Einzelnummer 10 Pfennige
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Franfſurt a. M. 1304
Heſſiſche Neueſie Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuftrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 87
Donnerstag, den 28. März 1929. 192. Jahrgang
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aufträge und Teiſiung von Schadenerſatz. Bei
Konlurs oder gerichtlicher Beitrelbung fälli ſeder
Rabatt weg. Bankonto Deuiſche Bani und Darme
ſtädter und Nationalbani.
Der Kampf um die Piffern.
Trommelfeuer gegen Schacht.
iex den Kuliſſen: Ringen unker den Allierken
M em den Ankeil an der künftigen Beuke.
ar vor der Vertagung der Reparationskonferenz wird es
franzöſiſchen Preſſe noch einmal ſehr lebhaft mit einer
zſchkeit, die wohl auf amtliche Inſpiration zurückzuführen
ſ franzöſiſchen Sachverſtändigen halten offenbar den
wirck für gekommen, jetzt eine entſcheidende Attacke
ge=
mit. Schacht zu reiten, dem mangelndes Entgegenkommen
notorfen wird, aber vorgeworfen wird, nur weil die
Fran=
mtſichtlich die Vorausſetzungen überſehen, von denen aus
ühland nach Paris gegangen iſt. Sie machten ſich ihre Sache
icht, wollen nicht nur ihre Schulden bezahlt haben,
ſon=
uch noch die Wiederaufbaukoſten, die ſie immer noch in
A3lanz ſtehen haben und kommen ſo mit einer Rechnung,
nſeits aller Möglichkeiten liegt. Deutſchland hat
dem=
ziber immer wieder geſagt, daß wir uns auf dieſe Methode
imirlaſſen könnten. Der Ausgangspunkt der ganzen
Be=
mei war für uns die Untragbarkeit und Uner=
Uarkeit des Dawesplanes; wir wollten die
An=
ſia an die deutſche Leiſtungsfähigkeit. Deshalb können die
ſchen Sachberſtändigen, die doch auch ihren Ruf zu riskieren
hm tiemals ihre Zuſtimmung zu einer Löſung geben, die
iür hinausgeht. Wenn die Amerikaner gehofft haben, durch
eihandlungstaktik die Atmoſphäre der Ausſprache zu
beſ=
zo haben ſie ſich darin jedenfalls, ſoweit die franzöſiſche
i Frage kommt, verrechnet. Hier iſt von einem
Ab=
inüberſtiegener Forderungen bisher noch nichts zu merken.
rr) ſich alſo nach wie vor darum handeln, inwieweit die
taner bereit ſind, ſich von den ſtichhaltigen Gründen
hachts überzeugen zu laſſen und die runde Milliarde zu
Aiten, die Dr. Schacht anbieten kann. Der letzte Teil der
ſte wäre dann, die deutſchen Zahlungen ſchlüſſelmäßig auf
Eherſtaaten zu verteilen, die von ihren buchmäßigen
An=
bröchn entſprechende Abſtriche machen müßten. Gerade dazu
gtſtr Frankreich keine Neigung. Es kann deshalb auch ſchon
das plötzliche leidenſchaftliche Aufflackern der franzö=
Areſſe darauf berechnet iſt, eine Einheitsfront der
Sieger=
egegenüber Deutſchland herzuſtellen, die bisher nicht zu
men war. Tatſächlich ſcheint auch hinter den
Ku=
h ein doppelter Kampf zu gehen: auf der einen
der Verſuch, Deutſchland zu möglichſt
ſchn Leiſtungen zu preſſen, auf der anderen
Mein Ringen unter den Alliierten um den
nAiil an der künftigen Beute. Darauf irgendwie
Eintlz auszuüben, haben wir kein Intereſſe, und ſolange die
Hia/ Versmung beſteht, daß die franzöſiſchen Delegierten ihre Preſſe
hun yhil machen, in der Form zwar gegen Dr. Schacht, in der
Fa”haber gegen ihre Alliierten zu polemiſieren, haben wir
einAhAnlaß, und darüber aufzuregen, umſo weniger, als ja doch
eNEchverſtändigen wahrſcheinlich heute auseinandergehen und
ra ſtſcheidenden Beratungen bis nach den Feiertagen
zurück=
ſellmawerden.
Aiee A kkwochſihung der Sachverfkändigen abgeſagl.
„ EP. Paris, 27. März.
9e für heute nachmittag angeſe re Vollſitzung der
Sachver=
arlenkonferenz wurde in letzter Stunde abgeſagt. Das iſt
Diehir darauf zurückzuführen, daß die ſeit geſtern nachmittag
ſwit den Delegationsführern wieder aufgenommenen offi=
NoNnBeſprechungen über die Annuitätenziffern noch zu keinem
ershhis geführt haben und daher heute fortgeſetzt werden
müſ=
leug b es möglich ſein wird, für morgen eine Vollverſammlung
nsgenffen, iſt zur Stunde noch unbekannt. Da die Sachver=
Nanchen von morgen, Donnerstag, bis Mittwoch nächſter Woche
Duicrien machen, werden auf alle Fälle die Beratungen über
eA üfern im Plenum erſt in der zweiten Hälfte der
kommen=
den ſoche beginnen können.
FAMfriedenheit in Paris mit dem
Verhandlungs=
verlanf.
Paris, 27. März.
r „Petit Pariſien” zeigt ſich ſehr unzufrieden mit dem
*f der Reparationsverhandlungen und wirft der deutſchen
Eſtion vor, bisher allerlei komplizierte Manöver angewendet
ſen, um Uneinigkeit unter die Alliierten zu bringen. Dr.
D) habe wohl gewußt, welches die allierten Forderungen
Meikl ſürden, unter die ſie unter keinen Umſtänden herunter
NoePoktunten. Der Augenblick ſei jetzt entſcheidend. Die deut=
DeTelegierten müßten Zugeſtändniſſe machen, ſonſt habe es
Meiter Zwveck mehr, wenn die Verhandlungen im Hotel Georg V
r Metzt würden. Die alliierten Delegierten wünſchten nicht in
ſien zu gehen, ohne vorher von Dr. Schacht entſcheidende
Oulhrungen erhalten zu haben. Die öffentliche Ordnung in
„AElierten Ländern werde es nicht begreifen, wenn man fort=
R werde, ein Gebäude aufzurichten, ohne zu wiſſen, von
SDdieſes Gebäude bewohnt werden ſolle. Dieſem Verſuch
Hhſber muß jedoch immer wieder betont werden, daß von
Ser. Seite eine genaue Zahl nicht eher genannt werden kann,
S Mäß den in Genſ und Lugano gefaßten Beſchlüſſen die
in Rſiche Leiſtungsfähigkeit Deutſchlands durch die
unpartei=
i Sachverſtändigen feſtgelegt iſt. Die für Forderung und
Zi l1 in der allierten Preſſe genannten Ziffern müſſen alſo
e hantaſiezahlen bezeichnet werden. Was die Organiſation
blanten Zentralbank betrifft, ſo weiß Pertinax zu
berich=
die Bank 25 Adminiſtratoren ſtellen werde. Jede der
m Sachverſtändigenausſchuß vertretenen Nationen wird
Nircktoren ernennen. Außerdem ſoll für eine gewiſſe
An=
e on Jahren ein franzöſiſcher und deutſcher Zuſatz=Admi=
M Mor ernannt werden. Auch über
das Haſtem der Sachlieferungen
ſei bereits ein feſter Plan aufgeſtellt, der ſich über zehn Jahre
erſtrecken ſoll. Danach ſoll die Summe von 750 Millionen Mark
im erſten Rechnungsjahre jährlich um 50 Millionen Mark
ver=
ringert werden. Nach ſpäter feſtzulegenden Beſtimmungen ſoll
es geſtattet ſein, dieſe Sachlieferungen auch an dritte Nationen
zu verkaufen. Von Seiten der engliſchen Induſtrie und des
Bergbaues dürfte einer Regelung der künftigen Sachlieferungen
noch ziemliche Schwierigkeiten bereitet werden. So verbreiten
die Londoner Blätter heute Ausführungen eines Direktors eines
großen Bergwerksunternehmens, in denen dieſer auf die
Schä=
digung der britiſchen Induſtrie durch die Reparationslieferungen
hinweiſt. Der engliſche Kohlenhandel leide durch den Zutritt
der deutſchen Reparationskohle auf den Märkten außerordentlich.
So habe Italien im Jahre 1927 nur 3,2 Millionen Tonnen
eng=
liſche Kohlen bezogen, während es im Jahre 1913 noch über
5,5 Millionen Tonnen bezogen habe. Dagegen ſei die Einfuhr
deutſcher Kohlen nach Italien von 950 000 Tonnen im Jahre
1913 auf 4,1 Millionen im Jahre 1927 geſtiegen.
Die Arlaw=Affäre.
Die gefälſchten Borah=Dokumenke in Berlin
einge=
kroffen. — Auch der Sinovziew=Brief eine Fälſchung.
Die Dokumentenfälſcher=Affäre Orlow und Genoſſen iſt, wie
eine Berliner Korreſpondenz berichtet, inſofern in ein neues
Stadium eingetreten, als dieſer Tage aus Amerika die
gefälſch=
ten Borah=Dokumente in Berlin eingetroffen ſind und nun mit
dem bei Orlow und ſeinen Freunden beſchlagnahmten Material
verglichen werden. Bisher haben ſich aus dieſer Unterſuchung
der verſchiedenen Schriftſtüche — insgeſamt 10 an der Zahl —
keine Anhaltspunkte dafür ergeben, daß die Senator Borah kom=
Promittierenden Falſifikate ebenfalls in Berlin hergeſtellt
wor=
den ſind. Man nimmt vorläufig noch immer an, daß dieſe
Fäl=
ſchungen in Paris erfolgt ſind, wobei aber die Möglichkeit
be=
ſtehen bleibt, daß der geiſtige Urheber doch in den Kreiſen um
Orlow zu ſuchen und nur die Herſtellung der Dokumente ſelbſt
in Paris erfolgt iſt. Um weitere Feſtſtellungen zu treffen, will
man ſich von Berlin aus mit dem zurzeit in Italien weilenden
ſeinerzeitigen Vorſitzenden des Senatsunterſuchungsausſchuſſes,
Senator Reed in Verbindung ſetzen, um von ihm die Namen
derjenigen ruſſiſchen Agenten zu erfahren, mit denen er in dieſer
Sache in Paris verhandelt hat. Von beſonderem Intereſſe iſt
ferner die Tatſache, daß jetzt konkrete Behauptungen auftauchen,
wonach v. Gumanſki einem Vertrauten gegenüber auch die
Her=
ſtellung des berühmten Sinojew=Briefes durch die Freunde
Or=
lows beſtätigt und alle Einzelheiten dieſer Aktion geſchildert
habe. Ein Helfershelfer Orlows, ein gewiſſer Pokrowſki, der in
Riga tätig war, habe den Sinowjew=Brief zunächſt entworfen.
Die intereſſierten engliſchen Stellen hätten das Manuſkript
be=
gutachtet, und dann ſei von Riga aus die ganze Aktion mit dem
bekannten Erfolg durchgeführt worden. Der bekannte ruſſiſche
Spion Druſchilowfki ſoll ſchon vor drei Jahren Gumanſki und
Pokrowſki als Beteiligte an der Fälſchung des Sinowjew=Briefs
bezeichnet haben. Der jetzt in Berlin mit Orlow verhaftete
Su=
marokow behauptet übrigens, daß Druſchilowſki gar nicht, wie
ſeinerzeit offiziell gemeldet, von den Sowjets nach ſeiner
Rück=
kehr nach Rußland erſchoſſen worden ſei, ſondern daß er unter
anderem Namen jetzt im Dienſte der Tſcheka ſtehe.
Eine ruſſiſche delegglion für die
Abrüſtungs=
verhandlungen.
Die ſowjetruſſiſche Regierung entſendet zur 6. Tagung des
Vorbereitenden Abrüſtungsausſchuſſes, die am 15. April in Genf
beginnt, wieder eine ſehr ſtarke Delegation, die von dem
Volks=
kommiſſarzfür Aeußeres, Litwinow, geführt wird. Der
Delega=
tion gehören außerdem an Frau Litwinow, die häufig als
Dol=
metſcherin fungiert, der Volkskommiſſar für Erziehungsweſen,
Lunatſcharſki, Boris Stein, der Diviſionskommandant Langovoy
und weitere Sachberater.
Die ſtarke ruſſiſche Beteiligung an den kommenden
Ab=
rüſtungsverhandlungen gilt vor allem der Beratung des
ſoge=
nannten zweiten ruſſiſchen Abrüſtungsentwurfs, der neben dem
deutſchen Antrag auf Erweiterung der Veröffentlichungspflicht
über die Rüſtungen und der Kenntnisnahme der vom
Sicher=
heitskomitee ausgearbeiteten Sicherheits= und Schiedsverträge
den Gegenſtand der Aprilberatungen des Vorbereitenden
Ab=
rüſtungsausſchuſſes bilden wird. Das übrige Programm der
Verhandlungen ſteht vorläufig noch nicht feſt, da vor allem die
Militärmächte einer zweiten Leſung der techniſchen
Abrüſtungs=
vorſchläge noch Schwierigkeiten machen, ſolange die Frage der
Seeabrüſtung nicht durch direkte Verhandlungen unter den
See=
mächten weiter gefördert iſt.
Ein Memorandum der Völkerbundsvereinigung
zur Räumung des Rheinlandes.
In einem Memorandum der Völkerbundsvereinigung, das
Premierminiſter Baldwin, Lloyd George und Macdonald
über=
reicht wurde, fordert die Völkerbundsvereinigung die baldige
Zu=
rückziehung der Truppen aus dem Rheinland, deren Anweſenheit
ein dauernd wachſendes Hindernis auf dem Wege der
internatio=
nalen Verſtändigung und des gegenſeitigen Vertrauens ſei. In
dem Memorandum wird weiterhin die Beſchränkung der
Ab=
rüſtung und die Ratifikation des Waſhingtoner
Achtſtundentag=
abkommens verlangt. Lloyd George und Macdonald brachten
ihr Einverſtändnis mit dieſen Zielen zum Ausdruck, während
Baldwin wahrſcheinlich ſchon in allernächſter Zukunſt auf die
einzelnen Punkte antworten wird.
* Der Kongreß in Diion.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, Ende März.
Die Trauer um Marſchall Foch hat die Gefühle der
Freund=
ſchaft bei den einſtigen Ententemächten auf einige Augenblicke
wieder aufleben laſſen. Man ſchwelgte in gemeinſamen
Erinne=
rungen und man hätte ſich in Paris um einige Jahre
zurückver=
ſetzt glauben können. Das Beileid des Auslandes äußerte ſich
in eindrucksvollſter Weiſe, und die Beziehungen zu England und
Belgien traten ganz beſonders hervor, was übrigens der
außen=
politiſchen Lage entſpricht. Die Probleme der franzöſiſchen
In=
nenpolitik wurden unter ſolchen Umſtänden etwas zurückgedrängt,
was allerdings nicht beſagen ſoll, daß die politiſchen Kreiſe ſich
weniger intenſiv mit ihnen befaſſen. Aber außer der nationalen
Trauer hat auch die Kürze der Zeit, welche der Kammer vor den
Oſterferien zur Verfügung ſtand und endlich auch die Beratungen
des Sachverſtändigenkomitees gebieteriſch eine Vertagung der
innenpolitiſchen Auseinanderſetzungen gefordert.
Die naturbedingte Entwicklung ließ ſich allerdings nicht
auf=
halten, ja nicht einmal ganz verſchweigen. Die franzöſiſche Rechte
hat in Dijon einen Kongreß gehalten, welcher auf die Innenpolitik
einen grundlegend wichtigen Einfluß ausüben mußte. Es hat
ſich auf dieſem Kongreß erwieſen, daß die Begeiſterung
der Rechten für Poincaré ziemlich abgekühlt
iſt, daß die Hoffnungen auf die Bildung einer zentralen Partei
ſcheitern müſſen (die Unentſchiedenheit der Kräfteverteilung
in der franzöſiſchen Kammer ließ ein ſolches Parteigebilde
als beſonders erwünſcht erſcheinen) und endlich, daß bei der
Rech=
ten eine neue Strömung durchzudringen — droht. Bei der
bis=
her ſo apathiſchen franzöſiſchen Rechten ſcheint in der Tat eine
äußerſt aktive und extremnationaliſtiſche Gruppe die Führung an
ſich reißen zu wollen. Parteipolitiſch hat dieſe Gruppe große
Verdienſte, vor allem iſt ſie aktiv. Von Poincaré hat ſie bisher
allerdings eine konſequente und nicht gerade zärtlich zu nennende
Ablehnung erfahren, trotz ihrer lauten Begeiſterung für die
„Union nationale‟ Man hat dieſe ſchlechte Behandlung bisher
mit einer heroiſchen Unempfindlichkeit ertragen, aber wenn dieſe
neue Richtung bei der Rechten offiziell zur Führerſchaft gelangt,
was in Dijon faſt ſchon geſchehen iſt, ſo wird die Lage des
Mini=
ſterpräſidenten äußerſt heikel. Die Brücke nach links wurde in
Dijon nach Möglichkeit abgeriſſen, die gemäßigten Rechtsgruppen
gedemütigt, ſo daß ein Abſchwenken der gemäßigten Gruppen
nach links jetzt ſtark im Bereich der Möglichkeit liegt. Man
be=
trachtet die Regierung als virtuell geſtürzt. Aber die äußeren
Ereigniſſe haben nicht nur die Kriſe vor den Oſterferien unmöglich
gemacht, ſondern auch die Kammer gezwungen, der Regierung
eine ſtarke Mehrheit zu votieren. So daß man jetzt in den
Regie=
rungskreiſen von einer neuen Erſtarkung der Union nationale
ſpricht und daß Blätter wie „L’Echo de Paris” den Führern der
Oppoſition den Rücktritt aus der Finanzkommiſſion nahe legen.
Aber die Finanzkommiſſion iſt nur äußerlich geſchlagen. In
Wirk=
lichkeit hat ſie mit ihrer Kritik an der veralteten Steuerpolitik der
Regierung — der wundeſte Punkt — auf die Oeffentlichkeit einen
ſehr ſtarken Eindruck ausgeübt.
Die Kammerferien ſollen ſehr lange dauern. Angeblich bis
Anfang Mai. Eine ſolche lange Vertagung würde jedenfalls
im Intereſſe der Regierung ſtehen, ſie wäre offiziell durch die
Munizipalwahlen gerechtfertigt. Die Munizipalwahlen möchte
man zwoar — allerdings nur links — gerne aufſchieben, aber das
wird kaum gehen. Denn ihnen kommt jetzt eine außergewöhnliche
politiſche Bedeutung zu und man befürchtet Ueberraſchungen. Die
Regierung ſoll die langen Ferien zu einer Neuorganiſierung der
Kolonialt olitik benützen, eine Aufgabe, deren rieſige Wichtigkeit
für die Weltwirtſchaft augenſcheinlich iſt. Schon die Reiſe des
Kolonialminiſters Maginot nach Franzöſiſch=Weſtafrika hat dieſe
Aktion vorbereitet — und ihre dringende Notwendigkeit in einem
grellen Lichte gezeigt. Die Schätze, welche die franzöſiſchen
Kolo=
nien in ſich bergen, ſind unermeßlich. Ihre Ausbeutung ſtößt
aber auf Schwierigkeiten, welche ebenſo unermeßlich ſind. Und je
näher man ſich mit den Problemen der franzöſiſchen Kolonien
be=
ſaßt, umſo ſchwieriger erſcheinen die Aufgaben, welche dort ihrer
Löſung harren. Nach dem Kriege haben die meiſten franzöſiſchen
Kolonien einen wirtſchaftlichen Aufſchwung erlebt, welcher oft
glänzend war, deren wirtſchaftliche Grundlagen allerdings
ſchein=
bar nicht genug feſt waren. Die Produktion ſtieg überall in
hohem Maße und in dem Mutterlande gab es ſo etwas wie eine
Begeiſterung für die Kolonien. Eine Art von Rauſch und nicht
bei den Schlechteſten. Die Reaktion konnte aber nicht ausbleiben.
Sie äußerte ſich auf die Kolonien in Abſatzkriſen und in Paris
in Finanzſkandalen. Es gab eine Reiskriſe in Madagaskar, eine
Kautſchukkriſe in Indochina und eine Kriſe der Metallminen in
Algier. Naturkataſtrophen auf de nAntillen, Epidemien in
Weſt=
afrika, politiſche Schwierigkeiten auf anderen Punkten, all das
mußte zu einer Kriſe führen. In Paris haben dank der ſchlechten
und unzureichenden Organiſation der Börſe und des
Finanz=
marktes die Kapitaliſten ihr Vertrauen zu den kolonialen
Unter=
nehmungen ziemlich verloren. Das franzöſiſche Geld geht nach
dem Auslande, für die Kolonien iſt es nicht zu haben."
Frankreich fehlt es an Geld und an Menſchen, um ſeine
Kolonien auszuwerten. Das Sanierungsprogramm der
Regie=
rung beſteht vor allem in der ſchrittweiſen Auflegung einer Drei=
Milliarden=Anleihe. Bereits wird zwiſchen den einzelnen
Kolo=
nien ein erbitterter Kampf um das Geld geführt, die kleinen
fürchten benachteiligt zu werden. Die Aktion der Regiernag verdient
aufmerkſam verfolgt zu werden, allerdings glauben wir, daß eine
Reform der franzöſiſchen Kolonialpolitik nur dann erfolgreich ſein
kann, wenn ihr eine grundlegende Reform des franzöſiſchen
Bör=
ſen= und Bankweſens vorangeht.
Seite 2
Donnerstag, den 28. März 1929
ung im Madrider Unverſikäks=
Vor der Rückkehr zum normalen Univerſikätsleben.
Paris, 27. März.
Havas meldet aus Hendave, daß ſich in dem Konflikt
zwi=
ſchen der Regierung und der Univerſität von Madrid Zeichen der
Entſpannung bemerkbar machen. Die Profeſſoren, die Mitglieder
der Nationalverſammlung ſind, haben eine Eingabe verfaßt, in
der ſie an die Milde der Regierung appellieren und die raſche
Wiedereröffnung der Univerſität als wünſchenswert hinſtellen.
Der Unterrichtsminiſter hat in ſeiner Antwort die Möglichkeit
einer Rückkehr zum normalen Univerſitätsleben durchblicken
laſ=
ſen und betont, daß es ſich um eine zeitweilige Schließung
handele. Nach der Havasmeldung nimmt man daher an, daß die
Univerſität Madrid nicht, wie anfangs von der Regierung
an=
geordnet worden war, bis 1931 geſchloſſen bleibt.
Amksniederlegung Primo de Riveras Ende Mai?
Primo de Rivera erklärte am Dienstag abend im ſpaniſchen
Miniſterrat, daß eine Amtsübertragung vorbereitet werden müſſe,
wenn ſie ohne Schwierigkeiten vor ſich gehen ſolle. Man hat in
amtlichen Kreiſen den Eindruck, daß der Diktotor ſein Amt Ende
Mai niederlegen wolle. Der „Quotidien” will wiſſen, daß die
Abſichten Primo de Riveras keinesfalls durch körperliche Schwäche
begründet ſeien. Vielmehr habe ſich der König geweigert, neue
Erlaſſe zu unterzeichnen, die der Diktatur unbeſchränkte
Voll=
machten gegeben hätten. Der Könighabe ſich endlich Rechenſchaft
darüber abgelegt, daß die Mehrheit in Spanien gegen die
Dik=
tatur und das Direktorium eingeſtellt ſei und daß die Verfaſſung
ſelbſt einer ſchweren Gefahr entgegenſehe. Die Nachricht vom
Rücktritt Primo de Riveras ſoll in Spanien große Freude
hervor=
gerufen haben.
Unkerzeichnung des Freundſchaftsverkrages zwiſchen
Südſlawien und Griechenland.
EP. Belgrad, 27. März.
Heute mittag wurde im Großen Saal des Außenminiſteriums
der Freundſchaftspertrag zwiſchen Südſlawien
und Griechenland von dem griechiſchen Außenminiſter
Karapanos und dem jugoſlawiſchen ſtellvertretenden
Außenmini=
ſter Kumanudi feierlich unterzeichnet. Der Vertrag führt
den Titel „Freundſchafts= Schlichtungs= und
Schiedsgerichtsver=
trag‟. Der vollſtändige Text iſt noch nicht veröffentlicht. Ein
offizielles Kommunigué gibt einen kurzen Inhalt des Vertrages.
Danach verpflichten ſich beide Parteien zur gegenſeitigen Hilfe
zwecks Aufrechterhaltung der Ordnung, wie ſie durch die
Friedens=
verträge geſchaffen worden iſt. Sie verpflichten ſich, in keinem
Falle gegeneinander die Waffen zu ergreifen, ſondern alle
mög=
lichen Konflikte auf dem Wege des Schiedsgerichtsverfahrens
bei=
zulegen. Falls die Schlichtung auf diplomatiſchem Wege nicht
gelingt, wird der Konflikt dem Völkerbund unterbreitet oder,
falls beide Parteien es vorziehen, einem Schiedsgericht vorgelegt.
Der Vertrag wurde auf die Dauer von fünf Jahren abgeſchloſſen
und tritt nach erfolgter Ratifizierung durch das griechiſche
Par=
lament in Athen in Kraft. Nach der Vertragsunterzeichnung gab
der ſüdſlawiſche Miniſterpräſident Zivkowitſch ein Bankett, bei
dem die üblichen Trinkſprüche gewechſelt wurden. — Bei der
Un=
terzeichnung des Vertrages wurde keine Anſprache gehalten.
Nummer 35.
* Berlin, 27. März (Priv.=Tel.).
Das Schlagwort „Jedem Deutſchen ſeine eigene Partei!”
rückt ſeiner Erfüllung immer näher. Aus Hamburg kommt
dies=
mal die erſchütternde Kunde, daß dort eine neue Partei gegründet
worden iſt, die ſich beſcheiden „Deutſche Reichspartei” nennt und
verfaſſungstreue Republikaner in ſich aufnehmen will. Als
näch=
ſtes Ziel wird die Aufgabe geſtellt, Deutſchland in 17
Stämme zu gliedern, als Fernziel dagegen, den
ganzen Erdball — Beſcheidenheit iſt eine Zier! — in
einen einheitlichen Rechtsſtaat, mit Erdpolizei zu
Waſſer, zu Lande und in der Luft einzurichten. Natürlich
muß dazu erſt Eſperanto die allgemeine Kulturſprache werden
und als „Keimzelle des Erdballes” ſoll zunächſt ein Bündnis
zwiſchen Frankreich, Belgien und Deutſchland angeſtrebt werden.
Der ganze Erdball als einheitlicher Rechtsſtaat! — das wird alſo
eine der zugkräftigſten Wahlparolen im nächſten Wahlkampf ſein.
Zur Aufführung der Johannes=Paſſion von J. 5. Bach
Wenn es die großen Oratorienvereine faſt aller deutſchen
Städte von Jahr zu Jahr für ihre Pflicht halten, eine der
Bach’ſchen Paſſionen zu Gehör zu bringen, ſo darf man die Frage
ſtellen, worin denn dieſer ungeheure Wert der beiden Meiſterwerke
des ſchlichten Leipziger Thomaskantors aus dem Anfang des 18.
Jahrhunderts liegt, daß die ehemals als liturgiſche Werke für
den Nachmittagsgottesdienſt geſchriebenen Paſſionen heute
Ange=
hörige aller Konfeſſionen begeiſtern, ja ſelbſt Menſchen, die fernab
von Religion und Kirche ſtehen, in dieſen Werken Höhepunkte
menſchlichen Kunſtſchaffens überhaupt erblicken. Zur
Beantwor=
tung müſſen die verſchiedenſten Geſichtspunkte beitragen. So iſt
Bach eine jener ſeltenen, kraftvollen Perſönlichkeiten, in denen ſich
tiefſtes religiöſes Empfinden, wertvollſtes Menſchentum und
größte künſtleriſche Senſibilität vereinigen. Aus dem Religiöſen
ſtrömt die Glaubenskraft der großen Chöre, die Unfehlbarkeit des
Stilgefühls, die Durchdrungenheit von der weltgeſchichtlichen
Be=
deutung des in den Paſſionen geſchilderten Geſchehens, und
ſchließlich die ganz aus gottesdienſtlichem Gefühl heraus
ent=
ſtehende feinſinnige Einfügung der Choräle. Der Menſch Bach
verſenkt ſich dann tief in alles menſchliche Empfinden der
Einzel=
perſonen, er wird z. B. in der Johannespaſſion ganz beſonders
der Perſon des Pilatus gerecht, er durchdringt mit pſychologiſchem
Scharfblick alle Geſchehniſſe, motiviert jede Handlung,
unterſchei=
det genau die verſchiedenen Grade der Erregung in den
Volks=
chören, und eröffnet uns die Tiefe ſeines menſchlichen
Mitempfin=
dens in den Arien, welche an entſcheidenden Stellen die
Hand=
lung lyriſch durchbrechen; und gerade dieſe Arien, denen der
empfindſame und faſt ſchwülſtige Text des Hamburger Ratsherrn
Brockes mit ſeinen barocken Uebertreibungen zugrunde liegt,
lehren uns den leidenſchaftlich miterlebenden, leicht zur Ekſtaſe
neigenden Bach beſonders nahe kennen.
Rein künſtleriſch iſt Bachs Tonſprache darum ſo unendlich
intereſſant, weil ſich in ihm die Tradition früherer Jahrhunderte
mit der Anſchauung ſeiner eigenen Zeit zu einem überaus reichen
und lebendigen Ganzen verbinden. Kannte ſchon das
Mittel=
alter in ſeinen Paſſionen das dramatiſch abwechſelnde Singen
verſchiedener Perſonen, wobei den Evangeliſten ſtets eine höhere,
Feſus eine tiefere Stimme vortrug, ſo hatte das 16. Jahrhundert
bereits häufig die Volkschöre zu mehrſtimmigen kunſtvollen
Kom=
boſitionen geſtaltet und die Paſſionen mit Einleitungs= und
Schlußchor verſehen. Wir übergehen die Verſuche, die ganze
Paſſion ſür mehrſtimmigen Chor durchzukomponieren und ſehen
die ältere Art der Paſſion am deutlichſten bei Heinrich Schütz
Ueber ihn hinaus geht nun Bach dadurch, daß er die
Paſſionserzäh=
lung durch Betrachtungen und Choräle, die mit dem Werke aufs
Vom Tage.
Nach dem ärztlichen Befund des Prof. Dr. Zondek handelt es ſich
bei der Erkrankung des Reichskanzlers um eine
Gallen=
affekrion, die mit einem leichten Anfall von Gelbſucht verbunden iſt.
Nach den Feiertagen wird der Patient ſeine Tätigkeit wieder aufnehmen
können.
Die deutſche Gruppe der Internationalen Handelskammer hat
für den durch den Tod von Dr. Sorge freigewordenen Sitz in dem
Schiedsgerichtshof der Internationalen
Handels=
kammer den Vorſitzenden der handelspolitiſchen Kommiſſion des
Reichsverbandes der Deutſchen Induſtrie, Staatsſekretär a. D. Dr. Ernſt
v. Simſon benannt.
Zar Boris von Bulgarien befindet ſich zur Zeit in
Schle=
ſien bei ſeiner Schweſter und wird demnächſt — allerdings prvatim,
Berlin einen Beſuch abſtatten. Es iſt nicht ausgeſchloſſen.
daß er dabei dem Reichspräſidenten und dem Reichskanzler einen
Höf=
lichkeitsbeſuch machen wird, bei dem allerdings ein offizieller Empfane
nicht vorgeſehen iſt.
Der franzöſiſche Marineminiſter hat beſchloſſen, den in Breſt im
Bau befindlichen 10 000 Tonnen=Kreuzer, der im April oder
Mai vom Stapel gelaſſen werden ſoll, „Foch” zu taufen.
Die Sachverſtändigen=Konferenz hält am Donnerstag,
vormittags 11 Uhr, ihre letzte Vollſitzung vor der Unterbrechung der
Konferenzarbeiten durch die Oſterferien ab.
Prä dent Hoover hat das Rücktrittsgeſuch des
amerika=
niſchen Botſchafters in London Houghton
angenom=
men. Houghton verläßt am kommenden Donnerstag London und
zieht ſich ins Privatleben zurück.
Wer wird Dikkator in Spanien?
Admiral Graf de Magaz
General Damaſo Berenguer
werden als Nachfolger des demnächſt zurücktretenden ſpaniſchen
Diktators Primo de Rivera genannt. Admiral Magaz iſt zurzeit
Botſchafter am Heiligen Stuhl in Rom, General Berenguer
Generaladjutant des Königs und Kommandant des Königlichen
Hauptquartiers.
ngſte zuſammenhängen, unterbricht. Und nun erſt das Gewaltige
der Bach’ſchen Tonſprache überhaupt. Das ſchlichteſte Rezitativ
des Evangeliſten iſt melodiſch ſo belebt, daß ſich die Melodielinie
teils in genialer Weiſe dem Sprachmelos enpaßt, teils ſelbſtändig
den Worten rein muſikaliſch Ausdruck gibt und ſie untermalt
Demſelben Zweck dient auch die Harmonie der
Begleitinſtru=
mente, die oft von unbeſchreiblicher Kühnheit und Gewähltheit
iſt. Bei den Arioſi und Arien treten Inſtrumentenſtimmen von
gleichem Empfindungswert und gleicher Ausdrucksfähigkeit neben
die Singſtimme, und Bach gibt in jeder Arie ein umfangreiches
Tongemälde, welches die Stimmung des Textes ſeiner Bedeutung
nach völlig ausſchöpft, ja oft die Dichtung ganz beſonders
ver=
tieft. Den Arien gleichbedeutend ſind die beiden großen Chöre,
die das Werk umrahmen, der grandioſe Einleitungschor, in dem
die ungeheuren Scharen aller Gläubigen, die in den
Jahrtauſen=
den an der Paſſion Erbauung gefunden haben, zum Kreuzeshügel
zu wallen ſcheinen, und der Schlußchor, das Schlummerlied für
den Heiland.
Die ganze Tiefe der Bach’ſchen Kunſt zeigt ſich darin, daß
ſelbſt für den, der alljährlich die Paſſionen hört und mitmuſiziert,
ſich immer wieder neue Herrlichkeiten auftun, daß er immer wieder
Neues in dem unerſchöpflichen Reichtum von Bachs Geiſt findet,
dem er bisher noch nicht Beachtung geſchenkt hatte. Eine
Dis=
kuſſion darüber, welche von beiden Paſſionen wertvoller ſei, iſt
deshalb zwecklos, weil beide wie die zugrunde liegenden
Evan=
gelien ſo verſchieden in ihrem Charakter ſind, daß ſie erſt
zuſam=
men uns den ganzen Künſtler und Menſchen Bach zeigen. — Es
mag vielleicht manchen erſtaunen, daß der Muſik=Verein in dieſem
Jahr, in dem Bachs Matthäuspaſſion zweihundert Jahre alt
wird, gerade die andere Paſſionsmuſik aufführt. Es geſchah dies
deshalb, weil die frühe Lage des Oſterfeſtes es nicht ermöglichte,
neben den übrigen geplanten Konzerten ſo viel Zeit zu gewinnen,
um die ſchwierigere Matthäuspaſſion gründlich neu zu ſtudieren,
was für eine Jubiläumsaufführung dringend erforderlich
ge=
weſen wäre.
Friedrich Noack.
Uraufführung am Skadttheaker Bochum.
„Pulververſchwörung”.
Drama von Eduard Reinacher.
In einer Zeit, da das Theater ſich der Behandlung der
Ge=
genwartsprobleme und =aktualitäten durch den Dichter am
will=
fährigſten zeigt, greift der Eläſſer Eduard Reinacher, den man als
Verfaſſer mancher weſentlichen Dichtung kennt, zu einem
hiſtori=
ſchen Stoff. Anlaß zu ſeiner dramatiſchen Formung bot ihm
eine Novelle von Kurt Martens; in ihr iſt die an äußeren und
inneren Gegenſätzen reiche Zeit Englands zu Beginn des 17.
Nummer S
Wie ſtehk es um die Einſparungsverſuche der
* Berlin, 27. März. (Priv=B
Seit der Reichstag in die Ferien gegangen iſt, wurde
die Einſparungsverſuche des Reichsfinanzminiſters ſtill
haben es begrüßt, denn je weniger von draußen hineingg
wird, deſto größer ſind die Ausſichten, falls wirklich der
Wille vorhanden iſt, eine Grundlage zur Verſtändigung üb
erforderlichen Abſtriche zu finden. Ob Herr Dr. Hilferdim,
zwiſchen ſeine Bemühungen fortgeſetzt hat, können wir
Augenblick nicht feſtſtellen. Es fällt aber auf, daß gerade
der ſozialdemokratiſche Steuerſachverſtändige Dr. Hern
öffentlich äußert und dabei zu dem Ergebnis kommt, din
herigen Beſprechungen hätten die Undurchführbarkeit der
parteilichen Forderungen erwieſen. Auch er gibt die Mögrl
von Abſtrichen zu, will dies aber nur bei dem Etat des M
verkehrsminiſteriums und dem Wehrminiſterium anerkee
Wenn er der Meinung iſt, daß der Flugverkehr mit 50 Miu
zu hoch dotiert iſt, hat er darin recht. Der dickſte Poſte
aber für ihn der Wehretat ſein, wo er 100—150 Millione=,
ſtreichen will. Wenn man den Rotſtift nimmt, darf auc
Wehrminiſterium nicht tabu ſein. Aber es iſt reine X
demagogie, das ganze Syſtem darauf abzuſtellen, weill
Sozialdemokraten genau wiſſen, daß für die bürgerlichen Mfle
teien die Abſtriche gerade hier begrenzt ſind. Dagegen beho
derſelbe Dr. Hertz, daß für die Sozialdemokratie Erſparniſf
ſozialpolitiſchem Gebiet nicht in Frage kämen. Wenn das
lich die Abſicht iſt, und wenn dieſe Abſicht etwa geſchrieben Fko
ſollte, um dem Reichsfinanzminiſter den Rücken zu ſtärken, dr
ſind damit tatſächlich die Verhandlungen geſcheitert, die
auch für das Beſtehen der Regierung Folgen haben mit
Vorläufig möchten wir aber nicht annehmen, daß die S. ihr letztes Wort geſprochen haben, wenn ſie muh
daß die übrigen Regierungsparteien nicht mit ſich ſpaßen Hmk—
Tariferhöhung bei der Reichsbahn?
* Berlin, 27. März. (Priv,=T.
In Berlin läuft wieder einmal das Gerücht um, da
Reichsbahn ſich mit der Abſicht trage, ihre Ta
neuerdings zu erhöhen. Zur Begründung wird d.
hingewieſen, daß die Hofſnungen, die auf die letzte Tarifunn
lung geſetzt wurden, ſich nicht erfüllt haben. Die durchſchnittk!
Einnahmen haben ſich im Monat um nicht einmal 2 Pr
INe
erhöht. Die ſinkende Konjunktur wirkt ſich im Güterverkehr.
tark aus, ſo daß die Finanzierung der erforderlichen Auf
nach wie vor Schwierigkeiten macht. Dieſe Angaben ſind a-:E
richtig. Trotzdem wird uns auf Erkundigung an maßgebe ßu dm
Stelle auf das beſtimmteſte verſichert, daß alles Gerede von
teren Tariferhöhungen unſinnig ſei. Eine neue Steiger
würde nur eine weitere Droſſelung des Verke
und damit auch ein abſolutes Sinken der Einnahmgſ!
bedeuten. Die Reichsbahn ſcheint aber auch von den
Pariſerſ=
parationsverhandlungen allerlei zu erhoffen. Ihr ſind zu
Reparationsleiſtungen von über 20 Prozent aufgebürdet.
ſie wie die ganze deutſche Wirtſchaft ſich nach einer Verme
rung dieſer Laſten ſehnt, iſt begreiflich, denn ſie könnte a
Abbau der Tarife bedeuten. Aber das iſt vorläufig noch
kunftsmuſik.
Aerzke und Krankenkaſſen.
Köln, 2. M
In der Berliner Preſſe beſchäftigt ſich eine Zuſchrift aus ärzil
Kreiſen mit dem auch in Weſtdeutſchland viel erörterten Verhä.)
zwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen. Der Artikelſchreiber ver
darauf, daß der Arzt bei der Mehrzahl der Krankenkaſſen
für=
monatliche Behandlung eines Kaſſenmitgliedes zwei Mark erhalt.
werde von dem Arzt gegen minderwertige Bezahlung eine hochſtel.
Gleichzeitig ſeien die Beiträge der Kaſſenmitgl12
als außerordentlich hoch zu bezeichnen. Infolgedeſſen habe ſich eine En
kratie der 7000 Kaſſenbeherrſcher herausgebildet, ein Zuſtand, der —n
geſetzgeberiſche Maßnahmen eingeſchränkt werden müſſe. Notwes
ſei die Auflöſung der verſchiedenen Kaſſen und ihre Vereinheitlichun
einer einzigen „Deutſchen Reichskrankenkaſſe‟ Auf dieſe Weiſe köm
20 Millionen Kaſſenmitglieder von übermäßigen Beiträgen befreit
50 000 Kaſſenärzte eine einigermaßen würdige Bezahlung erhalten W1
etwaige Ueberſchüſſe an die Reichskaſſen abgeführt werden. Nach A
gabe des Statiſtiſchen Amtes hätten die reichsgeſetzlichen Krankenk=”
ſeit der Stabiliſierung 868 Millionen Mark Rücklagen gemacht. LE
Endes ſeien die Krankenkaſſen keine gewinnbringende Unternehmur!
ſondern ſoziale Einrichtungen.
den St
uch ve
Ar noch
Rung
Jahrhunderts chronikgetreu geſtaltet. Reinacher folgt ziern
genau dieſem Vorwurf, in deſſen Mittelpunkt das von den (c
lichen Adligen des Landes gegen König und Regierung betrie W
Komplott — die Sprengung des Weſtminſter — ſteht. Ein S
leidenſchaftlicher Spannungen zwiſchen Verſchwörer= und Kor M
partei, in dem dieſe ſchließlich obſiegt, ſchafft natürlich theaß
kräftige Kontraſte. Leider begnügt ſich der Dichter häufig zu
mit den Wirkungen des Theaters. Die Szene leidet manck.u
unter lärmender rhetoriſcher Ueberfülle, welche die HandE/
hemmt, ſtatt voranzutreiben. Der knallige Schluß, da der DEn
ſchwörerführer Catesby ſein von den Feiden umzingeltes SC2/
in die Luft ſprengt, wirkt wie ſchlechte Vorbilder aus der I14,
ſchen Periode. Daneben aber gibt es Szenen, in denen man
Dichter gewahrt, Partien von ſtarker ſprachlicher Kraft und IIEM,
Perſonencharakteriſtik. Hier drängt etwas hervor, das in ſia=
Anſätzen den dramatiſchen Geſtalter verrät. Man merkt;
ringt jemand mit dem Stoff; die Arbeit geht ihm nicht leicht
der Hand, wie vielen, die heute ſchreiben. Dafür ſteckt hinter
ſem Werk eine ſtarke, ehrliche Geſinnung und ein kraftho
ethiſches Bewußtſein. Gibt das Drama — wie ſchon die vor
gehenden Bühnenſtücke Reinachers — keine Erfüllung, ſ0 T
Hoffnung auf eine ernſthafte dichteriſche Begabung unſerer 2
die man deshalb nicht leicht wird abtun dürfen, weil ſie nicht
den Tag ſchafft. Unter Dr. Buxbaums Regie, die Ton
Geſtik der Aufführung mehr hätte mildern müſſen, gab es
dem tüchtigen Bochumer Spielenſemble für das Werk und
inweſenden Autor einen herzlichen und verdienten Erfolg.
ihm war weſentlich auch der tüchtige Bühnenbildner dieſes w0
rigen Induſtrietheaters, Johannes Schröder, beteiligt.
H. G. X
Kunſt. Wiſſenſchaft und Leben.
— Wiesbaden. Wie uns aus Wiesbaden
geſchrie=
wird, iſt die Wahl des Galeriedirektors letzten Mittwoch erſc.
Aus der Wahl ging Dr. Eberhard Freiherr Schen!
Schweinsberg hervor, ein geborener Darmſtädter. Sb.*
iſt der unerfreuliche Kampf um die Verſelbſtändigung der Gale"
der ſich infolge lokaler Intrigen durch Jahrzehnte hinzerrte 1
an dem ſich führende Perſönlichkeiten verſchiedener Richius2
u. a. ſeinerzeit Exz. v. Bode erfolglos beteiligten, beendet. E
ſchließlich der Leihſammlung Kirchhoff iſt die Wiesbadener Gule
ein wichtiger Stützpunkt des rheiniſchen Kunſtlebens und ie
der neugeſchaffene Poſten für die Entwicklung der mode.”
Kunſtpflege am geſamten Mittelrhein von größter künſterſſe
Bedeutung werden. Der neue Direktor hat in ſeiner bishelih”
Stellung als Kuſtos der ſtaatlichen Kunſtſammlungen in Weſ.
perſönliche Geſtaltungskraſt auf das glücklichſte bewieſen.
Mimer 82
Donnerstag, den 28. März 1929
Der Macielnipf un enna.
Wieder einmal Bürgerkrieg.
Klum uniſtiſcher Aufſtand gegen die Nanking=
Regierung.
EP. London, 27. März.
ſin nere Lage in China hat ſich dadurch verſchärft, daß ſich
Hingſi=General Shao Hung mit Kanton
züdet und ein Ultimatum an die
Nanking=
zeung gerichtet hat, in dem er die Freilaſſung von Li
Fordert. Andernfalls droht er mit der Entſendung
pidition gegen Dſchiang Kai=ſchek. In Hongkong
erwar=
daß von Kwantung 30 000 Mann zur Unterſtützung der
Truppen in Stärke von 20 000 Mann abgeſandt werden
jetzt auf Hunan vormarſchieren. Die Unruhen in China
nich immer beängſtigender zu geſtalten. Bisher ſind vier
Kriegsſchiffe nach dem Jangtſe entſandt worden. 6000
ſſche Kommuniſten ſollen in Südweſt=Fukien
ein=
ſern. Die Stadt Ting Tſchau=fu, die 250 000 Einwohner
von ihnen beſetzt worden. Der kommuniſtiſche Aufſtand
in der Provinz Kiangſi und in dem ſüdweſtlichen Teil
fuen=Provinz weiter aus. Dem „Daily Telegraph”
zu=
üßen in dem letzteren Gebiet eine Anzahl Ruſſen die ganze
ug leiten. Eine große Anzahl von Dörfern ſoll in
Trüm=
z1 ſein. Die Kommuniſten haben die Stadt Ting
Tſchau=
die 250 000 Einwohner zählt und die dortigen
Regie=
nikräfte geſchlagen. Auch bei Tſchifu ſind Kämpfe
achen, an denen Tſchang Tſchung=tſchang beſonderen An=
Tſchifu durch die Nordkruppen beſekzi.
im Meldung aus Tſchifu beſtätigt, daß die Nordtruppen
rudm Befehl des Generals Tſchang Tſchung=tſchang Tſchifu
rnmittag eingenommen haben. Die nationaliſtiſchen
Trup=
abgerückt und haben große Mengen Munition
zurück=
zen Die Niederlage der nationaliſtiſchen Truppen wird auf
urückgeführt. Wie aus Nanking gemeldet wird, bemüht
Tſtang Kai=ſchek, ſeine Front nach Süden auszudehnen, da
t dmeßröffnung der Feindſeligkeiten durch die Kantoner
Trup=
ngeihret wird. Im Augenblick iſt Dſchiang Kai=ſchek der
ſtär=
wer etwa 150 000 Mann im Felde hat, gegen 50 000 von
Da aber die Wuhangruppe Verſtärkungen von etwa
Mann in verhältnismaßig kurzer Zeit erhalten kann,
dieſes Kräfteverhältnis bald zu ſeinen Ungunſten ver=
General Fengs Haltung iſt vorerſt noch ungeklärt. Eine
nliche Haltung Fengs gegenüber der Nankinger Regierung
fr die Truppen Dſchiang Kai=ſcheks von vernichtenden Fol=
ser großen Wahrſcheinlichkeit des Ausbruchs der
Feind=
kmüt in großem Ausmaß findet der Kongreß der
Kuomin=
zuſanking kaum Beachtung. Man nimmt an, daß der
Kon=
u der am Mittwoch ſtattfindenden Wahl des
Vollzugs=
anhzeitig abgebrochen wird. Der neue Zentralrat, der die
rtung für die nächſten zwölf Monate darſtellt, wird im
mVerhältnis wie der Kongreß eine überwältigende
Mehr=
uſt hiaNankinger Regierungsmachthaber beſitzen.
MInkereſſengegenſähe der Mächke in China
nach rufſiſcher Auffaſſung.
* Kowno, 27. März (Priv.=Tel.).
Sowjetblätter beſchäftigen ſich in letzter Zeit wieder
ein=
hencnt den Vorgängen in China und vor allem mit der
gis, ie die wieder aufflackernde kommuniſtiſche Bewegung in
rfördert werden kann. Die „Ekonomitſcheskaja Shiſn”,
ie Nankingregierung vertrete die Intereſſen des
Bürger=
mscnden Städten und nehme keine Rückſicht auf die großen
wer Bevölkerung. Die Zentralregierung ſei das
Werk=
chineſiſchen Bürgertums, das ein großes einheitliches
*ſaffen wolle. Deshalb habe man es auch mit der
Ent=
hän der verſchiedenen Armeen nach der Vertreibung der
ehimy Regierung ſo eilig gehabt. Tſchiang=Kaiſchek habe
ver=
ſied nich verſucht, die einzelnen Generale zur Entwaffnung
wuter gAneen zu bewegen, was ihm jedoch nicht gelungen ſei. Die
enerrd ſammelten jetzt, wie früher, wieder neue Armeen und
höbenuch von der Bevölkerung Steuern, wodurch die einzelnen
ſoh hin noch immer eine große Unabhängigkeit von der Zen=
Aregrung hätten. Die Gouverneure der einzelnen Provinzen
Mhltechich jetzt wieder ſtark genug. Das Blatt ſagt dann in
ſei=
en iimeren Ausführungen, daß die Unzufriedenheit mit der
ſanksuegierung auch darauf zurückzuführen ſei, daß die
Ver=
migter Staaten die gegenwärtige Regierung deswegen unter=
ſtützten, weil ſie für die Sicherheit des amerikaniſchen Kapitals
in China eintrete. Den Amerikanern komme es zurzeit nicht ſo
ſehr darauf an, Waren nach China einzuführen, als große
Kapital=
maſſen in China feſtzulegen, da die Amerikaner glaubten, daß
gerade in China noch große Anlagemöglichkeiten für das
ameri=
kaniſche Kapital vorhanden ſeien. Das Blatt bringt ſeine Freude
darüber zum Ausdruck, daß ſich der Gegenſatz zwiſchen den
Ver=
einigten Staaten einerſeits und England und Japan andererſeits
immer ſtärker bemerkbar macht. Beide Teile kämpften um die
Vormachtſtellung in China. Wenn die Nankingregierung
gegen=
wärtig alles daran ſetze, um ein einheitliches China zu ſchaffen,
dann entſpreche das nur den Wünſchen der amerikaniſchen
Kapi=
taliſten, die ihr Geld nur dann für geſichert halten, wenn ſich in
China nicht mehrere Parteien bekämpften. Die Nankingregierung
ſei außerdem engländer= und japanfeindlich und höre auf alles,
was die Amerikaner ſagten. Mit Hilfe der Nankingregierung
hoff=
ten daher die Amerikaner, die Japaner und Endländer weiter aus
China verdrängen zu können. Die Nankingregierung behandle
augenblicklich wieder die Aufnahme großer Anleihen in Amerika,
und in nächſter Zeit würden amerikaniſche Finanzberater in
Nan=
king eintreffen. Hinter den Generalen, die ſich der
Nankiegregie=
rung nicht unterordnen wollten, ſtände Japan und England, die
den Ausbruch des Bürgerkrieges begünſtigten. Die Japaner und
Engländer glaubten, ſie könnten die Nankingregierung nur durch
einen neuen Bürgerkrieg beſeitigen und damit auch am beſten den
amerikaniſchen Einfluß ausſchalten. England glaube auch, die
bevorſtehenden großen amerikaniſchen Anleihen für China am
beſten dadurch verhindern zu können, daß man im Lande einen
neuen Bürgerkrieg entfeſſele. Eine neue Zerſtückelung Chinas
liege durchaus im Intereſſe Englands und Japans, da ſich dann
wieder leichter Geſchäfte mit den einzelnen Generalen und
Gou=
verneuren machen ließen. Das Blatt iſt der Anſicht, daß den
Engländern und Japanern alles daran liege, die Zentralregierung
zu beſeitigen, weil dieſe ihnen von vornherein höchſt unbequem
ge=
weſen ſei.
Günſtiges Ergebnis der Chingreiſe Avenols.
EP. Genf. 27. März.
Der ſtellvertretende Generalſekretär des Völkerbundes,
Avenol, der in den vergangenen Wochen in China und in den
letzten Tagen in Japan weilte, hat die Rückreiſe nach Europa über
Kanada und die Vereinigten Staaten angetreten und wird
An=
fang Mai wieder in Genf eintreffen. Nach allem, was bisher über
die Chinareiſe Avenols bekannt wurde, hat man hier einen
gün=
ſtigen Eindruck von ihren Ergebniſſen. Die Bemühungen der
chineſiſchen Regierung und ihrer Organe, zu einer Feſtigung der
inneren Verhältniſſe und zu einem Ausbau der internationalen
Beziehungen zu gelangen, haben bei den Genfer Gäſten den beſten
Eindruck hinterlaſſen. Der Empfang, der Avenol und ſeinen
Be=
gleitern in Nanking, Schanghai und anderen chineſiſchen Städten,
die ſie beſuchten, von der Zentralregierung und den
Provinz=
behörden bereitet wurde, war ſehr herzlich und würdig. Avenol
hat eingehende Unterhaltungen mit dem Präſidenten der
chine=
ſiſchen Republik, dem Außenminiſter, allen Würdenträgern und
mit allen für die Entwicklung Chinas maßgebenden
Perſönlich=
keiten geführt. Dabei war ihm ausgiebig Gelegenheit geboten,
das neue China und ſeine Beſtrebungen kennen zu lernen und
andererſeits die chineſiſchen Perſönlichkeiten über die ſie
inter=
eſſierenden Völkerbundsfragen und die Möglichkeiten eines
er=
ſprießlichen Zuſammenwirkens zu informieren.
Gewiſſe intereſſante Rückſchlüſſe auf die Ergebniſſe der Reiſe
Avenols laſſen ſich aus dem chineſiſchen Diplomaten=Revirement
ziehen, das demnächſt in faſt allen europäiſchen Hauptſtädten vor
ſich gehen wird. Dabei wird China an Stelle des bisherigen
ſtändigen Vertreters beim Völkerbund, Wang King=ky, den neuen
Geſandten in Rom, Kuo Tai=chi, treten laſſen, der bisher
Staats=
ſekretär im Außenminiſterium der Nationalregierung war und
ein Anhänger einer aktiven Völkerbundspolitik Chinas iſt. Kuo
Tai=chi hat z. B. bisher den Standpunkt vertreten, daß China
nicht aus dem Völkerbund austreten ſolle, ſelbſt wenn ihm im
September ſein Wunſch nach einem ſtändigen Ratsſitz nicht erfüllt
werden follte. Auch für den Fall, daß der bisherige chineſiſche
Geſandte in Waſhington, Dr. Si, Geſandter in London und
erſter chineſiſcher Delegierter beim Völkerbund werden ſollte,
dürfte die politiſche Einſtellung Chinas zu Genf die gleiche wie
unter Kuo Tai=chi bleiben. Anläßlich des Revirements werden
auch die Geſandtenpoſten in Brüſſel durch Fuo Ping=tſchai und
in Paris durch Doktor Kao=lou neu beſetzt.
Seite 3
Das Nokprogramm für Oftpreußen.
Laſtenſenkungen. — Neue Siedlungen. — Kredithilfe.
* Berlin, 27. März. (Priv.=Tel.)
Das großzügige Unterſtützungsprogramm für Oſtpreußen iſt
jetzt dem Reichsrat zugegangen. Es zerfällt in vier Teile. Die
erſte Gruppe der Unerſtützungsmaßnahmen geht in der Richtung
einer Laſtenſenkung. Zu dem Zwecke ſollen die
Grund=
ſchuldzinſen aus der Rentenbankliquidierung für die Jahre 1929
bis 1931 erlaſſen werden. Außerdem wird ein Betrag von je
7 Millionen für dieſelben drei Jahre zur Erleichterung
von kommenden Laſten der Landwirtſchaft zur
Verfügung geſtellt; für Frachterleichterungen in jedem der drei
Jahre je 10 Millionen, daneben zur Senkung der
Schiff=
fahrtsabgaben auf dem Königsberger See=Kanal je
300 000 Mark, und endlich für den Betrieb von
Klein=
bahnen, die für die Landwirtſchaft unentbehrlich ſind, rund
1,7 Millionen. Das zweite Kapitel will neue Siedlungen
nach Kräften fördern und ſtellt dazu aus dem Fonds für das
landwirtſchaftliche Siedlungswerk 20 Millionen für Oſtpreußen
zur Verfügung, nebenher erhält Preußen vom Reich einen
wei=
teren Betrag von 18 Millionen. Die dritte Gruppe will auf dem
Wege der Kredithilfe der landwirtſchaftlichen Kriſe
ent=
gegenarbeiten. Zum Ausgleich von Kursverluſten bei
Neu=
gewährung von Krediten können bis zu 5 Millionen Zuſchüſſe
gegeben werden. Für neue Umſchuldungskredite bis zur Höhe
von 50 Millionen kann eine Erleichterung der Zinſen und
Til=
gungsraten bis zu 1,5 Millionen jährlich aufgenommen werden.
Der Reichsfinanzminiſter erhält die Ermächtigung, eine
Garan=
tie für neue Darlehen bis zum Betrage von 50 Millionen zu
übernehmen und eine weitere Garantie von 12 Millionen für
Kredite, die den umgeſchuldeten landwirtſchaftlichen Schuldnern
zur Erleichterung der Zins= und Rückzahlungsbedingungen
er=
laſſen werden. Endlich ſoll auf dem Wege der
Grundſtücks=
regulierung eingegriffen werden. Hier iſt für Darlehen bis zum
Betrage von 15 Millionen bei Mittel= und Kleinbetrieben und
für Neuerwerber bis zum Betrage von 2,5 Millionen zur
Er=
leichterung der Zinslaſten ein Betrag von 1,5 Millionen
bereit=
geſtellt. Auch dafür kann der Finanzminiſter die Garantie
über=
nehmen. Für Pächter, Kleinſiedler und Binnenſchiffer iſt ein
beſonderer Betrag von 8 Millionen in Ausſicht genommen. —
Die Durchführung dieſer Maßnahmen wird der preußiſchen
Re=
gierung übertragen, die im Einvernehmen mit der
Reichsregie=
rung einen Kommiſſar ernennt. Rechnet man dazu noch die
Million, die für die Schichauwerft zur Verfügung geſtellt wurde,
dann wird man in der Tat ſagen dürfen, daß jetzt endlich mit
ausreichenden Mitteln der Verſuch gemacht wird, Oſtpreußen zu
helfen. Vielleicht hätte man früher mit geringeren Mitteln noch
weit mehr erreichen können.
Die preußiſche Denkſchrift über das beſekzte Gebiek.
Koblenz, 27. März.
Die Reichsregierung ſteht, wie bereits berichtet, im
Be=
griffe, dem Reichstag eine Denkſchrift über die beſetzten Gebiete
vorzulegen. Bezüglich des beſetzten preußiſchen Gebietes A. die
Denkſchrift vom Oberpräſidenten der Rheinprovinz verfaßt
wor=
den. Oberpräſident Dr. h. c. Fuchs nahm heute Gelegenheit,
ſeine Denkſchrift in einer Preſſekonferenz der Oeffentlichkeit zu
unterbreiten. Die Denkſchrift enthält eine allgemeine
Darſtel=
lung der Verhältniſſe, wie ſie ſich im beſetzten Gebiet infolge der
Beſetzung, der Entmilitariſierungsbeſtimmungen, der Sankionen
und des Ruhrkampfes entwickelt haben und hinterläßt das Bild
der großen Notlage, in der ſich das beſetzte Gebiet in allen
Zwei=
gen ſeines öffentlichen Lebens und ſeiner Wirtſchaft befindet.
Oberpräſident Fuchs bezeichnete als Ziel der Denkſchrift, daß es
nicht nur darauf ankomme, dem beſetzten Gebiet die durch die
Beſatzung unmittelbar aufgebürdeten Laſten zu überlaſſen,
ſon=
dern das beſetzte Gebiet hoffe, daß der durch die politiſchen
Er=
eigniſſe hervorgerufenen außerordentlichen Notlage durch eine
umfaſſende Betreuung Rechnung getragen werde. Der
Beſatzungs=
referent des Oberpräſidenten, Oberregierungsrat Flach, gab
einen Ueberblick über das der Regierung unterbreitete
Betreu=
ungsprogramm.
Mukier Indien.
2NBuch der Katherine Mayo, erſchienen in der
kangüter Societätsdruckerei, Frankfurt a. M., hat in Indien,
nglcu und Amerika das größte Aufſehen erregt. Es iſt der
erich mer Amerikanerin über ſoziale, kulturelle, hygieniſche,
irtſehliche Zuſtände, die ſie bei läng cem Aufenthalt in Indien
tobgihte, und aus denen ſie ein Material von niederdrücken=
*Acht zuſammenſtellte. Zur Kenntnis des heutigen Indien
da Buch, das im geraden Gegenſatz zu jeder romantiſchen
errchgung ſteht, unerläßlich und die Kapitel über Kinderehe,
Ninugehandlung, Kaſtenſyſtem, gehen jeden an.
*NSchrift, die der engliſchen Herrſchaft zweifellos über=
Nebe N Lob ſpendet, iſt ein ungeheurer Vorwurf für das indiſche
Mr au geeignet, die Meinung der geſamten ziviliſierten Welt
Gen odien aufzubringen. Noch nie iſt ein ganzes Volk unter
e hla ge von ſolcher Schärfe geſtellt worden. Indiſche Führer,
em imen Gandhi und Tagore, haben das Buch unwahrhaftig
Nanm namentlich Tagore hat mit größter Erſchütterung davon
rmn, daß das Buch bei ſeiner maſſenhaften Verbreitung
ganites Lebenswerk zerſtöre, indem es Indien in den
eIIder Welt moraliſch vernichte. Wieweit nun die vorge=
NAM Tatſachen in allen Einzelheiten richtig ſind, kann nur
e 2üparteiiſche Unterſuchungskommiſſion feſtſtellen. Aber
arſenn die Grundlagen zutreffend ſind, bleibt das auf ſie
EKUrteil, das Buch als Ganzes ungerecht. Es muß jeden
elger nicht aus eigener Kenntnis und Ueberſicht der Dinge
Bengewicht aufſtellen kann, ungerecht machen, und nur um
* üſchen aus der unnatürlichen Grelle beſinnungslos einſei=
EElleuchtung zu rücken, ſollen einige notwendige prinzipielle
nhwide erhoben werden.
Dächſt: Das Buch iſt ohne jede Liebe zu Indien geſchrieben,
2H0 Gunſten auch nicht ein Wort fällt. Es iſt die Frage,
M als Angehöriger einer fremden Raſſe und Nation ſo
E Volk urteilen darf, und es iſt keine Frage, daß man
19e Weiſe nicht hilft, ſondern ſchadet. — Wo die
Ver=
eie gelegentlich die geiſtigen und religiöſen Leiſtungen
Dai ſtreift, erweiſt ſie ſich als vollſtändig urteilsunfähig auf
jieſelnge biet.
Methode der Darlegung iſt die uneingeſchränkte
Verall=
me Drung. Daß das immer, ſchon im kleinſten Bereich Zerr=
DArgibt, iſt eine Binſenwahrheit, hier aber handelt es ſich
ben Erdteil und um 300 Millionen Menſchen. Dieſe
2 Ahlos ausdehnende Folgerungsweiſe geht bis zu groben
ſigkeiten, ſo wenn etwa bei der Abſchließung (Purdah) der
Und bei manchen anderen Mißſtänden nicht erwähnt wird,
BAAſch auf die Städte beſchränken, daß aber 80 Prozent der
** ſrng in Dörfern lebt. Wie ſoll man es ferner bewerten,
wenn die Verfaſſerin hervorhebt, Tagore ſei für Purdah und
Kinderehe, aber die ihr bekannte Tatſache unterſchlägt, daß
Tagore ſelbſt in ſeiner Schule die Koeducation eingeführt hat.
Weittragender und über die Perſönlichkeit Katherine Mayos
hinausgehend ſind folgende Fragen: Wie weit iſt eine Frau, die
aus einem demokratiſchen und puritaniſch beſtimmten Land.
kommt, fähig, die ſozialen und ſexuellen Verhältniſſe eines
orientaliſchen Landes mit tauſendjähriger Kaſtenordnung zu
ver=
ſtehen, oder auch nur unvoreingenomimen zu betrachten? Wie
weit können ſich fremde Raſſen überhaupt verſtehen, ſchon gar,
wenn jedes Wohlwollen und alle Behutſamkeit der Einfühlung
fehlt? Stoßen hier nicht weſtliche und öſtliche Weltanſchauung
auf einer Ebene zuſammen, die keinen Vergleich erlaubt? — Es
ſei nur an das infernaliſche Zerrbild Europas erinnert, das aus
(vermeintlich) öſtlicher Schau Sir Galahad in den „Kegelſchnitten
Gottes” vor einigen Jahren entwarf; die Anrüchigkeiten
Kal=
kuttas, mit denen Miß Mayo einleitet, ſind geringer als die des
Chicagoer „Sumpf”, wie ihn Sinclair geſchildert hat, und der
ſittliche Hochmut der Amerikanerin erſcheint nicht ganz
gerecht=
fertigt, wenn man an die Verhältniſſe denkt, die den Büchern des
Richters Lindſey zugrunde liegen.
Das iſt, um es nochmals zu unterſtreichen, nicht geſagt, um
die Tatſachen des Buches polemiſch zu verwbiſchen, ſondern um es
an die richtige Stelle zu ſetzen, an der es unvoreingenommen auf
Stichhaltigkeit und Wirklichkeit geprüft werden und ſeine poſitive
Dr. Nette.
und heilſame Wirkung entfalten kann.
ſein ſoll. Die Seeberg=Stiftung will Studenten aller Fakultäten und
Hochſchulen die Möglichkeit geben, ihre Bildung über die engſten
Fach=
fragen hinaus zu erweitern und von chriſtlicher Sittlichkeit aus über
die Schranken von Beruf, Stand und perſönlicher Begrenztheit den Weg
zum Geſamtvolk zu finden. Wir bitten Sie, uns darin mit einer
Ju=
biläumsgabe zu unterſtützen und ſie auf das Konto des Kirchlich=ſezialen
Bundes be: der Direktion der Diskontogeſellſchaft, Depoſitenkaſſe
Char=
lottenburg, Reichskanzlerplatz 1, zu überweiſen. Alle Namen werben
am Geburtstage geſammelt dem Jubilar überreicht. Die ehrenamtliche
Geſchäftsführung der Seeberg=Stiftung hat Herr Dr. Jagow=Berlin=
Spandau, Johannesſtift, Stöckerhaus, übernommen.
Vorkragsabend.
Seeberg=Skiftung.
* Anläßlich des 70. Geburtstages D. Reinhold Seebergs erläßt der
Kirchlich=ſoziale Bund folgenden Aufruf:
Am 5. April 1929 vollendet Geh. Konſiſtorialrat Univerſitätsprofeſſor
D. theol., Dr. jur., Dr. phil., Dr. mei. Reinhold Seeberg ſein
ſiebenzigſtes Lebensjahr. Als Präſident des Zentral=Ausſchuſſes für
Innere Miſſion und des Kirchlich=ſozialen Bundes, als führendes
Vor=
ſtandsmitglied zahlreicher Korporationen und Vereine, wie des
Verban=
des der Deutſchen Hocſchulen, als Theologe und Sozialethiker hat er
unſerem Volke unſchätzbare Dienſte geleiſtet. In der Zerriſſenheit
unſe=
res ſtaatlichen und kulturellen Lebens gehört er zu den ſeltenen
Men=
ſchen, die ſchlicht und eindringlich in Wort und Tat immer wieder zu
neuer Gemeinſchaft aufgerufen haben. Nach dem Zuſammenbruch von
1218 war er einer der Erſten, die die Stände und Gruppen unſeres
Volkes zu neuer ſchöpferiſcher Tat aufriefen. Beſonders enge Bande
verknüpfen ihn mit unſerer deutſchen Studentenſchaft, die ihn immer
wieder an den Höhepunkten ſtudentiſehen Lebens als einen der geiſtigen
Führer und Berater ehrt. Das Helden=Gedächtnismal an der Berliner
Uniberſität, ſeine Worte bei der Langemarkfeier 1928 zeugen dafür.
Seine Freunde und Schüler baben deshalb die Abſicht, am 5. April zu
einer Seeberg=Stiftung aufzurufen, die der ſozialethiſchen Erziehung
der Studentenſchaft dient und deren Kurator Herr Geheimmat Seeberg
Schüler der Meiſterklaſſe von Willy Hutter muſizierten geſtern
im Gartenſaal des ſtädtiſchen Saalbaues. Intereſſierte ſchon die
ausgezeichnet zuſammengeſtellte Vortragsfolge (ſie umfaßte
Klavier=Violin=Sonaten von Schubert und Mozart und
Variatio=
nen für 2 Klaviere von Schumann und fand ihre Krönung in
den Mozart=Variationen für 2 Klaviere von Max Reger), ſo war
die Wiedergabe ſämtlicher Werke eine ſo vorzügliche, daß man
wohl von Meiſterklaſſen reden kann. Die Sonate von Schubert
Opus 137 A=Moll gelang Gerda v. Königslöw techniſch und
muſi=
kaliſch in erfreulichſter Weiſe und ebenſo hielt ſich der
violin=
ſpielende Heinrich Müller. Außergewöhnlich techniſches Geſchick,
reizvolle Anſchlagskunſt und abſolute Reife des Vortrags zeigte
die unſtreitig hochbegabte Wilma Weyns in der B=Dur Sonate
von Mozart; Heinrich Crößmann, zu den beſten Schülern Göſta
Andreaſſons gehörend, war ihr Partner, und der beiden Leiſtung
war ſo, daß man faſt vergaß, Schüler vor ſich zu haben. Die
Variationen von Schumann und Reger für 2 Klaviere ſind, wenn
ſie gut geſpielt werden, wohl das Schönſte und Darkbarſte und
Schwerſte, was dieſe Art Klaviermuſik hervorgebracht hat. Es
gereichr den Ausführenden, bei Schumann Frau Irma Köhler
und Marie Lutz, bei Reger Erna Mann und Hertha Maſte, zur
Ehre, daß ſie beide Werke ſo ſpielten, daß der romantiſche Zauber,
der in Schumanns Werken blüht, ebenſo wirken konnte wie die
polyphone Kunſt und die liebenswürdige Grazie von Regers
Variationen. Ausgezeichnet das Zuſammenſpiel! Vielleicht daß
bei Reger die 2. Spielerin ſich da und dort tonlich mehr
Zurück=
haltung hätte auferlegen können; was bedeuten aber ſolche
Klei=
nigkeiten gegenüber der Geſamtleiſtung bei Wiedergabe ſolch
eininent ſchwieriger Werke! Der überaus ſtarke Beifall, den der
ganze Abend fand und der die Ausführenden wiederholt
hervor=
rief, wurde ſchließlich zu einer Ovation für ihren Lehrer und
Meiſter Willy Hutter, für deſſen im Oktober dieſes Jahres
ſtattfin=
dendes 25jähr. Jubiläum als Klavierpädagoge der Städt. Akademie
der geſtrige Vortragsabend eine Vorfeier bedeutete, wie er ſie ſich
ehrenvoller nicht hätte wünſchen können.
O.
Seite 4
Donnerstag, den 28. März 1929
R An
Nrr Toinn
zunächst mal frohe Ostern! — Wir wünschen ferner,
daß schönes Wetter Ihnen den Osterspaziergang oder
Ausflug verschönern helfe! — Fehlt Ihnen noch etwas,
so sehen Sie sich bitte unsere Schaufenster an. Wir
erwarten Sie noch mit Ihren Osterwünschen.
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Darmſtadt, 28. März.
* Die brennende Frage.
ſchmerzliche Verluſt, der die Stadt Darmſtadt betroffen,
usleich ein neues Kapitel der Geſchichte unſerer Stadt ein.
ow des Herrn Oberbürgermeiſters Dr. Gläſſing ſtellt uns
jichwur vor die Frage, wer ſein Nachfolger wird, ſondern
dar=
ſhumin aus, wie ſich überhaupt die Zukunft unſerer Stadt
ge=
fauw foll. Umſo ernſter aber iſt die Lage, als wir ganz
unvor=
enri wor ſie geſtellt in einer Zeit des Uebergangs, die
gleich=
juchleirie Zeit tiefſter wirtſchaftlicher Depreſſion iſt. Es hilft
v den Kopf in den Sand zu ſtecken, wir müſſen uns bemühen,
iige ſo zu ſehen, wie ſie ſind. Die nächſten Jahre werden
qywe entſcheiden, ob die durch den Kriegsausgang beſonders
„gelroſfene Stadt Darmſtadt die Kräfte findet zu einer
ge=
wich, aufſteigenden Entwicklung, oder ob die Hauptſtadt des
ſieaides mehr und mehr herabſinkt zu wirtſchaftlicher und
(ſchller Bedeutungsloſigkeit. Die Zeit erfordert eine
tatkräf=
zeſttdtverwaltung, die entſchloſſen iſt, allen Schwierigkeiten
geᛋkanft die Spitze zu bieten. Die Stadtverordneten ſind es,
jgtyt frei gewordenen Oberbürgermeiſterpoſten nach ihrer
Bocuu zu beſetzen haben. Sie allein tragen die Ver=
(nih rtung der Bevölkerung gegenüber. Wir
ömy ſhnen dieſe Verantwortung nicht abnehmen,, und wir
wol=
her auch keineswegs in eine Erörterung der in Frage kom=
Perſönlichkeiten eingreifen. Es muß aber doch
ausge=
prichi werden, daß weite Kreiſe der Bevölkerung von ernſter
orſes erfüllt ſind, daß die weſentlichen Fragen
möglicher=
veiſetiter die Fragen der Parteitaktik zurücktreten. Die
ent=
ſchiſtle nde Frage für die Zukunft unſerer Stadt
intl) ie Geſtaltung ihrer Finanzen ſein. Es iſt
inniches Bild, das die Finanzlage der Stadt Darmſtadt zurzeit
iegsil 2lbzüglich der Wohnungsbauſchulden, die den Betrag von
2Yühonen nicht unerheblich überſchreiten, dürfte die Stadt
dalmtabt zurzeit rund 18 Millionen Schulden haben, die eine
ihsalle Zinſenlaſt von rund 1½ Millionen bedeuten. Das
Be=
ewrhfe aber iſt, daß ſich die Finanzlage ſeit dem Jahre 1925
ſänu) erſchlechtert hat. Während das Defizit damals noch nicht
inzn 800 000 Mark betrug, ſtieg es im nächſten Jahr auf das
ſolwete, um ſich bis zum Jahre 1927 wiederum zu verdoppeln.
Beil mo 1,3 Millionen Mark blieb es dann auch im Jahre 1928,
pätha) der Voranſchlag für das Jahr 1929 mit einem
Fehl=
ſetzen von über 1½ Millionen abſchließen dürfte. Daß
nennens=
verrteneue Einnahmequellen nicht zu erſchließen ſind, iſt ſo
ehit bekant, daß es kaum wiederholt zu werden braucht.
fmllr iſt zur dringenden Notwendigkeit geworden. Dazu aber
ſehmbei der Vielfältigkeit der Intereſſen und der Politiſierung
ine Stadtparlamente nicht nur eiſerne Entſchloſſenheit und
kazchit ſondern ebenſo auch eine mehr wie gründliche Kenntnis
ſeZl ſnanzweſens und insbeſondere des kommunalen
Finanz=
betw. Eine ſolche Perſönlichkeit mit den nötigen Vollmachten
ſraven wir in unſerer Stadtverwaltung, wobei es nicht ohne
ſpeibs das Entſcheidende iſt, ob das Finanzdezernat mit dem
hllmltt des Oberbürgermeiſters verbunden wird. Man hat in
dalmadt früher viel geſpöttelt über unſere 5 Bürgermeiſter, und
naenat ſeinerzeit das freigewordene Finanzdezernat dem
Ober=
fürgmeiſter übertragen. Das war damals möglich, weil der
ſevſwhine Oberbürgermeiſter über die nötigen Kenntniſſe auf
schörinumellem Gebiet verfügte. Sein Heimgang erfordert in erſter
Linſtedie Ergänzung unſerer Stadtverwaltung durch eine
aller=
nafrſatz raft auf dem Gebiete des Finanzweſens. Es wäre ganz
ſernt, wenn man etwa in der Beziehung „ſparen” wollte. Ein
ſutzaüfnanzmann erſpart einer großen Verwaltung auf jeden
Fafkns Vielfache ſeiner Bezüge.
Eſtaus in erſter Linie ſtehen für die Bevölkerung
Darm=
ſtaßl die drückenden finanziellen Sorgen der Stadt. Daß ihnen
ſteehng getragen wird gleich zeitig und im Zuſammenhang
ſitz Oberbürgermeiſterwahl, das iſt die brennende Frage.
M.
EErnannt wurden: am 5. März der Schulamtsanwärter Hugo
iler aus Obbornhofen (Kreis Gießen) zum Lehrer an der Volks=
Reiskirchen (Kreis Gießen) mit Wirkung vom Tage des
Dienſt=
ſeitz an; am 8. März der Juſtizſekretär bei dem Amtsanwalt in
irg Wilhelm Karl Schäfer, zum Juſtizſekretär bei dem Land=
derfyder Provinz Starkenburg mit Wirkung vom 1. Mai 1929 an;
A2hm tadt mit Wirkung vom 1. April 1929 an; der Amtsgerichtsrat
e bei 44 Amtsgericht in Oſthofen Dr. Friedrich Auguſt Wenck zum
Amriehtsrat bei dem Amtsgericht in Höchſt i. Odw. mit Wirkung
vom April 1929 an; der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht 1 in
darnt Dr. Otto Grünewald unter Belaſſung in der Stelle
ſinds mtsrichters bei dem genannten Gericht zum Landgerichtsrat bei
deng undgericht der Provinz Starkenburg; der Gerichtsaſſeſſor Dr.
Walr Buch in Pfeddersheim zum Amtsgerichtsrat bei dem
Amts=
derXgin Oſthofen mit Wirkung vom 2. April 1929 an; der
Gerichts=
eNb Dr. Otto Ferdinand Klein zu Darmſtadt zum Staatsanwalt
deing an dgericht der Provinz Starkenburg mit Wirkung vom 1. April
N2D,der Gerichtsaſſeſſor Erich Klein in Lorſch zum Amtsgerichts=
Fata0 dem Amtsgericht in Offenbach a. M. mit Wirkung vom 3. April
12c der Gerichtsaſſeſſor Karl Lang in Mainz zum Staatsanwalt
bei2k Landgericht der Provinz Rheinheſſen mit Wirkung vom 6. April
Nen, der Gerichtsaſſeſſor Paul Seriba in Offenbach zum Ober=
VmRohter bei dem Amtsgericht Hungen mit Wirkung vom 5. April
2n; der Gerichtsaſſeſſor Auguſt Thomas in Darmſtadt zum
ruhtsrat bei dem Amtsgericht in Waldmichelbach mit Wirkung
2 April 1929 an; am 15. März der Oberjuſtizinſpektor bei dem
richt Michelſtadt Wilhelm Herrmann zum Bureaudirektor
Amtsgericht Gießen mit Wirkung vom 16. April 1929 an.
Donnerstag, den 28. März 1929
— Verſetzungen in den Ruheſtand: Auf Grund des Geſetzes über die
Altersgrenze der Staatsbeamten treten am 1. Mai 1929 in den
Ruhe=
ſtand: der Kriminaloberinſpektor bei der Staatsanwaltſchaft zu Gießen
Philipp Heinrich Müller, der Juſtizoberwachtmeiſter beim
Land=
gericht der Provinz Rheinheſſen zu Mainz Heinrich Julius Caeſar;
der Juſtizſekretär beim Amtsgericht Darmſtadt 2 Philipp Stork; der
Juſtizſekretär bei den Unterſuchungsrichtern des Landgerichts der
Pro=
vinz Starkenburg zu Darmſtadt Chriſtian Bernius.
Am Oſierſamstag, den 30. März 1929
ſind unſere Schalter
geöffnet
von vormittags 8½½ Uhr bis 12 Uhr.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt
(5338
Vorſicht mit Primeln! Eine wegen ihres Blütenreichtums und ihrer
Farbenſchönheit als Schmuck= und Zierpflanze beſonders im erſten
Frühjahr weitverbreitete Topfblume iſt die weißroſa oder lila
blühende Becherprimel (Primula obeonica). Sie erfreut ſich unter
den Zimmerpflanzen beſonderer Beliebtheir. Bei ihrer
Behand=
lung iſt aber eine gewiſſe Vorſicht geboten, weil bei vielen Menſchen
die unvorſichtige Berührung ihrer Blätter und Blütenteile leicht
Haut=
reizungen und Entzündungen hervorruft, die unter Umſtänden ſehr läſtig
werden können. Man ſchneide deshalb die welken Blätter ſtets mit der
Schere ab, und faſſe die Pflanzenteile vorſichtig, möglichſt nur mit
Handſchuhen oder Papier an. Die abgeſchnittenen Teile ſind ſofort zu
beſeitigen, Schere und Hände zu reinigen Bei Beachtung dieſer
Rat=
ſchläge werden Hautreizungen niemals entſtehen können.
Seite 3
Für Ostern
Otrümpfe, Handschuhe
5472
Unterkſeidung
Aparte Neuheiten m Cchals und CCücher
Carl Schürmann & Co.
— Hefſiſches Landestheater. Oſtern im Landestheater.
Der Vorverkauf für die vier Oſtervorſtellungen im Großen und Kleinen
Haus hat geſtern begonnen. Zur Aufführung gelangen im Großen
Haus Oſterſonntag unter muſikaliſcher Leitung von Generalmuſikdirektor
Dr. Böhm „Die Meiſterſinger”, Oſtermontag unter
muſikali=
ſcher Leitung von M. Rudolf in der neuen Inſzenierung „Der
Frei=
ſchütz”; im Kleinen Haus findet Oſterſonntag eine Aufführung von
Bernard Shaws Myſterium „Candida” mit Charlotte Joſt=Jaeke,
Beſſie Hoffart, Carl Ebert, Hans Bcumeiſter, Bernhard Minetti ſtatt.
Oſtermontag geht die erſte Wiederholung des bei Publikum und Preſſe
mit ſo großem Erfolg aufgeführten Luſtſpiels „Das Kamel geht
durchdas Nadelöhr” in der Premierenbeſetzung in Szene.
Für Dienstag, den 2. April, iſt im Großen Haus eine
Wiederauf=
führung von Schillers „Don Carlos” in der Inſzenierung Carl
Eberts vorgeſehen.
Kulturfilmbühne des Kleinen Hauſes. Dienstag,
den 2. April, Mittwoch, den 3., und Donnerstag, den 4. April, gelangt
der Film „Die Filmſtadt Hollywood” (Aufnahmen in den
Filmateliers der internationalen Filmkolonie in Hollywood) zur
Vor=
führung. Dazu läuft der Märchenfilm in zwei Akten „Der
verzau=
berte Wald”,
Dre Tfernanier
unſeres Blattes erſcheint bereits mit der
Aus=
gabe vom 30 März vereinigt am Oſter=Gamstag
und gelangt abends um 5 Uhr in der Stadt
durch die Trägerinnen zur Verteilung. Anzeigen
für die Oſier=Ausgabe müſſen ſpäteſtens bis
Samstag, vorm. 10 Uhr, aufgegeben ſein; es
empfiehlt ſich, dies jedoch bereits heute zu tun.
Der Verlag.
— Oſter=Spielplan im Orpheum. „Der Oberſteiger”. Am
Samstag ſowie an den beiden Oſterfeiertagen gelangt Carl Zellers
alt=
berühmte Operette in drei Akten „Der Oberſteiger” zur Aufführung.
Die Titelrolle ſingr Kammerſänger Erich Lange vom Staatstheater
in Wiesbaden als Gaſt. Die Komteß Fichtenau: Friedel Gierga, den
Bergwerksdirektor „Zwank”: Willi Straſſer, dem hieſigen
Tbeater=
publikum beſtens bekannt aus der erſten Sommerſpielzeit Ad. Steffters.
Der Vorverkauf iſt eröffnet. Die Preiſe ſind mäßig gehalten, von 1 Mk.
an. Man merke ſich das Datum der Erſtaufführung: übermorgen
Samstag, den 30. März, abends 8.15 Uhr.
Die Einführung von Gerichtskoftenmarken bei den
heſſiſchen Gerichken.
Einem aus Kreiſen der Wirtſchaft wiederholt geäußerten Wunſche
entſprechend, werden vom 1. April 1929 an auch bei den beſſiſchen
Gerichten Koſtenmarben eingeführt. Sie werden in Werten von 5, 10,
20 und 50 Rpf. ſowie von 1, 2, 3, 5, 10, 20 und 50 RM. ausgegeben
und können zur Begleichung von Koſtenſchulden bis zu 500 RM.
ver=
wendet werden. Den Rechtſuchenden kam im eigenen Intereſſe nur
dringend empfohlen werden, von dieſer neuen Einrichtung Gebrauch zu
machen, da ſie durch Zahlung mit Koſtemmarben zu einer beſchleunigten
Erledigung ihrer Rechtsſachen ſelbſt weſentlich beitragen können,
nament=
lich in denjenigen Fällen, in welchen die gerichtliche Tätigkeit von der
Vorausentrichtung der Koſten abhängig iſt. Reichsgeſetzlich iſt die
Vor=
auszahlung einer Gebühr vorgeſchrieben: 1. beim Antrag auf Erlaß
eines Zahlungsbefehls; 2 beim Antrag auf Beſtimmung eines Termins
zur mündlichen Verhandlung nach Erhebung des Widerſpruches; 3. bei
Einreichung eines Güteantrages; 4. bei Einreichung einer Klageſchrift
ſowie bei Erweiterung des Klageantrags, falls dadurch eine höhere
Ge=
bührenſtrafe erreicht wird; 5. beim Uebergang von einem Güteverfahren
zum Streitverfahren; 6. bei Einlegung der Berufung. Die
Voraus=
zahlung eines Gebührenvorſchuſſes iſt vorgeſchrieben bei Erhebung einer
Privatklage. Auch die Gebühren, die infolge eines Arreſtantrages oder
eines Antrags auf Forderungspfändung entſtehen, werden
zweckmäßiger=
weiſe mit dem Antrag in Koſtenmarken entrichtet.
Eine weitere Erleichterung erfährt in den vorbezeichneten Fällen
die Begleichung von Koſten dadurch, daß nach einer unter den Ländern
getroffenen Vereinbarung vom 1. April 1929 an für Koſtenſchulden, die
in Verfahren vor den ordentlichen Gerichten oder
Arbeitsgerichtsbehör=
den eines anderen Landes erwachſen, von Koſtenſchuldnern, die ſich
außer=
halb dieſes Landes aufhalten, auch Koſtenmarken des Aufenthaltslandes
in Zahlung genommen werden, ſofern die zu begleichende Koſtenſchuld
50 RM. nicht überſteigt. Heſſiſche Koſtenmarken können hiernach auch
zur Begleichung einer außerheſſiſchen Gerichtskoſtenſchuld von nicht mehr
als 50 RM. verwendet werden, ſo beiſpielsweiſe bei Einreichung eines
Antrags auf Erlaß eines Zahlungsbefehls bei einem preußiſchen Gericht.
Die heſſiſchen Koſtenmarken ſind bei den Geſchäftsſtellen der
Amts=
gerichte und der Landgerichte erhältlich, die auch im Bedarfsfall
Auf=
ſchluß über die Höhe der zu verwendenden Koſtenmarken geben. Die
Marben werden am zweckmäßigſten in der Weiſe bei Gericht eingeliefert,
daß ſie auf der Vorderſeite der für die gerichtlichen Akten beſtimmten
Antragsſchrift aufgeklebt werden. Sie dürfen, wenn ſie bei heſſiſchen
Gerichten eingeliefert werden, am oberen Rand mit dem Namen oder
der Firma des Einlieferers verſehen werden, doch darf hierdurch die
Wertangabe nicht unkenntlich werden. Die Entwertung der Marken iſt
ausſchließlich dem Gericht vorbehalten.
Im Intereſſe der Förderung des Rechtsverkehrs wäre es zu
be=
grüßen, wenn die Verwendung von Grichtskoſtenmarken in weiteſtem
Kreiſen Anklang fände.
— Beamtenjubiläen. Die Lokomotivführer der Deutſchen
Reichs=
bahn: Hermann Breitwieſer, Rhönring 17, Georg Die ß,
Moller=
ſtraße 13, Peter Eidenmüller, Lichtenbergſtraße 70, Auguſt
Len=
nert, Blumenthalſtraße 93, Hermann Wenzel, Soderſtraße 80,
Georg Wolf, Schuknechtſtraße 61, Fritz Zündorf, Feldbergſtraße 70,
Adam Muth, Helfmannſtraße 40, Otto Diener, Eckhardtſtraße 35,
Werkmeiſter Peter Schnell Pallaswieſenſtraße 38 (ſämtlich in
Darm=
ſtadt), Ludwig Ruppel, Groß=Gerau, Adolf Göbelſtraße 29, Philipp
Schmidt, Jugenheim, Wilhelm Dörfer, Weinheim, Juxplatz 38,
und Anton Link, Weinheim, Kapellenſtraße 26, begehen am 1. April
ihr 25jähriges Beamtenjubiläum. Für die in dieſer Zeit ausgeführten
Dienſte auf ſchwerem, verantwortungsvollen Poſten verdienen die
Jubi=
lare vollſte Anerkennung.
— Das Landesmuſeum iſt am Karfreitag ud 1. Oſterfeiertag
ge=
ſchloſſen, dagegen am 2. Feiertag von 10—1 Uhr und am Oſterdienstag
von 11—1 Uhr unentgeltlich geöffnet.
— Stadtkirche. Im Hauprgottesdienſt des Karfreitags, vormittags
10 Uhr, werden durch den Kirchengeſangverein der Stadtkirche die
7 Worte des Herrn am Kreuz in der Vertonung von H.
Schütz geſungen. Mitwirkende ſind die Herren Biſchoff, Deharde und
P. Schäfer, ſowie Fran Baumeiſter und Fräulein Perron. Das
Or=
cheſter iſt aus Mitgliedern der Kapelle des Landestheaters und einigen
Muſikliebhabern zuſammengeſetzt. Die Leitung hat Herr Studienrat
Borngäſſer.
— Drogiſten=Fachſchule Darmſtadt. Die diesjährige Gehilfenprüfung
der Darmſtädtes Drogiſten=Fachſchule fand kürzlich unter Vorſitz des
Herrn Direktors Dr. Zeiger ſtatt. Zugelaſſen waren B Schüler,
wovon 14 Pruflinge die Prädikate „ſehr gut”, „gut, und „im ganzen
gut”, ſcchs Pruflinge die Note „genügend” erhielten. — Vor einigen
Tagen fand dann zum erſten Male in Heſſen die ſtaatliche
Giftprüfung ſtatt. Vorgewommen wurde dieſe von Herrn
Oder=
medizinalrat, Dr. Langermann in Gegenwart des Herrn
Stadt=
ſchulrats Löſch, des Herrn Direktors Dr. Zeiger ſowie einer Anzahl
Gäſte. Auch bei dieſer Prüfung zeigten die Prüflinge erfreulicherweiſe
durchwag ſehr gute Kenntniſſe. Nach beendeter Prüfung konnte Herr
Dr. Dietrich mit herzlichen Worten der Anerkennung und guten
Wünſchen und Ermahnungen für ihr ferneres Leben ſeine diesjährigen
Prüflinge entlaſſen; ebenſo herzliche Worte des Dankes wurden Herrn
Dr. Dietrich von ſeiten der Schüler gewidmet. In beiden Prüfungen
konnte man an den Leiſtungen der jungen Leute den großen Wert der
Fachſchulen feſtſtellen.
— Darmſtädter Automobil=Club E. V. (A.D.A. C.). Mit dem
Er=
ſcheinen des Frühlings hat auch der „Darmſtädter Automobil= und
Motorradelub” ſeine Sportkameraden zu ſeiner
Frühjahrs=
anfahrt eingeladen. Die Teilnahme war über Erwarten gut.
Zwan=
zig Fahrzeuge, darunter 5 Motorräder, hatten ſich dem Starter am
Sonntag geſtellt, und ein ſtattlicher Korſo bewegte ſich zunächſt vom
Startplatz an der Oper aus durch die Straßen über Nieder=Ramſtadt
durch das gemütliche Mühltal und Eberſtadt noch der Bergſtraße, der
Perle unſerer Heimat, die in ihrer Eigenart dem Beſucher immer wieder
neue Reize bietet, wie die Tauſende von Sportlern bewigſen, die in
Be=
wunderung der vielſeitigen Naturſchönheiten Straßen und Orte belebten.
Abgeſehen von dem üblichen Autlerpoch, das einen oder den anderen
Klubgenoſſen traf, gelangte man in flotter Fahrt nach Sulzbach in
Baden, wo ſich die Klubmitglieder trotzdem im „Ochſen” bei freundlicher
Aufnahme und guter Verpflegung, bei Muſikvorträgen und anderen
Darbietungen recht wohl fühlten. Der Vorſitzende, Herr Hartmann,
gab in herzlichen Begrüßungsworten ſeiner Freude über die ſtarke
Be=
teiligung (mit den Angehörigen waren über 60 Perſonen anwcſend)
und den kameradſchaftlichen Sportgeiſt Ausdruck. Die Stunden
ver=
floſſen in anregender Stimmung nur allzu raſch und konnte man trotz
der „überfüllten” Bergſtraße in geſchloſſener Fahrt noch vor Einbruch
der Dunkelheit die Heimat in fyoher Erinnerung an die gemutlichen
Stunden wieder erreichen.
Seite 6
Donnerstag, den 28 März 1929
Nummer
Märzſihung des Hiſtoriſchen Vereins.
In ihr ſprach der Leiter des in der Vorbereitung begriffenen
ſüd=
deutſchen Wörterbuches, Privatdozent Dr. Friedrich Maurer, über
„Die heſſiſchen Mundarten und ihre Erforſchung”.
Er führte etwa folgendes aus:
Der Begründer der wiſſenſchaftlichen Erforſchung unſerer deutſchen
Sprache, Jakob Grimm, beſchäftigte ſich noch nicht mit den jetzigen
Mundarten. In dieſer erſten Zeit ragt nur ein gewaltiges Werk
her=
vor, das Baheriſche Wörterbuch von Joh. Andr. Schmeller. 4 Bde.
1827—1830. In dieſer Zeit ſind auch vereinzelte Beiträge zu der
Mund=
artenforſchung in Heſſen vorhanden; erwähnt ſei nur das unvollendete
vberheſſiſche Wörterbuch von W. Crecelius. Von 1912 an kam eine
ganz neue Arbeitsweiſe auf: die Mundartengevgraphie. Unter
der Leitung von Profeſſor Behaghel=Gießen traten einzelne ſehr
tüchtige Arbeiten an die Oeffentlichkeit. Während man früher beſonders
lautphyſiologiſche Unterſuchungen anſtellte, ging man jetzt von größeren
Einheiten aus, Wörtern und Sätzen, trug ſie in Karten ein, und konnte
oft leicht zu Ergebniſſen und zu den zugrunde liegenden Geſetzen
ge=
langen. Die Mundartkarte gibt nicht nur die ſprachlichen
Ver=
hältniſſe der Gegenwart, ſondern für den, der ſie zu leſen verſteht,
ent=
hüllt ſie die ſprachliche Entwicklung in der früheren Zeit; ja, ſie zeigt
ſogar an, wie vorausſichtlich der Weg weitergehen wird. Der im
Er=
ſcheinen begriffene Deutſche Sprachatlas von Wenker=
Mar=
burg iſt in dieſer Hinſicht grundlegend. Für die Rheinebene leiſteten
die Profeſſoren Aubain und Th. Frings Hervorragendes. Der
Vortragende erläuterke nun an zahlreichen Karten, die er im Lichtbild
vorführte, die mundartlichen Verhältniſſe Heſſens. Die heſſiſchen
Mundarten gehören zu den mitteldeutſchen, die ſich von den
oberdeutſchen, z. V. den alemanniſchen und den niederdeutſchen,
unter=
ſcheiden. Hier auf Einzelheiten einzugehen, verbietet der Raummangel
Nur beiſpielsweiſe ſei die Appel=Linie (im Gegenſatz zu Apfel) im
Süid=
oſten des Gebiets, die teilweiſe mit den Grenzen der Grafſchaft Erbach
euſammenfällt. erwähnt. Er beſprach dann die Einwirkung der
poli=
tiſchen und Verkehrsgrenzen, wies nach, daß die Verbreitung der
Be=
zeichnung für Sarg zuſammenfällt mit dem Bistrm Mainz. Sehr
hübſch zeigte er da3 Vordringen der Sprache ven Mainz, Frankfurt
(hier eine Ausbuchtung bis Dreieichenhain), Darmſtadt, von hier das
Eindringen der Worte Breise (als Bezeichnung der Wagenbremſe) ſtatt
Leier, oder Grummet (als zweiter Schnitt des Graſes) ſtatt Ohmet, in
die Odenwalddörfer. Die Grenze Sonnabend-Samstag verläuft durch
Oberheſſen von Weſten nach Oſten über Lang=Göns, Dorf=Güll,
Villin=
gen, Gedern. Gießen liegt alſo im Sonnabend=Gebiet, aber ſtellt heute,
wvie die Sprachkarte deutlicl, zeigt, eine Samstag=Inſel dar.
Vortragen=
der zeigte zum Schluß, wie dieſe Forſchungsweiſe mit Hilfe von
Kar=
ten auch auf andere volkskundliche Gebicte übertragen werden kann.
Er führte als Beiſpiel den Brauch des brennenden
Faſtnachts=
rads in der ſiidlichen Bergſtraß= und Rheinheſſen an, ſowie die
Ter=
mine des Dienſtbotenwechſels in Heſſen. Er konnte ſie
teilſveiſe auf die Gebiete des Solmſer Landrechts zurückführen.
Wer gerne von dieſen feſſelnden Darlegungen hören will, den verweiſen
wir auf den Aufſatz Maurers in den Heſſ. Bl. f. Volksk. XXV 106 ff.
(auch verkürzt im Dorfkalender f. 1929, 60 ff.). Die Wiſſenſchaft faßt
dieſe Ferſthungsgebiete als Kulturmorphologie zuſammen.
Der treffliche Vortrag, der über dicſes Neuland berichtete, fand bei den
geſpannt Lauſhenden lebhaften Beifall. Der Vorſitzende ſprach ihm den
Dank des Vereins aus.
K. Nocck.
E Zuſammenſtöße. Am 26. März ſtießen an der Ecke der
Hein=
heimer= und Dieburgerſtraße eine Radfahrerin mit einem Radfahrer
zu=
ſammen. Die Radfahrerin brach hierbei den linken Fuß. — Am 27. 3.
ſtießen an der Ecke der Landgraf=Philippsanlage und Bleichſtraße ein
Perſonenkraftwagen mit einem Radfahrer zuſammen. Der Radfahrer
wurde leicht verletzt.
Kirchliche Nachrichten
Evangeliſche Gemeinben.
Martinskirche. Karfreihag, nachm. 4 Uhr: Johannespaſſion von
Lconh. Lechner, aufgeführt von der Madrigalvereinigung under
Lei=
ung des Herrn Prof. Dr. Noack.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkunſt,
Eliſabehenſtraße). Karfreitag, 29. März, vorm. 10 Uhr:
Menſchen=
weihehandlung mit Predigt. — Karſamstag, 30. März, vorm. 8,30 Uhr:
Meuſchenweihehandlung mit Predigt.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, „Eliſabethenſtraße 44. Karfreitag, 29.
März, vorm. 10 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Abenbs 8 Uhr:
Paſſions=
feier. — Oſterſonntag, 31. März, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Abends 8 Uhr: Predigt. — Oſtermontag: Tagesausflug nach dem
Otz=
berg. Abfahrt vom Oſtbahnhof 8,03 Uhr bis Lengfeld. — Dienstag=
Abend, 2. April: Singſtunde für den gemiſchten Chor. — Mittwoch,
3. April, nachm 3 Uhr: Knaben= und Mädchenbund. Abends 8 Uhr:
Frauenmiſſionsverein. — Donnerstag, 4. April, abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtunde. Jedermann iſt herzlich eingeladen. Prediger Sauer.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Karfreitag, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt und Feier des hl. Abendmahls,
— 1. Oſterfeiertag, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Um 11 Uhr
Sonntags=
ſchule. Nachm 4 Uhr Predigt. — Mittwoch, den 3. April, abends 8,15
Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Zu allen Verſammlungen jedermann
herzlich eingeladen.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt, Mollerſtraße 40. Kanfreitag,
vorm. 9,30 Uhr: Karfreitagsandacht. — Oſterſonntag, vorm. 9,30 Uhr:
Feſtandacht. Nachm. 3,30 Uhr: Jugendbund. Abends 8 Uhr:
Evangeli=
ſation. — Montag, den 2. Feiertag, kein Gottesdienſt. — Mittwoch,
abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich eingeladen.
Auswärtige Kirchen.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Gründonnerstag, abends 8 Uhr:
Paſſionsgottesdienſt. Feier des heiligen Abendmahls. — Karfreitag,
vorm. 10 Uhr; Hauptgottesdienſt. Mitwirkung des Mädchenchors. Feier
des hl. Abendmahls. Nahm. 2 Uhr: Liturgiſche Karfreitagsfeier.
Oſterſonntag, vorm. 10 Uhr: Hauptgot esdienſt. Mitwirkung des
Kirchengeſangvereins und des Poſaunenchors. Feier des heil.
Abend=
mahls. Nachm. 2 Uhr: Beichte zur Konfirmation. — Oſtermontag,
vorm. 9.3 Uhr: Konfirmationsfeier. Feier des hl. Abendmahls.
Kollekte für die evangeliſchen Deutſchen im Auslande. Nachm. 2 Uhr:
Konfirmationsnachfeier.
Euang. Kirche zu Eberſtadt. Karfreitag, 9,45 Uhr: Gottesdienſ: mit
Beichte und hl. Abendmahl. Kollekte für das Syriſche Waiſenhaus.
Kirhengeſangverein. 20 Uhr: Paſſionsandacht. — In der
Provinzial=
pilege=Anſtalt Gottesdienſt 13,30 N9:. — Erſter Oſtertag, 9,45 Uhr:
Gottesdienſt. Kirchengeſangverein und Poſaunenchor. 11,15 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt In der Provinzialpflege=Anſtalt Bottesdienſt 13,30 Uhr.
Zweiter Oſtertag, 3,30 Uhr: Gottesdienſt. 14 Uhr: Vorſtellung der
Mädchen. Die Jugendvereinigungen fallen, in der Woche aus. —
Dienstag, 20 Uhr: Frauenverein. — Mittwoch, 20 Uhr:
Kirchengeſang=
verein.
Evang. Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Karfreitag, vorm 9,30 Uhr:
Hauptgottesdienſt Mitwirkung des Kirchenchors. Anſchließend an den
Kauptgottesdienſt Feier des hl. Abendmahls. Abends 8 Uhr: Liturg.
Karfreitagsfeier unter Mitwirkung der Herren Hch. Crößmann (Violine)
und Thöt (Orgel)
A
Evang. Gemeinde Traiſa. Erſter Oſtertag, vorm. 9,30 Uhr:
Haupt=
ttesdienſt. Anſckließend Feier des hl. Abendmahls. — Zweiter Oſter=
tag, vorm. 9,30 Uhr: Konfirmationsgottesdienſt. Anſchließend Beichte
und Feier des hl. Abendmahls.
Enklaſſungsfeier der Dieſterwegſchule
im Städt. Saalbau.
* Wie alljährlich verſammelte auch dieſes Jahr die
Dieſterweg=
ſchule ihre Schüler und deren Eltern zu einer würdigen
Schul=
feier, zu deren Beginn Herr Rektor Born mit herzlichen Worten
die Anweſenden begrüßte. Hierauf ſang ein Schülerchor Schuberts
„Heilig, heilig”, deſſen ernſte Grundſtimmung dem Charakter der
Ver=
anſtaltung entſprach. Dann hielt Herr Rektor Klingler eine
An=
ſprache. Insbeſondere wandte er ſich an die zur Schulentlaſſung
kom=
menden Schüler und Schülerinnen. Er legte ſeinen Ausführungen den
alten Turnerſpruch „Friſch, fromm, fröhlich, frei” zugrunde. Friſch ins
Leben treten, mit Ernſt und Liebe es anfaſſen, fromm — ſoviel wie
rechtſchaffen einhergehen und fröhlich ſein Tagewerk überblicken, das
bringt wahre Freiheit, gerade in der ſo idealarmen Zeit. Zum Schluß
ſeiner klar aufgebauten Rede wies Herr Rektor Klingler auf den „Tag
des Buches” hin. Gute Bücher tragen Sonnenſchein und inneren
Reichtum ins Heim, bringen uns die Menſchen näher und machen uns
ſo das Leben ſchöner. Dann verteilte er die Prämien an beſonders
tüichtige Schüler. — Nach kurzer Pauſe führten Knaben und Mädchen
der vier abgehenden Klaſſen ein Theaterſtück, „Die blaue Blume”, auf,
das viel Sorgfalt der Einſtudierung verriet, gleichzeitig auch zeigte,
was Kinder dieſes Alters leiſten können. Der Höhepunkt des Spieles
war wohl der Jäger, der wirklich ganz vorzüglich dargeſtellt wurde. Der
Junge „erlebte” ſeine Rolle im wahrſten Sinne des Wortes. — Nach
dem Spiel dankte Herr Rektor Born den Anweſenden für ihr
Er=
ſcheinen und den Lehrkräften, die ſich um die Einſtudierung des Stückes
verdient gemacht hatten. Allgemeine Befriedigung war das Gefühl, das
jeder Beſucher mit nach Hauſe nahm.
Taglich
trischgebr. Aarree
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M. W. Prassel
Warnung vor einem Betrüger. In den letzten Tagen
erſchwin=
delte ſich in Offenbach ein Unbekannter von einer Witwe unter dem
Vorwande, er wünſche ſie in Rentenſachen zu ſprechen, einen Betrag
von 20 RM. Er erklärte ihr vorher, daß ſie ſchon jetzt in den Genuß
der Altersrente kommen könne, wenn ſie ſich vom Verſicherungsamt
einige Formulare hole und in den nächſten Tagen zu ihm nach
Darm=
ſtadt komme, woſelbſt er alles erledigen würde. Als die Frau ihm
er=
klärte, in dieſer Angelegenheit unerfahren zu ſein und auch in
Darm=
ſtadt keinen Beſcheid zu wiſſen, machte er ihr den Vorſchlag, ihm die
20 RM. für Stempelgebühr mitzugeben; alles andere würde nun
er=
ledigt. Die Frau gab ihm auch das Geld, und der Unbekannte ließ ſich
icht mehr ſehen. — Beſchreibung des Betrügers: etwa 30
Jahre alt, 1,70 Meter groß, ovales bartloſes Geſicht, dunkle Haare,
braune Augen. Er hat gewandtes Auftreten und iſt gut gekleidet. Im
Betretungsfalle wird um Nachricht an die Kriminalpolizei des
Polizei=
imtes, Zimmer 3, gebeten.
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— Feſtgenommene Einbrecherbande. Die um die Weihnachtszeit in
Darmſtadt verübten 13 Einbruchsdiebſtähle ſind faſt reſtlos aufgeklärt.
die Täter, es handelt ſich um eine reiſende Einbrecherbande, wurden
n Duisburg feſtgenommen und befinden ſich dort in Unterſuchungshaft.
Die Kriminalpolizei hat einen Kommiſſar zwecks weiterer Aufklärung
nach Duisburg entſandt. Die Geſchädigten werden nach Abſchluß der
Ermittelungen von dem Ergebnis in Kenntnis geſetzt. Ein Teil der
geſtohlenen Gegenſtände iſt bereits in Duisburg ſichergeſtellt.
— Feſtgenommener Betrüger. Der von auswärtigen Behörden
langgeſuchte Betrüger Alois Hörnig aus Marktheidenfeld wurde hier
feſtgenommen und in Unterſuchungshaft gebracht.
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Kleine Strafkammer.
p. 1. Für die Vermittlung von Arbeitskräften (Hausangeſtellte)
beſteht für diejenigen Perſonen, die die Verdingungen gewerbsmäßig
betreiben, ein behördlich aufgeſtellter Tarif. Das hieſige Kreisamt hat
im Jahre 1926 einen neuen Tarif herausgegeben, gegen den eine hieſige
Verdingerin zuwidergehandelt haben ſoll, indem ſie ſich in den zur
An=
klage verſtellten Fällen vom Arbeitnehmer die Gebühr ganz zahlen ließ.
Sie wendet ein, der 1927er Erlaß ſei widerſpruchsvoll und nicht
rechts=
gültig. Nach dem Tarif ſind die Vermittlungsgebühren je zur Hälfte
von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu entrichten. Dafür iſt die
Ange=
klagte mit einer Geldſtrafe belegt worden. Der Anklage liegt das
Stel=
lenvermittelungsgeſetz des Reichs von 1910 zu Grunde. — Die
Staats=
anwaltſchaft beantragt, unter Aufhebung des angefochtenen Urteils auf
die geſetzliche Mindeſtſtrafe von 100 Mark zu erkennen. Das Urteil
erkennt auf 100 Mark Geldſtrafe.
2. In Hüttenthal i. Odw. war am Sonntag, 19. Auguſt 1928,
Tanz=
muſik in einer Wirtſchaft. Beim Tanzen ſtieß ein Paar — ob abſichtlich
oder zufällig, ſteht nicht feſt — an ein anderes an. Nachher kam es
zwiſchen dem Angeklagten und einem Kaufmann zum Streit, in deſſen
Verlauf der erſtere (ſehr betrunken) mit dem Meſſer den anderen in die
linke Hand ſtach. Das in Beerfelden ergangene Urteil lautete auf 100
Mark Geldſtrafe, wogegen die Staatsanwaltſchafr Berufung verfolgt hat.
Der Staatsanwalt hält die erkannte Strafe nicht für ausreichend; es
wird eine Geldſtrafe von 250 Mark beantragt. Das Urteil
ver=
wirft die Berufung.
Skimmen aus dem Leſerkreiſe.
antwortſich.) — Einſendungen, die nſcht verwendet werden, ſim
zurückgeſandt, die Abſehnung nicht begründet werden.
Darmſtädker Skädkebau.
Von Prof. Knipping=Darmſtadt.
Nach einem außergewöhnlich ſtrengen Winter läßt nunm;
warme Witterung den Frühling ahnen. Nur noch kurze
Zeit=
uns von dem Augenblick, wo Bäume und Sträucher ſich ihr
Gewand anlegen. Und prompt erſcheint da auch wieder die Su
Bauverwaltung auf dem Plan, um ihren Kampf gegen die Bäun
zuſetzen. Im Laufe der verfloſſenen Woche ſind dieſelben, die
ſchönſten Wachstum befanden, in der oberen Annaſtraße abgeſ,
nur noch einige Stümpfe ſtehen da als ſtumme Zeugen frevelnd.
ſchehens und des Mangels an jedem praktiſchen und künſtleriſche:
im Städtebau.
Soll Darmſtadt der Charakter als Wohn= und Gartenſtadt es.
bleiben, ſo gehört hierzu in allererſter Linie die behutſame Erh
desjenigen, was fein= und kunſtſinnige Vorfahren geſchaffen habe.
Aufgabe des leitenden Städtebauers beſteht nicht zu einem gering
darin, dieſe Erhaltung durchzuführen und dabei doch neuen A
rungen gerecht zu werden.
Wie hervorragend gut die Stadt Darmſtadt in dieſer Hinſf
raten iſt, dafür bietet die obere Annaſtraße ein nicht mehr zm
bietendes Beiſpiel. Zuerſt befeitigt man an der Nordſeite do=
durchaus richtig und zweckmäßig (wegen der Südſonne) vorgef ſmM
Vorgärten. Sodann genehmigt man, und zwar entgegen den
Vorſchriften der Bauordnung und entgegen allen Vorſchlägen unn
ſprüchen unter Ueberſchreitung der geſetzlichen Befugniſſe, ein rie
hohes, kaſernenartiges Gebäude (Erweiterungsbau der Landescr
rungsanſtalt), welches ein Fremdkörper in dem Wohnviertel mitt
niedrigen Bebauung iſt und dasfelbe geradezu verſchandelt. Schhc
werden zur Bekrönung des Ganzen die vorhandenen Bäume brett
welche den unſchönen Giebel des Eckhauſes an der Karlſtraße bend
und den kaſernenartigen Charakter des Neubaues milderten. Die 5½
die ſtädtiſche Bauverwaltung, hat ſich hiermit ein Denkmal geſets 2Mm
ches für ein Jahrzehnt innerhalb des Deutfchen Reiches ohne
beiſpiel ſein und bleiben dürfte. Wobei nur bedauerlich iſt, da ᛋᛋr
die angerufenen Aufſichtsbehörden zwar die Ueberſchreitung der ſ4u
niſſe beſtätigten, ſich aber nicht zu einem energiſchen Vorgehenan/
dieſe Uebergriffe ermannen konnten.
Und weshalb iſt dies alles geſchehen? Wie geſagt wird, mG im
Bauabſichten der Landesverſicherungsanſtalr nichts in den Weg zuansſt
trotzdem dauernd von verſchiedenen Seiten gewarnt iſt und tmitz — ind
durchaus beſſere und erträglichere Löſungen möglich waren. Di5 Hrnuſtl
ger der Sozialverſicherung haben in zahlreichen deutſchen Städtüurhs —2
Verwaltungs= und Dienſtgebäude geſchaffen und dabei in den reimBiſt 2
Fällen weſentlich zur Verſchönerung des Stadtbildes beigetrager: —ndhlick
iſt kein Grund einzuſehen, weshalb die heſſiſche Anſtalt das enr UBugiad
geſetzte Beſtreben haben ſollte, ſofern ſie nur von der zuſtääitſn, de in
ſtädtiſchen Stelle fachverſtändig beraten und geleitet wäre. Werocninn d
heute ihr Werk überſchaut, wird ſie kaum Dankbarkeit gegenübs= his der
ſtädtiſchen Bauverwaltung empfinden, welche ſo wenig ihre AJdr Mſtra
erkannte und ſo wenig Erfreuliches zugelaſſen hat, anſtatt ricriſtn -udlit
und zweckmäßigere Wege zu weiſen. Noch weniger Verſtändnis 14 ℳ nch
die zahlreichen Beamten und Angeſtellten der Anſtalt für die cn -hen d
lungsweiſe der Stedtverwaltung aufbringen, welche demnächſt i— un 0
Südzimmern des Neubaues ſich aufhalten und nunmehr jeden Suhy. Aben
gegen die Südfonne entbehren müffen, daher bei geſchloſſenen F— 1 / Sugſtad
und geſchloſſenen Läden oder Vorhängen in der Hitze zu arbeitsuſprrſich
wungen ſind. Die Darmſtädter Bürger aber, welche ſich dieſes zu
Werk der Darmſtädter Städtebaukunſt betrachten, werden, ob Facr
oder Laie, das gleiche Urteil fällen, welches mir auch der derzeitig
vertretende ſtädtiſche Leiter übermitteln ließ, ſie werden einfachp.
ſetzt” ſein. Alle ſeien hiermit freundlichſt eingeladen, ſich dieſe
leiſtung der ſtädtiſchen Bauverwaltung recht bald anzuſehen, ehnfd
die letzten Zeugen des Vandalismus ganz verſchwunden ſind. //9n32
Wie lange noch wird ſich die Darmſtädter Bürgerfchaft und dietcc/
mu nach
Ewebs
we Stin
W
HAuß
Ne P
tretung derſelben dieſe Zuſtände gefallen laſſen? Eine gewiſſe Arw
auf dieſe Frage wird die Beratung des Antrags geben, der i
die ſtädtiſche Bandeputation beſchäftigen wird und der dahin gelt 2n
linftig Bäume oder Pflanzungen auf ſtädtiſchen Straßen oder 77
oder in ſtädtiſchen Anlagen nur beſeitigt werden dürfen, nachder ru
ſtädtiſche Baudeputation dies beſchloſſen hat, und zwar auf Grunä.”
heriger Einſetzung in die Tagesordnung.
gei
wierta
Dtäud
* iſt
45 das
n wird
Wchre
Das Backen am Karfreitag.
Das Heſſiſche Miniſterium hat angeordner, daß am Karfreitau”
noch von nachmittags 5 Uhr ab Kuchen vom Bäcker gebacken mß
dürfen; ein früherer Beginn iſt ſtraffällig, ebenſo das Hintrage 7
Kuchen vor 5 Uhr. Man gedenkt, demnächſt das Kuchenbacken aum
freitag gauz abzuſchaffen, was ſehr leicht möglich iſt und den EM Biopt
ſowie den Backgehilfen, die auch ihren Feiertag haben wollen, hondthri
kommen iſt. „Esmüßte von obenherabeinfachverbütſerde
werden” — ſo verlautet es bei ihnen, was um ſo verſtändlicher hrm
als man dieſe Unſitte des Karfreitagsbackens im größeren Tei=Ff
Deutſchland gar nicht kennt. Deshalb ſoll die Feier des Karfr),
allgemein eine einheitliche und ernſte werden. Auch vo Bun „Sä
Hausfrauen wird dies Anſinnen freudig begrüßt, denn ſie woll 1:6)0 ſeiner
der Stille des Karfreitags nicht zu unnötigen Arbeiten verleitet wrutſ g
gelten doch die am Karfreitag backenden Hausfrauen nicht gerade
guchnd=
illerfleißigſten. Man wird nun klug handeln, das Kuchenbacken 1Mnn
uf den Samstag zu verlegen, der eine erhöhte Arbeitszeit im Gese) 3
einmal ruhig vertragen kann; ganz klug aber handelt, wer das Em
ſchon am Gründonnerstag vornimmt. In dieſem Falle werde- Gxemadel
Backwaren am Oſterfeſte die geſündeſte Speife ſein und beſonders”
Magen der Kinder am beſten bekommen.
Lokale Veranſtaltungen.
Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsqulttung beizufügen. Anonyme Anfragen wir
nicht beantwortet. Dſe Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichtelt.
R. D. in Darmſtadt. Wenden Sie ſich an die Chem. Prüfl
ſtation für die Gewerbe, Heinrichſtraße.
J. H. Iſt uns nicht bekannt.
1. Am 8. November ſtanden die deutſchen Truppen noch in 7 und Belgien. Am 11. November wurde der Waffenſtillſtam.
geſchloſſen. — 2. Die erſte Kriegserklärung war die Oeſterreiſt
Serbien (28. Juli). Deutſchland erklärte am 1. Auguſt den Krie‟
Rußland; am 3. Auguſt an Frankreich, England am 4. Auge=
Deutſchland.
Tageskalender für Donnerstag, den 28. März 1929
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, abends 19 Uhr: 2
Kaffee, Kaffee Rheingold. — Städt. Akademie f Tonii
10,30 Uhr und 16 Uhr, im Gartenſaal des Städt. Saalbaues: Se
prüfungen. — Kinovorſtellungen: Union=Theater, De
Erns.-Ludwigstraße 21
Darmstadt
[ ← ][ ][ → ]umimer 82
Aus Hefſen.
Starkenburg.
Griesheim, 27. März. Die hieſige Obſt= und
Gemüſeverwertungs=
murhaft hielt im Lokal „Zum Bürgerhof” hier ihre Generalver=
„ffü gö. Der Vorſitzende der Genoſſenſchaft, Herr Beigeordneter
m. eröffnete die Verſammlung und erſtattete eingehend Bericht
ubeval3 abgelaufene Geſchäftsjahr. Aus den Ausführungen des
Vor=
m„uſt mit Gmugtuung feſtzuſtellen, daß es ſeinem tatkräftigen
„u. für die Belange der Genoſſenſthaft gelungen iſt, daß der
Ge=
noſſtziwaß” aus dem landwirtſchaftlihen Notprogramm neben einem
erſtuer Zuſchuß in Höhe von 4000 Mark auch noch ein verbilligtes
u in Höhe von 16 000 Mark zum weiteren Ausbau der
Genoſſen=
virwieſen wird. Herr Verbands=Sekretär Hillemann vom Ver=
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften in Darmſtadt verbreitete
neſeten Ausführungen über das Weſen und die Bedeutung der
rhaſten und wies auf die Vorte
caft allgemeine Anerkennung, und es wurde die einmütige
geäußert, daß auf dem beſchrittenen Wege unter allen Um=
„aſſu die Genoſſenſchaft zu eigen machen möchten, da für die Folge
ir Organiſation der Erfolg liege.
Friradt, 27. März. Arbeitsjubiläum. Am 2. April kann
eter Jhl., Wilhelmſtraße 1, auf eine 25jährige Tätigkeit bei
ſhsbahn zurückblicken.
/ Sberſtadt, 27 März. Gegen das Kuchenbacken am
ſteitag. Der Dekanatstag des evangeliſchen Dekanats
Gber=
n ſich in ausführlicher Weiſe gegen die Entheiligung des
Kar=
zchurch Kuchenbacken ausgeſprochen. Der Dekanatstag ſprach die
zug aus, daß es gelingen werde, den Hausfrauen, die vielfach
ge=
tnes dieſer Unſitte huldigten, zum Bewußtſein zu bringen, wie
were ſich durc) das Kuchenbacken am Karſreitag an der Würde eines
ger rliſien evangeliſchen Feiertage verſündigten.
98ſrungſtadt, N. März. Verlängerung der Ringſtraße.
ſe Faßen= und Baufluchtlinie in der Verlängerung der Ringſtraße
zu Föderung des Wohnungsbaues an dieſer Stelle, wie man im
Orts hoplan bereits vorgeſehen hat, auf eine Straßenbreite von
zwölf=
hmmWketern (bis über das Gelände von G. Vögler hinaus)
durch=
efürwrwerden. Allerdings ſind bei der Durchführung dieſer
Straßen=
teit iine Vorgärten vorgeſehen. — Innerhalb des
Gemeinderats=
ſſenzm ſt die Anregung ergangen, im Walde zwiſchen der Holzbrücke
mdr Griesheimer Brücke an geeignet erſcheinenden Plätzen
Ruhe=
jnbt afzuſtellen. Ein endgültiger Beſchluß darüber iſt noch nicht er=
— Dienſtjubiläum. Der Fuhrmann Michel Meierhöfer
weheſer Tage auf eine 30jährige Dienſtzeit bei einer
Speditions=
inickblicken.
A8ungſtadt, 27. März. Zu den Pfungſtädter Heimat=
nicha, die in der Woche vor Oſtern wohl ihren Höhepunkt erreicht
chneiſr der Einzelhandel Pfungſtadts nachdrücklich darauf
½ffeder Käufer bei einem Bareinkauf von Waren in Höhe von
gbei ſtreug reeller Bedienung noch den Vorteil genießt, an der
—hördli her Aufſicht ſtattfindenden Verloſung teilzunehmen, ohne
zm Los noch einen Pfennig bezahlt zu haben. Die Pfungſtädter
intwu hen dauern noch bis zum Samstag, dem G. April. —
Kirch=
züt Am Gründonnenstag abend findet hier in der evangeliſchen
ſrhn Abendmahlsgottesdienſt ſtatt.
jungſtadt, 27. März. Gemeindebeamte und
Erwerbs=
ſteverſicherungspflicht. Der Geneinderat hat den
Aus=
wrag, nach dem die Gemeindebeamten und Gemeindebedienſteten
von nk Erwerbsloſenwerſicherungspflicht befreit werden ſollen, mit allen
ſen ne Stimne angenommen. — Die Koſten für die Prüfung der
Anlt=n zur Fabrikation künſtlicher Mineralwäſſer ſollen nach
eivemZſchluß des Gemeinderats von den Betriebsinhabern erhoben
werira Die Prüfung erſtreckt ſich auf Grund einer Polizeiverordnung
ür inKreis Darmſtadt auf Betriebsſicherheit und Reinlichkeit. —
Be=
ichifungen durch den Gemeinderat. Unmittelbar nach
den lerfeiertagen ſoll durch den Gemeinderat eine Beſichtigung der
Genyädgebäude erfolgen. Auch das Mühlberggelände ſoll beſichtigt
veum Es iſt nämlich, wie verlautet, in abſehbarer Zeit damit zu
nhrrn daß das geſamte Mühlberggelände in den Beſitz der Gemeinde
eriyen wird. — Um das Neffſche Anweſen. Bei der
Ver=
erſchreibung des früheren Anweſens Neff ging vor kurzem nur
in lnebot in Höhe von 4000 Mark ein. Da der Bauausſchuß der
Ge=
feinßdoch auf dem Standpunkt ſteht, daß dieſes Angebot zu niedrig
, Ams Anweſen jetzt auf Abbruch verkauft werden. Gegen die
Neu=
ſätg der Bauflucht= und Straßenlinie zwiſchen der Seilerſtraße und
n ſtße iſt inzwiſchen von den Anliegern des betreffenden
Straßen=
ells; Eiſpruch erhoben worden. Danach müßten nämlich größere
Ge=
ſuhe: Zukunft 7 Meter zurückgeſtellt werden. Der Bauausſchuß ſoll
i endgültigen Klarſtellung mit der fraglichen Angelegenheit
be=
uſſen Betont muß jedoch werden, daß die geſetzliche Ausſchrefbung
erexdrrolgt und auch miniſteriell genehmigt iſt. — Vorführung
riſierde. Die Ortsviehkaſſe nimmt am Donnerstag eine
ſorhmg der Pferde vor. Die Vorführung ſoll vor dem „
Rheini=
cr bf” geſchehen. Pferde, die nicht vorgeführt werden, gelten als
mak Verſi=herung ausgeſchloſſen. — Sängerehrung. Der
Ge=
naein „Sängerluſt” hat ſein langjähriges Mitglied Jakob Nickel
hlärh ſeiner 30jährigen Vereinszugehörigkeit mit einer Silbernen
RatEl ausgezeichnet. Vorſitzender Böhm überreichte unter
Dankes=
wrrkin den Jubilar die Auszeichnung, die dieſem viel Freude machte.
im verteilte der Geſangverein „Sängerluſt” dieſer Tage
Sänger=
beia die Auszeichnungen für regelmäßigen Singſtundenbeſuch
dar=
nue Insgeſamt konnten fü= das abgelaufene Jahr 20 Sänger mit
der räige rnadel ausgezeichnet werden.
Donnerstag, den 28. März 1929
O. Pfungſtadt, N. März. Die Holzhauerarbeiten dürften
bald nach Oſtern zu Ende gehen. Man rechmnet damit, daß in dieſem
Jahre über 2000 Feſtmeter Windfallholz aufgearbeitet werden können.
— Die Gemeinde Pfungſtadt beabſichtigt, auf dem Mühlberg neues
Gelände anzukaufen. Zu dieſem Zweck ſoll bei der
Kommu=
nalen Landesbank ein kurzfriſtiges Darlehen in Höhe von 20000 Mark
aufgenommen werden.
— Roßdorf, N. März. Ein ſchwerer Verluſt hat den hieſigen Alten
Kriegerverein betroffen. Innerhalb 9 Tagen ſind drei Kameraden in
die Ewigkeit abgegangen, dabei zwei Brüder (Georg und Friedrich
Niko=
lai), wovon der erſtere auch den Feldzug 1866 mitgemacht hat, und als
dritter Kamerad Georg Becker, der ebenfalls 1866 und 1870/71 im
Felde ſtand. Sie wurden mit den üblichen militäriſchen Ehren zu
Grabe gebracht, wobei auch eine größere Zahl von Kameraden vom
hieſigen Militärverein den Verſtorbenen die letzte Ehre erwieſen und
die Ehrenſalve abgaben. Nunmehr ſind nur noch 4 Kameraden jener
großen Zeit am Leben.
G. Ober=Ramſtadt, 27. März. Gemeinderatsbericht. Die
vorgeſtern ſtattgefundene öffentliche Gemeinderatsſitzung befaßte ſich
zum 1. Punkt mit der Kanaliſierung der Wehr= und Ernſt=Ludwigſtraße
und der Verbreiterung der Modaubrücke daſelbſt. Die Verwaltung legt
hierüber Pläne and Koſtenvoranſchläge vor. Bei ſchriftlicher
Abſtim=
mung wird mit 15 Stimmen bei einer Stimmenenthaltung und einem
unbeſchrieben abgegebenen Stimmzettel die Ausführung des geſamten
Projekts beſchloſſen. Die Anwohner der genannten Straßen ſollen
jedoch alsbald über die derzeit geltenden Beſtimmungen der
Ortsbau=
fatzung informiert werden. Eine Kommiſſion wird mit den
erforder=
lichen Erhebungen über die Zahlung von Kanalgebühren in anderen
Gemeinden beauftvagt. Die für die Durchführung des Projekts
erfor=
derlichen Mittel ſollen im 1929er Voranſchlag vorgeſehen werden.
Jakob Ehrhardt Wwe. hat ein Grundſtück „Im Flürchen” der Gemeinde
zum Kauf angeboten. Das Angebot wird, da das betreffende Grundſtück
für die Gemeinde nicht geeignet, abgelehnt. — Hinſichtlich der
Verpach=
tung von Geländeabſchnitten im Ort uſw. werden die von der
Ver=
waltung vorgelegten Verträge genehmigt. — Auf die Ausſchreibung der
Arbeiten zum Einbau der Waſſermeſſer iſt nur ein Angebot eingegangen,
und zwar von den anſäfſigen Schloſſern und Inſtallateuren gemeinſam.
Der Gemeinderat genehmigt den Zuſchlag. — Die am 15. ds. Mts.
ſtattgefundene Verſteigerung der Jahresfuhrleiſtungen uſw. wird
ge=
nehmigt. Im weiteren werden die Jahresarbeiten und =lieferungen
für 192 wie folgt vergeben: Schloſſerarbeiten an Franz Jakoby,
Elek=
tro=Inſtallationsarbeiten an Jakob Kögel, Schreinerarbeiten an Peter
Breitwieſer 12. und Inſtallateurarbeiten an K. Suppes. — Die
An=
wohner der Aliceſtraße haben deren gründliche Inſtandſetzung beantragt
mit Rüchſicht auf die ſehr ſtarke Benutzung dieſer Straße. Die
Ver=
waltung wird beauftragt, demnächſt einen Koſtenvoranſchlag darüber
vorzulegen. — Die von der Baukommiſſion feſtgeſetzten Reparaturen im
Pfarrhausgebäude, deſſen Unterhaltung der Gemeinde obliegt, ſollen
dem Voranſchlag entſprechend ausgeführt und der angebotene Ofen
an=
gekauft werden. — Den von der Verwaltung vorgelegten zwei
Löſchungsbewilligungen wird zugeſtimmt. — Dem Pächter der
Winter=
ſchafweide wird auf ſein Nachſuchen mit Müchſicht auf die durch den ſehr
ſtrengen Winter bedingte Einſchränkung der Weidemöglichkeit ein
Pacht=
geldnachlaß von 100 RM. bewilligt. — Die Polizeiverordnung über die
Sperrung der Bahnhofſtraße für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen aller
Art und Langholzfuhrwerke in Richtung Bahnhof-Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße ſoll entſprechend ergänzt werden. — Der Verkehrs= und
Ver=
ſchönerungsverein Ober=Ramſtadt hat um Erlaß von Billettſteuer
ge=
legentlich einer Werbeveranſtaltung nachgeſucht. Dem Antrage wird aus
Billigkeitsgründen ſtattgegeben. Ein Geſuch der Firma März u.
Ritſcher wegen Anlage eines Kanals wird genehmigt und ſoll mit der
Firma ein entſprechender Vertrag abgeſchloſſen werden. — In nicht
öffentlicher Sitzung wird mit der Beratung von Wohlfahrtsſachen
fort=
gefahren.
g. Büittelborn, N7. März. Das dreijährige Kind des Lackierers Fritz
Aſtheimer geriet in einen Kübel mit heißem Waſſer und zog ſich
erheb=
liche Brandwunden an beiden Beinchen zu. Aerztliche Hilfe wurde
ſo=
fort geleiſtet.
Az. Neuſtadt f. O. mit Burg Breuberg, N. März. Der
Vogel=
ſchutzverein hatte im Gaſthauſe „Zum Schwanen” zu einem
Vor=
trage mit Lichtbildern über „Praktiſchen Vogelſchutz” eingeladen, dem
zahlreiche Freunde gefolgt waren. Nach Eröffnung der Verſammlung
durch Förſter Philipp Hartmann hielt Herr Malchus=Mainz einen recht
beachtenswerten Vortrag über dieſes recht intereſfante Gebiet. Seine
auf praktiſchen Erfahrungen und Studien beruhenden
Ausfüh=
rungen wirkten überzeugend. Insbeſondere wollen wir den
Kern=
punkt aller Schädlingsbekämpfung herausheben: Schont
die Hecken! Schont jegliche Niſtgelegenheiten! Mehr wie je muß die
Erkenntnis Bahn brechen, daß unſere beſten Kämpfer im
Vernichtungs=
krieg gegen die Schädlinge die Vögel ſind. Daher müſſen ſie in reichem
Ausmaße natürliche Niſtgelegenheiten vorfinden. Ja, wo ſolche fehlen,
müſſen ſie (auch im freien Felde) geſchaffen werden. Das reiche
Bild=
material, das in mühſamer Arbeit als eigene Sammkung beſonders
hochgeſchätzt werden muß, ergänzte den erſten Teil des Vortrages in
vorzüfglicher Weiſe. Für die ſachlichen und zugleich wiſſenſchaftlichen
Ausführungen erntete der Redner verdienten Beifall. Am Schluſſe
danken wir unſerem Förſter für ſeine Anregung und hoffen und
wün=
ſchen, daß der Vogelſchutzgedanke immer weitere Kreiſe ziehen möge.
— Gernsheim, N. März. Wafſerſtand des Rheins am
25. März: —0,50 Meter; am 26. März: —0,24 Meter; am 2. März:
—0,0 Meter.
— Neu=Ifenburg, N. März. Mutter und Tochter
ſpur=
los verſchwunden. Von hier ſpurlos verſchwunden iſt die
Be=
ſitzerin eines Ladengeſchäftes mit ihrer 25 Jahre alten Tochter.
Meh=
rere noch jüngere Kinder haben die beiden Frauen zurückgelaſſen.
Wo=
hin ſie ſich gewandt haben, und warum ſie verſchwunden ſind, iſt nicht
bekannt. — In einem Gasherd des ſtädtiſchen Schwimmbades hatte ſich
Gas, angeſammelt, das plötzlich zur Exploſion kam. Hierbei wurde ein
in der Nähe ſtehendes Küchenmädchen durch heißes Waſſer ſchwer
ver=
brüht.
Seite 7
h. Gießen, 27. März. Die Gewerkſchaft der Heſſiſchen
Gemeinde=
beamten hält ihre diesjährige Haupttagung am 1. und 2. Juni
unter der Leitung von Direktor Zſchech=Offenbach hier ab. Am
Sams=
ag, den 1. Juni, finden die Beſprechungen der einzelnen Fachgruppen
ſtatt, abends ſchließt ſich im Klub eine Begrüßungsfeier an. Der
Sonn=
tag iſt den Hauptverhandlungen gewidmet.
h. Friedberg, N7. März. 44 Jahre im heſſiſchen
Schul=
dienſt ſtand im nahen Rodheim v. d. H. der Rektor Wörner, der vor
einigen Tagen in den Ruheſtand getreten iſt. Die Bezirkslehrerſchaft,
die Gemeindevertretung und die Vereine widmeten dem verdienten
Lehrer, der 40 Jahre in Rodheim wirkte, ehrende Abſchiedsworte.
Ein Feiertagsbier von ganz heller Farbe und beſonders ſtark
ein=
gebraut bietet die Mainzer Aktien=Bierbrauerei unter dem Namen
„Johannis=Bräu” zu Oſtern ihren Anhängern als Feſttrunk dar.
„Lint=Sao”
iſt das gebräuchlichſte Medikament im fernen Oſten und iſt nichts
an=
deres als Pfeffermünz, das wir alle kennen. Eines der beſten Fabrik te
in Pfeffermünz=Paſtillen iſt dasjenige der Dr. Hillers A.=G. en
Gräfrath=Solingen, dem bekannten deutſchen Hauptquartier
für Pfeffermünzkomprimate in wiſſenſchaftlicher Zufammenſtellung. —
In der Verbindung mit beſtem Weißzucker, und mach beſonderem
Ver=
fahren hergeſtellt, zeichnet ſich Dr. Hillers Pfeffermünz außer durch ſeine
Weiß=Gold=Packung durch das abſolut reine hochkonzentrierte Aroma
und die Dauerwirkung auf Mund, Zunge und Magen aus. Es iſt nicht
nur Kindernäſcherei, ſondern auch ein Geſchmacks= und Nerven=
Regene=
rator, anregend, angenehm und in allen guten Läden der Brauche zu
5 und 10 Pfennig zu haben.
F. J. K.
Frankfurt.
Donnerstag, 28. März. 6.30: Gymnaſtik. e 12.30:
Schall=
platten. (Kath. Kirchenmuſiik.) o 15.05: Jugendſtunde
Berufs=
beraterin Ernſt: Schickſale einer kleinen Lohnarbeiterm. O 15.55:
Hausfrauendienſt O 16.35: Konzeri des Funkorch. Mitw.: Clara
Weizſäcker. 0 18.10: Leſeſtunde. Aus dem Tagebuch eines Egotiſten‟,
von Stendhal. e 18.40: Kaſſel: E. K. Baumgart: Wochenſchau.
O 18.55: Franzöſiſche Literatur O 19.05: Franzöſiſcher
Sprachunter=
richt. O 20: Leipzig: Vorſpiel und Arie nach Verſen von M.
Dau=
thender für Sopran, Gambe, Flöte. Fagott und Streichinſtrumente.
Kompontert von Pau Graener. O 20.15: Auferſtehung.” Drama
in fünf Akten und einem Vorſpiel nach Leo Tolſtoi. Hauptperſonen:
Fürſt. Dmitri Iwanowitſch Niechljudow; ſeine Tanten: Sophia und
Laura; Katfuſcha, ein junges Mädchen auf dem Gute; der Obmann
der Geſchworenen; Mikiſchin, Advokat; Fürſtin Sophia Kartſchagin;
Miſſy, ihre Tocht: Nataſcha Niechljudows Schweſter; Ignatii Niki=
Taraß Warguſchow ihr Mann. Geſchworene, Gefangene, politiſche
Deportierte. Das Vorſptei ſpielt auf Panowo, dem Landgute der
Tanten des Fürſten Niechliudow. in der Oſternacht. Der erſte Alt
ſpielt im Geſchworenenzimmer eines Bezirksgerichts, neun Jahre
nach dem Verſpie. Der zweite Akt bei der Fürſtin Kartſchagin.
Der dritte Akt im Frauengefängnis. Der vierte Akt im Lazarett.
Schauplatz des fünften Aktes: Der ſibiriſche Transport.
Königswuſternhauſen.
Deutſche Welle. Donnerstag, 28. März. 12: Hauptmann a. D.
Meyer: Spazier= und Wettfahrten im Freiballon. o 12.30:
Mit=
teilungen des Reichsſtädtebundes. o 13.45: Bildfunk. 14.30:
Kinderſtunde. Jeſ. Delmont: Auf Großtierfang in aller Welt:
Trauernde Tiere. O 15: Min.=Rat Grimme: Preuß. Reifeprüfung.
O 15.40: Frauenſtunde. Traute Lieb: Ein Beſuch im
Frauen=
gefängnis. S 18: Erziehungsberatung. Ober=Stud.=Dir. Prof. Dr.
Mein Kind iſt nervös. O 16.30: Berlin: Konzert blinder Künſtler.
Mitw.: Margarete von Winterfeldt (Sopran), W. Bauer (Flügel),
W. Severin (Orgel), Blinden=Männergeſangverein „Heimatklänge‟.
O 17.30: M. Müller=Jabuſch: Weltpolitiſche Stunde. O 18:
Dichter=
ſtunde: Fritz Walter Biſchoff. O 18.30: Spaniſch für Fortgeſchrittene.
O 18.55: Dr. Schindler: Der augenblickliche Stand der
landwirt=
ſchaftlichen Marktbeobachtung. O 19.20: Prof. Dr. Lothar Schreyer:
Grundlagen der Geſprächsführung des reiſenden Kaufmanns. O 20:
Leipzig: Vorſpiel und Arie nach Verſen von M. Dauthenden, für
Sopran, Gambe, Flöte, Fagott und Streichinſtrumente, von Paul
Graner. (Urauff.) O Anſchl.: „Berliner Paſſionsſpiel um 1400.”
Die Islandſtörung hat ſich bereits wieder abgeflacht und zieht
nord=
oſtwärts weiter. Das ausgedehnte Hochdruckgebiet dagegen hat ſeine
Lage wenig verändert. Weiterer Druckanſtieg in ihm läßt heute über
England einen Kern mit Barometerſtänden von 775 Millimeter
erken=
ten. Der Hochdruckeinfluß beherrſcht weiter unſere Wetterlage.
Trok=
kenes und tagsüber aufheiterndes Wetter ſind vorläufig zu erwarten.
Ausſichten ſür Donnerstag, den 28. März: Neblig=wolkig, tagsüber
auf=
heiternd, mild und trocken.
Ausſichten für Freitag, den 29. März: Fortdauer der herrſchenden
Wetterlage.
Seite 8
Donnerstag, den 28. März 1929
Numme
Taschentücher,
knäule, Tablettdd
3 Marie Weygandt in Talstickerei.
Wilhelminenstr., Heliahaus.
Assssstttsttttsstsssttst
sind die
Rdt
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Fachschule
Frl. M. H.
Verreift
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HHH Uhre Vermählung zeigen an
Stadt-Kapellmeister
Willy Schlupp
und Frau Emm), geb. Heil.
Darmstadt, den 23. März 1920.
Soderstraße 49.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Am Montag Abend entſchlief ſanft nach
langem ſchweren Leiden unſere liebe Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Schweſter
und Tante
Frau
Kainarina Jager
verw. Jöckel
wenige Tage nach ihrem 77. Geburtstag.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſiadt, den 27. März 1929.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. März,
nachmittags 4 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Todes=Anzeige.
Hiermit die traurige Mitteilung, daß heute Nacht
um ½11 Uhr mein lieber Mann, unſer guter Vater,
Großvater, Schwager und Onkel
Schreinermeiſter
nach längerem Leiden ſanft entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Eiſenhauer, geb Götz, Brensbach
Philipp Eiſenhauer, Schreinermſtr., Brensbach
Karl Eiſenhauer, Lehrer, Griesheim b. D.
Martin Eiſenhauer, Lehrer, Langſtadt.
Brensbach, den 21. März 1929.
(5439
Die Beerdigung findet am Karfreitag, nachmittags
3½ Uhr, in Brensbach ſiatt.
Stait Karten.
Allen, die mir bei dem Heimgang meiner
lieben Frau durch wohltuende Anteilnahme zur
Seite ſianden, meinen herzlichſten Dank, ebenſo
für die vielen Kranzſpenden. Insbeſondere
danke ich Herrn Pfarrer Köhler, für die
erheben=
den Worte am Grabe und den Schweſtern
der M rtinsgemeinde, Käthe und Johanna, für
die meiner guten Entſchlafenen erwieſene
liebe=
volle Pfiege.
Jean Hild.
Darmſtadt, Riegerplatz 14.
(5396
Dankſagung.
Allen denen, die ſo herzlichen Anteil
ge=
nommen haben an dem ſchweren Verluſi, der
uns durch den Tod unſerer lieben, teueren
Ent=
ſchlafenen betroffen hat, herzlichen Dank.
Be=
ſonderen Dank Herrn Pfarrer Weigel für die
troſtreichen Worte und Schweſier Greichen für
treue Pfiege.
(5406
Im Namen aller Hinterbliebenen:
Auguſi Ritſert
Nieder=Ramſiadt, den 27. März 1929.
(Statt Karten.)
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Heimgange unſerer lieben,
unvergeß=
lichen Mutter ſagen wir Allen auf dieſem Wege
herzlichſien Dank.
Melanic Fiſcher, geb. Vogel
Walter Fiſcher.
Darmſtadt, den 27. März 1929.
Für die vielen Gratulationen und
Blumenſpenden anläßlich der
Vollen=
dung meines 80. Lebensjagres ſage
ich auf dieſem Wege, da es mir anders
nicht möglich iſt, allen Beteiligten
meinen herzlichſten Dank.
Frau Angelika Schneider
geb. Hahn.
Weiterſtadt, 26. März 1929. (5428
Oeffenfliche Bilke.
Welch edeldenkender Fahrſtuhlbeſitzer
leiht oder überläßt ſeinen gebr.
Fahr=
ſtuhl einer minderbemittelten Familie
deren Vater u. Ernährer ſchon 4 Jahre
uurch ein Rückenmarkleiden ans Bett
ge=
feſſelt iſt? Wiederum naht der
Früh=
ling, und die Hoffnung des
ſchwerge=
prüften Kranken. Gottes herrliche
Na=
tur zu genießen und einige Stunden das
Bett zu verlaſſen, zerſchellen an der
Be=
ſchaffung eines Fahrſtuhles. Angebote
wolle man richten an die (5434
Bürgermeiſterei Etzen=Geſäß.
Brief vom 13. 3.
liegen geblieben,
jetzt Sonntag, 31.,
zur beſtimmt. Zeit.
Lenz. Arheilgen. (
Oſterwunſch!
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„Der gefangene Pfarrer” iſi ein Meiſferſtück geſchichtlicher und politiſcher
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(Mainzer Journal)
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ge=
neigt iſt, einzureißen als aufzubauen, möchte dieſes Buch von jedem, vor
allem von der älteren Jugend geleſen werden.”
(Otto H. Brandt in der „Schönen Literatur”)
„.. iſt formal wie inhaltlich mit geſialtendem Geſchick geſchrieben und hat
vor allem, was ſo vielen hiſioriſchen und modernen Geſchichten mangelt —
eine Seele.”
(Arthur Brauſewetter in der „Tägl. Rundſchau”)
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„Wer Sinn hat für Alt=Darmſtädter Humor, für unverbildetes heſſiſches
Volkstum, wer herzlich lachen will, der greife zu Schneiders Büchern. Die
Gedichte von „Rendner Briehinkel”, die Parodie von Erlkeenig” wird man
ſo bald nicht vergeſſen. Trotz aller Fröhlichkeit ſieckt ein tiefer Kern in
Schneiders Schaffen.”
(Neue Badiſche Landeszeitung)
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ner 87
Donnerstag, den 28. März 1929
Geite 9
Die Heimreiſe des „Graf Zeppelin”.
Parole Heimak!
Friedrichshafen, 27. März.
Graf Zeppelin” am Dienstag abend
Uhr den Rückflug angetreten hatte,
be=
ſch wieder 75 Kilometer weſtlich von
ns etwa 50 Kilometer nördlich von El
der oſtägyptiſchen Küſte. Nachdem
Aſchiff während der Nacht Kurs über das
ſer nordwärts verfolgt hatte paſſierte
Uhr die Inſel Skyros (nördliche
Spo=
v Wie das Luftſchiff mitteilt, wird es
ie urſprünglich vermutet über die
Dar=
gehen, ſondern in Richtung nach dem
ſchen Meer weiterfliegen.
Zweimal über Athen.
Luftſchiff „Graf Zeppelin” befand, ſich
hr nordöſtlich der Inſel Milos und um
ber Athen. „Graf Zeppelin” kehrte zur
mnen Freude um 9 Uhr zurück und über=
Stadt Athen zum zweiten Male. Der
mVerkehr in der Stadt und das geſamte
h Leben ſtand eine Viertelſtunde lang
Aes ſtarrte gebannt auf das Luftwunder.
„Edruck war gewaltig. Das auf der
Akro=
irmmengedrängte Volk brach in
begei=
ohrufe aus.
Kurs nach Nordweſten.
12 Uhr mittags teilte das Luftſchiff
fol=
idr Standort mit: „Quer ab Korfu.”
„Graf Zeppelin” über Raguſa.
Luftſchiff „Graf Zeppelin” befand, ſich
„ülhr über Raguſa.
Das Luftſchiff über Agram.
einem um 22.30 Uhr aufgefangenen
mtnuch hat das Luftſchiff ſoeben Agram
paſ=
rtaid iſt mit Kurs Budapeſt weitergeflogen.
InLien erwartet man das Luftſchiff
zwi=
ein 2 und 1 Uhr nachts.
U n22.55 Uhr hat das Luftſchiff
Kapos=
rei Richtung Budapeſt überflogen.
Haus Friedrichshafen gemeldet wird, traf
„eppelin” etwa um 24.15 Uhr über
Oeſter=
ſchs jauptſtadt
Wien
„Ius Luftſchiff wird gegen 7 Uhr in
Fried=
hahen erwartet.
jichken aus aller Well.
jen gemükliches „Vogelhaus”
„ukareſt. Wer erinnerte ſich nicht an den
milyen Gefängnisdirektor der klaſſiſchen Operette
ntsham Strauß” „Fledermaus”, der Herrn
ſefan ſo nett einlädt, die Freiheitsſtrafe in
nar „Salon” abzuſitzen: „Mein ſchönes großes
atlus, es iſt ganz nahe hier, viel Vögel flattern
iu zus, bekommen frei Quartier . . ." Mitunter
rkta dperetten zur Wirklichkeit: das Bukareſter
M efängnis entſpricht, insbeſondere was das
nd Ausflattern” anbelangt, in der Tat dem
„Fledermaus” beſungenen Ideal von einem
hus. Hatte da der Herr Oberſtaatsanwalt in
tſten Mittagsſtunde auf der belebteſten Straße
/Pareſt einen gewiſſen Herrn Gaetan zu ſeiner
MVerwunderung im offenen Auto vorbeiſauſen
ſſe* der Beamte hatte Grund zur Ueberraſchung,
hnt getan war wegen Mordverſuches an ſeiner Ge=
„riz einer mehrjährigen Kerkerſtrafe verurteilt
rtzn die noch lange nicht abgelaufen ſein konnte.
urt mſchloſſen beſtigg der Staatsanwalt einen
bae ließ ſich zum ſtaatlichen Vogelhaus fahren,
01rlangte den „Gefangenen” Ggetan zu ſehen.
Im Wunſche nicht entſprochen werden konnte,
Urh heraus, daß der Herr Sträfling wöchentlich
erk 5s fünfmal einen kleinen Ausflug
ſtamymen durfte, um ſeine zahlreichen
Freun=
hute zu beſuchen. Ggetan war eben der „ſchöne
Sſ) katy von Bukareſt, und ſeine Gönnerinnen hatten
BImze Aufſichtsperſonal des Gefängniſſes
be=
eſchte ſo daß ſich der Don Juan der rumäniſchen
his tadt ſo gut wie frei bewegen konnte. Er
ab=
ſttn denn auch Rendezvous und Geſchäftsgänge
ſmem Durcheinander; empfing in ſeiner Zelle
eſty von „Klienten” ſowie vornehmen Damen
GuhE ſite nach jeder Richkung hin ſo, a”" befände er
h1. freiem Fuß. Nun platzte die Bombe und der
ſinter, der — wohl nicht ganz unentgeltlich — ein
ſBzgedrückt hatte, wurde ſeiner Stellung
ent=
bhg Im Parlament wird natürlich interpelliert,
ins ahrer Sturm der Entrüſtung entfeſſelt, und
hMvohl — ein anderer Direktor beſtochen. Wie
ſie* un einmal in Rumänien, dem hiſtoriſchen
ſatzt der Skandalaffären, der Fall zu ſein pflegt...
Blick auf Jeruſalem.
Athen.
„Graf Zeppelin” hat auf ſeinem prächtigen Mitttelmeerflug faſt alle hiſtoriſchen Kulturzentren des
Altertums überflogen. Jeruſalem und Athen ſahen mit Bewunderung auf den deutſchen Luftrieſen.
„Abbruch” geſtohlen und
verkaufl.
Daß Gebäude auf „Abbruch” verkauft
wer=
den, kommt häufiger vor, daß ſie jedoch auf.
Ab=
bruch” geſtohlen werden, dürfte wohl ein bisher
noch nicht dageweſener Fall ſein. In Marſeille
hatte ſich Frau Eugenie Dachot nach langem
vergeblichen Drängen des Magiſtrats endgültig
dazu entſchloſſen, ein ihr gehöriges baufälliges
Haus abreißen zu laſſen. Sie beauftragte eine
Baufirma damit und behielt ſich dabei den
Er=
lös aus dem Altmaterial vor. Ehe der Abbruch
beginnen ſollte, reiſte ſie noch einige Tage nach
Paris zu ihren Kindern. Als ſie nach ihrer
Rückreiſe von dem alten Gebäude Abſchied
neh=
men wollte, war dies verſchwunden. Die
Bau=
firma wußte von nichts, etwas mehr brachte die
ſchnell benachrichtigte Polizei in Erfahrung.
Eine Diebesbande, die von dem beabſichtigten
Abbruch Wind bekommen hatte, war eines
Tages mit dem notwendigen Gerüſt verſehen
erſchienen und hatte in aller Oeffentlichkeit das
zweiſtöckige Haus bis auf die Grundmauern
ab=
geriſſen. Das Altmaterial wurde für 12000
Franken verkauft. In drei Tagen war die ganze
Arbeit vollbracht.
* Einer, der ſein Begräbnis ordnel.
Man hat ſchon mancherlei über kaltblütige
Menſchen gehört, die alles für ihren Tod bis in
die letzte Einzelheit vorbereiten, und ſchließlich
iſt ja auch ein Teſtament nichts anderes.
Außer=
dem weiß die Geſchichte von Menſchen zu
berich=
ten, die — infolge eines Irrtums natürlich —
ihrem eigenen Begräbnis beiwohnten. Dennoch
verdient die folgende Geſchichte Beachtung, die
ſich in dem kleinen ungariſchen Ort Hajdunana
abſpielte. Dort ſtarb vor einigen Tagen im
Alter von 81 Jahren der Beſitzer einer jener
Pußtakneipen, die ein Petöfi und ein Lenau
be=
ſangen. Der Alte hatte keine Angehörigen mehr,
und als er den Tod herannahen fühlte, ließ er
den Sarg aus Nußbaumholz. den er ſchon lange
vorher gekauft hatte noch ſchnell etwas
behag=
licher” ausſtatten, berief dann eine
Zigeuner=
kapelle zu ſich, der er im Voraus das Honorar
für das Spielen bei ſeinem Begräbnis auszahlte.
Er beſprach mit dem Primas alle Lieder, die
vorgetragen werden ſollten, und drei Tage
ſpä=
ter war der Kneipwirt tot. Wie er befohlen, ſo
geſchah es, und die Trauergäſte — es waren
viele gekommen — konnten ſo recht den alten
ungariſchen Wahrſpruch nachempfinden, daß der
Magyare jubelnd weinen kann.
ßen den Schützen zur Verzichtleiſtung auf die
Prämie zu veranlaſſen. Iltſcho ließ ſich nicht
darauf ein und beſtand auf ſeinem Recht. Er
* Aliſcho und der Bär.
Der 22jährige Bauernburſche Iltſcho aus
einem kleinen bulgariſchen Gebirgsdorf war
ausgezogen, um den Fuchs zu erlegen, der in
dieſem ſtrengen Winter allabendlich ins Dorf
kam, um ſich ſein Huhn zu holen. Auf dem Gang
durch den verſchneiten Wald ſtieß der junge
Jäger ganz unvermutet auf einen Bären. Die
Gelegenheit war ſelten günſtig. Mit zwei
Schüſ=
ſen wurde Meiſter Petz zur Strecke gebracht. Aus
dem Dorfe holte ſich Iltſcho den Schlitten, lud
den erlegten Bären auf und fuhr zur nahen
Stadt Wratza, um gegen das Bärenfell die
be=
hördlich zugeſicherte Schußprämie von 500 Lewa
einzutauſchen. Kaum in Wratza angelangt,
wurde Iltſcho von der Menge umringt
Poli=
ziſten traten auf ihn zu und führten ihn mit
ſamt ſeiner Beute auf das Gemeindehaus.
An=
ſtatt ihm ſofort die Belohnung auszuzahlen,
ver=
ſuchten die mißgünſtigen Forſtbeamten, zu deren
Obliegenheit es gehört, das Raubzeug
abzuſchie=
hatte den Bären erlegt, ihm gebührte die
Be=
lohnung. St. Bürokratius nahm ſich der Sache
an: der Fall mußte unterſucht werden.
Vor=
läufig nahm man den toten Bären in
Gewahr=
ſam und legte ihn in ein Gelaß neben dem
Ge=
meindearreſt zu allerhand Gerümpel. Am
ande=
ren Morgen erſchien Iltſcho wieder in der Stadt,
zuſammen mit dem Bürgermeiſter ſeines
Dor=
fes, um nachdrücklich die Belohnung zu
verlan=
gen. Man ging zu der „Totenkammer” und war
nicht wenig erſtaunt, den Bären vergnügt
brum=
mend und lebend vorzufinden, wie er eben ſich
an einer Bratwurſt gütlich tat, die er
kunſt=
gerecht aus einem Sack Diebesbeute gekratzt
hatte, den man im gleichen Zimmer
unterge=
bracht hatte. Raſch entſchloſſen gab ein Beamter
aus ſeinem Dienſtgewehr einen wohlgezielten
Schuß ab, der dem Bären endgültig das
Lebens=
licht ausblies. Jetzt iſt ein heftiger Streit
zwi=
ſchen dem Bauern Iltſcho und der Behörde um
die Belohnung entſtanden. Nach dem Geſetz
er=
hält die Belohnung der, der den Bären tötet —
mithin der Beamte. Iltſcho macht dagegen
gel=
tend, daß er den Bären zur Strecke gebracht
habe. Allem Anſchein nach hat er den Bären
aber nur verletzt und betäubt und ihn dann,
ohne es zu wollen, der eiferſüchtigen Behörde
recht bequem zum Abſchuß ins Gemeindehaus
geliefert.
* Walſiſchjäger — ein einkräglicher
berlle.
In den „normalen” Berufen herrſcht ſeit
Jah=
ren eine ſtets zunehmende Arbeitsloſigkeit, und
zu den größten Problemen der heutigen
Men=
ſchen gehört wohl, wie auch unter den
ſchwieri=
gen Verhältniſſen durch möglichſt wenig Arbeit
große Gewinne zu erzielen wären. Jetzt erfährt
man, daß die Walfiſchjagd einen überaus
ein=
träglichen Beruf darſtellt. Vor kurzem kehrte
der Kommandeur der geſamten norwegiſchen
Walfiſchflotte von einer neun Monate langen
Dienſtreiſe heim. Sein erſtes war natürlich, das
Gehalt in Höhe von 130 000 norwegiſchen
Kro=
nen abzuheben. Dann machte er Bilanz; im
Sinne ſeines Vertrages mit der Regierung
kamen ihm für jedes eigenhändig getötete Tier
57 Kronen als Sonderprämie zu. Der Glückliche
beförderte in einem knappen Dreivierteliahr
nicht weniger als rund 300 Walfiſche ins
Jen=
ſeits und erhielt für dieſe ſegensreiche Tätigkeit
weitere 22 500 insgeſamt alſo 155 500 Kronen.
Zu deutſch: beinahe 180 000 Reichsmark, was
einem monatlichen Einkommen von 20 000 Mark
entſpricht Den „Walfiſchoberjäger”, können,
wahrhaftig ſelbſt die Filmgrößen beneiden.
Den=
jenigen, die „geſund” werden wollen, kann alſo
wärmſtens empfohlen werden, ſich dem edlen
Handwerk der Walfiſchjagd zu widmen;
aller=
dings erfordert dieſer Broterwerb eine ganze
Portion tüchtige Arbeit.
* Rabindranakh Tagore als
Theaker=
direkfor.
(k) London. Rabindranath Tagore, der
Dichter=
philoſoph, hat vor einiger Zeit eine
Theatergeſell=
ſchaft gegründet und in Kalkutta eines ſeiner Werke
zur Aufführung gebracht. Es handelt ſich um den
erſten Verſuch, die unverfälſcht indiſche Muſik und
den indiſchen Tanz, über die wir Europäer uns
an=
geblich einen gänzlich falſchen Begriff machen, in den
Rahmen eines künſtleriſch anſprechenden
Bühnen=
ſtückes einzufügen. Tagore hat auch die Muſik ſelbſt
zuſammengeſtellt und leitete die intereſſante
Vor=
ſtellung als Spielleiter und — Kapellmeiſter! Er
gilt in ſeiner Heimat als Reformator der indiſchen
Theaterkunſt und „Forward of Caleutta”, weiſt i
einem begeiſterten Aufſatz darauf hin, daß die
zeit=
gemäßen Beſtrebungen des europäiſchen Theaters
Berührungspunkte mit den ähnlichen Strömungen
des Fernen Oſtens ſuchen ſollten. Der Sohn des
Dichters hat ſich bereits mit mitteleuropäiſchen
The=
ateragenturen in Verbindung geſetzt, und aller
Vor=
ausſicht nach wird man das Theater von
Rabindra=
nath noch im Laufe dieſes Jahres in Deutſchland
be=
grüßen können.
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Donnerstag, den 28. März 1929
Geite 11
Sport, Spiel und Turnen.
18 Sporkprogramm der Oſterwoche.
ſe n ſteht vor der Türe. Allenthalben treffen die Vereine eifrige
ſyrungen für dieſe Feſttage, ſei es, daß ſie ihren Mannſchaften
ſe anſtrengenden und aufreibenden Jagd nach den Punkten durch
unweſſante Reiſe eine beſondere Freude bereiten wollen, ſei es,
Hem heimiſchen Platze zu dem Empfang in= und ausländiſcher
zie genügend gewappnet zu ſein. Einer ganzen Reihe von
Ver=
gn der Oſterhaſe kereits jetzt ſchon ein Geſchenk gebracht. Es
be=
in dem obligaten Verbot, am Karfreitag irgend welche
ſport=
ßttanſtaltungen durchzuführen. Gegen dieſe Verfügung hätte man
Für ſich gar keine Einwendungen zu erheben, fallen doch im
ſes Jahres ſo manche Spieltage aus, ſo daß das Spielverbot
Karfreitag nur wenig ins Gewicht fällt. Wogegen man jedoch
6 Front machen muß, das iſt die unſinnige und unhaltbare Ein=
Der verfügenden Behörden, die in ihrem Verbot die
Leibes=
irgendwelchen Luſtbarkeiten gleichſtellen. Mit dieſer
Ein=
uig verſetzt mau der ganzen Sportbewegung einen Fauſtſchlag ins
ſi rnan bezeugt, daß man trotz aller Aufklärungen durch ſtaatliche
gbſtliche Behörden nicht das geringſte Verſtändnis für die
Auf=
guis Sports beſitzt. Wann endlich gibt es hier einmal eine Aen=
— Da glücklicherweiſe nicht alle Behörden dieſe rückſtändige
zutrg haben, iſt im beſcheidenen Umfange auch am
Karfreitag
Sführung von ſportlichen Veranſtaltungen möglich. So benutzt
im Fußball
egenheit, in der Troſtrunde Nordweſt Saar 05 gegen
F.C. Pdar in Saarbrücken ein Endſpiel austragen zu
Saar 95 hat es am Vorſonntag verſtanden, gegen V.fR.
Mann=
einem überraſchenden Sieg aufzuwarten. Idar dagegen hat
beſſere Leiſtung zugemutet, als ſie in Mainz gezeigt haben.
uß alſo diesmal mit einer Vorausſage des Spielausgangs ſehr
ſein, zumal das Spiel auf dem Platze von Saar 05 ausgetra=
Vielleicht gelingt den Leuten von der Saar ein neuer Sieg.
Geſellſchaftsſpiele"
im Süddeutſchland nur wenige. In Saarbrücken gaſtiert
4Fürth gegen die Sportfreunde Sgarbrücken. Es dürſte dieſes
ſphlire intereſſante Begegnung geben, deſſen Kaſſenerfolg nur durch
4 zotrundenſpiel etwas beeinträchtigt werden wird. Das übrige
zumm ſieht verſ hieden= ſüddeutſche Mannſchaften auf Reiſen. Dazu
hraWacker München, das in Düſſeldorf gegen den Düiſſeldorfer
mA ſpielt. Die Spielvag. Fürth tritt in Köln gegen eine
Köln=
tühner kombinierte Mannſchaft an. Not=Weiß Frankfurt abſolviert
lätaßburg gegen A.S. Straßburg ſein erſtes Spiel auf der
hehreiſe. Berlin verzeichnet das vielverſprechende und
auf=
tiche Treffen des 1. F.C. Nürnberg gegen die Tennis==Boruſſen.
gzn Spielen
im Reich
iert noch das Spiel in Köln von Köln 99 gegen Ilford London
Zeipzig die Begegnung zwiſchen dem V.f.B. Leipzig und
3ar3 Zürich. Erwähnung verdient noch der in Hamburg
ſtatt=
ſnee Kampf des Hamburger S.V. gegen den Raeing Club Gent.
Im Ansland
ueben Rot=Weiß Franffurt der V.ſ.B. Stuttgart, der gegen die
M Etoile Carogge ſpielt.
Der Hockeyfport
üet am Karfreitag den Beginn des Hockeyturniers in Kreuz=
Alußerdem findet der Städtekampf Chemnitz-Magdeburg ſtatt,
5 das Geſellſchaftsſpiel in München des Münhener H.C. gegen
ſſemnitzer BC. einen intereſſanten Sport verſpricht.
Tennis.
dieſer Sportart findet nur die Ausſchußſitzung des Deutſchen
tennisbundes in Berlin ſtatt, auf deren Tagesordnung wichtige
ſtehen.
Im Boxſport
Aien in Aachen die deutſhen Meiſterſchaften der D.A.S. V. 1891.
Ank hiſelben Tage findet in Dortmund die Tagung des Deutſchen
Aulti=Boxverbandes ſtatt.
Turnen
m dem Städtekampf Berlin—Hamburg—Leipzig zu Wort, der in
Lefüz; g ausgetragen wird.
Die Oſterkage.
Am Oſterſonntag
Befte4t unſtreitag wiederum in der Hauptſache
der Fußball
m ſeib. An dieſem Tage finden die Endſpiele um die
ſüd=
leſuſche Meiſterſchaft und Vertretung wohl ein großes
ntaſſe. Es ſpielt in der Runde der Meiſter Boruſia
Neun=
trag gegen Bahern München in Neunkirchen. Trotz des
impo=
nietiden Unentſchieden, das die Bo=uſſen in dem Spiele gegen den
Bſt4 Reckarau erzielen konnten, und trotz der wenig überzeugenden
etſagen der Bahern in Brötzingen wird München als die beſſere
Mklchaft das Spiel zu ſeinen Gunſten entſchieden. In der Troſt=
Fufge Nordweſt holt Neu=Iſenhurg das Spiel gegen Mainz 05
in 19r nz nach. Iſenhurg bedeutet für Mainz einen ſtarken Gegner,
dentk lerwunden ſein will. Auf jeden Fall iſt der Ausgang des Spiels
lofftet
Ein Pokalſpiel
in * Baheriſchen Privat=Pokalrunde muß Bahern Hof gegen
Schwa=
bera Im beſtreiten.
Die Geſellſchaftsſpiele
ſchußerſt zahlreich. In Süddeutſchland ſpielen die Schwaben
Acurg in Neckarau gegen den V.f.L. Neckarau. F.C. Brühl/St.
Da8 trägt ein Freundſchaftsſpiel gegen Tr er 05 in Trier aus. In
Füffurt hat Eintnacht Frankfurt die P eußen Eſſen zu Gaſt.
Im Reich verdienen die Spiele von Aiemannia Aachen gegen Wacker
Munchen in Aachen und von Spielvsg. Köln/Sülz 07 gegen den
1. F.C. Nürnberg in Köln eine beſondere Beachtung. Außerdem
Raifi de e Gernaſlie e ee ue e eſche
Amateurelf zuſammentreffen werden. Ein Turnier m Paris
ver=
einigt den V.f.N. Fürth mit Red Sta= Paris, Etoile Chnux de Fonds
und dem C.A. Paris. Das Turnier in Luxemburg wird vom
Karlsruher FV., Suora Luxemburg, Fola Eſch und A.C. Beerſchotz
beſtritten. Weitere Spiele werden im Ausland vom Freibupger F.C.
in Biel gegen den V.C. Biel, vom VfB. Stuttgaut in Lauſanne
gegen Lauſaune Sports, von Saar 15 Saarbrücken in Solothurn
gegen F.C. Solothurn ausgetnagen, während der A.SV. Nürnberg
eine Fahrt nach Oſtpreußen unternimmt.
Der Oſtermontag
weiſt ebenfalls ein umfangreiches Programm auf. In München wird
das Turniere von München 1870 beendet. Saarbrücken ſieht
die Begegnunn zwiſchen dem VV. Saarbrücken und dem F.C.
Brühl,St. Gallen. In Frankfurt tritt Schwaben Augsburg gegen
die Eintracht au. Damit ſind die Begegnungen in Süddeutſchland
er=
ſchöpft. Dagegen ſpielen noch iu Schalke gegen Schalfe 94 die Elf
des 1. F.C. Nürnberg, während ſih Wacker München den Homberger
S.V./BfR. als Gegner auseruählt hat. Groß iſt die Zahl der
ſüd=
deutſchen Vereine, die ſich an dieſem Tage im Auslande befinden. Außer
Rot=Weiß Frankfurt, Vf.R. Fürth und dem Karlsruher FV., die ſich
an verſchiedenen Turnieren beteiligen, ſehen wir auch Vahern München
in Wien, gegen den Wiener A.C., RSV. Frankfurt ebenfalls in
Wien gegen Vienna Wien ſpielen V.f.B. Stuttgart iſt Gaſt von
Etoile Cauouge, Saar G Saarbrücken tritt gegen den F.C. Biel in
Biel an, und die Stuttgarter Kickers fahren nach Bürich zu den
Grashoppars Zürich.
Im Reich
ſind in Weſtdeutſchland wichtige Entſcheidungsſpiele
angeſetzt. So kämpfen Schwarz=Weiß Eſſen und Schalke um die
Ruhr=
bezirksmeiſtarſchaft und Spogg. Oberhauſen und S.V.
Meide=
rich um die Niederrheinbezirksmeiſterſchaft.
Ausländiſche Mannſchaften
ſind diesmal im Reich ſehr ſtark vertreten. Wir nennen Boldklubben
Kopenhagen, die gegen Holſtein Kiel antreten. M.T.K. Bubapeſt
ga=
ſtiert in Plauen, Chemnitz ud Zwickau. Aebnlich lautet auch die
Reiſeroute von den FA. F. London, die in Plauen, Leipzig und Zwickau
Station machen wollen. Ilford London hat ſich Köln, M.=Gladbach,
Düren und Wiesſaden zum Ziel geſetzt. V.V. den Haag und F.C.
Har=
lem ſpielen in Dortmund und Düſſeldorf. Man ſieht, daß in dieſem
Jahre der Zuſtrom von ausländiſchen Mannſchaften nach Deutſchland
ſich außerordentlich geſteigert hat und viel zur Belebung des
Oſter=
programms beiträgt.
Hockey.
Traditionsgemäß werden in dieſer Sportart die Oſtertage zur
Aus=
tragung zahlreicher Turniere benutzt. Veginnen wir mit dem Turnier
in Bad Kreuznach, das ſich vom 9. März bis zum 1. Aprik
er=
ſtreckt. Insgeſamt 36 Meldungen ſind dazu abgegeben worden. Eine
internatiomale Note trägt das Turnier in Hannoyer, an dem ſich
neben SC. 80 Frankfurt, Club zur Vahr Bremen und den Uhlenhorſter
Klippers auch eine engliſche Mannſchaft beteiligen wird. Dasſelbe gilt
ven dem großen Uhlenhorſter Turnier, an dem ſich hauptſächlich
engliſche Mannſchaften um den Siegespreis ſtreiten werden. Große
Bodeutung kommt auch dem Turnier in Delmenhorſt zu, da dort
bekannte Geutſche Mannſchaften ihre Kräfte meſſen. In letzter Minute
gelang es den beiden Frankfurter Vereinen, ein ſehr gut beſetztes
Tur=
nier zuſtande zu bringen. — Von den ausländiſchen Veranſtaltuugen
intereſſiert vor allem das Oſterturnier in Folkeſtone, an dem ſich der
Düfſeldoufer HC. beteiligen wird. Unter deutſther Beteiligung werden
auch die Europameiſterſchaften im Rollſchuh=Hockeh ausgetragen. Ein
Länderkampf geht in Le Tourquet vor ſich, und zwar zwiſchen
Frank=
reich und Wales. — Geſellſchaftsſpiele ſind nur drei zu
ver=
zeichnen. TSV. Paſing ſpielt bezeits am Samstag gegen den HC.
Chemnitz. Die Nürnberger H6. ſpielt am Sonntag gegen den
Mün=
chener HC. und der HC. Roſenheim hat ſich den HC. Bad Tölz zu Gaſt
geiaden.
Dennis.
In der erſten Runde des Davis=Polals trifft die Schweiz auf
Mongco, das zum erſten Male in dieſen Wettlewerb eingreift. Der
Schauplatz des Treffens iſt Monte Carlo.
Boxen.
Vom 30. März bis 1. April werden in der Dortmunder
Weſt=
falenhalle die Deutſchen Amateur=
Bogmeiſterſchaf=
ten ausgetragen, zu denen 10 Landesverbände insgeſamt ea. 75
Be=
werber entſenden werden. Die Boxmeiſterſchaften des D.A.SB.
werden in der Zeit vom B. März bis zum 2. April entſchieden. Auß
hier iſt mit einer zahlenmäßrg ſtarken Beteiligung zu rohnen.
Schwimmen.
Junadeutſchland Darmſtadt und Weſtfalen Dortmund liefern ſich am
zweiten Oſtertage einen Clubkaupf, deſſen Höhepunkt urſtreitig der
An=
griff d23 Kölner Bruſtſchwimmers Ernſt Budig auf dem Weltrekord im
100 Meter Bruſti hwimmen ſein wird.
Der Radſport.
Ein vielverſprechendes Programm iſt zu regiſtrieren.
Bahn=
pennen werden auf der Olympjahahn Berlin, Braunſchweig, Bremon,
Forſt, Leipzia. Neuß, Magdeburg und Dresden veranſtaltet. Auf der
Bahn von ZürichDerlikon wird Rieger ein Fliegerrennen beſtreiten.
Auf der Straße werden die Straßenrennen um den Großen
Opelpreis von Thüringen und die Fahrt Berlin—Leipzig—Berlin
aus=
getragen. Alle dieſe Veranſtaltungen werden am Oſterſonntag
abgehaltm. Am Oſtermontag ſtehen die Bahnrennen auf der
Rütt=Areng in Berlin, in Frankfurt a. M. und in Hannover auf dem
Programm. An demſelben Tag bringt der V.DR.V. das
Straßen=
rennen Berlin—Wittenberg—Berlin zur Durchführung.
Motorſport.
Neben der Geſellſchaftsfahrt des A. D.A. C. nach Paris und
der Riviera verdient uoch das Motorbahnrennen, in
Mün=
ſter Erwähnung, das den MC. Münſter zu ſeinem Veranſtalter hat.
Im Ausland geht in Breseia das 1000 Meilen=Nennen vor ſich.
Der Pferdeſport.
kommt in einem Galopprennen zur Geltung, das im Saint Clou)
am Samstag veranſtaltet wird. Am zweiten Oſtertag finden auch ſold.
in Dresden, München=Riem und Le Trembleyz ſtatt.
Nachzutragen ſind noch die Veranſtaltungen
im Rugbyſport.
Der Deutſche Meiſter, der Heidelberger RK., ſoſvie der SC. 1890
Frankfurt haben die Mannſchaft der Osforder Guehhounds verpflichtet.
die am Samstag in Heidelberg und am Oſtermontag in Frankfurt ap=
Main ſpielen werden.
Handball.
Nur zwei deutſche Mannſchaften, nämkich der VrR. Mannheim und
Siemens Berlin, fahren ins Ausland. Ihr Ziel iſt Wien, wo ſie ſicg.
an einem Turnier von Vienna Wien beteiligen werden.
Zußhall.
Jugendfußballabkeilung des S. J. 98 Darmſtadl.
Die Leitung der Jugendfußballabteilung der 98er hat ihren
Jugend=
uud Schülermannſchaften für die beiden Oſterfeiertage ein reichhaltigek
Wettſpielprogramm zuſammengeſtellt, das dieſen Mannſchaften
Gelegen=
heit bietet, ſich mit ſtarken Gegnern zu meſſen, und dabei ſolche Gleich
geſinnte kennen zu lernen, denen Bekanntſchaft durch den normalen
Wettſpielverkehr des Durchſchnittsſonntags nicht vermittelt werden kann.
Vornehmlich der Vormittag des zweiten Oſterfeiertags dürſte für dit
Abteilung eine kleine Demonſtration bedeuten, von der nur zu hoffen
iſt, daß ſie auch in propagandiſtiſcher Beziehung glückt, d. h. daß ſie auch
bei der ſonſt nur an den Spielen der erſten aktiven Mannſchaften
in=
tereſſierten Sportöffentlichkeit Intereſſe für die ſportliche Jugendarbeit
erweckt. In zuei unmittelbar aufeinanderfolgenden Spielen tritt die
1a und die 1b Jugendmannſchaft der 98er zu Spielen gegen
Jugend=
mannſchaften von Vereinen, deren große Werbetätigkeit für die
Jugend=
arbeit überall in Deutſchland anerkannt iſt, an. Insbeſondere gilt dies
von dem Gegner der 1a Jugend, der 1. Jugendmamnſchaft des FC.
Bayern München, alſo des Vereins, der in Süddeutſchland die weitaus
größte und wohl auch ſpielſtärbſte Jugendabteilung beſitzt. Aber auch
dem Gegner der 1b Jugendmannſchaft, der 1. Jugendmannſchaft vor
Fortung Magdeburg, geht der beſte Ruf voraus. Von beiden Vereinen
haben die erſten aktiven Mannſchaften ſchon Proben ihres Könnens in
Darmſtadt ſelbſt abgelegt. Wir ſind gewiß, daß die nunmehr zu uns
entſendeten Jugendmannſchaften in dem gleichen Umfange auf ihrem
Gebiete unſeren eigenen Jugenduannſchaften ſtarke und ritterliche
Geg=
ner ſein werden. Der Spielbeginn iſt auf 10½ und 11½ Uhr feſtgeſetzt.
— Soweit die übrigen Jugendmannſchaften der 98er an den Feiertagez
beſchäftigt ſind, weilen ſie auswärts. Während die 3. Jugend zu Vit
toria Aſchaffenburg fährt, ſtellt ſich die 4. Jugend in Wiesbaden der
Jugend des Sportvereins Wiesbaden zum Kampf. Die 1. und 2.
Schülermannſchaft der 98er fahren gemeinſam nach Frankfurt, um ſic)
mit den beiden erſten Schülermannſchaftem der gerade auf dieſem
Gebie=
beſonders rührigen Eintracht Frankfurt zu meſſen.
Unmittelbar nach Oſtern beginnt dann auf dem Sporwlatz aui
Böllenfalltor die
Ferienſportwoche
für die geſamte Darmſtädter Sportjugend, einerlei, ob ſie ſich der
Leichtathletik, dem Fußball oder dem Handball verſchrieben hat. Di
geſamte Darmſtädter ſporttreibende Jugend ſt zu der am
Mittwo=
nach den Feiertagen vormittags 9 Uhr beginnenden, Veranſtaltun
herzlichſt eingeladen, unter der Leitung des Sportlehrers und de
Jugendleiter des Vereins, die durch ältere Aktive der 98er noch unte
ſtützt werden, ſoll einer recht großen Anzabl Schüler und Jugendliche
gleich welcher Schule, vom kleinſten ABC=Schützen bis zum 18jähriger
Gelegenheit gegeben werden, ſich während der Ferien in der freien Natu
auf dem grünen Raſen zu tummeln. Der Sdortverein 1898 rechnet m.
einer recht großen Beteiligung: Koſten entſtehen für die Teilnehm
nicht. Mitzubringen ſind: 1 Pgar Turnſchuhe (oder ſonſtiges leicht
Schuhwerk); Bade= und Sporthoſe, und ein Handtuch, da die Benutzm
der Badeanlagen mit zum Programm gehört. Neben einfachen Lau
Wurf= und Stoßühungen und neben der Gymngſtik, kommen auch
Kampfſpiele zu Wort.
Bolizeiſporkverein Darmſtadt — Alewannia Aache‟.
Wie ſchon am Dienstag an dieſer Stelle mitgeteilt wurde, ſpielt
Polizei am erſten Oſterfeiertag gegen Alemannia Aachen. Der Spi
beginn iſt auf 3 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. Alemannia Aachen ſp'.
in folgender Aufſtellung:
Pelzer
Ernſt 2. — Achten 2.
Achten 1.
Kruſe Bender
Setzer Pontzen. Voſſenkaul 1. Jalobi. Merteus
In dieſer Aufſtellung beſtritt Aachen die Verbandsrunde und
langte in ihrem Bezirk hinter VfB. Aachen an zwveite Stelle. Ein
bekannte Mannſchaften mußten ſich ihrer Spielſtärke beugen, ſo 1
1. FC. Nürnberg mit 11:4, der Kölner Sportklub 99 mit 8:2,
Kölner Polizei mit 6:2, Schwarz=Weiß Barmen mit 7:2, Sportr!
Mülheim mit 5:0 u. n. g. Aus obigen Reſultaten iſt zu entnehm
daß der Polizei am Oſterſonntag ein ernſt zu nohmender Gegner geg
übertritt, ſie wird ſich anſtrengen müſſen, das Spiel für ſich zu
ſcheiden. Wie aus der Mannſchaftsaufſtellung hervorgeht, ſpielen
Alemannig die bekannten Repräſentativen Voſſenkaul 1. und Kru
außerdem ſind in ihr vertreten die ſtändigen Mitglieder der Rhei
bezirksmannſchaft und Aachener Städteelf: Jakobi, Ernſt 2. und Bent
Es iſt mit einem techniſch vollendeten Spiel zu rechnen, deſſen Beſ.
aufs angelegentlichſte empfohlen werden kann. — Vor dem Spiel tref”
ſich um 2 Uhr die 1. Schüler der Polizei und die Schüler von Germa!
Babenhauſen.
Emmm
Veranwornich für Polikt und Wirſchaſt: Rudelf Maupei Ne Feuſleion, Reiſch 114
Ausland und Beſſche Nachrſchten: Max Streeſe; für Spori: Dr. Eugen Buhlmat.
für den Handel: Dr. C. H. Que tſch” für den Schlußdſenſt: Andreas Bauer=
„Die Gegenwark: Dr. Herbert Nette; für den Inſeralentell. Wilv Kublei O.. 4
und Verlag: C. C. Wiitich — ſämiliſch in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht Übernommen.
Die heutige Nummer hat 18 Geiten.
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verplombten Pumpen tanken, Rechnen Sie dazu noch die qualitative
überlegenheit, die SHELL besitzt, dann haben Sie die Gewissheit, das
Maximum für die Sicherheit Ihres Motors getan zu haben.
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Die bayeriſchen Großwaſſerkräfke.
Das Walchenſeewerk. — Produktionsſtand und Ausbau der Mittleren
Jfar. — Vom Bayernwerk.
Das Walchenſeewerk konnte ſich im achten Geſchäftsjahr vom
1. Ofoßer 1927 bis 30. September 1938 in der Bautätigkeit auf
gering=
fügige Unterhaltungsarbeiten an den Stau= und Kanalanlagen
beſchrän=
ken. An Drehſtrom wurden aus dem Walchenſeewerk und aus den
Werken der Mittleren Jſav A.=G. rund 308 Mill. Kw.=Std. an das
Bayernwerk abgegeben. Die Ausnutzung der Waſſerdarbietung konnte
im Berichtsjahre weſentlich geſteigert werden. Es wird beantragt, auf
das A.=K. von 5 Mill. RM. eine Dividende von 4 Prozent zu verteilen.
Die Mittlere Iſar A.=G. berichtet, daß ihre Kraftwerke
Fin=
ſing, Aufkirchen und Eitting praktiſch ſtörungsfrei arbeiteten. Aus den
als Einheit zu betrachtenden Werken der Mittleren Jſar und des
Wal=
chenſeewerkes wurden 308 Mill. Kw.=Std. Drehſtrom an die Bayhernwerk
A.=G. und 107 Mill. Kw. Einphaſenſtrom an die Deutſche Reichsbahn
abgegeben. Der G.=V wird ein Antvag auf weitere Erhöhung des
A.=K. von 9 auf 18 Mill. RM. vorgeſchlagen. Das bisherige
Aktien=
kapital von 9 Mill. RM. wird ebenfalls 4 Prozent Dividende erhalten.
Bei der Bayernwerk A.=G. hat ſich die Geſamtſtreckenlänge
des Leitungsnetzes auf rund 1244 Km. erhöht. Die inſtallierte
Trans=
formatorenleiſtung beträgt zurzeit 433 000 k.=V.A. Die Verſorgung der
Drehſtromabnehmer und der Reichsbahn vollzog ſich ſtörungsfrei. Der
geſamte Drehſtrom= und Einphaſenſtrom=Umſatz unter Einrechnung der
Transport=Energie betrug rund 686 Mill. Kw.=Stunden. Die geſamte
Erzeugung an Drehſtrom und Einphaſenſtrom einfchließlich
Fremdſtrom=
bezug, aber ohne Eigenverbrauch der Kraftwerke, belief ſich auf 535
Mill. Kw.=Stunden gegenüber 452 Mill. im Vorjahr. Im laufenden
Geſchäftsjahr nimmt der Energieabſatz eine befriedigende
Weiterentwick=
lung. Auch bei der Bayernwerk A.=G. ſoll eine Dibidende von 4
Pro=
zent auf das Aktienkapital von 6 Millionen RM. verteilt werden. Die
G.=B genehmigte die Regularien ſowie die vorgeſchlagenen
Kapitals=
erhöhungen. Von den neuen Aktien bei der Mittleven Jſar A.=G.
wer=
den acht Neuntel dem baheriſchen Staat und ein Neuntel der Deutſchen
Reichsbahngeſellſchaft zu pari angeboten.
Der Ausweis der Reichsbank.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom B. März iſt die geſamte
Kapitalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und
Effek=
ten in der vevgangenen Bankwoche um 62,7 Mill. auf 1809,6 Mill. RM.
zurückgegangen. Im einzelnen haben die Beſtände an Wechſeln und
Schecks um 42,3 Mill. auf 1 672,9 Mill. RM., die Lombardbeſtände um
15,4 Mill. auf 43,6 Mill. RM. abgenommen. Beſtände an
Reichsſchatz=
wechſeln ſind nicht mehr vorhanden.
An Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen zuſammen ſind 141,0
Mill. RM. aus dem Verkehr in die Kaſſen der Bank zurückgefloſſen,
und zwar hat ſich der Umlauf an Reichsbanknoten um 132,8 Mill. auf
4033,0 Mill. RM. und der Umlauf an Rentenbankſcheinen um 8,2 Mill.
auf 465,2 Mill. RM. verringert. Dementſprechend und unter
Berück=
ſichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankſcheine in Höhe von 1,7
Mill. RM. getilgt worden ſind, hat ſich der Beſtand der Reichsbank an
Rentenbankſcheinen auf 50,1 Mill. RM. erhöht. Die fremden Gelder
zeigen mit 528,3 Mill. eine Zunahme um 79,7 Mill. RM.
Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen insgeſamt ſind
mit 2 713,9 Mill. RM., alſo um zirka 0,7 Mill. RM. niedriger
ausge=
wieſen; im einzelnen haben die Goldbeſtände um 72000 RM. auf
2 646,9 Mill. RM. zugenommen, die Beſtände an deckungsfähigen
Devi=
ſen um 799 000 RM. auf 67,0 Mill. RM. abgenommen. Die in der
vorwöchigen Beſprechung erwähnte, nach New York beſtimmte
Gold=
ſendung im Betrage von 36 Mill. RM. war bis Schluß der
Rechnungs=
woche noch nicht am Beſtimmungsort eingetroffen und figuriert daher
noch bei den „Sonſtigen Aktiven‟. Die Deckung der Noten durch Gold
allein beſſerte ſich von 63,5 Prozent in der Vorwoche auf 65,6 Prozent,
diejenige durch Gold und deckungsfähige Deviſen von 65,2 Prozent auf
67,3 Prozent.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Preußiſche Pfandbrief=Bank, Berlin. Die Bank legt 6 000 000.—
Goldmark 8proz. Gold=Hypotheken=Pfandbriefe Em. 50, nicht kündbar
vor April 1935, und 4 000 000— GM. ſtaatsmündelſichere 8proz. Gold=
Kommunal=Obligationen Em. 20, nicht kündbar vor April 1933, zu
Vor=
zugskurſen zur Zeichnung auf. Beide Emiſſionen werden an der
Ber=
liner Börſe amtlich gehandelt. Die Notierung der Pfandbriefe an der
Frankfurter Börſe ſteht unmittelbar bevor. Zeichnungen werden in der
Zeit vom 2. bis 16. April d. Js. von allen Banken, Bankfirmen,
Kredit=
genoſſenſchaften, Giro= und Sparkaſſen und von der Bank, Berlin W. 9,
Voßſtraße 1, entgegengenommen, bei denen auch Proſpekte und
Zeich=
nungsſcheine erhältlich ſind. Wir verweiſen auf die Bekanntmachung im
heutigen Anzeigenteil.
Lederwerke Martin Zimmer A. G., Offenbach a. M. Die Geſellſchaft
beruft nunmehr auf den 18. April eine G. V. ein, auf der Mitteilungen
über den Verluſt von mehr als der Hälfte des A.K. gemacht werden
ſollen. Ferner ſoll die G.V. Beſchluß faſſen über die durch das inzwiſchen
eingeleitete Vergleichsverfahren bedingten Maßnahmen. Als
Hinter=
legungsbanken werden Deutſche Bank, Danatbank und Grunelius u. Co.
in Frankfurt a. M. angeſehen.
Dividendenreduktion der Frankfurter Hof=A. G., Frankfurt a. Main.
In der geſtrigen Aufſichtsratsſitzung wurde beſchloſſen, unter Hinweis
auf die wirt chaftliche Depreſſion und die wachſende ſteuerliche Belaſtung
bei erhöhten Abſchreibungen, eine ermäßigte Dividende von 5 Prozent
(im Vorjahre 7) vorzuſchlagen. Die Generalverſammlung findet am
22. April ſtatt.
Kurseinbruch in Wallſtreet. (New York, 2. März.) Das
An=
ziehen des Tagesgeldſatzes auf bis zu 20 Prozent führte im Verlaufe
der heutigen Börſe zu einer Deroute. Die Kurseinbußen erreichten ein
Ausmaß von bis zu 35 Dollar. Erſt in den letzten Minuten konnten
Interventionskäufe eine teilweiſe Erholung herbeiführen. Im
Zu=
ſammenhang mit der Bewegung in Wallſtreet erfolgten auch an den
Warenterminmärkten ſcharfe Preisrückgänge. — Dazu erfahren wir noch:
Die New Yorker Börſe erlebte am Dienstag einen ihrer ſchwärzeſten
Tage. Die Sätze für tägliches Geld ſtellten ſich auf 15, dann 17, und
ſchließlich 20 Prozent. Die Verringerung des Kurswertes der Papiere
in den letzten 24 Stunden wird auf 10 Milliarden Dollar geſchätzt.
Mekallnokierungen.
Die Berliner Metall=Termine vom 27. März ſtellten ſich für
Kupfer: Januar 187,50 (187,50), Februar 187,75 (187,75), März 183
(188), April 187 (188), Mai 185,25 (187), Juni 186 (188), Juli 186,25
(188), Auguſt 187 (188), September 187 (187,50), Oktober 187,25 (188),
November 187,50 (188), Dezember 18775 (188). Tendenz: Klau. Für
Blei: Januar, Februar 54,25 (54,50), März 53 (55), April 53,B (53,75),
Mai 53,50 (55,75), Juni 53,50 (53,50), Juli 53,75 (54,25), Auguſt 53,75
(54) September 54,B (54,25), Oktober, November, Dezember 54,25
(54,50), Tendenz: willig. Für Zink: Januar 55,50 (56,75) Februar
55,50 (57), April, Mai 54 (56), Juni 54,50 (56), Juli 54,75 (56), Auguſt
55 (56), September, Oktober, November 55 (56,50), Dezember 55.25
(56,75). Tendenz: luſtlos. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in
Klammern beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom 27. März
ſtell=
ten ſich für Kapfer (Tendenz; unregelmäßig): Standard p. Kaſſe
9334—93½, 3 Monate 95½—1) Settl. Preis 9334, Elektrolyt 110½ bis
111½, beſt ſelected 103½—1047 Elektrowirebars 111½; Zinn (
Ten=
denz: ſtetig): Standand p. Kaſſe 2205—½8, 3 Monate 22134—222, Settl.
Preis 2203, Banka (inof
Produkkenberichke.
Frankfurter Produktenbericht vom 27 März. Die Stimmung am
rankfurter Produktenmarkt war flau. Die ſchwächeren
Auslandsnotie=
ungen drückten auf die Stimmung, ſo daß Umſätze kaum zuſtande
ien. Die Preiſe wurden wie folgt feſtgeſetzt: Weizen 23,75, Roggen
—23,25, Sommergerſte 24, Hafer inländ. 24,25—24,50, Mais für
Fut=
rzwecke 23,25, Weizenmehl 33—33,75, desgl. niederrhein 32,75—33,25,
oggenmehl 30,25—31,25, Weizenkleie 14 und Roggenkleie 15—15,25.
Frankfurker und Berliner Effektenhörſe.
Frankfurt a. M., 27. März.
Trotz der ſtarken Kurseinbrüche und des ſehr hohen Geldſatzes von
20 Prozent an der geſtrigen New Yorker Börſe war die Stimmung
freundlich. Die Kursſteigerungen wurden aus dieſem Grunde jedoch
etwas eingedämmt. In Spezialwerten konnte ſich wieder recht lebhaftes
Geſchäft enwickeln, da Auslandsorders, hauptſächlich von Frankreich
und Amevika vorgelegen haben. Auch die Spekulation und
verſchiedent=
lich das Privatpublikum beteiligten ſich am Geſchäft und nahmen
Deckun=
gen vor. Dem ſonſt gefürchteten bevorſtehenden Zahltag wurde keine
Bedeutung beigemeſſen, da wieder die ſtarke Beteiligung des
Aus=
landes am Börſengeſchäft ausſchlaggebend war. Im Vordergrunde
ſtan=
den vor allem Vereinigte Glanzſtoff mit plus 18 Prozent. Bei den
übrigen Märkten kam die allgemeine Feſtigkeit bei der erſten
Kursfeſt=
ſetzung nicht voll zum Ausdruck und gegenüber der geſtrigen Abendbörſe
gingen die Gewinne kaum über 1 Prozent hinaus. Am Elektromarkt
waren noch Chade mit plus 4½ Mark und Gesfürel mit plus 4½
Pro=
gent ſtärker bevorzugt. Bergmann mit plus 2½4 Prozent, Schuckert mit
plus 1½ Prozent konnten ihre Aufwärtsbewegung fortſetzen.
Auch im Verlaufe ſetzte ſich die Aufwärtsbewegung fort. Es traten
erneute Erhöhung bis zu 3½ Prozent ein. Die Tendenz war weiter
feſt. Vermehrtes Intereſſe wandte ſich jetzt den Chemiewerten zu. J. G.
Farben konnten 4 Prozent gewinnen. Bäi den übrigen Mänkten waren
die Erhöhungen etwas geringer. Als ſich jedoch Realiſationsneigung im
Verbindung mit Gewinnſicherungen bemerbbar machte, unterlag die
Kursgeſtaltung Schwankungen. Verluſte ſtellten ſich nur in ganz
ge=
ringem Ausmaße ein, zumeiſt blieben aber die Kurſe gehalten.
Tages=
geld war mit 6½ Prozent angeſponnter. Am Deviſenmarkt nannte man
Mark gegen Dollar 4.953, gegen Pfunde 20,4650. London — Kabel
4,8535, Paris 124,19, Mailand 92,69, Madrid 32,05, Holland 12,11.
An der Abendbörſe war das Geſchäft im allgemeinen ſtill.
Die bevorſtehende mehrtägige Unterbrechung des Börſengeſchäfts durch
die Feiertage mahnte zur Zurückhaltung. Außerdem hegte man
Be=
fürchtungen hinſichtlich der Auswirkungen der New Yorker
Geldverſtei=
fung. Auf Realiſationen der Kuliſſe ergaben ſich verſchiedentlich kleine
Kurseinbußen gegen den Berliner Schluß. Kaliaktien, Reichsbank,
AEG. und Siemens gaben bis 2 Prozent nach. Auch JG. Farben lagen
etwas niedriger. Etwas anziehen konnten dagegen wieder Mansfelder.
Im übrigen waren die Kurſe meiſt knapp gehalten.
Berli, N. März.
Im Gegenſatz zum Auslande hatte die heutige Berliner Börſe feſte
Tendenz. Vormittags war man allerdings auf die Ereigniſſe in
Wall=
ſtreet hin etwas unſicher geworden, und beſonders der hohe
Tagesgeld=
ſatz, der im freien Markte bis auf 25 Prozent geſtiegen war, hatte
Be=
ſtürzung hervorgerufen. Nach vorliegenden Anſichten amerikaniſcher
Bankiers hat der geſtrige Kurseinbruch den Markt drüben aber kräftig
gereinigt, und die Gefahr einer Diskonterhöhung vorläufig beſeitigt.
Zu der freundlichen Stimmung trugen noch beſſere Nachrichten vom
Arbeitsmarkt und ein für die dritte Woche als gut zu bezeichnender
Reichsbankausweis bei. Dieſer konnte eine Geſamtentlaſtung von rund
140 Millionen aufweiſen. Nach den erſten Kurſen zunächſt etwas leichter,
ſetzte ſich ſpäter eine neue Aufwärtsbewegung durch. Dieſe nahm ihren
Ausgang vom Markte der J. G. Farben, an dem anſcheinend ſtärkere
Deckungen vorgenommen wurden. Auch ſpielten günſtig beurteilte
Neuigkeiten aus Paris bei der Tendenzgeſtaltung eine größere Rolle.
Weitere Kursgewinne von 2 bis 3 gegen den Anfang waren keine
Sel=
tenheit. J. G. Farben, Bemberg, Conti Caoutſchue ſprunghaft höher.
g. c. 6....."
Baſalt . ..
Beramann:
Berl. Hand.=Geſ.
Braunkohl. Brikettsl 167.75 168.
Bremer=Wolle".
Danatbank ..
Teutſche Bank
Liskontogeſ. .
Tresdner Bank.
Leutſche Erdöl:
123.75 1124.25 Orenſtein ..
Polyphon ..
Teutſche Vetroleuml. 71—721 74.—
117.50 /119.— Rütgerswerke
Tynamit Nobel
172.— 175.— Sachſenwerke
Eleltr. Lieferung
J. G. Farben
250.25 1255.50 Siemens Glas
Gelſenk. Berg.
129.25 130.50 Ver. Glanzſtoff
Beſ. f. elektr. Untern / 234.— (244.— Ver. Stahlwerke
Han. Maſch.=Egeſt.
48.— 48.75 ] Bolkſtedter Porzella
Sanſa Dampfſch. /166.— 167.— Wanderer Werke:
Hapag.
Wiſſner Metall:
121.75 122.
Harpener
135.50 137.— Bittener Gußſtahl
280.— 1282.—
Hemoor Zement
*) Die 3 Kaliwerte verſtehen ſich exkl. Bezugsrecht.
Deviſenmarkk.
Helſingfors.. .
Wien.. .
Prag...
Budapeſt.
Sofia ...
Solland ..
Cslo ...
Kopenhagen.:
Stockholm".
London",
Buenos. Aires
New York ..."
Belgien ....
3.
Brief
k22.06 ſ22.10
*1.18
81.86
1.878
0.498 0.500
7.411
3.92
5.475
2.065 2.069
4. 199
4.294
In der Berichtswoche vom 18. bis 23. März hat der ſchwer
Arbeitsmarkt eine ſpürbare Erleichterung erfahren. Sie war al
in den ländlichen Bezirken, die ſonſt zuerſt den Frühjahrsa m
tragen, geringer als in den größeren Städten. Auch die einzeln
desarbeitsamtsbezirke waren ungleich beteiligt. Als Grenzfälll
ſich Oſtpreußen, in dem die Zahl der Hauptunterſtützungsempfi
rund 600 fiel, und Weſtfalen, in dem ſie um 22 000 zurückgirg
über. Man kann alſo annehmen, daß demnächſt die Wirkungen
gewöhnlich ſtrengen Froſtes überwunden ſind und daß die „
jahreszeitliche Entlaſtung noch kaum begonnen hat.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
* New York, 27. März. (Prib=
Kaffee: Der Markt tendierte heute ſtetig auf Deckungen un
der Kommiſſionäre angeſichts der feſteren braſilianiſchen Mi
zumal das Angebot ſich in engen Grenzen hielt. Vorübergeher.
ſationen vermochten den feſten Grundton nicht zu ändern.
Zucker: Am Rohzuckerterminmarkt zeigte ſich heute ein ſten
terton, da alles aus den umfangreichen Liquidationen und Sit
verkäufen kommende Material ſchlank Aufnahme fand.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 27.
Getreide: Weizen, März 116½, Mai 120½, Juli 124
tember 125½; Mais, März 905, Mai 93½, Juli 96½
März 45, Mai 46, Juli 45½; Roggen, März 103½, Mo
Juli 10434.
Fette: Schmalz, März 12, Mai 12,15, Juli 12,525,
ber 12,85; Rippen, Mai 13,45, Juli 13,775; Speck loc)
leichte Schweine 11,25—11,85, ſchwere Schweine 11,25.
Schweinezufuhren Chicago 15 000, im Weſten 85 000.
Chicago Baumwolle: März 20, Mai 20,04.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 27
Getreide: Weizen, Rotwinter 146½, Hartwinter 1327
neu ang. Ernte 105½; Mehl ſpr. wheat clears 5,60—6,
nach England 1,6—2, nach dem Kontinent 8—10.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,78; Talg extra loſe
Kakao: Tendenz kaum ſtetig, Umſätze in lots 372, Io/
April 10,15, Mai 10,23, Juni 10,64, Juli 10,67, Augut
September 10,99, Oktober 11,06, Dezember 10,94.
Biehmärkke.
Darmſtädter Viehmarkt vom 27. März. Aufgetrieben wi
Kälber, 5 Schafe, 7 Ziegen. Die Preiſe ſtellten ſih für Kälkn
bis 80, b) 67—73, c) 60—36 Pf. pro Pfund. Marktverlauf:
geräumt.
— Pferdeausſtellung und Pferdemarkt in München. Am 12.
14. April findet in den Hallen des Städtiſchen Viehhofes und
Schmellerhalle der große Münchener Frühjahrspferdemarkt, vart
mit einer Ausſtellung bayeriſcher Zuchtpferde, einer umfaſſenden
prämiierung und einer Pferdeverloſung ſtatt.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
An der Berliner Börſe wurde heute die Notiz für Privn
um 1/. auf 6½ Prozent für beide Sichten erhöht.
Die Lohnverhandlungen in der chemiſchen Induſtrie des lich
rechtsrheiniſchen Gebietes von Köln (mit Ausnahme des Stadd
Köln) bis Adernach ſind geſcheitert. Die Arbeitnehmer fordend
allgemeine Lohnerhöhung, nicht nur die Verſetzung einzelner
höhere Klaſſen. Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen as
meinen wirtſchaftlichen Gründen ab.
Die deurſche Produktion von Original=Hüttenweichblei einſy
kleinerer Mengen Hartblei ſtellte ſich, wie der Geſamtausſchuß zu
rung der Intereſſen der deutſchen Metallwirtſchaft, Berlin, au uem nm
von Berechnungen des Statiſtiſchen Bureaus der Metallgeſell / UMe
Frankfurt a. M. mitteilt, im Februar 1929 auf 7351 To. gegen
im Januar.
Die Continental Caoutchouc= und Guttapercha=Compagnie,
ver, hat bezüglich der Herſtellung ihrer Regenmäntel mit impräu
Stoffen eine Arbeitsgemeinſchaft mit der Firma Spicker u. Zeu
Berlin getroffen.
Die Reiſe= und Verkehrsgruppe der diesjährigen Frankfurtel
jahrsmeſſe — 14. bis 17. April — wird zum erſten Male auch vor
reich beſchickt ſein. Das Bundesminiſterium für Handel und
dem die ſtaatliche Fremdenverkehrsförderung obliegt, ſtellt ein
geſchmackvolle Wanderkoje aus.
Geſtern nachmittag ſind die Arbeiter von drei Wiener Aud
fabriken in den wilden Streik getreten. Es handelt ſich um 170
ter. Man rechnet damit, daß in den allernächſten Tagen, vielleiy“
morgen, die Arbeiter der anderen großen Wiener Automobi
ebenfalls in den Streik treten.
Wie aus Amſterdam berichtet wird, hat die Margarine=Un
Großhandelspreiſe für die billigeren Margarineſorten um 8 Cch
Kilogramm für den holländiſchen Markt erhöht.
Die elſäſſiſche Kaliproduktion ſtellt ſich für den Monat Febr,
28 450 To. Rohſalz K20 (32 024 To. im Januar) und auf 12360
Tonnen Chlorkalium.
Surmftädter ans Haridnatbant, Kommanongefeafcaftauf Aitien, Bürunn
Frankfurter Kursbericht vom 27. März 1929.
6% Dtſche.
Reichs=
anl. b. 27.... .
6% Baden
Frei=
ſtaat v. 27.....
6% Bahern
Frei=
ſtaat v. 27 .....
2% Heſſen
Volks=
ſtaat v. 28....."
6% Preuß.
Staats=
anl. v. 28......
6% Sachſen
Frei=
ſtaat v. 27.
72
ThüringerFrei=
ſtaat v. 27.
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſungsſch. * I.
Ablöſungsant.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ungsſch. Neub.)
Dtſche.
Schutzge=
bietsanleihe. . ..
8% Bad.=Bad.v. 26
6% Berlin v. 24...
89 Darmſtadt v. 26
v. 28
20
79 Frki. a. M. v.26
8% Mainz v. 26.
885 Mannh. v. 26,
82 Nürnber 26
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablö ſ.-Anl.
* Ausl. Ser.
* „ Ser,II
8% Ber . Hhp.=Bf.
8% Frkf. Hhv. Bk.
½%r Lig. Pfbr.
8% „ PfbrBk.:
4½%rr Lig.Pfbr.
87.4
76.75
79.4
90
91.4
83.75
53.7
12.65
Al.
93.5
86.8
92.25
94
97.5
98
78.25
98
79I,
Ra
4½% Heſ. Lds. Hp.
Bk.,Ligid. Pfbr.,
18½ Kom.
Landes=
bank Darmſtadt.
18% Mein. Hyp.Bk.
4½% „ Lig. Pfbr.
8% Pfälz. Hyp. Bk.
8%0 Preuß. Ztr.=
Stadt ſchaft. .
8% Rhein. Hyp.=Bk
14½% Lic.=Pfbr.
8‟ Rhei.=Weſtf.
Bd. Cred
18%0 Südd. Bod.=
Cred.=Bant....
8% Württ. Hhp.=B.
6% Daimler Benz
von 27.......
8% Klöckner=Werke
Berlin v. 26...
7%0 Maintrw. v. 26.
7% Ver. Stahlwke
mit Opt. v. 26.
8%0 VoigtcHäffner
von 26 ..
J. G. Farben Bondsl
v B.........
5% Bosn. L. E. B.
v. 1914 .... ....
/.%0 Oſt.
Schatz=
anw. v. 1914 ..
4% Oſt. Goldrente
4).% Rum. Gold
von 1913 ......
420 Türk. Admin.
42 „ 1.Badgad
48 „ Zollanl.
4I. % Ungarn 1913
97.25
88
75.5
93.9
98
76.5
97.75
97
97.75
81
97.5
98.5
95.1
73.25
82.5
93.25
137
41/,% Ungarn 1914/ 26.5
Goldr., 24.6
42
Aktien.
Allg. Dt. Creditanſt.
Bk. f. Brauinduſtr.
Berl. Handelsgeſ.
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nt.=Bk.
Deutſche Bank...
Eff.=u.
Wechſel=
bant .........!
Vereinsbank".
Diskonto=Geſell ſch.
Dresdener Bank ..
Frankf. Bank. . . . .
Hyp.=Bk.
Pfdbr.=Br.
Gotha. Grundkr.
Mein. Hyp.=Bank.
Mitteld. Creditbr..
Nürnb. Vereinsbk.
Oſt. Creditanſtalt.
Pfälz. Hyp.=Ban!.
Reichsbank=Ant. „I.
Rhein. Creditbl. „
„ Hyp.=Bank...
Südd. Bod.-r. Bk.
Wiener Bankverein
A.=G. Bertehrsw
Dt. Eiſenb.=Geſ..
7%0 Dt. Reichsbahn
Vorzge.
Hapag ....
Nordd. Llohyd ....).
Schantung=Eiſenb.
Südd. Eiſenb.=Geſ.
1u1
199
288
177
123
102
157.75
171.5
105.5
143
157
135
144
189
D
Baſt Nürnberg ...
Bergm. G. Werke
BrownBroverickCiel!
Brüning & Sohn..
Buderus Eiſen .
Cemen: Heidelberg
Karlſtadt/1
Chem.WerkeAlbert.
Chade ..........
Daimler=Benz....
Dt. Atl.=Telegr.. . .
Eiſenh. Berlin.
Erdöl”
Gold= u. Silb.=Anſtalt.
Linoleumwerk.
zu.
34.4
155
323.75
120.5
203.5
173.75
169
Accum. Berlin. ...
Adlerw. (v. Kleher
6% AEG. Vorzu
5½
Eichbaum, Brauer.
Elektr. Lich u. Kraft
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230
152
109.5
78
147.25
176
112
61
128
... /125.5
170.75
358.5
300
176
43.25
225
1257
83
146
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103
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138.5
90.5
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21.1
152
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Zellſtoff. Aſchaffbg.
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Allianz u. Stuttg.
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Frkft Allg. Verſ.=G.3
Frankona Rück= u.
Mitv. ...."
Mannh. Verſich. .5
82
Donnerstag, den 28. März 1929
ein 6-Cylinder von individuellem Geschmack.
Besichtigen Sie die Ausstellung aller Typen im
Stadt-
gartensaal in Stuttgart vom 29. März bis 4. April.
IV 5415
Einige
Generalvertreter-
bezirke sind noch frei.
Otto Kühn, Halle /Saale• Fabrik für Kraftfahrzeuge.
olbend Biink
Aurapital und Reserve 240 Müllionen Reichsmark
Bllanz am 31. Dezember 1928
Aktiva
WKremde Geldsorten und fällige
Ft= und Dividendenscheine ..
Hen bei Noten- und
Abrech-
ugsbanken . .
Fes-1 und unverzinsliche
Schatz-
iw isungen .."
Besuthaben bei Banken und Bank-
Itan
Hris und Lombards gegen
börsen-
hige Wertpapiere
Wlässe auf verfrachtete oder ein-
Mzzerte Waren.
Wertpapiere ..."
ſti-ung an Gemeinschafts-Ge-
3 ten
.
Hreide Beteiligungen bei anderen
Hu.en und Bankfrmen . . .
iner in laufender Rechnung.
istige Dollar-Vorschüsse.
H bände .. . .. .. ..
izer Grundbesitz . . . . .
Nin .........
gemgsposten der eigenen Stellen
Fzeinander . ..
Bikkapital
Kle..."
Passiva
iger in lanfender Rechnung ..
ſege ..
MÜollar-Darlehn, fällig 1. 9. 1932
sad bene Dividende . .
irg von Siemens-Wohlfahrtsfond
Hi-teilung verbleibend, Uberschng
Reichsmark
38 830 968/80
57,048,405/51
672,470,49919:
241,197,171/01
157,541,331/61
317,364,540/53
1.484,452,91739
35,000,000—
38,000,000—
25,873,301156
1.186,041.000/79
104 450,000 —
42,500, 000 —
2,500,000 —
1
480,017191
2.919,297,238/65
Reichsmark
150,000,000—
77.500,000 —
227,500,000—
2,453,891,035/46
104,846, 177 03
105,000,000 —
133,259/80
2,138,6411—
25.,788,125/36
2,919,29 7,238/65
DISCONTO-GESELLSCHAFT BERLIN
Bankmäßige Geschäfte jeder Art
Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland
Bilanz am 31. Dezember 1928
Aktiva
Kasse, tremde Geldsorten und ſällige Zins-
und Diridendenscheine
Guthaben bei Noten- und
Abrechnungs-
banken.
Schecks, Wechsel und unverzinsliche
Schatzanweisungen
Nostroguthaben bei Banken u. Bankärmen
mit Fälligkeit bis zu drei Monaten
Reports und Lombards gegen
bärsen-
gängige Wertpapiere.
Vorschüsse auf verfrachtete oder
ein=
gelagerte Waren.
Eigene Wertpapiere
Konsortial-Beteiligungen
Beteiligung bei der Norddeutschen Bank
im klamburg:
Beteiliguns bei dem 4. Schaathausen schen
Bankverein 4. G.
Dauernde Beteiligungen bei anderen
Banken und Bankfrmen ..
Schuldner in laufender Rechnung
Einrichtung
Bankgebände
....
Sonstige Liegenschaften .. . .
Besondere Reserre . . .RMl. 3000000 48 000 000 — 50 624 223 437 013 9301 02
Gläubiger . 139 521 522 10287 481 9 Noch vieht absehobene 228 298 490
984 772550
12840 221 42
23
34 der früheren Jahre
10% Gewinnanteil auf RM 135000 000
Kommandit-Anteile
Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats 77 022
13 500 000
656 756
219 837 90
57 32 787 858 34 Vebertrags auf neue Rechnung 12000 000 25 000 0001 — 84 367 913
564 181 784 50
94 32 341 820 5360 950 t 708 653 009 34 70 88 069 3 O —R pe
Gewinn- und Verlust-Rechnung 1928
H Verwaltungskosten einschlieſtlich Gewinn- Vortras aus 1927 217 674/ 14 beteiligung der Geschäftsinhaber, Direk- Efekten 8687 619/ 55 toren, Prokuristen und Angestellten. 47 826 173 03 Prorision 31 018 298 13 Stenern 8052 588 53 Wechsel und Zinse 30 124 536 12 Zu verteilender Reivgevinn .. 15 376 5341 Beteiligung bei der Morddeutschen Bank m Hamburs 1200 000 Beteiligung bei d. 4. Schaaffhausen schen Bankverein A.-G. 2500 000 Dauernde Beteiligungen beei anderen Banken und Bankärmen . 2 507 227 97 73535f9I 71255 355/ 91
W.5437
Junge Mädchen
BGewinn- und Verlust-Rechnung
am 31. Dezember 1928
Soll
Mlungs-Unkosten . . . . ..
m und Abgaben . . . . . .
ekhrtseinrichtungen, Pensionen
WAbfindungen, sowie
Versiche-
mesbeiträge für die Beamten".
Inteibungen auf Bankgebände" .
„ sonst, Grundbesitz
„ Mobilien ..."
esteilung verbleibend, Überschns
Haben
tag aus 1927.
hu und Wechsel
Uhren ..
eu und Zinsscheine
M.piere.
fischafts-Geschäfte
rn de Beteiligungen.
Beichsmark
82,139,949/3
13,740, 137/
8,016.455
85,411
9,243
223,429
25, 788,125
130,002, 752/22
Reichsmark
1,912,996/
50,001,5811
72,057,011/
750,350
1,500,000—
1,500,000.
2,280,812/4
ält. Dame
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nientnerin.
rhr eine
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löpel vorh.
O. 142
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schlafen können, sollen dem Rat des
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das von der Wissenschaft anerkannte
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Nach dem Brand der „Europa‟.
Hamburg. Nachdem der Brand auf der
„Europa” gelöſcht iſt, beſchäftigt man ſich mit der
Frage, wie das Schiff auf die ſchnellſte Weiſe
wieder=
hergeſtellt werden kann. Hierüber ſind gegenwärtig
ſeitens der Werft und der Direktion des
Norddeut=
ſchen Lloyd Erwägungen im Gange. Wie verlautet,
ſoll bereits in der nächſten Woche mit den
Wiederauf=
bauarbeiten begonnen werden, die vorausſichtlich vier
bis fünf Monate in Anſpruch mehmen dürften. Ueber
die Urſache des Brandes herrſcht nach wie vor völlige
Ungewißheit, und ob es bei der Gigenart der
Brand=
ſtätte möglich ſein wird, ſie überhaupt zu ermitteln,
ſteht dahin. Die polizeilichen Erhebungen ſind noch
nicht abgeſchloſſen. Der Schaden, der bis zu 40
Mil=
lionen geſchätzt wurde, wird jetzt mit etwa 20—25
Millionen angenommen, da, wie bereits gemeldet, die
wertvollen Keſſel= und Maſchinenanlagen vom Feuer
verſchont geblieben ſind und die
Einrichtungsgegen=
ſtände für die Kabinen und die Geſellſchaftsräume
ſich noch nicht an Bord befanden. Als beſonderer
Glücksumſtand wird bezeichnet, daß 50 Tonnen Oel,
die in einem Tank im Hinterſchiff gelagert waren,
nicht explodiert ſind.
Die engliſche Preſſe zum Brande der „Europa”.
London. Alle Blätter bringen ausführliche
Be=
richte über die Kataſtrophe, die dem deutſchen
Damp=
fer „Europa” betroffen hat. „Daily Chronicle”
ver=
weiſt in einem Leitartikel darauf, daß deutſcherſeits
gehofft worden ſei, das Schiff werde den von der
„Mauretania” gehaltenen Ozeanrekord überbieten,
Das Blatt ſagt: Es iſt Sache der Engländer, als
gute Sportsleute ihr Bedauern und ihr Beileid
aus=
zudrücken. — Die „Morning Poſt” ſchreibt: In
engliſchen Schiffahrtskreiſen wird viel Sympathie für
Herrn Stadtlander vom Norddeutſchen Lloyd
emp=
funden werden, der beim Bau der „Europa” und
ihres Schweſterſchiffes „Bremen” eine ſo
hervorra=
gende Rolle ſpielte. Man befürchtet, daß der Brand
dem Londoner Verſicherungsmarkt einen ſchweren
Verluſt zufügen wird, denn von zuverläſſiger Seite
verlautet, daß die „Europa” für nicht weniger als
3 Millionen Pfund Sterling verſichert war. Die
Schnelligkeit, ſo heißt es in dem Blatt weiter, mit
der ſich das Feuer ausbreitete, und die Machtloſigkeit
der Feuerwehr und Dockarbeiter hat das Publikum in
Erſtaunen geſetzt. Die Sachverſtändigen ſind ſich aber
klar, daß in dem Bauſtadium, in dem ſich die „
Eu=
ropa” gerade befand, die Schwierigkeiten für die
Löſcharbeiten nahezu unüberwindlich waren.
Die „Europa” mit 44 Millionen verſichert.
Wie der „L.=A.” mitteilt, iſt die „Europa” ſchon
für die Zeit des Baues auf dem Wege der
Transport=
verſicherung unter anderem auch gegen Feuer= und
Exploſionsgefahr verſichert worden. Die Verſicherung
läuft unter Führung deutſcher Geſellſchaften
haupt=
ſächlich in Deutſchland und zum Teil in England.
Faſt alle deutſchen
Transportwerſicherungsgeſellſchaf=
ten ſind beteiligt. Die Geſamtverſicherungsſumme
be=
trägt zur Zeit 44 Millionen RM.
Schweres Brandunglück in einem däniſchen
Hafen.
Horſens. In der Nacht zum Mittwoch gegen
2 Uhr entſtand im Mannſchaftsraum des 4000
Ton=
nen großen, im hieſigen Hafen vor Anker liegenden
ſchwediſchen Dampfers „Etna” Feuer. Von den
14 Mann der Beſatzung gelang es nur elf, die ſteile
Treppe hinaufzukommen. Die übrigen drei wurden
von den Feuerwehrleuten, als es dieſen nach etwa
zweiſtündigem Kampfe mit den Flammen gelang, des
Feuers Herr zu werden, im Mannſchaftsraum als
ſtark verkohlte Leichen gefunden. Sämtliche
Ver=
brannten ſind Schweden. Ein Heizer hat ſchwere
Brandwunden erlitten und liegt im Städtiſchen
Krankenhaus in bedenklichem Zuſtande darnieder,
* Wozu noch Frauenabteile?
Paris. In Frankreich regt ſich ſeit einiger
Zeit eine laute Kampagne, die ſich die Abſchaffung
der Frauenabteile in den Eiſenbahnen zum Ziel
ge=
ſetzt hat. Und zwar ſind es beſonders Vertreterinnen
des ſchönen Geſchlechts, die dieſe Forderungen
er=
heben, prominente Damen der Geſellſchaft, der Bühne
uſw. Eine bekannte Schauſpielerin auch iſt es, die
in einer großen franzöſiſchen Zeitung dieſe
Forde=
rung formuliert und begründet. Allerdings nennt
ſie dabei nicht ihren Namen, wahrſcheinlich, weil ſie
mit einer geradezu erſchreckenden Offenheit über die
Pſyche ihrer reiſenden Geſchlechtsgenoſſinnen ſpricht.
Man lieſt da z. B. nette Wahrheiten, wie die
folgen=
den: „Auch während einer Reiſe legt die moderne
Frau abſolut keinen Wert darauf, mit Genoſſinnen
ihres eigenen Geſchlechts zuſammen in einem Raum
eingeſperrt zu ſein. Auch auf der Reiſe ſuchen wir
den Mann! Wir fürchten uns nicht mehr vor dem
ſtärkeren Geſchlecht. Man kann im Eiſenbahnzuge
eine Dame noch ärger beleidigen als dadurch, ſie ſtark
zu fixieren, nämlich dadurch, ſie nicht zu fixieren!
Eine galante Huldigung nicht gerade von Angeſicht
zu Angeſicht, aber etwa auf dem Umwege über die
ſpiegelnden Fenſterſcheiben, das iſt das, was wir am
meiſten ſchätzen! Aber es ſind nicht nur dieſe leiſen,
holden, erotiſchen Dinge, die uns die Frauenabteile
als eine lächerliche, rückſtändige Einrichtung erſcheinen
laſſen; ich will ehrlich ſein: auch der
Selbſterhal=
tungstrieb ſpricht da ein bedeutendes Wort mit. Es
iſt ja allbekannt, daß die bei einem Zugzuſammenſtoß
am meiſten gefährdeten Wagen die vorderſten und
die hinterſten ſind, und ſeit man das weiß, drängen
ſich alle Reiſenden, gleich, ob ſie Kommuniſten oder
Fasciſten ſind, im Zentrum des Zuges zuſammen.
In dieſem Zentvum wird daher auch ſtets die
mo=
derne, in ihr eigenes Daſein verliebte Frau zu finden
ſein. Dort findet ſie in allen Gefahren männlichen
Schutz. Und was ſchadet es, wenn dieſer auch mal
die platoniſchen Grenzen überſchreitet?” — Das iſt
ſicher offen geſprochen. Wie heißt’s doch in dem alten
Liede?: „Nachtigall, ich hör” dir laufen!"
Die Durchführung der Prohibitionsgeſetze.
New York. Die Zeitungen teilen einen neuen,
bezeichnenden Fall von Ueberſchreitung der
Macht=
befugniſſe der Prohibitionspolizei mit. In der Stadt
Aurora im Staate Illinois drangen die
Polizeiagen=
ten in eine Wohnung ein, in der ſie alkoholiſche
Ge=
tränke vermuteten. Da der Wohnungsinhaber ſich der
Hausſuchung widerſetzte, wurde er mit einem Knüppel
niedergeſchlagen. Als ſeine Frau darauf proteſtierte,
wurde ſie kurzerhand durch einen Revolverſchuß
ge=
tötet. Der neunjährige Sohn wurde ebenfalls
nie=
dergeſchlagen und mußte ebenſo wie ſein Vater
ſchwerverletzt nach dem Krankenhaus gebracht werden
mer 82.
Beich und Ausland.
in großer Betrüger feſtgenommen.
zchwindeleien im Werte von mindeſtens
34 Millionen.
hurk furt a. M. Ein großer Fang iſt am
—nittag der hieſigen Kriminalpolizei
gelun=
dem Jahre 1925 ſchädigte der Kaufmann
Stohmann, am 2. November 1885 in
Chem=
uran, große Textilfirmen und Fabriken durch
WEr mietete leere Zimmer, die er mit neuen
ausſtattete und eröffnete in dieſen Räumen
tern Textilwarengroßhandel. Aus den
Fach=
ſechte ſich Stohmann zahlreiche Firmen aus,
in er in Verbindung trat und ſie zu
Waren=
er veranlaßte. Nachdem er anfangs kleinere
er pünktlich bezahlt und dadurch die
betref=
i men ſicher gemacht hatte, ließ er ſich
grö=
tungen ſchicken, die er dann mit langfriſtigen
ſtder mit vordatierten, aber nicht gedeckten
erahlte. Die ſo erhaltenen Waren verſandte
wfort unter einem andern Signum, meiſt
är, während er ſeinem bisherigen
Tätigkeits=
el, den Rücken kehrte. Es gelang Stohmann,
in verſchiedenſten Namen immer wieder
Fir=
inzulegen. In Berlin erſchien er als Achille
=Hamburg als Karl Oberheim, in Dresden
Wem Dörrband, in Köln als Karl P. Koch,
lcu als Willi Bergmann, in Stettin als
Wenzel, in München als Friedrich Hilbert,
tou er als Friedrich Förſter, in Eſſen als Max
M. Stohmann ging bei ſeinen Betrügereien
ſivor, daß er verſchiedene Firmen mehreremale
4!.In den beiden letzten Jahren half die ge=
Shefrau Antonie Dohmes aus Weilburg
6hmann bei den ſtrafbaren Handlungen. Stoh=
Ael ſie immer als ſeine Ehefrau aus, für die
gluiſte Ausweispapiere beſchaffte. Stohmann
Sohmes betätigten ſich aber auch noch auf
l-iſe. Bei ihren Gaſtrollen in den einzelnen
auften ſie kurz vor der Abreiſe, das heißt
er Flucht, ſchnell noch wertvolle Brillant=
8zmäntel uſw. Außerdem vergaß Stoh=
Hannover z. B. die Bezahlung einer
grö=
neiderrechnung. Während ſeiner
polizei=
ſeimehmung gab Stohmann an, daß die
Ju=
ikan bei ſeinem Vorſprechen die Ringe uſw.
ugedrängt hätten. Ein Teil der Juwelen
ei Stohmann noch vorgefunden werden,
wäh=
andern Sachen bereits verkauft ſind. In
ſrankfurter Wohnung, die er vor zinka drei
lezogen hat, konnte noch ein anſehnliches
Eiger beſchlagnahmt werden. Wie fleißig Stoh=
Ele= ſein wollte, und wie ſicher er ſich fühlte,
aeugs hervor, daß er ſich bereits in ſeiner
trg Telephon hatte anlegen laſſen.
Flugzeugunfall.
anheim. Hier ereignete ſich am Montag
Shieugunfall, zu dem der Polizeibericht
mit=
n Montag abend nach 6 Uhr iſt außerhalb
Hiten Flugplatzes das Klamm=Daimler=Flug=
720 D 818 vermutlich infolge Reißens eines
Mlels aus etwa 50 Meter Höhe abgetrudelt
/Boden geſtürzt. Während der Flugzeugführer
trugen Schaden nahm, hat ſich die Inſaſſin, die
ſt*e alte Ehefrau Wilma Black aus Neckarau
mplizierten Beinbruch und anſcheinend auch
tüimere Verletzugen zugezogen, ſo daß ſie nach
En Städtiſchen Krankenhaus geſtorben iſt. Das
tiſt völlig zertrümmert.
Hfeuer in einem Kaſſeler Ausflugsort.
ſel. In der Nacht vom Montag zum
ky wurde der Ausflugsort „Felſengarten” bei
A
on einem ſchweren Schadenfeuer heimgeſucht.
4l1 Uhr war in einem kleinen mit Holz und
½rüllten Schuppen Feuer ausgebrochen, das
Eſler=Zeit auf das angrenzende Saalgebäude
rf. Als die Beſitzer des Anweſens aus dem
Menvachten, ſtand das ganze Fachwerkgebäude
hun Flammen. Die ſofort alarmierte Kaſſeler
ehr konnte nichts ausrichten, da das
Waſſer=
uſt
„ifrahr als Folge des Froſtes geplatzt war und
Ee Schlauchleitung nicht bis in die Fulda
* Das ganze Gebäude mit der wertvollen
orden vernichtet. Die Feuerwehr beſchränkte
ü den Schutz der Nachbargebäude. Ueber die
Frun gsurſache iſt vorläufig nichts bekannt.
hine Falſchmünzerbande ausgehoben.
Zesden. Am Mittwoch vormittag ſchritten
ulbeamte gleichzeitig in mehreren Stadtteilen
iire Falſchmünzerorganiſation ein. Es
wur=
ſsöher zehn Perſonen feſtgenommen. Die Ver=
Ein ſind ſeit Wochen Tag und Nacht beobachtet
hut Bei den vorgenommenen Durchſuchungen
Beweismaterial vorgefunden, das auf aus=
9 Verbindungen der Falſchmünzer hind gtet.
Unglücksfall bei Sprengungen.
Ahannesburg. Bei Sprengarbeiten wur=
dr Gegend von Randfontein durch einen
Un=
wI ein Europäer und drei Eingeborene getötet,
Otei Eingeborene verletzt.
Huchmr uſch auf der Strecke Jaſtrow—Wengerz.
jankfurt a. d. O. Wie die Preſſeſtelle der
F2hayndirektion Oſten mitteilt, iſt auf der Strecke
ſAlv—Wengerz bei Deutſch=Fier durch die Schnee=
BuVe auf einer Länge von etwa 50 Metern ein
ſaßhrutſch eingetreten. Das Gleis iſt an dieſer
REgſperrt. Die Beſeitigung der geſtürzten Bo=
Emſeti, etwa 4000 Kubikmeter, wird vorausſicht=
Tage in Anſpruch nehmen. Der Perſonenver=
MMüid während dieſer Zeit durch Umſteigen auf=
Ectrhalten.
Schleuſenbrücke eingeſtürzt.
2 ſchwerer Unglücksfall ereignete ſich am
Diens=
end auf der Straße von Wendiſch=Rietz nach
oherg in der Mark. Ein Traktor mit zwei
An=
wan, der nach Beeskow fahren wollte, brach auf
ſeuſenbrücke an der neuen Mühle durch und
riit der Brücke in die Tieſe. Während der
Dar ſich durch rechtzeitiges Abſpringen retten
DI wurde der Begleiter mitgeriſſen und fand
Wden Tod.
Schiffunglück auf der Oder.
gau. Ein mit 10 000 Zentnern Kohle be=
Laſtkahn prallte am Mittwoch vormittag bei
Mrahrt gegen einen Brückenpfeiler der Eiſen=
Mircke Glogau-Liſſa und erhielt ein ſo großes
DB er innerhalb von fünf Minuten ſank. Die
A der Mannſchaft gekang unter erheblichen
eikgkeiten. Das Wrack bildet für die geſamte
Ffahrt ein ſchweres Hindernis. Die Ladung
fie Berlin beſtimmt.
Ein Saar=Motorſchiff in Brand geraten
und explodiert.
Saarbrücken. Die Bevölkevung von
Beſſe=
ringen wurde durch eine ſtarke Exploſion von der
Saar her in Schrecken gejagt. Ein etwa 50 Perſonen
faſſendes Motorſchiff ſollte am Dienstag dem
Ver=
kehr übergeben werden. Zwei Monteure waren mit
den letzten Arbeiten beſchäftigt, als plötzlich Feuer
auf dem Schiff ausbrach, das ſich überſchnell
aus=
breitete. Fluchtartig verließen die Bootsinſaſſen das
Schiff und brachten es, um allem weiteren Schaden
vorzubeugen, zum Abtreiben. Einige Sekunden ſpäter
explodierte der geſamte Benzinvorrat mit dumpfem
Krachen. Das Schiff brannte in kurzer Zeit
vollkom=
men aus. Menſchenleben kamen nicht zu Schaden.
Zugzuſammenſtoß auf dem Budapeſter
Lokalbahnhof.
Budapeſt. Ein Zug der Budapeſter Lokalbahn
fuhr am Mittwoch morgen in einen auf dem
Buda=
peſter Bahnhof ſtehenden Zug hinein. Die Urſache
des Zuſammenſtoßes war ein Verſagen der Bremſe.
Mehrere Perſonen erlitten leichtere Verletzungen.
Einige mußten in das Krankenhaus gebracht werden.
Mord an einem Oberlandjäger.
Groß=Almenrode. Der Oberlandjäger
Ul=
rich von hier wurde am Mittwoch früh vor der
Gaſtwirtſchaft „Mühlhauſen” tot aufgefunden.
Ver=
mutlich iſt er bei der Vornahme der Autoreviſion
er=
ſchoſſen worden. Die Täter ſind unerkannt
entkom=
men. Der Oberlandjäger hatte eine Schußwunde im
Hals und muß ſich noch bis zum Staketenzaun
ge=
ſchleppt haben, wo er tot zuſammenbrach.
Felsſturz der Lötſchberglinie.
Bern. Am Dienstag mittag erfolgte auf der
Lötſchberglinie oberhalb der Station Blauſee ein
Felsſturz, der die Bahnlinie beſchädigte und die
elek=
triſche Leitung zerſtörte. Der durchgehende Verkehr
wird vorausſichtlich in der Nacht auf Mittwoch wieder
aufgenommen werden können.
Ein belgiſcher Weitſtreckenflug.
Paris. In Antwerpen iſt am Dienstag
vor=
mittag der Flieger van de Velde aufgeſtiegen, um in
Etappen (Dijon, Perpignan, Barcelona uſw.) zum
Kongo zu fliegen. Er will über Aegypten die Türkei,
die Tſchechoſlowakei, Oeſterreich und Deutſchland
zu=
rüchkehren.
Donnerstag, den 28. März 1929
Iubei
rophe der „Europa”
Der Geſellſchaftsraum der „Europa”. (Nach einer Zeichnung.)
Deutſchland erporkierk Segeljachken.
Deutſche Segelboote werden nach Amerika verladen.
In der Werft von Blohm &. Voß in Hamburg werden auf amerikaniſchen Auftrag zurzeit 80
moderne Segeljachten gebaut. Unſer Bild zeigt die Verlädung eines fertigen Bootskörpers auf
einen Ozeanrieſen.
nzenſchloß in Berlin wird Hokel.
Ein alke,
Das Palais Prinz Albrecht,
nes der ſchönſten Schlöſſer des deutſchen Klaſſizismus, ſoll jetzt zu einem Hotel umgeſtaltet
wer=
en. Der alte Palaſt ſoll zwar unberührt bleiben, aber einen Hochhausanbau erhalten. In dem
on Schinkel umgebauten Palais hatte ſeinerzeit der König Aman Ullah von Afghaniſtan bei
ſeinem Berliner Aufenthalt als Gaſt des Reichspräſidenten gewohnt.
Seite 16
Donnerstag, den 28. März 1929
Nummer 81
Aus den Amtsverkündigungen des Kreisamts
Darmſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizelamts Darmſtadt.
Sonntagdierſt und Nachtdienſt in
den Apotheken Darmſtadts: Es verſehen
den Sonntagsdienſt und in der daran ſich
anſchließenden Woche den Nachtdienſt vom
28. März bis einſchließlich 6. April die
Töwen=Apotheke, Ballonplatz 11, die
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz 17, die
Hirſch=Alpotheke, Nieder=Ramſtädterſtr. 21.
Die Vergebung der
Fuhrleiſtungen
für die ſtädt. Dienſtſtellen ſollen, ſoweit
ſie nicht der ſtädt. Fuhrpark ausführt,
für das Rechnungsjahr 1929 in
öffent=
licher Submiſſion vergeben werden.
An=
gebote ſind bis 4. April 1929,
vormit=
tags 10 Uhr, auf dem Geſchäftszimmer
des Fuhrparks abzugeben. Bedingungen
liegen daſelbſt während der Dienſtſtunden
(st5479
zur Einſichtnahme offen.
Darmſtadt, den 28. März 1929.
Der Oberbürgermeiſter.
Darmſtädter Wochenmarkt.
Die Verſteigerung der ſtändigen
Marktſtandplätze vom 11 d. M. iſt
ge=
nehmigt. Die Ausweiskarten für die
geſteigerten und nachträglich aus der
Hand vergebenen Plätze ſind gegen
Zah=
lung des Standgeldes für das erſte Ziel
(April bis Mai 1929) vom 2. April
d. J. ab bei dem ſtädtiſchen
Markt=
meiſter (Stadthaus, Zimmer 26) in
Empfang zu nehmen.
Darmſtadt, den 25. März 1929.
Der Oberbürgermeiſter.
St. 5420)
Das Schulgeld der hieſigen höheren
Schulen, ſowie der ſtädtiſchen
Maſchinen=
bau=, Gewerbe=, Handels und
Haushal=
tungsſchulen für den Monat März 1929
iſt bei Meidung der Beitreibung bis
zum 10. April 1929 an die
unterzeich=
nete Kaſſe zu zahlen.
(St.5402
Darmſtadt, den 28. März 1929.
Stadtkaſſe Darmſtadt.
Butzoerſteigerang s. 0.
(Letzte Brennholzverſteigerung.)
Dienstag, den 2. April ds. Js.,
von vorm. 9 Uhr ab, werden in der
Turnhalle am Woogsplatz hier aus
der ſtädt. Förſterei Beſſ. Laubwald
(Ständige Weide 19a — Kiefer,
Die=
terſchlag 2e — Buche, von Los Nr.
764 ab) verſteigert:
Scheiter, rm: 102 Buche, 98 Kiefer;
Knüppel, rm: 25 Buche, 60 Kiefer.
Darmſtadt, den 27. März 1929. (st5458
Städt. Güterverwaltung.
Die Gerüſt= und Maurerarbeiten
für die Auswechſelung der ſchadhaften
Werkſtücke am nordweſtlichen Eckpavillon
des ehem Reſidenzſchloſſes zu Darmſtadt
ſollen auf Grund der
Reichsverdingungs=
ordnung im öffentlichen Wettbewerb
zu=
ſammen oder in 2 Loſen getrennt
ver=
geben werden.
Die Verdingungsunterlagen können
auf unſerem Schloßbaubüro im ehem.
Reſidenzſchloß im V. Stock eingeſehen
und Angebotsvordrucke von dort
abge=
holt werden.
Die Angebote ſind mit der Aufſchrift
„Gerüſtarbeiten Reſidenzſchloß”, verſehen
bis zum Eröffnungstermin Mittwoch,
den 10. April 1929, auf unſerem
Schloßbaubüro einzureichen.
Zuſchlags=
friſt 8 Tage.
(1V.5464
Darmſtadt, den 28. März 1929.
Heſſ. Hochbauamt Darmſtadt.
Bekannkmachung.
Unſere Büros bleiben am Samstag,
den 30. März d. J., geſchloſſen.
Die Kaſſe iſt wie an den Wochentagen
geöffnet.
(5426
Heſſ. Eiſenbahn=A.=G.
Aufforderung.
Anſprüche an den Nachlaß des am
23. Februar 1929 in Darmſtadt
verſtor=
benen Kaufmanns Anton Faßbender,
zuletzt wohnhaft geweſen in Darmſtadt,
Eliſabethenſtraße 6, ſind bis ſpäteſtens
15. April d. J. bei dem
Unterzeich=
neten geltend zu machen. Bis zum
glei=
chen Tage ſind Forderungen der
Nach=
laßmaſſe an denſelben zu begleichen.
Darmſtadt, den 27. März 1929.
Der beauftragte Nachlaßverwalter:
Dr. jur. W. Michel,
Darmſtadt, Georgenſtr. 9. — Tel. 2895.
Stammholz• Verſteigerung.
Donnerstag, 4. April I. J., morgens
9½ Uhr ab, werden im Germannſchen
Saal zu Meſſel verſteigert aus Diſtrikt I
Eichen Abt. 12, 15, 16, 17. 24. 25, 26,
31, 32, 33, 34, 35, 41, 43, und II.
Die=
burger Mark 11:
(5408
Stämme: fm.: Buche: 1,67
Kl.
37,59 3. Kl., 28,49 4. Kl., 9,93 5. Kl.;
Hainbuche: 106 2. Kl., 0.43 3. Kl.
Eiche: 0.18 1. Kl., 33,74 2. Kl., 24,08
3. Kl.: Elsbeere: 0.16 1. Kl., 0.41 2. Kl.
Birke: 0,94 3. Kl.: Erle: 0,85 1. Kl
10,73 2. Kl., 3,.98 3 Kl. — Die
Els=
beeren liegen in Abteilung 13 und 28,
die Birken und Erlen in Abteilung 34
und Dieburger Mark 11. Auskunft
er=
teilen Förſter Schmidt, Forſthaus
Tho=
mashütte, und Förſter Engel zu Meſſel.
Meſſeler Forſthaus, 25. März 1929.
Heſſ. Forſtamt Meſſel.
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auf Grund der
Reichsverdinguns=
nung vergeben werden:
1. Erd= und Maurerarbeite=
2 Zimmerarbeiten,
3. Glaſerarbeiten,
4. Schreinerarbeiten,
5. Weißbinderarbeiten.
Die Angebotsunterlagen, könne
dem unterzeichneten Architekten
holt werden. Einreichungstermin:
Donnerstag, den 4. April, vorm. 151
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Umſchäftung. Burg Frankenſtein aus den Forf:) hnd eit
Sommersgrund 9. Keltersgrund
Schloßberg 18, Forſtort VI an der
burger Straße ſowie Zaunpfoſten
Waffengeſchäft dem Staatswald Steinern Kreuz,
berg und Kühruh.
Nutzholz: Nutzſcheiter, Buche geſr!
4 Rm. Wagnerholz in Abt. 12 Kel
grund, Nutzknüppel 2,20 Mtr.
Zaunpfoſten: 1,8 Rm. Lärche (*
brandshohe), 10 Rm. Kiefer (Sten/
Kreuz und Haſelberg).
Brennholz: Scheiter Buche 1. K1
2. Kl. 2. Eiche 17. Hainbuche run
Maßholder rund 2. Birke rund 1.
kaſtanie rund 4. Linde rund 2 K
wie neu, weit unter rund 26. Die Rundſcheiter ſind viſl
(4071b zu Werkholz brauchbar. Knüppel /
76. Eiche 19, Maßholder 1, Kirſchbau
teilweiſe zu Nutzholz gut, Apfel 2,
kaſtanie 3, Linde 6. Kiefer 39. Knäu
reiſig Buche 24. Eiche 15. Kiefel
Wellenreiſig Buche Schlagreiſer S
Aſtreiſer 765. Eiche 90. Stöcke Buuer
Eiche 2 Rm.
Blau unterſtrichenes Holz wird
verſteigert. Auskunft bei Herrn Fid
Pfänder zu Forſthaus Sommersgu
Auskunft über die Zaunpfoſten
Herrn Güteraufſeher Joh. Knörrc
Arheilgerſtr. 132. zu Eberſtadt, Odenwaldſtraße 7*
Nußhokz=Berſteigerslitsenn
Freitag, 5. April 1929, 10 Uhr, zu Au8jeiß
Frankenſtein aus ſämtlichen Forſt=
Afte
a. 85 em breit u. der Förſterei Frankenſtein:
Stämme: Eiche 2. Kl. — 20—:
16
— 6,69 Fm., 3. Kl. — 30—7
13 St. 8.32 Fm., 4. Kl. — 10—4Avel. scke
7 St. 6,79 Fm., 5 Kl. — 50—59
1 St. 1,79 Fm. Buche: 2. Kl. Mücksäc
0,55 Fm., 3. Kl. 5 St. 4,98 Fm.,
19 St 10,57 Fm. 5. Kl. 5 St. 6,33 Mucksäe
6. Kl. 1 St. 1.99 Fm. Akazier 20C
6.43 Fm. Kirſchbaum 4 St. — 2.1270nmih
Linde 1 St. — 1,6 Fm. (ſchön)
Kl. 2 21 St — 8,81 Fm., Kl. 3 S/leng
8,04 Fm. Lärche Kl. 1 und 2:
pfoſten 20 St. — 5 Fm., Kl. 3 u/ Häse)
Schnittholz 2 St. — 1,75 Fm.
10—19 cm 6 St. — 1.16 Fm.
ſtangen: Lärche 31 St.
— 1,8
Fichte 51 St. — 1,86 Fm.
(Baumſtützen mit Zinken) 50
1,50 Fm Reisſtangen: Lärche
Biadt
Fichte 1255 St., Kiefer 200 St
Auskunft bei Herrn Förſter Pfo
zu Forſthaus Sommersgrund.
Eberſtadt, den 23. März 1929. Pädr A
Heſſiſches Forſtamt Eberſtadt.
Nuh= u. Brennhols Lagy
Verſteigerung.
Donnerstag, den 4. April d. J..
Euftſchläuche , 1.20 mittags 9 Uhr, werden im Gaſy/
„Zum Darmſtädter Hof” in Griesſſ
aus Diſtrikt Burgwald verſteigert
Stammholz (Langholz): Kiefer
die
1b. 6 Stück — 1.35 fm., Kl. 2a, 95
— 38 49 fm., Kl. 2b. 129 St. —
fm., Kl. 3a, 50 St. — 43,42 fm., Kiw Plo.
17 St. — 18,87 fm., Kl. 4a, 1
1.45 fm., Kl. 4b, 1 St. — 1,43 fm.
lich an die Wege gerückt): Sch
rm.: 6 Buche, 21 Kiefer; Knüppel:
2 Buche, 46 Kiefer: Reiſerholz 2
(Stammreiſig), Wellen: 350
Reiſerholz 3. Kl. (Aſtreiſig),
300 Buche, 60 Eiche. 2410 Kiefer: She
rm.: 2 Buche, 72 Kiefer.
Das Brennholz kommt zuerſt
Ausgebot, Auskunft durch Herrn FNRé
Baſſenauer zu Griesheim.
Dornberg, den 26. März 1929.
Heſſ. Forſtamt Dornberg. M),
Gelegenheitskaufen
7 PS. Opel=Luxuslimorſint
Zyl., 1. Jahr alt, fehr preishl.
abzugeben.
„Kraftfahrzeug”
Teleph. 4104. Eliſabethentraß
Onr Futoto mangene kat
ist nicht nur von der Höhe der Kosten!
der aufgewandten Mühe abhängig.
niedrige Preis eines kleinen Inserates
„Darmstädter Tagblatt” steht inkeinem
hältnis zur Wirkungskraft der Inserate.
Mu mer 87
Donnerstag, den 28. März 1929
Geite 17
erräteriſche Schatten.
Kriminalroman von Werner Krueger.
Copyright by Marie Brügmann, München.
(Nachdruck verboten.)
. war Koralſki erſt einmal in das Haus gelangt?
Jenſter tuaren unverſehrt. Der Gedanke an Nachſchlüſſel
micht aufrecht erhalten. Direktor Schneider wiederum
Maüß; daß er das Haus verſchloſſen vorgefunden hatte. Aber
erdeinem Wege mußte Kowalſki doch in das Haus
ge=
in.
Pior Holſt zündete ſih ärgerlich eine Zigarette an.
ter beſaß der Ergriffene keine Mordwaffe. Der Mord
mit dem aufgefundenen Schraubenſchlüſſel ausgeführt
Das hatte die chemiſche Unterſuchung bewieſen.
Ge=
der ergriffene Kowalſki war der Mörder, wie war er
diBeſitz des Schlüſſels gelangt? Der Schlüſſel war in
Han=
gebraucht worden. Alſo war er während der ganzen Fahrt
ſctors mit ſeinem Chauffeur im Auto geweſen. Dort
hinte Kowalſki ihn jedenfalls nicht gefunden haben.
Mleinem Male aber ſprang Doktor Holſt auf. Wie nun,
ſumſer Chauffeur Schäfer den Schlüſſel auf der Heimfahrt
zuu der Schneiderſchen Villa verloren hätte?
Ator Holſt griff zum Hörer des Tiſchtelephons und ließ
dem Direktor verbinden.
ſtſen ich noch einmal ihren Chauffeur ſprechen?”
kann gleich hinüberkommen, wenn Sie es wünſchen.”
ir gut. Beſten Dank, Herr Direktor.”
Staatsanwalt hängte ab, erhob ſich und trat an das
umd Er verſank in tiefes Sinnen.
Nh einer Weile klopfte es, und ein Gerichtsſchreiber führte
uzen Schäfer herein.
ſorgen, Schäfer, ſetzen ſie ſich!” ſagte Doktor Holſt, und
ſeüin Gegenüber ſcharf ins Auge.
„ü habe noch einige Fragen an Sie zu ſtellen!“
ſr Angeredete ſah unſicher auf.
„ußen Tie nicht ungefähr eine Vorſtellung, wie Ihnen der
ßutzuve nſchlüſſel, mit dem die Mordtat begangen wurde, ab=
(iwe gekommen iſt?“
Säfer dachte nach.
„0 weiß es wirklich nicht, Herr Doktor,” ſagte er dann.
hle ihn zuletzt bei einer kleinen Panne gebraucht. Dann
wh nicht, ob ich ihn wieder in die Werkzeugtaſche
zurück=
tube oder ob er im Rückſitz liegen blieb.”
Dlior Holſt wurde ärgerlich
ſer Schäfer, Sie ſind doch ſonſt nicht ſo nachläſſig, Herr
feihr Schneider ſtellt Ihnen ja ein gutes Zeugnis aus.”
2: Angeredete jah zu Boden.
Müutte Oſtarfrautn
der Kleinen und Großen!
„Sie kamei alſo gegen ſechs Uhr früh zurück”” fragte Doktor
Holſt weiter.
S häfer ſtockte, dann ſagte er leiſe: „Ja!"
Dem ſcharſen Auge des Staatsanwalts aber war die leichte
Verlegenheit nucht entgangen.
Ein unbeſtimmter Verdacht erwachte in ihm, er wußte ſelbſt
nicht, warum.
„Wo waren Sie denn eigentlich in Hannover?” fragte er
unvermittelt.
Der Chaufſeur ſah zur Wand. In ſeinem Kopfe ſchien es zu
arbeiten, aber er ſchwieg.
„Na?” ſagte Doktor Holſt, auf Antwort wartend.
Aber Schäfer antwortete noch immer nicht. Da beugte ſich
der Anwalt vor.
„Schäfer, haben Sie meine Frage gehört? Wo war Direktor
Schneider, wo waren Sie in der Mordnacht in Hannover?”
Da begann der Gefragte ſtotternd.
„Direktor Schneider war bei Konſul Sultan in der
Welfen=
ſtraße.”
„Und Sie?”
„Vch — —
„Ja, Sie?” donnerte Doktor Holſt, dem endlich der
Gedulds=
faden riß.
„Ich wartete unten natürlich — im Wagen — ja, ſo war’s!”
Der junge Mann war ſtark errötet.
„Schäfer,” ſagte da Doktor Holſt eiſig, „Sie haben Ihre
Ausſagen auf den Eid zu nehmen!“
„Das weiß ich,” ſagte der Chauffeur leiſe, und ſah zu Boden.
Dem Staatsanwalt kam ein neuer Gedanke. Er ſchien ihm
ſo gut, daß er ſofort an ſeine Ausführung ging.
Er griff wieder zum Telephonhörer und verlangte das
Fernamt.
„Fernamt?"
„Fernamt?"
„Ja?‟
„Hier Staatsanwaltſchaft zwei — Staatsanwalt Holſt.
Stel=
len Sie bitte die Telephonnummer des Konſuls Sultan in
Han=
nover, Welfenſtraße . . ."
Da fiel hinter ihm ein Stuhl um.
Holſt ſah ſich um. Der junge Schäfer ſtand heftig atmend
da. Seine Augem flackerten.
Da wußte er, daß er auf der richtigen Fährte war.
„Ich danke, Fräulein, es iſt ſchon erledigt,” ſagte er, und
legte den Hörer auf den Bügel.
„Haben Sie mir was zu ſagen, Schäfer?” fragte er, und
er=
griff den Bleiſtift.
„Herr Doktor, ich habe die Unwahrheit geſagt,” begann der
Chauffeur.
„Das habe ich gleich gewußt,” jagte der Staatsanwalt
einfach.
„Direktor Schneider iſt gar nicht nach Hannover gefahren.”
„So?‟
Holft blickte überraſcht auf.
„Direktor Schneider fuhr häufig vom Bureau aus nach
Südende, wo eine ihm bekannte Künſtlerin wohnte, bei der er
oft den Abend verbrachte. Die ermordete Frau Schneider ahnte
wohl etwas davon, wußte aber nichts Genaues. Herr Direktor
hat mir das Wort abgenommen, zu niemand davon zu ſprechen.
Noch vor meiner Vernehmung durch den Herrn Polizeirat ſagte
er mir, ſeine Frau ſei nun doch einmal tot und die hieſige
Poli=
zei ſei ſo tüchtig, daß ſie den Mörder auch ſo finden werde. Ich
wollte daher nicht ſagen, wo wir geweſen ſeien, um ſeinen Ruf
nicht zu ſchädigen. Er wollte mir helfen, ein Geſchäft
aufzu=
machen, wenn ich mich verheiratete. Darum habe ich die
Unwahr=
heit geſagt.”
Der junge Mann blickte auf, wie von einer Laſt befreit.
„Werde ich ſchwer beſtraft, Herr Doktor?”
„Sie haben uns lange Zeit auf eine falſche Fährte gelockt,
Schäfer,” wich der Anwalt aus, „es hätte nicht viel gefehlt, und
ein Unſchuldiger, der allerdings auch ſchwere Strafe auf ſich
ge=
laden hat, hätte büßen müſſen. Aber ich will mich für Sie
ver=
wenden! — Wann ſind Sie denn von Südende wieder
fortge=
fahren?” fragte der Staatsanwalt plötzlich.
„Um halb zwei Uhr nachts!”” ſagte Schäfer.
„Wo waren Sie ſo lange?”
„Ich habe draußen gewartet.”
An den Ausſagen merkte man deutlich, daß der Chauffeur
nun die Wahrheit ſprach.
„Alſo ſind Sie um halb zwei Uhr ſchon nach Hcuſe
ge=
fahren?"
„Nein,” ſagte Schäfer, „ich brachte den Herrn Direktor wie
immer in ein Hotel an der Friedrichſtraße, wo er in dieſen
Fäl=
len übernachtete, um keinen Verdacht bei ſeiner Frau zu
er=
wecken.”
„Aha!‟ Doktor Holft dachte nach.
„Und wo blieben Sie ſolange?”
„Ich ſtellte den Wagen unter und ſchlief gleichfalls im Hotel.
Gegen fünf Uhr früh fuhr ich dann vor und holte den Herrn
Direktor ab. Der Herr Direktor ſchien aber gar nicht geſchlafen
zu haben, denn er war übernächtig, ſchlechter Stimmung und ſaß
ganz ſtill hinten im Wagen, während er ſonſt ſehr viel ſprach,
auch wohl den Wagen ſelbſt lenkte.”
Der Chauffeur hatte geendet und ſah erwartungsvoll auf
den Staatsanwalt.
Der aber ſaß hintenüber gebeugt und hatte die Augen
ge=
ſchloſſen. Man ſah es an den ſcharfen Linien des Geſichts, daß
er angeſtrengt nachdachte.
Vor ſeinem geiſtigen Auge erſtand eine dunkle Nacht. Ein
Mann kletterte über die Mauer einer Vorſtadtvilla, nachdem er
den Hund erdroſſelt und den Kadaver beiſeite geſchafft hatte.
Er erſtieg das Dach des Hauſes, um einzubrechen. Während er
aber oben war, ging unten die Pforte. Ein anderer Mann im
Automantel.
(Fortſetzung folgt.)
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