: 1. Turnh” /öitzung
(Männer); Becher 597, Wenger 587, Wilbert 573, Zimmer, Zund Ausſ=
Nickel 565, Mees 565, Reuß 563, Jöſt 563, Thümmel 555, P zidenen
554 Kiſſinger 551, Schüßler 546, Hübner 538, Eigenbrodt
Schilling 531, Scherer 519. Senioren: Schembs 524, Bäu=A.
517. Frauen; Frau Wißkirchen 491, Frl. Weber 430, E4.
W Dr.
Braun 425 2. Bahn bei Krichbaum, Männer; O
lem 558, Reinhardt 540, Wenner 536, Reichert 532, Grün ſteng
Senioren: Schieferdecker 552 Mit großem Vorſprung
noch Reichert in Führung, der bei 400 Kugeln die beachtliche 3
von 2301 erzielte.
Winkerſpork.
Eishockey im Berliner Sportpalaſt.
Vor gut beſuchtem Hauſe konnte am Sonntag der Beill
Schlittſchuhclub im Berliner Sportpalaſt an den Oxforder —4
denten für ſeine am Vortag erlittene Niederlage Revanche 7
men. Die Engländer mußten eine 2:0= (1:0, 0:0, 1:0)=Niederl.M
hinnehmen, die durchaus verdient war. Die Berliner ſtreng!"
ſich diesmal weit mehr an und ſchufen vor dem gegneriſchen —
erſtmals gefährliche Situationen. Zunächſt zeigte ſich aber L7-nd
im Tor der Engländer als ein großer Könner, mußte aber ei-
Nachſchuß von Heinz Ball paſſieren laſſen. Das zweite 2
drittel ſah die Gäſte im Angriff, doch hatten ſie mit ihren. —
ſchüſſen wenig Glück. Das Spiel wurde wiederum ziemlich N
durchgeführt, und der Berliner Schiedsrichter Martin verſtand.
nicht, energiſch genug durchzugreifen. Im letzten ſehr ſpannen
Abſchnitt gerieten beide Tore wiederholt in Gefahr. Kurz T"
dem Abpfiff konnte Rudi Ball aber noch einen von Little beie"
abgewehrten Ball zum zweiten Tor eindrücken und damit den 2—
für ſeine Farben ſicherſtellen. In den Pauſen trat wieder.
Kunſtlaufweltmeiſterin Sonja Henie auf und erhielt zahlrei
Beifall.
G
Barwa Berlins ſchnellſter Läufer.
Die Rennſtrecke für die Berliner Eisſchnelläufer auf DeM
Buſcheisbahn wurde am Sonntag mit offenen Wettbewerben..
geweiht. Im 3000=Meter=Laufen ſiegte der deutſche Meiſtel
Barwa vom Berliner Eislaufclub in 7:07 Sek. vor dem auſſt.
benden Seelocke vom Berliner Eislaufelub und Müller von, 8— Aill
liner Sportrluh.
21. Dezember 1931
Mokorſpork.
Aporlprogramm 1932 des A. 9.A. C.
A illgemeine Deutſche Automobil=Club hielt am Sonntag
uu des Vereins Deutſcher Ingenieure zu Berlin ſeine
vſrtverſammlung in Anweſenheit der Delegierten aller
ſwie zahlreicher Ortsgruppen ab. Sportpräſident Kroth
yErledigung der geſchäftlichen Formalitäten die
Jahres=
ber Touriſtik, Technik und Sport im A.D.A. C., wobei
ſinere auch die Tätigkeit auf flugſportlichem Gebiet in
iynarbeit mit dem Deutſchen Luftfahrtverband erwähnn
Zum größten Teil hätten die für 1931 angemeldeten
hiaungen auch tatſächlich durchgeführt werden können,
uch ein gewiſſer Prozeniſatz der wirtſchaftlichen Notlage
Tyr gefallen ſei. Bei einer Reihe von Veranſtaltungen,
Ayere Bahnrennen, habe es ſich gezeigt, daß es heute
nir möglich ſei, zahlungskräftige Zuſchauermengen auf
mu zu bringen, die den finanziellen Rückhalt koſtſpieliger
„Pranſtaltungen bilden. Präſident Kroth gab dann einen
Mit über das Sportjahr 1932, für das bisher von den
und Ortsgruppen des ADAC. 82 Veranſtaltungen
ange=
ſmrden. Von dieſen ſeien erwähnt: Die Winterfahrt nach
ſcPartenkirchen im Februar, eine Internationale 40=
Rnahrt für Kraftwagen auf dem Nürburgring, die
Juter=
ſlt ADAC.=Länderfahrt für Krafträder, die ADAC=
Falrt für Wagen und Räder, das Eifelrennen um den
o Nürburgrings, das Avusrennen für Wagen und das
zür Dreiecksrennen. Die Sportbehörden wollen im
kom=
iJahr der Wirtſchaftslage durch Senkung der Gebühren
wn tragen. Dem Leiter der Deutſchen Verkehrsflieger=
Mrnemünde Wolfgang v. Gronau wurde nach einem
ſlgaufgenommenen Vortrag über ſeinen Grönlandflug die
peie Sportnadel verliehen. — Die Terminliſte für
51 1932 wird erſt im Januar veröffentlicht.
Das Sporkprogramm des A. v. 9.
der
den Sieg ſündem Grundgedanken ausgehend, daß automobilſportliche
mnatungen heute wirtſchaftlich zumindeſt ebenſo wichtig
uü die dabei erzielten techniſchen Ergebniſſe, haben der
cnobilelub von Deutſchland und die ihm
ange=
em Clubs für das kommende Jahr ein beſonders reich=
12 Sportprogramm zuſammengeſtellt, deſſen Ausführung
ſ.chmit zu der ſo ſehr geforderten Ankurbelung der
Wirt=
detragen dürfte. Neben den bereits eingebürgerten
Ver=
uſugen ſind auch neuartige in das Sportprogramm 1932
zuonmen worden. Als ſolche iſt beſonders die Deutſche
mutfahrt des A. v. D. zu erwähnen, die als eine
eufhrt durch Deutſchland vom 2. bis 10. Juni ſtat finden
ud gewiſſermaßen an die Stelle der 1931 erſtmalig ver=
„bin A. v. D. 10 000=Kilometer=Fahrt tritt, auf deren
eählung man aus naheliegenden Gründen verzichtet hat.
Mebe der offen=internationalen oder offenen Wettbewerbe
tones Stutdie vom Bahriſchen A. C. (A. v. D.) und ADAC.
ge=
if im veranſtaltete IX. Internationale Winterfahrt
Garmiſch=Partenkirchen vom 2.—7. Februar. Es
mm 30. April bis 5. Mai das XII.
Automobil=
tüür in Wiesbaden mit dem bekannten
Geſchwindig=
amen „Rund um den Neroberg‟ Der 12. Juni iſt für
M). Internationale Keſſelberg=Rennen reſerviert,
Eſen Durchführung der Bayriſche A. C. verantwortlich
iſt Der Monat Juni bringt am 18. und 19. auch noch das
Imnoverſchen A.C. veranſtaltete Automobilturnier
m) Pyrmont, und als drittes Bäderturniert folgt vom
in bis 3. Juli das XII. Internationale
Automobil=
iler in Baden=Baden mit der Bergprüfung au
Biler=Höhe. Den Höhepunkt der Saiſon bildet dann der
/Preis von Deutſchland am 17. Juli auf dem
13.0
mnring, der ſich auch 1932 zu einem der bedeutendſten
Anhängſſuoflichen Ereigniſſe Europas geſtalten dürfte. An der
de Punit hürung der Internationalen Alpenfahrt 1932
Niederle Tſit Automobilclubs von Deutſchland, Italien, Frankreich,
der Blauemich und der Schweiz gemeinſam beteiligt. Die Fahrt
zu einer ett vm 28. Juli bis 3. Auguſt ſtatt. Vom 19.—21. Auguſt
tlos, iß viertes Bäderturnier das in Bad Homburg, das
ſewinn h” funkfurter A.C. ausgerichtet wird. Die letzte große
Ver=
ſtallmg iſt dann das Hohnſtein=Rennen, das am
Sitember durch den Autoſportclub 1904 Dresden zur
ſcürung gelangt. Als größere geſchloſſene Veranſtaltungen
und d iener im Sportprogramm 1932 vorgeſehen: die IV.
Oſt=
äſſigkeitsfahrt für Wagen und Motorräder am
.94iſ um Berlin” am 29. Mai (Automobilgruppe des
ſebns b‟D. im M. v. D.) und die Herbſtprüfungsfahtzt am
Floſer.
Keine ſüddeutſchen Schwimm=Kreistage.
Dirſem ſüddeutſchen Schwimmkreis angehörenden Gaue haben
ſtirmig beſchloſſen, analog dem ſüddeutſchen Verhandstag im
hru 132 den Kreistag ausfallen zu laſſen. An ſeiner Stelle
geſn id Eide Februar oder Anfang März eine
Kreisvorſtands=
ßungſtattfinden. Der genaue Termin und Tagungsort ſtehen
fzest noch nicht feſt.
Krs im Wirtſchaftsbund. — Renuſtallbeſitzer=Verſammlung
aufgeflogen.
In der außerordentlichen Hauptverſammlung des
Wirt=
aftkhndes der Rennſtallbeſitzer ergaben ſich, wie ſchon in der
ſte: Sitzung, ſchwere Differenzen, die beſonders zwiſchen
Präſi=
ämrnd Ausſchuß einerſeits und den mit der Geſchäftsführung
butridenen Mitgliedern andererſeits zutage traten, Graf
hgrernals ſtellvertretender Vorſitzender und der Ausſchuß legten
re Amter nieder, worauf der zweite ſtellvertretende
Vor=
ſenkie Dr. Friedmann, die Leitung der Verſammlung über=
„mm MMan ſchritt hierauf zur Neuwahl, wobei die Oppoſition
ſt Mſzen=Milos an der Spitze unterlag und das Präſidium
Faf Sreti—Major Wolff mit ſieben Punkten ſiegreich blieb.
„NaſzsinMilos proteſtierte gegen die Gültigkeit der Wahl,
ſorauf auch Dr. Friedmann den Vorſitz niederlegte und die
Mit=
ſiedm bis auf die Oppoſition den Saal verließen.
Fimiſcher Langlauf in Schellerhau. — 220 Läufer am Start.
Uner der rieſigen Beteiligung von etwa 220 Läufern führte
idesdener Skizunft am Sonntag, begünſtigt von
Fächſitem Winterwetter und idealen Schneeverhältniſſen, ihren
nlſchn Langlauf in Schellerhau durch. Die Strecke war dies=
ſihal durch mehrere Steigungen und Abfahrten
abwechſelungsrei=
er, ſeſaltet und für die Hauptklaſſen auf 12 Kilometer
verlän=
ſert wrden. In der Klaſſe I ſiegten Hermann
Becker=
bei=ſing und der Jäger Finn vom Infanterie=Regiment
Nr. /in Dresden, die in totem Rennen einkamen in der Zeit
Dißden ſtudierenden Norweger Inut Kobbersſtaad in
9.4:1 — Den Mannſchaftslauf brachte der Ski= und Rodelclub
Alte urg durch Paul Richter und Walter und Georg Böttrich
n der Geſamtzeit von 2,55:39 Stunden an ſich vor dem WSV.
Geiſiuhg Infanterie=Regiment Nr. 10 Dresden, Dresdener Ski=
Flub ud Dresdener Skizunft. Auch in den übrigen Konkurrenzen
Duriſe ausgezeichnete Leiſtungen erzielt.
As Endſpiel um den Hockey=Silberſchild wird zwiſchen
Ber=
uin i. Norddeutſchland am 20. März in Berlin ausgetragen.
M kanadiſchen Eishockeyſpieler von Ottawa ſchlugen jetzt in
Sorcum eine ſchwediſche Auswahlmannſchaft mit 11:0 Treffern.
M Süddeutſchland gab es am Sonntag infolge der ſtarken
Schrirälle und des Froſtes keine Rugby= und nur einige wenige
Hocktepiele.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Die Deutſche Sporkbehörde an der
Jayreswensr.
Die wirtſchaftlichen und politiſchen Sorgen für das ganze
deutſche Volk wie faſt für jeden Einzelnen, haben einen
nieder=
drückenden Umfang angenommen. Um ſo mehr gilt es, die
weni=
gen verbleibenden Ideale aufrecht zu erhalten. Dazu
gehört der weitverzweigte deutſche Leichtathletik= und
Handball=
betrieb. Für viele iſt er zur einzigen Abwechſelung. zum
einzigen Lichtblick im Grau des Alltages geworden. Die
Oeffent=
lichkeit ſieht und beurteilt unſeren Sport faſt ausſchließlich nach
ſeinen Spitzenleiſtungen. Sie vergißt die Armee der Aktiven
und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen und
Verbänden. Dieſe bilden das Fundament unſerer Bewegung. Wer
kann ermeſſen, was es heißt, bei erſchreckend hohen Prozentzahlen
von Arbeitsloſen das Bereinsſchiff durch alle Klippen hindurch
zu ſteuern! Aber Vereine und Verbände halten unter größten
Opfern durch. ermöglichen Hunderttauſenden die weitere Ausübung
ihres Sportes, bereiten Jugendlichen und Aelteren manch frohe
Stunde. Sie finden darüber hinaus noch die Kraft, für die
Winter=
nothilfe einzutreten und ſtellen außerdem ihre
Uebungsgelegen=
heiten den Erwerbsloſen zur Verfügung.
Den öffentlichen Stellen iſt das alles wohl bekannt. Dennoch
beſchräuken ſie die Etats für die Leibesübungen und glauben.
ob=
wohl es ſich — im Verhältnis zu den übrigen Rieſenzahlen der
Haushaltpläne — nur um verſchwindend kleine Beträge handelt,
geſpart zu haben. Das Gegenteil iſt der Fall. Nach und nach
werden der heranwachſenden Jugend die letzten Ideale genommen,
ſie endet auf der Straße, wird mehr und mehr politiſch vergiftet.
Wie wenig Verſtändnis findet man für rechtzeitige
Abwehrmaß=
nahmen! Die jahrzehntelange Erziehung
derSport=
verbände zur Vaterlandsliebe. Selbſtzucht und ritterlichen
Lebensanſchauung wird nicht gebührend beachtet. Immer
ſchwie=
riger wird es wenigſtens auf der ſportlichen Kampfbahn die
poli=
tiſche Neutralität zu wahren und Hand in Hand damit der
Ver=
rohung und Verwilderung der Sitten entgegenzuarbeiten. Aber
das Fehlen der finanziellen Unterſtützung kann dazu führen, daß
auch die vordringlichſten Aufgaben nicht mehr bewältigt werden
können.
Trotz aller Widerwärtigkeiten hielten wir an der Beſchickung
des X. Olympias in Los Angeles feſt. Wir vergeſſen dabei aber
nicht, daß wir ein Volk in Not ſind und unſere Vertretung in
be=
ſcheidenem Umfange gehalten werden muß. Aber abgeſehen von
der Unterſtützung des Deutſchtums im Auslande, abgeſehen von
wirtſchaftlichen Erwägungen. — letztere treten durch die
Ver=
gebung der Olympiſchen Spiele 1936 nach Berlin in den
Vorder=
grund — iſt die Beteiligung an den nächſten Spielen eine Frage
der Weltgeltung. Deshalb ſoll Deutſchlands Jugend, wenn
auch in kleinem Ausmaße, anweſend ſein, um zu zeigen, daß ſie nicht
gewillt iſt, ſich aus der Reihe der Völker drängen zu laſſen. Die
Deutſche Sportbehörde gab zum Zwecke der Finanzierung eine
Olympia=Marke zu 10 Pfg. heraus, deren Kauf völlig
freiwillig iſt. Es wird damit niemand belaſtet. Wie die
Zu=
ſtimmung aus allen Teilen des Reiches zeigt, traf die DSB. damit
das Richtige. Selbſt die jüngſten unſerer Anhänger greifen
er=
freut zu und erwerben ſtolz ihre Maxken.
Nur das Vertrauen auf die Widerſtandskraft und den
Opfer=
ſinn der deutſchen Jugend kann uns auch 1932 vorwärts helfen.
In dieſem Sinne münſchen wir allen Aktiven. Mitarbeitern.
Ver=
einen und Verbänden, ſowie allen Freunden unſerer Sache und
nicht zuletzt der Deutſchen Preſſe ein gutes Neues Jahr!
Dr. Karl von Halt.
1. Vorſitzender der Deutſchen Sportbehörde.
Zwiſchen den Jahren.
Es iſt ſtill geworden im deutſchen Tennis. Die Schwere der
Zeit laſtet auf Sport und Sportbetrieb. Gewiß; man hat Cochet
in Berlin mit Merlin zu Gaſt geſehen. Man hat Perry und Hughes
gegen Deſſart in der Halle antreten laſſen. Man hat Schaukämpfe
in Ludwisshafen und in Wieshaden zwiſchen Berufsſpielern
arrangiert, aber man hat noch nirgends das Intereſſe erweckt und
den Erfolg erzielt, die in früheren Jahren Begleiterſcheinung und
Fazit derartiger Hallenveranſtaltungen waren. Die Suprematie
der Bremer Hallentennisſpieler, die ſich jahrelang als eine Art
ſportlicher Tradition erhielt, ſcheint endgültig gebrochen. Hamburg
hat auch den diesjähr. Mannſchaftskampf um den Hanſahallenpokal.
und zwar mit zwei Mannſchaften, der erſten in Bremen, der
zwei=
ten in Hamburg, gewonnen. Und die Hamburger haben ſchon
eine Woche vorher einen Hallenkampf gegen Kiel ſiegreich für ſich
entſchieden. Das alles liegt jetzt ſchon zu weit zurück, um noch von
aktuellem Intereſſe zu ſein. Aber es iſt prinzipiell wichtig, darauf
hinzuweiſen, daß die vor zwei Jahren einſetzende Propaganda=
Bewegung zugunſten des deutſchen Indoor=
Ten=
nis ſportlich in ihren Anfangsſtadien ſtecken geblieben iſt und
durch die wirtſchaftlichen Schwierigkeiten vollends verkümmerte.
Das Berliner Hallendebakel des Vorjahres hat der
Aufwärts=
bewegung des deutſchen Hallentennis außerordentlich geſchadet.
Der Betrieb in der neuen Berliner Tennishalle will auch in dieſem
Jahre nicht hoch kommen und die Halle am Kaiſerdamm, mit Hart=
Erdplätzen eingerichtet, erfreut ſich bei den Spielern und beim
Publikum trotz ihres behelfsmäßigen Charakters offenbar immer
noch größerer Beliebtheit als das Tennisgrundſtück an der
Bran=
denburger Straße, deſſen Zweckbeſtimmung bis jetzt kaum erfüllt,
und deſſen Zukunft mehr denn je bedroht erſcheint.
Die Südamerikatournee der beiden rheiniſchen Spielerinnen
Cilly Außem und Irmgard Roſt
iſt beendet. Mit Bedauern hat die deutſche Tennisöffentlichkeit
ge=
hört, daß Cilly erkrankt iſt und mit Befriedigung nahm man davon
Kenntnis, daß ihr Zuſtand keinen Anlaß zu Beſorgniſſen gibt und
die rechtzeitige Heimkehr der beiden Spielerinnen nicht in Frage
ſteht. Immerhin wird der problematiſche Wert ſolcher
Weltreiſen auch durch das perſönliche Pech, das Cilly Außem
jetzt noch hatte, erneut deutlich; es iſt eben nicht jedermanns Sache,
unter ſo völlig verſchiedenen klimatiſchen Verhältniſſen und unter
dem zumindeſt pſychologiſch fühlbaren Druck geſellſchaftlicher
Ver=
pflichtungen innerhalb weniger Monate von Stadt zu Stadt reiſen.
Es wäre außerordentlich zu bedauern, wenn dieſe Südamerika=
Turnee, auf deren unerfreuliche Begleiterſcheinungen wir ja
ſchon mehrfach hinweiſen mußten, nun auch noch die ſportliche
Kon=
ſtitution einer Spielerin dauernd beeinträchtigen würde, deren
Deutſchland auch im nächſten Jahre noch notwendig bedarf, um
die Vorherrſchaft im Damentennis Europas wirkſam zu
ver=
teidigen.
Die Riviera=Saiſon,
die offiziell mit dem Briſtol=Pokal, dem Weihnachts=Turnier der
Be=
rufsſpieler zu beginnen pflegt, wird in dieſem Jahre, wie bereits
an=
gedeutet wurde, unter den unheilvollen Einfluß der internationalen
Wirtſchaftsſchwierigkeiten geraten. Mehr und mehr hat die franzöſiſche
Riviera in den letzten Jahren den Charakter einer engliſchen Kolonie
in geſellſchaftlicher und ſportlicher Hinſicht angenommen, und da
Groß=
britanniens Niviera=Stammgäſte in dieſem Winter wohl meiſtens der
Parole des „Buy Britiſh” gehorchen und ihr Geld daheim ausgeben
werden, ſieht ſich der Turnierbetrieb an der Cdte d’Azur vollkommen
veränderten finanziellen Verhälkniſſen und damit auch neuen
tennis=
portlichen Verhältniſſen gegenüber. Das, was die weiter
vorausſchau=
ende Sportkritik ſchon ſeit Jahren als erſtrebenswert hinſtellte: die
Rückbildung des Hberſetzten Turnierbetriebes am Mittelmeer auf ein
vernünftiges Maß wird jetzt durch die zwangsläufige Entwicklung der
wirtſchaft von ſelbſt eintreten: die Turniere zwiſchen Hyere und
Mentone werden in Zukunft ihres internationalen Charakters mehr
oder weniger entkleidet, zu Privatveranſtaltungen umgeſtaltet, deren
trainingsmäßiger Wert für diefenigen Tennisſpieler, die ſich eine Reiſe
nach dem Süden noch leiſten können, unverkennbar bleibt, deren
inter=
nationaler Wettkampfcharakter aber bis auf weiteres fehlen muß und
W. Bing.
wird.
Im Hallen=Tennisländerkampf Frankreich — Schweden in
Stockholm führten die Franzoſen am zweiten Tage mit 3:2 Punkten.
Bei den Radrennen in Brüſſel ſiegte im 75 Km.=Rennen der
Steher Benoit vor Linart, dem Kölner Dederichs und dem
Hol=
länder de Graaf.
J. Spieß ſtellte mit 141 Siegen in einer Saiſon einen neuen
deutſchen Rckord in der Liſte der erfolgreichſten Trahrennfahrer
auf.
Die heutige Nummer bat 8 Seiten.
Nr. 353 — Seite 7
Die inkereſſanke Woche.
Bitte kein Schema!
Bald werden die Leute erſcheinen, die das alte Sportjahr u.**
einer Rede oder einem umfaſſenden Artikel zu Grab tragen. Die
Mehrzahl wird ſich bei ihrem Grabgeſang auf eine ſäuberliche
Geſchichtsſchreibung beſchränken. Es wird davon die Rede ſein,
welche Erfolge und welche Mißerfolge im Laufe des vergangenen
Jahres auf den deutſchen Sport gefallen ſind. Das wird nicht
ohne eine leichte Färbung vor ſich gehen, denn wer möchte an der
Schwelle eines recht trüben Jahres auch noch die Rückſichtsloſigkeit
aufbringen, eine ſchlechte Bilanz zu ziehen. Man wird die Poſten,
die im Laufe des Jahres in die Rechnung hineingekommen ſind,
ſchon ſo ausrechnen, daß noch ein kleines Plus herauskommt.
In jeder Sportart!
Es kommt ganz darauf an, wie die Dinge ins Licht geſetzt
werden, ſchließlich läßt ſich ſogar für den deutſchen Fußballſport
eine einigermaßen erträgliche Schlußrechnung aufgeſtellen. Wenn
auch aus eigener Kraft nicht viel geleiſtet wurde, ſo muß man eben
einen neuen Poſten in die Rechnung einfügen. Zur Not
kompen=
ſiert eben die von Max Schmeling wieder gewonnene Weltmeiſtere
ſchaft alle anderen Enttäuſchungen.
Vielleicht würden die Barden der Jahreswende einmal gut
tun, in dieſem Jahre vom Schema abzuweichen. Es kommt
dies=
mal nicht ſo ſehr darauf an, wo unſere Sportarten halten,
wie=
wohl der Zeitpunkt vor den Olympiſchen Spielen beſonders zu
ſolchen Ueberlegungen gnreizt. Ob Deutſchland in dieſer oder in
jener Sportart ausſichtsreiche Vertreter hat, ob ſeine Weltmeiſter
ſich noch lange in dem Beſitz der Titel halten werden, das ſind
Fragen, die am Jahresende nicht einmal der Beantwortung
har=
ren. Früher war der Leiſtungsſtandard einer Sportart am 31.
Dezember der Wegweiſer für das, was im neuen Jahr ſein
konnte.
Am Ende dieſes Jahres geht es auch im Sport nicht um
Teil=
fragen, ſondern um das Ganze. Das ſollten ſich die Leute
mer=
ken, die ihre beſinnlichen Gedanken zum Jahreswechſel
aufſchrei=
ben. Was wollen die Leiſtungen beſagen, wenn auf der anderen
Seite die Gefahr, beſteht, daß dieſe Leiſtungen durch die
Lebens=
verhältniſſe mit Notwendigkeit unaufhörlich herabgedrückt
wer=
den? Ein Land, das ſeine letzte wirtſchaftliche Depreſſion
aus=
zuhalten hat, kann keine Weltmeiſter mehr hervorbringen, ſobald
dieſer Zuſtand über ein Jahrzehnt dauert. Sport hat das
Be=
freitſein zur Vorausſetzung. Hierzulande aber mehrt ſich die
Bürde von Tag zu Tag.
Sport verliert ſeine Weſensmerkmale, wenn er nicht mit der
reinen Freude am Spiel betrieben und geſehen wird. Dieſe Freude
iſt bei uns ausgeſtorben, daher iſt unſer Sport verkrampft, und
ſeine Zuſchauer ſind leidenſchaftliche Fanatiker geworden. Gibt
es eine Hoffnung auf Beſſerung? Im neuen Jahr? Das ſind die
Dinge, die um die Jahreswende der Läuterung harren. Alſo kein
Schema bitte, es wäre nicht zeitgemäß!
Engliſch.
Man könnte ſtundenlang Geſchichten erzählen, die für das
Weſen des engliſchen Sportes typiſch wären. Sie alle wären nicht
pro Britannia, denn ſchließlich iſt auch jenſeits des Kanals nicht
alles Gold, was glänzt.
In dieſen Tagen ſtarb in London A. N. S. Jackſon. Er war
der Olympiaſieger von Stockholm aus dem Jahre 1912. Der
eng=
liſche Verband hatte wenig Vertrauen zu Jackſon, ſo daß er nicht
einmal genannt wurde. Daher fuhr ſeinerzeit der Student
Jack=
ſon auf eigene Rechnung und Gefahr zu den Spielen. Man gab
ihm wenig Chancen über 1500 Meter gegen die Amerikaner Taber
und Kiviat.
Es kam ſo, daß A. N. S. Jackſon etwa 30 Meter vor dem Ziel
mit wilden Schritten an den beiden Yankees vorbeiſauſte und ſie
mit drei Metern ſchlug, während das Stadion zu Stockholm in
andächtige Verwunderung geriet. In Paris geſchahen bei den
Olympiſchen Spielen ähnliche Dinge. Abraham rannte mit ſeinen
Gewaltſchritten ebenfalls die Sprinterelite der Welt nieder,
ob=
wohl er ein Außenſeiter war. Und was wußte man von dem
Paſtor Lidell, der wie ein Losgelaſſener die 400 Meter
herunter=
ſtampfte? Es gibt nur eine Erklärung für dieſe Wunder: Es
iſt engliſch
Vielleicht kommt das alles aus dem Geſetz des Ausgleichs
heraus. Dieſe Engländer nehmen den Sport gar nicht ſo
wich=
tig, wie man glaubt. Sie ſind apathiſche Verlierer. Aber eines
Tages kommen ſie in die richtige Raſerei, die wir im Kampf um
kleinere Ziele verbrauchen. Dann ſchlagen ſie Spanien im
Fuß=
ball 7:1. Dann ſchießen ſie als dunkelſte Außenſeiter auf den
letzten 30 Metern an den Weltmeiſtern vorbei, wie der in dieſen
Tagen verſtorbene Jackſon!
E. Nebhut, Frankfurt a. M.
Geſchäfkliches.
Eine feine Aufmerkſamkeit, die helle Begeiſterung hervorruft,
iſt es, wenn Sie als Feſtgeſchenk Kaffee Hag wählen. Erſtens.
weil er ſo gut bekommt, denn er iſt ja coffeinfrei und vollkom
men unſchädlich, zweitens weil die ſchönen Weihnachtsdoſen, in
denen Kaffee Hag jetzt überall zu haben iſt, das Entzücken jeder
Hausfrau ſind.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Montag, 21. Dezember.
5.15: Frau Prof. Rade: Mütterliche Gedanken zum diesjährigen
Weihnachtsfeſt.
15.50: Ein rheiniſcher Weberiunge erzählt. Improviſation von Paul
Laven.
16.0): Wien: Unterhaltungskonzert der Kapelle Werner Klingelhöſer,
7.05: Freiburg: Unterhaltungskonzert des Konzertorcheſters.
8.00: Liederſtunde, K. Hauſer (Bariton). Am Flügel: A. Haagen.
8.45: Eliſabeth v. Gans: Moderne franzöſiſche Literaten und
ihr Werk.
9.05: Engliſch.
9.35: Konzert des Funkorcheſters.
„15: Attueller Dienſt bei Vorliegen beſonderer Ereigniſſe,
0.30: Das Winterſonnenmärchen aus „Vom grüngoldenen Baum”
von Otto Ernſt.
950: Stunde der Kammermuſik. Ausf.: Amar=Quartett.
.20: Bunte Stunde.
22.20: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.40: Dichter=Galerie. Hans Caroſſa, vorgeſtellt durch O. E. Heſſe.
10: Unterhaltungskonzert der Kapelle Haſecke.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Montag. 21. Dezember.
9.35: J. Kaliski: Wer drängt ſich nach Verantwortung?
10.10: Schulfunk: Die deutſchen Mundarten.
14.45: Kinderſtunde: Kinderwinterhilfe
15.40: Jugend zur Jugend: Wir feiern Winterſonnenwende,
16.00: Berlin: Nachmittagstonzert
17.30: Dr. Juſt: Munzieren mit unſichtbaren Partnern.
18.00: Proi, Dr. Stein: Die Seele des Kindes und Jugendlichen.
18.30: Spaniſch für Anfänger
19 00: Reichsminiſter r Schiele: Die Landwirtſchaft an der
Jah=
reswende
19.20: Ohne Arbeit. Eine Hörtolge von O. Berg.
20.00: Unterhaltungsmuſit. Kapelle Ilia Lipſchakoff.
20.40: Die ſeeliſche Not der Arbeitsloſen Zwiegeſpräch.
21.15: Leipzig: Aus Richard Wagners Bühnenwerken.
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22.35: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
ca 23.00: Leipzig: Unterhaltungskonzert des Emdé=Orcheſters.
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Veraniworiiich für Poiik und Wirtſchaft: Rudolf Maupe: für Feutlieion, Reich um
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Mar Streeſe; für Sport: Karl B3bmanz;
für den Handel: r. C. H. Queiſch; für den Schlusdienſt: Andrea‟ Bauer i14
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Art. 2
Seite 8 — Nr. 353
agblatt / Heſſiche Neuche Nachrichten
Montag, 21. Dezember
AAMTOTALIOT
Roman
von FRITZ WEBER
(Nachdruck verboten.)
„Weiß man in der Villa, daß du mich ſuchteft?”
„Nein. Ich fragte nur einen Arbeiter, den ich an der Straße
traf. Jeder Menſch kennt dich ja hier, alle Leute erzählen
Wun=
der von deinem großen Werk”;, ſetzte ſie mit glücklichem Lächeln
hinzu.
„Meinetwegen. Die Gehirne aller faulen Schlingel auf Erden
ſind immer mit der Arbeit anderer beſchäftigt. Alſo am
Diens=
tag, Dagmar! Du wirſt mich jetzt entſchuldigen, ich habe allerlei
zu überdenken, muß allein ſein. Auf Wiederſehen!”
Er drückte ihr flüchtig die Hand, lief weiter, wandte ſich
aber noch einmal um und winkte. Sie ſtand noch immer an der
gleichen Stelle, ein zartes, weißes Mädchen, bebend vor
un=
erhofftem Glück.
Chriſtian Olingſen ſaß allein in dem Zimmerchen, das Lea
für ihn gemietet hatte. Durch das geöffnete Fenſter, in einen
Lichthof mündend, hörte er verworrenen Straßenlärm,
Geſchirr=
klappern aus einer Wirtſchaft zu ebener Erde und manchmal
ſchrille Stimmen, Grammonphonmuſik, Pfeifen oder Singen.
Er ſaß auf einem alten, wackeligen Kanapee, die gepflegten
Finger verkrampft, und wartete. Seit einem Monat ſchon
war=
tete er Tag für Tag auf Leas Schritte im Vorzimmer, auf das
Flinken der Tür, auf den girrenden Gruß und das Streicheln
der duftenden Häude ſeiner Freundin. Nur zweimal in der
Woche blieb ſie aus, und dann hatte der Blinde böſe Stunden
voll Unraſt, ſehnſüchtiger Beklemmung und verzehrender Eifer=
ſucht. An dieſen Tagen blieb ſie wohl bei ihm, den er bitter
haßte, bei dem Bourgeois mit den ſauber geſetzten öligen
Phra=
ſen, von deſſen Geld, wie Lea ohne weiteres zugab, das
ſcham=
voll genoſſene Paradies dieſer Wochen abhing.
Chriſtian Olingſen war oft der Verzweiflung nahe. Der
Verrat an ſeiner Sache, die Ungewißheit über alles, was da
draußen in ſeinem Namen geſchah, hetzten ihn durch ſchlafloſe
Nächte. Aber Lea liebte ihn, und dieſe Liebe hielt ihn aufrecht.
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Sie hatte ihn unter einem klugen Vorwand aus der Villa in
der Lützowſtraße hierher gebracht, hatte ihn den täglichen Szenen
mit Graf Leler entzogen, um den Geliebten frei zu wiſſen von
aller Bedrängnis. Run war ſie ſein, beſuchte ihn fünfmal in
der Woche, küßte ſeinen Kummer weg und riß ihn nach Stunden
zermürbender Gewiſſensbiſſe in den reinen Himmel ihrer Liebe.
Wenn ſie ſich ſatt geküßt hatten, diktierte er, und Lea ſchriev.
Am nächſten Tag brachte ſie jedesmal das Diktat, in reinliche
Maſchinenſchrift übertragen, und las es Chriſtian vor. Die
Broſchüre gedieh. Lea hatte ſogar ſchon einen Verleger
findig gemacht, der dem Heſtchen Nieſenauflagen und ve.
tende Wirkung prophezeite. Die Genoſſen in aller Welt wür
aufhorchen, wenn er ſeine Erklärungen zu dem Tagebuch des
mordeten Kapitäns Olingſen hinausſchrie. Sie würden nihs
den Meuchelmörder Helland zur Strecke bringen, ſondern
den Verräter Keler=Koroſzinſki, der nichts als die „Klugheit
Mitte” beſaß und immer nur ſein Intereſſe zu wahren wutgs
Lea brachte auch Zeitungen, die von den Triumphen
Mörderſyndikats berichteten. „Zwanzigtauſend Mäuner bid
für den Krieg mit der Antarktis!” — „Hellands Flotte ſom./
ſich in der Gironde!” — Deroute an der New Yorker Ba
— „Europas Erwachen! Die Hochfinanz der USA. bietet E
Lund ein Bündnis an!”
Der Blinde hörte dieſe Nachrichten mit ingrimmiger Fre=
Hier lebte er, geläutert durch die Liebe einer Frau, berei.
einem Waffengang mit allen Teufeln, die wieder einmal an
Arbeit waren, das Gift der Habſucht in die Ohren einer
blendeten Menſchheit zu träufeln! Und er würde ſiegen
würde, ein neuer Heiland, die Millionen Herzen an ſich reſt
zerſtören, was faul war im Keru, ſchützen, was noch die R
hatte, ſich gegen Erniedrigung und Schande zu erheben.
dann ſollte Lea ſein Weib werden, und er würde ihr in Ei
und Treue danken, was ſie Großes an ihm getan hatte.
Laute Stimmen im Vorzimmer ließen den Blinden
horchen. Das war nicht Lea, nicht das erwartete Glück ih
Gegenwart. Ein Mann ſprach auf die Hauswirtin ein.
keifend und mit verhaltenem Eifer autwortete: „Nein, das
fen Sie nicht, ich habe den Auftrag, niemand bei Herrn 20
ſen vorzulaſſen.”
„Wer hat Ihnen dieſen Auftrag gegeben?” Chriſtian
kannte zu ſeiner Verwunderung die Stimme Lskar Fleiſck.
bes Studenten und einzigen Freundes, den er in Berlin hat
Taſtend erhob er ſich, ging auf den Zehenſpitzen zur Tür
(Fortſetzung folgt.)
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