Darmstädter Tagblatt 1929


24. Februar 1929

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nich 2 mueler Erſcheinen vom 1. Februar
teichemark und 22 Pfennig
Wr
Reichsmar, durch die
iſch
frei Haus. Poſtbezugspreils
nonatlich 2.45 Reichemark.
r unahme von Anzelgen
ſcht übernommen. Nicht=
Sa
herer Gewalt
mein infolge
nicht
Kürzung des
Rr
Beſteltzun und Abbeſiellungen durch
VerblukMllet für uns. Poſiſcheckonio
Franiryu M. 1301.

Hefſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrſchten nur mit Quellenangabe Darmſt. Tagbl. geſfattet.
Nummer 55
Sonntag, den 24. Februar 1929.
192. Jahrgang

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ſtädter und Nalionalbank.

8i0

Die Woche.
M einmal die Große Koalition.
Stehen wir abermals vor einer ſchweren Kriſis unſeres
Eütt.

2ieſemann in Fronk.
Leſinmug des Parlamenkarismus kuk nok. Die
Wetr Eige Polik verlangk einen raſchen Enkſchluß.
Kil 9
* Berlin, 23. Febr. (Priv.=Tel.)
Des Fart iwbülckand der Deutſchen Volkspartei trat geſtern in
in den ommon in der die durch das Ausſcheiden der Zen=
gshedimi
aus5 )r Reichsregierung und das vorläufige Schei=
2 und Verharndlngen in Preußen geſchaffene politiſche Lage
Neiſe rde. Ar Parteivorſtand nahm mit Bedauern davon
ſin
zac ndaß die Verhandlungen wegen des Eintritts der Deut=
bis
zum Spartotn die preußiſche Regierung bisher trotz der
in 109 Ten der ſartei zu keinem Ergebnis geführt haben. An=
Entſſthedungen, vor die die Reichspolitik nicht nur in
vonuleaes die inmer Lage, ſondern namentlich auch wegen der
ſchrit Irt.ngroßen außenpolitiſchen Fra=
t
iſt, lor der Parteivorſtand der Auffaſſung, daß eine
fer jung ei großen Mehrheit des Reichstages über die
der Sinden Mßnahmen und die Herbeiführung einer Ein=
ieten
. 1b gegennor etwaigen unmöglichen Anforderungen an
han 19sfäh zMit des deutſchen Volkes gefunden werden
ine Zit ſei weniger geeignet zur Her=
Mtderc=
ng
ihn Kriſen, Scheu vor der Ueber=
ddelälber
Weantwortung und Austragen von
tion der Ac mpi. Zur Schaffung einer einheitlichen Willens=
Wder Aatei angeſichts der gegenwärtigen ernſten Lage
Pamqorſtand, den Zentralvorſtand auf Dienstag,
erſteſſhrugr7 ) Uhr, nach Berlin einzuberufen.
tteGin3
Wunl in Uulberaſchungen reiche Entwicklung der Kriſe im
dam 4m Preyſen hat dazu geführt, daß zunächſt einmal die
9e0 ſchworins Gedränge geraten iſt und ſich in einer
mu der ſie ſich jetzt mühſam einen Ausweg ſucht.
war,
eigentich war ſich diesmal alle Welt darin einig,
u u2 Pſeutzung tit ſeiner brutalen Politik der Ultimaten, mit
richt zm Richi4t auf die Notlage des Reiches ſeinen Mini=
Reiahtegierung zurückzog, eine Dummheit gemacht
werdit nachgenoe ſieht es wirklich ſo aus, als ob die ande=
met
u e allels tun, um nachträglich die Politik des Zen=
worde
, Pchtfer non. Das iſt zum Teil zurückzuführen auf die
der Edes Meidskanzlers, der von der ſprichwörtlichen Ent=
undhuch
Füi des leichsfinanzminiſters Hilferding angeſteckt zu
eigeruag und mias unternimmt, was dem Zentrum auch nur
cebote k! equfe ſein könnte, zum Teil auch auf die ver=
m
M Mkgthiet dr großſtädtiſchen Preſſe, die gerne bereit iſt,
jgegſtll Pünden des Zentrums den Mantel der Nächſtenliebe
brüd’s mt daſt mit dem Vergrößerungsglas die kleinſten
elöe P Vollsontei ins Rieſenhafte zu ſteigern.
ſechten d 7 wohllgeommen, daß die Volkspartei die Nerven ver=
der
Mce nd die Ehlacht verloren gibt, ehe der Kampf ernſthaft
gſoike begonn=e hat. Im Parteivorſtand ſcheinen am Frei=
Dder die Mezugen ſehr heftig aufeinander geplatzt zu ſein.
v )rer ud Außenminiſter hat ſich durch=
dir
eick it demöründen, die er für ſich anführen konnte:
deutiße Volk einen Parlamentarismus,
ehrua Liniſtrſitze in dieſen Formen feilſcht,
unſse 2tnich mehr verſtehe, daß eine Selbſt=
9 d0/ Parlamentarismus notwendig
d8 mahſen Parlamentarismus nicht vor
de ggen laſſen wolle, daß darüber
ber Aich die auswärtige Politik einen
galentſſhuß verlange, und dieſer Entſchluß
ein, 10 die Volkspartei auf die Verbindung, wie
Roe, Tfür die oalition im Reich und in Preußen verlangte,
ſeußens iſo ſich ſelbſt überläßt und im Reich, unter
d der Frderung des Zentrums nach 3 Miniſter=
verſe
Broße kulition bildet.
zuude ubiſchß Landtagsfraktion hat demgegenüber darauf
0 daß 3/ einſtimmig zu ihrem Entſchluß gekommen
oſehTngebot 413 Miniſterpräſidenten abzulehnen, weil es
Nicht nMum Miniſterſitze allein gehandelt habe ſon=
1Ne Erkeianis, daß ſie ſich in Preußen gegen Zentrum
(demokttan nur durchſetzen könne, wenn ſie beiden
deige LSwieſe, 1 ſie nicht Schindluder mit ſich ſpielen laſſe.
N8 Vollskhei mit einem Miniſter ins Preußenkabinett
hiteh jan ſie als fünftes Rad am Wagen behan=
Wlachlah hätte ſich an der Raubgenoſſenſchaft von
2 Sodemokraten nichts geändert, zumal da der
auch uch zugemutet worden ſei, in Sachen Kon=
Zentiiſ eine Blankovollmacht auszuſtellen. Das
DWiſterhüſidenten Braun nachträglich beſtritten. Aber
un ges Mißverſtändniſſes, wie er ſie verſucht,
wwon A, daß der Eintritt der Volkspartei in die
Necherm abhängig geweſen ſei von einer Einigung
Mmkorcut alſo von einer Kapitulation vor dem Zen=
Aich iclſo die Haltung der preußiſchen Landtags=
A bedien geweſen durch den Ehrgeiz auf 2 Miniſter=
Sin durich die Erkenntnis, daß eine Koalition
Mieg eins ſchliches Programm haben müſſe und Be=
9abkewenn die Parteien den ehrlichen
. N

Siſhe Verſtändigung haben. Dieſer
beunzentrum bisher gefehlt.
Di9 die Antung Streſemann im Zentralvorſtand durch,
n De S bilicht möglich ſein, am Mittwoch und Don=
De CAze Koalition im Reiche zuſtande zu bringen.
DuN2. Streſemann nach Genf zur Ratstagung

uin mit der Ueberzeugung in das Kabinett

Dei s ſoch anzunehmen iſt, daß dann die Volks=
Ser blition eine ſehr unglückliche Rolle ſpielen

zurückkehren kann, daß es mit ſeiner Politik des gezückten Revol=
vers
alles erreichte, und das iſt für eine Zuſammenarbeit, die ein
gegenſeitiges Vertrauen erfordert, keine günſtige Vorbedingung.
Die preußiſche Landtagsfraktion der D.V.P. wird alſo im
Zentralvorſtand den Kampf aufnehmen und ſich nicht ohne wei=
teres
geſchlagen geben, auch wenn, wie in politiſchen Kreiſen an=
genommen
wird, der preußiſche Miniſterpräſident Braun die Nie=
derlage
der Landtagsfraktion noch dadurch unterſtreicht, daß er
jetzt ſchleunigſt ſein Kabinett umbildet durch die Abhalfterung
eines Demokraten und Neuernennung eines Sozialdemokraten,
um damit anzudeuten daß in Preußen die Weimarer Koalition
ſich jetzt für die Ewigkeit einrichtet.
Det Parlamenkarismus macht eine ſchwere Kriſis
durch.
Berlin, 23. Februar.
Die Nationſalliberale Korreſpondenz ſchreibt zu der Tagung
des Parteivorſtandes der DVP. folgendes: Der entſcheidende
Satz in der veröffentlichten Erllärung des Parteivorſtandes der
DVP. ſcheint uns der zu ſein, daß keine Zeit zur Austragung
von Parteikämpfen weniger geeignet ſei, als die gegenwärtige.
Der Parlamentarismu smacht eine ſchwere Kri=
ſis
durch. Die Schwierigkeiten und Hinderniſſe, die ſich der Re=
gierungsbildung
in Preußen entgegenſtellen, ſind nur Symptome
dieſer Kriſe, und darum wäre es falſch, ſich lediglich mit ihnen zu
beſaſſen. Wir nehmen deshalb an, daß der Zentralvorſtand der
DVP. am Dienstag tiefer ſchürfen und ſich die Frage vorlegen
wird, ob der deutſche Parlamentarismus ge=
rettet
werden kann und wie. Daß der Weg einer mög=
lichen
Rettung nicht mit den Methoden zu finden iſt, die jetzt in
dem Parlament üblich geworden ſind, ſteht aber im voraus feſt.
Die Scheu, Verantwortung zu tragen, der grobe Unfug, uner=
füllbare
Anträge zu ſtellen, die lediglich agitatoriſchen Bedürf=
niſſen
dienen ſollen, und auch das Feſthalten an parteipolitiſchen
Machtpoſitionen, gleichgültig, welche Konſequenzen daraus ent=
ſtehen
, ſind nur Mittel, den Parlamentarismus vor die Hunde
gehen zu laſſen. Es muß jetzt zu einer grundſätzlichen Klärung
kommen, die nur in einer Selbſtbeſtimmung des Parlamentes
beſtehen kann. Von dieſem Standpunkt wird, wie wir annehmen,
der Zentralvorſtand zu der gegenwärtigen Lage Stellung neh=
men
, und wir zweifeln nicht daran, daß ſeine Auffaſſung über
dieſe wirklichen Zuſammenhänge der Dinge eine einmütige ſein
wird. Infolgedeſſen verſagen wir es uns auch, auf das Gerede
über angebliche Gegenſätze zwiſchen der preußiſchen Fraktion und
der Reichstagsfraktion der DVP. oder der preußiſchen Fraktion
und der Parteiführung überhaupt einzugehen.
Unzufriedenheit mit den Parkeien. Fronk 1929.
* Berlin, 23. Febr. (Priv.=Tel.)
Wieder einmal ſchwirren Gerüchte vom der Bildung einer
neuen Partei in Berlin herum. Das iſt an ſich nichts Neues und
auch verſtändlich, weil der Unwille über die Taktik der alten
Parteien immer weiter um ſich greift, gerade die Jüngeren alſo
Möglichkeiten ſuchen, um ihre Ideen vertreten zu können, ohne
ſich an der Parteimaſchine zu zerreiben. Die beſtehenden Schwie=
rigkeiten
ſind nicht zu unterſtützen, denn es gehört nicht nur
Idealismus dazu, ſondern auch Organiſationsfähigkeit und Geld.
Wenn ſich deshalb jetzt eine neue Gruppe gebildet hat, die ſich
zunächſt Front 1929 nennt und in ihren Tendenzen wohl als
chriſtlich=national=ſozial zu bezeichnen iſt, ſo bedeutet das noch
nicht den Weg zu einer neuen Partei. Auch der Jungdeutſche Or=
den
ſucht nach neuen Formen. Seine volksnationale Aktion
die er vor einigen Wochen ankündigte, ſcheint doch ſtark in der
Richtung zu gehen, daß der Orden zwar nicht ſelbſt Partei wird,
aber doch ein politiſches Gebilde ſchaffen will, das ſeine Ziele
vertritt. Vorläufig ſind das alles noch unausgegorene Ideen.
Aber der Weg der neuen Zellenbildung zeigt doch, wie ſtark die
Unzufriedenheit mit den heute herrſchenden
Parteien iſt. Vielleicht ſind tatſächlich die Parteien der deut=
ſchen
Republik, die im weſentlichen ja nur ein Abklatſch des vor=
revolutionären
Parteiweſens ſind, nur ein Proviſorium, aus
dem heraus ſich erſt langſam etwas Neues, Endgültiges heraus=
entwickelt
.
Die Stahlhelm=Führer bei Hindenburg.
Berlin, 23. Febr. (Priv.=Tel.)
Die Führer des Stahlhelms, Seldte und Düſterberg, ſind am
Samstag vormittag vom Reichspräſidenten empfangen worden.
Der Zweck der Unterredung war bebannt: der Reichspräſident
hatte den Wunſch geäußert, ſich darüber unterrichten zu laſſen,
inwieweit die Führung des Stahlhelms ſich deckt mit beſtimmten
Erklärungen einzelner Landesverbände, die einen ſtarken Haß
gegen den gegenwärtigen Staat atmeten. An dieſe Erklärungen
hat ja auch der preußiſche Miniſterpräſident Braun angeknüpft,
als er ankündigte, das Staatsminiſterium werde unterſuchen,
ob es künftig noch möglich ſein werde, daß Beamte weiverhin dem
Stahlhelm angehörten. Wie verlautet, hat die Unterredung einen
zufriedenſtellenden Verlauf genommen. Eine ſpätere Unter=
redung
iſt noch in Ausſicht genommen. Es ſcheint aber doch, daß
es der Leitung des Stahlhelms gelungen iſt, den Reichspräſiden=
ten
zu überzeugen, daß ihre ideellen Beſtrebungen ſich nicht gegen
den Beſtand der Verfaſſung und des Reiches richten. Dem
Reichspräſidenten iſt von ſozialdemokratiſcher Seite ſchon wieder=
holt
nahegelegt worden, daß er wegen der aggreſſiven Haltung
des Bundes ſeine Ehreymitgliedſchaft nicht länger beibehalten
könne, und der Reichspräſident hat auch offenbar ſeine Entſchei=
dung
von dem Ausgang dieſer Unterredung abhängig gemacht
Es darf alſo wohl angenommen werden, daß er jetzt ſeine Ehren=
mitgliedſchaft
weiter beibehält, zumal da der Stahlhelm bereit
iſt, Erklärungen abzugeben, die ein Abrücken von den Haßge=
ſängen
bedeuten.

ganzen ſtaatlichen Lebens? Man darf den Kopf nicht in den
Sand ſtecken wie der Vogel Strauß, ſondern man muß die Frage
einmal in aller Oeffentlichkeit ſtellen. Nicht nur, weil ſie nach=
gerade
alles Andere überſchattet, ſondern insbeſondere auch, weil
die breiten Maſſen der Entwicklung der Dinge vorläufig noch
immer ziemlich teilnahms= und verſtändnislos gegenüberſtehen.
und weil ſo die dringende Gefahr beſteht, daß wir eines Tages
durch ſchwere Erſchütterungen überraſcht werden. Daß das par=
lamentariſche
Syſtem ſo wie wir es heute haben, zum mindeſten
der deutſchen Eigenart in keiner Weiſe Rechnung trägt, unſere
Schwächen nicht genügend korrigiert, darüber können wohl kaum
noch irgendwelche Zweifel beſtehen. Das war im übrigen für
den, der nicht blind durch die Welt ging, ſchon ſeit langem un=
ſchwer
zu erkennen, und ſo hat es auch an rechtzeitigen Beſſe=
rungsvorſchlägen
nicht gefehlt. Aber dieſe Vorſchläge ſind auf
ſehr unfruchtbaren Boden gefallen, weil die zur Durchführung
notwendiger Reformen verfaſſungsmäßig Berufenen ſich gleich=
zeitig
als Nutznießer des beſtehenden Zuſtandes fühlten. Wobei
ohne weiteres zugegeben iſt, daß unſere Parteizerſplitterung
durchgreifende Maßnahmen von vornherein außerordentlich er=
ſchweren
mußte. Es ſoll hier nicht noch einmal darauf eingegan=
gen
werden, daß das parlamentariſche Syſtem eigentlich zwei
Parteien oder zum mindeſten zwei Parteigruppen vorausſetzt,
die einander je nach der Stimmung des Volkes in der Regierung
abwechſeln, während wir in Deutſchland nicht nur eine Unzahl von
verſchiedenen Parteien und Gruppen zu verzeichnen haben, ſon=
dern
weil auch insbeſondere jede klare Scheidung dadurch unmög=
lich
gemacht wird, daß in der Mitte die Zentrumspartei ſteht, die,
in erſter Linie Verfechterin der katholiſchen Intereſſen, jeweils
das Zünglein an der Waage bildet und ihre Entſcheidungen eben
wegen ihrer beſonderen Ziele in ſehr vielen Fällen nicht auf
Grund allgemeiner politiſcher Erwägungen fällt.
Ueber all dieſe Dinge iſt ja wahrlich ſchon zu Genüge ge=
ſchrieben
und geſprochen worden; aber nicht die Vielzahl unſerer
Parteien und die Schwierigkeit ihrer Gruppierung unter große
politiſche Geſichtspunkte iſt das Hauptübel, ſondern die eigentliche
Gefahr liegt in dem durch unſer Wahlſyſtem geſchaffenen inneren
Aufbau unſerer parlamentariſchen Parteien, in der Bürokrati=
ſierung
und Entperſönlichung unſeres ganzen politi=
ſchen
Lebens. Dem Wähler ſteht nicht die Perſönlichkeit des
Abgeordneten gegenüber, die ihm für ſeine Handlungen und
Unterlaſſungen verantwortlich iſt, ſondern die Partei; die Partei,
deren wahre Triebkräfte von außen her, insbeſondere für den
politiſchen Laien, kaum zu erkennen oder zu überſehen ſind. Vor
den deutſchen Wähler tritt nicht der einzelne Abgeordnete, um
über ſeine politiſche Tätigkeit im Parlament Rechenſchaft abzu=
legen
, ſondern ihn deckt der hinter verſchloſſenen Türen gefaßte
Fraktionsbeſchluß. Ueber die Perſönlichkeit des Abge=
ordneten
entſcheidet nicht der deutſche Wähler, unſer Wahl=
ſyſtem
erlaubt ihm nicht, den Mann ſeines Vertrauens ins Par=
lament
zu entſenden, ſondern die Partei legt ihm die Liſte vor,
die er zu wählen hat. Der fähigſte Kopf aber hat keinerlei Aus=
ſicht
, ſich irgendwie durchzuſetzen, oder auch nur bei der nächſten
Wahl wieder aufgeſtellt zu werden, wenn er ſich nicht als gefügi=
ges
Werkzeug des anonymen Parteiwillens erweiſt. Iſt es ver=
wunderlich
, daß wir als Endergebnis eine hoffnungsloſe poli=
tiſche
Sterilität ſehen, daß ſich ſo aufgebaute Parlamente als un=
fähig
erweiſen, die gewaltigen Schwierigkeiten zu meiſtern, ſo daß
man ſchließlich froh iſt, wenn durch die nötige Anzahl von
Fraktionsbeſchlüſſen das Fortwurſteln bis zum nächſten Tage
gewährleiſtet iſt? Iſt es ein Wunder, daß die große Maſſe des
deutſchen Volkes dieſem Treiben mit immer wachſender Ver=
ſtändnisloſigkeit
gegenüberſteht, daß man für dieſes Partei=
getriebe
keinerlei Intereſſe mehr aufbringt, umſomehr als ja
unſere Parteien, zu Intereſſenvertretungen herabgeſunken, weder
der geiſtigen noch ſelbſt der wirtſchaftlichen Entwicklung unſeres
Volkes Rechnung tragen? Verantwortungsbewußtſein? Zeugt
es von Verantwortungsbewußtſein, wenn, was ja faſt alle Tage in
deutſchen Parlamenten vorkommt, Regierungsparteien aus Agi=
tationsgründen
Anträge ſtellen, von deren Unmöglichkeit ſie ſelbſt
durchaus überzeugt ſind, in der ſtillen Hoffnung, daß die anderen
Parteien ſchon für die notwendige Ablehnung ſorgen werden?
Man könnte über derartige liebenswürdige Eigentümlichkeiten des
deutſchen Parlamentarismus Bände ſchreiben, aber es kann ja
nicht die Aufgabe dieſer Ausführungen ſein, Einzelheiten zu er=
örtern
.
Es hängt eng mit unſerem unſeligen Wahlſyſtem zuſammen,
daß unſere politiſchen Parteien ſich in ſo hohem Maße, wie das
tatſächlich geſchehen, für beſtimmte Intereſſengruppen einſpannen
ließen. Auch das aber iſt eine außerordentliche Gefahr für unſer
ganzes politiſches Leben. Wenn ein Kandidat als Vertreter einer
beſtimmten Intereſſentengruppe von irgendeiner Partei aufge=
ſtellt
ins Parlament einzieht, ſo wird er ſelbſtverſtändlich als
Abgeordneter ſeine Aufgabe in erſter Linie darin ſehen, für die
hinter ihm ſtehenden Kreiſe nun auch praktiſch etwas zu erreichen,
und ſo ergibt ſich dann bei jeder Gelegenheit der Kampf aller gegen
alle, ſo werden wichtige Vorlagen unter Umſtänden mit wenigen
Stimmen Mehrheit durchgedrückt, d. h. die eine Hälfte des
Volkes durch die andere vergewaltigt. Und wenn ſich die Ab=
geordneten
nicht mehr als Vertreter des geſamten Volkes fühlen,
wie ſie das ja nach der Weimarer Verfaſſung ſollten, wie kann
man erwarten, daß es die Regierung tut, die aus dieſen Abgeord=
neten
gebildet wird! Als vor wenigen Jahren eine konſervative
engliſche Regierung eine Rückkehr zum Schutzzoll für notwendig
hielt, löſte ſie das Unterhaus auf, in dem ſie über eine ſtarke
Mehrheit verfügte, damit das engliſche Volk in ſeiner Geſamtheit
Gelegenheit bekommen ſollte, zu dieſer außerordentlich wichtigen
Frage an der Wahlurne Stellung zu nehmen. So ſieht Par=
lamentarismus
im eigentlichen Sinne aus! Wie aber würden
ſich die Dinge in einem ſolchen Falle bei uns entwickeln? Nie=
mand
würde etwas dabei finden, wenn ein noch ſo wichtiger Be=
ſchluß
mit 2 Stimmen Mehrheit geſaßt würde, ſondern man würde

[ ][  ][ ]

Seite 2

ſich vergnügt die Hände reiben, denn man hat ja etwas erreicht
für die Kreiſe, welche die betreffenden Abgeordneten ins Par=
lament
entſandten.
Mechaniſierung, Entperſönlichung, Nivellierung, wohin man
auch immer ſehen mag. Mit dem Motto: Freie Bahn dem
Tüchtigen erſchwert unſere Tarifpolitik dem beſonders fleißigen
und geſchickten Arbeiter jeden Aufſtieg, wenn ſie ihn, nicht völlig
unmöglich macht. Die Ueberſpannung der Sozialpolitik nimmt
dem Einzelnen nach und nach jede perſönliche Verantwortung
und dadurch, daß unſere Finanz= und Steuerpolitik jede Kapital=
bildung
unterbindet, jede noch ſo gut geleitete Unternehmung
aber mit geliehenem Betriebskapital wegen der hohen Zinſen in
ihrer Rentabilität gefährdet, wird das durch perſönliche Initia=
tive
groß gewordene Privatunternehmen planmäßig abgedroſſelt.
Das iſt das, was man mit Recht kalte Sozialiſierung nennt.
In Paris aber wird gekämpft um unſeres
Volkes Zukunft.
Was ſoll nun geſchehen? Haben die Kreiſe recht, die trium=
phierend
den Bankrott des parlamentariſchen Syſtems verkünden
und die Diktatur nach dem Muſter Muſſolinis erſehnen? Eine
ſonderbare Erſcheinung: die gleichen Kreiſe, die mit Recht immer
wieder betonen, daß der Verlauf der Dinge erwieſen habe, daß
nicht ein Volk ohne weiteres das politiſche Eyſtem eines anderen
Volkes für ſich übernehmen könne, möchten jetzt am liebſten das
italieniſche Experiment nachahmen! Aber der Deutſche iſt nun ein=
mal
kein Italiener, ganz abgeſehen davon, daß es ja ganz gewiß
noch nicht feſtſteht, wie die Bilanz des Fascismus für Italien
im Endergebnis ausſehen wird. Den revolutionären Zuſammen=
bruch
des Jahres 1918 haben wir heute nach 10 Jahren noch
keineswegs endgültig überwunden. Wir können uns keine Experi=
mente
erlauben ohne unſere Exiſtenz als Volk und Staat aufs
Spiel zu ſetzen. Wir brauchen eine organiſche Entwicklung, die
allerdings außerordentlich beſchleunigt werden muß. Wenn der
Entſchluß dazu nicht aus dem Parlament heraus kommt, ſo muß
er von der Stelle ausgehen, der durch die Wei=
marer
Verfaſſung die nötigen Handhaben ge=
geben
ſind. Viel koſtbare Zeit haben wir verloren, aber noch
iſt es nicht zu ſpät. Wir dürfen uns dem Ernſt der Dinge nicht
verſchließen, wir müſſen die Dinge ohne Beſchönigung ſo ſehen,
wie ſie ſind, den es iſt die allerhöchſte Zeit.
M.

teur Amagen Mehlnd.
Angriff Tſchangs auf die Provinz Schankung.
* London, 23. Febr. (Priv.=Tel.)
General Tſchangtſuntſchang, dem kriegeriſche Abſichten in der
Probinz Schantung zugeſchrieben werden und der bisher ſpur=
los
verſchwunden war, iſt nach Meldungen aus Schanghai am
Donnerstag in Däiren geſehen worden. Von dort ſoll er ſich
nach Tſchefu begeben. Die Schwierigkeiten im Oſten der Pro=
vinz
Schantung nehmen zu, während die Truppen General
Fengs, der neuerdings eine Art Mandat für Schantung erhalten
zu haben ſcheint, an der Weſtgrenze ſtehen. General Niu, der
nach dem Sieg der Nationalregierung im Norden zu dieſer über=
ging
, hat bisher jede Einmiſchung in ſeine Verwaltung in Schan=
tung
abgelehnt. In den Küſtenſtädten laufen nur noch ſehr ſpär=
liche
und unbeſtimmte Nachrichten ein. In Tokio werden die Be=
hauptungen
von einer Aktivität Tſchangtſuntſchangs in Schan=
tung
beſtätigt. Ueber die Ziebe Tſchangs legt wan ſich ſtarke Zu=
rüchhaltung
auf, neigt jedoch zu der Annahme, daß ſie einen Ver=
ſuch
darſtellen, ſeine Forderungen genau zu umſchreiben, bevor
die JapanerBie Provinz Schantung räumen. Für die Truppen
der Zentralregierung bietet ein Angriff auf Tſchangtſungtſchang
große ſtrategiſche Schwierigkeiten, da der Marſchall im Weſten
durch das Mündungsgebiet des Gelben Fluſſes und im Süden
durch die japaniſche militäriſche Zone geſchützt iſt, die ſich längs
der Schantung=Eiſenbahn hinzieht und von chineſiſchen Truppen
abwachungsgemäß nicht betreten werden darf. Geneval Tſchang=
tſchungtſchang
ſcheint einen Angriff auf die Provinz Schantung
zu forcieren. Nach den letzten hier eingetroffenen Berichten wird
heftiger Kanonendonner aus der Gegend 25 Km. von Tſchifu ent=
fernt
gemeldet, wohin der General mit einer Truppenſtärke von
5000 Mann vormarſchiert.
Die Meldung über einen Einfall Tſchangtſchungſchangs in
Schantung wird jetzt auch von der Times beſtätigt. Die japa=
niſche
Regierung habe zu den Vorgängen bisher offiziell noch
nicht Stellung genomen. Scheinbar wolle Tſchangtſchung
tſchang, bevor die japaniſchen Truppen zurückgenommen worden
eien, ſeine frühere Provinz mit Beſchlag belegen, um ſofort nach
der Zurückziehung der japaniſchen Truppen Tſingtau einnehmen
zu können. Der japaniſche Generalkonſul in Tſinan=fu erklärte
daß Japan ſtrengſte Neutralität gegenüber den Vorgängen be=
wahre
. Keine der beiden chineſiſchen Parteien dürfe die Schan=
tung
=Eiſenbahn angreifen.

Mein Briefwechſel mit Spielhagen.

* Wollte man heute mit einem vielbeſchäftigten Schriftſteller
in Gedankenaustauſch über literariſche Fragen treten, ſo würde
man ſicher eine kühl ablehnende Antwort erhalten, oder auch
gar keine. Und das wäre nicht einmal verwunderlich oder könnte
als Kränkung empfunden werden. Denn das Lebenstempo iſt ein
anderes geworden. Als es noch keine Autos und Luftfahrzeuge
gab, hatte man noch Zeit. Heute bei den vielen zeitſparenden
Erfindungen hat man ſie eben nicht mehr.
Friedrich Spielhagen, der ſeinen achtzigſten Geburtstag hier
in Berlin noch im Vollbeſitz ſeiner geiſtigen Fähigkeiten erleben
konnte, gönnte ſich jedenfalls, ungeachtet ſeines umfangreichen
Arbeitsprogramms, ausführlich auf die Fragen einzugehen, die er
von ſolchen empfing, die ihrerſeits ſchon ſtarke Anregung und
geiſtigen Genuß aus ſeinen Büchern entnommen hatten.
Es war in den neunziger Jahren. Die jüngſte Schriftſteller=
generation
ſie gehört heute auch längſt zu der alten hatte
bereits ihre Sturmfahnen herausgehängt. Mein Buch Neuland
das den Verſuch gemacht hatte, in dieſe Welt hineinzuleuchten,
ſtand in Darmſtädter profeſſionalen Kreiſen ſozuſagen auf dem
Index. Ein junger Privatdozent, jetzt alter Profeſſor in Berlin,
mußte ſogar, leider tat er es anonym, eine Broſchüre dagegen
ſchreiben. Neulich fiel ſie mir beim Aufräumen einer Schublade
wieder in die Hand.

Gott, wie lange iſt das alles her! Kaum noch wahr!
Nun, in jenen Tagen führte mich mein Weg auch zu Spiel=
hagen
, den ich dann ſpäter auch perſönlich kennen lernen ſollte.
Anläßlich eines Vortragszyklus über den modernen Roman
hatte ich mich an ihn gewandt, und daraus entſpann ſich ein
längerer Briefwechſel, aus welchem ich den Leſern und Freunden
Spielhagens, die es noch immer gibt, der kürzlich verſtorbene
Hermann Sudermann gehörte auch zu ihnen, anläßlich des hun=
dertſten
Geburtstags dieſes Romanſchriftſtellers einige für ſeine
Lebensauffaſſung und Schaffensart bezeichnende Stellen mitteilen
möchte:
Wenn ich für die Zukunft einen Wunſch ausſprechen darf, iſ
es der, bei der Confrontation von Heyſe, mir und Zolg einer
ſtärkeren Accent auf das äſthetiſche Moment zu legen. Ich wil
von Heyſe abſehen, bei dem die Gegenſätzlichkeit minder ſtar
hervortritt: bezüglich der Compoſition, vor allem der Menſchen=
darſtellung
. Zola und ich componieren mit völligem Ueberblig
über das Ganze der Fabel und ihrer Details. Nur, deucht mir

Sonntag, den 24. Februar 1929

Vom Tage.
Der Deutſche Reichsausſchuß für Leibesübungen beſchloß in ſeiner
am Samstag vormittag abgehaltenen Vorſtandsſitzung, die Deut=
ſchen
Kampfſpiele 1930 in Breslau zu veranſtalten.
Die belgiſche Regierung hat bei der holländiſchen
Regierung Proteſt erhoben, weil ein holländiſcher Profeſſor in
einer in Utrecht gehaltenen Rede die flämiſche Bevölkerung
aufgefordert habe, ſich von Belgien zu trennen.
Der Generalzahlungsagent Parker Gilbert iſt wieder voll=
ſtändig
hergeſtellt und wird heute nach Berlin abreiſen.
Der zweite amerikaniſche Erſatz=Delegierte für die
Sachverſtändigenverhandlungen Thomas Nelſon Per=
kins
, deſſen New Yorker Abreiſe ſich ſeinerzeit infolge Erkrankung
verzögert hatte, iſt geſtern in Paris eingetroffen.
Der rumäniſche Miniſter des Aeußern Mironescu
iſt geſtern nach Warſchau abgereiſt, um ſeine Beſprechungen
mit der polniſchen Regierung aufzunehmen.
Wie aus Belgrad gemeldet wird, ſoll Agram die zweite
Hauptſtadt Jugoſlawiens werden. Wie verlautet, wird
König Aleander ſchon demnächſt nach Agram reiſen und dort mit dem
Hof längere Zeit Aufenthalt nehmen.
Auf die Vorſtellung eines komm. Ausſchuſſes zur Rettung Trotz=
kis
erklärte das Prager, Innenminiſterium, daß es auf
keinen Fall die Einreiſebewilligung für Trotzki er=
teilen
werde.
Nach Berichten aus Konſtantinopel ſoll Trotzki an Malaria
leiden und beabſichtigen, zu ſeiner Behandlung den deutſchen Arzt Dr
Klemperer nach Konſtantinopel kommen zu laſſen. Man erfährt
außerdem, daß die Aufenthaltsbewilligung für Trotzki am 1. Mai ab=
läuft
und daß die türkiſche Regierung wenig geneigt zu ſein ſcheint, ſie
zu verlängern.
Wie aus Alexandria gemeldet wird, verlautet dort, daß Sultan
Atraſch, der Führer im Druſenaufſtand, gegen die fran=
zöſiſche
Mandatsmacht, Verhandlungen über ſeine Unter=
werfung
eingeleitet habe.
Die Lage in Kabul hat ſich, wie vorauszuſehen war, der=
artig
verſchärft, daß man jetzt dazu ſchreitet, die Geſandt=
chaften
vollſtändig zu räumen. Man rechnet damit, daß das
bereits heute geſchieht.
Der amerikaniſche Senat hat mit 38 gegen 32 Stimmen
einen Antr g angenommen, der beſtimmt, daß vom
1. Juli 1929 an keine Kredite mehr für die Aufrechterhaltung
des amerikaniſchen Expeditionskorps in Niearagua zur
Verfügung geſtellt werden dürfen. Dieſer Beſchluß wird zur
Folge haben, daß das Expeditionskorps demnächſt zurückgezogen werden
muß.

Akkenkak auf Marſchall Feng.

Der chriſtliche Marſchall Chinas, Feng Yu Shiang,
iſt einem Anſchlag mit knapper Not entkommen. Doch wurde ſein
Sohn von den Attentätern, die den Eiſenbahnzug des Marſchalls
angegriffen haben, tödlich verletzt. Marſchall Feng ſpielt ſeit acht
Jahren eine ſührende Rolle in den chineſiſchen Wirren und hat
lange Zeit auch mit Moskau Fühlung gehalten.

verfahre ich dabei weitaus künſtleriſcher als Zola, bei dem das
Gerippe (um mich dieſes Ausdrucks zu bedienen) überall ver=
letzend
deutlich hervortritt, während ich es klüglich verhülle. Bei
Zola kann, wer ſeine Manier kennt, darauf ſchwören, daß im
nächſten Kapitel dies oder jenes (was gerade an der Reihe iſt)
abgehandelt werden wird, wie er denn auch ſeine Ziele nicht zu
verhüllen verſteht, ſondern mit knabenhaft ungeduldiger und
täppiſcher Hand auf ſie bei jeder Etadpe des Weges hinweiſt, und
das Ganze ſo einem Exempel gleicht, das man, hat man erſt
einmal die Formel, ſich ſelber ausrechnen kann. Das Unkünſt=
leriſche
in dieſer Procedur wird noch übertroffen durch ſeine Per=
ſonendarſtellung
, wenn man Darſtellung nennen kann, was
meiſtens auf völlig abſtrakte Charakterſchilderung hinausläuft,
den Zetteln gleich, welche auf gewiſſen mittelalterlichen Bildern
den Perſonen aus dem Munde hangen. Das alles iſt, wie geſagt,
unkünſtleriſch und iſt Manier in des Wortes ſchlimmſter Be=
deutung
..
Hier nun die Parallele zu ziehen zwiſchen Zola und mir, über=
laſſe
ich ſchicklich Ihnen. Ich wollte nur in die Richtung der
Parallele deuten.
Wenn Sie bei einer Reproduktion Ihres Vortrages, oder auch
bei einem, den Sie ſpeziell über mich halten, auf meine neueren
Werke genauere Rückſicht nehmen wollen, ſo kann ich Ihnen
dafür nur dankbar ſein. Um ſo mehr, als ich es längſt als ein
mir angetanenes Unrecht empfinde, wenn mich die Literatur=
forſcher
ſtets auf den Zeitroman feſtnageln.
Als ob ich nicht beinahe ebenſoviel geſchrieben hätte, das
nicht in dieſe Rubrik fällt, ſondern das private Menſchenleben nach
den verſchiedenſten Seiten durchmißt. Legt man einſeitig nur Ge=
wicht
auf den Zeitroman, ſo kann, wenn der Beurteiler auf einem
anderen politiſchen und ſocialen Standpunkt ſteht, das Verdik
leicht völlig ſchief ausfallen, und wie oft iſt das ſchon geſchehn
Was ich als Menſchendarſteller bin und leiſte, geht bei dieſer
einſeitigen Betrachtungsweiſe entweder ganz verloren, oder
kommt doch kläglich zu kurz. Und Zeitromane ſind doch auch
meine andern ausnahmslos, inſofern, als in ihnen jene privaten
Menſchen, um deren Schickſale es ſich handelt, ſtets moderne
Menſchen ſind, in welchen ſich unſere Zeit widerſpiegelt.
Seit dem Neuen Pharao (dem letzten Zeitroman) habe
ich geſchrieben: Sonntagskind, Stumme des Himmels,
Suſi, Selbſtgerecht, Zum Zeitvertreib, Mesme=
rismus
und Alles fließt, Fauſtulus Herrin.
Spielhagen beſaß eine feine Witterung dafür, daß man ihn in
gewiſſen Kreiſen nicht mehr zu den tonangebenden Schriftſtellern

Numm

Die Sachverftändigen=Berakuug
Die Arbeiten des Fünfer=Ausſchuſſes abss i
Paris, 22,
Der vom Sachverſtändigenausſchuß eingeſetzte:
ſchuß hat ſeine vorbereitenden Arbeiten abgeſchloſſennn
übertragene Aufgabe zu Ende geführt. Der Ausſchu
dieſen Umſtänden der Vollſitzung des Sachverſtänd
ſed am kommenden Montag einen einheitlichen Be
können. Im Laufe des Samstags fanden unter der
der einzelnen Delegationen inoffizielle Beſprechungg, / zun du
Günſtige Aufnahme der Borſchläge
in England.
Der in der geſtrigen Sachverſtändigen=Konfenm
Vorſchlag Sir Joſuah Stamps, die künftige Annmi
Teile zu zerlegen, findet in der engliſchen Preſſoſ
Beachtung. Die Morning Poſt und die Finon
erfahren aus zuverläſſigſter Quelle, daß der Vorffil
wahrſcheinlich zur Löſung des ganze Problems
Die Times legt ganz inoffiziell Sir Joſuah
ſchlag dahin aus, daß der Transfer von 1½ Milig
mark ohne Gefahr für die deutſche Währung Deu Fo leidnſcht
überlaſſen bleiben könne, während der Reſt von exd uAy mitlal
Goldmark in die Reichsbank eingezahlt werden, 79
fügung der Gläubiger=Nationen gehalten und nur 0w . D
migung einer beratenden Körperſchaft zum Transfeſt.md jaichen. Nu
werden ſoll.

heiz
Aenft Sult
mn die Prüft
eide, unf Wu4
Palaſt z
i5 his 1
die leit
zur geringen
zuniſt in Sohle

uphen in das
enommen
Peſſimismus und Ablehnung in der ſtei
Stweizer, der
Preſſe.
ä dis Buides
Die Pariſer Preſſe ergeht ſich in mehr oder wenigernmtm Miltärdien
und peſſimiſtiſchen Vetrachtungen über den Stand der
handlungen. Im Matin ſchreibt Jules Sauerwein,
Tagen der Sachverſtandigenberatungen habe die Kontra,ß; ſ der Patkat
von Deutſchland zu bezahlenden Annuitäten noch zu kein mn.
führt. Es wire jedoch ungerecht, zu behaupten, daß kin
zu verzeichnen ſeien. Man werde aber nur dann zu
Liquidlerung der Reparationen gelangen, wenn es mögg / IM Elguhnit
träge dafür feſtzuſetzen Ein Sachverſtändiger habe gerein; Man iſt nu
klärt, die Arbeiten könnten noch aulſt Tage oder einen Adrum Schweize
acht Tage im Falle eines Fehlſchlagens und einen Mona ui7), 4ſitzt, d
jas
N
Erfolges. Die Möglichkeit eines Fehlſchlagens ſei leifü.. Die meiſten Blätter unterziehen den vom Für
zmnſit die E.
wogenen Gedanken, die deutſchen Annuitäten in zwei Til.
milteres erteil
von denen nur einer unter dem Schutze der Transf?
wurde, einer ziemlich abfälligen Kritik. Dabei kommt v.f40 ſ als eine
zum Ausdruck, da3 es ſih bei dieſem Plane nur um eir. /Amulinlen Stel
des Verhandlungsſtadium handeln könne.
Nußt Ainſicht
Du Pa
Eift. Der kon
Die engliſch=amerikaniſchen Geger kast eiüdent
EP. London,
ſch zur wei=
Der engliſche Botſchafter, Sir Esme Howard,
8 ſchweize=
Geburtstagsgedenkfeier für Georg Waſhington Akünſtes beim
Waſhington, die offenbar dazu dienen ſollte, dies Wffg ſich hier
Zeit zwiſchen England und den Vereinigten Stac //A, den Papſt
für
engliſch=franzöſiſchen Flottenabkommens eingetretu
zu beſeitigen und die beſtehenden Gegenſätze z HM9
Bt
Der engliſche Botſchafter gab hierbei den Ameriko/0 Hell. Dieſen
die gehäſſigen Aeußerungen einiger unzufriedene
niſſe man als
ignorieren und dem von Sir Auſten Chamberlain /710ſaſſen, un
in Birmingham dargelegten engliſchen Grundſan/
ſen Sck
tung zu ſchenken, wonach England einen alten F /n der Schwe
einen neuen opfern wolle.
in Nch
Rom
Bei einer Wahlverſammlung in Torquai gitnMh.M
iſchen
Außenminiſter noch weiter, in dem Beſtreben, eir ſe hſanten der S
mit Amerika herbeizuführen. Chamberlain=
Mukt un
bei ein neues engliſches Angebot au W M häpſtlicher
einigten Staaten mit Bezug auf di
Die Bewaffn.
ſtung an. Der britiſche Außenminiſter äußerte
ine
daß es nach gründlicher Prüfung der England u. Fſ079
iglichke
tereſſierenden Fragen der engliſchen Regierung 7Pll 0hud erſt der
Vereinigten Staaten Vorſchläge zu machen, die Z.
G, ob die
der beiden Staaten auf eine feſte Grundlage ſteuch. 2m Buchſtaber
Weltfrieden fördern würden. Eine ſolche Freundf/ h ſich das Er
nur im beiderſeitigen Intereſſe, ſondern, wie er
On Jahr
der ganzen Welt. Seit dem Amtsantritt der Reck.
hen der
nur der Weltfrieden gefeſtigt, ſondern auch das Keu
einen 9
geſchloſſen worden. Er habe bei ſeinem Amtsantr
enter zu
ſucht, das Vertrauen Frankreichs zurückzugewinnen
Ms1,
engen Freundſchaft während des Krieges eine
ieren, vie
Freundſchaft zu machen. Es werde ihm vorgen /mſ jet auf
der franzöſiſche Außenminiſter im allen wichtigen
in die Taſche geſteckt habe. Den gleichen Vorwan
die Schn
aber auch Briand in Frankreich. Die gemeinſen
itieren.
ſeiner Politik, wie der Briands, ſei der Völkerbu A,ſoge, die h

ftrau
Gce
Eunt gewordel
An lann, hedar

rechnete. Ohne jede Bitterkeit äußerte er ſich in a.
an mich über dieſe Tatſache. Und heute? Ver
vielen Moderomane der Tagesgötzen mit den
hagens, ſo hat man doch häufig den Eindruck, a.4
wahre Jugendlichkeit und Friſche bei dem alten?
mögen ſich auch Stil und techniſche Aufmachunck
waltig geändert haben.
Dieſen Eindruck müſſen auch andere haben,
Nachfrage in den Volksleſehallen und in den *
Leihbibliotheken erhielt ich die Auskunft, daß die
hagens noch immer ihr Publikum hätten. Dr. e*

Mn
Wore,
W de

Zur Aufführung von Felis Mendelsſohät
durch den Muſikverein Darmſtie.
Von Friedrich Noack.
Joſeph Haydn’s Meiſteroratorien Schöpfung
hatten um die Jahrhundertwende in Deutſchland
rung geweckt, daß ein Oratorien=Verein nach dem 9

außer den Werken Händels und Haydns ein große
weiken für Konzertaufführungen vorhanden war. *
ſich für die nun in den Mittelpunk= des Intereſſes
keine Komponiſten erſten Nanges, die Ueberzeitlug
moht hätten, eine gewiſſe Hausbackenheit haftet ſal.
Menſchenalter entſtandenen Werken an. Da ſt e P
Paulus geweſen, der zuerſt den Bann brach und iie
lauf in allen größeren Städten Deutſchlands zur. i
und bejubelt wurde. Der noh jugendliche Meiſter Mit
geſchaffen, das ſeinen Nauen mehr als alle bishe.,
populär machte Und daß die Muſik Mendelsſohls *

icher Bedeutung iſt, beweiſt ſchon allein der Umtchte
in unſeren Konzertſälen erhalten hat, trotzdem De
Wahl ſeines Textes nicht ſehe glücklich war. Denn Vee
viel dramatiſches Geſchehen, beſonders im zweiten 2"
aum, und ſo fehlen die gcoßen Spaanungen Le
aroteriums, in dem Völkerſchikfale zum Ereienls"

poſition Mendelſohns iſt wohl dadurch am ſtärkſie.
beiden Werke, zu denen er mit größter Ehrfün
Meſſias und Bahs Matthäuspaſſion waren, weit
langem Schlaf zu neucm Leben erweckt hatte. Abel ie
eine Ausnahmeerſcheinung unter den Oratorien e
ſonſt notwendige dramatiſche Handlung durch den Te
ſchen Wert der Dichtung erſetzt wird, ſo kann guch Di
nicht eigentlich zu den Oratorien gezählt werden,"
Muſik iſt und nicht Konzertwerk. So entnimmt Melle."

[ ][  ][ ]

al der hiſtoriſchen Schweizer

lieferung feſthalken?
* Genf, 23. Februar. (Priv.=Tel.)

rſtändige
imite Auscſtung zwiſchen dem Vatikan und dem Quirinal
Sa hu g eines kleinen unabhängigen Kirchenſtaates
M Fragme! Schweizergarde akut werden laſſen. Schon im
und
Papſt Julius II. durch Bemühungen eines
du b Sch
DoMinn die prun=

bor

Ruschwentgerde, um auf
ſtes 180 and Palaſt zu
Voſtür05 bis zum
Läſm Tagwhat die kleine
tiſchen ſü dnerſchar in
t hn frunk ueᛋ mittelalter=
i
nifonmi ihren Dienſt
ſt zum kan Im ſur geringen
hung terſehen. Nun
die äheiz im Jahre
en P wjaphen in das
etzbrut tufgenommen,
jan Schweizer, der
aube des Bundes=
We:5 frenzu Militärdienſt
deu ei
s gmmmlit, Büſrgnis beſtraft
hafe grmit Luſ/srhweizergarde
mm iſtes, ä ſt der Vatikan
mu Pränen ſtrat geworden
r nur ſok befi him kann, bedarf
mu gemäuß dir Erlaubnis
meudesrasite. Man iſt nun
ge urz2 leit. wer Schweizer
m der rhicht, daß, was
Due riſchts Schweizergarde
Aſtes umerifft, die Er=
ter
up
der iehneih elteres erteilt
DukeiRüßti g ſie als eine
mſig diſt elitralen Stel=
S heiz hinſichtlich
ne.
urc ſes Papſttums
u ſeinn nfte. Der kon=
ien
Wkathuſch Ständerat
EP. h äuß u ſich zur wei=
Esme hnläſſur des ſchweize=
Nac-Söldcodienſtes beim
enen faut hin, 7 es ſich hier
Uhndle, den Papſt
erenide Rlichtzs Fürſten zu
mmeis i onderurls Oberhaupt
ein Gaus ſliſch e Welt. Dieſen
bei Wienſt ais müſſe man als

riere della Serra meint, daß nach dem Buchſtaben des Geſetzes
jeder Schweizer Gardiſt, der in ſeine Heimat zurückkehrt, an der
Grenze verhaftet werden müßte. Die Zeitung zweifelt daran,
ob die Schweiz eine generelle Erlaubnis für die Schweizergarde,
beim Papſt als fremden Souverän Dienſt zu nehmen, zulaſſen
würde. Es iſt kaum anzunehmen, daß dieſe Bewilligung verſagt
wird, da es ſowohl zu den traditionellen Ueberlieferungen der
Schweiz, als auch des Vatikans gehört, daß Schweizer im Dienſt
des Hl. Stuhles die Ehrenwachen im Vatikan verſehen.
Bei der Ratifizierung des Abkommens zwiſchen Italien und
dem Vatikan ſoll dem Papſt von Italien ein Hofzug zum Ge=
ſchenk
gemacht werden, der in allen Einzelheiten dem Salonzug
des Königs von Italien gleicht. Der neue Hofzug ſoll neben den
Salon= und Schlafräumen auch eine Privatkapelle erhalten. Bei
dieſer Gelegenheit erinnern die Zeitungen daran, daß der Papſt

Das Ziel der erſten Papſtreiſe.

ſei der. Arauten eine große Aktualität beſitzt. Der Cor=

Das Kloſter Montecaſſino
in der italieniſchen Provinz Caſerta rüſtet ſich zum Empfang Pius XI. Hier gründete der Heil.
Benedikt im Jahre 529 die erſte Benediktiner=Abtei. Der Papſt wird ſich in dieſem Jahre nach
Caſſino begeben, um an der 1400=Jahr=Feier des Kloſters teilzunehmen. Es iſt das erſtemal ſeit
der Aufhebung der freiwilligen Gefangenſchaft, daß der Papſt den Vatikan verläßt.

h auffaſſen, und er müſſe auf jeden Fall erhal=
päpſtlichen
Schweizergardiſten wurden bisher
ut in der Schweiz dispenſiert. Es wurde ihnen
Eeus Muten nach Rom zu gehen, um einer kulturhiſto=
der
katholiſchen Schweiz zu dienen.
Ate ſtanten der Schweiz ſtellen ſich mehr auf den
AEandpunkt und proteſtieren nicht weiter gegen
der päpſtlichen Schweizergarde, die in ihren
ührer Bewaffnung mit Hellebarden und in ihrer
Anſcm eine hiſtoriſche Originalität darſtellen, und
vſAite Anhänglichkeit bezeugt hätten. Der Schweizer
wiſl ſobald erſt der neue Kirchenſtaat konſtitutiert
ge füfen, ob die Garde einen fremden Militär=
ſubes
Dem Buchſtaben nach muß die Frage bejaht
2 Danrx ſirö ſich das Erfordernis einer bundesrätlichen
ſchr Ge ig eisperi. Im Jahre 1824 betrug die Schweizergarde
ein A. Ayellnruhen der dreißiger Jahre im Kirchenſtaat
urſt W en NicPapſt, einen Vertrag abzuſchließen, der ihm
machteſcheizes hegimenter zu je 2000 Mann überließ. Im
nem Me. 4 lie ſ apſt Pius IK. eine Schweizergarde von 94 Hel=
zurüchute
ih, ſit
Offizieren, vierzehn Unteroffizieren und zwei
ges Arel biſhe, die jetzt auf 130 Mann erhöht werden ſoll,
e iu Neugsdite Kirchenſtaat größere Kräfte für den Ord=
en
we An b/gigt. Die Schweizergarde ſtand unter dem Be=

ScheVer Offizieren. Auch die italieniſche Preſſe be=
Mit cet Frage, die heute für den mit vatikaniſchen
Die

bereits einen Hofzug beſitzt, und zwar ſtammt dieſer Zug von
Pius IX., der ihn bei der Eröffnung der Bahn von Rom nach
Civitavecchia im Jahre 1858 das erſtemal und im Laufe des
Jahres 1859 noch zweimal benutzte. Dieſer heute veraltete Hof=
zug
iſt nach der Beſetzung Roms durch die italieniſche Armee im
Jahre 1871 niemals mehr in Aktion getreten. Bis 1911 brachten
ihn die Italiener in einem Schuppen in Florenz unter und ſtell=
ten
ihn in dieſem Jahre zur Halbjahrhundertfeier der italieni=
ſchen
Reichseinheit noch einmal aus. Der Zug, der aus drei
Wagen beſteht, wurde in den fünfziger Jahren dem Papſt von
Napoleon III. geſchenkt. Die drei Wagen ſind ſehr unbequem,
wie alle Wagen zu jener Zeit eng und klein, und haben unter
einander keine Verbindung. Die Außenwände ſind mit Bronze,
Kriſtallglas, Vergoldungen und Skulpturen im Geſchmack jener
Zeit überladen und außerdem ſchlecht gefedert. Der erſte Wagen
enthält ebenfalls eine fahrende Kapelle, deren beide Seitenwände
durch alle möglichen Pilaſter, Konſole, Niſchen und Geſimſe zu
einer Renaiſſance=Faſſade geſtaltet ſind. Ein ganz kleiner Salon=
wagen
, außen braun und innen mit eremefarbiger Seide ausge=
polſtert
, enthält einen winzigen Ruheraum, eine ſehr primitive
Toilette und ein kleines Sälchen, in dem neben einem goldenen
Thronſitz für den Papſt gerade noch zwei kleine Diwans Platz
finden. Der dritte Wagen iſt ein Ausſichtswagen, der allerdings
nicht dem Papſt während der Fahrt eine Ausſicht bieten ſollte,
ſondern dazu beſtimmt iſt, damit das Publikum den Papſt beſſer
ſehen konnte. Der neue Hofzug wird alſo im Vergleich zum
alten zweifellos komfortabler und bequemer ſein.

Mißkrauen gegen Deutſchland in der Minderheifen=
Frage.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
* Paris, 23. Februar.
Erſt jetzt wird ſo recht klar, wie verzweifelt die Lage der
franzöſiſchen Regierung bei dem letzten Vertrauensvotum war.
Eine Mehrheit von ſechs Stimmen bedeutet ſchon an und für
ſich das Nahen der Kriſe; es verlautet aber jetzt, daß die Regie=
rung
in der Minderheit geblieben wäre, wenn die Oppoſition es
wirtlich gewollt hätte. Denn die Radikale Partei hat in letzter
Minute den eigenen Angriff abſichtlich abgeſchwächt, um keine
Kriſe herbeizuführen. Das geſchah aus Rücſicht auf die Sach=
verſtändigenkommiſſion
. Aber die Blätter der Oppoſition ſpre=
chen
bereits von einer latenten Kriſe, und ſelbſt die Rechtspreſſe
vermag nicht mehr ihre Unruhe zu verbergen. In Regierungs=
kreiſen
ſcheint man bis auf weiteres die Schwere der Lage zu
ignorieren; die Oſterferien ſind nahe, und Poincaré wird auch
kaum über die Beendigung der Arbeiten der Sachverſtändigen=
kommiſſion
hinaus im Amte bleiben wollen. Die Loucheurgruppe
beginnt allerdings ſchon ihre Verbindung mit der Regierung
zu lockern. Es iſt alſo völlig falſch, die Debatte über die Juſtiz=
reform
als eine unpolitiſche und lolale Angelegenheit aufzufaſ=
ſen
; ſie bedeutet vielmehr einen Schritt weiter zur Auflöſung der
Union nationale. Nur iſt ſie noch keine endgültige Entſcheidung.
Die Arbeiten der Sachverſtändigenkommiſſion ſollen ſehr
langſam vorwärts gehen, angeblich wurde die Frage der Kom=
merzialiſierung
noch gar nicht angeſchnitten; aber darin ſieht man
hier kein ſchlechtes Zeichen. Das Verhältnis zu Deutſchland wird
nichtsdeſtoweniger durch eine gewiſſe Nervoſität ungünſtig be=
einflußt
. Man weiß noch nicht, was die nächſte Tagung des
Völkerbundes bringen wird, aber nach den jüngſten deutſch= pol=
niſchen
Spannungen erwartet man von ihr wicht viel Gutes.
Die Nachrichten über den Plan des niederländiſchen Dele=
gierten
Belgerts van Blockland, eine ſtändige Minoritätenkom=
miſſion
nach dem Muſter der Mandatskommiſſion zu errichten,
wurden ſehr ungünſtig aufgenommen.
Man betrachtet hier die Minoritätsfrage als vollkommen un=
lösbar
, und am liebſten möchte man gar nichts von ihr hören.
Eine ſtändige Minoritätenkommiſſion würde ſo glaubt man
hier von den Klagen der verſchiedenen Minoritäten förmlich
überſchwemmt werden; ſchon bisher haben, ja doch auch ſchon
die unzufriedenen Minoritäten in Europa den Völkerbund mit
ihren allerdings erfolgloſen Proteſten überhäuft. Wenn
die neue Minoritätenkommiſſion tatſächlich der Mandatskommiſ=
ſion
ähneln würde, ſo brauchten die Siegermächte zwar noch nicht
zu verzweifeln, denn allzu gefährlich iſt die Mandatskommiſſion
bebanntlich nicht, aber dennoch wäre es viel ſchwerer, die Mino=
ritäten
zu ignorieren.
Die Ausführung der Lakeran=Berkräge.
EP. Rom, 23. Februar.
Die Ausführung der Lateranverträge wird eifrig vorbereitet,
damit bei der Natifizierung die meiſten Vorarbeiten bereits ge=
troffen
ſind. Die Regierungsingenieure und diejenigen des Va=
tikans
treffen ſich faſt täglich, um die neuen Verkehrsanſchlüſſe
der Stadt des Vatikans zu vereinbaren und die Verlegung
der Grenze, und damit der vatikaniſchen Umfaſſungsmauer, zu
beſtimmen. Das Bauamt des Miniſteriums der öffentlichen Ar=
beiten
wird die Verlegung der Grenzmauer an der ſüdweſtlichen
Ecke des Vatikans vornehmen, wo die Grenze bis zur Umfaſ=
ſungsmauer
des kleinen deutſchen Friedhofes verlegt wird. An
dieſer Stelle wird der Abbruch eines Teiles des Gebäudes not=
wendig
ſein, das an den deutſchen Friedhof grenzt. Ebenſo wird
gegenüber der Sakriſtei der Peterskirche ein kleines Haus nie=
dergeriſſen
. Der dadurch entſtehende Platz wird zum Gebiet des
Vatikans geſchlagen; hier ſoll der neue Wachtpoſten der Schwei=
zergarde
aufgeſtellt werden.
Ankräge des heſſiſchen Zenkrums.
Da im Finanzausſchuß des Heſſiſchen Landtags die im Etat
1929 vorgeſehenen Mittel zur Unterſtützung gemeinnütziger

Rechtsauskunftsſtellen abgelehnt worden ſind, brachten die Abgg.
Weſp und Späth folgenden Antrag ein:
Wir beantragen, der Landtag wolle beſchließen, die bisher
im Staatsvoranſchlag unter Kapitel 88 Titel 3 vorgeſehenen
Mittel zur Unterſtützung der gemeinnützigen Rechtsauskunfts=
ſtellen
in Heſſen werden auch für das Rechnungsjahr 1929 be=
willigt

Außerdem haben die Abgg. Weſp und Heinſtadt folgen=
den
Antrag auf Gewährung einer Gefahrenzulage geſtellt
Wir beantragen, der Landtag wolle beſchließen, die Regie=
rung
wird erſucht, den Leuten, die für die augenblicklichen Eis=
ſprengungen
vom Staate beordert ſind, eine Gefahrenzulage von
3 Mark pro Tag und Kopf während ihrer Tätigkeit gewähren zu
wollen.

hi

Num Ruf das Bibelwort, die dramatiſchen Volkschöre, das
Nezig
das mit den Eoangeliſten=Rezitativen Aehnlichkeit
ha Bcel. Stärker an Händel lehnen ſich dagegen an die
Eir Anden Chöre, die zum Teil von außerordentlicher
Ete ? Bue ſteid und der ſzeniſche Aufbau bei der Bekehrung
den Lie bes Oratoriums ſiund ſo angeordnet, daß der erſte
Ene AſVekehrung des Saulus enthält, zu der die Steini=
inBMs
Sie Expoſition bildet, in der Saulus als der Ver=
AWeige ſchildert wird. Hier iſt der Aufbau eben ſo glück=
dem
Kun

naDer anderu, ohne daß ein klarer Aufbau oder eine
ehnr wäre. Dieſe textliche Schuäche aber macht Men=
ergeſſes

den Reichtum ſeiner Muſik, durch die Schönheit
wuſde 7½ der großen Chöre und durch einige beſonders
ord= Aeoli und Duette.
(7.
großen Reichtum an muſikaliſthen Glanzſtellen ſe
tg ehoben. Das Oratorium begmnt mit ſtark kirch=
* große Duvertüre beginnt als Choralbearbeitung
R
het auf ruft uns die Stimme, keſſen beide erſten
en Tempo gewiſſermaßen dem verſtocklten Saulus zi=
Darauf beginnende erregte Fuge charakteriſiert den
nehrmals, tritt die erſte Choralzeile in ihrem
aus Moll nach Dur übergehend der Choral als
je Bekehrung verherrlicht. Auch der Einleitungs=
Vedeutung wie die Einleitung einer Paſſion,
hier an Bach/’s Johannespaſſion denken. Auch der
al wirkt faſt liturgiſch. Nun beginnt die Hand=
rten
der Ankläger des Stephanus erkennt man
alf chen Zeugen der Bach’ſchen Paſſion wieder. De
or zeigt dann aber Händelſche Anlage, er wird
ilde, das bald in akkordiſchem Satz, bald kontra=
Wie ein Weberſ:he3 Opernrezitativ iſt dann die
oraus aufgebaut, dramatiſch ſetzt die Kataſtrophe
her Willkür, aber prachtvoll poetiſch, durch die
ernſalem, die du töteſt die Propheten unter=
eiſterſtück
iſt der Seligpreiſungshor nach des
nun erſt lernen wir Saulus kennen, ſeine erſte
ſcharfer Charakteriſtik, es folgt die Bekehrungs=
Händeſ’ſcher Größe aufgebaut iſt. Die verklärte
rauenchor übergeben. Und nun folgt ſieghaft
Henutzte Choral und deutet auf dieſe Weiſe noch
rſpiels. Der Wutarie des Saulus tvitt nun die
ie gegenüber, die den Bekehrten zerknirſcht, aber
Aſtelamt begeiſtert zeigt. Der Schlußchor des erſten
r Klangfülle und beweiſt Mendelsſohns außer
10 und farbenprächtig, für Chor zu ſchreiben.
Heginnt ein mächriger, fünfſtimmiger Chor, der
2 Heidenapoſtel anſpielt. Wir hören ihn in dem

herrlichen Duettine mit Barnabas wirken, dramatiſche Epiſoden ſind
die Verfolgungshöre der Juden und die Verehrung der Apoſtel als
Götter durch die Heſiden. Bald abe droht von Juden und Heiden
Paulus dasſelße Geſihick wir Stephanus. Glanzunkte ſind ferner die
Tenor=Cavatine Sei getreu bis in den Tod und der zarte Chor der
Geneinde Schone doch deiner ſelbſt‟. Der gewaltſame Tod des Apoſtels
iſt nicht mehr Gegenſtand der Schilderung, wir hören, wie er überzeugt
iſt, für ſeinen Glauben ſterben zu müſſen, und die Handlung ſchließt
mit den Worten: Und ſie geleiteten ihn in das Schiff und ſahen ſein
Angeſicht nicht mehr
Wer ſich der Kunſt Mendelsſohns unvoreingenommen hingibt, der
wwird in ſaſt allen Szenen des Werkes den hochbedeutenden Künſtler er=
kennen
, der in ſeinen Oratyrien mehr als in anderen Werken frei iſt
von der allzu großen Weichheit, die ofrmals an der Lyrik dieſer frühen
Periode der Romantik haftet. Möge die Aufführung des Muſik=Vereins
von der Begeiſterung getragen ſein, die das Oratorium vom Herzen der
Ausführenden zum Herzen der Aufnehmenden gelangen läßt.

Kleines Haus. Samstag, den 23. Februar 1929.
Tanz=Abend Niddn Impekoven.
Ein leicht errungener, großer Erfolg um es gleich zu
ſagen im übervollen Hauſe, in das der Name der mit Recht
berühmten Tänzerin gelockt hatte. Der aber nicht allein, ſon=
dern
auch die Luſt, jemand wieder einmal richtig tanzen zu
ſehen. Wir hatten ja auch einen Tanzabend, einen Pantomimen=
abend
und viele Ballette in Opern. Doch was an Tanz dabei
gezeigt wurde, war nicht viel und nicht ſchön.
Heute war jede der zwölf Nummern des vielſeitigen Pro=
gramms
Tanz und wieder Tanz, zur eitel Freude eines ſehr
intereſſierten Publikums, und es ging ſonderbarerweiſe auch
ohne einen einzigen Ton atonaler oder Negermuſik ſehr gut.
Eine liebreizende Perſönlichkeit von ſtarkem Charme tanzte
mit zartem Körper, weichen Armen, feinen Händen, einem ſüßen
Geſicht und mit Bewegungen, ſo leicht wie ein Federball. Sie
hat nicht viel Temperament, ſie iſt nicht ausgelaſſen luſtig, ſie
charakteriſiert nicht ſcharf, liebt nicht ſtarke Gegenſätze aber
ſie hat Naivität und Innigkeit, gibt ohne Routine alles vom
Herzen her und füllt jede Note mit großer Muſikalität tänzeriſch
aus. Sie bringt nicht viel Eigenes, verwendet es aber eigen
ſie hat Rhythmik und Melodik im Blut, Sinn für Form, hat
Diſziplin und Technik. Ueber allem ſchwebt etwas echt Weib=

liches, jene unlernbare Anmut, nie ſüßlich werdend, herb, ver=
halten
, kerngeſund.
Was die Impekoven tanzt, ſpielt kaum eine Rolle. Es waren
Stücke von Schumann, von Bach, Mozart, Brahms u. a., auf die
ſie ihre Dichtungen aufbaute. Am beſten gefiel mir: das Leben
der Blume, wobei ſie alles zeigte, was ſie kann und will; ſehr
dröllig auch der letzte Tanz: Münchener Kaffeewärmer. Die
Koſtüme ſchienen ungünſtig gewählt. Die meiſt langen Gewän=
der
verdeckten und überſchnitten zu ſtark die klare Linie der
Bewegungen. Am Flügel waltete klar und muſikaliſch Magda
Siemens, die auch in drei Soloſtücken einen angenehmen
Eindruck hinterließ.
v. HI.
Aus den Darmſtädter Lichtſpieltheakern.
Palaſtlichtſpiele.
Die drei Spieltage dieſer Woche bringen zwei anſpruchs=
loſe
aber gute und unterhaltende Amerikanerfilme. König
der Cowboys, ein Film von Pferden und Liebe hält zwar
nicht ganz, was der Titel verſpricht, aber er iſt doch recht inter=
eſſant
durch die gute Darſtellung Hoot Gibſons und ſeiner
Reitkünſte. Von der Liebe bringt der Film mehr wie von Pfer=
den
. Der junge, forſche Cowboy verliebt ſich ſehr raſch in die
hübſche Milliardärstochter und weiß ſie echt amerikaniſch zu er=
ringen
. Das iſt in den Bildern recht anſchaulich geſchildert und
wird mit viel derbem Humor geſpielt.
Intereſſanter und ſpannender iſt Rod la Rocque, der
Bandit, ein Abenteurerfilm. Dieſer Abenteurer von Ehre‟
iſt der engliſche Ariſtokrat Rod la Rocque, den Roger Nor=
man
ſehr gut, als der ſchöne und ſtarke Mann, ſpielt. Ihm
iſt nach dem Krieg, in dem er Flieger war, das Leben in den
ſteifen Londoner Klubs zu langweilig geworden. Er zieht aus,
um als Soldat den Banditen Ghika zu fangen, der ein einſames
Felſenneſt bezogen hat und mit ſeiner Horde zur Landplage
wird. Nach allerlei Abenteuern fängt er den Kerl auch den
Warner Oland fabelhaft gut mimt und damit eine bild=
hübſche
Frau, der er einſt das Leben rettete und die ſich ein
Mädchen aus den Bergen in ihn verliebt hat. Lupe Velez
iſt wirklich ſehr hübſch.
Dieſer Film bringt eine Reihe romantiſch ſchöner Landſchafts=
bilder
und ſpannende Szenen. Er iſt ein Film in dem viel
Geſchehen iſt, wie das eben nur der Film bieten kann. Schade,
daß er vielfach Irrwege zeigt.

[ ][  ][ ]

Seite 4

Sonntag, den 24. Februar 1929

Numnt

A

PALAST-LICHTSPIELE
Grafenstraße

S

mit Brigitte Helm.
Ein Film weit über dem Durchschnitt.

HR

Schonsten Tag
Ein Filmspiel an der Riviera.

Beginn 2 Uhr.

Heute letzter Tag
unseres Sensations-Groß-Programms
mit
Rod la Rocdue in
Der Bandit
und
Hoot Gibson in
Der König
der Combogs
Beginn 2 Uhr.

Ein Film, den man sehen sollte‟ eo
Kritik von

Bie Rothausgasse
mit Grete Mosheim

Skandal im Kasint
bringt interessante Einblicke in das Spielen
Beginn 2 Uhr.

Wu re

giurdert,
ſiend

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ſierungsbeſtrebungen, den Inhalt unſerer
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[ ][  ][ ]

Im Licht des Todes.

d8

vinützum für Kultus und Bildungsweſen. Erledigt iſt
fir einen evangeliſchen Lehrer an der Volksſchule in
ehren
eideimriis Alsfeld; eine geräumige Dienſtwohnung iſt ſofort
wurde am 18. Februar der ſtändige juriſtiſche Hilfs=
zei
ſ7 eſſiſchen Landesbank Finanzrat Dr. Georg Groe=

ſtadt, auf ſein Nachſuchen vom 1. März 1929 an aus
gut

gSiftsſtenographenprüfungen bei den Handelskammern.
paben nach einer Mitteilung des Deutſchen Steno=
ANlere
Perſonen die Geſchäftsſtenographenprüfung, die be=
end
,3 eimß e-hwindigkeit von 150 Silben bei einem Diktat von
gen /1e erfordert, abgelegt. Zum erſten Male war bei der
unſsäftsſtenographenprüfung die Reichskurzſchrift vorwie=
das
letzte langjährige Syſtem Stolze=Schrey über=

werden die Prüfungen vor den Stenographenprü=
en
Handelskammern nur in Einheitskurzſchrift abge=
A
8 hatten ſich in Heſſen 51 Perſonen mit Erfolg der
. Wenn man bedenkt, daß dieſe Zahl im Verhältnis
von Stenographen, die die geforderte Geſchwindigkeit
der Minute zweifellos beherrſchen, ſo kommt man
die Ablegung der Prüfungen noch nicht genügend
der Wert einer ſolchen Prüfung unterſchätzt wird.
be 1
rolg abgelegte Prüfung wird ein amtliches Zeugnis
vas einzige amtliche Zeugnis, das in ſtenographiſcher
1

nu

eichbar iſt. Das Zeugnis hat zweifellos großen Wert
von Stellen in Staats= und Gemeindebetrieben und
Privatinduſtrie. Von den Handelskammern werden
unfhaber größerer Firmen auf die Wichtigkeit dieſer Prü=
hin
und ihnen die Annahme nur ſolcher Stenographen
Geſchäftsſtenographenprüfung mit Erfolg abgelegt
e =küungen finden alljährlich im April und Oktober ſtatt
de Prüfung abgelegt werden in Darmſtadt, Mainz,
und Worms. Jungen ſtrebſamen Leuten kann nur
ich an dieſen Prüfungen zu beteiligen. Die genauen
werden ſtets einige Wochen vorher in den Tages=
pegeben
. Schon jetzt aber kann man allen Steno=
ſorderliche
Geſchwindigkeit beherrſchen, zurufen: Legt
ytaphenprüfung vor den Handelskammern ab."
ſſiſacLnndestheater. Heute Sonntag gelangt im Großen
daftt
Verdi mit den Damen Landwehr, Jacobs, Rieder
zum9xahl, Herrmann, Heuſer als Gaſt, Overlack, Grohm
Muſikaliſche Leitung: Carl Maria Zwißler als
Beginn 18.30 Uhr.)
Hrus geht abends Leſſings Luſtſpiel Minna von
er Inſzenierung Carl Eberts in Szene. Die Auf=
liten
C=Mietern zugeteilt, die Zuſatzmiete III haben.
r des Ruhms in der Inſzenierung Günter
m Reinkings gelangen Dienstag, den 26. Februar,

Ien Haus zur Wiederholung. Die Vorſtellung iſt

end des Spielplans muß Mittwoch, den 27. Februar,
ichen Gründen anſtelle der angekündigten Vorſtellung
dei Löwe eine Aufführung des Luſtſpiels Wer ge=
in
Szene gehen.
nians wird Mittwoch Flotows komiſche Oper Fatme‟
mni Renato Mordos (Bühnenbild: Lothar Schenck von
fgeführt. Käthe Walter ſingt die Titelrolle. Das
terter wurde eingeladen, mit dieſer Aufführung im
ſarkfurt a. M. zu gaſtieren. Die Soliſten, der Chor,
Orcheſter des Landestheaters werden vorausſichtlich
in Frankfurt zur Aufführung bringen. Es iſt

n Tage eine Aufführung des Frankfurter Schauſpiel=
Haus hier zu veranſtalten; vorausſichtlich wird
zm
Krankheit der Jugend zur Aufführung
schäft.
für den Heiteren Abend Paula Kapper=Guſtav
onnerstag, den 28. Februar, 20 Uhr im Kleinen
an der Tageskaſſe des Kleinen Hauſes begonnen.
Srbuſch=Quartett ſetzt ſeinen Mozart=Zyklus
März, 20 Uhr, im Kleinen Haus fort. Zur Auf=
Eent
Streichquartett G=Dur, ein Trio für Klavier, Violine
Skampf,
und zum Beſchluß des Abends das berühmte Kla=
fre

Mätwirkende des Abends ſind: Hans Simon (Kla=
04 W0
MTayer (Klarinette).
jeder miß eun0 roß=Schau Schweſtern Spadoni. Heute
niW!
örlar, finden zwei Vorſtellungen ſtatt. Nachmittags
uid Jugendvorſtellung bei ermäßigten Preiſen von
halt 10b
mobei erwachſene Beſucher auf numerierte Plätze für
verhi
ilatz erhalten. Abends präziſe 8 Uhr übliche Preiſe.
für Plakataushang gelten ausnahmsweiſe auch
95-=Abend=Vorſtellung.) Sonntagskarten=Vorverkauf:
M412 Uhr, Kioks am Schloß bis 1,30 Uhr, Orpheums=
beum
ab 2,30 Uhr. (S. Anz.)
Fuech miert des Muſikvereins. Auf dem öffentlich aushän=
orſehentlich
der Beginn der Hauptprobe zum Ora=
Mendelsſohn=Bartholdy am Montag, den 25. Fe=
uigegeben
worden. Die Hauptprobe beginnt, ebenſo
25 darauf, um 19,30 Uhr.
WrPM Alfred Bodenheimer. Der ſtarken Nachfrage halber
hingewieſen, daß der Kartenverkauf für den am
G z, ſtattfindenden Vortrag Paul Geheebs am Mon=
vormittags
10 Uhr, beginnt. Das Wiener
te, das im Oktober v. Js. mit glänzendem Erfolg
21. März auf Einladung der Bücherſtube einen
ben. Das Programm wird u. a. eine Kompoſition
adestheater tätigen Kapellmeiſters Berthold Gold=
Pführung in Darmſtadt bringen. Das Weiß=Quarrett
das Darmſtädter Konzert ſofort einer Einladung
Konzerten in Florenz, Mailand und Nom.
Zwrtrag bei Müller u. Rühle. Nächſten Mittwoch,
Ds 8,30 Uhr, ſpricht Dr. Wauer in den Räumen
Müller u. Rühle über Fritz von Unruh, ſowie
ric

tein zugeteilt, die Zuſatzmiete I haben.

ung der Gegenwart. Kartem ſind bei Müller u.

wi ie Abgabe der Steuererklärungen. Für die bevor=
diesjährigen
Einkommenſteuererklärungen iſt es
füchtigen wichtig, zu wiſſen, was dabei alles zu be=
(achteile zu haben. Nachdem ſchon eine Reihe ſol=
gen
erſchienen ſind, hat nun der bekannte Verlag
D Berlin W. 15, Brandenburger Straße 27, in
mer Wochenſchrift Kurze Steuernachrichten vom
Sondernummer für die kommenden Steuererklärun=
Die in denkbar kürzeſter Form ſtichwortartig und
ärrache alle Beſtimmungen enthält, die man zur
TEAngabe ſeiner Steuererklärung wiſſen muß.
iSutnntagsbienſt. Am Sonntag, den 24. Februar, ſind
treter des Hausarztes folgende Aerzte erreichbar:
Wilhelminenſtraße 5, Telephon 187, Dr. med.
dcr, Rodenſteinweg 25, Telephon 2955, Dr. med
aße 16, Telephon 253.
UDNSspreuunr!

g1
Dam Bontsträueriag ai 2. Brotäne.

* Der Tod iſt ein großer Erleuchter: Wenn du nicht weißt, ob eine
Tat gut, halt’ ſie an das Licht deines Todes, ſo weißt du es.
Nees von Eſenbeck.
Glocken läuten den großen Trauertag ein . . . . ."
Er ſoll groß bleiben, uns und kommenden Geſchlechtern!
An der Tiefe, mit der wir ihn empfinden, mißt ſich von ſelbſt unſer
aller innerer Hochſtand. An ſeiner Tod=Erfaſſung mißt ſich unſer
wahres Leben.
In dem Augenblick, wo er für uns nicht mehr ein Gipfel voll
heiligen Morgenrotes iſt, ſind wir ſelbſt als Volk allen Gipfeln ent=
rückt
, und das Leben der Nation

Nein, noch iſt Hoffnung, noch ſind wir das Volk, das dem andern
unbehaglich iſt. Jene, unſere Feſſeler, fühlen unſere innerſte Kraft und
reine Auftriebskraft mehr als wir!
Kerndeutſchland, ſei auch heute gegrüßt aus vollem Herzen!
Jeder Geſang, der emporſchwillt, ſei ein Treulied, ein heiliges,
hehres Hoffnungsſingen!
Wir ſtehn im Lichſt des Todes unſerer Opferhelden! Ja, Hel=
den
! Und wenn dies Wort Unverſtand und Niederung uns ſchmätern
wollen, es ſoll eins unſerer ſchönſten, erhabenſten deutſchen Worte
bieiben! Der Deutſche will den Helden!
Und alles Große muß ſeinen Opferhelden haben! Sorgen wir,
daß der Beginn des neuen Großen in ihrem Tode liegt, ja dort ſeinen
frieſtenden, über alle Zeiten hinſtrahlenden Lebensanfang hat! Wir
aber wollen dieſes Lebens Weiterreichende, vielleicht nur ſeine ſtillen,

K

ſenkt ſich unaufhaltſam zum tra=
giſchen
Abgrund . .
Ja, er muß ein Gipfel voll
heiligen, dunklen Morgenrots blei=
ben
; denn er iſt Mahnung, Gebot

und Schickſal zugleich!
Erhabenheit walte durch die
Stunden der Andacht! Das Menſch=
lich
=Kleine bleibe den Toren fern,
hinter denen die Stille der Be=
ſinnung
wohnt . . .
Großmütig durchſchwinge uns
das Gefühl, daß wir, doch in ein
Schickſal gebannt, zuſammen
gehören!
Wir wollen gemeinſam unſer
n
Leben an das Licht des Todes
derer halten, die für des Vater=
landes
Ehre und Beſtand fielen!
Wann uns ein Tag die ganze
Wahrheit über uns als Volk zei=
gen
kann, ſo iſt es dieſer von
allen!
Wir wollen ruhig vor uns ſel=
ber
erſchrecken; denn das Licht
ihres Todes, die da unſere Beſten
waren, fällt bis in die tiefſten Fal=
ten
. Da gibt es kein Hemmnis.
Das dringt durch.
Dieſer Trauertag der Nation
foll nicht zuletzt auch durch die
T6
Ehrlichkeit groß bleiben, mit der
P
W We
wir uns ſelber begegnen.
Wehe, wenn von Jahr zu Jahr
der Berg geheimer Schuld größer,
wenn des Volkes innere Größe
kleiner wird!
Wir wollen es offen bekennen:
Wir ſtehen im Lichte der großen
Toten als Volk doch recht klein da!
Aber noch nicht hoffnungslos klein!
Es iſt ein gutes Wollen da,
viel ehrliches Suchen. Aber der
R
Wurm des Materialismus hat ſich
immer noch zu feſt um der Grund
der deutſchen Eiche geſpannt, und
arg und verhängnisvoll ſind ſeine
Schläge und Zuckungen.
Nur der echte Siegfried=Geiſt,
der des Lichtes, des Opferweſens,
vermag ihm die A acht zu nehmen.
Unſer inneres Auge ſchaut am großen Tage eine große Schar, die
Hand in Hand ſteht, einen Glanz auf den Stirnen, Mut und Hoffnung

in vorwärtsgerichteten Augen, die Shar, die Deutſchlands Zukunft im
Herzen trägt und den unbeſiegbaren Glauben an ein Neues, Großes
auf unſres Volkes Schickſals=Weg.
Alte und Junge, manche noch Kinder mit kindfrommen Gebärden,
biele unzählig viele einſame Frauen, denen der Krieg damals das
Liebſte nahm, und dazu all die Mütter und Väter der Opferſöhne . . ."
Erhabenheit füllt die Stunde.
Fühlſt du es, deutſcher Menſch!

fronüberlaſteten Kärner ſein! Aber in der Linie der großen Volks=
geſchichte
wird auch unſer Werk einen guten Platz finden, und das Licht
des großen Opfertodes wird uns ein ſegnendes und ein Wahrheitslicht
ſein. Ja, und auch das Leben der namenſoſen Treue wird in den ſtillen
Ruhm mit eingewoben ſein!
Licht des Todes unſerer Opferhelden, falle ſtill und machwoll auf
uns, daß in uns neue Sehnſucht flaume, neuer Glaube ſich entzünde
und innerſte Quellen mit neuer Trächtigkeit ſpringen!
Vor allem aber, du hehres Licht, leuchte Ewigkeit in dieſe Zeit!
Läutet Amen, ihr Glocken ....."
R. B.

Dienstag, den 26. Februar 1929, nachmittags 5 Uhr
im Garteniaal des Städtiſchen Saalbaues

öffentliche Hausfrauen=Verſammlung

Vorträge über Unfallgefahren im Haushalt, beionders im Umgang mit
Waſſer, Gas, Elektrizität und über Verrehrsunfälle Lichtbildervorführungen.
(3235)
Eintritt frei!
Saal geheizt!

Gedächtnisfeier am Volkstrauertag. Hiermit ſei nochmals auf die
am Sonntag, ormittag 11½ Uhr im Kleinen Haus des Heſſiſchen Lan=
destheaters
ſtattfindende Gedächtnisfeier des Volksbundes Deutſche
Kriegsgräberfürſorge hingewieſen. Es darf erwartet werden, daß ſich
diesmal unſere Jugend mehr als in früheren Jahren an dieſer zu Ehren
unſerer im Weltkrieg Gefallenen und Verſtorbenen beteiligt.

Renato Mordo wurde eingeladen, in Frankfurt a. M. die Ko=
mödie
Artiſten von Watters und Hopkins zu inſzenieren. Die
Premiere findet Oſtern ſtatt.

Ihr Huſten quält Sie immer noch,
daher nehmen Sie alle 4 Stuuden ½ Eßlöffel voll Faguvin. Von der
hervorragenden Wirkung dieſes Spezialpräparates werden Sie ſich
ſchnell überzeugt haben. Faguvin iſt in Apotheken erhältlich. Be=
(IV.224
ſtandteile ſind auf der Packung angegeben.

Die Auszahlung der Unterſtützung der in der Kleinrentnerfür=
ſorge
befindlichen Perſonen ſindet am Donnerstag, dem 28. Februar,
und die Auszahlung an Unterſtützungsempfänger der Allgemeinen Für=
ſorge
am Freitag, dem 1. März 1929, an den Vormittagsſtunden bei der
Stadtkaſſe ſtatt.

Verſtopfung iſt eine Qual

(N.set

und ſchädigt den Organismus. Nehmen Sie abends 2 Herbex=Kerne
die auch bei längerem Gebrauch ihre Wirkung nicht verlieren. Herbex=
Kerne erhalten Sieſchon in Mengen von 30 Gramu in den Apotheken.

Die Photographie iſt nicht nur ein edler Sport, ſondern eine
wiſſenſchaftliche Kunſt, die jeder Deutſche betreiben ſoll. Das Photo=
Spezialhaus Ph. Bqumbach Nachf., Darmſtadt, veranſtaltet am 26. Fe=
bruar
, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal (Grafenſtr. 18) für ſeine ehemali=
gen
Kurſusſchüler und Kunden einen einmaligen Photokurſus ( Aufnah=
men
mit Kunſtlicht). (Näheres ſiehe Anzeige.)

Reichsbahn und Schwerkriegsbeſchädigte. Bekanntlich hat die
ſtändige Tarifkommiſſion der Reichsbahnhauptverwaltung bisher die
allgemein als berechtigt anerkannten Wünſche der Kriegsbeſchädigten
auf Beibehaltung der bisher gewährten Fahrpreisermäßigungen ab=
gelehnt
. Das Reichsarbeitsminiſterium hatte ſich nochmals dafür ein=
gefetzt
, daß zumindeſt den Schwerſtkriegsbeſchädigten und den Ober=
ſchenkelamputierten
die Benutzung der Polſterklaſſe zum Preiſe der
Holzkliſſe zugeſtanden würde. Wie der Verband der Kriegsbeſchädig=
ten
und Kriegerhinterbliebenen des Deutſchen Reichskriegerbundes
Kyffhäuſer von der Reichsbahnhauptverwaltung erfährt, iſt nunmehr
auch dieſer Antrag rundweg abgelehnt worden. Man kann die Stel=
lungnahme
der Reichsbahngeſellſchaft nur auf das tiefſte bedauern.

Reichsunfallverhütungswoche. Für die Beſchäftigten in ge verb=
lichen
Betrieben finden folgende Aufklärungsvorträge in
dieſer Woche ſtatt. Montag, den 25. Febr., nachm. 5 Uhr, im Gewerk=
ſchaftshaus
für das Baugewerbe (techniſcher Aufſichtsbeamter
Sang); am gleichen Tage, nachm. 5 Uhr, in den Palaſt=Lichtſpielen
für die Metallinduſtrie (Obering. Silber); Dienstag, den 26.
Febr., abends 7 Uhr, im Gewerkſchaftshaus für das graphiſche
Gewerbe (Buchdrucker Bolkart); Mittwoch, 27. Febr., nachm. 5 Uhr,
im Gewerkſchaftshaus für das Holzgewerbe (Ing. Schöntag);
am gleichen Tage, abends 8 Uhr, im Gewerkſchaftshaus für das Ge=
ſundheitsweſen
(Dr. Sell); Samstag, den 2. März, abends
Uhr, im Gewerkſchaftshaus für das Nahrungsmittelge=
werbe
(Dipl.=Ing. Leonhard).

Unfallverhütung im Haushalt. Wie aus der Anzeige hervor=
geht
, wird am Dienstag, den 26. Februar, pünktlich um 5 Uhr, im Gar=
tenſaal
des Saalbaus eine Frauenverſammlung veranſtaltet,
die im Rahmen der Reichsunfallverhütungswoche die Unfälle im Haus=
halt
behandelt und ihre Verhütung erläutert. Es iſt anzunehmen, daß
gerade gegenwärtig, wo die abnorme Witterung ſo manchen Unfall her=
beigeführt
hat, das Intereſſe für die von wirklichen Sachwerſtändigen
beſprochenen Gebiete ein lebhaftes ſein wird. Der Beſuch der Verſamm=
lung
wird allen Hausfrauen, ihren Töchtern und Hausangeſtellten drin=
gend
empfohlen.

Anmeldung für die höheren Knabenſchulen. Wir machen auf die
Anzeige in der heutigen Nummer aufmerkſam. Die Anmeldungen
nehmen die 4 Direktionen am 28. Februar (35 Uhr) und am 1. März
(111 Uhr) entgegen.

und im Vollgefühl gesunder Kraft sein Tagewerk verrichten können, wer
erfreut sich dieses glücklichen Zustandes ?
Stchen wir nicht alle unter dem Druck einer unfrohen Zeit? Werden
unsere Kräfte nicht verfrüht aufgerieben von dem Hasten und Drang
unserer Tage, durch Uberanstrengung, Arger und Sorgen?
Schonen und schützen Sie lhre Gesundheit, das höchste Gut Ihres Lebens!
Gesunde Nerven sind die Vorbedingung für die Gesundheit des gesamten

Organismus und für die Hitige Arbeit all seiner Organe bis ins kleinste
hinein.
Sanatogen, dessen einzig dastehende Wertschätzung seitens der Arzteschaft
in mehr denn 24000 schriſtlichen Gutachten zum Ausdruck kommt, enthält
die Stammsubstanz der Nerven, es bildet, wie durch exakte wissenschaft;
liche Untersuchungen bestätigt ist, Blut, Nervensubstanz und Muskeln.
Nchmen Sie zu neuem Kräftegewinn Sanatogen!

Nähr- und Kräftigungsmittel für Körper und Nerven
Schon in Packungen von M. 1,80 in allen Apothcken und Drogerien

[ ][  ][ ]

Seite 6

Sonntag, den 24. Februar 1929

N

Gasſchau und Gaswerbung.

Das einwandfreie Arbeiten eines Gasgerätes iſt von der Bau=
art
des Gerätes aber auch von der Art der Inſtallation gbhängig. Zu
klein gewählte Gasleitungen, Anſchluß der Gasapparate ohne beſondere
Vorbeugungsmaßnahmen au ſchlecht oder ſehr gut ziehende Kamine, un=
ſachgemäße
Abführung der Abgaſe ins Freie drücken den Wirkungsgrad
eines Apparates herunter und erhöhen die Gasrechnung. Die Drektion
der ſtädtiſchen Betriebe ſowie die zugelaſſenen Inſtallateurfirmen haben
das größte Intereſſe, daß alle im B=trieb befindlichen Gasgeräte ſo
arbeiten, daß der Gasverbrauch für den Konſumenten erträglich und der
Konſument mit dem Gerät zufrieden iſt. Alle Apparate, die in Darm=
ſtadt
von den ſtädtiſchen Betrieben abgegeken werden, werden in ihrem
Laboratorium einer genauen Prüfung auf Wirkungsgrad und Lebens=
dauer
unterzogen. Nur die Apparate, die dieſe Prüfung beſtehen und
mit einem Wirkungsgrad arbeiten, der die Ausnutzung des gasförmigen
Brennſtoffes im weitgehendſten Maße gewährleiſtet, werden zur Inſtal=
lation
zugelaſſen. Um aber auch bezüglich der Inſtallation ſicher zu
gehen und auch hier den Konfumenten das Beſte zu bieten, iſt von der
Direktion der ſtädtiſchen Betriebe im Einverſtändnis mit dem Darm=
ſtädter
Inſtallateurgewerbe die Abnahmepflicht für Gasgeräte eingeführt
worden. Nach ihr müſſen ſämtliche zu montierenden Gasapparate beim
Gaswerk angemeldet werden. Nach beendeter Inſtallation wird das
Gasgerät, bevor es dem Berrieb übergeben wird, von einem Bramten der
Direktion der ſtädtiſchem Betriebe abgenommen. Fehlinſtallationen, die
die Wirkungsweiſe eines Gerätes ſehr ſtark beeinfluſſen, ſind in Darm=
ſtadt
kaum vorgekommen. Das Gaswerk ſowohl wie die Inſtallateure
wollen aber ihre Kundem in dieſer Hinſicht vor Fehlſchlägen bewahren
und haben ſich aus dieſem Grude zu dieſer Einrichtung entſchloſſen.
Sel ſtverſtändlich ſind zur Montage von Gasleitungen, wie auch Gas=
geräten
nur Inſtallateure zugelaſſen, die die Genehmigung des Gas=
werks
beſitzen. Wir machen aus dieſem Grunde die Bevölkerung Darm=
ſtadts
darauf aufmerkſam, bei Neuanſchaffung von Gasgeräten oder
aber bei Inſtallation alter Geräte, die durch einen Umzug oder ſonſtige
Fälle bedingt iſt, nur zugelaſſene Inſtallateure heranzuziehen. Werden
Gasgeräte durch nicht zugelaſſene Inſtallateure angebracht, ſo wird von
der Direktion der ſtädtiſchem Betriebe die Abgabe von Gas geſperrt.
Wir hoffen, daß uns die Bevölkerung Darmſtadts in unſerem Beſtreben,
nur die beſten Apparate und die beſte Inſtallation zu lieferm, unterſtützt,

Wetk und Kuhen der Seefiſche.
Reich=fiſchwoche 24. Februar bis 2. März 1929.
Zur Aufklärung über den Wert und Nutzen der Seefiſihnahrung
fſt vonr Reichsminiſterium für Ernährung und Landwirtſchaft ein Aus=
ſchuß
für Seefiſchpropaganda ins Leben gerufen worden, der die Auf=
gabe
hat, die breiten Schſichten der Bevölkerung af die Seefiſchnahrung
aufmerkſam zu machen. Zurzeit wird in Berlin und in 10 größeren
Städten in Deutſchland ein Heſondere Reichsfiſchwoche veranſtaltet.
Wenn wir alſo in dieſen Tagen an zahlreichen Plätzen Werbeplatate
ſehen mit dem Mahnruf Eßt Fiſche, wenn wir Aufklärugsartikel
eſen, wenn in den S hlen Vorträge über die Millionenwerte des
Mceres gehaltin werden und die Schnlkinder mit den Merkblättern und
Abbildungen der wi ltinſten Nutzfiſche des Meeres nach Hauſe komrmen,
und wenn die Hausfrauenorganiſationen über die Seefiſchzubereitung
aufklären und dergleichen mehr, ſo wiſſen wir, welcher Zweck danit
verfolgt wird. Der Seefiſch muß zu einen weſentlichen Beſtandteil
unſerer Volksnahrung gemucht und ihm entſprechende Anerkennung
verſchafft werden. Vor allem würde eine Steigerung des Seefyſthver=
brauchs
den deutſchen Arbeitskräften zugute kommen und auch dazu bei=
tragen
, die deutſche, mehrere Milliarden Reichsmark koſtende Einfuhr
ausländiſcher Lebensmittel einzuſchränken und unſere Volkswirtſchaft
(Handelsbilanz) zu verbeſſern. Der Seefiſch muß mehr als bisher für
die zweckmäßige Ernährung des deutſchen Volkes nutzbar gemacht wer=
den
, vor allem im Hinblick auf die unbeſtreitbare Möglichkeit der För=
derung
der Volksgeſundheir durch vermehrten Seefiſchgenuß. Es ſteht
nicht nur feſt, daß eine weiſe Abwechſelung in der Ernährung der C
ſundheit ſehr dienlich iſt, ſondern daß gerade der Seefiſch es iſt, der
wenn er noch dazu mit Gemüſe als Mahlzeit eingeſchaltet wind, der Er=
nährungsweiſe
ausgezeichnete. Dienſte
et. Trotz der Witterungs=
fünvierigkeiten
erfolgen auch zurzeit re
e Seefiſchzufuhren. Sswohl
die friſchen Fiſche als die Fiſhwaren ſind in der jetzigen Werbewpoche
von beſonders guter Qualiuar
Das amtliche Fernſprechbuch für den Oberpoſtdirektionsbezirk
Darmſtadt wird demnächſt neu aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu wer=
den
am 1. April d. J. abgeſchloſſen. Bis dahin ſind Aenderungen der
Eintragungen bei der zuſtändigen Fernſprech=Vermittlungsſtelle anzu=
melden
. Der Tag des Abſchluſſes der Vorarbeiten iſt für die Fälligkeit
der Gebühren für die koſtenpflichtigen Eintragungen in das Fernſprech=
buch
maßgebend. Sollen gebührenpflichtige Eintragungen der jetzigen
Auflage nicht in das neue Buch übergehen, ſo iſt ihr Wegfall oder ihre
Aenderung ſpäteſtens zum 1. April zu beantragen. Andernfalls
werden ſie in die neue Auflage gegen Erhebung der beſtimmungsmäßigen
Gebühr übernommen (vergl. § 14 der Fernſprechordnung vom 15. Fe=
bruar
1927). Bei der Ausgabe neuer Fernſprechbücher iſt für jedes neue
Buch ein Buch der unmittelbar vorhergegangenen Auflage zurückzu=
liefern
. Bücher früherer Auflagen werden nicht angenommen. Für die
Reihenfolge der Eintragungen im Fernſprechbuche ſind künftig die vom
Ausſchuß für wirtſchaftliche Verwaltung herausgegebenen Einheits=ABC=
Regeln maßgebend. Die Nachſchlagsregeln ſind in den Vorbemerkungen
zum neuen Buche abgedruckt.
Gottes Stunde in der gegenwärtigen Völkerwelt heißt das Thema,
über das am Sonntag, den 24. Februar, Bundesgauwart Dornemamn
abends ½8 Uhr im Heim des Chriſtlichen Vereins Junger Männer,
Alexanderſtraße 22 (Infanterie=Kaſerne) in einem Miſſionsvovtrag
ſpvicht. Auch auf den Miſſionsgebieten ſtehen wir heute an einer Zeit=
wende
, und wer ſich über die derzeitige Lage in dieſen Gebieten unter=
richten
will, der komme zu dieſem Vortrag, der im Familiencreis ſtatt=
findet
. Der Eintritt iſt frei. Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Der Gabelsberger=Stenographenverein von 1861 (Ballonſchule)
macht in ſeiner heutigen Anzeige darauf aufmerkſam, daß er in ſeine
Anfängerkurſe in der Reichskurzſchrift noch Teilnehmer
aufnimmt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Lokale Beranſtaltungen.
Am Mittwoch, den 27. Februar, abends 8 Uhr, ſpricht im Bahn=
hofhotel
Herr Robert Syring über: Kriſhnamurti Das indi=
viduelle
Problem. (Siehe morgige Anzeige.)
Konzert. Im Hotel Prinz Heinrich, Bleichſtraße,
findet Sonntag abend Konzert mit Tanz ſtatt. Der Beſuch wird
beſtens empfohlen.
Im Hotel Poſt am Hauptbahnhof findet heute Konzert
ſtatt. (Vgl. Anzeige.)

Tageskalender für Sonntag, den 24. Februar 1929.
Heſſ Landestheater, Großes Haus, Anfang 18.30 Uhr, Ende
22 Uhr, F 7: Aida‟. Kleines Haus, vorm. 11.15 Uhr: Gefallenen=
gedenkfeier
. Abends 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr, C 16, für C=Mieter,
die Zuſatzmiete III haben: Minna von Barnhelm. Orpheum,
nachm. 15.30 und abends 20.15 Uhr: Gaſtſpiel Spadoni Siſters.
Konzerte: Schloßkaffee, Kaffee Rheingold, Hotel Schmitz, Reichs=
hof
. Alte Poſt, Perbeo, Spaniſche Bodega, Rummelbräu, Weinhaus
Maxim, Wiener Kronenbräukeller, Kaffee Ganßmann, Taunusgold,
Roſenau, Waldſchlößchen, Hotel Prinz Heinrich, Reſt. Karl Glenz,
Neues Schießhaus. Ludwigshöhe, nachm. 16 Uhr: Künſtler=
Konzert. Kinovorſtellungen: Union=Theater, Helia, Pa=
laſt
=Lichtſpiele.

liegt es doch in ihrem eigenſten Intereſſe, nur ſolche Apparate zu be=
nutzen
, die ihr die billigſte Betriebsweiſe zuſichern. Abgeſehen vom
wirtſchaftlichen Arbeiten der Gasgeräte können durch Fihlinſtallationen
und Pfuſcharbeiten nicht wieder gutzuwachende Unglücksfälle entſt. hen.
So iſt es des öfteren vorgekommen, daß bei Umzügen Gasgeräte von
nicht Befugten in der alten Wohnung abgenommen und in der neuen
Wohnung wieder angebracht worden ſind. Die Inſtallation konnte, da
ſie von keinem Fachmann ausgeführt worden war, nur mangelhaft ſein.
Gefahren, die hieraus entſtehen können, ſind außerordentlich groß.
Die
Sollten der Direktion der ſtädtiſchen Betriebe derartige Fälle bekannt
werden, ſo wird nicht nur die Gaszufuhr geſperrt, ſondern auch gegen
den betreffenden Pfuſcher gerichtlich vorgegangen.
Hand in Hand mit dieſer Gasſchau geht eine allgemeine Werbung
vom Gaswerk und Inſtallateuren für den weiteren Verkauf von Gas=
geräten
. Zurzeit läßt die Direktion der ſtädtiſchen Betriebe all= in
Darmſtadt in Betrieb befindlichen Gasgeräte aufnehmen und in einer
Kartothek niederlegen. Dieſes Macerial wird den Inſtallateuren zur
weiteren Bearbeitung zur Verfügung geſtellt. Die Konkurrenz der Gas=
geräte
gegenüber den elektriſchen Apparaten ſteht heute außer Frage.
Die Erfahrungen, die in der elektriſchen Siedlung der Römerſtadt ge=
macht
worden ſind, haben gelehrt, daß wir heute und noch lange nicht
an die wirtſchaftliche Verwendung von Strom zum Kochen und zur
Warmwaſſerbereitung denken können. Selkſt bei einer Senkung der
heute gebotenen Strompreiſe iſt die Verwendung von Strom zur Warm=
waſſerverſorgung
noch zu teuer, abgeſehen davon, daß beim elektriſchen
Boiler immer nur beſchränkte Warmwaſſermengen zur Verfügung ſtehen.
Andererſeits tritt aber die Sauberkeit und Bequemlichkeit bei der heuti=
gen
Lebenshaltung immer mehr in den Vordergrund. Warmes Waſſer
in der Küche und zum Baden ſollten zur Verringerung der Arbeit der
Hausfrau heute in jedem Haushalt vorbanden ſein. G=Sapparate, ſeien
es die altbekannten Automaten oder Gasbadeöfen, oder kleinere Vorrats=
apparate
für die Küche, ſind in ihrer Konſtruktion ſo ausgebaut, daß ſi
ein wirrſchaftliches Arbeiten gegenüber feſten Bvennſtoffen gewährleiſten.
So iſt zu hoffen, daß die gemeinſame Arbeit des Gaswerks und der Ver=
einigten
Inſtallateure den gewünſchten Erfolg bringt und die Bevölke=
rung
Darmſtadts mehr und mehr zur alleinigen Verwendung des gas=
förmigen
Breynſtoffes zu Wärmezwecken im Haushalt übergeht.

J. Griesheim, B. Febr. Gemeinderatsbericht. Die Ge=
meinde
Griesheim übernimmt gegenüber der Reichsverſicherungsanſta.t
für Angeſtellte in Berlin die Bürgſchaft für Heinrich Bentz hier bis zu
12000 RM. und für Georg Hammann in Darmſtadt für 7000 RMN.
Beide Perſonen haben der Gemeinde gegenüber entſprechende Sicherun=
gen
zu ſtellen. Die Bürgſchaftsübernahme für die Wohnungsfürſorge=
geſellſchaft
für Heſſen wird zwecks näherer Information zurückgeſtellt.
Die Gemeinde Griesheim hat ſich geweigert, die Beiträge zur Erwerbs=
loſenfürſorge
, für ihre Gemeindebeamten, ſoweit ihr Einkommen bis
zum 30. Sptember 1927 die monatliche Verdienſtgrenze von 225 Mark
und ab 1. Oktober 1927 die monatliche Verdienſtgrenze von 300 Mark
nicht überſteigt, zu bezahlen. Das Landesarbeitsamt Darmſtadt hat des=
halb
beim Werſicherungsamt Darmſtadt den Antrag geſtellt, zu erken=
nen
, daß die Gemeinde verpflichtet iſt, die in Frage kommenden Beiträge
zu entrichten. Auf Vorſchlag des Kreisamts Darmſtadt beſchloß der
demeinderat, dem § 13 der Ortsſatzung betr. die Anſtellungs= und Be=
ſoldungsverhältniſſe
der Gemeindebeamten der Gemeinde Griesheim
vom 2. Oktober 1914 die vom Kreisamt angeregte Faſſung zu geben,
nach der den in Betracht kommenden Gemeindebeamten gegebenen Falls
die in § 161 Abſ. 1 der Reichsverſicherungsordnung bezeichneten An=
ſprüche
zuſtehen. Dem hieſigen Vggelſchutzverein wurde ein jährlicher

Gegen rote Hände
u
und unſchöne Hautfarbe verwendet man am beſten, die ſchneeig=weiße, fett=
freie
Creme Leucor, welche den Händen und dem Geſicht jene matte
Weiße verleiht, die der vornehmen Dame erwünſcht iſt. Ein beſonderer
Vorteil liegt auch darin, daß dieſe matte Cremwundervoll kühlend
bei Juckreiz der Haut wirſt und gleichzeitig eine vorzügliche Unter=
lage
für Puder iſt. Der nachhaltige Duſt dieſer Creme gleicht einem tau=
friſch
gepflückten Frühlingsſtrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder
ohne jenen berüchtigten Moſchusgeruch, den die vornehme Welt verab=
cheut
. Preis der Tube 60 Pf.,
roße Tube 1 Mk. In allen
lorodont= Verkaufsſtellen zu haben.
Bei direkter Einſendung dieſes
Inſerates als Druckſache mit genauer und deutlich geſchriebener Abſender=
adreſſe
auf dem Umſchlag erhalten Sie eine kleine Probeſendung koſtenlos
überſandt durch Leo=Werke A.=G., Dresden=N. 6. gr 171
IV 1015

Beitrag von 25 Mark bewilligt. Dem Heinvich Höhl 14. wurde das
Gemeindegrundſtück Flur 16 Nr. 1204 (an der Wolfskehler Chauſſee)
zum Preiſe von 1,50 Mark pro Quadratmeter übertragen. Sämtliche
Koſten hat der Käufer zu übernehmen. Bezüglich des Baues einer
Rheinbrücke zwiſchen Oppenheim=Nierſtein und Koryſand faßte der Ge=
meinderat
folgende Reſolution: Der Gemeinderat von Griesheim ſteht
dem Projekt der Erbquung einer Brücke zwiſchen Oppenheim=Nierſtein
und Kornſand zuſtimmend gegenüber. Derſelbe verſpricht ſich von einer
feſten Straßenbrücke über den Rhein als Verbindung zwiſchen Rhein=
heſſen
und Starkenburg bzw. Darmſtadt eine Hebung des Verkehrs und
der Wirtſchaft, die auch für Griesheim mit ſeiner Handel treibenden Be=
völkerung
von anerkennbarer Tragweite ſein würde. Die Gebühren
für Teilnahme mehrerer Gemeindebeamten an einem Ausbildungskurſus
der Gewerkſchaft heſſiſcher Gemeindebeamten in Höhe von 135 Mark
wurden auf die Gemeindekaſſe übernommen. Die Bürgermeiſterei
wurde ermächtigt, die Weidenernte gegen einen entſprechenden Preis
aus der Hand zu vergeben. Die aus Anlaß der Herſtellung eines
Schulſpielplatzes nötig werdenden Holzfällungen ſollen baldigſt vorge=
nommen
werden. Die zuſtändige Kommiſſion ſoll den Platz beſtimmen.
Das Geſuch des Johannes Kaffenberger, hier, um Erlaß von Wert=
zuwachsſteuer
wurde aus Konſequenzgründen abgelehnt. Für die
Kinderſpeiſung im Winter 1928/29 in den hieſigen Schulen, die in einem
Viertelliter Milch und einem Brötchen beſtehen ſoll, wird aus der Ge=
meindekaſſe
ein einmaliger Zuſchuß von 70 RM. bewilligt. Dem Heſ=
ſiſchen
Landesverein für innere Miſſion wird ein jährlicher Beitrag von
20 Mark aus der Gemeindekaſſe bewilligt.

W
Madchenhafte Mütter

verdanken ihr friſch jugendilches Ausſehen der richtigen Ernährung vor
und nach dem Wochenbette. Das Kind entzieht der Mutter viele wich=
tige
Nährſtoffe, denn die Natur gibt ſie dem Kinde reichlich und nimmt
ſie der Mutter Sie müſſen ſchnell erſetzt werden. Die Aerzte ver=
ordnen
da Dr. Wander’s Ovomaltine, die konzentrierte Kraftnahrung.
In Apotheken und Drogerien vorrätig; 250 gr Büchſe RM 2.70, 500 gr
RM. 5.. Gratisproben und Druckſachen durch: (I.1385
Dr. A. Wander G. m. b H., Oſthofen=Rheinheſſen.

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Schreiben Sie an Frau Schweitzer, Wiesbaden, Goeben=
ſtraße
19, welche Ihnen gerne und koſtenfrei das einfache
und wirkſame Mittel angibt) welches ſie ſelbſt mit
(I.Bln.973
großem Erfolg angewendet hat.

J. Griesheim, 23. Febr. Von Montag, den 25. Februar, bis Sams=
tag
, den 2. März d. J., jedesmal von 12 bis 5 Uhr nachmittags, finden
auf dem hieſigen Truppenübungsplatz Scharfſchießübungen ſtatt.
Aa. Eberſtadt, 21. Febr. Verlegung eines Waldfeſtes.
Der Geſangverein Sängerluſt, der ſein diesjähriges Jubiläumsfeſt
bereits für Anfang Juli feſtgelegt hatte, hat mit Rückſicht auf andere
Veranſtaltungen am Platze und in der näheren Umgebung beſchloſſen,
das Feſt erſt in den Tagen vom 20. bis 22. Juli abzuhalten. Beim
Skilaufen verunglückt. An einem Hange des Frankenſteins
verunglückte eine Skiläuferin derart ſchwer, daß ſie ſich ſofort in die
Behandlung eines Eberſtädter Arztes begeben mußte. Sie hatte eine
ſchwere Kopfverletzung erbitten.
F. Eberſtadt, 22. Febr. 9. Liedertag. Der örtliche (9.) Lieder=
tag
findet am Sonntag, den 3. März 1929, im Saale des Gaſthauſes
Zum Schwanen ſtatt. Es iſt weiteſten Kreiſen der Bevölkerung Ge=
legenheit
geboten, den Liedertag zu beſuchen. Seine Durchführung liegt
dieſes Jahr turnusmäßig dem Geſangverein Sängerluſt ob. Zu be=
grüßen
iſt es, daß heuer wieder alle örtlichen Geſangvereine (ſechs an
der Zahl) ſich zuſammengefunden haben, um den Liedertag gemeinſam
zu begehen. Dieſe Tatſache allein wird dem Liedertage eine beſondere
Note verleihen. Aus dem Schulleben. Am Schluſſe des lau=
fenden
Schuljahres wird ſowohl die Volksſchule als auch die Fortbil=
dungsſchule
eine Entlaſſungsfeier veranſtalten. Die Feier für die Fort=
bildungsſchule
iſt für den 21. März, diefenige für die Volksſchule für
den 22. März in Ausſicht genommen. Beide Feiern werden im Schwa=
neuſaale
ſtattfinden,

Feun

Aa. Eberſtadt, 23. Febr. Unfall. Hier ſtürzte
glücklich auf der Straße hin, daß ſie einen Fußknöche=
ihre
Aufnahme in ein Krankenhaus erforderlich machte=
F. Eberſtadt, B3. Febr. Reichsunfallverhüä
Anläßlich der Reichsunfallverhätungswoche (24. Februrt,
wird auch die Gemeinde Eberſtadt zwei Vorträge üb==
und deren Verhütumg und zwar im Gaſthaus../
(Hartmann) abhalten laſſen. Vorgeſehen für de
Mittwoch und Freitag der kommenden Woche. Im Irr.
wäre ein recht zahlreicher Beſuch dieſer beiden Vor=
hieſigen
Bevölkerung ſehr erwünſcht. Der Zutritt iſt fmi
Unfälle bei Glatteis und die Haßf
Hausbeſitzer. Die Bürgermeiſterei hat ſchon vor
die Pflichnt der Hausbeſitzer zum Beſtreuen der Trot
Trotzdem gehen immer wieder Beſchwerden wegen m.
ſtreuung der Fußſteige bei der Bürgermeiſterei ein. O
mals bemerkt, daß für Schäden, die Perſonen durchs
der Streupflicht erleiden, die Hausbeſitzer haftbar F.
beſitzern kann daher nicht dringend genug empfohlen m.
im Bedürfnisfalle wielerholt zu ſtreuen, um Paſſan;
und ſich ſelbſt vor der Haftbarmachung für ſolche Un
Außerdem ſollte kein Hausbeſitzer verſäumen, eine Hafff,
abzuſchließen.
O. Pfungſtadt, B. Febr. Odenwaldklub.
gruppe des Odenwaldklubs unternimmt am morgi
zweite Wanderung dieſes Jahres. Sie ſoll über dn
Seeheim führen. Es handelt ſich um eine Nachmittau=
Jugendabteilung beteiligt ſich an der Sternwanderum
Todesfall. Im faſt vollendeten 77. Lebensjahre
Böttiger, geb. Crößmann, geſtorben. Ihren /
feierte zum Wrchenende die Witwe Dorothea Gandenrh=
in
der Frankenſteinerſtraße. Wie nunmehr beſtimu
die theoretiſche Geſellenprüfung am Samstag, den
Die Prüfung wird in der Handwerkerſchule obgehalt:.
Eſchollbrücken, 23. Febr. Der hieſige Turnv
ſeiner Beſten die letzte Ehre erwieſen, dem erſter
Hans Enders. Er war ein Turner vom alten
aufopfernder Liebe, aber auch mit feſtem, zähem Will
und Aber kannte, bei der Sache war. Wo er ſtand.,
den ſein Ziel feſten Blickes im Auge behielt. Wie
nur um den Turner Enders, viel mehr um den Mecſt
mann freundlich, war er ein echter Geſellſchafter. Für
müdlich tätig, fand er immer noch Zeit, ſich dem öffü
unſerem Orte zu widmen. Deshalb war auch die Zes
Geſchick er verunglückte auf ſeiner Arbeitsſtelle
allgemein. Obwohl er kein Kind unſerer Gemeinde r.
Trauerverſammlung, wie ſie wohl Eſchollbrücken nat
hat, zuſammengefunden, um ihn auf ſeinem letzten
Der erſte Vorſitzende des hieſigen Turnvereins würdt
Perſon des Verſtorbenen als Turner. Das Trommler;

ließ es ſich nicht nehmen, ihm den Tambourſtab.
Stolz geführt hatte, mit dem Gelöbnis treuen Geu1
mitzugeben. Die Schülerinnen und Schüler des Ver
erſten Turnwart durch Kranzniederlegung. Auch der
ſtadt ließ durch ſeinen erſten Sprecher, der in kurzerat
die Ideale des Verſtorbenen pries, einen Kranz n
Kranzſpenden erfolgten durch den hieſigen Militärt
verein Eintracht Eich und den hieſigen Männergeſ
war nämlich aich ein begeiſterter Sänger, mit einer
ausgeſtattet. Der Vertreter der Reichsbahn ſchilder
hingegangenen als gewiſſenhaften Arbeiter, der imm
Als Vertreter des Einheitsverbandes Deutſcher Eiſe-;
der Zweigſtelle Darmſtadt Herr Engel.
O. Eſchollbrücken, B. Febr. Vortrag üben
Am Samstag, den 2. März, findet hier ein Vortra
ſtatt. Den Vortrag hält Obſtoauinſpektor Behue
ſchaftskammer=Ausſchuß Darmſtadt. Der Vortrag
wirtſchaft Friedrich Pfeifer ſtatt.
O. Erzhauſen, 23. Febr. Gemeinderats)
nahme von Koſten für Schädlingsbekämpfung und u.
bäumen. Bürgermeiſter Lorenz gibt eine Erklärung
Bau
teile eines Zuſammenſchluſſes der Obſt= und
darauf hin, daß die Ausführung der Bekämpfum
Schädlinge und das Umpfropfen von Obſtbäungn
baumbeſitzer vorteilhaft ſei. Es wird beſchlo
hierzu bei der Gemeinde und bei dem Obſt= und ie
macht werden können. Zwang liegt aber hierzu mine
trag der freien Sportvereinigung Alt. Franchor, b.
gnügungsſteuer, wird abgelehnt. Der Antrag iwi
Freidenker, betr. Beſetzung einer Lehrerſtelle, wird
gegen drei Stimmen angenommen. Bei Freiwerd
ſoll dieſelbe durch einen freireligiöſen Lehrer beſe
Antvag des Landesvereins für Innere Miſſion, bet1
Beihilfe, wird mitgeteilt, daß für öffentliche Wohlf
über zwei Jahre durch die Gemeinde das Möglickkel
Ausrüſtung der Freiw. Feuerwehr, hier Vorlage
Ausrüſtung ſoll ausgeführt werden. Die Koſten m.*
meindekaſſe übernommen und betragen zirka 2010
für die dritte Rate der Winterbeihilfe werden bewiu
teilungen wird bekanntgegeben, daß wegen Erkra
dieners und Faſelwärters zwei Erſatzleute beſtellt
letzten Holzverſteigerung beträgt 1794 RM. D
Kälte ſind über 60 Waſſerleitungen eingefroven.
der Bürgermeiſterei Meldung gemacht werden. Gi
fügung wird mitgeteilt, wonach Veranſtaltunger
Zwecke vier Wochen vorher angemeldet werden muſſ
Ak. Nieder=Ramſtadt, 23. Febr. Gemeiri
Gemeinderat Steiger erſtattet Bericht für die Ell
Auf Vorſchlag der letzteren muß vorerſt von eim=
Kraftſtrompreiſe abgeſehen werden. Zur Behebu.!
daß einige Konſumenten immer mit Stromgeld im
len energiſche Maßnahmen, gegebenenfalls Strom‟
werden. Das im Ortsbauplan gelegene Baugelm.
wig Fiſcher 2. dahier im Gewann am Pfaffenb*.
meinde zum Kauf angeboten. Der Gemeinderat E
dieſem Angebot keinen Gebrauch zu machen, da die
Seite eingelegten Gebote ſchon zu hoch erſcheinen, M
haupt nähertreten zu können. Für gewährte
Böttcher und Gg. Wembacher 3. Witwe wird zuguta
gläubiger der Vorvang eingeräumt. Einem An
Landesvereins für inwere Miſſion entſprechend, m
die Ermächtigung erteilt, entſprechende Beträge
einzelnen in Betracht kommenken Wohltätigkeitsanſt-
für
1929 vorzuſehen. Das Schreiben des Kreisck.
ſchädlingsbekämpfung wird zur Kenntnis genomme.
ten Durchführungsmaßnahmen beſchloſſen. Einerh
des=Verſicherungsanſtalt Heſſen auf Abhaltung
bildervorträge in der Tuberkuloſefürſorge ſoll 3
ſprochen werden. Die Ungunſt der Witterung
die Holzverſteigerungen im Gemeindewald an 2
ten. Es wird beſchloſſen, in Kürze eine Verſteid
Gaſtwirts Knapp abzuhalten. Der Lohn der 9.
beſchäftigten Gemeindearbeiter wird in Anbetraſ.
der Arbeit auf 1 Mark pro Stunde feſtgeſetzt. E
Frage kam, wird zu dieſem Lohn ein Zuſchlag von
Dem wiederholten Geſuch des Feuerſtättenbeſich
höhung der Beſichtigungsgebühren wird aberme
Den Schluß der Sitzung bildeten Wohlfahrtsche‟
G. Ober=Ramſtadt, B. Febr. In richtiger 2
Zweckes der Unfallverhütungswoche vom 24. Fehrm
werden folgende Vevanſtaltungen getroffen: Sonle
geſtalten die Freiwillige Sanitätskolonne vom Nole=
beiter
=Samariterbund eine gemeiſame Uebung im
die Uebung wird angenommen, daß am Bahnud
gerhohl ein vollbeſetztes Laſtauto dem fahrplanme.
Uhr: in die Flanke fuhr, zertrümmert wurde
derten Fahrgäſte ſchwere und leichtere Verletzunge
den 25. Februar, hält Herr Gewerbevat Brunl
Kmo des Herrn Jean Dittmann, Adlergaſſe, h.
Lichtbildern über: Unfallverhütung im allgeme!"
in gewerblichen Betrieben. Am Mittwoch, den 2"
dr. Stühlinger, hier, im Schützenhof um 5.30 Uh.-
Urſachen und Verhütung von Unfällen in den Ee
ten und die Exploſionsurſachen eingehend erlauf.

Ket

tür

Mervenkrä
u. Nervös-Erschöpfte Spezialkuranstat Hoit*
Prospekte durch:
bei Frankfurt am Main
Dr. M. Schulze-Kahleyss, Ne‟

[ ][  ][ ]

2
Aug
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R, RN

waldiſt

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uech
Sumitz
richue ch1

Gundernhauſen. Berlin beantragt Uebernahme des
norne Fürſorge ſeitens Dieburg; Volk wird in Buch als
Legt. Dieburg beſtreitet die Hilfsbedürftigkeit des Volk;
SMagdebung verzogen und habe ſich nur vorübergehend
eſige Tmu
e: in Gundernhauſen aufg halten. In Roßdorf iſt darauf
du 4
ges Volk erfolgt; es wird von Dieburg behauptet, daß
ner m 4
Hilfsbedürftigkeit vorliege. Die Klage wird abgewieſen.
M. zün
uaſdes Gg. Reitzel 9. zu Groß=Zimmern gegen das Urteil
Boa
ufſes des Kreiſes Dieburg vom 3. Dezember 1925 in
behielt.
Fitzel 9. zu Groß=Zimmern gegen die Gemeinde Groß=
hr
mt
Anforderung von Bierſteuer. Die Gemeinde Groß=
eiſchrit

at Bierſteuer, die durch Ottsſatzung von 1912 eingeführt
it, ſian
Wirten in Groß=Zimmern. Gg. Reitzel 9. iſt Wirt und
zuar euch
die Anforderung der Steuer im Januar 1927 beim
Er Aint
2gburg erhoben. Der bezügliche Brief iſt nicht an den
Geau
gevangt. Kläger hat die Wiedereinſetzung in den vorigen
z. die der Kreisausſchuß durch Urteil vom 3. Dezember
faus
Ghrt. Der Anwalt des Klägers bittet um Vertagung des
umenü F. Aue Bur Glaubhaftmachung der Gründe für die Wiederein=
r
. 2as In
ſtuwigen Stand zu ſiſtierenden Zeugen an Grippe erkrankt
will Kläger darlegen, daß ein Outsſtatut von 1912 betr.
ſhns hu dg Mukzerſteuer gegen das Reichsfinanzausgleichsgeſetz verſtoße.
Schüler *
aließt die Vertagung der Sache.
gung. Aut
Gaſt= und Landwirts Michael Meiſter zu Erlenbach
ern
tro zeibefehl des Kreisdirektors des Kreiſes Heppenheim
inen Lin
tnver 1927 betr. die Ortsentwäſſerungen in Erlenbach.
er Polizeibefehl erhalten, der die Aenderung des Waſſer=
A=ſeitigung der Goſſe zum Gegenſtande hat; er betont
zuläſſigkeit des Polizeibefehls, da es ſich um eine zivil=
gleit
handele und gegebenenfalls eine Grunddienſtbarkeit
uhli ßlich ſei aber auch der Polizeibefehl materiell un=
Vertreter des Klägers betont insbeſondere, daß eine
* nur durch Eintrag im Grundbuch entſtehen könne,
Tizeibefehl ſei rechtsunwirkſam und aufzuheben. Der
Kreisamts wird aufgehoben.
e: Hugo Oppenheimer in Offenbach um Erteilung der
Betrieb einer Schankwirtſchaft für alkoholfreie

55

Sonntag, den 24. Februar 1929

Seite 7

achiliſten, meldet zur Hochwaſſerhilſe!
m. für die Hilfe im Hohwaſſerſchutzgebiete rechtsrheiniſch,
iher Gernsheim bis Mainz, evtl. auch zum Einſatz am
t.n Darmſtadr eine Zentrale gebildet, die der heſſiſchen
didem Waſſerbauamt unterſteht. Die Organiſation der
ſk evtl. benötigten Kraftwagen hat der Starkenburger
hi übernommen, dem die bei den ſeither im ADAC. übli=
ehrnühungen
gemachten Erfahrungen nun zu Gute kom=
ickenburger Automobil=Club, Sitz Darmſtadt, bittet nun
ſar) welchem Verbande oder Klub ſie auch angehören mögen,
ie ohne Anſchluß ſind, ihre Wagen mit verfügbaren
lrm auch Laſtkraftwagen, mit Chauffeur bei einer evtl.
ocwaſſerkataſtrophe zur Verfügung zu ſtellen unter An=
ſchan
=Nummer. Die Chauffeure erhalten im Bereitſchafts=
. Einſatz einen Verpflegungszuſchuß; über Riſiko und
ſuch, die Geſchäftsſtelle Auskunft. Meldungen wer=
o
die Geſchäftsſtelle des St. A. C., Herrn General von
Grrafenſtraße 12,II. (Tel. 3177 ev. Tel. 1227) erbeten.
ſaeikfurt an den Gau 3a des ADAC. gegebene Meldungen
dort übermittelt.

Provinzialausſchuß.

ade des Bezirksfürſorgeverbands Berlin gegen den Be=
hand
Dieburg wegen Erſatzes von Aufwendungen für

ym Kaufhauſe Frankfurterſtvaße 1. Oppenheimer will
u: dreiſtöckigen Kaufhauſes einen Erfriſchungsraum ein=
u
anderen Großſtädten zugelaſſen wird; dieſe neuzeit=
gmüſſe
auch in Offenbach mitgemacht werden der Ehape
m auch die Konzeſſion vom Provinzialausſchuſſe erteilt
e Rechtsdeputation der Stadtverordnetenverſammlung
frage bejaht. Der Wirteverein erblickt in dem Unter=
eurrenz
. Die Konzeſſion wird erteit (ohne Alkoholaus=
Bert 5000 Mark.

U.S

3
Jun Beoerlent ver Geunsſcdter nn die gozeren dehranftänten.

* Wir ſtehen eben in der Zeit, wo wieder um die Erlaubnis
zum Uebertritt in die höheren Schulen nach drei=
jährigem
Grundſchulbeſuch gekämpſt wird. Leider iſt
die Lage ſo, daß darum gekämpft werden muß. Es iſt ein Kampf,
der das Seelenleben dieſer noch im ſonnigen Spielalter ſich be=
findenden
Menſchlein nicht ſelten in die ſchwerſte Erſchütterung
bringt. Die jugendlichen Herzen erzittern in banger Erwartung,
ſolange die Entſcheidung noch nicht gefallen iſt, und verſinken in
troſtloſe Niedergeſchlagenheit, wenn ihre Hoffnungen zunichte ge=
worden
ſind. Wieviel Tränen koſtet doch dieſe heilloſe und von
Anfang an gänzlich verfahrene Sache den Kindern und Müttern,
wieviel Aerger den Vätern! Unſere Volksſchullehrerſchaft wird
nicht müde, ihren Peſtalozzi zu preiſen. Wo iſt aber in der Be=
handlung
dieſer Sache ſeine große Liebe zur Seele des Kindes
zu erkennen?
Da beſtimmt man zunächſt geſetzlich, daß alle Kinder vier
Jahre lang gemeinſam die Grundſchule beſuchen müßten, und
vergeht ſich damit ſchwer dazu noch unter dem Kampfruf: Freie
Bahn dem Tüchtigen! an den beſſer veranlagten Kindern, die
früher doch ohne jede Schwierigkeit nach dreijähriger Vorberei=
tung
die Arbeit in der höheren Schule leiſten konnten. Danach
ſucht man dieſen Fehler zu beſeitigen, kommt aber, weil man un=
ſachlichen
Hemmungen glaubt nachgeben zu müſſen, ſtatt zur
einzig richtigen Wiedergutmachung, nämlich zur Einſetzung einer
dreijährigen gemeinſamen Grundſchule, zu einem Aus=
nahmegeſetz
für die beſonders leiſtungsfähigen Kinder, das bei
der Undefinierbarkeit des Begriffes zu mißbräuchlicher Anwen=
dung
geradezu verleitet.
Die Lage, wie ſie durch den Erlaß dieſer beiden Geſetze ge=
ſchaffen
wurde, iſt zweifellos außerordentlich unbefriedigend. Es
iſt allgemein bekannt, daß es ſchwer iſt, die im letzten Grundſchul=
geſetz
geforderte beſondere Leiſtungsfähigkeit feſtzuſtellen. In
einem ſolchen Falle, ſollte man denken, müßte es als ſelbſtver=
ſtändlich
angeſehen werden, daß die Rückſicht auf das Kind aus=
ſchlaggebend
ſein müßte. Weil hier die Gefahr ſo groß iſt, ein
Unrecht zu tun, ſollte man das Geſetz mit weitgehendem Ent=
gegenkommen
handhaben, müßte man nach dem Grundſatz ver=

fahren: Lieber hier und da einen zu viel nach drei Jahren aus
der Grundſchule entlaſſen als einen ungerechterweiſe zu wenig!
Seltſam, daß man dies, ſcheint es, vielfach nicht einſehen will, in
einer Zeit, die ſich ſonſt, wenn es ſich um die Rechte des Kindes
handelt, ſo überaus ſentimental gibt, daß man hier bereit iſt,
wo es ſich um allerrealſte Rechte handelt, unbarmherzig über das
Kind hinwegzuſchreiten, als ob das Kind der Schule wegen und
nicht die Schule des Kindes wegen da ſei.
Schon die zwiſchen den Ländern vereinbarten Richtlinien
zur Ausführung der beiden Grundſchulgeſetze definieren den Be=
griff
der beſonderen Leiſtungsfähigkeit mit einer
übertriebenen, in der Sache nicht begründeten Härte. Und die bis=
herige
Handhabung hat doch vielfach den Eindruck hinterlaſſen,
als ob man den Uebergang der tüchtigeren Schüler nicht fördern,
ſondern hemmen wolle. Neuerdings ſcheint man in Heſſen dazu
auch die in den Richtlinien nur fakultativ vorgeſehene ärztliche
Unterſuchung benutzen zu wollen. Nach einem neu einge=
führten
Vordruck verlangt man, was weder im Geſetz noch in
den Nichtlinien vorgeſehen iſt, auch den Nachweis beſonderer
körperlicher Leiſtungsfähigkeit. Als ob die höheren Schulen
Athletenſchulen wären! Seit wann iſt es nötig, daß die Schüler
eine beſondere körperliche Leiſtungsfähigkeit beſitzen, um die
in der Hauptſache auf das Geiſtige gerichtete Bildungsarbeit der
höheren Schule leiſten zu können? Es iſt doch allgemein bekannt,
daß ſich nicht ſelten hohe Geiſtesgaben mit ſchwächlichem Körper
vereinen. Sollte man es wirklich über das Herz gewinnen, einen
geſundheitlich nicht ſehr ſtarken, nach ſeinen Schulleiſtungen vor=
züglichen
Schüler in der Grundſchule zurückzubehalten, während
man einem in ſeinen Schulleiſtungen zweifellos geringeren
Schüler dieſe Erlaubnis erteilt? Und wie wird nun nach
dieſem Vordruck die beſondere körperliche Leiſtungsfähigkeit feſt=
geſtellt
? Indem man nichts als Größe und Gewicht mißt und
dann feſtſtellt, ob dieſe beiden Faktoren mit einem irgendwo ge=
gebenen
. Normalmaß übereinſtimmen! Man muß derartiges
geradezu als Unfug bezeichnen. Die Eltern ſollten ſich im Inter=
eſſe
ihrer Kinder dem mit aller Schärfe entgegenſtellen.
Heimdall.

Zußgänger, Augen auf!

1. Meide die Fahrbahn, denn ſie iſt für die Fahrzeuge da!
2. Mußt du die Fahrbahn überſchreiten, dann nur auf dem kürzeſten
Wege, denn umſo geringer iſt die Gefahr!
3. Augen auf, wenn du die Fahrbahn betrittſt, denn Unheil bedroht
dein Leben!
4. Beachte die Signale, denn deinetwegen werden ſie gegeben!
5. Achte auf den Verkehrsbeamten, nimm im Bedarfsfalle ſeine Hilfe
in Anſpruch, denn er will auch dir helfen!
6. Verlaſſe dich nicht auf den Fahrer und ſeine Bremſen, denn ſie kön=
nen
verſagen!
7. Kommſt du in Gefahr, bleibe ſtehen oder ſetze deine Bewegung in
Ruhe fort, denn ſonſt vermehrſt du das Uebel!
8. Sei auf Radfahrer beſonders aufmerkſam, denn nicht alle richten
ſich nach den Verkehrsregeln!
9. Wirf keine Abfälle auf den Gehweg, denn ein anderer kann zum
Krüppel werden!
10. Benutze den rechten Gehweg, und wenn du Zeit haſt, ſeine rechte
Seite, dann kommſt du wohlbehalten zum Ziel!
(Im Rahmen der Reichsunfallwoche, Starbenburger Automobil=Klub,
Sitz Darmſtadt.)

32. Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotkerie.
13. Tag, 5. Klaſſe. In der Vormittags=Ziehung fielen:
2 Gewinne zu je 75 000 Mark auf Nr. 129 820; 2 Gewinne zu je 10000
Mark auf Nr. 352 237; 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf Nr. 37 063; 8
Gewinne zu je 3000 Mark auf Nr. 68 461 277 561 339 520 384 116; 24 Ge=
winne
zu je 2000 Mark auf Nr. 55 975 62940 126 901 147809 166 555.
170 436 216 837 277 754 303 596 330 155 337 408 388 613: 2 Gewinne zu
je 1000 Maxk auf Nr. 41 426 68 370 70 170 146 060 147 6B 241 479 247 750
279 389 294 602 307 992 836 681; feiner 90 Gewinne zu je 500 Mark und
248 Gewinne zu je 300 Mark. In der Nachmittags=Ziehung
fielen: 2 Gewinne zu je 10 000 Mark auf Nr. 318 884; 8 Gewinne zu je
3000 Mark auf Nr. 17 229 26 387 168 643 172 390; 8 Gewinne zu je
2000 Mark auf Nr. 2329 34 162 77 552 324 135: 24 Gewinne zu je 1000
Mark auf Nr. 490 22 390 27 212 95 191 141 149 142 782 155 078 273 016
273 777 301 947 340 228 394 280; ferner 62 Gewinne zu fe 500 Mark und
186 G winne zu je 300 Mawk. Im Gewinnrade verblieben:
2 Prämien zu je 500 000 Mark, 2 Gewinne zu je 500 000 Mark, 2 Ge=
winne
zu je 300 000 Mark, 2 Gewinne zu je 200 000 Mark. 2 Gewinns
zu je 100 000 Mark, 2 Gewinne zu je 50 000 Mark, 6 Gewinne zu je
25 000 Mark. 48 Geſwinne zu fe 10 000 Mark, 92 Gewinne zu je 5000
Mark, 246 Gewinne zu je 3000 Mark, 452 Gewinme zu je 2000 Mark,
974 Gewinne zu j 1000 Mark, 2550 Gewinne zu je 500 Mark, 6752 Ge=
winne
zu je 300 Mark.

Genstiesstäftdert
im Sport und Höchstleistungen in der
Arbeit sie herauszuholen, ist unser
aller Bestreben. Unsere Industrie
trachtet danach, in rastlosem Fleiße
immer bessere, vollendet gute Ware
zu billigen Preisen zu bieten.
Halpaus-Cigaretten sind das Ergebuis
einer seit Jahrzehnten auf Hochst-
leistungen
abgestellten Arbeit und
darum wegen ihres hocharomatischen
Geschmackes und ihres an die Kauf-
kratt
des Rauchers angepaßten Preises
von jeher im Rheinland begehrt.
Notek Miass
RARTTATAS

HALPAUS.-CIGARETTEN-FABRIK G. M.B.H

[ ][  ][ ]

Seite 8

Wir erfüllen hier
unſere A. H. A. K

dem am 15 Februe
unſeres A. H.
Herrn

Eonntag, den 24. Februar 1929

Numm

HHHH

Statt Karten.

Uhre Verlobung beehren sich anzuzeigen:
Anneliese Förster
Rudolf Oraßmann
Darmstadt
Magdeburg
AN.
Februar 1929.

Todes=Anzeige.
Heute Morgen entſchlief ſanft nach kurzem Leiden
unſere liebe, treubeſorgte Mutter, Großmutter und
Schwiegermutter
Frau Amalie Steingäfſer
geb. Hofmann
in faſt vollendetem 75. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabeth Steingäſſer
Franziska Steingäſſer
Ludwig Steingäſſer
Thereie Ploch, geb. Steingäſſer
Profeſſor Ludwig Ploch, Studienrat
FriedaSteingäſſer, geb. Gröninger
und Enkelk nder.
Darmſtadt den 22. Februar 1929.
*
Nieder=Namſtädterſtr. 36.
Die Einäſcherung findet Montag, den 25. Februar
1929, vorm. 11½ Uhr. auf dem Waldfriedhof ſtatt.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine
herzensgute Frau, unſere treuſorgende Mutter und
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter, Schwäge=
rin
und Tante
Frau Elnabetye Ahl
geb. Sauerwein
nach ſchwerem Leiden in ein beſſeres Jenſeits ab=
zurufen
.
In tiefem Schmerz:
Peter Ahl
nebſt Angehörige.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Februar 1929,
nachmittags 2 Uhr ſtatt.
Beileidsbeſuche und Kranzſpenden dankend verbeten.

Unerwartet nach ſchwerem, im Krieg zugezoge=
nem
Leiden hat Gott der Allmächtigſte meinen
lieben Mann, unſeren guten Vater, Schwager
und Onkel

Kaufmann
im Alter von 49 Jahren zu ſich gerufen.
In tiefer Trauer:
Toni Schmidt
und Hinterbliebene,
Darmſtadt, den 23. Februar 1929.
Die Beerdigung findet Montag, den 25. Februar
nachm. ½3 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt. (

Dankſagung.

Henne Vogel
Karl Ernst
Verlobte
Februar 1929

Herr Wilhelm Weſterwald und ſeine
Ehefrau Katharina, geb. Stein=
brecher
, Weiterſtadt b. Darmſtadt, feiern
am 28. Februar das Feſt der

Steinstr. 5

Martinsstr. 97

Silbernen Hochzeit.
Glückauf zur Goldnen! (3213

Nachruf.
Wir erfüllen hiermit die traurige
Pflicht, unſere Mifglieder von dem
Ableben unſeres Kameraden
7
Joſef Ories
Eiſenbahn=Oberſekretär i. R.
in Kenntnis zu ſetzen.
Der Verſtorbene war ein lang=
jähriges
, treues Mitglied. Wir
werden ſeiner ſtets in Treue ge=
denken
.
Die Beerdigung findet Montag,
den 25. Februar 1929, nachmittage
3 Uhr, von der Kapelle des Fried=
hofs
an der Nied.=Ramſtädterſtraße
aus ſtatt.
Wir erwarten zahlreiche Be=
teiligung
.
Reichsbund d. Zivildienſtberechtigten
Verein Darmſtadt.
Der Vorſtand. (3224

Die Beerdigung von
Frau Profeſſor
Aung Margarete Zun
geb. Wißner
findet Montag, den 25. Februar,
nachmittags ½3 Uhr, auf dem
alten Friedhof an der Nieder=
Ramſtädterſtraße ſtatt. (

Todesanzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es
gefallen, meinen lieben, guten
Mann, unſeren treubeſorgten
Vater, Großvater, Schwieger=
vater
, Schwager und Onkel
Herrn Johann
Philipp Buß
im 83. Lebensjahre zu ſich zu
nehmen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ph. Buß.
Billings, 23. Februar 1929.
Die Beerdigung findet Montag,
den 25. Februar, nachmittags
½2 Uhr, vom Sterbehauſe au
(3.256
ſtatt,

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe tief=
empfundener
Anteilnahme bei
dem Heimgang unſeres lieben
Kindes
Heinz Peter
ſagen herzinnigſien Dank.
Georg Pfaff und Frau.
Nieder=Ramſtadt, den 24. Febr. 1929

In der Nacht zum 23. Februar verſchied unerwartet
unſer Abrechnungsbeamter

Fleißig und gewiſſenhaft bei der Arbeit, liebenswürdig
im Umgang, ertreute ſich der Verſtorbene allgemeiner
Beliebtheit und Wertſchätzung, ſodaß ihm ein ehrendes
Andenken geſichert iſt.
Die Geſamtverwaltung und das Perſonal
des
Bezirks=Konſum=Vereins Darmſiadt
e. G. m. b. H.
Rff

Todes=Anzeige.
Heute Nacht wurde mein lieber Gatte, unſer guter Vater
Bruder, Schwiegervater, Onkel, Neffe und Schwager

im Alter von 52 Jahren durch einen ſanften Tod erlöſi.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Johanna Gartenzaun, geb. Sander
nebſt Kinder.
Beerdigung findet am Montag, 25. Febr., nachm. 3 Uhr,
vom Portale des iſrgelitiſchen Friedhofes aus ſiatt.

Für die vielen Beweiſe herzlicher und aufrichtiger
Teilnahme bei dem Heimgang unſerer heißgeliebten
teuren Entſchlafenen ſagen wir auf dieſe Weiſe innig=
ſten
Dank.
Ganz beſonders danken wir unſerem Herrn Pfarrer
Lebrecht für die troſtreichen Worte am Grabe.
Im Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen:
Auguſt Pullmann II.
Gaſthaus Zur Linde‟,
Groß=Zimmern, Mannheim.

Nach dreitägigem Krankſein iſt unſer über
alles geliebtes Mütterchen für immer von uns
gegangen.
Darmſtadt, den 22. Februar 1929.
Stiftſtraße 97.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Karl Hirſch
Guſil Hirſch

Beerdigung Montag, 25. Februar, nachmittags 1½½ Uhr,
auf dem Waldfriedhof.

Statt beſonderer An=
Weinet nicht an meinem
Gönnet mir die ewige R
Denk was ich gelitten halte
Bis ich ſchloß die Augen 1.
Goit dem Allmächtigen hat es ger
meinen innigſigeliebten Mann, unſerr=
ſorgenden
Vater, Großvater, Schwieg
Schwiegervater, Bruder, Schwage
und Onkel
Herrn Wilhelm Ke
Kohlenhändlet
nach langem ſchwerem, mit Geduld ert=
Leiden im 30 Lebensjahr in ein
ſeits abzurufen.
Im Namen der trauernden Hint
Frau Eliſe Huhn, geb.
Darmſiadt, den 21. Februgl
Sandbergſtr. 43.
Die Beerdigung findet am Die
1929, nachmittags 2½ Uhr, r
hofes an der Nieder=Ramſt

Todes=A
Mitten aus dem Leben
ſchluß unſere liebe Tochter,

Meitt

im Alter von 13½ Ja
Der Wille Gottes
In
Fam
Chr
Wiebelsbach, 23. Febr. 19
Beileidsbeſuck
Die Beerdigung findet Mon

geziemend in Ker
Der
V

Unterferti
rige Pflich
am 19
ten Ableb
*
geziemend
Ot

Für die 1
Anteilnahme
vergeßlichen Mut=

geb.
ſagen wir Allen unſeren
ſonders danken wir Her
troſtreichen Worte am Gr.
für den erhebenden Geſan
ſchweſter für die aufopferungsb
Im Namen der trauer
Adam Bickelhau
Mechanikermeiſte
Reichelsheim i. Odw, den 23. Februar !

[ ][  ][ ]

mac 55

Sonntag, den 24. Februar 1929

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Wilhelminenstr., Heliahaus.
3232
Se t

Herren u. Damer
werden gereinigt u
nach neueſt. Modell
umgepreßt, jetzt 2
Frankfurt. Hutlager
Ecke Grafen= und
Bismarcſtraße.

Goldene Broſche
(Andenken) m. ro=
tem
Stein und
Goldquaſten. Abzu=
geben
geg. Belohn.
Gervinusſtr. 50, III.

4 44 [ ][  ][ ]

Seite 10

Sonntag, den 24. Februar 1929

Nu

Dudungers Bralſcher deichsausſchaffes
Die Kampfſpiele 1930 in Breslau. Winkerkampf
ſpiele. Termine.
Vorſtand und Wirtſchaftsausſchuß des D.R.A. beſchäftigten ſich in
einer am Samstag in Berlin ſtatgefundenen Sitzung in erſter Linie
mit der Wahl des Austragungsortes für die Deutſchen Kampf=
ſpiele
1930. Nach längerer Debatte wurde die ſchleſiſche Metropole
Breslau mit der Abhaltung und Ausrichtung der Spiele beauftragt.
ſcwverbugen lagen vor aus Berlin, Frankfurt a. M., München und
Nurnberg. Weiterhin wurde, in dieſer Sitzung das Programm des
Internationalen Olympiſchen Kongreſſes der im
Jahre 1930 in Berlin ſtattfinden ſoll, beſprochen. Vorgeſehen iſt die
Zeit vom 2. bis 15. Juni, alſo um Pſimaſten herum. Behandel=
werden
ſollen auf dieſer Tagung beſonders die Spielplatz= und Uebungs=
ſtätenbaufrage
, ferner hygienriſches Sport= und Sportarztweſen, ſowie
die Amatenrfrage. Die für dieſes Jahr geplante Tagung zur Förde=
rung
der Lcibesübungen auf dem Lande wurde auf 1930 verſchoben, um
ſie dann in Verbindung mit der Grüinen Woche durchzuführen. Die
Hauptverſammlung des Deutſchen Reichsausſchuſſes für Leibesübungen
geht am 7. Juni in Eſſen vor ſich. Am Tage zuvor findet eine Vor=
ſtandsſitzung
ſtatt. In den Vorſtand des Reichsausſchuſſes wurde von
der DA.SV. von 1891 Herr Kampmann=Kaſſel gewählt; der Deutſche
Rodelbund wurde wieder aufgenommen. Zu perſönlichen Mitgliedern
wurden Polizeioberleutnant Brenner=Mannheim und der ſtellvertre=
tende
Vorſitzende des Bundes Deutſcher Radfahrer, Gregert Niſſen=
Altona, ernannt. Die Adleu=Plakette des D.R.A. wurde Herrn Eugen
Kixp=Stuttgart verliehen.
In der Sitzung des Kampfſpielausſchuſſes wurde zu=
nſchſt
die Durchführung von Winterſpielen beſchloſſen. Hierfür
ſind funf Tage vorgeſehen. In Ausſicht genommen wurde die Zeit vom
15. bis 19. Januax. Ueber den Austragungsort iſt eine Entſcheidung
noch niht getroffen. Angebote lagen von Krümmhübel, Schreiberhau
und vom Oeſterreichiſchen Skioepband für Kitzbühl vor. Für die
Sommerkampfſpiele in Breslau einigte ſich der Ausſchuß auf
vier Tage, die aber nicſt geſchloſſen, ſondern in zwei Gruppen, an zwei
aufeinanderfolgenden Sanstagen und Sonntagen, durchgeführt werden
ſollen. Als Termine ſind der 5. und 6, ſowie der 12. und 13.
Juli in Ausſicht genommen. Als Mindeſtalter wurde für Männer
das 18., für Frauen das 17. Lebensjahr mit dem Stichtag des 1. Ja=
nuar
feſtgehalten. Die Ausarbeitung des genauen Programms
bleibt der nächſten Sitzung vorbehalten. Um den Verbänden die Auf=
bringung
der Koſten zu ermöglichen, ſoll von der veranſtaltenden Stadt
eine Abgabe ven 25 Prozent der Bruttoeinnahmen verlangt und dieſe
Summe unter die Verbände im Verhältnis der Anzahl ihrer Teilnehmer
verteilt werden.
Die Reihe der Ausſchußſitzungen des Deutſchen Reichsausſchuſſes für
Leibesübungen wuvde am Freitag mit einer Sitzung des Stadionaus=
ſchuſſes
eingeleitet. Dieſer lag als Wichtigſtes die Genehmigung der
bisher beantragten Termine vor. Das Stadion iſt vorläufig gemietet
worden für den 9. und 26. Mai (Jugend= Ezw. Alte=Herren= Sport=
feſt
, veranſtaltet vom Verliner S C.), 22 oder 29. Juni und 31.
Auguſt (Zapfenſtreich). Am 14. Juli bringt der Berliner S.C.
ſein Internatienales zur Durchführung, am 24. Auguſt geht das
Sportfeſt der Höheren Schulen vor ſich. Weiterhin ſteht der B.D.R.
mit dem Reichsausſchuß in Verhandlungen, um ſeine Meiſterſchaften
in der Zeit vom 12. bis 14 Juli im Berliner Stadion dun u=
führen
. Im Rahmen der Berliner Turn= und Sportwoche ſoll auch der
Nundfunk im Berliner Stadion mitwirken. Der Uebungsbetrieb wird
in dieſem Jahre nen geregelt. Alle Jahres=Uebungskarten werden mit
Tagesdaten verſehen. Die für dieſes Jahr beantragten Reparaturen
erfordern eine Summe von 128000 Mark. Der Ausſchuß fur das
Deutſche Turn= und Sportabzeichen beſchäftigte ſich mit
der Neuſchaffung der Beſtimmungen im Schwimmen. Es genüigt fortab,
für die Erwerbung des Grundſcheines 300 Meter im ſtehenden Waſſer
zurückzulegen und die vorgeſchriebene Zeit (20 Minuten) im Waſſer zu
bleiben, ohne eine beſtimmte Strecke zurückzulegen. Weiter wurden die
Bedingungen für die Erwerbung des Reuhs=Jugendabzeichens füi=
Mäochen geändert. Die Mindeſtzeit für den 75=Meter=Lauf beträgt
jetzt 12/4 Sckunden (bisher 12). Dagegen wurde die Grenze für Schlag
ballweitwefren auf 35 Meter (bisher 30 Meter) und Kugelſtoßen auf 6
Meter (bisher 5½ Meter) heraufgeſetzt.
Zum Schluß tagte der Ausſchuß für Reichs=Jugendwettkämpfe. Es
wurde eine Aenderung der vorgeſchriebenen Uebungen dahingehend vor=
vorgenommen
, daß Geräteübungen freiwillig ſind, aber Laufen, Sprin=
gen
, Werfen und S!immen zu den Pflühtübungen gehören. An den
Reichs=Jugendwettkämpfen 1928 haben ſich bislang 352 159 Jugendliche
gegen 350 224 1927 beteiligt.
Fußball.
P. 5p.). Darmſtadt-5. C. Union Darmftadi.
Zu einem Privatſpiel treffen ſich heute, wachmittags 2.30 Uhr, die
beiden Darmſtädter Kreisligavereine auf dem Polizeiſportplatz. Es iſt
dieſes Spiel ſeit langer Zeit wieder das erſte in Darmſtadts Mauern
und wird ſeine Anziehungskraft ſchon aus dieſem Grunde ſicher nicht
verfehlen. Ueber den Spielausgang ſelbſt läßt ſich gar nichts voraus=
ſagen
, da man nicht weiß, wie beide Mannſchaftem die lange Nuhepauſe
überſtanden haben. Feſt ſteht nur, daß Union unbedingt eine größere
pielſtärke beſitzt, als es ihr Tabellenſtand bei den Verbandsſpielen ver=
muten
läßt. Da es bei dieſem Spiel ja wicht um die bewußtem Punkte
geht, iſt mit einem faiven Kampf zu rechnen.

Geſchäftliches.
Das Heim im Spiegel moderner Dekorationskunſt.
Auch die Gardinenkunſt, die ſolange in alten Formem erſtarrt war,
beginnt jetzt neue Wege einzuſchlagen. Man ſieht heute beſtrickend ſchöne
Muſter und Dekorationen erleſenſten Geſchmacks, die ſich, dem neuen An=
forderungen
entſprechend, mit dem Raum zu einem organiſchem Ganzem
zuſammenſchließen.
Unter der Deviſe: Das Heim im Spiegel moderner Dekorations=
kunſt
, veranſtaltet die Firma Gebrüder Rothſchild unter Mätwirkung
namhafter Firmen in ſämtlichen Fenſtern ihrer Neuen Paſſage eine
Ausſtellung für moderne Innendekorationen. Jedes Fenſter hat ſeinen
eigenen Charakter und zeigt deutlich, wie man auch mit wenig Mitteln
ſich ein behagliches Heim einrichten kann. Eine Ausleſe der neueſten und
ſchönſten Gardinen, Dekorationsſtoffen und Teppichen ſind dem Ganzen
in harmoniſcher Farbzuſammenſtellung wundervoll angepaßt. Wie wir
hören, ſind ſämtliche Ueberdekorationen eigenen Atelier angefertigt.
Wir können nur empfehlen, ſich dieſe ſelten ſchöne Ausſtellung anz=
ſehen
, jeder einzelne wird für Um= oder Neugeſtaltung ſeines Heims
neute Eindrücke mit nach Haus nehmen.
Krauſes haben immer Tanzmuſik!
Nanu, Krauſes haben doch Tanzmuſik, wo kein Sender ſolche gibt!
Die Sache muß ich unterſuchen, denkt Frau Meier.
Guten Tag, Frau Krauſe! Ihr Lautſprecher klingt aber wirklich
gut! Iſt das nicht Tanzmuſik? Welcher Sender iſt denn dast
Ueberhaupt keine, Frau Meier, wir wachen uns ſelbſt unſere
Tanzmuſik im Lautſprecher, und zwar mit einer eliktriſchen Schalldoſe,
die wir bei der Rheinelektra, Ernſt=Ludwigsſtraße 10, gekauft haben,
und die einfach auf die Sprechmaſchine aufgeſteckt wird! Ich hörte die
Sache zum erſtenmal bei dieſer Firma und es gefiel mir gleich ſo gut
daß ich mir ein ſolches Ding, das gar nicht viel koſtet, mitnahm. Die
Sprechmaſchine hatten wir ja.
Frau Meier bei ſich: Morgen gehe ich ſofort zur Rheinelektra und
komme nicht ohne elektriſche Schalldoſe nach Hauſe.
Weltrekordfahrt über 25 000 Kilometer auf einem ſteuerfreien
DKW=Motorrad.
Die Gebrüder Aufermann aus Eſſen haben die wohl ganz einzie
daſtehende Leiſtung vollbracht, zu zweit auf einem einzigen ſteuerfreict
200=Kubikzentimeter=DKW=Motorrad 25 000 Kilometer durch dvei Erd=
C.
teile zurückzulegen. Der Moror war vierfach unter Aufſicht des Ag
plombiert. Mit unverſehrten Plomben kehrten die Gebrüder Aufer=
mann
zurück. Außer einigen kleinen Reifenpannen hatten ſie keinerlei
Defekte am Motorrad, obwohl die Reiſe durch Schnee und Eis, durch
Wüſtenſand, Sümpfe und über wegloſe Strecken führte. Schon in Paris
wurden die beiden Brüder Aufermann rieſig gefeiert und in Hamburg
feſtlich empfangen. Ueberwältigend aber war der Jubel in Berlin,
wo Aberhunderte von Men hen mit brauſenden Hurvarufen die wackeren
Deutſchen empfingen, umlagert von zahlloſen Berichterſtattern und
Photographen der Preſſe. Aber auch einem Fabrikat, das derartigen
Gewaltproben ſtandhält, kann man die vollſte Anerkennung nicht ver
wehren. Deutſchland kann ſtolz darauf ſein, in DKW die größte Motor=
radfabrik
der Welt zu beſitzen.
Verhaltungsmaßregeln bei Grippe
(nach Dr. Bruck und Dr. Arnheim, Berlin):
Da die Grippeerreger hauptſächlich durch die Mund= und Rachen=
höhle
eindringen, iſt für deren gründliche Desinfekvion zu ſorgen. Beſſer
als alle Gurgelwäſſer, die namentlich für Kinder unbequem ſind (of
ſogar gefährlich), wirken dabei die Formamint=Tabletten; der Forma=
mint
=Speichel dringt in die kleinſten Falten und Fältchen der hinteren
Partien des Rachens ein und bewirkt zugleich durch allmähliche Abſpal=
tung
des Formaldehyds eine ſichere Desinfektion der geſamten Mund=
und Nachenhöhle (halbſtündlich bis
langſam im Mund zergehen laſſen)! d ich. Sine Vormamint=Tahlete
Formamint=Tabletten werden
von allen Apotheken und Drogerien vorrätig gehalten.
Die zuverläſſig wirkende Haarkur zur Erhaltung und Wieder=
erzeugung
des Haarwuchſes nach Grippe endlich gefunden.
Als Folgezuſtand ſchwerer Grippe, Infektionskrankheiten, körper=
licher
und geiſtiger Ueberanſtrengungen, als Folge der Einwirkung über=
großer
Kälte und Hitze, wie auch infolge mangelhafter Verdunſtung, fin=
det
eine Beeinträchtigung des Stoffwechſels der Haarwurzel, insbeſon=
dere
deſſen nervöſer Regulationen ſtatt; die Lebensdauer des Haars wird
gekürzt, und es wird in immer geringeren Zwiſchenräumen von der Pa=
pille
abgeſtoßen (Haarausfall). Iſt der Verluſt größer als der Neu=
wuchs
, ſo entſtehen nach und nach kahle Stellen und ſchließlich die Glatze.
Hautſpezialiſten ſtimmen jedoch jetzt darin überein, daß es nur der Haar=
kur
Müllern Sie Ihr Haar bedarf, um Haarſchwund und Haarausfall
zu beſeitigen und dem Haar ſeine Geſundheit und Schönheit wieder zu
verſchaffen. Fangen Sie daher ſchon heute damit an, Ihrem Haar
durch regelmäßige Anwendung der Doktor Müllerſchen Haarkur Geſund=
heit
und üppigen Wuchs zu verſchaffen. Jedes Fachgeſchäft führt Dr.
Müllers Haarwuchs Glixier und jede Flaſche trägt die Unterſchr
von Dr. Müller. Dr. Müller u. Co., Berlin=Lichterfelde 1, ſind die
alleinigen Herſteller und weiſen Bezugsquellen gern nach.

Beiterbericht.

Drei Klaſſen Dauerfahrer ſind vom Sportausſchuß des B.D.N. für
Handicaprennen nach dem Drei=Rollen=Syſtem geſchaffen worden. Der
erſten Klaſſe gehören nur Sacall, Möller und Krewer an.
Die neue Radſport=Saiſon auf offenen Bahnen beginnt am 17.
Marz mit Rennen in Frankfurt a. M. (Stadion) und Berlin ( Olympia=
bahn
).
Max Schmeling telegraphierte, daß er am 26. Februar in Cuxhaven
eintrifft. Alle Kampfangebote für Deutſchlond hat Schmeling abge=
lehnt
, da er ſchon bald wieder nach den U. S.A. zurückfahren will.
Die deutſchen Polizeiboxer Pautz und Thorey wurden bei den bri
tiſchen Polizeimeiſterſchaften in London von den Iren Ford bzw. Fer=
auſon
knapp nach Punkten geſchlagen.

Gießen, B. Februar.
Mit der Süidwärtsverlagerung des Hochdruckgebiets weicht auch der
Froſt mehr und mehr zurück, und die milden ozeaniſchem Luftmaſſen der
Druchſtörungen ſetzten ſich weiter über Deutſchland durch. Die Froſt=
grenze
erſtreckte ſich heuite morgen noch über Süddeutſchland bis in un=
ſeren
Bezirk. Aber auch hier iſt bereits merkliche Froſtlinderung ein=
getreten
. Weſt= und Norddeutſchland haben ſchon Tauwetter. Die Tem=
peraturen
liegen dort um Null und darüber. (Aachen +3 Grad, Ber=
lin
+0 Grad, Hamburg +1 Grad.) Die Erwärmung ſetzt ſich zunächſt
noch weiter ſüdwärts durch, ſo daß auch bei uns die Temperaturen den
Gefrienpunkt überſchreiten werden.
Ausſichten für Sonntag, den 24. Februar: Weiterer Temperaturanſtieg
bis über Null Grad, meiſt wolkiges Wetter mit Niederſchlagsneigung.
Ausſichten für Montag, den 25. Februar: Wechſelnde Bewölkung mit
vereinzelten Niederſchlägen, wach anfänglich noch leichter Temperatur=
zunahme
wieder Temperaturrückgang.

im.
Rundfunk=progranme.
Aend
Frankfurt.
Sonntag, 24. Febr. 8.30: Rurhol. Morgenfeier.
P. Superia Bücken S. J. über Ein Weg zur Verklärn=
1N
Frauenchor des Bundes kath. berufstätiger Frauer=
Reichsunfallverhütungswoche: Dr. Laven: Schutzm
Arbeiter O 11.30: Mittelſchulrektor Wehrhan: Kindſ
keir. Wie dürfen wir ſie von unſeren Kindern erma
Reichstag: Gedenkfeier für die Gefallenen des Weltkriege
vom Volksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge. Anſpr.;
a. D. Dr. Geßler, Präſident des Volksbundes. Mitm
M!
ze
ſangverein f. gem. Chor, Kosleck’ſcher Bläſerbund. T
13:
Horniſtenkorps.
Zehnminutendienſt der L
kammer: Kalk=Ammon=Salpeter, ein neuer Stickſto
Feu We
Die Fütterung der Küken in den erſten vierzehn Tag
Pflanzen der Obſtbäume‟ O 13.15: Bruckner= Znklu=
fonie
in A=dur. 15: Jugendſtunde: Traute Merwar
HM ic S
Geſchichten und Märchen. o 16: Konzert des Funkonu.
Ouv. n E=moll. Drei Lieder. Andante aus dunk /Me Mek
Klarinette, Horn, Fagott und Streichquntett. Dnu
Aus der fünften Sinfonie in B=dur. Mitw.: Joh.
Wiggelaar=Quartett des Rundfunks. o 17: Dr
2
geht in der Welt vor und was geht es mich a
mit vor
Die Landvolk=Bildung in Dänemark. 18: Köng.
HMt
Dreigeſpräch von Dr. Diebold, Pater Muckerma=
Rehfiſch: Darf man Gott auf die Bühne bringen?
nalt des
Leſer: Deutſchland vor hundert Jahren. o 19.45;
Bundes deutſcher Kriegsgräberfürſorge von SchrinnᛋNe
O 20.30: Volkstrauertag. Händel: Konzert für Orgel
90
ſuchte
U=moll. Aus der Totenrede d
Perikles aus Thf:/
ungen, es
ſchichte des peloponneſiſchen Kriege
Fort Vaus=:
von Ernſt Glaeſer. Mahler: Urlicht, Altſolo a. de
fonie in C=moll. Beethoven: Dritte Sinfonie in E=d.
Prler,
Aust.: Magda Spieger (Alt), Prof. Ebert (Rez.), R. AIu

jane ich Eue
Rundfunkorcheſter.
Stuttgart.
Parter, ſeh
Sonntag, 24. Febr. 11: Landesgewerbemuſeum Oet
tein M.
Eröffnungsfeierlichkeit der Reichsunfallverhütungswor
rErziecher me
Obermed. Dr. Gnant, Reg.=Präſ. Scherer, Oberbür
Stert als Kör
Lautenſchlager, Verwaltungsdir. Rolshoven, Landtags/
meckern
O 11.30: Kammermuſik. Ausf.: G. Beerwald (Violin)
durch 4.
(Klavier). Reger: Sonate Fis=moll für Violine und Kic
Schloßplatz Stuttgart: Promenadekonzert. O. Anſchl.
Sta.

O 14: Der Rattenfänger von Hämeln. Hörſpiel f.
von O. Wollmann. o 15: Freiburg: Prof. Dr.
Vogelgeſang. O 15.30: Liſa Zimmermann=Schenck 1
Poeſie, Plauderei über den alten Freiburger Fried:0/
Unterhaltungskonzert. Mitw.: Maria Auerbach, Lie
H. Lingor, H. Grotz, Rundfunkorch. O 18.15: Prof. 9
Bach und Beethoven. Aeſthetiſcher Streifzug. o 18.45
Friedrich Wolf. O 20.10: Chriſtuskirche Mannheim:
Orgelſoli: Kapellmeiſter Landmann; Männerchor: De
Bach: Paſſacaglia in C=moll für Orgel. Benei
ſchlafenen. Flemming: Grabgeſang, für Männer
Schubert: Der 23. Pſalm Gott i1
Chorvorſpiele.
für Männerchor und Orgel. Reger: Fantaſie übd
feſte Burg iſt unſer Gott. O 21.15: Gentz un
Ein Akt von J. Waſſermann. Perſ.: Friedrich von
Felix Graf, Reitzenſtein: Fanny Elßler; Jean, Dier
Lieferanten: Geldleute uſw. Spielt in Wien, Herbſt 18.
Gaſtſpiel der Stuttgarter Kammeroper: Der Herr
Biedermeierluſtſpiel von Helene und Erich = Fiſcher
Schubert. Perſ. Dr. Hartmann, ein Landarzt: Eva,
Dr. Kurt Reimer; Rickele, Dienſtmädchen bei Hart
Berlin.
Sonntag, 24. Febr. 8.55: Uebertr. des Stum
der Potsdamer Garnionkirche. O 9: Morgenfeier, 2
Dr. Ewald. O Anſchl.: Uebertr. des Glockengeläuts=
Doms. o 12: Uebertr. a. d. Reichstage: Gedenlfe=
bundes
Deutſche Kriegsgräberfürſorge. Anſpr.: Präſit
bundes Reichsminiſter a. D. Dr. Geßler. 6 13
O 14.30: Viertelſtunde für den Landwirt: Praktiſche A
Dipl.=Landwirt Maſer: Frühjahrsdüngung des Wimt
mergetreides‟ O 15.30: Märchen. 16: Reg.=RM
mer: Zum 100. Geburtstage Friedrich Spielhage=
Uebertr. a. d. Trinitatiskirche: Orgelkonzert. O
haltungsmuſik. Kapelle Eeza Komor. o 18.30: Elſe
Bernh., Kellermann
neue Frühaihrsmode‟. 6
reiſen in Perſien O 19.30: Uebertr. a. d. Oper
Republik: Der fliegende Holländer, romant. Op
von Wagner. Perſ.: Daland, ein vorwegiſcher S
Kalman; Senta, ſeine Tochter: Moje Forbach;
ntas Amme
Hendrik Appels a. G.; Mary,
Dornburg: Steuermann Dalands: Bernh. Bötel; 2
Krenn; Matrofen d. Norwegers; Mannſchaft des 7
länders: Mädchen. Ort der Handlung: Die nor
Deutſche Welle. Sonntag, 24. Febr. 8.55:
Potsdamer Garniſonkirche. O 9: Morgenfeier.
70
t des Berliner 14
Dr. Ewald. O Anſchl.: Glocken
Aus dem Reichstag: Gedenkfeier des Volksbundes Z.u
gräberfürſorge. Anſprache: Reichsminiſter a. D. Dr. C
Bildfunkverſuche. O 14.30: Viertelſtunde für den Lamile
Diplom=Landwirt Maſer: Frühjahrsdüngung de=
Sommergetreides. O 15.30: Märchen. Geleſen vo
berg. 6 16: E. Walter: Die beiden Aiten von Al.
16.30: Aus der Trinitatiskirche: Orgelfonzerl.
O Anſchl.: Unterhältungsmu ik. Kapelle Geza Komoc
nan Gott auf die Bühne bringen? Dreigeſpräch Dr
Muckermann S. J., Dr. Rehfiſch. o 18.55: Hein=
Deutſche Soldatenfriedhöfe
n Oſt und Weſt. e 19..
Am Platz der Republik: Der fliegende Hollände.:
Oper in drei Akten von R. Wagner.
Hauptſchriftlettung. Rudolf Maup:
ſür *
Veranwwortlich für Polltſk und Wirtſchaft: Rudolf M
vort: Dr. C
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch, für den Schlußdienſt:
Die Gegenwart
Herbert Nette; für den Inſeratentell:
ch in D
ind Verlag: L. C. Wittſch ſämi
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückiendung!!"

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überlegen ſich bei
Anſchaffung von
Konfirmanden=
anzügen
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od. Konfektion kau=
en
. Da die Jüng=
linge
von 14 bis 16
Jahren ſtark wach=
en
u. bei Konfek=
tion
der Einſchlag
fehlt, kommen ſie
zum Entſchluß und
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Maßarbei
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*
5

5
LE
AHEIN

Pe-

[ ][  ][ ]

AAbenteurer von Ehre.
Roman von Max Uebelhör.
(Nachdruck verboten.)
mut, Sie tun Ihren Dienſt, man hat mir davon
un 6iu chen ch. 0 SSie aus irgendeinem Grund hier wachen ſollen
du übrigens, warum? Gut, aber jetzt iſts ge=
Aeme, .
ndem Ding da.
Mi. Begit
in Beg Mylem Ding da!
u ſicherſhls e ſich zum Teufel, Sie ſogenannter Erzieher,
zum Kuckuck, ſonſt erzähle ich hier Dinge, die
aleb ſein werden, Sie ... Sie ſogenannter
4n
rat einen Schritt zurück, dann gab er den Arm
isi und wollte Parker die Waffe aus der Hand
eſer Aar lließ nicht mit ſich ſpaßen; er ſchlug, den Revol=
n
in 1 Linken, dem König mit der rechten Hand auf die
wir utm(Ste mit vor Wut halberſtickter Stimme:
ne ſn enugg,in genug. Miſter Hohlander, Sie ſind verhaftet!
ei. /de ſchifne Geſtalt des Königs ſtand ruhig unter dem eiſer=
* u niff us war hier zu tun, er hatte ohne Zweifel einen
Nuitfe iten A1 ſch!
Fogin dachte jetzt das gleiche; auf jeden Fall war
U ſchlatzuslungen, es galt, einen ehrenhaften Rückzug zu
eu Kaſr, Aiü fie Parker, kennen Sie mich?
atürzü lenne ich Euer Gnaden, brummte Parker.
ewiſim gut, Ne:. Parker, ſehr gut. Und derjenige, den Sie hier
ſabnü, en nrty. iſt lein Miſter .... nun, ein Miſter Soundſo,
hereu 2.Fer züſte: Erzieher meines Sohnes, es iſt Doktor Devéria,
hi 4. zum herz als König verkleidet hat.
emd s hüſiſiche, meckernde Lachen Parkers, deſſen einzige
fiur Yol rt, mwie durch Worte mit einem Ton underbrochen, der
wi. ges, harumdtiefes Staunen verriet.
4 nämlich der König, indem er betroffen wieder
M4
mon; hat, A4 Awvas erzählſt du da, Jane?"

Die Herzogin erſtarrte, dann machte ſie einen Schritt auf
dem König zu, ſah dieſem ſcharf in die Augen, ließ hilfloſe, leb=
loſe
Arme hängen und ſchüttelte ſchließlich kummervoll den Kopf.
Parker aber brach von neuem in ein höhniſches, meckerndes
Lachen aus, es klang in dem leeren, halbdunklen Gang wie das
Lachen eines Irren.
Ja, Durchlaucht, ſagte er, Sie haben da einen netten Er=
zieher
. Aber die Hauptſache iſt doch, daß ich ihn jetzt habe. Welch
huoſchen Bart er hat, der Halunke, und vor acht Tagen lief er
noch ſo glatt herum wie ein Affe ... nun, ich meine glattraſiert.
Nun warte aber ab, mein Bürſchchen, wir haben mehr als ein
Hühnchen miteinander zu rupfen!

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Und ohne weiteres Zaudern wollte er des Königs Bart
abreißen.
Da aber ſtürzte ſich die Herzogin auf Parker und ſtieß ihn
mit Wur zurück.
Um Gottes willen, Vetter, um Gottes willen, wie kommſt
du daher? frug ſie atemlos. Ach, es ſollte ja nur ein Scherz
ſein, der Doktor Devéria ſollte, als König verkleidet, mit mir
gehen .. . einer Wette mit dem Großfürſten wegen .. . ach, wenn
ich nur raſch alles erzählen könnte, welch ein Mißgeſchick, es
ſollte doch nur ein Spaß ſein ..."
Wieder ließ ſie hilflos die Arme fallen, eine lange Pauſe
trat ein.
Ein ſeltſamer Spaß, Jane, ſagte endlich der König leiſe.

Aber Parker nahm von neuem eine drohende Haltung ein,
und da ſchrie die Herzogin mit allen Kräften nach Hilfe, worauf
es totenſtill wurde; das Schreien in dieſem einſamen Gang war
umſonſt.
Ein ſeltſamer Spaß, Jane wiederholte der König noch=
mals
in dem gleichen, leiſen, nun recht ungemütlich klingenden
Ton. Wieſo ich hierher komme? Nun, dein Sohn Stephan
überbrachte mir deinen Wunſch, ich möchte dir den Round Tower
und deſſen Spielzimmer zeigen. Wahrlich, ein ſeltſomer Spaß.
Parkers Geſicht hatte allmählich ſeinen triumphierenden
Ausdruck verloren, fieberhaft mußte es hinter dieſer nun tief=
gerunzelten
Stirn arbeiten.
Durchlaucht, darf ich Sie bitten, aber raſch, aber raſch,
mich nur einen Augenblick wit ... nun, mit dem König allein
zu laſſen? Nachher aber muß ich Sie ſofort wieder ſprechen.
Die Herzogin warf einen fragenden Blick zum König, dieſer
nickte, ſie ging; ſchwankend ging ſie der Treppe zu.
Sir, flüſterte Parker leiſe und ſchnell, Sir, ich muß Sie
bitten, mich an Ihrem Bart zupfen zu laſſen. Ich muß ſofort
wiſſen, ob Sie ein ſogenannter Herr Devéria ſind, den ich ſuche,
oder nicht. Iſt der Bart echt, dann bin ich bereit, in jeder Form
um Vergebung zu bitten. Aber ſchnell, bitte, ſchnell, ich befürchte
Schlimmſtes!
Zupfen Sie ſagte der König ruhig und diesmal mit
ziemlichem Humor in der Stimme.
Parker zupfte, und dann machte er eine tiefe Verbeugung:
Majeſtät, ich kann nur um Vergebung bitten, es iſt nicht
meine Schuld.
Gut, gut, erwiderte der König, und damit ging er.
Dieſer leichte Humor blieb auch auf dem Geſicht des Königs,
als er mit einer Verbeugung an der Herzogin vorbeiſchritt; wie
ein vom Unglück betroffenes junges Mädchen lehnte ſie mit aus=
geſtreckten
Armen an der Wand, und die Augen, dieſe ſchönen
Augen, flehend und ſpähend auf die des Königs geheftet.
Könige lieben ſolche Augen.
Ein ſeltſamer Spaß, Jane, ſagte er, doch es war jetzt Gut=
mütigkeit
und verhaltene Neugier in der Stimme. Aber, laß es
jetzt gut ſein, heute abend kannſt du mir ja alles erklären.
Die Herzogin verſuchte eine tiefe Verbeugung, jetzt ſchon ſehr
erleichtert, der König ſtieg langſam und ruhig die gewundene,
enge Treppe herab.
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Sonntag, den 24. Februar 1929

Seite 13

Ra und Ausland.
ſcusfeier der Angehorigen
Auft illerie=-Regimenks 18.

Crrniſon lag, ſoll nunmehr vom
der Wartburgſtadt
J.
tffinden. Die Vorbereitungen
isfeier ſind vom Landesver=
a
igen Fußartillerie=Regiments
D. Keller in
itze General a.
Werein ehemaliger Artilleriſten
jrmagen worden. Die Geſchäfts=
trich
Gartenbach in Eiſenach,
(Fernſprecher Nr. 17
raße
in. An dieſe ſind alle Zuſchrif=
z
0
die Wiederſehensfeier zu rich=
eht
feſt, daß an dieſer Veran=
von
ehemaligen Fußartille=
eilen
des Reiches teilnehmen
telpunkt dieſer Tagung wird
uſſt im Burghof der Wartburg
ſhreitig auch zur Erinnerung an
Zulsehalten wird.
Frankfurter Induſtrieviertel.
. M. In der Nacht zum Sams=
wurde
die Feuerwehr von der
nttil Armbrüſter, in der Gutleut=
ir
deren Werk ein Großfeuer aus=
kn
noch nicht bekannter Urſache
änbrikationshalle in Flammen, ſo
ſieben Nohren eingreifen mußte.
ger Arbeit gelang es, das Feuer
Uhr rückte der größte Teil der
Ib, lediglich eine Wache blieb an
räck. Die Fabrikationshalle wurde
serſtört, auch eine Anzahl Ma=
teugbänke
ſind vernichtet. Der
itta 50 000 Mark.

ſehensfeier der Angehörigen des
jah=Thüringiſchen Fußartillerie=

ims in Mainz bzw. Kaſſel vor

urig eines Fernbebens.
Der Seismograph der König=

itreichnete vorgeſtern abend ein
Der erſte Einſatz erfolgte um
ſten 12 Sekunden, der zweite um
en 39 Sekunden; lange Wellen
Minuten; das Maximum ſiel
ſitmiten 54 Sekunden. Das Fern=
23 Uhr 30 Minuten. Die Herd=
(D00 bis 7000 Kilometer.
üte als Wohltäter.
Beitung enthält, folgende Be=
Finanzamts Dillingen;
zie wegen Heizungsunmöglichkeit
benn es doch überall ſo wäre‟
ten, dem trotz der Kälte im Ge=
jarzamt
erheblich warm wird.
r Münchener Univerſität.
Argeſtern vormittag entſtand im
erſität ein ausgedehnter Fuß=
Futer war im Parterre in einer
ſſhm und griff dann auf ein Zwi=
greſſen
Boden in ſeiner ganzen
ſunmen erfaßt wurde. Die Flam=
den
Luftſchacht, von wo ſie bis
ühuigen und dort bereits einige
hatten. Auch ein Aktenraum
uſchaft gezogen. Die Löſcharbei=
inſofevn
ſchwierig, als zwei
in gefroren waren. Nach dreiſtün=
Feuer gelöſcht.
MI
auf der Zeche Königsborn.
Der Kriminalpolizei iſt es ge=
euten
9/ Ilkt nachmittag weitere 64 000 RM.
Tönigsborn I/II am 23. Jan.
eMM1 Lahllter herbeizuſchaffen. Der vor
ee frühere Wächter Zabel hatte
Schweineſtall ſeiner Koſtwirtin
Mit
Wels vergraben zu haben. Tatſäch=
etM

ueliegeſamt 64 000 RM. Hart= und
Zabel hatte die Pflaſterung
Ahoben und darunter ein etwa
gegraben und das Geld dort
0 RM. ſollen ſich in den Hän=
öilländern
befinden, die ſich in
Gelingt es, auch dieſe Summe
ſo iſt der größte Teil des ge=

232 000 RM. wieder herbeige=

ſtek wesopfer des Mülheimer
Gusunglücks.
Wu8 Gasunglück, das ſich in Mül=
än
weiteres Todesopfer gefor=
M9s in der Küche tot aufgefun=
Eſ konnte nicht mehr ins Leben
HAn. Sie iſt mach der Einlieferung
mSeorben. Die Frau des Toten
Te und fünf Jahre alten Kinder
DW Frnieder.
neutWent ſonen auf dem Rheineis
abgetrieben.
1 Wldm Freitag, gegen 7 Uhr, brach
das Eis an der Homberger

2yraſend ſchnell auf der ganzer

(c
NB der Rhein zwiſchen Homberg,
Sdmriz eisfrei iſt. Bei dem Abgang

Sonme lt yrun Pearſonen nicht mehr an=
hen
/wuurden abgetrieben. Zwei Per=
SEtei, oberhalb Hombergs ſich durch
e 7i zu retten. Sechs wurden vor
Stricken und Leitern ans Ufe
AAbgetriebene konnte erſt unter

Beamten einer Schiffahrts

etzung ihres eigenen Leben;
Waufe des Abends iſt auch be
wom Eis frei geworden. Be
eim kein Eis mehr, während ſie
Waſſerrinnen im Packeis zei=
Lane Eis hat eine Schiffsanlege
fortgeſchwemmt.
Siciet Telegraphenarbeiten.
Abmontieren von Freiluft=
Eill der Strecke LiegnitzSagan

Sagan aus unbekannten Grün=
* ſechs Leitungsmaſten, au

er der Arbeitskolonne beſchäf
enirgphenarbeiter war ſofort td
verletzt, vier oder fünf truge
davon. Sämtliche Verletzter
Sulzaus zugeführt werden.

Ein Klavier mit Kopfhörer. Zür die Amwelt ſkumm.

Das Superpiano und ſein Erfinder E. Spielmann.
Der Konſtrukteur Spielmann baute unter Mitwirkung des Komponiſten E. W. Korngold (links
oben) ein Inſtrument, das in ſich die Töne der Geige, Trompete, Orgel und Menſchenſtimme
birgt. Die Hörbarkeit für die Umgebung, kann ausgeſchaltet werden. Für dieſen Fall vermittelt
ein Kopfhörerpaar dem Virtuoſen die Klänge ſeiner Kunſt, ohne die Mitwelt zu ſtören. Eine
begrüßenswerte Erfindung für höhere Töchter mit dreijähriger Klavierausbildung!

Das größte Blugzeugmukkerſchiff der Welk unbrauchbar.

Lexington, das gewaltigſte Flugzeugmutterſchiff,
muß nach 15monatiger Dienſtzeit ausrangiert werden, da die amerikaniſchen Flottenbehörden ſich
as Rieſenſpielzeug hat 180 Millionen M. gekoſtet.
überzeugt haben, daß es völlig ungeeignet iſt.
Heute beſitzt es nur noch einen Schrottwert. Der amerikaniſche Steuerzahler hat das Nachſehen.

Familienzuwachs im Berliner 300.

Ein zehnpfündiger Flußpferdſäugling
wurde im Zoologiſchen Garten in Berlin geboren. Freilich gehört der Sprößling nicht der
Familie der großen Nilpferde an, ſondern der Gattung der Zwergflußpferde, die vorwiegend in
Liberia vorkommt und mehr zu den Landtieren zu rechnen iſt.

Bergmannslos.
garbrücken. Auf Grube Velſen ereignete
ſchwerer Unfall. Durch niedergehende Ge=
aſſen
wurde ein 32jähriger verheirateter
beiter getötet, ein anderer in ſchwerverletztem
ins Krankenhaus eingeliefert.

Neue Schneeſtürme in Thrazien.
Pera. Ganz Thrazien iſt erneut von heftigen
Schneeſtürmen heimgeſucht worden. Der Zugverkehr
von Konſtantinopel nach Europa iſt unterbrochen.
Der Expreßzug iſt bei Tſchataldſcha im Schnee
ſtecken geblieben.

Schweres Eiſenbahnunglück
in Dorkmund.
3 Toke, 17 Verlekke.
Dortmund. Geſtern vormittag 10 Uhr
wurde bei der Einfahrt des Perſonenzuges 1757, der
zwiſchen Wanne und Dortmund verkehrt, auf dem
Dortmunder Bahnhof ein Wagen 3. Klaſſe,
der als dritter Wagen im Zuge lief, umgewor=
fen
. Es wurden drei Perſonen getötet, ſieben mehr
oder weniger ſchwer verletzt und zehn leicht verletzt.
Die Urſache des Unglücks iſt noch nicht bekannt.
Die Namen der Toten ſind: Cohann Klein aus
Dortmund, Schreibgehilfe im Neichsbahnausbeſſe=
rungswerk
, Frau Eugen Schulte aus Dortmund=
Nahm, Frau Heinrich Wagner aus Bövinghauſen
bei Dortmund.
Zu dem Eiſenbahnunglück im Dortmunder Haupt=
bahnhof
werden noch folgende Einzelheiten bekannt:
Bei der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof Dort=
mund
begann aus noch nicht feſtgeſtellter Urſache
plötzlich einer der Wagen 3. Klaſſe zu ſchlingern.
Der Inſaſſen der Abteile bemächtigte ſich große
Angſt. Einige Perſonen ſprangen aus dem fahren=
den
Zuge, während andere ſich an den Fenſtern und
Gepäcknetzen feſthielten. Als während der Fahrt
dann der Wagen umſtürzte, gerieten zwei der Her=
ausgeſprungenen
unter den Wagen und wurden zu
Tode gedrückt. Die ſchweren Verletzungen ſind da=
durch
entſtanden, daß die Reiſenden durcheinander=
fielen
und durch die auf ſie fallenden Mitreiſenden
und Gepäckſtücke ſchwere Quetſchungen erlitten. Zwei
Eiſenbahnärzte, die Bahnbehörden und die Polizei
waren gleich zur Stelle, ebenſo ein Geräte= und
ein Mannſchaftswagen. Man iſt damit beſchäftigt,
den umgeſtürzten Wagen aufzurichten, deſſen Vorder=
abteil
an der Seite eingedrückt iſt. Das Hervorholen
der Toten und Verletzten aus den Abteilen geſtaltete
ſich ſehr ſchwierig. Teilweiſe mußten Sauerſtoff=
gebläſe
angewandt werden. Als Urſache des Unfalles
wird das Nichtfunktionieren einer Weiche vermutet.
Jedoch iſt die Unterſuchung darüber noch nicht abge=
ſchloſſen
. Die Zahl der Toten ſtellt ſich auf drei.
Sechs Perſonen wurden zum Teil ſchver verletzt.
Fünfzehn weitere kamen wit leichteren Wunden
davon.
Heinrich Zille erkrankt.
Berlin. Wie die Blätter melden, iſt Heinrich
Zille ſeit Montag lebensgefährlich erkrankt. Geſtern
trat eine leichte Beſſerung ein.
Raubmord in Flensburg.
Flensburg. Die Inhoberin eines hieſigen
Grünwarengeſchäfts, die 70jährige Witwe Mengelſen,
iſt ermordet unter dem Ladentiſch aufgefunden wor=
den
. Es liegt Raubmord vor.
Ein Breslauer Straßenbahnwagen explodiert.
In Breslau ereignete ſich eine Exploſion im
Straßenbahnwagen. Der hintere Luftdruckkeſſel eines
Motorwagens zerſprang. Eine Seitenwand wurde
herausgedrückt, und durch den ſtarken Luftdruck
ingen auch die hinteren Scheiben in Trümmer.
urch umherfliegende Glasſplitder wurden einige
Fahrgäſte verletzt.
Abfahrt der ruſſiſchen Eisbrecher nach der
deutſchen Oſtſeeküſte.
Kowno. Wie aus Moskau gemeldet wird, be=
gaben
ſich am 23. Februar die ruſſiſchen Eisbrecher
Jermak und Truwor aus Leningrad zur deut=
ſchen
Oſtſeeküſte, um den im Eis feſtgefahrenen
Dampfern Hilfe zu bringen. Die beiden Gisbrecher
erhalten von din deutſchen Reedereien eine monat=
liche
Entſchädigung von 50 000 Mark.
Die däniſchen Wetterſachverſtändigen rechnen
mit neuem Froſt.
Kopenhagen. Das Tauwetter hat im Laufe
des geſtrigen Tages Dänemark erreicht. Allerdings
ſoll nach den Mitteilungen der Wetterdienſtſtelle be=
reits
wieder Winddrehung nach Nordoſt mit Schnee
und meuer Kälte zu erwarten ſein. Im Großen Belt
hat ſich die Eislage etwas gebeſſert. Es konnten be=
reits
zwei Fähren verkehven. Durch den Südweſt=
wind
ſind gewaltige Eismaſſen auf der Linie War=
nemünde
Gjedſer angetrieben worden. Der Fähr=
verkehr
iſt dort eingeſtellt. Die däniſche und die bei=
den
deutſchen Fähren ſtießen ſüdlich von Gjedſer
auf ſtarke Eismaſſen, ſo daß ſie nach Warnewünde
zurückkehren mußten. Nach dem Fahrtbericht des
Führers der däniſchen Fähre türmen ſich die Eis=
maſſen
ſtellewweiſe haushoch auf.
Folgenſchwere Keſſelexploſion.
Glenville (Georgia). Durch eine Keſſel=
exploſion
in einer hieſigen Sägemühle wurden ſechs
Perſonen getötet und vier ſchwver verletzt. Die
Sägemühle wurde zerſtört. Die Exploſion war ſo
heftig, daß Ziegelſteine bis zu einem etwa 200 Me=
ter
entfernten Wohnhaus geſchleudert wurden, wo
ein achtjähriges Mädchen getroffen und getötet
wurde.
Brand in einer amerikaniſchen Turnhalle.
Jackſonville (Illinois). In der Turnhalle
des hieſigen Mädchengymnaſiums, wo die Geburts=
tagsfeier
Waſhingtons abgehalten wurde, brach
Feuer aus. Eine Schülerin kam dabei ums Leben,
neun wurden verletzt.
Das Gold im Golfſtrom.. . .
Paris. In der Akademie der Wiſſenſchaften
wurde von Georges Claude ein Bericht über die im
Kanal von Florida anläßlich der Unterſuchungen
über die Möglichkeit von Energiegewinnung aus
dem Golfſtrom vorgenommenen Meſſungen erſtattet.
Der Gelehrte nannte eine Reihe von Ziffem, die
enorme Größen angeben, mit denen der Laie jedoch
keine rechte Vorſtellung verknüpfen kann. So ſoll am
1. Dezember vor. Js, die Menge der vom Golf=
ſtrom
bewegten Waſſermaſſen 50 Kubik=Kilometer in
der Minute ausgemacht haben; am 31. Januar habe
ſich dieſe Menge jedoch auf neunzig Kubik=Kilometer
in der Minute erhöht. Der Gelehrte hat, um ſeine
Ziffern anſchaulicher zu wachen, den Verſuch ge=
macht
, ſie in .. . Geldwerten auszudrücken. Dazu
hat er den Goldgehalt des Meerwaſſers benutzt. Nach
allgemeinen Schätzungen beträgt der Wert des im
Meerwaſſer enthaltenen Goldes ungefähr 8 Pfg.
je Tonne Waſſer. So kommt der Gelehrte zum
Schluß, daß der Golfſtrom auch in ſeinen ſchlech=
teſten
Tagen ſtündlich etwa drei Milliarden Gold=
mark
, die in ihm aufgelöſt enthalten ſind, bewegt.
Ein ſchſvacher Troſt für die Finanzmiwiſter und
Sachverſtändigen, die ſich um die Deckung von Defi=
ziten
und Transferplobleme die Köpfe zenbrechen. 1

[ ][  ][ ]



euf
die

Seite 14

Sonntag, den 24 Februar 1929

Numm

Bas dein Ming, eine vedrälſaie Neut erfmoutg

Die Bedeukung des Fern=Kinos für die Allgemeinheik. Wie das Fern=Kino
arbeikel. Der billige und einfache Apparak.

Von Guſtav Gleichen.

inf. Der Rundfunk hat der Menſchheit die =
ſung
des Problems gebracht, muſikaliſche und pho=
netiſche
Darbietungen aller Art im gemütlichen Heim
genießen zu können. Eine Erfindung, die jahr=
zehntelang
der Gegenſtand prophetiſcher Künſtler in
Witzblättern und Zeichnungen war, wurde dadurch
zur Tatſache. Als nun die erſten Apparate, die der
drahtloſen Bildübertragung dienten, zur Verführung
gelangten, lag der Gedanke nahe, die Uebermitt=
lung
von Bildern, und in weitever Folge von Wan=
delbildern
, alſo von Filmen, zu ermöglichen. Einer
der hervorragendſten Erfinder auf dieſem Gebiete
war ſeit den erſten derartigen Maßnahmen der in
Berlin lebende ungariſche Elektrotechniker Denes von
Mihaly, der, gemeinſam mit dem deutſchen Inge=
nieur
Nikolaus Langer, einen Fernſehapparat ſchuf.
Dieſer Apparat zeichnete ſich vor allen anderen durch
die größte Einfachheit aus, denn er beſtand in der
Hauptſache aus einer Lampe und einer durchlöcherten
Scheibe, die von einem Elektromotor gedreht wird.
Eine photographiſche Zelle, auf die der Lichtſtrahl
fällt, wandelt die Lichteindrücke in elektriſche Strom=
ſchwankungen
, ſo daß auf dieſe einfache Weiſe die
drahtloſe Uebertragung von Vorgängen ermöglicht
wurde. Damit war das Fernſehen erfunden. Dieſer
Apparat bildete nun den Grundſtock für die Ausar=
beitung
des Fernkinos. Schon in Amerika wurde
vor mehreren Monaten durch den amerikaniſchen
Fernſehingenieur Dr. Alexanderſon ein einaktiges
Drama Die Botſchafter der Königin durch einen
Fernſehapparat übermittelt, der allerdings nicht nur
ungewöhnlich bompliziert arbeitet, ſondern auch den
Nachteil hat, daß die Bildfläche nur wenige Quadrat=
zentimeter
groß iſt, alſo für einen Theaterraum nicht
in Betracht kommt, ſelbſt wenn mit Hilfe dieſes Ap=
parates
auch Filme überwittelt werden können. Für
den Maſſengebrauch iſt eine einfache, billige und
leicht zu bedienende Vorrichtung notwendig, wenn
tatſächlich das Fernkino aus den theoretiſchen Er=
wägungen
herauskommen und in die Praxis über=
führt
werden ſoll. Das neue Fern Kino Mihalys
beſteht, wie ſein auf der Rundfunkausſtellung ge=
zeigter
Fernſeher, aus einem Sender und einem
Empfänger, der ſich in einem hölzernen Gehäuſe mit
einer Scheibe befindet. Der Sender iſt zugleich der
Filmppojektionsapparat. Schon heute iſt man im=
ſtande
, einen Film in der Größe von rund 480 gem
zu beobachten, während z. B. das Fernſehdrama
Alexanderſons nur auf eine Leinwand von 7.5 gem
ſichtbar gemacht werden konnte. Dieſer Fern=Kino=
Apparat von Mihaly iſt für die Benutzung im Hauſe
vorgeſehen, wo überhaupt Projektionsflächen von der
Größe der Filmtheater meiſtens nicht angebracht
werden können. Da der größere Aufnahmeapparat
von Mihaly bereits eine Bildfläche von 21 X23 cm

ermöglicht, ſo iſt ſeine Verwendung im Hauſe ſchon
heute ſelbſt für anſpruchsvolle Zuſchauer möglich,
denn jeder kann ſich vor den Apparat hinſetzen, daß
der Film ganz deutlich ſichtbar wird. Es iſt kein
Zweifel, daß mit Hilfe von geeigneten Linſen=Anord=

ſtets betriebsfertige Konſtruktion des Mihalyſchen
Apparates läßt die Erwartung bevechtigt erſcheinen,
daß nunmehr der erſte wirklich praktiſche Schritt zur
Verwirklichung des allgemeinen Fern=Films ge=
macht
worden iſt. Wenn man bedenkt, wie um=
ſtändlich
die evſten Rundfunkapparate gebaut waren
und in wie kurzer Zeit eine geniale Zuſammenfaſ=
ſung
von Empfänger, Lautſprecher, Verſtärker und
elebtriſcher Kraft in einem kleinen Apparat mit Hilfe
eines Stechkontaktes erzielt worden iſt, dann wird
man hoffen dürfen, daß es auch nur noch kurze Zeit
dauern wird, bis jeder einzelne Rundfunkbeſitzer mit
Hilfe ſeines Empfangsapparates imſtande ſein wird,
die Filmbilder auf eine große Leinwand zu werfen,
ſo daß der Wahlſpruch erfüllt ſein wird: Jede
Wohnung ihr eigenes Kino!

Dénes von Mihaly,
dem in Berlin lebenden ungariſchen Radiokonſtrukteur, gelang es, einen ſehr einfachen Apparat

zu bauen, mit dem Filme drahtlos, wie beim Rundfunk, übertragen werden konnen.

nungen das Filmfeld beträchtlich in Zukunft wird
vergrößert werden können, da dies nur eine Frage
der optiſchen Technik iſt, die leicht gelöſt werden
bann. Weſentlich allein für die Frage der praktiſchen
Verwertungsmöglichkeit des Fern=Kinos iſt die Tat=
ſache
, daß der Vorführungsappavat nicht neue koſt=
ſpielige
Inſtallationen erforderlich macht, ſondern
an jeden gewöhnlichen Rundfunkapparat angeſchloſ=
ſen
werden kann. Falls ſich, was zu erwarten iſt,
in abſehbarer Zeit eine der Funkſtunde entſpre=
chende
Geſellſchaft für Fern=Kino gebildet hoben
wird, wird jeder Rundfunkbeſitzer die Möglichkeit
haben, in ſeinen vier Wänden ſich die ſchönſten
Filme vorführen zu laſſen. Noch iſt das Fernkino
in ſeinen erſten Anfängen. Aber die einfache und

Ein wirklich unausſprechlicher Name.
London. In einer der letzten Unterhaus=
ſitzungen
erregte ein linguiſtiſches Sprach=
wunder
nicht geringes Aufſehen. Der biberale
Abgeordnete von Angleſey, Sir R. Thomas, machte
darauf aufmerkſam, daß es in ſeinem Wahlkreis in
Wales einen Ort gibt, deſſen Name 57 Buchſtaben
hat und folgendermaßen geſchrieben wird: Llanfair=
pwllgwyngillgogerchwirrdrobwillllandiſihoge
gogoch.
Der Abgeordnete fragte den Poſtminiſter, ob er
gewillt ſei, für dieſe Ortſchaft einen Poſtbeamten zu
ernennen, der die walliſiſche Sprache beherrſcht und
in der Lage iſt, den Namen des Ortes auszuſprechen.
Der Mimiſter ſagte zu, er werde die Frage prüfen,
ſei jedoch ſelbſt nicht fähig, den Ortsnamen auszu=
ſprechen
.

Die Feuerprobes
(u) Waſhington. Fünf Uhr
Straßen im Zentrum Waſhington=)

wenig belebt. Plötzlich rötet ſich
über dem National=Muſeum. Nichck1
entfernt ſteht ein Bürogebäude i.
men. Die Feuerwehr kommt dahe
die ſonſt ſo tapferen Feuerlöſcher
Anſtalten, den Brand zu bekämpfiſt
nur auf.

Man weiß, daß Brandſtiftung r.
kennt den Brandſtifter, ja, noch
ſelbſt zugegen und ſchaut beluſtie

men. Und doch denkt niemand d
verhaften. Warum? Er iſt ein 9e
beamter von der Feuerſchutzabteilt
reau of Standards‟. Die ganze Sache
giert, um die Feuerwiderſtandsfäkl
Geldſchrankfabrikate zu prüfen. 30
und Papieren gefüllte Geldſchränn
Konſtruktion, von den bedeutendd=
niſchen
Fabrikanten geliefert, wm
Stockwerken des Hauſes verteilil

Geldſchranke erhielt ein Therme

Hitzegrad im Innern desſelben
können. Man hatte dafür geſorenf
Feuer eine außergewöhnliche Hizit
und zu dieſem Zweck noch alle R

fallholz und anderem leicht bren
rial angefüllt. Von einem feuerfiſt
ſtand aus beobachteten Beamte deu
Standards den Brand. An Hanm
menten, die in direkter Verbinday
brennenden Gebäude ſtanden, maßän
B
wickelten Hitzegrade. Man erwarE=uſchmt !
durch dieſes Experiment geſammellunf
gen dazu beitragen werden, die /7.0 0 11 (3
ſtandsfähigkeit der Geldſchränke 74
Glückliches Amerika, das für deramFo ee ſch we, A=
die
Kleinigkeit eines großen Bürerg Aaſtzlund deſir in
kann.

Htu fie
den Gal
Wr Rchltoffe und

Die enkführken Reuifit

deh

anger

(s) Warſchau. Jan Meisness / Mstiuhndels teilt
leiter der polniſchen Kooperativboſ=M Wrduermögens
war nicht gerade angenehm übermſänm gführt, d
Mitteilung, daß zwei Herren ubünu
kommen würden, um die Kaſſeſh: rhände der
gründlichen Reviſion zu unterzieichHiu fn Eie
Kaſſenbüchern herrſchte nämlich am:g(M eher Reche
polniſche Wirtſchaft Zu gut 70Mn
größere Beträge, die der tüchtige 8 10 Murfützt,
ſeine eigenen Zwecke verbraucht H.Aune
Deckung des Fehlbetrages war
Zeit nicht zu denken, die peinlu/ 4 Ahn der
Aien
1e
konnte, wenn überhaupt, nur aud mk3 Prein
Weiſe gerettet werden. Die beire
waren aber am nächſten Tage arrcd. M Elehriziu
EMNime
raſcht: Direktor Meisner holte
SAul fien P
Sechsſitzer perſönlich von der
fuhr die Gäſte mit einer Höchſt5ſ41mlichen E.
nicht etwa nach der Bank. HTM W erichte
iüe
halb der Stadt. Inmitten eines ſEſrm Re
weltverlaſſenen Wäldchens bat /
Mung der
höflich, aber energiſch, auszuſtei i A frAähnten
ſeinen Worten mittels Revolver
Nachdruck verlieh. Erſt gegen Abl. ceié ghumde
den Reviſoren, Kaliſch wieder A ſhic zu
ſr Anen der
Zwiſchendurch erleichterte der tüPräckte md Hi
die Kaſſe um den Reſt und r. Mehmnsgeſel
Nimmerwiederſehen; die Arbeit X4M ord enteil
beſchrankte ſich auf die Feſtſtell. Ma gmh u erricht
einziger Zloty vorhanden war.
Air eines Au=

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[ ][  ][ ]

Nar reußiſche Holding=Geſelſchaft.
Uhe Staat beabſichtigt, um aus ſeinen Geldſchwierig=
nen
, ſeine großen wirtſchaftlichen Betriebe in eine

-lſchaft mit einem Kapital von 180 Millionen Mark
dar die Preußiſche Elektrizitäts=A. G., die Preußiſche
z tten=A. G., Bergwerksgeſellſchaft Recklinghauſen, und
Hibernia zuſammengefaßt werden ſollen. Die vier
uhaben bisher ihren Geldbedarf bei der Preußiſchen
gck. Die neue Holdingsgeſellſchaft ſoll umfangreiche
glicht Eu Fchaffen und die Grundlage für eine Intereſſennahme
ländiſſ.ch Eapitalmarktes geben. Sie wird alſo in abſehbarer
* einernneeihebegehren nach Wallſtreet gehen. Der preußiſche
ine Bewegungsfreiheit wieder zurückerhalten, wenn
uird de
hlei der Seehandlung abgedeckt ſind. Allerdings ſoll
daf Ae/=haffen werden, daß die Holdingsgeſellſchaft Anleihen
4s Staates, ſondern nur für die eigenen wirtſchaftlichen
ingrt kann.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
ſötwßhandelsindexziffer vom 20. Februar. Die auf den
uar berechnete Großhandelsindexziffer des Statiſti=
des

imen g üchsamzſelrt ſich mit 140,0 gegenüber der Vorwoche (139,6) um
weit erhöhik G den Hauptgruppen iſt die Indexziffer für Agrar=
Gellten 13 1/6. aauf 135,7 (134,0) geſtiegen. Die Indexziffer für
4, dis Kſwaren Ule ſich wie in der Vorwoche auf 125,6. Die Index=
s
Aumgie indu cillte. Rohſtoffe und Halbwaren iſt leicht auf 133,7 (133,8)
angenyſilrend die für induſtrielle Fertigwaren mit 158,2 keine
Wan t rung rapt ſt.
ANNA ASpitzemabände der Wirtſchaft zur Einheitsbewertung des
rmögerfür 1928 und 1929. Der Reichsverband des Deutſchen
ic and Ue hie handels teilt uns mit: Die Feſtſtellung der Ein=
ſen
hux ie des l cit dvermögens für 1928 hat zu lebhaften Beſchwerden
ungenes verpflächter geführt, da die angenommenen Einheitswerte in
ſwe Em Fäh bd n gemeinen Wert der Grundſtücke beträchtlich über=
um
N Die
eywerbände der Wirtſchaft haben ſich in einer gemein=
den
Steuerausſchuß des Reichstags gewandt, dem
in z ninge
m lnträg:e;; einer Reihe von Fraktionen in dieſer Frage vor=
ſt
. u.Die S hm erbände haben nicht nur dieſe für das Jahr 1928
dar Antr wunterſtützt, ſondern auch darauf hingewieſen, daß die
hr unter erſchwerten Umſtänden, für 1929 auftritt und
wit rag
uf angeregt, für bebaute zwangsbewirtſchaftete
etra
zu ſcke da echweis der Steuerpflichten zuzulaſſen, daß der
tEwert nicht mit dem Ertragswert oder gemeinen
ach 78 Grurndic 8 übereinſtimmt.
zunm die Elektrizitäts= und Bergwerksunternehmen des
ma m StEuf in eine neu zu errichtende A.=G. Der preußiſch=
eryſa
dem Präſidenten des Landtages mitgeteilt, daß
1 m
iſt,
agtlichen Elektrizitäts= und Bergwerksaktiengeſell=
einag

zu errichtenden Aktiengeſellſchaft zum Zwecke des
Ni E leichesa u Der Geldbeſchaffung zuſammenzufaſſen, deren Aktien
im certum des Staates befinden werden. Die Veräuße=
doe
r Verigfdang der Aktien der neuen Geſellſchaft ſoll ebenſo
pr Eif;
ellſchaften am die Zuſtimmang des Landtags oder
Undugs=wch iſſes gebunden ſein. Der Miniſterpräſident bittet
i E bolgent mEe ſchluß zu faſſen: 1. Die Zuſtimmung des Landtag;
Tringmy r Aktien der Preußiſchen Elektrizitäts=A.=G., der
int en Be
s= und Hütten=A.=G., der Bergwerks=A.=G. Reck=
hieſ
eh, der re werksgeſellſchaft Hibernia in eine neu zu errich=
die
2ſengeſe=Yſar wird erteilt. Die Veräußerung oder Verpfän=

u die ſ Aktierhr meu zu errichtenden Geſellſchaft iſt an die Zuſtim=
hande
rI Aat
oder eines Ausſchuſſes des Landtags gebunden.
.E. G. In der Generalverſammlung der Allgemeinen
heft kam die Unzufriedenheit der Aktionäre über
nder Roidende zum Ausbruch. Die Verſammlung, die
UINN
einer Hauptverſammlung zu bezeichnen war, geneh=
es

Tagesordnung. Gegen Punkt 1: Vorlegung
eVöhn
hen vier Aktionäre mit 10 080 Stimmen, gegen P. 2
Bilanz, ſechs Aktionäre mit 22 680 Stimmen, und
des Aufſichtsrats drei Aktionäre mit 7280 Stim=
Aotokoll. Insgeſamt waren vertreten 118 418 530 RM.
Stimmen. Herr Fürſtenberg teilte innerhalb der
daß von dem Disagio der Amerikanleihen von 14
bher nicht ganz die Hälfte getilgt worden ſei. In
bereits mit der Amortiſation der Anleihen begonnen
Eic
ſierte Sonderabſchreibung von 2 Millionen RM.
ails eine Beſſerung der Abſchreibungsmöglichkeiten,
aum/w w er koch nicht für genügend. Im laufenden Jahr ſei der
befriedigend. Die A.E.G. bereite zuſammen mit
M. ürut
vem 9 eleiy die Gründung einer Geſellſchaft vor, der die Ar=
dem
Ahigen Bezirk übertragen werden.
0. zceſordere, im Ruhrgebiet. Nach vorläufigen Berechnungen
vom 10. bis 16. Februar im Ruhrgebiet in ſechs
19
To. Kohle gefördert gegen 2 157 717 To. in der
ch bei ebenfalls ſechs Arbeitstagen. Die Kokserzeu=
ſich
lhdenr ſieben Tagen der Berichtswoche auf 570 154 To.
n der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherſtel=
W 5R4B gegen 68 345 To. in ſechs Arbeitstagen.
2 AEeyk Dividende heim Norddeutſchen Lloyb. In der
*
nach lange dauernden Beratungen beſchloſſen, wie=
i
drnde zu verteilen. Dieſe Entſcheidung war zu er=
Der E die Mlſchaft bereits in ihrem amerikaniſchm Proſpekt für
ui
DeTurt 35 Mill. RM. im Dezember v. J. eine unver=
W Zoden Fn Ausſicht geſtellt hatte. (G.=V. 2. März.)
Wr B Rnichl. G., Frankfurt a. M. Die für Freitag angeſetzte
D wFlk Verwaltung erklärt, nicht die Bilanzſitzung für
De Mr*Ra auf zurückzuführen ſein, daß in dieſen Tagen die
i Eiderr Fuſionsverhandlungen in der deutſchen Gummi=
e
vilm zwiſchen der Peters Union A.=G. und der Cont
ie 2 erneut aufgenommen wurde. Die Verhandlungen
E I M Beit, wie verlautet, ſehr intenſiv betrieben, und zu
orei kASſchluß geführt werden.

Reiosve shrem Mitteldeutſche Metallwarenfabrik A.G., Offen=
D Eſſellſchaft, die Mitteilung machen will, daß über die
S Aitölitzi als verloren iſt, iſt nunmehr das Vergleichsver=
böfnet
A Sdem.
der Acerrnefſe Baſel 1929. Die große ſchweizeriſche Meſſe=
tung

om 13.23. April ſtatt. Es iſt mit einer

De And 10000 Ausſtellern zu rechnen, ſo daß ſich alſo der
NeeArden deutſchen Importeur wohl lohnt. Die Meſſe,
er=
ken
zur Verfügung ſtehen, iſt in 20 Induſtriegrup=
dert

der der Muſtermeſſe in Baſel genießen erhebliche
Reichsbahn. Das Schweizeriſche Konſulat in
iNe W EM Fſedirektion dienen gerne mit näheren Auskünften.
Doer Mostzt an Amerika. Wie gemeldet wird, verſichert man
iee Sinanzkreiſen, daß der Direktor der ruſſchen Staats=
einm

rch Vermittelung des Präſidenten der Federal
Doarf
amerikaniſchen Regierung halbamtlich folgenden
haben ſoll: Die Regierung der Sowjetunion wird
en Staaten abgeſchloſſenen Schuldenverträge an=
Flichten, die Schuld in 62 Jahren abzutragen, wo=
ſelben
Art wie die der übrigen alliierten Schul=
Adererſeits wird die amerikaniſche Regierung die
eS anerkennen und ſich der Ausgabe einer Sowjet=
Eigung amerikaniſchen Kapitals an dem wirtſchaft=
her
Sowjetunion ſich nicht mehr widerſetzen,
N e
iS amerikaniſchen Bankvermögens in 22 Jahren.
Sens ymerikaniſchen Banken hat nach einem Bericht des
Siannd erreicht, wie er in der ganzen Wirtſchafts=
en
Staaten noch nicht verzeichnet werden konnte.
2 betrug das Geſamtvermögen der 7635 amerika=
em
Schatzamt einen Vermögensbericht lieferten,
0 Dollar, eine Summe, die um etwa zwei Mil=
Sermögen der Banken im Vorjahre übertrifft
Dahnt, daß die 2686 Banken, die im Jahre 1886
wermögen von 2 474 544 000 Dollar aufwieſen,
1906 vorhandenen 5685 Banken ein Vermögen
beſaßen. Danach hätte ſich das Vermögen der
in O lotzten 22 Jahren um etwa das Vierfache

Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.

Frankfurt a. M., 23. Febr.
Zum Wochenſchluß zeigte die Börſe nach der unſicheren und luſtloſen
Haltung der letzten Tage wieder etwas freundlicheres Ausſehen. Nach
den neueſten Meldungen werden die Reparationsverhandlungen in
Paris wieder optimiſtiſcher beurteilt und eine allgemeine Bernhigung
ging von dieſer Tatſache aus. Auch wurde in Börſenkreiſen die Hoff=
nung
gehegt, daß die Kriſe in der Regierungsbildung im Reich und
in Preußen bald überwunden ſein wird, was nicht ohne Einfluß auf die
Stimmung blieb. Das Geſchäft war jedoch immer noch ſehr klein und
beſchränkte ſich nur auf einzelne favoriſierte Werte. Das Ausbleiben
von Kundenorders und die geringe Beteiligung des Auslandes an dem
Börſengeſchäft ließen keine Belebung aufkommen. Auf der anderen
Seite verſtimmte der Januar=Ausweis über den deutſchen Außenhandel,
der im allgemeinen nicht befriedigte. Doch zeigte in einigen Werten die
Spekulation etwas vermehrte Unternehmungsluſt. Zur erſten amtlichen
Notiz kamen nur wenig Papiere zur Notierung. Gegenüber der geſtri=
gen
Abendbörſe blieben die Veränderungen klein und gingen kaum über
1,5 Prozent hinaus. Im Vordergrunde ſtanden Schuckert mit plus 1,5
Prozent, Siemens mit plus 12/, Prozent, und vor allen Dingen Chade=
aktien
mit plus 5,5 Mk. Sonſt beſtand noch einiges Intereſſe für AEG.,
plus zirka 1 Prozent; hier boten die günſtigen Geſchäftsausſichten eine
gewiſſe Anregung. Am Chemiemarkt waren JG. Farben weiter ver=
nachläſſigt
, doch ſparen heute die Abgaben nicht mehr ſo umfangreich
minus 0,75 Prozent). Scheideanſtalt etwas gebeſſert. Kaliaktien bis
1 Prozent feſter. Banken durchweg etwas niedriger. Monranktien faſt
ohne Geſchäft. Die Werte dieſes Marktes waren meiſt gut behauptet;
Gelſenkirchen konnten bei weiterer Nachfrage bis faſt 1 Prozent an=
ziehen
. Autowerte etwas feſter. Die Rentenmärkte lagen ſtill. Im
Verlaufe konnte von einer Geſchäftstätigkeit kaum noch die Rede ſein.
Bei ſchon geringſter Nachfrage zogen die meiſten Papiere um Bruch=
teile
eines Prozentes an. Svenska und Chadeaktien blieben weiter leb=
hafter
verlangt. Am Elektromarkt waren Schuckert eher angeboten und
etwas niedriger. Am Geldmarkt blieb der Satz für Tagesgeld mit 4,5
Prozent unverändert. Am Deviſenmarkt nannte man Mark gegen
Dollar 4.2135, gegen Lendon 21.447/,, London-Kabel 4.8530, Paris
124,27½, Mailand 92,62, Madrid 31,45, Holland 12,115/,.
Berlin, 23. Februar.
Da man auf Grund der letzten Nachrichten die Ausſichten der Pari=
ſer
Sachverſtändigenbeſprechung heute etwas günſtiger beurteilte, zeigte
die Börſe bei Eröffnung einen freundlichen Grundton. Nach Feſtſetzung
der erſten Kurſe war die Tendenz unverändert freundlich bei anhalten
der Geſchäftsſtille. Im weiteren Verlauf der Börſe konnte ſich die Ten=
denz
infolge Deckungen leicht befeſtigen, ohne daß das Geſchäft eine
nennenswerte Belebung erfuhr. Kräftiger anziehend waren Svenska,
die 4 Prozent gewannen. Ferner zeigte ſich für AEG., Licht und Kraft,
Zellſtoff Waldhof und vereinigte Glanzſtoff Intereſſe. Einzelne Mon=
tanwerte
waren bei einigen Umſätzen gleichfalls eine Kleinigkeit be=
feſtigt
. Die Börſe ſchloß bei wenigem Geſchäft recht behauptet. Einige
verſpätet eingetroffene Orders aus der Schweiz, die ſich namentlich auf
den Elektromarkt erſtreckten, trugen zum freundlichen Schluſſe bei. Nach=
börslich
waren die Kurſe faſt unverändert.

A. E. G.
Augsb.=Nürnb. Maſch
Baſalt . ...
ramann . . . .
Berl. Karlsruhe Ind
Verl. Hand.:Geſ
Braunkohl. =Briketts
Bremer=Wolle .."
...
Danatban
Leutſche Bank . . .
Diskontogeſ. . . . . / 164
resdner Bank . . . / 168.5
Deutſche Maſchinen
3. 7!
Deutſche Erdöl . ..
3.
8
Polyphe
79.80
Deutſche Betroleun
Rütgerswerke . .
Tynamit Nobel ..
115.
Elektr. Lieferung ..
9
Siemens Glas ...
F. G. Farben . . .
7525
0.7.
Gelſenk. Berg. ..
Ver. Stahlwerke.
233.5
38.
Geſ. f. elektr. Untern
vol
44.
Han. Maſch.=Egeſt.
6.5
Kanſa Dampfſch. . 1 16
Wiſſner Metall ..
24
ag.
Wittener Gußſtahl.
arpener . . .
136.7
37.3
Hemoor Zement . . 1279. 12
*) Die 3 Kaliwerte verſtehen ſich exkl. Bezugsrecht

23
75 22. 2 3. 2. Hirſch Knpfer . . Hias Eiſen . .." 124.- 124. Hohenlohe Werke. 70. 1. 1207. Kahla Porzellan. 101. 66. Kali Aſchersleben 15 6 alzdetfurth*) A
64.- 22 eſteregeln 2). O- Lindes Eismaſch. . . 169.3 * Loewve ECo. Lingel Schuh . . 45: 43 184. esmann Röhrer 16 Liederlauſitzer Koh 6. 16 z Nordd. Lloyd .. Orenſtein . . .. 3. on. .. 363. 4.5 3. Sachſenwerke . . 1355 142 r. Glanzſtoff .. ſtedter Porzellan . Zanderer Werke .. 3. 138.5 7.25 35.5 35.

Deviſenmarkk.

elſingfors..
Wien.... . ..
Prag .......
Budapeſt.. .."
Sofia ......"
Kolland ...."
Cslo ......"
Kopenhagen..
Stockholm ..
undon . . . .
uenos Aires
Ner York ...
Belgien ....."

22. 2. 23. 2. 22 2. Geld Brie Held /Brie Geld Brief 9.59 10. 0.588 Italien ...... 22.06 22.105/2 .14 59.2 35 Paris ....... 6.435 16.475)1 48: 12 502 2.48 2.54 ſchweiz ... ." 80 96 21.12M 3. 38 73.52 7336 13. panien .. .." 55.03 65.1 3.037 3.0. 31 3.043 Danzig ..... 31.69 81.85 8 8.6! 168.95 3.55 168. 8 Japan. . . . ." 7 25 12.47 24 12 4e Riode Janeiro 035l0 2.25 112.47/112.2.
M112.45 Jugoſlawien 404 12 69 1 12.441112.6 ortugal. . . 8.68 0.472 20.46:
20.4. Athen .... 435 5.4451 1774 1.770 1.77 nſtantinpel 078/ 2.082 4.2100 1.2180 4. 2090 4.2170 anada .. . ." 4.191 4. 58.45 58.57 58.45 58.57 Uruguay ... 4.301

23. 2.
Geld /Br

63
207
4.19
4.308/ 4.301

7.405
8.67
*8
4 309

Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 22. Februar.
Der Jahresbericht der Banque de France iſt ſehr günſtig. Die
franzöſiſche Finanzlage wird als ſehr feſt und ſtabil beurteilt. Der
Goldbeſtand iſt im Wachſen begriffen und ein großzügiger Plan
iſt für den Ruckkauf der Renten ausgearbeitet worden. Die an=
gekündigten
Käufe der Amortiſierungskaſſe wurden noch nicht be=
gonnen
. Die lebhaften Rentenkäufe ſollen von der Banque de
France ausgehen. Wie dem auch ſei, auf dem Rentenmarkte war
viel Bewegung, wenn auch im allgemeinen keine anhaltende
Feſtigkeit. Die bevorſtehende Finanzdebatte verurſacht in Wirt=
ſchaftskreiſen
keine Sorgen. Dagegen beklagt man es, daß es noch
keine Geſetzgebung zur Regelung der Arbeiterkonflikte gibt, da
gerade dieſe Konflikte, beſonders im Kohlenbergbau und in der
Textilinduſtrie, ſtarke Beunruhigung hervorriefen.
Die Lage des Kohlenbergbaues iſt viel günſtiger, als man es
für dieſe Zeit im allgemeinen erwartet hat. Die außerordentliche
Kälte hat die Käufe ſehr gefördert. Außerdem kommt der große
Mehrbedarf und Verbrauch an Koks dem Kohlenbergbau ſehr zu
ſtatten. Ueber die Kokslieferungen ſind kürzlich Abkommen zwi=
chen
den Kohlen= und den Schwerinduſtrie=Unternehmungen ge=
ſchloſſen
worden. Die Koksproduktion iſt ſtark im Wachſen begrif=
en
, ſie war ſchon im Laufe des Vorjahres um volle 10 Prozent
höher als während des Jahres 1927 und in dieſem Jahre wird
ie aller Wahrſcheinlichkeit nach noch bedeutend höher werden.
Ueber die Geſamtlage am Weltmarkte ſind die Anſichten bedeu=
tend
optimiſtiſcher geworden. Die engliſche Kohlenproduktion iſt
nämlich außerordentlich ſtark zurückgegangen, was viel zur Geſun=
dung
des Marktes und zur Befeſtigung der Preiſe beitrug.
Die Eiſen= und Stahlpreiſe ſind im Steigen begriffen. Nach
dem Preis des Haematiteiſens wurde auch der Preis des Phos=
phoreiſens
erhöht, und zwar um 25 Franken die Tonne. Die große
Feſtigkeit auf dem engliſchen Eiſenmarkte hat die frühere ſtarke
Konkurrenz bedeutend gemäßigt. Auf dem Stahlmarkte herrſcht
ebenfalls eine Tendenz nach Hauſſe. Auch wurden die Preiſe meh=
rerer
Sorten der Halbprodukte erhöht, und zwar durchſchnittlich
um 15 Franken die Tonne. Die meiſten Fabriken ſind mit Beſtel=
lungen
für ein halbes Jahr verſehen.
Auf dem Metallmarkte herrſcht allgemeine Feſtigkeit. Die
Kupferpreiſe haben trotz aller Erwartungen wieder eine ſtarke
Hauſſe durchgemacht. Man betonte in der letzten Zeit häufiger,
daß das Kartell die Preiſe ſtabiliſieren mochte. Dieſe Beſtrebung
ſchien aber nicht ernſt genug zu ſein, oder aber blieben die dahin=
gehenden
Verhandlungen erfolglos. Für die Zukunft wird das
Kartell die Preiſe ſicherlich nicht herabſetzen, vielmehr beſtrebt ſein,
jie auf einem hohen Niveau zu ſtabiliſieren, was ubrigens ange=
ſichts
der allgemeinen Lage des Marktes nicht unmöglich ſcheint.
In amerikaniſchen Induſtriekreiſen ſoll die anhaltende Kupfer=
hauſſe
Verſtimmung ausgelöſt haben, es ſollen ſogar dort Beſtre=
bungen
vorhanden ſein, im Sinne des Antitruſtgeſetzes die Ein=
miſchung
der Regierung zu verlangen, was aber aller Wahrſchein=
lichkeit
nach noch nicht gelingen wird. Andererſeits möchte man die
Kaufe reduzieren, aber auch dieſe Maßnahme dürfte auf Schwie=
rigkeiten
ſtoßen. Die Proſperität des Kupfermarktes iſt eine
Folge des großen Aufſchwunges der Elektroinduſtrie, und zwar
beſonders wegen der Elektrifizierungsarbeiten in Frankreich und
Amerika. Wenn das Kupfer den Preis von 20 Cent erreichen
wird, ſo wird man wahrſcheinlich mehr Erſatzprodukte anwenden,
natürlich nur in Fällen, wo dies überhaupt möglich iſt.
Die Zinnpreiſe liegen ſehr feſt. Ob dieſe Feſtigkeit längere
Zeit anhalten wird, iſt ſchwer zu beurteilen. Die Bleipreiſe ſind
in einer beachtenswerten Hauſſe begriffen, dagegen ſind die Zink=
preiſe
ſehr ſchwach. Obwohl die Brüſſeler Konferenz der Produ=
zenten
eine Produktionseinſchränkung von 10 Prozent beſchoſ=
ſen
hat.
Die Lage des Kalimarktes iſt nach wie vor günſtig. Wie ein
Verkaufsſyndikat kürzlich mitteilte, beliefen ſich die Elſäſſer Ver=
käufe
auf 400 000 Tonnen im Vorjahre gegenüber 320 000 Tonnen
im Jahre 1927. Die Ausſichten dieſes Marktes für 1929 ſind
ebenfalls glänzend, nur die Schwierigkeiten, welche durch die ame=
rikaniſchen
Zollmaßnahmen verurſacht werden, geben zu manchen
Sorgen Anlaß. Man findet die bekanntlich ſtark erhöhten ameri=
kaniſchen
Eintrittszölle übertrieben hoch.
Die Lage des Phosphatmarktes wird weiter optimiſtiſch be=
urteilt
. Nach den kürzlich veröffentlichten Statiſtiken iſt der Phos=
phat
=Export der Vereinigten Staaten, die der einzige Konkurrent
Frankreichs auf dieſem Gebiete ſind, ſtark zurückgegangen, und
zwar um 900 000 Tonnen. Frankreich iſt alſo das erſte Export=
land
für Phosphat.
Auf dem Nitratenmarkte ſind die Tenden=
ze

feſt. In Chile beginnt man die Ausbeutung von neuen
Nitratenlagern.
Die Lage am Petroleummarkte iſt nicht beſonders günſtig.
Die Pläne der Produktionsregelung haben meiſtens verſagt, und
die Produktion iſt ſeit mehreren Monaten in langſamem, aber
ſicherem Steigen begriffen. In den Vereinigten Staaten belie
ſich in der letzten Woche die tägliche Durchſchnittsproduktion auf
2 680 000 Barils gegenüber 2 666 000 Barils in der Vorwoche und
355 300 im Vorjahre. Dementſprechend zeigen die Preiſe wenig
Feſtigkeit. In Amerika wurden in der letzten Zeit die Rohölpreiſe
mehrmals herabgeſetzt. Im allgemeinen ſind aber die Petroleum=
preiſe
noch immer hoch. Weitere Preisherabſetzungen ſtehen alſe
aller Wahrſcheinlichkeit nach noch bevor. Die Vorräte der Raffi=
nerien
ſind zurzeit ſehr groß, und ſie werden ſich bei der jetzigen
Produktionsweiſe noch erhöhen. Eine ähnliche Lage herrſcht in
Rumänien, wo die Produktion ebenfalls einen Aufſchwung nahm.
Die Lage am Kautſchukmarkte iſt günſtig.

Frankfurter Kursbericht vom 23. Februar 1929.

6% Dtſche. Reichs
anle. b. 22
Baden Frei
ſtaat v. 27..
5% Bahern Frei=
ſtaat
v. 27..
8% Heſſen Volks
ſtaat v. 28.
6% Preuß. Staats
anl. v. 2
% Sachſen Frei
ſtaat v. 27..
79
Thüringer Frei=
ſtaat
v. 27....

Dtſche. Anl. Auslo=
ſungsſch
.
*
löſungsanl.
Dtſche. Anl. Ablö=
ungsſch
. (Neub.)
Dtſche. Schutzge
bietsanleihe. . . .
8% Bad.=Bad. v. 20
6% Berlin v. 24.
% Darmſtadt v. 2
v. 28
20 Frkl. a. M. b.26
2a Mainz v. 26..
8% Mannh. v. 26
8% Nürnberg 1 2
Di. Komm. Sam=
mel
=Ablöſ.=Anl.
* Ausl. Ser.
Ser.II
Ber . Hyp.=Bf.
20 Frkf. Hyv. Bk.
%x =Lia. Pfb
PfhrBk.
4½ %r - Lig. Pfbr.

87.4
77.55
79.4
90

84.75

54.1
13.20

94
33
92.48

RR
69.25
7.5
18
78.6
98
81),

8% Heſſ. Landesbk
4½% Heſſ.2ds.6
Bk.=Ligid. P
D Kom.
bank Darmſtadt
8% Mein.Hyp.Bt
.Pfb
Bfälz. Hyp.
8%
Hyp.=
8O Rhein
Lia. Pfb
4½
ſein.=Weſtf
Bd.=Cret
d. Bod. ..."
8% Württ. Hyp.=B.
6% Daimler Benz
von 27..
8% Klöckner=Werke
terlin v. 26.
D
inkri
er. Stahlwke
mit Opt. v. 26.
VoigtckHäffner
von 26 ......."

J. G. Farben Bonds
....."
28..
5% Bosn. L. E. B.
v. 1914 ....."
Oſt. Schatz=
nw
. v. 1914
4% Oſt. Goldrent
Rum. Gold
von 19
....
% Türk. Admin.
Badga
Zollanl.
41,% ungarn 1913

GIL25
88
761.
93
3.7
96
B
97.
81.5
97.5
98.5
94.5

7a
92
84
93
136.5

36.5
a
31.5
18.7
7.5
10

41/,% Ungarn 1914/ 26
4%
Goldr.. 24.80

Aktien.
IIg. Dt. Creditanſt.
f. Brauinduſt
Berl. Handelsge
omm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nt.=Bk.
9
Der
ff.-u. Wechſel=
nk
..
Vereins
Diskonto=Geſellich.
Dresdener Bank ..
Frankf. Bank.....
öyp.=Br. .
dbr.=Br...
Gotha. Grundkr. B
Lein. Hyp.=Bank.
Mitteld. Creditbk.
Nürnb. Vereinsbk.
)ſt. Creditanſtalt.
fälz. Hyp.=Ban!
eichsbant=Ant
Rc
Creditbt 124.5
p.=Bank
Südd. Bob.-Cr. Bk.
Wiener Banwerein
A.=G. . Verkehrsw
Dt. Eiſenb.=Geſ..
Dt. Reichsbah
Vorzge. ....
Hapag.

Nordd. Li
....
Schantung=Eiſenb
Südd. Eiſenb.=Geſ.

Accum. Berlin. .
Adlerw. (v. Kleher)
AEG. Vorzug
5%

139.25
168
197.25
278
170
124.
163.2
68.
114
1a0.5
13
4
160
34.5

214.75
1475
165
164.5
90.20
124
122
53.5

AEG. Stamm. . . . 1174.25
Baſt Nürnberg .. 216.25
Bergm. El. Werke/205
Brown BroverickCie
Brüning & Sohn. 1114
Buderus Eiſen".
Cement Geidelbera/137
arlſtadt 176
Chem. WerkeAlbert
Chade ...... ... . . / 454.5
Daimler=Benz..."
Dt. Atl.=Telegr.
Eiſenh. Berlin

Erdöl
Id- u. Silb..
cheide=Anſtalt. 1170.5
Linoleumwerk. 1330
Eichbaum, Brauer.
Elektr. Lich u. Kra
Liefer.-Geſ.
ſchw. Bergwer!
hinen!
linger A
Ettlinger Spinnereil225
f. G. Farbenindſtr. /246
einmech. (Fetter). / 89.25
Felt. & Guilleaum.
Frkft. Gas ......"
Hoſ .. . . . .. . .! 85
Geiling & Cie.
Gelſen!. Berg
er!
128.25
Beſ. elektr. UIn
ternehmungen 1235
Goldſchmidt Th. . / 85.8
Gritzner Maſchinen/103
Grün & Bülfinger 1173.5
dafenmühle Frift. 1133
Hammerſen (O8n.

Harpener Bergba=
15
Henninger, Kempf. 1
Hilpert Armaturfb./ 93.5
Hindrichs=Aufferm. /10
Hirſch Aupfer ....1138

75.35
130

10
S

Hochtief Eſſen ... . /106.5
3
Holzmann, Phil.
Holzverk.=Induſtrie/ 96.5
Flſe Bergb. Stamm
Genüſſe
As
Junghans Stamm
3. 25
Kali Aſchersleben I26o
zalzdetfurth.
0
Weſteregelr
Kammgarnſpinn /238.75
arſtadt, R. . . . . . . 221.5
Klein, Schanzl. . .
öcknerwerke .
105.5
Kraftw. Alt=Württ./ 93.5
Lahmeyer & Co. 1160
Lech, Augsburg.
Löwenbr. Münch. 288
Lüdenſcheid Metal//106
Lutz Gebr. Darmſt.
Nainkr.-W. Höchſt. 1120
Mainz. Aft=Br.. . . /248
Mannesm Röhren 124.25
ansfeld. Bergb
Mars=Werke
108.5
tallgeſ. Frankft. 1185
Liag. Mühlenbau.
MontecatiniMaild. 62.5
Motorenfb. Darmſt. 57
Neckar). Fahrzeug.. 26.5
Nicolay. Hofbr .. . /152
berbedar ..."
Oſterr. Alpine Mo
Stavi Minen .....! 67.75
Beters Union Frlf./101.75
Phönir Bergbau
Reiniger, Gebb. 1103
Rh. Braunkohlen
ktr.
mm/164
tahli
Riebeck Montan
Roeder Gb. Darmſt. 1129

Rütgerswerke . . .
Sachtleben A. G.
Schöfferhof=Bind.
Schramm Lackfabr.
hriftg. Stempel
ſchuckert Elektr.
Schwarz Storchen
Siem Glasinduſtr.
Siemens & Halste
Stroyſtoff. Ver..
Südd. Immobilien
ucker=AG.
Svenska Tändſtick
Tellus Bergbau.
Thür. Lief.=Geſ...
Tucher=Brauerei.
Unterfr. Krs.=Elek
tr.=Verſ. .....
Beithwerke ..."
Ver. f. Chem. Ind
Gummifabril
Berlin=Fran1
aurahütte .
*
Stahlwverke
Uiltramarin
Zellſt. Berli=
Vogtländ. Maſchin.
Boigt & Haeffner..
Wayß & Freytag
gelin, Rußfabr
Werger Brauerei.
Zeilſtoff. Aſchaffbg.
Memel. . . . .
Waldho ..."

91
203
15
165
Rar6
223.75
145
486
118

111.5
33
78
97.5
154.25

212
.5
95
128.5
256

Allianz u. Stuttg.
Verſicherung .
Frkft Alg. Verſ.=G/1000
Frankona Rück= u.
Mannh. Verſich. ..!

[ ][  ][ ]

Seite 16

Sonntag, den 24. Februar 1929

Num

vom javoraticen Prodätienmatt..
Die Foſtigkeit der ausländiſchen Weizenmärkte hat angehalten und
die Statiſtiker nehmen den Einfuhrbedarf der außeveuropäiſchen Länder
jetzt um dvei, den Europas um zwei Mill. Quarters höher als bisher
an, d. h. mit 109,5 Mill. Quarters, wovon bis jetzt 64 Mill. verſchifft
ſind, ſo daß in den nächſten 23 Wochen noch 46 Mill. Quarters zu ver=
ſchiffen
wären, wofür nach den gleichen Berechnungen über 77 Mill.
verfügbar ſind. Da man jedoch die neue amerikaniſche Winterweizen=
ernte
in ihren Ausſichten ungünſtig beurteilt und außerdem auf eine
Unterſtützungsaktion fur die Farmer rechnet, halten die amerikaniſchen
und kanadiſchen Ablader an ihren hohen Forderungen feſt. Hier er=
folgten
einige Umſätze in Bahic=Weizen zu 12,1012,17½ hfl. (1 holl.
Gulden 1,6889 RM.), März=April=Abladung und in Kanſas II, Golf,
Februar=März=Abladung zu 13,45 hfl. eif (fracht= und verſicherungsfrei
Rotterdam, dagegen wurde Manitoba IV, für den jetzt 13,2013,40 hf!
verlangt werden, von deutſchen Käufern zu 13 hfl. nach Amerika zurück=
verkauft
. Je nach Beſchaffenheit ud Lieferzeit verlangte man für
Manitoba / bis II 11,8514,15 hfl., für Plataweizen 1212,45 hfl.
und für Auſtralweizen 13,25 hfl. eif Rotterdam; Grießweizen Amber
Burum, war mit 12,8013,90 hfl. angeboten. Für Inlands=
weizen
trat ſtärkere Nachfrage auf, was den Preis für ſüdweſtdeutſche
Herkünfte von vorwöchentlichen 24,50 auf 25 RM. anziehen ließ. Han=
noverſcher
Weizen, 76 Kg., war mit 25 RM., Sachſenweizen, 77/78 Kg.,
zu 2540 RM. cif Mannheim, Waſſerverladung noch Wiedereröffnung
der Binnenſchiffahrt, angeboden. Roggen bei kleinen Umſätzen von
vorwöchentlichen 2424,50 aurf 24,50, ausl. auf 26,50 RM. frei Mann=
heim
befeſtigt. Mehl lag ruhig, das Geſchäft bleibt nach wie vor
ſchwierig. Braugerſte zu bishevigem Preiſe vernachläſſigt. Hafer
feſt und in inländiſcher Herkunft gegenüber der Vorwoche um 25 Pfg
die 100 Kg. erhöht. Mais in greifbarer Ware befeſtigt auf 24,7525
gegen vorwöchentliche 24,50 RM. die 100 Kg. gegen Bezugsſchein. Futter=
mittel
zum Teil ſehr feſt, insbeſondere Trockenſchnitzel, worin die ſüd=
deutſchen
Fabriken ausverkauft ſein ſollen. Heute verlangt die zweite
Hand 1717,50 RM. loſe ohne Sack ab Fabrik, für ausländiſche Trocken=
ſchnitzel
18 RM. frei Rheinſtation, während vor einigen Wochen noch mit
16 RM. anzuckowmen war; auch Biertreber erhöht auf 21,5022 RM. engliſche Angebot fehlt; Weizenfuttermehl 15,5016; Nachmehl
1950; Kleie 14,751525; Rapskuchen 21: Sohaſchrot 2323,50; Mais=
ſchrot
26 RM. die 100 Kg. Rauhfutter weiter feſt.
Vom Süddeutſchen Tabakmarkt. Umſätze in Haupttabaken erfolgten
in Kirchheim zu 48 bis 50 RM., Hockenheim zu 50 bis 51 RM., in der
Pfalz, in Rülzheim und Bellheim (2500 Ztr.) zu 41 RM. je Ztr.

Biehmärkke.

* Auf dem Schweinemarkt in Weinheim a. b. B. am 23. Februar
ſtanden 67 Schweine zum Verkauf; verkauft wurden 33 Stück. Milch=
ſchweine
wurden nicht verkauft. Läufer brachten 2738 Mark für je
ein Stück.

Produkkenberichke.

Berliner Produktenbericht vom 23. Februar. Das langerſehnte Tau
wetter hat zwar vorläufig noch keine Verſtärkung des Inlandsangebots
von Brotgetreide gebracht, die Käufer rechnen jedoch mit dem baldigen
Einſetzen größerer Zufuhren und zeigen ſich deshalb wenig geneigt, die
auf unverandertem Niveau liegenden Preisforderungen der Abgeber zu
bewilligen. Soweit Umſätze zuſtande kamen, erfolgten ſie zu etwa 1 Mk.
billigeren Preiſen als geſtern. Am Lieferungsmarkt waren ſtärkere
Preisrückgänge zu beobachten, und zwar insbeſondere in der Märzſicht
Märzweizen eröffnete 2,75 Mark, Märzroggen 1,50 Mark niedriger
während ſich die ſpäteren Sichten beſſer zu behaupten vermochten. Auch
von Ueberſee lagen ſchwächere Meldungen vor. Von Chikago fehlten
Anregungen, da dort geſtern infolge Feiertags keine Börſe abgehalten
wurde. Der Mehlmarkt verkehrte weiter in ſehr ruhiger Haltung. Wei=
zenmehl
wurde verſchiedentlich billiger offeriert. Hafer gleichfalls ruhig
und eher ſchwächer. Gerſte ſtill.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
* Chikago, 23. Februar. (Priv.=Tel.)
Weizen: Der Weizenmarkt verkehrte am Wochenſchluß in durchweg
ſchwacher Haltung, da die Meldungen aus Liverpool und Winnigpeg
verſtimmten. Auch Berichte über größere argentiniſche Verſchiffungen
und das Niedergehen wohltuender Regenfälle in Argentinien drückten
auf die Stimmung. Weitere Schwächemomente waren die günſtigeren
Ernteausſichten in Amerika, ſowie die umfangreichen Zufuhren aus der
Provinz. Im Laufe des heutigen Marktes traten zahlreiche Stopigloß=
orders
in Erſcheinung.
Mais: Auch Mais lag ſchwächer, da verſtimmende Schätzungen der
argentiniſchen Ernte bekannt wurden.
Roggen: Im Anſchluß an die Vorherſage von wohltuenden Regen=
fällen
im Südweſten und die ſchwächere Verfaſſung der Lokkomärkte
ging Roggen im Preiſe zurück. Die öſtlichen Firmen führten Abgaben
per März und per Mai durch. Ferner verſtimmten die ſchwachen Mel=
dungen
von den Plätzen des europäiſchen Feſtlandes. Später erfolgte
eine Erholung, da neue Käufe per Juli beobachtet wurden, angeblich
von ſeiten ausländiſcher Firmen.
Hafer: Der Hafermarkt ſtand unter dem Druck der enttäuſchenden
Nachfrage nah Lokkoware und der höheren Temperaturen im ganzen
Anbaugebiet während des Feiertags. Auch die ſchwächeren Meldungen
aus Winnipeg blieben nicht ohne Einfluß. Sodann erfolgte eine teil=
weiſe
Erholung im Einklang mit der Preisgeſtaltung an den übrigen
Getreidemärkten.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 23. Febr.:
Getreide. Weizen: März 127½, Mai 1325, Juli 135½:
Mais: März 95, Mai 99½, Juli 1017; Hafer: März 49½, Mai
51½, Juli 49½; Roggen: März 111½, Mai 114, Juli 112½.
Schmalz: Febr. 11,90, März 11,95, Mai 12,27½, Juli 12,60.
Fleiſch. Rippen: Mai 13,50, Juli 13,95: Speck, loko 12,50;

leichte Schweine 10,40 bis 10,95, ſchwere Schwein,
10,85; Schweinezufuhren: Chicago 8000, im Weſten
Baumwolle: März 19,32, Mai 19,59.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork,
Getreide. Weizen: Rotwinter 162%, Hartwo
Mais, neu angek. Ernte 111½; Mehl, ſpring whea=
bis
6,15; Fracht: nach England 1,9 bis 2,6 Schillinn
Kontinent 12 bis 13 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 12,60; Talg, ern
Kakav. Die Kakaobörſe war heute geſchloſſen,

274
Kleine Buiſchaftsnachrichken.

Der Deutſche Jaduſtrie= und Handelstag und die S.
Handelskammer zu Berlin werden im April des Jahres
der National Automobile Chamber of Comemrce of USA.:
kommiſſion nach den Vereinigten Staaten entſenden, un
Kraftfahrzeugſteuer zuſammenhängenden Fragen und disnei
machten Erfahrungen an Ort und Stelle zu prüfen.
Am 22. Februar fand im Ingenieurhaus zu Berlin
von Direktor Dr.=Ing. e. h. Hartwig Schlüter (Rheiniut
Kalkwerke A.G. Dornap) die 40. ordentliche Hauptver;
Vereins Deutſcher Kalkwerke E. V. ſtatt. Im Rahmern
wurde ein beſonderer Vortragsteil veranſtaltet.
Die Bremer Delegiertenkonferenz der Hafenarbeiterr/0Mhd
beſtehende Lohnabkommen zum 1. April d. J. zu kündigen=
Teuerungsverhältniſſen entſprechende Lohnerhöhung zu fii
Nach der Monatsſtatiſtik erreichten die deutſchen
Dezember 1928 am Jahresende einen Betrag von 6988
alſo etwa ſieben Milliarden RM. Der Jahreszuw
ſich demnach für die deutſchen Sparkaſſen zuſammen auf f
den RM. Für 1927 betrug er 1570,6, für 1926 1481,1In
1141,9 Millionen RM.
Nach dem in Kürze erſcheinenden Jahresbericht des
len Handlungsgehilfenverbandes verzeichnet die Verbann=
Jahresſchlluß auf 48 600 Konten einen Spareinlagenbeſtarm
lionen Reichsmark.
Eine franzöſiſche Firma im Departement Iſere brirm=
Konfekt. einen neuen Textilſtof heraus, der etwa 20
und erhebliche Partien Pflanzenfaſern enthält und vor. 7.
men Soie Syntheſia (ſynthetiſche Seide) tragen ſoll.
Der Wochenausweis der Bank von Frankreich per 156)
eine Zunahme des Goldbeſtandes um 8 Millionen Fr. an=
Fr., während ſich die Auslandsguthaben um 508 auf 1.00
vermindert haben.
Der engliſche Handelsminiſter Sir Cunliffe Liſter
Bankett der Schiffahrtskammer eine Rede, in der er den 1
Handelsbilanz für 1928 nach vorſichtigen Schätzungen de. 9
mit 150 Millionen Lſtrl. angab.

Verſteigerung von Markt=
ftandplähen
des Darmſtädker
Wochenmarkkes.
Am Montag, den 11. März d. Is
vormittags 9 Uhr, werden im Saal
des Reſtaurant Rummelbräu, Rhein=
ſtraße
101 gegenüber der Feſthalle
ie ſtändigen Marktſtandplätze auf dem
Marktplatz und Schillerplatz für die Zeit
vom 1. April 1929 bis Ende März 1930
öffentlich meiſtbietend verſteigert. Der
Belegungsplan und die Verſteigerungs=
bedingungen
liegen bei dem ſtädtiſchen
Marktmeiſter (Stadthaus, Zimmer 26
zur Einſicht offen. Der Zuſchlag wird
erſt dann erteilt, wenn der Nachweis
der Zahlung des Marktſtandgeldes aus
den Vorjahren erbracht iſt. (St.3215
Darmſtadt, den 18. Februar 1929.
Der Oberbürgermeiſter.
M
Aeferangsdergeoung.
Es ſoll vergeben werden:
1. Die Lieferung von ungefähr 800 Kg.
Kochſalz, 400 Kg. weißen Bohnen,
400 Kg. geſpaltenen Erbſen, 400 Kg.
Linſen, 100 Kg. Gerſte, 100 Kg. Ger
ſtengrütze, 100 Kg. Grieß, 100 Kg.
Haferflocken, 200 Kg. Reis, 400 Kg.
Malzkaffee, 200 Kg. Kaffee (gebrannt),
800 Kg. Ochſenfleiſch, 500 Kg. Schweine
fleiſch, 50 Kg. Speck. 700 Kg. Schweine=
ſchmalz
, 400 Kg. Pflanzenfett. 600 Kg.
weiße Schmierſeife, 200 Kg. weiße
Kernſeife, 500 Kg. Soda.
2. Der Bezug der Küchenabfälle, ſowie
der Knochen und Lumpen.
Die Bedingungen liegen auf dem Ge=
ſchäftszimmer
des Oekonomen, Runde
turmſtraße 8, am 28. Februar und
1. Marz 1929, vormittags 10 bis 12 Uhr,
zur Einſicht offen.
Angebote und Warenmuſter (letztere
getrennt von den Angeboten) ſind, ver
ſchloſſen und mit der Aufſchrift Liefe
ungsvergebung verſehen, bis zum Er=
öffnungstermin
:
Dienstag, den 5. März 1929,
vormittags 11 Uhr,
auf oben bezeichnetem Geſchäftszimmer
niederzulegen.
Jeder Lieferungsgegenſtand iſt nur
einmal anzubieten.
Zuſchlagsfriſt: Zwei Wochen. (3271
Darmſtadt, den 22. Februar 1929
Heſſiſches Landgerichtsgefängnis.

Der Plan über die Herſtellung einer
unterirdiſchen Telegraphenlinie in der
Hauptſtraße in Ernſthofen liegt bei dem
Poſtamt in Ober=Ramſtadt auf die Dauer
von 4 Wochen aus.
(3265
Darmſtadt, den 20. Februar 1929.
Telegraphenbauamt.

Im Rahmen der Reichsunfallver=
hütungswoche
finden am Dienstag,
26. Februar, nachmittags 5 Uhr
und am Freitag, den 1. März, abends
8 Uhr, im Städt. Saalbau Vorträge
über Unfallgefahren ſtatt.
Den Mitgliedern des Ortskartells
wird der Beſuch empfohlen.
(3266
Darmſtadt, den 22. Februar 1929.
Ortskartell Darmſtadt
des Deutſchen Beamtenbundes.

Bekanntmachung.
Nachſtehend geben wir die Namen
der beim Gaswerk Darmſtadt zuge=
laſſenen
Inſtallateure und Spengleu
meiſter bekannt.
Darmſtadt:
1. Beck, J., Karlſtraße 39
2. Becker, Gebr., Waldſtraße 39,
3. Bender, G., Karlſtraße 51,
4. Breitwieſer, L., N.=Ramſtädterſtr. 54,
Darmſtädter, K., Sandbergſtraße 66,
6. Eberhardt, W., N.=Ramſtädterſtr. 11,
Fink, Gg. Ph., Rhönring 53,.
8. Fritz, Heiynr ch, Aliceſtraße 2,
9. Ganß, B., Rheinſtraße 47
10. Geiger, Franz, Karlſtraße 36,
11. Gelſius, W., Fuhrmannſtraße 6,
12. Glock, J., Langgaſſe 9,
13. Göckel, Guſtav, Pallaswieſenſtr. 144,
14. Guntrum, A., Stiftſtraße 52,
15. Handſchuh, Ph., Ruthsſtraße 6
16. Heppenheimer, W., Kiesſtraße 80,
17. Hifferich, C., Bleichſtraße 28
18. Hoffmann, K., Wienerſtraße 44,
19. Hofſommer, A., Heinrichſtraße 92,
20. Jakob, A., Brandgaſſe 2.
21. Iſelin, F., Eliſabethenſtraße 33,
22. Ittmann, B., Liebfrauenſtraße 89,
23. Kämmerer, K., Pareusſtraße 10,
24. Kling, Ad., Grafenſtraße 35,
25. Kötting, Hugo, Schwanenſtraße 72,
26. Lambek & Brauner, Holzhof=Allee 11,
27. Kling, Lud., Luiſenſtraße 2,
28. Landzettel, L., Speſſartring 2,
29. Leuthner, A., Heinheimerſtraße 30,
30. Maul, Ph., Weinbergſtraße 367,,
31. Maurer, H., Dieburgerſtr. 19,
32. Müller & Dilling, Kaſinoſtraße 27,
33. Nohl, J., Martinſtraße 24,
34. Pohl, Ldg., Heinheimerſtraße 15,
35. Preußner, W., Bleichſtraße 1
5. Roth, W.; Movsbergſtraße 99,
7. Ruthmann, R., Ernſt=Ludwigſtr. 10,
38. Rühl, J., Saalbauſtraße 24,
39. Seeger, Ph., Karlſtraße 36,
40. Schäfer, 9., Landwehrſtraße 29,
41. Schiller, F., Kiesbergſtraße 31,
42. Schulz, Franz, Karlſtraße 104,
43. Schuſter, L., Rundeturmſtraße 4,
44. Schwarz, H., Kiesſtraße 36
45. Strauß, Wilhelm, Inſelſtraße 21,
46. Tänzer, K., Luiſenſtraße 38,
47. Vollrath, L., Nied.=Ramſtädterſtr. 51
48. Waldſchmidt, H., Ludwigshöhſtr. 21,
49. Wamboldt, d., Herdweg 2,
50. Wamſer, Ph., Dieburgerſtraße 96,
51. Waſſer, E., Große Ochſengaſſe 14,
52. Wenz, Ludw., Wendelſtadtſtraße 28.
53. Wenz, Franz, Soderſtraße 49,
54. Zahrt, K., Marſtallſtraße 10. (st3204
Darmſtadt, den 23. Februar 1929.
Direktion der ſtädtiſchen Betriebe.

sind
Gebrauchsgegenstände
und keine Museumsstücke.
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Zwangsverſteigerung.
Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, das zur Zeit der
Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen
der Marie, geb. Brück, Ehefrau von Johann Wallen=
ſtein
in Darmſtadt, im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Dienstag, den 23. April 1929, nachm. 31/, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle, Zimmer
Nr. 219, verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvoll=
ſtreckung

Der Verſteigerungsvermerk iſt am 12. Juni 1928 in
das Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Verſteige=
rungsvermerks
aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der Auffor
derung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Bericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Ver
teilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläu=
bigers
und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehen=
des
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegen=
ſtandes
tritt.
Darmſtadt, den 15. Februar 1929
(3226=
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtüchs:
Brundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band XVl, Blatt 805
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann am Schätzung
1 T 88 Hofreite Nr. 6,8
Schuſtergaſſe
157 15000 RM.

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[ ][  ][ ]

24. Februar 1929

lummer ?

der Werkſtatt unſerer Sehnſucht.
Ein Beſuch in der Preußiſchen Staatsmünze.
Von Dr. Leo Koſzella.

Peill. Wer hätte nicht ſchon ſelbſt allen Sauder und
där niſche Macht dieſes fatcen Wörtchens an ſich ge=
Sok der unverbeſſerlichſte Illuſioniſt und der gläu=
dMlIt
müſſen ſich früher oder ſpäter von der unum=
ſ
brutalen Notwendigkeit ſeiner Exiſtenz über=
,Fu dem trägiſchen Verhängnis, das von ihr aus=
urder
Volksmund auf die triviale, aber nichtsdeſto=
ihtige
Formel brachte: Geld regiert die Welt.
ſſit unheimliche Etwas, das ſtärker iſt als alles
70 Wollen, ja ſogar ſtärker als menſchliches Ethos,
ſuslichkeit eine, ſtreng genommen, unanſehnliche
Sorm, die das Gigantiſche ſeiner wahren Be=

In dieſem engen, kleinen von hohen, modernen Häuſern
ringsum eingeſchloſſenen, eingezwängten, viel zu engen Hofe
ſtehen die von Pferden (!) gezogen Wagen eines Privat=
ſpediteurs
, der ſchon ſeit Jahrzehnten für die Münze ar=
beitet
, ein ganz beſonderes Vertrauen genießt und daher in
einer Art Beamtenverhältnis ſteht. Er bringt die Gold=,
Silber= und Kupferbarren, die von durchweg älteren Män=
mern
und Frauen i Empfang genommen, gereinigt und in
die Creſore gelegt werden.
Und die Verantwortlichkeit für all dieſe hier und imn den
Creſoren der fertigen Münzen lagernden Werte laſtet auf
den Schultern eines einzigen Mannes, des Nendanten We=
gener
, der gleichfalls weder durch Ausſehen noch durch
ſein Gebahren verrät, welch hohes Vertrauen der Staat
und damit das ganze Volk ihm ſchenkt. Ein zwar korrekter,
aber ſehr gemütlicher Herr, ohne jeden Beamtendünkel, auf
deſſen friſchem Geſicht der Abglanz zufriedener Pflichter=
füllung
liegt und durch deſſen Brillengläſer etwas von jener
bekannten ſchelmiſchen Sowveränität der Charakterköpfe
eines Daumier blitzt.
Dieſe romantiſche Sdulle ſteigert ſich zu jenem Gruſel=
gefühl
, das ſelbſt wir Heutigen vor Bildern oder Imitatio=
nen
einer Alchimiſtenwerkſtatt des 17. Jahrhunderts zu
ſpüren bekommen und das in vollem Maße die Seitgenoſſen
der Noſtradamus, Caglioſtro, Caſanova und Konſorten er=
lebten
.
Eigentlich ſind Schmelze und Prägeanſtalt ein Hütten=
werk
in Miniaturformat. Aber ſchon der Umſtand, daß das
Ganze in dieſem Haus untergebracht iſt, daß ſich dies alles
hinter den Cüren des gemütlichen Kontors und des toten-
ſtillen
Creppenhauſes abſpielt, und dazu noch in verhältnis=
mäßig
kleinen und ganz oder faſt fenſterloſen Näumen, gibt
dem Ganzen den Eindruck des Alchimiſtiſchen, Verbotenen,
Geheimnisvollen, Seltſamen. Es ſieht eher wie eine Falſch=
münzerei
als wie eine richtige ſtaatliche Anſtalt aus.
Ueberall wühlen die Arbeiter in Edelmetall und Münz=
plättchen
, mit den gleichgültigſten Mienen der Welt, als

wäre es völlig wertloſes Calmi, Spielzeug, als wären es
irgendwelche Maſchinen-Erſatzteile und nicht der Herrſcher=
Dämon der Welt in ſeiner unſcheinbarſten Geſtalt, deſſen
furchtbare Macht erſt dort ſpürbar iſt, wo nichts von ſeiner
metalliſchen Inkarnation vorhanden iſt oder zu viel.
Wer aber genauer hieinſieht und ſelbſt Nomantiker iſt,
für den wird ſich das Nomantiſche raſch verflüchtigen. Denn
der ganze Entwicklungsprozeß vom Nohſtoff zur kursfähigen
Münze geht auf ſehr liebloſe, ja brutale, weil rein maſchi=
nelle
, durch hölliſche Ofenglut unterſtützte Weiſe vor ſich.
Nichts von individueller liebevoller Behandlung. Kein von
dämoniſchen Kräften Beſeſſener ſpricht Sauberformeln über
jedem Stück. Nein, als Maſſe wandern ſie von Maſchine
zur Maſchine, um als Maſſe die Maſſen zu beherrſchen oder
von einzelnen Uſurpatoren diktatoriſch zu werden.
Bevor es ſoweit iſt, lagern ſie ohnmächtig, von der Will=
kür
des Zufalls und eines einzelnen Beamten abhängig in
einem Creſor, der ſich ganz unſcheinbar in einem unanſehn=
lichen
Durchgangsraum befindet, in muffiger, uvoentilierter
Luft, in nüchternen Säcken ein einſtweilen höchſt langweiliges
Daſein friſtend, das für manches Geldſtück zum Dauerzu=
ſtand
wird, wenn es das Publikum aus oft ganz rätſelhaften
Gründen abzulehnen geruht. Dieſes Schickſal erleiden z. B.
augenblicklich die Sweipfennigſtücke. Während ihre Ein=
pfennigkollegen
wie warme Semmeln weggehen und nicht
genug von dieſer Gattung Geld in die Welt geſetzt werden
kann, lagert eine halbe Million Sweipfennigſtücke und bildet
das Schmerzenskind der Beamten. Eine halbe Million!
Cotes Kapital! Ein Bruchteil würde die meiſten glückſeelig
machen. Sie würden es gern nehmen, ſelbſt lauter Swei=
pfennigſtücke
.
Lagerten im Nohſtofftreſor 60 000 Kg. Feinſilber und
25 000 Kg. Edelkupfer in Barren, ſo lagern hier für 3 Mil=
lionen
Fünfzigpfennigſtücke, die wöchentliche Portion an
Einpfennigſtücken in Höhe von 7000 Mark und endlich
2 Millionen an Fünfmarkſtücken. Nicht lange. Denn bald
wandern ſie hinaus ins menſchliche Leben, von Hand zu
Hand, Cräger, Urſache und Seugen bunteſter Schickſale. Und
zu ihnen geſellen ſich die von der unberufenen Hand herge=
ſtellten
Falſchſtücke, denen u. a. das Laboratorien gewidmet
iſt, wo man die Herſtellungsart feſtſtellt und damit meiſt auch
den Herſteller ſelbſt. Jedenfalls iſt die Cechnik des Unter=
uchens
und die Methodik der Nachforſchung ſo vorgeſchrit-
ten
, daß Gefährdung und Schädigung des Publikums auf
ein Minimum beſchränkt ſind. Man verläßt das Gebäude
mit wunderlich gemiſchten Gefühlen. Man kann ein gewiſſes
Gefühl der Enttäuſchung nur ſchwer unterdrücken, das ſeinen
Grund in dem Mißverhältnis zwiſchen Illuſion und Wirk=
lichkeit
hat, ſoweit beide um die Aſche unſerer Sehnſüchte,
das liebe und Geld kreiſen, andererſeits iſt man von
dem Ineinander von altväterlichem Nahmen und moderner
Cechnik angenehm berührt, weil dieſer Eindruck das Cra=
giſche
, das dem Begriff Geld ſchickſalshaft, zeitweiſe in
den Hintergrund treten läßt. Nicht zuletzt rührt die Ge=
fühlsverwirrung
von dem ſeltſamen und nicht ſo raſch zu
vergeſſenden Bilde der einfachen, pflichtbewußten, und mit
der ſelbſtverſtändlichſten Miene der Welt in Millionenwerten
herumwühlenden Männer her, die mit der gleichen Sehnſucht
im Herzen der verlockenden Wirklichkeit ſo nahe ſind, ohne
ihr die Erfüllung geben zu können. Gewiß ſtehen auch andere
Berufe nicht zuletzt der des Schriftſtellers im Seichen
der gleichen Cragödie, gewiß ſpielt die Gewohnheit eine nicht
zu unterſchätzende Nolle und dennoch iſt das alles hier am
greifbarſten.

lihen meiſt nicht ganz unberechtigten Verdacht der
geraten. (Arme kleine Dingerchen!)
uſch ſteht es mit der Werkſtatt unſerer Sehn=
Ne alſo jener Stätte, wo der an und für ſich nicht
der meockende Nohſtoff die kursfähige und annehmliche
eicht: mit der Münze.
Auck)ei klaffen Vorſtellung und Wirklichkeit ausein=
er
. ſtellt ſich der Laie ein ſolches Inſtitut, eine ſolche
rEſte nt vor?! Einen Nieſenbau, einen Nieſenbetrieb,
evße Sicherungsmaßnahmen, impoſante Anlagen und
der, Swmdel erregende Maſſen.."
eur miles ins Superlativiſtiſche geſteigert, ſolange bis
Lepctd ſtill ſteht und die Phantaſie autonom regiert.
NdAK iſt es in Wirklichkeit?
ſtillen, gänzlich unbeachteten Straße Alt=
ein
gerade für das Berlin der Vorkriegszeit
Ioter, kalter, ſtolzer Siegelbau, an dem der mo=
ch
nicht ohne einiges Unbehagen vorübergeht.
eRET Treppenhaus, iſt es unheimlich ſtill wie in der
Eeines unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit erſchei=
Dein Tattes oder in dem Hauſe einer ſang= und klanglos
DeMesenen Firma. Es raunt geheimnisvoll aus den
Dene ranitſäulen des nicht minder ſtolzen Creppen=
ſeinem
Prachtſtil der Jahrhundertwende und
AeMlen Geiſt von Anno dazumal.
Spitzwegbilder erinnert man ſich unverſehens,
W Men Naum betritt, an deſſen Cür kurz und bündig,
SAup ſchief ausgedrückt, Kaſſe ſteht. Denn hier
2iP

[ ][  ][ ]


O
Amſterdam
aufgenommen hat, der kennt Holland. Hier iſt der Breunpunkt
Brunnen ſprudelnden holändiſchen Lebens.
Da der Baugrund in Amſterdam ſehr beſchränkt und durchwandern.
lumpfig iſt, dazu durch teuere Pfahlroſte erſt vorbereitet werden
Jahreszeiten geworden.
Das Judeuviertel in Amſterdam .. ."
Golem geiſtert. Auf dem Crödelmarkt, der am Freitag nach=
mittag
vor Sabbatbeginn einen großen Platz und die einmünden=
den
Straßen füllt, bauſchen ſich in langen Seilen die Buden, drängt ſich Kopf
an Kopf. Grelle Lichter zerreißen das abendliche Dämmer, allüberall wird Ge=
rümpel
feilgehalten, oft zum Wegwerfen zu gut, vom ausgedienten Herdring
und einer kaum glaublichen Auswahl von Uhrenſchlüſſeln bis zu ganzen Aus=
ſtattungen
an Hausrat, dazu allenthalben Geſchrei, flatternde Bewegungen, da
und dort ein quietſchendes Grammophon, das Ganze ein Hexenſabbat. Eine
dicke Jüdin verkauft, von Kunden umlagert, in Eſſig gelegte Swiebeln, Oliven
und Gurken, die wie Glas ausſehen. Ihre Kübel haben nichts mit holländiſcher
Sauberkeit zu tun, Hunde und Kinder ſchleichen lüſtern um die ſcharfriechenden
Herrlichkeiten. Irgendwo freut ſich Pieter Brueghel. Jäh iſt der Uebergang
aus dieſem Gewühl in die dunklen Gaſſen nebenan. Dräuend ſchließen ſich die
Giebel der Hausreihen am nächtlichen Himmel zuſammen, neugierig, den Blick
voller Abwehr werden die Fremden von den vorbeihuſchenden Leuten gemuſtert,
die Dunkelheit bemüht ſich umſonſt, Schmutz und Elend auszulöſchen.
*
Ein Gang durch die endloſen Säle des Neichsmuſeums iſt zunächſt ver=
wirrend
. Dem Muſeum fehlt das, was in deutſchen Sammlungen als Haus=
gedanke
die Anordnung und Darbietung beherrſcht. Sei dieſer auch ſchul=
meiſteriſch
in einzelnen Fällen, Sinn und Sweck des Muſeums lagern ſich doch
um leine aufbauenden Siele, denen ſich die Aufſtellung aller Dinge unterordnet.
Im Reichsmuſeum dagegen ſcheint man die einzelnen Stiftungen, die im

MOLLAMD.
Neuruppiner Bilderbogen einer Winterreiſe von Max Walter, Amorbach.
Warum wir im Winter nach Holland fuhren? Weil es uns ſo gefiel, weil m dieſer
Zeit lonſt niemand reiſt, Gaſſen und Muſeen frei von Fremden ſind, weil nur in dieler
Seit jedes Bolk recht eigentlich zu Hauſe iſt. Und iſt die holländiſche Landſchaft nicht
dann am eigenſten, wenn die fahle Winterſonne ihr ſilbernes Licht über die in die End=
loſigkeit
gleitenden Ebenen des Landes gießt? Iſt Holland nicht überhaupt das Land der
alten Städte, der reichſten Sammlungen, im Sommer und Winter gleich ſchön. Manches
mag farbiger ſein im Sommer berauſchend, eindringlich iſt Holland als Geſamterlebnis
immer, wie uns dieſe ſtillen Wintertage bewieſen.
Amſterdam.
Ueberwältigend iſt die Einfahrt, ſind die erſten Schritte in die Stadt. Als Hochbahn
erreicht der Sug unmittelbar neben dem Hafen den Hauptbahnhof. Ein Leben von uner=
hörter
Vielfältigkeit quirlt in dieſem Stadtviertel. Automobile, Fuhrwerke, Schwärme
von Vadfahrern, dazwiſchen Menſchen und wieder Menſchen, angeſteckt vom Cempo der
Jahrz aige, und in gleich unüberſehbarer Sahl dicht daneben auf dem Waſſer Schiffe aller
Art. Ein Knattern, Brummen, Klingeln, Hupen, Heulen und Pfeifen, ein Gewirr der
Cöne, das ſich muſikaliſch nur binden läßt im Jazz unſerer Cage. Und wenige Schritte
weiter ſchon zut ſich das alte Amſterdam auf mit ſeinen ſtillen, dunklen Grachten, ſeinen
gravitätiſchen, hochgiebeligen Häuſern, die auf Pfahlroſten gebaut ſich eng aneinander
drängen, um gleichſam nicht im ſchwankenden Untergrunde zu verſinken, ſeinen langen
Baumzeilen an den Ufern der Kanäle, ſeinen zahlloſen Brücken mit den Ueberbauten
zum Aufklappen der Fahrbahn bei der Durchfahrt von Schiffen. Wohin der Blicke fällt
wirkt eine Wohlhabenheit, die ſeit Geſchlechtern dem Lande treu geblieben iſt. Wie behütetes feiſtes Polſter zeigt, und ein
ſelten in einer Großſtadt eint ſich in Amſterdam das Erleben von Jahrhunderten zu einer kleinen Stadt iſt vollkommen Anl.
einem großen, in ſich geſchloſſenen Bilde. Man bejaht das Heute, ohne das Geſtern zu treiben und Jahrmarktsleben zu ſchiltz
verachten, das Vorgeſtern zu vernichten. Wer Amſterdam geſehen, ſein Bild in ſich ländiſche Humor iſt Quelfriſche, er hat
holländiſcher Kultur, nur hier konnte ein Nembrandt zur letzten übrigen verraten, wie ſehr ſich der Holländer der Verpflichtung lachend überall zu.
Vollendung ſeiner Perſönlichkeit finden, hier iſt die größte Ver= gegenüber ſeinom Volke bewußt iſt, beieinander gelalſen zu hibon.
einigung holländiſcher Kunſt innerhalb des Neichsmuſeums nicht Und ſo ſchreien ſich die Dinge je nach den Neigungen des Gebers und Saufgelage; in Unordnung geratene Kleiderrul
Cotenkammer, ſie wird zur letzien Konzentration des aus tauſend oft ins Geſicht. Wer einom einzigen Maler, einem Seitausſchnitt durft befriedigende Leute ſind ihm willkommener:
nachgehen will, muß wohl oder übel alle Säle luchend und ſichtend haftem Lachen. Ueberall aber müſſen die Kinderl
Schon unter den frühen Holändern fällt eine derbe Nealiſtik völkern und ſcheinbar erſt ins Bett gehen, wenn !
muß, begnügen ſich die Häuſer mit ſchmalen Bauplätzen, müſſen auf, die lich bis zum nackten Hohn, zur grimmigen Fratze ſteigern beinahe ausgeſchlafen haben.
ſie in den grauen Himmel ſtoßen. So bleibt kein Naum für kann. Beißend verſpottet ein Bild aus der Schule H. Boſch
üppige Creppenhäuſer, ſteil wie die Hühnerleitern klettern die (14501516) kirchliche Suſtände. Ein Schwein in Mönchskutte fältigen Geſchehen darinnen ihre Motive ablauf 14
engen Creppon empor. Aus der Luke des Dachgiebels ragt der iſt ſeine Hauptfigur. In faſt nüchterner Auffalſung ſtellt J. pan her die Einzelporträts und beſonders vom 16.
geſchnitzte Balken mit der Volle, über die der Hausrat außen Hemeſſen (1500 1566) Chriſtus und Pilatus mitten in das die Gruppenbilder der Natsherren, der Sunftim=
am
Haus in die einzelnen Stockwerke gezogen wird. Breite holländiſche Vollsleben. Neben der Gerichtshalle iſt Wochen= ziere der Stiftsdamen. Sie zeigen alleſamt, vie
Spiegelfenſter nach oben verſchiebbar ſuchen ſo viel als möglich markt, Käſehändler und Crödler machen ſich breit, Schiffe liegen des Holländers leit Jahrhunderten auf das Vex
Licht einzufangen, man gibt darum auch dem Vorhang weniger im Hintergrund. Auch ein zweites Bild vom gleichen Maler richtet iſt. Aus all dieſen Bildern ſpricht imt
Daſeinsrecht als bei uns. Crotz der Kälte ſtehen hinter jedem läßt Chriſtus in einer holländiſchen Kirche predigen, in der ſich diesſeitige Art des Holländers. Schon die
Fenſter friſche Blumen. Der holländiſche Gärtner iſt Herr der das Leben faſt ebenſo bunt und frei wie auf dem Markte ab= des 15. Jahrhunderts verrät dieſe Art, einen S
lpielt, Hunde drängen ſich durch die Menſchen, in lichtem Grau etwa zu den gleichzeitigen Bildern aus dem dut
rannt ſich weiträumig die Kirchenwölbung wie das Grau des kreiſe. Der frühe Holländer ſchon weiß nichts veu
Himmels über das Ganze. Ein Bild Pieter Brueghels d. J. von der unendlichen Ciefe, von den letzten Hiü
Es iſt kein Sufall, daß gerade Amſterdam ſein Judenviertel (15641637) führt die hl. drei Könige in ein holländiſches Dorf, menſchlichen Seele, ihm iſt auch das Seeliſche ein 1W
als geſchloſſene Weſt bis auf den heutigen Cag erhalten hat, nicht als Kinderſpiel, ſondern als bibliſches Ereignis. Auch Verſtande Erreichbares, und faſt flach lpielt ſ7h
Nembrandt’s Wohnhaus grüßt, für ſenſationslüſterne Fremde A. v. d. Bonne (15811662) holt ſeine Motive mitten aus dem ſchehen vor dem Beſchauer ab.
friſch hergerichtet, am Eingang zur Jode=Breeſtraat, die als damaligen Leben. Bei ihm drängt ſchon ungehemmt der Humor
Hauptſtraße in die Welt eines dem 29. Jahrhundert geſchenkten der Oſtade, Jan Stoen uſw. durch. Auf der Eisbahn geht es hunderts häufig die bibliſche Legende in die deurt
Shettos führt. Ein Gewirr von Gaſſen, in denen Meyrinks nicht ab, ohne daß eine alte Frau hinfält und ein lonſt wohl machte die handelnden Perſonen zu Landsleuty

I

Amſterdam

K
2
*
79

I
T

Alkmaar

dem Derben, und da er aus geſundem Leben
Mit Borliebe ſchildert der holländiſche Hum t
wie ſie auch heute noch heläugig und frühwiſſendld
Neben dieſen Bildern, die der Landſchaft uru
Wohl ſtellte auch der deutſche Maler des 18
ſchönte er Landſchaft und Geſtalten, ihm blieb d
Dingen des Glaubens. Sein holländiſcher Arbeitsbruder ging du
er ſtellte die Heiligen unter grobſchlächtige Bauern, denen Frat
Lieben Lebensinhalt iſt.
Das Gewaltigſte im Reichsmuſeum iſt Nembrandts Nc
ein Menſch, der des Lebens letzten Sinn, ſein Licht und ſeiner
und Nieder, Gut und Böſe in ſich erſchöpfte, konnte ein ſolnek
Die ungeheuere Weite menſchlichen Geiſtes wird in dieſem al
offenbar, das zu erleben allein eine Reiſe nach Holland lohnt.
Alkmaar.
Ein trüber Wintermorgen liegt über dem Land, ein feinn!!
den Horizont, verwiſcht das Spiel der Farben und läßt als
einzelne Bäume und Windmühlen vorüberhuſchen. Bei Call!
Bahn faſt im Bereich der Dünen, ſonſt Waſſer und Gräben,
ſo viel Waſſer, daß man ſich ſchon nach kurzer Bahnfahrt
Genover freut. Etwa oine Stunde Bahnfahrt von Amſterdar
die Stadt des holändiſchen Käſehandels. An jedem Freitagm.
auf dem Markte tauſende von gelben runden Käſen, von den
gegend zum Verkaufe herbeigeſchafft. Markt und Gaſſen V
Holland, mit dunkelbraunen Backeſteinen gepflaſtert. Kritiſche
die Holländer die langen Neihen der Käſe, mit ſchmalen hohle!
ſie da und dort in eine Kugel, um den Käſe auf ſeine Veifl

iu heite Wieg
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kadite N4.
Fu ſch in de
Abrigen ſit
ün die wint
Ache Küſtersf

Der Platz.

Eine Novelle von Hans Scheffler=Breitenbach.
Wie lange er ſchon ſo hypnotiſiert vom Bette aus in das
Dunkel des Zimmers geſtiert hatte, wußte er nicht der
Schriftſteller Hanno Herbig. Und weshalb ſtierte er eigentlich
überhaupt, ohne einen der ihn immer nur von fern umwogenden
Gedanken faſſen zu können? Ach, da war nach Stunden un=
ruhigen
Schlafes nichts in ihm als dieſes ſehnſüchtige, ohnmäch=
tige
Warten auf ein Bild, deſſen Sauber er ja, waren es erſt
Wochen oder ſchon Monate? einmal erlegen war und nun
lklaviſch nachſtrebte, eines Werkes willen, das ihm den Nuhm
bringen ſollte. Freilich immer wieder, wenn er ſich
ſpät in der Nacht mit fiebernden Nerven an den Schreibtiſch
letzte, um endlich dem Anfang Geſtalt zu geben, entzog ſich iym
dieſe Biſion, in ſich ſelbſt verwirrend, wie ſie ihn in greifbarer
Wirklichkeit ſchon den ganzen Abend über verwirrt hatte: der
große Nummelplatz, deſſen wegen er nur an dieſem ſonſt ſo häß=
lichen
Nand der Großſtadt ſeine Wohnung genommen hatte.
Da war ſchrille Muſik der Karuſſells und der amerikaniſchen
Schaukeln um ihn, da lockten ihn die heiſeren Stimmen der Aus=
rufer
für das Hippodrom, für die Vingkämpferbuden, für den
Flohzirkus und das Varieté=Selt; da ſtieg ihm der ſchmalzige
Geruch der Kartoffelpuffer=Bäckereien und der Bratwürſte an=
genehm
kitzelnd in die Naſe, da umwogte ihn die Nomantik
einer Seit, die er längſt dahingeſchwunden geglaubt hatte, mit
wilden Farben, keckem Gelächter, verlockenden Klängen, mit einer
lataniſch geballten Atmoſphäre der Lebensluſt, die ihm nur An=
trieb
für lein bisher ſo gehemmtes künſtleriſches Schaffen ſein
konnte. Noch war der Augenblick nicht gekommen, da er ſich
von dieſem immer noch wachſenden Druck beſeligt befreien durfte,
da er nicht mehr ſo ängſtlich darauf bedacht ſein mußte, ſein
Zimmer tagsüber peinlich gegen jedes Licht abzudunkeln, gegen
alle Geräuſche abzudämpfen um abends immer wieder die
fioberiſche Spannkraft aller Sinne für die bunten Eindrücke da
unten zu haben. Eine freiwillige Verbannung war es, die er lich
afketiſch, wie er ſich ſelbſt entſchuldigte, auferlegte, die ihn
doppelt ompfindlich für das wilde Erleben von Szenen und Bil=
dern
machte, die, in wenige Stunden des Abends zuſammen-

gedrängt, den ſymboliſchen Schauplatz ſeines großen Nomans er=
geben
ſollten.
Indeſſen er alſo die Erinnerung wieder in die Gegenwart
eines Bettes zerrte, bedrängte ihn das Draußen von den dunk=
len
Fenſtern her und nahm ihm ganz das Verlangen, noch einmal
in die Unbewußtheit des Schlafes zurückzuſinken. Da mochte jetzt
wohl ein ſchöner Cag zur Neige gehen; die Straßen waren belebt
von frohgeſtimmter Heimkehr der Arbeiter und von den Ein=
kaufgängen
der Frauen und Dienſtmädchen. Was ging ihn dus
alles anl Geſtalten und Geſichter ſchoben ſich jetzt aufleuchtender,
jetzt wieder ſchon viel blaſſer übereinander, wie wenn man ver=
ſchiedene
Filme auf einmal auf dieſelbe Leinwand geworfen hätte.
Ein Geſicht, das Eva hieß, formte ſich ſchließlich aus dem ver=
worrenen
Nebel: die kleine Kunſtreiterin, mit der er oft nach der
Vorſtellung in der Artiſten=Diele zuſammenſaß, um ihre Weſen=
heit
ganz für ſein Buch einzufangen.
Haben Sie ſchon einmal gekokſt? hatte ſie ihn gefragt, und.
da er ſie nicht verſtehend angeblickt hatte, gleich erklärt: Ich
meine: haben Sie ſich nicht ſchon mit Kokain oder mit eiuem
der anderen herrlichen Gifte, wie die anderen ſagen, in eiuen
Rauſchzuſtand verſetzt, der Ihre künſtleriſchen Abſichten nur
unterſtützen könnte? Ganz genau entlann er ſich noch jenes
Abends, da ſie alſo zu ihm geſorochen und ihn, nach einigem
Högern, in eine metaphyſiſche Genußwelt eingeführt hatte, der
er ſo viel an ekſtatiſchen Steigerungen der Phantaſie zu vor=
danken
hatte, aber auch ſo manche niederdrückende, ja beängſti=
gende
Stimmung hinterher. Die allmähliche Gewöhnung an im=
mer
größere Doſen ließ ihn bald die erſten Bedenken vergeſſen
und lullte ihn in einen ſeligen Suſtand ein, der ihm lächelnd jede
Schaffenskraft vorlog und ihn zum heiterſten Glauben zwang. Der
ihn auch jetzt wieder ganz erfüllte und vor dem letzten Licht des
Cages, das vielleicht da hinter den dichten, ſchweren Vorhäagen
lag, zurückſchrecken ließ. Wenn die Wirtin den doppelten Mokka
mit dem erregenden Schwarzwälder Kirſchwaſſer bringen würde,
war es noch immer Seit, allmählich an das Aufſtehen zu denken.
Plötzlich mußte er nach ſeinem Herzen greifen, das ſtill zu
ſtehen ſchien. Mit jäher Bewegung riß er ſich empor, mit der
Hand ſeine linke Bruſt erſchrocken abtaſtend. Ein Schmerz ſchnitt
ihm durchs Gehirn und ließ vor ſeinen weit aufgeriſſenen Aügen
Feuerräder auftanzen. Gott ſei Dank, daß er gleich den elek=
triſchen
Knopf fand, das Licht einzuſchalten! Erleichtert atmete

er auf und wiſchte ſich den Angſtſchweiß von
langſam ſetzte der Herzſchlag wieder ein, um er
der in den beſchleunigteren Gang eines auch je!
regelmäßigen Uhrwerks überzugehen.
Da Hanno Herbig an das Fenſtr trat ur
auseinanderzog, bemerkte er, daß die Dämm.
bereits den Abend am Himmel heraufführte. 9.
eigentlichen Lebens würden nicht mehr fern ſein.
lein ließ ihn ganz die Schwäche, die ihn eben be
geſſen. Da brauſte unten auch ſchon die erſte:
Karuſſells auf...
Heute abend iſt Abſchied zu feiern! empft-
reiterin
Eva vor dem Eingang des Varietée-
hauen wir mit dem ganzen Sirkus ab. Wohin
dich doch gar nicht interelſieren! Irgendwohin:
ſie noch ſchöner iſt. Die Hauptſache iſt, daß D‟
ſtellung noch einmal recht luſtig in der Artiſten
ſind. Heute mußt du ſchon noch einmal Sch0),
laſſen du verträumter Dichter! Ganz bleich
dir die Nachricht, daß wir fort machen, ſo inr:
fahren, Verliebtes du?
Hanno Herbig verſuchte zu lächeln. Die
letzten Vorſtellung beizuwohnen, lehnte er 4E.
ſprechen, hernach lehr pünktlich bei der 2bl. 4l
ſcheinen. Noch inbrünſtiger denn ſonſt gab en
Gewühl des rauſchenden Nummelplatzes hin u.1
loren wie eine Schiffsplanke im ſturmzerwihte
geblich bemühten ſich ſeine Augen, in ſich eime!
haſtenden farbigen Bilder aufzunehmen: in !e
es von einem Wirbel entgegengeſetzter Meloſt!
einander.
Trinken mußt du, um lachen zu kömenl.
weich ins Ohr. Sunächſt hatte er noch wenigſie.
gehabt, daß er den größten Ceil dieſer Seche
zahlen müſſe wie er denn überhaupt in den 9k
Geld ebonlo wie jeden künſtleriſchen Plan 2e
Jetzt aber nahm ihm der Caumel des Augenlet.
Beſinnung, daß er, der Collſten einer, mittralle-
Arme ſchlangen ſich um ſeinen Hals, und Die
kam eine zaukeriſche Stimme an lein Ohr: 7

[ ][  ][ ]

Ein letzter Neſt der alten
Cracht hat ſich bei den Han=
delsleuten
in den grellgelben
Holzzpantoffeln erhalten, die
poſſierlich zu ſteifem Hut und
Mantel nach neueſtem
Schnitt paſſen. Käſeträger
U.
ſchleppen mit kurzen wat=
4)
ſchelnden Schritten auf faſt
am Boden ſchleifenden Holz=
bahren
die verkauften Käſe=
32
laſten zum Verwiegen. Stwo
ſechs oder ſieben ſchwere
10
Eiſenwaagen hängen in der
G.
großen Halle der Waage‟
einem ſtädtiſchen Gebäude
aus dem 16. Jahrhundert in=
mitten
des Marktes, das ſin
ſeiner kalten Prunkhaftig=
keit
, dem überladenen Far=
bengewirr
ein gutes Beiſpiel
holländiſcher Nenaiſſance=
baukunſt
bietet. Ganz Amts=
perſon
, wortkarg, ernſt und
des ihnen geſchenkten Ver=
trauens
ſich bewußt, walten
die Wiegemeiſter ihres Am=
ei
9t W
tes. Ein Griff, und ſchwer=
man

oden n fälltzt s breite Wiegblech für die Käſe zu Boden. Ein
ſche nider 114.z zwei, drei klobige runde Gewichte mehr oder
undem er. exubrreidezahl am ſchwarzen Brett und die Bahre
ſchwurud zur nahen Gracht weitergetragen, wo bereits
änduc, uchickwartkähne der Ladung harren. Viel neugierig Volk
fatoe umhe ü zelne Frauen in Cracht darunter, Bubenvolk in
blu-tofſeln iſt wie die Sperlinge überall dabei, tut
wiülke
ſſen zu / beiſt Wiegen und hilft eifrig, die Käſe in die Schiffe
UnBk, es uns in kurzer Hoſe und langen Strümpfen
dn
kezſg an in Holland ſcheinbar nicht) ſieht, ſind Käſe=
undti
hi fe vergeſſen und der ganze Schwarm zieht hinter
Lyſſtr kei, 9ändern her, die ausgerechnet im Winter im
Moim umkgeukken, ja ſogar zeichnen.
Hohüld gehören die tauſendfältig gewandelten barocken
der g rüſtigen, hochragenden Häuſer. Stärkſter Indi=
der

aelm Smutz richt aus dieſem Sormenreichtum. Dazu eine ver=
de
EEſiSeit des Geſchmacks. Nächſt Amſterdam hat wohl
A 2 hr Riſcönſten Hausgiebel. Behaglich ſpiegelt ſich ihr
m ſpr
s½erfrohes Nebeneinander in den ſtillen Kanälen,
euz auguer das Städtchen durchziehen. Schwerfällig
An En ſiuaF ſige Laſtkähne durch die Waſſer, begleitet von
Me. Brlütnwärter der von Gaſſe zu Gaſſe mit kräftigem
eRA Brüſtumn Brücke hebt. Aller Reichtum in Formen und
den ehe abilemt ſich in den Klängen des Glockenſpiels der
Sellt4
ine ſpringen ſie von Giebel zu Giebel, von Gracht
ſag Eicht ut jällen die winkeligen Gaſſen mit ihrem Cönen.
diche Küſtersfrau zeigt uns die St. Laurentius=
Maiek 7 diell Alaht und ſchmucklos im Innern, in ihrer Weit=
de
92 ſkeit, in und Luft holländiſcher Landſchaft einfängt und
z en
za ßt.
Druder
A

in ihrer ſtrengen Einfachheit holländiſches Weſen verköipert.
Hier wird bei der Feinheit der Lichtabſtufungen das Grau der
Wände zur warmen Farbe, der neblige Wintertag bleibt draußen
vor den klaren Fenſtern. Die faſt nuchterne Ausſtattung fallt in
allen holländiſchen Kirchen auf, ſie verſchafft ſich ſelbſt in den
katholiſchen Gotteshäuſern Geltung.
Die Rückreiſe verkürzt uns ein mitfahrender Goldſchmied
durch ſein Geplauder. Er iſt ſtolz darauf, daß er vor ſeiner
Handwerkerzeit gtwas Nechtes gelernt hat er war egedem
Lehrer und pflegt liebevoll heute noch ſeine Kenntniſſe. So
unterhält er eine Freundſchaft mit einer Franzöſin nur, um
wenigſtens einmal in der Woche abends noch franzöſiſch ſprechen
zu konnen. Honni soit . . ."
Marken.
Eine flache und kahle Inſel in der Suiderſee mit einem
Siſcherdorf darauf, deſſen Holzhäuſer truppweiſe auf einzelnen
Deichen oder hohen Holzroſten beieinanderſtehen. Markei 1)1
der Muß=Ausflugsort für alle fremden Beſucher Hollands, da
hier noch Jung und Alt der früheren Cracht treu geblieben iſt,
wobei böſe Sungen allerdings behaupten, nur um der Sren.den
willen habe ſich die Cracht erhalten. Die Männer tragen weite
ſchwarze Kniehoſen, ſchwarze Wollſtrümpfe und ebenſolche Holz=

*
DHke

Marken

mrl vereinen, Liebſter? Das willenloſe Hinge=
Reiu,At ihn ſo ſelig müde machte, konnte nur noch ver=

höner werden. Und ſo ließ er mit geſchloſſenen
PNcii eme andere Welt der großen Viſionen hinüber=
auf
ihn zuwogten, um plötzlich in einer einzigen
Ahe zuſammengeballt zu ſein, die ihn gräßlich auf=
eSWer
ſein angſtvoller Nuf verklang ganz in un=
hſtert

Del eunmal zur Seite wenden zu können, die Beine
DMkeu ſtrecken zu dürfen weshalb war für ſolch
e VhüA1 der äußerſten Anſtrengung notwendig? We
Vee an genehm gleichmäßig graue Cageslicht her, das
erE ben Wänden des Simmers und auch überall an
Delle Frlebte? Und da waren Worte um ihn herum:
Tnnſcheon der zehnte Cag! und Wenn es nur ſein
Ne8 und Er ſcheint zu erwachen!
mußte wohl ſchon lange wach gelegen haben, ward
7 Lewußt, ohne daß er bisher wieder zu den klaren
Am emer nachſten Umwelt durchgedrungen war, die
lines Simmer darſtellte, das er freilich niemals ſe
3 Areleuchtung erlebt hatte. Dieſe Frau ja, das
SaL. Jener fremde Herr das mochte ein Arzt ſein,
Iis fühlte, der ſich nun über ſein Herz herabbeugte.
Seie Hie das in ſeiner Bruſt, um wieder grauenhaft ge=
2u2 Nart ſchlagenden Rhythmus überzugehen, der ihm
Sih Hler m, der ſchon Dunkelheit von neuem über die
Hwe T alier Erkenntnis legte , wider ſeinen Willel,
ter: Durchſtrömung in ſich fühlte. Wenn das die
ung
e..?
Seiphitz te ſie wirklich in jenen Sekunden begonnen, um
Stildesz weraftetes, nach Phantomen ſich zerſehnendes
zumä/=
leiner
Kräfte langlam zurückzuführen. Und als
Hnidles. Cog, da war, daß der Art meinter eim bichen
g Dohl nichts mehr ſchaden, da zitterte nur eine
iDn Herdig auf: an das Fenſter treten zu mülſen und
Des ernüchtert den Schauplatz ſeiner vergangenen
en Gume zu ſehen.
er Krankheit, mit der Erlöſung von ſeiner Ver=
A 2S Gegenſtändliche an Cand, Crug und falſcher
i ten Deggefegt. Der Platz dehnte ich in kahter
Nein

pantoffeln, die dunkle Jacke iſt kurz und anliegend, die Kepf=
bedeckung
ein ſchwarzer Silzhut. Die jungen Burſchen geben
dem Ganzen etwas Farbe durch ein rotes Halsſchleifchen mit
zwei ſilbernen Kugelknöpfen. Die Hände werden wohl nur zum
Arbeiten und Schlafen aus den Caſchen genommen, die Arme
ſtehen wie Copfhenkel vom Körper ab. Beherrſcht ſchwarz die
Männertracht, ſo greift die Frauentracht zu jeder Farbe auf der
Palette und ergeht ſich oft in ausgeklügelten Farbenzuſammen=
ſtellungen
. Die Haube, in fünf einzelnen Ceilen übereinander
gelegt und außen vom leuchtendem Not, umſchließt eng den Hin=
terkopf
. Die Stirnhaare ſtehen ſtarr wie ein Kappenſchild ab
über den Ohren fällt das Kopfhaar auf die Schultern hernieder,
Nacken und Hinterkopf ſind geſchoren. Ein enges, meiſt rotes
Mieder mit allerlei Sutaten, ein weiter dunkler Cuchrock mit
farbiger Schürze, ſchwarze Strümpfe, und oft in Kerbſchnitt ver=
zierte
Holzpantoffeln vervollſtändigen die Gewandung der Srauen.
Durchweg ſind die Regeln für Schnitt und Zuſammenſetzung der
Crachtenſtücke ſehr ſtreng. Das gilt herab bis zu den aller=
kleinſten
Kindern. Bis zum Alter von fünf Jahren ſind Buben
und Mädchen vollkommen gleich gekleidet; auch die Buben tra=
gen
Nöckchen und nur ein Stern im Haubenboden unterſcheidet
ſie von den Aädchen. Im Alter von fünf Jahren werden den

Nacktheit. Einige Arbeiter waren dabei, den zerfurchten Boden
zu ebnen und ein großes ovales Geländer aufzuzimmern.
Ja, da werden wir nun bald den neuen Spiel= und Sport=
platz
vor uns haben! erklärte die Wirtin lächelnd. Wenn das
nur nicht zu laut für Ihre kranken Nerven wird!
Der Platz wie viel mehr ſchien er ſich jetzt nach allen
Seiten zu ſtrecken, befreit aufzuatmen, nicht mehr vom Gewimmel
und Geräuſch einer phantaſtiſchen Welt erfüllt zu ſein. Friſch=
gepflanzte
Büſche rahmten ihn ſchon mathematiſch genau ein.
Eine kleine Cribüne würde die Suſchauer aufnehmen, die einer
neuen Jugend edles Wettſpiel herbeilockte. Plax dem Platze,
würden die bunten Wimpel der Läufer und Curner im den
Himmel frohlocken. Muſik von Körpern und Muskeln ſprang
aus dem Rhythmus jungen Blutes und riß zur Begeiſterung hin.
ließ die Bläſſe eigenbrödleriſcher Stubenhocker verſchwinden,
ſtraffte die gebückten Nücken und die eingedrückten Bruſtkörbe
zu wiedergeborenen Geſtalten. In tiefer Atmung ſtand Hanno
Herbig ſo manchen Vormittag an ſeinem Senſter.
Bis ein Sonntag die feierliche Eröffnung des Sportplatzes
brachte. Zaungaſt, ohne bezahltes Eintrittsbillet, des prachtvollen
Schauſpiels zu ſein! dieſes triumphierende Bewußtſein konnte
den Beſitz des ſonnenhellen Simmers noch köſtlicher erſcheinen
laſſen. Heiße Sehnſucht, es all den jungen Geſtalten da unten im
Kampfſpiel nachzumachen, mit ihnen um die Ehre des Sieges zu
treiten, durchſtrömte den Schriftſteller. Woher kam es, daß er
jetzt ſo jede Beſorgnis vergaß, ſich vielleicht am geöffneten Fen=
ſter
erkälten zu können? Er mußte über ſich ſelbſt lächeln, daß
er ſo überraſchend ſchnell ein ganz anderer geworden war. Und
da er abends verſonnen an ſeinem Schreibtiſch ſaß, klangen zum
erſtenmal ſeit Monaten wieder Verſe in ihm auf, heiter be=
ſchwingte
Seilen auf das neue Geſchlecht, dem man ſich, bei
einigermaßen gutem Willen, auch noch zuzählen durfte. Die Sdee
eines neuen Nomans tauchte aus den ſchnell auf’s Papier ge=
worfenen
Strophen empor, ſo überwältigend plaſtiſch, daß Hanno
Herbig ſein altes, ſo früh und jäh abgebrochenes Manuſkript
vom Rummelplatz in wilde Setzen zerriß und der flammenden
Glut des Ofens übergab.
An einem Nachmittag war ein ganz beſonderes Leben über
den Platz gekommen. Mädchen und Frauen als Stafettenläufe=
rinnen
, im weißen Crikot mit ſchwarzen Abzeichen. Vom An=
treten
bis zum Anſprung der entfeſſelten Beine welche Sreude

Buben die Haare geſchnitten und Hoſen angezogen, während ſie
das bunte Mieder und die Haube weiter behalten. Wams und
Mützen bekommen ſie erſt mit ſieben Jahren.
Woran liegt es, daß ſich in Hol and die Cracht ſo häufig
und anſcheinend noch lebendig erhalten hat? Man ſage nicht,
daß es ſich bei den Crachtenorten um Inſeln, um entlegene
Fiſcherdörfer handelt, liegt doch z. B. in nächſter Nähe von
Marken die große Stadt Amſterdan, in der Volk aus aller
Herren Länder zuſammenſtrömt und gewiß Anlaß genug zum
Abſchleifen von Volkstumunterſchieden gibt. Stolz und aufiecht
aber ſieht man allenthalben in den holländiſchen Großſtädten in
Crachten gehende Männer und Frauen. Warum das zäse Seſt=
halten
? Erſtarrtes und erſtorbenes Volksgut kann es nicht ſein
das geht naturgeſetzlich unter, Volkstum iſt immer und überall
ein Lebendiges. Wandeln ſich die holländiſchen Crachteu wie
jede Volkstumsäußerung noch im Laufe der Seiten? Ein Volks=
kundler
kann zur Erfſorſchung der Cracht an ſich, zur Erkenntnis
ihres Weſens und Seins wohl kein beſſeres Arbeitsfeld finden,
als es Marken, Volendam, Walcheren uſw. bieten.
Swei Näume nur haben die nach dem gleichen Grundriß ge=
bauten
Fiſcherhäuſer auf Marken, eine Kuche und eine Wohn=
ſtube
. Peinliche Sauberkeit herrſcht überall. Vor alien Haus=
türen
ſtehen reihenweiſe die Holzpantoffeln, man betritt dus Hau=
nur
in Strümpfen. Bei dem Sehlen allen Süßwaſſers auf der
Inſel wird das ganze Negenwaſſer aus den Dachtraufen in die
Siſternen der Küchen geleitet. Die Betten ſind in die Wände
eingelaſſen, oben das für die Eltern, darunter die für die Kirder.
Der Dachraum bewahrt die Netze und anderes Siſchergerätz
wenn die Sturmflut die Inſel überſchwemmt, iſt er letzter Su-
fluchtsort
für die Hausbewohner. Formen= und farbenreich iſt
die Ausſtattung der Stuben. Schnitzereien und Malereien an den
hölzernen Segenſtänden, an Möbeln, kleinen Schränkchen und
Schulkaſten. Jeder freie Fleck an den Wänden iſt mit Cellern
und Schüſſeln behängt, meiſt blau=weißen, aber auch bunten.
Vielfach Beſitz, der ſich über Geſchlechter hinüber vererbt hat
und oft ſchöne Stücke in ſich ſchließt. Wie viel Anregung, Kunſt=
verſtändnis
, Sinn für gute Sormen uſw. mag aus dieſen toten
Dingen in die einfachen Menſchen hinüber geſprungen ſein? Jede
Cracht ſetzt Kultur voraus und die baben unzweifelhaft die
ſchlichten Siſchersleute auf Marken.

Politiſche Grenzen bleiben eingebildete Crennungsſtriche, ſo
lange nur der irre geleitete Ehrgeiz der Völker ihnen zum Daſein
verhilft. Sie ſcheiden grundlegend Volkstum nur dort, wo ſie
mit Landſchaftsgrenzen zuſammenfallen. Die Landſchaft als die
Nährmutter alles Körperlichen und Seeliſchen allein formt

des Suſchauens! Sozuſagen ganz als Privat=Schauſpiel zu ge=
nießen
. Jene Blonde da nein, dieſe Braune da , wie das
dahinfliegt, aller Körperſchwere ledig, nichts als geſtraffter Eifer,
der harrenden Hand die Botſchaft zuzuwerfen. Kaum daß die
Füße noch den Erdboden zu berühren ſcheinen und die kleinen
weißen Curnſchuhe wie Cauben ſind, dem großen Sturm zu ent=
fliehen
, beflügelter und beſchwingter ein einziger ſchmaler vor=
wärts
ſauſender Strich endigend jetzt gräßliche Cäuſchung
der Augen? in einem körperlichen Hinſchlagen, in eiuem
Schrei...
Hanno Herbig wird es eiſig inne, wie ihn die plötzliche Ueber=
raſchung
dieſes Eindrucks zurück vom Fenſter reißt, die Creppen
hinab, auf den Platz, zu den Mädchen, die ihre Kameradin ſchon
aufgerichtet haben.
Ich hole einen Arzt! Ich telephoniere wegen eines Kran=
kenwagens
! iſt er bereits wieder auf und davon, ſelbſt jetzt ein
Stafettenläufer zwiſchen Menſchen und Droſchken und Auto=
mobilen
über die Straße hinweg.
Die Sekunden dehnen ſich zu Minuten. Dieſe Nuhe des
Doktors, den man endlich erwiſcht die gelangweilte Stimme
des Celephonfräuleins, die mit der Nettungsſtation verbindet.
Als er endlich auf dem latz mit dem Arzt eintrifft, empfängt
ihn allgemeines Lachen, aber auch das blutende Knie einer Dame,
der man ſich nun etwas verlegen vorſtellen muß.
Hanno Herbig vernimmt ihrerſeits nur den Vornamen. Und
der heißt Eva. Und da ſich aus der Vergangenheit noch einmal
das verführeriſche Köpfchen einer anderen Eva in die Gegenwart
drängen möchte, blaß wie aus heranwogenden Nebeln her, trifft
ihn das Leuchten zweier Augen und die Heiterkeit einer Stimme:
Wegen ſo einer kleinen Schramme gleich einen Arzt zu holen!
Als ob wir ſo zimperlich gebaut wären!. Aber jedenfalls danke
ich Ihnen für Ihre liebenswürdige Abſicht recht ſchön!
Und nun hält er feſt eine kleine Hand zwiſchen ſeinen noch
eben zitternden Fingern. Und das Leuchten der Augen trifft ihn
noch ſieghafter. Da aus den erſten Worten ſich von ſelbſt eine
Unterhaltung ergibt, in der er nur allmählich ſeine Sicherheit
wiedergewinnen kann, iſt es ihm, wie wenn ſich hier eine alte
Bekanntſchaft zufällig wieder gefunden hätte auf einem Platz
an dieſe Hoffnung klammert er ſich inbrünſtig der das
Slück ſeines Lebens werden muß. Der ihm ſeinen Platz neben
der geliebten Frau und den in der Literatur ſchenken wird ...

[ ][  ][ ]

Unterſchiede. Sie beſtimmt die Wirtſchaft, prägt Geſtalt und
Weſen der von ihr abhängigen Menſchen. Weil aber die hol=
ländiſche
Grenze ein Land von eigener Art abſchließt, macht ſie
ſich ſo deutlich beim Ueberſchreiten bemerkbar. Holland iſt mehr
als das Land ohne Wald und Berge, das Land der weiten
Wieſen, der Holzhäuſer, der Windmühlen, der endloſen Straßen
und Baumzeilen, der Gräben und Kanäle, des bunten Vichs, es
iſt ein Land mit eigener Seele. Holländiſche Landſchaft und hel
ländiſches Volkstum ſind ein Ganzes. Leicht laſſen ſie ſich auf
eine einzige Formel bringen. Beiden gemeinſam iſt die Weite
des Blicks, die Klarheit der Geſamterſcheinung, die Einfachheit
des Weſens, die Geradlinigkeit, die oft bis zur Nüchternheit ſich
ſteigert. Hier kann Phantaſie nicht wuchern, ſie muß künntern
wie die dürftigen Kiefern in den Heideſtrichen im Süden des
Landes.

Die Laterna magica.

Von Rudolf Gläſer.
Als ich eines Cages auf dem Dachboden nach irgendeinem
Gegenſtand ſuchte, ſtieß ich wieder einmal auf das alte Gerümpel,
das dort ſchon zu meiner Jugendzeit unter Staub und Moder in
dämmrigen Ecken ſchlief. An der Wand ſteht noch wie vor
Jahren eine ſchwarze Kleiderpuppe, wie ſie die Schneiderinnen
zu gebrauchen pflegen, ein Numpf ohne Haupt und Glieder, der
lich mit greulichem Quietſchen auf einem Geſtell drehen läßt. Wie
oft hatten wir, mein Freund Dieter und ich, in unſerem jugend=
lichen
Drang zum Unruheſtiften die Puppe in phantaſtiſche Lun=
pen
eingekleidet, mit einem ſchauderhaften Geſicht verſehen und
mitten in den Naum geſtellt zum Schrecken aller, die ihn im
Swielicht zu betreten genötigt waren. Ueberhaupt hatten wir den
großen Dachboden, ſoweit er nicht zum Wäſchetrocknen benutzt
wurde, bei ſchlechtem Wetter immer zum Schauplatz unſeres

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und ſchärfer hervortretend. Dieter bediente den Apparat und
gab mit freudigem Stolz die Erläuterungen. Alle waren des
Lobes voll über den famoſen Lichtbildervortrag, nur Dieters
Vater erhob ſich mitten in der Vorſtellung gleichgültig und
meinte wegwerfend: Ach, das iſt ja nichts! Darum hättet Ihr
mich nicht aufzuhalten brauchen!
Das mußte Dieter furchtbar treffen. Sein Geſicht vergeſſe
ich nie. Es lag etwas unſagbar Serbrochenes darin. Ich wußte,
wie er ſich gefreut hatte, mit ſeinem Werk Ehre einzulegen bei
ſeinem Vater und endlich einmal ein Wort der Anerkennung zu
finden von ihm, den er trotz ſeinem abweiſenden Weſen aufrichtig
verehrte. Und nun die Enttäuſchung!
Als wir nachher allein im Simmer waren, verſuchte ich ihn
zu tröſten. Aber er blickte ſtarr und packte ſeinen Apparat zu=
ſammen
. Den Lampenzulinder ſchmetterte er in den Kaſten, daß
er zu Scherben zerklirrte. Dann brach er in ein gräßliches, bit=

2
K

Ne

Creibens erkoren. Man konnte da im Nu aus Stangen, den
Crümmern einiger Stühle, aus alten Cüchern und Decken das
ſchönſte Selt errichten, das entweder zu erobern war oder bei der
Lektüre grauſiger Geſchichten den ungeſtörten Genuß der ver=
botenen
Cabakspfeife ermöglichte, die aus einer ausgehöhlten
Kaſtanie und einem Strohhalm kunſtvoll verfertigt wurde. So
rauchten wir die milde Gabe der Buche und des wilden Weines,
während draußen der Negen auf das Dach des Hauſes hernieder=
trommelte
. Nichtig, hier hinter der Kleiderpuppe liegt auch
noch die zerriſſene Matratze, unſer Nuhelager im Selt, gerade
vor dem Winkel, wo unſere Eltern gemeinſam unſer altes Spiel=
zeug
aufzubewahren pflegten. Da ruht es noch, von Staub und
Spinnweben überzogen, beiſeitegeſchoben von der Geſchäftigkeit
der ſpäteren Cage wie die Erinnerung an die Jugendzeit.
Doch jetzt, wo ich die zerriſſenen Cücher beiſeiteſchiebe von
den Dingen, die frühere Cage freundlich erfüllten, da ſteigen Er=
eigniſſe
und Geſtalten jener Seit wieder vor mir auf. Da iſt das
glotzaugige hölzerne Schaukelpferd, das an unzählige Nitter=
kämpfe
gemahnt und an den Augenblick, da ich, zu wild ſchau=
kelnd
, über ſeinen Kopf hinwegſchoß und auf die Diele aufſchlug.
Eine altmodiſche Cruhe modert hier unter unzähligen Wurm=
ſtichen
dem Serfall entgegen; das erſte, was mir darin in die
Hände fällt, iſt eine dunkle Pappſchachtel, die einen ſchwarzen
Blechkaſten enthält, ferner einen mattgewordenen Hohlpiegel,
eine petroleumduftende Lampe, und, ſäuberlich eingewickelt, einen
Linſenſatz. Es iſt die alte Laterna magica, die Dieter gehörte,
und mit der er im geheimnisvoll verdunkelten Simmer die zauber=
hafteſten
Bilder an der weißen Wand hervorzurufen verſtand.
Er iſt ſchon lange tot, der arme Dieter, und ſeine Laterna
magica, in deren verrußter Petroleumlampe no chein trüber Neſt
des Leuchtöls zittert, ruft mir ein Ereignis in die Erinnerung,
das für vieles in leinem Leben ſinndeutend wirken mag.
Dieter lebte einſam zwiſchen ſeinen Eltern. Die Mutter be=
trachtete
ihn nur als kleines Kind, auch in ſpäteren Jahren noch,
das nur ernährt und gekleidet werden will. Darüber hinaus fund
lein Fragen und Suchen, all die kleinen Anliegen, wie ſie jedes
heranwachſende Kind nun einmal hat, kein Gehör bei ihr. Noch
weniger allerdings beim Vater, einem vielbeſchäftigten Beaiten.
Man ſchenkte ihm Spielzeug, reichlich ſogar, aber man ging nie
auf ihn ein und befaßte ſich wenig mit ihm. Darum war er oft
gedrückt und vermißte die Anteilnahme an ſeinen Beſtrebungen,
die das Geltungsbedürfnis des Kindes verlangt.
Als wir ungefähr zwölf Jahre alt waren, mündete die jugend=
liche
Abenteuerluſt in einen unbezähmbaren Wanderdrang ein,
und wir durchſtreiften gemeinſam in Cagesmärſchen unſere engere
Heimat, denn weitere Wanderungen waren uns nicht geſtaltet.
Wenn wir heimkamen, barg Dieters Skizzenbuch immer reiche
Ernte. Er war ein feiner Beobachter und konnte ſehr gut zeich=
nen
und außerdem wundervoll erzählen. Die allerunſcheinbarſten
Dinge bekamen Leben unter ſeinem Stift. Er jagte nach Ein=
drücken
, um daraus zu geſtalten. Und die Laterna magica, die
ſeinerzeit in die Verbannung mußte, als ihre Genüſſe ausgekoſtet
und erſchöpft waren, wurde in dieſer Wanderzeit wieder her=
vorgeholt
. Neue Bilder für die Sauberlaterne hatte man Dieter
nicht mehr angeſchafft, aber dafür hatten wir nun ein Verfahren
erſonnen, uns ſelbſt welche herzuſtellen, und planten einen Licht=
bilderabend
, der von unſeren Streifzügen erzählen ſollte. Swei
Wochen lang haben wir jeden Abend geſeſſen, über ſchmale
Papierſtreifen gebeugt, auf die wir mühſam mit Cuſche und
Waſſerfarben kleine Bildchen zeichneten. Die Papierſtreifen
tränkten wir dann mit Oel, wonach ſie durchſichtig wurden wie
Glasbilder. Wir arbeiteten mit einer Begeiſterung, die die
Jugend immer aufbringt, wenn ſie aus Eigenem ſchaffen darf.
Schließlich war der vereinbarte Abend herangerückt. Wir
hatten Dieters und meine Eltern, meine Geſchwiſter und zwei
Freunde eingeladen; Dieters Vater war nach langem Ueberreden
die Suſage zu entlocken geweſen, und weiteren Suredens bedurfte
es, daß er ſie auch hielt. Erwartungsvoll ſaßen alle in der ver=
dunkelten
Stube, bis auf dem hellen Kreis an der Wand bunte
Landſchaften auftauchten, erſt verſchwommen, dann immer klarer

teres Lachen aus, ein Lachen voller Verzweiflung, das um ſo
furchtbarer iſt, wenn es aus Kindermund kommt. Da begriff ich
ſeine unendliche Verlaſſenheit.
Mehr und mehr lebten ſich Vater und Sohn auseinander.
Daß auch ein Kind eine Perlönlichkeit mit eigenen Gedanken iſt,
daß es auch eine Seele mit ihren eigenen Geſetzen hat deſſen
wurde ſich der Vater nie bewußt. Darum flüchtete ſich Dieter in
ſich ſelbſt hinein und wurde allmählich verſchloſſen und faſt
menſchenſcheu, denn die Erlebniſſe der Kindheit geſtalten am
ſtärkſten an der Seele des Mannes.
Als der Vater ſchließlich einmal das Herz ſeines Sohnes
ſuchte, da war es zu ſpät. Sie waren ſich zu fremd geworden.
Und das Fremdſein brach in Zerwürfnis aus, mitten in Dieters
Studienzeit. Er war ja immer jäh und empfindſam, es verſtörte
ihn ſo, daß er keinen anderen Nat ſah: Er flüchtete in die Frem=
denlegion
. Niemand wußte darum. Aus dem Nif kam dann die
Botſchaft von ſeinem Code. Ein Jahr Strapazen und Verwun=
dungen
hatten ihn zerrieben. Jetzt ruht er drüben am Nande der
Wüſte, und ich halte hier ſeine Lampe in der Hand, und wenn ich
den ſchwarzen Docht etwas herausziehe und ein Sündholz daran
halte, wird ſie noch eine Weile brennen.

At

Verunglückte Witze.

Rarität.
Wenn Leſſing in Braunſchweig weilte, ließ er ſeinen
Diener in ſeinem Hauſe in Wolfenbüttel zurück und begnügte lich
mit einem Lohnlakaien namens Machwitz, der alles andere als
eine Leuchte war. Deshalb ſchilderte ihn Leſſing mit den Worten:
Sein Name iſt der einzige Witz an ihm!
Cotal verkorkſt.
Samuel Löffelholz aus Perleberg war in Berlin ge=
weſen
. Dort hatte er in einem Kabarett die Scherzfrage gehört:
Welcher Menſch hat vier Füße?. Mit Staunen hatte er die
Antwort vernommen: Das iſt ein kranker Infanteriſt: der hat
den rechten Guß, den linken Fuß, den Kuhfuß und den Cyphus.
Er bewegte dieſes in leinem Herzen und nahm es mit nach
Perleberg. Dort erzählte er es brühwarm ſeinen Stammtiſch=
brüdern
. Alſo, Kinder, ſagte er, ich habe im Berlin einen
glänzenden Witz gehört. Paßt mal auf! Welcher Menſch hat
vier Beine? Das wißt ihr natürlich nicht. Seht man, das iſt
ein kranker Soldat: der hat ein rechtes Bein, ein linkes Bein, eine
Flinte und eine Krankheit, ich glaube, es war das Nerveufieber.

Rette ſich wer kaun!
Um Gottes Willen, laſſen Sie uns umkehren, denn dort
kommt uns Schunkeltrietz entgegen! ſagte Mengepott zu ſeinem
Begleiter.
Nanu, meint dieſer, Schunkeltrietz iſt doch ein guter
Witze=Erzähler.
Ja, antwortete der ſchreckensbleich, eilig hinwegſtrebende
Mengepott, einer der beſten, denen ich je entronnen bin!
Alt, aber guf.
Ich werde Ihnen drei Mark für den Witz geben, ſagte der
Witzblatt=Nedakteur zu dem Witzfabrikanten.
Ausgeſchloſſen, erwiderte dieſer, für dieſen Witz habe ich
allenthalben vie weniger als 10 Mark bekommen!

Sch ach

Nummer 299.
Aufgabe 4 1.
J. Hartong in Rotterdam.
(1. Preis, Weſtern Daily Mereurh, 19200


KäNN
Aufs 1e9i
Kug Br 50
Gnert, auf

Weiß zieht und ſetzt in drei Zügen man
Prüfſtellung: Weiß; Kes Ld7 8d3 64 Bb3 b6 d6 nI
Schwarz: Kd5 Lb7 8a8 Ba5 b4 c7 f7 h5 18).
Partie=Stellung Nr. 4.
In einer am 29. Juli 1909 zu Wien geſpielten Poch
dem 24. Zug zu folgender Stellung:
Schwarz: E. L.
b d

a

rmdich
au ff ne
iüdte, wie

4

4

Rätſel

Mier
1. 2. 3. 4. 5.

b. b

h

lee na naſ no ot pi re

ſchiff ſe

Auflöſungen der Rätſel ans ?
Diagonalen=Rätſel.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

NBNL

T A.IB

I Z E

T I. E

A B B

S A T.8U

4 b de I g

Heizen.
Schiebrätſel.
Vos
Posten

h1. I.

Schär

Schar ac

Don au

de n u 8.
Johann Strauß.
Eine Ausfahrt.
1. Hagel, 2. Gig, 3. Regen.
Silbenrätſel.
Dromedar, 2 Imperativ, 3 Eguipage, 4 Me d
6 Neffe, 7 Sorau, 8 Cherubim, 9 Heiland, 10 Gfel
nedig, 13 Erika, 14 Regal, 15 Globus, 18 Euteses
18 Eiffelturm, 19 Nehemia, 20 Labyrinth, 21 Inde M.
dachin, 24 Engerling. Der Spruch lautet: Die 2
lieber Verleumdung als Ermahnung.

Druck u. Verlag: 8. C. Wittichſche Hofbuchtruckerei, Nheinſtr. 2. Verantwortlich f. d. Nedaktion: Dr. 6. Nette. Fernſpr. 1, 384 2392. Alle Nechte vorbehalten. Nachdruck verb. Lliſches: F. Haubwche.

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Weiß: J. Kreieſl.
Schwarz zog zuletzt Ta8o8. Nun ſcheint Figurenberluſl
o4 unvermeidlich. Es fol
t aber eine ſchöne, von langer Ham
Beillant und völlig korreft.
kombination. 25 Ld3sk‟
26. Lt 5 Ke6+ Kg8
der Kg8h8 27. NoLsd2 Dd8
To8 20. Td3d5 Deg.60 30, 741d0 be6-17 31. 1a0
mit Gewunn für Weiß.)27. Pc2Rd2 Dd87 28. Td2-d7
7+ Kf8g8 30. Nk7f6x aufgegeben.
(Nach der Wiener Schachzeitung.)

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Aid i ſ.
Muden
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u D Aäing
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E tmt

RWugr
S un diß

hten

Die Buchſtaben ſind ſo zu ordnen, daß die wage el
rechten Reihen gleichlautend folgende Fragen beantm./!
Fluß mündet in die Weſer? 2. Was wird viel beſunge i
man ein erbliches Nutzungsrecht? 4. Wie hieß ein
präſident?. 5. Wie nennt man einen fortlaufenden 2
Auf dem Waſſer.

N.....
B.e.. F.
2......"
P.....!
K.... G.."
S....... . . . 9o... R..
K...."
S....
An Stelle der Punkte ſetze man Buchſtaben, ſo dud
zeuge aller Zeiten und Völker entſtehen. Der Anfangshet
Wortes und die auf die fettgedruckten Punkte fal!
nennen den Titel eines Liedes von Franz Schubert.
Zur Vewwendung kommen folgende Buckſtabengrr41
chen cht damd del e fer fre ga gat gel 00m.

[ ][  ][ ]

unſchätzbare Nutze wann aach die Unglicksmenſche e bische uff=
geriddelt
wärrn dhete, aus ihrm Schlendrian; es kennt waaß
Godd nix ſchadde, wann ich aach wenich Hoffnung hab, dann bei
dene kann mer aach ſage: Ehnder geht ein Kamel dorch e Stobb=
nodelsohr
, als daß die e bische Vernunft a’nemwe dhun dhete.
Awwer nixdeſtowenicherdrotz: mer wolle alſo hoffe un
winſche, daß däre Ruwo mit ihrm Feldzug gääche de Leicht=
ſinn
en große Erfolch beſchiede is, un daß an uns all, vun
ganz owwe runner, bis zum klennſte Quetſchefräſſer, was henke
bleibt vun dene gude Lehrn, um daß mer net hinnenooch ſage
muß, mer hett mit däre Vera’ſtaldung weiders nix als Micke
geſeiht un Kamele verſchluckt .. ..
Un in dieſem Sinne nochmals
Ohwacht!
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: Unner uns geſagt, ich gäb net

ſo; ſthwacht! haaßt die Woch die Barohle un es
uge hwacht! indem daß in ganz Deitſchland
nach Fte Ruwo ausgebroche is.
Ar, Däß is net äddwa de Nome vun=ere neie Krank=
Goha- uns behiede! dann in dem Addickel ſin mer,
lem) rogel, der wo äwe härrſche dhut, wie im Himnel
ch zue rden, aach in unſerm liewe Städtche mehr als
peſnich. Mer kimmt ſich vor, wie in=eme große Schbi=
mnu
mer hieguckt, leije die Leit im Bett, un wo mer
gus ymmudlich aach, wann ſe net grad uff m Schäß=

viel druff, uff die Redde, wo ſe als uffm Rodhaus fiehrn, dann
däß is meiſtens bloß de Wehlerſchaft uff die Gei geſchwätzt, un
hott mitm Gemeinwohl wenich odder gornix zu dhu. Un iwwer=
haubt
kimmts erſtens ja doch zweidens annerſter als mer drit=
tens
denkt. Un ſchließlich un enölich muß doch was geredd
wärrn .. .."
Wann ſich dohärngääche en Stadtrat mit ſeine gereimte odder
ungereimte Weisheit außerhalb vum Rodhaus an de Lade
leecht, un dhut ſich mit ſeine Wichdichkeid briſte, un dhut däß
odder jenes kolbordiern noochher ſollt mer doch a’nemme, daß
däß was=er in de Effentlichkeid ſo enausbabbelt, bis uffs letzte
Jdibbelche ſtimme dhut. Alſo in dem Wahn hab ich ſeither
gelebt, un hab mich alſo iwwer den Drauwevorfall flichtmeßich
muggiert, wann ich gach net die Endriſtung uffgebracht hab, wie
ſäller Stadtrat, vun dem ich mer indiräckt die Sach hab ſage
loſſe; wie geſagt, in der a genummene Anahm, es ſtimmt uff
Heller un Fennich, was der kolbordiert hott. Awwer es hott
net geſtimmt, wenichſtens net ſo, wie der’s zum Beſte gäwwe
hott. Jetzt bin ich nadierlich die Dumm, un muß mich beim
Herr Gabler endſchuldiche. Was hiermit in aller Form geſchieht,
indem bei dem ganze Vorfall de Sack de Bennel net wärd is.
Alſo Herr Gabler, ich bidd hiermit kniefellichſt um Endſchul=
dichung
, wann ich falſch belehrt bin worrn, wanns widder vor=
kimmt
, ſolls net mehr vorkumme. Iwwrichens bin ich jo aach
net diejeniche welche, die wo ſich mit jedem Dreck befaſſe dhut,
un uff jeden Klattſch eneifellt, däß is mei Art vet. Awwer
no, wanns e Stadtrat ſeecht, ſollt mer doch maane . . . No, jeden=
falls
: amol uff dem ſei Geſchwätz was gäwwe, un net widder..
Iwwer die letzt Stadtratsſitzung an, ſich leßt ſich wir Be=
deidendes
ſage, außer, daß jetzt uff aamol jed Baddei in Wohl=
fahrtsbeſträwunge
mache will. Awwer wie gewehnlich kann
mer gach do widder ſage: Nachdigall ich heer dich dabbſche!
(Nemlich unner uns geſagt: im Härbſt is widder Wahl ...)

Wer ſich alſo die Woch en Unfall zuſchulde kumme leßt, der
fellt elend uff. Däßhalb ſag ich nochemol: Ohwacht! Dann

die Vorſicht is die Mudder vum Nachtſchrenckche!
Jetzt, was mich bedrifft, ſo bin ich nor froh, daß ich mein
Unfall bereits die vorich Woch hatt, wo ich uff dem Ooſe= Eis=
hiwwel
ausgeklitſcht bin, un hab mer de Fuß iwwerdräde. 12
weer mer wärklich peinlich gewäſe, wanns die Woch erſt baſſiern
dhet, dann, wie geſagt, ich muß net iwwerall debei ſei. Dohärn=
gääche
ſolle mei Mitmenſche aus meim Unfall Nutze ziehe, un
ſolle die Woch uffm Kiewief ſei, damit’s=en net ſo geht, wie
mir dabbich Dier, dann in dem Fall geht net jeder Fall ſo glatt
ab, un mer ſeecht als net vergäwens: Der hott e Glick, wie e
Ox, wann=er klitſcht! Allerdings, die Ooſe=Eishiwwel uff de
Drottwah, die kennte gach lengſt ewäck ſei; awwer ich vermud,
die wolle ſich die Haushärrn uffhewe, zur ewichen Erinnerung
an den denkwärdich grimmich=kalde Winder ſchrecklichen Ageden=
kens
. Annererſeiz frog ich mich awwer aach im Stille, zu was
mer eichendlich den Haufe Reinichungsgebiehrn an die Stadt be=
zahle
muß, wann ſe noch net emol e paar Mann fliſſich mache
kenne, die wo ſich for Geld un gude Wort in ihre freie Zeit mit
dene Eishiwwel beſchäfdiche, die kennde lengſt de Vergäſſenheit
anheim gefalle ſei un kaa Menſch braicht Hals un Baa zu riß=
giern
beim driwwerdabbe.
Abgeſähe dodevo; alſo die Ruwo, die will acht Dag lang
weider nix, als uns ehrſame, un bollizeiwiddrich unvernimfdiche
Zeitgenoſſe un Verkehrsbirchersleid uffriddele, un will zum
Schutz der Rebublick ſemtlicher Dabbſchädel, un der ganze Rodde
Korah vun rickſtendiche Reackziowär, die wo net in unſer fort=
ſchrittlich
Zeitalder baſſe, e Unfallverhiedungswoch
arrangſchiern, wo jeder weiders nix zu dhu hott, als däß, daß er
ſich net mudwillich in Gefahr begibt, denn bekanntlich kimmt der,
wo däß dhut, darinnen um. Däßhalb noch emol un zum dridde=
mol
ſag ich: Ohwacht! damit ihr die Woch net Eich un Eier
ehrenwärde Mitmenſche in Gefahr bringt.
Was mer awwer e Woch lang, wann mer e laa bische ſei
vier odder fimf Sinn zuſanume nimmt, an Unglicker un Unfäll
vermeide kann, däß ſoll gam aach in de iwwriche aanunfuffzich
Woche vum Johr net ſchwer falle zu vermeide. Ganz beſunners
ſollte awwer mei Geſchlechtsgenoſſinne behärziche, was=en do
wohlwollenderweis unner die Nas geriwwelt wärd. Un wann
ſe ſchun emol en Buwikobb hawwe, odder gar en Herrnſchnitt
dann därfe ſe ſich aach net mehr uff ihrn korze Verſtand beruffe.
Die Entſchuldichung hott frieher gegolde, wo ſe Zöbb hatte bis
in die Kniekehl. Un die Mannsleit, die querkebbiche Querkebb.
aanerlag ob ſe nooch Benzin ſtinke odder net, die ſolle ſich in ihre
Borniertheit net eibilde, 1s mißt ſich alles nooch ihne richte.
Im Ganze genumme is awwer de Ruwo e groß a geleech=
ter
Feldzug gääche de Leichtſinn, der wo bekanntlich, näbſt
de Lieb un=em Suff, die Menſche uffreiwe dhut. Un den
gilts zu bekembfe! Donn der Leichtſinn, däß is e ganz
gefehrlicher Bruder, der hott die meiſte Unglicker uffm Gewiſſe,
ggefange vun däre bekannde parradieſiſche Ebbelfräſſerei (dann
eſſe kann mer im dem Fall net mehr gud ſage!) bis zu ſällem
Nachtwächter, der wo geruffe hott: Bewahrt das Feuer un das
Licht, daß der Knecht die Magd nicht ſicht! Ich waaß zwar
net ganz genau, ob die Ruwo aach derardiche Unfäll im Aag
hott, awwer immerhie, ’s ſchad dorchaus nix, wann aach do druff=
hie
gedidde wärd.
Ferner is mers unbekannt, ob ſich die Ruwo gach uff
die Bolledick bezieht, uff de Reichs= un Landdag, un uff de
Stadtrat. Dann wer nor for drei Fennich Beowachdungsgab
hott, der macht die draurich Endeckung, daß verhältnißmeßich
do die greeßte Unglicker ageſtellt wärrm. Als uff unſer Koſte
nadierlichl Es weer däßhalb ſor die Allgemeinheit vun=eme

Un in bedräffs vun wääche däre, vun mir a gereechte Not=
hilf
Alſo mei liewer E. E. B., daß Ihr net iwwer die
Schubbo zu befehliche habt, däß is aach mir bekannt. Awwer
a' gaunzich Wort an die Schubbo un die Sach is im Schuß. Nem=
lich
die Herrn Schreeder un Karratziolla=Dellbrick, die ſin gornet
ſo, wie ſe ausſähe, ſundern die ſtelle gärn ihr Grimmberwage
un ihr Gail, un gach ihr Audo, ja, wanns fehlt, ſogar ihr
Panzeraudo zur Verfiechung. Alſo, nor kag Ausredd) Iww=
richens
is die Schubbo gäbbſchnitzicher als mancher ahnt
un waaß, ſunſt dhet ſe net alljährlich ſich annehernd hunnerd
Weihnachtskinner hole un dhet’n beſcheern; un zwar aus ihre
eichene Daſch ...."

92 beim wiedere Stand ſo, die kenne net ſo fei
inſ eraans, däß geht dene Leit ab . . . ."
weilich, uff ſo=eme Ooſe=Eishiwwel, die wo ſich

Un jetzt noch raſch e Wort iwwer die zwag kubbierde Denk=
mäler
, de Fillibb un de Schorſch. Alſo ſchun bald drei
Johr babbel ich mer Franze ans Maul, un frog in ganer Dur,
wie’s domit ſtind. Jetzt is däß ſcheinbar em Haurie’s Kunnrad
gach uffgefalle, un er hott ſich im Landdag e klaa Afvag ge=
leiſt
; un däß hott widder de Eduard Schneider druffgebracht, un
der hott im Stadtrat ’s Gleiche gedha. Obshilft?!
Jetzt, was mich bedrifft, ſo mecht ich bemärke: die zwaa
Standbilder hatte ſchun Bäch bei ihre Geburt (’s geht wit Denk=
mäler
ſo!) Urſpringlich ſollte ſe an Ei gang vum Schloß; ich
maam an die Hinnerbrick, däßhalb warn ſe gach hinne ſo bladd
wie e Kuchebrätt. Awwer de damaliche Großherzog wollt ſei
Vorfahrn net als Dierſteher hawwe. Un ſo hott mer ſe in de
Verzweiflung äwe dohie geſtellt, wo ſe ſeit Menſchegedenke
ſtande, un wo ſe niemand im Wähk warn. Märkwärdicherweis
hott mer ſich uff gamol rebublichaniſcherſeiz for bald drei Johr,
Sorje um ihr Geſundheit gemacht; mer hott ſe runner ge=
numme
, vun ihrne Poſtamender, un hott ſe ins Druckene ge=
ſtellt
. Gut, ſie wärrn aach däß iwwerſteh, dann ſie hawwe
zu ihre Läbzeide ſchwierichere Siddewatzione iwwerſtande
Daß mer awwer jetzt uff die glorios Idee kimmt, un will
die Name auskratze, un will Blumedibbe uff die Poſta=
wender
ſtelle, alſo ich muß ſage, däß hott grad noch gefehlt um
unſern Ruhm un Ruf als Stadt der Märkwärdichkeide weider=
hie
zu ſtärke un zu feſtiche. Däß is mehr wärt, wie e Dutzend
Stärn im Bädecker, mehr ſag ich net, danm der Schemieſtraach
reiht ſich wirdich an die annern . . . ."

iwwerdräde. Däß haaßt, ſo ſchlimm wars jo
läre Hochgeſtochene nor zeiche, daß die feine Leit
* Erank ſei kennte, un daß ich aach wißt, was ſich
Awwer die hott mich ausgelacht, um hott geſagt,
pezu geheern, e bische de Fuß zu verdräde, däß
Eiides, un däß hett weiders nix zu bedeide. Ich
Null ſo krank wärrn, wie ſie weer, dann kennt ich
wver däß weer ganz unmeechlich, indem uff de
Mand ſo krank wärrn kennt, wie ſie. Un ich am
Engem daß mir iwwerhaubt die gud Erziehung
Nobuſte Weibsbilder wie ich, die kennte im ganze
e aſtendich Kranckheid zuſammebringe, mit däre
ſſe kennt. Un dann hott ſe geſagt, ich ſollt nor
Melie, ihrm Mädche weers aach net ganz ſo.
7 Felfe, un zum ihrn Kram flicke, do is unſeraans
DWe GBeſundheit gut genuch.
an ich mer die Sach iwwerlegt, un bin zu däre
hme: liewer geſund, un wet zu de Vornehme
euhvel ſei, un 18 Geld zu verdocktern, odder gar
DeA lemt ich uff däß, was ich ſchun vun allem Afang
E9e. Nemlich im Deitſchland härrſcht alſo die Wock
BHaaßt uff deitſch, ſage un ſchreiwe, nix mehr un
* Ncherſk s twvi

ſtandene Flamme geſchleudert, erſtickt dieſe Löſung das Feuer
und beugt damit größerem Schaden vor.
Putzwaſſer für angelaufenes Silber. In einer
Flaſche löſe man 25 Gramm Fixiernatron in 75 Gramm Waſſer
auf. Befeuchte einen Lappen damit und reibe die Gegenſtände
damit ab, um mit gebrannter Magneſia nachzupolieren. Auch Gold=
und Platingegenſtände kann man damit behandeln.
Pfannen=Makkaroni mit Cornedbeef. Pro
Kopf rechnet man ½ Pfund Makkaroni, die man in Salzwaſſer
dick ausquellen läßt. Abgetropft gibt man ſie in eine Pfanne mit
Butter, Margarine oder Oel und läßt ſie mit in Würfel geſchnit=
tenem
Cornedbeef unter öfterem Wenden durchbacken. Schlägt
kurz vor dem Auftragen 12 Eier darüber und reicht ſie berg=
artig
angehäuft, mit geriebenem Schweizerkäſe.
Sammelt die Apfelſinenſchalen! Die allent=
halben
billig angebotenen Apfelſinen führen auch zu mehr oder
minder größerem Verbrauch. Die wenigſten denken aber dabei
daran, daß die ſonſt achtlos weggeworfenen Apfelſinenſchalen ſehr
vielſeitig verwendbar ſind. So ergeben ſie, mit Kartoffelſchäler
dünn abgeſchält und feingewiegt, mit Zucker vermiſcht, in ſaubere
Gläſer feſt eingedrückt, eine jahrelang haltbare Apfelſinen=
würze
, für allerlei Kuchen, Flammeries, Aufläufe, ſüße Soßen,
Limonaden, Bowlen uſw. Oder grob gewiegt und mit 96 prozen=
tigem
Spiritus aufgefüllt, in verkorkten Flaſchen 23 Wochen in
warmem Raume zum Ausziehen aufgeſtellt, dann mit Zncker=
löſung
aufgefüllt, einen vorzüglichen Orangenlikör.
Sonntag: Flädleſuppe, Rotkraut mit Rindslende.
Montag: Pfannen=Makkaroni.
Dienstag: Grünkohl mit Wellfleiſch.
Mittwoch: Wirſing mit Rinderbruſt.
Donnerstag: Schwarzwurzeln mit Hammelfleiſch.
Freitag: Gef. Goldbarſch.
Samstag: Sauerkraut mit Erbſenbrei und gebrat. Speck. mer bei Ihnen beſtellt.

Zeitgemäße Haushalt

veksluursu DiKTavox
Wn

ieie manche Hausfrau gering achtet.
Rich es Beſuches meiner Freundin wurden mir die
Mrulo guöffnet, wie Sparſamkeit ſelbſt in kleinſten
Een Ale Enſammeln läßt, die man andernfalls mit barer
Sieiehäßte.
1Peſten
=ſerer Unterhaltung wurden wir geſtört, ein
inchier e. Poſten Lebensmittel. Da ich ihr beim Aus=
* D ar wollte, zückte ich ſchon meine Taſchenſchere, um
2wſed zu löſen. Sanft, aber eindringlich hinderte ſie
Me e Vorhaben und ſuchte die Umſchnürung durch
Aelolme gewaltſame Verletzung des Bindfadens, zu
es Aich zu einer großen Maſche band. Dann ord=
S le den ſauberen Bogen und verwahrte ihn in
W3u Almmten Schrankkaſten.
We SLin in mußte aus meinen Mienen geleſen haben,
Shist, vol Stolz eine große Holzkiſte mit ſäuberlich
Sie Rnrdiadenknäuſchen in alln Stärken und fügte
Diefß

Ha

be no=ck;rat habe ich im Laufe der Monate geſammelt
a1s Bindfaden kaufen müſſen. Desgleichen
Dilt Nämtliche ſauberen Einſchlag= und Pack=

don / han von Kolonialwaren beſtimme ich zur Auf=
Mabfall und =grus, ſowie der täglichen Gemüſe=
Den ich täglich eine volle Tüte in den Oefen ver=
Deisjcnittel bei Zimmerbränden, un
0 Mart auch für dieſen nicht ſeltenen Fall eines
Zu ſein, ſollte man in dünnen ſogenannten
7 mindeſtens ½ Liter Inhalt, eine Miſchung
WPaſſer, 400 Gramm Kochſalz und 20 Gramm
erſichtlicher Stelle bereit halten. In die ent=

abe telegrafh eh. Lin Zinn

Mein Name iſt Trotzki.

[ ][  ][ ]

Die jungen Damen
von ubermorgen.
Es muß wohl von der Mutter Eva her
ewiges Erbteil aller weiblichen Weſen ſein,
daß ſie ſo viel Freude an hübſcher Kleidung
haben! Wenn man unſere Kinder von heute
belauſcht, wenn ſie allein ſind, dann merkt
man, daß das augenblicklich ſo beliebte
Schlagwort von der Angleichung der Ge=
ſchlechter
doch niemals ganze Wahrheit wer=
den
kann: die Buben reden doch immer über
ganz andere Dinge als die Mädelchen. Und
da im Kind der Keim des Denkens und Füh=
lens
des Erwachſenen ruht, werden alſo auch
die jungen Damen und jungen Herren von
morgen und übermorgen ſtets anders ge=
artete
Intereſſengebiete haben. Seien wir
zufrieden, daß bei den künftigen Damen das
Problem Wie kleide ich mich? genau ſo
ernſt und eingehend behandelt werden wird,
wie heute bei uns Großen! Betrachten.
wir es bitte auch nicht als Symptom zu be=
kämpfender
Putzſucht und Eitelkeit, wenn
unſere kleinen und größeren Mädelchen
untereinander ſchon jetzt über Kleider und
Kleidchen ſprechen; es gehört nun einmal zu
jeder Frau, daß ſie mit und in dieſen Be=
griffen
lebt, und es iſt bei richtiger An=
leitung
durch die Mutter beſtimmt förder=
lich
für die jungen Damen der kommenden
Generation, wenn die Mutter frühzeitig
ihren Blick für hübſche Kleidung weckt.
Man darf ohne Einſchränkung erklären,
daß unſere jetzige Kinderkleidung dieſen Er=
forderniſſen
vorbildlich genügt; alles iſt dar=
auf
geſtellt, in einfachen, kindlichen Linien
dem Kinde zu geben, was es braucht. Be=
wegungsfreiheit
, praktiſche Form und dabei
doch farbliche und ſtoffliche Schönheit. Das
unumſtößliche Geſetz der Mode, daß der
Zweck die Mittel zu beſtimmen hat, iſt hier
in der Vollendung angewendet. Nehmen wir
beiſpielsweiſe ein Schulkleid für eine der
Größeren: aus kariertem Wollſtoff iſt ein
ganz einfaches Jumperkleid gearbeitet; wei=
ßer
Batiſt ergibt ein ſchmales Weſtenlätzchen
mit knappem Bubikragen, leicht gebauſchte
Aermel und aufgeſetzte Täſchchen. Ein Stoff=
oder
Ledergürtel, eine Flatterſchleife in
gleicher Farbe ergeben luſtige, belebende

*

2.

S

Die moderne Drapierung
am Abendkleid.
Daß der Rock allmählich wieder länger wird, macht
ſich zunächſt am Abendkleid bemerkbar, allerdings auch
hier weniger als durchgehend verlängerter Schnitt;
vielmehr ſind es meiſt rückwärts angebrachte Dra=
pierungen
aus dem Stoff des Kleides oder aus paſ=
ſendem
ſchönen Seidenband, das ſich in langen
Schleppenden fortſetzt.
Wie ſie aufzugarnieren ſind, die Bänder und Stoff=
ſtreifen
, das zeigt unſere kleine Skizze.

Mite

Die Abendfriſur.
Nun iſt wohl unſere geſamte Frauenwelt Anhän=
gerin
der Bubenkopfmode geworden; man hat eben
erkannt, wie unendlich praktiſch, kleidſam und hygie=
niſch
das kurzgeſchnittene Haar iſt. Und aus dieſem
Grunde iſt feſt damit zu rechnen, daß unſere Genera=
tion
wenigſtens ſich nicht mehr vom Bubenkopf trennen
wird. Nur das Abendkleid verlangt etwas Rückſicht;
ehr kurz geſchnittenes oder vollkommen glattes Haar
wirkt nicht ſo feſtlich, wie es einem Abendkleid zu=
kommt
. Deshalb ſtecken ſich viele Damen tief unten
am Hinterkopf einen ſchwungvoll gedrehten Knoten
oder ein Büſchel winzig kleiner Löckchen an, die ein
paar Kämme oder Spangen Nadeln würden nicht
genügend Halt geben befeſtigen.

Das ſtoffreiche Abendkleid
Jede Tageszeit hat ihren beſtimmten, eigens für ſie
erdachten Kleidertyp; und von unſeren Frauen ver=
langt
man, daß ſie zu jeder Zeit, zu jeder Stunde das
rechte Kleid wählen. Man trägt am Vormittag kein
glockig wippendes Seidenkleid und man beſucht ebenſo=
wenig
einen eleganten Tee im einfach=feſchen Jumper=
kleid
aus irgend einem ſchönen Trikotſtoff; eines wie
das andere wäre deplaciert und würde vollauf ge=
nügen
, der betreffenden Frau die Stimmung und die
geſellſchaftliche Sicherheit zu nehmen, denn wir
ſind nun doch einmal abhängig von unſerem äußeren
Menſchen, wir geireuen Anhängerinnen der Frau
Mode. Und Anhängerinnen der Mode wollen wir
ſein, nur keine Sklavinnen. Wir wollen uns von den
Grundzügen, von den Geſetzen der Mode beeinfluſſen
kaſſen, wollen aber nicht alles und jedes bedingungs=
los
annehmen. Die augenblickliche Mode macht es uns
nun wirklich leicht, uns paſſend zu kleiden, das heißt,
etwas zu wählen, das ganz unſerem Typ angepaßt
iſt, denn einer der größten Vorzüge unſerer Mode iſt
eben ihre große Vielſeitigkeit! Hat es denn im Laufe
der Jahre ſchon einmal eine Mode gegeben, die ſo viel
Verſchiedenes zu gleicher Zeit herausbrachte, die ein
enges, figurbetonendes Koſtüm, ein knappes, anliegen=
des
Jumperkleid neben ein weites, unendlich ſtoff=
reiches
Glockenkleid ſtellte? Ueber dieſes weite Kleid
das in ſeiner ſveiteſten, betonteſten Form dem Abend
vorbehalten iſt, wollen wir uns heute ein Weilchen
unterhalten. Sie zeichnen ſich aber nicht nur durch
beſonderen Stoffreichtum aus, dieſe Abendkleider, ſie
find auch im Arrangement der Stoffe wirklich einzig=
artig
ſchön. Das Hauptintereſſe gehört dem Rock; an

Effekte. Allerdings iſt ſolch
ein bißchen empfindlich (alſo am
zieher zur Achtſamkeit), abern
Mädchen doch vielleicht mehr:g
Kleid geeignet wvie als Schulkle 2.
Zweck iſt das Ideal noch imme=
ſenkleidchen
, deſſen Form heuu
mehr wie einſt zweiteilig ge,e
ſondern als durchgehendes (7
farblich vorteilhaftem Wollſtoff
mäßig iſt natürlich der ausin
waſchbare Kragen mit der
quergeſtellten ſchwarzen Seides
unter der ein dreieckiges, eingom
den harmoniſchen Abfchluß des
bildet. Das Kleid ſelbſt aberi
Kleid mit einer in zwei Dreieckäu
ausſpringenden Sattelpaſſe, uu
wärts zeigenden Spitzen je en
gelegte Falte nach unten bis zu.
geht. Ein ſchmaler Ledergürte
das Kleid zuſammen, das durm
ganz außerordentlich für dieſ
wegungsfreiheit ſorgt.
Für kindliche Geſelligkeitem1
Veranlaſſungen wird, man nnt
etwas beſonders Apartes für
jungen Damen erdenken war
mal eine Anlehnung an die
deren wichtigſte Vorbedingung
heit der Figur, hier beinahe nr
gegeben iſt. Dieſem Zuviel e
paßt man ſich natürlich an: di
in ſeinem Oberteil ziemlich
liegt über den Hüften an und
rade herunter, wobei beiderſet
Teile mit eingelegten Falten d
ergeben. Die Aermel werden
in Rückſicht auf die jugendliche
Arme in nach unten zu we=
Linie geſchnitten. Eine aparte
deren Enden ſich überkreuzenn
kleinen Ausſchnitt; dreieckig ge
ſchen aus dem Material dieſen
decken die Anſatzlinie der am
ten Teile.
Für die allerjüngſten Darn
gegen das -Hängerkleid imme
es gibt ja genug Variationen
ein hochſtehendes Blendenkm.
ſeitlich zur Schleife gebunden
zenſchmuck um den Oberärme
ſowie in origineller Anordne
Skleidmitte.

Me

3u
in

VM

M.30
5.4

ihm kommen die verſchiedenſten modil
weit mehr zum Ausdruck, als an den
glatt und ſchmucklos gehalten ſind.
dings die ganz glatt anliegenden Tau.
kleider, denen, wenn ſie auch nicht reig
irgendwie auffallend hergerichtet ſind, Ae=
den
, markierenden Teilungen doch
wirklich neue Mode geben. Im allgen
ſich über die Taillen nichts Neues 10g‟
von den Röcken in ihrer ganzen wibpe.
Intereſſant ſind die unendlich wei=
durchgehend
geſchnittenen Prinzeßilel
die nach unten rapid zunehmende
Schnitt liegt (a). Intereſſant und 9
Bewegung unwahrſcheinlich ſchön ſind
ren Volants gebildeten Röcke, die n99"
winnen, wenn ſie rückwärts ein beine
länger ſind als vorn (b). Die ſchoſh
werden durch die prachtvollen neulen
die man meiſt mit irgend einem andele
Seide oder mit Velours=Chiffon koſlte
mit Rock und Bluſe, trotz der verſch.
etwas Verbindendes, Vermittelndes
vollſtändigt man den Spitzenrock durd
Samt= oder Seidenbahn, die im Zile.
ſaum hängt (c). Das letzte unſer
ſehr ſchönes Nachmittagskleid aus
Samt, mit ſchlichter Taille, langen 9*
meln und einem glockig ausfallend‟‟
Der einzige Schmuck an dieſem vorne.
ſamen Modell iſt eine Straßagraſſe.
erweckt, als ob ſie die glockig ausſal.
hielte.
Zu allen Modellen ſind Lyon=Schnl

[ ][  ][ ]

ſt zweitl
urchgehrt
in 4u
türlich
gen

RFG.

Sonntag, den 24. Februar 1929

Seite 23

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tes nötig, die Wäsche, dielängere Zeit
eegen hat oder durch ungeeignete
enandlung unansehnlich geworden
zzu bleichen. Bereiten Sie sich eine
a te Sillauge, legen Sie die vorher
Fenko-Bleichsoda eingeweichte
äsche hinein, und kochen Sie eine
gute Viertelstunde. Der
Erfolg ist: tadellose
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Wäsche.

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Weltreise auf steuerFxeiem DKW.

K6
Die Gebrüdker Aufermann, welche zu zweit auf einem steuerfreien DKW
durch drei Erdteile mit plombiertem Motor 25000 km pannenlos zurücklegten.
Da
Nup pewanrte
Motorrad-Typen kaufen!
In unseren letzten Anzeigen zeigten wir Ihnen, daß kein Mo=
torrad
alle Bedingungen wie Schönheit, Bequemlichkeit, gute
Fahreigenschaften, moderne techn. Ausrüstung, Zuverlässig-
keit
und Schnelligkeit so restlos erfüllt wie DKW. Heute wollen
wir noch nachweisen, daß diese Behauptung durch eine bei-
spiellose
Bewährung unserer DKW-Motorräder bestätigt wird.
Wir wissen es zu verantworten, wenn wir be-
haupten
, daß sich unter den steuerkreien Motor-
rädern
der Weit keine Type auch nur an=
wähernd
so vielkach bewährt hat wie DKW:
1. 25000 km mit Sozius auf einem steuer-
Freien DKW pannenlos durch drei Erd-
keile
ist eine beispiellose Leistung, welche die Gebrüder Aufer-
mann
mit einem vom ADAC vierfach plombierten Motor im Herbst
1928 durchführten. Wenn Sie bedenken, daß die Fahrt auf einer
z-beliebigen Serienmaschine über unglaublich schlechte Straßen,
wie über weglose Strecken durchgeführt wurde, mit einer Be=
lastung
von zwei Personen, dann können Sie die Größe dieser
Zerreißprobe voll ermessen.
2. 80o00fach bewährt in der Praxis! Das ist
eine Ziffer, die kein anderes Fabrikat für ein 200 ccm-Modell
nennen kann, Hunderte von Schreiben vollster Anerkennung
erzählen uns, daß unsere Kunden anf diesem Modell bis zu
100000 km obne Panne zuzückgelegt haben.
3. 200000 gelieferte DKW. Zweitakt- Mo-
toxen
beweisen die von uns richtig erkannte Ueberlegenheit
des Zweitaktsystems. Nur ein ventilloser Zweitakter kann in der
Hand des Laien eine solche Lebensdauer ohne wesentliche Re-
Paraturkosten erreichen. Nur ein Zweitakter kann dank der
dichteren Zündfolge bei so kleinem Volumen so große Leistungen
abgeben. Nur ein DKW-Zweitakter ist so unbedingt zuverlässig.
weil durch die Vereinigung von 4 Funktionen im Schwungrad
Schwungrad, Magnet, Lichtanker und Turbo-Ventilator alle
empfindlichen Antriebsteile, wie Ketten und Zahnräder ausschalten.
4. Ueber 1o0o erste Preise in Rennen und
Zuverlässigkeitsfahrten fügen den Schlußstein in
die Beweiskette nicht nur der unbedingten Zuverlässigkeit, sondern
auch der unerreichten Schnelligkeit der DKW-Zweitaktmotorräder.
Diese vorzügl. Bewährung der DKW-Zweitakter in der Praxis
sind das ganze Geheimnis der sturmartigen Entwicklung zur
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