(nummer 10 Pfennige
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
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Nummer 348
Samstag, den 15. Dezember 1928. 191. Johrgang
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Rabat weg. Bankfonto Deuiſche Bank und Darme
ſädter und Nationalbank.
Die Reparalionsfrage Sache der Sinanz=, nicht der Außenminiſter. — Vorausſichtliche Einberufung der
Sachverſtändigen Ende Januar. — Unüberbrückbare deutſch=franzöſiſche Auffaſſung bezüglich der
Feſt=
ſtellungskommiſſion. — Löſungsverſuche durch diplomakiſche Verhandlungen.
Der Skreit
um die Auslegung des Arkikels 431.
Räumungsverhandlungen im Januar.
* Lugano, 14. Dez. Priv.=Tel.)
Um 5.30 Uhr begab ſich Reichsaußenminiſter Dr.
Streſe=
ann nach dem Hotel Splendide zu einer Unterredung
it dem franzöſiſchen Außenminiſter Briand.
us der gemeinſamen Beſprechung zwiſchen
riand und Streſemann wurde nach drei
Viertelſtun=
n eine Beſprechung zu dritt mit Chamberlain,
der franzöſiſche und der deutſche Außenminiſter ſich nach dem
rand Hotel begaben, um Chamberlain aufzuſuchen. Die
Be=
rechung zwiſchen den drei Außenminiſtern dauerte ungefähr
2 Stunden und war um 7½ Uhr beendet. Damit dürften die
ganeſer Beſprechungen zwiſchen den Außenminiſtern ihren
bſchluß gefunden haben. Ueber den Rahmen und Inhalt der
ßten Unterredungen verlautet von unterrichteter deutſcher
eite: Die Außenminiſter haben ſich eingehend über die
Erklä=
ingen auseinandergeſetzt, die im Reichstag, in der franzöſiſchen
ammer und im engliſchen Unter= und Oberhaus abgegeben
ſrden ſind und die, wie man ſo ſagen kann, das juriſtiſche
Ter=
in bildeten, auf dem ſich die ganzen Beſprechungen vollzogen.
Fe Auffaſſungen, die in den
parlamentari=
ſen Erklärungen zutage getreten ſind, haben
h nicht geändert. Es war deshalb naturgemäß, daß
i der Unmöglichkeit, die juriſtiſchen
Auffaſ=
ngen einander näherzubringen, man im Laufe
rBeſprechungen auf das Gebiet praktiſcher
litiſcher Erwägungen überging und
die Genfer Beſchlüſſe, ihre Auslegung und ihre
Möglichkeiten
n Gegenſtand der Beratungen machte. Von den Genſer
Be=
üſſen fiel der Teil über die
Reparationsverhand=
ngen nicht in die Kompetenz der in Lugano anweſenden
ßenminiſter, ſondern der Finanzminiſter. Man hat die
handlung der Reparationsfragen ebenfalls geſtreift und auch
e Namen der künftigen Sachverſtändigen
aus=
tauſcht, ſowie ſich darüber auseinandergeſetzt, daß der
hrſcheinliche Einberufungstermin der
er=
n Sachverſtändigen=Beratungen auf Ende
nuar fallen wird. Den Vertretern Englands und
Frank=
hs iſt von vornherein prinzipiell erklärt worden, daß
eine Feſtſtellungskommiſſion mit einer Wirkſamkeit über
das Jahr 1935 hinaus für keine irgendwie geartete deutſche
Regierung überhaupt diskutabel
Dieſe offene und fortgeſetzt wiederholte Feſtſtellung iſt auf
Außenminiſter Englands und Frantreichs nicht ohne Einfluß
lieben, und es beſteht in dieſen Kreiſen die Auffaſſung, daß
Gedanke einer Feſtſtellungskommiſſion in der Form der Gen=
Beſchhüſſe nicht aufrecht erhalten wird. Es dürften alſo
ernſt=
te Anſtrengungen gemacht werden, um nach einer anderen
htung eine Löſung des Problems zu finden, die
ſo=
hl für Deutſchland, wie für Frankreich und
gland annehmbar iſt. Ueber die Löſungsverſuche
ſol=
nach den Luganeſer Beſprechungen diploma=
Ghe Verhandlungen aufgenommen werden. Ihr
Be=
n dürfte ungefähr mit dem Zuſammentritt der
Sachberſtän=
enkommiſſion für die Reparationsfrage zuſammenfallen. Die
Zenminiſter ſind, um dieſe Verhandlungen nicht zu
präjudi=
en, übereingekommen, darüber nichts zu ſagen. Es iſt
vorläu=
noch vollkommen offen, wie im einzelnen der Inhalt der
olomatiſchen Verhandlungen über die
Räu=
ing und die Feſtſtellungskommiſſion, die
hrſcheinlich im Januar beginnen, beſchaffen ſein
den.
Es ſteht natürlich feſt, daß die deutſche Theſe aufrecht
rhalten wird, daß zwiſchen Näumung und Neparation
kein Zuſammenhang beſtehen kann.
wird aber hier der Verſuch einer praktiſchen Löſung
unter=
imen werden. Die Räumungsfrage von den Reparationen
angig zu machen und den Artikel 431 dahin auszulegen, daß
Recht auf Räumung erſt mit Erledigung der geſamten Repa=
Onsverpflichtungen Deutſchlands gegeben ſei, iſt vollkommen
innig. Schon in Verſailles rechnete man mit einer
Mindeſt=
der Reparationszahlungen von 30 Jahren, woraus
hervor=
daß die antizipierte Räumung ſelbſt von den Verfaſſern des
ſailler Vertrages nicht von der völligen Erledigung der Re=
Alonsverpflichtungen abhängig gemacht wurde. Es herrſcht
rſcheinlich auch zwiſchen den drei Außenminiſtern Ueberein=
WAng darüber, daß nur eine Geſamträumung in Frage
kom=
kann. Bei den Beſprechungen iſt auch die Praxis der Be=
N9sbehörden, die ſich offenſichtlich gegen die Induſtrie
gegen die wirtſchaftlichen und morgliſchen Intereſſen der
IAlkerung richtet, beſprochen worden.
Algemein läßt ſich alſo feſtſtellen, daß die drei
Außen=
miſter von ihren bekannten juriſtiſchen Theſen nicht
ab=
gewichen ſind.
engliſche Haltung hat bei den Beſprechungen eine
ondere Rolle geſpielt, weil ſie offenſichtlich das Be=
Den zeigte, ſich nicht zu exponieren. Die ſcharfe Kritik in Eng=
land hat den engliſchen Außenminiſter in Lugano offenbar zu
einer großen Zurückhaltung veranlaßt. Die franzöſiſche
Auffaſſunghat ſich bis jetztnurwenig geändert,
ſonſt wäre man bereits in Lugano zu einer gewiſſen
Verein=
barung gekommen, wenn Briand auf die franzöſiſche Forderung
nach der Feſtſtellungskommiſſion über das Jahr 1935 hinaus
ver=
zichtet hätte. Das Eine muß allerdings feſtgeſtellt werden, daß
die Geſamtlage, nachdem die drei Außenminiſter ſich ſechs
Mo=
nate nicht geſehen hatten, etwas entſpannt iſt.
*
Dr. Streſemann wird ſich nach der Ratstagung noch einige
Zeit in dem Kurort Agra bei Lugano aufhalten. Die Gattin des
Reichsaußenminiſters wird in den nächſten Tagen in Lugano
eintreffen. — Die Mitglieder der deutſchen Delegation reiſen am
Sonntag nachmittag nach Berlin zurück.
Engliſch=italieniſche Beſprechungen in Lugano.
„Von der engliſchen Delegation wird heute nachmittag
bekannt=
gegeben, daß Chamberlain in Fortſetzung der zu Beginn der
Woche mit dem italieniſchen Unterſtaatsſekretär Grandi
aufge=
nommenen Beſprechungen im Laufe des heutigen Tages eine
längere Unterredung mit dem italieniſchen Ratsvertreter S=ialoja
hatte. Wie aus den Beſprechungen hervorgeht, ſind die
bei=
den Regierungen über die Prozedur der
Durch=
führung der Genfer Septemberbeichlüſſe
voll=
kommen einig.
Dieſe etwas überraſchende Betonung des engliſch=italieniſchen
Einverſtändniſſes nach den letzten fühlbaren
Meinungsverſchieden=
heiten in der Frage des Flottenkompromiſſes zwiſchen den beiden
Ländern wird in Lugano unterſchiedlich kommentiert. Auf der
blicken, daß England und Italien lediglich an der
Reparationsfrage intereſſiert ſeien und die Frage
der Räumung ſowie der
Feſtſtellungskom=
miſſion deutſch=franzöſiſchen Erörterungen
überlaſſen. Dadurch ſoll auf Briand ein Druck
in der Räumungsfrage ausgeübt werden.
Wahrſcheinlicher jedoch iſt eine andere Verſion, die in dieſer
Unterſtreichung der gemeinſamen Zuſammenarbeit ein Anzeichen
dafür erblicken will, daß Italien aus den Luganeſer
Beſprech=
ungen Grandis den Schluß gezogen hat, daß ihm vorerſtkeine
reich in eine neue Front der Entente cordiale
zu treten. In franzöſiſchen Kreiſe iſt man über das
Kom=
munigus ein wenig beſtürzt und will darin einen engliſchen Verſuch
ſehen, ſich von der Verantwortung der Zerfahrenheit der
Be=
ſprechungen in Lugano reinzuwaſchen und Briand die Schuld
dafür zuzuſchieben.
Enkkäuſchung in England über Chamberlgins
Rheinland- und Repgrakionspolitik.
Wenn die politiſchen Wochenſchriften ein Gradmeſſer für die
Stimmung der engliſchen öffentlichen Meinung ſind, ſo ſpiegeln
ſie deutlich die große Enttäuſchung über Chamberlains Politik
in der Rheinland= und Reparationsfrage wider. Man habe
an=
ſcheinend in den bolitiſchen Kreiſen der Alliierten vollkommen
überſehen, daß ſich die Geſamtlage ſeit dem Frieden von
Ver=
ſailles durch den Abſchluß der Locarnoverträge und des
Kellogg=
paktes, ſowie die Rückwirkungen des Eintrittes Deutſchlandes in
den Völkerbund weſentlich verändert habe, wozu komme, daß die
Frankreichs gelöſt. Das engliſche Volk als ſolches, ſo ſagt „
Spee=
tator”, wolle die baldige Räumung des Rheinlandes. Die
Tat=
ſache aber, daß Frankreich immer wieder Schwierigkeiten mache,
ſeit mit ein Grund, warum ſich die öffentliche Meinung im
Gegenſatz zur amtlichen Politik von Frankreich fortentwickle. Da
gleichzeitig auch die Politik Frankreichs eine Gegenwirkung in
Deutſchland hervorrufen würde, ſo bedeute die
Rheinlandbe=
ſetzung letzten Endes eine Bedrohung des europäiſchen Friedens
und keine Garantie. — Endlich nimmt die „Saturday Review” nicht beſſer wurde. In einer Reihe von Ortſchaften hat die
energiſch Stellung gegen die Politik der Alliierten in der
An=
ſchlußfrage. Man könne wirklich nicht ſehen, wie eine
gemein=
ſame Zollgrenze den Frieden Europas irgendwie beeinträchtigen
könne. Auch in dieſem Punkte ſei die alliierte Politik gefährlich,
da ſie ſich der natürlichen Entwicklung Europas widerſetze und
nur unnütz böſes Blut ſchaffe.
2as Ergebnis der rumäniſchen Kammerwahlen.
EP. Bukareſt, 14. Dezember.
Um 1 Uhr nachmittags wurde offiziell das endgültige
Reſul=
tat der Kammerwahlen bekanntgegeben. Danach entfallen auf die
Nationale Bauernpartei zuſammen mit den kogliierten Parteien
349, auf die ungariſche Partei 15, auf die Liberalen 13, auf den
Avereseu=Jorga=Block 5, auf die Lupupartei gleichfalls 5
Man=
date. Bezüglich der Verteilung der Reſtſtimmenmandate iſt eine
Meinungsverſchiedenheit zwiſchen der liberalen Partei und der der lokalen Behörde getötet, ſtaatliche Gebäude in Brand geſetzt
Regierung entſtanden, da ſowohl die Liberalen als die
Regie=
rung die Reſtſtimmen für ſich beanſpruchen. — Das obige
Wahl=
ergebnis kann daher eigentlich nicht als ganz endgültig betrachtet
werden.
* Rußlands gegenwärtige Lage
Von unſerem Berichterſtatter.
N. Moskau, Anfang Dezember 1928.
Noch unlängſt dachte man, daß die Gerüchte vom
heran=
nahenden Hunger übertrieben ſeien, aber jetzt iſt es ſchon für alle
klar, daß man wirklich gehörig hungern müſſen wird. Uebrigens
hungern jetzt ſchon viele, vorerſt freilich wegen Geldmangels,
weil die Preiſe für die notwendigſten Artikel dauernd ſteigen.
Weißbrot iſt auch für Geld ſchon längſt nicht mehr da, anſtatt
deſſen wird etwas ganz Undefinierbares, Grau=ſchmutziges und
faſt Ungenießbares gegeben. Doch es hilft nichts — es muß
ver=
zehrt werden. Am ſchlimmſten ſind die langen Polonaiſen vor
den Lebensmittelgeſchäften, für die man ſich ſchon zur Nacht
an=
ſtellt, weil großer Warenmangel herrſcht und weil man öfters mit
dem Beſcheid weggeſchickt wird, ſich am anderen Tage wieder zu
melden. In Erwartung der Hungersnot kurſieren in der Stadt
järgerliche Geſpräche vom täglichen Brot, wie in den Jahren
1918, 1919, 1920, und zwar überall — zu Hauſe, zu Gaſt, ſogar
während des Dienſtes. Wieder Gerüchte und Angſt. Denn der
Hunger zeigt wieder ſein ſchreckliches Antlitz.
Im großen ruſſiſchen Reiche gibt es ſeit zwei Monaten
über=
haupt kein Weißbrot, keine Butter, keinen Tee, keinen Reis, keine
Makkaroni, keine Grütze, keine Heringe. Im Sowjetſtaate wird
wenig gegeſſen, aber dafür viel getrunken. In jeder
Straßen=
bahn ſind faſt regelmäßig 3—4 Betrunkene. Die Stadttrinkt,
das Dorf trinkt mit. Man trinkt einfach ſtaatlichen Wodka
oder das ſelbſt erzeugte Surrogat, „Samogon” genannt.
Die Witzbolde ſcherzen und meinen, daß die Sowjet=Regierung
* Lugano/ 14. Dezember. (Priv=Tel.) die Trunkſucht zum Aerger Trotzkys unterſtützt, da der in
Un=
gnade gefallene Würdenträger zurzeit ſeines Wohlergehens
be=
hauptete, daß in den „eiſernen Beſtand der
Revolutionserobe=
rungen” unbedingt das Wodka=Verbot hingehöre, d. h. „die
Liqui=
dation der ſtaatlichen Trunkverleitung des Volkes”. Nun alſo,
um Trotzky zu widerlegen, um die Oppoſition zu beſchämen, hat
der Kreml ihr zum Trotz dieſe „revolutionäre Errungenfchaft”
vernichtet, den Wodka wieder hergeſtellt und wieder wird das
Volk zum Trunke verleitet.
Man darf annehmen, daß das herannahende Jahr für
Mos=
kau ein Jahr der Entſcheidungen ſein wird. Innenpolitiſch wie
außenpolitiſch. Es muß ſich zeigen, ob die amerikaniſche
Aner=
kennung wirklich kommt, auf die Moskau wegen der amerikaniſchen
Verſtimmung gegen England hofft, und es muß ſich zeigen, ob
dieſe Spannung zwiſchen angelſächfiſchen Nationen auch den
eng=
einen Seite will man darin eine Betonung der Auffaſſung er= liſchen Druck auf Sowjetrußländ vermindert, und ob ſchließlich
auf dieſem Wege neue Verhandlungen mit England aufgenommen
werden können. Mit einem Wort: die außenpolitiſche Frage
Sow=
jetrußlands an das Jahr 1929 iſt: kommen wir aus der
politſchen Iſolierung heraus oder nicht?,
Innenpolitiſch ſcheint die Karriere Stalins ihren Höhepunkt
erreicht und überſchritten zu haben. Sein größter Erfolg war der
Sieg rüber die Oppoſition, aber dieſer Sieg war wohl ein
Pyrrhus=Sieg; der ſeine Kräfte vielleicht gebrochen hat.
Im gegenwärtigen Moment iſt ſein Einfluß lange nicht ſo groß,
wie es noch vor einem Jahr der Fall war. Ebenfalls bereitet
andere Wahl bleibe, als mit England und Frank= ganz offenſichtlich die Uneinigkeit in der kommuniſtiſchen Partei
der Sowjetregierung gegenwärtig ganz beſondere
Schwierig=
keiten Kommuniſtiſche Fehler, Mängel und Laſter fangen an, in
ſehr fühlbarer, ja geradezu krankhafter Form aufzufallen. Allein
mit Schlagworten, ſeien es rechte oder linke, iſt nichts zu
er=
reichen. Und dabei iſt keine Zeit zu verlieren. Wenn bei der
Verſorgung der Städte mit notwendigſten Lebensmitteln
Stö=
rungen vorkommen, iſt man gezwungen, ſich aller möglichen Mittel
zu bedienen, ohne Rückſicht auf Empfindungen zu nehmen, die
man gerne geſchont hätte.
Unter den Schwierigkeiten, welche die Sowjet=Regierung zur
Zeit durchzumachen hat, ſteht nun einmal im Vordergrund die
Bauernfrage. Trotz der Verſicherungen, ein für allemal auf
den zwangsmäßigen Ankauf von Getreide zu verzichten und den
Bauern die volle Freiheit zu laſſen, über ihre Getreidevorräte zu
verfügen, hat die Regierung ihr Verſprechen wegen der
kataſtro=
phal geringen Getreidebereitſtellungen während des letzten
Herb=
ſtes, nicht halten können und war wieder gezwungen, ſich der
bewaffneten Macht zu bedienen. Die
Strafdetache=
ments überfielen die Dörfer und verlangten unter Arreſt= und Er=
Entwaffnung Deutſchlands durchgeführt ſei. — Die Sicherheits= ſchießungsdrohungen von den Bauern ſofortige Aushändigung
frage ſei alſo wie die „Nation” ſchreibt, praktiſch zu Gunſten aller Getreide=Vorräte zu drei= oder zuweilen ſogar vierfach
niedrigeren Preiſen, als den Bauern ſeitens der Privatkäufer
ge=
boten wurden. Während der Regierungspreis für ein Pud
Weizen bloß 1 Rubel 30 Kopeken war, zahlten die Privatkäufer
4—5 Rubel pro Pud.
Mit dem von den Bauern zwangsweiſe aufgekauften Getreide
wurden alle Stations=Speicher überfüllt, aber auch dieſe reichten
nicht aus, ſodaß man gezwungen war, das Getreide draußen
ohne Bedeckung abzuladen. Ein Verfahren, durch das das Korn
Obrigkeit verordnet, die Kirchen als Speicher zu
be=
nutzen, auch dieſe Maßregel hat auf dem Lande ſtarke
Empö=
rung hervorgerufen. Ebenſo der Zwang zur Zeichnung der
In=
duſtrialiſierungsanleihe.
Der letzte Tropfen, der das Maß der Bauern=Langmut zum
Ueberlaufen brachte, war die in dieſem Jahre zum erſten Male
eingeführte ſogenannte „individuelle” Beſteuerung,
deren Höhe nur von dem Steuereinnehmer
ab=
hängt und aufs Geratewohl beſtimmt wird. Es
gibt gar keine Hemmungsgrenzen zum Beſteuern, und man kann
ſich leicht die Willkür vorſtellen, die bei dieſer Steuereinziehung
herrſcht. Dabei iſt zu bemerken, daß die Sowjetpreſſe ſelbſt von
der Unhaltbarkeit der Zuſtände berichtete und noch berichtet. Aber
ſogar die Regierung iſt machtlos gegenüber dem Chaos, das auf
dem Lande bei der Steuereinnahme herrſcht. Kein Wunder, daß
das Bauerntum ſich aufregt, daß mal hier, mal da die Vertreter
werden.
Die Bauern=Terror=Welle flutet wieder
durch ganz Rußland. Wird ſie 1929 abebben oder zur
Sturmflut anſchwellen?
Seite 2
Samstag den 25 Dezember 1928
Me Neue Entſcheidung des AAltr9
im Polniſch=litguiſchen Nteil.
Die Tranſik=Kommiſſion des Völkerbundes ſoll die
Veikeheshinderniſſe zwiſchen Polen und Likauen
beſeitigen.
* Lugano, 14. Dez. (Priv.=Tel.)
Der Völkerbundsrat hat in ſeiner heutigen
Vor=
mittagsſitzung entſprechend der zwiſchen Litauen und
Polen geſtern gefundenen Einigung nach Anhörung von
Woldemaras und Zaleſki, eine von Quinones de Leon
einge=
brachte Reſolution angenommen, wonach die
Tranſitkom=
miſſion des Völkerbundes aufgefordert werden ſoll, Vorſchläge
für die Entwicklung des normalen Verkehrs zwiſchen Polen und
Litauen zu machen. Beide Staaten werden aufgefordert, die in
Königsberg begonnenen direkten Verhandlungen fortzuſetzen
und den Völkerbund über das Ergebnis dieſer Verhandlungen
zu unterrichten. Weiter wurden u. a. zwei Berichte von Dr.
Streſemann und Bethancourt=Kuba über Fragen der
ſteuerlichen Behandlung der Ausländer und
der Doppelbeſteuerung entgegengenommen. Der
japa=
niſche Ratsdelegierte Adatſchi erklärte, daß er mit dem
Stu=
dium der oberſchleſiſchen
Minderheitsbeſchwer=
den noch nicht zu Ende gekommen ſei, weshalb er um
Verſchie=
bung dieſer Frage bis zum Samstag bat. In der ſich
anſchlie=
ßenden geheimen Sitzung kam der Ratspräſident Briand
noch einmal auf den Konflikt zwiſchen Bolivien und
Paraguay zurück und ſchlug vor, den beiden Regierungen
Kenntnis von den bisher eingelaufenen Telegrammen und
Ant=
worten der anderen Regierungen zu geben. Es iſt anzunehmen,
daß der Völkerbundsrat in ſeiner morgigen Schlußſitzung noch
einmal ſich ausführlich mit dem ganzen Fall befaſſen und ſich
darüber ſchlüſſig werden wird, wie nach dem Auseinandergehen
des Rates die Angelegenheit weiter verfolgt werden kann.
Die Entſchließung des Völkerbundsrates zum polniſch=
li=
tauiſchen Streitfall bedeutet, daß der polniſch=litauiſche Streitfall
als politiſches Problem vorläufig für den Völkerbund erledigt
iſt und die Regelung der Beziehungen zwiſchen den beiden
Län=
dern in Zukunft ausſchließlich auf wirtſchaftlichem Gebiet
erfol=
gen ſoll. Der litauiſche Anſpruch auf Wilna bleibt durch die
Ent=
ſchließung unberührt, da der Ratsentſchließung der bekannte
Be=
richt vom 10. Dezember 1927 zugrunde liegt, in dem ausdrücklich
die grundliegende Streitfrage zwiſchen Polen und Litauen, d. h.
das Wilnaproblem, offengelaſſen wird. Es ergibt ſich ſomit für
Litauen gegenwärtig die Lage, daß der politiſche Anſpruch
Li=
tauens auf das Wilnggebiet ohne jedes Kompromiß Litauens
weiterbeſteht, und in Zukunft der internationale Eiſenbahn= und
Flußverkehr, ſoweit er Polen und Litauen berührt, durch die
Tranſit= und =Verkehrskommiſſion des Völkerbundes geregelt
werden ſoll. Iw Kreiſen der litauiſchen Delegation iſt man der
Anſicht, daß der heutige Beſchluß des Rates nur den
internatio=
nalen Eiſenbahn= und Flußverkehr betrifft.
Deutſchland und Polen. —Reue Forderungen Polens.
Ein neues deutſches Angebol.
* Berlin, 14. Dezember. (Priv.=Tel.)
Die deutſch=polniſchen Handelsvertragsverhandlungen haben
in der letzten Woche wieder einmal eine grundſätzliche
Aende=
rung erfahren. Von Polen her ſind neue, ſehr
beträcht=
liche Schwierigkeiten gemacht worden. Man kann wohl
ſagen, daß dort keine nennenswerte Neigung beſteht, mit uns
zum Abſchluß zu kommen. Weite Kreiſe der polniſchen Wirtſchaft
ſind gegen einen Handelsvertrag, von dem ſie befürchten, daß bei
der Herſtellung einigermaßen geordneter Verhältniſſe der deutſche
Exporthandel ſich des polniſchen Marktes bemächtigt. In der
polniſchen Preſſe wird dazu erneut die Trommel für neue deutſche
Zugeſtändniſſe gerührt. Polen verlangt Oeffnung der
Grenzen ohne Zugeſtändniſſe an uns und
be=
dingungsloſe Verlängerung des
Holzabkom=
mens. Die Reichsregierung hat durch die veränderten
Verhält=
niſſe ein neues Angebot ausgearbeitet, das den Polen noch weiter
entgegenkommt. Mit dieſem Angebot wird der deutſche
Unter=
händler Dr. Hermes am Sonntag nach Warſchau zurückkehren.
Es bleibt abzuwarten, ob die Polen ſich nunmehr ebenfalls zu
Zugeſtändniſſen bereitfinden werden.
Von Rudolf Gläſer.
* Anſtändig auszuſehen, das iſt die primitivſte Forderung der
Höflichkeit und eine Art Achtungsbeweis gegen die Mitmenſchen.
Die Stutzerei iſt das nicht mehr, indem ſie die lächerliche
Zu=
mutung ſtellt, ſich blenden zu laſſen und bei der Wertung des
ganzen Menſchen die Hülle über Gebühr mitzutaxieren. So
äſthetiſch beglückend es iſt, ſchöne Menſchen anzuſchauen, die ſich
vornehm zu tragen wiſſen, ſo peinlich berührt es, wenn jemand
ſeine überſpannte Außerlichkeit um Beachtung für ſich werben
laſſen will.
Aber das Beſtreben, elegant zu ſein, das ſo viele in die
Ge=
folgſchaft der Mode hineinweiſt, entſpringt einer inneren
Not=
wendigkeit, die ja gewöhnlich am unerbittlichſten iſt.
Es gibt in der Welt eine ſeltſame, mächtige Gemeinſchaft,
von der man nur die Glieder ſieht und nie die Geſamtheit. Sie
iſt nicht ausdrücklich gegründet worden, ſondern entſtand einfach.
Sie hat ſtrenge, oft ſehr rätſelhafte Geſetze, über die nachzudenken
nicht immer gut iſt. Sich gegen ihre Unfehlbarkeit aufzulehnen
oder ſich ohne weiteres über die Regeln hinwegzuſetzen zieht
Aechtung nach ſich. Dieſe Gemeinſchaft auf den Höhen der
Menſch=
heit ſtrahlt einen zauberhaften Glanz aus, der die Fernſtehenden
in Sehnſucht entbrennen läßt, ein Glied darinnen zu werden.
Einige gehören dieſer Gemeinſchaft an, ohne daran zu denken.
Andere wähnen voll Stolz ihr anzugehören und haben nicht
das geringſte mit ihr gemein. Dieſes rätſelhafte Gebilde iſt die
große Geſellſchaft.
Der Wunſch, zu den Erleſenen zu zählen oder ihnen
mög=
lichſt zu gleichen, bedeutet die Triebfeder zur Eleganz, die man
durch pünktlichen Anſchluß an die auftauchenden Modeſtrömungen
zu erlangen hofft. Der Mangel an ſchöpferiſchem Sinn, ſeine
Er=
ſcheinung ſelbſt wohlgefällig zu geſtalten, und die Scheu, mit
etwas Neuem den Anhängern des Seitherigen allein
gegenüber=
zutreten, ernannten den arbiter elegantiarum. Eine
Perſönlich=
keit, oft von Bedeutung, mußte es übernehmen, zu beſtimmen,
was elegant und modern ſein ſoll, um den anderen, den
Un=
ſelbſtändigen, in der jeweils notwendigen Umgeſtaltung des
äußeren Ich die Richtung zu weiſen. Man brauchte ein Geſetz,
wie man auszuſehen hat, um zu gelten. Viele Modefürſten hatten
nichts anderes zu tun als ſolche Geſetze zu erlaſſen. Sie legten
ihre Bedeutung mit den Kleidern ab, und in einem gewiſſen
Alter war ihre Legislaturperiode naturgemäß zu Ende. Aber
es gab auch hohe und glänzende Menſchen, die nach ihrer Zeit
noch genannt werden.
In einer Ausſpracha des Reichskabinetts über die
Würtſchaftslage wurde die Notwendigkeit anerkannt, nach, der
Wiederherſtellung des Arbeitsfriedens im Bezirk Nordwveſt die beiden das
Wirtſchaftsloben zurzeit beunruhigenden großen Lohnkonflikte in der
Werftinduſtrie und in der ſächſiſchen Textilinduſtrie unverzüglich zu
einer Löſung zu bringen. Der Reichsarbeitsminiſter war in der Lage,
mitzuteilen, daß er entſprechende Maßnahmen ergreifen und alshald
durihführen werde.
Der Reichsrat genehmigte in einer öffentlichen Vollſitzung
am Freitag vormittag den Nachtragsetat für 1928.
Der erſte Miniſterpräſident des Landes Braunſchweig nach der
Re=
volution, der Volksbeauftragte und ſpätere Landtagsabgeordnete
Sepp Oerter, der in der Geſchichte des Landes Braunſchweig nach
der Revolution eine bedeutende Rolle ſpielte, iſt am Freitag nachmittag
auf dem Wege zur Hochſchule in Braunſchweig am Herzſchlag
ge=
ſtorben.
In den nächſtem Tagen findet in Königsberg eine
deutſch=
litauiſche Eiſenbahnkonferenz ſtatt.
In Oslo und in allen Teilen Norwegens wurde mit
großen Feierlichkeiten der Amundſen=Gedächtnistag
be=
gangen, der zu Ehren dieſes norwegüſchen Nationalhelden und ſeiner
Begleiter veranſtaltet worden war.
Die bäuerlich=demokratiſche Koalition in
Jugo=
ſlawien hat beſchloſſen, den Kampf gegen die
Bel=
grader Regierung bis zur Durchführung ihres Programms
fortzuſetzen.
Die franzöſiſche Kammer nahm am Freitag um 7.45 Uhr morgens
mit 460 gegen 120 Stimmen das Finanzgeſetz an. Das Budget ſchließt
nunmehr bei 45 415 Millionen Franken Einnahmen und 45 369
Millio=
nen Franken Ausgaben mit einem Einnahmenüberſchuß von rund 46
Millionen Franken ab.
Die Wahl des Flamenführers Dr. Borm in
Ant=
werpen iſt von der belgiſchen Parlamentskommiſſion für nichtig
erklärt worden.
Die leichte Beſſerung im Befinden des
engli=
ſchen Königs hielt auch am ſpäten Nachmittag des Freitag noch
an, jedoch muß die Lage nach wie vor als ernſt betrachtet werden.
Eine endgültige Wendung zur Beſſerung iſt tatſächlich noch nicht
ein=
getreten, wenngleich man Grund hat, ſie zu erhoffen.
Das amerikaniſche Staatsdepartement
wider=
ſpricht den aus Paraguah vorliegenden Berichten nach
denen die Vereinigten Staaten ihre Vermittlung
im Konflikt mit Bolivien angeboten haben ſollen.
Wie gemeldet wird, übermittelte der chineſiſche Geſchäftsträger der
japaniſchen Regierung eine Note der Nankingregierung, in
welcher die Anerkennung aller alten Schulden Chinas
an Japan ausgeſprochen wird.
* Berlin, 14. Dezember. (Priv.=Tel.)
Schon ſeit langem, wenn es in irgendeiner Partei irgendwo
kriſelt, tritt ſofort das Gerücht auf, daß die Gründung einer
National=Republikaniſchen Reichsxartei unmittelbar bevorſtehe.
Schon damals, als der Abg. Lambach ſeinen Streit mit den
Deutſchnationalen hatte, wurde ernſthaft davon geredet, daß alle
Arbeitervertreter aus den übrigen Gruppen ſich zu einer
gemein=
ſamen Partei zuſammentun wollten. Es iſt eigentlich
ſelbſtver=
ſtändlich, daß jetzt, wo Herr Stegerwald einigermaßen uneinig
mit ſeinem Zentrum iſt, die Gerüchte erneut auftauchen. Wir
halten ſie aber heute für ebenſo unwahrſcheinlich wir vor einem
halben Jahr. Dazu ſind die Bindungen der einzelnen
Abgeord=
neten mit ihren Parteien doch zu ſtark. Auch Herr Stegerwald
wird ſich überlegen, die Brücken zum Zentrum abzubrechen, bei
dem er ſchon ſeit einem Menſchenalter Heimatrechte genießt. Wir
wiſſen auch, daß der Abg. Thiel von der deutſchen
Volkspartei, der in dieſem Zuſammenhang ebenfalls genannt
wurde, ausdrücklich erklärt hat, er würde ſeiner Partei
treu bleiben und gerade die letzte
Zentralvor=
ſtandsſitzung der Volkspartei hat dies
be=
ſtätigt, daß es hier keinen Fall Lambach geben
kann. Mag ſein, daß die Gründung einer ſolchen Partei
irgendwo wieder ſpukt, — aber daß ſämtliche Arbeitervertreter
der bürgerlichen Parteien daran beteiligt ſein ſollen, glauben wir
vorderhand nicht. Auch Herr Stegerwald hat inzwiſchen wohl
ſchon eingeſehen, daß er ſich zu weit vorgewagt hat. Seine
chriſt=
lichen Gewerkſchaften haben zwar am Sonntag nach Eſſen eine
große Proteſtverſammlung gegen die Behandlung ihres Führers
durch die Zentrumspartei einberufen, an der ſich aber die
katho=
liſchen Vereinigungen nicht beteiligen wollen. Stegerwald ſelbſt
hat heute, als er freudevoll die Glückwünſche der Fraktion zu
ſeinem 54. Geburtstag entgegennahm, erklärt, daß Gegenſätze im
einzelnen die gemeinſame Zuſammenarbeit für große Ziele
nie=
mals gefährden könnten, woraus man entnehmen kann, daß er
bereit iſt, ſeinen Frieden mit der Partei zu ſchließen.
Bei den Griechen wurde niemandem ſo heftig nachgeeifert
wie Alkibiades. Unter Nero galt Petronius als Herold
verfei=
nerter Lebensführung, ihm gleicht in vielem Oscar Wilde, der
wirklich elegant war, wenn er nicht daran dachte, und wenn er
nicht darauf beſtand, mit einer Rieſenblume im Knopfloch, in
Kniehoſen und auffallenden Strümpfen das Rednerpult zu
be=
treten. Heute haben wir den Prinzen von Wales, einen Pariſer
Schneidermeiſter und das Kino, das den Verbindlichkeitsbereich
für die Geſetzgebung des Geſchmacks über die geſamte ziviliſierte
Welt ausgedehnt hat. Der Film hat es ſich zu einer
Hauptauf=
gabe gemacht, den danach Hungernden Mondänes um ſchöne
Menſchen zu zeigen, und damit, neben dem Willen zur Schönheit
auch den zur Eleganz geſtärkt.
Aber in Wahrheit iſt die Eleganz im Film ſelten. Wenn
ſchon verlangt wird, daß der Schauſpieler Leidenſchaften und
Schickſale verkörpere, dann hat er nichts von Eleganz. Denn
Eleganz iſt leidenſchaftslos und erſcheint ſo unberührbar, daß ſie
keinem Schickſal unterworfen ſein kann. Den anderen, die
Ele=
ganz zu ſpielen haben, gelingt ſie nicht allerwege. Denn ſie
ge=
lingt überhaupt nie. Sie iſt entweder vorhanden oder nicht. Es
iſt ja ein ewig herrſchender Irrtum, daß Eleganz von der
Klei=
dung abhängig ſei. Der arbiter elegantiarum kann nur Mode
ſchaffen, und wenn er wirklich elegant iſt, dann kommt ſie nur
ſeinem eigenen Weſen zu.
Eleganz iſt im Grunde nur Bewegung. Sie zieht durch die
klar fließende, gerichtete Bewegung, die nicht zerflattert, die
an=
mutig iſt und voll Spannkraft, auch in der Läſſigkeit etwas von
Spannkraft durchblicken läßt, die locker iſt, aber nicht aufgelöft,
ruhig, oder wenn raſch, ſich nie in Haſt verwirrt, die ſich ſo ſicher
gibt, als wäre ſie durch nichts zu beirren. Das eleganteſte, was
man ſich ausdenken kann, iſt das Fechten mit dem Florett. Die
ſchlanke, biegſame Klinge, die geſchwind hin und her fliegt, flink
knappe Wendungen ausführt, kreiſt, in die Parade gleitet und in
einem fließenden Schwung zum Stoße vorſchießt, das iſt das
Sinnbild der Eleganz. Die eleganten und geiſtigen Menſchen
aller Zeiten haben ſich dieſer Uebung ergeben, teils aus
Nat=
wendigkeit, teils aus Paſſion. Der vollendet ausgeführte
Hür=
denſprung eines edlen Pferdes, das iſt Eleganz. Es gibt
wunder=
volle Menſchen, da iſt ſie in jeder Biegung des Körpers, in jeder
Bewegung, die, wenn Leidenſchaft und Ausdruckswille in ihr
ſpräche, Tanz wäre. Der Sport, wenn er nicht ſo beſchaffen iſt,
daß er nur plötzlichen, auf den Bruchteil der Sekunde
zuſammen=
gerafften Krafteinſatz heiſcht, kann Vorhandenes weiterbilden,
was ſonſt nicht durchgedrungen wäre. Einzupflanzen iſt nichts.
Eleganz vollzieht ſich im Reiz unbewußter Natürlichkeit,
unbe=
fangen wie ein Naturgeſchehen, wie ſie auch vollkommen abſeits
Nummer 348
Berlin, 14. Dezember.
Die Vereinigung der deutſchen Arbeitgeberverbände nahm
heute abend im Sitzungsſaal des ehemaligen Herrenhauſes in
einer von allen Teilen Deutſchlands ſtark beſuchten öffentlichen
Mitgliederverſammlung Stellung zu den Gegenwartsfragen der
Sozialpolitik. Neben vielen Parlamentariern wohnten auch Reichs.
wirtſchaftsminiſter Dr. Curtius und der preußiſche Handelsminiſter
Dr. Schreiber der Tagung bei. Der Vorſitzende Geheimrat Dr.
v. Borſig eröffnete die Tagung mit einem Vortrag über
Grundſätzliche Fragen der deutſchen
Sozial=
politik‟‟ Er ging von dem großen Arbeitskampf im Weſter
aus und behandelte dann die wirtſchaftlichen Geſchehniſſe der ſei
Kriegsende verfloſſenen zehn Jahre. Er hob hierbei die durck
Krieg und Inflation erfolgte Zirſtörung unſeres Volkslebens
um mehr als ein Drittel unſeres Produktionsapparates und des
Kapitalmarktes beſonders ſcharf hervor.
Profeſſor v. Beckerath gab in ſeinem Vortrag einen
Vergleich der Wirtſchaftsverfaſſung und der da
mit zuſammenhängenden, bzw. ſie durchkreuzenden politiſchen
Ideen des Bolſchewismus, des Fascismus und kapitaliſtiſcher
Struktur der großen Induſtrieländer: Vereinigte Staaten, Eng
land, Deutſchland. — Hierauf ſprach Regierungspräſident z. D
Brauweiler über „Aufgaben und Programm der Vereinigung
der deutſchen Arbeitgeberverbände‟ Er ging von den grund
ſätzlichen Darlegungen des Herrn von Borſig aus und entwickelt
aus den dargeſtellten allgemeinen Grundſätzen die Theſen, di
das Arbeitsprogramm der Vereinigung der deutſchen Arbeitgeber
verbände in den einzelnen Spezialgebieten darſtellen.
Die Referate beider Redner kamen im weſentlichen zu eine
Reihe von von Regierungspräſident z. D. Brauweiler zu
ſammengefaßten programmatiſchen Leitſätzen, wonae
das deutſche Unternehmertum von der Erkenntnis ausgeht, da
Vorbedingung für wirtſchaftlichen und ſozialen Fortſchritt di
Erhaltung eines freien deutſchen Unternehmertums iſt. Träge
der Selbſtverwaltung ſeien die wirtſchaftlichen
Vereinigunge=
der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wobei jeder Arbeitnehmer
zuſammenſchluß als „wirtſchaftliche Vereinigung der Arbeitnek
mer” unter Berufung auf Artikel 159 RV. angeſehen werde. Di
Vereinigung erkenne für die Schaffung eines neuen Tarifver
tragsgeſetzes den Tarifvertrag als Grundlage für die Regelun
der Arbeitsbedingungen zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmer
auf dem Boden freier Tarifvertragspolitik und als Inſtrumen
zur Förderung des ſozialen Friedens an, wobei ſie zum Aus
druck bringe, daß auch durch rechtliche Anerkennung der Betriebs
vereinbarung in ſtärkerem Umfange als bisher dem Betrieb al
dem Ausgangspunkt dieſes wirtſchaftlichen und ſozialen
For=
ſchritts zu ſeinem Recht verholfen werden müſſe.
Die Vereinigung erkennt die ſoziale und kulturelle Beder
tung des Achtſtundentages an, muß aber jeden Verſuch eine
ſchematiſchen Behandlung dieſer Frage ebenſo ablehnen, wie ſ.
den Verſuch für unverantwortlich hält, die Arbeitszeit im Gegen
ſatz zu den wirtſchaftlichen Noiwendigkeiten und der hierdure
bedingten Elaſtizität für die Betriebe zu verkürzen. Die Ver
einigung weiſt auf die überwiegend ablehnende Haltung der ük
rigen europäiſchen und außereuropäiſchen Induſtrieländer geger
über dem Waſhingtoner Arbeitszeitabkommen hin und brme
darüber hinaus grundſätzlich zum Ausdruck, daß es nicht die Au
gabe des Internationalen Arbeitsamtes in Genf ſein darf, de
nationale Geſetzgebung Deutſchlands durch internationale Ab
kommen, die mit den nationalen Bedürfniſſen unſeres Lande.
nicht in Uebereinſtimmung ſtehen, bindend zu beeinfluſfen.” Zun
Schluß betonte der Redner die Notwendigkeit poſitiver Zuſam
menarbeit der deutſchen Arbeitgeberſchaft mit den Arbeitnehmer:
in einem Sinne, der unter rationellſter Verwendung der Mitte
eine auskömmliche Leiſtung demjenigen gewährt, der ihrer wir!
lich bedürftig iſt, um deſto entſchiedener auf der anderen Seit
unberechtigte Ausnutzung durch Verſicherte zu verhindern. J
dieſem Sinne wünſcht die Vereinigung eine Reform unſere
Sozialverſicherung.
Reichsinnenminiſter Severing wird am Samstag oder ſpät
ſtens am Sonntag in Berlin zurückerwartet. Sein Schiedsſpru
wird früheſtens anfangs kommender Woche den beiden Parteie
zur Kenntnis gebracht werden. Seine letzten Unterſuchungen i
Ruhrgebiet erſtrecken ſich hauptſächlich auf die Arbeitszeitfrage
Er hat offenbar die Abſicht, dort, wo noch länger als achtſtündis
Schichten beſtehen, eine Arbeitszeitverkürzung vorzunehmen. W.
ſein Schiedsſpruch ausſehen wird, läßt ſich heute noch nicht übe
ſehen. Falſch iſt es jedenfalls, daß er ihn ſchon fertiggeſtellt he
Er dürfte ſich allerdings ſchon mit den beiden Parteien über di
weſentlichen Inhalt ſeines Spruches unterhalten haben.
ethiſcher Wertung ſteht. Nichts verhindert den eleganteſten
Me=
ſchen der Welt, ein ausgemachter Halunke zu ſein.
Gewollte Eleganz wird Ziererei. Wenn jemand eine en
zückende Art hat, eine Zigarette zu rauchen, und ein anderer t
es ihm nach, ſo iſt hundert gegen drei zu wetten, daß es zu
Lächeln bringen kann.
Schon die Körperformen, die elegante Bewegungen be
heißen, erwecken den Eindruck der Eleganz. Sie prägt ſich al
in dem klaren, fließenden Linienzug, der jene Formen umſpie
und der ja auch nichts als Bewegung iſt. Die geſtraffte Schlan
heit hochgewachſener Menſchen wird ſchon als Eleganz em
funden; aus Maſſigkeit ſtrömt immer ſtabile Ruhe.
Man muß feſtſtellen, daß es keine eleganten Kleider gil
In ausgeſucht unvorteilhaftem Gewande kann zwar auch 9
Herrlichſte unſcheinbar werden, aber wenn er recht verſtand
wird, dann gilt der Satz, daß nicht die Kleidung den Menſch
elegant macht, ſondern daß der Menſch, dem es gegeben iſt, ſein
Tracht den Adel der Eleganz verleiht. Modegefolgſchaft iſt ni
notwendig. Es gibt elegante Menſchen, deren Tracht keiner au
geſprochenen Moderichtung einzuordnen iſt, die ganz auf
Perſönlichkeit abgeſtimmt und nur ihr zu eigen iſt. Einem a
deren ſtünde ſie kläglich. Die Geſamterſcheinung muß eben E
haben. Die dekorative Geſchicklichkeit, ſich mit der Mode ube
einſtimmend ſchön zu kleiden, die wir Chie nennen, iſt genel
all das Tändelnde und Spieleriſche anzunehmen, auf das die
E=
ganz voll Zurückhaltung verzichtet. Unter einer Schar b
Stutzern wird ein eleganter Mann auffallen, eben weil er ung!
fällig iſt. Der elegante Menſch erſcheint voll Grazie der fleI
lichen Alltäglichkeit entrückt und umweht von der Luft der 9r9ß
Welt, was unnachahmlich iſt und in der Gewalt keines Schnelde
liegt.
Der Menſch, der die Gabe hat, ſeine Erſcheinung zu ein
Macht werden zu laſſen, iſt auch immer geneigt, ſein Weſen a
die Dinge zu übertragen, mit denen er ſich umgibt.
Den Ablauf einer eleganten Bewegung vermag der Film 0.
beſten wiederzugeben. Die Photographie, die ja nur geſtohte
Augenblicke bietet, erfaßt eine Bewegung glaubhaft nur iſli
ihres Fluſſes. Radiernadel und Stift verſtehen es, höchſte Elega.
in allen ihren Reizen einzufangen, weil ſie Bewegung bann.
können bis in die Atmoſphäre der Dinge hinein. Die Mcht
der Eleganz trifft ihre Wirkung nicht durch die Kraft der Fard
reine Farbe iſt Ruhe. Zur Bewegung wird ſie nur verleitet out
die Umarenzung, durch die feinen Linien, die noch von Deit 2‟
des Pinſels berichten durch Abtönungen und durch Gegenlat
Es gibt auch eine „elegante” Malerei, die keine andere Ahls””
hat, als glatt und ſchön oder leicht und flott auszuſehen. Sie
als Stil undiskutabel.
Nummer 248
Seite 3
Mitkernacht=Sihung im Reichskag.
die Wirtſchaftsparkei rächt ſich für ihre
Benach=
feiligung bei der Verkeilung der Ausſchußſihe.
* Berlin, 14. Dez. (Priv.=Tel.)
In die friedliche Vorweihnachtsſtimmung des Reichstages
ſat die Wirtſchaftspartei im letzten Augenblick einen Zankapfel
ineingeworfen. Sie fühlt ſich bei der Verteilung der
Ausſchuß=
itze benachteiligt und hat wiederholt dagegen Beſchwerde erhoben,
hne bei den übrigen Parteien dabei Unterſtützung gefunden zu
aben. Um ſich dafür zu rächen, beſchloß ſie, ihrerſeits den
Reichs=
ag zu ärgern und eine Obſtruktion im Kleinen, zu beginnen.
dazu gibt eine Beſtimmung der Geſchäftsordnung Gelegenheit,
zonach Regierungsvörlagen erſt am dritten Tage nach der
Ver=
zilung auf die Tagesordnung geſetzt werden können. Der
Nach=
ragsetat nun, der im weſentlichen ein Perſonaletat iſt, wurde
m Freitag erſt vom Reichsrat verabſchiedet und iſt dann ſofort
em Reichstag zugegangen. Die Mehrheit hatte die Abſicht, ihn
och am Samstag vormittag in erſter Leſung vorzunehmen, ſo
aß nach Weihnachten der Ausſchuß wenigſtens die Möglichkeit
atte, mit der Beratung zu beginnen, um die Pauſe auszufüllen,
je notwendigerweiſe entſtehen muß, weil der eigentliche Etat
nmer noch fehlt. Die Wirtſchaftspartei hat ſich nun aber auf
je Beſtimmung der Geſchäftsordnung zurückgezogen und
ver=
ungt, daß die dreitägige Friſt eingehalten werde. Darauf iſt der
elteſtenrat auf den Ausweg verfallen, daß der dritte Tag in der
acht vom Samstag zum Sonntag beginnt. Der Reichstag wird
(ſo den noch nie dageweſenen Fall erleben und abends um
) Uhr zuſammentreten, um den Reſt ſeines Arbeitsprogramms
uszuarbeiten. Um 12.01 Uhr nachts wird dann der
Nachtrags=
at zur Beratung geſtellt und man hofft, damit in ganz kurzer
eit fertig zu werden. Ob dieſe Rechnung allerdings ſtimmt,
eibt zweifelhaft. Es wäre immerhin denkbar, daß die
Wirt=
haftspartei, nachdem ſie einmal dieſen Weg beſchritten hat, auch
e übrigen Möglichkeiten der Geſchäftsordnung ausprobieren
nd durch Anzweiflung der Beſchlußfähigkeit oder auch auf
an=
re Weiſe die Beratung zu verhindern ſucht, was ihr um ſo
ichter fällt, wenn viele Abgeordnete ſchon am Samstag nach
auſe fahren ſollten. Ueberraſchungen ſind alſo keineswegs
aus=
ſchloſſen.
Reichskags=Sihungsberichk.
* Berlin, 14. Dezember. (Eigener Bericht.)
Der Reichstag erledigte heute zunächſt ohne Ausſprache verſchiedene
rine internauonale Abkowmen, dann die Handelsverträge mit China,
r Südafrikaniſchen Union und Panama.
In der dritten Leſung des Geſetzes wogen Nichterhebung der
Grund=
werbſteuer der Toten Hand nahmen lediglich die Kommuniſten das
ort, um noch einmal ihre proteſtierende Haltung zu betonen. Das
eſetz wurde gegen die Stimmen der Nationalſozialiſten,
Bauernpar=
iler und Kommuniſten endgültig verabſchiedet.
Hierauf nahm das Haus die geſtern vertagte Abſtimmung über die
rage der Sonderfürſorge bei berufsüblicher Arbeitsloſigkeit vor. Der
meinſame Antrag der Deutſchen Volkspartei und der Demokraten, der
e Unterſtützung der Saiſonaubeiter auf die Hälfte der ſonſt üblichen
nterſtützungsſätze, und zwar ohne Reichshilfe, feſtſetzen will, wurde
ge=
en die Stimmen der Antragſteller, der Deutſchnationalen und
Bauern=
grieler abgelehnt. Die Regierungsvorlage, in der 28 Millionen Mark
rdieſe Zwecke vorgeſehen ſind, wurde in zweiter Leſung genehmigt.
Auch übr die Entſchließung des Ausſchuſſes für die beſetzten
Ge=
te, die bisherige Reichshilfe für die Sozialrentner des Saargebiets,
gußerhalb dieſes Gebietes im Reiche wohnen, angemeſſen zu erhöhen,
bes faſt keine Ausſprache. Nur der Nationalſozialiſt Stöhr
behaup=
e, dieſer Entſchlußung liege ein Antrag ſeiner Parteifreunde zu
unde, welches Verdienſt auch ein Redner der Kowmuniſten für ſich
Anſpruch mahm. Die Entſchließung wurde dann gleichfalls mit großer
ehrheit genehmigt.
Es folgte die zweite Leſung des Geſetzentwurfes über die Erhöhung
Zuckerzolles von 15 auf 25 RM., in Verbindung mit dem von dem
sſchuß genehmigten ſozialdemokratiſchen Antrag, wonach der
Zucker=
auf 10 RM. herabgeſetzt werden ſoll, wenn der Preis, der von der
duſtrie gezahlt werden muß, auf über 21 RM. ſteigt. — In der
De=
te ſtmmten mit Ausnahme der Wirtſchaftspartei und der
Kom=
niſten ſämtliche Parteiin der Vorlage zu.
Reichsernährungsminiſter Dietrich ergriff wiederholt im Verlauf
Debatte das Wort zu kurzen Bemerkungen. U. a. ſicherte er zu,
3 die Reichsregierung die Auswirkungen des Geſetzes, weil damit
neuer Weg zu betreten ſei, aufwerkſam verfolgen werde. Weiter
ndte ſich der Miniſter gegen die Annahme, daß mit der Vorlage eine
viſſe Zwangswirtſchaft beabſichtigt ſei. Eine ſolche Gefahr drohe eher
i privaten Vereinigungen, man könne aber hoffen, daß die ſolchen
rinigungen angehörigen Kreiſe mit der Regierung
zuſammenarbei=
damit das Geſetz durchgeführt werden könne.
In der Abſtimmung wurde die Vorlage in zweiter und dritter Le=
1g, zuzüglich des ſozialdemokratiſchen Antrages, angenommen.
Die Plaſtik will ſelten Eleganz. Aber es gibt
Porzellan=
hen und Kleinbronzen von faſt unkörperlicher Feinheit, die ſich
einer einzigen Bewegung von ſubtilſter Eleganz ausſchweben.
e Gebrauchskunſt ſchafft ſchlanke Vaſen und Kelchgläſer, die
S dünnem Stengel wie ſchimmernde Fontänen hochwachſen.
chitektur konnte elegant ſein, wo ſie den Stein um ſeine Schwere
rog. Die gotiſchen Dome, die in einer geſchloſſenen Geſte voll
mut gen Himmel weiſen, ſind elegant, und dies in aller
Er=
benheit.
In der Wortkunſt bezeichnet Eleganz die Art, etwas nicht nur
ffend, ſondern auch gefällig und zierlich zu ſagen. Die Römer
achen von der elegantia eines Redners. Aber den Dichter be=
Imt auch manches, was nicht in glatten Worten geſagt ſein will,
S Sätze verlangt, die aufbrechen wie zu Schollen zerpflügtes
dreich. Auch die Muſik bedient ſich oft der Eleganz, deren
ager im übrigen ja nichts anderes iſt als die melodiöſe
Be=
gung.
Das Wunder Raſtelli.,*)
der beſte Jongleur der Welt.
Ein Knabe, leuchtenden Auges, gekleidet in Pumphoſen und
Uſe aus brauner Seide, ſpringt auf die Bühne und beginnt zu
Hten, mit Holzrundſtäben und Gummibällen. Er ſpielt ſacht und
At, lächelnd vor ſich hin, als ſtände er ganz allein auf dieſem
Aneten in hellſter Sonne und vergnüge ſich damit, alle ehernen
ſehe der Schwere mit ſanftlockender Energie zu beſeitigen. Wie
Zauberer befiehlt er den toten Dingen, mit denen er hantiert,
Waren ſie dreſſierte Tierchen. Er nimmt einen der Holzrund=
Le in den Mund, ſchleudert einen anderen in die Luft und fängt
auf der Kante des feſtgehaltenen ſenkrecht auf; ein leiſes
kieren der Mundmuskeln — und der aufrechte Stab beginnt
der Kante des wagrechten zu rotieren; er hebt langſam den
Blechten, ſo daß ſchließlich beide Stäbe faſt zu einer geraden
E werden; er ſetzt noch einen Ball ganz oben darauf, der auf
kotierenden Stab auch zu rotieren beginnt. Er wirft einen
** hoch und läßt ihn auf ſeinen Kopf niederfallen, wo die
De Nugel einen Augenblick zittert, um gehorſam ſtillſtehen zu
en. Der Ball rollt dann rings um ſein Geſicht und wirkt
* Ein Vollbart. Er wirft den Ball nach hinten und haſcht ihn
der Hacke des Fußes, wo er geduldig liegt, und nun rollt
Sau ganz langſam am Schenkel hoch, über Rücken und Hals,
Schädel hinauf, über die Stirn herunter, verharrt einen
Aus Anlaß des demnächſtigen Gaſtſpiels im Orpheum geben
* Dieſe Auslaſſung der Berl. Ill. wieder.
Samstog den 13 Dezember 1928
Die neuen Mikglieder des Berwalkungsrates
der Reichsbahn.
Berlin, 14. Dezember.
Die Reichsregierung hat durch Beſchluß vom 14. Dezember
1928 die Herren Dr. Hermann Schmitz, Geh. Kommerzienrat,
Vorſtandsmitglied der J. G. Farbeninduſtrie, A.=G., in Berlin,
Dr. h. c. Welcker, Generaldirektor der Firma Haniel u. Co.,
Duis=
burg, Lokomotivführer Matthäus Herrmann in Nürnberg und
auf Benennung der preußiſchen Staatsregierung Dr. Otto
Jeidels, Geſchäftsinhaber der Berliner Handelsgeſellſchaft, Berlin,
zum 1. Januar 1929 zu Mitgliedern des Verwaltungsrates der
Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft ernannt. Mit der Ernennung
des Lokomotivführers Herrmann iſt ein alter Wunſch des
Perſo=
nals, einen Sitz im Verwaltungsrat zu haben, in Erfüllung
ge=
jangen. Es iſt zu begrüßen, daß Beamten= und Betriebsrat
dem Anerbieten des Reichsverkehrsminiſters v. Guérard, ihnen
gemeinſchaftlich einen Sitz im Verwaltungsrat zu gewähren, durch
Einigung nachgekommen ſind und einen Vertreter ihrer
Geſamt=
intereſſen in Vorſchlag gebracht haben. Das Reichskabinett hat
dieſem Vorſchlag geſchloſſen zugeſtimmt.
Preſtigepolitik.
Wie in politiſchen Kreiſen verlautet, hat die preußiſche
Re=
gierung jetzt ihren Kandidaten für den Verwaltungsrat der
Reichsbahn namhaft gemacht, nachdem der Staatsgerichtshof
einen Sitz zugeſtanden hat. Sie ſcheint ſich mit der Abſicht zu
tragen, den Bankier Solmßen in den Verwaltungsrat zu
entſenden, eine Kandidatur, gegen die ſich ſachlich kaum etwas
ſagen läßt. Aber gerade deshalb wird es, rückwärts geſehen, un=
Dr. Georg Solmßen,
der Geſchäftsinhaber der Diskonto=Geſellſchaft, einer der
führen=
den Großbankiers, iſt von der preußiſchen Staatsregierung für
die durch den Rücktritt des Reichskanzlers a. D. Dr. Luther
frei=
gewordene Stelle im Verwaltungsrat der Reichsbahn beſtimmt
worden.
verſtändlich, wenn Preußen um dieſen Sitz einen erbitterten
Kampf mit der Reichsregierung führte, der bis zum
Staats=
gerichtshof gezogen wurde. Mag ſein, daß die Antipathie
Preu=
ßens” gegen den früheren Reichskanzler Dr. Lurher
ausſchlag=
gebend war und man unter allen Umſtänden gerade ihn zur
Strecke bringen wollte. Wenn aber Preußen nicht die Abſicht
hatte, einen Verwaltungsbeamten mit der Wahrnehmung
preu=
ßiſcher Intereſſen zu betrauen, ſondern einen Bankier oder
Volkswirtſchaftler, hätte man ſchließlich auch Dr. Luther im
Ver=
waltungsrat laſſen können. Das Ganze macht den Eindruck
einer Preſtigepolitik, die überflüſſigerweiſe ſehr viel Staub
auf=
gewirbelt hat und vermeidbare Spannungen zwiſchen Reich und
Preußen heraufbeſchwor.
Ein Reichswehrſoldak wegen Spionage verhaftek.
Wie aus Deſſau berichtet wird, wurde auf Veranlaſſung der
Staatsanwaltſchaft ein Feldwebel des Deſſauer
Reichswehr=
bataillons unter dem Verdacht der Spionage verhaftet. Die
Deſ=
ſauer Staatsanwaltſchaft hält es keineswegs für ausgeſchloſſen,
daß diefer Spionagefall mit den kürzlichen Verhaftungen in
Mainz und Koblenz und mit dem Stuttgarter Fall in
Ver=
bindung ſteht. Die erſten Verdachtsgründe ſollen ſchon vor etwa
einem Jahr aufgetaucht ſein.
Ein volksparkeilicher Verfaſſungs=
Vorſchlug.
Ein Vorſtoß gegen parlamenkariſche Auswüchſe.
Zwang zur Sparſamkeik.
* Berlin, 14. Dezember. (Priv.=Tel.)
Die Deutſche Volkspartei hat im Reichstag drei Anträge zur
Aenderung der Reichsverfaſſung eingebracht, die den erſten
Ver=
ſuch zu einer Reform in der Richtung der
Be=
ſchneidung der parlamentariſchen Auswüchſe
bedeuten. Sie wollen zunächſt den Artikel 54 dahin ergänzen,
daß zwar der Reichskanzler ebenſo wie die Miniſter grundſätzlich
zu ihrer Amtsführung das Vertrauen des Reichstages brauchen,
wobei daran feſtgehalten wird, daß dieſes Vertrauen auch durch
die Ablehnung eines Mißtrauensantrags oder durch eine
Gegen=
formel ausgeſprochen werden kann. Die Neuerung beſteht darin,
daß während der Amtsführung das Vertrauen
entzogen werden kann nur durch eine ³⁄₈=
Mehr=
heit, wobei ausgenommen ſein ſoll, ein
Mißtrauens=
antrag, der mit der Schlußabſtimmung der 3.
Leſungdes Etatsverbunden iſt. Das würde praktiſch
bedeuten, daß eigentlich nur einmal im Jahre bei der 3. Leſung
des Etats die Möglichkeit gegeben wäre, die Regierung zu ſtürzen,
weil eine qualifizierte Mehrheit für ein Mißtrauensvotum
wahr=
ſcheinlich ſonſt niemals zuſtandezubringen iſt. Ob dieſer
Lö=
ſungsverſuch den beſten Weg bedeutet, kann zweifelhaft ſein.
Vielleicht wäre der Weg gangbarer, der heute ſchon für Preußen
beſteht, daß ein Mißtrauensvotum nur dann als angenommen
gilt, wenn die Hälfte aller vorhandenen Abgeordneten dafür
ge=
ſtimmt hat. In beiden Fällen wird der Zweck erreicht, daß die
Regierung nicht täglich von einem Stirnrunzeln des Reichstages
abhängig iſt und die Möglichkeit hat, auf längere Sicht hinaus
Politik zu treiben.
Die beiden anderen Vorſchläge greifen in das
Weſen der Finanzwirtſchaft ein. Sie wollen einmal
verhindern, daß der Reichstag in ſeiner Bewilligungsfreudigkeit
ins Blaue hinein arbeitet und verlangen, daß Ausgaben über den
Etat hinaus vom Reichstag nur erhöht werden können mit
Zu=
ſtimmung des Reichsrates und der Reichsregierung. Sie
ver=
langen außerdem, daß dies auch für alle Geſetze gelten ſoll, die
eine Erhöhung der laufenden Ausgaben zur Folge haben.
Darüber hinaus wird verlangt, daß, wenn die Steuern und Zölle
über den Voranſchlag hinausgehen, von dem Mehreingang bis
zu 10 Prozent zur Verminderung des Anleihebedarfes oder zur
Schuldentilgung verwendet werden ſollen, während der darüber
hinausgehende Betrag zurückzulegen iſt, um dann bei Aufſtellung
des folgenden Haushaltes zu Steuerſenkungen Verwendung zu
finden. Aehnliche Grundſätze ſollen gleichzeitig für Länder,
Ge=
meinden und Gemeindeverbände gelten. Auch hier der geſunde
Gedanke, daß nicht wie bisher die Mehrheit des Reichstages jeden
Pfennig Mehreinnahme bei einer Steuer gleich verteilen darf,
ſondern daß ein Zwang zur Sparſamkeit ausgeübt wird.
Die Volkspartei hat wohl abſichtlich nicht mit den Parteien
über ihre Anträge Fühlung genommen und ſich wohl geſagt, daß
der Verſuch einer Verſtändigung ſehr viel Zeit in Anſpruch
neh=
men würde, und daß dazu während der Kommiſſionsberatungen
noch Zeit genug ſei. Die Anträge ſind in erſter Linie wohl als
Anregung gedacht, um den Stein einmal ins Rollen zu bringen
und der Parlamentsmüdigkeit entgegenzuarbeiten. Nur wenn
der Reichstag ſelbſt da eingreift, um Krankheitserſcheinungen zu
beſeitigen, iſt der Weg erfolgverſprechend.
Braun will.
* Berlin, 14. Dez. (Priv.=Tel.)
Der bereits angekündigte Beſuch der preußiſchen
Landtags=
fraktion der Deutſchen Volkspartei beim Miniſterpräſidenten
Braun iſt am Freitag erfolgt. Es ſcheint, daß die Untenhändler
Herrn Braun diesmal etwas liebenswürdiger gefunden haben.
Jedenfalls hat er ſich grundſätzlich bereit erklärt, die
Verhand=
lungen über die Vorbereitung der Großen Koalition einzuleiten
— allerdings erſt nach Weihnachten. Ueber Einzelheiten iſt
natür=
lich bei dieſem erſten Beſuch noch nicht geſprochen worden. Es iſt
aber bekannt, daß die Volkspartei einen entſprechenden Einfluß
im Kabinett verlangt, den ſie nur durch Stellung von zwei
Mi=
niſtern als gegeben anſieht. Darin liegen aber, abgeſehen von
ſachlichen Differenzen, die Hauptſchſwierigkeiten.
50. Todeskag des Dichkers Gukkow.
Karl Gutzkow,
der Dichter der Schauſpiele „Uriel Acoſta”, „Zopf und Schwert”
„Königsleutnant” und der vielgeleſenen Romane „Der Ritter
vom Geiſt” „Der Zauberer von Rom” und „Hohenſchwangau”
iſt vor 50 Jahren, am 16. Dezember 1878 in Sachſenhauſen
geſtor=
ben. Er wurde 1811 in Berlin geboren, wirkte 1847—49 als
Dramaturg am Hoftheater in Dresden, 1861—64 Generalſekretär
der Schiller=Stiftung in Weimar und verbrachte ſeine letzten
Lebensjahre in Berlin und Heidelberg. Er war mit Heine und
Laube ein Hauptvertreter der bedeutſamen literariſchen Richtung
„Junges Deutſchland”.
alleſamt Jongleure; ſein Urgroßvater jonglierte vor der
Völker=
ſchlacht bei Leipzig in Napoleons Quartier, nach ſeiner Niederlage
vor den drei ſiegreichen Monarchen. Sein Vater, der 45 Jahre
lang mit einem Zirkus in der Welt umherreiſte, fand das
Ge=
heimnis dieſer Tricks, die er, ſelbſt zu alt geworden, nicht mehr
verwirklichen konnte und auf ſeinen einzigen Sohn, der erſt lieber
Trapezkünſtler werden wollte, vererbte. Vom vierten bis elften
Lebensjahre trainierte das Kind in der Zucht des Alten, ſeitdem
tritt er als Solonummer auf, ſeitdem reiſt er um die Erde, übt
täglich acht Stunden, manchmal nur fünf Stunden, ob im
euro=
päiſchen Hotel, ob auf dem Dampfer nach Auſtralien. Bis 1928
iſt er an den erſten Varietés aller Kontinente engagiert: der
höchſt=
bezahlte Artiſt, der beſte Jongleur der Welt.
Das Jonglieren iſt die zarteſte Varietékunſt; es gibt kein
Lehrbuch, keine Theorie des Jonglierens, nur eine Art geheimer
draktiſcher Lehre, welche perſönlich von den Meiſtern an die
Schüler weitergegeben wird. Raſtellis Tricks aber kennt kein
anderer lebender. Die Arbeit mit ſeinen unpräparierten Stäben
und Bällen iſt garantiert real work. Er arbeitet nicht, wie die
Japaner, hart, mit geſpannten Muskeln, mit präparierten
In=
ſtrumenten, ſondern ganz gelöſt, immer entſpannt; er arbeitet
nicht nur mit Geduld und Geſchicklichkeit, ſondern mit allen
Mus=
keln und Nerven und einer ſehr ſcharfen Intelligenz, mit einer
genau berechneten Phyſik des Gefühls. Dieſer Zauberer wirkt
ſo bezaubernd, weil das Geheimnis ſeiner Faſzination in der
völligen Müheloſigkeit, Heiterkeit, Schwereloſigkeit und
Geſchmei=
digkeit ſeiner Kunſt beruht. Deshalb muß, was er da vollführt,
mehr als Jongleur=Artiſtik gelten .. . es wird hinreißende Kunſt,
ebenbürtig dem Tanz der Pawlowa und der Karſavina. Seine
wunderſchöne Frau, eine blonde Dänin, deren Mutter eine
Deutſche war, ſagt: „Noch niemals habe ich ihn traurig geſehen,
noch niemals gereizt, mißmutig oder böſe; immer iſt er
gleich=
mäßig heiter, liebreich und gutgelaunt.”
Dieſe Kunſt des Gleichgewichts=Haltens ſcheint auch auf das
ſeeliſche Gleichgewicht zu wirken, dieſe heiter=ſpieleriſche Kunſt
auf die Stimmung des Gemüts. Könnten alle Menſchen
jong=
lieren, wahrlich — es gäbe nur fröhliche, glückliche und den ewigen
K. P.
Frieden auf Erden.
Augenblick auf der Naſe und ſpaziert dann auf einen im Mund
gehaltenen Stab, an deſſen Ende er prompt ſtehen bleibt. Dann
ſchleudert der Menſch Stäbe, Teller, Bälle, ein luſtiges Potpourri
wild= und zahmbewegter Dinge, durcheinander. — Das iſt Enrico
Naſtelli, ein 27jähriger Italiener, der einzige Menſch auf der Erde,
der dieſe Kunſtſtücke ausführen kann und die Geſetze der
Be=
wegung, Statik, Dynamik, durchbricht. Seine Vorfahren waren,
ſoweit ſich das Geſchlecht in die Vergangenheit verfolgen läßt,
— Sind Sie ganz ſicher, gnädige Frau, den geſteigerten
geſellſchaft=
lichen Anforderungen dieſes Monats vollkommen gerecht zu werden?
Wiſſen Sie, daß ſich gerade in bezug auf das Abendkleid ein Umſchwung
vollzogen hat, der im Dezemberheft der „Frauenmode” ganz beſonders
klar zum Ausdruck kommt? Auch das Nachmittagskleid zeigt neue Linien,
die Sie nicht unbeachtet laſſen dürfen. Sollten Sie aber vielleicht ſchon
einen Ausflug in das Reich des Prinzen Karneval planen, ſo finden
Sie auch hierfür im Dezemberheft der „Frauenmode” die ſchönſten
An=
regungen. (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Weſtſtr. 72.)
Seite 4
Samstag den 15 Dezember 1928
Nummer 348
Hefſiſcher Landkag.
Verabſchiedung des Kirchenſteuergeſehes und des
Gewerbeſchulgeſeß. — Rehraus!
Präſident Delp eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 15 Min.
Nach Beantwortung einer Kleinen Anfrage ſteht eine Eingabe
des Fritz Michel aus Hahn zur Beratung. Der Ausſchuß hatte
beſchloſſen, die Eingabe für erledigt zu erklären.
Abg. Dr. Müller, der über die in dieſer Eingabe
behan=
delte Angelegenheit berichtet, vertritt die Meinung, daß es ſich
hier wahrſcheinlich um eine Beſtechung gehandelt habe, um
viel=
leicht ein Verbrechen zu vertuſchen.
Abg. Dr. Werner wünſcht die Unterſuchung und
bean=
tragt, die Eingabe der Regierung zu überweiſen.
Miniſterialdirektor Schwarz hält die nochmalige
Unter=
ſuchung der Angelegenheit für ausſichtslos. Allen Angaben des
Michel ſei nachgegangen worden, ohne daß ſich die Richtigkeit
habe feſtſtellen laſſen. Wahrſcheinlich werde der Fall überhaupt
niemals aufgeklärt werden, da die meiſten Beteiligten geſtorben
ſeien. Die Eingabe wird an den Zweiten Ausſchuß
zurück=
verwieſen.
Ein Antrag Glaſer u. Gen. betr. Entwäſſerung der
Niede=
rungsgebiete in Heſſen findet Annahme.
Das Kirchenſteuergeſetz wird ſodann gemäß den Beſchlüſſen
des Ausſchuſſes in erſter Leſung und nach kurzer Debatte, in der
Abgeordnete des Landbundes nochmals ihren ablehnenden
Stand=
punkt begründen, was Redner der Koalitionsparteien dazu
be=
nutzen, die Haltung des Landbundes anzugreifen, wird das Geſetz
auch in zweiter Leſung gegen den Landbund und die
Kommu=
niſten angenommen.
Die Regierungsvorlage, Erhöhung des Kapitalanteils bei
der Wohnungsfürſorgegeſellſchaft auf 200 000 M., wird gegen die
Stimmen der D.V.P. und V.R.P. angenommen.
Abg. Haury, deſſen Anfrage bezüglich der
Wohnungsfür=
ſorgegeſellſchaft unſeren Leſern bekannt iſt, führte eine Reihe von
Einzelfallen an, in denen er Mißſtände bei der
Wohnungsfür=
ſorgegeſellſchaft erblickt, die ſich als „halbamtliche Organiſation”
bezeichnet habe.
Miniſter für Arbeit und Wirtſchaft Korell ſagt zu. alle
ihm noch nicht bekannten Vorſtellungen nachprüfen zu wollen. Die
W. F. G. ſei keine halbamtliche Organiſation. Das vom Abg.
Haury als gefährlich bezeichnete Verlangen auf Ausſtellen von
Wechſeln ſei im Intereſſe des Handwerks notwendig geweſen;
denn nur ſo konnten vom Handwerk über 1½ Millionen
Zwiſchen=
kredite in Anſpruch genommen werden. Der Miniſter weiſt dann
noch auf die Tätigkeit der W.F. G. hin, die Anerkennung verdiene.
Abg. Lautenbacher (Ztr.) wünſcht daß die Regierung
im Aufſichtsrat und Vorſtand einen Sitz habe. Das Haus iſt
dafür.
Ueber die Arbeitsvermittlung für ältere Arbeitnehmer ſoll
eine Statiſtik vorgelegt werden.
Vom Zentrum wird in einem Antrag ein Bericht über die
geſundheitsſchädlichen Wirkungen der Reblausbekämpfungsmittel
gewünſcht.
Zu den verſchiedenen Anträgen bezüglich der Hagelſchäden
und Unwetterſchäden nimmt
Abg. Schott Stellung. Er wünſcht die baldige Schaffung
einer Hagelverſicherung, da nur ſo Staat und Geſchädigte geſchützt
werden könnten.
Abg. Dr. Möbus (Lbd.) wünſcht, daß man die noch
nach=
träglich zu erwartenden Geſuche aus verſchiedenen Gemeinden, die
irrtümlicherweiſe den Schaden nicht anmeldeten wohlwollend
prüfe und berückſichtige.
Miniſter für Arbeit und Wirtſchaft Korell kündigt für
das Frühjahr die Vorlage eines Hagelſchutzgeſetzes an.
Nachdem dann noch die Abg. Steffan (Soz.) Lückel (Soz.),
Gußmann (Lbd.), Dr. Niepoth (D.V.P.) und Glaſer zu dieſer
Frage geſprochen haben, werden die Anträge für erledigt erklärt.
Die Regierungsvorlage betr. die Vergrößerung der
Keſſel=
anlage für die Zentralheizung beim Amtsgericht in Offenbach und
betr. Einrichtung der Stelle des Vorſitzenden des
Landesarbeits=
gerichts finden Zuſtimmung.
Der kommuniſtiſche Antrag auf Gefangenenbeiräte an, den
heſſiſchen Strafanſtalten wird nach längerer Debatte der
Regie=
rung als Material überwieſen.
Kurz nach 2 Uhr ſchließt Präſident Delp die Sitzung und
beraumt die nächſte Sitzung auf ½3 Uhr an.
Um ½3 Uhr eröffnet Präſident Delp die neue Sitzung. Es
werden nun, wenn man von den Reden der Kommuniſten abſieht,
ohne lange Debatten die noch ausſtehenden Punkte der
Tages=
ordnung erledigt. Es werden u. a. genehmigt bzw. gemäß den
Ausſchußbeſchlüſſen behandelt: die angeforderten Kredite für
Wäſchebeſchaffung für Bad Nauheim und Bad Salzhauſen, die
Vorlage bezgl. Begrenzung des Staatsanteils an der
Kraftfahr=
zeugſteuer, die öffentliche Vergebung von Aufträgen der
Bade=
verwaltung Bad Nauheim, die Anträge gegen die Weinſteuer und
gegen die Frachterhöhung für Milch, der Antrag des Zentrums,
wonach die Winzer fünf Monate ihre eigene Kreszenz ausſchenken
dürfen, der Kredit von 200 000 M. für polizeiliche Zwecke.
Abgelehnt wird der Antrag auf Errichtung einer dritten Ve
ſuchsanſtalt für Glashauskulturen und Gemüſebau im Kre
Groß=Gerau
An den Ausſchuß zurückverwieſen wird der Entwurf ein
Abänderungsgeſetzes zum Gemeindeumlagengeſetz
Durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt wird d
ſozialdemokratiſche Antrag betr. Förderung des Wohnungsbau
in den Landgemeinden.
Abg. Dr. Keller wird an Stelle des ausgeſchiedenen Ak
Nuß ſtellvertretendes Mitglied des heſſiſchen Staatsgerichtshofe
Nachdem dann noch das Gewerbeſchulgeſetz verabſchiedet
geht der Landtag in die Weihnachtsferien.
Präſident Delp ſchließt um 746 Uhr die Sitzung.
Freiwillige Zwangsverſicherung.
* Berlin, 14. Dezember. (Priv.=Tel.)
Merkwürdige Pläne verfolgt in aller Heimlichkeit das Reich
finanzminiſterium unter Leitung des Sozialdemokraten Dr. Hi
ferding. Wie im Reichstag erklärt wird, verfolgt er die Abſig
mit den Verbänden der Reichsangeſtellten einen Vertrag abz
ſchließen, in dem ſämtliche Angeſtellte ohne Rückſicht auf die Hö
ihrer Bezüge gezwungen werden ſollen, ſich freiwillig zu ve
ſichern. Herr Hilferding trägt ſich darüber hinaus mit der A
ſicht, dieſen Vertrag für rechtsverbindlich erklären zu laſſen,
daß er dann nicht nur für ſämtliche Reichsbeamte, einſchließl
der Reichsbahn gelten würde, ſondern auch Rückwirkung auf g.
anderen Angeſtelltengruppen haben müßte. Er will alſo a
ſolchen Umwegen hinten herum die zwangsweiſe Ueberführur
aller Angeſtellten in die Angeſtelltenverſicherung durchdrücken. D/
Ziel, das auf geſetzlichem Wege nicht erreicht werden kann, ſo
demnach durch die harmloſe Verordnung angeſtrebt werden. W
glauben allerdings nicht, daß der Miniſter damit Glück habe
wird, denn der Widerſtand wird auch gegen dieſe Methode ei.
ſetzen und Herr Hilferding irrt ſich, wenn er glaubt, ihn auf de
Wege der Verordnung ausſchalten zu können. Dazu ſind die J.
tereſſen, die auf dem Spiele ſtehen, doch zu groß, zumal da d
höher bezahlten Angeſtellten aus der Angeſtelltenverſicherun
im Vergleich zu den Opfern ſinanzieller Art, die ſie zu bringe
hätten, ein ſehr geringes Entgelt für ihr Alter hätten.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 348
Samstag, den 15 Oezember 1926
Seite 5
Aus der Landeshaupkſkadk.
Darmſtadt, 15. Dezember.
FNefe ie e e er eredhe euten
zum Werkmeiſter bei der Bad= und Kurderwaltung Baß=Nauheim, mit
Wukung vom 1. Dezember; ferner wurde der Förſter Nikolaus May zu
Langwaden in gleicher Dienſteigenſchaft in die Förſterei Koberſtadt,
Forſtamt Langen, verſetzt.
— In den Ruheſtand tritt auf Grund des § 1 des Geſetzes über die
ltersnreuze der Staatsbeamten vom 2. Juli 1923 bzw. 19.
Dezem=
her 1923 in der Faſſug des Geſetzes vom 8. Oktober 1925 (Reg.=Bl.
s. 249) am 1. Januar 1929 der Rektor Friedrich Andreas Schmit
an der Volksſchule zu Bretzenheim, Kreis Mainz.
— Aus dem heſſiſchen Staatsdienſt entlaſſen wurde der
überplan=
näßige Vermeſſungsſekretär Obervermeſſungsſekretär Wilhelm Weſp
rus Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, vom 1. Oktober ab.
— Erledigt ſind: An der Volksſchule in Darmſtadt 6 Stellen
ür evangeliſche Lehrer, 1 Stelle für einen katholiſchen Lehrer, 5 Stellen
ür evangeliſche Lehre=innen.
— Zur Landeskirchentagswahl innerhalb des Dekanats Darmſtadt
zat die Gruppe der Nechten vom Landeskinhentag (Kinchlich=Poſitive
Ver=
inigung) einen Wahlvorſihlag aufgeſtellt und eingereicht. Er lautet:
geiſtlicher Abgeordneter Pfarrer H2ß=Darmſtadt, Stellvertreter
Pfar=
er Wagner=Darmſtadt. Weltlicher Abgeordneter Arbeiterſekretär
Zaufer=Darmſtadt, Stellrertreter Lehrer Knell=Beſſungen.
— Goldene und ſilberne Hochzeit. Oktroiaufſeher i. R. Karl
Helf=
nann und ſeine Ehefrau geb. Weber, Mollerſtraße 46 wohnhaft,
be=
ehen im Kreiſe ihrer 9 Kinder am 1. Weihnachtsfeiertag das Feſt der
oldenen Hochzeit. Mit den Eliern zugleich begeht am gleichen Tage
Zauamtmann Helfmann ſeine ſilberne Hockzeit.
— Hohes Alter. Frau Eliſabethe Martin Witwe, geb. Klink,
rüher Blumenthalſtraße Nr. 40, jetzt Arheilger Straße Nr. 90 wohnhaft,
egeht am Sonntag, dem 16. Dezember, ihren 80. Geburtstag.
— Gewerbemuſeum. Am Sonntag, dem 16. d. M., wird im
Ge=
verbemuſeum wieher eine Ausſtellung alter heſſiſcher Backformen für
(nisgebäck eröffnet, die über 100 Holzformen und eine Anzahl
Gips=
bguſſe umfaßt. Wie vor 6 Jahren, wird auch diesmal die Ausſtellung
ielen Freunden der Weihnachtsbäckerei eine willkommene Unterhaltung
nd Anregung ſein.
— Im Schloßmuſeum finden Führungen ſtatt: Sonntag bis
reitag, vormittags 11 und 11.30 Uhr. Samstag geſchloſſen.
— Heſſiſches Landestheater. Heute Samstag findet um 15½ Uhr
ne Aufführung des Weihnachtsmärchens „Die Himmelsreiſe‟
der Inſzenierung Günter Haenels ſtntt. Das Intereſſe des
Publi=
ims an dieſen Aufführungen iſt ein ungemein großes. Die letzten
Vor=
ellungen waren ausy rkauft, und auch die heutige Vorſtellung erfreut
ch des ſtärkſten Veſucſes. Die nächſte Wiederholung iſt für morgen
onntag, um 15 Uhr, angeſetzt.
Heute abend um 19½ Uhr findet die erſte Wiederholung des
Leſſing=
hen Luſtſpiels „Minna von Barnhelm” in der Beſetzung der
rſtaufführung und in der Infzenierung Carl Eberts ſtatt. Die Vor=
=llung iſt der Miete I. zugeteilt
Im Klcinen Haus findet heute die e=ſte Wiederholung von Lortzings
der „Der Waffenſchmied” in de neuen Cinſtudierung durd;
arl Bamberzer und der neuen Infzenierung durch Arthur Maria
abenalt ſtatt. Der Beginn dieſer Verſtellung, der der Zuſatzmiete Vl4
ggeteilt iſt, iſt fur 19½, Uhr feſtgeſetzt.
Morgen Sonntag wird im Broß= Haus Verdis „Rigoletto”
geben. Den Herzog ſingt Leo Husler vom Stadttheater in Eſſen als
aſt. In den ubrigen Rollen ſind die Damen Walter als Gilda, Kienzl,
ebel, Nieder, Schantz und die Herren He=rmann, Heuſer als Gaſt,
verlack, Ner. Tib:di und Vogr beſchiftigt. Muſikaliſche Leitung Mag
udolf. Die Vorſtellung iſt der Miete B zugeteilt und beginut um
Uhr
Im Kleinen Haus geht morgen Sonntag nach längerer Pauſe das
iſtſpiel Calderons „Dame Kobold” in der Inſzenierung Rolſ
bramezyks in Szene. In den Hauptvollen ſind die Damen Rüggold,
lun, Knott und die Herren Jungbauer, Klam, Minetti und Keßler
Mchäftigt. Die der Miete K (— Zuſatzmiete XI) zugeteilte Vorſtellung
ſinnt um 20 Uhr. Rolf Abmmezyk wurde eingeladen, am Reußiſchen
ſeater in Gera die „Perlenkomödie” von Bruno Frank zu inſzenieren.
Etwas zu ſchenken, das mit Kunſt zu tun hat, iſt immer gefährlich.
„Geſchnäcker” ſind verſ hieden, und wie oft entſtehen für den
Be=
nkten, dem eine Freude zugedacht war, nur peinliche Verpflichtungen.
ch eine Theaterkarte zu ſchenken, kann eine gefährliche Sache ſein.
iß man denn immer, ob die ausgewählte Vorſtellung dem äſthetiſchen
dürfnis des Beſchenkten entſprechen wird? Weiß man denn, ob er
ge=
ean dem betreffenden Tage Zeit und Luſt hat, ins Theater zu gehen?
7 ein Geſchenk zu ſchaffen, das frei von der Gefahr derartiger
Bin=
igen iſt, führte das Heſſiſche Landestheater die Theaterſchecks
die neben dem üblichen Weihnachtsabonnement mit einer
Ermäßi=
ia von 10 Prozent ausgegeben werden. Der glückliche Inhaber eines
hen Schecks hat freie Wahl bezüglich der Platzart und bezüglich der
rſtellung.
— Elternabend. Die Liebigs=Oberrealſchule (mit
Re=
mrealgymnaſium) hatte zuſammen mit dem Verein der Freunde
rDarmſtädter Realanſtalten am 11. Dezember zu einem
ernabend in ihre Turnhalle eingeladen. Herr Studienrat Dr.
Got=
on ſprach an der Hand von Lichtbildern über die Studienreiſe, die
Oſtern 1928 nach Paläſtina und Aegypten unternommen hatte. Der
rtragende, der es meiſterhaft verſteht, ſeine Hörer zu feſſeln, gab in
fütvoller Plauderei eine intereſſante Schilderung der verſchiedenſten
der ſeiner Reiſe. Der Vortrag war umrahmt von muſikaliſchen
Dar=
tungen des Bläſerchors der Schule, der, neugebildet, erſt ſei einem
rteljahr ſpielt und der ſich ſeiner nicht ganz leichten Aufgaben mit
rkennenswertem Geſchick entledigte. Zum Eingang wurde das
Ge=
aus Wagners Lohengrin, dann ein Duett aus Verdis Troubadour,
etzt für Trompete und Waldhorn, und zum Schluß „Die Himmel
imen des Ewigen Ehre” von Beethoven zu Gehör gebracht. Die
icke waren von dem Vortragenden ſelbſt eingeübt und wurden von
dirigiert.
— Weihnachtsſpiel der Kleinkinderſchule der Barmherzigen
Schwe=
n in Darmſtadt, Nieder=Ramſtädter Straße 30. Dasſelbe findet ſtatt
Sonntag, den 16. Dezember, für die Eltern, am 17. und 19. Dez.
die Wohltäter des Hauſes, jeweils nachmittags um halb 5 Uhr. Es
imen zur Aufführung: „Prinzeſſin Grete” oder „Weihnachten in der
ylerhütte” in zwei Aufzügen mit Reigen; Krippenſpiel: „Im Stall
Bethlehem; Weihnachtsreigen, Singſpiel mit Reigen: Waldmärchen.
e Wohltäter, Freunde und Gönnner des Hauſes ſind zu dieſer
Ver=
kaltung herzlichſt eingeladen. Wir nehmen dazu gerne dieſe
Gelegen=
wahr, um auch an dieſer Stelle unſeren verehrten Wohltätern, die
2 in dieſem Jahre wiederum gütigſt unterſtützt haben, unſeren
auf=
tigſten Dank auszuſprechen. Dieſen Worten des Danke3 fügen wir
rdings gleichzeitig die ergebenſte Bitte bei, daß dieſelben auch in aller
* uns und unſerem Hauſe ihr ſeitheriges Wohlwollen erhalten
gen. — Am 21. Dezember findet nachmittags 3 Uhr die
Beſche=
ug der Kinder ſtatt. Am gleichen Tage ſchließt auch die Schule,
ce am 2. Januar wieder beginnt.
— Vom Muſikverein wird uns geſchrieben: Das dritte Konzert
ſes Winters, im Februar 1929, bringt Mendelsſohn=Bartholdys
aulus” unter Mitwirkung erſter Soliſten. — Die Proben für
ien und Herren beginnen am Montag, den 17. Dezember 8 Uhr,
Vereinshauſe. Stimmbegabte Damen und Herren, die ſich an der
Führung beteiligen möchten, ſind als Gäſte willkommen.
Die Kriſis des Parlamentarismus.
Vorkrag in der Darmſtädter Juriſtiſchen Geſelſchaft.
Am 13. Vortrag3abend der Geſellſchaft ſprach Herr Profeſſor Dr.
Gmelin, der Ordinarius für öffentliches Recht an der Heſſiſchen
Landesuniverſität in Gießen, über „Die Kriſis des Parlamentarismus”.
Unter Parlamentarismus im weiteſten Sinn verſteht man eine
Ver=
faſſung, die der Volksvertretung eine entſchcſihende Rolle bei der Bildung
des Staatswillens zuweiſt. Enger gefaßt wird verlangt, daß das
Par=
lament die ausſchlaggebende Rolle habe, ungenau wird in der Preſſe
oftmals Parlamentarismus mit parlamentariſcher Regierungsform
gleichgeſetzt. Alſo mit einer Konſtellation, bei der auf das
Mißtrauens=
totum des Parlaments hin das Kabinett zurücktreten muß.
Parlamen=
tarismus und Demokratie ſind nicht dasſelbe. Letztere bedeutet Herr.
ſchafr des ganzen Volkes. Aber die Ausübung dieſer Herrſhaft kann
ebenſogut durch einen plebiſzitären Präſidenten oder ähnlich erfolgen;
eine Verbindung mit dem Parlamentarismus iſt nicht notwendig.
Die Kriſis des Parlamentarismus, inskeſondere des ſog,
parlamen=
tariſchen Syſtems, durchzieht alle Kulturſtaaten. Sie iſt ſichtbar nicht
nur in Deutſchland, auch nicht erſt ſeit der Beendigung des Weltkriegs.
In Deutſchland ſtehen die Zweifler dabei auch im republikaniſchen Lager:
Namen wie Hellpach, Bonn, Wirih und andere bezeugen das. Daß
gegenüber unſerem erſt wenige Jahre beſtehenden Verfaſſungsſyſtems
ſolche Gegnerſchaft ſchon hervertritt, erklärt ſich hiſtoriſch daraus, daß
ebenſo wie in ſeiner ſonſtigen politiſchen Entwicklung (Zuſammenfügung
zum Nationalſtaat, koloniale Tätigkeit uſw) auch hier Deutſchland in
einem Augenblick ſich eine Staatsform geſucht hat, als ihre Mängel in
anderen Ländern bereits hervorgetreten waren. Auf den verſchedenen
Kongreſſen der interparlamentariſchen Union, zuleßzt in Berlin in dieſem
Jahre, iſt das Problem behandelt worden, ohne daß man zum Schluß
gekommen wäre. Dabei iſt zu beachſten, daß die moderne wirtſchaftlich=
Entwicklung eine erhebliche Rolle bei dieſen Umgeſtaltungsverſuchen
ſpielt.
Das parlamentariſche Syſtem hat ebenſo wie der frühere
Obrigkeits=
ſtaat ſeine Nachteile und Vorzüge.
Dem Ohrigkeitsſtaat rühmte man eine beſondere Beſtändigkeit der
Regierungsführung nach, geſichert vor allem durch die längere Dauer
der Amtszeit der Miniſter. Damit war aber bei genauerem Zuſehen die
Beſtändigkeit der Führung der Regierungsgeſchäfte keinsswvegs verbüirgt.
Die Leitung der politiſchen Geſchäfte, hieß es weiter, ſei in die Hand der
Sachverſtändigen gelegt geweſen; aber dieſe Sachkunde kezog ſich in erſter
Linie auf die techniſche Seite, ſoweit ſie vorhanden war. Als Nachteil
pflegte man zu bezeichnen die Abhängigkeit von der jeweiligen Perſon
des Monarchen. Störend wirkte ſich der Dualismus zwiſchen Regierung
und Parlament aus. Das Parlament fühlte ſich kein Swegs
verantwort=
lich, hatte aber andererſeits inſolge ſeines Rechts zur Etatbewilligung
ſehr ſtarken Einfluß.
Bei dem parlamentariſchen Regierugsſyſtem laſſen ſich hervorheben:
Als Vorzüge zunächſt die tatſächlich durch die parlamentariſche Tätigkeit
gegebene Möglichkeit beſſerer Führerausleſe. Immerhin ſpielt gerade
dabei die Parteityrannei eine wenig förderliche Rolle. Der Dualismus
zwiſchen Parlament und Regierung fällt weg, da die Regierung nur ein
Ausſchuß der Parlamentsmehrheit iſt. Zu den Nachtsilen iſt in erſter
Linie u. U. der häufige Wechſel der Kabinette zu zählen. Allerdings
bedeutet der Wechſel des Kabineits oft nur eine kaum weſentliche
Um=
bildung. Zwei Momente haben dabei weſentliche Bedeutung: Einmal
die mehr oder minder glückliche Regelung der Möglichkeit der
Parla=
mentsauflöſung. In England hat das Kabinett dieſes Recht. Es hat
ihm die abſolute Herrſchaft über das Unterhaus geſichert. In
Frank=
reich hat das Kabinett allein dieſes Recht nicht; daher iſt dort das
Politiſche Selwergewicht erheblich mehr auf Seiten der Deputierten.
kammer. Zum zweiten hängt vieles vom Parteienſyſtem des Landes ab.
Ein Zweiparteienſyſtem, wie es England hatte und nach der
Verſelb=
ſtändigung Julands, von der Labourparty abgeſehen, auch heute wieder
hat, hat ſeine großen Vorziige. Die Notwendigkeit, beim Beſtehen vieler
Parteien eine regierungsfähige Koalition zu bilden, wie ſie in
Deutſch=
land, Frankreich und ſonſt ſtets von neuem ſich geltend macht führr
überall zu oftmals unerfreulichen praktiſchen Ergebniſſen. Beſonders
Lann, wenn eigentlich nur eine Minderheit hinter der Regierung ſteht
und dieſe ſi=h nur dauk der Hilfsſtellung anderer Parteien halten kann.
All” dieſe Momente rufen nach Abhilfe. Für uns komit indeß nicht
die Rückkehr zu früheren Negierungsformen in Frage; denn die Geſchichte
entwickelt ſich: nicht zurück, ſondern vorwärts. Kein Zweifel iſt, daß die
bei uns übliche Verhältniswahl zur Zerſplitterung beiträgt und anderer=
— Orihſcher Männerchor. Die diesjährige Weihnachtsfeier
findet am 2. Weihnachtsfeiertag, nachmittags, im großen Saale der
Beſſunger Turnhalle ſtatt. Das in allen ſeinen Teilen vorzüglich
zi=
ſammengeſrellte Programm (der erſte Tl bringt eine dem Charakter
des Tages entſprechende Voriragsfolge, während der zweite Teil mehr
dem Heiteren zugedacht iſt) gibt jeden: Beſucher die Gewähr, einige
ſchöne Weihnachtsſtunden zu verleben. Zu erpähnen wäre noch, daß
der aktie Chor unter der Leitung ſeines neuen Chormeiſters, Herrn
Karl Diether verſchiedene neueinſtudierte Chöre zum Portrag
bringen wird. Verbunden mit der Weihnachtsfeier iſt des weiteren eine
Tombola, die neben anderen wertvollen Preiſen einen Alkoda=
Patent=Gasherd und eine Patent=Gaskocher aufweiſt. Alles Nähere in
der demnächſt erſcheinenden Anzeige.
Die praktische Strumpfgamasche!
Ia reine Wolle .. . . . . . . ...."
Wolle mit Seide
6.75
Der haltbare Waschseidenstrumpf 2.75 (20284
Heinrich Bauer. jr., Ludwigsplatz 1
— Ausnahmetag im Orpheum. Bei Einheitspreiſen von 50 Pf.,
1 Mk., 1.50 Mk. gelangt heute Samskag zum letzten Male der große
Millowitſeh=Lachſchlager „Der Stolz der 3. Kompagnie” (
vor=
her: „Der ſchöne Wilhelm”) ungekürzt zur Aufführung. Wer noch
ein=
mal recht herzlicch la=hen will, verſäume dieſe günſtige Gelegenheit nicht.
(Beachte heutige Anzeige im Inſeratenteil dieſes Blattes.) Sonntag
und folgende Tage bleibt das Orpheum geſchloſſen.
—, Dr.=Wauer=Vortrag in der Volkshochſchule. Ueber Hermann
Sudermann, den vielunrſtrittenen Dramatiker und Erzähler, deſſen
Name zu den bedentendſten der deutſchen Literatur gehört, ſpricht Dr.
Max Wauer an ſeinem letzten diesjährigen Vortragsabend in der
Volks=
hochſchule am Montag, dem 17. Dezember, 20 Uhr, im Hörſaal 140 der
Techniſchen Hochſchule. Im Anſchluß an ſeine Einführung über Leben
und Schaffen des Dichters wird Dr. Waner aus Erzählungen
Suder=
manns leſen. Karten für Mitglieder 50 Pf., für Nichtmitglieder 1 Mk.
in unſerer Geſhäftsſtelle, Mathildenplatz 17, und am Saaleingang.
— Die Muſikantengilde wird am Sonntag, 16. Dezember, 8 Uhr
abends, bei der Kirchenmuſikaliſchen Adventsfeier in
der Stadtkirche Chöre von Eccard und Haßler und die
Weihnachts=
kantate von Vincent Lübeck ſingen. Auf der Orgel kommen Stücke von
Prgetorius, Muffat und J. S. Bach zum Vortrag. Der Eintritt zu der
Feier iſt fr i. Zettel ſind unentgeltlich an den Kirchentüren zu haben.
— Billiger Sonntag im Frankfurter Zoo. Am Sonntag, dem 16
Dezember d. J, iſt der Zoologiſche Garten und das Aquarium während
des ganzen Tages zu halben Eintrittspreiſen zugänglich. Nachmittags
4 Uhr und abends 8 Uhr finden Konzerte ſtatt.
ſeits auch dadurch ungünſtig wirkt, daß ſie eine Ueberſpannung der
Parteidiſziplin und der Parteiherrſchaft unterſtützt. Demgemäß wird
nur die Gewährung größerer Freiheit an die Regierung, vielleicht unter
Abſchaffung des Interpellationsrechts und u. U. darüber hinaus die
Mög=
lichkeit der Wahl der Regierung auf eine beſtimmte Zeitdauer
vorzu=
ziel, n ſein.
Gin weiterer Nachteil des parlamentariſchen Syſtems iſt das
durch=
geführte Beuteſyſtem, d. h. der Wechſel in allen Verwaltungsſtellen
au=
läßlich des Kabinettswechſels
Er beſchränkt ſich indeß auch in den Ländern ausgebildeten
parla=
inentariſ hen Eyſtems heute auf die leitenden Poſten, insbeſondere die
Unterſtaatsſekretäre. Immerhin werden die herrſchenden Parteien ſtets
verſuchen, ihre Vertranensleute in möglichſt großer Anzahl in der
Ver=
waltung unterzubringen. Dymit im Zuſcmenhang ſteht die
Abſchwä=
ihung der Gültigkeir des Grundſatzes von der Gewaltenteilung. Das
Parlament greift in die Exekutide über. Eingriffe in das
Begnadigungs=
recht und die Kriegsführung erfolgen. Eine Milderung dieſer
Parla=
mentsherrſchaft tritt ein durch häufigen Erlaß von Ermächtigungsgeſetzen
für die Regierung. Di= Mehrheit iſt dafür gewöhnlich bald zu haben,
wveil die Regierung ja aus ihren Vertrnuensleuten gebildet iſt. Alle
dieſe Momente führen weiterhin zu einer Abnahme des Anſehens der
Parlamente. Geſteigert wird das durch die Entwicklung der Parteien
und die Uebertreibung der Parteiherrſchaft im beſonderen. Dadurch iſt
das Repräſentationsſyſtem bedroht. Der Abgeordnere fühlt ſiy nicht
mehr als Vertreter ſeiner Wähler, ſondern als Mitglied ſeiner Partei,
Chenſo leidet das Majoritätsſyſtem: Die ausſhlaggebende Bedeutung
der Mehrheit iſt ein notwendiges Auskunftsmittel; aber die Abſtimmung
iſt meiſt ſchon fertig, bevor die Verhandlung beginnt. Gegen all das
helfen Einſchränkungen der Parteiherrſchaft, vor allem aber auch die
Einſchränkung der Immunität der Abgeordneten.
Die aus der modernen wirtſchaftlichen Entwicklung ſich ergebenden
Momente haben ſich bereits vor dem Kriege geltend gemacht. Zunehmende
Zentraliſierung und Uebergreifen der Staatstätigkeit auf die
verſchieden=
ſten Gebiete tritt ein. Die Abgeordnetentätigkeit wird zum Beruf. Nicht
immer ſtehen den Parteien Fachleute zur Verfügung. Die Parteien
nehmen Fühlung mit den wirtſchaftlichen Verbänden.
Mit alledem im Zuſammenhang ſteht der Ruf nach ſtändiger
berufs=
mäßiger Vertretung, nicht nur in Deutſchlond, auch z. B. in Frankreich,
we ſeit 1926 ein Wirtſchaftsrat beſteht. Eine Erſetzung unſeres
derzeni=
gen Parlaments durch ein Wirtſchaftsparlament im Wege der
Ver=
faſſungsänderung iſt unwahrſcheinlich: Das Parlament wird nicht ſeine
eigene Aufhebung beſchließen. Eine derartige Aenderung iſt aber auch
unerwünſcht. Ein Wirtſchaftsparlament taugt nicht für
Mehrheits=
beſchlüſſe. Die Hauptätigkeit des Reichswirtſchaftsrats z . B. ruht in
den Ausſchüifſen. Abzulehnen iſt aus dem letzteren Grund aber auh ein
Nebeneinander zweier beſchließender Körperſchaften. Wünſchenswert iſt
immerhin ein Reichswirtſchaftsrat, einer früheren erſten Kammer
ver=
gleichbar. Seine Zuſammenſetzung muß allerdings alle am Werte
ſchaffenden Leben beteiligten Berufe umfaſſen, wobei auch der geiſtigen
Tätigkeit in den freien Berufen eine entſprechende Vertretung
einge=
räumt werden muß.
Die unbeſtreitbaren Mängel der parlamentariſchen Regierungsform
verlangen alſo Abhilfe. Aber ſie findet ſich niht in der Diktatur,
Diktatur von ſeiten der Parteien, wie jede andere Diktatur iſt
abzu=
lehnen: Das individuelle und das kellektiviſtiſche Moment ſind
gegen=
einander abzuwägen und zum Ausgleich zu bringen. Die deutſche
Reuchs=
beufeſſung von 1919 iſt, unter dieſen Geſichtspunkten betrachtet, trotz
ihrer Jusend bereits veraltet. Eine Abinderung tut not, bei der den
Lebenswo=ſvendigkeiten des deutſchen Volkes in ſeiner Regierungsform
in jeder Veziehung Rechnung getragen wird.
Dem außerordentlich kenntnisreichen, feinſinnigen Vortrag darf
ins=
beſondere das eine nachgerühmt nerden: Die klare Herausſchälung der
weſentlichen Momente, ihre Begründung in ihrer hiſtoriſchen
Bedingt=
heit und die objektibe Abwägung ihrer Bedeutung zueinander und
unter=
einander hoben das Referat alsbald aus dem Bannreich der Gefahren,
die bei der Behandlung eines zunächſt eminent politiſchen Themas
drohen mußten. So ergab ſich eine Darſtellung, die an Vollſtändigkeit
des Uebenblicks über ſämtliche in Frage kommenden Geſichtspunkte keinen
Wunſch offen ließ und andererſeits doch nicht ber die Materie belebenden
perſönlichen Stellungnahme des Redners ermangelte. Eine ſehr
zahl=
reiche Hörerſchaft ſpendete dem Vortragenden verdient lebhaften Beifall.
Petrusgemeinde (Männervereinigung). Nachdem der Vorſitzende,
Herr Okerreallehrer Frauk, in der letzten Monatsverſammlung einen
kurzen Nückblick auf die Entwicklung und die Tätigkeit der
Männerver=
einigung im letzten Jahre gegoben hatte, hielt Herr Pfarraſſiſtent Lic.
zur Nieden vor auſergcwöhnlich zahlreichem Zuhörerkreis ſeinen
zweiten Vortrag über geiſtbewegende Fragen. Diesmal lautete das
Thema: Der Kampf um die Weltanſchauung. Es kann nur der
Ver=
ſuc) gemacht werden, aus dem Reichtum feſſelnder Gecanken die
wich=
tigſten herauszuheben: In den Kampf werden wir hineingezogen
draußen in der Welt; er tobt aber auch drinnen in unſerer Bruſt: Es
handelt ſich dabei in der Hauptſahe um die Frage: Wie ſtehſt du zu
Gott? Dieſer Kampf ſcheidet die Menſchm in zwei Lager, ſeit im
Mittelalter das alte Weltbild zuſammenbrach vor den neuen Theorien
über die Bewegung der Geſtirne. Und doch braucht die chriſtliche
Welt=
anſchauung keine Angſt zu haben vor der wiſſenſchaftlichen Forſchung.
Die Naturwiſſenſchaft wird, wenn ſie wahr iſt, in immer wachſendem
Maße eine Verkünderin des Lobpreiſes Gottes ſein, je tiefer ſie in die
Geheimwiſſe der Schöpfung eindringt. Darum gilt es für den ernſten
Chriſten, vorwärts zu ſchauen, weiter zu forſchen, den beglückenden
Kin=
derglauben zu vertauſchen mit dem männlichen Glauben, der ungleich
größer und kühner iſt als jener. Das Chriſtentum überſteht jede
Welt=
anſchauung, ein Beweis für ſeine Abſolutheit. — Im Zuſawmenhang
mit dem Gegenſtand des Themas wurde die Begründung des
Vorhanden=
ſeins Gottes, als des Uranfangs aller Dinge, gegeben und die
Behaup=
tung der Freidaker, der Stoff ſei zuerſt geweſen widerlegt. Die
Theorien über die Entſtehung der Welt wurden beleuchtet, ihre Mängel
und Fehler hervorgehoben, insbeſondere, daß keine die letzten Fragen
löſen kann: Woher die Bewegung wober das Leben, woher die
Be=
ſonderheit des Menſchen in ſeiner Stellung zu den übrigen Geſchöpfen?
Aller wiſſenſchaftlichen Forſchung zum Trotz iſt der bibliſche
Schöpfungs=
bericht etwas ſchlechthin Wunderbares, etwas, was dem menſchlichen Geiſt
nicht entſprungen ſein kann. Der Kampf hat nur Wert für den
Men=
ſchen, wenn er zu einem beglückenden Frieden führt; deshalb gilt es,
hindurchzudringen zu der Gewißheit: Dieſer große, unendliche, gewaltige
Gott, der hinter allem Geſchaffenen ſteht, iſt dein Vater, der dich zu
ſich ziehen will aus lauter Güte. Die Bibel ſagt: „Sehet, welch eine
Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir ſollen Gottes Kinder heißen.”
— In der Ausſprache wurde von mehreren Mitgliedern der
Männewer=
einigung übereinſtimmend darauf hingewieſen, daß es bei dem Ringen
um eina den Frieden der Seele bringende Weltanſchauung zuletzt immer
auf den Glauben an Chriſtus Jeſus ankommt, der uns den Weg zum
Vater gezeigt und uns den Zugang zu ihm erworben hat.
— Hiſtoriſcher Verein. Montag, den 17. Dezember, nachmittags
6 Uhr, ſrricht Major Friedrich Deiß im Roalgymnaſium über:
Zum 190 Geburtstay Wilhelms von Ploennies” Mafor Deiß,
bekamut=
lich einer der erſten Kenner des Waffempeſens, wird Ploennies wewiger
von ſeiner bekannteſten Seite als Dichſter, ſondern von der Seite, auf
der ſeine geſchichtliche Bedeutung beruht, als Erfinder auf dem Gebiete
der Handwaffen behandeln.
Un den ersten 10 Jahren
Ibg 14861
sollte jede Mutter ihr Kind nur mit
der reinen, milden
MIVEA
HINDERSEIFE
waschen und baden. Das Kind wird
es ihr einst danken, weil ihm
da-
durch später manche Sorge um die
Erhaltung seines guten Teints
er-
spart bleibt. Nivea-Kinderseiſe ist
überfettet und nach ärztlicher
Vor-
schrift besonders für die empfind-
Liche Haut der Kinder hergestellt.
Preis 70 Pfo.
Die Wirkung der Nivea-
Creme beruht auf
ih-
rem Gehalt an
hautver-
wandtem Eucerit. Keine
andere Creme enthält
Eucerit.
Vor dem Rasieren
u. zwar vor dem Einseifen, müssen Sie Ihre Hauf gründlich mit
DANAAA UALTIA
einreiben. Schmerzloses Rasieren, blendendes
Schneiden des Messers, Vermeidung jeglicher
Haut-
reizung sind der Erfolg.
Stets gründlich in die Haut einreiben, dämit die
DSchaumerzeugung beim nachfolgenden Einseifen
nicht beeinträchtigt wirdt
Dosen 0,20 bis 1.20 M • Tuben aus reinem Zinn 0,60 u. 1,00 M
Seite 6.
Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landeskheakers
Großes Haus.
Sonntag, den 16. Dezember, 15 Uhr, Ende 17½ Uhr: Das
Weih=
nachtsmärchen. Die Himmelsreiſe”, von Tilla Bunzl
und Ehrhard Siedel. — Preiſe 0.50 bis 2 RM.
— 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, B 8: „Rigoletto”, Oper von
Verdi. — Preiſe 1 bis 10 RM.
Montag, den 17. Dezember; Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 18. Dezember, 15½ Uhr, Ende 1734 Uhr: Das
Weihnachtsmärchen „Die Himmelsreiſe‟, Preiſe 0.50
bis 2 RM.
— 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, A 8: „Minna von
Barn=
helm”, Luſtſpiel von Leſſing. — Preiſe 1 bis 10 RM.
Mittwoch, den 19. Dezember, 15½ Uhr, Ende 1734 Uhr: Das
Weihnachtsmärchen „Die Himmelsreiſe‟, Preiſe 0.50
bis 2 RM.
Donnerstag, den 20. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, O 8:
„Der Bettelſtudent”, Operette von Millöcker. Preiſe
1 bis 10 RM.
Freitag, den 21. Dezember, 20 Uhr, Ende 22 Uhr, G 5 (Darmſt.
Vollsbühne): „Der Prozeß Mary Dugan”, von
Bayard Veiller. — Preiſe 0.80 bis 8 RM.
Samstag, den 22. Dezember, 15½ Uhr, Ende 1734 Uhr: Das
Weihnachtsmärchen „Die Himmelsreiſe‟, Preiſe 0.50
bis 2 RM.
Sonntag, den 23. Dezember, 15 Uhr, Ende 17½ Uhr: Das
Weihnachtsmärchen „Die Himmelsreiſe‟, Preiſe 0.50
bis 2 RM.
— 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, D 9: „Minna von
Barn=
helm”, Luſtſpiel von Leſſing. — Preiſe 1 bis 10 RM.
Kleines Haus.
Sonntag, den 16. Dezember, 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr K 4
(Bühnenvolksbund) für diejenigen K=Mieter, die
Zuſatz=
miete Xl haben: „Dame Kobold”, Luſtſpiel von
Cal=
deron. — Preiſe 1.20 bis 6 RM.
Montag, den 17. Dezember: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 18. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr: „Der
Lumbeawend oder Mann is Mann: Dargeſtellt
v. d. Heſſ. Spielgemeinſchaft. — Preiſe 0.50, 1, 2, 3. RM.
Mittwoch, den 19. Dezember, 20 Uhr, Ende 2 Uhr,
Zuſatz=
miete II (5), T Gruppe 1 (Nr. 1—50): „Candida”,
Schauſpiel von Shaw. — Preiſe 1.20 bis 6 RM.
Donnerstag, den 20. Dezember, 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr, K4,
für diejenigen K=Mieter, die Zuſatzwiete XII haben, T Gruppe
2 und 3 (Nr. 51—150): „Dame Kobold”, Luſtſpiel von
Calderon. — Preiſe 1.20 bis 6 RM.
Freitag, den 21. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr,
Zuſatz=
miete VI (6), T Gruppe 4, 5, 8 (Nr. 151—250 und 351—400):
„La Traviata”, Oper von Verdi, — Preiſe 1.20 bis
6 RM.
Samstag, den 22. Dezember, 20 Uhr Ende 22 Uhr,
Zuſatz=
miete V (8), zum erſten Male: „Herr Lamberthier”,
Schauſpiel von L. Verneufl. — Preiſe 1.20 bis 6 RM.
Sonntag, den 23. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr,
Zuſatz=
miete III (5): Der Paffenſchmied”, Oper von
Lortzing. — Preiſe 1.20 bis 6 RM.
— Die Weihnachtsmeſſe der Künſtlerhilfe in der Kunſthalle am
Rhein=
tor bleibt nur noch eine Woche geöffnet. Sonntag, den B. Dezember,
iſt ihr letzter Tag. Erfreulicherweiſe iſt Beſuch und Verkauf in
ſtän=
digem Wachſen. Es ſind bereits 14 Bilder, 20 Graphikblätter, 9
Meſſing=
arbeiten, 8 Lederarbeiten, 6 Schals und Tücher, 4 Kiſſen, 5
Elfenbein=
ſachen und anderes, im ganzen ein Fünſiel Gegenſtände, angekauft
wor=
den. Auch der Loſeverkauf der Lotterie Kunſtkerhilfe iſt belebt. Die
Biehung wird am 19. Dezember ſtattfinden, die Gewinnliſte am 20.
De=
zember im „Darmſtädter Tagblatt” erſcheinen. Loſe ſind bis
einſchließ=
lich 17. Dezember zu haben. Für die Lotterie wurden ſo zahlreiche
Kumſi=
werke angekauft, daß etwa jedes 12. Los einen Gewinn zichen wird.
Im Heaghaus, Luiſenſtraße 12—16, iſt zurzeit eine
Weihnachts=
ausſtellung elektriſcher Geräte, weſche das Entzücken jeder Hausfrau
ſein wird. Die neuzeſtlichen ſchönen Haushaltgeräte bilden ein
prak=
tiſches Geſchenk, welches ſeinen Wert behält, an welchem man immer
wieder ſeine Freude hat. Die Ausſtellung iſt auch noch an den beiden
Adventsſonntagen nachmittags von 13—18 Uhr, geöffnet und empfiehlt
ſich ein Beſuch. (Siehe auch die heutige Anzeige.)
— Hausfrauenbund. Wegen Erkrankung der Geſchäftsführerin
bleibt die Geſchäftsſtelle bis 2. Januar geſchloſſen.
— Der Kanarienzucht= und Vogelſchutzverein 1897 veranſtaltet in
den Tagen vom 14.—16. Dezember in der Reſtauration „Hanauer Hof”
(Heinheimerſtraße 8) eine Ausſtellung, verbunden mit
Prämi=
jerung von Kanarienhähnen und Utenſilienſchau. Für das Publikum
zugänglich iſt die Ausſtellung am Sonntag, den 16. Dez., vormittags
10 Uhr. Eine reichhaltige Tombola bietet die Möglichkeit, einen ſchönen
Kanarienvogel oder ſonſtige Gebrauchsgegenſtände zu gewinnen.
Be=
achten Sie bitte unſere Anzeige in dieſem Blatt.
Termin zu Anmeldungen und Widerſprüchen zum Inhalt
der neuen Grundbücher in Wien. Nach Mitteilung des
Oeſter=
reichiſchen Bundeskanzleramts, Auswärtige Angelegenheiten, iſt
von den beim Brande im Wiener Juſtizpalaſt vernichteten
Grund=
büchern der Wiener Bezirke I, IX und XX ſowie einzelner
land=
täflicher Liegenſchaften ein weiterer Teil wiederhergeſtellt worden.
Das Oberlandesgericht Wien hat das Richtigſtellungsverfahren
für dieſe Gruppen eingeleitet und als Endtermin für die
Anmel=
dung der in den eröffneten Grundbüchern nicht enthaltenen Rechte
ſowie für die Erhebung des Widerſpruchs gegen aufgenommene
Nechte den 31. Dezember 1928 beſtimmt. Anmeldungen
und Widerſprüche ſind beim Landesgericht für Zivilrechtsſachen
in Wien I, Herrengaſſe 17, anzubringen. Werden Anmeldungen
oder Widerſprüche nicht rechtzeitig angebracht, ſo erlangt nach den
geſetzlichen Vorſchriften der Inhalt der neuen Grundbücher die
Rechtswirkung einer Grundbucheintragung. Eine Verlängerung
der Friſt oder Wiedereinſetzung in den vorigen Stand iſt
geſetz=
lich ausgeſchloſſen
Samstag, den 15. Dezember 1928
Verkehr mit Feuerwerkskörpern.
Das Polizeiamt ſieht ſich veranlaßt, die über den Verkehr
mit Feuerwerkskörpern beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen
nach=
ſtehend zur Kenntnis der Intereſſenten zu bringen.
I.
1. Wer mit Feuerwerkskörpern — Kanonenſchlägen, Fröſchen,
Schwärmern, Zündplättchen uſw. — Handel treiben will, hat, falls er
im Kaufladen nicht mehr als 2,5 Kilogramm und im Hauſe cpßerdem
nicht mehr als 10 Kilo vorrätig hat, ſolches dem Polizeiamt arzuzeigen.
Auf Nachweis eines beſonderen Bedürfniſſes kann ausnahmsweiſe
im Hauſe zeitweilig eine Lagerung bis zu 15 Kilo geſtattet nerden.
Die Aufbewahrung muß in einem euf dem Dachboden (Speicher)
gelegenen, mit keinem Schornſteinrohr in Verbindung ſtehenden,
abge=
ſonderten Raum erfolgen, welcher beſtändig unter Verſchluß gehalten
und mit Licht nicht betreten wird. Die Behälter müſſen den
Beſtim=
mungen des 8 6 Abſ. 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr mit
Spreng=
ſtoffen betreffend, vom 21. September 1905, entſprechend und mit feſt
geſchloſſenen Deckeln verſehen ſein.
2. Größere als die unter I. 1. angegebenen Mengen ſind
außer=
halb der Stadt in keſonderen Magazinen aufzubewahren, die der
Ge=
nehmigung der Polizeibehörde bedürfen.
3. Die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von denen ein
Mißbrauch zu befürchten iſt, insbeſondere an Perſonen unter 16 Jahren,
iſt verboten. Dies gilt insbeſondere auch von ſolchen Feuerwertskörpern,
mit deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Perſonen rder
Eigentum verbunden iſt (Kanonenſchläge, Fröſche, Schwärmer und
der=
gleichen). Dagegen findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung auf
Spiel=
waren, die ganz geringe Mengen von Sprengſtoffen enthalten.
Zünd=
plättchen (Amorces) ſowie Knallkorken, die mehr als 7,5 Gramm
Sprung=
miſchung (Knallſalz) auf 1000 Plättchen enthalten, dürfen als
Spiel=
waren nicht in den Verkehr gebracht werden.
Das Feilhalten von phosphorhaltigen Sprengſtoffen (Radaukörner,
Krawallſteine, Kracher uſw.) iſt nach 8 3 Ziffer 5b ga vorgenannter
Verordnung verboten.
Zuwiderhandlungen werden nach 8 367 Ziffer 5 des
Reichsſtrafgeſetz=
buches mit Geldſtrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft beſtraft, ſoweit
nicht höhere Strafen — Gefängnis von drei Monaten bis zu 2 Jahren
— nach 8 9 des Reichsgeſetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt ſind.
II.
An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt das Abbrennen
von Feuerwarkskörpern verboten,
Zuwiderhandlungen werden nach 8 367 Ziffer 8 des
Reichsſtrafgeſetz=
buches mit Geldſtrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bis zu ſechs
Mona=
ten beſtraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut
Kin=
der unter 12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen
an=
vertraut ſind, es an der erforderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen und
wenn dieſe Perſonen während der Zeit, in der ſie ohne ſolche Aufſicht
waren, die vorgenannten Beſtimmungen übertreten haben, ſo werden
nach Artikel 44 des Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes die zur Beaufſichtigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Falle polizeilich verwarnt, im
Wie=
derholungsfalle mit der im Geſetz vorgeſehenen Strafe belegt,
— Waiſenſchutz=Kinderbeſcherung. Am kommenden Montag, dem
17. Dezember d. J., findet unſere diesjährige Kinderbeſcherung ſtatr.
Dieſe Feier, die im großen Saale des Saalbaues ſtattfindet, beginnt in
Anbetracht der Kinder abends wünktlich 7 Uhr. In dieſem Jahre ſind
es wieder 127 Halbwaiſenkinder der Stadt Darmſtadt, die der Heſſiſche
Fechtverein „Waiſenſchutz” (Zweigverein Darmſtadt) bei dieſer Feier mit
vollſtändiger neuer Kleidung ſowie mit Stiefeln beſchenkt. Das geſamte
Stadtiſche Orcheſter unter perſönlicher Loitung von Herrn Kapellmeiſter
Willi Schlupp hat den muſikaliſchen Teil für dieſen Abend übernommen.
Auch der Geſangvercin „Conkordia” unter Leitung von Herrn
Chor=
direklor Simmermacher wird den Abend mit einigen Vorträgen
ver=
ſchönern helfen. Auch ſei der Schülerinnenabteilung der
Turngeſell=
ſcheft 1875 Darmſtadt unter Leitung von Herrn Götz, die uns einige
Volkstänze vorführen wird, für ihre Mitwirkung im voraus herzlichſt
gedankt. Die Anſprache hat in dieſem Jahre Herr Pfarrer Köhler von
der Martinsgemeinde übernommen. Alles in allem verſpricht die Feier,
die um 81 Uhr beendet iſt, eine ſchöne zu werden. Wir laden daher
unſere Mitglieder ſowie Freunde und Gönner unſerer guten Sache herz=
lichſt ein.
Lokale Veranſtaltungen.
— Kriegerkameradſchaft „Germania”, Heute Samstag
findet im Saale des Wiener Kronenbräu=Kellers, Dieburger Straße,
unſere diesjährige Weihnahtsfeier ſtatt. Ein ſchön zuſammengeſtelltes
Programm hurg: dafür, daß alt und jung auf ihre Koſten kommen
durften. (Näheres ſiehe geſtrige Anzeige.)
— Das Konzert der Weltberühmten, zum erſten Male
in Süddeutſchland, wird anläßlich eines Schlachtfeſtes heute und ſolgende
Abende im Reſtaurant Bender, Eliſabethenſtraße 23, ausgeführt,
tehe Anzei
Pfarrer Heumann-Buch
272 Seiten, 150 Abb. — Sie erkalten
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Pfarrer Heumann’s
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ALöwen-Apotheke Darmstadts
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Tagestalender für Samstag, den 15. Dezember 1989.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, Anfang 15½ Uhr Ende
17½ Uhr: „Die Himmelsreiſe‟. — Anfang 19½ Uhr, Ende 22 Uhr,
L 10: „Minna von Barnhelm”. — Kleines Haus, Anfang 19½ Uhr,
Ende nach 22 Uhr, Zuſatzmiete VII (5): „Der Waffenſchmied”.
Orpheum, abends 20.15 Uhr, Gaſtſpiel Millowitſch: „Der Stolz
der 3. Kompagnie‟ — Konzerte: Schloßkaffee Kaffee Rheingold,
Hotel Schmitz, Reichshof. Alte Poſt, Spaniſche Bodega, Weiinhaus
Maxim, Reſt. Bender, Perkeo, Waldſchlößchen, Stadt Malaga, Reſt.
Kümmerlein. Kaffee Haſſia. — Wiener Kronenbräukeller,
abends 19 Uhr: Weihnachtsfeier der Kriegerkameradſchaft Germania.
— Mathildenhöhſaal, abends 20 Uhr: Weihnachtsfeier des
Geſangvereins Liederhalle. — Perkeo, abends 20 Uhr:
Weih=
nachtsfeier des Ath.=Sportvereins 1895. — Städt. Akademie f.
Tonkunſt, abends 20.15 Uhr: Oeffentl Vortrag „
Wiederverkör=
perung und Schickſal”. — Kinovorſtellungen: Union=
Thea=
ter, Helia, Palaſt=Lichtſpiele.
Nummer 348
Schwurgerichl.
Tötung aus verſchmähter Liebe.
*p. In der geſtrigen Sitzung wurde zunächſt unbeeidigt die Schweſt
des Angeklagten vernommen. Die Geſchwiſter ſtanden gut miteinande
gegen Mädchen war der Bruder zurückhaltend. An Sonntagen las
viel, beſonders beſchäftigten ihn Schriften der Heilsarmee.
Ueber den Befund und die Sektion der Leiche berichtet ausführl
der Kreisarzt Medizinalrat Dr. Heid=Heppenheim. Die in einer Scheu
liegende Leiche wies einen völlig zertrümmerten Schädel auf.
Amtsarzt Dr. Schlapp hatte Zweifel an der ſtrafrechtlichen Verau
wortlichkeit, weshalb er, wie ſchon betont, die Anſtaltsbeobachtung
antragte. Er bezeichnet den Gölz als ſchwärmeriſch veranlagt; er he
verſtandesmäzige Erwägungen bei Ausführung der Tat für aus,
ſchloſſen. Er erachtet die Tat als Ausfluß einer Affekthandlung.
Med.=Nat Dr. Illert vom Philipps=Hoſpital begutachtet, daß
Abſonderlichkeiten des Gölz mit ſeinen geſuchten Beziehungen zur An
zunahmen; Eigenbrötelei zeigte er auch in der Anſtalt, ſonderte ſich v
den anderen Kranken ab und las viel in Schriften der Heilsarmee. Gi
machte den Eindruck eines phyſiſch zuſammengebrochenen Menſchen
Zuſtande der Reaktion. Der Sachverſtändige betont, daß keine 9
haltspunkte für eine geiſtige Störung im Sinne des 3 51 StGB. v.
handen ſind: Sonderlinge, wie der Angeklagte, fallen nie unter 8
StGB. Gölz hat zweifellos im Affekt die Tat vollführt, das beweiſt au
das Verhalten nach der Tat: das Gefühl völliger Ratloſigkeit. 2
Unterſchiede von Mord, Totſchlag und Körperverletzung mit tödlich
Erfolge kannte Gilz nicht. Er bereute die Tat, unter deren Eindr
er entſetzlich litt. Der Angeklagte iſt kein ausgeſprochener Pſychopa
Im Plädoyer ſchildert der Staatsanwalt, wie die grauſige Tat
Sonntag, den 10. Juni, die Feſtesfreude im kleinen Orte ſo raſch
ein düſteres Gegenteil verwandelte. Ein Paar unterm ſchützenden Schi
ging raglos an der Falterſchen Scheuer vorbei, während Gölz der An
auflauerte, bis er zur Tat auszuholen Gelegenheit fand. Der
Tä=
ging nach Hauſe und — ſchlief. Die Feſtesfreude war verſtummt. 2
Gölz hatte die Geliebte gemordet. Verſchmähte Liebe war das Mo
der Tat. Gölz war zweifellos ein Sonderling, aber unzurechnungsfäl
war er nicht. Darüber haben die Sachverſtändigen keinen Zweiel
laſſen. Keine Umſtände ſind hervorgetreten, die auf etwas Patholo
ſches ſchließen ließen.
Der Affekt, in dem der Angeklagte vielleicht gehandelt hat, ka
nicht als pathologiſche bezeichnet werden; Gölz iſt kein Pſychopa
Gölz hat nach der Tat geſtanden, daß mit den gewaltigen Schläge
die er geführt hat, er die Anna habe töten wollen. Der Vor)
iſt erwieſen. Die Tat iſt aber auch mit Ueberlegung begangen. G
war verliebt, ohne daß ſeine Neigung erwidert wurde. Dies wur
ihm unerträglich. Planmäßig iſt der Entſchluß und langfam gere
die Anna zu töten und dann Selbſtmord zu begehen. Sorgfältig hat
die Umſtände abgewogen. Nach der Abweiſung in der Gölzſchen Wi
ſchaft iſt der unheilvolle Entſchluß gereift. So wartete er auf ſein Op
etwa eine halbe Stunde ruhig. Da hat es ſich nicht um einen plötzlick
Affekt gehandelt. Der Begleiter der Anna hatte keine Beziehungen
ihr, alſo war kein Grund für eine Affekthandlung. Gölz ließ d
Paar an ſich vorübergehen, dann führte er die drei Schläge, um nachl
durch die Wieſen zu flüchten. Alle dieſe Momente ſchließen ſich zu ein
Bilde der Ueberlegung zuſammen. Darum muß der Strafantrag an
auf die Todesſtrafe gehen. Gleichwohl iſt zu prüfen, ob im Fragefg
— einem Grenzfalle — etwa ein Daueraffekt vorlag, der aus der Lub
leidenſchaft erwuchs, die ihn ſtändig verzehrte. Aber trotz eines ſolck
Affektes überwogen die Momente der Ueberlegung. Aber Zweifel mög
immerhin beſtehen. Nach dem alten Grundſatz: „Im Zweifelsfalle
gunſten des Angeklagten” beantragte der Staatsanwalt ſchließlich wee
Totſchlags eine 10jährige Zuchthausſtrafe.
Der Verteidiger nahm in der geſtrigen Nachmittagsſitzung
Wort. Im Ozenwald lebten, ſo führte er aus, noch Leute mit einfad
Lebens=ichtung und primitiver Denkweiſe. In Fransfurt a. M. he
eine Krankenſchveſter einem Arzte mit dem Revolver aufgelauert u
ſei vom dortigen Schwurgericht nur mit Gefängnis wegen Körperb
letzung mit Todeserfolg beſtraft worden.
Der Tatrichter habe unabhängig von den Sachverſtändigen das 1
teil zu finden. Die Frage der Zurachrungsfähigkeit habe der Tatrich
mit aller Sorgfalt zu prüfen. Er könne dabei zum Schluſſe komme
eine Zurechnungsfähigkeit zur Zeit der Begehung dar Tat habe ni
beſtauden, und dann ſei Gölz freizuſprechen. Des weiteren habe
Stgatsanwalt erörtert, ob Mord oder Totſchlag vorliege.. Zu bewn
ſei demgegenüber, daß die Familie Gölz erheblich belaſtet ſei, wie
Zeugenausſagen hervorgehe. Das Verhalten des Gölz in der unte
ſuchuingshaft rege zu Zrzeifeln hinſichtlich ſeiner Verantwortlichkeſt a
Nicht Nache ſei das Moti der Tat geweſen, über allem ſtehe die ho
nungsloſe Liebe zu einem Mädchen; Gölz ſtamme aus angeſehener u
wohlhabenber Familie, als ſolcher habe er bei der Familie um die An
angehalten. Mit ſeiner ganzen Scele habe er ſich an das Mädchen
hängt. Der Brief an den Pfarrer in Wald=Michelbach ſei von tein
geiſtig Geſunden geſchrieben. Eine verſchiedenartige Darſtellung der 3
ſeitens des Angeklagten könne auf Erinnerungsdefekte zurückzuführ
ſein. Vieles laſſe Abwegigkeiten eines kranken Geiſtes erkennen. N
dem Urteil der ärztlichen Sachverſtändigen könne ein Mord nicht
Frage koymmen. Aus dem Auflauem an der Scheune ſei eine ueb
legung nicht zu folgern. Ernſthafte und tiefgehende Ueberlegungen
h=
der Angeklagte um die fraglichs Zeit gar nicht anſtellen kömnen. 2
Argeklagte ſage ſelbſt, über Einzelheiten habe er ſich keine Gedan)
gemacht.
Nach der Tat habe der Angeklagt: Zuflucht zu Hauſe geſucht, h.
ſei die ſeeliſche Entſpannung eingetreten. Mildernde Umſtände könn
nach 8 213 St G. B. angenommen werden, aus ehrloſer Geſinnung he
Gölz nicht gehandelt, ein verbrecheriſcher Typ ſei er nicht. Im Möttl
ger Kreiſe, dem Gölz angehöre, glaube man daran, daß das Gebet W1
der wirken könne.
Aus der Hand des Richters habe der Angeklagte wie ſei
Familie das Urteil hinzunehmen, und ein alter Spruch ſage: „Riht
richte reiſt.‟ Der Stratsanwalt habe geſagt: „In duhio pro re
Alles zuſammengenommen, beſtünden erhebliche Zweifel, ob eine ueb
legung be: der Tathandlung obgewvaltet habe; er habe triebartig geh‟
delt. Mildernde Unſtinde möchten zugebilligt und gegen den An
klagten nur Gefängnisſtrafe ausgeſprochen werden.
Das Urteil erkennt wegen Totſchlags auf 4 Jahre Gefän
nis; 6 Mongte der Unterſuchungshaft werden angerechnet, Milder;
Umſtänd= wurden zugebilligt
Aus den Parkeien.
— Deutſchnationaler Frauen=Ausſchuß. Dar
ſtadt. Den freundlichen Spendern für die Beſcherung unſerer deut
nationalen Arbeiterkinder ſowie unſeren Mitgliedern und Freunden
hiedurch mitgeteilt, daß die Weihnachtsgaben heute Samstag, von 11—
Uhr bei Frau Schroth, Rheinſtraße 41, ausgeſtellt ſind und beſicht
werden können. — Die Weihnachtsfeier mit Beſcherung findet
Die=
tag, den 18 Dezember, abends 7.30 Uhr, im Gartenſaal des Städtiſch
Saalbaues ſtatt.
in einer Fulle kunstlerischer Cusführungen und Geschmachsrichtungen
Peise der Kassetten: R.M. 1-, 1.50, 175, 2.-, 2.50, 3.-, 4.—, 5-, 7.50, Birken-Haarwasser Preis: 22 u 375. Bltr6 -, Rütr i4e
Nummer 348
Samstag, den 15. Dezember 1926
Seite 2
Aus Heſſen.
Skarkenburg.
— Arheilgen, 14. Dez. Weihnachtsfeier. Die Ortsgruppe
grheilgen des Reichsbundes der Kriegsbeſchädigten und
Kriegerhinter=
gliebenen ve anſtaltet am 4 Advent nachmitlags im Gaſüyaus „Zur
Soye” eine Weihnachtsfeier. Kamerad H. F.uerbach (Mitglied des
cau= und Kreisvorſtandes) wird die Anſprache halten. Der
Geſangver=
ein „Liederzweig”, der ſich in dankenswerter Weiſe zur Verfügung
ge=
wellt hat, wird einige entſprechende Lieder zum Vortrag bringen. Mit
dieſer Fier iſt eine Beſcherung der Kinder verbunden.
J. Griesheim, 14. Dez. Am nächſten Sonntag wird nach
eingehen=
dem Umbau die evangeliſche Kirche wieder eingeweiht werden. Aus
die=
ſem Anlaß wird um 10 Uhr ein Feſtgottesd enſt ſein, in dem der
Po=
tauenchor und der Kirchenchor mitwilken. Die Gemeinde begibt ſich in
geordnetem Zug zum Weſteingang der Kirche. Dorr erfolgt die
Schlüſ=
ſelübergabe an den Herrm Prälaten D. Dr. Diehl, der die Kirche öffnen
wird, Sodann erfolgt der feierliche Einzug der Gemeinde in das neue
Gotteshaus. Die Glochen läuten nicht vor, ſondern erſt im Gottesdienſt.
Am Nachmittag um 8 Uhr iſt eine B=grüßungsfeier, in der vier hieſige
Geſangvereine mitwirbew werden. Herr Beigeordneter Feldmann und
Herr Pfarrer Zimmermann, als Vertreter des Dekanats, werden hierbei
fprechen. Um 8 Uhr abends iſt ſodann noch eine Feier, bei der Herr
Prälat D. Dr. Diehl, der bekanntlich der beſte Kenner der heſſiſchen
Geſchichte iſt, einen Vortrag halten wird, über die kirchliche Geſchichte
Griesheims.
P. Eberſtabt, 14. Dez. Diebesſtreich. Vergangene Nacht
wurde in einer neuen Hofreite in der Lagerſtraße ein Hühnerſtall
er=
brochen, von acht Hühnern ſechs an Ort und Stelle getötet und als
nächt=
liche Beute mitgenommen. Man glaubt, dem Diebe oder den Dieben auf
der Spur zu ſein. — Villenkolonie. Für die Villenkolowie iſt
eine Schuttabladeſtelle unmittelbar weſtlich der Alten Darmſtädterſtraße
bei der Gemarkungsgrenze Darmſtadt eingerichtet worden, die für die
Bewohner des nördlichen Teiles der Kolonie beſtimmt iſt. Für die
Bewohner des ſüdlichen Teiles der Kolonie beſteht eine
Schuttablade=
ſtelle im Waſſerloch. — Rotes Kreuz. Der Heſſiſche Landesv=rein
vom Roten Kreuz hat im Miſſionsſeminar auf der Marienhöhe (
Duncan=
ſchule) einen Lehrgang für erſte Hilfeleiſtung bei Unglücksfällen
einge=
richtet, an dem 86 Perſonen teilnehmen. Der Kurſus wird von dem
hieſigen Arzt Dr. med. Blum g.leitet.
4a. Eberſtadt, 14. Dez. Unfall. Auf dem Wege zwiſchen
Eber=
hadt und Darmſtadt geriet unmittelbar hinter dem Ortsausgang ein
leines Perſonenauto von der Richtung ab und kam in den
Straßen=
graben, gerade zwiſchen zwei Bäume, zu liegen.
Aa. Pfungſtadt, 14. Dez. Schilfrohrverſteigerung. Die
Schilfrohrernte an der Gemeindetorfgrube wird am kommenden
Mon=
ag, den 17. Dezember, nachmittags 2 Uhr, im Rathaus zur öffentlichen
Verſteigerung gelangen
42. Hahn bei Pfungſtadt, 14. Dez. Durnerauszeichnungen.
Dem Turnwart des hieſigen Turnvereins, Fritz Schmitt, und dem
Ver=
insrechner, Ludwig Kraft 5., ſind dieſer Tage beſondere Ehrenbriefe
uteil geworden. Turnwart Schmitt bekam den Ehrenbrief der Deutſchen
Curnerſchaft, Rechner Kraft den Ehrenbrief des Main=Rheingaues. —
die hieſigen Schulkinder beſuchten am Donnerstag nachmittag das
Märchen=
viel „Die Himmelsreiſe” im Heſſiſchen Landestheater.
— Traiſa, 14. Dez. Familienabend. Der allſeits immer gern
ſeſuchte Familienabend des Frauenvereins findet in dieſem Jahre ſchon
im 3. Adventsſonntag, und zwar morgen abend, im Saale von K.
Scheerer ſtatt. Neben der Jugendgemeinde wird der Geſangwerein
Eintracht mitwirken. Lieder, Gedichte, ein Lichtbildervortrag und zwei
leinere Weihnachtsſtück, werden den Abend ausfüllen. Am Schluſſe
indet eine große Tombolaverlofung ſtatt.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 13. Dez. Geſangverein „Eintracht”.
Beihnachtsfeier. Die diesjährige Weihnachtsfeier findet im
Ge=
enſatz zu der bisherigen Gepflogenheit am 1. Weihnachtsfeiertag, abends
Uhr, im Saale „Zur Poſt” (Breidert) ſtatt. Für dieſesmal hat die
Eintracht” ganz beſondere Ueberroſchungen. Es wird neben der
Auf=
ührung eines kleinen Theaterſtückes einen richtiggehenden bunten Abend
geben, vei dem jeder auf ſeine Rechnung kommen wird. Revue,
Geſangs=
md Tanzeinlagen, dies alles, iſt in dem reichhaltigen Programm
ent=
halten. Mehr kann vorerſt nicht verraten weiden. Die mitwirbenden
Verſonen, die rühmlichſt bekannte Familie Maurer=Darmſtadt, die Herren
Hilli Caſtritius und Fr. Benecke, bürgen dafür, daß auch dieſer
Ver=
nſtaltung der Erfolg nicht verſagt bleibt.
f. Roßdorf, 14. Dez. Der Zählbogen über die am 1. Dezember
8 vorhandenen Pferde und das vorhandene Rindvieh liegt zurzeit au
e Dauer von einer Woche bei der Bürgermeiſterei zur Enſicht offen
id können Einwendungen vorgebracht werden. Der Zählbogen dient
ich zugleich als Hebliſte über die Beiträge der Viehbeſitzer zur Deckung
* gezahlten Entſchädigung auf Grund des Reichsviehſeuchengeſetzes.
Lp. Gruß=Umſtadt, 14. Dez. Die hieſige Freiw. Sanitätskolonne
urde vollkommen nuerwirtet durch einen Alarmruf überraſcht. Es
ilt beſonders die Schnelligkeit der hieſigen Kolonnenmitglieder für den
rnſtfall zu erproben. Fur die Uebung ſpar ungenommen ein
Zuſam=
enſtoß zweier Autos, die in großer Geſchwindigkeit fuhren auf der
öchſterſtraße, nahe der Schwimmanſtalt. Nach Kenntwisgabe an den
olonnenleiter, Kolonnenſtellvertreter Schöning, wurde die Alarmierung
irch Alarmradfahrer vorgenowmen. Es darf feſtgeſtellt werden, daß
e Uebung zur Zufriedenheit aller Beteiligten ausfiel, wozu nicht
zu=
zt das gute Einvernehmen zwiſchen den Mitgliedern und der Leitung
eitrug.
— Groß=Umſtadt, 14. Dez. Die bereits angekündigte öffentliche
chubertfeier unſerer Oberrealſchule, die am nächkſten Dienstag,
n 18. Dezember, im „Weißen Roß” ſtattfindet, weiſt ein intereſſantes,
* Bedeutung des Liederfürſten und Komponiſten Schubert gerecht
wer=
ndes Programm auf. Frühere Schülerinnen und Schüler unſerer
An=
ilt, ein hervorragendes Streichquartett und andere Kräfte ſowie der
eſige Männergeſanaverein haben ſich zuſammengeſchloſſen, um in
ſelbſt=
ſeſter Weiſe der Schubertſchen Muſe gemeinſam zu dienen und dem
amen des Meiſters einen Abend zu weihen. Das Programm erſcheint
1 Samstag, den 15. Dezember, und den Intereſſenten wird Gelegenheit
„boten werden, ſich rechtzeitig einen Platz zu ſichern.
n. Reichelsheim i. O., 14. Dez. Ein Werbeabend der
Süd=
leſtdeutſchen Rundfunk A. G. fand in dem geräumigen Saale
8 Gaſthauſe3 „Zur Eiſenbahn” ſtatt. Wenn jemand glaubte, daß man
uf dem Lande für Nadio kein Intereſſe hätte, tann konnte man ſich
ſer anzenehm enltäuſen ſehen. Der Saal war bis auf den letzten Platz
efüllt. Sogar aus den bis zu einer Wegſtunde entſernten Nebendörfern
ſaren Viele herbeigekommen. Die Lautſprecher brachten Muſik
ver=
hiedener Zender, zeitw iſe aber auch, worauf an dieſer Stelle beſonders
ingewieſen ſei, Grammophommuſik. Ein hübſih zuſammengeſtellter Film
radte nun die großen Vorteile des Rundfunks in humoriſtiſcher Weiſe
Im Ausruck.
Schnee im Odenwald.
Lindenfels, 14. Dez. Während der ganzen Nacht zum Freitag und
in den Freitag=Morgenſtunden ging über der hieſigen Gegend ſtarker
Schneefall nieder. Die Schneedecke beträgt bei Laudenau, Neunkirchen,
Winterkaſten, Lützelbach, Brandau in den Vormittagsſtunden bereits 10
bis 12 Zentimeter. Bei Beerfelten am Galgen und auf der Hirſchhorner
Höhe, beträgt die Schneedecke 7—8 Zentimeter.
Die Neunkircher Höhe und weitere Umgebung bietet bereits
gün=
ſtige Gelegenheit für Schneeſchuhſport. Für Autos und ſonſtige
Fahr=
zeuge empfiehlt es ſich, Schneeketten anzulegen,
Wegſcheide nach Affolterbach 6 Zentimeder.
Kreidacher Höhe 8—10 Zentimeter.
— Fränkiſch=Crumbach, 13. Dez. Hier hat der 79jährige Leonhard
Brunner im nahen Dornwald ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende
gemacht. Herr Brunner war allgemein beliebt. 35 Jahre hat er in der
hieſigen Kirche Sonntags beim Orgelſpielen den Blaſebalg getreten.
Da er in letzter Zeit immer krank war und meiſtens an das Bett
ge=
feſſelt war, dürfte ihn dies wohl zu dieſem Schritt gebracht haben.
r. Babenhauſen, 13. Dez. Hohes Alter. Am 15. Dezember d. J.
feiert der älteſte Bürger unſeres Städtchens ſeinen 93. Geburtstag.
Lange Jahre war Herr Ph. Hch. Jöckel Flurſchütze von unſerer
Gemar=
kung und verſah treu und gewiſſenhaft ſein Amt. In weiten Kreiſen
bekannt und beliebt, begeht das Geburtstagskind ſeinen Feſttag in
ſel=
tiner geiſtiger und körperlicher Friſche und Rüſtigkeit im Kreiſe ſeiner
Kinder, die ihm ſeinen Lebensabend ſy angenehm wie möglich geſtalten.
— Asbach, 14. Dez. Am kommenden Sonntag abend hält der
Turverein Asbach eine Abendunterhaltung ab. Es bommen
zur Aufführung Löfflers Dorfſtück: Polizeidiener Strubbes und die
Beſemgräit.
b. Grbach, 14. Dez. Zweites Gaſtſpiel der
ſüdweſt=
deutſchen Kammeroper. Das in den Kreiſen der Beſucher
„Der ſchönen Galathee” und des „Schauſpieldirektors” in beſter
Erinne=
rung befindliche Enſemble der Südweſtdeutſchen Kammeroper gibt am
kommenden Sonntag in der Städtiſchen Feſthalle, abends, ein zweites
Gaſtſpiel. Ueber die Leiſtungen des Enſembles ſchreibt Prof. Dr.
Gott=
ſchalk=Marburg u. a.: Die Geſangskräfte waren ausgezeichnet.
Beſon=
ders Herr Direktor Kötſchau wußte durch ſeine geſangliche Begabung
in Verbindung mit ſeiner feinen Mimik ſeine Rollen äußerſt lebenswahr
zu geſtalten. Das zweite Stück. „Suſannens Geheimnis” von Ermanno
Wolf=Fervari bot uns neuzeitliche Kunſt im beſten Sinne. Die Muſik,
in ſchroffem Gegenſatz zu der des erſten Stückes, an neuzeitlichen guten
Muſtern geſchult, hält ſich glücklicherweiſe frei von den übertriebenen
Auswüchſen der „atonalen” muſikaliſchen Kunſt unſerer Gegenwart, bietet
vielmehr an vielen Stellen reinſte, dem Ohre durchaus wohlgefällige
Lyrik. An dramatiſch wirkſamen Stellen, wie in dem großen „
Eifer=
ſuchtsauftritt”, hört man den Schüller des italieniſchen „Ver’smo” (
Wirk=
lichkeitskunſt) eines Mascagni und Leoncavallo deutlich heraus.
Auch hier boten die Künſtler in Geſang und Spiel Vortreffliches.
Alles in allem ein Abend, an dem man ſeine helle Freude habew konnte.
Es war denn auch nur eine Stimme des Lobes unter den ſehr zahlreich
erſchienenen Zuhövern, und die Künſtler dürfen bei ihrem
Wiederkom=
men eines freundlichem, ja herzlichen Willkommens ſicher ſein. — Wir
halten für angebracht, noch darauf hinzuweiſen, daß es ſich bei dieſem
Gaſtſpiel nicht um Mitglieder der „Heſſiſchen Operettenbühne” handelt.
Da es ſich bei „La ſerva padrona” um die älteſte Oper handelt,
wäh=
rend die Spieloper „Suſannens Geheimnis” eine Schöpfung neueren
Datums darſtellt, kann man auf die Wirkungen dieſes Gaſtſpiels ſehr
geſpannt ſein. Ein Beſuch iſt jedenfalls ſehr zu empfehlen.
— Hirſchhorn, 14. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
13. Dezember 1,01 Meter, am 14. Dezember 1,02 Meter.
H. Birkenau, 13. Dez. Lebensmüde. Ein junger noch lediger
Mann im Filial Kallſtadt, von Beruf Landwirt, hat ſich dieſer Tage
in einem Anfalle von Schwermut in der Scheuer ſeines Broiherrn
er=
hängt. Der bedauernswerte Burſche iſt ſchon längeve Zeit
lebensüber=
drüſſig, und erblich belaſtet, denn auch deſſen Vater, Großvater und
Tante ſchieden freiwillig aus dem Leben. Er hinterließ noch einige
Beilen, worin er um Verzeihung bat, er ſei ja noch ledig, und da ſei es
nicht ſchlimm, er hätte nicht anders gekonnt. Hute wurde der
Be=
klagenswerte, ein braver, ſolider und ruhiger Menſch, unter großer
Beteiligung von Leidtragenden zur letzten Nuhe gebettet. Den
Ver=
wandten bringt wan allgemeine Teilnahme entgegen.
Bt. Auerbach, 12. Dez. Gemeinderatsbericht. Der
nach=
träglich angeſetzte Punkt „die Gewährung von Winterbeihilfen an Klein=
und Sozialrentner, Erwerbsloſe, Kriſenunterſtützungsbezieher und
Orts=
aime” wurde als Dringlichkeitsantrag vorangeſtellt. Es handelte ſich für
die Gemeinde um Bewilligung von ¼ zu der von der heſſiſchen Regierung
beſchloſſenen Winterbeihilfe, deren Geſamtbetrag die Höhe von 40 RM.
nicht überſteigen ſoll. Der einſtimmige Beſchluß war dahingehend, daß
bei der Gewährung nur der Grad der Bedürftigkeit entſcheidend ſein ſoll
Die Zuweiſung ſoll durch die Fürſorgekommiſſion erfolgen. Die Höhe
des Gemeindeanteils wurde nicht beſchloſſen; der Fürſorgekommiſſion
bleibt es überlaſſen, den Umfang der Beihilfen, in der am komminden
Freitag ſtattfindenden Sitzung, feſtzulegen. Der Gemeindanteil für den
gleichen Zweck betrug 1926 1250 RM. und für 1927 1287 RM. — Bei der
Anweiſung von Rechnungen wurden bei verſpätet eingereichten
Koſten=
anforderungen (Arztkoſten im Armenweſen) Vorbehalte geltend gemacht.
— Die Hundeſteuer wurde in derſelben Höhe beſchloſſen wie im Vorjahre;
für das Jahr 1929 alſo 12 RM. Gemeindeanteil für einen Hund. —
Gegen die geplante Straßenführung im Oitsbauplan Margarethenberg
liegt ein Einſpruch des Ph. Peter Scherer 6. vor. Dieſem wird durch
B=ſchluß inſofern entſprochen, als die nördlich ſeines Geländes geplante
Straße auf das gemeinheitliche Gelände unmittelbar ſüdlich vom
Waſſer=
werk verlegt wird. Mitbeſtimmend war dabei, daß der urſprünglich
geplante Verlauf durch die dortige Sandgrube nicht durchfüh=bar wäre.
In der verlängerten Martinſtraße ſollen auch die Anlieger Weiß,
Hech=
ler und Elpert, Gelände in demſelben Ausmaß für die 8 Meter breite
Straße abtreten. Die Baukommiſſion nimmt nochmals Ortsbeſichtigung
vor. — Betr. die Erſchließung von Baugelände hatte ſich der
Gemeinde=
rat Aufklärung über Baulandumlegung behördlicherſeits geben laſſen,
Es wurde nun in dieſer Hinſicht ein Beſchluß dahingehend gefaßt, einen
allgemein aufklärenden Vortrag für alle Intereſſenten zu veranſtalten.
Als umzulegende Bauquartiere kommen laut Beſchluß das
gemeinheit=
liche Gelände am Margarethenberg als Höhenlage und der
Geländekom=
plex zwiſchen Bahnlinie, Bahnhofſtraße, Blücherſtraße, Darmſtädterſtraße
und Rodauerſtraße, in günſtigerer Verkehrslage, in Frage. — G mäß
miniſteriellem Rundſchreiben beſchließt der Gemeinderat das öffentliche
Ausſchellen abzuſchaffen. Die Bekanntmachungen erfolgen durch Anſchlag
an der Ortstafel im Nathaus und durch Aushang in Schaufenſtern wie
ſeither. Der Baukommiſſion werden die Vorarbeiten für Errichtung von
Anſchlagſäulen übertragen, damit ab 1. April 1929 die B
kynntmachun=
gen an denſelben angeſchlagen werden können. Durch die Anſchlagſäulen
ſoll auch dem Mißſtand der Verſchandelung der Häuſerfronten und
Mauern burch planloſes Plakatieren begeanet werden.
Heſſiſcher Straßenbericht
für die Woche vom 16. bis 22. Dezember 1928.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobilklub.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Keine Sperren gemeldet.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Sprendlingen-Buchſchlag vom 26. 11. bis 22. 12. geſperrt.
Um=
leitung nach Bohnhof Buhſchlag—Sprendlingen über die forſtfiskaliſche
Waldſtrecke vom Forſthaus Mitteldick.
Straße nach Darsberg von ihrer Abzweigung aus der Straße
Neckarſteinach-—Hirſchhorn, Km. 0,000—0,300, vom 4. bis 22. 12. geſperrt.
Umleitung für den Fahrverkehr über Schönau=Grein, für den
Fuß=
gängerverkehr über den Steg im Bahnhof Neckarſteinach.
Oitsdurchfahrt Groß=Karben (Heldenberger Straße) vom 11. 10. bis
auf weiteres geſperrt. Umleitung: Büdesheim, Rendel, Klein=Karben.
Ortsdurdhfahrt Nieder=Eſchdach vom 19. 11. bis auf weiteres
ge=
ſperrt. Umleitung: Ober=Eſchbach-Ober=Erlenbach reſp. Bonames—
Har=
heim-Nieder=Erlenbach.
Ortsdurchfahrt Keſtrich vom 22. 11. bis auf weiteres für ſchweren
Verkehr geſperrt. Umleitung: Romrod-Ober=Breidenbach.
W. Heppenheim a. d. B., 14. Dez. Neudeutſchland. Am
kom=
menden Sonntag veranſtaltet die Neudeutſche Jugend (Ortsgruppe
Hep=
penheim) ihre diesjährige Weihnachtsfeier. — Beſchädigung von
Obſtbaumen und Anlagen. In der letzten Zeit ſind
verſchie=
dentlich Obſtbäume und Zierſträucher, die von der Stadt angelegt ſind,
beſchädigt worden. So wurde erſt in den letzten Tagen an zwei
Bäum=
chen die Krone abgebrochen und der erſt in dieſem Jahre angepflanzten
„Jahneiche” das Wachstum vereitelt. Die Täter konnte man bis jetzt
noch nicht ermitteln.
Bm. Hofheim (Ried), 12. Dez. Aus dem Gemeinderat. Die
Hundeſteuer bleibt beſtehen wie ſeither. — Ueber Rückſtände, Haftſumme
aus Getreideumlagen, lag vom letzten Beſchluß eine Antwort vor, jedoch
lehnte der Gemeinderat auch diesmal mit Begründung ab. — Als
Ent=
ſchädigung für beim Baden zerſtörte Anpflanzung bewilligt der
Ge=
meinderat einem Landwirt 10 Mark, fedoch können nächſtes Jahr
An=
ſprüche nicht geltend gemacht werden. — Dem Gemeinderat Braun wird
Genehmigung zur Wirtſchaftskonzeſſion zum Ausſchank bei
Veranſtaltun=
gen im neuevbauten „Caniſius=Haus” erteilt. — Für die Winterbeihilfe
1928 bewilligt der Gemeinderat 300 Mark und übernimmt die
Fürſorge=
kommiſſion die weitere Regelung. — Weihnachtsfeier. Seine
Weihnach sfeier hält der hieſige Krieger= und Soldatenverein am
kom=
menden Samstag, den 15, ds. Mts., im „Koiſerhof” ab. Die
Theater=
geſellſchaft „Dramatia” Lorſch wirkt wieder mit.
— Gernsheim, 14. Dez. Waſſerſtand des Rheins am
13. Dezember 0,59 Meter, am 14. Dezember 0,46 Meter.
z. Biebesheim, 14. Dez. Unfall. In die Fräsmaſchine geriet der
Sohn des Schreinermeiſters J. Böttiger mit der linken Hand,
wo=
bei ihm drei Finger ſchwer verlett wurden.
— Mörfelden, 14. Dez. Endlich gefaßt. Der ſchon ſeit langer
Zeit von der Frankfurter Kriminalpolizei ſteckbrieflich verfolgte Reiſende
L. Siegel konnte hier verhaftet werden. Siegel, der ſich umfangreicher
Betrügereien als Druckſachen= und Zigarrenreiſender uſw. insbeſondere
in Frankfurt hat zuſchulden kommen laſſen, wurde nach Frankfurt ins
Gefängnis überführt.
a. Offenbach, 14. Dez. Rücktritt des Oberbürgermeiſters.
Aus dem Rücktrirtsgeſuch des Oberbürgermeiſters geht hervor, daß er
ſich ſchon längere Zeit mit dem Gedanken trägt, ſich einen anderen
Wir=
kungskreis zu ſuchen. Sein Ausſcheid’n aus ſeinem hieſigen Amte macht
er davon abhängig, daß ihm die Stadt ſein jetziges
Ruhegehaltseinkom=
men, monatlich etwa 1000 Mark, auf dieſen Betrag auffüllt, ſobald ſein
künftiges Einkommen aus Arbeit unter dieſe Höhe ſinkt, und daß ſeiner
Witwe für den Fall ſeines Ablebens das geſetzliche Ruhegehalt
gewähr=
leiſtet wird. Das Geſuch wurde von den Stadwerordneten geſtern dem
Finanz= und Rechtsausſchuß überwieſen, und die
Stadtverordnetenver=
ſammlung wird am kommenden Mittwoch in dringender Sitzung
end=
gültig Stellung nehmen.
Rheinheſſen.
Ad Oppenheim, 14. Dez. Feſtgenommen wurde hier ein
ſtieck=
brieflick verfolgter Mann wegen eines in Weſtfalen begangenen
Ein=
bruchdiebſtahls. — Senſarionsmache. Wegen der angeblichen
Beläſtigung von Kindern aus Ensheim durch die Inſaſſen eines Autos
teilt das Kreisamt mit, daß es ſich um harmloſe, ſtark aufgebauſchte
Vorfälle handelt.
k. Bodenheim, 14. Dez. Amtseinführung des
katholi=
ſchen Pfarrers. Unter reger Anteilnahme der Einwohnerſchaft
wuurde der neue Bodenheimer katholiſche Pfarrer, Herr Epple, in
ſein Amt eingeführt. Vor der Einführung, die von dem
Detanatsver=
walter, Herrn Beiſtl Rat Wilhelm=Nierſtein, vorgenommen wurde,
wurde der neue Pfarrer durch eine Prozeſſion vom Pfarrhaus zur Kirche
geleitet.
Oberheſſen.
v. Bad=Nauheim, 14. Dez. Kommunalpolitiſches. Nach
dem Beſchluß der letzten Stadtverordnetenſitzung wird die S.adt, wie
im Vorjahr, wieder Winterbeihilfen an bedürftige Gemeindeglieder
ge=
währen, außerdem ſoll auch wieder zu Weihnachten eine Unterſtützung
ſtädtiſcher Arbeiter erfolgen. Als notwendig erwieſen hat ſich eine etwa
Wprozentige Erhöhung der Mietpreiſe in den ſtädtiſchen Neubauten der
letzten Jahre. Zuſtimmung fand die im Entwurf vorliegende
Renten=
zuſchußordnung für ſtädtiſche Arbeiter, die der Heſſiſch=Naſſauiſche
Wirt=
ſchaftsverband ausgearbeitet hat.
v. Friebberg, 14. Dez. Heimatkundliches. Die geſtern unter
dem Vorſitz von Prof. Dr. Blecher ſtattgefundene Tagung der
geſchicht=
lich=volkskundlichen Arbeitsgemeinſchaft unſeres Kreiſes erhielt eine
be=
ſonders feine und eindrucksvolle Einſtimmung durch einen
tiefſchürfen=
den Vortrag von Schulrat Haſſinger=Darmſtadt über „Volk
und Heimat” Andächtig lauſchte die große Verſammlung den
über=
zeugenden Gedankengängen des Redners, die die Grundfragen unſeres
Volkstums behandelten. Lebhaftem Intereſſe begegnete auch ein
Vor=
trag des Lehrers Bemtheuſel=Aſſenheim über die Behandlung der
Vor=
geſchichte im Unterricht. In der Ausſprache konnte mitgeteilt werden,
daß für Unterrichtszwecke eine Vorgeſchichte in Bearbeitung iſt, die die
beſonderen heſſiſchen Verhältniſſe berückſichtigt und den heſſiſchen
heimat=
kundlichen Arbeitsgemeinſchaften ein willkommener Ratgeber ſein wird.
Um heimatkundliche Stoffe auch im Deutſchunterricht mehr als bisher
heranziehen zu können, hat die Arbeitsgemeinſchaft mit der Herausgabe
von heimatkundlichen Leſebogen begonnen, die für die Klaſſenlektüre
ge=
dacht ſind. Das vorliegend erſte Heft der Reihe erweiſt ſich als ein richt
brauchbares Unterrichtsmittel.
A
Té
NA
Küf
ALt4
A
AUCKKAUFSWERT
Dem Wunsche eines großen Teils unserer
Kundschaft folgend haben wir uns
ent-
schlossen, mit sofortiger Wirkung künftig
unsere 1 und 2 Itx. Kanister jeweils nach
Entleerung zurückzunehmen. Auch die
bereits in Umlauf befindlichen Kanister
werden bei unseren sämtlichen
Statio=
nären in Zahlung genommen.
gur0
B EOU
R
auszuwählen nach dem SHELL-
FUHRER für die Schmierung von 4
Kraftfahrzeugen
E R L A S s G
bereitet der Dame, dem Herrn, dem Kid
größte W0eihnachtsfreude.
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Damstadt
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Heute entſchlief nach langem.
ſchwerem Leiden unſer lieber
Vater
Aparteste Neubeiten
Strickkleider
Westen
Seite 8
Samstag den 15. Dezember 1928
Nummei 348
HH
Uhre Vermählung geben bekennt!
Paul Koch.
Gretel Koch, geb. Blodt
Groß-Gerau
Darmstadt
Kirchl., Trauung: Samstag, den 15. Dezember,
mittags 3 Uhr, in der Petrusktrche.
hre Verlobung beehren sich anzuzeigen:
nach-
Martha Listmann
Bruno Ubels
Iingenieur
(20270
16. Dezember 1928
Darmstadt
Erankfurt a. 10
Wilnelminenstr. 3
Bochum
Todes=Anzeige.
Heute abend entſchlief nach langem, ſchwerem,
mit großer Geduld ertragenem Leiden, das er ſich
im Kriege zuzog, mein lieber Mann, unſer guter
Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe
Herr
Johann Baumann
Poſiſchaffner i. R.
im Alter von 35 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Kath. Baumann, geb. Degenhardt
nebſt Kindern.
Darmſtadt, Hamm (Rheinh.) Rheindürkheim,
den 13. Dezember 1928.
Bund der Hotel Reſt. u. Café=Angeſtellten, A. G.
Ortsgruppe Darmſtadt.
Todes=Anzeige.
Am 13. Dezember 1928 ſtarb nach langem, mit
Geduld ertragenen Leiden unſerlangjähriges
Bundes=
mitglied
Herr Heinrich Staufenberg.
Die Ortsgruppe Darmſtadt verliert in dem
Ver=
ſtorbenen enes, ſe ner älteſten Mirglieder, der ſtets
ſeine reiche Erfa)rungen und Kenntniſſe dem Bund
widmete.
Sein Andenken werden wir ſtets in Ehren halten,
Die Ortsgruppe Darmſtadt.
J. A.: Sörgel, Vorſitzender.
Darmſtadt, den 14. De ſember 1928.
(20302
Die Beerdigung findet am Mon ag, den 17. Dezember
1928, nach nitta g8 2½ Uhr, auf dem Wa dfriedhof ſtatt,
Wir bitten unſere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung.
Richard Lambmann
Marie Lambmann
geb. Kögel
Vermählte.
Parkusſtr. 21
Darmſtadt
Kirchl. Trauung: Sonntag, den 16.
De=
zember 1928, nachmittags 3 Uhr, in der
Martinskirche.
Reohtsanmalt Dr. Har Ranis
Battina Ranis, geb. Goldschmidt
Vermählte.
Darmstadt, Dezember 1928.
Trauung Sonntag, 16. Dezember,
1 Uhr, Musikverein, Steinstraße.
Todes=Anzeige.
Unſer innigſtgeliebter Sohn und Bruder
Otto.
iſt infolge eines Unglücksfalls im 16. Lebensjahr
plötzlich und unerwartet von uns gegangen.
In tiefem Schmerz:
Wilhelm Rückert und Frau
Eliſe, geb. Pink
und Kinder.
Nieder=Ramſtadt, Gießen, Erlenbach b. Erbach.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Dezember
1928, nachmittags 3 Uhr ſtatt.
Gott nahm uns heute meine liebe, herzensgute Frau,
unſere innigſigeliebte treue Mütter, Großmutter.
Schwägerin, Schwiegermutter und Tante
Frau Martha Müller
zu ſich in die ewige Heimat.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Müller
Darmſtadt, den 14. Dezember 1928.
Die Beerdigung findet Montag, den 17. Dezember,
um 3 Uhr. vom Portale Ces alten Friedhotes Nieder=
Ramſtädterſtraße ſtatt.
Musik-
Verein
Montag, 17. Dez.
Geſamtprobe
zu „Naulus”
0223)
Zum
F0T0ANu8
OHLENFORST
Schülzenst ade
gegenüher
der Sparkasse.
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Wagner für die troſtreichen Worte,
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volle Pflege meines lieben Sohnes
herzlichſten Dank.
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ſchwüren, unreinem Blut, nervöſer Dn.
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Nummer 348
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Bebauungs=
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zwi=
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projek=
tierten Straße BI liegt gemäß Art. 5
der Allgemeinen Bauordnung vom 17.
d. M. bis 7. k. M. auf dem ſtädtiſchen
Hochbauamt zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan ſind
bei Vermeidung des Ausſchluſſes
wäh=
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Darmſtadt, den 13. Dezbr. 1928.
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auf der Bürgermeiſterei abzugeben,
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Eintragung des Verſteigerungsvermerfs auf den Namen
der Eheleute Guſtav Thomae und Antonie, geb. Herder,
beide in Darmſtadt (Geſamtgut der
Errungenſchaftsgemein=
ſchaft) im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Donnerstag, den 20. Dezember 1928, nachm. 3, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle, Zimmer
Nr. 219, verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der
Zwangsvoll=
ſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 3. September 1928 in
das Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteige=
rungsvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der
Auffor=
derung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Ver=
teilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des
Gläu=
bigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung
entgegenſtehen=
des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten
Gegen=
ſtandes tritt.
Darmſtadt, den 17. Oktober 1928.
(17746a
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks:
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk 1, Band XVII, Blatt 835.
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann qm
Schätzung
4 T 1364 Hofreite Nr. 32
Hoch=
ſtraße
429 28000 RM.
Zwangsverſteigerung.
Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, das zur Zeit der
Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen der
Eheleute Peter Diehl, Metzgermeiſter, und Merie, geb.
Herres, beide in Darmſtadt, zu je /, im Grundbuch
einge=
tragen war, ſoll
Dienstag, den 18. Dezember 1928, nachm. 31/, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht, an Gerichtsſtelle, Zimmer
Nr. 219, verſteigert werden. Die Verſteigerung erfolgt im
Wege der Zwangsvollſtreckung.
Der Verſteigerungsvermert iſt am 12. Januar 1928 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſtei=
gerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
find ſie ſpäleſtens im Verſteigerungstermin vor der
Auf=
forderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Ver=
teilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des
Gläu=
bigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung
entgegenſtehen=
des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten
Gegen=
ſtandes tritt.
(16842a
Darmſtadt, den 12. Oktober 1928.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks:
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band III, Blatt 128.
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann qm
Schätzung
1 1 241 Hofreite Nr. 3
Schloß=
gaſſe
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gestrickt und gewebt 1.95. 1.45, 0.0d
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Herren-Mormaljacken
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2. Anſchlagarbeiten.
3. Verlegen von Holzfußböden,
4. Verlegen von Fußboden= und
Wandplatten
ſollen auf dem Wege des öffentlich
Wettbewerbes nach den Grundſätzen d
Reichsverdingungsord, vergeben werde
Angebotsvordrucke werden auf de
Atelier des unterzeichneten Architekt
koſtenlos abgegeben, wo auch Zeichnu
gen zur Einſichtnahme offenliegen.
Termine der Einreichung und Oe
nung der Angebote:
1. Schloſſer= und Anſchlagarbeiten:
Freitag, den 21. Dezember. 15 U.
2. Verlegen von Holzfußböden:
Freitag, den 21. Dezember, 17 U.
3. Verlegen von Fußboden= u. War
platten: Samstag, den 22. Deze
ber, 11 Uhr.
(202
Der bauleitende Architekt:
Archikekt B. 2.A. B. Pfuhl.
Diplom=Ingenieur.
Nieder=Ramſtädterſtraße 75.
Oeffenkliche Ausſchreibung ve
Bauarbeiten.
Für den inneren Ausbau der neu
Zentralkochküche in der Landes=He
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Goddelau werden nachgenannte Arbe
ten nach den Bedingungen der Reick
verdingungsordnung für Bauleiſtung
(VOB.) öffentlich ausgeſchrieben:
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m Fußboden= u. 700 qm Wandplatter
2. Glaſerarbeiten (dar. 150 qm Eiche
holzdoppelfenſter). 3. Weißbinderarbe
ten (darunter 500 qm Außen=, 600 c
Wandputz, 700 qm Deckenputz u. 325
gewölbte Rabitzdecke). 4. Schreinerarbe
ten (hauptſächlich Türen. 30 Stüd
5. Schloſſerarbeiten des inneren Au
baus. 6. Inſtallationsarbeiten für d
Verſorgung mit Heiz= und Kochdamy
mit Kalt= u. Warmwaſſer, für die En
nebelung, für die Ableitung des We
ſers im Innern und für die ſanitäre
Einrichtungen. 7. Elektr. Inſtallation
arbeiten für die Verſorgung mit Lich=
Kraft= und Heizſtrom (darunter Kabe
leitungen mit eiſengekapſelter Schal
anlage 1000 Ifd. Meter Stahlpanze
rohrleitungen mit Zentralſchaltanlage
Die Arbeiten unter 6 und 7 könne
nach Einzelanlagen vergeben werden.
Zeichnungen und Bedingungen ſin
auf dem örtlichen Baubüro in Philipps
hoſpital einzüſehen. Leiſtungsverzeich
niſſe werden, ſoweit der Vorrat reicht
für ein Exemplar pro Arbeit koſtenlo
abgegeben. Für Planunterlagen zu
und 7 werden pro Arbeit 3 RM. al
Pfandgebühr erhoben, die bei Rückgak
zurückerſtattet werden. Abgabe durch de
Poſt erfolgt nicht, da perſönliche Ein
ſichtnahme in die Bauverhältniſſe geb.
ten erſcheint.
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Donnerstag, den 3. Januar 1929.
vormittags 10 Uhr
auf dem Baubüro in Philippshoſpite
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[ ← ][ ][ → ]Sanstag den 15 Dezember 1928
Geite 13
Nummer 348
Reich und Ausland.
Kein Mord in Frankfurt a. M.
erankfurt a. M. Es wird nunmehr
beſtä=
daß der Tod des Obſthändlers Both auf einen
11 zurückzuführen iſt, und daß ein Mord nicht
A rage kommt.
Raubüberfall in einem Poſtamt.
Fending (Schwaben). Vorgeſtern abend, kurz
g; Uhr, als ſich kein Publikum mehr im Poſtamt
yd. traten junge Burſchen im Alter von etwa
Fahren mit vorgehaltenen Revolvern an den
s chalter und forderten den Beamten auf, den
In=
der Schalterkaſſe herauszugeben. Da ſich der
„e Beamte zur Abgabe der Poſt auf dem
Bahn=
befand, leiſtete der Beamte keinen Widerſtand
mußte zuſehen, wie die Räuber die Poſtkaſſe
ent=
in und dann eilig verſchwanden. Ungefähr 600
/00 Mark fielen ihnen in die Hände. Der
Be=
verſtändigte ſofort die Gendarmerie, die die
olgung aufnahm. Die Täter konnten noch nicht
ffen werden.
Lieder ein Straßenbahnunglück in Kaſſel.
Laſſel. Geſtern mittag kam es an der Ecke
richplatz und Frankfurter Straße zu einem
rordentlich heftigen Zuſammenſtoß zwiſchen
n Wagen der durch die ſchweren Unfälle des
ver=
enen Jahres bekannten Großen Kaſſeler Straßen=
und einem Laſtkraftwagen mit Anhänger. Der
ßenbahwwagen wurde nach einer
Zeitungsmel=
in der Mitte förmlich auseinandergeriſſen.
Arere Fahrgäſte und der Führer des
Laſtkraft=
ns erlitten Verletzungen.
Drei Bergleute verſchüttet.
Helſenkirchen. Auf Zeche „Dahlbuſch”,
ht 8, im Stadtteil Rotthauſen, gerieten am
Don=
ag abend drei Bergleute unter plötzlich herein=
Eende Geſteinsmaſſen. Die ſofort in Angriff
ge=
nenen Rettungsarbeiten waren außerordentlich
erig, zumal große Maſſen der herabgeſtürzten
je weggeräumt werden mußten und immer
wie=
ieue Maſſen herabſtürzten. Im Laufe der Nacht
gelungen, zwei der Verſchütteten zu bergen; der
wurde erſt am Freitag vormittag geborgen.
r war bei allen Dreien der Tod bereits
einge=
n. Zwei der Verunglückten waren verheiratet.
Handgranatenunglück bei einer Uebung
der Thüringer Polizei.
hotha. Als bei einer Handgrangtenübung der
lung Gotha der Landespolizei geſtern vormittag
Obexwachtmeiſter Großmann aus Gotha eine
be=
abgezogene Handgranate werfen wollte,
explo=
dieſe und tötete den in den dreißiger Jahren
den Mann auf der Stelle. Der in der Nähe
be=
iche Wachtmeiſter Bauß wurde ſchwer verletzt.
Tragiſches Ende.
Zwickau. In einem Teich bei Planitz wurde
Bergarbeiten hepaar Möckel tot aufgefunden.
Möckel hatte 5000 Mark Spargelder eines
„vereins von der Sächſiſchen Sparbank in Zwickau
hoben und das Geld im Erfriſchungsräum eines
kauer Warenhauſes oder auf dem Wege zum
bus verloren und nicht wiedergefunden. Den
iſt nahm ſich das Ehepaar ſo zu Herzen, daß es
B den zugefronnen Teich aufbrach und den
darin ſuchte.
gehn Verbrecher beim Sektgelage verhaftet.
ſerlin. Wie der „Nacht=Ausgabe” gemeldet
iſt in der Nacht zum Donnerstag der vor etwa
Monat aus dem Moabiter Unterſuchungsge=
18 ausgebrochene berüchtigte Einbrecher Roman
dkar zuſammen mit zwölf Komplizen unter
ſen=
iellen Umſtänden verhaftet worden. Przadkar
te zu der Bande des Einbrecherhäuptlings Leo
i, die vor etwa zwei Monaten unſchädlich
ge=
worden war. Sie hatte im Berliner Geſchäfts=
Dutzende von Einbrüchen verübt und für etwa
Viertelmillion Pelze geſtohlen. In der Nacht zum
terstag wurde Przadkar von Kriminalbeamten
nt. Die Beamten wahmen den Einbrecher aber
feſt, ſondern folgten ihm in ein Haus der
Blu=
zalſtraße in Lichtenberg. Wenige Minuten nach=
Przadkar ſeine Wohnung betreten hatte, traten
Zeamten die Tür der Wohnung ein und fanden
eine aus mehr als einem Dutzend Perſonen,
iter ſieben Frauen, beſtehende Geſellſchaft beim
ſelage vor. Die Kriminalbeamten konnten die
regte Gefellſchaft unſchädlich machen. Roman
dkar hatte ſich in dem Augenblick, als die
Krimi=
amten erſchienen, verkrochen. Die Beamten
ſtell=
tun das Haus unter ſtrenge Bewachng. Eine
Stunde ſpäter verſuchte Przadkar mit
gela=
n Revolver in der Hand zu entfliehen, konnte
überwältigt und gefeſſelt werden. Die
Kriminal=
ten haben insgeſamt 13 Perſomen, darunter auch
Bruder Przadkars, feſtgenommen. Bei einer
ſuchung der Wohnung fand man eine Unmenge
Diebesgut.
Das „Schlitken=Mokorrad”.
Der neue Motorſchlitten
zu den beliebteſten Beförderungsmitteln im
Elichen Schweden. Er iſt nach der Art der
rräder mit Anhänger konſtruiert und wird, ob=
Er kein Rad beſitzt, „Schlitten,Motorrad”
ge=
um Verwechſelungen mit dem
Automobil=
iEh, d. h. einem Motor=Schlitten mit Karoſſerie,
zu vermeiden.
Die Deutſche Hochſchule im Sportforum Berlin.
Links: der Generalſekretär Dr. h. c. Carl Diem.)
Der Kampf der Berliner Sportſtudenten gegen den Schöpfer und eigentlichen Leiter der
Hoch=
ſchule für Leibesübungen nimmt an Schärfe täglich zu. Es heißt, daß die Studenten den Streik
erſt aufgeben, wenn Dr. Diem abgeſetzt wird.
Zur Kalaſtrophe des Flugzeugs Köln-Berlin in der Alkmark.
Die Trümmer des verbrannten Flugzeuges bei Letzlingen.
Neue Staakspreiskräger der Akademie der Künſte.
Chriſtine Naubereit, Paul Merling und Rudolf Ullrich vor ihren preisgekrönten Werken.
Die preußiſche Akademie der Künſte hat mit den großen Staatspreiſen für das Jahr 1928 den
Bildhauer Paul Merling (Berlin) und den Architekten Rudolf Ullrich (Berlin) ausgezeichnet.
Außerdem Fhielt, die junge Bildhauerin Chriſtine Naubereit eine Staatsprämie.
Fünf Kinder erſtickt.
Danzig. In der Gemeinde Bratwin, im Kreis
Schwetz, ereignete ſich ein ſchrecklicher Unglücksfall.
Der dort bei einem Gutsbeſitzer beſchäftigte Schweizer
hatte ſeine fünf Kinder allein in der Wohnung
zu=
rückgelaſſen, als er am Abend wit ſeiner Frau zum
Melken gegangen war. Als die Eltern um 7 Uhr
abends zurückkamen, fanden ſie die Tür von innen
verſchloſſen. Sie mußten die Fenſter einſchlagen, um
in die Wohnung zu kommen. Als ſie in die Stube
traten, fanden ſie ihre fünf Kinder tot am Boden
liegend vor. Der ſofort hinzugezogene Arzt ſtellte
Kohlenoxydgasv rgiftung feſt. Anſcheinend hat ein
Schaden am Ofen den tragiſchen Tod der Kinder
herbeigeführt.
Feſtnahme von vier Berliner Autodieben.
Drieſen. Vier Burſchen, die in Berlin einen
vierſitzigen neuen amerikaniſchen Buichwagen
ent=
wendet und mit ihm durch die öſtlichen Grenzgebicte
und Polen eine Vergnügungsfahrt gemacht hatten,
wurden in Vordamm feſtgenommen. Da ſie weder
Geld noch Betriebsſtoff beſaßen, hatten ſie den Wagen
in eine Schonung gefahren und zertrümmert.
Von einem Schornſtein erſchlagen.
Hachenburg. In dem Dorfe Minzenbach
wurde der in den vierziger Jahren ſtehende
Mauver=
meiſter Hoffmann von einem umſtürzenden
Schorn=
ſtein, dem er nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte,
erſchlagen.
Ein „Wunderhaus” in England.
Das Haus des Kapitäns Vale in Rottingdean
mit einem unterirdiſchen Durchgang zur See.
Das ſonderbare Haus des Kapitäns Charles Vale
in Rottingdean in Suſſex fällt mit ſeinem völlig
flachen Dache und ſeinem kugelförmig erhöhten
Mit=
telbau ſchon von weitem auf. Kenner des Hauſes
behaupten, daß es das Höchſte an Raumerſparni:s,
vereint mit Schönheit und Nützlichkeit darſtellt. Ein
etwa 10 Meter unter dem Hauſe befindlicher
Höhlen=
durchgang führt den glücklichen Beſitzer direkt zur See.
Schiffsunglück auf dem Beetzſee.
Berlin. In Brandenburg ereignete ſich auf
dem Beetzſee, zwiſchen dem Silokanal und der
Schleuſe, ein Schiffsunglück, bei dem der
Waſſerbau=
ingenieur Fritz Markfritz und der Arbeiter Paul
Bergemann, beide aus Brandenburg, ertranken. Das
Schiff, ein Meßſchiff der Waſſerbauverwaltung, war
mit ſechs Perſonen beſetzt und wurde von einem
Motorboot gezogen. Durch einen Ponton drang das
Waſſer in das Fahrzeug. Dieſes legte ſich auf die
Seite, und alle Inſaſſen ſtürzten ins Waſſer. Zur Zeit
des Unglücks herrſchte heftiger Schneeſturm. Vier
Perſonen konnten gerettet werden.
Auslieferung der Mörder des Bankvorſtehers
Biewald.
Bentheim. Die in Amſterdam verhafteten
Mörder des Vorſtehers Biewald von der Filiale der
Weſtholſteiniſchen Bank zu Hellbroock wurden von
Amſterdamer Kriminalbeamten beim Kriminal= und
Grenzkommiſſariat Bentheim Altonger
Kriminal=
beamten übergeben, die ſie weiter transportierten.
Von einem wütenden Bullen ſchwer verletzt.
Breslau. Die „B. N. N.” melden aus
Reichen=
bach in Schleſien: Als der Gutsbeſitzer Pietſch in
Schaupitz auf ſeinem Wirtſchaftshof einen Büllen
ſtreichelte, wurde das Tier plötzlich wild und ſpießte
Pietſch mit den Hörnern auf. Die eine Geſichtshälfte
vom Mund bis zum Ohr wurde völlig aufgeriſſen,
wobei das Auge ſtark beſchädigt wurde. Pietſch wurde
von dem Tier in die Luft und über eine
Wagen=
deichſel geworfen. Trotz ſeiner ſchweren Verletzungen
ſchleppte er ſich noch bis in ſeiye Wohnung, wo er
zuſammenbrach.
Eine Kinvexpedition im Kaukaſus umgekommen.
Grosnyj. Eine Kinoexpedition, die aus dem
Operateur, ſeinem Gehilfen und ſieben Begleitern
beſtand, und im nördlichen Kaukaſus Filmaufnahmen
machen wollte, ſtürzte von einem Gebirgspfad in den
Abgrund. Sämtliche neun Perſonen kamen ums
Leben.
Erderſchütterung in Barcelona.
Madrid. In Barceldna wurde geſtern eine
heftige Erderſchütterung wahrgenommen, die von
einem fernen unterirdiſchen Grollen aus nordöſtlicher
Richtuung begleitet war. Der Einwohnerſchaft
bemäch=
tigte ſich große Erregung. Nach einer Mitteilung des
Obſervatoriums an die Agentur Fabra, iſt dieſes
Na=
turereigmis eine Teilerſcheinung der Erſchütterungen,
die ſeit einiger Zeit an der Oſtküſte bemerkt werden,
22 junge Mädchen geraubt.
New York. Wie aus Mexiko gemeldet wird.
raubten etwa 70 Banditen während einer Kino=
Vor=
ſtellung in der Ortſchaft Jilotepec am Chapala=See
22 junge Mädchen, womit ſie in die Berge entkamen.
Regierungstruppen verfolgen die Räuber.
Ein aufregender Beſuch.
Gin aufregendes Abenteuer, das ſelbſt im
Hei=
matlande der Tiger nicht gewöhnlich iſt, und das
leicht gefähnliche Folgen hätte haben können, erlebten
vier Beamte der indiſchen Forſtverwaltung, nls ſie
anläßlich einer Inſp ktionsreiſe in einem
Dorfbunga=
low übernachteten. Einer von ihnen wurde bei
Ein=
bruch der Dunkelheit, während ſeine Kameraden ſich
noch im Bade befanden, von einem Eingeborenen
he=
nachrichtigt, daß ein großes Tier ſoeben über die
Veranda des Bungalows geſprungen ſei. Der
Eng=
länder durchſuchte ſämrtiche Bimmer, und wollte ſich
gerade entfernen, da er nichts Verdächtiges bemerkt
hatte, als er unter dem Tiſch des an die Veranda
grenzenden Zimmers einen Tiger von ungewöhnlich
großen Dimenſionen behaglich ausgeſtreckt liegen ſah.
Er zog ſich behutſam zurück und benachrichtigte ſeine
Kameraden, die durch die offene Tür einen Schuß
abgaben, der das Tier nur leicht verletzte. Durch die
Schmerzen der Wunde geriet das Tier in Wut und
ſetzte zum Sprunge gegen ſeine Angreifer an, die
ſich noch mit Mühe zu retten vermochten. Da die
Türen des Bungalows ſehr leicht waren und von dem
Tiger ſämtlich leicht durchbrochen wurden, kam es zu
einer aufregenden Jagd, die erſt ein Ende nahm, als
die vier Engländer das Badezimmer erreicht hatten,
deſſen Tür den Anſtrengungen des Tigers widerſtand.
Ihre Belagerung in dem Zimmer dauerte mehrere
Stunden, da die Eingeborenen ſich trotz aller
Ermun=
terungen weigerten, das Tier anzugreifen. Nach
vie=
ler Mühe gelang es den Blockierten, mit ihren
Ta=
ſchenmeſſern ein Loch in die Tür zu bohren und den
Tiger, der ein altes und höchſt gefährliches Exemplax
ſeiner Naſſe war, durch mehrere Schüſſe zu töten.
Seite 14
Samstag den 15 Dezember 1928
Nummer 348
Pem Tuuarti
W
Neue Meiſterromane nordiſcher Dichker.
(Georg Weſtermann, Braunſchweig.)
— Knud Anderſen: „Das Meer”, Roman. Autoriſierte
Ueber=
tragung aus dem Däniſchen von Elſe von Hollander=Loſſow.
In Ganzleinen ℳ 7,50.
Das Meer, das unendliche Meer — wen es einmal in ſeinen
Bann gezogen hat, den läßt es nicht wieder los. In dieſem Buche
lebt das Meer, brüllt mit ſeiner brutalen Kraft, atmet bei Kap
Horn ſeinen Eiſeshauch, dem der Menſch nur unter Aufbietung
aller phyſiſchen und ſeeliſchen Kraft begegnet, oder es lockt in den
Tropen durch den Zauber ſeiner Stille und ſeines Glanzes einen
Zug von Weichheit in die bronzenen Geſichter harter Geſellen.
Es macht Jünglinge zu Männern. Es löſt alle Feſſeln, mit denen
uns auf dem Lande die Geſellſchaft und ihre Lügen umgeben, alle
Kräfte ſind freiem Spiel überlaſſen. Den einen führen ſie empor
— den anderen in den Abgrund — Mit ſtarker Geſtaltungskraft
und einem pſychologiſchen Scharfblick die aus eigenem ſtarken
Er=
leönis wachſen, läßt uns der Dichter die Entwicklung eines jungen
Matroſen erleben, den man als einen geiſtigen Bruder Peer
Gynts bezeichnen könnte.
Ernſt Didring: „Inſeln des Sturms”. Roman. Berechtigte
Ueber=
tragung aus dem Schwediſchen von Elſe von Hollander=Loſſow.
335 Seiten 8‟. In Ganzleinen ℳ 7.—
Sturmwind brauſt durch dies Buch. Eis kracht auf Eis und
Schiffsplanke. Menſch kämpft gegen Menſchen und Natur, und
wo Schickſal derb zupackt, bäumt Härte trotzig ſich auf. Ein
Ge=
ſchlecht lebt auf dieſen Inſeln, das, oft darbend, dem Meere ſein
kärgliches Brot abringt und doch mit zärtlicher Liebe an der
un=
fruchtharen, wogenumbrandeten Scholle hängt — Burſchen denen
das Meſſer locker in der Taſche ſitzt, wenn es um die Mädchen
geht oder um die Ehre der Sippe. Viele ziehen als Seeleute
hin=
aus in die Welt, weit fort — manchen behält das Meer, aber die
anderen kehren zurück in die Heimat auf ihre Hallig. Wie eine
nordiſche Saga mutet dieſes Buch an und iſt doch lebendigſte
Gegenwart.
Ernſt Didring: „Spekulanten”. Autoriſierte Uebertragung aus
dem Schwediſchen von Elſe von Hollander=Loſſow. 206 S. 80.
In Ganzleinen ℳℳ 5,50.
In ſeinen Romanen „Hölle im Schnee” und „Der Krater”
ſchildert Ernſt Didring in Bildern, die von ſtarker
Geſtaltungs=
kraft zeugen und in faſt erdrückender Wucht auf den Leſer
ein=
ſtürmen, den Bau einer Bahn und das unendlich mühſelige
Ent=
ſtehen eines Bergwerkes im hohen Norden. Das ſchneeſtarrende
Gebirge, mit dem in den erſten beiden Bänden Menſchengeiſt und
Menſchenkraft gerungen, tritt in dem dritten, in ſich völlig
abge=
ſchloſſenen Buche des Zyklus in den Hintergrund, verſchwindet im
Nebel der Zahlen, den Börſe und Spekulation um das neue
Berg=
werk gebreitet haben. Iſt dort der Kampf zwiſchen Menſch und
Natur ein Ringen voller Trotz und Kraft, ſo ſucht hier der Menſch
den Menſchen zu vernichten um eigenen Vorteils willen. Er
er=
ſtickt ſein beſſeres Ich, ſo daß nichts bleibt, als die Beſtie im
Menſchen. Doch einer findet unter der Erſchütterung großen
Ge=
ſchehens in kalter, klarer Winternacht ſich ſelbſt wieder und knüpft
aufs neue die Fäden, die einſt ihn mit der Natur verbunden
haben. Noch einmal tritt ihm die hämiſch grinſende Fratze des
Schiebertums entgegen. Im Anblick der machtvollen Urnatur und
des berauſchenden und bezwingenden Eindrucks der Landſchaft
Lapplands macht er ſich los von der Vergangenheit und von dem.
was ihn bisher an die Ziviliſation und ihren raſenden
Taumel=
tanz gebunden hatte.
Eira Hellberg: Wenn die Grenze gleitet‟. Die Geſchichte eines
Verbrechens. Autoriſierte Uebertragung aus dem Schwediſchen
von Elſe von Hollander=Loſſow. 154 Seiten 82. In
Ganz=
leinen ℳN 4,50.
In feinſter, innerlichſter Weiſe geſtaltet die Verfaſſerin das
Geſchick einer Frau, läßt aus Anlage, Milieu und Welterleben,
aus der Schmach geſchändeten Weibtums ein erſchütterndes Bild
in Seelentiefe wachſen — wachſen, bis ſie über dem Leben ſteht,
jenſeits von Gut und Böſe, bis ſie den Weg zu ſich ſelbſt gefunden
hat. Auf dieſer Höhe edelſter Menſchlichkeit nimmt das Weib den
Kampf gegen das Unrecht, gegen Geſellſchaftslüge und
Vergewal=
tigung der Frauenſeele auf. Ein Buch für innerliche Menſchen,
die das Fließend=Relative unſeres ganzen Daſeins fühlen.
Gudmundur Kamban: „Ragnar Finnſſon”. Roman. Autoriſierte
Uebertragung aus dem Däniſchen von Elſe von Hollander=
Loſſow. 446 Seiten 8‟. In Ganzleinen ℳ 8,50.
Der Isländer Kamban iſt mit dem Senſitivismus des
Skan=
dinaviers begabt. Seine (äußerlich) an die naturaliſtiſchen
Zu=
ſammenbruchsromane erinnernde Geſchichte eines im „
Titanen=
kampf mit ſich ſelber” Untergehenden hat kräftige, breite
Unter=
bauten, feine, mit Fingerſpitzen ertaſtete Charaktere.
Gudmundur Kamban: „Das ſchlafende Haus”. Roman
Autori=
ſierte Uebertragung aus dem Däniſchen von Elſe v. Hollander=
Loſſow. 176 Seiten 82. In Ganzleinen ℳ 5.—
Deutſche Ausgabe und Verfilmung des Buches erſcheinen
gleichzeitig. In dieſem Roman ſteckt eine Knappheit und
Anſchau=
lichkeit, die mit guten Filmſpielen gewiſſe Verwandtſchaft hat,
und doch iſt er als dichteriſches Kunſtwerk von eigenem Zeitſtil zu
Münſchäcät de Seterfeif Guäf Sehet in
mit dieſem unpathetiſchen, ſtraff geſtalteten Buche Zeitſtil
ge=
ſchaffen; das macht es beſonders leſenswert.
Zaubermeiſter Klumpedump, der Freund der Kinder. Das
Kinder=
bilderbuch „Zaubermeiſter Klumpedump” (Oſtdeutſche Verlagsanſtalt,
Breslau) iſt ein wahres Zauberbuch; deun es verwandelt jedweden
Ve=
ſchauer in den Glückszuſtand kindlicher Freude am luſtigen Einfall. Und
dieſer luſtige Einfall, der das Buch zuſtande brahte, iſt ſo entzückend in
Form gebracht, daß man den Jubel der Kinder zu hören glaubt, den
man in den Verſen und Bildern lieſt und erblickt. Die Gebrüder
Grü=
ger ſind, diesmal im Verein mit Margantte Naabe, die Schöpfer des
verblüffenden Buches.
Hans Thoma, Briefwechſel mit Henry Thode.*)
Der Briefwechſel des volkstimlichen Künſtlers und
Dichterphilo=
ſophen Hans Thoma mit dem bedeutenden Kunſtgelehrten und
Verkün=
der des deutſchen Idealismus Henry Thode wird durch den hohen
ethi=
ſchen Gehalt, den beide in Lebensauffaſſung und Weltanſchauung
ver=
treten, zu etwas Außergewöhnlichem erhoben. Die beiden Freunde
waren nach Abſtammung und Veranlagung grundverſchieden: „Hans
Thoma, aus bäuerlichem Geſchlackt, Maler und Graphiker, dem die Welt
in Form und Farbe laut wacd, Heury Thode aus altem
Patrizier=
geſhlecht, aus Wiſſen und Kenntnis ſein Weltſchauen gewinnend. Und
man darf es als eine glücklich= Fügung des Schickſals anſehen, daß im
Verkehr und in der Ausſprache dieſer beiden Hochnaturen urwüchſiges
Schauen und erkennender Geiſt zu einer Einheit verſchmolz.
Der Leſer erhält einen Einblick in die ſtille Werkſtatt des ruhmvoll
aufſteigenden Künſtlers und feinen Denkers und in die Seele des
welt=
erfahrenen Gelehrten. Was die ſchnell zu Freunden Gewordenen
ge=
meinſam gedicht, gewirkt und geſchaffen haben, klingt in ihren Briefen
wieder: perſönliches Erleben. Arbeiten und Pläne, vor allem auch ihre
Beziehungen, ihr Eintreten für Bahreuth, für deſſen Ideale Thode der
Schwiegerſohn Coſima Wagners, jahrzehntelang ſeine Kräfte einſetzte,
während Thoma für die erſte Geſamtwiederholung des „Ringes” die
Ko=
ſtüme entwarf.
Tiefaufwühlend iſt die Zeit, in der Thoma in das amtliche und poli.
tiſche Leben ſeines Heimatlandes Baden eintuatz, ſind die kritiſchen Jahre
des Zerbrachens der Thodeſchen Ehe, der Ausbruch des Weltkrieges, der
Thomas Arbeiten lachmlegt und Thode aus ſeiner Heimat vertrieb, ſo
daß er, aufgerieben durch die Nöte der Zeit, 1920 in der Fremde ſtirbt.
Stand der Anfang der 30jährigen Freundſchaft im Zeichen froher
Beſchwingtheit des Schaffens, ſo offenbart das letzte Drittel insbeſondere
Thomas abgeklärte Weltanſchauung und zeigt erſt voll und ganz die
menſchliche Größe der beiden Freunde.
Das Buch wendet ſich an die geſamte lünſtleviſch, religiös und
geiſtig eingeſtellte Welt und iſt aus einer freien, unvoreingenommenen
Anſchauung und für eine ſoſche geſchrieben.
Man wird kaum einen zweiten Briefwechſel von gleich hohem
ethi=
ſchen Gehalt finden, der dieſem Werke itſächlich einen Ewigkeitswert
verleiht.
* Gr. 8. 380 Soiten mit einem Bildnis Hans. Thomas und Henry.,
Thodes. Geheftet 6 Mk., Ganzleinen 10 Mk.
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herausgegeben von der
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Schneefall 8 A 36- Pulverſchnee Ski u. Rodel
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Feldberg
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ſehr gut. Hornisgrinde
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ſehr gut. Furtwangen
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kirchen (auem) .Schneefau 42 Pulverſchnee Berchtesgaden
(572 m) bewölkt 15/ Pulverſchnee SH Lnoder 9 Hirſchberg
(1512 m) Nebel -ol= tsok Pulverſchneelt nur Sit möagle Füſſen
(800 m) heiter 0 A Pulverſchnee Skt u. Nobel !
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Seite 16
Samstag, den 15 Dezember 1928
Nummer 348
Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
Geſtorbene. Am 15. Nov.: Jonas, Dora, Privatin, ledig,
Roßdörfer=
ſtraße 5. Am 6. Dez.: Orth, Ida, geb. Ruhland, 70 J., Witwe des
Sanitätsrats, Dr., Heinrichſtr. 50; Neeg, Maria, Eliſabeth,
Handarbeits=
lehrerin i. N., Liobigſtr. 61. Am 7. Dez.: Würtenberger, Gcorg,
Tag=
löhner, 49 J., Eberſtadt b. Darmſtadt, hier Hügelſtr. 79. Am 8. Dez.:
Müller, Sofie, Diakoniſſe, 62 J., lodig, Müllerſtr. B; Bergner, ein
Mädchen ohne Vornamen, ½ Stunde alt, Wolfskehlen, hier Riedeſelſtr.
52; Grimm, Marie, Eda, ohne Beruf, 37 J., ledig, Nieder=
Namſtädter=
ſtraße 36: Nicklas, Heinrich, Laternenwärter i. R., 70 J., Ballonpl. 6;
Dillmann, Johannette Henriette Eliſe, geb. Glock, 63 J., Witwe des
Packers, Herdwegſtr. 17. Am 9. Dez.: Klinger, Anna, ohne Beruf,
ledig, Frankfurterſtr. 39; Walther, Karoline Margarete Salome Bertha,
Mentnerin, 97 J., ledig, Wilhelminenſtr. 13; Bernhard, Auguſte, geb.
Nohde, 47 J., Ehefrau des Rechnungsdirektors, Büchnerſtraße 19;
Kör=
ner, Roſemarie, 11 Tage, Mathildenplatz 9; Elzer, Eliſabethe, geb.
Pflug, 59 J., Ehefrau des Schuhmachers, Friedrichſtr. 20; Triebenſtein,
Heinrich, Rechnungsrat i. R., 75 J., Beckſtr. 72. Am 10. Dez.: Göldner,
Heinrich Verthold, Hilfsarbeiter, ledig, 51 J., Grafenſtr. 9. Am 11. Dez:
Heß, Friedrich, Schloſſer, 34 J., Eckhardtſtr. 5; Moſes, Karoline, geb.
Flörsheim, 76 J., Witwe des Handelsmauns in Treyſa, Bez. Kaſſel,
hier, Liebigſtr. 26; Pfeiffer, Margarete, geb. Ganß, 25 J., Ehefrau des
Hilfsarbeiters, Groß=Zimmern, hier Erbacherſtr. 25: Junker, Hedwig,
31 J., ledig, Lindenſels, hier Erbacherſtr. 25; Schäfer, Eliſabeth, geb.
Weber, 64 J., Ehefrau des Privatiers, hier, Beſſungerſtr. 82;
Ritters=
hofer, Erneſtine Anna Eliſabeth Georgine, geb. Müller, 64 J., Witwe
des Sattlermeiſters, Ballonplatz 4; Feſel, Heinz Hermann, 2 Monate,
Arheilgerſtr. 90. Am 12. Dez: Petri, Johann Joſeph Maria, 8 Mon.,
Stadtallee 59. Am 13. Dez.: Menzlaw, Wilhelmine Johanette Dorothea
Louiſe, geb. Buchhold, 56 J.. Ehefrau des Privatiers,
Kranichſteiner=
ſtraße 11. Am 12. Dez.: Müller, Jegnette, geb. Schiller, 89 J., Witve
des Zigarrenfabrikanten, Heinrichſtr. 74. Am 13. Dez.: Schmelzer,
Joſeph, Eiſenbahnaſſiſtent i. R., Wendelſtadtſtr. 45; Frieß, Friedrich
Peter, Maurer, 79 J., Beſſunger Straße 88½. Am 14. Dez.: Müller,
Martha. geb. Zerfaß, 71 J., Ehefran des Sclloſſers, Wendelſtadtſtr. 45½½,
Am 13. Dex.: Baumann, Johann, Poſtſchaffner i. N., 35 J.,
Sandberg=
ſtraße 291: Staufenberg, Heinzich, Gaſtuirt, 52 J, Griesheim b. D.,
hier Grafenſtr. 9. Am 14. Dez.: Krans, Peter, Metzgermeiſter, 46 J.
in Büttelborn, hier Grafenſtr. 9.
Kirchliche Nachrichten
Evangeliſche Gemeinden.
3. Adventsſonntag (16. Dezember).
Kollekte in allen Kirchen für die Erbauung eines neuen Pfarrhauſes in
Groß=Eichen.
Stadtkirche. Samstag, 15. Dezember, abends 8.30 Uhr: Andacht.
— Sonntag, 16. Dezember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. (
Ver=
pflühtung der neugewählten Kirchenvorſteher der Lukasgemeinde.)
Pfarrer Kleberger. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Heß. — Nachm. 5 Uhr: Abendmahlsgottesdienſt mit Einzelkelc
Pfarrer Lautenſchläger. — Abends 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Advents=
feier. Pfarrer Lautenſchläger
Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—4 Uhr zu ſtiller Andacht
ge=
bffnet. Eingang Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Lauten.
ſchläger. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. — Vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Schloßkirche. Vorn. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heil.
Abendmahls. Pfarrer Zimmermann. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Zimmermann.
Konfirmandenſaal im Schloß. Freitag, 14. Dezember, abends 8 Uhr:
Gemeindevertretung der Shloßgemeinde: Wahlen zum Landeskirchentag
und Dekanatstag. — Montag, 17. Dezember, abends 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung), Poſaunenchor. —
Dienstag, 18. Dezember, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung der
Schloß=
gemeinde. — Mittwoch), 19., und Samstag, 22. Dezember, nachm. 2 bis
4 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde (Samstag:
Weihnachts=
feier).
Feierabend (Stiftsſtraße 51) Dienstag, 18. Dezember, abends 8,15
Uhr: Gemeindevertretung der Markusgemeinde: Wahlen zum Dekanats=
und Landeskirchentag
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 16. Dezember, abends
8 Uhr: Adventsfeier der Kaplaneigemeinde, — Jugendvereinigung der
Stadtgemeinde (B. d. J.). — Montag, 17. Dezember, abends 8 Uhr:
Jugendbund der Lukasgemeinde (ältere Abteilung). —
Gemeindever=
tretungsſitzungen der Lukasgemeinde (Saal 2) und der Kaplaneigemeinde
(Saal 3): Hirchliche Wahlen. — Dienstag, 18. Dezember, abends 8 Uhr:
Kinhenchor der Stadtkirhe. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde
(jüngere Abteilung). — Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde
(jüngere Abteilung). — Mittwoch, 19. Dezember, abends 8 Uhr:
Kirchen=
chur der Stadtkapelle und Schloßkirhe. — Jugendbund der
Markus=
gemeinde (Weihnachtsfeier). — Mädchenvereinigung der
Reformations=
gemeinde (ält. Abteilung). — Donſterstag, 20. Dezember, abends 8 Uhr:
Jugensvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung): Weihnachts=
feier — Jugendbund der Lukasgein inde (üngere Abteilung). — Freitag,
21. Dezember, abends 8 Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. —
Jugendbund der Markusgemeinde (jüngere Abteilung). — Jugendbund
der Katzlan=ſigemeinde. — Gemeindevertretung der
Reformations=
gemeinde: Wahl zum Landesbirchentag und zum Dekanatstag.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Köhler.
Martinskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Bergér.
— Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Oſt.
Pfarrer Köhler. — Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martins=
gemeinde Weſt. Pfarrer Bergér. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Beringer.
Nachm. 3 Uhr: Bübelbeſprechſtunde im Martinsſtift. — Mittwoch,
12. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift: Jeſus, der
Herr. — Bibelſtunde im Gemeindehaus: Micha.
Altersheim. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Köhler.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 17. Dazember, abends
8 Uhr im Martinsſtift: „Verſammlung der Gemeindevertretung Oſt; im
Gemeindehaus: Verſammlung der Gemeindevertretung Weſt. —
Diens=
tag, 18. Dezember, abends 8 Uhr fun MMartinsſtift: „Kirchemhor; im
Ge=
meindehaus: Jugendvereinigung. — Donuerstag, 20. Dezember, abends
8 Uhr im Martinsſtift: „Mädchenvereinigung Oſt; im Gemeindehaus:
Mädchenvereinigung Weſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Marx.
— Nachm. 5 Uhr: Predigtgottesdienſt mi= heiligem Abendmahl und
Vorbereitung. Pfarrer Marx. — Nackyn. 4 Uhr: Weihnachtsfeier der
Kinderſchmile im Gemeindehaus. — Mittwoch, 19. Dezember, abends
8 Uhr: Bibelſrunde im Gemeindehaus. Pfarrer Goethe.
Die Johanneskinche iſt wochentags von 7.30—5 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm.
10 Uhr: Hauptyottesdienſt Pfarraſſiſtenk Lic. zur Nieden. — Vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Dienstag, 18. Dezember, abends
8 Uhr: Bibelſtunde. — Donnerstag, 20. Dezember, abends 8 Uhr:
Mutterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Weiß. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Weiß. — Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt mit Feier des heil.
Abend=
mahls. Anmeldung von 5.30 Uhr an. Pfarraſſiſtent Lie. zur Nieden.
Veranſtaltungen: Sonntag, 16. Dezember, abends 8.15 Uhr:
Jugendvereinigung. — Montag, 17. Dezember, abends 8.15 Uhr:
Mäd=
cenvereinigung (Weihnachtsfeier). — 8.15 Uhr: Jugendvercinigung
(älterer Kreis). — Dienstag, 18. Dezember, abends 8.15 Uhr: Kirchen=
„Jor. — Mittwoch, 19. Dezember, nachm. 2.30 Uhr: Weihnachtsfeier der
Kinderſchule. — 5 Uhr: Weihnachtsſeier der Strickſchule. — Donnerstag,
20. Dezember, abends 8 Uhr: Mütterabend (Weihnachtsfeier). — Freitag,
21. Deßember, abends 8.15 Uhr: Kirchenchor.
Pauluskirche. (Kollekte für den Pfarrhausbau in Groß=Eichen.)
Vorm. 10 Uhr: Hauptgotte3dienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11.15
Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Abends 7.30 Uhr:
Elternabend der Honfirmanden des Weſtbezirks im Gemeindeſaal der
Pauluskirche.
Veranſtaltungen: Montag, abends 8 Uhr: Jugendbund
(Weihnachtsfeier). — Dienstag, abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch,
abends 8 Uhr: Sitzung der Gemeindevertretung zur Vornahme der
kirehlichen Wahlen. (Die Bißelſtunde fällt aus.) — Donnerstag, abends
8 Uhr: Mütterabend (Weihnachtsfeier), — Freitag, abends 8 Uhr:
Kirchenchor. — Samstag: Turnen der Jugendvereinigung fällt aus.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. —
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang. Sonntagsverein:
Nackm. 4.30 Uhr: Weihnachtsfeier, — Donnerstag, 20. Dezember, abends
8 Uhr: Betſtunde.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3.30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Kleinſchmid:. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Miſſions=
arbeitsſtunde. — Abends 830 Uhr: Kriegerdankbund. — Dienstag,
nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. — Abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=
Bibelſtunde. — Mittwoch, abends 8.30 Uhr: Gem. Chor. — Donnerstag,
abends 8,30 Uhr: Bib=lſtunde. Prediger Semmel. — Nachts 12,30 Uhr:
Weihnachtsfeier für Gaſthausangeſtellte. — Freitag: Die Bibelſtunde
in der Kinderſchule, Beſſungerſtraße 80, fällt aus.
Jugendbund für E. C. (MMühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2.30 Uhr:
Bibalbeſprechſtunde für junge Männer. — 4.45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
für Mädchen. — Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis. —
Mitt=
woh, abends 6.15 Uhr: Freundeskreis für junge Männer. —
Donners=
tag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer.
Chriſtlicher Verein junger Münner e. V. (Alexanderſtraße 22,
In=
fanterie=Kaſerne, Hoſ links). Samstag, nachm. 5 Uhr: Abfahrt vom
Oſtbahnhof nach dem Landheim zur Adventsfeier. — Montag, abends
5.30 Uhr: Familienbibelſtunde. — Dienstag, abends 8 Uhr:
Poſaunen=
clor. — Mittwock, abends 8.30 Uhr: Jungwännerbibelſtunde. —
Don=
verstag, abends 8 Uhr: Jung C.=Bübelſtunde. — Freitag, abends 8 Uhr:
Turnen. — Samstag, nachm 3 Uhr: Jungſcharſtunde.
B.=K., Bund deutſcher Bibelkreiſe (Alexanderſtraße 22, Infanterie=
Kaſerne, Hof links). Samstag, 15. Dez., nachm. 4 30 Uhr: Singen und
Spielen. — 5.30 Uhr: Bibelſtunden für Trenburg und älteren Kreis. —
Montag, 17 Dez, nachm. 4.30 Uhr: Heimnachmittag für Jung=
Sieg=
fried. — Abends 8 Uhr: Heimabend für Treuburg. — Freitag, 21. Dez.,
abends 815 Uhr: Budenabend für den älteren Kreis.
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M=B.=K., Mädchenbibelkreiſe (Stiftsſtraße 14). Samstag, 15. Dez
nachm. 3 Uhr: Bibelſtunde (jungerer Kreis). — Montag, 17. Dez
abends 8 Uhr: Bihelſtunde (mittlerer Kreis). — Donnerstag, 2. Dez.,
abends 8 Uhr: Bibelſtunde (älterer Kreis).
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkunſt.
Eliſabethenſtraße). Sonntag, 16. eDDzember, vorm. 10 Uhr:
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weihehandlung mit Predigt. Vormittags 11.20 Uhr: Kinder=
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Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich wiffenſchaftliche Vereinigung (Chriſtian Science Soclety),
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntaa,
vorm. 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Monat, abends 8,15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vormittans
11.15 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4 30 Uhr: Wortverkündigung.
Müttſvoch, 8.30 Uhr abends: Gebetſtunde. — Freitag, 8.30 Uhr abends:
Wortbetrachtung. Jeder herzlich eingeladen.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, den
16. Dezember, vorm 9.30 Uhr: Andacht. — Nachm. 3.30 Uhr:
Jugend=
bund. — Abends 8 Uhr: Evangeliſation. — Mittwoch, abends 8.15 Uhr;
Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkommen.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Eliſabethenſtraße 44. Sonntag, den
16. Dezember (3. Advent), vorm. 10 Uhr: Predigt. 11 Uhr:
Kinder=
gettesdienſt. Abends 8 Uhr: Predigt. — Montag, abends 8,15 Uhr:
Jugendverein. — Dienstag, abends 8,15 Uhr: Singſtunde für den
ge=
miſchten Chor. — Mittwoch, nachmn. 3 Uhr: Knaben= und Mädchenvund,
— Donnerstag, abends 8.15 Uhr: Bib=ſſtunde. — Am Sonntag, 23. Dez.
(4. Adwent), iſt nachmittags 4 Uhr die Weihnachtsfeier für die Kinder,
Jederwann iſt herzlich eingeladen. Prediger Sauer.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 17. Dezember, abends
8 Uhr im Feierabend, Stiftsſtraße 51: Bibelſtunde.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag: vorm. 10 Uhr Gottesdienſt. Um 11 Uhr Sonntagsſchule,
Nachm. 4 Uhr Predigt. (Pred. Rudnitzky.) Abends um 8,15 Uhr
Jugend=
ſtunde. — Mittwoch: abends 8,15 Uhr Bibelbeſprech= und Gebetſtunde,
(Pred. Rudnitzky.) Zu allen Verſammlungen jedermann herzlich
einge=
laden.
Die Heilsarmee, Schulzengafſe 3. Sonntag: früh 8 Uhr Gebetſtunde,
10 Uhr Heiligungs=Verſammlung, 11,30 Uhr Kinder=Gottesdienſt, 3 Uhr
Wegweiſer=Unterricht, 5. Uhr Kinder=Geſangſtunde, 8 Uhr Adbentsfeier,
— Montag: 8 Uhr Jugendliga. — Dienstag: 8 Uhr Mitgli
derver=
ſammlung. — Mittwoch: 5 Uhr Kinder=Verſammlung, 8 Uhr Heils=
Ver=
ſammlung. — Donnerstag: 8 Uhr Heimbund=Weihnachtsfeier. —
Frei=
tag: 5 Uhr Kinder=Verſammlung, 8 UhrdHeiligungs=Verſammlung. —
Samstag: 8 Uhr Armen=Beſcherung. Jeder iſt eingeladen.
Auswärtige Kirchen.
Evang. Kirche zu Eberſtadt. 3. Advent: 9,45 Uhr Gottesdienſt;
11 Uhr Kirchliche Wahlen. Der Kindergottesdienſt fällt aus. —
Mon=
tag: 20 Uhr Poſaunenchor. — Dienstag: 20 Uhr Frauenverein (
Weih=
nachtsfeier); 19,30 Uhr Mädchenvereinigung. — Mittwoch: 20 Uhr
Kir=
chengeſangverein. — Freitag: 19,30 Uhr Wartburgv=rein. — Samstag:
20 Uhr Kirchengeſangverein.
In der Prov.=Pflege=Anſtalt. Gottesdienſt mit Heil. Abendmahl /!
13.30 Uhr.
Evang. Gemeinde Roßdorf. Jahresfeſt des Frauenvereins.
Sonn=
tag: vorm. 10 Uhr Hauptgottesdienſt. Feier des hl. Abendmahls.
Kol=
lekte für den Frauenverein. Nachm. 1.30 Uhr Dankgottesdienſt. Nachm
2 Uhr Sitzung der Kirchengemeindevertretung; Kirchenwahlen. —
Mon=
tag: Frauenverein. — Dienstag: Kirchengeſangverein. — Donnerstag;
Jugendvereine.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 16. Dez.
(3. Advent), vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Nahm. 5 Uhr: Advelt=
Andacht. — Monnag: Jugendvereinigung. — Dienstag: Kirchenchor. —
Mittwoch: Jungmädchenverein (Chriſtfeier),
Evangeliſche Kirche zu Ober=Ramſtadt. Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Nachm. 1.30 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr:
Adventsandacht. — Montag: Mütterabend in der Kinderſchule;
Jugend=
vereinigung im Pfarrhaus. — Mittwoch: Kirchengeſangverein. —
Don=
nerstag: Poſaunenchor. — Freitag: Mädchenverein und
Weihnachts=
feier der Mädchen=Jungſchar. — Samstag: Weihnachtsfeier der
Jugend=
vereinigung.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, den 16. Dezember, vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt.
Be=
ſcherung. Abends 8 Uhr: Familienabend des Frauenvereins.
Katholiſcher Gottesdienſt.
Sü. Liebfrauenkirche (Klappocherſtraße 46). Samstag, nachmittag3
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag,
term. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. Um 7 Uhr:
Früh=
meſſe mit Austeilung der hl. Konmunion vor und in der hl. Meſſe.
Gemeinſame hl. Kommunion der Marianiſchen Jungfrauenkongregation.
Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachm. um 2 Uhr: Chriſtenlehre,
½3 Uhr Andacht, 3 Uhr kirchliche und 3½ Uhr Weltliche Verſammlung
der Jungfrauenkongregation. Werktags 7 Uhr Rorateämter.
Martinskapelle (Herdweg). Sonn= und Feiertags 8 Uhr hl. Meſſe
mit Predigt. Vor und in der hl. Meſſe hl. Kommunion. — Dienstag
und Freitag 7½ Uhr hl. Meſſe.
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Berechtigten Aufklärung”
Zenüber der von uns gegen ſie erwirkten einſtweiligen
Ver=
lung des Landgerichts Darmſtadt verſucht die Firma Karl
Nold & Sohn abermals eine Irreführung des Publikums.
e behauptet zu Unrecht
I. die Philipps Aktiengeſellſchaft habe mit dem Namen
Arnold nichts gemein und mißbrauche daher dieſen
Namen.
In Wahrheit ſind wir ſeit dem Jahre 1925 mit der Firma
Uhelm Arnold Aktiengeſellſchaft in Aſchaffenburg a. Main
fu=
ert; dieſe Geſellſchaft iſt aus der 1886 in Aſchaffenburg ge=
Undeten Firma Wilhelm Arnold und dieſe aus der 1830 in
EeUmſtadt gegründeten Firma Heinrich Arnold hervorge=
Lben. Dagegen hat die Firma Karl Arnold &. Sohn in Darm=
„Dr erſt im Jahre 1919 die Firma Heinrich Arnold in Klein=Um=
„ die ſeit vielen Jahren nur noch in ganz geringem Umfange
OAdierte, übernommen und nach Darmſtadt verlegt. Zwiſchen
* Aten Firma Heinrich Arnold in Klein=Umſtadt und der
früheren Firma Heinrich Arnold in Darmſtadt beſtand
keiner=
lei Zuſammenhang.
II. die Philipps Aktiengeſellſchaft könne ein echtes „
Phi=
lipp”=Piano nicht heiſtellen.
In Wahrheit haben wir nicht die Abſicht, ein „Philipp”=
Piano herzuſtellen. Es handelt ſich um verſchiedene Fabrikate,
die nichts miteinander zu tun haben. Dieſe Firma, zu der wir in
beſten Beziehungen ſtehen, teilt uns nunmehr wörtlich
fol=
gendes mit:
„Ich habe nie mit der von Ihnen genannten Firma
Karl Arnold & Sohn, Darmſtadt, in Verbindung
ge=
ſtanden, nie korreſpondiert oder unterhandelt, dieſe hatte
nie meine Vertretung inne und ſich auch nicht dieſerhalb
an meine Firma gewandt. Ich habe keinerlei
Inſtru=
meiite an dieſe Firma geliefert und verſtehe daher
un=
möglich, daß dieſe meine Fabrikate in den Zeitungen
anbieten ſoll unter dem Namen „Philipp”.”
Um künftig die Verbreitung weiterer irreführender
An=
gaben durch die Firma Karl Arnold & Sohn zu unſerem Nachteil
zu unterbinden, haben wir die erforderlichen gerichtlichen
Maß=
nahmen eingeleitet.
Wir bitten jedoch die Intereſſenten auch auf dieſem Wege
in ihrem eigenen Intereſſe um genaue Beachtung unſerer unten
angegebenen Firmenbezeichnung. Unſere Fabrikate haben immer
wieder erſte Auszeichnungen erhalten, zuletzt den
Heſſiſchen Staatspreis
auf der Heſſiſchen Gaſtwirteausſtellung in Darmſtadt.
So erklären ſich die Verſuche der Firma Karl Arnold & Shn,
zu unſerem Nachteil Verwechſlungen mit unſeren
Inſtrumen=
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Seite 19
ind dieſe Woche zwei recht intereſſante Entſcheidungen am grünen Tiſch
gefallen. Dus vor drei Wochen auf Veranlaſſung der Pfungſtädter
ab=
jebrochene Spiel Polizei Darmſtadt—Germania Pfungſtadt wurde von
der Kreisbehörde für Pfungſtadt als verloren erklärt; weiter wurden
wei Pfungſtädter Spieler mit 14 Tagen bzw. 2 Monaten Sperre
be=
dacht. Das Urteil entſpricht etwa dem, was Kenner der Verhältniſſe
rwartet hatten. Intereſſanter iſt dagegen ein ziemlich unerwartet
kom=
nender anderer Urteilsſpruck. Das ſeinerzcitige Spiel F.V.
Sprend=
ingen-Viktoria Urberach (1:3) wird wegen eines Formfehlers in der
5 hiedsrichtergeſtellung wiederholt. Dadurch hat Sprendlingen wieder
je Möglichkeit, den Sportverein 98 wieder mit einem Punkt zu
über=
olen. Ob ein Einſpruch gagen das Urteil bei einer höheren Inſtanz
rfolgt, iſt nicht bekannt, aber nicht unmöglich. Jedenfalls tragen auc,
jeſe Vorgänge mit Lazu bei, die Lage recht intereſſant zu geſtalten.
Am kommenden Senntag finden folgende Spiele ſtatt:
Sportverein 98 Darmſtadt—Germania Oberroden (3:1),
Fußballverein Sprendlingen—Sportverein Münſter (4:3),
Wiktoria Walldorf—Geomania Pfungſtadt (3:0),
Viktoria Urberach—Sportverein Mörfelden (1:2),
Rot=Weiß, V.f.R.—Union Wixhauſen (3:4).
„ie in Klammern angefügten Ziffern ſind die Ergebniſſe der Vorſpiele.
us ihnen laſſen ſich auch gewiſſe Schlüſſe ziehen. So ſollte
Sportver=
n 98 ziemlich glatt mit ſeinen Gäſten aus Oberroden fertig werden,
umal ſich die neue Sturmaufſtellung der 98er als recht
durchſchlags=
räftig ewviefen hat. Auh Sprendlingen darf man, wenn auch erſt nach
amof, als Sieger über Münſter erwarten. Pfungſtadt wird auch in
Fallderf wieder unterliegen. Man hat in Pfungſtadt ſeine liebe Not
rit einer Mannſchaftsaufſtellung; dabei ſteckt ſo viel gutes Material
n Ort, daß die Germanen eines der beſten Teams im Kreiſe ſtellen
innten Vielleiihſt rafft man ſich aber — wie ſchon jedes Jahr — erſt
n Endſpurt wieder zuſanrmen. — Sind bei dieſen drei Spielen die
arſpigiſieger wieder in Front zu ervarten, ſo ſollten bei den beiden
nderen Treffen die damals Unterlegenen diesmal den Spieß umdrehen;
wohl Urberach als auch Rot=Weiß, V.f.N. dürfen als Sieger erwartet
erden.
Von der A= und B=Klaſſe
illen heute nur die Hauptereioniſſe erwähnt werden. Vikwria
Gries=
eim konnte in Groß=Gorau ſae durch Sperren geſchwwächten
Sportver=
nler mit 1:0 ſchlagen und führt nun klar mit vier Punkten Vorſprung.
a Griesheim nur noch in Eberſtadt ein ſchweres Spiel auszutragen
1t, darf man heute ſchon die Viktorianer als Meiſterfavorit anſprechen.
uch im Dreieſchgau hat es eine entſcheidende Wendung gegeben. Die
voriſierten Neu Iſenburger Sportvereinler licßen ſich am letzten
enntag erneut ſchlagen, und zwar mit 4:2 vom F.V. Eppertshauſen.
us Iſenburg hört man, daß das Treffen nur als Geſellſchaftsſpiel
aus=
tragen wurde, während von anderer Seite die ordnungsgemäße
Durch=
ihrung des Treffens als Verbandsſpiel gemeldet wird. Stimmt
letz=
re Lesart, ſo würde nunmehr der F. C. Egelsbach klar an der Spitze
egen. Es iſt durchaus möglich, daß am Schluß Egelsbach, Dieburg
7d Neu=Iſenburg punktgleſeh zuſammenliegen. Jedenfalls hat dieſe
ierwartete Niederlage des ſchon mit vier Punkten führenden
Spitzen=
iters die Situavion wieder ſtark belebt. Am kommenden
onntag ſpielen:
A=Klaſſe, Gau Bergſtraße: Viktoria Griesheim—S V. Weiterſtadt,
„V. Lengfeld—S.V. Groß=Gerau, V.f.L. Michelſtadt-Boruſſia
Dorn=
im, Eintradſt Darniſtadt—S.V. Geinsheim. — Gau Dreieich: F.V.
ppertshauſen—Haſſia Dieburg, F. C. Dreieichenhein—S. C. Dietzenbach,
„f.L. Neu=Iſenburg Reſ.—S.V. 1911 Neu=Iſenburg. — B=Klaſſe:
hattia Wolfskehlen—Blau Weiß Jugenheim, F. S.V. Groß=Zimmern—
zrtverein Meſſel, Sportverein Höchſt i. O.—F.V. Schaafheim, V.f. N.
rbach.—Kickers Hergershauſen, Spielvgg. Groß=Umſtadt—V.f. L.
Michel=
idt 2.
R.Sp.V. Germania 08 Pfungſtadt—Viktoria Walldorf.
Viktova Walldorf hat auf eigenem Platz noch kein Spiel verloren,
bſt der Sportverein 98 Darmſtadt und FV. Sprendlingen konnten
r unentſchieden ſpielen. Das hier gegen Rot=Weiß, V.f.R. gezeigre
hniſche Können rechtfertigt nicht ganz den guten Tabellenplatz,
Kampf=
ift und Eifer ſind die ausſalagnebenden Faktoren für die vielen
Er=
ge geweſen. Das Vorſpiel in Pfungſtadt gewann Walldorf 3:0,
aller=
igs ſpielten widrige Umſtände mit, da 2 Spieler ausſcheiden mußten.
ungſtadt muß auf die disqualifizierten Nickel 1. und Steinmetz
ver=
iten, jedoch durfte, die gewehnt gute Abwehr der Verteidigung
voraus=
ſetzt, ein knappes Ergebnis herauskommen.
Viktoria Griesheim—Sp.V. Weiterſtadt.
Griesheim empfängt zum Nückſpiel den Tabellendritten Sp.V.
eiterſtadt. Weiterſtadt, welches wider Crwarten am Shluſſe der
Vor=
nde den 3. Tabellenplatz einnahm, wird ſich, um dieſen Platz weiter
haupten zu können, ſehr auſtrengen. Aber auch Griesheim, das anr
rgangenen Sonntag durch ſeinen Sieg in Groß=Gerau den
Tabellen=
ſeiten 4 Punkte zurüickließ, iſt ſich beiußt, was ein Punktverluſt auf
denem Platz bedeutet. Obwohl Becker immer noch nicht mit dabei iſt,
die Mannſchaft, die ſonſt komplett antritt, in der Lage, das Spiel
r ſich zu entſcheiden Allerdings darf man den Gegner nicht
unter=
ätzen, es ſei hier an das Spiel Eberſtadt—Weiterſtadt in Eberſtadt
er=
nert, das Weiterſtabt am Schluß als Sieger ſah. Der Sturm, der
bergangenen Sonntag unrer einer falſchen Aufſtellung litt, hat eine
enderung erfahren, indem ein jeder auf ihm gewohnten Platz zu ſtehen
m. Es dürfte ſomit ein intereſſantes Treffen geben, das ſeine
An=
hungskraft nicht verfehlen wird.
Spielvereinigung 1921—Gräfenhauſen.
Der Gaſt der 21er für den morgigen Sonntag iſt Gräfenhauſen.
ieſem Treffen iſt große Beachtung beizumeſſen, da Gräfenhauſen bei
nem eventuellen Sieg den jetzigen Tabellenſtand der 21er um einen
unkt überſchreitet. Wenn die Spielv. Mannſchaft den Siegeseifer
be=
zk wie am vergangenen Sonntag gegen Egelsbach, ſo iſt an einen Sie(/
* Gräfenhäuſer kaum zu denken. Die Mannſchaft ſpielt, außer ihrem
eſttelläufer, welcher erkrankt iſt, in der vorſonntäcigen Aufſtellung.
93 Spiel beginnt nachmittags 2½ Uhr auf dem Sportplatz Windmühle,
Vorher ſtehen ſich die 2. Mannſchaften beider Vereine gegenüiber.
Die 1. Jugendmannſchaſt ſpielt vormittags 10 Uhr gegen
Pfung=
adt (Turner), hier.
Hanodail.
Sporkverein Darmſtadt 98-Fußballſporkv. Frankfurk
Im Anſchluß an das auf 1 Uhr 15 feſtgeſetzte Fußballverbandsſpiel
der 98er gegen Germania Ober=Roden beginnt um 3 Uhr das für die
Meiſterſchaft bedeutungsvolle Treffen der Handballmannſchaft der
Gin=
heimiſchen gegen Fußballſportverein Frankfurt, dem derzeitigen
Tabellen=
zweiten. Die Gäſtemannſchaft, die erſt in dieſem Jahre zur Ligaklaſſe
aufgerückt iſt, iſt neben dem Darmſtädter Polizeiſportverein der
ſpiel=
ſtärkſte Gegner der 98er. Es wird alſo zweifellos zu einem Kampf
zweier gleichnvertiger Mannſchaften kommen, von dem wir hoffen, daß
ſich uns die 98er nach einer Reihe ſchwächerer Spiele wieder einmal in
einer Form zeigen, die wir ſchon oft — und gerade bei bedeutungsvollen
Spielen — bei ihnen bewundern konnten. Und auch daran kann kein
Zweifel beſtehen, daß in dem bevorſtehenden Treffen nicht allein bie
beſſere Technik, ſondern auch die klügere Taktik den Ausſhlag geben
wird. Die Frankfurter Mannſchaft hat es gerade in ihrem letzten Spiel
in Darmſtadt gegen die Poliziſten verſtanden, durch zielbewußte. Abwehr
und kluge Durchbruchstaktik den Sieg zu erringen. Die 98er werden
alſo gut daran tun, jede Ueberrumpelung von ſeiten der
Gäſtemann=
ſchaft durch planmäfiges und ſorgfälriges Abdecken unmöglich zu machen.
Die Darmſtädter ſtellen zu dem Spiel ihre ſtärkſte Vertretung Die
Elf ſpielt in dieſer Zuſammenſetzung:
Henß
Wothenburger Reuter
Wehr
Delp
Jäger
Fiedler Werner Fuchs Hennemann Freund.
P. 5p. D. Darmſtadt-„Kickers” Offenbach.
Wieder führt die „Kickers” ihr Weg nach Darmſtadt. Diesmal ſind
ſie Gegner der Polizei. Dieſe wird natürlich beſtrebt ſein, der den
„Kickers” am vergangenen Sonntag durch den Sp.V. 98 zugefügten
Niederlage eine weitere anzureihen. Andererſeits ſind die Offenbacher
eine ausgeſprochene Kampfmannſchaft, die ſich zur Wehr zu ſetzen weiß.
Es wivd jedenfalls zu einem harten Kampfe kommen, der um 1,45 Uhr
auf dem Polizeiſportplatz beginnt.
Weitere Spiele ſind:
P. Sp. V. 3. Manſchaft — Sp.V. 98 3. Mannſchaft, vorm. 11 Uhr
auf dem Uebungsfeld.
P. Sp. V. 4. Mannſchaft — Sp.Vgg. Arheilgen 2. Mannſchaft, vorm.
11 Uhr in Arheilgen.
P. Sp. V. 1. Jugend — P.Sp.V. 2. Jugend, vorm. 10 Uhr auf dem
Uebungsfeld.
Kraftſpori.
Kraftſportverein Darmſtadt 1910 — Athl.=V. „Vorwärts” Gr.=Zimmern.
Mit einer ſportlichen Delikateſſe wartet auch heute abend der
Kraftſportverein 1910 ſeinen Anhängem auf. Keine geringere als die
Ligamannſchaft des Athletenvereins „Vorwärts” Groß=Zimwern weilt
im Kampf um die Punkte in Darmſtadts Mauern. Die Vorwärtsleute
ſind, obwohl ſie ſchon oft die „Klingen” mit den Hieſigen kreuzten,
im=
mer gern geſehene Gäſte geweſen, da ihr Ruf jedem Sportfveund die
Gewähr für erſtklaſſigen Kraftſport bietet. Auf eine nähere Beſchreibung
der Mannſchafts=Aufſtellung der Gäſte einzugehen erübrigt ſich, da ja
jeder „Heiner” über dieſelben informiert iſt. Im Vorkampf gelang es
den Hieſigen, über die Vorwärtsmannen mit dim allerdings knappen
Reſultat 10:9 die Oberhand zu behalten und zwei wichtige Punkte
ein=
zuheimſen. Außerdem muß berückſichtigt werden, daß die „Zehner” mit
Erſatz antreten mußten. Heute abend treten die Einheimiſchen zum
erſtemmal ſeit langer Zeit wieder komplett an und kann man ihnen
ruhig ein beſſeres Reſultat zutrauen, jedoch erſt nach hartem Kampf. In
Anbetracht der in Ausſicht ſtehenden ſpannenden Kämpfe hoffen wir auch
diesmal, daß das Darmſtädter Sportpublikum geſchloſſen hinter ſeiner
Mamſchaft ſteht, da auch die Groß=Zimmerner zahlreiche
Schlachten=
bummler auf die Beine bringem. Sämtliche Kämpfe ſteigen heute,
Soms=
tag, den 15. Dezember, in der Ludwigshalle, Obergaſſe. Der
Kampf=
beginn iſt auf 8 Uhr abends angeſetzt.
Die Hochſchule für Leibesübungen geſchloſſen.
Der Berliner Studentenſtreik hat nun die ſchärfſten Formen
ange=
nommen: die Hochſchule iſt geſchloſſen worden. Bei der Senatsſitzung,
dir die Beſchwerde der Studenten vorlag, waren der Kuratoriums=
Vor=
ſitzende Dr. Lewald, ferner die Mitglieder Häußler, Taube, Breithaupt,
Zepmeiſel, Mallwitz, Schneider, Kopp, Berger, Schiff, Kirchberg,
Wor=
telmanns, Hax, Linnemann, Meuſel, Klinge und Diem zugegen. Der
Senat nahm Kenntnis von dem Schreiben der Studentenſchaft und der
Mitteillung, daß das Studium am Dienstag vormittag wieder
nieder=
gelegt worden ſei. Die Studentenſchaft ſtellte gleichzeitig Forderungen
und erklärte, daß ſie nur dann wieder antreten werde, wenn diſſe
For=
derungen in allen Punkten angenommen würden. Rektor und Senat
beſchloſſen daher: „Die Deutſche Hochſchule für
Leibes=
übungen wird bis auf weiteres geſchloſſen.” Nur die
Wohlfahrtseinrichtungen bleiben bis zum Beginn des Weihnachtsfeſtes
geöffnet. Der Senat ſetzte einen Ausſchuß unter Leitung von Dr.
Häußler ein, der eine Umarbeitung der Hochſchul=Studiewordnung
be=
raten wird.
Geſchäftliches.
ABC=Orangen. Um die Leſer aufzuklären, über die in der
letzten Nummer erſchienene Anzeige bezgl. ABC=Orangen, wird
folgendes mitgeteilt: Dieſe Sorte Orangen kommt aus einer der
blimatiſch beſonders günſtig gelegenen Gegenden Spaniens; ſie ſind ſehr
füß, faſt kernlos und aromatiſch. Um Nachahmungen zu vermeiden,
ver=
ſieht der Züchter jede ſeiner Orangen mit der Marke A BC.
Saupiſchrittleitung. Rudolt Maup=
Verantwortlich für Politit und Wirtſchaft: Rudolſ Maupe: für Feuilleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. cugen Buhlmann.
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für
„Die Gegenwart‟: Dr. Herbert Neite; für den Inſeratentell: Willp Kuble: Drug
und Verlag: L. C. Wittich — ſämtlich in Darmſſadt
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantle der Rückſendung nich/ Übernommen.
Die heutige Nummer hat 24 Geiten
Samstag, 15. Dez. 6.30: Gymnaſtik. O 12.45: Schulfunk.
O 13.15: Funkorcheſter: Mittagskonzert. O 15.05: Jugendſtunde.
Liedervorträge Frankfurter Schulen: Adlerflychtſchule. Chorleiter:
Fr. Stieler. Noch eine Welle aus dem Schubert=Gedenken. o 16.35:
Funkorch. Romantiſche Opern. Kreutzer: Ouv. „Das Nachtlager
in Granada‟ — Weber: Introduktion, Romanze und Reigen aus
Eurnanthe‟ — Lortzing: Fant, aus „Undine‟ — Marſchner:
Ouv. „Des Falkners Braut”, — Geſang. — Wagner: Fant, aus
Tannhäuſer”. Mitw.: Emmerich A. Weill (Baßl. O 18.10: Aus
dem Roman „Auf zwei Planeten” von Kurd Laßwitz. o 18.30:
Deutſche Reichspoſt: Ueber den Weihnachtspäckchenveriehr. o 18.45:
Briefkaſten O 19.15: Eſperanto=Unterricht. O 19.45: Prof. Dr.
Dr. Hülſen: Der iſrgelitiſche Friedhof am Börneplatz als Kultur=
und Kunſtdenfmal 20.15: Bunter Abend. Mitw. u. a.: (rnſt
Arnold. Wien (Vortrag eigener Chan ons). o. Anſchl.: B:: n:
Tanzmuſik.
Skukigark.
Samstag, 15. Dez. 1030: Schallplatten. o 12.30:
Schall=
platten. O 13.30: Schallplatten. o 14: Jugendſtunde. Elia Pfeier,
K. Köſtlin. Funkorch. 15: Konzert des Original Schlierſeer
Virtuoſentrios: Schwarz, Hönig, Hägele. O 16.35: Frankfurt:
Romantiſche Opern. O 18.15: Oberregierungsrat Dr. Kümmerlen:
Zur Militärverſorgung. O 18.45: Major Lange: Danzig und die
deutſche Kultur (Zur Danziger Ausſtellung in Stuttgart). 19.15:
Landgerichtsrat Leibfried: Streifzüge durch das Verfahren in
bürger=
lichen Rechtsſtreitigkeiten. O 19.45: Fr. Felger: Wie die
Weltkriegs=
bücherei entſtand. 20.30: An der ſchönen blauen Donau. Leitungs
C. Struve. Mitw.: Paula Menari, E. Arnold, L. Donath. Th.
Brandt, E. Fortner, H. Hanus, K. Köſtlin, Philharmon. Orcheſter
(Dirig.: W. Hahn), Konzertm. Beerwald, A. Haagen. Strauß: Ouv.
Prz, Polka. — Ziehrer: Wiener Bürger. — Jüngſte Dichtung aus
Oeſterreich — Scezyinsky: Wien, du Stadt meiner Träume. —
Arnold: Das war am alten Glacis; Das Lied von der Pummerin;
Das Wienerlied. — Strauß: Künſtlerleben, Walzer. — Das
Ab=
ſchiedsſouper. Luſtſpiel in einem Akt von Schnitzler. Perſ.: Anatole,
Max, Anni, der Kellner. — Strauß: An der ſchönen blauen Donau,
Walzer. — Wiener Humor. — Kreisler: Caprice viennois. —
Strecker: Auf der Lehmgruben, da ſteht a alt’s Haus. — Gruber:
Fiakerlied. — Straus: s Lercherl von Hernals. — Arnold: Sei
mir gut, ſchöne Marietta; Das war die Mizzi von der
Sandon=
gaſſe. — Kreisler: Liebesfreud, Liebesleid. — Knepler: Duett aus
„Joſephine Gallmeyer”. — Wiener Humor. — Arnold: Eine Frau
wie du, die wär mein Traum; Schön iſt mein Wien.
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Lehariana Potpourri. O Anſchl.: Nacrichten. O Anſc).: Tanzmuſik.
Kapelle Albert Seeliſch.
Berlin.
Sonnabend, 15. Dez. 15.30: Dr. W aner: Wie könnte der
Vogelſchutz Allgemeingut unſeres Volkes werden? e 16: Dr.
Boll=
mann: Die Sportſchau des Monats. e 16.30: Gutzlow zum 50.
Todestag. Vortrag und Leſeproben: Rich. Wilde. o 17: Konzert
auf zwei Klavieren. Lene Weiller=Bruch und Hans Bruch. O 17.30:
Teemuſik. Kapelle Geza Komor. o 19: Grorg Hausdorf: Moderne
Werbekunſt und ihre praktiſche Anwendung. (Gebrauchsmalerei.)
O 19.30: Reg.=Rat Dr. Peiſer: Wege und Aufgaben internationaler
Geiſtesarbeit. O 20: Gerhart Pohl: Einl. zum nachfolg. Sendeſpiel,
O Anſchl.: Zum 50. Todestag von Karl Gutzkow: „Uriel Acoſta‟
Trauerſpiel in fünf Aufzügen von Karl Gutzkow. Regie: A. Braun.
Perſ.: Manaſſe Vanderſtraten; Judith, ſeine Tochter: Ben Jochai, ihr
Verlobter; Uriel Acoſta; Eſther, ſeine Mutter; de Silva, Arzt;
Rabbi Ben Aliba; Ruben und Joel, Brüder von Uriel Acoſta;
Baruch Spinoza, ein Knabe; Rabbiner; Tempeldiener; Gäſte; Volk,
Die Handlung ſpielt im Jahre 1640 in und bei Amſterdam. o
An=
ſchl.: Tage nachrichten. 22.30: Funk=Tanzunterricht. Leitung: R.
Sommer. O Danach: Tanzmuſik. Kapelle Dajos Bela,
Deutſche Welle. Sonnabend, 15. Dez. 10.15: Berlin:
Nach=
richten. O 12: Schulmulitſtunde. Prof. Jöde: Künſtleriſche
Dar=
bietungen. O 13.30: Berlin: Nachrichten. 13.45: Büdſunkverſuche.
O 14.30: Kinderbaſtelſtunde: Die Weihnachtskrippe: Die Tiere.
O 15: B. K. Graef: Sprechtechnik. O 15.30: Dr. Haupt: Wetter
und Börſe. O 15.40: Dr. Haupt: Frauenbüt ſtunde. O 16:
Ober=
ſchullehrer Weſtermann: Aus der pädagogiſchen Abteilung des
Zentralinſtituts für Erziehung und Unterricht. o 16.30: Hamburg:
Muſikaliſche Märchenſtunde. o 17.30: Oberſteuerinſpeitor Potzel:
Ernſt und Humor aus der Reichsſteuerverwaltung. O 18: Min.=Rat
Prof. Woldt: Aus Fabrikkontor und Werlſtatt. (Zwiegeſpräche mit
Induſtriearbeitern.) O 18.30: Spaniſch für Fortgeſchrittene. O 18.55:
Prof. Dr. Nadler: Volksſtamm, Landſchaft und Schrifttum in
Deutſchland. o 20: Stunde des Landes. Wiesner: Heimat.
— Buck: Oſtmärkiſches Bauernlied. — Mendelsſohn: Wer hat dich,
du ſchöner Wald. — Doppelquartett des Berliner Lehrer=
Geſang=
vereins. Leitung: Joh. Müller. — H. Roeſeler: Bauernrecht und
Bauernmoral” von Herm. Löns. — Im ſchönſten Wieſengrunde. —
Wenn ich den Wanderer frage. — Mendelsſohn: Wem Gott will
rechte Gunſt erweiſen. — Zöllner: Das Wandern iſt des Müllers
Luſt. — Kirchl: Nun ade, du mein lieb Heimatland. Ausf.:
Konzert=
vereinigung. O 21: Unterhaltungsmuſik. Orcheſter Schmidt=Gen.ner.
O Anſchl.: Preiſenachrichten. O. Danach: Tanzmuſik. Kapelle Daios
Bela.
Nur beim Fachmarn
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Ernst-Ludw gstiaße 14
Telephon 2140 (16:0g
Welterbericht.
Die Luftdruckverteilung zeigt außer dem Hochdruckgebiet über
Skan=
dinavien das Herannahen eines neuen Tiefs vom Atlantiſchen Ozean
her. Ueber Deutſchland brachten die kalten, aus Nordoſten kommenden
Luftmaſſen einen Temperaturrückgang, ſo daß ſie heute morgen
ſtellen=
vaſe 3—4 Grad unter Null lagen. Im Bereich der Kaltluftzufuhr hält
zunächſt der gegenwärtige Witteruugscharakter an, jedoch dürfte es
ſpä=
ter unter dem Einfluß des weſtlichen Tiefs zum Wiiterungsumſchlag
kommen
Ausſichten für Samstag, den 15. Dezember: Wolkiges, auch
ſtellen=
weiſe vorübergehend aufheiterndes Wetter, Temperaturen um Null und
darunter, nur vereinzelte Schneefälle.
Ausſichten für Sonntag, den 16. Dezember: Uebergang zu meiſt
volkigem und ehras milderem Wetter wahrſcheinlich.
Tauft mast. Waihauté=
Ainnte bni dan Büiuten!
E
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Deahras von 2—6 Uhr geöffnet. — In der Weihnacht
UnunterDrochen von ½9—7 Uhr geöffnet.
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jeder Dame meine
Sirumpf=Gamaſchen
Seidentrikot .. . . . . . das Paar Mk. 5.25
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Der praktiſche Ratgeber
im Obſt= und Gartenbau
Relteſſe
Gartenbau=Zeitſchrift deutſchlands
Mit Beilage Geflügel= u. Kleinpſeh=
Wirtſchaft
Unentbehrlich für Gartenbeſitzer
Probenummern und berzeſchnfs von
Gartenbau=Lſteratur vom Berlag
Trowitzſch & Sohn, Frankfurt=Oder.
Nummer 348
Samstag, den 15. Dezbr.
Börſe und Geldmarkk.
Die ſeit Anfang November einſetzende, faſt ununterbrochene
Auf=
wärtsbewegung der Berliner Börſe, die zum größten Teil ihren Grund
in den Anlagekäufen des Auslandes fand, erfuhr in der hinter uns
lie=
genden Berichtswoche recht empfindliche Rückſchläge. Obwohl neue
un=
günſtige Momente wirtſchaftlicher Natur nicht vorlagen, dagegen der bis
vor kurzem noch auf der Börſe laſtende Druck der Ausſperrung in der
Eiſewinduſtrie nun gewichen und der Ultimo reibungslos verlaufen war,
ſchlug die noch bisher recht zuverſichtliche Stimmung in ausgeſprochene
Nervoſität und Unſicherheit um. Bisher hatte man von dem bereits ſeit
längerer Zeit wankenden New Yorker Kursgebäude kaum Notiz
ge=
nommen und für den Fall eines New Yorker Kursſturzes mit weiteren
Neuanſchaffungen des Auslandes gerechnet. Da zeigte ſich durch einen
plötzlichen Stimmungsumſchwung, als auf die hohen New Yorker
Geld=
ſätze und die dortige ſchwankende Tendenz an den übrigen
internatio=
nalen Börſenplätzen ſtarke Abſchwächungen eintraten, wieder deutlich
die Abhängigkeit der Berliner Börſe vom Ausland und namentlich von
New York. Die Spekulation, die ſich äußerſt reſerviert hielt, richtete
ängſtlich ihr Augenmerk auf die New Yorker Tendenzgeſtaltung und
ver=
ſtand ſich erſt wieder zu größerer Geſchäftigkeit, als eine Beruhigung
in New York eingetreten und das Ausland erneut mit größeren Käufen
am Maukt war. Jedoch war die Börſe vorſorglich bemüht, die erzielten
Gewinne möglichſt ſchnell ſicherzuſtellen. Bemerkenswert iſt, daß das
Publikum faſt gar keine Verkaufsaufträge erteilt hatte und hierbei dem
Matſchlag der Großbanken folgte, die ihre Kundſchaft vor übereilten
Verkäufem warnten. Politiſche Befürchtungem, die hinſichllich der
Er=
ledigung des Reparationsproblems auf die Haltung des franzöſiſchen
und britiſchen Außenminiſters in der Räumungsfrage geäußert wurden,
ſpielten merkwürdigerweiſe eine nur zweite Rolle und wirkten kaum
länger nach. Auch Bedenken, die über ſtörende internationale
Gelddis=
poſitionen für den Fall des Ablebens des engliſchem Königs angeſtellt
wurden, verſtimmten nur vorübergehend. Mehr ins Gewicht fiel dagegen
die neuerliche Geldverknappung, die ſich wohl gegem den Ultimo noch
verſtärkem dürfte.
Wenn bisher der Elektromarkt das Hauptintereſſe auf ſich gezogen
hatte, ſo waren weiter die Vorgänge am Farbenmarkt für die Tendenz
mit ausſchlaggebend. Es waren hier die verſchiedendſten Gerüchte über
die Höhe der Dividendenausſchüttung der Geſellſchaft und
Unſtimmig=
keiten der an dem Farbenbondsgeſchäft beteiligten Banken im Umlauf,
die die Operationew und die Kursentwicklung in dieſem Papier
beein=
flußten. Daneben gab die Bewegung einzelner Spezialwerte der Börſe
das weitere Gepräge. Die Geſchäftstätigkeit auf allen übrigen Märkten
hatte nur ein geringes Ausmaß. Deſſauer Gas, die ſchon in der
Vor=
woche größeres Intereſſe auf ſich gezogen hatten, begegneten erneut
ver=
ſtärkter Nachfrage, wobei die angeblich gebeſſerten Ausſichten für eine
Beilegung des Konflikts mit der polniſchen Regierung, als auch die
großen in Ausſicht genommenen Ferngasverſorgungsprojekte der
Ge=
ſellſchaft eine Rolle ſpielten. Eine weitere Sonderbewegung zeigten
Continentale Caoutchonce im Zuſammenhang mit Nachrichten von der
Wiederaufnahme von Verhandlungen, die auf einen engeven
Zuſammen=
ſchluß in der deutſchen Gumminduſtrie hinzielen. Auf Schweizer Käufe
konnten Deutſche Linoleum bei größeren Umſätzen beträchtliche
Kurs=
beſſerungen erzielen. Gegen Ende der Berichtswoche traten Schultheiß
und Oſtwerke ſtärker in den Vordergrund, da man ang ſilts der
gün=
ſtigen Ab’chlüſſe faſt aller Brauereien mit einer Dividendenerhöhung
rechnet. Der Kaſſamarkt zeigte eine weitere Einſchränkung des Geſchäfts
bei uneinheitlicher Tendenz.
Da man mit einer ſtarken Inanſpruchnahme durch die öffentliche
Hand zum Jahresſchluß am Geltmarkt rechnet, hatte man frühzeitig
umfangreiche Vorſorge getroffen, und die Großbankew haben ſich im In=
und Auslande die erforderlichen Beträge zu ſichern verſtanden. Obwohl
auch die Börſenengagements ſeit Beginn der vergangenen Woche eine
Verminderung erfahren haben dürften, die die Ultimoliquidation
erleich=
tern werden, war eine Verknappung nicht zu vermeiden, und die am
12. ds. Mts. fälligen Einzahlungen im Krügershall=Konzern mögen
hier=
bei eine erſte Rolle geſpielt haben. Der Satz für Tagesgeld erhöhte ſich
auf 6—8 Prozent. Auch für Monatsgeld hatte ſich die Nachfvage
ver=
ſtärkt. Der Satz bewegte ſich unverändert zwiſchen 8½ und 9½ Prozent.
Die Umſätze in Diskonten hielten ſich in ſehr engen Grenzen bei
unper=
ändertem Satz von 6½ Prozent für beide Sichten. Der Satz für Waren=
und Induſtriewechſel mit Bankgiro zog auf zirka 7 Prozent an.
Die weitere Entwicklung am Geldwarkt wird angeſichts der
unge=
klärten Geldverhältniſſe an der New Yorker Börſe und des ſicher noch
wachſenden Bedarfs zum Jahresultimo zurückhaltend beurteilt.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Zuſammenſchluß ſämtlicher Straßenbahngeſellſchaften des
Ruhrge=
biets. Gerüchtweiſe verlautet, daß der von verſchiedenen Seiten bereits
ſeit langem propagierte Gedanke, ſämtliche Straßenbahngeſellſchaften des
Ruhrgebiets zu einer einheitlichen großen Geſellſchaft
zuſammenzuſchlie=
ßen, nunmehr zur Tatſacke werden wird. Wie fetzt bekannt wird, haben
ſich die für den hieſigen Bezirk in Fvage kommenden
Straßenbahngeſell=
ſchaften zu gemeinſamer Arbeit entſchloſſen, worüber ein beſonderes
Ab=
ommen ſchriftlich getroffen wurde. Außer der weittragenden
verkehrs=
politiſchen Bedeutung beſteht bei einer einheitlichen Zuſammenarbeit die
Möglichkeit, durch Gemeinſchaftsverkehr die vorhandenen Betriebsmittel
und Betriebsawlagen weit rationeller auszunutzen, als es bisher der
Fall war.
Grün u. Bilfinger A.=G., Mannheim. Das Ende dieſes Monats
ab=
laufende Geſchäftsjahr wird, wie aus einer Verwaltungsbeſprechung
be=
richtet wird, ein wieder befriedigendes Ergebnis etwa in Vorjahrshöhe
bringen, ſo daß vorausſichtlich unverändert 12 Prozent Dividende zu
er=
warten ſind.
Mekallngkierungen.
Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 14. Dezember.
Die im heutigen Vormittagsverkehr herrſchende größere Unſicherheit
wurde zu Beginn des offiziellen Marktes von einer allgemein
freund=
licheren Stimmung abgelöſt. Der unſichere Verlauf der geſtrigen Neſ
Yorber Börſe wurde kaum beachtet, dagegen fand aber der erleichterte
Tagesgeldmaikt am dortigen Platz einen ſtärkeren Anklang. Das
Ein=
treffen einzelner Orders von Auslands= und Publiumsſeite löſte eine
größere Zuverſicht aus, und die Spekulation ſchritt aus dieſem Grunde
ebenfalls vereinzelt zu Deckungen, ſo daß ſich in den bevorzugten Werten
etwas lebhafteres Geſchäft entwickeln konnte. Von Elektrowerten
aus=
gehend, die im Vordergrund des Intereſſes ſtanden, erfuhren auch die
anderen Märkte eine Belebung, die ſich jedoch in kleinerem Rahmen
be=
wegten, da i der Grundtendenz eine gewiſſe Zurückhaltung nicht zu
ver=
kennen war, und immer noch Befürchtungen eines gewiſſen Rückſchlages
auftauchten. Stärker gefragt waren beſonders Schuckert mit plus 5¾
Prozent und Siemens mit plus 5 Prozent. Licht und Kraft konnten
3½ Prozent gewinnen. Die unter Proteſt erzielte Kapitalserhöhung
bei Gesfüvel in der geſtrigen Generalverſammlung hatte für dieſes
Pa=
pier nur einen Gewinn von einem Prozent zur Folge. Laymeyer knapp
behauptet. Am Farbenmarkt konnte ſich für J. J. Farben mit plus
134 Prozent einiges Intereſſe durchſetzen. Holzverkohlung angeboten
und zirka 1 Prozent niedriger. Am Montanmarkt waren die Umſätze
ſehr beſcheiden, ſo daß nur wenig Anfangsnotierungen zuſtande kamen.
Im Verlaufe wurde das Geſchäft wieder ſtiller, auch das Intereſſe
für die anfangs bevonzugten Werte ließ erheblich nach. Verſchiedentlich
wurden Gewinnſicherungen vorgenommen, die kleine Kursrückgänge zur
Folge hatten. J. G. Farben blieben gut behauptet. Die Grundtendenz
war nicht unfreundlich, die Spekulation verhielt ſich aber ſehr reſerviert.
Zum Schluß der Börſe machte ſich wieder eine größere Luſtloſigkeit
be=
merkbar, und auf Abgaben der Spekulation traten Kursrückgänge ein,
die das Anfangsniveau eher noch unterſchritten. Am Geldmarkt war
Tagesgeld, zu 7½ Prozent wieder angeſpannter. Am Deviſenmarkt
nannte man Mark gegen Dollar 4.1950, gegen Pfunde 20.3495, London=
Kabel 4,85½, Paris 124,15, Mailand 92,65, Madrid 29,88 und Holland
1207½
Die Abendbörſe war außerordentlich ruhig und faſt umſatzlos.
Je=
doch war die Haltung angeſichts der feſteren New Yorker Kursmeldungen
allgemein freundlicher, wobei beſonders A. E.G., Siemens und
Farben=
induſtrie Beachtung fanden. Die Kursbeſſerungen betrugen gegen den
Berliner Mittagsſchluß etwa ½—1 Prozent, Siemens gewan ten 2¼
Prozent, Renten umſatzlos. Auf unveränderter Berliner Baſis waren
Mazedonier geſucht. Im Verlaufe bebauptete ſich die freundliche
Ten=
denz, jedoch blieb es weiterhin ſehr ſtill.
Berlin, 14. Dezember.
Im Freiverkehr war ſchon kurz vor offiziellem Börſenbeginn eine
Befeſtigung eingetreten. Die Börſe eröffnete durchweg erholt, da die
Spekulation ſich geſtern anſcheinend ſtärker nach unten engagiert hatte
und heute zu umfangreichen Deckungskäufen ſchritt. Nach Feſtſetzung der
erſten Kurſe ſchwächte ſich die Tendenz auf Nachrichten von dem
unbe=
friedigenden Verlauf der Luganoverhandlungen leicht ab. Im weiteren
Verlauf der Börſe war die Tendenz uneinheitlich und ſchwankend bei
zu=
nehmender Geſchäftsloſigkeit. Lebhaft gefragt blieben Schubert, die ihren
Höchſtkurs aber auch nicht aufrecht erhalten konnten. Gegen Schluß des
offiziellen Verkehrs kam das Geſchäft faſt vollkommen zum Erliegen.
Umſätze fand nur noch vereinzelt am Elektromarkt und in einigen
Spezialwerten ſtatt. Die Börſe ſchloß einheitlich leicht abgeſchwächt.
Nachbörslich bröckelten die Kurſe weiter ab.
Hirſch Kupfer. 136 — 134.5 Augsb.=Nürr 95.25 94.— Höſch Eiſen. 125.— Baſalt. 62. 61.5 Kohenlohe Werke. 83.— 83. Bergmann. 237.75 236 25 Kahla Porzellan . . /118.75 118 5 Berl. Karlsr 71.25 70.75 Kali Aſchersleben . . 282.— 280.— Berl. Hand.-Ge 284.— 283.5 Salzdetfurth .. 1502.5 502.5 Braunkohl. =Bri= 162.5 162.— We eregeln . . 1282.5 280.— Bremer=Wolle" 227.— 225.25 Lindes Eismaſch. . . 171.55 171.— Danatbank 291.— 291.— L. Loewe & Co.
243.5 245.5
Deutſche Bank 170.— 170.— Lingel Schuh. 45.— Diskontoge 160.5 160.5 Mannesmann Röfrenl 1235 122.75
Dresdner Bank 171.5 170.5 Niederlauſitzer Kohle 157.— 157.— Deutſche Maſchin 47.— 47.— Vordd. Loyd 138.5 1138.— Deutſche Erdöl. 136.5 135.125 „
Orenſtein 100 25 100.— Deutſche Petroleu 86.— 85.—
Polyphon 457.5 455.— Dynamit Nobel 125.75 125.—
Rütgerswerke 104.75 105.— Elektr. Lieferung 182. 183.— Sachſenwerke. (133.5 133.— J. G. Farben 263.25 263.—
jemens Glas 139.— 139.— Gelſenk. Bera. 120.125 119.75 Ver. Glanzſtof 545.— 542.— G. f. elektr. Unter 268.5 267.— Ver. Stahlw 92.5 92.— Han. Maſch.=Egeſt. 45.— 45.— Volkſtedter Porzellan/ 58.— 57.5 HanſaDampfſch. 177.— 175.25 Wanderer Werke .. 113.5 13.5 Hapag: 141.— 141.- Wiſſner Metall. 157.— 158.— Harpner"=
Hemoor Zement .. 133.75
279.25 131.25
275.5 Wittener Gußſtahl. 45.— 45.—
Deviſenmarkk.
13. 2. 14. 12. 13. 12. 14 12. Geld Brie Geld Brief Geld Brief Geld Brief Helſingfors... 10.542 0.56 10.544 10.56 Italien. 21.9,55 21.9951 21.95 21.99 Wien. 78.98 59.105 59.00 f59.12 Paris .. 16.37 16.41 16.375, 6.415 Prag 12.421 12 441 12.42212.4421 Schweiz. s0 2 80 88 80.72 0.88 Budapeſt /73.06 73.20 73 06 73.20 Spanien... . . 68.02 68. 16 68.06 68.20 Sofia . 3.021 3.03 3.025/ 3.031 Danzig 81.30 81.46 81.27 81.43 Holland N1s8.33 168.67 168.31/168 65 Japan". 1.924 1.926 1 922 1.926Oslo". 111.74 111.9 111.74/111.96 Rio de Janeirol 0. 4975 0.499. 0.4975 0 4995 Kopenhagen..) 111.88 12.10/ 111.87112.0c Jugoſlavien". 7. 373 7.387 7.370 7.384 Stockholm .. .! 12 10 112 34 112.07112.29 Portugal". 18. 26 18.30 18.20 18.24
London 20.334 20,37 41 20.333/ 20.373 Athen. 5.4 25 5.435 5.425/ 5.435 Buenos Ai 1.762 1 766 1-763/ 1.76 Konſtantinopel 2. 068 2.072 2.061 2 065 New York.. 4 1915‟ 1995 4. 1915 4.1995 Kanada. 4. 181 4. 189 4 182 4.190
Belgien. 58 27 58.39 58. 265 56.385 Aruguay 4.286 4. 294 4 276 4.284
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
* Chicago, 14. Dez. (Priv.=Tel.
Weizen: Die Preiſe zeigten heute nur ſehr geringe Schwankungen.
Stimulierend wirkten die Wochenverſchiffungen, die Wetterberichte und
kleinere Zufuhren.
Mais: Die Preisveränderungen hielten ſich in engen Grenzen. Das
ungünſtige Wetter und Nachfrage für Dezember=Ware bei kleinen
Wag=
gonzufuhren regten an.
Roggen: Das abnehmende Provinzangebot und die ſtetige Tendenz
der übrigen Getreidemärkte beließ auch hier das Geſchäft in ruhigen
Bahnen.
Hafer: Die heutige Tendenz war ſtetig im Einklang mit ben
vor=
ſtehenden Märkten und die einlaufenden Wetterberichte.
* New York, 14. Dez. (Priv.=Tel.)
Baumwolle: Auf den kleineren Verbrauchsbericht des vergangenen
Monats gaben die Preiſe anfangs nach. Im Verlaufe erfolgten aber
lebhafte Deckungen des Handels und der Wallſtreet. Gegen Schluß
ließen Liquidationen einen Teil der Gewinne wieder verloren gehen.
Kaffee: Das Geſchäft hielt ſich in engen Grenzen. Unter dem
Ein=
fluß der feſten braſilianiſchen Kabel und Käufe für lokale und
euro=
päiſche Firmen zogen zunächſt die Kurſe an, dann folgten preisdrückende
Liquidationen.
Zucker: Anfangs drückten Liquidationen auf die Preiſe, wozu die
ermäßigten Londoner Kabel beitrugen. Später beobachtete man jedoch
Unterſtützungskäufe.
Es nodierten nach Meldungen aus Chicago am 14. Dez.:
Getreide. Weizen: Dez. 116%, März 119½, Mai 122½;
Mais: Dez. 83½, März 87, Mai 90½; Hafer: Dez. 48½, März
48½, Mai 48½; Roggen: Dez. 10034, März 104½, Mai 107.
Schmalz: Dez. 10,97½, Jan. 11,55, Febr. 11,65, März 11,80,
Mai 120.
Fleiſch. Rippen: Dez. 10,25, Jan. 10,65, Mai 11,25: Speck,
loko 10,50; leichte Schweine 8,35 bis 8,70, ſchwere Schweine 8,35
bis 8,75: Schweinezufuhren: Chicago 27 000, im Weſten 105 000.
Baumwolle: Dez. 19,65, Jan. 19,68.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 14. Dez.:
Getreide. Weizen: Rotwinter 1577, Hartwinter 134½; Mais,
neu angek. Ernte 98½; Mehl, ſpring wheat clears 5,60—5,90;
Fracht: nach England 2,3—3,0 Schilling, nach dem Kontinent
16 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern loko 11,70; Talg, extra, loſe 9½
Kakav. Tendenz: ſtetig; Umſatz in Lots: 116; Loko: 10½1
Dezember 10 23, Januar 10,30, Februar 10,39, März 10,54, April
10,64, Mai 10,78, Juni 10,86, Juli 10,95, Auguſt —, Sept. 10,18.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die Büros und Kaſſen der Reichshauptbank werden Montag, den
24. ds. Mts., von 12 Uhr mittags ab geſchloſſen ſein.
In der Donnerstags=Sitzung der Internationalen
Rohſtahlgemein=
ſchaft in Paris iſt beſchloſſen worden, das geſamte Produktionskontingent
für das erſte Qnartal 1929 — wie erwartet — unverändert zu laſſen.
Ein franzöſiſcher Vorſchlag auf Erhöhung des Kontingents um 1 Mill.
Tonnen fand keine Zuſtimmung. Die ſonſtigen Punkte der
Tages=
ordnung betrafen vorwiegend Fragen interner Art.
Am Donnerstag wurden die Aktien der italieniſchen Montecatini
Geſellſchaft zum erſten Mal in Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg
notiert. Der erſte Kurs ſtellte ſich auf 65.75 RM. für je 100 Lire nom=
Der Umſatz betrug in Berlin ca. 10 000 Stück, in Frankfurt a. M. 6500
Stück. Die Notiz erfolgte zunächſt im Kaſſaverkehr. Am Freitag
rurde auch die Notierung im variablen Handel aufgenommen.
Die ſüddeutſche Zinkblechhändler=Vereinigung hat ihre Preiſe mit
Wirkung vom 13. Dezember um ¾ Prozent erhöht. Die letzte Erhöhung
um ca. 3½ Prozent war am 1. Dezember.
Wie wir erfahren, ſind nach dem Vorſchlag der Intereſfengemein
ſchaft der Berliner Privatbankfirmen folgende Herren zum Börſenvor
ſtand gewählt: Siegfried Bieber, Willi Bleibtreu, Dr. Ernſt David
Paul Hartog, Martin Schiff, Hans Schleſinger, Paul Hamel, Kar
Herzberg, Julius Linnemann und Martin Treitel.
Wie wir von der Verwaltung des Norddeutſchen Lloyd erfahren
ſind die wegen Anbahnung einer Betriebs= und Intereſſengemeinſchaf
zwiſchen dem Norddeutſchen Lloyd und der Hapag geführten Verhand
lungen im gegenſeitigen Einverſtändnis abgebrochen worden.
Nachdem der 13. Dezember Tagungen des Vorſtandes und Großet
Ausſchuſſes gewidmet war, denen am Freitag vormittag eine geſchloſſen
Sitzung folgte, ſand im Herrenhaus am Nachmittag die öffentliche Mit
gliederverſammlung der Vereinigung der Deutſchen Arbeitgeber=Ver
bände E. V. ſtatt. Die Vortragsfolge wurde durch ein Referat de
Geh. Kom.=Rat Dr. E. von Borſig, M. d. R.W.R., Berlin=Tegel, er
öffnet.
In den Verhandlungen des Reichskohlenkommiſſars mit dem tſcheche
ſlowakiſchen Arbeitsminiſterium iſt das deutſc=tſchechoflowakiſche Kohlen
abkommen, in ſeinen Grundzügen unverändert, bis zum 30. Juni 192
verlängert worde i.
Wie erſt jetzt bekannt wird, iſt nach einer Verordnung der nieder
ländiſchen Regierung die Einfuhr von Fleiſchwaren in luftdicht ver
ſchloſſenen Büchſen oder ſonſtigen Behältern, von Fetten, gepökelten
geſalzenem oder geräuchertem Fleiſch und von Würſten aus beſtimm
ten Ländern, darunter auch aus Deutſchland, ſeit 1. November ber
boten.
Die Berliner Metallnotierungen vom 14. Dezember ſtellten ſich für
Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremn oder Rotterdam (
No=
tierung der Vereinigung für die deutſche Elektrolytkupfernotiz) 151.50
MM. — Die Notierungen der Kommiſſion des Berliner
Metallbörſen=
vorſtandes (die Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland, für
prompte Lieferung und Bezahlung) ſtellten ſich für
Originalhüttenalu=
minium, 98= bis 99proz., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren 190.—
RM., d Sgl. in Walz= oder Drahtbarren 99proz. 194.— MM.; Reinnickel,
98= bis 99proz. 84—87 RM., Feinſilber (1 Kilogr. fein) 78.75—79.25 RM.
Die Verliner Metallnotierungen vom 14. Dezember ſtellten ſich für
Kupfer: Januar 136.25 (137.25), Februar 136.75 (137.50), März
13700 (137.75), April 137.25 (137.50), Mai 137.25 (137.75), Jum und
Juli 137.50 (137.75), Auguſt 137.75 (137.75), September bis November
137.75 (138.00), Dezember 136.00 (137.25). Tendenz: Luſtlos. — Für
Blei: Januar 43.25 (43.50), Februar 43.50 (43.75), März bis Oktober
43.25 (43.50), November 43.50 (43.75), Dezember 43.00 (43.50). Tendenz:
ruhig. — Für Zink: Januar bis April 52 75 (53.75), Mai bis Auguſt
52.75 (53.50), S=ptember 53.00 (53.50), Oktober und November 53.25
(53.75), Dezember 52.50 (54 50). Tendenz: ſchwächer. — Die erſten
Zah=
len bedeuten Geld, die in Klammern Brief.
Produkkenberichte.
Wormſer Produktenbericht vom 14. Dezember. Bei ruhiger Tendenz
notierten heute: Weizen 23.25, Reggen 22, Gerſte (rheinheſſiſche) 24.75
bis 25.25, Gerſte (Ried) 24.75—25, Gerſte (pfälziſche) 25.5—26, Gerſte=
Ausſtich 26—26.5, Futtergerſte 20—21, Hafer 23—23.5, Mais 23.5,
Wei=
zenmehl (Baſis Null) 33.75, Roggenmehl (60prozentig) 32,
Weizenfutter=
mehl und =Nachmehl 15.5—20, Roggenfuttermehl und =Nachmehl 17.5 bis
21.5, Roggenkleie 15.5—15, grobe Weizenſchalen 14.5, ſeine Weizenkleie
14, getrocknete Biertreber 20—20.5, Malzkeime 19.5—20, Maisſchrot 24.5,
Heu 11—13, Stroh 3.75—5, Kartoffeln 5—6.
Frankfurter Produktenbericht vom 14. Dezember. Zum Wochenſchluß
verkehrte der Frankfurter Produktenmarkt in ruhiger Haltung. Die
Um=
ſätze blieben klein, da die erholten Auslandsnotierungen keine Anregung
boten. Die Preiſe wurden wie folgt feſtgeſetzt: Weizen 22,60, Roggen
2200, Sommergerſte 23,75—24,00, Hafer, inländiſcher 22,75—23,25, Mais
2225, Weizenmehl 32,25—33,00, Roggenmehl 29,25—30,00, Weizenkleie
13,75—13,85 und Roggenkleie 14,25—14,50.
Häuteauktionen in Frankfurt a. M. 1929. Folgende Termine ſind
feſtgeſetzt: 23. Januar, 19. Februar, 20. März, 24. April, 22. Mai,
19. Juni, 24. Juli, 21. Auguſt, 26. September, 24. Oktober, 21.
Novem=
ber, 18. Dezember.
Honmtonnt, Kommansntgefeafcäft!
Frankfurter Kursbericht vom 14. Dezember 1928.
82 Dtſche.
Reichs=
anleihe von 1927
6% Baden
Frei=
ſtaat von 1927.
6% Bay Freiſtaat
von 1927 ...."
6% Sachſen
Frei=
ſtaat von 1927..
1%6 Thüringer
Frei=
ſtaat von 1927.
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſungsſch. +
Ablöſungsanleih.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ungsſch. (Neub.
Dtſche.
Schußge=
bietsanleihe.
8% Bad.=Bad. v. 26
6% Berlin v. 24..
8½ Darmſtadt v. 2e
70 Frlf. a. M. v. 20
7% Mainz v. 26...
8% Mannh. v. 26.
8% Nürnbercv 26
8% Berl. Hyp.;B1
5% Frkf. Hyp.Bk.
8% „ Pfbr.,
8% Heſt. Landesb!
%6 Kom.
Landes=
ban! Darmſtadt.
Mein. Shv. Bk
32‟ Pfälz. Hyp. Bk.
2 Preuß. Ctr.,
Stadtſchaft.
871,
AKf
79.3
83.5
52.5
14.27
94.5
79
93
97.5
97.5
97.5
97.25
93.8
84.5
81
98
94.5
97
8o Rhein.Hyp.=Bk
8% Rhein.=Weſtf=
Bd.=Credit ....
80 Südd. Bob.=
Cred.=Bank".
8% Württ. Hyp.=B
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
+ Ausl. Ser.
Ser, II
520 Daimler Benz
von 27.
8% Klöckner=Werke
Berlin v. 26.
70 Mainkri.v. 26
7% Ver. Stahlwkel
mit Opt. v. 26.
8% VoigtckHäffner
von 26.
6% Bosn. L. E. B.
v. 1914
4/,% Oſt.
Schatz=
anw. v. 1914 ..
4% Oſt. Goldrente
41,% Rum „Gold
von 1913
4% Türt. Admin.
49 1.Badgad
4% „ Zollanl.
4½/,% 1913 Ungarn
4:/, % 1914 „
4½% Ung. Goldr
Aktien.
Allg. Dt. Creditanſt.
Bk. f. Brauinduſtr.
Berl. Handelsgeſ. .
Comm. u. Privatb.
97.75
97.5
98
95
51‟
66.5
74.75
9..5
8.
85.5
94
40
40.5
19:1,
137.5
77
283.5
193.25
Darmſt. n. Nt.=Bk.
Deutſche Bank...
Eff.=u. Wechſel=
bank
„Vereinsbank ..
Diskonto=Geſellſch.
Dresdener Ban! ..
Frankf. Bank.
„ Hyp.=Bf.
Pfdbr.=Bk.... .
Gotha Grundkr. B
Mein. Hyp.=Bank.
Metallbank.
Mitteld Credltbl..
Nürnb. Vereinsbk.
Oſt. Creditanſtalt
Pfälz. Hyp.=Ban1.
Reichsbank=Ant
Rhein. Creditbl
Hyp.=Banf...
Süidd. Bob.=Cr. Bk.
Wiener Bankverein
290
169.5
125
101
161
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139
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 348
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Nummer 348
Samstag den 15 Dezember 1928
Seite 23
Jaß sourlornnn Jg.
Roman von Paul Hain.
Copyright 1925 by Verlag Oskar Meiſter, Werdau.
(Nachdruck verboten.)
Ihre Augen wurden feucht.
Sie erriet ja, wie ihn innerlich der Schmerz zerquälte
chmerz darüber, daß er ſie niemals für ſich erringen konnte. Und
frum mußte ſie ihm nun noch einmal die Hand reichen, und
nnte ihm nur den ſtummen Dank ihrer Augen ſchenken.
Dann verließ ſie das Zimmer.
Und gleich darauf hörte Wittegaſt von nebenan das Klappern
Schreibmaſchine.
Er ſtarrte vor ſich hin. Verworrene Gedanken irrten durch
n Hirn. Gedanken, die wie ſtechende Inſekten waren und ihn
älten und ihn nicht ſo ſchnell wieder zur Arbeit kommen ließen.
Nun alſo — brauchte er nicht mehr zu hoffen.
Er verzog unbewußt das Geſicht zu einer Grimaſſe des
ſottes.
Sie hatte ja ſchon gewählt. Ihr Herz war ihm verloren. Sie
hörte einem anderen an. Und er — er ſelbſt hatte ihr eben
holfen, daß ſie dieſen andern nicht verlöre. Wie grotesk doch
s Leben manchmal ſpielte!
Was wäre geworden, wenn er ſeine Hilfe verweigert hätte?
— was denn? Vielleicht — wäre der andere zugrunde
ge=
ngen — und für ihn wäre der Weg frei geworden! Ein
Mäd=
n vergißt ja ſo leicht. Und die Zeit heilt alle Wunden — alle
ittäuſchungen.
Aber nein — Hanni war anders. Sie hätte nie vergeſſen, daß
die Hilfe verweigerte. Nie. Er würde umſonſt auf die Zukunft
hofft haben. Dann erſt wäre ſie ihm ewig verloren geweſen.
Nun aber —?
Ach — wer konnte wiſſen, wie alles kam! Barcelona lag weit
Und dieſer Hugo Wendler war vielleicht doch leichtſinniger, als
nni es wußte. In Spanien ſchien eine heißere Sonne als
r — und die Mädchen dort hatten heißeres Blut. Wer konnte
ſſen, welche Schlingen das Schickſal dort ausgelegt hatte?
Und Hanni blieb allein hier.
Allein. —
Aus Dankbarkeit blühte vielleicht einmal eine ſchönere Blume
Da ballte Wittegaſt unwillkürlich die Hände zuſammen.
Tö=
gte Gedanken! Wer wollte in die Zukunft ſchauen? Es mußte
es wie von ſelbſt kommen. Und vorläufig — war Hanni ihm
nicht verloren. Vielleicht aber würde ihr Lächeln jetzt tiefer und
voller und freier ſein — und er würde es jeden Tag ſehen
dür=
fen — jeden Tag. Mochte es auch dem andern gelten, der
hinaus=
zog in die Welt — der konnte es danm nicht mehr ſehen. Er aber
erlebte es ganz in ihrer Nähe, und konnte ſich einbilden, es wäre
auch für ihn beſtimmt.
Luſtig klapperte die Schreibmaſchine nebenan.
Hanni war zumute, als tanzten die Buchſtaben wie von ſelbſt
über den eingeſpannten Bogen. So leicht ging ihr jetzt die
Ar=
beit von der Hand. Und ſo ſonnenhell war der ſonſt ſo
nüch=
terne Büroraum.
Manchmal hielt ſie inne und lauſchte.
Lauſchte auf den frohen Schlag ihres Herzens. Dann faltete
ſie die Hände darüber und fühlte das Kniſtern des inhaltreichen
Papiers, das ſie über ihrem Herzen in der Bluſe aufbewahrt hielt.
Sie brauchen eine Fußmatte!
Ia Kokosmatten 0 48 0.95, 135, 1.65, 2.25, 2.75
Selfenhaus am SchillerPlntz Inh.: Hans Knos
Te
20272
2073.
Für ihn die Hilfe zu einem neuen Ziel.
Ein Schatten flog über die Sonne — wohl eine Wolke. Ließ
den Glanz in dem Zimmer für eine Weile erlöſchen.
Ob es ret war, was Hugo tun wollte? Und wie lange
würde ſie ihn nicht ſehen — wie lange!
Doch da trat wieder die Sonne vor.
„Nun muß ja alles gut gehen, da alle Schuld ausgelöſcht iſt,
dachte ſie. „Ich will warten — warten — denn mein Herz gehört
ja ihm.”
8. Kapitel.
Hanni fühlte ihr Herz bedenklich klopfen, als ſie die Treppen
zu Hugos Wohnung hinaufſtieg, um ihm den Scheck zu bringen.
Sie wußte wohl, er würde ihn ſo ohne weiteres nicht annehmen
und es würde ihrer ganzen zärtlichen Beredſamkeit bedürfen, um
ihn davon zu überzeugen, daß weder er noch ſie ſich etwas
ver=
gab, wenn ſie Wittegaſts Hilfe in Anſpruch nahmen.
Hugo war freudig überraſcht, als nach kurzem Klopfen Hanni
in ſein Zimmer trat.
„Sie flog ihm entgegen.
„Liebſter, ich habe ſolche Bange um dich gehabt.
„Du Närrchen —
„Laß dich anſchau’n — du. O — wie ſchmal dein Mund
ge=
worden iſt.”
Er lächelte krampfhaft.
„Küß mich, Hanni — dann — ſiehſt du ihn nicht —.”
Sie küßte ihn heiß. Dann löſte ſie ſich aus ſeiner Umarmung
ind zog ihn auf das Sofa.
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„Hugo — ich bringe dir eine gute Nachricht —
Er blickte ſie fragend an.
„Gibt es denn ſo was noch?”
Sie neſtelt an ihrer Handtaſche, zog den Scheck heraus, und
mit plötzlichem Entſchluß ſchob ſie ihn ihm zu.
„Nimm, Hugo — und du biſt frei von deiner Schuld. Du
kannſt — wefahren und dein Glück verſuchen.”
Atemlos hatte ſie es hervorgeſtoßen. Er blickte ratlos auf
das Stück Papier, nahm es in die Hand — las — ſah Hanni ins
Geſicht —
„Du —!‟
Aber ſie lächelte froh.
„Nium es, Liebſter — du darfſt es.”
Da lachte er auf.
„Hanni — du haſt — für mich — gebettelt —
Er faßte ſie an den Schultern.
„Für dich — fiel es mir leicht — und du darfſt es ohne
Scham nehmen, Hugo. Wittegaſt weiß nun — von unſerer Liebe
— und trotzdem gab er mir das Geld. Ich habe ihm alles
ge=
ſagt. Er — vertraut dir, ſo wie ich dir vertraue.”
Hugo Wendler blickte hifllos drein.
„Er — er weiß alles?”
„Ja, Hugo. Einmal ſind wir unehrlich zu anderen geweſen,
es hat böſe Früchte gezeitigt. Nie wieder wollen wir es ſein.
Darum mußte ich ganz ehrlich zu ihm ſprechen. Verſtehſt du das?”
Er nickte gewaltſam.
„Ja — ja — Hanni. — Ehrlich ſein! — Und — nun — nun,
Hanni —, es iſt da etwas in mir, das mich warnt, das Geld zu
nehmen —
Er zog ſie wild an ſich.
„Etſvas Unſagbares. Ich weiß nicht, was es iſt. Ich — will
das Geld nicht, Hanni —
Er ſchrie es faſt wie im Trotz.
Sie ſtrich mütterlich — ſanft über ſein heißes Geſicht und
bettete dann den Kopf an ſeine Bruſt.
„Laß mich erzählen, Hugo — wie alles war —,” bat ſie.
„Ich nehme nichts —,” flüſterte er verbiſſen.
„Doch — doch — Hugo, um meinetwillen wirſt du es tun.
Ich habe mich gedemütigt —, um dich zu retten. Iſt das nichts?
Ich habe den Mann, der — mich liebt, gebeten, dir zu helfen, dem
allein mein Herz gehört. Iſt das nichts? Und ich habe geſiegt
über ihn — er wird immer nur — mein guter Freund bleiben.
Und beide werden wir warten, daß du erfolgreich wiederkommſt.
Und nun will ich dir genau erzählen, Liebſter, und du ſollſt ganz
ſtill zuhören
(Fortſetzung folgt.)
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