Einzelnummer 10 Pfennige
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Fuanfſurt a. M. 1301.
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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ro-aligem Erſcheinen vom 1. Dezember
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſebenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 346
Montag, den 15. Oezember 1930. 193. Jahrgang
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſiadi 25 Reichspfa.
Finanz=Anzelgen 40 Reichspfg. Rellamezelle (92 mm
breit/2 Reichemark. Anzeigen von auswärts 40 Reichspfg.
Finanz=Anzeigen 60 Reſchspfg. 92 mm breite
Rellame=
zelle 3.00 Reichsmark. Alle Preiſe in Reichemart
(1 Dollar — 4.20 Marf). — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streit uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Teiſſung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtliſcher Beſtreibung fälli ſeder
Rabatt weg. Banklontio Deutſche Bank und
Darm=
ſtädter und Natonalbank.
Eertragsreviſion iſt notwendig.
Agrelden ſprichk in Wupperkal.
Wuppertal, 14. Dezember.
eir politiſchen Veranſtaltung der Deutſchen Volkspartei
pwal, ſprach am Sonntag der Führer der D.V.P.,
Din=
deyhber die gegenwärtige politiſche Lage.
dreißit=oren ſeien es, ſo ſagte er, die das Schickſal eines
Vültz beſtimmten: Die Macht, eine geſunde
Wirt=
ſvie innere auf das nationale Empfinden
aufge=
jYiheit. Von dieſen drei Kraftquellen habe
Deutſch=
hili entfernt. Die deutſche Wirtſchaft ſei mit der Not
Velllu==ſchaft eng verbunden. Sie werde für Deutſchland
dergs loch die ungerechten Vertragswerke vermehrt. Der
r hob dausführlich auf die Reviſionsfrage ein und
ſrte, kmne kein Zweifel darüber beſtehen, daß das
Ver=
igsyp wirtſchaftlicher Unſinn ſei. Die Welt
de Faunztlue eimſyhen, daß die Zeit der Reviſion der Verträge gekom=
ei. ſtfari könne ſagen, daß wir uns bereits im erſten
mdiuſ” er Reviſion des Youngplanes befän=
Ditimutſche Volkspartei halte es für ihre vornehmſte
Auf=
müſtnmer neuen Beweismitteln gegen die Laſten der
mdens rtäge ins Feld zu rücken. Dabei dürfe man aber
mu üblihrn, daß leidenſchaftliche Proteſte und
Iſt iee Auflehnung keinen Erfolg haben wür=
Unßelhle die innere Einheit, und nur durch ſie
einheirviſion der Verträge erreicht werden. Die Reviſion
unmmth, ſolange in Deutſchland, nicht die zweifellos be=
Bwirtſchaft beſeitigt werde. Es müſſe alles getan
, zuteen früheren Feindbundmächten den bereits einmal
iwurf zu nehmen, daß Deutſchland zuerſt in ſeinem
Kſ. Ordnung ſchaffen müſſe.
y ging danach auf die Lage der deutſchen Wirtſchaft
arund ſagte, es gebe keinen anderen Ausweg aus der
Has neue Kabineit Steeg.
unſerem d=Korreſpondenten.
Paris, 14. Dezember,
augenblicklichen Schwierigkeit, als eine Senkung der
Selbſt=
koſten. Dabei ſei Vorausſetzung die Beſchränkung des
öffentlichen Apparates. Hand in Hand damit müſſe der
Weg der inneren Reform gegangen werden. Zu der
Hal=
tung der Deutſchen Volkspartei gegenüber der Regierung Brüning
erklärte der Redner, die Volkspartei habe das Kabinett
Brü=
ning deshalb unterſtützt, weil es als erſtes, nachdem das
Parla=
ment verſagt habe, die Aufgabe übernommen habe, das Eindringen
des ſozialiſtiſchen Einfluſſes in die deutſche Wirtſchaft und
Staats=
verwaltung energiſch zu bekämpfen, und weil es ſich bemüht habe,
die bereits fühlbar gewordenen Formen dieſer ſozialiſtiſchen
Ten=
denzen zu beſeitigen. Jene Parteien, die esheute
un=
ternehmen würden, die Regierung Brüning zu
ſtürzen, dürften davon überzeugt ſein, daß ſie Deutſchland
bei der ſtarken Belaſtung mit kurzfriſtigen
Kre=
diten ins Dunkele ſtürzen würden. — In der
Notverord=
nung erblicke die Volkspartei noch nicht eine Sicherung der
Zu=
kunft. Sie habe deshalb auch den Antrag geſtellt, im neuen
Haushalt weitere Erſparniſſe in Höhe von 300
Millionen Mark zu machen. Dabei laſſe die Volkspartei
keinen Zweifel darüber, daß ihre weitere Mitarbeit
an der Regierung von der Erfüllung dieſer
For=
derung abhängig ſei.
Dann verteidigte Reichstagsabg. Dingeldey die Außenpolitik
Dr. Curtius'. Pflicht der Gegnerſtaaten ſei es heute, zu
erklären, ob ſie dem deutſchen Volke Lebensraum oder
Lebensrecht gewähren wollten, oder ob ſie es für beſſer
hielten, daß es in Deutſchland zu einer Entladung
komme und das deutſche Volk dieſe Rechte ſich erzwinge. Trotzdem
müſſe man ſich vor Augen halten, daß ſelbſt ein
national=
ſozialiſtiſcher Außenminiſter bei der
gegenwär=
tigen Machtverteilung in Europanur eine
Poli=
tik führen könne, die mit dieſen
Machtverhält=
niſſen rechne.
Nach” um beiſpielloſen innenpolitiſchen Kampf, wobei
F imzſ unenminiſterium, Tardieu im Inneniiniſterium ihr
Mtqugzrr hatten, iſt das neue Kabinett zuſtande gekommen.
iſt wim icky ein neues Kabinett, ein Kabinett der Linken,
zuschr Ri
auſüfunf Mitglieder der Gruppe Tardieus ihm ange=
Uhmpiſchen ihnen, Germain=Martin, der frühere
Poſt=
naturreüſter /41reus, im Finanzminiſterium. Drei rechtsſtehende
i9e Louis Marins (Union republicaine democrati=
Malyoss (Action democratique et ſociale) und die demo=
FieWas püieſgäres ſtehen in der Oppoſition. Auch Tardieus
vei bomtfihre oppoſitionelle Stellung; die Partei hat ihren
Alieder jde Teilnahme an der Regierung verboten. Sehr
ckenhaub giſch ſa. Es iſt alſo höchſt wahrſcheinlich, daß die fünf
ſliedernerr Regierung, die der Partei angehörten, aus der
ei aunleihloſſen werden. Dennoch ſcheint es wahrſ
hein=
daß Au wie Dauer die Partei Tardieus die Tatſache als
hühigernuennpfinden wird, daß in dem Kabineit auch Mit=
Wier dickardieukabinetts ſitzen. Denn es gibt eine gewiſſe
euntie) fur, daß die Skandalaffären, die zu dem Sturz
ssebſieush ihrrten, nicht nachträglich parteipolitiſch gegen die
w re After ungsmehrheit ausgenützt werden.
Die 5brheit der neuen Regierung erſcheint
ziem=
ungſher, keinesfalls iſt ſie feſter als die Mehrheit
Tar=
u8 wau Das Kabinett bedeutet die Vorherrſchaft der
Ra=
ozicktitus es wäre beſſer geweſen, die gemäßigte Linke
Grunhug” zu wählen. Man wird, ſo wie die Dinge ſtehen,
Autenyßurng oder wenigſtens die Neutralität der
Sozia=
bentiym, und das iſt immer eine unſichere Sache. Es
=zutet Ar. daß die Radikalen ſich ganz unnachgiebig zeigten
e entſochſan waren, nötigenfalls die Auflöſung der
Kam=
e/heirklich extreme Maßnahme in Frankreich — her=
Mführd‟ EEine Stärke des Kabinetts beſteht darin, daß es
Fabinue der Perſönlichkeiten iſt, die angeſehenſten Politiker
hen oſhthnn teil. Steeg, der frühere Gouverneur von Ma=
2 beiſ eine ſehr hohe moraliſche Autorität und ſoll
an=
nich arudne Unterſtützung Poincarés für ſich haben. An der
Meiluncler Portefeuilles merkt man die Haſt an; der Mini=
*Wraſidſe ſtelbſt begnügte ſich mit dem Kolonialminiſterium.
B0uMiegsgericht verurkeilk und erſchoſſen.
EP. Madrid, 14. Dez.
2 Nach kretzten Meldungen aus Aragonien iſt die Meuterei
Darwyſ won Jaca vollſtändig niedergeſchlagen worden. Die
herunguwopen haben ſieben Tote und etwa 30 Verletzte,
Nmter A ſieral Las Herras, der Militärgouverneur von Huesca,
ſpeklagn Die Verluſte der Revolutionäre ſtehen, noch nicht
299e uterer wurden von den Regierungstruppen ge=
30 gencen ommen. Die letzten Führer der Aufſtändiſchen,
Miter Rhjhr Hauptanführer, Hauptmann Galarad, haben ſich
1cfn alk in Huesca oder Jaca ergeben. Nach dem Gefecht im
20 Don AArioe warfen die Aufſtändiſchen ihre Waffen fort, wäh=
2 die ſſüere auf die Regierungstruppen zukamen und von
Nen gellchen genommen wurden.
Das henminiſterium teilt heute abend mit, daß die beiden
Aprfühg der Meuterei von Jaca, Hauptmann Galan
2 Daucktmn Salina vom Kriegsgericht zum Tode
urtlit und ſofort erſchoſſen worden ſind. In
a2 Sſlnäen herrſcht nach der offiziellen Mitteilung gegen=
Nrig Rlhe und Ordnung. Die Polizei hat den Profeſſor
JSlaander Induſtrieſchule in Saragoſſa, den
Syndikaliſten=
er PlKiu und etwa 50 Kommuniſten und
Syndi=
iſten inger der Anſchuldigung verhaftet, an der Rebel=
M teilg emmen zu haben.
„AyRA‟.
Neue Hauseinftürze in Lyon. — Wunderbare Rektung.
FU. Paris, 14. Dezember.
In Lyon ereigneten ſich in der Nacht zum Sonntag
wieder=
um einige Einſtürze, die glücklicherweiſe keine Menſchenleben
forderten. In unmittelbarer. Nähe der letzten großen
Kata=
ſtrophenſtelle ſtürzte in der Nacht zum Sonntag ein fünfſtöcliges
Gebäude ein, das jedoch ſchon ſeit einiger Zeit auf Anordnung
der Polizei geräumt worden war. Nur eine Familie, die im
zweiten Stock wohnte, hatte ſich geweigert, die Wohnung zu
verlaſſen. Der Einſturz überraſchte ſie im Schlaf, doch wie
durch ein Wunder blieben ihre Betten an den
Vor=
ſprüngen der Mauer hängen, die nach dem
Zuſammen=
bruch des Hauſes ſtehengeblieben war. Die ſofort benachrichtigte
Feuerwehr befreite die vier Perſonen aus ihrer gefähnlichen
Lage. Unweit des Kataſtrophengebietes von Fourvier ſtürzte
ein bis zum zweiten Stock ausgebauter Neubau ein. Ein Arbeiter
wurde getötet. Einige Wohnhäuſer mußten geräumt werden.
Ruth Zobel verhaftel.
Die Perlen gefunden.
Liegnitz, 13. Dezember.
Die Hausangeſtellte Ruth Zobel aus Breslau, die ihrem
Dienſtherrn, einem Grundſtücksmakler in Berlin, für über
100 000 R.M. Perlen, Juwelen und Pelze
geſtoh=
len hatte, wurde in Liegnitz verhaftet. Ruth Zobel hatte das
Diebesgut auf dem Bahnhof Aelxanderplatz in Berlin in einem
unverſchloſſenen Koffer aufbewahrt. Die
Ber=
liner Kriminalpolizei fand bei einer Hausſuchung einen Brief
eines Liegnitzer Bekannten und verſtändigte ſofort die hieſige
Kriminalpolizei. Nach ihrer Verhaftung verſuchte Ruth
Zobel zunächſt Ausflüchte, legte aber ſchließlich ein volles
Ge=
ſtändnis ab. Sie erklärte, den Diebſtahl aus Rache an
ihrem Dienſtherrn ausgeführt zu haben, der ſie vergewaltigt
habe. Die Gattin ihres Dienſtherrn habe darum gewußt und
ſie infolgedeſſen in unerhörter Weiſe gequält. Das Diebesgut
konnte wieder herbeigeſchafft werden.
Drei jugendliche Mörder auf dem elektriſchen Stuhl.
EP. New York, 14. Dezember.
Drei jugendliche Banditen beſtiegen geſtern im Sing=Sing=
Gefängnis den elektriſchen Stuhl. Die drei Burſchen, die erſt
19, 20 und 22 Jahre alt waren, hatten im Februar dieſes
Jah=
res einen Apotheker ermordet. In der Gerichtsberhandlung
weinten ſie fortgeſetzt, ſo daß ſie allgemein als die „weinenden
Baby=Banditen” bezeichnet wurden. Acht Geſchworene und
15 000 Perſonen hatten ein Gnadengeſuch an den Gouverneur
Rooſevelt unterzeichnet, das von dieſem jedoch abgelehnt wurde.
Im Gegenſatz zu ihrem früheren Verhalten zeigten ſich die drei
Mörder bei der Hinrichtung außerordentlich gefaßt.
Der Sohn Stalins verhaftek?
EP. Paris, 14. Dez.
Der Sohn des ruſſiſchen Diktators Stalin, Jakob Stalin,
iſt, wie aus Moskau berichtet wird, an Bord eines im Hafen von
Odeſſa liegenden Kriegsſchiffes verhaftet worden. Er
ſoll unter den Matroſen der Schwarzmeer=Flotte Propaganda
für die Oppoſition gemacht haben.
Von unſerem =Korreſpondenten.
Rom, Mitte Dezember.
Stellen Sie ſich vor, Sie lebten als Journaliſt in Moskau und
nicht in Rom, wie der ſehr ergebenſt Nichtunterzeichnete. Sie
wür=
den zurzeit in Moskau etwas kälteres Wetter haben als hier in
Rom, und auch ſonſt gewiſſe Unzuträglichkeiten, von denen die
Ewige Stadt noch verſchont iſt. Aber Sie würden wohl kaum
einen Artikel über die berüchtigte „Tſcheka” ſchreiben, vor allem,
wenn Sie ſich an den ſoeben beendeten Prozeß mit den
reumüti=
gen Geſtändniſſen der Angeklagten erinnern. Mit den
Buch=
ſtaben GPU. wird abgekürzt die Firma dieſer Tſcheka in Rußland
und auch überall im Ausland bezeichnet, und jedermann, der ſeine
Zeitungen lieſt, weiß, was dieſe drei Buchſtaben bedeuten, und . . ."
ſchweigt davon, wenn er in Moskau leben muß.
Nun gibt es ſeit wenigen Tagen in Rom eine Abkürzung, die
bisher noch nicht gebraucht wurde. Sie heißt „OVRA”. Mit ihr
verhält es ſich ungefähr wie mit der Tſcheka. Wenn man in Rom
weiter vergnügt leben will, ſo redet man von dieſer OVRA nach
Möglichkeit ebenſowenig, wie man in Moskau von der anderen
Tſcheka ſprechen ſoll. Denn es iſt immer von Uebel, ſeine Naſe
in Dinge zu ſtecken, mit denen man nichts zu tun haben will.
Aber der Staat ſelbſt hat offiziell über dieſe OVRA als
Erſter ein paar Worte verlauten laſſen, ſo daß man wohl „O’hne
„V”orzeitigen „R”ausſchmiß „A”ufenthalt in Italien weiter haben
kann, wenn man ein paar Worte über das Thema OVRA äußert.
Was die gefährlichen vier Buchſtaben heißen ſollen, war zunächſt
ein Rätſel. Denn in der italieniſchen Preſſe ſtand zwar eine
Mit=
teilung über die Verhaftungen, die von dieſer OVRA
vorgenom=
men worden waren, „einer Spezialſektion der Generaldirektion der
Oeffentlichen Sicherheit, die direkt vom „Innenminiſterium
ab=
hängt” (ein langer Satz für ein verkürztes Verfahren), aber es
war nichts darüber mitgeteilt, wie die Abkürzung OVRA
eigent=
lich zu leſen ſei. Nun wurde von italieniſcher Seite behauptet,
daß „OVRA” auf italieniſch bedeute: „Opera vigilanza
repreſ=
ſione antifasciſta”, alſo ungefähr „Ueberwachungsſtelle zur
Unter=
drückung des Antifascismus‟. Dieſe Lesart klingt vernünftig und
wahrſcheinlich. Aber ſie iſt nicht amtlich beglaubigt. Oder
wür=
den Sie in Moskau auf die „Spezialſektion der politiſchen
Poli=
zei” gehen und dort, anfragen, was die Buchſtaben GPU
bedeu=
ten? Es iſt ſchließlich auch gleichgültig, wie die Sache heißt, die
neugierige Leute am Schlafittchen nimmt. Hat es doch auch einſt
in Berlin geheißen: Ich warne Neugierige.
Wenn es alſo auch nicht pupillariſch ſicher feſtſteht, ob die
Auslegung der Buchſtaben OVRA amtlich beglaubigt werden
kann, ſo entſpricht ſie doch dem Sprachgebrauch amtlicher
italieni=
ſcher Gepflogenheiten. Die „Ueberwachungsſtelle zur Unterdrückung
des Antifascismus” beſteht jetzt auf jeden Fall, und zwar, was
weſentlich iſt, vor aller Oeffentlichkeit, während man bisher nur
von dieſer Art Tſcheka unter der Hand erzählte, weil man ihr
Daſein nicht amtlich und offiziell beweiſen konnte. Es iſt immerhin
nicht unintereſſant, daß die italieniſche Regierung ſich im neunten
Jahre der fasciſtiſchen Herrſchaft dazu entſchloſſen hat, mit ihrer
OVRA an die Oeffentlichkeit zu treten. Aber es iſt auch ein
Zei=
chen von einer gewiſſen Selbſtſicherheit, daß ſie ſich nicht mehr
ge=
niert, vor aller Welt zuzugeben, daß ſie eine politiſche Polizei, eine
Spezialſektion zur Bekämpfung „geheimer Organiſationen, die
gegen das Regime gerichtet ſind”, unterhalten muß.
Auch in dieſer offenen Mitteilung über das Beſtehen der
OVRA folgt der Fascismus ſeinem ruſſiſchen Verwandten. Wie
dort die Tſcheka offen als Schutz der Regierungspolitik eingeſetzt
wird, ſo wird hier der OVRA ein ähnliches Ziel als Aufgabe
ihrer Tätigkeit geſtellt. Da dieſe Dinge Vergnügungen der
Innen=
politik ſind, geht uns Ausländer und obendrein Gäſte des Landes
die Tätigkeit derartiger politiſcher Parteimaßnahmen nichts an,
ſolange wir ſelbſt nichts damit zu tun haben. Gerade weil wir nichts
damit zu tun haben wollen, werden wir uns eine ausführlichere
Kritik der Beſchreibung hübſch verkneifen. Kneifen iſt beſſer als
gekniffen werden. Aber wir dürfen unſere Landsleute daheim
wohl bitten, daß ſie die deutſchen Fasciſten einmal fragen, ob,
ihnen die italieniſche OVRA beſſer gefällt als die ruſſiſche Tſcheka.
Vor Tage.
Der Reichsfinanzminiſter hatte für die
Sonntagaus=
gabe des „B. T.” einen Artikel über die Kreditpolitik der
Gemein=
den geſchrieben. Infolge eines techniſchen Verſehens iſt
ſtatt dieſes Artikels eine von außen ſtammende und vom
Reichs=
finanzminiſter nicht genehmigte Denkſchrift über den
Transfer=
mechanismus dem „B.T.” überſandt und in ſeinem Handelsteil
ab=
gedruckt worden. Dieſe als Artikel Dr. Dietrichs veröffentlichte
Arbeit behandelt einſeitig nur einen Ausſchnitt aus dem
Geſamt=
problem des Transfers. Der wirkliche Artikel des
Reichsfinanz=
miniſters wird heute erſcheinen.
Bei Offenbach kam es auf der Syrendlinger Landſtraße
zu kommuniſtiſch=nationalſozialiſtiſchen Schlägereien, wobei
drei Nationalſozialiſten durch Meſſerſtiche ſchwer verletzt wurden.
Die Täter entkamen zunächſt.
Die nationalſozialiſtiſchen Blätter Frankfurter
Volks=
wacht” und „Rheinwacht”=Wiesbaden wurden erneut für
vier Wochen verboten.
In Gladbach=Rheyd kam es zwiſchen Kommuniſten und
Natio=
nalſozialiſten zu Zuſammenſtößen. Dabei erſchoß der Führer
der Nationalſozialiſten München=Gladbach, Adolf
Nähles, den Kommuniſten Reiners. Nähles und drei
Begleiter, darunter der Bruder des Reichstagsabgeordneten
Göb=
bels, wurden verhaftet. N. will in Notwehr gehandelt haben.
Im Nürnberger Apollo=Thegter veranſtalteten
Nationalſozialiſten einen großen Skandal. In der
Revue. Liebe mich” warfen ſie bei dem „Völkerbund der Mode‟
faule Eier, Aſchenbecher, weiße Mäuſe auf die Bühne. Die
ver=
ſtärkte Polizeiwache nahm zahlreiche Verhaftungen vor.
Der 1923 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnete
Gra=
zer Univerſitätsprofeſſor für mediziniſche Chemie, Dr. Fr. Pregl,
iſt im Alter von 61 Jahren geſtorben.
Auch Unterſtaatsſekretär Baréty (
Linksrepublika=
ner) hat dem Miniſterpräſidenten Steeg miteeteilt,
daß er mit Rückſicht auf die Haltung ſeiner Parteifreunde (Gruppe
Tardieu) ſeine Zuſtimmung zur Uebernahme des
Unterſtaats=
ſekretariats im Finanzminiſterium zurückziehen müſſe.
Seite 2
Darmſiadt, den 15. Dezember.
Jugend=Weiknachisſchaukutnen
Wie ſchon ſeit einer Reihe von Jahren, ſo auch dieſes Jahr.
wurde am geſtrigen Sonntag das Weihnachtsſchauturnen
abgehal=
ten. Ein wohlbeſetztes Haus gab dem äußeren Rahmen ein
feſt=
liches Gepräge. Pünktlich um 3 Uhr zog die Schar von etwa 400
Buben und Mädels ,deren ſtrahlenden Augen man es anſah, daß
ſie mit fröhlichem Herzen und dem feſten Willen erſchienen waren,
nur ihr Beſtes zu zeigen. Es was eine Luſt, dieſe herzigen Kinder
zu ſchauen, wie ſie darauf brannten, ihren erſchienenen Eltern und
Freunden eine Probe ihres Könnens zu geben.
Sprecher Georg Maurer begrüßte die zahlreichen
Anweſen=
den, die Teil haben wollten an der Freude der Kleinen, deren
veranbildung zu echten, kernhaften Menſchen gewiß wahrhafter
Dienſt am Volkstum ſei, den ſich die Deutſche Turnerſchaft und mit
ihr die Turngemeinde zur Aufgabe gemacht habe. Er betonte
wei=
ter, daß das Weihnachtsfeſt immer wieder jenen Strahl der Liebe
ſende, dem ſich ſelbſt verhärtete Herzen nicht entziehen können, da
die Freude, anderen eine Freude zu bereiten, immer noch die
reinſte Freude ſei. Ganz beſonders aber wies er darauf hin, daß
es nur möglich ſei, eine derartig große Schar Kinder
in=
dividuell in der Kunſt des Turnens und der Leibesübungen
zu erziehen, wenn eine genügende Anzahl Kräfte zur Verfügung
ſeien, die in ſelbſtloſer opferfreudiger Weiſe ſich dieſer Aufgabe
widmen. Dieſen gebührt deshalb heute der beſondere Dank. Es
zeichneten für die Leitung: Oberturnwart Biſchoff und die
Jugend=
turnwarte Frau L. Becker, Ferd. Schmitt und K. Strauch.
Ein ſinniger Vorſpruch leitete dann zu dem eigentlichen Zweck
über, der noch verſinnbildlicht wurde durch den Traum zweier
Kinder, denen eine Anzahl Elfen durch Geſang und Tanz dieſen
Traum noch ſchöner geſtalteten. Das gemeinſame Lied „O du
fröh=
liche” ſtieg dann aus den Kehlen von etwa 400 Kindern. Und dann
begannen in ununterbrochener Folge die verſchiedenen
Vorfüh=
rungen. Zuerſt die Schülerinnen mit einem Singſpiel, dann die
Schüler mit Langſtabübungen uſf. Beſonders gefielen die
Frei=
ubungen der Schüler, die Stabübungen der Mädchen, ſowie
Turm=
leiterubungen der Schüler. AnBarren, Pferd und Sprungtiſch wurden
recht beachtliche Leiſtungen gezeigt. Mit reizenden Singſpielen und
Volkstänzen der Schülerinnen und Spielen der Schüler ſchloß der
turneriſche Teil.
Nach dieſem ſammelten ſich alle Teilnehmer im Saal. und Herr
Schulrat Haſſinger erſchien in der Mitte der Kinder. Er hielt an
dieſelben eine zu Herzen gehende Anſprache, in der er beſonders
hervorhob, daß in der heutigen Zeit von Haß und Neid ſie ſich nicht
beirren laſſen ſollen und treu zuſammenhalten mögen.
Mitein=
ander und füreinander, ſo wie heute, Hand und Hand, in reiner
Freude und Opferwilligkeit dann das Leben meiſtern.
Dann kam der Nikolaus (Turner Dieter) mit dem
Weihnachts=
eſelein, und die Hauptſache, er hatte für jedes eine ſchöne Gabe,
wofür er durch manches ſchöne Sprüchlein belohnt wurde. Dieſe
Freude der Kleinen muß man miterlebt haben.
Mit einem ſtimmungsvollen Weihnachtsſpiel „Zwergkönigs
Heimkehr” bei dem man ſchon recht gute ſchauſpieleriſche Kräfte
entdecken konnte, ſchloß die Feier, die gewiß allen Mitwirkenden
ſowie Erwachſenen in ſchöner Erinnerung bleiben wird. Nicht
un=
erwähnt ſei noch Pianiſt Turner Lahl, der in feinſinniger Weiſe
die Klavierbegleitung ausführte.
Evangeliſch=kirchliche Nachricht. Durch die Kirchenregierung
wurde dem Pfarrer Friedrich Germer zu Großen=Linden, die
evangeliſche Pfarrſtelle zu Allendorf an der Lahn, Diakonat
Gro=
ßen=Linden. Dekanat Gießen, übertragen.
— Darmſtädter Künſtler auswärts. Von Walter Hägner,
Gatte unſerer beliebten Sitta Müller=Wiſchin, unſerem zweiten
Baſſiſten, der ſich jetzt zum Heldenbariton umgeſtellt hat, ſchreibt
die Bergiſch=Markiſche Zeitung: „Die überragende
Leiſtung des Abends war Hagner, der als Boris einen ganz
großen Tag hatte und der die ihm ſtimmlich ausgezeichnet liegende
Partie geſanglich wie darſtelleriſch zu eindrucksvollſter, in den
dramatiſchen Momenten geradezu erſchütternder Wirkung zu
brin=
gen wußte.‟ Die Freie Preſſe: „Walter Hagner
er=
ſchütternd ſchon in der Maske des mahnenden und anklagenden
Ge=
wiſſens, erſchütternd der empfundene Geſang, der in den großen
Monologen frei ausſtrömenden ſchönen Stimme; erſchütternd die
jedes Zuviel verneinende, einzig auf menſchliche Wahrheit
gerich=
tete Darſtellung: eine bedeutende, künſtleriſche Leiſtung . . Der
Generalanzeiger: „Sein prächtiger, gepflegter Baß brachte
auch die für dieſe, eigentlich dem Bariton zugedachte Aufgabe
er=
forderliche Höhe auf. Barmer Zeitung: „Walter
Hag=
ner als Boris bot eine ergreifende Leiſtung.‟ Die Bergiſche
Tageszeitung: „Eine markante, künſtleriſch ausgereifte
Charakterſtudie, ſtellte Walter Hagner, als Boris auf die
Bühne. Aber auch jeder Ton und jede Bewegung waren von einem
ſolchen inneren Miterleben beſeelt, daß die Hörer davon gepackt
wurden.
Tageskalender für Montag, den 15. Dezember 1930.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus: Geſchloſſen. —
Klei=
nes Haus: Geſchloſſen. — Orpheum: Geſchloſſen. —
Kon=
zerte: Schloßkeller, Café Oper, Zum Datterich, Reſt. Bender,
Maxim. Span. Bodega, Sportplatz=Reſt. am Böllenfalltor,
Hotel Poſt. — Kinovorſtellungen; Union=, Helia= u.
Palaſt=Lichtſpiele. — Städt. Akademie für Tonkunſt,
Eliſabethenſtraße, 20½ Uhr: Alte Weihnachts=Spiele.
Turngeſellſchaft Darmſtadt 1875 — Weihnachtsſchauturnen.
Am Sonntag, dem 21. Dezember, nachmittags, findet im großen
Saale des Turnhauſes, Dieburger Straße 26, das Kinder=
Weih=
nachtsſchauturnen ſtatt. Nahezu 100 Kinder — Buben und
Mä=
dels — werden an dieſem Nachmittag unter dem leuchtenden
Tan=
nenbaum turneriſche Uebungen zeigen und zu beweiſen ſuchen, daß
auch ſie ſchon behähigt ſind, Leibesübungen zu treiben. Was
wer=
den nun die Kinder alles zeigen? Nach dem gemeinſamen
Auf=
marſch aller Kinder folgt ein Weihnachtszwiegeſpräch mit dem
ge=
meinſamen Schlußgeſang „O du fröhliche . . . als Einleitung zu
dem eigentlichen Programm. Als erſte Darbietung folgen nun
Freiübungen aller Knaben, denen ſich die Mädchen mit
rhythmi=
ſchen Freiübungen anſchließen. Die älteren Schüler bringen als
Abſchluß des erſten Teils etwas ſchwierige Freiübungen,
verbun=
den mit Bodenübungen. Die nächſte Abteilung enthält das
Tur=
nen am Gerät. Springen mit Federbrett zeigt eine Gruppe
Schü=
lerinnen, und anſchließend ſind es die älteren Schüler, die noch
dazu Pferd und Tiſch benutzen, und iſt hier ſchon eine
Leiſtungs=
ſteigerung vorhanden. Das Barrenturnen der Schülerinnen und
kleineren Schüler führt uns in die Anfangsübungen des
Geräte=
turnens für das Kind. Eine Steigerung ſehen wir wieder bei der
folgenden Schülervorführung, und zwar bei dem Turnen am
hoch=
geſtellten Barren, verbunden mit Federbrett. Das Turnen an
zwei Längspferden beſchließt den Geräteteil des Programms. Die
weitere Folge enthält Volkstänze und Spiele. Die Schülerinnen
— groß und klein — zeigen in verſchiedenen Forien den
Volks=
tanz, von denen als gelungener Abſchluß der Rheinländer zu
er=
wähnen iſt. Die Buben warten mit einem Ballſpiel auf, das in
ſeinem Aufbau für die Jugend ſehr anregend iſt und für die
Zu=
ſchauer ebenſo ſpannend ſein dürfte. Nach den turneriſchen
Vor=
führungen folgt eine kleine Ruhepauſe für die Kinder, und wird
während dieſer Zeit der Weihnachtsmann ſeinen Einzug halten
und ſeine Gaben an die turnende Jugend verteilen. Als Abſchluß
des Nachmittags folgt ein Weihnachtsſtück, das geſpielt wird von
den Mädchen und Buben der beiden Abteilungen, und betitelt iſt
Des Kindes Märchentraum”. Auch hier werden die kleinen
Schauſpieler verſuchen, ſich die Herzen der Kinder und Erwachſenen
zu gewinnen, und dürfte auch dieſe Darbietung gefallen. Alle
Freunde und beſonders die Eltern unſerer Kinder laden wir zu
dieſer Veranſtaltung herzlichſt ein, und ſie werden ſich überzeugen
können, daß auch die „1875er” Turner bedacht ſind, die ihnen
an=
vertraute Jugend körperlich zu erziehen. Der Eintritt beträgt
40 Pf. (Näheres ſiehe noch Anzeige.)
Das beliebte Weiknachts-Geschenk
für Sportsleute
Trainings-Anzüge
10
in blau und marine
Größe 4
18289) jede weitere Größe 40 Pfennig mehr
Darmstadt — Markt u. Ernst-Ludwigsplatz
— Gartenbauperein Darmſtadt e. V. Das Vereinsjahr ſchließt
mit einer ſchlichten Feier des 95jährigen Beſtehens ab. Sie ſoll
am Donnerstag abend im Kreiſe der Mitglieder ſtattfinden. Wegen
des zu erwartenden ſtarken Andrangs mußten ausnahmsweiſe
be=
ſondere Beſtimmungen getroffen werden, die im Anzeigenteil
ver=
öffentlicht ſind. Insbeſondere ſei hier auf die Kartenausgabe, die
Benutzung der Kleiderablage und den präziſen Beginn der Feier
hingewieſen.
Vom Wochenmarkt. Kleinhandelspreiſe vom 13. Dezember
1930 für ein Pfund bzw. Stück in Rpf.: 1. Gemüſe: Kohlrabi 4
bis 6. Erdkohlraben 6—8, gelbe Rüben 6—10, rote Rüben 8—10,
weiße Rüben 6—8. Schwarzwurzeln 30—40, Spinat 10—20,
Rö=
miſchkohl 10—15. Rotkraut 6—10, Weißkraut 4—10. Wirſing 5 bis
10. Roſenkohl 20—25. Zwiebeln 6—10 Knoblauch 80, Tomaten 50
bis 80, Kaſtanien 25—30, Feldſalat 60—80, Endivienſalat 5—10,
Kopfſalat 20—25, Blumenkohl 30—80, Rettich 5—10. Meerrettich
*
waren; Rindfleiſch, friſch 90—100, Kalbfleiſch 120.
Hammel=
fleiſch 100, Schweinefleiſch 130—150, Dörrfleiſch 180. Wurſt 80 bis
160, Wurſtfett 60, Schmalz, ausgelaſſen 120.
Friſtablauf für Rentenanträge in der
Angeſtelltenverſiche=
rung. Durch Geſetz vom 7. März 1929 iſt die Wartezeit in der
Angeſtelltenverſicherung allgemein auf 60 Beitragsmonate
herab=
geſetzt worden. Sind weniger als 30 Beitragsmonate auf Grund
der Verſicherungspflicht nachgewieſen, ſo beträgt die Wartezeit
90 Beitragsmonate. Das Geſetz iſt mit Wirkung vom 1. März
1929 in Kraft getreten. Iſt ein Leiſtungsantrag vor dieſem
Zeit=
punkt rechtskräftig abgewieſen worden, weil die Wartezeit nicht
erfüllt war, ſo kann, wenn nach dem Geſetz vom 7. März 1929 die
Wartezeit erfüllt iſt, die Nachprüfung des Rentenantrags
bean=
tragt werden. Der Antrag muß aber bis zum Schluß
des Jahres 1930 geſtellt ſein.
zur Rückfahrt: vom B. Dezember bis zum 2. Dezembec
Die Rückfahrt muß am Montag, den 29. Dezember, ſhätz
9 Uhr, von Unterwegsbahnhöfen ſpäteſtens mit dem
Zug=
oder fortgeſetzt werden, der den Zielbahnhof der Sonntagsrücht,
um 9 Uhr verläßt. Die Rückfahrt iſt nach 9 Uhr ohne 8o
brechung, bei Zugwechſel ſpäteſtens mit dem nächſten
Anſchlun=
rückzulegen. Durch das Löſen mehrerer anſchließender
Sonntan=
karten wird die Geltungsdauer der einzelnen Karten nicht r.
Wer z. B. Sonntagsrückfahrtarten Mainz—Koblenz und Koklu=
Godesberg benutzt hat, muß die Rückreiſe bis 9 Uhr von demm
hof der zuerſt gelöſten Karte, in dieſem Falle alſo von Kosu
treten. Im übrigen iſt auf der Hin= und Rückfahrt je eine 7
brechung geſtattet.
b) im Verkehr mit Bahnhöfen des Saargebietes:
zur Hinfahrt: vom 23. Dezember, 12 Uhr, bis 28. Dezeichl
zur Rückfahrt: am 25., 26. und 28. Dezember, unumſalt
27. und 29. Dezember nur bis 9 Uhr.
Am 23. und 24. Dezember gelten ſie ſomit nicht zur Rückfahrn
Die Benutzung von Schnellzügen mit Sonntagsrückfahrkau=
am 23. und 24. Dezember auf Reichsbahnſtrecken ausgeſchloo
aber an den übrigen Tagen gegen Zahlung des tarifmäßigen 8
zuſchlages zur Hin= und Rückfahrt zugelaſſen. Eilzüge könnenu
ſchränkung gegen Zahlung des tarifmäßigen Zuſchlages benur=
Allgemein ausgeſchloſſen ſind die L=, FPD=, FD=Züge um
aus Schlafwagen beſtehenden D=Züge im Verkehr mit Bahrnüſt
Reichsbahn=, Privatbahnen und des Saargebietes.
Heſſiſches Landestheater.
Montag
15. Dezember
Dienstag
16. Dezember
Mittwoch,
17. Dezember
Donnerstag,
18. Dezember
Freitag,
19. Dezember
Samstag
20. Dezember
Sonntag
21. Dezember
Großes Haus
Keine Vorſtellung
Kleines Häuz
Keine Vorſtiül
20—22.30 Uhr
Meine Schweſter und ich
F5. Darmſt. Volksbühne
Gr. I—1V. Pr. 0 80—8 Mk.
15—17 30 Uhr
Die Pantoffeln des Glücks
und das Wunderbuch der Technik
Preiſe 0 50—2.50 Mk.
20—22 Uhr
Die erſte Frau Selbyz
K 6 Bülnenvolksbund
Preiſe 1—10 Mk.
20—22 Uhr
A11. Die erſte Frau Selby
Preiſe 1—10 Mr.
19.30—22.45 Uhr
Simone Boccanegra
H5 Bühnenvolksbund
Preiſe —10 Mr.
14.30—17
Die Pantoffeln des Glücks
und das Wunderbuch der Technik
Preiſe 0.50—2 50 Mk.
19.30—22.30
Königskinder
C11, T Gr. 2 und 3
Preiſe 1—10 Mk.
14.30—17
Die Pantoffeln des Glücks
und das Wunderbuch der Technik
Preiſe 0.50—2.50:
19.30 Ende gegen 22.15
Das Glöckchen des Eremiten
D11 Preiſe 1—10 Mk
40—21.45 15
Fatme?
Zuſ.=Miete 15 T,
Preiſe 1.20—
9.30, Ende nach ä51
Das Glögchen decieh
Zuſatzmiete :4
T, Gruppat
Preiſe 150—770
Ju. ℳtet Gebieten
Keine VorſtesuP eheien.
An Lwheum fin
20, Ende gegenzemlWſtatt.
* 9 3 0 4hwirkung der
Bſ.=Miete W17, T, hmut
Preiſe 1.20—
1,
Keine Porſtei4 mm un
m WEnie
itrtit
Paf Lus
Höf4t
20—22.30 U*
Zum erſten MlMe vird man
Wie werde ich reich una d 1. nannl
Zuſatz=Mieteseil WKund
Preiſe 1.50—7.-1MMäucues Seem
Ait=Hein Seeſck
ſuig- Lund den Ausſt
— Heſſiſches Landestheater. Drei Geſchenke f7Menſwie vor al
Theaterfreund. Die Generaldirektion des Heſſiſchenndl. EMfs Wiſ
über die Eumeniden des Aeſchylus.
Vortrag in der Vereinigung der Freunde, des humaniſtiſchen
Gymnaſiums.
In der Mitgliederverſammlung der Humaniſtiſchen
Ver=
einigung behandelte am Freitag Schriftſteller Wilhelm
Michel die Eumeniden des Aeſchylus von modernen
Geſichts=
punkten. Nach einem Durchblick durch die Trilogie, deren
Ab=
ſchluß dieſes Drama bildet, wurde das Weſen der Erinyen
oder Eumeniden ausführlich erörtert. Die Griechen
verkörper=
ten in dieſen Frauengeſtalten die in der Erde wirkenden Kräfte,
die ſchaffenden wie die zerſtörenden, denen der primitive Menſch
mit religiöſer Scheu gegenüberſteht. Die Bezeichnungen und
Kulte des als Perſon gedachten Urgrundes der Dinge waren
ſehr mannigfaltig. Gern betrachtete man ſie als die große
Ge=
bärerin, als Mutter, ſetzte auch wohl für die Einzahl eine
Mehr=
heit weiblicher Gottheiten. Dieſe Mythologie iſt nicht auf die
Griechen beſchränkt: die germaniſchen Nornen, die keltiſchen
Mütter danken ihren Urſprung derſelben religiöſen
Empfin=
dung wie die Erinyen. Wegen der ſtrengen Geſetzlichkeit, dem
alles natürliche Geſchehen unterworfen iſt, ſind die Erinyen
auch Hüterinnen der Ordnung. „Die Sonne wird ihre Bahn nicht
verlaſſen” ſagt Heraklit, „ſonſt werden die Erinyen ihr
nach=
eilen”. So müſſen ſie ſich auch aller ſittlichen Ordnung und des
Rechts annehmen, und dieſe Seite ihres Weſens wurde für die
Griechen allmählich zur Hauptfache. Als finſtere Rachedämonen,
deren Aeußeres furchterregend auszumalen die Phantaſie ſich
nicht genug tun kann, treten ſie uns auch am Anfang des
Aeſchhleiſchen Dramas entgegen. Weil Oreſtes als Vollzieher
der Blutraché ſeine Mutter Klytgemeſtra erſchlagen hat,
pei=
nigen und hetzen ihn die Erinyen unverſöhnlich nach dem
Grundſatz des „Auge um Auge, Zahn um Zahn”.
In dem Drama tritt ihnen nun eine andere
Rechtsanſchau=
ung entgegen, vertreten durch Apollo und Athene. Sie werfen
den Erinyen vor, daß ſie nur den Blutsverwandtenmord
ver=
folgen, daß ſie blind ſtrafen, mit Luſt und ohne Verzeihung.
Ihnen gegenüber verteidigen die „jungen Götter” ein
fortge=
ſchrittenes Recht: jeder Mord muß geahndet werden, auch wenn
er keinen Blutsverwandten getroffen hat. Aber die Motive
und Umſtände der Tat ſind zu prüfen und können Sühnung
und Verzeihung ermöglichen. Der Vortragende ſieht in dieſem
Streit ums Recht einen Gegenſatz zweier Denkweiſen; einer
naturgebundenen und einer freiheitlichen. Bei den Griechen
habe ſich zum erſtenmal der Geiſt über die Natur, das Bewußte
über das Unbewußte, das Klare über das Dumpfe erhoben.
Das ſei ihr welthiſtoriſches Verdienſt, und das Stück des
Aeſchy=
lus ſei ein Symbol für dieſen Uebergang.
Auf den Freiſpruch des Oreſt durch das von Athene
ein=
geſetzte Geſchworenengericht, den Areopag, folgt in dem Drama
noch ein Nachſpiel. Die Erinyen ſind empört darüber, daß ihr
Opfer ihnen entzogen, ihr Recht ihnen geſchmälert wurde, und
ſie drohen, dem attiſchen Land zu Plag= und Rachegeiſtern zu
werden. Doch gelingt es Athenes Zuſpruch, ſie zu begütigen,
und in feierlicher Prozeſſion werden ſie in eine Höhle am
Ares=
hügel geleitet, wo ſie fortan, fern von Licht und Sonne, als
die „Gnädigen”, als Eumeniden hauſen werden, hochverehrt,
und dem Land ein Segen. Auch dieſes Motive iſt nach der Anſicht
des Vortragenden nicht ohne tiefere Bedeutung. Der Sieg des
Geiſtes habe bei den Griechen nicht zu einer Mißachtung des
Natürlichen geführt, während der moderne Menſch in Gefahr
komme, am Geiſt zugrunde zu gehen. In der Welt, wie ſie
Aeſchylus am Schluß ſeines Dramas ſchildere, führe der Geiſt
das Szepter, aber die Mächte des Unbewußten ſeien ihm
unter=
tan und wohlgeſinnt.
W. Michel betonte am Anfang ſeines Vortrags, daß er
kein Mann der ſtrengen Wiſſenſchaft ſei. Ihm genügt nicht,
was mit dem Verſtand erreichbar und begreifbar iſt. Er hat
das Bedürfnis, in die dunklen Tiefen zu ſchauen, in denen die
Waſſer ſich ſammeln, ehe ſie als Quell zutage treten. Der
Vor=
ſitzende, Geh. Baurat Walbe, wies in ſeinem Schluß=
und Dankwort darauf hin, wie wertvoll es für die Zwecke der
Vereinigung ſei, wenn ein Mann wie der Vortragende, der
mit den geiſtigen Bewegungen unſerer Zeit ſo vertraut ſei und
in Darmſtadt eine führende Rolle ſpiele, für die Bedeutung und
Wirkung der Antike ein ſo beredtes Zeugnis ablege.
Nach dem Vortrag fand noch eine geſchäftliche Sitzung ſtatt.
Der Schriftführer, Studienrat Dr. Malzan, erſtattete
den Jahresbericht, einen Ueberblick über die Veranſtaltungen
des letzten Winters, die in dieſer Zeitung ja regelmäßig
be=
ſprochen wurden. Weniger bekannt ſind in der Oeffentlichkeit
die Leſeabende, die in den Wintermonaten Mittwochs
ſtattfinden und Iutereſſenten Gelegenheit geben, Werke der
antiken Literatur durch die Interpretation von Fachleuten
ohne eigene Mühe kennen zu lernen oder wiederzuerkennen.
Nähere Auskunft gibt gerne der Schriftführer. Weiter wurde im
Jahresbericht auf eine Werbeſchrift hingewieſen, worin der
Vorſitzende die Anhänger des Gymnaſiums auffordert, der
Ver=
einigung beizutreten, da dieſe Schulgattung immer wieder
ge=
fährdet werde; jetzt zum Beiſpiel durch den Plan einer acht=
theaters bringt auch in dieſem Jahr die in den Voria vealu Heu
großem Erfolg eingeführten Weihnachtsmieten und WeſK1 9. Lie
La=
ſchecks zur Ausgabe. Die Weihnachtsmiete iſt für Gehd, Nadig ne
lungen mit einer Gütigkeit bis zum 31. März berechnet: dia
nachlaß beträgt zirka 15 Prozent. Die Weihnachtsſch ſ.
Gutſcheine, die für beliebige Vorſtellungen und Platzartenu
keit beſitzen; die Preisermäßigung gegenüber dem Bar.ng
Gutſcheine beträgt 10 Prozent. Die Wahlmiete umfaß=FMſu Hzer
ſtellungen mit freier Platzwahl für Orcheſterſeſſel und Lch
einer Gültigkeitsdauer bis Ende der Spielzeit; Ermäßigurru //
über den Kaſſenpreiſen 20 Prozent. Nähere Auskunft ,
Mietabteilung des Heſſiſchen Landestheaters (Telephon 3.63
Cuba
jährigen Schulzeit, der für das Gymnaſium geradezuuh” Pſt. Nein.
rend ſein werde. Daß das Bedürfnis nach dieſer Schulus
in Heſſen nicht ſchwächer geworden iſt, zeigt eine StattI
die Neuaufnahmen in den höheren Knabenſchulen Heſſeſſ.
Vergleich zwiſchen den Jahren 1923 und 1929 ergibt,
Zahl der in die Sexten aufgenommenen Gymnaſiaſten
auf 368 geſtiegen iſt, während ſie bei den anderen Schie
genommen hat. Das Gymnaſium hat alſo allein einen ſi
Nachwuchs.
Der Kaſſenbericht, erſtattet von dem Rechner, Arm
Dr. Müller, und geprüft von Profeſſor Man
zeigt wohlgeordnete Finanzen, die es geſtatten, in der
gen Weiſe weiter zu arbeiten. Der Vorſitzende ſprach 9e.‟
ner für die muſterhaft geführte Kaſſenverwaltung bel”
Dank aus, ebenſo Herrn Oberſtudiendirektor."
ſchläger, der durch Ueberlaſſung der Aula, des Leis
mers und des Lichtbilderapparates der Vereinigung Nee
Dienſte geleiſtet hat.
Sigrid Undſet: Der brennende Buſch. Rütten u. 2
lag, Frankfurt a. M.; geheftet 7.50 RM., geb. 10.— 20
In dem Roman „Gymnadenia”, der mit dem
Buſch” ſeinen Abſchluß findet, hat Sigrid Undſet die Gnt
und das Reifen des Knaben Paul Selmer zum Jüngling
voll gezeichnet. — Die Hauptgeſtalt dieſes neuen Buche=
Selmer der Mann. Mit unerhörter Eindringlichkei,
große Dichterin ſein Leben dar, mit allen den vielen Nei
in die er als Gatte, als Familienvater und als Bürger Ke‟
die er ſchwerſten Anfechtungen zum Trotz in heftigem S""
ſeiner Umwelt und mit ſich ſelber bewältigt. Ergriſſe..
und erhoben erkennen wir in ſeinem Leben unſer Leo..
ſeinen Konflikten unſere Konflikte: den Kampf mit der
Suchen, den Verzicht und den Sieg des aufrichtig.
Menſchen der gegenwärtigen Zeit.
Peter Mendelsſohn: Fertig mit Berlin? Roman, Holc.
6.50 RM., geheftet 4.50 RM. Verlag Philipp Reei
Leipzig.
Dieſer Roman eines jungen Mannes, der ſeine Lehils
Berlin, in der Redaktion eines der großen Welthſci.”0
bringt, die Kreiſe der literariſchen Boheme, des bewehl..
einanders, aufſteigender und abſteigender Schickſate
O
iſt von dem bezaubernden Schwung einer jugendlig Heida9
tragen, die ſich und ihre Erlebniſſe ernſt nimmt, me.
n
ten durchkoſtet, an ihrem Anſturm zerbricht. Alle De
zwiſchill
Menſchen und Ereigniſſen, die in jenem Berlin, 94‟
Kaiſer=Wilhelm=Gedächtniskirche und dem City=Zeith.
Tempo markiert, in buntem Wechſel abrollen, ſind N.
Weg:!
tiger Plaſtik und Lebendigkeit geſtaltet, ſo daß de
jugendlichen Entwicklung gleichzeitig einen Querſchl.
heutige Berlin ergibt.
346.
Monkag, den 15. Dezember 1930
Seite 3
ierer, Sänger und Spielleufe der 2.T.
kaglen in Darmſtadt.
meſtern im Hauſe der Turngemeinde Darmſtadt ſtatt=
Jagung der Vereins=Wander= und Geſangwarte, ſowie
ruinnszugführer, iſt das Jahres=Arbeitsprogramm
SSingaues der D.T. für das Jahr 1930 erſcköpft. Gau=
Müller=Darmſtadt konnte in ſeiner Begrüßung
feſt=
oas Intereſſe an Wandern und Singen im
Main=
beinggtzuſer: Verhältniſſen angepaßt, ſehr rege und lebhaft iſt.
in eineſchlockblick auf das verfloſſene Jahr konnte der Gauwart
„Betchſung an den einzelnen Wanderungen, wie Kreis=
Win=
rwandſcei”, im Januar nach dem Niederwald, die
Gauwande=
ngen ue er Starkenburg und dem Frankenſtein im Mai bzw.
ptemhichtal’s ſehr gut bezeichnen. Wie ſehr man die Pflege des
ſangete Der Turnerſchaft fördere, ſei daraus zu erſehen, daß
je Hlaltung auf geſangstechniſchem Gebiete ein beſonderes
oisſchußichigl ied innerhab des Gaues eingeſetzt worden ſei. Wenn
den Uer mmeiſterſchaften der D.T., ausgetragen im Auguſt
z0 in 10Itadt, anſchließend eine große Anzahl Teilnehmer eine
ahrt inn Odenwald unternommen und voll Lobes über unſere
öne Hhrn waren ſo ſei dies doppelt erfreulich. Ebenſo kann
un dags krauen des mittelrheiniſchen Turnkreiſes, welches er
d die Aiclit des Gaues ſetzt, für ſich in Anſpruch nehmen, wenn
er eümurnig der Turngemeinde Beſſungen das Kreis=
Wer=
nasſinig für 1931 übertragen habe. Zum Ziele der Frühjahrs=
Knderuu /B31 beſtimmte man einmütig Rüſſelsheim. Es ſoll
mit eimölührung durch die Opelwerke verbunden werden, wie
c ein//ᛋag über die ehemaligen Befeſtigungswerke des Ortes
die Gßeiwte Rüſſelsheims einführen ſoll. Die Kreis=
Winter=
nderum1g31 führt nach Bad=Naſſau, während das Ziel
der=
hen Wküe—ung 1932 Bad=Kreuznach ſein wird. Die Herbſt=
Gau=
nderu malll, nach der beſtehenden Gepflogenheit, auf den
Fran=
vpy. ſtein zu Ehrenmal der Gefallenen führen. Bei dem 50. Gau=
2 Juni 1931 in Griesheim, ſoll die Gau=Sängerſchaft
im Berih nierhöhtzt Maße ſich beteiligen und das Feſt gleichzeitig zu einer
ſchtvol)e Kundgebung der Turnerſänger ſich geſtalten. Zum
bepunxhſtlll das Kreis=Wertungsſingen 1931 in
rmſüx”, an welchem ſich etwa 2500 Turnerſänger beteiligen,
rden, / iserſehen ſind zum Wertungsſingen die Turnhalle der
Ie
gewnd= Beſſungen und das Orangeriehaus, wie auch der
hrercen (Beſſunger Herrngarten) zum Feſtgelände des
un Volksfeſtes in Ausſicht genommen iſt. Das Singen
uſnurigen, Verſammlungen und auf den Uebungsſtätten
Sll mehr gepflegt und die Geſangswarte beſonders
ſſewieſen werden. Als Taſchenliederbuch wird die
amt=
v des D.T. „Volker” beſonders zur Anſchaffung emp=
„Läe Tätigkeit der Spielmannszüge bei
Gauveranſtal=
n940 war eine ſehr rege, obwohl einige Vereine wegen
ter Verpflichtungen fern bleiben mußten. Die
Vereins=
herden darauf aufmerkſam gemacht, daß der
Jahres=
z0 Für 1931 im Gau bereits veröffentlicht iſt und ſie
zuf hicn ſollen, daß zunächſt die Gauveranſtaltungen beſucht
„andaaiß’ſtlichkeiten in den Orten mehr zurückgeſtellt werden.
Aussdung von Stabführern der Spielmannszüge, ſowie der
ſelmaunzu ge ſelbſt, ſollen wieder im kommenden Jahre einige
uungsiſtlen, deren erſte am 1. März 1931 in Darmſtadt
ſtatt=
en ſoſla” gehalten werden. Nach einer eingehenden Beratung
r Orilpäſation von Spielmannszügen uſw. konnte die ſehr
an=
end ur fene Tagung von dem Gauleiter geſchloſſen werden
der Are, auch 1931 ſich in den Dienſt der Turnſache zu ſtellen
Faufrn Gebieten Wandern, Geſang und Spielleute rührig
kin slter zuPrleiten.
Aus Heſſen.
— Jherpheum finden bis auf weiteres keine
Vorſtel=
ngeſniatt.
Arbsinkung der neuen Zigarettenſteuer. — Nur noch
Neun=
ſcktpackmufen. Die durch Verordnung des Reichspräſidenten ab
Januar921 in Kraft tretende Zigarettenſteuererhöhung wird,
wir us achkreiſen erfahren, nach dem geſtern erfolgten
Be=
uß zwnſen. Induſtrie und Handel nur in der Höhe der
tatſäch=
e Rleizabgabenerhöhung für den Verbraucher fühlbar wer=
Umri verhüten, daß in den jetzigen Zeiten weitgehender
ſkommsteerminderung und Arbeitsloſigkeit höhere Beträge
den ſ=Eckemif von Zigaretten aufgewandt werden müſſen, wird
Induute ihre Zigaretten zum bisherigen Kleinverkaufspreis
Pachuen liefern unter Fortlaſſung einer Zigarette in den
herigee3=hn=Stückpackungen. Die beteiligten Fachkreiſe
glau=
dursder eingeſchlagenen Weg die Steuererhöhung ſo gering
mögill fählbar werden zu laſſen.
Aüinird man Seemann? Es gibt wohl kaum einen
ſchö=
en undnrnnlicheren Beruf als den des Seemanns. Wie viele
ern. bſend ers im Binnenlande, ſtehen aber dem Herzenswunſch
2s Schs Seemann zu werden, ratlos gegenüber, weil ſie nie
Leberun/Seeſchiff in ſeinem Element ſahen und von der
Aus=
dung uw wen Ausſichten dieſes Berufes keine Ahnung haben.
alle wee vor allem auch die ſeebegeiſterte Jugend ſelbſt,
er=
ren aiſl Wiſſenswerte von einem der bekannteſten Fachleute,
pitang zeaß, dem Direktor der Bremer Seefahrtſchule, in
ſei=
n Buch Tſie Laufbahnen in der Handels= und Reichsmarine‟
vollſ liom neu bearbeitet, unter Berückſichtigung, der neueſten
dlichern3 ſtimmungen, im Wilhelm Köhler Verlag, Min=
Wſrſchienen iſt.
e
Briefkaſten.
Mufikl! Yradier (auch Iradier), Sebaſtian de, ſpaniſcher
mvoniatyw 20. 1. 1809 in Sanciego (Alava), geſt. 6 12. 1865
„Vitorx ſellava), komponierte viele Chanſons und Tänze. Er
kieb aw wie „Habanera”", die Bizet in Carmen verwendete.
itweiſes a— er in Paris Geſangslehrer der Kaiſerin Eugenie,
ete zeittie in Cuba.
W. 1m. Nein.
Aa. Eberſtadt, 15. Dezember. Der Frauenverein hält
nunmehr ſeine um einige Tage verſchobene Adventsfeier am
Dienstag abend (16. Dezember) ab. Bei der Feier wirkt die
Jugendgemeinde mit.
r. Babenhauſen, 13. Dez. Ausſtellungserfolg. Bei der
kürzlich ſtattgefundenen großen 1. Jubiläums=Ausſtellung des
Haupt=
verbandes der Deutſchen Reichsbahnkleinwirte, die im Lunapark zu
Leipzig war und von über 2000 Nummern (Hühner, Tauben und Enten)
aus allen Gegenden Deutſchlands beſchickt war, ſtellte auch das Mitglied
des hieſigen Geflügelzuchtvereins, Herr Phil. Fritz, rebhuhnfarbige
Ita=
liener aus. Bei ſehr ſtarker Konkurrenz gerade in dieſer Raſſe
erran=
gen ſeine Tiere zwei Ehrenpreiſe und die Bewertungsnote „ſehr gut”.
Bd. Zwingenberg a. b. B., 13. Dez. Viehzählung. Die am
1. d. M. hier vorgenommene amtliche Viehzählung zeitigte folgendes
Ergebnis: Pferde 55, Rindvieh 235, Schweine 485, Schafe 1, Ziegen 301,
Federvieh 4317 und Bienenſtöcke 29. Die Ziegen haben ſich um 20 gegen
das Vorjahr vermindert, alle anderen Gattungen haben ſich behauptet
und ganz bedeutend zugenommen. Die Zunahme der Schweine (167) iſt
deshalb ſo groß, weil ein friſch eingetroffener Transport mitgezählt
wurde. Nicht beſchaupflichtige Hausſchlachtungen wurden im letzten
Vierteljahr 27 vorgenommen. Der geſamte Viehbeſtand war im letzten
Jahre erfreulicherweiſe ſeuchenfrei.
W. Heppenheim a. b. B., 13. Dez. Winter=Nothilfe 1930.
Am Dienstag abend fanden ſich auf eine Einladung des Herrn
Bürger=
meiſters Schiffers die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, die
Vor=
ſtände gewerblicher Verbände, die Vertreter der Religionsgemeinden
ſowie Vertreter des Gewerkſchaftskartells, der chriſtlichen Gewerkſchaften
und des Ortskartells des Deutſchen Beamtenbundes im Rathausſaale
ein, um der Anregung des heſſiſchen Geſamtminiſteriums und den
Bei=
ſpielen zahlreicher anderer Städte zu folgen, eine Winterhilfsaktion auch
in unſerer Stadt zu organiſieren. Die Vertreter der genannten
Ver=
bände haben ſich nach eingehender Ausſprache und nach erläuternden
Worten des Herrn Vorſitzenden zu einem Ausſchuß vereinigt, um
ge=
meinſam in überparteilichem und überkonfeſſionellem Zuſammenſchluſſe
im Wege der freiwilligen Wohlfahrtsoflege die Hilfsaktion, welche
natür=
lich, die ſozialen Maßnahmen der Behörden und charitativen Vereine
nicht erſetzen, ſondern nur unterſtützen und ergänzen ſoll,
durchzufüh=
ren.. Es bedarf keiner beſonderen Betonung, daß dieſe Hilfsmaßnahmen
nicht lediglich zur Abwendung der großen Nor über die Weihnachtszeit
gedacht ſind, ſondern ſich über die Zeitſpanne des harten Winters
hinaus erſtrecken. Ein Aufruf des Arbeits= und Verteilungsausſchuſſes
iſt bereits ergangen und veröffentlicht worden.
(II. Ka, 17994
abbau!
M25 jett R
BM.- jetzt RM.--60
zur fäglichen
Halspflege
Re
schützt vor
Husten und Heiserkeit
Bm. Hofheim (Ried), 13. Dez. Vorſicht Schwindler. Einem
Schwindler ſind verſchiedene hieſige Frauen und Mädchen ins Garn
ge=
gangen. Die von ihm gekaufte, billige und preiswerte Textilware kam
per Nachnahme oder gegen entſprechende Anzahlung. Enttäuſcht waren
die Käuferinnen, als das Paket nichts als Altpapier enthielt. Eines der
geſchädigten Mädchen traf zufällig ſpäter in Worms den Schwindler und
konnte ihn feſtnehmen laſſen. Hausfrauen Vorſicht. Kauft nichts,
unter=
ſchreibt nichts, leiſtet keine Anzahlung, bevor ihr eingehend Beſcheid wißt.
Ca. Lorſch, 13. Dez. Holzverſteigerungen. Das Forſtamt
Lorſch verſteigert am kommenden Montag im Weißen Kreuz dahier ein
großes Quantum Nutz= und Brennholz, wie Reisſtangen, Nutzſcheiter
rund. Nutzknüppel (zu Gartenpfoſten geeignet), Scheiter, Knüppel und
Stammreiſer. — Am Donnerstag, den 18. Dezember 1930, verſteigert
das Forſtamt Jägersburg ebenfalls eine größere Menge Nutz= und
Brennholz. — Viehzählung. Das Ergebnis der am 1. Dezember
d. J. ſtattgefundenen Viehzählung iſt folgendes: Pferde 113 (129),
Rind=
vieh 544 (523), Schafe 3 (403), Schweine 1152 (888), Ziegen 785 (835),
Federvieh 8650 (6331). Die eingeklammerten Ziffern geben den Stand
von 1929 an.
— Lampertheim, 12. Dez. Zehn Jahre Zentralverband
der Arbeitsinvaliden. Zur Feier des 10jährigen Beſtehens
der Ortsgruppe Lampertheim im Zentralverband der Arbeitsinvaliden
und Witwen Deutſchlands hatte der Vorſtand in Verbindung mit der
Gauleitung die Mitglieder nebſt Angehörigen in den feſtlich
geſchmück=
ten Saal Zum Rheingold” eingeladen. Eingeleitet wurde die Feier
durch die Muſikkapelle Roth, die auch im weiteren Verlauf der
Ver=
anſtaltung weſentlich mit zur. Verſchönerung der Feier beitrug.
Nach=
dem der Geſangverein „Cäeilie” das der Feier angepaßte Lied „Das iſt
der Tag des Herrn” zum Vortrag brachte, begrüßte der Vorſitzende der
Ortsgruppe, Herr Chriſtoph Raab, die erſchienenen Kollegen und Gäſte,
unter denen neben verſchiedenen Vertretern auswärtiger Ortsgruppen,
auch Herr Bürgermeiſter Keller, der Vertreter des Reichsbundes der
Kriegsbeſchädigten. Herr Göck, ſowie der Gauleiter Jaxt anweſend
waren. Die Feſtanſprache hielt der Gauleiter Jaxt. Er führte u. a. aus:
Im Leben einer Organiſation ſind zehn Jahre eine verhältnismäßig
kurze Zeit und doch bedeuten ſie gerade in der Organiſation der
Ar=
beitsinvaliden zehn Jahre harter, ſchwerer Arbeit, aber auch zehn Jahre
Erfolg. Die zehn Jahre ſeit Beſtehen der Organiſation waren aber auch
von ſolchem Erfolg gekrönt, daß es berechtigt war, nach dieſer Etappe
einmal ſtillzuhalten und in einer Feierſtunde Rückblick zu werfen auf
die zehn Jahre Kampf, die vom Verband durchgefochten wurden, und die
im Schrifttum des Verbandes ihren Niederſchlag fanden. Zur Ehrung
der verſtorbenen Kolleginnen und Kollegen erhoben ſich die Anweſenden
zu einem kurzen Gedenken von ihren Plätzen. Nach einem weiteren Lied
durch den Geſangverein „Cäcilie” folgte das Singſpiel: „Greis und
Kind”, vorgetragen von Frl. Eliſe Schneller und Herrn Willy Naab,
begleitet durch Frl. Kaufmann am Klavier. Hierauf nahm der
Gau=
leiter Jaxt die Ehrung der Jubilare vor, wobei neben einem kleinen
Geſchenk der Redner auch in tiefgründiger Weiſe den Dank der
Organi=
ſation ausſprach. Nach einer Rede des Herrn Bürgermeiſters Keller, der
auf die Bedeutung der Organiſation und ihre Arbeit hinwies, ergriff
noch Herr Göck vom Reichsbund der Kriegsbeſchädigten, Herr Schenkel
vom Gefangverein „Cäcilie” und Herr Nikolaus Adler=Viernheim als
Vertreter der auswärtigen Ortsgruppen das Wort, wobei ſie neben
dem Dank für die Einladung auch ihre Anerkennung für die Leiſtungen
des Verbandes zum Ausdruck brachten. Reicher Beifall dankte allen
Rednern. — Muſikaliſche und geſangliche Darbietungen umrahmten den
zweiten Teil der Feier, wobei die Anweſenden mit vortrefflichem Kaffee
und Kuchen bewirtet wurden. Herr Johann Lutz von der Ortsgruppe
Lampertheim wies in kerniger, beredter Art auf die Bedeutung der
Organiſation hin und ermahnte alle Fernſtehenden, ſich der
Organi=
ſation anzuſchließen. Gauleiter Jaxt dankte allen Mitwirkenden, unter
anderem auch den Helferinnen von dem Konſumverein, die die alten
Leute in freundlicher und liebenswürdiger Weiſe bedienten. Es ſei ihm
mehr als ein Bedürfnis, allen denen zu danken, die zur Verſchönerung
der Feier beitrugen. Unter dem Gelöbnis, auch für die Zukunft alles
zu tun, um alten, verdienten Leuten und ihren Angehörigen eine
ſor=
genfreie Exiſtenz zu bieten, ſchloß der Redner mit einem ſtürmiſch
auf=
genommenen Hoch auf den Zentralverband der Arbeitsinvaliden ſeine
Schlußanſprache.
Af. Neu=Iſenburg, 13. Dez. Völker=Abend. Ein Ereignis
allererſten Ranges, das ſich für unſer Städtchen ſobald nicht wiederholen
dürfte, war das Konzert, das Franz Völker vorgeſtern abend zum Beſten
des Krieger=Ehrenmals gab. Es war zugleich ein Abſchiedskonzert, geht
doch „unſer Franz” mit Ablauf dieſer Spielzeit als Heldentenor von
Frankfurt nach Wien. Seiner Zuſage gemäß hat er das Konzert
übri=
gens ganz von ſich und völlig koſtenlos veranſtaltet, und bei dem
gerade=
zu beängſtigend ſtarken Beſuch, den die Turnhalle aufwies, — es waren
über 2000 Karten ausgegeben worden, — dürfte dem Denkmalsfonds
wie=
der einmal eine recht anſehnliche Summe zugefloſſen ſein. Franz Völker
hatte das Konzert als „Bunten Abend” arrangiert und ſechs
Solomit=
glieder des Frankfurter Opernhauſes als Mitwirkende mitgebracht.
Jupp Gareis machte dabei den Anſager und führte unter anderem
einen netten „Zauberakt” vor, während Hans Gareis die
Klavier=
begleitung für den Abend übernommen hatte. Franz Völker ſelbſt
ſang ſolo verſchiedene Arien und Lieder und mit Klara Ebers ein
Duett aus Millöckers „Bettelſtudent” und Lehars „Land des Lächelns”.
Otto Köhler, ebenfalls ein Iſenburger, fand mit Liedern von
Strauß und Brahms dankbare Zuhörer, während als Tanzpaar die
an=
mutige Agnes Dorbit mit dem gewandten Arthur Sprankel,
dem dritten Iſenburger, in einem ſpaniſchen Tanz, einem Matroſentanz
und einer Groteske lebhafteſten Beifall ernten konnten.
a Offenbach, 13. Dez. Sitzung des Ortslehrerrates.
Der Ortslehrerrat der hieſigen Volksſchulen trat geſtern zu ſeiner
diesjährigen und geſetzlich vorgeſchriebenen Tagung zuſammen.
Ober=
reallehrer Georg Ernſt Müller hielt zunächſt eine Lehrſtunde in
Zeich=
nen, und zwar nach einem Verfahren, das in vielen Schulen des
Rhein=
landes und Oſtdeutſchlands bereits Eingang gefunden hat. Es wird
nach einem Architekten Britſch genannt, legt den Nachdruck auf freies
Zeichnen und Kunſtbetrachtung und hält Naturtreue einer
Zeichnung nicht für unbedingt nötig. Der Schüler ſoll den Gegenſtand
ſo zeichnen, wie er ihn ſieht, und ſeine Darſtellung vom Lehrer möglichſt
wenig verbeſſert werden. Das Lehrverfahren glaubt, den Schüler auch
auf dieſe Weiſe mit den Jahren zu künſtleriſchem Können und immer
größerer Naturtreue in ſeinen zeichneriſchen Arbeiten führen zu können.
An die Lehrprobe ſchloß ſich ein erläuternder Vortrag, dem keine
Aus=
ſprache folgte, ein Beweis, daß die Lehrerſchaft dem neuen Verfahren
nicht ablehnend gegenüberſteht. Der Fachmann des Stadtſchulamtes,
Stadtſchulrat Maurer, wies dann in längerer Rede und anerkennend
darauf hin, wie die „alte” Schule der Vorkriegszeit immer mehr zur
„neuen” Schule (Arbeitsſchule) werde und geworden ſei. Die
Lehrer=
ſchaft habe ſich erfreulicherweiſe in der Weiſe umgeſtellt, daß die Schule
auf die Frage des Kindes, deſſen Selbſttätigkeit und die Uebung der
Hand mehr Wert als früher lege. So müſſe es auch ſein. Der Schüler
müſſe ſelbſt nach Unverſtandenem und Unbekanntem fragen, Mitſchüler
berichtigen und ſich in einwandfreier Sprache und einfachen Sätzen
aus=
drücken und den Lehrſtoff zuſammenfaſſen können, letzteres mündlich
und auch ſchriftlich. Aus Zahlen, die noch gegeben wurden, geht hervor,
daß an den hiefigen Volksſchulen ſeit 1924 rund 100 Lehrkräfte abgebaut
wurden. Gegenwärtig ſind 156 Lehrer und 53 Lehrerinnen hier tätig.
Das Gutachten des Sparkommiſſars für Heſſen glaubt ſogar mit 187
auskommen zu können. Die Schülerzahl der Volksſchulen erreichte 1915
mit 12 665 ihren höchſten, 1929 mit 7732 ihren tiefſten Stand. Am
Stich=
tage dieſes Jahres, am 30. Mai, war die Zahl der Volksſchüler wieder
auf 7811 geſtiegen.
e. Bad Wimpfen, 13. Dez. Die Arb.=Samariter=Kolonne hielt dieſer
Tage im „Perkeo” ihre Generalverſammlung ab, der auch der
Gruppen=
techniker Heckler=Kochendorf beiwohnte. Einleitend verlas der zweite
Vorſitzende ein Schreiben, daß der frühere erſte Vorſitzende ſein Amt
niedergelegt habe. Auf Grund deſſen wurde Heinrich Wacker als
Stell=
vertreter beſtimmt. Aus den Berichten war zu erſehen, daß die hieſige
Kolonne außerordentlich in Anſpruch genommen wurde,
Lieder=
abend. Profeſſor Franz Flötzer gab im „Mathildenbad” einen
Lieder=
abend mit Arien und Liedern von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert
u. a. Der Abend war ein voller Erfolg für den Sänger und für ſeine
Begleiterin Liſelotte Seltſam=Sinsheim.
v. Bad=Nauheim, 12. Dez. Vorbildliche Rotekreuz=
Arbeit. Der Zweigverein vom Roten Kreuz und der Alice=
Frauen=
verein haben, wie im Vorjahre, wieder einen Betriebshelfer=
Kurſus eröffnet, der von insgeſamt 90 Teilnehmern von hier und
Umgebung beſucht wird. Dem Unterrichtsleiter, Sanitätsrat Dr. Hahn,
ſtehen in den von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz
angeſchafften Lehrmitteln, wie Bildwerferapparat und Torſo, wertvolle
Hilfsmittel für die Veranſchaulichung zur Verfügung. Das Intereſſe
der Teilnehmer an dem Kurſus iſt ſehr lebhaft.
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Probieren Sie sie selbst vorheroderlassen Sie sich
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Ge
Bralvertretung:
e 52, Telephon 2 5418
[ ← ][ ][ → ]Seite X
Montag, den 15. Dezember 1930
Num
dar Doralinssrank.
22)
Roman von Friedrich Lange.
Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle a. d. S.
(Nachdruck verboten.)
Er hatte die Löſung gefunden. Man nahm die Pauſen nicht
mit. Die Papiere waren noch im Schrank. Aber — die
photo=
graphiſche Platte behielt das geiſtige Gut des Erfinders für
alle Zeiten! Nun empfand er es doch als groben Leichtſinn,
nicht auch die Pauſen Freſe übergeben zu haben. Allerdings
war der Schaden nicht ſo groß, als es für den erſten Augenblick
ſchien: Alle dieſe Copien enthielten nur Einzelheiten, die für
den Fachmann nicht ausſchlaggebend waren. Die
Geheim=
zeichnung für Sender und Empfänger trug er auf dauerhaftem
Leinenpapier ſtets bei ſich auf der Bruſt. Sie barg das Herz
ſeiner Erfindung.
Schade, der Fernflug erheiſchte ſeine gauze Aufmerkſamkeit.
Aber ſofort nach der Rückkehr wollte Berling mit Hilfe einiger
Kriminaliſten ſeinem Verdachte nachgehen. Dann, Mr. Wentley,
du ſagenhafter Inder, beweiſe, ob du reinen Herzens biſt!
24. Kapitel.
Der große Augenblick war gekommen. Nur dem Umſtande
der abſoluten Geheimhaltung des Starts war es zu danken,
daß nicht eine unabſehbare Menſchenmenge am See erſchien,
um dem Abflug zur Amerikafahrt Arnulf Berlings beizuwohnen.
Es war früh acht Uhr. Der junge Tag zeigte ſich in heiterer
Bläue, windſtill und ſchon recht heiß.
Der Erfinder gab den Herren von der Preſſe die letzten
Erklärungen ab.
„In welcher Zeit werden Sie drüben ſein?”
„Meine Maſchine fliegt eine Geſchwindigkeit von 300
Kilo=
meter pro Stunde. Selbſt bei heftigem Gegenwind hoffe ich
in ſpäteſtens vierundzwanzig Stunden auf dem Hudſon landen
zu können. Na, dauert es eine Kleinigkeit länger, ſo iſt es auch
nicht ſchlimm. „Ich bin ja nicht vom Betriebsſtoff abhängig.”
„Und Ihr Weg?”
„Ueber die Azoren.”
„Haben Sie Radio an Bord?”
„Vorläufig noch nicht. Die Arbeiten darüber ſind noch nicht
abgeſchloſſen.”
„Werden Sie in den Staaten Propagandaflüge
ver=
anſtalten?"
„Aber ſicher. Das iſt der Hauptzweck. Wir arbeiten direkt
auf den Export zu. Die Fabrikation wird ſofort aufgenommen
werden.”
„Wird der Preisunterſchied zwiſchen den herkömmlichen
Sportflugzeugen mit Exploſionsmotor und Ihrem Elektroplan
bedeutend ſein?”
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„Im Serienbau ſtellt ſich meine Maſchine um mindeſtens
vierzig Prozent billiger. Was wir bisher in der Aeronautik
erlebten, war nur Auftakt. Die wirkliche Aera des Luftverkehrs
wird erſt durch den Elektroplan eröffnet.”
Man brach dann die Geſpräche ab. Die Zeit drängte.
Drü=
ben in der Sendeſtation ſummte bereits der Motor. Die
Hoch=
frequenzmaſchine ſandte ihre Energie in die Antenne, von wo
ſie unſichtbar in den Aether verſtrömte, die Erdatmoſpähre
ſchwängernd und dennoch die Radioſender nicht ſtörend.
Das raſſige Sportphaeton Eva Freſes ſtoppte dicht vor
Ber=
ling. Die Blondine und ihr Vater kamen Abſchied nehmen.
„Wir hoffen, Sie in zirka acht Tagen wieder begrüßen zu
können, lieber Berling!” ſagte ernſt der Komerzienrat.
Sein Töchterchen ſtahl ſich an die Seite des Piloten, der
ſchon im Fliegerdreß bereit ſtand.
„Mein lieber Kamerad — ich werde Sie inzwviſchen ſehr
vermiſſen!“
Und ihre Blauaugen blitzten den jungen Mayu;
mal mit ihrer ganzen jugendſeligen Koketterie an.
De=
direktor ſah zur Seite. Sein Ohr lauſchte geſpannt
haltung. Aus der erwarteten Verlobung neulich bei den
bowle war nichts geworden. Leider. Wie man ſich täuftl
Berling ſah den langen Mr. Wentley heranſtenn
ohne eine Miene zu verziehen, erwiderte er ebenſog
eindringlich:
„Ich glaube, der Inder wird Sie inzwiſchen 7.
weilen .. ."
Wentley ſtrahlte.
„Good morning, my lady and my dear ſriend!
Tag iſt angebrochen. Wie ich mich freue, wenigſter,
mit dabei ſein zu dürfen! Wir werden bis zu Ihre=
Lorbeerkränze winden . . .‟ Er lachte gezwungen. Sen
küßten Eva.
Berling ſah es. Und wieder beſchäftigte ihn 5.
Wo hatte er nur dieſe faſzinierenden Augen ſchon
Er dachte an die einzuleitende Unterſuchung nu
Rückkehr. O, er wollte ſich recht intenſiv mit der ru
Angelegenheit befaſſen. Eile war auch geboten, dagd
länder bald abzureiſen gedachte. Dieſe Aeußerung un
Erfinder aber ſchon nicht mehr ernſt. Wer Augem
ſehen, kannte den Magnet, der Wentley nicht aus ſeinmn
kreis ließ . . . Und Berling ſah . ."
„Sie wollen meinen Start im Bilde feſthalten?”
auf die Kamera in der Rechten Wentleys.
„Yes, Sir. Ich will mit den Preſſephotographen
pperateuren konkurrieren.”
Berling ſah dem Mann ſcharf in die Augen.
„Ihr Apparat iſt ſehr gut und teuer: Ob man †a
Zeichnungen aufnehmen kann?”
Wentley hielt den prüfenden Blick aus. Dannm
müde die Lider. Er wurde einer Antwort enthoben, dien
traten die Monteure heran und meldeten die Startn
des „Paradiesvogel”. Oel und Proviant waren rn
Bord. Der Flug konnte beginnen.
Oſt das Mutterliebe?
Sie rackern ſich ab von früh bis ſpät, gönnen ſich
kaum Zeit zum Eſſen, das Beſte geben Sie den
Kindern. Was fragen Sie nach Ihrem Körper! Bis
es eines Tages zu ſpät iſt, bis Sie auf einmal
zu=
ſammenklappen. Was wird dann aus den Kindern??
Die ſind dann übel dran! Sie tun es für die Kinder,
wenn Sie etwas für ſich tun, wenn Sie täglich
wenigſtens eine Flaſche „Köſtritzer Schwarzbier”
trinken. Das erhält Sie widerſtandsfähig, ſchafft
Blut und regelt die Verdauung. — Fangen Sie gleich
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Roman von
Das Ruhrgebiet mit ſeinen überragenden
induſtriellen Schöpfungen gibt dem Roman,
der ein Stück geſamtdeutſchen Schickſals
entrollt, den bedeutſamen Untergrund.
Kraftvoll und zäh wächſt Theodor
Ober=
meyer empor zum Wirtſchaftsgeneral,
deſ=
ſen Gedanken und Handlungen beſtimmend
ſind für Hunderttauſende von
Einzelmen=
ſchen, für die wirtſchaftliche Entwicklung
ſeiner Nation. Die Lektüre des Werkes
muß in jedem Leſer lebendige Kräfte
ent=
binden, die ihn anſpornen, ſich ebenfalls
hineinzuwerfen in das pulſierende Leben
und Aufwärtsſtreben des Volkes, um
mit=
zuwirken am Aufſtiege der Geſamtheit und
zu eigenem Glück. Darum ſollte der Roman
beſonders auch der reiferen Jugend
emp=
fohlen werden. — 513 Seiten. In Leinen
ℳ 10.—. broſch. ℳ 7.50.
Der ewige Berg. Friedr. Kurz.
Roman von Knud
Perlmukter. Anderſen.
Aus den zahlreichen begeiſterten
Empfeh=
lungen bringe ich hier nur einige Sätze aus
der „Literatur” von Kurt Münzer, die ſehr
treffend den Inhalt des Romanes
charak=
teriſieren: Eine ganz kleine Welt
Natur=
erlebnis, Liebesoffenbarung,
Menſchwer=
dung im höchſten, einfältigen. gottnahen
Sinne. Ein Buch für die letzten Stillen im
Lande, für beſeelte Stuben oder
Herbſt=
nachmittage auf ſonnigen Waldbänken. —
In Leinen ℳ 6.80. broſch. ℳ 5.—.
Kleiſt=Roman von
Die Token ſiegen. Henriette von
Meerheimb (Gräfin von Bünau).
Die begeiſterte, tief forſchende Seele jenes
Feuergeiſters liegt in ihrem feinſten
Er=
leben offen vor uns da, und die
Geſcheh=
niſſe ſpielen ſich feſſelnd ab. Alles iſt
ver=
ſtandlich, iſt natürlich; vom Augenblick an.
da der Gardeleutnant Kleiſt ſeinen Dienſt
verläßt, weil der Drill und die
Ungerechtig=
keit ſein Aufrichtigkeitsgefühl verletzen, bis
zu dem Tag, an dem er mit Henriette
Vogel von der Erdenwelt ſcheidet, weil er
das in ſeinem Innerſten ſchlummernde
Ver=
langen nach dem Höchſten nicht zu erfüllen
vermag. — In Leinen ℳ7.50, broſch. ℳ6.30.
Im Königreich mielvik. Fr. Kurz.
Roman von Karl
Ein tiefnachdenkliches Buch, gradlinig und
erſchütternd, von einer Sprache erfüllt,
deren Eigenart ſich niemand entziehen
kann. Ein beſonderes Kapitel ſind die
grandioſen Naturſchilderungen, wie ſie
ihresgleichen ſuchen. Man legt dieſes Buch
beiſeite, nicht wie eines moderner
Durch=
ſchnittsliteratur, ſondern wie ein ſolches,
zu dem man immer wieder und wieder
zurückgreifen muß. aus zwingender
Not=
wendigkeit heraus, weil es ſo unendlich
viel gibt, weil es einen Eindruck
hinter=
läßt, von dem der denkende Menſch ſich nicht
mehr zu trennen vermag. So ſchrieb
Lud=
wig Heilbronn dem Verlag über dieſen
eigenartigen Liebesroman, der infolge
ſei=
nes ungewöhnlichen Stoffes den Leſer von
Anfang bis Ende in eine ſeltſame Spann=,
ung verſetzt. — In Leinen ℳ 5.80, broſch.
ℳ 3.80.
Roman von K.
Subjektiv geſprochen: der beſte
Unterhal=
tungsroman, den ich ſeit ſehr langer Zeit
geleſen habe (und ich leſe ziemlich viel
Ro=
mane). E. im „Hamburger Anzeiger”,
Mit ſonnigem Humor und der prickelnden
Jronie eines Künſtlers, der die Menſchen
und ihre Schwächen kennt, ſind die
Geſtal=
ten wie der König Borſa, die Dame Oline,
der Krämer=Benjamin dargeſtellt, Menſchen,
denen wir täglich begegnen, die uns aber
noch nie mit einem ſolch warmherzig=
ſpöt=
tiſchen Lächeln vorgeſtellt wurden. — In
Leinen ℳ 7.50, broſch. ℳ 5.50.
der Alke und die Jungen.”
Roman von Grazia Deledda,
Italieniſche Nobelpreisträgerin
Wer wirklich gute Romane leſen will,
greife zu dieſem Buch der ausgezeichneten
Künſtlerin. („Der Reichsbote”, Berlin.) —
Wieder die gleiche realiſtiſche
Schilderungs=
kunſt. Man hat die Bergdörfer Sardiniens
faſt greifbar vor ſich, die weißen Häuſer
mit flachen Dächern und Galerien, die
Menſchen, die aus den Häuſern treten, man
erlebt den gewaltigen Lebensrhythmus, tief
und ſtark die Schickſale der Menſchen, an
denen dieſe reifen. („Tremonia‟.
Dort=
mund.) — In feinem Leinen ℳ 5.50,
broſch. ℳ 3.60.
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getr. 2
und 2
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höchſtemll.
M. Mitl.
Langos)
Na ne
und gewinnk damit den Gol
jätht Spiel vor 12000 Zuſchauern.
des Frankfurker Stadions.
„Man)( auch auf ein Fußballſpiel nie zu große Hoffnungen
D3/4 Mord=Süd=Spiel im Frankfurter Stadion, von dem
ſich ſſwel verſprach, war zwar keine klare Enttäuſchung, aber
uſurde uch micht zu dem erwarteten großen Erlebnis. Die
bei=
ſut azperrählten Mannſchaften zeigten ein ſchönes, ſehr faires
un1”h durnitz— mit zum Teil prachtvollen Einzelleiſtungen, aber
hlte ützin- Kampf doch das mitreißende, große Element. Das
„ihl deereochten Enttäuſchung ſetzte ein, als man die kaum
nem / üitel beſetzten Ränge des Frankfurter Waldſtadions
an 12 00 Mhu chſtens 13 000 Zuſchauer waren gekommen. Hier
fen I=5 das unfreundliche Dezemberwetter, der „Silberne
tag” orwahrſcheinlich auch die allgemeine Miſere der Zeit
kbart ”s mag bezeichnend ſein, daß der Wagenpark nicht
r wamle bei Spielen, die 25 000 und mehr Zuſchauer hatten.
ENeeBubatin ging auch kaum im gewohnten Maße mit, zuweilen
mannei, dem häufigen Verſagen des ſüddeutſchen
Innen=
s Rüüſder Enttäuſchung, der Beifall bei den Treffern war
Haandt) mlſich, i nilrigen blieben aber die Maſſen ziemlich unbewegt.
in die khrenlogen und auf den Preſſetribünen hatte man
eh viel ülſupdas .B großer Spiele. Es war mancher Gaſt von auswärts
umem. ſ. Mannſchaften ſtellten ſich wie folgt:
Kreß
udeuſ lhll and:
Schütz Stubb
Eſſctt
len
Ludwig Ritter Voß
Halvorſen.. Mahlmann
Engel
Leinberger. Heidkamp
W Haringer Pöttinger Lachner Kund
Widmayer
Wolpers
Riſſe 7 Meier
dBeſſchland: Blunck
ingen Sie üülbas Fintfurter Stadion hatte am Freitag noch eine leichte
zte! — ſedecktuigewieſen. Dann regnete es ſeit Samstag mit
Unter=
ungen Trotzdem befand ſich aber der Spielgrund in beſter
ſaſſungg Ahrend des Spieles ging zeitweilig ein feiner
Sprüh=
nierſt
Das Spiel.
Vom „Ataß weg ſpielte die ſüddeutſche Elf wie eine
Vereins=
mnstadt, Sehl iſchaf:t drr Ball lief in ſauberer Kombination von Mann zu
lelei &n, unds ergab ſich gleich eine leichte Ueberlegenheit für den
. Scſe von Lachner, Pättinger und Haringer kamen auf
Tor, I Bälle waren aber nicht placiert genug. Bei
Gegen=
ſifen AAten die Norddeutſchen den Ball zu hoch, das Leder
—rbei desvarzüglichen Kopfſpiel der ſüddeutſchen Abwehr ſelten
Len ritchym Mann. Beide Mannſchaften erzielten eine Ecke.
14½ hat=the Süden ſeine erſte große Chance. Pöttinger und
nger Aitten frei vor dem Tor, als ſie die nach prächtigem
gegeüle Flanke des Nürnberger Kund erhielten, aber die
enſige Mm Mlüvener hinderten ſich ſelbſt, und der Ball wiſchte hoch
och eiſile „5 Torxeg. Einen Vollſchuß von Lachner wehrte Blunck zur
brik 10 üden ElKN ach Fehlſchüſſen des ſüddeutſchen Innenſturms holte
tro4el ihſſorde uch die zweite Ecke auf.
vein
Aber MEüiden dominierte weiter. Seine Läuferreihe fütterte
Sturr, enadezu mit Bällen, ſie konnte ſich ganz dem
Spiel=
au wihen, während die norddeutſchen Läufer fortgeſetzt mit
er Bſtüigung aushelfen mußten. Aber der ſüddeutſche
m nüßz die zahlloſen Chancen nicht. Schuß auf Schuß ging
„N dieſ foſcen, Blunck und ſeine beiden ſchlagſicheren
Vorder=
her ſumten= dafür, daß der Reſt unſchädlich gemacht wurde.
Nordis am kurz vor der Strafraumgrenze zu einem direkten
ſtoß, Aicwig ſchoß, aber Leinberger wehrte ab. Der Süden er=
Ke nun ne. Ecke nach der anderen, als die Seiten gewechſelt
hen, Uſete das Eckenverhältnis 7:2 für Süd. Die nordeut=
Spieg”wehrten ſich mit allen Kräften gegen den Druck des
Peus, um ſſor ſchneller Sturm ſorgte auch wiederholt für
Be=
higurgyder gegneriſchen Verteidigung. Kreß zeigte einige
e gläum de Abwehr. Auf der anderen Seite ſchoß Haringer.
leeremupr vorbei. Es ſah ſo aus, als ſei es unmöglich, den
ins 1 zu ſchießen. Eine nächſte Chance vergab
Pöt=
er dupkiu langes Zögern. Bei der klaren Ueberlegenheit des
ens muten. Tore fallen. Aber erſt in der letzten Minute vor
Geit hu0 ſoer Bann. Leinberger gab einen Bombenſchuß aufs
Deutſoczſkar ab, Blunck wehrte im Fallen ab, aber der Ball
dem Ußtem Rechtsaußen Welker vor die Füße und der
Mün=
erſchonus kurzer Entfernung den Ball über Blunck hinweg
Tor.
Nach der Pauſe.
RMN Das 7e9 Des Spieles änderte ſich nicht. Der Süden
kombi=
ſte wegt xakter und flüſſiger, er behielt auch ſeine
Ueber=
ſheit, er ſüddeutſche Innenſturm perſtand ſich jetzt ſogar
E unby m ann ſogar an Durchſchlagskraft. In der fünften
hute k/Me ne Vorlage Leinbergers zu Haringer, der
Mün=
der ſetzul’s 28 Meter Entfernung einen prächtigen Schuß aufs
der ſun ſas Ziel fand. Süd führte 2:0, und nach weiteren
* Minnst ſoereits 3:0. Nach einem Geplänkel vor dem
Nord=
hatte un den Ball zu Haringer gegeben, der dann das
Der insn iyſpitzelte. Nun kam aber auch der Norden zu Wort.
der 12; ſrute gab Eſſer eine flache Vorlage zur Mitte, Kreß
ſiete n4 üdemm Ball, verfehlte ihn aber, und Ritter konnte an
En vorhMlas Leder einſchieben. Nach einigen Minuten prallten
Dederch littelläufer zuſammen, Leinberger zog den kürzeren
Dei Er uht, mit einer Beinverletzung vom Platz. Engel ging
Mitteck lamtel trat als rechter Läufer ein. Die Umſtellung
time abalcon bald wieder aufgehoben werden, da Leinberger
2 LiniglgM inuten zurückkehrte. Noch einmal hatte der Süden
Ee Broße hance: Pöttinger drängte Blunck mit dem Ball ins
Geva: Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht an, da
KingerEiher das Leder mit der Land berührt hatte. Der
Noen 12Adann etwas mehr Wucht ins Spiel und wurde öfter
ſehr gefährlich. Kreß und Stubb erlitten Verletzungen. Kreß
wurde in der Hüfte verletzt und war in der Folge wiederholt ſehr
unſicher. Er zeigte aber immerhin noch einige ſchöne Paraden,
Gegen Schluß war das alte Verhältnis wieder hergeſtellt: der
Süden hatte ſeine deutliche Ueberlegenheit wieder, und mit einem
ſchönen Angriff der Süddeutſchen ſchloß auch das Spiel.
Gerechtes Reſultat.
Der Süden hatte verdient gewonnen, daran iſt nicht zu rütteln.
Schon der reine Spielverlauf rechtfertigte den ſüddeutſchen Sieg.
Die Elf des Siegers lag in 75 von den 90 Spielminuten im
An=
griff. Bunck hatte faſt dreimal ſoviel Arbeit als Kreß, und die
Bälle, die neben und über die Pfoſten des norddeutſchen Tores
fegten, waren nicht zu zählen. Bei entſchloſſenerem Spiel des
ſüd=
deutſchen Innentrios wäre zweifellos die Tordifferenz noch höher
ausgefallen.
Die Mannſchaften in der Kritik.
Beim Süden war die Kombination vollendeter, der Aufbau
beſſer und das ganze Spiel ideenreicher. Die Säule der
Mann=
ſchaft war der Mittelläufer Leinberger, der kaum jemals in einer
beſſeren Form war alls zurzeit. Leinberger war in dieſem Spiel
nicht nur ein unermüdlicher, erfolgreicher Zerſtörer, er dirigierte
auch den Angriff mit prachtvollen Vorlagen. Er hatte in
Heid=
kamp einen guten Sekundanten. Weniger gefiel Engel. Dieſer
Debutant iſt ein guter Aufbauſpieler, aber ſein Stellungsſpiel,
ſeine Zerſtörungsarbeit laſſen noch zu wünſchen übrig.
Immer=
hin bleibt Engel bei ſeiner Jugend eine Hoffnung. Hinter dieſer
guten Läuferreihe des Südens ſtand eine ebenſo qualitätsvolle
Verteidigung. Die beiden Vereinskameraden Schütz und Stubb
ſtanden immer richtig geſtaffelt, ſie waren ſchnell und ballſicher.
Was ſie beſonders gegenüber der norddeutſchen Verteidigung
auszeichnete, war ihr reiner Abſchlag, der ſelten planlos, meiſt
jedoch zu einem der eigenen Stürmer kam. Kreß unterſtrich mit
ſchönen Paraden, daß er der Tormann der deutſchen Nationalelf
iſt. Die Schwächen der ſüddeutſchen Elf lagen im Angriff.
Pöt=
tinger dürfte mit dieſem Spiel endgültig als Repräſentativer
ab=
gewirtſchaftet haben. Der ehedem ſo erfolgreiche Münchener
Sturmführer hat allen Elan, aber auch ſehr viel von ſeiner
Sicherheit und Ueberſicht eingebüßt. Seine Vernachläſſigung der
Flügel war geradezu ſtrafwürdig. Kund, ein Linksaußen von
Format, ſchnell, reich an Tricks und mit gutem Ballgefühl, erhielt
während langer Spielperioden kaum einen Ball. Lachner war
ſehr lebendig, recht geſchickt, aber er ſchoß zu unplaciert. Welker
und Haringer bildeten einen recht guten rechten Flügel.
Harin=
ger hatte auch den beſten Schuß. Welker hingegen war häufig
ſchußunſicher und ouch zu eigenſinnig. Der ganze Angriff bot ein
für das Auge ſehr erfreuliches, jedoch zu unproduktives Spiel.
Das Spiel des Nordens war weſentlich primitiver als das
des Gegners. Nur in wenigen Phaſen ſah man etwas, das ſich
unter Umſtänden als Syſtem bezeichnen ließ. Im allgemeinen
wurde der Ball viel zu hoch geſpielt, und in allen Aktionen lag
etwas Ueberhaſtetes, Nervöſes. Der beſte Mannſchaftsteil war
noch die Läuferreihe. Halvorſen iſt zwar etwas behäbig
gewor=
den, aber er zeigte bis zur Halbzeit doch eine große Leiſtung.
Dann war er allmählich durch die Ueberlaſt der Arbeit mürb
ge=
worden. Eine Hoffnung iſt ſcheinbar der junge Mahlmann vom
HSV., der in Fronkfurt einen recht guten Eindruck machte.
Wol=
pers war ein fleißiger Arbeiter. Auch die beiden Verteidiger
Riſſe und Meier kamen nicht aus der Arbeit heraus. Beide waren
ſehr ſchlagſicher, ſpielten aber zu ungenau ab. Riſſe war um
eine Kleinigkeit beſſer und routinierter als Meier. Gegen Blunck
im Tor iſt kein Wort zu ſagen. Er zeigte eine ſehr gute Leiſtung.
Der Holſtein=Sturm hatte in Ludwig erwartungsgemäß ſeinen nie geglaubt. Weniger auf ſpieleriſchem Gebiete, ſondern mehr
beſten Mann. Für Ludwig ſpricht am beſten die Tatſache, daß
man ihn gerne einmal für eine Viertelſtunde als Führer des
ſüddeutſchen Sturmes geſehen hätte, dann wären wohl mehr
Treffer gefallen. Die Nebenleute Ludwigs waren durchweg etwas
zu langſam, ſie gingen auch häufig nicht auf die Ideen ihres. Schiedsrichters iſt es zu verdanken, daß der Kampf zu Eide ge=
Sturmführers ein. Ihr Zuſammenſpiel ließ zu wünſchen übrig
und fielen meiſt nach einem leicht zu durchſchauenden Schema aus.
Fuchs in guten Händen.
feſt. Der KFV. gewann ſein letztes Verbandsſpiel, gegen den
VfB. Karlsruhe nur knapp 3:2, er hat ſcheinbar in den letzten
Wochen bereits von ſeiner guten Form eingebüßt. — Die Gruppe
Saar hatte nur noch ein Verbandsſpiel auf der Karte, das zudem
auch noch ohne Bedeutung war: der Meiſter FK. Pirmaſens ſchlug
die Sportfreunde Saarbrücken 4:2. Am nächſten Sonntag ſoll
die Entſcheidung über die Beſetzung der dritten Platzes fallen.
Boruſſia Neunkirchen muß dem FK. Pirmaſens wenigſtens einen
Punkt abnehmen, um Dritter zu ſein. Verliert aber Neunkirchen,
dann wird ein Entſcheidungsſpiel mit Idar notwendig. — In
Nordbayern iſt am Sonntag die Abſtiegsfrage, geklärt worden:
der FC. Bayreuth verlor gegen die Würzburger Kickers 0:2, und
damit war ſein Schickſal beſiegelt. Der VfR. Fürth hat nach dem
1:1 gegen FV. 04 Würzburg noch Chancen, die Hofer „Bayern”
vom dritten Platz zu verdrängen. — In Südbayern ſchlug der
Neuling Ingolſtadt=Ringſee den DSV. München in München 5:4.
Ingolſtadt hat nun noch die Möglichkeit, den DSV. einzuholen.
Gelingt das, dann wird zwiſchen dieſen beiden Mannſchaften ein
Entſcheidungsſpiel um den Verbleib, in der erſten Klaſſe nötig. —
In den Gruppen Main und Heſſen fanden keine
Verbands=
ſpiele ſtatt.
Berliner Fußball.
Kickers — Hertha BSC. 1:1. Union Oberſchöneweide —-
BFC. Preußen 2:3. Wacker 04 — VfB. Pankow 3:0. Viktoria 89
— Polizeiſportverein 6:1. Norden=Nordweſt — Tasmania 2:2.
Tennis=Bor. — Berl. SV. 92 3:0. Minerva 93 — Meteor 06 4:3.
Südſtern 08 — Spandauer SV. 4:2. Halley=Konkordia —
Weißen=
ſee 1900 4:2. Union Potsdam — Blau=Weiß 90 6:3.
Die Gruppen Rhein und Württemberg noch immer ohne Meiſter.
Auch am 14. Dezember konnten die Verbandsſpiele in den
ſüddeutſchen Gruppen noch nicht abgeſchloſſen werden. Immerhin
handelt es ſich aber bei den noch ausſtehenden Spielen jetzt nur
noch um einige Nachzügler. Allerdings werden einige von den
„Nachzüglern” noch ſehr wichtig ſein, vor allem in den Gruppen
Württemberg und Rhein, die beide noch ohne Meiſter ſind. In
der Gruppe Rhein mußte am Sonntag das ſehr wichtige Treffen
Waldhof gegen Neckarau beim Stande von 1:1 abgebrochen
wer=
den, da der Platz in zu ſchlechter Verfaſſung war. Damit iſt
ſo=
wohl die Frage nach dem Meiſter, wie auch die nach den
Troſt=
rundenteilnehmern weiter offen. — In Württemberg wird es
wahrſcheinlich zu einem Entſcheidungsſpiel um die Meiſterſchaft
kommen. Union Böckingen ſchlug in ſeinem letzten Spiel
Brötzin=
gen 2:1 und iſt jetzt nur noch von Pforzheim einzuholen. Der
FC. Pforzheim beſiegte Zuffenhauſen 9:1, und wenn er nun am
nächſten Sonntag auf eigenem Platz auch noch die Stuttgarter
Kickers ſchlagen kann, dann wird er mit Böckingen den
Ent=
ſcheidungsgang machen können. Die Kickers werden ſich allerdings
nicht leicht ſchlagen laſſen, denn ſie ſind zuſammen mit ihrem
Lokalrivalen VfB. ausſichtsreicher Anwärter auf den dritten Platz.
Die Abſtiegsfrage iſt auch noch nicht geklärt. Der VfR. Heilbronn
ſteht nach ſeiner 0:1=Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers
immer noch auf dem letzten Platz. — In Baden hat der
Tabellen=
letzte, der Freiburger FC., nach ſeinem überraſchend glatten 3:0=
Sieg über Phönix Karlsruhe wieder Hoffnung gewonnen. Die
Zweiten und Dritten dieſer Gruppe ſtehen ebenfalls noch nicht
Die Kreisliga am Sonntag, den 14. Dezember 1930.
Viktoria Walldorf — SV. 1911 Neu=Iſenburg 4:1 (3:0).
FV. Sprendlingen — Polizei Darmſtadt . . 1:1 (1:0).
SV. Münſter — Viktoria Griesheim . . . 5:1 (1:1).
Union Darmſtadt — Sp.Vgg. 04 Arheilgen . 4:3 (1:3).
FC. 03 Egelsbach — SV. Mörfelden: ausgefallen.
Die Ergebniſſe des geſtrigen Sonntags haben keine
Ueber=
raſchungen gebracht. Münſter und Walldorf gewannen ihre Spiele
wie erwartet ſicher, und in Sprendlingen kommt das 1:1
eben=
falls nicht unerwartet. Leider ging es gegen Schluß dort nicht
ganz friedlich zu, und nur dem energiſchen Spielkeiter iſt es zu
danken, daß es keinen Spielabbruch gab. In Darmſtadt gab es
das erwartete hartnäckige Ringen, das die Beſſunger knapp in
Front ſah und deren deutliche Poſitionsverbeſſerung zur Folge
hatte. Das Egelsbacher Spiel fiel aus, da keiner der Beteiligten
geſonnen war, ſich im Moraſt zu betätigen. Der Egelsbacher
Platz ſoll wirklich bös ausgeſehen haben. — Wie ſich der
Ergeb=
niſſe des Sonntags auswirkten, zeigt der nachfolgende
Tabellenſtand:
5. 5. Sprendlingen-Pollzei Darmſtadk 1:1 (1:0).
Mit einem ſtarken Anhang und großer Hoffnung fuhr die
Polizei nach Sprendlingen. Daß die Trauben dort ziemlich hoch
hängen, war ihr bewußt; aber daß ſie ſo ſauer wären, hätte man
die Auswüchſe hinter den Barrieren waren es, die mit Worten
nicht auszudrücken ſind. Faſt wäre es zu einem Spielabbruch
ge=
kommen, aber der beſonnenen Haltung der Poliziſten und des
führt wurde. Das Treffen war äußerſt hart. Der Polizeiſturm
legte ſich, als er ſpürte, daß es mehr um die Knochen als um den
Die Leitung des fairen Spieles lag bei dem Leipziger Ball ging, eine merkliche Zurückhaltung auf, konnte aber trotzdem
zwei einwandfreie Tore erzielen, wovon das zweite, das kurz vor
Schluß fiel, vom Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Und es
war gut ſo, denn es gab ihm einen ſicheren Abgang vom
Spiel=
feld. Herr Hack=Ludwigshafen ſetzte ſich von Anfang energiſch
durch, erlag aber in der zweiten Hälfte den Anpöbelungen der
Sprendlinger Spieler und des Publikums.
Infolge der überharten Spielweiſe Sprendlingens konnte ein
einwandfreies Spiel nicht aufkommen. Die Platzbeſitzer konnten
in der erſten Halbzeit durch ein Ueberraſchungstor in Führung
gehen. Die Gäſte erzielten in der zweiten Hälfte durch einen
Spitzenſchuß Pfeiffers den Ausgleich. Das zweite Tor wurde
unter dem Einfluß der Sprendlinger Spieler und Zuſchauer nicht
anerkannt, obwohl der Ball die Torlinie bereits überſchritten hatte.
Rol=Weiß Darmſtadt — 5. V. Geinsheim 2:2 (2:2).
Wer glaubte, daß in dieſem Treffen die Rotweißen glatt
ſiegen würden, iſt mit dieſem Reſultat ſehr wohl enttäuſcht.
Trotz drückender Ueberlegenheit konnten die Gäſte (wenn auch
mit etwas viel Glück) einen Punkt mit nach Hauſe nehmen.
Das einwandfreie Führungstor der Rotweißen beim Stande
von 2:2 in der zweiten Halbzeit erkannte unbegreiflicherweiſe
der Schiri wegen Abſeits nicht an. Dieſer Verluſtpunkt auf dem
eigenen Platz kann ſehr leicht am Schluß fehlen, — Die Gäſte.
eine ſtabile Mannſchaft, hatten, ihre Hauptſtütze in dem
Ab=
wehrtrio, wo der Tormann ganz überragend arbeitete. Der
Sturm war wohl eifrig, aber ſonſt ſah man nichts. Die zwei
Tore wurden mit Glück erzielt und wären bei etwas forſcherem
Spiel des Gaſtgebers leicht zu verhüten geweſen. Rot=Weiß
zeigte, richtig ausgedrückt, ein ſehr ſchlechtes Spiel. Erſt als es
zu ſpät war, klappte es. Ein ſehr ſchwaches Spiel lieferte der
Torwächter.
Rot=Weiß II.—Geinsheim II. 2:0,
B46
Montag, den 15. Dezember 1930
Seite 5
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Der 2.5. B. Vorſtand kagke.
Schalke wird nicht begnadigt.
In Hannover hielt am Samstag und Sonntag der
Vor=
ſtand des Deutſchen Fußball=Bundes, zuſammen mit den
Vor=
ſitzenden bzw. Vertretern der ſieben Landesverbände, eine
Sit=
zung ab. Im Mittelpunkte der Erörterungen ſtanden die
all=
gemeine Lage im deutſchen Fußball, ſowie die Durchberatung
des Entwurfs zum Berufsſpieler=Statut. Zur allgemeinen
Lage machte der Vorſitzende eingehende Ausführungen. Der
er=
weiterte Vorſtand ſchloß ſich dabei den Anſichten des
geſchäfts=
führenden Vorſtandes an.
Bemerkenswert aus den Beratungen iſt die Feſtſtellung,
daß eine Pauſchalierung der Speſenſätze
unzu=
läſſig iſt, ſei die gezahlte Summe auch noch ſo klein. Es
kommt nur ein Erſatz tatſächlicher Speſen in Frage, und zwar
nur bis zur Höhe der in Dresden beſchloſſenen Sätze. Die
Ver=
eine können jederzeit verpflichtet werden, Nachweis für die
ver=
ausgabten Gelder zu erbringen. — Den Verbänden und
Ver=
einen iſt in der Zwiſchenzeit ein Merkblatt über
Steuer=
fragen zugeleitet worden.
Die eingehende Beratung über das Berufsſpieler=
Statut konnte nicht zu Ende geführt werden. Sie
werden in einer wieder im Januar ſtattfindenden
Vorſtands=
ſitzung fortgeſetzt. Ausſprachen über die einzelnen Punkte
er=
gaben erfreuliche Annäherung der Anſichten.
Der Antrag auf Begnadigung der ehemaligen
Meiſtermann=
ſchaft des F. C. Schalke 04 wurde nach Anhörung des
Ver=
treters von Schalke für den Augenblick abgelehnt. Doch iſt zu
erwarten, daß in abſehbarer Zeit im Hinblick auf die Amneſtie
und nach Rückſprache mit dem W.S.V. eine Milderung der
Beſtrafung beſchloſſen werden wird.
Von einer Beſprechung des Bundes mit den Großvereinen
verſpricht man ſich zur Zeit keinen Nutzen. Die Ausſprachen
haben inzwiſchen in den Landesverbänden — teils mehrfach —
ſtättgefunden, und bei der großen Mehrzahl der Vereine beſteht
nach den Ausſagen der Landesverbände der Wunſch nach einer
Ausſprache mit dem D.F.B. nicht mehr.
Der Vorſtand nahm dann Ausführungen über die
Vorbe=
reitung des F. J. F. A.=Kongreſſes, der vom 21.—23. Mai
in Berlin ſtattfindet, zur Kenntnis. Im Anſchluß an dieſen
Kongreß wird das Länderſpiel gegen Oeſterreich
ausgetragen. — Bei Spielabſchlüſſen mit ausländiſchen
Berufsſpielermannſchaften wird in Zukunft von
einer Rückſpielverpflichtung abgeſehen. Der Bund
trägt hier einem berechtigten Wunſche Rechnung, da ſich in der
Praxis die Austragung eines Rückſpiels in der Heimat der
ausländiſchen Profis immer nur ſehr ſchwer durchführen ließ.
An die Verbände richtet der Bund die dringende Bitte, mit
Nachdruck dafür einzutreten, daß die Vereine ihre Platzanlagen,
ſoweit es nur möglich iſt, Erwerbsloſen zum Ueben zur
Ver=
fügung ſtellen.
Der Jugendtag 1931 wurde auf den 3. Mai
feſt=
geſetzt.
Union Darmſtadt — Sp. Bg. Arheilgen 04 4:3 (1:3).
Wer auf die Rennbahn gekommen war, um den Rivalen=
Kampf obiger Gegner zu ſehen, dürfte auf ſeine Koſten
gekom=
men ſein. Ein Spiel, hart und erbittert, ging ohne Atempauſe
über beide Halbzeiten hin, das Publikum immer in ſeinen
Bann ziehend. Daß es immer im ordentlichen Rahmen blieb,
war das Verdienſt des ſehr guten Schiri, Lorenz=
Karls=
ruhe.
Arheilgen hat Platzwahl und wählt den Wind zum
Bundes=
genoſſen. Es entwickelt ſich ſofort ein ſchnees Spiel, welches
reichlich Kampfmomente vor beiden Toren brachte. Deckung
und Läuferreihe waren auf der Hut, bis Rückerich=Arheilgen ein
Durchbruch gelingt; den ſcharfgeſchoſſenen Ball kann Eberhardt
wohl abſchlagen, doch Groht iſt zur Stelle und kann mühelos
einlenken. Vom Anſtoß weg zieht Union vor des Gegners
Tor, wo nur durch Handſpiel der ſichere Erfolg verhindert
wer=
den kann. Den Elfer verwandelt Fiſſel ſicher. Bald hat Groth
wiederum die Führung für Arheilgen erzwungen. Als
Arheil=
gen durch direkte Verwandlung eines Kraftſtoßes das dritte
Tor erzielt, ſcheint Unions Niederlage beſiegelt zu ſein.
Halb=
zeit 1:3.
Sofort nach dem Wiederbeginn ſieht man, daß ſich Union
nicht geſchlagen bekennt. Angriff auf Angriff rollt gegen des
Gegners Tor, bis wiederum Hand in höchſter Bedrängnis
ret=
ten ſoll. Durch „Elfer” heißts dann 2: 3. Arheilgen läßt etwas
nach. Der linke Gäſteläufer läßt Beck ziehen, dann ſcharfer
Schuß, für Bauer unhaltbar, ſitzt im Netz. Union hat
gleich=
gezogen. Jetzt ſetzt ein ſcharfer Kampf um die Führung ein.
Immerhin ſind Unions Angriffe gefährlicher, beſonders des
rechten Flügels. Beck wird liebevoll bewacht und für die Folge
reichlich hart angegangen. Doch führt eine präziſe Kombination
Beck=Fiſſel=Roth durch letzteren zum wohlverdienten Siegestor.
Noch einmal hat der Linksaußen Boos Gelegenheit zum Skoren.
Doch ſtatt das Leder ins leere Tor zu ſchieben, paßt er zu Fiſſel,
doch da wird gewehrt. Auch Arheilgen verſucht, eine
Verbeſſe=
rung herbeizuführen, findet aber Unions Deckung allen Lagen
gewachſen. Der Erſatz, der für Aßmuth, Darmſtädter und Bopp
eingeſtellt war, paßte ſich gut in das Mannſchaftsgefüge ein,
ſo daß beim Sieger heute keine Schwäche zu finden war. Auch
die Gäſte waren gegen das Vorſpiel kaum zu erkennen und
rechtfertigten ihre zuletzt erzielten Reſultate.
Reſerven — Polizei Reſerven 0:1.
Sp.V. 1898 (Jugend).
1. Jugend—1. Jugend Egelsbach, dort, 2: 3. Vollſtändig
ſpielunfähiger Boden. Das Spiel war ein Herumwaten in
20 Zentimeter tiefem Schlamm. Darmſtadt, techniſch überlegen,
drückt während der ganzen Spielzeit. Aber des Bodens Tücke
und Fortuna ſtehen den Einheimiſchen zur Seite. Selbſt zwei
Elfmeter können in dem Schlamm ihren Weg ins Egelsbacher
Heiligtum nicht finden. — 2. Jgd.—1. Jgd. Eberſtadt, dort, 0:2.
— 3. Jgd.—1. Jgd. Polizei, dort, 1:3. — 4. Jgd.—2. Jgd.
Eber=
ſtadt, hier, 1:2. — 1. Schüler—1. Schüler Mainz, dort, 1:0. —
Die Kleinen liefern vor zahlreichen Zuſchauern ein prächtiges
Spiel und werden ſehr gefeiert. — 2. Schüler—1. Schüler
Egels=
bach, dort, 0: 2.
Rugby-
Der Regen und die dadurch bedingten Bodenverhältniſſe
machten auch im Rugby die Durchführung von verſchiedenen
Treffen zu einer Unmöglichkeit. In dem einzigen Verbandsſpiel
des Mainkreiſes zwiſchen Tv. 60 Frankfurt und Viktoria
Aſchaffen=
burg zogen es die Aſchaffenburger vor, nicht anzutreten und ſomit
die beiden Punkte kampflos den Frankfurter Turnern zu
über=
laſſen. In einem Geſellſchaftsfpiel fertigte eine kombinierte
Mannſchaft des SC. 80 Frankfurt den RV. Offenbach mit 14:3
ab, Stadtſportverein Frankfurt und BSC. 99 Offenbach trennten
ſich mit einem 0:0 Ergebnis.
70 000 Zuſchauer, 600 000 Dollars Einnahmen.
Rugby=Spiel: Heer gegen Marine in New York.
Zugunſten der Arbeitsloſen von New York wurde am
Sams=
tag das traditionelle Rugby=Spiel Heer — Marine im Yankee=
Stadion vor 70 000 Zuſchauern ausgetragen. Die Begegnung,
die mit einem 6:0=Sieg des Heeres endete, brachte eine Einnahm
von 600 000 Dollars.
Die Sp.Vg. Fürth erlitt am Sonntag in Koburg eine ſchwere
Schlappe. Die erſatzgeſchwächten Bayern wurden von einer
kom=
binierten Koburger Mannſchaft 6:1 (3:0) geſchlagen.
In Prag beſiegte Sparta Prag den ungariſchen Herbſtmeiſter
Hungaria vor 15 000 Zuſchauern mit 3:2 Treffern.
Don den Saobaifeidern.
Die Handball=Berbandsſpiele in Main=Heſſen.
Handball in der 2.T.
Die Gruppe A.
In der Gruppe A ſind die Verhältniſſe ſoweit gediehen, daß
der ſüddeutſche Meiſter, Sportverein 1898 Darmſtadt,
noch einen Punkt benötigt, um auch diesmal wieder die
Meiſter=
ſchaft ſeiner Gruppe mit nach Hauſe zu bringen. Diesmal ſiegten
die 98er über Rotweiß Frankfurt mit 5:1 (4:1) und kamen
damit auf eigenem Platze nicht über das im Vorſpiel in
Frank=
furt erzielte Ergebnis hinaus. Allerdings hatten die
Darmſtäd=
ter ihren Sturmführer Fuchs erſetzt. Ebenfalls ohne den
bis=
herigen Mittelſtürmer Jans trat Polizei Darmſtadt gegen
die Frankfurter Eintracht am und auch ſie konnte das
im Vorſpiel in Frankfurt erzielte Ergebnis nicht verbeſſern und
ſiegte wiederum 5:1 (1:0), allerdings weſentlich ſchwerer als das
Ergebnis vermuten läßt. Die Poliziſten halten nach dieſem Spiel
hinter dem mit 22:0 Punkten führenden SV. 1898 mit 12:6
Punk=
ten den dritten Platz und ſind die einzige Mannſchaft, die den
ſüddeutſchen Meiſter noch erreichen kann, allerdings unter der
un=
möglichen Vorausſetzung, daß dieſer aus ſeinen ausſtehenden
rei Spielen keinen Punkt mehr gewinnt. Im dritten Spiel
des Tages ſiegte der DSV. Langen mit 1:0 über den ſtark
er=
ſatzgeſchwächten V.f.R. Schwanheim. Auich hier wurde das
im Vorſpiel in Schwanheim erzielte Ergebnis wiederum erreicht,
im ganzen alſo ein Kurioſum dieſes Sonntags. Das
ſiegbrin=
gende Tor für Langen fiel erſt kurz vor Ende. Langen hält heute
mit 14:10 Punkten vor Polizei Darmſtadt und FSV. Frankfurt
(11:7) den zweiten Platz der Tabelle.
Die Gruppe B.
Benötigt der Tabellenführer der Gruppe A noch einen Punkt
zur Meiſterſchaft, ſo fehlen dem Tabellenführer der B=Gruppe,
dem FSV. Mainz 05, noch deren zwei. Diesmal gaſtierten die
Mainzer in Wiesbaden bei dem Neuling Poſt Wiesbaden
und landeten nach einem ſehr ruppigen Treffen einen knappen
Sieg mit 3:2, nachdem es bei der Pauſe noch 1:1 geſtanden hatte.
Die Maſinzer führen mit 22:2 Punkten die Tabelle an und ſind
bei Gewinn zweier weiterer Punkte wieder Gruppenmeiſter.
Lediglich der Sportverein Wiesbaden kann die Mainzer
noch überflügeln, jedoch nicht mehr aus eigener Kraft.
Wies=
baden hatte am Sonntag ſeinen Lokalgegner Polizei
Wies=
baden zu Gaſt und lieferte ihm ein überlegenes Spiel, das der
SVW. mit 8:4 Toren verdient für ſich entſchied. Mit 17:5
Punk=
ten hält der SVW. den zweiten Platz. An die dritte Stelle hat
ſich Wormatia Worms geſchoben, die im Lockaltreffen gegen
Polizei Worms mit 5:5 nur ein Unentſchieden erreichte, das
die Formverbeſſerung der Wormſer Poliziſten einmal mehr
be=
weiſt. Alemannia Worms und Hakogh Wiesbaden waren an
die=
ſem Sonntag ſpielfrei. Die Abſtiegsfrage ſollte bereits zu
Un=
gunſten der Wiesbadener entſchieden ſein.
Um die Handball=Meiſterſchaft der Saar.
VfR. Kaiſerslautern — Weſtmark Trier 2:1 (1:1).
Vor 500 ſehr ſanatiſch eingeſtellten Zuſchauern ſtanden ſich
im erſten Treffen um die Handballmeiſterſchaft der Gruppe Saar
der Meiſter der Gruppe 1, VfR. Kaiſerslautern, und der Meiſter
der Gruppe 2, Weſtmark Trier, in Kaiſerslautern gegenüber.
Das Treffen verlief bis zur Pauſe gleichwertig beim Stande von
1:1. Nach dem Wechſel fiel der Siegestreffer von Kaiſerslautern,
den die Pfälzer mit großer Härte verteidigten, ſo daß ſie
ſchließ=
lich zwei Mann durch Platzverweis des ausgezeichneten
Schieds=
richters Müller=Wiesbaden verloren.
Süddeutſche Verbandsſpiele.
Gruppe Rhein: Pfalz Ludwigshafen — SV. Waldhof 2:2.
Mannheim 07 — FV. Frankenthal 2:0. Mannheim 08 — Phönix
Mannheim 1:0. Polizei Mannheim — MTG. Mannheim 2:0.
VfR. Mannheim — Ludwigshafen 03 5:5. Vorſpiel um die
Saarmeiſterſchaft: VfR. Kaiſerslautern — Weſtmark Trier 2:1.
Gruppe Bayern: 1860 München — ASV. München 4:0. Poſt
München — Ulmer FV. 94 0:15. Polizei Nürnberg — 1. FC.
Nürnberg 0:8. Pfeil Schweinau — Sp.Vgg. Fürth 0:11. Gruppe
Württemberg: Kickers Stuttgart — SC. Stuttgart 6:0. Sp.Vgg.
Tübingen — VfB. Stuttgart 3:2.
Polizei Darmſtadt — Einkracht Frankfurt 5:1 (1:0).
Die erwarteten Hoffnungen, die man auf das Treffen ſetzte,
blieben aus. Das Ergebnis iſt für das Spiel entſchieden zu hoch.
Läuferreihe und Verteidigung der Frankfurter vermochten den
wuchtiger ſpielenden Sturm der Poliziſten nicht immer
aufzuhal=
ten. Eintrachts Sturm war äußerſt flink und gewandt und zeigte
gutes Kombinationsſpiel, doch fehlten die placierten Schüſſe.
Bordt im Polizeitor zeigte ſich allen Bällen gewachſen. Verteidiger
und Läufer der Polizei waren die einzige Stütze der Mannſchaft,
obwohl auch hier viele Schnitzer unterliefen. Der Sturm verſagte
am Anfang ganz, weshalb auch nur ein Tor erzielt wurde. Huber
kam erſt in der zweiten Halbzeit etwas zur Geltung. Im
allge=
meinen nahm das Spiel einen ruhigen und fairen Verlauf, was
im Intereſſe des Handballſportes, zu begrüßen iſt. Zum Spiel:
Polizei hat Anwurf, der Ball wird aber vom Torhüter gehalten,
ebenſo ein darauf folgender Strafwurf. Beide Mannſchaften
fin=
den ſich nicht richtig. Schöne Torchancen werden beiderſeitig
ver=
vorfen. Erſt in der 22. Minute gelingt es Huber, den erſten
Tref=
fer einzuſenden. Mit 1:0 geht es in die Halbzeit. Nach dem
Wech=
ſel gewinnt das Spiel etwas an Schnelligkeit. Huber ſchießt in der
dritten Minute den zweiten Erfolg. Schliffer erhöht auf 3:0.
Nach abwechſelnden Angriffen iſt es wieder Huber, der mit einem
Strafwurf das Spiel auf 4:0 ſtellt. Erſt kurz vor Schluß gelingt
dem Gäſte=Halblinken Hartmann der Ehrentreffer. Gleich darauf
ſendet Huber noch den letzten Treffer ein. Mit 5:1, trennen ſich
die Gegner. Der Schiedsrichter leitete das Spiel zur
Zufrieden=
heit.
Die Ligaerſatz überfuhr den Sportverein Weiterſtadt mit 10:1.
5. V. 98 Darmſtadt — Rok=Weiß Frankfurk 5:1 (4:1).
Nur 3—400 Zuſchauer waren bei dem triſten Regenwetter
gekommen, um dem Kampf des Tabellenerſten gegen den
Tabellen=
letzten beizuwohnen. Sie bekamen ein in keiner Spielphaſe
be=
friedigendes Spiel zu ſehen, das — vornehmlich von ſeiten der
Gäſte — viel zu hart durchgeführt wurde. Während in der erſten
Hälfte der Kampfcharakter nicht über Gebühr betont wurde, gab es
in der zweiten Hälfte ein erbittertes Ringen um jeden ſpieleriſchen
Vorteil. Obwohl die 98er drückend überlegen waren, konnten ſie
ſich im Strafraum des Gegners, der mitunter mit der geſamten
Mannſchaft verteidigte, nicht durchſetzen. Bei der äußerſt ſchwachen
Leiſtung eines Mainzer Spielleiters durften die Gäſte bei der
Ab=
wehr Methoden anwenden, die den einheimiſchen Stürmern jede
Luſt rauben mußten, ſich gegen dieſes Bollwerk durchzuſetzen. Der
Sieg war ja auch ſchon in der erſten Halbzeit geſichert, ſodaß man
es nicht mehr nötig hatte, ſich voll einzuſetzen.
Das Spiel begann inſofern mit einer großen Ueberraſchung,
als die Gäſte, die in den erſten Minuten mit großem Elan
ſtürm=
ten, durch ihren Linksaußen mit ſchönem Wurf, für Heuß
unhalt=
bar, in Führung gingen. Doch dann ſetzte ſich das reife Können
der 98er reſtlos durch. Freund hatte bald den Ausgleich erzielt
und Werner nach zügiger Kombination des Innenſturmes auf 2:1
geſtellt. Durch 2 weitere Treffer von Reuter, der für Fuchs
Mit=
telſtürmer ſpielte, und Feigk hieß es bis zur Pauſe 4:1. Die zweite
Hälfte brachte den 98ern gegen die ausſchließlich auf Verteidigung
ſpielenden Gäſte nur noch einen Treffer, der einem Weitwurf von
Feigk zu verdanken war.
2. Gaugruppe.
Kreisklaſſe: Arheilgen — Griesheim 3:2 (3.:
bach — Walldorf 5:1 (3:0); Pfungſtadt — Groß=uun
(4:1); Erbach — Damm 2:2 (1:1); Tv. Obernburg
Obernburg 3:3 (1:3).
un. verl.
Spiele gew.
Tore
11
Arheilgen
41:23
Bickenbach
Griesheim
Langen
Walldorf. z
Pfungſtadt
Groß=Umſtadt
12
10
1
10
10
38:26
38:35
25:29
15:26
22:28 z
21:29
der Pauſe kamen die Gäſte zum Ehrentor, da Bickenbuc
leichtſinnig über den Ball trat. Gegen Schluß rafit=
Platzelf nochmals auf und erhöhte auf 5:1. — In
Pfr=
ſpielte Groß=Umſtadt. Ein ſehr hartes Spiel, dao,
Abſtieg entgehen wollten. Knecht=Aſchaffenburg beobcku,
den Ball und nicht den ganzen Platz. Auch iſt die Eätſ
im Strafraum mit Platzverweis und Strafwurf gegenn9
ſtadt ſehr ſonderbar. Nur 13 Meter wäre richtig gennſt
1:0 für Pfungſtalt, Strafwurf 1:1. Dann legte die 784
ſchöne Durchbruchtore vor. Der Linksaußen der Gäſtn
Spieler konnte ſich infolge eines Zuſammenpralles
entfalten. Bis zur Pauſe verteiltes Spiel. Vom 2
Dem Spiele in Arheilgen merkte man an, daß
elf die Punkte nicht mehr benötigte. In der erſten Hä.
Arheilgen noch die gewohnten Leiſtungen und führte:
legte Griesheim großen Eifer an den Tag und hoo
auf. Arheilgen verſuchte es mit gefährlichen Steilvoru
wehrten die Gäſte alles ab. Beiverſeits wurde das 0
durchgeführt, ſo daß Küchler=Nieder=Klingen ein leig
hatte. — Hamm=Büttellborn pfiff das Treffen in Biſt=
Er verhängte drei reichlich harte Platzverweiſe, die auftiel
Note ſchließen ließen. Es war wohl ein Punkteſpiel,
ders Walldorf war am Siege intereſſiert, doch fünln
aus dem Rahmen. Bickenbach lag baud Gurch ſchönes
3:0 in Führung. Dahin wehrte Walldorf beſſer ab.
ung
ſchoß Pfungſtadt das 5. Tor. Die Gäſte verwandelten.!
Pa
Straſwürfe. Groß=Umſtadt konnte ſich nicht einmal
da zwei Spieler ausgefallen waren. Pfungſtadts St.m
oft im Strafraum der Gäſte, doch verſtand er es nicht
teidigung auseinanderzuziehen, ſo daß nur ein Tor fi!
Erbach wurden beide Parteien durch den naſſen M)
einträchtigt. Anfangs ſpielte Damm überlegen, danrnᛋthunſchaft des A
Spiel; zum Schluß drückte Erbach. Damm konnte eines mulluſte ſich mit
trotz zweimaliger Wiederholung nicht verwerten. Hart ſimſcöten nimmt
heim etwas nachſichtig.
Main=Rhein=Gau.
fer,
Meiſterklafſe: Sprendlingen Bensheimntiutzen ionnte in
Wolfskehlen — Tgſ. Darmſtadt, kampflos gewonnen fürr hull ſih ASC. u
telborn — Nauheim 1:1 (1:0) Spielabbruch.
HIüISC.=-Torm
A=Klaſſe: Auerbach — Seeheim 3:2 (3:1); MMaMer Pauſe ze
Reichsbahn 1:4 (0:3); Urberach — Wallerſtädten 1:1 (ſcuu4hängt immer
B=Klaſſe: Groß=Hauſen — Biebesheim 2:1 (hrnäundplatze die
Hieäh P 2 Tore.
kenau — Zell, ausgefallen.
bin- inde gefunden.
Meiſterklafſe Süd:
Mie chn dufriedenhe
1 2 Gruppe Weſt: 18:31 Spiele gew. un. verl. Tore Nauheim 2 42:23 Wolfskehlen .. 10 29:27 Büttelborn 34:28 Worfelden 10 38:33 Tgſ. Darmſtadt 10 23:39 Erfelden . . . 10 2 20:36
MALnſch-Reit
E.i, Richsbe
Eeiſt-M glangen.
Mirtlich das Lede
inrd der 2. Halbze
telt, während im Ried der dritte Spielabbruch in .
noch ein Spiel notwendig micht, falls die Büttelborne n9
ſchulden trifft. Eines der ſchönſten und in bezug auf 22/
der intereſſanteſten Spiele wurde in Sprendlingen au/
Die Gäſte aus Bensheim vollzählig, Sprendlingen mitt.s
Hüter und Rechtsaußen, ſpielten beide auf den Sie
Meiſterſchaft brachte. Abwechſelnd lagen die Parteie?
rung. Sofort wurde ſtark verteidigt und trotzdem !
Ausgleich. — Sprendlingen begann ſehr nervös, da mch
trauen zu dem Erſatzhüter hatte. Bald lag auch
Ben=
in Führung; glaubte aber den Vorſprung halten zu Lin
ließ Sprendlingen immer mehr aufkommen. Schon wa 7)0
Tülre war, daß S
M Aherausſtellte.
2n8ch um Ehrento=
Be.xhuch Unfall ve
Aun erhöhte auf
ſiteſte während
14r 2
F ain Küln-
Bonn=
Mes
duite der Athl
gleich da. Weil ein Unentſchieden für die Gäſte reichten
ſich zurück, aber Sprendlingen ging trotzdem in Führr in99
jie hohl
gekehrt dann dasſelbe Bild — Bensheim glich aus.
keit der Zuſchauer, es fehlte nicht an taktiſchen Empfehllechtegin ?. t na
ſeiten der Zuſchauer, wiederholte ſich dieſes Katz= und
noch zweimal bis zum 4:4. Bensheim gelang es danh.
gebnis zu halten. Nau=Büttelborn pfiff dieſes an
hochklaſſige Spiel ſehr ſicher, doch fühlt ſich Sprendlinm
das Ueberſehen zweier Strafwürfe mit Recht benachteſſ.
Parteien vertrugen ſich glänzend. — Ganz anders wol.
telborn, wo die Zuſchauer auf dem Platz drangen und
Minute vor Schluß den Spielaßbruch hervorril‟
heim iſt wohl eine der ſympathiſchſten Mannſchaften
nun den dritten Spiellaſbbruch in Büttelborn erleben.
ler des Platzvereins ſelbſt kamen mit den Gäſten gut. Oh
Aber die Zuſchauer! Geibel=Pfungſtadt hätte das Enau ”h0
ſehend ſchon abpfeifen ſollen, als Ackermann geſchlabe!
Mahr kann es daher Nauheim nicht verdenken, wei‟”
Spiele abgelehnt werden. Büttelborn war anfangs
und ging in Führung. Dann kam Nauheim auf und iicn ch
durch die geſchickte Abwehr der Platzelf nur ein Tor C1E/)
Unentſchieden entſprach dem Verlauf. — Auerkach U.
lieferten ſich ein verteiltes Spiel, wobei die Gäſte 90 4
vürfe den Sieg erringen konnten, wenn es am Gellt
nicht gemangelt hätte. So wind nun ein Entſcheiduce”
ſchen beiden um den Abſtieg nötig. — Die Reichsbchl
Lorſch auf Grund einer außerordentlichen Härte. De
Spiel war der Reichsbahnhüter der beſte Mann, et
gutes Spiel auch von der Lorſcher Seite ſpricht. —Mi
gegen ſeine vorſonntägliche Leiſtung nicht mehr wie.
nen. In ſlottem Spiele erzwang es gegen den Neil
Wallerſtädten ein reſpektables Unentſchieden. 2o0 Ne
teien, wegen des echt turneriſchem Benehmens. 2llt
ſehen fuhr der Schiedsrichter für die Vegegnuſch.
nach Zell. Hart ging es in Groß=Hauſen her, w.*
einen Einſpruch verſuchte. Von ſeiten der Gäſte woi.
Zuſchauer geklagt.
Jugend=Ergebuiſfe: Erzhaufen — Spreidlte.
Tade, 1846 Darmſtadt — Walldorf 2:1, Erſatzmanhicte.
M
kenkach — Walldorf 1:0 abgebrochen, da ein Walge77
nicht verließ.
[ ← ][ ][ → ]Montag, den 15. Dezember 1930
großtzurnern 1443 — Gberſtadt 1401 Punkke.
nach beſonderer Wettkampftätigkeit, außer ſolcher,
Grreis= und Gauturnfeſte geboten und nur
perio=
inres ausgeübt wird, der Geräteturner iſt
beſon=
edachkriegszeit immer mehr in den Vordergrund
den Turner vor ein ſenſationslüſternes
Publi=
wvar der Grundgedanke der Wettkämpfe, ſondern,
„Siyü danken und beſonders für das Geräteturnen zu
gs ihmüſdern wieder in ganz vorzüglicher Weiſe gelungen
Gerchörettkampf der Turnvereine Groß=Zimmern (
Oden=
gau) ᛋu Sberſtadt (Main=Rheingau), der vor einem
zahl=
erſchüſſmn turnbegeiſterten Publikum von ſtatten ging.
mit dihſeſſten Gerät — Pferd — ſicherte ſich Gr.=Zimmern
F.) ain berſtadt (284 P.) einen im Kunſtturnen ſchwer
holenzw Worſprung. Von den erreichten Punkten
ent=
rauf AewZimmerer Turner 201, Jugend 110 P. Eber=
„K(durchchi ge Verſager bei den Turnern) erreichte hier 176,
uugen)ſ” P. Im Barrenturnen ſtellte wiederum
Groß=
u ſern ſClite in den Reihen der Turner, die es auf 213
ſe brirſn konnte, und Eberſtadt mit den erreichten 198
ſen hwar mehr ins Hintertreffen geriet. Eberſtadts
„d ſteitlſ—h mit 125 P. vor Groß=Zimmern (124 P.). Ob=
Großs urnern ſchon den ſicheren Sieg in der Taſche hatte,
s dieſ ſunſchaft nicht fehlen, auch im nachfolgenden
Reck=
ſehſſru wrechende Leiſtungen zu zeigen. Die Ausbeute
hieynr. Gr.=Zimmern 221 P., für Eberſtadt 198. Die
Einweintungen am Reck zeigten die beiden Groß=Zim=
Fedcen mnd Haller (je 38 P.). Wieder war es die
Ju=
aus Aärttadt, die ein kleines Plus herausholen konnte
177 70— Sprung über das Längspferd: Eberſtadt,
ſicht=
iſſer rrmut mit dieſem Gerät, konnte hier ſeinen
Ver=
was ᛋh mindern. 213 Punkte erzielten die Turner, 136
ugenöch—.=Zimmern erkämpfte 208 für die Turner, 124
ugenuh „En den Freiübungen waren ſich beide Gegner
leich Aul eben (je 115). Der bis zum Ende ſpannende
würe nt. ergagſſggunſten Groß=Zimmerns 1443 P., für Eberſtadt
Lam iegs1 Funktckz=
MSuufen z eſond/ Hervorgehoben ſei die ſchöne Zuſammenarbeit
tſchieicen Geſangvereine in Groß=Zimmern, die ſich ohne
Ehic /chied/tPartei in den Dienſt der guten Sache ſtellten
Aſtampfveranſtaltung mit einigen Chören
verſchön=
te ſich nicht m Alles 9Illem: der Werbung für deutſches Turnen mag
Püungnu; die h)mroniſch verlaufene Veranſtaltung beſonders gedient
WPſeith;
durch dn uſ.* T.Ahlüörnigſtädten—Ak. S. C. Darmſtadt 9:5 (7:3).
Mm üherilgs, je M4bchtaft des A. S. C. war geſtern Gaſt des T.V.
König=
undÄrßce ſich mit obigem Ergebnis, geſchlagen bekennen.
ſönigrſiten nimmt in der A=Klaſſe eine führende Stellung
ein=Gar, ſe Gäft ſießen ſich zunächſt durch den flinken Sturm des
es übſumpeln; ferner nutzte der Gegner Deckungsfehler
ingen — 2 t ausnkkonnte in den erſten 10 Minuten 6 Tore vorlegen.
Wnids Nc ſindet h A.S. C. und kann bis Halbzeit 3 Tore aufholen
d dein S. C.=Tormann ſich noch einmal geſchlagen geben
Seheim 32 6 Nachülſter Pauſe zeigt ſich ein ganz anderes Bild, die
Gäſte=
ſchaft unggt immer mehr auf Tempo, ohne jedoch auf
un=
ſtem wEmplatze die Tordifferenz zu verringern. Beide
Par=
nzieltieie 2 Tore. Mit dem Schlußpfiff hat ein ſchönes
ſein nEde gefunden. Schiri Daniel=Sp.V. 98 leitete das
ſpiel u z ufriedenheit beider Mannſchaften.
Thdorſch-Reichsbahn Darmſtadt 1:4 (0:3).
demzt uunpia=Sportplatz ſtanden ſich geſtern obige Vereine
ber. lichsbahn hatte Anwurf und konnte gleich zum
Füh=
reffer) ſangen. Bis zur Halbzeit war es den Grünen noch
u mäſgh, das Leder in das Heiligtum der Platzelf zu
ſen=
ſährennher 2. Halbzeit nahm das Spiel eine unnötige Härte
ſe Follwar, daß Schiri Wiemer=Bickenbach einen Spieler
ſatzelfs erausſtellte. Durch eine geſchickte Kombination
Lorſichun Ehrentor gelangen, da die Gäſte ihren linken
digerArg. Unfall verloren hatten. Der gute Mittelläufer
ſichsber) arhöhte auf 4:1. Für die Reichsbahn war deſes
das hceſtze während der ganzen Pflichtſpielreihe. Der ein=
„e Erführtte ſich gut bewährt. Der Tormann hielt die
un=
hſten Ule. Lorſch hatte einen guten, aber ſehr harten
Delra iri leitete ſehr umſichtig und war in ſeinen
Ent=
ngen wtri kt.
e 2. „Inrſchaften trennten ſich 1:2 für die Reichsbahn.
Iu- die Deutſche Hochſchulmeiſterſchaft.
Artiv. Köln—T. H. Aachen 6:0 (2:0).
In iv. Bonn—T. H. Münſter 1:2 (0:1),
Kraffſpork.
hl=SV. 91—KSV. Neu=Iſenburg 12:2.
m wegiten Verlauf der Serienkämpfe um die
Bezirks=
rſchafti ſtie der Athl. SV. 1891 Darmſtadt den KSV.
Neu=
urg alſhnſt. Neu=Iſenburg kam mit dem beſten Vorſatz
Aarmſtau, ſeie hohe Niederlage des Vorkampfes wettzumachen
en S5ſnät nach Hauſe zu nehmen. Das war vergebliche
der egeeswille der 91er war zu ſtark. Die Ergebniſſe:
ing.: 1 Göckel (D.)—Guſt. Specht. Sieger G. 0.40 Sek.
img., 4d. Götz (D.)—Ad. Becker. Sieger G. 6,55 Min.
2.. Ilauer (D.)—Himmelreich. Sieger B. 2,40 Min.
2.: KAuilch (D.)—Fr. Specht. Sieger P. 4,05 Min.
mittelgg, 5. Neidig (D.)—Fliesbach. Sieger F. 10 Min.
Verll hng von Neidig). Schwermittelg.: Fr. Zapf (D.)—
Sdanz. A ſieger 3. 9,25 Min. Schwerg.: J. Zulauf (D.)—
ſer. SSer 3. 6,13 Min.
Leſamtüelimt 12:2 Punkte für Darmſtadt. Vor dieſem
Nkampch un die 2. Mannſchaft von Darmſtadt einen Freund=
Namppait der 1. Mannſchaft des Brudervereins
Gries=
aus,A ilöoer unentſchieden endete.
Ausbeidungskämpfe der Schwergewichts=Ringer.
M Kreßtakh fanden die Ausſcheidungskämpfe der Schwer=
Mskinur mm die Teilnahme, an dem Olympiakurſus des
K. ſt0 Leider konnte Gehrling=Ludwigshafen infolge
Wsſchucngkeiten an dieſer Veranſtaltung nicht teilnehmen.
Sſamt „wen folgende Ringer erſchienen: Muß=Hörde, Gold=
Saue,A Egeele=Untertürkheim, Hoffritz=Schweinfurt, Müller=
Mach. 4 ſegeer wurde Müller=Kreuznach mit einem Fehlpunkt
Auß=Häihe rnit 3 Fehlpunkten.
Tennis.
einiſei M achwuchs gegen Vorkriegs=Teninisneiſter 72.
Die Bkuiegs=Tennismeiſter und der rheiniſche Nachwuchs
ien ſicäm. Sonntag in der Tennishalle in Eſſen einen
e demne Jungen dank ihrer Ausdauer und größeren phy=
Si Kraf7 n Weſamtergebnis mit 7:2 Punkten gewannen. Die
Sten Leßing en boten teilweiſe die Senioren. So verloren
Bheat=Hreutzer ganz underdient gegen Nourney=
rh
2a
LSTtA4 d:11, 4:6. Im Einzel unterlag Froitzheim gegen
uh Zuhſter Linie wegen des ſcharfen Tempos des
Rhein=
ders.
Rückkehr der deutſchen
Reiteroffiziere aus
Amerika.
Die deutſchen Reichswehr=
Offi=
ziere Oberleutnants Momm (1),
Nagel (2), Haſſe (3) und
Ritt=
meiſter Waldenfels (4), die in
Amerika die größten Triumphe
feierten und faſt alle Turniere
ſiegreich beendeten (9 erſte, 7
zweite und 14 weitere Preiſe!!),
ſind in Hamburg eingetroffen,
wo ſie begeiſtert empfangen
wurden.
Die Reiterſtafette der 50 000 beendel.
Sechs Tage lang haben 50 000 begeiſterte junge Reiter für
die Sache des Pferdes geworben. Durch Regen, Schnee und
Nebel, über Sandwege und glatte Straßen, durch Wälder und
über Gebirgskämme trugen die braven Warmblüter ihre Reiter
von den äußerſten Grenzen im Süden, Südoſten und Weſten
Deutſchlands herauf nach dem Norden und weiter an der
Oſtſee=
küſte entlang, durch das im Grunde noch immer deutſche Danzig
bis hinauf in den äußerſten Zipfel Oſtpreußens, nach Tilſit.
Dieſe Staffel war eine Sache für Idealiſten des Pferdes, denn
unbekannt blieben die Namem derer, die ſich in den Dienſt der
Sache geſtellt hatten, deren Pflege ihren einzigen Antrieb bildete
Nicht weniger als 50000 Menſchen und Pferde wurden
aufge=
boten, über 5000 Kilometer zurückgelegt. Eine gewaltige Sache,
die davon zeugt, daß die Liebe zum Pfende noch lange nicht
aus=
geſtorben iſt. Nachdem ſich ſchon am Montag vormittag in Halle
die aus Baden und Oberſchleſien kommenden Stafettenarme
vereinigt hatten, erfolgte in den früheſten Morgenſtunden des
nächſten Tages in Lüneburg auch die Vereinigung der
Stafetten=
arme von Halle und Saarbrücken. Dann ging es gleich weiter
an die Elbe, die mittels Fähre überſetzt wurde. In Artlenburg
teilten ſich die Stafetten in die Arme 5 und 6. Durch
Hamburgi=
ſches Gebiet lief der Arm 5 weiter über Oldesloe, Neumünſter,
Kiel, Schleswig zur nördlichſten Grenzſtadt Deutſchlands, nach
Flensburg, wo am Dienstag nachmittag ein begeiſterter
Emp=
fang der Reiter ſtattfaud. Inzwiſchen hatte der Arm 6 der
Sta=
fette einen anderen Weg gewählt. Durch Mechlenburg und
Pom=
mern kam er nach Danzig, weiter ging es über Marienburg,
Marienwerder, Preußiſch=Eylau, Allenſtein, Lyck, Goldap,
Gum=
binnen, Inſterburg, zum letzten Ziel in Tilſit. Noch einige
Mi=
nuten vor der feſtgeſetzten Zeit, etwas nach 2 Uhr in der Nacht
zum Freitag, traf der letzte Reiter in Tilſit ein. Schon vor
Mitternacht hatte ſich vor dem Rathauſe eine große
Menſchen=
mengei angeſchmmelt, die geduldig ausharrte, bis der Reiter,
wenige Minuten nach 2 Uhr, in Sicht kam. Ein Trompeterkorps
des in Tilſit ſtehenden Reiterregiments ſorgte für die erſte
Be=
grüßung, dann übernahm Rittergutsbeſitzer von Below=Lugowen
die Trommel mit den Botſchaften und übergab ſie dem
Bürger=
meiſter, der mit bewegten Worten dankte.
Die Damen im Sattel.
Trotz vieler Widerſtände gegen die Damenrennen wurde im
vergangenen Jahre doch eine ganze Reihe derartiger Konkurrenzen,
allerdings mit der Bezeichnung „nichtöffentlich”, abgewickelt. Ueber
den ſportlichen Wert dieſer Rennen wollen wir hier nicht ſtreiten.
Die Statiſtik der Damenrennen des Jahres 1930 ſieht mit je vier
Siegen Frl. L. Panſe und die bekeinte Turnierreiterin Frl.
Vierling an der Spitze. Drei Siege ritt Frl. E. Panſe und je
zweimal kehrten Frau Irmgard v. Opel, die ſchon vor einigen
Jahren durch Beantragung einer Herrenreiterlizenz den Stein
ins Rollen zu bringen verſuchte, und die Tochter des pfälziſchen
Trainers Ignatzek ſiegreich zur Waage zurück. Je einen Erfolg
haben Frl. Denſch, Frl. Fangmeyer, Fr. v. Heyden, Frl. Saſſe,
Frl. Seemann, Gräfin Karin Solms und Frl. Tangertin
aufzu=
weiſen.
Radſpork.
Kalenderkongreß der U. C. J. — Rundfahrt durch ganz Europa?
Unter dem Vorſitz von Marzohl=Schweiz fand am Samstag in
Zürich der Kalenderkongreß der Union Cycliſte Internationale
(UCJ.) ſtatt, deſſen Hauptaufgabe darin beſtand, den
internatio=
nalen Terminkalender für die nächſtjährigen Straßenrennen
feſt=
zulegen. Der Bund Deutſcher Radfahrer war bei der Tagung
durch Bauer=Darmſtadt vertreten. Ferner waren zwei
Vertreter der Firma Opel=Rüſſelsheim zugegen, die bekanntlich
vom 4. bis 24. Mai die große Deutſchlandrundfahrt durchführt, die
in 16 Etappen nach dem Muſter der „Tour de France” ausgerichtet
wird. Terminlich kommt für dieſe Rundfahrt eventuell eine
zeit=
liche Vorverlegung um acht Tage in Frage. Neben der Feſtſetzung
der Termine hatte ſich der Kalenderkongreß auch noch mit einigen
Fragen zu beſchäftigen, die dem nächſten Jahreskongreß der UCJ.
vorgelegt werden. So wurde deutſcherſeits der Vorſchlag gemacht,
vom Jahre 1932 ab alle fünf Jahre eine Rundfahrt durch
Europa zum Austrag zu bringen. Von italieniſcher Seite wurde
ſofort ein Gegenvorſchlag gemacht, daß die UCJ. von 1932 ab eine
ſtändige Rundfahrt durch verſchiedene europäiſche Länder
veran=
ſtalten ſolle. Start und Ziel der erſten derartigen Fahrt, für die
Italien einen Pokal ſtiften will, ſollen ſich in Frankreich befinden.
Die ſpäteren Veranſtaltungen ſollen jeweils einem anderen Lande
übertragen werden. Man wird darauf geſpannt ſein dürfen, wie
ſich die im Februar in Paris ſtattfindende Jahrestagung der UCJ.
zu dieſen Vorſchlägen ſtellt.
Keglervereinigung Darmſtadt und Umgebung.
Klubwettkämpfe um den Stadtehrenpreis.
Eine wider Erwarten zahlreiche Beteiligung iſt bei den
Klub=
wettkämpfen um den aus Anlaß der 600=Jahrfeier von der Stadt
geſtifteten Ehrenpreis zu verzeichnen. Nicht weniger wie 23
Rie=
gen haben Meldungen abgegeben. Im Laufe der Woche ſowie am
vergangenen Samstag und Sonntag ſtarteten bereits 17 Riegen.
Außer dem Ehrenpreis der Stadt gelangen auch noch Plaketten
und Ehrenurkunden zur Ausgabe.
Die bisher erzielten, weſentlichen Ergebniſſe ſind 1. Klub
L. L. 08 I. 1338 Holz, 2. Klub Gaſtwirte I. 1331 Holz, 3. Klub
D K. 23 BV. 1325 Holz, 4. Klub Haſſia 1919 1316 Holz. 5. Klub
Zwölfer 1290 Holz. 6. Klub Gut Holz I. Eberſtadt 1290 Holz,
7. Klub Vorſicht 1279 Holz, 8. Klub Kranz Darmſtadt 1266 Holz.
9. Klub „Fall um” 1. 1259 Holz. 10. Klub D. K. 23 1255 Holz,
11. Klub „Fall um” II. 1253 Holz.
Die Fortſetzung und Beendigung des Kegelns findet am
21. Dezember ſtatt. Die Preisverteilung wird ſich vorausſichtlich
dem Schluß des Kegelns anſchließen.
Hockey
Der anhaltende Regen der letzten Tage machte zu einem
großen Teil die Durchführung der angeſetzten Hockeytreffen
un=
möglich. So mußten im Bezirk Frankfurt ſämtliche Spiele
ab=
geſetzt werden, ſo daß u. a. die Begegnung zwiſchen dem Tv. 57
Sachſenhauſen und dem VfR. Mannheim nicht ausgetragen
wer=
den konnte. — TG. Heidelberg 78 — HC. Heidelberg 0:5. —
Ber=
liner SV. 92 — Berliner HC. 2:4 (2:2).
Eishockeyturnier im Berliner Sportpalaſt.
Das Eishockeyturnier im Berliner Sportpalaſt nahm am
Samstag einen verſprechenden Anfang. Das erſte Spiel endete
unentſchieden zwiſchen L. T.C. Prag und Oxford Canadians
1:1. — Das abſchließende Lokaltreffen zwiſchen dem Berliner
S. C. und der Auswahlmannſchaft des Brandenburgiſchen
Eisſportverbandes gewann der Berliner S.C. mit 3:0.
Deutſcher Zehnkampfſieg in Südamerika.
Aus der ſüdbraſilianiſchen Stadt Sao Paulo wo
bekannt=
lich der deutſche Weitſprung=Rekordmann R. Dobermann=Köln
ſeit einiger Zeit als Trainer tätig iſt, wird eine Glanzleiſtung
eines anderen Deutſchen gemeldet, und zwar von D. Gerner.
Der frühere Stettiner Preuße ſchuf in Sao Paulo mit 7276
Punk=
ten einen ſüdamerikaniſchen Zehnkampfrekord und ließ
dabei ſeinen nächſten Konkurrenten um mehr als 1000 Punkte
hin=
ter ſich. Die Einzelleiſtungen Gerners waren folgende: 100 Meter
in 11,2 Sek.; Weitſprung: 6,72 Meter; Kugel: 11.15 Meter;
Hochſprung: 1,73 Meter: 400 Meter: 52,1 Sek.: 110 Meter Hürden:
16,8 Sek.; Diskus: 33,02 Meter; Speerwurf: 52,05 Meter;
Stab=
hochſprung: 3.20 Meter: 1500 Meter: 4.30,8 Min.
Der Allgemeine Deutſche Automobil=Club beſchloß, in Zukunft
auch dem Flugſport näherzutreten, mit dem man bisher nur loſe
Fühlung hatte.
Ein Tennis=Länderkampf in der Halle zwiſchen Dänemark und
Frankreich endete in Kopenhagen mit einem 6:1=Sieg der
Fran=
zoſen.
Ungariſcher Herbſtmeiſter im Fußball wurde Hungaria,
nach=
dem der Mitropa=Cupſiger Ujpeſt gegen Nemzeti eine Niederlage
erlitt.
Rundfunk-Programme.
Frankfurt a. M.
Montag, 15. Dezember.
11.00: Promenadenkonzert des Frankf. Konzert=Orch, auf dem
Schil=
lerplatz.
15.00: Paul Laven: Ein rheiniſcher Weberjunge erzählt.
16.00: Kurhaus Wiesbaden: Tanztee.
18.05: Stadtarzt Dr. Jüngſt: Jugend, Beruf und Sport.
18.55: Induſtriepädagogik. Geſpräch.
19.05: Engliſcher Sprachunterricht.
19.30: Saalbau Frankfurt a. M.: Stunde der Kammermuſik.
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führende: Das Amar=Quartett.
20.30: Von Köln: Leichte Muſik des Orch, des Weſtd
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2.20: Tanzunterricht.
23.05: Von Berlin: Tanzmuſik.
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Deutſche Welle. Montag, 15. Dezember.
10.10: Schulfunk: Kinder erzählen für Kinder: Fröhliche Märchen,
12.00: Schulfunk: Engliſch für Schüler.
14.30: Kinderſtunde: Wir machen eine Kinderzeitung.
15.00: Ernſt Schmidt: Wir jungen Arbeiter.
15.45: Maria von Bornſtedt: Von Weihnachtskrippen und vom
Krippenbauen.
16.00: Stud=Dir. Otto Stolzenberg: Aus der Berliner
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16.30: Berlin: „Nachmittagskonzert.
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Kammerorcheſter der Gemeinnützigen Vereinigung.
18.00: Stadtarzt Dr. B. Harms: Heizung und Beleuchtung.
18.30: Prof. Dr. Lohmeyer: Die Schöpfungsgeſchichte in den
Reli=
gionen der Völker.
19.00: Engliſch für Anfänger.
19.30: Dr. Rautmann: Bekämpfung der Euterentzündung und des
ſeuchenhaften Verkalbens.
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Verantwortlich für Polltik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleton, Reich und
Ausland und Heſiſche Nachrichten: Mar Streeſei für Sport Karl Böhmann;
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch, für den Schlußdienſt: Andreas Bauer;; für
„Die Gegenwart” Tagesſpiegel in Bild und Wort. Dr. Herbert. Neite.
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