Einzelnummer 10 Mfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
d gem Erſcheinen vom 1. Novemder
F 2.18 Reſchzmarl und 22 Pfennig
ieholt 2.25 Reichsmark, durch die
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zadſchkeſt für uns. Poſtſchectonte
ſädter und Nationalbans
hnisfurt g. M. 1301.
Nummer 302
Samstag, den 1. November 1930. 193. Jahrgang
isman ſel Hant poſbengsprit. Morgenzerrung der Landeshauptſtaut
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darſtadt 25 Reichefg.
Finanz=Anzeigen 40 Reſchepfg. Rellamezelle (92 mm
breil 2 Reichsmark Anzelgen von auswärte 40 Reſchepfg
Finanz=Anzeigen 60 Reſchepfg. 92 mm breite Nellams
zeiſe 2.00 Reſchsmark. Aſſe preiſe in Reſchemark
1 Dolſar — 4.20 Markl. — Im Falle, höherer
Gewall, wie Krieg, Aufruhr, Strell nſw., erliſcht
ſede Verpfliſchtung auf Erfüllung der Anzeigen=
hr alszwei Duhend Geſekenkwürfe. — Die Vorlagen über die Senkung der Realſteuern und die
Beſchränkung der Perſonglausgaben in den Ländern verfaſſungsändernd.
Ungünſtige Mehrheitsausſichken für die Regierung.
Mit oder ohne Arkikel 482
* Berlin, 31. Okt. (Priv.=Tel.)
anz 1 btaſchend iſt das Reichskabinett in der vergangenen
doch ſun zum Abſchluß ſeiner Beratungen über das Reform=
24amm ſangt. Selbſt in amtlichen Kreiſen hatte man am
erstagg gend nicht mit einer ſolchen Beſchleunigung des
Lehlos gegenet. Der weſentliche Inhalt der mehr als zwei
nd Geſetntwürfe, um die es ſich handelt, iſt ja bereits aus
ren Abitilungen bekannt. Um nur die wichtigſten aufzu=
Rülen, drehlt s ſich dabei um die Gehaltskürzungen im
buNch, dutBeſchränkung der Perſonalausgaben
ändeu und Gemeinden, verbunden mit einem Be=
Lun ungsſtrrgeſetz, Anpaſſung des
Haushalts=
uſtesvoLändern und Gemeinden an das Reich,
NTabolktuererhöhungen, Zuſchlag zur
Ein=
menſſieer, Verlängerung der Ledigenſteuer,
wikung)dt Realſteuernin den Ländern,
Steuer=
tinhattlichungsgeſetz, Senkung der
Kapital=
hu züfehrsſtuern. Maßnahmen zur Verbilligung
niſthe Kleiſwohnungsbaues, Ausbau des Reichs=
Awuſtengüſtes und eine proviſoriſche Regelung
—Finaſna usgleichs. Mindeſtens ſind die Vorlagen
dielſenkung der Realſteuern und die
Be=
hänkumder=Perſonalausgaben in den Län=
Ehlen ver ſungsändernd, weil hier ein Eingriff in die
ſazhohein et Länder erfolgt. Die „Voſſ. Ztg.” glaubt, daß die
Esſſungschin unden Geſetze, die eine Zweidrittelmehrheit im
„stag bſihgen, ſich vielleicht vermeiden laſſen, wenn es
ge=
verträu che Vereinbarungen über dieſe Fragen zwiſchen
und Qädern zuſtande zu bringen. Die Punkte, in denen
Länder füderſtand angekündigt haben, ſind: die Kontrolle
eigenem hinanzgebarung, die Umgeſtaltung der
Hauszins=
die Sſung der Realſteuern und die vom Reich geplante
ſung deu zeamtengehälter. Die Länder ſind zwar an ſich mit
Kürzumnider Beamtengehälter einverſtanden, das Reich will
von deur Erſparnis, die ſich daraus für die Länder ergibt,
igene 2 mn zwecke 100 Millionen Mark abziehen, und gegen
tAnt Punkſt ctet ſich der Widerſtand der ſüddeutſchen Länder,
ens und uch einzelner mitteldeutſcher Länder.
Jon ſüdletſcher Seite iſt vorgeſchlagen worden, ſtatt der
ein=
chen 6uuentigen Kürzung der Beamtengehälter einen
ge=
ſalten Ablzy vorzunehmen, der mit 15 Prozent bei den oberen
eAtern bülnnen und auf 2 Proz, bei den unteren Gehältern
ſael ſoll. 9 Reich hält dem Standpunkt der Länder entgegen,
die Künjzrg der Gehälter bei Länder= und
Gemeindebeam=
ine Erſinenis von 300 Millionen Mark bedeuten würde, ſo
wenn 10 Reich für ſich ſelbſt 100 Millionen abzieht, den
ſern imme noch zwei Drittel des erſparten Betrages
ver=
ſten würige. Insgeſamt wird die Kürzung der
Beamten=
i ter eineß Erſwarnis von 514 Millionen Mark bei allen öffent=
Körperliaiten bedeuten, und zwar entfallen davon auf das
8 62 Mllmnen, auf, die Reichspoſt 62 Millionen, auf die
ſesbahn MMillionen, auf Länder und Gemeinden 300
Mil=
en. Die ſſetze bedürfen alſo zur Annahme einer
qualifizier=
eMehrheis Vorläufig kämpft der Kanzler noch ziemlich hoff=
Blos um ie einfache Mehrheit. Daß es ihm gelingen wird,
E die Naxſaalſozialiſten — die mit den Kommuniſten allein
W eine Scneminderheit bilden könnten — dafür zu gewinnen,
tehr alssſwahrſcheinlich, ſo daß ſich auch ſchon unter dieſem
Atswinkeklie Notwendigkeit einer Einſchaltung
BArtikies 48 ergibt.
eim Freuth haben die Beſprechungen mit den 8
mittel=
norddeucher Ländern und den Hanſeſtädten, über das
anzurd amm der Reichsregierung ſtattgefun=
Die glecen Unterhaltungen wird der Kanzler am
Sams=
en Drestk rnit der ſächſiſchen Regierung führen, die, dem
riſchen Blbiel folgend, auch die Frage der Amortiſierung der
Ndung findie früheren ſächſiſchen Staatsbahnen aufgewor=
Köat.
D Erhöhung der Tabakſteuer.
Las Finuz) rogramm der Reichsregierung ſieht bekanntlich
Erhöhun der Tabakbeſteuerung vor, und in dem neuen
BSctat 0 0 auch Mehreinnahmen von 167 Millionen aus
m. Litell ſigeſtellt. Das Reichsfinanzminiſterium hat ſich
Moſſen, m engliſchen Muſter zu folgen und eine Erhöhung.
Mehſtofft laſ ung vorzunehmen. Die Zollerhöhung
verur=
leine meh Erhebungskoſten und bedeutet automatiſch für
Deutſchenl asakbau eine Exiſtenzſicherung. In Ausſicht
ge=
emen iſt 10 Erhöhung von 80 RM. auf 400 RM. für einen
belzentngs im eine Ueberlaſtung der Zigarettenproduktion
Iermeidend alr gleichzeitig die Materialſteuer von 500 RM.
2d. Raa e abgeſetzt, die Banderolenſteuer für Zigaretten
gen bon/4EM. auf 38 NM. erhöht werden. Für Zigarren,
er Laugt) Schnupftabake die keine Materialſteuer tragen,
be auch APanderolenſteuer unverändert.
on die hihung der Rohſtofbelaſtung bei der Zigarette
Dd iſt, UFl die Negierung darauf, daß trotz der Er=
Nung MABanderolenſteuer keine Erhöhung
einekkaufspreiſe eintreten wird, ſondern die
9te Maſtung von der Induſtrie und dem
inDer aMa gen wird. Dagegen wird die Vermehrung
Nang zu einer Preiserhöhung der übrigen Tabak=
, der wahrſcheinlich ein Koſumrückgang folgen
Wdem rechneriſchen Ergebnis der Erhöhung etwa
70 Millionen RM. abgeſetzt werden müſſen, um zu dem
vermut=
lichen tatſächlichen Ergebnis zu kommen.
Aus Steuern und Zöllen wird insgeſamt ein Ertrag von
1272 Millionen RM. erwartet, um 167 Millionen RM. mehr als
bisher. Da der Geſamtwert des Kleinverkaufspreiſes etwa
3 Milliarden beträgt, ſtellt ſich die Belaſtung durch Zoll und
Steuer auf rund 42 Prozent.
Der Reichsernährungsminiſter für Henkung
der Lelensniſſeureſſe.
So ziemlich alle Reſſorts der Reichsregierung ſind in ihrem
Bereich dazu übergegangen, die Preiſe herabzudrücken. Das
Reichswirtſchaftsminiſterium hat den Anfang mit der Kohle
ge=
macht und auch Ermäßigungen durchgeſetzt, die in erſter Linie für
die Eiſeninduſtrie von großer Bedeutung ſind. Soweit die
Braunkohle ſich der Preisſenkungsaktion angeſchloſſen
hat, iſt durchgedrückt, daß in erhöhtem Maße der
Haushalts=
brand von den Ermäßigungen Nutzen ziehen ſoll. Daneben
haben im Reichswirtſchaftsrat Unterſuchungen über die
Preisſen=
kung ſtattgefunden, und ein erheblicher Teil von
Wirtſchafts=
gruppen hat freiwillig die Preiſe zurückgeſchraubt. Täglich
fol=
gen weitere Wirtſchaftszweige. Unſtreitig am wichtigſten
für den Verbraucher iſt aber eine Senkung der
Lebensmittelpreiſe. Hier hat Miniſter Schiele das
Wort, der zwar die Rolle des Landwirtſchaftsminiſters ſpielt und
für die Landwirtſchaft auf geſetzgeberiſchem Wege, das Höchſte
herauszuholen ſucht. Nachdem er ſo ziemlich ſeine Ziele erreicht
hat oder die Vorlage im Kabinett verabſchiedet worden ſind, hat
er ſich auf den zweiten Teil ſeines Titels beſonnen. Er ſpielt
jetzt ausſchließlich den Ernährungsminiſter und hat ſeine
beſon=
dere Aufmerkſamkeit den Lebensmitteln zugewendet. In den
nächſten Tagen wird er Beſprechungen mit den
Bäcke=
reivertretern abhalten, um zu erreichen, daß die
Preiſe für alle Backwaren nicht unerheblich
herabgeſetzt werden. Er hat in der Einladung bereits
die Erwartung ausgeſprochen, in dieſem harten Winter möchte
ſich auch das Bäckergewerbe mit einer kleineren
Gewinnſpanne begnügen. Am Freitag hat der
Mini=
ſter bereits die gleichen Beſprechungen mit den
Ver=
tretern des Fleiſchergewerbes abgehalten und auf
ſie eingewirkt, ihre Mitglieder anzuhalten, die
Fleiſchpreiſe merklich abzubauen.
17,6 Millionen Zehlbefrag.
UNB. Berlin, 31. Oktober.
Der preußiſche Finanzminiſter hat dem Landtag eine
Ueber=
ſicht über die Staatseinnahmen und Staatsausgaben, für das
Rechnungsjahr 1929 vorgelegt. Das Rechnungsjahr 1928 hatte
mit einem Ueberſchuß von rund 300 000 Mark abgeſchloſſen, der
zur weiteren Tilgung von Staatsſchulden zu verwenden war.
Für das Rechnungsjahr 1929 iſt, der Voſſ. Ztg. zufolge, nach dem
Jahresabſchluß der Generalſtaatskaſſe ein Fehlbetrag von 17,6
Millionen Mark entſtanden. Die Betriebsverwaltungen ergaben
gegen den Anſchlag ein Weniger von 15,6 Millionen Mark. Die
Steuern und Abgaben, haben für Preußen ein reines Mehr
er=
bracht von insgeſamt 12,6 Millionen Mark, das ſich
zuſammen=
ſetzt aus einem Mehr von 13,7 Millionen Mark bei den
Reichs=
ſteuerüberweiſungen und einem Weniger von 1.1 Millionen Mark
bei den preußiſchen Steuern und Abgaben. Die ſonſtigen
Ein=
nahmen der allgemeinen Finanzverwaltung haben ein Mehr
er=
geben von 11 Millionen Mark, die Hoheitsverwaltungen hoben
ohne außerplanmäßige Ausgaben nach Abzug erhöhter
Verwal=
tungseinnahmen und unter Berückſichtigung der
Minderaus=
gaben einen Mehrzuſchuß von 7,8 Millionen Mark erfordert. Zu
dieſen Ausgaben treten bei den Hoheitsverwaltungen
außerplan=
mäßige Ausgaben zu Laſten des allgemeinen Staatsfonds von
17,8 Millionen Mark. Insgeſamt beträgt die Verbeſſerung
8 Millionen, die Verſchlechterung 25,6 Millionen. Ueber die
Deckung des Fehlbetrages iſt noch keine endgültige Beſtimmung
getroffen. Ginſtweilen iſt er aus allgemeinen Kaſſenbeſtänden
gedeckt worden.
Annahme des bayeriſchen Ekats im Landkag.
München, 31. Oktober.
Das Geſetz über die Abgleichung des ordentlichen
Staats=
haushaltes für 1930, das auch die Schlachtſteuer enthält, wegen
deren Nichtannahme im Sommer die Regierung Held zurücktrat,
wurde in der heutigen Vollſitzung des Landtages erledigt. In
namentlicher Abſtimmung wurde die Regierungsvorlage mit 86
gegen 2 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen angenommen.
Für die Vorlage ſtimmten die Bahriſche Volkspartei, die
Deutſch=
nationalen, die Deutſche Volkspartei und die Sozialdemokraten,
dagegen die Kommuniſten, während ſich die Bauernbündler der
Stimme enthielten. Die Nationaliozialiſten beteiligten ſich an
der Abſtimmung nicht.
* Vor Neugeſtalkung der
Anleihe=
berakungsftelle.
— Als im Juli d. J. die neuen Richtlinien der
Beratungs=
ſtelle für Auslandsanleihen beim Reichsfinanzminiſterium
her=
ausgegeben wurden, machte ſich ſofort in kommunalen Kreiſen,
ganz beſonders aber bei den Verbänden und
Spitzenorganiſa=
tionen der Kommunen, eine lebhafte Oppoſition geltend, die bis
heute angehalten hat. Die Länderkonferenz, von der ſeinerzeit
die neuen Richtlinien der Anleiheberatungsſtelle in Behandlung
genommen waren, hatte einen Unterausſchuß aus den Vertretern
der Länder eingeſetzt, um die weitere Bearbeitung der neuen
Richtlinien zu erledigen. Das Weſentliche und Neue an den
abgeänderten Richtlinien liegt darin, daß der
Verwendungs=
zweck, der bisher von der Beratungsſtelle als mit für die
An=
leihegenehmigung entſcheidend nachzuprüfen war, überhaupt
wegfällt und die Prüfung lediglich auf die Anleihekonditionen
abgeſtellt wird, ferner darin, daß die Anleihekontrolle auf
in=
ländiſche Emiſſionen und auf die in privatwirtſchaftlicher Form
aufgezogenen Kommunalbetriebe als Emittenten ausgedehnt
wird. Der Verwendungszweck der Anleihe ſoll lediglich an die
Billigung der Länder gebunden ſein, die Geldaufnahme darf
im allgemeinen nur für werbende Zwecke erfolgen, wie
über=
haupt die Aufnahme von Krediten und Anleihen im Inlande
der vorherigen Genehmigung der Landesregierungen nach den
neuen Beſtimmungen unterliegt. Genau geſehen ſtellt dieſe
Neuregelung der Frage des Verwendungszweckes, in dem die
Anleiheberatungsſtelle ausgeſchaltet wird, inſofern einen nicht
unerheblichen Fortſchritt für die Beweglichkeit der kommunalen
Finanzpolitik dar, als dadurch, auf dem Wege über die
Län=
der, ihre Bedürfniſſe individueller behandelt werden können.
Hinzu kommt, daß der Begriff „Geldaufnahme im allgemeinen
nur für werbende Zwecke” ein ziemlich dehnbarer iſt. Mit der
Herausnahme der Prüfung des Verwendungszweckes wird aber
auch der Anleiheberatungsſtelle, die, wie geſagt, auf die Kontrolle
der Konditionen beſchränkt wird, die Arbeit weſentlich erleichtert,
ſie braucht nicht mehr die ſchwierige und beſonders vom
Stand=
punkt des Geldgebers ſchwer zu beurteilende Frage der
Pro=
duktivität einer Anleihe zu prüfen. Sie kann vielmehr
deſto=
mehr und beſſer ſich um die planmäßige Pflege des
Anleihe=
marktes, auf die es gerade in einem ſo kapitalarmen Lande wie
Deutſchland ſo ſehr ankommt, kümmern. Der Grundſatz der
pfleglichen Behandlung des inländiſchen Kapitalmarktes hat
aber ein geordnetes Syſtem ſeiner Beanſpruchung zur
Voraus=
ſetzung, und dieſes ſoll praktiſch eben dadurch eingerichtet
wer=
den, daß die Kontrolltätigkeit der Anleiheberatungsſtelle in
bezug auf die Konditionen auf das Inland und auf die im
kom=
munalen Beſitz befindlichen ſogenannten Verſorgungsbetriebe
ausgedehnt wird. Gerade die Entwicklung auf dem deutſchen
Geld= und Kapitalmarkt in den letzten Wochen und Monaten
hat uns gezeigt, wie groß das Bedürfnis einer Pflege des
In=
landmarktes iſt. Darum iſt auch der Proteſt aus
Kommunal=
kreifen gegen die Ausdehnung der Kontrolle auf die
Verſor=
gungsbetriebe nicht recht verſtändlich, abgeſehen davon, daß dieſe
Betriebe unſeres Erachtens ganz und gar nicht entgegen der von
Kommunalſeite geäußerten Anſicht mit rein privatwirtſchaftlichen
Unternehmungen auf die gleiche Stufe geſtellt werden können.
Denn bei den Verſorgungsbetrieben iſt nicht, wenigſtens im
allgemeinen, wie bei den privatwirtſchaftlichen die Rentabilität
in erſter Linie für ihre finanzielle Gebarung Vorausſetzung
und ausſchlaggebend, ſondern ſie ſind vielmehr mit den Finanzen
der ſie beſitzenden bzw. beherrſchenden Kommunen ſo eng
ver=
bunden, daß ſie nicht mehr in eigener Verantwortung, auf eigene
Rechnung und eigenes Riſiko kalkulieren können, ſondern ſich
nach den finanziellen Verhältniſſen ihrer Beſitzer, die durchweg
nicht günſtig ſind, richten müſſen. Es ſind Fälle vorgekommen,
in denen Kommunen, mit der Ablehnung eines Anleihegeſuches
ſeitens der Beratungsſtelle rechnend, ſich die gewünſchte Anleihe
über ihre Verſorgungsbetriebe beſorgt haben. Hieran erkennt
man auch, daß eine Feſtlegung des Verwendungszweckes der
An=
leihen wenig Sinn hat und daß ſeine Herausnahme aus den
Prüfungsgegenſtänden der Beratungsſtelle zweckmäßig iſt.
Die im Juli d. J. bekanntgegebenen neuen Richtlinien der
Beratungsſtelle für Auslandsanleihen beim
Reichsfinanzmini=
ſterium haben inzwiſchen durch die Bearbeitung des oben
ge=
nannten Unterausſchuſſes aus den Vertretern der Länder in
weſentlichen Punkten eine Aenderung erfahren, wodurch die
Wünſche der Ländervertreter und der Kommunen, allerdings
nur zum Teil, berückſichtigt worden ſind. Um dieſe gegenüber
dem urſprünglichen Entwurf veränderten Richtlinien geht jetzt
der Kampf, und die Entſcheidung ſoll in dieſen Tagen
getrof=
fen werden. Als erhebliche Konzeſſion an die Kommunen iſt die
Tatſache zu werten, daß der Beratungsſtelle, die aus je einem
vom Reichsfinanzminiſterium, Reichswirtſchaftsminiſterium und
Reichsbankdirektorium beſtellten Sachverſtändigen ſowie aus dem
Präſidenten der Preußiſchen Staatsbank und der Baheriſchen
Staatsbank beſteht, jetzt auch ein von den Kommunen nach ihrem
eigenen Ermeſſen zu beſtellender Sachverſtändiger beigeſellt
wer=
den ſoll. Die Kommunen würden alſo, da es ſich bei der
zu=
künftigen Arbeit der Beratungsſtelle im weſentlichen um die
Prüfung der Anleihebedingungen handelt, einen kommunalen
Finanzſachverſtändigen in die Beratungsſtelle zu entſenden
haben. Für Inlandsanleihen wird die Genehmigungspflicht
der Länder in der neu vorgeſchriebenen Form aufrechterhalten,
ſie haben bei Inlandsanleihen die Vertragsentwürfe und die
Anleihebedingungen der Beratungsſtelle einzureichen, die dann,
wenn dieſelben nicht den Richtlinien entſprechen, gegebenenfalls
Einfpruch erheben und Abänderungen fordern kann. Für
Aus=
landsanleihen ſoll es nach wie vor bei der Genehmigung
durch die Beratungsſtelle bleiben, wobei wiederum die
Prü=
fung des Verwendungszweckes den Landesregierungen
über=
laſſen wird; allerdings ſollen die kommunalen Kreditausſchüſ
von den Ländern gutachtlich herangezogen werden und
ſozu=
ſagen Vorgutachten erſtatten. Die Kommunen haben ſich von
Seite 2
Samstag, den 1. November 1930.
Nummer 300
den ihnen in dem neuen Entwurf der Richtlinien gemachten
Konzeſſionen nicht für befriedigt erklärt, ſondern ſich in der
Oeffentlichkeit ſcharf gegen dieſe Neugeſtaltung der
Anleihe=
beratungsſtelle gewandt. Der Deutſche Städtetag will ſich, falls
es zur Durchführung der Nichtlinien in der jetzt vorliegenden
Faſſung, die in ihrer Geſamtheit übrigens noch nicht bekannt
ift, an der Anleiheberatungsſtelle nicht beteiligen und auch
keinen Vertreter in ſie entſenden, weil er nicht glaubt, die
Ver=
antwortung dafür übernehmen zu können. Der
Hauptbeſchwerde=
punkt ſeitens der Kommunen iſt wiederum die geplante
Aus=
dehnung der Zuſtändigkeit der Beratungsſtelle auf
Inlands=
anleihen und auf Anleihen der Verſorgungsbetriebe. Die
Mit=
wirkung der Kommunalverwaltung bei der Beratungsſtelle
er=
ſcheint dem Städtetag zu unbedeutend, abgeſehen davon, daß bei
Auslandsanleihen eine ſolche Mitwirkung überhaupt fehlt.
Wei=
ter wird kritiſiert, daß Kredite nur für Ausgaben zu werbenden
Zwecken beſchafft werden ſollen und daß vor allem Warenkredite
für ſtädtiſche Betriebe uſw., die mit einer Laufzeit von länger
als einem Jahre ausgeſtattet ſind, der Kontrolle unterliegen
ſollen. Dadurch werde es den Kommunen zu ſehr erſchwert,
Kredite mit langen Zahlungszielen für wertvolle, die
Beſchäf=
tigungsmöglichkeiten ſtark verbeſſernde Arbeiten zu erlangen.
Die Kommunen ſchlagen ihrerſeits vor, die Kontrolle der
In=
landsanleihen von der Beratungsſtelle in den Kreditausſchuß
des Städtetages zu verlegen, der ſeinerſeits im Einvernehmen
mit dem betreffenden Landeskreditausſchuß arbeiten ſoll. An
den Beratungen der Kreditausſchüſſe ſollen nach dem Vorſchlag
des Städtetages je ein Vertreter des Reichsfinanzminiſteriums,
des Reichsbankdirektoriums und der zuſtändigen Landesregierung
teilnehmen. Unter der Vorausſetzung, daß ihr Gegenprogramm
für die Reglementierung des Inlandsmarktes zur Durchführung
gelangt und daß ſie in der Beratungsſtelle für Auslandsanleihen
Sitz und Stimme erhalten, würden ſich die Kommunen, wie es
in der Erklärung des Deutſchen Städtetages ausdrücklich heißt,
mit der Inſtitution der Beratungsſtelle für Auslandsanleihen
beim Reichsfinanzminiſterium einverſtanden erklären.
Mit dieſen Gegenvorſchlägen des Deutſchen Städtetages iſt
der Kampf um die Neugeſtaltung der Beratungsſtelle in ſein
letztes Stadium getreten. Die Alternative lautet:
Beratungs=
ſtelle oder Kreditausſchuß für kommunale Inlandsanleihen, da
es hinſichtlich der Beratung der Auslandsanleihen wohl bei der
bisherigen Regelung bleiben dürfte. Sollte es in der Kontrolle
der Inlandsanleihen zu dem zentralen Kreditausſchuß kommen,
ſo müßten in ihm die Vertreter der Kommunen, der Länder
und des Reiches paritätiſch tätig ſein. Geht man davon aus,
daß die pflegliche Behandlung des Kapitalmarktes im Intereſſe
der geſamten Wirtſchaft eine notwendige Vorausſetzung für das
Gedeihen des Ganzen iſt, daß alſo ein ſyſtemloſer Anſturm auf
neubelebte Kapitalmärkte ſeitens der Kommunen verhindert
wer=
den muß, ſo wird allerdings in allen Fällen, wo es eine
ge=
ſpannte Lage des Kapitalmarktes verlangt, die letzte
Entſchei=
dung über die Genehmigung einer kommunalen Anleihe beim
Reich zu liegen haben, da es die Intereſſen der Geſamtheit beſſer
zu überſehen und zu berückſichtigen in der Lage iſt. Man könnte
z. B. dem Reich ein Einſpruchsrecht gegenüber den
Entſcheidun=
gen des zentralen Kreditausſchuſſes geben. Was den Einwand
der kommunalen Spitzenverbände gegen eine vom Reich geübte
Kommunalaufſicht anbelangt, ſo ſollte beachtet werden, daß nach
dem Entwurf der neuen Richtlinien die Aufſichtsbeſtimmungen
auf die Dauer viel einſchneidender ſein werden, als es bisher
durch die Tätigkeit der Beratungsſtelle der Fall war. Den der
Entwurf bringt eine Neuregelung auch des ſtaatlichen
Aufſichts=
weſens, nämlich die Verpflichtung der Länder, die geſetzlichen
Beſtimmungen für dieſe Aufſicht erheblich zu erweitern. Daß
eine ſolche Erweiterung des Aufſichtsweſens nicht ohne weiteres
abgelehnt werden kann, werden alle diejenigen zugeben, die die
kommunale Finanzgebarung und Verſchuldungspolitik der letzten
Jahre mit Recht für ungeſund halten. Die alte
Anleiheberatungs=
ſtelle hat zumindeſt Wertvolles dadurch geleiſtet, daß ſie durck
Erſchwerung der Finanzierungsmöglichkeiten die
Ausgabefreu=
digkeit der Kommunen hemmte. Sicherlich wird aber weder
durch Anleiheberatungsſtelle, noch durch zentralen
Kreditaus=
ſchuß die nicht mehr aufſchiebbare Reform der
Kommunalfinan=
zen erreicht werden, da die Gründe zu den ungünſtigen
Finanz=
verhältniſſen der Kommunen nicht auf wirtſchaftlichem Gebiete
liegen. Vielmehr wird es Aufgabe der Finanzkontrolle und
der Finanzreform ſein müſſen, hier, unterſtützt durch die Arbeit
der kommunalen Kreditausſchüſſe, die in letzter Zeit einige
Leiſtungen aufzuweiſen haben, Wandel zu ſchaffen. Mit der
Re=
gelung des kommunalen Kreditweſens werden ſchließlich nur
die Wirkungen der kommunalen Kreditpolitik bekämpft. Bei
den Kommunen muß wieder eine vorſichtigere Finanzgebarung
Platz greifen, und dies kann im ganzen, wie es kürzlich der
frühere Stadtkämmerer der Stadr Berlin, Dr. Karbing, treffend
präziſierte, nur geſchehen, wenn die kommunalen Steuern
umge=
ſtaltet werden (Finanzreform). Dieſe Umgeſtaltung kann aber
nur in dem Sinne vorgenommen werden, daß die
Stadtverord=
neten nicht mehr zur Hauptſache Vertreter der
Steuerkonſumen=
ten, ſondern wieder auch Vertreter der Steuerproduzenten
werden.
Vom Tage.
Die Gewerkſchaften der Reichsbahner haben das
Arbeitszeitabkommen zum 30. November gekündigt, weil
das jetzige Syſtem bei der großen Arbeitsloſigkeit nicht aufrecht
erhal=
ten werden ſolle.
Wie aus Colmar gemeldet wird, iſt der Antrag des
Auto=
nomiſten Roſſe auf Reviſion ſeines Prozeſſes, die
er mit Rückſicht auf das Urteil in dem Prozeß gegen den Autonomiſten
Roos in Beſancon begründete, verworfen worden.
In Lemberg ſind führende ukrainiſche Politiker
verhaftet worden.
Bei der Nachwahl im Wahlbezirk Paddington (
Eng=
land) hat die Wahl den Sieg des Kandidaten der Beaverbrookſchen
Par=
tei für Empire Free Trade, des Admirals Tahlor, ergeben. Tahlor
er=
hielt 11 29 Stimmen. Der offizielle Kandidat der Konſervativen
Par=
tei, Sir Herbert Liliard, vereinigte 10 268 Stimmen auf ſich. Für die
Kandidatin der Arbeiterpartei, Miß Evans, wurden 7794 Stimmen
abgegeben.
In Freiburg iſt der Führer des badiſchen Zentrums
Prälat Dr. Joſef Schofer, im Alter von 64 Jahren plötzlich
geſtorben.
Außer dem abgeſchloſſenen türkiſch=griechiſchen Freundſchaftsvertrag
wurde am Donnerstag abend durch Miniſterpräſident Jsmet Paſcha
und Veniſelos ein türkiſch=griechiſcher Neutralitäts
und ein Schiedsgerichtsvertrag ſowie ein Protokoll über
die Einſtellung des Wettrüſtens zur See unterzeichnet. Ferner
unter=
zeichneten die Außenminiſter der beiden Länder Handels=, Schiffahrts=
und Niederlaſſungsverträge.
Die Jayne far die Sreigfieſtattemäte.
Schwere Zuchkhausſtrafen für die Bombenleger.
Altona, 31. Oktober.
Im Altonaer Bombenlegerprozeß wurde am Freitag abend
18 Uhr das Urteil verkündet: Hofbeſitzer Claus Heim erhielt
ſieben Jahre Zuchthaus, Schriftſteller Herbert Volck, ſieben
Jahre Zuchthaus, Kaufmann Hans Nickels zwei Jahre ſechs
Monate Gefängnis, Kunſtmaler Schmidt fünf Jahre ſechs
Mo=
nate Zuchthaus, Hofbeſitzer Rathjen ein Jahr Zuchthaus,
Ju=
welier Rehling wurde freigeſprochen, Kraftwagenführer
Wi=
borg erhält ein Jahr drei Monate Gefängnis, Kaufmann
John=
ſen fünf Jahre drei Monate Zuchthaus, Geſchäftsführer
Weſchke 50 RM. Geldſtrafe oder fünf Tage Haft, außerden
ſechs Monate Gefängnis, Gaſtwirt Matthes 50 RM. Geldſtrafe,
Landwirt Hennings fünf Jahre drei Monate Zuchthaus
Landwirt Vick ſechs Jahre Zuchthaus, Landwirt Luhmann
fünf Jahre Zuchthaus, Landwirt Becker fünf Jahre drei
Mo=
nate Zuchthaus, Weichenſteller Mahnecke ein Jahr Zuchthaus,
Kaufmann Rieper ein Jahr drei Monate Zuchthaus, Landwirt
Holländer vier Monate Gefängnis, Frau Holländer wird
freigeſprochen, Landwirt Boſſen erhält vier Monate 14 Tage
Gefängnis, Hofbeſitzer Wilhelm Hamkens ſtatt zwei Monaten
Gefängnis 500 RM. Geldſtrafe, Schriftleiter Bruno v.
Salo=
mon wird freigeſprochen.
* Nach beinahe 10 Wochen währender Verhandlung iſt das
Ur=
teil verkündet worden. Es iſt ſo ausgefallen, wie man es nach
Lage der Dinge und den Strafbeſtimmungen des
Sprengſtoff=
geſetzes erwarten mußte. Ueber den Prozeß braucht man nicht
mehr viel zu ſagen. Die Sprengſtoffattentate nahmen ihren
Aus=
gang von der ſchweren Notlage der ſchleswig=holſteinſchen
Bauernſchaft. Sie ſind aber ausgelöſt worden durch die Fehler
der preußiſchen Behörden, die durch rückſichtloſes Vorgehen gegen
die Bauern, durch die Beſchlagnahmungen von Vieh und
Erntevor=
räten, durch Verſteigerungen und den Einſatz von Polizeikräften
die Erregung zum Siedepunkt ſteigerten. Damit war für einige
politiſche Abenteurer, zu denen ſich auch gewiſſe ehrliche, aber
ver=
zweifelte Landwirte geſellten, das Signal gegeben, eine Tätigkeit
zu entfalten, die mit Politik und politiſchem Tageskampf nichts
mehr zu tun hatte und darüber hinaus dem Landvolk ſchwer
ge=
ſchadet hat. Zum Glück kamen bei den Sprengſtoffattentaten keine
Menſchen zu Schaden, während der Sachſchaden beträchtlich war
und auch die Ermittelung der Täter eine Stange Gold koſtete.
Vollſändige Wiederaufnahme der Arbeit
bei der Berliner Meigllindufkrie.
Berlin, 31. Oktober.
Nachdem die Urabſtimmung in der Berliner Metallinduſtrie
eine überwältigende Mehrheit für die Wiederaufnahme der
Ar=
beit ergeben hat, wurde heute früh in den großen Betrieben, bei
Borſig, der A. E. G., Osram, Bergmann uſw., die Arbeit wieder
reſtlos aufgenommen. Auch in vielen kleineren Betrieben wurde
heute wieder in vollem Umfange gearbeitet.
Die Polizeizuſchüſſe an Braunſchwat
Das Reichskabinekt
behälk ſich ſeine endgültige Enkſcheidung vorn
Berlin, 31. Oktobch
in der Frage der Weiterzahlung der Polizeigeldeu
Braunſchweig hat der Reichskanzler, folgendes Telegramn M
das Staatsminiſterium in Braunſchweig gerichtet:
„Der Herr Reichsminiſter des Innern hat wiut
dem Inhalt des Schreibens Kenntnis gegeben, das er am 710
M. an die braunſchweigiſche Regierung gerichtet hat und jmnc —„füt
er zum Ausdruck bringt, daß er ſich die Entſcheidängl=
über die Weiterzahlung der
Braunſchweig entfallenden Zuſchüſſe zuue
auf das 2.
Polizeikoſten zunächſt vorbehalten müfſe.
dem die Angelegenheit zum Gegenſtand einer Ausſprache 7
y=
halb der Reichsregierung gemacht iſt, beehre ich mich mitzuueſcu”
daß auch das Reichskabinett ſich die endgü
Entſcheidung vorbehält. Für die Regelung des 2/Hind
ſchenzuſtandes iſt der Herr Reichsminiſter des Innern zic
dig, der hierüber gleichzeitig beſondere Mitteilung macht.”
Wie wir vom Reichsminiſter des Innern erfahren n
in der Zwiſchenzeit in der Auszahlung der Polizeigelden=
Unterbrechung nicht ein, vielmehr iſt die Auszahlung fürrfaitoch
vember inzwiſchen bereits erfolgt.
* Braunſchweig hat alſo für November ſeine Poliſi inſt
ſchüſſe bekommen. Das iſt unzweifelhaft auf das Eingreifoſt vor
Kanzlers zurückzuführen, der mit keiner Länderregierungn!
Konflikte wünſcht. Sein Brief deckt zwar den Innenmmt"
Dr. Wirth, in der Sache aber hat er ihn bereits preisgenll.,99
was aus der Ueberweiſung des Geldes hervorgeht. Hoffſſie iter di
lernt Herr Wirth aus dieſem Falle Braunſchweig und u e
heim
ſich auch den kleineren Ländern gegenüber, gleichgültig 1 ar0.
von Nationalſozialiſten mitregiert werden, etwas zurückhlutwgn der
der. Seinem Anſehen hat er keinen Dienſt geleiſtet unin br rune
FaM
Kanzler nur Unbequemlichkeiten bereitet.
Han Heſſ
Wahlierror gegen die Deukſchen in Oſtoberſchlaltz
Wgem
CNB. Kattowitz, 31. Ottols /071 n0
In einer geſtern abgehaltenen Beſprechung des Haunc ſtoo vele
ſchuſſes der Deutſchen Wahlgemeinſchaft vermittelten die B Mnu dire
der Vertrauensleute aus den Wahlkreiſen ein erſchüttellupe ſnt eine
Bild des Terrors, dem die deutſche Minderheit in der Fetzum der
Zeit ausgeſetzt iſt. An die Abhaltung von Wahlverſammll4,
wagt man diesmal gar nicht zu denken. Einzelne
Vertra=
leute erklärten, daß der Terror auf dem Lande noch ſchll”mtu mr f
ſei als während des letzten Aufſtandes. Die Führer der 19no
ſchen Wahlgemeinſchaft wurden beauftragt, nochmals (0 ſngge
Wojwoden vorſtellig zu werden und um Schutz zu bitten.1 5) üſen
Beim Verlaſſen der Stadtverordnetenſitzung in S½
wurde der Herausgeber des dortigen Stadtblattes, Kſan Art
Hunold, von einem auswärtigen Aufſtändiſchen derart ad
gen, daß er beſinnungslos zuſammenbrach. Nach ärzuf
Gutachten wird der Mißhandelte mindeſtens fünf Wochſe=
Krankenhaus liegen müſſen. Drei weitere deutſche Stadtt 2,
nete wurden gleichfalls mißhandelt.
an
der
Gewaltmaßnahme
aigen
gegen die größte deutſche Druckerei in Poſels. in G
ie der deutſche ſeine Aerfonkceent
enkdeckte.
Seitdem Jakob Burckhardt in ſeiner berühmten „Kultur der
Renaiſſance in Italien” die Entdeckung der Perſönlichkeit als
eine Großtat dieſer Bewegung erkannt hat, iſt die deutſche
Er=
oberung des ganzen Menſchengehaltes, der Durchbruch des
In=
dividualismus in unſerer Kultur ſtets als eine Nachahmung des
italieniſchen Vorganges angeſehen worden. Die eingehendere
Beſchäftigung mit der italieniſchen Kunſt trug dazu ebenſoviel
bei wie die Unkenntnis von den tieferen Geiſtesſtrömungen in den
der Nenaiſſance vorangehenden Jahrhunderten. Erſt in jüngſter
Zeit hat die Kunſtgeſchichte die ſelbſtſchöpferiſche Tätigkeit des
deutſchen Geiſtes auch auf dieſem Gebiet betont, und unter
Be=
nutzung dieſer kunſtgeſchichtlichen Erkenntnis macht nun der
Breslauer Nationalökonom Heinrich Bechtel in ſeinem ſoeben bei
Duncker u. Humblot in München erſchienenen Werk „
Wirt=
ſchaftsſtil des deutſchen Spätmittelalters” den hochbedeutſamen
Verſuch, die Loslöſung des Einzelnen aus der mittelalterlichen
Gemeinſchaft und die Entſtehung eines ausgebildeten
Perſön=
lichkeitsbewußtſeins als eine rein deutſche Entwicklung
nachzu=
weiſen. Er geht von dem Bruch mit der Ueberlieferung aus,
der ſich in Deutſchland um 1350 in vielen Dingen, vor allem
in den Umbauten und Neubauten der Kirchen, Rats= und
Ver=
ſammlungshäuſer, offenbart und zeigt, wie ſich die Menſchen
immer mehr aus der Gemeinſchaft einer ganzen Siedlung
be=
freien und zu einzelnen Körperſchaften zuſammenſchließen. Wie
begreiflich, wird dieſer Weg zur Entdeckung der eignen
Perſön=
lichkeit zuerſt von dem Künſtler getan, der ja in ſeinem
Schauen und Fühlen ſeinen Zeitgenoſſen vorausgeht. Aus der
ganz anonymen Bauhütte, in der Bauleute, Maler und
Bild=
hauer vereinigt waren, treten die einzelnen Kunſthandwerker
heraus und zu Zünften zuſammen. In der Zunft war ſchon
eine ſtärkere Pflege der perſönlichen Anſichten und Intereſſen
möglich, und dieſe Heraushebung einzelner Gruppen zeigt ſich in
den verſchiedenen Schulen der Maler und Bildhauer, die nun in
den einzelnen Landesteilen entſtehen. Allmählich erlangen
her=
vorragende Meiſter Ruf und Namen; Ihre Arbeit wird
be=
ſonders geſchätzt, und man verlangt bei Beſtellungen
ausdrück=
lich „Eigenhändigkeit” der Ausführung, zeigt alſo, daß einem
an dem Werk einer beſtimmten Perſönlichkeit gelegen iſt. So
verſicherte noch Dürer ſeinem Auftraggeber Jakob Heller: „Es
ſoll kein ander Menſch kein Strich doran malen dann ich.”
Dieſe Heraushebung der einzelnen Perfönlichkeit zeigt ſich
in der Malerei dadurch, daß der Meiſter einer Werkſtatt ſein
Monogramm anbringt und dann ſogar ſeinen vollen Namen.
Die Malerei des 14. Jahrhunderts entdeckt in Deutſchland die
Schönheit des Raumes, die Mannigfaltigkeit der Natur, die
Eigenart des individuellen Menſchengeſichtes und entdeckt ſo
ganz ſelbſtändig die Merkmale, durch die ſich die einzelnen
von=
einander unterſcheiden. Doch iſt das Bewußtwerden der
Künſt=
lerperſönlichkeit wohl zuerſt bei den Bauleuten nachweisbar,
unter denen einzelne Individualitäten hervortreten, ſo der
Meiſter Erwin, Meiſter Johannes und Meiſter Gerlach am
Straßburger Dom, Ulrich von Enſingen in Ulm, Johann Hültz
in Köln. Bewußten Künſtlerſtolz zeigt es, wenn der Baumeiſter
Matthäus Enſinger im Berner Münſter unter ſein Standbild
die naiv=trotzige Inſchrift ſetzt: „Machs na!‟ Die Maler
fol=
gen im 15. Jahrhundert nach; ſo ſetzt z. B. Hans Multſcher
neben ſeinen Namen auf eine Plaſtik noch: „manu propria” (mit
eigner Hand). Die Luſt am ſelbſtändigen bewußten Schaffen iſt
nun erwacht. Das Handwerksmäßige wird zurückgedrängt, und
an die Stelle der Geſellenarbeit, die der Werkſtattleiter nur
über=
wachte, tritt ſeine perſönliche Leiſtung, die ſich immer mehr von
der durchſchnittlichen Arbeit abhebt. Aus dieſer Stimmung
erwachſen dann die großen deutſchen Künſtlerperſönlichkeiten,
die wir im 15. Jahrhundert in Plaftik und Malerei beſitzen.
Die gleiche Entwicklung wird von dem Verfaſſer auch in den
wirtſchaftlichen Lebensformeln nachgewieſen. Wie die Städte
ſich nach Größe und Eigenart immer mehr voneinander abheben
und in ihnen ſtreng geſonderte Stände, Gruppen, Zünfte und
Verbände entſtehen, ſo tritt auch in Handel und Gewerbe der
Einzelne immer mehr als Perſönlichkeit hervor, die das Neue
aufnimmt und den Mut zu ſelbſtändigen, wirtſchaftlichen
Hand=
lungen beſitzt. Im Spätmittelalter treten einige Großhändler
auf, die ſich z. T. aus kleinſten Verhältniſſen emporſchwingen
und zu Reichtum und Macht gelangen, ſo z. B. der Nürnberger
Ulman Stromer, Jakob Fugger in Augsburg, Claus Stalburg
in Frankfurt a. M., Ott Ruland in Ulm ſowie verſchiedene
Männer der Hanſa, die alle dem Jahrhundert von 1350 bis
1450 angehören. Sie ſind die Träger der ſozialen Bewegung,
entfalten eine bis dahin unbekannte Kühnheit in Geſchäften und
ſelbſtändigen Urteilen, und dieſe Männer ſind es auch, die
zu=
erſt ihre Bildniſſe malen laſſen. So iſt um die Mitte des
15. Jahrhunderts, ohne weſentliche Abhängigkeit vom Ausland,
die Perſönlichkeit in Deutſchland entdeckt worden. Es war eine
ungeheure Tat, deren Bedeutung wir uns heute kaum noch
vorſtellen können. „Vermutlich waren die Gefühle der
Men=
ſchen damals”, ſchreibt Bechtel, „ähnlich dem Staunen des
Kin=
des, das ſeine kleine Perſon zum erſten Mal im Spiegel
ent=
deckt, ähnlich dem Schauer im heranwachſenden Jugendlichen, der
eines Tages den Gegenſatz und Abſtand zwiſchen ſich und der
Umwelt empfindet, den großen Dualismus im bewußten
Indi=
viduum, Perſönlichkeit ſein zu müſſen aus eigner Kraft.”
J. K.
Ar
Poſen, 31. Ohtatz=
Durch Verfügung des hieſigen Magiſtrats als erſte F urnüſlicht n
iſt aufgrund eines Gutachtens einer Kommiſſion am heuimCrry
Freitag, nachmittags 2,15 Uhr, die Druckerei Concordia in ng na ine
das größte deutſche Unternehmen in der Provinz, in dempr=ſrn vurde
die bekannte Zeitung der deutſchen Minderheit, das „FZeſtch wer
Tageblatt”, gedruckt wird, geſchloſſen worden. Der ganen dufracbu
trieb wurde ſtillgelegt, ſo daß auch das „Poſener Tag/emdiöu
heute nicht erſcheinen kann. Die Maſchinen wurden beuwiſſele
und die Betriebsräume mit Polizeipoſten beſetzt. Dura. Plupchg
Maßnahme werden über 200 Arbeiter und Angeſtellte NWß Dam
Die Schließung iſt auf unbeſtimmte Zeit erfolgt, ſo dell n Mute,
nicht abzuſehen iſt, wie lange dieſe Anordnung des Magl=”
in Wirkung bleibt.
Heſſiſches Landeskheaker.
Kleines Haus. — Freitag, 31. Oktober.
„Figaros Hochzeit”.
Komiſche Oper von W. A. Mozart.
Heute gaſtierte Paula Kapper vom Landesthealie
Stuttgart aushilfsweiſe als Suſanne, empfangen und Voſe
von Beweiſen der Anhänglichkeit, die unſer Darmſtädte Nm
kum ſeinen Lieblingen von je bewahrt. Sie iſt ſchlanle.
den, und ihre Stimme klang friſcher, als vor 2 Jahren, 0½!"
verließ. Aber das iſt nicht das, was ihren Erfolg ausſſce
ihre ausgezeichnete Leiſtung davontrug. Sondern es it. ſ
perament, ihre Muſikalität und ihre Intelligenz, die ſich ſ.
der Perſönlichkeit, der Anmut der Bewegungen, dem 2
Mimik, der Beherrſchung der Rolle äußern. Sie iſt kele
worden. Sie ſang vollkommen unabhängig vom Tatſt..
hatte ein völlig lückenloſes Spiel, ſie gab den Rezitalſw.
neue Pointen. Ihre Mitwirkung gab der Vorſtellung.
Zwißler ſehr fein leitete, eine eigene Note, die dem eih ,
ſpielten Stück gut bekam.
* Jan Kiepura im Tonfilm.
Berliner Uraufführung: „Die ſingende 8te?
Der Titel des neueſten einheimiſchen Groß=Tonfilms iſt Ree
er müßte „Die ſtotternde Stadt” lauten. Jan Kiepura ſinc. e
Arien mit gewohnter Meiſterſchaft, ſonſt aber ſtottert und weilst.
in dieſem Machwerk ärgſter Sorte. Unfilmiſch (und ausgene.
onfilmiſch) das Drehbuch von Hans Szekely, ohne eigentlich R
ohne Steigerung, ohne Spannungsmomente. Die lebensſchle.
Witwe verliebt ſich in den italieniſchen Fremdenführer mi.*
reriſchen Tenor; er paßt nicht in die Großſtadt und kehrt vech.
ſeiner Signorina nach Neapel, der ſingenden Stadt, zurüch.
Ur
zige und reichlich abgeklapperte Ideechen vermag nicht d.
weniger, als auch die Spielleitung vollkommen verſactz:, ſ.
gillt 1
ſich auf Salonſzenen und Naturaufnahmen. Die Meiſtel. Auri”
Tonkamera verſtanden nicht, ihre Materie zu meiſtern.
ſind verſchwommen, die Tonwiedergabe in höchſtem Grob..
men. Und unentwegte Nebengeräufche vernichten jede Stono. iar
Genuß. Bis auf die paar Lieder von Kiepura, deſſen Stiole.
Nebengeräuſche übertönt. Weibliche Hauptrolle: Brigſte.
die große ſchauſpieleriſche Hoffnung. Heute: Darſtellerl
gende Linie. Bleiben: Schönheit der Formen und Liwſeh. L
wie !9
ſcheinung ohne Geſtaltungskraft. Georg Alexander erhel” wech
Und — übertreibt wie immer. Nebenrollen: Annehloe g
regender Durchſchnitt. Das ganze Werk ohne Nibel‟
Gutmütigkeit des Publikums. Das man durch ähnſiche Beie.
zwingen wird, die tönende Leinwand kategoriſch zu vere.
Andri4.2
302
Samstag, den 1. November 1930.
Seite 3
MArbeitsbeſchaffungsprogramm Heſſens
Bisdt für 16 Millionen Zuſakarbeik.
5 bitk pRillionen Reichsmittkel für Straßenbauken
in Ausſicht.
In grei= Anterhaltung mit Staatsrat Karcher, dem Leiter der
Steilungi— Arbeit und Wirtſchaft im Wirtſchaftsminiſterium,
isten wöüser den augenblicklichen Stand des Programms auf
ſätzlichtie ”b eitsbeſchaffung für Erwerbsloſe u. a::
7. Zur /6aß fung von geeigneter Arbeitsgelegenheit für die
aus=
ſeuerte b werbsloſen hat der Landtag bekanntlich einen
Be=
jg vom nrchſt 400 000 Mark zur Verbilligung eines Kapitals
dn etwa4llTillionen von 8 Prozent auf 3 Prozent bereitgeſtellt.
veſe Züue billigung iſt für höchſtens 20 Jahre vorgeſehen.
undſätzſzl erfolgt die Durchführung dergeſtalt, daß die
Ge=
inden uß Zur Ausführung der Arbeiten erforderliche Kapital
bei dieZanken und Sparkaſſen, d. h. in erſter Linie durch die
en nahhe tende Landes= und Kommunalbank, Girozentrale und
maüirksſpzutſen beſchaffen und das Land auf Grund des
Dar=
ensvewts bei Fälligkeit den zugeſagten Zinsanteil
ver=
et. Ugrünglich trug das Programm den Namen „15=
Mil=
ſinen Kredit”; hierbei waren aber die Reichsmittel in
ſe von wer 7 Millionen berückſichtigt. Dieſe ſtehen aber zum
ßten Iiſ noch aus.
Das =Staßenbauprogramm, aus dem 3—4
Millio=
für ucſeri vorgeſehen ſind, wird ſoeben finanziert. Die
ſuitſche ucßſe1 ſchaft für öffentliche Arbeiten A. G. hat ſich (wie ſie
zate minhlt, die nötigen Mittel geſichert, um für
ecke deg irtſchaffenden Arbeitsloſenfürſorge Darlehen im
Be=
ge vonn Millionen Reichsmark geben zu können. Dieſe
Mit=
ſtamnme bauptſächlich aus laufenden Einnahmen an Zinſen
Amonzttſkonen aus den der Geſellſchaft vom Reich
überwieſe=
altenn ſarlehen, noch nicht aber aus einer
Auslands=
leih eüder die die Verhandlungen noch nicht
ab=
ſchlo ſy ſind. Unter Berückſichtigung der Grundförderung
Reichisaſtalt für Arbeitsvermittlung und
Arbeitsloſenver=
rung i) Darlehensgewährung der Länder und der eigenen
wenduſmen der Träger können damit jetzt Arbeiten im
Geſamt=
te vom uigefähr 250 Millionen Reichsmark in Angriff
ge=
men uue)im.
Von imin Heſſen für das Sonderprogramm in Betracht
kom=
u den Om) gemeinden, die mindeſtens 100 Ausgeſteuerte
veiſennmſten, ſind Arbeiten für über 30 Mill. RM.
igemenſſet worden. Hier kann angemerkt werden, daß zum
piel 7RLandgemeinden zuſammen über 2100 Ausgeſteuerte
euen, zuu viele Gemeinden erwarteten, ihnen würde zur
Ent=
ung Bzwelo direkt zufließen. Unter dem Vorſitz von Staats=
Karchrrhrt eine Miniſterialkommiſſion — beſtehend aus
m Veſſetter des Wirtſchafts=, des Finanz= und des
Innen=
iſteriug — in ſehr ſchwierigen Verhandlungen die
Vertei=
f der Verfügung ſtehenden Mittel vorgenommen.
Es kolme nur für einen Teil des Arbeitskapitals
Zinsver=
gung iſbeſagt werden. Bei der Berückſichtigung der Arbeiten
ausyürggebend die Zahl der ausgeſteuerten
werbusoſen, die finanzielle und wirtſchaftliche Lage der
effendeßemeinden und der volkswirtſchaftliche. Wert der
zuführofnen Arbeit. Es zeigte ſich, daß die mit
Wohlfahrts=
erbsloſlerarn meiſten belaſteten Gemeinden auch vielfach die
tſchaftlſchund finanziell ſchwächſten waren. Um eine weitere
aſtung zhier Gemeinden durch Ausführung eigener Notſtands=
Liten hm durch neue Kreditaufnahme hierfür nach
Möglich=
zu verden, wurden in den beſonderen Notgebieten größere
ißenarween der Provinzen, größere
Kulturar=
ten ſſruppenwaſſerverſorgung.
Entwäſſe=
igsatgen) ausgeführt, bei denen die
Ausgeſteuer=
der ſchchhen Gemeinden teils monatelang Beſchäftigung fin=
In aitnelnen Fällen iſt eine unmittelbare Ankurbelung oder
köct gangzhlkung rentierender Privatbetriebe
urch eruglicht worden, daß die Sitzgemeinden ſich finanziell
durch Argſchaft beteiligten und das Land für das Beteili=
„oskapithleine Zinsverbilligung gewährt hat.
Insgeſſa wurden folgende Arbeiten gefördert, die zum Teil
ausgesüürt werden:
4 211950 RM.
Stretſihau
2919 350 „
Kanmlau.
1 399 400
Waſtreitungen
773 130
Melſnz onen und Regulierungen
200 000
Schutmbäder
2 554 000
Hochpfaten
zuſammen: 12057 830 RM.
Von dieſen Beträgen ſind rund 7,3 Millionen auf drei
Pro=
zent Verzinſung verbilligt. Der Reſt trägt eine geſamte
Ver=
zinſung von neun Prozent. Von dieſen über 12 Millionen
ent=
fallen auf Materialkoſten etwa 6,5 Millionen, auf unmittelbare
Arbeitslöhne 6 Mill. RM. Bei Zugrundelegung eines
durch=
ſchnittlichen Stundenlohnes von nur 1 RM. und 25 Tagen pro
Arbeitsmonat erhellt arbeitsmarktpolitiſch, daß mittelbar und
unmittelbar etwa 6000 bis 7000 Ausgeſteuerte durchſchnittlich ſechs
Monate Verdienſt erhalten haben und dabei produktive und zum
Teil hochrentierliche Arbeit geleiſtet wurde. In den
Material=
koſten ſtecken etwa zur Hälfte mittelbare Arbeitslöhne für
Her=
ſtellung der Materialien, Schotter, Kunſtſteine, Zementrohre,
Formſtücke, Bauholz uſw. So iſt auch mittelbar eine Belebung
des Gewerbes und Handels verbunden. Die Landwirtſchaft wurde
durch die beträchtlichen Fuhrleiſtungen bei Straßenbauten und
Meliorationen unterſtützt, ſo daß der gerade im Landtag aus
die=
ſen Kreiſen gekommene Widerſtand längſt aufgegeben iſt.
Daneben läuft ein Betrag von etwa 3,5 Millionen für den
zuſätzlichen Kleinwohnungsbau, der namentlich den
Land=
gemeinden in Großſtadtgegenden zugute kommt. Ohne die noch
ausſtehenden vier Millionen des Reiches für den zuſätzlichen
Stra=
ßenbau und Mitteln aus der Weſthilfe ſind in dieſem Jahre
bereits etwa 16 Millionen zuſätzlich in die heſſiſche
Wirt=
ſchaft geleitet worden, womit tauſenden Familienvätern für
Mo=
nate Arbeit und Brot geſichert war. Dazu kommt, daß ein
er=
heblicher Teil Ausgeſteuerter wieder unter die Fürſorge der
Ar=
beitsloſenverſicherung geſtellt wurde, wodurch die Gemeinden eine
weitere Entlaſtung erfahsen. Bisher wurde die Finanzierung der
Arbeiten flott durchgefürrt.
6-
Heſſen und das Rußland=Geſchäft.
Erhöhung der Bürgſchaftsgarankie um eine Million.
* Der heſſiſche Miniſter für Arbeit und Wirtſchaft legt
ſo=
eben dem Landtag einen neuen Geſetzentwurf vor, der die
Aus=
fallgarantie des Landes für Lieferungsgeſchäfte nach Rußland
von bisher 1 Million auf 2 Millionen RM. erhöhen will.
Heſſen hatte bisher Bürgſchaften von rund 1898 500 RM.
über=
nommen, was, da der Staat nur eine 25prozentige Garantie
über=
nimmt, eine Geſamtlieferſumme von über 7½
Mil=
lionen bedeutet. Zur Zeit laufen Bürgſchaften in Höhe von
244 500 RM. Angeſichts der ſteigenden Wirtſchaftskriſe
intereſ=
ſiert ſich auch die heſſiſche Induſtrie ſtärker am Rußlandgeſchäft.
Soeben wurden neue Lieferungen von etwa 1,5 Millionen
aus=
geführt, wofür 387 500 RM. Staats=Garantie zugeſagt wurden.
Bisher hat Heſſen noch in keinem Fall als Bürge
eintreten müſſen. Die ſtrenge Prüfung der
Bürgſchafts=
geſuche durch den interminiſteriellen Ausſchuß unter Mitwirkung
der Deutſchen Reviſions= und Treuhand=A.=G. hat ſich
vollkom=
men bewährt. Um den Export zu fördern, hat die
Reichs=
regierung inzwiſchen für das Ruſſengeſchäft die
Geſamtgarantie=
ſumme von bisher 60 Prozent auf jetzt 70 Prozent erhöht.
Dem=
entſprechend haben die Firmen zunächſt 20 Prozent eines
Aus=
falls vorweg zu tragen, während von dem weiteren Ausfall
Reich und Land 70 Prozent im Verhältnis von 4:3 Teilen
über=
nehmen. Der Landtag wird zweifelsohne dieſer Abmachung
zuſtimmen.
Herabſehung der Losholzkare.
In Verfolg der von der Reichsregierung eingeleiteten
Preis=
ſenkungsaktion hat man ſich auch im Heſſiſchen Finanzminiſterium
mit den etwaigen Möglichkeiten zur Einleitung von
Preisſen=
kungen beſchäftigt. Als ein erfreuliches Ergebnis dieſer
Bera=
tungen iſt es anzuſehen, daß die Forſtabteilung die
diesjährige Losholztaxe durchgängig um mehr
als ein Viertel geſenkt hat, was in den örtlich davon
betroffenen Kreiſen als merkbare Erleichterung empfunden
wer=
den wird. Wenn auch die Möglichkeiten des Landes, unmittelbar
preisſenkend zu wirken, beſchränkt ſind, ſo mögen dieſem erſten
Beweis, an der angeſtrebten Preisſenkungsaktion mitzuwirken,
weitere folgen.
Pteußiſche Bevorzugung auf Koſten Heſſens.
* Wie im Reichstag von einem bayeriſchen Abgeordneten
mitgeteilt wurde, hat Preußen im 1. Halbjahr 1929 von 100 RM.
Aufträgen des Reiches 77,23 Prozent erhalten, Heſſen dagegen
nur 1,69 Prozent. Das bedeutet für Preußen ein Mehr
an Aufträgen von rund 95 Millionen RM., für
Heſſen dagegen eine Benachteiligung von 2, 4
Millionen. Wenn auch die anderen Länder ähnlich benach=
teiligt wurden wie Heſſen, ſo läßt ſich eine ſolche Verteilung für
ein Land, das unter Beſatzung und Arbeitsloſigkeit mehr als
jedes andere Land zu leiden hatte, nicht rechtfertigen.
Die Zentrumsfraktion des Landtages fordert daher in einem
Antrag mit vollem Recht, energiſche Vorſtellung bei
der Reichsregierung, daß die zur Behebung der
Arbeits=
loſigkeit zu vergebenden Arbeiten nach den in der Wirtſchaft
be=
ſchäftigten Perſonen oder nach dem Grad der Arbeitsloſigkeit
auf die Länder verteilt werden.
Zur Vorbereikenden
Abrüſtungs=
konferenz.
Miniſterbeſprechung über die Abrüſtungsfrage.
Berlin, 31. Oktober.
Nachdem der Auswärtige Ausſchuß des Reichstags in ſeinen
letzten Sitzungen eingehend über den Stand der Frage der
all=
gemeinen Abrüſtung beraten und die in der Preſſe
veröffent=
lichte Entſchließung gefaßt hat, hat, wie wir hören, über die
gleiche Frage unter Vorſitz des Herrn Reichskanzlers und unter
Hinzuziehung der Chefs der Heeres= und Marineleitung auch
eine Beſprechung zwiſchen den beteiligten Reichsminiſtern
ſtatt=
gefunden. Gegenſtand dieſer Beſprechung waren die von
Deutſch=
land in der Abrüſtungsfrage zu befolgende Politik ſowie
insbe=
ſondere diejenigen Punkte, die mit dem Programm der in der
nächſten Woche in Genf zuſammentretenden Vorbereitenden
Ab=
rüſtungskomiſſion zuſammenhängen. Die Führung der deutſchen
Delegation für dieſe Kommiſſion iſt wiederum dem Botſchafter
a. D. Grafen Bernſtorff übertragen worden. Der Delegation
ge=
hören außerdem als Vertreter des Reichswehrminiſteriums der
Admiral Freiherr von Freyberg und der Oberſt von Schönheynz,
ſowie einige weitere Sachverſtändige an.
Amerikaniſche Vermitklungsakkion zwiſchen Ikalien
und Frankreich.
Wie aus Anlaß der Ankunft des amerikaniſchen
Abrüſtungs=
ſachverſtändigen Gibſon in Paris in hieſigen politiſchen Kreiſen
verlautet, hat Präſident Hoover Gibſon völlig freie
Hand in der Frage einer Vermittlung zwiſchen
Italien und Frankreich vor Eröffnung der
vorbereiten=
den Abrüſtungskonferenz in Genf gegeben. Das
amerika=
niſche Staatsdepartement ſoll die Anſicht
vertre=
ten, daß im Falle des Nichtzuſtandekommens
einer Einigung zwiſchen Frankreich und
Ita=
lien, die bevorſtehende Konferenz der
Abrü=
ſtungskommiſſion zum Scheitern verurteilt ſei.
Amerika iſt aber in hohem Maße daran intereſſiert, die
Vorberei=
tende Abrüſtungskonferenz erfolgreich zu geſtalten, da nach
Ame=
rikas Anſicht eine Wiederbelebung der Weltwirtſchaft in nicht
geringem Maße von der Erhaltung des Friedens in Europa
ab=
hänge. Aus dieſem Grunde habe das Staatsdepartement
per=
ſönliche Verhandlungen Gibſons mit der franzöſiſchen und
italie=
niſchen Regierung gebilligt. Gibſon iſt am Freitag in Rom
ein=
getroffen und hatte bereits im Palazzo Chigi eine längere
Unter=
redung mit dem Miniſter des Aeußern Grandi, über deren
Er=
gebnis jedoch nichts mitgeteilt wurde.
Der Stahlhelm an Hervé.
CNB. Berlin, 31. Oktober.
Zu den wiederholten Anfragen des Herausgebers der
fran=
zöſiſchen Zeitung „La Victoire”, Hervé, an den Stahlhelm hat der
Bundeskanzler des Stahlhelms, Wagner, wie die Blätter
berich=
ten, in einem Schreiben wie folgt geantwortet;
„Der Stahlhelm hat bereits vor einigen Tagen auf.
An=
regungen von einer Seite, die er als Vermittler nicht für
be=
rufen hält, öffentlich Stellung genommen. Die Welt weiß, daß
der Stahlhelm die Streichung der Tributlaſten, die Rückgabe des
Saargebiets, deſſen Deutſchtum jede Abſtimmung klar erweiſen
würde, die Herſtellung eines Großdeutſchlands, die Schaffung von
Lebensraum durch Rückgabe geſicherten Kolonialbeſitzes, die
Rü=
ſtungsfreiheit, den Wiedergewinn voller Hoheitsrechte für
Deutſch=
land und die Löſung der Korridor= wie der übrigen Oſtfragen
als vornehmſte Aufgabe außenpolitiſcher Befreiungsarbeit
unab=
läſſig betrieben hat. Solange indes die franzöſiſche Nation an
dem Glauben an Deutſchlands Schuld am Kiege feſthält, iſt für
uns im Stahlhelm keine geeignete Grundlage gegeben. Für das
nationale Deutſchland iſt die Beſeitigung der Kriegsſchuldlüge der
ausſchlaggebende Ehrenpunkt. Der wahre Friede der Welt kann
nur auf Grund des Selbſtbeſtimmungsrechtes aller Nationen
ge=
ſchaffen werden.”
Zih Wiederholung der Großen Meſſe
Wilchliekerſen durch den Muſik=Verein Darmſtadt
Als imſ rühjahr der Muſik=Verein bei der Uraufführung der
ſe von /Aterſen, einen ſo bedeutenden Erfolg hatte, wurde
uſach unid uc in unſerm Blatte der Wunſch ausgeſprochen, daß
große Ahe der Einſtudierung durch eine Wiederholung des
Vorragezun Werkes gelohnt würde, und daß all den Hörern,
die einliäuitigen Schönheiten und die ſtarke Vergeiſtigung
5 Meigſſeverkes in ſich aufgenommen hatten, Gelegenheit
ben wüm, noch einmal dies nachhaltige Erlebnis auf ſich
ein=
ſen zu en. Hoffentlich wird dem Verein von ſeiten des
Allikums Erfüllung dieſes Wunſches gelohnt und ſuchen recht
e Höreiyen. Weg zur Wiederaufführung. Wenn gerade in
rer Zeiſlymerer und äußerer Umſtürze, ſchärfſter Gegenſätze,
ſſteckend/ Oberflächlichkeit und doch auch wieder tiefer
Sehn=
nach kſoem Frieden und nach Geborgenſein in
metaphy=
in Regöyin ein Komponiſt es wagt, nicht mit der großen
ige ders auellen Dichter und Komponiſten zu gehen, denen
is weuſtllte Aufgabe erſcheint, gerade dieſe Zerriſſenheit,
in geiſtim rund ethiſchen Nihilismus unabläſſig zu zeichnen,
zin er alsinſamer in jahrelanger Arbeit ſich in die Glaubens=
Heilswiſe wertieft, die der Menſchheit durch faſt zwei
Jahr=
ende Erurng, Troſt und Stütze waren, ſo leiſtet er, der
Op=
ſt, durach in en Glauben an die Menſchheit, an die Seele, an
ſte übevitſche Ideen, Hoffnungen und Offenbarungen der
welt e5y/ größeren Dienſt, als es zerſetzender Kritizismus
zyniſchushätläufertum vermag.
And wan ich liegt in dem altchriſtlichen Meſſetert eine ſolche
innera Erlebens, eine ſolche Tiefe ewiger Menſchheitsſehn=
Menſc ltsnot und Hoffnung auf Erlöſung und Verklärung,
er imme wieder die bedeutendſten Geiſter aufs neue feſſelt,
e9t undwin perſönlichen Auseinanderſetzung mit ſeinen
In=
en antuht. Nennen wir nur die Namen Paleſtrina, Bach,
hoven, Gu ner, ſo bedeuten die Meſſen dieſer Meiſter
Höhe=
te künlgliſchen Schaffens, religiöſen Erlebens, die zu den
eien Leumgeen menſchlichen Geiſtes zu zählen ſind. Erſcheint
Da nichte rmeſſen, wenn nach ſolchen Offenbarungen einer
erer Zeiteſhaſſen es wagt, ſeine Gedanken, mit denen dieſer
ben meſ kzu wollen? Nur dann iſt er dazu berechtigt, wenn
ich zu UImigem verſönlichen Verhältnis zu den
Glaubens=
ten der Iſs durchgerungen hat, daß er, wie die Apoſtel, in
igen redA jaß aus ihm eine Tonſprache quillt, die innerſte
erzeuguu treftes Empfinden und ureigenſte Wahrheit in
birgt
2 no wirkt Peterſens Meſſenkompoſition wahrhaftig.
iſt übensiel ſionell in demſelben Maße wie Beethovens Miſſa
His G.” religiös im tiefſten Sinn, wenn das Streben des
Dichen niMgollendung, die Sehnſucht nach dem Unerreichbaren
gioſitätz herutet, ſie iſt menſchlich indem ſie immer wieder
ubiektis UEmpfinden, die verſönliche Stellungnahme zu jedem
Ftm
(Urt und auch vom Zuhörenden verlangt. Zugleich
daß dieſe Meſſe, kein Werk verſtandesmäßiger
ondern, daß ſie in all ihren Teilen; vor allem
pfunden, A (hnit, gefühlt iſt. —
Für das Hören dieſes Kunſtwerkes iſt es aber vor allem nötig,
daß man den Text nicht wie etwas Fremdes empfindet, dazu mag
manchen die lateiniſche Sprache führen, ſondern daß man an der
Hand der Ueberſetzung, die in ſehr glücklicher Weiſe Wort für
Wort dem Lateiniſchen zugefügt iſt, ſich geiſtig mit dem
Kompo=
niſten identifiziert, mit ihm fühlt, ſeine Tonſprache mit Hilfe des
Wortes wirken zu laſſen verſucht. Zerknirſchtes Ringen, frohe
Glaubenszuverſicht, tiefſtes Mitleid und andächtige Ahnung des
Unfaßbaren Nichtverſtehbaren wird dann in der Muſik lebendig,
und jeder Kommentar wird bei ſolchem Hören völlig überflüſſig.
Hat doch gerade die Uraufführung auch demjenigen, der das Werk
ſchon vorher aus den Noten kannte, noch beſonders viel gegeben
durch den herrlichen Klang des Chorſatzes und die Schlichtheit und
Erhabenheit des Orcheſterklanges. Das Werk lebt und atmet, und
man darf gerade von der Wiederaufführung erwarten, daß alle,
die ſchon damals ſich mit vollſter Ueberzeugung mitwirkend für
die Meſſe einſetzten, nun nach weiterem Studium und erneuter
Vertiefung in ihre Schönheiten abermals ihr Beſtes hergeben
werden, ja daß ihre Begeiſterung ſich nun in noch verſtärktem
Maße dem Zuhörer übermitteln wird. Wer Ohren hat zu hören,
Noack.
der höre!
Die Kunſt und der Foriſchritt.
Das Drängen in immer bewegten Fortſchritt hinein, wie es
unſere heutige Welt beherrſcht, erwuchs aus dem techniſchen Werk.
Zu deſſen Weſen gehört es. Techniſche Leiſtung beſteht nur
in=
dem ſie ſich überholt. Ein geſtriges Modell iſt wertlos im Sinn
aktiver Technik. Technik muß fortſchreiten, muß immer beſſere
Löſungen herausbringen. Das „Nie zurück!” iſt ihr Daſeinsgrund.
Ein „Immer zurück!” aber wartet heimlich in aller Kunſt
Aller Wechſel der Kunſtgeſinnungen iſt ein Sich=Beſinnen auf
reine, vom Zeitwandel unberührte Geſtalt. Fortſchritt in der
Kunſt iſt das Gegenteil von Fortſchritt in der Technik. In der
Technik lockt ewig das „Vorbild”. In der Kunſt darf nur das
„Urbild” locken.
Und hier iſt der Punkt, wo man der Kunſt der letzten hundert
Jahre den Vorwurf nicht erſparen kann, daß ſie den Lebensgrund
der Technik allzu bereitwillig in den eigenen hat herüberwirken
laſſen. „Fortſchritt” bekam auch in der Kunſt jenen drängenden,
nur der praktiſchen Sphäre erlaubten Charakter „Weg vom
Alten!” oder „Neues um jeden Preis!‟ Die Kunſt geriet in die
Hetze des Tages. In jene Hetze, die uns den Sin des Augenblicks
hringt, die uns jede neue Sache mit dem Gefühl betrachten läßt:
Morgen wird eine Verbeſſerung auftauchen. Ja, gegenüber den
Dienſten, die uns die Technik leiſtet, dürfen wir nie die
er=
ſchreckende Wertminderung aller Einzeldinge überſehen, die
not=
wendig im Gefolge der Fortſchrittshetze ſich einſchleicht!
In dieſem gefährlichen Augenblick muß die Kunſt eingreifen.
Sie darf nicht mit einſtimmen in den Ruf „Weiter!” Sie muß
ihm die Mahnung „Reiner!” entgegenhalten. Sie muß dem
Augenblick wieder Dauer verleihen und den ſchönen Glauben an
ein Sein, dem kein Werden ſeinen Sinn rauben kann.
Dieſe Ausführungen Oskar Schürers, die wir dem
Novem=
berheft der Darmſtädter Kunſtzeitſchrift „Deutſche Kunſt und
Dekoration” entnehmen, ſcheinen uns ein Wort höchſt zeitgemäßer
Beſinnung zu ſein. Sie erhalten gerade dadurch Wert, daß ſie in
einer Zeitſchrift ſtehen, die dem „Fortſchritt” in der Kunſt von
jeher am hingebendſten gedient hat, die aber dieſen Fortſchritt
ſtets ſo aufgefaßt hat, daß die Kunſt vom wechſelnden Standpunkt
der Zeiten aus immer wieder das Ewig=Gültige auszuſprechen
habe. Darauf gründet ſich die führende Bedeutung, die ſich die
Deutſche Kunſt und Dekoration” erobert hat, das einzigartige
Anſehen, das ſie nicht nur in Deutſchland, ſondern in der geſamten
Kulturwelt genießt.
Die Bedeutung der „Deutſchen Kunſt und Dekoration” muß
gerade in dieſen Tagen, da (am 9. November) der Herausgeber
Dr. Alexander Koch ſeinen 70. Geburtstag begeht, grundſätzlich
be=
tont werden. Das Novemberheft bringt ſein Bild und ein
ſym=
pathiſches Bekenntnis des Grafen Kuno Hardenberg (Darmſtadt)
zu Alexandex Koch dem Führer, dem ewig Jugendlichen, dem
Manne der Qualitätsleiſtung, des ſonnigen Humors, der
Lebens=
freude, der edlen Lebensform. Dem Wunſche des Grafen
Harden=
berg, daß die Kulturwelt ſich noch manches Jahr am Wirken des
Jubilars erquicken möge, muß jeder zuſtimmen, dem an der
Lö=
ſung unſerer geiſtigen Nöte und an der Weltgeltung deutſcher
Arbeit gelegen iſt.
Der Inhalt des Novemberheftes der „Deutſchen Kunſt und
Dekoration” zeigt die beſondere Sorgfalt, die ihm als einer „
Ju=
biläumsnummer” zugewandt wurde. Man findet Abbildungen
nach den neueſten Werken Oscar Kokoſchkas darunter eine
aus=
gezeichnete farbige Wiedergabe, die mit vollendeter Feinheit die
Werte des Originals veranſchaulicht. Ferner je eine umfängliche
Darſtellung von Meiſtern wie Othon Frieß und Willy Eiſenſchitz,
Tibor Vilt (ein Budapeſter Bildhauer) und P. A. Böckſtiegel, dem
bedeutenden weſtfäliſchen Maler=Plaſtiker. Die Abteilung für
Architektur und angewandte Kunſt bringt die genaue Darſtellung
eines „Hauſes in Bozen” von dem Wiener Architekten Clemenz
Holzmeiſter, ferner eine entzückend durchgeführte
Manſardenwoh=
nung von Fritz Groß und eine Reihe von Studien= und
Arbeits=
räumen von Leo Corbuſier, Ruhlmann und anderen Pariſer
Archi=
tekten: Druckſtoffe und Tapeten zweier Wiener Künſtlerinnen
machen den Schluß. Das Ganze iſt ein Ausſchnitt aus modernem
Schaffen, wie er ſich aufſchlußreicher, anregender und vielſeitiger
aum denken läßt.
Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Ueberreichung des Hamburger Leſſing=
Prei=
ſes an Profeſſor Gundolf=Heidelberg. Im großen Saal
des Hamburger Rathauſes fand die Ueberreichung des Leſſing=Preiſes
an Profeſſor Dr. Friedrich Gundolf ſtatt. Zu der Feier waren neben
den Vertretern des Senats und der Behörden viele bekannte
Perſönlich=
keiten des geiſtigen Lebens der Stadt, der Univerſität, der Schule der
Bühne und des Schrifttums erſchienen. Bürgermeiſter Roß übergab die
Urkunde mit einer Anſprache, auf die Profeſſor Gundolf mit einer
kur=
zen Anſprache für die ihm erwieſene Ehrung dankte. Auf die
perſön=
lichen Worte des Dankes folgte ein Vortrag Dr. Gundolfs über „Karl
Immermann, eine Huldigung an einen großen Deutſchen, der nicht
ver=
geſſen, doch auch nicht ganz wirkſam, „worden iſt”.
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Seite 4
Samstag, den 1. November 1930.
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H
Aus der Landeshaupkſtadk.
* Das Chryſankhemum,
Arlume des Herbſtes und des Winkers.
Darmſtadt, den 1. November.
mit ſie nicht, die „kaiſerliche” Blume, das
Chryſanthe=
um 900 4Te Winteraſter, die heute nicht nur in der Heimat,
ſnderng ſter ganzen Welt zur beherrſchenden Blume des
Herb=
s undichſi ters geworden iſt. „Kaiſerlich”, weil die 16blättrige
oryanfun umblüte Wappen und Siegel des Kaiſers von Japan
naich aus China ſtammend, ſo waren es doch japaniſche
t ihrer großen Blumenliebe, die aus der urſprünglich
ir te das gemacht haben, was wir heute in Gärtnereien
mneſchäften an herrlichen Chryſanthemumblüten
be=
undern Tms Gartenchryſanthemum gilt nach chineſiſchem und
Ananiſchic Sebrauch als Sinnbild des langen Lebens und wird
als /cee; der fünf Volksfeſte, die der Japaner kennt das
dayſanſchrmfeſt von Alten und Jungen ohne Unterſchied
ge=
ert. in Japan wird das Chryſanthemum in faſt allen
ndermcſe Erde mehr und mehr zur Volksblume und gewinnt
ie nien /lrite Verbreitung. In Amerika hat man im Oktober
gen Gca themumtag eingeführt. Aber auch bei uns iſt die
Arpſanzche, eine der geſchätzteſten Blumen zur Winterszeit
ge=
rden, / s am meiſten Bewunderung abnötigt iſt die
Viel=
taltigtch und Mannigfaltigkeit der Blüte. Von der einfachen
inblunmen bis zur großblumigen gefüllten Blüte finden
alle 0Ytufungen, zum Teil mit röhrigen, gekielten flachen
hdtalen,ail” gedrehtblütig breitpetalig. Während der Europäer
au rbe u nßröße der Blüte ſehr hoch bewertet, ſo legt der
Japa=
größg: Wert auf Schönheit und Harmonie der ganzen
janze.z I— unterſcheiden hier in der Hauptſache die klein=
Imigeng ur Buſchchryſanthemum und die großblumigen, auch
ſtieletgnannt. Unter den erſteren haben wir reizende, einfach
hende=)ſrmen, wie auch gefüllte in den verſchiedenſten Farben.
weiß Zäitenfarbe iſt vorherrſchend, und es ſind die weißen
unteraſ un an erſter Linie, mit denen wir im Herbſt die Gräber
erer Y0rimbenen ſchmücken. Beſonders in katholiſchen
Gegen=
wertſ”zu. Allerheiligen dieſe weißen, kleinblumigen
Chryſan=
nen jrſno großer Zahl auf die Gräber gebracht, daß ſie den
höfétnin feierliches Gepräge verleihen. Ziemliche
Wider=
dsfähriti, gegen Kälte und lange Blütendauer machen ſie für
je Veuundung beſonders geeignet.
Nebeimen weißen haben wir aber noch rot= roſa=,
braun=
gelbl ſſende Winteraſtern, von denen eine nicht geringe Zahl
ſtändiſomiterhart iſt, d. h. ſie überwintern im Freien ohne
nderea zwutz. In den öffentlichen Anlagen finden wir die
ilandahgritheme häufig auf Beeten und Rabatten, wo ſie
durchyre leuchtenden Farben in einer Zeit auffallen, in der
umen jun eien faſt überhaupt nicht mehr zu finden ſind. Das
Mu inſte, 4w wir an Chryſanthemen jedoch beſitzen, ſind die
groß=
nigeng biten. Dieſe prunkvollen, machtigen Blüten, teils
genförzn’ teils flach mit ſchmalen oft gefranſten
Blüten=
tern uhlleeiß, Gelb. Braun, Rot und allen Zwiſchentönen
ge=
n mitt/ Dem Schönſten, was wir an Blumen während des
iters uhtzem. Nur wenige, ja nur eine Blume genügt, um in
zr paſſeren, ſchönen Vaſe dem Zimmer freundliches Leben und
en S/Aus zu verleihen. Dabei halten ſich Chryſanthemen
sſchnit ge ſun Waſſer außergewöhnlich lange. Der Preis für
herwolen. Blüten iſt im Verhältnis zu der langen Haltbar=
und /Söf heit in der Regel recht gering. Die Anzucht ſolch
Dier Schllumen erfordert einen ganz erheblichen
Arbeits=
hepwand tlich den Gärtner, denn die großen Blumen entſtehen
Bu x etwen u natürliche Weiſe als Sorteneigentümlichkeit
ſon=
die hick und Geduld des Gärtners iſt es, die ſie ſchafft,
uh andmuides Entfernen aller Neben= und Seitenknoſpen,
uch ſach geaxe Ernährung uſw. Den herrlichen Chryſanthemen
1mamir wünſchen, daß ſie immer mehr Freunde und
Lieb=
finüies Wenn wir es auch nie ſoweit bringen werden wie
Japay in ſeiner Verehrung für dieſe Blumen und der
da=
ſuch geſahtenen Verbreitung, ſo dürfen wir doch ſchon heute
un, das ſisſanthemum iſt auch bei uns ſchon eine nicht mehr
zu entbehnde Blütenpflanze. Die Verbreitung bei uns iſt
ſſch nochh tinerungsfähig. Auf den Gräbern unſerer Friedhöfe
„en Sköer, wie auf dem Lande finden wir ſie am häufigſten,
wenig ſthh in unſeren Gärten, namentlich die winterharten
ten, ur auch als Schnittblumen, die im Inland
heran=
gen loient das Chryſanthemum ſtärkere Bevorzugung,
ſigentlichi ſgenüber den noch immer in erheblichen Mengen im
hü ſter ar Bem Ausland bezogenen abgeſchnittenen Blumen.
— Der Dekanatstag für das evangeliſche Dekanat Darmſtadt.
findet für dieſes Jahr am nächſten Montag, den 3. November, in
Erzhauſen ſtatt. Er wird um 2 Uhr eröffnet in der Kirche
durch eine von Herrn Pfarrer Werner gehaltene Andacht. Daran
ſchließen ſich um 2½ Uhr die Verhandlungen im Gemeindehaus.
Sie umfaſſen außer der Beſprechung der gedruckt vorliegenden
Be=
richte über das religiös=ſittliche Leben der Dekanatsgemeinden
die wichtige Frage der Gegenwart: „Die Struktur der heutigen
Jugend und die Möglichkeit ihrer Führung” auf Grund der
Re=
ferate der Herren Pfarrer Goethe und Müller, Darmſtadt. Die
Verhandlungen ſind öffentlich.
— Evangeliſcher Bund. Mitglieder und Freunde des
Evange=
liſchen Bundes, ſowie alle Evangeliſchen, werden nochmals
auf=
merkſam gemacht auf die Reformationsfeier des Evangeliſchen
Bundes am morgigen Sonntag, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche.
Eine Eröffnungsanſprache wird Landeskirchenrat D. Waitz
hal=
ten. Der Vorſitzende des Zweigvereins Pfarrer Dr. Bergér,
ſpricht über „die Reformation, das Schickſal Deutſchlands‟. Der
Kirchenchor der Martinsgemeinde, unter der Leitung von Prof.
Dr. Noack, wird mitwirken. Der Eintritt iſt frei.
Erledſſtſid: Zwei Schulſtellen für evangeliſche Lehrer an
Volksuſle in Petterweil, Kreis Friedberg;
Dienſt=
nungem nv vorhanden und ſtehen zur Verfügung.
Ernawnwurde am 28. Oktober der Profeſſor an der
Phyſi=
ſchen Aſchsmnſtalt Berlin Dr. Walther Bothe zum
ordent=
n Praſei für Phyſik an der Landesuniverſität Gießen, vom
ovemlr /10 30 an.
Dielnubiläum. Am 1. November 1930 ſind es 25 Jahre.
Fräulus/ Erna Rothermel in Dienſten der Firma Auguſt
Ludwigschwab, Trikotagen, Betten, Weißwaren Ernſt=Lud=
Straßug), ſteht. Dieſe lange Dienſtzeit ſpricht für ein
vor=
iches Aſchälltnis zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Rekſionswiſſenſchaftliche Vorleſungen in der Techniſchen
huſchule / Darmſtadt. Im kommenden Winterſemeſter
wer=
wiedeurie Reihe religionswiſſenſchaftlicher Vorleſungen in
Techncüen Hochſchule gehalten, die allgemeines Intereſſe
in dürtſ ! Sie ſtehen auch Hörern offen. Prof. D. Matthes
über )ie großen chriſtlichen Perſönlichkeiten und deren
ſwirkunm” (einſtündig), ferner über „Evangeliſche Ethik”
Fſtündig: Beginn am Mittwoch, den 5. November
Außer=
findue eligionspſychologiſche und relegionspädagogiſche
Lungen Ikt.
* Das/ ichloßmuſeum iſt vom 1. November ab für die Win=
Aonate ſa vormittags geöffnet. An Sonn= und Wochentagen
en um 1 und 11.30 Uhr vormittags Führungen ſtatt. Die
* iſt wM1e.45 bis 11.45 Uhr geöffnet. In dieſer Zeit kann
Madoym von H. Holbein d. Jg. getrennt von den
Füh=
od gen beſittgr werden.
Stäſliches Muſeum. Das Muſeum iſt vorläufig, in Anbe=
A der 4sttellung „Darmſtadt im Lichtbild” (Luiſe
Brock=
er), täſtsh won 11 bis 12½ Uhr geöffnet. Da der Andrang
brungsweäs Sonntags beſonders ſtark iſt, empfiehlt es ſich,
Muſeumn den Werktagen zu beſuchen. Samstags und
Sonn=
kann ſ3 Muſeum auch von 2 bis 4 Uhr beſichtigt werden.
Unsere Fenster
bestätigen es Ihnen, wie preiswert
und geschmackvoll unsere
reich-
haltige Auswaltl ist Beachten Sie
bitte in den Auslagen die schönen
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Schürmann & Co.
18011
— Kunſthalle am Rheintor. Die derzeitige Ausſtellung, bei
der im Oberlichtſaal mit 41 Arbeiten die Künſtlerin Milly Marbe=
Fries, in den übrigen Räumen der Dreiſtadtebund erſcheint,
be=
gegnet bei dem Darmſtädter Publikum großem Intereſſe. In der
Voranzeige wurde unter den Mitgliedern des Dreiſtädtebundes
verſehentlich Paula Endner nicht erwähnt. Sie iſt hier keine
Un=
bekannte, namentlich haben des öfteren ſchon Kleinplaſtiken, die
ſie hier zur Schau brachte eine ſehr günſtige Beurteilung
er=
fahren. In der jetzigen Ausſtellung iſt ſie mit einer größeren
Kollektion von Zeichnungen vertreten, die wohl zu deren beſtem
Material gehören. Es ſteht zu hoffen, daß auch der kommende
Sonntag wieder zahlreiche Kunſtfreunde in die Kunſthalle führt.
(15983
Bücherstube Alfred Bodenheimer
Piper-, Hanfstaengl-, Bruckmann-Drucke
Unsere Räume sind geöffnet heute nachmittag
ab 5‟½ Uhr, Sonntag von 11—1 Uhr vorm.
— Mozart=Verein. Die Handlung der neuen Egelaſa=Revue
„Was ſagſt du jetzt ?” wird getragen von den ausgezeichneten
Heiner=Darſtellern Hans Harres, und E. L. Grun. Die
Schalmeilieder ſingen: der Liebling des Theatepublikums
Re=
gine Harre, die vielverſprechende Sängerin Hertha von
Hagen, der unverwüſtliche H. Gutkäſe, der
Stimmungs=
ſänger Hans Heinz und der ſtimmgewaltige H. Ormanns.
Die tänzeriſchen Aufgaben haben übernommen Arthur
Sprankel und Agnes Dorbitt vom Frankfurter
Opern=
haus und Irmgard Paetzold mit ihrer Tanzgruppe. Es
ſpielen die Mozart=Hauskapelle und das Stadtorcheſter. Karten
nur bei O. Titze, Eliſabethenſtraße 4.
Mur kurze Zeit!
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Gloße Posten Stückware, Teppiche, Läuter.
Keine II. Ware! Keine Ware mil Fehlern!
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(b 16032
Schleiermacherstraße 21 /23 (am Gericht).
— Frankfurter Konferenz heſſiſcher Geiſtlicher. Die
Herbſt=
tagung der Frankfurter Konferenz fand am 23. Oktober in
Darm=
ſtadt ſtatt. Herr Prof. D. Velte hielt bei dieſer Gelegenheit einen
Vortrag über das Thema: „Wort, Geſchichte und Mythus‟. Die
zahlreich erſchienenen Mitglieder undGäſte dankten den
ausgezeich=
neten Darlegungen des Redners, die das heute in der Theologie
beſonders eifrig diskutierte Offenbarungsproblem behandelten,
durch herzlichen Beifall. Eine eingehende Diskuſſion ſchloß ſich
an den Vortrag an. Die nächſte Tagung im Frühjahr 1931 wird
vorausſichtlich wieder in Frankfurt ſtattfinden.
„Ewige Jugend”
Man ſchreibt uns: Das neue große Bühnenſpiel der
Turn=
gemeinde Darmſtadt 1846 am 9. November, nachmittags 2 Uhr, im
Großen Haus des Heſſiſchen Landestheaters.
Die Turngemeinde Darmſtadt wird auch dieſes Jahr wieder
mit einem großen, neuzeitlich aufgebauten Bühnenſchauturnen vor
die breite Oeffentlichkeit treten und ladet hierzu alle Turnfreunde
berzlichſt ein.
Wer kann ſich nicht mehr an „Ein Spiel aus dem Leben der
Völker” erinnern, das zweimal bei ausverkauftem Haus gezeigt
wurde. Bei dieſem Spiel brachten wir einen kurzen Einblick
über Art und Pflege der Leibesübungen bei verſchiedenen, uns
mehr oder weniger bekannten Völkern. „Ewige Jugend” ſoll aber
mehr Zweck und Ziel der Leibesübungen zeigen.
In dem erſten Teil beginnen im Traum unſere Gedanken zu
wandern und wir verſetzen uns zurück in unſere Kinderzeit. Sie
ſehen hierbei allerlei Spiel= und Bewegungsarten von
über=
irdiſchen Weſen, den ſogenannten Geiſtern, wie: Zwergen
Gno=
men. Elfen, Feen, Hexen uſw. Man wird ſich mit den Kleinen,
die den Zauber noch glauben, freuen, und damit iſt ſchon
gewon=
nen, daß man ſich „jung” fühlt.
Auf den 2. und 3. Teil wollen wir nicht näher eingehen,
ſon=
dern nur ſo viel ſagen, daß hier im Rahmen von Glanzleiſtungen,
Geſchicklichkeit und Mut, ſichere Gewandtheit, Anmut und Grazie,
verblüffende Bewegungsarten, Kunſt und Plaſtik in neueſter und
ſchönſter Aufmachung gezeigt werden.
Im 4. Teil wird ein kurzer Blick genügen, um zu überzeugen.
daß der menſchliche Körper, durch die hohen Anforderungen,
Sor=
gen und Laſten des täglichen Lebens frühzeitig anfängt zu altern
und verbraucht wird, wenn kein Verſtändnis vorhanden iſt, einen
natürlichen Ausgleich zu ſchaffen. Mit kalter Berechnung werden
Sprechchöre dieſen Unterſchied beweiſen, während hierzu
Bewe=
gungschöre Anſpruch erheben, auf dieſem Gebiet Wertvolles und
Lehrreiches zu ſchaffen.
Der letzte Teil bringt ein großzügiges Schauturnen unſerer
ſämtlichen Abteilungen.
All dieſe vielſagenden Vorführungen werden immer
geſchmack=
voll, nie plump oder aufdringlich in den Erfindungen, filmartig
an uns vorüberziehen und Bewunderung erregen. Deshalb
ver=
ſäume niemand das Bühnenſpiel der Turngemeinde 1846, das ſich
beſonders durch entzückende Schwärmerei, eigentümliche
Prachtent=
faltung und unendliche Schönheit auszeichnet, zu beſuchen.
Heſſiſches Landeskheater.
Großes Haus Kleines Haus Samstag,1. November D 7 Eliſabeth von England
Pr. 1.20—12 M. Gutſch. ung, 20—22.30 Uhr
19.30 bis gegen 22.30 W 1. Darmſt. Bolksbühne
Gruppe I bis IV
Der Waffenſchmied
Preis 1—5 Mk. Sonntag,
2. November 17.30 bis gegen 22 Uhr
Heſſenlandmiete IV,2
Gaſtſpiel Julie Schützendorf, Hans
Grahl Triſtan und Zſolde
Pr. 1.20—12M Gutſch ung 20—22.15 Uhr
F3 Darmſt. Volksbühne
Gr. 1 u. II Miſſiſſippi
Preiſe 1—5 Mk. Montag,
3. November 20 bis vor 22 Uhr
Hauptprobe zum Konzert des
Preiſe 1—4 Mk. 20—22.,15 Uhr
F3 Miſſiſſippi
Muſikvereins Meſſe von PeterſenlGr III u. 1V Darmſt. Volksb,
Preiſe 1—5 Mk. Dienstag,
4. November 20 is vor 22 Uhr
Konzert des Mnſihvereins
Meſſe von Peterſen
Preiſe 1.50—6 Mk. 20—22 15 Uhr
Im weißen Röß’!
Volksvorſtellung
Preiſe 0.50—3 Mk. Mittwoch,
5 November 19 30 bis gegen 22.30 Uhr
Eliſabeth von England
Preiſe 1—10 Mk. Keine Vorſtellung Donnerstag,
6. November 19 30—22.15 Uhr
C8. Die ſchöne Helena
Preiſe 1—10 Mk. 20 bis gegen 22.30 Uhr
Klabund=Feier
Preiſe 1, 2 und 3 Mk. Freitag,
7. November 19.30 bis gegen 22 Uhr
D 8 Bohéme
Preiſe 1—10 Mk. 20—22.30 Uhr
Einmaliges Enſemble-Gaſtſpfel
Harry Liedtke
Vorverkauf für Mieter:
Montag, 3. Nov. Preiſe 2—10 Samstag,
8. November 19.30 bis gegen 22.30 Uhr
E 7 Eliſabeth von England
Preiſe 1—10 Mk. 20—1.30 Uhr
Zweiter Beethoven=Abend
des Drumm=Quartetts
Preiſe 1, 2 und 3 Mk. Sonntag,
9. November 14—17 Uhr
Ein Bühnenſpiel der Tgde. 1346
Ewige Jugend
Preiſe 0.80—2 Mk.
G4 19.30—22 Uhr
Meine Schweſter und ich
T Gruppe 5, 6, 7 und 8
Preiſe 0.80—8 Mk 20 bis gegen 22 Uhr
In neuer Einſtud und Inſzenierg,
Lucia von Lammermoor
Zuſatz=Miete II 3
Preiſe 1.50—7 50 Mk.
— Heſſiſches Landestheater. Ferdinand Bruckners Schauſpiel
in 5 Akten „Eliſabeth von England” gelangt heute,
Samstag, im Großen Haus, in der Inſzenierung von Carl Ebert
(Bühnenbild: Wilhelm Reinking), mit Hermine Körner in der
Titelrolle, zur Uraufführung. Ferdinand Bruckner iſt in
Darm=
ſtadt bereits durch ſeine Bühnenwerke „Krankheit der Jugend”
und „Die Verbrecher” bekannt geworden. In ſeinem neuen
Bühnenwerk behandelt er zum erſten Male einen hiſtoriſchen
Stoff, für den er die ſzeniſchen Möglichkeiten der Simultanbühne
ausnutzt. Das Werk iſt bereits jetzt von fünf deutſchen Bühnen,
ſowie von den führenden Theatern in Paris, Stockholm, Belgrad,
Budapeſt und Amſterdam zur Aufführung angenommen. —
„Triſtan und Iſolde” von Richard Wagner wird morgen,
Sonntag, im Großen Haus, unter muſikaliſcher Leitung von Dr.
Karl Böhm in Szene gehen. Für die Titelpartien ſind Hans
Grahl, Hamburg, und Julie Schützendorf, Berlin, als Gäſte
ver=
pflichtet. — Für die Dienstag, den 4. November, im Kleinen Haus
ſtattfindende Volksvorſtellung des beliebten Luſtſpiels
„Im weißen Röß’l” von Blumenthal und Kadelburg
be=
ginnt heute, Samstag, der Vorverkauf an der Tageskaſſe des
Großen Hauſes, ſowie bei Verkehrsbüro, Harko und C. L. Külp.
Sparen an-icht
poren an falschen Stelle.
IS
Je feiner die Arbeit, destobessermuß das Licht sein. Darum sollte niemand
anlebensnof-
wendigenDingen, zudenendas Licht gehört, sparen, dennschlechte Beleuchtungschadet
dem Auge und erschwert jede Arbeit. Lichteinschränkung ist kein vernünftiges Sparen.
Jeder Elektro-Lichtfachmann liefert Ihnen die für Sie notwendige Arbeftsplatzbeleuchtung.
Settr 6
Samstag, den 1. Nuvember 1930.
Aus den Darmſtädker Lichtſpieltheakern.
Helia.
Ein nettes, wirklich amüſantes Programm! Zunächſt eine
ſchmiſſige Damen=Jazz=Kapelle, dann ein Tonfilm=Luſtſpiel, das
wirklich luſtig und originell iſt und den Beifall verdient, den es
ſchon in der Nachmittagsvorführung fand. Ein witziger Inhalt,
der keiner Erläuterung bedarf, gute Schauſpieler, vor allem
Liane Haid, Paul Morgan, Lucie Engliſch und nicht
zuletzt eine ebenſo geſchickte, amüſante Regie, die die Qualität des
Films als eines beſonders gelungenen Luſtſpiels begründet und
ſich zumal durch eine nette Technik des Bildwechſels und ſzeniſcher
Ueberleitungen auszeichnet. Erfreulich gut iſt endlich —
verhält=
nismäßig! — die lautliche Wiedergabe.
Palaſt=Lichtſpiele
bringen einen großen „Spionage”=Film mit Gerda Maurus
und Guſtav Fröhlich „Hochverrat”. Ein ausgezeichneter
Film, wenn ſeine Handlung auch mit Spionage nicht das
Aller=
geringſte zu tun hat. Selbſt Hochverrat iſt nur bedingt. Es
han=
delt ſich um eine ruſſiſche Attentatsaffäre, die in Warſchau ſpielt.
Eine ruſſiſche Fürſtentochter läßt ſich mit Verſchwörern ein Es
fällt ihr der Auftrag zu, beim Einzug eines Großfürſten, falls das
beſchloſſene Bombenattentat nicht wirkt, dieſen zu erſchießen. Im
letzten Moment fehlt ihr zum Mord der Mut. Sie flüchtet in der
allgemeinen Aufregung und gerät auf der Flucht in die Wohnung
eines Studenten. Liebe auf den erſten Blick Rettung. Der
ret=
tende Geliebte aber wird unſchuldig nach Sibirien verbannt. Als
die ſchöne Comteſſe ſpäter das erfährt, veranlaßt ſie ſeine Flucht
gegen das Verſprechen, den Attaché, der die Flucht ermöglicht, zu
heiraten. Entgegen der Abſicht des Retters in
Anführungs=
ſtrichen, der den Studenten auf der Flucht erſchießen laſſen will,
gelingt die Flucht. In Zürich finden ſich die Liebenden, und nach
allerlei Mißverſtändniſſen und ſpannenden Zwiſchenfällen kommt
das Happy end.
Der Film iſt wie oben bemerkt ausgezeichnet geſpielt. Der
Regie Johannes Meyer, die ſehr lebendige Szenen ſtellt und für
flottes packendes Abrollen der Handlung ſorgt, fügen ſich
beſon=
ders Guſtav Fröhlich und die eigenartige Schönheit der Gerda
Maurus mit hochkultiviertem Spiel glänzend ein.
Das reichhaltige Beiprogramm bringt neben einem
Kultur=
film, der das Coloradoparadies in ſeiner heutigen Geſtalt und
als Wüſte vor 25 Jahren zeigt, zwei tolle Groteskluſtſpiele, in
denen wiederum der fabelhafte Aufwand an techniſchen Dingen zu
*X
bewundern iſt, den ſich die Amerikaner leiſten können.
— Klabund=Feier im Kleinen Haus. Anläßlich des 40.
Ge=
burtstages des Dichters Klabund (5. November), findet
Donners=
tag, den 6. November, im Kleinen Haus, ein Klabund=
Vortrags=
abend ſtatt, bei dem Hermine Körner und Carl Ebert Lyrik
und Proſa von Klabund leſen werden. Einleitend wird Carl
Werckshagen über „Klabund und die deutſche Dichtung” ſprechen.
Die Mitglieder des Vereins der Theaterfreunde haben zu dieſer
Veranſtaltung freien Zutritt.
— Die Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft hat für ihre
nächſte Veranſtaltung, die am Freitag, dem 7. November,
8 Uhr, im Fürſtenſaal ſtattfindet, den Dichter Dr. Hans
Grimm zu dem Vortrag eigener Werke gewonnen. Für die
zahlloſen begeiſterten Leſer des Romans der Deutſchen Volk
ohne Raum” wird es eine beſondere Freude ſein, den Dichter
perſönlich in Darmſtadt zu hören.
— Orpheum. Heute abend 8.15 Uhr beginnt Xaver Terofal
mit ſeiner Schlierſeer Künſtlerſchar ſein hieſiges Gaſtſpiel mit der
Bauernkomödie. Der Brauch von den Probenächten” in 3 Akten,
geſtellt und erzählt von J. Pohl. Im Schumann=Theater
Frank=
furt a. M., im Staatstheater Wiesbaden, im Friedrichsbautheater
Stuttgart, im Prunkpalaſt Apollo Nürnberg, im Korſotheater
Zürich, in Berlin im Theater Unter den Linden u. a. m. mit
gro=
ßem Heiterkeitserfolg aufgeführt, und zwar in gleicher Beſetzung
wie ab heute im Orpheum. — Preſſeſtimmen: „Frankfurter
Zei=
tung: „Ein Zudrang, wie zu einem berühmten Tenor im
Schu=
mann=Theater. Was da über das natürliche theaterfreie Spiel
dieſer Schlierſeer mit ihrem Komiker Xaver Terofal zu ſagen iſt,
das muß man geſehen, das muß man erlebt haben, wie ſich die
luſtige Geſchichte der Probenacht verhält. Man vergißt das
Vor=
handenſein der „Vierten Wand” man ſieht kein Theater, man
er=
lebt.” (Karl Ettlinger.) Im 1. Zwiſchenakt ſpielen auf: der
Schnegg, der Stang, der Bauer, die 3 Schlierſeer Buam. Der
Be=
ſuch dieſes Gaſtſpiels iſt ſehr zu empfehlen und iſt der
Vorver=
kauf zu volkstümlichen Preiſen von 1 bis 3 Mark im
Verkehrs=
büro bei Hugo de Waal, Rheinſtraße 14, am Zeitungsſtand in
der Hauptpoſt. Eine Ermäßigung von 33½ Prozent erhalten auf
Vorzeigen ihres Ausweiſes Rundfunkhörer. Mitglieder der
Volks=
hochſchule der Volksbühne, ſowie der Heſſiſchen
Beamtenvereini=
gung. (Siehe Anzeige.)
— Bildungsarbeit im D. H. V. Die Ortsgruppe Darmſtadt
des Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=Verbandes kann einen
erfreulichen Beginn der von ihr für das Winterhalbjahr
vor=
geſehenen Bildungsarbeit feſtſtellen. Die beiden letzten
Veran=
ſtaltungen erwieſen ſich wieder als volle Erfolge. Der
Frauen=
nachmittag, zu dem wieder eine große Anzahl von Frauen
der Mitglieder des D. H. V. erſchienen war, erhielt ſein
be=
ſonderes Gepräge durch die mit ihm verbundene Ausſtellung
Häusliche Krankenpflege” und durch den Vortrag des
Herrn Geh. Medizinalrats Dr. Happel über das gleiche
Thema. Die Ausſtellung, die bis zum 4. November, täglich von
9½—1 und von 3—6 Uhr (Sonntags und Samstag nachmittag
ausgenommen) im Heim des D. H. V., Rheinſtraße 35 I., zu
be=
ſichtigen iſt, ſowie der Vortrag, der durch die Vermittlung des
Heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz gehalten wurde,
fan=
den bei den Erſchienenen größte Aufmerkſamkeit. — Der geſellige
Abend der Ortsgruppe, unter dem Leitwort „Deutſches
Wandern” ſah wiederum ein volles Haus. Gemeinſame
Lie=
der, Vorträge des Männerchors im D. H. V., ſowie ein
Lichtbil=
dervortrag über deutſches Jugendwandern und
Jugendherbergs=
weſen, waren der Inhalt des Abends. Möge dieſer Vortrag dem
Jugendwandern und dem Verband für deutſche Jugendherbergen
manchen neuen Freund gebracht haben! Mit einer Aufforderung
an die Erſchienenen, ſich in die Teilnehmerliſte für die
Beſich=
tigung der Zuckerfabrik in Groß=Umſtadt einzuzeichnen, die am
9. November ſtattfindet, wurde der ſchön verlaufene Abend
ge=
ſchloſſen.
Mädchenbibelkreiſe. Die Darmſtädter Mädchenbibelkreiſe
veranſtalten einen Bibelkurſus von Montag, den 3. bis
Donners=
tag, den 6. November, abends 8 Uhr, in der Turnhalle,
Riedeſel=
ſtraße 15. Frl. Anna Lawton aus Leipzig, Reichswart des
Deut=
ſchen Bundes der Mädchenbibelkreiſe, wird ſprechen über die
Grundfeſten des Glaubens nach dem Koloſſerbrief. Zu dieſer
Veranſtaltung werden Schülerinnen und im Beruf Stehende
herz=
lich eingeladen. Viele verkümmern und verbittern in der
Einſam=
keit und Ratloſigkeit ihres Lebens, andere ſtehen in Gefahr, im
Strudel des modernen Lebens unterzugehen. Ihnen allen
möch=
ten die Mädchenbibelkreiſe die Schweſternhand reichen und ihnen
ſagen, welche unſchätzbare Bedeutung ein Jugendkreis beſitzt, in
dem der Einzelne vor der Verengung ſeines Horizonts bewahrt
wird. Auf Freizeiten in den Bergen und am Meer, auf
Wan=
derungen und mancherlei Kurſen finden ſich die einzelnen Gaue
und Kreiſe zuſammen, um Fragen des Frauentums und der
Er=
ziehung, der Lebensgeſtaltung und des Dienſtes im Licht des
Wortes Gottes zu beſprechen.
— Taubſtummengottesdienſt. Sonntag, den 2. November,
nachmittags 2½ Uhr, wird im Gemeindehaus der Kiesſtraße
Taubſtummengottesdienſt mit Feier des hl. Abendmahls
abgehal=
ten. Wegen Fahrtausweis wende man ſich an Pfarrer Heß,
Hügelſtraße 6.
— Der I. Allgemeine Darmſtädter Kleintierzuchtverein
ver=
anſtaltet, wie alljährlich, am 1. und 2. November, in der
Reſtau=
ration „Zum Roſengarten, Frankfurter Straße, eine große
Kaninchen= und Geflügel=Ausſtellung. Die diesjährige Schau wird
mit annähernd 200 Tieren: Kaninchen Hühnern, Tauben und
Waſſergeflügel verſchiedener Raſſen beſchickt ſein.
Warnung vor einem Geldſchrankeinbrecher. In der Nacht
zum 23. Oktober 1930 wurde im Kaſſenraum eines
Verſorgungs=
amts in einer größeren Stadt im Oſten von Deutſchland ein
maſ=
ſiver Geldſchrank mittels Sprengſtoffs aufgeſprengt. Als Täter
kommt ein Schwerverbrecher mit Namen Eduard Soika, geboren
am 16. Februar 1905 zu Bottrop, in Betracht, der ein paar Tage
vorher aus einer Strafanſtalt entſprungen iſt, woſelbſt er noch
eine 12jährige Zuchthausſtrafe zu verbüßen hatte. Soika iſt ein
rückſichtsloſer Verbrecher, der bei Antreffen von der Schußwaffe
Gebrauch machen wird. Vorzugsweiſe ſucht er Behörden und
Kaſſen heim. Beſondere Vorſichtsmaßregeln zum Schutze der
Kaſſenanlagen werden dringend empfohlen, da mit Sicherheit
an=
zunehmen iſt, daß Soika ſein verbrecheriſches Treiben fortſetzen
wird.
Tagung des Tierſchutzvereins für Heſſen
Heppenheim, 30. Okt. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung
fand heute die 49. Hauptverſammlung des Tierſchutzvereins für Heſſen
unter dem Vorſitz von Miniſterialrat Jung ſtatt. Als Vertreter der
ſtaatlichen Behörden waren Kreisdirektor Dr. Pfeiffer und
Bürger=
meiſter Schiffers erſchienen. Der Vorſitzende dankte nach einer
Be=
grüßung der Anweſenden insbeſondere den Verwaltungsbehörden, den
Kreis= und Stadtſchulräten, den Lehrern und Geiſtlichen und allen Tier=
freunden für ihre ſegensreiche Mitwirkung und Unterſtützung.
Kreis=
direktor Dr. Pfeiffer hieß die Verſammelten herzlich willkommen und
verſicherte, daß die Verwaltungsbehörden ſelbſtverſtändlich den Tierſchutz
in jeder Art unterſtützen würden. Aus dem von dem Geſchäftsführer,
Oberrechnungsrat Kratz=Darmſtadt, erſtatteten Geſchäftsbericht ging
ber=
vor, daß der Verein einen Vermögensbeſtand von 20 850 Mark zu
ver=
zeichnen hat. Der Mitgliederſtand beträgt jetzt 7517. Die Tierſchutz=
Zeitſchrift erſcheint monatlich in einer Auflage von 11000 Stück. Im
vergangenen Jahr wurden 257 Anzeigen wegen Tierquälerei an die
Strafbehörde weitergeleitet, die Strafen von 5 bis 195 Mark und in
drei Fällen Haftſtrafen ausſprach. Der Redner gedachte dann der
Ver=
handlungen vor dem Geſetzgebungsausſchuß des Heſſiſchen Landtags
über die Förderung der Beſtrebungen zur Schaffung moderner und
hygieniſcher Schlachthäuſer und humanſter Schlachtmetboden. Nach
einer Rundfrage ſind in Heſſen zurzeit in 75 Orten 78 Storchenneſter
als bewohnt feſtgeſtellt worden. Dem Geſchäftsführer wurde für ſeine
Tätigkeit lebhafter Dank ausgeſprochen. Profeſſor Dr. Spilger=
Darm=
ſtadt ergänzte ſodann den Jahresbericht in verſchiedenen Einzelheiten
und hob beſonders die ethiſchen Werte des Tierſchutzgedankens hervor.
Tätigkeits= und Jahresbericht ſowie Entlaſtung und Voranſchlag 1931
wurden einſtimmig genehmigt. Anſtelle des verſtorbenen Schriftleiters
der Allgemeinen Tierſchutz=Zeitung. Profeſſor Völſing, wurde Profeſſor
Dr. Spilger beſtellt. Der Vorſtand ſetzt ſich nunmehr aus
Miniſterial=
rat Jung, Miniſterialrat Dr. Urſtadt, Oberregierungsrat Dr.
Laute=
ſchläger, Oberrechnungsrat Kratz, Profeſſor Dr. Spilger,
Miniſterial=
rat Dr. Gadow, Polizeidirektor Dr. Uſinger und Veterinärrat Dr.
Bauſch zuſammen. Die Verſammlung ſtimmte dem Vorſchlag des
Aus=
ſchuſſes zu, an verdiente Tierpfleger und an Polizeiaufſichtsperſonen 104
Diplome und 1343 Mark Anerkennungsprämien zu verteilen. Den
Ab=
ſchluß der Tagung bildete ein Vortrag von Rektor Pfeiffer=Birkenau
über den Naturſchutz.
Der Vorſchlag des Ausſchuſſes, an: 61 Polizei=Aufſichtsbeamten 43
Diplome und 610 RM. Geldgefchenke, 58 treuen Tierpflegern uſw. 58
Diplome und 735 Geldgeſchenke, 3 Perſonen für beſondere Verdienſte
3 Diplome, zuſammen 104 Diplome und 1345 RM. Geldgeſchenke zu
verteilen, wurde genehmigt. — Für Auszeichnungen kommen
in Betracht:
1. Polizeianfſichtsperſonal: Gend.=Meiſter Dörr=
Ar=
heilgen, Trautmann=Groß=Umſtadt, Gend.=Hauptwachtmeiſter Schmitt=
Reinheim, Gend.=Meiſter Aßmus=Michelſtadt i. O., Wagner=Fürth i. O.,
Gend.=Hauptwachtmeiſter Schäfer=Hirſchhorn, Kreß=Langen, Stein=
Offen=
bach a. M., Gend.=Meiſter Berger=Weißkirchen, Gend.=Hauptwachtmeiſter
Scharmann=Gießen, Schaller=Lich. Gend.=Meiſter Schneider=Homberg a.
d. O., Gend.=Hauptwachtmeiſter Weihert=Homberg a. d. O., Paul
Groß=
mann=Büdingen. Riefling=Friedberg, Dreher=Bad=Nauheim. Haber=
Rok=
kenberg. Gend.=Meiſter Günther=Groß=Karben, Gend.=Hauptwachtmeiſter
Fiſcher=Vilbel. Gend.=Meiſter Wenzel=Vilbel, Braun=Laubach, Rumpf=
Ulrichſtein. Gend.=Hauptwachtmeiſter Nau=Mainz, Gend.=Meiſter Emil
Jäger=Gau=Algesheim. Gend.=Hauptwachtmeiſter Anton Becker=
Heides=
heim, Pol.=Hauptwachtmeiſter Joh. Sauerwein. Johs. Heſch, Darmſtadt.
— Wohlfahrtsſchule. In dieſen Tagen wurde der neue
Lehr=
gang der ſtaatlich anerkannten Wohlfahrts= und
Pfarrgehilfinnen=
ſchule des Heſſiſchen Diakonievereins zu Darmſtadt,
Freiligrath=
ſtraße 8, mit 19 Schülerinnen eröffnet. Den einleitenden Vortrag
hielt der Leiter der Schule Pfarrer Guyot, über das Thema: „Das
Problem der weiblichen Bildung und die Wohlfahrtsſchule”. Von
den 11 Schülerinnen der Wohlfahrtsſchule, die voriges Jahr die
taatliche Prüfung als Fürſorgerinnen abgelegt haben, ſind faſt
alle ſchon in den verſchiedenen Zweigen der Fürſorge angeſtellt
worden. In dieſem Jahre haben 16 Schülerinnen die ſtaatliche
Prüfung beſtanden. Auch von ihnen hat ein verhältnismäßig
großer Teil ſchon Beſchäftigung und Anſtellung gefunden.
IIELE
AUfOOEIE
Gelwechsel,Oelerneuerung!-
SHElIL-FÜNRER UeFragen!
IIK1 4956
Heſſiſche Landwirtſchaftliche Schule Darmſtadt. Der
Unter=
richt beginnt nicht, wie früher mitgeteilt wurde, am 3., ſondern
mit Rückſicht auf den Stand der Erntearbeiten am Montag, 10.
November, vormittags 8.30 Uhr. Alle Junglandwirte, die mit
ihrer Anmeldung bis jetzt noch gezögert hatten, wollen dieſe
um=
gehend tätigen.
— Zu dem Umzug des Teppichhauſes Ehrhardt erfahren wir
noch, daß die Wandplattenarbeiten im Neubau von der Firma
Konrad Kohl=Darmſtadt ausgeführt wurden. An den
Spengler=
arbeiten war auch die Firma Ludwig Breitwieſer beteiligt.
— Auto kontra Kandelaber. Geſtern früh fuhr ein Laſtauto
wie=
der einmal einen Gaskandelaber um, und zwar Ecke Feldberg=
und Weiterſtädter Straße. Die Feuerwehr dichtete das Gas ab
und entfernte die Rückſtände.
Frachtbriefe uſw. Um dem Publikum die Beſchaffung von
Frachtbriefen, Zolldeklarationen und ſtatiſtiſchen
Warenverzeich=
niſſen auch außerhalb der Dienſtſtunden der Güterabfertigungen
zu ermöglichen, werden dieſe Vordrucke nunmehr auch an den
Ge=
päcksabfertigungen in Langen, Darmſtadt Hbh. Eberſtadt a. d. B.,
Auerbach in Heſſen, Benshei, Heppenheim. Weinheim Hbh.
La=
denburg Friedrichsfeld=Nord Mannheim=Neckarſtadt, Mannheim=
Waldhof, Lampertheim und Groß=Gerau verkauft.
Prassel-Kaffee
eff
trisch geröstet
Sohnlstr. 10
Lokale Veranſkalkungen.
Die blerunter erſcheinenden Notizen ſind ausſchlſeßlich als Hinweiſe auf Anzeigen zu betrachten.
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritl.
— Wanderklub „Falke” 1916, Darmſtadt. Am
kom=
menden Sonntag, den 2. November d. Js., unternimmt der „Falke” eine
Rheingau=Wanderung, welche von Ingelheim über den Lenneberg nach
Mainz führen ſoll. Die beiden Führer Schäfer und Creter verbürgen
eine tadelloſe Durchführung, ſo daß eine zahlreiche Beteiligung
er=
wünſcht iſt.
— Indien, China und Japan ſtehen heute im
Mittel=
punkt des öffentlichen Intereſſes. Weniger bekannt als die
poli=
tiſchen Verhältnſſe iſt die Arbeit der Chriſtlichen Miſſion in jenen
Ländern. In dem Lichtbildervortrag „Eine Wanderung durch
oſt=
aſiatiſche Miſſionsgebiete” am kommenden Sonntag, dem 2.
No=
vember, abends, im Saale der Methodiſtengemeinde (Evang
Frei=
kirche), Wendelſtadtſtr. 38, ſoll durch farbige Bilder ein Einblick
in die Miſſionsarbeit Oſtaſiens gegeben werden. Die Bilder die
gezeigt werden ſollen, wollen berichten von der Not des
Heiden=
tums und Zeugnis geben von der Arbeit der Miſſionare, wie ſie
durch die Predigt des Evangeliums, den Unterricht an den
Schu=
len der verſchiedenſten Art, in der Schaffung und Verbreitung
einheimiſcher chriſtlicher Literatur und auf miſſionsärztlichem
Ge=
biet getan wird. Jedermann, der Intereſſe an der Miſſion hat,
iſt zu dieſem Lichtbild=Miſſionsvortrag herzlich eingeladen. Der
Eintritt iſt frei. (Siehe Anzeige.)
—Rheingauer Weinſtube. Die ſehr beliebte Kavelle
Dezſö Kroly Bicskey mit ihren Künſtlern verlängert ihr Gaſtſpiel
bis zum 14. November. Süßer Traubenmoſt (Nierſteiner
Spät=
leſe), erſtklaſſige Küche, gut gepflegte Weine.
— Sportplatz=Reſtaurant und Café am
Böllen=
falltor. Heute ſowie jeden Mittwoch und Samstag Kaffee=
und Kuchentag. Abends Geſellſchaftstanz.
Humm. Borger, Bensheim. Krim.=Sekretär Rau=Lamdercu
Hauptwachtmeiſter Johamn Lang, Karl Kraus. Viernheim. S.s
Stahlberg, Trautmann. Halbig. Offenbach a. M., Möſer, gur.
ſenburg, Kögel, Kühl, Kramer, Pletſch, Kohn. Gießen; Vol.,— Kurt Schäfer=Gießen; Pol.=Hauptwachtmeiſter Haußx.
mer. Gießen; Pol.=Oberwachtmeiſter Rapp=Bad=Naubeim. 9I
wachtmeiſter Schmidt=Bad=Nauheim Johann Lindhof=Alzeh
Hauptwachtmeiſter Chriſtof Schulz=Alzeh. Pol.=Hauptwachtwnik
Wirth, Otto Schreiber, Jakob Schaab, Alzey: Pol.=Oberinſpent=
Duffrer=Bingen; Krim.=Hauptwachtmeiſter Heinrich Mehm”
Pol.=Hauptwachtmeiſter Johann Obſter=Worms; „Krim=Ponl
Wilh. Bechtold=Worms; Krim.=Sekretär Hanff=Mainz; Pol.=FF.
meiſter Kreß=Mainz; Betr.=Sekretär, Solms=Mainz; Pol.=FFu
meiſter Protz=Mainz.
2. Für treue Tierpflege: Elli Bachmann, Gens
Darmſtadt; Willy Bernhardt=Arheilgen; Bertſch=Griesheim:9
May, Polizeidiener i. R., Georg Heinrich May 2., Nieder=5
Joh. Adam Köhler, Philipp Schmitt, Bensheim: Val. Lautemp
Rohrheim; „Johann Haag=Bürſtadt: Eliſabeth Ochs=Groß=”
Franz Keinz, Bernhard Keilmann, Franz Bechtloff, Phil.
Joſ. Franz Koch, Joh. Luckhaupt, Bürſtadt; Joſef Roeßles:
Hohenſtein; Johannes Seitz 3.=Gaingrund; Johann Krämerr=
Wilh. Schmitt=Hetzbach; Marie Schork. Karl Hartmann, Koi
mer, Heinrich Krämer, Unter=Moſſau; Joh. Trumpfellern:
Franz Kraus=Mosbach; Frau Herbold Witwe=Grein: Martin!
Offenbach=Bürgel; Cornelius Müller=Gießen: Heinrich Balfl.½
Erb. Großen=Buſeck; Johannes Geiſel 2., Leuſel; Marg.
Altenburg; Konrad Scheer=Gleimenhain; Otto Werner=Lißgi.
rich Euler 5., Johs. Petri. Adam Beher, Vonhauſen; Frien=
Heinr. Gillmann, Fritz Papendick, Wilh. Fromm, Bad=Nqulu;
mann Horn=Lauterbach; Kathr. Boß=Engelrod; Ernſt KlierY
dern; Fritz Schnell, Fritz Hagen, Sprendlingen; Anton Knaczſ:
Weingärtner, Anton Luſtenberger. Johann Kraus, Philivp /4
ſtein: „Heinrich Kunkel=Wald=Uelversheim: Wilh. Kelve=Mduf
Friedr. Glaſer, Andreas Brodhäcker=Oſthofen: Weber=Wornmſt
3. Für beſondere Verdienſte: Artz, Lehrer 1. 1mi
ſachſen: Mahr, Dekan, Eppelsheim; Heß. Lehrer i. R., Grierxw
Der Antrag des Stud.=Rats Petri=Wimpfen wegen 1
eines Umſchlags für die Zeitſchrift, neuen Titels mit Bild.
nen, und wegen eines Wettbewerbes unter Schülern, wurd d ſiu14
ſtrationen in Ausſicht genommen ſind, dem Vorſtand zur M4
überwieſen.
Da weitere Anträge von Mitgliedern nicht eingegangabr
konnte der Vorſitzende die Verſammlung ſchließen, nachdäall
Teilnehmern, insbeſondere auch dem Herrn Kreisſchulrat Drt
wie den einzelnen Lehrern und Lehrerinnen der
Stadtſchuu=
unermüdlichen Arbeiten der Vorbereitung und den Schülern:
rinnen für die vortrefflichen geſanglichen Darbietungen unu
ganz beſonders herzlichſt gedankt hatte.
Hieran ſchloß ſich der Vortrag des Herrn Rektor
Pfeiffſt=
über Naturſchutz an.
Reicher Beifall wurde dem Redner für die vortrefflichäß)
rungen zuteil, deren Abdruck in einer der nächſten Nummernſ,
ſchrift erfolgem wird.
Durch dieſe Tagung hat wiederum der Tierſchutzgedankon y,
derung erfahren und auch den erwünſchten Zugang von n.
freunden gebracht.
M1
Skraßenbericht
für die Woche vom 2. bis 8. November 19541
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptburchgangsſtraßen in Heſſenn
Worms—Bensheim (Ortsdurchfahrt Lorſch vom Ratbats u
Ortsausgang) vom 17. 10. bis 5. 11. geſperrt. Umleitung: 64
ſen—Jägersburg—Biblis oder Hüttenfeld-Lamperthein.
Darmſtadt—Groß=Gerau—Mainz (Ortsdurchfahrt Grm
Darmſtädter Straße) vom 31. 10. bis 12 11. geſperrt. Umleitla/!
Gerau—Weiterſtadt oder Griesheim-Wolfskehlen.
Bad Wimpfen—Heilbronn von der Hindenburgbrücke v/
a. Berg vom 3. 11 bis 8. 11 geſperrt. Umleitung: Bieberac=
Heldenbergen—Windecken wegen Brückenbauarbeiten an iE1M
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Eichen—Oſtheim.
Grünberg—Gießen (Ortsdurchfahrt Grünberg) vom 1. F311
weiteres geſperrt. Umleitung: Londorferſtraße in Grünbeu u
Gießen—Marburg zwiſchen Lollar und Sichertshauſen
vom 18. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Odenbaur/
hauſen-Bellnhauſen.
Friedberg—Hanau zwiſchen Ilbenſtadt—Kaichen vom 186900
weiteres geſperrt. Umleitung: Aſſenheim-Bönſtadt—Kaichen
Büdingen—Gelnhauſen vom Abzweig nach Vonhauſen h1 00
desgrenze geſperrt. Umleitung: Vonhauſen, Diebach a Hact —
Neuwiedermus, Langenſelbold. Nieder=Gründau.
Friedberg—Wetzlar (zwiſchen Pohlgöns—Niedergleen bi!
desgrenze) vom 6. 10. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:09
Frankfurter Straße in Vilbel vom 16. 10. bis auf weitent
Umleitung: Nieder=Erlenbach-Harheim-Bonames.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Auerbach-Balkhauſen (Ortsdurchfahrt Auerbach, vom 01
Ludwigſtraße bis zum Rathaus) vom 10. 10. bis 22. 11. geiti
liche Umleitung.
Arheilgen—Langen (Ortsdurchfahrt Egelsbach bzw. 7 0
und Geſchwindſtraße) vom 13. 10. bis 3. 11. geſperrt. UmleitritA
Mainz=Zahlbach-Mainz=Bretzenheim in dieſer Richtung !.
auf drei Wochen geſperrt. Umleitung: Von der Straße 2
in Mainz=Zahlbach durch die Lanzelhohl und Römerſtraße
Nösberts—Grebenhain vom 1. 9. bis auf weiteres geſpe36
tung: Weidmoos
Ortsdurchfahrt Fauerbach bei Friedberg von der Kiraga
Ortsausgang in Richtung Oſſenheim vom 6. 8. bis anf weitzun
Umleitung: Ortsſtraßen in Fauerbach.
Ortsdurchfahrt Wieſeck vom 18. 9. bis auf weiteres geiſeſ.
leitung: Rödgen und Lollar—Daubringen.
Grund=Schwalheim—Bad=Salzhauſen vom 18. 9. bis 0
geſperrt. Umleitung: Unter=Widdersheim—Steinheim-Rolc,
Horloff-Nidda
Butzbach-Hochweiſel vom 18. 9. bis auf weiteres geile!
leitung: Nieder=Weiſel—Oſtheim.
Gießen—Daubringen vom Abzweig der Straße Gießenen”
Daubringen vom 18. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umleittk
Großen=Buſeck.
— Stenographie und Maſchinenſchreiben. Zu den 1
Rüſtzeugen für die Berufe, die mit Schreibarbeit verhichk
gehören Kurzſchrift und Maſchinenſchreiben. Es kann 20
empfohlen werden, die langen Winterabende zur Aus”
dieſen Fächern zu benutzen. Man ſollte nicht abwartek)
Beruf bereits größere Fertigkeiten darin verlangt. 90
berger Stenographenverein Ballonſchule richtet
7. November wieder neue Kurſe ein, die unter Leitungl”=
Lehrkräfte ſtehen. Eine vorherige Anmeldung iſt vichb
lich. Es wird auf die heutige Anzeige verwieſen.
— Verkehrsunfall. Geſtern mittag wollte in der 99.
Straße ein Frankfurter Wagen einem Radfahrer auspn.
bei fuhr das Auto auf das Trottoir und beſchädigte eiſ
Der Fahrer wurde leicht verletzt, das Auto ſtark dena
Anlegen eines Verbandes im Städtiſchen Krankenhaus. ”
Verletzte ſeine Fahrt per Bahn fortſetzen.
Schulgeldmahnung. Das Schulgeld für den Woſ.=
1930 für die hieſigen höheren Schulen, ſowie für die2
Naſchinenbau=, Gewerbe=, Handels= und Haushaltzunde
nach der heutigen Bekanntmachung im Inſeratenteil.
der Beitreibung und Koſtenberechnung bis zum O
1. J. an die Stadtkaſſe, Grafenſtraße 28, zu zahlen.
Tageskalender für Samstag, den 1. Novemper.
Heſſ Landestheater. Großes Haus 1920 Un
„Eliſabeth von England” — Kleines Haus, 2
—TV: „Der Waffenſchmied”. — Orpheum,?
Brauch von den Probenächten”. — Konzert
Cafs Oper. Zum Datterich, Reſt. Bender, Maxſte.
Reſt. Anton Graf, Rummelbräu, Schul. Hafertaſte.”
Bodega, Stadt Malaga. — Kinovorſtellun?‟
Helia= und Palaſt=Lichtſviele. — Turngen”"
Woogsplatz, abds. 8 Uhr: Herbſtball. — Zent1.
deutſcher Kriegsbeſchädigter, abene
Handelshof: Lichtbildervortrag.
ner 302
Samstag, den 1. November 1930.
Seite 7
Aus Heſſen.
mabt, 31. Okt. Gemeinderatsſitzung. In der
geſt=
erg des Gemeinderates gab der Bürgermeiſter einen Bericht
Awierigkeiten, die ſich ihm bei dem Verſuch um Aufnahme
für die Finanzierung der für den Winter in Ausſicht ge=
Rotſtandsarbeiten entgegengeſtellt haben. Da nach einer
es Kreisamts ſolche Arbeiten nur dann ausgeführt werden
die nötigen Geldmittel zur Verfügung ſtehen, iſt es noch
die Herſtellung der Alten Darmſtädterſtraße im
kommen=
mnöglich ſein wird. Den Wohlfahrtsunterſtützungsempfän=
Der Beſchaffung ihrer Wintervorräte an Kartoffeln auf An=
Ausgabe von Gutſcheinen geholfen werden. Soweit das
ntu utt: 10 Zentnern nicht in Anſpruch genommen wird, können
mu4t hein bis zu einem Höchſtkreditbetrag von 30 RM. Kohlen
wrgen. Die Gutſcheine wird die Gemeindekaſſe vorlagsweiſe
Einziehung der vorgelegten Beträge ſoll in wöchentlichen
an. Ein Antrag des Gemeinderates Heißt fordert, der
ot möge beſchließen: 1. Das Ortsnetz und die
Transforma=
werden durch einen qualifizierten, unabhängigen
Fach=
jeur) einer eingehenden Prüfung unterzogen, und zwar
ü ren baulichen Zuſtand hin, als auch bezüglich der Frage
denen Einrichtungen elektrotechniſch in Ordnung ſind und
An ſen der Gemeinde genügen. 2. Unter Zuziehung dieſes
hüen wird eine Wirtſchaftlichkeitsberechnung über unſere
zurrſorgung aufgeſtellt, die ein wahrheitsgetreues Bild und
wern für die künftige Verwaltung ergibt. 3. Dem Sachver=
„Die Ausarbeitung von Vorſchlägen über folgende Fragen
a) Welche Maßnahmen erfordert die geſamte techniſche
nſerer Elektrizitäts=Verſorgungsanlagen zu einer
gedeih=
itwicklung? b) Iſt die Einführung billigerer Stromtarife
ye e Einbußen möglich, und welche poſitiven Vorſchläge
kön=
azunacht werden? Der Gemeinderat erachtet es für notwendig,
ye wewiſſe Unterlagen zu beſchaffen und will erſt dann, wenn
nſer, zu dem Antrag Stellung nehmen. Für einen
Zähler=
fappiz Seſſen Anſchaffung urſprünglich umſtritten war, bewilligte
Genzzue at nunmehr den erforderlichen Kredit. Mit dieſem
Prüf=
arat Au s der Gemeinde möglich ſein, Elektrizitätszähler künftig
iſh zuu fürn, anſtatt ſie zu dieſem Zwecke in ein Prüfwerk ſchicken
müſſael Tach einem Beſchluß des Finanzausſchuſſes bezüglich des
lenpoc Eir die Gemeindebeamten ſoll ein gewiſſer Teil der
der=
en ᛋAntenſtellen bei ihrem etwaigen Freiwerden nur auf dem
ſeißz wat=Dienſtvertrages wieder beſetzt werden dürfen. Da ſich
ſehihl Des Plenums mit dieſem Beſchluß deshalb glaubte nicht
ſtatab rklären zu können, weil es ſich dabei nur um die unteren
mtenmr handelt, wird die Sache auf Antrag des Gemeinderates
ch arme, Finanzausſchuß zurückverwieſen. Dem Gemeinderechner
Ip hiri ruf Nachſuchen zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit
An
1ſhrichken des Standesamks Darmſtadt.
ſchf. Geſtüknerre. Am 24. Oktober; Konrad, Franziska, geb.
„fü. Witwe des Aufſehers i. R., Beſſunger Straße 14.
rbiſſal argarethe Barbara, Privatlehrerin i. R., ledig,
Ger=
usſtripl /B. Oelrich, Anna Barbara, geb. Meckel, 59 J.,
fraunt Telegraphenſekretärs in Auerbach an der Bergſtraße.
Ence—ſtraße 25. Grünig, Marie geb. Vonhof 48 J.,
au ’s Fabrikarbeiters, Nieder=Ramſtadt, hier, Martins=
2,f n. 25. Oktober:s Willand, Balthaſar, Arbeiter,
„ inna enhauſen, hier, Erbacherſtraße 25. Am 26. Oktober:
mmit Marie Henriette, geb. Kling, 59 J., Ww. des Schnei=
Klſtinße 5. Hugo, Julie, Privatin, ledig,
Erbacher=
e 23R)ell, Karoline, geb. Kröh, 70 J., Wenckſtr. 52. Am
Oktoty Schwöbel, Leonhard, Hilfsarbeiter, 60 J., ledig,
Bremizch, hier, Grafenſtraße 9. Am 26. Oktober: Beck,
Nonnurg, S.steinter, 56 J., Sandbergſtr. 42. Am 25. Oktober: Rit=
Gdinu., 1 Tag, Arheilgerſtr. 82. Am 26. Oktober:
Krä=
r. Kſu Reichsbahnſekretär, 55 J., Ruthsſtr. 7. Am 27.
Ok=
herſtVer: btver, Magdalena, geb. Herdt, 86 J.. Witwe, des
orſch m zuhmachs in Münſter, Kreis Dieburg, hier, Grafenſtraße 9.
ernt Uurtus,”ſichelm, II., Heizer, 44 J., Gernsheim a. Rh., hier,
ſut!. Am 28. Oktober: Paul, Anna, geb. Jung, 64 J.,
Lilehrers, Heinrich=Fuhr=Straße 9. Rieß Eleonore,
rim Ehefrau des Maurers, in Mörfelden, hier, Grafen=
7 29. Oktober: Petri, Valentin, Schuhmacher, 29 J.,
he 1. Zimmermann, Hermann Chriſtian
Fried=
n. 38, J. Lerchl. Margot Eliſabetha, 1 J..
Hep=
ſergſtr.), hier. Heinheimerſtraße. Am 28. Oktober:
ſan", Johann Peter, Vorarbeiter, 76 J., Gr. Kaplanei=
29. Oktober: Volk, Barbara, geb. Groh, 25 Ja.,
Schreiners Urberach, hier, Eſchollbrückerſtraße 4½.
1t. Paula, Propagandiſtin, 25 J., ledig, Wiesbaden,
tſraße 9. Am 30. Okt.: Löhr. Hedwig, Gertrud,
EGara, Verkäufe in, ledig, Waldſtraße 2. Schlegel
vold. 40ſmäftsreiſend 61 Jahre, Rhönring 15 Theves
Gfihr. 18 J., ledig, Wendelſtadtſtr. 13. Am 31. Okt.:
mid/tAßolfgang, Karl, Friedr., 6 Jahre, Pankratiusſtr. 48.
Kirchliche Nachrichken
Sonntag nach Trinitatis (2. November).
Reformationsfeſt.
Evangeliſche Gemeinden.
kti½ allen Kirchen für den Heſſiſchen Hauptverein der
Guſtav=Adolf=Stiftung.
ndeſth. Samstag, 1. Nov., abends 8.30 Uhr: Andacht.
Nov., vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Pfarrer Lautenſchläger. — Vorm. 11.30 Uhr:
Kin=
ſt. Pfarrer Lautenſchläger. — Abends 5 Uhr: Abend=
Pfarrer Wagner. — Abends 8 Uhr: Reformations=
Eingeliſchen Bundes.
Stadlchelle. Wegen Wiederherſtellungsarbeiten geſchloſſen.
Schlagſſtax. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des
Neh) mahls. Dekan Zimmermann. — Vorm. 11.15 Uhr:
jcdeenſt. Dekan Zimmerman.
ſonflſnn denſaal im Schloß. Dienstag, 4. Nov abends
ſähanvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 5.,
18. Nov., nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der
— Freitag, 7. Nov., abends 8 Uhr: Jugendver=
Stadtgemeinde, Poſaunenchor. — Samstag, 8. Nov.,
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde,
Singe=
telmaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 2 Nov., vorm. 11.15
Ni=ottesdienſt der Stadtkapelle. Pfarrer Kleberger.
Uhr: Taubſtummengöttesdienſt mit Feier des
SAhdmahls Pfarrer Heß. — Abends 8 Uhr:
Jugend=
guunſdar Stadtgemeinde. — Montag, 3. Nov., abends
hnervereinigung der Lukasgemeinde: Vortragsabend:
U9M Oſten” — Jugendbund der Lukasgemeinde (ältere
lungmaAwbteilung). — Dienstag, 4. Nov., abends 8 Uhr:
henchgcte: Stadtkirche. — Jugendvereinigung der
Stadt=
einde Aitme Abteilung) Mädchenvereinigung der Refor=
Nonsgehnnde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 5. Nov.
r. Jungſchar der Stadtgemeinde. — Frauenverein
Iininde. Guſtav=Adolf=Kreis. — Abends 6 Uhr;
dee. Pfarrer Heß. — Abends 8 Uhr: Kirchenchor
elee und der Schloßkirche. — Jugendbund der
Markus=
ſteise und jüngere Abteilung). — Mädchenvereinigung
DEAtwonsgemeinde (ältere Abteilung). — Donnerstag,
us 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde
eit ung). — Freitag 7. Nov., abends 8 Uhr:
Mütter=
ſetgemeinde. — Jugendbund der Kaplaneigemeinde
EMeiche Yerband evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine.
Don=
ol=, nachm. 2.30 Uhr im Rummelbräu: Vortrag von
Eia: aus Eppenrod, Geſchäftsführer der Naſſauiſchen
Na0 „Was habe ich vom Verband? Notwendigkeit und
rganiſation.”
tSlieTOlwungen an Auswärtigen: Vom 1. November ab:
bI.
Bühibege durch Diakonen: Hauptſtation im
Diakonen=
eieger Straße 21; Fernſprecher 2883.
ahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17 Vorder=
Sprechſtunden vormittags von 10 bis 12 Uhr und
tani auußer Samstags) von 5 bis 6 Uhr. Fernſpr. 4584.
arw iche. (Kollekte für den Guſtav=Adolf=Verein.)
Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
r Beringer. Anmeldung von 9.30 Uhr an in der
Zchrm. 11.15 Uhr: Gemeinſamer Kindergottesdienſt
umsgemeinde Oſt und Weſt. Pfarrer Beringer.
Jugendgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
ilirchenrat D. Waitz. Anmeldung von 5.30 Uhr an
ein dreimonatiger Urlaub bewilligt, was zur Folge hat, daß ein anderer
Beamter mit der Rechnungsſtellung der Rechnung 1929 beauftragt
wer=
den muß. Der Bürgermeiſter wird beauftragt, dieſerhalb bei der
vor=
geſetzten Behörde vorſtellig zu werden. Die auf dem Submiſſionswege
ausgeſchriebenen Arbeiten anläßlich der Aufſtellung einer von dem
Reichsvermögensamt erworbenen Wohnbaracke und deren Ausbau für
Kleinwohnungen werden wie folgt zugeſchlagen: 1. die Erd= und
Maurerarbeit dem Jakob Kirſchner 5. und Ludwig Hindermeher 4. zum
Preiſe von 5437,90 RM.; 2. die Zimmerarbeit der Vereinigung der
Zimmermeiſter zum Preiſe von 3259,60 RM.; 3. die Weißbinderarbeiten
den vereinigten Weißbindermeiſtern zum Preiſe von 3854,05 RM.*
4. die Schreiner= und Glaſerarbeiten der Schreiner= und Glaſer=
Ver=
einigung zum Preiſe von 1066,70 RM.; 5. die Schloſſerarbeit und die
Trägerlieferung dem Fritz Bauer zum Preiſe von 1037,60 RM.; 6. die
Elektroinſtallationsarbeit dem Heinrich Bach zum Preiſe von 162,40
RM.; 7. die Herd= und Ofenlieferung der Peter Kaltwaſſer Witwe zum
Preiſe von 615 RM. — Das Baugeſuch Wagner, der in ſeinem
Hinter=
gebäude eine Dreizimmer=Wohnung einrichten will. wird gutgeheißen.
Er ſoll hierzu verbilligtes Baudarlehen, wie beantragt, erhalten.
Sol=
ches Darlehen wird auch auf Antrag den Bauluſtigen Reinhardt,
Borne=
mann. Dotter — oder falls dieſer nicht in Frage kommt — Ortelbach
bewilligt. Bei der kommenden Holzhauerei wünſcht der Gemeinderat,
daß neben dem erforderlichen Brennholz auch Langgrubenholz
aufge=
arbeitet wird, vorausgeſetzt, daß die Preisangebote hierfür entſprechend
ſind. Das Forſtamt iſt erſucht worden, hierfür Unterlagen zu
beſchaf=
fen. Für den Keſſel in der Eleonorenſchule ſoll ein neuer Zugregler
von der Firma Schmidt=Aeoſolo=G. m. b. H. in Kaſſel für den Preis
von 560 RM. beſchafft werden. Der Kredit wird bewilligt. — Hierauf
geheime Sitzung.
G. Ober=Ramſtadt, 31. Okt. Odenwaldklub. Die Ortsgruppe
Ober=Ramſtadt des Odenwaldklubs feiert ihr diesjähriges
Dekorierungs=
feſt am Samstag, den 8. November, im Saale „Zum Löwen” (
Schnei=
der). Die letzte Wanderung vor dem Dekorierungsfeſt wird daher am
Sonntag, den 2. November, in der näheren Umgebung durchgeführt. —
Hohes Alter. Am Samstag, den 1. November, feiert Herr Konrad
Burger, Bauſtraße, ſeinen 75. Geburtstag bei zufriedenſtellender
Ge=
ſundheit und geiſtiger Friſche.
1St.14195
seit Jahrzehnten benährl.
Harum begehrf 308 ud bebe.
Haisers Beust Carewelen
K
Erhältlich in Apotheken, Drogerlen und wo Plakate sichtbar.
* Dornberg, 31. Okr. Vorgeſtern nachmittag kam es zu einem
Au=
ſammenſtoß zwiſchen einem Radfahrer und einem Motorradfahrer auf
der Straße Groß=Gerau-Nauheim. An der Kreuzung Nauheim=
Tre=
bur=Groß=Gerau=Biſchofsheim ſtießen die beiden Fahrer zuſammen. Der
Radfahrer, welcher einen Beinbruch erlitten hatte, kam ins Städtiſche
Krankenhaus Groß=Gerau, wogegen der Motorradfahrer mit dem
Schrecken davonkam. Die Groß=Gerauer Gendarmerie war bald zur
Stelle, um das Verſchulden beider Fahrer feſtzuſtellen.
— Auerbach a. d. B., 31. Okt. Am 2. und 3. November findet hier
die von nah und fern gern beſuchte Kirchweihe ſtatt. Die
Auer=
bacher Kirchweihe ſchließt den diesjährigen Reigen ſolcher
Veranſtal=
tungen. In dem bekannten Hotel=Reſtaurant „Weigold” ſorgt Matthias
Weber mit ſeinen Getreuen im oberen und unteren Saal für
ange=
nehme muſikaliſche Unterhaltung. Die Nachfeier findet Sonntag, den
9. November, ſtatt.
— Hirſchhorn, 31. Okt. Waſſerſtand des Neckars am
30. Oktober 1.36 Meter, am 31. Oktober 1,34 Meter.
Rheinheſſen.
* Mainz. 31. Okt. Chronik. Am kommenden Montag wird die
neunte Bereitſchaft der Schupo, die ſeither in Friedberg ſtand, zur
vorübergehenden Verwendung nach Mainz verlegt. Sie bezieht
Unter=
kunft in einem Teil der ehemaligen Alice=Kaſerne. — Ein 24jähriger
Landwirt aus Wicker wurde am Mittwoch auf der Landſtraße bei
Hoch=
heim von einem Auto angefahren und ſchwer verletzt. Man brachte
den Mann zunächſt ins Hochheimer Krankenhaus, von wo aus er
be=
wußtlos in das Mainzer Städtiſche Krankenhaus überführt wurde. Hier
ſtellte man einen ſchweren Schädelbruch und Gehirnerſchüitterung feſt.
Wie der Unfall geſchah, iſt noch nicht klargeſtellt, da der Mann immer
noch bewußtlos iſt. — Der Provinzialausſchuß der Provinz
Rhein=
heſſen und der Kreisausſchuß des Kreiſes Mainz haben anläßlich des
Grubenunglücks in Alsdorf für die Hinterbliebenen Spenden von 2000
RM. und 1000 RM. bewilligt und für die Hinterbliebenen der bei dem
Unglück auf der Grube Maybach ums Leben gekommenen Bergleute
und für die Verletzten 1000 RM. und 500 RM. geſpendet. — In der
Gemeinde Gonſenheim bei Mainz wird in den nächſten Tagen der
Schul=
hauserweiterungsbau ſeiner Beſtimmung übergeben. Die Verbindung
des Neubaues, der eine Grundſtücksfläche von 800 Quadratmeter
um=
faßt, mit dem bereits beſtehenden neunklaſſigen Knabenſchulhaus gibt dem
geſamten Gebäude ein harmoniſches Gepräge. Das Bauwerk erhält
durch den hervortretenden Turmaufbau mit ſeiner etwa 40 Perſonen
faſſenden Plattform, die für Unterrichtszwecke dienen ſoll, eine
beſon=
dere Note. Die Baukoſten, die mit 285 000 RM. veranſchlagt waren,
ſind nicht überſchritten. — Unter dem Vorſitz von Weingutsbeſitzer
Jungkenn hielt die Oppenheimer Handelsvereinigung eine
Verſamm=
lung ab. Man ſprach ſich einmütig für die Erhaltung des Kreiſes aus,
da mit der Auflöſung des Kreiſes etwa 40 Perſonen Oppenheim
ver=
laſſen würden und die Gewerbetreibenden einen Einkommensausfall von
20 000 bis 150 000 RM. hätten.
Mittwoch, 5. Nov., abends 8 Uhr: Bibelſtunde im
Martins=
ſtift. 3. Artikel: „Ich glaube an den Heiligen Geiſt” — Abends
8 Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus. 1. Buch Moſe.
Martinsgemeinde. (Kirchliche Veranſtaltungen.) Montag,
3. November, abends 8 Uhr, im Martinsſtift: „
Monatsverſamm=
lung der Helferinnen des Frauenvereins. Dienstag, 4. Nov.,
abends 8 Uhr, im Martinsſtift: „Kirchenchor; im Gemeindehaus:
Jugendvereinigung. — Donnerstag, 6. Nov., abends 8 Uhr, im
Martinsſtift: Mädchenvereinigung Oſt; im Gemeindehaus:
Mäd=
chenvereinigung Weſt; Mauerſtraße 5: „Poſaunenchor. — Freitag,
7. Nov., abends 8 Uhr, im Martinsſtift: „Mütterabend (Oſt); im
Gemeindehaus: Mütterabend (Weſt); Jugendvereinigung (ältere
Abteilung).
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heil.
Abendmahl und Vorbereitung. Pfarrer Marx. — Nachm. 5 Uhr
Predigtgottesdienſt mit heiligem Abendmahl. Pfarrer Goethe. —
Montag, 3. Nov. abends 8 Uhr: Kirchenchor und Mütterabend.
— Mittwoch, 5. Nov., abends 8 Uhr: Bibelſtunde im
Gemeinde=
haus. Pfarrer Goethe.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7.30 bis 5 Uhr zu
ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie).
Vor=
mittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Becker. —
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Becker.
Veranſtaltungen. Dienstag, 4. Nov. abends 8.15 Uhr:
Bibelſtunde. — Donnerstag, 6. Nov., abends 8.15 Uhr:
Mütter=
abend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). (Kollekte für den Guſtav=
Adolf=Verein) Vorm. 10 Uhr: Feſtgottesdienſt mit Feier des
heiligen Abendmahls. Anmeldung von 9.30 Uhr an in der
Sakri=
ſtei. Pfarrer Irle. — Vorm. 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Irle. — Abends 8 Uhr: Liturgiſcher
Reformationsgot=
tesdienſt unter Mitwirkung der Jugendbünde. Pfarrer Irle.
Veranſtaltungen: Montag, 3. Nov., abends 8 Uhr:
Wohltätigkeitskonzert der Männervereinigung. — Mittwoch,
5. Nov., abends 8.15 Uhr: Monatsverſammlung der
Männerver=
einigung mit Vortrag von Bibliothekar Phil Weber über:
„Ernſtes und Heiteres aus Darmſtädter= und Beſſunger
Vergan=
genheit” — Donnerstag, 6. Nov. abends 8 Uhr: Mütterabend. —
Abends 8.15 Uhr: Heimabend für Gruppe 2. — Freitag, 7. Nov.,
abends 8 Uhr: Mädchenchor. — Abends 8.30 Uhr: Kirchenchor.
— Samstag, 8. Nov., abends 7.30 Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. (Kollekte für die Guſtav=Adolf=Stiftung.)
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert. Feier des
heiligen Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung von ½10
Uhr an in der Sakriſtei. — Vorm. 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt
Pfarrer Rückert. — Abends 6 Uhr: Gottesdienſt mit Feier des
heiligen Abendmahls mit Vorbereitung. Pfarrer Müller.
An=
meldung von 5.30 Uhr an in der Sakriſtei.
Veranſtaltungen: Sonntag, 2. Nov., abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung. — Montag, 3. Nov. abends 8 Uhr:
Jugend=
bund. — Dienstag, 4. Nov., vorm. 10 Uhr: Vorſtandsſitzung des
Frauenvereins. — Abends 8 Uhr: Kirchenchor. Mittwoch,
5. Nov., abends 8 Uhr; Bibelſtunde. Pfarrer Müller. —
Don=
nerstag, 6. Nov. abends 8 Uhr: Mütterabend. — Jugendbund.
— Samstag, 8. Nov., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Samstag, 1. Nov., abends 8 Uhr: Beichte.
Sonntag, 2. Nov., vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heiligem
Abendmahl. Pfarrer Hickel. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottes=
dienſt in der Kinderſchule, — Evang. Sonntagsverein: Nachm.
4—7 Uhr: Vereinsſtunden. — Donnerstag, 5. Nov., abends 8 Uhr:
Betſtunde.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Ge=
betsſtunde. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm.
3.30 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Bringmann. — Montag, nachm.
4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Abends 8.30 Uhr:
Krieger=
dankbund. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. —
Abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. Prediger Bringmann.
— Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag
abends 8.30 Uhr: Lichtbildervortrag: „Bunyans Pilgerreiſe‟
Freitag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde in der Kinderſchule,
Beſſungerſtraße 80. Prediger Briegmann. — Samstag, abends
8.15 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm.
2.30 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. — Nachm. 4.45
Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge Mädchen. — Abends 8.30
Uhr: Weiheſtunde. — Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis.
— Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Kinderbund. — Abends 8.15 Uhr:
Freundeskreis für junge Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr;
Gebetsſtunde für junge Männer
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22,
Infanterie=Kaſerne, Hof links). Sonntag, 2. Nov., abends 8 Uhr:
Mitgliederverſammlung. (Einführung des Sekretärs Herrn Gg.
Mittwoch, 5. Nov., abends 8.30 Uhr
König aus Danzig.)
Familienbibelſtunde. — Donnerstag, 6. Nov., abends 8.30 Uhr:
Jungvolk=Abend. — Freitag, 7. Nov., abends 8.15 Uhr: Turnen
in der Turnhalle der Ludwigs=Oberrealſchule. — Samstag, 8.
No=
vember, nachm. 3 Uhr: Jungſcharſtunde.
B.=K. Darmſtadt, im Bund deutſcher Bibelkreiſe,
Alexander=
ſtraße 22. Samstag. 1. Nov., nachm. 4 Uhr: Snielen. — Nachm.
5 Uhr: Singen. — Abends 6 Uhr: Andacht. — Mittwoch. 5. Nov..
abends 8 Uhr pünktlich: „Heimahend für Treuburg. —
Donners=
tag, 6. Nov. abends 8 Uhr: Heimabend für Aeltere.
Evangeliſcher Arbeiter= und Handwerkerverein: Feierabend
(Stiftsſtraße 51) Dienstag. 4. November, abends 8.30 Uhr:
Verſammlung mit Vortrag.
Schloßkapelle Kranichſtein. Sonntag, den 2. November, vorm.
10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Heldmann.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städtiſchen Akademie für
Tonkunſt. Eliſabethenſtraße). Sonntag, 2. Nov.. 10 Uhr:
Men=
ſchenweihehandlung mit Predigt. 11.20 Uhr: Kinder=
Sonntags=
handlung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Chriſtian. Science
Society), Aula der Landesbauſchule. Neckarſtraße 3. Gottes=
dienſte jeden Sonntag, vorm. 10 Uhr, und jeden erſten und dritten
Mittwoch im Monat, abends 8.15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vorm.
11.15 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4.30 Uhr:
Wortverkündi=
gung. — Mittwoch. abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. — Freitag,
abends 8.15 Uhr: Wortbetrachtung.
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung, Ortsgruppe
Darm=
ſtadt, Grafenſtraße 20 (Fürſtenſaal): Jeden Dienstag, abends
8 Uhr: Bibelſtudium mit Diskuſſion. Sonntags, vormittags
10 Uhr: Kinderverſammlung.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 3. Nov., abends
8 Uhr, im Feierabend, Stiftsſtraße 51: Bibelſtunde.
Methodiſtengemeinde (Evang. Freikirche) Wendelſtadtſtr. 38.
Sonntag, 2. Nov., vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule: abends 8 Uhr:
Lichtbildervortrag mit farbigen Bildern: Eine Wanderung durch
oſtaſiatiſche Miſſionsgebiete. — Mittwoch, 5 Nov., abends 8 Uhr:
Bibel= und Gebetsſtunde. — Freitag, 7. Nov., abends 8 Uhr:
Frauen=Miſiſionsvereſn.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 10
Uhr: Predigt: 11 Uhr: Sonntagsſchule; 8 Uhr: Predigt. —
Mon=
tag, abends 8.15 Uhr: Jugendverein: Die Forderungen Jeſu in
der Bergpredigt. Dienstag, nachm. 3 Uhr: Frauen=
Miſſions=
verein; abends 8.15 Uhr: Singſtunde. — Mittwoch, nachm. 3 Uhr:
Katechetiſcher Unterricht. — Donnerstag, abends 8.15 Uhr:
Bibel=
ſtunde.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, vorm. 8 Uhr:
Gebetsſtunde. Vorm. 10 Uhr: Heiligungsverſammlung. Vorm. 11.30
Uhr: Kinder=Kompagnieverſammlung. 3 Uhr:
Wegweiſerunter=
richt. 5 Uhr: Kinderverſammlung. 8 Uhr: Oeffentliche
Ver=
ſammlung für jedermann. — Montag, 8 Uhr: Jugendliga.
Dienstag, 8 Uhr: Sold.=Verſammlung. — Mittwoch, 5 Uhr:
Kin=
derverſammlung. 5.30 Uhr: K.K. 8 Uhr: Heilsverſammlung. —
Donnerstag, 8 Uhr: Heimbund für Frauen und Mädchen. —
Freitag, 8 Uhr: Heiligungsverſammlung.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt I (Hindenburgſtraße,
ehem. Kaſino) Sonntag, den 2. Nov vorm. 9.30 Uhr, nachm.
4 Uhr, und Mittwoch, den 5. Nov., abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II (Bismarckſtraße 54).
Sonntag, den 2. Nov., vorm 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und
Mitt=
woch, den 5. Nov., abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Auswärtige Gemeinden.
Evang. Gemeinde Eberſtadt. Sonntag, 2. Nov., vorm. 9.45
Uhr: Hauptgottesdienſt, Feier des Reformationsfeſtes. Vorm. 11
Uhr: Kindergottesdienſt. — Montag: EJG. Mädchenjungſchar;
Jungenabend. — Dienstag: Frauenabend. — Mittwoch: E. J. G.
Bubenjungſchar; Kirchenchor. — Donnerstag: E. J. G.
Mädchen=
jungſchar, 2. Mädchenabend. — Freitag: E.J.G. Führerkreis.
Prov.=Pflegeanſtalt: Nachm. 1.30 Uhr: Gottesdienſt.
Evang. Gemeinde Traiſa. Sonntag, den 2. Nov. (
Reforma=
tionsfeſt), 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. 11 Uhr: Kindergottesdienſt
der Großen. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kleinen. —
Diens=
tag: Mädchengruppe. — Mittwoch: Bubengruppe. — Donnerstag:
Bibelſtunde.
Evang. Gemeinde Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 2. Nov.
(Reformationsfeſt), vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Mitwirkung
des Kirchenchors. Kollekte für den Guſtav=Adolf=Verein. Die
Jugendvereine nehmen abends an der Werbeveranſtaltung des
Deutſchen Jugendherbergen=Verbandes teil. — Dienstag:
Jugend=
vereinigung. — Mittwoch: Kirchenchor und Jungmädchenverein.
— Donnerstag: Frauenverein.
Evang. Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 2. Nov (
Reforma=
tionsfeſt), 10 Uhr: Gottesdienſt. Mitwirkung des Kirchen= und
Poſaunenchors. Kollekte. Abends 8 Uhr: Lichtbildabend in der
Kirche: „Vom chriſtlichen Märtyrertum” Eintritt frei. —
Mon=
tag: Jugendverein. — Dienstag, 6—7 Uhr: Bücherausgabe, 8.30
Uhr: Bibelſtunde. — Mittwoch: Kirchenchor. — Donnerstag:
Po=
ſaunenchor im Schulſaal. In der Kinderſchule: Probe des
Mäd=
chenvereins. — Freitag: Mädchenverein. Im Pfarrhaus:
Helfer=
beſprechung. — Samstag: Jugendverein.
Evang. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, 2. Nov. (
Reformations=
feſt) vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Mitwirkung des
Poſau=
nenchors. Kollekte für den Guſtav=Adolf=Verein. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Montag: Frauenverein. — Dienstag:
Kir=
chengeſangverein. — Mittwoch: Poſaunenchor. — Donnerstag:
Jungmädchenverein. — Freitag: Jugendbund Wartburg.
Auswärtige Gemeinſchaften.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt (Weingartenſtraße 35).
Sonntag, den 2. Nov vorm. 9.30 Uhr, und Donnerstag, den
6. Nov., abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt (Bahnhofſtr. 25).
Sonntag, den 2. Nov vorm. 9.30 Uhr, und Donnerstag, den
6. Nov., abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen. Sonntag, den 2. Nov.,
vorm. 9.30, und Donnerstag, den 6. Nov., abends 8.30 Uhr:
Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Griesheim (Groß=Gerauerſtraße 3).
Sonntag, den 2. Nov., nachm. 4 Uhr, und Mittwoch, den 5. Nov.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Roßdorf (Dieburgerſtraße 22).
Sonntag, den 2. Nov., nachm. 4 Uhr, und Mittwoch, den 5. Nov.,
abends 8 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Ober=Ramſtadt (Bahnhofſtraße 22)
Sonntag, den 2. Nov., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 6. Nov.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung, Ortsgruppe
Eber=
ſtadt, Pfungſtädter Straße 7 I (Reſtauration zur Harmonie):
Jeden Donnerstag, abends 8 Uhr: „Bibelſtudium mit Diskuſſion.
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung, Ortsgruppe
Rein=
heim i. O., Kirchſtraße 93. Jeden Samstag, abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtudium mit Diskuſſion
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung. Ortsgruppe
Bicken=
bach, Darmſtädterſtraße 28. Jeden Mittwoch, abends 8 Uhr:
Bibelſtudium mit Diskuſſion.
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung, Ortsgruppe
Auer=
hach. Darmſtädterſtraße 69. Jeden Donnerstag, abends 8 Uhr:
Bibelſtudium mit Diskuſſion.
ESeite 8
Samskag, den 1. November 1930.
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nach langem, ſchwerem Leiden im Alter von
69 Jahren ſanſt entſchlafen iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Joſef Pöbel
Familie Friedel.
Kranichſtein, den 31. Oktober 1930. (16016
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. November,
12.45 Uhr, vom Sterbehauſe, Parkſtraße 41 aus ſtatt.
Gretel Vatter
Gottfried Trinkaus
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Erfelden a. Rh. Arheilgen
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Für die überaus zahlreichen Glückwünſche,
Blumen und Geſchenke anläßlich unſerer
Silber=Hochzeit ſagen wir auf dieſem
Wege herzlichſten Dank.
Fritz Meyer und Fran.
Darmſtadt, Kiesbergſtr. 53.
Für die vielen freundlichen
Glück=
wünſche, Geſchenke und
Blumen=
ſpenden anläßlich meines 80.
Ge=
burtstages ſage ich hiermit meinen
15972
herzlichſten Dank.
A. Kahſer.
Darmſtadt, den 1. Nov. 1930.
Dankſagung.
Für die bei dem Tode meiner
unver=
geßlichen Mutter mir erwieſene,
Teil=
nahme ſage ich auf dieſem Wege meinen
tiefgefühlten Dank.
Dr. Guſtav Paul.
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Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme, ſowie für die
troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarrer Schott, ſowie die
tröſienden Worte bei der
Kranz=
niederlegung des Herrn Pfarrer
Thaer, bei dem Heimgange
unſeres teueren Entſchlafenen
ſagen herzlichſien Dank. t6ots
Im Namen der
tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Schenkel.
Klein=umſtadt, den 31. Okt. 1930.
Krage
wird eingeſchnitten
Frau Bechtel,
Waldſtr. 20, Stb. II.
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Aus den Amtsverkündigungen des Kreisamts
Darmſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
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Invalidenmarken, 1 Bund Schlüſſel eine
blau=rot gehäkelte Kinderzipfelmütze, ein
ſchwarzer Damen=Seidenſchirm, 1
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ſtoßfeder, 1 Vorſtecknadel, 4 Karton
Radier=
gumm, 1. Autokurbel, 1 Paar braune
Kin=
derhandſchuhe, 1 Zwicker, 1
braungeſtreif=
ter Kinderſchirm, 1 Hühnergalgen, 1
Haus=
ſchlüſſel. — Zugelaufen: 1 jung.
Schäfer=
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Wir machen wiederholt darauf
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merkſam, daß auch noch Fundgegenſtände
vorhanden ſind, die in früheren
Bekannt=
machungen verzeichnet waren.
Intereſſen=
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in der Städtiſchen Feſthalle.
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ſind während der Wintermonate in der
Städiſchen Feſthalle — gleich wie im
letzten Jahre — drei Tennisplätze für
beſtimmte Stunden und Tage zu
ver=
mieten.
Die Bedingungen können im
Stadt=
haus Zimmer Nr. 65, während den
Dienſtſtunden ſowie bei dem Hausmeiſter
der Städt. Feſthalle eingeſehen werden.
Darmſtadt, den 29. Okt. 1930. (st16022
Der Oberbürgermeiſter.
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Mahnung.
Jaulherſteigerung.
Betr. Waſſerverſorgung Malchen,
Kreis Darmſtadt; hier
Er=
weiterung.
Arbeitsvergebung.
Für die Eweiterung der
Waſſerver=
ſorgungsanlage der Gemeinde Malchen,
Kreis Darmſtadt, ſollen nachſtehende
Ar=
beiten öffentlich vergeben werden:
Herſtellung der Zuleitung von der
Dornbach=Quelle nach dem Ort von
850 m Länge, 60 mm 9.
Die Eröffnung der Angebote findet
Samstag, den 8. November ds.
Js., vorm. 10½ Uhr, in den
Amts=
räumen des Heſſ. Kulturbauamts
Darm=
ſtadt, Bleichſtraße 1, ſtatt, woſelbſt auch
die in Frage kommenden Pläne und
Be=
ſtimmungen eingeſehen werden könnnen.
Angebotsformulare ſind, ſolange der
Vorrat reicht, zum Preiſe von 0,50 RM.
von dem unterzeichneten Amt zu beziehen.
Darmſtadt, den 31. Okt. 1930. (16019
Heſſiſches Kulturbauamt.
Nittwont den 5. November 1930,
n. 9 II, wird in Darmſtadt
ſchaft hiln ges Kreuz”, das Laub
den Ween und Schneiſen im Be=
* des ntrrzeichneten Amtes
ver=
grr. Altmf ft durch die Förſter.
Jarmſtall den 30. Okt. 1930. (15970
Heſſ. 5äſtamt Kranichſtein.
Das Schulgeld für den Monat Okt.
1930 für die hieſigen höheren Schulen
ſowie für die ſtädt. Maſchinenbau=,
Ge=
werbe=, Handels= und
Haushaltungs=
ſchulen iſt bei Meidung der Beitreibung
und Koſtenberechnung bis zum 10. Nov
Ifd. Js. an die unterzeichnete Kaſſe zu
(st15898
zahlen.
Darmſtadt, den 1. Nov. 1930.
Stadtkaſſe.
Fllischabschlag
Verkaute von heute ab:
Dehsekzu Rindfleisch 0.90
Hacktllsch . . . . . . 0.90
Ochsobürstchen . . 0.90
1.00
Roastbeef
1.20
Kalbfleisch
Ausgel. Sackfett. . . 0.45
Stückſteinlieferung.
Die Anlieferung von 930 cbm
Stück=
ſteinen für die Verbreiterung der
Pro=
vinzialſtraße Ober=Ramſtadt —Ernſthofen
ſoll vergeben werden.
Angebotsvor=
drucke werden bei der
Provinzialſtraßen=
bauverwaltung in Darmſtadt,
Neckar=
ſtraße 3, Zimmer 34, zum
Selbſtkoſten=
preis abgegeben. Die Angebote ſind
verſchloſſen, portofrei mit entſprechender
Aufſchrift verſehen, bis Montag, den
10. November ds. Js., vormittags
10 Uhr, hierher einzureichen. (16027
Darmſtadt, den 30. Okt. 1930.
Provinzialdirektion Starkenburg
(Tiefbau).
Bauarbeiten.
Die Erd=, Erd=Beton= und Maurer=,
Kunſtſtein= und Grobſchloſſerarbeiten bei
Errichtung einer Apotheke am Ebertplatz
ſollen auf Grund der
Reichsverdingungs=
ordnung über die Vergebung von
Bau=
leiſtungen vergeben werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtr. Nr. 30,
I., Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis Samstag, den
15. November 1930, 10 Uhr, bei dem
Städt. Hochbauamt, Grafenſtraße 30, I.,
(st1589
Zimmer 9, einzureichen.
Darmſtadt, den 31. Okt. 1930.
Städt. Hochbauamt.
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Das Haus der Vertrauens-Oualitäten.
[ ← ][ ][ → ] Reich und Ausland.
Biſchof Kilian von Limburg †.
Biſchof Dr. Auguſtinus Kilian.
Dienstag Beiſetzung des Biſchofs von Limburg.
Limburg. Die Beiſetzung des Biſchofs
Dr. Auguſtinus Kilian erfolgt am Dienstag, den
4. November. Die Leiche wird bis Dienstag früh
im Biſchöflichen Palais aufgebahrt bleiben. Um
9½ Uhr wird der Sarg in die Stadtkirche
ge=
bracht, wo um 9½ Uhr das Totenoffizium
be=
ginnt. Danach wird die Leiche in feierlichem Zug
in den Dom übergeführt, wo das
Pontifikal=
requiem gehalten wird.
Die Feſtſtellungen zur Urſache des
Maybacher Grubenunglücks.
Saarbrücken. In der franzöſiſchen
Berg=
werksverwaltung fand geſtern über die
May=
bacher Grubenkataſtrophe eine Beſprechung ſtatt.
Auf Grund deren kann feſtgeſtellt werden, daß
die ſächlichen Feſtſtellungen zur Urſache des
Un=
glücks nunmehr abgeſchloſſen ſind. Ein amtliches
Communigus dürfte jedoch, wie wir von
zu=
ſtändiger Seite erfahren, nicht an die Preſſe
ausgegeben werden, vielmehr wird die
Zuſam=
menſtellung des Unterſuchungsergebniſſes vom
Oberbergamt, das die Ermittlungen unter
Mit=
wirkung der Vertreter der
Bergarbeiterorgani=
ſationen vorgenommen hat, der
Staatsanwalt=
ſchaft zugeleitet werden, die darüber befinden
wird, ob irgendeine ſchuldhafte Verfehlung
vor=
liegt, auf Grund deren ein Strafverfahren
ein=
zuleiten wäre. Als bemerkenswert kann
feſtge=
ſtellt werden, daß an der Beſprechung über die
Urſache der Kataſtrophe erſtmalig in der
Ge=
ſhichte des Bergbauweſens auch Vertreter der
Arbeitnehmer teilgenommen haben.
Die Maybacher Belegſchaft will nicht auf eigene
Verantwortung einfahren.
Saarbrücken. Wie aus zuverläſſiger
Quelle mitgeteilt wird, iſt die geſtrige
Mittags=
ſchicht der Grube Maybach nur in Stärke von
128 Mann eingefahren. Die Anfahrt wurde von
der franzöſiſchen Bergbauverwaltung der
per=
ſönlichen Verantwortung der Bergleute
überlaſ=
ſen. Es hat dies das größte Aufſehen
hervorge=
rufen. Der größte Teil der Belegſchaft zog es
vor, unter dieſen Umſtänden nicht einzufahren.
In vier Abteilungen der Grube wird vorerſt
überhaupt noch nicht gearbeitet.
Die Unterſuchung des Alsdorfer Bergwerks=
Unglücks.
Bonn. Das Oberbergamt Bonn teilt mit:
Zur Aufklärung der Urſachen des
Exploſions=
unglücks auf Schacht „Anna II” waren
Berg=
regierungsrat Dr. Ritter und Regierungsrat
Haid von der Chemiſch=Techniſchen Reichsanſtalt,
ſowie Bergaſſeſſor Dr. Beyling von der
Verſuchs=
anſtalt Dortmund-Herne als Sachverſtändige
einen oder mehrere Tage unter und über Tage
tätig. Die Urſache der Exploſion konnte bisher
noch nicht einwandfrei feſtgeſtellt werden. Es
beſteht die Möglichkeit, daß die Urſache des
Un=
glücks über Tage ſowie auch unter Tage zu ſuchen
iſt, und zwar im öſtlichen Bereich der Richtſtrecke
der 360=Meter=Sohle, wo Brüche gefallen ſind,
unter denen auch noch eine Lokomotive verſchüttet
iſt. Unter den Brüchen liegen auch noch
ver=
ſchiedene Tote. Der Unglücksſchacht, der Eduard=
Schacht, war mit zwei Fördereinrichtungen
aus=
geſtattet, von denen die eine Förderungsanlage
zur 360 Meter=Sohle und die andere zur 460=
Meter=Sohle geht. Zurzeit der Exploſion ruhten
beide Fördereinrichtungen. Von den dreietagigen
Förderkörben, die an der Hängebank zurzeit der
Exploſion vorgeſetzt waren, ſind die unteren
Tragböden abgeriſſen und in den Schacht
ge=
ſtürzt. Weitere Feſtſtellungen ſind im Gange.
Die letzte Probefahrt des „Do K”.
Altenrhein. Das Flugſchiff „Do K‟
iſt am Freitag, 11 Uhr, bei glänzendem Wetter
in Altenrhein zu ſeinem letzten Probeflug vor
ſeinem erſten Etappenflug aufgeſtiegen. An Bord
befanden ſich 30 Perſonen. Auf dem Probeflug
wurden hauptſächlich Peilverſuche ausgeführt, die
zur vollſten Zufriedenheit gelungen ſind. Die
durchſchnittliche Höhe betrug 4500 Meter und die
Durchſchnittsgeſchwindigkeit 160 Kilometer. Das
Motorengeräuſch iſt ſeit Anbringung der
Schall=
dämpferverkleidung nur noch ſehr gering, ſo daß
die Fluggäſte ſich während des Fluges lebhaft
unterhalten konnten. Um 12 Uhr waſſerte
„Do. T” glatt vor Altenrhein
Der erſte Berliner Motor=Omnibus auf der Hauptlinie in der Friedrichſtraße.
Vor 25 Jahren, im November 1905, trat der Kraftomnibus in Berlin ſeinen Siegeszug an. Immer
mehr wurde der Pferdeomnibus aus dem Straßenbild verdrängt, und aus dem kleinen
rumpeln=
den Gefährt von 1905 wuchs der rieſige ſchnittige Dreiachſer=Bus von heute heran.
Die öſtlichen Vororte Breslaus
abgeſchnitken.
Ueberſchwemmungen in Oppeln.
Breslau. Die Vorboten einer
Hochwaſſer=
velle, die Breslau erneut bedroht, machen ſich
bereits in einem enormen Anſteigen der Ohle,
eines kleinen Nebenfluſſes der Oder, bemerkbar.
Die öſtlichen Vororte Breslaus ſind bereits vom
Verkehr mit der Stadt abgeſchnitten. Die
Lebens=
mittelzufuhr wird mit Kähnen aufrecht erhalten.
Im oberen Stromgebiet der Oder iſt die
Rückgangsbewegung zum Stillſtand gekommen.
In Ratibor ſelbſt iſt eine weſentliche Beſſerung
der Lage eingekreten, während ſich das Fallen
des Waſſers in den Ortſchaften des Kreiſes
bis=
her weniger ausgewirkt hat. Der Scheitel der
Hochwaſſerwelle hat ſich inzwiſchen über Koſel
bis nach Oppeln verſchoben. Seit Freitag früh
ſteht das Waſſer in Oppeln auf 5,67 Meter
(Mittwoch 5,28 Meter). In der tiefgelegenen
Oppelner Oder=Vorſtadt ſind mehrere Straßen
überſchwemmt. Eine Reihe von Häuſern wurde
geräumt. In Koſel iſt der Bahnhofvorplatz
über=
flutet. In eine Reihe tiefgelegener Häuſer iſt
das Waſſer eingedrungen. Auch im Landkreiſe
Koſel ſind jetzt erhebliche Ueberſchwemmungen
zu verzeichnen. Mehrere Schulen mußten
ge=
ſchloſſen werden.
Doppelter Bruch des Oderdammes bei Ohlau.
In der Nähe von Scheidelwitz iſt geſtern nacht
der Oderdamm auf dem rechten Oderufer
zwei=
mal gebrochen, und zwar einmal in der Nähe der
Förſterei Scheidelwitz, etwa zehn Kilometer
oberhalb Ohlau, und zum anderen etwa einen
Kilometer weiter ſtromabwärts, und zwar in
einer Breite von etwa 80 Metern. Die
Waſſer=
maſſen ergießen ſich in die anliegenden Forſten.
Scheidelwitz ſteht vollſtändig unter Waſſer und
iſt von jedem Verkehr abgeſchnitten. Auch die
telephoniſchen Verbindungen ſind unterbrochen.
Das Hochwaſſer der Neiße.
Das vorgeſtern mittag vom Oberlauf der
Neiße aus Zittau gemeldete neue Hochwaſſer hat
ſich hier nicht ſo kataſtrophal ausgewirkt, wie
befürchtet wurde, obwohl der Regen bei milder
Temperatur mit Unterbrechungen, und auch die
Schneeſchmelze im Gebirge noch andauern.
In=
nerhalb der letzten 24 Stunden iſt die Neiße hier
wieder um 62 Zentimeter geſtiegen und hat
da=
mit die Gefahrenmarke A um 56 Zentimeter
überſchritten. Dieſer Pegelſtand von 2,76 Meter
iſt aber ſeit geſtern früh 4.10 Uhr unverändert,
ſo daß mit einem Zurückgehen des neuen
Hoch=
waſſers zu rechnen iſt, da auch aus Zittau geſtern
morgen ein Sinken des Weſſerſtandes der Neiße
gemeldet wird.
Die Hochwaſſerkataſtrophe in Smyrna.
Smyrna. Aus den Trümmern der infolge
der wolkenbruchartigen Regengüſſe
zuſammen=
geſtürzten Häuſer wurden bisher 90 Leichen
ge=
borgen. 1500 Perſonen ſind obdachlos. Die
Le=
bensmittelverſorgung bereitet große
Schwierig=
keiten. Insbeſondere iſt Brotmangel eingetreten.
Zur Enkgleiſung des Schnellzugs
Genf-Bordeaux.
RUnglucks-Stelle
Wo die Kataſtroyhe geic=
iN Minlagy.
30-40 Arbeiter unker den Trümmern
begraben.
Klagenfurt. In Villach iſt geſtern der
Neubau der Polizeikaſerne eingeſtürzt, wobei
un=
gefähr 30 bis 40 Arbeiter unter den Trümmern
begraben wurden. Bisher wurde ein Toter
feſt=
geſtellt, man rechnet jedoch mit mehreren Toten
und Verletzten. Militär, Gendarmerie, die
Bun=
despolicei und Feuerwehr ſind zur Rettung
er=
ſchienen. Das Unglück iſt anſcheinend darauf
zu=
rüäzuführen, daß die nördliche Außenmauer
ein=
gedrückt wurde, wodurch der Neubau
zuſammen=
ſtürzte.
Ein Toter und 13 Verletzte bei dem Unglück
in Villach.
Klagenfurth. Wie aus Villach
gemel=
det wird, ſtellt ſich das Einſturzunglück als nicht
ſo ſchwer heraus, als die erſten Meldungen
ver=
muten ließen. Die Trümmer des eingeſtürzten
Gebäudes — es handelt ſich um den Umbau des
Bezirksgerichts in eine Polizeikaſerne —
be=
gruben nämlich nicht 30 bis 40, ſondern nur
13 Arbeiter unter ſich. Dieſe ſind bereits
ge=
borgen. Einer von ihnen iſt tot, die übrigen
ſind mehr oder minder ſchwer verletzt.
Felsſturz im Siebengebirge.
Honnef. 100 000 Quadratmeter Fels
ſtürz=
ten am Donnerstag unter gewaltigem Getöſe
vom Südhang der Wolkenburg im Siebengebirge
ins Tal. Die Steinmaſſen begruben eine Fläche
von etwa 60X40 Meter. Etwa fünf bis ſechs
Meter hoch liegen die Schuttmaſſen im Tal. Sie
haben Wald, Wieſe und Obſtkulturen zerſtört.
Durch den Abſturz ſenkte ſich die Kuppe der
Wolkenburg um zehn Meter. Soweit bis jetzt
feſtgeſtellt werden konnte, ſind Menſchenleben
nicht zu beklagen.
„ .. . und im Siegerland.
Wuppertal. Wie die Reichsbahndirektion
Wuppertal mitteilt, ſind in der Nacht zum
Frei=
tag, gegen 3 Uhr, auf der Strecke Rodenbach—
Dillbrecht (Kreis Siegen) der Linie Siegen—
Gießen infolge Gleisverſchüttung durch
abge=
ſtürzte Felsmaſſen die Lokomotive, der Packwagen
und drei weitere Wagen des Güterzuges 5831
entgleiſt. Hierdurch wurden beide Gleiſe geſperrt.
Der geſamte Zugverkehr erlitt Verſpätungen. Der
Perſonenverkehr wird durch Umſteigen aufrecht
erhalten, der Güterverkehr wird umgeleitet.
Per=
ſonen ſind bei dem Unfall nicht zu Schaden
ge=
kommen. Der Sachſchaden iſt gering.
Irgend=
eine Gefahr in bezug auf Nachrutſchen weiterer
Felsmaſſen beſteht nicht.
Feuergefecht zwiſchen Polizei und Einbrechern.
Ein Einbrecher erſchoſſen.
Potsdam. Eine Streife der
Kriminalpoli=
zei ſah vorletzte Nacht vier Männer durch die
unverſchloſſene Haustür der Buchhandlung
Bon=
neß u. Nachfeld eindringen. Als die Polizei rief
„Hände hoch!” begannen die Einbrecher zu
ſchießen. Die Beamten erwiderten die Schüſſe.
In der Dunkelheit entkamen drei der Einbrecher,
der vierte wurde erſchoſſen.
Falſche Attentatsgerüchte.
Sofia. Zu der im Ausland verbreiteten
Meldung, gegen den Eiſenbahnzug des Königs
Boris ſei vorgeſtern angeblich ein
Attentats=
verſuch in der Nähe von Philippopel
unter=
nommen worden, teilt die Bulg
Telegra=
phenagentur mit, daß dieſe Meldung auf freier
Erfindung beruht.
Notgelandete franzöſiſche Flieger von
Ein=
geborenen gefangen gehalten.
Paris. Nach einer Meldung aus Caſablanca
mußte, ein am 27. Oktober von Agadir
abgeflo=
genes Poſtflugzeug in einem noch nicht
unter=
worfenen Gebiet nördlich von Ifni (Marokko)
notlanden. Zwei Mann der Beſatzung konnten
nach Verhandlungen mit den Eingeborenen am
29. Oktober mit der mitgeführten Poſt ſich nach
Tiznit begeben. Der dritte Flieger und der
Dol=
metſcher werden von den Eingeborenen noch
ge=
fangen gehalten. Ueber ihre Freilaſſung ſowie
über die Auslieferung des Flugzeuges werden
Verhandlungen eingeleitet.
der Luftſchiff= Kakaftron
Die Ausſagen eines Ueberſeist
London. Auf der geſtrigen
Unterſuchungskommiſſion über die Unlu=
Cook gab eine genaue Schilderung ſ.
drücke während der Kataſtrophe.
2 Uhr, in der Unglücksnacht, habe ſicht
ſchiff plötzlich mit der Spitze nach untut,
den Motor langſamer laufen zu lomf
dem er dieſem Befehl nachgekommen
ſich das Luftſchiff ein zweites Mal, divin
ſtärker, nach unten geneigt. Da er de
gehabt habe, daß etwas Ernſtes vorme
habe er einen Augenblick lang aus dao
Maſchinenraumes hinausgeſchaut, wou
doch nichts Ungewöhnliches entdecke,
Während er kurz darauf aus dem 7
Maſchinengondel herausgeſehen hahlt
Luftſchiff auf den Boden
aufgeſchlagen=
darauf ſofort ſeinen Motor abgeſuin
einem zweiten Aufſchlag auf den Bodg
eine Exploſion erfolgt. Bei dem P9.
Freie zu gelangen, habe er zu
ſeinem=
feſtſtellen müſſen, daß das ganze 20,
Flammen ſtand und ihm der Ausweu
war. Er habe ſich verloren gegeben u
den Oeltank niedergelegt. Kurz daran
aber nochmals verſucht, ins Freie zu
und es ſei ihm ſchließlich unter größ
anſtrengung gelungen, die Schiebetürnm!
Er ſei dann auf ein Gebüſch gefallensw./
benachbarten Walde zugeeilt. Dann ſeſte
Einwohner begegnet, der ſich ſeiner awzu/pilauf
men habe. Als er auf dem Transportryg / Huegsha
kenhaus das Luftſchiff nochmals paſſtehnx ms e
habe er geglaubt, zwei Detonationen
nehmen.
Schon bei der Ueberfahrt über
habe das Luftſchiff mit ſtarken GegemNeMW.e
kämpfen gehabt; es ſei öfters außewſt 00l/0 10
niedrig geflogen, habe aber immer weſi//Anſgt
gewinnen können.
Wie geſtern der Generalſtaatsau-,
kündigte, iſt eine wichtige Aufzeichnurn ſic Mnt
bauers des Luftſchiffes, der bei der Ai—
ums Leben kam, über den Probeflug 1 Imm
anwaltſchaft unterbreitet worden.
Nachdem noch mit der Vernehman
anderen Ueberlebenden der Kataſti,
gonnen worden war, wurde die Scy
Montag vertagt.
Vom Flugzeug erfaßt.
Rom. Ein tödlicher Unfall erend
am Mittwoch nachmittag auf dem römrd
kehrsflughafen Littorio. Generaldirn“
randi, von der italieniſchen Flugeſellſchh:
aviatica, der im Begriff war, das 27
zeug „G. 38” zu photographieren, mr
einem landenden Flugzeug erfaßt und./
tötet. Ein Bruder des Verunglücktem.5
kurz vorher zur Teilnahme an einem ic
daflug in das Junkersflugzeug begebein.
Zeichen der Trauer ſofort ſeine Flügeg”
hat."
Ein 1000=Kilometer=Flug=Rekog.
Dem „New York Herald” zufolg
amerikaniſche Flieger Lee
Schoenhaif=
jetzt von Frankreich gehaltenen Geſchwal
rekord über 1000 Kilometer in geſchloſſſ
geſchlagen. Schoenhair benötigte fünrd
Kilometer 3 Stunden 47 Minuten. Se:
ſchnittsgeſchwindigkeit betrug 265½ Kinn
der Stunde, gegenüber 256,3 Kilometerr. —
zoſen Fernand Lasne.
Zu Allerſeelen läuken in der M
Welt die Weltkriegsglacht,
von Rovereio.
Die aus Weltkriegskanonen gegeſſen Be 7 eſ
von Rovereto.
Die Schrecken des Krieges, die LehTB/i)
Menſchheit ſind auf der Totenglog.
Am Allerſeelenfeſt (2. Novembe:)
Abendläuten, der Glocke von Bole.
Radio auf die Sender der gauten der 104
tragen werden.
BV2
Samskag, den 1. November 1930.
Seite IT
KMmandank des Dornier=Flugſchiffs „10 1‟
Von Vizeadmiral a. D. Wieting.
der fichtea des „Do. T., Kapitänleutnant d. R. Friedrich
ſuen, zeigte bereits vor dem Kriege ein ſo
ausge=
mes Aawſſe für das Flugweſen, daß er ſeine Stellung als
ntän 6”s Handelsdampfers aufgab und ſich im Jahre 1913
Flichſat ausbilden ließ. Im Kriege war er einer unſerer
greigcht Seflieger und gehört zu denen, die den Luftkampf
Flandse rom Anfang bis zum Ende mit unerſchütterlichem
ermum tiggemacht haben. In mehr als 200 Flugſtunden
dem ſünse errang er zahlreiche Luftſiege und war
vorbild=
in / hreid, Beſonnenheit und Beherrſchung der Waffe.
mn dian egner würdigten ſeine Leiſtungen. So gab ein
eng=
r Miüſtrchriftſteller erſt kürzlich in ſeinem Werk Geſchichte
einer Nordſeeflugſtation” dieſer
Wert=
ſchätzung folgenden Ausdruck: „Unſer
Feind, der ſehr geſchickt durch
Ober=
leutnant d. R. Chriſtianſen geführt
wurde, bewies bei ſeinen
Unterneh=
mungen außerordentliche Tapferkeit
und Klugheit. Dieſer Offizier, war
Seemann von Beruf, daneben ein
vol=
lendeter Flieger, ausgezeichneter Schütze
und Sportsmann!”
Nachdem ſich Chriſtianſen mehrfach
ausgezeichnet hatte, wurde er im
Juni 1917 wegen „Tapferkeit vor dem
Feinde” zum Oberleutnant befördert
und bald darauf zum Leiter der
See=
flugſtation Zeebrügge ernannt. Am
11. Dezember 1917 gelang es ihm, das
engliſche Luftſchiff C 27. zu
ver=
nichten, das nach einem Gefecht von
nur zwei Minuten brennend in die
Kapithileuutnant
See ſtürzte. Für dieſe außergewöhnlich
riedr. ſtrſtianſen. ſchneidige Tat erhielt er den „Pour
le mörite” und wurde von ſeiner
ſtadtyl lyck auf Föhr zum Ehrenbürger ernannt. Weitere
reichte reegshandlungen, darunter noch im Juli 1918 die
ichtunzuires engliſchen U=Bootes, brachten ihm die
wohl=
ente 1büwerung zum Kapitänleutnant.
u Nſach übt Seriege war Chriſtianſen zunächſt Fluglehrer und
uich Leichl deer Caſpar=Werke Travemünde. Im Jahre 1922
z er glich zu ſeinem alten Beruf zurück und hat lange
e als”lſt itän des großen Motorſchiffs „Rio Bravo” der
erei 1Kuwt=Flensburg zwiſchen Deutſchland und Mexiko
tren. 4Ddieſer Stellung erhielt er für die Rettung von
ütt eines geſtrandeten amerikaniſchen Dampfers die
Bilder von der ſchleſiſchen Hochwaſſerkakaſtrophe.
Oben links: Findige Liegnitzer Kinder benutzen eine Tür als Floß. Daneben: Ein Laſtzug ſpritzt durch das hohe Waſſer
einer Straße in Greiffenberg. — Unten links: Der Katzbachdamm wird durch Auflegen von Sandſäcken vor weiteren
Durch=
brüchen geſchützt. Daneben: Durch Hochwaſſer untergrabenes und zum Einſturz gebrachtes Haus in Röſtern bei Liegnitz.
Große Goldene Medaille der „Geſellſchaft zur Rettung
Schiff=
brüchiger” Im Jahre 1929 erging dann der ehrenvolle Ruf an
ihn, das Kommando über „Do. K” zu übernehmen. — Erwähnt
ſei noch, daß Chriſtianſen 49 Jahre alt nud ſein Bruder, der
Offizier iſt, dem 1915 auf Dampfer „Rubens” der ſchneidige
Durchbruch nach Oſtafrika gelang, wodurch unſerer Schutztruppe
die dringend benötigte Ausrüſtung an Munition, Waffen und
Kleidungsſtücken zugeführt wurde.
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Seite 12
Samskag, den 1. November 1930.
Sporl Spet und Tarnen.
Nmmmer!
Pſerde=Rennen auf dem „Griesheimer”
Heute Samstag, nachmittags 2 Uhr.
Zum Hubertustage bringen der Heſſiſche Reiterverein, Frankfurter
Rennverein und Darmſtädter Reiterverein in dieſem Jahre auf dem
Griesheimer Exerzierplatz eine Anzahl intereſſanter Pferderennen zur
Durchführung. Da jedermann zu der Veranſtaltung koſtenlos
Zu=
tritt hat, ſteht zu erwarten, daß alle Pferdefreunde, insbeſondere
auch unſere Jugend, ſich am Samstag nachmittag hinausbegeben
wer=
den, insbeſondere da ſchon die Hubertusjagd ein wunderſchönes
Schau=
ſpiel bieten wird.
Die Nennungen zu den Rennen, die im Anſchluß an die
Hubertus=
jagd gelaufen werden, ſind, wie uns mitgeteilt wird, recht zahlreich
ein=
gelaufen. In dem einleitenden Vollblut=Rennen geht es über 1800
Meter, wozu einige ſchnelle Vollblüter ſich fraglos ein ſpannendes
End=
gefecht liefern werden. Sind doch auf ihnen verſchiedene bekannte
Her=
renreiter im Sattel. Den guten Frankfurter Pferden treten 2
Darm=
ſtädter Pferde entgegen; es ſind dies Dr. Mercks „Ritterſporn” (Reiter:
Dr. F. Merck) und Ankerſmits „Caro Bube” (Reiter: Dr. C. Denker). —
Als zweites Rennen folgt ein Amazonen=Flachrennen, bei dem
verſchie=
dene Damen ſich auch einmal in einem Rennen betätigen und ihren
Schneid unter Beweis ſtellen werden. — Als nächſtes folgt ein
Flach=
rennen für Stallmeiſter. — Sehr intereſſant wird auch das Senioren=
Nennen werden, wozu nur Herren über 40 Jahre ſtartberechtigt ſind. —
Die ſtärkſte Beteiligung wird jedoch das „Hubertus=Rennen”, ein
Flach=
rennen über 1400 Meter, finden, vor allem auch mit guten Pferden.
Vielleicht haben hier ſo ſchnelle Galovvierer wie Frl. Roſers „Elektric”
und Dr. Wienands „Altgold” die meiſten Siegchancen. — Der
Nach=
mittag wird dann durch ein ſtarkbeſtrittenes Jagdſpringen ſeinen
Ab=
ſchluß finden.
Kraftſpork.
Darmſtadt 1910 — Borwärts 05 Groß-Zimmern.
Für die Darmſtädter Sportgemeinde wird es am morgigen Sonntag,
vorm. 10.30 Uhr, in der Turnhalle, Soderſtraße 30, ein höchſt
ſpannen=
des Treffen zwiſchen den erſten Ringmannſchaften obengenannter
Ver=
eine geben. Zwei alte Rivalen treffen aufeinander, die ſich ſchon immer
erbitterte Kämpfe geliefert haben. Bei der jetzigen Begegnung, iſt von
dem Gaſtgeber eine Kraftprobe vielleicht mehr des Willens als des
Könnens zu erwarten. Nach der Papierform ſteht die „
Vorwärtsmann=
ſchaft” gewißlich beſſer da als die Einheimiſchen. Aber Papierform
be=
ſagt nicht alles, wenn in den Herzen der Kämpfer das Feuer
begeiſter=
ten Siegeswillens brennt. Es ſei nur kurz an die vorjährigen
Ver=
bandskämpfe erinnert. Nach einer hohen Niederlage in Groß=Zimmern
konnten ſich die Darmſtädter auf heimiſchem Boden glänzend
revan=
chieren. Daß die Mannſchaft das techniſche Rüſtzeug beſitzt, um jeden
Gegner gegenüber kampftechniſch als gleichwertig gelten zu können,
haben die bisherigen Kämpfe gezeigt.
Wie ſind nun die beiderſeitigen Siegesausſichten? Schon der erſte
Gang im Bantamgewicht zwiſchen Borowſki (D.) und Potb (Gr.=Z.)
wird ein ſehr harter werden; treffen hier doch zwei techniſch
gleichwer=
tige Kämpfer aufeinander, doch ſollte B., wenn er ſich taktiſch richtig
einſtellt, das beſſere Ende für ſich behalten. Das Federgewicht ſieht als
Gegner Schnauber (D.) und Weiher (Gr.=Z.); dieſes ſieht wiederum
zwei hervorragende Techniker. Hier iſt der Kampfausgang völlig offen.
Im Leichtgewicht trifft Schwarz (D.) auf Altmeiſter Hans Ohl (Gr.=Z.).
Gegen Ohl hat der Darmſtädter ſchon immer prachtvolle Kämpfe
gelie=
bert, doch iſt der Erſtere als Sieger zu erwarten. Das nächſte Treffen
im Weltergewicht zwiſchen Heß (D.) und Hch. Ohl (Gr.=Z.) ſollte infolge
techniſcher und körperlicher Ueberlegenheit des Darmſtädters in ihm den
ſicheren Sieger ſehen. Im Mittelgewicht ſtehen ſich in Keitel (D.) und
Karl Ohl (Gr.=Z.) zwei Draufgänger gegenüber; hier den
vorausſicht=
lichen Sieger zu beſtimmen, iſt ſehr gewagt. Die Partie im
Halb=
ſchwergewicht zwiſchen Schuchmann (D.) und Danz (Gr.=Z.) wird den
Vorwärtsmann als Sieger ſehen. Der Schlußkampf im Schwergewicht
muß wieder als offen bezeichnet werden. Veith (D.) und Bernhard
(Gr.=Z.) haben ſich ſchon manchen Kampf geliefert, bei dem jedesmal
der Darmſtädter hoch nach Punkten im Vorteil war, aber im Endſpurt
mußte er regelmäßig dem taktiſch beſſeren Bernhard den Sieg
über=
laſſen. Gerade dieſer letzte Kampf wird von höchſter Bedeutung für
den Endſieg ſeine.
Wie aus Obigem zu erſehen iſt, wird es zu äußerſt ſpannenden
Kämpfen kommen, die kein Sportanhänger verſäumen ſollte. Es zu
erwärten, daß auch diesmal das Intereſſe zu dieſer
Veranſtal=
tung ein ſehr lebhaftes wird. Es iſt deshalb
empfehlens=
wert, ſich beizeiten einzufinden, um einen guten Platz zu erhalten.
Handball.
Sportabt. Merck, Darmſtadt.
Auf dem Platz (Maulbeer=Allee) der Sportabt. Merck werden am
kommenden Sonntag, 2 Uhr, Weiterſtadt gegen die 2. und um 3 Uhr
Rot=Weiß gegen die 1. Mannſchaft antreten. Beide Gegner ſtehen ſich
nicht zum erſtenmal gegenüber, und man darf mit Spannung erwarten,
ob der Ausgang auch dieſer Spiele die erfreuliche Entwicklung erkennen
läßt, die die Merck=Mannſchaften in den letzten Monaten ohne Zweifel
genommen haben.
FC. Eintracht Darmſtadt.
Am Sonntag begibt ſich die 1. und 2. Mannſchaft nach Wolfskehlen,
um dort die fälligen Verbandsſpiele auszutragen. Spielt die 1. Elf
wie am vergangenen Sonntag, ſo werden beſtimmt die Punkte ihr eigen
ſein. Die 2. Mannſchaft, die eine Umſtellung erfahren hat, wird nicht
ſo leicht fertig werden, aber bei etwas Eifer und genauerem Spiel ſollte
ein gutes Reſultat herauszuholen ſein.
dauentt.
1. FC. Union — 3b. Sprendlingen.
Das Spiel obiger Gegner auf der Rennbahn findet nicht, wie
ur=
ſprünglich angenommen, um 3 Uhr, ſondern ſchon 2.30 Uhr ſtatt.
Union wird mit der zurzeit ſtärkſten Vertretung dieſes Treffen
be=
ſtreiten, und es anzuſehen, dürfte ſich lohnen. Die Elf ſteht:
Aßmutb I
Rückert
Beck
Darmſtädter Stutz
Noller I
Mebring.
Roth Aßmuth II Roß
Boos
Um 10 Uhr vormittags ſpielt die Reſerve gegen die gute
Sonder=
mſchft. vom V. f. L. Neu=Iſenburg. Vorher bzw. nachher meſſen ſich
die 1. und 2. Jugendmſchft. mit FC. Bensheim. Treffpunkt aller
Spie=
ler iſt eine Stunde vor Spielanfang im Vereinslokal.
SV. Münſter — Polizei Sb. Darmſftadt.
Am kommenden Sonntag begibt ſich die Ligamannſchaft des Pol.=
S.V. im vorletzten Vorrundenſpiel nach Münſter. Münſter, an 5. Stelle
der Tabelle, iſt als äußerſt ſchnelle und kampfkräftige Mannſchaft beſtens
bekannt. Wir glauben beſtimmt, daß der kommende Sonntag Münſter
in beſter Laune ſehen wird. Wie in den Vorjahren (1927/28 6:2,
1928/29 4:2) hoffen wir, dank der in letzter Zeit beſtändigeren Form
und des guten Geiſtes innerhalb der Polizeielf, daß ſie auch heuer
wie=
der mit einem Sieg aus Münſter zurückkehren wird. Abfahrt mittels
Autos um 12.30 Uhr an der Polizeiwache Holzhofallee=Nord. — Die
Ligareſerve weilt am Nachmittag bei Viktoria in Griesheim.
Rol=Weiß, V. f. R. — 5V. Weikerſtadt.
Im weiteren Verlauf der Verbandsſpiele empfängt Rot=Weiß am
Sonntag vormittag 11 Uhr den Sportverein Weiterſtadt. Die Gäſte
haben in den jetzigen Verbandsſpielen ſchon manchen Achtungserfolg
er=
zielt und werden natürlich gerade bei den Spielen gegen die
Spitzen=
vereine verſuchen, ein gutes Reſultat herauszuholen. Für die Rot=
Weißen ſteht in den kommenden Treffen viel auf dem Spiel. Die
Mann=
ſchaft tritt in folgender Aufſtellung an: Schmidt: Eiſinger, Wettenal;
Fehlberg, Neuber, Trumpheller; Fehlberg, Plößer, Süßenböck,
Werk=
mann, Dilfer. Vor dem Spiel empfangen die Alten Herren die
gleichen des Sportv. 98. Die 2. Mannſchaft trifft ebenfalls auf
Weiterſtadt. Einen großen Gegner hat ſich die 1. Jugend verſchrieben,
indem ſie bei der 1. Jugend von Rot=Weiß Frankfurt zu Gaſte weilt.
Fk. Tgde. Darmſtadt — Pfungſtadk.
Zwei Bewerber um die Gruppenmeiſterſchaft ſtellen ſich Sonntag
nachmittag 2.30 Uhr am Müllersteich dem Sportvublikum vor.
Pfung=
ſtadt verfügt über eine feine Spielkultur. Tormann, Verteidigung und
die beiden Außenſtürmer ſtechen hervor. Es bedarf beſonderer
Erwäh=
nung, daß das Vorſpiel in Pfungſtadt, welches für Darmſtadt 2:0
ge=
wonnen ging, nicht etwa als gültiger Maßſtab für das ſonntägliche
Spiel anzunehmen iſt, hat doch Pfungſtadt in den letzten Spielen
be=
wieſen, daß die Mannſchaft beſondere Fähigkeiten beſitzt. Wir halten
die Darmſtädter Mannſchaftsaufſtellung für nicht ſchlechter als beim
Vorſpiel, möchten ſie in der Hintermannſchaft durch die inzwiſchen
ge=
wachſene Spielerfahrung Steckenreuthers und der größeren
Durchſchlags=
kraft der Brüder Schäfer ſogar für ſtärker halten. Auch die
Läufer=
reihe wird in einer beſſeren körperlichen Kondition ſein, als dies in
Traiſa der Fall war. Auch vom Sturm erwarten wir morgen, daß
er unbedingt mit Selbſtvertrauen und Zuverſicht an ſeine gewiß nicht
leichte Aufgabe geht, um ſo den Sieg ſicherzuſtellen.
Die Mannſchaften treten in folgender Aufſtellung an: Darmſtadt:
Steckenreuther; Schäfer I, Schäfer II; Schmidt II. Reitz, Trumpfheller;
Feldmann. Bernhard, Mühlbach, Weicker, Schmitt I. — Pfungſtadt:
Greifenſtein, Meixner, Fiſſel, Becker, Klöppinger 1; Klöppinger II,
Schmidt, Sinner; Altendorf. Scheuermann; Gerold.
Wir wünſchen dem Beſſeren den Sieg. Vorher ſpielen die zweiten
Garnituren um die Punkte.
Fr. T. Traiſa — Nieder=Ramſtadt.
Traiſa hat das Vorſpiel auf Grund geſchloſſener Leiſtungen zu
ſeinen Gunſten entſcheiden können, den Ausgang des Rückſpiels wollen
wir offen laſſen und den Sieg den Beſſeren gönnen. Gerade da dieſes
Spiel ohne Einfluß auf die Tabelle bleibt, möge es werbend verlaufen.
Das Spiel der 2. Mannſchaft beginnt morgens um 9.15 Uhr,
anſchlie=
ßend das Spiel der 1. Mannſchaft auf dem Sportplatz in Nieder=
Ramſtadt.
Sp.=V. 1898, Jugend.
1. Jugend — 1. Jugend Pfungſtadt, hier, 10 Uhr.
Jugend —
Jugend Sprendlingen, hier, 13 Uhr.
3. Jugend —
Jugend Meſſel, hier, 13.30 Uhr.
Schüler —
Schüler Pfungſtadt, hier, 14 Uhr.
4. Jugend u. 2. Schüler ſpielfrei.
Schießſpork.
Die Schätzengeſellſchaft „Hubertus” 1928 teilt mit, daß 5.
diesjährigen „Hubertusſchießen” nicht nach der Sportreor 4
Schützenbundes eingeladen hat. Betreffs der Nichtmitgliedſch=h
Heſſ. Schützenbund wird erklärt, daß der Bundesbeitrag für
fende Jahr 1930 gezahlt iſt und Hubertus 1926 wohl noch alz
gelten könnte, zumal kein Verſtoß gegen die Satzungen desſei
gangen worden iſt. Zu „unliebſamen Vorkommniſſen” werdso
die Teilnehmer des Schießens nicht kommen. Zu dem Schin
2. November im Mathildenhöhſaal ſind alle Sportſchützen ud d
eingeladen.
Geſchäftliches.
Photographien, waren von jeher begehrte und beliebte R=B
geſchenke. Sie ſind billig, und machen Freude. Ganz beſonders-”
bilder haben einen eigenen Reiz und erhöhen die Feſtſtimmunn
abgeſehen von dem ideellen Wert, den ein Kinderbild im ſpäten M.
wird, ſollte eine Mutter nicht verſäumen, die äußere Entwickſul=
Lieblings im Bilde feſtzuhalten und wenigſtens einmal im
kleine Ausgabe für eine photographiſche Aufnahme nicht zum
Darum ergeht an alle Mütter die Mahnung: Laßt zu W==
Eure Kinder photographieren, denn:
„Der Gabentiſch iſt ſchlecht beſtellt.
Wenn das Bild vom Liebling fehlt !“
Lotterieglück! Nächſten Donnerstag und Freir
6. und 7. November, findet die Ziehung der Wohlfah=h
lotterie zur Förderung des Ausland=Deutſchtums ſtatt. 88
gewinne und 1 Prämie mit 150 000 RM. kommen zur
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Loſe zu 3 RM. ſind noch in den durch Plakate kenntlie
kaufsſtellen zu haben. Generalvertrieb für Heſſen A.
mann., Worms, Poſtſcheckkonto Frankfurt a. M., 15.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag 1. November.
10.20: Schulfunk: Franzöſiſch.
14.30: Stunde der Jugend.
16.00: Stuttgart: Nachmittagskonzert.
18.05: Dr. Block: Meine Erlebniſſe unter Zigeunern.
18.35: Dr. Franz Wallner: Spaziergang durch die Theaterg=
19.05: Direktor Hellmer: Das Privattheater.
n.
19.30: Stuttgart: Aus klaſſiſchen Operetten.
20.45: Stuttgart: Falſchgeld im Umlauf, von M. Dey.
22.30: Stuttgart: Duette. Ausf.: Eliſabeth Böttcher=Weißha
pran), Kammerſänger Rudolf Ritter (Tenor).
23.00: Stuttgart: Opernmuſik auf Schallplatten.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Sonnabend, 1. November.
12.00: Schul=Feierſtunde. Orgelmuſik in Norddeutſchland
und 18. Jahrhundert. Orgelkonzert aus der Kaiſer Wilnl
dächtniskirche.
15:00: Kinderbaſtelſtunde: Negerhausrat und Werkzeuge.
15.45: Philivp Scheidemann: Perſönlichkeiten des öffentlichens
aut der Bühne.
16.00: Dr. Hans Roeſeler: Grundlagen der ſtaatsbürgerliiſet
ziehung.
Erzttruer 14
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert.
17.30: Dr. Ludwig Lewin: Der Menſch in der Oeffentlicu”eun Hille ?
Deditrzilunge
18.00: Franzöſiſch für Fortgeſchrittene.
ſid inſt=
18.25: Prof. Dr. Saitſchick: Goethes Fauſt.
19.00: R. W. van Looi und Partner: Holländiſcher Arbeii=
Deutſcher Arbeiterfunk (Zwiegeſpräch).
Futaan i
19.30: Stille Stunde: Alle guten Geiſter.
Iat muin W
20.00: Unterhaltungsmuſik. Kapelle Géza Komor.
20.30: Breslau: Die Muſik der Oper. Durch das Repertrmh
Breslauer Stadttheaters.
Danach: Tanzmuſik. Kapelle Barnabas von Géczy.
Gröste Auswahl
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Fachmännische b08der IM
Ernst-Ludwigse
DMOIO Bedienung
Tel. 2140
Weiterbericht.
Ausſichten für Samstag, den 1. November: Wechſelnde Bewäh. Un
Aufklaren, kühler, vereinzelt noch leichte Schauer.
Ausſichten für Sonntag, den 2. November: Anfänglich teills
teils aufheiternd, ſpäter wieder Eintrübung und
Erwärmur=
ſcheinlich.
Rol=Weiß-Boxabend
heute abend 8.30 Uhr im Matbildenhöhſaal.
Wir verweiſen nochmals auf den heute abend ſtattfindenden
Box=
kampf Rot=Weiß — 1. Aſchaffenburger Boxklub, den die Sportfreunde
beſuchen ſollten.
Hauptſchriftleltung: Rudelf Maupe
Veranwwortiſch für Polltilk und Wirtſchaft: Rudolf Maupe: für Feuilleien,2!"
Ausland und Seſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl2‟
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch; für den Schlußdienſt: Andrea‟ 2"
„Die Gegenwart” Tagesſplegel in Bild und Wort: Dr. Herberl Nen 1
für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willv Kuden!
Druck und Verlag: L. C. Wittich — ſämtlich in Darmſtadt
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Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht Abesn me
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Ziele.
Hense ne
Febkzünderziffer für die Lebenshalkungskoſten
im Okkober.
gusmderziffer für die Lebenshaltungskoſten (Ernährung,
ſi ung, Beleuchtung, Bekleidung und „ſonſtiger Bedarf”
am den Feſtſtellungen des Statiſtiſchen Reichsamts für
guth des Monats Oktober auf 145,4 gegenüber 146,9 im
nſt ſomit um 1.0 v. H. zurückgegangen.
niedriger als im Vormonat; geſtiegen ſind nur die
Preiſe für Bekleidung haben ihren Rückgang
fortge=
aben für den „ſonſtigen Bedarf” haben ſich durch den
ſeSsifenpreiſe ermäßigt.
Hfffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 —
ilrung 139,5, für Wohnung 130,7. für Heizung und
Be=
für Bekleidung 158,6, für den „ſonſtigen Bedarf” ein=
Hele 192,7.
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Senkuxwe Kleinverkaufspreiſe für Hausbrandbriketts in Mittel=
Mſchlandy” jtlich wird mitgeteilt: Im Nahmen des auf allgemeine
4 ung Bimyſtehungskoſten und Preiſe gerichteten Programms der
Ssregie m Hat auch das Mitteldeutſche Braunkohlenſyndikat
Preis=
ngen ſwer ommen. Außer dem bereits bekannt gegebenen Nachlaß
eine B./ſt½Seiſe für Induſtrie=Briketts hat es auch auf
Hausbrand=
tts, unwunr auch außerhalb des beſtrittenen Gebintes in frachtlich
mſtig /weten Gebietsteilen, einen Nachlaß gewährt. Die
Nach=
betrag =uir durchſchnittlich eine Mark je Tonne. Ferner hat das
ikat iſ iSindung mit den Kohlenhändlerverbänden dafür Sorge
gen, B dr Senkung der Kleinverkaufspreiſe nicht auf die von
froduk:H) ewährten Preisnachläſſe beſchränkt bleibe. Durch dieſe
jahmem” rreicht worden, daß im geſamten Abſatzgebiet des
Mit=
ſtſcheny tannkohlenſyndikats die Kleinverkaufspreiſe für Briketts
nindeſttt) Pfg. je Zentner geſenkt werden.
ſie Auushie von Metallhalbzeug im September. Die Ausfuhr von
9yAhalbx zuh us Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn
ihrenn ſzerungen ſtellte ſich im September 1930 nach den
Be=
ingen N Xentralverbandes der deutſchen Metall=Walzwerks= und
ninduſitt E.V., Berlin, auf 8270,0 To. im Werte von 11 934000
gegenn8!4 To. im Werte von 12832000 RM. im Auguſt 1930
899,7 7 5tür Werte von 15 392 000 RM. im September 1929. Die
Nuung itziffeun ſu die Septemberausfuhr verteilt ſich auf die einzelnen
euggruſhrt wie folgt: 388,5 To. Aluminiumhalbzeug, 957,6 To.
ibzeum 1.0 To. Zinkhalbzeug, 42,0 To. Zinnhalbzeug, 20,9 To.
lalbzerm 3220,6 To. Kupferhalbzeug, 3029,4 To. Halbzeug aus
rlegierywer. In den erſten 9 Monaten 1930 ſtellte ſich die
ge=
de i Halbz m) sfuhr auf 74 191,8 To. im Werte von 127 465 000 RM.
65 803/At. im Werte von 123 167 000 RM. in der gleichen Vor=
zeit. * Einheitswert des ausgeführten Halbzeugs betrug im
mber :17M. je Dz. gegen 149 RM. im Auguſt 1930 und 195
im Ss hmper 1929.
wiemen Salske A.=G., Berlin. — Zulaſſung von 10 Millionen
mlbvet=ſteibungen in Frankfurt a. M. Auf Antrag der D.D.=
(Filiau/uf=ankfurt a. M. und München) und Norddeutſchen Bank
mburge ſil ale der D.D.=Bank) wurden 10 Millionen RM.
Teil=
verſchwislngen von 1930 Reihe I an den Börſen von Frankfurt
Hamän uund München zugelaſſen. Der Proſpekt berichtet über
egenwucryi: Geſchäftsgang, daß der Auftragsbeſtand gegenüber
„Vorjahrr iſt unweſentlich zurückgegangen ſei und der
Beſchäf=
sgrad /Perke nachgelaſſen habe. Der Einfluß der eingetretenen
ſſion aſſtdess Ergebnis des laufenden Jahres werde von der
wei=
ſtwvi und der Verhältniſſe abhängen.
Bet. Meſſen im Jahre 1931. Die Leipziger
Frühjahrs=
lenſt am Sonntag, den 1. März, und zwar dauert die
ſ alen ihren Gruppen bis Samstag, den 7. März, mit
ahu edrß die Textilmeſſe bereits am 4. März und die Sport=
Mlmeſſe zm — März ſchließen. Die Große Techniſche Meſſe und
eſſe b’mm ebenfalls am 1. März, dauert aber bis 11. März. —
leipzigeil iebſtmeſſe 1931 beginnt am 30. Auguſt.
eilſtillelyrgen bei Lanz, Mannheim. Das Jahr 1930 ſtand für
einrichg A. A.=G., Mannheim, nach einer Mitteilung der
Ver=
ng im Jand wie im Ausland im Zeichen der allgemeinen Welt=
Trotztyikönne man ſagen, daß ſich die Minderung des Umſatzes
ſhältniskhßig erträglichen Grenzen gehalten habe, da es weiterhin
en ſſeißen Lagerbeſtand dem geminderten Umſatz vollkommen
aſſen uimn daß die Liquidität ſehr erfreuliche Fortſchritte gemacht
Die A/A chaft beabſichtigtigt, in nächſter Zeit, ebenſo wie im
hr, fürhialich einen Antrag auf vor” rgehende teilweiſe
Still=
einigerV rksabteilungen zu ſtellen. Dieſe Stillegungen werden
orausſii hth bis etwa zum Januar 1931 erſtrecken.
heiniſchir ᛋypothekenbank. Mannheim. Die Widerſpruchsfriſt
das Aſtbat auf Abfindung der Beſitzer von Pfandbriefen und
Dunglob lutzonen alter Währung iſt, wie uns die Verwaltung
t, nuwucht abgelaufen. Gegen die Abfindung wurden
Ein=
e nun rſſhöhe von nicht ganz 1½ Prozent der teilnahmeberech=
Pfand=Auff. gegen die Abfindung der Kommunalobligationen
üche mimn Höhe von etwa ½ Prozent erhoben. Das Angebot
wie Pfa riefe 20 Prozent einſchl. der bereits ausgeſchütteten 17
ür 70/ Kommunalobligationen 8 Prozent) gilt nach Maßgabe
ſetzlichein ſimſchriften als von allen Pfandbrief= und
Kommunal=
ſtions=AFſe n als angenommen.
Imerikaniſche Kabelnachrichken.
*s nottcen, nach Meldungen aus Chicago am 31. Okt.:
betreidikz Veizen: Dez. 76½ März 81, Mai 82.75, Juli 83.50;
Nez./4. März 76.50, Mai 78½, Juli 80½; Hafer: Dez.
März /500. Mai 373: Roggen: Dez. 4758, März 51.75, Mai
Schmalz Liktober 10.57½, November 10.87½, Dezember
½, Jawru 1 0.37½.
Speck, 110 14.50.
ſchweinnleächte 83—9 15, ſchwere 9.10—9.40; Schweinezu=
. Chülrao 223 000, im Weſten 84 000.
WA Baummyl: Dezember 11.20. Januar 11.34.
zzb Ps notichen nach Meldungen aus New York am 31. Okt.:
Schmalzß ſtäma Weſtern 12.35; Talg, extra, loſe 4.75.
vetreidſt Aeizen: Rotwinter, neue Ernte 95.50, Hartwinter,
Ernte 4t) Mais, loko New York 93.25: Mehl, ſpring wheat
* 4.40—45 Getreidefracht: nach England 1,6—2,3 Schilling,
dem Klmnent 6—7 Cents.
Rakao. Idenz: feſt; Umſätze: 85: Loko: 6.50: November
DezemB G.23. Januar 6.36, März 6.57. Mai 6.78. Juli
Septenle 77.12.
Brodukkenberichte.
Werkaufsllrs Für Mais.‟ Der Verwaltungsrat der Reichsmaisſtelle
hendeng eſchluß gefaßt: Der Verkaufspreis für Mais, der auf
AufenR. wor dem 1. April 1930 abgeſchloſſener Geſchäfte von
Säge aus dem Ausland eingeführt und von der Reichsmais=
Vernoxtn wird, beträgt für die Zeit vom 1. November bis
Früder E . für eine Tonne Donaumais außer Cinquantinmais
Dee fü Füe Tonne Cinquantinmais 245 RM. waggonfrei in=
Der Eichl=chafen oder waggonfrei trockene Grenze. Iſt der
itMimnewat fir Mais, der als Saatgut im Zollinland in den Ver=
Reoracherirhen ſoll, höher als der in Nr. 1 hierfür feſtgeſetzte
tilspreid5o gilt als Verkaufspreis derjenige Betrag, der dem
tuſthiekin und einem Zuſchlag von 0,05 RM. für 50 Kg. im
SJalle aAnindeſtens 0.20 RM. entſpricht.
Serligeri iolmktenbericht vom 31. Oktober. Nach den Preisſteige=
S” Der 1-ch Tage war heute am Produktenmarkt eine Beruhigung
einbars Naet dem Nachlaſſen des Weizenmehlgeſchäftes war auch
u ragen :. Inlandsweizen weniger lebhaft, immerhin war das
Zn rau A Anomptgeſchäft angeſichts des hier vorliegenden geringen
Swes AAuch et. Der Lieferungsmarkt eröffnete mit wenig
ver=
ter Prki. Noggen kommt an der Küſte verſchiedentlich ſtärker
Aügenoe I Ser Geldbedarf die Landwirtſchaft zu Verkäufen ver=
L Jah Rellin kommendes Material war nicht in nennenswert
StEn Aa a angeboten und im Preiſe ziemlich gehalten. Der
tstillem E3 üöffnete bis eine Mark niedriger. Nach dem lebhaften
Wdis Deri ket. Tage war Weizenmehl, heute etwas ruhiger bei un=
veränderten Mühlenofferten. Bei Roggenmehl hält das Intereſſe für
billige Provinzfabrikate an. Hafer war etwas reichlicher offeriert und
nur in feinen Qualitäten gehalten. Am Gerſtenmarkt iſt keine Belebung
zu verzeichnen.
Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 31. Oktober.
An der heutigen Börſe trat ein erneuter Kursrückſchlag ein, da von
verſchiedenen Seiten in verſtärktem Umfange Material an den Markt
gegeben worden ſein ſoll. Mitbeſtimmend für die nachteilige
Tendenz=
geſtaltung dürfte in erſter Linie ein Situationsbericht der Metallind ie
geweſen ſein, in dem beſonders das Nachlaſſen der Auftragseingänge
betont wurde. Aber auch die wieder ſchwächere geſtrige New Yorker
Börſe und der weiter geringer werdende Ordereingang führten zur
Depreſſion. Das Geſchäft war gering. Die Kuliſſe ſchritt in größerem
Umfange zu Blancoabgaben, und beſonders der Elektromarkt wurde
hierdurch ſtärker in Mitleidenſchaft gezogen. So eröffneten A. E. G.
5½ Prozent, Siemens 4 Prozent, Schuckert und Gesfürel je 3½ Prozent
und Licht u. Kraft 2½ Prozent niedriger. Am Chemiemarkt verloren
J. G. Farben 1¾ Prozent, Deutſche Erdöl 11/ Prozent. Im übrigen
gingen die Abſchläge bis zu 2 Prozent. Dem Markt fehlte es vor allem
an Anregungen. Die Wiederaufnahme der Arbeit in der Berliner
Metallinduſtrie wirkte wohl beruhigend, konnte der Börſe aber keine
Stütze bieten. Bauunternehmungen waren knapp gehalten. In
Zell=
ſtoff Waldhof hat das Angebot nachgelaſſen; der erſte Kurs lag nur
geringfügig niedriger. Montanaktien gaben bis zu 1½ Prozent nach.
Von Kaliaktien verloren Salzdetfurth 2½ Prozent. Etwas ſtärker
ge=
drückt lagen noch Banken, von denen Commerzbank, Deutſche=Diskonte,
Danatbank und Dresdner Bank durchſchnittlich 2 Prozent einbüßten.
Durch größeren Kursverluſt fielen wiederum Deutſche Linoleum auf, die
bei wieder ſtärkerem Angebot 4½ Prozent verloren. Auch der
Renten=
markt hatte nur kleinſtes Geſchäft. Altbeſitz gaben etwas nach, dagegen
konnten Schutzgebiete leicht anziehen.
Im Verlaufe kam erneut Material an den Markt. Bei weiter
ſchwächer werdender Tendenz gaben die Kurſe gegen Anfang erneut um
bis zu 2 Prozent nach. Stärker gedrückt lagen weiterhin Danatbank mit
minus 4 Prozent. Gegen Schluß der Börſe machte ſich eine leichte
Er=
holung bemerkbar, die Kursbeſſerungen von etwa 1 Prozent zeigte. Am
Geldmarkt war Tagesgeld im Zuſammenhang mit dem heutigen
Zahl=
tag mit 5½ Prozent ſtark geſucht. Am Deviſenmarkt nannte man Mark
gegen Dollar 4,1968. gegen Pfunde 20,38½. London=Kabel 4,8583,
Paris 123,81½, Mailand 92,80½, Madrid 43,40, Schweiz 25.02¾,
Hol=
land 12,06‟/s.
An der Abendbörſe war die Haltung luſtlos und meiſt nur
knapp behauptet, beeinflußt durch nachgebende New Yorker
Eröffnungs=
kurſe. Kunſtſeidewerte waren auf die Nachricht eines evtl.
Dividende=
ausfalls bei Bemberg angeboten; Aku verloren 1½ Prozent.
Danat=
bank und Zellſtoff Waldhof gaben je 1 Prozent nach, letztere konnten
ſich jedoch im Verlaufe um 1½ Prozent erholen. Im übrigen waren
die Kursveränderungen gering. Renten lagen ſtill. Neubeſitz 6,45,
Bar=
mer Bankverein 103½, Commerzbank 115¾, Danatbank 149½,
Dresd=
ner Bank 112.
Berlin, 31. Oktober.
Die Börſe eröffnete heute im Einklang mit dem ſchwachen Verlauf
der geſtrigen New Yorker Börſe mit 1 bis 3 Prozent niedrigeren
Kur=
ſen. Das Geſchäft war zumeiſt nur klein, und die Abſchläge wurden
dadurch hervorgerufen, daß den Abgaben der Spekulation ſo gut wie
keine Kaufaufträge gegenüberſtanden. Der Abbruch des
Metallarbeiter=
ſtreiks, feſtere Younganleihekurſe im Auslande und ein optimiſtiſcher
Monatsbericht der Commerzbank fanden kaum Beachtung. Durch
beſon=
ders matte Haltung fielen heute Banken und Elektrowerte auf. A. E. G.
waren auf ungünſtige Dividendenſchätzungen ſchon zu Beginn 4½
Pro=
zent ſchwächer. Anſcheinend hat die überraſchende Meldung, daß das
Elektrizitätswerk Schleſien in dieſem Jahre keine Dividende zahlen
werde, die Aufmerkſamkeit auf den Elektromarkt gelenkt. Für Elektr.
Schleſien gelang es überhaupt nicht, einen Kurs zuſtande zu bringen;
dieſes Papier erſchien mit Minus=minus=Zeichen und mußte dann
ge=
ſtrichen Brief notiert werden. Chadeaktien waren um 8,25 Mark
ge=
drückt. Im Verlaufe ſetzte ſich die Abwärtsbewegung fort, die
Rück=
gänge betrugen weitere 1 bis 3 Prozent, wobei wieder Banken und
Elektrowerte beſonders ſchwach lagen. Auf wenigen Märkten machte
ſich gegen 12.4 Uhr etwas Deckungsneigung bemerkbar; ſo fielen
Far=
ben durch eine gewiſſe Widerſtandsfähigkeit auf, doch lag auch dieſes
Papier ca. 1 Prozent unter Eröffnungsniveau. Anleihen kaum
ver=
ändert. Ausländer völlig geſchäftslos. Pfandbriefe ſehr ſtill und
ge=
halten.
Die Lage am Karkoffelmarkk.
Im Kartoffelgeſchäft iſt eine Beſſerung nicht eingetreten. Die
Nach=
frage iſt ſchwächer geworden, da das Einkellerungsgeſchäft ſozuſagen
be=
endet und der Konſum nur das Dringendſte aufzunehmen bereit iſt.
Auch das Auslandsgeſchäft verläuft ohne große Umſätze und Ausſichten
auf Erweiterung. Die Beanſtandungen halten in unvermindertem
Maße an. In den zum Verkauf geſtellten Kartoffeln waren vielfach
Knollen beſchädigt oder zeigten Krankheitsbefall. Als Preiſe notierte
man ab Taunus= und Lahngebiet je nach Frachtlage 1,50 bis 1,70 RM.
ab Wetterau 1,40 bis 1,60 RM., ab Rheinheſſen 1,80 bis 1,90 RM., alles
pro Zentner.
Die Landwirte, die die Kartoffeln den Verbrauchern in die Städte
Wiesbaden, Frankfurt a. M., Limburg, Bad Homburg unmittelbar
liefern, erhalten drei Mark je Zentner frei Haus, während der Händler,
der kleinere Mengen in der Umgebung von Wiesbaden und Frankfurt
a. M. abholt, für jeden Zentner 2,00 bis 2,10 RM. zahlt. Ruhig iſt
das Futterkartoffelgeſchäft; einige Abſchlüſſe nach Süddeutſchland
konn=
ten getätigt werden. Hier verlangte man Preiſe von 80 bis 90 Pfg. je
Zentner.
Metallnokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 31. Oktober ſtellten ſich
für je 100 Kilogramm, für Elektrolytkupfer, prompt cif Hamburg,
Bremen oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung für die
deutſche Elektrolytkupfernotiz) auf 91.50 RM. — Die Notierungen
der Kommiſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe
verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland für prompte Lieferung und
Bezahlung) ſtellten ſich für Orignial=Hüttenaluminium 98= bis
99proz., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren auf 170 RM.,
des=
gleichen in Walz= oder Drahtbarren 99proz. 174 RM., Reinnickel,
98= bis 99proz. 350 RM., Antimon Regulus 47—49 RM.,
Fein=
ſilber (1 Kilogramm fein) 49—51 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 31. Oktober ſtellten ſich für
Kupfer: Nov. 86.25 (87) Dez. 86.75 (87), Jan. 86.50 (87), Febr.
und März 86.25 (87), April, Mai und Juni 86.7: (87) Juli und
Auguſt 86.75 (86.75) Sept. 86.75 (87). Tendenz: feſt. — Für
Blei; Nov. 30.25 (30.75), Dez. und Jan. 30 (31), Febr. bis Junf
30.25 (31), Juli 30.50 (30.75), Aug. und Sept. 30.50 (31).
Ten=
denz: ſtetig. Für Zink: Nov. 29.25 (29.75) Dez. 29.50 (30.50),
Jan. 30 (31), Febr 30.25 (31.50) März 31 (32) April 31 (32.50),
Mai 31.50 (33), Juni und Juli 32 (33.50) Aug. 32.25 (33.75),
Sept. 32.75 (33.75). Tendenz: ſtetig. — Die erſten Zahlen
be=
deuten Geld, die in Klammern Brief.
Kleine Wiriſchaftsnachrichten.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich am 29.
Ok=
tober 1930 auf 75,2 gegen 77.1 am 22. Oktober (Durchſchnitt 1909/13 —
100), fiel alſo um 2.,5 Prozent.
Nachdem die Urabſtimmung in der Berliner Metallinduſtrie eine
überwältigende Mehrheit für die Wiederaufnahme der Arbeit ergeben
hatte, wurde geſtern früh in den großen Betrieben, bei Borſig, der
A. E. G., Osram. Bergmann uſw., die Arbeit wieder reſtlos
aufgenom=
men. Auch in vielen kleineren Betrieben wurde heute wieder in vollem
Umfange gearbeitet.
In der Aufſichtsratsſitzung der Rheiniſch=Weſtfäliſchen
Elektrizitäts=
werk A.=G., Eſſen, wurde beſchloſſen, der G.=V. am 28. November aus
dem nach 24,62 (21,62) Mill. RM. Abſchreibungen ſich ergebenden
Rein=
gewinn von 25,98 (20,33) Mill. RM. wieder 10 Prozent Dividende auf
das volle Aktienkapital von 243 Mill. RM. zu verteilen.
Es verlautet, daß die Verteilung einer Dividende bei der J. P.
Bemberg A.=G. in Barmen wenig wahrſcheinlich iſt, und daß die
Ver=
waltung den erzielten Ueberſchuß zu erhöhten Abſchreibungen und zur
Stärkung der Geſellſchaft verwenden werde. Ein Verkuſtbeſchluß brauche
nicht befürchtet zu werden.
Die der Thüringer Gasgeſellſchaft und der Stadt Frankfurt a. M.
naheſtehende Geſellſchaft beabſichtigt eine Erweiterung ihrer Intereſſen
durch Erwerb der Aktienmaforität der Limburger
Gasbeleuchtungsge=
ſellſchaft in Limburg a. d. Lahn (A.=K. 210 000 RM.) aus Privatbeſitz.
Dieſer Kauf bedarf noch der Genehmigung des Aufſichtsrats der Heſſen=
Naſſauiſchen Gas A.=G.
Am Freitag fand in Frankfurt die Halbjahresſitzung des A.=R. der
Buderus A.=G., Wetzlar, ſtatt. Mitteilungen über den bisherigen
Ge=
ſchäftsverlauf werden noch bekanntgegeben.
Berliner Kursbericht
vom 31. Oliober 1930
Deviſenmarkt
vom 31. Oktober 1930
Berl. Handels=Geſ.
Danatbank
Deutſche Bant u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban!
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
128.50
149.50
110.50
110.50
76.375
122.75
76.125
116.25
56.50
G8.—
137.125
Rr6
128.25
111.—
66.375
Elektr. Lieferung
f. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſ. f. elektr. Untern.)
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Bgw.
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Kofsw.
Orenſtein & Koppe
43.—
89.25
23.72:
88.50
79.25
79.875
191.—
69.—
80.125
73.875
35.—
61.75
76.-
50.—
Polyphonwerke 150.50
Rütgerswerke 49.50
Salzdetfurth Kali 1264.—
Leonh. Tietz
118.50
Verein. Glanzſtoffl S8:—
Verein. Stahlwerkeſ 69.—
Weſteregeln Alkali/ 192.50
gsb.=Nrnb. Maſch. 69.25
Baſalt Linz
26.50
Berl. Karlsr. Ind. 47.25
Hirſch Kupfer
Hohenlohe=Werke 64.—
Lindes Eismaſch, 139.—
VogelTelegr. Drahtl 64.75
Wanderer=Werte 37.50
Helſingfors
Wien
Prag
Budapeſt
Sofia
Holland
Lslo
Kopenhagen
Stockholm
London
Buenos=Aires
New York
Belgien
Italien
Paris
Währung
100 finn. Mk.)
100 Schilline
100 Tſch. K.
100 Pengo
100 Leva
100 Gulden
100 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
1 2.Stg.
1 Pap. Peſt
1 Dollar
100 Belga
100 Lire
100 Francs
GeldBrief
10.548/ 10.568
59.085 59.205
12.434 12.454
73.37 73.51
3.037/ 3.04
168.83/ 169.1
112.13/ 112.35
112.14/112.3
112.49/112.71
20.368/ 20.40
1.437/ 1.44
1.1925/ 4.200
58.43 58.55
21.95 21.99
16.A8 16-480
100 Franken Geit
81.36 B rief
8152 Spanien 100 Peſetas 46.65 46.75 Danzig 100 Gulden 81.48 81.64 Japan 1 Yen 2.082 2.006 Rio de Janerro 1 Milreis 0.419 0.421 Jugoſlawien 100 Dinar 7.431 7.445 Portugal 100 Escudos 18.81 18.65 Athen
00 Drachm. 5.43 5.44 Iſtambul 1 türt. 2 Kairo 1ägypt. * 20.88 20.925 Kanada 1 canad. Doll. 4.191 4.205 Uruguay 1 Goldpeſo 3 257 3.263 fsland 100 eſtl. Kr. 92.11 92.29 Tallinn Eſtl.) 100 eſtl. Kr. 111.53 111.86 Riga 00 Lats 80.69 80.35
Frankfurter Kursbericht vom 31. Oktober 1930.
7% DtſchReichsan
8% Baden.....
30 Bayern ......
6%
8% Heſſen v. 28
v. 29
K
6% Preuß. Staat.
8½ Sachſen ......"
6% Sachſen....."
7% Thüringen .
Diſche. Anl.
Auslo=
ſungsſch. 44/.
Ab=
löſungsanl. . . . . .
Dtſche. Anl.
Ablö=
ſungsſch. (Neub.)
Dtſche.
Schutzge-
bietsanleihe.
8% Baden=Baden.
6% Berlin ......"
80 Darmſtadt v. 26
v. 28
880
70 Dresden ...
83% Frankfurt a. M.
Schätze. . . v. 29
19 Frankfurtv. 26
v. 26
60
8% Mainz...."
8% Mannheim v. 26
v. 27
66
80 München.
8% Nürnbere
8% Aiesbaden
8 % Heſſ. Landesbt.
Goldpfbr.. . .
Goldpfbr
Goldoblig
4½2 Heſſ. Lds
Shp.=Bk.-Liauid.
4:/,% „Kom.-Obl
8% Preuß. Lds.;
pfbr.=Anſt. G. Pf.
8% Goldoblig.
98
87
78.4
99
83”,
87
88.5
95.5
98.5
80.5
54.1
6.5
2.2
84.25
72.25
85.5
28
94.9
83
72
85.1
89
73.5
91.5
98.5
91.75
93.5
82.5
7E.5
100
97
97
Landeskomm.-
Bk. Girozentr. für
Heſſen .Goldobl.
8½Kaſſeler Land. Goldpfbr.
8% Naſi. Lamdesbl.
4½% Lic. Obl.
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.-Anl.
-Ausl. Ser. I
FAusl. Ser. I
Dt. Komm. Samm.=
Abl. (Neubeſitz).
—
8% Berl. Hyp.=Bk.
4½%-Liqu.-Pfbr.
8% Frkf. Hyp.=Bk.
4½% — Lig. Pfbr.
89
Pfbr.=Bk.
4½% „Lig. Pfrb.
8% Mein.Hyp.=Bt
4½% Lig. Pfbr.
8% Pfälz. Hyp.=Bk
4½% „ Lig. Pfbr.
8% Preuß.
Boden=
cred.=Ban ...
4½%Lig. Pfbr.
3% Preuß. Centrl.=
Bodencr.=Ban1".
4½% „ Lia.Pfbr
3% Rhein. Hyp. Bf.
4½% „Lig=Pfbr.
% Rhein.=Weſtf.
Bd.=Credit .. . . .
2 Südd. Bod.
Cred.=Ban
4½% Lig. Pfbr
8% Württ. Hyp.=B.
Daimler=Benzl 65.5
97.75
98‟,
85
100.25
84.5
84.25
51
69
96
96
100
93.25
83.95
100
92.75
85.5
89
94.5
86.65
100
86
00.5
*9.5
84.25
100
92
85.1
98
98
93
85.6
97.5
Ma
8% Klöchner=Wert
Mainkrw. v. 26.
7% Mitteld. Stahl.
3½ Salzmann u. Co.
7% Ver. Stahlwerke
8% BoigtcHäffne
J. G. Farben Bonds
5% Bochn. L.E.B.
5% „ L.Inveſt.
4½% Oſt. Schätze
4% Oſt. Goldrente
5%vereinh. Rumän
4½%
4%
4% Türk. Admin.
4% „ 1. Bagdad
4% „ Zollanl.
4½% Ungarn 1919
4½2
1914
Goldr.
47
1910
Aktten
Alg. Kunſtziide Unte
A. E. G........."
AndregeNoris Zah
Aſchaffbg. Brauerei
Zellſtoff
Bemberg J. P. ..
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67.5
117.5
101
81.25
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140
46
89.5
124.75
42.5
29.5
57
121
160
139
73
58.2!
120
62
79
220
115
25.25
125
190
123
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35
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50
57
66
Aare
80
79
93
49
136
265
210
194
65.5
104
124
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68
98.5
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109.5
104.5
125
220
115.25
150
110.5
200
110
93
152.5
52.5
162‟
.75
127
225
1357.5
132
10I.
137
123
76.75
97
170
180
23
[ ← ][ ][ → ]Samstag, den 1. November 1930.
Sonntag, den 2. Mov. Montag, den 3. Mor. MELIA
HELIA
vormittags 11.15 Uhr nachmittags 2/, Uhr „
Ein hochinteressantes neues Filmwerk
mit Vortrag des Herrn Oberingenienr Vogelsang, dem Schöpfer des Filmes
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Samstag und Sonntag
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Aus dem Inhalt: Einfahrt in den Basler Iheinhafen, In und um
dle Berneralpen. Rund um den Thnnersee mit den wundervollen
Schlögsern. Mit der Jungfraubahn hinanf zum ewigen Schnee. Die
ein-
zigen Aufnahmen der Welt: Mit dem Filmsonderzug auf der
Lötschbergbahn von Spies durch die Alpen nach dem Simplon in Wallis.
Beim größten Kraftwerkbau Europas: „Das Grimselwerk‟ (300000P8),
Geheimnisse eines Glockengusses in Engelberg. Winter in der Schweiz.
In St. Moritz. Sensation, Cabelhafte Zufallsaufnahme.
Erstes Bobbrennenunglück seit 50 Jahren.
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V. Egelasa-Revue
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Musikalische Leitung: Siegfried May
Regine Harre / Hertha von Hagen
Agnes Dorbitt / Irmgard Paetzold
A. Sprankel / H. Harres / E. Grün
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Ein starkes dramatisches Filmschauspiel, das in einer ergreifenden
Hand-
lung die anfopfernde Liebe zweier Menschen schildert. Werkzeng
anar-
chistischer Umtriebe ist die Aristokratin Komtess Vera, ihre aufopfernde
und hingebende Liebe zu ihrem Lebensretter, der ihretwegen in sibirischer
Verbannung ein hartes Los erdulden mnß, ist das dramatische Geschehen
Beginn 3.30 Uhr,
dieses großen Films.
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Samstag, den 1. November 1930.
Seite 15
Ein Roman aus der Wirklichkeit
Kunef tii Dafleelk
Don Theo vom Berge
Er ſchüätlie den Kopf.
11. (Nachdruck verboten.)
Ich katues immer noch nicht glauben, daß ein ſolcher Mann
derart; Schlauheit an den Tag legen und während eines
uien Jauhs die verdammt guten Spürhunde der Sureté ſo
chen konar.”
Er karg” dem Schluß, daß die franzöſiſchen Agenten in
tſchland imper waren, da ſie das jahrelange Fehlen oder
chwindemelmer ſo bedeutenden Perſönlichkeit nicht entdeckt
ſſen. Na,/waren für dieſe Unterlaſſungsſünde alle erſchöſſen
Oen. Didn ir zweifelte nicht daran, daß die Frau Doktor und
Graf ſiieei eigenen Behörde in die Hände geliefert hatten.
IAber mie
Sicherli chverfügten die beiden über erſtklaſſige Hilfskräfte
hier pn Geheimdienſt, denn wie ſollten ſie ſonſt in den
der 11 ihloſen Liſte gekommen ſein.
Schon !6 Fahren hatte man nämlich die eigenen Agenten
nandern =h imgehalten, ſo daß niemand von der Exiſtenz des
ren wu. Der Fall der deutſchen Spione in England hatte
„le gemang Bei Kriegsausbruch wurden ſie alle durch die Un=
„ſhtigkeit, es aus ihrer Mitte überraſchend verhaftet und
er=
ſt. Bei im fand ſich nämlich eine Liſte ſeiner Kameraden.
ſoch gwülre C 25 über die Zuſammenhänge, die nur der
iale beſtunt waren, als er durch das Läuten ſeines Fern=
Jers guuſchreckt wurde. Es war Major Baſſard, der anrief.
„folge diltels Geſpräches war, daß der Offizier eine wenig geiſt=
FIM Mienur achte und Otto Zimmermann Waſſer in
genügen=
miſenge tetſelt.
Aüurze Iidarauf ließ ihn der Chef bitten.
m „Soebenn ur der Verbindungsoffizier des Generalſtabs hier
brachte /m kategoriſchen Befehl Marſchall Fochs, ſofort ein
Nachrütennetz hinter der deutſchen Front zu ſchaffen. Wie
n Sie imüber? — Mit den anderen Herren habe ich ſchon
chen.”
Das genhtnicht ſo ſchnell, wie die Militärs es wollen. Dazu
ſot mann bit und viel Vorſicht.
Sie lehung alſo nicht unbedingt ab, wie Ihre Herren
Kol=
uyGeben I5 mir Bedenkzeit bis heute abend. Ich will mir die
ndigeny chritte überlegen.”
in ſeinetmKopfe reifte ein Plan, der, ungeheuerlich, in der
Mützeit deuuch der genialſte Schlag ſein ſollte, den der
franzö=
um Spionaigeienſt Femals geführt hat.
Is er iſſarbends dem Chef unterbreitete, ſchaute der ihn von
u herauf enmal prüfend an, als zweifle er an dem Verſtand
Wekretärn=
—ind Süverrückt geworden? — Wollen direkt nach San
utian umddem Löwen ſozuſagen vor die Zähne laufen? —
4Aſuchen /5 dort?‟
„Ich werde als Deſerteur auftreten und das Vertrauen der
Deutſchen gewinnen.”
„Und wenn das nicht ſo leicht geht, wie Sie das hier
ent=
wickeln —
dann habe ich den Gefangenen von Vincennes noch als
Trumpf.”
Der Chef lachte höhniſch.
„Als wenn die für einen mehr oder weniger etwas gäben!
Spione ſind ſowieſo ſchon Leute auf verlorenen Poſten.”
C 25 ließ ſich nicht verblüffen.
„Der aber nicht.”
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„Wieſo?‟
„Hier! Leſen Sie mit Ruhe die Feſtſtellungen unſeres
Ge=
ſandten in Spanien!“
Die Augen des Chefs weiteten ſich mehr und mehr. Erregt
gab er das Schreiben zurück.
„Das iſt ein gefundenes Freſſen für den Tiger Clemenceau
und ſetzt ein paar Orden ab!"
Der Sekretär winkte ab.
„Diesmal leider nicht, denn ich habe mit dem Deutſchen
andere Dinge vor.
Wieder zweifelnde, erſtaunte Blick des anderen, aber U 25
lächelte nur ein ſicheres Lächeln.
„Der Gefangene wird von mir ſcheinbar befreit und muß
mich dann nach Deutſchland mitnehmen.
Der Chef ſchüttelte den Kopf. Er war viel gewohnt, aber die
Perſpektiven, die ihm ſein Sekretär jetzt gab, übertrafen an
Unge=
heuerlichkeit alles, was ihm bisher untergekommen war. Dennoch
ließ er ſich überreden, den Plan unverzüglich dem Generalſtab
vorzulegen.
Noch am Abend erhielt der Chefingenieur der Farman=
Flug=
zeugwerke den Befehl, ſich zur ſofortigen Beſprechung im
Mini=
ſterium einzufinden. Die Folge davon war, daß das geſamte
Kon=
ſtruktionsbüro der Werke eine Nacht und einen Tag und wieder
eine Nacht ununterbrochen arbeitete, um einen neuen Motor zu
entwerfen.
Tags darauf las jeder Bürger, daß das Kriegsminiſterium
zehntauſend Franken auf die Ergreifung eines flüchtigen
Tech=
nikers der Farman=Werke ausſetzte. Nationale Belange ſtänden
auf dem Spiel.
Durch das ganze Land ging eine Hetzjagd nach zweifelhaften
und auffälligen Elementen. Der Erfolg war null.
Unterdeſſen ſtieß vom Strande in Biarritz ein Motorboot ab.
In ſeinem Schlepp hing ein kleiner Kahn. Vertraulich
plätſcher=
ten die Wellen um ſeinen ſchnittigen Bug.
Gegen Südweſten leuchtete im Frühlingslicht des erwachenden
Morgens die ſpaniſche Küſte, und als der Sonne erſte Strablen den
wunderbaren Strand von San Sebaſtiano vergoldeten, ſagte C 25
dem begleitenden Motorboot Lebewohl. Die Beſatzung tauſchte
noch einmal letzte Grüße mit ihm, dann drehte die Regierungsjacht
ab und lief mit hoher Fahrt achtern aus. Der jetzt einſame
Ruderer ſchaute dem ſchneidigen Renner nach, bis er in der hohen
Dünung des Atlantik verſchwand. Langſam nahm der Sekretär
die Ruder auf und pendelte der Küſte entgegen.
Um die Mittagsſtunde fing ein ſpaniſcher Fiſcher eine
trei=
bende Jolle auf, in der ein völlig erſchöpfter Mann lag. Er hatte
anſcheinend das Bewußtſein verloren. Erſt nachdem man ihm
einige Tropfen Wein eingeflößt hatte, ſchlug er die Augen auf und
ſchaute ängſtlich um ſich.
„Ich ſchenk euch das Boot und viel Geld, wenn ihr mich nach
San Sebaſtiano zum deutſchen Konſul bringt!“
Ein gefangener Deutſcher, der aus der Hölle von Bajonne
ausgeriſſen war!
Die Spanier flüſterten erregt durcheinander. Sie
beratſchlag=
ten, ob ſie ihn mitnehmen oder einem der umherſtreifenden
fran=
zöſiſchen Zolljäger ausliefern ſollten.
„Wieviel gibſt du uns?‟
Ihre Frage war lauernde Hinterhältigkeit.
„Hundert Peſetas”,
„Gib zweihundert!“
„Soviel habe ich nicht
Hier iſt alles — —
ein=
hundertfünfzig. Der Konſul gibt euch noch viel mehr — — noch
dreihundertfünfzig, wenn ihr mich dorthin bringt.
Die Gier leuchtete den Fiſchern aus den Augen. Sie hatten
jedoch einen leiſen Zweifel.
„Wer bürgt uns dafür?”
„Ich bring ihm eine Nachricht, die tauſend Peſeten wert iſt,
aber macht um Gottes willen raſch, ſonſt bin ich verloren.
Er hatte nämlich geſeben, daß ein bewaffneter franzöſiſcher
Zollwächter mit hoher Fahrt anlief. Aber, als habe man die
Fiſcher gar nicht geſehen, drehte das Schiff plötzlich bei. Schon
lag es breit vor ihnen, zeigte das Heck und lief ab. Ein tiefes
Aufatmen ſchwellte die Bruſt des Flüchtlings.
Die Fiſcher, die jetzt mit ihm handelseinig geworden waren,
warteten, bis der Zollwächter über den Horizont kroch. Dann
holten ſie umſtändlich die Netze auf und ſetzten die Segel. Ein
ſteifer Biskayawind ſtraffte die Laken. Langſam kam der
ſchwer=
fällige Kahn in Fahrt und trödelte die Küſte zu.
Fortſetzung folgt.
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