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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iAnftrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit 4 verſehenen Original=Aufſätze und sigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 340
Sonntag, den 8. Oezember 1929.
192. Jahrgang
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Im Falle höhe=
Dollar — 4.20 Mark).
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streiltl uſw., erliſcht
ede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzelgen=
auſträge und Leiſtung von Schadenerſatz. Bel
Konkurs oder gerichticher Beſtreſbung fäll je
Rabat weg. Bankonto Deutſche Bank und Darme
ſtädter und Nationalbank.
eichskanzler zum Borkrag beim Reichspräſidenken. — Der Vorſtoß des Reichsbankpräſidenken im
Miktelpunkk. — Wieder einmal Kriſenſtimmang. — Mik Reden allein iſt es nicht mehr. gekan.
der Verſchleppung der ganzen Finanzreform mit ihren verheeren=
Die Verkrauensfrage.
den Folgen mitſchuldig machen, und es ſollte doch allen Parteien
zu denken geben, daß der Reichsbankpräſident bei ſeinen
Angrif=
fen in der geſamten Preſſe — mit Ausnahme der ſozialdemo=
Hachliche Gegenſätze im Kabinekk.
* Berlin, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
Reichskanzler hat am Samstag vormittag dem
präſidenten Vortrag gehalten über die
poli=
ge. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß dabei
ttelpunkt der Vorſtoß des
Reichsbank=
enten geſtanden hat und die Folgerungen, die
eichskabinett zu ziehen gedenkt. Von
Re=
ſeite aus verwendet man jetzt einen verdächtigen Eifer
nachzuweiſen, daß Herr Dr. Schacht eigentlich offene
nrenne, und daß auch ohne ihn in der kommenden Woche
prechende Information des Reichstages beabſichtigt
ge=
i. Das iſt zum Teil richtig, weil ja auf Drängen der
tei der Reichskanzler eingeſehen hatte, daß eine weitere
jgerung der ganzen Finanzreform unmöglich ſei. Aber
her iſt, daß durch Herrn Dr. Schachts Vorgehen die Dinge
richtig in Fluß kommen. Vorläufig freilich nur auf dem
zum Mittwoch, wo der Reichskanzler vor den Reichstag
II, iſt noch ſehr viel, iſt eigentlich alles Entſcheidende zu
Iär
n einer ſachlichen Entſcheidung auch im
ett ſind wir doch wahrſcheinlich ſehr weit ent=
Es iſt auch kennzeichnend, daß der Miniſterrat Stunden
um das inhaltlich ſehr dürftige Communiqus gegen
cht zuſammenzubrauen. Wäre wirklich die Einigung ſo
in hätte dazu eine Viertelſtunde genügt. Soweit unſere
geht, iſt denn auch das Communigué ſchließlich als
rißformel von allen Miniſtern angenommen worden.
lichen Gegenſätze im Kabinett aber waren
den ſozialdemokratiſchen und den volksparteilichen
Mi=
hr groß, wobei Dr. Wirth ſich als Vermittler
einge=
ſat, und ſie werden noch größer werden, wenn der
g von der Form zum Inhalt gefunden werden ſoll.
Mitwwoch will der Kanzler im Reichstag das
Finanz=
n vorlegen und damit die Vertrauensfrage verbinden.
alſo ſpäteſtens am Dienstag mittag die
Frak=
orſitzenden empfangen, damit am Nachmittag
erungsfraktionen beraten können. Am Montag muß
Uebereinſtimmung im Kabinett ſchon erzielt werden.
5 durch Monate hindurch nicht verſucht wurde, ſoll jetzt
in Stunden erreicht werden. Man braucht aber nur an
rſteuer zu erinnern, mit der die Bayern nichts zu
twollen, an die Kopf=oder
Verwaltungsab=
er Gemeinden, die den Sozialdemokraten gegen
ch geht, und an die Erhöhung der Beiträge
werbsloſenfürſorge gegen die von
volks=
er Seite Einſpruch erhoben iſt — wenn auch der Reichs=
Sminiſter Dr. Moldenhauer hier eine tragbare Löſung
haben glaubt — um ſofort zu erkennen, welche ſcharfen
im Kabinett noch zu überwinden ſind.
Wunder, wenn deshalb auch von ſozialdemokratiſcher
onnen wird, eine neue Rückzugslinie
aufzuwer=
in wir den „Vorwärts” richtig leſen, dann ſoll die
adgebung der Regierung darauf hinauslaufen, daß die
n Grundzüge des Finanzprogramms, die ja nun
hin=
vekannt ſind, auf den Tiſch des Hauſes niedergelegt
vährend die einzelne Ausarbeitung über Neujahr
choben werden ſoll. Dafür würde der Kanzler ſich
urch die Vertrauensfrage ſanieren und die Parteien
er an ſich binden, wozu dann eine „Konkordia”=Formel
werden ſoll, die man bei den Regierungsparteien
a ücken hofft — aus Angſt vor einer Kriſe. Wir
illerdings nicht, daß der Kanzler damit das Geſpenſt
beſchwören kann. Taktiſche Behelfsmittel wie
Ver=
ken helfen jetzt nicht mehr. Die Volkspartei ſicher,
lich auch Zentrum und Demokraten werden darauf
daß nicht mehr allgemeine Redensarten,
leſtſtehende Programme ſerviert werden, die
Weihnachten noch im Reichstag durchberaten werden
Wie das im Einzelnen zu machen iſt, darüber läßt ſich
Ne Löſung wäre immerhin dahin zu finden, daß wir,
die Steuern doch umbauen wollen, um eine
Er=
der Verbrauchsſteuern nicht herumkommen,
dre ſchon viel gewonnen, wenn jetzt zunächſt die Er=
Er Bier= und Tabakſteuer, die zuſammen
1 20 Millionen ergeben ſoll, mit Wirkung
anuar 1930 durchgeführt werden könnte. Dann
ckatrechtlich das Bild, daß der Haushaltsplan
ichen wäre, auch wenn der Young=Plan
Lilte. Der zweite Teil der Steuerreform, nämlich
ung der Realſteuern, könnte dann bis zum
zweiten Haager Konferenz zurückgeſtellt werden. Die
Maſſe, die für die Steuerſenkung dann zur Verfügung
2e auch erheblich größer ſein und könnte zur Not
ge=
in alle Parteien ſich bindend darauf verpflichten, daß
Dau der Annahme des Young=Planes bereit ſind, die
25 Vermögens=, Gewerbe= und Realſteuern zu
ſen=
ie ee Wirtſchaft von Belaſtungen zu befreien, die jede
Dung verhindern.
tieh Enſchluß der Reichsregierung, vor den Reichstag zu
Derade in die Reichstagspauſe gefallen, ſo daß vor=
Mi 4n0 dus wird bis zum Dienstag ſo bleiben — über die
2e Fraktionen beſtimmtes nicht feſtzuſtellen iſt. Wir
T— doch, daß nur auf dieſer Grundlage das Kabinett
Auf Monate befriſtetes Vertrauensvotum bekom=
Dare es anders, dann würde der Reichstag ſich an
kratiſchen und weniger demokratiſcher Zeitungen — reſtloſe
Unterſtützung gefunden hat.
Inkerſrakkionelle Beſprechung der Parkeiführer.
Die Parteiführer der Regierungsparteien ſind zu einer
inter=
fraktionellen Beſprechung — zur Vorbereitung der für Mittwoch
angeſetzten Regierungserklärung über die konmnende
Finanz=
reform — zuſammenberufen worden. Vorher findet
vorausſicht=
lich noch eine andere Beſprechung der Etatſachverſtändigen der
fünf Fraktionen ſtatt. Die Erklärung wird wahrſcheinlich nicht
der Finanzminiſter, ſondern der Reichskanzler ſelbſt im
Reichs=
tag vortragen. Eine fertige Vorlage geht dem Reichstag
im gegenwärtigen Augenblick noch nicht zu.
Die Amſchichtung bei den Deutſch=
Des Grafen Skepfis. — „Deutſchnakionale Arbeits
* Berlin, 7. Dezember. (Priv=Tel.)
Herr Hugenberg hat das Glück gehabt, daß das Manifeſt des
Reichspräſidenten die öffentliche Aufmerkſamkeit plötzlich wieder
von den Vorgängen im deutſchnationalen Lager abgezogen hat,
und daß er dadurch eine Atempauſe gewinnt, die er nun dazu
benutzt, um wieder Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen.
Er veröffentlicht zu dieſem Zwecke eine Kundgebung, die auf die
Tonart „Mann über Bord, aber der Kurs geht
weiter” abgeſtellt iſt. Sie iſt von faſt ſämtlichen
Landesvor=
ſitzenden unterzeichnet. In der Graf Weſtarp naheſtehenden
„Kreuzzeitung” wird verſucht, die Zerſetzungserſcheinungen
in=
nerhalb der Partei kritiſch zu betrachten, wobei ſtarke Skepſis
hervortritt, ob die Abſplitterungen ſchon zu Ende ſind.
Gleich=
zeitig aber wird Herrn Hugenberg nahegelegt, die Parteidiſziplin
nicht zu überſpannen, und vor allen Dingen der Fraktion die
politiſche Ellenbogenfreiheit zurückzugeben. Man gewinnt aber
nicht den Eindruck, als ob Graf Weſtarp bereit wäre, ohne ſehr
weitgehende Zugeſtändniſſe des Parteiführers den
Fraktions=
vorſitz wieder zu übernehmen. Die Sezeſſioniſten
ihrer=
ſeits ſetzen ihre Bemühungen fort, eine deutſchnationale
Arbeitsgemeinſchaft zu bilden, die bei Wiederbeginn
des Reichstages bereits zu ihrer erſten offiziellen Sitzung
zu=
ſammentreten ſoll.
Anbegründete Beſchwerden über Berſtöße
beim Volksbegehren.
Berlin, 7. Dezember.
In der Preſſe der Parteien und Verbände, die hinter dem
Volksbegehren „Freiheitsgeſetz” ſtanden, iſt eine große Anzahl
von Fällen zur Sprache gebracht worden, in denen angeblich
Behörden oder Amtsperſonen gegen die geſetzlichen
Beſtimmun=
gen verſtoßen haben, die den ordnungsmäßigen Verlauf des
Eintragungsverfahrens ſicherſtellen ſollen. Das
Reichsminiſte=
rium des Innern hat in allen dieſen Fällen amtliche
Ermitt=
lungen veranlaßt. Die Antworten liegen noch nicht vollzählig,
aber doch größtenteils vor. Danach hat ſich erwieſen, daß die
erhobenen Beſchwerden in faſt allen Fällen unbegründet ſind.
Wo Unregelmäßigkeiten hervorgetreten ſind, haben
übergeord=
nete Stellen überall rechtzeitig eingegriffen entſprechend dem
ausdrücklichen Erſuchen, daß das Reichsminiſterium des Innern
in ſeinem Rundſchreiben an die Landesregierungen vom 11.
Ok=
tober ausgeſprochen hatte.
Aus dem Sklarek=Ausſchuß.
* Berlin, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
Im Sklarek=Unterſuchungsausſchuß des Preußiſchen
Land=
tages iſt es wieder ruhiger geworden. Das Intereſſe hat
des=
halb auch merklich nachgelaſſen. Stadtkämmerer Lange ſtieg etwas
tiefer in die Darlehensaffäre hinein, wobei er vor allen Dingen
die Behauptung Willi Sklareks zurückwies, die Sklareks wären
durch die Stadt geſchädigt worden. Die Vernehmung Langes
wurde noch nicht abgeſchloſſen. Er wehrte ſich dagegen, daß die
Verwaltung Berlins unüberſichtlich ſei, wie das der
Oberbürger=
meiſter Böß vor einigen Tagen zum Ausdruck gebracht hatte, der
die Unüberſichtlichkeit als entſcheidenden Grund herauszuarbeiten
verſuchte. Im übrigen waren die Vernehmungen recht
bedeu=
tungslos, auch was üher den Bürgermeiſter Schneider geſagt
wurde,
* Die deukſchnakionale Sezeſſion.
Ueber die Gründe ihres Vorgehens äußerten ſich
zwei der jetzt aus der Deutſchnationalen Partei
ausgetretenen Reichstagsabgeordneten in
außer=
ordentlich bemerkenswerten programmatiſchen
Er=
klärungen.
Abgeordneter G. R. Treviranus äußerke ſich:
„Wir wollen der Sauerteig der nationalen Oppoſition ſein”.
„Die äußeren Gründe für unſeren Austritt aus der Partei
ſind ja bekannt: meine Freunde und ich ſtanden ſchon lange im
Gegenſatz zu § 4 des Volksbegehrens. Trotzdem hätten wir bis
zu ſeinem Abſchluß keinen Schritt getan, um die Einheit der
Par=
tei nicht zu gefährden, wenn nicht ein zwar offener, aber nichr
umſtürzleriſcher Privatbrief von mir zur öffentlichen Kenntnis
ge=
kommen wäre. Dieſer Brief aber war nur das Symptom, das
den Anlaß gab, die Urſache dieſer Trennung liegt weiter zurück.
Die Divergenz beſteht hauptſächlich darin, daß wir die
un=
bedingte Forderung einer poſitiven
Oppoſi=
tion erheben und uns deshalb mit der negativen Oppoſition
der Parteileitung nicht ſolidariſch erklären können. Der Grund
für unſere Forderung einer poſitiven Oppoſition: unſere
Wähler=
ſchaft ſtammt zum überwiegenden Teil aus Kreiſen, die
wirt=
ſchaftlich ſchlecht ſtehen: der Landwirtſchaft, dem gewerblichen
Mittelſtand, chriſtlich=ſozialen Arbeitnehmern und Angeſtellten.
Bei der unbedingten Oppoſition der Deutſchnationalen
Volks=
partei beſteht die Gefahr, daß wichtige Hilfsmaßnahmen der
Re=
gierung abgelehnt werden müſſen, obſchon ſie im Intereſſe der
von uns vertretenen Berufsſtände liegen. Von dieſem
Gedan=
ken ausgehend, bildeten wir die deutſchnationale
Arbeitsgemein=
ſchaft, in der die chriſtlich=ſozialen Abgeordneten eine beſondere
Gruppe bilden, ſich aber in völliger Uebereinſtimmung mit den
anderen ausgeſchiedenen Abgeordneten befinden.
Unſere Arbeit ſoll die Erneuerung und Verbreiterung der
nationalen Arbeit im Sinne eines poſitiven Konſervatismus
ſein. Wie dienen dieſem Staat, wie er iſt, mit
gan=
zer Kraft, mit dem Ziel, aus dem Notgebäude der heutigen
Ver=
faſſung ein dauerhaftes Gebilde zu machen. Wir erſtreben für
unſere alten Farben die verfaſſungsmäßige
Sicherung und Achtung, wie ſie die Weimarer
Verfaſſung fürdie neue verlangt. Wir ſtreben
gleich=
zeitig aber auch aus der Parteienge heraus. Wir wollen das
Recht haben, ohne Rückſicht auf ſonſtige Gegnerſchaft auch die
Leiſtungen anderer Politiker und Parteigänger anerkennen zu
dürfen. Wir wollen keine Selbſtherrlichkeit der Partei. Wir
ſelbſt aber ſind, auch nicht aus Gründen perſönlicher Eitelkeit
ausgetreten. Wenn die Parteileitung gewechſelt und die
Vor=
ausſetzung gegeben iſt, daß ſich unſere Auffaſſung in der alten
Partei durchſetzen läßt, die nur in den letzten Jahren durch eine
falſche Terminologie der Wirklichkeit immer mehr entfremdet
wurde, werden wir eine Wiedervereinigung natürlich erſtreben.
Denn wir wollen nur die Erneuerung, der Sauerteig der
natio=
nalen Oppoſition ſein.”
Abgeordneker Walther Lambach erklärke:
„Die Bewegung hat erſt angefangen”.
„Die Deutſchnationale Volkspartei hat von ihrer Gründung
an zwei Aufgaben in ſich vereinigt: einerſeits die der
rückſichts=
loſen Bekämpfung der durch die Revolution zutage gekommenen
antinationalen Kräfte und das Herausarbeiten der durch die
Revolution zerſtörten Werte und Traditionen. Andererſeits hat
ſie durch praktiſche Mitarbeit auch in der Gegenwart zu verhüten
geſucht, daß lebenswichtige Stände und=Berufe zugrunde gingen
und von der Linken her Staats= und Kulturgüter vertan
wur=
den. Dieſe zweite Arbeit ließ ſich erfolgreich nur durchführen, wenn
die Partei bereit war, auch im Gegenwartsſtaat Verantwortung
mit zu übernehmen. Dieſe zwei Aufgaben ſind eigentlich vom
erſten Tag der Gründung an innerhalb der Partei untereinander
in Konflikt gekommen. Dies wurde aber, ſolange, ſich Herr
Hugenberg noch nicht die Macht über die Preſſe und damit über
den Parteiapparat verſchafft hatte, die er jetzt hat, gewöhnlich
überwunden, indem man auf allzu ſcharfe Herausarbeitung der
beſonderen Einſtellungen von beiden Seiten her verzichtete. So
konnte Helffrichs Mitarbeit an der Rentenmark geſchehen,
ob=
wohl Herr Hugenberg, wie er in einer ſeiner Zeitſchriften
mit=
teilte, dieſe Rettung der deutſchen
Gegenwarts=
wirtſchaft politiſch für verfehlt gehalten hat.
Die Auseinanderſetzung mit den Herren Graefe, Wulle und
Henning lag politiſch auf derſelben Linie, obwohl damals Herr
Hugenberg Gegner dieſer Herren war. Das hatte ſeinen Grund
darin, daß dieſe Herren gleichzeitig antiſemitiſche Töne
anſchlu=
gen, Herr Hugenberg aber ſeinen obſtruktionellen politiſchen
Standpunkt gern mit ſeinen eigenen, zum Teil dem Judentum
angehörigen Freunden gemeinſam durchführen wollte. Herr
Hugenberg iſt erſt in die bedingungsloſe negative Oppoſition
ein=
geſchwenkt, als ſich dieſe Haltung mit gleichzeitigem Betonen
völkiſcher oder nationaler Momente vereinen ließ. Der Konflikt
zwiſchen Herrn Hugenberg und einem großen Teil der Partei
liegt etwa auf der Linie, wo die Verpflichtung zur Bewahrung
und Erhaltung unwiederbringlicher Werte als Grundlage für jede
beſſere Zukunft ſtark empfunden wird und wo dieſe Tätigkeit
den Zuſammenbruch des Gegenwartsſtaates aufzuhalten ſcheint.
Wer die Kataſtrophe will, kann nicht zugleich
Mit=
arbeit am Vorhandenen wollen. Dieſem Grunde
enk=
ſtammte die Gegnerſchaft Hugenbergs mit Schiele, dem
Praſiden=
ten des Reichslandbundes, der ſeine Anhänger nicht aul
die Zukunft vertröſten kann, daher die gleiche Gegnerſchaft zwle
ſchen Hrgenberg und Dr. Reichert von der Eiſeninduſtrie und
die Gegnerſchaft Hugenbergs und der Gewerkſchaftler, die ſich jur
de Erhaltung der Lebensmöglichkeiten und der Kulturgüter
ihrer Anhänger verantwortlich fühlen. —
Dieſe Gegnerſchaft zur Gewerkſchaft hat aber außerdem noch
einen beſonderen Ton der Schärfe, die aus einem
antigewerk=
ſchaftlichm Reſſentiment zu erklären iſt. Herr Hugenberg gönnt
ahrſcheinlich dem Angeſtellten und Arbeiter ein ordentliches
Zeite 2
Sonntag, den 8 Dezember 1929
Auskommen, er beſtreitet ihnen aber jedes
Selbſtbeſtimmungs=
recht. Er ſieht in den Forderungen der Gewerkſchaften
unberech=
tigte Anſprüche. Er ſieht in ihren Kapitalanſammlungen
Ge=
fährdungen ſeines wirtſchaftlichen Ideals. Er ſieht in ihnen
die Exponenten der Maſſe, der er jedes Recht auf Mitbeſtimmung
in Politik und Wirtſchaft innerlich beſtreitet. Sie ſollen es gut
haben, wenn ſie artig ſind, aber herrſchen darf nur
der=
jenige, der über Reichtum verfügt. Aus ſolcher
Grund=
einſtellung haben ſich ſelbſtverſtändlich immer ſtärkere Konflikte
ergeben. Nachdem Herr Hugenberg die Macht, in der Partei
übernommen hatte, haben immer neue Menſchen erfahren
müſ=
ſen, daß ſie es hier mit einem Menſchen verachtenden,
eiskal=
ten Rechner zu tun haben. Ich erinnere mich an einen
Aus=
ſpruch von ihm: „Wir haben hier mit kühler Ueberlegung
Poli=
tik auf Grund unſerer Seelenkunde der Menſchen zu treiben”.
Es ging damals allerdings um Agitation, nicht um Politik.
Herr Hugenberg iſt ſicher ein beſonders eindeutiger
Ver=
treter kapitaliſtiſcher Weltanſchauung, der mit ſeinen
kapitaliſti=
ſchen Mitteln Nationalpolitik treiben will. Die Herren, die ſich
von ihm abgewandt haben, ſtehen den Menſchen näher als dem
Kapital. Das mußte ſchließlich zum Bruch führen.
Wer wiſſen will, was dieſe Politiker in Zukunft zu tun gedenken,
braucht ſich nur dieſen Unterſchied klar zu machen. Sie wollen
nicht mir kalt rechnender Praxis Seelenkunde als
Agi=
tation mißbrauchen, ſie haben vielmehr aus ihrer ganzen
lebendigen Verbundenheit mit den deutſchen Menſchen unſerer
Tage der chriſtlich=konſervativen und chriſtlich=ſozialen Aufgabe
zu dienen. Ihre Aufgabe wird nicht ſein, dieſen Staat
von außen anzugreifen, ſondern ihn von innen
heraus durch chriſtliche, ſoziale und konſervative Kräfte zu
er=
neuern.
Da nicht anzunehmen iſt, daß Herr Hugenberg vom
Partei=
vorſitz zurücktritt, und die Deutſchnationale Volkspartei in die
Händ= derer, die überzeugt ſind, ihrem Gründungsgedanken
näher zu ſtehen, als Herr Hugenberg es tut, übergibt, wird ſich
aus der Sezeſſion der Abgcordneten naturnotwendig im Lande
die Neubildung feſter politiſcher Gruppen ergeben,
die Tuchfühlung mit allen halten wird, die auf dem Boden die
ſes Staates chriſtlich, national und ſozial wirken. Sollte ſich
daraus eine neue Partei entwickeln, ſo wird ſie ſich jedenfalls
als keine im Volksleben erſt neu zu erweckende Beweguag
an=
faſſen, ſondern vieles zuſammenfaſſen, was jetzt noch
neben=
einander Politiſcher Auswirkung zuſtrebt. Die Zahl der
Austritte in den Parlamenten iſt natürlich noch lange nicht
beendet. Dieſe Bewegung hat erſt angefangen.”
Allierke Young=Plan=Beſprechungen.
Der Gouverneur der Bank vom Frankreich, Moreau, ſowie
der Erſte Untergouverneur, Moret, ſind geſtern abend nach Rom
abgereiſt, wo ſie mit den Vertretern der italieniſchen Notenbank
Beſprechungen über einige noch ſchwebende Fragen bezüglich der
Inkraftſetzung des Youngplanes haben werden. Andererſeits
ſind die franzöſiſchen Sachverſtändigen Quesnay, Farnier und
Coulondre, die im London mit dem engliſchen Schatzamt
eben=
falls über einige ſehr wichtige Punkte des Youngplans
Verhand=
lungen führten, heute abend wieder nach Paris zurückgekehrt.
Der Fall Lampel. — Die 9bdnkkion Köhlers.
Breslau, 7. Dez.
Die Juſtizpreſſeſtelle teilt mit: In der Strafſache gegen
Lampel und Genoſſen hat das gerichtsärztliche Inſtitut der
Uni=
verſität Breslau jetzt das Gutachten erſtattet. Gefunden wurden
in dem überſandten Grabeninhalt u. a. eine Trillerpfeife, ein
kleines Taſchenmeſſer, zwei Siegelringe und zwei
Manſchetten=
knöpfe. Außerdem wurde eine ſtark oxydierte Kugel aus einer
Piſtole, anſcheinend Kaliber 7,69 Millimeter, vorgefunden. Nach
dem Gutachten läßt ſich nicht mehr feſtſtellen, ob die ſchwere
Ver=
letzung, die die Schädeldecke des Getöteten aufweiſt, während
des Lebens oder erſt nach dem Tode entſtanden iſt. Nach dem
Gutachten hätte die Verletzung zum mindeſten Bewußtloſigkeit
bewirkt, ſo daß der Verſtorbene nicht hätte aufſpringen können,
wenn die Verletzung nicht tödlich geweſen wäre. Das
Gut=
achten hält es durchaus für möglich, daß die Verletzung erſt nach
dem Tode beigebracht worden iſt. Der vorgefundene
Oberkiefer=
teil paßt nicht genau in den Schädel und weiſt in der Nähe der
Trennungsſtelle noch andere Verletzungen auf, die die Annahme
rechtfertigen, daß wahrſcheinlich auch an dieſer Stelle eine
ſtumpfe Gewalt eingewirkt hat. Das Gutachten läßt es durchaus
dahingeſtellt, ob ſie bei Lebzeiten oder nach dem Tode beigebracht
ſind. Der ſchon früher erwähnte Leutnant Dr. Kandt erkennt jetzt
auf dem ihm überſandten Gruppenbild den Köhler als den
An=
gehörigen ſeiner Kompagnie wieder. Den Köhler will er wenig
geſehen haben, da Köhler nach den erſten Zwiſtigkeiten nicht
mehr zum Dienſt erſchienen ſei. Inzwiſchen haben ſich bei dem
Unterſuchungsrichter weitere Perſonen gemeldet, die den
ver=
ſtorbenen Köhler gekannt haben wollen.
Vom Tage.
Das Reichsfinanzminiſterium ſoll in neuen Verhandlungen mit
einem ausländ ſchen Konſortium ſtehen, das ſich bereit erklärt haben
ſoll, dem Deutſchen Reich gegen Verpfändung der Telephoneinnahmen
eine neue Anleihe zu gewähren.
Der im Wortlaut noch nicht bekanntgegebene deutſch=polniſche
Vertrag wird nach dem Abſchluß der politiſchen
De=
batte im Reichstage den Länderregierungen
be=
kannt gegeben werden. Der Reichskanzler wird zu dieſem Zwed
die Chefs der Länderregierungen zu einer
Beſpre=
chung nach Berlin einladen.
Wie verlautet, nimmt in der kommenden Woche der 3. (
juri=
ſtiſche) Ausſchuß der Saarkommiſſion in Paris ſeine
gemeinſamen Beratungen auf.
Zwiſchen der Reichsregierung und dem pveußiſchen
Staatsmini=
ſterium iſt ſeit längerer Zeit über eine Beteiligung des
Rei=
ches an der Preußiſchen
Zentralgenoſſenſchaftst=
kaſſe verhandelt worden. Die Verhandlungen haben zu einem
Staats=
vertrag zwiſchen dem Reiche und dem preußiſchen Staat geführt.
Durch Beſchluß des preußiſchen Staatsminiſteriums iſt 30
Ort=
ſchaften, die bisher Landgemeinden oder Marktflecken waren, der
Uebergang zur ſtädtiſchen Verfaſſung geſtattet
worden. Sie liegen ſämtlich in der Provinz Hannover.
Erwähnens=
wert iſt, daß zu den neuen Städten Fallersleben, der Geburtsort
Hoff=
manns, des Dichters des Deutſchlandliedes, und Meppen gehören, wo
Windthorſt, der Führer des Zentrums, geboren wurde.
Einer Moskauer Meldung zufolge ſoll an Stelle Kreſtinſkis
Lit=
winow zum Botſchafter in Berlin ernannt werden.
In Angora haben geſtern Verhandlungen über einen
deutſch=türkiſchen Handelsvertrag begonnen.
Deutſcher=
ſeits hat die Leitung der deutſche Botſchafter in Angora Nadolny.
Bulgarien hat in der Frage der Oſtreparationen den
Gläubigermächten einen neuen Vorſchlag
unter=
breitet.
Aegypten hat ſich der von Frankreich, England und den
Vereinigten Staaten unternommenen Demarche im chineſiſch
ruſſiſchen Konflikt angeſchloſſen.
Im Alter von 69 Jahren ſtarb der auch im Weltkrieg
hervor=
getretene engliſche Armeeführer General Sir
Char=
les Monro. General Monro, der ſeit 1879 der engliſchen Armee
angehörte, zeichnete ſich bereits im Burenkrieg aus und wurde 1914
Kommandeur des erſten Armeekorps in Flandern und 1915
Oberbefehls=
haber der engliſchen Streitkräfte an den Dardanellen. Im Dezember
1915 übernahm er den Oberbefehl der engliſchen Flandernarmee als
Nachfolger von General Haig.
Der amerikaniſche Botſchafter in Mexiko, Dwight
Morrow, hat Mexiko verlaſſen. Morrow begibt ſich zunächſt nad
den Vereinigten Staaten, von wo er im nächſten Monat nach
Lon=
don zur See=Abrüſtungskonferenz einſchiffen wird.
Präſident Hoover hat dem amerikaniſchen Senat ein Protokoll
zu=
gehen laſſen, durch das die Regierung erſucht werden ſoll, den
Bei=
tritt der Vereinigten Staaten zum
Internationa=
len Gerichtshof im Haag zu vollziehen. Das Protokoll wird
vorausſichtlich nach Weihnachten im Senat zur Beratung kommen und
dürfte Gegenſtand erregter Auseinanderſetzungen bilden.
Die Unkerſuchungen des Vorläufigen
Reichs=
wirtſchaftsrakes über die Produkkions= und
Abſak=
verhälkniſſe des deukſchen Kohlenbergbaues
ſind jetzt abgeſchloſſen. Das Ergebnis iſt in einem faſt 600 Sei
ten ſtarken Band niedergelegt. Der Unterſuchungsausſchuß, der
ſeit 1926 an der Arbeit war, hat eine unendliche Fülle von
Mate=
rial verwaltet. Er hat Sachverſtändige der verſchiedenſten Art,
aus den Kreiſen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, vernommen.
Da in den letzten zwei Jahren die deutſche Kohlenwirtſchaft
ver=
ſchiedenen Einflüſſen uuterworfen war — wir denken an die
Auswirkungen des engliſchen Bergarbeiterſtreiks, an den
deutſch=
engliſchen Kohlenkampf, an die Rationaliſierung, an
Lohnbewe=
gungen, an den Ausbau der Gasfernverſorgung und die
Ver=
beſſerungen bei der Gewinnung von Nebenprodukten —, hat ſich
das Bild der Situation vollſtändig verſchoben. Infolgedeſſen
hat es der Ausſchuß abgelehnt, ein an einen beſtimmten
Zeit=
punkt gebundenes Urteil zu fällen, ſich vielmehr mit den
Aus=
ſichten der Kohlenwirtſchaft befaßt. Er iſt aber lediglich zu der
Ueberzeugurg gekommen, daß lange Zeiten hindurch wichtige
Teile des deutſchen Kohlenbergbaues ohne oder nur mit geringem
Erfolge gearbeitet haben, daß ſich daran bisher nicht allzuviel
geändert hat und dem Bergbau nur durch eine Ausweitung ſeiner
Abſatzgebiete geholſen werden kann. Es wird vom
Reichswirt=
ſchaftsrat ſelbſt zugegeben, daß der Kohlenbergbau Geheimniſſe
nicht mehr beſitzt, da er bei den Unterſuchungen aufs eingehendſte
durchleuchtet worden ſei. Das Material iſt zum Teil ja ſchon
bekannt.
*
Zum Beſten des Roken Kreuzes im Städk. Saalbau.
Wochen emſigſter und aufopferungsvollſter Vorbereitungsarbeiten
wurden durch einen großen und ſchönen Erfolg gekrönt. Einen Erfolg
in dopelter und dreifacher Hinſicht. In erſter und wichtigſter Linie in
materieller Hinſicht. Dann auch in künſtleriſcher, für den viele Kleine,
die zum erſten Male die die Welt bedeutenden Bretter betraten,
quit=
tieren durften, und zum dritten in der allgemeiner freudiger
Zufrieden=
heit aller Beſucher. Neben Ihren Kgl. Hoheiten dem Großherzog
und der Großherzogin war das ganze Darmſtadt erſchienen,
ſoweit es ſich dem guten Zweck der Veranſtaltung nicht verſagte, der
im weſentlichen ja Freudebereiten im Selbſtfreuen bedeutet. Der
Saal=
bau war am Nachmittag und am Abend ausverkauft.
*
—1—— „König Nußknacker und der arme Reinhold”
heißt das Märchenſpiel, in dem Heinrich Hoffmann von dem braven
Jungen, dem Reinhold, erzählt, der ſeiner armen Mutter immer
Freude bereitet, und der das Unc(ick hat, gerade am Weihnachtsabend
krank im Bett zu liegen. Weil er aber immer brav war, wird er vom
Nikolaus und von den Weihnachtsengeln nicht vergeſſen. Und was er
in der Heiligen Nacht erlebte an herrlich ſchönen und wunderſamen
Sachen, das haben geſtern nachmittag in der wundervollen Aufführung
über 100 Darmſtädter kleine und große Kinder all den Kleinen und
Großen gezeigt, die gekommen waren, ihr Scherflein für den guten
Zweck zu opfern, und wieder einmal — am Nikolaustag — Kind mit
Kindern zu ſein.
Spiel war das und Tanz! Und war doch darüber hinaus viel
mehr; war ein ſtarkes Erleben der kleinen Kinderherzen, für deren
Viele — Spieler und Zuſchauer — es eine unvergeßliche Erinnerung
bleiben wird. Das verrieten die großen, ſtaunenden Aeuglein und die
aufgeregt roten Wangen in den ſtrahlenden Geſichtern, ſoweit ſie nicht
eben tief ſchwarz waren, wie bei den Tintenbuben in König
Nußknackers Gefolge.
Ja ſo! Ich vergaß ja noch, das ſchöne Märchen zu erzählen, d. h
wieder zu erzählen. So ſchön, wie die blonde Märchenfee (Fräulein
Olli vom Baur) es zu den Bildern erzählte, kann ich das gar nicht.
Alſo es war ſo: Reinhold (Werner Stähle) war krank, und da
er=
ſchien am Weihnachtsabend, da die Mutter (Frl. Margot May) an
ſeinem Bettchen eingeſchlafen war, der Engel mit der großen
Zauber=
lilie (Frl. Urſel Pabſt) und führte ihn aus dem Bett heraus ins
Märchenland, zu all den Wundern, die er einſt geträumt. Ein
ſtram=
mer Huſarentrompeter (Herr Fuchs) blies ſeine Trompete, deren
zwingender Ton alle Märchengeſtalten lebendig vor Reinhold führte,
Prinz und Prinzeſſin Wunderfein (Jorg Draudt und Annemarie
Goebel) kamen zu Reinhold, und dann in buntem tollen Reigen
Karl mit der Fahne (Ludwig Schreiner), Kaſpar (Manfred von
Geidern), Mariechen (Billa Merck), Baſtian mit dem Karret
(Falko v. Stofch), Eduard mit Helm (Wolfgang Noack), Jonas
(Carl Heinz Haas), Schweſtern mit Blumen (Renate v.
Kulz=
leben und Inge Brüning), dann Max mit dem Drachen (Hanfi
Henkelbach), und dann viele Biedermeier=MMädchen und
Bieder=
meier=Jungen (Wiltrud Andre, Liſel Wolfes. Erna Reitz,
Trudel Schuchardt, Hilde Schuchardt, Trudel Schreiner
Gertraud Zima, Hannelore Zima, Elfriede Sandmann, Luiſe
Schroth, Ingret Moll, Lore Reuling, Hildegard
Nungeſ=
ſer, Urſel Moeſer, Maria Amelung, Erika Gruſchwitz,
Fritz Malzan, Clärchen Moll, Irene Habicht, Giſela
Gruſch=
witz, Liſelotte Mglzan, Margrit Malzan, Irma
Zimmer=
mann).
Und als alle dieſe vor Reinhold verſammelt waren, wurden bunte
duftende Reigen aufgeführt von Blumen aller Art. Es ſtellten dar:
Vergißmeinnicht: Bärbchen Nennewitz und Lottchen Köhler=
Veilchen: Eochen Giſela Steinhage und Maria Maſer;
Moosröschen: Marielotte Anſpach, Giſela Merck und Reintraut
Fendel; Butterblümchen: Hannele Trjer, Renate Bochow,
Thea Noack und Annemarie Petri; Maiglöckchen: Giſela
Leh=
mann, Margrit Fendel und Gretela Oberlin; Heckenröschen:
Urſula Boller und Irmelin André; Roſen: Giſela v.
Wangen=
heim und Erika Boller; Glockenblümchen: Urſula Draudt und
G. Liſtmann=Meiſel; Kornblumen: Eva Maria Meiſel und
Gertrud Meiſel; Marienkäferchen: Diether Mößner;
Schmetter=
ling: Elsbeth Nennewitz, wobei der Schmetterling=Nennewitz zu
Großpapas beſonderen Stolz Solo tanzte. —
Und zum Schluß gabs für die ſchönen Reigen eine ebenſo ſchöne
Belohnung: Nikolaus (Herr Weber) erſchien mit einem großen Sad
voll ſchöner Dinge, die er an alle die fleißigen Künſtlerinnen und
Künſtler verteilte. Das war eine Freude! —
Das Schönſte aber kam im zweiten Aufzug des ſchönen Spiels. Da
hielt der große König Nußknacker ſelbſt ſeinen Einzug mit
großem Gefolge, mit Soldaten zu Pferde und zu Fuß und mit
Kanonen. Und da zeigte ſich denn, daß die Kavallerie Sr. Maf. des
Königs Nußknacker nicht ſonderlich mutig war und manche von ihren
Steckenpferden fielen, ſo daß der König gar böſe war und ſie
davon=
jagte. (Das war aber gar nicht ſo böſe gemeint, denn nachher waren
ſie alle wieder da und aßen Aepfel und Nüſſe und Konfekt!) Deſto
ſchneidiger abeb war die Infanterie, die ſich aber auch einen beſonders
tüchtigen kleinen Leutnant mitgebracht hatte, der eine ſchneidige Parade
vorführte. Diether Schmitt war der kleine nette Leutnant. Mit
König Nußknacker (Wolfgang Leydhecker) kam ein ſtolzer Gockelhahn
(Herr Lubinski), der gewaltig krähte und ſich blähte, dann ein
kohlrabenſchwarzes Mohrchen (Marei Leoni), drei luſtige, ebenſo
ſchwarze Tintenbuben (Eliſabeth Wittich, Dorle Vollheim, Lena
Linkenheld). Vor dieſem Königsgefolge und dem Prinzenpaare
mit Reinhold führten dann Ilſelore Wöbke und Rudi Schmitt
einen entzückenden Hampelmanntanz auf, über deſſen gutes Gelinger
die beiden Hampelmänner ſo erfreut waren, daß ſie ſich — betranken
und heimwankten. (Aber auch das war nicht ſo ernſt gemeint, es war
nur Limonade!)
König Nußknacker aber bot immer mehr auf. Sein dickbauchiger
Koch (Herr Weber), kam mit einem luſtigen Küchenjungen (Urſel
Mauve), und dann die ganze Struwwelpeterei: Struwwelpeter (Ullg
Numn
390
Die Berfaſſungsceform vom Rakionalt
nommen. — Nun haf der Bundesrak d
Der öſterreichiſche Nationalrat ging am Sa
zweite Leſung der Verfaſſungsvorlage. Die Abgeoz
vollzählig erſchienen, die Tribünen des Hauſes e
ſchwach beſetzt, da der Einlaß für das Publikum b
den war.
Nach dem Bericht des Referenten ergriff
Schober das Wort. Er wies darauf hin, daß die
faſſung aus dem Jahre 1920 den Bedürfniſſen 1
und wirtſchaftlichen Lebens in Oeſterreich nicht m
Dieſe Erkenntnis habe der unter dem Namen „
kannten Bewegung von Tauſenden von Volksge
und Richtung gegeben. Die gegenwärtige Regieru
geweſen, die Ziele dieſer Bewegung vor das
komp=
das öſterreichiſche Parlament, zu bringen. Infol
auch die im September im In= und Auslande n
Beſorgnis verfolgte politiſche Lage Oeſterr
jede Erſchütterung eine deutlich
ſichnreg=
ruhigung erfahren. Aus der Unzuli
der bisherigen politiſchen Verhältni
Unzufriedenheit weiter Kreiſe entſte
werde wohl auch für die weitere Entwiema
de=
öffentlichen Lebens dem geſamten
Beurteilung überlaſſen bleiben, ob es ir irkunft
Verbeſſerung der ſtaatlichen Einricht gen.ſo
das Parlament nunmehr zu beſchließen haben we
reichend hält. Der Wunſch ſcheine in der Sachlag
gründet, daß die heute, zu beſchließende
Verfaſſ=
ein bedeutſamer Schritt auf dem Weg
ſolidierung ſein möge. — Der Bundeskanzler; Kkteriſſe
dann die neue Verfaſſung als Ueber
Syſtem der reinen Parlamentsherrſ
Syſtem der Präſidentſchaftsrepubli it bn
lamentariſcher Verantwortlichkeit, en M
ziehung als eine Stärkung der Staatsauzi tät
als eine Geſundung und zeitgemäße R
Parlamentarismus zu betrachten ſei.
Nach mehrſtündiger Ausſprache waren um 9 u
Verhandlungen beendet. Diejenigen Teile des Geſ
im Ausſchuß ein Einvernehmen zwiſchen den P
worden war, wurden vom Plenum in zweiter und
einſtimmig, alſo mit der notwendigen Zweidrittel
genommen. Die übrigen Beſtimmungen der Bor
einfacher Mehrheit von 89:71 Stimmen. Sie ſind
ſetz geworden. Die Sitzung verlief in voller Rul
Bekanntgabe des Abſtimmungsergebniſſes zollen
neten der Mehrheit Dr. Schober lebhaften Beifall.
tag der kommenden Woche wird hierauf der Bu
Schlußſtein zu dem Reformwerk ſetzen.
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Nach
Abge=
rn Diend
3rat M
eſ
Der Reparationsagent veröffentlicht folgende 1
die Einnahmen und über die Geſamtverfügungen,
den Monat November 1929 und für den Zeitraum
tember bis 30. November 1929 auf Grund des S
kolls vom 31. Auguſt 1929 (auf Bargrundlage in
(
Einnahmen
Monat Nov. 1. S
Von Deutſchland:
Verzinſung und Tilgung der
Reichsbahnreparationsſchuld=
verſchreibungen abzgl. Diskont: 53 534 496,33
Haushaltsbeitrag:
103 983 067,50
Beförderungsſteuer:
24 121 064,16
119536,65
Zinſen und Kursdifferenz:
ſicht M
Auntet
riI. 6
rPr
osmar
Etſun
30.I
509
251
878
7373 461,87 99 94
106 114 285,71 LSit
Geſamtbetrag: 181 758 164,64 D5830
Verfügungen darüber:
Dienſt der deutſchen
Auslands=
anleihe von 1924:
Verteilung an die
Gläubiger=
mächte:
Beitrag zum Reſervefond für
—
die Beſatzungskoſten:
Beitrag für Koſten der
Kom=
miſſionen und ſonſtiger
Or=
do0 000
—
ganiſationen:
28
Geſamtbetrag: 113 487 747,58
215 52.
Saldo per 30. November 1929:
2000
d. Recke), der böſe Friedrich (Hans Hofmann), 2
Klaus Schuchardt), Hans Guckindieluft (Hansjörg
zappelphilipp (Erwin Kratz), Paulinchen (Gutta Mei
r Robert (Herbert Krauſe), die Fußſoldaten: H
Cerck, Alfred Moeſer, Götz Mauve, Max Erich D
allmann, Eitel Peter, Kurt Waldmann, Hd
itz. Hans Ulrich Türk und Diether Stähle, ſonr
laus Mayer, Gert Arnheiter, Heinz Rofe
teinhage, Helmut Krebs, Klaus Arnheiter,
nd Wolfgang Engelbrecht.
Das war ein toller Trubel und eine beſondere F1
Loch aus der großen Kanone — Konfekt ſchoß. Das
icht ſo ernſt, denn das Gebäck kam gar nicht aus der
nallte nur! Die Hauptſache aber war, daß es kam und
ich ſchmeckte.
Und dann zog der König Nußknacker wieder ab u
im und führte Reinhold aus dem ſchönen Märchenland
ſett, damit die Mutter ſich nicht gräme. Aber dann har
ſeſund gefreut. Und er konnte aufſtehen und ſich
hönen Geſchenken, die die Engel ihm beſcherten. Die
aren: Hedelene Heuß, Gabriele Kredel, Liſeldr
aria Neuß, Maria Muß, Erika Stemmer, Helga
erger, Liſelotte Grimm, Ruth Geiſt, Carola
rſula Schuſter, Adda Baer, Tilli Pieper und L
und noch zwei kleine Engelchen: Elſe Marie Imm!
Zittich. —
So, nun ſind alle die hundert Kinder gedruckt, weil
emacht haben. Aber auch Frau Tanzmeiſterin Aenn”
enzer ſoll genannt ſein, die in unendlichen Müher
piel einſtudierte, und Fräulein Inge Schröder, a
ſchlicht und gut ſprach, und Fräulein Dr. Leon!
t einem trefflichen Geiger aus dem Stadtorcheſter
bei=
eil beſtritt. Womit der Chroniſt ſich ſelbſt wünſcht, Oc
rgaß. Wenn ja, geſchah es ſicher ohne böſe Abſicht,
lles ſehr ſchön! —
Nach der Aufführung kam das Amüſement für die
Es wurde für den guten Zweck, d. h. für das Rore 9.
trunken, getanzt, gekauft, geraucht, und was ſonſt Noe*
aal waren diverſe Buden zur Unterhaltung und 3..
ſchlagen, die ſtark frequentiert wurden. Ueberall bee
herz= und Unterhaltungsartikel, und überall fand mat
fröhlicher und harmoniſcher Stimmung und in Le‟
zutes zu tun und dabei doch das eigene Ich nicht zu b.*
ernachläſſigen. —
Durch einen rieſigen Napfkuchen konnte und düc.
ircheſſen ins Schlaraffenland zu allerlei hei.”
nuſperhäuschen bot Gelegenheit, von Mauc.
efferkuchen zu rauben, und viele, viele hübſche und.
amen boten allerlei Dinge der Unterhaltung, und D.
mbola feil, die reißend Abſatz fanden. Und e
rrliche Gewinne, die für 50 Pfg. winkten. Sogar de.)
Dal,e
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K.der 3
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SN
Rummer 340
Unklarheiken in der franzöſiſchen
Aohnnt.
Die nervöſe Atmoſphäre der Nachtfikungen.
Gefahren lauern im Hinkergrund.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 7. Dezember.
ie franzöſiſche Kammer iſt verſtimmt. Tardieu verſucht, das
et bis Ende dieſes Jahres fertigzuſtellen, und geht dabei
rößtmöglicher Energie vor. Drei Sitzungen an einem Tage
eine Seltenheit; es wird mit wenigen Unterbrechungen Tag
Nacht gearbeitet. Die Deputierten ſind aber mit dieſem
in unzufrieden, umſomehr, da die Diſziplin in den Parteien
er iſt...
ſolches Draufgängertum iſt immer gefährlich, zumal wenn
ammer ſo übermüdet iſt. Die nervöſe Atmoſphäre
Nachtſitzungen iſt ſchon mancher Regierung gefährlich
ben. Es gab bereits gefährliche Augenblicke, aber die
wyeiten für die Regierung werden immer ſtärker.
ie Oppoſition ſpielt Obſtruktion; aber ſehr ernſt meint ſie
rn, denn im letzten Augenblick pflegt ſie meiſt vor den
Kon=
zen ihrer eigenen Taktik zu erſchrecken. So haben ſich die
alen bei einer Abſtimmung, welche für die Regierung
ver=
svoll zu werden ſchien, zurückgehalten. Man hat den
Ein=
daß die Oppoſition mit ſich nicht im Klaren iſt. Sie hat
cht konſequent verhalten, und jetzt iſt es ihr ſehr ſchwer,
ie eigenen Ziele zur Klarheit durchzudringen.
3 iſt wahr, daß die Regierung gegenwärtig vor ſo ſchweren
ſteht, daß viele ſich freuen, nicht die Verantwortung
mit=
zu müſſen. Die Sozialverſicherung und die außenpoli=
Konferenzen bergen große Gefahren.
an ſieht der Londoner Konferenz nicht ohne Unruhe ent=
Die Verhandlungen Briands mit dem italieniſchen Bot=
. Manzoni werden in negativem Sinne gedeutet. Von
beginnen ſchon zaghaft die Angriffe wegen der angeblich
Lure ickten Politik Italien gegenüber. Dabei ſcheint es
ein=
ſoltnmöglich, mit Italien eine Einigung zu
rIlen. Italien bleibt ein
Unſicherheitsfak=
ann aber durch ſeine Haltung ſehr viel von ſeiner Bedeu=
London einbüßen. Die Rechte neigt dazu — das iſt reine
Spolitik — Italien als außenpolitiſchen Faktor zu
über=
gen der Haltung Rußlands iſt man ſo ſehr empört, wie
mey ch nur über ruſſiſche Politik empören kann. Der Schritt
ahſum Anl as wurde hier urſprünglich nicht gutgeheißen. Die fran=
* Sympathien gelten China, und die Gleichgültigkeit, mit
der n bisher Rußland gegenüberſtand, droht ſich zu einer ſehr
eis en Antipathie zu entwickeln. Wieder iſt daran vor allem
diel feſchickte Haltung der Sowjetdiplomatie ſchuld.
R
im
Fnz
fäls
Die franzöfich ikalieniſche Blokkenparikäk.
einem Memorandum für Flottenfragen, das dieſer Tage
anzöſiſchen Außenminiſter Briand dem italieniſchem Bot=
Grafen Manzoni als Antwort auf das Aide=Memorial
ht wurde, entwickelt die franzöſiſche Regierung ihren be=
Standpunkt, daß dieſe Diskuſſionen nicht auf der von
vorgeſchlagenen Baſis der Flottenparität zwiſchen den
Ländern aufgenommen werden können, weil damit die
ſen Frankreichs und der Enderfolg der Verhandlungen
ipt gefährdet würde. Es gebe nur eine einzige richtige
here Berechnungsmethode, nämlich die, die Bedürfniſſe
ichs genau zu ermitteln, endgültig feſtzulegen und
ſorg=
it wahren.
„Matin” billigt dieſen Standpunkt und meint, eine
Ver=
ig unter dem Leitſatz der Parität ſei nur dann möglich,
ieſe Parität tatſächlich ſchon beſtehe, wie dies etwa
zwi=
en Vereinigten Staaten und England der Fall geweſen
viſchen Frankreich und Italien habe aber ſtets in jeder
laſſe eine Differenz von 50—60 Prozent beſtanden. Bei
de der Parität müſſe alſo entweder Italien ein
Rieſen=
ramm durchführen, um ſeine Streitkräfte denen
Frank=
nzugleichen, oder aber Frankreich werde gezwungen, einen
lichen Teil ſeiner Schiffseinheiten zu zerſtören, um auf
dies
Fro
G
Ve=
hel=
Teg.
fe
ſtes
19
— hat ſich beteiligt an der Verloſung und hat ein —
Fahr=
vonnen. Ob er mit ſeiner Steifheit allerdings darauf fahren
zieht ſich unſerer Kenntnis. — Aber außerdem gab es noch
ckliche Gewinner.
n dem Gartenſaal in dem kleinen Zwiſchenſaal hatte die
liebenswürdigſt alles zur Verfügung geſtellt, was zu einer
bäckerei großen Stils gehört. Alles elektriſch! Und Frau
izinalrat Fiſcher hatte ſich ein Dutzend und mehr reizende
und Verkäuferinnen koſtümiert, wie die Orgelpfeifen. Die
fanden reißend Abſatz!
großer Zahl waren unten und in den oberen Räumen
Erfri=
ande und Büfetts aufgeſchlagen. Und überall wurde getanzt!
II= bzw. Tanzmuſik ſtellte die Kapelle Weber, eine Schule
2 und ein Jazzband des Stadtorcheſters.
angen opfervollen Wochen war gearbeitet und geſchmückt
wor=
alles ſchön herzurichten. Frau Oberſt Caracciola und
arie Wittich hatten die Hauptlaſt der vorbereitenden Arbeit
. Wie ſchon ſeit Jahren! Durch Ueberreichung eines gol=
Torbeerkranzes an Frau Caracciola wurde das an=
Aber über hundert Damen hatten ſich bereitwilligſt helfend
ligung geſtellt und Opfer an Zeit und Geld gebracht, um dem
Seuz zu dienen. Im Erfolg des Abends allein finden ſie Dank
Ekennung. Und in der ewig neuen Wahrheit:
**
Geben iſt ſeliger denn nehmen!
Weihnachlsmärchen im Landestheaker.
„Peterchens Mondfahrt”.
Ein Märchenſpiel von Gerd von Baſſewitz.
vorige Samstag war ein Sonnabend: Da ſaß ich in
Dei Schaws „Kaiſer von Amerika” mit Werner Kraus
*ia Bard im Deutſchen Theater. Es war eine glänzende
Ng. Aber der geſtrige Nachmittag mit der Darmſtädter
Uhrung des Weihnachtsmärchens iſt mir eben ſo lieb
Peihnachtsmärchen iſt eigentlich die ſchönſte
Illung des Winters. Die frohe, verſöhnliche Stimmung
Machtsfeſtes wirft ihre Strahlen voraus. Die Kinder
err leuchtenden Augen an den Vorgängen der Bühne
Anteil. Sie leben das Stück mit, und aus ihrer
Lebens=
ücſt dem Erwachſenen eigne Lebensfreude. Die Freude
Sauer teilt ſich den Spielern auf der Bühne mit und
Sbielluſt: was Piscator und Andere erſtreben, die Ver=
* von Beſuchern und Zuſchauern zu einem einheitlichen
* hier längſt erreicht; erreicht auf der denkbar ſchönſten
*ge
* lköhliche Weihnachts=Stimmung durchzog das Spiel
terchens Mondfahrt‟. Es iſt für Darmſtadt
Sonntag, den 8. Dezember 1929
das Rüſtungsniveau Italiens herabzuſteigen. Im übrigen
werde Frankreich ſich der Feſtſetzung einer theoretiſchen Parität
zwiſchen ſämtlichen Mächten nicht widerſetzen, denn auf dieſe
Weiſe könne das Preſtige jedes Staates gewahrt werden und
jeder Staat könne ſeinen dringenden und wirklichen Bedürfniſſen
entſprechend bauen.
Das „Journal” iſt der Anſicht, daß die bisherigen
franzöſiſch=
italieniſchen Beſprechungen die wahre und wichtigſte
Schwierig=
keit nicht berührt hätten, nämlich die Zweideutigkeit der
politi=
ſchen Lage. Es beſtehe ein dauerndes Mißtrauen zwiſchen
Ita=
lien und Jugoflawien. Um dieſe beiden Punkte drehe ſich das
ganze Flottenrüſtungsproblem und wenn man nicht damit
an=
fange, dieſes Mißverſtändnis zu liquidieren, ſei es ſchwer, eine
Formel für die Verteilung der Seeſtreitkräfte zu finden.
der franzöſiſche Heeresekak.
Paris, 7. Dezember.
Der Berichterſtatter für das Heeresbudget, Abgeordneter
Bouilloux=Lafont, hat heute ſeinen Bericht verteilen laſſen. Das
Heeresbudget für 1930 ſchließt ab mit Ausgaben von 4½
Milliar=
den Francs für das Mutterland und 134 Milliarden Francs für
die überſeeiſchen Beſitzungen. Gegenüber 1929 iſt nach dem Bericht
keine Erhöhung eingetreten. Der Bericht erwähnt auch die durch
die Räumung des Rheinlandes geſchaffene neue Lage. Auf Grund
der im Haag gefaßten Beſchlüſſe, ſo heißt es, müſſe die Räumung
des Rheinlandes im Laufe des kommenden Jahres vollzogen
wer=
den. Die Truppen, die nach Frankreich zurückkehren würden,
wür=
den, obwohl ſie wenig teurer zu ſtehen kämen als im Rheinland,
dem franzöſiſchen Budget zur Laſt fallen. Hierdurch ſei eine
ge=
wiſſe Erhöhung der budgetaren Ausgaben veranlaßt. Aber die
deutſchen Reparationszahlungen, auf die die Koſten für den
Unterhalt der Rheinland=Armee angerechnet worden ſeien,
wür=
den in entſprechendem Maße anſteigen, ſo daß die Operation
letz=
ten Endes mit einem Gewinn für das Schatzamt abſchließe. Der
Bericht zieht auch einen Vergleich zwiſchen den militäriſchen
Aus=
gaben Frankreichs, Deutſchlands und Englands und will zu der
Feſtſtellung kommen, daß Frankreich mit ſeinen 227 000 Mann
weniger Mittel beanſpruche, als Deutſchland mit ſeinen 100 000
Mann Reichswehr und 35 000 Mann Schutzpolizei. Auch England
habe höhere militäriſche Ausgaben als Frankreich.
Was wird in Rußland?
Ein grelles Schlaglicht auf die Zuſtände in Sowjetrußland
hat ſoeben die Maſſenflucht deutſcher Koloniſten nach Moskau,
die in der Hauptſtadt die Erlaubnis zur Auswanderung erlangen
wollen, geworfen. Dieſer Bewegung, der ſeit dem Winter
1920/21 keine Aeußerung der Volksſtimmung gleichzuſtellen iſt,
geſellen ſich andere Symptome der Beunruhigung hinzu. Der
Senſationsprozeß in Aſtrachan gegen 129 Angeklagte wurde mit
14 Todesurteilen und zahlreichen Gefängnisſtrafen abgeſchloſſen.
Noch einſchneidender und aufregender waren die amtlichen
Mel=
dungen über aufgedeckte gegenrevolutionäre Organiſationen.
Am 22. Oktober wurde gemeldet, daß die G.P.U. in der
Heeres=
induſtrie gegenrevolutionäre Organiſationen aufgedeckt habe. In
dem Verfahren wurden ſechs Generäle zum Tode verurteilt und
ſofort erſchoſſen. Noch umfaſſender waren die Meldungen vom
25. Oktober, in denen von mehr als 40 Erſchießungen berichtet
wurde. Es handelt ſich dabei um zwei monarchiſtiſche
Ver=
ſchwörungen, die beide im Nordkaukaſusgebiet entdeckt worden
ſeien. Eine davon hatte den Deckmantel einer peligiöſen Sekte
„Imjaslawzen” gewählt, unter Führung von zwei Offizieren
namens Griogoriwitſch und der früheren Aebtiſſin eines Kloſters
Mawra Makarowſkaja, die der Zarenfamilie nahe geſtanden
haben. Eine andere Verſchwörung ſtand unter der Führung
eines Rechtsanwalts Sawitzki. Auch hier ſind zahlreiche
Er=
ſchießungen vorgenommen worden.
Dieſe knappen Mitteilungen, die natürlich nur einen
ver=
ſchwindenden Teil der Wahrheit berichten, laſſen über die
allge=
meine Spannung und Unſicherheit hinaus aber noch intereſſante
Beſonderheiten erkennen. Es handelt ſich um Bewegungen aus
der eingangs, ſchon erwähnten landwirtſchaftlichen Gährung
heraus, der Oppoſition gegen die Kollektivierungspolitik, die auch
die deutſchſtämmigen Bauern zur Auswanderung veranlaßt hat.
Dieſe Oppoſition ſcheint beſonders ſtark in einzelnen ſibiriſchen
Bezirken, vor allem aber im Nordkaukaſus zu ſein, wo ſie ihren
Rückhalt vor allem in den Koſakenbauern findet, einem Element
von eigenartiger Organiſation und Kraft. Für die
Sowjet=
regierung aber iſt das Gebiet, in dem die Verſchwörungen
ent=
deckt wurden, beſonders wichtig, weil es ja Getreidegebiet iſt.
Nicht nur die Nachrichten über dieſe Verſchwörungen,
ſon=
dern auch viele andere laſſen erkennen, daß die Zahl der Morde
an Sowjetbeamten auf dem Lande, alſo von Gewaltakten der
opponierenden Bauern gegen das Agrarſyſtem, das den Bauerr
den Reſt ihres Beſitzes raubt und ſie von allen Mitteln entblößt,
in die Kollektive hineinzwingen will, in ſtändigem Wachſen
be=
griffen iſt. Kurz, es herrſcht eine allgemeine Spannung und
Er=
regung, wie ſie wohl ſeit dem Siege und der Stabiliſierung der
bolſchewiſtiſchen Herrſchaft noch niemals zu verzeichnen geweſen
ſein dürfte.
nicht neu. Aber es iſt wohl das beſte und erfolgreichſte
Weih=
nachtsmärchen der letzten Jahre, ſo daß ſeine Wiederaufnahme
berechtigt iſt.
Die Reiſe, die Peter und Annelieſe mit dem Maikäfer nach
dem Mond unternahmen, bot eine Fülle luſtiger und ſpannender
Abenteuer. Lotte Mosbacher war ein tapferer Peter und
wußte ſchon durch ihr melodiſches Morgen=Gurgeln die
verſtänd=
nisvolle Heiterkeit der Jugend zu erwecken. Als luſtige,
paus=
bäckige Annelieſe ſchnitt Elſe Knott die drolligſten Geſichter.
Gab die Sternenwieſe unter der Leitung des
Sandmänn=
chens (Richard Jürgas) einen Vorgeſchmack von der Pracht
des Himmels, ſo zeigte der Kaffee=Klatſch bei der Nachtfee
Sybille Flemming) die himmliſchen Geiſter von ihrer
heiter=
ſten Seite: den Donnermann, die Windlieſe, die Blitzhexe, den
Regenfritz, den Eismax bis zu dem Milchſtraßenmann (letzterer
verriet allerdings nicht, ob an der Milchſtraße auch ſo viele
Ab=
fallkörbe ſtehen wie jetzt in Darmſtadt, wo man bald mit Stolz
ſagen kann: „Jedem Darmſtädter ſein eigener Abfallkorb!”).
Ueber alleſe guten und böſen Geiſter leuchtete die Sonne von Inge
Conradi, der das Taumariechen (Grete Saggau) mit einem
nett geſungenen Lied den Weg bahnte.
Auf dem Großen Bär ritten der Peter und die Annelieſe
zur Weihnachswieſe mit ihren Herrlichkeiten und ließen ſich dann
mit der phantaſtiſchen Mondkanone nach dem Mond ſchießen,
um den böſen Mondmann Paul Maletzki zu beſiegen und den
Maikäfer Hermann Gallinger, der ſie als treuer
Sumſe=
mann begleitet hatte, zu heilen.
Günter Haenel hatte alle die märchenhaften Dinge reizend
aufgebaut, Elli Büttner die netten Zeichnungen dazu
ent=
worfen. Klappte eine Verwandlung noch nicht raſch genug, ſo
ließ Erwin Palm ein Weihnachtslied ſpielen, und das Haus
ſang frohen Sinnes mit. Die hübſchen Tänze der Tanzgruppe
die Lebkuchen des Weihnachtsmannes und die vom Theater
geſtif=
teten Luftballons ſchloſſen den Reigen kindlicher Wünſche und
machten das Ganze zu einem kloren Feſt!
Z.
Das Land der älleſten Zeitung.
Der Urſprung des Zeitungsweſens in China liegt im
Dun=
keln verborgen, und man weiß nicht genau, in welchem Jahre die
älteſte Zeitung Chinas das Licht des Tages erblickt hat. Au
dieſen Titel dürfte nach den neueſten Ermittlungen die Zeitung
„Tſing Pao” Anſpruch erheben, die im ſechſten Jahrhundert
be=
gründet, dem Vorläufer der „Ti=Chau” oder Pekinger Zeitung
bildete, die zur Zeit der Tang=Dynaſtie (von 620 bis 905), vegel=
Seite 3.
die Polntſche Regterang geHatyt.
Rückkrikt des Kabinekts Swikalſki.
EP. Warſchau, 7. Dezember.
Nachdem der Seim am Freitag abend nach
elf=
ſtündiger Sitzung mit 246 Stimmen der Rechten, der Linken und
aller nationalen Minderheiten gegen 120 Stimmen des „
Unpar=
teiiſchen Biocks zur Zuſammenarbeit mit der Regierung” und
der ſozialiſtiſchen Sezeſſion ein Mißtrauensvotum
ge=
gen das Kabinett angenommen hat beſchloß der
Miniſterrat in ſeiner heutigen Sitzung die
Geſamtde=
miſſion des Kabinetts.
Miniſterpräſident Switalſki hat bereits vor zwei Monaten
erklärt, daß er im Falle eines Mißtrauensvotums die von der
Verfaſſung vorgeſchriebenen Konſequenzen ziehen wolle. Heute
mittag teilte er dem Staatspräſidenten den Beſchſuß des
binetts mit, doch behielt ſich Präſident Moſcicki ſeine
Entſchei=
dung vor. Im Miniſterrat fehlten der Kriegs=
Miniſter Pilſudſki und der Finanzminiſter
Matuſzewſki, ein Umſtand, der für die Entwicklung der
Kriſe von großer Bedeutung ſein dürfte.
Die geſamte Preſſe erklärt, daß die Löſung der inneren
Lage in den Händen des Präſidenten liege, wobei die
Regierungsblätter hinzufügen, daß der Staatspräſident ſeine
Entſcheidungen ſtets im Einvernehmen mit Marſchall Pilſudſki
fälle. — Der ſozialiſtiſche „Robotnik” hofft dagegen, daß der
Präſident der Stimme des Volkes Gehör ſchenke, das die
An=
nahme der Demiſſion wünſche.
Da bei dem gegenwärtig herrſchenden Syſtem ein
Kabinetts=
wechſel im Grunde genommen nur eine Perſonenfrage iſt, und
die neue Regierung auch den Richtlinien Pilſudſkis unterliegt,
hat die Kriſe vorläufig nur formale Bedeutung: — Als
aus=
ſichtsreichſter Kandidat für den Poſten des
Miniſter=
präſidenten gilt Finanzminiſter Oberſt Matuſzewſki,
der früher Militärattaché in Rom und polniſcher Geſandter in
Budapeſt war. Er iſt ausgeſprochener Vertreter der politiſch
ſtarken Hand.
Auf der Konferenz der Obmänner ſämtlicher Parteien, die
unter Vorſitz des Seimmarſchalls Daſzinſki ſtattfand, wurde
be=
ſchloſſen, den Budgetausſchuß für Dienstag einzuberufen, um
die Beratungen über den Staatshaushalt ſo bald wie möglich in
Angriff zu nehmen. Die nächſte Plenarſitzung des Seim wird
auf ſchriftlichem Wege bekanntgegeben werden.
Dſchiang Kai=ſchek zurückgekreken?
EP. Peking, 7. Dezember.
Die Stellung des chineſiſchen Präſidenten Dſchiang Kai=ſchek
iſt durch eine wachſende Bewegung in verſchiedenen Teilen
Chinas erheblich geſchwächr worden und ſcheint nunmehr
unhalt=
bar geworden zu ſein. Wie von verſchiedenen Seiten berichtet
wird, ſoll Dſchiang Kai=ſchek den Nationalrat der Nanking=
Regie=
rung davon unterrichtet haben, daß er zurückzutreten gedenke.
Wieweit dieſe Meldungen den Tatſachen entſprechen, läßt ſich im
Augenblick noch nicht ſagen. Einer Meldung einer im
allgemei=
nen zuverläſſigen chineſiſchen Nachrichten=Agentur zufolge ſollen.
fünf Generäle ein gemeinſames Manifeſt veröffentlicht haben, in
dem ſte energiſch den Rücktritt Dſchiang Kai=ſcheks fordern. Bei
dem fünf Generälen ſoll es ſich um den Machthaber in der
Mand=
ſchurei Tſchang Hſüeh=liang, General Feng Yü=hſiang, General
Yen Hſi=ſchan, um den verbannten Führer des vadikalen Flügels
der Kuomintſchun, Wang Tſching=wei, und um General Tang
Scheng=ſchih, den Führer der Honan=Amee, handeln. Das
Manifeſt ſoll weiterhin von mehreren anderen prominenten
chineſiſchen Heerführern unterzeichnet ſein und außer dem
Rück=
tritt Dſchiang Kai=ſcheks den Zuſammenſchluß aller chineſiſchen
Parteien zum gemeinſamen Vorgehen gegen den gemeinſamen
Feind Chinas, Rußland, fordern.
Nach einer Meldung des Central News aus Tokio ſoll
Präſi=
dent Dſchiang Kai=ſchek bereits von ſeinem Poſten
zurückge=
treten ſein.
Kein Waffenſtillſtand zwiſchen Kuominkſchun und
Nalionalregierung.
EP. London, 7. Dezember.
Entgegen den Berichten, wonach zwiſchen der Kuomintſchun=
Armee und der Nationalregierung ein Waffenſtillſtand
abge=
ſchloſſen wurde, ſind einer Meldung der „Daily Mail” zufolge
neue Kampfhandlungen aufgenommen worden. Die Truppen
der Kuomintſchun ſollen danach die Stadt Tungkwan angegriffen
haben, was eine unmittelbare Bedrohung der ſtrategiſch
wich=
tigen Stadt Loyang darſtellt.
mäßig erſcheinend, das Amtsblatt bildete. Die Pekinger Zeitung
beſtand aus mehreren loſen Blättern, die in einen Umſchlag
ge=
ſteckt waren. Dieſer trug die kaiſerliche gelbe Farbe, um ſo die
Stellung als Amtsblatt zu dokumentieren. Dieſes Amtsblatt
wurde in vielen Tauſenden von Exemplaren in den Provinzen
verbreitet und in den gebildeten Schichten ſehr ſtark geleſen. Der
Druck dieſer Zeitung wurde mit beweglichen Lettern aus
Wei=
den= oder Pappelholz vorgenommen, ein Material, das ſehr
billig, aber nicht übermäßig haltbar war. Eine
Durchſchnitts=
zeitung beſtand aus zehn bis zwölf Blättern aus bräunlichem
Papier in der Größe von 7¾ auf 3½ Zoll.
Kanton und anderen Plätzen drang der weſtliche Journalismus
in China ein. Der wöchentlich erſcheinende „North Chine
Herald”, und die „North China Daily News” wurden den
Chi=
neſen Vorbilder, aus denen ſie viel gelernt haben, als ſie dann
ihre eigene nationale Preſſe aufbauten, als deren älteſtes Blatt
wohl der ſeit 1872 regelmäßig in Schanghai erſcheinende „Shun
Pao” (Die Oſtzeit) anzuſehen iſt. Gegenwärtig erſcheinen in
China etwa tauſend Zeitungen, von denen der vorerwähnt
„Shun=Pao”, der Shih=Pao” und der „Sib=Wan” die bedeutend
ſten ſind. Während der Shun=Pao” die konſervative
Richtun=
vertritt, ſtellt ſich der „Shih=Pao” als Vertreter der liberalen
Richtung dar.
Um ſich einen Ueberblick über die Bedeutung der Preſſe in
China zu verſchaffen, muß man wiſſen, daß in Schanghai auße
den drei großen vorerwähnten Blättern noch zehn andere Zei
tungen täglich erſcheinen, in Peking mehr als 70, in Kanton 30
bis 40, in Hankau 14 oder 15. Von den Hunderten von kleineren
Zeitungen beſitzen aber nur die wenigſten einen über den Ort
ihres Erſcheinens hinausreichenden Einfluß.
*Am. Sie oder wir — Mahnungen von Fritz Borrmann. Edefa=
Verlagsgeſellſchaft m. b. H., Berlin=Wilmersdorf, 1929.
„Mahnungen zu perſönlicher Tüchtigkeit, zu ſtandespolitiſchem und
zu genoſſenſchaftlichem Zuſammenſchluß im Lebensmittel=Einzelhande.
dieſer Leitſatz iſt dem Buch vorausgeſetzt. Das Werk iſt eine drganilgte
Zuſammenfaſſung von Aufſätzen, Reden und Beyichten für die Srya” der Individualwirtſchaft, die das Lebenswerk des Verfaſſers
um=
enzen. Borrmann, der Generaldirektor der Edeka=
Zentralorganifa=
tion, ſteht an der Spitze eines erfolgreichen Kampfes, der, über die
Grenzen des Lebensmittel=Kleinhandels weit hinausgreifend, für die
Belange des ganzen deutſchen Mittelſtandes von höchſter wirtſchaftlicher
und ſozialer Bedeutung iſt. In dieſem Sinne mag das Werk bei
Mittelſtändlern im weiteſten Sinne und auch bei ihren Gegnern
beſon=
derem Intereſſe begegnen.
Seite 4
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gen perſönlich haftenden Geſel”fterin
auf Eröffnung des Vergleichs: / Brens
abgelehnt worden iſt, wird —
Vermögen derſelben heute, a De
zovember 1929, vormittags 1 Er 30
Minuten das Konkursverfahre — M
48/29 — eröffnet. Konkurs: /alter:
Rechtsanwalt Dr. Ranis in §aſtadt,
Wilhelminenſtr. 35. Konkursfo —ungsk
anmeldungen ſowie offener Ak un
Anzeigepflicht bis, zum 6. Jar / 1930
Erſte Gläubigerverſammlung: — J0
nuar 1930, vormittags 11 U /
Zim=
mer 202, und allgemeiner !
Tungb=
termin: 3. Februar 1930, vo Ttags
11 Uhr, Zimmer 202, vor d
anter=
zeichneten Gericht.
Darmſtadt, den 6. Dez. 192
Heſſiſches Amtsgericht K944
Bekanntmachtſg.
Betr. Gruppenwaſſerwer!
Dieburg.
Das zur Zeit in dem Pum
Hergershaufen geförderte Waſſe
nicht vollſtändig von Eiſen b
die Anlage noch nicht fertig
iſt. Die Leitung iſt deshalb 1
freigegeben. Wer unbefugt e
Waſſer aus der Leitung entni
dies vorerſt noch auf eigene Ge
Schäden, die ihm (etwa durch
in der Wäſche oder ſonſtwie)
oder die er etwa Dritten zuf1
der Kreis jede Haftung ab. D
iſt nicht geſundheitsſchädlich.
Dieburg, den 6. Dez. 1929.
Kreisamt Dieburg.
Sreis
—k bei
noch
—, da
Sſtellt
nicht
r eilen
tut
Für
ecken
2ehen,
Eehnt
d— aſſer
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Verſteigerut
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ſatz, 1 Friſierkommode, 1 Her. .
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Darmſtadt, 8 Oezember.
Beihlehems=Gedanken.
Von Reinhold Braun.
votgoldener Frühe ritt ich mit dem Jeruſalemer Freunde nach
in hinunter.
uaren Stunden einer alles übergipfelnden Feierſamkeit. Beth=
Hanken, d. h. Gedanken des reinen Friedens, einer ſchier
kind=
ehnſucht, eines von der brauſenden Erddinglichkeit ab= und zu
tlichen ganz hingewendeten Herzens waren der Stunden unver=
Inhalt. Es war etwas in uns von dem Urſtromhaften des
n. gelöſt von jeder Lehrſamkeit, wie es angeſichts der Stätten
ers ſein konnte, die der Göttlich=Einzige durch ſein Leben zu
em Ruhme erhöht hatte.
es waren Stunden eines traumhaften Begnadetſeins, die
Quel=
en durch ein ganzes Leben.
olcher ſtrahlenden Erhobenheit waren wir nun auf dem Platze
Geburtskirche angelangt, als wir auch ſchon von einer
wild=
n. kreiſchenden Menge von jungen Burſchen und Männern um=
„en, von denen jeder während des Beſuches der Geburtsgrotte
jerd halten wollte. Ich ritt ein junges, lebhaftes Tier, das
zu bäumen begann. Da rief mir der Freund zu, daß ich mit
zeitſche auf die ſinnloſe Menge einſchlagen ſollte, was mir
mei=
en Veranlagung nach unmöglich und unwürdig erſchien. Aber
meine Reiternot aufs höchſte ſtieg, indem mein Pferd
ver=
oll zu ſteigen begann, ſchlug ich tatſächlich auf die Menſchen ein.
m iſt mir ein Erlebnis ſo jäh ins Gleichnis gewachſen wie das
der „lieblichſten unter den Städten” Bethlehemsgedanken und
Wirklichkeit! Wieviel Schmerz muß manches Herz immer
wie=
n dadurch, daß ſein heiliges Wollen, ſeine reinſten Gedanken
er Wirklichkeit ſtoßen! Ja, es bedeutet oft ein ſtilles
Helden=
idealiſchen Menſchen, wenn er immer wieder und mit unver=
Kraft in die alte Glut hinaufwächſt.
als ich dann in der theaterhaft hergerichteten und von dem
es damals dort poſtierten Soldaten widerhallenden
Geburts=
nd, blieb mein Herz unberührt und mir ſelber ſchmerzhaft kalt.
als ich dann in der Nacht nach Jeruſalem wieder hinaufritt
fiberklare Sternenfülle des ſüdlichen Himmels zu dem
herrlich=
hymnus meines Lebens ſich wölbte, als ich gelöſten Herzens
den des alten Hirtentales atmete, als alles ſtörende Dinghafte
einer bannenden Macht weit, weit fortgeſchoben worden war,
ten die Bethlehemsgedanken mit erneutem Glanze durch mein
gerade in jener für mich ſchöpferiſch ſo bedeutenden Nacht
mir klar, daß Bethlehem überall da liegt, wo in einem Herzen
(and geboren wird”. Ja, Bethlehem iſt überall in der
Welt=
im religiöſen Erlebnis läßt ſich nicht binden, ſei es wie und
und mir war’s, als ritte der Cherubiniſche Wandersmann an
Seite und prägte meinem Gemüte ſeine alte Myſtikerweisheit
m ein.
aß die Chriſten, welchen Weg ſie auch gehen, doch in ihren
itsgedanken ſich fänden und verſtänden, Wallfahrer der gleichen
und in herzensvoller Einigkeit die gleicherweiſe
Gottberühr=
duldſam Form und Formel einander anerkennen, aber dieſen
zuweiſen, der ihnen gebührt, niemals aber laſſen von der
erzensglut und ihren höchſten und ſchönſten Menſchengedanken,
die Wirklichkeit ihnen auch begegnen mag, und ob Enttäuſchung
kuſchung arg ſie trifft.
eingegangen iſt in die Welt echter Bethlehemsgedanken, iſt von
ichen Gemeinſchaft derer, deren „Herz nicht umzubringen iſt”
ter von der Liebe läßt und im Unendlichen und unter Gottes
ſich ſelber immer wieder findet.
Gonntag, den 8. Dezember 1929
Seite 5
93r9
ni
heit
plin
Kg
miir=
kungr
Dr.
gleifi=
penl..
Lingn
ſtads
im
Mi=
und
um Ehrendoktor ernannt. Der Miniſterialrat i. R. Adam
* Darmſtadt iſt von der Mediziniſchen Fakultät der Heſſiſchen
iverſität Gießen ehrenhalber zum Doktor der Medizin
er=
rden. Die Ehrung wurde „dem langjährigen Leiter der
Bau=
beim Miniſterium für Kultus und Bildungsweſen, dem
Er=
hlreicher mediziniſcher Inſtitute, dem Förderer baulicher
ierung und techniſchen Fortſchritts in den Einrichtungen medi=
Inſtitute, in dankbarer Anerkennung ſeines verſtändnisvollen
Eommens, ſeiner nachhaltigen Unterſtützung bei der
Ueber=
entgegenſtehender finanzieller und anderer Schwierigkeiten, ſo=
Bereitwilligkeit, den perſönlichen und ſachlichen Wünſchen der
chen Fakultät mit feinem Verſtändnis entgegenzukommen”
nannt wurden: durch Entſchließung des Heſſiſchen
Juſtiz=
vom 28. November 1929: zu Mitgliedern des Diſziplinarhofs
re für die Jahre 1930, 1931 und 1932: die Notare Juſtizrat
Bing in Mainz, Juſtizrat Dr. Ernſt Roſenberg in
Or. Siegfried Guggenheim in Offenbach; zu
ſtellvertre=
itgliedern des Diſziplinarhofs für Notare für die Jahre 1930,
1932: die Notare Dr. Kurt Spohr in Gießen, Otto Sturm=
Darmſtadt, Dr. Franz Kirſtein in Mainz; zu Mitgliedern
plinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg für
1930, 1931 und 1932: die Notare Juſtizrat Dr. Max
Gold=
in Offenbach, Theodor Kleinſchmidt in Darmſtadt; zu
Eenden Mitgliedern der Diſziplinarkammer für die Notare der
Starkenburg für die Jahre 1930, 1931 und 1932: die Notare
Blechner in Bensheim, Joſef Carnier in Darmſtadt;
jiedern der Diſziplinarkammer für die Notare der Provinz
* für die Jahre 1930, 1931 und 1932: die Notare Otto Jöckel
erg, Theodor Beilſtein in Grünberg; zu ſtellvertretenden
rn der Diſziplinarkammer für die Notare der Provinz
Ober=
die Jahre 1930, 1931 und 1932: die Notare Immo Albrecht
, Dr. Karl Brücher in Bad=Nauheim; zu Mitgliedern der
rrkammer für die Notare der Provinz Rheinheſſen für die
30, 1931 und 1932: die Notare Wilhelm Schott in
Pfedders=
l Joſt in Alzeh; zu ſtellvertretenden Mitgliedern der
Diſzi=
iner für die Notare der Provinz Rheinheſſen für die Jahre
und 1932: die Notare Juſtizrat Auguſt Scheuermann
S, Dr. Karl Braden in Mainz; am 3. Dezember 1929: der
rungsrat Adam Hofmann bei dem Rentamt des Mainzer
atsfonds zum Direktor bei der Oberrechnungskammer mit Wir=
Dezember 1929 an.
rſetzt wurden: am 30. November 1929: der Landwirtſchaftsrat
rrd Görlach beim Landwirtſchaftsamt zu Groß=Umſtadt in
Dienſteigenſchaft an das Landwirtſchaftsamt Heppenheim a. d.
Virkung vom Tage ſeines Dienſtantritts an; der Landwirt
Dr. Wilhelm Bäumer beim Landwirtſchaftsamt zu Hep=
„n gleicher Dienſteigenſchaft an das Landwirtſchaftsamt zu
Bü=
it Wirkung vom Tage ſeines Dienſtantritts an.
Geburtstag. Herr Pfarrer Fink, St. Eliſabeth
Darm=
eht am Montag, den 9. Dezember, das Feſt ſeines 60. Ge=
S. Den eifrigen Prieſter, der ſich beſonders durch ſeine ſozi=
Tgung (Kriegerfamilienunterſtützung, Wöchnerinnenfürſorge,
ind Armenſpeifung uſw.) ſehr verdient gemacht, begleiten die
ten Segenswünſche.
oldene Hochzeit. Die Eheleute Peter Roß, Arheilgerſtraße
degehen am 10. Dezember das Feſt ihrer Goldenen Hochzeit.
Zur Diamantenen!
* zweites Konzert veranſtaltet der Muſikverein in dieſem Jahre
I Male und verſuchsweiſe, um vielfach geäußerten Wünſchen
Trommen, an Stelle einer Choraufführung ein Soliſtenkonzert
Tfur den Kammerſänger Profeſſor Albert Fiſcher aus Berlin
9 einer der beſten Baſſiſten Deutſchlands, gewonnen, der ſeit
Uſtreten als Soliſt beim vorjährigen Chorkonzert während der
Slagung des Reichsverbandes Deutſcher Tonkünſtler und Muſik=
E in Darmſtadt kein Unbekannter mehr iſt. Der erſte Teil
a9sfolge trägt einen weihnachtlichen Charakter und bringt aus
9nachtsoratorium” von Bach die Arie. Großer Gott und ſtar=
2 ſowie drei Weihnachtslieder von Peter Cornelius. Der
I enthält Lieder von Robert Schumann, Hugo Wolf und
II ſowie zwei Balladen von Loewe. Das Konzert findet am
tder, 20 Uhr, im Saalbau ſtatt. Kartenverkauf bei Konzert=
Sliſabethenſtraße.
Schenket
und trinket.
6. Mikkel=Süddenkſche Geflägelſchan.
Tt. Geſtern vormittag wurde im Mathildenhöheſaal (
Die=
burger Straße) und einigen Nebenräumen die auf zwei Tage
berech=
nete 6. Mittel=Süddeutſche Geflügelſchau eröffnet. Die
ſehr reichhaltige und ſehenswerte Schau iſt veranſtaltet vom
Geflü=
gelzucht=Verein Darmſtadt E. V. Herr Vermeſſungsrat
Treuſch, der Vorſitzende des Landesverbandes Heſſiſcher
Geflügel=
zuchtbereine, eröffnete mit einer kleinen Anſprache die Ausſtellung,
dankte dem Ausſtellungsleiter, Herrn Bartholomäus=Eberſtadt,
für die ſorgſamen Vorarbeiten und würdigte deſſen Verdienſte um die
Ausſtellung. Der Redner dankte weiterhin dem Vertreter der
Land=
wirtſchaftskammer für ſein Erſcheinen und wies darauf hin, daß es bei
der Geflügelzucht vor allem darauf ankommt, auf Schönheit und
Lege=
fähigkeit zugleich zu züchten.
In der Ausſtellung ſind beſonders gut vertreten Wyandottes. Eine
große Rheinländerfchau iſt zuſammengeſtellt vom Maingau, Heſſen
und Baden. Die Rheinländer ſind faſt die beſten Legehühner. Sehr
ſchöne helle Brahma hat die von Weinbergſche Geflügelfarm Walldorf
zur Schau geſtellt. Neben verſchiedenen Zwerghühnern auch zu
er=
wähnen gute Peking=Enten, weiß. Als Kurioſum iſt zu nennen ein
Hahn mit drei Füßen. Eine beſondere Taubenabteilung iſt ebenfalls
ſehr reichhaltig beſetzt; unter den in allen Farben ſchimmernden
Tier=
chen auch Schönheitsbrieftauben. Sehr zu loben iſt die
Ueberſichtlich=
keit der Ausſtellung.
Eine Reihe von Firmen haben Futtermittel und Bedarfsartikel
für die Hühnerzucht ausgeſtellt, ſo Johannes Schäfer=Darmſtadt und
Rudolf, Ringler=Darmſtadt Futtermittel, W. Ulbrich=Darmſtadt
Brut=
ſchränke, Futtergeräte und ebenfalls Futtermittel. A. Perron=Vilbe
zeigt einen Knochenzerkleinerer, die Drogerie Schwinn=Darmſtadt
Tier=
arznei= und Ungeziefermittel für Geflügel. An Preiſen haben — außer
verſchiedenen Medaillen, Zuſatz= und Wanderpreiſen — u. a. der Herr
Staatspräſident, der Herr Oberbürgermeiſter von Darmſtadt und der
Bund deutſcher Geflügelzüchter wertvolle Ehrenpreiſe geſtiftet. Auch
eine ſehr gut bedachte Tombola iſt eingerichtet.
Bei einem Eintrittspreis von 50 Pfg. iſt die ſehr ſehenswerte
Aus=
ſtellung noch heute Sonntag von 9 Uhr vorm. bis 6 Uhr abends
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— Mozart=Verein. Der Soliſt des Jubiläumskonzerts, Heinrich
Hölzlin vom Staatstheater in Wiesbaden, in Darmſtadt als
Bühnenſänger anerkannt und unvergeſſen, wird in zwei Liedern von
Guſtav Mahler ſein hohes Können als Liederſänger aufs neue
beweiſen. In den letzten Tagen hat Hölzlin in Wiesbaden in einem
Beethoven=Schubert=Brahms=Abend mitgewirkt. Die Kritik iſt
ein=
mütig in Anerkennung ſeiner ganz ungewöhnlichen Leiſtung. Am
Mon=
tag wird er, vom Landestheater=Orcheſter begleitet, die Lieder „Ich bin
der Welt abhanden gekommen” und „Revelge” vortragen und die
Solo=
partie in Hauseggers „Totenmarſch” ſingen. Karten für
Nichtmitglie=
der in allen Muſikalienhandlungen, für Mitglieder bei O. Titze (
Eliſa=
bethenſtraße 4).
Bucherstube Alfred Bodenheimer
Am Montag, den 9. Dezember, 81), Uhr, Saalbau
RENE SCHICKELE spricht über:
ERLEBNIS DER LANDSCHART
Karten 2.—, 1.50. Unsere Räume sind heute und an den
19353 kommenden Adventsonntagen von 13-18 Uhr geöffnet.
— Martinsgemeinde. Am Montag, den 9. Dezember, findet im
Gemeindehaus Liebfrauenſtraße 6 die
Jahreshauptverſamm=
lung des evangeliſchen Frauenvereins der
Martins=
gemeinde, mit anſchließendem Teeabend, ſtatt. Der geſchäftliche Teil
ſieht die Ausſprache über den zu erſtattenden Jahresbericht und das
Leben des Vereins vor, ſowie die Rechnungsablage. Der anſchließende
geſellige Teil wird muſikaliſche Darbietungen und eine
Lichtbildervorfüh=
rung: „Es will wieder Weihnachten werden” bringen. Teekarten
zu 40 Pfg. ſind beim Kirchendiener der Martinsgemeinde und bei dem
Hausverwalter, Liebfrauenſtraße 6, zu haben. Gebäck bringe ſich jeder
ſelbſt mit. Alle Mitglieder des Frauenvereins ſind herzlich eingeladen.
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— Evangeliſcher Bund. Der erſte wiſſenſchaftliche Vortrag dieſes
Winters wird der des als vorzüglichen Redner beſtens bekannten
Bon=
ner Privatdozenten Lie. Dr. Schmidt=Japing ſein über „Der
Staat und die religiöſen Mächte der Gegenwart”. In einer Zeit, da
ſich der Staat neu orientiert, und auch der Proteſtantismus gezwungen
iſt, ſich neu zu orientieren, wird dieſer Vortrag beſonderem Intereſſe
begegnen. Dieſer Vortrag findet ſtatt am Freitag, den 13. Dezember,
abends 8 Uhr, in der Aula des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karl
ſtraße 2). Eintritt 1 Mark, Mitglieder gegen Vorzeigen der
Mitglieds=
karte 50 Pfg. Wegen dieſes Vortrags fällt der geſellige Abend im
„Prinz Karl” am Montag aus.
Eine böse Uberraschung
wird oft der Kauf einer Uhr nach dem Kataloge.
Oft trügt der Schein, man fällt drauf rein, und
teuer bezahlt man die Lehre: Kauf nur beim
Fachmann, beim einheimischen, ein; er leistet
Gewähr für Qualität bei angemessenen Preisen!
19449
Einbruchsverſuch. Im Hauſe Roquetteweg 51 wurde in
der Nacht zum Freitag ein Einbruch verſucht. Die Täter wollten
zu=
nächſt durch das Kellerloch eindringen, und als dies mißlang,
entfern=
ten ſie aus dem Badezimmer eine Glasſcheibe. Hier konnten ſie jedoch
nicht weiter. Vermutlich mittelſt Nachſchlüſſel drangen ſie dann durch
die Haupttüre ein und erbrachen ſämtliche Behältniſſe. Wahrſcheinlich
hatten es die Einbrecher nur auf Bargeld abgeſehen, denn von den
Silbergegenſtänden wurde nichts entwendet.
Deutſcher Abend im Realgymngſium.
Die Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im
Ausland hatte Eltern und Freunde zu einem Deutſchen Abend in
den Feſtſaal der Anſtalt eingeladen. Wie Dr. Scheuring, der
um=
ſichtige Leiter der Gruppe, in ſeinen einleitenden Worten der
Be=
gwißung hewvorhob, handelte es ſich um eine Veranſtaltung, die aus der
eigenen ſelbſtändigen Tätigkeit der Schüler herausgewachſen war, ohne
weſentliche Aufſicht und Leitung durch Lehrer. Gerade darin iſt vom
pädagogiſchen Standpunkt aus das Wertvolle einer ſolchen Betätigung
zu erblicken. — Die Leiſtungen, dies ſei vorweggenommen, ſtanden
ſämt=
lich auf beachtlicher Hohe und bewieſen friſch=freudiges
Draufgänger=
tum, das den jugendlichen Künſtlern ſtärkſten Beifall der zahlreichen
Anweſenden eintrug. Muſikfroh und trefflich arbeitete da zunächſt die
Müſikſchar der Gruppe, die ſchmetternde Märſche und einen
Melo=
dienkranz aus dem „Zigeunerbaron” ſpielte. Die Ausübenden zeigten
ſich ihrer Aufgabe durchaus gewachſen: die Muſik war ſchmiſſig und
entbehrte keineswegs des bei Strauß unumgänglich nötigen Schwunges.
Strichſicher und taktfeſt ſpielten die Streicher (einſchließlich
Kontra=
baß!), marbig und kraftvoll die Bläſer; ſie waren dem Enſemble eine
zuverläſſige Stütze. Unermüdlich war der Flötiſt, lediglich das
Schlag=
zeug könnte etwas weniger Schüchternheit vertragen. Primaner
Lorey, der mit zündendem Temperament vom Klovier aus die
Darbietungen leitete, kann mit dem Erfolg durchaus zufrieden ſein
Die Soliſten fügten ſich würdig in das Programm des Orcheſters
ein: Oberprimaner Pfeifer und Oberſekundaner Aßmuth zeigten
ſich als Geiger, die etwas gelernt haben und für die Zukunft zu guten
Hoffnungen berechtigen. Ein Krang von Gedichten, die das
Auslands=
deutſchtum in aller Welt behandelten, rundete das Programm. Die
Schüler Münch, Tutt, Ritter Bothe, Ruppert und
Ollendorff brachten ſie durch guten Vortrag zu beſter Wirkung.
— Im Mittelpunkt des Abends ſtand eine Anſprache des jugendlichen
Pfarrers Candidus, der von ſeinen Erlebniſſen bei den
Deut=
ſchen in Broſilien anſchaulich erzählte. Wir lernten das arbeitsreiche
Leben der Koloniſten im Urwald kennen, mit all ſeinen Entbehrungen,
ſeiner Einſamkeit und Bedürfnisloſigkeit, das Leben dieſer naiven,
kindlichen Menſchen, die ſich über die beſcheidenſten Dinge freuen, und
bei denen Leſen und Schreiben durchaus nicht immer
Selbſtverſtänd=
lichkeiten ſind. Im Gegenſatz dazu ſteht das Leben in den Städten,
das ſich von dem in einer deutſchen Mittelſtadt nur durch Klima und
Vegetation unterſcheide. Die beherzigenswerte Mahnung des Redners
verlangte MMithilfe, auf daß das Band zu den Brüdern im Ausland
wieder feſter geknätpft werde. — Alles in allem: Ein wohlgelungener
Wbend, der in ſeiner weiſen Beſchränkung auf Mögliches geſchloſſen
und kraftvoll wirkte.
Gz.
— Hefſiſches Landestheater Darmſtadt. „Peterchens
Mond=
fahrt” das von den Darmſtädter Kindern ſehnſüchtig erwartete und
mit freudigem Jubel begrüßte Weihnachtsmärchen, wird heute
Sonn=
tag, nachmittags um 14 Uhr, im Großen Haus zum erſten Male mit
allen Mitwirkenden und allen Tanzeinlagen der Erſtaufführung
wie=
derholt. Auch heute findet eine große Lebkuchenverteilung nebſt
an=
deren Ueberraſchungen für die braven Kinder ſtatt. (Preis 0,50 bis
3,00 Mark.)
„Ein Walzertraum” von Oskar Straus, der zugkräftige
Operettenerfolg dieſer Spielzeit, wird heute Sonntag um 20 Uhr im
Großen Haus unter muſikaliſcher Leitung von Carl Bamberger mit
der bewährten Beſetzung (Bunſel, Harre, Philips, Ney, Maletzki,
Ti=
baldi, Liebel, Vogt, Keßler, Gothe, Saggau) zur Aufführung kommen.
(Bühnenvolksbund Miete K.).
Flotows volkstümliches Opernwerk „Martha” wird heute
Sonn=
tag um 19.30 Uhr im Kleinen Haus unter muſikaliſcher Leitung von
Erwin Palm mit Walter, Stadelmaier, Kuhn, Jacobs, Wünzer in
Szene gehen. (Heſſenlandmiete II.)
Grillparzers Luſtſpiel „Weh dem, der lügt”, kommt
Diens=
tag, den 10. Dezember, um 20 Uhr im Großen Haus in der
vielbeſpro=
chenen Neuinſzenierung von Günter Haenel und Wilhelm Reinking zur
Wiederholung. (Miete A.)
Die nächſten Aufführungen der in jeder Vorſtellung ſtürmiſch
be=
klatſchten Komödie „Lady Fanny und die
Dienſtboten=
frage” von Jerome K. Jerome finden Mittwoch, den 11. Dez., und
Freitag, den 13. Dez., um 20 Uhr im Kleinen Haus mit der
ausgezeich=
neten Premierenbeſetzung ſtatt.
— Darmſtädter Künſtler auswärts. Frau Hedwig
Schonne=
feld=Walz, die ihre weſentlichſten Studien bei Lili Keil=Darmſtadt
gemacht hat, trat in dieſen Tagen in Offenbach mit einem
Lieder=
abend zum erſten Male vor die große Oeffentlichkeit und hatte
außer=
gewöhnlich ſtarken Erfolg. Die dortige Preſſe ſchreibt darüber: . ..
Die Sängerin war eine Ueberraſchung. Eine ſo ſchöne, große,
glocken=
klare Stimme mit derart ſchlackenreiner, tongewaltiger Höhe findet
man nicht oft. Aber nicht nur eine ſchöne und gutgeſchulte Stimme
zeichnet die Künſtlerin aus, ſondern auch ſtarkes muſikaliſches
Empfin=
den. Die Beifallsſtürme wollten ſich gar nicht legen; kein Wunder:
reift doch hier ein ganz beſonderes Geſangstalent der Meiſteyſchaft
entgegen.
Weihnachtsfeier. Am Sonntag, den 15. Dezember, nachmittags
530 Uhr, veranſtaltet der Verein Freundinnen junger Mädchen in der
Petruskirche (Beſſungen) ein Weihnachts=Weihe=Spiel. Ihre
güitige Mitwirkung haben unter anderem in dankenswerter Weiſe
zu=
geſagt: Herr Studienrat Borngäſſer, Frau Anni von Stoſch, Herr
Kurt Weſtermann. Zur Aufführung gelangen: Orgel=Paſtorale,
Weih=
nachtsarie und =lieder, ein Weihe=Spiel, Chöre, Engelquartett, Engel=
Kinderchor. Das weihnachtliche Programm und die künſtleriſchen
Dar=
bietungen verſprechen eine erhebende Feier, die trotz des Haſtens und
Treibens unſerer Tage ſicher viele beſinnliche Zuhörer vereinigen wird.
— Piscator=Premiere (heute im Orpheum). Pünktlich abends 8 Uhr
beginnt heute Sonntag das Gaſtſpiel des Schauſpiel=Kollektivs der
Piscator=Bühne (Berlin) mit dem fünfaktigen Schauſpiel von Karl
Credé: „Paragraph 218” (Gequälte Menſchen). Das Werk iſt
von Erwin Piscator inſzeniert, der bei der heutigen Premiere
perſönlich anweſend iſt. — Die Gaſtſpiele der Piscator=Bühne
fan=
den in den Nachbarſtädten Mannheim, Heidelberg, Worms und
Frank=
furt ganz außergewöhnliches Intereſſe und ſtärkſten Zuſpruch. — Auch
im Theaterleben Darmſtadts wird dieſes Gaſtſpiel ein Ereignis
dar=
ſtellen und auf die Beſucher einen ungewöhnlich ſtarken Eindruck
machen. Man beſuche daher die heutige Erſtaufführung. Die
Ein=
trittspreiſe ſind mäßig; Vergünſtigungen ſind ſämtlich aufgehoben.
Morgen Montag iſt das Orpheum geſchloſſen. Dienstag, Mittwoch und
Donnerstag ſind Wiederholungen des Schauſpiels „K 218‟. (Siehe
Anzeige.) Kartenverkauf: Verkehrsbureau bis 12 Uhr, Zeitungskiosk
gegenüber dem Verkehrsbureau bis halb 6 Uhr, de Waal (Reinſtr. 14)
bis 6 Uhr. Orpheumskaſſe ab 3 Uhr. Telephoniſche Beſtellung 389.
— Ortsgewerbeverein und Handwerkerverveinigung Darmſtadt.
Das Ringen um die Zukunft des uns ſo naheliegenden Saargebietes
ſteht heute im Brennpunkt des politiſchen Intereſſes. Somit dürfte
man es auch weit über den Kreis unſerer Mitglieder hinaus begrüßen,
daß wir — entſprechend dem Gebot der Stunde — auch in unſerer
Stadt eine beſondere Veranſtaltung dem Saargebiet widmen,
und aus berufenem Munde über dieſes ſchöne Land berichten laſſen.
— Wie aus unſerer heutigen Anzeige hervorgeht, ſpricht am
kommen=
den Donnerstag, den 12. Dezember, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal bei
Chriſt (Grafenſtraße) Herr Malermeiſter Schmelzer aus
Saar=
brücken in einem Lichtbildervortrag über „Das
Saar=
gebiet und ſeine kulturelle, wirtſchaftliche und
politiſche Bedeutung”. Herr Schmelzer iſt ſeit langen
Jah=
ren Mitglied des Saarländiſchen Landesrates und Vorſitzender der
Handwerkskammer zu Saarbrücken. Als anerkannter Führer ſeiner
engeren Heimat hat er in den letzten Jahren im In= und Auslande
an den zahlreichen diplomatiſchen Verhandlungen teilgenommen, die
das Schickſal des Saargebietes beſtimmten. Keiner wäre berufener,
über dieſe Vorgänge zu ſprechen, als er. Herr Schmelzer weilt
gegen=
wärtig als Mitglied der deutſchen Saardelegation in Paris und wird
von dort aus unmittelbar zu unſerer Verſammlung kommen. Alle
unſere Mitglieder, deren Angehörige, ſowie ſonſtige Freunde von
Hand=
werk und Gewerbe, aber auch alle, die ihre Verbundenheit mit einer
deutſchen Zukunft des ſchönen Saarlandes bekunden wollen, ſind zu
unſerer Veranſtaltung herzlichſt willkommen.
— In dem Bericht über die Beiſetzung des Sanitätsrats Dr. Heil
wurde vergeſſen, zu erwähnen, daß auch die Vereinigung alter
Burſchenſchafter Darmſtadt (V.a.B.) am Sarge ihres
lang=
jährigen und verdienten Mitgliedes San.=Rat Heil durch Herrn Dr.
Schottenhammer Kranz mit Bundesſchleife niederlegen ließ.
1A die älteste rheiniſche
Sektmarke,
Mwegen seiner Güte und /8
Bekömmlichkeit altberühmt A
— ſeit 1837 —
O6 widel
[ ← ][ ][ → ]Seite 6
Sonntag, den 8. Dezember 1929
Wie ſia Mauloniver andern.
Alldarmſtädkiſches und Reudariſtädtiſches.
„An’s Faixe=Eck” und am Ernſt=Ludwigs=Platz.
Das bei uns hiſtoriſch gewordene „Faixe Eck” war zu allen Zeiten
bei der Darmſtädter Jugend der Inbegriff der Freude, ob Bleiſoldaten
und das Spielzeug der „guten alten Zeit” ausgeſtellt war, oder ob’s
Dampf= und elektriſche Maſchinen, Zeppeline und Spielzeug unſerer
modernen Jugend iſt, es bleibt der gleiche Anziehungspunkt und läßt
auch in unſeren Tagen das Herz der Jugend höher ſchlagen. Ehedem
war hier das Stadtende; Palliſadenumzaunung, Stadtmauer und
Stadt=
tor grenzten hier die Stadt ab. Der Platz ſelbſt hieß urſprünglich
„Kriegsmagazinplatz”, ſpäter „Weißer Turmplatz”, und am 14. Februar
1860 erhielt er ſeine heutige Benennung. Den Abſchluß des Platzes
bildete das Neue Tor, zwiſchen der Südweſtecke des Schloſſes und
der alten Kanzlei, dem heutigen Schtvabiſchen Hauſe. Bei dem
Schloß=
brand am 19. Mai 1715 wurde es mit zerſtört, ſpäter, bei der
Stadt=
erweiterung und Anlage der oberen Rheinſtraße, wurde es bis zu der
Marſtall= und Artillerieſtraße (heutige Wilhelminenſtraße am
Luiſen=
platz) vorgerückt. Als Bau, der allerlei Wandlungen durchgemacht hat,
grüßt uns das jetzt von der Firma Rothſchild umgebaute Schwabiſche
Haus, das eine alte Geſchichte hat. Das urſprüngliche alte Gebäude
gehörte dem Oberamtmann v. Hertingshauſen und führte den Namen
„Hertingshaus’ſches Haus. Als 1647 die Franzoſen in Darmſtadt
ein=
drangen, belagerten ſie unter Turenne von hier aus das Schloß und
hatten im Hof dieſes Hauſes ihre Kanonen aufgeſtellt, um den
wehr=
loſen Schloßbau zu beſchießen. 1670 verkaufte es ein Hofjunker Heinrich
v. Bohl für 3000 Taler. Es erhielt von 1674 ab den Namen „
Fürſten=
hof”. Nach dem oben erwähnten Schloßbrand wurde hier ein Teil des
Archivs und der Kanzlei untergebracht und trug lange die Bezeichnung
„Alte Kanzlei‟. Später wird es Geſchäftshaus und erſcheint in alten
Adreßbüchern die Firma Schwab unter Lit. E 9, Weißer Thurmplatz.
Umgebaut wurde es zu Anfang dieſes Jahrhunderts, als modernes
Geſchäftshaus, und in unſeren Tagen erlebt es eine neue Veränderung.
den Verhältniſſen der Zeit angepaßt. Gegenüber unter Lit. 7a lag das
dem Gaſtwirt Wiener gehörige Gaſthaus „Zur alten Poſt”, früher in
einem Garten; 1884/85 wurde dieſer verbaut, und es entſtand das
Ge=
ſchäftshaus der Firma Lerch. Die Gaſtſtätte ſelbſt hat ihren alten Ruf
auch in unſere Zeit mit herübergerettet. 1808 wurde hier in der Alten
Poſt, aus einer bisherigen Scheuer, ein Theater hergerichtet, in dem die
Krebsſche Theatergeſellſchaft bis zum 30. September 1810 ſpielte. Im
vorigen Jahrhundert befand ſich hier eine Zeitlang die Poſt; heute
haben wir hier eine Reihe ſchöner Geſchäftshäuſer. Den Abſchluß des
Platzes bildet das hiſtoriſch gewordene „Faixe Eck”, ehedem dem
Kauf=
mann Oſtner gehörig, bis dann in den 70er Jahren des vorigen
Jahr=
hunderts ſich hier der Hofdreher und Kaufmann David Faix etablierte.
Heute prangt der Bau im neuen Schmuck, eingefügt in ſeine alte
Um=
gebung, und übt immer noch ſeine Anziehungskraft auf jung und alt
aus. Inmitten von alter und neuer Zeit ſteht als Wahrzeichen aus
Darmſtadts Vergangenheit der „Weiße Turm”, ein Ueberreſt aus der
ehemaligen Stadtbefeſtigung; urſprünglich nur ein Mauerturm, der
dann unter Landgraf Ernſt Ludwig 1704 ſeine heutige Form und Höhe
bekam. Heute iſt er altersgrau geworden; der Verkehr der modernen
Zeit umbrandet ihn, aber als Zeuge der Vergangenheit grüßt er in
unſere Zeit herüber. Flutendes Leben und ein Stück der „guten alten
Zeit” geben ſich hier ein Stelldichein!
Philipp Weber.
Gewerbemuſeum. Die nächſte Veranſtaltung in der
Vortrags=
reihe „Wege zum Handwerk” bietet für Darmſtadt ein
beſon=
deres Intereſſe. Herr Walter Schönwandt ſpricht über den
von ihm in der eigenen Werkſtatt erteilten Handfertigkeitsunterricht
auf Burg Nordeck bei Gießen. Das dortige Landſchulheim ſteht
be=
kanntlich unter der Leitung des früheren Darmſtädter Studienrats
Otto Erdmann. In dem Unterricht ſpielt handwerkliche
Beſchäf=
tigung eine beſondere Rolle, und die Erfahrungen, die Herr
Schön=
wandt in eigener Tätigkeit und als Lehrer an der Folkwang=Schube in
Eſſen geſammelt hat, geben ſeinem Unterricht beſondere Bedeutung.
— Schulgruppe für Vogelſchutz der Ludwigsoberralſchule zu
Darm=
ſtadt. Zum erſten Male will die „Schulgruppe für Vogelſchutz” an die
Oeffentlichkeit treten. Mittwoch, den 11. Dezember, abends, veranſtaltet
ſie im Projektionsſaal der Ludwigsoberralſchule einen
Lichtbildervor=
trag: „Vogelſchutz und ſeine praftiſche Ausübung”. Jedermann der
Intereſſe an der Arbeit der Schulgruppe hat, jeder Natur= und
Vogel=
freund, insbeſondere auch die Jugend, iſt zu dieſer Veranſtaltung
herz=
lich eingeladen. Unterſtützen Sie uns bitte durch recht zahlreiches
Er=
ſcheinen! Der Eintritt iſt frei!
— Elternabend der Knabenabteilung der Dieſterwegſchule. Eltern
und Freunde der Anſtalt hatten ſich zu einigen frohen Stunden im
Fürſtenſaal eingefunden. Die Veranſtaltung ſtand unter dem Zeichen
des Weihnachtsfeſtes. Mit herzlichen Worten begrüßte. Herr Rektor
Link die Gäſte und Eltern der Schüler. Ein von Herrn Lehrer Hackemer
geleitetes Schülerorcheſter eröffnete die feſtliche Veranſtaltung. Die
Darbietung durch Schüler verriet großen Fleiß und frohe Hingabe und
wurde mit viel Dankbarkeit von den Anweſenden aufgenommen. Hierauf
folgte ein Weihnachtsſpiel „In Knecht Rupprechts Werkſtatt”, Zwerge,
Engel, das Chriſtkind und Knecht Rupprecht erfreuten die Zuhörer durch
ihr Spiel, das den Darſtellern reichen Beifall eintrug. Am Schluß
dankte Herr Rektor Link den Damen Leeder, Eſcher und Baum, ſowie
Herrn Hackemer und Bernauer für die große Mühe, der ſich die
Betref=
fenden zugunſten dieſes ſchönen Abends unterzogen.
— Petrusgemeinde. Zu einer Adventsfeier, im Stile der
Jugendbewegung gehalten, laden unſere Jugendbünde recht herzlich ein,
und zwar auf Samstag, den 14., und Sonntag, den 15. Dezember,
je=
weils 8.30 Uhr abends, im Gemeindehaus, Eichwieſenſtraße 8.
Dar=
bietungen des Singekreiſes, Sprechchöre, Adventsworte, geſprochen von
Einzelſprechern, ſowie gemeinſame Geſänge werden den 1. Teil des
Abends ausfüllen. Mehr ſei nicht verraten. Der 2. Teil bringt die
Aufführung eines Adventsſpieles: „Die Nacht des Hirten” von Henry
von Heiſeler. Von dieſem Spiel ſagt man, daß es das ſchlichteſte und
edelſte Adventsſpiel ſei, das es gäbe. „Die Nacht des Hirten” hat ſich
raſch viel Freunde erworben und iſt zu einem vielgeſpielten Spiel
ge=
worden. — Der Eintrittspreis zu dieſen Feiern iſt mit Abſicht niedrig
gehalten worden, um jedem den Beſuch zu ermöglichen. Numerierte
Eintrittskarten zu 30 Pfennig ſind erhältlich bei Herrn Kirchendiener
Kropp, in der Papierhandlung K. F. Bender und bei den Mitgliedern
der Jugendbünde. — Gleichzeitig ſei heute ſchon darauf hingewieſen,
daß in der Zeit vom 3. bis 4. Advent wiederum ein
Bücherver=
kauf im Jugendzimmer des Gemeindehauſes ſtattfindet, deſſen Beſuch
nur empfohlen werden kann.
— Nächſte Dampferabfahrten der Hamburg—Amerika=Linie. Nach
New York (ab Hamburg bzw. Cuxhaven): „Deutſchland” am 11. 12.
bzw. 12. 12., „Milwaukee” am 19. 12. (20. 12.), „Weſtphalia” am 27. 12.,
„Cleveland” am 2. 1. (3. 1.), „Thuringia” am 9. 1., „St. Louis” am
16. 1. (17. 1.), „Milwaukee” am 23. 1. (24. 1.). — Nach
Philadel=
phia New York (ab Hamburg): „Hagen” am 17. 12., „
Lever=
kuſen” am 31. 12., „Rheinland” am 14. 1., „Hagen” am 28. 1. — Nach
Boſton, Baltimore Norfolk (ab Hamburg): „Harburg” am
20. 12., „Eifel” am 8. 1., „Hamburg” am 22. 1., „Altmark” am 5. 2.
Nach der Weſtküſte Nordamerikas (ab Hamburg): „
Port=
land” am 7. 12., „Los Angeles” am 28. 12., „Oakland” am 18. 1., „San
Franzisko” am 1. 2. — Nach Kanada (ab Hamburg): „Kings
County” am 13. 12., „Emden” am 1. 1., „Thuringia” am 9. 1., „Kent
County” am 20. 1. — Nach Weſtindien, Weſtküſte
Zentral=
amerikas (ab Hamburg): „Phrygia” am 7. 12., „Grunewald” am
14. 12., „Frida Horn” am 21. 12., „Orinoco” am 28. 12., „Feodoſia”
am 4. 1., „Rugia” am 11. 1., „Mimi Horn” am 18. 1. — Nach den
Weſtindiſchen Inſeln (ab Hamburg): „Thereſe Horn” am 17.
12., „Adalia” am 31. 12. — Nach Kuba (ab Hamburg): „Weſterwald”
ab 11. 12., „Palatia” am 3. 1., ein Dampfer am 1. 2., „Antiochia” am
1. 3. 1930. — Nach Mexiko (ab Hamburg): „Weſterwald” am 11. 12.,
„Rio Bravo” am 21. 12., „Nordſchleswig” am 4. 1., „Phoenicia” am
16. 1., „Nio Panuco” am 28. 1. — Nach der Oſtküſte
Süd=
amerikas: (ab Hamburg); „Baden” am 7. 12., „Idarwald” am 11.
12., „Albingia” am 14. 12., „Wasgenwald” am 12. 12., „Granada” am
24. 12., „Bayern” am 28. 12., „Niederwald” am 8. 1. 30. — Nach der
Weſtküſte Südamerikas (ab Hamburg): „Odenwald” am 11.
12., „Heluan” am 25. 12., „Poſeidon” am 28. 12., „Spreewald” am
1. 1., „Wido” am 8.1., „Sachſen” am 11. 1. — Nach
Niederlän=
diſch=Indien: „Rhein” (ab Rotterdam) am 10. 12., (ab Hamburg);
„Menes” am 18. 12., „Jaſon” am 1. 1., „Dortmund” (ab Rotterdam)
am 7., 3., „Heidelberg” (ab Hamburg) am 15. 1.
Nach
Auſtra=
lien (ab Hamburg): „Telamon” am 7. 12., „Moſel” am 18. 12., „
Caſ=
fel” am 28. 12., Oder” am 8. 1. — Nach S,üdafrikg (ab
Ham=
burg): „Eſſen” am 21. 12., „Altona” am 18. 1., „Hannover” am 15. 2.
Nach Oſtaſien (ab Hamburg): „Albert Ballin” am 8. 12.,
„Preußen” am 16. 12., „Vogtland” am 23. 12., „Scheer” am 28. 12.,
„Duisburg” am 4. 1., „Ramſes” am 11. 1., „Ludendorff” am 18. 1.,
— Mitgeteilt durch die hieſige Vertretung:
„Sauerland” am 25. 1.
Bankgeſchäft Friedrich Zarn, Darmſtadt, Luiſenplatz 1 (Tel.=
Rummer 1308/09).
Num
— Herberge zur Heimat. Auf die im Anzeigenteil unſerer Zeitung
veröffentlichte Weihnachtsbitte der Herberge zur
Hei=
mat, Große Ochſengaſſe 8, weiſen wir auch hier empfehlend hin und
bitten, die Anſtalt, die ſchon über 60 Jahre beſteht und eine der älteſten
Wohlfahrtseinrichtungen hier iſt, auch in dieſem Jahre nicht zu
ver=
geſſen. Bei dieſer Gelegenheit macht der Vorſtand der Herberge
wieder=
holt darauf aufmerkſam, daß ſtets — beſonders aber im Winter —
großer Bedarf an gebrauchten Stiefeln, Strümpfen, Hemden, Anzügen,
Mänteln uſw. iſt. In der Herberge wird vor der Abgabe in jedem
ein=
zelnen Falle die Bedürftigkeit genau geprüft, ſo daß Mißbrauch,
be=
onders durch Wiederverkauf, ausgeſchloſſen iſt, wie dies häufig der
Fall iſt, wenn vom Publikum die Bekleidungsſtücke direkt an Bettelnde
abgegeben werden. Erfahrungsgemäß wird auch mit dem vom
Publi=
kum an Bettelnde geſchenkten baren Gelde vielfach dadurch Mißbrauch
getrieben, daß dieſe Pfennige in Alkohol umgeſetzt werden. Der
Vor=
ſtand der Herberge bittet daher, daß das Publikum doch von den ſchon
ſeit langen Jahren bei der Herberge eingeführten Gutſcheinen — wie
dieſe in den letzten Jahren nun auch vom Wohlfahrtsamt hier
einge=
führt worden ſind — wieder mehr Gebrauch macht. Für dieſe
Gut=
ſcheine, die zu 5. 10, 20 Pfennig und höher jederzeit in der Herberge,
Große Ochſengaſſe 8. bezogen werden können, erhalten die Wanderer
Kaffee, Eſſen oder Nachtlager — niemals aber alkoholiſche Getränke,
die in der Herberge ſchon ſeit Jahrzehnten überhaupt nicht verabreicht
werden.
Denken Sie
bei Ihren Weihnachtseinkäufen auch an
Ihren Buchhändler!
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— Weihnachtsmeſſe. Heute von 11—7 Uhr findet im
Gemeinde=
haus Kahlertſtraße 26 der Weihnachtsbaſar der Jugendbünde
der Johannesgemeinde ſtatt. Es werden dort handgefertigte Kleider
aller Art (auch Kinderſachen), Schürzen, Decken, Kiſſen und ſonſtige
Arbeiten verkauft; ebenſo ſchöne handgefertigte Spielſachen. Für die
Kleinen werden am Nachmittag Märchen erzählt, während auf die
Er=
wachſenen eine gemütlich eingerichtete Kaffeeſtube wartet. Und nun
kommt alle! Der geſamte Erlös iſt für das Landheim obengenannter
Jugendbünde beſtimmt.
FERNR.
n Rute
Aue wilk AviPLiNe, SCHÜHENSTR.*
— Schnitzeljagd! Die aktiven Reiterkreiſe Darmſtadts, Damen und
Herren, reiten heute Sonntag vormittag eine Schnitzeljagd. Mitglieder
des „Darmſtädter Reitervereins” und auch alle anderen Freunde des
Pferdeſports haben beſtens Gelegenheit, einen großen Teil der Jagd
zu verfolgen, und zwar vom ehemaligen Reitplatz aus (über der Bahn,
Verlängerung der Holzhofallee). Treffpunkt daſelbſt 10.15 Uhr.
— Volkshochſchule. Zu dem am Montag, den 9. Dez., im Saalbau
ſtattfindenden Vortrag von René Schickele: „Erlebnis und
Landſchaft” erhalten unſere Mitglieder gegen Vorzeigen der
Mit=
gliedskarte bei Bücherſtube Bodenheimer (Rheinſtraße) ermäßigte
Karten.
—
Euangelischer Frauenverein
Martinsgemeinde
Montag, den 9. Dezember, abends 8 Uhr, Gemeindehaus
Hauptversammlung
Anschließend: Teeabend, musikal. Unterhaltung,
Licht-
bilder — Teekarten 40 Pfg.
(19470
Aerztlicher Sonntagsdienſt. Iſt wegen plötzlicher Erkrankung
ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zunächſt der Hausarzt zu rufen.
Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dann ſind am Sonntag, dem 8.
Dezem=
ber 1929, folgende Aerzte zu deſſen Vertretung bereit: Dr. med. Gros
Heinrichſtraße 49, Telephon 201; Dr. med. Rühl, Saalbauſtraße 38
Telephon 4300; Dr. med. Wißmann, Stiftsſtraße 7, Telephon 1978.
„
Die schonsten Geschenke für
Frauen und Feste
Bei kleiner Anzahlung
werden Sachen bis zum
Fest zurückgestellt.
(18786a
Gerda Wuthe
Porzellan, Kristall, Keramik
Wilhelminenstr. 11.
Aus den Parkeien.
— Frauengruppe der Deutſchen Volkspartei.
Unſere geſellige monatliche Zuſammenkunft findet diesmal nicht au
dem Heiligen Kreuz ſtatt. Wir veranſtalten dafür eine Adventsfeier
im Muſikſaal des Saalbaus (Eingang Riedeſelſtraße) am Mittwoch, den
11. Dezember, nachmittags 4.30 Uhr. Muſikaliſche Darbietungen und
Tanzvorführungen von Kindern werden uns einige feſtliche Stunden
bereiten. Wir bitten um recht zahlreichen Beſuch, und begrüßen auch
Gäſte gerne.
Muttermale
atowierungen
Blutschwamm
Aentternt in einigen Tagen unter darantie
Refarm-Ambulatorium, Darmstadt, Grafenstraße 37, I.
Sprechzeit von 9—12 u. 3—5 Uhr. — Auskunft kostenlos. (*
Lofale Beranfaltnngen.
Dir Werter erfchemnden Nochn mt autsäsich as Kinmece a Hmohh mitinden
m Mierm Jaße ioentwie alt Driprsdhung oder Krik.
— Odenwaldklub „Frankonia”. Am Sonntag, den
15. Dezember, nachmittags, hält der Odenwaldklub „Fvankonia” ſeine
Weihnachtsfeier im Saale „Rummelbräu” ab. Wie in vergangenen
Jahren, ſo weißt auch dieſes Jahr wieder die Feier ein gediegenes
Pvogramm auf. Außer Theateraufführungen und ſonſtigen Darbietungen
wird wieder den Kleinen durch den Nikolaus eine kleine
Weihwachts=
freude bereitet. Mit einem anſchließenden Tanz wird die Feier ihr
Ende nehmen. (Siehe demnächſt Anzeige,)
— B. D. J.=Bünde der Johannesgemeinde. Heute
abend um 8 Uhr findet in unſerem Gemeindehaus ein gemeinſamer
Tanzabend ſtatt. Beitrag 20 Pfg. zugunſten unſeres Landheims.
Große Skrafkammer.
p. In zweiter Inſtanz wird ein Vorfall zu reprodu
der ſich am Nachmittag des 4. Auguſt 1928 in Arheil
Reitbahn ereignete. Der fahrläſſigen Tötung ſind zwe
angeklagt, die damals in einem großen hieſigen Weißbi
ſchäftigt waren. An jenem Tage fuhren ſie mit eine
Arbeitgebers von Frankfurt a. M. nach Darmſtadt.
Nord=Süd=Richtung fuhr um die genannte Zeit des ob
in Eberſtadt beheimateter Gärnterlehrling in der als E
zeichneten Reitbahnſtraße einen Handkarren. Beim
letzteren wurde dieſer von dem Laſtauto angefahren u
Nach der amtsärztlichen Sektion iſt nach Art der Verletz
durch Ueberfahren eingetreten.
Die Angeklagten, die beide damals das Auto gelenk!
ten jede Schuld; ſie behaupten, im weiten Bogen
gefahren zu ſein.
Das Bezirksſchöffengericht hat am 31. Juli 19s
klagte von der erhobenen Anklage der fahrläſſigen Tötung
nachdem es an Ort und Stelle Augenſchein genommen ho
Fahrens ohne Führerſchein — die Prüfung wurde kurz n
abgelegt — wurde der eine der Angeklagten mit einer
80 Mark belegt.
Die Staatsanwaltſchaft hat Berufung eingelegt. T
Mutter des Getöteten als Nebenklägerin zuzulaſſen, hatt
mer abgelehnt. Das Oberlandesgericht hat aber auf
Mutter als Nebenklägerin zugelaſſen.
Die Beweisaufnahme ergibt, wie auch die der erſte
klares Bild vom Tatbeſtand. Die einzelnen Zeugen könn
Phaſen ihrer Wahrnehmungen wiedergeben. Der Sta
das Verſchulden der Angeklagten darin, daß ſie beim E
Reitbahn viel zu weit nach links kamen, ſie hätten den
unbedingt ſehen müſſen; dann ſeien ſie zu weit na
men. Der wirkliche Führer des Autos und der eigentlie
gleich verantwortlich. Wie in erſter Inſtanz werden je
fängnis beantragt.
Der Anwalt der Nebenklägevin tritt den Ausführung
anwaltſchaft bei.
Der Verteidiger betont, die Statasanwaltſchaft hal
fahren ſchon einmal eingeſtellt, ſie ſei damals ganz ok
erſt auf höhere Weiſung habe ſie das Verfahren wieder
Der Vorfall ſei in den Einzelheiten nicht mehr aufzukli
Sachverſtändige teile den Standpunkt der Verteidigung,
ten hätten gleich nach dem Unfall dieſelbe Schilderung
heute. Das vorausfahrende Auto habe den
den Angeklagten vor den Wagen geſchleudert. Ein neue
des Verteidigers möchte einen nochmaligen Augenſchein
der Unklarheiten herbeiführen.
Das Urteil verwirft die Berufung d
anwaltſchaft. Die Möglichkeit der Richtigkeit der 2
Angeklagten, das vorauffahrende Auto habe den Getöte
iſt nicht von der Hand zu weiſen.
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Bezirksſchöffengericht.
1. Wegen fahrläſſiger Körperverletzung hat ſich
von Pfungſtadt zu verantworten. Die Anklage wirft ih
Juli 1929 beim Einbiegen in eine Seitengaſſe Pfungſta
Motorrad bei, zu großer Geſchwindigkeit einen älteren,
hörigen Mann von da angefahren zu haben. — Angeſi
der verfloſſenen Zeit können ſich die meiſten Zeugen d
nicht mehr genau erinnern. Die Anſprüche des Verletz
ſchen gütlich geregelt worden; er war ſechs Tage arbeit
ärztliche Fundbericht ſtellt hauptſächlich Schürfwunden
Der Sachverſtändige verneint ein großes Verſchul
klagten bezüglich der Geſchwindigkeit, betont vielmehr
Verletzten, der — etwas ſchwerhörig — in der Fahrbah
Allerdings hätte Angeklagter, um einem plötzlich auftre
nis zu begegnen, ſeine Geſchwindigkeit weiter herabſetze
zeitig vorher Signal geben müſſen. Gegen 88 17
der Verordnung ſei verſtoßen. — Das Urteil erkenn
Geldſtrafe.
2. In Glattbach im Odenwald war am Sonnte
1929, in einer Wirtſchaft Tanzmuſik. Junge Burſchen *
mit einem Lindenfelſer außerhalb des Tanzlokals in St
der eine Lindenfelſer und drei Glattbacher wegen gefäh
verletzung — bei der auch das Meſſer gebraucht wurde
klagebank. Aus der Beweisaufnahme geht hervor, daſ
gegen 11 Uhr nachts begann. Der Bürgermeiſter von
kundet, daß der Lindenfelſer geſchlagen wurde. Die Ge
Lindenfels fuhr auf die telephoniſche Meldung, daß in
Schlägerei im Gange ſei, und die Meldung eilig geme
Auto nach Glattbach. Die Schlägerei ſelbſt war bei
fchon beendet. Der Sachverſtändige ſchildert die Verwun
Glattbachers als ſehr ſchwer; ſtarker Blutverluſt war fe
Zuſtand ſchien nicht unbedenklich, aber die Wunde he=
Wäre ſie etwas tiefer gegangen, hätte ſie tödlich ſein k.
Staatsanwalt beantragt nur gegen den Lindenfelſer ei
ſtrafe von ſieben Monaten und enthält ſich im übrigen
ſtellung. Der Verteidiger der drei Glattbacher Burſcher
Notwehrhandlung, die Freiſprechung bedinge. — Das
kennt gegen den Lindenfelſer auf drei Monate C
während die übrigen Freiſprechung erzielen.
3. Den Schluß bildet eine Anklage wegen Urkunde
Betrug zum Nachteil der Elektrolux. Ein Kaufmann ſo
ſcheine auf Staubſauger gefälſcht und ſo ſich Proviſion ve
er iſt geſtändig. An Proviſion (Vorſchuß) erhielt er n
gabe 45 Mark. Der Beweggrund der Tat war wirtſchaft!
Schaden iſt erſetzt. Urteil: 4 Wochen Gefäng
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— Adventsfeier des VWA. Die für heute abend 8
Adventsfeier muß leider umſtändehalber verſchoben wer
findet 8 Tage ſpäter, am Sonntag, dem 15 Dezember, ab
im Weißen Saale bei Chriſt, Grafenſtraße 18, ſtatt.
— Die Ausſtellung im Heaghaus iſt auch an allen
tagen von 1—6 Uhr nachmittags geöffnet.
Tierſchutzverein" für Heſſen in Darmſtadt, Beckſt
uns iſt in Verbindung mit der Volkshochſchule in Darmſta
den 13. Dezember 1929, abends 8 Uhr, ein Vortrag bo
feſſor Dr. Baſtian Schmid aus München=Solln in 2
men über das Seelenleben der Tiere mit beſonderer
der Sprachlaute unſerer Tiere. Der Vortragende wird
ſuchsergebniſſe über die Sichtbarmachung tieriſcher Laure
ſie mit Lichtbildern erläutern. Alle Tier= und Naturfrel
glieder des Tierſchuitzvereins, der Volkshochſchule, des J
Vogelſchutzvereins, des Naturwiſſenſchaftlichen Vereins, d.
vereins, des Lehrervereins, der Wandervereine, insl
Vogelsberger Höhenclubs, des Odenwaldklubs, des Oeike
eins uſw. werden hierzu herzlichſt eingeladen. — Der
im Saale Nr. 326 der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt.
Eingang. Eintritt frei.
— Kleinhandelspreife des Darmſtädter Wochenmarkte
(pro Pfund bzw. Stück in Pfg.): Gemüſe: Kohlrabi
raben 12—15, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben 12—12,
12—15, Schwarzwurzeln 35—55,/ Spinat 2—25 Römilcte.
kraut 12—15, Weißkraut 6—8, Wirſing 10—12, Roſenkohl
beln 12—15, Knoblauch 80, Tomaten 70—80, Kaſtanien
80—100, Endivienſalat 8—15, Kopfſalat 10—30, Blumel
Rettich 5—10, Meerrettich 100; Kartoffeln 5—7: Obſ
bis 20, Wirtſchaftsäpfel 8—12, Tafelbirnen 12—3,
8—15, Quitten 15, Nüſſe 50—60, Apfelſinen 15—M, Zle
Bananen 55; Eßwaren: Süßrahmbutter B0—B0.”
bis 220, Weichkäſe 30—35, Handkäſe 5—15, Eier, friſche,
und Geflügel: Gänſe 140, Hühner 130—170, Taupen
120—160; Fleiſch= und Wurſtwaren: Rindfleiſch.
110, Kalbfleiſch 120, Schweinefleiſch 120—140, Dörrfleiſg
bis 160, Wurſtfett 60, Schmalz, ausgelaſſen 120.
— Bekämpfung der Schnakenplage. Nach § 2 beb
nung über die Bekämpfung der Schnakenplage vom.
b=
ſind die Grundſtückseigentümer, die Mieter und Pächlet.
ihren Kellern mindeſtens einmal in der dazu geeihſe.
zwar bei Froſtwetter, die überwinternden Schnaken Oü.”
oder, wo dies nicht angängig iſt, durch Ausräuchern 5i
Unterlaſſungen erfolgt Beſtrafung und polizeiliche 20.
Maßregeln auf Koſten der Säumigen. Wir fordern ſte
eigentümer, Mieter und Pächter in der Stadt und Aeiu
ſtadt auf, obengenannte Bekämpfungsmaßregeln auls LS"
zuführen.
Briefkaſten.
A. J., Arheilgen. Um Modergeruch aus alten Nohe.
gen, empfiehlt ſich neben ſehr gründlicher Lüftung.
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Reinigung ein Abwaſchen der rohen Holzflächen in Schle
Rückwand, an der Bodenfläche uſw. mit Formalinſgſist
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Sonntag, den 8 De ember 1929
Seite 7
14
„Mnoontiſchafiices Senbnenſcafssweſen.
Zweiter Kurſus beim Landw. Inſtitut der Landesuniverſität Gießen.
1. Tag.
zügliches Beiſpiel für ſolche genoſſenſchaftliche Erziehung Dänemark
günſtige Verlauf des T. Kurſus über landwirtſchaftliches Genpf= an, wo die kleinen Bauern faſt reſtlos zuſammengeſchloſſen ſind, und
Sweſien vom 3. bis 5. Januar 1929 gab dem Landwirtſchaftlichen
denen es gelungen iſt, ſich den engliſchen und deutſchen Mankt für ihre
der Heſſ. Landesuniverſität in Gemeinſchaft mit dem Verband
chen landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, Darmſtadt, dem
Raiff=
and Frankfurt a. M. und dem Verband der naſſauiſchen
land=
tlichen Genoſſenſchaften Wiesbaden Veranlaſſung, zu einem
aaskurſus einzuladen. Die Teilnehmerzahl aus den Kreiſen der
Fchaftlichen und landwirtſchaftlichen Praxis, der Genoſſenſchafts=
„ der öffentlichen Körperſchaften und Behörden,
Landwirtſchafts=
mnd ihren Schulen war diesmal eine erheblich größere.
Magnifizenz, der Rektor der Heſſiſchen Landesunierſität, Herr
„. Brüggemann, begrüßte zu Beginn des Lehrgangs in
rzen Anſprache die Kurſusteilnehmer und wies darauf hin, daß
ſurs eine äußere Beſtätigung ſei für die innere Verbundenheit der
rät mit der Landwirtſchaft. Mit kurzen Worten zeigte er die
irg der landwirtſchaftlichen Inſtitute für Wiſſenſchaft und Praxis
uſchte den Verhandlungen beſten Erfolg.
Vortragskurſus eröffnete der geſchäftsführende Direktor des
tſchaftlichen Inſtituts, Herr Prof. Dr. Seſſous. Er
be=
je erſchienenen Ghrengäſte, insbeſondere den Herrn Miniſter für
ind Wirtſchaft Korell, die Vertreter der Provinzial= und
örden, der Landwirtſchaftskammern von Heſſen und Reg.=Bez.
en ſowie die Vertreter der Stadt Gießen und der Preſſe. Das
Erſcheinen der Vertreter der örtlichen Genoſſenſchaften beweiſt
as Intereſſe für die brennenden Fragen der Gegenwart.
Miniſter Korell überbrachte die Grüße des Herrn
Staats=
en und der heſſiſchen Regierung. Er weiſt darauf hin, daß es
Heutigen Lage der Landwirtſchaft dringend erforderlich ſei, den
andwirt von der Wichtigkeit und Notendigkeit des
Genoſſen=
ſens zu erfüllen. Für die Genoſſenſchaften ſprechen zwei Gründe:
ſei ein reiner Nutzenſtandpunkt, der zweite das Erfordernis,
Landwirt mit ſeinem Nachbarn ſolidariſch werden muß, nicht nur
ſtwirt an ſeinem Boden, ſondern auch als deutſcher Produzent.
eine innere Gemeinſchaft unter den Landwwirten beſtehen; dies
Hen, dazu möge auch der jetzige Kurſus beitragen.
gließend daran ſprach dann Herr Genevalſekretär Dr.
Strub=
t im Namen der drei genannten Genoſſenſchaftsverbände der
ät und insbeſondere dem Landwirtſchaftlichen Inſtitut ſeinen
s und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Erwartungen, die
Lehygang geknüpft werden, reich in Erfüllung gehen mögen.
erſten Vortrag nahm Herr Prof. Dr. Günther=Gießen das
„Die Perſönlichkeit im Genoſſenſchaftsweſen”. Im allgemeinen
wir unter „Perſönlichkeit” einen Menſchen mit ausgeprägtem
inen großen Charakter. Ein ſolcher braucht keine Stütze; nur
liche Hleine Kräfte ſuchen Stütze und finden ſie in der
Genoſſen=
s ſcheint alſo auf den erſten Blick, als ob Genoſſenſchaft und
hkeit Gegenſätze ſeien. Die großen Führer der Genoſſenſchaften
erſönlichkeiten. Aber auch ohne geſchäftliche Tüchtigkeit wird
noſſenſchaft beſtehen können. Es iſt alſo Aufgabe und
Haupt=
der Genoſſenſchaften, ihre Mitglieder zu großer
Geſchäftstüch=
erziehen. Das Weſentlichſte und Werwollſte aber, was die
chaften als neues Element brachten, iſt, daß durch ſie das
he, Perſönliche in die Wirtſchaft kam. Genoſſenſchaft iſt keine
agemeinſchaft, keine Kapitalgeſellſchaft, ſondern ſie iſt eine Per=
Uſchaft, eine menſchliche Gemeinſchaft. Hier gilt nicht der rein
he Menſch, ſondern der Menſch als Perſönlichkeit. Bekannt ſei,
Feiſen von vornherein den Verdacht einer Kapitalgemeinſchaft
wollte: die Mitglieder ſollten überhaupt keine Geſchäftsanteile
Dieſe Einſtellung iſt zwar nicht ganz richtig: das Kapital iſt
ſt allein entſcheidend, aber trotzdem iſt die Genoſſenſchaft daran
Sie kann ihre Aufgaben nur richtig erfüllen, wenn Kapital
giſt. Der Erfolg der Genoſſenfchaften hängt aber andererſeits
wbſache von der Menſchlichkeit, von der genoſſenſchaftlichen Treue
inung ab. Verfehlt ſei der Standpunkt, daß das Kapital zuerſt
n kommen müſſe, um das ſich dann die Genoſſen ſcharen. Im
zuerſt müſſe genoſſenſchaftliche Geſinnung vorhanden ſein
eme auch ſpäter das mötige Kapital von, ſelbſt. Nedner ſchließt
Wunſche, daß die Genoſſenſchaftsbewegung in Zukunft recht viel
Wirtſchaftsperfönlichkeiten zum Vorteile unſeres Volkes
heran=
öge.
Oberfinanzrat Prof, Dr. Hillringhaus=Berlin führte
mächſter Redner in ſeinem Vortrage über „Genoſſenſchaftliches
nd Wirken in Vergangenheit und Gegenwart” etwa folgendes
* deutſchen Landwirtſchaft ſtehen heute in unſerem
Wirtſchafts=
weſentlichen große Konzerne und Intereſſengruppen entgegen,
fenüber Zuſammenſchluß aller Landwirte geboten iſt. Die
prak=
orm des Zuſammenſchluſſes iſt die Genoſſenſchaft. Leider iſt
uſtellen, daß es bei uns in der Landwirtſchaft viel Köpfe, und
ach biel Sinne gibt. Aus der Geſchichte kann man ſehr vieles
as für genoſſenſchaftliches Wollen und Wirken von Vorteil iſt.
an ſich das Programm der erſten genoſſenſchaftlichen
Vereini=
armen Weber von Rochedale, betrachtet, ſo mutet das ganz
rn. Schon damals zeigten dieſe einfachen Leute einheitliches
nd Wirken, und heute herrſcht in der modernen
Genoſſenſchafts=
der einzelnen Länder überall Solidarität, wenn man ſich Elar
man will und was ſein ſoll. Es iſt nicht allein mit den Vor=
Mechten für die einzelnen Mitglieder getan, ſondern die
Genoſ=
haben auch Pflichten, bei deren Erfüllung es auf die Qualität
nen Elitetruppe ankommt. Um dieſen Kern ſcharen ſich dann
ngſam die anderen Nachzügler, wenn richtige Führung und
vorhanden iſt. Man hat erkannt, daß eine wirkliche Leiſtung
ſſenſchaften aber erſt durch genoſſenſchaftliche Erziehung
mög=
ie beim Einzelnen zu beginnen hat. Redner führt als vor=
Qualitätsprodukte zu erobern. Unter Umſtänden muß eben Zwang
bei der genoſſenſchaftlichen Erziehungstätigkeit ausgeübt werden. Wer
ſich einer Genoſſenſchaft anſchließt, der muß auch reſtlos alle Pflichten
übernehmen. Es kommt vor allem auf den richtigen Geiſt an. In
Dänemark leiſteten bei der Entwicklung des echten genoſſenſchaftlichen
Geiſtes die Volkshochſchulen gute Dienſte. Zum Schluß kam Referent
auf die Stellung der Jugend zum Genoſſenſchaftsweſen zu ſprechen.
Stand des deukſchen Genoſſenſchaftsweſens.
1OENSCHKFTEN
Es iſt notwendig, rechtzeitig für Erſatz zu ſorgen, wenn die Alten
einmal die Führung in dem Genoſſenſchaftweſen niederlegen. Die
Jugend, die ja noch begeiſterungsfähig iſt, muß für die Genoſſenſchaft
gewonnen und ihr Gelegenheit geboten werden, ſich unter Führung
ihrer Väter in die Genoſſenſchaftsaxbeit einzuleben.
Ueber „Neuere Dünge= und Futtermittel” referierte Prof. Dr.
Kleberger=Gießen. Er kommt zuerſt auf die
phosphorſäure=
haltigen Düngemittel zu ſprechen. Hier ſind die Kolloidphosphate im
weſentlichen verſchwunden. Von Thomasmehl befinden ſich leider
immer noch ziemliche Mengen ausländiſcher Thomasmehle auf dem
deutſchen Markte. Die Superphosphate haben in den letzten Jahren
den deutſchen Markt erobert. Referent geht dann auf die
Miſch=
dünger, die unter Verwendung der Superphosphate hergeſtellt werden,
näher ein. Das Ammoniak=Superphosphat hat ſich gut bewährt. Das
Kaliammoniakſuperphosphat zeigt namentlich auf tätigen Böden gute
Wirkung. Ganz beſonders für den Zuckerrübenbau hat ſich Salpeter=
Superphosphat bewährt. Leider werden bei dieſem Miſchdünger die
Packungen leicht zerfreſſen. Rhenaniaphosphat kommt für alle Böden
in Betracht und wirkt gut auf die Bodenſtruktur. Kali=
Rhenania=
phosphat kann mit guten Erfolgen für Hackfrüchte, aber auch für
Ge=
treide Verwendung finden. — Auf dem Kalimarkt ſind größere
Aen=
derungen im Laufe der letzten Zeit kaum eingetreten. Die mit Kali=
Nitrat angeſtellten Verſuche haben bisher zu praktiſchen Ergebniſſen
noch nicht geführt. Kaliſilikat bleibt nach wie vor ein
Spezial=
dünger für Tabak und Hopfen. Die Verſuche mit ſchwefelſaurer
Kalimagneſia in Deutſchland haben keine befriedigende Ergebniſſe ge=
zeitigt. Es liegt kein Grund vor, an Stelle der bewährten
Kalium=
chloridſalze zu den bedeutend teureren ſchwefelſaueren Salzen
über=
zugehen. — Auf dem Stickſtoffmarkt ſind wiederum einige
Neu=
erſcheinungen zu verzeichnen. Die Wirkungen des neuen Düngemittels,
Kalkammon, ſind, ſoweit bis jetzt Unterſuchungen vorliegen, befriedigend.
Es läßt ſich namentlich zur Grunddüngung vor der Saat mit recht
gutem Erfolg ſowohl für Getreide wie auch für Hackfrüchte, Kohl,
Raps und Spargeln verwenden. Für ſchwere Böden iſt er ſehr gut
geeignet. Auch Kalkammonſalpeter hat ſich ſowohl bei Getreide wie
auch bei Rüben gut bewährt. Er geſtatte genau ſo wie Kalkammon,
beträchtliche Mengen Stickſtoff gleichzeitig mit Kalk in den Boden
zu bringen. Referent äußert den Wunſch, daß die Zahl der
Dünge=
mittel ſeitens der Fabrikation in Zukunft weiſe beſchränkt werden möge;
denn nicht in der Herſtellung einer recht großen Zahl von
Dünge=
mitteln, ſondern in der Herſtellung recht wertvoller Düngemittel liegt
die Zukunftsaufgabe. — Die Miſchdünger, die als Volldünger gelten
ſollen, ſind in der letzten Zeit im Weſentlichen dieſelben geblieben.
Bewährt har ſich Nitrophoska I, und Nitrophoska III. Dieſe
Dunge=
mittel können ſowohl als Grunddünger wie Kopfdünger (bei zeitiger
Verwendung) dienen. — Von den neueren Futtermitteln aus dem
Ge=
biete der Zuckerinduſtrie wurden die Melaſſeſchnitzel hervorgehoben.
Dieſe ſowie auch die Melaſſe=Trockenſchnitzel ſind relativ teuer und
ſoll=
ten daher nur an leiſtungsfähige Tiere verfüttert werden. Aus dem
Gebiete der Bierbrauerei ſind beſonders die Trockenhefen als neue
Futtermittel zu erwähnen. Es ſind dies proteinreiche, meiſt gut
ver=
dauliche Futtermittel, die für Schweine und Rindvieh recht gut
Ver=
wendung finden können. Auch dieſes Futtermittel kommt nur für
lei=
ſtungsfähige Tiere, ſowie bei guten Fleiſch= und Milchpreiſen in
Be=
tracht. Von den vitaminhaltigen Futterſtoffen empfiehlt Referent
be=
ſonders Vigantol, ein Präparat, das rachitiſche und ſteife Tiere in
kurzer Zeit zu heilen vermag, und das etwas teuerere Biovita. Referent
ſchließt mit einem kurzen Hinweis auf die Miſchfuttermittel.
derr Prof. Dr. Kramer ſprach ſodann über „Das
Genoſſen=
ſchaftsweſen in der Tierzucht‟ Er ſchildert zunächſt kurz die
unmittel=
baren Maßnahmen des Staates, ſodann ſeine Hilfeleiſtung durch die
landwirtſchaftlichen Berufsvertretungen, wobei insbeſondere die
Tätig=
keit der Landwirtſchaftskammern und ihre Ausſchüſſe beleuchtet wird.
Von größter Bedeutung ſind aber gerade auch in der Tierzucht die
Genoſſenſchaften, die ſich oft aus kleineren Anfängen, aus Vatertier=
Haltereien, entwickelt haben. In den Herdbuchvereinen und ähnlichen
großen Organiſationen, ſowie deren Verbänden, läßt ſich trefflich am
Fortſchritt arbeiten, und einige derſelben umſpannen heute das ganze
Deutſche Reich. Große Verdienſte um die Tierzuchtvereinigungen hat
aber auch die Deutſche Landwirtſchaftsgeſellſchaft in Berlin, die
be=
ſondere Nichtlinien ſchuf und durch ihre Ausſtellungen und
Anerken=
nungen mit zur Gründung großer gemeinſamer Zuchtgebiete
beige=
tragen hat. Denn nur wo eine völlige Einigung in den Fragen von
Zuchtziel, Raſſe uſw. erzielt werden kann, läßt ſich etwas Großes
und Schönes erzielen, während Unſtimmigkeiten zur Zerſetzung der
Kräfte führen. Auch die Deutſche Geſellſchaft für Züchtungskunde, deren
Geſchäftsführer der Redner vor nunmehr 20 Jahren für kurze Zeit
geweſen, hat ſehr viel zum Aufſchwung der deutſchen Tierzucht
bei=
getragen. Ununterbrochen führte der Weg aufwärts, vom
Farben=
kultus über Formenbeurteilung und etwaigen Formalismus zu den
heutigen Leiſtungsprüfungen, die für alle Haustierarten durchgeführt
werden, beſonders durch die Tätigkeit der ſegensreichen
Tierzucht=
inſtitute. In den Kontrollvereinen haben ſolche Leiſtungserhebungen
für Milch ihren organiſatoriſchen Aufbau gefunden, und dieſe Vereine
arbeiten mit den züchteriſchen Organiſationen zuſammen, oft unter
völliger Verſchmelzung. Durch erhöhte Wertung der
Konſtitutions=
frage iſt es dabei gelungen, Spitzentiere mit 12 000 Liter und gegen
5 000 Kilogramm Milchfett ohne Gefahr für die Geſundheit der Herden
in das deutſche Rinderleiſtungsbuch einzutragen.
bliche
Kirchnge Nachrichken.
Evang. Gemeinde Eberſtadt. Sonntag, 8. Dez., vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Anſchließend Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr:
Liturg. Jugendgottesdienſt. — Montag: Film „Sprechende Hände‟
Dienstag:
nachm. 5 Uhr für Kinder, abends 8 Uhr für Ewachſene.
Frauenabend. — Mittwoch: Bubenjungſchar Kirchenchor. —
Donners=
tag: Jugendgemeinde, Probe. — Freitag: Mädchenjungſchar.
Poſaunen=
chor. — Prov.=Pflegeanſtalt: 1,30 Uhr: Gottesdienſt.
— Kirchl. Nachrichten der evgl. Gemeinde Erzhauſen. 2. Advent:
Vorm: 10 Uhr Gottesdienſt; 11 Uhr Kindergottesdienſt; 3 Uhr
Eltern=
mittag der Kinderſchule im Gemeindehaus; 8 Uhr Jungmannſchaft und
Mädchenvereinigung. — Montag: Frauenchor. — Dienstag:
Frauen=
verein, — Mittwoch: Jungmannſchaft. — Donnerstag: Kirchenchor.
reitag: „Jugendvereinigung: Probe für Samstag. — Samstag:
Elternabend der Jugendvereinigung im Gemeindehaus.
Tageskalender für Sonntag, den 8. Dezember 1929.
Hefſ. Landestheater, Großes, Haus, 14 Uhr: Peterchens
Mondfahrt”. 20 Uhr, K 6: „Ein Walzertraum”. — Kleines Haus,
19,30 Uhr, Heſſenmiete II: „Martha”. — Orpheum, 20 Uhr:
Gaſtſpiel der
Pisbator=
ne. — Konzerte: Schloßkaffee,
Schloß=
keller, Rheingauer Weinſtube, Reichshof, Alte Poſt, Darmſtädter Hof,
Sportplatz=Reſtaurant, Kaffee Monopol, Biswarckeck, Kaffee Jöſt,
Haferkaſten H
ſ. Haus, Deutſcher Hof, Stadt Malaga, Reſtaurant
Boßler, Bürge
ſof, Waldſchlößchen, Hotel zur Poſt, Rummelbräu,
Wiener Kronenbräukeller. — Ludwigshöhe, 15,30 Uhr:
Kon=
zert. — Fürſtenſaal, 18 Uhr: Weihnachtsfeier des Vereins 6ler
Artilleriſten. — Kinovorſtellungen: Union=Theater, Helia.
Weiße und geſunde Zähne. „Da ich ſchon ſeit Jahren meine Zähne
mit Ihrem hochgeſchätzten „Chlorodont” und Ihrer Chlorodont=
Zahn=
bürſte pflege, ſo will ich Ihnen meine Anerkennung für Ihre Präparate
entgegenbringen, denn meine Zähne ſind ſo weiß und geſund, daß mich
meine Freunde und Bekannten darum beneiden.” Gez.: Karl Stein,
(TV 1015.
Elversberg/Saar.
Der sparsame Verschwender
er Sparsame sagt: „Ich muß nächstens das Rauchen ganz
Ifgeben”! Aber er weiß heute schon ganz genau, daß er es
och nicht lassen kann. Obwohl Rauchen ja doch eigentlich
Verschwendung” ist.
Verschwendung” — nun ja, man „muß” nicht rauchen, wie
an essen, wohnen, sich kleiden „muß”.
Der wenn wir auf alles verzichten wollten, was uns das Le-
ENAngenehmes bietet — was hätten wir dann vom Leben?
IF können ja „sparsam verschwenden‟: Kolibrie rauchen
Im Beispiel. Die sind 8% länger als andere 5-Pfennig-
9
Baretten. Und das bedeutet: 8% Genuß mehr.
Seite 8
Sonntag den 8. Dezember 1929.
Numme
Aus Heſſen.
J. Griesheim, 7. Dez. Gemeinderatsbericht. 1. Der
Ge=
meinderat iſt mit dem Erlaß einer Polizeiverordnung zur Bekämpfung
der Obſtbaumſchädlinge für die Gemeinde Griesheim einverſtanden. —
2. Für einen zu Bauzwecken von der Heſſ. Landesbank in Darmſtadt zur
Verfügung geſtellten Zwiſchenkredit in Höhe von 5000 Mark wurde die
Bürgſchaft übernommen. — 3. Für einige bei der Gemeinde abgetragene
Bauhypotheken wurde Löſchungsbewilligung erteilt. — 4. Der Straße
neben der Bahnhofsanlage der Heag zwiſchen Neue Darmſtädter= und
Heinrichſtraße wurde der Name „Freiligrath=Straße” beigelegt, während
der Platz des früheren Heag=Bahnhofs zwiſchen Neue Darmſtädter=
und Jahnſtraße zu Ehren des verſtorbenen Bürgermeiſters Schüler als
„Schüler=Platz” benannt wird. — 5. Der hieſigen Arbeiter=Samariter=
Kolonne wurde für die Veranſtaltung einer Weihnachtsfeier ein Zuſchuß
von 30 Mark aus der Gemeindekaſſe bewilligt. — 6. Dem Ortsausſchuß
Griesheim des Allgemeinen deutſchen Gewerkſchaftsbundes wurde zur
Vervollſtändigung der Gewerkſchaftsbücherei ein jährlicher Beitrag von
50 Mark aus der Gemeindekaſſe bewilligt. — 7. Die Einführung der
Milchſpeiſung der Schulkinder in Regie der Gemeinde wurde
beſchloſ=
ſen. Die Milch ſoll durch die beiden Hausmeiſter zum Preis von
10 Pfg. für einen Zweizehntelliter=Becher ausgegeben werden.
Bedürf=
tige Kinder, die von der Wohlfahrtskommiſſion ausgeſucht werden,
er=
halten die Milch unentgeltlich. Zur Einholung von Informationen
über die Art der Durchführung dieſer Speiſung bei Gemeinden, die
dieſe Einrichtung bereits getroffen haben, wurde eine Kommiſſion
ge=
bildet, die aus den Gemeinderatsmitgliedern Müller 2., Liederbach,
Nothnagel und Maſſing beſteht. — 8. Die Gewährung einer
Winter=
beihilfe an die hierfür in Betracht kommenden Bedürftigen wurde nach
den vom Landtag und dem Kreiswohlfahrtsamt Darmſtadt
vorgeſchlage=
nen Richtlinien genehmigt. Die hierfür erforderlichen Gemeindemittel
wurden bewilligt. Zur Feſtſtellung der zum Bezug der Beihilfe
berech=
tigten Perſonen ſoll Gemeinderat Liederbach und Georg Löffler
hinzu=
gezogen werden. — 9. Die Beſoldungsverhältniſſe/der Feldſchützen
wur=
den zu deren Gunſten neugeregelt. — 10. Mit den neuen
Lieferungs=
bedingungen des Gas= und Elektrizitätswerks Griesheim bezüglich
Lie=
ferung von Elektrizität iſt der Gemeinderat einverſtanden. — 11. Für
die Aufſtellung der Entſchädigungsliſte für die
Beſitzſtörungsentſchädi=
gungen aus Anlaß der Schießübungen der Beſatzungstruppen ſowie für
die Auszahlung der Entſchädigungen wird ſeit Jahren an den
Ge=
meindebauinſpektor und den Gemeinderechner eine Vergütung gewährt.
Die Auszahlung dieſer Vergütung wurde von der
Oberrechnungskam=
mer beanſtandet. Mit Rückſicht auf die mit der Liſtenaufſtellung und
der Auszahlung verbundenen außerordentlichen Arbeitsbelaſtung und
ſtiſikos ſollen die beſonderen Vergütungen ſowohl für die
Vergangen=
heit als auch für die Zukunft beſtehen bleiben, um ſo mehr, da die
Arbeiten durchweg außerhalb der Dienſtzeit geleiſtet werden. — 12. Ein
Geſuch wegen käuflicher Ueberlaſſung eines Bauplatzes wurde
abge=
lehnt. — 13. Ein Geſuch um Gewährung einer Weihnachtsgabe für die
„Note Hilfe” wurde vertagt. — 14. Einige Anträge wegen
Fürſorge=
erziehung wurden teils in zuſtimmendem und teils in ablehnendem
Sinne erledigt.
E. Wixhauſen, 7. Dez. Tödlicher Unglücksfall auf dem
hieſigen Bahnſteig. Nachdem am Freitag abend der von
Frankfurt kommende Zug gegen halb 12 Uhr hier abgefahren war,
fand man auf den Schienen den Schreinermeiſter Ludwig Schaffner
von Gräfenhauſen, der mit ſchweren Verletzungen darniederlag.
An=
wohner, die die Hilferufe zuerſt wahrnahmen, eilten dem Verletzten
zu Hilfe. Schaffner, der im 31. Lebensjahre ſtand, iſt allem Anſchein
nach auf der falſchen Seite ausgeſtiegen. Mittels Krankenauto wurde
der Verletzte in ein Darmſtädter Krankenhaus gebracht, wo er ſeinen
Verletzungen erlag.
Cp. Pfungſtadt, 7. Dez. Schauſchwimmen. Im Städtiſchen
Schwimmbad findet auf Veranlaſſung der Freien Turngemeinde
Pfung=
ſtadt am Sonntag nachmittag ein größeres Schauſchwimmen ſtatt. Als
Gegner in dem Vereinswettkampf zwiſchen der Waſſerſportabteilung iſt
(entgegen anderslautenden Ankündigungen) Mörfelden gewonnen
wor=
den. Außer Waſſerballſpielen werden auch Rettungsübungen gezeigt
werden.
— Niedernhauſen, 7. Dez. Sonntag, den 8. Dezember, abends
8 Uhr, hält der Geſangverein Eintracht von Niedernhauſen eine
Abend=
unterhaltung ab. Zur Aufführung gelangen zwei Theaterſtücke; das
Odenwälder Volksſtück von Löffler: „Blous e Moad”, ferner: „Der
Univerſalmenſch”.
Aa. Eberſtadt, 7. Dez. Filmvorführung in der Kirche.
Der Film „Sprechende Hände” (Bilder aus dem Leben der
Taub=
ſtummenblinden) wird am Montag nachmittag und abend in der
Evan=
geliſchen Kirche vorgeführt. Die Nachmittagsvorführung iſt für Kinder,
während die Abendveranſtaltung für Erwachſene iſt. — Die Ortsgruppe
Eberſtadt des Bundes der Kinderreichen hält am
Sonntagnach=
mittag im Saale des Gaſthauſes „Zur Roſe” aus Anlaß des
Reichs=
elterntages eine öffentliche Verſammlung über das Thema „
Eltern=
ſchaft und Ausgleich der Familienlaſten” ab. — Die Stimmkartei
für den bevorſtehenden Volksentſcheid liegt vom 8. bis 15. Dezember
auf dem Rathaus zur Einſichtnahme auf. — Nach einer Bekanntmachung
der Bürgermeiſterei iſt die Gemeinde=Hundeſteuer wie folgt
feſtgeſetzt: für den erſten Hund 6 Mark und für den zweiten und jeden
weiteren Hund 12 Mark mehr als für den vorhergehenden. Hunde, die
in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres zugehen, werden mit der
Hälfte der vorbezeichneten Steuerſätze beſteuert. — Die Hebliſte der
Viehbeſitzer, die zu den Beiträgen zur Deckung der
Entſchädigun=
gen auf Grund des Reichsviehſeuchengeſetzes herangezogen werden, liegt
vom Montag ab zur Einſicht der Intereſſenten eine Woche lang auf der
Bürgermeiſterei offen. — Der in der Gemeinderatsſitzung vom 5.
De=
zember genehmigte Voranſchlag des neu erworbenen Gemeinde=
Elektrizitätswerks Eberſtadt für das Rechnungsjahr 1929 liegt
vom Montag ab eine Woche lang zur allgemeinen Einſicht offen.
Inner=
halb dieſer Friſt können Einwendungen gegen den Voranſchlag
ſchrift=
lich oder mündlich zu Protokoll vorgebracht werden. — Am
Sonntag=
nachmittag verſammelt ſich um 4 Uhr die Jugendgemeinde (
Jun=
gen= und Mädchengruppe) im Pfarrhaus. Abends findet in der Kirche
ein Liturgiſcher Jugendgottesdienſt ſtatt. — Die bereits angekündigte
Nadioſchau der Ortsgruppe Eberſtadt des Baſtlerbundes „
Sen=
dung”, die in den Räumen des Gaſthauſes „Zur Linde” ſtattfindet, iſt
bis Montag abend um 10 Uhr geöffnet. Am Montag nachmittag iſt
die Radio=Ausſtellung zum Beſuch der Schüler und Schülerinnen der
oberen Schulklaſſen geöffnet. — Einbruchsdiebſtahl. In einer
der letzten Nächte brachen unbekannte Täter in das Naturfreunde=Haus
auf dem Riedberg im Mühltal ein und ſtahlen daraus in erſter Linie
Schlafdecken. — Autobrand. Auf der Landſtraße zwiſchen hier
und Bickenbach geriet ein Laſtkraftwagen in Flammen. Perſonen kamen
nicht zu Schaden.
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Ak. Nieder=Ramſtadt, 6. Dez. Außerordentliche
Ge=
meinderatsſitzung. Die Vermietung der Neubauwohnungen in
der Hochſtraße bildete nochmals den Gegenſtand einer Sitzung. Anlaß
hierzu gab der Beſchluß der Wohnungskommiſſion, die die
Neubauwoh=
nungen zum Teil ſolchen Mietern zuwies, die nach den familiären und
wirtſchaftlichen Verhältniſſen für ſolche Wohnungen ungeeignet ſind.
Man war ſich darüber klar, daß die Gemeinde in bezug auf die Höhe
der Miete ein Opfer bringen müſſe, weil gerade dieſe Wohnungen den
wirtſchaftlich Schwächſten der Gemeinde zugeteilt ſind und deren
Unter=
bringung bei Privaten ein Ding der Unmöglichkeit iſt. Dies
berück=
ſichtigend, hat der Gemeinderat eine Miete feſtgeſetzt, die ſich ſolchen
in Altwohnungen nahezu anpaßt. Die Verwaltung wird ermächtigt,
geeignete Mieter aus Gemeindewohnungen auszuſuchen zum Bezug der
Neubauwohnungen, während deren Altwohnungen der
Wohnungskom=
miſſion zur Verfügung ſtehen. — Verſchiedentlich wurde angeregt, eine
Erhöhung der Friedensmieten in den Gemeinde=Altwohnungen
vorzu=
nehmen, da dieſe, zum Teil wenigſtens, den derzeitigen Verhältniſſen
nicht mehr angepaßt ſeien. Es wurde indeſſen beſchloſſen, zunächſt
noch hiervon Abſtand zu nehmen.
F. Eberſtadt, 7. Dez. Hundeſteuer, Auf Beſchluß des
Ge=
meinderats vom 5. Dezember 1929 iſt die Gemeinde=Hundeſteuer für das
Kalenderjahr 1930 wie folgt feſtgeſetzt worden: Für den erſten Hund
6 RM., für den zweiten und jeden weiteren Hund 12 RM. mehr als
für den vorhergehenden. Hunde, die in der zweiten Hälfte des
Kalen=
derjahres zugehen, werden mit der Hälfte der vorbezeichneten Sätze.
beſteuert.
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Reinheim
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„ Ober=Ramſtadt
Nieder=Ramſtadt
an Darmſtadt Oſt
„ Darmſtadt Nord
Darmſtadt Hbf.
„ 18
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„ 18
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18
ab
„ 17
10
Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs haben Gültigk=
G. Ober=Ramſtadt, 7. Dez. Säuglingsfürſor
Montag, den 9. Dezember, nachmittags von 2—3 Uhr, fi
teren Rathausſaal Säuglingsberatungsſtunde ſtatt. —
lung. Die am 2. Dezember vorgenommene Viehzählun
folgendes Ergebnis (die eingeklammerten Zahlen, ſind die
res): Pferde 176 (182), Rindvieh 751 (819), Schweine 770
514 (624), Gänſe 526 (496), Enten 157 (151), Hühner 6420
nenſtöcke 46 (32). — Nach Bekanntgabe der Bürgermeiſter
Stimmliſten für den zweiten Volksentſcheid über ein „Geſ
Verſklavung des deutſchen Volkes” vom 8. bis 15. Dezemk
tagen während der Dienſtſtunden, an den beiden
Sonntage=
vormittags bis 1 Uhr mittags auf dem Rathaus zur
Stimmberechtigten und Erhebung etwaiger Einwendunger
Le. Groß=Umſtadt, 7. Dez. Bürgermeiſterwal
der Gemeinderat neugewählt worden iſt, ohne daß eine we
ſchiebung der Parteien ſtattgefunden hat, wurde nun die
Bürgermeiſters auf Sonntag, den 15. d. M., anberaumt.
es drei Herren, die ſich als Kandidaten präſentieren, nän
herige Bürgermeiſter Johannes Lampe, Juſtizinſpektor L
und Maurermeiſter Peter Hartmann 2. — Die am 1. De
gehabte Viehzählung hat das überraſchende Ergebnis geb
Viehzucht im allgemeinen in unſerer Gemeinde erheblich zu
iſt. Nur bei der Zahl der Hühner und Bienenvölker iſt
zu verzeichnen. Nachſtehende Zahlen mögen das Geſagte
Dabei ſei bemerkt, daß die eingeklammerten Zahlen das
vorletzten Zählung (1. Dezember 1928) angeben. Es wurde
Pferden 209 (219), Rindvieh 818 (846), Schafe 2 (19),
(916), Ziegen 239 (278), Gänſe 515 (590), Enten 236 (278),
(4311) und Bienenvölker 91 (79). — Bei der Wahl eines M
Handelskammer für den Bezirk Groß=Umſtadt—Reinhe
wurde Herr Adalbert Adelsberger mit 104 Stimmen g
Gegenkandidat Albert Rapp aus Groß=Umſtadt erhielt 80
TEück
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4. 9
aen,
— Gernsheim, 7. Dez. Waſſerſtand des Rrms o
6. Dezember: —0,77 Meter; am 7. Dezember: —0,83 M KNachn.
5,30 Uhr.)
*
i. Weinheim, 7. Dez. Hier wurde ein in den 50er Jal Sehende
verheirateter Mann verhaftet, der mit der Ermordung ei Sn
perſon vor 3 Jahren im Walde bei Mörlenbach ir ASindun
gebracht wird. Es ſind Anhaltspunkte vorhanden, die es
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[ ← ][ ][ → ]Sonntag, den 8. Dezember 1929
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Ihre Vermählung beehren !
(19415
ſich anzuzeigen
Willg Heltzen u. Frau
Eleonore, geb. Dörr.
Hergershauſen, 8 Oez. 1929.
57
Am 10. Dezember begehen die Eheleute
Jakob Gerhard und Frau Anna,
geb. Schmidt, Langegaſſe 31, das Feſt
der
Goldenen Hochzeit.
Das Feſt der
Silbernen Hochzeit
begehen am 10. Dezember die Eheleute
Jahob Weicker, Lokomotivführer
und Frau Barbara, geb. Gerhard,
Blumenthalſtraße 52.
(19:59
Minchen Weicker
Kurt Zimmer
grüßen als Perlobte.
Darmſtadt, Dezember 1929.
Blumenthalſtr. 52.
Rhönring 24
Für erwieſene Aufmerkſamkeit
anläßlich unſerer Vermählung
danken herzlich
(*
Adalbert Eppler und
Frau Luiſe, geb. Schäfer.
Vereinigung
früherer
Leibgardiſten
Darmſtadt.
Am Freitag, den 6. Dezember
1929 verſchied unſer langjähriges,
treues Mitglied, Kamerad
Konrad Wörner
Privatier.
Die Beerdigung findet am
Montag, den 9. Dezember d. J3.,
nachmittags 3 Uhr, auf dem alten
Friedhof ſtatt.
Wir bitten die Kamerad en, dem
verſtorbenen Mitgliede recht
zahl=
reich die letzte Ehre zu erweiſen,
Der Vorſtand.
19461)
Habe meine Tätigkeit wieder
aufgenommen.
Dr. Berger
Wilhelminenstr. 5
Telephon 187 (19416
Mit
K8
Ka
B.
Rf
Berndorfer
R
BLSTRCKE
Alpacca
durch und durch weiß
harteste Legierung
unempändlich gegen Stoß
Verkaufsstelle: (19469
SCHAA
Gediegener Hausrat
20O Ernst-Ludwigstr. 20
ooooeeooeoeooooooooo
Lri Whruenskiduns, 2/haß Aift:
Kheumalensit! And endenß uih!
„Ich erkläre hiermit, daß meine rheumatiſchen
Schmerzen, Iſchias und Hexenſchuß nach
Ge=
brauch des Nheuma=Senſit verſchwunden ſind.
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Verwandten, Freunden und
Be=
kannten hiermit die traurige
Nach=
richt, daß unſere innigſtgeliebte
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nach ſchwerem Leiden am 6.
De=
zember ſanft entſchlafen iſt.
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Seite 12
Sonntag, den 8. Dezember 1929
Numme
Sport, Spiel und Turnen.
Kein a.o. Bundestag des 9.5.B.?
Bei der am 16. November in Berlin abgehaltenen Sitzung des Ge
ſamtvorſtandes des Deutſchen Fußball=Bundes beantragten
Süddeutſch=
land, Südoſtdeutſchland und Berlin zu= endgültigen Regelung des
Spielverkehrs mit den Berufsſpielermannſchaften
der Nachbarſtaaten die Einberufung eines außerordentlichen
Bundes=
tages, der ſpäteſtens zum 25. und 26. Januar einberufen werden müßte
Aus Erſparnisgründen wird der DFB. wahrſcheinlich dem Wunſch
einiger Landesverbände entſprechen, von der Einberufung des
Bundes=
tages abzuſehen und die Abſtimmung der ſieben Landesverbände in der
Frage der weiteren Geſtaltung des Spielverkehrs mit Berufsſpielern
auf ſchriftlichem Wege erledigen.
Kreisliga Südheſſen.
Wiederum ſind es vier Begegnungen, die für den Tabellenſtand
der Einzelnen von ſehr großer Bedeutung ſein können. In erſter Linie
dreht es ſich darum, wer Tabellenzweiter wird; der „Erſte” wird wohl.
ſeinen Siegeszug fortſetzen. Aber auch darauf iſt man ſehr geſpannt,
ob die Bibliſer nach ihrem unverhofften Siege in Horchheim nun auch
in Lampertheim beim V.f.L. zwei Punkte holen und ſich damit an die
Spitze der Mittelgruppe ſtellen. Die Begegnungen ſind alſo, wie
ge=
fagt, ſehr intereſſant; es treffen ſich:
Olmypia Lorſch—Olympia Lampertheim.
FV. Hofheim—VfR. Bürſtadt.
VfL. Lampertheim—FV. Biblis.
Olympia Worms—Sportverein Hochheim.
Der „Exmeiſter” Lorſch hielt ſich bis jetzt entgegen aller
Bemühun=
gen recht gut; man wird nicht fehlgehen, die Lorſcher am Schluß der
Saiſon in der Spitzengruppe zu ſuchen. Diesmal treffen ſie auf einen
alten Rivalen, und wie immer, kann man auch hier wieder mit einem
feſſelnden Kampf zweier Kreisligaroutiniers rechnen. Die Gäſte aus
Lampertheim ſind auch in diefer Runde wieder durch mancherlei „Fuß=,
ballpech” etwas geſchwächt, trotzdem hielten ſie ſich noch immer in der
Spitzengruppe. Um eine knappe Niederlage werden ſie bei dieſer
Be=
gegnung wohl kaum herumkommen; die Einheimiſchen haben zu viel
Plus bei dieſem Punkteſpiel. Großkampftag in Hofheim! Die
Bür=
ſtädter kommen und ſollen keinen Punkt mit nach Hauſe nehmen
dür=
fen — — der „Neuling” muß unbedingt ſein Punktekonto erhöhen,
um nicht jetzt ſchon unvermeidlich dem Abſtieg zu verfallen. Die
Bür=
ſtädter demonſtrieren einen annehmbaren Kreisligafußball, doch das
wird diesmal auf dem kleinen Hofheimer Spielplatz nicht zum
Punkte=
holen genügen. In Lampertheim wird man vorausſichtlich ſchon um
die Punkte ringen. Die Mannſchaften ſind ſich ziemlich ausgeglichen
V. f. L. hat den Platz zum Bundesgenoſſen, die Bibliſer beſitzen mehr
Routine im Spiel. Was ausſchlaggebend iſt, wird ſich zeigen; ein
Un=
entſchieden iſt nicht ausgeſchloſſen. Die Wormſer „Kleeblätter” werden
vorausſichtlich ihren vor zwölf Wochen begonnenen Siegeszug
fort=
ſetzen. Die Meiſterſchaftsfrage iſt heute ſchon ſo gut wie gelöſt.
Sporkverein 1898 UJugend).
Junioren — Griesheim, dort.
Komb. 1. Jgd. — Würzburger FV. 1904, Stadion, 341 Uhr.
2. Jgd. — 2. Jgd. Neu=Iſenburg, dort. Abfahrt 7,45 Uhr.
3a Jgd. — 1. Jgd. Roßdorf, hier, 3411 Uhr.
3b Jgd. — 2. Jgd. Eintracht, dort, 3410 Uhr.
4. Jugend ſpielfrei.
5./6. Jgd. komb. — 1. Schüler Polizei, dort, 9,15 Uhr.
Schüler — 1. Schüler Griesheim, hier, 3410 Uhr.
2. Schüler — 2. Schüler Polizei, dort, 10,15 Uhr.
3. Schüler ſpielfrei.
Sporkverein Darmſtadt 1898.
Die Handball=Ligamannſchaft der 98er tritt heute nachmittag 2 Uhr
auf dem Sportplatz am Arheilger Mühlchen gegen die Ligaelf der
Sportvereinigung Arheilgen an.
Von den weiteren aktiven Mannſchaften empfängt die Ligaerſatzelf
die erſte Mannſchaft von Germania Babenhauſen zum Rückſpiel (
Spiel=
beginn 11 Uhr). Die dritte Mannſchaft trägt ebenfalls ein
Verbands=
rückſpiel aus, und zwar gegen Dietzenbach. Die Sondermannſchaft hat
die zweite Mannſchaft von Viktoria Griesheim zu Gaſt. Die erſte bis
vierte Jugendmannſchaft ſind ebenfalls in Verbandsſpielen beſchäftigt.
Handball in der Deutſchen Turnerſchaft.
IX. Kreis Mittelrhein, 2. Gaugruppe.
Die Kreismeiſterklaſſe ſieht nur zwei Spiele vor, die an der
Meiſter=
frage nichts mehr ändern werden. Dieſe iſt bereits gelöſt.
Pfungſtadt—Obernburg,
Walldorf—Kein=Wallſtadt.
Beide Platzvereine ſollten ſichere Sieger bleiben. Von Bedeutung
ſind die Ergebniſſe für den Abſtieg. Doch ſchweben noch Einſprüche
und Schwärzungen; bis zu deren Erledigung werden auch die reſtlichen
Spiele ausgetragen ſein, ſo daß die amtlichen Tabellen bald
veröffent=
licht werden können. Ein beſonderer Hinweis gebührt dem Umſtand,
daß wir die beiden vorjährigen Sieger der Meiſterklaſſe auch diesmal
wieder als Sieger der Gaugruppe finden. Wie im vergangenen Jahr
um die höchſte Ehre des Gaues, ſo diesmal um den Meiſter der
Gau=
gruppe werden ſich demnächſt Arheilgen und Walldorf begegnen. Man
hat, und das mit Recht, die Entſcheidung im Vor= und Rückſpiele
vor=
geſehen. Die vom Abſtieg bedrohten Vereine ſtehen dem Bingener
Beſchluß der Kreisſpielwarte mit gemiſchten Gefühlen gegenüber, und
man fragt ſich nicht mit Unrecht: „War das notwendig?‟ Gerade in
der zweiten Gaugruppe hat dieſer Beſchluß viele Verwirrung
hervor=
gerufen, da drei Gaue von ganz ungleicher Spielſtärke
aneinander=
gegliedert ſind, und in dieſer Faſſung es beſtimmt nicht die
Schlechte=
ſten ſind, die abſteigen werden. Es wird ſich die zuſtändige Spielleitung
auf die Suche nach einem Ausweg begeben müſſen, da es nicht angeht,
daß alte Vereine der Kreisklaſſe ihren Platz an Neulinge abgeben, die
nur durch beſondere Umſtände dahin gerutſcht ſind!
Main=Rhein=Gau.
Vier Spiele ſind nochmals vorgeſehen, in denen der zukünftige
Gau=Meiſter ſeine gute Verfaſſung unter Beweis zu ſtellen hat. Die
Begegnungen lauten: Nauheim—Tgde. Darmſtadt, Tgſ. Darmſtadt—
Bickenbach, Beſſungen—Sprendlingen und Worfelden—Groß=Gerau.
Nauheim und Bickenbach ſind nicht mehr einzuholen. Auch weder im
Vor= noch Rückſpiel werden beide den Gaumeiſter austragen. Nicht
minder intereſſant wird die Begegnung in Beſſungen verlaufen, wie
überhaupt ein Vergleich der Stärkeren unter den Vereinen von großem
Intereſſe ſein wird. In der A=Klaſſe ſpielt nur die Pfungſtädter II.
gegen Seeheim. B=Klaſſe: Zwingenberg—Heppenheim, Bickenbach—
Auerbach, Erfelden—Tgde. Darmſtadt, Stockſtadt—Urberach. C=Klafſe:
Reichsbahn—Walldorf, Hahn-Lorſch (um die Meiſterſchaft),
Biebes=
heim-Crumſtadt. — Jugend: Bensheim-Beſſungen.
Darmſtädter Sporkkalender.
Sonntag, den 8. Dezember.
Handball.
11,00 Uhr: Rot=Weiß Darmſtadt — Rot=Weiß Frankfurt.
2,00 Uhr: Arheilgen — Sp. V. 98.
3,00 Uhr: Tgde. Beſſungen — Tgde. Sprendlingen.
Fußball.
2,00 Uhr: Sportv. 98 — Alemannia Worms.
2,00 Uhr: Pol. Sp. V. — Rot=Weiß Darmſtadt.
V
Seclen.
2. Inkernakionales Fecht-Turnier in Offenbach.
Das 2. Internationale Offenbacher Fecht=Turnier nahm am
Don=
nerstag vormittag bei ſehr ſchwachem Beſuche in der Turnhalle des
T.V. Offenbach ſeinen Anfang. Bis auf wenige Ausnahmen waren die
gemeldeten Fechter der elf Nationen ſämtlich erſchienen. Die
Vor=
rundengefechte im Florett brachten eine Reihe ſehr intereſſanter
Ergeb=
niſſe und warfen einige der Vorausſagungen über den Haufen. Für die
Schlußrunde qualifizierten ſich Berthold, Jul. Thomſon, Dr. Ettinger,
Turio, Pignotti, Heim, Gaudini, Marzi. Bemerkenswert iſt, daß der
italieniſche Fechter Marzi ſeinen einzigen Kampf gegen den deutſchen
Meiſter Sommer verlor. Bedeutend intereſſanter war die zweite
Vor=
runde. Hier ſchnitten die beiden deutſchen Teilnehmer Heim und
Ber=
thold ganz hervorragend ab. Beide waren in der Lage, den italieniſchen
Favoriten eine Niederlage aufzuzwingen. So konnte Heim gegen den
Italiener Turio und Berthold gegen den Olympiadritten Gaudini Sieg
herausholen. Im Geſamtergebnis der zweiten Vorrunde konnte der
Offenbacher Heim den erſten Platz belegen, da er bei vier Siegen nur
13 Treffer einſtechen mußte, während Turio bei vier Siegen 15 bekam.
Die Endplacierung der beiden Vorrunden war folgende:
1. Vorrunde: 1. Marzi fünf Siege fünfzehn Treffer. 2.
Pig=
notti fünf Siege ſiebzehn Treffer. 3. Dr. Ettinger vier Siege
einund=
zwanzig Treffer. 4. Julius Thomſon drei Siege achtzehn Treffer.
2. Vorrunde: 1. Heim vier Siege dreizehn Treffer. 2. Turio
vier Siege fünfzehn Treffer. 3. Gaudini drei Siege ſſebzehn Treffer.
4. Berthold drei Siege neunzehn Treffer.
Die genannten acht Kämpfer beſtreiten die Schlußrunde.
Vor den Entſcheidungen der Degenkämpfe.
Der zweite Tag des Internationalen Offenbacher Fechtturniers
brachte programmäßig die Degenkämpfe. Man hatte im Gegenſatz zum
erſten Tag eine andere Kampfeinteilung getroffen, die dem Publikum
einen Vorteik bringen ſollte, die aber für die Fechter eine unnötige
Be=
laſtung darſtellte. Man hatte nämlich die 19 Teilnehmer in zwei Vor=,
zwei Zwiſchen= und eine Endrunde eingeteilt, obwohl in ſämtlichen vier
Runden nur insgeſamt neun Fechter auszuſcheiden waren. Der
Fran=
zoſe Bardier hatte im letzten Augenblick abgeſagt. Die Kämpfe ſelbſt
brachten erſt in den Zwiſchenrunden bemerkenswerte Leiſtungen.
Zu=
nächſt ſchlug Halberſtadt=Deutſchland den Italiener Minole und kam
dadurch in die Schlußrunde. In der zweiten Zwiſchenrunde überraſchte
das mäßige Abſchneiden des Italieners Turio. Bemerkenswert war der
Sieg des Frankfurter Moos über den Italiener Riccardi mit 2:0,
üb=
rigens die einzige Niederlage, die dieſer in dieſer Runde einſtecken
mußte. Moos kam durch dieſen Erfolg ebenfalls in das Finale. Zu
erwähnen ſind noch die guten Leiſtungen des Holländers Labouchére,
der lediglich durch Riccardi beſiegt wurde, ſonſt aber ſeine ſämtlichen
übrigen Kämpfe gewann.
Die Ergebniſſe:
1. Vorpunde: 1. Riccardi=Italien 6 Siege; 2. Labouchére=Holland 6 S.;
3. Hoſtalier=Frankreich 4; 4. Thomſon=Deutſchland 4; 5. Bragno=
Italien 3; 6. Szemplinſky=Polen 3; 7. Moos=Frankfurt 3.
2. Vorrunde: 1. Turio=Italien 7 Siege; 2. Halberſtadt=Offenbach 6 S.;
3. Minoli=Italien 6; 4. Driebergen=Holland 5½; 5. Haegens=
Holland 4; 6. Hax=Deutſchland 4; 7. Turnier=Frankreich 3½.
1. Zwiſchenrunde: 1. Minoli=Italien 5 Siege, 5 Treffer; 2. Bragno=
Italien 4 Siege, 5 Treffer; 3. Turnier=Frankreich 3 Siege, 4
Treffer; 4. Driebergen=Holland 3 Siege, 8 Treffer; 5. Halberſtadt=
Offenbach 2 Siege.
2. Zwiſchenrunde: 1. Labouchere=Holland 5 Siege, 3 Treffer; 2.
Rie=
cardi=Italien 5 Siege, 5 Treffer; 3. Szemplinſky=Polen 3 Siege
9 Treffer; 4. Hoſtalier 2 Siege, 8 Treffer; 5. Moos=Offenbach
2 Siege, 9 Treffer.
In die Endrunde kommen alſo: Minoli, Bragno, Riccardi=Italien
Turnier, Hoſtalier=Frankreich; Labouchere, Driebergen=Holland;
Szem=
plinſky=Polen; ſowie Moos=Frankfurt und Halberſtadt=Offenbach.
Boren.
Sebaſtiao ſchlägt Biſchoff.
Trotz der Konkurrenz der am Tage darauf im Zirkus Buſch
ſtatt=
gefundenen Berufsboxkämpfe waren die Freitagstämpfe im Berliner
„Ständigen Ring” ganz ausgezeichnet befucht. Im Hauptkampf traf
der braſilianiſche Schwergewichtsmeiſter Sebaſtiao auf den
Dortmun=
der Biſchoff. Der Braſilianer zeigte zwar kein meiſterliches Können,
war aber ſeinem primitiv boxenden Gegner immerhin noch überlegen
und ſiegte klar nach Punkten. In einem weiteren Schwergewichtskampf
ſchlug der Debutant Swart (Wilhelmshaven) den meiſt im Auslande
kämpfenden Berliner Auch in der erſten Runde k.o. Pfitzner=Berlin
zwang den Belgier Devits in der dritten Runde zur Aufgabe. Dörffer=
Leipzig beſiegte Friedemann=Berlin nach Punkten, Cunow=Hamburg
und Dräbing=Saarbrücken trennten ſich mit einem Unentſchieden.
Scholz beſiegt den Prager Seidl durch k.o.
Nach längerer Pauſe gab es auch in Breslau wieder einmal
Berufs=
boxkämpfe. Das Programm der Veranſtaltung war aber nicht
zugkräf=
tig genug, und ſo kamen auch nur kaum 1000 Zuſchauer. Im
Haupt=
kampf beſiegte der einheimiſche Halbſchwergewichtler Scholz den
Pra=
ger Seidl in der ſiebenten Runde durch Niederſchlag. Die weiteren
Ergebniſſe waren: Tobeck=Breslau ſiegt gegen Vogel=Berlin nach
Punk=
ten, Bartneck=Breslau erzielt gegen Hermannſſon=Wiesbaden das gleiche
Ergebnis, und ebenfalls nach Punkten wurde Blömcke=Breslau von
Svo=
boda (Prag) beſiegt.
Auch Hein Domgörgen bleibt in U. S.A.
Die beiden deutſchen Meiſterboxer Hein Domgörgen und Hein
Müller werden ihre Abſicht, ſchon bald wieder nach Deutſchland
zurück=
zukehren, doch nichk wahrmachen, da ſie jetzt auf Grund ihrer Siege
beim Debut in Chikago weitere Verträge und damit
Verdienſtmöglich=
keiten erhielten. Nach Hein Müller hat nun auch Hein Domgörgen
einen zweiten Kampf angenommen, und zwar wird der
Mittelgewichts=
meiſter demnächſt in Chikago mit dem Norweger Haakon Hanſen
zuſammentreffen, der ihm ſchon für das Debut zugeſagt war, dann
aber durch den leichteren Schweden Hulkgren erſetzt worden war.
nit
Schwemmen.
Schwimmer und Turner am Verhandlungstiſch.
Als erſter der großen Sportverbände nimmt der Deutſch
verband die Verhandlungen mit der Deutſchen Turnerſchaft : u
ſawe Zuſammenarbeit auf. Die beiderſeitigen Verham
treffen ſich am 21. und 22. Dezember in Berlin. Acht Tage
wie bereits mitgeteilt, eine Sitzung der Führer der Turne Finde
die ſich hauptſächlich mit den Verhandlungsfragen beſchäftigt
Arne Borg geſchlagen.
Schwedens berühmter Schwimmer Arne Borg erlitt i, .n.,
eine überraſchende Niederlage in einem 200 Meter=Freiſt
durch ſeinen Landsmann Lundahl. Dieſer ſiegte in der ſeh, —
von 2:19.7 Minuten um Handſchlag. Arne Borg ſcheint (*
form überſchritten zu haben, nachdem er auch bei einem r
vorher ſtattgefundenen Staffelkampf nicht die in ihn geſet SSt
tungen hatte erfüllen können.
Die Meiſterſchaften des Deutſchen Schwimmverban
Die Meiſterſchaften des Deutſchen Schwimmverbandes Schet,
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Königswuſterhauſen.
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Landwirt (So. 12.50). O 12.55: Nauener Zeit. O 14: Ber Sche
platten. O 15.30: Wetter, Börſe.
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Deutſche Welle. Sonntag, 8. Dez. 7: Gymnaſtik.
Viertelſtunde für den Landwirt. O 8.20: Marktlage.
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Ausland? 8.55: Glockenſpiel der Potsdamer Garniſon
Morgenfeier. Anſprache: Generalpräſes H. Schmitt, Ber
ſchl.: Glockengeläut des Berliner Doms. o 10:
0 10.50: Bildfunk: Adventsgebräuche. 6 11: Elter
un
bücher. S 11.30: Bach=Saal, Berlin: Orgelkonzert. A
12: Aus der Staatl. Hochſchule für Muſik: Bezirks=9
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Prof. Felix Schmidt=Quartett. 15: Weihnachten der
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Schallplatten. o 16.30: „Das Paradeis” von V. v
Bruchſtücke, geleſen von Rud. Teubler. o 17: Unterhal
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iche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des
ſot
deEd
und
Id
Herechnete Großhandelsindexziffer des Statiſtiſchen
Reichs=
enüber der Vorwoche (135,0) um 0,3 Prozent auf 134,6
r.. Die Indexziffern für die Hauptgruppen ſtellten ſich
s auf 128,5 (127,4), für induſtrielle Rohſtoffe und Halb=
9.7 (129,8) und für induſtrielle Fertigwaren auf 156,2
Monatsdurchſchnitt November iſt die Geſamtindexziffer
elspreiſe gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent auf
eſunken. Die Indexziffern für die Hauptgruppen lauten:
B4 (131,7), induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 129,9
ielle Fertigwaren 156,5 (156,6),
„noduktion an Zink, Blei, Kupfer und Zinn im
Oktober=
chnungen der Statiſtiſchen Abteilung der Metallgeſellſchaft
arrt a. M., betrug die Zink=Hüttenproduktion der Welt
J. 125 386 Tonnen gegen 121 456 Tonnen im September
T. S.A. und Mexiko mit 49 885 (49 615) Tonnen, Belgien
900) Tonnen, Polen mit 14 600 (14 500) Tonnen, Deutſch=
(8450) Tonnen und Frankreich mit 7850 (6865) Tonnen
Die Bleihüttenproduktion der Welt ſtellte ſich im Okto=
5 (143 581) Tonnen. Davon entfallen auf Amerika 92 019
e, auf Europa 36 213 (34 783) Tonnen, auf Auſtralien
Tonnen, auf Aſien 7760 (7507) Tonnen und auf Afrike
nnen. — Die Kupfer=Hüttenproduktion betrug insgeſamt
2) Tonn
oder auf die einzelnen Kontinente verteilt:
42 (122829) Tonnen, Europa 15 241 (15 877) Tonnen,
(13 716) Tonnen, Aſien 7295 (6792) Tonnen, Auſtralien
anen. — Die Zinn=Bergwerksproduktion der Welt ſtellte
(15.865) Tonnen. Dieſe Produktion verteilt ſich auf die
inente wie folgt: Aſien 11 231 (10 337) Tonnen, Amerika
nnen, Afrika 1180 (1123) Tonnen, Europa 425 (425)
Ton=
alien 200 (200) Tonnen.
bruch der Holzgroßhandlunx Bertram. Die beiden
In=
großhandlung Bertram in Kleiſt bei Garmiſch, Karl und
am, wurden wegen betrügeriſchen Bankrotts verhaftet und
achungsgefängnis nach München eingeliefert. Mit dem
y. dieſer Firma iſt der bayeriſche Forſthaushalt ſtark in
gezogen worden. Der Firma wurde vom Forſtamt ein
0000 Mark eingeräumt, der reſtlos ausgenutzt wurde
en weiteren Kredit nachſuchte, der aber vom Finanzamt
de. Hierauf wandten ſich die beiden Bertram an das
nt München, wo der Firma auf Grund der vorgelegten
Unterlagen ein weiterer Kredit von 170 000 Mark ein=
Bald darauf brach die Firma zuſammen. Außer dem
tat, der nahezu um eine halbe Million geſchädigt iſt, ſind
twaldbeſitzer und andere Geſchäftsleute um größere
tmen.
rein und Favag. Nach dem dem Deutſchen
Aktionärver=
en Material ſei man überzeugt, daß die Regreßpflicht
und Aufſichtsrats in bejahendem Sinne entſchieden
erwaltung würden zu gegebener Zeit konkrete Vorſchläge
iltung der Aktionäre unterbreitet werden. Am beſten
ich Anſicht der Oppoſitionsleitung durch einen
Aktien=
alten Frankfurter Allgemeinen in Aktien der „Neuen
der Allianz in einem möglichſt günſtigen
Umtauſchver=
en. Bei der Bedeutung der Angelegenheit ſei es nach
eboten, daß auch das Reich bei der Abwicklung mitwirke.
müſſe in ſich geſchloſſen bleiben, müſſe den Verſuchen der
nken, durch Aufkauf von Aktien unter der Hand die
ſchwächen, ſich entgegenſtellen. Die Taktik der vom
onärverein geführten Oppoſition bleibe auf eine ruhige
Fertretung der ihm anvertrauten Aktionärinkereſſen
ge=
achrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darm=
Verfahren: Darmſtadt: Kfm. Friedrich Hoppe,
ndlung. —
Af. 23. 12., GlV. 23. 12., Prft. 27.
enhdl. Fritz Friſchauf. — GlV u. Prft. 28. 12., Prft
=Gerau: Kfm. Jakob Peter Bieber. —
Af. 16. 12.,
Lorſch: Adam Bräuer, Inh. der Firma Oden
dald=
Sonderbach, Johann Bräuer. — Af. 14. 12.. GlV. u.
Büdingen: Fa. J. H. Kratz, Inh. Frau Emilie Kratz
. 10. 12.. GlV. u. Prft. 20. 12. Worms: Kfm. Leo=
Neue
Af. 10. 1.. GlV. 23. 12., Prft. 24.
zverfahren: Offenbach: Fa. Ernſt Keßler Sohn.,
Georg Keßler u. Hermann Henkel. — VerglT. 18. 12.
bene Vergleichsverfahren: Gießen: Fa.
il, Inh. Witwe Weil. Emil Mannheimer.
2 in Frankfurt a. M., A.=G. In der Aufſichtsratsſitzung
en, unter teilweiſer Berückſichtigung der bekannten
Debi=
us der Inſolvenz Jakob Dreyfuß) entſprechende
Rück=
tnehmen, ſo daß von einer Dividendenverteilung Abſtand
ein Verluſt von 139 892 RM. ausgewieſen wird, der
rden ſoll. (Im Vorjahr wurden aus 168 000 RM.
Rein=
zent Dividende verteilt.) Die Abſchreibungen auf die
rd in normaler Höhe vorgeſehen. (G.=V. 31. Dez.)
Waggonfabrik A.=G., Heidelberg. In der
Aufſichtsrats=
ie Bilanz über das abgelaufene Geſchäftsjahr vorgelegt.
ge Zwangsvergleichs erfolgten Sanierung der Geſellſchaft
nehmen nur 5 Wochen in Betrieb, ſo daß eine Dividende
kommen kann. Die gegenwärtige Beſchäftigung wurde
ret. Es ſind 775 Mann beſchäftigt. (G.=V. 28. Dezember.
ei Durlacher Hof A.=G., vorm. Hagen A.=G., Mannheim.
beſchließt das am 30. September abgelaufene
Geſchäfts=
ch des Vortrages aus dem vergangenen Jahre mit einem
n 245 968 Mark. Die Verwaltung wird der auf den 12.
erufenen a. v. G.=V. folgende Verwendung des
Rein=
chlagen: 8 Prozent Dividende auf die Vorzugsaktien,
en auf das 1 500 000 RM. betragende Aktienkapital, 20 000
ſung an den Unterſtützungsfonds, 30 000 RM. Steuer=
Eozent Superdividende auf das Aktienkapital und 15 568
In der Bilanz erſcheinen die Debitoren mit 954 650
Vorräte mit 490 571 RM., denen Kreditoren in Höhe von
egenüberſtehen.
rung beim Rheiniſch=Weſtfäliſchen Kohlenſyndikat. Der
Geſamtabſatz des Rheiniſch=Weſtfäliſchen Kohlenſyndi=
9 nach den vorläufigen Ergebniſſen im November auf
gegenüber 254 000 Tonnen im Vormonat, auf das
un=
tet 152000 (134 000), der Mehrabſatz iſt alſo in erſter
beſtrittene Gebiet gegangen. Die hier abgeſetzte Menge
Iitſtand für dieſes Jahr dar. Das unbeſtrittene Gebiet
* Abſatzahlen der Frühjahrsmonate noch nicht wieder
Produkkenberichte.
* Produkten=Börſe. Großhandelseinſtandspreiſe per 100
H am Freitag, den 6. Dezember. Weizen 26, Roggen 19.
Hgerſte 19—20,5; Futtergerſte 16,5—17; Südd. Weizen=
Hu 39,90; Roggenmehl Null 1 29,5—29,75; Weizenkleie
½/5; Roggenkleie 11; Weizenfuttermehl 11,25—11,50;
20z Cing. Mais 22; Malzkeime mit Sack 16—16,5;
10,5; Erdnußkuchen 21—22; Kokoskuchen 18,75—24;
*219,25; Rapskuchen 18,75—19,5; Kleeheu loſe 12,5 bis
44; Wieſenheu 11,5—12; Maſchinenſtroh 5—5,5; Draht=
2: Weiße Bohnen 55,5. — Tendenz: Teilweiſe
abge=
er Butterpreiſe. Marktlage: Tendenz ſchwächer.
Dach. Es koſtete das Pfund im Großhandelsverkehr
Zutter 1 Faß (50 Kilo) 2.06, ½ Faß 2.08. in Halb=
10, deutſche Butter 2,00.
E Eiergroßhandelspreiſe. Marktlage: Tendenz
olge der allgemein ſchlechten Wirtſchaftslage ſehr
E leilweiſe rückgängig, ſonſt ziemlich behauptet. Prei=
QSuuck; Italiener nicht am Markt; bulgariſche 13.75
uandiſche 11.50—20.00 jugoſlawiſche 14.75—15.00
tühſche nicht am Markt; chineſiſche 11.25—12.00
LO.; belgiſche (flandr.) 17.00—17.25: rumäniſche
Eanzoſiſche, norddeutſche, ſchleſiſche und bayeriſche
kt.
Sevduktenbericht vom 7. Dezember. Auch am Wochen=
(n der Produktenbörſe keine Belebung des Geſchäftes.
uügen von den nordamerikaniſchen Terminmärkten blie=
Ie Eindruck und Abſchlüſſe in Auslandsweizen kamen
3fen Preisnivean nicht zuſtande. Vom Inlande ſteht
Brotgetreide weiter ausreichend zur Verfügung. Infolge des wieder
unbefriedigenden Mehlabſatzes kaufen die Mühlen nur vorſichtig und
bieten für Weizen etwa 1 bis 2 Mark niedrigere Preiſe. Roggen iſt
in den Forderungen ziemlich gehalten, von Stützungskäufen war bis
zur Abfaſſung des Berichtes nichts zu merken. Am Lieferungsmarkt
ſetzte Weizen 1 bis 2 Mark niedriger ein, wobei beſonders die
Dezember=
ſicht gedrückt war. Roggen hatte nur unbedeutende Preisveränderungen
aufzuweiſen. Weizen= und Roggenmehle ſind in den Forderungen
un=
verändert. Das Geſchäft beſchränkt ſich auf Deckung des laufenden
Be=
darfes. Am Hafermarkt bleibt die Unternehmungsluſt ſehr gering.
Bei ausreichendem Angebot hört man etwa geſtrige Preiſe. Gerſte ruhig.
Eagukfuf
Snntiatter und gerhiger Effetkenvorſe.
Frankfurt a. M., 7. Dezember.
Die heutige Wochenſchlußbörſe eröffnete in freundlicher Haltung.
Das Geſchäft bewegte ſich jedoch in engen Grenzen, da Aufträge kaum
vorgelegen haben dürften. Die Spekulation bekundete angeſichts der
etwas geſpannten politiſchen Lage, die durch das Memorandum Dr.
Schachts geſchaffen wurde, ſtärkere Zurückhaltung. Anregend wirkten
nur die ſehr feſte geſtrige New Yorker Börſe und die beſſeren
Geld=
marktverhältniſſe. Die an der geſtrigen Abendbörſe aufgetretene
Kunſt=
ſeidenhauſſe konnte ſich heute zunächſt nicht fortſetzen, da man für
die=
ſelbe keine ſtichhaltigen Gründe erkannte. Gegenüber der geſtrigen
Abendbörſe waren jedoch überwiegend Kursbeſſerungen zu verzeichnen,
die aber ſelten über 1 Prozent hinausgingen. Am Elektromarkt
eröff=
neten Schuckert 1,5 Prozent, Bergmann 1,25 Prozent und Siemens
Prozent höher. Licht und Kraft wurden heute exkluſive Dividende
ge=
handelt, gewannen aber auch bis zu 1,5 Prozent. Etwas niedriger
lagen dagegen Felten. Am Chemiemarkt waren J. G. Farben
behaup=
tet, während Rütgerswerke zirka 1 Prozent gewinnen konnten. Von
Kunſtſeidewerten lagen Aku nach der ſtarken Steigerung an der
Abend=
börſe eher etwas ſchwächer (minus 1 Prozent), was jedoch auf
Realiſa=
tionen zurückzuführen ſein dürfte. Am Montanmarkt war die
Umſatz=
tätigkeit ſehr klein. Hier kamen nur Mannesmann mit plus 1,25
Pro=
zent zur Erſtnotiz. Von Kaliwerten waren Weſteregeln 1,5 Prozent
ge=
beſſert. Banken zumeiſt etwas niedriger. Am Bauunternehmungsmarkt
beſtand noch für Wayß u. Frehtag mit plus 1 Prozent kleines
Inter=
eſſe. Südd. Zucker auf die Dividendenerhöhung 2 Prozent höher.
Ren=
ten ſtill. Neubeſitzanleihe feſter
Nach den erſten Kurſen blieb die Stimmung freundlich, ohne daß
jedoch das Geſchäft lebhafter geworden wäre. Einiges Intereſſe für
Kunſtſeidewerte, das durch Deckungen der Kuliſſe hervorgerufen wurde,
gab der Geſamttendenz eine Anregung, ſo daß es allgemein etwas feſter
wurde. Aku gewannen 2 Prozent und Bemberg zirka 4 Prozent. Die
übrigen Märkte lagen durchweg bis zu 3 Prozent gebeſſert. Am
Geld=
markt war Tagesgeld mit 7 Prozent etwas leichter. Am
Deviſenmark=
nannte man Mark gegen Dollar zirka 4,1750, gegen Pfunde 20,393
London-Kabel 4,8820), Paris 123,98, Mailand 94,24½, Madrid 35,00,
Holland 12,097 s.
Berlin, 7. Dezember.
An der heutigen Börſe wurde naturgemäß über die durch Schachts
Aktion hervorgerufene Regierungserklärung lebhaft diskutiert. Wenn
auch die Meinungen etwas auseinandergingen, ſo glaubte man im
gro=
ßen und ganzen doch, aus der angekündigten Bekanntgabe des
Finanz=
programms Grund zu einer beruhigteren Auffaſſung herleiten zu
kön=
nen. Hinzu kam, daß in den meiſten führenden Auslandsblättern die
ganze Frage als eine innerdeutſche Angelegenheit angeſehen und ſomit
nur ſehr gemäßigt und zurückhaltend beurteilt wurde. Trotz der zu
er=
wartenden Auseinanderſetzungen im Reichstag glaubt man, daß ſich
verhältnismäßig leicht eine Einigungsbaſis finden wird. Die kräftige
Erholung der Kunſtſeidenwerte an der geſtrigen Frankfurter
Abend=
hörſe, wie der feſte Verlauf der geſtrigen New Yorker Börſe wirkten
ſtimulierend, ſo daß ſich zu den erſten Kurſen das erhöhte Frankfurter
Abendniveau faſt durchweg voll behaupten konnte. Gegen geſtern
mit=
tag ſetzten ſich ziemlich einheitlich Kursgewinne von 1 bis 2 Prozent
durch, die obenerwähnten Kunſtſeidenwerte lagen 12,75 (Bemberg) bzw.
11,5 Prozent (Aku) gebeſſert. Das weitere Geſchäft war, ſelbſt wenn
man den Samstag berückſichtigt, außergewöhnlich gering, in der
Haupt=
ſache war es die Spekulation, die zu Deckungen ſchritt, als ſie bemerkte,
daß trotz der geſtrigen Schwäche bei der Kundſchaft keine nennenswerte
Abgabeneigung beſtand. Im Verlaufe bröckelten die Kurſe bei der
wei=
ter anhaltenden Geſchäftsſtille zunächſt ab, um ſchon beim Eintreffen
der kleinſten Order bis zu 1 Prozent über Anfang anzuziehen. Die
an=
haltende Interventionsbereitſchaft der Banken trug weſentlich zu der
bemerkenswerten inneren Widerſtandsfähigkeit der Börſe bei.
Amerikaniſche Kabelnachrichken
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 7. Dez.:
Getreide: Weizen, Dezember 124½, März 132½, Mai 136½,
Juli 136½; Mais, Dezember 89½, März 95½, Mai 97½, Juli
98½: Hafer, Dezember 46½, März 49½, Mai 50½; Roggen,
De=
zember 1095, März 109¾, Mai 10728.
Schmalz: Dez. 10,55, Jan. 10,87½, März 11,07½, Mai 11,27½,
Fleiſch: Speck loco 10,50; leichte Schweine 8,75—9,30, ſchwere
Schweine 8,85—9,30; Schweinezufuhren in Chicago 10 000, im
Weſten 35 000.
Chicagoer Baumwolle: Januar 17,40.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 7. Dez.:
Schmalz: Prima Weſtern 11,30; Talg extra loſe 8.
Getreide: Weizen, Rotwinter n. Ernte 143½, Hartwinter n.
Ernte 135½: Mais 102½; Mehl 6,05—6,40: Getr. Fracht nach
England 1,6—2 sh, nach dem Kontinent 8—9 C.
Kakao: Tendenz ſtetig, Umſatz 32, Loco 9½, Dezember 9.11,
Januar 1930 926, Februar 9.41, März 9.58, Mai 9.92, Juli
10.10, September 10.33.
jghm
Mitattie.
Auf dem Schweinemarkt in Weinheim am 7. Dezember wurden 328
Schweine zugeführt. Verkauft wurden 234 Stück, und zwar
Milch=
ſchweine pro Stück von 17 bis 27 Mark und Läufer pro Stück von 30
bis 38 Mark.
Kinf:.
chaich!
Rieine Waetſchaftsnäuteicten.
Die Vereinigte Farbwerke AG., Düſſeldorf, beruft auf den A7.
De=
zember ihre o. G.V. für 1928/29 ein, in der auch über Erhöhung des
A.K. in einem nicht genannten Ausmaße Beſchluß gefaßt werden ſoll.
Nach einer längeren Unterbrechung hält der Landesverband
Bayer, Tabakvereine am 12. Dezember in Speher die 3. Verkaufsſitzung
ab, in der Tabak aus dem pfälziſchen Schneidegutgebiet zum Verkauf
geſtellt wird. Die Verkaufsmenge iſt noch nicht bekannt.
Bei der Dörflingerſche Achſen= und Federnfabriken A. G.,
Mann=
heim, iſt unter dem weiterhin verſchärften Preiskampf auf allen
Märk=
ten und dem hohen Steuerdruck, verſtärkt durch hohe Zinsſätze, die
Aus=
ſchüttung einer Dividende (i. V. 4 Prozent auf 507 500 RM. A.K.) in
dem abgelaufenen Geſchäftsjahr 1928/29 nicht möglich geweſen. Die
Umſätze wurden erhöht.
Das Bankgeſchäft Joſeph Reiher in Markt=Indersdorf bei
Dachau (Oberbayern) iſt zuſammengebrochen. Der Inhaber, Bankier
Reiher, iſt flüchtig. Bis jetzt iſt ein Fehlbetrag von rund 130 000 Mark
feſtgeſtellt worden, doch haben anſcheinend viele Gläubiger ihr Guthaben
noch nicht angemeldet.
Nach dem Wochenbericht der Gebr. Dammann=Bank ſind auf den
laufenden Monat rd. 300 000 Dz. Reinkali übernommen, ſo daß die
vor=
läufige Schätzung der Syndikatsleitung in Höhe von 800 000 Dz. wohl
mindeſtens erreicht werden wind. Damit dürfte das Geſamtergebnis
dieſes Jahres gegenüber 1928 (14,2 Mill. Dz.) nur unweſentlich
zurück=
bleiben.
Herr Salomon Eppſtein, der Vorſitzende der Maklerkammer und
Mitglied des Frankfurter Börſenvorſtandes, feiert am 8. Dezember
ſeinen 80. Geburtstag.
Wie gemeldet wird, iſt die Kohlenproduktion der öſterreichiſchen
Bergwerke in den erſten 10 Monaten ds. Js. gegenüber, der gleichen
Periode des Vorjahres von 27,79 Mill. Dz. auf 30,40 Mill. Dz. geſtiegen.
Die Salgotarjaner Steinkohlenbergbau A.G. hat vor einiger Zeit
mit der zu ihrem Konzern gehörigen Handlovaer Kohlenbergbau A. G.
und der Böhmiſchen Unionbank in Stupava (Stomfa) bei Preßburg eine
Zementfabrik gegründer, die außerhalb des Zementkartells ſtehen und
jührlich etwa 7000 Waggon Zement erzeugen wird. Die neue Fabrik
geht ihrer Vollendung entgegen.
Die däniſche Zuckerkampagne ſchließt in dieſem Jahr teils infolge
geringerer Rübenmengen, teils infolge der günſtigen Wetterverhältniſſe
während der Kampagne früher. Man rechnet mit einer Ausbeute von
zirka 135 Mill. Kg. gegenüber 162 Mill. Kg. im Vorjahr und 139½
Mill. Kg. im Jahre 1927.
Nach einer Meldung aus Buenos=Aires hat die argentiniſche
Re=
gierung auf die Demarche des franzöſiſchen Außenminiſters beſchloſſen,
die aus Frankreich kommenden Kunſtſeidegewebe und Kunſtſeidefäden
benſo zu behandeln, wie die parallelen engliſchen Erzeugniſſe.
Berliner Kursbericht
vom 1. Dezember 1929
Deviſenmarkt
vom 7. Dezember 1929
R
Danatbank
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Hanſa Dampfſch
Nordb. Lloyd
A. E. G.
Bayr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr
Berl Maſch.=Bau
Conti Gummi
Deutiche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
n5 Rütgerswerke 39.50 Helſingfors 100 finn. Mk. 10.486 10.50 Schweiz 100 Fran ten /81. 148.— Gelſenk. Bergw. 5.— Salzbetfurth Kalt 1315.5 Wien 1 00 Schilling 58.705 3.82 Spanien 100 Peſetas 77.87 Geſ. f.elettr. Untern. eonh. Tie 148.25 Prag 100 Tſch. Kr. 12.376 12
396
73.17 Danz 1100 Gulden 81.4 146.50 Harpener Bergbau — rein. Glanzſtoff Budapeit 100 Penge 73.03 Japan 1 Yen 2.00 99.875 Soeſch Eiſen 18.875 Verein. Stahlwerke 03. Sofia 100 Leve 3.013 3. C19/9io de Janeiro reis 0.4‟ 145.— Phil. Holzmann 82.- Weſteregeln Alkali 93 Holland 100 Gulden 168.32 168.66 Jugoſlawien 100 Dinar 7.40‟ 98.75 Kali Aſchersleben 185.25 Bb.=Nrnb. Maich. 77.50 Oslo 100 Kroner 111.81 112.0: Portugal 100 Escudos 18.* 158.75 Klödnerwerke 91.- Baſalt Linz 30.* Kopenhagen 100 Kronen 111.93 112.19 Athen 100 Drachm. 5.4: 4.— Köln=Neueſſ. Bgw. 106.— Berl. Karlsr. Inr 67.75 Stockholm 100 Kronen 112.47 112.69 Konſtantinopel 1 türk. 2 1.9 152.— Ludw. Loewe 159. Hirſch Kupfer 119.— ondon =Sta 20.362 20.40 Kair ägypt. 20.385 201.50 Mannesm. Röhr. 92.75 Hohenlohe=Wert Buenos-Aire? 1 Pap. Peſt 1.7 1.799 Kanado canad. Doll. 4. 135 59.- Maſch.=Bau=Untn 41.— Lindes Eismaſch. 155.— New Yort 1 Dollar 4.17 4. 178 Uruguay Holdpeſo 3.996 143.— Mordd. Wolle 97.— Herm. Poege 22.- Belgien 100 Belgo 58.37 58.49 J8land 100 eſtl. Kr. 92.14 157.25 Oberſchleſ. Kofsn S Vogel Telegr. Draht 64. Italien 100 Lire 21.835 21.87‟ Tallinn (Eſtl.) 19G eſtl. Kr. 111.69 93.— Orenſtein & Koppell 68.— Wanderer=Werke 45.— Paris 100 Franes 16. 16.46 Riga 100 Lats 80.49
Rt
81.22
57.99
81.56
2.045
0.492
7.416
8.84
5.44
.914
20.925
.14
4.C
92.3
11.9
80.65
Lohatbene, Komatandngefeäſchafe
Frankfurter Kursbericht vom 7. Dezember 1929.
MMif Reich
anl. v. 27 ..."
Baden
Frei=
ſtaat v. 27 ..
6% Bahern Frei
ſtaat v. 27 ...
% Heſſen
Volks=
ſtaat v. 28 ....
80.
v. 2
6% Preuß. Staats
inl. v. 28 ...."
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ſtaat v. 27 ...."
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ſtaat v. 27 ...."
Dtſche. Anl.
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Ab=
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Dtſche. Anl.
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O Berlin v. 24.
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Frkf.a. M. v. 26,
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Mannh. v. 26.
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Goldpfbr.. . .
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Goldoblig. ....
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Dt. Komm. Sam
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166
102
17
74.5
83
114.5
124.5
47
184
31
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Etrgctt
Sonntag, den 8. Dezember 1929
Seite 15
VON
Aann Aat
echtsſchutz durch Verlag Oskar Meiſter, Werdau i. Sa.
Nachdruck verboten
verließ das Wohnzimmer, um in die Küche zu gehen.
ar ſehr durchfroren, durch die Stunde auf der
Kom=
cke, und es gelüſtete ihn nach einer Taſſe heißen
er noch beſſer nach einem Glühwein in dieſem Falle.
er in die Küche.
Cavellyn hatte Beſuch.
v. zu der heute am Sonntag Miß Lindquiſt
gekom=
war mit dieſer in der Küche bei Miß Cavellyn.
grüßte ſehr freundlich.
Miß Lindquiſt, daß Sie ſich einmal nach unſerem
kleinen Vogel umſehen. Sie hat außer Miß
Cavel=
eine Geſellſchaft, die ſür ſie in Frage kommt.
ch fühle mich ſehr wohl bei Ihnen, Mr. Tuller”, ſagte
akbar. „Ich habe es nicht verdient, daß Sie ſo gut zu
ſentimental werden, Miß Hooge. Das ſteht Ihnen
ſen Sie, Sie haben ein ſo eigenwilliges und reizen=
Znäschen, das paßt nicht in ein ſentimentales Geſicht.”
ſentimental, Mr. Tuller. Ich bin Ihnen und Mr.
nkbar, daß Sie ſich die Mühe genommen haben, aus
ten Millionärstochter einen vernünftigen Menſchen zu
gute Einſicht iſt uns ein ſchöner Lohn. Ja, die Arbeit
e Erzieherin. Stimmt es, Miß Lindquiſt?”
riſten Augen Suſannes leuchteten auf.
arin ſtimme ich Ihnen voll bei.”
Tavellyn fragte: „Haben Sie Wünſche, Mr. Tuller.
fe hübſche Mädels und ein älteres ſtehen Ihnen zu
liebenswürdig, Miß Cavellyn. Sie wiſſen, wie ſehr
jätzen. Wenn wir nicht ſolche Egoiſten wären und Sie
Hausmütterchen behalten wollten, dann hätte ich
gſt einen Mann beſchafft.
achten, ſogar Miß Cavellyn ſtimmte — etwas weh=
* — mit ein.
der möchte ich jetzt die heiße Bitte an Sie richten, mir
g zu machen, nein, umgekehrt: Die große Bitte, mir
en .. . nein, einen heißen Grog zu machen.
vei jungen Mädchen ſprangen lachend auf, als Miß
Miene machte, ſich zu erheben. „Laſſen Sie, Miß
ſagte Suſanne eifrig. „Wir werden unſerem verehrten
Grog machen, der ihn zufriedenſtellt. Als Schwedin
das ein wenig.
iſt ſehr nett, Miß Lindquiſt. Ich erhöhe auch bald
bin zufrieden. Ich bin nicht ſo anſpruchsvoll. Es
gut für mich. Sie ſind wohl tüchtig durchfroren,
b! Tolle Sache heute. Wieder was erlebt mit George.
nſere „Quebec” in den Grund ſchießen mit einem
frlich erzählte er ihnen alles.
Sie wurden bleich bei ſeinen Worten, beſonders Mady Hooge,
die in Tränen ausbrach.
„Was iſt Ihnen denn, Miß Hooge?” fragte Benn gütig.
„Wenn . .. wenn ich mir vorſtelle, daß . . . daß Sie ..
beinahe mit untergegangen wären!” ſchluchzte ſie.
Benn wurde es ganz weich ums Herz.
„Aber liebes Kind! Es gibt ja ſo viel Menſchen auf der
Welt, und ſo mancher muß ins Gras beißen, wenn er ſeine
Pflicht tut.”
Plötzlich ſchrak er auf.
Eine dröhnende Männerſtimme klang durch das ganze Haus.
„Hallo! Donnerwetter! Iſt denn die ganze Bude leer?
Kein Menſch da?
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Benn, der eben nach ſeinem Grog faſſen wollte, eilte
hin=
aus und ſah in der Diele einen großen, breitſchultrigen Mann
mit bartloſen Zügen ſtehen, ein Inſpektor der ſtaatlichen Polizei.
Benn kannte den Mann nicht. Er war beinahe ſo dick wie
Bebberley, aber der Ausdruck ſeines Geſichtes hatte etwas ſo
Gutmütiges, beinahe Beſchauliches, ein richtiggehendes
Voll=
mondsgeſicht war es. Die dicken Bäckchen quollen nur ſo heraus.
Auch ſonſt war er korpulent.
„Wer ſind Sie?. Wo kommen Sie her, Inſpektor?”
„Inſpektor Torne vom Polizeipräſidium New York. Chef
ſchickt mich. Dringende Sache. Muß unverzüglich Mr. George
ſprechen.”
Benn ſchüttelte den Kopf.
„Ja, das können Sie natürlich. Aber wie kommen Sie
denn ins Haus?. Ich habe doch keine Alarmglocke gehört.”
„Alarmglocke? Ich habe auch keine gehört, Miſter ..."
„Benn Tuller.”
„Ah. Benn Tuller
habe ich Polizeibericht geleſen, der
Freund und treue Helfer Mr. Georges.”
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„Ich ſchätze mich glücklich, ſein Freund zu ſein. Doch darf
ich Sie jetzt bitten einzutreten, Herr Inſpektor. Vielleicht ſind
Sie ſo freundlich und zeigen mir Ihre Legitimation.”
„Gemacht! Bitte! Stimmt ſie?"
Ben Tuller ſah das Zeichen und prüfte den Ausweis.
Alles war in beſter Ordnung, und ſie traten in das
behag=
liche Wohnzimmer.
Benn war immer noch verwundert, auch darüber, daß ihn
keiner der Poliziſten, die draußen Tag und Nacht das Haus
bewachten, geſehen und gemeldet hatte.
„Bitte, behalten Sie Platz, Inſpektor”, ſagte Benn. „Ich
will einmal nach Mr. George ſehen.”
„Bitte, bitte!"
Als er in das Schlafzimmer Georges kam, fand er es leer.
Er trat wieder in das Wohnzimmer zurück und ſah auf
dem Schreibtiſch einen Zettel liegen.
„Ich bin in dienſtlicher Angelegenheit fort. Erwarte mich
nicht vor Mitternacht."
Benn wandte ſich dem Inſpektor zu und ſagte bedauernd:
Es iſt ſchade, Mr. George iſt fortgegangen. Er wird
voraus=
ſichtlich erſt gegen Mitternacht wiederkommen.”
„Schade”, ſagte der Inſpektor, „ſehr ſchade! Dann muß
ich doch nach dem Präſidium.”
Er verabſchiedete ſich und entfernte ſich, während Benn Tuller
immer noch verwundert den Kopf ſchüttelte.
Wie war der Inſpektor nur ins Haus gekommen?
*
Bei Mrs. Millans war aber die Geſellſchaft noch beiſammen.
Miniſter, Henderſon unterhielt ſich ſehr ausführlich mit Mr.
Towler und der jungen Hausherrin. Sie war eigenartigerweiſe,
ſeit George und Benn abweſend waren, eine ganz andere
geworken
Sie lachte und ſcherzte mit den beiden Boxern und den
anderen Herren, und zwiſchen ihr und Prakſy wurden Blicke
gewechſelt, verſtohlen zwar, aber doch ſo, daß ſie der
aufmerk=
ſame Beobachter ſah, und daß ſich Dubois ſagte: „Ein Glück
hat der Prakſy Jetzt fängt er ſich die reizende junge Witwe
des derſtorbenen Mac Millans ein!“
Dann gab es aber wieder Augenblicke, in denen ein feindſeliger
Ausdruck in ihren Augen aufflammte. Heliane warf dann böſe
Blick= auf Prakſy, auf Mr. Towler, ja beinahe auf alle.
Gegen neun Uhr wurde Inſpektor Torne von der New
Yorker Kriminalpolizei gemeldet.
Befremdet ſah Heliane auf die Karte.
Wen wünſcht der Herr Inſpektor zu ſprechen?”
„Mr. George in erſter Linie wohl, aber er bat auch, daß
man ihn vorlaſſe, als ich ihm ſagte, daß Mr. Towler da ſei.”
Heliane wechſelte einen Blick mit dem Senator.
Der ſagte freundlich: „Laſſen Sie ihn getroſt vor.”
Und Inſpektor Torne kam, groß, dick, freundlich.
Seine ganze Erſcheinung hatte etwas außerordentlich
Sym=
pathiſches an ſich.
Mr. Towler ging ihm entgegen und ſtellte ſich vor.
„Sie wollen Mr. George ſprechen, Mr. Torne?” ſagte er
freundlich und muſterte den Inſpektor vom Kopf bis zu den
Füßen.
„Jawohl, Mr. Towler. War ſchon bei ihm in der Wohnung.
Da iſt er nicht mehr, und im Präſidium ſagte man mir, daß er
eben fort und wahrſcheinlich zu Mrs. Millans gefahren ſei
„So, dann wird er vielleicht noch kommen, Mr. Torne.
Unſere liebenswürdige Hausherrin geſtattet ſicher, daß Sie ihn
hier erwarten.
Heliane nickte und bat den Inſpektor, Platz zu nehmen,
was er auch unter Schnaufen und Stöhnen tat.
„Sie ſind etwas ſtark geworden, Herr Inſpektor”, ſagte Mr.
Towler gutgelaunt. „Macht es Ihnen beim Dienſt keinel
Beſchwerden?”
„Bißchen ſchwer! Stimmt! Zweihundertachtundvierzig
Pfund . .. die drücken ſchon etwas. Aber deswegen iſt Torne
doch auf dem Poſten. Fragen Sie mal in New York die Herren
Verbrecher, ob ſie den alten Torne kennen. Haben ſchon Reſpekt.”
„Was treibt Sie denn ſo plötzlich nach Chicago?”
„Hm . . . das iſt ſo eine Sache. Ihnen als Senator kann
ich es ſchon ſogen, wird Sie überhaupt beſonders intereſſieren,
Mr. Towler. Geht Sie ja mit an. Damals die Sache, wo Ihr
Flapper gewann, da hatten doch der Buchmacher Mackenzie und
verſchiedene andere in New York böſe zahlen müſſen. Da iſt
nun feſtgeſtellt worden, daß ein Baron de Carabas ſeine Hände
mit im Spiele haben ſoll. Hat früher lange in Chicago gelebt.
Soll das Doping verlaſſen haben.”
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ra A.=G und der Lufthanſa.
r. Der Aufſichtsrat der Nordbayeriſchen
T A.=G. hat in ihrer Sitzung den
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eutſchen Lufthanſa und der
Nordbayeri=
yrsflug A.=G. geplanten Vertrag
ein=
en und ſich vorbehaltlich einer Reihe von
mit dem Abſchluß grundſätzlich einver=
Ɨrt. Die endgültige Unterzeichnung des
jad von der Klärung der Frage abhängig
ſeit die von der Hanſa auf die
Nord=
erkehrsflug, A.=G. übergehenden
Flug=
künftig die bisherigen Staats= und
Ge=
ſſe erhalten.
kafſiererin von Tetzner verbrannt?
g. Die „L. A.=P.” meldet aus Regens=
Mordangelegenheit Tetzner iſt eine
auf=
ge Meldung eingetroffen. Bisher ſollte
den Mitteilungen der Behörden und
eigenen Geſtändnis einen
Handwerks=
ordet haben, den er in ſein Auto lockte,
Ech unter dem Anſchein, er ſei ſelbſt
töd=
ct, ſeine Lebensverſicherung, die an ſeine
wurde, zu berſchaffen. Nun iſt aber
re alte Kinokaſſiererin aus Regensburg
Es wurde feſtgeſtellt, daß das
Mäd=
tzner überredet ſwurde, ſeine Stellung in
aufzugeben und mit Tetzner im Auto
zu fahren, wo er ſie angeblich in ſeinem
als Kaſſiererin unterbringen wolle. Das
Doppelwaiſe und hat keine Verwandten.
bei der ſie in Regensburg wohnte, hat
die Nummer des Kraftwagens gemerkt,
bgeholt wurde. Es iſt die Nummer des
Autos geweſen. Die Wirtin hat auch
Ermittlungen nach dem Kino angeſtellt,
frühere Mieterin nun beſchäftigt ſein
lches Kino gibt es aber in Leipzig nicht.
et nun, daß Tetzner dieſes Mädchen in
verbrannt hat, und daß die Geſchichte
rksburſchen unwahr iſt. Die
Angelegen=
ioch der Aufklärung.
eiſter Schaufenſtereinbruch.
Am Freitag abend in der 9. Stunde
eiſter Schaufenſtereinbruch in der ſonſt
Neußer Straße verübt. Als die In=
Goldwarengeſchäftes gerade das Licht
cer gelöſcht hatte, fuhr ein Auto auf
ig, wo es mit laufendem Motor hielt.
brang aus dem Wagen, zertrümmerte
tein das Schaufenſter, raubte ein
Ta=
veren Ringen im Werte von etwa 1000
erſchwand wieder in dem Auto. Das
ſpäter ohne Inſaſſen aufgefunden. Es
d geſtohlen worden. Man fand darin
Tablett vor. Dem Täter iſt man auf
überfall auf einen Pfarrer.
n. Zwei Räuber verſchafften ſich unter
rit dem Revolver Einlaß in ein
Pfarr=
rderten den anweſenden Pfarrer zur
es Bargeldes auf. Den Räubern fielen
ark in die Hände. In Mayen mieteten
rto und fuhren in Richtung Höln—Düſ=
Die ſofort aufgenommene Verfolgung
erhaftung der beiden Räuber in einem
kemagen, als ſie gerade am Mittagstiſch
andelt ſich zwei berüchtigte Einbrecher
Cmmel aus Niedermendig und Camper
Der erſtere hat bereits zehn Jahre und
ht Jahre im Zuchthaus geſeſſen. Der
imel verſchluckte bei ſeiner Verhaftung
iel, um ſich vorläufig weiterer
Ver=
entziehen.
ug von Direktoren einer Pariſer
Lohlenhandelsgeſellſchaft.
Wie die Agence Havas berichtet, ſind
on ungefähr 15 Klagen aus der
Pro=
tag die drei Direktoren einer
Kohlen=
haft verhaftet worden, desgleichen ein
Die Aktien dieſer Geſellſchaft ausgegeben
Zerhafteten ſtehen unter dem Verdacht,
inen fiktiven Börſenwert gegeben zu
Hisher vorliegenden Klagen laſſen auf
ng des Publikums in Höhe von etwa
chließen. Es ſoll ſich jedoch, wenn alle
gen werden, um eine bedeutend höhere
an ſpricht von 300 Millionen — handeln.
gwerksunglück in Spanien.
In einem Kohlenbergwerk bei Huelba
iche Bergleute durch niedergehendes
Ge=
et; bisher wurden ſünf Tote und drei
rgen.
(
Vterfäſcher Ooſſeng ſtellt in
Berlin aus.
Seite
14
Bildhauer Alceno Doſſena,
Okuren in altem Stil von Betrügern
Suft und von vielen hervorragenden
echt erklärt worden waren, wird
Berlin eine Ausſtellung ſeiner
Terhaften Werke veranſtalten.
Ein deukſcher Rieſenbagger für Frankreich.
Der fertiggeſtellte Bagger in der Werft der Lübecker Maſchinenbaugeſellſchaft.
en der Sachlieferungen muß Deutſchland an Frankreich einen Rieſenbagger liefern, der
einer Lübecker Werft fertiggeſtellt wurde. Dieſes Wunderwerk der Technik hat 47 Eimer
auf zwei Pontons von je 60 Metern Lange und 7½ Meter Breite. Seine Baukoſten
betragen 2½ Millionen Mark.
Die Münſterwalder Weichſelbrücke von Polen zerſkört.
Wh
c
R
Fch
S
Metertiefes Waſſer in den Dorfſtraßen Südenglands.
Die ſchwere Ueberſchwemmungskataſtrophe, die ſeit Wochen in Südengland das ganze
Wirtſchafts=
leben aufs ſchwerſte behindert, dehnt ſich täglich auf weitere Gebiete aus. In vielen Orten ſtehen
die unteren Stockwerke der Häuſer völlig unter Waſſer und alle Transporte können nur mit
größter Mühe über die überſchwemmten Straßen gebracht werden.
Das Unwetter über England.
wie er ſeit Jahren nicht mehr geherrſcht habe. Der
London. Schwere Gewitterſtrme, begleitet von Hafen von Folkeſton mußte geſchloſſen werden, ſo
Hagel= und Wolkenbrüchen, gingen am Freitag über daß der Kanaldampferverkehr von Dover umgeleitet
England nieder. Während auf dem Land Windſtärken werden mußte. Der Dampferdienſt Newhaben-Dieppe
von 130 Kilometer in der Stunde gemeſſen wurden, mußte ganz eingeſtellt werden. — Der 4250 Tonnen
erreichte in den Straßen von London der Sturm große Dampfer „Honved”, der ſich vor Selſey Bill
befand, hat Notſignale ausgeſandt, Boote der nächſten
100 Kilometer Stundengeſchwindigkeit. Grelle Blitze
erhellten die nächtliche Stadt, während Regen von Rettungsſtation ſind unterwegs, um die Beſatzung
teilweiſe tropiſcher Stärke niederging. Viele Straßen zu übernehmen. Das Kabelſchiff „Teloonia”, das der
in den Vorſtädten Londons ſtanden unter Waſſer und „„Honveo” zu Hilfe eilte, konnte wegen des Unwetters
behinderten den Verkehr. Beſonders ſtark betroffen an den Dampfer nicht herankommen. Die elf Mann
wurde Wembley. Die Ueberſchwemmungen im Them= ſtarke Beſatzung des holländiſchen Dampfers „
Mer=
fetal haben erheblichen Umfang angenommen. Von vede”, der ſich bei Newhaven in „Seenot befand,
den Kürſtenſtädten wird ſchwerer Seegang gemeldet, konnte gerettet werden.
Chineſiſcher Banditenſtreich.
Schanghai. Ein kühner Ueberfall wurde in
der internationalen Niederlaſſung auf den chineſiſchen
Direktor der Hongkong und Schanghai=Bank,
Zilo=
ſcheng, verübt. Als der Direktor in ſeinem
Kraft=
wagen vor der Bamk erſchien und ſich in das
Bank=
gebäude begeben wollte, fielen plötzlich vier chineſiſche
Banditen über ihn her und ſuchten ihn zu entführen.
Die Leibwache des Bankdirektors eröffnete aber
ſo=
fort guf die Angreifer das Feuer, die dann flüchteten.
Direktor Ziloſcheng wurde bei dem Ueberfall ſchwer
verletzt.
Bombenexploſion in Chicago.
NewYork. Im Arbeiterviertel von Chicago
ex=
plodierte eine außergewöhnlich ſtarke Bombe. Ein
vierſtöckiges Gebäude wurde dabei zerſtört. 20
Per=
ſonen erlitten ſchwere Verletzungen. Der Sachſchaden
wird auf 50 000 Dollar veranſchlagt. Es iſt dies die
104. Bombe, die in dieſem Jahre in Chicago
ex=
plodiert iſt.
Die Münſterwalder Brücke bei Marienwerder vor dem Abbruch.
Wr
Trotz aller deutſchen Verſuche, den Abbruch der berühmten großen Weichſelbrücke bei Münſterwalde=
Marienwerder zu verhindern, haben die Polen die Zerſtörung dieſes Meiſterſtücks deutſcher Technik
durchgeführt. Unter Anweſenheit von Regierungsvertretern veranſtalteten die Polen ſogar ein
großes Feſt zur Feier der Beendigung des Abbruchs.
Die Nok im engliſchen Ueberſchwemmungsgebiek wächſt.
Der Prozeß gegen den Grafen
Chriſtian Skolberg.
Hirſchberg. In zahlreichen Kraftwagen
be=
gaben ſich Gericht und Preſſe in ſpäter Abendſtunde
des Freitag zum Lokaltermin nach Jannowitz. Im
Erdgeſchoß des Hauſes, in dem die gräflich
Stol=
bergſche Familie wohnte, in dem Arbeitsraum des
Grafen Eberhard wurde von den Prozeßbeteiligten
die ganze Unglücksſzene noch einmal dargeſtellt.
Da=
bei kamen die Sachverſtändigen zu dem Ergebnis, daß
die Darſtellung des Angeklagten doch richtig ſein
könnte, daß alſo tatſächlich beim Revidieren mit einer
klemmenden Patrone der Unglücksſchuß aus Verſehen
losgegangen ſein könne. In der Nacht traf das
Gericht wieder in Hirſchberg ein. Am Samstag
vor=
mittag wurden die Verhandlungen fortgeſetzt.
Für den zweiten Verhandlungstag im Hirſchberger
Prozeß iſt als Zeugin u. a. auch die Mutter des
Angeklagten erſchienen. Zunächſt wird Sanitätsrat
Dr. Planitz als Zeuge vernommen, der die
Fa=
milie ſeit 37 Jahren kennt und auch ſofort zu dem
toten Grafen gerufen wurde. In Uebereinſtimmung
mit dem Gutsberwaltungsdirektor hat der Zeuge
ſo=
fort den jungen Grafen für den Täter gehalten,
ob=
wohl dieſer auch am nächſten Tage ſeine Erzählung
von den Einbrechern noch aufrecht erhielt. Die
Mut=
ter habe einen ungeheuren Einfluß auf die Kinder
gehabt, ſich jedoch von einem Verſuch, den Sohn zu
einem Geſtändnis zu bringen, nichts verſprochen.
Der Zeuge Dr. Planitz hält es für unmöglich, daß
die Mutter ihren Sohn Chriſtian Friedrich zum
Morde angeſtiftet haben könnte. Dem jungen Grafen
ſelbſt habe wiederum die Energie dazu gefehlt. Zwei
Kreisärzte, die dann gutachtlich gehört werden,
er=
klären, daß ſie im Gefängnis von einer geiſtigen
Er=
krankung des Grafen nichts haben feſtſtellen können.
Das Stubenmädchen der Stolberg, das dann
ver=
nommen wird, erklärte, daß es dem Angeklagten einen
Mord nicht zutraue. Zwei Tage nach dem Tode des
Grafen Eberhard hat die Zeugin im Auftrage der
Gräfin einen Stoß Briefe verbrannt, und zwar ſchon
zu ungewöhnlich früher Morgenſtunde. Die Gräfin
forderte ſie auf, nichts davon zu ſagen, wenn die
Herren zur Unterſuchung kämen. Aehnliche Angaben
macht die Köchin. Die Gräfin habe die Briefe unter
dem Schlafrock verſteckt und ſie zum Teil ſelbſt
ver=
brannt. Der Zeugin wurde von der Gräfin geſagt:
„Marie, Sie wiſſen nichts dawvon, wenn man Sie
fragt.” Auf Wunſch des Angeklagten, der ſich
ver=
handlungsunfähig fühlt, tritt dann eine kurze Pauſe
ein.
Nach der Pauſe wurde u. a. der Förſter Wabnitz
vernommen, der ſeit 25 Jahren bei der gräflichen
Familie im Dienſt ſteht. Er hat an der Büchſe
Lade=
hemmungen nicht bemerkt, erklärt aber, daß ſich
Un=
glücksfälle immer ereignen würden, ſolange es Waffen
gebe. Auf den Hinweis des Vorſitzenden, daß der
Graf ihn indirekt beſchuldigt habe, erklärt der Zeuge
mit Beſtimmtheit, er bedauere das, ſchiebe aber das
der Erregung des jungen Grafen zu. Bei dieſer
Ge=
legenheit entſpinnt ſich auf Vevanlaſſung der
Vertei=
digung eine Auseinanderſetzung darüber, wie dieſe
angebliche Beſchuldigung des Förſters Wabnitz in die
Anklageſchrift gekommen ſei. Rechtsanwalt Dr.
Luet=
gebrunn erklärt, bei der betreffenden Vernehmung ſei
ein Beamter der Staatsanwaltſchaft zugegen geweſen
und das angeblich erhebliche Belaſtungsmoment ſei
lediglich nachher aus der Erinnerung des
Staatsan=
waltes in die Anklageſchrift gekommen. Der
Ange=
klagte erklärt nachdrücklichſt, daß er tatſächlich den
Förſter nicht beſchuldigt habe.
Das Unwetter an der ſpaniſchen Nordküſte.
Madrid. Das Unwetter an der ſpaniſchen
Nordküſte dauert weiter an. Der Sturm hat überall
ſehr großen Schaden angerichtet. Weite Strecken des
Küſtengebietes ſtehen unter Waſſer,
Ein deutſcher Betrüger in Southampton
verhaftet.
London. Der Deutſche Chriſtian Rudolf, der
nach Unterſchlagung von 43 000 Mark mit ſeiner
Frau und ſeinen zwei Kindern geflüchtet war, iſt am
Freitag in Southampton mit ſeiner Familie von der
engliſchen Polizei verhaftet worden. Rudolf war mit
ſeiner Familie an Bord des Dampfers „Batavia” von
Rotterdam nach London gekommen und führte nur
Handgepäck mit ſich. Er hatte bereits Dritter=Klaſſe=
Fahrkarten für die Ueberfahrt nach Kanada an Bord
des Dampfers „Lancaſtria” in ſeinem Beſitz.
Flugzeugabſturz im Schneeſturm.
Cleveland. Der Führer eines Poſtflugzeuges,
der am Montag in einen Schneeſturm geriet und
ſeit=
dem vermißt wurde, iſt am Freitag nachmittag von
einem Farmer tot neben den Trümmern ſeines
Flug=
zeuges aufgefunden worden. Andere Flieger,
dar=
unter Oberſt Lindbergh, der eigens zu dieſem Zwecke
von New Yonk hierhergeflogen war, hatten ſeit brei
Tagen nach ihm geſucht.
Zum 40. Todeskag Ludw. Anzengrubers
Ludwig Anzengruber.
Vor 40 Jahren, am 10. Dezember 1889 ſtarb
fünfzigjährig der öſterreichiſche Dichter Ludwig
Anzengruber. Mit ſeinen Schauſpielen „Der
* (1870), „Der Meineid=
Pfarrer von Kirchfel
bauer” (1872), den Luſtſpielen „Die
Kreuzel=
ſchreiber” und „Der Gwiſſenswurm” hatte er
Seite 18
Z
Dom Süuertiik
* Dr. Guſtav Lang: Aus dem Ordensleben des 18. Jahrhunderts.
Heil=
bronn, 1929, bei Eugen Salzer. 214 S. 8 Bildtafeln. Preis 6 Mk.
Ein Werk von namhaftem Werte. Einmal für alle, die den
weni=
ger begangenen Schlingpfaden deutſcher Kulturgeſchichte nachſpüren
wollen, und dann für jeden Darmſtädter, da es völlig neue Einblicke
in ein bisher nur dürftig erforſchtes Gebiet unſerer Ortsgeſchichte
er=
öffnet.
Vier Perſönlichkeiten ſehr verſchiedenen Gepräges treten in den
Vordergrund:
Freiherr Gottlieb von Gugomos=Raſtatt, der Landgraf Ludwig
Georg Karl von Heſſen=Darmſtadt, Hofrat Eberhard von Woechter=
Stuttgart und der Heilbronner Bürgermeiſter Geong Heinrich von
Roß=
kampff.
Aus gründlichen Quellenſtudien in den Archiven zu Darmſtadt,
Heilbronn, Stuttgart, Karlsruhe, München, Wolfenbüttel, Wien,
Amſter=
dam und dem Haag ſind dieſe Schilderungen hervorgegangen.
Die Entſtehung der ſogenannten „Strikten Obſervanz”, eines
Ge=
heimbundes freimaureriſcher Art, der aber miſt der Freimaurerei ſelbſt
gar nichts gemein hatte und bereits 1782 wieder ſanft entſchlafen iſt,
bildet die Einleitung; ſie iſt die Grundlage zum beſſeren Verſtändnis
der nun folgenden Lebensbilder.
Mit großer Lebendigkeit zſehen die einzelnen Perſönlichkeiten an
uns vorüber. Zuerſt der Erzſchwindler Gugomos, den wir ruhig mit
Caglioſtro, St. Germain, Roſa Johnſon, Schrepfer und Tourouvre in
eine Reihe ſtellen können. Der gab unter anderem vor, von dem
letz=
ten, in Nikoſia auf Zypern lebenden Tempelrſktter ausgeſandt zu ſein,
dieſen Orden wieder neu zu beleben. Die Kleinodien und Urkunden
werde er erhalten, ſobald er ſich perſönlich bei ihm einſtelle. Er habe
nur kein Geld. Das bekam er nun — uns heute ganz unfaßlich —
tat=
ſächlich raſch zuſammen, zog aber dann doch vor, die beſchwerliche Reiſe
lieber wicht zu unternehmen, ſondern mit ſeiner Beute ſpurlos zu
ver=
ſchwinden. Einer der Betörten und — leider muß es geſagt werden —
Förderer dieſes Hochſtaplers war Landgraf Ludwig Georg Karl von
Heſſen=Darmſtadt. Wie aus zeitgenöſſiſchen Schilderungen ſeines
Han=
delns in verſchiedenen Fällen ähnlicher Art hervorgeht, war der Prinz
eine ſtark myſtiſch angelegte Natur und ein Mann von rettungsloſer
Gutmütigkeit. Selbſt ſimmer in Geldnöten, gab er jedem, der es
ver=
ſtand, auf ſeine Gedankenwelt einzugehen, und die Dreiſtigkeit beſaß,
dieſe Schwäche für ſich auszunützen. Waechter und Roßkampff dagegen
waren aufrechte Männer von klarem Denken und für die Gugomoſiſchen
Gaukeleien nicht zu haben. — Aus dem reichen Inhalt des Buches
lernen wir vor allem, daß der von uns heute belächelte Drang zur
Ge=
heimbündelei im Weſen der Zeit, dem ausklingenden 18. Jahrhundert,
tief begründet war. Weite Kreiſe der gebildeten Stände fühlten ſich
von den Ergebniſſen der damaligen Aufklärung nicht befriedigt und
flüchteten, uralte Weisheit ſuchend, zurück in des Mittelalters
myſti=
ſches Dunkel. Betrüger wie Gugomos zogen Nutzen hieraus.
Ehren=
männer wie Waechter und Roßkampff aber gingen ſcharf dagegen an
und entlarvten die Schädlinge zum Beſten der bereits von ihnen
Um=
garnten, der Allgemeinheit zur Warnung.
Das Buch iſt flott geſchrieben; es lieſt ſich manchmal wie ein Roman
und wird ſicherlich durch ſeinen trefflichen Inhalt viel dazu beitragen,
noch andere ernſthafte Forſcher zu veranlaſſen, auf dieſem
ausſichts=
reichen Gebiete weiterzuarbeiten.
Karl Lettenbaur.
Am. Graf von Brühl, der Medici, Richelieu und Rothſchild ſeiner Zeit
von Aladär von Boroviczény. Amalthea=Verlag, Zürſch,
Leipzig, Wien. 1930. 552 Seiten mit über 100 Abbildungen.
Mit dem vorliegenden Werk, deſſen Herausgabe und glänzende
Ausſtattung dem bekannten rührigen Verlag zu danken iſt, hat der
Ver=
faſſer, ein neutraler Ausländer, ein Ungar, die Geſtalt Brühls aus
dem Dunkel der Archive herausgeholt und einer gerechten Würdigung
unterzogen. Jene hiſtoriſche Epoche, imn der von dem kleinen Sachſen
aus die Geſchicke Europas mitbeſtimmt wurden, iſt in mehr als einer
Hinſicht beſonderen Intereſſes und beſonderen Studiums wert. Die
Darſtellung des Verfaſſers verläßt natürlich die bisher bei dem Thema
Brühl übliche rein preußiſche Geſchſichtsauffaſſung und geht von weiter
geſpannten Geſichtspunkten aus. Gerade durch den Ausgang des
Welt=
krieges haben wir wieder geſchichtlich denken gelernt, und zwiſchen der
Brühlſchen Epoche und unſeren Tagen beſtehen manche Parallelen,
den=
ken wir nur an die kontinentale Vorherrſchaft der Franzoſen. In dem
glänzend geſchriebenen und offenbar auf gründlichen Vorarbeiten
be=
ruhenden Buch ſteht im Vordergrund die Geſtalt Brühls, des
Staats=
mannes und Weltmannes, des Finanzpolitikers und Kunſtfreundes.
Polen und Sachſen, Preußen und Rußland, Oeſterreich und Frankreich
ſind die Schauplätze, auf deren Bühnen die Schickſale des Kontinents
entſchieden werden, die Länder bilden das Schachbrett, auf deſſen
Fel=
dern die Figuren der Völker von politiſchen Drahtziehern gelenkt
wer=
den. Die ſehr guten Bildbeigaben bülden nicht den letzten Vorzug des
ſehr empfehlenswerten Buches.
Sonntag, den 8. Dezember 1929
* Noch einmal Heinrich Federer.
Von D. Dr. M. Schian.
Heinrich Federer iſt tot. Aber aus ſeinem Nachlaß kommt noch
mancherlei zum Vorſchein. Und wir freuen uns jeder ſolchen Gabe von
Herzen. Federer hat eine große Gemeinde im deutſchen Volk; ſie iſt
dankbar auch für das Letzte, was er gibt.
Sechs Novellen birgt der Band „Unter ſüdlichen Sonnen
und Menſchen” (Berlin, G. Grote. 1923. 307 S.). Schauplatz,
wie bei nicht wenigen ſeiner Schöpfungen ſpäterer Zeit, Italien. „Aus
dem hinterſten Umbrien” ſtammen ein paar dieſer Geſchichten, ſo die
von dem Wilderer Auguſto Sarti. Landſchaft und Menſchen verſteht
der Dichter lebendig zu machen. Dieſe wunderſame Verbindung von
Brigantentum und Nobleſſe, von urwüchſiger Unbekümmertheit und
zarteſtem Empfinden! Dieſe ganz unentſtellte Menſchlichkeit, geſehen,
verſtanden und geſchildert von einem, der in allererſter Linie Menſch
war! Dieſe ernſte, einfache Frömmigkeit in untrennbarer Vereinigung
mit wunderlicher Leichtigkeit. Auch die Legende kommt zu ihrem Rechr
(denn dort in Umbrien hat ſie ein Recht!); und in ihr begegnet
natür=
lich der Heilige Franz. „Hundert und hundert Hiſtörchen kleben an
allen Mauern Umbriens. Keine noch ſo geringe Stadt, wo nicht eine
beſondere Sage aus alten Toren klingt. Da miſcht ſich die gewiſſenloſe
Phantaſie hübſh mit der redlichen Geſchichte, ein Erdbeben kracht
hin=
ein, ein Künſtler zaubert, der ſchwarze oder ſchwefelgelbe Satan
bock=
füßelt herum, und ein Heiliger, gerne der Heilige Franz von Aſſſi,
hilft der ſchiefen Geſchichte zuletzt noch ins Blei.” So Federer ſelber.
Und zu dieſen Geſchichten kommt nun ein Bändchen Gedichte,
be=
titelt nach der Anfangszeile eines Gedichts: Ichlöſche das Licht”
(Berlin, G. Grote. 1930. Geb. 4,50 Mk. 165 S.) Mit einem
merk=
würdigen Bild des (ſchlafenden?) Dichters nach einem Gemälde von
Anton Stockmann iſt das Buch geziert. Es gruppiert zeitlich: Frühe
Gedichte, Gedichte 1897—1926, Letzte Gedichte und Fragmente. Manche
dieſer Gedichte kennen wir ſchon; aber die Fülle iſt neu und faſt
über=
raſchend reich.
Die Fülle: Das Wort paßt nicht nur, weil es ſich um viele
ein=
zelne Gedichte handelt, ſondern auch deshalb, weil Federer über ſehr
mannigfache dichteriſche Möglichkeiten gebietet. Da iſt ein Gedicht, das
den Tod des Heiligen Aloiſius ſchildert, da findet ſich eine „Römiſche
Ballade”, die ein Stück Regierungstätigkeit Papſt Innozenz III. in
ſchalkhaft=ernſter Art ſchildert; da ſtehen Prologe zum Gedächtnis des
Niklaus von der Flüe und zu einer Feier für Arnold Ott; da leſen
wir wundervoll kräftige Lieder „An die Schweiz” und „Wir Schweizer”.
Aber daneben ſind Gedichte von zarteſter Stimmung geſtellt,
Seelen=
bekenntniſſe von ergreifender Innerlichkeit. Ich widerſtehe der
Ver=
ſuchung, das eine oder andere Stück hierherzuſetzen; beſſer, man lieſt
ſie vereint.
Mag man heut noch Gedichte leſen, Jedenfalls laſſen ſie tiefe Blicke
in des Dichters Seele tun. Zumal wenn ſie ſo ungekünſtelt, ſo
herz=
lich echt ſprechen, wie dieſe Gedichte Federers.
Peter Lippert S. J.: Aus dem Engadin. Briefe zum Frohmachen.
168 S. Text. 11 Defdruckbilder. Halbleder 4,60 Mk. — 7,65 Sch.
— 5,75 Fr. Verlag „Ars Sacra” Joſef Müller, München B.
Briefe zum Frohmachen? Ja, die können wir brauchen. Faſt beſſer
als einen Menſchen, der uns tröſten will. Tröſter ſind zuweilen etwas
zudringlich, etwas zu geſchwätzig. Sie ſind da zu einer Zeit, wo wir
ihrer nicht bedürfen, und fehlen uns, wenn wir faſt vergehen vor
Ver=
longen nach einem tröſtlichen Zuſpruch. Briefe zum Frohmachen aber,
die können wir gerade, wenn es uns paßt, aus der Schatulle oder der
Schublade nehmen und zu uns ſprechen laſſen. Die Briefe, die Peter
Lippert an uns gerichtet hat, wurden in einem Tal des Heils, an einem
Ort der Heilung, im Engadin, niedergeſchrieben. Was wunders alſo,
wenn über den Briefen die heilende Atmoſphäre des Engadiner
Hoch=
landes liegt! Der Duft, die Würze, das Aroma dieſes geſegneten
Erdenfleckes ſtrömen von Lipperts Briefen aus.
Zur See! Die Zeit von Deutſchlands Weltgeltung und
Deutſch=
lands Größe — in dieſem Buche eines ehemaligen Seeoffiziers lebt
ſie wieder auf. Es heißt kurz und knapp „Zur See‟. Der Untertitel
lautet „Erlebniſſe eines Seeoffiziers auf Schiffen und Meeren”,
ver=
faßt iſt es von dem ehemaligen Marineoffizier Camillo Teltz und
er=
ſchienen im Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W., dem bekannten
Verlag des Köhlerſchen Flotten=Kalenders, (312 Seiten Text, in
Ganz=
leinen gebunden 6 RM.) Ein Seeoffizier von echtem Schrot und Korn
und ein guter Deutſcher erzählt hier ſeine bewegte und intereſſante
Laufbahn. Was er erzählt und wie er erzählt, ſpannend und
humor=
voll, iſt ganz dazu angetan, alt und jung dieſes ſchöne Weihnachtsbuch
mit Begeiſterung leſen zu laſſen. Der Verfaſſer gibt hier ein Bild
des Lebens in der alten Kaiſerlichen Marine, wie wir es bisher noch
nicht beſitzen. Bei Kriegsausbruch finden wir ihn in Oſtaſien auf
wich=
tigem Poſten. Unter abenteuerlichen Umſtänden ſchlägt er ſich über
Amerika in die Heimat durch. Neun Bildtafeln auf Kunſtdruckpapier
mit 30 wirkungsvollen Bildern, die die Schönheiten der See, den Dienſt
an Bord uſw. veranſchaulichen, ſind dem Buche beigegeben.
Rekordfahrt um die Welt. Ein Abenteuerroman von
bera. Leipzig, Heſſe u. Becker Verlag. 265 S
3 RM., in Ganzleinen 4,50 RM.
Am 100. Geburtstage des bekannten Schriftſtell
(8. Februar 1928), des Verfaſſers der „Reiſe um die Aſinge
beſchließen drei Londoner Zeitungsbeſitzer, je einen borter .
ſelben Stunde den Weg um die Erde antreten zu le
Julet
W
wieder in London eintrifft, ſoll einen hohen Preis e Ilten.
ſind alle Beförderungsmittel der Neuzeit: Eiſenbahn, ſamoſſch
wobei ihm ſeine ethnographiſchen Kenntniſſe, treffl zuſtattg 1u
men. Wir erleben einen Ueberfall auf einen Eiſenbal ſtig, einn
die einzelnen. Et ſen der
Len z.
Zun
ſturm und viele andere Abenteuer. Giner der Report ſiſt eine g.
und man kann ſich denken, daß ſich daraus mancherl Verwickelin,
ergeben.
Das Budget der Vereinigten Staaten von Nordame f. Seya g.
ſtellung, parlamentariſche Behandlung und Ausfüh
Ing. e. h. Philipp Wieland, M. d. R. Preis ſch.
Die vorliegende Arbeit verfolgt den Zweck, der tſchen do.
lichkeit erſtmalig eine Darſtellung der Budgetverhältye in den g.
einigten Staaten von Nordamerika zu geben. Sie ſ. zeigen, we
möglich war, daß im reichſten Lande der Welt raſ and
erfol=
die öffentlichen Ausgaben auf ein erträgliches Aus
werden konnten, und wie wirkſam die Haushaltsführ g. dieſen
untergeordnet iſt. Das Buch iſt unter gewiſſenhafter ſwendung
amtlichen Materialien, und zwar ausſchließlich in ginglausnn,
verfaßt. Im Anhang iſt eine wortgetreue Ueberſetzun er grundle
den Budgetgeſetzgebung und der dazu ergangenen Bmm
ingen
genommen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Ve
fer
jeden, welcher dem Haushalt des Staates ein Intereſ entgeenh
wertvolle Anregungen und die Möglichkeit zum Vere chsſtudium
der deutſchen Haushaltspraxis enthält. — Die Arbeit in der En.
tenreihe der Veröffentlichungen des Reichsverbandes d Deutſche
duſtrie (Sellbſtverlag des Reichsverbandes der Deutſche Fnduſtrie A.
lin W 10. Königin=Auguſta=Straße 28) als Nr. 44 ſo nt erſchen
„Judas Iſchatiot”. Von H. E. v. Kalinowſki. erlag Gru
u. Co., Leipzig. Preis gebunden 5 RMM.
Die im Neuen Teſtament pſychologiſch falſch dare Ate
geſch=
liche Perſon dieſes Mannes, der ſeinen Führer Jeſ. won Naa
verriet und ſich dann erhängte, wird — unter ander (Geſichtsm
betrachtet — hier dem Leſer menſchlich nähergebracht.
ſelt
für
damalige Zeit recht geringe Betrag für eine ſolche 2 der Umſte
daß Judas, aus einem reichen jüdiſchen Hauſe ſtammer mit forzſe
licher Geſinnung wie Jeſus ſich dieſem als Jünger au fchloſſen ha
um ſeinem, ſich in römiſcher Knechtſchaft befindlichen fon im
geliebten jüdiſchen Volk zu helfen, laſſen den Denkent ſerlenen
niemals Geld das Motiv zum Verrat ſein konnte.
Philipp Matthäus Hahn. Ein Leben im Dienſt am igreich Go
in Chriſtus. Von Pfarrer Lic. theol. J. Rößle, ſit vier Au
tafeln. 272 Seiten. Halbleinen 4,80 RM., Ganz en 550 7.
Quell=Verlag der Ev Geſellſchaft, Stuttgart.
Schon das wäre ein hohes Verdienſt, wenn in em Buch
das Leben und Wirken des ebenſo vielſeitigen als gegründe
Mannes dargelegt wäre, der als Theologe wie als !Haniker gei
Großes geleiſtet hat. Nößle gibt uns aber auch eine wiſſenſcht
licher Treue und Gründlichkeit aus den Schriften Hahn sſchöpſte 2
ſtellung der inneren Entwicklung des Theologen
gehende Schilderung ſeiner theologiſchen Welt.
Hah end eine
Frühlicher Gottesdienſt. Ausſprüche von Dr. Carl S. trenſchein
Mit einer Einleitung von Dr. Heinrich Lampe. Seiten okta
Gebunden in Ganzleinen 2,50 RM., geb. in Hall er 450 R
(Buchverlag Germania A.G., Berlin SW. 48.)
In Trauer und Wehmut ſind die Monate nach 2 Tarl Sonnel
ſcheins Sterben dahingegangen. Agathe Mallachow hat re ausgezeit
nete, feinſinnige Ausleſe aus den „Notizen” getroffe ſie zog wei
volle Ausſprüche aus den „Weltſtadtbetrachtungen”, eilte ſie a
alle Tage im Jahre, ſo daß auf jeden Tag ein ſtilles, riges deru /
meinnicht fällt.
Unſer Deutſch. Von Geheimrat Profeſſor Dr. F. Klyx 5. Auflau
21.—25. Tauſend. Neubearbeitet von Profeſſor Dr. / Götze,
Seiten. Geb. 1,80 RM. (Sammlung Wiſſenſchaft b Bildun /
Verlag von Quelle u. Meyer, Leipzig.)
Kluges Einführung in die Mutterfprache hat ſic Tigſt als
zuverläſſiger Wegweiſer durch die Werkſtatt deutſcher rachforſch
erwieſen, den heute unſere Studenten der Germaniſtik =au ſo wen
miſſen möchten wie die gebildete Laienwelt, die ſich fi —xachgeſchic
aß
liche iDnge intereſſiert. Es iſt daher freudig zu begr a.,
Profeſſor Götze die Neubearbeitung dieſes ausgezeich r. Bändckn
übernommen hat und jetzt eine in vielen Einzelheiten Seſſerte 9
lage vorliegt.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 340
Seite 19
onntag, den 8. Dezember 1929
riebrich Wolters:
tefan George und die Blätter für die Kunſt.
te ſeit 1890" Be
berufen, den Eltern das Verſtändnis der jugendlichen Seele zu
er=
ſchließen und ihnen wertvolle Winke über Erziehungsmaßnahmen zu
geben.
Wilhelm Lobſien: Das Licht auf dem Berge. Gebunden 2,80 MM.
Ver=
lag von Martin Warneck, Berlin W 9.
In dieſer ganz feinen Geſchichte einer Heimkehr ſind Heimat und
Mutterliebe die Lichter, die einem in der Welt verirrten Künſtler den
Weg nach Hauſe erleuchtven. Der Künſtler wird durch die zarte Liebe
eines reinen, ſtarken Mädchens erlöſt. Lobſiens Bücher ſollten in allen
Volksbibliotheken vertreten ſein, er iſt einer unſerer beſten Erzähler.
Ap. Weber, Leopold: Grettir, der Wolfsgenoß. Eine isländiſche
Sage. Mit 4 farbigen Bildern von Ludwig Eberle und einer Karte
Halbleinen 2 RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. —
Wirklichkeits=
nahe rückt uns die Sage von Grettir, dem Recken, die nordiſchen Helden
und Völker. Atemlos lieſt man, gefeſſelt vom Schickſal der
Hünen=
geſtalten, die Islands Nebeln entſtiegen, und was hier als Sage
ge=
kündet, führt durch die Stimme des Bluts zur Erkenntnis des nordiſchen
Menſchen in ſeiner unbändigen Kraft und ſieghaften Stärke, doch auch
m Unvermögen, die eigene Wildheit, den Jähzorn zu meiſtern. Das
Buch iſt ein Kunſtwerk, in Handlung und Sprache lebendig und
klin=
gend. Man glaubt einen Volker zu hören, der zur Leier des Sängers
von Helden vergangener Zeiten ſingt. — Die Erzählung kommt für
Knaben und Mädchen von 13—17 Jahren in Betracht.
— Wilhelm Kayſer: Das Verbrechen von Haus Swindon. Band 297
der Weltgeiſt=Bücher Verlags=Geſellſchaft m. b. H., Berlin=
Charlotten=
burg 2.
Eine erſchütternde Erzählung von düſterem Menſchenſchickſal. Die
ſchweren und dunklen Probleme der Eiferſucht ziehen den Leſer mit
zwingender Gewalt in ihren Bann. Dichteriſcher und kriminaliſtiſcher
Sinn haben ſich hier zu einem ſpannenden und ergreifenden
Seelen=
gemälde vereinigt.
Artur Landsberger: Juſtizmord? Sieben Stäbe=Verlagsgeſellſchaft in
Berlin.
Dieſer Roman iſt in keiner Weiſe ein Beitrag zu dem Thema, das
der Titel angibt, ſondern nur ein Beiſpiel dafür, daß heute jede Frage
ſenſationell ausgenützt wird. Man weiß nicht recht: will der Verfaſſer
nur die Langeweile der Wartezimmer und Eiſenbahnfahrten kürzen oder
will er Kritik an den Gerichten üben? Für den ernſthaften Leſer iſt
n.
das Buch beſtenfalls im erſtgenannten Sinne verwendbar.
Tina Truog=Saluz: Die vom Turm. Leinenband 5,00 Mk., 6,25 Fr.
Verlag von Friedrich Reinhardt in Baſel.
Als Schildererin des Engadins iſt die bekannte Bündner
Schrift=
ſtellerin Tina Truog=Saluz unerreicht. In ihrer Erzählung „Die vom
Turm”, die in der Hauptſache in Schuls und Fetan ſpielt, zeichnet ſie
die Entwicklung einer charakteriſtiſchen Engadiner Familie durch drei
Generationen hindurch. Prachtvoll iſt die Großmutter geſchildert,
in ihrer herben Strenge und ihrer ſtolzen Art, unter der ſich doch ein
gutes Herz verbirgt. Man ſpürt, daß ihre Vorfahren zum Teil
Offi=
ziere in fremden Dienſten waren und daß auch ſie das Befehlen
ge=
wöhnt iſt, und ſich einer neuen, milderen Zeit nicht mehr ſo recht
an=
paſſen kann.
Walther Bernt: Sprüche auf alten Gläſern. Urban=Verlag, Freiburg
im Breisgau. Mit 12 Bildtafeln. Ganzleinen 6,50 RM.
Der ganze Reichtum des deutſchen Volkes an ererbtem Sprachgut
findet hier ſeinen Niederſchlag. Fromme und heitere Wünſche geleiten
das Geſchenk, derbe Scherze würzen den Trunk, ſinnige Sprüche grüßen
das ehrſame Handwerk. Ein Buch, das man bei einem guten Glas
Wein durchblättern ſollte. Die Tafeln zeigen ſorgfältig gewählte
Bei=
ſpiele der verſchiedenen Glasformen und Schliffarten.
Leben und Wahrheiten des Geiſterſehers Swedenborg. Groß=Oktav
112 Seiten, 2,50 RM. Verlag: Buchhandlung Hübſcher, Bremen,
Oſtertorsſteinweg 58.
Dieſe Schrift gibt in gedrängter Kürze zunächſt eine Lebensgeſchichte
des nordiſchen Sehers, von dem Goethe behauptete, daß Engel ſeinen
Buſen bewohnten, deſſen Schriften Kant mit Begierde erwartete und
eifrig ſtudierte, dem Emerſon nachſagte, daß ganze Univerſitäten von
ihm zehren könnten, den Strindberg zum geiſtige Freunde ſeines Alters
machte.
In einer üblen Spelunke in Sydney haut ein 13jähriger
Hambur=
ger Jung’, Schulflüchtling, zwei Berufsfechter im Säbelkampf
zuſam=
men. Als Lohn ſoll er 5 X erhalten. Als der dreikäſehohe
Drauf=
gänger am Morgen mit ſchwerem Schädel und — leeren Taſchen erwacht,
fährt er auf einer „Raubhändler”=Bark ſchon auf hoher See: „
geſchang=
hait in Sydney!” „Raubhändler” — das waren Schiffer, die „Fleiſch”,
Menſchenfleiſch, in die Hölle brachten, in die Bergwerke der Weißen.
Dieſes Ereignis wurde richtunggebend für das weitere unſtete Leben des
intelligenten jungen Rauhbeins. Ein halbes Jahr ſpäter hat er es
be=
reits zum second in command gebracht. Gehorſam erzwingt ſich der
Kecke, wenn es ſein muß, mit der Piſtole in der Hand. Sein anrüchiger
Beruf führt ihn bald mit dem verkommenen Südſeegeſindel zuſammen.
Sein Körper und Wille werden unüberwindlich. Seine Taten ſetzen
neben denen ſeines tüchtigen Kapitäns, der nur im Trunk unglaublich
roh iſt, die Südſee in Schrecken. In blutigen Kämpfen mit malaiiſchen
Piraten gewinnt er einen Ruf, der von Myſtik umkleidet iſt. Um ſeine
gefährlichſten Konkurrenten aus dem Wege zu räumen, ſchließt er —
ein kleiner Napoleon der Südſee — ein Bündnis mit einem
Kannibalen=
ſtamm. Mit einer tapferen weißen Frau, die in dick und dünn zu ihm
hält, wird er als geehrter Gaſt Zeuge entſetzlicher Menſchenfreſſerei,
muß dabeiſitzen, wie Gefangene „4 la Schwein!“ — „Langſchwein!“ —
hergerichtet und verſpeiſt werden.
Jetzt lebt Kapitän H. E. Raabe, der alte Raubhändler, in
fried=
lichem Ruheſtand in Jerſey City. Die Perlenfiſcherei hat ihm viel
Leid, aber auch viel Geld gebracht. Oft verſammeln ſich abends beim
Lampenſchein Freunde um ihn, um ſeinen ſpannenden Erzählungen zu
lauſchen. Seinem Freund Jack London glückte es, den Alten zur
Nie=
derſchrift ſeines Lebens zu bewegen. Daraus iſt ſein ſchauerlich=ſchönes
Buch „Kannibalennächte” (4,50 Mark. Brockhaus, Leipzig) geworden.
Es iſt eines der letzten ſeiner ausſterbenden Gattung. Es erweckt eine
romantiſche, urſprünglich triebhafte, oft unmenſchlich brutale und heute
verſchollene Welt zu neuem ſpukhaften Leben. Ich beſtreite, daß
irgend=
ein Romancier in der Lage iſt, ein annähernd ſo plaſtiſches Bild dieſer
grauſigen, tollen Vergangenheit zu vermitteln. Dazu fehlt ihm einfach
die lebendige Erfahrung, die Stilechtheit und der unleugbare Stempel
der Wahrheit.
Noch lange dröhnen dem gebannten Leſer das geſpenſtiſche Tom=
Tom der Trommeln und der aufreizende Klang der
Konchamuſchel=
hörner zu den Schreien der Inſulaner in den Ohren .. ."
Fs.
er ſeine ruheloſe Wanderung von Ort zu Ort begann, die nach
Berichte noch heute kein Ende gefunden hat. Auch ſpäterhin weiſen
viele Verbindungen (C. A. Klein, Wolfskehl und Gundolf) nach
riſtadt.
Die Ausſtattung des Buches iſt von der bekannten Gediegenheit, die
Werke der geſchichtlichen Reihe der Blätter für die Kunſt immer
Zen zur Abſtimmung für Deutſchland gebracht werden, bald nach
and zurückkehrende ruſſiſche Truppen, bald deutſche und verbün=
Soldaten, die aus Gefangenenlagern und Lazaretten nach
Deutſch=
heimgeführt werden. Was der Dichter da an Ernſtem und
Hei=
r erlebt, ſchildert er in humorvoller, oft ſarkaſtiſcher Weiſe.
ch Speckmann: Die Kinder vom Junkershof. Roman. Preis in
eichnete.
Karrillon: Meine Argonautenfahrt. (Groteſche Sammlung von
erken zeitgenöſſiſcher Schriftſteller Bd. 180.) Geh. 3 Mk., gebd. in
inen 4,50 Mk. G. Grote, Berlin.
Noch einmal zieht Vater Karrillon hinaus aufs Meer in jenen
a des Wirrfals, als der Krieg aufgehört und der Friede noch nicht
angen hatte. Als Schiffsarzt auf der Oſtſee kreuzend, begleitet er
fchentransporte aller Art. Bald ſind es Optanten, die nach Oſt=
Nur eine Knabenſeele. Nach Familienpapieren herausgegeben. 8‟.
(IV und 114 S.) Freiburg i. Breisgau, Herder. 2 Mk., in
Lein=
wand 3 Mk.
Die Geſchichte einer Knabenſeele, das Ningen zwiſchen der
Ver=
ſchloſſenheit eines Jungen und der Sehermacht eines Prieſteus — das
iſt, kurz geſagt — der Inhalt dieſes Buches. Erſt 13 Jahre zählt Hans,
der kleine Graf Dym, ein edler, friſcher Junge, der doch bereits ein
drückendes Geheimnis in ſich verſchließt. Er glaubt dies tun zu müſſen,
weil er meint, keiner würde in ſeine Seele ſehen, ohne ſie zu verachten.
Die ſtumme Schuld hat den Jungen verändert, ſo daß die Eltern, die
ja nichts ahnen von den Kämpfen des Kindes, ihn nicht mehr verſtehen
können. Was Meiſterhand in dieſen letzten Kapiteln aufgezeichnet hat,
das muß man ſelber leſen, das kann man nicht in kurzen Worten
wie=
dergeben.
Walter Seibl: Anaſthaſe und das Untier Richard Wagner. 148 Seiten
Geh. 3 Mk., Leinen 4,50 Mk. Amalthea=Verlag, Zürich, Leipzig,
Wien.
Walter Seidl, ein neuer Prager Dichter, übergibt der
Oeffentlich=
keit ſeinen erſten Roman, der in den Kreiſen aller an Literatur und
Muſik Intereſſierten berechtigtes Aufſehen hervorrufen wird. Anaſthaſe
Alfaric, der Sohn einer Deutſchen, die einer hohen preußiſchen
Offi=
ziersfamilie entſtammt, und eines feinnervigen, muſikaliſch äußerſt
empfindſamen franzöſiſchen Gelehrten, verlebt in Südfrankreich eine
eigenartig bewegte Jugend. Die Mutter, die ſich — ſchon des Sohnes
wegen — dem franzöſiſchen Geiſt und Lebensrhythmus anzupaſſen
be=
müht, wird von ihrem Gatten mit einer ſtillen, ritterlichen Zärtlichkeit
geliebt, bis der Weltkrieg dieſen an die Front ruft, wo er fällt.
Die ſchlichte Gradlinigkeit, die echte Volksverbundenheit und die
chtem Humor durchleuchtete Geſinnungsſtärke ſeiner Bücher haben
ine weite Gemeinde geſchaffen. Das Schickſal eines in die bäuer=
Umwelt verpflanzten Großſtadtmädchens, ihr Heimiſchwerden auf
Lande und ihr dadurch bedingtes Sich=neu=Verwurzeln, ihre
Be=
digung und Bedrohung durch die wieder auftauchenden Schatten
Stadt und ihre endliche Nückkehr dorthin, aber neu gefeſtigt in
er Begegnung mit Volkstum und Landſchaft — das iſt das
Haupt=
der „Kinder vom Junkershof”, das in vielfältigen, ernſten und
en Variationen von Liebes= und Schuldverſtrickungen, von plaſti=
Bildern der ſozialen Verhältniſſe in Stadt und Land begleitet
f. Eduard Spranger: Pſychologie des Jugendalters. Verlag Quelle
Meyer, Leipzig.
ie großen Prozeſſe gegen Jugendliche in letzter Zeit haben mit
Deutlichkeit bewieſen, daß Gleichgültigkeit der Eltern gegenüber
Cöten der Jugend im Entwicklungsalter nicht mehr am Platze iſt.
* daher als erfreuliches Zeichen zunehmenden Verantwortungs=
18 zu buchen, wenn die Elteraſchaft ſich ernſtlich um das
Verſtänd=
er heranwachſenden Jugend bemüht. Von einer ſolchen
Stellung=
e zeugt es, daß Sprangers Pſychologie des Jugendalters bereits
wenige Jahre nach ſeinem Erſcheinen, in 40 000 Exemplaren ver=
* iſt, denn dieſes Werk iſt durch ſeine Klarheit und Tiefe wirklich
daß es deutſches flüſſiges Friſchobſt gibt, das ohne chemiſchen Zuſatz
her=
geſtellt und da unvergoren, vollkommen alkoholfrei iſt? Ein
ſchmack=
haftes, die Verdauung förderndes und von Aerzten als äußerſt
vitamin=
reich anerkanntes Getränk, nicht nur für Leidende, ſondern auch für
Ge=
ſunde. Das gegebene Geſchenk für den Weihnachtstiſch. Die Preiſe
er=
möglichen jedem die Anſchaffung. Machen Sie einen Verſuch und
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Die Ehrung eines koken Kutſchers.
— Paris. In Chenecey (Frankreich) wurde vor kurzem
Louis Tabuteau im Alter von rund achtzig Jahren begraben. Ein
vorbildlicher Vertreter eines im Ausſterben begriffenen
Gewer=
bes, der ſeinen Beruf leidenſchaftlich liebte und ohne
Unter=
brechung volle fünf Jahrzehnte hindurch ausübte. Tabuteau war
der letzte herrſchaftliche Kutſcher ſeiner Heimatſtadt und ſtand ſeit
dem 1. Januar 1890 im Dienſte des Gutsbeſitzers Ricadat. Dieſer
ſorgte nun für eine durchaus ſtandesgemäße Beerdigung der treuen
Seele; die ganze Bevölkerung der Ortſchaft, vom Bürgermeiſter
bis zu den Kindern, die natürlich ſämtlich perſönlich mit dem
alten Tabuteau befreundet waren, nahm in coxpore an der
Zere=
monie teil und begleitete dieſen vorbildlichen Kutſcher auf ſeinem
letzten irdiſchen Weg. Die Zeitungen von Chenecey widmeten
dem verſtorbenen Biedermann ſpaltenlange Nachrufe und rühmten
überdies das Taktgefühl der trauernden Gemeinde, die den langen
Weg nach dem Friedhof aus Pietät zum Teil zu Fuß und
teil=
weiſe auf altmodiſchen Pferdewagen zurücklegte, ſorgfältig darauf
achtend, daß kein einziges Auto den Trauerzug ſtöre. Denn Papa
Tabuteau konnte an dieſer neuzeitlichen Einrichtung zeitlebens
keinen Gefallen finden.
Yokohama moderniſierk ſich.
c. Tokio. Das berühmte Yokohama, das mit Schanghai um
den Ehrentitel, das Paris des Oſtens” zu ſein, wetteifert wird
ſich im Laufe der nächſten Monate großartig moderniſieren.
Theater und Kabaretts, Nachtattraktionen und Volksvergnügen
ſollen eingerichtet werden, um auch den Fremden, die Yokohama
beſuchen, alles zu bieten, was ſie erwarten und von Hauſe her
gewöhnt ſind. Man ſcheut keine Koſten, was ſich daraus erklärt,
daß jetzt bereits der Fremdenverkehr Japan mehr als 50
Mil=
lionen Den im Jahre einbringt. Die Regierung denkt, auf die
beſagte Weiſe die Einkünfte verdoppeln zu können. Allerdings
ſind die Japaner im Intereſſe ihrer Jugend ſehr vorſichtig. Sie
bringen ſchon jetzt ein Schutzgeſetz ein, durch das nur Fremden
und älteren Japanern der Beſuch der Vergnügungsſtadt von
Yoko=
hama geſtattet wird.
Morgans koſtſpieliges Geſchenk.
(a) New York. Pierpont Morgan überraſchte die
Regie=
rung der U. S. A. mit einem wahrhaft fürſtlichen Geſchenk: er
ſtellte ihr ſeine Luxusyacht „Corſair” für wiſſenſchat
forſchungen zur Verfügung. Natürlich unentgeltlich
nun annehmen, in Regierungskreiſen herrſche eitel
wertvollen Gabe. Keine Idee! Anfänglich war
im Marineminiſterium im höchſten Grade beglückt
ſich aber der Staatsſekretär des Handelsdepartemen
mont, als Spielverderber und wies auf die Klein;
die Unterhaltungskoſten des dollarköniglichen Schi
ſtens jährlich 100 000 Dollar verſchlingen. Es ha
um ein verflixt koſtſpieliges Geſchenk. In dieſer Erk
dann in Erwägung gezogen, ob man die „Corſair”n
—ablehnen ſollte. Um auf dieſe Weiſe jährlich 42
erſparen. Der geſchäftstüchtige Staatsſekretär ma
ein vermittelndes Angebot: wenn Morgan die Ya
len ſeine Kollegen von Dollars Gnaden die Unter
aufbringen. Denn erſtens haben ſie mehr Geld
ſelbſt, und zweitens liegt die gründliche Erforſchun
meere eigentlich in ihrem eigenſten Intereſſe. E.
möglich, daß ſich die Herren Dollarkönige zu dieſem
entſchließen werden. Sie müſſen doch die Gewäſſe
ihren Schiffchen, die mitunter 2—3 Millionen koſte
der Tat ganz genau erforſcht wiſſen . . ."
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[ ← ][ ][ → ]8. Dezember 1929
Nummer 49
naT
AEAEHTATTHanHanngngnnnnvannnnnngangnnnnngnnnnnnngnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnangnnnnnnnnnnn
Das Geſicht der Milliarden.
Von Hans Natonok.
Seldmacht als Legende. — Von Nockefeller bis Sklarek.
Milliardäre ſind lebende Nomanfiguren. Sie haben —
von Finanztransaktionen abgeſehen, die dem Laien
unzu=
gänglich ſind — in der realen Alltagswelt nichts mehr zu
uchen. Ihr Reich iſt die Anekdote und das Geheimnis.
Baron Aufred Löwenſtein.
Ve
Man denke etwa an den belgiſchen Finanzmann
Löwen=
ein, der ſich plötzlich aus ſeiner fliegenden Maſchine, die
ber dem Armelkanal pfeilt, davonſchleicht, wie man eine
ür aufmacht und ins Freie geht. Welch ein Abgang für
inen Nomanhelden! Ein Salto mortale aus dem Geheimnis
7 das Geheimnis; aus dem Vakuum des Neichtums in das
es Codes.
Oder man ſehe ſich Sigur und Geſicht des alten
Rocke=
eller an. Lebt das wirklich, oder iſt das nicht vielmehr ein
iſſiges Urgeſtein, ein menſchliches Petrefakt? Das iſt nicht
ur das Alter, das Cauſende von Nunzeln in ein Geſicht
ge=
erbt hat, Strich an Strich, das ſind nicht die gewöhnlichen
Jahresringe verbrauchten Lebens. Das iſt nicht nur gefurcht,
as iſt geätzt. Das ſind die zahlloſen Falten eines Vorhangs,
inter dem ein kicherndes Geheimnis und eine unendliche
Nockefeller.
Berachtung lebt. Fleiſch wird runzlig, aber Stein wird riſſig.
Dieſes Geſicht iſt ein Stück uralter Erde... Geld, von einer
Zewiſſen Millionengrenze aufwärts, macht alt und weiſe.
Sllan ſieht das Gotriebe der Welt entblößt von allen Odeo=
Sglen, die die Gedankentugenden der Not ſind. Milliarden
Oitanzieren vom menſchlichen Gewoge, ſie erhöhen den Be=
ſitzer über die gemeinſte aller Sorgen, wie den Leuchtturm
über die Brandung. Der große Geldmann hat keine Ahnung
vom menſchlichen Oetail, weil er weithin das Ganze
über=
blickt. Was kummert ihn die Not der einzelnen Welle, die
kommt, aufgiſchtet und verſchwindet! Die Intereſſenbindung
mit dem, was die wimmelnde Menſchenwelt unten bewegt, iſt
gelöſt. Das macht einſam, das ſchafft die beſondere
Atmo=
ſphäre des extremen Neichtums, gemiſcht aus Verachtung,
Machtwillen und dämoniſchem Schaffenstrieb. Die
Men=
ſchenkenntnis des Milliardärs beſchränkt ſich auf die
Abord=
nungen der Macht, alſo auf ſeinesgleichen, mit denen er
ver=
handelt. Dorthin fällt die ganze Schärfe ſeines Lichts; das
einzelne bleibt im Dunkel.
Auch Spar Kreuger, der Sündholzkönig, iſt eine
lebendige Legende. In jedem reichen Mann verwirklicht ſich
ein Stück uralten Märchens.
Kreuger unterhält in allen Metropolen der Welt, in
denen er dann und wann wenige Cage weilt, Swanzig=
Simmer=Wohnungen, die jahrelang hinter Jalouſien
ſchlum=
mern. Er unterhält dieſe Wohnungen, aber ſie langweilen
ſich; denn ſie häben keinen Herrn. Ihr Herr iſt ein
Hotel=
gaſt, der die Abneigung hat, in einem Gaſthof abzuſteigen.
Wenn die Haushälterin, die dieſe unbehauſten Wohnungen
verwaltet, die Nolläden hochzieht, kommt der Herr, um hier
zu arbeiten. Dieſe leeren Wohnungen, deren Beſitzer nie da
iſt, auch wenn er da iſt, ſind ein Symbol heimatloſen
Milliar=
därtums, das ſich jeder nach Belieben deuten kann. Spricht
Goethe nicht irgendwo von Fauſt als dem „Unbehauſten”?
Dieſe Simmerfluchten, auf das ſtrengſte, knappſte
einge-
richtet, menſchenleer, ohne den Geruch des Bewohnten, ſind
das Gegenteil von Idull und Behagen. Sie verkörpern die
ſchöpferiſche Unraſt. Die Grillen, die an dieſem häuslichen
Herde zirpen, ſind jene, die der Milliardär fängt. (Anders
ausgedrückt: Das Heimchen am Herd des Milliardärs iſt
die Grille im Kopf.)
Dieſer Mann kennt nicht die Paſſion der Frauen, des
Alkohols, des Luxus, des Spiels, des Sports, der Kunſt. Der
Kleinbürgers der hinter dem Staket in dieſes fremde Leben
lugt, fragt ſich erſtaunt: Ja, was hat denn der Mann vom
ſeinen Milliarden? Nicht einmal Streichhölzchen benutzt er,
um ſich eine Sigarette anzuzünden. Da habe ich’s, der ſich
mit Kreugers Streichholz ein behägliches Ofenfeuer anſteckt,
doch viel beſſer! Säuerlicher Croſt des Odyllikers, der unter
den erleuchteten Fenſtern des Neichen ſteht und weiß: hier
werden nur die Feſte der Arbeit gefeiert. Aber er weiß nicht,
daß das Geld in der Hand des großen Sinanzmannes ein
künſtleriſches Material iſt, wie der Klang dem Muſiker, wie
die Sprache dem Dichter; ein Material, in dem konſtruktiv
zu arbeiten ein unendlicher Genuß iſt. Der Bürger kennt nur
den Wert des Geldes als Cauſchmittel für perſönlichen
Ge=
nuß; beſtenfalls als Mittel der perſönlichen Unabhängigkeit.
Für den Milliardär, den echten, den vom Geblüt
geld=
beſeſſenen, verwandelt ſich die banale Stofflichkeit des Geldes
gleichſam in einen gasförmigen Suſtand. Es wird zum
Sauerſtoff der Wirtſchaft: ein Sprengmittel der Macht, das
neue Gegebenheiten und Suſtände ſchafft.
Der Neiche vom Schlage Spar Kreugers lebt wie ein
Asket; kein Philoſoph könnte vorbildlicher leben. Er kennt
die kleinbürgerliche Frage nicht: was habe ich vom Daſein,
wie mehre ich Genuß und Behagen? Nentner leben vom
Gelde. Der Milliardär, von dieſem Cypus unendlich entfernt,
lebt durch das Medium des Geldes. Jener iſt idulliſch, dieſer
heroiſch. Die Cat duldet keine anderen Nuhepauſen als die,
die der paſſionierte Schachſpieler ſich bis zum nächſten Suge
gönnt. In einer ſolchen Denkpauſe geht er auf ſeine Jächt,
die auf einem erdenfernen Ozean kreuzt. Er ſteht immer
unter dem Geſetz der Partie. Auch noch in der Cransaktion
ſteckt die Aktion, die den ganzen Menſchen beanſprucht und
ſeine höchſte Erfüllung iſt. Dies iſt das innere Geſicht des
Milliardärs.
Kindiſch ſtaunende Laien=Swiſchenfrage: Daß man mit
Streichhölzern, ſo viel Geld verdienen kann! Daß eine
Streichholzſchachtel den Vertikalaufbau von Nieſenkonzernen
tragen kann! (Wunder der Wirtſchaftsphyſik.) Und daß im
Kreislauf der Wirtſchaft der Letzte, der Unterſte, der uns
an der Straßenecke das Kreugerſche Monopolerzeugnis:
„Streichhölzer, bitte, Streichhölzert” entgegenhält, ſo ſchlecht
wegkommen muß! Was ſagt Kreuger dazu? Er ſchweigt.
Denn Verſchwiegenheit, ſagt er, iſt das
Ge=
heimnis des Erfolges. Sie iſt nicht nur das Geheimnis des
Erfolges, ſondern das der Welt. Kreuger wird ſich hüten,
es auszuplaudern. Das Märchen vom Streichholz iſt eines
dieſer Geheimniſſe. Der Erfolg, das Leben Kreugers iſt auch
eines. Hunderte von Antworten haben die Multimillionäre
für die Fragen der Ausfrager: Wie erklärt ſich ihr Erfolg?
Man hat aus dieſen Sibelſprüchen der Neichen, mit denen ſie
die Interviewer abſpeiſen, dicke Bücher (Wie werde ich
erfolgreich?) gemacht. Kreugers Antwort iſt die neueſte. Er
legt den Finger auf den Mund. Nicht daran rühren. Im
Schweigen ruht das Gebeimnis von der Macht und
Ohn=
macht der Welt.
Auch wenn dieſe ſiameſiſchen Swillinge, die „
Skla=
reks” heißen, anders hießen und noch im Glanz und
Neich=
tum ſäßen: ihre Köpfe wären dennoch nicht gut. Seht
da=
neben Morgan oder Löwenſtein: wie Satyr neben
einem Apoll. Morgans viereckiger Kopf und der buſchige
Stutzbart, auch Löwenſteins weltmänniſch=elegantes Profil
ſind geradezu typenbildend geworden. Welcher Jinanzmann
höheren Grades möchte nicht einen energiſchen Schnurrbart
haben wie Morgan! Das hebt den Kredit. Es gibt einen
Bankdirektorentyp (ſchon vom Abteilungsleiter aufwärts),
der offenbar dem Morgan=Exterieur nachſtrebt. Daß der
Beruf Cypen bildet, und zwar von ſeinen Spitzen her
(weshalb alle Kellner ausſehen möchten, wie der Ober ganz
renommierter Häuſer), das iſt ein weites Kapitel.
Spar Kreuger.
Aber ſeht die Sklarehs, die allerdings nur kleine
Mil=
lionenkrutſcher ſind: Leos frech geſchweifter Mund, die Angſt
im Auge; Maxens Doppelkinn, kehliges Fettgewicht
praſſen=
der Überernährung, fleiſchliche Ablagerung des Geldes. Der
erſchlichene Beſitz wird ſofort in Körpergenuß umgeſetzt, er
wird geſichert wie eine Beute. Die Sklareks ſehen ſchon in
ihrer Sünden Majenblüte aus, als ſtünden ſie im Steckbrief.
Aus manchen Köpfen iſt bei beſtem Willen nicht mehr zu
machen als ein Paßbild. Den Cupus Sklarek trifft man zu
Dutzenden, zu Hunderten auf Nenn= und
Vergnügungs=
plätzen; er hat ſeinen wohlgemeſſenen Anteil am Geſicht der
Zeit. Er iſt populär: der gute Verdiener kleinbürgerlicher
Herkunft. Es iſt nur ein Gradunterſchied, ob man
hundert=
tauſend oder zehn Millionen errafft. Die Sklareks haben in
ihrem Aufſtieg, der eine Flucht iſt aus dem Kieinbürgerlichen,
Maß und Siel verloren. Das war ihr Verhängnis. Sie
Pierpont Morgan.
waren geriſſener als ihre kleinbürgerlichen Seitgenoſſen, mit
denen ſie zu tun und leichtes Spiel hatten; das machte ſie
vermeſſen. Sie ſind, im Gegenſatz zum Kreugertypus, ohne
Geheimnis. Das ihre liegt in Falſchbuchungen, nicht im
Weſen. Einen Kreuger kann höchſtens ein Dichter
ergrün=
den; hinter die Sklareks kommt der Kriminaliſt. Der
Weſens=
unterſchied zwiſchen dem geborenen Milliardär und dem
emporgekommenen Gelegenheitsmillionär iſt größer als eine
mathematiſche Dezimale.
Annaane
maugunnnnnznarngnrnngangngnngnnngnnranngrgEtnnnnnggnnnnnnngnnangHnnAAnAnAEHannin
Das Grafenſchloß.
G
1.
Von Nudolf Gläſer.
Antwerpen offenbart ſich am herrlichſten, wem die Sonne
auf den Wogen der Schelde glitzert und ſelbſt in die ärmſten
Gäßchen frohe Lichter hineinmalt. Brügge iſt echt, wenn über
den Kanälen zarte Schleier liegen, in welche die Sonne Gold
einſtäubt. Gent ſpricht am ſtärkſten, wenn die Sonne ſich verhüllt.
Wenn der Himmel bleigraue Wolken über die Stadt wälzt,
dann tritt einem die Düſterkeit zwiſchen dieſen Mauern mit
dra=
matiſcher Wucht entgegen.
Dann könnten tauſend elektriſche Klaviere ſtatt der paar
Dutzend in den Kaffeehäuſern der Stadt die tollſten Märſche in
dieſe Luft von Blei hineinhämmern, ohne den geringſten Wirbel
von Heiterkeit zu erregen, während die Atmoſphäre von
Ant=
werpen ſofort wie elektri”ert erſchiene
Dann rollen die Klänge des Glockenſpiels hohl und kalt vom
Belfried herunter, während ihnen das liebliche Schweigen
Brügges einen unvergleichlichen Nachhall gewährt hätte.
Wer den Nabot ſieht, wie ſich das feſte Giebelhaus zwiſchen
die beiden maſſigen Cürme hineinzwängt, der glaubt nicht, daß
dieſes Curmwerk einmal halb eingeſcharrt wurde, ſondern daß
die ungeheure Laſt von ſelbſt langſam in den Boden
ein=
geſunken lei.
Die Kanäle, welche die Stadt in zahlloſe Inſeln zerſchneiden,
fließen ſtreckewweiſe an Lagerhäuſern und Fabriken oder an
kleinen Wohnhäuſern mit unordentlich gepflaſterten Höfen und
jämmerlichen Gärten vorbei, wo die Armut dürftige
Wäſche=
ſtücke aufgeflaggt hat. Das iſt Nomantik der Croſtloſigkeit, des
erbarmungsloſen Lebenskampfes
gewalttätig für alle,
denen Nomantik nur ein abenteuerliches, bezauberndes, grauſiges
„Es war einmal” bedeutet, das man behaglich geborgen genießt
wie Cheater.
Nicht eimmal die Cürme dieſer Stadt, außer dem Belfried,
wagen es, frei über all die Schwere und Geducktheit
hinauszu=
ſteigen. St. Michael hört in der Hälfte auf, St. Bavo ſteigt ein
Fenſter hoch über das Kirchendach, hält inne und ſtreckt dann,
als letzten verzweifelten Verſuch zur Befreiung, noch vier Spitzen
an den Ecken in die Höhe. Der Nikolasturm beſcheidet ſich unter
einer flachen Pyramidenkappe.
Und die Nathäuſer, die anderswo, in Brüſſel etwa oder in
Löwen, ſoviel elegante Anmut aufweiſen, liegen hier als
ſchwer=
fällige Maſſen. Das Nenaiſſanrerathaus iſt eine gravitätiſche
Unbeholfenheit, und bei dem gotiſchen daneben wird das graziöſe
Hochfließen der ſchlanken Pfeiler und der Bogen roh von der
Dachlinie abgeſchnitten.
Am Graskai bekommt die Lus Gents repräſentativſte
Bür=
gerhäuſer zu ſpiegeln, das Schifferhaus voll barocker Unraſt, das
romaniſche Kornſtapelhaus, das ſich vor Alter neigt, eingepreßt
zwiſchen ſeine Flanke und die des Kornmeſſerhauſes das winzige
Aufſeherhäuschen.
Die Bavokirche und St. Niklas liegen wie ungeheuerliche
Ciere in dem Häuſergewirr, das man einundneunzig Meter
dar=
über, vom Belfried aus, als ein wüſtes, ſtumm brandendes Meer
von grauen Dächern und Giebelzacken wahrnimmt, indem man
beklommen zwiſchen den kahlen Quadern des Curmes ſteht, unter
den Mäulern der Glocken.
Man ſieht das Näderwerk der Uhr i beſtimmten
Seit=
abſtänden unter erſchrecklichem Schnurren ſich drehen, klettert
über Stiegen und Creppen, findet ſich allein mit zweiundfünfzig
Glocken des Glockenſpiels, an denen plötzlich die Fäden zerren,
und zweiundfünfzig metallene Stimmen beginnen zu dröhnen. Die
Stiftwalze, welche die Glockenfäden anreißt, rotiert langſam, mit
unheimlicher Stetigkeit; man ſteigt wieder hinab durch den
halb=
dunkeln Curm, der mit Geiſterwerk angefüllt ſcheint. Von oben
herab ſchnarrt die Uhr und raſen die Glocken, durch die Luken
ſtreicht der Wind. In einem Stockwerk ſtehen die Crümmer des
rieſigen kupfernen Drachen, der als Wetterfahne ſich auf der
Curmſpitze ein halbes Jahrtauſend im Winde ſchwenkte und heute
durch einen anderen erſetzt iſt. Anderswo wird eine der erſten
Curmuhren der Welt aufbewahrt, noch aus der Seit des
Huygens. Steinerne Nitter drohen ſtarr und bleich, die Hand. am
Schwert.
Das alte Vleeſchhuis ſtreckt ſich wie ein Ungetüm neben der
trübe fließenden Lys aus. Im Giebel glotzen böſe zwei
Dreieck=
fenſter als Augen, darunter ſteht ein Spitzbogen wie eine häßlich
aufgeworfene Naſe, und man vermeint, jeden Augenblick könne
irgendein bruegheliſches Ceufelspack durch die Gaſſen dahertollen.
In der Stadt erheben ſich zwei Burgen. Das Schloß
Ger=
hards des Ceufels, des Stadtvogts, klotzig und reſpektabel. Die
Burg der Grafen von Flandern, wild, reckenhaft und manchmal
brüchig, halb von Waſſer umgürtet, aus dem die Mauern
be=
drohlich aufſteigen, verſtärkt mit Pfeilern, welche kurze,
ge=
zinnte Cürme tragen. Ueber den Mauerharniſch ſchaut der
Pallas und der an den vier Ecken rund getürmte Donjon. Man
geht durch weite, gewölbte Hallen, verfallene Höfe, ſieht Kerker
und Gräber mit Skeletten, ſteigt dann empor aus der Finſterkeit
und Kälte auf den Wehrgang, um von den Sinnen über Gent zu
ſchauen.
Die Lieblichkeit hat ſich vor den grollenden Steingewittern
zurückgezogen in ein Gäßchen hinter der Boookathedrale, das
auch noch Nue du Véfuge heißt und den Achterſikkel enthält,
einen reizenden, ſtillen Winkel aus einem runden Curm,
efeu=
bekleideten Söllern, Creppchen und ſchlankſäuligen Arkaden, um
Buſchwerk und em Grasrondell herumgeſtellt.
Die Kirchen von Gent ſind köſtliche Muſeen. St. Bavo
birgt den berühmten Altar aus dreiundzwanzig Cafeln des Hubert
und des Jan van Eyck.
Die Malerei vor ihnen formulierte ſchlicht und kmapp wie
ein Dogma. Ihre Geſtalten waren ſchmerzliche oder entzückende
Schemen, faſt ohne Körper, aus lieblichen Linien und zarten
Far=
ben voll Pathos und Anmut auf einen goldenen Grund
hingezau=
bert. Hubert und Jan verließen dieſes phantaſtiſch unwirkliche
Paradies und gingen in das üppige Leben hinein.
A
Der Gaſt aus Oel.
Von Hermann Linden.
Eine Stunde vor Mitternacht, juſt in dem Augenblick, als
der blonde Intendant mit der Venusdarſtellerin in den
Seiten=
raum hinübertanzte, trat durch die Haupttüre, neben der ich
zu=
fällig ſtand, eine ſonderbare Maske. Es drehte ſich niemand nach
ihr um. Faſtnachtsougen, die nichts zu tun haben, als verliebte
Blicke ſich gegenſeitig zu ſenden, haben weder Seit noch
Samm=
lung für ihre weitere Umgebung. Dieſe Maske war ein Herr,
das bewies der Vollbart, der unter der Geſichtslarve
herunter=
floß; ſonſt aber war es eine ſelbſt für einen Maskenball recht
merkwürdige Erſcheinung. Eine mittelgroße Geſtalt mit breiten
Schultern, auf dem niedrigen Hals ſaß ein ſchmaler, ſchlanker
Kopf, den ein Barett bedeckte. Unter dem langen, wallenden
Mantel, der das Kniehoſenkoſtüm verhüllte, pendelte eine
Degen=
ſpitze hervor.
Der Fremde, wie wir ihn vorerſt nennen wollen, da wir nicht
wiſſen noch ahnen, wer er iſt, hatte Handſchuhe an den Händen.
doch trug er den rechten ausgezogen in der Hand. Aber es waren
keinesfalls dieſe bis jetzt erzählten Einzelheiten ſeiner Kleidung.
die mir dieſen Fremden auffälliger als alle die andern erſcheinen
ließen, nein, es war vielmehr die eigentümliche Farbe ſeines
Kleides, die ich abſolut nicht bezeichnen konnte. Sie war dunkel
— aber auch die Farben der Dunkelheit haben Namen — dieſe
Farbe aber konnte ich nicht benennen; ſie war nicht ſchwarz und
auch nicht braun, ſie war nicht grau und auch nicht violett, ſie
hatte vielmehr das Ausſehen jener Farben, die man auf ſehr
alten, vielhundertjährigen Gemtälden findet, Farben, die verſtaubt
und zerſchliſſen, matt und charakterlos geworden ſind. So etwa
ſah das Kleid des Fremden aus; ſchreiender Gegenſatz aber hierzu
war ſeine Larve, die war ſcharlachrot, glatt und glänzend, wie
eben aus dem Laden geholt.
Mich beſchlich ein eigentümlithes Gefühl, ein Gedanke ſtieg
frierend in mir empor, doch will ich ihn vorerſt für mich behalten,
auslachen kann ich mich immer noch. Der Fremde ſtand wie ein
teilnahmsloſer Suſchauer da. Das, was von ſeinem Geſicht zu
ſehen war, das bärtige Kinn und der breite, chelancholiſch
ge=
krümmte Mund, war unberdeglich; ich ſah näher hin, trat hinter
ſeinen Nücken, die Haut war ſehr fahl — ein junger Mann war
alſo der Fremde nirnmer. Es herrſehte ein lautes und
leiden=
ſchaftliches Creiben in dem Saal. Wieviel Hände die
Jazzband=
ſpieler ſich wundſchlugen in feſtlichem Sanatismus, kann der
auf=
merkſame Chroniſt nicht berichten. Jür die Frauen war es ein
ſichtbares Vergnüigen, einmal weniger zurückhaltend ſein zu
dür=
en, ohne ihren uf zu gefährden; viele Küſſe knallten von Mund
zu Mund, die on andern Cagen nie gewährt worden wären
doch Nedoutenküſſe? Calmiküſſe!
Da trat eine Canzpauſe em.
Der Frenide ging über das Parkett.
Während) ich hinter ihm herging, von Minute zu Minute
kam er mir ſieltſamer dor, ſah ich ſeinen leicht gebogenen Gang,
einen Gang, wie ihn alte oder ſehr müde Menſchen haben. Wir
Noch iſt der Gottvater des Hubert regloſes
hei ſchenden Vatergüte, und mr die ſchöne, würt
Haare und der weltliche Prunk machen aus de
Gott einen gnädigen König. Noch iſt das ſüße Ge /a
des Hubert unirdiſch geklärt. Noch iſt der dozier
nur Maske eines ſchönen Prieſters.
Aber die Freude an der rauſchenden Pracht
und den fliehenden Flächen und ſtrebenden Säulen
ſinnlich und kühn.
Jan, der Vagant und Weltmann, konnte ) mücht
tun in dem dandyhaften Genuß, wundervolle St
von ſchillernden Farben, ſie in ſchweren Falten die edor
fallen zu laſſen.
Unvergleichlich war für damals die Fülle / a
Engel, Fürſten, Heilige, Pilger, die ſich um das
theatraliſch in die Architektur der Landſchaft hine elſon
Die muſizierenden Engel ſind mit ſolcher Wah fti
malt, daß man bei den Sängern von den arbeiter F Go
die Cöne abhören kann, die ſie ſingen. Die Urelter ind
allein in dem Beſtreben, über zwei menſchliche Kö
die Wahrheit zu bekennen, genau ſo getreu wie den
träts des Stifterpaares Bydts die Geſinnungen gen
gehalten werden.
Das Bürgertum hier gab ſich maßlos. Kär eriſch
ſelbſt in Nürnberg oder den Städten der deutſchen nla.
es keine Grenzen in den Ausſchweifungen der Tht. 9
Genter zu Beginn des 14. Jahrhunderts ſich Fre
erwehrt hatten, gingen ſie gegen die eigenen Pa er
die Bürger regierten mit den Grafen von Fland / zu
Um 1400 konnte die Stadt 50000 Mann in die Sicht me
und machte die burgundiſchen Herzöge um ihre Her afth=
Als Frankreich und Ludwig II. von Flandern G. bed
brachte Jakob von Artevelde die flandriſchen Stä zu
gewann Brabant und verband ſich mit England, da rhtn
war, Cuch von der Weberſtadt Gent zu kaufen, ſo En. aug
Franzoſen in Schach zu halten.
Daß dieſer ſtaatskluge Bierbrauer es untert nen
ſchon das Übermorgen zu ſichern, kam dem Bür Zum.
ſtolze und enge Sinnesart traditionell geſicherter Naß
reicher Vergangenheit war, als ein freveles A keue
Artevelde wurde ermordet.
Später unterwarf ſich Gent den Herzögen 1/Bu
ohne ſeinen Stolz aufzugeben. Als Maria von Eg
Cochter Karls des Kühnen, ihre Näte um Anerke rug
König von Frankreich ſchickte, ſchlugen ihnen die enter
ihrer Nückkehr die Köpfe ab, vor den Augen der hi en Fü
auf dem Freitagsmarkt.
Auf dem Pharaildeplatz brannten die Ketzer, d
dammten dreier Jahrhunderte gingen dort zum Cod Sh
fürchterlichen Mauern der alten Grafenburg ihre fen
auffingen. Drüben über dem Kanal ſteht das Fli Be
nach dem Groenſelmarkt den Pranger in der W. hä
Gerechtigkeit muß enorm geweſen ſei.
Ritter vom Belfried.
Karl V., der in Geflt zur Welt gekommen und mi 0
Gent
Graf von Flandern war, ließ Flandern Steuern 3a.
ſtiegen zuſammen die Creppe hinauf, wir ſetzten uns 9
der an zwei Ciſche der oberen Galerie, wir ſchauten 9le
unbeteiligt und doch gefeſſelt in das erhitzte menſchlic
„Ogotto, Gott, haſt du aber einen ſtattlichen O‟
da eine Pierrette, ſich auf den Schoß des Sremden
Faſt hätte ich den Ciſch umgeworfen bei der Schnellg!
Vorbeugens, um mir ja nicht die Stimme des Srende
zu laſſen. Sein Mund aber öffnete ſich zu keiner Anfmd.
los zur Geduld, entfloh die Kleine mit einem ſchmollend
chlag. Andere kamen und flohen. Der Sremde 9a0
von ſich. Er rührte ſich kaum. Da rauſchte ein Vellt.
unter der Larve blitzten zwei Augen raſch herüber, R.
der Fremde verführeriſche Geſellſchaft.
„Einſamer Spanier”, trällerte die Neue und Me
langſtieliges Sektglas an den Mund; da rührte ſich die
agte lächelnd: „Wir ſind die einzigen wohl, die von Lr"
durchgelaſſen worden ſind?‟
Warum lachte die Frau über dieſe Bemerkung:
ſich auch gegenſeitig als ſpaniſch erkannt, war 94
auch zutreffend, ſo hätte die Frau doch ebenſogll. L
dumpfen Con dieſer Stimme wahrnehmen mühlenz "
Fremde ſprach. Und wieder fiel mir dieſer verrüche
vom Anfang ein. Ein Coter im Ballſaal?
Ich horchte weiter.
„Biſt du ein Spanier oder tuſt du nur ſo?” forſoe
gierige. Der Fremde ſtieß den ſtörenden Degen 3ül.
den Mantel enger um ſich, fühlte, ob die Lare V
zir
zeite
ſente
chei”
Laut
rbei.
We
und
P
n
den
Lner
te ſich, aber er fegte ſeine Privilegien hinweg, ließ hin=
„und baute ſeiner Macht einen Panzer, den die Stadt
bezahlte, baute ihn, den Wilhelm von Oranien wieder
be=
in die Crümmer der Abtei St. Bavo, die ein mönchiſcher
* geweſen ſein muß
Kon der Prunkhaftigkeit iſt die Träumerei geblieben, die
guumwucherte Mauern ſchwebt, um zerbrochene, feingeglie=
„äulen und den ſchön überbauten Siehbrunnen in dem Ho
inſame Stille tauſend fromme Märchen ausſpinnt.
on der klöſterlichen Strenge bleibt noch die verlaſſene O
geborſtenen Wände und die Gräber unter dem verfallenn
aal neben dem Kreuzgang, der mit elegant aufſchwinger
wölbebogen über zerbrochenen Slieſen traurig am H
hinterſten Kloſtergarten verwittern zwiſchen Bäumen
räuchern ſchmucke Steinurnen, Grabplatten und zierlich
tene Pfeiler, die man aus Mitleid für ihre Schönheit hier
engetragen hat.
ter den wuchtenden Gewölben des Lavatoriums und in den
des Refektoriums ſchweigt die geſtorbene Seit zwiſchen
nackten Mauern.
e romaniſche Gemeſſenheit des Refektoriums verſank in
he Croſtloſigkeit. An der Wand über dem Corbogen
hmerzlich als Corſo der Chriſtus des Jean de la Porte,
Boden ſtehen alte Caufbecken, Statuen und Grabplatten
ich die Wände entlang. Aus der Ecke wacht ein Nitter
elfried über dem Grabſtein des Hubert van Euck und dem
dag des Jan van Cleef.
rußen in dem achteckigen Curmſtumpf, der auf acht
Nund=
eilern graziös und feſt in dem öden Kloſterhof ſteht,
die Wächter dieſes toten Hauſes zuſammen mit dem
der die Regloſigkeit der Gärten leiſe erzittern läßt.
chtern und geſchäftig iſt die Frömmigkeit hinter den
ngiebeln der Byloke=Abtei, die heute Hoſpital iſt und
und ſich ernſt an der Lus hinſtreckt.
Der gänzlich Unbeteiligte.
Von Friedrich Arenhövel.
In einer dunklen Seitenſtraße wartet ein Heerlager der
Schutzpolizei. Lange Kolonnen von Cransportautos ſind
auf=
gefahren. Die Wachmannſchaften hocken fröſtelnd, vor ſich
hin=
ſtierend, an ihre Karabiner geſtützt auf den ſchmalen Holzbänken.
Abgeſeſſene Neiter ſtehen vor ihren nervöſen Pferden. Unter
den Bogenlampen der Hauptſtraße ſtrömen zehntauſend
Men=
ſchen mit hochgeſchlagenen Kragen und aufgeſpannten
Negen=
ſchirmen der Verſammlungshalle zu. Straßenbahnen, Autobuſſe
und Automobile verſuchen läutend, lärmend und brüllend
vor=
wärts zu kommen. Die Sturmbänder der in Dreiergruppen
patrouillierenden und poſtenſtehenden Schupos ſind unter dem
Kinn. Die Leutnants ſind aufgeregt wie vor einer Schlacht. Ein
Polizeimajor ſchreitet aufrecht gegen den Strom der zehntauſend
Menſchen und nimmt die Meldungen ſeiner Offiziere mit
ruhigem Lächeln entgegen.
*
Der Schupo Franz Schubart hockt auf ſeinem
Cransport=
auto in der Nebenſtraße und döſt ſeinem Einſatz entgegen.
Der Nadikale Hermann Streit ſucht in der Hauptſtraße die
Stellen auf, an denen ihm ein barſches Weitergehen!”
zu=
geſchrien wird. Er hat die Hände in den Hoſentaſchen; in einer
von ihnen ſperrt ſich ein alter Crommelrevolver.
Der gänzlich Unbeteiligte, ein Buchhalter Karl Meißner,
ſteht eben in einem anderen Stadtteil von ſeinem Pulte auf,
ſchließt ſeine Bücher fort und macht ſich auf den friedlichen
Heimweg.
Der Leutnant Franz Schubarts ſitzt aufrecht und wachſam
neben dem Chauffeur. Franz Schubart hat nichts zu tun, als
das, was der Leutnant befiehlt. Gegenwärtig befiehlt er nichts;
alſo hat Franz Schubart Muße genug, allen denen zu grollen,
die wöchentlich mindeſtens einmal eine Dienſtfreiheit in erhöhte
Bereitſchaft verwandeln. Swiſchen ſeinem Herzen und dem
Gummiknüppel an ſeiner Seite ſpannt ſich eine Heimzahlwut, die
auf ihre befreiende. Auslöſung harrt. Es iſt naß und froſtig
Die Finger am Karabiner ſind eiskalt.
Der Nadikale Hermann Streit iſt trotz drohender
Gummi=
knüppel über den Fahrdamm der Hauptſtraße gelaufen. Drüben
treiben ein Dutzend Schupos die Neugierigen aus den
Haus=
eingängen. Frauen und Kinder ſind dabei. Hermann Streit
empört ſich an dieſer Catſache. Er ſtellt ſich in einen Hausflur,
der gleich geräumt werden muß.
„Hausflur räumen!”
Streit haßt das Leutnantsgeſicht, das von Pflichteifer
ge=
rötet iſt. Mannſchaften drängen ihn ab.
„Ich wohne hier”, lügt er proteſtierend.
„Weitergehen!” —
„Faſſen Sie mich nicht an! — Sie — —!!”
„Weitergehen!”
Der gänzlich Unbeteiligte findet ſeine Straßenbahn
über=
füllt. — Gut. — Buchhalter Meißner hat zehn Stunden in der
ſtickigen, überheizten Büroluft gearbeitet. Er wird zu Suß
—
gehen. — Da ſcheint doch heute wieder etwas los zu ſein?
Daß die Leute nichts Beſſeres zu tun haben! Der Buchhalter
Karl Meißner verſteht das nicht. — Heute abend gibt es
Brat=
hering und Kartoffelſalat. Warme Hausſchuhe ſind da, die
Seitung, eine gute Sigarre. Das Leben iſt karg; aber man kann
ſich’s einrichten. — Die Frau wartet, der Paul, der Fritz, die
Olga, das Lenchen.
chaulich wird die Frömmigkeit in den beiden
Beghinen=
em großen, einem winkligen Städtchen, und dem kleinen,
e Häuschen würdig im Viereck auf einen leeren
Gras=
ruen. Aus der Kapelle dringt leiſer Geſang. Durch die
dweben die weißen Segelhauben der Beghinen.
KI
etnt
etten.
Ihrt
Die größeren Brötchen.
em Bäckermeiſter wird am Stammtiſche heftig zugeſetzt:
Meiſter, wie kommt es denn, daß die Brötchen in N.
eAjer ſind als bei uns im Ort?
ber das kommt? Nun, werden wohl mehr Mehl dazu
Hausſchlachten.
iſcher: Wie ſoll ich denn das Schwein zerlegen?
usfrau: Iſt ganz gleich, machen Sie es nur ſo, daß
viel Schinken bekommen!
Aus einem Daukſchreiben.
* geehrter Sahnarzt! Ich möchte Ihnen nur mitteilen,
ſt
lechs Sähne zu meiner Sufriedenheit ausgefallen ſind.
A
Ke
TIff
Eläße und ſagte: „Das iſt nicht genau zu ſagen!”
D, red' keinen Unſinn,” ſie ſtieß ihn mit ihrer kleinen
e) 5 die Bruſt. Und: „Was tuſt du denn eigentlich hier?
* Skemden fiel ſein Handſchuh zu Boden. Er hob ihn auf,
2ork, wenn man ſo lange wie ich auf einem und demſelben
eſſen hat, ſo will man auch einmal auf anderen Stühlen
zen) Ht wahr?
Srau fand dieſe Antwort zwar einleuchtend, doch etwas
beſonders in einer Hinſicht; ſie fragte ängſtlich:
ATaſt du auf einem Stuhl geſeſſen? Doch nicht gar ...?
in, nicht gar ... lächelte der Fremde abwehrend.
imm, wir tanzen!“
49 auf die Uhr: „Meine Seit iſt gleich herum!”
he Seit? Willſt wohl gar heute nacht noch zurück nach
Spa=
erdings, heute nacht noch!”
1te nacht geht kein Sug mehr!"
Srende drehte eben das Geſicht etwas, ſo daß ich ſehen
Die er in einer feinen Weiſe den Mund ſpitzte, als er
R0tA ch brauche keinen Sug, meine Liebe!”
was denn? Mit dem Flugzeug? Im Winter fahren
Din1 gzeuge über die Berge!”
der Sremde ſagte langſam, ohne das Vorherige zu be=
L az gleichſam, als ſpräche er ins Unſichtbare, ins Ferne,
nden oder nur zu ſich ſelbſt: „Arg verändert hat ſich’s,
dus 2
2: arg verändert; früher ging die Sonne darin nicht
Hi ute geht ſie darin nicht mehr auf”
Der Schupo Franz Schubart ſchrickt auf. Orgendwo,
ziem=
lich weit weg, wird gejohlt und gepfiffen. Ein Kommando wird
von einem Offizier in die Straße hineingeſchrien. Schubarts
Leutnant dreht ſich um und muſtert ſeie Leute. Der Chauffeur
läßt den Motor an. Der Wagen vibriert, und die Geſtalten
der Wachmannſchaften vibrieren mit.
Dal — Die Berittenen ſitzen auf. Die Pferdehufe
klap=
pern und trappeln durcheinander. Ein paar Funken ſprühen aus
dem regennaſſen Pflaſter. Der Beritt formiert ſich und trabt
ſchlank davon.
Dicke Luft —” gähnt der Nachbar Schubarts, daß ſein
Helmband ihm die Kinnbacken ſchnürt.
„Wenn man erſt —”, gibt Schubart mißmutig zurück.
Hermann Streit ſtößt zu einer Gruppe, die ſich an der
Straßenecke ballt.
„Weitergehen!”
Streit iſt der erſte, der pfeift. Die andern machen mit.
Halb iſt es Jux, halb Empörung. Sie ſchreien und johlen gegen
die Front „Weitergehen”.
Da kommen die Neiter.
Seitlich rückt eine halbe Hundertſchaft zu Suß mit
um=
gehängten Karabinern an.
„Weitergehen!” rufen fünfzig erregte Kehlen.
Und er ſtieg auf, faßte ſeine Begleiterin an der Hand; beide
ſtiegen die Creppen hinab in den Saal. Ich fuhr fort, ſein
Schat=
ten zu ſein. Noch ein paar Märſche, dann war es zwölf, und
nun fielen die Larven von den Geſichtern. Imzwiſchen hatte der
Fremde, weniger durch ſein etwas ſchäbig abgenutztes, farbloſes
Koſtüm, als durch ſeine glänzende, ſcharlachrote Larve die
allge=
meine Aufmerkſamkeit erregt, und als der letzte Schellenton
„Zwölf” über das Parkett hinraſſelte, umſtand ihn eine große
Gruppe von Neugierigen, die alle, aber keiner ſo geſpannt wie
ich, ſein Geſicht erwarteten. Und er nahm ſie ab, und wir alle
ſahen in ein Geſicht, das nur noch eine Minute lebte, dann begann
es vor unſeren Augen zu zerfallen; grau, zerknittert, uralt ſah es
aus, ich hätte es gern einmal, furchtbar gern, mit dem Finger
berührt, um zu ſehen, ob es überhaupt Haut eines Lebendigen
hatte, es ſah aus wie alte, bemalte Leinwand. Und nun grift
auch die Serſtörung vor unſeren Augen auf den übrigen Körper
über.
Da entſtand eine Panik im Saal. „Ein Coter, ein
Ster=
bender, Geiſter, Geſpenſter — — 1!” ſprangen die Schreie und
Rufe ineinander. Nach fünf Minuten war von dem fremden,
rät=
ſelhaften Gaſt nichts mehr vorhanden. Nur die Larve lag auf dem
Boden. Sie glänzte neu, und ihr Scharlachrot war unverſehrt.
Ningsherum ſtand die Menge und glotzte entgeiſtert. „Noch nicht
einmal Aſche ließ er zurück
ſagte emer leiſe und
ver=
ſtohlen. Das Geſchrei aber, das die Polizei herbeiholen ſollte,
die in allen Erſcheinungen der Welt die Wahrheit zu ergründen
hat, wurde immer lauter und mächtiger und greller, und als ich
Neugierige, zufällige Paſſanten, unfreiwillig Eingekeilte,
Nadikale und Gegenradikale ſind ſich in dem Unrecht der Wut
einig:
„Mit Gäulen gegen friedliche Bürger?!”
Der gänzlich Unbeteiligte ſieht den Cumult von fern. Er
weicht in eine weit vorn liegende Nebenſtraße aus. Der
Heim=
weg wird eine Viertelſtunde länger dauern. Was tut’s? Die
Krawall aus dem Wege.
*
Franz Schubarts Leutnant erhält den Befehl, die
Müller=
ſtraße von hinten abzuriegeln und zu räumen. Das Auto ruckt
an. Die Köpfe der Mannſchaften rucken mit. Franz Schubart
ſtreift das Negenwaſſer von ſeinem Gummiknüppel. Der
Leut=
mant befiehlt, die Karabiner zu entſichern und umzuhängen.
Hermann Streit wird mit einer hundertköpfigen Menge
von vorn in die Müllerſtraße abgedrängt. Es wird gejohlt,
ge=
gröhlt und gepfiffen, ängſtlich geſchrien, abwehrend gerufen. —
Die Pferde werfen Schaumflocken in erſchrockene Geſichter; ſie
tanzen mühſam gebändigt und ſchieben die Menſchen mit ihren
nervös bebenden Flanken.
Der gänzlich Unbeteiligte will die Müllerſtraße kreuzen. Da
ſieht er links die von den Berittenen gedrängte Menſchenmenge
zurückfluten. Geradeaus iſt ein neuer Auflauf in der Ballung
begriffen. Alſo bleibt nichts, als rechts auszuweichen, die
Mül=
lerſtraße hinunter. Der Heimweg wird eine halbe Stunde länger
dauern. Das tut nichts. Karl Meißner beeilt ſich. Es iſt ſchon
eine Flucht zu ſeiner Frau und ſeinen vier Kindern.
Plötzlich jagt am Ende der Müllerſtraße das Auto Franz
Schubarts um die Ecke. Es ſtoppt. Der Leutnant ſteht zuerſt
auf dem Pflaſter. Er läßt ſeine Leute über die ganze
Straßen=
breite ſchwärmen. Langſam folgt der Wagen.
Der gänzlich unbeteiligte Karl Meißner ſucht ſich in einen
Hausflur zu drücken.
„Weitergehen!”
„Ich will doch nach Haus!”
„Weitergehen!”
Franz Schubarts Gumiknüppel droht. Er treibt den
gänz=
lich Unbeteiligten vor ſich her.
*
Der Nadikale Hermann Streit zieht ſeinen Revolver. Er
will keinen Menſchen verletzen, aber das Pfeifen und Johlen
ſoll durch einen Schreckſchuß erhöht, die Wut der Menge durch
ſeinen Schrei „Sie ſchießen!” aufgepeitſcht werden.
Er blickt hinter ſich. Da iſt eine Lücke in der
Menſchen=
mauer, durch die er aufs Pflaſter ſchießen kann. Er zieht ab.
Die Kugel ſchlägt auf einen Kopfſtein. Sie prallt ab, und
pfei=
fend ſauſt der Querſchläger durch die Müllerſtraße.
Weitergehen!” ruft Franz Schubart den gänzlich
Unbe=
teiligten an, der ihm tot in die Arme ſinkt.
*
Wiſſen Sie
was ein „Niehtſchänd” iſt?
Neue deutſche Sprachkultur.
Von Karl Otto Windecker.
Sie wiſſen es natürlich nicht? — Nun — ich wußte es auch
nicht und bin ob meiner Unkenntnis glatt um neunzig Prozent in
der Achtung meiner Mitmenſchen geſunken. Es erwies ſich
da=
mit, daß ich einfach nicht mehr up to date bin, ich war
ge=
handicapt, wohin ich auch kam.
So war ich kürzlich in einer Abendgeſellſchaft — Full dress
ſelbſtverſtändlich — und als man nach Beafsteak mit
Worgester-
sauce und Toasts ſich zu einem Whisky and Soda
zuſammen-
ſetzte, fragte mich mein liebenswürdiger Haſtgeber, ob ich die
neuen, entzückenden Muſter in shorts ſchon geſehen habe. Sch
lenkte ab und fragte unter der Hand nach „shorts”, — „Kurze
Unterhoſen, Mann!” bedeutete man mir hohnlächelnd.
Der Abend war entzückend. Ein junger Mann, der mir
be=
ſonders gefiel, vollkommen gentlemanlike, unterhielt ſich ſehr
lange mit mir. Als ich mir geſtattete, ihn für den nächſten Cag
zum Frühſtück einzuladen, lächelte er diskret und meinte, daß ich
wohl lunch ſagen wollte. Er bedauerte aber im übrigen, da er
ſeiner Freundin verſprochen habe, mit ihr shopping zu gehen.
Last not least, der Abend war wirklich reizend. Obgleich
es not in my line iſt, ſpielte ich noch eine halbe Stunde Bridge
mit der Gaſtgeberin, die ſpäter dann ihre neueſten
Grammophon=
platten: „I love vou” und „This certain feeling” vorführte.
Ehe wir uns verabſchiedeten, wurde noch ausgezeichnete ice
cream gereicht.
Und dann endlich erfuhr ich auch, was ein „Niehtſchänd” iſt,
nämlich: die allerneueſte Automarke. Ein Bekannter fuhr mich
darin nach Hauſe. Und beim Licht der Scheinwerfer ſah ich beim
Abſchied, daß der „Niehtſchänd” nur „Negent” heißt — und
gutes deutſches Fabrikat iſt.
Was kein Hinderungsgrund zu ſein ſcheint, unſere
wort=
arme deutſche Sprache ein wenig aufzuwerten.
KA
endlich wieder langſam begann, meine fünf Sinne
zuſammenzu=
ſuchen, hatte dieſes ſchrille Geräuſch meiner Umgebung auf
ein-
mal einen bekannten, wohlvertrauten Klang, der mir immer
be=
kannter und — alltäglicher vorkam; ich horchte noch einmal ganz
vorſichtig und genau — es war das Naſſeln der Milchkannen,
der zwanzig Milchkannen, die der Milchhändler von nebenan jeden
Morgen um fünf Uhr mit der gleichen Rückſichtsloſigkeit gegen
alle Schläfer auf das Pflaſter ſtieß.
Dann ſah ich verſtört auf meine Hände. Die hielten ein
Buch umklammert. Ich löſte den Daumen aus einer Seite. Auf
dieſer Seite war das Porträt eines Mannes; langer Mantel,
Degen, Barett, Handſchuh in der rechten Hand, Vollbart und
müde Augen. Dieſer Mann ſaß auf einem Stuhl. Darüber ſtand
geſchrieben: Cizian, Kaiſer Karl V.
Das Buch war in ſcharlachrotes Leder gebunden.
Man kann es einem Manne, ſelbſt wenn er auch nur aus
Ol und Leinwand iſt, wie dieſer, nicht verübeln, wenn er faſt
vier-
hundert Jahre im gleichen Stuhle, in der gleichen Stellung ſißen
muß, immer dieſelbe Hand auf derſelben Lehne — wenn er eines
Cages einmal ausreißt aus ſeinem Nahmen, um ſich auf andere
Stühle zu ſetzen.
Wenn auch dazu kein anderer Weg vorhanden iſt als em
Faſtnachtstraum
Nun ſitzt er wieder auf dem alten Stuhle und ſieht den
Be=
ſchauer mit der alten Stille und Sriedfertigkeit anz Müdigken
in den Mundwinkeln.
So, wie ihn der Cizian gemalt hat.
Der Mietrechtsſtreit
des Rentners Eigen gegen
Ooktor Laut.
Aktenzeichen T 0 452/29.
In das ruhige Etagenhaus des Rentners Eigen, in der
R=Straße, war ein junger Arzt eingezogen. Dr. med. Laut hieß
er und war Facharzt für innere Krankheiten. Er hatte den erſten
Stock mit ſeinen fünf Simmern auf längere Seit gemietet und
wollte ſeine Praxis betreiben. — Damit hatte es angefangen,
nämlich mit den Rechtsfragen in dem ſonſt ruhigen Etagenhaus
in der R=Straße. Denn das Haus war friſch geſtrichen und neu
verputzt, als erſtes in der R=Straße. Nun ſollte auf Verlangen
des Herrn Doktors ein großes Arztſchild am Hauſe angebracht
werden, und zwar nach vorne, an der ſchönen Faſſade. — Eigen
verbat ſich dies. „Das Haus würde verunziert werden, ein kleines
Meſſingſchild am Cor genüge, überhaupt müſſe er es ſich
über-
legen, ob ein ſo großes Schild am Hauſe ſelbſt angebracht
wer=
den dürfe, er ſei immer noch der Eigentümer und Hausherr!”
Cage vergingen. Das Schild war immer noch nicht angebracht,
weil Eigen die von dem Arzt geſchickten Handwerker von ſeiner
Cüre wies. — Dann ging es weiter. Vom Poſtamt I kam ein
Celegraphenbeamter: „Er wolle für den Herrn Doktor einen
Celephonanſchluß anbringen. Da das nächſte Kabel gerade am
Nachbarhaus vorbeiziehe, müſſe die Wand im Hausgang
durch=
bohrt werden, um die Leitung in den erſten Stock zu legen.”
Eigen verweigerte auch hier die Genehmigung. Er müſſe erſt
mit ſeinem Anwalt ſprechen, denn im Mietvertrag mit Doktor
Laut ſei über dieſe Frage nichts zu finden. Kopfſchüttelnd geht
der Beamte. „Solche rückſtändigen Leute!” knurrt er. Eigen
hört es nicht. Denn er hatte die Cüre zugeſchlagen. Da klingelt
es ſchon wieder. — Handwerker kommen, im blauen Überzeug.
Sie zeigen eine Karte von der Nundfunkgeſellſchaft vor. „Der
Herr Doktor hätte die Sirma beauftragt, auf dem Haus eine
Antenne aufzuſtellen. In den erſten Stock ſolle eine Nadioanlage
kommen. Er ſchwärme ſo für die Muſik, der Herr Doktor!
Überhaupt, ſei er ein netter Mann, der Herr Doktor! Wann ſie
mit der Arbeit anfangen könnten?” „Gar nicht, überhaupt nicht”.
brüllte Eigen. „Ich haſſe dieſe Nadioapparate mit ihrem Lärm!
Ich habe meinen erſten Stock nicht zum Muſizieren vermietet. So
ein Apparat kommt mir nicht herein!” Sagt es, fertigt die Leute
ab und verläßt alsdann ſelbſt das Haus, das ruhige Etagenhaus
mehr durch dieſe neuzeitlichen Einrichtungen verunziert werden
ſollte! Nun war es ihm verhaßt, Das ſchöne Haus! In dem
ſchon ſeine Eltern gewohnt hatten, und in dem er ſeine ruhigen
Cage beſchließen wollte!
Auf dem Wege kam ihm ein Gedanke, ihm, dem Nentner
Eigen aus der R=Straße. Er geht zum Grundſtücksmakler auf
in der R=Straße, mit der ſchönen neuen Saſſade, das nimmer=
dem Wilhelmplatz und gibt kurz entſchloſſen Auftrag zum
Ver=
kauf des Hauſes in der R=Straße. Vollmachten werden
aus=
geſtellt, Inſerate werden entworfen, ein Vorſchuß wird bezahlt,
und dann geht Nentner Eigen nach Hauſe. Am nächſten Cage
ſchon kommen die erſten Intereſſenten. Eigen führt ſie nach oben,
in den erſten Stock. Sie klingeln. Der Doktor kommt ſelbſt an
die Cür — und ſchon beginnen die Rechtsfragen von neuem.
Was das zu bedeuten habe?” meint der Mieter. Er habe die
Stage gemietet, ſogar für längere Seit. Er geſtatte niemandem,
der nicht zu ihm perſönlich komme, den Zutritt.” „Aber doch
nur zur Beſichtigung”, bringt Eigen wutſchnaubend vor. Die
Antwort iſt eine kühle Verbeugung — und dann wird die Cür
geſchloſſen. „Eben ſei Sprechſtunde, auch habe er vollauf zu
tun” meint Dr. Laut noch kurz vorher, ehe der Glasabſchluß ſich
ſchließt. Die Antwort Eigens war anders. Er ging zu ſeinem
Nechtsanwalt, und bald ſehen ſich die Parteien vor dem
Einzel=
richter der I. Sivilkammer des Landgerichts: In dem
Nechts=
ſtreit des Nentners Eigen, Klägers und Widerbeklagten, gegen
Doktor Laut, Beklagten und Widerkläger, wegen Unterlaſſung
uſw. Das Aktenzeichen lautete: T O 452/29. Der Streitwert
war 1000 Mark. Nach ſechs Wochen hatten die Parteien ein
Urteil der Kammer in der Hand. Wie wird es lauten?
Das Landgericht führte aus, daß es ſich um einen
rechts=
gültigen Mietvertrag handle. Im Bürgerlichen Geſetzbuch ſei nun
nichts darüber geſagt, ob der Mieter das Necht habe, ein Schild
am Haus des Vermieters anzubringen, eine Celephonanlage in
die Wohnung legen zu laſſen und eine Antenne auf das
Haus=
zu ſtellen. Jedoch beſtimme ſich der Gebrauch der Mietſache nach
dem Inhalt und dem Sweck des Vertrages. Creu und Glauben
unter Berückſichtigung der Verkehrsſitte gäben den Ausſchlag.
So ſei 8 535 BGB. auszulegen, der beſtime, daß der
Ver=
mieter dem Mieter den Gebrauch der Mietſache zu geſtatten
habe. Hieraus ergebe ſich, daß einem Gewerbetreibenden, ſo
auch dem Arzt, geſtattet werden müſſe, ein Schild am Hauſe des
Vermieters anzubringen, wenn er da ſeine Praxis ausübe. In
gleicher Weiſe müſſe der Vermieter die Anlage eines
Celephon=
anſchluſſes dulden. Denn das Celephon ſei eine unentbehrliche
Einrichtung im heutigen Erwerbsleben. Anders ſei es aber mit
der Aufſtellung der Antenne auf dem Hauſe des Vermieters und
der Einrichtung einer Nadioanlage in den Mieträumen. Denn
die Nadioapparate dienten vorläufig noch in der Hauptſache der
Unterhaltung und ſeien deshalb nicht mit der Celephonanlage
rechtlich zu vergleichen. Da die Aufſtellung der Antenne auf dem
Dache des Hauseigentümers andererſeits die Blitzgefahr erhöhe
und das Ausſehen des Hauſes beeinträchtige, ſo ſei der
Ver=
mieter nicht verpflichtet, ſeine Suſtimmung zur Aufſtellung zu
geben. (So Neichsgericht Bd. 119, S. 120 ff.) Hinſichtlich des
Verbots der Antennenaufſtellung dringe alſo der Klageantrag
des Nentners gegen den Arzt durch. Unberechtigt
Weigerung des Doktors Laut, die gemieteten Näun
zu laſſen. (Vergl. Reichsgericht Bd. 108, S. 268
die Überlaſſung des erſten Stockes an den
Beklag=
der Vermieter des Nechtes begeben, die Wohnung
zu beliebigen Seiten zu betreten. Jedoch müſſe beatt
daß das Mietverhältnis ein gegenſeitiges
Vertrau=
ſei. Hieraus müſſe man den allgemeinen Grundſatz
der Mieter dem Vermieter die Beſichtigung geſtatter
lebenswichtige Intereſſen des Vermieters auf dem
den. So ſei in der Nechtſprechung mehrfach anerka
Mieter gegen Ende ſeines Mietvertrages die Beſi
ſtatten müſſe, allerdings nur zur angemeſſenen Seit.
in ſein Gebrauchsrecht müſſe ſich der Mieter auch 4
laſſen, wenn der Vermieter das Haus zu verkaufen
und dies auch dann, wenn der Verkauf vor Bee
Mietvertrages ſtattfinden ſolle.
Eine ſolche Verkaufsabſicht habe aber hier der
nachgewieſen, und deshalb ſei der Arzt verpflichtet,
tigung zu dulden. Die Beſichtigung habe allerdings
Wochentage ſtattzufinden, und zwar vormittags zwilg 1e
1 Uhr, in Notfällen auch an einem zweiten Woche
eine übermäßige Belaſtung des Mieters durch die
müſſe vermieden werden.
So endete der Nechtsſtreit des Nentners Eie
und Widerbeklagten, gegen den Doktor Laut, Be
Widerkläger, Aktenzeichen T O 452/29, am Land
der Friede war wieder hergeſtellt in dem ruhigen
in der R=Straße.
Dr. 2
Ob
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ge. 9
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Iten
cht,
genh
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Don Juan im Mitropang.
Von André Poltzer.
Es geſchah auf der Strecke Berlin—München. /as
Eſſen wurde ſerviert. Der runde P. nahm an dem Fen
den Eckplatz ein. Er freute ſich ſchon von vornhe / auf
ungeſtörte Mahlzeit, denn nach dem Andrang der er T
waren nur noch wenige Gäſte erſchienen. Mit 2Ibel
ſchlürfte P. die warme Suppe, und blickte erſt auf, (oje
leer vor ihm ſtand. Und ſein Herz ſtockte. Am Nach äiſt
gegenüber, ſaß eine auffallend hübſche Dame und läch, frei
lich. P. erkannte ſie ſofort: es war die berühmte rdiva
P. verzehrte nervös den Siſch und blickte me Fe A
verſtohlen auf ſein ſchönes Viſavis. Die Diva läc e ko
und verfühereriſch und blickte auf ihn. Ein Irrtur ſar a
geſchloſſen, denn er hatte, wie ſchon geſagt, den Eatz
und niemand ſaß zwiſchen ihm und der Schönen. Deper
Dicken quoll, und er beſtellte, als der Kellner den SFen
vierte, eine Flaſche Sekt. Er wollte der entzücker Da
zeigen, daß — Gott ſei Dank — er nicht zu darbe wau
In heftigen Sügen genoß er das ſchäumende, kal Petre
das ihm, der trotz allem einer ſchönen Dame gegenüb Et
gewiſſe Scheu empfand, bald den Mut gab, entzückt
hohlen die charmante Frau anzublicken. Und er erha
wieder ihr bezauberndes Lächeln, ihren koketten Blick P
und zwei nach dem ſchwarzen Kaffee genoſſene Kog
den guten P. gänzlich aus ſeiner Neſerve heraus /n
blickte keck und ſiegesbewußt auf die lächelnde, ſel
ſchauſpielerin, und erhob ſich mit dem feſten Entſchl /ich
vorzuſtellen.
Da, im ſelben Augenblick, als er ſich ihrem C früäh
wollte, fuhr der Sug in eine Kurve, und P. prallte /—en
Ciſchchen der Nachbarreihe. Unwillkürlich ſah er au)
Frau; gleichgültig ſtreifte ihn ihr Blick, um ſich err Teint
leergewordenen Platz zuzuwenden. Und bezaubernd lä % M
der die Diva. Verſteinert ſtand der runde P. einen Sendl
da, und dann lachte er auf. Er bemerkte erſt jetzt, daß / hmſte
ſeinem ſoeben verlaſſenen Stuhl ein Spiegel befand —enl
zückende Neiſegefährtin hatte während der ganzen De
dieſem zugelächelt.
Nummer 340.
Aufgabe 487.
S. Hertmann in Budapeſt.
(Ehrenpreis in der Zweizüger=Abteilung der „Schwalbe‟ 1929 — II.)
a b
g h
d
(
Weiß zieht und ſetzt in zwei Zügen matt.
Prüfſtellung: Weiß: Kb8 Dh8 Te7 f3 Le3 Sa4 g7 Bd4 g2 g3 (10);
Schwarz: Ke4 Dh4 Tc3 c5 Ld3 e7 Sd6 g8 Bb5 c2 d5 e2 f7 (13); 2½4
Aufgabe 488.
k.
Wolfgang Pauly in Bukareſt.
die
(Chemnitzer Wochenſchach, 1924.)
lie
Weiß: Ke7 Tb8 Sa5 Ba3 e3 (5);
Schwarz: Ke5 Ba4 (2).
Kl
Matt in drei Zügen.
—
Löſungen der Aufgaben 481—484.
481. W. Frhr. v. Holzhauſen. Feſtſchrift des Akad. Schachkl. München, 1906.
(Kb1 Th7 Le6 Sc6 g7 Bb5 g4; Kf6 La g8 Sh8 Bb2b6 g5 g6; 4F.)
1. Le6—e4! Lf7 2. Ld5! L:d5 3. Se8+Ke6 4. Te7c; ein feines Tempoſpiel
von Weiß. 1. . . . . L:c4 2. Seß+Ke6 3. Te7+Kd5 4. Tes. 1. Ld5?
ſcheitert an L57!, denn nach 2. Lc4 bekommt der ſchw. K das Fluchtfeld d5:
2. . . . . L:c4 3. Se8 Ke6 4. Te7+Kd5. Auch nicht 1. L.b3 (a2) 2 wegen I:I.
482. C. Mansfield. 1. Pr., Tijdſchr. v. d. N. Schbd. 1928. (Kd8 Db8 Teu
h3 La8 Sd4 e2 BI4; Ke4 Da2 La0 g5 Ba3 d5 f5 f6; 2F.) 1. Db8—b4!
L:e2 2. Sb3F: 1. . . . . D:e2 2. Sb5F; zwei Selbſtfeſſelungen mit
Linienver=
ſtellung. 1. . . . . I.:14 2. Sc3c; ſonſt 2. De7F. Sehr gefällig!
483. H. Flander. „Die Schwalbe‟ 1929. (Kh8 Db7 Le6 Sb6 g8 Bd5e3
f2g2; Ke4 Ta4 e7 Lb4Sa7 e8 Bd3 e5 h2h7;3+.) 1. Sh6? Sd6! 1. Sc42
Bd2! 1. D:c77 Le71 2. D:e7 (Dc1) Bh1 D (LF6-)! Alſo 1. Sb6—d7 (droht
Sf6+) Le7 2. d5—d6+ Sc6 (Te6, T:b7) 3. Sc5c. Treffpunktmanöver, durch
Läuferkritikus eingeleitet, gefolgt von Verſtellung, Selbſtfeſſelung oder Ablenkung
des ſchw. T. 1. . . . . Bd2 führt durch Opferſtein 2. Sc5+ zu zwei
Schnittpunkt=
pielen: 2. ... . L.:c5 (T:e5) 3. Db1 (D:h7) X: 1..... T:47 2. D:d7.
Wurde beifällig aufgenommen.
484. W. Frhr. v. Holzhauſen: Leipziger Tageblatt 1924. (Ke7 Tf1 Lb3 Sg6;
Ke8 T18 Lf7 Sb2; 24.) 1. T 11—15! Zugzwangaufgabe mit zwei reinen Matts.
Löſerliſte: Franz Buchty in Mainz, Karl Knöß in Eberſtadt
(481, 482); Georg Peter (482, 484).
Schachnachrichten: Der Darmſtädter Schachklub 1875
hat am vergangenen Sonntag ſeinen 2. Wettkampf um die
Be=
zirksmeiſterſchaft von Heſſen in Offenbach gegen die dortige
Schachvereinigung mit 4:3 Punkten gewonnen. Zwei unbeendete
Partien wurden nach Ablauf der vorgeſchriebenen Spielzeit von
4 Stunden abgebrochen. Eine Partie wurde dann durch
Ab=
ſchätzung der Offenbacher Schachvereinigung für verloren erklärt.
Die andere Partie blieb jedoch unbeendet und muß nun durch
weitere Prüfung entſchieden werden. Der Darmſtädter
Schach=
klub hofft, daß er auch dieſe Partie für gewonnen zugeſprochen
bekommt und hat deshalb ein Remisangebot von Offenbach
ab=
gelehnt.
In Gießen ſpielte der Mainzer Schachverein gegen den
Schachklub Gießen 4:4.
Was jeder gern hört.
abeeeeeeiinnvprrrſtu.
Obige 20 Buchſtaben ſchreibe man auf die 20 Punkte,
Wörter von folgender Bedeutung erſcheinen: 1—2
2—3 Tier, 3—4 Metall, 4—5 Organ im menſchlichen Körper
ſcher Reichspräſident. — Die Mittelbuchſtaben, in richtiger
Carl
geleſen, ſagen, was jeder gern hört.
Kne
deu
—nfolgt
Sel.
Auflöſungen der Rätſel aus Nr. 4
Silbenrätſel.
1 Elmsfeuer, 2 Iſabellg, 3 Nachtigall, 4 Genius, 5 Reſeib ſc)
7 Ultramarin, 8 Erdbeere, 9 Rdslob, 10 Aargau, 11 Aguarut (Eac
nant 13 Induſtrie, 14 Syndikus, 15 Taſchentuch, 16 Bls-
Luntz
18 Stadion, 19 Spaziergang, 20 Energie.
Der Spruch lautet: Ein grauer Aal iſt beſſer ae
Schlange.
Magiſches Quadrat.
PA VI AN
VI R0 II.
AN, IL IN
ODruck, Verlag u. Kliſchees: L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 23. — Verantwortl. für die Redaktion: Dr. 5. Nette, Darmſtadt,
[ ← ][ ][ → ](
Fo, wann däß ſtimmt, mit däre Viehzehlung vum letzte
ra dann fräß ich en Reiſerbäſem mit ſiwwe Ring.
mlich, es begab ſich vor einicher Zeit, daß e Gebod aus=
7s. auf daß am Mondag alles gezehlt muß ſei, was zum
Schent, als da ſind: Pferdegail, Mauldiern, Mauleſel,
ge=
che Eſel, Rindsviecher, Schoof, Gaaſe, Fäddervieh un Bie.
zver mir macht’s ganz de Eidruck, als wann die
Räch=
innenooch, wie gewehnlich, net ſtimme kennt, indem
frag=
ſchiedene bei däre Viehzehlung verſehendlich iwwergange
ern. Ich will gor kaa Name nenne, awwer wer jetzt uff=
„o ſich aans kratzt, der wärd aach märke, wen’s beißt.
twiß, ich gäb’s zu, daß manche valleicht im Zweifel warn,
Haß ihrn Name närchendswo in dem Verzeichnis vun
ei uns bekannte un gebreichliche Rindsviecharde geſtanne
in ich muß ſage, däß is e bedauerliches Verſähe, un en
Fehler, wo ſo=ere ſtaatliche Viehzehlungskummiſſion
t baſſiern ſollt, dann ſchließlich, mir ſin doch in Darmſtadt,
in Berlin. Un wann dort beiſpielsmeßich Rindsviecher,
Helaab un Belzmendel, nix mehr zehle, un kaa Nummero
awwe, ſo is däß de Berliner ihr Sach, un geht uns
wei=
xa. Bei uns ſollt jedenfalls Ordnung härrſche im
Dier=
inſt ſtimmt hinnenooch die ganz Rächnung net. Un wann
beim Zehle bei uns die zieviele Behörde verſage, dann
er afach die Sach millerderiſch uffziehe, un dann wärd
jefohle: „Was Rindsviecher ſin, links raus”, — dann
ter ſchun märke, erſtens, daß Ordnung in’s Viehzeich
enei=
zweidens, daß mir en viel greeßere Viehbeſtand hawwe,
fälwer wiſſe, un daß zu dem ehrenterte Stand noch
geheert, dem wo mer’s uff’s erſtemal kaum a ſieht.
ſott aach in dem Viehzehlungsverordnungserlaß net
ge=
ob ſich’s um lewendiche, odder um dode Viecher hannelt,
eiſpielsmeeßich aach die vor= un noochſintflutliche Viecher
desmuſeum mitgezehlt wärrn miſſe; odder die „
Bicher=
uff de Landesbiwweljodeeck?
ner, wie ſteht’s mit’m „Faix” ſeim Viehbeſtand, als da
choggelgail, Rollgail, Teddibärn, Wullegens unſoweiter=
da
d
NANN
Anst Hand Lagd dnat! 21.4117—2
U
A6. A1.
(9:9 t Gri3 l
en)
dn
wii
verhellt ſich’s mit de Maulaffe, un de Modeaffe? —
e zum Fäddervieh aach die Schmierfinke un die ſunſtiche
er? — Wie ſteht’s mit de „Zeidungsende?
t aach jeder den Hund agäwwe, uff den er kumme?
ſteht’s mit de Spaßveechel? — Un iwwerhaabt, is aach
el mitgezehlt worrn, den wo der gane odder der anner
im Kobb hott? —
die Paragrafehengſte berickſichdicht? — Un die
Brin=
die Fleeh gezehlt, die wo uns all in de letzte Zeit in’s
etzt ſind worrn? — Däß gibt doch allaans en ganze
rch zuſamme, wann mer ſe uff aan Haufe ſchitt.
wie ſteht’s mit de Wanze, zehle die zu de Hausdiern,
2t9 —
wie hott mer die richdich Zahl vun de Biene erfaßt;
dene e Haushaltungsliſt in de Bieneſtock geſteckt, zum
mit aam Wort, ich därf mer die ganz Viehzehlerei
vie ich will, mir macht’s den Eidruck, als wann ſe do
licherſeiz widdermol ganz kobblos in de Dag enei e
ing erlaſſe loſſe hette, ſozuſage for die Rohremer Gens,
e Rächnung unmechlich ſtimmeriern kann, do verwett ich
bb gääche e halb Pund Saibohne. ..."
do hab ich ſogar noch e Viehgaddung vergäſſe, die wo
te Zeit ſich widder ganz kolleſal vermehrt hott; nemlich
Der zeitgemäße Haushalt.
tein
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der
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Heu:
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Nerz!
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Rein;
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kalt.1
frau
h am Alltag ein gutgedeckter Tiſch. Bei
Großeltern befand ſich neben dem Wohnzimmer das
te gute Zimmer. Zwar roch es dort immer etwas nach
und Lavendel, und die Luft war eingeſchloſſen, aber
6 man dort hinein, und Großmutter entnahm ſorgſam
Vitrine ihr beſtes Kaffeeſervice, Porzellan, mit
reizen=
tebildern. Dann tauchten Berge von Kuchen auf, und
rng trank man Taſſe auf Taſſe und verſpeiſte Kuchen.
man kein gutes Zimmer mehr, hat nicht mehr Zeit
eklatſch als feſttägliche Erholung. Dennoch bedarf der
m raſenden Tempo des Lebens der Feierſtunden. Dieſe
ſollten die Mahlzeiten um den Familientiſch bedeuten.
Menſch mit der Feſtkleidung feſtliche Stimmung an=
O ſollte als Stimmungsanreger der Eßtiſch auch täglich
rt ſein. Blumen und gutes Porzellan ſtellen den beſten
dar. Es muß nicht immer das Porzellan der Reichen
ltſtreifen und breiter Vergoldung ſein. Man kann ein=
Orzellan in geſchmackvoller Ausführung überall erhalten.
tſtrie in Deutſchland iſt in der Lage, geſchmackvoll den
9 deſſen zu beſtellen, der mit ſchmaler Taſche rechnen
ke drei Male, die am Tage der Familientiſch die Glieder
uſes um ſich vereint, ſollten durch die Schönheit der
ug die Menſchen über den Alltag hinausführen. Nichts
* Tafel eine gepflegtere Schönheit als das ſchöne weiße
*, in deſſen Glaſur ſich die Lichter ſpiegeln, das in ſeiner
den Appetit anregt und durch ſeinen Glanz das Ge=
Tebt.
koffelkuchen ohne Hefeteig. (Bewährtes Re=
Lande.) Dazu verwende man am Tage zuvor gekochte
„, die man feingerieben mit Salz und Mehl zu feſtem
letet, den man, in verdeckter Schüſſel kaltgeſtellt, einige
luhen läßt. Dann verarbeite man den Teig auf je
Kartoffeln gerechnet mit 1— 2 Eiern, 350 Gramm
Der Margarine und ¼ Pfund Zucker, rolle ihn dann
keitetem Blech nicht zu dick aus, durchſteche ihn öfter mit
Sel und backe ihn, mit Butter beſtrichen und mit Grob=
H.
ſtreut, bei Mittelhitze.
bediente Straßenſchuhe als wärmende
Dühe zu moderniſieren. Die Zeit der
chroniſch=
ße iſt wieder gekommen, die namentlich von den
Haus=
ſurchtet wird, wenn ſie ſich ſtundenlang in einer Küche
Ell= oder Steinholzſußboden aufhalten muß, die
bekannt=
vupkalt” ſind. Da nun nach ärztlichen Erfahrungen
die Mondkällwer. Die ſin ſicher aach net mitgezehlt. Awwer
den Beweis, daß mir do widder ganz kolloſiefe Exemblare
uff=
weiſe kenne, kann ich jederzeit adräde, wann ich die namhaft
mache will, die wo mich in de letzte Zeit widder mit ihre „
Glicks=
brief” beglickt hawwe; dene ſogenannte Kettebrief vun dem
ame=
riganiſche Offezier, der wo ſcheints nix annerſter zu dhu hott, als
wie die ganz Wäld glicklich zu mache, indem er Glicksbrief
los=
loſſe dhut, folgenden Inhalts:
Die Glaudiſche Glückskette.
Die glaudiſche Glückskette wurde mir ins Haus geſchickt.
Ich ſchicke ſie Ihnen, um ſie nicht zu unterbrechen. Schreiben
Sie dieſen Brief dreimal ab und ſchicken Sie ihn an vier
Per=
ſonen, denen Sie Glück wünſchen. Die Kette ſoll um die ganze
Welt gehen. Wer die Kette unterbricht, ſoll Unglück haben. Es
iſt eigenartig, ſeit dieſe Kette beſtehr, geht alles in Erfüllung.
Ich rate Ihnen, ſchreiben Sie dieſen Brief ab und beobachten
Sie, was in vier Tagen geſchieht. Am vierten Tag werden
Sie Glück haben. Schicken Sie dieſen Brief und die Abſchriften
ab, und behalten Sie ihn nicht.”
Alſo, ich muß ſoge, es is jo aller Ehren wert, daß der
ame=
riganiſche Offezier, odder manchmal is es aach e Deitſch=
Ameri=
ganer, daß alſo der nis weider verlangt, als wie, mer ſoll den
Unſinn dreimol — mitunner aach neu mol! — abſchreiwe, un an
annern ahnungsloſe un ordentliche Leit ſchicke, dene wo mer Glick
winſche dhet; una genehm un kombliziert weer’s jedenfalls, wann
er verlange dhet, mer ſollt’m neumol kreizweis un iwwerzwärch
de Buggel eruff un erunner rutſche. Awwer ich glaab, aach in
dem Fall dhet er bei uns genug Mondkällwer finne, die wo
dodezu bereit un fehich weern; dann es gibt jo nix ſo Dummes
un Härnverricktes, was die Leit net glaawe. Un dozu geheert aach
der Glicks= odder Keddebrief. Un ich mecht däßhalb recht härzlich
drum gebäde hawwe, mich kimfdich mit derardichem Unſinn zu
verſchone. Den aanziche Brief, den wo ich for=en Glicksbrief,
evenduäll, a gucke kennt, däß wer zur Nod en Geldbrief, awwer
uff den Gedanke is ſcheints weder der ameriganiſche Offizier,
noch der Deitſch=Ameriganer, noch ſunſt aans vun dene
Mond=
källwer kumme, die wo in ihre gottſträfliche Verbohrtheit als
Glicks=Kettehennler iwwer Nacht reich wärrn wolle, wie die
Mehl= un Kaddoffel=Kettehennler aus de Inflatzionszeit
unſee=
lichen Agedenkens. Dann däß is emol ſo klar wie dicke Dinde,
die, wo annern mit ſo Glicksbrief beglicke, dene is es jedenfalls
net drum zu dhu, daß die Glick hawwe, dene ſe die Wiſch ſchicke,
ſundern dene is es bloß um ſich ſällwer zu dhu. Un do
ſolle ſe halt in Gottes Name mit ihre Dummheit allaans „
glick=
lich” wärrn . . .
Außer dene Mondkällwer, die vermudlich bei däre
Vieh=
zehlung äwenfalls iwwergange ſin worrn, gibt’s awwer noch e
Gaddung, wo es diräckte Gäächedaal ſin, nemlich — die
Angſt=
haſe. Die ſin iwwerhaubt net zu zehle, ſundern die vermehrn
ſich in de heidiſche Zeitlaift ganz unhaamlich. Die glaawe
nadier=
lich iwwerhaubt net an’s Glich, ſondern bloß an’s Unglick; un
dene ihr Unglick ſin widder die Nachteile un Näwwelkreehe, die
wo äwenfalls noch net ſtadiſtiſch erfaßt ſin, weil ſe ihr
verwärf=
liches Gewärwe bloß zwiſche Licht un Sieht=mer=nix ausiewe,
un wo mit ihrm unheilvolle Gedhu und Gemach, un ihrm
nix=
nutziche Geſchwätz die bedauernswerte Angſthaſe vollichſter aus
em Haische bringe; ich ſag bloß „Volksbank”, un do wärd mer
wiſſe, wo ich enaus will. . . .
Summa ſummarum: Die Rächnung mit der Viehzehlung
ſtimmt widder mol net, do fräß ich, wie geſagt, heit ſchun en
Reiſerbäſem mit ſiwwe Ring, wann’s verlangt wärd.
Bienche Bimmbernell.
abſatzloſe Hausſchuhe oder ſolche mit niedrigen Abſätzen bei
ſtundenlangem Gebrauch nicht nur Gelenkſchmerzen und
Waden=
krampf erzeugen, ſondern häufig die Urſache zum Senk= und
Plattfuß ſind, ſo ſollte die Hausfrau einfach nicht mehr
ſtraßen=
fähige Lederſchuhe zu wärmenden Hausſchuhen umgeſtalten.
Läßt ſie z. B. an Halbſchuhen den oberen Rand mit ſchwarzen
oder farbigen Pelzſtreifen einfaſſen, wozu ſie evtl. auch
Pelz=
reſte verwenden kann, dann erhält ſie tadelloſe Hausſchuhe. Der
Pelzringsbeſatz hält vor allem die gegen Kälte beſonders
emp=
findlichen Knöchel warm. Legt ſie ferner noch in die Schuhe
Stroh=, Fell= oder ſelbſtgenähte, ſtoffbeſpannte Watte=
Papp=
ſohlen und erſetzt das ſonſt in den Straßen=Pelzſchuhen übliche
warme innere Futter durch über die Füße geſtreifte wollene oder
Kamelhaarfüßlinge, ſo wird ſie ſelbſt bei ſtrengſtem Froſt ſtets
ſehr warme Füße haben.
Vereinfachtes „Gehen” von Hefeteig. Die
meiſten Hausfrauen geben beim Backen. der Teigbereitung mit
Backpulver vor derjenigen mit Hefe den Vorzug, weil ſie
Vor=
bereitungsarbeiten, vor allem das „Gehen” des Hefeteiges
fürch=
ten. Ein ganz vorzüglicher Helfer, der ein Gelingen des
Hefe=
gebäcks garantiert, iſt der Gasbrat= und =backofen. Zündet man
z. B. die Gasflamme der Backröhre an und läßt ſie 1 Minute
brennen, um ſie dann wieder auszudrehen, ſo hat man in der
Backröhre gerade foviel Wärme, daß der Vorteig (die Schüſſel
mit einem Tuch überdeckt) langſam darin zum „Gehen” kommt.
Auch das nochmalige „Gehen” des fertigen Teiges kann auf
die gleiche Weiſe bewerkſtelligt werden.
Braunſchweiger Kuchen. Von 150 Gramm Mehl,
30 Gramm Hefe in 1 Taſſe lauer Milch mit 1 Eßlöffel Zucker
verrührt, bereite man ein Hefeſtück, das man an warmer Stelle
„gehen” läßt. Dann füge man 200 Gramm Margarine, 2 Eier,
die abgeriebene Schale 1 Zitrone, 125 Gramm Zucker, 1 Päckchen
Vanillezucker, 60 Gramm feingewiegte ſüße Mandeln oder
Haſelnüſſe, 200 Gramm gewaſchene Noſinen, 1 Teelöffel Salz
ſowie das übrige Mehl bei und bearbeite den Teig ſo lange, bis
er ſich von der Schüſſel löſt. Nochmals gehen gelaſſen, rolle man
den Teig auf eingefettetem Blech nicht zu dünn aus und backe
ihn bei Mittelhitze lichtbraun. Mit zerlaſſener Butter
über=
pinſelt, beſtreue man den Kuchen, noch heiß, dick mit Grobzucker.
Speife=Zettel.
Sonntag: Rumfordſuppe, Haſenragout im Reisrand,
Vanille=Aepfel. — Montag: Gefüllten Spinat und
Kartoffel=
mus. — Dienstag: Pichelſteiner. — Mittwoch:
Sauer=
kraut und Leberknödel. — Donnerstag: Gänſeklein mit Reis
und Blumenkohl. — Freitag: Gekochte Fiſchklopſe mit
Senf=
ſoße, Sellerieſalat. — Samstag: Quarkkeulchen mit Apfelmus.
Poſtſchkribbdumm: Nixdeſtowenicherdrotz geht’s ſchaff
uff Weihnachte zu; es duft bereits ſo agenehm aus de Kiche,
nooch Annis, Zimmt, Honig un alle Wohlgeriche Arawiens, un
in de Kunſthall am Rheidor hawwe ſe wie alljehrlich e
Weih=
nachtsmeß inſtalliert, mit Kaffee un Kuche, un do wärrn mir,
was ſo die gewehnliche Bircherliche ſin, ſogar vun richdichgehende
Kinſtlerinne un Kinſtlerfraue „bedient” während was die
Kinſt=
ler ſin, die Moler un ſo, die bewege ſich heechſtleidſeelich unner
de Pubbligimmer erum, als wann ſe ihrensgleiche weern, un
ſchwätze mit aam, iwwer die Kunſt im allgemeine, un iwwer ihr
Bilder im beſunnere, was mitunner zu=ere recht agenehme
Unnerhaldung, ja ſogar zu=eme billiche Bildkaaf fiehrt.
Jeden=
falls, wer noch ärchendwas vun=eme Kunſtmäzehneriſch in ſich
fiehlt, der ſoll ſich emol die Weihnachtsmäß vun de Kinſtlerhilf
drunne in de Kunſthall am Rheidor agucke, es lohnt ſich ſchun
un mer dhut e gud Wärk, wann mer zu ſo=eme billige Preis ſich
was erſteht, dann vun de Fandaſie allaans kenne aach die
Kinſt=
ler net läwe; un vun dem, daß mer ſe ahimmelt, aach net .."
Schließlich ſitze jo aach die Groſche, ſo um die
Weihnachts=
zeit erum, e bische lockerer, ſo daß zu hoffe is, daß aach de
gäſtriche Nickeloosmack vum „Rote Kreiz” en klingende
Erfolg hatt. Daß die große un die klaane Kinner uff ihr Koſte
kumme ſin, däß hott mer an de ſtrahlende Geſichter geſähe.
Be=
ſunners an dene, vun de klagne Kinner, dann die hawwe.
jetzt des Recht, un gälte nor, allans noch was. Glicklich der,
der wenichſtens an Weihnachte noch emol mit dene klaane
Stebbescher jung ſei kann . . .
Mit Freide hab ich’s däßhalb begrießt, daß ſe am Theater
widder mol aans vun de beſte, odder valleicht, daß beſte
Kinner=
ſtick ausgegrawe hawwe, wo in de letzte zwanzich Johr
eraus=
kumme is; nehmlich „Peterchens Mondfahrt‟. Dann
nemlich, do ſoll ſich kaans vergucke, e Kinnerſtück dichte, däß kann
nor e wärklicher Dichter, aaner der mit unſerm Herrgott
uff=
eme beſunners gude Fuß ſteht, kaa Drei=Groſche=Dichter. — Un
däß is in „Peterchens Mondfahrt” de Fall, s is alles drinn,
was e Kinnergemied erfillt. Un de Ginder Hehnel un ’s Ellieche
Biddner hawwe ſich der Sach mit großer Lieb agenumme, däß
liggt dene zwaa ſo recht. Un wann gar däß vorſchnäbbiche
Peterche uff die „Himmelswiß” kimmt, wo die Kasper un die
Bobbe waxe, un de Nickeloos gibt acht, daß ſe ſchee gedeie, un
de Lebkuchemann dhut ſe mit Himmelstau begieße, daß ſe ſchee
groß un dick wärrn — alſo do kennt die Begeiſterung kaa Grenze
mehr; außer wann dann in de Paus de Lebkuchemann aach noch
jedem aanzelne vun dem klaane Gezäwwels en richdichgehende
Lebkuche iwwerreiche dhut, e Stifdung vum Konnſumverein,
do muß mer die Aage leichte, un die Bäckelcher gliehe ſähe. . . .
Ach ja, wann die große Kinner doch aach ſo leicht zu
be=
friedriche weern! Leider is däß awwer net de Fall, wie mer am
Sunndag „zu guder Letzt”, noch hott erläwwe miſſe. —
Jeden=
falls, ich, wann ich dodriwwer zu beſtimme hett, ich dhet in
all=
mitnanner die „Spielerei” verbiede, annerlaa, ob ſich’s um
Rechts= odder Links=Rebbublikaner drehe dhet, un
anner=
lei, um was for=e „Koſtiem” ſich’s hannele dhut . . .
„Billig, Comm ſofort auf dieſe Seite, ſonſt hippt das Schiff!”
„Tits=Bits.0)
Im Reſtaurant. „Nun, Herr Ullrich, wie gefällt Ihnen mein neuer
Wein?” „Mir läuft davon das Waſſer im Munde zuſammen.”
(Pele=Méle.)
Nach dem Autounfall. „Sie haben wohl zum erſten Male am Steuer
geſeſſen?” „Nein — aber zum letzten Male!”
(Petit Pariſien.)
Abgewieſen. „Alter Junge, man ſieht dich ja gar nicht mehr mit
Fräulein Hilde?” „Ja weißt Du, ich konnte ihr gewöhnliches Lachen
nicht mehr hören.” „So? Davon habe ich aber nie etwas bemerkr”,
„Du warſt ja auch nicht dabei, als ich ihr einen Antrag machte.
Toronto Globe.)
Das Erbſtück. „Anna, die Schale, die Sie zerbrochen haben, habe
ich von meiner Urgroßmutter geerbt.” — „Na, Gott ſei Danc, ich haute
ſchon Angſt, ſie ware erſt neu gebauft worden.”
Auch eine Empfehlung. Gaſt: „Kellner, das Eſſen iſt ja ſaumäßig
ſchlecht! Sie können gewiß ſein, daß ich Ihr Lokal keinem meiner
Freunde empfehle!” Kellner: „Vielleicht können Sie es Ihren Feinden
(Nebelſpalter.)
empfehlen, mein Herr.”
Die Bluſe in den Nock!
Auch hier wieder ein ganz untrügliches Zeichen, daß die
neue Linie auf ältere modiſche Vorbilder zurückgreift, denn dieſe
neue Tragart der Bluſe iſt diesmal keineswegs — wie dies
etwa in der Vorſaiſon der Fall war — als „Verſportlichung”
zu werten, ſondern lehnt ſich ganz an die ſchon vor vielen Jahren
gebräuchlich geweſenen Formen an. Hand in Hand damit geht
auch wieder eine markantere Garnierung der Hemdbluſe,
die man zum Koſtüme trägt; daher gibt es vielfach wieder Ajours,
Spachtelarbeiten, Falbeln, Rüſchen, Blenden, aus Knopfbahnen
entſtandene Effekte, zum Teil auch Spitzenbeſätze, Jabots — wie
ſie ſchon unſere Mütter kannten — uſw.
Einige Bluſen, die als letzte Schaffungen zu werten ſind,
zeigen wir im Bilde, und zwar oben eine gerade Faſſon, die
durch ſchräg=geführte in der Mitte mit Ajours gezierte Blenden
und ein ſonnenpliſſiertes Fichu eine ganz eigenartige Note
er=
hält, links die Bluſe mit dem durch Fadenzugsarbeit gerahmten
Sattel und der mit einer Rüſche umrandeten Knopfleiſte (ein
Modell, das für die neue, ganz auf Weichheit der Wirkung
an=
gelegte Mode außerordentlich charakteriſtiſch iſt), rechts eine
ſchlich=
tere Hemdbluſe mit Bubenkragen und zackig geführten
Durch=
bruchsbahnen in Spachteltechnik. Die Bluſen ſind immer heller.
als die dazugehörigen Koſtüme, in der Regel zum betreffenden
Stoffe entſprechend abgetönt.
W.II.
Muff oder kein Muff, das iſt hier
die Frage .."
Ja, aber warum denn eigentlich nicht doch Muff?. Lange
genug waren doch um ſeine Exiſtenzberechtigung in den großen
Modeſalons endloſe Debatten geführt worden, bis er in
eini=
gen Kollektionen tatſächlich gezeigt wurde, und auch immer zu
feſſeln und zu intereſſieren vermochte.
Ein Muff hat natürlich — und das ſei hier ausdrücklich
vor=
weggenommen — nur dann Berechtigung, wenn man ihn zu
einem Garderobeſtücke trägt, das an den Aermeln
unver=
brämt bleibt, ſo daß eigentlich auch ſeine Herſtellung keinen
weſentlichen Mehraufwand an Fell bedeutet.
Praktiſch iſt er ja ſicherlich, denn er hält viel wärmer als
jeder Handſchuh und wird während eines kalten Winters
zweifel=
los vielfach geprieſen werden.
Was ſeinerzeit gegen den Muff ſprach, war die Tatſache,
daß er der Verſportlichung der Mode ein wenig widerſprach;
doch iſt mittlerweile auch dieſer Faktor — wenigſtens zum
größ=
ten Teile — weggefallen, da die Linie immer mehr nach „
Ver=
weiblichung” ſtrebt, die Uhr der Mode um mehr als ein
Dezen=
nium zurückgedreht wurde, und wir bei einem Stil halten, der
den Muff nicht nur erlaubt, ſondern ſogar verlangt.
Vorderhand ſind es noch ganz einfache Modelle, die man
zu ſehen bekommt, und zwar aus den verſchiedenen, gangbaren
Verbrämungsfellen verfertigt, etwa aus Perſianer, Karakül und
dergleichen, allenfalls aber aus kurzhaarigem Pelzwerk, da
lang=
haariges Fell in ſo kleiner Ausführung den Muff plump
er=
ſcheinen laſſen würde.
W. U.
Kinderſpielzeug aus Obſtkiſten.
Beim Obſt= und Gemüſehändler erhält man billig die ſog.
Gitterkörbe oder Kiſten, in denen Weintrauben, Edelobſt uſw.
geſandt wurden. Werden dieſe mit der Feile und grobem
Glas=
papier geglättet, ſo ergeben ſie die verſchiedenſten hübſchen
Spielgeräte. Zu einem Puppenbettchen, durch Holzklötzchen
oder Garnrollen erhöht, bedürfen ſie nur der Ausfütterung mit
buntem Kattun oder Satin und Ausſtattung mit Matratze und
Federbettchen. Als Puppenwiege verarbeitet, bringe man
zwei kräftige Kleiderbügel als Kufen darunter an. Ein
Him=
melbettchen, ebenſo gefertigt, wird noch durch eine
Vorhang=
ſtange mit Vorhang vervollſtändigt. Zum Leiterwagen für
kleine Knaben werden den Kiſten eine Stange mit Griff und
zwei Holzräder vorn und hinten, an paſſenden Leiſten befeſtigt,
untergenagelt.
Das vierteilige Couriſtenkoſtüm
iſt fraglos die glücklichſte Löſung der ſportlichen Modefrage, die
während der letzten Jahre gefunden wurde, denn es iſt an ſich
nicht kompliziert und von ausgezeichneter Wirkung.
Es wird derart zuſammengeſtellt, daß man (für größere
Bergtouren oder Ski=Ausflüge) die Knickerbockerhoſe mit einem
geſtrickten Pullover oder einem der neuen „Slip=in=Jumpers”
die natürlich in die Hoſe getragen werden und dadurch kurz=
leibig erſcheinen laſſen (wie es die neue Mode verlangt)
kom=
biniert und dadurch eine Aufmachung ſchafft, die durchaus jener
der Herrenmode nachempfunden iſt.
An kühlen Tagen oder nach dem Sport trägt man darüber
eine einfache, gerade, in der Mitte geknöpfte und überdies mit
einem Gürtel zuſammengehaltene Jacke und wählt außerdem
einen Wollſchal, der den Hals entſprechend warm abſchließt.
Für die Raſt aber, und auch für die Mahlzeiten im
Berg=
hotel, nimmt man über die Hoſe einen in der Mitte geknöpften
Rock, der unter Umſtänden ſogar die Hoſe ſehen laſſen kann und
ſehr flott wirkt (Skizze).
W.U.
Seit wann trägt man Strümpfe?"
Ohne Strümpfe wäre der Menſch unſerer Zeit den
ſchlimm=
ſten Erkältungskrankheiten ausgeſetzt. Die dünnen Strümpfe der
Damen ſind aus hygieniſchen Gründen ratſamer als die dickeren
Strümpfe der Herren. Je mehr Licht und Luft an den Körper
gelangen, um ſo widerſtandsfähiger wird er. Die geringe
An=
fälligkeit unſerer Frauen iſt auf das Tragen heller
luftdurch=
läſſiger Strümpfe zurückzuführen. Neuzeitliche Aerzte ſind
durch=
aus nicht für die Iſolierung des Fußes durch Wolle ſind
durch=
men, die nur bei ſpeziellen Fällen angebracht iſt. Im
Gegen=
wartsbild ſpielt der Strumpf eine ſo ſelbſtverſtändliche Rolle,
daß man ſich die Welt ohne Strümpfe kaum vorſtellen kann.
Von ihnen ging größtenteils die Kultur der Kleidung aus, und
ſo dürfte es intereſſant ſein zu erfahren, ſeit wann man Strümpfe
zu den alltäglichen Erſcheinungsformen rechnen kann. Ihre
Erfindung wird den deutſchen Landsknechten zugeſchrieben.
Männer waren die Pioniere auf einem Gebiet, deſſen ſich die
Frauen bemächtigt und das ſie zur Vollendung geführt haben.
Das Beinkleid der Landsknechte war der Vorläufer des
Strumpfes. Es reichte von der Hüfte bis zum Fuß, war ebenſo
unbequem beim An= und Ausziehen, wie es ſich ſchlecht
reparie=
ren ließ. Kurz entſchloſſen zerſchnitten die Landsknechte das
Beinkleid, trennten es am Knie ab, verſahen es am Schluß mit
einer Lederſohle, und der Strumpf war geboren. Die Mitwelt
ſtand zuerſt faſſungslos vor dieſer Erfindung, die Nachwelt
er=
freute ſich der vielen Wandlungen, die immer Vollendeteres im
Gefolge hatten. Im Jahre 1564 kam ein intelligenter Kopf auf
den Gedanken, die ſtarre Form des Strumpfes weich und
nach=
giebig zu machen. Bisher war der Strumpf aus Tuch und wurde
vom Schneider anefertigt. Der aus Mantua ſtammende William
Rider hatte die Kunſt des Strickens in Spanien erlernt, ging
nach England und zeigte dort das erſte Paar geſtrickte Strümpſe,
die ein Graf Pembroke erwarb. Die Nachfrage nach wollenen
Strümpfen ſoll ungeheuer groß geweſen ſein. Aber eine
Hof=
dame der Königin Eliſabeth hatte die Idee, für die Herrſcherin
ein Paar ſeidene Strümpfe herzuſtellen. Sie konnte Rider
Kon=
kurrenz machen, da ſie in Italien die Kunſt des Strickens
ge=
lernt hatte. Das war um ſo erſtaunlicher, als in der damaligen
Zeit ſich nur Männer mit dem Stricken beſchäftigten. Ein
ganzes Jahr arbeitete die Hofdame an ihrem Werk, und als ſie
es der Königin Eliſabeth auf den Geburtstagstiſch legte, war die
Regentin ſo entzückt, daß ſie alle anderen Gaben darüber vergaß.
Begreiflicherweiſe wollte ſie überhaupt nur noch ſeidene Strümpfe
tragen, doch dieſen Luxus konnte ſie ſich nicht geſtatten. Sie
waren nämlich ſo außerordentlich teuer, daß ſie den Kleideretat
allzuſehr belaſtet hätten. Erſt in der allerletzten Zeit ſind ſeidene
Strümpfe durch die Mode der kurzen Kleider Allgemeingut
ge=
worden. Aber noch vor zwanzig Jahren zählten ſie zu
den ſchwer erreichbaren Luxusgegenſtänden, die den
Millionärin=
nen oder den Bühnenkünſtlerinnen vorbehalten geblieben waren.
Eine Dame, die am Alltag ſeidene Strümpfe trug, wurde von
ihren Mitſchweſtern mit merkwürdig erſtaunten Augen betrachtet.
Es gab Strümpfe fil dEcosse ſchwarz oder weiß. Farbige
Strümpfe ſah man nur auf Maskenbällen und ſie beſtanden aus
dem minderwertigſten Material, weil ſie ſonſt nicht verwendet
wurden. In der kälteren Jahreszeit glaubte man es ſeiner
Ge=
ſundheit ſchuldig zu ſein, anſtelle der gewebten, geſtrickte Strümpfe
zu tragen, und zwar in der Ausführung von zwei rechts und
zwei links. — Das Tempo der Zeit läßt ſich an Hand modiſcher
Ereigniſſe am beſten erläutern. Wie eine längſt verblaßte
Er=
innerung will es uns ſcheinen, daß es eine Epoche gegeben hat
in der man dem Strumpf keine Beachtung ſchenkte. Und doch
iſt es nicht länger als zehn Jahre her, da der krumi
Leben in der Verborgenheit führen und das Li
ſcheuen mußte. Die kurzen Kleider hatten die M
Stiefel im Gefolge. Damals erſchienen die em d.
Strümpfe, jeweils auf die Farbe des Schuhes ab
1921 die erſten hellen Florſtrümpfe in Deutſchlat
in Frankreich und in England ſah man ſie
früher), betrachtete man ſie und ihre Trägerinner
boten ſittlichen Niederganges. Aber die große
Mode verwandelt das Ungewöhnliche in das 9
heute fühlt jede Frau die Berechtigung in ſich, ſei.
zu tragen . . . bis die Mode wieder einmal wechſe
des Cn
der h.
irnmt.
Tufta
ein 7
S die
ichm
gliche
4h
Den richtigen Schuh
zum eleganten Hut!
Daß Schuh und Hut oft die Eleganz einer Fr usma
iſt längſt bekannt; nicht immer aber iſt es hier g. leie
Beſte zu treffen, denn die neue Hutmode in ihren ormen
tum und ihrer ganz beſonderen Originalität verlar chon
außerordentlich guten Geſchmack, wenn man zu der ofbedec
eweils den ſchicken Schuh finden will. Im allg ine
ſowohl der Hut als auch die Beſchuhung ganz
wendungszwecke und von der Tageseit abhängig Fün
liche Gelegenheiten oder für Trotteurzwecke i der Eadt
man einen ganz einfachen, meiſt vorne aufgebogen Frückwä
aber ziemlich breitrandigen Hut in „Südweſterfe wäl
dazu den flachen Halbſchuh mit Chromſohle ur Seſtep
Nähten, mit der Farbe der Kopfbedeckung genau übe / ſtimme
(Mittelbild).
Für die Promenade natürlich auch nichts and als
Filzhut mit halbbreitem, ſeitlich etwas drapierter Aande
einer Neutralfarbe, der ſich die mit Eidechſenleder binier
Spangenſchuhe am beſten anzupaſſen vermögen (Bi C
Die Nachmittags= und Abendmode aber, die im chen
kleinen, ſchwarzen, mit einem Schleier garnierten —m ſteh
macht einen ſtark ausgeſchnittenen Seidenſchuh erf Elich
aber nicht nur zu Schwarz paßt, ſondern — den dweln
neueſten Mode zufolge — auch mit jeder anderen nac tag
und abendlichen Schattierung kombiniert werden
Skizze).
Der Pelzmantel
wird heuer gerne — ob es ſich nun um ein Trotteu /wel 00
um eines jener eleganten Stücke handelt, die für We
beſtimmt ſind — in Streifen verarbeitet, da 1 eria
hat, daß dieſe Art der Fellverwertung bedeutend —n0l9
wirkt als alle jene Pelzmäntel, die große Flächen S"
Darum trägt man auch heuer für Strapazzweck.
liebe die ganz geraden, paletotähnlichen, ſtreifigen.
Susliky, Pechaniky, Murmel und Naturbiſam, die it
mit einem Gürtel zuſammengehalten werden (Bind
Für den Abend — beſonders aber als Umhüle !4
menden Bälle — gibt es ſehr eigenartige, prinzebal.”
Mäntel, die aus dem ſogenannten „raſierten Kanie
arbeitet ſind, das in Streifen geſchnitten und ſo Gba.t
geſetzt iſt, daß es ſich von Hermelin kaum unterſcheide
Abendmantel iſt jahrelang brauchbar und kann lut
der jeweiligen Mode durch einige geringfügige Lu”
angepaßt werden, ſo daß man ſich nicht wunde.”
Amerika, das ja eine Mode immer bedeutend ichle
nebenbei bemerkt — mit abſoluter Treffſicherheit. 44lt
längſt zu dieſen Umhüllen bekannt hat, um 19 de *
weiße Farbe zu jedem Abendkleide getragen werden E
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