Einzelnummer 15 Pfennige
zangrn Erſcheinen vom 1. März
Reichsmark und 22 Pfennig
tbühr, nerg. 225 Reiſchemar, durch die
m 2.40 R.hmri ſrel Haus. Poſtbezugspreis
„ohne A. ttO. monatlich 2.45 Neichsmart.
ſortlichkeie3 / Xufnahme von Anzeigen an
an Tagein iſtze nicht übernommen.
Nicht=
einzelnsimnrnern infolge höherer Gewalt
8 den „„Nchr nicht zur Kürzung des
Seiſet. Bl. Eänzen und Abbeſtellungen durch
Sone Bi gblchkelt für uns. Poſtſcheckonto
F gu a. M. 1301
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iAuſfrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 69
Sonntag, den 10. März 1929.
192. Jahrgang
Anzeigenpreis:
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſiadi 25 Reichepfg.
Finanz=Anzeigen 40 Reichspfg. Rellamezeile (92 mm
breitl2 Reichsmark. Anzeigen von auswärts 40 Neichspſg.
FinanzeAlnzeigen 60 Reſchspfg. 92 mm breite
Reilame=
zeite 3.00 Reichsmart. Alle Preiſe in Reichsmart
(4 Dollar — 420 Markl. — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streil uſw., erliſcht
ſede Verpfichtung auf Erfüllung der
Anzelgen=
aufträge und Leſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlicher Belitreibung fäll” ſeder
Rabatt weg. Bankonto Deutſche Bank und Darme
ſtädter und Nationalbank.
Wa dau nd odr den Pomterbmppia.
ſteil Beſchleunigung des Verfahrens und die Anwendung aller geſekzlichen und öffenklichen
ulienz1 Ausſichk. — Skreſemann behälk ſich vor, nach Erledigung des Gerichksverfahrens
nötigen=
falls auf die Angelegenheit vor dem Rak zurückzukommen.
halten, nach Erledigung des Gerichtsverfahrens
nötigenfalls auf die Angelegenheit vor dem
Giſchleſiſche Minderheiken=
Völkerbundsrat zurückzukommen.”
Dieſe Erklärungen wurden von dem Rat ohne weitere
Dis=
beſchwerden
kuſſion aufgenommen. — Vorher hatte der Rat die Frage einer
Radioſtation für den Völkerbund und
als Adige Freilaſſung in Ausſicht geſtellk.
* Genf, 9. März. (Priv.=Tel.)
nächien Verhandlungen über den Fall Ulitz, die faſt
2 UrFuchts dauerten und durch Vermittlung Drum=
und diejawaniſchen Untergeneralſekretärs Sugimura
zwi=
ſitreſen u und Zaleſki geführt wurden, haben ſchließlich
einerSſting geführt. Die Erklärung Zaleſkis, die
an=
eine ier ſcharfe Faſſung hatte, iſt ſo weit abgemildert
daß iBext Streſemann möglich iſt, nicht gegen den
Rats=
d zu ämen, ſondern ſich lediglich der Stimme zu ent=
Trhatsſitzung hat wieder ein großes Publikum
an=
wie es an Schlußtagungen meiſt der Fall zu ſein
Adatyſ gab im Falle Ulitz Kenntnis von dem Inhalt
ſchwertes Oberſchleſiſchen Volksbundes vom 13. Februar
id vonr)i Bemerkungen der polniſchen Regierung, wonach
ihaſturrülitz” in Uebereinſtimmung mit den geſetzlichen
iſten algt ſei. Adatſchi ſchlug dem Rat vor, die
pol=
frllärmn daß der Fall einer normalen gerichtlichen
Unter=
funterzüfe, zur Kenntnis zu nehmen und ſprach die Ueber=
8 ausxtß die polniſchen juriſtiſchen Inſtanzen ihr
mög=
tun undas Verfahren zu beſchleunigen, und daß man
b einer Fiſe verfahre, die der Minderheit nicht den
Ein=
ſhe, derdie Maßnahme nicht in irgendeiner Form gegen
Miet ſei
Mlntzke Außenminiſter Zaleſki ſtellte ſich auf
den Standpunkk.
in dinem Falle weder ein polniſches noch
ſitermaivnales Organ intervenieren könne
0b die rſicherung, daß die Behörden alles mögliche zur
leunſung des Verfahrens unternehmen
wür=
nd daßr e bei gewöhnlichen Verfahren vor polniſchen
Ge=
alleleſ etzlichen und öffentlichen
Garan=
ur d ich ehandlung dieſes Falles gegeben ſeien,
in keiteBeiſe gegen die Minderheiten richte.
emangieht den Ball Allik durch die Erklärungen
diefkis nicht als erledigt an.
As deu=Fe Ratsmitglied Dr. Streſemann gab
darauf=
e Erkürung ab, in der er u. a. ſagte, er nehme an,
der 9%zeß gegen ulitz mit Sorgfalt und
ellig Ai durchgeführt werde, und daß Zaleſki die
Oefferrhleit des Verfahrens liegenden Garantien ebenſo
(Sſicht ſt Un zu können glaube wie die Garantie dafür, daß
Anichtm einVerfahrengegenulitz in ſeiner
Nchaas Führer der Minderheit handele.
er Wexruü dieſe Feſtſtellungen lege, ſo tue er das deshalb,
Aufmeernreit der Oeffentlichkeit durch Zaleſki ſchon in
2SemrKtung des Völkerbundsrates auf die
Angelegen=
heit gelenkt worden
Moem d hls Zaleſti darauf hingewieſen habe, daß Ulitz
Anllagpehe und nur dank ſeiner Immunität als
Abgeord=
m ſchEihen Seim auf ſreiem Fuß geblieben ſei. „Wenn
oeinerral, wie es der Fall Ulitz iſt, in dieſer Weiſe vor
Solterhais, at als beſonders charalteriſtiſch hingeſtellt wor=
D, Do ſt Teit ihn ſchon dieſe Tatſache zu einer Angelegen=
Dun beiertjem politiſchen Intereſſe, deren Bedeutung über
eprakte us einzelnen Falles weit hinausgehe. Ich würdige
Dais DasStirzib der Ungbhängigkeit der ordentlichen Nechts=
Eer Hha D 9 V erſtändnis dafür, daß die Mitglieder des Rates
agr: 2hx priteres in der Lage ſind, zu der gegen Ulitz
er=
e BeßKdugung ſachlich Stellung zu nehmen, aber
Soien bit für mich die Tatſache, daß die deutſche Min=
Snß ierbicie Verhaftung ihres Führers als einen bewußt
Eden Ve Tünten Schlag auffaßt und dadurch in
außer=
lentliche Erregung verſetzt worden iſt.
Henißs Rit Eafſche jan chdie Angelegenheit duch
in Soprt mthaltenen und die von dem Vertreter Polens
degebenen utllätrungen nicht als endgültig erled 4
DeN. Jdhn Vertreter Polens ſelbſt geſagt hat, daß die Be=
Jeschig 2 Siselegenheit auſchließlich von den polniſchen Ge=
Sigcenideni canst it ein endailiges Urtei
deribererſtmig=
gen Flach Gendigung des Verfahrens erwieſen hat, ob
De ir IEth Erlärungen ausgefrochenen Erwartungen 1ut
Mich erfücktanen.
i s R, deshalb, ohne dem Bericht formel zu wider=
SeSi prchtich Iine Iim ausbricklich zuzuſtimmen, vorbe=
eine Reihe von oberſchleſiſchen
Minderheiten=
beſchwerden erledigk.
über die das japaniſche Ratsmitglied Adatſchi Bericht erſtattete.
In der Frage der Anmeldungen für die
Volks=
ſchulen, die ſchon in Lugano behandelt wurde, finden
dem=
nächſt unter Adatſchis Vorſitz und unter Teilnahme des
Kom=
miſſars Calonder in Paris Verhandlungen ſtatt, ſo daß
die Angelegenheit vorläufig zurückgeſtellt wurde. Wenn
die Pariſer Verhandlungen zu Ergebniſſen führen, finden die
neuen Regeln ſofort Anwendung. Andernfalls kommt die Frage
im Juni noch einmal vor den Rat.
In der Beſchwerde des Knappſchaftsſekretärs Lubos, der von
de: Spolka Bracka gemaßregelt worden iſt, wird die polniſche
Re=
gierung, wie der Berichterſtatter mitteilte, unverzüglich eine
Un=
terſuchung einleiten, ob gewiſſe Beamte der Schulverwaltung
einen Druck auf die Angeſtellten der Spolka Bracka ausüben,
da=
mit dieſe ihre Kinder, aus der deutſchen Minderheitenſchule
herausnehmen. Die Beſchwerde des Polenbundes
über den Gebrauch der polniſchen Sprache im
Ver=
kehr mit Eiſenbahnbeamten und über die
Paßangelegen=
heit bei einer Wallfahrt nach Czenſtochau erledigte der Rat
damit, daß er die Erklärung der Reichsregierung zur Kenntnis
nahm.. Der Berichterſtatter ſprach die Hoffnung aus, daß bei
der Ausſtellung von Päſſen die deutſche und die polniſche
Regie=
rung ſich in Zukunft miteinander verſtändigen und daß künftig
bei Fällen ſolcher Art die Verſtändigungsmöglichkeiten
ausge=
ſchöpft werden möchten, die nach der internen Gefetzgebung oder
nach der Genfer Konvention möglich ſeien. Ebenſo erklärte der
Rat ſich von den Mitteilungen der deutſchen Regierung im Falle
der Beſchwerde des Polenbundes wegen des Gebrauchs der
deut=
ſchen Sprache durch polniſche Kinder in den deutſchen
Volks=
ſchulen Oberſchleſiens für befriedigt, und ſprach die Hoffnung
aus, daß ſich dank der getroffenen Maßnahmen ähnliche Fälle nicht
wiederholen würden.
Die Entſcheidung im Fall Ulitz wird auf allen Seiten, wenn
auch nicht mit Begeiſterung, ſo doch mit ſichtlicher Ruhe
aufge=
nommen, zumal man hört, daß in den Verhandlungen zwiſchen
dem polniſchen Geſandten in Berlin, Knoll, und Dr. Streſemann
von polniſcher Seite die alsbaldige Freilaſſung Ulitz’ in Ausſicht
geſtellt iſt, falls Polen durch den Beſchluß des Rats im Falle
Ulitz freie Hand zu einer eigenen Entſcheidung belaſſen werde.
Die Frage der Saar=Anleihe auf den Juni verkagl.
Nach Erledigung des Falles Ulitz wurde das Geſuch der
Re=
gierungskommiſſion des Saargebiets, ihr die
Ge=
nehmigung zur Aufnahme einer 250 Millionen Franken=
An=
leihe zu erteilen, auf die Juniſitzung vertagt, da das
Finanzkomitee es für notwendig hält, verſchiedene techniſche
Fra=
gen noch näher zu klären. Der Präſident der Regierungs=
Kom=
miſſion des Saargebiets, Wilton, der am Ratstiſch Platz
genom=
men hatte, wies darauf hin, daß die Anleihe die Zuſtimmung der
Bevölkerung finde. — Es war wohl das erſte Mal, daß ein
Mit=
glied der Regierungskommiſſion des Saargebiets eine
Ueberein=
ſtimmung zwiſchen Regierungskommiſſion und Bevölkerung am
Natstiſch feſtſtellen konnte. Dr. Streſemann erklärte, daß eine
Vertagung der Anleihe notwendig erſcheine, da dabei noch ſehr
wichtige prinzipielle Fragen zu klären ſeien, und daß die
Bevölke=
rung des Saargebietes für dieſe Vertagung volles
Verſtänd=
nis habe.
Die Mitteilung, daß die Vereinigten Staaten eine
neue Möglichkeit zum Beitritt des
internatio=
nalen Gerichtshofes im Haag in Vorſchlag
ge=
bracht haben, wurde vom geſamten Rat mit Befriedigung zur
Kenntnis genommen. Sämtliche Ratsmitglieder ſprachen die
Hoffnung aus, daß das Juriſtenkomitee bei den Beratungen über
die Reviſion des Statuts, des internationalen
Gerichtshofes die Möglichkeit finden würde, dem Beitritt
der Vereinigten Staaten den Weg zu ebnen.
Die öffentliche Sitzung des Rats ſchloß um 12,45 Uhr. Der
Rat trat dann noch in eine nichtöffentliche Sitzung ein.
Die Junikagung des Völkerbundsrakes in Madrid.
In der geheimen Sitzung beſchloß der Rat, die
Einla=
dung der ſpaniſchen Regierung anzunehmen und die
Junitagung des Völkerbundsrates in Madrid
ſtattfinden zu laſſen. Das Ratskomitee zur Behandlung der
Min=
derheitenfrage wird vorausſichtlich am 21. Mai in San Sebaſtian
in Spanien zuſammentreten und die Ratstagung ſelbſt wird ſchon
am 27. Mai in Madrid beginnen. — Außerdem beſchloß der Rat,
nachdem nunmehr die finanziellen Vorfragen erledigt ſind, die
Entſendung der Opiumunterſuchungskommiſſion nach dem Fernen
Oſten. Die Kommiſſion wird aus Ekſtrand=Schweden, Max Leo
Gerard=Belgien und Jan Haplaſa=Tſchechoflowakei beſtehen.
Die Woche.
Die Genfer Verhandlungen über die Minderheitenfrage haben
mit einem gewiſſen Mißklang geendet, der vielleicht noch
weittra=
gende Folgen hat. Dabei iſt das Entſcheidende nicht die Löſung,
oder beſſer geſagt die Nicht=Löſung der Minderheitenfrage,
ſon=
dern die Tatſache, daß ſich wieder einmal die angeblich ſchon
längſt nicht mehr vorhandene Kriegsgruppierung der Völker
zu=
ſammengefunden hat, und beſonders, daß die Aeußerungen
ſo=
wohl des britiſchen wie des franzöſiſchen Außenminiſters
durch=
aus die Deutung zulaſſen, daß man in Paris und London
ernſt=
haft beabſichtigt, die Politik von Locarno zu liquidieren.
In einer ſehr ernſten und außerordentlich geſchickten Rede hat
der deutſche Reichsaußenminiſter vor dem Völkerbundsrat das
Minderheiten=Problem umriſſen. Er erinnerte an die bekannte
Note der alliierten und aſſoziierten Mächte vom Jahre 1919 über
Gründe und Ziele des erſten Minderheiten=Vertrages. Die neue
Form des Minderheitenſchutzes, ſo wird dort feſtgeſtellt, ſei eine
notwendige Folge und ein weſentlicher Beſtandteil des durch die
Gründung des Völkerbundes eingeleiteten neuen Syſtems der
internationalen Beziehungen. Unter dem alten Regime ſei die
Garantie für die Durchführung derartiger Beſtimmungen den
Großmächten anvertraut geweſen. Die Erfahrung habe dieſes
Syſtem in der Praxis als unwirkſam erwieſen. Deshalb ſei die
Garantie jetzt dem Völkerbund anvertraut worden. Eine ganz
neue Sachlage ſei zu berückſichtigen. Die durch die
Friedensver=
träge abgetretenen Gebiete ſchlöſſen bedeutende Volksteile in ſich,
die eine andere Sprache ſprächen und von anderer Raſſe ſeien als
die Bevölkerung, der ſie einverleibt würden. Jahre bitterer
Feindſchaft hätten die Raſſen voneinander getrennt. Leichter
wür=
den jene Volksteile ſich an ihre neue Lage gewöhnen, wenn ſie
von vornherein wüßten, daß ſie in wirkſamer Weiſe gegen jede
Gefahr ungerechter Behandlung oder Bedrückung geſichert und
geſchützt ſeien. Schon das Bewußtſein der Tatſache, daß dieſe
Garantien beſtänden, würde praktiſch die erwünſchte Annäherung
erleichtern. „Wenn ich mir dieſe prinzipiellen Grundlagen
ver=
gegenwärtige”, ſo fuhr Dr. Streſemann nach dieſem Zitat fort,
„und wenn ich mit ihnen die Praxis zufammenhalte, wie ſie ſich
tatſächlich vollzieht, ſo kann ich mich nicht des Gefühls erwehren,
daß Theorie und Praxis nichtimmer in Einklang
miteinander geblieben ſind. Wir können jedenfalls
nicht über die unleugbare Tatſache hinwegſehen, daß die
Minder=
heiten ſelbſt in ſehr weitem Maße von dieſem Gefühl und den ſich
daraus ergebenden Sorgen um ihr kulturelles Schickſal beherrſcht
ſind.” . . . „Der Völkerbund würde ſich ſelbſt aufgeben, wenn er
die Grundſätze aufgäbe, von denen er einſt bei der Annahme des
Minderheitenſchutzes ausgegangen iſt.” Nach den
vorhergegan=
genen diplomatiſchen Beſprechungen, beſonders in London, hatte
man wohl damit rechnen dürfen, daß die maßvolle und den
tat=
ſächlichen Verhältniſſen in jeder Beziehung Rechnung tragende
Rede Streſemanns eine andere Aufnahme finden würde, als dies
in der Tat der Fall war. Mit ſeinen mehr oder weniger guten
Witzen hat Briand bei ſeiner Gefolgſchaft im Völkerbundsrat
jedenfalls mehr Beifall gefunden als bei den zahlreichen in Genf
verſammelten Minderheitsvertretern. Der franzöſiſche
Außen=
miniſter hatte offenbar ganz vergeſſen, daß es ſich bei der ganzen
Angelegenheit um das Schickſal von Millionen von Menſchen
han=
delt, über das zu ſpötteln ſchon allein der gute Geſchmack verbieten
ſollte.
Auch der engliſche Außenminiſter hat nach ſeinem Auftreten
in Genf offenbar den Höhepunkt ſeiner Laufbahn längſt
über=
ſchritten, und es macht faſt den Eindruck, als ob ihm nur noch
wenig daran läge, welches Erbe er ſeinem Nachfolger hinterläßt.
Dabei denken wir weniger an die bewußt unfreundlichen, gegen
Streſemann gerichteten Aeußerungen von „höchſt überflüſſigen
Anträgen”, denn dieſe liegen ja unſtreitig in der Linie der
eng=
liſchen Außenpolitik ſchon während der ganzen letzten 2 Jahre.
Wenn aber ein engliſcher Außenminiſter unter den gegenwärtigen
Umſtänden es für zweckmäßig hält, bei einem Preſſeempfang
ſpöt=
tiſche Bemerkungen über den Kellogg=Pakt zu machen, zur ſelben
Zeit, zu der man in London emſig bemüht iſt, das engliſch=
ameri=
kaniſche Verhältnis wieder etwas zu beſſern, ſo wird man ihn
doch vielleicht in England ſelbſt allmählich für reif für den
wohl=
verdienten Ruheſtand halten. Gewiß, man kann verſtehen, daß es
Herrn Chamberlain einigermaßen peinlich war, daß bei dieſer
Ratstagung die tiefgehende Meinungsverſchiedenheit zwiſchen
dem Mutterland und ſeinem Dominion Kanada ſo unverhüllt
in die Erſcheinung trat. Aber auch das iſt ja zum guten Teil ein
Ergebnis der Chamberlainſchen Politik.
Das poſitive Ergebnis der Genfer Erörterungen iſt ganz
ge=
wiß nicht gerady überwältigend. Erreicht iſt, daß durch die
Er=
nennung eines Dreier=Komitees die ganze Angelegenheit zunächſt
in der Schwebe gehalten wird, wobei allerdings die
Zuſammen=
ſetzung dieſes Komitees die Befürchtung nahe legt, daß es alles
daran ſetzen wird, um eine befriedigende Löſung zu ſabotieren.
Auf der anderen Seite hat dieſes Dreier=Komitee ja lediglich die
Aufgabe, Material zu ſammeln und dieſes Material dem Rat
in ſeiner demnächſtigen Sondertagung vorzulegen, wobei allen
Völkerbundsmitgliedern ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt
iſt, dem Dreier=Komitee Material und Anträge zu überreichen.
Wenn ſich im übrigen das deutſche Reich durch ſein Auftreten
die Sympathien der nationalen Minderheiten erworben hat —
die franzöſiſchen Zeitungen ſagen, daß Deutſchland die erſte Rolle
in der Minderheitsfrage „an ſich geriſſen” habe — ſo dürfen wir
das zweifellos als ein Aktivum für unſere Außenpolitik buchen.
Aber demgegenüber iſt nach der negativen Seite hin
jeden=
falls eine Verſchärfung der politiſchen Lage in Kontinental=
Europa durch die Genfer Beratungen feſtzuſtellen, obgleich ſich im
Augenblick noch nicht mit Sicherheit ſagen läßt, wie die
perſön=
lichen Unterhaltungen insbeſondere zwiſchen Briand und
Streſe=
man berlaufen ſind, da die Meinungen hierüber ſehr weit
aus=
einandergehen. Die Entwicklung der deutſch=franzöſiſchen
Be=
ziehungen aber bleibt nach wie vor die Kernfrage der europäiſchen
Politik. Deswegen iſt ja auch die Bedeutung der gegenwärtigen
berſchätzen, ganz abgeſehen von
Pariſer Verhandlunger
der beſonderen Bedeujung, die ſie für uns naturgemäß haben.
Ueber ſie heute ſchon ein Urteil zu fällen, wäre ſelbſtverſtändlich
Geite 2
Sonntag, den 10. März 1929
verfehlt, da ja die Beratungen hinter verſchloſſenen Türen
ſtatt=
finden. Das aber, was darüber trotzdem an die Oeffentlichkeit
kommt, gibt jedenfalls den Peſſimiſten unrecht, die ein Scheitern
der Verhandlungen ſchon nach kürzeſter Friſt vorausſagen zu
können glaubten. Wir müſſen im Vertrauen darauf, daß die
deutſchen Intereſſen durch unſere Sachverſtändigen ſo gut
ver=
treten werden wie nur möglich, das Endergebnis abwarten. Erſt
dann wird man auch in der Lage ſein, ein endgültiges Urteil zu
fällen über die 54. Tagung des Völkerbundsrates in Genf. M.
Noklage der Arbeitsloſenverſicherung.
Die Reſerven ſind aufgebraucht.
* Berlin, 9. März. (Priv.=Tel.)
Durch die enorme Arbeitsloſigkeit iſt die Reichsanſtalt für
Arbeitsloſenverſicherung in eine finanziell recht unangenehme
Lage geraten. Ihre Reſerven ſind aufgebraucht und
das Reich hat ſich veranlaßt geſehen, ſeine Zuſchüſſe von Monat
zu Monat zu ſteigern. Um eine Kataſtrophe in der
Arbeitsloſen=
verſicherung zu vermeiden, wird es notwendig ſein, das
entſpre=
chende Geſetz ſehr bald einer gründlichen Reviſion zu unterziehen
und vor allem Sicherungen gegen eine Ausbeutung der Anſtalt
einzumauern. Die Linksparteien hatten ſich bisher der
Forde=
rung nach einer Reviſion gegenüber ziemlich ablehnend verhalten,
doch ſcheint ſich jetzt ein Meinungsumſchwung anzubahnen.
Jeden=
falls erfährt man ſchon aus der demokratiſchen Preſſe, daß die
Linksparteien ſich einer Reform nicht mehr verſchließen. Man
darf alſo annehmen, daß ſich der Reichstag binnen kurzem das
Geſetz noch einmal vornimmt, damit die Verſicherungsanſtalt vor
Erſchütterungen bewahrt bleibt. Vor allem wird man dafür
ſorgen müſſen, daß die Reichsanſtalt vom Reiche ſelbſt
unab=
hängig iſt.
Der Rolekak vom Reichsrat verabſchiedek. — Ebbe in
den Reichskaſſen.
* Berlin, 9. März. (Priv.=Tel.)
Der Reichsrat hat am Samstag den Notetat verabſchiedet
und an den Reichstag weitergeleitet. Die Regierung verlangt
alſo die Ermächtigung, für die Dauer von drei Monaten — ob
das reichen wird? — die Einnahmen und Ausgaben im Rahmen
des bisherigen Haushaltes zu ordnen, wobei der Zuſatz getroffen
iſt, daß innerhalb dieſer Zeit die Ausgaben ein Viertel der
Etat=
anſätze des letzten Etatjahres nicht überſchreiten dürfen.
Gleich=
zeitig verlangt die Regierung die Ermächtigung, einen Kredit
von 500 000 Mark aufnehmen zu dürfen, und zwar 400 000 Mark
in Geſtalt von Schatzwechſeln und 100 000 auf Kontokorrent
bei der Reichsbänk. Dieſe Ermächtigung befand ſich bereits im
Nachtragsetat, und das Geld iſt ausgegeben, es handelt ſich alſo
nur um eine formelle Regelung, ſo daß dem Finanzminiſter neue
Geldmittel nicht zur Verfügung ſtehen zur Ueberwindung der
augenblicklichen Ebbe in den Reichshaſſen. Er muß alſo nach
neuen Geldquellen für den kommenden Quartalserſten ſich
um=
ſehen. Es ſcheint, als wenn beabſichtigt iſt, die
Sozialverſiche=
rungen und evtl. ſogar die Poſt heranzuziehen, um auf dieſe
Weiſe vorübergehend Geld zu bekommen, bis die Beträge durch
die eingehenden Steuern wieder abgedeckt werden können.
Die Rückehr der deutſchen Delegakion aus Genſ.
Nach Abſchluß der Ratstagung hat Reichsminiſter Dr.
Streſe=
mann heute mittag die Herren der deutſchen Delegation und der
deutſchen Preſſe zum Fruhſtück um ſich verſammelt. Heute
nach=
mittag erhielt er noch den Beſuch des früheren amerikaniſchen
Staatsſekretärs Elihu Root. Einige Ratsmitglieder verlaſſen Genf
ſchon heute abend, die meiſten im Laufe des Sonntags Die
deutſche Delegation, wird in einzelnen Gruppen nach Berlin
zurückkehren. Das deutſche Ratsmitglied und ſeine wichtigſten
Be=
rater fahren Montagabend. Reichsminiſter Dr. Streſemann kehrt
jedoch nicht ſofort nach Berlin zurück, ſondern tritt vorher einen
Erholungsurlaub an, den er an der italieniſchen Riviera
ver=
bringen will.
*
Die auf Mittwoch, 13. März, anberaumte Sitzung des
Reichs=
tags iſt auf Donnerstag, 14. März, mittags 12 Uhr,
ver=
legt worden, weil der gedruckte Entwurf des Haushaltsplanes für 1929
erſt Anfang nächſter Woche an die Mitglieder verteilt werden kann.
Reichsarbeitsminiſter Wiſſell, der am Sonntag
in Genf eintrifft, wird noch am gleichen Tage eine Zuſammenkunft
mit dem engliſchen und denr franzöſiſchen Arbeitsmiiſter haben. Wie
Loucheur wird auch Wiſſell an den ſam Montag beginnenden
Verhand=
lungen des Verwaltungsrats des Internationalen Arbeitsamts über
die engliſchen Vorſchläge zur teilweiſen Reviſion des Waſhingtoner
Ab=
kommens über den Achtſtundentag teilnehmen.
Der Senior der Danziger Zeitungsverleger und
Beſitzer der Danziger Neueſten Nachrichten” Senator a. D. Dr. h. c.
Guſtav Fuchs, iſr in der Nacht vom Samstag noch langem, ſchwerem
Leiden im 72. Lebensjahre geſtorben.
Heſſiſches Landestheaker.
Großes Haus. — Samstag, den 9. März 1929.
Naxoleon.
Drama von Chr. D. Grabbe.
„Nun unſere Truppen auf dem Lande ſind, bekomme ich
etwas Luft und ſchreibe an Dich. Meine Stube iſt wie eine
Brandſtätte. Zehntauſend Menſchen mögen in den letzten
Mo=
naten mit ihren verſchiedenen Geſuchen, Beſchwerden uſw.
dar=
übergegangen ſein, vielleicht noch mehr. Ich habe auch Pfunde
von Galle ausgeſpien. Haſt Du den Napoleon auch an
Menzel geſchickt? Und kannſt Du denn gar keine
Selbſtrezen=
ſionen befördern?” — So ſchrieb Grabbe am 8. Mai 1831 aus
Detmold an den Freund und Verleger Kettenbeil nach
Stutt=
gart und kennzeichnete die Umſtände, unter denen „Napoleon”
entſtanden war.
Unter den ſchwierigſten äußeren Verhältniſſen hatte Grabb
ſeit einem Jahr an dem Drama gearbeitet. Zwiſchen den
Pr=
zeſſen der Soldaten und der Einreihung der Truppen griff e
zu Ventourinis Chronik und zu Fleury de Chaboulon, ſtudierte
die jüngſte Geſchichte und warf die erſten Szenen auf abgeriſſen
Aktenblätter. Das Abenteuer der 100 Tage, die Schlachtenſzen
feſſelten ihn zunächſt. Er ſchrieb in Proſa, aber, wie er hoffte
in lutheriſch kräftig bibliſcher; denn die Artillerie=Trains und
die congreviſchen Raketen konnte er nicht in Verſe zwingen.
Seine Anſicht über Napoleon war zwieſpältig. Grabbe ſal
in ihm einen Mann, den die Selbſtſucht dahin trieb, ſeine Zei
zu benutzen: „Außer eigennützigen Zwecken, hat er ſchon al=
Korſe, als Halbfranzoſe nie gewußt, wohin er eigentlich ſtreb
— er iſt kleiner als die Revolution, und im Grunde iſt er nu
das Fähnlein an deren Maſte.” Auf der Bühne aber hielt e
ihn als Kaiſer hoch; er ſuchte, ihn groß zu machen, weil di
Natur ihn groß machte und groß ſtellte.
Im Herbſt 1830 war das Drama fertig, und Grabbe ſchrieb
es ab. Im Abſchreiben wuchs das Werk über die urſprüngliche
Form hinaus. Der Stoff erſchien ihm ſelbſt rieſenartig. Es
ent=
ſtanden die packenden Volksſzenen und die Schlacht bei Lignp.
So wurde die Dichtung nicht zu einem einheitlichen,
ge=
ſtrafften Drama, wohl aber zu einem wuchtigen
Zeit=
gemälde, das alle dramatiſchen Formen ſprengt, aber von
der Genialität Grabbes durchleuchtet iſt.
*Nobile und Ludwig.
Von unſerem F=Korreſpondenten.
Rom, 7. März.
Emil Ludwig iſt gerade zur ſelben Zeit in Rom, in der Nobile
verurteilt wurde. Ludwig wird es nicht übel nehmen, wenn man
ihn zuſammen mit Nobile nennt; der eine der aufſteigt, der
andere, der heruntergefallen iſt, Ludwig kann es auch nicht übel
nehmen, in dieſem Zuſammenhang zitiert zu werden, denn auch
er hat nichts gegenReklame einzuwenden. Obendrein kann man dem
einen wie dem anderen bei dieſer ſmarten — (amerikaniſcher
Aus=
druck mit Rückſicht auf Ludwigs amerikaniſche Erfahrungen) —
Reklame den Milderungsgrund zugutehalten, daß weniger die
geprieſenen Tageshelden die Hauptmacher ſind als ihre
Hinter=
männer: beim einen der Verleger, beim andern der fasciſtiſche
Unternehmer. Darum gehören ſie zuſammen.
Man hat Nobile nun verurteilt, — immerhin eine
beachtens=
werte Tatſache. Aber es ging wirklich nicht anders. Behounek,
der ſo lange ſtill geweſen war, als er mit dem Beſuche Italiens
rechnen mußte, war nicht totzuſchweigen.
Von ihm mußte man in Rom erwarten, daß er eines Tages
doch auspacken würde. Der Zufall hat es nun mit ſich gebracht,
daß gerade in der Stunde, in der das Urteil über Nobile in Rom
bekannt wurde, die erſten deutſchen Zeitungen ankamen, in denen
Behounek ein offneres Urteil über das Italiaunglück abgab. Und
dieſe Aeußerungen decken ſich bezeichnender Weiſe mit der
Mei=
nung einer ganzen Anzahl von Italienern, die ebenfalls nicht ſo
ſehr in Nobile den am ſchwerſten zu Verurteilenden ſehen, ſondern
das Verhalten von Zappi — na, ſagen wir mal vorſichtig — höchſt
eigenartig finden.
Es iſt an dieſer Stelle bereits im Juni und Juli des
vergan=
genen Jahres wiederholt darauf hingewieſen worden, daß man
nicht Nobile allein als Sündenbock hinſtellen dürfe. Man hat vor
der Polfahrt gewußt, daß Nobile kein gewiegter Steuermann für
ein Luftſchiff iſt. Man hat es während der Expedition dann
be=
ſtätigt geſehen, als Nobile das gleiche falſche Manöver auf der
Fahrt nach Stolp machte, das die „Italia” dann bei Spitzbergen
zum Scheitern brachte. Es iſt jenes ſchlechte Steuern, das ſeiner
Zeit Riſſer Larſen erlebte, als er in letzter Minute Nobile
das Steuer aus der Hand ſchlug, um die Expedition nach Alaska
zu retten. Man hat den ungeſchickten Luftſchiffer verurteilt,
ob=
wohl man wiſſen konnte, daß er ungeignet für die ſchwere Fahrt
war. Aber man hat ihn trotzdem auf die Expedition geſchickt und
hat ihm obendrein Aufträge mitgegeben, die ihn in eine
Zwangs=
lage brachten. „Die Schuld trifft das Syſtem” wurde hier
ge=
ſchrieben, „und den Staat, der Mittel, Mannſchaften (es waren
Marineangehörige, keine Zivilangeſtellten, die auf der „Italia”
Dienſt taten!), Propaganda und Entdeckungsbefehle mit
Termin=
beſtimmungen lieferte‟. Nobile ſollte am Pol an einem
italieniſch=
fasciſtiſchen Feiertag, dem 24. Mai, eintreffen, damit die Nachricht
Reichskanzler g. 9. dr. Luther 59 Jahre all.
Reichskanzler a. D. Dr. Hans Luther
feiert am 10. März ſeinen 50. Geburtstag. Er wirkte 1907—22
im Kommunaldienſt als Stadtrat in Magdeburg,
geſchäftsführen=
dens Vorſtandsmitglied des Städtetages und Oberbürgermeiſter
in Eſſen. 1922 wurde er Reichsernährungs= 1923
Reichsfinanz=
miniſter und ſtand 1925—26 als Reichskanzler an der Spitze der
Reichsregierung. — Der Reichskanzler hat zugleich im Namen der
Reichsregierung dem Reichskanzler a. D. Dr. Luther zur
Vollen=
dung ſeines 50. Lebensjahres telegraphiſch die beſten Glückwünſche
übermittelt. Der Reichspräſident hat in einem herzlich gehaltenen
Schreiben gleichfalls ſeine Glückwünſche ausgeſprochen.
Im erſten Teil iſt das Volk der Held, das Volk, das in
allen Schattierungen gezeigt wird: die friedlichen, liberalen
Bürger, die beiden alten Grenadiere, die an Heines Ballade
erinnern, die rohaliſtiſchen Emigranten, der Pöbel, der von
Jouve, dem Demagogen der Straße, geführt wird.
Allmählich taucht hinter dem Volk wie ein gewaltiger
Schatten die Geſtalt des Korſen auf: zur Abfahrt von Elba
rüſtend, in Frankreich landend. Zugleich entwickelt ſich das
Ge=
genſpiel zu dem ſchwachen, farbloſen König, der im Kreiſe ſeines
Hofes kaum Geſtalt gewinnt und durch die Flucht dem
Zuſam=
menſtoß mit Napoleon ausweicht.
Das äußere Geſchehen treibt Napoleon, der in Paris die
Macht ergriffen hat, in den Kampf mit den fremden Mächten. Es
folgen die gewaltigen Schlachtbilder von Ligny und Belle=
Alliance, die mit Napoleons Niederlage enden.
Wo ſteht Grabbe?. Nicht auf der Seite Napoleons,
deſ=
ſen Perſönlichkeit er ſkeptiſch beurteilt. Nicht auf der Seite der
Revolution, über die er im Juli 1831 in einem Briefe an
Ket=
tenbeil urteilt: „Ich bin ſehr liberal, aber das jetzige
Revolu=
tionsraſen iſt weiter nichts, als ein notwendiges Uebel, welches
die Menſchheit durch Leiden dahin führen wird, daß jeder
ein=
ſieht, es gibt nur ein Glück, und das iſt, ſich ſelbſt zu
refor=
mieren und klug genug zu ſein, um völlig edel zu ſein. Dann
finden ſich Staats= und Familien=Verhältniſſe von ſelbſt.”
Grabbes Sympathien gehören wohl einem Liberalismus wie
ihn Fouche und Carnot vertreten, einer konſtitutionellen
Mo=
narchie. Vor allem aber kommt in den letzten Szenen das ſtarke
Vaterlandsgefühl zum Durchbruch, das dem Weſtfalenſohn ſtets
eigen war.
Die innere Schwierigkeit der Einſtellung zu den einzelnen
geſchichtlichen Erſcheinungen mag dazu beigetragen haben, daß
Grabbe ein geſchloſſenes Drama nicht gelungen iſt, und daß die
Fülle der Erſcheinungen die dramatiſche Form zerbricht.
Glän=
zend aber ſind die einzelnen Szenen, beſonders die Volksſzenen
des erſten Teils. Sie erinnern in ihrer Lebendigkeit an Büchner=
„Danton” und ſpiegeln das Bild der Zeit packend wieder.
Die hieſige Aufführung, die unter der Leitung von Car
Ebert ſtand, kündigte als ihre beſondere Aufgabe an, durch
dramaturgiſche und ſzeniſche Zuſammenziehung das eigentliche
„Napoleondrama” herauszuheben; ſie ſah in der Tra
gödie des aufſteigenden Genies, das kämpfend und ſich aufleh
nend in die Nacht ſeiner Herkunft zurückgeſtoßen wird, zugleich
die Tragödie von Napoleon und Grabbe. Die Erfüllung dieſe
Aufgabe iſt um ſo ſchwieriger, als die Größe Napoleons bei
Grabbe — wohl infolge der Skepſis, die Grabbe ihm im Grunde
entgegengebracht hat — nicht aus ſich ſelbſt wächſt und der letz=
Numme
von ſeiner Pollandung oder ſeinem Kreuzabwurf ge
ſem Feſttage in Italien eintreffen konnte. Dieſe Termimhe
iſt ſpäter geleugnet wurden mit der Erklärung, an moß
Stelle habe man derartige Befehle nie gegeben. Esiſ,
ſtändlich, daß Muſſolini ſolche Vorſchriften nicht macht.
jenigen Leute, die mit Propaganda und lauten Worten
des Regimes zu unterſtützen für nötig halten, haben
abreiſenden Nobile dieſen Termin eingeſchärft. Nobutz
ja in einer unvorſichtigen Stunde ſelbſt geſagt.
Jetzt muß Nobile büßen, nicht nur für ſeine Unfähin
dern auch für ſeinen guten Willen, den Drahtziehern imi
folgen. Er hatte außerdem das Pech, vor ein Richterkoll
ſtellt zu werden, das vorwiegend aus Marineſachverſtärz
ſtand, die viel mehr Intereſſe daran hatten, die Ehn der
angehörigen, zu denen Zappi gehört, hoch zu halten, als
aviatoriſchen Möglichkeiten zu vertiefen. Wer ſollte 7
dem Syſtem Schuld geben, wenn rein äußerlich das Verd
Nobiles Schultern abgeſchüttelt werden konntel Nur
unü-
hat nach dieſer Richtung voll die Wahrheit geäußert, inſuinu
Ritterlichkeit Nobiles immer wieder betont hat. Abu /0 mid M Ne. SS
lichkeit genügt eben nicht immer zu großen Taten, 9 uſt—u0 ſ0icheſ b.
jedoch trotz der Verurteilung Nobiles ihm immer nae 0ü der belchlte
Zwangslage anrechnen, in der er ſich auf Grund der asm enl
Anordnungen und der italieniſchen Preſtigegründe befaſſuweit
Schuld iſt die Sucht Italiens nach großen Taten an:.
Preis, Schuld iſt die Sucht nach Reklame. Und darinntächee
für Leute außerhalb dieſes winterlichen Italiens eine Muem
Gar mancher läßt ſich verleiten, mehr für die Reklame 7u/ ſip na
ſeiner Sache gut iſt. Gerade wir Deutſchen müſſen u zmeid
allzuviel darin zu tun. Man iſt etwas eifrig zur Zeit, :„Aumendig
wohl manchmal zu reichlich und nicht immer mit geeignenv vorüberge!
teln, beſonders jenſeits des Waſſers. Emil Ludwig hadgeu Empfangnahme
dem angeborenen Talent dieſen Betrieb kennen gelenlftzu ſetzen und
italieniſcher Verleger hat ihn hier mit Wucht in die Prläiuaniſation zu
ſetzt. Rom hat zwei Wochen lang faſt in jeder großen, riue Organi
große Artikel oder kleine Notizen über den bedeutendertyum internati
„Hiſtoriker” leſen müſſen. Aber es gibt doch auch in mſimnenhang
Leute, die ſagen, daß ebenſo wie Nobile zwar ein Fläyfaulden zu han
kein Kapitän iſt, Ludwig zwar ein geſcheiter und geſchickü=)plitiſchen Org
ſteller aber kein Hiſtoriker iſt. Es genügt nicht, eine Fhen ſoll die Abn
reicher Bücher zu ſchreiben, Biographien in KompilhnunnVerpflichtu
Hiſtoriker ſich nennen zu laſſen. Der Geſchichtsſchreicn HnDiskuſſion
Geſchichtenſchreiber, ſondern ein Forſcher. Und Forſchen ze geſchäftliche
ſehr beſcheiden. Hier in Rom wurde jedenfalls nicht jedar ſormalen Fr.
Herz froh, wenn man las, zu welchen Zwecken ſich La leitet werden
nutzen ließ. Er diente nicht unbedingt dem Deutſchtunt jUn neue Einrig
mehr ſeinem italieniſchen Verleger zugute.
Rau
Nun betont ja allerdings Emil Ludwig gern, da0lt,y
mopolit ſei. Wir draußen, die wir lange Jahre außliz,9,
deutſchen Lande leben, werden alle mehr oder weniag
politen. Aber wenn unſer Herz ſchlägt, dann
Heimat, für Deutſchland. Man hat in der italteniſoſt
hildnerun
Es
nicht ſehr viel von Deutſchland im Zuſammenhang mit 14,nd ſog
wig gehört. Und dabei war auch er wie einſt Nobile b.A,,d.
beim König und beim Duce. Nobile war allerdings in =ſher Arb=
Italiener, der ſeinem Vaterlande zum Ruhm verhelſ den bet
Er iſt dabei geſcheitert. Vielleicht iſt es ſicherer, Kosmoboe; Auflegung
hen Annuitä
Iil ich ſein. Sie k!
Uſuſammenar
* Anlage=Depoſi
Im Warſchauer Senat erklärte der deutſche Senator Dru
eine Schuld des Abgeordneten ulitz nur auuſ” ſei über di
gefälſchter Dokumente oder durch Meigeigink ur die Tätie
erſcheinen
weiſen ſei.
Die Unterzeichnung des griechiſch=urd in beſonder
ſchen Freundſchaftsvertrages, die urſprünglichügen dürſte.
tag angeſetzt war, iſt auf Dienstag uüchſter Woche be9 Mzivien z
worden.
uenmen werd:
Die Signatarmächte des Tangerabla ſation
Bom Tage.
Frankreich, England, Italien und Spanien, haben ge
Vülkerbund die Urkunden des Abkommens i0 enndels=
und vielmehr
giſtrierung hinterlegt.
Zuſammenarbeit
Im Thronſaal des Vatikans empfing geſtern ahüler. Tatſächlick
das bei ihm beglaubigte diplomatiſche in Lande der g
Die Meldungen über „einen Niederlaſſungsen und mit dieſer
zwiſchen Deutſchland und Rumänien, ſye gMd mkeiner M
ſichen zutreffend. Es handelt ſich um Erleichterungen . 2 Girſuß auf be=
und in den Aufenthaltsbeſtimmungen.
Nach einem offiziellen Communigus hat die Madridig: Ser des Vor
zei im Verlaufe von Studentenunruhen 2Nender n
zahl von Studenten verhaftet, die der politi ſich erden,
tion gegen die ſpaniſche Regierung beſchuldigt werden, T 9erbeizuführ
zui Kürzen Peoldelteis Mlbichelt
Die engliſchen Flottenvoranſchläge ſiüt
Ausgaben von über einer Milliarde Marlinte
Atende 2i.
nommen.
ten Ueberzeugung entbehrt. Napoleon redet mell."
innerer Enwwicklung handelt. „Die Proſa in Naholehl.
Frühle
ſchmettern!” rief Grabbe einem Freunde zu. Frlh. 2
für „Napoleon” die Kraft ſeines Organes und die L.ai
Perſönlichkeit ein. Er feſſelte am ſtärkſten, als er G. J
Geſtade von Elba den Entſchluß zum Aufbruch
ſeh=
bekannten Anruf an Amphitrite, die gewalnge
Jungfrau, ſprach; eine prächtige, in ſich geſchloſſeh.
Packend auch wirkten die zu einer nächtlichen.
mengezogenen Auftritte auf dem Greve=Platz umtet.
der Aufzug der Vorſtädter von St. Antoine, die Le
Pöbels durch den tollen Schneider — eine biſſie
höhnung der Revolution! —, der Anmarſch L
Truppen, der Umfall des Volkstribunen Joude‟.
liche Bild — im Rahmen von Wilhelm Rein.!
ration — wirkte überzeugend. Bernhard Min‟!"
„Jouve” ſchauerlich echt in Brutalität und Gehlei
Keßler, das konvulſiviſch zuckende Schneider”.
Verfehlt waren die Szenen am Hofe. Sie wo.
telhaftigkeit gedehnt und übertrieben. Das ha."
Wurf Grabbes nicht nötig! Auch nicht, daß die 2"
des Königs bei ſeinem Abſchied durch ein hode
das in meiner Grabbe=Ausgabe nicht zu finden !h. ”
wird! Den König ſpielte — wirkungsvoll im Slt
— Richard Fürgas. Mit der ihr an ſich fernlſh.
der „Herzogin von Angoulsme” fand ſich Kächt.2.
Möglichkeit ab.
Die größten Schwierigkeiten bieten jeder
Schlachten von Ligny und Belle=Alliance: nicd
Form nach, habe ich mich in nichts geniert. S
verdients nicht — Lumpenhunde ſind ihr wit
aber ſoll ſie wieder zu den Dichtern kommel,
der geſund bin!” ſchreibt Grabbe grimmß
ten kürzte die Regie am ſtärkſten. Sie 90=
Ausſchnitte. Blücher kam zu kurz. Die ſchone
ßiſchen Jäger, auf die Grabbe ſtolz war, ſiet
den Tiſch. Es lag dies wohl im Sinne der ?"
„Napoleon=Dramas”, ob aber im Sinne Grobo”
So hatte die Aufführung — in kleineren
Göbel, Gallinger genannt — nebe
auch ihre ſtarken Vorzüge. Auf alle Fälle iſt. Le
Grabbes „Napoleon” ein wertvolles Expelſch””
tereſſante Erſcheinung im Spielplan.
[ ← ][ ][ → ]Bent it inkernakiongle Zahlungen. — Ihte
Mſtrukkion und Funkkionen.
EP. Paris, 9. März.
dem iſ längerer Zeit erörterten Plan zur Schaffung
ank füunternationale Zahlungen gibt die
Sachverſtän=
iferenz) ß1 folgenden Bericht aus:
bereitz)er Preſſe mitgeteilt wurde, iſt ein rein
vorläu=
an fürz) Organiſation einer neuen internationalen Bank
ſchverſtäigenkomitee in ſeiner Vollſitzung vom 6. März
itet wmen. Die Beſprechung dieſes Planes hat bereits
n. Shurd in der auf Montag, den 11. März, anbe=
Volläng fortgeſetzt werden. Beſonderes Gewicht iſt
zu legundaß der geſamte, dem Sachverſtändigenkomitee
te Pleknvorläufig einen reinen Verſuchscharakter
bei nnever Prüfung vielleicht ganz oder teilweiſe ab=
„werdeyr inm.
das ähberſtändigenkomitee ſich entſchieden hatte, die
leiten umr ſolchen neuen internationalen Bank zu
unter=
jat esſ“ naturgemäß von dem Gedanken leiten laſſen,
um eimendgültige Regelung des Reparationsproblems
en, ngaw endig ſein wird, allmählich einen
gro=
eil A.u borübergehenden
Kriegsorgani=
en ᛋzu Empfangnahme der Reparationszahlungen
Krantzu ſetzen und, wenn möglich, durch die
ensoſrianiſation zu erſetzen. Es hat ſich
ge=
ß diclntue Organiſation nötig iſt, um die
n neſun internationalen
Geldbewegun=
n Zuuſmmenhang mit den Reparationen
iegsbeulden zu handhaben. Durch die Er=
Tgderſplitiſchen Organiſationen durch die
zielkltſ oll die Abwicklung von
Deutſch=
äußeen Verpflichtungen aus dem Gebiet
litifſhn Diskuſſionen auf das Gebiet der
nlichte geſchäftlichen
Auseinanderſetzun=
e denntormalen Friedenszuſtand
charakteri=
berge itet werden.
in einen blche neue Einrichtung geſchaffen werden ſoll,
jre Hauuaufgabe zunächſt in ihrer Stellung als
änderu ſuchen ſein, indem ſie die zu vereinbarenden
ten vom deutſchland in Empfang nimmt und ſie an die
ernatiorm verteilt. So würde ſie als Bindeglied
en Sihldner und Gläubigern den
Trans=
edig)r Es iſt ferner ins Auge gefaßt, daß die
Sach=
unge und ſogar unter beſtimmten Garantien für große
die umi den Generalbegriff der Sachlieferungen fallen,
ſchen Wel der Arbeit finanzieren würden. Sie ſoll ferner
mittler ndn beteiligten Regierungen und den
Emiſſions=
bei diAuflegung der zur Mobiliſierung
eutfehn Annuitäten zu emittierenden
behillich ſein. Sie könnte mit den bereits
beſtehen=
enbankanzuſammenarbeiten und auf Wunſch von dieſen
Biro= ᛋhü Anlage=Depoſiten annehmen. Die großen
Be=
emder =Lviſen, über die ſie normalerweiſe verfügen
laſſen f+für die Tätigkeit als Ausgleichſtelle
be=
geeigmterſcheinen, ebenſo wie ſie als Reſervoir für
Deviſem ſon beſonderer Bedeutung für die beſtehenden
anken im dürfte.
Grungn zipien, zeigen deutlich, daß, wenn der Plan
angemmnen werden ſollte, die zu ſchaffende
drgamſation jede Konkurrenz mit den
endernHandels= und Emiſſionsbanken
iden md vielmehr, in erſter Linie dazu beitragen
in engg:Zuſammenarbeit mit den beſtehenden
Noten=
zu arbaün. Tatſächlich würde die Bank ihre Tätigkeit
beſtinnmen Lande der Politik der Notenbank dieſes
Lan=
ſerordnem und mit dieſer Bank zuſammenarbeiten. Die
uk wündi keiner Weiſe eine Ueberbank ſein, um einen
henden =Enfluß auf bereits beſtehende Organiſationen
ben. D2eVäter des Vorſchlages glauben vielmehr, daß
veratſimen der neuen Organiſation dazu
agen urden, eine Stärkung der
Zuſam=
kbeit hrbeizuführen, die ſich zwiſchen den
Zen=
uten beuts entwickelt hat und die während der letzten
o bedeunde Dienſte für die Wiederherſtellung des Gold=
9s in der Velt und auch ſonſt zur Stabiliſierung der Fi=
* geleiſisthat. Sie würde die beſtehenden Organiſationen
Zeßen, wern vielmehr nur ergänzen und würde eher
als lellſade Anordnungen geben. Hinſichtlich der
Di=
dn läßt Plan klar erlennen, daß die Bank unpo=
Yinterhational und frei von
vorherrſchen=
w
* Frühling.
Von Ernſt Eimer.
Amfel iſt ihn verkündet, den jungen, hellen Morgen —
Jaubeixes Sonnenlichtes liegt die feſtliche, neue Welt.
Zumel blrg und die Knoſpen ſchwellen und hunderttauſend
ſigen im Sehnſucht und ihr Liebesglück in den warmen
reicher us die Hände und ſchreiten mit lichten
Hoffnun=
blütenr und blumenbunten Wegen durch die wonne=
Ne Weltl Vir wandern leichtbeſchwingt im tatſrohen
*e des 2bdens durch ſonnengoldene Täler und über
ane HöM und über uns in die reinen, weißen Wolken
A jubelniVerchenlieder.
E Heufe ſind des Glückes und der Dankbarkeit voll in
Rroßem, underſamen Frühlingsgarten.
25 i1 Nr geologiſchen Borzeit Waldbrände
gegeben!
Der Strerllm die Entſtehung des Fuſits zieht immer weitere
Die AluAinſicht, daß dieſes holzkohlige Material der
Koh=
der Waldgaunden auf den Kohlenmooren der Vorzeit ſeine
2 Aaus beehnlt, ſcheint den heutigen Erdkenntniſſen der
Lnldeit niüthtnehr zu entſprechen. Jedenfalls häufen ſich die
Neie die 3 Aeweiſen verſuchen, daß Waldbrand nur in ganz
wekoneterhällen zu der Bildung von Holzkohle beigetragen
Dn dieſe Ehmehr durch eine beſondere Art der Inkohlung
Sileit ſein üſſe. Die einen nehmen an, daß eine beſonders
E Austrocktug das Holz auf dieſen Weg führe, die anderen
ein daß 1 Uegenteil ſolches Holz beſonders ſtark vermodern
Ob. Wctläin d ſie ſich darin einig, daß der Fuſit im Laufe
DeAlungeitezeſſes entſtehe und allmählich ſeinen heutigen,
S der 1hgen Kohle ſtark abweichenden Zuſtand erreicht
Es gibtkin eine ganze Reihe von Tatſachen, z. B. das
Sindſchen bouFu fit in paläozoiſchengBraunkohlen, wie der von
Etnßh, wo 2%r genau den gleichen CCharakter hat wie in den
igen Steiutllen. Ein wichtiger Béweis für die Waldbrand=
Lie Iit fernechas Auftreten von Fuſit in den Dolomitknollen
EApons, rauf zum erſten Male Dr. H. Bode hingewieſen
Syer Wih, die bei der Preußiſchen Geologiſchen Landes=
L Erſchieraliß. (Neue Beobachtungen zur Entſtehung des
Sonntag, den 10. März 1929
den finanziellen Beziehungen, ſein muß. In dem
Direktorium ſollen lediglich Männer von Erſahrung und
inter=
nationalem Ruf ſitzen. In Ergänzung des
Direkto=
riums ſind beratende Komitees vorgeſehen, die ſo
zu=
ſammengeſetzt ſein müſſen, daß ſie vernünftige Natſchläge über
die zu behandelnden Probleme gewährleiſten. Der Sitz der
Bank würde vorausſichtlich in einem der kleineren
Länder liegen, wo eine geeignete Rechtsgrundlage und
Steuerbefreiung gewährt wird.
Es wird erwartet, daß die Tätigleit der Bank für die
Schuld=
ner= und Gläubigernationen in keiner Weiſe Nachteile bringen
wird. Mit der Errichtung einer ſolchen Finanzorganiſation
würde Deutſchland finanziell auf eigenen Füßen
ſtehen, die Verantwortung für die
Aufrechter=
haltung ſeines eigenen Kredits haben und auf
dieſer geſchäftlichen Grundlage mit einer internationalen
Finanz=
organiſation, die auf Grund geſunder Geſchäftsgrundſätze
vor=
geht, zu verhandeln haben. Neben dieſen Vorteilen würde die
Bank in der Lage ſein, die Reichsbank und andere
Zentralbanken bei der Aufrechterhaltung ihrer
Währungen zu unterſtützen, um dadurch das
Geſchäfts=
leben auf eine ſichere Grundlage zu ſtellen. Den
Gläubiger=
nationen würde ſie dadurch wertvolle Dienſte leiſten, daß
ſie einen ununterbrochenen Strom von
Zahlun=
gen erleichtern und größere Möglichkeiten für
die endgültige Kommerzialiſierung der deutſchen
Schutld bieten würde. Die Gläubigernationen würden ferner an
Gewinnen teilhaftig, die die Bank vorausſichtlich machen wird.
Die neue Bank kann dazu dienen, die Lücke auszufüllen, die
zur=
zeit in der Bankorganiſation der Welt beſteht, insbeſondere die
Seite 3
Lücke, die ſich infolge der durch die Reparationen und die
Kriegs=
ſchulden geſchaffene Situation ergeben hat. Es wird erwartet,
daß die Diskuſſion des Komitees in der komnenden Woche das
Projekt klären und dem Komitee die Möglichleit zur Entſcheidung
geben wird, ob dieſer Plan weiter verfolgt oder ob die Diskuſſiom
hierüber zunächſt vertagt werden ſoll.
Von beſtunterrichteter Seite erfahren wir noch folgende
Ein=
zelheiten: Die Bank hätte als Hauptfunktion zu erfüllen: 1. Die
Funktion eines Truſtees oder Treuhänders für die
Repara=
tionen, 2. die Funktion eines Clearinghouſes für
Sachliefe=
rungen, die im weſentlichen unverändert beibehalten werden
dürften, aber beweglicher geſtaltet werden ſollen, 3. die
Funk=
tion eines Kreditinſtituts. Die letztere Funktion iſt in den
bis=
her geführten Verhandlungen der Sachverſtändigenkonferenz
noch nicht völlig geklärt worden. Man denkt daran, daß dieſes
Kreditdepartement vor allem die zur Zahlung
der Reparationen unbedingt notwendige
deutſche Ausfuhr ſtärken und finanzieren ſoll.
Dieſe Steigerung der deutſchen Ausfuhr wiederum
ſetzt eine Belebung des Welthandes voraus, die nur
durch ſehr enges Zuſammenarbeiten mit den
No=
tenbanken möglich iſt. Solchen Ländern, deren Märkte
ent=
wickelt und für die Aufnahme von Ausfuhrartikeln reif gemacht
werden können, ſollen zu dieſem Zweck Kredite gewährt werden.
Eine Emiſſionstätigkeit der Bank kommt nicht in Frage. Der
Sitz der Bank iſt noch nicht beſtimmt. Eine Einigung ſcheint
darüber zu beſtehen, daß dieſer Sitz ſich nicht im Bereich einer
Großmacht befinden wird und vom deutſchen Standpunkt, wohl
in erſter Linie aus Gründen techniſcher Bequemlichkeit, die
Er=
richtung der Bank nach Holland in Frage käme.
* Mainz, 9. März.
Der Landesparteitag der Deutſchen Volkspartei, Landesverband
Heſſen, begann am Samstag nachmittag im Silberſaal der Mainzer
Stadthalle mit der Sitzung des gut beſuchten kommunalpolitiſchen
Landesausſchuſſes, in der die Richtlinien für die Haltung und
Einſtel=
lung zu den im Herbſt ſtattfindenden kommunalen Wahlen beſprochen
wurden. Beigeordneter Dr. v. Hanſemann hielt ein ſihr
auf=
ſchlußreiches Referat über die „Grenzen der wirtſchaftlichen Betätigung
der Gemeinden”. Einleitend ſtellte der Redner feſt, daß nicht
beab=
ſichtigt ſein könne, den G meinden das Recht zur wirtſchaftlichen
Betä=
tigung grundſätzlich abzuſprechen, daß es aber auch andererſeits nicht
angehe, wie es Sozialdemokraten und Kommuniſten täten und wie es
gelegentlich auch von den Städten befürworhet werde, den Kommunen
das Recht zu geben, ſich unbegrinzt wirtſchaftlich zu betätigen. Die
hiſtoriſch und ſozial bedingte Notwendigkeit wirtſchaftlicher Betätigung
der Gemeinden werde anerkannt, auf der anderen Seite müſſe aber
das Prinzip der Privatwirtſchaft hochgehalten werden. Auch heute
noch ſtelle die Geſamtheit der wirtſchaftlichen Betätigung des einzelnen
Individuums einen unentbehrlichen und ſvertvollen Teil unſeres Volkes
dar. Aus dieſem Geſichtspunkt betreibe die D. V. P. nicht nur
Wirt=
ſchaftspolitik im allgemeinen, ſondern vor allem befürworte ſie auch
eine aktive Mittelſtandspolitik. Die Erhaltung der Privatwirtſchaft und
Steigerung ihrer Leiſtungsfähigkeit auf weite Sicht ſei der einzige Weg,
das finanzielle Rückgrat der Kommunen zu erhalten und zu ſtärken.
Wenn wir die wirtſchaftlichen Privatbetriebe in den Gemeinden immer
mehr auspowerten, ihre Konkurrenzmöglichkeiten im In= und Ausland
erſchütterten und unſere ſozialen Ausgaben ins ungemeſſeno ſteigerten,
ſo müſſe dieſes finanzielle und wirtſchaftliche Syſtem bald zu Bruch
gehen, wenn die Erkenntnis ſeiner Schädlichreit nicht zur Umkehr führte.
Der Redner prüfte dann im einzelnen dio kommunalen wirtſchaftlichen
Betriebe auf ihre Berechtigung noch.
Als zweiter Redner ſprach Dr. Niepoth=Schlitz über
dungen Siedlungs= und Hafengelände zu erlangen, nicht abgeſprochen
werden, da es früher als Feſtung in dieſer Hinſicht behindert war.
Wenn aber Darmſtadt dasſelbe wolle, dann könne das nur den
Ab=
ſichten einer Partei entſprechen, die dadurch ihren tolitiſchen Einfluß
ſtärken wolle. Die öffentliche Finanzpolitik müſſe uuter dem
Geſichts=
punkt ſtehen, was kann die Geſamtwirtſchaft in Form von Steuern
und Beiträgen an Staat und Gemeinde abführen. Aufgabe der D.V.P.
müſſe es ſein, der Bewilligungsfreudigkeit in Staat und Kommunen
Einhalt zu bieten, ſelbſt auf die Gefahr hin, unpopulär zu werden.
Alle Sozialiſierungsverſuche ſeien entſchieden zu bekämpfen. Die
Woh=
nungszwangswirtſchaft zu beſeitigen und einen geeigneten Schutz für
die Mieter zu ſchaffen, müſſe angeſtrebt werden. Was die Sozialpolitik
anlange, ſo laſſe ſich die D.V.P. hierin von niemand übertreffen,
wende ſich aber ſcharf gegen Auswüchſe und die demogogiſchen
For=
derungen gewiſſer Parteien.
Der Redner trat dann für Beſteuerung der kommunalen Betriebe
ein. Die Realſteuern ſeien überſpannt. Eine unerwünſchte Erſcheinung
ſei, daß alle Ausgaben, die zu Steuererhöhungen führen, nur von
cinem Teil de Behölkerung getragen werden. Zum Schluſſe ſetzte ſich
der Redner mit der Beamtenpolitik auseinander. Die D.V.P. trete für
das Berufsbeamtentum ein unter Berückſichtigung einer ſachlichen
Vor=
bildung und angeneſſener Beſoldung. Das Gemeindebeamtenrecht in
Heſſen könne praktiſcherweiſe nur im Zuſammenhang mit der Reform
der Verwaltung gelöſt werden. Der Redner zog zum Schluß Vergleiche
ewiſchen dem Kommunglprogramri der D.V.P. und dem der übrügen
Parteien. Für die Volkspartei ſei nicht nur das Wohl einer einzelnen
Volksklaſſe, ſondern das Wohl der Geſamtheit der Bevölkcrung
maß=
gebend.
Die Begrüßungsſeier in der Mainzer Stadkhalle.
Die b m Ortsverein Mainz der D.V.P. veranſtaltete
Begrüßungs=
feier am Abend im Rheingoldſaal der Stadthalle war überaus ſtark
be=
ſucht und nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Die Begrüßungsanſprgehe
hielt der 2. Vorſitzende der Mainzer Ortsgruppe, Sta tverordneter
Poſt=
inſpektor Strohauer. Neben den ſchon in der
Nachmittagsveran=
ſtaltung anweſenden Genannten wa= auch der Fraktionshorſitzende der
Reichstagsfraktion, Reichsminiſter a. D. Dr. Sholz anweſend. Im
Mittelpunkt des Abends ſtand folgende Rede des
Landesverbandsvor=
ſitzenden,
wobei er zu den wichtigſten kommunalpolitiſchen Fragen Stellung
nahm. Ein amtliches Programm der D.V.P. zur Kommnnalpolitik
liege nicht vor, erklärte er. Die kommunalpolitiſche Vereinigung der
D.V.P. der Rheinprovinz habe aber Richtlinien aufgeſtellt, in denen
die Grundanſchauungen der Partei zum Ausdruck kämen. Die
volks=
parteilichen Vertreter in den Gemeindeparlamenten müßten die
allge=
meinen Grundſätze der Partei einhalten. Bezüglich der
Selbſtverwal=
tung trete die D.V.P. im Sinne der Schöpfer Hardenberg und Stein
für ihre Erhaltung ein. Die Eingriffe des Staates ſollten ſich auf
Geſetzesverletzungen und Einführung untragbarer ſteu rlicher
Bela=
ſtungen beſchränken. Eingemeindungen, die lediglich dem Ehrgeiz und
Größenwahn eines Oberbürgermeiſters entſprängen, ſeien abzulehnen.
Wenn Eingemeindungen dagegen im Intereſſe der kulturellen und
wirtſchaftlichen Entwicklung einer Stadt liegen, müßten ſie b jaht
wer=
den. Der Stadt Mainz könne die Berechtigung, durch Eingemein=
Von Volk und Vaterland reden, heißt klagen von unſeren Sorgen
und Nöten, forſchen nach ihren Urſachen und ſich ſammeln in dem
Willen zur Selbſtrettung.
In dieſer Stadt ſpricht des Vaterlandes Not zu uns mit lauten
Worten der Anklage gegen den Geiſt der Ungerechtigkeit und der
Un=
treue gegen Vrrräge in der Welt! Unſer deutſches Volk iſt durch die
Jahre der Demütigung und Friedloſigkeit hindurchgegangen mit dem
Willen, durch Opfer und Vertragstreue ſeine Freiheit zu ſichern. Unſer
rheiniſches Volk erlebte die Hölle der Jahre des Ruhrkampfes, alle
Nöte der Beſatzung, alle Schmach des Verrates, der Unterdrückung und
der Gewalt — beſeelt von dem Willen, die Freiheit ſich, und den
deut=
ſchen Rhein dem deutſchem Vaterland zu ſichern.. Unſere Wirtſchaft hat
Jahr für Jahr geleiſtet und gezahlt, um die Souverämität des Reiches
zu ſchützen. Unſere Waffen haben wir zerſchlagen, unſere Feſtungen
geſchleift, um den toten Buchſtaben der Verträge, wo ſie von Ab=
Fuſits, Mitteilungen der Abteilung für Geſteins=, Erz=, Kohle=
und Salz=Unterſuchungen, Heft 3, 1928.) Dieſe Dolomitknollen
ſtellen bekanntlich einen verſteinerten Urtorf aus den carboniſchen
Steinkohlenmooren dar, und die Tatſache, daß dieſer Urtorf ſchon
Fuſit in der gleichen Form enthält, wie er auch in der übrigen
Steinkohle vorhanden iſt, iſt ein Beweis dafür, daß die Holzkohle
ſchon vor dem Beginn des Inkohlungsprozeſſes als Holzkohle
vorhanden war. Die Waldbrandtheorie iſt damit auf eine feſtere
Baſis geſtellt.
* Aus Berlin wird uns geſchrieben: Von geradezu kultureller
Bedeutung erwies ſich die Spielhagen=Ausſtellung im
Märkiſchen Muſeum, zu welcher die „Brandenburgia” Geſellſchaft
für Heimatkunde, Einladungen in weite Kreiſe von Intereſſenten
verſchickt hatte. Nicht nur aus dem eigenen Leben des
Schrift=
ſtellers, auch aus dem der Vorfahren war durch
Herbei=
ſchaffung von Porträts, Zeichnungen, Briefen, Beziehungen
zu dem Werdegang des Romanſchriftſtellers hergeſtellt
wor=
den, die ebenſo wie bei Fontane in die Zeit der
Refu=
gies hineinragten und mit deren Erläuterung Direktor
Dr. Stengel ſich eine intereſſante und dankenswerte Aufgabe
gewählt hatte. Zum Schluß bemerkte er, daß es vielleicht heute
manchem ſcheinen möchte, als trenne uns von den Werken
Spiel=
hagens, die einſt in Rußland und Amerika nicht minder begeiſterte
Aufnahme gefunden haben wie in ihrer deutſchen Heimat, ſchon
eine Welt. Es verhalte ſich hier aber ſo wie mit wertvollen
Oel=
gemälden, über welche die Zeit wohl einen Firnis gelegt habe,
durch den jedoch die Augen der Kundigen hindurchzudringen
ver=
mögen bis zu dem echten Gehalt. Solche Gedanken glühten
dann fort in dem eigentlichen Feſtvortrag, den Oberſtudienrat
Dr. Hans Henning am gleichen Abend im Scheervereinshauſe
am Alexanderplatz hielt. Unter den ausgeſtellten Adreſſen,
Ehren=
diplomen uſw., die Spielhagen während eines langen Lebens aus
In= und Ausland zugegangen ſind, befand ſich auch die faſt zu
ſeinen letzten Regierungshandlungen gehörende Urkunde über
Verleihung des Maximiliansordens durch König Ludwig II. von
Bayern 1885.
Die Bonner Franconia, 1845 gegründete Burſchenſchaft,
der Friedrich Spielhagen während ſeiner Studienjahre angehörte,
hatte Delegierte in vollem Wichs entſandt. Auch unter den
an=
weſenden Herren trugen viele das weiß=rot=goldene Band.
Dr. Ella Menſch.
— „Im Weſten nichts Neues”. Wenige Wochen nach
Erſcheinen des Kriegsbuches von Remarque ſind bereits mehr als
100 000 Exemplare abgeſetzt. Dieſer außerordentliche Erfolg eines
tendenzloſen, nur wahrhaftigen, in ſeiner Ehrlichkeit tief
künſt=
leriſchen Romans iſt ein neuer Beweis für die intereſſante
Tat=
ſache, daß heute, 10 Jahre nach Waffenſtillſtand, das Erlebnis des
großen Krieges nicht nur im Künſtler, ſondern auch in den
brei=
ten Maſſen zur Geſtaltung und Klärung drängt.
— Am 8. März fand in Berlin die ordentliche
Mitgliederverſamm=
lung der Friedrich Liſt=Geſellſchaft ſtatt. Nach dem
Be=
richt des Vorſitzenden Profeſſor Harms hat die Geſellſchaft im
ver=
gangenen Jahre mehrere wiſſenſchaftliche Konferenzen zwecks
Gewin=
nung von Erkenntnisgrundlagen für die Löſung wichtiger Tagesfragen
der Staats= und Wirtſchaftspolitik veranſtaltet. Die Herausgabe der
Schriften Friedrich Liſts iſt inzwiſchen eifrig gefördert worden. In der
Berichtszeit wurden zwei Bände veröffentlicht, drei weitere Bände ſind
in Vorbereitung. Als nächſte Arbeitsgebiete ſollen in Angriff gen
m=
men werden das Problem des Wirtſchaftserfolges in der
Volkswirt=
ſchaft und ſeiner ſtatiſtiſchen Erfaſſung, die Frage der Bedeutung des
„inneren” Marktes, ſowie die Entwicklungstendenzen des deutſchen
Meſſeweſens. Die Neuwahl des Vorſtandes ergab die Wiederwahl der
bisherigen Mitglieder und die Zuwahl des Herrn Staatsminiſters
Reichsſparkommiſſars Dr. e. h. Saemiſch als erſten und Herrn
Generalkonſuls Dr. Paul Kempner als zweiten ſtellvertretenden
Vorſitzenden, ſowie des Herrn Miniſterialdirektors Dr. Richter
Leiter der Hochſchul=Abteilung des Preußiſchen Miniſteriums für
Wiſ=
ſenſchaft, Kunſt und Volksbildung, als Mitglied. Dem Mitylied des
Vorſtandes, Präſident der Vereinigten Staaten von Nordamerika Dr.
Hoover, wurde anläßlich ſeines Amtsantritts ein
Begrüßungstele=
gramm geſchickt.
Von Deutſchlands Hohen Schulen.
Berlin: Dr. E. Schrödinger, o. Prof. der theoretiſchen Phyſik
an der hieſigen Univerſität und Geh. Reg.=Rat Dr. H. Spemann,
v. Prof. der Zoologie an der Univerſität Freiburg Br., wurden von der
Preußiſchen Akadewie der Wiſſenſchaften zu korreſpondierenden
Mit=
gliedern ihrer phyſikaliſch=mathematiſchen Klaſſe gewählt. — Der
Biblio=
theksrar an der Preußiſchen Staatsbibliothek Dr. phil. Fritz
Prinz=
horn, dem die nachgeſuchte Entlaſſung aus dem Preuß. Staatsdienſt
erteilt wurde, iſt zum Direktor der Bibliothek der Tcchniſchen Hochſchule
in Danzig als Nachfolger von A. Predeek ernannt worden.
Kiel: Profeſſor D. Dr. Hans Windiſch in Leiden (Holland)
ſtuhl der
Neutcſtament=
hat den an ihn
ergangen=
lichen Theologie an der hieſigen Univerſität als Nachfolger des
verſtor=
benen Prof. Julius Kögel angenommen.
s Guftu
Numm
Eonntag, den 10. März 1929
Oate.
vüſtung veden, LGendig zu machen. Unſer Führer Streſemann hat als
deutſcher Außenminiſter in en ſagungsvoller Hingabe ſeiner Kraft an
das Wohl des Volbes Stück für Stück den Weg in die Armoſphäre
der Gleichberechtigung und der Achtung unter den Völfern wieder
geöffnet.
Und doch, nach allen Opfern, nach aller Entſagung — das Jahr
1929 hat dem Rheine, hat di ſer Stadt die Freiheit nicht gebracht. Iſt
das die Vertrags veue, die von Frankreich immer verſprochen, iſt das
der Geiſt des Friedens, der von Briand beſchworen wurde? Die
Ma=
ſchinengewehre und Kanonen ſtehen immer noch auf der Zitadelle
die=
ſer Stadt und richtim ihre Mündungen gegen ein friedliches Volk! Und
heute, im Notjahre 1929, ſind wir links und rechts des Rheines im
ganzen deutſchen Volke darin einig, einig auch mit dem Führer der
Außenpolitik darin: keine neuen Opfer für die Räumung des
Rheinlan=
des, auf die wir einen Anſpruch haben! Lieber möge die Vertvagsfriſt
ablaufen. Dann aber zeigen Enttäuſchung, Verbitterung und
Miß=
trauen den Weg, den wir zu gehen haben. An Frankreich wäre es, das
Vertrauen zu ſchaffen, indem es uns Freiheit gibt!
An Frankreich wäre es, den Frieden zu ſichern, indem es zu
auf=
richtiger Zuſammenarbeit die Hand reicht! Will das franzöſiſche Volk
dieſen Ruf nicht hören, will es den Weg der Gewalt und
Unter=
drückung weitergehen, dann wird die deutſche Not der Gegenwart zur
Anklägerin vor dem Richterſtuhl der Geſchichte, wenn ewig Unfriede
in Europa bleiben wird.
Die Tributlaſten, die das Friedensdiktat der deutſchew Wirtſchaft
auferlegt hrr, ſchlagen unſer Leben in Feſſeln. Streſemann war es
gelungen, in den erſten Londoner Verhandlungem dieſe Tributfrage
wenigſtens in der Form in reine Wirtſchaftsverhandlungen
umzu=
wandeln. Heute ſind wir ſo weit, daß die deutſchen
Sachver=
ſtändigen in Paris als gleichberechtigte Unterhändler mit den
Sachverſtändigen der anderen Nationm den Ausweg wirtſchaftlicher
Vernunft ſuchen. Täuſchen wir uns nicht darüber, daß in Paris die
Würfel fallen über unſere geſamte politiſche und wirtſchaftliche Zukunft.
Wie auch immer die Verhandlungen ausgehen, ſie werden einen
Wende=
punkt in der politiſchen Entwicklung für das deutſche Volk bringen.
Führen ſie zu einem erträglichen Ergebnis, ſo wird das deutſche Volk
nur um ſo mehr alle Kräfte zuſammenraffen müſſen, um auf dem
end=
lich errungenen Boden feſter Abmachungen für die nächſten Jahrzehnte
für ſein Staatsleben und für ſeine wirtſchaftlich Entwicklung in
Deutſchland ſelbſt geſunde Vorausſetzungen zu ſchaffen. Enden aber
die Verhandlungen mit einem Mißerfolg, ſo wird das deutſche Volk
zunächſt ſich zu der gewaltigen ſittlichen und nationalen Leiſtung eines
entſchloſſenen Neins hinter ſeinem Führern zuſammenſcharen müſſen.
Was dieſes Nein bedeutet, welcher Hexenſabbat von politiſchen und
wirtſchaftlichen Zwangsmaßnahmen in ſolchem Falle uns bevorſteht,
will ich heute nicht ausmalen.
Die Deutſche Volkspartei hat die traurigen Regierungswirren der
letzten Mongte zum Anlaß genommen, um ihren warnenden Ruf in
das Volk hinausgehen zu laſſen. So, wie es bisher war, darf es nicht
weitergehen! Wir treiben der inneren Zerſetzung und dem
wirtſchaft=
lichn Verfall ſehenden Auges entgegen. Was redliche Arbeit unter
Aufbietung aller Kräfte geſchaffen hat, zerrinnt uns unter den
Hän=
den wieder durch die hemmungsloſe Ausgabenpolitik des Reiches, der
Länder und der Gemeinden. Wir wollen nicht Anklagen gegen andere
erheben, wir alle tragen Schuld an dieſer Entwicklung! Sollen wir
aber dieſe Dinge weiter dulden, ſollen wir gelähmt bei Seite ſtehen,
während, der Blutlauf unſeres Wirtſchaftslebens immer mehr ins
Stocken gerät?
Wohin eine ſolche Paſſivität der politiſchen Führung in
Deutſch=
land führt, ſehe wir heute ſchaudernd wit an. Verdroſſenheit und
dumpfe Verzweiflung, eine lähmende Stimmung der Reſigvation haben
die breiteſten Schichten des deutſchen Vollkes erfaßt. Das iſt der Boden,
auf dem die Zerſtörung des Staatsweſens durch verblendete
Gewalt=
ſtreiche oder auch ſein innerer Zerfall durch den Unwillen der
Staats=
bürger erwächſt. Es iſt noch nicht zu ſpät, um dieſer Entwicklung in
den Arm zu fallen! Es iſt noch nicht zu ſpät für das deutſche
Bürger=
tum, aufzuwachen aus der Stimmung der Gleichgültigkeit und der
Ver=
zagtheit. Aber es iſt höchſte Zeit!
Es iſt vielleicht auch in den Kreiſen der Deutſchen Volkspartei viel
zu wenig beachtet worden, daß mitten in den Kämpfen um den An=
teil der Parteien an den Regierungen in Preußen und im Reich unſer
Führer ſeine Stimme nicht erhoben hat, um dieſem oder jenem An=
ſpruch der Deutſchen Volkspartei Geltung zu verſchaffen, ſondern daß
er als Mahmer und Warner vor das deutſche Volk getreten iſt, um
zu zeigen, ſo geht es nicht weiter! Die Kapitolwächter der
vepublika=
niſchen Staatsform nennen den alden kaiſerlichen Staat einen
Obrig=
keitsſtagt. Sie wollen damit ſagen, daß dawals der vom Kaiſer allein
abhängigen Regierung ein mehr oder minder verantwortungsloſes
Parlament gegenüberſtand. Heute iſt das Parlament die eigentliche
Staatsgewalt goworden, der bevollmächtigte Träger der Souveränität
des Volkes. Nun wohl, wenn das Parlament alle Macht hat, ſo hat es
auch alle Verantwortung! Das iſt zu wenig erkannt, zu wenig befolgt
worden von allen Parteien.. Der Wettlauf der Partoien um die Gunſt
der Wählermaſſen, die Popularitäishaſcherei, die Abhängigkeit von
den Wünſch.m irgendwelcher in Maſſen zuſammengefaßten
Organiſa=
tionen, das waren die Kennzeichen der bisherigen parlamentariſchen
Entwicklung in Deutſchland. Wir wollen davon keine Partei
ausneh=
men. Denn es gibt keine Regierung im den zehn Jahren,, von der man
ſagen körute, daß ſie von dieſen Strömungen unabhängig geweſen ſei.
Wir wollen uns daran erinnern, daß gerade die letzten Regierungen
unter Teilnahme der Deutſchnationalen in der Erfüllung von populären
Verſprechungen und in der Steigerung der unerhörten Ausgaben der
öffentlichen Stellen faſt mehr geleiſtet haben, als die Regierungen
vor=
her. Das beſagt, daß an dieſer unglücklichen Entwicklung unſeres
Staa=
tes alle Partsjen gleichermaßen ihre Schuld haben. Damit beſſern wir
die Zuſtände gewiß nicht, daß wir uns gegenſeitig Vorwürfe machen.
Wir ſind jedenfalls in der Reichstagsfraktion der Deutſchen
Volks=
partei mit unſerem Führer zu der Erkenntnis gelangt, daß wir das
Steuer herumwerfen müſſen; nicht nach „rechts”, nicht nach „links”
ſondern einfach auf den klaren Kurs, den die politiſche Vernunft
dik=
tiert! Das erfordert eine ſtarke Widerſtandskraft des Parlaments und
der Parteien. Das fordert auch von jedem Einzelnen von Ihnen
Ein=
ſicht und die feſte Entſchloſſenheit an ſeinem Teile zu eimer Geſundung
der Verhältniſſe beizutragem. Wir wollen eine letzte große
An=
ſtrengung machen, um die Parteien wieder unabhängig zu machen von
den unſachlichen und egoiſtiſchen Wünſchen einzelner Organiſationen
oder Stände.
Dieſes Ziel erreichen wir nicht mit geſetzlichen Maßnahmen
irgend=
welche Art allein. Namentlich ſoll man nicht die Bedeutung der
Aen=
derung des Wahlrechts überſchätzen. Wir haben das alte Wahlrecht im
deutſchen Kaiſerreich noch in Erinnerung. Ich kann nicht finden, daß
kurz vor dem Kriege der Reichstag oder die einzelnen Abgeordneten
unabhängiger und freier von Strömungen der Popularität oder gar
von ihrer Parteimaſchine geweſen wären. Hier drecht es ſich um mehr
als um geſetzliche Maßnahmen, nämlich um eine Reform des politiſchen
Verantwortungsgefühls! Wenn man das Wahlrecht verantwortlich
machen will, ſo darf wan nicht an der Tatſache vorübergehen, daß die
Schrankenloſigkeit dieſes Wahlrechts eigentlich die letzte Urſache für
die politiſche Entwicklung geworden iſt. Sie hat dazu geführt, daß die
Parteien um die Gunſt der Maſſen buhlen müſſen. Sie führte auch
zu einem Eindringen der Intereſſenorganiſadionen in die politiſchen
Parteien. Wir wollen wenigſtens doch in unſerer Partei wieder mit
allen Kräften dafür kämpfen, daß die Perſönlichkeit, und wicht
irgend=
welche Organiſationen, daß der Schwung des perſönlichen Weſens, und
nicht irgendein Beruf oder irgendein Stand entſcheidend ſein ſoll für
die Uebertragung der politiſchen Ehrenämter. Wir wollen
verantwor=
tungsvolle und verantwortungsfreudige Politiker perſönlichen Wertes,
und nicht irgendwelche Berufsvertreter! Es iſt kein Zweifel, daß die
politiſchen Parteien in Deutſchland in eine Erſtarrung und Verkalkung
hineingeraten ſind, die zur Gefahr für den geſamten politiſchen
Auf=
bau unſeres Reiches wird. Wenn Herr Dr. Wirth in lauten,
eindring=
lichen Worten beklagt, daß das Volk nicht mehr in den Parteien,
ſon=
dern neben den Parteien lebt, ſo legt er den Finger auf eine Wunde,
die wir alle fühlen.
Das Mißtrauen gegen die Parteien und der Egoismus der Stände
haben Auflöſung und Lähmung des Bürgertums zur Folge. Der
Zer=
fall des Bürgertums in Berufsparteien, der ſchon begonnen hat,
be=
deutet im Endeffekt den Sieg des Sozialismus! Wir können den
Glau=
ben der ſozialiſtiſchen Maſſen nicht überwinden durch Standesforde=
rungen und wirtſchaftliche Intereſſenbertretungen. Wir 1
Bürgertum wieder etwas von der inneren Hingabe on —
ſchen Glauben ſchenken! Das Bürgertum iſt heute in breuut
politiſch glaubenslos geworden. Es kämpft nicht für ſeingu
ſondern für ſeine Intereſſen! Für die Heiligkit des Pr
allein aber zieht niemand ſiegesfreudig in die Schlacht!
Der Dienſt am Volke ſteht über dem Dienſt für Onteru
wir ſo ar3 Werk, dann werden auch die alten Parteig
Inhalt bekommen. Wir wiſſen, daß die Entwicklung un
ſich unter neuen Geſetzen vollzieht. Wir können die 9
ſchließen vor den gewaltigen wirtſchaftlichen Umſchichtunge=
und Nachkriegszeit geſchaffen haben. Wir alle fühlen he.
Einzelne viel ſtärker gebunden iſt an das Schickſal der 0
Wir wollen dieſen Gemeinſchaftsgeiſt zum Programm
erll=
ſchrankenloſe Willkür des Einzelnen auch in der Wirtſchyf
kein Ideal. Auch das Eigentum hat ſeine verpflichtende s
den Staatsbürger. Eigentum als anvertrautes Gut, den ech
als ein Organ des Volkes, und die Politik als Dienſt
amſ=
gemeinſchaft wieder zu erkennen, dafür laſſen Sie uns kämpl
kommt dann ein weiteres:
Fühlen wir nicht alle, die wir es ernſt mit unſerer poutz
tigkeit nehmen, wit Entſetzen, daß zwiſchen uns und dernh
Generation, die aus unſeren Händen die Führung über
eine tiefe, faſt unüberbrückbare, Kluft völliger Verſtänn
klafft? Wo iſt der Nachwuchs der bürgerlichen Parteien, wot
gabe der heranwackſenden Menſchen an die Gedanhen, für
bemühen?. Wir beklagen den Triumph der Körperpflege übtz
des Geiſtes bei der hrutigen Jugend. Wir trauern darücn
die Begeiſterung für Rekordleiſtungen die jungen Menſchen
faßt, als die Auseinanderſetzung über geiſtige Fragen. A.
A=
gen nicht, was wir in den Parteien tun, um uns aufzuſchliein
was dieſer heranwachſ.nden Jugend den Antrieb gebenn9
leben in den Parteien und in den alten Generationen und
leben dahin, und die Jugend draußen lebt das ihrige. Lauy
alle Kraft, alle Liebe einſetzen, um die Wege zu ſinden,
und die jungen Generationen wieder zuſammenführen koln
hier wird es letzten Endes nur die Perſönlichkeit ſein, die
verſchafft. Im Leben ein=s Volkes, wie im Leben des Eicz
die nicht greifbaren, immateriellen Kräfte und Werde immer,
geblieben über die materiellen. Das iſt die Schickaſalsfi
Partei und in den Parteien des Bürgertums in Dutſchlanm/
N.
ob ſie es fertig bringen, das politiſche Leben wieder mit 19 M4
der
der Idee und des Glaubens zu erfüllen.
Was jetzt an Sorgen vor uns ſteht, das ſollte uns Ant fa!u
entſchloſſenen Umkehr. Wir wollen in unſ ner politiſchen 2m
wieder ganz von dieſem Geiſte des Verantwortungsbewußi= im
dringen laſſen, wir wollen lieber die Laſt der Unvopularitm ſet Daſtähuter. b.
len Anklagen wegen nicht erfüllter Wünſche lieber auf uns 43-0= bus der „Waf
den Vorwurf tragen, daß wir auch weſter die Dinge tuth / 4 Libl, md den
wie ſie gehen. Füir die Partei wird der Weg nicht leicht na M2rüchrung. M.
deutet Opfer, vielleicht auch einmal Opfer an Stimmen, aElte M.Cabalieriar
einzige Weg zur Geſundung unſeres Volkslebens überhauutt1 Arum bure, Adolf
ihn gehen, dann dürfen wir auch hoffen, die Anziehungskrüy) mur Bafazzo”, m
auf die Jugend wieder lebendig werden zu ſehen. Dann m=rmu Tchuldi und
Streſemanns an die Jugend: „Hergn an den Staat und 1 7. Gollſchnidt Miete B.
Partei!” nicht ungehört verhallen.
m auß gelangnt na hnit
Arbeiten wir ſo für die Zukunft, unter Verzicht auf bidgun 10 Uhr der Schiu
der Gegenwart! Uns trägt dann die ſichere Ueberzeugung, rArza ell, Knot, Stengel
unſerem beſcheidenen Teil mitgearbeitet haben für die G=enmr Minet
Geſundung unſeres Vaterlandes. Not und Sorge iſt dassM2,
Gegenwart. Sorgen wir dafür, daß unſere Enkel ein glück keu.
des Vaterland wieder ihr eigen nennen dürſen! Dann werdch
was in unſerem Munde heute nur als Wunſch erklinge= ) Enmi Leist
„Blüh” im Glanze dieſes Glückes, blühe deutſches Bau-1./ Airz, ſtot
Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen 1 8.9k0 !
ſammlung ſang ſtehend das Deutſchlandlied. Die Abendls/
war im übrigen von muſikaliſchen und geſanglichen Darböky
Rezitationen durch Mitglieder des Mainzer Ortsvereins fo
umrahmt.
Wer bekeiligk
ſich ſtill an reellem.
gutgehend. Geſchäft
(Lebensm.) mit ℳ
3—4000 geg, ſicher.
monatl. Gewinn v.
ℳ 100—1202 Ang.
u. L. 208 Geſchſt.
1. und 11.
Aapaal
An- und
Verkauf
von Hypotheken
sowie
Grundschuld
durch I.
Bank-
vertetung.
An-
fragen unt. T 236
an die Ge-ch
1100 MaT
auf 7 Mon. gegen
monatl. Rückz. und
hohe Zinſen bei gu=
ter Sicherheit nur
von Selbſtgeber =
leihen geſucht. Gefl.
Angeb. unter L. 16
a. d. Geſchſt. (407
Für kurz 250 RM.
geſ. Für Selbſtgeber
Ia Sicherh., hohe
Ver=
güt. Ang. u. I. 186.
Fallboof
(Zweiſitzer) gut
er=
halten, zu kauf. geſ.
Näh. Geſchſt.
Pferd zu verk.
n gut Zuſtand
Preis 150 ℳ. We
erſtadt. Darmſtädt
Straße 60.
Fagdhund,
deutſch. Kurzhaau
getigert, auf den Ruf
„Treff”, iſt mir am
6. d3. Mts. abhanden
gekommen. Rückgabe
gegen Belohnung.
Fohs. Schimpf
Unter=Oſtern. (4140
Achtung!
Edl. Dobermannrüde
beſter Abſtamm. mit
Stammbaum billig z.
verkauf. Dobermann=
Zwinger v. Weißen
Berg. Heinrich Voos,
Pfungſtadt,
Sand=
ſtraße 105. (4139
hübſcher br. 2jähr.
dackel in gute
Hände zu verkauf.
Wilhelmſtr. 42, I.(*
und damit die Frage:
Was ziehe ich an?
Meine große Auswahl entzückender moderner Frühjahrs-
Kkeider und Mäntel bietet Ihnen bestimmt das, Was Sie
suchen. Auch die Preise sind die denkbar billigsten.
Damen-Konfektion
Damen-Konfektion
Woll-Kleider
moderne Farben. fesche Machard
18.50, 16.80, 12.00,
Frühjahrs-Mäntel
herrenstoffähnliche jugendl. Formen
39 00, 27.00, 18.00,
Veloutine-Kleider
herrliches Farbensortim. modernste
Formen . . . . 4200, 35.00, 29.00,
Frühjahrs-Mäntel
feine englische Stoffe, teils ganz auf
Seide gefattert . 29.00, 27.00, 18.00,
Orépe-Satin-Kleider
Frauen-Mäntel
gute reinwollene Stoffe, auch für
starke Damen . 65.00, 52.00, 45.00
entzückende, elegante Formen, reine
Seide .. . . . 47.00, 42.00, 39.00,
Orepe de chine-Blusen
elegante Machart reine Seide
29.00, 20.00, 19.80,
Jacken-Kleider
Stoffe englisch Art und Herrenstoffe,
aparte Ausführ. 45.00, 39,00, 32.00,
MLOdOM TotTAn
Ernst-Ludwigsplatz
Darmstadt
Ecke Marktplatz
Die Uhr mit dem Reit
Nur in Fachgeschs
Im Darmstadt
Macholdt, Rich
Alexander
Oehmke, Ludu
Heinheimer
Wolf, Paul
Karle
Uhren-Techel
Schille
In Arbeilgen
Schwarz, Afbert
Ueher 2300 Verlaufsdl
R
Knt
5 PS in tadelloſem Zuſtand
zuverläſſig, beſtens geeignet
zwecke preiswert zu verkaufel.
Neurohr, Ecke Wenck= u. Pene.
Ghing=Nachid
abgehörte Sänger
Wellenſittiche, ausgef. Bucht
Neisfinken — in Naichke 9k
Bandfinken
Muskatfinken ..
Safranfinken
Schmetterlingsfinken
Bebratäubchen
Kanarienhähne. laSängz.
Kanarienweibchen, zur
Drahtneſter und Tonneſte
Ruchtutenſilien beſondert
Mle?
Ktuchtbücher Stück 40 3=
Hue uen
zoch. 9. 6oh
Mühlſtr. 20 2at
der aandescaupifiavt.
Darmſtadt, 10. März.
Geheimerat Klingelhöffer †
enverein. Am 6. März iſt nach längerem
us dem Leben abgerufen worden, das ſie zu einem
9Berken chriſtlicher Nächſtenliebe gewidmet hatte. Seit
ſie auf verſchiedenen Gebieten freiwilliger
Hilfs=
hit earbeitet. Hier ſoll nun ihrer ſelbſtloſen und
un=
uer unter dem Zeichen des Roten Kreuzes während
ur. der ſchweren Nachkriegszeit dankend und rühmend
Isbald nach Kriegsausbruch 1914 hat Frau
Geheime=
im Alten Palais zu Darmſtadt eine Nähſtube zur
ung uu/4 ekleidungs= und Wäſchegegenſtänden für das Rote
Vchypung in den Lazaretten uſw. eingerichtet, in der
Helliſfeaif en unermüdlich tätig waren. Nach Beendigung
ges h)né die „Nähſtube”, die ſpäter in das ehem. Jagdhaus
deblatYbirſiedelte, ausgebaut zu einer ſtändigen Arbeitsſtelle,
ine gm /=Zahl von älteren erwerbsbeſchränkten Frauen der
7 Stäzyl die durch den Krieg und ſeine Folgen in
wirtſchaft=
gekormi ſind, durch Anfertigung von Handarbeiten eine be=
Erwegur glichkeit finden. Auch nachdem Frau Klingelhöffer
undheichtäſichten die Leitung der Nähſtube in andere Hände
ſte, 1m Sieſelbe in ihrem Geiſte fortbetrieben. Sie bildet
iges 034ld an dem Hilfswerk des Alice=Frauenvereins für die
Kri”rarmten. Dieſe ſegensreiche Einrichtung wird den
hrer Gihnſerin und erſten Leiterin in der Geſchichte des Roten
insl=unlere des Alice=Frauenvereins, lebendig erhalten.
werdemhier namentlich auch die vielen Frauen gedenken, die
Twſt=h7) Hilfe in ſchwverer Zeit gefunden haben.
manmut ul de: Am 1. März: der Hilfsförſter Wilhelm Lehr
mſtada‟ Srund des Artikels 4 des Geſetzes über die
Ermäch=
er Stüuutzrgierung zur Neuregelung der Dienſtbezüge der
Lalforſtmtl ſowie zur Neucinteilung der Förſtereien vom
4 1926 Uumr Vorbehalt der Negelung der Dienſtaltersfolge vom
ur 19219n zum Förſter der Förſterei Städtiſche Tanne.
n denrilrſtand verſetzt wurde: An 1. März: der Lehrer an
ſchulelz Mainzlar, Kreis Gießen, Heinrich Kurz, auf ſein
„ſſiſchels gadesthrater. Heite Sonntag, nachmittags 15 Uhr,
m Graßr Daus der „Waffenſchmied” von Lorßing mit
en Kzal, Liebel, und den Herren Herrmann, Kuhn, Vogt,
her zu u fführung. Muſikaliſche Leitung: Carl Bamberger.
½s gemiE avalleria ruſticana” mit Roſe Landwehr,
jebel, iſtira Harre, Adolf Jaeger, Hans Komregg in Szene.
folgt lee Bajazzo” mit Regiua Harre, Hans Grahl,
mregan miz Tibaldi und Herbert Grohm. Muſikaliſche
Lei=
uthold Ell ſchmidt (Miete B, Beginn 19,30 Uhr).
Aleinens aus gelangt na hmittags als Vorſtellung der Heſſen=
III Uſ1s Uhr der Schuank „Theo macht alles” mit
men R: 1a0, Knot:, Stengel und den Herven Gallinger, Bau=
Veſterſeurn, Minetti, Maletzki, Jürgas, Finck zur Aufführung.
an Geſſiſafn 3 ielgemeinſchaft bringt heute abend um 19.30 Uhr
sien Hiu /küthleins Lokalpoſſe „Der Glasſchrank” zur
Lunt merſämien Emmi Leisner (Berlin) iſt die Soliſtin des am
dem 1hcirz, ſtatifindenden 6. Sinfoniekonzertes. Sie wird
eſterbeiyſtimg Mahlers Kindertotenlieder ſowie „Freundliche
und „Gäik” von Rihaid Strauß zum Vortrag bringen. Das
m des*4e ds umfaß” weite- die Duvertüre zu „Chriſtelflein”
ner u 45 ichard Strauß‟ „Aus Italien”. Muſikaliſche
Lei=
lali a1 rektor Dr. Böhm.
ſtermze Erſtnufführung gelangte Schauſpiel „Napoleon”
h.3 41 Jnſz=nierung Cacl Eberts (Bühnenbilder:
Wil=
n9)cFrit Valt in der Titelrelle gelangt Dienstag, den
zur Ehr Wiederholung (Miete A. Beginn 19.30 Uhr).
olgude Neuaufführung von Flotow3 Oper „Martha‟
g.1N7 12. März, im Kleinzu Haus wiederholt. Die Ve=
Eiſtaufführung. Muſkallſche Leitung: Berthold
(Beginn 19.30 Uh-)
1r MMinux von Barnhelm” in der
Inſze=
gelangt Mittwoch zur Wiederholung.
iſter des Ruhms” in der Infzenierung. Günter
d Ay lur Reinkings gelangen Lonnerstag, den 14. März,
Hanüzr Wieberaufführung.
di März, gehen im Großen Haus die „
Meiſter=
vr Einſtudierung und Inſzenierung in Szene. Die
ſiuäu,” den Damen von Stoſch, Facobs und den Herren
f7) un, Derrmann, Vogt beſetzt.
Ahabert=Gaſtſpiel. Max Adalbert, der in gan;
hem nee Verliner Komiker, wird mit dem Enfemble des
ſeatahurs Berlin ein einmaliges Caſtſviel Sonntra, den
Eit: Laus des Land=stheaters abſolvieren. Zur Auf=0 +. Scwank von Friedmann=Frederich „Der
Dick=
ſthhſtſpiel Frankfurt-Darmſtadt. Mon=
Mlt, gaſtiert das Landestlreater mit Flotozus „Fatme‟
bielheks 3=aukfurt a. M. Am jleicſen Tage gelangt im
Klei=
hierr u=kuers Schauſpiel „Krankheit der Jugend”,
darge=
na das ) mble des Frankfurter Schauſpielhauſes, zur Auf=
Naſhr) ſo erfolgy=ſchen Aufführungen von Bruckners
Ver=
iM 2hestheater wird es hir das Darmſtädter Publikum
2os von 73 eſſe ſein, auch dieſes Werk des Dramatikers, mit
im Borily Nahre erſtmals an die Lcffentlichkeit trat, kennen zu
„Arauschen der Jugend” hatte in Berlin einen Sevienerſolg
ligen hue /24 Aufführungen.
Epheumg Eig inal=Kölner Volksbühne. Heute Sonntag, 10. März,
uhr, 4 nbet die Wiederholung von „Familie Schmitz”,
De in 3 Ehen. ſtatt Der Sonntagskartenverkauf findet ſtatt:
Sbütro Baue b:s 12 Uhr, Kiosk gegenüber dem Verkehrsbiiro
unulliehrochen ab 3 Uhr Orpheumskaſſe. Die Plakat=Vor=
Een habe usnahmsweiſe auch heute Sonntag Gültigkeit. (Siehe
Bicherſter Alffreb Bodenheimer. Das Weiß=Quartett, Wien,
Aübex vorigen Jahres auf Einladung der Bücherſtube
eio” aber kunſtberſtändigen Hörerkreis an dem Abend,
E die Veranſtaltungen des Neichsverbandes der
Deut=
dien Anfang nahmen. Die Bücherſtube will diesmal
eis Gelegenheit geben, das Weiß=Quartett zu hören,
Spiel und temperamentvolle Muſizierfreude die
hie=
hmrls einſtimmig hervorhob. Das Programm bringt
von Brahms, Haydn und Verthold Goldſchmitt.
ſt Des am Landestheater tätigen Kapellmeiſters wird
gnläßlich der Genfer Muſikſeſtſpiele aufgeführt,
=kige Anzeige.)
Sehtgang fur Bontfahriasſiege TMr die Sweigberime
vom Roten Kreuz in der Probinz Starkenburg.
Reinlichkeit bedeuker Geſundheil. — Die Hygiene des Waſſers. — Die Schulung der Schweſtern vom Roten
Kreuz zur neuzeillichen Krankenpflege.
Den geſtrigen Vortragsmorgen im Saale des Muſikvereins (Stein=
Ueif e eiehe e e e e e
arſtaltung nahmen zahlreche Vertreter der Behörden teil.
Ferner bemerkte man unter den Auweſenden unter anderen
Herrn Hauptmann a. D. Lotheißen von der Frewilligen
Sanitätshauptkolonne vom Roten Kreuz. Es ſtanden zwei
Vor=
träge auf der Tagesordnung, die wegen ihres Wertes den
Zweigver=
einen vom Noten Kreuz und den Mitgliedern dureh Sonderdruck
zu=
gänglich gemacht werden ſollen. Zunächſt ſprach der Direkvor der Klinik
für Hautkrankheiten zu Gießen, Prof. Dr. Jeſſioned, über „Die
Mitwirkung der Zweigvereine, vom Roten Kreuz
in der Geſundheitspflege, beſonders in der
Tuber=
kuloſenfürſorge‟. Der Redner behandelte aus dieſem großen
Gebiete ein eng umriſſenes Kapitei, und zwar die Grundlage der
Ge=
ſunderhaltung, die Reinlichkeit, die Reinigung und das tägliche Waſchen.
Auf die eininente Bedeutung der Reiuhaltung des ganzen Körpers wies
der Redner furmer wieder hin. Jeder einzelne müſſe im ureigenſten
Intereſſe davon überzeugt werden, taß Reinlichkeit Grundbedingung
für Geſundheit iſt. Dis Reinlichkeitsverſtändnis müſſe gewveckt werden
dann komme das Reinlichkeitsbedürfnis von ſelbſt. Wenn heute auch
jeder ziviliſſerte Menſch die der Beſchmutzung beſonders zugänglichen
Körperteile, Hände und Geſicht, täglich waſche, namentlich morgens
uach dem Schlaf, ſo genüge das noch keineswegs. Man verkenne noch
zu ſehr
Undre cre Wech e eie e e eaugef eice ie
dung innerer und Infektionskrankheiten. Es müſſe mit aller
Deutlich=
keit geſagt werden, daß der Körperpflege unbedingt uehr Beachtung
geſchenkt werde. Er wolle ſeine Forderungen nicht zu hoch ſtellen, aber
nach ſeiner ärztlichen Anſicht wäre es uotuendig, mindeſtens einmal alle
24 Stunden den ganzen Kürper gründlich zu reimigen, die
ſelbſtverſtänd=
liche körperliche Reinigung ſei die primitivſte Vorausſetzung zur
Ge=
ſundheit. Leider ſei die Angſt und Scheu vor Waſſer geradezu noch
unglaublich. An nichts werde mehr geſpart, als an Waſſer zur
körper=
lichen Neinigung. Es wäre ſchon viel gewonnen, wenn jeder vor dem
Zubettgehen eine gründliche Reinigung vornähme, die Hauptwäſche
finde dann morgens ſtatt. Die Wohltat ſolcher Gewohnheiten werde
nen baid erkennen. In jeden Haus, namentlich auch in Neubauten,
müſſe für ausreichende Waſh= und Vadegelagenheiten geſorgt warden.
Dieſe Einrichtung müſſe ſi.z jeder, namentlich auch jeder arbeitstätige
KNenſch ſchaffen. Die Haut des Menſchen ſei voller Leben, und die
Hauttätigkeit hat ganz beſondere Einwirkung auf das
Allgemeinwohl=
befinden. Der Menſch ſuche morgens beim Waſhen mit kaltem Waſſer
inſtinktiv oder im Unterbewußtſein eine gewiſſe angenehme Reizung,
um ſich nach dem Schlaf zu erfriſchen. Die Temperaturreize habe man
am eigenen Körper beobachtet, auch die Tatſache, daß die
Temperatur=
reizempfindlichkeit je nach der Eigenwärme des Körpers ganz
verſchie=
den iſt. Die Eigenwärme der Haut im Ausgleich mit der
Außentempe=
ratur beſtimme das Wohlbefinden. Jeder Menſch und jede Haut habe
ihre beſondere Wärme. Solang= ſich die Haut den äußeren Naturkräften,
den Witterungs= und Temperazureiaflüſſen normal anpaſſen könne,
bleibe der Meuſch geſund. Der Redner ging dann im einzelnen ſehr
ausführlich auf die Funktiener Ser Haut, auf Lie Bedeutung der
Eigen=
wärme ein und bezeichnete Reinlihse:* als gute Prophylaxe gegen
Tuberkuloſe, denn gernde die Tuberkuloſe werde durch krankhafte
Haut=
ſtörungen ſtark gefördert. Alle Menſchen durch Belehrung zu
unbeding=
ter Reinlickkeit zu erziehen, ſei eine der wichtigſten und bedeutendſten
Aufguben der Mitglieder der Zweiyyer eine vom Noten Kreuz.
Präſident Geheimrat v. Hahn dankte auch im Namen der
Ver=
ſammlung für die wertuollen Ausführungen und Anregungen, die durch
den Vortrag gegeben wurden. In einer anſchließenden Ausſprache
be=
autwortete der Herr Referent ſeh: ausführlich noch einige an ihn
ge=
richtete Fragen.
Uebe: „Die Schulung zu neuzeitlicher
Kranken=
eflege in den Mutterhäuſern, vom Roten Kreuz”
ſprach dann Frau Genergloberin Gräfin Horn=Karlsruhe vom
Badiſchen Landesverein vom „Roten Kreuz. Sie kam
zu=
uächſt auf die tiefgreifencen Wandlungen zu ſprechen, die infolge der
veränderten Zeiten in den Mutterhäuſern vorgenommen werden
muß=
ten. Die zeitgemäße Umſtellung der Mutterhäuſer und die bedeutſame
Entwicklung in den S üreſternſchaften hätten einen großen, faſt
kriſen=
haften Umſchwung herborgerufen, in jeder Lage aber ſei der alte Geiſt,
das Gute zu wollen, jedem zu helfen, ungebrochen aus den Wirrniſſen
gereltet worden. So ſei es denn auch gelungen, dank der tatkräftigen
Mithilfe der Schweſtern neue, wertvolle Glieder zu gewinnen und in
gemeinſamem Opferwillen Hanb in Hand mit der jungen Generation
geſchulte und in der neuzeitlichen Krankenpflege dunhaus erfahrene
Scluveſternſchaften zu bilden. Der Werdegang einer Schlveſter ſei heute
ganz anders wie frher, die Ausbildung in der Krankenpflege in
Spezialfällen, der Wohlfahrtspflege uſw. habe das Arbeitsfeld der
Schweſtern enorm erweitert. Es werde aber ärztlich darauf geachtet,
unnötigen Ballaſt bei der Schweſternausbildung zu vermeiden. Die
Auswahl der für den Schweſternberuf geeigneten Perſönlich keiten müſſe
heute ſehr vorſichtig gesroffen werden. Die Schtreſter müſſe auch
Nat=
ſchläge erteilen. Die pſychologiſche Pädagogik müſſe alſo an erſte Stelle
treten, eine intellekinelle Pfychoanalyſe ſei unerläßlich. Die Frau
Re=
ferentin legte eingehend ihre Bedanken über die Schweſternſchulung
dar und ſchloß mit den Worten, man ſehe auf lange, ſchwere Kämpfe
zurück, die Tauſende von Schueſtern in Auforferung ſiegreich beſtehen
halfen, man ſ haue vorwärts auf den Weg der heutigen Entwickluug
mit dem Grundſatz, nicht auf dem Wege zur Verweltlichung, ſonderi
zur Vertiefung des Berufsethos die jungen Schweſten vom Roten
Kreuz in den Mutterhäuſern zu führen.
Lebhafter Beifall dankte auch dieſem ausgezeichneten Referat.
Ge=
heimrat v. Hahn dankte nochmals im Namen der Verſammlung und
betonte, daß der Lehrgang diele wertvolle Anregungen gegeben habe,
und daß man einen großen Schrite vorwärts gekommen ſei auf der
Bahn, auf der das Rote Kreuz voranleuchtet, um die idealen Ziele, die
man ſich geſteckt habe, zu erreichen. Er ſchloß die Tagung mit
Dankes=
worten an alle Teilnehmer und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die
Auregungen reiche, ſegensreiche Früchte tragen mögen.
Nachmittags fand in der Aula der Landesbaugewerkſchule eine höchſt
intereſſante Filuvorführung
Die Schweſter vom Roten Kreuz
ſtatt. In einem Vorſpiel und fünf Hauptteilen wurde der Lebenslauf
einer Rote=Kreuz=Schlsſter gezeiyt. In ganz ausgezeichneter
Aus=
wahl von Familienlebensbildern war unterſtrichen, wie ſchon in jungen
Jahren ſich die Liebe zu dem ſpäter gewählten Beruf zeigt. Dann
folgte in lebensechten Daxſtellungen die Aufnahme der jungen Damen
in das Mutterhaus, ihre Ausbildung zur Schweſter, ihre Tätigkeit in
dem ſchönen, aber verantvortungsvollen Berufe. Es wurde ſehr gut
die Vielgeſtaltigkeit der Arbeiten hervorgehoben und die ſegensreiche
Wirkſamkat der Schweſtern klar vor Augen geführt. Auch die einzelnen
Lebensabſchnitte im Leben einer Schreſter vom Noten Kreuz, die
Ehrun=
gen nach 10jähriger, 25jähriger Dienſtzeit, ihre Tätigkeit als
Ober=
ſchueſter und Oberin wacen ſehr gut herausgehoben. Dabei wirkte der
Film keineswegs ermüdend. Geſchickte Einflcchtungen hübſcher kleiner
Cpiſoden wirkten erfriſchend und anregend. Der Geſamtfilm aber
binterließ bei den Beſuchern einen ſtarken Eindruck von den ſchweren
Aufgaben und von dem Maße der Aufopferunn, den der ideale Beruf
einer Schweſtel vout Roren Kreuz erfordert. Man hätte der
Vilmvor=
führung einen ſtickeren Beſuch gewünſcht, denn der Wert dieſes Films
für die Allgeneinheit, die oft ein ganz falſches Bild von dam
Schiveſtern=
beruf hat, iſt nihnt abzuſtreiten. Vielleicht gelingt es, dieſen Film zu
gegebener Zeit nochmals vorführen zu laſſen.
Theo Heuser
singt Schubert 4164 Hans Simon
am Freitag, den 15. März, abends 8 Uhr im Kleinen Haus.
Karten zu Mk. 3.—, 2.—, 1.— bei Konzert-Arnold und Kl. Haus.
Am Flügel:
— Der Rhein im Lieb! Es ſei an dieſer Stelle nochmals auf die
heute abend 7 Uhr in der B=ſſunger Turnhalle ſtattfindende
Frühlings=
feier mit Vokal= und Inſtrumentalkonzert (Matthigs Weber)
hingewie=
ſen. (Siehe auch Anzeige in heutiger Nummer.)
Aufwertung , Sparguthaben
Die 1928iger Zinſen der Aufwertungsbeträge können gegen
Vorlage der alten Sparkaſſenbücher jederzeit abgehoben werden.
Auch die 20igen Aufwertungsbeträge werden auf
Wunſch ſchon jetzt ausbezahlt, und zwar:
a) Aufwertungsbeträge bis 50.— Mk. ohne jeden Abzug,
b)Höhere Beträge gegen Abzug der geſetzlichenZwiſchenzinſen,
ſofern nicht in Füllen nachgewieſener Bedürftigkeit und
hohen Alters auf dieſen Abzug verzichtet werden kann.
Die Ueberſchreibung der Aufwertungsbeträge auf
neue Sparkaſſenbücher (6? Zinſen) kann ebenfalls jederzeit
vorgenommen werden. Aufwertungsſtelle im 1. Siock,
Darmſtadt, den 1. März 1929.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
— Dr. Wauer=Vorträge bei Müller u. Rühle. Wir weiſen darauf
hin, Laß der ſiebente und letzte Vortragsabend des Herrn Dr. Wauer
in den Räumen der Buchhandlung Müller u. Rühle bereits nächſten
Dienstag, den 12. März, abends 8.30 Uhr, ſtattſindet. Herr Dr.
Wauer wird über Theodore Dreiſer und Sinelair Lewis,
zwei Repräſentanten amerikaniſchen Schrifttums der Gegenwart, ſprechem
und Proben ihres Könnens geben. Weitere Mitteilungen folgen.
— Der Darmſtädter Journaliſten= und Schriftſteller=Verein, e. V.,
läßt in ſeinem IK. Literariſchen Abend am Dienstag, den 12. I. M., im
Weißen Saale der Reſtauration Chriſt, Kaiſerſaal, Grafenſtraße, Herrn
Karl Lettenbaur von hier zum Worte kommen. Der
Vor=
tragende, der als vorzüglicher Redner und humorvoller Plauderer
ge=
nugſam bekannt iſt, wird aus ſeinem Werke „Luſtiges Leben”
in bunter Auswahl heitre Erinnerungsbilder von der Jugend bis zur
Jetztzeit, ſowie kurzweilige Erlebniſſe eines Vielgereiſten (namentlich
aus dem Orient) an den Hörern vorübergleiten laſſen. Der Beginn des
ſicherlich genußreichen und unterhaltenden Abends iſt auf 8½4 Uhr (
pünkt=
lich) feſtg ſetzt. Von Mitgliedern eingeführte Gäſte (auch Damen) ſind
herzlich willkommen.
— Der Krieger= und Militär=Verein „Graf von Haeſeler” hielt einen
Lichtbildervortrag über Deutſch=Oſtafrika. Kamerad Schlvöbel begrüßte
für den verhinderten 1. Vorſitzenden die Erſchſienenen aufs herzlichſte,
Als Vortragender war Herr Gouvernementsſekretär a. D. Ludwig Dietz,
ein geborener Darmſtädter, gewonnen. Er ſchild rte als alter
Oſtafu=
kaner in einem zweiſtündigen Vortrag lebhaft und eindringlich die
dor=
tigen Verhältniſſe. Die wundervollen Lichtbilder, vom Vortragenden
gemachte Aufnahmen, vertieften den Eindruck des geſchilderten Deutſch=
Oſtafrika und ſeine Erlebniſſe.
Sparuhr. Die von der Städtiſchen Sparkaſſe in Darmſtadt ſeit
Weihnachten 1928 ausgegebenen Heimſparbüchſen in Form
einer Sparuhr finden bei den Einlegern lebhaften Anklang. Bis
jetzt wurden über 1000 Sparuhren an Kunden der Sparkaſſe
ab=
gegeben. Dieſe Sparuhr eignet ſich insbeſondere auch als ein ſehr
nütz=
liches und praktiſch,s Geſchenk anläßlich der kommenden
Oſter=
feiertage. Die Sparuhr iſt jederzeit bei der Sparkaſſe zu haben.
Nähere Auskunft wird an den Schaltern bereitwilligſt erteilt. (Siehe
auch Anzeige in der heutigen Numme
Seite 6
Haupkverſammlung des Orksgewerbevereins
und der Handwerkervereinigung Darmſtadk.
Die Hauptverſammlung, die unter dem Vorſitz von Herrn J. O.
Nohl tagte, bot den zahlreich erſchienenen Mitgliedern ein umfaſſendes
und eindrucksvolles Bild von der Organiſationstätigkeit während des
abgelaufenen Geſchäftsjahres. Nachdem der Vorſitzende in warmen
Worten der Toten des Vereins gedacht hatte, erſtattete er einen
aus=
führlichen Tätigkeitsbericht, der allgemeinem Intereſſe begegnete. Die
Aufgaben, die dem Verein auch im letzten Jahre geſtellt waren und deren
er ſich; mit allem Nachdruck angenommen hatte, wieſen gegenüber früher
eine bemerkenswerte Steigerung auf; in ihnen kam die ſchwierige Lage
des um ſeine Exiſtenz ringenden gewerblichen Mittelſtandes klar zum
Ausdruck. In vielen Fällen konnte nachgewieſen werden, daß die
Ver=
tretung durch den Ortsgewerbeverein und die Handwerkervereinigung
dem ortsanſäſſigen Handwerk und Gewerbe zum Erfolg verholfen hatte,
während auf anderen Gebieten im berechtigten Abwehrkampf das
er=
hoffte Ergebnis noch nicht zu erreichen geweſen war. Das Verhalten der
Effentlichen Hand, die Stellungnahme der ſtaatlichen und insbeſondere
auch ſtädtiſchen Stellen gegenübec den gewverblichen Kreiſen Darmſtadts
erfuhren hier eine durch zahlreſiche Beiſpiele belegte ausführliche
Dar=
ſtellung. Als beſonderes Ziel wurde immer wieder vorangeſtellt, im
Intereſſe von Volk und Staat dem gewerblich tätigen Mittelſtand, die
Möglichkeiten einer auskömmlichen privatwirtſchaftlüchen Betätigung zu
erhalten, bzw. ſie ihm auf3 neue wieder zu verſchaffen; der Kampf
gegen die ſchädlichen Regiebetriebe ſowie alle Aus= und
Aufſaugbeſtre=
bungen werde mit aller Entſchiedenheit fortgeführt. In dieſem
Zuſam=
menhange wurde noch erwähnt, daß in den nächſten Tagen eine
Depu=
tation des Vereins bei dem Herrn Oberbürgermeiſter vorſtellig werden
würde. Dem Tätigkeitsbericht war weiterhin zu entnehmen, daß das
Vortragsweſen des Vereins nach wie vor in Darmſtadt an führender
Stelle ſteht. Die Verſammlungen konnten ſih ſämtlich eines gerndezu
ausgezeichneten Beſuches erfreuen, was in gleicher Weiſe für die
Be=
deutung der ausgewvählten Themen und Redner, wie für das große
In=
tereſſe der Mitglieder zeuge. Von den ſonſtigen Veranſtaltungen wurde
beſonders die vorjährige, zu allgemeiner Zufriedenheit duvchgeführte
Rheinfahrt nach Köln zur „Preſſa” erwähnt — Ein Ueberblick über
die veranſtalteten Fach=Bucführungs= und Meiſterprüfungs
Vorberei=
tungskurſe zeigre, daß auf dieſen Gebieten wiederum erfolgreich
gear=
beitet worden war. Die unentgeltliche Beratung der Mitglieder in
per=
ſönlichen und beruflichen Fragen, die wieder durch die
Handwerkskam=
mer=Nebenſtelle Darmſtadt durchgeführt wurde, hatte im Berichtsjahre
einen beſonders großen Umfang angenommen. — Der
Mitglieder=
beſtand des Vereins bewegt ſich in aufſteigender Liwie. Es wurde eine
eingehende Statiſtik zur Kenntnis gebracht, aus der hervorging, daß
gegenwärtig rund dreiviertel ſämtlicher ſelbſtändigen Handwerker
Darm=
ſtadts, außer zahlreihen anderen Gewerbetreibenden und Angehörigen
ſonſtiger Berufe, dem Ortsgewerbever=in und der
Handwerkervereini=
gung Darmſtadt angeſchloſſen ſind. Ein Ausblick auf die allgemeine
wirtſchaftliche Entwickelung und die aus ihr erſvachſenden beſonderen
Aufgaben ſchloß den Bericht, der mit lebhaftem Beifall aufgenommen
wurde. — Im Anſchluß berichteten die Vorſitzenden von acht
Untee=
ausſchüſſen über die von dieſen im Jahre 1928 geleiſtete Arbeit. Herr
Nohl ſprach im Namen des Vereins insbeſondere dieſen Herren, wie
auch dem Syndikus der Handwerkskammer=Nebenſtelle Darmſtadt für
ſeine Geſchäftsführung herzlichſten Dauk aus. — Die Herren
Ober=
meiſter Sproß und Rothe erſtiitete als Rechnungsprüfer ihren
Prit=
fungsbericht, der die muſtergühige Ordnung in den Kaſſenverhältniſſen
answies. Dem Rechner, Heern Müller, wurde mit Worten des Dankes
Cntlaſtung erteilt. Der neue Voranſchlag gelangte nach kurzer
Aus=
ſerache zur einſtimmigen Annahm2. Die ſatzungsmäßige Neuwahl des
Verſtandes ergab Wiederwahl; einſtimmig wurden wiedergewählt die
Herren: Nohl als Vorſitzender, Werner, Illert und Finger als ſtellv.
Vorſitzende, ſowie Dr. Kollbach, Prof. Dr. W. Sonne und Gg. Kraus
als Beiſitzer Unter großem Beifall ſprach Herr Werner dem
wieder=
gewöhlten Vorſitzenden, Herrn Nohl, den herzlichſten Dank der ganzen
Verſammlung aus. Auch die Vorſitzenden der Unterausſchüiſſe wurden
einſtimmig wiedergewählt. Neu errichtet wurde auf Vorſchlag des
Vor=
ſitzenden ein Unterausſchuß für das Darmſtädter Kunſtgewerbe, das in
den verſchiedenſten Berufen des hieſigen Han werks und Gewerbes
zahl=
reichcre Vertreter beſitzt, als man gewöhnlich annimmt; zum
Vorſitzen=
den dieſes Ausſchuſſes wählte die Hauptverſammlung Herrn
Dekorations=
maler R. Klump.
Eine ganz beſondere Bedeutung iſt dem ebenfalls einmütka
ange=
nommenen Beſchluß beizumeſſen, alsbald eine Buch= und Steuerſtelle
fur die Mitglieder zu errichten. Im Hinblick auf den Wert einer
ordent=
lichen Buchfüchrung gegenüber rihtiger Kalkulation und ebenſo
gegen=
über den Steuerbehörden erſchien die getroffene Neueinrichtung geradezu
unerläßlich.
An die weiteren Punkte der Tagesordnung ſchloß ſich eine rege
Ausſprache an. Im Mittelpunkt ſtand dabei das Verhalten der
ſtdti=
ſchen Verwaltung zum Darnftädter Handwerk und Gewverbe. Große
Entrüſtung rief u. a. die Bekanntgabe der Pläne der Stadt hinſichtlich
des Oberwaldhauſes und die Art und Weiſe, wie man nunmehr gegenüber
deſſen langjährigen Pächter zu verfahren gedenke, hervor. Die anweſenden
Stadtverordneten beteiligten ſich lebhaft an dieſer Ausſprache. Im
Namen des Veveins ſagte auch ihnen der Vorſitzende herzlichen Dank
füir ihre Mühewaltung im Stadtparlament. Hinſichtlich der
bevor=
ſtehenden Stodtverordneienwahl herrſchte bei der Hauptverſammlung
übereinſtimmende Auffaſſung; es wurde weiterhin zum Ausdruck
ge=
bracht, daß auch die Wahlen zu den übrigen
Selbſtverwaltungskörper=
ſchaften das ganz beſondere Intereſſe der organiſierten gewerblichen
Kreiſe beanſpruchten. Die mehrſtündigen, in voller Einmütigkeit
ver=
laufenen, anregenden Verhandlungen ſchloß der Vorſitzende mit dem
Hinweis, daß es gelte, auch noch den letzten Gewerbetreibenden als
Mitglied des Vereins zu gewinnen, damit dieſer als berufene
Vertre=
tung des Handwerks und Ortsgewerbes nach Möglichkeit eine noch
größere Bedeutung erringe, als es bereits heute tatſächlich der Fall ſei.
— Mifſions=Studienwoche. Der letzte Abend derſelben (Donnerstag.
war ausgefüllt von einem Vortrag des Miſſionsdirektors Dr.
Frey=
tag=Berlin über das Thema: „Der Nationalismus Jung=
Aſiens in ſeinem Verhältnis zu Religion und
Chri=
ſtentum”. In breit überſchauender Weiſe ſchilderte der Redner, w
die nationale Bewegung unter allen aſiatiſchen Völkern, in der
Haup=
ſache entfacht durch das politiſche Vorgehen Englands und Rußlands
als Gegenſtrömung aufzufaſſen ſei, die bewußt und mit Enrſchiedenhe
alles, was vom Weſten kommt, ablehnt. Die Träger der nationale=
Bewegung ſind heute meiſt ſolche, die ihre Bildung ſich in Europa gehol
haben. Sie erſtreben durch eine bodenſtändige Preſſe, ein bodenſtändige
Schulweſen, weſtlichen Parlamentarismus u. a. ein nationales
Eigen=
leben ihrer Völker. Eine merkwürdige Erſcheinung iſt es, daß die reli
giöſen Gegenſätze innerhalb eines Volkes ſich vereinigen, wenn es gilt
nationale Ziele durchzuſetzen. Noch vor 20 Jahren wäre ſolches unter
allen Umſtänden unmöglich geweſen. Der Nationalismus macht ſid
überall die religiöſen Kräfte dienſtbar, um nach Erreichung ſeiner Zweck
die Religion zu unterdrücken. Dies zeigt ſich beſonders deutlich in In
dien an den Vorgängen, die mit der Perſon des in letzter Zeit wied
viel genannten religiöſen und politiſchen Führers Ghandi in Verbin
dung ſtehen. — „Was hat die durch die nationale Bewegung geſchaf
fene Lage mit der Miſſion zu tun?”. Ueberall iſt der Boden gelockert
für die Aufnahme des Evangeliums; doch beſteht die Gefahr, daß das
ganze Aſien mit Rieſenſchritten in eine Gleichgültigkeit der
Religi=
gegenüber verfällt und durch den Nationalismus völlig auf diesſeitige
Ziele ſich einſtellt. Dies erſchwert die Lage der Miſſion aufs höchſte
Doch erwächſt ihr in den von der nationalen Bewegung erfaßten ein
geborenen Chriſten auch eine ſtarke Hilfe. Dieſe ſuchen das Chriſten
tum in ihr Volkstum einzubauen und ſich mit beiden auf eigene Füß
zu ſtellen. So wollen ſie durch das volksgemäße Chriſtentum ihren
Völ=
kern helfen. Dieſer Gedanke wurde auf der Weltmiſſions=Konferenz in
Jeruſalem (Oſtern 28) wiederholt von den Vertretern der verſchiedener
Nationen ausgeſprochen. Es kommt für die Miſſion darauf an, ſold
chriſtlich=nationales Eigenleben zu ſtärken, ſo lange es nötig iſt, un
dann ſelbſtlos zurückzutreten. Es wird ſich in China ein chineſiſches, i
Japan ein japaniſches, in Indien ein indiſches Chriſtentum ausbilden
Die Aufgabe der Miſſion beſteht u. a. auch darin, dafür zu ſorgen, daß
es eingeborene Chriſten gibt, die in religiöſen und politiſchen Dingen
Führer ſein können; Menſchen mit einer chriſtlichen Weltanſchauung
Menſchen, welche die Aufgabe ihres Volkes im Angeſichte Gottes ſehen
Menſchen, die ihr Volk in der Oeffentlichkeit (Preſſe, Verwaltung uſw.)
vertreten können. Dabei mitzuhelfen, daß ſolche Menſchen von nati
naler Eigenart, und doch völlig erfaßt von der Reinheit des chriſtlicher
Gedankens, wachſen können, iſt Sache aller ernſten Chriſten bei uns i
der Heimat. Jetzt iſt die Zeit — in zehn Jahren wird ſie nicht meh
ſein —, in der ſich das Schickſal Aſiens entſcheider. Die Kampffront, an
der das Feldgeſchrei lautet: Hier Chriſt!, hie Antichriſt!, beſchränkt ſich
nicht auf Aſien, ſondern ſie geht mitten hindurch durch alle europäiſcher
Völker — auch durch unfer Volk. Sorgen wir dafür, daß die Front
an keiner Stelle durchbrochen wird! — Mit dieſem Vortrag ſchloß die
Miſſionsſtudienwoche, die reiche Anregung gebracht, den Blick geweite
und, will’s Gott, manches Herz warm gemacht hat für die wichtige
Sache der Miſſion.
Sonntag, den 10. März 1929
Heſſiſcher Verkehrsverband.
Der Geſamtvorſtand des Heſſiſchen Verkehrs=
Verbandes trat am Freitag, den 8. März 1929, in Darmſtadt zu
wichtigen Verhandlungen zuſammen. Vor Eintritt in die
Tagesord=
nung gedachte der Vorſitzende des Ablebens des früheren hochverdienten
Vorſitzenden des Verbandes, Herrn Paul Sieben in Auerbach.
Hierauf berichtete der Vorſitzende über die rege Tätigkeit des
Verban=
des. Der zum zweiten Male herausgegebene „Heſſen=Kalender”
wurde als eine beſonders gelungene, werbemäßig ſtark wirkende
Publi=
kation lebhaft begrüßt. Es beſteht Einverſtändnis darüber, daß auch
für das nächſte Jahr ein Heſſen=Kalender in womöglich verbeſſerter
Form herausgebracht werden ſoll. Das Bilder= und ſonſtige Material
zum Heſſen=Kalender 1930 muß dem Verband (Anſchrift: Darmſtadt,
Eliſabethenſtraße 14) bis ſpäteſtens 15. Mai zur Verfügung geſtellt
werden, weil der Kalender Anfang Juli fertig ſein muß.
Die Odenwald=Reliefkarte, die den geſamten Odenwald
und die angrenzenden Gebiete weſtlich Mainz und Worms und
nörd=
lich Offenbach und Frankfurt in einer ausgezeichnet überſichtlichen
Weiſe darſtellt, befindet ſich zurzeit im Druck. Eine Reliefkarte für
Oberheſſen wird in dieſem Jahr von dem Verband in Angriff
genommen. Gemeinſam mit dem Rheiniſchen Verkehrsverband gibt der
Heſſiſche Verkehrs=Verband ein ſehr wirkungsvolles Rhein=
Pano=
rama heraus, das in Bälde erſcheint.
Die vom Heſſiſchen Verkehrsverband veröffentlichten regelmäßigen
Wetter= und Schneemeldungen haben, wie die Entwicklung
zeigt, einem lebhaften Bedürfnis entſprochen. Zahlreiche Zeitungen
haben dieſen Bericht regelmäßig wiedergegeben mit der Wirkung, daß
der Winterſportverkehr ſich überall günſtig entwickelt hat.
Wiederholt wurde vom Heſſiſchen Verkehrs=Verband darauf
hinge=
wieſen, welch hohe Bedeutung einer genauen
Fremdenverkehrs=
ſtatiſtik innewohnt. Leider werden die diesbezüglichen Beſtrebungen
in manchen Gemeinden noch immer nicht genügend unterſtützt. Die
erforderlichen Meldungen müſſen vollſtändig und pünktlich erſtattet
werden, wenn die Einrichtung der Fremdenverkehrsſtatiſtik Wert
haben ſoll.
Ein eingehender Bericht wurde über die Entwickelung der
Ver=
kehrs=Verbindungen erſtattet. Hierbei wurde ausgeführt daß
der neue Fahrplan der Reichsbahn im Zeichen einer ſtarken
Ver=
mehrung der FD.=Züge einerſeits und der leider
zuſchlagspflich=
tigen Eilzüge andererſeits ſteht. Hinſichtlich der
Dampf=
ſchiffsverbindungen wurde feſtgeſtellt, daß zwar eine Ver=
— Jungdeutſcher Orden e. V., Bruderſchaft Darmſtadt. Man ſchreibt
uns: Der Preſſewart der Bruderſchaft ſprach auf dem letzten
Bruder=
abend über: „Der Kampf für den Volksſtaat”. Seine
Aus=
führungen gipfelten im folgenden: Die andauernde Kriſe im
Partei=
parlamentarismus unſeres heutigen Staates, die in den letzten Monaten
beſonders groteste Formen annahm, hat das allgemeine Intereſſe in
ſtärker werdendem Maße auf die Frage gelenkt, ob es möglich iſt, das
Deutſche Reich durch eine andere organiſche Staatsſtruktur vor dem
Abgrund zu retten. Die Erörterungen über neue Staatsſtrukturen oder
zum mindeſten über eine grundlegende Reform des Staates kommen
an dem jungdeutſchen Staatsvorſchlag, wie er ſeit Jahr und Tag im
jungdeutſchen Manifeſt niedergelegt iſt, nicht mehr vorbei. Das
wach=
ſende Intereſſe für die jungdeutſche Staatsidee und für die jungdeutſche
Politik zeigte ſich deutlich bei den Erörterungen über die volksnationale
Aktion, die vom jungdeutſchen Orden angeregt worden iſt.
Bolfchewis=
mus einerſeits und Weltplutokratie andererſeits bedrohen die Exiſtenz
des Reiches. Die Staatsſtruktur läßt den Staat zum Raub von
Privat=
organiſationen werden. Aus dieſer Lage gibt es nur einen Ausweg,
nämlich den, daß das deutſche Volk ſelbſt aus eigener Kraft heraus ein
Staatsideal und einen Staatsaufbau ſchafft, diei geeignet ſind, jeden
deutſchen Menſchen wieder zum leidenſchaftlichen Verfechter und zum
entſchiedenen Kämpfer für Deutſchland zu machen.
Hatten Sie Grippe?
Wahrſcheinlich ſpüren Sie die Folgen noch Sie müſſen wieder
möglichſt ſchnell zu Kräften kommen. Nehmen Sie täglich zum
„Frühſtück die bewährte
Ovomaltine.
Sie iſt ein konzentriertes Nähr= und Kräftigungsmittel, ſchmeckt
angenehm und wird in ſolchen Fällen vielfach von den Aerzten
verordnet. Schon nach wenigen Tagen ſpuren Sie den Erfolg.
Ovomaltine kann in heißer oder kalter Milch, in heißem oder kaltem
Waſſer, in Kaffee, Tee oder auch trocken genommen werden. Doſe
250 g 2.70 RM., 500 g 5.— RM. in allen Apotheken und Drogerien.
Dr. A. Bander, G. m. b. H., Oſthofen=Rheinheſſen.
(I.1385
— Evangel. Stadtmiſſion E. V. Ludwig=Richter=
Licht=
bilderabend. Wohl kein anderer Maler hat ſo wie L. Richter
den Weg in das deutſche Volks= und Familienleben gefunden. In
Nom von Koch und Schnorr beeinflußt, illuſtrierte er ſchon früh mit
Vorliebe volkstümliche Dichtungen, und wußte mit ſeinem echt
deut=
ſchen frommen Gemüt und oft köſtlichem Humor ſeine wundervollen
Schöpfungen zugleich ſo ſprechend zu geſtalten, daß es eine Luſt iſt,
mit ihm — an Hand ſeiner Bilder — eine Wanderung durch Leid und
Freud des Lebens zu machen. Freunde ſeiner echt deutſchen und
wahr=
haft chriſtlichen Kunſt ſeien auf dieſen Vortrag (mit Lichtbildern) in
der Stadrmiſſion, Mühlſtraße 24, heute abend 8 Uhr, aufmerkſam
ge=
macht. Eintritt frei!
— Hausfrauenbund. Am nächſten Dienstag, den 12. März, findet
um 4 Uhr Mitgliederverſammlung ſtatt, in welcher Herr Dr. Sell ſo
freundlich ſein wird, über die erſte Hilfe bei Unglücksfällen zu ſprechen.
Eine Reihe von Lichtbildern wird den Vortrag begleiten.
— Volksbühne. Die Mitglieder der Konzertgemeinde der Volksbühne
beſuchen als vierte Veraſtaltung Freitag, den 15. März 1929, im
Klei=
nen Haus des Heſſiſchen Landestheaters den Schubert=Liederabend von
Theo Heuſer. Die Mitglieder der Volksbühne, ſoweit ſie nicht
Mitglie=
der der Konzertgemeinde ſind, erhalten Eintrittskarten zu ermäßigten
Preiſen in der Geſchäftsſtelle der Volksbühne, Eliſabethenſtraße 34 (Haus
Alter).
Haben Sie schon eine
DoldteT
Preis 4.00 Mark
Praktisches Ostergeschenk
st.3799) Nähere Auskunft an unseren Einlagenschaltern
Städt. Sparkasse Darmstadt
— Diakonieverein. Wir machem darauf aufmerkſam, daß der Heſſiſche
Diakonieverein am 14 März ſeine diesjährige Haupwerſammlung in
ſeinem Heimathaus, Freiligrathſtraße 9, hält. Das Thema der
Verſamm=
lung lautet: „Der evangeliſche Wohlfahrtsdienſt”, und wird, von zwei
Seiten hehandelt. Schweſter Kolilee von Zech, die Leiterin des
Wies=
badener evangeliſchen Wohlfahrtsdienſtes Pfarrer Guyot, der Leiter der
hieſigen Wohlfahrtsſchule, behandelt darauf die Ausbildung der für einen
ſolchen evangeliſchen Wohlfahrtsdienſt in Betracht kommenden Kräfte.
Im übrigen verweiſen wir auf die Anzeige in der heutigen Nummer.
— Schallplatten=Konzert. Am kommenden Donnerstag, den 14. ds.
Mts., abends 8 Uhr, veranſtaltet die Firma Chriſtian Arnold in der
Aula des Realgymnaſiums (Kapellplatz) ein Schallplatten=Konzert. Das
Programm umfaßt Werke von Beethoven, Mogart, Weber u. a. m. Dem
Publikum, das auf leichte Muſik eingeſtellt iſt, wird im zweiten Teile
des Programms Rechnung getragen. Hinreißende Tanzolatven uſw.,
von erſten Künſtlern geſpielt, werden ihre Wirkung ſicher nicht verfihlen.
Karten zu freiem Eintritt nach Maßgabe der vorhandenen Plätze bei
Chriſtian Armold, nur am weißen Turm.
mehrung der Oberrheinfahrten gegenüber dern
warten ſtehe, daß indeſſen die Einbeziehung d
Teilſtrecke von Worms nach Mainz im
gehenden Schiffsverkehr noch nicht in
Umfang vorgenommen werde. Weitere Verbeſſerungs=
Fahrplan des kommenden Sommers ſeien dringend g).
ßend wurde die nachſtehende Entſchließung einſtimmig
„Der Geſamtvorſtand des Heſſiſchen Verkehrss
grüßt die Abſicht der Reichsbahn, die Anzahl der
fahrenden Fernzüge zu erhöhen. Die Vermehr=
Züge liegt gleichermaßen im Intereſſe der Förde
verkehrs wie im eigenen Vorteil der Reichsbahn, dä
dem ſteigenden Wettbewerb des Flugzeugs und
zweckmäßiger Weiſe entgegentritt.
Die ernſteſten Bedenken müſſen indeſſerd
gemacht werden, daß zum Zwecke der Vermehr=
Züge beſtehende Schnellzüge, zumal
dritten Klaſſe, beſeitigt werden. Ein dord
der beſonders beſchleunigten Durchgangsverbindung
anderer Verbindungen dürfte mit den CM
geſunden Verkehrspolitik nicht zu vereinbaren ſein.
Gegen die unbegreifliche Abſicht de—M
wichtige FD.=Züge in Bad=Nauheim, dem
Kurort von Weltruf, ohne Halt durchfahremzEy
entſchieden Verwahrung eingelegt werden.
Unter anderen zahlreichen berechtigten Verker!c
der Geſamtvorſtand des Heſſiſchen Verkehrs=Verbanä=)
Verbeſſerungen des Fahrplans zwiſchen Maingt
einerſeits und Darmſtadt dem Odenwald
ſtraße andererſeits für dringend geboten. Insc
notwendig, der Herſtellung güinſtiger Anſchlüſſe a
verkehr in der Richtung nach Darmſtadt, dem Oex
Bergſtraße ein Augenmerk zuzuwenden.
Das leider auch im kommenden Sommer imn
nicht enthaltene zweite Paar Odenwald=Ne//
iſt zur Verkehrsbedienung des öſtlichen
Odenwalde-
leren Neckartales eine dringende Notwend-i//
Nachdem weiterhin interne Organiſationsfragen ei
waren, wurde als Tagungsort für die diesjährige Hoy//
Ar Kick
Darmſtadt beſtimmt.
Nie
— Tierſchutzverein für Heſſen in Darmſtadt, Bech f.
Infolge des anhaltenden ſtrengen Winters fand geſtem
4 Uhr auf den Bäumen in dem Herrngarten dahier eie
Vögel ſtatt. Anweſend waren Amſeln, Droſſeln, Speck=)xn, Pierde,
Klein=
ken und Spatzen. Abordnungen hatten entſandt dieMYfy weitere Ausführ
und Eichhörmgen. Ferngrüße übermittelten Staren, SMit +u, duß das Brühl
Schhranen und Stör=ke. Den Vorſitz führte der Bi1½ hnofeln beſtens
Spccht. Beſchloſſen wurde: Allen Spendern von Futt4beifreicher Fu
und innigſten Dank anszuſprechen für ihre treue, opf- tim geſtaltet ſich di
der Zeit der letzten Not. Al3 beſonders geeignetes ZrMſlmgieln gibt u
gemein anerkannt: Hanf, Sonnenblumenkerne, altback 0l1 kifutters D. L.
1(s Brot, ungeſalzener Zpcck Meiſenringe, Erd=, Hrellküufüter in bew
Nüſſe ſowie Butter wurden von Meiſen, Spechten ur F/ hat Lehmann
ſonders feine Götterſpeiſen gelobt. Um Durchhalten uw/.ſu dieſe Weiſe a.
und un Errichtung neue= Futterplätzchen an geſchütz—ſ)tzmeten kann, m
Fenſterſimſen, in Gärten uſw. wird herzli=hſt gebeten, uu berjahren
Heil und Segen ge ünſcht. Der Vöglein Acht und AMklrälich zu
und unentgeltluh den herrlichen Geſang hören wollen 4.tu. Die Ein
lein Nutznießer ſind. Denn in Vöglein3 Reichen gilt17 Müuende ſollte
alle die Menſchen ausgeſprohen, die helfen könnten, „Mä=derung, ſei e
tum Mit den innigſten Wünſchen, den herrlichen F uF4 m
Bren=
lieblichen Liedlein begrüßen zu dürfen, um unſere ed Inſ4, Hien Verfa
kah
freuen, ſchloß die Sitzung.
— Die Vögel hungern immer noch! Die gvinmige
gelaſſen, aber nuht die Not um das tägliche Broy in du=
Nahrung iſt noch immer ſelten und de= Hunger machſt
ſo ſcheuen Tieie undorſichtic. Das beweiſt
folgende-
uns eins Tierfreundi ſchreibt: „Geſtern mitm.
Wohnzimmerfenſter in der Mathildenſtraße
auf dem Dache des gegenüberliegenden Hauſes eines
Kauarienvogel hing im Käfirf innerhals des Zimmers ert!!
lich; ſchießt der Vogel auf mein Fenſter los und verſucht 1"
nach dem Kanarienvogel zu backen. Trotzdem ich am 7i1
ſuchte er dreimal den Angriff. Es war ein Sperber.”
ſehen, wie die Not die Tiere zu den unglaublichſten N
Ich legte ihm ſofort Futter vor das Fenſter in den do
Nauf, der bereits von auderen Vögein vollkommen leer.
Steiber fraß faſt aus der Hand, als er geſüttigt wart
die
Mein Kanarienvogel hat noch lange Zait nachher am
gezittert.” — Dieſer Vorfall zeigt, daß man die hunger2
ſergeſſen ſoll. Wenn auch die Kälte nachgelaſſen hat.
Futter beſteht immer noch! — Vor dem gleichen Fenſteruch
vor einigen Tagen ein vollbommen entkräftetes Vögelchen
ſräter einging und das an einem Fuß einen kleinen R.
ert we
Oie hierunter erſcheinenden Rotizen ſind ausſchließilch als Hinweiſte auf Mur5
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder H7.
— Anthropoſophiſche Geiſteswiſſenſ
offenbarung und Lebensgeſtaltung” heißt das Thema,
Sigismund von Gleich aus Dortmund am Mittwoch,
abends 8.15 Uhr, in der Akademie für Tonkunſt, Eliſad.
Inſchrift „Vogelwarte Helgoland”.
Lakale Veranſtalkungen.
ſprechen wird. Dieſer vorläufig letzte Vortrag der Ann
Geſellſchaft bietet Ueberblick und Zuſammenfaſſung zugk
anthropoſophiſchen Weltanſchauung und ihrer Auswit!*
ſche Leben. (Anzeige folgt.)
—Hotel Prinz Heinrich. Konzertmi
Hotel Prinz Heinrich findet heute Sonntag abend Kad
ſtatt. Der Beſuch iſt ſehr zu empfehlen.
Kunſtnotizen.
Ceber Werte, Künſtier oder künſtleriſche Veranſtaltungen, deren im Nachlt re
geſchieht. behält ſich die Redaktion ihr Arteil voſ.
— Suſanne Horn=Stoll ſingt am Diensiag
abends 8 Uhr, im Saal der Loge Sandſtraße 10 mit K.*
Flügel eine Auswahl ſeiner ſchönſten Lieder. Die Ruühie.
ſchon reichlich ihr Können bewieſen, unter anderem O
Konzert in Kreuznach. So ſchreibt der „Kreuznacher R
Ein beſonderer Genuß waren die Vorträge der Solha.
S. Horn=Stoll aus Darmſtadt, die mit ihrer herrliche
Publikum zu begeiſtern wußte. — „Deffentlicher Anzeib.—
Abenos war S. Horn=Stoll, Darmſtadt. Die Sance
klangvollen, glänzend geſchulten Sopran, der beſonders a
lend rein iſt. — Karten bei Konzert=Arnold, Eliſabetyeſe
2560) und an der Abendkaſſe.
— Theo Heuſer ſingt, von Hans Simon behle.
im Kleinen Haus des Landestheaters Schubertlſ
geſchätzte Baritoniſt, der ſich ſowohl in der Oper wie."
gemeiner Beliebtheit erfreut, hat gerade als Schuhenſ.
ſamten hieſigen und auswärtigen Preſſe größte Awell.
So bezeichnet beiſpielsweiſe das „Düſſeldorfer Tachle.
bertabend als die wertvollſte Veranſtaltung des Koſſt.
bei KonzertArnold, Eliſabethenſtraße B (Telebhon.
Kaſſe des Kleinen Hauſes.
Tageskalender für Sonntag, den 10. M0.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, Amſclt
17.30 Uhr, Heſſenlandmiete II: „Der Waffenſchme.
19.30 Uhr, Ende B Uhr, B 17: „Catzalleria nchtehl.
Bajazzo‟ — Klein=s Haus, Anfang 15 Uhr Go
ſenlandmiete III: „Theo macht alles”. — Abn **
22 Uhr, außer Miete: „Der Glasſchranl.” —9:!0
20 Uhr, Gaſtſpiel Millowitſch: „Familie Schm”k Schmt
Schloßkaffe, Kaffee Rheingold, Reichshof, Hol. Bre
Poſt, Weinhaus Maxim, Alte Poſt. Reſtanfe
Kaffee Ganßmann. Zur Krone, Bürgerhd
ſchlößchen, Bismarckeck, Reichskrone, Odeon, Spi
mer Auch
melbräu, Hotel Prinz Heinrich, Neckartor, W
Beffunger Turnhalle, 19 Uhr: Voe.
feier „Der Rhein im Lied‟ — Ludwig?h!
Konzert. — Kinpvorſtellungen:
Palaſt=Lichtſpiele.
Verwertung erfrorener Kartoffeln.
Dr. O. Nolte, Berlin.
hzü ſetzende und langwährende Froſt iſt diesmal ſo tief in
In/eprungen, daß ſicher ein Teil der in den Mieten
lagern=
ſ enn durch den Froſt beſchädigt wurde, ſo daß ſie nach
hu” n im rohen Zuſtande nicht mehr haltbar ſind.
z wert aber durch das Erfrieren ſelbſt nicht
ge=
gilt es, alle Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet
er eten und nach dem Auftauen dem Verderben aus=
Eſoſchnell und ſo weit als möglich
zuret=
ſus=ugsweiſe der tieriſchen Ernährung nutzbar
emesvegs ſoll man ſich aber durch die hohen Zahlen,
u steil in Mieten erfrorener Kartoffeln genannt werden
auf übertriebenen Schätzungen beruhen, beunruhigen
e; laſſen, die Mieten ſchon bei ſtarkem Froſt zu öffnen,
5ilahrſcheinlichkeit groß iſt, den Schaden unnötig zu
ver=
ſtſde einwandfreie Kartoffeln dem Verderben auszuliefern.
cr. ian in aller Ruhe Lufttemperaturen von höchſtens —3
ſüb= i denen in der Mittagsſonne auch die freilagernde
Me friert, ab, um probeweiſe die Mieten zu öffnen, um
in ül berblick über den Anteil der froſtgeſchädigten Kartof=
„weir, und alle Vorbereitungen zu ihrer beſten Nutzung zu
hzekkennt die froſtgeſchädigten Kartoffeln daran, daß ſie
eiütmt dem Meſſer größeren Widerſtand enrgegenſetzen und
erei, Teilen verfärbt ſind.
ßezeit iſt es, daß alle erfrorenen Kartoffeln der
zge führt werden, ehe ſie auftauen, da ſie im
ichſt nde ſchmierig werden, ſich ſchnell zerſetzen und dann
auz, werden können. Die Möglichkeit, die gefrorenen Kar=
Aid—ſtriellen Verwertung in Stärkefabriken,
r Brennereien zuzuführen, dürfte nach allem was
bis=
ie, nicht allzu groß ſein. Teils haben dieſe Induſtrien
witzlen Kartoffelernte des Vorjahres von 42 Millionen To.
zuiet Ihre Anordnungen und Abſchlüſſe getroffen und ſind
gieunen Geldknappheit auch mit ihren Mitteln bereits
feſt=
dc is ſcheint auch eine Erhöhung des Brennkontingents,
umle. Seite bekanntgegeben wurde, nicht möglich zu ſein.
ay gegebenenfalls jede Möglichkeit der induſtriellen
Ver=
ſehtl (— nutzen wird, dürfte ſelbſtverſtändlich ſein, doch dürfen
zem tü. allzu weit entfernt liegen, da beim Verſand auf
grö=
ernzuen plötzlich eintretendes Tauwetter die gefrorenen
Kar=
ſchu. 1d.rben laſſen kann.
min ir der Hauptſache eine Nutzungals Viehfutter
ſtrwmmen, and zwar zunächſt nach vorangegangenem
emilln größerem Umfange aber erſt nach erfolgter
Säue=
lelß d e Verfütterung gedämpfter Kartoffeln an Schweine,
Sit) Pferde, Kleinvieh und Geflügel iſt ſo viel geſchrieben
aß / veitere Ausführungen erübrigen.!) Es ſei nur
aus=
betatzt aß das Brühwaſſer nicht mit verfüttert werden ſoll
düre (toffeln beſtens genutzt werden, wenn ausreichende
ietisreicher Futtermittel beigegeben werden.
Schtu geſtaltet ſich die Fütterung ſehr einfach, wenn man
Khyffeln gibt und je Tag und Tier ein Kilogramm des
mmf ttters D. L. G. 5e verabfolgt, das aus Getreide=
Ghu fFutter in bewährter und erprobter Miſchung nach An=
Gu Aat Lehmann beſteht.
janx 6 Dieſe Weiſe aber nur beſchränkte Mengen erfrorener
wiken kann, muß man ſie durch geeignete
Konſer=
gasſhv ahren vor dem Verderben ſchützen und ſie der
alk) ich zugänglich machen. Hierfür kommt vorwiegend
äſuſng, ſei es in rohem, ſei es in gedämpftem Zu=
Biſtätt. Die Einſäuerung der gefrorenen Kartoffeln in
Yurde ſollte nur im Notfalle in Anwendung kommen,
Miml an Brennſtoff oder gar Fehlen einer Dämpfanlage
ei et- Verfahren die Verluſte an Nährſtoffen erheblich ſind
zei. beim Einſäuern ſelbſt in guten Behältern eintreten
Ballichkeit ſollen bei dieſem Verfahren die Kartoffeln
t von Schmutz befreit werden, ehe ſie in die Behälter
ligert werden. Da für das Gelingen der Säuerung
lon Luft weſentlich iſt, ſo wird man die Kartoffeln
umpfeiſen, Spaten u. dal. weitgehend zerkleinern
Weiſe feſtſtambfen. Ein Zufatz von
Milch=
n in geeigneter Form, vorſchriftsmäßiger
Anwen=
ſe erhöht die Sicherheit einer erwünſchten Säuerung.?)
Müker mir Stroh, Spreu, Brettern oder anderem
geeig=
terzſvied ein luftdichter Abſchluß durch eine
Lehm=
miſt iens ein Lehmſtrich aufgebracht, auf den eine ſtarke
f50 ird, um die Kartoffeln möglichſt feſt zu
mem Eindringen von Luft zu verhüten.
vung gelingt ſicherer und mit geringeren
denn die Kartoffeln vorher in geeigneter Weiſe
ge=
as im gewöhnlichen Kartoffeldämpfer, dem
Henze=
nuichen Einrichtungen geſchehen kann. Im Mittel be=
10 Kilo Kartoffeln etwa 4—5 Kilo Steinkohlen oder
Sohlen. Vor dem Dämpfen ſind die Kartoffeln nach
Ru ſchen, um zu vermeiden, daß unnötig Erde in den
g. und die Verdaulichkeit ſinkt. Wenn große
Men=
eingeſäuert werden ſollen, empfiehlt es ſich, die
Kar=
inwagen zu dämpfen. Dazu ſchiebt man durch
teren Kaſtenwand in erwa 5 Zentimeter Höhe über dem
eus ein bis an die Vorderſeite reichendes durchlochtes
entimeter lichter Weite. Das Rohr iſt vorn
geſchloſ=
latt 76, D. L. G. und die Flugſchriften der Kartoffel=
, Berlin SW. 11, Bernburger Straße 14.
ſen und ſeitlich mit etwa drei Reihen Löchern verſehen, die am Anfang
des Nohres 6 Millimeter, in der Mitte 5 Millimeter und am Ende
4 Millimeter Durchmeſſer haben, damit der Dampf durch die ganze
Länge des Rohres ſtreicht und die Kartoffeln gleichmäßig dämpft. Der
Wagen wird zwecks beſter Dampfausnutzung mit naſſen ſauberen Säcken
oder Planen, Pappe u. dal. abgedeckt. Durch eine Schlauchleitung ſtellt
man die Verbindung mit der Dampfquelle einer Brennerei oder eines
anderen Nebenbetriebes oder dem Injektor einer Lokomobile her. Auf
dieſe Weiſe kann man mit etwa ſieben Atmoſphären Ueberdruck 20 Dz.
Kartoffeln im Kaſtenwagen in einer knappen Stunde gar dämpfen und
vom Kaſten direkt in die Grube fahren. Bei einer Tagesleiſtung von
125 Doppelzentnern können in einer Woche 750 Doppelzentner
ein=
geſäuert werden, womir zuſammen mit Eiweißfutter beinahe einhundert
Schweine im Sommer gemäſtet werden könnten.
Am beſten geeignet für die Einſäuerung ſind Silos jeglicher Art
oder Gruben. Weſentlich iſt, daß ſie dicht ſind und nach dem
Be=
ſchicken luftdicht abgedeckt werden. Auch wenn dieſe Behälter
ſchon zum Teil mit anderem Silofutter gefüllt ſind, kann unbeſorgt in
geeigneter Weiſe die Kartoffel darüber eingeſäuert werden. Iſt.
da=
gegen kein Silo oder keine Grube vorhnden, ſo handelt es ſich darum,
ſchnell und billig behelfsmäßige Behälter zu ſchaffen. Stehen
leere Fäſſer oder Bottiche zur Verfügung, ſo laſſen ſich dieſe gut
verwerten. Im allgemeinen wird man aber daran denken müſſen,
Erd=
gruben zu machen, deren Herſtellung durch den tiefgefrorenen Boden
nicht ohne große Mühe möglich iſt. Man kann ſich die Erdarbeiten aber
erleichtern, indem man den Boden auftaut, was durch Abbrennen
von Stroh, Reiſig und Holz oder durch Aufſtellen von Kokskörben über
der zu ſchaffenden Grube geſchieht. Sie werden zweckmäßig kreisrund
mit einem Durchmeſſer von 2 Metern und einer Tiefe von 1,5—2
Me=
tern angelegt, ſo daß ihr Inhalt ſicher in einer Woche
ver=
füttert werden kann, weil die Kartoffeln nach dem Oeffnen der
hen vom Inſtitut für Gärungsgewerbe, Berlin N. 65,
Grube leicht verderben. Da 1 Kubikmeter Innenraum etwa 9
Doppel=
zentner ſaure Kartoffeln faßt, kann man die Zahl der Gruben
berech=
nen, die notwendig ſind, um die erfrorenen Kartoffeln aufzunehmen.
Bei Sandboden empfiehlt es ſich, den Boden mit einer
Lehm=
ſchicht zu belegen, die Seitenwände mit Brettern abzuſetzen und den
Zwiſchenraum zwiſchen Brett und Boden mit fettem Lehm
auszuſtamp=
fen. Bei Herſtellung maſſiver Gruben aus Beton oder Ziegelſteinen,
auch wenn ihre Ausführung nur behelfsmäßig gedacht iſt, wird es immer
vorteilhaft ſein, die innere Wandnfläche mit einem vorendichtenden
Silolack als Anſtrich zu verſehen.
Die Gruben laſſen ſich bequem und ohne Zuhilfenahme von
Koks=
körben in Scheunentennen oder ähnlichen überdachten
Näumen einrichten, weil hier der Froſt wegen der geſchützteren Lage
nicht in größere Tiefen dringen konnte. Sie haben zudem den Vorteil,
vor Schädigungen durch Regen bewahrt zu bleiben. Auch die Ecken
emes Kellers oder eines ähnlichen froſtgeſchützten Raumes laſſen ſich
verhältnismäßig leicht durch Bretter zu einem kaſtenförmigen
Silo ausbauen. Das Schließen der Fugen erreicht man durch dorpelte
Verbretterung mit zwiſchengefügter teerfreier Pappe. Die Anchlußfugen
der Wände können im Falz mit Ton oder Aſphaltſtrick gedichtet werden.
Von außen verſteiſt man das Ganze durch kräftige Balken. Auch alte
ausgemauerte Blattmieten können mit Vorteil zur
Ein=
ſäuerung der Kartoffeln benutzt werden, wenn man ſie durch eingeſetzte
Zwiſchenbretter in kleinere Abteilungen von etwa 1,5 Mcter Länge
zer=
legt. In allen Fällen iſt für ſorgfältige Abdichtung nach dem Füllen mit
Kartoffeln zu ſorgen. Die Benutzung leerſtehender
Schweine=
buchten zur Einſäuerung iſt dann angängig, wenn deren Wände
dick genug ſind. Die Trogwand kann mit Brettern in ähnlicher Weiſe,
wie vorhin beſchrieben, abgeſchloſſen werden.
Gelegentlich wird auch empfohlen, die ſauren Kartoffeln
ober=
irdiſch einzumieten, nachdem mon den Boden mit einer Lehmſchicht
bedeckt hat. Um die Verluſte einzuſchränken, empfiehlt es ſich, die
Seiten=
wände nach dem Bedechen mit Brettern und Stroh ebenfalls mit Lehm
zu bewerſen und das Ganze mit Erdreich zu beſchweren.
Was nun die Verfütterung anbetrifft, ſo ſei hier nur darauf
auf=
merkſam gemacht, daß roh eingeſäuerte Kartoffeln bis zu 20
Kilogramm täglich nur an Wiederkäuer, dagegen nicht an Pferde
und Schweine verfüttert werden können. Die nach dem Dämpfen
geſäuerten Kartoffeln können in einwandfreiem, friſchem Zuſtande in
geeigneter Weiſe und Menge an alle landwirtſchaftlichen Haustiere
ver=
füttert werden. In erſter Linie wird man ſie an die Maſtſchweine
ver=
füttern; doch ſei hier darauf aufmerkſam gemacht, daß die Säure der
Kartoffeln das Schwein hindert, ſeinen vollen Bedarf an
Kohlen=
hydraten allein mit eingeſäuerten Kartoffeln zu dechen. Man iſt
deshalb gezwungen, durch ein anderes Beifutter, z. B. von 300 Gramm
Gerſten= oder Maisſchrot oder Kartoffelflocken, die ſauren Kartoffeln
ſchmackhaft zu machen. Bei Befolgung dieſer Vorſchläge kann man
wie=
derum mit täglich 1 Kg. Schnellmaſtfutter D.L.G. 5e vorteilhaft den
Eiweißbedarf des Schweines während der ganzen Maſt decken.
Eine Beifütterung von Kalk und Salz iſt bei der
Verfüt=
terung der Sauerkartoffeln wie üblich notwendig, um den
geringen Mineralſtoffgehalt der Kartoffeln auszugleichen.
Seite 7
Aus Hefſen.
Die landwirtſchaftliche Skellenvermitklung.
Wie bekannt, liegt die Geſamtarbeits= und Stellenvermittlung,
ſo auch die landwirtſchaftliche, in den Händen der Arbeitsämter, eine
gewerbliche Stellenvermittlung iſt nur noch bis Ende des Jahres 1930
mit Genehmigung des Herrn Präſidenten des Landesarbeitsamts Heſſen
in Frankfurt a. M. geſtattet. Das Reich verſucht auf dieſe Weiſe, der
Wirtſchaft die Arbeitskräfte zuzuführen, Einfluß auf dem Arbeitsmarkt
zu gewinnen ſowie, wenn erforderlich, regulierend einzugreifen.
Dieſes Jahr wie auch ſpäter wird eine Herabſetzung des
Polen=
kontingents ſtattfinden. Da eine große Anzahl offener Stellen in der
Landwirtſchaft tatſächlich vorhanden iſt, von ſeiten der Arbeitsämter
aber das Beſtreben beſteht, der Landwirtſchaft in ihrer ſchlechten Lage
durch Beſchaffung von geeigneten Arbeitskräften ſoweit als möglich zu
helfen, dürfte es andererſeits Pflicht der Landwirte ſein, die offenen
Stellen ausführlich und rechtzeitig dem Arbeitsamt Darmſtadt
oder den zuſtändigen Nebenſtellen:
Bensheim a. d. B., Wambolterhof, Fernruf 400;
Erbach i. O., Kreisamt, Fernruf 511;
Dieburg, Ringſtr. 51, Fernruf 286;
Unterſtelle Höchſt i. O., Rathaus, Fernruf 125;
Unterſtelle Reichelsheim i. O., Fernruf 146,
zu melden.
Bei der ſchriftlichen oder fernmündlichen Anmeldung von
Arbeits=
kräſten oder offenen Stellen ſind dem Arbeitsamte, bzw. den
Fachver=
mittlern genaue Angaben zu machen über Art, Alter, beſondere
Kennt=
niſſe und Anforderungen, Familienanſchluß, Bezahlung uſw., damit der
die Vermittlung tätigende Angeſtellte die offene Stelle zur Zufriedenheit
von Arbeitgeber und nehmer beſetzen kann. Eine gleichzeitige
An=
meldung der offenen Stellen an mehreren Arbeitsämtern darf unter
kei=
nen Umſtänden Platz greifen, da die Vermittlung dadurch infolge der
engen Zuſammenarbeit der Arbeitsämter nur erſchwert wird. Sehr
wichtig für entferntere Orte iſt der Umſtand, ob den überwieſenen
Arbeit=
nehmern, bzw. dem Arbeitsamte, das nur den Fahrſchein und kein Geld
aushändigt, die Fahrtkoſten zurückerſtattet werden. Jeder überwicſene
Arbeiter hat als Ausweis eine Zuweiſungskarte des Arbeitsamtes
vor=
zuzeigen, die, verſehen mit der Unterſchrift des Arbeitgebers und der
Bemerkung, ob eingeſtellt oder nicht und Gründe für die Nichteinſtellung,
ſofort zurückzuſenden iſt. Die Vermittlung von Arbeitskräſten jeder
Art geſchieht koſtenlos.
Bei dringenden Angelegenheiten, die nur an Ort und Stelle erledigt
werden können, ſteht uns ein Angeſtellter für den Außendienſt zur
Ver=
fügung, der bemüht ſein wird, die in der Praxis aufkommenden
Vor=
kommniſſe zu regeln.
Die landwirtſchaftliche Arbeitsvermittlung beim Arbeitsamt
Darm=
ſtadt, Mornewegſtr. 1 (alter Bahnhof) iſt während der Dienſtſtunden
von 8—12½, 14½—17½ Uhr (außer Samstag nachm.), unter Telephon=
Nr. 3500, Nebenſtelle 442, zu erreichen und auch ſonſt zur
Auskunfts=
erteilung gerne bereit.
J Griesheim, 9. März. Revue=Gaſtſpiel in Griesheim.
Am Sonntag, den 10. März d8. Js., gaſtiert die wunderſchöne
groß=
ſtädtiſche Ausſtellungs=Revue „Rund um den Ozean” in 30 flotten
Pracht=
bildern im Feſtſaal „Zum grünen Laub‟. Dieſes Gaſtſpiel, das nur
durch einen beſonders günſtigen Umſtand ermöglicht werden konnte,
dürfte in Griesheim mit Recht großes Intereſſe und reichen Zuſpruch
finden. Arrangiert iſt das Gaſtſpiel vom Orpheum in Darmſtadt, was
als eine Bürgſchaft für die Qualität der Darbietung angeſehen werdem
kann. — Behördlicherſeits wird erneut darauf hingewieſen, daß das
Abbvennen von Hecken und Buſchwerk gemäß der Polizeiverordnung für
Heſſen vom 31. März 1913 verboten iſt. Ebenſo iſt das Beſchneiden von
Hechen und Buſchwerk in der Zeit vom 1. März bis 1. Oktober eines
jeden Jahres unter Strafe geſtellt. Das Feld= und Forſtſchutzperſonal
iſt zur ſtrengen Handhabung der Vorſchriften angewieſen worden. —
Von Montag, den 11. März bis Samstag, den 16. März d3. Js., finden
auf dem hieſigen Truppenübungsplatz täglich von 12—5 Uhr nachmittags
Scharfſchießübungen ſtatt.
Aa. Eberſtadt, 9. März. Todesfall. Werkmeiſter Georg Kern
iſt im Alter von 62 Jahren geſtorben. Er wurde am Freitag mittag
unter großer Beteiligung zu Grabe getragen. U. a. gaben ihm die
Freiwvillige Feuerwehr und der Geſangverein „Frohſinn” das letzte
Ge=
leite. — Die Schneeſchmelze hat in der hieſigen Gemarkung mit
aller Gewalt eingeſetzt. Zum größten Teil iſt der Schnee auf den Aeckerm
bereits verſchwunden. In den Wäldern dagegen geht die Schneeſchmelze
nur langſam vor ſich. Die Ortsſtraßen ſind in der Hauptſache ſauber,
nur die nicht aſphaltierten Fußſteige ſind ſchwer paſſierbar. Hausbeſitzer
und Ortsverwaltung tun alles, um dieſe Uebergangszeit mit ihren
Fol=
gen ſo ſchnell wie möglich zu beſeitigen. Die Modau wird immer mehr
eisfrei. Ihr Waſſerſtand iſt im leichten Zunehmen begriffen. Die
Schneewaſſer der benachbarten Aecker haben zwiſchen hier und Darmſtadt
in der Nähe der Ludwigshöhe und der „Rennbahn” teilweiſe das
Schienengleis der Straßenbahn überſchwemmt, fo daß ſich die Heag
ver=
anlaßt ſah, ſofort für Abhilfe und Abfluß des Waſſers zu ſorgen.
O. Pfungſtadt, 9 März. Ein Altveteran geſtorben.
Einer der älteſten hieſigen Einwohner, Friedrich Wiegel, iſt im 80.
Lebensjahr geſtorben. Wiegel war Mitkämpfer im Kriege 1870 und
ge=
hörte als ſolcher dem hieſigen Krieger= und Militärverein an. Seine
Beerdigung findet am Sonntag nachmittag ſtatt. — Die Modan
faſt eisfrei. Die Modau iſt von hier bis an ihre Mündung in
den Rhein faſt eisfrei. Die letzten Sprengungen wurden zwiſchen
Bruch=
mühle und Hahnmühle vorgenommen. Man glaubt, daß man bereits
in Kürze die Modau, die gegenwärtig in den Sandbach abgeleitet iſt,
wieder in ihr altes Bachbett führen kann, damit die noch darin
befind=
lichen Eisſchollen von den Waſſermaſſen weggeſpült werden. An neue
Ueberſchwemmungen glaubt man vorerſt nicht.
ahre
A U
Neinen guten und schönen, in erster Linie aber einen deutschen
dal haben will, der die vorgenannten Eigenschatten besitzt.
Kommerzienrat Dr. jur, h. c. ALFRED NEVEN DU MONT, KBLN
E; Ist das Einzigartige dieses Wagens, daß sich bei
seiner Ausführung hohe technische und hohe
künst-
lerische Kapazität paarten. Leistung und Schönheit
sind die Werte dieses groben deutschen Erzeugnisses
Verkaufsstelle in DARMSTADT: Arnold
Haas,
Telephon 41iee
WiIhelminenstraße 9
els chaft Ffals
ER
UFT 4. 0. Hofchllsls dieiie Malnselstaße 18 MANNHEIM Kar Zuck 8 G0, G.mbH, T6 B1-8e / BP
WIESBADEN: Evelbauer & Doerr, Dipl.-ing, Neolasstraße 7 —
Seite 8
Sonntag, den 10. März 1929
Vorfrühling an der Bergſtraße.
Von Marggrete Müller.
* Eine Fahrt an der Bergſtraße entlang, von Darmſtadt nach
Heidel=
berg, iſt immer eimn erfriſchendes Tun. Zumal jetzt, im aufklingenden
Vorfrühling. Die Tage werden wieder merklich länger. Es geht
auf=
wärts mit der Sonne und mit dem neu erwachenden Lebensgefühl und
vorwärts mit den Vorbereitungen zur Auferſtehung der Natur. Erſtes
Frühlingsahnen liegt über dem Land. Bald bedarf der Landmann
abends der Lampe nicht mehr. Jedem mitfühlenden und
mitempfinden=
den Naturfreunde iſt der Vorfrühling ein tiefes Erlebnisbild. Winter
und Sommer, Nacht und Licht wandeln im Gegenrhythmus zueinander.
Das zunehmende Licht verheißt allen Hoffenden, mit Gewißheit den
Frühling. Beglückt erfahren wir im Grau der regneriſchen und
win=
digen Vorfrühlingstage, daß Baldur, der im Herbſt unterlegene
Som=
mergott, wieder die Herrſchaft über den Winter erlangt hat und ſich
ſiegreich zu neuer Lenzes= und Sommerfahrt rüſtet. Mittags hat die
Sonne ſchon köſtliche Kraft, aber in den Nachmittagsſtunden fallen ihre
Strahlen noch immer ſehr ſchräg und weiß. Und die Zeit des
Abend=
werdens bringt nach wie vor die gewohnte Kühle mit ſich. Aber ein
un=
gewiß Etwas über den ſanft abfallenden Hängen und über den
ruhe=
vollen Wieſenflächen macht unſer Herz doch lind ſehmſuchtvoll und unſer
Auge träumeriſch. In den Nächten erſteht der Mond merkwürdig
weſen=
los wie eine dünne Zitronenſcheibe am Himmel. Das Firmament iſt mit
dampfenden Schleiern verhangen.
Morgens verhüllt der Frühdunſt die im Schatten der Berglehnen
liegenden freundlichen Städte und Dörfer. Sobald die Sonne
hervor=
kommt, beginnt der Blick ſich zu weiten. In der Rheinebene dehnen
ſich fahle Wieſenpläne aus, die von Pappelreihen begrenzt ſind. Im
Oſten ſchließen die Kuppen des Odenwalds die Sicht ab. Farbenkräftig
in die Landſchaft geſetzte Siedlungen wehren ſich gegen das Verblaſſen.
Der Odenwald iſt ein gar herrliches Schatzkäſtlein der Natur. In ſeinen
Tälern liegt umſchloſſen, „was das ſüdliche Heſſen an landſchaftlichen
Schönheiten als ſein eigen rühmt. Umſtritten in der Bedeutung ſeines
Namens baut ſich das Gebirge aus einem Granitmaſſib ſüdweſtlich und
einer Steinlagerung nordöſtlich einer im allgemeinen von Aſchaffenburg
nach Heidelberg verlaufenden Linie auf. Der größte Teil des
bewal=
deten Berglandes iſt heſſiſch. Im Süden zipfeln die Höhenwellen ins
Badiſche. Im Oſten, am Main, wo ſich landſchaftliche Reize und
hiſto=
riſch bedeutſame Stätten beſonders reich zuſammenſchließen, greifen ſie
auch in den Bereich des bayeriſchen Kreiſes Unterfranken über. Die
Bevölkerung des Odenwaldes iſt rbeinfränkiſch. Aber im Brauch der
Sprache und faſt noch mehr in der Form der Hausanlage iſt vielfältig
die Erinnerung feſtgehalten, daß vor Zeiten fränkiſche und alemanniſche
Siedler gemeinſam die Täler des Waldgebirges bewohnten. Die Dörfer
bergen ein kerniges Volk. Wie allerwärts im Mitteldeutſchland ſind
auch im Odenwald die Bauern etwas ſchwerfällig. Streng halten ſie am
Alten und Hergebrachten feſt. Dem Fremdew begegnen ſie zunächſt mit
Mißtrauen. Dem Erprobten und Bewährten hängen ſie in Treue an. Die
Bauernhäuſer ſind ſchmuck und ſauber. Nur in die den großen
Ver=
kehrsſtraßen nahen Orte iſt der Vorſtadtkaſtenſtil ſtädtiſcher Bauunkultur
eingebrochen und hat das alte Bild, der odenwäldleriſchen Dorfwelt
zerſtört.
Eine ganze Reihe von Kurorten und Sommerfriſchen zieht ſich die
Bergſtraße entlang. Altberühmt ſeiner wundervollen Lage wegen iſt
Jugenheim mit dem maleriſchen Heiligenberg, den ein reizendes
Schlöß=
cen krönt. Nicht weniger bekannt iſt Zwingenberg, das mit ſeinen
mit=
telalterlichen Mauerreſten am ſteilen Hang des Malchenbergs
hinaufklet=
tert und ſein Kirchlein, weithin ſichtbar in die Riedebene, auf einen
kleinen vorſpringenden Hügel geſtellt hat. Oft und hart hat das
Städt=
chen am Eingang zum Orbistal vom frühen Mittelalter an des Krieges
Not erfahren. Vom Turm auf dem Malchenberg, hat man eine
unver=
gleichliche Fernſicht. Im ſchmucken Auerbach iſt noch manches gutes altes
Haus zu finden. Sein Schloß auf dem Auerberg mit der idylliſchen
Nuine wird viel beſucht. Das ehemalige kurmainziſche Städtlein
Bens=
heim iſt uralt. Als Baſinesheim wird es ſchon im achten Jahrhundert
erwähnt. Auch Heppenheim mit ſeinen altertümlichen Stadtbildern voll
traulicher Eigenart hat bereits vor der Zeit Kaifer Karls des Großen
beſtanden. Auf badiſchem Gebiet reihen ſich Weinheim, Schriesheim und
Handſchuhsheim an. Von der Nuine Windeck bei Weinheim kanm der
Blick an ſchönen Tagen bis zur alten Kaiſerſtadt Worms
hinüberſchwei=
ſen, die jenſeits der Rheinkrümmung bei Lampertheim liegt.
Während der Mittagsſtunden überzieht ein dünnes Blau den
Him=
mel. Im Wald riecht es feucht und krautig. Im Holz gärt es. Und in
den Mooſen tropſt und keimt es. Ueberall entfaltet ſich das gleiche Bild.
Selbſt das Kniſtern in den Büſchen, gibt uns Kunde vom erſten zagen
Frühlingsahnen. Die Weiden ſind lenzgewiß. Grüngolden ſchimmern
die Spitzen ihrer Zweige. Die Knoſpen der Mandelbäume beginnen zu
atmen. In den Buchenſtämmen wird der Saft lebendig. Amſeln und
Meiſen verkünden in der Mittagsſonne von efeuumranktem Gemäuer
herab, daß nach Kunigunde die Wärme auch von unten kommt. Wenn
wir genau achtgeben, ſehen wir den dürren Naſen dampfen. Die Zeit
vor Oſtern, wo die erſten zweifarbigen Blüten des Lungenkrauts ſich
öffnen und große Flächen von Waldanemonen zu leuchten beginnen, iſt
nicht mehr fern. In den Stuben der Bauernhöfe läuten jetzt ſchon die
weißen Glöckchen der Schneeblumen den Vorfrühling ein. Wie bald wird
Oſtern ſein. Wie ſchnell nahen die Tage, wo die blanke Sonne über
Wieſen mit Krokus und Gärten voll Veilchem ſteht und wo in den
Wäl=
dern ſeidiges Buchenlaub aus harten, glatten Knoſtpem drängt.
* Nieder=Beerbach, 9. März. Am Montag und Dienstag fand durch
die Heag im Gaſthaus „Zum Mühltal” eine Werbeveranſtaltung über
die praktiſche Anwendung der Elektrizität im Haushalt ſtatt. Der Leiter
der Veranſtaltung war Herr Albert Heß aus Darmſtadt. Eingeleitet
wurde der erſte Abend durch zwei kurze Filme, die den Staubſauger in
ſeiner Wirkungsweiſe und in ſeiner praktiſchen und vielſeitigen
Ver=
wendung zeigten. Alsdann hielt Herr Heß einen intereſſanten Vortrag
über die Verwendung der elektriſchen Wärmegeräte beim Kochen und
Backen. An Hand der bei dieſer Gelegenheit von der Heag ausgeſtellten
Geräte waren die Ausführungen des Redners ſehr anſchaulich und
leicht verſtändlich und durch ab und zu eingeſtreute humorvolle
Bemer=
kungen nicht im geringſten langweilig. Nebenbei wurden auch
ver=
ſchiedene Apparate praktiſch vorgeführt, und die Koſtppoben, die dabei
abfielen, fanden bei jedermann Anklang und Bewunderung. Reichen
Beifall zollten zum Schluſſe die Erſchienenen den Veranſtaltern des
Abends und allgemein wurde der Wunſch laut, im nächſten Jahr wieder
einen ähnlichen Abend mit der Heag verleben zu können. Daß die
Ver=
anſtaltung Erfolg hatte, zeigten die ſchönen Beſtellungen von elektriſchen
Geräten, die am folgenden Nachmittag in der abgehaltenen Sprechſtunde
gemacht wurden.
G. Ober=Ramſtadt, 9. März. Der Ortsbauplan über die Feſtlegung
der Baufluchtlinien zur Erweiterung der Brückengaſſe von Parzelle 627
bis zur Einmündung in die Darmſtädter Straße liegt vom 11. ds. Mts.
an 14 Tage lang auf der Bürgermeiſterei zur Einſicht der Intereſſenten
und Erhebung etwaiger Einwendungen offen.
O. Erzhauſen, 9. März. Am kommenden Montag, den 11. März,
findet ein Filmvortrag zur Reichsunfallverhütungswoche in der Krone
ſtatt. Am 14. März wird durch Herrn Freiherrn v. Löw ein
Lichtbilder=
vortrag über Reichsunfallverſicherung für land= und forſtwirtſchaftliche
Berufsgenoſſenſchaft (auch in der Krone) ſtattfinden.
Großſeuer in Rüfſelshein.
P. Am Freitag abend kurz nach 9 Uhr wurde
unſg=
die Feuerſirene glarmiert. Am weſtlichen Stadtausgang,
ſtraße nach Biſchofsheim, ſtand innerhalb des neuen efd
die große Holzhalle des Landwirts Lorenz Rudolf in be
Die Halle diente als Aufbewrhrungsort für Dreſchnaſg
behör (landwirtſchaftliche Geräte, Sämaſchinen, Pflüige,
uſw.). Außerdem befand ſich in der Halle ein größes
Stroh. Als die Opelſche Fabritfeuerwehr ſowie die Friäy
rufsfeuerwehr kurz nach der Alarmierung auf dem Brand.
ſtand die geräumige ea. 30 Meter lange Halle in hoe
Um die in unmittelbarer Nähe ſtehenden Wohnhäuſer *
die Feuerwehr genötigt, vor den Löſcharbeiten die Hiu
einzureißen. Die Flammen loderten dann haushoch
aber nach ½ſtündiger Arbeit durch die Motorſprize
wehr und durch die zum erſten Male an das ſtädtiſche a)
werk (Schönauer Hof) angeſchloſſenen Straßenhhdram
abgelöſcht, ſo daß die Wehren nach Zurücklaſſung eines
½11 Uhr wieder abrücken konnten. Die anliegenden ers
Pohnhäuſer erlitten, dank den Bemühungen der Ferut
Schaden. Bezüglich der Urſache des Brandes läßt die
ſache, daß trotz ſpäter Nachtſtunde das vorher verſchl.
Halle offen ſtand, vermuten, daß vorſätzliche Brandſti
Ermittlungen nach dieſer Richtung ſind im Gange. Demnd
Sachſchaden iſt groß und nur zum Teil durch Verſicherumn
Schinnen u. Schuppen
u. Kaanauskenl
beseltigt Dr. Köthner=
Simson-Haarwasser
Radiumhaltger Kosmeikum, ärztlicherseitr mit
bestem Erfolg erprobt, mit undohne Fer erthältſiek
angen Sie in einschldeieen Geschäften oder drekt ausführl. Prospckt
J. F. Schwarzlose Söhne, Berlin NW2i
Flasche M. 3.40=Ueberall erhälellch!
— Gernsheim, 9. März. Waſſerſtand des Rheins am
8. März —1,19 Meter, am 9. März —1,19 Meter.
R
N e
96
9
A
f. Roßdorf, 9. März. Brennholzverſteigerinf
tag, den 11. d8. Mts., vormittags, findet auf dem Nachas
holzverſteigerung ſtatt. Es gelangt Holz aus den Abteny
50, 54, 55, 56 und 59 des Gemeindewaldes zum Ausgebe.
lingsberatungsſtunde. Die nächſte Beratumgsf
Donnerstag, den 14. März, nachm. von 3—4 Uhr, in 3
ſchule abgehalten. Herr Dr. med. Heck wird zugegen ſes
pelabgabe. In einer öffentlichen Bekanntmachung v!l
meiſterei darauf hin, daß die Stempclabgabe für Automzb
Muſikwerke und dergleichen, die in Wirtſchaften uſw. auff4
31. 13. Mts. beim Kreisamt zu entrichten ſind; das gefz
Luxus= und Federwagen.
Bm. Hofheim (Ried), 9. März. Unfall. Beim
Rüben verunglickte ein hieſiger Landwirt, indem ihm i
Nachbar mit der Miſtgabel durch die Hand geſtochen mnt
letzte mußte ſofort ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen.
ſchaftsfeier. Die für den 16. 4s. Mts. geplante Mü,
des hieſigen Fußballvereins 1911 (4=Meiſter Gau Ried 9
aus verſchiedenen Gründen verlegt werden und findet nursh
am 13. April ds. Js. ſtatt. Bis zu dieſem Zeitpunlt wirt,c VW
Kreismeiſterſchaft entſchieden ſein. — Nachdem nun die Alg
gen Winters gebrocken iſt, darf man auch den hieſigen 2
verein erwähnen, der zum Schutze der hungernden Vögel 5
hat. Verſchiedene eifrige Mitglieder haben durch Anlegen :
Futterplätzen auf dem hieſigen Friedhof und in den Ey
unſerer Singvögel vom ſicheren Hungertod gerettet. Unf
ſolcher Winter wieder mal einſtellen, ſo werden dieſe 29
mehr tun. Bald wird den edlen Helfern Fink= und 2c1
wärnſte Dank ſein.
O. Klein=Gerau, 9. März. Bau der Waſſerle
Arbeiten für die Anlage einer Waſſerleitung in der hiesV40
ſollen in der neuen Woche aufgenommen werden. Die bem!
rohre liegen bereits zur Verfügung, ſo daß es mit hricht
Arbeit gehen kann.
Oberheſſen.
— Gießen, 9. März. Feſtgenommene Vießi
Donnerstag abend ſind von der Polizei in Gießen drei.!4
genommen worden, die zwei Stück Rindvieh verkaufen 1.
der Angabe, ſie hätten, die Tiere in Münſter, in der ſt.
Das Vieh war mit einem Laſtkraftwagen nach Gießen beſi=
Die polizeilichen Ermittlungen ergaben aber, daß dar=n
armen Bauernfrau in der Eifel aus dem Stall geſtohlen
Die beiden Haupttäter ſind ſchon oftmals vorbeſtrafte KUxA
insbeſondere das Intereſſe der Kölner Polizei finden
wieder wegen anderer Strafſachen, darunter wegen Einak=
Güterbahnhof, von der Kölner Polizei geſucht werdem
Diebe und der Laſtkraftwagenführer wurden in Haft genn)
Auch Sie haben das Bestreben, das
Ange=
nehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
Prüfen Sie einmal, wie leicht Sie es können,
wenn Sie für alle Zwecke häuslicher
Reinigung nur Persil verwenden.
R
V1448
Nur in Originalpackung
niemals lose.
Hersteller auch von Henko — Henkels Wasch- und Bleichst
Persil leistet gründlichste Reinigung bei
schonendster Wirkungsweise, es tötet alle
Krankheitskeime und gibt allem Frische und
höchste Sauberkeit. Persil erleichtert der
Hausfrau das Tagewerk und macht ihr das
Leben angenehmer:
Sonntag, den 10. März 1929
Seite
a8 Bie interessiert
den Beibende Went
Ihres Automobils
Der bleibende Wert Ihres Wagens drückt sich aus in Ihrer
Zufriedenheit mit seiner Leistung und seinen Eigenschaften.
Der Ford ist stets modern. Nicht jedes Jahr ein neues Modell.
Ord I8t sparsam niedrige Anschaffungskosten — geringe
Unter=
haltskosten — minimaler Betriebsstoff- und Reifenverbrauch —
billig in Steuer und Versicherung — billige Originalersatzteile:
größte Kilometerleistung bei geringen Kosten.
Tord ist einfach
— komplizierte Konstruktionen sind empfindlich. Sie
verlangen viel Aufmerksamkeit und Wartung und bereiten
trotzdem ständigen Aerger. Teile, die Ihr Wagen nicht hat,
verursachen keine Unkosten!
ford ist zuwerlässig der Vord-Besitzer kann sich unter
allenUm=
ständen auf seinen Wagen verlassen. Unverwüstliches Material
u. peinlich genaue Ausführung — 27 Rollen- u,
Kugellager-
verhindern, daß Ihr Wagen in Reparaturwerkstätten Geld
kostet, statt im Betrieb Geld zu sparen.
Tord ist sicher
— starker, niedrigtouriger Motor — blitzschnelles
Anzugs-
vermögen — Geschwindigkeit bis 100 km in der Stunde. Sechs
zuverlässige, voll eingeschlossene Innenbackenbremsen —
augenblickliches, sanftes Halten. Sichere, ruhige Straßenlage.
Windschutzscheibe aus splitterfreiem Glas.
Tord ist beduem - vorzügliche Federuns — doppeltwirkende
hrdrau-
lische Houdaille-Stoßdämpfer. Vor allem aber — das behagliche
Gefühl geborgener Sicherheit, das Ihnen nur der starke,
zuver-
lässige Ford einflößen kann.
Tord isc elegant — schön geschwungene, fließende Linien — vornehme,
dauerhafte Innenausstattung. Unverwüstliche Pyroxilin-
Lackierung. Sieben verschiedene, geschmackvolle Farben
nach Wahl — ohne Aufschlag.
Aben noch mehns
Irprobt und bewahrt -ineinem Jahr vonweitübereiner
Million zufriedener Besitzer neuer Ford-Wagen.
Und deshalß - tabriziert und verkautt Ford täelich über 7000 Wagen.
ist der neue Ford das Automobil, das auch Ihnen dauernde
Ind deshafß zufriedenheit und Freude bereiten wird.
Ford bietet Ihnen die im Bau von über 16 Millionen
Auto-
mobilen gesammelten Erfahrungen — ziehen Sie Ihren Nutzen
daraus. — Jeder autorisierte Ford-Händler ladet Sie zu einen
unverbindlichen Vorführung ein.
Die Ford Credit Company A. G. bietet Ihnen beaueme
Teil-
zahlungen. Verlangen Sie Prospekte.
N.WESTHAFEN
G.
IORp HoToR C0
V1419
[ ← ][ ][ → ]OM
Ihre Verlobung beehren ſich anzuzeigen
Martha Wenz
Jakob Joſt
Alsbach a d. B.
Hauptſtraße 17
Darmſiadt
Schleiermacherſiraße 13
März 1929
4128
Todes=Anzeige.
Statt Karten.
Frida Lukeg
Ernſt Keil
Verlobte
Darmſtadt
Beſſungerſtr. 41
Barkhausſtr. 2
10. März 1929. (B.4158
Als Verlobte grüßen
Leni Baſel
Ludwig Seibert
Ludwigshöhſtr. 47 Kahlertſtr. 1,
Ihre Vermählung beehren ſich
anzuzeigen
Friedrich Brunken
Kätha Brunken, geb. Götz
Kirchl. Trauung: Sonntag, 10. März,
nachmittags 2 Uhr, in der Petruskirche.
Darmſiadt. Tannenſtr. 35.
Beiladung
nach Gießen,
Lau=
terbach u.
Biebes=
heim, Worms und
Erbach i. Odw.
nimmt an
Joh. Kugler
Liebfrauenſtr. 33.
Tel. 1011.
Moderner kleiner
Kinderwagen
zu verkaufen.
Grüner Weg 4, I.
Gr. gut erhaltener
Rohrplattenkoffer
zu kauf. geſ. Ang. u.
I., 183 Geſchäftsſt. (*
Guterhalt.
Kinder=
wagen z. kauf. geſ.
Angeb. m Preis u.
2. 170 Geſchäftsſt.
Poliermokor
dis ¼ PS f.
Dreh=
trom zu kauf. geſ.
M. Ort, Goldſchmied.
Pädagogſtr. 2. (4113
Silb. Eßbefteck
je ein Dutzend,
Fadenmuſter,
zu kaufen geſucht.
Angebote u. L. 175
a. d. Geſchäftsſt.
Spaniſche Wand zu
kaufen geſ. Ang. u.
L. 155 Geſchſt.
Todes=Anzeige.
Nach langem ſchweren, mit großer Geduld
er=
tragenem Leiden entſchlief heute Nacht ſanft mein
lieber Mann, unſer herzensguter Vater, Großvater,
Schwiegervater,/ Bruder, Schwager und Onkel
Heit Sarod Aopplet
Landgeſtütsaufſeher i. R.
im 57. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau M. Köppler
Friedel Köppler
Familie Zakob Trumpfheller
Darmſtadt, Johnſtown UI. S. A., den 8. März 1929.
Wendelſtadtſtr. 46.
Die Beerdigung findet Montag, den 11. März 1929,
nachmittags 2½ Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine
innigſtgeliebte Frau, unſere Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Luiſe Zwingler
geb. Egly
nach langem, ſchwerem, mit Geduld ertragenem Leiden
im 59, Lebensjahre zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Leonhard Zwingler.
Darmſtadt, den 8. März 1929.
Die Beerdigung findet Montag, den 11. März,
nach=
mittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof an der Nieder=
Ramſtädterſtraße ſtatt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am
8. d8. Mts., nachmittags 3 Uhr, meinen lieben Mann,
unſeren guten Vater, Schwiegervater, Schwager und
Onkel
Johannes Andres
wenige Tage vor Vollendung des 79 Lebensjahres in
die Evigkeit abzurufen.
Für die trauernd Hinterbliebenen:
Margarete Andres, geb. Schnatz
Darmſtadt, den 9.
Liebfrauenſtr. 50.
März 1929
Die Beerdigung findet am Montag, den 11. März
1929, nachmittags 3 Uhr, auf dem hieſigen
Waldfried=
hofe ſtatt.
Seelenamt am Dienstag, den 12. d. Mts., vormitte
7 Uhr, in der St. Eliſabethenkirche zu Darn
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere liebe, gute Mutter, Großmutter
und Tante
Frau
Bwe. d. Eiſenbahn=Sekretärs Zacob Steuernagel
nach kurzer Krankheit im 83. Lebensjahr
zu ſich zu rufen.
In tiefem Schmerz:
Frau Victoria Früauff Bwe.
Familie Jean Steuernagel
Familie Wilhelm Steuernagel
Frau Emma Steuernagel Wwe.
und 3 Enkel.
Ibersheim, Sodneh (Auſtralia), Hannover,
Darmſtadt (Viktoriaſir. 93), den 8. März 1929.
Die Beerdigung findet Montag, den 11. März,
3½ Uhr nachmittags, auf alten dem Friedhof
an der Nieder=Ramſtädterſtraße ſtatt.
Todes=Anzeige.
Allen Freunden und Bekannten die traurige
Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schweſter
und Tante
geb. Leiderik
heute früh nach kurzem, ſchwerem Leiden im
Alter von 79 Jahren ſanft entſchlafen iſi.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Krebs
Familie Peter Ludwig, Lichtenberg
Familie Joh. Arras Bwe.
Groß=Bieberau, den 9. März 1929.
Die Beerdigung findet am Montag, den 11. März,
nachmittags 1½½ Uhr ſiatt.
Heute mittag 2 Uhr entſchlief ſanft nach kurzem,
ſchweren Leiden unſere innigſtgeliebte, herzensgute
Schweſter, Schwägerin, Tante und Großtante
Fräulein
Auguſte Roner
Handarbeitslehrerin i. R.
im 89. Lebensjahr.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Emma Römer, Lehrerin i. R.
Darmſtadt den 8. März 1929.
Gervinusſtr. 68, Lehrerinnenheim.
Die Beerdigung findet am Montag, den 11. März,
vormittags 11 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Am 7. März verſchied ſanft infolge eines
Gehirnſchlages unſer lieber Sohn, Bruder
und Schwager
(4194
In tlefer Trauer
Im Namen der Hinterbliebenen:
Auguſte von Znaniecki
geb. von Grolman.
Die Beerdigung hat in aller Stille ſtattgefunden.
(4130
Abert von shanieckt
Statt beſonderer Anzeige.
Am 7. März entſchlief ſanft mein
ieberMann, unſer guter Vater,
Schwieger=
vater, Großvater und Urgroßvater
Herr
Zernhäte uuner
Gr. Miniſterialkanzliſt i. R.
im 78. Lebensjahr.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſe Hübner
geb. Reitz.
Die Beiſetzung fand auf dem alten Friedhof
nach dem Wunſche des lieben Entſchlafenen
in aller Stille ſiatt.
Unſere liebe Großmutter
Frau
Zuſnine Tangroc
geb. Köhler
Witwe des profeſſors Ludwig Langrock
iſt heute in ihrem faſt vollendeten 78.
Le=
bensjahre plötzlich verſchieden.
Ilſe Wendelſtadt, geb. Langrock
Leutnant Ludwig Langrock
Soſia Langrock.
Darmſiadt, den 8. März 1929. (4095
Die Beerdigung findet Montag, den 11. 1f. Mis.,
nach=
mittags ½/, 3 Uhr, auf dem alten Friedhof an der Nieder=
Ramſtädterſtraße ſiatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der Verſtorbenen.
Statt beſonderer Anzeige.
Nach kurzem Krankſein iſt am 7. März meine
liebe Frau, unſre unermüdlich treuſorgende Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter
geb. Seipel
nach faſt vollendetem 80. Lebensjahre zur ewigen
Ruhe heimgegangen.
In tiefer Trauer:
heinrich Landzettel
Familie Nikolaus Konradt
Familie Georg Landzettel
Familie Georg Vollhardt
Familie Heinrich Landzettel
Familie Bernd Zeh.
Darmſtadt, Bad Kreuznach, Griesheim b. D.
Die Beerdigung fand in aller Stille ſtatt. (*
Statt beſonderer Anzeige.
Nach kurzem Teiden entſchlief ſanft
unſere liebe Mutter und Großmutter
Frau
Ene Magl Lw.
geb. Hirſch
im Alter von 81 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Auguſte Mahr
Ferdinand Mahr u. Familie
Darmſtadt, 8. März 1929
Heinheimerſtr. 56
Die Beiſetzung findet Montag, 11. März,
um 2 Uhr, auf dem Waldtriedhof ſtatt.
m der frauel
ru Katharfit
Miden erlöſt.
In tiefer
Auguſte Hah
Dr. med. Erich
Minni Hahn.
zſtraße 27, der
Fer
Rodt.1 Danfſt
Durck
kauf
ter ſi.3 b- vielen
Lage.N
räder- uif die
ligem!
H.=Räls
und En
Drurt ſten wir
65, 8
Fr2/ 1 Duf.
Alle
behör iſt
Bekan,
Ber=
Eis
Aenr
eTieſgei
Mis9 Buerwehr, dem
eierunge,
icdepreckt nLded.
Frau 0
Darma l i de traſt
nanße 2 1 Mie tratery
Sine liender Raur
S Sinakidt, Rauy
Sie Jich, Ru fie
Eiceneu
Eai ana, in d.
Lau Gr
ſuack
einet
zweäs
Angebols
Stelimnk.
47 J.
ill.
Aa
guter
„ all
zwecks
kenn
Conntag, den 10. März 1929
Seite 13
Sodes=Anzeige.
Heutwurde mein lieber Mann, unſer guter
ter 1M Fchwiegervater
Herr Sanitätsrat
Mmed. Hahn
ſeiuie Veiden erlöſt.
In tiefer Trauer:
Auguſte Hahn, geb. Staudinger
Dr. med. Erich Hahn
Minni Hahn, geb. Brunner.
ginzc libnizſtraße 27, den 8. März 1929.
n Kondierizbeſuchen und Blumenſpenden bittet
n abyuhen. Die Beerdigung findet Montag,
11. MAr 1929, nachmittags 5 Uhr, von der
ſielhofskapelle Mainz aus ſtatt. (M:.4199
Dankſagung.
für 1. vielen Beweiſe herzlicher
Teil=
he un die reichen Kranzipenden, ſowie
oſtrenten. Worte des Herrn Pfarrer Schott
Graktt neiner lieben Frau, unſerer guten
ter, iſten wir auf dieſem Wege unſeren
ichſien 9 ank.
Daniel Oaab
und Kinder.
nAmltt, den 9. März 1929.
(tiog
Meine
Sonderleistung:
Größte Auswahl
Gute Qualitäten
Billige Preise
für das Frühjahr
in den neuesten Farben und Mustern
Komplette, Eutter-Zu aten
für Anzüge
in jeder Preislage
Kammgarn-Anzugstoffe
reine Wolle, für elegante Anzüge
Meter 27.—, 25.—, 21.—, 19.—, 18 —, 16.—, 14.00
Blaue Anzugstoffe
in Kammgarn und Fachtklub-Serge
Meter 26.—, 23.—, 21.—, 19.—, 18.—, 16.—, 11.50
A
A.
N
Anzugstoffe
deutsche und en I. Fabrikate, für Sport- und
Strapazier-Anzüge
Meter 26.—, 22.—, 18.—, 14.—, 10.—,
Teodor Schda
Darmstadt
Ecke Marktplatz
Dankſagung.
die bichaus zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teil=
be bei ſm Heimgange unſeres lieben und treuen
Herrn
Peter Hochſtätter
Anwir Iun denen, welche ihm die letzte Ehre
er=
en, um ſin tiefgefühlten Dank. Beſonderen Dank
Freiwial feuerwehr, dem Eiſenbahn=Verein, dem
Mmotivllsſis beſſerungswerk für die Nachrufe am
de, ſongkür die Krunzniederlegungen. Auch Herrn
erer Wla ſar die troſtreichen Worte.
Die trauernden Kinder:
Adam Eich ſtätter u Frau Marle, geb Hanſtein
Guſtatn ihreich u Frau Marie, geb. Hochſtätter
Ooſef Ater u. Frau Käthe, geb. Hochſtätter
dr. Mcr u. Frau Wilhelmine, geb. Hochſtätter
Adoff EAler u. Frau Luiſe, geb. Hochſtätter
Narl 2Mer u. Frau Sophie, geb. Hochſtätter
1rmſtadt Ain 9. März 1929.
Krieger=Verein!
Darmſtadt 1874
Am 8. d. Mts. verſchied unſer
Kamerad und langjähriges, treues
Mitglied
Herr Jakob Köpyler
Landgeſtüts=O.=Aufſeher i. R.
Die Beerdigung findet Montag,
den 11. d. Mts., nachm. 2½ Uhr,
auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Wir bitten um zahlreiche
Be=
teiligung
Der Vorſtand.
4178)
WMagerkeit
Schöne volle Körperform durch Steiners
Orientat, Kraft-Pillen
n kurzer Zeit oft erhebliehe
Gewichtezu-
nahme und blühende-Ausehen für Damen
prachtvolle Büste) Garant unschädlich
ärzti. empfohlen Viele Dankschreiben.
3 Jahre weltbek nnt Preisgekrönt mit
gold Medaille u. Ehrendip om Preis pe
Pack 00 stück, 75 Mk Depot far
Darmstadt: Medizinald ogerie
Fried-
rich Beckenhaub Ecke Schul- und
TV.540
Kirch-traße
„Mg S. Na S, rd. u, I. Sen‟
Statt Karten.
Dankſagung.
Gür Aiberaus zahlreichen Beweiſe herz=
Ner Leishhrie beim Heimgange meiner lieben
au undlehen Mutter ſagen wir allen denen,
Ve iMr 4Mlekte Ehre erwieſen, jowie für die
Wand uuhSCumenſpenden unſern tiefgefühlten
ont O2ich falls danken wir den Schweſtern
7 Marcligemeinde für die ſorgtältige und
Vepebolen Mege während ihrer Krankheit
Pea8 bieiders danken wir Herrn Pfarrer
Deinger / bie troſtreichen Worte am Grabe
Im Namen
trauernden Hinterbliebenen:,
Karl Bauer und Kinder.
et, den 9. März 1929.
Für die vielen Beweiſe herz
licher Teilnahme beimHeimgang
unſerer lieben Entſchlafenen
ſprechen wir hiermit unſeren
innigſten Dank aus. Beſonders
danken wir Herrn Pfarrer
Frank für die troſtreichen
Worte am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Heleine II.
Wembach, den 9. März 1929. (4205
T. BuFlep’s
Eucalyptusöl
Marke Bebuc0 ein heilk äftig Mittel
bei Rheuma, Gicht Gliederscnmerzen vum
Inhalieren bei Hust., Heiserkeit Aethma
Erkäll unzsruiständen Mau begchte Dr.
Butleb’s Debuco — 1.P . ℳ11. J.R
N 2.—. Drogerie Fischer Frankfurterstr.,
P lals-Drogerie, Pohl, Drogerie
Nacht Hoechster Ludwigshöhstr. 1
Dro=
gerie Vierheller Schustergasse 14. (B 141
Hehtung Verlohte!
Brautausſtattungen liefert eine
Südd Wäſchefabrik an Beamte und
Feſtbeſoldete gegen
Zahlungser=
leichterung ohne Binſen und
Auf=
ſchlag unter Diskretion.
Vertreter=
beſuch ſofort ohne Kaufzwang.
An=
gebote unter FM 5635 an Ak4
Haaſenſtei: E Vogler, Frankfurt
(1/4030
am Main.
(U3439
Eine der häufigſten Todesurſachen nach
dem 40. Lebensjahre iſt die
Adernver=
kalkung. Wie man dieſer gefährlichen
Krankheit vorbeugen und weiteres
Fort=
ſchreiten (Schlaganfall) verhindern kann,
agt eine ſoeben erſchienene Broſchüre
von Geheim. Med.=Rat Dr. med. H.
Schroeder, die jedem auf Verlangen
koſtenlos u. portofrei durch R. H. Kühn,
Berlin=Kaulsdorf 70, zugeſandt wird.
Hämorrhoiden
können nachweisbar in kurzer Zeit
ohne Ope ation dauernd geheilt
werden. Aerztliche Sprechſtundenin
Frankfurt, Mainzer=Landſtr. 133, I.,
jeden Mittroch und Samstag von
UWP 3438
2 bis 12 Uhr.
Jahre
Beerdigungsgeschäft
Friedr. Roeder Nachf.
Inh. Hans Schaefer
Jahnstr. 27 Tel. 1179
Bei Sterbefällen nehme ich Ihnen alle Arbeit
ab und erledige für Sie gewissenhaft alle Gänge
und Besorgungen bei Erd-, Feuer-Bestattungen
und Uberführungen.
Großes Sarglager (3857b) Reelle Preise
Zuschneide und
Mähkurse
Umändern.
Neuanfertigen
Gründlichſte, gewiſſenhafte
Aus=
bildung, Schnittmuſter nach Maß.
Adele Bachrach
gepr. Meiſterin. / 3184n/Wendelſtadtſt 47,p
ZUM MEUEN
FRÜHUAHRS-KLEID
ein modernes
Corselett
und Ihre
FigUF ist vollkommen
Neue wunderbar
sitzende Modelle
von 5.95 M. an bei
Srrssstsssssrst
Stt
Zum Frühjahr:
Flott gezeichnete 3
STICKEREIEN
Marie Weygandt in leichter Aus-
* Wilhelminenstr., Heliahaus. führung (4142
Sttssstssstsssssrhsssssttssssssrrts
LobHhokrn.
Gorsetts-Wäsche-Strümpfe
Ernst-Ludwigstraße 8
Wenn Du ein Hühnerange hast,
Ist großes Uebel Dir beichieden.
Befreie Dich von dieser Last,
Kanf „Lebewohl”* und Du hast Frieden.
Gem unt ist latürlicn das berünmte von vielen Aerzten
empfohlene Hühneraugen-Lebewohl mit druckmilderndem
Filzt ing für die Zehen und Lebe voh -Ballenscheiben für die
Fußsohle. Blechdose (8 Pflaster) 7. P., Lebewohl-Rußbad
gegen empfindliche Füße und Eußschweiß Schachte (2 Bader)
150 Pr erhältlich in Apotheken und Drogerien, sicher zu habeni
Drog G. Hübner Karlstr. 56, I. Petri. Nfl Inh. W Preußer.
Roßdörferstr / Chr Schwinn, nh W. Reich Drog., Rhein-
Str Ge Dros eh Secker Nachf., Ludwisshohstraße 1
Schwa en-Drogerie O. Walter, Gardistenstraße 17.
(11Dr 329
In Reßdort: Drog. A. Löffler.
Seite 12
Sonntag, den 10. März 1929
Schafk Oenen Knden ome mite Zukunk!
Sichere ihnen ausreichende Mittel für eine gute
Berufsaus-
bildung, für eine gediegene Aussteuer. Und spare so, daß sie
auch dann gesichert sind, wenn Du den Zeitpunkt nicht erlebst:
Norsichene Ben Keben
Mchunsten Denen Knden!
Re
„Tonnold-Zehrkun”
in kurz. Zeitoft erheblich Gewichtsabnahme
u.Jugendliche,sch ankeFigur. Garantier!
unschändllch ärttl ch em pfohlen. Keine
Diät Kein Hei mittel sondern natürlich
kettzehrend. Viele Dankschr. Seit 30Jatren
bewänrt. Preisgekront m. gold. Medaille u
Ehrendiplom Preis per Paket Mk. 3.—,
Depot für Darmstadt: Medizinaldrogerie
Friedr. Beckenhaub EckeSchul-u Kirchstr.
M. 8. Na. S. Rad, ligu to. Sen. (1V 538
Beinschlden aller Art, Bei- W
pNnd, Prandnunden 2. alto
zlternde Munden nord Fe
beilt aunh dur beute Auifal
Altschaden Jalbe
HERGA
Eretkl. Anerkennungen u. Dank.
Prehniben. 4ltiale Herteillr *
Vortond: Allstsdtluche Apotheke,
Berlin C, Aüustzrale 14 19. Freuu pwo 5
Deie 110 1. — fupastzur 40 1.— f
Bostallnnr sondgt Forikorte.
Feuerschutztüren
Das Haus für
Strümpfe, Trikotagen, Strickwaren
Stelos-Nadel
fast unsichtbar, schnell und billigst ausgeführt.
Hachenburger
4167
Rheinstraße
Prigat Handelsschute
Oskar Dierker
Telefon 3249
Rheinstraße 2 Darmstadt
Beltestes Institut am Platze (2889a
Ein- und zweijährige Handels-Kurse
mit Fremdsprachen zur Befreiung von der Fortbildungsschule
Halbjahres kurse für Erwachsene
Das neue Schuljahr beginnt am 8. Aprfl.
Anmeldungen rechtzeitig erbeten.
Kaufen Sie nur
die weltberühmten erstkl. Wertheim-
Electra-Nähmasohinen, sowie die
leicht-
laufenden Miele-Fahrräder, Miele
Staub-
gauger, Waschmasch., Wäschemangein,
Leiter- u. Kastenwagen, Separatoren,
Wasch- u. Weingmasohinen. (4142
Beachten Sie bitte unsere Firma
L. & M. Engel, Töchter des
verstorbenen August Engel
Schuchardstr. 8 Darmstadt Fernruf 4141
Vorsicht! Eingang nur mit dem darüber
befind. Sohtld „Engels Magohinen”.
Bag gndsste Wa
arngenen Aeit
den
4a8 Radium
ist in den ges. gesch. „Rddiosclerin-Tabletten” enthalten.
Bei Arterienverkalkung u. deren Begleiterscheinungen:
Herzbeschwerden, Akemnot, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen, frühzeitiger
Ermüdung, Arbeitsunlust, Schlaflosigkeit, Licht, Rheumd usw. verwvendet die
mod. Medisin in bedeutendem Umfange dieses unerschöpfliche Wunderelement,
das den Körper, besonders das Drüsensuistem, mit strahlender Unergie
durchströmt. Ausser dem belebenden und kalklösenden Radiumsals enthäft
„Radioscler i n‟ (0. R. P. Wr. dr. 313 844)
Arbeiten:
Leimfarbe gm 40.9,
Oelfarbe am 55 Z.
Küchenmöbel,
ſtrei=
chen 15 bis 20 ℳ
Aufarb. von ſonſt.
Möb. billigſt. Ang.
u. L. 206 Geſchſt.
Schön. Schlafzimm.
erfr. i. d. Geſchſt (*
Arnold
Philipps
BÜlOM.
hersestellt in unerenſ.
Frankfurt a. Main und A.4
enlugepst
Verkaufs ager Dauc4h
Wiih. Mayer, Wiktotz
Telephod 1094
Möbel=Veifk
Wegen Wegzug von Famin4
Einkäufe aus Nachläſſen bin aff
zurzeit nachverzeichnete, in bi4
befiadliche Möbel anzubleten:
2 Bürett in eiche u. nußb. 2 4b
(1- u. 2tür. ), 2 Oipl.=Schreiſbt,.4
2 Schreib eſſel. 2 Diwan, Goſachtl.
1M
2 Vertikos, 2 Komm. Nähmaſch 44
1 Bücherſchr.,6 Kleiderichr., 2210
mehr. Waſch= u. Nachtiſchrke, P04.
garderoben, Spieltiſch. Tiſche S.yM äuſtaf
Näh= u. Ziertiſche, vollſi. aute E.)et4
Noßhaar= u. Wollmatratzen Fef4
neues Fahrad und verſch ſent !
Ferner blete ganz beonderntt
2 hochmod. Speiezimmer, 1 14
owie mehrere prachtv. neue R4M
in naturlaſ. mit Linoleum bien Ri h.-40
Möbel=An= und Der isten Stalkenbung
Sau
Sul. Lich, Alexanderſtr. 4
billig abzugeb. Zu /NB Möbelall.Art,gänzeEinniard
kaufe ſtets gegen Gſalte 1 W elk A. Pleg
nahrhafte, blutreinigende Salze, weiche gesundes, dümnnflüssigee Blut — die
Grundlage der Lebenskraft — erseiigen. Die Folge ist eine bessere
Durch-
blutung desgansen Körpers, Abbau der verkalkten Zellen und Neubildung der
ganzen Energie und Frische Orgl. Röhre RM.2,50, Orgl. Packg. mit 5 Röhren /Schautenster
RM. 11.—, Kurpackung (10 Röhren) RM. 20.— völlig spesenfrei. Zu
haben in allen Apotheken. Literatur mit ärztl. Gutachten und klinischen
Berichten kostenlos durch General- Depot: Elefanten-Apotheke, Berlin 490,
(fV.3322
Leipsiger Str. 74, am Dönhoffplats.
Hersteller: Radiosclerin Ges. m. b. H. Berlin SW 68
kaufen Sie
sehr preiswert bei
Leckhardt, Schulstraße 7
Arbeiter in guter
Stell., Mitte 50er.
ſucht Anſchluß bei
ält. einf Dame zw.
ſpät. Heirat. Ang.
u. L. 207 Geſchſt. E*
Teine Barnennate Her Ke
empfiehlt
näicMf
beachten. 9. Oidigs
SDamen=
Neuheiten reich sortiel
Da kein Laden bekannt billigste Pfeß0
Wegen Wegzug
billig zu verkaufen:
Sofa, Bettſtelle mit
Matratze,
Kinder=
bett, Tiſche Stühle,
Blumentiſche, Büch.=
Fegal. Liebigſtr. 4.
2. Stock rechts.
Uuaf
MiS ur
rD0 Futermittel.
1. Stock
BSlnen
10 Ludwigstraße 10
im Hause Nietschmann
1.S00
Medrv NeloerTaNII erT
Nach mehrjähriger erfolgreicher Tätigkeit in Worms habe ich mich entſchloſſen, mein neues Heilverfahlel"
(eigenes Syitem) in Darmſtadt einzurichten. Zur Behandlung kommen Patiente, die anderweitig keine Heials
fanden. Speziell für veraltete Leiden, wie: Lähmung, Tuberkuloſe, Lungenkrankheit, Kropf, Verkalkung, ichMe
Rheuma, Gicht, Ischias, krebsartige Geſchwülſte, Magen-, Darm-, Gallen-, Leber-, Nieren-, Nervenleiden, Haufkra.
heiten uſw. Mein neues Heilverfahren wird manchem ungeheilten Patienten neues Leben bringen. Oei
beſonders mache darauf aufmerklam, daß mein Heilverfahren bei ſchwachen, blutarmen, (krofuloſen Rine‟"
von größter Wirkung iſt. Vorherige Hnmeldung erwünſcht. Für Beinleidende, Krampfadern und GeschN‟.
größte Erfolge, kurze Behandlungsdauer, Sprechſtunden von 9—7 Uhr ununterbrochen, Sonntags von 9-144
Montags und Freitags werden keine Unterſuchungen vorgenommen. Untersuchung und Beratung kostenlos. Urin mitbring."
Bismarck-
straße 53
Frau K. Schießlinger
Telephon
Bfe
WWen hno
Ear Couk.
Zueuſeigerung.
Provanialſtraße von Eber
Bickenle u bei Km. 10,6 Forſt=
Tamn ollen Donnerstag,
ſärz I. 15 vormittags 10 Uhr
8 Ry Kiefern=Scheitholz,
niefern-Küppel, 20 Rm
Kie=
ſolz und 4 0 Kiefern=Wellen
Steill nieiſtbietend gegen
ih. Bürig verſteigert werden.
dt. derx Marz 1929.
Bialdirwton Starkenburg
41
Bieha u.
Landalsch eil- u.
Pflege=
pchlupshoſpikal”
lau ſolle auf dem Wege des
n Anerahtens zur Lieferung
ſeit vom 4. bis 30. 9. 1929
werdenn"
hlwarey nd Futtermittel
Rilo Ko.mehl 01. 30 000 Kilo
ſhl I, 2:200 Kilo Weizenaus=
Spez. 050000 Kilo Weizen=
Kilo • soskuchen, 5000 Kilo
ghen. 10100 Kilo Sojaſchrot.
WVerbrauußgegenſtände.
ſtück Zigaue. 300 Kilo Rauch=
Hinſchnity 1500 Rollen Kau=
0 Kilo (wiße Kernſeife, 2000
fenſchnitx 1600 Kilo gelbe
life, 1000 Kilo, kriſtalliſierte
0 Kilo auzirtierte Soda, 2000
ifenpulvrx 310 Kilo Sohlen=
Kilo Afall=Leder, 65 Kilo
* (Rindlar). 300 Quadratfuß
leder, A1uadratfuß Futter=
Verzehrnuusgegenſtände.
EIlo Mau ire, 1000 Kilo Ko=
Killia Mohnöl, 600 Kil=
Weu iſchmalz, /8) Kilo Rinderfett
2 Senf, 0. Kilo Zwiebeln,
betrode he müſe=Langſchnitt
100 Kila Pirſing getrock., 10
enkohl g/zu , 200 Kilo Karot=
Cock., 2000 Ziko Bohnen. 100
e Erbſhet 1000 Kilo geſchält=
Erbſem=,üp Kilo ungeſchalte
be Erbim 500 Kilo Linſen,
10 Apfelrliv, 2500 Kilo Miſch
Kilo 4Urmelade, 2000 Kilo
200 KRlKakao, 40 000 Stück
V00 Liters ſſig, 1000 Kilo ge=
Derſte, 5000 Alo grüne Kern. 200
Aliee gerärfe 300 Kilo Kaffee=
3500 Kizb Malzkaffee, 25 000
Dandkäſe, 1i0 Kilo Limburger
Rilo GAner Käſe, 100 Kilo
Verkäſe, 275) Kilo, Haferflocken.
10 Suppen=uelm, 4000 Kilo Ge=
M8ein, 500 (Xo Makkaroni, 3000
zie keis, 2600 C Ko Grieß, 500 Kile
Rücker, 25EMKrlo, Kriſtallzucker
Na geſtoßes n Zucker, 100 Kilo
Süucker, 75 g0o Zee.
an dem Anlgot anzuerkennenden
ungsbedingtunen
gen dahier
15. und 4U T
dte und M.ſir
bi
Jesterntet ih
irz 1929,
itags 10 U eir
eich
Lieferung g ga
entweder
T Dder St-dn. Goddelau=Erfel=
Naubieten, ſoch das Mehl und
Mrermittel / 9 MNagazin der An=
Son jeder ſttuang darf nur ein
* angebotens erDden
einzureich
hut von det
Der Aufſchris
erſehen weg
Lannen von
Goddelau.
LeFif
en Muſter müſſen
Ingeboten verpackt
Muſter zum Ange=
Angebotsformu=
ſr Anſtalt bezogen
(4123
März 1929.
E=Heil= und
Pflege=
al” bei Goddelau.
des ſtädt. Wohlfahrts= u. Jugendamtes
in der Zeit vom 1. April 1929
bis 31. März 1930.
Die Lieferung von Lebensmitteln für
die Wohlfahrtsanſtalten pp. ſoll im Wege
der Verdingung vergeben werden. Gs
handelt ſich um folgende Waren:
Zahlucnoder Stellung eines Erbſen. Linſen, Reis 1. Qualität,
Reis 2. Qualität (gute Qualität
Bruchreis), Grieß, Gerſte. Zucker,
Malzkaffee, Fett. Bohnen.
Hafer=
flocken, Weizenmehl (Spezial 0
ſüd=
deutſches Fabrikat), Nudeln,
Marga=
rine, Kakao,
Fleiſch= und Wurſtwaren für das
Al=
tersheim, das Verſorgungshaus und
die Walderholungsſtatte,
Backwaren (Brot und Brötchen) für
das Altersheim das
Verſorgungs=
haus und die Walderholungsſtätte,
Friſche Fiſche und ſonſtige Fiſchwaren
und
Butter und Käſe.
Die in dem Angebot anzuerkennenden
Lieferungsbedingungen liegen am 12.,
13. und 14. März d. J. auf Zimmer 39
des Amtsgebäudes Mornewegſtraße 1,
offen. Hierſelbſt iſt auch alles Nähere
über die Verdingung zu erfahren.
Die Angebote und die Muſter ſind
bis zum Eröffnungstermin, 15. März,
vormittags 12 Uhr, in verſchloſſenemn
Briefumſchlag, getrennt nach den fün)
Verdingungen, in Zimmer 39 des
Amts=
gebäudes einzureichen. Die Lieferung
iſt „vollſtändig frei jeder Anſtalt”
anzu=
bieten. Von jeder Gattung darf nur
ein Muſter angeboten werden. Die
ein=
zureichenden Warenmuſter müſſen,
ge=
trennt von den Angeboten verpackt, mit
der Aufſchrift „Muſter zum Angebot”
verſehen werden. Nach dem 15. März
1929, vormittags 12 Uhr, einlaufende
Angebote können keine Berückſichtigung
mehr finden.
Die Genehmigung der Vergebung
ſo=
wie die Auswahl unter den
Anbieten=
den bleibt dem Herrn Oberbürgermeiſter
(St. 4120
vorbehalten.
Darmſtadt, den 8. März 1929.
Städtiſches Wohlfahrts= u. Jugendamt.
Stammholz=Verſteigerung.
Am Donnerstag, den 14. März d. J.,
vormittags 9.30 Uhr anfangend, finder
unſere diesjährige
Stammholzverſteige=
rung ſtatt. Die Zuſammenkunft iſt an
der Gräfenhäuſer Straße am Merckſchen
Waſſerwerk. Es kommen viele
erſtklaſ=
ſige Ueberſtänder unſerer guten
Quali=
tat, geeignet für Glaſer, zur
Verſteige=
rung. Das Holz iſt gut abzufahren. Es
werden verſteigert:
Klaſſe 2b 84 St. — 49,07 Feſtmeter,
Klaſſe 3a 35 St. — 29,83 Feſtmeter,
Klaſſe 3b 16 St. — 18,90 Feſtmeter,
Klaſſe 5 1 St. — 2,86 Feſtmeter.
Weiterſtadt.
Heſſ. Bürgermeiſterei Weiterſtadt.
(4131
Meinhardt.
Klaſſe 2a 43 St. — 17,94 Feſtmeter,
Klaſſe 4a 7 St. — 10.51 Feſtmeter,
Klaſſe 4b 1 St. — 1,91 Feſtmeter.
Auskunft erteilt Förſter Hirſch in
anderſtraße 4,
bzugeben. Eebrüder Gartmann, Alex=
(4097
für Stall- und Fabrikfenster etc.
unverwüstlich, dauerhaft,
Ultraviolette Strahlen durchlassend
Für den Karten!
Torfmull (säurefrei)
Düngekalk, Kali, Kainit,
Thomasmehl, schwefelsaures
Ammoniak, Kalkstickstoff,
Superphosphat, Leunalalpeter,
Nitrophoska, Harnstoff-Kali-
Phosphor, Kyanisierte
Rosen-
stäbe und Baumpfähle in allen
Größen, Ia Raffa-Bast
Speisekartoffeln
gelbfl. Industrie
Saatkartoffeln
alle Sorten, trühe und späte
Lieferung frei Haus
auch in die Vororte!
Wilhelm Ulbrich
Landgraf-Georgstraße 64
Fernruf 1294
Fernruf 1294
Darmstadt
(4102
nach Vereinbarung
nicht ausgeſchloſſen.
Angeb. unter L. 26
an d. Geſchäftsſtelle
dieſes Blattes. (*sg
Berufstätige Frau
mit 12jahr. Knaben
ſucht per 2. April
möbl. Wohn= und
Schlafzimmer (ev.
teilweiſe möbliert)
oder ein gr. möbl.
Zimmer zu mieten.
Ang. m. Preisang.
erb. u. L. 158 Gſt.
(4088)
Jüngeres Fräulein
ſucht Schlafſtelle.
(Martinsviertel
be=
vorzugt.) Angebote
mit Preisang. unt.
L. 159 Geſchaftsſt. (*
Mehrere Anzüge,
1 ſchwarz. Cutaway,
1 Covercoat, getr.,
gut erhalt., zu verk.
Anzuſehen Sonntag
bis 3 Uhr, Montag
den ganzen Tag.
Liebigſtr. 27 II.
Jünglings=Anzug,
faſt neu, ſehr billig
lbzugeben.
Riedlin=
gerſtraße 41, pt. (*
Bestellen Ste
So-
ont, dam2t Ste
Härkner-Runde
Soenden.
Art. 11:
Frottshandtifcher,
weiß mit farbigen Streifen, wasch-
und kochecht, ca. 40/80 cm
2ÜPf.p. St.
art B.
Rohzretonnes Messel),
vielseitig verwendb, ca. 70 cm breit Wo Pf, p. m.
Art. 21;
Hemdentuch & Rentorce,
schneeweiß gebleicht, gute
Quali-
tat, für Wäschestücke besonders
geeignet, ca. 80 cm breit . . . . IE V
Art. 16:
Zelif far kommende Ostern und
Pfingstzeit, in schönen dezenten
hellen und dunklen Mustern, für
Dirndl-, ganz besonders aber für
Haus- und Schulkleider geeignet,
prima Ware, für Blusen besondere
Muster
49. „ 9
Art. 20:
Barchent (Einet) ca. 70 cm breit
weiß, wollig angeraubt, edle Ware, GD 4-3
Art. 18:
Schfirzenstoff,
dunkelblauer Grund mit bedruc. Mustern, auch für Frauen-
Hauskleider gut geeignel, in der
Wasche ganz vorzüglich, waschecht Vo Nun
Art. 24:
Kissenplatten, vorgereichnete
in Richelieu, aus Haustuch oder
0D „. St.
Halbleinen mit Stickgarn .
4rt. 27:
Damenhemaen,
Trägerform, m. Bogensätzen und
dekorativ schönen, dezenten Fält-
Jo 7yu
chen, gute Qualität . .
Die vorſchriftsmäßigen
Rautichter für Bahreiver
Otto Urſchel, Schulſtr. 11 /414,
Vergebung von Kanaliſations
und Maurerarbeiten.
ſowie v. Inſtallationsarbeiten.
Auf Grund der
Reichsverdingungs=
ordnung und der auf dem Amt offen
liegenden beſonderen Bedingungen und
Zeichnungen ſollen die bei Herſtellung
des Anſchluſſes an den ſtädtiſchen Kanal
vorkommenden Kanaliſations= u.
Maurer=
arbeiten, ſowie die Inſtallationsarbeiten
in den Hofreiten Stadtallee 2 und
Holz=
hofallee 10 dahier in je 2 Loſen
öffent=
lich vergeben werden.
Einſichtnahme der Bedingungen und
Zeichnungen und Abgabe der
Leiſtungs=
verzeichniſſe kann vom 12. März d8. Js. ab
auf Zimmer Nr. 7 unſeres Amts,
Parade=
platz 3, erfelgen. Eröffnungstermin
Montag, den 25. ds. Mts., 10 Uhr. Zu=
(IV.418:
ſchlagsfriſt 5 Tage.
Darmſtadt, den 6. März 1929.
Heſſ. Hochbauamt Darmſtadt.
Becker.
1 großes u. 1 klein.
Reißzeug
1 gebrauchte
Näh=
maſchine billig zu
verkaufen. Näh. bei
Aßmuth
Veinbergſtr. 35, II.
Hausfrauenbund.
Kleiderſt..
Woogs=
platz 3. Verkauf u.
Annahme v. guterh.
Kleidern, Schuhen,
Wäſche für Frauen,
Manner u. Kinder.
Geöffn. Mont.,
Mitt=
woch u. Freitags v.
10-12 u. 3-6. (2667a
Ein gut erhaltener
Sik=Liegewag.
billig zu verkauf.
Liebfrauenſtr. 96, I.
Blauer Kinder=
Sport=Wagen mit
Verdeck u.
Kinder=
uhl zu verkaufen.*
Schießhausſtr. 16.
Gebr. Markenrad,
D=Motorrad, 2 Zyl.,
ehr billig zu
ver=
kaufen. Riedlinger=
ſtraße 41. p
4416 Bierſiher
überholt und
ein=
vandfrei, mit all.
Zub. ſehr bill abz.
Niedlingerſtr. 41.p.
Aurboroſchre
u verkaufen.
Näheres unt. L. 192
Geſchäftsſtelle.
1 P. D.=Halbſchuhe
Gr. 37. 8 ℳ. 1
Gas=
lampe 3 ℳ. 1
Gas=
herd 3 ℳ zu verk.)
Lautenſchläger,
Moosbergſtr. 60. (
V 4046
Art. 37:
Herrensocken,
reine Wolle, gut verarbeitet, in grau O0Pf. Paar
Art. 25:
Kissennlatten, vorgezeichnete,
in Rips, nur in braun mit da-
. 90Pfp. St.
zugehöriger Stickseide
Art. 35:
Parade-Kopfkissen,
aus schneeweiß gebleichtem,
starkfädigen Linon, beste
Stra-
pazier-Qualität Größe 80/80 cm,
mit ca. 8 cm breitem Einsatz
1,50mp.St.
aus guter Stickerei .
Art. 26:
Fischdecken, Gr. 130/160 em
schneeweiß gebleichte Ware,
damastartig merserislert . . 2s00M.nu
Art. 34:
Herren-Hachthemden,
mit Ausschnitt, aus priua stra-
Dazierfähigem Rentorce,
ge-
schmackvoll mit farbigen,
waschechten Bordaren besetst Wacc nn
Art. 712:
Reisedecken,
als Schlafdecken gut geeignet,
Baumwolle mit Kunstseide
ver-
arbeitet, sehr mollig, kann gut
als Ersatz für reine Wolle
ver-
wendet werden, Grund
kamel-
haarfarbig, aparte Neuheit, ganz
besonders zu empfehlen .
vy
Von diesen Artikeln werden jedem Kunden nur
12 Stück bzw. 20 Meter — so lange der Vorrat reicht —
verabfolgt. Fortern Sie unseren Katalog, welchen /
wir Ihnen kostenlos zusenden.
Versand ertolgt per Nachnahme. — Versandspesen nm
Selbstlsostenpreis. — Abgabe erfolgt nur an Private.
Wenn die Ware nicht entspricht, zahlen wir den vollen Betrag.
sofort zurück. — Bestellungen von RM. 30.— ab portotrel
Mechanische Weberel
Hof in Bayern auz1
Afphunnroenen.
Die Herſtellung von etwa 4000 qm
Gußaſphaltbelag in ſtädtiſchen Straßer
ſoll auf Grund der Reichsverdingungs
ordnung vergeben werden. Die
Bedin=
gungen liegen bei dem unterzei hneten
Amte, Zimmer Nr. 6, während der
Dienſtſtunden zur Einſicht offen. Auch
werden dort die Angebotſcheine
abge=
geben. Auswärtige Bewerber können
nicht berückſichtigt werden. Angebote
ſind bis Donnerstag, den 21. März I. J.,
11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle ein=
(St. 4107
zureichen.
Darmſtadt, den 6. März 1929,
zuamt
Doit ſaobenlſcen Prebätiemnnert.
Der noch immer fehlende Verkehr auf der Rheinwaſſerſtraße hat
Eas Gaſchäft in Brotgetreide hier nur wenig beeinflußt. Angeſichts der
ſchwächeren Haltung der überſeeiſchen Terminbörſen verſtärkte ſich hier
die Neigung zum Abwarten und es zeigt ſich immer mehr, daß die
ſüd=
deutſchen Großmühlen außerordentlich gut wit Ware verſorgt waren,
die ſie, ſoweit ihre eigenen Silos nicht ausreichten, in fremden
Lager=
räumen untergebracht hatten. Obwohl ſich die Wegeverhältniſſe etwas
gebeſſert haben, blieb das inländiſche Weizenangebot in mäßigen
Grenzen. Wie groß die Auswinterungen in Europa ſein werden, läßt
ſich noch nicht überblicken; in der Rheinebene hat das Wintergetreide
vielfach Not gelitten, ſodaß man zu Unflügungen ſchreiten und Gerſte
anſäen muß. Im Cif=Geſchäft wurde zuletzt im März fälliger
Plata=
weizen um 30—40 Cents (1 Cts. — 0,42163 Rm.) billiger als März=
Abladung angeboten. Weizen aus Mitteldeutſchland und den
ſuddeut=
ſchen Gebieten ging von 25—25,10 Rm. zu Wochenanfang auf 24,75 Rm.
zurſick, wozu mehrfach Abſchlüſſe vorgenommen wurden. Roggen wurde
weiter von Bayern zu 24,10—24,25 Rm. angeboten; Knappheit in dieſem
Artikel iſt bisher nicht feſtzuſtellen. Die Käufer für Hafer waren
zu=
reickhaltend, badiſcher und württembergiſcher Herkunft wurde zu
unver=
änderten Preiſen angeboten. Braugerſte hatte ſchleppendes Geſchäft, die
Forderungen gingen teillveiſe um 25 Pfg. die 100 Kg. zurück. Man
ver=
langt heute für badiſche, fränkiſche und württembergiſche Herkunft 24,50
bis 25 Rm., für vorderpfälziſche 25—25,50 Rm.; Futtergerſte
unverän=
dert. Greifbarer Mais hat ſich weiter verknappt, die Umſätze blieben
jedoch unbedeutend. Nachfrage trat in größerem Ausmaß für badiſchen
Saatmais hervor. Das Mehlgeſchäft blieb klein; Weizen= und
Roggenmehl, wovon erſteres um 25 Pfg. auf 34,50 Rm. ermäßigt wurde,
werden nur fur den dringendſten Bedarf gekauft: ſüddeutſches
Weizen=
brotmehl 26,50, Roggenmehl 60—70proz. 31—33 3M. mit Sack ab Mühle,
Futtermittel hatten weiter feſten Markt, doch fangen die Käufer
an, vorſichtig zu disgonieren. Preiſe je 100 Ka. in Rm.: Biertreber
23—23.50, Malzkeime 20—21, Soyaſchrot 24,50—25, Trockenſchnitzel 17,50
bis 18, Weizenfuttermehl 15—15,50, Haferſchalenmelaſſe 13—13,50,
Lein=
kuchenmehl 24—24,50, gelbes, ſüdafrikaniſches Maisfuttermehl etwa 23,
Weizenkleie 14—14,25.
Vom ſüddeutſchen Tabakmarkt. Neue, größere Einkäufe bei den
Pflanzern ſind nicht behannt geworden. Während der milden Tage iſt
viel Tabak abgehängt und verwogen worden, um ſofort zur Vevgärung
zuſammengeſetzt zu werden. Nahfrage iſt in größerem Umfange nach
fabrikationsfertigem 1928er Sandblatt hervorgetreten, wofür je nach
Güte und Herkunft 100—150 Rm. je Zentner bezahlt wurden. Intereſſe
bekuntet ſich auch bereits für 1928er Obergut. Rippen hatten ruhiges
Geſchäft.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Vorläufig keine weitere Goldabgabe der Reichsbank. Bekanntlich
hat die Reichsbank im Laufe des 7. März Goldabgaben in Höhe von
46 Mill. RM. vornehmen müſſen. Am vorgeſtrigen Freitag (8. März)
ſind nach Informationen des D.H.D. vorläufig keine weiteren
Gold=
abgaben ſeitens der Reichsbank erfolgt, da ſich der Dollar auf
unverän=
dert 4,2150 ſtellte. Allerdäings dürften Deviſenabgaben der Reichsbank,
die ſeit Jahresbeginn bekanntlich boreits beträchtlich ſind, wieder
not=
wendig geweſen ſein. Da die Reichsbank ihren Goldvorrat im letzten
Jahre ſehr ſtark aufüllen konnte, geben die erſten Goldabzüge, die in
dieſer Woche ſtattfinden, keinerlei Anlaß zu Bodenken, zumal der
Gold=
vorrat ja nicht eine tote Deckungsreſerve darſtellt, ſondern bei Bedarf
auch zur Ausgleichung der Währungslage herangezogen werden kann.
Falls ſich die Deviſenkurſe in Berlin weiter verſchlechtern ſollten, ſo
muß man jedoch mit der Möglichkeit neuer Abgänge aus dem Golddepot
der Reichsbank rechnen.
Faſt 7½ Milliarden Spareinlagen im Deutſchen Reich. Während
Ende 1928 die Spareinlagen bei den vom Statiſtiſchen Reichsamt
er=
faßten Sparkaſſen des Deutſchen Reiches mit 6,989 Milliarden RM.
die 7=Milliarden=Grenze noch nicht ganz erreicht hatten, ergibt ſich
in=
folge der Rekordhöhe der Einzahlungen im Monat Januar, die 879
Millionen erreichte (gegenüber 621 Millionen RM. im Dezember), nach
Abzug der Auszahlungen von 454 Millionen RM. am Ende des
Be=
richtsmonats ein Geſamtſpareinlagenbeſtand von 7414 Millionen
RM. Dabei iſt allerdings zu berückſichtigen, daß ſich unter den
Ein=
zahlungen 116 Millionen RM. Zinſenzuſchlag befinden. Im Scheck=,
Giro=, Kontokorrent= und Depoſitenverkehr iſt der Einlagenbeſtand von
1375 Millionen RM. Ende Dezember auf 1433 Millionen RM.
ge=
ſtiegen.
Die Lage der Kleineiſeninduſtrie im Februar. In der Eiſen= und
Stahlwareninduſtrie des Solinger Beziuks iſt im Februar im Vergleich
zum Januar eine weſentliche Verſchlechterung der Lage eingetreten.
Namentlich gilt dies für die Schneidwareninduſtrie. In zahlreichen
Firmen hat die Beſchäftigung ſo ſtark nachgelaſſen, daß nicht nur die
Arbeitszeit verkürzt werden mußte, ſondern darüber hinaus auch
Ent=
laſſungen unvermeidlich waren. Im Inlande war der Abſatz beſonders
ſchlecht. Die große Kälte der vergangenen Wochen hat zweifellos dazu
beigetragen, das geſchäftliche Leben im neuen Jahre nicht rege werden
zu laſſen. Die Preiſe ſind weiter geſunken. — In der Waffeninduſtrie
geben die vos einigen Monaten erteilten Aufträge zurzeit noch genügend
Beſchäftigung. Aber auch hier iſt das reguläre Geſchäft im In= und
Auslande an ſich ſehr gering. — In der Schirmgeſtellinduſtrie iſt die
Lage weiter außerordentlich ungünſtig. Die trockene Witterung hat zu
einem vollſtändigen Verſiegen der Aufträge geführt. — Die
Beſchäfti=
gung in der Fahrradteilinduſtrie, von der in den letzten Wochen eine
gewiſſe Beſſerung berichtet werden konnte, hat durch den anhaltenden
ſtrengen Froſt einen ſtarken Rückſchlag erlitten.
Unbefriedigende Lage am Röhrenmarkt. Das Röhrengeſchäft zeigte
im Februar 1929 auf dem Inlandmarkt ein weiterhin unbefriedigendes
Bild. Infolge des ſtrengen Floſtwetters, das jede Bautätigkeit
ver=
hinderte, ließ der Auftragseingang ſowohl in Gas= und Siederöhren
wie auch in Muffenköhren weiter nach, ebenſo blieb das Geſchäft in
Qualitätsröhren durch die fortdauernde Zurückhaltung der deurſchen
Reichsbahn lei Vergebung von Lokomotivrohr=Aufträgen ruhig. Auf
den Kontinent= und Ueberſeemärkten hat ſich die Lage wenig geändert,
abgeſehen von einer leichten Belebung des Gasrohrgeſchäfts machte ſich
auch hier ein geringer Rückgang des Auftragseinganges gegenüber dem
Vormonat bemerkbar.
Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Nach vorläufigen Berechnungen
wurden in der Zeit vom 24. Februar bis 2. März im Ruhrgebiet in
6 Arbeitstagen 2390000 To. Hohle gefördert gegenüber 2350 811 To.
in der vorhergehenben Woche bei ebenfalls 6 Arbeitstagen. Die
Koks=
erzeugung ſtellte ſich in den 7 Tagen der Berichtswoche auf 641 225 To.
gegen 595 319 To, in der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherſtellung
auf 93 833 To. gegen 90 149 To. in 6 Arbeitstagen.
Gründung einer deutſch=holländiſchen Hypothekenbank. Wie aus
Amſterdam gemeldet wird, wurde mit einem Kapital von 1 Mill. Hfl.
in Amſterdam die N. V. Holland=Deutſchland Hypotheek=Bank
gegrün=
det. Von dem Kapital, das in 1000 Anteile zu je 1000 Hfl. geſtückelt
iſt, ſind 200 Aktien bereits feſt untergebracht. Gründer des
Unter=
nehmens ſind D. C. Endt, H. G. Schadd, A. Hehbroek, N. de Bruine,
Ploos van Amſtel und G. Kramer. Zweck des Unternehmens iſt, in
Deutſchland und Holland gegen erſte Hypotheken Geld auf bewegliche
Güiter auszuleihen, und zwar zu einem Maximum von 75 Prozent des
Geſamtwertes der Unterpfänder gegen Ausgabe von Pfandbriefen.
Buderus’ſche Eiſenwerke A.=G., Wetzlar. Die Bilanzſitzung iſt zum
14. ds. Mts. angeſetzt. Das Geſchäftsjahr 1928 ſei im weſentlichen
wieder befriedigend verlaufen und es iſt vorausſichtlich mit einer
Divi=
dende von unverändert 5 Prozent zu rechnen. Börſenerwartungen
einer Dividende von 6 Prozent dürften irrig ſein. — Die naheſtehende
Maſchinenfabrik Breuer A.=G. in Höchſt bleibt bekanntlich wieder
dividendenlos.
Gebrüder Roeder A.=G. Die am 9. März ſtattgehabte 10. ordent
liche General=Verſammlung unſerer Geſellſchaft hat die vom Vorſtand
und Aufſichtsrat vorgeſchlagene Bilanz mit Gewinn= und
Verluſtrech=
nung für das Jahr 1928 genehmigt. Danach beträgt der für das 10.
Ge=
ſchäftsjahr nach Abzug der ſämtlichen Unkoſten und der ordentlichen
Abſchreibungen verbleibende Reingewinn von 250 353,79 Mark zuzüglich
Vortrag aus 1927: 43 524,15 Mark,, zuſammen 293 877,94 Mark, deſſen
Verteilung wie folgt vorgeſchlagen wurde: Werkerneuerungsrücklage
30 000 Mark, 7 Prozent Dividende von 5000 Mark Vorzugsaktien
350 Mark, 4 Prozent Dividende von 1800 000 Mark Stammaktien
72 000 Mark, 6 Prozent Ueberdividende von 1 800 00 Mark Stammaktien
108 000 Mark, Ruhegehaltsrücklage 22 500 Mark, Vortrag für neue
Rechnung 61 027,94 Mark, zuſammen 293 877,94 Mark Von den
ſatzungs=
gemäß aus dem AR. ausſcheidenden Mitgliedern wurde Herr
Gene=
raldirektor Kommerzienrat Adolf Haeffner und Herr Ludwig Roeder
wiedergewählt. Die auf die Stammaktien entfallende Dividende von
10 Prozent kann alsbald gegen Einlieferung der Gewinnanteilſcheine
Nr. 1 bei der Deutſchen Bank, Filiale Darmſtadt, der Deutſchen Bank,
Filiale Frankfurt, ſowie der Geſellſchaftskaſſe erhoben werden.
Mitteldeutſche Metallwarenfabrik A. G., Offenbach a. M. Die G.V.
genehmigte den Verluſtabſchluß für 1928 mit rund 58 006 RM., der ſich
durch Verluſtvertrag aus 1927 auf über 70 000 RM. erhöhte, ſo daß
Mitteilung gemaiht wurde, daß über die Hälfte des A.K. von 140 000
Reichsmark verloren iſt Die Geſellſchaft hat Vergleichsverfahren
bean=
tragt und erſtrebt den Vergleich auf der Grundlage von 4 Prozent.
Der Aufſichtsrat der Bleiſtiftfabrik vorm. Johann Faber A. G.,
Nürnberg, beſchloß in ſeiner Sitzung, der auf den 8. April
einzubern=
fenden o. G.V. die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent auf 26 000
Reichsmark Vorzugsaktien, von 10 Prozent auſ 2 Mill. RM. alte
Stammaktien und von 2½ Prozent auf die ab 1. Oktober 1928
dividen=
denberechtigten 2 Mill. RMN. neuen Stammaktien vorzuſchlagen und
344 405 RM. auf neue Rechnung vorzutragen.
Ermöglichung einer Produktionsſteigerung in Oſtoberſchleſien?
Dieſer Tage fand eine Sitzung der Kommiſſion für Konjunkturforſchung,
die von Warſchau nach Oſtoberſchleſien geſchickt worden war, mit den
Arbeitgebern der oſtoberſchleſiſchen Grubeninduſtrie ſtatt. Die
Arbeit=
geber hatten in Warſchau erklärt, daß bei der gegenwärtigen
Wirt=
ſchaft und ihren Gewinnen keine Möglichkeit beſtehe, Rücklagen zu
machen, um die Betriebe zu mechaniſieren und zu moderniſieren. Eine
Produktionsſteigerung ſei demnach für die Zukunft ausgeſchloſſen. Da
nun aber de: Staat an einer Produktionsſteigerung intereſſiert iſt, will
die Regierung alles tun, um dieſe Steigerung zu ermöglichen. Eine
Spezialkommiſſion ſoll die Angaben der Arbeitgeber an Ort und Stelle
prüfen. Die Unterſuchungen fanden zu gleicher Zeit auf der Giesſche
Grube, der Kleophas=Grube und der Oheim=Grube ſtatt.
20 Milliarden RM. Lagervorräte in Deutſchland! Das Inſtitut
für Konjunkturforſchung ſtellt den intereſſanten Verſuch an, die
Lager=
vorräte in Deutſchland zu ſchätzen. Es geht dabei von der Höhe der
Ausdehnung der Schöfferhof-Vinding-Bürgerbräu A.G.,
Frank=
furt a. M. Die Geſellſchaft, die bereits in aſſel die Schöfferhof=
Brauerei ſeit Jahren beſitzt, hat nach unſeren Informationen in Heſſen=
Naſſau nunmehr auch an der Zimmermannſchen Brauerei (
Schwager=
bräu) in Limburg, die ein Kontingent von etwas über 10 000 Hektoliter
verfügt. Intereſſe genommen. Der Kaufpreis beträgt einige 100 000
Reichsmark. Beſchlüſſe über Fortführung oder evtl. Stillegung dieſer
Brauerei liegen noch nicht vor.
Emag, Elektrizitäts=A. G., Frankfurt a. M. Wie zuverläſſig
ver=
kautet, iſt für das Jahr 1928, das günſtig verlaufen ſei, mit einer
Divi=
dendenerhöhuug von 7 auf 8 Prozent zu rechnen. Bilanzſitzung iſt noch
nicht angeſetzt.
induſtriellen Produktion aus, diei nach dem Stande von 1925 rund
25 Milliarden RM. ausmachte. Die Aktiengeſellſchaften allein wieſen
Ende 1925 Warenbeſtände in Höhe von 4½ Milliarden RM. auf. Nach
dem Verhältnis der Aktiengeſellſchaften zu den übrigen Unternehmungen
ſetzt das Inſtitut für die Geſamtheit der gewerblichen Betriebe die
Warenvorräte mit etwa 8 bis 10 Milliarden RM. an. Demnach käme
die Lagerhaltung der induſtriellen Wertſchöpfung von 4 bis 5 Monaten
gleich. Zu den Vorräten der induſtriellen Betriebe treten die des
Einzelhandels, die für Eride 1925 mit rund 6,1 Milliarden RM.
errech=
net werden konnten (nach beſonderen Unterſuchungen, die ſpäter
ver=
öffentlicht werden). Die Vorräte in der Hand des Großhandels werden
ganz roh mit 3 bis 4 Milliarden RM. veranſchlagt. Die Geſamtheit
der Lagerhaltung von Induſtrie und Handel würde Ende 1925 alſo
nicht ſehr viel weniger als 20 Milliarden RM. ausmachen. Wenn es
gelänge, die induſtrielle Vorratshaltung auch nur um 10 v. H. zu
ver=
mindern, ſo würden demnach Milliardenbeträge an Kapital frei.
Aller=
dings ſind der Vorratsminderung beſtimmte Grenzen gezogen, die man
leicht erkennt, wenn man ſich den volkswirtſchaftlichen Zweck der
Lager=
haltung vergegenwärtigt.
Oeſterreichiſche Verkehrswerbung auf deutſchen Meſſen. Das
Bun=
desminiſterium für Handel und Verkehr hat in den letzten Jahren,
unterſtützt vom öſterreichiſchen Generalkonſul Wildler in Köln, eine
be=
ſonders lebhafte Werbung im Rheinland und Weſtfalem für Oeſterreich
als Reiſeziel entfaltet. In Fortſetzung dieſer Beſtrebungen hat das
Bundesminiſterium, einer Einladung der Kölner Meſſe folgend, für eine
wirkungsvolle Vertretung des öſterreichiſem Fremdenverkehrs auf der
Frühjahrsmeſſe in Köln vom 17. bis 19. März Sorge getragen. Nach
Abſchluß der Kölner Meſſe wird die Koje nach Frankfurt a. M.
ge=
bracht werden, wo ſie auf der Frühjahrsmeſſe zur Schauſtellung gelangt.
Schweizeriſche Eiſenbahnbank, Baſel. Der Verwaltungsrat bringt
bei einem um 229 000 Frs. auf 1,1 Mill. Frs. erhöhten Reingewinn eine
Dividende von 7 (i. V. 6) Prozent auf 12,215 Mill. Frs. Aktienkapital
zur Verteilung. Das Grundkapital ſoll zu=ächſt auf 15 und ſpäter auf
30 Mill. Frs erhöht werden.
Rumäniſche Anleihen. Das rumäniſche Finanzminiſterium hat
Liſten derjenigen Stücke der rumäniſchen Renten herausgegeben, die
als in Lei zahlbare Datoria Publica=Stücke zu betrachten ſind. Ein
Teil der in dieſen Liſten verzeichneten Nummern iſt nicht mit der
Stempel Datoria Publien verſehen und ſomit äußerlich nicht als „in
Lei zahlbar” abgeſtempelt und erkennbar. Die in den Liſten
verzeich=
neten Stücke ſind an der Frankfurter Börſe nicht lieferbar.
Aktionärverfammlung der Standard Oil Company. In der
geſt=
rigem Aktionärverſammlung der Stamdard Oil Company in Indiana
fiel die mit großer Spannung erwartete Entſcheidung in dem Kampfe,
der von der Nockefellevgruppe gegen den Vorſitzenden des
Direktoren=
rates, Colonel Robert Stewart, um die Kontrolle dieſer größten
Petro=
eumgeſellſchaft in den Vereinigten Staaten geführt wurde. Der Kampf
endete mit einem großen Siege der Rockefellergruppe. Auf Vorſchlag
John D. Rockefeller jun. wurde E. Seubert, der Präſident der
Geſell=
ſchaft, wiedergewählt. Gleichzeitig wurden die hauptſächlichſten
Verwal=
tungspoſten mit den von der Rockefellergruppe unterſtütztem Kandidaten
beſetzt und der Poſten des Vorſitzenden des Direktorenrates abgeſchafft.
Frankfurt a..I
Da zum Wochenſchluß Kundenorders wieder faſt
blieben, konnte ſich kaum nennenswertes Geſchäft au
Grundton der Börſe war jedoch ziemlich freundlich,
ſtimmungen der geſtrigen New Yorker Börſe, hervorg.
etwas günſtigeren Geldmarktverhältniſſe am dortige
vorteilhaften Eindruck hinterließ. Auch das weitere
Spareinlagen im Reich wurde mit Befriedigung auff.
Spekulation verhielt ſich aber trotzdem ſehr reſerviertt
kreiſen den Reparationsverhandlungen wieder mehr B
gegengebracht wurde. Die Grundſtimmung blieb g i
freundlich. Gegenüber der geſtrigen Abendbörſe bli.
zumeiſt behauptet, teilweiſe waren auch kleinere Erhé,
zeichnen. So waren am Elektromarkt Chadeaktien
etwas lebhafter verlangt. Auch von Kaliwerten konmm
2½ Prozent gewinnen. A. E.G. und Siemens bliebee
Umſätzen unverändert. J. G. Farben knapp behaupti
eröffneten eine Kleinigkeit höher. Zellſtoffwerte kü,
1 Prozent anziehen. Autowerte uneinheitlich, doch T7
änderungen nach beiden Seiten ganz gering. Deutſck
plus 2 Prozent etwas gefragter. Von Montanaktis
weiter etwas abbröckelnd. Sonſt waren nennenswern
Veränderungen nicht zu verzeichnen. Renten ſtill und
Im Verlaufe drückte die Geſchäftsſtille und die
eine Abſchwächung. Siemens verloren bei größerem
zent. J. G. Farben büßten 2 Prozent, Schuckert X.
A. E. G. 1½ Prozent ein. Auch die übrigen Werte
Kursdruck. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6½
etwas leichter. Am Deviſenmarkt erfuhr Spanien
erneute Abſchwächung. Sonſt nannte man Mark gegen
gegen Pfunde 20.44¾. London=Kabel 4.8507½, Paris /
92.67, Holland 12.11¼.
Bezi
Die Börſe bot bei Eröffnung am heutigen Woche/
ſtilles Bild bei nicht einheitlicher Haltung. Nach Feſtſi
Kurſe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche, da 2
Orders fehlten. Im weiteren Verlauf der Börſe er::
denz infolge des anhaltenden Ordermangels. Später :
vom Farbenmarkt, an dem ein größerer Verkauf ſeit.
bank den Kurs um 2 Prozent zurückgehen ließ, eine mat
Abſchwächung ein, die jedoch über 1 Prozent kaum Hiſ.”
matte Tendenz hielt bis zum offiziellen Schluß an. N.=
Umſätze nicht mehr zuſtande. Auf Deckungen waren
u=
geringfügig gebeſſert. Die Tendenz blieb aber ſchwen.—
Reichsbank 305, Danatbank 278, Hapag 127, Farberz Mlin eines Motorrat
165½, Schade 453, Siemens 371½—72, Deſſauer Ge
Mo
Linoleum 328, Salzdetfurth 304, Glanzſtoff ſehr ſchwr
54, Neubeſitz 12,7.
Eie meine neuen
8. 3. 9 3. Hirſch Anpfer . C5.50 Höſch Eiſen". 56.75 58.— Hohenlohe Werke. 204.— 1202.— Kahla Porzellan 66.75 67.— Kali Aſchersleben” 231.25 j230.25 Salzdetfurth‟ Weſteregeln" 213.— (212.75 Lindes Eismaſch. 278.25 (278.25 L. Loewe FCo. 71: 171. Lingel Schuh . 163.75 163.75 Mannesmann Röhre 169.5 168.75 Niederlauſitzer Kohl 50.2 Nordd. Lloyd A. E. G. . . . . . 1167.— 185:
Augsb.=Nürnb. Maſch
Baſalt . ..
Beramann.
Berl. Karlsruhe
Berl. Hand.=Geſ
Braunkohl. Briketts/ 1641/, 1164
Bremer=Wolle
Danatbank.
Deutſche Bank
Diskontogeſ.
Dresdner Bank".
Deutſche Maſchinen I 51.
121.5 120.75 Orenſtein ..
Deutſche Erdöl.
Polyphon ..
Deutſche Betroleun
Tynamtt Nohel
114.75 1113.25 Rütgersnierke
Elektr. Lieferung • /161.5 1161. — Sachſenwerke
J. G. Färben
2a7.75 ſe45.5 Siemens Glas.
Gelſenk. Berg.
1297
128.25 Ver. Glanzſtoff
Geſ. f. elektr. Untern / 229.75 1227.5 Ver. Stahlwerke
Han. Maſch.=Egeſt.
47.— 47— Bolkſtedter Porzellank
Hanſa Dampfſch.
168.— (168.75 Wanderer Werke=
Kapag .."
128.— 1127.— Wiſſner Metall:
Harpener
Wittener Gußſtahl
139.75
272.—
Hemoor Zement
*) Die 3 Kaliwerte verſtehen ſich exkl. Bezugsrecht.
lotorräd
Deviſenmarkk.
Gelt Brie Geld Brie Geld Helſingfors. 10.591 10.61 10.591/1e.611 Italien ... 22.04 Wien.... 59.17 9.29 59.165/59.285 Paris ....." 16.44 Prag.." 12.448112 468 2.469/ 12.489 Schweiz ..." 80.98 Budapeſt. 73.38 3.52 73 38 73.52 Spanien ..." 62.04 Sofia .. 3.04 3.008 3.0 3.0 Danzig .... 21.65 Collans.. 168.62/168.961168.63/158 97 Japan. . . . . „aigl Cslo ......" 112 24/112.4 1 12.24/112.46 Rio de Janeiro 0.4995.:5 Koxenhagen.. 112.21/1 12.4. 12.20 112 42 Jugollawien". 7.3200 Steckholm ... 112.42/112 6 12.41112.63 Portugal. .. 18.71 London ...." 20.427 20.46 20.427 20.467 Athen ..... 5.44 Buenos Aires 1.770 1.77 1.769 1.773 Konſtantinpel 2.07wI Ncw York ..." 4. 2110/4.219 4. 2110 4.2190 Kanada ... 4.166 Belgien ..... 58.43 58.55 158.44 158.56 Uruguay .. 4.201I0 Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 6. März III
Stichtag des 6. März berechnete Großhandelsindexziffer.
Reichsamts iſt mit 140,1 (139,6) gegenüber der Vorwocn
geſtiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziſſern
um 1,1 v. H. auf 135,6 (134,1) angezogen. Die Indexziſt
ſvaren iſt um 0,3 v. H. auf 125,4 (125,8) zurückgegang
E=
ziffer für induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren hat IT
leicht angezogen, während diejemige für induſtrielle is
158,0 (158,1) leicht nachgegeben hat.
Frankfurter Kursbericht vom 9. März 1929.
2o Dtſche.
Reichs=
anl. v. 27.
(% Baden
Frei=
ſtaat v. 27
6% Bahern
Frei=
ſtaat v. 27
2% Heſſen
Volks=
ſtaat v. 28.
6% Preuß.
Staats=
anl. v. 28.
69 Sachſen
Frei=
ſtaat v. 27..
7% Thüringer
Frei=
ſtaat v. 27..
Dtſche. Anl.
Aluslo=
ſungsſch. + 1
Ablöſungsanl.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ſungsſch. (Neub.
+
Otſche.
Schutzge=
bietsaftleihe. ..
82 Bc.d.=Bad. v. 26
6% Berlin v. 24..
8% Darmſtadt v. 26
v. 28
Frkf. a. M. v. 26
82 Mainz v. 26..
8 Mannh. v. 26
82 Nürberg 26
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöf.-Anl.
+* Ausl. Ser.
* „ Ser. II
8% Ber .Hyp.=Bf.
8% Frkf. Hyv.Bk.
4½%. Lia. Pfbr.
8%
PfbrBk.
4½Fr- Lig. Pfbr.
87
77.25
79.4
90
84.25
53.85
Ac
93
93.5
91.5
86.9
93.5
52.5
K4
97.5
98
79
98
80.95
82 Heſſ. Landesbk.
s% Heſſ.2d8. Hp.
Bk.=Ligid. Pfbr.
8% Kom.
Landes=
bank Darmſtadt
8% Mein. Hyp.B
4½% „ Lig. Pfb.
8% Pfälz. Hyp. Bk.
8% Preuß. Ztr.=
Stadt ſchaft. .
8O Rhein.Hyp.=B
4½% „ Lig. Pfbl
8‟ Rhein.=Weſtf.=
Bd.=Cred
Südd. Bob.,
Cred.=Ban1 ..
8% Württ. Hyp.=B.
6% Daimler Benz
von 27......."
% Klöckner=Werke
Berlin v. 26.
%o Mainkrw.v. 26.
7% Ver. Stahlwke
mit Opt. v. 26..
8% VoigtckHäffner
von 26 ..."
J. G. Farben Bondd
v. 28......
5% Bosn. L. E. B.,
v. 1914 ........"
4:/.%0 Oſt.
Schatz=
anw. v. 1914 ..
4% Oſt. Goldrente
4:/.%0 Rum. Gold
von 1913 .... .."
4% Türk. Admin. .
490
1. Badgab
Zollanl.
41.8 Ungarn 1913
97.25
Rr4
75‟,
93.9
84.5
98
77.6
94.75
97n5
81.5
97.25
98.5
95
,% Ungarn 1914
4%
Goldr..
Aktien.
n3.7
25
82
93
Allg. Dt. Creditanſt.
Bk. f. Brauinduſtr
Berl. Handelsgeſ.
Comm. u. Privatb
Darmſt. u. Nt.=Bk.
Deutſche Bank ...!
Eff.-u.
Wechſel=
bank . . . . . . ...
Vereinsbank .
Diskonto=Geſellich
Dresdener Bank ..
Frankf. Bank... . .
Hyp.=Bk. .
Pfdbr.=Bk.
Gotha. Grundtr. B./142
Mein. Hyp.=Bank.
Mitteld. Creditbk.
Oſt. Creditanſtalt. .
Pfälz. Hyp.=Ban1,
Reichsbank=Ant.
Rhein. Creditbr.
„ Hyp.=Bank...
Südd. Bod.=Cr. Bk
Wiener Banwerein
36
38.25
A.=G. . Verkehrsw
Dt. Eiſenb.=Geſ..
7% Dt. Reichsbahn
Vorzge. ......
Hapag ........."
Nordd. Lloyd ...."
Schantung=Eiſenb.
Südd. Eiſenb.=Geſ.
Accum. Berlin. . . .
Adlerw. (v. Kleyer)
6% AEG. Vorzug
57
AEG. Stamm. . . .
Baſt Nürnberg ...!
Bergm. El Werke
BrovnBroverickCie
Brüning & Sohn..
139.25 Buderus Eiſen ..
167 Eemen: Heidelberg
Karlſtadt
195.25 Chem. WerleAlbert.
218 Chade ........."
1.25 Daimler=Benz...
124.75 Dt. Atl.=Telegr.. .
„ Eiſenh. Berlin.
Erdöl
Gold= u. Silb.
ſcheide=Anſtalt.
151.25 0 - Linoleumwerk.
57.5 Eichbaum, Brauer.)30)
Elektr. Lich u. Kraft
Liefer.=Geſ.
184.5 Eſchw. Bergwer!
34 4 IEttlinger Spinnerel/225
161.5 3. G. Farbenindſtr. /245.5
Feinmech. (Jetter
124.75 Felt. & Guill
209 Frkft. Gae
„ Hof
14.5 Geiling &
Gelſent. 9
Gef. elektr. Un
ternehmungen ..
Goldſchmidt Th.
Gritzner Maſchiner
127
Grün & Bülfinger.
124.75
Hafenmühle Frift.
Hammerſen (O8n.
Harpener Bergbaul.
— Henninger, Kempf.
55.75 Hilpert Armaturfb.
—
Hindrichs=Aufferm. 103
—
Hirſch Kupfer .... 1138
102
163.75
169.25
116
1a2.5
Nürnb. Vereinsbr./180 Eßlinger Maſchinen
304
139
169
330
207.5
161.5
166.5
14
148.5
112
137
173
78
454
55.5
131
121
42
88
38.5
83.5
52
230
88.5
96
173
132
139.5
170
Hochtief Eſſen ...
Holzmann, Phil. ..
Holzverk.=Induſtrie
Flie Bergb. Stamm
Genüſſe
Junghans Stamm
Kali Aſchersleben
„ Salzdetfurth.
„ Weſteregeln
Kammgarnſpinn.
Karſtadt, R. ..
Klein, Schanzt. .
Klöcknerwerke ....
Kraftw. Alt=Württ.
Lahmeher & Co.
Lech, Augsburg ...
Löwenbr. Münch..
Lüdenſcheid Metal
Lutz Gebr. Darmſt.
Mainkr.=W. Höchſt.
Mginz. Akt.=Br.. .
Mannesm Röhren
Mansfeld. Bergb
Mars=Werſe ....."
Metallgeſ. Franift.
Miag. Mühlenbau.!
MontecatiniMaild.
Motorenfb. Darmſt
Neckar). Fahrzeug.
Nicolay, Hofbr .."
Oberbedar . . . . .
Oſterr. Alpine Mo.
Otavi Minen ...."
1103.5
123
91.75
214
132.75
72.2-
210
214
228
225.5
88
104.5
93
Rütge
Siem. C
Siemen 7-
Strohſt
Südd.
Ee
Tellue E
Thür.
Tucher *.
unterſe.
r.BeZ
246
121
1:0.25
94
187
40.5
Peters Union Fr.:
Phönir Bergbau.
Reiniger. Gebb...
Rh Braunkohlen".
Elektr. Stamm
Stahlwverke ..
Riebeck Montan. . .
Roeder Gb. Darmſt.
Produkkenberichke.
zuktenbörſe e. V. Großhandelseinſtandspreiſe per
ſis z am Freitag, den 8. März: Weizen 24.50, Roggen
4—augerſte 24.50—24.75, Futtergerſte 20.50—21, ſüdd.
—l 0) 34, Roggenmehl 01 31.50, feine Weizenkleie
zrnkleie 15.50—15.75, Roggenkleie 16, Weizenfutter=
Xais 25, Malzkeime mit Sack 19.50, Biertreber 22.50,
ſ:—24,75, Kokoskuchen 23.25—26, Palmkuchen 22.75
Shin 21.25—21.50, Kleeheu, loſe 13—14, geb. 13.50—14,
„MB.25, Maſchinenſtroh 5—5.50, Drahtpreßſtroh 5.25
Gcconen 93—96. Tendenz: behauptet.
DEtenbericht vom 9. März. Am Produktenmarkt
wmPchenſchluß eine leichte Abſchſvähung geltend, deren
wiiden ſchwächeren Meldungen von Ueberſee, als
viel=
une Wetter zu ſu hſen iſt. Das inländiſche Angebot
m9ggen iſt forrlaufend recht gering, auf geſtrigem
—derungen der Verkäufer waren nicht durdzuſetzen.
„7k. nicdrigeren Preiſen fand jedoch das
herauskom=
ie den Mühlen und zu Reportagezwecken Unterkunft.
süüte in Weizen kommen gegenwärtig infolge der Kon=
141rzizen nicht zuſtande, man hört bisher verſchiedentlich
1ü4 es Auslandes, und zwar namentlich Italiens
und=
mei erungsmarkt ergaben ſich bei Weizen Preisabſchläge
für Märzroggen kam eine Eröffnungsnoüiz nicht
Sonntag, den 10. März 1929
Eeite 15
ſſe —n Sichten ſetztert 1 bis ½ Mk. niedriger ein. In
unſä-lte ſich in den geſtrigen Nachmittagsſtunden auf
704reisbaſis noch einiges Geſchäft für ſpätere
Liefe=
ifänkten ſih die Umſätze in beiden Mehlarten wieder
3Zufe. Hafer liegt bei kleinem Geſchäft weiter ſtetig.
Viehmärkke.
Frühjahrsmarkt verlegt. Die
Stadtverordneten=
lge der diesjährigen ungünſtigen Witterung den
—. den letzten Montag im April zu verlegen. Nach
iſan ats kommt zwar ein Pferdemarkt nicht mehr in
ſon irtſchaftlichen Arbeiten ſchon zu weit vorgeſchritten
Hlbe die Geſchäftswelt aus dem Markt einigen
ues=Schweinemarkt vom 9. März. Zugeführt wurden
ukuuft 204 Stück, und zwar Milchſchweine das Stück
Mittund Läufer das Stück von 35—50 Mark.
Atzikaniſche Kabelnachrichten.
* New York, 9. März. (Priv.=Tel.)
volls Dr Baumſollmarkt verkehrte am Wochenſchluß in
ſtetitge fmltung. Die ſüdlichen Häuſer ſahen ſich durch die
Mäſkygen aus Liverpool zu Abgaben veranlaßt, doch
er=
er enimfrhelung, da der Handel neue Käufe durchführte und
Mauſorders einliefen, wofür in erſter Linie das un=
Bet und die günſtige Verkehrsſtatiſtik für den verfloſſenen
Monat maßgebend waren. Nach Mitteilung des Verbandes der Neſv
Yorker Baumwollhändler betrug die Proviſion von
Stardardbaumwoll=
geweben im Monat Februar 292 870 000 Yards, während der Abſatz
mit 340 710000 Yards angegeben wird. Die Beſtände Ende Februar
beliefen ſich auf 372950 000 Yards. Der Auftragsbeſtand wird für
Ende Februar mit 472 180 000 Yards angegeben,
Zucker: Am Zuckermarkt gingen die Preiſe zurück, da infolge des
geſteigerten Angebots von Lokoware die kubaniſchen Firmen zu
Ab=
gaben ſchritten und die Spekulation Liqundationen vorahm.
* Chicago, 9. März. (Priv.=Tel.)
Weizen: Der Weizenmarkt eröffnete mit etwas höheren Preiſen,
da aus dem Anbaugebiet Froſt gemelder wird und die höheren
Mel=
dungen aus Liverpool günſtigen Eindruck hinterließen. Der geſtrige
Bericht über die Vorräte der Landwirte iſt offenſichtlich bereits in der
Kursgeſtaltung zum Ausdruck gekommen. Zeitweiſe kam es zu einem
leichten Rückgang, doch wurde die Stimmung bald erneut feſt, ſo daß
eine ziemlich erhebliche Sreigerung der Preiſe feſtzuſtellen iſt.
Mais: Am Maismarkt war die Stimmung ebenfalls überwiegend
feſt, da die Anſicht Ueberhand gewonnen hat, daß die Beſtände in
Hän=
den der Landſwirte nur wenig größer ſeien als im verfloſſenen Jahre,
Roggen: Am Roggenmarkt führten die Lokoſirmen zu Beginn
einige Abgaben per Mai durch. Ein weiteres Moment für die
anfäng=
liche Schwäche war die Ankündigung einer Erwärmung für die Mitte
des Anbaugebietes. Sodann kam es zu einer ſtarken
Aufwärtsbewe=
gung, da öſtliche Intereſſenten lebhafte Nachfrage per Juli und Mai
bekundeten und erneut Befürhtungen aufgetreten ſind, daß die Ernte
durch die Kälte im Süidweſten Schaden genommen habe.
Hafer: Auch der Hafermarkt verkehrte in überwiegend feſter
Hal=
tung, da ſieh beſſere Noclfrage für Lokoware bemerkbar machte und der
geſtrige Bericht übe: die Beſtinde in Händen der Landwirte von
ver=
ſchiedenen Seiten als hauſſegünſtig angeſehen wird. Auch die mäßigen
Zufuhren boten Anregung.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 9. März:
Getreide. Weizen: März 123½, Mai 128½, Juli 131½;
Mais: März 97½, Mai 100½, Juli 103½; Hafer: März 47½,
Mai 50, Juli 49½; Roggen: März 111, Mai 11238, Juli 11234.
Schmalz: März 12,25, Mai 12,60 Juli 12,97½, Sept. 13,27½.
Fleiſch. Rippen: Mai 13,80, Juli 14,27; leichte Schweine
10,65—11,35, ſchwere Schweine 10,90—11,35; Schweinezufuhren:
Chicago 9000, im Weſten 40 000.
Baumwolle: März 20,53, Mai 20,85.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am9. März:
Getreide. Weizen: Rotwinter 156½, Hartwinter 139½;
Mais, neu angek. Ernte 112¾; Mehl, ſpring wheat clears 5,65
bis 6,00; Fracht: nach England 1,6 bis 1,9 Schilling, nach dem
Kontinent 11 bis 12 Cents.
Talg, extra, loſe 9½.
Kakao. Tendenz: ſtetig; Umſatz in Lots: 78: Loko: 10¾4:
März 10,66, April 10,78, Mai 10,96, Juni 11,09, Juli 11,26,
Auguſt 11,40, September 11,55, Oktober 11,59, Dezember 11,46.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Zum 31. ds. Mts. iſt von der Arbeitnehmerſeite ſowohl der
Reichsmantel= wie der Lohntarif in der deutſchen Zigarreninduſtrie
gekündigt worden. Es wird eine Lohnerhöhung von 12½ Prozent
ge=
fordert. Die vorjährige Lohnbewegung, die bekanntlich mit
Arbeits=
kämpfen (Ausſperrung und Streik) verbunden war, hatte eine
Lohn=
erhöhung gebracht.
Die Wirtſchaftsſage in der Pirmaſenſer Schuhinduſtrie hat ſich in
dieſer Woche wieder verſchlechtert. Einige Fabriken waren gezwungen,
ſihre Arbeitszeit wieder zu reduzieren und auch Entlaſſungen
vorzu=
nehmen. Der Auftragseingang hat gegenüber der Vorwoche merklich
nakgelaſſen.
Die freien Verhandlungen zwiſchen Arbeitgebern und
Arbeitneh=
mern über die Neufeſtſetzung der Minimaltarife und das
Mehrarbeits=
abkommen im oberſchleſiſchen Bergbau ſind geſcheitert. Es wird daher
der Schlichter angerufen werden.
Nach Angaben des Roheiſenverbandes, Eſſen, bewegte ſich in der
letzten Zeit das Roheiſen=Inlandsgeſchäft in ruhigen Bahnen. Die
Gießereien und Maſchinenfabriken waren ſchwach beſchäftigt und
dem=
entſprechend erfolgten die Abrufe ſchleppend.
Meldungen, daß ein ähnlicher Fabrikationsabgrenzungsvertrag,
wie er zwiſchen Hirſch Kupfer und A. E. G. beſteht, auch zwiſchen Hirſch
Kupfer und Siemens u. Halske vorbereitet werde, werden von
zuſtän=
diger Seite dementiert.
Die Firmen Holtorp u. Co. und Eſpana Badega Comp. G. m.
b. H., Frankfurt a. M., erſtreben einen außergerichtlichen Vergleich.
Den Geſamtverpflichtungen von 500 000 RM. ſtehen etwa 250 000 RM.
Aktiven gegenüber, die ſich jedoch noch nach Befriedigung der
bevor=
rechtigten Gläubiger für die nicht bevorrechtigten auf etwa 100 000 RM.
ermäßigen.
Nach Informationen finden die Bilanzſitzungen des
Salzdetfurth=
konzerns (Salzdetfurth, Weſteregeln, Aſchersleben) am 19. ds. Mts.
ſtatt. Es iſt vorausſichtlich mit den Dividenden in Vorjahrshöhe zu
rechnen.
Das Lohnabkommen für die Kleiderfabriken von München=
Glad=
bach, Reydt und Umgegend iſt von den Gewerkſchaften zum 32. März
gekündigt worden. Sie haben neue Lohnforderungen eingereicht. Für
die einzelnen Akkordlohnſätze werden Erhöhungen von 5 bis 13
Pro=
zent beantragr.
Wie aus Luxemburg gemeldet wird, werden an der neu zu
er=
öffnenden luxemburgiſchen Börſe u. a. folgende deutſche Wertpapiere
eingeführt werden: Commerz= und Privatbank, Eſchweiler
Zergwerks=
verein, Felten u. Guilleaume Carlswerk, Gelſenkirchener
Bergweuks=
verein, Gesfürel, Ludwig Loewe, Leonhard Tietz, Thüringer
Gas=
geſellſchaft in Leipzig und Vereinigte Stahlwerke A.=G.
Der ſranzöſiſche Zementtruſt Poliet et Chauſſon bringt für 1928
eine Dſividende von 70 (i. V. 40) Frs. pro Aktie zur Verteilung. Für
Abſchreibungen wurben 9 Mill. Frs. verwendet. Die flüſſigen Mittel
werden mit 55 Mill. Frs. ausgewieſen.
Beihe eines Motorrades
ctiey/Sie meine neuen
Iede
ReiHstorrader
er=WMſährerſcheinfrei!
iſtig Ygplungsweiſe.
Vaidschmitt
gegilke 1—3.
Suche
Etagen=
uan!
(Vier=Zimmer=
Wohnungen)
„cl zu kaufen. Vorläuf,
züiſt. Anzahl. 10 000 ℳ
nu Angeb. u. L. 229
a. d. Geſchſt. (4163
(41956
Ciundbesitz
Webihans, Geſchäftshaus
P uNAirtſchaft, Väckerei,
ei uſ bdiskret und gut kaufen
kaufesvi1, der wende ſich an
die „ bilienfirma
Welbr A Götz
t, Aikbn aſtraße 85. (2270a
2i lucerbaute
janch ienhäuſer
ſofiw beziehbar,
Nr Wſllage Darmſtadts (
Tin=
neM/Aaulusplatz), mit je
In urall em neuzeitlichen
Zu=
ze verrchen, eventuell auch zu
Abgen unter L 66 an
iſtsſtWIS. Blattes. (3940k
Geſchäfts=
Haus
(Rheinſtraße)
mit beziehbaren
groß.
Ausſtellungs=
räumen,
Verkaufs=
räu, en etc.
zu verkaufen.
Angeb. u. L. 221
a. d. Geſchſt. (4162
mit Lebensmittel-
AUl geschätt, in
Darm=
an Wbergstraße, auch
nStigMi gr-ößeren Landort
MMZer WBauuszahlung
Kaen gesucht.
Ner Edern Teil, Beusheim
Verraiung. Tel. 565. (*
Ei
ſch okrv Erſiellung eines Doppel=
5 Auf votkKdmem Bauplatz in ſchönſt.
W PS HoheRDegs. Baugeld zu günſtig
ungenAlihert. Ernſthatte
Refiet=
meldels h unter L. 184 an die
SſtelPV Bl.
WFr4 FI. Ein= od. Zweifam.=
Aullgesucht
Modern m. Gart.
hee Anzahlung oder
Angebote an den
u. L 188 Geſchſt. (*
Lräßieres
auf
möglichst mit
Weidebetrieb,
bei 100 000 Mk.
Anzahlung
zIu Haufen
gesucht.
Geometer Heil
Gülervermittlung
Bensheim.
Tel. 565
Fleines
Häuschen
zum alleinbewohnen
in Darmſtadt direkt
vom Beſitzer ſof. geg.
Barzahlung zu kauf.
geſucht. Angebote u.
. 191 Geſchäftsſt.
4X5 Zimmer=Haus
beziehbar, Anzahl.
ℳ 10 000. Einfam. (Herdwegv.)
6 Zimmer.
Neben=
geb., Toreinf uſw.
N 14 000, Anzahl.
ℳ 8000. Tauſchw.,
4 Zimmer, beziehb.
4X4 Zim.=
Etagen=
haus ℳ 19 000,
An=
zahl. ℳ 5000 4X3
Zim.=Haus (Mart.=
Viertel) ℳ 14 000,
Anz. ℳ 5000. 3X2
Zim.=Haus,
bezieh=
bar, gr. Hof.
Tor=
einf. (Beſſungen),
ℳ 12000. Anz. 5000
zu verkaufen. Adolf
Dingeldein ſenior.
ur Landwehrſtr. 39
Tel. 2067
4—5=Zimmer=
Ekagenhaus
zu kaufen geſucht
Gefl. Angeb. v.
Be=
ſitzer erb. u L. 98
I. d. Geſchſt. (*
5-Zimmer-
Etagenhaus
oder
Einfam.-Haus
zu kaufen geſucht.
Gefl. Angeb. und
L. 217 Geſch. (4161
andien= und Reihen=Hauſer
uir 5 Zimmern, Küche. Bad, Nebenräumen
ſe neuzeitl. Einrichtungen werden zum Preiſe
W0 erſtellt. Baukoſten bis zu 75% ſichergeſtellt
Einſicht bei dem unterzeichneten Architekten
(Fdg
einere Auskunft erteilt wird.
Architekt, Darmſtadt, Nieder=
ACKERT ramſädterſtr. 48, Telefon 2472
Matratzen aufzuarbeiten
Betten zu reinigen
Wir bedienen Sie gewissenhaft,
fachmännisch und reeil
Bettstellen mit Zugtedern 3250, 26 50 19.50
Matratzen, 4teilig 48-, 45.-, 42-, 39.-35.00
Kapok-Matr. rein Java-Kap. 98.-, 89.- 19.00
Roßhaar-Matr. 210.-, 195.-, 185.- 165.-
Deckbetten 48.-, 45. 42.-, 39., 3250 26.50
Feder-Kissen 15 50, 13.50, 11.50,9.75 6.95
Bettfedern 5.50, 4.50, 3.75, 2.95 1.95
Halbdaunen . 9.75, 8.50, 7.50, 6.50, 4.50
Steppdecken in allen Arten
Daunen-Decken in vielen Farben
Woll- und Flanell-Koltern, bes. billig
Unterbetten 26 50, 23.50, 19.50 15.00
Kinderbetten . . . 35.-, 33.-, 27. 19.50
Das Steiner-Bett
das beste Bett
Oe
Geſucht werd. zum
April
2 möbl. Zimm.
nit Küchenmitben.
Angeb. unt. L. 163
a. d. Geſchſt. (4077
Einf. möbl. Zimm.
m. Kochgelegenheit
u mieten geſucht.
Angeb. unt. L. 177
a. d. Geſchäftsſt. (*
Aelt. Student ſucht
einf. Zimmer
mit el. Licht, mögl
Badegel. Angeb. 1
L. 219 Geſchſt.
2. Hypotheken
günſt. zu vergeben.
Eigentümerofferten
u. L. 71 Gſt. (3929a
Neubaufinanzierng
Banzwiſchenkredite.
Hans Heldmann
Bankvertreter
Martinſtraße 62.
Teleph. 4 51. (1918a
ſchlagnahmefreie
Bettbarchent
in allen Breiten
garantiert federdichte und farbechte Oualitäten
Matratzendrelle in großer Auswahl
Ueberzeugen Sie sich bei uns unverbindlich
Angenehme und liebenswürdige Bedienung
finden Sie bei uns
(4132
Spezialhaus für Betten
und Bettwaren
Heinrich Kahn
Darmstadt
SAIAISUTT!
Günſt. Hauskauf=Gelegenhei
In Roßdorf wird am Freitag, der
22. März d. J., 4½ Uhr nachmittags
zum Zwecke der Aufhebung der
Erb=
gemeinſchaft öffentlich verſteigert
Wohnhaus Erbacherſtraße 38, 605 qm
enthaltend u. 4 1X5= u. 1X3=Z.=Wohn.
nit Waſſerleitung u el. Licht u. verſch
Nebengebäuden. Grabgarten daſelbſt
mit gutem Obſtbaumbeſtand 1872 am,
1 Acker 643 qm. 1 Wieſe 1550 qm.
Eine hieſige Brouere
ſucht tüchtige
Wirksleuke.
Vermittler erwünſcht
unter L. 185 an die
Geſchäftsſtelle.
Geſchäfts=
Huns
zu kaufen geſ.
Angeb. u. L. 225
a. d. Geſchſt. (4160
im Zentrum oder Nähe per ſofort oder
ſpäter geſucht — Angebote unt. L. 64
an die Geſchäftsſtelle d. Bl.
Junges kinderloſes Ehepaar ſucht ſchöne
2-Zimmer=Wohnung
Mir Nache
eventuell auch 1 großes Zimmer mit
Küche. Angebote mit Preisangabe u.
L. 133 an die Geſchäftsſtelle d. Bl. (*
Kleines, einf. möbl.
Zimmer, heizb., ev.
gegen Verrichtung
ausl Arbeiten, v
11O
alleinſteh. ält. Frau
per 15. 3. geſ. Ang.
mit Preisangabe
u. L. 222 Geſchſt. (*
Kaufmann-Bankprokurist
Christ sucht umfangreichen
Wirkungskreis b einwandtreiem
Unnternehmen, Kapitaleinlage
bis RM. 40000.m
möglich, jedoch nur gegen
unbedingte Sicherstellung.
Zute G.m.b H. —
Anteilüber-
nabme nicht ausgeschlossen.
Angebote nur mit genauen Angaben der
gebotenen Sicherheit — andere-, sowte
Vermittler zwecklos — erbeten unter
L 171 an die Geschäftsstelle d. Bl. 5079b
Reichsentschädigungen —
TV3194 Schuldbuchforderungen
ab eingetragen oder nicht
Sofort Geld
BERLIN W 10,
BankKommiSSlon, Fledrich-Mülhelm-Str. 6
Geſchäfts=Kredite.
Etablierungsgelder zum Geſchäftsankauf,
Hypotheken, Baugelder, Darlehen ſchnell
(keine Vermittl.). Angebote unter L 224
an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes.
Verſicherungsgeſellſchaft
legt wieder erſtſtellig größere Kapitalien
an. Eigentümerangebote erbeten unter
69 an die Geſchäftsſtelle ds. Bl. (3928a
Aelt. alleinſt. Dame
ſucht 3—4 leere
be=
ſchl.=freie Zimmer
m. Küche mogl. part.
Ang. u. L. 201. (*
Junges Ehepaar
ſucht leeres Zimmer
mit Küche o. Küch.=
Benutz. Angeb. u.
L. 213 Geſchſt.
Berufst. jg. Mann
ſucht großes leeres
Zimmer mit ſep E.,
gleich welcher Lage.
Ang. u. L. 210. (
Junger Beamter
ſucht gut möbl. Z.
zum 1. 4. Preisang.
1. L. 203 Geſchſt. (*
u
1000 RM.
zu 15 Prozent von
Selbſtgeber geg. gute
Sicherheit ſofort
ge=
ſucht. Ang. u. L 187
a. d. Geſchäftsſt.
I. Hypotheken
I, Sypotheken
Darlehen
Beteiligungen
Haßsverwaltg.
Fa. Kg. Ebert!
Saalbauſtr. 60.
Telepho7 1117.
URNI—
WIe DLTML2
O
Harsche TTesse
das führende Blatt der Rheinpta
Verlag: Thiemesche Druckereien
G.m. b. H., Kaiserslautern / Rheinpfalz
Seite 16
Sonntag, den 10. März 1929
Sprechapparaie
kaufen Sie am besten
und billigsten vom
Fachmann im
Spe=
zialgeschäft ebel
aufalle Apporate von
48 — Mk an 1 Jah
Carantie Günetigste
Zahlungsweise.
Vor=
jührung onne Kaut
zwang im
Musithaus Bund
nur
Schuchard-
straße 9
Erfolg
großen Vorteil beim
Einkauf haben Sie,
ſofern Sie mein
reich=
haltiges Lager
be=
ſichtigen und davon
Gebrauch machen.
Neben den ſeit
Jahr=
zehnten bewährten
Kayſer=Fahrr dern
lie ere ich Qualitäts=
Fahrrräderſchon zum
Preiſe von RM. 65
an. Außerdem bin
ich in der Lage Ihnen
günſtigſte Verkaufs=
und
Bahlungsbedin=
gungen einzuräumen.
Fachgeſchäft
Otto Urschel
Darmſtadt.
Schulſtraße 11. /4171
Sint
bei hoh. Anzahlung!
zu kaufen geſ.
Angeb. unt. L. 63
a. d. Geſchſt. (3932b
Südoſt=Viertel!
Einlgene
haus
5=Z.=Wohnungen,
Garten,
bei einer Anzahlg.
von 10 000 ℳ zu
verkaufen.
An=
fragen unter L.
a. d. Geſchſt. (39380
Tar die HiieftecKordelbtr.
Der neue Baustil und neuartige
Wöbel haben rich veranlaßt, in
Gardinen, Stores, Teppichen
und Dekorationen dieser neuen
Richtung zu folgen.
Sie sollten sich darum unbedingt bei mir orientieren,
zumal ich als maßgebendes Spezialhaus für’s
Früh-
jahr eine ganz neue, hervorragende Auswahl bereit.
gestellt habe und seit vielen Jahren durch meine
über-
aus billigen Preise bekannt bin.
Beslchtlgen Sle meine O Fensterl
Besuchen Sie mich!
Bestgeschulte Fachleute beraten unverbindlich!
Darmnstädter Teppich- und Gardinen-klaus
DALIADOIM MLTAA
Darmstadt, Ernst-Ludwiastraße Nr. 15/10
(4112
Nakürliche
(1108a
Miuerglwäle
Zilin — Brückenau — Dürkheim — Ems
Fachingen — Friedrichshall — Gießhübel
Homburg — Karlsbad — Kiſſingen —
Lamſcheid — Lauchſtädt — Levico —
Ma=
rienbad — Mergentheim — Mondorf
Neuenahr — Ober=Salzbrunn
Ofen
(Apenta und Hunyadi=Janos) —
Salz=
ſchlirf — Vichy — Weilbach —
Wies=
baden — Wildungen u. a.
Quelle Offenb. (m)
Kaiſ. Fri
½ Liter=Patentflaſche 40 K ohne Glas.
Eliſabekhen-Quelle Bilbel
3 Liter=Patentflaſche 20 ohne Glas
Markin Jahn. Darmſtadt
Pallaswieſenſtraße 30. Telephon 350.
Mabattkarten= u. Marken liefert billigſt.
Papier-Eifler, Mühlſtr. 28, Tel. 1518 8576.
Karlſtraße 84
Töchterheim Ross
Vollſtändige Ausbildung im
Haus=
halt und Wiſſenſchaften. (4116
2½ſtöckiges
mit Vor= u. großem
Hintergarten
preis=
wert zu verkaufen.
5=Zimm.=Wohnung
beziehbar.
Angeb. u. L. 79
a. d. Geſchſt. (3939b
Hübſches
Einfamil.
Haus
6 Zimmer u. Bad,
Garten, ruh.
Stadt=
lage, zum Preiſe
von 23 000 ℳ zu
verkaufen und
be=
ziehbar. — Angeb.
unter L. 70 an die
Geſchäftsſt. (3935b
Laudhaus
mit klein. Garten
geg Barzahlung zu
kaufen geſ Ang. u.
L. 212 Geſchſt. (go
Elisabethenschule
Sandstr. 12
10klass. Privatlyzeum aufevan zel.-christl
Grund-
lage — Lehrplan, Sohuigeld, Berechtigungen
wie bel den ökfentlichen Lygen.
Täglich von 12—1 Uhr (außer Montags):
1. Aufvahme von Schdlerinnen in die Lyzeal
klassen (Abt. A)y Sexte (nach 8- bezw. 4jähr.
Grundschule) bis Untersekunda,
2. Aufnahme von Schdlerinnen in die K1. 111
und II der m 2. Jahre laurenden Höh.
Mäd-
chenschul-Abteilung (Abt. B/ Diese Abteilung
isd für diejenisen MAdchen gedacht, die nicht
zum Maturum streben Der Lehrplan ist
dem-
ent-prechend mehr von den Bedurini sen des
praktischen Lebens aus gestaltet. (Mehr Deutsch.
eine Fremdsprache wahl krei, gering re Betonung
der Mathomatik zugunsten des bü gerl.
Rech-
nen; und der Buchtührung, Kurzschrikt Die
die I. „Klasse der Abteilunz B Verlassenden
Schdlerinnon erhalten das Abeangszeugnis
oiner 10 klass. Höh. MAdenenschule” das die
Berechtigungen der „mittleren Reife" einschliebe.
3. Auswürtigen Schdle innen der Elisa bethenschtle
will das Töchterheim, Stiftstr. 9, dienen, das
KEinder aus allen Schulklassen aufnimmt.
Vorzulegen sind: Geburts- und Imptschein;
(4100
Schulzeugnisse.
Die Leitung der Elisabethenschule:
Diakonisse: Else Morell.
DER
GUT ANGTLOGENE
MEKR
kauft seine Kleldung immer weder bei
WILLP SCHWAB
Haus für bessere Herren- und Knaben-Kleiden
4148
Auto-Kühler
Reparaturen und Neuanfertigung
jeder Art werden fachgemäß ansgeführt
Billigſte Berechnung. 1020o
Wannemacher
Heidelbergerſtr. 49 — Artilleriekaſerne.
Telephon 4443.
2n Pfungſadt.,
beſte Geſchäftslage
der Hauptſtr.,
Ein=
familien=Haus, für
Wohn= u. evtl.
Ge=
ſchäftszwecke ſofort
zu vermieten.
Zuſchr u. L. 89
a. d. Geſchſt. (3358b
Prima gelbfleiſchige, froſtfreie
Sbeiſekartoſfeln
(Induſtrie)
liefert wieder preiswert.
(3991b
Johannes Schäfer
Telephon 769./
Riedeſelſtraße 72.
Helokig Kk.Ze
200 ccm — steuertrei führerscheintreiſ
KASSAPREIS M. 835.—MCIORIA R. K. OS
1350 CCM KASSAPREIS M. 1056.—
GUNSTIGSTE RATENZAHLUNGSBEDINGUNGEI
Bitte besichtigen Sie die neuen 1929er Modelle
oder verlangen Sie unverbindliche Vorführung bei
GONSTGSTE RATENZAMUNGSBEOINGUNGEN
dr. Mar Friedl
Aau
93
5- od. 60 Slie Gaut
zu kolickrien ſt
Größe=
kann,
dit
PahusTau
Mne uoie auf dem Ahei
Mildme
im der La
Wo
Elektutche
wert 14
Angelles geiſt
a. 1.10
RRAciter Aufict
it Gocſbeſſart g
UAn duch Lurmb
id in Ausſicht
Dhmmislanz
uu Ei Rch
umſtär d.
verkaute Weiner Glasſcht
Anzabaeis, der Oigic
Werkt Urſache ein
a. 2.A24, d
131.—, 170.—, 19
— 69.—, 78.—, 98.— 191MB0d
129,—, 189.— Mk.
Nähmaſchintls,
ichen
Sprechapparyie
gretet
30.—, 45.—, 59.—,
N700
129.—, 160.— M.
Armband UMKune ug
14.—, 18.—, 23.—, 80--RMe. Dad
M bon de
Taſchen=Uhrde n.
4.50, 7.—, 9.—, 15.—,
60.—, 72.—, 78
Wand=Uhre
30.—, 45.—, 58.—, 60——
Stand-Uhre!
130.—, 170.—, 179.—,
Uhrketten u.
Nimge in allen n9.
Fahrrad=Decken 2.90, 8.50, 9
Saläuche . . . . 1.20, 150,70
Laternen .... 990,450 00
El. Laternen, 9.—, 19—14
Freilauf .. . . . 19—, 1-
Glocken . . . . 050, —70
3.—, 4-
Sättel
60.—, 90.—
Netze
Werke f. Sprechapp.
28.—, 94.—
Schalldoſen 3.50, 5.—,
3.50, 4.90
Tonarme . .
750 1
90f A
Federn
Plattenteller:
—R.
Nadeln
Bel proFl.
und alle anderen 90”
außerſt bille
Zentrall
für 110 Volt Gleichſtr.
behör, wie Benzin,
Schalttafel, Batterie 10
Zuſtande billig zu bektel
gebote unter 1. 195 00
dieſes Blatze””
Fabrik deit
10 Büro=Schreibih.
10 Schreibm.=Tiſch
EATLANTISCHER—Gö
Modeira
funchal
OLEAN-
Konsrische Unseln-
Krf69
TeneEffo
Die ſchöne Inſel Madeira.
Kreuzer „Berlin” von der Welkreiſe zurück.
Aussſitßtürme im Hochſpeſſart.
ffemltg. Der Speſſart mit ſeinen
ſen Wießnden an Eichen= und
Buchen=
auch u Ausſichtsgebirge geſtaltet
wer=
dend breits vorhandenen, hauptſächlich
den Be gelegenen, durch Dürme oder
bevov=ünen Ausſichtshöhen ſollen auch
n unn dn Hochſpeſſart gegen das
Main=
m Geyl durch Turmbauten erſchloſſen
erfür zw in Ausſicht genommen der
Bail=
hr, din ſohanmiskanzel bei Lohrer Straße
üickent tze bei Rechtenbach.
rand zu einer Glasſchleiferei.
R. Zßrder Glasſchleiferei Meyer brach
wbekamrm Urſache ein Brand aus, der in
ügenb a tn das ganze Gebäude mitſamt
ung” üſcherte. Der Schaden iſt bedeu=
Afll efeusin Bad Freienwalde.
nwwlle (Oder). Geſtern früh, gegen
rach ift er Schneidemühle von Hanke in
ſie bei ihd Freienwalde ein Feuer aus,
ſamtem ſnf Gebäude des Betriebs völlig
Trox ſes ſofordigen Eingreifens der
Landügrwehren konnten nur noch die
Holzllg gerettet werden. Der Schaden
auf eih 250 000 Mark. Man vermutet
mg.
„Schwam” aus dem Eiſe befreit.
iemüün e. Das Fährſchiff „Schwerin”
vormitat von den beiden ruſſiſchen Eis=
Fermalx ind „Truwor” aus dem Packeis
ſrden uan fährt in ihrer Begleitung nach
de. Eu Fährſchiff „Micklenburg”, iſt
meilen 10 Warnemünde auf dickes Packeis
und has karnemünde daher noch nicht er=
„er Scheſturm in Konſtantinopel.
ſtantiypel. Durch einen heftigen
m wurmn hier zwei Häuſer, ein Wagen=
und zallt che Mauern zum Einſturz
ge=
m einer ingeſtürzten Haus brach Feuer
gen 1.9 Petnen kamen in den Flammen um.
3u ulſcher laupkredner des
Inker=
ilenk Kädketages in Sevilla.
ert, Prächent des Deutſchen Städtetages,
cleitet In prominenten Vertretern des
en Wchls Deutſchlands, am
Inter=
n Stäſt ig in Sevilla (18. bis 22.
Eilnehnne Dr. Mulert hat ein Referat
ie winkzaftliche Betätigung der Ge=
Welhen” angekündigt.
Der Schulkreuzer „Berlin” unſerer Reichsmarine
lief nach einer 15monatigen Weltreiſe in Cuxhaven ein. Die blauen Jungens auf dem kleinen
3650=Tonnen=Kreuzer haben unter der Führung des Kapitäns Kolbe ein großes Stück Welt
geſehen. Sie kamen nach Indien, Japan, den Philippinen und Auſtralien und beſuchten die
wich=
tigſten Mittelmeerhäfen. Sie haben viel Schönes in der Welt geſehen und die Erfahrung gemacht,
daß das Schönſte immer wieder die Heimat iſt.
Der Himmel hängk - voller Flugzeuge.
Karte von Madeira.
Die bekannte portugieſiſche Inſel Madeira wurde
durch eine ſchwere Erdrutſchkataſtrophe heimgeſucht.
Regengüſſe hatten auf dem Nordrand der Inſel
die Felſen unterſpült, die plötzlich nachgaben und
mit den darauf befindlichen Häuſern ins Meer
ſtürzten. Ueber 100 Perſonen fanden dadurch ihren
Tod.
Schwere Exploſionskataſtrophe.
Sauerſtoffexploſion in der Bieberacher
Gewerbe=
ſchule.
Bieberach. Vorgeſtern explodierten in der
Gewerbeſchule bei chemiſchen Verſuchen zwei
Sauer=
ſtofflaſchen. Dabei wurden der Lehrer und 8
Schü=
ler verletzt, ſo daß ſie ſich in ärztliche Behandlung
begeben mußten.
Keſſelexploſion in einer Oelgrube.
Bukareſt. In der Erdölgrube „Moreni” der
Geſellſchaft „Romana=Americana” explodierte ein
Keſſel. Zehn Perſonen wurden dabei getötet und
zwölf verletzt. Der Schaden wird auf 10 Millionen
Lei geſchätzt.
28 000 Kanarienvögel auf der „Deutſchland”.
Mit dem Hapagdampfer „Deutſchland” ſind am
8. März 28 000 Kanarienvögel nach New York
ab=
gegangen. Die Tiere ſind ſämtlich in Einzlkäfigen
untergebracht und befinden ſich in entſprechend
tem=
perierten, gegen Zugluft beſonders geſchützten
Räu=
men. Vierzehn Wärter ſind für ihre Pflege beſtellt.
* Bernard Shaw — der „Dulder”.
London. Die, die noch immer nicht gemerkt
haben ſollten, daß Bernard Shaw, der vielgeliebte,
vielgehaßte und vielbewunderte engliſche Dichterfürſt,
in dieſelbe Geſellſchaft verliebt iſt, die er mit oft
blutig=roden Waffen bekämpft, dürften nun endgültig
überführt ſein. Zwei Seelen wohnen, ach, in
Ber=
nard Shaws Spötterbruſt. Vor einigen Tagen
er=
ſchien aus der Feder des Dichters eine ſatiriſche
Skizze, die ſich die allergrößte Mühe gab, die
Leib=
ärzte des Königs Georg ſo lächerlich wie möglich zu
machen. Im Grunde genommen hätte man ſich
all=
gemein gewundert, wenn eine ſolche Skizze nicht
erſchienen wäre. Nicht, daß die brawen Mediziner
Anlaß zu irgendwelchem Spott gegeben hätten; o,
nein, nur — ſie ſtanden eben eine Zeitlang im
Mit=
telpunkt des öffentlichen Intereſſes und mußten
die=
ſerhalb zum unglücklichen Obfekt Shaws Schaffens
werden. Das geſchah alles, als noch der reſpektloſe,
kalte Winter vom böſen Kontimmt, ungeachtet des
trenmmden Kanals nach den lieblichen Fluren
Alt=
englands gezogen war und dort eine froſtige, aber
deſto geſündere und, was die Hauptſache iſt,
nebel=
freie Atmoſphäre ſchuf. — Inzwiſchen hat jedoch der
Golfſtrom den rauhen Geſellen vertrieben, und die
Grippe iſt wieder da, noch reſpektloſer als der Froſt,
denn ſie wagte ſich ſelbſt an den großen Bernard
heran, packte ihn, und zwar tüchtig. So mußte er die
Feder des Spottes auf den Schreibtiſch und ſich ſelbſt
ins Bett legen. Nicht einmal dagegen konnte er ſich
wehren, daß man die Aerzte holte —
Aeskulap=
jüngern war Show niewals ſonderlich grün
ge=
weſen —, die ſich jetzt redlich um den Kranken
be=
wühen „Und — Jronie gegen Jronie — es ſind
die=
ſelben Aerzte, die er in dem biſſigen Pamphlet
„Tima and Tide” in Grund und Boden verhöhnt
hatte. Aber, er läßt ſich die Pflege durch ſeine
„Feinde”, die in Wirklichkeit ſeine Opfer ſind, gerne
gefallen. — Armer Bernard Shaw!
Eine amerikaniſche Aerzkin in Berlin
der fahrläſſigen Tökung beſchuldigk.
Ein amerikaniſches Luftgeſchwader in Schlachtlinie
flog bei einem Manöver über San Franzisko. Ziel des Kampfes war die Zerſtörung” der Stadt
San Franzisko. Tatſachlich iſt den Fliegern der Beweis gelungen, daß keine Stadt vor einem
Fluggeſchwaderangriff geſchützt werden kann.
Waſſereinbruch in eine Braunkohlengrube.
Afchersleben. Infolge der Schneeſchmelze
gelangten große Waſſermengen durch den
Haſſelbach=
graben in den Abbauraum der Konſolidierten
Braunkohlengrube Georg in Königsaue bei
Aſchers=
leben. Geſtern nacht gegen 1 Uhr wurde die
Tech=
niſche Nothilfe von Aſchersleben eingeſetzt. Sie
be=
gab ſich in mehreren Automobilen zur Unfallſtelle
und nahm unter Verwendung von Sandſäcken
Ab=
dämmungsarbeiten vor. Der Grubenbetrieb muß
zu=
nächſt ſtillgelegt werden. Ein Erſaufen der Grube
im Tagebau konnte verhindert werden.
Ein fingierter Diebſtahl.
Paris. Die Angelegenheit der erſt kürzlich
als geſtohlen bezeichneten, dann aber wieder
auf=
gefundenen Gemälde (ein Murillo und zwei
Tin=
toretto), die bei der Rückbeförderung aus Amerika in
Le Havre angeblich nicht angekommen ſein ſollten,
hat jetzt zu der Entdeckung geführt, daß der Diebſtahl
fingiert war, um in den Beſitz einer
Verſicherungs=
ſumme von 2½ Millionen Franken zu gelangen.
Der Eigentümer der Gemälde, Laffitte, ſowie ein
Helfershelfer, ein Ruſſe namens Schrob, ſind
ver=
haftet worden.
Dr. Alma Arnold,
eine in Berlin tätige, aber nicht approbierte
amerikaniſche Aerztin, wird beſchuldigt, durch
Seite 18
Sonntag, den 10. März 1929
Fahrräder,
Kinderwagel
kaufen Sie auf
mit kleiner Anza
lichen Raten vo.
B. ORIO R
Größtes Faht
Vertreter der
und Vi
Betten Beftwaren
Der Einkauf ist Vertrauenssache!
Metall- Messing-und Holzbettstellen für Erwachsene
und Kinder in 1 Ofacher Auswahl •Matratzen
eigene Aniertt rung, aus besten Stoffen Ztlg.mit Keil
Seegras 22..31.37—41. Woſte29,38.44, 48.-
Kapok 79.8 4.-90,-b. 1 10.-Roßhaar 1 30.-b.215.-
Darmstadt, Markt 11
Deckbetten echtfarbig. tertiggerafft, rot und farbig,
Federraflung 19.50 2*.- 31.- Halbdaunen 35..
41.- 45.- Daunen 47.- 52.- 59.- bis 87.-
Kissen gut gefaltt 6. 8.-10.- 12.50 15.-bis 24.-
Bettköper in allen Parben meterweise sehr billig
Federn und Daunen nur gewaschene Ware=
Pfund 1.35 2.10 3.- 4.50 5.75 bis 19.-
BBLHOINSadläONIA
O
MANNLICH
Junger tüchtiger
Wagner für Räder
ſof. geſ. Angeb. mit
lückenloſ. Zeugn. u.
2. 228 Geſchſt. (*
Intelligenter
Modellſchreiner=
Lehrlina geſ.
Sensfelderweg 1.
Junger tüchtig. (*
Gatterſäger f. Hor.=
Gatt. u. S.=Schärfer
ſof, geſ. Angeb. m.
lückl. Zeug. u. L. 230
Jüngerer, kräftiger
hifsarbeller
ſofort geſucht.
Georg Heim.
Mechan. Küferei,
Darmſtadt,
Arheilgerſtr. 53.
Jüngerer, kaufmännischer
Beamter
für Buchhaltung und Korrespondenz
zum alsbaldigen Eintritt gesucht.
An-
gebote unter L. 122 an die
Geschätts-
stelle dieses Blattes.
(4003b
Re
Architekt
flotter Zeichner, für Büro und
Bau=
ſtelle ſofort nach Aſchaffenburg
gesucht.
Ausführliche Angebote mit Lebenslauf,
Zeugnisabſchriften an Schließfach 3,
Aſchaffenburg.
44141
Für leicht verkäufl. techn. konkurrenzloſe
Ordner u. Regiſtraturen
für Geſchäfte und Behörden tüchtige
Bezirksvertreter
in Starkenburg und Oberheſſen geſucht
Bei intenſiver Tätigkeit glänzende
Ver=
dienſtmöglichkeiten. Kurze ſchriftl.
An=
gebote mit Angabe der ſeitherigen
Tätig=
keit an Heſſ. 4reuhandgeſeltſchaft Felis
Graetz und Dr. jur. Michel, Darmſtadt,
Georgenſtraße 9.
(3777b
Generütvertrerang
für Tarekla=Apparate
Alte Firma beſten Rufes vergibt für
hie=
ſigen Platz und Umgebung
Generalver=
tretung für Tageslicht=Reklame=Apparate
(Licht ohne Strom) z. günſtig. Bedingungen
Grass & Wortt. Abt. Tarekla Berlin
S. 0. 36, Köpenickerſtr 147. (WV4044
Bertreterfirma
oder Herr mit langjähr. guten
Verbin=
dungen zu Detailgeſch. der Feinkoſt= u.
Kolonilwarenbranche v. bedeut, Fabrik
gef. Bevollmächtigter iſt am Platze.
Eil=
angebote an E. Gathmann, darmſtadt,
hauptpoſtlagernd.
1BIn4014
Alleinvertrieb
konkurrenzl. Bedarfsartikelu. Produkte
ſtaatl. Anſtalt zu vergeben. Außer gutem
Verdienſt Unkoſten=Zuſchuß.
Großab=
nehmer: Induſtrie, Behörden „
Jeder=
mann. Für Organiſationsbeginn ca.
2000 — Mk. bar od. Bankſicherheit
er=
forderlich. Bewerbungen u. Akt. Geſ.
T 1721 Dr. W. Setzefand, Annoucen=
Expedition Berlin SW 48 V4106
Aeußerſt leiſtungsfähige Firma hat für den
dortigen Bezirk ihre
Allein-
Verkretung
gegen hoheProviſion und Speſen zu
verge=
ben Es handelt ſich umden Verkauf glänzend
begutachteter, erſtklafſiger Spezialartikel an
Großverbraucher (Induſtrie, Behörden,
Ho=
tels, Ladengeſchäfte). Wir ſichern prompte
Proviſionszahlung bei Eingang der Aufträge
zu. Seriöſe, fleißige Verkäufer, denen an
einer Dauerexiſtenz liegt, wollen ſich
mel=
den unter L 166 Geſchäftsſtelle. 1V3945
Herr
an intenſives Arbeiten gewöhnt, zur
Aquiſitation von elektr. Anlagen,
bei Höchſtproviſion ſofort geiucht.
Angeb. unter I., 172 an die Geſchſt. )
Wir ſuchen zum 1. April
1—2 Lehrlinge
chulfrei).
mit höherer Schulbildung (fortbildungs=
(4099
Nauheim & Co.
Bankgeſchäft.
Der Strumpf
aus Agfa Trauis-Seide,
dem Edel-Produkt der
J. G. Farben-Industrie
in allen modernen Farben
vorrätig .. . . . . . . . . . Mark
Denken Sie auch an unsere
Strumpf-Klinik
Laufmaschen werden in der
vollendetsten Weise bei
billigster Berechnung repariert
Steinberg &Co.
Ernst-Ludwigstr., Ecke Schuchardstr.
Strebſamer Junge
achtbar. Eltern zu Veiſteier geſ.!
Oſtern als
Hattlerlehkling /Solzrollos, Jalouſ= dem Fach m. Kennt=
geſuchl.
M. Friedrich,
Lauteſchlägerſtr. 22.
Anlagen. Markiſen, haltung
Wirtſchaftsartikel.
(I.Br.3344)
Für hieſiges
Ver=
ſicherungsbüro wird
Grüßner & Co., junger,zuverläſſiger
Neurode Eule Beamter (in) aus
Fabrik. Verdunkel.= niſſen in der Buch=
Junger Siogin
der ſeine Lehre beendet, für 1.
Gehilfen=
jahr zum ſofortigen Eintritt geſucht.
Bewerbungen mit Lebenslauf und
Zeug=
nisabſchriften erbet u. L 180 Beſchſt. (
ANGESEHENE GROSS-HANDLUNG
IN AUTO. UND MASCHINENOLEN. WELCHE BE-
REIIS GUT EINGEFÜHRT Sf. SÜCHT EUR
DARMSTADT UND UMGEBUNG
ElNEN FLEISSIOEN, TÜCHTIGEN HERRN ALS
VERTRETER
GEGEN HOHE PROVISION. BRANCHE-
KENNTNSSE MCHT 80 WCHTIG ALS GUIES
VERKAUFSTALENT AUF GRUND GUTER BEZEE.
HUNSEN. ANGEBOfS UNTER L 167 AN DIE
GESCHAETSTELLE DIESES BLATTES. —
Lehrling
aus achtbarer Familie
und mit guten
Zoug=
niſſen für
Engros=
haus alsbald geſucht.
Gefl. Angebote unter
L. 190 an die
Ge=
ſchäftsſtelle. (4117
E
4093
per ſofork
geſucht. Fertigkeit
in Stenographie u.
Schreibmaſchine
er=
wünſcht. (TV 4190
Angeb. m.
Zeug=
nisabſchrift. u.
Le=
benslauf unt. 1855
an Annoncen=Exp.
Kullmann,
Wilhelminenſtr. 9.
Filialleiker
ſof. geſucht. Näh. d.
H. W. Carl Graef,
Leipzig C 1. Phil.=
Roſenthal=Straße 9.
(UF. 4013)
Schneiderlehrl.
Junge kann die
Schneiderei
gründ=
lich erlernen.
L. Bendinger,
Liebfrauenſtr. 97.
Tel 1476.
R
amburger Versleherangs-Akfien-Gesellschaft
Gegr. 1848.
Wir suchen für unsere Bezirksdirektion in Frenk.
furt am Main tuchtigen, in Leben, Untall und
Haft-
püicht durchaus erfahrenen
Inspektor.
Die Stellung ist ausbaufähig und mit zeitgemäßen
festen Bezügen, Spesen und Prorisionen
aus-
gestattet.
WVeitestgehende Unterstuteung durch wertvolle
Berienungen und konkurrenzfähiges Msterial gegeben.
Direktionsvertrag!
Ausfährliche Bewerbungen mit
Resultatnach-
weisen erbeten an die
4086
Direktion Hamburg
Neuer Jungfernstieg 18
Automobil
P
e
Un
einer ersten Marke zu vorgeben.
Gut eingeführte Auftornobllfirmen,
oder Herren aus den besten
Krelsen wollen sich melden.
An-
gebote unter F 5658 an
Annon-
cenmayer Frankfurtmain. (VI.zu27
General-Vertretung
Alleinvertrieb
mit Auslieferungslager
zu vergeben
für konkurrenzloſen
Maſſenbe=
darfkartikel der chem.=techn.
In=
duſtrie. Dane nd große
Nachbe=
ſtellungen. Großzüg.
Reklame=
unterſtützung. Telbſtänd.
Poſi=
tion mit nachweisl. Verdienſt
von monatl. RM. 1000 u. mehr.
In Frage kommen nur arbeitsfreud ge
Herren mit ausgeſproch.
Organiſations=
talent, die über RM. 1000—2000
Betriebs=
kapital verfügen. Angebote mit Angabe
früherer Tätigkeit an (II.Mch.4015
E. Wilh. Waldmüller
Chem. Fabrikation, München, Jahnſtr. 1800
Leiſtungsfähige
welche durch eigene Fabrikation von
Zigarren in jeder Beziehung
konkurrenz=
fähig iſt, ſucht per ſof, einen tüchtigen
Heise rerkcter
Für Herren, die mit der einſchlägigen
Kundſchaft vertraut ſind, bietet ſich gute
Verdienſtmöglichkeit Angeb. mit
aus=
führlichem Lebenslauf erbeten unter
F. P. Z. 94 6 durch Rudolf Moſſe, Frank=
(1.3916
furt a. M.
Lebrling
zu Ostern gesucht.
Bewerbung nebſt Zeugnisabſchrift an die
Kanzlei der RAe.
Heyd, Sandmann & Amend
eliſabethenſtraße 25½.
Suche Bertreter
für Speiſeeis=
Maſchinen. =
Ge=
räte u. Hilfsmittel
(Eiswaffeln.
Eis=
pulver. Willi
Thor=
meier, Magdeburg.
(1I.Mdg.3962)
Schneiderlehrl.
geſucht. (*gi
B. Pfeifer.
Kranichſteinerſtr. 6.
UElBLICH
Geb. geſundes
gemüt=
volles
Fräulein
aus guter Fam., nicht
unt. 2 Jahren, wird
vollem
Familienan=
geſucht. Stundenfrau für beſſ. Hausb z.
vorh. Ausf. Angeb./1 od. 15. Apr. geſ.
u. 1. 197 Gſchſt. (4137 Aliceſtr. 21.
Lehrmädchen
Büro, aus guter
Fam., Eintr. Oſtern,
geſucht. Bewerb. an
Frommann &
Mo=
rian,
Spielkarten=
fabr., Darmſtadt.
Heidelbergerſtr. 27
Verf. Schneiderin
geſucht, die im eig.
Atel. arbeitet.
Ge=
naueſte Angeb. für
alle Arten v. Dam. (bei norm.
Figur) u. L. 215 g.
die Geſchäftsſt. (*
Solides, fleißiges
Alleinmädchen (nichte
mit guter Vergan= das
genheit für 15. 3.
geſucht.
Bismarck=
tF. 22. Tel. 1961.C
als Haustochter bei Tuchtiges, zuverl.
ſchluß zu ält. Dame Alleinmädchen
Holides, erfahrenes
Fräulein
zu 2 Kindern (7 und 10 J.) und
Haus=
arbeit, welches ſchon ähnliche Stelle
ver=
fehen hat, zum 1. April geſucht. Nur
ſchriftliche Angebote an Frau Stemmer
jun., Hindenburgſtraße 25.
Verkäuferin
geſucht, w. mit gut Erfolg Privatkundſchaft
beſucht hat, u. Untervertreter anwerb. und
leiten kann, aus der Korſettbranche und
verwandte Artikel, verheir., m. eig. guter
Wohnung, arbeitsfreudig, zuverläſſig, als
Bezirksvertreterin.
Geboten wird: Hohes Einkommen, Dauer=!
ſtellung. Ausführl. Angebote mit Bild an
„Warnna”, W. Haferkamp, Köln 1, Schließfach 7ſ
Lehr=
mädchen
nicht mehr
ſchul=
pflichtig, ſofort
geſucht.
Geiger & Günther
Nachf. (4191
Ludwigſtr. 17.
2
12,
*
2
F
Haur=
Rnt
Hauz
Gut*
for e4
15.
und 9
erdesV
jr3
Bi/4
in
bei
Mikarbeiter
Damen und Herren
z. Vertrieb von
frei=
verkäufl. Radinm=
Heilmittel geſ. Gefl.
Angebote unt. I. 135
a. d. Geſchäftsä.
Spof Shler und Titnen,
Telizei=Sporkverein-Mainz 05.
zurk um die Bezirksmeiſterſchaft findet heute nachmittag
E portplatz des Polizeiſportvereins ſtatt. Ueber die
Spiel=
e Elf, die in ihrer alten Aufſtellung
Keller
Walter
Brack
Crto
Schmidt
Laumanm
aauber
Jans
Schliffer Baumann
ᛋrnach einer ſo langem Spielpauſe nichts Abſchließendes
nwf wird, da die Polizei zur Meiſterſchaft mindeſtens ein
usholen muß, flott und fair werden. Dies einzige und
Herdbalbſpiel, das heute in Darmſtadt ſtattfindet, wird
Mtößte Intereſſe der Darmſtädter Handballgemeinde
er=
i4—ne Platz und die geräumige, überdechte Tribüne dürften
90 Vorausfetzungen für ein gefälliges Spiel bieten.
A den Handball=Pokal der 2.5.5.
ſtuglich am 10. Februar vorgeſehenen
Zwiſchenrunden=
di=wedballpokal der D. S.B. ſollen nunmehr am 17. März
en. In Berlin treffen die Mannſchaſten aus
Süd=
up Berlin zuſammen. Darmſtadt iſt der Schauplatz
u Süd= und Mitteldeutſchland. Mitteldeuſchland
efmmpf folgende Spieler nominiert: Bär=Dresden,
Mord=
de Rentſch=Leipzig; Donath=Halle, Fiedler=Leipzig,
Hup=
tal;wik=Leipzig; Hering=Werdau, Männel=Freital,
Böhme=
dgrotze Nach undr=Dresden. Süddeutſchland: Bender=
Schvan=
tentwr iumſtadt, Einwächter=Mainz; Gebhardt=Fürth.
Schmidt=
elbitänd 9.//94t, 2 ünpp=Stuttgart; Fiedler=Darmſtadt, Werner=Darmſtadt,
t Dietz=Worms und Hennemann=Darmſtadt.
veisl. Ve
N. 1000 u. meit
arbeitsfrau /!
Sulsimninen.
deudleAizeibeamke ein Reikungsſchwimmer.
dict Seviſe werden ſchon die Polizeianwärter auf der
Lan=
eiſch=uie Schwimmen ausgebildet. In ſtillev, geduldiger
Ar=
mt 16dir zeitige Sportoffizier der Schule, Pol.=Oberlt. Bayer,
en „hrk äften, u. a. Oberwachtm. Schrauder, die meiſtens vom
amnen Nichtſchwimmer unter den Anwärtern in die Geheim=
Sihnnnkunſt ein. Als im Juni 1928 im Woog begonnen
ſtonnatz von 62 Anwärtern gerade 9 ſchwimmen. Als am Sams=
9. Mr; 1929, unter Aſſiſtenz des Vertrauensmanns der
Deut=
benswaygsgeſellſchaft, des Herrn Fiſcher vom Städt. Schwimm=
Pu in) zum Grundſchein des Lebensrettungsabzeichens
abge=
wam Haben von den auf 59 angewachſenem Freiſchwimmern
6 d75grüfung beſtanden, trotzdem im Winter nur monatlich
hwirtnunnden zur Verfügung waren. Es iſt für die
Schwimm=
in girt Beichen, wenm ſo viele die Bedingungen, die im
Kleider=
wülul hen, 74M eter, Ausziehen der Kleidung im Waſſey, im Strecken=
8 Pe—), im zweimaligen Tieftauchen und Heraufholen eines
ſchwen Begenſtandes, im Ausführen von Rettungs= und
Be=
grif uf-d in Wiederbelebungsverſuchen beſtehen, erfüllten. Die
elebraterſuche erfolgen nach dew modernen Syſtemen von
und älteſter. Es iſt aber auch ein gutes Zeichen für die
Be=
hider ſich die Polizeianwärter ſchwimmſportlich betätigen
md aum bafür, daß ſich auch auf dieſem Sportzweig die geſunden
ervguntvickeln laſſen. Ein ſo guter Erfolg wirkt aneifernd.
mdf körperliche Ausbildung des Polizeibeamten und be=
Fum Dienſte am Volke.
nSAnelt uA liener ſchlägt Daniels nach Punkken.
2re Boxkämpfe im Berlimer Sportpalaſt.
Hrrilae fr Eit und ein intereſſantes Programm bringen auch bei Box=
Flm immer noch — oder vielmehr auch wieder — ein
U
SA ſer Sportpaltſt war am Freitagabend diesmal trotz hoher
Beilsverkauft. Mit beſonderer Spannung ſah man dem
„ſes in Berlin ſehr populären Franz Diener
ent=
m ein Jahr nicht mehr geboxt hatte. Diener zeigte ſich
Eſſert. Beſonders gefiel ſeine famoſe Linksauslage. In
uren Zehnrundenkampf gelang es ihm, den Engländer, der
Etl als ein Verteidigungskünſtler erſten Ranges erwies
lie ſe=Blöße gab, ſicher nach Punkten zu ſchlagen. Diener
chid), Daniels 168 Pfund in den Ring. Die erſte Runde
Whyfie mit größter Vorſicht ans Werk gehen. Auch in der
/ Rusn /ab es noch keine ſtärkere Bewegung. Beide Runden
9ehn. Von der dritten Runde an= griff der Deutſche ſtärker
e:9 ſchon jetzt zu leichten Vorteilen. Die vierte Runde war
u 0on, der fünſten ab aber gab Diener das Heft nicht mehr
Häm. Er griff unendwegt an und war beſonders in den
ver *4Umr ſtark überlegen. Klare Wirkung hatten ſeine Schläge
48 +Ndmn der Engländer wußte ihnen immer wieder die
Drmrkzu nehmen. Allerdings wurde auch Daniels ſeinem
Geg=
garz nt gefährlich. Diener hatte aus den Siegen des Englän=
Der /ähe ing, Breitenſträter und Domgörgen gelernt und
be=
rN Sie Rechte des Gegners aufmerkſam. Der zum Schluß
ndete Punktſieg Dieners, fand ſehr ſtarken Beifall. —
*Ein und Zinndorf=Wiesbaden beſorgten die
Einlei=
ur und wirkungsvoller boxende Kölner erſtritt ſich über
e2 mn beifällig aufgenommenen Punktſieg. Sehr intereſſant
ſchrgewichtstreffen zwiſchen Jakob Domgörgen=Köln
tuger Young Spears, der von ſeinen in Deutſchland
** enen Kämpfen noch nicht einen einzigen verloren hat.
2 in äußerſt ſchnellen, techniſch auf hoher Stufe ſtehenden
DDAEeide Boxer wechſelnd im Vorteil waren. Das zum
Mets Unentſchieden fand allgemeine Zuſtimmung. — Der
ae 9 9e Joe Ralph konnte ſich im Kampf gegen den
öſter=
newichtsmeiſter Poldi Steinbach nur dank ſeiner
egiher die Diſtanz bringen. Steinbach gewann hoch nach
ganz famoſe Leiſtung zeigte Federgewichtsmeiſter Paul
mff mit dem früheren engliſchen Meiſter Jonny
Cur=
beitete ſeinen Gegner mit Schlagſerien, hatte auch im
Arte Momente und blieb ſchließlich ſehr ſicherer Punkt=
Tiſch=Tennis.
* mnd Eisklub tritt zu dem heute abend um 7 Uhr in
hlle ſtattfindenden Klubwettkampf gegem V.S.D. 1846
Nannſchaft an: Kleinlogel, Eſche, Samesreuther, Beeck,
Fer. Freſemius, Heß, Glückert, Schmidt.
e München 60 — Teplitzer FK. — für den 7. April an=
n DFB. nicht genehmigt worden.
wenſpiel Union Niederrad — V.f.R. Monnheim am 10.
Oa der Niederräder Platz unbeſpielbar iſt.
der Sporkverein, die Quelle der Freude für den
Beruſ.
Ein Wort an die ſchulentlaſſene Jugend.
Kameraden! Offen gefragt: Hat nicht gerade die Friſcheſten und
Geſündeſten von Euch der Sport während Eurer Schulzeit am meiſten
be=
geiſtert? War es nichr herrlich, zu laufen, zu ſpringen und zu werfen,
Fußball, Handball, Schlagball oder Fauſtball zu ſpielen?
Eine ehrliche Antwort: Der Sport machte Euch müde und doch
friſeh. Durch ihn ſeid Ihr das geworden, was man einen „ganzen Ker!”
nennt.
Nun kommt Ihr in den Beruf.
Die freien Schulnachmittage fallen weg, kein Menſch zwingt Euch
mehr zu Sport und Spiel.
Darum mußt Ihr ſelbſt für Euch ſorgen!
Nüöt den Abend nach der Arbeit, wützt das Wochenende zu wörklicher
Erholung durch Sport und Spiel!
Der Sport macht Euch nicht nur geſund, er löſt noch ganz andere
Kräfte aus, von denen Ihr nuch wemig wwißt.
Sport mocht Euch willensſtark, Ihr gewinnt mehr Energie für die
Erfüllung Eurer Verufspflichten.
Sport bildet und vermehrt Geiſtesgeenwart, die Eigenſchaft aller
Männer, die elwas geworden ſind, und die Ihr täglich bewundert.
Mit dieler Wiſſenſchaftlihkeit beweiſen es Euch heute die Aerzte,
was Ihr am eigenen Körper längſt erfühlt habt.
Auch froh macht der Sport, er entſpannt und erfriſcht und führt
Euch über einen geſunden Schlaf zu neue: Lebensfrende und
Leiſtungs=
fähigkeit.
Es gibt heute wohl keinen Beruf, der nicht irgendwie Eure
Geſund=
heit bedroht. Hier kann nur der Sport ausgleichen und abhelfen. Er
lenkt Euch ab von Aerger und Verdruß, von allen Sorgen und erfriſcht
Leib und Soele.
Euer Beruf läßt Euch nur wenig Zeit, darum nützt ſie richtig!
Tretet einem Sportverein bei, denn dort findet Ihr gepflegte Plätze und
geheizte Uebungsräume. Dort findet Ihr Sportkameraden und Lehrer,
die gerne einen Teil ihrer Zeit für Euch opfern, um Euch anzuleiten.
Auch gleichaltrige Kameraden trefft Ihr dort, mit denen Ihr ſpielen
und üben könnt und unter denen Ihr auch ſicher Freunde fürs Leben
findet.
In jedem guten Sporwverein findet Ihr Gelegenheit zu geſelligem
Zuſammenſein, zu guter Lektüre und zu Anregungen aller Art.
Der Beitrag iſt gering, und was Ihr dafür erhaltet, iſt ſo viel.
Bringt Eure Angehörigen mit, Eure Eltern und Geſchwiſter, denn
heute ſind die Pforten zum Sport für jedes Lebensalter geöffnet.
Wozu wir Euch raten, iſt nur eines: Verſäumt nicht dieſen Verſuch,
denn nenn Ihr den Berſuch erſt gemahr habt, und ſeit Mitglied bei
einem Sportverein des Deutſchen Fußballbundes und der Deutſchen
Sportbehörde für Leihtathletik geworden, werdet Ihr raſch Euch ſelbſt
ein Urteil bilden können und finden:
Wir haben Euch gut geraten.
Das Kreuznacher Oſter=Hockey=Turnier.
Nennungsergebnis.
Das traditionelle Nahetal=Hockey=Turnier, das an den Oſtertagen
vom 29. März bis 1. April zum ſiebentenmrale vom Kreuznacher Hockey=
Club 1913 durchgeführt wird, verſpricht ein großes ſportliches Ereignis
zu werden. Beſte Klaſſenmannſchaften aus Süd= und Weſtdeutſchland
werden, wie alljährlich, draußen in der zu neuem Leben erwachenden
Natur, im herrlichen Stadion Salinental, die Schläger kreuzen, und es
ſind intereſſante Kämpfe auf der ganzen Linie zu erwarten. Bereits
heute haben ſich 24 Herren= und 7 Damen=Mannſchaften gemeldet. E3
ſpielen in der Herrenklaſſe: SC. Burgund Berlin, Deutſcher SC.
Han=
nover, Chemnitzer BC. SC. M.=Gladbach, THC. M.=Gladbach, TV.
Eintracht Dortmund, Limburger HC., VfR. MMannheim, Mülheimer
HTC., Köln—Mülheim, SC. Saar 05. Saarbrücken, Rheydter SV.,
Schlvarz=Weiß Barmen, FC. Solingen, Turnerbund Bruchſal,
Aleman=
nia Worms, Dürener SC., Kölner SC. 99, Bornſſia Elfkirchen,
Main=
zer TV. 1817, Not=Weiß Frankfurt, Meidericher SV., SC. Wiesbaden,
Kreuznacher HC.; in der Damenklaſſe: SC. M.=Gladbach, Limburger
HC. SC. Wiesbaden, Kreuznocher HC., VfR. Mannheim, Kölner SC.
99, Mainzer TV. 1817.
Dr. Rothſchild verläßt den FSV. Eine der bekannteſtem
Vereins=
führerperſönlichkeiten, der frühere Vorſitzende und jetzige Ehrenvorſitzende
des Fußballſportvereins Frankfurt, Dr. David Rothſchild, iſt aus
ſei=
nem Verein ausgetreten. Dieſe, in außenſtehenden Kreiſen
außerordent=
lich überraſchende Tatſache, iſt auf vereinsinterne Vorgänge
zurückzu=
führen.
Der Städtekampf Berlin-Paris im Fußball gelangt in dieſem
Jahre als ſechſte Austragung am 12. Mai in Berlin zur Durchführung.
Der 28. April als Austragungstermin für das Fußball=Länderſpiel
Italiem—Deutſchland iſt jetzt vom DFB. offiziell den Italienern
vorge=
ſchlagen worden.
Die Weſtdeutſchen Endſpiele beginnen am 14. April. Die
Bezirks=
meiſter müſſen bis zum 2. April gemeldet werden.
Die Frankfurter Stadionbahnrennen ſind auf den 94. März verlegt
worden.
Als Vorbereitung zum Hockeh=Silberſchild tragen die
Verbands=
wannſchaften von Süd= und Weſtdeutſchland am 17. März in Düſſeldorf
in Uebungsſpiel aus.
Wiens neues Stadion wird von Architekt Schweizer=Nürnberg
her=
geſtellt werden, deſſen Nürnberger Entwurf mit der olympiſchen
Gold=
medaille ausgezeichnet wurde.
Die Billard=Meiſterſchaft der deutſchen 2. Klaſſe wurde in Frankfurt
g. M. von Dr. L. N. Meher=Hamburg mit drei Siegen gewonnen.
75 000 Schüler ſpielem nach einer Statiſtik jeden Samstag in
Eng=
land Fußball innerhalb eines eigenen engliſchen Schul=Fußballverbandes.
Teddy Sandwing kämpft am 21. März in London gegem den
italie=
niſchen Schwergewichtsmeiſter Panfilo.
32. Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlokkerie.
25. Tag der 5. Klaſſe. In der Vormittags=Biehung vom
8. März fielen: 4 Gewinne zu 10000 RM auf Nr. 65 791, 185 569;
4 Gewinne zu 5000 RM. auf Nr. 146 877, 353 112; 6 Gewinne zu
3000 RM. auf Nr. 308 224, 384 631, 396 179; 16 Gewinne zu 2000 RM.
auf Nr. 1045, 107 717, 209 786 B63B, 315 909, 336 761, 339 661,
344 860; 30 Gewinne zu 1000 RM. auf Nr. 2328, 43 120, 113 080,
138 452, 186 375, 22 526, 213001, 273848, B385, 325 172, 326 621,
334 637, 354 479, 360 754, 380831; ferner wurden gezogen: 80
Ge=
winne zu 500 RM. und 252 Gewinne zu 300 MMM. — In der
Nach=
mittags=Ziehung fielen: 2 Gewinne zu 25000 RMM. auf Nr.
354 588; 4 Gewinne zu 5000 RM. auf Nr. 32226, N5 420; 8 Ge
winne zu 3000 RM. auf Nr. 117829, 157 205, 190 501, 246 982;
14 Gewinne zu 2000 RM. auf Nr. 18 371, 155 732, 170 599, 178 281,
188 165, 241 795, 325 613; 30 Gewinne zu 1000 MM. auf Nr. 4298,
8290, 29 491, 102151, 122 940, 162475, 168 682, 2N 982, 210 812,
217 999, 224 160, 298 057, 356 079, 359 208, B6 713; ferner wurden
gezogen: 82 Gewinne zu 500 RM. und 214 Gewinne zu 300 NM. —
Im Gewinnrad verblieben: 3 Prämien zu 500 000 RM.,
2 Gewinne zu 50 000 RM., 12 Gewinne zu 10000 RM., 22 Gewinne
zu 5000 RM., 44 Gewinne zu 3000 RMM., 102 Gewinne zu 2000 RM.,
250 Gewinne zu 1000 RM., 626 Gewinne zu 500 MM., 1612 Gewinne
zu 300 RM. — Ohne Gewähr.
Nicht ſelten Eam man die Beobachtung machen, daß auf
verſchie=
denen Aeckern die Kleewüchſigkeit eine ſehr ſchlechte iſt, ſo daß
ſich der Kleebau nicht immer als lohnend erweiſt. Dieſe „
Kleemüdig=
keit” iſt zweifellos eine typiſche Kalimangelerſcheinung, denn der Klee
iſt — wie alle Futterpflanzen — ein ſtarbenr „Kalizehrer” und ſtellt
in=
folgedeſſen die höchſten Anſprüche an den wichtigen Pflanzennährſtoff
Kali. Aus dieſem Grunde iſt der Kleemüdigkeit durch Verabreichung
ſtarker Kaligaben (2—2½ Zentner 40er Kalidüngeſalz je Morgen)
wirk=
ſam zu begegnen.
Auf der beborſtehenden Nutzkraftwagen=Ausſtellung im Kopenhagen
wird auch die Firma Büſſing ihre bekannten Laſtwagen= und
Omnibus=Fahrgeſtelle zur Schau bringen. Die Beteiligung
der Firma Büſſing an den vorangegangenen großen Automobil=
Aus=
ſtellungen des Auslandes hat erfahrungsgemäß ſtets das Intereſſe der
internationalen Fachwelt in hohem Maße erweckt, ſo daß der
Ausſtel=
lungsſtand der Firma Büſſing auch in Kopenhagen eine hervorragende
Vertretung für Deutſchland ſein und von dem Hochſtande der deutſchen
Nutzkraftwagen=Induſtrie Zeugnis ablegen wird.
Millionen Zentner Ruß und Staub verlaſſen täglich
die Schornſteine, um ſich überall einzuniſten und Bakterienbrutſtätten
zu werden. Staub und Schmutz aber ſind Feinde des Menſchen, Ihnen
gilt ein ewiger Kampf, der gerade jetzt wieder in den Hausputztagen
ganz beſondere Formen annimmt. Energiſch rüickt wan allem zu Leibe.
Zu den guten Geiſtern des Hausputzes gehört vor allem das wegen
ſoiner großen Reinigungs= und Desinfektionskraft ſo ſehr geſchätzte
Perſil, das ſelbſt die gefährlichſten Keime raſch und ſicher
unſchäd=
lich macht und im Verein mit Henko und Ata für wenig Geld
be=
hagliche Friſche ins Heim bringt. Wo Sauberkeit herrſcht, da wohnt
ſich’s geſund!
Ein Reiſekalender für 1929 reich illuſtriert, enthaltend
Reiſewege und ſonſtige Angaben für 184 Geſellſchaftsfahrten nach allen
bedeutenden Reiſegebieten, iſt vor kurzem erſchienen, neben ſechs
eben=
falls illuſtrierten und mit farbigen Landkarten verſehenem
Reiſekata=
logen: 1. „Deutſchland und Nordeuropa” (Skandinavien, England,
Holland und Belgien), 2.: „Alpen und Donauländer” (Oeſterreich,
Schweiz, Oberbahern, Krain), 3. „Adria” (italieniſche und dalmatiniſche
Küſtengebiete, Bosnien, Herzegowina), 4. „Italien und Sizilien”,
5. „Orient und Mittelmeer”, 6. „Spanien und Frankreich‟. Dieſe
hübſch ausgeſtalteten Schriften werden an die Leſer unſeres Blattes
koſtenlos verabreicht von Siemer u. Co., Verkehrsgeſellſchaft m.
b. H., in München. Herzog=Wilhelm=Straße 33, oder auch von der
örtlichen Vertvetung in Darmſtadt bei Lotterieeinnahme L. F.
Ohnacker, bei Bankgeſchäft Friedrich Zaun, Luiſenplatz 1.
— Buchführung Am Montag, den 18. März, abends 7.30 Uhr,
beginnen bei Hans Schlöſſer, Schwanenſtraße 30 I., neue Kurſe
in Buchführung unter Leitung eines Diplom=Kaufmanns.
Gründ=
liche Ausbildung zum bilanzſicheren Buchhalter. Niedriges Honorar,
Anmeldung rechtzeitig erbeten. (Siehe Anzeige.)
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Sonntag, 10. Mirz. 8.30: Kaſſel: Morgenfeier der Evangel.
Chriſtusgemeinde Kaſſel=Wilhelmshöhe. Mitw.: Der Poſaunenchor
und der Kirchenchor der Chriſtusgemeinde, Orgel: Studienrat Möller,
Barikon: Friedr. Schröder, Anſpr.: Studiendirektor Dr. Heußner,
O 11: Jugendbewegung: Bezirksjugenpfleger Grebenſtein: Wo ſchließe
ich mich an? 11.30: Elternſtunde: Dr. Majer=Leonhard: Nicht
für die Schule, ſondern für das Leben! o 12: Dr. Weil und
Dr. Laven: Wie ein moderner Lebensmittel=Filial=Betrieb ſeine
Ver=
kaufskräfte ſchult. o 13: Landwirtſchaftskammer Wiesbaden: Iſt
die Beizung des Saatgutes zur Frühjahrsbeſtellung angebracht?
— Die Beſeiligung der Witterungsſchäden in den
Wintergetreide=
beſtänden. — Die Bekämpfung der Obſtbaumſchädlinge im Winter.
O 13.10: Bruckner=Zyklus. Siebte Sinfonie in E=dur. o 14.30:
Jugendſtunde: Aus Märchen. Hanna Lüngen: Aus 1001 Nacht:
Saids wunderbare Schickſale. O 15.30: Konzert des Funkorch.:
Ope=
retten. o 17: Stunde des Landes. O
Problem des Einheitsſtaates. O 19: Stunde des Rhein=Mainiſchen
Verbandes für Volksbildung. O 20.30: Konzert des Venezianiſchen
Streichquartetts. Ausf.: Luigi Enrico, Ferro (1. Violine), Vittorio
Fael (2. Violine), Oscar Crepax (Viola), Edoardo Guarnieri (
Violon=
cello). S Anſchl.: Kaſſel: „Das Idyll. Freudenberg: Idyll aus
Die Pfahlbauer”. — Aus den Werken Salomon Geßner’s. —
Niemann: Schleswig=Holſtein’ſche Idyllen. — Idyllen der Klaſſiſchen
Zeit. — Dowell: Amerikaniſche Waldidyllen. — Idyllen der
roman=
tiſchen Zeit. — Bodart: Flämiſche Idyllen für Klavier. — Idyllen
der neueſten Zeit. Mitw.: Funkorch., Eugen Bodart (Flügel).
Sprecherin: Kriemhilde Kunz. O. Darauf: Tanzmuſik der Kapelle
Pinkus=Langer.
Stuttgart.
Sonntag, 10. März. 11: Jugendweihe des Bundes Sozialiſtiſcher
Freidenker, Stuttgart. O 11.30: Kammermuſik. Ausf.: Prof.
Dreis=
bach (Klar.), C. Heß (Bratſche), L. Schuyer (Cello) W. Hahn
(Klavier) Mozart: Trio für Klarinette, Bratſche und Klavier. —
Beethoven: Andante favori in F=dur für Klavier; Trio für
Klari=
nette. O 12.30: Schallplatten. O 14: Märchenſtunde: Alice Fliegel:
Erinnerungen eines Wickelkindes. o 15: E. Descowich: Stapellauf.
O 15.30: Im Volkston. Mitw.: Helene Lachmanski=Schaul, Ernſt
Durs (Geſang), Funkorch., Artur Haagen (Flügel). O 18.15:
Mann=
heim: Margot Amdurski=Schubert: Joſeph Pilſudski. o 18.45:
Dichterſtunde: Lina Ritter. O 20: „Aeltere Tänze‟. Funkorch.
Einlagen: Deutſch=ruſſiſches Balalaika=Orch. Fauſt: Der Fackelzug,
Polonaiſe. — Strauß: Brennende Liebe, Mazurka. — Waldteufel:
Ganz allerliebſt, Walzer. —. Jeſſel: Die Parade der Zinnſoldaten,
Rheinländer. — Drei Ruſſiſche Tanzlieder. — Strauß:
Künſtler=
grüße, Polka. — Ziehrer: Wiener Bürger, Walzer. — Strauß:
Frauenherz, Mazurka. — Fauſt: Quadrille a la cour. — Vier
ukrainiſche Volkslieder. — Fahrbach: Im Kahlenbergerdöfl, Polka,
— Hall: Die Hochzeit der Winde, Walzer. — Lüdecke: Jung gefreit,
Rheinländer. — Schlichting: Stettiner Kreuzpolka. O 21.30: „Die
Trutzige”, Bauernkomödie mit Geſang in 3 Akten von Ludwig
Anzengruber. Perſ; Bernhard VSgel, Wirt zur Goldenen Geis;
Johanna deſſen Tochter; Martin Wegmacher; Liſl Hübner; Der
Lipp; Melchior Spielmann, Forſtbeamter; Katharina Zeidlerin, Liſels
Muhme, Anton Kehlmeier; Hielmer Tomerl; Alleutner=Ferdl;
Ra=
ſauner=Poldl; Hielmer=Noudl; Zehentgruber=Mali; Großhaffinger=
Urſei: Der Heger; Bauern; Bäuerinnen; Burſchen und Dirndl;
Spiel=
leute. Ort: Ein Dorf im Gebirge. O Anſchl.: Berlin: Tanzmuſik.
Wetkerbericht.
In ſaſt ganz Deutſchland lagen heute morgen die Temperaturen
über Null. Sie erreichten in der Maingegend bereits 5 Grad und in
unſerem Bezirk durchweg über 3 Grad. Nur Königsberg und
Friedrichs=
hafen meldeten noch leichten Froſt. Da eine weſentliche Aenderung der
Druchverteilung nicht ſtattgefunden hat, ſo iſt für umſer Gebiet mit
Fort=
dauer der herrſchenden Wetterlage zu rechnen.
Ausſichten für Sonntag, den 10. März: Wolkig mit Aufheiterung, trocken,
Temperaturen nachts um Null, tagsüber mild.
Ausſichten für Montag, den 11. März: Wenig Aenderug der Wetterlage.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Maupe
Veranwortlich für Pollilk und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feullleton, Reich und
lusland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Cugen Buhimann;
ur den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdlenſt: Andrea” Bauer; für
„Die Gegenwart‟: Dr. Herbert Nette; für den Inſeratenteil: Willp Kuble; Druck
und Verlag: L. C. Wittich — ſämtlich in Darmſtadt
Jür unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nict übernemmen.
Die heutige
30 Seiten.
Verkauf durch: 1. Donges & Wlest, Darmsladt, Grafenstraße 43.
11.862
[ ← ][ ][ → ] entMt Bet.ich
mit leichter
Auffaſ=
tätig geweſen, ſucht
ſung, erfahren in
Stenographie und
Maſchinenſchreiben
ſucht zu Oſt. Stelle
als Anfängerin
auf Büro oder
der=
gleichen. Angeb. u.
L. 202 Geſchſt.
Angehende
Verkäuferin,
in Metzgerei tätig
ge=
weſen, lucht paſſende
Beſchäftigung, evtl.
Lebensmittelbranche.
Angebote unt. L. 179
a. d. Geſchäftsſt.
Junges Mädchen.
18 Jahre, aus gut.
Famil., ſucht
Koch=
lehrſtelle. Ang. m.
Beding. unt. L. 214
a. d. Geſchſt.4.
Suche für meine
Tochter, welche das
9. u. 10. Schuljahr
beſuchte, Stelle als
Lehrmädchen,
ev. Anfängerin auf
Büro. Dieſelbe beſ.
Kenntn. in
Steno=
graph.,
Maſchinen=
ſchr., Engl. u. Frz.
Ang. u. L. 204. (*
Im Haushalt
tücht Mädchen (24
J.) ſucht tagsüber
Beſchaft. b. abends.
Ang. u. L. 199. (*
Jung, geb. Fräul, Küche, Speiſekam.,
19 J., ſucht Stelle /2 Kamm. u. ſonſtig.
als Verkäuferin gl. Zubehor,
Friedens=
welch. Art. Ang. u. miete 540.— 10.
L. 146 Geſchſt.
Jung. intell. Fräul./ Geſucht wird:
form., ſucht ſich als nung in ruh. Lage.
Empfangsfräulein
zu betätigen. Ang. / Wohn.=Tauſchbüro
u. L. 147 Geſchſt. (* Darmſtadt Eliſa=
Fräulein vom Lande, bethenſtr. 34. (4201
i. d. Wer J., frdl.
u
Weſen, a. gut. Fam.,
firm in allen Haus= /Sonnige 3=Zimm., ſucht Stel=/Part.=Wohnung m.
lung als Haustochter, Küche, ſüdöſtl. Lage
wo ſchon ein Mädch, kann freigem,
wer=
vorhanden iſt. Auf den. Ruhig. Haus.
gute Behandlg. und Anfragen u. L. 220
Familienanſchluß m. a. d. Geſchſt.
etw. Taſcheng, wird
Wert gelegt. Angeb.
unt. I. 131 Gicht. 4 3Zimmerwohn.
Junge Frau nimmt
noch Kunden zum
Putz. u. Waſch. an
Ang. u. L.165 Gſt. (*
Aelteres Fräulein
ſucht Stellung in
frauenloſ. Haushalt,
geht auch aufs Land
Angebote unt. L. 182
a. d. Geſchäftsſt. (*
Wir ſuchen für die
Haushälkerin
unſeres verſtorbenen
Vaters Stellung in
frauenloſem Haushalt
oder alleinſtehender
Dame. Angebote unt.
I. 178 Geſchſt.
Häsſenf
beſt. empf., 10 J. in
letzt. Stelle, ſehr
er=
fahr. i. Koch., Back.
Einmach. u.
Haus=
arbeit, ſucht bald.
ruh. Stelle zu 1—2
Perſ. od. alt. Herrn
Angeb. unt. L. 152
a. d. Geſchſt.
Gutempf, ehrl. Frau
hat noch einige St.
frei, geht auch
Wa=
ſchen. Angeb. unter
L. 168 Geſchſt.
Braves, fleiß.
Mäd=
chen mit gut.
Zeug=
niſſen ſucht Stelle
in klein. Haushalt
Angeb. unt. L. 173
a. d. Geſchäftsſt. (*
Fräulein, 18 J., 1
J. in Photobranche
(Verk.) tätig, mit
Kenntniſſ. in Sten.
u. Schreibmaſchine,
ſucht paſſ. Stellung,
evtl. auf Büro.
Angebote mit Ge
halt unt. L. 102 an
d. Geſchäftsſtelle. (
Suche für meine
Tochter mit
Ober=
ſekundareife u.
ab=
geſchloſſen, höherer
Handelsſchule
Anfangsftellg.
auf Büro.
Gefl. Ang. u. L. 231
a. d. Geſchſt. (4192
Stellung als
Ent=
wurfs= od.
Reklame=
zeichner ab 15 dieſ.
Monats. Zuſchr. u
L. 52 Geſchſt. (3900b
Wohn.-Tauſch!
Wir bieten in der
Frankfurterſtr. ſch.
gr. 5=Zim.=Wohng.
mit all. Zubeh. u.
ſuchen ger. 3—4=Z.=
Wohnung im Joh.=
Viert. od. nächſter
Umg Näh. Wohn.=
Tauſch=
BüroDiefen=
bach. Pankratiusſtr.
Nr. 13. Bürozeit
nachm. 2½—6 Uhr.
Wer zieht nach
Berlin?
Geboten wird in
Berlin moderne 5=
Zim.=Wohnung m.
ſamtl. Zubehör in
guter Lage.
Geſucht wird gleiche
Wohnung. ev. auch
4 Zim. mit Küche,
Bad u. Zubehör.
Angeb. u. L. 233
r. d. Geſchſt. (4200
Geboten wird:
Mühlſtraße (Kap.=
Platz) 3. Zimmer,
mit gut. Umgangs=/4—5 Zimmer=Woh=
Alter’s
Schrne
3. Stock mit Ba kon!
und allem Zubehör
gegen gleiche m. Bad
im Part. vd. 1. Stock
in Nähe Pauluskirche
zu tauſchen gefucht.
Evtl. kann gute 23
Wohnung im 1. Stock
gebot, werden. Ang.
unter K 226 an die
Geſchäftsſt. (3:90b
Beſchlagnahmefveie
2 Zimmer=Wohnung,
ſchöne Küche u.
Bal=
kon, möbliert, ſehr
preiswert in Groß=
Zimmern zu vermiet.
Anfragen unt. L. 198
a. d. Geſchſt. (4138
2 Zim. Wohn.
mit K., Zentralh.,
ſehr hell. ger.
Man=
ſarde, in neuem H.
im Z. per 1 4. zu
vermieten. Ang. u möbl. Z. mit el. L
L. 218 Geſchſt.
Werbe-Veranstaltung
hat das verehrte Publikum
außerordentlich befriedigt.
Wan war allgernein sehr
Uborrascht, uber Unsere
Piesengroße Auswahl
unerhört Billigen Preise
sowie aufmerksame,
sach-
gemäße Bedienung.
Wir kommnen deshalb den
vielfachen Wünschen
unso-
rer Wert. Kundschaft nach
und verlängern Unsere
Werbe-Heranstaltuns
bis Samstag, den 16. März.
Sie erhalten also bis auf
Weiteres auf särtl. Waren
aUsgenommen ein ige
Netto-Artikel
100o Rapatt —
TainTag
in vorzüglicher Ausſtattung vom)
Erſtklaſſ. Markenr 7.4
Dürkopp & Ton
in großer Auswahl, äuß 6/
Günſtige Zahlungsrm)/
Fahrradhaus L. 9d
Hölgesſtraße 1—3
Auf Wunsch stellen wir alle
gekaufte Ware bis Ostern
zurück.
Bonutzen Sie also diese
außerordentliche
Spar-
gelegenheit zu hhren Oster-
Einkäufen.
Frübjaß
Meuheitt
Oifenbacher- und
Lederwares
Reizende Konfirm. 0/6
Koffer aller A4
Alleinverkauf der weſi.
Lohmann-W
Größtes Koffer4
Schul-Torn)
Schüler-Maß
Musik-Map
Akten-Map
Billigste Preise. Fachm.
nicht genügt,
Uſtgen, daß dieſes
Koffer-H
Ecke Sckuchard- und L12,
Filiale Ellsabethenstraald
Meine erſtk aſſig
Maßſchnei
4150
MM MOoelIIIIOT
bietet Ihnen in Paßform ſowä P
Hervorragendt=
Zufriedenh it und billi Pe
Kommen Sie bitte nur rechts.”
Reichhaltiges Stoflig
Aug. Eſenbaſt
Seſchafisrauine
gegr. 1895
Eichbergſtraße 2, I.
ſofort zu verm.
beſtehend aus: 2 Büros, 5:3,10 und
3: 3,80 qm, 2 Lagerräumen, 3:6 und
6:9,50 qm, Speicher, 12:6, Keller,
5,50:18 qm, mit oder ohne Garage,
ſofort event, ſpäter zu verm. Näh Alfred
Hammer, Eliſabethenſtr. 48 (3244
Einer, od. zwei
be=
rufstät. Damen, od.
einer im Privatleb.
ſteh. einz. beſſ. Dame
kann in gut Hauſe
u. ſchönſt. ruh. Lage
gut möbl. Wohn= u.
Schlafz. m. el. L. u.
Tel (auf Wunſch
auch volle,
gutePen=
ſion) geboten
wer=
den. Anfr. u. L. 83
a. d. Geſchäftsſt. (
Freie Wohnung.
In meinem modernen Landhausneubau ſind lichthelle
große Wohnräume (3= reſp. 4=Zimmerwohnungen) mit ſtädt.
Komfort, wie Zentralheizung, fließend kalt, und warm.
Waſſer, elekt, Licht, Veranda und Sonnenbadbalkon,
Bade=
zimmer und Gartenbad, mod. Toiletten etc, per Frühjahr
zu vermieten.
Verkehrsverbindung; Bahnſtation Kleinumſtadt: 1 Klm.,
Autoſtraße Frankfurt=Eberbach=Heidelberg,
herrlicheGebirgs=
landſchaft mit Waldungen (unmittelbar am Dorf), höhere
Schulen (b. z. Abitur), Bahnfahrt 5 Minuten.
Anfragen beim Beiſitzer: Hans Wörner, Kaufmann
in Kleeſtadt (Odenwald). Bahnſtation Kleinumſtadt,
(4203
Fernruf 97, Amt Gr. Umſtadt.
Lassen Sie sich raten
(4166
und fachmännisch beraten.
Transporte all/4
Uiu
ach jeder Richtung durch Scheell 2i M an
bis 200 Ztr. überainwk Mit un der Rol=
Am
Lastauto-Betrieb 80 7/0 re
aT. düchren k
ſchwanenſtr. 15
Wddkeit der kauff
Ren, p
Sonniges Wohn=
Se drsech
Das Spezial-Haus für handgearbeitete
Stores, Gardinen und Decken
betaßt sich ausschließlich mit der Herstellung
dieser Artikel. — Bekannt für billig, bekannt für gut.
Ausstellungs- und Verkaufsraum nur in der eigenen Fabrik
Marstallstraße 6, früher Hofstallstraße.
und Schlafzimmer, E
ganz oder teilweiſe
möbl., mit Badeein= Soſort
Nedt ſch
in zent.*.h4 / Med berſch
richt., Zentralheiz.,
ie Sift auf
Trock. H0
fließ. Waſſer u. el. raum, aö
Licht an berufstät
ſtatt vorr! 4
Herrn Heinrichſtr.
get. CTFnA.
Nr. 19, Erdgeſchoß,
ſofort zu vermieten Steinſtr 190
Näheres daſelbſt,
Obergeſchoß.
A
Bella Katzmann
Wenckſtr. 6, I.
gut möbl.
Wohn=
u. Schlafz., ſep. E.
mit Küchenben., ev. mit ele!
an kdl. Ehep. z.v. (* Waſchplo.
Bleichſtr. 35, I.
gut möbl. Zimmer
zu vermieten.
turkrug
KahlertſiEn
Beſſungerſtr. 68, II.
Muf möbl. Ziu.
zu vermieten. (*gim
Clemensſtraße 5, I.
gut möbliert.
Zim=
mer mit
Küchenbe=
nutzung abzugeb. (
Viktoriaſtraße 41
einfach möbl.
Man=
ſardenzimmer, z. v.*
Aelteres
Alleinmädchen
2. ſucht Stell in
klein. Haush. Ang
u. L. 216 Geſchſt. (
Tüchtige Schneiderin
wimmt noch Kunden
in und außer dem
Hauſe an. Anfr. bei
Schupp,
Schwanenſtr. 6 II.
Schneiderin
empf. ſich im
Neu=
anfertigen u.
Um=
arbeiten v.
Damen=
u. Kindergarderobe
Angeb. unt. K. 211
a. d. Geſchſt. (*mg
MTARLIcN
Kaſſier ſucht noch
Geſchäfte zum
mit=
kaſſieren. — Angeb
unter L. 161 an die
Geſchäftsſtelle.
Großer Laden
m. Wohnraum zu
ver=
miet. Näh.
Taunus=
ſtraße 39.
(*mfg
Laden mit 2
Zim=
mern, Küche und
Keller ab 1. Juni
zu verm. Ang. unt.
L. 194 Geſchſt
Vornehm möblierte
Zimmer
ſof. beziehb.
Hügel=
ſtr. 15 Lad. (2168a
Gr. Kaplaneigaſſe 2
Schlafſt. z. vm. (*idg
Schleiermacherſt. 18 I.
1 gut möbl. Zimmer
ſofort zu berm.
Frankfurterſtr. 90,AI
großes Schlafzimm.
mit 1 od. 2 Betten
nebſt Wohnzimmer
zu vermieten.
„Hertrauen trägt Zinsen!“
Unser ständlg wachsender Kundenkrels lst dafür ein Zeugnls.
Ob vollständlge Zimrnereinrichtungen oder Einzelrnobel, stets
findet man bei uns sollde, formschone Wodelle zu
erschwingllchen Prelsen.
Die Zahlungswelse ist der heutlgen Geldknapphelt angepaßt:
Geringe Anzahlung, beaueme Raten.
G. M.
AOSRAHB. H.
Mölgesstr. 5, Ecke Schüfzenstr.
(I.4144
Der praktiſche Ratgel
im Obſt= und Gartenbell
Relteſte
Kartenbau=Zeltſchrift deutſchlahls
Mit Beflage Geflügele u. Kleſnple.*
Wirtſchaft
Unentbehrlich für
Gartenbeſit
Probenummern und berzeichaldene
Kartenbau=Literatue vom beit
Trowitzſch & Sohn, Franefurtd‟"
Dibleklame im Dienſt der Unfallbekämpfung.
MDie „BiSung durch Wort, Schrift und Bild, das Be=
„en ußt Paufmanns, ſeine Waren bekannt und populär
Menachrs ik zu einer Wiſſenſchaft geworden. Man weiß
ſt, AA1s nicht genügt, Waren „anzupreiſen” und den
den wiſſ=gen, daß dieſes oder jenes Erzeugnis das beſte
Ledei der neEle ſei. Der Menſch von heute iſt kritiſch — er
au
ſiche cht ſo ohne weiteres belehren und überzeugen, der
nde i9in ſprödes Material — er will umworben ſein,
worbapan geſchickten Pſychologen, die wohl wiſſen, wie
A 9. was ihn anzupacken haben. Und ſo hat die neue
EViſſenſhft von der Neklame” längſt die Mittel und Wege
fundenguit deren Hilfe man eine ſuggeſtive Werbung mit
iſſort ulniB ild durchführen kann.
. Dieklävigkeit der kaufmänniſchen Veklame, mit „ſchla=
Nden Edern”, kurzen, prägnanten Cexten allerlei Wiſ=
Swenkund Ueberzeugendes in die Köpfe des Publikums
Nuhärzern, macht ſich ſeit einiger Seit auch die ſoziale
Eihorgay ihren verſchiedenen Abarten zunutze, wenn es
Nrum Tg, Oas Volk auf die zur Erhaltung ſeiner
Geſund=
vit notzmöigen Maßnahmen aufmerkſam zu machen. Man
R michnachgerade, daß langatmige behördliche Erläſſe
N Einzam ung der Anſteckungsgefahr bei Grippe=Epide=
Wen 01 Alangweilige „Auszüge aus Polizeiverordnungen”
Lexhung von Verkehrsunfällen niemals ihre Wirkung
Nz welle miemand lieſt und weil ſie — ſelbſt wenn ſie
ge=
ein m ſien — nicht die notwendige ſuggeſtive — über-
Regench— Wirkung ausüben. Der Durchſchnittsmenſch
A eNt Jelin eigenen Wohl oft ſo gleichgültig gegenüber wie
iem uegn Mittel zur Schuhpflege und man muß ihm die
2Wrnolest die zur Erhaltung ſeiner Geſundheit aufgeſtellt
Werdens ien ſo „einhämmern”, wie das der geſchickte Pro=
Deganda4t einer Konſervenfabrik tun würde. Er muß von
Er Aohendigkeit, Vorſicht zu üben, ebenſo gegen ſeinen
W MDlen2 1n eugt werden wie von der Unübertrefflichkeit der
2 Waßese e. . Hang Ae Me Hidtt Mer Hſd
Mie=
ansAkra tt die Neklame für die Unfallsverhütung!
EinMdeſcheidenen Anfang in dieſer Nichtung haben
iden niltie hren verſchiedene Straßenbahngeſelſchaften und
Ne Betzthrhn gemacht, als ſie im Innern der
Verkehrs=
inbdliesl Akate andrachten, deren Inhalt ſich oft in luſtiger
Mi Dorm 14de Unfalsverhitung bezog. Später iſt mon auf
e ien A bege erfolgreich weitergegangen. Die Berliner
Deoßeksihr z. B. hat unter Schultindern ein Preisaus=
Jarsibs lach einpräglamen Verſen erlaſſen und die oft recht
Mi geilieren warnenden Worte prangen jetzt in tupiſcher
Sicderetit in alen Wagen. Und jetzt haben ſich verſchie=
Sene Lchibationen und behördliche Stellen zulammengetan,
Din Mri Berdung für die Sicherheit großzügig auszuge=
Hanenl 2, eine ganze Woche lang in allen Städten und
DerieMerf Verktehrsmitteln, in Schulen und Betrieben
De Sistchnstrommel für die Unfalverhitung zu rühren. Das
Verdicke der „Reichs=Unfalverhütungs=Woche”. Von
Sindent Nakaten, durch Millionen Bilder und Schriften
Lit DrMe nich auf lein eigenes Wohlergehen aufmerkſam
Lenaerind belehrt werden, wie er ſich in allen Fällen
Sugen Gefehr zu verhalten hat. Ueberal lauert der Cod
uenili iuerstgerngnennennnesesnnnensenn
— auf der Straße — in den Bahnen — in den Betrieben
— ſogar im „ſicheren Heim” zwiſchen den vier Wänden.
Augen auf! Hallo — deine Sicherheit!
Unſere Bilder zeigen in verkleinerter und vereinfachter
Form, mit welchen Mitteln für die Unfallsverhütung
ge=
worben werden ſoll. Sie zeigen vor allem auch, wie oft
hinter der Maske der Harmloſigkeit ſchwere Gefahren
lauern und wollen aufklärend und werbend zugleich wirken.
Das Kind auf der Straße.
Von Elfriede Klein.
Die Straße iſt für das Kind — und zumal für das
Groß=
ſtadtkind — der Begriff der Freiheit, der Ungebundenheit.
Sie birgt eien unendlichen Schatz von ſehenswerten Dingen,
ſie iſt angefüllt von Erlebniſſen unerhörter Art, ſie iſt ein
Jeden Augenblick lauft ihr bei
ſo leichtſinnigem Verhallen
Todesgefahr.
Geſtreckten Arm langſam auf=
und abbewegen heißt: Largſam
unendliches Märchenreich, in das die Phantaſie des Kindes
eine kleinen Luſtſpiele und Cragödien dichtet. Sie iſt ihm
alles — nur nicht jenes gefahrdrohende Gebiet, nur nicht
das Schlachtfeld des Verkehrs, nur nicht das — was ſie
uns Erwachſenen vorſtellt.
Der tägliche Weg zur Schule — das iſt das wahrhaft
einzige Erlebnis des Kindes — das Spiel auf der Straße,
im waſſergefüllten Ninnſtein, zwiſchen Wagen und Autos
und haſtenden Menſchen, das ſcheint ihm das einzige Spiel
zu ſein, das das Leben lebenswert macht. Die gleiche
Sehn=
ſucht, die den Forſcher in unbekannte Lande zieht, regt im
Kinde die Sehnſucht nach der Straße. Swiſchen Schule und
Elternhaus, zwiſchen zwei Polen, die ihm Swang und
Unter=
ordnung unter höheren Willen bedeuten, iſt ihm die Straße
die Welt der Freiheit, in der es nach eigenem Ermeſſen
ſchalten und walten kann. Selbſt Kinder, die auf dem Lande
oder in kleinen Städten aufgewachſen ſind, glückliche Kinder,
denen daheim weite Gärten und Spielplätze zur Verfügung
ſtehen, werden glücklich, wenn ſie ſich einmal auf einer
Straße, einer richtigen ſtaubigen, ſchmutzigen Straße
tum-
meln können, und wer einmal ein „wohlbehütetes” und
unter ſtrenger Aufſicht einherſchreitendes Kind geſehen hat,
das mit ſehnſuchtsvollen Augen das Spiel der
Straßen=
jungen verfolgt, der mag erahnen, wie unendlich groß der
Reiz dieſer Straße ſein muß
Und nun kommen die Großen mit ihrem Verkehr”.
Die Straße dient dem Verkehr!” Ein unerbittlicher
Swang, ein mit tödlichen Strafen drohendes Geſetz, ein
furchtbarer Engel mit rächendem Schwert verbietet den
Kindern ihr Paradies. Und wir, die wir wiſſen, wie es
um die Seele des Kindes beſtellt iſt, müſſen ſelbſt zu
dräuen-
den Wächtern dieſes Paradieſes werden, müſſen uns in die
Lippen beißen und ſehnſuchtsvolle Blicke des Kindes
überſehen. Das Kind auf der Straße — — — nein, das iſt
nicht nur ein verkehrstechniſches Problem.
Aufklärung? Ich glaube nicht recht daran. Kinder
ken=
nen keine Furcht, ſie glauben nicht an Gefahren, ſie ſind von
einem heiligen Nechtsgefühl durchdrungen, ſie ſehen nicht
ein, warum der Chauffeur eines Autos, der ſeinen geraden
Weg fährt, plötzlich und aus unbekannten Gründen abbiegen
kann, gerade auf ſie zu — — —. Und Kinder ſind alle
kleine Sportsleute, es macht ihnen hölliſche Freude, gerade
noch über die Straße zu laufen, wenn die Erwachſenen ſchon
vorſichtig am Nande ſtehen bleiben. Und es ſcheint faſt, als
ob die Wirklichkeit ihnen recht geben würde — denn die
Unfälle von Kindern ſind eigentlich geringer als — man
an=
nehmen müßte, wenn man Großſtadtkinder im
Großſtadt=
verkehr geſehen hat.
Da ſauſen ſie auf ihren Nollern” Swei= und
Drei=
rädern mitten durch den Verkehr, da ſchlüpfen ſie wie kleine,
ſchlanke Wieſel mitten durch das Gewühl von Omnibuſſen
und Laſtwagen und raſenden Perſonenautos, da ſchießen ſie
im wilden Spiel urplötzlich aus einem Coreingang auf die
Fahrbahn, ohne nach links, ohne nach rechts zu ſehen, es
gibt furchtbare Augenblicke — ſetzt muß das Unglück
ge=
ſchehen — und da iſt der kleine Kerl längſt am jenſeitigen
Bürgerſteig und nur ein paar ſchimpfende Chauffeure und
ein paar zufällige Augenzeugen wußten, wie ſchrecklich dieſer
Augenblick geweſen iſt. Das Kind ſelbſt — — —? Das
Kind weiß es nicht.
Was ſollen wir tun? Aufklärung? Gewiß, Aufklärung
tut not, bei reiferen Schulkindern hat man mit Erfolg
Schulſtunden eingeſchoben, die den Verkehr auf der Straße
behandeln, den Kindern macht es auch Freude, Verkehr zu
ſpielen, man verſucht auch, die älteren Kinder anzuhalten,
die jüngeren auf dem Schulweg zu begleiten und ſie vor den
Gefahren des Verkehrs zu bewahren. Es iſt ſchon möglich,
den Kindern eine gewiſſe Verkehrsdilziplin einzuimpfen, ſie
werden dafür oftmals mehr Verſtändnis aufbringen als die
konſervativen „Erwachſenen”, aber auch die ſchönſte
Kin=
derdiſziplin wird immer äußere Cünche bleiben. Auch ſie iſt
ihm Spiel — und Kinder ſpielen nicht gern immer dasſelbe.
Das Kind iſt unberechenbar. Einmal — gerade im
gefahr-
drohendſten Moment wird es über die Stränge hauen, und
dann — und dann —
Nein: Aufklärung tut not, und man kann damit recht
viel erreichen — aber verlaſſen darf ſich auf die
Kindes=
vernunft niemand. Sogar die Erwachſenen unternehmen
immer noch Ozeanflüge, wider aller Vernunftgründe. Warum
ſoll ausgerechnet ein ſechsjähriger Knirps nicht über die
ver=
dotene Straße laufen, wenn es die „anderen” tun. Soll er in
den Nuf eines Feiglings kommen, nur weil das „vernünftig”
iſt? Mit ſolchen Argumenten kann man ihm nicht
beikom-
men. Er iſt ein ganzer Kerl. Er läuft über die Straße.
Sehnmal. Hundertmal. Bis einmal doch das Unglück
paſ=
ſiert. Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müſſen dieſes
Kinderparadies, Straße genannt, als böſe Wächter beyüten,
wir müſſen die Kinder unter einen Zwang ſtellen, auch wenn
es uns noch ſo wehe tut. Denn wir — und nur wir allein —
ſind für unſere Kinder verantwortlich.
Kinder gehören nicht auf die Straße. Schafft ihnen
Spielplätze, erſetzt ihnen das verbotene Paradies, gebt ihnen
die Möglichkeit zum Austollen und verbietet ihnen die
Straße mit der ganzen Gewalt eurer Autorität als Eltern
und Lehrer. Das iſt Unfallverhütung im beſten Sinne !
Ganz geſunder und ungeſtörter Schlaf verläuft vollſtändig
traumlos. Das heißt, der geſamte Organismus iſt in ſeiner
Leiſtung auf ein ſolches Mindeſtmaß herabgeſetzt, die
Durch=
blutung des Gehirns iſt ſo vermindert, daß ſelbſt das mbewußte,
nicht vom Willen gelenkte Denken, im Schlaf
Craum genannt, aufhört.
Leider ſind, namentlich Großſtädter, ſo ſehr von
Eindrücken aller Art überlaſtet und überſättigt,
daß das Gehirn auch im Schlafzuſtand nicht völlig
entſpannt iſt, vielmehr die im Wachzuſtand
er=
zeugte Ueberſpannung auch im Schlaf
un=
willkürlich geſpannt und alſo verkrampft bleibt.
Dadurch erfolgt ungewolltes und unbewußtes
Wei=
terarbeiten unſerer Denkmaſchine im Schlaf. Unſer
Geiſtiges iſt dann unbeaufſichtigt. Der Wille, die
Erfahrung, der Swang äußerer Bedingtheiten und
Bedingungen fällt fort, unſere ſogenannte „
Ver=
nunft” iſt alſo ausgeſchaltet. Dadurch erleben wir
im Schlaf die phantaſtiſchſten Dinge. Vorſtellungen
von Angſt, Freude, Erwartung, Surcht oder Neid,
die wir am Cage durch vernunftgemäße
Ueber=
legung auflöſen, haben freien Betätigungsraum im
Schlaf; die Phantaſie iſt ungebändigt, ſo daß wir
im Schlaf Dinge erleben, die wir, falls der Craum
im Wachzuſtand in unſerer Erinnerung bleibt, als
völlig unmöglich, und, weil ſie unſerer
Wachein=
ſicht vollkommen fernliegen, als befremdend und
oft noch dazu als lächerlich empfinden.
Im Schlaf verquicken ſich die beſonders in
un=
ſerm Unterbewußtſein haften gebliebenen
Ein=
drücke mit unſeren Wünſchen und Hoffnungen.
Wir erleben häufig Erinnerungen in Verbindung
mit faſt unausgedachten, jedenfalls
unausgeſproche-
nen Hoffnungen als Craum.
Craumreize können natürlich auch rein organiſch
bedingt ſein. Um ein ganz primitives Beiſpiel zu
nennen: Das Kind wird mit noch vollem Magen
ſchlafen gelegt; es hat zum Abendeſſen irgendein
Gericht bekommen, das ihm widerſteht. Die
Er=
ziehung, die die Entwicklung zum Leckermäulchen
veimeiden will, beſtand auf reſtloſer Vertilgung
dieſer unangenehmen Speiſe. Durch den
Wider=
willen dauert das Eſſen ſolange, daß das Kind
ungleich ſpäter fertig wird, ſo daß es kurz vor dem
pünktlich feſtgeſetzten Schlafengehen die Mahlzeit
beendet hat. Es träumt nun, es habe ſich in einem
Walde verlaufen und wäre in eine Grube gefallen,
die bis zum Nand mit der unangenehmen Speiſe
gefüllt iſt. Das Kind ſoll ſich nun durcheſſen.
Die Angſt vor der Dunkelheit des
Schlafzim=
mers, die Surcht vor dem Alleinſein, der
Wider=
wille vor der Speiſe und die Erinnerung an
irgend=
einen Waldſpaziergang, der die Phantaſie des Kindes aufregte,
geben die Erklärung für dieſen Craum.
Berechtigterweiſe kann man einen ſolchen Craum
will=
kürlich erzeugt und trotzdem unwillkürlich nennen,
weil der Organismus in dieſem Fall den ſtärkſten Craumreiz gab.
Man hat viele Verſuche, namentlich in Kliniken, gemacht,
um Cräume willkürlich zu erzeugen. Im allgemeinen ſcheinen
Frauen beſſer auf Craumreiz zu reagieren als Männer. Vor
allem behalten Frauen ihre Cräume ſtärker i Erinnerung. Die
Craumart und Größe iſt der Neizſtärke nicht gemäß. Sie hängt
ebenſo wie die Erinnerung von der wechſelnden Konzentration
des Schläfers abz vor allem davon, ob der Craumporgang erſt
kurz vor dem Aufwachen ablief. (Man hat nämlich feſtgeſtellt,
daß auch die längſten Cräume nicht mehr als 2½ bis 5 Minuten
dauern; Cräume, in denen wir ſtunden= oder tagelanges
Er=
leben durchmachen.) Man hat durch Geruchreiz beſtimmte
Cräume zu erregen verſucht, z. B. hielt man Schlafenden ein
Wattebäuſchchen mit Ammoniak unter die Naſe. Es iſt nun
intereſſant, zu ſehen, welche verſchiedenen Craumerlebniſſe dem
gleichen Erlebnis entſprangen. Jedenfalls ſpielt der Schläfer in
ſeinen Cräumen immer die Hauptrolle, hat die phantaſtiſchſten
Er=
lebniſſe, in die er trotz eindeutigen Craumreizes Erinnerungen
aus ſeiner Kindheit, Hoffnungen oder die Geſchehniſſe des
Vor=
tages verwebt. Bei Ammoniak=Einatmung z. B. träumt der
Eine, er befände ſich während ſeines Sommerurlaubs auf einem
Der rote Mantel.
Eine deniſche Anekdote.
Von Gottfried Kölwel.
Es war in jenen verhängnisvollen Herbſttagen des Jahres
1925, als auf dem internationalen Geldmarkt eine Billion Mark
kaum mehr den vierten Ceil eines Dollars galt und die meiſten
Menſchen nicht mehr wußten, woher ſie am nächſten Cag die
neuen Unſummen nehmen ſollten, um ſich das Notwendigſte zu
kaufen. In dieſer Zeit kam ein Mam nach ſtundenlangem
Marſch durch abgelegenes Land an eine Bahnſtation, um von
da aus in eine entfernte Stadt zu fahren. Da er auf dem Wege
Hunger und Durſt bekommen hatte, begab er ſich in die
Neſtau=
ration, die gleich hinter dem Bahnhof ſtand, ließ ſich Wurſt und
Brot geben und trank em Glas Bier dazu.
Als er aber vor Abgang des Zuges bezahlen wollte, ſah er,
ſei Geld, das er ſeit einiger Seit in der Caſche hatte, war
der=
art entwertet, daß er kaum mehr die Seche bezahlen konnte.
Su=
dem aber ſollte er ſich noch eine Fahrkarte löſen.
In dieſer unverſchuldeten Notlage erzählte der fremde Mann
dem „Wirt, er habe vor Wochen in einem vier Stunden
ent=
fornten Ort ein kleines Landhaus verkauft. Aber weil nun dieſes
Geld nicht einmal mehr zur Begleichung der Seche und zur
Lö=
ſung einer Jahrkarte reiche, möchte man ihm die Zeche
ſtun=
den und ihm ſo viel Geld borgen, daß er wenigſtens in die Stadt
kommen könne, wo eine Stellung auf ihn warte. Nun war aber
der Wirt ſelber in keiner roſigen Lage und wußte kaum mehr
ſeine Bierſchulden zu bezahlen, ſo viel war er ſchon um die
Sechen geprellt worden, und das Seld, das er ſo manchem
Rei=
ſenden geliehen hatte, der in ähnlicher Lage wie dieſer Mann zu
ihm gekommen war, hatte er nie wieder bekommen. Deshalb
Gutshof, und ſein Hund, an dem er furchtbar hängt, ſei in die
Jauchegrube gefallen. Daran ſchließen ſich, weil er paſſionierter
Jäger iſt, kühne Jagdabenteuer. Ein Anderer, der die
Ein=
drücke des Krieges erinnerungsgemäß noch in keiner Weiſe über=
Begierden vermengt, oder durch falſche Scht
Schwindelgefühl, bei dem man träumend fliegt unn /
türzt, wobei man meiſtens durch den großen Schte
Oder Cräume, die Kriegs= und Krankheitserimerr) AE.
geben, in denen irgendeines der Extiy 1y
putiert werden ſoll, weil ein Arm odütr
falſche Schlaflage „eingeſchlafen” iſtn!.
Die Kette der willkürlichen Cröm
aufzuſtellen, iſt nur im Nahmen einesth
lich, weil wir halb bewußt und unbros
Schlaf auf die Umwelt, z. B. auf
reagieren. Die dadurch ſich ergebach
reize löſen je nach Körperverfaſſung
die wechſelndſten Craumerlebniſſe aa.
In jedem Fall beſteht aber diai
Wahl=, Wunſch= oder Angſtträumn
andern willkürlich zu erzeugen.
Kapellmeiſter 0
Cragödie in ein paar
Wie die Zeitungen kürzlich melil4
bei einem Konzert in Gent da
ganzen Vorführung ſchon mit /
kämpfende Dirigent van Hoe in
und dirigierte, nachdem ſein nigis
cheſter eingewilligt hatte, einen
ſonders geliebten
Trauermarſſ=
letzten Klangen er tot zuſammetre
wunden hat, träumt bei Ammoniakgeruch von Gasangriffen.
Eine ſehr gute Hausfrau träumt von gründlichem Neinemachen
und hat gleichzeitig Angſtvorſtellungen, daß ſie mit dem
Reine-
machen nicht pünktlich fertig wird, bevor der tyranniſierende
Ehemann nach Hauſe kommt. So wird ein und derſelbe
Craum-
reiz erzeugt durch Geruchreiz, umgedeutet und je nach Bildung,
Veranlagung und momentaner Stimmung verſchieden erlebt.
Erwähnt ſeien auch noch die Cräume im Giftſchlaf, das heißt
nach Genuß von Narkotika, die Kranken gegeben werden, oder
die Cräume, die Süchtige nach Haſchiſch, Aether oder Kokain
haben. Hierbei handelt es ſich meiſtens um Cräume, die ſo
wunder-
bare, phantaſievolle, Erlebniſſe geben, daß aus eben dieſem
Grunde die Süchtigen wieder zu Sift greifen, um ſich durch das
ſchöne Erlebnis des Craumes die häßliche Wirklichkeit zu
ver=
ſüßen. Cräume nach Morphium oder ähnlichen Medikamenten
bei nicht Süchtigen ſind ganz verſchieden. Der Morphium-Schlaf
hat keinerlei Aehnlichkeit mit dem normalen, unnarkotiſierten
Schlaf. Infolgedeſſen weicht das Craumerleben in der
Mor=
phiumbetäubung ſtark vom normalen Schaferleben ab. Manche
Menſchen träumen auch in der Narkoſe, in der ſie meiſtens
ſchöne und ätheriſche Muſik, die ſie immer wieder mit
Sphären=
muſik vergleichen, hören.
Nicht zu vergeſſen ſind auch die ſogenannten „
Indigueſtions=
träume”, das heißt Albdrücken, das durch Verdauungsſtörungen
bedingt iſt und ſich mit Erinnerungen, Wünſchen und verdrängten
ſagte er: „Ich kann Ihnen mit beſtem Willen nicht helfen. Die
Seche müſſen Sie bezahlen.”
Da ertönte hinten vom Ofen her, wo eine Gruppe von
Gäſten die Verhandlung zwiſchen dem Wirt und dem fremden
Mann verfolgt hatte, plötzlich eine fragende Stimme: „Haben
Sie denn gar nichts bei ſich, was Sie einſtweilen als Pfand
hinterlaſſen könnten?” Gleich darauf erhob ſich auch ſchon eine
hagere Geſtalt in einem ſehr abgenützten Gewand, mit einem
fahlgrünen Hut auf dem Kopf. Es war Andreas Hellbach, ein
kleier Händler, der in dieſer Seit mit Gänſen und Hühnern in
die Stadt zog und mit einem ordentlichen Bündel Geld in der
Caſche wieder heimkehrte.
„Nichts als dieſen Koffer”, ſagte der Fremde, ſah eine kurze
Weile verlegen vor ſich hin, als überlegte er, und dann plötzlich,
wie wenn er einen Entſchluß gefaßt hätte, bat er: „Helfen Sie
mir aus und ich laſſe einſtweilen den Koffer hier.”
Andreas Hellbach, der ein gutes Auge vom vielen Schätzen
hatte, ſah den Koffer von allen Seiten an, hierauf nahm er ihn
an ſich und gab dem Fremden das Geld für Seche und Fahrkarte,
worauf dieſer eilig aus dem Gaſtzimmer ſtürzte, um den eben
einlaufenden Zug noch zu erreichen.
„O, es iſt em ſchöner Koffer”, ſagte der Händler zu den
um=
ſitzenden Gäſten, die ihm vorzuſtellen ſuchten, daß er diesmal
wahrſcheinlich ein ſchlechtes Geſchäft gemacht habe. „Nei,
nein,” wehrte Andreas Hellbach, wie um ſich ſelbſt zu tröſten,
„der Koffer iſt rundum aus Leder. Ein gutes Stück.” — „Leder
wird das ſein,” klärten ihn die Gäſte auf, „das iſt nur
Kunſt=
leder. Deine Augen können wohl Gänſe und Hühner ſchätzen,
aber zu einem Kofferhändler taugſt du noch lange nicht.” —
Wenn ſchon” erwiderte Andreas Hellbach darauf. „Was
liegt daran? Der Koffer hat eine ſchöne blanke Schließe, und
die iſt heute auch was wert.”
Dabei drückte er auf das Schloß und ſiehe — der Koffer
Seitungsſpalten ſind grauſam EDMn bermag der La
zwei, drei Sätzen drängen ſie Cragößue
Eu Meige an K!
und Schickſale, ob ſie nun ein ganzerit
a0 Aigen Oinge vo
brauchten oder einen Augenblick, wi
zwiſchen Literatur und Skandal und 4 ℳ
nackt und ungerührt. Morgen komn;
Fertig ſchreiben mag die großen
Dramen des Cages wer will, die Voeram Unduſtrie
tungsnotizen; hier gibt es nur Akt1it
worte, Kapitelüberſchriften, Extrakt, ſpilz
lüſtet danach in der Haſt der Lektür0
und Gleichgültigkeit der Gedanken:
Ard
Ende fühlen, der mag den furchtbar.n,
MM6 der
Naum zwiſchen der engen Haft der 2‟
mit den Bildern ſeimer Phantaſie, m / Pen0l
den eignen Herzen. Wen es gelüſtet K-A0.-1 ver=
Leben und ſeine Neporter haben kau/ 0 Epen
Was wiſſen wir von dieſem Mel/)= Mo
an ſeinem Dirigentenpult zuſammenſo/" Mt i ſein.
er? Welches Schickſal hat ſich hier Weiieterliche
ein junges zu Ende oder eim altes,
An-
der ein unglückliches, ein gelittenes:!
ſtrahlend gelebtes, ein ganzes und vad
der vielen halberfüllten und zerſchlages
einſam, war er arm? Oder war er reich an Sreu.!
und Geld? Ob ihn wer geliebt hat? Genug gelielt
lachen konnte? Ob er je ein Kind auf die Arme nn)
Ach, was wiſſen wir von ihm? Nichts.
Nichts, als daß er ein krankes Herz hatte i!
Herz, das mit dem Leben, dem rückſichtsloſen, ſtu ud
Schritt hielt, das keuchte und ſich mühte unter 2
kämpfte und litt, ein Herz, das in Krämpfen ohr)
und dennoch nicht nachgab, ſich dennoch nicht unteigh
wollte, bis zuletzt nicht, als es ans Sterben ging, A*N
tapfere, kranke Herz.
Und als der Cod ſchon nahe war, ſchon hinter 79
Dirigentenpult, der leiſe und mächtige Cod, als 74
ſilberne Netz über ihn geworfen hatte, das feineg!
Geflecht, und der Caktſtock nur noch mühlan /k
konnte, als das tapfere, kranke Herz ſchauernd fuhd‟
um ihn zuſammenzog, dichter und dichter, tiefer anchil.
undurchdringlicher —, da, in der Gewalt des höchſeln.
Augenblicks, reckte es lich noch einmal herrlich eſilte.
Kraft, und der verglühnde Wille zum Leben faml f
melhoch, als der leuchtende Wille, das leuchtendn
Sterben, Sterben in Schönheit, Sterben in Rlank
zuchtvoll, gemeiſtert in der Fülle der geliebten 20iſi
Wunderbares, tapferes Muſikerherz!
Wer einmal zu ſterben wüßte wie dul G.Of!
öffnete ſich. Allgemeines Erſtaunen machte ſich Mi
und jeder wollte in den Koffer ſehen. Aber der D0ice
vorerſt noch zu; denn er dachte, daß er ja doch ſeer
hätte den Liſchgäſten mur Anlaß zu einem ſchodßeel
lächter gegeben.
Statt der lachenden Augen gab es jedoch v0ohlß
wunderte, als Hellbach mit einemmal den Reſſe.
fallen ließ und etwas Votes, Nieſiges daraus hervdl.
kein Ende nehmen wollte. Man glaubte zuerſt. PeE i
aber bald erkamte man, daß es ein fertiges Heſdſthit
„Das iſt ja ein Scharfrichtermantel” lachten die S"
anderen zogen ſchon an allen Enden, um ihn ale Set
Eiſch langte nicht aus, das rote Kleidungsſtüchk. Aais
Enden herunter. Es hatte richtig zwei Aermel !i
gen, in der Mitte eine dicke Schnur herum unde N
daß es war kein Scharfrichtermantel, cber.9
Mantel war.
„Iſt das eine Seit heute!” jammerte nun eihe.
„Gott weiß, welche Frau ihn getragen hat. Diche.
mal lehr reich und hat ihn jetzt verkaufen wiühſel. Le.
chon wieder verſetzt. Heute wandern die Diſge!
zu Hano”
„Der Mam kann den Mantel wieder hoe.
Hellbach. „Ich rühre nichts an. Wenn er Mi. 2
bringt, ſoll er den Koffer ſamt dem Mantel wie.
men. Ich will kein Geſchäft aus der Not adere.
und wollte dem Mam, der mit dem Zug foft R
ſeiner Kalamität helfen.”
Der kleine Händler hielt auch lein Wolte
jedehn
monatelang ſtand der Koffer in ſeinem Haus.?”
er vom Handel nach Hauſe kam, fragte T. I
Fremde noch immer nicht gekommen lei, ſeilte.
Statt des Fremden aber war jene Seil ?
niler Kleinarbeit des Silms, die das Publikum nicht kennt.
Von Otto Behrens.
Naum der Deko
ſelßkz vermag der Laie ſich einen Begriff davon zu
welichr Menge an Kleinarbeit es bedarf, um alle
ſt uutſſgen Dinge vorzubereiten, die den eigentlichen
„imen rurunde liegen. Hunderte fleißige Hände ſind damit
„ligt, /Drkehrungen zu treffen, die einen reibungsloſen
den mag i. f deet ilnwerdegangs ermöglichen, denn Filme ſind
Er=
nes wer nl e einl4 U nduſtrie, die mit Sahlen rechnet, und bei
er gibt 6 wionel 4 Arbeiten oberſtes Geſetz iſt. Jeder Aufnahmetag
erſchriſten Eengt ilſie tauſend Mark. Die hohen Koſten der
Atelier=
der Heſt N die Zgybühren für Nequiſiten und Koſtüme, die Gagen
it der Vearſtelltg und Arbeitslöhne ſowie die Gehälter des tech=
Pertfaals, der Lichtverbrauch und vieles andere mehr
rn eingenaue Kalkulation, ſo daß alles dieſes bis aufs
Terrntzgt werden muß. Jedem Aufnahmetage iſt ein be=
„8 AMtpenſum vorgeſchrieben, das unbedingt
einzu=
iſt. 1.9 Möglichkeit der Durchführung kann natürlich
—nn gemten ſein, wenn die Dekorationen zur rechten Seit
die eHrd erlichen Beleuchtungskörper zur Stelle und die
er”,Freif” koſtümiert und geſchminkt ſind.
Eine abſolut wirtſchaftliche Arbeitsweiſe tritt vor allem in
Hollywood, wo die Wiege des amerikaniſchen Films ſteht,
in Erſcheinung. Bewundernswert iſt die Betriebs=Organiſation
der großen Unternehmen. Wenn wir in Deutſchland noch lange
nicht ſo weit ſind, wie drüben, ſo liegt dieſes daran, daß uns
einesteils die Mittel fehlen. Dann aber auch iſt der Silm drüben
Serienfabrikat. Während wir gewiſſermaßen von Fall
zu Sall produzieren, drehen die bedeutenderen amerikaniſchen
Sirmen ohne Unterbrechung einen Film nach dem anderen. Das
künſtleriſche wie auch das techniſche Perſonal iſt auf Jahre
hinaus feſt verpflichtet und ſtellt ſomit einen gut eingearbeiteten
Die Kleberinnen.
NX
NM
1
ſ
Ri
2 2in . Ae dire Mie. ord dite Hre
Daß 14Tot ſich nur vergrößerte. So war es auch im
Ne Heltchs, wo es in den Inflationstagen gar manchmal
Wrigm Geldſchein gab, jetzt ganz knapp geworden; der
Dei iomke nicht mehr, alles war zum Stehen gekommen.
Dien 1 non Cagen war es für den kleinen Händler nicht
W2 ihe hu, ſeine ſechs Kinder und ſich ſelbſt durchs Leben
)o wünſchte er ſehnlich, der Fremde möchte doch
Murt kzinen Koffer einlöſen.
Tgingen abermals Wochen und Monate, und An=
79/t alle Hoffnung auf die Wiederkehr des Mannes
Kam der Sremde, vom Bahnhofswirt geſchickt,
klich in das Haus des Händlers. Der Fremde
Vegen, überaus freundlich und voll Dankbarkeit
Dellbach ihm damals ausgeholfen habe. Es war
Seit, ſagte er. Aber nun ſei er gekommen, alles
die entliehene Summe ſamt Sinſen zurückzu=
Man für Andreas im aufgewerteten Geld ein hüb=
A geweſen, das er ſehr notwendig hätte brauchen
der Händler war auffällig ſtill und verlegen, als
* Oeldtaſche zog und um den Koffer bat.
9n wohl verkauft und geglaubt, ich käme nicht
Hauft, das hatte Andreas nicht, und er eilte
des=
die Schlafkammer, wo der Koffer ſtand, um ihn
Der Sremde ſah den Koffer an. Nichtig, es war
Bö llig unverſehrt. —
Nies gut”, ſagte nun der Fremde und wollte dem
Banknote überreichen.
Dm Hellbach eine faſt verzweifelte Aiene an und
RAz nein!. Das geht nicht. Ich kann das Geld
Deiteres nehmen.” Und dann, nachdem er den
Beſprechung mit den Haupfdarſtellern.
und unbedingt zuverläſſigen Mitarbeiter=Stab dar, wogegen in
Deutſchland nur von Film zu Silm engagiert wird, und die
ver=
ſchiedenen Mitwirkenden ſich jedesmal neu auf einander einſtellen
müſſen.
Jede amerikaniſche Geſellſchaft beſitzt ihren „Neader”, einen
literariſch gebildeten Angeſtellten, der lediglich damit beſchäftigt
wird, Bücher, Seitſchriften und Magazine zu leſen und ſowohl
dieſe als auch eingereichte Manuſkripte daraufhin zu prüfen, ob
ſie ſich für eine Verfilmung eignen. Findet ſich unter den vielen
tauſend Vorlagen ein brauchbares Sujet, ſo verfertigt der „Leſer”
einen kurzen Auszug, um dieſen dem Produktionsleiter
vorzu=
legen. Wird der Stoff von dieſem und den verantwortlichen Lei=
Fremden halb prüfend angeſehen hatte, fügte er hinzu: „Sie
müſſen ſchon zuerſt einmal in den Koffer hineinſehen.”
Nach dieſen Worten wandte er, während der Fremde öffnete,
das Geſicht weg.
„Ach, der Koffer iſt ja leer,” ſagte der Fremde erſtaunt.
„Haben Sie den roten Mantel herausgenommen?”
„Ja, Herr,” geſtand Andreas kleinlaut, „das iſt eine recht
fatale Geſchichte. Aber ich habe wirklich nicht mehr geglaubt,
daß Sie wieder zurückkommen und den Koffer holen würden.”
„Sie haben alſo den Koffer behalten, aber den Mantel
ver=
kauft”, forſchte der Sremde, und man merkte ſeinem Geſicht an,
daß er ziemlich enttäuſcht war. „Lieber hätten Sie mir ja den
Koffer hergegeben als den Mantel. Er iſt nämlich ein Stück, das
ich noch von meiner Mutter habe. Das kleine Haus und alle
Ein=
richtung habe ich damals aus Not verkauft. Nur den Mantel,
den meine Großmutter eigenhändig angefertigt hat, und in dem
meine Mutter an einem Schlaganfall geſtorben iſt, habe ich zur
Erinnerung behalten. — Freilich,” fuhr der Fremde nun weiter,
„das konnten Sie alles nicht wiſſen, ſo wie Sie ja auch nicht
wiſſen konnten, ob ich überhaupt wiederkomme und die Sachen
einlöſe. Ich bin ja auch ſehr lange ausgeblieben. Ich mußte mich
inwiſchen erſt wieder etwas emporarbeiten. Jetzt möchte ich auch
das Haus meiner Mutter wieder zurückkaufen, wenn es möglich
iſt. Ihnen aber wäre ich ſehr dankbar, wenn Sie mir ſagen
könnten, wer den roten Mantel gekauft hat. Ich ſcheue keine
Koſten, ihn wieder zurückzubekommen.”
Andreas Hellbach hörte alles an, aber er wurde keineswegs
ruhiger ob der guten Worte des Fremden, und ſchließlich ſagte
er: „Ja, wenn ich den Mantel verkauft hätte, dann wäre ja alles
gut. Aber” — — er ſetzte eine Weile aus — „die Sache iſt ſo,
daß Sie den Mantel auch um teures Geld nicht wieder bekommen
können.”
Der Fremde blickte mun den Händler erſtaunt an, was denn
tern der Geſellſchaft für gut defunden, dan erhält der Dramaturg
den Auftrag, das Drehbuch bzw. das Szenarium auszuarbeiten.
Hiervon werden gleich mehrere Exemplare angefertigt, damit die
verſchiedenen Abteilungen, die mit der Herſtellung des Films
irgendwie zu tun haben, ihre Koſtenanſchläge machen. Sind
letztere nach oft vielen harten Kämpfen bewilligt, dann
be=
ginnen die einzelnn Stellen mit den Vorbereitungen. In den
Negie=Sitzungen beſpricht man die Engagements der
Hauptdar=
ſteller und legt im Anſchluß hieran die Beſetzung der kleinen
Nollen und Art und Menge der Statiſten, Komparſerie genannt,
feſt. Der Architekt entwirft die Bauten und Dekorationen und
läßt die Einzelzeichnungen herſtellen, um ſie dem Negiſſeur zur
Begutachtung einzureichen. Ein Machtwort ſpricht hierbei der
Kunſt=Sachverſtändige, zumal wenn es ſich um hiſtoriſche bzw.
Koſtüm=Filme handelt. Der „Mode=Beirat” führt dem
Ne=
giſteur die Modelle der Kleider, die von den Darſtellerinnen
ge=
tragen werden ſollen, vor, und an Hand einer viele tauſend
Bilder enthaltenden Kartothek werden geeignete Motive für die
Außenaufnahmen ausgeſucht. Unendlich viel Kleinarbeit
ver=
urſacht das Auswählen der Requiſiten wie auch das Beſtimmen
der Feinheiten der Ausſtattung, damit alles ſtilgerecht ausfällt
und den Anforderungen der Echtheit des Milieus entſpricht.
Auch die verſchiedenen Arten der Beleuchtung und die der
Ein=
ſtellungen der Aufnahmekamera werden von vornherein in allen
Einzelheiten genau feſtgelegt, damit bei dem Ablauf der
Spiel=
zenen alles wie am Schnürchen geht.
Bemerkenswert ſind noch einige Hilfskräfte, die wir m
Deutſchland bisher ſo gut wie garnicht kennen. Eine wichtige
Perſönlichkeit iſt der Citel=Autor, der nach Fertigſtellung
des Silms die Zwiſchentexte verfaßt. Von außerordentlicher
Wichtigkeit iſt auch die Cätigkeit des „Cutters”. Dieſer iſt
gewiſſermaßen der „Nedakteur” des Silms. Seine Arbeit beſteht
darin, den fertigen Film zu ſchneiden und ihm die für die
Vor=
führung beſtimmte endgültige Saſſung zu geben. Da von vielen
Szenen verſchiedene Aufnahmen gemacht werden, muß er unter
dem belichteten Material das Beſte herausſuchen und dieſes
unter gleichzeitiger Einſchaltung der Zwiſchentente
zuſammen=
ſetzen. Sumeiſt erfolgt dieſes in gemeinſchaftlicher Arbeit mit
dem Autor und dem Regiſſeur. Von der geſchickten Montage
eines Films hängt faſt immer der größte Ceil ſeines Erfolges
ab, eine Catſache, die man bei uns in Deutſchland leider immer
noch viel zu ſtark unterſchätzt. Daß beim Schneiden des Silms
auch der Autor herangezogen wird, hat den Vorteil,
Streitig=
keiten aus dem Wege zu gehen, wie ſie bei uns bedauerlicherweiſe
an der Cagesordnung ſind. Immer wieder beklagen ſich deutſche
Autoren, daß ſich der Regiſſeur Eigenmächtigkeiten geſtattet, die
mitunter ſinnentſtellend ſind und vom Cext des Manuſkriptes und
von der Auffaſſung des Verfaſſers grundlegend abweichen, ſo
daß der Autor oft genug im fertigen Silm etwas ganz anderes
erblickt, als das, was er ſich ausgedacht hat.
Die Hilfskräfte des „Cutters” ſind die Kleberinnen, die die
in größerer Anzahl hergeſtellten Abzüge nach der Vorlage der
vom „Cutter” geſchnittenen Muſterkopie zuſammenſetzen. Hat
die Senſur ſchließlich noch ihr „Ja und Amen” geſprochen, dann
kann der fertige Silm ſeinen Weg in die Welt nehmen, um dem
Publikum in den Lichtſpieltheatern vorgeführt zu werden.
Der Citel=Autor läßt ſich den Silm vorführen.
mit dem Mantel geſchehen wäre. Aber Andreas ſagte nichts
mehr, er machte nur die Cür auf und ging eine Weile hinaus.
Als er wieder zurückkam, bat er den Fremden, noch etwas zu
warten. Bald darauf hörte man Stimmen draußen, plötzlich ging
die Cür auf und die ſechs Kinder des Händlers, alle noch
ziem-
lich kleie Mädchen, kamen herein. Sie ſchlugen die Augen
ſchüchtern zu Boden, als ſie den Fremden ſahen, aber dieſer hatte
gar nicht Seit, ihre Geſichter zu muſtern, ſo ſehr nahm etwas
anderes ſeine ganze Aufmerkſamkeit in Anſpruch. Von den drei
jüngſten Mädchen trug nämlich jedes ein rotes Kleid, während
bei den drei älteren nur der Nock aus rotem Stoff war.
„Für die hat der Mantel nicht mehr ganz gereicht”, ſagte
Andreas, und hielt das Geſicht verſchämt zu Boden gewandt.
„Meine Frau hat, wie Sie ſehen, mit dem Mantel Ihrer Mutter
unſere ganze Samilie bekleidet.”
Da war der Sremde lange keines Wortes mächtig, ſo berührte
ihn dieſes Wiederſehen mit dem roten Mantel, aber ſchließlich
lächelte er und ſagte: „Ihr hättet keinen beſſeren Sweck dafür
erſinnen können."
Hierauf nahm er jedes Mädchen bei der Hand und muſterte
ſie alle von oben bis unten. „Ja, ja, es iſt der alte rote Stoff.”
ſagte er, „ein guter, alter Stoff, den ſchon meine Großmutter in
Händen hatte . . . Und Caſchen habt Ihr ja auch in den
Kleid=
chen”, fügte er bewundernd hinzu. „Schöne kleine Caſchen!”
Er ſteckte jedem Mädchen zur Erinnerung, wie er ſagte, eine
Banknote hinein, und als die Mädchen das Geld nicht nehmen
wollten, ſagte er: „Behaltet es nur. Es iſt ein Geſchenk.” Er
wollte noch weiterſprechen, aber was ſollte er den Kindern
aus=
emanderſetzen, daß alles gegenſeitig ſei, daß eines dem andern
zu helfen habe, wenn ſich wieder alles ordnen und feſtigen ſoll.
dachte er, vielleicht werden ſie
Nein, jetzt keine Wort
es ſelber einmal begreifen, daß dieſe Geſchichte vom roten Mantel
nicht bloß eine Geſchichte von einem roten Mantel iſt.
pie i9
Nachtflug.
Von Hilda von Schad.
Weiß flutet Licht hinaus über den Platz, hebt mit ſcharfen
ſchwarzen Schatten jede Unebenheit. Die übermächtige Gewalt
des Motors und des ſchwirrenden Propellers zittert, vibriert
durch die Maſchine. Ein feingliedriges, nervöſes Vennpferd,
deſſen Ungeſtüm nur die zügelnde Fauſt händigt.
Fertig zum Startl
Monteure ſchieben ein paar laufende Schritte, ſpringen zur Seite.
Leiſe, ſtoßend gleitet das Flugzeug über den Platz hin.
Schein=
werfer leuchten auf, weiſen den Weg, durchſchneiden geſpenſtiſch
das umklammernde Dunkel. Ein paar winkende Hände im
grellen Lichtkegel — da, plötzlich löſt ſich das Stoßen, die Erdnähe
in ein Nichts. Wir ſteigen.
Schräg in die Ciefe verſchiebt ſich der ſchwarze Waldrand.
Kreiſend verſinkt der Startplatz in unſerer Spur. Höher, immer
höher trägt uns unfaßbare Gewalt. Wie taumelnde Leuchtkäfer
vergehen die Lichter und ein ſeltſames Gefühl regt ſich in mir:
nicht wir ſteigen, alles unter uns ſinkt fort, wird von unſichtbaren
Händen hinabgezogen in die Ciefe. Alle Erdenſchwere, alles
Ge=
bundenſein fällt ab mit dieſer uns plötzlich ſo fernen, fremden Welt.
Knatternd zerrt der Windzug am Kragen, an den
Auf=
ſchlägen der engen Kappe. Jede Bewegung der Arme, jede
Drehung des Kopfes iſt ein Sieg über feſſelnde Widerſtände.
Wir fliegen, wir fliegen!. Ein Jubel iſt in mir, löſt ſich in
jauchzendem, lachendem Schrei. Sehnſucht ſo manchen Craumes,
Uebermaß menſchlicher Vermeſſenhit — nun ſind ſie
Wirklich=
keit geworden. Wir fliegen, geiſterhaft, ohne Schwere, in Weiten,
denen keine Grenze gezogen iſt.
Sch jauchze. Doch der reißende Luftzug wirft den Laut in den
Naum fort, ehe mein Ohr ihn fängt. Das macht mich ſtil und
betroffen.
Nacht um uns her, Nacht, Weite und Ewigkeit. In meiner
leiſe gewordenen Seele iſt nur ein Staunen und tiefe Andacht und
Demut. Nichts ſind wir, ſo nichts, ein fliegendes Staubkorn in
dieſer unendlichen Ausdehnung. Und über uns hängen fimmernd
die Sterne, weichen vor unſerem greifenden Flug in unnahbare
Fremdheit zurück. Kein Laut des Lebens um uns, nur der eherne
Sang des Motors im hellen Schwirren des Propellers. Ich
lauſche wie ſehnſüchtig verwehtem Klang des Lebens nach. Doch
wir ſind allein, allein, ſo bedrückend allein in dem winzig klein
gewordenen Sch. Und fröſtelnd erkenne ich die Kargheit unſeres
Lebens: ein Körnchen Staub hier oben, eine Ameiſe dort unten.
Nicht einmal den Stolz, daß menſchliches Genie uns trägt, kann
ich hinüberretten in meine zagende Einſamkeit.
In einer anderen Welt ſind wir, die da wertet mit Maßſtäben
von furchtbarer Größe. Geduldet nur als Fremdkörper, den der
Wahnſinn der Neugier trägt. Körperhaft iſt, was da unten
abſtrakt war. Die Nacht ein Nieſe, der ſeinen rauſchenden
Mantel über uns und dies Stücklein Welt breitet, die Luft eine
kriſtallklare, ſchwarze ſchneidende Maſſe.
Habe ich Angſt? Lächeln muß ich bei dieſem Gedanken. Angſt
vor dem Sturz?. Nur der Schmerz iſt des Fürchtens wert. Aus
dieſer Höhe würde der Sturz den Schmerz nehmen. Nichts wäre
es als ein mildes Hinüberſinken in eine andere Form. Ader der
Gedanke liegt ſo fern, daß ich mich zwingen muß, ihn abzuwägen,
ehe er mir entgleitet. Das leiſe Sittern der Maſchine iſt mit
meinem Blutſchlag eins geworden. So ſicher trägt uns dieſes
Nummer 301.
Aufgabe 434.
M. Habel (Koſtal) in Weinberge bei Prag.
(Vynzlezy a Pokroky. 1805)
d
Weiß zieht und ſetzt in drei Zügen matt.
Prüfſtellung: Weiß: Kg2 Dh6 Ta2 1.d6 Se6 5),
Schwarz: K45 Be7 a7 3); 3-.
Aufgabe 435.
Friedrich Köhnlein in Nürnberg.
(Münchener Neueſte Nachrichten, 1908.)
Weiß: Ka1 D17 Ta5 g6 La3 S42 a6 71;
Schwarz: Keß l.45 h4 Se8 Be3 gt g5(7.
Stück Aluminiumblech, ſo unaufhaltſam klettert und ſchraubt es
dem Nachthimmel entgegen, als glitten wir auf feſtem Boden
dahin. Ein Widerſtreit von Gefühlen, ein Aufruhr, den das
Er=
lebnis in mir geweckt hat, erfüllt mich. Aber die Angſt hat keinen
Raum in mir gefunden.
Märchen aus Cauſend und einer Nacht! Ein Saubervogel
trägt uns auf ſeinen Schwingen, entreißt uns all dem, was uns
unten bedrängt und peinigt und führt uns, wohin unſere Sehnſucht
befiehlt. Mit geſchloſſenen Augen laſſe ich mich tragen,
willen=
los, hingegeben, heben und ſenken. Gelöſt iſt jeder Nerv, alle
Bedrücktheit iſt von mir abgeglitten, auf dem Erdball
zurückge-
blieben, der da tief unter uns rollt.
Die Luft iſt eiſig und dünn und ſticht die Haut mit Milionen
Nadeln. Aber ſie iſt von einer erſchütternden Neinheit, die wir
Menſchen dort unten auf dem Grunde für unſere ach ſo
künſt=
lichen Bedürfniſſe hingegeben haben.
Eine bittende Bewegung meiner Hand: wir gleiten hinab. Wir
ſinken der Erde entgegen in einer Geſchwindigkeit, daß die Hände
die Bordwand faſſen. Bis die Maſchine wieder ruhig wird und
in lanften Linien über der Stadt kreiſt. Glitzernd wird der
Himmel über uns, doch in vielfarbigen Lichtern grüßt ſie in die
Nacht. Nah, greifbar nah und in geruhiger Wirklichkeit.
Ergreifend der Gegenſatz dieſer Stunde: in die gewaltige
Ma=
jeſtät der ſchweigenden Nacht drängt ſich dieſe ſtrahlende
Be=
jahung unſeres raſtloſen Seins. Und jetzt finde ich auch mein
Jauchzen wieder für die Herrlichkeit des Fluges. Alle Starrheit,
die meine Seele in der Ewigkeit des Alls bedrängte, iſt gelöſt von
dem Pulsſchlag des unter uns wogenden Lebens. Wir ſind
Men=
ſchen, erdgebunden. Wir empfinden und ehren der Ewigkeit
Majeſtät. Aber wir brauchen die Erde, die Feſſel des Lebens, um
frei zu ſein.
Dies ſonſt ſo wirre Labyrinth von Straßen und Plätzen und
Gaſſenengen iſt zu einem gewaltigen Ganzen verſchmolzen, von
ſtrahlender Heligkeit überflutet. Suchend beuge ich mich über
Bord. So alſo ſieht dieſer Ameiſenbau aus, wenn man auf ihn
von Wolkenhöhe hinunterblickt. Ein Durcheinander von ſtillen,
kreiſenden und kriechenden Lichtern. Eine Handvoll Sternſplitter,
herabgefallen und zuſammengedrängt auf dieſem Stückchen Erde.
Schief die Gebäude in der Perſpektive, gewaltige Häuſerblöcke
ſchrumpfen zu Nichtigkeiten zuſammen. Lichrreklame, im
Schneckentempo kriechende Autos, hell erleuchtete Schaufenſter
— alles wie ein zierliches, amüſantes Spielzeug für ein
ver=
wöhntes Kind.
Jetzt kreiſen wir über dem Volksgarten. Wie der lachende
Aufſchrei feiernder Menge ſteigen bunte Naketen zu uns empor.
Unwillkürlich recke ich die Hand, ſie zu fangen. Doch ſie zerſtieben
in ſprühenden Funkenregen weit hinter uns. Sanft trägt uns die
Maſchine ſchon über andere Ceile der Stadt. Dunkle Flecken,
träumen Gärten zwiſchen lichthellen Gebäuden. Und näher dem
Nande dann werden die Lichter ſpärlicher. Noch einige Neflexe
im zitternden Waſſer, gelb, grün, rot — der Sluß.
Schlafend liegt die Ebene, weit und dunkel. Doch den
Hori=
zont umſäumt ein neues Band von Lichtern. Leben auch dort, wo
der Blick von der Erde aus nur ins Dunkel ſchaut. Ein Rätſel
dieſes Menſchenland! Sein feſter, kindhafter Schlaf hüllt die
Leidenſchaften, die ſeinen Körper wie ein Sieber verzehren, wenn
der Cag kommt. Die erhabene Schweigſamkeit, die kühle Nuhe
dieſer Nacht offenbart in ſchonungsloſer Klarheit, wie ſinnlos
die entnervende Hetze unſerer Cage, wie tödlich der Kampf
Menſch gegen Menſch notwendig enden muß. —
Der Wunſch, dieſen Flug nie zu enden, ihn auszdehnens)
äußerſten Grenze der Möglichkeit, erfüllt mich mit ſchmg
Intenſität. Fliegen, bis die Sonne tief unter uns ernacht
einhüllt in ihr Licht, fliegen über Berge und Meere, M1lſtwöder m Sille 9
fort, erfüllt von Geheimniſſen und ungeahnter Schönetls Lndagsgebide a
Welt liegt offen vor uns, bereit, uns ihre Wunder reilſesk la in hopme3 Gelend
ſchließen. Höhentaumel erfaßt mich in dieſer Stunde volel4 Briendent hot ſich
und Veinheit und läßt mich ahnen, wie der Wahnſim der Ikt Verzierunge dia
flüge zuſtande kam. Sich Herr fühlen über Naum und 3e 1eſ. Auner, jo frog
und Erde zum Dienſt zwingen in unbeuglamer Gier u 1 mnwenich drinn net
ſiht mnch ler.
Macht oder — ihrem Schein.
Wie fern all die Nichtigkeiten und Aengſtlichkeiten el rchlg dinn, io ſiüch,
Lebens. Es iſt unmöglich in dieſer Stunde an den Att 14 0 gbeſtz, 10l
denken. Fragen, die ausſchließend den Gedankenraum e41uchAllenner
haben ſich aufgelöſt, verloren in dieſer unbegrenzten 2uc hnrnt, wmn ichen
Es ſind unvergleichliche Ferien vom Ich, ſtundenweie //k; jnwer mitm Ve
und darum reſtlos genoſſen. —
7 a3 emol was hiebr
Plötzlich reißt das Seil, an dem wir ſchwingen. Wir M/4 kann. — Nag,
jäh heraus aus der Ebene unſeres Fluges, ſtürzen, ſauſen u/4 (aa uffzuweie, die
liche Ciefe. Unter mir lackt die Maſchine ins Bodenoſtl 1ch Mes drinn vert
mi chmit ſich in den Gurten, die mich an ſie feſſeln. Dockt künpel erum mat
ſauſt und preßt betäubend in meinen Ohren. Glashart ſcht Me „wärliche‟ Lie
eiſige Luft mir ins Geſicht. Wir ſtürzen. Ich ſuche den 4uſcht nt wench fol
über mir, unter mir, der mit ſeinen Sternen want ud, k Stund ärchent
Der Propeller greift hohl klatſchend in den Naum, ome 904 luregduß”
finden. Chaos bricht über mich herein, zerfetzt, vernichatll Pſalt 2 ß4 mer
wirbelt uns wie eine Feder, roißt uns hinab wie einen Seät 9iüt ber 10 Uifalen
-Aaabt, was=es abſe
abſchiednehmendes Erinnern in mir, nur der eine veri Mür eneillo
Gedanke: wir ſtürzen.
lie uritzerot
Aber mitten in der Vernichtung werden wir aufgefang/” ſot,
ſanfter Nucke geht durch uns hin. Ein wenig noch ſütztin reiße B3
Maſchine, unſicher. Ehe mein ſchwindelndes Hirn es z!Mege en Herin
wagt, gleitet ſie graziös und ſpielend in ihre vorgihllich widder
Bahn. Das helle, vertraute Schwingen, der gleichnäfuf lalt io gang
und das unerſchütterliche, klare Himmelsrund über mir ſul1 dormet erhole
liche Gewißheiten eines neu geſchenkten Seins. Oben 141 1 i de Boliedt
Märneume 5it
ſind wieder feſtſtehende Begriffe geworden.
Fragend wende ich mich zu meinem Begleiter. Mutk dehale viek leich
Pelz decken diskret meine fühlbar blaſſen Wangen. decht m Derg aach n
a um damit net
mir aufmunternd zu. „Luftloch”, brüllt er aus der 90es ſln de Himmel ha
der Lungen. „Alles in Ordnung.” Sch nicke dankbol. Iſr Redde net a
wird mir Gewißheit, daß dieſer Sturz ins Unendliche 4 5 hlte dh
Bruchteil der Ewigkeiten gedauert hat, durch die i9h 104, dd hott es 7
Leiſe verebbt die Erregung, um einer frohen, geruhigen Schhl
keit Platz zu machen. Und während die Maſchine uns dunltlenkt.
Nacht hebt, ſuchen meine Augen häufiger, liebevole deMcälich
IM9 friedl
fende Land unter uns. —
In weiten, ſanften Bogen ſtreben, wir dem Se 200lk Eitzut
Einen letzten, ſcheidenden Blick werfe ich hinauf zum fuchl 1½ Her
Firmament. Schon ſind wir im Bereich der Erde. Lichte.
J
auf uns zu. Wieder rollt die Maſchine, leiſe ſtoßen)
Grund.
Bon hilfsberiten Händen gehoben, gleite ich über de W Zeitge
hinab. Aber die Erde, auf die ich trete, ſchwankt und W—
leicht vor meinen Füßen. Das Spiel mit Leben und Co i0 ernung
Nur die Weihe des Erlebens zittert in meiner Seeſe 101t cen 1ut
Bie benden
der verklingende Con der Harfe.
Einte no
In dieſer Nacht war ich einen Schritt, einen wintige ?94 hch m.
ndie ho
näher der Ewigkeit.
en Einten
hut:
Löſungen der Aufgaben 428—426.
423. F. Köhnlein. Deutſches Wochenſchach 1904. (Kb1 Te3 Lb2Sc7 g2 Ba3
bte3 42 14 h4; Kg4 Te5 Ld7 Ba6 b3 b6 e4 43 o4 15 h5; 54.) Weiß
droht ein fünfzügiges Matt durch Kbi—e1—d1-e1—f2 mit Tg3+. Schwarz
ſtellt dem eine oiiginelle Pattidee entgegen: 1.4 7—a 4; Te5—a5; b6—b5; patt.
Mit dem überraſchenden Verſtellungszug 8. Bb4—b5! zerſtört We ß den
Pattge=
banken. Es ergibt ich demnach folgenderdramatiſcher Verlauf: 1. Ket L.a4 2. k41
Ta5 3. Bb5! Lib5 4. Sd5 5. Stöck; 3. . . . T:b5 4. Se8 5. St6c.
424. Dr. J J. D. Keefe. 1. Pr., Melbourne Leader, 1909. (K15 Da4 8d7
7 Bb6 c2 16; Kd6 Td8 Sa5 Ba6 b4 44; 2c.) 1. Bc2—e4! Es iſt hier die
Freiheit der ſchw. Bauern gezeigt, die vorbeiziehen oder en passant ſchlagen können.
425. A. J. Muckenzie 1. Pr., Shtneh Morning Herald 1904—05 (Ka4 Da7
Tb8 o3 La1 a6 Se3 e4 Be5 d5 f3 g3; Kd4 Td7h4 Le8 18 Sd8 Ba5e7
f7gTh5;2. 1. Se3—a31 TRd5Ld GFeIF 2. Se4. Be6c. 1.... K4
c3 2. Se4Fireines Matt!). Die groß angelegte Kreuzſchachaufgabe iſt eine
hervor=
ragenve Leiſtung des blinden Verfaſſers.
426. H. 2. Schuld. 2. Pr., Handelsblatt, 1918. (Kd8 Db1 Ta4 Ld2Se4e7
Be5; Kd4 Dh2 La6 g1 Bb7 c5 g2h6; 3ℳ/1. Db1—g6! droht 2. Dd6+;
1.... Lg1—a3 2. Ta4—a31; 1.... Dh2Ke5 2. Se4—a5+. Verſchiebene
hübſche Mattführungen.
Löſerliſte: Hans Meidinger in Eberſtadt (418—426); Adam
Hammann in Pfungſtadt, G. Seeh in Eberſtadt (alle); A. v. S. (423,
425); Georg Peter (424, 425); Franz Buchty in Mainz (4B3, 424).
ID
ID
Silbenrätſel.
Aus den Sülben: a al an ard back bar bee ber biſch chi
de di diſ dri du du e ei er erd ga gen gen ger gie ha
hab im in ka kan ke le le li lin ling lot ma mi mi nel
no nur rat re rha rin rot rur ſe ſo ten thü tor trat
trud vel wal ze zög zwie ſind 24 Wörter zu bilden, deren
An=
fangs= und Endbuchſtaben, beide von oben nach unten geleſen, einen
Spruch ergeben (ch — ein Buchſtabe).
Die Wörter bedeuten: 1 Schöpfer des deutſchen Reichstagsgebäudes,
Wiſſenſchaft, 7 weiblicher Vorname, 8 Krokodilart, 9 berühmter Läufer,
10 Schüler, 11 franzöſiſcher Schriftſteller, 12 männlicher Vorname,
13 Bettpolſter, 14 Goldmünze, 15 König von Iſrael, 16 Art Erzählung,
1. 2. 3 Nabarra, 3, 4, 5 Natibor, 5, 6, 7 Boeme.
17 Zucker, 18 Nutz= und Zierſtrauch, 19 Blume. 20 deutzſche Landſchaft,
Matt in zwei Zügen.
9. 10, 11 Sopia, 11. 12, 13 Afrika, 13, 14, 15 Kalber, ——
21 Gebäck, 22 Zeitungsanzeige, B Baum, 24 Papſtname.
Druck u Verlag:9. C. Bitichſche Hoſbucktuckerest. Weinſtr. 3.— Verantwortlich f.d. Redaktion: Dr. 5. Nete. Ferſpr. 1, 3ch— 38. Ale Rteckte vorbehalten. Nachdruick verb.— Aliſches: F. butberenb. ti
Frag mich was!
1. 2. 3 4.
Die Buchſtaben ſind ſo zu ordnen, daß die wagrech
rechten Reihen gleichlautend folgende Fragen beantwortel”
Nätſel reden könnte welches Wort würde es ſagend 2..
flüchtige Subſtanz? 3. Welcher Edelſtein tommt in Sache.
heißt eine bibliſche Stadt2, 5. Woraus trinkt man Kaſſe”
Farl?‟
Auflöſungen der Rätſel aus?"
Kreis=Silbenrätfel.
im ich ſh wärklich, wie ich am vorichemol eiwanzfrei
jieſe hAſelſefeſt devo iwwerzoge bin, daß e
Landags=
nder Ayſchwabbel Maß voll Arweid hott, ſo daß=em
ffierny ſir, daß=en en Schubbo, in ſeine Unkenntnis,
in ufffſſchibt, wääche weil er glaabt, der hett die
Bollezei=
werſchu,, ſo hab ich mich doch ſo im Laaf vun de
nade acwidder im Stille gefrogt: ich mecht nor wiſſe,
nu de Landagsgebaide auswennich ſo ſchee feldgrau
hawue ur hawwe’s Gelender mit Goldſchaum
brong=
ſogar 1 /Bräfendent hott ſich e nei Schäll geleiſt, mit
verziſin Verzierunge dra, un mit
Weſtminſtergong=
k, oddar o. Awwer, ſo frog ich mich, zu was der ganze
wanm inwenich drinn net gedagt wärd, im Landag,
keithalf feht ewich leer. Ja, meiner Seel, es war de
ender iſtuhig drinn, ſo ſtill, diräckt unhaamlich ſtill.
Stund ab drum als ſo gedenkt, ſolle dann die Landägler am
Ge eher agſhuoch Kallenner mache, odder gar
Verſel=
te2! ——
offe gozütmie, wann ich=en aach s Kallennermache noch
kennt awwer mit’m Versmache, do haberts bei=en.
3, daß ſenls emol was hiebringe, wo ſich kaa Menſch en
iff maohe kann. — Naa, wärkliche. Dichter hawwe
Wiſſenskaa uffzuweiſe, die ſin rar; ſälbſt im Stadtrat,
ſo zinumich alles drinn verdräde is, was „ärchendwie‟
ſu ötang ün Näwwel erum macht, alſo ſelbſt do hawwe ſe
an ganzüche „wärkliche‟. Dichter uffzuweiſe. Un der is
h, mit ſcht, net wenich ſtolz, daß er pun de Muſe als
„e ſchtvche Stund ärchendwohin gekißt wärd, de Herr
he „Breir laureaduß‟ . ..
er, win jeſagt, es is mer alſo uffgefalle, daß es im
ſie gany leit her ſo uffallend ſtill gewäſe is. Un ich hab
ners wigabt, was=es abſetze dhet, wann nu uff aamol
ie Meraur eneiklorefomiert dhen wärrn,
blaßblaublim=
bläddrmnritzerode, wilde un ganz wilde, vun dene,
ſangedenktbtt, ſie ſchlage mit de Abſätze die Stärn vum
vi =unner M reiße Bäume aus un wann ſe in=re
Blumme=
ſe, un lige en Hering uffm Knie krumm.
ann habch widder gedenkt, wie ſo gor nix los war: ach
wärds hlt ſo gange ſei, wie=fen all geht. Sie hawwe
falls nmd gornet erhole kenne vun ihre Verwunnerung
er, daß=elin de Bolledick ſo grundehrlich hergeht, un ſie
ſich s Zärn=vum=Himmel=runner=ſchlage, un s
Um=
un s Wedehalde viel leichder vorgeſtellt, un hawwe net
daß himmem Berg aach noch Leit wohne, die wo wiſſe,
5 machkh um damit net grad die allerjingſte un
aller=
a Bäume=h de Himmel waxe; un wo ſe emol gemärkt
daß menſr Redde net grad als Gold gälde läßt, ſunnern
for Blächhalte dhut; un wo ſe ſich e paar mal ’s Manl
Fhawrp, do hott es Feier noochgeloſſe, un ſie ſin zimm=
worrm!
hab ich getenkt.
un ſchlſeilich is es jo im Grund genumme aach viel
cher, w im’s friedlich hergeht, zum mindenſte for die,
ſufellig e Sitzung ziehrn miſſe. Un ſcheinbar in dem
hott aah de Herr Bräſendent am Dienstag die Frieh=
johrsoffenſief in aller Unſchuld ereffent, un hott an nix gedenkt,
un hott ſich ſchun gefraad, weil ſe ſich in de erſte zwaa, drei,
odder fimf Minude ſo ſambftche a geloſſe hawwe, die Herrn
Lan=
dägler. Bis bletzlich wie aus heiderem Himmel de beeſe Geiſt in
ſe nei gefohrn is, wenichſtens in die ganz Linkſe. Un warum?
— Wie bei de unerzogene Kinner, nemlich, weil mer’n net gleich
de Wille gedho hott.
Un do hawwe ſe, unner giedicher Mitwirkung vun de
Gal=
lerie (was in dem Fall alſo der „heidere Himmel” is) en Krach
verfiehrt, daß wer geglaabt hott, ſie ſtelle die ganz Hawitt uff
de Kobb. Ich hab mer ſage loſſe, ſie hedde Mordskriſch
geliw=
wert, un Faſt hette ſe gemacht, un Wörder weern gefalle, alſo
die dhet mer uff kaa Dräckſchibb nemme.
Awwer do hett ſichs dann gezeigt, daß der Herr Bräſendent
am Afang vun de Sitzung bloß ſo unſchuldich gedha hett, un
daß er jetzt im Nu, ſiehſte wie=ſte gucſt, die Gallerie räumiche
hett loſſe, um hett ſemtliche Zaungaſt enausſchmeiße loſſe, vun
A bis Zätt, ohne Aſähe der Perſon (bloß die Zeidungsbrieder
hedde ſitze bleiwe därfe — freilich, dann wann ſe die net hedde,
weers aus mit ihre Herrlichkeid). —
Dann hab ich mer weider noch verzehle loſſe, hedd de Herr
Bräfendent ſogar gan vun dene Landägler — einen namens
Sumbf — „for die Dier geſtellt”, weil er ſich im Hof uagenehm
uffgefiehrt hett, was mer bekanntlich nur i nnwenich därft,
weil ſe do immuhn ſin. Un es is des Geſpräch gange, als wie
wann ſogar die Schubbo audomnobill gemacht hett .."
Zur ſelbiche Zeit, als ſich däß begäwpe hott, hawwe ſe aach
in Preiße driwwe im Landag Randahl gemacht. Nor mit dem
Unnerſchied, daß ſe do de Krach ſällwer mache mußte, die
Gallerie hott’n net geholfe. Dann die breißiſche Wehler, die
halte’s jedenfalls mitm Auguſt vun Sachſe ſeine
Abdonkungs=
dewies . ."
Um damit awwer, daß derardiche Vorfäll net mehr vorfalle,
ſin ſe im Heſfiſche Landag uff die Idee verfalle, kimfdich
Eidrittskadde auszugäwwe, un zwar ſcuwer ratzioniert
uff de Kobb vun de Frackzione, was ſoviel haaßt, als wie, uff
jeden Landagsſitz endfalle ſoundſoviel Kadde, ſo daß alſo die
greeßt Baddei die meiſte Eidrittskadde krickt; vermudlich
wärd alſo vorerſt m Herr Schullehrer Hammann aus Wixhauſe
ſei Baddei die wenichſte krieje.
Un was is do ’s End vum Lied? — 2 geht’n im Landag
genau wie dene in Preiße — ſie miſſe kimfdich ihrn Krach
ſäll=
wer mache. — Un als dichdich Geſchäftsfraa hab ich mir geſagt,
halt, do is e Geſchäft zu mache, do kann mer Geld verdiene, dann
wann die krachluſtich Stimnung halbwähls ſo vier Woche ghelt,
kann ich die Koſte for mei Summerrags erausſchlage.
Nemlich, däß is emol ſo klar wie Kleesbrieh, wann die
Krachmacherei allgemein ei gefiehrt wärd, im Landag, dann
kumme ſe bald mit ihre Stimme net mehr aus, indem daß ſe ſich
dann bald zum Wohl un im Indräſſe vun ihre Wehler heiſer
gekriſche hawwe. Un demnach weer alſo der, wo am lautſte
un am lengſte kreiſche kann, fei eraus, un die annern kennte mit
ihre heiſere Stimmbennel mix mehr mache, als heechſtens e bische
biebſe, un ſin alſo, wann ſe ſich deorchſetze wolle, uff Hilfs
middel a gewieſe. Un die Hilfsmiddel die kennt ich liwwern. Ich
dhet ganz afach vorm Landag en Stand uffſchlage, un do dhet
ich Foaze verkaafe, Drillerpeiſe, verboddene Audomobillhubbe,
Fawrick=Sierehne, verdällerte Saxofone, Blächpeife, Rattſche,
ausranſchierte Blächdeckel, Dunnerſchleeg, Kracher, Poſaune,
Trumele, kabbudene Drehorjele, garandiert ausgeleierte
Gram=
mofone, Sprachrohrn, verknutſchte Ziehhammoniga — korz
lau=
der Inſtrumende for Herrn, die wo ſich dorchſetze wolle.
Daß nadierlich in dem Fall, de Herr Bräſendent, des klaane
Heinerche, mit ſeine neie Schäll, net viel afange kennt, däß kann
mer ſich denke; no dem kennt mer jo en Flammeſchbuder
um=
henke, der wo jo net grad Flamme zu ſpeutze braicht, ’s lennt
aach e anner Flüſſichkeid ſei, wo erauskemt . . ."
Alſo jedenfalls, dodorch kemt erſt Läwe in die Bud, un däß
is widder emol en glenzender Eifall vun mir, un glei morje mach
ich e Eigab, um daß ich die Konnfeſſion krieh, zu ſo=eme
muſi=
galiſche Verkaafsſtand vor’m Landgg.
Däß weer e Fräſſe for mein Geldbaidel, der wo ſowieſo die
Auszehrung hott; un ich glaab, bei dem Geſchäft kennt ich mich
geſund mache ..."
Un wann’s nix is, un ſie gäwwe mer die Konnfäfſion net,
for den Inſtrumende=Stand, do mißt ich mich halt emol an
un=
ſern Finanzminiſterich wende, an de Herr Färdnand
Kirn=
bärcher, valleicht greift der mer wääche meine Summerraas
unner die Arm. Dann der hott ſo=en gudmiediche Zug im
Ge=
ſicht, gornet ſo, wie ſünſt als Finanzminiſter, die wo ſo
berufs=
meßich verbidderte Geſichtszieche drage, un demgemäß ausſähe,
wie drei Dag Räjewädder. No un de Herr Kirnbärcher, mit
ſeim gude Härz, un ſeim vorbildliche Obbdimißmuß, der ſchlehkt
mers gewiß net ab, dann er hott jo die Woch ſälbſt geſagt, daß
es unſere heſſiſche Finanze gornet ſo ſchlecht gingt, als wie ſe
ausſähe dhete. Alſo —
Allerdings, mich an die Stadt zu wenne, däß wärd wenich
Zwäck un Währd hawwe, wann ſe aach ſich gäächeniwwer,
wie mer die Woch ſo hinnerum geheert hott, gißerſt
gäbb=
ſchnitzich is. In dem Fadl kimmts ihr net ſo genau druff
a" — awwer aam wiſſawie, do haaßts immer: Mir hawwe
nix druff! —
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: — Alſo wie ich neilich a gedidde
hab", hatte die gedrickte Haushärrn vor, die Eishiwwel uff de
Drottwahs ſich zum ewiche Adenke an den denkwärdiche
ſchau=
dereeſe Winder ei ballſamiern zu loſſe, valleicht mit de
Jahreszahl eneigrawiert. Awwer ſie hawwe’s ſcheints verbaßt,
un mittlerweil hawwe ſich die Eishiwwel direckt zu=ere — Exküſe!
— Squerei endwiggelt, dann ſie leeſe ſich in de Sunn langſam in
ihr ſemtliche Beſtanddaale uff, nemlich in Dräck — um
nadier=
lich iwwer Nacht widder halb zu friern, damit mir Paſſande jo
noch recht lang dra hatwwe.
Wah haffdich, wann mer des Bäch hott, un muß uff ſoeme
vorbildlich verſaude Drottwah endlang wandele, do ſieht mer
gleich unnerum aus, wie e Dräckbehle. ’s weer jetzt an de Zeit,
wann ſich die Herrn Straßereinichungsrät däre Sach emol
a=
neime dhete. 1s is wärklich e dräckich Kabiddel ..."
Vergäſſe Se’s net: Heit awend im Klaane Haus „De
Glasſchrank” un de Mittwoch awend. De Datterich”.
18 gibt widder zwaa echt=darmſtädtiſche Familljefeiern. Un wie
geſagt: Keine Aufmachung! — AllesQualität!
Der ſeitgemäße Haushalt.
eeEnt ſnnung von Tintenflecken aus wolle=
Iſen, Trpſichen uſw., gelingt beſonders dann ohne eine
„ zurüüchle benden Fleclen, wenn man die Arbeit be=
Alange Si Tinte noch feucht iſt. Man ſauge zuerſt alle
beiche nachnicht in den Stoff eingedrungen iſt, mit
Löſch=
er Ba mwolle vorſichtig auf, tröpfelt dann ein wenig
ſich auff dn Tintenfleck und troanet ſie abermals mit
pldchenn iner Watte auf. Dieſes Verfahren muß
zwei=
al wieirholt werden. Iſt der Tintenfleck ſchon alt, ſo
*Milch, ſäger darauf ſtehen bleiben, auch muß der Fleck
29 mit reiem Seifenwaſſer ausgewaſchen und mit einem
Tuche trsn gerieben werden.
IPfern:eVaſchkeſſel und ihre Behandlung.
in alten häuſern oder Einfamilienwohnungen kupferne
ehel im 2Achhaus eingebaut ſind, die vor den emaillier=
Eein den ſißen Vorzug haben, daß in ihnen keine Schäden
Waſche drch Roſtflecke entſtehen können, die durch ab=
E Emaille verurſacht werden, dienen nachſtehende
Rat=
den Hauufauen zur Beachtung. Nach jeder Wäſche müſſen
Verkeſſell m den Seifenwaſſerniederſchlägen durch Aus=
* befreit erden, wozu man ſich eines Lufahlappens
be=
hen man im Ata beſtreute. Nachſpülen mit klarem Waſſer
Pſundliche= Nachreiben mit rockenen Tüchern und etwas
treide ſBedingung, denn jede zurückgebliebene Feuch=
Tagt zur brünſpanbildung bei. Die Kupferkeſſel müſſen
Deher gefrul ſein, wenn unter ihnen Feuer gemacht wird,
Ve ſich nuch durch die Hitze zuſammenziehen und Beulen
en.
mona m=Efſenz aus Südfruchtabſällen
lten ſieine Apfelſine und Zitrone ſollte verbraucht
D9ne de fauch das geringſte Stuckchen der gelben Schale
2 hchſernt turde. Dieſe übergieße man feingewiegt in einer
E mit einerr jarken Löſung von kriſtalliſierter Zitronenſäure
2” auf eime halben Liter Waſſer gerechnet) kochend aufge=
De2 laſſe /4—5 Wochen in warmem Raume ausziehen.
Sſenz, duurg ein Tuch oder Haarſieb abgegoſſen und in
Nen berksin aufbewahrt, ergibt im Sommer mit Zucker
Mem odm Selterwaſſer vermiſcht, eine ſehr erfriſchende
Nde, die ſuem den Vorzug größter Billig= und
Bekömm=
it hat.
te Buſtenfuppe. Ein halbe Pfund weiße, ant
zubor gineweichte Bohnen werden mit 1 Liter Waſſer
Nochen aungletzt. Inzwiſchen röſte man in 1 Eßlöffel But=
Brfliggseſmittene Zwiebel, füge ein Viertelpfund To=
Sisſark bei, uw gebe dieſes zu der durch ein Hgarſieb gerühr=
Sppe, dieman mit Ealz, eiwas Pfeffer und friſcher
tei würzt.
Lädlef üpe auf Wiener Art. 1 Ei. 1 Taſſe Milch,
Lin 1obies Nehl, daß ein dicker Eierkuchenteig entſteht, wird
Dins und Aoon dunne goldgelbe Eierkuchen gebacken. Dieſe
werden eng zuſammengerollt und auf dem Brett in ganz feine
Streifchen geſchnitten, die man in kräftige Fleiſchbrühe gibt. Mit
gewiegter Peterſilie überſtreut, wird die Suppe mit Salz, wenig
Pfeffer und friſcher Butter abgeſchmeckt.
Kartoffel=Pfannküchel mit Marmelade=
Fül=
lung. (Schmalz=Kaffeegebäck.) 1—2 Pfund gekochte, geſchälte
und geriebene Kartoffeln miſche man mit 1 Ei, 1 Meſſerſpitze
Salz, dem Abgeriebenen 1 Zitrone, 1 Eßlöffel Süßſtofflöſung und
ſoviel Mehl, daß ein geſchmeidiger Kloßteig entſteht. Von dieſem
forme man mit bemehlten Händen mußgroße Kugeln, in deren
Mitte man je. 1 Teelöffel ſteife Marmelade oder Pflcumenmus
füllt und backe dieſe dann in ſiedendem Schmalz lichtbraun, um
ſie noch warm mit Puderzucker zu beſtreuen.
Speiſe=Zettel.
Sonntag: Rote Bohnenſuppe. Sauerbraten. Geſchm.
Aprikoſen. — Montag: Makkaroniauflauf. — Dienstag:
Pichelſteiner Gemüſetopf. — Mittwoch: Leberknödel mit
Squerkraut. — Donnerstag: Gefüllte Krautwickel. —
Frei=
tag: Fiſchpudding mit Kapernſoße. — Samstag: Weiße
Bohnen mit Pfloumen.
Nachteil.
Humor
„Ach hör mal, hier in der Zeitung iſt von mir die Rede.”
„Wahrhaftig? Was ſteht denn da?
„Am letzten Sonntag beförderte die Straßenbahn 15 834 Perſonen.
(„Buen Humor”, Madrid.)
Einer davon war ich!"
„Sixr, Altfi, ein Einbrecher wia du braucht nur materiell
eing’ſtellt z’ſein, aber mein Heiratsſchwindel greift ſeeliſch an!“
(„Jugend”.)
Im grünen Gewölbe. Hans Reiwann erzählt in ſeinem „
Stachel=
ſchwein” von einem Ehepaar, das das grüne Gewölbe in Dresden
beſich=
tigen will, aber vom Pförtner angehalten wird, weil ſie ihre Pelerinen
über dem Arm tragen; die Pelerinen müßten endweder angezogen oder
an der Garderobe abgegeben werden. Da ſchmettert die weibliche Hälfte
des Ghepaars empört: „Ach — Sie dängin wohl, mir mauſen? Neel
Solchen Grahm ham mir ſällwr ſatt duheme!”
Der Autokauf. „Ich glaube, ich werde mir einen neum Wagen
zu=
legen müſſen.” „Warum denn? Biſt du mit deinem nicht zufrieden?”
„Das ſchon, aber ich kann ihn nicht abbezahlen.”
Stets dieſelbe. „Denk dir Robert, in ein paar Jahren werden wir
in einer Stunde nach Paris fliegen können.” „Du wirſt aber imer noch
drei Stunden brauchen, bis du ferdig biſt.”
Nicht zum Aushalten. „Haben wir Sie denn nicht immer behandelt,
als wenn Sie zur Familie gehörten”, fragt die Hausfrau das kündigende
Mädchen. „Ja,” erwidert dieſe, „aber das kann ich eben nicht länger
aushalten.”
Modiſche
Scherenſchnitte.
Wer heute ſein Zimmer mit echten oder
beinahe echten Biedermeiermöbeln, hellen
Cretonne=Gardinen und allem Zubehör
ein=
richtet, wie es zu Urgroßmutters Zeiten Sitte
war, der wird ſehr glücklich ſein, wenn unter
dem ererbten Hausrat auch ein paar jener
ſchwarzen Schattenbilder ſind, die man einſt
„Silhouette” nannte. Man ging ja zu jener
Zeit noch nicht einfach zum Photographen,
wenn man ſein Konterfei beſitzen oder lieben
Freunden verehren wollte! Es galt als eine
der ſelbſtverſtändlichſten Künſte, die man
eben mehr oder weniger beherrſchen mußte,
die Umrißlinien, das Charakteriſtiſche eines
Profils, mit geſchicktem Schnitt aus
ſchwar=
zem Papier herauszuſchnipſeln, und wir
Heutigen freuen uns über den dekorativen
Wert damaliger Scherenkunſt, die ſelbſt in
unſerer techniſch vervollkommneten Epoche
noch immer von einigen begabten
Künſtle=
rinnen eifrig geübt wird. Allerdings haben
wir uns gewöhnt, die eigentliche Bezeichnung
„Silhouette” immer mehr in übertragenem
Sinne zu gebrauchen: man hört gerade jetzt,
wo die erſten Geheimniſſe der
Frühjahrs=
mode offenbar werden, mehr als je von
„Silhouette” ſprechen als von der
Umriß=
linie, die unſere neuen Kleider zeigen werden.
Modelinien ſind ja immer das Ergebnis
fleißiger Arbeit mit der Schere. Doch es
ſcheint, als ob die kommende Saiſon uns
wirklich Scherenſchnitte bringen wird, die es
an Kunſtfertigkeit ſicher mit der Arbeit jener
Vorläufer der Portrait=Photographie
auf=
nehmen: man bekennt ſich zu einer Freude
an Komplizierungen der Schnittformen wie
ſeit langem nicht! Da ſich die Mode nun
ſchon ſeit langem entſchloſſen hat, logiſch
vorzugehen, wird ſich die Scherenkunſt
beſon=
ders der Röcke annehmen, deren
Ausgeſtal=
tung ja ſeit den letzten Saiſons immer ein
Steckenpferd der Modeſchöpfer war. Wir
begrüßen da manche alte Bekannte — aber
in amüſanter neuer Form! Die Tunika
kennen wir — aber die Idee, ſie rückwärts
kurz, nach der vorderen Mitte zu immer
länger werdend, über den geraden engen
Ein Nachn
Der Seidenſtrumpf
mit dem 4 jour eingewebten Zwickel ſoll, auf
Wunſch der Mode, unſerem glatten Seidenſtrumpf
Konkurrenz machen. Es gibt ſehr feine Muſter,
die wie eine ſchlanke Ranke das glänzende
Seiden=
gewebe unterbrechen; aber auch hier gilt die Regel:
Je unauffälliger, deſto ſchöner und vornehmer.
Der Pyjama
aus karierter Seite iſt feſch und außerordentlich
praktiſch und daher für die Reiſe ganz beſonders
beliebt. Unſer Modell, für das ein hellgrundiger,
buntkarierter Taft verwendet iſt, wirkt ſehr flott
durch das dunkle Material, das den Beſatz bildet.
Und ganz beſonders praktiſch iſt es, daß man den
Anzug in ein Täſchchen aus gleichen Stoffen
ver=
ſtauen kann. Natürlich zeigt dieſes Täſchchen den
beliebten praktiſchen Reißverſchluß.
Der moderne Mantel.
Vier Mäntel zeigen wir Ihnen heute auf unſerer
Abbildung — vier Mäntel in ſchönen, nach unten mehr
oder weniger erweiterten Formen, die trotz dieſer
unteren Erweiterung abſolut ſchlank, faſt
figur=
betonend wirken. Das liegt an den neuen
Schnitt=
formen, die mit dem allergrößten Raffinement
aus=
geklügelt ſind: jede Naht, jedes Fältchen muß an ſolch
einem Mantel ſitzen! Und das wichtigſte iſt, daß man
die Stoffweite richtig verteilt, daß in der
Schulter=
gegend gerade ſoviel Stoff vorhanden iſt, wie
unbe=
dingt erforderlich, denn die Wirkung der unteren Weite
hängt ganz vom Sitz des oberen Mantelteiles ab;
iſt der Mantel oben und unten gleichmäßig weit, ſo
erinnert er leicht an einen unförmigen Sack! Unſere
vier ſchicken Modelle können aus einfarbigen
Woll=
ſtoffen oder aus Seide gearbeitet werden — vielleicht
iſt eine ſchöne Seide in Schwarz, Marineblau oder
Braun noch geeigneter als Wollſtoff. Nehmen wir
einmal an, Sie wollten ſich einen eleganten
Seiden=
mantel beſchaffen, Sie ſehen unſere Modelle, ſie
ge=
fallen Ihnen, aber Sie ſind nicht ganz ſicher, welche
Seide für jedes einzelne Modell am paſſendſten iſt.
Und hierüber wollen wir ein wenig plaudern, vielleicht
können wir Ihnen einen Rat geben. Die ſehr weiche,
ſchmiegſame Form des erſten Modells (a) verlangt
auch ein weiches, ſchmiegſames Material; folglich
wäre, außer einer glänzenden Seide, Crepe ſatin,
Crepe marocain oder der neuartige, ſehr weiche Taft
zu empfehlxi. Da die Schnittform mit dem weiten
Glockenanſaß, den ſchmeichelnden Aermelvolants und
dem breiten, flott um den Hals gelegten Kragenſchal
an ſich ſehr dekorativ iſt, fallen alle abſtechenden
Gar=
nierungen fort. Das zweite Modell (b) iſt ſtrenger,
korrekter in ſeiner Faſſon; als Material kommt, neben
einem ſchweren Crepe ſatin, der für faſt alle
Mantel=
arten genommen werden kann, hauptſächlich ein
ſchö=
ner Moiré in Frage; eventuell kann man den Mantel
auch aus dem beliebten, ſehr haltbaren Ottomane
zwen
OPec
z, weil
ru
Rock eines Tuchkleides fallen
hübſch und neu. Dieſe apartet?
ihr Gegenſpiel am Leibchen, das jnch veſtt zu 10ße=
Treſſengürtel leicht bluſt, in dershe Biſchichte des bilt
jaft zu B
des Ausſchnitts, die durch eineuzuu
blende in abſtechender Farb (y
Treſſeneinfaſſung betont wird. a Hlu Auſölung der 3
zieht harmonierend auch den N qrudhellichen Zuichl
der ſchicken Fechtermanſchette, i pn Mmwic, genügend
gelenk ebenfalls durch ſchmale 2in nnuhte Kiche Ne!
abgeſchloſſen erſcheint (A).
Das gürtelloſe Kleid, das uru 5 lenan erinnern, daß
brachte, gibt natürlich auch a)rmhreier Monate
durch die Kunſt der Schere dißgarnrſchwand, in der
förmig wirkender Flächen abzu wEn=iſſe ſo eingehend
benutzt bei einem Nachmitt.s refür war die ſtille
Crepe ſatin das bewährte Malrma Gatin, wobei d
eingelegten Faltengruppe. Wos)iyr Nuter zugeſproch
im Rock enden, ſetzen ſchräg ab1 Eiſ no ſich auch der
geſchnittene Teile ein, deren ſpiruu d— geſchiedenen He
winklige Ueberſchneidungen S Ym0 gron erinnern,
in des Wortes beſter BedeutFoſt= Vemählung allg
Aus dieſer Linienanordnung, „Eenisn Annäherung z1
eine gewiſſe Markierung der Qywe.
(wenn auch die „Silhouette”, au0 /0 wird man ſich viel
ungeteilt bleibt), wächſt eine Bll. 2zu Berwick — guch hie
Material des Kleides hervor, Ehleine nach der Auflk
leicht geſchwungenem Ausſſi megie für die Gründ
Weſteneinſatz mit Jabotkragen :4yim und Kolonien
Etwas ſtattlicheren Damen. E5 üe Gründung au
der bizarre Linienverlauf nicht 19 hri das Unterhaus
kommen ſein — ſie werden f
kende Scherenſchnitte bevorzuge:
bietet ſie ihnen als beiderſe=
Bogenlinie eingeſette Glockente
abgefütterte Zipfel die Linie des
überſchneiden. Für das Leibch=*
gern bluſigere Form und lehrn
gefälligen Schnitt der Ruſſenb2f
rechtſtehendem Kragen an, der
nicht ſtilgemäßes, aber ſehr f*
ſchnittenes Jabot bekommt. (C)
Ebenfalls für die ſchlanke L2
andere Form ein, bei der vomri
je zwei Volants den Rock bildes:
Volant iſt in tief von den Hin
wärts ſchwingender Linie ange:9
tiefftem Punkt die in die MI4
ſcheinbare Schlußlinie des Kleſü4
am flachrunden, mit Spitzenkia.
Ausſchnitt beginnt und den ſtreeA
ergibt. (D.)
arbeiten, ebenſo wie den darauf folgenden:
An dieſem Modell wird die Wirkung 1I
Seide noch erhöht, wenn man ſie i ie‟
Fadenlage verarbeitet, etwa quer gerippt n
und längs gerippt für den unteren Teillie5
kehrt. Oder man wählt eine der neuartteite
Mantelſeiden, die nicht unpraktiſcher ſind 0s0
ler Wollſtoff. Auch Taft, Moiré und NeE.
in beſonders ſchweren Qualitäten, wurue.
eignen. Und dann kommt das letzte Nou4:
leicht taillierten, tadelloſen Form. Der
ſchweren Seide wird durch die aufgeſer:
aus einem ſtumpfen Material gehoben:=
Crepe ſatin, dann ſtellt man natürlich?
und die glänzende Stoffſeite zuſammen.n
aber darf für dieſes Modell nur ein beſonme.
und edles Gewebe verwendet werden.
Nun zum Schluß noch ein paar Wonsſt
neuen Frühjahrshut. Man wird viel
UIS=
geflechte in winzig kleinen Formen ſeh *
ganz ſchmalem, individuell geformtem !
Rand, teils randlos und kappenartg der
gezogen. Die Farben richten ſich natſich
denen der Mäntel; ſchwarz und g008
Nüancen ſind bevorzugt; lebhafte Tone!
wenigſtens vorläufig, wenig ſehen.
Zu allen Modellen ſind Lyon=Schhe.
Der neue Frühjahrs‟
Das Charakteriſtiſche und wirhig
Frühjahrshüten, den kleinen und De.
L=
eine ungleiche Form, die einſetig, o0.
Form, bedeutend verlängert iſt. S
kann dieſe neue Form die gleichnöße.
dig verdrängen, denn es wird imme. L.
n0
die ein korrektes, ſolideres Genre !
ſamen Extravaganz vorziehen=
Sonntag, den 10. März 1929
Seite 27
Mlenteurer von Ehre.
Aoman von Max Uebelhör.
(Nachdruck verboten.)
=Pedienung klingeln, Sir?”
fnete die rechte Fauſt und winkte; Hohlander
hei4/ſcer heraus, weil er ſtandgehalten hatte, weil
nickᛋlmte, wo dieſe alles bedeutenden Papiere in
waug— in ſeiner Bruſttaſche, über ſeinem Herzen,
er diAlſtunſinnig pochende, faſt ſchmerzende Herz
an3
Ein Nachwort.
ſere nMbieles zu ſagen, doch das meiſte wird der=
— die ſeſchichte des britiſchen Imperiums und der
fliſchem Eeſellſchaft zu Beginn dieſes Jahrhunderts
wifrſet
dſichün Auflöſung der Imperial=League erinnern, ſie
„den eirdheitlichen Zuſammenbruch ihres Schöpfers.
s vonnſirwick, genügend erklärt; wie eine ihrer
Pfei=
rebem eiaubte Kirche fiel ſie in wenigen Wochen
zu=
d ſicht ernn erinnern, daß der Name des Herzogs von
hren=ichrerer Monate aus jener Rubrik der großen
Slättwurſchwand, in der über die höſiſchen und
ge=
en Enezu iſſe ſo eingehend berichtet zu werden pflegt.
rundthrfür war die ſtille und raſche Scheidung des
in ſein Gattin, wobei das Kind im Einverſtändnis
„ater ſie Mutter zugeſprochen wurde.
„M wirnm an ſich auch der ſpaltenlangen Berichte über
lungeer geſchiedenen Herzogin von Berwick mit dem
MieſylErby erinnern, ſehr wahrſcheinlich wird man
eil Ah Vermählung allgemein als ein Zeichen der
ehmennen, Annäherung zwiſchen England und
Ruß=
iet MIN.
öließlſtk wird man ſich vielleicht auch noch erinnern,
zog 1)0 Berwick — auch hier tut der Name nichts zur
vige !MRnate nach der Auflöſung der Imperial League
er Elmgie für die Gründung einer das Mutterland
„Dommn und Kolonien enger verbindenden
Körper=
ſt, daiß ie Gründung auch ſtattfand und daß ſie raſch
Oberx it das Unterhaus beſtimmenden Einfluß er=
a gu qtloſen Sohlen, und als er draußen auf dem
wvar, 191 er ſtehen, ſtützte ſich mit beiden Händen an
und unike tief auf.
in de ßöhle des Löwen geweſen und kam heil wieder
langte, was ihr Schöpfer, der Herzog, gerade noch erlebte, um
dann auf einer Propagandareiſe in Auſtralien vom Schlag
getrof=
fen und in den Nekrologen der geſamten angelſächſiſchen Preſſe
als guter Bürger des britiſchen Imperiums gefeiert zu werden.
Doch dieſes Werk überlebte ſeinen Schöpfer; es
über=
lebte ihn nur zu gut ...
Von all dem wird der Leſer vielleicht gehört haben, es ſind
dies zum Teil hiſtoriſche Begebenheiten.
Dagegen kann er kaum etwas von Karl Hohlander und dem
vollen Glück wiſſen, das das ſchöne Landhaus in Kent, ein Schloß
faſt, und das elegante Eigenheim in London nach ſeiner Heirat
mit Kathleen erfüllte.
Hohlander, nun ſelbſt für engliſche Begriffe ein
außerordent=
lich reicher Mann, lebte zuſammen wit ſeiner ſchönen Frau an=
Kinderwagen
a
aller Art, neueste Modelle eingetroffen. Es ist Ihr Vorteil,
wenn Sie unsere Wagen besichtigen und die Preise hören.
1. Donges & Wlest, Elisabethenstraße 25½
fangs das ſo ſichere, vornehme und beherrſchte Leben des „Aus
landers von Diſtinrtion” uno dann dasjenige des naturaliſierten
Briten — die Verwaltung ſeiner Güter und große Geſchafte, di
er im Schutz der pax britannica machte, hatten die Einvurgerung
erheiſcht.
Dank einem ſtillen, aber mächtigen Einfluß ſtanden ihm alt
die ſonſt ſo wohl behüteten Türen der beſten engliſchen
Geſell=
ſchaft und danat der peſten internationalen Geſeltſchaft der Welt
offen, und derart lebte er ſich in dies neue Milieu ein, daß man
ſeine deutſche Abſtammung bald vergeſſen hatte.
Man jah Hohlander nicht nur im vornehmen London, nicht
nur als einen der eleganteſten Reiter der Rotten Row im
Hyde=
park, als einen der markanteſten Gäſte all der großen engliſchen
Feſte,, als einen Teilnehmer der großen Jagden in Scholuland,
als hervorragenden Sportsmann bei allen engliſchen Turnieren,
Regatten, Rennen und Maſches, ſondern man ſah ihn überall,
in Paris, in Petersburg, in Konſtantinopel, in den herrlichen
und üppigen Städten des lateimiſchen Amerika, in den von der
Arbeit und der Jagd nach dem Dollar durchſieberten Städten der
großen nordameritaniſchen Republik.
Man hörte von ihm als dem Erforſcher des zentralen Afrika,
als dem Jäger in den Dſchungeln Indiens, als dem Reiſenden
durch China, Japan, Tibet und die Mongolei, man las von ihm
in den Revuen gelehrter Geſellſchaften kleine und immer ſehr
intereſſante Abhandlungen über menſchliche Kurioſa; mit einer
gezügelten, aber wahrhaft kranihaften Lebensgier warf ſich
Hoh=
lander über die ganze Welt, erforſchte er ſie in allen
geographi=
ſchen Richtungen, in allen Schichten und Klaſſen
Und wer dieſen ruhigen, faſt kalten, korrekten, beherrſchten
und andere, ſo leicht beherrſchenden Mann von Welt ſah, der
mußte der Meinung ſein, es hier mit einem vollkommenen
Pro=
dukt jener engliſchen Schulen zu tun zu haben, auf denen weniger
das Wiſſen als der Charakter herangebildet wird, und die jedes
Jahr Hunderte ſeiner Individuen in das Leben hinausſchicken,
die ihr eigenes, reiches Leben führen, und ſollten ſie einen Beruf.
ergreifen, ſo immer den gleichen, denjenigen der Beherrſchung
der Maſſe Menſch.
Nein, niemand konnte ahnen, daß unter dieſem ſo ruhigen
Aeußeren immer noch der alte Karl Hohlander ſtak, der
Aben=
teurer, wenn auch der Abenteurer von Ehre.
Er ſelbſt wußte dies nicht.
Aber da kam ein Ereignis, das aus dem Menſchen alles
herausholte, was an Gutem und an Schlechtem in ihm war, es
kam der Weltkrieg, er kam eben doch.
Und in wenigen ſchmerzlichen Tagen fiel die durch ſo viele
Jahre geſchaffene Maske ab, der Abenteurer ſtand wieder da,
herriſch, trotzig und tollkühn, und wieder leiſtete dieſer
Aben=
teurer ſeinem Vaterland große Dienſte.
Ende.
* doprndl
Pführmal
Granom
„25jcichr
Gararct
Bebrarach
an Prng,
olingens
üden
orzügl!c
mi
Fach
nie naot
Sie 9
7 Uhr Bi9
hören desn
Nag!
verſand !
ich ausal.
V100 kmC.
ASwahl 6
— an.g
Korpp
Sſtraße 2
B5l5o
SAISON-EROEENUNG
Es muß doch
Frühling werden!
Und wenn Sie wissen wollen,
welche reizvollen
Uberrasch-
ungen die neue Mode für das
Frühjahr bereit hält — — —
Wenn Sie eine umfassende
Auswahl der schönsten und
apartesten
Frühjahrs-Neuheiten
beisammen sehen wollen— —
Wenn Sie auch in der
kom-
menden Saison sich wieder
mit ganz bescheidenen
Mit-
teln doch schick und modern
kleiden wollen — —
Dann brauchen Sie
nur das eine zu tun:
Unverbindlich zu uns zu
kommen.
DTAEIIIELO OlupwiGgrR, 8
DARMSTADT
Wodernes Spezialhaus für Damen- und Mädchen-Konfektian
IT504
Die Wette gewonnen
hebe ich ſedesmal, wenn ich meinen Abtei=
Likör und daneben den franzöſ. Benediktiner
von Kennernprobleren ließ. Keiner vermochte
bisher, weder mit verbundenen noch offenen
Augen, beide Fabrikate voneinander
zuunter=
ſcheiden. Ebenſo gut kann man auch auf
Char=
täuſer wetten. Aberhaupt alle aus Reichel-
Essenzen ſelbſt herg: kellien Liköre ſind ſo
zu werten. Sie beſtehen im Vergleich mit den
teuerſten Marken jede Probe.: Erhältlich in
Drogerien und Apotheken, echt aber nur mit
Marke „Lichtherz”. Dr. Reichels
Rezept=
büchlein daſelbſt umſonſt oder koſtenfrei durch
Otto Reichel,Berlin 50,Eisenbahnſtr. 4
Haushaltungs= und
Luiſenſchule Fortbildungsſchule.
Karlsruhe (Baden).
Otto=Sachs=Str. 5. Ecke Mathyſtraße.
Internat.
G=ündliche Unterweiſung in der
Haus=
wirtſchaft, im Kochen ſowie in
Hand=
arbeiten (Vorſtufe zur häuslich.
Berufs=
ausbildung), Weiterbildung in
Schul=
fächern. Handelsſchulunterricht (
Buch=
führung, Stenographie und
Maſchinen=
ſchreiben), Jahreskurſe in zwei Klaſſen.
Klaſſe A für 14—17jährige, Klaſſe B
für junge Mädchen über 17 Jahre. Die
Schülerinnen ſind vom Beſuch der
all=
gemeinen Fortbildungsſchule befreit.
Beginn des neuen Schuljahres Ende
April 1929. Satzungen und Auskunft
gegen Einſendung von 30 Pfg. durch die
Anſtaltsleitung. (3618b
Bad. Frauenverein vom Roten Kreuz
Karlsruhe (Landesvorſtand).
Mn Seffeief
Bist du nervös 2 222
Verwende zur
Kopf-
wäsche und Massage
Sanidlonon-Kopkwasser
Alleinverkauf im
Damen- u. Herren-Frisier-Salon
484
BEIN
Elisabethenstr. 34 / Tel. 3968
Repataluren
an Uhren und Goldwaren
werden prompt, fachgemäß und billi
ausgeführt bei Jgcob Eckſtein, Uh
machermeiſter, Gr. Ochſengaſſe 1. (296
em von 0.76 an
am von . . 0.80 an
em von . . 1.00 ar
Olem von .. 1.20 an
DWsap. Seide 4.80
läwuiche Beſatzartikel,
NonenE- Gnäiren, Rüſchen uſw.,
2 Fer le Schirme in großer
Neu Alberziehen billig.
Nachttiſt=
woen, Tiſchlampen,
ampen,
Schlafzim=
ihr., außerſt preisw.
yer ſtr. 9, Lin. 3, Hermannſtr.
eid. ,„ Beſſung. Weinſtube‟
O
Dachdecker=,
Maurer=, Zimmerer= und Glaſerarbeiten
werden unter fachmänniſcher Leitung
ſolide und billigſt hergeſtellt. (4134
Bauhüfke Darmſtadt
Bismarckſtraße 19 Telephon Nr. 371.
gebraucht, gut
Motorräder erhalten, verk.
Baumert. Erbacherſtr. 1. Tel 4374, 25139
Hnäiſieren —Vernieſel
4057a)
Gg. Thiele, Obergaste 32
Sprech-Apparate
Schallplaiten
bequeme Zahlungsbedingungen
Fr. Spengler (3691a
Ahastraße 24
Morgewegstr. 29
Wober schafe
werden repariert.
Spezial-Werkstätte
Schuhmacherei
Heinrich Hübner
Ja. Westf. Pumpernickel
geschn., 18 Pack., ä1g Pfü. 4 Stan,, haltbar, frto.
4 Mk. Nachn. Brolfr.-Fr. 7näagor, Köln=Klettandorg.
Rheinſtr. 47 Gr. Ochſengaſſe 22
Heinheimerſtr. 48
Fel. 3325 25
( Fabr. Knäppen-Brot in Rheinland u. Westfal.)
TTK6 195
[ ← ][ ][ → ]Seite 28
Sonntag, den 10. März 1929
EGrafenstraße
Ab heute zwei international anerkannte Großflme:
Somg (Schmutziges Geld)
Nur noch heute:
Der zweite Teil und Schluß des großen
mit Anna May-Wong — der beruhmten
chinesischen Schönheit, Hleinrich George und
IIans Adalb. Schlettow.
Eines starkten Mannes Liebe
6 Akte aus dem Leben eines Weltmeister-
Beginn
boxers, mit
Lillan Hall-Davls und Carl Brisson.
Uhr
Weltreise- und Abenteurer-Films
Die Frau ohne Namen
mit Georg Alexander, Elga Brink
und
Ohne Gesetz und Recht
Wildwest-Sensationstilm in 5 Akten.
Preise: 0.80, 1.— und 1.30 Mark.
Beginn 2 Uhr.
Nur noch heute:
Henny Porten in
Liepfragmilck
dem Film vom deutschen Rhe-t
und
Der Schlauber
Der sportlich beste Fußballflm
Beginn 2 Uhr.
Im
UNION-THEATER
Rheinstraße
Heute vormittag 11 Uhr große Kindervorstellung der Jugendbühne-Berlin
Indlen, das Land der Wunder. — Ein Tag im Fuchsbau. — Tischlein, deck dlch. — Der Affe bringt es aif
Preise für Kinder: 030, 0.50, 0.75 und 1.— Mark. Erwachsene: 0.50, 0.75, 1.— md
Hotel brinz Heinrich
heute, Sonntag abend
Konzert mit Tanz.
O7
ORPMEUM
Orig. Kölner-Volks-Bühne
Heute Sonntag, den 10. März
Benänslänen Kondert
Familie Schmitz
Reſir. Rummelbräu
Ein toller Schwank in 3 Akten von Herm. Bopt
Donnerstag, 14. März, abends 8 Uhr,
in der Aula des Realgymnaslums
(Kagellplatz).
Karten zu treiem Eintritt bei:
Neues Soä
ab 4 M
KONZ
3254
gegenllder der Feſthalle, Halteſtelle der Straßendahn
— Telephun 2310 —
Kleine Preise: Mk. 1.00-3.00
Arnold
nur am weißen Turm. (41/2
R
Monog
Heute his 31
1.3
Kndtaug iü
Dekannt vorzügliche Küche
: Mäßige Preiſe „
Mittagstiſch von 1 Mk an
Heute abend
Sonntagsk arten: Verk.-Buro v. 10-12 Uhr, Kiosk,
ge-
genuber dem Verk.-Buro bis 1 Uhr, Orpheumskasse
ununterheache ab 3 Uhr.
zus1
KONZERT
Bucherstube Alfred Bodenheimer.
MÜLLER & RÜHLE
Buchhandlung
Elisabethenstraße 5 Fernruf 220
Inh.: . Heidenreich.
Café Rheingolc
Sonntag, den 10. März
Tanz-Teevon4-63 Uhr.
Familien-Konzert
ohne Tanz ab 8 Uhr.
DR. MAK WAUER
Weiss-Quartett, WWien
ROntA
heute abendl
Im
Bestaurank
eich
Lily WVeiss, Lotte Selka, Lotte Hammerschlag,
Beatrice Reichert
Brahms: Streichguartett op. 51, Nr. 2 A-moll
Berthold Goldschmitt:
Streichguartett op. 8 (Erst-Aufführung)
Havdn: Streichguartett op. 33, Nr. 3 C-dur
Weinſtube Stolzenfels
Eoderſtraße 0½
Telephon 2325
urr. 1.20 eseiſenkolge: WF. 1.50
Bonillen-Rels-Suppe
KalbsfHieandeau
Lendenbmatten
Roſenkohl.
Miſtch=Gemüſe
Kartoffeln
Kartokfeln
Rachtich
am Donnerstag, 21. 3., im Musikvereins-Saal
Numerierte Karten 2.50
Unnumerierte Karten 1.50
auss
Gmpfelle gleichzeittg meine reichhaltige
Abendkurte, ſeueie anerkunnt vorzülglihe
Ausſchank. Weine.
Karl eiblarigger.
J. Meßger. Heideldergerſtr. 88
eute aß 6 Uhr ((138
Mn
billig abzugeben.
aße 9, I.
Kru
spricht
Dienstag, den 12. März 1929
abends 8½, Uhr
in unseren Räumen:
DIE ANERIKANISCHELITE.
RATUR DER GEGENWART
insbesondere
Theodor Dreiser und Sinclair Lewis
Vereinigung de
humaniſtiſchen /
von Profeſſor 2r.
Gr
„Das Bildnis in der 7
am Freitig, der 1I.
im Feſtſaal der 2—u
ſchule, Nec—5
Einige Karten sind noch bei uns erhältlich.
TT 41s-
„Saalbau /Gaststätte
Gäſte ſind
iſt frei, doch
werte-
träge zur Dechm
Saglein;
Inh: Eritz Niernann
(4115
Prelswerter Mittagstisch von 1.00 Mark an
Anerkannt gute Klche, reichhaltige Abendkarte
Rummel-Spezialbler und LSwenbräu Hell
Separate kleine und große Gesellschaftszimmer
Konditorei. Kaffee- Zeſtiaurant
Aim Kurz
Aee
Waldschlösschen Rihr NOTT m
und Kacee R
bei Uarmstackt.
Hlanestelle
Ne 9
Souktag, 14 März.
ür: KonzertKUNLERI
Verzüglche Kache
Texe Weine
Dar beilebte KronenLxportHer. (
Restser: T. Schnelder
„okin Feute?
Café Ganssmann/Zur Frühlingsfeier!
—nder Hechschule -
TSeute Abend 7 Uhe Defſlunger Turnkacke
Täglich Künstlerkanzert
Jefeles Oiz Nei
Lurnhalle Baogsplatz
Heute (kl. Saa)) 7x Uhr:
Großes
Konzert
(4114
Tanz=Einlagen
Kapelle: Rühlemann.
Ia Bockbier
Biener Kronenbräu=Keller
Dießzgerzzaße 27
ig von 5 Uhr abends
Ze
Konzert
mit Tanzeinlagen
Fintit ud Tamz frei
Grt serfi 5 er Tätg47c5
Ret 5 5b.:e Wer.:—*
(r7s
Zum Neckartor Deutſcher:
MikwNrR SAtFF und Sonr 43
TANZ1
LUDUIGSHOHE
N
Neute Nachmittag. 20 Uhr
KONZERT
Der Rhein im Lied
Muſit „Tattkia4 eber! Er ſel2
Miener ℳre + 2.Rmuke Afeinthderihwen
Bschhündssnr der Draueres Jen
M. Dintelm anN. Seldeldergerktr. 40
Deute Eunntng dun 7 Ur 25
Zigeuner-Konzeri,
Ese Heidelberger- u. Riedeſelſtr.
Od ute
heut=
Mee
und
aorreritag 1
Wmserl Serraulte!
Jazz=Konzert
Teßurmnt Birmernm E
G. Mahllew. 1.25. Mmernmiggst D4
Großes tiaus
raoroRCNgsry,
*
IA.
Usflugsor,
SIEREI
Eiessisches
Landesthester
gesffner!
Scnntag,
B. Mue
Dgrantamtindan T.a
Mrers E.4
Freiser 050—5 M 1aN-3 1
B1: La Tzderia ISHräIa - Der Daſarn.
Ererse ; 1. 5012 m7 Hasserin. c
Mers I.8 TIheo macht elles
Freine: 1.30—5 MI. 2.76f—22 T5-1
Zuser Mer Der Glasschrenk
Me
—h der Bnu um V3
mn
Satzte mm Simwin=
und Ealiemiſthem M
S
Sch
TEL. Fäiräfl
Opel-Fatrriuek
Furen Sie hr: Seue 2.4*
FEr afe 20f 2—, ſetm !
Monarsnurs u M.
Seſichnaen Sie bit
Riiellstlie Tellie
Ausstellung auf der Mai
vom 10.— 17-
Verein
Touristen
wI.- der rbeinice- N—- mm
—Mzn e — Mz Zer geiferz. — li ——
Sez-t2——. —
DIENATURFREUNDE Gau Mittelrhein-
Sonntag, den 10. März 1929
otel-Restaurant
Rheinstraße 47
Sämtliche Kritiker und Nörgler treffen
ſich nach dem Handballſpiel bei einer
Taſſe Kaffee mit
Konzert im Hansa.
aktives Mitglied bei V. f. R. 96 Heilbronn.
te. V.
erſammlung
rsirag, den 14. März.
Freiligrathſtraße 8,
nistags 4 Uhr.
wangeliſche
jaahrtsdienſt
ilee v. Zech. Wies=
„Ernrichtung eines Evan=
15Fahrtsdienſtes”
uc D. Guyot.
Darm=
usbildung für den Evan=
Fahrtsdienſt”. (4133
heute zber
Weflügelzuchtverein
Darmſtadt
Montag, 11. März 1929
um 20½ Uyr
Monats=
Verſammlung
wim Chrift Grafenſtr. 20.
ordnung:
77.
ile Nationale,
=Geftügelzucht, Vortrag,
ärnme Tauben u. Hühner
regen Beſuch. (4122
Der Vorſtand.
Vereinigung
humaniſtiſt
ſnr u. Guterhaltenes mod.
in=
u1 Schlafzimmer
h. preiswert zu verk.
(* Riedlingerſtr. 43 I.
Langjährig.
Bühnen=
ſänger ert. Unterricht
für Oper, Konzert,
Haus. Std. 2.— RM.
Anfr. unter I. 108
a. d. Geſchäftsſt.
Volkswirtſchaft!
Wer bereitet z.
Vor=
examen in
Volkswirt=
ſchaft an der T. H.
vor? Angebote unt.
189 G. ſchäftsſt. (*
Mathematik. reine u
angewdt., d. akad. geb.
Lehre. Vorber. a. alle
Ziele. Nachh.
Witt=
mannſtr. 30 I. (B.139
Neue Kurſe unter
Leitung eines Dipl.=
Kaufmanns
begin=
nen am Montag,
den 18. März 1929,
abends 7½ Uhr.
Vorher. Anmeldg.
Hans Schlöſſer
Schwanenſtr. 30. I.
(*gei)
Darmnstädtel Tomsrank
eingetragene Genossenschaft
mit beschränkter Haftpflicht.
Wir beehren uns hiermit, unsere Mitglieder zur
Urachnchen deneräftersämntang
auf
Dienstag, den 12. März 1929, abends pünktlich 8 Uhr
Beſie deut che
Bezusequelſe
Seite 29
Billige böhmiſche Bettfedern
nur erſiklaffigſie Qualität:
4 Pfund graue, geſchliſſene Mk. 0.50 und 4.— balb.
weiße Mk. 1.20, weiße, ſaumige M. 2—, 2.50 und
3. — Herrſchaftsſchleiß, ſchneeweiß, M. 4.—, beſter
Halbfiaum Mt. 5.— und 6.— ungeſchliff. faumige
Rupffedern M. 220, 2.80 und 3.25, Flaumrup
Mk. 3.80 und 4.80, Daunen, grau, M. 4.— und s —
Dannen, weiß, M. 7.—, 10.— zollfrei gegen
Nach=
nahme, von 10 Pfund an auch poſifrei. Nichipaſſendes
umgetauſcht oder Geld zurück. Ausführllche Preisliſte
Nke
und Muſter koſtenlos.
Erfies Bett=
A
Rudolf Blahut ſedemgroßbanz
Deſchenitz 82 Böhmerwald
im
Skenographie
Maſchinen=
ſchreiben.
Neue Kurſe
beginnen 15. April.
M. Naumann,
Waldſtr 4. (4129b
Restaurank Christ, Grafenstraße 18/20
ergebenst einzuladen.
Tagesordnung:
1. Rechenschaftsbericht und Rechnungsablage für 1928.
2. Bericht über die Ende Oktober, antangs November 1928
stattge-
fundene gesetzliche Remsion, Erklärung des Aufsichtsrates hierzu
und Beschlußfassung über den Revisionsbericht.
3. Bericht des Aufsichtsrates über die Prütung der Jahresrechnung.
4. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung, Gewinnverwendung sowie über die Entlastung
der Verwaltungsorgane.
5. Ergänzungswahl des Autsichtsrates. Es scheiden aus: die Herren
Kalbtuß, Krämer und Mayer, die für die Dauer eines Jahres nicht
wieder wählbar sind. Ferner Ersatzwahl für das am 25. Juni 1928
verstorbene Aufsichtsratsmitglied Emil Vierheller,
Darmstadt, den 1. März 1929.
Der Aufsichtsrat:
J. Nohl, 1. Vorsitzender.
Der Vorstand:
TLALLenA
Weiler.
L.. Habicht
Becker.
(4081
Freit u.
Seſtiaal
Beleuchtungskörper
keiiz- und Koch-Apparate
o chtreguenz-Apparate
Heiz-Kissen —
stets durch die Firma
GUST WILK
icht-, Kraft- u. Signal- Anlagen
MSir. 7 (4145) Telephon 596
Herrenkleider nach Maß
Meme dchneiderei bietet unter neuer
Beitung Hervorragendes! DDie neuesten
Frä
sstoffe sid eingetroffen. D
WLLH SCHWAB
Darmstadt
Buawigsplatz
(3771idg)
das Ursprungsland der Eiernudeln und
Maccaroni hat schon fruh den hohen
Nahrwert und die besondere
Aus-
giebigkeit dieses Volksnahrungsmittels
erkannt.
Die deutschen Fabrikbetriebe aber sind
den Ausländern erwiesenermaßen weit
über, wegen ihrer Reinlichkeit und der
Beachtung der strengen Gesetze der
Hygiene.
Das Produkt bewunderungswürdig,
saubersten, mechanisierten und
bygie-
nisch vollkommensten Betriebes sind:
Eberhardts Teigwaren
hervorragend im Geschmack
sehr nahrhaft
besonders ausgiebig
daher auch preiswert.
Eduard Eberhardt
Eiernudeln- u. Maccaroni-Fabrik
Jugenheim (Bergstraße). (V.263
TTA
Das Lrzillch empfoblene
Mallern des Haaree mit
Dr. Mallen Haarwuchs-Hirier be- Theodor Frank,
settigt zuverläseig Haarschwund. Eliſabethenſtr.8
Hauraasfall, Kopfschuppen, Inekreis und verhinderl Parfümerie
frühzeitiges Ergrauen. Nervenstärkend. Mit oder
ohne Fetl. Packung Rm. 8,50 in allen einschlägigen Zillmann, Eliſa=
Gesbäften mn haben, sonst frei vom Hersieller bethenſtr. 21.
Dr Maller & Co, Berlin-Ujchtertelde 1.
M. tägl. — 45.- Mk. monail.
Nas gute Piano!
tuvay, Schiedmayer, Jbach u. v. a. vo. U er, an
Sie: Klavierkauf iſt Vertrauensſache!
ert=Arnold
ſir. 28— Seit 1830
Langjährige ſchriftliche
Ga=
rantie, auch bei gebrauchten
Inſtrumenten.
Eventuell ohne Anzahlung.
Gebrauchte Pianos und
Flügel von 500.— Mk. an
jederzeit am Lager. (3912a
Ein
ones Heim
mit
geschmackvollen
und doch
billigen
Sprachunterricht
Engliſch, Franzöſiſch
Hoffmann, (3759a
Heinrichſtr. 42.
Habe billig abzug.
1 Gasheizofen
m. 9 Röhr. 34.—
1 verz.
Bade=
wanne . . . 15.—
1 gußeiſernes
Wandbecken
1 Spülkaſten 6.50
1 Gaslampe 4.50
1 elektr.
Zug=
lampe
Ludwig Kling
Zu verkaufen
1 gut erh.
Schlaf=
zimmer, hell Eiche,
ſowie verſch. andere!
noch gut erhaltene
Möbel zu günſtigen
(4180
Preiſen.
Näheres i. d.
Ge=
ſchäftsſtelle d. Bl.
Guf. Herrenrad
NSU. 55 ℳ
gul. Damenrad
Mifa, 58ℳ. (4197b)
zu verk., ev. Teilz.
Karlſtr. 14. Laden.
Sofas, 1 Bettſt.
mit Sprungrahmen!
u. Polſter bill. zu
verkaufen. Anzuſeh.
von 3—5 nachmitt.
Näh. Geſchſt.
Hüllern Sie IhrHaar!
Müller & Sohn,
Parfümerie,
Ludwigsplatz 1.
H.RIECHOFF2A
* EIII
von
OZIIé
Achten Sie meine Schaufenster
Vorführ.=Maſchine
NSU-Pony
ſteuer= u führerſch., unter Preis
abzugeben. (4204
Benz &. Comp.
Brukmaſchine
(Frankf.) 200 Eier.
wegen Aufgabe der
Zucht bill. abzugeb.
Anfrag. unter Te
lephon 769. (4092
Niedriger Anschaffungspreis, kleine
Anzahlung, geringe Monatsraten
Kräftiger 500 ccm Blockmotor,
deshalb guter Bergsteiger
Geschlossener Doppelrohrrahmen,
deshalb besonders geeignet als
Beiwagenmaschine
Billig im Gebrauch und
unver-
wüstlich in der Dauerleistung
Deshalb
Verkaufe
Brukmaſchine
„Peka”
Jahrgang 1928 für
100 Eier mit ſämtl.
Zubehör. Der
Brü=
ter iſt noch wie neu
u. hat gute
Schlüpf=
reſult. gebr.
Preis=
wert! Wedekindwe=
Nr. 10. Darmſtadt.*
AAD
KEutchemautdevetunsengsagaft
TBIn 2043
Berlin-Spandau
Vertretung für Darmstadt: Donges & Wiest, Elisabethenstr. 25½
(1811a)
Günſtiges Angebot!
Nur Qualitätsarb.!
Klubſeſſel u. Sofas
in Möbelſtofffen
und Leder.
Ottomanen mit u.
obne Decken.
Matratzen all. Art.
Dekorationen.
geſchmackvoll
preis=
wert und ſchnell.
Fachm. Beratung.
Carl Herber,
Luiſenſtraße 34 36.
am Alten Palais=
Garten, Tel 1916.
(*fgm)
Konfirm.
Kommun, Karken
Reſtpoſten ſehr
bil=
lig abzugeb. (4081
Paviergroßhandlg.
Skurnik. Bleichſtr. 46
Schulranzen
Schultaſchen
Aktenmappen
kaufen Sie gut und
billig bei
Limbacher,
Kablertſtraße 3.
(Eig. Anfertigung.)
Alle Mütter sollten’s wissen,
dass sie für ihre Söhne, einerlei in welchem
Alter sie stehen, haltbare und schöne
An-
züge nirgends so preiswert kaufen als bei
Stegmüller hinterm Schloß. Eine Riesen-
Auswahl erwartet Sie, alle Arten, von der
einfachsten bis zur elegantesten Ausführung
sind vertreten und alle Größen am Lager.
Stegmüllers Knabenabteilung zeigt
unüber-
troffene Leistungen!
DAs HAus Füx Surr UND
BIILIGE FERTISKLEIDUNG
Knaben-Schul-Anzüge
Knaben-Sport-Anzüge
Kieler Anzüge
Strick-Anzüge
Kinder-Anzüge
Kinder-Häntel
Knaben-Häntel
Konfirmanden-
und
Kommunikanten-
Anzüge
SCHLOSSGRABEN N2. 13 4
DIREKT HINTERM SCHIOSS
dIEEMULLEK S FEHIIEKLEIDUNLeS IEEMULIERS FEATIGKLEIDUNGSSTECMULIERS FERTIEKLEIDUNe
u74
Weil unsere Fabrik am Platze ist
ersparen wir alle Versandspesen und
Zeit, deshalb ertolgt Lieterung so
schnell — gut — und billig
Färdere ROllSOTC Liau
che
Nacd
Kranichsteinerstraße 28
Elisabethenstraße 28
Telefon 736
Telefon 736
Marktpassage
3000 Mark
erſparter Ladenmiete kommen meiner
Kund=
ſchaft jährl. zugute. Wollen auch Sie dieſen
Vorteil genießen, ſo kommen Sie bitte zu
mir, ehe Sie ein Bild kaufen odereinrahmen
laſſen. In meinen Ausſtellungs=Räumen
finden Sie alles, vom einfachſten
Farben=
druck bis zum beſt. Oelgemälde ganz beſonders
preiswerte Wohn= und Schlafzimmerbilder.
Konkurrenzlos im Preis (19a
Eliſabethenſtraße 30,
Bilder=König Eingang d.d Torhalle.
TEEPILZE
ESt FAPONGE 2 St. Mk. 6.40 einſch
1Pak. Anſatztee frko. Nachn geben ca. 300 Ltr.
Getränk. Verblüffende Wirkung bei
Arte=
rienverkalk., Gicht, Rbeuma, Abgeſpannth.
Ertrakt=Werk. I. Schöng, Sächſ. Schweiz (IV.326
Kraftfahrſchule
Richard Buſch (esosa
Felebhon 2515 Lauteſchlägerſtraße 30.
Bitte genau auf Firma und Straße zu achten!
Zrosifüntert
Kindsrwogan and
Aasstsagan
neueste Hodelle wunderrole Farben
stehen rur Auswahl bereit. Versäumen
Sie nicht unser Lager zu besuchen, e
ist Ir Vorteil.
JI. Donges & Wiest, Elisabeihenstr. 251
Schreibmaschinen
von 190.- an 1G7.
Wilh. Heckmann
Mänlstraße 72 Fernrut 1552
Teilzahlunz anf Wunsch
Neuer Riesen-Excelsior-Hafer.
Machen Sie einen Gang
durch meine Ausstellungsräume sobald
Sie die Absicht haben, Möbel zu kaufen.
Sie werden sehen, daß ich Ihnen eine
große Auswahl in nur guten
Zimmer-
einrichtungen, Küchen- und
Einzel-
möbeln biete, und Sie werden Enden,
daß meine Preise und
Zahlungs-
bedingungen sehr vorteilhaft sind.
Adam Kanz Nachf. Inh.
Piedrich Eillenkauer
Telnspelziger
Weiß-
hafer. Eigene Auslese.
Diese berährte Hafer
sorto steht eurig im
Ertrag an Kdmern und F
Strod da. Sie ist sehr
tradreitig die stratten
schilfartigenfalme
er-
reichen äder
Mannes-
höhe und Eind dabei
vollständig lagertest
E sedeiht zuf allen
Bodenarten
Her F. P, Rogau
in Schlesim sctreist:
.. . ferner kunn
ic4 Dinen m meiner
Freutde miterien da6
das im Frahzahr de
sosens Kiatyz Er.
geisien Hafer” gars
fade-ta7 im Lrirag
war. So eine
Hufer-
ernts Nutte ich nocd
ie* HHI.Msd. a1sr
Aehniche Dank- und
An-
erkennunssschreiben ginsen
mir aus allen Gssenden
Deutsdlands in großen
Mensen ru
leb liefee ein wrt ich erstLassiges Sastgut aut Größe
und Seanere des Kornes Dortett 10 Ztr. 165 — Uk. 1 Ztr.
17— H. ½ Ztr. 2.— u. ¼ Ztr. 5.— H.- 10 Pfd. 2.— u
Versand zu den Befingungen meiner Prefliste eistere
gratts und darko.
Fkeldeutsche Saatenstelle
Hermann Hildebrand. Dällstädt-Erfart. 3.
Kindergarten des Heſſ. Fräck=
Kiesſtraße 63.
Beginn nach den Oſterferien Dienstag, Xnu
Anmeldungen werden täglich von u—B1.
genommen.
Lilf Jordam !
Wäsche- und Handarheils-Fkt
Montag und Dienstag den 11. n. 12. März..
mittags bis 18 Uhr, findet in der „Eintra4
ſtraße 12, eine Ausſtellung der in meinem Unt
ten Kleider, Wäſche und Kunſtlarbeiter ſtat. 1
werden auch Neu=Anmeldungen ange—4
Der Unterricht umfaßt: Schneidern, Wäſchens.”
alls feineren Handarbeiten, wie auch 21
ſtaatlich geprüfrizs.
Leſr.-,
Ida Harz.
Kaſinoſtraße 24, 2. Srock.
Untangbüger
kaufen Sie in größtr7
bei
J. Ph. Reinik
Schloßgraben Nr. 7
Eahien beweit
Im Jahre 1928 lieferte ich über 1368 E
209 Jeuter Bauſtoffe:
Speyerer Doppeifalzzieg:!
Heppenheimer Biberſchr
Hourdis, Steinzeugrohrs
Onal kälsarbeit für Halo
(amerik. Zelluloſe Spritzte 5nih)
mit ſeinem vornehmen
Polier-
glanz. BeigeringerPflege
jahre-
lung haltbar. Higebeſtindig,
Säure= und Benzinfeſt unter
Verwendung b. beſterprobtem
echtem Material.
Kurze Lieferzeit. Solide Breiſe.
(Jahrelunge Erfahrumgen).
Alteſte Spritzlachier-Anſtalt
am Blatze.
Ph. Schellhaas
Büro: Marktplatz 7.
Werkſtatt: Kirſchenallee 89.
(40885
Telephon 1173.
Jement uſw.
BOSEPH EREITAG=
Darmkadt. Heidelbergerſtraße 65 —
O
Gäutal
Eine Anzahl zurüs
Schalplatten
geſeszter
Kinder= und
jesr billig abzug
5. Longes & Bieſt!
Süiſabethenſtr. 251:
Fahrraddecken
Jahrradſchlänge
am billigſten bei
B Orio (33:d4
Karlſtr. 14/16.
Gg. Keil
Warum end &e Protos-Apparate an besten?
Sell ire Kenstruken sich auf Grind eher langjährigen Erfahrung aufdeut
6 Bügeleisen, Staubsauger, Heizsonnen,
Waschautomaten, Tauchsieder, Heiß-
MMM OlOs luftduschen und Heißwasserspeicher
(42265
2s La-
Tele-!
Darmstadt, Elisabethenstrasse 36
S5
50 Pfg. de T.
Johannisbeerweit
Obstschaumwein !5
Deutscher Ve
ro 3 uk
Treischenmse, R2
Arrak, Rum,
AOdndnn m
Haffrliche Hadlt
aler gebräucblice
B1M
VIibeler
Elisel
Kalser Frledl
Aoc
Ra
Martinn
Pallaswiesen