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jchm 7 mallgem Erſcheinen vom 4.Dezember
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frantfurt a. M. 13041.
Mergenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſebenen Original=-Auffätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 346 Samstag, den 14. Dezember 1929.
192. Jahrgang
27 mm brelte Zelle im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichspfg.
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zeile 3.00 Reichsmark. Alle Preiſe in Reichsmart
Im Falle höheser
1 Dollar — 420 Markl.
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Strell uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der Anzelgene
aufträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Beil
Konkurs oder gerichtlicher Beltreibung fällt ſeher
Rabatt weg. Bankkonto Deutſche Bank und
Darm=
ſtädter und Nationalbank.
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77
WArr Mampf unn das dernagengoolnm.
Han a ik läbl ſeine Bedenken gegen die Anleihepläne der Regierung fallen. — Volksparkei, Zenkrum
4d
nä emokraken anerkennen die große wirkſchaftliche Noklage. — Widerſtand der Bayern gegen die
Ag5 ierſteuererhöhung. — Die Sozialdemokraken verweigern dem Kanzler die Gefolgſchaft.
G0
Nächkliche Parkeiführerbeſprechungen und Kabinektsberakungen.
e9gM
der Hand beſiegelt. Fragt ſich nur, ob die Sozialdemokraten
* 5 Minuken vor 12.
endgültig das letzte Wort geſprochen haben.
bdehandſchuh. — Ungünſtige Ausſichten
Berkagung der Reichskagsausſprache auf Samskag.
für den Kanzler.
Die Regierung kann ſich nicht mik abgelehnken
hon fr 90
ſee ſch iſt, um das Ergebnis ſchon vorweg zu nehmen,
Mißkrauensankrägen begnügen.
b
Müller eigentlich ſchon geſtürzt, ob auch praktiſch,
Um Zeit zu gewinnen, wurde am Freitag abend die Red=
DtsFAMwirs erſt im Laufe der Nacht oder am Samstag zeigen. nerliſte künſtlich verlängert und ſo die Möglichkeit geſchaffen, die
er — itag war in ununterbrochener Kette mit Be= Fortſetzung der Beratungen auf den Samstag zu
hir en des Kabinetts mit den Partei= vertagen. Der Kanzler, der noch einmal ſelbſt eingriff, umging
ſr=der Parteiführer mit ihren, Frak= dabei die Abſage ſeiner eigenen Partei und begnügte ſich mit
iny d der Fraktionsführer unter ſich aus=; der Abwehr der deutſchnationalen Angriffe. Er hat alſo
zu=
enampreing ſin 2— daß dabei allerdings etwas herauskam. Das Bild nächſt den Handſchul, den ihm ſein Parteifreund Breitſcheid
hinwarf, nicht aufgenommen. Am Freitag abend findet beim
ſte u von Stunde zu Stunde. Der Reichsbankpräſſ= Reichspräſidenten ein Staatsdiner ſtatt, an dem die Miniſter
Ar.hacht hatte ſich wieder ausgeſchaltet. Er hat die teilnehmen müßten. Sie wollen aber um 11 Uhr zu einem
g. egeben, daß er den ausſichtsreichen Kabinettsrat zuſammentreten und um Mitternacht
eihderſuchen in Amerika nicht in den Weg eine Beſprechung mit den Parteiführern
abhal=
l, weil er die Ueberzeugung gewonnen habe, daß ten, woran ſich programmgemäß wieder eine Kabinettsſitzung
ſchließt.
FWAFelugſten ir den kommenden Etat durch Steuererhöhungen
Im Reichstag liegen zurzeit nur die
Mißtrauens=
erfor iche Ausgleich geſchaffen wird. Es blieb daher
eihnschlshisch e itlich er das politiſche Zuſammenſpiel in= anträge der Oppoſition vor. Der Kanzler hat es nicht
rial geſertigten Letikl
Dowen, Bezute uuhll)er Regierungspatteien. Hier drehte ſich einmal erreicht, daß ein Vertrauensantrag, wie er ihn von deu
Regierungsparteien verlangt hat, überhaupt geſtellt wird, und
außsbeutel, somescnllewe2 alles um das Vertrauenspotum, das der
ſeine eigene Partei wird, nach dem Vorhergegangenen, dazu
itaton! ltesh ler 71 ns des Kabinetts verlangt hatte, nicht nur für das ſicherlich nicht bereit ſein. Nach Ken=Erklärungen des
volk) e, ſondern auch für das finanzielle Programm. Die Kanzlers aber kann er von abgelehnten
Miß=
euksps ei hatte ſich ſchließlich bereit gefunden, die trauensanträgen nicht mehr leben. Er muß mit
Mosei ne Bedenken, die ſie aus den verſchiedenſten dem Kabinett darauf beſtehen, daß die Regierungsparteien
nden 1gen das Finanzprogramm hatte, zu= Farbe bekennen. Er muß gehen oder ſich ſonſt ſtürzen laſſen.
Letemgenfhliche zuſt) en in Anerkenntnis der großen wirtſchaftlichen Im Reichstag wurde davon geſprochen, daß das Kabinett im
inliche Gedankengänge vertraten auch das Zen= Laufe der Nacht zurückzutreten beabſichtige, in der Hoffnung,
daß es dann binnen kurzem gelingen würde, es entſprechend
mu die Demokraten, während die Bahern wegen
umzubilden und durch die Auswechflung des Finanzminiſters
Bierſt) erhöhung an ihrem Widerſtand feſthielten und die die ſchwerſten ſachlichen Gründe auszugleichen, ſo daß ein etwas
AIISElAMalden aten zunächſt Gewehr bei Fuß ſtanden. Es galt anders ausſehendes Kabinett auf derſelben Parteigrundlage
wper prehuf mel zu finden für ein Vertrauensvotum, das den wieder vor den Reichstag treten würde. Das iſt eine gefähr=
„chu ſerhalb d. Regierungsparteien beſtehenden Meinungen Rech= liche Rechnung. Die Sozialdemokraten leugnen natürlich, daß
banuteg zu hük g trur! Dazu gab es auch erfolgverſprechende Anfätze, die ſie dem Kabinett ein Bein geſtellt hätten und ſchieben die
Samslatz dell er keger! ig im Keime erſtickten, weil die Sozialdemokraten Schuld auf die Volkspartei. Ein Zank um die Schuldfrage iſt
inbzeberei!k ein es Vertrauensvotum nicht hinauswollten und die aber dann unvermeidlich, und gerade weil die Sozialdemokraten
eiüſſe K0ls= lSpart 3 dieder eine Löſung ablehnte, die durch die Form im Unrecht ſind, werden ſie beſonders empfindlich ſein. Man
kann das Kabinett ſehr leicht ſtürzen, aber nicht ganz ſo einfach
streben 8h!” Vertw nsvotums zwar die derzeitige Regierung, nicht
ein neues bilden. Das iſt die Stärke des Kanzlers, und wenn
Verzbreiehig!
iezegeueg ” er der Regierung ſtehenden Parteien auf das er dieſe Stärke auszunutzen weiß, wird es ihm vielleicht doch
noch gelingen, ſich den Parteien gegenüber durchzuſetzen, obwohl
janzprai mm feſtlegt.
im gu4.
die Ausſichten nicht allzu groß ſind. (Reichstags=Sitzungsbericht
Seite 3.)
Ernsill. OB feſte Marſchlinie in die Ausſprache.
chon fr Ad
füge
hon tür C
2 re
So gon die Regierungsparteien obwohl die
elſrſitzr) noch um zwei Stunden hinausgeſchoben wurde,
Sheda feſte Marſchlinie in die Ausſprache hinein.
DTGedav einer gemeinſamen Erklärung der
Regierungspar=
muß rufgegeben werden. Jede Partei ſprach für ſich.
erhir” ß man klugerweiſe den Reduern der Oppoſition
Vortr— ſo daß ſich beſonders Kommuniſten und
National=
liſten 1 Itoben konnten. Aber auch die Deutſchnationalen
ckten ir: Quaatz einen Mann der ſchärfſten Schattierung
der Eſch und perſönlich peinlich entgleiſte und ſich zwei
Honungss zuzog. In angenehmem Gegenſatz ſtand dazu
Prog mmrede, die der Abg. v. Lindeiner=
Wil=
auns der Deutſchnationalen
Arbeits=
ſein ift abgab, mit ihrem Bekenntnis zur
Ztirtung gegenüber dem Staat auch durch
Opboſ7I. Von den ſehr kurzen Erklärungen der Partei=
Kendes ar entſcheidend die Aeußerung, die Breitſcheid
RenS rSozialdemokraten abgab, worin er ſich
aif fet te, daß ſeine Fraktion zu den Grundzügen der
anst Ne Hee L He
e 28 war trotz der vorſichtigen Formulierung doch die
h
ehe-fkündigung der Gefolgſchaft gegenuver
dem eigenen Kanzler.
Sp iſtz 3 von der Volkspartei auch aufgefaßt worden, die
deſert klärung ſofort die Folgerung zog, daß nunmehr.
be iren Verſuche, die Regierung zu
hal=
de wären. Denn der Kanzler hatte
Ler uensvotum mit der Verpflichtung
die
Programm verlangt. Die Sozial=
fr=in wollen ihm wohl ein Vertrauensvotum geben,
hnen=
rdie Verpflichtung auf dieſes
Pro=
kamm
Sie werfen damit ihrem Kanzler und den
übri=
drei
iſtern das vom Kabinett einſtimmig beſchloſſene
Dgamnu rriſſen vor die Füße. Das iſt ſachlich ein
lka uspotum, wie es ſchärfer ſich nicht
en-It, und damit iſt tatſächlich das Kabinett am Ende,
Denr! ct nur die Bahern es ablehnen, das Regierungs=
Dmmel becken, wenn auch die ſtärkſte Partei, die ſa eigent=
De R rung trägt, das tut, dann ſind dem Kabinett
tlich
Vorausſetzungen, auf denen es bisher gearbeitet
ſr-2 gebrochen, und es iſt ziemlich gleichgültig, ob nun
Reichs”, dieſe Erkenntnis noch mit dem Stimmzettel in
Verſändigung der Parkeiführer mit der Regierung.
Das Reichskabinett iſt um 11 Uhr in der Reichskanzlei zu
einem Miniſterrat zuſammengetreten. Um Mitternacht wurden
die Parteiführer zu der Beratung hinzugezogen. Bei
Redaktions=
ſchluß, um 1 Uhr morgens, dauerten die Beſprechungen noch an.
Man darf daraus wohl ſchließen, daß noch nicht alle Brücken
abgebrochen ſind und ein Weg zur Verſtändigung geſucht wird.
*
Die Beſprechung der Parteiführer mit dem Reichskabinett
war gegen ½2 Uhr beendet. Ueber das Ergebnis der
Beſpre=
chung wurde bekannt, daß eine Annäherung unter den
Par=
teien ſtattgefunden hat. Man glaubt, daß eine Formel gefunden
iſt, auf deren Boden die Regierungsparteien gemeinſam treten
können. Die Parteiführer haben zugeſagt, ſich für die Annahme
dieſer Formel bei ihren Fraktionen einzuſetzen. An dem
So=
fortprogramm wird, wie wir hören, unverändert feſtgehalten.
Auch auf das Finanzprogramm wird in der Vertrauensformel
Bezug genommen. Inhalt und Form der Vertrauensformel
ſelbſt ſind bisher nicht bekannt. Eine Kabinettsſitzung fand
nach der Parteiführerbeſprechung nicht mehr ſtatt. Die
Frak=
tionen der Regierungsparteien werden ſofort am Samstag
vor=
mittag zuſammentreten, um zu der neuen Lage Stellung zu
nehmen.
Parkeivorſtands=Sihung der Deutſch=Demokrakiſchen
Parkei.
Der Parteivorſtand der Deutſch=Demokratiſchen Partei trat
am Freitag vormittag im Reichstag unter dem Vorſitz des
Reichs=
tagsabgeordneten Koch=Weſer zu einer Sitzung zuſammen. Als
Vorſitzende wurden neben Koch=Weſer die Reichstagsabgeordneten
Otto Meyer und Lemmer beſtätigt, als Schatzmeiſter
Reichstags=
abgeordneter Dr. Fiſcher=Köln und Landtagsabgeordneter Dr.
Zeitlin. Nach einem Referat von Koch=Weſer über die politiſche
Lage wurde die parlamentariſche Lage und die Stellung der
Deutſch=Demokratiſchen Partei zu den Vorgängen der letzten Tage
ausführlich erörtert. Dabei wurde einmütig betont, daß es für
die Deutſch=Demokratiſche Partei darauf ankomme, das innere und
äußere Stärkungswerk fortzuſetzen.
Der Parteivorſtand befaßte ſich alsdann mit
Er=
örterungen, die ſich an die Tätigkeit der Ausſchüſſe der
Länder=
konferenz geknüpft haben. Es wurde folgender Beſchluß gefaßt:
Der Parteivorſtand begrüßt die Beſchlüſſe der Ausſchüſſe der
Län=
derkonferenz, die ſich mit den Beſchlüſſen und Entſcheidungen der
Partei decken Der Parteivorſtand fordert die Reichsregierung zu
tatkräftiger Weiterführung der Reichsreform auf.
* Nach der Verfaſſungsreform.
Von unſerem ſtändigen Berichterſtatter.
Dr. R. Wien, 10. Dezember 1929.
Das Hin und Her gegenſeitiger Zugeſtändniſſe und
Ableh=
nungen, das halbe Geheimnis, das über den Verhandlungen
der öſterreichiſchen Verfaſſungsreform ſchwebte, und die halben
Nachrichten, die gelegentlich durchſickerten, erſchweren im erſten
Augenblick dem Zuſchauer ein abſchließendes Urteil. Was iſt
eigentlich durch die Verfaſſungsreform erreicht worden?
Statt aller Einzelheiten gibt man am beſten vielleicht die
folgende, kurze und überſichtliche Antwort: das Parlament
hat einen Teil ſeiner Rechte an den
Bundes=
präſidenten abgetreten und es hat die
Beſtel=
lung des Bundespräſidenten an das Volk
ab=
gegeben. Der demokratiſche Gedanke iſt in der geänderten
öſterreichiſchen Verfaſſung alſo nicht geſchmälert. Nur iſt ſeine
unmittelbare Verwirklichung durch das Volk in zwei Willensakte
geteilt: Parlamentswahl und Präſidentenwahl. Mit der Zeit
ſoll noch ein dritter Willensakt hinzukommen, nämlich die
Be=
ſetzung des Länder= und Ständerats, wobei das
Volk wiederum in ſeiner Geſamtheit, aber nach regionalen
Ge=
ſichtspunkten einerſeits, und in einer Gruppierung auf Grund
gemeinſamer Berufstätigkeit andererſeits, in Wirkſamkeit
treten wird. Bis dahin werden allerdings vorausſichtlich noch
Jahre vergehen.
Inzwiſchen beſteht, wie geſagt die einſchneidende
Verände=
rung darin, daß das Parlament dem Bundespräſidenten
weſent=
liche Rechte abtritt. Dieſe Rechte ſind allerdings nicht größer
als der Machtbereich, den die Weimarer Verfaſſung von
vorn=
herein dem Reichspräſidenten eingeräumt hat. Für Oeſterreich
bedeuten ſie aber einen entſcheidenden Fortſchritt. Die
Oppo=
ſition kann künftig nicht mehr eine Parlamentsverhandlung
ſabo=
tieren, ſie kann nicht mehr die Annahme eines Geſetzes unmöglich
machen — und darauf iſt es in erſter Linie angekommen. In
das politiſche Leben zieht wieder der Begriff der
perſön=
lichen Autorität. Auch ſie iſt, wie bisher die
parlamenta=
riſche Autorität, auf den Volkswillen gegründet. Daß ſie aber
perſönlich iſt, bedeutet den erſten Schritt zu einem Zuſtand, in
welchem das Vertrauen auf den Einzelnen wieder zu führender
politiſcher Bedeutung gelangt.
Die Verfaſſungsreform iſt alſo ein wichtiger Schritt für
Oeſterreich, wen auch viele angeſtrebte Einzelheiten nicht erreicht
worden ſind. Daß es wenigſtens ſoweit kommen konnte, das iſt
ein Beweis für die Stärke der Heimatwehrbewegung, die hinter
dieſem Reformwerk ſteht. Dieſe Bewegung hatte es ſchwer, ihre
wirklichen Ziele zu zeigen. Denn neue Gedanken auszudrücken
iſt nicht leicht, es iſt nicht einmal leicht, ſie auch nur ſich ſelbſt
klar zu machen. Hier mußte die Tat zu einem großen Teil das
Wort erſetzen. So iſt es auch gekommen; und der
unvoreinge=
nommene Beobachter muß das vorliegende Ergebnis als den
deutlichen Ausdruck der Zielrichtung anerkennen, nach welcher
die Heimwehrbewegung tatſächlich ſtrebt. Er muß unterſcheiden
zwiſchen dieſer Zielrichtung und allen Nebenerſcheinungen; und
er wird dann dahinter kommen, daß das Ziel nicht zerſtörend, nicht
gewalttätig, ſondern letzten Endes aufbauend iſt.
Es war ein Glück, daß Bundeskanzler Schober dieſes
auf=
bauende Kernſtück der Bewegung verſtanden hat. Seine ordnende
Hand, ſeine ungewöhnliche Energie und vor allem ſeine völlige
Unbeirrbarkeit haben dem Staat und haben auch der
Heimwehr=
bewegung einen ſehr großen Dienſt geleiſtet. Andererſeits hat
die Heimwehr in dieſen ſieben Wochen dem Bundeskanzler nach
beſten Kräften gedient und ſehr viel dazu beigetragen, daß er
einen der größten ſtaatsmänniſchen Erfolge erringen konnte, die
in der Nachkriegszeit überhaupt zu verzeichnen ſind. Man muß
immer davon ausgehen, daß die Tendenz, deren erſten
Durch=
bruch wir hier ſehen, vorher ein latenter, nicht klar ausgerichteter
Volkswille war. Die Kraft dieſes Willens mußte erſt
organi=
ſiert, gewiſſermaßen gebrauchsfähig gemacht werden. Erſt
da=
durch wurde ſie ein mächtiges Inſtrument in der Hand eines
zielbewußten Staatsmannes.
Die Entwicklungsrichtung, die mit dieſem erſten Schritt
be=
wieſen wurde, wird weiter eingehalten werden. Und dazu wird
die Heimwehr genannte Volksbewegung ihre Organiſation
be=
halten müſſen, um weiter mittätig zu ſein an der Fortſetzung des
Aufbauwerkes. Ihr Arbeitsplan wird allerdings nicht mehr für
Wochen und Monate abgeſteckt ſein, ſondern für Jahre; und
damit wird vielleicht auch ihre Taktik anders werden. Der
große Unterſchied zwiſchen dieſer
öſterreichi=
ſchen Bewegung und dem italieniſchen
Fascis=
mus wird dadurch deutlicher werden. Dort handelte
es ſich um einen Umſchwung in revolutionärer Form, hier gilt
es einer Entwicklung.
Wir ſtehen erſt an ihrem Anfang. Aber auch der bedeutet
eine große Entſpannung und gibt der Regierung die
Möglich=
keit, wieder an die Notwendigkeiten des Tages zu denken und
die Fragen der Volkswohlfahrt fürs erſte zu ihrem Arbeitsfeld
zu machen. Man hat auf oppoſitioneller Seite ſo getan, als hätte
die Heimwehrbewegung in Oeſterreich ein beſonderes,
wirtſchaft=
liches Elend hervorgebracht. Das iſt nicht der Fall. Aber der
unvermeidliche öſterreichiſche Anteil an dem europäiſchen
Wirk=
ſchaftselend, vermehrt um die Schäden, die einem ſtaatlichen
Torſo anhaften müſſen, ſind groß genug. Bundeskanzler
Schober will nun verſuchen, hier zunächſt Nothilfe zu leiſten.
Man darf hoffen, daß es ihm im Verlaufe einiger Monate
ge=
lingen wird, die längſt erfehnte Staatsanleihe zu
erhalten und damit die größten Härten des ſtagnierenden
Wirt=
ſchaftslebens zu mildern. Die wirkliche Geſundung iſt auch auf
dieſem Gebiet, genau ſo wie auf dem politiſchen, ein mehrjähriger
Prozeß der Erneuerung und des Aufbaues.
Seite 2
Damstag, den 14. Dezember 1923
Die Skädke melden ſich.
der Deutſche Städkekag gegen die Finanzreform
der Reichsregierung.
Berlin, 13. Dezember.
Im Rahmen eines Preſſeempfangs legte der Präſident des
Deutſchen Städtetages Dr. Mulert das Verhältnis der Städte
zur bevorſtehenden Reichsfinanzreform dar. Die Städte
wären durch Einzelheiten der
Regierungsvor=
lage in ſchwerſte Beſorgnis geſetzt. Es müſſe als
unmöglich bezeichnet werden, ſich zu einer auf Jahre feſtgelegten
Steuerſenkung zu entſchließen, ſolange nicht die Frage der
Ausgabengeſtaltung, an der man leider bisher immer
vorbeigegangen wäre, eine entſcheidende Löſung gefunden hätte.
Bei Senkung der Gewerbeſteuer dürfe nicht ſchematiſch
vorgegan=
gen werden. Völlig unmöglich ſei für die Städte, ſich damit
ein=
verſtanden zu erklären, daß die Realſteuerſätze des Jahres 1929
für die nächſten fünf Jahre nach der Durchführung der
Sen=
kungsaktion ſteuerliche Höchſtgrenze werden ſollen. Von einer
Ueberbelaſtung des bebauten Grundbeſitzes durch die
Grund=
vermögensſteuer könne keine Rede ſein. In der Frage der
Ein=
kommenſteuer ſteht der Städtetag auf dem Standpunkt, daß die
ſeitherige Beteiligung der Gemeinden an den Aufkommen aus
Einkommen= und Körperſchaftsſteuer erhalten bleiben müſſe. Dr.
Mulert wandte ſich ſodann der Frage der Schaffung eines
ſo=
genannten beweglichen Einnahmefaktors zu, wobei er die Form
der Kopfſteuer ablehnte und betonte, daß dieſer bewegliche Faktor
die Geſamtheit der Gemeindebürger erfaſſen, den ſozialen
An=
forderungen genügen, finanziell ergiebig geſtaltet werden und
techniſch leicht durchführbar ſein müſſe. Zum Schluß wandte ſich
Dr. Mulert der geplanten Verſtärkung der Staatsaufſicht zu
und betonte, daß doch in dieſem Zuſammenhange ſchon ſeit
eini=
ger Zeit in gewiſſer Hinſicht ſeitens der Städte die Initiative
ergiffen worden ſei. Die diesbezüglichen Vorſchläge würde der
Vorſtand des Städtetages ſchon in Kürze veröffentlichen. Die
geplante Staatsaufſicht würde jedoch nur dazu führen, daß ein
viel zu koſtſpieliger Apparat geſchaffen werden müßte, der gar
nicht in der Lage wäre, den Bedürfniſſen der einzelnen
Kom=
munen gerecht zu werden. Dr. Mulert ſchloß ſeine Ausführungen
damit, daß im Intereſſe einer kommunalen
Finanz= und Wirtſchaftsgebarung im Reiche
end=
lich mit der fortgeſetzten Arbeit der
Geſetzge=
bungsmaſchine Schluß gemacht werden müſſe. Die
Reichsfinanzreform dürfe aber in der bis jetzt vorgelegten
Faſ=
ſung nicht Geſetz werden.
* Es war vorauszuſehen, daß auch die Städte ſich zu dem
Finanzprogramm der Reichsregierung äußern würden. Die
Spitzenorganiſation, der Deutſche Städtetag, hat auch bereits zu
4 Punkten Stellung genommen, und zwar zur Gewerbeſteuer, zur
Grundvermögensſteuer, zur Einkommenſteuer und zu dem
ſoge=
nannten „beweglichen Faktor‟. Die Notwendigkeit eines
durch=
greifenden Umbaues unſeres Steuerweſens wird anerkannt.
Wo=
gegen ſich die Städte wehren, iſt aber vor allem die
Nichtbe=
rückſichtigung ihrer: großen Ausgabepflichten. Es
wird bemängelt, daß für die Gewerbeſteuern, die für die
Gemein=
den von ausſchlaggebender Bedeutung ſind, kein vollwertiger
Er=
ſätz geleiſtet werde, weil z. B. die Gewerbeſteuer um 20 Prozent
ermäßigt werden und der Erſatz nach 5 Jahren vollkommen
ver=
ſchwunden ſein ſoll. Beanſtandet wird die Senkung der
Grund=
vermögensſteuer, die in den Städten in der Hauptſache von den
Mietern getragen wird, und zunächſt zwar als Senkung der
Frie=
densmiete ſich auswirken würde, aber ſchließlich doch wieder
er=
höht werden müßte, um eine Angleichung der Mieten der
Alt=
wohnungen an die Neuwohnungen herbeizuführen. Bei der
Ein=
kommenſteuer befürchtet man, daß die Länder, die bei der
Finanz=
reform beſonders ſcharf betroffen werden, in abſehbarer Zeit die
Gemeinden in die Zange nehmen. Es wird daher eine Sicherung
in dieſer Richtung gefordert. Der ſogenannte „bewegliche
Fak=
tor” liegt ganz im Sinne der Städte. Sie fordern eine Steuer
die man den jeweiligen Bedürfniſſen anpaſſen kann. Kritiſiert
wird dann die geplante Verſchärfung der Anleihegenehmigung
und die Einrichtung einer unabhängigen Abrechnungsſtelle.
Vom Tage.
Die in Berlin und an anderen Orten umlaufenden Gerüchte
über eine ernſte Erkrankungoder einen Schlaganfall
des Reichspräſidenten ſind, wie wir von unterrichteter Seite
hören, völlig aus der Luft gegriffen. Der Reichspräſi
dent befindet ſich bei beſter Geſundheit.
In einem Brief an den Reichstag hat Innenminiſter Severing
ange=
kündigt, daß die Frage der Errichtung eines
Reichsehren=
mals nunmehr in Angriff genommen werden ſoll.
Der Reichsrat erledigte in ſeiner öffentlichen Vollſitzung am
Donnerstag die Zolltarifvorlage und den 5=Uhr=Ladenſchluß am
Weih=
nachtsabend.
Am 14. Dezember vollendet Reichsernährungsminiſter Dietrich
das 50. Lebensjahr.
Die Berichterſtattung über den Stand der
deutſch=
polniſchen Handelsvertragsverhandlungen an die
Reichsregierung, die durch Geheimrat Eiſenlohr erfolgen ſollte, wirt
durch den Geſandten Rauſcher ſelbſt übernommen werden,
der in Abänderung früherer Dispoſitionen am Samstag nach
Ber=
lin kommen wird.
Der neue italieniſche Botſchafter Orſini Ba=
roni iſt am Freitag in Berlin eingetroffen. Er wurde am
Bahnhof vom Chef des Protokolls begrüßt.
Die franzöſiſche Regierung kündigte in der
Kam=
mer die Unterdrückung des kürzlich im Elſaß gegründeten
Gemeindeverbandes an.
Der franzöſiſche Kriegsminiſter Maginot unternahm in der
Kammer einen ſcharfen Ausfall, gegen die ruſſiſche
Juſtiz.
Die bulgariſchen Miniſter Buroff und Moloff
die zu Beſprechungen über den bulgariſchen Reparationsanteil nach
Rom gekommen waren, ſind gegen Mitternacht nach
Paris weitergereiſt.
Der neue Botſchafter der Vereinigten Staaten
von Amerika in Prais, Edge, iſt zur Uebernahme ſeines Poſtens
in Paris eingetroffen.
Wie Havas aus Madrid berichtet, wurde im Verlauf eines
geſtern abgehaltenen Kabinettsrats die Frage der
Wiederherſtel=
lung des normalen verfaſſungsmäßigen Regimes
eröffnet. Ein definitiver Beſchluß iſt nicht gefaßt worden.
Der neue ruſſiſche Botſchafter für Englanb, Sokol
nikow, in in London eingetroffen und wurde am Bahnho
von einem Beamten des Foreign Office in Vertretung des
Außen=
miniſters Henderſon empfangen.
Wie aus Moskau gemeldet wird, wurde der engliſche
Botſchaf=
ter inder Sowjetunion, Owey, am Freitag von dem
ſtellver=
tretenden Außenkommiſſar Litwinow empfangen und hatte
mit ihm eine längere Unterredung über die ruſſiſch=engliſchen
Be=
ziehungen.
Das amerikaniſche Repräfentantenhaus hat das Mellon=Bérenger=
Abkommen über die Schuldenregelung mit Frankreich mit 239 gegen
100 Stimmen angenommen. Durch dieſes Abkommen wird die Schult
Frankreichs an Amerika auf 4230 Millionen Dollar feſtgeſetzt. Sie
ver=
teilt ſich über eine Periode von 36 Jahren bis zum Jahre 1965.
Das Abkommen iſt bekanntlich bereits durch das franzöſiſche Parlament
ratifiziert worden.
Die Eidesleiſtung der neuen kſchechiſchen Regierung.
EP. Prag, 13. Dezember.
Am Donnerstag traten die beiden Kammern der
National=
verſammlung zu ihrer erſten Sitzung zuſammen. Die nach der
Geſchäftsordnung durchaus formale Eröffnungsſitzung wurde
durch Demonſtrationen der Kommuniſten empfindlich geſtört, die
bei der Abnahme des Gelöbniſſes einen ohrenbetäubenden Lärm
verurſachten, indem ſie mit Pultdeckeln trommelten und au
Syrenen pfiffen. Dieſer Angriff richtete ſich vor allem gegen die
ſozialiſtiſchen Miniſter. Die Lärmſzenen dauerten in beiden
Kammern während der ganzen Abnahme des Gelöbniſſes an,
das in tſchechiſcher, ſlowakiſcher, deutſcher, ruſſiſcher, ungariſcher
und polniſcher Sprache abgelegt wurde. Die Lärmſzenen
wieder=
holten ſich dann bei der Wahl des Präſidenten und
Vize=
präſidenten.
Im Abgeordnetenhauſe wurde der Agrarier Malipetr, im
Senat der tſchechiſche Sozialiſt Dr. Soukup zum Präſidenten
ge=
wählt. Bei der Wahl der Vizepräſidenten wurden zum erſten
Male im Abgeordnetenhauſe zwei Deutſche gewählt, und zwar
der Sozialiſt Taub und der deutſche Agrarier Zierhut. — Im
Senat wurde der deutſche Sozialiſt Dr. Heller zum
Vizepräſi=
denten gewählt. — Da der zum Vizepräſidenten des
Abgeord=
netenhauſes vorgeſchlagene Slowak Tiſſor nicht gewählt wurde,
verließen die deutſchen und ſlowakiſchen Chriſtlichſozialen den
Sitzungsſaal.
Der im Senat zum Vizepräſidenten gewählte ſlowakiſche
Volksparteiler Studaj wird dieſe Stelle als Proteſt gegen den
Durchfall Tiſſers nicht annehmen. Die Präſidenten der beiden
Kammern werden alſo durchweg aus Vertretern der
Mehrheits=
parteien beſtehen.
*
Tardieus Kammerſchwierigke
Die Takkik der Oppoſikion. — Gefährliche M
Die Vorbereitung der Konferenzer
Von unſerem A=Korreſpondent=
Paris, 13.
Die Lage in der franzöſiſchen Kammer iſt
Mehrheiten, welche die Regierung erhalten, ſind oft ſek
und trotz der Energie Tardieus iſt es fraglich, ob
bis zum Jahresende erledigt und der befürchtete
provisoire” vermieden werden kann. In den Regie
macht man dafür die Oppoſition verantwortlich. A
digt ſie der Obſtruktion, und manchmal ſieht es in
auch ſo aus. Von einer wirklich planmäßigen u
durchgeführten Obſtruktion kann man aber nicht ſpre
haupt ſieht man bei der Oppoſition erſchreckend
bewußtſein. Scheinaktionen gegen die Regierung,
dazu dienen ſollen, das eigene Gewiſſen zu beſchwie
ſeln oft mit ernſtgemeinten, aber ungeſchickten Vorſt
ſchwer, Oppoſition zu machen, wenn man nicht wei
will. Immerhin: der Kampf zwiſchen der Regieru
Oppoſition verſchärft ſich. Er wird nicht mehr alle
Kammer ausgefochten. Auch die Sprache der Zeit
ſchärfer, und die Kammer wird in der Preſſe hef
Es gab in den letzten Tagen wirklich dramatiſche (
denen mit allen klaſſiſchen Schlichen der parlamenta
zedur gekämpft wurde. Man weiß oftmals nicht, w
die Kampfweiſe der Linken denken ſoll. Es handelt
wird auch glatt zugegeben — nicht mehr um ſachli
Oppoſition, ſondern man will die Regierung um
ſtürzen. Es fällt einem ſchwer, all die Leidenſchaft
entflammen, ernſt zu nehmen, beſonders, wenn man
ten der Regierungsbildung zurückdenkt. Denn dieſe
liſten, die die Regierung Tardieu jetzt ſo wild angr
ihre Bildung durch ihre Enthaltungspolitik ermöglt
ſchon mehr wie einen Augenblick, wo es nicht allz
weſen wäre, Tardieu zu ſtürzen, aber manche op
Elemente haben damals nicht zugegriffen. All die
dürfen aber nicht darüber hinwegtäuſchen, daß d
Regierung tatſächlich ſehr ernſt iſt.
Auf die obſtruktionsähnliche Taktik der Oppoſit
Erledigung des Budgets will die Regierung auf ein
reiche Weiſe antworten. Man beantragt die Verlän
Budgetjahres bis zum 31. März. Das iſt an und
logiſch und dabei durchaus parlamentariſch. Den=
Weiſe wird die genauere Durcharbeitung des Bud
licht und die übliche Haſt am Jahresende vermieden
und das iſt verſtändlich — gibt es ſehr viel Dep
deswegen verſtimmt ſind. Aber vermutlich wird ſick
ſition nach der Votierung des Budgets und nach de
in London und im Haag zuſammennehmen.
In franzöſiſchen Regierungskreiſen verlautet, d
vorſtehenden Konferenzen ſehr gut vorb
den ſollen. Das ſoll beſonders für die Haager Konfe
Nach dieſer Richtung ſollen bereits greifbare Reſu
worden ſein. Das Ideal der franzöſiſchen Diplome
der Haager Konferenz eine rein formale Angelegenhe
und das Gewicht ganz auf die vorausgehenden Be
zwiſchen den Kanzleien zu legen. Davon iſt man abe
lich weit entfernt. Doch ſcheint zwiſchen Frankreich u
eine ziemliche weitgehende Verſtändigung erzielt n
Eine ſolche iſt weſentlich für die Regierung Tardieu
gegenwärtig in Frankreich herrſchenden Stimmung
exfolg auf einer der Konferenzen unvermeidlich zu
nettskriſe führen würde.
Daneben ſteht jetzt wieder die Seeabrüſtungsfra
dergrund. Man beginnt über die Verhandlungen
zu verzweifeln. In Frankreich hält man es für ein
Fehler, daß der Gedanke der Parität zwiſchen Fre
Italien überhaupt lanciert worden iſt. Denn für
jetzt die Parität zu einer Preſtigefrage. In Wirklichke
Italien finanziell nicht fähig ſein, eine ſo ſtarke Flott
halten, wie ſie Frankreich unbedingt nötig hat. In
daß jetzt, da man über die Seeabrüſtungskonferen;
hören beginnt, die nicht von der Antipathie gegen
entſtellt ſind, die Auffaſſung durchbricht, daß die en
kaniſche Parität an der Suprematie Englands wen
wird. Denn — ſo ſagt man jetzt in Paris — die E
Flotte hängt nicht allein von der Zahl und Stärt
heiten ſowie von der Zahl der Flottenſtützpunkte
auch von der vorhandenen Mannſchaft und der Zah
delsſchiffe. Wie man dieſe Faktoren werten und
ge=
abwägen will, iſt allerdings eine Frage der Dialeltik
Tü
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FA
* Die erſten Menſchen.
Dr. Emil Trinkler.
Die rieſigen Gebiete Inneraſiens ſind auch heute noch
zum Teil unerforſcht. Seine Gebirge verſprechen dem
Geo=
graphen und Geologen reiche Aufſchlüſſe über den Aufbau
unſerer Erde, während die im Sand der Takla=Makan=
Wüſte begrabenen Städte von uralten Kulturen und von
Wanderungen ganzer Völker erzählen können. Um alle
dieſe Geheimniſſe zu enträſeln, bereiſte die „Deutſche
Zen=
tralaſien=Expedition 1927/28” dieſe Gegenden. Die
For=
ſcher hatten unter ſchweren Schickſalsfügungen. Seuchen
und Hunger, Sand und Schneeſtürmen grimmſiger Kälte
und ſiedender Hitze zu leiden. Solche Schwierigkeiten und
Entbehrungen hinderten ſie nicht, ihrer wiſſenſchaftlichen
Arbeit nachzugehen, die von reichen Ergebniſſen belohnt
wurde. Aber mitten in der Arbeit traf die Forſcher ein
harter Schlag. Man verbot ihnen, weiterzuarbeiten, und
beſchlagnahmte ihre Sammlungen. Erſt vor kurzem
ge=
lang es nach langen, nervenaufredenden Verhandlungen,
die Fundſtücke frei zu bekommen, worauf die Expedition
ſich über den Kara=korum=Paß nach Srinagar im Norden
Indiens, ihrem Ausgangspunkt, zurückzog. Der Leiter der
Expedition, Dr. Emil Trinkler, hat noch rechtzeitig für den
Weihnachtsbüchertiſch das Buch über dieſes abenteuerliche
Unternehmen im Verlag F. A. Brockhaus herausgebracht:
„Im Lande der Stürme, Mit Yak= und Kamelkarawanen
durch Inneraſien” (Mit 120 Abbildungen nach eigenen
Aufnahmen ſowie 4 Aquarellen des Verfaſſers und einer
Ueberſichtskarte. Geh 13 Mk., Leinen 15 Mk.) Dieſes
feſſelnde Forſcherwerk, aus dem wir nachſtehend wit
Ge=
nehmigung des Verlags einen Abſchnitt veröffentlichen, iſt
neben den Büchern von Dr. Filchner „Om mani padme
hum” und Rickmers „Alai! Alai!” ein erfreulicher Beweis
dafür, daß die deutſche Entdeckerarbeit, die lange
notge=
drungen einen Dornröschenſchlaf getan hat, endlich von
dem hoffnungsvollen Kuß einer anbrechenden
wohlgeſinn=
teren Zeit zu neuen Taten geweckt worden iſt.
Außer uns Europäern wußte niemand, daß wir den Kurs nach
Sugeth=Karaul genommen hatten. Wir hatten die Diener im Glauben
gelaſſen, daß wir in den nächſten Tagen in Polur und dann iu Khotan
einziehen würden. Hätten wir nämlich die Wahrheit geſagt, ſo hätten
Habibullah und ein Teil der Kulis alles verſucht, ein ſchnelles
Vor=
wärtskommen zu verhindern. Sie hatten nämlich ein großes Intereſſe
daran, mit nach Turkiſtan zu kommen, wir hingegen wollten unſern
Karawanenführer, der völlig verſagt hatte, ſowie einige Kulis auf
ſchnellſtem Wege wieder nach Ladakh zurückſchicken. Das war nur
möglich, wenn wir rechtzeitig die Kara=korum=Straße erreichen konnten,
die im Winter des Schnees wegen geſperrt iſt.
Abends kamen unter Habibullahs Führung einige Kulis zu uns
und baten um einen Raſttag, den wir noch bewilligten. Der Yak,
der zurückgelaſſen war, konnte nicht mehr ins Lager gebracht werden;
er wurde geſchlachtet, und die Kulis veranſtalteten abends ein großes
Feſteſſen. Nachmittags ſtürmte es ſtark, abends kam Abdul und meldete,
daß in einer Entfernug von ungefähr einer Meile ein Feuer zu ſehen
ſei. Aber wir konnten bald mit Hilfe unſerer Ferngläſer feſtſtellen,
daß es nur eine Flußweitung war, in der ſich der Abendhimmel
ſpiegelte. Yak= und Pferdeſpuren wurden immer häufiger; Menſchen
konnten nicht mehr weit entfernt ſein.
Am folgenden Tage entdeckten wir plötzlich auf einer Wieſe
vier zahme, kleine, zottige Yaks! Doch von Menſchen war keine Spur
zu ſehen. Da hatten wir alſo neue Tragtierel Den größten dieſer
Yaks beluden wir mit ſchweren Gepäckſtücken, die die Kulis bisher
getragen hatten, und dann zog die kleine Herde mit der
Schaf=
karawane weiter.
Heute galt es, den in einer Seitenkette des Kunlun eingeſenkten
Koſchbel=davan zu überſchreiten. Da der Weg über endloſe
Geröll=
halden führte, war der Marſch recht ermüdend. Inmitten eines
großen Blockmeeres nahm ich zuſammen mit Boßhard das
Mittags=
brot ein. Hier in der warmen Sonne gönnten wir uns ein
Ruhe=
ſtündchen, denn die Karawane war weit zurück. Inmitten des Gerölls
ſuchten wir ein leidlich ebenes Plätzchen, räumten die Schotter fort
und hielten ein Mittagsſchläfchen. Dann ging es weiter. Gegen 31/,
Uhr ſtand ich auf der Paßhöhe und ſah von dort aus wieder den
Karakaſch=darya, der uns im Laufe des Tages durch einen kleinen
Bergrücken verborgen geblieben war. Lang mußte ich auf der Paßhöhe
auf meinen Kuli warten, der die Meßtiſchausrüſtung trug. Oft ſuchte
ich mit dem Feldſtecher die Gegend ab, in der Hoffnung, irgendwo
ein Lebenszeichen von unſeren Schafen oder von den Yaks zu ſehen.
aber auch die Karawane mußte weit zurück ſein. Während des Abſtieges
von der Paßhöhe an das Flußufer ſetzte wieder der Weſtſturm ein,
der uns Staub und Sand ins Geſicht trieb. Gegen 5 Uhr hatten wir
einen leidlich guten Lagerplatz in der Tamariskenzone des Fluſſes
gefunden, aber wir ahnten ſchon, daß wir lange auf die Karawane
würden warten müſſen. Als es dunkel wurde, ſteckten wir einige
große Tamariskenbüſche in Brand, und der Sturm fachte das lichterloh
brennende Geſtrüpp zu mächtigen Flammen und Feuergarben an. Uber
den Schneebergen, die ſich direkt hinter uns erhoben, ſtand der Mond
und beleuchtete phantaſtiſch, die gewaltige Bergwelt. Gegen 8 Uhr
wurde es kalt; wenn auch die Temperatur nicht ſehr niedrig war
ſo ließ uns der ſchneidend kalte Wind doch faſt erſtarren. Wenn wir
nur das kleine Zelt und etwas heißen Tee gehabt hätten! Unten am
Fluß hatten Habiba und Abdul ſich ein kleines Feuer gemacht; wir
kauerten uns dicht um die Flammen und warteten und warteten.
Endlich, gegen 9 Uhr, erſchienen die Yaks und die Schafe, und
gegen 10 Uhr konnten wir endlich unſer Abendeſſen einnehmen.
Der 5. Oktober war ein recht ereignisreicher Tag. Bereits abends
vorher waren Boßhard und de Terra dicht in der Nähe des Lagerplatzes
ein paar friſche Gräber aufgefallen, und da der Verweſungsgeruch
ſich in der Nähe ſtark bemerkbar machte, konnten die Toten erſt vor
kurzem beſtattet worden ſein. Kurz nachdem ich mit Puntſo
verlaſſen hatte, entdeckte ich auf einer Wieſe eine große
Yaks. Durch überſchwemmten Wieſenboden kam ich be
Weideplatz, aber Menſchen waren immer noch nicht zu
trafen auch Habiba und Sabur Malik ein, die ſagten, daß e
ſeien und daß infolgedeſſen Menſchen unbedingt in de
müßten. Ein großer Schuttfächer trennte uns von der nachl
Unſere Spannung war aufs äußerſte geſtiegen, da, b.
des Schuttfächers ſahen wir inmitten der Uferzone des U
Kirgiſenjurten! Zwei Männer hatten uns gleich bemerk!
uns entgegen. Aufs freundlichſte begrüßt, wurden wir
Jurte geführt. Ein Teppich wurde auf dem Boden
und wir mußten Platz nehmen. In runden Holzſchu
prachtvolle Yakmilch angeboten. Geſprochen wurde zuha”
nichts, denn, wenn ich auch gründlich Raquettes Gie
oſttürkiſchen Sprache ſtudiert hatte, ſo verſtanden u.
Wirtsleute doch ſcheinbar nicht ein Wort von dem, whe
Allerdings war ich in jenen Tagen derart heiſer, 90b
Freunde mich kaum verſtehen konnten. Das Innere d*
ſehr ſauber und mit hübſch gewebten, bunten, breſte
ausgeſchmückt. In der Mitte war die Feuerſtelle, in der .
berußte Kupferkannen ſtanden. Die Frauen, in ihrem 9
Kopfputz und in ihrem hübſchen Schmuck, ſahen ſeN
Endlich traf Sabur Malik ein, der auf ſeinen frühete
Oſt=Turkiſtan die Umgangsſprache gelernt hatte und. d
als Dolmetſcher uns gut zuſtatten kamen. Wir hörten it
Siedlung Kengſchewar hieß. Auf unſere Frage, wau
ein Europäer geweſen ſei, erfuhren wir, daß ex Si.
geweſen ſein mußte, der vor 20 Jahren hier durchge.
Die Leute kannten natürlich nicht ſeinen Namen, adet ſe
ſich ganz genau, daß es ein Sahib geweſen ſei, der V.”
einen hohen Berg zu beſteigen, ſich einen Fuß erſtl.”
1u9 Ie
getragen werden mußte.
Es war eine Senſation für die Leute, als Nis
andern Kulis, die in ziemlich zerlumptem und veihe?
ſtande waren, mit der Schafherde ihren Einzug A.
war aber das Erſtaunen unſerer eigenen Leute, als V.!.
daß wir gar nicht in Polur, ſondern ganz in der. 2e
korum=Straße waren und in ein paar Tagen Sug”e?”
chineſiſche Grenzzoll=Serail, erreichen würdenl Ai .
Geſicht unſeres „tüchtigen” Karawanenführes vege"
es dauerte Minuten, bis er erfaßt hatte, daß wir D.
Volur waren. Als wir ihm dann die Namen Soll.
Sugeth=Karaul nannten, Plätze, die er von einer Ro.
kennen mußte, begriff er ſo langſam, was jett 9e.
Geſicht wurde lang und länger, und dann fühle.
Bewegung aus, die wir mehr als einmal bei ihm Ne
er ſchob ſeinen Zeigefinger ſo tief wie möglich i.
und blickte uns mit einem unglaublich dummen Lei.
Aimer 346
Mt.
Lansalal,
Samstag, den 14. Dezember 1929
Did Der Ratene P AusfPracche über die Kegierangsernätang
Din Wbr Rdls
Ein elaes
Der Aufmarſch der Parkeien
im Reichskag.
Die Abſage der Radikalen.
Berlin, 13. Dez. (Priv.=Tel.)
Dan Ri derIit
eitagsſitzung des Reichstages begann nach zweiſtündiger Ver=
Opboſtion er:. herzu im 3 Uhr mit der Beſprechung der geſtrigen Erklärung der
Dariz
Benide Zal.
Junele iel
Eine ie iasl,
De ie
De Dancher Ket e
in Ait
hs= rung. Zu Beginn der Sitzung wurde ein deutſchnationaler
Debet die Nenielt rar9l s Redezeit auf zwei Stunden feſtzuſetzen, abgelehnt und auf
Hinde Weoien W Kas
ſchlag eine Stunde Redezeit angeſetzt. Als Präſident Loebe
der Ungeſchſckten eic Vortmeldungen ſeien noch nicht eingegangen, machte I9
Deß, wenn man nit je Terkeit im Hauſe bemerkbar. Dann meldet ſich Abg. Dr.
er (Komm.) zum Wort und erklärte, die Regierung habe ſich
Iilchen der Me — Oiktatur des Großkapitals und ſeines Diktators Schacht ge=
Li Jied nicht nA ſt.— me Partei lehne den Youngplan und das Finanzprogramm
Ein De Sprache in Roc ing ab. Das werktätige Volk werde immer ſtärker belaſtet.
Mrd in der Prſt die gernden Maſſen zurückzuhalten, ſetze Severing ſeine
Schupo=
gen wirlich dramauiſt fem Aktion. (Letzterer Ausdruck trug dem Nedner einen
Ord=
en der barlau gsr in.)
oftmals nis Ab /traſſer (N. S.) ſprach von einer Konkurserklärung
ſoll Es ſutſch 8. Auch dieſer Redner meinte, Schacht ſei der Diktator
mehr un Ne— ges. Das Republikſchutzgeſetz nenne man beſſer Youngſchutz=
Judenſchutzgeſetz. Die Mitglieder der Regierung ſeien Volks
Reueru ete= Irdnungsruf des Präſidenten.)
die Rrändt
Des d0 ax enkrum ſagt der Reichsregierung
Unker=
ent. Dem
ſo niü
ſtähung zu.
lint mt
nich Ab=y r. Brüning (Ztr.) erklärte, eine großzügige
Steuer=
unbedingt bei der Nor der Wirtſchaft und der
Landwirt=
mange
erlich. Dieſe wirtſchaftliche und ſoziale Kriſe gebe einen
geſchmack von dem, was eine Daweskriſe im Sinne Hugen=
Mbal e
Soweit ſich das Schacht=Memorandum auf die ſofortige
un 13 Kaſſendefizits beziehe, ſtimme ſeine Fraktion ihm zu. Das
9kum nerſeits habe alles getan, um der Aufforderung des
Kanz=
ma ba u eſchloſſenheit der Regierungsparteien nachzukommen. Eine
die Slung ſei dadurch leichter geworden, als der Kanzler geſtern
„wieſen habe, daß über Einzelheiten des Finanzprogramms
mr
ieden werden könne. Dieſe Schwierigkeiten und Bedenken
Einzelfragen könnten evtl. in weiteren Verhandlungen
hen
Parteien beſeitigt werden. Die
Zentrumsfrak=
jedenfalls die Regierung nachdrücklich
unter=
ers ) erwarte, daß die andeven Regierungsparteien ſich ebenſo
elte4
i1 rauensankräge der Deukſchnakionalen.
MitZi eile waren die deutſchnationalen
Mißtrauens=
gegen den Reichsaußenminiſter und den
Reichsfinanzmini=
ne fen. Im Namen der Deutſchnationalen Volkspartei
be=
telf. Dr. Oberforen Abbruch der Verhandlungen, da bei
ſen Beratung die Regierung abweſend ſei und die größte
gur irtei keinen Redner vorſchicke. Der Antrag wurde ab=
bay, Quaatz (Dntl.) macht für die jetzige kataſtrophale Lage
ſegru g verantwortlich. Es handele ſich bei der Kaſſenlage nicht
ein — endefizit, ſondern um ein organiſches Defizit. Die
Aus=
mnge y 8 Kanzlers ſeien noch optimiſtiſch zu nennen. Bei dem
jetzi=
ſar nt gebe es nur das Syſtem der Kuliſſenſchieberei. Der
Red=
hrri: „Meine Herren, Sie ſind ja ſchon tot, Sie wiſſen es nur
7
rkeit.) Die Regierung ſtellt ihre eigenen Sachverſtändigen
be rs Dr. Schacht, der europäiſches Anſehen genießt. Bei
Parxt Verhandlungen habe der Kanzler an Schacht geſchrieben,
üſſe 2 ehmen, auch wenn ſich daraus Schädigungen der deutſchen
chat3 gäben. (Hört! Hört! rechts.) Breitſcheid ſei gleichzeitig
cher inem Artikel in den Rüchken gefallen. Der jetzige
Außen=
ter tius habe Millionen während ſeiner Tätigkeit als
Wirt=
smif= an England und Belgien ausgeliefert. Wie könne ſich
* MUer mit einem Frontkämpfer vergleichen. Als ein
Sozial=
okratzttr Redner zurief, ob er denn Frontkämpfer geweſen ſei,
j egne 3 ugatz: „Als Kriegsbeſchädigter ſind Sie hoffentlich nur am
(Pfuirufe bei den
Sozialdemo=
zu der A. digt und nicht am Kopf
2 ungsrufe des Präſidenten.) Dr. Quaatz erklärte, was Dr.
us
Liebe für Polen an dem deutſchen Oſten geſündigt habe,
würs ſpätere Geſchlechter erſt empfinden. (Laute Pfuirufe der
du iſcherr lkspartei und der Sozialdemokraten, zweiter Ordnungsruf
PräZ ben.) Streſemanns Freund, der frühere engliſche Bot=
F erlin, habe von einem Syſtem der Haltloſigkeit und
ſche=
prochen. Man wolle mit dem Volksbegehren das deutſche
u*
zu uſf In gegen dieſes Syſtem. (Beifall bei den Deutſchnatio=
Abg.-1 Sybel (Chr.=Nat. Bauernp.) ſprach namens ſeiner
Frak=
der ierung das Mißtrauen aus. Eine Regierung, die ſolche
MPträge 2, die mit Polen abſchlöſſe, wäre in jedem anderen Lande
„irlnzl eſtürzt worden.
Bereitſchaft der Volksparkei unker beſtimmten
Vorausſekungen.
Abg. Dr. Hoff (D. V. P.), verlas eine längere Erklärung ſeiner
Fraktion. Darin wird es begrüßt, daß die Regierung jetzt den Entſchluß
bekundet, eine durchgreifende Finanzreform durchzuführen. Es wird
bedauert, daß dies nicht ſchon früher geſchehen iſt, bedauert auch das
Fehlen einer orgamiſchen Reform der Arbeitsloſenverſicherung und die
Faſſung verſchiedener anderer Beſtimmungen. Die Erklärung ſchließt
mit dem Satz: Wir ſind bereit, dem Gebot der Stunde, das zu
ſofor=
tigem Handeln zwingt, zu folgen, um das Programm der
Reichsregie=
rung zur Durchführung als ganzes anzunehmen, unter der
Voraus=
ſetzung, daß die übrigen Regierungsparteien die gleiche Bereitſchaft
bekunden.
Zuſage der demokraken.
Abg. Dr. Reinhold (Dem.) gab gleichfalls eine Erklärung ab,
in der es als notwendig bezeichnet wird, die für die Wirtſchaft auf
die Dauer unerträglichen Laſten zu ſenken. Ein Kernſtück der
Finanz=
reform müſſe die Verminderung der Ausgaben der öffentlichen Hand
ſein. Der Haushalt für 1980 müſſe deshalb dem Grundſatz äußevſter
Sparſamkeit Rechnung tragen. Das Programm der Regierung bedeute
die Erfüllung der demokratiſchen Forderung, daß die Regierung in
die=
ſer Schickſalsfrage die Führung übernimmt. Die Demokraten ſeien
deshalb trotz vieler Bedenken in Einzelheiten bereit, ſich hinter dieſes
Programm zu ſtellen und auch das Sofortprogramm durchzuführen.
Die Sozialdemokraken machen nicht mit.
Abg. Dr. Breitſcheid (Soz.) brachte in einer Erklärung zum
Ausdruck, daß es unerträglich ſei, wenn der Reichsbankpräſident den
Eindruck zu erwecken ſuche, als könne er die Richtlinien der Politik
be=
ſtimmen. Die Sozialdemokratiſche Partei habe zur Regienung das
Vertrauen, daß ſie die Haager Verhandlungen unter völliger Wahrung
der berechtigten Anſprüche Deutſchlands zu Ende führen werde. Für
die Schwierigkeiten der Kaſſenlage trage die gegenwärtige Regierung
keine Verantwortung. Die Finanzreform dürrfe neben der Entlaſtung
aller Schichten der Bevölkerung nicht das Ziel außer acht laſſen, dem
Reiche geſunde Finanzverhältniſſe zu ſchaffen. Die Sozialdemokratie ſei
bereit, an einer ſolchen Finangreform mitzuwirben. Wenn ſie im
gegen=
wärtigen Augenblick zu den Grundzügen der Finanzreform nicht
ab=
ſchließend Stellung nehme, ſo vor allem deswegen, weil die ungünſtige
Entwicklung der Finanzverhältniſſe des Reiches es fraglich erſcheinen
laſſe, ob die Vorausſetzungen für eine ſo umfangreiche Steuerſenkung,
wie die Regierung ſie plane, gegeben ſeien.
Die Bayeriſche Volksparkei nur für das Sofork=
Programm.
Abg. Leicht Gayer. V.=P.) erklärte, die Baheriſche
Volks=
partei begrüße es, daß die Regierung an einer Geſundung der Finanzen
arbeiten will. Sie ſei auch bereit, ſich für das ſogenannte
Sofortpro=
gramm einzuſetzen. Das Regierungsprogramm enthalte aber manche
Punkte, die es der Baheriſchen Volkspartei aus ſozialen Rückſichten,
aus Gründen ſteuerlicher Gerechtigkeit, aus innerpolitiſchen und aus
Gründen der Zuſtändigkeit verbieten, das Geſamtprogramm
anzuneh=
men. Dafür iſt beſonders entſcheidend, daß angeſichts der ſchwierigen
Finanzlage des Reiches der Bayeriſchen Volkspartei das Experiment
einer umfangreichen Steuenſenkung zu gewagt erſcheint.
Die Deukſchnakionale Arbeitsgemeinſchaft verſagt
der Regierung das Verkrauen.
Abg. v. Lindeiner=Wildau (Dnt. Arb.=Gem.) begrüßt
das Vorgehen des Reichsbankpräſidenten, das gezeigt habe, wie unter
Umſtänden, eim einzelner, wenn er die Pflicht gegenüber der Nation
als oberſtes Geſetz betrachte, verdienſtwoll handeln könne, auch wenn
er ſich öffentlich gegen ein ganzes Syſtem ſtelle. Das Memorandum
Schachts könne nur den Sinn haben, die veränderten Grundlagen ſeit
Paris feſtzuſtellen und daraus den Anſpruch auf Reviſion des Young=
Planes herzuleiten. Für die Deutſchnationale Arbeitsgemeinſchaft, ſo
fährt der Redner fort, kommt es nicht zuerſt auf das
Parteimitglieds=
buch an, das der Mann auf der Regierungsbank im Rock trägt, ſondern
darauf, daß er uns Vorſchläge macht, und daß er die Perſönlichkeit iſt,
ſeinen Vorſchlag zum guten Ende zu führen. Wir diſtanzieren uns
von der Verantwortung nicht dadurch, daß wir erhlären, dieſer Staat
ſei nicht unſer Staat. Dieſer Staat iſt der deutſche Staat, dem wir
lebens= und ſchichſalsverbunden ſind. Das iſt im tiefſten Sinne
konſer=
vative Staatsauffaſſung. Der Redner erklärt zum Schluß, daß die
Arbeitsgemeinſchaft der Regierung das Vertrauen verſage, weil ſie nicht
glaube, daß die heutigen Inhaber der Regierungsgowalt die
notwen=
digen Forderungen für Stagt und Wirtſchaft erfüllen.
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ch langer Zeit hörte man in der Staatsoper Unter
wieder einmal eine wohltuend melodienreiche Oper,
atonalen Beſtrebungen des Zeitalters nichts zu tun
eachtenswerte Werk des jungen deutſch=böhmiſchen
Jaromir Weinbergers heißt „Schwanda,
lſackpfeifer‟ Es bringt eine Melodienfülle,
kaum noch erlebt, und noch dazu in individueller,
Inſtrumentierung. Die Friſche der Erfindung
ei=
ezu an den großen Landsmann des jungen
Kompo=
ana. Dazu die farbenbunte Orcheſterſprache, die
deutlich als Reger=Schüler erkennen läßt. Eine
hun=
e Erholung nach den anſtrengenden Machwerken der
„neuen Sachlichkeit”. In einer ganz ausgezeich=
)rung errang die neue Volksoper einen durchſchla=
Ig, aller Vorausſicht nach wird „Schwanda” ein
Ferk der deutſchen Opernbühne!
Volksbühne ſah man ein fünfaktiges Schauſpiel „Die
reyfus” Angeblich von René Keſtner. (In
ſollen das Werk zwei bekannte Autoren verfaßt
der Kampf zwiſchen Wahrheit und Gerechtigkeit,
Welt der Wahrheit und der des Scheins heute noch
vollen wir dahingeſtellt laſſen. Es wirkt hier, in
amatiſierung, umſo hinreißender und ergreifender,
wie Emile Zola, Jaurés, Clémenceau, Anatole
Wort ergreifen, um um die nackte Wahrheit zu
egen eine Kaſte. Abgeſehen von der unverkennbar
riſchen Tendenz, die ja letzten Endes eine nur
unter=
olle ſpielt, hinterläßt die weniger literariſch an=
S weltanſchaulich wertvolle, glücklicherweiſe kitſchfrei
Szenenreihe einen tiefen Eindruck. Kein Kunſtwerk,
eaterwirkſame Angelegenheit. Die Regie hat das
tnterſtrichen und man ſah (ohne Prominenz) ſtarke
Während Reinhardt Knut Hamſuns Tragikomödie
T geholt” nach anderthalb Jahrzehnten zum neuen
er A erweckte, und Guſtav Hartung zu Weihnachten ſo=
Offenbach=Operette (Pariſer Blut) aufwartete, kam
eI heater an einem Sonntag mittag ein vielumſtrittener
E ungen Generation zum Worte: der Regiſſeur Jo
r ſervierte in einer flotten und ſauberen Aufmachung
en Henry René Lenormand. Sein „
Traum=
nicht unintereſſant: Lenormand verſucht ſozuſagen
alyſe zu analyſieren. Zu dieſem Verſuch (vielleicht
Senſationslüſternheit?) geſellt ſich aber leider eine
ntantk und verdirbt einem die ganze Freude am
Das Berliner Theater verſuchte nach den „Zwei Krawatten”
abermals mit einem revueartigen Schwank „Reſerviert für
Herrn Gaſton” ſein Kaſſenglück. Ein Operettenlibretto ohne
Muſik von dem Deutſchen Max Wolff. Mit tollen
Verwicklun=
gen, reich an drolligen Situationen. Und da es ſich um einen
Pelz dreht, kann der Erfolg nicht ausbleiben. Wo doch heute
die Berliner ihren eigenen Pelzſchlager haben, den böße
Men=
ſchen erfanden: „Wenn Du einmal inen Pelz verſchenkſt, ſchenk
ihn doch mir .. ."
Auch der Wiener Hans Adler hat die Lacher in der
Tri=
büne auf ſeiner Seite. Wiewohl ſein filmiſch=kriminelles
Luſt=
ſpiel „Drei Herren im Frack” nebſt langweiligen Dialogen
wir vereinzelte Witze, auch nicht überwältigend originell,
auf=
weiſt. Die Aufführung unter Profeſſor Robert war für „Baliner”
Begriffe allzu „weaneriſch”.
Wie das Luſtſpiel des Engländers Lonsdale „Zur
gefl. Amſicht” mit ſeinem abgeklapperten unproblematiſchen
„Problem” (die platoniſche Probeehe — au!) ausgerechnet in die
Kammerſpiele des Deutſchen Theaters kam, bleibt ein
Weih=
nachtsrätſel. Ebenſo überflüſſig bleibt die Aufführung des
„neueſten”, Leo Lenz=Luſtſpiels „Das Parfüm meiner
Frau” im Kleinen Theater, das ſehr ſtark an die ähnlichen
Er=
zeugniſſe der neunziger Jahre erinnerte. Und der kühne aber
reichlich unbegabte Reformator Rudolf Klutman hätte uns die
gänzlich danebengelungene Zeitgloſſe „Tombal fliegt nach dem
Mars” ebenſo erſparen können wie ein gewiſſer Herr Franz
Berger ſeine, Büromädels”. Zur Weihnachtszeit macht man
eben gern Geſchenke: wir würden den „rührigen‟ Direktionen
ſo manche Neuheit dankbar ſchenken.
Endergebnis: die erſte Hälfte des diesjährigen
Theaterwin=
ters war troſtlos! Hoffen wir alſo auf die bevorſtehende zweite
Hälfte. Und auf ein „Weihnachtswunder” nach dem Feſt..."
„hlä”-
Die ſtummen Leiden des Tonfilmplomams.
Berliner Filmpremieren.
Die Aktivität der Tonfilmproduktion iſt geradezu erſchreckend.
Die Qualität ebenfalls. Von einer Entwicklung kann keine Rede
ſein. Im Gegenteil. Geht’s ſo weiter, werden alle Zweifler
bekehrt. Zu — Feinden der tönenden Flimmerwand . . .
An dieſer beſtimmt unerwünſchten Bekehrung arbeiteten in letzter
Zeit nicht geringere als. Alexander Moiſſi, Al Jolſon, der
ſingende Narr, und Mady Chriſtians. Drei ſingende und
ſprechende Narren! Bitte.
„Die Königsloge” iſt vorbildliches — verfilmtes
Thea=
ter, dementſprechend alſo ein vorbildlich wertloſer Film. Darüber
Seite 3
Reichskanzler Müller
verkeidigk die Außenpolitik der Regierung gegen
deukſchnakionale Angriffe.
Daranf ergriff Reichskanzler Mller noch einmal das Wort: Der
Vorredner iſt im Unrecht, wenn er meint, die Reichsregierung habe gar
nicht geprüft, ob Dr. Schacht Recht oder Unrecht hatte. Die
Regie=
rung hatte vielmehr geſagt, daß ſie auf das Memorandum antworten
werde an der einzig zuſtändigen Stelle, im Reichstag. Anders
konn=
ten wir nicht handeln, denn draußen wurde das Memorandum
auf=
gefaßt als ein Angriff auf die Staatsführung, auf die Regierung, die
nach der Verfaſſung verpflichtet iſt, die Politik zu führen. Einen ſo
ſcharfen Ton, wie Abg. Dr. Quaatz behauptet, habe ich doch in meiner
geſtrigen lohalen Erklärung wirklich nicht gegen den
Reichsbankpräſi=
denten angeſchlagen. Der Reichskanzler verlieſt den vom Abg. Dr.
Quaatz erwähaten Brief der Regierung an Dr. Schacht bei
den Pariſer Verhandlungen und bemerkt dazu, daß die
Handlungs=
freiheit der Sachverſtändigen dadurch nicht beeinträchtigt worden ſei.
(Lachen und Ohrufe bei den Deutſchnationalen.)
Jawohl, denn Dr. Schacht ſtellt in ſeinem
Antwortſchrei=
ben mit Befriedigung feſt, daß die Handlungsfreiheit der
Sachverſtän=
digen durch den Kabinettsbeſchluß nicht beeinträchtigt ſei. (Hört!
Hört!) Zu einer grundlegenden Aenderung ihrer Außenpolitik hat die
Regierung keine Veranlaffung. Sie erwartet, daß die eingeleiteten
Verhandlungen auf der Haager Schlußkonferenz zu einem Ende
ge=
führt werden, das der Politik entſpricht, die Streſemann ſeit Jahren
geführt hat. Die ſcharfe deutſchnationale Kritik an dieſer Politik
be=
rührt eigenartig, weil die Deutſchnationalen in den Jahren 1925 und
1927 als Regierungspartei dieſe Politik mitgemacht haben.
Gegen 18 Uhr wird die Weiterberatung auf Samstag 11 Uhr
gertacck
Der Reichsfinanzminiſter forderk Kredikermächkigung
vom Reichstag.
Der Reichsfinanzminiſter hat dem Reichstag einen Geſetzentwurf
über Erteilung einer Kreditermächtigung zugeleitet. Abgeſehem von
den Ermächtigungen, die bereits der Haushalt für 1929 erteilt, ſoll der
Finanzminiſter ermächtigt werden, einen Betrag bis zu 465 Millionen
im Wege des Kredits zu beſchaffen. Mit dem Inkrafttreten des
Nach=
tragshaushalts, der mit dem Young=Plan zuſammen vorgelegt werden
ſoll, tritt dieſe Regelung wieder außer Kraft. Die Kreditermächtigung
ſoll zur Deckung der Fehlbeträge von 1928 und 1929 verwendet werden.
Der Betrag von 465 Millionen entſpricht der Erleichterung, die nach
Annahme des Young=Plans nachträglich für den Haushalt 1929 eintritt
und die nach den Vorſchlägen der Regierung ohnehin zur Deckung dieſer
Fehlbeträge dienen ſoll. Durch den Nachtragshaushalt ſoll dieſe Frage
endgültig geregelt werden. Im Falle der Annahme des Young=Plans,
ſo heißt es in der Begründung, werden die auf Grund der
Ermäch=
tigung gegebenen Kredite aus den dann haushaltsmäßig zur
Ver=
fügung ſtehenden Beträgen von rund 465 Millionen zurückgezahlt bzw.
verrechnet. Im Falle der Ablehnung des Young=Plans werde durch den
Nachtragshaushalt für die Fehlbeträge auf andere Weiſe Deckung
be=
ſchafft werden müſſen.
Die Freien Gewerkſchaffen zur Lage.
Der Allgemeine Deutſche Gewerkſchaftsbund und der Allgemeine
Freie Angeſtelltenbund veröffentlichen eine Erklärung, in der ſie gegen
den Reichsverband der Deutſchen Induſtrie ins Treffen führen, ſein
Auftreten erwecke den Eindruck, als wäre die deutſche Wirtſchaft unter
der jetzigen Steuer= und Sozialpolitik in eine Kataſtrophe hineingeführt
worden. Dagegen wird erklärt, der Aufſtieg der Wirtſchaft im letzten
Jahrfünft beweiſe, daß Sozialpolitik und Sozialverſicherung den
wirt=
ſchaftlichen Fortſchritt nicht gehemmt, ſondern geſtützt haben.
Die Gewerkſchaften, ſo heißt es in der Gewerkſchaftserklärung,
er=
kennen ſelbſtverſtändlich die Notwendigkeit ausreichender Kapitalbildung
an, bekämpfen aber jene Politik, die einſeitig die wirtſchaftliche und
po=
litiſche Macht des Unternehmertums ſtärkt und die Kapitalbildung in
den Sparkaſſen ſowie bei den öffentlichen Körperſchaften hemmt.
Ausgangspunkt der Finanzreform muß die ſchwierige Lage der
öffentlichen Finanzen ſein. In Zukunft darf der Haushalt nicht am
Rande des Defizits ſtehen. Er muß die Mittel ſicherſtellen, die der
Geſellſchaft durch den techniſchen Fortſchritt auf ſozialem und
kulturel=
lem Gebiete dauernd erwachſen. Die Erklärung ſchließt nach einem
Vor=
ſtoß gegen die „unberufenen Eingriffe des Reichsbankpräſidenten” mit
der Bemerkung, daß ſich die Gewerkſchaften verpflichtet ſehen, darauf
hinzuweiſen, daß eine unſoziale Umlagerung der wirtſchaftlichen Laſten
aus der Einkommensverteilung nicht vor ſich gehen kann, ohne eine Aera
neuer ſchwerer ſozialer Kämpfe heraufzubeſchwören.
hinaus techniſch mehr als mangelhaft. Moiſſi als Tonfilmheld:
einfach kataſtrophal. Nie wieder!
„Dich hab’ ich geliebt” zeigt ebenfalls, daß die
tech=
niſche Wiedergabe noch lange nicht vollkommen iſt. Darüber
hinaus: kitſchigſte Gefühlsduſelei in höchſter Vollendung. (Wobei
nette Epiſoden verloren gehen müſſen.) Wenn die Chriſtians
mit den Augen rollt, möchte man am liebſten davonlaufen, um
das tönende Rollen nicht mehr zu hören, und das rollende Tönen
nicht mehr zu ſehen. Oder umgekehrt . . .
und Der Jazzſänger” diente wohl dem einzigen
Zwecke, Al Jolſon unſympathiſch zu machen. Nach „Singing
Fool” eine Blamage von größtem Format. Schauſpieleriſch,
aufnahmetechniſch, in bezug auf Sprache und Geſang. Da gibt’s
nur eine Entſchuldigung: das Machwerk wurde noch vor dem
Sonny Boy=Edelkitſch gedreht. Folglich war ſeine Aufführung
nach dieſem erfolgreichen Ereignis unverzeihbar!
Ich wiederhole: Alexander Moiſſi, Al Jolſon und Mady
Chriſtians trugen dazu bei, die Zahl der Tonfilmfeinde zu
ver=
mehren ...
*
Zwei ſtumme Filme hingegen, deren Tonvarianten längft
fertiggeſtellt ſind, konnte ſich darauf ausreden, in der ſtummen
Faſſung nicht zur vollen Geltung zu kommen. „Broadway”,
ein Ausſtattungsſtück mit kriminellem Einſchlag, intereſſierte
lediglich durch techniſch vollkommene, neuartige Aufnahmen
(weitgehende Berückſichtigung des Dimenſionalen), „Vier
Teufel” der neuaufgenommene Zirkusfilm nach der Novelle
von Hermann Bang, ließ ganz kühl.
Man ſah ferner zwei richtiggehende „Stummen”, und — es
geſchehen noch Zeichen und Wunder — beide waren gut. Unbe
dingt ſehenswert Käthe von Nagy in „Unſchuld” (
Jugend=
tragödie nach Felix Salten) und der Franzoſenfilm „Die
Inſelder Verſchollenen” eine großangelegte
Seemanns=
geſchichte mit viel überflüſſigem Beiwerk, aber gut geſpielt und
fabelhaft photographiert.
Alles in allem: ſtummer Sieg über einheimiſche und
ausländiſche Tonentgleiſungen.
André v. Kän.
* Limperts Turner=Taſchen=Kalender für das Jahr 1930, bearbeitet
von Franz Breſthaupt, Geſchäftsführer der Deutſchen Turnerſchaft,
er=
ſchienen im Wilhelm=Limpert=Verlag, Dresden=Altſtadt 1. 128 Seiten
mit Kalendarium und Terminen für die wichtigſten turneriſchen
Ver=
anſtaltungen mit ausreichendem Raum für Notizen, ferner mit einem
Anhang, enthaltend turneriſche Anſchriften, die Meiſter der Deutſchen
Turnerſchaft, Regeln für die Hilfe bei Unglücksfällen uſw. In Leinen
gebunden Preis 50 Pf. Dieſer kleine Taſchen= und Notizkalender hat
ſich bisher als nützliches und zuverläſſiges Taſchenbuch während des
ganzen Jahres erwieſen. Der Kalender iſt m ſeiner praktiſchen ud
zweckmäßigen Anovdnung dem Turner unentbehrlich.
Seite 4
Samstag, den 14 Dezember 1929
Abzug der Engländer aus Wiesbaden.
Wieder unter franzöſiſchem Befehl.
Wiesbaden, 13. Dezember.
Die engliſchen Beſatzungstruppen haben am Donnerstag
Wiesbaden verlaſſen. Am Vormittag verabſchiedete ſich der
eng=
liſche Oberkommandierende mit einer deutſchen Anſprache von
den ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden. Er ſchloß ſeine
An=
ſprache mit dem Wunſche nach allgemeinem Frieden und
gegen=
ſeitigem Einvernehmen zwiſchen den beiden Völkern. In ſeinen
Dankesworten ſchloß ſich Regierungspräſident Ehrler dem
Wunſche des Generals für die künftigen Beziehungen zwiſchen
den beiden Völkern an. Um zwei Uhr erſchien die
Ehren=
kompagnie vor dem Hotel Hohenzollern. Nachdem der General
mit ſeinem Stabe zum letzten Male in Deutſchland die
Ehren=
kompagnie abgeſchritten hatte, wurde unter den Klängen der
engliſchen Nationalhymne die Fahne eingeholt. Damit hatte die
engliſche Beſetzung ihr Ende erreicht. Die Truppen zogen unter
Muſikklängen zum Bahnhof, von wo ſie nach drei Uhr
Deutſch=
land verließen.
Wie der Reichskommiſſar für die beſetzten Gebiete mitteilt,
iſt nach einer Anordnung der Inderalliierten
Rheinlandkom=
miſſion das bisher britiſch beſetzte Gebiet von Donnerstag 15.30
Uhr ab, ſeitdem der Oberkommandierende der britiſchen
Be=
ſatzungsarmee das Rheinland verlaſſen hat, wieder unter
fran=
zöſiſchen Beſehl geſtellt worden, ebenſo die reſtliche belgiſche
dritte Zone ſeit 30. November d. J., alſo von dem Tage an,
ſeitdem die zweite Zone amtlich für frei erklärt worden iſt.
Bingen, das am Donnerstag ebenfalls von den
letz=
ten britiſchen Truppen geräumt wurde, wird am
15. Dezember neuerdings mit franzöſiſchen Truppen für den
Reſt der Beſetzung belegt.
Genugkuung in England über die brikiſche Räumung.
Die Londoner Blätter veröffentlichen eingehende Berichte
aus Wiesbaden über das „Ende der britiſchen Wacht am Rhein”
„Daily Expreß” ſchreibt in einem Leitartikel, die Beſetzung hätte
ſchon längſt ein Ende finden müſſen, und wenn die britiſche
Politik nicht ſowohl ihre Freiheit als auch ihre Initiative
ver=
loren gehabt hätte, ſo wäre ſie auch ſchon lange beendet worden.
Großbritannien, ſei ebenſo dankbar wie Deutſchland, daß ein
ſinnloſer, aufreizender Zuſtand jetzt zu Ende gegangen iſt.
Der Leitartikel des „Daily Herald” iſt überſchrieben: „Rhein, lebe
ſwvohl!‟. Das Blatt ſchreibt: Die britiſchen Truppen rückten vor
elf Jahren in Köln als Sieger ein — ſie verließen Wiesbaden
geſtern als Freunde. „Daily Herald” beglückwünſcht Henderſon
zur Erreichung eines der Ziele, die er ſich vornahm, als er ſein
Amt antrat, und hält es für ein gutes Zeichen, daß dieſer Erfolg
am Tage erzielt wurde, wo die Ankunft eines britiſchen
Bot=
ſchafters in Moskau und eines Sowjetbotſchafters in London
auf einem anderen Gebiet den Fortſchritt der von Henderſon
verfolgten Politik der Vernunft, des Friedens und der
Freund=
ſchaft mit allen Nationen darlege.
Oberſchleſiſche Minderheikenbeſchwerden auf der
Ralskagung im Januar.
Die 58. Tagung des Völkerbundsrates, die am 13. Januar
beginnt und deren Tagesordnung heute vom Generalſekretariat
veröffentlicht wird, ſieht als wichtigſte Frage, die der Entſcheidung
des Rates unterliegt, den Beſchluß über die Einberufung einer
Regierungskonferenz zum Abſchluß des europäiſchen
Zollwaffen=
ſtillſtandes vor. Das Wirtſchaftskomitee des Völkerbundes, das
ein Vorprojekt für eine internationale Konvention in dieſer Frage
ausgearbeitet hat, ſchlägt die Einberufung der
Regierungskonfe=
renz für den 15. Februar vor. Bis zum 31. Dezember müſſen die
Regierungen bekannt geben, ob ſie an dieſer Konferenz teilnehmen
werden. Am Rat iſt es dann, nach Maßgabe der Zahl und der
wirtſchaftlichen Bedeutung der Teilnehmerſtaaten, die Konferenz
nach Genf einzuberufen. — Der Rat wird auch diesmal wieder die
ungariſche Optantenfrage, die ihn ſchon jahrelang beſchäftigt, und
eine Reihe neuer oberſchleſiſcher Minderheitenbeſchwerden
vorfin=
den. Neben den gewöhnlichen Verwaltungsfragen, darunter
dies=
mal die Berichterſtattung über die Mandate Süſtweſt=Afrika,
Pa=
läſtina und Samoa, die ein beſonderes Intereſſe beanſpruchen
wer=
den, hat der Rat verſchiedene Kommiſſionen zu ernennen,
dar=
unter 11 Juriſten für die Angleichung des Völkerbundes an den
Kellogg=Pakt. Wahrſcheinlich wird er auch eine zweite
Juriſten=
kommiſſion einſetzen für das Studium der Frage, in welcher Weiſe
aus dem Internationalen Gerichtshof im Haag eine
Beratungs=
inſtanz für die Schiedsgerichte zwiſchen den verſchiedenen Staaten
gebildet werden kann. Außerdem muß von ihm ein
Sachverſtän=
digenkomitee zur Durchführung einer Unterſuchung über den
Frauenhandel im Orient und in den Ländern des Fernen Oſtens
eingeſetzt werden.
Die Ratstagung wird von dem Vertreter Polens präſidiert
werden.
Bunorseulstbacen i der Schlverd.
Bundesrat Muſy ſchweizeriſcher Bundespräſidenk.
Die vereinigte Bundesverſammlung trat heute vormittag
um 8,30 Uhr unter dem Vorſitz des neuen ſozialdemokratiſchen
Nationalratspräſidenten Graber zuſammen, um die Nachfolger
des verſtorbenen Bundesrats Scheurer und des am
Jahres=
ende zurücktretenden Bundesrats Dr. Haab zu beſtimmen. Mit
einer abſoluten Mehrheit von 117 Stimmen wurde der Berner
Nationalrat und Präſident der Bauernpartei Minger mit 148
Stimmen gewählt. Der freiſinnig=demokratiſche Nationalrat
Schüpbach erhielt 57 Stimmen. Dann wurde zur Wahl des
Nachfolgers Dr. Haabs geſchritten. Im erſten Wahlgang
er=
hielten Stimmen: der demokratiſche Züricher Regierungsrat und
Ständerat Dr. Wettſtein 91, der freiſinnige Nationalrat Dr.
Meher 81 und der Sozialdemokrat Dr. Klöti 60.
Im zweiten Wahlgang für den für Zürich zu beſetzenden
Bundesratsſitz erhielten Ständerat Dr. Wettſtein 91,
National=
rat Dr. Meyer 81 und der Sozialdemokrat Dr. Klöti 60
Stim=
men. — Nationalrat Dr. Meher dankte für das ihm erwieſene
Vertrauen, erklärte aber, auf eine Wahl verzichten zu müſſen.
Er erſuchte ſeine Freunde, ihre Stimme dem offiziellen
Kandi=
daten der radikalen demokratiſchen Gruppe zu geben.
Der dritte Wahlgang ergab das folgende Bild: Dr. Meyer
107 Stimmen, Ständerat Dr. Wettſtein 66 und Dr. Klöti 63
Stimmen. — Dr. Meyer betonte nochmals, daß er eine Wahl
nicht annehme. — Im folgenden Wahlgang ſcheidet der
Sozial=
demokrat Dr. Klöti aus.
Im vierten Wahlgang wurden für Nationalrat Dr. Meyer
112 Stimmen abgegeben, während auf ſeinen Gegenkandidaten,
den Demokraten Dr. Wettſtein, 87 Stimmen entfielen. Der
ge=
wählte Dr. Meyer bedankte ſich für die ihm durch die Wahl
er=
wieſene Ehre, verlangte aber eine Bedenkzeit von 24 Stunden,
um ſich mit ſeinen Parteifreunden über die Annahme der Wahl
zu beſprechen. Der Rat nahm davon Kenntnis. Darauf wurde
Bundesrat Minger vereidigt.
Zum Bundespräſidenten für 1930 wurde
Bun=
desrat Muſy mit 143 Stimmen gewählt. Zum
Vizeprä=
ſidenten des Bundesrats für 1930 wurde Bundesrat Häberlin
mit 177 Stimmen berufen. An Stelle des verſtorbenen
Bundes=
richters Z’graggen wurde der Kandidat der ſozialiſtiſchen
Gruppe, Rechtsanwalt Camille Guggenheim, Suppleant des
Ber=
ner Obergerichts, mit 92 Stimmen gewählt.
Zur Sngerlneg !n
Das Blalt wender ſich. — Großer Erfolg der
Regierung.
Nach übereinſtimmenden Meldungen aus zuverlä
hat die Stellung der Nankingregierung infolge e
Erfolges der national=chineſiſchen Truppen bei g
weſentliche Befeſtigung erfahren. Den Regierungs
es gelungen ſein, die vereinigten Streitkräfte der g
und des Generals Schanfatkwai in einer faſt 24ſtündt
entſcheidend zu ſchlagen. Als Folge dieſer Niederlae
Schanfatkwai und die Truppen der Kwangſiarmee
müſſen. Die Verluſte auf beiden Seiten ſeien ſehr a
Insgeſamt ſeien bei dieſen Kämpfen 5000 Mann get
Die Nationalregierung will weitere 7000 Aufſtändi
genommen oder entwaffnet haben. An Kriegsmaterie
6000 Gewehre erbeutet worden.
Meldungen aus Hankau zufolge ſoll der aufſtän
ral Tang=Senſchi in der Nähe von Loyang gleichfe
Regierungstruppen eine Niederlage erlitten haben.
wird in Hankau die Lage der Nankingregierung g
günſtiger bezeichnet.
ab
Enkſpannung in Ching.
Die letzten Ereigniſſe deuten darauf hin, daß
AASr
Hiche
rfungd
dent
Auft
1W
re
Be.
de
ifgert
klaſſe
Regierung günſtiger iſt, als es noch vor zwei Tag
ſchein hatte. Der Beſchluß der Zentrale der Kuor
Führer des nationaliſtiſchen linken Flügels We
aus der Partei auszuſchließen, und die Veröffen
Telegrammwechſels zwiſchen Dſchiangkaiſchek und
neur der Provinz Schanſi Yenſiſchan, der ſeine Loy
über Nanking zum Ausdruck bringt, werden in Nan
weis dafür angeſehen, daß von dem angekündigten
bruch keine Rede ſein könne. Alle Nachrichten deuter
daß die Regierung nördlich von Kanton einen Si
tragen hat und den Feldzug gegen den in Honan r/
M
General Tangſengtſchi aktiv vorbereitet.
A.
Die rufſiſch=chineſiſohen Verhandluns
Nhüäht
Aus Suifenho wird gemeldet, daß der chineſiſch
mn al
zur chineſiſch=ruſſiſchen Konferenz über die Regelun
M
wegen der oſtchineſiſchen Eiſenbahn, Tſaiyunſcheng
Mu
nach Blagoweſchtſchenſk begeben habe; er werde, d.
ruſſiſchen Delegierten Simanowſki die notwendigen
=großen
gen zur baldigen Eröffnung der Konferenz treffen,
Wind
der langwvierige Streitfall beigelegt werden dürfte.
Abwer
nahe bevorſtehenden Beſprechungen zur Beilegung 2
Mibol
in der Frage der oſtchineſiſchen Eiſenbahn ſetzen
Flugzeuge ihre Bombenabwürfe auf chineſiſche Gr.
So ſollen ſie geſtern wieder Bomben über der Stadt
abgeworfen und beträchtlichen Schaden auch an
Eigentum angerichtet haben.
nd dar
Die jugoflawiſche Wirkſchaft gegen das völ
*
proiekk eines Zollwaffenutlſtande.
Die Vertreter ſämtlicher Wirtſchaftsorganiſationen
längerer Beratung über die vom Völkerbund vorge
ternationale Konvention für den Abſchluß eines Zu
ſtandes eine Entſchließung angenommen, in der feſt
daß dieſer Vorſchlag eine größe Ungerechtigkeit ge
kleinen Staaten und beſonders Jugoſlawien darſtelle,
Zollſchutz nicht ſo extrem vorgegangen ſei wie die an
ten. Um jedoch die internationalen Wirtſchaftsverhäl
zu können, werde auch dieſer Vorſchlag angenomn
vorausgeſetzt, daß ſich ſämtliche Staaten aller Vor
ſichtlich der Agrarzölle enthalten und daß die B
über das Dumping in der Konvention präziſer formu
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Aus der Landeshaupkſtadk.
Samstag, den 14. Dezember 1929
Seite 3
eDerit.
Darmſtadt, 14. Oezember.
Een Naseslst,
Eande elas
ere Aufwerlung der alken Spareinlagen.
Dieſichen Trugde.!” a— tädtiſche Sparkaſſe in Darmſtadt hatte bereits an Weih=
Ein zi
c
1926 als eine der erſten deutſchen Sparkaſſen beſchloſſen, den
iimss gsſatz für die alten Spareinlagen vorläufig auf 20
Pro=
uds chien Steitüt. 4—1. Goldmarkbetrags feſtzuſetzen. Eine, nach endgültiger Feſt=
Sidesrhdi in einer 5i1 Tumm r Aufwertungsmaſſe, etwa mögliche höhere Aufwer=
2 Falge dieſe „nas be damals ausdrücklich vorbehalten. Nachdem nunmehr
lpben der a. Am tungsmaſſe (Hypotheken, Darlehen, Wertpapiere uſw.)
end=
e beiden Seiten: ſtig, eſtellt iſt, iſt die Städtiſche Sparkaſſe in Darmſtadt in der
SEen Könpdien Fudn
alten Spareinlegern auch in dieſem Jahre eine beſondere
weitere 700 Mühn= reude zu bereiten, durch die Mitteilung, daß der ſeitherige
lim ungsſatz von 20 Proz. auf 28 Proz. erhöht werden
ein Wachicth
den alten Sparern durch die 8prozentige höhere Aufwertung
nite 1 mende Summe berechnet ſich auf rund 2,5 Millionen
folge ſoll zu ſr— elbſtverſtändlich erhalten auch diejenigen Sparer, die den
W=
on Lohy genrh Aufwertungsbetrag in der Zwiſchenzeit ſchon abgehoben
en, rhöhte Aufwertung nebſt 3 Prozent Zinſen vom 1. Januar
eriten F as sträglich vergütet.
ingkeuie Zu- werden die umfangreichen Umrechnungsarbeiten durchge
Beendigung dieſer Arbeit werden die Sparer demnäch
6 Sliche Bekanntmachung zur Vorlage der alten Bücher zwecks
hi ſchrel g der höheren Aufwertung bzw. zur Empfangnahme der
hzalkl aufgerufen.
Uf hu ſDies arkaſſe iſt ſelbſtverſtändlich — wie ſeither — gerne bereit,
M i
big-
ünſchen der alten Sparer auf vorzeitige Auszahlung der
n Aufwertung Rechnung zu tragen. In dringenden Fällen
ule in
amu ie Auszahlung der 8prozentigen Erhöhung ab 20. Ifd. Mts.
fün
ſgem it Rückſicht auf die große Zahl der für die Höheraufwertung
frass mmenden Sparkonten (rund 60 000 Stück) werden die
Ein=
di
gegr, die demnächſtigen weiteren Mitteilungen in der
Tages=
der it
larten.
Die= rrkaſſe hat ſeither alle Geſuche auf vorzeitige Auszahlung
derden
ungsbeträgen, insbeſondere von alten und bedürftigen
Ein=
aungeäin
kſichtigen können und bis Ende November 1929 rund 2
Mil=
in über 32 000 Auszahlungspoſten bereits ausbezahlt.
tun eich
inMt
eihnachtsausſtellung „Künſtlerhille‟
(Kunſthalle, Rheinkor).
Huf
aß dn 4 ſe, jährige Weihnachtausſtellung in der Kunſthalle am
Rhein=
jie
allen Künſtlern der Provinz Starkenburg, gleich, welcher
der di hmesl angehören, beſchickt wurde, hat im Vergleich zu früheren
Süuu. nac
isſtellungen ein beſonders glückliches künſtleriſches Niveau.
be; g yu ße Aw tung, in den unteren Räumen Graphik und Aquarelle, in
Mre
Räumen Malerei, Plaſtik und Kunſtgewerbe, dient eben=
Narß F zus oßen Vorteil des Geſamtbildes, iſt wohltuend in der Be=
Re u hune 1 d gibt einen geſchloſſenen Geſamtüberblick. Man entdeckt
ſt werdn /= die ohiſchen Blätter der fleißigen „Offenbacher”, daneben die
in zur Belue möige wechſelung der „Darmſtädter Gruppe”, die zarten oft ſehr
Eiſenhahn zu weranet vollen Blätter des „Drei=Städtebundes” und eine Reihe
an=
ſe auf chinfüt er 9l- ertiger Blätter, als Ganzes äußerſt abwechſelungsreich in
ſtiv m künſtleriſchem Ausdruck. In den obeven Räumen iſt die
mben über M” exei
das Kunſtgewerbe (Elfenbeinſchnitzereien der Erbacher,
en Schuden u ftikener Antes, Habicht, Rich. Werner, gemalte Tücher, Bänder,
ſen uu Zücher von Rehbein) untergebracht, in ebenfalls geſchickter
ſirtſchaftst
ordnur! Brüderlich hängen moderne und alte Schule
nebeneinan=
aagof Mu
und. n ſo für das betrachtende Publikum höchſt lehrreiche Ver=
AeAeAAſchsmcu te. Inmitten dieſer farbigen und heiteren Atmoſphäre
efiegfiüſtbendelt
Publikum von Wand zu Wand, von Vitrine zu Vitrine.
Aiküſtür Enn: 8 zum Ankauf des ausgeſuchten Kunſtwerkes wird, am
„it ſetiſal chmals überprüft, große Debatten finden ſtatt, ob es die
Wi ſter vu Scheld, das franzöſiſche Straßenbild von Hofferbert,
Blu=
e vom Välterhuf ien voru eitwieſer, Toller, Bornemann oder Ulmann und ſo viel
den Abſchluf zü eres F ſoll, und die ausgezeichneten Arbeiten der Offenbacher
ver=
na angenommen u ßem die Debatte. — Inzwiſchen bringen die Künſtlerinnen und
ne größe Unguchtu hitle Iin Kaffee und Kreppel, zarte junge Damen entwickel,
einen
neaflel n Verkauf von Loſen der Lotterie der „Künſtlerhilfe”, ein
onders Jugoſuhien kemdlichh Zlick garantiert den Gewinn. So bietet der Beſuch dieſer
m vorgegangen iu Msſtelluu der durchaus empfohlen werden kann, auch genußreiche
mationalen Anſdhriz mnden
dieſer Vorſchlag U.
fämtliche Stauten / ErI4t wurden: Am 26. November die Kreisärzte Medizinalräte
Thec: Höfling in Erbach i. O. zum Kreisarzt des
Kreisge=
enthalten 10 M dheits,8 3 Friedberg, und Dr. Hermann Orth in Schotten zum
er Konventiun Uih)”, üsarzt / Kreisgefundheitsamtes Heppenheim, unter Belaſſung ihrer
ſtöbeze ng „Medizinalrat”, beide mit Wirkung vom 1. Januar
GutzMüll 2 Arl em Staatsdienſt entlaffen wurde: Am 11. Dezember der
ſtentlich=” rofeſſor für innere Veterinärmedizin an der Landesuni=
FAluhücſtät irzi eßen, Dr. med. vet. Johannes Nörr, mit Wirkung vom
Janua u /0 an.
kaufen Sie A 6 — B8 ing an die Unwerſität Gießen. Einer Meldung des
vom Fachnant.
rate von
yſterdar3 „Telegraaf” zufolge hat die heſſiſche Regierung den Divek=
K
für Kleinhaustiere, Univerſitätsprofeſſor Dr. H. Jakob,
ofel f
ür innere Tierkrankheiten, Tierheilkunde und Pharma=
Riu Bnoz
der Univerſität Gießen angeboten. Vorausſichtlich wird
MNchdd ue teiſt
ob, dem bereits im Jahre 1924 eine Profeſſur an der
Uni=
aſtät g
angeboten wurde, die er damals aber ablehnen mußde,
Faſt neuer
Kinder=Klanzſu Pangl ſ) Berufung nach Deutſchland annehmen.
(N
Gdbemuſeum. In den letzten Monaten hat die Bibliothek
für 10
äh. Geſchäßsl 2I8 beſiſt! Gewerbemuſeums die nachverzeichneten Werke aus dem
Kaxyſſill aehiet de- wverbeweſens erworben: Kleinlogel, Einflüſſe auf Beton,
Koch, Das neuzeitliche Beiz= und Polierverfahren.
für 9.0
bitz, RR echnik. 6. Die elektriſchen Wellen, 1929. Nieſe und Krökel,
gutba 9 Schweiß= und Schneideverfahren, 1929 Sauerwald,
Lehr=
kallkunde des Eiſens und der Nichteifenmetalle, 1929.
Sirge und Einrichtung der ſelbſttätigen Drehbänke, 19.
Such der Eiſen= und Stahlgießerei, 2. Aufl., 3 Bände,
Puppel
na, Die Praxis des Kürſchners, 1928. Schirmer, Technik
Ba re
kürſco) ei, 1929. Homuth, Die neuzeitliche Zuſchneidekunſt des
ſchners: Deutſches Reichs=Adreßbuch für Induſtrie, Handel,
Ge=
b 4üd.
grober Kau fut Gie r andwirtſchaft, Ausgabe 1930. Klimpert, Lexikon der
ünzen,
ze, Gewichte, Zählarten und Zeitgrößen aller Länder,
Wace
einfaßliche Darſtellung des Eiſenhüttenweſens, 13. Aufl.,
e3, Die Praxis des Reſtaurators, 1929. Warlimont, Das
Rtlid
trocknen, 1929. Monroy, Das Holz, Darſtellung ſeiner
2 rer
8 Kraftfahrzeug,
Wdig 1 s Giſenbaues. — Aufl, 1999. Frölich=Spöt
undes 29. Sombart, Gewerbeweſen, 2. Aufl., 2 Bände, 1929.
2r hnungsbau in Deutſchland nach dem Weltkriege 19B8.
der olgreiche Kaufmann, 1929. Ehmke, Ziele des
Schrift=
ichtS Aufl., 1929. Anweiſung für Mörtel und Beton, 2. Aufl.,
Das neue Möbel, 1929. Lörcher, Das Grabkreuz aus
n. 12 ichröder, Herſtellung von Büchern und Zeitſchriften, 1930.
Du iloßmuſeum iſt die vor einiger Zeit angekündigte
Zinn=
ensr ung „Parade des ehemaligen Feldartillerie=Regiments
* vos nem Inhaber” nunmehr fertiggeſtellt und bei den
täg=
heM Ben Fühl en zu ſehen. Die Direktion des Muſeums hat ſich bereit
ary fis emalige Angehörige der beiden Darmſtädter Artillerie=
Aiwenterl, den Führungen am Sonntag, den 15. Dezember, vor=
*2 d2 iintrittspreis auf 30 Pf. pro Perſon zu ermäßigen. In
We
Imms! Woche ſind an jedem Vormittag um 11 und 11.30 Uhr
ühen Die Madonna von H. Holbein d. J. kann täglich von
945 bis
Uhr vormittags geſondert von den Führungen
beſich=
iet efiät werde=
Fſ1 Technik. „Rund um die Welt mit Graf
Zep=
elin”
neueſten Funkmeldungen ſind die großen Vorbereitun=
ſe 2 4 eutige Weltrundfahrt abgeſchloſſen. Die Flug=
* br” um letzten Male darauf hin, daß die
Paſſagier=
heine
Hrund der erfolgten Anmeldungen möglichſt noch vor
2 Mdt
Saalbau im Laufe des heutigen Tages
N der K
e der Heag, Darmſtadt, Luiſenſtraße 16,
Schal=
eF Ɨlöſen ſind, damit abends jeder Andrang vermieden
Die Irt verſpricht einen ſehr lohnenden Verlauf zu nehmen.
Sgeg” men Funkſprüche laſſen darauf ſchließen, daß die Emp=
W
* i S n und Amerika einen glänzenden Verlauf nehmen wer=
Luchb ebtl. vorkommenden Notlandungen in anderen Erdteilen
W
D gender Weiſe Vorſonge getroffen: vorzüglich ausgebil=
SS Hites rſchaften werden auf den Hauptplätzen aufgeſtellt. Man
SDort U II mit großer Spannung unter Teilnahne der geſamten
iwierurt e Ankunft des Luftſchiffes, das in einer bis jetzt nie da=
Aar Jesben eee
Spfährt.
Das neue Poſitamt I Darmſtadt.
Beſichkigung der umgebanken Schalter=Anlagen. — Inkereſſanke Zahlen aus dem Poſtbekrieb.
120 000 kägliche Poftauflieferungen in Darmſtadk. — Modernſte Schalter=Anlagen
und modernſtes Telegraphen= bzw. Telephon=Amk.
Der Präſident der Oberpoſtdirektion, Leiſter, hatte geſtern
nachmittag zu einem Vortrag über die Verkehrsentwicklung des
Ober=
poſtdirektionsbezirks und zur Beſichtigung der Neuanlagen der
Poſt=
ämter I und II und des Fernſprechamtes Darmſtadt eingeladen. Der
Ein=
ladung hatten Folge geleiſtet außer den Herren Staatspräſident
Ade=
lung, Finanzminiſter Kirnberger, Miniſter des Innern
Veuſchner und Landtagspräſident Delp die Herren
Provinzial=
direktor Gebhardt, Oberbürgermeiſter Mueller,
Reichsbank=
direktor Müller, Polizeidirektor Dr. Uſinger, Vertreter bzw.
Vorſtände der Handelskammer, der Handwerkskammer, des
Verkehrs=
verbandes, der Induſtriellenvereinigung, des Arbeitgeberverbandes,
der Landwirtſchaftskammer, des Einzelhandels und vieler ſonſtiger
ſtaatlicher und ſtädtiſcher Behörden. Die Herren verſammelten ſich
zunächſt im Prüfungsſaal der Oberpoſtdirektion, wo Präſident Leiſter
nach kurzer herzlicher Begrüßung einen Vortrag hielt über
die Berkehrsenkwicklung des
Oberpoſtdirekkions=
bezirks Darmſtadt.
Der Herr Präſident führte einleitend aus: Während die
Poſtverwal=
tung ſich früher ängſtlich von der Oeffentlichkeit abſchloß, iſt in den
letzten Jahren in dieſer Richtung ein erheblicher Wandel eingetreten.
Seit die Deutſche Reichspoſt zu einem ſelbſtändigen Unternehmen auf
kaufmänniſcher Grundlage wurde, wurde auch die Notwendigkeit
er=
kannt, der breiteſten Oeffentlichkeit, ſoweit das angängig iſt, Aufklärung
darüber zu geben, was in dem weitverzweigten Betriebe geleiſtet wird
und was für die Zukunft, für den weiteren Ausbau des zweitgrößten
Unternehmens des Deutſchen Reiches geplant worden iſt. Der
Vor=
tragende ging dann eingehender, unter Zugrundelegung von Zahlen
und Daten, auf die Verkehrsentwicklung ein. Wir geben in dieſer
Richtung aus ſeinem Vortrag das Nachſtehende wieder:
Der Verkehrsumfang des OPD.=Bezirks beträgt:
107 Poſtämter, 3 Telegraphenämter, 3 Telegraphenbauämter, 264
Poſt=
agenturen, 11 Poſtſtellen, 536 Poſt= und Tel.=Hilfsſtellen, 10
Tele=
graphen=Hilfsſtellen und 20 Zweigpoſtanſtalten. —
An Verkehrs= und Betriebsverbeſſerungen in
Darmſtadt wurden 2 Stadtpoſtagenturen in der Roßdörferſtraße
und in der Mollerſtraße eingerichtet. Es beſtehen mithin: 2 Poſtämter
in der Rheinſtraße und dem Hauptbahnhof, 2 Zweig=Poſtämter in der
Hermann= und Stiftſtraße, 2 Poſtagenturen. Durchgeführt iſt die
Zen=
traliſierung der Briefabfertigung im Poſtamt am Bahnhof und durch
den Umbau der Schalteranlagen beim Poſtamt 1 die Schaffung einer
Vorhalle und eines Zugangs zu den Schließfächern auch während des
Schalterſchluſſes. Der Wegfall der einſtündigen Mittagspauſe,
ununter=
brochene Schalteröffnung (Sommer und Winter) von 8—18 Uhr
ent=
ſpricht modernen Forderungen. Ebenſo die Schaffung eines beſonderen
Raumes für Auflieferung von Telegrammen zur Nachtzeit. Die
In=
ſtandfetzung des Gebäudes der Oberpoſtdirektion innen und außen
er=
folgt im nächſten Jahr.
Neuerrichtet wurden das Telegraphenamt Gießen 1924/26,
das Bahnhofspoſtgebäude Offenbach 1925/27, der Um= und
Erwei=
terungsbau Poſtamt Offenbach 1926/28, der Neubau des
Tele=
graphenamtes Mainz am Münſterplatz wurde begonnen 1927,
vor=
ausſichtliche Inbetriebnahme Herbſt 1930. Neue Poſtgebäude wurden
errichtet in Alsfeld, Dieburg, Beerfelden, Langen, Lich. Ein ſolches
in Pilbel iſt im Bau. In Michelſtadt iſt ein neues Verſtärkeramt für
das neue Kabel Frankfurt (Main)—Stuttgart im Bau. In Oppenheim
iſt der Umbau zur Aufnahme des neuen Selbſtanſchlußamtes
Oppen=
heim=Nierſtein fertiggeſtellt. Umbauten ſind im Gang in Bingen und
Worms (Selbſtanſchlußbetrieb). In Worms wird gleichzeitig ein
Ver=
ſtärkeramt für das neue Kabel Frankfurt (Main)—Saarbrücken erbaut.
Die allgemeine Verkehrsentwicklung zeigt eine
dauernde Zunahme der gewöhnlichen Briefſendungen und ſeit
Ein=
führung des Päckchenverkehrs eine dauernde Zunahme desfelben.
Be=
ſonders beliebt iſt das 2=Kilo=Päckchen. Die Verlängerung der
Schalter=
dienſtſtunden war an zahlreichen Orten nötig. Ebenſo die Ausdehnung
des Fernſprechdienſtes auf dem flachen Lande von 8—20 Uhr. Dazu
kommt erhebliche Erweiterung des Kraftpoſtnetzes. Schließfachanlagen
wurden geſchaffen bei 44 Poſtämtern. 79 Wertzeichengeber ſind im
Bezirk aufgeſtellt, 67 Freiſtempler eingeführt. Eine Verbeſſerung des
Poſtweſens auf dem flachen Land erfolgt durch die
Ein=
führung der Landverkraftung. Eine Verſuchslinie in
Offen=
bach (Main) wurde am 1. Juni 1928 zur Verſorgung des Rodgaus
eingerichtet. Seit 1. Auguſt 1929 7 weitere Linien von Friedberg,
Büdingen und Beerfelden aus. Berührt werden von dieſen Linien
insgeſamt 32 Poſtagenturen und 75 Poſtſtellen. Für nächſtes Jahr
unter der Vorausſetzung, daß Mittel verfügbar ſind, weitere 9 Linien.
Dann noch etwa 5—6 Linien bis zur Landverkraftung des geſamten
Bezirks. Im Telegrammverkehr iſt allgemeiner, erheblicher
Nückgang zu verzeichnen. Die Einziehung zahlreicher
Telegraphen=
leitungen war die Folge. Schaffung von Hauptzentralen in Frankfurt
(Main), Berlin, Hamburg, Düſſeldorf. Benutzung der Fernſprechkabel
zum Telegraphenbetrieb, ferner Einheitstelegraphenapparat „Spring=
(Schreibmaſchinen ähnlich, einfache Bedienungsweiſe,
Liefe=
ſchreiber
rung der Telegramme ſogleich in Druckſchrift) brachten notwendige
Erſparungen.
Hingegen ſtieg dauernd der Fernſprechbetrieb. Die Zahl
der Teilnehmer im Bezirk beträgt 34 500. 133
Fernſprechvermittlungs=
ſtellen. Täglich werden rund 80 000 Orts= und 21 000 Ferngeſpräche
vermittelt. 2 Prozent der Vermittlungsſtellen im Bezirk ſind
auto=
matiſiert: Offenbach (Main), Gießen, Friedberg (Heſſen), Bad
Nau=
heim, Michelſtadt=Erbach, Langen, Nierſtein, Oppenheim, Alsfeld, Lich,
Dieburg. Im Umbau ſind Mainz, Bingen, Worms, Fürth, Vilbel,
Seligenſtadt. Im Werden iſt die Einrichtung eines
Schnellverkehrs=
netzes für die Städte Darmſtadt, Mainz, Bingen, Rüdesheim,
Wies=
baden, Friedberg, Bad Nauheim, Groß=Gerau, Bensheim, Höchſt (Main),
Frankfurt (Main), Hanau, Worms, Mannheim, Heidelberg. Das
Ver=
legen von Schnellverkehrskabeln erfolgt: In dieſem Jahr Frankfurt
(Main)—Darmſtadt-Mannheim. Vorausſichtlich Sommer 1930. Es
folgt Schnellverkehrsamt in Darmſtadt für den Verkehr mit
Mann=
heim, Frankfurt (Main), Wiesbaden Mainz. Weiter Schnellverkehr
Mainz—Bingen, Frankfurt (Main)—Friedberg—Bad Nauheim,
Mann=
heim—Worms iſt in Ausſicht genommen.
Redner betonte dann die große Bedeutung des Bezirks für den
durchgehenden internationalen
Fernſprechver=
kehr. Durch den Bezirk laufen die Kabel Frankfurt-Karlsruhe—
Stuttgart, Frankfurt (Main)-Köln, Frankfurt (Main)Dortmund,
Frankfurt (Main)—Hannover, Neuanlagen Frankfurt (Main)—
Saar=
brücken über Worms für Verkehr mit Frankreich, Frankfurt (Main)—
Stuttgart über Michelſtadt. Für Verkehr Norddeutſchland mit Schweiz
über Italien.
Die finanzielle Lage der Deutſchen Reichspoſt
iſt nicht gut. Nach dem Geſchäftsbericht für das Rechnungsjahr 1928
iſt zu verzeichnen: Gewinn 235,9 Millionen RM., beſtehend aus 120
Millionen RM. Barzuſchuß an das Reich, 115,9 Millionen RM.
Ver=
mögenszuwachs der Deutſchen Reichspoſt. Demgegenüber iſt die
jähr=
liche Vermehrung der Betriebsanlagen von 281,9 Millionen in 1925
auf 139,4 Millionen in 1928 zurückgegangen. 1929 ſtanden nur noch
85 Millionen für Vermehrung der Anlagen zur Verfügung, und dabei
iſt eine Ablieferung an das Reich von 151,5 Millionen vorgeſehen.
Von den für 1926 vorgeſehenen Anleihen von 170 Millionen konnten
bisher nur 150 Millionen mit einem Ertrag von 146 Millionen
auf=
genommen werden.
Die finanzielle Lage der Reichspoſt iſt alſo geſpannt.
Deſſen=
ungeachtet erwachſen ihr, neben Sparmaßnahmen, Verpflichtungen zum
Ausbau in weitgehendem Umfang, will ſie den geſteigerten
Verkehrs=
anſprüchen Rechnung tragen. Ein Teil dieſer Notwendigkeiten iſt auch
der Umbau des Poſtamtes I in Darmſtadt.
Im Anſchluß an den Vortrag, für den die Hörer mit herzlichem
Beifall dankten, folgte
die Beſichtigung des Fernſprechamtes.
Wir werden zu einer gegebeneren Zeit gerade über dieſen
intereſſan=
teſten und wichtigſten Teil des Poſtbetriebes eingehender ſchreiben. Für
heute ſei nur konſtatiert, daß ein modernes Fernſprechamt faſt ein
techniſches Wunder iſt, und ein Wunder auch menſchlicher
Erziehungs=
arbeit und Leiſtungsfähigkeit. Sowohl das Lokal, wie das
Fernſprech=
netz, d. h. die Vermittlungen, ſind in einem Saal vereinigt. Etwa
200 Damen ſitzen hier. 20 Damen ſprechen anhaltend, und
trotzdem herrſcht in dieſem Raum eine faſt unheimliche Stille. Das
iſt eine geradezu grandioſe Erziehungsarbeit. Die Damen der Ver=
mittlung erhalten einen beſonderen Unterricht im Sprechen. Dieſe
glänzend ausgebildete Sprechtechnik ermöglicht es den Damen, ſich
mit den Teilnehmern des Telephonnetzes zu unterhalten, ohne daß
in dieſem Saal auch nur ein lautes Wort fällt! Ein
Sum=
men geflüſterter Geſpräche, die dem Fernſprechteilnehmer aber
durch=
aus laut und vernehmlich zu Gehör gebracht werden. Dazu kommt
aber eine geradezu ſtaunenswerte Nerven= und körperliche Arbeit. Jede
dieſer Damen hat 270 Verbindungen in der Stunde herzuſtellen und
zu trennen. Sie hat mit beiden Armen weit zu reichen, ohne ihren
Platz verlaſſen zu können, darum iſt eine beſtimmte Größe
vorge=
ſchrieben. Sie hat neben dieſer körperlichen ein erhebliches Quantum
geiſtiger Arbeit zu leiſten, d. h. geſpannteſt aufzumerken, wo ein Anruf
erfolgt (ausſchließlich durch Lichtzeichen), daß ein Geſpräch zu Ende iſt,
wo Reklamationen erfolgen und dergleichen mehr. Wer auch nur eine
ganz kurze Zeit den Damen in dieſem Fernſprechamt zuſieht, dem wird
es gehen wie dem Herrn Staatspräſidenten, dem wir wohl alle im
Stillen zugeſtimmt haben, der in ſeiner Dankrede für das Geſehene u.
a. ſagte, er werde nie mehr ungeduldig werden oder gar ſchelten, wenn
eine falſche Verbindung oder gar ähnliches ihn ärgere.
Wahrlich, der Laie macht ſich keinen Begriff von der
Kompliziert=
heit dieſes Betriebes. 6300 Anſchlußnummern werden in
dieſem Saal hergeſtellt.
Ein techniſches Wunder iſt auch die Herſtellung und Beförderung
der Telephongebührenzettel für Ferngeſpräche, die von einer Zentrale
aus auf laufendem Band zu der betreffenden vermittelnden Beamtin
gehen, wo das laufende Band die Zettel ſelbſttätig auswirft.
An die Beſichtigung des Vermittlungsſaales ſchloß ſich die des
großen Raumes, in dem die vielen tauſend Drähte zuſammenlaufen,
in einer ſo wundervollen Anordnung, daß jederzeit, in kürzeſter Friſt,
eine evtl. Störung feſtzuſtellen iſt. Dieſe Gehirn= und Herzzelle des
ganzen Fernſprechamtes, das Reſultat langjähriger techniſcher
Fort=
ſchritte und Errungenſchaften, läßt ſich überhaupt kaum für den Laien
beſchreiben.
Der neue Schalterraum,
der im Anſchluß daran beſichtigt wurde, wird am Montag dem
öffent=
lichen Verkehr übergeben werden. Es war eine ausgezeichnete Leiſtung
in baulicher und verwaltungstechniſcher Hinſicht, den Umbau unſeres
völlig veralteten Schalterraumes in dem alten Gebäude ohne Störung
des Betriebes vorzunehmen und an ſeine Stelle einen ganz modernen
Schalterraum zu ſetzen, wie ihn ganz wenige Städte noch beſitzen, und
wie er das Reſultat langjähriger Erfahrungen und modernſter
For=
derungen zum Thema Verkehr zwiſchen Publikum und Beamten
dar=
ſtellt. Der Schalterraum iſt überhaupt nicht wiederzuerkennen. Wir
haben bereits eingehender vor wenigen Wochen über den damals ſeiner
Vollendung entgegengehenden Umbau geſchrieben. Heute iſt das Werk
vollendet. Ein einziger großer, lichtdurchfluteter und luftiger, aber
völlig zugfreier Raum iſt geſchaffen worden, in dem keine
undurch=
ſichtige Wand iſt. Wo aus Gründen der Ordnung und des techniſchen
Verkehrs Abtrennungen notwendig waren, ſind Glaswände geſchaffen,
und aus einem Glasverſchlag iſt auch der leitende Beamte in der Lage,
den Betrieb völlig zu überſehen. Das Publikum kann mit den
Beam=
ten frei und ungebunden verkehren. Jegliche Verſtändigung iſt
er=
leichtert und bequemer geſtaltet, ſowohl für die Beamten wie für das
Puhlikum. Daß auch in hygieniſcher Hinſicht dieſe neuen
Schalter=
räume allen Anforderungen entſprechen, iſt ebenſo ſelbſtverſtändlich
wie die Tatſache, daß die zuſtändigen Abteilungen — Schalter zu ſagen
wäre falſch — leicht zu finden ſind. Neben großen Nummern ſind
ein=
gehende Bezeichnungen angebracht, die das Auffinden der zuſtändigen
Abfertigungsſtelle erleichtern. Unnötig, zu behaupten, daß reichlich
Schreibgelegenheit vorhanden iſt, und daß auch ſonſt in jeder Beziehung
der Bequemlichkeit des Publikums Rechnung getragen wurde. Herr
Poſtbaurat Humbert (Frankfurt) hat wirklich Vorbildliches geleiſtet.
Von dem eigentlichen Schalterraum zu trennen iſt der Raum für die
Auflieferung von Telegrammen und Eilbriefen, für die Schließfächer
uſw., d. h., während der Betriebsſtunden iſt alles in einem Raum
vereinigt. Werden die Schalter geſchloſſen — der Mittagsſchluß fällt
künftig weg —, kann durch ein lichtes Eiſengitter der Schalterraum
abgeſchloſſen werden, während Schließfach und Telegrammannahme auch
nachts geöffnet bleiben.
Auch die Fernſprechzellen ſind nicht nur vermehrt, ſondern
be=
quemer ausgeſtaltet worden, und ſchon am Haupteingang iſt eine
An=
zahl von Fernſprechzellen für Automaten (Münzverkehr) angebracht. —
Im Poſtamt II
am Hauptbahnhof iſt nach umfangreichem Umbau, in erſter Linie
Aufſtockung des Gebäudes, die ganze Briefabfertigung untergebracht
worden. Im Poſtamt I in der Rheinſtraße iſt alſo überhaupt keine
Briefabfertigung mehr, was erheblich zur Vereinfachung
des Betriebes beiträgt. Nur die Entkartung iſt hier geblieben. Auch
hier iſt dieſe wichtige Betriebsſtelle in einem großen Saal vereinigt.
Täglich werden hier zwiſchen 90—120 000 ankommende Briefe ſortiert,
geſtempelt, in die zuſtändigen Poſtſäcke verpackt, und gehen von hier
aus direkt zu den jeweiligen Zügen an die Bahn. Stempelmaſchinen,
die in der Minute 300 Sendungen ſtempeln können, bei Poſtkarten gar
400, ſind in Tätigkeit, daneben eine Reihe von Handſtempelſtellen.
lußer dem für Darmſtadt gewiß umfangreichen Betrieb iſt bei der
Firma Merck z. B. eine beſondere Abfertigungsſtelle für Druckſachen
eingerichtet worden. Außer dieſen werden im Monat etwa 3—400000
Druckſachen von Darmſtadt verſandt.
Im Poſtamt II. iſt auch im vorigen Jahr eine große Halle erſtellt
worden zur Unterbringung der Poſtkraftwagen, die ſtändig vermehrt
werden müſſen.
*
Nach der Beſichtigung fanden ſich die Teilnehmer im Hotel „Zur
Poſt” (Guſtav Schiel) zu einem kurzen geſelligen Zuſammenſein ein,
währenddem ein Imbiß gereicht wurde. Präſident Leiſter nahm
hierbei Gelegenheit, nochmals herzlichſt für das rege Intereſſe zu
dan=
ken, das die Exkurſionsteilnehmer dem beſichtigten Teil des Betriebes
entgegengebracht haben. Statspräſident Adelung dankte im Namen
der Gäſte für die freundliche Einladung und für den durch die
Beſich=
tigung erteilten ſehr inſtruktiven Anſchauungsunterricht, der ſicher für
jeden Teilnehmer intereſſant und nützlich war. Im allgemeinen werde
leider wenig von der Poſt geſprochen, wenn, dann werde meiſtens
ge=
ſcholten über irgendetwas, das nicht funktioniert. Es ſollten recht viele
Laien ſich einmal dieſen komplizierten Betrieb anſehen. Viele würden
anders denken und das Schelten laſſen. Man konnte ſich überzeugen,
daß der Betrieb an jeden einzelnen Beamten und jede Beamtin die
größten Anforderungen ſtellt. Man hatte den Eindruck von einer
enormen Arbeitsleiſtung, die bewältigt werden muß und die in ihrer
Eigenart Anforderungen ſtellt, von denen der Laie ſich keinen Begriff
macht. Er habe — ſagte der Herr Statspräſident — im Stillen das
Gelübde abgelegt, künftighin bei Telephongeſprächen mehr Geduld zu
haben und beſtimmt nicht mehr zu ſchelten. — Auch im Namen der
Regierung ſpreche er herzlichſten Dank aus für die wichtigen
Anregun=
gen, die die Beſichtigung gegeben, und vor allem für die neuen
An=
ordnungen und neuen Errungenſchaften, die zu ſehen waren. Auf den
Umbau des Poſtamtes Darmſtadt können wir wohl alle ſtolz ſein, wir,
denen der Umbau zugute kommt, und die Poſtverwaltung, die ihn
ge=
ſchaffen hat. Sicher hat die Beſichtigung und habe auch der Umbau
wohl dazu geholfen, im Kampf um die Exiſtenz unſerer
Oberpoſt=
direktion unſere Stellung zu ſtärken. Mit dem Wunſch, daß die gleiche
Tatkraft, wie ſie hier von der Oberpoſtdirektion Darmſtadt erwieſen
wurde, im ganzen deutſchen Poſtbetrieb herrſchen möge, daß dieſer
Betrieb auch weiter zum Beſten unſerer ganzen Wirtſchaft blühen und
gedeihen möge, ſchloß der Herr Staatspräſident.
Die Herren blieben dann noch in angeregtem Gedankenaustauſch
einige Stunden beiſammen.
*
— Weihnachtsbitte. Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3, gedenkt am
kommenden Weihnachtsfeſte einer Anzahl Familien und Kindern eine
Freude zu bereiten. Unſere Sammeltöpfe an verſchiedenen Stellen der
Stadt, durften wir, Dank der Behörde, auch in dieſem Jahre aufſtellen,
und nun bitten wir unſere Freunde und Gönner uns unterſtützen zu
wollen, denn nur dann wird es uns möglich ſein unſer Vorhaben
aus=
zuführen. Auch ſonſtige Gaben, wie Kleidungsſtücke Naturalien,
Ge=
bäck und Spielſachen nimmt dankbar entgegen A. Schmidt,
Stations=
leiterin.
— Verein ber Freundinnen funger Mäöchen. Wir weiſen nochmals
auf das vielverſprechende Weihnachtskonzert hin, welches am Sonntag,
dem 15. Dezember, 5.30 Uhr, in der Petruskinche ſtattfindet. Karten
ſind noch am Kircheneingang zu haben.
Seite 6
Samstag, den 14. Dezember 1929
Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landeskhegkers.
Großes Haus.
Sonntag, den 15. Dezember. Anfang 14 Uhr. Außer Miete. Das
Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt” von
G. v. Baſſewitz. Preiſe 0,50—3 Mk.
Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Heſſenlandmiete III..
„Ein Walzertraum”, Operette von Oskar Straus.
Preiſe 1—10 Mk.
Montag, den 16. Dezember. Geſchloſſen.
Dienstag, den 17. Dezember. 19.30—22 Uhr. A 11. Zum erſten
Male. „Angelina” Oper von Roſſini. Preiſe 1—10 Mk.
Mittwoch, den 18. Dezember. 14.30 Uhr. Außer Miete. Das
Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt” von
G. v. Baſſewitz. Preiſe 0,50—3 Mk.
Donnerstag, 19. Dezember. 16 u. 20 Uhr. Außer Miete. Zweimal:
Das Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt”
von G. v. Baſſewitz. Preiſe 0,50—3 Mk.
Freitag, den 20. Dezember. Geſchloſſen.
Samstag, den 21. Dezember. 20—22.30 Uhr. L. 11. M 2. „
Ange=
lina”, Oper v. Roſſini. Preiſe 1—10 Mk.
Sonntag, den 22. Dezember. 14 Uhr. Außer Miete. Das
Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt” von
G. v. Baſſewitz. Preiſe 0,80—3 Mk.
20—nach 22 Uhr. H 5. Bühnenvolksbund. „Weh dem,
der lügt”, Luſtſpiel von Grillparzer. Preiſe 1—10 Mk.
Kleines Haus.
Sonntag, den 15. Dezember. Anfang 15 Uhr, Ende 18 Uhr. U 1.
Darmſtädter Volksbühne, Gr. 1—4. „Der
Waffen=
ſchmied”, Komiſche Oper von Lortzing. Preiſe 1—3 Mk.
— Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. R 5. Darmſtädter
Volks=
bühne, Gr. 1—4. „Die ander Seite” Schauſpiel von
R. C. Sheriff, Deutſch von H. Reiſiger. Preiſe 1,20—5 Mk.
Montag, den 16. Dezember. 16 und 20 Uhr. Kulturfilmbühne
Kleines Haus. „Im Schatten des Yoſhiwara‟. Der
erſte Original=Japan=Großfilm. Preiſe 0,80—2 Mk.
Film=
gemeinde der Volksbühne.
Dienstag, den 17. Dezember. 16 und 20 Uhr. Kulturfilmbühne
Kleines Haus. „m Schatten des Yoſhiwara‟. Der
erſte Original=Japan=Großfilm. Preiſe 0,80—2 Mk.
Mittwoch, den 18. Dezember. 16 und 20 Uhr. Kulturfilmbühne
Kleines Haus. „Im Schatten des Yoſhiwara‟. Der
erſte Original=Japan=Großfilm. Preiſe 0,80—2 Mk.
Donnerstag, den 19. Dezember. 16 und 20 Uhr. Kulturfilmbühne
Kleines Haus. „Im Schatten des Yoſhiwara‟. Der
erſte Original=Japan=Großfilm. Preiſe 0,80—2 Mk.
Freitag, den 20. Dezember. 20—nach 22 Uhr. Zuſatzwiete TVs.
„Lady Fanny und die Dienſtbotenfrage”, eine
ganz gut mögliche Geſchichte v. Jerome K. Jerome. Preiſe
1.20—6 Mk.
Samstag, den 21. Dezember. 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr.
Zuſatz=
miete VIIs. „Die andere Seite”, Schauſpiel von R. C.
Sheriff, Deutſch von H. Reiſiger. Preiſe 1,20—6 Mk.
Sonntag, den 22. Dezember. Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr.
Zuſatzmiete Is. „Lavidabreve‟, Oper von M. de Falla.
Vorher: „Die Hochzeit in Cremona”.
Tanzpanto=
mime. Muſik von Glinka. Preiſe 1,20—6 Mk.
*
— Heſſiſches Landestheater. „Peterchens Mondfahrt” das
erfolgreiche Weihnachtsmärchen, gelangt heute Samstag um 16.30 Uhr
nachmittags und um 20 Uhr abends, ſowie worgen Sonntag, um 14
Uhr nachmittags, zur Aufführung. Da die heutige
Nachmittagsvor=
ſtellung bereits ausverkauft iſt und auch für die morgige
Sonntags=
vorſtellung die meiſten Plätze bereits ausverkauft ſind, empfiehlt ſich
der Beſuch der heutigen Abendvorſtellung, für die noch günſtige Plätze
verfügbar ſind. Es wird beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß
eine Erhöhung der Preiſe für die Abendvorſtellung nicht
vorge=
nommen iſt.
Lortzings komiſche Oper „Der Waffenſchmied” wird heute
Samstag, um 19,30 Uhr, und morgen Sonntag, um 15 Uhr nachmittags,
im Kleinen Haus unter muſikaliſcher Leitung von Carl Bamberger in
Szene gehen. In den Hauptrollen: Harre, Herrmann, Gerlach, Vogt, letzten Wiederholungen der Operette „Wiener Blut” in drei Akten, Muſik
Kuhn, Jacobs, Debus. Die heutige Aufführung finder für die
Volks=
bühne, Geweinde F. Gruppe III und IV, die morgige
Nachmittags=
vorſtellung für die Jugendgemeinde U der Volksbühne, Gruppe I bis
IV, ſtatt.
„Ein Walzertraum” von Oskar Straus, deſſen
wirkungs=
volle Neuinſzenierung in allen bisherigen Wiederholungen ſtärkſten
Bei=
fall finden konnte, kommt morgen Sonntag, um 20 Uhr, im Großen
Haus unter muſikaliſcher Leitung von Carl Bamberger mit der
be=
kannten Beſetzung (Bunſel, Harre, Philips, Ney, Maletzki, Tibaldi,
Liebel, Vogt, Keßler, Gothe, Saggau) zur Aufführung. (
Heſſenland=
miete III.)
„Die andere Seite” die grandiofe Kriegsdichtung des
Eng=
länders R. C. Sheriff, wird morgen Sonntag, um 20 Uhr, im Kleinen
Haus mit den Kräften der Erſtaufführung (Minetti, Weſtermann, Hinz,
Gallinger, Wemper, Jürgas, Baumeiſter, Haenel, Pfaudler, Schindler)
wiederholt. (Bühnenvolksbund, Miete R, Gruppe I bis T.)
— Kulturfilmbühne im Kleinen Haus „Im Schatten des
Yoſhiwara”, der erſte originaljapaniſche Großfilm, der von Mons ſtellung den Schauenden die Geburt Chriſti erleben. Die zahlreichen
tag, den 16. Dezember, bis einſchließlich Donnerstag, den 19. Dezember, einfarbigen Bildausſchnitte vom Inhalt der Iſenheimer Weihnachtstafel
in der Kulturfilmbühne des Kleinen Hauſes zur Vorführung gelangt, und von ihrem märchenhaften Formenreichtum werden einen nicht mehr
iſt ein Film von ebenſo ſtarker, ergreifender Schönheit, wie kraſſer, dra= zu ſteigernden Eindruck geben. Den geſanglichen Teil hat
fpeundlicher=
in den letzten Jahren an induſtriellen Filmprodukten in Europa
aus=
geboten wurde. Die Aufführung des Films wird auch in Darmſtadt
eine Senſation bedeuten.
— Weihnachtsſchecks des Landestheaters. Die Generaldirektion des
Heſſiſchen Landestheaters brinat, wie im Vorjahre, Weihnachtsſchecks im
Werte von 5 RM. bis 50 RM. zur Ausgabe, die für jede beliebige
Vorſtellung Verwendung finden können. Die Schecks werden mit einer
Preisermäßigung von 10 Prozent an den Tageskaſſen, ſowie bei der
Mietabteilung des Heſſiſchen Landestheaters ausgegeben und ſtellen das
geſchmachvollſte und willkommenſte Weihnachtsgeſchenk dar.
Die Porza=Ausſtellung in Berlin zeigt u. a. außerordentliche Porträt=
Photographien von Hermann Collmann=Darmſtadt, der mit dieſer
Ausſtellung in die allererſte Reihe der modernen
Photo=
graphen tritt.
— Orpheum — Märchentheater. Morgen Sonntag, den 15.
Dezem=
ber, nachmittags 3,30 Uhr, finder die Erſtaufführung des Märchens
„Das Aſchenbrödel”, in 3 Akten für die Bühne bearbeitet von Maria
Clara Keller, ſtatt. Jedes Kind, welches die Aufführung beſucht, erhält
von Knecht Rupprecht ein Geſchenk. Kartenverkauf Verkehrsbüro und
bei Hugo de Waal. Preiſe von 40 Pf. an. (Siehe Anzeige.)
— Kaplaneigemeinde. Sonntag, den 15. Dezember, abends 8 Uhr,
wird im Gemeindehaus der Kiesſtraße unter Beteiligung des
Frauen=
vereins und des Jugendbundes eine Adventsfeier abgehalten, zu der
die Gemeindeglieder freundlichſt eingeladen ſind. (Teekarten koſten
30 Pf.)
— Petrusgemeinde (Männervereinigung). Vortrag des Herrn
Pfarrer Weiß über: „Uebergangs= oder Untergangserſcheinungen in
Ehe= und Familienleben von heute?‟ Der Redner legte dar, wie die
Statiſtik über die unheimliche Zunahme der Eheſcheidungen in
Deutſch=
land eine erſchütternde Sprache von der Zerrüttung des
Familien=
lebens rede, er ging den Urſachen dieſer Erſcheinung nach und fand
ſie neben religiöſer Gleichgültigkeit hauptſächlich in dem Mangel an
Gemeinſchaftsgefühl, der weitverbreiteten Genußſucht, den ſchlimmen
ſozialen Zuſtänden, beſonders der Wohnungsnot, der Durchtränkung
des Lebens mit ungeſunder Erotik in Buchweſen und Kunſt. Trotz
alledem hat der Vortragende die Ueberzeugung, daß es ſich in
Deutſch=
land bei all dieſen betrüblichen Dingen nur um Uebergangs= nicht um
Untergangserſcheinungen handeln kann, und daß der geſunde Sinn
unſerer Frauenwelt, beſonders auch der wieder erwachende Idealismus
unſerer Jugend (beiderlei Geſchlechts) jene von außen an unſer Volk
ſich herandrängende falſche Auffaſſung von Ehe= und Familienleben
abweiſen wird. — Ein erfreuliches Zeichen von dem tiefen Eindruck
des Vortrages war die ergiebige, an wertvollen Gedanken reiche
Aus=
ſprache. Nacheinander brachten Erzieher, Juriſt und Arzt gehaltvolle
Ergänzungen. Es ſprachen Herr Rektor Page, Herr Kunſtmaler und
Zeichenlehrer Eckert, Herr Landesgerichtsrat Dr. Lehr und Herr Dr.
med. Happich. Aus reichem Wiſſen und ihrer Erfahrung heraus
unter=
zogen ſie, jeder von ſeinem beſonderen Standpunkte aus, die zur
Be=
ſprechung ſtehenden Fragen einer feſſelnden Betrachtung. Reicher
Bei=
fall wurde Herrn Pfarrer Weiß ſowie allen übrigen Rednern geſpendet.
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— Weihnachtsfeier des Vereins für Leibesübungen Rot=Weiß, V.f. R.,
Darmſtadt. Heute abend 8,30 Uhr feiert der Verein für
Leibes=
übungen Rot=Weiß, V.f.R., im Konkordiaſaal, Waldſtraße, ſein
diesjähriges Weihnachtsfeſt. Das Programm bringt im erſten Teil
feierliche und ernſte Darbietungen; der zweite Teil trägt mehr heiteren
Charakter. Zur Ausſchmückung des Feſtes haben ſich außer zahlreichen
Mitgliedern Fräulein Schnelle, Herr Hans Ausfelder, ſowie
der beſtbekannte Geſangverein „Sängerluſt‟ Darmſtadt in uneigen.
nütziger Weiſe zur Verfügung geſtellt. Zum Abſchluſſe der
Vortrags=
folge wird von Mitgliedern des Rot=Weiß, V.f.R., die Poſſe „Der
Weihnachtsbraten” von dem Darmſtädter Lokaldichter Rüthlein
aufgeführt, die ihre heitere Wirkung nicht verfehlen ſollte. Der
Niko=
laus, der alle Jugendmitglieder beſchenkt, wird ſelbſtverſtändlich auch
dieſes Jahr nicht fehlen. Die Veranſtaltung verſpricht ein gemütliches
Familienfeſt zu werden.
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— Orpheum. Es wird hiermit nochmals beſonders auf die zwei
von Johann Strauß, heute, Samstag, und morgen, Sonntag,
hinge=
wieſen. Die bekannten Vergünſtigungen haben an beiden Tagen
Gül=
tigkeit. (Siehe Anzeige.)
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— Die Volkshochſchule Darmſtadt ladet noch einmal zu der am
Sonntag, dem 15. Dezember, 11,30 Uhr, im Feſtſaal der Höheren
Lan=
desbauſchule, Neckarſtraße 3, ſtattfindenden Weihnachtsveranſtaltung ein.
Der beſonders einzigartige Eindruck dieſer Weihnachtsfeier wird
be=
ſtimmt von dem ſchlichten Verſuch eines künſtleriſchen und inhaltlichen
Zuſammenwirkens von Bild und Lied. Das Bild, die Iſenheimer
Weih=
nachtstafel, läßt ganz abſeits von allen bekannten volkstümlichen
Dar=
matiſcher Spannung. Der Yoſhiwara=Film läßt alles hinter ſich, was weiſe die Darmſtädter Madrigal=Vereinigung unter Leitung von
Pro=
feſſor Dr. Noack übernommen. Wir weiſen noch auf die Anzeige in
der heutigen Nummer dieſes Blattes hin.
Nur in
Miue
dies Woche 2111108 GOTalUOwihelminenstr. 33.
(19411a)
— Evgl. Jugendgemeinſchaft Darmſtadt. Am Sonntag, 15. Dez.,
— Darmſtädter Künſtler auswärts. Wir entnehmen dem „Tempo”; abends 8 Uhr, findet in der Schloßtirche ein
Adventsjugendgottes=
dienſt ſtatt. Herr Studienrat Lie. Wißmann hat den Gottesdienſt
übernommen. Wir laden die evgl. Jugend Darmſtadts recht herzlich
dazu ein.
Oraralka
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Ladenſchluß am 24. dezember.
Der Reichstag hat am 10. Dezember 1929 das Geſet
Ladenſchluß am 24. Dezember verabſchiedet. Nach dem
ſatz 1 dieſes Geſetzes dürfen offene Verkaufsſtellen am
nur bis 5 Uhr nachmittags, und ſolche, die ausſchließlich
gend Lebensmittel, Genußmittel oder Blumen verkaufen
nachmittags für den geſchäftlichen Verkehr geöffnet ſein.
Verkaufsſtellen ſind alle Läden, Buden und andere Ve
heiten innerhalb und außerhalb von Gebäuden, ſofern vor
jedermann zugänglichen Stelle aus Waren abgegeben we
ſtehen. Zu den offenen Verkaufsſtellen zählen auch die Wa
Die Verlängerung der Verkaufszeit bis 6 Uhr nach
nicht für die Lebens= und Genußmittelabteilungen der W
Der Abſatz 2 des Artikels 1 dehnt die Vorſchriften des
die Verkaufsſtellen der Konſumpereine und ähnlicher Ve.
Verkaufsſtellen auf Eiſenbahngelände, und zwar auch auf
der Sperre gelegenen, und auf den Hauſierhandel und e
aus. Die Vorſchriften des Geſetzes finden keine Anwend,
theken, auf den Marktverkehr und auf den Handel mit
bäumen.
Das Geſetz hat nur inſofern für Gaſt= und Schankwi
deutung, als auch in dieſen am Heiligabend von 6 Uhr gu
an Gäſte zum Genuß auf der Stelle verabreicht werden
Ladenſchluß iſt es in Gaſt= und Schankwirtſchaften wie au
geſchäften verboten, Waren an Käufer zum Mitnehmen g
Das neue Geſetz regelt nur den Ladenſchluß am 9. D
die Ladenöffnung an dieſem Tage. Dieſe richtet ſich nack
einzelnen Arten von Verkaufsſtellen geltenden Vorſchriften
Der Artikel 2 des Geſetzes bedroht Zuwiderhandlung
ſtrafe. Die Höchſtſtrafe beträgt nach dem Geſetz über Ver
und Bußen vom 6. Februar 1924 10 000 Reichsmark. A
läſſige Zuwiderhandlung iſt ſtrafbar.
Das Geſetz tritt mit dem Tage der Verkündigung i
alſo ſchon für das bevorſtehende Weihnachtsfeſt.
Anfrechkerhalkung der Anwarkſchaft 1
Angeſtellkenverſicherung.
Für die Zeit vom 1. Januar 1926 an iſt es zur
Auf=
der Anwartſchaft erforderlich, daß jeder Verſicherte vom 2.
derjahre ſeiner Verſicherung mindeſtens 8, vom 12. Kale
jährlich mindeſtens 4 Beitragsmonate nachweiſt. Die An
liſcht zunächſt, wenn dieſe Mindeſtzahl nicht erreicht wird.
wieder auf, wenn der Verſicherte ſoviel freiwillige Beiträge
forderlichen Mindeſtzahl von Beitragsmonaten fehlen, i
zwei Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Kalenderjahre
folgen. Es können alſo die etwa noch erforderlichen Beit
Jahr 1927 noch bis zum 31. Dezember 1929 ngchentrichtet
Der Entwurf eines Geſetzes zum Ausbau der Angef.
rung ſieht allerdings vor, daß alle Anwartſchaften bis zum
1929 als aufrechterhalten gelten, auch wenn in einzelne
wenig Beiträge oder keine Beiträge entrichtet wurden. Da
ungewiß iſt, ob dieſer Entwurf Geſetz wird, empfehlen wir,
rechterhaltung der Anwartſchaft erforderlichen Ueiträge bis
des Jahres nachzuentrichten, denn nach Eintritt des Verſie
iſt die Nachentrichtung freiwilliger Beiträge regelmäßig un
Die freiwilligen Beiträge werden nicht zurückgezahlt, a
wegen einer etwa ſpäteren Gefetzesänderung nicht notwer
wären.
Freiwillige Beiträge für die Zeit vom 1. April 19B8 ar
dem jeweiligen Einkommen entſprechenden Gehaltsklaſſe,
aber in Klaſſe B zu entrichten. In Klaſſe B können Beitr
ſolchen Verſicherten geleiſtet werden, die ohne Einkommer
deren Einkommen im Monat den Betrag von 100 RM. nie
Für die Zeit vor dem 1. April 1928 ſind freiwillige Beitre
in der Gehaltsklaſſe zu entrichten, die dem Durchſchnitt
4 Pflichtbeiträge entſpricht oder am nächſten kommt. In ei
ren Beitragsklaſſe iſt die freiwillige Weiterverſicherung fü
dann zuläſſig, wenn dieſe Gehaltsklaſſe dem Einkommen des
entſpricht.
Perſonen, die in eine nach 8 11, 8 12 Nr. 1—6, 8 17 des
verſicherungsgeſetzes verſicherungsfreie Beſchäftigung überg
können nach Art. 4 des Geſetzes vom 29. März 1938 ei
S. 117) freiwillige Beiträge für die Zeit vom 1. Oktober
weichend von den Beſtimmungen noch bis zum 31. Dezeml
jeden Monat nachentrichten.
ißt.
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4
Ruf
4.
ſch
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M. B. in
weht baftbefel
in A
Dr Adolf
dten
G. in
— Sanitätslöhnungsanſprüche ehemaliger Kriegsgefang
ſchreibt uns: Seit faſt 10 Jahren kämpft ein großer Teil
kriegsgefangenen Sanitätsperſonals um die Auszahlung d
zuſtehenden Gebührniſſe aus der Zeit engliſcher Kriegsge
Nunmehr hat die engliſche Regierung die Anſprüche mit
unhaltbaren Begründung abgelehnt, ſie könne die Forderun
nachprüfen. Die Reichsregierung hat ſich mit dieſer Haltur
laut amtlicher Mitteilung abgefunden und glaubt dasſelt
in Betracht kommenden Gläubigern Englands zumüten
Die Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener wird jedoch
richt ihrer Bundesleitung zufolge die durch die Genfer
begründeten Forderungen — etwa 3½ Millionen Marl
Aeußerſten verfechten. Ein Zuſammenſchluß aller
berechtigten iſt notwendig. Alle diejenigen Angehörigen
Sanitätsperſonals, die aus engliſcher Kriegsgeſangeuſchaft n
nisenſprüche haben, werden daher gebeten, umgehend ich
Adreſſen mit Perſonalangaben (Geburtstag und sort, letzte
keil, Zeit der Gefangenſchaft, Gefangenenlager) an die Reichs
ehem. Kriegsgefangener, Abt. Sanitätsperſonal, Berlin A
damer Str. 26 b, einzureichen. Sie erhalten dann aufllärenk
Verſende kein Geld in gewöhnlichen oder eingeſchriebe!
Immer wieder läßt ſich das Publikum dazu verleiten, bare‟
Wertſachen in gewöhnlichen oder eingeſchriebenen Briefen 31
Es bietet hierdurch ungetreuen Elementen innerhalb und au
Poſtbeamtenſchaft Anreiz und Gelegenheit, ſich auf eine verh
bequeme und leichte Weiſe Geld zu verſchaffen. Den Schak
der Regel der Abſender; denn wird der Geldinhalt der Bref”
ſo erhält er bei gewöhnlichen Briefen überhaupt keinen 1
geſchriebenen Briefen nur dann Erſatz, wenn der ganze Br.
Brief mitſamt dem Geldinhalt, in Verluſt geraten iſt. Vi
ſchreibbrief dagegen nur ſeines Wertinhalts beraubt, ſ0
Deutſche Reichspoſt nach den Beſtimmungen des Poſtgeſeyes
ſatz Darum venſende kein Geld in gewöhnlichen oder einc
Briefen! Die einzig richtige Art, Geld zu verſchicken, ſt. 2d
anweiſung, Zahlkarte oder Geldbrief.
— Geſtempelt und doch nicht nachunterſucht. Ein heſie
ſtand im Verdacht, Fleiſch, das er von auswärts in Dur
führte, nicht der Schlachthofverwaltung zur amtlichen Gelle.
und Unterſuchung vorgeführt zu haben. Nach Lage der *
angenommen werden, daß dieſer Metzger Fleiſch, das voßt he
ſtadt eingeführt wird, ſelbſt mit einem nachgemachten Stemt
um ſch von der Zahlung der Gebühren für die Nachlnter
drücken. Dieſe Annahme haben ſich durch die Ermiteluyge
minalpolizei beſtitigt. Der falſche Stempel wurde bergeſt,
Fleiſch mit dem gefälſchten Stempel wurde beſchlagnghlt.
Schuldigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
— Feſtgenommen. Ein in Darmſtadt wohnhoftet.
wurde wegen Unterſchlagung von Dienſtgeldern feſtgend.
Höhe des unterſchlagenen Betrages iſt noch nicht ſecheſt.
Unterſuchung iſt eingeleitet.
haben
i der
ſen.
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P. Eberſtabt, 18. Dez. Volkshochſchulkurſe. Der
Orts=
ausſchuß für Volksbildung und Jugendpflege weiſt darauf hin, daß der
zurzeit im Gange befindliche Volkshochſchulkurſus in der nächſten Woche
beendet werden wird. Der Referent, Studienrat Jacob=Darmſtadt,
wird das Thema „Die geiſtigen und politiſchen Strömungen des 19.
Jahrhunderts” am Montag und Dienstag abſchließend behandeln. Die
Hörer werden erſucht, ſich alſo nächſte Woche auch am Montag abend
im Vortragsſaal der Georgſchule einzufinden. Am Dienstag iſt den
Hörern Gelegenheit zur Ausſprache über das Thema des Referenten
geboten.
Aa. Eberſtadt, 13. Dez. Der Turnverein 1876 hält am
Sams=
tag abend (14. Dezember) in ſeinem Vereinslokal eine
Mitgliederver=
ſammlung ab. — Baudarlehen. Nach einer Mitteilung der Bür
germeiſterei wird die Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte
voraus=
ſichtlich für einige Wohnhausneubauten Baudarlehen zu verhältnismäßig
günſtigen Bedingungen an Verſicherte in der Reichsverſicherungsanſtalt
zur Verfügung ſtellen. Intereſſenten (Verſicherte in der
Reichsverſiche=
rungsanſtalt), die im kommenden Jahre bauen und von dem Angebof
der Verſicherungsanſtalt Gebrauch machen wollen, ſollen ſich bis 20.
De=
zember auf dem Gemeindebauamt melden.
Cp. Pfungſtadt, 13. Dez. Lokalgeflügelausſtellung. Am
Samstag und Sonntag hält der hieſige Geflügelzuchtverein eine große
Lokalgeflügelausſtellung ab, die im Saal des Gaſthauſes „Zum goldenen
Lamm” ſtattfindet.
Aa. Nieder=Beerbach, 13. Dez. Pfarrereinführung. Der
neue Pfarrer Nieder=Beerbachs, Pfarrer Illert wird am Sonntag durch
den Dakan des Dekanats Eberſtadt, Pfarrer Vogel=Gernsheim, in ſein
Amt eingeführt werden. Pfarrer Illert wurde in Leeheim geboren,
Zunächſt war er Pfarrer in Burkhards und Eſchenrod in Oberheſſen
und danach 10 Jahre in Wolfsheim in Rheinheſſen tätig. Zuletzt war
er über 28 Jahre Pfarrer zu Oſthofen.
G. Ober=Ramſtadt, 13. Dez. In der am 11. d. M. ſtattgefundenen
Gemeinderatsſitzung fragte Gemeinderat Fornoff wegen der
Sportplatz=
frage des Arbeiterſportvereins an. Bürgermeiſter Rückert erwidert, daß
dieſerhalb in Küzre eine außerordentliche Sitzung ſtattfinden werde.
Den erſten Punkt der Tagesordnung bildete die Prüfung der Rechnun
gen der Gemeinde und des Gemeidnewaſſerwerks für das Rechnungsjahr
1928. In Gemäßheit des Art. 174 Abf. 1 der L.G.O. wird während
der Beratung dieſes Punktes, Gemeinderat Müller zum Vorſitzenden
ge=
wählt. Der Bürgermeiſter erſtattete alsdann einen Verwaltungsbericht,
ein umfangreicher Auszug aus den vorliegenden beiden Rechnungen war
ſämtlichen Gemeinderatsmitgliedern mit der Einladung zur Sitzung
zugeſtellt worden. Beigeordneter Braband erkennt die ausführliche
Be=
richterſtattung dankend an und möchte dieſe in der Lokalpreſſe
ver=
öffentlicht wiſſen, hierin wird er von Gemeinderat Fiſcher unterſtützt
Der Antrag wird angenommen. Für die Rechnungsprüfungskommiſſion
erſtattet Gemeinderat Burger Bericht dahin, daß Beanſtandungen nicht
erhoben werden. Beide Rechnungen werden alsdann vom Gemeinderat
ohne Bemerkungen angenommen. Ueber die Verleihung eines
Orts=
wappens an die Gemeinde Ober=Ramſtadt wird die Verfügung des
Kreisamts vom 29. v. M. bekanntgegeben. Nach Einſicht der beiden
Entwürfe wird beſchloſſen, den Entwurf 2, auf ſilbernem Grund
ge=
zeichnet, zur Verleihung zu beantragen. Auf Antrag des Kommandos
der Freiw. Feuerwehr Ober=Ramſtadt ſoll für die einzelnen Führer die
Heſſiſche Feuerwehrzeitung auf Gemeindekoſten beſtellt werden. Der
Ankauf einer Wellblechhalle aus einer Konkursmaſſe wird beſchloſſen.
Die Halle ſoll in der Faſelhofreite Aufſtellung finden. Gemeinderat
Fornoff beantragt, daß die Halle zu Wohnzwecken nicht verwendet wird.
Die kreisamtliche Verfügung vom 3. 12. über die Winterbeihilfe an
Hilfsbedürftige wird bekanntgegeben. Im Rahmen dieſer
Beſtimmun=
gen wird ſich auch in dieſem Jahre die Gemeinde an den
Aufwendun=
gen mit 35 Prozent beteiligen. Die Einweihung des neuen Rathauſes
wird auf den 21. Dezember verlegt. Für die am 22. Dezember
ſtatt=
findende Abſtimmung (zweiter Volksentſcheid) bildet die Gemeinde nur
einen Abſtimmungsbezirk. Abſtimmungslokal iſt der untere Saal des
alten Rathauſes. Der Abſtimmungsvorſtand wurde gewählt.
Ct. Lengfeld i. O., 13. Dez. Am Sonntag, den 15. Dezember, treffen
ſich hier die Mitglieder des Reit= und Fahrvereins des vorderen
Oden=
waldes, um eine Jagd hinter den Hunden des Heſſ. Reitervereins zu
reiten. Die Führung liegt in bewährter Hand des Herrn Rittmeiſters
Loeſch. Die Jagd nimmt ihren Beginn um 1.30 Uhr in Lengfeld und
endigt in der Nähe des Zipfen.
Al. Höchſt i. Odw., 13. Dez. Heute morgen gegen 4 Uhr brach in
der Werkſtätte des Schreinermeiſters Peter Heuſel auf bis jetzt noch
un=
aufgeklärte Weiſe Feuer aus, das bald auch auf die danebenſtehende
Scheuer übergriff. Die erſt in den letzten Jahren errichtete Werkſtätte
wird nach der Straße durch die Scheuer verdeckt. Durch dieſen Umſtand
wurde das ausgebrochene Feuer erſt ſpät bemerkt. Es war gerade noch
möglich, das Vieh, das in den Stallungen der Scheuer untergebracht
war, in Sicherheit zu bringen. Die bald eingetroffene Höchſter
Feuer=
wehr konnte jedoch von den angegriffenen Gebäuden nichts mehr retten.
Es gelang ihr jedoch, bei dem herrſchenden ſtarken Wind, der die Funken
über die ganze Umgegend verſtreute, ein weiteres Uebergreifen auf ſtark
bedrohte nachbarliche Gebäude abzuwenden. Die angrenzende Scheuer
des Viehhändlers Jſak Kahn hatte auch bereits Feuer gefangen, das
noch rechtzeitig gelöſcht werden konnte. Die beiden Gebäulichkeiten des
Schreinermeiſters Heuſel brannten ſchließlich bis auf die Grundmauern
nieder.
— Gernsheim, 13. Dez. Waſſerſtand des Rheins am
12. Dezember —0,66 Meter, am 13. Dezember —0,35 Meter, morgens
5.30 Uhr.
Hirſchhorn, 13. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
12. Dezember 0,95 Meter, am 13. Dezember 1,00 Meter, morgens
5.30 Uhr.
Häßlich gefärbter Zahnbelag. „Ein Kummer waren ſtets meine
gelben Zähne. Nachdem ich alle Hilfsmittel angewandt hatte, verſuchte
ich es mit Chlorodont und die Wirkung war erſtaunlich. Heute erfreue
ich mich geſunder weißer Zähne.‟ Gez. E. Jacobi, Landsberg a. d.
Warthe.
(TV.,1015
DuA4,
Ails
Hine h.
nmer 346
Samstag, den 14. Dezember 1929
Bezirksſchöffengericht.
Dien Aeita
Ein Autounfall, der ſich am 9. Auguſt d. J., nachmittags
S und ſolche, die chamrir der Frankfurter Straße in Michelſtadt ereignete, hat gegen
Ee Aeihr
3 einem kovermieter eine Anklage wegen fahrläſſiger Törung zur Folge
Dulichen Verkehr. Kgebam Ein Berliner Herr machte eine Autotour an genanntem Tage
Ah
von rsbach aus, die ihn über die Kreidacher Höhe nach Neckar=
Shalb von Geßzu” ASteir= und auf dem Rückwege nach Erbach und Michelſtadt führte
Ste Wchy
An I. em Platze wurde das Rathaus beſichtigt. Am „Fürſtenauer
Juenie etchen
ein achtjähriger Schüler den Tod. Der Angeklagte beſtreitet
e Werdaicet
Id mit dem Hinweiſe darauf, daß er mit 20 Kilometer Ge=
Senukartelalt
m= eit gefahren ſei. Der Junge ging rückwärts und ging vom
Frottw ſerunter. Es erhebt ſich die Frage, ob Angeklagter in dieſer
Hin Laehmi ie
Situel, den Wagen hätte zum Stehen bringen können. Der Tod des
Seueichibereime und Bindes vermutlich durch innere Verblutung erfolgt, eine Sektion
Se beide, u
und auf derr i ſui —ſtattgefunden. Der Bruch der Wirbelſäule ſteht nach dem
Befurry es Arztes feſt.
eists iar
gmu agter will beim Anſichtigwerden der ſpielenden Kinder Sig=
N und auf den dal a n haben. Die Straße iſt dort durchaus überſichtlich. Am
er waren dier Bremſen des Dürkoppwagens nachgeſehen und
ſage
Sin oern für Goſt. men D——u g befunden worden.
ragefalle ſpielt die ſogenannte Schreckſekunde eine große Rolle
der Stelle
a Wslchien zu Fen. t, ob der Fahrer dem Kinde nicht durch ein
Weiterenachlimks=
iſte und Schanle rſt
ſchz, ahrenn e ausweichen können. Wenn man an kleinen Kindern vorbei=
Ein ir Hauifer zim Mi. ährt,
man immer mit der Möglichkeit rechnen, daß eines derſelber
E ind, Een Atenſck
u8 de jruppe herausſpringt. Der Sachverſtändige vertritt dieſen
Iem Tage. Dieſ Ajruns) urnd nimmt deshalb ein — allerdings geringes — Verſchulden
Snhlisielen gelienien d. e8 Ar1 nkers an.
Biens bebrpſt An
D— aatsanwalt betont, daß Kinder immer für Auto= und Motor=
Rträgt nach dem 9 Tadfah= ein ſtarkes Gefahrenmoment bilden, daß mit
Unbedachtſam=
ſt de==gebenutzer gerechnet werden muß, daß Angeklagter ſah, daß
d Let Wad Ritzu n Ki- Im den Rücken zuwandte. Dieſes Gefahrenmoment hat
Ange=
ſt ſtrafbhar.
gater— nnt, und deshalb mußte er den Wagen gegebenenfalls ganz
Ein Spe Fr Haft Wrera
Dieſe Fahrläfſigkeit hat den eingetretenen Erfolg verur=
Sue Beihnachtsit cht. Strafantrag geht auf eine Geldſtrafe von 500 Mark an Stelle
ner —ch verwirkten zweimonatigen Gefängnisſtrafe, da das
Ver=
zulder inger Natur iſt. Der Verteidiger will die vom
Sachverſtän=
gen — gezogene reichsgerichtliche Rechtſprechung für den vorliegen=
Hind We Mdäilten Fra cht gelten laſſen. Hintennach ſei gut reden, der Chauffur
WerTo.
oder ſo verhalten müſſen. Ueber die Fahrläſſigkeit im
ite
Duedenentaen zu
das Gericht ohne das Reichsgericht ſelbſt zu entſcheiden.
ei Fehler, bei Kindern allzuviel Signal zu geben, da letzteres
Jetde, Sch MNäte Kinl verwirre. Der Angeklagte habe automobiltechniſch richtig
rich deß ieder Nenſätrk.
rfahr
nd habe die Entfernung vom Bürgerſteig auf 2 Meter er=
Did mindeſens g in
eitragsm
Berufsfahrläſſigkeit ſei zu verneinen. Es ſei vielleicht z. B
ie Nächm
Min
ſer, — Straßenkreuzung raſcher zu nehmen, um ſo geſchwinder aus
Sied nict rnt od r Geſt nzone zu kommen.
erſicherte ſobiel freib
Das1 teil erkennt auf 140 Mark Geldſtrafe an Stelle einer an
von Beitragsmonai,
die etwa noch erforden
Lppter iWh mr oeiten. 9t Haftbefehl.
entrichtet, die dem hult, A—en zweiwöchigen Gefängnisſtrafe.
2. — n Unterſchlagung im Amt hat ſich ein Oberleutnant der
uvo, B. in Aſchaffenburg, zu verantworten. Bei ſeinem Aus=
SelFe ich Miöih W *3. S Adolf Drodt in Wallerſtädten iſt angeklagt, am 5.
Sep=
daß alle Anmriſchien 4r
in Wallerſtädten zwei andere Perſonen mit einem Meſſer
gelten, auch wem i
erletzt — ſaben, indem er dem einen in Bruſt und Lunge und dem
Beiträge entrichtet
deren die linke Kopfſeite ſtach. Er will, um ſich zu verteidigen,
Snien Geies wisd, emäu im MI. gegriffen haben. Die Verletzten waren auf dem
Rhein=
ichir Senorderichen Aas lderhoro chäftigt. Die Tat geſchah in der Dunkelheit gegen 10,30
ſten, dem nach Eir
„Nre
ſer Stecherei fiel ein Schuß. Der Angeklagte hat blindlings
eiwilliger Beitäge MAEIm ſich
hen. Urteil: 3 Monate Gefängnis. Zum Meſſer zu greifen,
räge werden nicht zun ”u ſtand Anlaß.
en Gejexeränderung iit,
für die Zeit vom 1. Arn 4
nen entſprechenden G/
2Kanarienzucht= und Vogelſchutzverein, gegr.
ſchen. In Klaſſe B i0
ſtiet werden, die am 0 ver) iltet vom 13. bis 15. Dezember in den Räumen des „Ha=
Heinheimerſtraße 8, eine Kanarien=Ausſtellung, verbun=
Mer Hd
nat den
niierung von nur erſtklaſſigen Sängern. Insbeſondere ſei
Kpril 123 fnd frinzlnft5 mit
nrichten, die dn ?—ho vieſen, daß an Hand von Vogelſchutz=Lehrgeräten zu ſehen
ſichſin ſm ;”wie ᛋ5 näßiger Vogelſchutz betrieben wird. Eine reichhaltige
Tom=
oder am
w44 hietn Sonntag, den 15. Dezember, von vormittags 10—7 Uhr
freiwill
ends E enheit, einen ſchön gefiederten Kanarienvogel zu gewinnen.
Behaltsklaſſe dem Eul ntritt (Vgl. Anz.)
Iſotel Prinz Heinrich findet Samstag und Sonntag
nach 811, 51R.1
derumgsfreie Biſtäu end. 9=4:t mit Tanz ſtatt. Der Beſuch wird beſtens empfohlen.
eſetzes vom 2. Män 14
Aus den Parkeien.
für die Zeit
nungen noch bis zun
—RA sgemeinſchaft junger Volksparteiler. Wie
Lokale Beranſtallungen.
niprüche ehemaliprr 9
fahren kampft ei 0.
sperſonals um de Au.
aus der Zeit eilg
Regierung die A
abgelehnt, ſie 6oll
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gefunden
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Grürz
meinſched
Haus
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gskunft
urmſtadr4
22
Nondfasi
Wienezr
ant DrO
belig
eilt, findet am kommenden Sonntag in Frankfurt a. M.
gSverſammlung einer Landesgruppe Heſſen der
Reichs=
anger Volksparteiler ſtatt. Die Sitzung beginnt um 3 Uhr
Kaufmannsgehilfen, Savignyſtraße 43, ſtatt. Die
Darm=
mer fahren 13.47 Uhr ab Hauptbahnhof Darmſtadt. Nähere
ilt die Landesgeſchäftsſtelle der Deutſchen Volkspartei
mmerſtraße 1, Fernſprecher 3540.
Ta alender für Samstag, den 14. Dezember 1929.
destheater, Großes Haus, 16.30 Uhr: „Peterchens
— 20.00 Uhr: „Peterchens Mondfahrt”. — Kleines Haus,
2.30 U + 4: „Der Waffenſchmied”. — Orpheum, 20.15 Uhr:
— Konzerte: Schloßkaffee, Schloßkeller,
Rhein=
ut.
er S ſtube, Reichshof, Alte Poſt, Darmſtädter Hof, Kaffee
onobcu portplatz=Reſtaurant, Kaffee Jöſt, Stadt Malaga,
Wein=
übe S=S nfels, Hotel Prinz Heinrich, Zum Schwimmbad,
Reſtau=
nann. — Kinovorſtellungen: Union=Theater,
Aus Heſſen.
Heſſiſcher Straßenberichk
für die Woche vom 15. bis 21. Dezember 1929.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Nieder=Wöllſtadt—Okarben vom 18. 11. bis auf weiteres
Einbahn=
verkehr. Der Verkehr von Frankfurt in Richtung Friedberg erfolgt, wie
ſeither, über Okarben-Nieder=Wöllſtadt, derjenige in Richtung nach
Frankfurt wird jedoch in Nieder=Wöllſtadt über Ilbenſtadt—
Burggräfen=
rod—Groß=Karben-Kloppenheim umgeleitet. Für letzteren Verkehr iſt
die Straße Nieder=Wöllſtadt—Okarben geſperrt.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Lampertheim-Neuſchloß, Km. 0,95—4,2, vom 5. bis B. 12 geſperrt.
Umleitung: Bürſtadt—Lorſch.
Ortsdurchfahrt Wallertheim (Neuſtraße zwiſchen Schimbsheimer=
und Bahnhofſtraße) vom 30. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Schimbsheimer=, Geſellchen= und Bahnhofſtraße.
Ortsdurchfahrt Sellnrod in Richtung Altenhain vom 16. bis 19. 12.
geſperrt. Umleitung: Wohnfeld.
An. Arheilgen, 13. Dez. Muſikantengilde. Der kleine Chor
der Darmſtädter Muſikantengilde ſingt dieſen Sonntag nachmittags
4 Uhr im hieſigen Gotteshauſe unter Leitung von Günther Simony
Der über ein vorzügliches Stimmenmaterial verfügende Chor fand bis
jetzt allenthalben Anklang mit ſeinen Darbietungen und wird ſicherlich
auch hier am Sonntag eine volle Kirche finden. — Auch die hieſige
Bürgermeiſterei weiſt darauf hin, daß das Spargelkraut innerhalb
dieſer Woche beſeitigt werden muß, andernfalls die Entfernung auf
Koſten des Pflichtigen vorgenommen wird. — Der Ortsausſchuß für
Arbeiter=Wohlfahrt nahm geſtern bei der hieſigen Geſchäftswelt eine
Sammlung vor, um Minderbemittelten eine Weihnachtsfreude
zu bereiten. Wie man hört, ſoll die Sammlung ein recht günſtiges
Er=
gebnis gehabt haben. — Der vom Geſangverein Frohſinn
veranſtal=
tete Theaterabend verlief in ſchönſter Weiſe und fand günſtigſte
Auf=
nahme. Es iſt beabſichtigt, die Aufführung zu wiederholen. — Auch die
hieſige Kapelle Anthes (25 Mann ſtarkes Blasorcheſter) wird am
kom=
menden Sonntag abends 8 Uhr wieder einmal im Saale des Gaſthaufes
„Zum goldenen Löwen” ein Konzert geben. Das ſehr reichhaltige
Programm weiſt Namen von gutem Klange, wie Bizet, Suppé, Teike,
Kümmel u. a., auf. Solis für Piſton und Poſaune werden durch
ein=
zelne Mitglieder der Kapelle zum Vortrage gebracht werden und iſt der
Beſuch des Konzertes ſehr empfehlenswert. — In der Leitung der
hieſigen Orcheſtervereinigung iſt wiederum ein Wechſel
einge=
treten. Für den zurückgetretenen Herrn Tiefel wird Herr
Kammer=
virtuoſe Kümmel=Darmſtadt die Leitung der Vereinigung übernehmen.
Segen Orkäftungsgefahn
Kusten Keiserkeit „Naturk.
Naun
Kafsers
ne
aral
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en
O
K
viehrale 15000 Zeugnluse. Zu haben in Lpoch
R
Boutel 40 Pfg. — Dose 90 Pfg
I,St. 2731)
F. Eberſtadt, 13. Dez. Nachtrag zumOrtsbauſtatut für
die Baulandumlegung „Darmſtädterſtraße‟. Der
Ge=
meinderat hat in ſeiner Sitzung vom 5. d. M. einen (5.) Nachtrag zum
Ortsbauſtatut angenommen, der die Bauweiſe in dem Gebiet der
Bau=
landumlegung „Darmſtädterſtraße” regelt. Für das genannte Gebiet
wird die offene Bauweiſe vorgeſchrieben. Zur Wahrung des
Charak=
ters der pffenen Bauweiſe ſind ſichtbare Brandmauern und
Brand=
geſimſe an Haupt= und Nebengebäuden zu vermeiden. Die Abſtände
der einzelnen Gebäude voneinander oder von der Nachbar=
Grundſtücks=
grenze ſollen außer in der Neuen Darmſtädterſtraße mindeſtens 3,50
Meter betragen. In der Neuen Darmſtädterſtraße müſſen die Haupt=
und Nebengebäude von den Grenzen der Nachbarhofreiten mindeſtens
3,50 Meter oder voneinander mindeſtens 7 Meter entfernt bleiben.
Aus=
nahmsweiſe kann an Straßenteilen, wo keine Vorgärten vorgeſehen
ſind, mit Zuſtimmung des Gemeinderats und Genehmigung der
Bau=
polizeibehörde geſchloſſen gebaut werden. Alle Gebäude und baulichen
Anlagen einſchließlich der Einfriedigungen ſind, ſoweit ſie von
öffent=
lichen Verkehrswegen aus ſichtbar ſind, in ihrer architektoniſchen
Ge=
ſtaltung, insbeſondere im Umrißbild, der Höhe der Bauten, der
Dach=
geſtaltung, der Verwendung der Bauſtoffe und der Behandlung der
Wandfläche mit Rückſicht auf den baulichen Zweck in entſprechender
Weiſe auszuführen und zu unterhalten. Binnen 4 Jahren nach der
Errichtung eines Gebäudes iſt es allſeitig zu verputzen und
gegebenen=
falls mit Anſtrich in harmoniſcher Farbenwirkung zu verſehen, falls die
Umfangwände nicht aus behauenen Steinen oder in gleicher Weiſe
be=
hauenen Betonflächen beſtehen.
n. Sit
M
Seite 8
Samstag ten 14 Dezember 1929
Nachrichken des Skandesamks Darmſtadk.
Sterbefälle. Am 7. Dezember: Margarete Schupp, 3 J.,
Gries=
heim, Kreis Darmſtodt, hier Grafenſtraße 9. Am 6. Dezember: Helene
Katharina Formhals, 62 J., ledig, Hochſtraße 13. Johann Konrad
Wörner, Privatier, 79 J., Rheinſtraße 47. Am 7. Dezember: Eliſe
Schnellbächer, geb. Ripper, 36 J., Ehefrau des Landwirts, in Erlau,
hier Lagerhausſtraße 24. Am 8. Dezember: Karoline Mathilde zu Put=
Litz, geb. Siebold, 84 J., Witwe des Buchhandlungsbeſitzers, Inſelſtr. 20.
Am 7. Dezember: Ludwig Schaffner, Schreinermeiſter, 32 J.,
Gräfen=
hauſen, hier, Grafenſtraße 9. Am 10. Dezember: Johannes, Karl Maul,
Kaufmann, 62 J., Karlſtraße 59. Am 9. Dezember: Lina Hofferberth,
geb. Keller, 53 J., Ehefrau des Metzgermeiſters, in Rodau, hier
Er=
bacherſtraße 25. Anna Maria Franziska Noll, ohne Beruf, ledig, Große
Ochſengaſſe 32. Joſepha Hahn, geb. Bichler, 72 J., Ehefrau des
Poli=
zei=Oberſekretärs i. R., Kiesſtraße 64. Am 10. Dezember: Helene
Schwarzberger, 1 Monat, Walldorf, hier Heinheimerſtraße 21. Am
9. Dezember: Anna Marie Geiß, geb. Werner, 78 J., Witwe des
Kreis=
ſtraßenwarts, Gutenbergſtraße 24. Johann Jakob Luſt, Kutſcher, 76 J.,
Kiesſtraße 2
Am 10. Dezember: Friederike Caroline Rentzel, geb.
Rückert, 72 J., Witwe des Oberlehrers i. R., Profeſſor Dr., Stiftſtr. 21.
Anna Wolfſtädter, 1 Stunde, Schulzengaſſe 22. Luiſe Wolfſtädter,
1 Stunde, Schulzengaſſe 22. Heinrich Friedrich Schultheis, 68 J.,
Rek=
tor i. R., Nieder=Ramſtadt, hier Erbacherſtraße 25.
DR
Kirchliche Nachrichken
Evangeliſche Gemeinden.
3. Adventsſonntag (15. Dezember).
Kollekte in allen Kirchen für die Wiederherſtellung der Kirche in
Hom=
berg an der Ohm.
Stadtkirche. Samstag, 14. Dez., abends 8.30 Uhr: Andacht.
Sonntag, 15. Dez., vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Lauten=
ſchläger. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarver
Lauten=
ſehläger. — Nachm. 5 Uhr: Abendgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abendmahls (Einzelkelch). Pfarrer Vogel.
Stadtkapelle. Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Kleber=
Vorm.
ger. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. —
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Köhler
— Abends 8 Uhr: Adventsgottesdienſt der Jugendgemeinſchaft.
Studien=
rat Lic. Wißmann.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 17. Dezember, abends
8 Uhr: Mädchenvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 18.,
und Samstag, 21. Dez., nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der
Stadt=
gemeinde. — Samstag, 21. Dez., nachm. 4 Uhr: Weihnachtsfeier der
Handarbeitsſchule. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadt=
gemeinde, Poſaunenchor.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 15. Dezember, abends
8 Uhr: Adventsfeier des Frauenvereins der Kaplaneigemeinde.
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Montag, 16. Dezember,
abends 8 Uhr: Adventsfeier der Mädchenvereinigung der
Reformations=
gemeinde. — Jugendbund der Oikasgemeinde (ältere Abteilung).
Dienstag, 17. Dezember, abends 8 Uhr: Kirchenchor der Stadtkirche.
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Re=
formationsgemeinde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 18. Dezember,
nachm. 4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde. — Abends 6 Uhr:
Bibel=
ſtunde (1. Petrusbrief). Dekan Zimmermann. — Abenos 8 Uhr:
Kir=
chenchor der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der
Markus=
gemeinde (ältere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Reformations=
gemeinde (ält. Abteilung). — Donnerstag, 19. Dezember, abends 8 Uhr:
Adventsfeier des Frauenvereins der Reformationsgemeinde. —
Jugend=
vereinigung der Stadtgemeinde. — Jugendbund der Lukasgemeinde
(jüngere Abteilung). — Frauenvevein der Lukasgemeinde, Nothilfe=
Kreis. — Freitag, 20. Dezember, abends 8 Uhr: Lukasgemeinde:
Ad=
ventsabend. Vortrager Walter Lehmann: Weihnachtsgedichte von
Mar=
garete Weinhandl — Deutſche Weihnachten in Lichtbildern. — Jugend=
Jugendbund der
bund der Markusgemeinde (jüngere Abteilung).
Kaplaneigemeinde.
Amtshanölungen an Auswärtigen: Pfarrer Goethe.
Krankenpflege durch Diakonen: Hauptſtation im Diakonenheim,
Heidelbergerſtraße 21. Fernſprecher 2883.
Evang. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus,
1 Treppe. Sprechſtunden vorm. von 10—12 Uhr und nachm. von 5—6
Uhr. Fernſprecher 4584. Jugendfürſorge, Jugendgerichtshilfe, Soziale
Gerichtshilfe, Rechtsauskunftsſtelle (auch für Steuer= und
Verſicherungs=
angelegenheiten), Beratung in Wohnungsangelegenheiten, Eheberatung,
Trinkerfürſorge, Wanderer= und Gefangenenfürforge.
Gemeindeamt für Kiuchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus.
Kiesſtraße 17, Hinterhaus. Geſchäftsſtunden vorm. von 8—12 Uhr und
nachm. von 3—6 Uhr. Fernſprecher 2379. Dienstags und Freitags
nachm. geſchloſſen.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17,
Hinterhaus, Zimmer 4. Zahltage: „Montag, Mittwoch und
Donners=
tag, vorm. von 9—12 Uhr, und Donnerstag, nachm. von 4—7 Uhr,
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtraße 51):
Rechtsausk
nftsſtelle. Sprechſtunden vormittags von 10—1 Uhr.
Fern=
ſprecher 2288
Martinskirche. (Kollekte für die Kirchenrenovierung in Homberg;
a. d. Ohm.) Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Bergér. —
Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt.
Landeskirchenrat D. Waitz. — Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Beringer. — Abends 6 Uhr:
Predigt=
gottesdienſt. Pfarrer Beringer.
Montag, 16. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelbeſprechung im
Klein=
kinderſchulgebäude, Liebfrauenſtraße 6. —
Mittwoch, 18. Dezember,
abends. 8 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. (2. Artikel: „Das
Ge=
richt”.) — Abends 8 Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus. 1. Petri 3,
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Dienstag, den 17. Dezember,
abends 8 Uhr im Martinsſtift: Kirchenchor; im Gemeindehaus:
Jugend=
vereinigung. — Donnerstag, 19. Dezember, abends 8 Uhr im
Martins=
ſtift: Mädchenvereinigung Oſt; im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung
Weſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor. — Freitag, den 20. Dezember,
abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mütterabend Weſt;
Jugendvereini=
gung (ältere Abteilung). — Samstag, den 21. Dezember, nachm. 3.30
Uhr, Mauerſtraße 5: Weihnachtsfeier der Kleinkinderſchule. — Nachm.
5 Uhr im Gemeindehaus: Weihnachtsfeier der Handarbeits= und
Strick=
ſchule.
Johanneskirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Wagner. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 5 Uhr:
Predigtgottesdienſt mit heiligem Abendmahl. Pfarrer Goethe.
Montag, 16. Dezember, abends 8 Uhr: Kirchenchor und Mütterabend
im Gemeindehaus. — Mittwoch, 18. Dezember, nachm. 5 Uhr:
Helfer=
ſitzung beider Bezirke.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7.30 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10
Uhr: Hauptgotesdienſt mit Feier des heil. Abendmahls. Pfarraſſiſtent
Georgi. — Vorm. 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt. — Dienstag, 17. Dez.,
abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde.
Befſunger Kirche (Petrusgemeinbe). Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Ordination des Pfarramtskandidaten W. Wollweber durch
Dekan Zimmermann. — Vormittags 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 15. Dezember, nachm. 5.30 Uhr:
Weihnachtsfeier des Vereins der Freundinnen junger Mädchen in der
Kirche. — Abends 8.15 Uhr: Adventsabend der JJugendbünde im
Ge=
meindeſaal. — Montag, 16. Dezember, abends 8.15 Uhr:
Weihnachts=
feier der Mädchenvereinigung.
Dienstag, 17. Dezember, abends 8.15
Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 18. Dezember, abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtunde im Gemeindehaus über: „Perſon und Briefe des Petrus”.
Pſarrer Weiß. — Donnerstag, 19. Dez., abends 8 Uhr:
Weihnachts=
feier des Mütterabends. — Freitag, 3. Dezember, nachm. 2.30 Uhr;
Weihnachtsfeier der Kinderſchule. — Abends 6 Uhr: Weihnachtsfeier der
Strickſchule — Abends 8 Uhr: Bibelſtunde im Saal der neuen
Train=
kaſerne. Pfarraſſiſtent Georgi. — Abends 8 Uhr: Mädchenchor.
Abends 8.15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 21. Dezember, abends 7.30
Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. (Kollekte für Homberg a. d. Ohm.) Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Müller. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Müller.
Veranſtaltungen: Sonntag, 15. De ember, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung: „Adventsgottesdienſt in der Schloßkirche.,
Montag, 16. Dezember, abends ½8 Uhr: Jugendbund:
Weihnachts=
feier. — Dienstag, 17 Dezember, abends 8 Uhr: Kirchenchor. —
Mitt=
woch, 18. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Müller.
(5. Bitte.) — Donnerstag, 19. Dezember, abends 8 Uhr: Mütterabend:
Weihnachtsfeier. — Freitag, 20. Dezember, abends 8 Uhr: Kirchenchor.
Samstag, 21. Dezember, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Stftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel.
Nachm. 4 Uhr: Weihnachtsfeier des Kindergottesdienſtes. — Evang.
Sonntagsverein: Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden (
Geburtstags=
ſeier). — Donnerstag, den 19. Dezember, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Luth. Gottesdienſt (Selbſtändige evang.=luth. Kirche) am 3. Advent,
15. Dezember, im „Feierabend”, Stiftsſtraße 51, 10 Uhr: Predigt= und
Abendmahlsgottesdienſt. 9.30 Uhr: Beichte. Pfarrverwalter Lucius.
Stadtmifſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3.30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Kleinſchmidt. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Miſ=
ſionsarbeitsſtunde. — Abends 8.30 Uhr: Kriegerdankbund. — Dienstag,
nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. — Abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=
Bibelſtunde. Prediger Semmel. — Mittwoch, abends 8.30 Uhr: Gem.
Chor. — Donnerstag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde. Prediger
Sem=
mel. — Freitag, abends 8.30 Uhr: Weihnachtsfeier in der Kinderſchule,
Beſſungerſtraße 80. — Samstag, abends 6—7 Uhr: Eiſenbahner=
Ver=
einigung. — 8.15 Uhr: Poſaunenchor. — Sonntag, 22. Dez., nachm.
4 Uhr: Sonntagsſchul=Weihnachtsfeier.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. — Nachm. 4.45 Uhr:
Bibel=
beſprechſtunde für junge Mädchen. — Dienstag, abends 8.30 Uhr:
Mäd=
chenkreis. — Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Freundeskreis für junge
Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge
Männer. — Sonntag, 22. Dezember, abends 8 Uhr: Jugendbund=
„Weihnachtsfeier.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtreſe 22,
In=
fanterie=Kaſerne, Hof links). Sonntag, 15. Dezember, abends 8 Uhr:
Vortrag von Herrn Dr. Hammer über: „Chriſtliche Kunſt”.
Mittwoch,
Montag, 16. Dez., abends 8.36 Uhr: Familienbibelſtunde.
18. Dezember, abends 8.30 Uhr: Jungmännerbibelſtunde. —
Donners=
tag, 19. Dezember, abends 8.30 Uhr: Jung=C.=Heimabend. (Die heil.
Adventszeit und wir.) — Freitag, 20. Dezember, abends 8.30 Uhr:
Turnen (Ludwigsoberrealſchule).
Frauenkreis im Heim. — Samstag,
21. Dezember, nachm. 3 Uhr: Jungſcharſtunde.
B.=K., Bund deutſcher Bibelkreiſe (Alexanderſtraße 22, Inf.=
Ka=
ſerne, Hof links). Samstag, 14. Dezember, nachm. 4.30 bis 5.30 Uhr:
Spielen im Heim; anſchließend Bibelſtunde. — Mittwoch, 18. Dezember,
abends 8 Uhr: Heimabend für Aeltere. — Donnerstag, 19. Dezember,
abends 8.15 Uhr: Budenabend für Jüngere.
Internationale Bibelforſcher=Vereinigung, Ortsgrude
Reſtauration Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20. Jeden Dienste
8 Uhr: Bibelſtudium mit Diskuſſion. Jedermann herzlich e
Sonntags vormittags 10 Uhr: Kinderverſammlung.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkunſt,
Eliſabethenſtraße). Sonntag, den 15. Dezember, vormittags 10 Uhr:
Menſchenweihehandlung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich wiffenſchaſtliche Vereinigung (Chriſtian Science Society)
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntag,
vorm. 10 Uhr, und jeden erſten und dritten Mittwoch im Monat, akends
8.15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vorm. 11.15
Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4.30 Uhr: Wortverkündigung. —
Mitt=
woch, abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. — Freitag, abends 8.15 Uhr:
Wort=
betrachtung. Jedermann herzlich eingeladen.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40)
15. Dez., vorm. 9,30 Uhr: Andacht. Nachm. 4 Uhr:
Evaugeli=
digung. Abends 8 Uhr: Jugendbundſtunde. — Mittwoch.
Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich eingeladen.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 16. Dezemb
8 Uhr im Feierabend, Stiftſtraße 51: Bibelſtunde.
Methodiſten=Gemeinde (Evang. Freikirche), Wendelſtadt
Sonntag, 15. Dezember, abends 1,8 Uhr: Predigt über: Fa
nung auf das kommende Heil. Prediger E. Bültge. — Mit
18. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. g
Bültge. Zu allen Verſammlungen iſt jedermann herzlich
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Maue
Sonntag, den 15. Dezember, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. n
Sonntagsſchule. Nachm. um 4 Uhr: Predigt. — Mittwoch
abends 8.15 Uh
Bibelſtunde. Zu diefen Verſammlungen
mann freundlichſt eingeladen.
Evang. Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vormittae
Predigt; 11 Uhr: Sonntagsſchule; 8 Uhr: Predigt. — Mont
8.15 Uhr: Jugendverein. — Dienstag, abends 8.30 Uhr,
Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Katechetiſcher Unterricht. —
abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde. Jedermann iſt herzlich e
P. Schanz, Prediger.
Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, vorm. 8 Uhr Ge
Vorm. 10 Uhr Heiligungsverſammlung. Vorm. 11.30 Uhr
ſchule. Nachm. 3 Uhr Wegweiſer=Unterricht. Nachm. 5 u
Verſammlung. Abends 8 Uhr Adventsfeier. — Montag, gber
Jugendliga. — Dienstag, abends 8 Uhr: Mitgliederverſam
Mittwoch, abends 5 Uhr: Kinder=Verſammlung; abends 8 u5.
liche Verſammlung. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Hein
Freitag, abends 8 Uhr: Heiligungs=Verſammlung.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt I., Hindenburgſtr. ſehe
Sonntag, den 15. Dez., vorm. 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und
den 18. Dezember, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II., Bismarck
Sonntag, den 15. Dez., vorm. 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und
den 18. Dezember, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. 3. Advent, 15. Dez.
Jahresfeſt des Frauenvereins. Vorm. 10 Uhr: Hauptg
Feier des heil. Abendmahls. Kollekte für den Frauenvereir
½2 Uhr: Dankgottesdienſt. Nachm. 3 Uhr im Gemeindeſag
Arbeiter= und Handwerkerverein. Vortrag Arbeiterſekrelä
„Volk in Not”. Abends 8 Uhr Bibelſtunde: „Jeſus und die
— Montag Frauenverein. — Dienstag Kirchengeſangverein
ſaunenchor. — Mittwoch Jugendbund Wartburg. — Donners
mädchenverein.
Evangeliſche Kirche zu Ober=Ramſtadt. Samstag, 14.
8 Uhr: Eröffnung der Weihnachtsausſtellung und des Wei
kaufes der Jugendvereine. — Sonntag, 15. Dezember, 10 Uhr
dienſt. 1 Uhr: Kindergottesdienſt. 5 Uhr: Advents=Abendg
(Die Weihnachtsausſtellung iſt am Sonntag von 11 Uhr ab
Tag geöffnet.) — Montag: Jugendverein. — Mittwoch: Kirod
Donnerstag: Poſaunenchor. — Freitag: Mädchenverein —
Jugendverein.
Evangeliſche Gemeinde Eberſtadt. Sonntag, 15. Dezem.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Anſchließend: Kindergottes
Montag: „Jugendgemeinde, Probe. —
Dienstag: Frauen
Mittwoch: Jugendgem., Buben=Jungſchar. Kirchenchor.
tag: Jugendgemeinde, Probe. — Freitag: Jugendgem., Mä
ſchar. — Poſaunenchor.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt. Sonntag, den 15. Dezen
mittags ½2 Uhr: Gottesdienſt.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, den 3. Advent,
vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Vorm. 11 Uhr: Kindergotte?
Großen. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kleinen. 20 Uhr:
andacht. — Donnerstag, 20 Uhr: Frauenverein.
Evangeliſche Gemeinde Erzhauſen. Sonntag, 3. Advent,
vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Vorm. 11 Uhr: Kindergotte.
Montag: Kirchenchor — Dienstag: Frauenabend. — Mittwe
mannſchaft. — Donnerstag: Kirchenchor. — Freitag: Mädck
gung. — Samstag: Jungmannſchaft. 4 ,
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Auswärtige Gemeinſchaften.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Roßdorf, Dieburger Straß
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8 Uhr: Gottesdienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Ober=Ramſtadt, Bahnhofſtraße
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſhe Gemeinde Nieder=Ramſtadt, Bahnhofft
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Griesheim, Groß=Gerauer &
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8.30 Uhr
Gottesdienſt
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen, Alte Darmſtädter
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt, Weingartenſtraße
Sonntag, den 15. Dez., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
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der Nothilte in Ludwigshaten a. Rh. gesandt um
sich an Hand der Originalbelege und Bücher
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sönlich zu überzeugen. Herr Adam Kratt /5. gbt
uns die beste Auskunft über den geordneten
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schäftsgang, welcher durch einen beeiaisten
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reuisor bewacht wird bei der Nothilte Deutscher
Landwirte, Herr Adam Kratt 15, hat Einblick
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nommen über kausende von
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zahlungen, welche berelts an unsere Berufskollegen
besahlt wurden.
Es sind daher alle Angriffe gegen dle Mothilfe als
ungerehtfertist zu betrzehten und mir können nur
emptehlen, das durch Beitrit Im kolleglalem Sinne
die Krankenunterstützungskasse Mothilfe Deutscher
Landwirte und verwandter Berufe auch ternerhin
unterstätzt wird.
Im Auftrag von Mitgliedern der Ortsgruppe Hahn
bel Pfungstadt
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[ ← ][ ][ → ]ver 346
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Frau Bomhard, und L. A. Osborne,
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iller, der Schöpfer des Deutſchen
ſeilt auf der Rückfahrt von der
kraftkonferenz gegenwärtig in den
Staaten. Der Zweck ſeines längeren
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ſtitute in New York. Chicago und
Philadelphia.
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im Frankfurter Zoo.
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Desaus 1.10 1 Lung
beſſ=
Slau /hekſchef
Ueh-di0 den
en, deaid Meugurn
rikzte „19 10 genartt.
Ukommenes Geſchenk hat der bekannte
Ifreund und =Kenner J. Spedan
Le=
r reichhaltigen und muſtergültigen
ender Vögel eine Anzahl beſonders
oünſchenswerter Stücke dem
Frankfur=
indt, eine erfreuliche Folge der vor
on Direktor Dr. Priemel bei ſeinem
England angeknüpften
freundſchaft=
gen. Die herrlichen
Paradies=
zuerſt erwähnt; es ſind ein Noter
Paradiesvogel, ſo genannt
roten Farbe ſeiner Schmuckfederbüſchel
ten, eine Art, die nur auf drei
In=
h von Neuguinea (Waigu, Batanta
rkommt, und zwei Faden=
Para=
nämlich ein älteres, ausgefärbtes und
nchen von Neuguinea; beim voll
aus=
edieſer Art iſt die fadenförmige Ver=
Weichenfedern, worauf ſich der Name
rs merkwürdig. Weiter kamen mit:
e Arten der farbenprächtigen,
pinſel=
i=Papageien von =Auſtralien
und ſchließlich drei ſeltene Eulen,
höne hinterindiſch=malayiſche Masken=
und s nordiſche Vögel, der niedliche Sper=
/ſſauz — kleinſte europäiſche Eule — und der
NeDi ſußkauru 2 beide auch vereinzelt in Deutſchland
teukan Tſmmen I deshalb zur Ergänzung der Eulen=
0c 9 lung ur. o erwünſchter waren.
dem Auto in die Fulda.
ei Kohlhaus ſind in der vorletzten
en mit dem Auto in die Fulda
ge=
en wurde auch von einer Dame
ge=
herweiſe kamen die Inſaſſen mit
*d davon. Mit Hilfe von
Ortsein=
der Wagen wieder aus der Fulda
Ein gs
chentiadk
pit Ki ze tberſt.ch
19 ſen A. 1
ltſchaft
Hu
HN Dirge 21
angenru.
Bes for,
wurä,
Hu ee
Lanx
atiſtenführer wegen Betrugs
verhaftet.
Die hieſige Polizei verhaftete einen
er aus Idar, der von der
Staats=
brieflich verfolgt wird. Becker war
tiſt tätig und hatte ſich das Amt
ters in einer Stadt an der unteren
Nach dem Zuſammenbruch ſeines
nach Verübung einiger Betrügereien.
1s Amtsgerichtsgefängnis Oberſtein
dagoge Rudolf von Laban
50 Jahre alt.
Cudolf von Laban,
Theoretiker und Pädagoge der
dewegung, feiert am 15.
Dezem=
eburtstag. v. Laban ſtammt aus
Handte ſich ſchon frühzeitig dem
wo er bald, zu den führenden
rte. Seine Theorien legte er in
ten nieder. In letzter Zeit
be=
rwiegend um den Ausbau einer
uen Tanzſchrift.
Samstag, den 14 Dezember 1929
Seite 13
Niederholung der engliſchen Flagge,
die ſeit dem 31. Dezember 1925, alſo faſt genau vier Jahre lang, über Wiesbaden wehte.
Gleich=
zeitig iſt die engliſche Beſatzung aus Wiesbaden abgerückt.
Wieder blutige Revolke im Zuchthaus von Auburn.
Das ſtaatliche Zuchthaus in Auburn (Staat New York),
m dem wieder eine blutige Maſſenmeuterei ausgebrochen iſt.
Die Sträflinge überwältigten die Wächter, töteten einen Aufſeher und ſetzten den Zuchthausdirektor
gefangen, dem ſie mit Erſchießen drohten, falls man ſie nicht in Kraftwagen davonfahren laſſe.
Truppen eröffneten einen Kampf mit Tränengasbomben auf das Gebäude. Es gelang, den Direktor
und vier Aufſeher zu befreien. Dabei wurden acht Sträflinge erſchoſſen.
Der Düſſeldorfer Mörder in Eger
verhaftek?
Eger, 13. Dezember.
In einer kleinen Gaſtwirtſchaft wurde am
Don=
nerstag ein Mann unter dem Verdacht verhaftet,
im Zuſammenhang mit den Düſſeldorfer Morden
zu ſtehen. Der Verhaftete iſt der 31jährige
Chauf=
feur Joſef Mayer aus Lehenſtein bei Eger, der ſeit
dem Jahre 1927 wegen Deſertion geſucht wird und
wiederholt wegen ſchwerer Verbrechen vorbeſtraft iſt.
Auffällig iſt eine bei ihm vorgefundene Aufzeichnung,
deren Schriftzüge größte Aehnlichkeit wit einem
Schreiben des vielgeſuchten Düſſeldorfer Mörders
aufweiſen. Weiter wurde von der Egerer Polizei
feſtgeſtellt, daß die Beſchreibung des mutmaßlichen
Düſſeldorfer Mörders auf den Mayer
außerordent=
lich gut paßt und er ſich zurzeit der Morde in
Düſ=
ſeldorf aufgehalten hat. Die Egerer Staatspolizei
hat ſich ſofort mit den Kriminalbehörden in
Düſſel=
dorf in Verbindung geſetzt.
Nieſtroy entlaſſen.
Berlin. Der zur Aufklärung der Düſſeldorfer
Morde in Nowawes verhaftete Knecht Nieſtroy iſt
geſtern entlaſſen worden. Seine Ausſagen ſind
in=
zwiſchen durch einen ebenfalls ermittelten
Reiſe=
gefährten, einen Melker, noch beſtätigt worden. An
Hand von Krankenkaſſenſcheinen und Beſcheinigungen
über zahnärztliche Behandlung iſt nun erwieſen, daß
Nieſtroy für den Fall Maria Hahn nicht in Betracht
kommen kann.
Mord und Selbſtmord in Groß=Oſtheim.
Groß=Oſtheim. Geſtern früh 10 Uhr wurde
in einem Stall die 16jährige Tochter des Landwwirts
Peter Hock in einer großen Blutlache liegend mit
durchſchnittener Kehle aufgefunden. In der Scheune
des kleinen Anweſens wurde wenige Minuten ſpäter
die Leiche des etwa 30 Jahre alten Knechts Chriſtian
Weirich aufgefunden, der offenbar das Mädchen
er=
mordet und dann ſich ſelbſt durch einen
Karabiner=
ſchuß entleibt hat. Weirich war früher einige Jahre
bei der Fremdenlegion geweſen. Das Motiv zu der
Tat iſt noch nicht bekannt. Die Gerichtsbehörden
aus Aſchaffenburg weilen am Tatort.
Schwere Verfehlungen eines Göttinger
Reichsbahnoberinſpektors.
Göttingen. Der Reichsbahnoberinſpektor
Kruſe, der die hieſige Stationskaſſe verwaltet, iſt
wegen Unterſchlagung von insgeſamt 113,000 RM. in
Haft genommen worden, nachdem die
Unter=
ſchlagungen am Donnerstag aufgedeckt worden ſind.
Die Reichsahndirektion Kaſſel teilte dazu mit, ſie
müſſe mit Rückſicht auf die ſchwebende Unterſuchung
davon abſehen, Erklärungen über die näheren
Um=
ſtände der Verfehlungen abzugeben.
der Giſtmiſcherinnen=Prozeß in Szolnok
Budapeſt, 13. Dezember.
Vor dem Gerichtshof des Theiß=Städtchens
Szol=
nok, das bereits vor fünf Jahren im Mittelpunkt des
öffentlichen Intereſſes ſtand, als der Prozeß über
den ſogenannten Zſongrader Bombenanſchlag
ver=
handelt wurde, beginnt am Freitag der
Monſtrepro=
zeß gegen 36 des Giftmordes angeklagte
Einwohne=
rinnen der Dörfer Tiſzakürt und Nagyrev. Nach den
Vorerhebungen ſind von den Angeklagten 50
Per=
ſonen getötet worden, indem man ihnen Arſenik im
unauffälligen Doſen verabreichte. Der Giftſtoff wurde
von zwei Hebammen in Verkehr gebracht und an
Frquen verkauft, die ſich den Mann vom Halſe
ſchaf=
fen wollten, um den Liebhaber zu ehelichen, oder
die aus Motiven der Erbſchleicherei ihre nächſten
Verwandten aus dem Wege zu räumen wünſchten.
Der Anfang der Giftmorde liegt gute zehn Jahre
zurück, aber erſt vor einigen Monaten wurden auf
Grund einer anonymen Anzeige eine Reihe von
Ver=
ſtorbenen exhumiert, nach und nach immer mehr
Frauen des Giftmordes überführt und der
Staats=
anwaltſchaft überliefert. Unter den Verhafteten und
denjenigen, die ihre Verhaftung zu befürchten
hat=
ten, ſind nicht weniger als fünf Selbſtmordfälle
vor=
gekommen. Unter den Selbſtmörderinnen befanden
ſich auch die beiden Hebammen, die das Gift an die
übrigen verkauft hatten. Die beiden Hotels der
kleinen Stadt ſind bis zum letzten Zimmer beſetzt.
Nicht nur ſämtliche Budapeſter Tageszeitungen ſind
vertreten, auch zahlreiche ausländiſche Zeitungen,
darunter mehrere deutſche, haben Berichterſtatter
ent=
ſandt. Von den 36 Angeklagten werden heute vier
vor den Richter treten, darunter die
Hauptange=
klagte, die 65jährige Frau Lipka, die nicht weniger
als vier Menſchen mit Arſen umgebracht hat. Der
geſtrige Tage hat übrigens eine neue Senſation
ge=
bracht, da in einer dritten Ortſchaft die Obduktion
eines füngſt verſtorbenen Ehemannes das
Vorhan=
denſein von Arſenik ergeben hat. Die Frau des
Verſtorbenen wurde verhaftet.
Ein Poſtſack des Zeppelin auf dem Dach.
Pirmaſens. Auf dem Dach eines Hauſes im
der Schloßſtraße wurde ein Poſtbeutel mit
Karten=
grüßen vom „Graf Zeppelin” aufgefunden. Die
Karten, die mit dem Poſtſtempel vom 28. Juli
ver=
ſehen waren, ſind anläßlich der Pfalzfahrt des
Luft=
ſchiffes über der Stadt abgeworfen worden. Da die
Signalflagge, die um den Poſtbeutel gewickelt war,
ſich nicht gelöſt hatte, iſt der Abwurf unbeachtet
ge=
blieben. Die Karten, die nach verſchiedenen Städten
des In= und Auslandes gerichtet waren, ſind dank
der ſchützenden Hülle bis auf zwei noch veyſandfähig.
Sie wurden ſofort zur Poſt gegeben.
Fingierke Rechnungen.
Berlin, 13. Dezember.
Der Fall des Stadtoberingenieurs Möllerke, der
vor zwei Tagen wegen Amtsunterſchlagung und
Ur=
kundenfälſchung in Haft genommen wurde, wird der
Staatsanwaltſchaft Veranlaſſung geben, ſich nicht nur
mit den Verfehlungen dieſes ſtädtiſchen Beamten zu
befaſſen, ſondern darüber hinaus in die höchſt
ſon=
derbaren Geſchäftspraktiken der Berliner
Brennſtoff=
geſellſchaft, eines ſtädtiſchen Unternehmens,
hinein=
zuleuchten. Aber auch ohne ein Eingreifen des
Staatsanwalts werden ſich die Gerichte mit den
Vor=
gängen, zu beſchäftigen haben, da das Bezirksamt
Berlin=Steglitz die Berliner Brennſtoffgeſellſchaft für
den ihm entſtandenen Schaden in Höhe von 47000
Mark regreßpflichtig machen will. Der
Stadtober=
ingenieur Möllerke hatte die Aufgabe,
Beſcheini=
gungen auszuſtellen, nach denen beſtätigt wurde, daß
die für die Schulen und Rathäuſer des Bezirksamts
Berlin=Steglitz in Rechnung geſtellten Kohlen
tat=
ſächlich geliefert wurden. Der damalige Direktor der
Brennſtoffgeſellſchaft, Brolat, der als Direktor der
Städtiſchen Verkehrsgeſellſchaft auch in der Sklarek=
Affäre eine Rolle ſpielt, wußte darum, daß ſeine
Brennſtoffgeſellſchaft fingierte Rechnungen einreichte,
Großfeuer in München.
München. Am Donnerstag abend wurde die
Berufsfeuerwehr zu dem großen Sägewerk der Firma
Borſt gerufen, das in Brand geraten war. Infolge
des herrſchenden Sturmes war auch das Holzlager
einer nebenan liegenden Firma ſtark gefährdet. Das
Feuer in dem Sägewerk breitete ſich mit großer
Schnelligkeit aus. Niedergebrannt ſind die
Maſchinen=
halle, die Schreinerei und die Sägehalle. Die
Feuer=
wehr arbeitete bis in die Mitternachtsſtunden mit
13 Schlauchleitungen. Sehr tragiſch endete in dieſem
Zuſammenhang ein Telephongeſpräch mit dem
Pro=
kuriſten eines anderen Werkes. Dieſer war der
An=
ſicht, es handle ſich um das Werk ſeiner eigenen
Firma und erſchrak am Telephon derart, daß er vom
Schlage getroffen tot zuſammenbrach. Die
Ent=
ſtehungsurſache des Brandes iſt noch nicht bekannt.
Sturmmeldungen aus dem Nordſeegebeit.
Hamburg. Der heftge Sturm, der am
Don=
nerstagnachmittag und am Abend im Nordſeegebietz
wütete, erreichte in Hamburg eine Stärke von 31,
in Bremen ſogar von 33 Sekundenmetern. In
Cuxhaven wurde ein Teil der am Waſſer liegenden
Straßen überſchwemmt. Auch die Rettungsſtation
iſt überflutet. In der Nähe des Elbfeuerſchiffes 3
ſind über 25 Seeſchiffe aller Größen vor Anker
ge=
gangen, die ſich teilweiſe in Seenot befinden. Ein
franzöſiſcher Dampfer, der ſich vom Anker losgeriſſen
hatte, wurde von zwei Schleppern in Sicherheit
ge=
bracht, ebenſo ein engliſcher Dampfer. Infolge des
ſchweren Sturmes iſt auch der Eiderdeich im
Schwaa=
ber Koog gebrochen. Zirka 50 bis 60 Meter Deich
ſind völlig im Waſſer verſchwunden. Sämtliche
Län=
dereien dieſer Gegend ſtehen unter Waſſer. Die
Be=
wohner von Jevenberg können ihre Geſchäfte nicht
verlaſſen. Weitere Deichbrüche wurden bis jetzt
ver=
hindert.
Schnee und Gewitter im Rieſengebirge.
Hirſchberg. Im Rieſengebirge gingen am
Donnerstag nachmittag Wintergewitter nieder.
Zu=
gleich trat im Hochgebirge auch Schneefall ein, der
am Freitag vormittag andauerte. Der heftige Wind
hat ſtarke Verwehungen hervorgerufen.
Wintergewitter.
Freiburg. Die Nährmittelfabrik Zapf in
Zell am Harmersbach wurde bei einem Gewitter, das
am Donnerstag abend über Oberbaden und die
See=
gegend zog, vom Blitz getroffen und eingeäſchert. Ein
weiterer Blitzſchlag traf die Hochſpannungsleitung
des Kraftwerkes Laufenberg. Zahlreiche Städte des
badiſchen Bodenſeegebietes, wie Singen, Radolfzell
uſw., waren infolgedeſſen ohne Strom.
Ein Leuchtturm von der Umwelt abgeſchnitten,
Paris. Wie der „Matin” berichtet, iſt der
Leuchtturm von La Vieille (Bretagne) ſeit 24 Tagen
von der Außenwelt abgeſchnitten. Wegen des
Un=
wetters konnte man bisher mit den
Leuchtturmwär=
tern, denen die Lebensmittel ausgegangen zu ſein
ſcheinen, nicht in Verbindung treten.
Aufſehen erregende Entdeckung eines
amerikaniſchen Bakteriologen.
New York.‟ Der bekannte Bakteriologe Prof.
Falk von der Uniberſität Chicago hat eine Aufſehen
erregende Entdeckung gemacht. Nach ſechsjähriger
Arbeit iſt es ihm gelungen, den Influenzaerreger zu
erkennen und einwandfrei zu iſplieren.
Jugendrichter Ben Lindſen ſeines
Amkes enkhoben.
Ben Lindſey,
der weltberühmte amerikaniſche Jugendrichter in
Denver (Colorado), von dem die Parole der
Kameradſchaftsehe” ſtammt, iſt plötzlich ſeines
Amtes enthoben worden. Es wird ihm
vorge=
worfen, Beſtechungshonorare angenommen zu
haben.
Seite 14
Samstag, den 14. Dezember 1929
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Samstag, den 14. Dezember 1929
Seite 15
Aus dem deutſchen Oſten.
Sneteice
Her charaktervollſten deutſchen Landſchaften iſt die Steil=
Samlandes. In ſchroffer Lehne fällt hier das hohe,
ilte Ufer zur Oſtſee ab, deren Wellen faſt alljährlich
but von ihm fordern, dafür aber den Bernſtein
zurück=
nirgends auf dem ganzen Erdball auch nur annähernd
per Menge gefunden wird wie hier auf dieſer Halbinſel
ns.
Hie Steilufer bei Groß=Dirſchkeim und bei Warnicken
Neder Maic Zipfelberg bei Groß=Kuhren nicht geſehen hat, der kanu
Vorſtellung von dem Zauber der von Pillau bis zum
Kranz reichenden Bernſteinküſte des Samlandes im
Oſten machen.
Dei Meehen NEs Samland iſt eine der alten Landſchaften des alten
ndes; von ſeinen wenigen Erhebungen iſt neben der
Hohen Landſpitze Brüſterort mit ſeinem Leuchtturm des
mit dem 110 Meter hohen Galtgarben zu nennen:
em Galtgarben findet man die Reſte der bedeutendſten
ichen frühgeſchichtlichen Fliehburgen.
rſte Kunde vom Bernſtein gibt uns die helleniſche
omer erzählt in ſeiner Iliade von den Trojanerinnen,
4
iſtliche Armbänder aus Elektron (Bernſtein)” getragen
rojaner und Griechen erhielten dieſes Elektron in
verarbeitetem Zuſtand von den Phöniziern, dem
Han=
ſ—ler Vorzeit, die es von der Bernſteinküſte holten.
Aot erzählt, daß der Bernſtein ſowie das Zinn aus dem
Europa kämen, wo ſich der Eridamos in das nördliche
ze. In dem Eridamos wollen einige Ausleger die
Lipland, andere die Radaune in Weſtpreußen
wieder=
s berichtet, daß an den Ufern eine Bai, Mentonomon
in Volk unter dem Namen Guttones wohnte, von dem
ſr! agesſchiffahrt die Inſel Abalus oder Balthia läge, an
e ſich der Bernſtein fände, deſſen ſich die Einwohner
Holzes bedienten, und den ſie auch an ihre Nachbarn,
ies, verkauften. Man glaubt dieſe Bai Mentonomon
triſche Haff anſehen zu müſſen; dann wäre das Sam=
Inſel geweſen, und die Guttones der alte preußiſche
n der Guden.
ztien
rüheſte Denkmal jener Handelsbeziehungen mit den
äiſchen Ländern birgt ein aſſyriſcher Obelisk, der ſich
Teleher Auo ery itiſchen Muſeum in London befindet. Die Keilſchrift
dem 10. Jahrhundert vor Chriſti Geburt ſtammenden
Slbeſagt, daß eine Expedition in Meeren, in denen der
rſy im Zenit ſteht, Safran, welcher anzieht, gefiſcht habe.
berichtet, daß die Prunkwaffen der alten Helden mit
a1 Bernſtein) geziert waren, das der ſtrahlenden Sonne
Sonntag ist Usſer r war.
Geschzt In/ /kene ſind zierliche Bernſteinketten und Amulette
aus=
booorden, welche den grazilen Königstöchtern aus
ur=
chen Geſchlecht als koſtbarſte Kleinodien mit ins Grab
on 4 18 2 berdl iren.
iin
geoſget Tal’s war es bekannt, daß die Aeſtyer, das ſind die Eſthen,
Bed ein, den ſie Gleſum nannten, als Auswurf des
Mee=
ſan) n und an die Römer verhandeln. Die Eſthen
wohn=
abe) jener Zeit um das Kuriſche Haff, alſo auch im
Sam=
im frühen Mittelalter hieß das Kuriſche Haff „Das
ſent
Erſt ſpäter ſind die Eſthen weiter nach Oſten ge=
Inun Zeiten vor=Chriſti Geburt hielt man es keinem
eifesſ terworfen, daß der Bernſtein ein Mineral ſei. Die
ihn aus den goldhellen Tränen entſtehen, welche die
he
veſſt des Phgeton, die Heliaden, weinten, als ſie in Pap=
EMeuaſce vo indelt wurden. Sogar bis ins Mittelalter hinein
de. Bernſtein als Mineral angeſprochen, obgleich der im
Jaincen „=hundert nach Chriſti Geburt lebende Naturforſcher
hiust: Aeltere die Meinung ausgeſprochen hatte, das Elek=
Lull
Bernſtein — wäre vegetabiliſchen Urſprungs, er ſei
rtgesi denes Fichtenharz‟. Dieſe Anſicht kommt der
Wahr=
sehen seifſeEl ihe, erreicht ſie aber nicht ganz. Die neueſten wiſſen=
Sohzutensa ſſtligl Forſchungen haben ergeben, daß der Bernſtein aus
zu) teilung der Coniferen gehörigen Bernſteinbaume floß.
5 Sſocſe. 8 B einharz wurde teils an den Wurzeln der Bernſtein=
Ausseluß ime 1 geſchieden, teils tropfte es von den Zweigen auf die
ders de liegenden Blätter. Es ſind noch die Rätſel zu
Junſen,
dieſer Bernſteinbaum von der Erdoberfläche
ver=
unky iſt, ob er einſt Teile des baltiſchen Meeres bedeckte,
ihd
denel zt die Wogen frei ſpielen, oder ob er durch Wind und
sie ſatz ietter 7, durch eine plötzliche Naturkataſtrophe vernichtet
wor=
iſtsn er Umſtand, daß die Hauptfundorte des Bernſteins,
zeſch K.
ande der Oſtſee, mit dichten Wäldern harzhaltiger
Modele 2 idelhrd" beſtanden waren, trug viel zu der Annahme bei, daß
jeäri, Be=A in ein Baumharz ſei: der Bernſteinwald des
Sam=
des 7o auf einem in der Kreidezeit gebildeten Boden.
Diel rauen chemiſchen Analyſen haben ergeben, daß der
ſtein us mehreren Harzen beſteht, und ferner aus einem
Rriſckh) Oele (Bernſteinöl, Oleum succini) in geringer Menge
aau ner flüchtigen Säure (Bernſteinſäure), welche durch
ſbliny a und Behandlung mit Alkalien als „Bernſteinſalz”
aet Suo9 ) gewonnen und in der Medizin angewendet wird.
Die Farbe des Bernſteins iſt mannigfaltig: am bekannteſten
iſt wohl der klare Bernſtein goldgelber Färbung mit kriſtallener
Durchſichtigkeit und diamantenem Feuer; es gibt aber auch faſt
weißen, ſogenannten elfenbeinfarbigen Bernſtein, ferner
gelb=
braunen, auch ins rötliche ſpielenden Bernſtein und endlich auch
Bernſteinſtücke mit grünlichen und bläulichen Adern. Die
zahl=
reichen Variationen von Farbe und Form geben den Schnitzern
oft viel intereſſantere Anregungen zur Bearbeitung des
Bern=
ſteins als dies Elfenbein und andere Halbedelſteine tun.
Das Geheimnis ſeiner Herkunft, das „Rätſel des Bernſteins”
machte den Bernſtein zum Lieblingsſtein der Alten, und auch
heute noch iſt der Bernſtein beliebt. Die Inder knüpften an ihn
einen ſeltſamen Aberglauben. Sie trennten ſich nie von ihren
Amuletten aus Bernſtein, in denen jedes Glied die Seele eines
Familienangehörigen einſchloß, deſſen Tod durch das Springen
des betreffenden Steines angekündigt wird.
Als Amulett und als Ketten wurde Bernſtein viel getragen.
Vielſach war die Meinung verbreitet, daß Bernſtein=
Perlen=
ſchnüre, den Kindern um den Hals gelegt, das Zahnen
erleich=
tern würden. In katholiſchen Ländern wurde Bernſtein viel
als Räucherbernſtein in den Kirchen neben dem Weihrauch
be=
nutzt. Im Orient zogen Türken, Perſer und Chineſen den
Geruch des Bernſteins den nach unſeren Begriffen ſchöneren
dort einheimiſchen aromatiſchen Stoffen vor. Bernſteinketten um
den Hals getragen, ſtanden in dem Rufe, Drüſenanſchwellungen
des Halſes zu verhindern. Der Umſtand, daß die Bewohner der
Südhänge der Alpen, bei denen der Kropf ſehr häufig auftrat,
zur Linderung dieſes Leidens Halsketten aus Bernſtein trugen,
führte zu der falſchen Annahme, daß der Bernſtein aus dem Po
gefiſcht würde und daß der Po der Eridamos ſei.
Der Handel mit dem „Gold der Oſtſee” dem Bernſtein, war
ein Tauſchhandel. Dieſer gedieh glänzend im Zeitalter Roms,
als die Großen an den Ufern des Tiber den Wunſch hatten,
in den Beſitz von Bernſtein zu kommen. Durch des Kaiſers
Nero Entſendung eines römiſchen Ritters wurde die
Bernſtein=
büſte des oſtpreußiſchen Samlandes dem römiſchen Handel
er=
ſchloſſen. Die ſogenannte „Bernſteinſtraße” führte von der
Bern=
ſteinküſte die Weichſel hinauf bis Thorn, von dort über Gneſen
durch Sacrau bei Breslau — die in den bekannten „Sacrauer
Gräbern” aufgefundenen Münzen, Schmuckſachen und bronzenen
Gegenſtände liefern einen Beweis des lebhaften
Handelsver=
kehrs zwiſchen den römiſchen Provinzen und Oſtgermanien —,
das Odertal hinauf durch das heutige Schleſien, durch Mähren
entlang dem Tal der March, unweit deren Mündung am rechten
Ufer der Donau die Ruinen des alten „Carnuntumt” 40
Kilo=
meter öſtlich von Wien, den ſehr wichtigen römiſchen Handelsplatz
an der Donau bezeichnen, der zugleich Winterquartier der
römi=
ſchen Truppen und Station der Donauflottille war. Von
Car=
runtum führte die „Bernſteinſtraße” weiter durch Steiermark
nach der Po=Ebene und von dort nach Rom.
Es iſt nicht unintereſſant, feſtzuſtellen, daß außer der nach
Rom führenden „Bernſteinſtraße” eine zweite große, nicht
min=
der bedeutende Handelsſtraße beſtand, die von der Bernſteinküſte
nach Byzanz, der Hauptſtadt Oſtroms, und von dort über
Klein=
aſien nach dem Orient führte. Dieſe Handelsſtraße lief das
Weichſeltal hinauf bis zur Einmündung des San=Fluſſes, das
Sau=Tal hinauf bis Przemysl, von dort durch ein kleines
Seitental bis zum Oberlauf des Dnjeſtr, den Dnfeſtr entlang
bis zu ſeiner Mündung ins Schwarze Meer weſtlich Odeſſa,
dann zu Schiff durch das Schwarze Meer und den Bosporus
nach Byzanz. Zahlreiche Funde orientaliſcher Silbermünzen
und Schmuckgegenſtände bis ins 6. Jahrhundert vor Chriſti
Ge=
burt liefern den Beweis für den lebhaften Handel, der ſeit
älte=
ſten Zeiten mit den ſüdlichen Ländern und mit dem Orient
be=
ſtand.
Nach dem Verfall des Römiſchen Reiches ſcheint der Bernſtein
der einzige Handelsgegenſtand geweſen zu ſein, der die
wechſel=
ſeitigen Bziehungen zwiſchen den Völkern des Nordens und des
Südens aufrecht erhalten hat.
Bernſteinſtücke werden auch an der Küſte Jütlands, an der
Ems, an den niederländiſchen Geſtaden, an der franzöſiſchen und
ſpaniſchen Küſte, ferner im Mittelländiſchen Meere bei Genua
und an der Küſte Siziliens, und endlich auch in Grönland und
in der ſarmatiſchen Ebene gefunden, aber den bei weitem ſchönſten
und zugleich auch in bezug auf die Menge ergiebigſten Bernſtein
liefert die Oſtſee, und zwar ganz beſonders zwiſchen den
Mün=
dungen der Weichſel und des Memelſtromes: die vornehmlichſte
Stelle nimmt aber das Samland mit ſeiner Bernſteinküſte ein
Angeſtellte „Strandreiter” ſuchen meiſtens zu Fuß in den
früheſten Morgenſtunden den an Land geworfenen Bernſtein.
Viel mehr Bernſtein wird aber durch das Schöpfen aus der
See und durch Nachgrabungen im Innern des Landes
gewon=
nen. Das „Schöpfen” oder „Fiſchen” des Bernſteins aus der
See wird anmittelbar nach einem Sturme vorgenommen, wenn
der Wellengang ruhiger geworden iſt. Die Leute ſchreiten in die
See und ſchöpfen mit einem „Kätſcher” den zu Lande treibenden
Seetang heraus; dieſer wird dann am Ufer ausgebreitet und
von den Frauen und Kindern der Fiſcher nach Bernſtein
abge=
leſen. Das „Stechen” des Bernſteins geſchieht mit denſelben
Mitteln, es iſt ein ſorgfältiges Suchen am Strande der ruhigen
See. Auch im Winter wird Bernſtein gewonnen; in das Eis
werden hierzu Oeffnungen eingehauen.
Das „Graben” des Bernſteins iſt viel jünger als das
„Fiſchen”. Es wird zum erſten Male im Jahre 1556 erwähnt,
woraus geſchloſſen werden kann, daß es den Deutſchordensrittern
noch unbekannt war.
Friedrich der Große genehmigte auf Vorſchlag der Kriegs=
und Domänenkamer in Königsberg, als die Ergebniſſe des
Grabens des Bernſteins erheblich abnahmen, die Gewinnung
des Bernſteins auf bergmänniſche Weiſe durch Schachte und
Stollen; dieſes bergmänniſche Verfahren hat ſich jedoch nicht
gelohnt.
In alten Zeiten war jedermann das Aufleſen des
Bern=
ſteins erlaubt; die Deutſchordensritter führten eine Steuer, das
„Bernſteinregal”, ein. Das Städtchen Fiſchhauſen, gegründet
vom „Heiligen Adalbert”, und einſt Sitz des Samländiſchen
Biſchofs, wurde Sitz des Bernſteingerichts. Der „Bernſteineid”,
den die Stranbewohner leiſten mußten, verpflichtete ſie, keinen
Bernſtein für ſich zu behalten. Dieſer Bernſteineid wurde erſt
nicht lange vor dem Jahre 1800 abgeſchafft. Die
Bernſtein=
gewinnung wurde nun vom Staate meiſtbietend verpachtet. Die
bekannte Firma „Stantien und Becker” erzielte bei der
Bern=
ſteingewinnung in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts
ſolche Erfolge, daß die Pachtſumme, die früher dreißigtauſend
Mark betragen hatte, auf achthunderttauſend Mark ſtieg.
Der Bernſtein iſt der Magnet geweſen, der die Kulturvölker
des Orients nach dem germaniſchen Norden zog; auch heute noch
geht das „Gold der Oſtſee” von der Bernſteinküſte des
Sam=
landes aus in alle Länder der Welt! Die Neger Afrikas legen
ihr Vermögen in dieſem deutſchen Stein an und ſchmücken ſich
und ihre Weiber mit den ſchweren goldgelben Bernſteinketten.
Zu Roſenkränzen verarbeitet geht der Bernſtein nach dem Orient.
Die Fellachen in Aegypten ſchmücken das Sattelzeug ihrer
Ka=
mele mit dem nordiſchen Golde, im Kaukaſus werden die
alt=
ruſſiſchen Volkstrachten mit Bernſtein geziert, und in Deutſchland
iſt in der Bückeburger Gegend der Bernſtein noch heute der
Schmuck der Braut. In der Zeit des Barock wurde Bernſtein
ganz beſonders begehrt und auch vielfach von Goldſchmieden
und Schnitzern zu Kunſtwerken verarbeitet, die Bewunderung
erheiſchen. König Friedrich I. ließ im Charlottenburger Schloß
ein Kabinett herſtellen, deſſen Wände, Türen, Möbel und Zierate
aus Bernſtein gefertigt oder mit Bernſtein verziert waren. Dieſes
Kabinett ſchenkte Friedrich Wilhelm I. dem Zaren Peter dem
Großen von Rußland: im Schloſſe Zarſkoje Sſelo bildet es noch
heute eine Sehenswürdigkeit.
Das 19. Jahrhundert verlor das Intereſſe am Bernſtein,
der nunmehr als Maſſenartikel zu Andenken verarbeitet wurde.
Neuerdings wird dem „Strandſegen der ſogenannten blauen
Erde” die „Mode von morgen” prophezeit. Es iſt Tatſache, daß
in Amerika und in Paris in letzter Zeit großes Intereſſe für
den Bernſtein vorhanden iſt, und es wäre dem vom deutſchen
Vaterland abgetrennten urdeutſchen Oſtpreußen nur zu
wün=
ſchen, daß das „Gold der Oſtſee” von neuem ſeinen Siegeszug
durch die Welt antritt!
Das Samland gehört mit zu dem Teile Oſtpreußens, in dem
noch heute der Elch, der König der nordiſchen Wälder, hauſt.
Ebenſo lange wie das Elchwild in Oſtpreußen beheimatet iſt,
iſt dieſes hiſtoriſch denkwürdige Land von Germanen bewohnt
worden und ſo lange der Elchhirſch noch in Oſtpreußen „ſchreien”
wird, ſolange wird Oſtpreußen, dieſes leider von ſo vielen
deut=
ſchen Brüdern und Schweſtern zu unrecht verkannte deutſche
Juwel, deutſch bleiben trotz polniſcher Habgier! Und damit
wird auch „das Gold der Oſtſee” an der Bernſteinküſte des
Sam=
landes ein deutſcher Schmuckſtein bleiben bis ans Ende
der Welt!
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Frankfurt a. M.
Samstag, 14. Dez. 10.30: Schallplatten. o 11.15:
Studien=
rätin Cilla Geis: Das geiſtliche Volkslied. o 13.30: Schallplatten.
15.15: Jugendſtunde. Aus dem deutſchen Liederkranze. Ausf.:
Mädchenklaſſe Va der Schwanthaler Schule.
16: Stuttgart:
Konzert des Funkorcheſters. Mitw.: Elſe Werth, Käte Mann, H.
Hanus. O 18.05: M. Niederlechner: Verkäufer und Käufer alter
Bücher. O 18
: Spaniſcher Unterricht. O 19.05: Das Mikrophon
in Warenhaus und Läden. Sprecher; Friedel Falke=Leonhardt und
Dr. Laven. O 19.30: Trio=Konzert. Ausf.: Frankfurter Trio=
Ver=
einigung. O 20.15: Dortmund: Bunter Abend. Mitw.: H. Harbeck,
Senff=Georgi. 8 22.25: Kaſſel: „Unter Junggeſellen. Eine heitere
Stunde. O 23.30: Tanzmuſik.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Sonnabend, 14. Dez. 12: Künſtleriſche
Dar=
bietungen für die Schule. „Weihnachtsveſper
Orch. und Chor
der Staatl, Bildungsanſtalt. 15: Dir. Friebel: Aus der
Rundfunk=
abteilung des Zentralinſtituts für Erziehung und Unterricht. 15.40:
Maria Regina Jünemann: Frauenbücher. O 16: Prof. Jöde: Sing=
und Spielmuſiken der Gegenwart. O 16.30: Hamburg: Inſtrumental=
Kabarett des Scarpa=Orch. o 17.30: Dir. Remmers: Ziel und
Grenzen beamtenwirtſchaftlicher Selbſthilfe. 18: Vortrag. O 18.30;
Franzöſiſch für Anfänger. O 19: Stille Stunde. Sterne über uns”
20: Ruſſiſches Künſtler=Theater Zwetnoffs Arlekin. Spaniſche
Revue Barſoni. 6 21: „Das Jeſuskind in Flandern”
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Timmermans. Sprecher: Gerd Fricke. O. Danach: Tanzmuſik.
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pfälzischen Tageszeitungen
Seite 16
Samstag, den 14. Dezember 1929
Dom Süsarttk
Neue Auſikbücher.
Siegfrieb Ochs: Der Deutſche Gefangverein für gemiſchten Chor,
4. Bd. Max Heſſes Verlag, Berlin=Schöneberg. Geb. 4.— RM.
Kurz nach dem Tode des Berliners Meiſterdirigenten erſchien,
von ihm ſelbſt noch für den Druck vorbereitet, der letzte Band ſeines
umfaſſenden Werkes, in dem er ſeine künſtleriſche Erfahrung als
Diri=
gent andern zu übermitteln ſuchte. Mit der gleichen begeiſternden
Leb=
haftigkeit, mit der er dirigierte, gibt er nun auch ſeine Anweiſungen,
und der letzte Band behandelt Chorwerke von Berlioz, Liſzt,
Mendels=
ſohn, Schumann, Wolf, R. Strauß, Verdi und Max Reger. Wieder
verbindet ſich hier Betrachtung der Kunſtwerke als Ganzem mit
Ein=
gehen auf viele kleine Einzelheiten, die für Aufführungen von größter
Bedeutung ſein können, ſo daß jeder Dirigent die Mühe nicht ſcheuen
ſollte, ſeine eigene Auffaſſung mit der eines ſo bedeutenden und in
ſeinen Gedanken ſo eigenen Meiſters wie Siegfried Ochs zu vergleichen=
So dürften die 4 ein Ganzes darſtellenden Bändchen in der Bibliothek
keines Oratorienvereins, keines Dirigenten großer gemiſchter Chöre,
keines, der ſich zum Kritiſieren berufen fühlt, fehlen.
E. Welleſz: Die neue Inſtrumentation. Max Heſſes Verlag, Berlin.
Geb. 5,50 RM.,
Die berühmte Inſtrumentationslehre von H. Berlioz galt bis heute
als das bedeutendſte Werk auf dieſem Gebiet, ſowohl für den Lernenden
als auch für den, der die hiſtoriſchen Zuſammenhänge lebendig ſchauen
will. Beſonders wertvoll war es, daß Richard Strauß dieſes klaſſiſche
Verk bearbeitete und bis zu ſeiner Richtung hin vervollſtändigte. An
dieſen Stand der Dinge knüpft Welleſz, der bekannte Komponiſt und
Wiſſenſchaftler an, indem er die Errungenſchaften der Inſtrumentation
im Stilwandel der drei letzten Jahrzehnte in ähnlicher Anordnung
und Tendenz wie bei dem älteren Werke darlegt, alſo eine
Weiter=
führung und Vervollſtändigung bis auf den heutigen Tag bietet. Zwei
wertvolle Kapitel über „das Orcheſter im 19. Jahrhundert” und den
„Stil des Kammerorcheſters” leiten ein, und es folgt dann als
Haupt=
teil die Darſtellung der heute gebrauchten Inſtrumente und ihrer
Ver=
wendung, wobei bezeichnenderweiſe die Reihenfolge:
Holzbläsinſtru=
mente, Blechblasinſtrumente, Schlaginſtrumente und Streichinſtrumente.
Auch in dieſem neuen Werk möchten wir beanſtanden, daß Harmonium
und Orgel bisherigem Gebrauch gemäß unter den Schlaginſtrumenten
aufgeführt ſind, bei beiden ſcheint uns aber weniger die Anſchlagsart
als vielmehr die Tonerzeugung für den Klang wichtig zu ſein, ſo daß
unſeres Erachtens beide Inſtrumente den Blasinſtrumenten
zuzu=
zählen wären.
H. Mersmann: Muſiklehre. Max Heſſes Verlag, Berlin. Broſchiert
8,50 RM., gebunden 11,50 RM.
Im Miktelpunkt der muſikpädagogiſchen Tagung in Mainz vor
zwei Monaten ſtand eine Arbeitsgemeinſchaft von Profeſſor Dr. H.
Mersmann, in der dieſer ſeine Muſiklehre als Zuſammenfaſſung und
Verſchmelzung der früher getrennten Diſziplinen Harmonielehre,
Kon=
trapunkt, Formenlehre den Muſiklehrern näher brachte. Was bei der
Kürze eines ſolchen Kurſes Bruchſtück bleiben mußte, oft nur
Andeu=
tung, das zeigt in klarer Durcharbeitung das geſchloſſene Werk, das
von den Elementen Ton, Metrum, Rhythmus, Kadenz, Melodik
aus=
gehend unter ſteter Berückſichtigung äſthetiſcher und hiſtoriſcher
Mo=
mente zuerſt die Polyphonie, dann die Harmonik und zuletzt die Form
aufbaut. Jedem Abſchnitt ſind Aufgaben für den Lernenden
ange=
gliedert, die jedoch weniger als Möglichkeit für den Selbſtunterricht
angeſehen werden können, als vielmehr demienigen dienen können, der
in ſeiner Unterrichtsart ſich mehr dew von Mersmann vorgeſchlagenen
muſikaliſchen Geſamtunterricht zuzuwenden gedenkt. Unter den
muſik=
pädagogiſchen Werken der neueſten Zeit nimmt dieſe Muſiklehre einen
ganz beſonders hohen Rang ein, durch die Selbſtändigkeit ihrer
Ge=
danken und die Logik der Durchführung. Sie bereitet eine ganz neue
und weniger zerſplitterte Art der Muſikerziehung vor und wendet ſich
an die Lehrenden, welche von der Unzulänglichkeit bisheriger Arbeits=
F. N.
weiſe überzeugt ſind.
Frohes Gehen zu Gott von Daniel Conſidine S. J. Autoriſierte
Ueber=
tragung aus dem Engliſchen 16‟. 144 Seiten Text und 9 Bilder
in Kupfertiefdruck. Feinſtes Ballonleinen mit Goldſchnitt 2,40 RM.
Verlag „Ars ſgcra” Joſef Müller, München 23.
Das iſt nun einmal ein befreiendes Büchlein! Nicht mit ſcharf
intellektueller Note gerade, als ob uns Grabmann unterweiſen wollte,
nicht wie Abraham a Sta. Clara, der da beginnend mit allen Teufeln,
durch ſeine gewitterſchwangeren Reden die Luft freimachen möchte —
nein, ein Büchlein, das in ausgeſucht engliſcher Zartheit und
Höflich=
keit das lebendige Teſtament eines begeiſternden Seelenführers
über=
mittelt.
Anleitung zu zoologiſchen Beobachtungen. Von Profeſſor Dr. Friedr.
Dahl. 2. verbeſſerte Auflage (Sammlung Wiſſenſchaft und Bildung
Band 61). 160 Seiten Gebunden 1,80 RM. Verlag von Quelle
u. Meyer in Leipzig.
Es liegt zweifellos in weiten Kreiſen ein ſtarkes Bedürfnis nach
einer allgemeinverſtändlichen Anleitung der Beobachtung unſerer
Tier=
welt vor, dem durch das Erſcheinen dieſes Buches in muſtergültiger
Weiſe Rechnung getragen wird. Denn Verfaſſer weiß in geſchickteſter
Weife und geſtützt auf langjährige praktiſche Unterweiſung den
Natur=
freund dazu anzuleiten, alles was da kreucht und fleucht in ſeinen
Eigen=
heiten aufzuſpüren und zu erkennen. Nach einem einführenden Kapitel,
das der Bionomie im allgemeinen gewidmet iſt, gibt er im zweiten
Teil eine äußerſt inſtruktive Anleitung in die ſchwierige Kunſt des
richtigen zoologiſchen Beobachtens; der dritte Teil zeigt, was man
beobachten ſoll und wie man die gewonnenen Einblicke unter allgemeine
Geſichtspunkte bringen kann.
Georg Hermann: „Vorſchläge eines Schriftſtellers”, 251 Seiten,
bro=
ſchiert 4.— RM., Leinen 6.— RM. Baden=Baden 1929. (Merlin=
Verlag.)
Die Lebendigkeit des Geiſtes, die den wahren Schriftſteller
kenn=
zeichnet, wirkt ſich in dieſem Buche im allerhöchſten Maße aus und
gibt dem Alltäglichen einen neuen Blickpunkt und ein verändertes
Ge=
ſicht. Georg Hermann ſieht das Menſchliche, wo der Fachmann nur das
wiſſenſchaftliche Problem erfaßt. Immer beſitzt dabei der Dichter den
tieferen Blick. Georg Hermann bringt ſehr kluge Gedanken über die
Fürſorge für entaſſene Gefangene, über die alte und neue Generation,
über das Weſen des Buchhandels, über wirtſchaftliche und künſtleriſche
Probleme jeder Art. Dies Buch kann in vielen Punkten zu einer
Quelle innerer Erneuerung werden.
Erich Scheurmann: In Menſchenſpuren um die Welt. Ein Buch der
Sehnſucht und Erfüllung. Broſch. 4,80 RM., Leinen 7.— RM.
Brun=
nen=Verlag, Karl Winckler, Berlin SW 48.
Ueberdrüſſig der europäiſchen Ziviliſation macht ſich ein deutſcher
Künſtler auf, den Menſchen zu entdecken. Er reiſt nicht, wie andere,
in der Luxuskabine, ſondern zuſammen mit Auswanderern in der
dritten Klaſſe, und er hat das Herz und den Blick für die Schickſale
von Enterbten. Ueber Auſtralien kommt er nach Samoa. Er kennt
die Südſee bereits, und beim Wiederſehen vertieft ſich ihm der
Ein=
druck: hier liegt das Paradies der Menſchheit und wir
teilen ſeine Trauer, daß auch dieſe ſeligen Eilande bereits dem
Unter=
gang durch abendländiſchen Geſchäftsgeiſt geweiht ſind. In den Frieden
ſeines Malerdaſeins fällt, furchtbarſtes Zeugnis europäiſcher
Kultur=
widrigkeit, der Krieg. Scheurmann kommt nach Amerika, wirkt hier als
Wanderredner für die deutſche Sache, bis ſich die Staaten zu unſeren
Feinden ſchlagen und er, zuſammen mit ſeiner mutigen Frau, nach
Ueberwindung ſchwerſter Widerwärtigkeiten zurückkehren darf und in
der Heimat die Welt, die doch im Grunde die ſeine iſt, findet.
Ein Buch, zum Berſten gefüllt mit wunderlichen Menſchen und
aben=
teuerlichen Erlebniſſen.
Wilhelm Lichtenberg: „Ein Auto und kein Geld”, Roman 261 Seiten
broſchiert 3,50 RM., Leinen 4,80 RM., Baden=Baden 1929. Merlin=
Verlag.
Lichtenberg ſchildert in ſeiner humorvollen Weiſe das Schickſal
eines Dekorateurs und eines Wiener Mädels, wie der Dekorateur durch
den ſo lieben Zufall mit einem Los einen Lincoln 100 PS Wagen
ge=
winnt und durch den Beſitz dieſes Wagens überall Kredit erhält und
in die Rolle eines Marquis hineingedrängt wird, während Abenteuer
auf Abenteuer folgt, umweht von Riviera=Luft in illuſterer Geſellſchaft.
Ein Roman voller Humor, voll Spannung und voll kluger
Lebens=
weisheit.
Nach dem Kriege von Winſton S. Churchill. Amalthea=Verlag, Zürich,
Leipzig, Berlin 1930. 450 Seiten mit ein= und mehrfarbigen
Karten=
beilagen.
* t. Im Anſchluß an das bekannte zweibändige Werk desſelben
Verfaſſers „Die Weltkriſis 1916/18” unterzieht nun der Band „Nach
dem Kriege” den Abſchluß des Weltkrieges, ſeine Liquidation und den
Wiederaufbau der europäiſchen Beziehungen bis Locarno einer
leiden=
ſchaftsloſen, objektiven und klaren Betrachtung. Churchill war bei allen
großen Entſcheidungen des Weltkrieges beteiligt und verſucht es als
Gentleman, auch dem Gegner gerecht zu werden. Intereſſant, wie offen
der Verfaſſer zugibt, daß es England immer verſtand, eine Koalition
gegen die ſtärkſte Kontinentalmacht zuſammen zu bringen, und daß
mit dem Sieg des revolutionären Rußlands die Bedrohung Indiens
ihre drohenden Schatten verloren hatte.
Wir erfahren in dem Werk Einzelheiten über die Meutereien, die
nach Kriegsende im engliſchen Heer in Calais und in der Heimat
ein=
ſetzten, das Abenteuer auf Gallipoli, die Tragödien Griechenlands und
Irlands, der Wiederaufſtieg der Türkei und die Intereſſenkämpfe
Eng=
land/Frankreich in Kleinaſien, um nur einige Kapitel aus dem
leben=
dig geſchriebenen Werk herauszugreifen, entſtehen in neuer Beleuchtung=
Offen ſchreibt der Verfaſſer, daß die vorzeitige Mobiliſierung der
Armeen des Zaren Frankreich gerettet hat, offen gibt er zu, daß Wilſon
die flehenden Deutſchen mit äußerſter Härte behandelte und die Waffen
der Verſchleppung mit meiſterhaftem Geſchick brauchte!
Wir leſen, wie die Auslegung der 14 Punkte auf eine exaktere
Formel hätte gebracht werden können, wenn wir ſtatt einem
Waffen=
ſtillſtand einen Verhandlungsfrieden verlangt hätten und wie die
Dominien ſchließlich damit einverſtanden waren, ihre Souveränität
über unſere früheren Kolonien unter dem Deckmantel eines Mandates
zu verhüllen. Die Kämpfe um die Auslieferungen des Kaiſers, die
Kämpfe zwiſchen Wilſon und Clémenceau, der Einfluß der polniſchen
Wahl=Stimmen in Amerika auf die Löſung der Oſtfragen und die
„Sicherheitsbeſtrebungen” Frankreichs tauchen aus der Fülle der von
Churchill behandelten Probleme auf. Die Anſchlußfrage, der
Churchill in der Theorie nichts entgegen ſetzen kann, wird lediglich vom
Standpunkt des unerwünſchten Machtzuwachſes für Deutſchland und
der Bedrohung” der Tſchechoflowakei behandelt und nach Churchill iſt
die Vereinigung Deutſchlands und Oeſterreichs verboten, ausgenommen
mit der einſtimmigen, vorausſichtlich unerreichbaren Einwilligung des
Völkerbundrats! Dieſe Worte wollen wir uns merken!
Der anſtändige, aufrechte Ton des Buches und der hohe Grad
von Objektivität gegenüber dem früheren Kriegsgegner ſichern auch
dieſem Werk Churchills eine weite Verbreitung.
Die Algi=Pamir-Expedilien im 1
Von B. R. Friedrichs.
Der Entdecker alten Schlages war ein Abenteurer,
hinauszog. Die moderne Großexpedition, wie wir ſie in) ſernB
Forſchungsfahrten der Amerikaner Griggs, Andrews.
Deutſch=Ruſſiſchen Alai=Pamir=Expe
uns haben, darf ſich auf kein unvorhergeſehenes VP
Hier wird das überraſchende Abenteuer zum Organiſe Fsſt.
Betriebsunfall, der die ganze Fabrik in die Luft ſpre= F
ging es denn auf dem breiten Weg der Alai=Pamir=
F3in g
friedlich zu. Dieſes Verdienſt kann zum großen Teil
führer Willi Rickmer Rickmers für ſich beanſprug
gabe, eine Großexpedition auszurüſten und durchzuführ
wveniger Mut als zum Vorſtoß ins Unbekannte. Die
TEih
wortung für Dutzende von Teilnehmern und Million Fcu,
dert kühne und kühle Ueberlegungen. Börſenſpekulat
ja keineswegs des abenteuerlichen Reizes. Wenn mat nz
Rickmers in ſeinem Reifebuche*) erzählen hört, beugt me
4
zu einem hochachtungsvollen Kratzfuß. Arbeitſamkeit
des Verfaſſers erklimmen den höchſten Grad menſchliche aſz
Aber immerhin, es mag andere Männer geben, die ih ſ„n
Wiſſen nicht nachſtehen. Rickmers iſt jedoch auch eit ſ„Fſodt,
im Klettergebirge dichteriſch=humorvoller Reportage. Dren
umtoſten Höhen ſeiner würdig philoſophiſchen Anſcha
weiſe den Forſcherbetrieb, die Erdkunde als lebensnotw ſteg
wiſſenſchaft aller Völker, dergeſtalt dem länderverbinde
Uue R
Zeit folgend. Die Gefährten tragen jeder ihr Steinchen
Ganzen bei. Alai! Alai! riefen die erſten Kirgiſen, al Huee
Grasflächen des Kiſilſutales erblickten. Alai bedeutet Feue
fluß, Reichtum. Geologen, Ethnographen, Sprachkundler Bor u.
Topographen werden immer wieder auf den Ueberfluß
an Ergebniſſen der Alai=Pamir=Expedition 1927—28 zur ſ.Fo g.
die Maſſe Menſch iſt einmal ſo ſubjektiv und anbetung ſe 4/
ſich mit wiſſenſchaftlichen Leiſtungen nicht zufrieden gi. Sw Nu,
ſich die Bewunderung vor den Forſchungsreſultaten erſ / Dem 6.
dentum der einzelnen Teilnehmer zur Begeiſterung. T ſteſ,
der längſte Gletſcher der Erde, der höchſte Berg Rußlan nsdnn
deckt, wiederentdeckt oder beſiegt. Und unter welchen i raſth,
Leiden ſtellten die Forſcher oben auf den Bergesſp
ſtrumente auf! Da liegen ſie ſterbenskrank, hilflos in
Sac
Schneeſturm erfrieren ſie die Hände und Beine, und
i=
ſtein zerſchellen die Knochen. Der Abenteurer iſt doch
geſtorben. Nur iſt er ein kollektiver Abenteurer gewor ſnl.,
teurer für das Kollektiv. Das große Unternehmen flr fwſchs
das Strombett der Forſchung vorwärts. Nur die ei=
Schwimmer, die zur Erkundung unbekannter Strömur 51g
Ganzen zeitweiſe löſen und mit mutigem Satz ins rei Ge
ſpringen, geraten dabei oft in Lebensgefahr. Weil ſie c uh
ſind, tauchen ſie alle bedenkenlos in die Dunkelheit I
Ziele zu erreichen, die zuſammen das univerſale, groß
Deutſch=Ruſſiſchen Alai=Pamir=Expedition ausmachen.
Geſicht der Forſchung von heute: jeder arbeitet für
ſanikl.
Dieſe grandioſe Willensballung kommt in dem vielſeitig ſ-c ſn
Führers immer wieder zum beredten Ausdruck. Rick=
U
ſich nicht als „eigene werte Perſon”, wie Schopenhar
ſondern als Rädchen im Getriebe des Ganzen. De ſchnikeu
auch ſeine Gefährten an dem Buche mit. Mit einem v een re
wir in dieſem Pic Lenin (7150 Meter) unter den
zukunftsfreudig aus: „Die Sache hat ſich gelohnt!“
*) W. Rickmers, Alai! Alai! Arbeiten und Erlebnil / Leuſch
Nuſſiſchen Alai=Pamir=Expedition. Mit 90 Abbildunger Siu
men, einer Ueberſichtskarte und 2 Tiefdruckpanoramen. ſtan 1
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China ſiegt. Gedanken und Reiſeeindrücke aus dem revolt
der Mitte. Von Erich von Salzmann. Kartoniert
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en M
10
Salzmann ſchneidet hier in neuer Form das große
an, das ſich heute vor der ganzen Kulturwelt erhebt. A
faſt ausſchließlich die kulturellen und ſozialen Verhält
gezeigt wurden, betrachtet er China rein politiſch=völ
Menſchenalter hat er im Lande ſelbſt gelebt, die Seele
Volkes bis ins tiefſte erforſcht. Er kennt ſeit faſt 30 Jahr
chineſiſchen Führer perſönlich; er war der Gaſt Yuan Schi
Gaſt Sun Yat ſens. Wie kein anderer iſt er darum in
gegenwärtige Entwicklung der Dinge zu beurteilen; und
Beobachtungen zieht er die Schlüſſe, kommt oft zu überre
wohlbegründeten Reſultaten. Das Beſondere an dem
der Verfaſſer den Mut hat, als erſter auch die dunkle
großen Chinaproblems im einzelnen herauszukehren un!
Er ſagt das, was ſonſt in den Archiven der Kabinette ber
man der Offentlichkeit nicht preisgibt, zeigt China ſo,
wi=
heit iſt, und zerſtört damit die roſige Chinaſuggeſtion, in
ſche Propaganda den Europäer nach dem Fall der eng!
bevormundung verſetzt hat. Es gibt zur Zeit kein äl
das Reiſe, Politik und Wirtſchaft in einer ſolchen Form
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kommt im Laufe des Monats Dezember nach außerhalb Bayern zum
Versand und wird
ab 24. Dezember in allen außerbaueriſchen Städten ausgeſchenkt.
Um sicher zu sein, auch wirklich „Salvator” und nicht etwa eine der vielfachen
Nachahmungen desselben zu erhalten, beachte man die nachstchend
abge-
bildete, auf jedem Fassc und jcder Flasche angebrachte Schutzmarkc.
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Große Auswal
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Schuhwa
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Killf
Feldſalat P
Roſenkohl
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Wirſing . .
Rotkraut
Meerrettich nac
Hollänt
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ſchen
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Samstag, den 14. Oezember 1929
Seite 12
Freudige Nachrichten für
Weihnachts-Einkäufe!
So lautete der Titel unserer Weihnachts-Anzeige im
De-
zember des Jahres 1875, in den Darmstädter Zeitungen.
Ein neuer Preis-Courant
zeigte damals unserer Kundschaft an, daß wir zum nahen
Weihnachtsfeste besondere Vorteile anzubieten hatten.
Dienst am Kunden,
dieses viel gebrauchte Schlagwort des modernen
Ge-
schäftsmannes, ist für uns ein altgewohnter Brauch, dem
wir heute ebenso folgen, wie vor vierundfünkzig Jahren.
Freudige Nachrichten
dem Weihnachts-Käufer 1929!
Diese Worte können wir mit gleichem Recht auch in
die-
sem Jahre unserer Anzeige voransetzen, denn:
Umtang-
reiche Lager, große Auswahl und erprobte Qualitäten
preiswerter Damen-, Herren- u. Kinder-Schuhe
erwarten die Kundschaft in unseren Verkaufsräumen.
Freudige Hachrichten für Weihnachts-Einkaufe
Bon allen Seiten meiner Lieferanten laufen fortwährend Telegranue ch, daß
Golge der plötzlich eingetretenen Geſchäftsſtockung die Rshmaterialien m
36 Procent
abgeſchlagen ſind, außerdem kommt noch hierzu, daß die Arbeitshäſte fetzt vortheſlhaſter
u haben ſind. Folge deſſen laſſe von heute ab einen nenen Preis=Couraut erſcheinen, um wie
in gewohuter Weiſe meine werthe Kundſchaft dieſe Bortheile mitgenießen zu laſſer
Preis-Courant:
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Da dieſe Artikel für dieſe Saiſon ſchon gegen alle Erwartung umgeſetzt habe, bin
im Stande, atwas ganz Anßergewöhnliches bieten zu können.
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Machis .
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Güdefelu mi Schufte ri Lirſellg md Mel, ſost hlchke ni Heliſera 2/.3/.
Für Dauen:
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nmer 346
Samstag, den 14 Dezember 1929
Seite 19
Daert Tant nan sannnn
Zußbhall.
i erein Darmſtadt 1898 —P. f. 2. Neu=Iſenburg
DeNd
Verbandsſpiel! Selten ſtellt das letzte Spiel der Verbands
Minde Aaite
„d Entſcheidungstreffen dar! Für den morgigen Kampf auf
„on am Böllenfalltor iſt die Lage ſo, daß im Falle des Sieges
imiſchen ſich die 98er den Verbleib in der Bezinksliga ge=
La LEppiehe rc en, wähnend ein Unentſcheden oder eine Niederlage ein klares
d. pann gibt, wenn das Reſultat des gleichzeitig in Mainz ſtatt=
Udenn Treffens von Mainz 05 gegen Haſſia Bingen bekannt iſt.
s3 Ber handelt es ſich alſo um einen Entſcheidungskampf im
hchre nne des Wortes. Deſſen müſſen die Spieler des Spv. 98
ein=
ſenkI.
um mit allen ſportlichen Mitteln den Kampf gegen den
Reife-1 ſehr ſpieltüchtigen Gegner beſtehen zu können. Wieder
er=
unesl — das Publikum, unter allen Umſtänden ſür unbedingte
Auf=
ſte— ung der Ordnung beſorgt zu ſein; bei aller Wichtigkeit des
effe- ann nichts darüber hinwegtäuſchen, daß es ſich immer nur
Ama
fportliches Spiel handelt. Das Treffen der
ga nnſchaften beginnt pünktlich um 2 Uhr. Um
Ee ilerti
wird das Spiel der beiderſeitigen Ligareſewven auf dem
2 Nchaufenster übt ausgetragen.
Einestelten
F. C. Einkracht — Sp. ). Seeheim.
Ar mmenden Sonntag, vormittags 11 Uhr, treffen ſich
oben=
lann kannſchaften zum fälligen Verbandsſpiel auf dem Sportplatz
der hanz. Im Vorſpiel trennten ſich beide Mannſchaften mit
dem atſchieden. Seeheim hat ſich jedoch im Laufe der letzten
iele länzend geſchlagen und verbeſſert, daß die Mannſchaft
zur=
eim ehr günſtigen Platz in der Tabelle einnimmt. Erſt am ver=
RauEhlefugen- Sonntag konnte ſie gegen die gefürchteten Geinsheimer mit
ab /Is zwei weitere Punkte an ſich reißen. Eintracht hat durch
ſe a— ächte Mannſchaft die letzten Spiele, meiſtens aber auf frem=
SSwe Mid Prakhche g PE5 verloren und muß ſich deshalb am Sonntag ganz gehörig
von 10,25 g tren um überhaupt mit einem Erfolg rechnen zu können. Die
m I2 en werden am Sonntag vorausſichtlich faſt alle wieder mit
T de Nake Origlnuf der rtie ſein und es iſt deshalb ein ſpannendes und recht ſchönes
euete aud Rios Sents ire in Dreche Gafſteten duringſetes
zuchd rgeladen.
Polizeiſporkverein Darmſtadi.
eitragsloiſhtun
MEiAANE Anx4 tmenden Sonntag begibt ſich die 1. Fußballmannſchaft des
un BpAAc Oberroden, um das vor fünf Wochen abgeſetzte Vorrun=
„N0zſpielk! Yzuholen. An dem Stärkeverhältnis der beiden Gegner hat
RoſteA der Gü in 7 Zwiſchenzeit nichts geändert, ſo daß auch das ſeinerzeit
Vor=
ggeſar ſeute noch gilt. Allerdings müſſen die Poliziſten bei dieſer
legem! beweiſen, daß die am letzten Sonntag gegen Rot=Weiß,
Metbelif
W zeigte ſchwache Leiſtung nur eine vorübergehende Erſchei=
Die Liſte der nd mg is! Die Mannſchaft hat nämlich das Zeug in ſich wenn ſich
des Ausfü
Unasgt
* voll und ganz einſetzt, auch die ſtärkſten Mannſchaften
viehſeud
ſeres 2 iſes auf fremden Plätzen zu ſchlagen. Wenn die
Polizei=
die Entſche
nnſchh hre Aufgabe in Oberroden unter dieſem Geſichtspunkt auf=
*
Klauenſe
iche gefüle
der immer eifrig ſpielenden Oberrodener Elf iſt eine ſolche
an anſte
eſicher Gs ahnuru cht nötig — wird es in Oberroden ein intereſſantes Spiel
marks,
ben, ; es hoffentlich genau ſo werbend verlaufen möge wie das
lene Pierde Nüs
rjährt=
beſitzer liegt von
16. bis 2. Ausk!
1. 5. C. Union.
während der Dieſt
haus Zimmer 9 u. Am: Dezember muß Union nach Walldorf zur Viktoria. Obwohl
Udorn iſter Anwärter auf die Meiſterſchaft iſt, geht. Union den ge=
Einwendunge E 5ſchnn. Gang nicht ohne Hoffnung. Die Beſſunger werden wieder
Zeit daſehlt Dish, mblett: eten können und ſollten Walldorf einen Sieg ſchwer machen.
Der Oiefur-
T.1 Sp. B. Meſſel — Anion Wiehauſen 1:4.
Deſ Wisl erwarten, ſetzte der Neuling Meſſel, dem
Meiſterſchafts=
an Zwauzul wärte 3 ighauſen auf eigenem Gelände ernſthaften Widerſtand
ent=
gen, F. 8 bei Halbzeit das Spiel noch 0:0 ſtand. Erſt nach dem
beſiſchen Lndeks Dechſer
ſich Wixhäuſen durch und konnte ſeine erſpielte
Feldüber=
wird das Aerſchl genheiti Toren ausdrücken.
ſtellt und d cm” Am y menden Sonntag treffen ſich die beiden Meiſterſchaftsanwär=
1930 aufgeheben r Sp.B) u=Iſenburg und Wixhauſen in Wixhauſen. Es dürfte dann
Damſtaht zu4 4 Pal ſicht nach die Vorentſcheidung zur Meiſterſchaft fallen.
Rutif
Handball.
175
Zuddeu ſche Rundſchau.
Freſtag 1nMk
Die 1 allendſte Erſcheinung an den letzten Kampftagen war die
vormitags 2 Ausgeglf) jeit der Spielſtärke in allen Gruppen. So ſind am Main
freihändig gu9 ”, den Dar— ter Spitzenmannſchaften plötzlich wieder zwei
beachtens=
ſtadt / 939, berte G,d: erſtanden, FSV. Fronkfurt und V.f.R. Schwanheim, die
erding9 2 Darmſtädter ſchon zu weit davongelaſſen haben, um ſie
hun im 1 ſpurt noch zu erreichen. Immerhin iſt der 3:2Sieg der
über die heſſüſchen Poliziſten aller Ehren wert. E
Perit Schank
lommt B
Spb. 98 Darmſtadt ſehr zuſtatten, der jetzt gegen Polizei
Adleh sN Dier, geg! Schwanheim und FSV. Frankfurt ſogar neun Punkte
Vor=
gufammglichldt Verung G Mot=Weiß Darmſtadt entfernt ſich mit Rieſenſchritten aus
fhaug iu 99 2er Abſtk) one, während Spog. Arheilgen und Rot=Weiß Frankfurt
enwär? am ſtärhſten bedroht ſind. Aber auch T.= u. S.=V. Langen
W Ro die nbacher Kickers ſind der Gefahr noch nicht entronnen.
ſen ließ ſich der Spitzenreiter, Mainz G5, von S.=V.
dce Whieshadr” men Punkt abnehmen, bleibt aber weiter im ſicherſter
An=
wriſchaff r den Titel, zumal die Wormſer Poliziſten durch ihre
Nie=
rage T okaltreffen gegen Alemannia den zweiten Rang einbüßten.
De Ale A uen haben ſich, faſt ſchon verloren gegeben, wieder fein
Echsge 2— und ſind heute die ſchlagkräftigſte ENf der
Mibelungen=
ſodte. 23 lbſtieg haben ſie dem Reichsbahn=D.= u. S.V. Wiesbaden
erlaſſer3 r bereits ausſichtslos abgeſchlagen iſt.
Am : in iſt in der zweiten Abteilung die Entſcheidung gefallen.
M Ait 5:2 * m Polizei Mannheim hat ſich der V.f. R. Mannheim die
nhdeder zhleiſterſcl vor Pfalz Ludwigshafen errungen. T.V. Neulußheim
derr puak); das Ende. In der erſten Abteilung iſt der Zweikampf
ſchen nnheimer T.=G. und F.=K. Mannheim immer noch im
ade Woe, Lennge, E2 nd Spbg. 07 Mannheim und F.=G. G Ludwigshafen
ver=
ens Sy ſtreben, vom Ende wegzukommen.
An 5.
Saar iſt der Altmeiſter S.= u. S.=Vgg. Saarlouis nun
Snich ir tter Fahrt. Mit 4:3 überholte er den Polizei=S.=V. Trier
Me Laund erres die Spitzengruppe. An dem führenden S.V. 0 Trier wird
er aber —. mehr vorbeikommen.
i 2 ttemberg macht der S.=V. Reutlingen von ſich reden.
Dnnungl, am Tabellenende, bekam er Zuzug aus dem Turnerlager
9 eit von Sieg zu Sieg. Zuletzt ſchlug er den Zweiten, Sppg.
Dngen) und liegt jetzt geborgen im Mittelfeld. Die Sportfreunde
ſud
Ringen en ſein Erbe angetreten. Die Spitze halten nach wie vor
Sut er Kickers, wenn ihnen das Siegen auch nicht mehr ſo
Sicht ſälkl ie in der erſten Runde. Wiederholt ſchon mußten ſie in
Der Ptte3 rit ihren Gegnern bis zum Wechſel den Vortritt laſſen.
dbayern haben „Kleeblatt” und „Club” noch gleiche
„In
Ssſchter, m Kampf um den dritten Platz hat jetzt Polizei
Bam=
berg übe
L. Bayreuth die Oberhand behalten. ASV., Franken und
Sul8e 2 berg heißen die Abſtiegskandidaten.
A 2 bayern iſt die Lage klar. München 1860 iſt Meiſter.
LS Al en und SSB. Um haben Anwartſchaft auf die beſten
DnBe N 3 SSV. München und F.=V. Ulm 94 ſtehen vor dem Abſtieg.
Zeiſporkverein — Rol=Weiß, B. ſ. R.
„0 renden Sonntag nachmittag hat die Polizei einen Lokal=
Sier. E 5. fR. Not=Weiß zum fälligen Verbandsſpiel als Gaſt auf
ihrem Pr4
Die Polizei hat den Vorteil des eigenen Platzes. Wnn
Ne Weißen in der letzten Zeit eine merkliche
Formverbeſſe=
ung Nec Haben, fo iſt doch kaum anzunehmen, daß es ihnen
ge=
deA oßen Gegner zu bezwingen. Zweifellos wird das Spiel
Hemend ”, hoffen, auch ſehenswert. Der Spielbeginn iſt auf 2 Uhr
Lppitind Ftgeſetzt. — Babenhaufen: 2. Mannſchaft Polizei.
Sporkverein Darmſtadk 1898 — Fußballſporkverein
Frankfurk.
Neben dem noch ausſtehenden Rückſpiel gegen den
Polizeiſport=
verein Darmſtadt dürfte das morgige, in Frankfurt ſtattfindende
Tref=
fen gegen den Fußballſporwerein Frankfurt für die 98er das ſchwerſte
Spiel der noch auszutragenden Verbandskämpfe darſtellen. Die
Hand=
baller des Fußballſportvereins ſind in letzter Zeit zur Form des
Vor=
jahres aufgelaufen, wie zweifellos aus der Enappen Niederlage auf
dem hieſigen Sportplatz (5:7) zu erkennen iſt. Auf eigenem Platze
werden die Blau=Schwarzen, die insbeſondere über eine ſehr gute Hin
termannſchaft verfügen, ihren Ehrgeiz daran ſetzen, den 98ern die erſten
Punkte abzunehmen. Aber auch die 98er wiſſen, um was es geht.
Ge=
lingt es ihnen, ſich in Frankfurt die Punkte zu ſichern, ſo dürſte der
dadurch erhaltene Vorſprung vor dem Tabellenzweiten mit vier Punkten
ihnen begwündete Hoffnung auf die Gruppenmeiſterſchaft gewähren,
während eine Niederlage den Vorſprung auf ein Maß zurückführen
würde, das die Meiſterſchaftsfrage ungelöſt ließ. Das Spiel findet auf
dem Platze des Fußballſportvereins ſtatt und beginnt pünktlich um
das Ver=
12.45 Uhr. — Die Ligareſerven fahren nach Griesheim, um
je dritte
bandsrückſpiel gegen die dortige Viktoria auszutragen.
Mannſchaft tritt in Darmſtadt gegen Eppertshauſen an. Für die
Jugendabteilung beſteht Spielſperre.
Sporkklub Bikkoria 06 G. V., Griesheim b. 9.
Um die dreiwöchige Pauſe zwiſchen Vor= und Rückrunde nicht unnütz
verſtreichen zu laſſen, hat Griesheim die Ligamannſchaft von Olympia
Weiſenau zu einem Freundſchaftsſpiel verpflichtet. Vor dieſem Treffen,
das um 2,30 Uhr beginnt, ſpielt die 1. Handballmannſchaft im
Verbands=
rüchſpiel gegen Sp.V. 98 Darmſtadt, 2. Mannſchaft. Die 2.
Handball=
mannſchaft ſpielt vormittags um 11 Uhr in Darmſtadt gegen Rot=Weiß,
V.f. R., 2. Mannſchaft. — Von Intereſſe dürfte noch die Mitteilung
ſein, daß Griesheim nun auch den Damen=Handballſport aufgenommen
hat. Vorläufig finden Montags regelmäßig Trainingsabende in der
Turnhalle ſtatt. Man hofft, bis zum Frühjahr den Spielbetrieb
auf=
nehmen zu können.
Handball in der Deutſchen Turnerſchaft
9. Kreis, Main=Rhein=Gau.
Meiſterklaffe:
Bükkelborn — Nauheim.
Endſpiel um den Gruppenbeſten.
Was wohl niemand für möglich gehalten hätte, der die Nauheimer
Mannſchaft in ihrem überzeugenden Spiel gegen den Turnverein
Büttel=
born geſehen und bewundert hat, wäre am vergangenen Sonntag
bei=
nahe zur Tatſache geworden, indem es Nauheim lediglich gelang, gegen
die Tgde. 1846 Darmſtadt mit einem unentſchiedenen Reſultat
aufzu=
warten. Nauheim fand ſich in der erſten Halbzeit gar nicht zurecht und
mußte bis zur Pauſe bereits 3 Tore hinnehmen. Nur durch eine
bewun=
dernswerte Aufopferung gelang es der Mannſchaft, bis zum
Schluß=
pfiff wenigſtens ein Unentſchieden zu erreichen (4:4). Nunmehr liegt es
bei Büttelborn, zu beweiſen, ob die in Nauheim erlittene Niederlage
auf einen ſchlechten Tag oder aber nur auf die Kaltſtellung ſeines
Spie=
lers Feick zurückzuführen war. Büttelborn konnte in ſeinem Spiel gegen
Nauheim nicht überzeugen was auf verſchiedene unſichere Punkte in
der Mannſchaft zurückzuführen war. Jedenfalls wird Büttelborn am
Sonntag wieder mit kompletter Mannſchaft auf dem Plan erſcheinen,
und es wird ſich zeigen, welcher Verein die größere Spielerfahrung
be=
ſitzt, um Punkte und Meiſterſchaft mit nach Hauſe zu nehmen, dem
Beſſeren den Sieg! — Das Spiel beginnt um 3 Uhr auf dem Sportplatz
des Tv. 1846 Groß=Gerau an der Kirſchenallee.
Tgſ. Darmſtadt — Bickenbach wird deshalb doch noch Intereſſe erwecken,
da die Gäſte einen großen Namen zu verteidigen haben. Wenn
die Gäſte demnächſt um den Gaumeiſter ſpielen, ſo darf dieſes
Treffen als Vorprobe gewertet werden.
A=Klafſe: Egelsbach — Seeheim; Roßdorf — Pfungſtadt.
B=Klaſſe: Auerbach — Zwingenberg.
C=Klafſe: Büttelborn — Lorſch; Crumſtadt — Eſchollbrücken.
Jugend: Seeheim— Pfungſtadt.
Das Schlußgeplänkel ſieht noch dieſe Spiele vor, und mit dem
Abpfiff der Begegnungen haben die diesjährigen Meiſterſchaftsſpiele
ihr Ende gefunden. Meiſterſchaft auf der einen und Abſtieg auf der
anderen Seite. Doch eine Hoffnung beginnt ſich zu regen bei denen,
die das bittere Los zogen. Der Gedanke an eine Neuorientierung in
der Klaſſeneinteilung iſt nicht von geſtern. Wenn er auch noch nicht
ſpruchreif iſt, ſo wird ſeine Ausführung doch manchen Mangel abſtellen.
Turngeſelſchaft 1875 Darmſtadt — Turnverein
Bickenbach, 1. Mannſchaften.
Am Sonntag nachmittag 3 Uhr ſtehem ſich beide obige Mannſchaften
zu einem Wiederholungsſpiel in der Pflichtrunde nochmals gegenüber.
Das letzte Spiel konnten die Platzbeſitzer mit 3:2 Toren gewinnen. Der
ſeinerzeit, amtierende Schiedsrichter hatte aber das Spiel 5 Minuten
zu früh abgebrochen; infolgedeſſen iſt das Spiel für Sonntag, den 15.
Dezember, nachmittags 3 Uhr, nochmals feſtgelegt worden. Vorher, um
1.45 Uhr, ſpielt die 1. Jugendmannſchaft gegen die 3. Mannſchaft der
Turngemeinde 1846 ein Freundſchaftsſpiel.
Fechken.
Mannſchaftskampf Techn. Hochſchule Darmſt. — Turn=
1
gemeinde darmn. 184b im Blorett u. leichten Häbel.
Vorgenannte Mannſchaften, beſtehend aus je vier Fechtern, treten
morgen, Sonntag, zum friedlichen Wettkampf in der Otto=Berndt=Halle
der Techniſchen Hochſchule an. Es dürfte wohl nicht allgemein bekannt
ſein, daß die Fechtabteilung der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt an
Zahl (Durchſchnittsbeſuch 55 Teilnehmer pro Uebungsabend) und
Qua=
lität der Fechter mit eine der ſtänhſten aller deutſchen Hochſchulen und
Univerſitäten iſt. Im Laufe der Semeſter iſt eine ſtattliche Anzahl
guter Fechter herangewachſen, was durch die bisherigen Erfolge bei
akademiſchen Meiſterſchaftskämpfen bewieſen iſt. Die Turmer=Fechter
wiſſen, daß ſie es mit einem beachtenswerten Gegner zu tun haben. Es
iſt zu erwarten, daß ſich in beiden Waffen ſpannende Kämpfe entwickeln,
die dem Kenner der Fechtkunſt abwechſlungsreichen Genuß bieten, ſowie
auch jedem Intereſſenten — bei freiem Eintritt — Gelegenheit gegeben
iſt, den Wettkämpfen beizuwohnen. Der Beginn iſt pünktlich 10 Uhr
vormittags feſtgeſetzt. Die Leitung der Wettkämpfe liegt in den
Hän=
den des Herrn Hochſchulfechtmeiſters A. Kaiſer. Die Kampfvichter
wer=
den von beiden Mannſchaften geſtellt.
Kraffſpork.
Der zweite Kreis erzwingk im Rückkampf gegen den
vlerken Kreis ein ehrenvoles 9:9.
Müller beſiegt Gehring.
Folgender Brief aus dem zweiten Kreis ging uns zu:
Wir vom zweiten Kreis waren uns klar, daß wir das
Vorkampf=
ergebnis von 14:4 beim Rückkampf nicht wiederholen würden, zumal
der Kampf in Pirmaſens ſtattfand. Ein ganz ſchwacher Kampfleiter
und ein fanatiſches Publikum machten dieſen Freundſchaftskampf zur
Farce, und dieſe ungünſtigen Eindrücke wurden trotz der guten
geſell=
ſchaftlichen Veranlagung der Pirmaſenſer Kraftſportler nicht ganz
ver=
wiſcht. Es gehört ſchon allerhand dazu, eine Mannſchaft, welche in
fairer, ritterlicher Weiſe ihre Kämpfe zum Austrag brachte und am
Schluſſe des Kampfes der Mannſchaft des vierten Kreiſes, welche nur
mit drei oder vier Mann noch vertreten war, den Sportruf darbrachte,
in ganz gemeiner Weiſe auszupfeifen. Auch die Waage, mit der die
Ringer abgewogen wurden, war ein Kapitel für ſich. Es war dieſe
Manipulation eigentlich unnötig, denn wir ließen doch ſchon in Dieburg
das Uebergewicht von Gaubatz gelten. Ohl, im Bantamgewicht, kam
gegen Schluß ſehr gut auf, ohne jedoch den Punktſieg von Gaubatz
ver=
hindern zu können. Auch Joh. Ohl hatte ſich in den erſten fünf
Mi=
nuten eines guten und vor allem ſehr ſtarken Gegners zu erwehren.
Nachdem dieſer jedoch ſein Pulver verſchoſſen hatte, war der
Schulter=
ſieg ſehr bald ſichergeſtellt. Mit dem Leichtgewicht begann für uns das
Trauerſpiel. Gehring=Pirmaſens wirft Weider mit Ueberwurf durch
eine flache Brücke. Der Kampfleiter entſchied, weiterzuringen. Jedoch
die Haltung des Publikums belehrt ihn eines andern. Er pfeift den
Kampf, der ſchon wieder begonnen hatte, ab und erklärt den Vertreter
des vierten Kreiſes zum Sieger. Auch das Weltergewicht endete für
uns mit einer kraſſen Fehlentſcheidung. Schultheiß war unbedingt der
Beſſere, führte den Kampf über die volle Zeit und verlor. Hier ließ
ſich der Kampfleiter erſt die Punktzettel der beiden Punkter geben und
dann erſt füllte er ſeinen Zettel aus. Bräun hatte im Mittelgewicht
in Heusler=Schifferſtadt einen ſehr guten Gegner, der jedoch nach 12
Mi=
nuten die Waffen ſtrecken mußte. Auch hier dürfte der Kampfleiter
etwas voreilig gepfiffen haben. Siebert traf im Halbſchwergewicht auf
den bärenſtarken Böhmer=Pirmaſens. Obwohl dauernd im Angriff, der
naturgemäß bei der ungeheuren Kraft des Gegners, nicht ſo in die
Augen fiel, mußte er nach zwanzig Minuten eine Punktniederlage
hin=
nehmen. Wir laſſen ſie jedoch in Anbetracht deſſen, daß Siebert mal
kurz auf eine Schulter kam, gelten. Siebert mußte dieſen ungemein
ſtarken Ringer mit anderen Waffen bekämpfen. Im Schwergewicht gab
es einen kurzen Kampf. Gehring glaubte, ſich eine Brücke leiſten zu
können, die jedoch Müller verhinderte, und die Niederlage war fertig.
Die Mannſchaft des vierten Kreiſes war trotz Fehlen von Rupp weit
ſtärker wie beim Vorkampf. Wenn unſere Ringer trotz ungünſtiger
Um=
ſtände ein Unentſchieden erkämpften, ſo iſt dies ein deutlicher Beweis
für ihr Können. Wir werden in Zukunft beſtrebt ſein, weit mehr wie
dies ſeither der Fall war, ſolche Kämpfe zum Austrag zu bringen, die
beſtimmt einen weitaus größeren ſportlichen Wert beſitzen, wie dies
bei den Punktkämpfen der Fall iſt. Wie wäre es mit ſogenannten
Pokal=
kämpfen für Kreismannſchaften? Hier könnte beſtimmt für den Verband
etwas herausſpringen.
Durch den Kreiskampf fanden in der Oberliga nur zwei Kämpfe ſtatt.
Frankfurt konnte über Mainz 11:9 ſiegen, das nur ſechs Mann zur
Stelle hatte. Beide Mannſchaften haben gegen die Vorjahre erheblich
an Kampfkraft eingebüßt. Sie ſollten in dieſem Jahre für die
Tabellen=
ſpitze keine Rolle ſpielen. Bei Mainz fallen die mittleren Klaſſen aus,
während Frankfurt in den unteren Klaſſen heute wenig zu beſtellen hat.
Darmſtadt konnte Bingen mit 14:6 das Nachſehen geben. Heinz und
Hoffmann erfochten für Bingen zwei Schulterſiege, während die übrigen
Klaſſen an die Darmſtädter fielen.
Darmftadk 1910 — Vorwärts 05 Gtoß=Zimmern.
Heute abend um 8 Uhr in der Turnhalle, Soderſtraße 80.
Wer wird Sieger? Gelingt es den Darmſtädtern, für die hohe
Vor=
kampfniederlage Revanche zu nehmen? Dieſe beiden Kardinalfragen
intereſſieren nun ſeit einigen Tagen die Anhänger des Kraftſports in
beiden Lagern. Zieht man das beiderſeitige Stärkeverhältnis in
Erwä=
gung, ſo müßte man den Vorwärtsleuten auf Grund der in der
Vor=
runde gezeigten hervorragenden Leiſtungen unbedingt die beſſeren
Chancen zuerkennen. Außerdem werden ſie vor allem darauf bedacht
ſein, ſich gerade von dem Neuling nicht in ihrem derzeitigen Siegeszug
hemmen zu laſſen. Nun zu den Einheimiſchen. Bei ihnen geht es
hauptſächlich darum, ihrem durch den erwähnten Umſtand etwas
rampo=
nierten Sportlauf wieder zu Anſehen zu verhelfen. Auch die in den
letzten Kämpfen gezeigte gute Form läßt erkennen, daß ſie diesmal in
der Lage ſind, dem Kreismeiſter eine vollſtändig ausgeglichene Partie
zu liefern. Weiter ſind auch die zwei Punkte von ausſchlaggebender
Bedeutung, die Gäſte benötigen ſie als Anrecht auf den diesjährigen
Titel, währenddem ſie die Gaſthalter auch ungern vermiſſen, denn der
Beſitz berechtigt zu einem guten Platz. Alſo zwei Faktoren, die für
den heutigen Kampfverlauf von eminenter Bedeutung ſind. Zieht man
dies in Betracht, dann wird es unzweifelhaft zu dem härteſten Kampf
kommen, der innerhalb Darmſtadts Mauern je zum Austrag gelangte.
Möge er im Intereſſe unſerer guten Sportſache einen echt ſportlichen
und fairen Verlauf nehmen und dem Beſſeren den Sieg bringen. —
Die Leitung des Kraftſportvereins 1910 bitter die Beſucher des heutigen
Kampfabends noch darum, da ein großer Andrang zu erwarten iſt, ſich
nicht in den letzten Minuten einzufinden, damit die reibungsloſe
Ab=
wickelung an der Kaſſe nicht gefährdet wird.
Die tabellariſche Lage der Oberliga=Mannſchaftskämpfe im 2. Kreis
geſtaltet ſich nun wie folgt:
Kämpfe gew. unentſch. verl. Siegp.=Verh. Pkte. 03 Bad Kreuznach * „ 65:32 10 „Vorwärts” Gr.=Zimmern 6 10 A.K. Sachſenhauſen K. 2. Darmſtadt 1910 19 1888 Mainz 43:53 1886 Frankfurt
6 44:70 „Siegfried”, Kl.=Oſtheim B:50 1898 Bingen 40:98 0
Die engliſche Lawn=Tennis=Aſſociation beſchloß, beim
internatio=
nalen Tennisverband den Antrag zu ſtellen, daß jedes Land einmal im
Jahr ein Turnier veranſtalten darf, bei dem Berufsſpieler und
Ama=
teure zugelaſſen ſind.
Meiſter=Heidelberg, der zurückgetretene zweite Vorſitzende des
Deut=
ſchen Rugbyverbandes und erſte Vorſitzende des Süddeutſchen
Ver=
bandes, erhielt vom Deutſchen Rugby=Fußballverband die goldene
Ehrennadel.
Geſchäftliches.
Paulaner Mönche waren es, die unter der Regierung des
Kurfürſten Ferdinand Maria 1657 in ihrem Bräuhaus ein zu großem
Ruf gelangtes, gutes Bier brauten, das alle anderenübertraf.
Alljährlich, am Feſte des Ordensſtifters der Paulaner Mönche
aus=
geſchenkt entſtand bald aus dem Namen „Heilig=Vaterbier”
auch Sankt=Vaterbier”, der altbekannte „Salvatvr”, So
alte Tradition iſt mit dieſem guten Trunk verhnüpft! Schon vor
Weihnachten beginnt von der alten Brauſtätte der Paulaner Mönche
aus, wie alljährlich, wieder von der Aktiengeſellſchaft Paulanerbräu,
München, der Werſand des Spezialbieres „Salvator”. Am 24.
Dezem=
ber beginnt der Ausſtoß.
Wekkerbericht.
Nach dem Abzug der Nordſeeſtörung nach der Oſtſee und dem
Bal=
tikum hat ſich von Südweſten her der hohe Luftdruck über Deutſchland
ausgebreitet und erreicht im ſüdlichen Teil bereits Barometerſtände von
über 770 Millimeter. Trotz des Hochdruckeinfluſſes entwickelt ſich keine
Schönwetterlage, denn die feuchte Weſtluft führt noch zu Bewölkung
und vereinzelten Niederſchlägen. Zwiſchen Jsalnd und den britiſchen
Inſeln rückt eine neue Störung heran, die bereits über Nordweſteuropa
abermals unbeſtändiges, regneriſches und wärmeres Wetter verurſacht.
Wenn auch bei uns durch den ſich dazwiſchen ſchiebenden hohen Druck
eine leichte Beſſerung eintritt, ſo iſt ſie nur von kurzer Dauer und
be=
reits im Laufe des morgigen Tages dürften ſich die Randſtörungen des
neuen Fallgebietes wieder bemerkbar machen.
Ausſichten für Samstag, den 14. Dezember: Nach anfänglich kühlem,
teils neblig=wolkigem, teils aufheiterndem Wetter wieder milder,
Bewölkungszunahme und Niederſchläge.
Ausſichten für Sonntag, den 15. Dezember: Meiſt wolkiges Wetter, mild,
noch zeitweiſe Niederſchläge.
Hauptſchriftleitung. Rudolf Maup=
Veranwortich für Polliſk und Wirtſchaft: Rudelf 1
upe; für Feuiſſeion, Neich md
urt: Dr. Eugen Buhimann,
Ausland und Heſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Spo
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſk: Andrea” Bauer;
„Die Gegenwart”: Dr. Herberi Rette; für den Inſeratentel: Willy Kuble: Dim
und Verlag: L. C. Wittich — ſämtlich in Darmſia
Fär unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückiendung nicht Übernommen.
Die heutige Nummer hat 24 Geiten.
[ ← ][ ][ → ]Nammer 346
Samstag, den 14
Die beſſiſchen Kreditgenoſſenſchaften.
Für die 28 heſſiſchen Kreditgenoſſenſchaften betrug die Geſamtbilanz
nach den jetzt vorliegenden Zahlen am 31. Oktober 1929 an Aktiven
zu=
ſammen 75 970 Mill. RM., davon an ausgeliehenen Geldern 55,4 Mill.,
Grundſtücken und Einrichtungen 1675, ſonſtiges Vermögen 1616, Wechſel
9961, Wertpapiere 1,6, Guthaben bei Banken und Genoſſenſchaften 1,7
und Barbeſtände 3832 Mill. Auf der Paſſivſeite erſcheinen die
Mit=
gliederguthaben mit 7,8, Rücklagen 3484, Spareinlagen 40 137, ſonſtige
Kundenguthaben 17 621, Bankſchulden 2137, Akzeptverbindlichkeiten 1.23.
ſonſtige Schulden einſchließlich Reingewinn 3,566 Mill. Die
Bürgſchaf=
ten betragen am gleichen Tage 2,1 Mill. und die Giroverbindlichkeiten
4025 Mill. RM.
Die Intereſſengemeinſchaft Deutſcher Juteinduſtrieller hat die
Richt=
preiſe für Gewebe erhöht auf 1,20 RM. je Kg. H. Sowohl die
Textil=
wie die Lederinduſtrie traten als Käufer von Jutegeweben auf zwecks
Eindeckung für die nächſten drei Monate.
Wirkſchaftliche Rundſchan.
Eichbaum=Werger=Brauerei A. G., Worms. Der A.R. beſchloß, für
1928/29 auf das Kapital der nunmehr vereinigten Brauereien wieder
12 Prozent Dividende vorzuſchlagen. Infolge der günſtigen Witterung
der zweiten Jahreshälfte war der Geſamtausſtoß höher als im
Vor=
jahre. Auch in den erſten Monaten des neuen Jahres war der Abſatz
aus dem gleichen Grunde günſtig, während der augenblickliche
Bierkon=
ſum zu wünſchen übrig läßt. Die Ausſichten für das laufende Jahr
ſind infolge der noch nicht geklärten Frage der Höhe der Bierſteuer und
der Rückwirkungen dieſer Maßnahme auf den Konſum noch nicht zu
überſehen.
Die Lage der Pforzheimer Edelmetall= und Schmuckwareninduſtrie
im September/November 1929. Für die Edelmetall= und
Schmuck=
wareninduſtrie iſt die Berichtsperiode gekennzeichnet durch die
alljähr=
lich in dieſer Jahreszeit eintretende, ſaiſonmäßig bedingte Belebung des
Geſchäftsganges und Beſchäftigungsgrades. Die
Produktionsverhält=
niſſe ſind nach wie vor ſchwierig. Die Rohmaterialpreiſe blieben zwar
für Platin, Gold, Steine und für Kupfer ſtabil und fielen für
Fein=
ſilber von ca. 73,50 RM. auf 68,50 RM. per Kilo. Die durch die
allge=
meine Kapitalknappheit und die Unüberſichtlichkeit der politiſchen und
wirtſchaftlichen Verhältniſſe bedingte Verkürzung der Lieferfriſten jedoch
zwang zur rechtzeitigen Ausführung der Aufträge und drängte ſo bei
uberdies noch unregelmäßigem, ſtoßweiſem und erſt ſpät einſetzendem
Auftvagseingang die Saiſon auf eine ganz außergewöhnlich kurze Zeit
zuſammen. Im Abſatz konnten die Verkaufspreiſe im großen und
gan=
zen gehalten werden. Die Zahlungsweiſe hat ſich weiter verſchlechtert.
Der Wettbewerb des Auslandes macht ſich auf dem Weltmarkt wie auch
auf dem heimiſchen Markt mit ſtarker Verminderung des Intereſſes
für Qualitätsware zunehmend bemerkbar. Der in der Berichtsperiode
im ganzen erzielte Umſatz iſt daher dem Wert nach, namentlich auf dem
heimiſchen Markt, erheblich hinter dem des Vorjahres zurückgeblieben
und hat der Menge nach ihn wohl nur in einzelnen Artikeln erreicht
oder übertroffen. In der Uhren= und Uhrengehäuſefabrikation hat
ſich der Beſchäftigungsgrad, gleichfalls lediglich ſaiſonmäßig bedingt,
gegen die Vorperiode gebeſſert, jedoch nicht durchweg und gleichmäßig.
Für ſchwer verſilberte Tafelgeräte und Beſtecke belebte ſich bei
un=
veränderten Rohmaterialpreiſen das Geſchäft erſt in den beiden letzten
Monaten.
Incafſobank Amſterdam — Frankfurter Allgemeine. Zwiſchen der
Incaſſobank Amſterdam und der Frankfurter Allgemeinen kam wegen
einer Forderung des holländiſchen Inſtituts von rund 250 000 RM.
an die Frankfurter Induſtrie=Kredit G. m. b. H. eine Einigung
zu=
ſtande, ſo daß in der Anfechtungsklage vor dem Landgericht in
Frank=
furt a. M. ein Antrag beider Parteien Annahme fand, wonach der
An=
ſpruch der Incaſſobank anerkannt wurde. Das Gericht wird jedoch erſt
nach 10 Tagen das Urteil verkünden. Die Incaſſobank verpflichtet ſich,
erſt vier Wochen nach Urteilsverkündung, das Urteil vollſtrecken zu
laſſen. Die durch ihre Bürgſchaft verpflichtete Frankfurter Allgemeine
kann wegen des beſtehenden Zahlungsverbots vorerſt nicht in Anſpruch
genommen werden. Das Schickſal der Frankfurter Induſtrie=Kredit
wird ſich wegen außergerichtlichen Vergleiches oder Konkurſes in der
zum 19. d. M. angeſetzten Gläubigerverſammlung entſcheiden. Dieſe
Gründe waren wohl die Veranlaſſung zu der obengenannten
Entſchei=
dung. Wie der Fwd. weiter erfährt, hat ſich der Gläubigerausſchuß
der Frankfurter Induſtrie=Kredit nunwehr über die weitere Abwickelung
bei der Induſtrie=Kredit G. m. b. H. feſtgelegt. Auch iſt der von der
Deutſchen Treuhand=Geſellſchaft bearbeitete, neu überprüfte Status der
Induſtrie=Kredit G. m. b. H. fertiggeſtellt. An der urſprünglich in
Ausſicht genommenen Quote von 25 Prozent wird auch jetzt noch
feſt=
gehalten. Der Gläubigerverſammlung wird erneut der Vorſchlag auf
außergerichtliche Abwickelung zur Abwendung des ſchwierigen Konkurſes
unterbreitet.
p. Bürkle=Bank in Freiburg im Konkurs. In der erſten
Gläubiger=
verſammlung teilte man nach „Basler Nat.=Ztg.” mit, daß die
Verpflich=
tungen der Bank ungefähr 6 Millionen Mark betragen, denen theoretiſch
5 Millionen Mark Guthaben gegenüberſtehen. Ueber die mögliche Höhe
der Quote iſt noch nichts zu ſagen.
Die Anleihe=Ermächtigung für den öſterreichiſchen Finanzminiſter.
Die Regierung hat geſtern im Nationalrat einen Geſetzentwurf
einge=
bracht, durch den der Finanzminiſter ermächtigt wird, eine Anleihe im
Höchſtbetrage von 725 Mill. Schilling aufzulegen und innerhalb eines
Höchſtbetrages auf die Anleihe Vorſchüſſe aufzunehmen oder zur
Be=
ſtreitung der einſtweiligen Erforderniſſe eine kurzfriſtige Anleihe zu
be=
geben. Der Finanzminiſter wird ermächtigt, zur Sicherſtellung der
An=
leihe Pfandrechte auf Bundesvermögen oder Bundeseinnahmen
einzu=
räumen.
Die polniſche Jahresproduktion an Eiern. Die polniſche
Jahres=
produktion an Eiern wird auf drei Milliarden Stück im Werte von
500 Millionen Zloty berechnet. Hiervon gelangen etwa 1 Milliarde
Stück jährlich zur Ausfuhr. Die Eierproduktion hat das
Vorkriegs=
niveau bereits überſchritten. Die Exportmöglichkeiten werden für die
nächſten Jahre auf 10 000 Waggons angegeben. Die Firmen, die zum
Eierexport zugelaſſen ſind, werden vom ſtaatlichen Exportinſtitute in
Warſchau genau regiſtriert. Das neue, vervollſtändigte Verzeichnis der
polniſchen Eierexporteure iſt in dieſen Tagen vom Warſchauer
Export=
inſtitut den polniſchen Konſulaten in Deutſchland zugeſtellt worden, die 6o. Döche Beichgu
es den intereſſierten deutſchen Firmen vorlegen.
Mekallnokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 13. Dezember 1929 ſtellten
ſich für Elektrolytkupfer auf 169.75, Originalhüttenaluminium 190.00,
desgleichen 194.00, Reinnickel 350.00, Anmmon Regulus 65—69, Fein= 8
ſilber 66.75—68.50 Rm.
Die Berliner Metalltermine vom 13. Dezember 1929 ſtellten ſich für
Kupfer: Januar 133.00 (134.00), Februar 133.00 (133.25), März
133.00 (133.50), Alpril 133.00 (133.00), Mai 132.75 (133.00), Juni 132.75
(132.75), Juli 13
5 (133.00), Auguſt bis Oktober 138.00 (133.50),
November 133.50 (133.75), Dezember 134.50 (134.50), Tendenz: ſchwächer.
— Für Blei: Januar und Februar 41.75 (42.50), März 42.00 (42.50), Dtſche. Anl. Auslo=
April bis Juli 42.00 (42.75), Auguſt und September 42.25 (43.00),
Ok=
tober und November 42.75 (43.25), Dezember 41.75 (43.00). Tendenz:
ſtetig. — Für Zink: Januar 38.50 (39,75), Februar 38.50 (40.50)
März 39.25 (41.00), April 38.75 (41.50), Mai 40.00 (41.75), Jum 40.50
(4200), Juli 41.00 (42.00), Auguſt und September 41.76 (42.25), Okto= Dtſche.
Schutzge=
ber 42.00 (42.25), Nobember 42.00 (42.50), Dezember 88.50 (40.50).
Den=
denz: puhig. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern
Brief.
Produkkenberichke.
Berliner Produktenbericht vom 13. Dezember. Infolge des
gegen=
wärtigen unbefriedigenden Preisniveaus hält die Landwirtſchaft mit
An=
gebot von Brotgetreide und Hafer ſehr zurück und bringt nur, ſoweit
es der dringende Geldbedarf erfordert, Material an den Makt. Obwohl
das Mehlgeſchäft keineswegs eine Belebung erfahren hat, wurden unter / 8% Heſſ. Landesbk.
dem Eindruck der feſteren Auslandsmeldungen für Weizen und Roggen
eins bis zwei Mark höhere Preiſe bewilligt, jedoch hält ſich die Umfatz= 8½ Heſſ. Landesbr
tätigkeit weiter in engen Grenzen. Am Lieferungsmarkt bleiben die 4½% Heſſ. Lds.,
Dezemberſichten gedrückt, dagegen waren für ſpätere Lieferung
Preis=
ſteigerungen um 1½—2 Mark zu verzeichnen, ſo daß ſie ihr Report
erneut vergrößert haben. Weizen= und Roggenmehle haben bei wenig
veränderten Preiſen weiter ſehr ruhiges Geſchäft. In Hafer hat das
Inlandsangebot auch nachgelaſſen. Bei vorſichtiger Nachfrage des
Kon=
jums iſt das Preisniveau etwa gehalten. Gerſte in unveränderter
Marktlage.
Frankfurker und Berliner Effekkenbörſe.
Frankfurt a. M., 13. Dezember.
Die Börſe ſtand naturgemäß im Zeichen der Diskuſſion über die
Regierungserklärung und die anſchließende Debatte. Da deren
Aus=
gang nicht bekannt iſt, unterliegt die Börſe mehrfachen Schwankungen
je nach dem Einfluß von Gerüchten oder Tatſachen. Ein weiteres
weſentliches Moment für die Börſenbewegung bilden die Bemühungen
des Reiches um einen Auslandskredit, die aber günſtiger ausgefallen
ſeien, da ein Konſortium von Dillon Read in New York und
Mendel=
ſohn, Berlin, prinzipiell über das Jahresende hinaus einen
Ueber=
brückungskredit gewähren will. Auch werden die Ausſichten des
Ber=
liner Dollarkredites etwas günſtiger bezeichnet. Aufträge von außen
durch das Publikum oder vom Auslande liegen kaum vor. Die
Speku=
lation zeigt das Bedürfnis raſcheſter Glattſtellung, ſo daß die
Schwan=
kungen um 2 Prozent nach oben und unten mehrfach ſich raſch
ab=
löſten. Immerhin lagen die Kurſe bemerkenswerterweiſe insgeſamt
durchweg ½—2 Prozent feſter gegenüber der geſtrigen Abendbörſe. Der
Farbenmarkt eröffnete ¼Prozent höher und konnte raſch 1½ Prozent
dazu gewinnen, um ſpäter wieder dieſen Gewinn zu verlieren.
Aehn=
lich war die Bewegung am Elektromarkt. Siemens 2, AEG. 1, Licht
u. Kraft 1, Gesfürel ½, Schuckert 1½ Prozent höher. Auf feſtere
hollän=
diſche Kurſe Aku nochmals um 2½ Prozent gebeſſert. Auch
Zellſtoff=
werte freundlicher, Waldhof um 234, Aſchaffenburger Zellſtoff um
1 Prozent gebeſſert. Eine ſtärkere Aufwärtsbewegung zeigten
Reichs=
bankanteile bis 286½. Am Montanmarkt betrugen die Kursbeſſerungen
durchſchnittlich ½ Prozent, Kaliwerte bis 2 Prozent höher.
Großbank=
aktien, in denen unveränderte Dividenden erwartet werden, kaum
ver=
ändert. Schiffahrtsaktien dagegen gedrückt, Hapag um 1½, Nordd. Lloyzd
1½ Prozent. Von Einzelwerten gewannen Süddeutſche Zucker ¼,
Rutgers ½ Metallgeſellſchaft ½ Prozent. Unverändert lagen
Holz=
mann und Scheideanſtalt. Neubeſitzanleihe kaum verändert, aber eine
Kleinigkeit ſchwächer. Im übrigen lag der Rentenmarkt vollkommen
ſtill. Der Börſenverlauf blieb auch ſpäterhin nervös und unſicher,
konnte aber die feſte Tendenz mit ziemlicher Widerſtandskraft
durch=
ſetzen. Tagesgeld bei 6½ Prozent etwas leichter. Pfund gegen Mark
W,38½, Dollar gegen Mark 4,1767½, London—New York 4,88.
An der Abendbörſe kamen nur vereinzelte Umſätze zuſtande, und
die Spekulation übte größte Zurückhaltung, da immer noch kein
Er=
gebnis der Fraktionsverhandlungen vorlag. Die Kurſe waren meiſt
knapp gehalten bzw. leicht gedrückt. Je ½ Prozent niedriger lagen
J. G. Farben und Licht und Kraft. Schuckert gaben 1½ Prozent nach.
Im Verlaufe konnte eine Belebung des Geſchäfts nicht eintreten.
Berlin, 13. Dezember.
Die heutige Börſe eröffnete nach einem abwartenden
Vormittags=
verkehr und einer eher zur Schwäche neigenden Vorbörſe über Erwarten
widerſtandsfähig. Das geſtrige Schlußniveau war ſchon zu den erſten
Kurſen größtenteils wieder erreicht. Das Ausbleiben der New Yorker
Diskontermäßigung war bereits überwunden und die innerpolitiſche
Situation wurde ſchon wieder recht optimiſtiſch beurteilt. Später machte
ſich allerdings Geſchäftsloſigkeit wieder ſtärker bemerkbar, ſo daß ſich die
höchſten Kurſe nicht voll behaupten konnten.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 13. Dez.:
Getreide. Weizen: Dezember 120,50, März 127,½, Mai 1317,
Juli 131½: Mais: Dezember 90, März 94, Mai 96½, Juli
97,50; Hafer: Dezember 4434, März 48, Mai 49½: Roggen:
Dezember 1027, März 103½, Mai 10178.
Schmalz: Dezember 10,22½, Januar 10,50, März 10,75,
Mai 10,92½.
Fleiſch. Rippen: —: Speck, loko 10,50, leichte Schweine 9,50
bis 9,55, ſchwere Schweine 9,25 bis 9,60; Schweinezufuhren: in
Chicago 40 000, im Weſten 106 000.
Baumwolle: Dezember 17,07, Januar 17,16.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 13. Dez.:
Schmalz: Prima Weſtern 10,95; Talg, extra, loſe 734.
Getreide. Weizen: Rotinter n. Ernte 139½, Hartwinter
n. Ernte 130½; Mais 104, Mehl 5,90—6,30; Getreidefracht:
nach England 1,6—20 Schilling, nach dem Kontinent 8—9 Cts.
Die Bankzuſammenbrüche in Amerike
Die Zuſammenbrüche von Klein= und Mittelbanken in de
ten Staaten haben einen großen Umfang angenommen. 199
:3n
den Vereinigten Staaten rund 8000 Nationalbanken und
Privatbanken, zuſammen rund 31000 Banken; derzeit gibt
nur rund 7500 Nationalbanken und 18 500 „States Banks”
alſo 26 000. Die Anzahl der Banken hat ſich demnach in
um 5000 vermindert; da nur ein geringer Teil davon dur
in andere Bankinſtitute aufgenommen wurde, kann man au
der letzten acht Jahre faſt zwei Bankzuſammenbrüche rechnen
Jahresbericht des Federal Reſerve Board gibt den Umfan / o.
lungseinſtellungen von Banken in den Vereinigten Staate
maßen an: 1921: 520 Banken mit einem Kapital von 22
lar und Depoſiten in der Höhe von 198 Millionen 3540000
354 Banken mit 13 743 000 Dollar Kapital und 110 721000
ſiten; 1923: 650 Banken mit 21 978 000 Dollar Kapital un
Dollar Depoſiten; 1925: 612 Banken mit 24 441000 D,
und 172 900 000 Dollar Depoſiten; 1926: 956 Banken mit 32
lar Kapital und 272 488 000 Dollar Depoſiten; 1927: 662
24 763 000 Dollar Kapital und 193 891 000 Depoſiten; 192
mit 19 715 000 Dollar Kapital und 138 642000 Dollar 2
ganzen 5004 Banken mit 188 719 000 Dollar Kapital und
Dollar Depoſiten. 598 Banken mit einem Kapital von 22
lar und 215 339 000 Dollar Depoſiten haben ihren Betrieb
oder längerer Zeit wieder aufgenommen. Das Durchſchnitt
zahlungsunfähig gewordenen Banken betrug 38000 Dollar
ſchnittliche Höhe der Depoſiten rund 300 000 Dollar. Die
brüche derart vieler Lokalbanken haben weite Kreiſe der ar
Bevölkerung ſchwer geſchädigt.
o. Mi
A
Rleine Drelſchaftsnachrichten.
Der Privatdiskont wurde an der geſtrigen Berliner
ls v. H. auf 7 v. H. erhöht.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich
zember auf 119,2 gegen 119,0 am 4. Dezember, ſtieg alſo um
Das Kaliſyndikat gewährt wiederum auf alle Aufträge
ten Lieferung bis 20. Dezember die übliche Sondervergütu
bzw. bei Wechſelkrediten ein zinsfreies Ziel auf drei Mong
longationsmöglichkeit bis 15. November 1930.
Die Verſammlung der deutſchen Fahrradfabriken nahm 1
Kommiſſion ausgearbeiteten Vorſchläge zur Bildung eine
gemeinſchaft der deutſchen Fahrradinduſtrie auf der Baſis de
entgegen. Nach einer Ausſprache ſtellte ſich die Verſammlu
auf den Standpunkt, daß auf dem Boden des Syndikats
dung der Verhältniſſe in der Fahrradinduſtrie herbeigef:
könne.
Die alte Privatbankfirma Gebrüder Zahn in Kaſſel hat
durch die Inſolvenzen verſchiedener Kaſſeler Bankfirmen E
nen Ruins die Zahlungen einſtellen müſſen. Wie uns die
teilt, iſt der Status durchaus aktiv. Zwei Drittel der Det
reits abgeholt. Die Depots ſind vollkommen in Ordnung.
Die Baufirma H. Klotz u. Co. in Frankfurt a. M. grü
Zuſammenfaſſung ihres europäiſchen Geſchäftes in Baſel mi
läufigen Kapital von 30 000 Franken ein Unternehmen für
und Betonbau, die „Eiſenbeton=Gleitbau A.=G., Baſel”.
Ueber das Vermögen der Badiſchen Holzwerkzeugfabrik
Otto Mainzer u. Co., in Baden=Oos, iſt zur Abwendung de
das Vergleichsverfahren eröffnet worden. Vergleichstermin
3. Januar 1930 anberaumt.
Die Bank für Mittelſachſen legt anläßlich ihres 50jäl
läums eine kleine Feſtſchrift vor, die den Entwicklungsgant
nehmens ſchildert. 1928 wurden 12 Prozent Dividende v
Aktienkapital beträgt zurzeit 1 Mill. RM.
Nach einer Mitteilung iſt durch die Union des Mines Pe
Britiſh and Continental Bancing Co. Ltd., London, die R.
Induſtriebank, Amſterdam, mit einem Kapital von 10 Mill.
det worden. 2 Mill. hfl. hiervon ſind bereits placiert.
Nach Verlautbarungen hat die argentiniſche Regierun
fuhr von Eiſen verboten.
109
Vers
Weihr
billigen Pr
Sie finden
An den Adve
Kunden mit
Berliner Kursbericht
vom 13. Dezember 1929
e
Danatbank".
Deutſche Bank u.
Disconto=Gef.
Dresdner Bank
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
230.50 Me Mee
f. G. Farben
Gelſenk. Bergw. Veefe
177.— Mae
Rütgerswerke 261.—
38.50 Helſingfors Währung
100 finn. Mk. Ger
10.44 Brieſ
10.507 Schweiz 122.25 Salzdetfurth Kalt 314.50 Wien 100 Schillinel5 58.85 Spanien 146.50 ſGeſ.felektr. Untern. 1. Leonh. Tietz 11. 0 Prag 100 Tſch. Kr. 145.— Harpener Bergbau 131.— Verein. Glanzſtoff 185. Budapeſt 100 Pengb 395 73.19 ba5‟
Kck 95.3r Soeſch Eiſen 108.50 Verein. Stahlwerke 101.50 Sofia 100 Leva 3.017 3.(2 Rio de Janeiro 142.25 Phil. Holzmann 81.- Weſteregeln Alkali 88.— Holland 100 Gulden 168.35 168.69 Jugoſlawien 94.25 Kali Aſchersleben 179.— gsb.=Nrnb. Maich. 7.— Oslo 100 Kronen 11
1.8: 112.07 Portugal 155.75 Klöcknerwerke 90.50 Baſalt Linz 29.— Kopenhagen 100 Kroner 11.95 112.17 Athen 80.25 Köln=Neueſſ. Bgw. 106.625 ſBerl. Karlsr. Ind 1.— Stockholm 100 Kronen 112.53 Konſtanttnopel 153.75 dw. Loewe
K. 149.- Hirſch Kupfer 117.50 London 1 2=Stg. 20.3* 9
25/ Rairo 200.— Nannesm. Röhr. 90.71 Hohenlohe=Werke Buenos=Aires 1 Pap. Peſ= 1.74 727 Kanado 59.50 Maſch.=Bau=Untn. 9 Lindes Eismaſch. Ntge New Yort 1 Dollar 4.17 4. 1795 Urnguah 142.— Nordd. Wolle 3 Herm. Poege 23.50 Belgien 100 Belga 58.36 58.505) J8land 151.50 Oberſchleſ. Kolsw. 93.25 VogelTelegr. Draht 66.50 Italien 100 Lire 21.83 21.875/ Tallinn (Eſtl.) 11 91.— Orenſtein & Koppell 66.50 Wanderer=Werke 44.— Paris 100 Franes 16.425 16.465 Riga
Deviſen=
vom 13. Dezem
Währu
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100 Gulden
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100 Ding
00 Escudos
00 Drachm
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türr.
Frankfurter Kursbericht vom 13. Dezember 1929.
anl. v. 27 ....."
6% Baden
Frei=
ſtaat v. 27 ...."
6% Bahern Frei
ſtaat v. 27 ....
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ſtaat v. 28 ....
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%o Darmſtadt v. 28
v. 28
72 Frkf.a.M.v.26.
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O Mannh. v. 26..
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Goldpfbr.. . .
Goldoblig. ....
Hyp.=Bk.=Liquid
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Pfbr.=Anſt. Gold
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f
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+ Ausl. Ger.
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71)
Nachdruck verboten
„Ja, der Konkurrenzkampf, der überall üblich iſt. Jeder
möchte an der Spitze ſein.”
„Ich meine nicht den ehrlichen Konkurrenzkampf, der das
belebende Element des ganzen Geſchäftslebens iſt. Nein, Mr.
Towler, Sie ſind ein gutes Stück von dem Wege des
ehr=
lichen Kaufmannes abgewichen.”
„Ich bitte Sie, Mr. George!” brauſte Mr. Towler auf.
„Es iſt ſo! Das Abweichen war ſogar ſo ſtark, daß es Sie
mit dem Geſetz in Konflikt gebracht hätte, wäre von mir und
Willington ein Strafverfahren eingeleitet worden, denn
ſchließ=
lich muſſen wir Sie als den alleinigen Chef der Firma Toſpler
verantwortlich machen.”
„Bis zu einem gewiſſen Grade beſtimmt. Mr. George, ich
habe doch bereits einmal mit Ihnen über dieſen dunklen Punkt
geſprochen. Ich habe ſofort alle Hebel in Bewegung geſetzt, ſo
daß ſich eine ſolche Sache nicht mehr ereignen kann.
„Die Gewähr dafür haben wir nicht, Mr. Towler”, ſagte
George ernſt. „Sie haben die Lumpen, die dieſe verſchiedenen
Sachen in Szene ſetzten, nicht entlaſſen.”
Mr. Towler biß ſich auf die Lippen. Er war im
Augen=
blick um die Antwort verlegen.
George aber fuhr fort: „Sprechen wir nicht mehr über die
Sache. Aber nehmen Sie die Ueberzeugung mit, Mr. Towler,
daß wir von jetzt an keinerlei Rückſicht mehr kennen werden,
denn das bin ich meinen Werken ſchuldig.
Mr. Towler hatte einen ſpöttiſchen Ausdruck im Geſicht.
„Mr. George”, ſagte er ſtark betont, „Sie umlauert ſtändig
die Gefahr. Es wäre gut, wenn Sie ſich jetzt zurückziehen
würden, denn wenn es der Verbrecherwelt gelingt, Sie
unſchäd=
lich zu machen, dann fällt das Erbe ja an Mrs. Millans.
George war erſtaunt.
Davon ſteht kein Paſſus im Teſtament!“
„Im Teſtament nicht, aber es hat ſich bei dem Gericht noch
ein Zuſatz gefunden, der als Zuſatzbeſtimmung verlangt, daß
das Erbe an Mrs. Millans fällt, wenn Sie im Kampfe gegen
die Verbrecherwelt unterliegen.
„Es iſt ſeltſam, daß ich von dieſem Zuſatz bisher noch keine
Nachricht erhalten habe. Doch das iſt ja auch gleichgültig. Sterbe
ich, dann mag mit dem Gelde werden, was will. Ich habe keine
Angehörigen. Die Verbrecherwelt arbeitet alſo gewiſſermaßen
für Sie mit, Mr. Towler.
„Das möchte ich nicht behaupten, aber es könnte ſein, daß
Mrs. Millans eher zu einem Kauf zu gewinnen wäre, als Sie,
Mr. George.”
„Das kann mir dann gleichgültig ſein. Mich intereſſiert nur
der Umſtand, daß alſo Miß Millans mich gegebenenfalls beerben
muß. Das iſt intereſſant und läßt verſchiedene Rückſchlüſſe zu.”
Damit war das Thema beendet.
Mr. Towler überreichte George noch den Scheck über
zehn=
tauſend Dollar, die verlorene Wette.
Dann verabſchiedete er ſich. Jörns trat wieder ein.
„Eben hat Sie ein unverſöhnlicher Feind verlaſſen, Mr.
George,” ſagte er.
„Warum nehmen Sie das an?”
„Weil ich unter Ihnen gelernt habe, Geſichter zu beurteilen
und in ihnen zu leſen. Towler haßt Sie.
„Beſtimmt!” ſagte George.
Dann gab er Jörns noch verſchiedene
Verhaltungsmaß=
regeln und verabſchiedete ſich von ihm und Papers.
*
Am Abend war ganz Chicago entſetzt. Eine raſende Wut
entflammte die Bevölkerung, denn . . . die Kugel hatte ihren
George niedergeſtreckt.
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Endlich hatte die Kugel den Mann getroffen und ihn, wie
es hieß, lebensgefährlich verletzt.
Das ganze Polizeipräſidium war in Aufregung. Den
Mörder — es war Philippſon — faßte man.
Fünf Kugeln, aus nächſter Nähe abgefeuert, ſaßen in ..
Jörns Leibe.
Der Polizeipräſident — Jörns — wurde nach dem
Kran=
kenhaus gebracht, und man ſtellte feſt, daß eine Kugel die rechte
Lunge getroffen hatte. Die anderen Schüſſe waren weniger
ge=
fährlich. Aber der Blutverluſt war ſo groß geweſen, daß faſt
keine Hoffnung für das Leben Jörns beſtand.
Eine maßloſe Wut packte die Polizeibeamtenſchaft Chicagos.
In derſelben Nacht wurden Razzien über Razzien gehalten
und nicht ganz ohne Erfolg.
Die Bevölkerung war aufs allerſtärkſte erregt.
George hörte davon, als er im Eden weilte.
Die im Eden anweſenden Beamten fahen ſich fragend an.
Keiner verſtand es, denn der Präſident weilte doch unter ihnen.
George ſchilderte ihnen die Situation und ſie atmeten auf.
Georges Bruſt ging raſend
Er war wie ein Löwe im Käfig, ging wohl hundertmal hin
und her, bis er ſich beruhigte.
Dann beſchloß er, Benn aufzuſuchen.
Im Büro der Mac Millan=Werke.
Eine Stimme ſchrillt plötzlich über die Köpfe der emſig
Ar=
beitenden durch den langen Saal: „Ein Attentat! Ein
Atten=
tat! Sie ..". ſie haben ihn erſchoſſen!
Alles in Aufregung.
Benn, der eben mit dem erſten Buchhalter
geſproch=
erbebt. „Was iſt geſchehen?” ruft er laut dem Unglücsr
„Der Chef iſt erſchoſſen worden!” heulte Bobby.
auf, denn er war der Sprecher. „Unſer George iſt
worden!“
Benn iſt blaß geworden, der Hauptbuchhalter ner
nicht minder.
Benn greift zum Apparat und ruft das Präſidium
Die Zentrale meldet ſich.
Er fragt, und das Herz erzittert ihm. Es iſt 9
George iſt lebensgefährlich verletzt. Er iſt nach dem
hauſe geſchafft worden. Höchſte Gefahr! Die Lunge
Wird kaum mit dem Leben davonkommen.”
Benn iſt fahl, als er den Hörer auflegt. Schon u
ihn eine Schar der Angeſtellten und Büromädels.
Ver=
in dieſem Augenblick der Unterſchied zwiſchen Chef un
ſtellten.
„Iſt es wahr, iſt es wahr, Mr. Tuller?”
Und er muß zuſtimmen. Nun wird es totenſtill i
Die Mädchen ſchluchzen auf. Er, der ſtarke, der große
... erſchoſſen!
Und die Meldung geht durch die Säle. Auch Suſan
quiſt hört es und bricht faſt zuſammen. Mit bebenden
ſchleppt ſich das Mädchen nach dem Büro.
Inzwiſchen iſt Benn ein Mann gemeldet worden.
Aber Benn will ihn nicht ſprechen. Er hat ſich a
und will nach dem Krankenhaus fahren.
Doch der Fremde läßt nicht locker. Es ſei dringe
Schließlich kommt er in das Privatkontor Benns
die Tür hinter ſich und legt den Finger auf den Mu
„Ich bins . . . George,” ſagte ſeine Stimme heiſer.
iſt ſchwer getroffen worden.”
Benn ſtarrt ihn an. Er will ſprechen, aber er kann
Es würgt in ſeiner Kehle.
Endlich würgt er unter Tränen hervor: „Robert,
Du .. . lebſt . . . biſt unverletzt?!“
George ſteht erſchüttert. Trotz der Bitternis der
da ein anderer für ihn die Kugel erhalten hat, empfinde
Freude. So tief iſt Benns Liebe zu ihm! Ein warme,
will in ihm aufwallen.
„Ja, ich lebe. Die Schurken haben Jörns getroff
arme Junge! Benn, ich kann jetzt nichts für ihn tun.
dich, ſorge für alles und laſſe niemanden an das
Kra=
heran, niemanden. Sprich mit den Aerzten, damit nie
ihm gelaſſen wird, nicht Towler, nicht Eaſtmann, niema
nicht Heligne. Hörſt du!”
„Ja, ja!”
Die Tür hatte ſich geöffnet.
Die Köpfe der Männer fuhren herum.
Suſanne Lindquiſt ſteht vor ihnen, bleich und ſch ſt!
zitternden Knien und bebenden Lippen.
„Miſter . . . Tuller,” ſchluchzte ſie auf, iſt .. . iſt
daß ſie .. . ihn erſchoſſen haben?
Die Männer ſtehen erſchüttert ob dieſer verzweifelter
Sie ſehen, daß das Mädchen leidet, als ob es um da
Leben geht.
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15. Dez.
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½4 Uhr
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Erstaufführung
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in 3 Akten von Maria
Clara Keller
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„Der Spion von Odessa‟ — Dazu das Lachspieli „Vier
Beginn 8½ Uhr.
Herren suchen Anschluß‟
Das gute Lustsplelprogrammt „Champagner‟
und „Das verrückte Sanatorium”
Beginn 3½ Uhr
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Morgen Honntag, den 15. Dezember 1929,
Kanarien=Ausſtellung
und Ausſtellung für praktiſchen Vogelſchutz
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Hanauer Hof, Heinheimerſtraße 8.
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Eintritt frei!
Heute Hamstag und Sonntag
Stimmungs=Konzert
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Heute ab 6 Uhr „
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Feſtſaal der Höheren Landesbauſchule
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„Nas Lenbeiner Heihnachismunder”
„Meihnachisbid und Heitnachtslien"
Die Lichtbilder ſind zuſammengeſtellt und
werden gedeutet von Dr. E. Zeh, die
Lie=
der werden geſungen von der Darmſtädter
Madrigal=Bereinigung unter Leitung von
Profeſſor Dr. Noack.
Karten für unſere Mitglieder 50 Pfg., für
Nichtmitglieder 75 Pfg.
Volkshochſchule Darmſtadt
Darmstadt
Gegründet 1911
Spanische Weinstabe
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Fernsprecher 3281
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wenn rings im Kreise alles glückstrahlend die Geschenke
betrachtet und wenn dann die Namen der Spender
genannt werden, möchten Sie da nicht, daß gerade
Ihre Gaben besonders gut gefallen und große Freude
auslösen? — — Wie einfach ist es dies zu erreichen!
Gchen Sie an dem Tag da Sie Ihre Weihnachtseinkäufe
machen zu dem Haus, das Ihnen wirkliche
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stimmung verkaufen kann. Besuchen Sie zuerst Tietz!
Ob. Sie nur ein oder gleich ein Dutzend Geschenke
kaufen wollen, das ist gleich. Bei Tietz werden Sie
sicherlich das Gewünschte finden. Wir sind sogar
sicher, daß Sie nicht enttäuscht sind wenn Sie in letzten
Minute noch etwas kaufen wollen. So groß sind unsere
Vorräte. Unnötig zu sagen, daß Sie immer die guten
Tietz-Oualitäten zu den niedrigen Tietz-Preisen
erhalten. - Folgen Sie deshalb unserem Ratschlag und
gehen Sie an dem Tag, an dem Sie
ergt Ihre Weihnachtseinkäufe machen vollen