Darmstädter Tagblatt 1928


22. September 1928

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Giizelnummer 10 Pfennige

V

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Nummer 264 Samstag, den 22. September 1928. 191. Jahrgang

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Reform der Kartellreform.

Die Gegenſätze
in der Abrüſtungsfrage.
(ngliſch=franzöſiſche Forderung nach Sanf=
tionierung
des Marine=Kompromiſſes.
* Genf, 21. Sept. (Priv.=Tel.)
Der Abrüſtungsausſchuß der Vollverſammlung, dem heute
ſchmittag die Reſolution des Redaktionskomitees vorgelegt
urde, iſt mit ſeinen Arbeiten am Nachmittag noch nicht zu Ende
gommen. Der Reſolutionsentwurf enthielt, genau wie die ur=
ſtüngliche
Faſſung Paul=Boncours, den Hinweis auf die enge
brbindung zwiſchen Sicherheit und Abrüſtung und die Empfeh=
lig
an diejenigen Staaten, die ihre Sicherheit noch nicht ge=
ugend
garantiert glaubten, die guten Dienſte des Völkerbunds=
u
8 zum Abſchluß von Regionalpakten anzunehmen. Er enthielt
uiter die Stelle, durch die ſich Frankreich und Eng=
lnd
das Marinekompromiß vom Völkerbund
Unktionieren laſſen wollen, indem die Verſamm=
hix
mit Genugtuung von den ſchon abgeſchloſſenen Bemühun=
zi
gewiſſer Staaten Kenntnis nimt, durch die ein günſtiger
Hden für die künftigen Verhandlungen der vorbereitenden Ab=
rſtungskommiſſion
geſchaffen wird. Er enthält weiter den Paſ=
ſus
, daß die Einberufung der vorbereitenden Abrüſtungskommiſ=
ſin
ihrem Präſidenten überlaſſen bleibt und von dem Ueberein=
umnen
abhängt, das die Marinemächte untereinander erreichen.
e Stelle iſt derartig formuliert, daß die Verſammlung den
Luiſch ausſpricht, daß dieſe Uebereinkommen in angemeſſener
Li erreicht werden, damit die Einberufung der vorbereitenden
Präiſtungskommiſſion am Ende des laufenden Jahres oder, falls
d2 nicht gelingt, zu Anfang des Jahres 1929 erfolgen kann.
In der zweiſtündigen Debatte, die ſich über dieſen Entwurf
etwickelte, brachte Paul=Boneour von vornherein einen Vor=
ſleg
ein, die Einberufung der vorbereitenden Abrüſtungskom=
nſſion
auf jeden Fall Anfang 1929 zu ermöglichen. Mari=
1* dagegen erhob Einſpruch gegen die Sanktio=
uerung
des Marinekompromiſſes, von dem noch
neruand den Inhalt kene, und das man deshalb auch nicht für
hllendet betrachten könne.
Die Reſolution des Abrüſiungsausſchuſſes
für Deutſchland unannehmbar.
Graf Bernſtorff erklärte, daß die Reſolution in der vorlie=
anden
Form für ihn unannehmbar ſei, weil der Kanzler in der
lidesverſammlung ausdrücklich das Erſuchen ausgeſprochen
ht, daß für die Einberufung der erſten Abrüſtungskonferenz ein
edgültiger Termin feſtgeſetzt werde, dann aber auch deshalb,
bil er in dieſer Faſſung die vollſtändige Aufgabe der Abrü=
ſtngsverpflichtungen
durch den Völkerbund erblicken müſſe,
dſſen Hauptaufgabe neben der Befriedung der Welt, gerade die
brüſtung ſei. Er verhehle ſich nicht, daß der Abrüſtung ge=
hſſe
Schwierigkeiten im Wege ſtänden. Aber deshalb dürfe
un doch nicht die ganze Frage auf unbeſtimmte Zeit vertagen.
lan könne nicht abwarten, bis die Marinemächte und noch an=
dre
untereinander ſich geeinigt hätten.
Der Präſident der Abrüſtungskommiſſion verlangte einen
Sielraum für die Einberufung der vorbereitenden Abrüſtungs=
Immiſſion. Wenn man zu keinem Akkord komme oder wenn die
Lihandlungen unter den Marinemächten überhaupt ſcheiterten,
inne man die Kommiſſion ohne weiteres einberufen. Schwierig
beide es aber ſein, wenn die Unterhandlungen unter den Ma=
temächten
noch im Laufe und auf einem guten Wege ſeien,
der noch zu keiner Einigung geführt hätten. Man ſolle den
Aisdruck ſo faſſen, daß zum mindeſten die erſten Monate des
ahres 1929 für die Einberufung der Kommiſſion in Frage
Immen.
Der ſchweizeriſche Bundesrat Motta unternahm einen ſchar=
: Angriff auf Graf Bernſtorff. Der deutſche Delegierte wiſſe
ich ſchon, daß die jetzt eingebrachten Verbeſſerungsvorſchläge
in der ganzen Verſammlung einſtimmig angenommen würden,
nd er ſolle ſich damit zufrieden geben, daß die vorbereitende
Grüſtungskommiſſion die Aufgabe habe, die erſte Abrüſtungs=
inſerenz
vorzubereiten.
Auch der polniſche Vertreter Sokal erklärte, er könne ſich nur
it Ja oder Nein für die Verbeſſerungsvorſchläge ausſprechen,
enn er wiſſe, ob Graf Bernſtorff ſeine Vorbehalte fallen laſſe
der aufrecht erhalte.
Graf Bernſtorff entgegnete ihm darauf, daß man bei tran=
toriſchen
Verhandlungen nicht von vornherein mit Ja oder
ſein Stellung zu nehmen pflege, ſondern daß dieſe Entſcheidung
unier erſt zum Schluß käme, wenn alles geklärt ſei.
Nach einer längeren Debatte darüber, ob man die ganze
ſeſplution noch einmal an den Redaktionsausſchuß zuſammen
M den Verbeſſerungsvorſchlägen überweiſen ſolle oder nicht, an
er ſich eine ganze Reihe von Delegierten, darunter auch Lord
uſhendun beteiligten, wies Graf Bernſtorff auf verſchiedene
Widerſprüche in der Reſolution
un in der man einerſeits ſage, daß der jetzige Stand der Sicherheit
haube, eine erſte allgemeine Konvention über die Rüſtungs=
ſchränkung
zu ſchließen, und gleich hinterher feſtſtellt, daß ge=
ſe
Staaten ihre Sicherheit als noch nicht genügend garantiert
lachteten.
Schließlich machte Rollin Jacquemine einen Vermittlungs=
biſchlag
, indem er darauf hinwies, daß aus der Faſſung der
kolution nicht klar hervorgehe, ob man nun eigentlich die vor=
Feitende Abrüſtungskommiſſion einberufen werde oder nicht.
ucy dem Text der Reſolution könne das zweifelhaft erſcheinen,
2 dieſe Unklarheit müſſe ausgemerzt werden. Außerdem könne

Ne

man noch hinzuſetzen, daß die vorbereitende Abrüſtungskom=
miſſion
die Aufgabe habe, das Programm für die erſte Abrü=
ſtungskonferenz
vorzubereiten. Man einigte ſich dann ſchließlich
auch dahin, daß das Redaktionskomitee heute abend 7 Uhr noch
einwal zuſammentritt, und daß die Diskuſſion morgen im Ab=
rüſtungsausſchuß
feſtgeſetzt wird.

Der neue Refolutionsentwurf. Zugeſtänd=
niſſe
gegenüber dem deutſchen Standpunkt.
Nach zweiſtündigen Beratungen hat das Redaktionskomitee
heute abend den vorausſichtlich endgültigen Text der Entſchlie=
ßung
an die Vollverſammlung feſtgelegt, wobei in der verklau=
ſulierten
Faſſung gewiſſe Zugeſtändniſſe gegenüber dem deut=
ſchen
Standpunkt gemacht worden ſind. Beſonders vermeidet die
neue Faſſung, daß das engliſch=franzöſiſche Flottenabkommen
vom Völkerbund Sanktionierung erhält. Ferner wird auch
nicht mehr die Einberufung der Vorbereiten=
den
Abrüſtungskommiſſion von der Annahme
des Flottenabkommens darch Amerika ab=
hängig
gemacht. Auch iſt der Paſſus geſtrichen
worden, daß die Regierungen, die ihre Sicherheit
nicht für genügend geſichert erachten, ſich gegen
eine Herabſetzung der Rüſtungen ſträuben
könnten. Ferner wird die neue Reſolution einen beſtimm=
ten
Zeitraum für die Einberufung der Vorbe=
reitenden
Kommiſſion feſtſetzen, was in der erſten
Faſſung vollkommen offen gelaſſen war. Ein Datum für
die erſte Abrüſtungskonferenz wird allerdings
nicht genannt, was durchaus den deutſchen Forderungen
widerſpricht. Es wird aber der deutſchen Forderung dadurch
entgegengekommen, daß es Aufgabe der Vorbereiten=
den
Kommiſſion iſt, in ihrer nächſten Sitzung das Pro=
gramm
für die endgültige Abrüſtungskonfe=
renz
vorzubereiten. Wahrſcheinlich wird die deutſche
Delegation, um nicht die ganze Reſolunon zu gefährden, ſich der
Stimme enthalten.
Die wirtſchaftliche Tätigkeit
des Völkerbundes.
Loucheur gegen die allzu ſchematiſche
Rationaliſierung.
* Genf, 21. Sept. (Priv.=Tel.)
Die Bundesverſammlung beſchäftigte ſich in ihrer Vollſitzung
von heute vormittag mit dem Bericht über die wirtſchaftliche
Tätigkeit des Völkerbundes, u. a. mit dem Bericht Loucheurs über
die Arbeit der Wirtſchaftsorganiſationen. Die Entſchließung über
die wirtſchaftliche Tätigkeit des Völkerbundes enthält eine Auf=
forderung
an das Wirtſchaftskomitee, für das weitere Studium
der Meiſtbegünſtigungsklauſel und ſpricht ſich für eine baldige
Unterſuchung der Kohlen= und Zuckerkriſe aus. Der deutſche
Delegierte Breitſcheid ſetzte ſich in der Diskuſſion in erſter Linie
für die Regelung des internationalen Problems der Kohlenkriſe
durch den Völkerbund ein. Mit dieſem Problem befaßte ſich auch
der franzöſiſche Arbeiterführer Jouhaux, der eine internationale
Regelung der Frage, beſonders im Intereſſe der Bergarbeiter,
befürwortete.
Die Debatte erreichte ihren Höhepunkt mit einer groß angelegten
Rede des franzöſiſchen Miniſters Loucheur, der in den Ergebniſſen
der Weltwirtſchaftskonferenz den Grundſtock für das künftige
große Syſtem von europäiſchen Handelsverträgen erblickt. Der
deutſch=franzöſiſche Handelsvertrag bilde ein beſonders wichtiges
Glied in dieſem Syſtem. Es gelte jetzt, die Wirtſchaftsorgani=
ſation
des Völkerbundes zu ſtärken, damit ſie weiter ihren Auf=
gaben
erfolgreich nachkommen könne. Als Wirtſchaftsführer
wandte ſich Loucheur gegen eine allzu ſchematiſche Rationaliſie=
rung
, wie ſie Breitſcheid fordert und verwies auf die Gefahren,
die mit einer allzu ſtraffen Konzentration der Wirtſchaft ver=
dunden
ſeien. Er verwies hierbei auf ſeine früheren Vorſchläge
zur Ueberwachung der Zuſammenſchlüſſe in der Induſtrie.

Ein Brief Briands zum Floiten=Kompromiß.
EP. London, 21. September.
Im Laufe des Nachmittags haben Londoner Zeitungen den In=
halt
des angeblichen Briefes Briands an die franzöſiſchen Botſchafter
in verſchiedenen Ländern wiedergegeben, der zuerſt vom New York
American veröffentlicht worden war. Der Brief bezieht ſich auf das
engliſch=franzöſiſche Flottenkompromiß. Zuſtändige engliſche Kreiſe im
Foreign Office zeigen zwar wenig Neigung, dieſen Brief im einzelnen
zu erörtern oder dazu Stellung zu nehmen, da es ſich um ein angeb=
liches
amtliches Schriftſtück einer fremden Macht handele. Hinſichtlich
der techniſchen Einzelheiten jedoch, die ſich auf das Marineabkommen
beziehen und die in dem Brief näher erwähnt ſind wird zugegeben,
daß der Inhalt im allgemeinen den tatſächlichen Abmachungen ent=
ſpreche
. Das Abkommen ſei Gegenſtand einer Reihe von Aeußerungen
der Staatsmänner beider Länder geweſen und entſprechend aufgeſetzt
worden. Das Ziel ſei, eine Grundlage für die Wiederaufnahme der
Tätigkeit der Abrüſtungskommiſſion zu ſchaffen. Der Inhalt ſei voll=
ſtändig
den anderen hauptfächlichſten Mächten mitgeteilt worden, nach=
dem
ſich Frankreich und Englaud geeinigt hätten.
Der Brief Briands iſt vom 3. Auguſt datiert. Er enthält die Mit=
teilung
über das franzöſiſch engliſche Marineabkommen, demzufolge
über vier Kategorien von Schiffsklaſſen Erörterungen gepflogen wer=
den
ſollen: 1. Linienſchiffe bzw. Schiffe über 10 000 To. die mit Ge=
ſchren
von über 20 Zentimeter Kaliber beſtückt ſind; 2. Flugzeugmutter=
ſchiffe
von mehr als 10 000 To.; 3. Ueberwaſſerſchiffe von 10 000 To.
oder weniger, die mit einem Geſchütz von über 15 bis 20 Zentimeter Ka=
liber
beſtuckt ſind; 4 Ho=ſſee=Unterſeeboote.
Im einzelnen ſetzt Briand in dem Brief die Gründe auseinander,
aus denen Fraukreich den Grundſatz der Schiffskategorien angenom=
men
hat.

Das Kartellproblem, insbeſondere die Einſtellung der All=
gemeinheit
zu ihm, iſt eines der Probleme der Wirtſchaftspolitik,
welche die Oeffentlichkeit ſeit dem erſten Zuſtandekommen kartell=
mäßiger
Wirtſchaftsorganiſation am meiſten beſchäftigt haben. In
den Brennpunkt des öffentlichen Intereſſes iſt die Kartellfrage,
nachdem der Reichswirtſchaftsminiſter zu Anfang des Jahres die
Entſcheidung von ſeiner Seite vertagt hatte, um die Ergebniſſe des
Juriſtentages und der Wirtſchaftsenquete abzuwarten, wieder
durch den Vortrag des bekannten Wirtſchaftstheoretikers Prof.
Schmalenbach über die gebundene Wirtſchaft gerückt. Der Juriſten=
tag
in Salzburg hat das Kartellproblem durch Referate zweier
bedeutender Juriſten und Kenner des Kartellrechtes behandeln
laſſen, leider iſt die Oeffentlichkeit über den Inhalt dieſer Vor=
träge
nicht in genügendem Maße unterrichtet worden, da vom
Juriſtentag nur die auf Grund dieſer Referate aufgeſtellten Leit=
ſätze
für eine Reform des deutſchen Kartellweſens bekannt gegeben
worden ſind.
Bereits vor dem Juriſtentag ſind viele Kritiken an der deut=
ſchen
Kartellrechtsordnung erſchienen, die zum Teil recht beacht=
liche
Vorſchläge juriſtiſcher Art gebracht haben, allerdings in den
meiſten Fällen an dem Kernpunkt jeder Grundlage für Kartell=
reformbeſtrebungen
vorübergegangen ſind. Man mußte bereits
angeſichts dieſer Kritiken damals berechtigte Bedenken dagegen
ausſprechen, ob es überhaupt richtig ſei, einen die Wirtſchafts=
organiſation
von heute ſo ſehr beſtimmenden und ſich in der
lebendigen Wirtſchaftsentwicklung immer wiederholenden Vor=
gang
wie die Kartellbildung zum Gegenſtand juriſtiſcher Erörte=
rungen
zu machen, ehe überhaupt in der Oeffentlichkeit eine klare
als Majoritätsauffaſſung und daher als communis opinio an=
zuſprechende
grundſätzliche Einſtellung zu dem Kartellprinzip vor=
liegt
. Dieſe Einigung, wenn man ſo ſagen darf, iſt heute in
einer Zeit, wo ſich bei dem ſtarken Kampfe der einzelnen wirt=
ſchaftlichen
Intereſſen untereinander, gegeneinander und mit der
Allgemeinheit die Wirtſchaftsauffaſſungen des Individualismus,
Liberalismus, des Sozialismus ſcharf begegnen, nicht vorhanden.
Es hat eine Zeit gegeben, in der ſich Männer, die ſich offen als
Anhänger des wirtſchaftlichen Liberalismus bekannten, den Kar=
tellen
freundlich gegenüber geſtellt haben. Auch heute ſind wohl
die führenden Wirtſchaftspraktiker und =Theoretiker in Deutſchland
keine prinzipiellen Gegner der Organiſation großer, Wirtſchafts=
zweige
in monopoliſtiſcher Form, es wird nur ein geſetzlicher bzw.
verwaltungsmäßiger Einfluß auf diejenigen mit Kartellbindungen
ausgeſtatteten Induſtriegruppen verlangt, deren Monopol als die
Allgemeinheit gefährdend aufzufaſſen iſt, weil ihre wirtſchaftliche
Bedeutung als Schlüſſelinduſtrie ſo groß iſt, daß ihre Zulaſſung
zur Ausſchaltung der Wirtſchaftsfreiheit den Geſamtintereſſen
widerläuft. Gerade die verſchiedene Beurteilung des Kartell=
problems
in den einzelnen Perioden der deutſchen Wirtſchafts=
entwicklung
, bei der ſogar die Kartelle als ordnende Organe in
einer mangelhaften Wirtſchaftsverfaſſung anerkannt werden, be=
weiſt
, daß die Kartelle je nach den hiſtoriſchen Gegebenheiten, je
nach Drepreſſionsperiode oder Zeit des Aufſchwungs als ſchädlich
oder nützlich hingeſtellt werden.
Wenn man von dem Grundſatz ausgeht, daß die Weltanſchau=
ung
die Wirtſchaftsgeſinnung beſtimmt, und daß die Wirtſchafts=
geſinnung
in der Rechtsordnung ihre juriſtiſche Form erhält, ſo
muß von vornherein jeder Verſuch, eine Einzelfrage der Wirt=
ſchaftspolitik
herauszugreifen, um ſie zum Gegenſtand einer ſon=
dergeſetzlichen
Regelung zu machen, an ſich als unfruchtbar er=
ſcheinen
. Daß von einer einheitlichen Auffaſſung, welche theo=
retiſch
die Vorausſetzung jeder geſetzlichen Regelung des Kartell=
weſens
ſein ſollte, nicht die Rede ſein kann, haben wir bereits
oben ausgeführt. Es kann einer fortſchrittlichen Wirtſchafts=
politik
und ihren Grundſätzen nur entſprechen, wenn man die
Kartellorganiſation bzw. Kartellausdehnung als die lebendige
Auswirkung einer im Fluſſe befindlichen Entwicklung betrachtet.
Mit Rückſicht auf die Zuſammenhänge iſt es natürlich ſchwer, von
einer Reform des Kartellweſens zu ſprechen, geſchweige denn
ſie durchzuführen, ſolange das Kartellweſen noch nichts Abge=
ſchloſſenes
iſt.
Die von dem Juriſtentag herausgegebenen Leitſätze müſſen
daher nur als Verſuch von Reformbeſtrebungen betrachtet werden.
Der Juriſtentag hat wohl nicht unabſichtlich, wenigſtens nach den
ſpärlichen Veröffentlichungen über die von ihm gepflogenen Er=
örterungen
zu urteilen, eine Definition des Kartellbegriffs in
ſcharf umriſſener Form nicht gegeben, weil eben ſchon allein eine
genaue begriffliche Definierung des Kartells als ſolchem recht
ſchwierig iſt. Was nun die Leitſätze ſelbſt anbelangt, ſo gleiten
ſie bei der Behandlung des Kartellthemas auch in das Gebiet der
Wirtſchaftspolitik über, da es ſich nicht nur um die privatrechtliche,
in das Gebiet des Zivilrechts gehörende Seite des Kartellweſens
dreht, ſondern vor allem um die dem Verwaltungsrecht zukom=
mende
öffentlich=rechtliche der Kartellaufſicht und der Kartellpolitik
ſeitens des die Geſamtintereſſen vertretenden Bürokratismus.
Weſentlich in wirtſchaftspolitiſcher Hinſicht iſt die Feſtſtellung des
Juriſtentages, die er an die Spitze ſeiner Kartelleitſätze geſtellt
hat und in der die Kartelle als wirtſchaftlich berechtigte Organi=
ſationen
anerkannt und daher als zu Recht beſtehend bezeichnet
werden. Wenn nun das Kartellrecht mithin als ein beſonderes
beſtehendes Recht anerkannt wird, ſo muß der Staat verwaltungs=
mäßig
ſich in ſeinen Maßnahmen gegenüber den Kartellen im
Rahmen dieſes Rechtes halten. Der Juriſtentag hat ferner be=
ſonders
klar und eindeutig unterſchieden zwiſchen der Verwal=
tungstätigkeit
des Reichswirtſchaftsminiſters, deſſen Befugniſſe
ſogar bis zu der Möglichkeit der Auflöſung von Kartellen aus=
gedehnt
werden ſollen, und der privatrechtlichen Streitfrage.
Gerade dieſe Unterſcheidung fehlt bei der Kartellverordnung, was
dazu geführt hat, daß das noch beſtehende Kartellgericht ſich in
erſter Linie mit den privatrechtlichen Auseinanderſetzungen ein=
zelner
Kartellmitglieder in 80 Prozent aller Fälle zu befaſſen ge=
habt
hat. Für dieſe privatrechtlichen Streitigkeiten wird der Rechts=
weg
bei ordentlichen Gerichten vorgeſchlagen und damit die geſon=
derte
Kartellgerichtsbarkeit überhaupt beſeitigt. Allerdings müßte
unſeres Erachtens der Reichswirtſchaftsminiſter auch in ſolchen
Einzelfällen ein Eingriffsrecht haben, da ſich Grenzfälle zwiſchen
prin twirtſchaftlichem und öffentlichem Intereſſe man denke nur

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Seite 2

Samstag den 22 Geptember 1928

Nummer 264

an die Beſchwerde eines Kartellmitgliedes, aus der ſich gegebenen=
falls
auch das öffentliche Intereſſe berührende Schlüſſe ergeben
können immerhin einſtellen dürften. Der Juriſtentag empfiehlt
im übrigen die Schaffung des auch von anderer Seite geforderten
Reichsverwaltungsgerichts, das als Beſchwerdeinſtanz von den
Kartellen gegen Maßnahmen des Reichswirtſchaftsminiſters an=
gerufen
werden ſoll. Von erfreulicher geſunder wirtſchaftspoli=
tiſcher
Geſinnung zeugt es, daß die Kartellkontrolle nicht als ſtän=
dige
Inſtitution (Kartellamt) empfohlen wird, ſondern nur au
die Fälle beſchränkt ſein ſoll, in denen das Geſamtintereſſe irgend=
wie
gefährdet erſcheint. Als ſtändige Einrichtung wird in den
Leitſätzen die Bildung eines aus hervorragenden Kennern der
Wirtſchaft gebildeten Sachverſtändigenausſchuſſes vorgeſchlagen,
der dem Reichswirtſchaftsminiſter bei ſeinen Maßnahmen zur
Seite ſtehen ſoll. Die Schaffung dieſes Sachverſtändigenausſchuſſes
iſt beſonders deshalb von Bedeutung, als ſich ja die Verwaltungs=
maßnahmen
des Reichswirtſchaftsminiſters aus wirtſchafts=
politiſcher
Willensbildung ergeben. Der Sachverſtändigenausſchuß
als ſtändige Einrichtung bietet die Gewähr, daß bei dieſer wirt=
ſchaftspolitiſchen
Willensbildung, was ſehr nahe liegt, die ein=
ſeitige
politiſche Einſtellung des jeweiligen Reichswirtſchafts=
miniſters
nicht zum Durchbruch gelangt.

Neuregelung der griechiſch=
italieniſchen
Beziehungen.

Die Paraphierung eines Mittelmeer=Vertrags.
Penizelos zur Unterzeichnung nach Rom ab=
gereiſi
.
Athen, 21. September.

Der griechiſch=italieniſche Vertrag wurde vorgeſtern vom
Generaldirektor im Außenminiſterium, Tſamados, und dem ita=
lieniſchen
Geſandten Arlotta paraphiert. Miniſterpräſident Veni=
zelos
gab aus dieſem Anlaß einem Vertreter der Eſtia fol=
gende
Erklärung ab: Ich ſchätze mich glücklich, nach Rom reiſen
zu können, um einen Pakt zu unterzeichnen, durch den die be=
reits
beſtehenden engen freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen
Griechenland und Italien noch verſtärkt und die Politik herzlicher
Zuſammenarbeit zwiſchen den beiden Staaten gefeſtigt wird. Ich
bin der Ueberzeugung, daß dieſer Vertrag, der von dem aufrich=
tigſten
Wunſche nach Sicherung des Friedens eingegeben iſt, dazu
beitragen wird, den Frieden im öſtlichen Mittelmeer zu feſtigen.
Der Vertrag enthält durchaus keine Klauſeln, die gegen irgend=
eine
Macht gerichtet ſind, oder ausländiſche Intereſſen berüh=
ren
. Venizelos iſt geſtern nach Rom abgereiſt.

Eine ſchweizeriſche Note an Italien
in der Angelegenheit Roſſi.

Die Schweizer Depeſchenagentur meldet: Die Note der Bun=
desregierung
zur Angelegenheit Roſſi iſt, wie gemeldet, geſtern
mittag in Rom überreicht worden. Nach der Auffaſſung des
Bundesrates ſoll die Beantwortung der Interpellationen im
Nationalrat dem Vorſteher des politiſchen Departements die erſte
Gelegenheit bieten, ſich vor der Oeffentlichkeit über den Fall Roſſi
zu äußern und den Wortlaut der Note bekanntzugeben. Das wird
ungefähr Mitte der nächſten Woche geſchehen. Inzwiſchen ver=
handeln
die beiden Regierungen in aller Ruhe und Freundſchaft.
Die italieniſche Regierung hat erkennen laſſen, daß ſie den von
einzelnen italieniſchen Blättern angeſchlagenen heftigen Ton nicht
billigt und nicht duldet. Angeſichts der ausgezeichneten Be=
ziehungen
zwiſchen beiden Ländern und des offenbar auf beiden
Seiten beſtehenden guten Willens erachtet man es in maßgebenden
eidgenöſſiſchen Kreiſen nicht nur für möglich, ſondern für gegeben,
daß die Angelegenheit in freundſchaftlicher Weiſe eine befrie=
digende
Löſung finden wird.

DieneueZuſammenſetzung der Vorbereitenden
Abrüſiungs=Kommiſſion.

Der Rat erteilte der Stadt Danzig die Genehmigung, die
Reſtſumme der Anleihe für die Errichtung von Neubauten zu
verwenden. Er ſetzte außerdem die neue Zuſammenſetzung der
Vorbereitenden Abrüſtungskommiſſion feſt, der in Zukunft neben
den bisherigen Mitgliedern auch die neuen Ratswächte Perſien
und Venezuelg angehören werden. Die bisherigen Ratsmächte
Chile, Columbien und Holland bleiben auf Beſchluß des Rates
weiter in der Vorbereitenden Abrüſtungskommiſſion. Dieſelben
Mächte wurden aufgefordert, ihre Sitze auch in der Spezialkom=
miſſion
für die Aufftellung einer Konvention zur Kontrolle der
Rüſtrngsinduſtrie inne zu behalten bzw. neu anzunehmen.

Vom Tage.

Der Auswärtige Ausſchuß iſt für Mittwoch, 3. Ok=
tober
, vormittags 10 Uhr, einberufen. Tagesordnung; Genfer
Verhandlungen.
Der von der Reichsregierung und den Ländern eingeſetzte 18er
Ausſchuß für die Reichsreform wird anfangs Oktober
eine Sitzung ſeiner Berichterſtatter haben, während 8 Tage ſpäter
der Ausſchuß ſelbſt ſich verſammeln wird.
Die Beratungen der deutſchen Juriſten Eſtlands
und Lettlands über die Angleichung des Rechts=
weſens
der beiden Länder werden am Samstag in Dorpat
ihren Anfang nehmen.
Der rumäniſche Miniſterrat ermächtigte den Miniſter des
Aeußeren, ein Telegramm nach Tirana zu ſenden, des Inhalts, daß
Rumänien die neue Staatsform Albaniens anerkenne.
Die Führer der kroatiſchen Koalition haben gegen die jugoſlawiſche
Regierung und alle ihre aktiven Mitglieder und Anhänger den natio=
nalen
und gefellſchaftlichen Boykott verhängt.
In der vergangenen Nacht wurde in Mailand gegen den Sitz
des Klerikalen Wohltätigkeitsvereins eine Bombe geworfen,
die an einer Seite das Gebäude beſchädigte. Verletzt wurde niemand.
Zwei Verdächtigen konnte bisher nichts nachgewieſen werden.
Der Völkerbundsrat hat ſich in ſeiner geſtrigen nichtöffent=
lichen
Sitzung auch mit der Verminderung der Ratstagun=
gen
befaßt. Er iſt jedoch zu keinem Entſchluß gekommen
und hat die Frage auf die Dezembertagung verſchoben.
Außer dem bereits in Paris weilenden engliſchen Premierminiſter
Baldwin und dem polniſchen Außenminiſter Zalefki iſt nun auch der
jugoſlawiſche Außenminiſter Marinkowitſch hier eingetroffen. Der
griechiſche Miniſterpräſident Venizelos wird demnächſt erwartet.
Die belgiſche Kammer hat das ihr ſeit Monaten vorliegende
Amneſtiegeſetz mit 93 gegen 63 Stimmen angenommen.

van Hamels Ende.

Der Völkerbundsrat hat heute nachmittag in geheimer
Sitzung den italieniſchen Diplomaten Conte Gravina zum Nach=
folger
des Völkerbundskommiſſars in Danzig, van Hamel, er=
nannt
, deſſen Mandat am 22. Februar 1926 begonnen hat und
nach Genehmigung einer viermonatigen Verlängerung nunmehr
bis 21. Juni 1929 läuft. Der neue Völkerbundskommiſſar Conde
Gravina wird alſo am 22. Juni nächſten Jahres das Amt des
Völkerbundskommiſſars in Danzig antreten.

So unbefriedigend der Gang der Genfer Verhandlungen
diesmal auch iſt und vorausſichtlich bleiben wird, den einen
kleinen Erfolg haben wir doch zu verzeichnen, daß der längſt
unmögliche Hohe Kommiſſar des Völkerbundes in Danzig, der
Holländer van Hamel, zwangsweiſe entfernt wird. Ganz leicht
iſt es nicht geweſen. Seine einſeitig auf Polen und Frankreich
eingeſtellte Politik hat ihm eine ſehr ſtarke Rückendeckung gege=
ben
, aber mancherlei Vorgänge aus ſeinem Privauleben boten
doch recht ſtarke Handhaben gegen ihn und die Neutralen haben
auch nicht verkennen können, daß die Rolle, die ein Hoher Kom=
miſſar
des Völkerbundes ſpielen ſoll, bei van Hamel in ſchlechten
Händen war. Am 22. Februar nächſten Jahres läuft ſein Man=
dat
ab. Man hat ihm aber noch eine Gnadenfriſt von einem
Vierteljahr bewilligt, damit er ſich inzwiſchen nach einer neuen
Stellung umſehen kann. Die Franzoſen und Polen haben jetzt
Gelegenheit, ihm ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.
Am 22. Juni 1928 tritt der Italiener Graf Gravina, ein Groß=
neffe
Coſima Wagners, an ſeine Stelle, der dem deutſchen Kul=
turkreis
nicht fremd iſt und jedenfalls erheblich mehr Voraus=
ſetzungen
für ſein Amt mitbringt. Die Danziger Bevölkerung
wird jedenfalls wie von einem Druck befreit aufatmen. Die
deutſche Stadt hat in ihrem Kampfe gegen die Polen ſchon
manche wichtige Poſition aufgeben müſſen, weil ſie bei dem
Völkerbundskommiſſar keine Unterſtützung gegen die polniſchen
Machtpläne fand. Hoffentlich wird mit dem Amtsantritt Gra=
vinas
der ſyſtematiſchen Poloniſierung der urdeutſchen Stadt
ein Riegel vorgeſchoben.
Das Ausſcheiden des Herrn v. Hamel trägt einer allgemeinen
Forderung der Danziger Bevölkerung endlich Rechnung. Die
Danziger Bevölkerung hat während der ganzen Zeit nicht unter=
laſſen
, gegen die Tätigkeit des Herrn v. Hamel zu proteſtieren, der
während der Verſailler Friedensverhandlungen als Korreſpondent
des ausgeſprochen deutſchfeindlichen Nieuwe Rotterdamſche
Courant für die Aufteilung Deutſchlands eingetreten iſt und das
berüchtigte Wort geprägt hat, verantwortungsbewußte Staats=
männer
könnten die zukünftige europäiſche Politik nur auf einer
Sprengung des deutſchen Reiches aufbauen. Herr van Hamel
hat ſich außerdem durch den berüchtigten Skandalprozeß, in den er
verwickelt war, um alles Anſehen gebracht nicht nur in Danzig,
ſondern auch in Polen, ſodaß ſelbſt die polniſche Delegation, ihn
trotz aller ſeiner Bittgänge, die er in den letzten Wochen in Genf
zur Verlängerung ſeines Mandats unternommen hat, in den Ver=
handlungen
vor dem Rat nicht mehr unterſtützte.

Peränderungen im Verwaltungsrat
der Reichsdayn.

Or. Luther ſtellt ſein Mandat zum Jahresende:
zur Perfügung.

Berlin, 21. September.
Mit dem Schluß des laufenden Jahres ſcheiden nach ſatzungs=
gemäß
vorgenommener Ausloſung aus dem Verwaltungsrat der
Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft aus drei der von der Reichs=
regierung
ernannten Mitglieder: Profeſſor Dr. Blum, Miniſter=
praſident
a. D. Kreishaupmann Buck, Geveraldirektor Dr. Oit.
und drei der von dem Treuhänder für die Reparationsſchuldver=
ſchreibungen
ernannten Mitglieder: Brigadier General Mance
Generaldirektor Margot, Geh. Bqurat Habicht. Vor der Aus=
loſung
hat Reichskanzler a. D. Dr. Luther, der erſt vor zwei
Jahren ernannt und an der Ausloſung nicht beteiligt war, er=
klärt
, daß er zu Ende des Jahres, ſein Mandat
als Mitglied des Verwaltungsrates nieder=
legen
werde. Im Intereſſe der Kontinuität der Arbeit des
Verwaltungsrats wolle er die Reichsregierung, ſofern ſie die
Wiederernennung der ausſcheidenden Mitglieder wünſcht, der
Nowvendigkeit entheben, eines der auszuloſenden, ſchon ſeit
Gründung der Reichsbahngeſell aft tätigen Mitglieder durch
eine von der preußiſchen Regierung benannte Perſönlichkeit zu
erſetzen.

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* Mit einiger Ueberraſchung wird man davon Kenntnis
nehmen, daß der frühere Reichskanzler Dr. Luther ſeinen Sitz im
Verwaltungsrat der Reichsbahn niedergelegt hat, um den ſeit
zwei Jahren zwiſchen der Reichsregierung und Preußen ſtark ge=
kämpft
worden iſt. Aber dieſer Entſchluß iſt doch ganz logiſch.
Die Dinge ſind damals ſo gelaufen, daß nach dem Tode des
Kommerzienrats Arnhold die preußiſche Regierung auf die Er=
nennung
des Nachfolgers Anſpruch erhob, weil Arnhold angeb=
lich
als Vertreter Preußens im Verwaltungsrat geſeſſen habe.
Die Reichsregierung war grundſätzlich bereit, Preußens Anſpruch
anzuerkennen, entſchied ſich aber trotzdem dafür, aus eigener Voll=
macht
Dr. Luther in den Verwaltungsrat der Reichsbahn zu ent=
ſenden
, weil ſie deſſen organiſatoriſche und wirtſchaftliche Fähig=
keiten
an dieſer Stelle für beſonders nützlich hielt. Preußen hat
ſich damit nicht abgefunden und beim Staatsgerichtshof appelliert.
der Preußen recht gab und dem Reich die Pflicht auferlegte, bei
der nächſten Gelegenheit einen Sitz im Verwaltungsrat zur Ver=
fügung
zu ſtellen. Inzwiſchen war Dr. Luther zwei Monate nach
ſeiner Ernennung ausgeloſt, aber von der Reichsregierung auf
weitere ſechs Jahre ernannt worden. Von ſozialdemokratiſcher
Seite iſt damals ſtark auf ihn gedrückt worden, er möge zurück=
treten
. Er hat das unſerer Meinung nach zu Recht abge=
lehnt
, weil er die Zuſammenſetzung des Verwaltungsrates der
Bahn nach parteipolitiſchen oder partikulariſtiſchen Geſichtspunk=
ten
für den erſten Schritt auf einem für Deutſchland verhäng=
nisvollen
Weg hielt. Er hat ſich jetzt entſchloſſen, ſein Amt frei=
willig
niederzulegen, denn mit dem Ende des Jahres müſſen drei
andere Mitglieder des Verwaltungsrats ausſcheiden, die von Dr.
Luther, der damals Finanzminiſter war, wegen ihrer Kenntniſſe
ſelbſt in den Verwaltungsrat geſandt wurden. Damit keiner
von ihnen auszuſcheiden braucht und die preußiſche Regierung
trotzdem einen Platz beſetzen kann, hat er ſein Amt niedergelegt,
Wer nicht parteipolitiſch denkt, wird dieſen Ausgang bedauern,
denn Dr. Luther hat im Verwaltungsrat der Reichsbahn nütz=
liche
Arbeit geleiſtet. Es iſt nun abzuwarten, wen Preußen an
ſeine Stelle ſetzt. Erſt nachher wird ſich vergleichen laſſen, ob der
neue preußiſche Vertrauensmann dieſelben Qualitäten mitbringt.

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Berliner Beſprechungen über Genf.

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Die Reichsregierung ſieht ſich veranlaßt, feſtzuſtellen, daß die
inoffiziellen Verhandlungen in Genf zwiſchen Herrn Breitſcheid
und Herrn Loucheur, von denen bisher nur aus ſozialdemokra=
tiſcher
Quelle berichtet wurde, ohne ihre Kenntnis geführt wer=
den
, und daß dieſe daher ſelbſtverſtändlich keinen Einfluß auf
die offiziellen Verhandlungen haben, die ſpäterhin auf diploma=
tiſchem
Wege eingeleitet werden ſollen. Das iſt eine deutliche
Warnung an Herrn Breitſcheid, die ihn zur Vorſicht mahnen
ſollte. Im übrigen iſt die Beſprechung mit den Mini=
ſterpräſidenten
der Länder, wie ſie von Bayern gefor=
dert
wurde, auf den 2. Oktober angeſetzt worden, wäh=
rend
der Auswärtige Ausſchuß auf den 3. Oktober
einberufen wurde. Bis dahin wird auch der Reſt der deut=
ſchem
Delegation aus Genf zurückgekehrt ſein. In dieſen Ver=
handlungen
werden dann wohl die Vorausſetzungen für die Er=
öffnung
der diplomatiſchen Verhandlungen geſchaffen und feſt=
gelegt
.

Reichsernät
Wechſelbet

*Von dem deutſch=ſchwediſchen
Theologenkonvent zu Appſala.

Von Pfarrer Hofmann, Nieder=Beerbach.

Es war ein überaus glücklicher Gedanke, als in dieſem Jahr
für den Monat Auguſt Profeſſor Stange=Göttingen auf Anregung
der Univerſität Uppſala zu einem deutſch=ſchwediſchen Theologen=
konvent
in Uppſala einlud. Aus allen Gauen des deutſchen Vater=
landes
, vornehmlich aus Weſtfalen und Oſtpreußen, aber auch aus
der Schweiz und von Wien her fanden ſich die Teilnehmer zu=
ſammen
. Es war die ſtattliche Zahl von 104 Perſonen, alles
Theologen nebſt einigen Theologinnen, die auf der Fähre von
Saßnitz=Trelleborg nach Schweden überſetzte. Und keiner von all
den Teilnehmern hat das ſchwediſche Land und Volk verlaſſen,
ohne nicht das Herz voll Dankbarkeit über all die erfahrene Liebe
und Freundlichkeit zu haben. Denn man tat alles, was man nur
konnte, um uns den Aufenthalt möglichſt angenehm und lehrreich
zu machen. Die Tagung war eine ſtreng wiſſenſchaftliche. Nach
der Eröffnungsfeierlichkeit in der Aula der Univerſität Uppſala
durch den Rector magnifieus Prof. L. Stavenow nahmen die
Vorleſungen ihren Anfang und programmäßigen Verlauf. Deut=
ſche
und ſchwediſche Profeſſoren hatten ſich in die Arbeit geteilt.
Von deutſcher Seite ſprachen Prof. Stange=Göttingen, Althaus=
Erlangen, Hempel=Göttingen, Hermann=Greifswald, Hupfeld=
Roſtock. Von ſchwediſcher Seite hielten Vorträge: Biſchof Billing=
Väſteras, Björkquiſt=Sigtuna, Bohlin=Abo, Ljunggren=Uppſala,
Nygren=Lund, Runeſtam=Uppſala. Die Vorleſungen fanden unter
regſter Teilnahme ſowohl von ſchwediſcher wie von deutſcher
Seite aus ſtatt, ſtanden doch in ihnen alle Fragen zur Verhand=
lung
, die das allgemeine theologiſche und kirchliche Intereſſe für
ſich hatten, und war doch auch das, was geboten wurde, immer
aus einer tiefen, ehrlichen Wiſſenſchaftlichkeit und zugleich aus
einer tiefen Liebe zur Kirche heraus gegeben.
Wenn ich aber auf die vergangenen Tage zurückblicke und mich
frage, was war wohl das eigenartigſte an dieſem Konvent, ſo fällt
mir ein Dreifaches ein, was ich zu nennen hätte:
Zunächſt hatte man während der ganzen Verhandlungen gar
nicht den Eindruck, mitten im Schwedenland zu ſein. Unſere ſchwe=
diſchen
Freunde ließen uns dies in ihrer Mitte vergeſſen. Man
mußte direkt bitten, ſprechen Sie doch ſchwediſch. Alles gab ſich
Mühe, immer und immer wieder mit uns deutſch zu ſprechen.
Als ich eines Tages auf dem Wochenmarkt mich nach den Preiſen
erkundigte und die arme Verkäuferin aus meiner Rede nicht klug

wurde, ſofort war eine andere Frau bereit, mir in tadelloſem
Deutſch Auskunft zu geben. Dieſer Fall war typiſch.
Und das zweite, was auf uns alle einen unvergeßlichen Ein=
druck
machte, war die Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit, die
Gaſtfreundlichkeit und Zuvorkommenheit, womit wir von allen
Seiten behandelt wurden. Welch eine Mühe hatte ſich allein Pro=
feſſor
Runeſtam gegeben, um die Logis= und Tiſchfrage für uns
alle zu höchſter Zufriedenheit zu löſen. Nicht nur, daß man uns
die herrlichen Schätze im Dom unter ſachkundigſter Führung zeigte
und die Bibliothek mit dem weltberühmten codex argenteus uns
zugänglich machte, auch die Pforten ſo manchen Pfarrhauſes taten
ſich uns in der gaſtlichſten Weiſe auf und ließen uns etwas von
der dem deutſch=evangeliſchen Pfarrhaus verwandten Weſensart
ſpüren. Wohin immer wir im Laufe der Tagung kamen, ſei es zur
Volkshochſchule zu Sigtuna, dieſer ganz wundervollen genialen
Schöpfung des feinſinnigen Björkquiſt, oder zu der kommunalen
Volkshochſchnle in Kloſte Wik am Märlaſee, ob wir in Wik zu
Gaſte waren oder in dem ſchönen Samariterheim ( Diakoniſſen=
anſtalt
) zu Uppſala und hier den ſchwediſchen Geſängen und Vor=
trägen
der Schweſtern lauſchten, oder ob wir zu Stockholm waren,
immer und immer wieder trafen wir die gleiche Liebenswürdigkeit,
die ſich mühte, uns, den Gäſten, das Fremde verſtändlich und das
Verſtandene nützlich zu machen. Was haben nicht die Studenten
und Studentinnen in Stockholm allein alles getan, um uns den
Aufenthalt hier ja möglichſt genußreich zu geſtalten.
Und dann das dritte, was noch mehr Eindruck machte auf uns
alle als das bisher genannte, was jeden unter uns immer wieder
ergriff und hinriß, das waren die Stunden, wo wir Deutſche und
Schweden uns zum gemeinſamen Gottesdienſt zuſammenfanden:
ſei es in der altehrwürdigen Trinitatiskirche an jedem Morgen
oder in der Hochmeſſe im Dom am Sonntag, ſei es am Abend in
der auf einem heidniſchen Götterhof erbauten uralten Kirche zu
Gamla Uppfala oder in der einfachen Kapelle des Samariterheims
zu Uppſala. Wenn dann ſo aus der Communio geſungen die
alten Lutherlieder in deutſcher und ſchwediſcher Sprache Geſtalt
gewannen, dann ſpürte man etwas von der Einheit, die über alle
Völkerunterſchiede hinweg der Glaube ſchafft. Gewiß, vieles in
dieſer ſchwediſchen Kirche war uns, äußerlich betrachtet, zunächſt
recht fremd. Die Meßgewänder der Pfarrer u. a. muteten uns
recht katholiſch an. Aber man ſpürte doch trotzdem in allem den
Geiſt Martin Luthers, des Mannes, deſſen Bild neben dem
Melanchthons in den ſchwediſchen Bauernhäuſern hängt und
deſſen Predigtbücher als Andachtsbücher hier fleißig geleſen wer=
den
. Und wenn man dann noch an die vielen treuen und freund=
lichen
Liebeserweiſe denkt, die die ſchwediſche Kirche unter Füh=
rung
ihres Erzbiſchofs Söderblom, der leider verhindert war, an

der Tagung teilzunehmen, unſerer deutſch=evangeliſchen Kirche
während des Krieges und zumal nach dem Kriege erwieſen hat,
dann weiß man, das Herz, das in dieſer Kirche ſchlägt, iſt nicht
nur ein gut lutheriſches, ſondern auch ein echt evangeliſches.
Der Hauptteil der Tagung fand in Uppſala ſtatt, einige Tage
anſchließend waren dann noch Stockholm, ſeinen Sehenswürdig=
keiten
und Kirchen gewidmet. Wir beſtaunten hier den Prachtbau
der Engelbrechtskirche, ſtanden im nordiſchen Muſeum vor der
Kleidung und in der Riddarholmskirche vor dem Sarkophag des
großen und genialen Schwedenkönigs Guſtav Adolf, bewunderten
das märchenhafte Stadthaus am Ufer des Mälarſees und das
neue Konzerthaus, erfreuten uns in den Kupferzelten des Haga=
parks
an ſchwediſchen Volksliedern, die uns ſchwediſche Studenten
vortrugen, und in den Skanſen nahmen wir Abſchied. Dieſe Tage
in Schweden waren für jeden Teilnehmer ſchöne und ereignis=
reiche
Tage. Ein Teil der Teilnehmer wandte ſich dann noch nach
Kopenhagen, um hier in Dänemarks Hauptſtadt die kirchlichen
Verhältniſſe kennen zu lernen. In der Frauenkirche, der berühm=
ten
Thorwaldſenkirche zu Kopenhagen, wohnten wir einem däni=
ſchen
Gottesdienſte bei. Sodann zeigte uns nach einem ſehr ein=
gehenden
Vortrag in der Gertrudskirche der ſtellvertretende Dom=
propſt
Dr. Larſen die modernen Kirchenbauten Kopenhagens. Wik
gewannen unter ſeiner liebenswürdigen und gewandten Führung
ein deutliches Bild von dem Rieſenwerk, mit dem man hier ine
Lande Brantings gegen die Kirchennot anzukämpfen ſucht. Im
Pfarrhaus der Thimotheuskirche waren wir Gäſte. Ein Wort vo)
Pfarrer Jenſen hier iſt mir unvergeſſen: Ja, die Hauptſache ſind
doch die Hausbeſuche, iſt die Seelſorge. Wenn man dieſe Meng=
moderner
Kirchenbauten ſieht, es ſind 50 neue Kirchen ſeit 1822
hier in Kopenhagen gebaut worden und in den nächſten mi
Jahren ſollen weitere 20 Kirchen neugebaut werden, und we.
man hört, alles dies aus der Freiwilligkeit heraus und alles 9 a=
bezahlt
, dann iſt man ergriffen von dem Eifer und Ernſt, wom
hier Chriſti Sache getrieben wird. Gewiß, das däniſche Volk 90 Inflation gehabt wie wir, und ganz gewiß iſt auch Me
nicht alles Gold, was glänzt, aber ob wir nicht da doch manches
auch noch lernen könnten?
Es iſt ſchön, in fremde Lande zu gehen und fremde Verhält=
niſſe
zu ſehen. Der Blick für die eigenen wird einem dadurch ge=
ſchärft
. Man ſieht die Fehler deutlicher, aber auch das Gute
beſſer. Was uns Theologen aber die Fahrt nach Schweden vor
allem gezeigt hat und teuer werden ließ, war dies: dort hoch imt
Norden wohnt ein Volk, deſſen gebildete Kreiſe uns Deutſche‟
weithin offen und ehrlich freundlich geſinnt ſind und dem auc
heute noch unendlich viel wert ſind: Gottes Wort und Lutge!*
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Samstag den 22. September 1928

Geite 3

Die erophmnpangiig M Mmchen.

Zeitik an der öffentlichen Finanz=
und Wirtſchaftspolitik.
ſer Großhandelgegen die öffentliche Hand und
ſt geno ſſenſchaftliche Warenverteilungsform.
München, 21. Sept.
Unter überaus zahlreicher Beteiligung des Großhandels be=
mri
unter dem Vorſitz des Präſidenten des Reichsverbands, Geh.
hrimerzienrats Dr. Louis Ravené=Berlin, die diesjährige
ſiigliederverſammlung des Reichsverbandes des Deutſchen
ſtoß= und Ueberſeehandels in München. Ueber 500 Großhändler
/8 allen Teilen des Reiches, darunter die führenden Perſönlich=
ſten
des Groß= und Ueberſeehandels, waren vertreten. Unter
n Ehrengäſten befanden ſich Reichsernährungsminiſter Dr.
jetrich, der preußiſche Finanzminiſter Dr. Höpker=
ſchoff
, für Bayern Miniſterpräſident Held, der Badiſche
in anzminiſter und viele andere prominente Vertreter der Be=
ſiDen
und der Wirtſchaft. Der Vorſitzende der Bezirksgruppe
ſayern des Reichsverbandes des Deutſchen Groß= und Ueberſee=
mdels
, Kommerzienrat Haumann=München, hieß die An=
eſenden
, insbeſondere die Vertreter der Reichs= und Länderbe=
uoen
, in ſeiner Begrüßungsanſprache herzlich willkommen.
Hierauf hielt Miniſterpräſident Dr. Held eine Anſprache, in
r er die Verſicherung abgab, daß ſeine Regierung wärmſtes
ſrereſſe an dem Stand des Groß= und Ueberſeehandels und an
in er Entwicklung nehme. Bayerns Grundlage für die Geſamt=
ſiitſchaft
bleibe die Landwirtſchaſt. Die Lage der Landwirtſchaft
ſerde immer kataſtrophaler und drohe zur Erſchütterung der
uzen Wirtſchaft zu führen. Die Vieh= und Getreidepreiſe ſeien
ſrart geſunken, daß Handel und Wandel ein lebhaftes Intereſſe
nian hätten, dieſe Entwicklung einzudämmen. Hier habe der
ſroßhandel eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Darauf ergriff der Präſident des Reichsverbandes, Geheimrat
Ravené, das Wort zu ſeiner Begrüßungsanſprache. Der
ſeoner erklärte u. a., daß der Großhandel die Hoffnung auch jetzt
ſcht ſchwinden laſſe, daß er ſich ſchließlich auch der gegenwärtig
eſonders ſtürmiſchen Bewegung der Wirtſchaft trotz aller Ueber=
an
gsſchwierigkeiten werde anpaſſen können, wenn die öffentliche
ſin anz= und Wirtſchaftspolitik auch endlich ein Einſehen habe und
e Großhandelsintereſſen wieder pfleglicher behandeln werde.
ſie übermäßige Belaſtung und die damit verbundene Erhöhung
ei Geſtehungskoſten würden für den freien Unternehmer, ins=
eſwndere
im Handel, dann um ſo ſchlimmer, wenn einſeitige
diggünſtigungen auftreten oder ein unfairer Wettbewerb erfolgt.
ziſonders ſtark habe ſich der Großhandel mit jenen Tendenzen
irerhalb der Wirtſchaft auseinanderzuſetzen, die die Grundlagen
er freien, individuellen Tätigkeit des Großhändlers angehen:
er Großhandel müſſe kämpfen gegen das immer weitere und
ſärkere Eindringen der öffentlichen Hand in die freie Konkurrenz=
virtſchaft
und vor allen Dingen gegen ein einſeitiges Bevorzugen
er genoſſenſchaftlichen Warenverteilungsform durch vom Staat
exünſtigte Maßnahmen. Er könne nach allen ſeinen Lebens=
uw
Geſchäftserfahrungen zu keinem anderen Ergebnis kommen
Is. dem, daß auf ſeinem Tätigkeitsgebiet nurderwirtſchaft=
iche
Individualismus unter perſönlicher
5elbſtverantwortlichkeit des Geſchäftsinhabers
euernde Erfolge verſpreche, möge er verglichen wer=
ſern
mit einer ſtaatlichen Bewirtſchaftung oder mit großhandels=
hrilichen
Schöpfungen anderer Wirtſchaftszweige.
Reichsernährungsminiſter Dietrich über die
Wechſelbeziehungen zwiſchen Handel und
Landwirtſchaft.
Als Vertreter der Reichsregierung ſprach Reichsernährungs=
nmiſter
Dr. Dietrich, der anſtelle des verhinderten Reichswirt=
chaftsminiſters
Curtius die Grüße der Regierung überbrachte.
er führte dabei u. a. aus: Bei dem Wiederaufbau der deutſchen
Värtſchaft haben ſich in ihrer Struktur gewaltige Aenderungen
ſeilzogen. Neue Organiſationselemente (Kartelle, Syndikate und
Fruſts) ſind in dieſe Wirtſchaft eingebaut worden. Daß bei dieſer
Eatwicklung die Zahl der ſelbſtändigen Exiſtenzen ſich ſtändig ver=
ringert
, die der abhängigen aber vergrößert wird, bedeutet auch
mſofern eine Gefahr, als damit gerechnet werden muß, daß mit
derr Zeit die Kartelle und Truſts verbürokratiſiert werden, und daß
Zur Erſtaufführung der Komödie
Dr. Knock von Jules Romains
am 23. September im Kleinen Haus des Landestheaters.
Aus dem Bureau des Landestheaters wird uns geſchrieben:
Ein klappriges, altmodiſches Automobil, das vorne und hin=
tem
knattert, ſtinkt, pufft und ziſcht, das wie ein aſthmatiſch ge=
wordenes
Rieſenreptil der Urzeit über die Landſtraße kreucht,
kann (wer ſagt etwas dagegen?) zum Lachen reizen. Solch ein Auto=
mobil
gibt es in Jules Romains Komödie Dr. Knock. Wirk=
lieh
auf der Bühne! Aber dieſes Torpedoautomobil des kleinen
Landarztes Dr. Caramelle iſt gar nicht das eigentlich Komiſche in
der Komödie. Es iſt nur Staffage. Ein Fleck im farbigen Ge=
ſamtbild
.
Denn der Dramatiker Jules Romains iſt gewiß kein
Schilderer der platten Situation, ſondern er ſchöpft aus dem Ur=
grund
alles Komiſchen und Tragiſchen zugleich, aus der Tiefe
menſchlicher Problematik.
Corneille und Schiller ſind Lehrmeiſter des jungen Dichters
geweſen. Sein erſter dramatiſcher Verſuch, Der Zar, behandelt
den Demetrius=Stoff, und ein früher Entwurf des Diktator
(1910) iſt in Jamben geſchrieben. Doch Romains Beziehung zu
Schiller iſt in formaler Hinſicht unweſentlich und verliert ſich bald,
leibt aber ausgeprägt in einer weſentlichen Verwandtſchaft der
Helden beider Dramatiker. Sie ſind ſchöpferiſch. Weltbildend.
IImmer im Kampf für ein ideales inneres Geſetz und gegen eine
beſtehende äußere Ordnung oder Wirklichkeit. Streben und
Sterben in dieſem Kampf iſt Erfüllung des Tragiſchen. Und daß
dieſe Antitheſe von Idee und Wirklichkeit im Komiſchen eine
cleichwertige Berechtigung und Ausdrucksmöglichkeit hat, beweiſt
Dr. Knock.
Eine beſtehende Ordnung, die Welt, wie ſie iſt, wird repräſen=
kiert
durch Dr. Caramelle und den Zuſtand ſeiner ſchlecht gehenden
Sorfpraxis, die er an Dr. Knock verkauft hat. Der alte Land=
arzt
war ſo bequem und dumm, daß er gar nichts wußte von
den unbegrenzten Möglichkeiten des Krankſeins! Er verordnete
nur billige Medikamente und wagte es nur einmal im Jahr, zu
Mariä Lichtmeß, ſeine Rechnungen auszuſchreiben. Im übrigen
bielte er Skat und Billard. Und ſo klug war Dr. Caramelle,
Daß er den Zuſtand ſeiner Umwelt für endgültig und unveränder=
Eich hielt.
Das Komiſche in Romains Stück iſt nun, wie der ſchöpferiſche
Dr. ſtnock, der ein eigenes Weltbild in ſich trägt, dieſen Zuf.nd

auf dieſem Boden nicht mehr die Führerperſönlichkeiten erwachſen
können, deren die Wirtſchaft bedarf. Bei der Uebernahme des
Scheuerkonzerns durch die Preußenkaſſe und die Rentenbank=
Kreditanſtalt iſt eine ſolche Vernichtung ſelbſtändiger Exiſtenzen
nicht erfolgt. Der Handel hat mit Recht die Gefahren, die ihm
allenfalls aus dieſer Aktion erwachſen können, in künftigen Ent=
wicklungsmöglichkeiten
geſehen und befürchtet, daß eine Einfuhr=
kontingentierung
erſtrebt werden könne. Dieſe Befürchtung iſt
nicht unbegründet, weil der Gedanke der Kontingentierung nicht
genügend durchdacht iſt. Das große Problem in der
Landwirtſchaft, an dem der Handel ſtark inter=
eſſiert
iſt, iſt die Rationaliſierung und die Stan=
dardiſierung
der Produktion und der Produkte,
ein Gebiet, auf dem wir gegenüber anderen Ländern ſtark im
Rückſtand gekommen ſind. Die Löſungdieſer Aufgabe,
die die Landwirtſchaft auf genoſſenſchaftlicher
Grundlage vorzunehmen hat, wird dem Handel eine
Ware in die Hand geben,, die beſſer und billiger vertrieben und ab=
geſetzt
werden kann und daher dem Landwirt auch einen beſſeren
Erlös bringen wird. Dabei wird der Handel durchaus ſeinen
Platz behaupten.
Zum Schluß kam der Redner kurz auf die Tatſache zu
ſprechen, daß im Verfolg der Genfer Ereigniſſe man nunmehr an
eine endgültige Löſung des Reparationsproblems
herangehen will: Die Repartionen können nur auf=
gebracht
werden durch Warenausfuhr und durch
die Wiedereinſchaltung Deutſchlands in die ge=
ſamte
Weltwirtſchaft. Hier benötigt das deutſche Volk
die Mitarbeit des Groß= und Ueberſeehandels in erſter Linie.
Hier iſt der Handel berufen, die nationale Aufgabe unſerer Be=
freiung
aus den Ketten des Verſailler Vertrages mitzulöſen.
Darauf ſprach Profeſſor Dr. Joſef Schumpeter=Bonn über
Individualismusoder gebundene Wirtſchaft
Der Redner betonte in ſeinen Ausführungen u. a., es handle
ſich darum, ob heute wirklich, wie nicht bloß von ſozialiſtiſcher
Seite behauptet werde, die private Initiative, wie ſie ſich in der
Firma des einzelnen Induſtriellen und Kaufmanns verkörpert,
in dem Sinne überwunden ſei, daß der Schwerpunkt des Wirt=
ſchaftslebens
nicht mehr in ihr liege, es keinen Sinn mehr
habe, für ihre Bewegungsfreiheit wirtſchaftspolitiſch einzutreten,
und es überflüſſig ſei, auf ihre Lebensnotwendigkeiten Rückſicht
zu nehmen. Wichtigen Tendenzen der Steuer, Sozial= und Wirt=
ſchaftspolitik
aller europäiſchem Länder, einflußreichen Strömun=
gen
der öffentlichen Meinung, zahlreichen fachlichen und laien=
haften
Urteilen über wirtſchaftliche Dinge liege tatſächlich eine
ſolche Auffaſſung zugrunde. Aus einer Lage, wie ſie kaum ſchlech=
ter
ſein konnte, habe das Syſtem, das nicht ganz zutreffend
wirtſchaftlicher Individualismus genannt, zu werdem pflege,
Deutſchland in einen Zuſtand gebracht, der der Mſſe des Volkes
beſſere Lebensbedingungen bietet als die Vorkriegszeit, wobei die
verwaltungswirtſchaftlichen Verſuche, an denen es ja nicht
fehlte, faſt durchſwg als Paſſivpoſten zu buchen ſeien. Wie immer
man daher über ſeine fernere Zukunft denken, ob man jenes
Syſtem lieben oder haſſen mag, die gegenwärtige Stunde ge=
höre
ihm, und jene Völker würden am früheſten eine beſſere Zu=
kunft
ſehen, die das am beſten begriffen. Das geſchäftsführende
Präſidialmitglied Otto Keinath, Mitglied des R. W.R., ſprach
über das Thema: Die Arbeiten für den deutſchen Groß= und
Ueberſeehandel im Jahre 1927/28, und trug das Ergebnis der
am Tage vorher gepflogenen eingehenden Ausſchußberatungen
vor. Der Redner wies auf den ſchrankenloſem Optimismus hin,
von dem alle Maßnahmen der öffentlichen Hand geleitet zu ſein
ſcheinen, ein Optimismus, der ſich in der deutſchen Sozialpolitik,
in der Steuerpolitik ohne Rückſicht auf die wahre Leiſtungsfähig=
keit
der deutſchen Wirtſchaft kund tue. Die Forderung auf Neu=
tralität
der öffentlichen Hand und auf Verzicht der Schaffung
privilegierter Konkurrenzunternehmen aus den Steuergeldern
müſſe immer von neuem erhoben werden, ebenſo die
Forderung nach einem Steuerſyſiem, das
eine neue Kapitalbildung in den Betrieben
ermöglicht.
Zur Kapital= und Kreditfrage übergehend, betonte der Red=
ner
, daß auch der Großhandel ebenſo wie der Bankiertag der Auf=
faſſung
ſei, daß die öffentlichen Gelder auf dem Wege über die
Reichsbank ſyſtematiſch und gleichmäßig, tunlichſt dezentraliſiert,
in die Wirtſchaft fließen ſollten. An die öffentlichen Stellen müſſe
die Mahnung gerichtet werden, die Spartätigkeit zu fördern, nicht

im Dorfe St. Mignon überwindet. Er iſt durchaus keiner, der
davon lebt, daß er ſich Gelegenheit und Zufall geſchickt zunutze
macht. Zufall und Gelegenheit, das ſind mir ſchöne Ausdrücke!
Nein, Dr. Knock iſt Schöpfer einer neuen Welt. Sie heißt: Die
Welt der Medizin.
Von dem Ortstrommler wird eine Gratisordination ausge=
rufen
. Sie lockt die geizigſten Klienten herbei. O ja, es gibt
ſehr reiche Leute, die aus Geiz niemals krank ſind. Knock ver=
ſteht
es gut, ſie zu heilen. Halten Sie ihn deshalb bitte nicht für
einen Charlatan! Denn er kennt ja keinen Eigennutz und nur das
Intereſſe der Medizin, neben dem alles andere untertaucht. So
wird in ſeinen Händen das Unmögliche glaubhaft. Aus dem
kleinen Dorf wird ein berühmter Kurort, der ſelbſt aus Paris
und Lyon ſeine Patienten bezieht. Das dürftige Gaſthaus Zum
goldenen Dromedar, hat ſich in ein modernes Sanatorium um=
gewandelt
. Hunderte genießen die Segnungen der Medizin. Aber
Dr. Knock, der Schöpfer dieſes Werkes, führt das Leben eines
Galeerenſträflinges, arbeitend Tag und Nacht. Und hier wird
Komik und Tragik zu Einem. Der Caramelle durfte mit ſeinen
Freunden Skat und Billard ſpielen. Dr. Knock inmitten ſeiner
endloſen Arbeit, beſeſſen vom Wahn des ewigen Diagnoſtizierens,
wird ſchließlich ſelbſt ein Opfer der triumphierenden Medizin.
Dr. Ernſt Braſch.
*Frankfurter Theater.

Tolſioi Klabund Woikow.
Das Frankfurter Schauſpielhaus marſchiert mit
zwei Uraufführungen an der Spitze der deutſchen Theater. Beide
ſind ruſſiſcher Herkunft.
Zunächſt eine Huldigung zu Tolſtois hundertſtem Geburts=
tag
: Dererſte Branntwein eine Predigt gegen den Alko=
hol
in fünf Auftritten. Alle ſind ſie dem Teufel verfallen, der
Stutzer, der Juriſt, die Weiber, nur der Bauer nicht. Erſt als der
Teufel ihn verführt, aus Korn nicht Brot zu backen, ſondern
Branntwein zu brennen, kommen alle böſen Eigenſchaften über
den Bauer, wird auch er ein Opfer des Teufels. Es iſt wirkungs=
volle
Volksaufklärung; das Problem wird ſehr einfach gefaßt; all=
zu
einfach, ſtünde nichts Tolſtois große Perſönlichkeit dahinter und
gäbe den gewaltigen Rahmen.
Ben Spaniers Inſzenierung brachte Anlehnungen an die
ſtarkfarbige ruſſiſche Bühnenkunſt, ohne ſie vollſtändig zu treffen.

den Gelbverbrauch und vor allem eine Anreicherung des aus=
gebluteten
Groß= und Ueberſeehandels an Eigenkapital wieder
zuzulaſſen, insbeſondere durch Maßnahmen auf dem Steuer=
gebiete
. Unbedingt notwendig ſei eine verſtändigere Geſtaltung
des Einkommenſteuertarifes durch Auseinanderziehung der Staf=
feln
. Die Wiedereinführung der Vermögenszuwachsſteuer ſei ab=
zulehnen
, zu fordern dagegen eine Senkung der Gewerbe= und
Hauszinsſteuer. Der Reoner behandelte dann noch die für den
Groß= und Ueberſeehandel beſonders ungünſtigen Tariferhöhun=
gen
bei Poſt und Eiſenbahn, ſowie die ſozialen Laſten, bei denen
ſtarke Uebertreibungen eingetreten ſeien, ſo insbeſondere bei der
Arbeitsloſenverſicherung und dem Arbeitsſchutzgeſetz. Die Ar=
beits
=, Lohn= und Steuerverhältniſſe müßten vielmehr als bisher
unter Berückſichtigung der Wettbewerbsfähigkeit mit dem Aus=
lande
geregelt werden. Die Kartellpolitik des Wirtſchaftsmini=
ſteriums
habe die Ausſchaltung des Handels künſtlich verſchärft,
dagegen die Vertruſtung der Induſtrie und der Warenhäuſer ge=
fördert
. Der Handel ſtehe in einem ernſten Kampf um ſein Le=
ben
. Er müſſe alle geiſtigen Kräfte und Energie anſpannen und
alle modernen Hilfsmittel einſchließlich Statiſtik und Konjunktur=
forſchung
in ſeinem Betriebe verſuchen, um die Ungunſt der Zeit
zu überwinden.
Konſul Arnold Gumprecht=Hamburg ſprach über Ver=
einheitlichung
der kontraktlichen Bedingungen im Außenhandel.
An die einzelnen Referate ſchloſſen ſich Diskuſſionen an. Beſon=
ders
bemerkenswert ſind die Ausführungen, die ein Vertreter
des Getreidehandels im Anſchluß an das Referat Profeſſors Dr.
Schumpeter=Bonn machte. Er hob hervor, daß die Ausführungen
des Profeſſors Schumpeter für keim Wirtſchaftsgebiet aktueller
ſeien als für den Getreidehandel, in deſſen Arbeitsgebiet die
öffentliche Hand durch den Aufkauf der Scheueraktien eingedrun=
gen
ſei. Eanz abgeſehen davon, daß Form und Inhalt dieſes Ge=
ſchäftes
zur ſchärfſten Kritik herausfordern, weil Aktien, die noch
im März mit 105 v. H. bezahlt wurden, von dem ſtaatlichen Bank=
inſtituten
im Juli mit etwa 180 v. H. übernommen worden ſeien,
könne die individuelle Wirtſchaftstätigkeit, die Profeſſor Schum=
peter
für den gegenwärtigen Zeitpunkt für Deutſchland als
lebensnotwendige Wirtſchaftsform fordert, für den feinmaſchigen
und weltwirtſchaftlich verflochtenen Getreidehandel in keiner
Weiſe entbehrt werden.
Forderungen des deuiſchen Groß=
und Ueberfeehandels.
München, 21. September.
Der Groß= und Ueberſeehandel, in ſeinen Lebensbedingungen
aufs äußerſte bedroht, aber unerſchütterlich von der Notwendig=
keit
eines ſelbſtändigen, mit ſeinem Vermögen voll bevandwort=
lichen
Handels für ein dauerndes Gedeihen der Volkswirtſchaft
überzeugt, fordert mit aller Entſchiedenheit:
Eine Steuerpolitik, die die unerträgliche Ueberlaſtung
der Betrebe beſeitigt und einen Wiederaufbau der durch die
ſtaatlichen Maßnahmen in der Inflationszeit und die Wegnahme
des deutſchen Auslandsvermögens ſchwer getroffenen Kapital=
kraft
ermöglicht,
eine Sozialpolitik, die eine Wettbewerbsfähigkeit der
deutſchen Erzeugniſſe auf dem Weltmarkt ſicherſtellt und den
Handelsbetrieben die notwendige Anpaſſung an die wechſelnden
Aufgaben ermöglicht,
eine Reviſion der Eiſenbahn= und insbeſondere
der Poſttarife nach unten,
eine großzügige Verfaſſungs= und Verwaltungs=
reform
, die den Geſamtſteuerbedarf, insbeſondere auch durch
eine ſtarke Dezentraliſation, nach unten weſentlich ſenkt,
eine Einſchränkung der wirtſchaftlichen Be=
tätigung
der öffentlichen Hand, insbeſondere völli=
gen
Verzicht auf wirtſchaftlichen Wettbewerb ſteuer= und kapital=
begünſtigter
öffentlicher Betriebe mit den ſteuerzahlenden Be=
trieben
der Bürger, unbedingte Neutralität der öffentlichen
Hand in dem natürlichen wirtſchaftlichen Kampf der Wirtſchafts=
gruppen
, insbeſondere des Großhandels und der Genoſſen=
ſchaften
,
jede mögliche Förderung einer gegenſeitigen
weltwirtſchaftlichen Annäherung der Völker,
unter Beibehaltung des jetzigen, auf ſelbſtverſtändlicher Gewäh=
rung
gegenſeitiger Meiſtbegünſtigung beruhenden Handelsver=
tragsſyſtems
.
Der Groß= und Ueberſeehandel ſelbſt hat die Aufgabe, mit
größtem Nachdruck alles zu tun, um ſeine Betriebe ſo rationell
und ſo leiſtungsfähig zu geſtalten, daß ſie im freien Wettbewerb
das Beſte für die Erzeugung und für den Verbrauch leiſten.

Franz Schneider, Theodor Dannegger und Alexander
Engels treten unter den Darſtellern hervor.
Lebendiger, ſpritziger und amüſanter iſt die Komödie Die
Liebe auf dem Lande, die Klabund nach dem Vorwurf
des Ruſſen Woikow gedichtet hat. Eine Groteske auf die neuen
Ehe=Formen des Sowjet=Staates, aber von Klabunds leichter
Hand geformt, amüſant geſtaltet, menſchlich erfüllt!
Darſtelleriſch ein Leckerbiſſen: Konſtanze Menz, das viel=
umworbene
Weibchen, erſt kleiner Weibsteufel, dann girrende
Taube, ſchließlich menſchlich ſtarkerklingend verliebt! Eine ſehr
ſchöne, eine große Leiſtung! Impekoven, der rotbebluſte Dorf=
gewaltige
, den die hübſche Arina in zarte Ketten ſchlägt,
Biberti, der derbzugreifende, Taube, der zarte Liebhaber,
ein famoſes Terzett!
Der Beifall des ſehr beluſtigten Hauſes unterbrach die Auf=
führung
auf offener Szene.
II.
Zwiſchen tanzenden Kleidern.
Das Neue Theater gab Italien das Wort mit einem
Schauſpiel von Roſſo di San Secondo: Zwiſchen tanzen=
den
Kleidern.
Der Italiener Roſſo ſtammt aus der dürren, glühenden
Schwefelerde Siziliens. Er ſteht den Dithyramben d’Annunzios
ebenſo fern wie den phantaſtiſchen Dankſpielen Pirandellos.
Hinter den Gefühlen der Menſchen ſucht Roſſo die führende Hand
des Schickſals. Müde, quäleriſch und doch verſöhnend.
So auch ſein Schauſpiel Zwiſchen tanzenden Klei=
dern‟
. Die vertriebene ruſſiſche Fürſtin, die durch die Tätigkeit
in einem Pariſer Modeſalon ihrer inneren Verzweiflung Herr
zu werden ſucht, bezwingt durch die Stärke des mütterlichen
Gefühls der Ränke einer abenteuernden Gegnerin.
Kein weſentliches Werk! Weſentlich nur durch Irene
Trieſch als Darſtellerin der Fürſtin! Vor vielen Jahren er=
wuchs
Irene Trieſch auf der Frankfurter Bühne zu der Höhe
ihrer Kunſt. Eine lange Berliner Zeit liegt dazwiſchen. Aber
immer noch hat ſie den ſtillen, ergreifenden Ton des Leides, der
nicht aus der Kehle, ſondern aus dem duldenden Frauenherzen
zu kommen ſcheint. Mit einer kleinen Handbewegung gibt ſie den
Glauben an einen großen Schmerz.
Sie trug die Darſtellung: Ein blutendes Herz zwiſchen tan=
zenden
Kleidern.
E.

[ ][  ][ ]

Verlobte
Hiltraut Bußmann
Profuriſt
Carl Friedrich Springorum
Oberleutnant a. D. (15055
Eſſen, den 23. September 1928
Viehoferſtraße 135 Iſenbergſtraße 13

Ihre Vermählung beehren ſich anzuzeigen

Uhre am Sonntag, den
23. September 1928 nach-
mittags
3½ Uhr, in der Martins-
kirche
stattfindende Trauung
beehren sich anzuzeigen

Hans Meincke
Maria Meincke, geb. Crämer

Andernach a. Rh., Poſiſir. 7I., am 22. Sept. 1928
z. Zt. Darmſtadt, Ludwigſtraße 8.

Die kirchliche Trauung findet am Sonntag, den 23. Sep=
tember
1928, nachm. 2.30 Uhr, in der Schloßkirche ſiatt.
(24641

Nachruf.

Heinrich Maver und Frau
Else, geb. Eyberger

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unſere
Mitglieder von dem Ableben unſeres lieben Kollegen
und langjährigen Innungsmitgliedes

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Georg Seibert und deſſen Ehefrau
Eliſe, geb. Wilhelm, wohnhaft hier,
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in Kenntnis zu ſetzen.
Die Beerdigung findet Samstag, den 22. Sep=
tember
, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des
Waldfriedhofes aus ſtatt.
Wir bitten unſere Mitglieder, ſich zahlreich zu
beteiligen.
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Mund, ſtellv. Vorſitzender.
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Karl Rau u. Frau, geb. Nöhrich
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Darmſtadt, den 21. Sept. 1928.

Die Beerdigung findet Montag,
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Die Beerdigung findet am Montag, den 24. Sep=
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ſtern
im Eli abethenſt ft zu danken für ihre ſtet: liebe=
volle
Pflege in den langen Jahren ſeiner Krankheit,
ſowie den Gemeindeſchw ſtern und Diakon und Herrn
Pfarrer Berger für ſeine troſtreichen Worte am Grabe.

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Der Ke lner Fliegt von Gas: zu Gast.
Die Füße haben Schwung bekommen,
Seitdem er Lebewohles genommen.
Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzien
empfohlene Hühneraugen-Lebewohl mit druckmilderndem
Filaring für die Zehen und Lebewohl-Ballensche ben für dle
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[ ][  ][ ]

Samstag, den 22. Geptember 1928

Geite 5

Nummer 264

Aus der Landeshauptſitadt.
Darmſtadt, 22. September.
Utereſſengemeinſchaft fortſchrittlicher Künſiler
Heſſens.
DDie an dieſer Stelle vor einiger Zeit angekündigte Heubſtaus=
kung
der Intereſſengemeinſchaft fortſchrittlicher Künſtler Heſſens
mſtädter Sezeſſion und Darmſtädter Gruppe) wird am kommenden
ſumtag, den 23. September, in den Städtiſchen Ausſtellungsräumen
der Mathildenhöhe vormittags 11.30 Uhr vor geladenen Gäſten
Fnet. Wie ſchon hingewieſen, umfaßt die Ausſtellung: Malerei,
ſatik, Architektur und Graphik ſowie eine Kollektion Erzeugniſſe der
hft=Ludwigs=Preſſe und der Mainzer Preſſe von Profeſſor Chriſt.
henkens. Außer den Mitgliedern beider Gruppen ſind eine Reihe
gleimiſcher und auswärtiger Gäſte an der Ausſtellung beteiligt. Dem
umfangreichen Katalog ſind, im Gegenſatz der Gepflogenheiten,
ildungen nach Gemälden der Künſtler zu bringen, die Photobild=
der
Mitglieder beider Gruppen und der Gäſte gebracht, mit ihren
elurtsdaten, derzeitiges Wirkungsfeld und genauer Adreſſe.
Ernannt wurden: Ann 17. Auguſt: der Schulamtsanwärter Peter
Fmann aus Alzey zum Lehrer an der evangeliſchen Volksſchule
ellsheinr, Kreis Worms, mit Wirkung vom Tage des Dienſtantritts
am 19. Scptember: der planmäßige außerordentliche Profeſſor für
terinär=Hiſtelogie und Veterinär=Embryologie an der Univerſität
irzig, Dr. Wilhelm Schauder, mit Wirkung vom 1. Oktober 1928
Zum ordentlichen Profeſſor für Veterinäranatomie an der Landes=
hüverſität
Gießen. Durch Entſchließung des Herrn Miniſters für
tleus und Bildungsweſen wurde der Studienreferendar Georg
ſräunig zum Studienaſſeſſor ernannt.
Erledigt ſind: Eine Lehrerſtelle für einen katholiſchen Lehrer
der Volksſchule zu Wallertheim Kreis Oppenheim; Wohnung
uc vorhanden; eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
Ger Velksſchule in Altenſchlirf, Kreis Lauterbach; Dienſt=
zruiung
iſt vorhanden und beziehbar; die Lehrerſtelle für einen
gargeliſchen Lehrer an der Volksſchule in Radmühl, Kreis Lauter=
1ch3 Dienſüwohnung iſt vorhanden und boziehbar; eine Lehrerſtelle
fr einen katholiſchen Lehrer an der Volksſchule in Herbſtein, Kreis
ſtuterbach: Dienſtwohnung iſt vorhanden und beziehbar; die Lehver=
fle
für einen evangeliſchen Lehrer an der Volksſchule in Schlech=
urwegen
Kreis Lauterbach; Dienſtwohnung iſt vorhanden und
zehbar.
In den Ruheſtand verſetzt wurde: Am 4. September: der Juſtiz=
ferwachtmeiſter
bei dem Amtsgericht Wörrſtadt Philipp Ahr, auf
ſpyſuchen mit Wirkung vom 1. November 1928 an. Auf Grund des
ſeistzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli bziv.
Dezember 1923 bzſv. 8. Oktober 1925 (Reg.=Bl. S. 509, 511 und 242)
eitt am 1. November 1928 in den Ruheſtand der Amtsgerichtsdirektor
lin Amtsgericht Darmſtadt I Dr. Gottfried Hauſtaedt.
Hohes Alter. Frau Karoline Aeckerlin Wwe. kann heute
amstag in voller körperlicher und geiſtiger Rüſtigkeit ihren 80. Ge=
ue
=stag begehen. Frau Aeckerlin iſt die frühere Beſitzerin und Inhabe=
m
der Beſſunger Weinſtube, Beſſunger Straße 9.
Jubiläum. Am 1. Oktober d. Js. ſind 45 Jahre verfloſſen, daß
ir Packer und Tapezier Hermann Luft in dem weitbekannten
abetenhaus C. A. Stützer Nachfolger, Schützenſtraße 5, in Stellung iſt.
68 iſt ein gutes Einvernehmen zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
verzeichnen, zumal der Jubilar drei Generationen ſeine Arbeits=
üäte
widmet, und der jetzige Inhaber, Herr Grünpeter, das Geſchäft
it den neueſten Tapeten in die Höhe brachte. Möge es dem Jubilar
egönnt ſein, noch recht lange der Firma C. A. Stützer Nachf. ſeine
ſrafte zur Verfügung ſtellen zu können, um ſpäterhin einen ſchönen
useabend zu verleben.
Im Schloßmuſeum finden täglich Führungen vormittags
und 11.30 Uhr, nachmittags 3.30 und 4 Uhr ſtatt. Samstag und
ſonntag nachmittags geſchloſſen.
Heſſiſches Landestheater. Heute Samstag, 19 Uhr, wird im
ueßen Haus als 2. Vorſtellung der Miete I. Schillees Don Car=
8 gegeben. Morgen 18 Uhr geht als 2. Vorſtellung der Miete V
Kirners Lohengrin in Szene. Die beiden Werke müſſen nach
ieen Aufführungen auf etwa 14 Tage vom Spielplan verſchwinden,
Oper und Schauſpiel mit dem weiteren Ausbau des Repertoires
häftigt ſind. Die Oper bringt in der kommenden Woche die Erſt=
urührung
von Florows komiſcher Oper Fatme (27. September)
eine Wiederaufnahme von Kreneks Jonnt ſpielt auf (30.
ſeot.) und bereitet die Uraufführung von Roters' heiterer Oper Die
warze Kammer, ſowie zwei Konzerte anläßlih des Ton=
mſtlerfeſtes
vor. Das Schauſpiel bringt morgen Sountag die Erſt=
uirührung
von Romaius Komödie Dr. Knock, mit der das Kleine
ſe 1s ſeine Winterſpielzeit eröffnet, und nimmt am 25. September
t indbergs Traumſpiel, am 2. September Heynickes Komödie
Ver gewinnt Liſette? wieder auf.
Einmaliges Gaſtſpiel KayßlerFehdmer. Das Landestheater
zürt den 100. Geburtstag des ruſſiſchen Dichters Leo Tolſtof am Frei=
ch
. dem B. September, durch eine Aufführung ſeines Schauſpiels
und das Licht ſcheinet in der Finſternis für die
edrich Kayßler und ſeine Gattin Helene Fehdmer mit ihrem
aſemble verpflichtet wurden. Gerade dieſes Werk, das man als dra=
jakiſche
Selbſtbiographie anſehen muß, iſt weſentlich für die Betrach=
mg
des Menſchen und Dichters Tolſtoi. Friedrich Kayßler iſt ſeit
illen Jahren einer der anerkannteſten Schauſpieler der deutſchen
8 hne, und auch der Name Hellene Fehdmers gehört in die Reihe der
eEcen deutſchen Darſteller. Zu dieſem Baſtſpiel, das außer Miete
ſatfindet, haben die Mieter des Landestheaters am
Nontag, dem 24., und Dienstag, den 25. September,
i. Vorkaufsrecht zu ermäßigten Preiſen von 0,808 Mark. Der
Ugemeine Vorverkauf beginnt am Mittwoch, dem 26. Seplember, zu
Blciſen von 1 bis 10 Mark.
Das erſte Konzert des Muſikvereins findet im Rahmen der Jubi=
tumstagung
des Reichsverbandes Deutſcher Tonkünſtler und Muſik=
ehrer
am 5. Oktober, abends 8 Uhr, in der Pauluskirche ſtatt. Zur
Aufführung kommen: In memoriam von Reznicek unter Leitung des
kamponiſten und drei geiſtliche Chöre von Arnold Mendelsſohn unter
frtung von Generalmuſikdirektor Dr. Böhm. Die inaktiven Mitglie=
ſe
können dieſes Konzert oder nach Wahl das Kammermuſikkonzert
nſ uchen, das aus dem gleichen Anlaß am 5. Oktober, vormittags 11 Uhr,
m Städtiſchen Saalbau ſtattfindet. Die aktiven Mitglieder, auch ſo=
mit
ſie an der Aufführung nicht beteiligt ſind, erhalten eine Karte zur
tühtöffentlichen Hauptprobe des Kirchenkonzerts, deren Zeit noch mit=
Freilt werden wird. Sämtliche Karten können in der Zeit vom 1.3.
Oltober bei Klavier=Arnold, Eliſabethenſtraße 28, gegen Rückgabe des
bzzu ausgegebenen Gutſcheins bzw. gegen Vorzeigen der aktiven Mit=
gledskarte
abgeholt werden.
Der junge Richard Wagner‟. Der Bayreuther Bund
giinen ihre diesjährige Tätigkeit mit einer gemeinſamen Morgen=
feier
am Sonntag, 30. September, vormittags 11 Uhr, im Saale des
Muſikvereins (Steinſtraße 24). Der Gründer des Bahreuther Bundes einlat.
der deutſchen Jugend, Muſiklehrer Otto Daube aus Altenburg, dem
eit ausgezeichneter Ruf als Vortragender und Pianiſt vorausgeht, wird
über das Thema: Der junge Richard Wagner ſprechen und
bebei eine Anzahl z. T. noch unbekannter Jugendkompoſitionen des
Aeiſters am Flügel zum Vortrag bringen, unter anderem eine noch
un veröffentlichte Sonate, die über die muſikaliſche Entwicklung Richard
Aagners ſehr intereſſante Aufſchlüſſe gibt und deren Aufführung das
haus Wahnfried entgegenkommenderweiſe geſtattet hat. Allen Muſik=
lie
benden verſpricht die Veranſtaltung, die zum Beſten des Bahreuther
Ecipendienfonds ſtattfindet, einen hohen Genuß. Eintritt für Mitglie=
dx
50 Pfg., für Nichtmitglieder 1 Mk., für Mitglieder des Bühnen= die Fred=Richter=Revue Große Kleinigkeiten in 32 Bildern nur noch
allsbundes 75 Pfg. Karten bei Chriſtian Arnold am Weißen Turm. wenige Tage zur Aufführung gelangt und es ſich deshalb empfiehlt,
Hiſtoriſcher Verein. Der letzte Ausflug dieſes Jahres und der
leßte, den wir vierter Klaſſe unternehmen, führt Samstag, den 22. Sep= bietungen nicht entgehen zu laſſen. (Näh. ſ. Anz.)
tünber, nach Frankfurt, wo die Ausſtellung Aus Alt=Frankfurter Bür=
gerhäuſern
beſuch= werden ſoll. Abfahrt Darmſtadt Hbf. 14,34 Uhr,
Aeikunft Frankfurt 15,25 Uhr. Rückfahrt nach Verabredung.
ſich ein Student der Techniſchen Hochſchule zu verantworten. Die Sache mit der Straßenbahn um 7.55 Uhr. Von Eberſtadt führt der Weg
ſtand ſchon einmal an, verfiel aber damals der Vertagung. Wieder
einf Zuſammenſtoß, diesmal zwiſchen Fahr= und Motorrad. Am 24. 3. dem Otzberg. Gäſte ſind willkommen.
Js. fuhr Angeklagter mit ſeinem Motorrad, von der Heinrichſtraße
herunterkommend, durch die Karlſtraße, als ihm auf dem Fahrrad ein
ſenger Mann, der einen Korb mit Waren transportierte, Ecke Hölges= verordneten S hneider nicht heißen, die Hauszinsſteuer in Heſſen betrage
ſtraße entgegenkam. An der Straßenbahnweiche wurde der Radfahrer nur 15,8 Prozent gegen 26,8 Prozent in Preußen, ſondern: Von dem
angefahren. Der Angeklagte gibt an, der Radfahrer ſei in Schlangen= Aufkommen an Hauszinsſteuer werden in Preußen 26,6 Prozent, in
ſuien, auch durch den Transport behindert, gefahren, während ihm die
nklage vorwirft, er ſei die Karlſtraße herunter zu raſch gefahren. Der
Verletzte, der einen Bluterguß hinter dem Ohr hatte, war fünf Tage ein höherer Anteil der Hausginsſteuer für den Wohnungsbau flüſſig
(Ebeitsunfähig. Der Strafantrag des Staatsanwalts geht auf zwei
bſtgsſtellt. Das Urteil erkennt auf 100 Mark Geldſtxafs=

Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landestheaters
Großes Haus.
Sonntag, den 23. September, 18 Uhr, Ende nach 22½ Uhr, D 2:
Lohengrin, Oper von Richard, Wagner. Preiſe
1.20 bis 12 Mark.
Montag, den 24. September: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 25. September, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, E 3:
Ein Traumſpiel, von Strindberg. Preiſe 1 bis
10 Mark.
Mittwoch, den 26. September, 20 Uhr, Ende 21½ Uhr, B 2:
Judith, Oper von A. Honegger. Preiſe 1 bis 10 Mk.
Donnerstag, den 27. September, 20 Uhr, Ende 22 Uhr, C 2:
W.er gewinnt Liſette?. Komödie von Kurt Hei=
nicke
. Preiſe 1 bis 10 Mark.
Freitag, den 28. September, 19½ Uhr, Ende 22½ Uhr: Einma=
liges
Gaſtſpiel Friedrich Kayßler Helene Fehdmer mit
Enſemble, zur Feier von Tolſtois 100. Geburtstag: Und
das Licht ſcheinet inder Finſternis, Schauſpiel
von Tolſtoi. Außer Miete. (Vorverkauf für Mieter des
Landestheaters am Montag, 24. Sept., und Dienstag,
25. Sept., zu Preiſen von 0.80 bis 8 Mk. Allgemeiner
Vorverkauf ab Mittwoch, /26. Sept., zu Preiſen von 1 bis
10 Mark.
Samstag, den 29. September, 19½ Uhr, Ende 22½ Uhr, L. 3:
Der Bettelſtudent, Operette von Millöcker.
Preiſe 1 bis 10 Mark.
Sonntag, den 30. September, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, A. 3:
Jonny ſpielt auf, Oper von Krenek. Preiſe
1 bis 10 Mark.
Kleines Haus.

Sonntag, den 23. September, 11½ Uhr: Morgenfeier der
Darmſtädter Volksbühne. 19½ Uhr, Ende
22 Uhr, Zuſatzmiete V=; zum erſten Male: Dr. Knock
oder Der Triumph der Medizin, Komödie von Jules
Romains. Preiſe 1.20 bis 6 Mark.
Montag, den 24. Sept., bis Mittwoch, den 26. Sept.: Keine
Vorſtellung.
Donnerstag, den 27. September 20 Uhr, Zuſatzmiete UI=, zum
erſten Male: Fatme‟, Oper von Flotow. Preiſe 1.20
bis 6 Mark.
Freitag, den 28. September: Keine Vorſtellung.
Samstag, den 29. September, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr, Zuſatz=
miete
VII., zum erſten Male wiederholt: Dr. Knock
oder Der Triumph der Medizin, Komödie von Jules
Romains. Preiſe 1.20 bis 6 Mark.
Sonntag, den 30. September, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr: Der
tolle Hund, Lokalpoſſe von Niebergall. Dargeſtellt
von der Heſſ. Spielgemeinſchaft. Preiſe 0.50, 1, 1.50, 2 Mk.

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Für das Zugaben=Verbot!

Anläßlich der von der Intereſſengemeinſchaft des Lebensmittel=
Cinzelhandels E. V. in Darmſtadt veranſtalteten Werbewoche fand am
17. d. M. uur Fürſtenſaale eine ſehr ſtark, auch von auswärts, beſuchte
Verſammlung ſtatt. An ihr nahmen ferner zahlreiche Mitglieder des
Landesverbandes des Kolonialwaren=Feinkoſt= und Lebensmittel= Einzel=
handels
von Heſſen=Naſſau und Waldeck, Vertreter des Großeinkaufs
Aſchaffenburg, ſowie führender Markenartikelfabriken teil. Nach einem
Neferat von Herrn SeverinHersfeld, der über die Reklamemethoden
ſprach, erörterte der Wirtſchaftsſachverſtändige Dr. Pelka=Berlm die
Notwendigkeit der baldigen Verwirklichung eines geſetzlichen Zugabe=
verbots
, das die eigentlichen Reklameartikel verbotsfrei läßt, die An=
kündigung
und die Gewährung von Zugaben im übrigen aber verbieten
ſoll. Der Referent wies u. a. darauf hin, daß der gegenwärtige Zeit=
punkt
für das endliche Zuſtandekommen eines Zugabeverbots ſo günſtig
wie nie zuvor ſei. Er teilte mit, daß erſt in den letzten Tagen auf
Verſamulungen der Einzelhandelsverbände und Einkaufsgenoſſenſchaf=
ten
in den Handelskammerbezirken Bochum und Barmen Entſchließun=
gen
gefaßt wurden, in denen die Reichsregierung ſowie der Reichstag
dringlich aufgefordert werden, endlich das von der Handelsmehrheit und
zahlreichen Verbraucherorganiſationen geforderte geſetzliche Zugabever=
bot
zu veiwirklichen. Dr. Pelka=Berlin legte ferner im einzelnen dar,
daß nicht nur die reinen kaummänuiſchen Intereſſen das Zugabenverbot
erforderlich machen, ſondern daß es auch im Intereſſe des Handels und
der Velksgeſamtheit liegt, wenn durch das Zugabenverbot die zum
Wiederaufbau Deutſchlands notwendige Erſtarkung von Treu und Glau=
ben
im Handelsgebaren des ehrbaren Kaufmannes neu befeſtigt würde.
Nachdem der Referent noch mitgeteilt hatte, daſ der ſoeben in Eſſen
verauſtaltete neunzehnte Genoſſenſchaftstag des Reichsverbandes Deut=
ſcher
Konſumvereine ſehr entſchieden für das beſchleunigte Zuſtande=
kommen
des geſetzlichen Zugabenverbots in einer einſtimmig angenomme=
nen
Entſchließung eingetreten ſei, und dem Einzelhandel ans Herz
gelegt hatte, in der Zugabenfrage taktiſch mit der Aktion der anderen
Handelsformen einig zu gehen, nahm die Darmſtädter Verſammlung ein=
ſtimmig
eine Entſchließung an, welche dem Reichsjuſtizminiſterium, dem
Reichswirtſchaftsminiſterium und dem Reuhstag zugeleitet wird. Die
Entſchließung lautet:
Die am 17. September 1928 von der Intereſſengemeinſchaft des
Lebensmittel=Einzelhandels E. V. in Darmſtadt (Jgeda) veranſtaltete
Verbeverſammlung erſucht die Reichsregierung ſowie den Reichstag,
zur Beruhigung von Handel und Konſumentenſchaft endlich das geſetz=
liche
Zugabenverbot beſchleunig= zu vervorklichen. Das den geſetzgeben=
ud
der Bahreuther Bund der deutſchen Jugend be= den Kerverſchaften vorliegende Material bietet fehr wohl die Mög=
lihkeit
, ein Zugabenverbot zu ſchaffen, das keinerlei berechtigte Inter=
eſſen
verletzt und eine Mehrheit aller beteiligten Kreiſe auf ſich ver=

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Orpheum. Es ſei hiermit nochmals darauf hingewicſen, daß
die nächſten Vorſtellungen zu beſuchen, um ſich die ſelten ſchönen Dar=
Wanderung. Die Stenographen=Vereinigung
Gabelsberger‟ Darmſtadt, Nieder=Ramſtädter Straße 1, unter=
nimmt
am kommenden Sonntag, 23. Sept., ihre nächſte Wanderung.
b.* Bezirksſchöffengericht. Wegen fahrläſſiger Körperverletzung hat Treffpunkt morgens 7.45 Uhr am Luiſenplatz: Abfahrt nach Eberſtadt
über Waſchenbach, Nieder=Modau, Groß=Bieberau, Ober=Klingen nach
Hauszinsſteuer. In unſerem geſtrigen Stadtverordnetenbericht
iſt ein Jrrtum unterlaufen. Es muß in den Ausführungen des Stabt=
Heſſen aber nur 158 Prozeut für den Wohnungsbau zur Verfügung
geſtellt. Deshalb müßte darauf hingelvirkt werden, daß auch in Heſſen
gemacht werde. Die Hauszinsſteuer iſt in Preußen faſt gleich hoch wie
Wochen Gefängnis. Der Verteidiger erachtet ein Verſchulden nicht für, in Heſſen, nämlich 48 Prozent der Friedensmiete gegen 47,3 Prozent
m Heſſen=

Die Darmſtädter öffentlichen
Garten=Anlagen.
Nach einer längeren Erholungs= und Studienreiſe, die mich durch
eine Reihe ſüddeutſcher und ſ=hweizeriſcher Städte führte, umfing mic=
bei
meiner Ankunft uu Darmſtadt wiederum der Zauber der hieſigen
Bahnhofsgartenanlage mit der reichen leuchtenden und kontraſtreichen
Farbenpracht ihrer Gruppen und Rabacten auf frendig grünem, wohl=
gepflegtem
Naſengrunde, umrahmt von feingeſchnittenen kleinen Hecken
und eingeſtreuten Eiben und Buchsbaum=Solitärs. Vei weiterem
Durchſtreifen der ſtädriſchere Gartenanlagen begeonete ich überall gleich
gut gepflegten, prächtigen Anpflauzungen, zum Teil noch in voller
Blitenfülle ſtehend, trotz der ſchon vorgerückten Jahreszeit. Vor der
großen Ausſtellungs= oder Feſthalle grüßte mich der in feurigſten Far=
ben
gehaltene Blitengarten mit gleich friſchem Raſen, wie vor dem
Balnhofsgebäude. Ein jeder Fachmann weiß es zu ſchätzen, welch einen
großen Arbeitsaufwand und ſtändige Bewäſſerung die Erhaltung eines
ſo prücktigen Naſens bedeutet, zumal in einem ſo heißen Sommer,
wie wir ihn hiuter uns haben.
Schmucke, mit Dahlien geſchmückte Flächen begleiten die Rheinſtraße,
füllen den ſchönen Orangeriegarten mit ihrem reichen, ſo mannigfalti=
gen
, bunten und farbenfreudigen Blühen, den Anlagen zu einem her=
vorragenden
Schmucke gereichend. Im Gauten bei der Panluskirce
wirkt die ſchöne breite Nabatte längs der Mauer dominierend, feſſelt
mit ihrem reichen Staudenſchmucke und ſonſtigen dekorativen buntlaubi=
gen
Gewächſen, einerlei, ob im Frühjahr, Sommer oder Heubſt. In
allen Teilen der Stadt begeguen wir kleinen, ſchön geſchmückten öffent=
lichen
Squares mit feurigen Gerauien, Begonien, Salvien uſw., aber
beſonders erwähnen uöchte ich noch die Rathenau=Anlage am Orpheum.
deren anſteigende Terraſſen, durch ſchön bewachſene Blütenmauern von
einander getrennt und durch Trephenſtufen miteinander verbundon,
den Eindruck von kleinen Sondergärten hervorrufen, durch ihren äußerſt
reichen und mannigfaltigen Blütenſchmuck den Beſucher beſtechen und
zum Verweilen einladen. Herrliche Stauden, Roſen, Canna, Begonien,
Heliotrops uſw., nicht zu vergeſſen die im Frühjahr ſo leuchtenden
Mauerpflanzen, zaubern vor unſeren Augen das den ganzen Sonmer
hindurch ſo farbenfrohe Bild hin.
Der im natürlichen Stil ſo großzügig angelegte Herrngarten ſchließ=
lich
mit ſeinem Sprigbrunnen, den weiten Fernblicken über grüne,
gewellte Raſenflächen, den lauſchigen Baumgruppen, gebildet z. T. von
ſeltenen Baumarten, iſt im Gegenſatz zu obigen, meiſt regelmäßigen
Blumengärten eine herrliche, große Parkanlage, die einen beliebten Auf=
enthalt
des Darmſtädter Publikums bildet.
So zog all das Geſchaute an meinem fachmänniſchen Auge vorüber
und drängte unwillkürlich zu Vergleichen. Meiſt ſuchen wir das Gute
anderwärts und nicht zu Hauſe. Nicht daß ich in anderen Städten nicht
auch nachahmenswerte Motibe, andere Bilder geſchaut hätte, erzeugt
durch eine andere Bepflanzung oder auh, wie z. B. in der Schweiz,
durch eine großartigere natürliche Umrahmung, doch ſelten fah ich dieſe
Großzügigkeit, dieſe Farbenpracht, dieſe prächtig grünen Raſenflächen
und ſo korrekt gehaltenen regelmäßigen Anlagen mit ihren feingeſchnit=
tenen
Hecken. Dies alles zeugt von der Sachkenntnis und Umſicht, ſo=
wie
von der intenſiven Pflzge, die unſere Darmſtädter Gartenverwal=
tung
den hieſigen Anlagen angebeihen läßt, um ſie zu hoher Vollkom=
menheit
zu bringen, daß ſie ebenbürtig mit den beſten
Gartenanlagen des In= und Auslandes konkurrie.
ren können. Ich muß dies als Fachmann mit Genugtuung und
Freude konſtatieren. Wir Darmſtädter können auf unſere ſtädtiſchen
Anlagen ſtolz ſein und müſſen dies der tatkräftigen Stadlgartenverwal=
tung
danken. Im Laufe des Sommers ſind viele Fachleute in führen=
der
Stellung aus allen Tcilen Deutſchlands in Darmſtadt eingetroffen,
um die wertvollen Schätze des Botaniſchen Gartens in Augenſchein zu
nehmen, und haben bei dieſer Gelegenhett im Geſpräch mit mir ſich
äußerſt anerkennend über die wundervoll gehaltenen Gartenanlagen
Darmſtadts geäußert.
Wilhelm Keſſelring.
Juſpektor des Votaniſchen Gartens Darmſtadt.

Verbilligtes Beizen. Wie uns von dem Heſſ. Landwirt=
ſchaftsamt
Darmſtadt geſchrieben wird, beginnt in den nächſten
Tagen in verſchiedenen Orten des beſetzten Gebietes das Beizen des
Wintergetreides zu dem fehr billigen Preis von 50 Rpf. bro
Zentner (trocken gebeizt mit Tillantin und Ababit B) bzw. 25 Rpf.
(gebeizt mit Germiſan=Kurzbeizverfahren). Die Apparate ſind in den
betreffenden Orten aufgeſtellt, und wird durch die Bürgermeiſtereien
eine dementſprechende Bekanntmachung über Ort und Zeit des Beizens
ergehen. Hierdurch wird jedem Landwirt die Möglichkeit geboten,
gegen verſchiedene Pflanzenkrankheiten vorzubeugen und ſo ein gutes
Auflaufen bzw. kräftige Entwicklung zu erreichen. Es wäre ſehr zu
begrüßen, wenn die Landwirte in den betreffenden Gemeinden eifrig
von der Vergünſtigung, ihr Saatgetreide zu dieſem ſehr billigen Preis
zu beizen, Gebrauch machen würden.
Geſchädigte geſucht. In der Ermittelungsſache gegen eine des
Taſchendiebſtahls verdächtige Frau ſtellte ſich heraus, daß ſie vor etwa
einem Jahre aus einem Linderwagen vor einem Kaufhaus auf dem
Marktplatz ein Portemonnaie entwendet hat. Die Beſitzerin des Kinder=
wagens
wurde auf die Verdächtige aufmerkſam gemacht und nahm ihr
das Portemonnaie wieder ab. Eine Anzeige iſt ſeinerzeit bei der Po=
lizei
nicht erſtattet worden. Zur Aufklärung dieſes Diebſtahls iſt es
erforderlich, daß ſich die Geſchädigte bei der Kriminalpolizei meldet.
Diebſtahl. Aus einem Kaufhaus in Darmſtadt wurde am
15. September 1938 ein Stück bedruckter Crepe Satin von 10,45 Metern
entwendet.
Entwichener Strafgefangener. Der zur Verbüßung einer 6 jäh=
rigen
Zuhthausſtrafe in der Strafanſtalt Ludwigsburg untergebrachte
Joſeph Weigl, Metzger, geb. am 17. März 1901 in Lechhauſen= Augs=
burg
, iſt am 18. Septemben 1928 auf dym Transport in der Nähe der
Station Metzingen aus dem fahrenden Zuge entwichen. Weigl über=
wältigte
den Transporteur, entriß ihm die Piſtole und verletzte den
Beamten ſchwer. Er iſt 1,76 Meter groß, kräftig, hat volles, bleiches
Geſicht, ſchwarzes, welliges und nach hinten gekämmtes Haar, kurzen,
dunkelbraunen Schnurrbart, ſtarke Augenbrauen, aufrechten Gang, oben
links Zahnlucke. Weigl trägt Zuchthauskleidung. Er iſt äußerſt ge=
fahrlich
und braucht rückſichtslos die Schußwaffe. Bei der Feſtnahme iſt
größte Vorſicht geboten.
Ermittelter Betrüger. Der Betrüger, der am 18. Auguſt 1828
zum Nachteil einer hieſigen Firma zwei neue Autoreifen erſchwindelte,
wurde in der Perſon eines Darmſtädter Kaufmanns ermittelt und vor=
läufig
feſtgenommen. Nach Aufklärung des Tatbeſtandes wurde er wie=
der
auf freien Fuß geſetzt.
Feſtnahme. Ein Proviſionsreiſender aus Scharenſtetten, der ſeit
einigen Tagen in Darmſtadt aufenthältlich ich, wurde wegen ſchwerer
Urkundenfälſchung und Unterſchlagung feſtgenommen und dem Amts=
gerüht
I Darmſtadt vorgeführt. Ev kam in Unterſuchungshaft.
Nächſte Dampferabfahrten der HamburgAmerika=Linie. Nach
New York, Halifag: Thuringia ab Hamburg am 26 J., direkt,
Albert Ballin ab Hamburg am 27. 9., ab Cuxhaven am 28. 9., New
York al Hamburg am 4. 10., ab Cuxhaven am 5. 10., Reliance ab
Hamburg am 8. 10., ab Cuxhaben am 9. 10., Deutſchland ab Ham=
burg
am 11. 10., ab Cuxhaven am 12. 10., Weſtphalia ab Hamburg
am 17. 10., direkt, Cleveland ab Hamburg am 17. 10., ab Cuxhaven
am 18. 10. Nach Boſton, New York: Amaſis am 2. 10.,
Ammon am 16. 10., Hagen am 30. 10., Amaſis am 13. 11. Nach
Philadelphia, Baltimore, Norfolk: Havelland, am
5. 10., Phrygia am 19. 10., Harburg am 2. 11. Nach der Weſt=
küſte
Nordamerikas: San Franzisko am 25. 9, Seattle am
6. 10., Portland am 20. 10., Heidelberg am 3. 11. Nach Ka=
nada
: Hada County am 20. 9., ,Bochum am 4. 10., Brant County
am 11. 10. Nach Weſtindien, Weſtküſte Zentralameri=
kas
: Rugia am 22. 9., Ingrid Horn am 26. 9. Drinoco am
6. 10., Pclatia am 13. 10. Teutonia am 20. 10., Mimi Horn am
27. 10. Nach Porto Rico, San Zomingo, Haiti, San=
tiago
de Cuba und Jamaica: Cuba am 2. 10., Waldtraut
Horn am 16. 10. Nach Cuba: Amaſſia am 27. 9., Antiochia
am 25. 10., Kiel am 24. 11. Nach Mexiko: Amaſſia am 27. 9.,
Rio Bravo am 9. 10. Nordſchleswig am 20. 10., Georgia am
1. 11. Nach der Oſtküſte Südamerikas: Hohenſtein am
26. 9 Iſerlohn am 29. 9., Holm am 3. 10., Fürſt Bülow am
10. 10., Altmark am 13. 10. Nach der Weſtküſte Nord=
amerikas
: Ilmar am 26. 9., Spreewald am 3. 10., Poſeidon
am 6. 10., Targis am 10. 10., Iſis am 17. 10. Nach Nieder=
ländiſch
=Indien: Halle am 26. 9, ein Dampfer am 10. 10.,
Freiburg ab Rotterdam am 16. 10., Höchſt am 24. 10., ein Dampfer
am 7. 11. Nach Auſtralien: Rhexenor am 22. 9., Aller am
3. 10., Dortmund am 13. 10. ein Dampfer am 24. 10. Nach Süd=
afrika
: Gera am 22. 9. Menes am 20. 10., Karnak am 17. 11.
Nach Oſtaſien: Ludendorff am 22. 9., Sachſen am 29. 9.,
Vogtland am 6. 10., Duisburg am 13. 10., Rhein am 20. 10.
HamburgRhein=Linie; wöchentlich ein Dampfer. Ham=
burg
-London=Linie: wöchentlich drei Abfahrten. Mitgeteilt
durch die hieſige Vertretung: Bankgeſchäft Friedrich Zaun, Luiſen=
platz
1 (Tel. 1308 und 1304)

[ ][  ][ ]

Oas Problem der Ferngasverſorgung.
ws. Das noch nicht verwirklichte Problem der Ferngasverſorgung / die Gefahr nämlich, daß dann der Konſument auf die Tarifgeſtaltung
beginnt die Gemüter zu erhitzen und hat bereits in einem Teil der hie= wenig oder gar keinen Einfluß hat. Es iſt weiter zu bedenken, daß dem
Staat bzw. der Gemeinde weſeniliche Einnahmequellen entzogen werden,

ſigen ſowohl wie der auswärtigen Preſſe zu heftiger Fehde geführt.
Wenn naturlich über die einzelnen Verhandlungen, deren Inhalt zum
Teil nur erraten werden kann, etwas Abſchließendes nicht geäußert
werden kann, ſo iſt es vielleicht an der Zeit, Grundſätzliches zu
dieſer außerordentlich wi tigen Frage zu ſagen. Wie in der Elektrizi=
tät
, ſo macht ſich auk beim Gas in den letzten Jahren das Beſtreben
geltend, die einzelnen, teilweife urentabel arbeitenden Werke zuſam=
menzufaſſen
, das Gas an der Quelle herzuſtellen und dann über Land
zu leiten. Als Onelle kommen in Betracht einmal das Nuhroebiet, zum
audern die Saar. Es iſt klar, daß die Ruhrgroßinduſtrie die
Haupt riebtraft bei der Vornärtsbewegung der Gasfrage iſt. Teils un=
mittelbur
, teils uber Vermittler hinweg, d. h. mit Hilfe von Geſellſchaf=
ten
, in denen es führend vertreten iſt, z. B. in Frankfurt. Als Ab=
nehmer
für Ferngas kommen in Betracht einmal die Gebiete von Biele=
feld
nah Magdeburg, zum andern das rhein=mainiſche ſowie
das übrige ſüddeutſche Wirtſchaftsgebiet. Der Weg nach Süd=
deutſchland
geht durch Heſſen, und ſo haben, die Verhandlungen mit
Heſſen ſeit langer Zeit begonnen, ſind aber noch immer nicht zu einem
poſitiven Ergebnis nekommen.
Neben dem Ruhrkapital, das ein großes privatwirtſchaftliches In=
tereſſe
an der Ferngasverſorgung hat, iſt es für unſere Gegend der
Expanſionsdrang der Stadt Frankfurt, die verſucht, auf irgendeine
Weiſe ſih das heſſiſche Gebiet mindeſtens wirtſchaftlich an= bzw.
einzugliedern. Es iſt nicht zu leugnen, daß eine Ferngasverſorgung
große Vorzüge hat. Nur liegen ſie in der Hauptſache auf Seiten des
Produzenten, während der Konſument immer Gefahr läuft, bei einem
einheitlichen Truſt deſſen wirtſchaftlicher Machtpolitik, die ihm gegen=
über
Tarifpolitik iſt, mehr oder weniger wehrlos gegenüber zu ſtehen.
dürfen auch die einſtweiligen Tarifangebote nicht dazu verleiten, die
Gefahr zu unterſchätzen, die ſich einſtellt, wemn es dem Ruhrkapital ge=
lungen
iſt, die Ferngasverſorgung als einzige durchſetzen zu können,

wenn die Verſorguagszentral= ſteuerpölitiſch nicht erreichbar iſt.
Welche wirtſchaftlichen und ſchliet4ich auch kulturellen Nochteile die Hege=
monie
Frankfurts im engeren Gebiet, gerade auch für Darmſtadt, hat,
darüber mehr zu ſagen, iſt überflüſſig.

Es bleibt auch noch zu bedenken, daß bei einer einzigen Verſorgungs=
zentrale
ſich andere Nachteile und Störungen höherer Gewalt viel

ſchverwiegender und folgenreicher geltend machen. Es iſt die Vermutung
ſicher nicht von der Hand zu weiſen, daß es mauchen Leuten nicht unan=
genehm
wäre, eine einzige Zentrale für die Gasfernverſorgung gerade
der wirtſ haftlich wirhtigſten Gebiete Deutſchlands in der Hand zu haben.
Es iſt neulich in einer anderen Zeitung das Wort Streik erwähnt wor=

Die ſoziale Bedeutung der Jugendherbergen.
Von Karl Dörr, Frankfurt a. M.

den, und ſicher liegt viel Verechtigung in dieſem Argwohn vor einer
Ueberzentraliſation.
Sich gegen eine ſtraffe Zentraliſation wenden, heißt nicht, die Gas=
fernverſorgung
vollſtändig ablehnen. Im Gegenteil, als Zuſchußver=
ſorgung
unter den nötigen Garantien kann ſie außerordentlich
wertvoll ſein. Nur ſind im Falle einer allzu einheitlichen Regelung
des Gasprohlems die für die Hereinbringung einiger Vorteile gezahl=
ten
Preiſe zu hoch. Wie der Gaskampf ſich im einzelnen abſpielt,
wieweit andere Momente mitſpielen, das wird ſich im Laufe der näch=

ſten Zeit herausſtellen. Sicher nur eins: daß die angeführten Geſichts=
punkte
maßgebend die Verhandlungen, die Heſſen mit den übrigen Kon=
trahenten
führt, beeinfluſſen möclten.
Es iſt oben erwähnt worden, daß Heſſen wirtſchaftsgeographiſch
außerordentlich günſtig gelegen iſt. Eine Ferngasverſorgung Süd=
deutſchlands
iſt nur auf, dem Weg durch Heſſen möglich. Heſſen hat
durch dieſe Gunſt der Natur in den kommenden oder laufenden Ver=
handlungen
einen Trumpf in der Hand, den es hoffentlich richtig aus=
zuſpielen
verſteht.

Die alten Lospreiſe bleiben vorläufig. Es wird ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß auch für die am 19./20. Oktober dieſes Jahres
neu beginnende 32. (258.) Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie der ſeit=
herige
Lospreis derſelbe bleibt. Es iſt zwar geplant, ſpäter den Los=
preis
wieder dem Friedenspreis zu nähern, wann, wie und in welcher
Form dies geſchehen ſoll, darüber ſind von ſeiten der General=Lotterie=
Direktion in Berlin aber bis jetzt noch keine definitiven Beſchlüſſe ge=
faßt
. Der Gewinnplan der jetzt beginnenden 32. (258.) Preußiſch= Süd=
deutſchen
Klaſſenlotterie weiſt im Vergleich zu dem bisherigen nur inſo=
fern
eine Neuerung auf, als daß die Loſezahl von 750 000 auf 800 000
Stück erhöht und dementſprechend auch die Zahl der Gewinne von 307 000
bei einem Spielkapital von 56 269 540 RM. auf 330 000 Gewinne und
62 370 740 MM. Spieltapital erhöht wurde. Die 50 000 neuen Loſe wer=
den
aber erſt nach den Ziehungen als Erſatzloſe herausgegeben, ſo daß
ſie vorläufig nich: zur Ausgabe gelangen. Es empfiehlt ſich daher bei
der noch immer herrſchenden Losknappheit, ſich möglichſt bald ein Los
zu ſichern bzw. das ſeitherige zu erneuern, zumal am 26. September
die Friſt abläuft, bis zu der den alten Spielern die ſeitherigen Loſe
reſerviert bleiben müſſen.
Aöreßbuch 1928/29. Das Erſcheinen des Darmſtädter Adreß=
buches
1928/29 im Verlag Ottos Buchdruckerei ſteht bevor. Der Straßen=
teil
des Buches liegt in der Woche vom 24. bis 29. Septomber im
Stadthaus, Zimmer Nr. 41, zur Einſicht durch die Einwohnerſchaft
offen. Trotz aller Bemühungen, auf Grund der vorhandenen Unter=
lagen
ein möglichhſt einwandfreies Einwohnerbuch herauszubringen, läßt
ſich nicht vermeiden, daß ſich zahlreiche Fehler einſchleichen. Wer daher
ein Intereſſe daran hat, daß die Angaben richtig ſind, ſollte nicht ver=
ſäumen
, die Offenlage zu benutzen und etwaige Unrichtigkeiten aus=
merzen
zu laſſen. Er hat ſonſt ſelbſt Schuld an ſtehengebliebenen
Fehlern.
Im Herrngarten=Café findet heute nachmittag wieder ein
Küuſtler=Konzert ſtatt. (Siehe Anzeige.)

Steuerzahler, Kaufleute, wahret euere Intereſſen! Im Geſtrüpp
der zahlreichen Steuergattungen, unter dem Druck derſelben ſuchen
Tauſende und Abertauſende nach einem Ausweg, ohne ihn zu finden,
und leiſten Zahlungen, ohne hierzu verpflichte zu ſein. Und doch könn=
ten
ſich alle jene, die über das gleiche Leid klagen, leicht helfen, würden
ſie von einer Einrichtung Gebrauch machen, die ſeit mhreren Jahren
ſich glänzend bewährt und von über 30 000 Kaufleuten benützt wird.
Es ſind dies die Wirtſchaftlichen Kurzbriefe des Nudolf
Lorenz=Verlags in Berlin=Charlottenburg 9, Kaiſerdamm 38, die fort=
laufend
einmal wöchentlich erſcheinen und 30 der beſten Fachmänner auf
allen Gebieten des öffentlichen Rechtes, des Steuerweſens, der Wirt=
ſchaftskunde
und des Verkehrsweſens zu ihren Verfaſſern haben. Ein=
fach
, im verſtändlichſten Deutſch, legen dieſe Fachmänner, Juriſten und
Beamten von Beruf, die Ergebniſſe ihrer praktiſchen, beruflichen Er=
fahrungen
in den Kurzbriefen nieder und ſtellen ſich damit in den
Dienſt jedes einzelnen Abonnenten. Dieſe Einrichtung gleicht einem
lebenden Organismus, der ſich aus ſich ſelber immerfort erneuert und
auffriſcht. Veraltetes wird ausgeſtoßen, Neues tritt an deſſen Stelle.
Mittels eines ſinnreichen und doch äußerſt einfachen Ordners iſt’s ein
leichtes, das Material, nach Gruppen geſondert, einzureihen und im
Bedarfsfalle herauszufinden. Zeitvergeudung, Aerger und Unſicherheit
werden vermieden. Die. Wirtſchaftlichen Kurzbriefe koſten im Abonne=
ment
monatlich 2,65 RM., der Briefordner einmalig 1 RM.; ein Sach=
regiſter
wird koſtenlos geliefert.
Seltene Echſen im Frankfurter Aquarium. In der reichhaltigen
Reptilienſammlung ſind eine Reihe ſeltener amerikaniſcher Arten ein=
getroffen
. Die in Guyana und Nordbraſilien beheimatete Krokodil=
ſchwanzechſe
iſt ein ſchönes, oben braun mit ſchwarzen Flecken,
unten gelb gefärbtes Tier mit ſeitlich zuſammengedrücktem, oben dop=
pelt
gekieltem Schwanz. Auch der eigenartige Mopskopf=Leguan
und der bizarre vorwiegend grün gefärbte Kronenbaſilisk ſtellen in
Gefangenſchaft Seltenheiten dar.

Die Jugendherbergen entſtanden aus der Initiative der einzelnen
Jugend=Wanderbünde. Jugend wollte mehrtägig wandern und über=
nachten
. Aber wo und wie? Bertelnd von Bauernhaus zu Bauernhaus
gehen und uur eine Uebernachtung in der Scheune bitten? Gefahr laufen
oft mürriſch abgewieſen zu werder? Das war auf die Dauer uner=
träglich
. Und ſo entſtauden die euſten Bleiben und Heime.
Gleihzeitig bildete ſich der Verbond für Deutſche Jugendherbergen.
und Lann kamen Staat und Gomeinden und ſahen ihre Pflicht, zu bel=
fen
durch Erſtellung von Wanderhleiben. Staat und Gemenden er=
kannten
, daß dus Wandern für die Jugend zunächſt von geſundheit=
licher
Bedeutung und ferner ein vorzügliches Hilfsmittel bei der Er=
ziehung
zur Heimatliebe iſt. Dann aber erkannten Staat und Gemeinden
vor allem ihre ſoziale Aufgabe und ſtollten entſprechende Mittel zum
Neubau von Jugendherbergen und Jugendheimen zur Verfügung. Und
damit wurde erſt das mehrtägige Wandern der mittelloſen Jugend er=
möglicht
.
Wie wichtig beſonders das mehrtägige Wandern der Jugend iſt.
wird jeder Kaſſenarzt in den Großſtädten beſtätigen. Aber wir wollen
nicht nur wandern aus romantiſcher Jugendſehnſucht, ſondern auch aus
ſozialer Erkenntnis, nicht nur die fruchtbaren Täler und die reifende
Frucht romantiſch bewundern, ſondern auch das arbeitsharte Joch des
ackernden und erntenden Landmannes ſpüren; nicht nur die hochragen=
den
Schlote in den Induſtriebezirken beſtaunen, ſondern fühlen das
Herz des ſchaffenden Arbeiters und hören den hämmernden Takt der
Maſchinengiganten. Ein ſoziales Wondemn durch die Gaue Deutſchlangs
und ein Sehen der harten Apbeit des ſchaffenden Volkes ſoll auch unſer
Wandern ſein! Der geſamten Jugend muß es ermöglicht werden, weite
Fahrten durchs deutſche Land zu machen, um dieſes zu erwandern und
um das ſoziale Leben der menſchlichen Geſellſchaft in den Induſtrie=
bezirken
und ländlichen Bezirken zu erkennen und zu erleben. Darum
helft dem Jugendherbergswerk! (Aus dem Fährmam.)

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*p. Große Strafkammer. Ein verhängnisvoller Schuß mit einem
Flobertgewehr hat einen jungen Mann in Biebesheim das Sehver=
mögen
des rechten Auges gekoſtet. Dafür wurde der Schütze und deſſer=
Arbeitgeber verantwortlich gemacht, letzterer, weil er das Schießzeig
nicht genügend verwahrt hatte. Die erſte Inſtanz hatte Geldſtrafen
ausgeſprochen. Die zweite Inſtanz ſprach den Schützen frei, da der
Schuß beim Aufheben des Floberts losgegangen war. Die Berufung
des Arbeitgebers wurde verwvorfen.

Die hlerunter erſchelnenden Noilzen ſind ausſchließlich als Hinweiſe auf Anzeigen zu beirachten.
ig keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kriſk.

Briesheim, 2

Fef

Balladen=Abend Walter Lehmann. Der Vortrager
Walter Lehmann ſpricht am 24. September, abends 8.15 Uhr, im Ge=
meindehauſe
Kiesſtraße Balladen. Er bietet alte und neue Gegenſtände
dieſer Gattung dar und bringt auch eigene Gedichte zu Gehör. Wir
machen auf die Anzeige, die gleichzeitig in dieſem Blatte erſcheint, auf=
merkſam
.
Orangeriehaus. Morgen Sonntag, abends 8 Uhr, findet
im Orangeriehaus wieder ein Künſtlerkonzert des Stadtorcheſters bei
freiem Eintritt ſtatt. Die vorausgegangenen Konzerte haben ſich eines
guten Beſuches erfreut, ſo daß wieder mit ein paar genußreichen Stun=
den
zu rechnen iſt.

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Heſſ. Landestheater, Großes Haus, Anfang 19 Uhr Ende
nach 22 Uhr, I. 2: Don Carlos. Kleines Haus: Keine Vorſtel=
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Kreuz, Waldſchlößchen, Reichshof, Hotel=Reſtaurant Zur Poſt
Mathildenhöhſaal, abends 20 Uhr: Wohltätigkeitsabend des
Arbeiter=Samariter=Bundes. Kinovorſtellungen: Helia,
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[ ][  ][ ]

Nummer 264

Aus Heſſen.
Die Heſſiſche Odenwaldbahn
im Durchgangsverkehr.
(Mitgeteilt vom Odenwald=Verkehrsbund.)
Aus der ſoeben erſchienenen zweiten Ausgabe des Entwurfs des am
Oktober 1928 in Kraft tretenden neuen Fahrplans der Reichsbahn=
ſirektion
Mainz iſt zu erſehen, daß die bisherigen BP=Züge
om Frankfurt über Offenbach und Hanau und von Darmſtadt
mit Anſchlüſſen aus und nach dem Rheinland) über die Odenwald=
ſahn
und den Neckar entlang nach Heilbronn und Stuttgart
m Eilzüge umgewandelt werden. Wenngleich es bedauerlich erſcheint,
ſaß die Züge in der Folge nur gegen Löſung einer Zuſchlagskarte be=
fützt
werden können, ſo überwiegen doch die Vorteile der Umwandlung
dar Nachteil der Zuſchlagspflicht ganz weſentlich: Die Odenwald=Neckar=
ETzüge, die im allgemeinen Sprachgebrauch bisher ſchon ſo bezeichnet
vorden ſind, werden nunmehr auch im Sinne der Reichsbahnvorſchriften
Elzüge; dies hat den großen Vorteil, daß die Züge gegenüber den Per=
ſorienzügen
den Vorrang genießen, wodur

m. der Folge mit einem weit beſſeren Wagenmaterial ver=
ehen
ſein werden. Während bisher zweiachſige Wagen geführt wurden,
ider deren Lauf mitunter Klagen laut geworden ſind, werden die Züge
ſür die Folge einheitlich mit ruhig laufenden vierachſi=
gen
Drehgeſtellwagen 2. und 3. Klaſſe ausgeſtattet ſein. Dieſer
Umſtand wird zweifellos weſentlich dazu beitragen, daß die Züge in
mmer zunehmendem Maße dem Durchgangsverkehr, dienſtbar
gewacht werden. Gleichzeitig wird durch die Führung eigentlicher Eil=
zuge
über die Odenwaldbahn erneut anerkannt, daß dieſe an Natur=
ſwönheiten
ſo reiche Strecke für den ſchnellem Durchgangsverkehr durchaus
geeignet iſt. Die Tatſache, daß von Beginn des Winterfahrplans an die
DSenwaldbahn mit wirklichen Eilzügen befahren wird, vermehrt ſchließ=
lich
in erfreulicher Weiſe die Ausſicht, daß der langjährige, dringende
Bunſch des öſtlichem Odenſwaldes und des Neckartales nach Einfüh=
rung
des zweiten Eilzugpaares ab Sommer 1929 dank ver=
tandnisvollen
Entgegenkommens der Reichsbahn endlich ſeine Erfüllung
ſindet.
J. Griesheim, 21. Sept. Am Montag früh hat ſich auf der Darm=
ſtüſdter
Chauſſee, an der Einmündung der Groß=Gerauerſtraße, wieder
eirr Zuſammenſtoß zwifchen einem von Darmſtadt kommenden Motor=
radfahrer
und einem von Mainz kommenden Auto ereignet. Der
Motorradfahrer wurde dabei ſo ſchwer verletzt, daß er nach Darmſtadt
ins Krankenhaus verbracht wurde. Beide ſcheinen im ſchnellſten Tempo
gfahren zu ſein und nicht rechtzeitig geſtoppt zu haben, denn das Ge=
lanide
iſt an dieſer Stelle durchaus überſichtlich und ein Zuſamnenſtoß
bei einigermaßen Vorſicht zu vermeiden. Beim Verladen von Schwel=
lerr
in einer Daumſtädter Bahnmeiſterei fiel einem 24jähr. Maſchinen=
ſtzloſſer
von hier eine Schwelle auf den Fuß, er trug Quetſchungen
devon und wurde durch die Freivillige Sanitätswache nach dem Stadt=
kankenhaus
verbracht.
Pfungſtadt, 21. Sept. Wiederſehensfeier des Land=
ſturm
=Inf.=Batl. Pfungſtadt. Das ehemalige Großh. Heſſ.
mobile Landſt.=Inf.=Batl. Pfungſtadt wird eine Wiederſehensfeier aller
Krmeraden in ſeinem damaligen Standort Pfungſtadt veranſtalten. Als
Trg iſt Sonntag, 30. September 1928, beſtimmt. Der vorbereitende Aus=
ſcuß
hat an die Komeraden, deren Adreſſen ermittelt werden konnten,
Enladungskarten verfandt. Die Vorbereitungen zu dieſer Feier ſind in
v llem Gange und verſpricht in allen ihren Teilen recht großartig zu
warden, liegen doch ſchon jetzt in die Hunderte gehende Anmeldungen
vr. Ebenſo rüſter die Bürgerſchaft Pfungſtadts ſich eifrig zu dieſem
Fſte. Umgehende Anmeldung erbeten an den Obmann, Kamerad Peter
Bertſch, Darmſtadt, Viktoriaſtraße 78, Tel. 1744, welcher auch jederzeit
Auskunft erteilt.
G Ober=Ramſtadt, 19. Sept. Familienabend des Evan=
galiſchen
Bundes. Der Familienabend des Evangeliſchen Bun=
des
, der an Dienstag abend im Saale Zum Löwen ſtattfand, nahm
einien ſchönen und erhebenden Verlauf. Nach Eröffnung des Abends
darch einen Geſang des Kirchenchors berichtete Rektor Hofmann hier
in warmen und beredten Worten über die Jahresverſammlung des
Gwangeliſchen Bundes in Opbenhcim und ließ ſeine Anſprache aus=
kſEngen
in das Lied Ein feſte Burg iſt unſer Gott‟. Dann ergriff
Cerr Generalſekretär Thiel aus Berlin das Wort zu ſeinem Vor=
tig
über evangeliſche und katholiſche Kirche im Leben der Gegenwart.
Ser Vortragende gab aus ſeiner reichen Erfahrung heraus ein klares
Tild der tatſächlichen Lage und betonte beſenders die Notwendigkeit
engeren Zuſammenſchluſſes der Evangeliſchen. Die Wirkung des Vor=
t
ages zeigte ſich darin, daß 7 neue Mitglieder für den Evangeliſchen
Tund geſvonnen wurden und daß an freivilligen Gaben über 20 Mark
emgingen. Der Kir bengeſangverein belebte den Abend durch den Vor=
tag
verſchiedener Lieder.
f. Roßdorf, 21. Sept. Obſtverſteigerung. Die abgehaltene
Eſtverſteigerung der Gemeinde hatte einen günſtigen Abſchluß; es
rurden 288 Mark erlöſt. Gasfernverſougung. Die Bürger=
neiſterei
hat bekanntgegeben, daß eine Liſte bei der Bürgermeiſterei
rffenliegt, in die ſich diejenigen Perſonen, die ſich an der Gasverſorgung
zu beteiligen beabſichtigen, bis zum 30. September einzeichnen können.
Wahl der Schöffen und Geſchworenen. Die Liſte über
de in der Gemeinde wohnhaſten Perſonen, die zu dem Amte eines
Schöffen oder Geſchworenen berufen werden können, liegt eine Woche
zir Einſicht auf der Bürgermeiſterei offen. Innerhalb der Offenlegungs=
friſt
können Reklamationen erhoben wevden. Turnabend. Am
Saustag, den 22. ds. Mts., abends 8.30 Uhr, findet ein Turnabend der
qreien Turnerſchaft im Gaſthaus Zum Darmſtädter Hof, ſtatt, zu der
olle Einwohner herzlich eingeladen ſind.
Bw. Langſtadt, 21. Sept. Kommenden Sonntag und Montag wird
her Kirchweihe gefeiert. Fleißige Hände regen ſich beſonders in der
laufenden Woche, der ſog. Kerbewoche, um Vorbereitungen verſchiedener
Art zu treffen, wie es alter Brauch und Sitte vorſchreiben. Wie man
hört, ſoll das Programm der Kerbeburſchen, welches beim Aufhängen
der Kerbekränze zur Abwicklung gelangt, ganz beſondere Glanznummern
arrfweiſen. Die Zwetſchenernte liefert hier einen guten Ertvag. Täg=
lich
kann man zahlreiche Erzeuger von hier und der Umgebung beob=
achten
, wie ſie große Mengen an den Bahnhof bringen, wo ſie waggon=
eiſe
zum Verſand kommen. Nächſten Montag, nachmittags 1 Uhr,
findet eine Uebung der hieſigem Pflichtfeuerwehr ſtatt. Im benach=
barten
Harpertshauſen wurde ein 5½jähriger Knabe von den Rädern
Nes ſchwerbeladenen Wagens am Kopfe geſtreift, was ernſthafte Ver=
letzungen
zur Folge hatte.
r. Babenhauſen, 21. Sept. Die Reichsjugendwettkämpfe
fanden vergangene Woche auf dem hieſigen Exerzierplatz ſtatt. Die
oberen Jahrgänge der Volksſchule und die verſchiedenen Klaſſen der
Höheren Bürgerſchule nahmen an ihnen teil. Prächtiges Spätſommer=
wetter
begünſtigte die friedlichen Wettkämpfe. In uneigennütziger Weiſe
hatten ſich Beamte der hieſigen Bereitſchaftspolizei als Kampfrichter in
den Dienſt der edlen Sache geſtellt. Mit dem größten Eifer maßen die
Einder ihre jungen Kräfte. Teilweiſe wurden recht gute Leiſtungen er=
tielt
. Immerhin gingen nicht ſo viele Knaben und Mädchen wie in
den früheren Jahren als Sieger hervor, da die Bedingungen, beſonders
füir den Ballwurf und den Weitſprung der Knaben, recht hoch geſtellt
Saren. Die Südweſtdeutſche Bühne, die ſich im Vorjahre
durch ihre trefflich gegebenen Gaſtſpiele: Nora von Ibſen und die
Operette Geiſha die Sympathien der Theaterfreunde von hier und der
Umgebung ſofort gewonnen hatte, ſpielt kommenden Sonntagabend im
Saalbau Deutſcher Hof das Charakterluſtſpiel: Minna von Barn=
helm
von Leſſing. Ein guter Beſuch wäre der Vorſtellung nur zu
wünſchen.
Ai. Vielbrunn, 21. Sept. Welch reger Sympathie ſich der infolge
ſeiner Leutſeligkeit und Verträglichkeit ſehr beliebte hieſige Kirchenvor=
Eeher und Kriegsveteran von 70/71, Herr Joh. Gg. Krauß, erfreut
laſſen die an ſeinem, am 18. d. Mts. erfolgten 80. Geburtstag aus wei=
ten
Kreiſen ihm zugegangenen maſſenhaften Glückwünſche und Geſchenke
erkennen. Das Landeskirchenamt ließ ihm durch Herrn Pfarrer Scriba
eine Ehrenurkunde überreichen, und nicht nur aus der Nähe wurden dem
Jubilar Ehrungen zuteil, auch manch entfernt wohnender Feldzugs=
amerad
oder Bekannter beglüchwünſchte ihn.
Bu. Hirſchhorn, 21. Sept. Brand. Im Laufe eines Nachmittags
Teckten ſpielende Kinder den nahe dem André u. Gernandtſchen Stein=
bruche
an der Straße errichteten Streuſchuppen, in dem drei
Wagen Waldſtreu untergebracht waren, in Brand. Im Augenblick
Tand die ganze Streu in Flammen. Zur Hilfe herbeigeeilte Leute
onnten nur noch das dicht dabei ſitzende Holz, das auch zum Teil an=
Sekohlt war, retten, während die Streu mit der Halle verbrannte. Es
Tdute wieder einmal dieſer Vorgang den Eltern zur Warnung dienen,
Die Streichhölzer an einem ſicheren Platz aufzubewahren.
Hirſchyorn, 91. Sebt. Waſſerſtand des Neckars am
D Sehtember 0,48 Meter, am 21. September 0,50 Mcter.
Gernsheim, 21. Sept. Waſſerſtand des Rheins am
M. September 0,45 Meter, am 21. September 0.47 Mkver.

Samstag, den 22. Geptember 1928
Heſſiſcher Straßenbericht

für die Woche vom 23. bis 29. September 1928.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobilklub.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
DarmſtadtHeidelberg.. Am 23. September bewegt ſich zwiſchen
Zwingenberg und Auerbach aus Anlaß der Grundſteinlegung und Ein=
beihung
von Jugendherbergen ein großer Feſtzug, und zwar in der
Zeit zwiſchen 1 und 2 Uhr. Es wird gebeten, dieſe Straße in der ge=
nannten
Zeit mit Vorſicht zu befahren.
HeidelbergHirſchhorn-Ebe=bach (zw. Hirſchhorn u. Eberbach,
Km 23,130C,142) vom 17. 3. bis 4. 10. geſperrt. Umleitung für Per=
ſenenwagen
: Moosbrunn Schönbrunn Pleutersbach-Eberboh.
Für Laſtwagen: NeckargemündWieſenbachWaldlvimmersbach-Haag
UnterſchönbrunnPleuterbachEberbach.
GießenMarburg (in Gießen, oberhalb des Wieſeneckerwegs bis
Friedhofsweg) vom 10. 9. auf etwa 4 Wochen geſperrt. Umleitung:
WieſeckAlten=Buſeck-DaubringenLollar.
GießenFulda (zwiſchen Hörgenau und Rebgesheim, vom Ulrich=
ſteiner
Abzweig bis Hörgenau) vom 12. 9. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Ulrichſtein-Helpershain-MeichesDirlammen. Für den
Durchgangsverkehr GießenFulda wird, die Straße Ruppertenrod
Alsfeld empfohlen.
GießenFrankfurt a. M. (ziv. Gießen u. Klein=Linden) vom 24. 9.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung nach Frankfurt: Leihgeſtern.
Umleitung nuch Wetzlar: HeuchelheimAtzbach.
VingenWörzſtadt (zw. Bahnhof Büdesheim u. Prov=Straße
Gau=AlgesheimKrenznach) vom 22. 9. auf 14 Tage geſperrt. Umlei=
tung
: Genſingen
Sonſtige Straßen in Hefſen.
Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H. im Zuge der Straßen Rodheim
Köppern und RodheimHolzhauſen vom 19. Januar bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Ober=Erlenbach reſp. Kloppenheim-Petterweil oder
Ober=Noßbach-Nieder=Roßbach.
Laubach-GonterskirchenSchotten (Ortsdurchfahrt Einartshauſen)
vom 1. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Laubach oder Ulfa=
Eichelsdorf.
Ober=Roßbach-Nieder=Roßbach einſchl. Ortsdurchfahrt Nieder= Noß=
bach
vom 29. 3. bis auf weiteres geſperrr. Umleitung: Nieder= Wöll=
ſtadt
Rodheim v. d. H.
FriedbergOſſenheim (twiſchen Abzweigung nach Bruchenbrücken
und Oſſenheim) vom 5. 6. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bru=
chenbrücken
Aſſenheim.
GießenSteinbach (Km. 5,27,5) vom 13. 8. bis auf weiteres ge=
ſperrt
. Umleitung: GarbenteichAnnerod.
VilbelNieder=Erlenbach vom 13. 8. bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: BonamesHarheim reſp. KloppenheimOber=Erlenbach.
HochweiſelMünſter (Ortsdurchfahrt Münſter) vom 2. 8. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Fauerbach v. d. H.
Ober=EſchbachOber=Erlenbach vom 30. 8. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Nieder=Eſchbach.
Ortsdurchfahrt Steinfuuth für den Durchgangsverkehr geſperrt
vom 17. bis 27. 9. Umleitung: Nieder=WeiſelNieder=Mörlen.
Ober=Erlenbasl=Kloppenheim vom 24. 9. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: HolzhauſenFriedrichsdorf-Köppern.
Deckenbach-Höingen-Landesgrenze vom 23. bis 30. 9. geſperrt.
Umleitung: Wermertshauſen und Rüddingshauſen.

führt ab, es wirkt sehr
milde, versuch es, und2
Du bist im Bilde

S. Bensheim, 21. Sept. Die Kreisverwaltung hat einem Kadaver=
kraftwagen
angeſchafft, der am Montag, den 24. September, in Betrieb
genommen wird. Es iſt mit dieſer Neuanſchaffung eine ſchnelle Ab=
holung
der Kadaber gewährleiſtet. Damit verſchwinden nun die alten
Kadaverwagen, die in der jetzigem Zeit nicht mehr auf die Straßen paß=
ten
. Die Neueinrichtung kann nur begrüßt werden. Der am Kreis=
amt
Bensheim tätige Herr Regierungsrat Gutermuth iſt an das Mini=
ſterium
für Kultus= und Bildungsweſen verſetzt worden. Als Nachfolger
iſt Herr Regierungsrat Nachtigall beſtellt, und zwar mit Wirkung vom
1. Oktober I. J. ab.
E. Auerbach, 21. Sept. Die Grundſteinlegung der Ju=
gendherberge
in Zwingenberg an der Bergſtraße mit der
anſchließenden Einweihung der neuen Jugendherbergen
im Fürſtenlager bei Auerbach am Sonntag, 23. September,
wird ſich aller Vorausſicht nach zu einer macht= und eindrucksvollen
Kundgebung für den Jugendherbergsgedanken geſtalten. Zwecks der
hierfür zu treffenden Vorbereitungen hatte der Geſchäftsführer der
Ortsgruppe Zwingenberg des Verbandes für Deutſche Jugendherbergen
in der Weinwirtſchaft Ritzert in Zwingenberg eine Verſammlung ein=
berufen
. Hierzu waren u. a. erſchienen der Geſchäftsführer des Gaues
Südheſſen Herr Brambach, der Bürgermeiſter und die Gemeinde=
räte
, die Vertreter der Schul=, Kirchen= und ſonſtigen Behörden ſowie
der Vereine von Bwingenberg. Auch Auerbach war durch den Geſchäfts=
führer
ſeiner Ortsgruppe, den Bürgermeiſter und ſonſtigen in der An=
gelegenheit
in Frage kommenden Herren vertreten. Nach den Dar=
legungen
des Gau=Geſchäftsführers Herrn Brambach iſt von den geſamten
Gewerkſchaften Deutſchlands eine Summe von 650 000 Mk. geſtiftet wor=
den
. Dieſe Summe ſoll zur Errichtung von 11 Jugendherbergen in
den verſchiedenſten Gegenden des Reiches dienen. Eine dieſer Jugend=
herbergen
war urſprünglich für Oppenheim vorgeſehen. Da jedoch der
Wanderbetrieb an der Bergſtraße bedeutend größer iſt, als auf der
Strecke zwiſchen Worms und Mainz und die Gemeinde Zwingenberg
dem Jugendherbergsweſen gegenüber ein großes Entgegenkommen
zeigte, ſo ſoll die für Oppenheim vorgeſehene Jugendherberge nunmehr
in Zwingenberg erbaut werden. Hierfür iſt eine Summe von 65 000
Mark, lediglich für die Erſtellung des Baues, ausgeworfen worden. Der
Platz wurde von der Gemeinde Zwingenberg unentgeltlich geſtellt und
befindet ſich hinter der Kirche. Auf dieſer Höhe, an der Stelle, wo ehe=
mals
das älteſte Schloß Zwingenbergs ſtand und ſpäter, nach der Zer=
ſtörung
desſelben, von der landgräflichen Verwaltung ein Speicherkeller
errichtet wurde, wird ſich der Bau der Jugendherberge erheben. Der
Plan hierzu iſt vom Direktor der Techniſchen Lehranſtalten in Offen=
bach
, Herrn Architekt Profeſſor Eberhardt, entworfen worden. Die
örtliche Bauleitung wurde dem Architekten Herrn Lengfelder in
Auerbach übertragen. Die Häuſer für die beiden Jugendherbergen im
Fürſtenlager Auerbach wurden von dem Heſſiſchen Staat zur Verfügung
geſrellt und unter Beihilfen von Staats= und Gemeindemitteln geſchmack=
voll
und ſchön hergerichtet. Zu den beiden Feiern, der Grundſtein=
legung
in Zwingenberg und der Einweihung in Auerbach, werden zahl=
reiche
Gäſte erwartet, darunter die Vertreter hoher und höchſter Be=
hörden
. Die Feſtfolge wurde wie folgt feſtgelegt: Am Samstag, den
22. Sept., nach dem Eintreffen der jugendlichen Gäſte bei einbrechender
Dunkelheit Anzünden eines großen Leuchtfeuers auf dem Platz der zu
erſtellenden Jugendherberge in Zwingenberg, Fackelzug nach Auerbach
zum Fürſtenlager mit gleichzeitiger Schloßbeleuchtung. Am Ortseingang
von Auerbach Empfang durch ſämtliche Ortsvereine, Beteiligung der=
ſelben
am Fackelzug. Im Fürſtenlager Aufführung eines reizenden
Fackelreigens uſw.; ſpäter Abmarſch der Gäſte unter Führung in die
Quartiere. Am Sonntag, den 23. September, beginnt die Feſtlichkeit
mit einer Morgenfeier (Jugendgottesdienſt) in Zwingenberg. 10.30 Uhr
feierliche Grundſteinlegung. Hierzu Mitwirkung der Muſikantengilde
Darmſtadt. Begrüßung durch Schulrat H. Haſſinger. Anſprache
des Vertreters des Kuratoriums der Gewerkſchaftsſtiftung, Verleſung
und Verſenkung der Urkunden, Hammerſchläge. Von 1212.45 Uhr
Mittageſſen auf dem Marktplatz; hierzu Spende der Maggigeſellſchaft.
Um 1 Uhr Feſtzug nach dem Fürſtenlager, dortſelbſt nach einem Muſik=
ſtück
der Muſikantengilde Darmſtadt Begrüßungsanſprache durch den
Geſchäftsführer der Ortsgruppe D. J.H., Lehrer Bauer. Weiherede:
Schulrat H. Haſſinger. Kurze Anſprachen. Anſchließend: fröhliches
Treiben der Jugend (Spiele, Tänze, Kaſperltheater, Muſik uſw.); Be=
wirtung
durch die Firma Kathreiner. 6.15 Uhr Ausklang und Schluß=
anſprache
durch Schulrat Haſſinger.
W. Heppenheim a. d. B., 21. Sept. Autounglück. Geſtern
früh ereignete ſich an der gefährlichen Kurve zwiſchem Heppenheim und
Laudenbach ein weiteres Autounglück. Es iſt dies in dieſer Woche das
zweite an der gleichen Stelle. Auch diesmal wieder geriet der Wagen
ins Schleudern und fuhr in vollem Tempo gegen einen Baum. Von
den beiden Inſaſſen iſt der eine lebensgefährlich, der zweite leicht ver=
letzt
. Der Wagen iſt wohl kaum wieder herzuſtellen. Beſuch des
hieſigen Rebmuttergartens. Die Vereinigung Binger
Weinbergsbeſitzer ſtattete bei ihrer Beſichtigungsfahrt an die Bergſtraße
auch dem hieſigen Rebmuttergarten einen Beſuch ab. Die Teilnehmer
beſichtigten den Garten mit großem Intereſſe. Der hieſige Rebmutter=
garten
umfaßt 37 Morgen und verſpricht durch ſeine ſonnige Lage am
Bergabhang und durch den guten tiefgründigen Lehmboden reichliches
und gutes Holz zu liefern. Die Rebew waren größtenteils als Topf=
reben
gepflanzt und hatten bereits Triebe von 46 Meter Länge.

Seite 7
Raubmörder Hopp
in Mainz=haftei vernafter.
Der Raubmörder Emil Hopp, der nachts in dem Hamburg=Bremer
Eilzug dem Direktor Nordmann aus Delmenhorſt erſchoſſen, beraubt und
dann aus dem Zug geworſen hatte, iſt am Donnerstag abend gegem 7.30
Uhr in Mainz=Kaſtel von der rächenden Nemeſis ereilt worden. Hopp,
der am nachmittag ſchon in Mainz in ziemlich abgeriſſenem Zuſtand ge=
ſehen
worden war, ſuchte am Donnerstag abend das Kaffee Dreikönige‟
in Mainz=Kaſtel auf. Der Beſitzerin des Kaffees, Frau Valentin,
und ihrer Schweſter fiel der ſcheue Gaſt auf, der eine große Aehnlichkeit
mit dem in allen Zeitungen veröffentlichten Bild des Bremer Eilzug=
mörders
hatte. Sie benachrichtigte deshalb telephoniſch die Polizei.
Ehe die Polizeibeamten jedoch eintrafen hatte ſich Hopp wieder ent=
fernt
und nach dem in der Nähe befindlichew Bahnhof Mainz=Kaſtel be=
geben
. Frau Valentin folgte ihm unauffällig. Mittlerweile erſchie=
nen
dann auch zwei Beamte, Polizeihauptmeiſter Collnot und Krimi=
nalhauptwachtmeiſter
Günther, die Hopp im Veſtibül des Bahnhofes
antvafen und ſtellten.
Der verhaftete Raubmörder Hopp ſagte aus, er habe Nordmann im
Schlaf beſtehlen wollen und habe verſucht, ihm die Uhr aus der Taſche
zu ziehen. Darauf ſei der Diraktor erwacht und es ſei zwiſchen ihm
und ſeinem Angreifer zu einem kurzen Kampfe gekommen. Er habe bald
gemerkt, daß Nordmann ihm an Kraft überlegen ſei, den M=volver ge=
zogen
und den ſich Wehrenden niedergeſchoſſen. Den Leichnam habe er
dann auf die Schienen geworfem. Nachdem er aus dem Gepäck die wert=
vollſten
Gegenſtände entnommen hatte, ſchleuderte er alles andere durch
das Fenſter auf die Bahnſtrecke himaus.
Zur Verhaftung des Mörders Emil Hopp, der den Direktor Nord=
mann
im Eilzuge BremenAltong ermordet hat, erfahrem wir noch
folgendes:
Geſtern abend erſchiem in einem Kaffee in Mainz=Kaſtel ein Mann,
den die Wirtin auf Grund der gegebenem Perſonalbeſchreibung und des
Lichtbildes als den geſuchten Emil Hopp erkannte. Sie benachrichtigte
die Polizei. Als dieſe im Kaffee erſchien, war Hopp bereits nach dem
Bahnhof gegangen, wohin ihm die Wirtin gefolgt war. Der Kriminal=
beamte
begab ſich nach dem Bahnhof, und die Wirtin machte ihn auf
einen Mann aufmerkſam. Der Beamte forderte deſſen Ausweispapiere,
die auf dem Namem Platem lauteten, und eröffnete ihm ſeine Feſtnahme.
Er ging anſtandslos mit und gab unterwegs am, daß er Emil Hopp ſei.
Er wurde auf die Polizeiwache Kaſtel und von da aus nach dem Land=
gerichtsgefängnis
gebracht. In der inneren Weſtentaſche trug er eine
mit ſechs Patronen geladene Walterpiſtole. Außerdem beſaß er einen
deutſchen Reiſepaß auf dem Namen Miller. Die gerichtliche Vernehmung
wird im Laufe des heutigem Vormittags evfolgen. Vorausſichtlich wird
Hopp nach Weſermünde überführt werden. Die Staatsanwaltſchaft in
Weſermünde iſt telegraphiſch verſtändigt worden. Der Raubmörder
wurde ins Unterſuchungsgefängnis Mainz überführt.
Hopp, eine kleine, ſchwächliche Erſcheinung, war in ſeiner Kleidung
bei der Feſtnahme ziemlich heruntergrkommen. Der einſt gute Anzug
war obgeriſſen und verwahrloſt. Indereſſant iſt übrigens, daß er bei dem
Uhrmacher Müller in Mainz=Kaſtel zwei Ringe in Reparatur gegeben
hatte, die er am Abend gegem 7 Uhr wieder abholen wollte. Ueber
die Verteilung der Prämie von 5000 Mark iſt noch nicht entſchieden, doch
dürfte in erſter Linie die Wirtin Frau Valentin in Betracht kommen.

z. Bauſchheim, 19. Sept. Gefallenendenkmal. Da die
Kirchenmauer, wo das Denkmal aufgeſtellt werden ſoll, unter Denkmal=
ſchntz
ſteht, iſt eine Hemmung im Bau eingetreten und wird die Ent=
hüllung
erſt am 7. Oktober ſtattfinden.
Bv. Egelsbach, 19. Sept. Feuerwehrübung. Nächſten Sonn=
tag
findet hier eine gemeinſame Uebung der Freiwilligen und Pflicht=
feuerwehr
ſtatt, der auch der Kreisfeuerwehrinſpektor Nuß beiwohnen
wird. Wäſchediebſtahl. In voriger Woche wurde aus einem
Hofe der Weſtendſtraße eine große Menge eingeweichte Wäſche geſtohlen.
Die Diebe konnten bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Kirch=
liches
. Herr Pfarrer Hartmann iſt bis zum 27. d. M. beurlaubt
und wied in dieſer Zeit in allen Amtshandlungen von Herrn Pfarrer
Wehſarg vertreten. Die Geſchäfte des Kirchenvorſtandes führt in die=
ſer
Zeit Herr Lehrer Kopp.
Offenbach a. M., 19. Sept. Die ebangeliſche Gemeinde feierte
das 225jährige Jubiläum der Schloßkirche. Sie iſt die
älteſte Kirche und zugleich mit ihrem Turme das Wahrzeſchen der Stadt.
Sie wurde durch den Grafen Johann Philipp von Ifenburg=Birſtein
erbaut in der Zeit, als die franzöſiſchen Proteſtanten der Gewaltpolitik
Ludwigs XIV weichen mußten und Teile von ihnen in heſſiſchen Lan=
den
eine neue Heimat ſuchten. Ihnen öfſnete der Graf die Tore und
ließ die Kirche bauen, die ihm als Zeichen der imnigen Gemeinſchaft
deutſche und franzöſiſche Brüder vereinen ſollte. Der Erinnerungstag
wurde ein erhebendes Feſt. Die Kirche erhielt unter anderem ein
Altarkreuz, das von dem bekannten Künſuler Rudolf Koch geſchaffen
worden iſt. Neben dem Feſtgottesdienſt, der in ſeiner feinen liturgiſchen
Geſtaltung zu einem Bekenntnis der großen Gemeinde wurde, ſtand als
zweiter Höhepunkt das Weiheſpiel der einheimiſchen Dichterin Jula
Hartmann Graf Johann Philipp, der Erbauer der Schloßkirche‟ In
ergreifender und packender Form wurde darin der G=meinde die Ge=
ſchichte
des ehrwürdigen Gotteshauſes mit den Nöten und Freuden, die
jene Zeit mit ſich brachte, vor Augen geführt. Die hohe Weahe des
Tages wird wohl noch lange über dem evangeliſchen Offenbach liegen
bleiben.
Gr.
Ah. Bingen a. Rh., 19. Sept. Ballontag in Bingen. Am
7. Oktober veranſtaltet der Verkehrsverein Bingen unter Mitwirkung des
Vereins für Luſtfahrt in Wiesbaden einen Ballontag. Der große Frei=
ballon
wird vormittags um 10 Uhr in den Rheinanlagen gefüllt und
hm 52 Uhr mit Bemannung aufſteigen. Gleich nach dem Anfſtieg
wird der Ballon durch den Motor=Sportelub verfolgt. Winzer=
feſt
. Unſere ſchöne Rhein= und Weinſtadt begeht am 28. Oktober ds.
Js. nach alter guter Väterſitte den Schluß des Weinherbſtes. An die=
ſem
Tage werden Winzerzüge durch die Straßen ziehen, Platzkonzerte
ſtattfinden und in den Gaſtſtätten wird neuer Wein ausgeſchenkt, ſo daß
die Vorbedingungen dafür gegeben ſind, daß echte rheiniſche Stimmung
aufkommt. Die Binger Geſangvereine werden ſich an dieſem Tag zur
Verfügung ſtellen und die Binger Feſthalle und andere Gaſthäuſer und
Hotels durch Sonderveranſtaltungen zum Gelingen des Winzerfeſtes
beitragen.
Gießen, 21. Sept. Die heſſiſche Garniſon, das 1. Bataillon Infan=
terieregiment
15 in Gießen, wird Samstag abend aus den Manövern
in Nordthüringen nach ſeinem Standort in Gießem zurückkehrem.
Bad=Salzhauſen, 21. Sept. Tagung des Heſſiſchen Forſt=
vereins
. Der Heſſiſche Forſtverein hatte ſeine diesjährige Zuſam=
menkunft
in Bad=Salzhauſen. Die Bedeutung der Tagung erhellt aus
der Tatſache, daß die Forſtverſaltungen der benachbarten ſüddeutſchen
Länder Vertveter entſandt hatten. Die beſſiſche Regierung war durch
Finanzminiſter Kirnberger vertreten. Die zweitägigem Verhandlungen,
derem Aufgabe es war, wiſſenſchaftliche Kenntniſſe auf forſtlichem Ge=
biete
zu vermitteln, verlief überaus harmoniſch. Sie wurde nach den
Begrüßungsredem eingeleitet durch den Vortrag des Chefs der heſſiſchen
Staatsforſtverwaltung, Landforſtmeiſter Heſſe, über Rentabilität und
Rationaliſierung in der Forſtwirtſchaft Staatsrat Landforſtmeiſter
a. D. Weber ſprach ſodann über ſeine Erfahrugen während ſeiner mehr
als dreißigjährigen Tärigkeit im Forſtamtsbezirke Konradsdorf. Ober=
förſter
Dr. Kynanz gab einen Ueberblick über ſeine Studien und For=
ſchungen
über eine Vervollkommnung des heſſiſchen Forſteinrichtungsver=
fahrens
. Der Direktor der geologiſchen Landesanſtalt, Bergrat Dr.
Schottler=Darmſtadt, ſetzte die geologiſchen Erkenntniſſe des Erkurſions=
gebietes
auseinander. Eine Exkurſion in die Staatsförſterei Finkenloch,
wo Prof. Vanelow einen Vortrag über Finniſche Reiſeeindrücke hielt,
beſchloß die Tagung.
m. Aus dem Lande, 18. Sept. Gewerbliches. Die Hand=
werkskammernebenſtellen
entfalten auch in der zweiten Hälfte des lau=
fenden
wie der erſten Hälfte des kommenden Monats eine rege Tätigkeit
durch Unterweiſung und Aufklärung in Handwerkerkreiſen in Geſtalt
zahlreicher Sprechtage. Solche halten ab: die Nebenſtelle Alzey für
Stadt und Kreis Alzey an vier Orten und in Alzey täglich von 1012
Uhr und 34 Uhr, der Samstagmittag iſt ausgenommen; die Neben=
ſtelle
Darmſtadt für die Kreiſe Darmſtadt, Bensheim, Heppenheim und
Groß=Gerau an vier Orten; die Nebenſtelle Friedberg für die Kreiſe
Friedberg, Büdingen und Schotten in Friedberg Montags, Dienstags,
Donnerstags und Freitags, in Ulrichſtein und Laubach nach Bedarf,
und an acht Orten: die Nebenſtelle Gießen für die Kreiſe Gießen,
Alsfeld und Lauterbach in Homberg a. d. Ohm, dann für den Landkreis
Gießen Dienstags und Freitags vorm. von 912 Uhr, für Gießen=
Stadt Montags und Mittwochs vorm. von 912 Uhr; die Neben=
ſtelle
Mainz für Stadt und Kreis Mainz und Stadt und Kreis Bingen
in Mainz Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags vorm. von
912½ Uhr, in Bingen immer Mittwochs, dann an zwei Orten: die
Nebenſtelle Offenbach für die Kreiſe Offenbach, Dieburg und Erbach an
neun Orten; die Nebenſtelle Worms für die Kreiſe Worms und
Oppenheim an fünf Orten, in Worms täglich außer Mittwochs und
Samstags, vorm. doſt 812 Uhr und nachmittags von 24 UK

[ ][  ][ ]

Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
Sterbefälle: Am 14. Sept.: Steinhauer Peter Bitſch, 48 J., von
Gadernheim, hier Erbacher Str. 25; Landwirt Joſeph Röder, 34 J.,
von Radheim, hier Grafenſtraße 9; Eliſabeth Hofmann geb. Demmel,
75 J., Beſſunger Str. 95. Am 16. Sept.: Metzgermeiſter Gg. Ludwig
Wilhelm Wagner, 53 J., Mathildenplatz 3; Friederike Wilhelmine
Engeline Braun geb. Veges, 72 J., Herderſtraße 16; Gärtner Heinrich
Trautmann, 61 J., von Jugenheim, hier Grafenſtraße 9. Am 17.:
Weißbinder Hein=ru Kräh. 40 J., Fuhrmannſtraße 14. Am 16. Sept.:
Friedrich Deß, Kaufmann, 31 J., Schillerplatz 5. Am 18. Sept.: Otto
Karl Alwin Auguſt Erich Hallensleben, Ingenieur, 7 7J., Herdweg 45.
Am 19. Sept.: Katharina Schreiber, geb. Reuter, 60 J., Witwe des
Sattlers, Pankratiusſtr. 69. Margarethe Schäfer, geb. Heleine, 94 J.,
Witwe des Eiſenbahnſchreiners, Geiſtberg 8. Am 20. Sept.: Peter
Sauerburger, Gaſtwirt, 68 J., Tannenſtruße 2. Am 19. Sept.: Georg
Hundsdorf, Heizer i. R., 79 J., Schloßgartenſtr. 23. Margarete
Anna Bender, geb. Keeſen, 30 J., Ehefrau des Hilfsarbeiters, Gries=
heim
, Kreis Darmſtadt, hier, Grafenſtr. 9. Philipp Hechler 2., Land=
wirt
, 79 J., Arheilgen, hier, Hermannſtr. 6. Walter Ruhl, 1 Tag,
Weiterſtädterſtr. 81.

Kirchliche Nachrichten
Evangeliſche Gemeinden.
In allen Kirchen Kollekte für den Evangeliſchen Bund.
18. Sonntag nach Trinitatis (23. September).
Stadtkirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Kleberger. (Schluß.) Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Vogel. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Heß.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 96 Uhr zu ſtiller Andacht ge=
öffnet
. Eingang Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Kleber=
ger
. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer
Heß. (Schluß.) Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heil.
Abendmahls. Pfarrer Heß. Vorm. 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger. Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer
Wagner.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Zim=
mermann
. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Zimner=
mann
.
Konfirmandenſaal im Schloß. Montag, 24. September, abends
8 Uhr: Jugensvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung),
Poſaunenchor. Dienstag, 25. September, abends 8 Uhr: Mädchen=
vereinigung
der Schloßgemeinde. Mittwoch, 26., und Samstag, 22.
September, nachm. 24 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 23. September, abends
8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (B. d. J.). Montag,
24. September, abends 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde (ält.
Abteilung). Dienstag, 25. September, abends 8 Uhr: Kirchenchor
der Stadtkizche. Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Ab=
teilung
. Mädchenvereinig ung der Reformationsgemeinde (jüngere
Abteilung). Mittwoch, 26. September, nachm. 4 Uhr: Frauenverein
der Lukasgemeinde, Guſtav=Adolf=Kreis. Abends 8 Uhr; Kirchen=
chor
der Stadtkapelle und Schloßkirche. Jugendbund der Markus=
gemeinde
(ältere Abtcilung). Mädchenvereinigung der Reformation3 (ältere Abteilung). Donnerstag, 27. September, abends
8 Uhn: Frauenverein der Lukasgemeinde, Nothilfe=Kreis. Jugend=
vereinigung
der Stadtgemeinde (jünger Abteilung). Jugendbund
der Lukasgemeinde (jüngere Abteilung). Freitag, 28. September,
abends 8 Uhr; Mütterabend der Stadtgemeinde. Jugendbund der
Kaplaneigemeinde.
Feierabenb (Stiftsſtraße 51). Mittwoch, 26 Sept., abends 8 Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Köhler.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 30. September: Pfarrer
D. Waitz; vom 1. Oktober ab: Pfirrer Beringer.
Krankenpflege burch Diakonen: Hauptſtation im Diakonenheim,
Heidelberger Straße 21. Fernſpracher 2883.
Gemeindeamt für kirchliche Steuerangelegenheiten: Gemeindehaus,
Kiesſtraße 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Geſchäftsſtunden vorm. von 8
bis 12 Uhr und nachm. von 36 Uhr. Fernſprecher 2379.

Samsteg den 22. Eeptember 1928
Eb. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Viesſtraße 17. Sprechſtunden
vormittags von 1012 Uhr. Fernſprecher 2379.
Martinskirche Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Bergér.
Vorm. 8.30 Uhr: Chriſtenlehre für die Martinsgemeinde Weſt,
1. Abteilung, im Gemenidehaus (Schluß). Pfarrer D. Waitz. Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer D. Waitz. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler.
Freitag, 28. September, abends 8 Uhr: Bibelbeſprechſtunde im
Martinsſtift.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 24. September,
abends s Uhr im Gemeindehaus: Madhenvereinigung Weſt. Diens=
tag
, 25 Sept, abends 2 Uhr im Gemeindehaus: Jugendvereinigung;
im Martinsſtift: Kirchenchor. Donnerstag, 27. September abends
8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt; im Martins=
ſtiſt
: Mädchenvereinigung Oſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor.
Freitag, 28. September, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Jugend=
vereinigung
(ältere Abteilung).
Johanneskirche. Samstag, 22. September, abends 8 Uhr: Chriſten=
lehre
des Südbezirks im Goneindehaus. Pfarrer Goethe. Sonntag,
verm. 10 Uhr: Haupgottesdienſt. Pfarrer Goethe. Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 77 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkoldnie). Vorm.
10 Uhr: H=uptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Geongi. Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, 27. September, abends 8 Uhr:
Mütterabend.
Beffunge: Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
Pfrerer Weiß. Vormittags 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 23. September, abends 8.15
Uhr: Jugendvereinigung. Montag, 24. September, abends 8.15 Uhr:
Mädchenvereinigung. Dienstag, 25. September, abends 8.15 Uhr:
Kirchenchor. Mittwob, 26. September, abends 8.15 Uhr: Mädchen=
vereinigung
(kleiner Kreis).
Petruskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Parrer Müller.
Vorm. 1115 Uhr: Kindergottesdienſt. Parrer Müller.
Veranſtaltungen: Sonntag, 23. September, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung. Montag, 24. September, abends 8 Uhr: Jugend=
bund
Dienstag, 25. Septenber, abends 8 Uhr: Kirchenchor.
Mittwoch, 26. September, abends 8 Uhr: Jüngerer Kreis (Buben).
Freitag, B. September, abends 6 Uhr: Spielwieſe (Buben). Sams=
tag
, 29 September, abends 8 Uhr: Turnen (Buben).
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Evang. Sonntagsverein.
Nachm. 47 Uhr: Vereinsſtunden. Donnerstag: Die Betſtunde
fällt aus.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige ebing.=luth. Kirche.) Am
16. Sonntag nach Trinitatis, 23. September, im Feierabend, Stifts=
ſtraſie
51, vormittags 10 Uhr Predigegottesdienſt. Pfarrverwalter
Lucius.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonnlag, vorm. 9 Uhr: Gebets=
ſtunde
. Vorm 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3.30 Uhr:
Bibelſtunde. Montag, nachmittag3 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde.
Dienstag, nachm 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Abends 8.30 Uhr:
Blaukreuz=Bibelſtunde. Prediger Semmel. Mittwoch, abends 8.30
Uhr: Gem. Chor. Donnerstag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde.
Stadtmiſſionar, Anders. Freitag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde in
der Kinderſchule, Beſſungerſtraße 80. Stadtmiſſionar Anders.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. Nachm. 4.45 Uhr: Bibel=
beſprechſtunde
für Mädhen. Montag, abends 8.30 Uhr: Geſchäfts=
ſtunde
. Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis. Mittwock,
abends 8.15 Uhr: Freundeskreis für junge Männer. Donnerstag,
abends 8 Uhr: Gebetsſtunbe für junge Männer.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22,
Iufanteriekaſerne, Hof links.) Sonntag, 23. September, vorm. 8.30 Uhr:
Weißkreuzſtunde. Abends 7 Uhr: Abendſpaziergang (Treffen am
Tierbrunnen). Montag, 24. September, abends 8.30 Uhr: Familien=
bibelſtund
= (Herr Pfarrer Köhler). Dienstag, 25. September, abends
8.30 Uhr: Poſauuenchor. Mittwoch, 26. September, abends 8.30 Uhr:
Jungmännerbibelſtunde. Donnerstag, 27. September, abends 8 Uhr:
Männer kor. Abenbs 8.30 Uhr: Jung=C.=Bibelſtunde. Freitag,
28. September, abends 8 Uhr: Turnen. Samstag, 29. September:
Sport. Sonutag, 30 September: Beteiligung an der Kreiskonferenz
in Biebrich a. Rh. Abfahrt 12.30 Uhr Hauptbahnhof.

Nummer 264
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 24. Sebtember, abendz
8.30 Uhr im Feierabend, Stiftſtraße 51 Bibelſtunde.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkum
Eliſabethenſtraße). Sonntng, den B. September, vormittags 10 Uhr=
Menſchenweihehandlung mi= Predigk.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich wiffenſchaftliche Vereinigung (Chriſtian Science Societt)
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntag
vorm. 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Monat, abends 8,15 Uhr
irmſtadt (Mollerſtr

23. Sept., vorm. 9.30 Uhr, Andacht. Nachm. 3.30 Uhr: Jugendbund
Abends 8 Uhr: Evangeliſation. Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Bibel,
ſtunde. Jedermaun herzlich eingeladen.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag, den 23. September, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Prediger
Rudnitzky. Um 11 Uhr vorm. Sonntagsſchule. Nachm. um 4 Uhr
Predigt. Prediger Rudnitzky. Abends um 8.15 Uhr Jugendſtunde.
Mittwoh, den 26. S=ptember abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde. Be,
trachtung des Römerbriefes. Prediger Rudnitzky. Zu allen Verſamm=
lungen
jedermann herzlichſt eingeladen.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vormittage
1115 Uhr: Sonntagsſchule; nachm. 4.30 Uhr: Wortverkündigung.
Mitrwoch, abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. Freitag, abends 8.15 Uhr=
Wortbetrachtung. Jeder herzlich eingeladen.
Gottesdienſte der Neuopoſtoliſchen Gemeinden Darmſtabt 1, Hinden=
burgſtraße
(Kaſino). Sonntag, vorm. 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr und
Mittwoch, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt. Darmſtadt II, Bismarck=
ſtraße
54. Sonntag, vorm. 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr und Mittwoch
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt. Jedermann herzlich willkommen.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, den 23. Sept., vorm.
10 Uhr Heiligungs=Verſammlung. Vorm. 11.30 Uhr Kinder=Gottesdienſt.
Nachm. 3 Uhr Kinder=Heils=Verſammlug. Abends 7 Uhr Frei= Ver=
ſammlung
am Paradeplatz. Abends 8 Uhr Heilsverſammlung.
Montag, abends 8 Uhr: Jugendliga. Dienstag, abends 8 Uhr:
Mitglieder=Verſammlung. Mittwoch, abends 8 Uhr: Heils= Verſamp=
lung
. Donnerstag, abends 8 Uhr: Heimbund für Frauen und
Mädchen. Freitag, abends 8 Uhr: Heiligungs=Verſammlung,
Jedermann iſt eingeladen.
Auswärtige Kirchen.
Fvangeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, den 23. September,
Vorm. 9.30 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Weißgerber. Vorm. 11 Uhr
Kindergottesdienſt Montag Mädchenabend. Mittwoch Kirchen=
geſangverein
Donnerstag Poſaunenchor.
Evangeliſche Gemeinde Traifa. Sonniag, 23. September. Nachm.
1.30 Uhr: Hauptgortesdienſt Nachm. 2.30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Dienstag, Donnerstag, Freitag Gruxpenabende der Mädchen.
Mittwech Jugendabend. Donnerstag Aelterenkreis.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 23. Sept.,
vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Prediger Direktor Pfarrer
Schneider von der Anſtalt für Epileptiſche. Dienstag Kirchenchor.
Mittwoch Jungmäd henvereinigung.
Evang. Eemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. 9,30 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Kollekte für den Evang. Bund. Vorm. 10,30 Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und Feiertagen
nachmittags von 57 und abends von 8 Uhr an Beichtgelegenheit.
An Sonn= und Feiertagen vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur
hl. Beichte. 7 Uhr Frühmeſſe. Vor und in der hl. Meſſe Austeilung
der hl. Kommunion. 9,30 Uhr Hochamt und Predigt. Vorher Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Nachmittags 2 Uhr Chriſtenlehre, 2,30 Uhr
Andacht Werktagsmeſſe 137 Uhr.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiertagen 8 Uhr
heil. Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor und in der
heil. Meſſe Austeilung der heil. Kommunion.

Gottesdienſt der iſraelitiſchen Religionsgemeinde.
Hauptſynagoge (Friedrichſtraße),
Verſöhnungstag.
Sonntag, den 23. Sept.: Vorabend 6 Uhr 15 Min Predigt,
Montag, den 24. Sept.: Morgengottesdienſt 7 Uhr 45 Min. Pre=
digt
und Seelengedächtnisfeier 10 Uhr 45 Min. Néilah=Predigt
5 Uhr, Bekenntnisgebet und Feſtesſchluß 7 Uhr.

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ſummer 264

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[ ][  ][ ]

Seite 10

Gamstag den 22 Geptember 1928

Im Zeppelin durch Süddeutſchland.
Erſter Paſſagierflug des deutſchen Luftrieſen.

In der Gondel des Graf Zeppelin
hat ſich eine zahlreiche Geſellſchaft zum erſten Rundflug über die Nordſchweiz und Süddeutſchland
zuſammengefunden. Auch zwei Damen Lady Drummond=Hay und die Aerztin Dr. Opitz
durften an der denkwürdigen Fahrt über Friedrichshafen, Zürich, Baſel, Freiburg, Karlsruhe,
Frankfurt, Darmſtadt, Stuttgart, München und Friedrichshafen teilnehmen. Man bewunderte nicht
nur die glanzvolle Flugleiſtung, ſondern auch die luxuriöſe Inneneinrichtung der Paſſagierräume
im Ozeanluftſchiff. (Originalzeichnung von Fritz Oehlſchlägel.)
Doppelt wirkſame Autowarnung.

Weithin ſichtbares Schild und fühlbar herabhängende Seile
machen den Autofahrer in Amerika auf den nahen Bahnübergang aufmerkſam. Dieſes gute
Beiſpiel einer doppelten nämlich ſichtbaren und fühlbaren Autowarnung iſt auf der Berliner
Ausſtellung Erſte Hilfe zu ſehen.

Reich und Ausland.
Schwerer Kraftwagenunfall
der Reichswehr.
Aus Bunzlau wird gemeldet: Am Donners=
tag
abend ſtürzte kurz vor Bunzlan, auf der Chauſſee
Neu=Jäſchwitz-Bunzlau, ein mit 26 Soldaten beſetz=
ter
Laſtkraftwagen der Reichswehr in den Straßen=
graben
. Drei Soldaten wurden ſchwer verletzt. Dem
einen wurde die Schädeldecke zertrümmert, acht Sol=
daten
erlitten leichtere Verletzungen. Sanitätsmann=
ſchaften
aus Bunzlau leiſteten die erſte Hilfe und
ſorgten für Ueberführung der Verletzten in das
Bunzlauer Krankenhaus.
Wir erhalten noch folgende Einzelheiten: Der
Unfall des Laſtkraftwagens der Reichswehr auf der
Straße Neu=Jäſchwitz-Bunzlau iſt darauf zurückzu=
führen
, daß der Kraftwagen einem Motorradfahrer
ausweichen wollte, der nicht abgeblendet hatte. Der
Wagen kam dabei dem Böſchungsrande zu nahe und
ſtürzte um. Die auf ihm befindlichen Soldaten ge=
rieten
zum Teil unter das Gefährt. Hierbei trugen
ſechs Mann ſchwere und ſieben Mann leichte Ver=
letzungen
davon. Lebensgefährlich verletzt wurde
niemand. Die Leichtverletzten wurden bereits heute
aus dem Krankenhaus entlaſſen. Die Schwerverletzten
ſollen nach Hirſchberg abtransportiert werden. Es
handelt ſich um Mannſchaften der 1. Kompagnie des
1. Infanterieregiments in Königsberg.
Großfeuer am Wiesbadener Weſtbahnhof.
Zwei Lagerhäuſer vollſtändig ausgebrannt.
Ba. Wiesbaden. Am Mittwoch nachmittag
wurde die Wiesbadener Berufsfeuerwehr um 16.33
Uhr nach der Rohproduktenhandlung von Anton Ur=
ban
alarmiert, die ihr ſehr umfangreiches Lager am
Weſtbahnhof hat. Es war Großfeuer gemeldet. Zwei
Fahrzeuge rückten mit vollbeſetzter Mannſchaft aus.
Die Bereitſchaft war durch ein kurz zuvor, um 16.05
Uhr, gemeldetes Feuer in der Ringofenziegelei von
Jakob Beckel Erben, Adolfshöhe, woſelbſt Strohſäcke,
Matratzen und Kehricht brannten, bereits in Anſpruch
genommen, ſo daß die Feuerwehr nicht in voller
Stärke ausrücken konnte. Um ſo mehr iſt es anzuer=
kennen
, daß die Wiesbadener Feuerwehr unter Lei=
tung
des Brandinſpektors Diek ihre Pflicht bis zum
Außerſten erfüllt hat. Die Brandhitze war ſo ſtark,
daß ſich die Feuerwehrmänner nur auf 50 Meter
Entfernung vom Feuer aufhalten konnten. Die Eiſen=
bahngleiſe
, die die Lagerplätze durchziehen, waren
rotglühend geworden. Es war aber nicht mehr viel zu
retten, da die Wehr das Getreidelager der Mehlgroß=
handlung
Simon u. Hirſch ſowie das Lager der Roh=
produktenhandlung
Anton Urban bereits in hellen
Flammen antraf. Auch war das Feuer ſchon auf die
Holz= und Kohlenlager der Firmen Bautz u. Schäfer
ſowie Anton Rauſch übergeſprungen. Der große
Flammenherd wurde mit 7 Schlauchleitungen zu
52 Millimetern und 4 Schlauchleitungen zu 75 Milli=
metern
bekämpft. Um 19 Uhr war die Gefahr für die
anliegenden Fabriken und Lagerplätze ſoweit beſeitigt,
daß eine Motorſpritze und ein Teil der Mannſchaft
abrücken konnten. Am Donnerstag nacht 2 Uhr war
der Brand gelöſcht. Bis dahin blieb eine Motorſpritze
mit Mannſchaft noch in Tätigkeit. Eine Brandwache
blieb während des ganzen Vormittags auf der Brand=
ſtätte
zurück. Der Schaden iſt ſehr bedeutend, die
Lager der Firmen Simon u. Urban ſind vollſtändig
ausgebrannt. Menſchenleben kamen erfreulicherweiſe
nicht in Gefahr. Die Urſache des Brandes iſt noch
völlig unaufgeklärt.
Um die Aufhebung des Haftbefehls gegen
Hugo Stinnes.
Von unterrichteter Seite erfahren wir, daß in der
Strafſache wegen Anleihebetrugs geſtern Haftprü=
fungstermin
bezüglich des Angeſchuldigten: Hugo
Stinnes vor dem Unterſuchungsrichter ſtattgefunden
hat. Der Haftbefehl gegen Hugo Stinnes jr. iſt nicht
aufgehoben worden, jedoch ſoll von einer weiteren
Vollſtreckung der Unterſuchungshaft abgeſehen wer=
den
, wenn er Sicherheiten in Höhe von einer Million
Reichsmark leiſtet.
Flucht eines Defraudanten.
Eßlingen. Nach Veruntreuung von etwa
100 000 Mark zum Nachteil eines hieſigen Unterneh=
mers
iſt ſeit einigen Tagen der 36 Jahre alte Kauf=
mann
Chriſtoph Roth von hier flüchtig. Die Krimi=
nalpolizei
hat eine umfaſſende Fahndung nach ihm
eingeleitet.
Die Königin von Schweden
erbt eine deutſche Inſel.

Subtropiſche Landſchaft auf Mainau.
Der kürzlich verſtorbene Großherzog von Baden hat
die liebliche Bodenſee=Inſel Mainau ſeiner Schweſter,
der Königin Viktoria von Schweden vermacht. Im
milden, geſchützten Seeklima Mainaus blühen nicht
nur Zypreſſen, Palmen und Zedern, ſondern auch
Bananen und Mammutbäume. Die kränkliche Köni=
gin
hat ſchon in früheren Jahren oft Heilung auf
der ſchönen ſtillen Inſel geſucht.

Unglücksfall oder Verbrechen?
Biſchoffen (Kreis Biedenkopf). Vor einigen
Tagen wurde, wie gemeldet, auf der Landſtraße bei
Biſchoffen der Schuhmacher Sälzer aus Offenbach im
Dillkreis neben ſeinem Fahrrad liegend tot aufgefun=
den
. Nach der ärztlichen Unterſuchung, die einen
Schädelbruch feſtſtellte, wurde ein Unglücksfall als
Todesurſache angenommen. Nunmehr iſt aber die
Vermutung laut geworden, daß Sälzer nicht durch
einen Sturz, fondern durch einen Schlag auf den
Kopf getötet worden ſei. Daraufhin wurde eine noch=
malige
ärztliche Unterſuchung der Leiche vorgenom=
men
und das Ergebnis dieſer Unterſuchung der
Staatsanwaltſchaft mitgeteilt. Wie man hört, iſt zur=
zeit
eine behördliche Unterſuchung im Gange, die
wohl auch darüber Klarheit ergeben wird, ob etwa
ein Streit zwiſchen mehreren jungen Burſchen und
Sälzer hier einen tragiſchen Ausgang genommen hat.
Der tragiſche Tod des Grazer Gymnaſiaſten
Herbſt.
Graz. Die Erhebungen der Polizei zur Aufklä=
rung
des tragiſchen Todes des Gymnaſiaſten Joſef
Herbſt haben nunmehr auch darüber Aufklärung ge=
bracht
, warum der Knabe in den verhängnisvollen
Koffer geſtiegen iſt. Der Vater des Knaben iſt Ama=
teurphotograph
. Auch der junge Herbſt wünſchte ſich
einen Photographenapparat und machte den Vorſchlag,
die Kiſte als Dunkelkammer zu verwenden. Nun
dürfte der Knabe, als die Eltern im Kino waren, im
Badezimmer den Koffer auf ſeine Eignung als Dun=
kelkammer
ausprobiert haben und dabei iſt dann der
Deckel zugefallen, den der Knabe nicht mehr öffnen
konnte.
Wieviel Zeppelin=Luftſchiffe gab es bis heute?
Auf dieſe gegenwärtig viel erörterte Frage er=
fahren
wir zuverläſſig folgendes: Das gegenwärtig
auf den Probeflügen begriffene Luftſchiff Graf Zep=
pelin
iſt das 127. Luftſchiff der Friedrichshafener
Werft. Das 126. wurde bekanntlich nach Amerika ge=
liefert
und fliegt dort unter dem Namen Los Ange=
les
. Bis zum Kriegsende hatte die Zeppelinwerft
insgeſamt 66 Zeppelin=Luftſchiffe an die Marine und
35 an das Landheer abgeliefert. Nach dem Kriege
wurde der Luftſchiffbau unter dem Druck des Ver=
ſailler
Diktats ſtark eingeſchränkt. Zeppelin 114 und
Z. 121 mußten bekanntlich damals an Frankreich ab=
geliefert
werden, wovon das eine Luftſchiff explo=
dierte
, während man von dem anderen nie mehr
etwas gehört hat. 3. 120 wurde ebenfalls als Repa=
rations
=Luftſchiff an Italien abgeliefert und iſt dort
gleichfalls verunglückt.

Kriegsteilnehmerkongreß
in Luxemburg.
Am 10. und 11. September fand in Luxemburg
ein Kongreß ſtatt, der die Vertreter von Kriegsteil=
nehmerverbänden
aus faſt allen am Weltkrieg betei=
ligten
Ländern vereinte. Deutſcherſeits hatten die
Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener ſowie
die anderen deutſchen Kriegsgefangenenverbände, auch
aus Oeſterreich, Deutſch=Böhmen, Danzig und dem
Saargebiet, ſowie der Jungdeutſche Orden Delegierte
entſandt. Der Kongreß faßte u. a. einen von den
deutſchen Verbänden beantragten und durch Dr.
Givens, den Vertreter der Reichsvereinigung ehem.
Kriegsgefangener, ausführlich begründeten Beſchluß
über die gemeinſame Arbeit der Kriegsteilnehmer
aller Nationen für die Herbeiführung und Feſtigung
des Friedens durch eine Annäherung gegenſeitiger
Achtung und der Anerkennung ihrer nationalen Be=
lange
. Als die größte Gefahr für den Frieden wurde
die unmögliche Regelung der deutſchen Oſtgrenze von
dem Jungdeutſchen Delegierten Abel ausführlich er=
örtert
. Beſondere Beachtung fanden die wirtſchaft=
lichen
und programmatiſchen Forderungen der ehema=
ligen
Kriegsgefangenen, die u. a. eine Anerkennung
der von ihnen in den zerſtörten Gebieten Nordfrank=
reichs
nach dem Waffenſtillſtand geleiſteten Wiederauf=
bauarbeit
als Reparationsleiſtung verlangen. Sämt=
liche
deutſchen Anträge wurden einſtimmig angenom=
men
. Unter anderem wurde beſchloſſen, der von der
ſchweizeriſchen Regierung für nächſtes Jahr einberu=
fenen
Staatenkonferenz zur Schaffung eines neuen
Kriegsgefangenenrechts einen gemeinſamen Richt=
linienentwurf
zu unterbreiten. Die Tagung beweiſt,
daß über alles Trennende des Krieges und ſeiner
Folgezeit hinweg ein neuer Geiſt in der Kriegsgene=
ration
heranwächſt, der aus dem Erlebnis und den
Erfahrungen des Weltkrieges heraus dem eigenen
Volke und Land durch die Arbeit für den Frieden
mit anderen Völkern dienen will.
Eine grauſige Bluttat.
Saarbrücken. In Wahlhaufen geriet der
Arbeiter Schmidt, der mit ſeiner Frau bei ſeinen
Schwiegereltern wohnte, nach reichlichem Alkoholge=
nuß
mit ſeiner Frau in Streit und bedrohte ſie mit
dem Meſſer. Als die Frau flüchtete, griff Schmidt
ſeine Schwiegermutter an und brachte ihr mehrere
Meſſerſtiche bei. Der Schwiegervater wollte den Un=
hold
abwehren, aber auch auf dieſen ſtieß der Be=
trunkene
mit dem Meſſer ein. Ein Stich traf die
Herzgegend und führte den raſchen Tod des Schwie=
gervaters
herbei.

Mexiko, 21. September.
Nach aus Tampico hier eingetroffenen Zeitungs=
meldungen
haben in der Gegend von San Geronimo
und Tuxpau, an der Nordküſte des Staates Vera;
Cruz, ſchwere Ueberſchwemmungen einen Schaden an=
gerichtet
, der auf fünf Millionen Dollar geſchätzt
wird. Die Ernte iſt zum Teil vernichtet und zahl=
reiche
Gebäude wurden beſchädigt. Stürme, die von
heftigen Regengüſſen begleitet waren, legten das Ge=
treide
auf den Feldern nieder, als ob es mit der
Senſe abgemäht worden ſei. Die Flüſſe traten über
die Ufer, riſſen die Brücken hinweg, zerſtörten zahl=
reiche
Häuſer und ſchwemmten das Vieh aus den
Ställen fort. Die Petroleumgeſellſchaften in der Um=
gebung
von La Huanteca Elaquila erlitten die ſchwer=
ſten
Verluſte. Docks wurden beſchädigt, und mit get=
ten
angebundene Kähne wurden von den Fluten los=
geriſſen
und hinweggeführt. Aus Ciudad Guzman.
im Staate Jalisco, wird gemeldet, daß der Regen
dort 72 Stunden dauerte und die Straßen unpaſſier=
bar
machte. Der an der Weſtküſte gelegene Hafen.
Manzanillo im Staate Colima iſt gleichfalls von
ſchweren Stürmen heimgeſucht worden. Die Lebenz=
mittelzufuhr
aus dem Innern iſt abgeſchnitten. Der
Verkehr im Hafen wurde völlig lahmgelegt.

Neger=Unruhen im Unwettergebiet
von Florida.

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New York, 21. September.
Ein von Okeeſchobee (Florida) an das hieſige Rote
Kreuz gelangter unbeſtätigter Bericht beſagt, daß
Hunderte von obdachlofen Negern in dem gänzlich
zerſtörten Pakokee anfangen, widerſpenſtig zu werden.
Die Unruhe brach aus, als zahlreiche bei dem Orkan
ums Leben gekommene Neger infolge Fehlens von
Särgen verbrannt wurden, was von den Ueberleben=
den
übel aufgenommen wurde. Eine Abteilung Natio=
nalgarde
befindet ſich bereits in Pakokee. Da die
Ueberſchwemmung der Umgegend anhält, iſt die Stadt
nur durch Boote erreichbar. Aus Palmbeach wird ge=
meldet
, daß man bisher im Staate Florida ſchon
mehr als 800 Leichen geborgen hat. Sie werden ohne
vorherige Identifizierung beerdigt, da man das Aus=
brechen
von Epidemien befürchtet. In Bellegarde ſind
illein 54 Leichen geborgen worden, darunter 34 Neger.
Das Kriegsminiſterium hat für die Obdachloſen tau=
ſend
Feldbetten nach Florida geſchickt. Man nimmt
an, daß die Zahl der Toten noch weſentlich höher iſt,
da außer den bereits geborgenen Leichen noch 120
Menſchen vermißt werden.
Das Rote Kreuz gab bekannt, eine Inſpektion,
die ſich bisher über ein Viertel des Gebietes von
Portorico erſtreckte, das durch den Wirbelſturm heim=
geſucht
wurde, ergab, daß in dieſem Abſchnitt allein
35 450 Häuſer zerſtört wurden. Die Zahl der Ven
letzten beläuft ſich auf B6l, wovon ſich 20 in Kran=
kenhäuſern
befinden. 154 000 Einwohner müſſen aus
öffentlichen Mitteln ernährt werden.

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Verdacht des Elternmordes.
Wien. Die Unterſuchung der Tragödie in der
Familie des Regierungsrates Artmann verſtärkt im
mer mehr den Verdacht, daß es ſich um einen von
dem 16ährigen Sohn begangenen Mord an ſeinen
Eltern handelt. Am Vorabend der begangenen Blut=
tat
, als Regierungsrat Artmann bereits betrlägerig
war, ließ er durch die Pflegerin ſeinen Sohn an ſein
Bett rufen und machte ihm Vorwürfe wegen ſeines
mangelnden Fleißes in der Schule. Die Ausſage des
jungen Artmann, er habe in Notwehr gehandelt, als
er den tödlichen Stich gegen den Hals ſeines Vaters
führte, iſt unglaubwürdig, da zu dieſem Zeſtpunkt
der Regierungsrat Artmann bereits einen Schuß m
das rechte Handgelenk erhalten hatte, alſo kaum in
der Lage war, gegen ſeinen Sohn vorzugehen. Bei
der Unterfuchung des Schlafdivans, auf dem Frau
Artmann tot aufgefunden wurde, wurde feſtgeſtellt,
daß nach der Lage des Schußkanals es faſt unmöglich
iſt, daß Frau Artmann ſich ſelbſt erſchoſſen hat. Das
Motiv des mutmaßlichen Elternmordes könnte vor
allem darin liegen, daß der junge Artmann ſich in
den Beſitz eines Vermögens ſetzen wollte. Regie=
rungsrat
Artmann war nämlich auf 70 000 Schilling
verſichert, und von dieſer Verſicherung hatte der junge
Artmann, wie er ſelbſt zugab, Kenntnis.

SARDINEN
Af

Landung der Europa in Bagdad.
Bagdad. Das Flugzeug Europa iſt am
Donnerstag nachmittag gegen 3 Uhr hier gelandé
Es beabſichtigte, am Freitag vormittag ſeinen Flug
nach Buſchir fortzuſetzen.

Der Ex=Staatspräſident Polens
wird Tonfilmdarſieller.

ieſen! Au
Rerindige Dam
Rude 100
Aadeschldehn.
ein Hedero,

Jgnaz Paderewſki,
der weltberühmte Klaviervirtuos wurde von einer
amerikaniſchen Filmgeſellſchaft für die Hauptrole
eines Tonfilmes verpflichtet. Er erhält eine Gage
von 150 000 Dollar.

[ ][  ][ ]

Nummer 264

Samstag den 22. September 1928

Geite 11

Rede an den Luganerſee.
Lugano, im September 1928.
Die nachſtehende Rede hat der alte köſtliche Monte
San Salvatore, jener Berg am See von Lugano, den
die Italiener Lago Cereſio nennen, im Teſſiner Dialekt
gegrollt, als man zu ſeinen Füßen das neue Strandbad
von Lugano einweihte. Die Rieſenantennen, die von
deutſchen Gelehrten am Gipfel des benachbarten Riva=
len
, des Monte Generoſo, verankert wurden, um die
himmliſchen Blitze aus nächſter Nähe zu belauſchen,
haben das Grollen des Salvatore im Donner der Ge=
witter
aufgefangen. Dem armen Erdenwurm unten am
Lago gelang es dann, den Discorſo des Berges zu
entziffern und in irdiſchen Lettern feſtzuhalten. Hier iſt er:
Caro Lago Cereſio!, Lieber Luganer See! Eigentlich müßte
dich nun noch in franzöſiſcher und engliſcher Sprache begrüßen.
ami wir ſind in der dreiſprachigen Schweiz und im Lande des
ſemidenverkehrs. Die Schweiz verlangt zum Deutſchen und Ita=
ſiſchen
noch das Franzöſiſche, und der Fremdenverkehr bedingt
engliſche Sprache, das Idiom jenes Landes, dem die Welt die
vi großen W verdankt: den Whisky=Soda, das Weekend und
18 WC.
So wie ich dich, alter Freund, alſo vierſprachig begrüßen
ußte, ſo haſt du ſeit Jahrzehnten ſchon vierſprachig um dich
hum die Menſchen ſprechen hören. Deine engſten Landsleute
verr in derſelben Zunge, in der du als geborener Luganeſe mich
ſrg Monte nennſt. Die Deutſchen aus dem Norden der
chweiz oder aus dem Lande der Schwaben zwiſchen Boden=
ſe
and Königsberg loben dich mit deutſchen Lauten; die ſommer=
ſen
Karawanen der Engländer und Amerikaner begrüßen dich
Themſeton oder naſaler weger der Trockenlegung auf
15Al=iſch. Die Eleganz des Franzöſiſchen verteidigen deine welſch=
ſweizer
Landsleute und die appetitlichen Speifenkarten der
btels. International bis du, o Lago Cereſio und Luganer See;
gich zwei Namen haſt du, ſo wie dein Vetter der Lac Leman
ger Genfer See. Denn beide liegt ihr an terriotorialer Grenze
rd leiht zwei Staaten eure Uferränder. Aber du biſt zugleich
ach deutſch und engliſch. Denn ſeit auf deinen Hügeln Villen
rd. an deinem Qugi ſchöne Hotels ſtehen, biſt du die Sehnſucht
de Deutſchen und die Wonne der Engländer.
Du biſt aber nicht nur fremdentechniſch und geographiſch in=
unational
, eine Brücke zwiſchen Nord und Süd. Du biſt auch
ſinem Weſen nach ein Mittler zwiſchen den rauhen Ländern
uter grauen Wolken und der immerblauen Pracht milderen
immels. Blüten und Bäume an deinen Ufern vereinen im
hnten Spiel die Gewächſe Germaniens und der Firnberge deiner
ehrveiz mit dem Duft der Ueppigkeit ſüdlicher Pracht. Tannen=
hurne
ſpenden deutſchen Schatten im Park neben Rhododendken
vn. Italiens Geſtaden. Palmen überraſchen den nordiſchen
Ferndling hier zum erſten Male, wenn er über die Alpenſcheide
branterkommt, dieſen Gaſt, der die ſchlanke Schönheit der Palme
ksher nur in der Gefangenſchaft der Gewächshäuſer kannte. Die
larziſſen der Alpwieſen überfluten im Lenz mit ihrem Weiß die
eünten Halden nahe deiner Ufer, und der Lorbeerbaum ſendet
ktrubenden Duft in ſehnſüchtiger Sommernacht. Nord und Süd
ſid dir eigen. Immergrün herber Tannen und lichten Oleanders
ſindiert mit den lockeren Hainen alter Edelkaſtanien und weithin=
ſſosttender
Platanen.
Du biſt mein lieber See, ein großer Glückspilz. Denn die
eaur ſchüttete von Nord und Süd über dich ihre Reize, ſie gab
ir auch die Unarten beider Himmelspole. Darum biſt du nie=

mals langweilig, nie bloß traurig oder nur heiter. Du haſt Lau=
nen
wie eine ſchöne Frau. Du kannſt ſonnig lächeln und gleich
darauf tückiſch die Stirn runzeln, wenn eine flinke Wetterwolke
über dein Haupt hinwegfliegt. Dann falteſt du deine Wellen heftig,
und dieſe Falten ſchäumen mit weißer Giſcht an felſige Ufer, bis
ein neuer raſcher Sonnenſtrahl dein Antlitz wieder ſanft glättet.
Abwechſlung bieteſt du, in Farbe und Licht, aber auch ſchon deine
Geſtalt, gewunden in vielfachen Buchten und Armen, iſt die Wan=
delbarkeit
ſelbſt, in Bildern und Rätſeln, hier lebendig und keck,
dort verſonnen und verliebt. Du ſchöner See, du lieber See.
Wozu brauchteſt du eigentlich noch Schmuck eines Strand=
bads
? Für mich war es nicht nötig. Ich habe ſchon ſeit der letzten
Eiszeit meinen Fuß in dir ſtehen. Mehr brauch ich nicht. Du
kühlſt mich tief unten, wenn oben die Sonne den Scheitel mir
ſengt. Du genügſt mir ohne Strandbad, denn meine Gäſte waren
immer beglückt, wenn ſie von meinem Haupte hinunter und herum
ſchauten auf blauen See, grüne Hänge und weiße Bergſpitzen.
Aber es gibt neuerdings Menſchen, denen es nicht mehr genügt,
daß ſie einen See mit ihren Augen ſehen, ſie wollen ihn auch mit
ihren Augen fühlen. Dazu gab die Natur ihnen die Hühneraugen,
und eine wohllöbliche Fremdenfürſorge baute ihnen das Strand=
bad
. Nun fühlen ſie den See, baden ſich in Waſſer und Sand,
und ſtaunen, wie wenig die ſchönen und auch die weniger erfreu=
lichen
Frauen zum Ausziehen anhatten.
Daran haſt du kleiner Schäker, du Luganer See, deine helle
Freude. Hei, wie du ſchmunzelſt, wenn zwiſchen rundlichen
Beinen, der Dicke und der Form nach rundlich, deine kichern=
den
Wellchen wie durch einen Triumphbogen hindurchrollen, und
wie grollſt du, wenn deine Wogen im Anrollen an all zu mageren
Knochen ſich ſtoßen. Wenn aber über deine Fluten ein leichtes
Zittern läuft, wenn man glaubt, daß ein linder Wind deine
kleinen Wellen kräuſelt, dann das weiß ich grinſt du, weil
du erkennſt, daß all dieſe Menſchen in deinem neuen Strandbad
gerade ſo ſind, wie deine Berge an den Ufern. Der eine iſt krumm
und bucklig wie die Almweiden bei Pugerna, der andere ſchroff
und eckig wie die dräuenden Abſtürze am Monte Generoſo, wieder
ein anderer Badegaſt gleicht dem vergnüglichen Monte Bre, wenn
er ſich hingegeben und zärtlich neben den fetteren Monte Boglia
ſchmiegt. Mir aber kommt keiner in meiner Selbſtherrlichkeit
gleich. Ich bin das Wahrzeichen und der Herr des Sees. Ich
ſtehe über den Dingen und betrachte ſie von höherer Warte. Nur
zu dir laſſe ich mich herab. Denn wir ſind eins, See und Berg.
Und weil deine Strandgäſte mich beſonders vorteilhaft von deinem
neuen hellen Badeſtrand aus genießen können, drum, alter
Freund, begrüße ich dich und beglückwünſche dich zu deiner neuen
Streuſandbüchſe, die die Menſchen Strandbad nennen. Sei nett
zu ihm und trübe kein Wäſſerchen.
Rundfunk=Programme.
Deutſche Welle. Sonnabend, 22. Sept. 10.15: Berlin: Nach=
richten
. O 12: Für die Schule: Preußiſche deutſche Geſchichte 1864
bis zum Weltkrieg. O 13.30: Berlin: Nachrichten. O 14.30: Kinder=
Baſtelſtunde: Das Obſt für den Obſthändler. 15: B. K. Graef:
Sprechtechnik. 0 15.35: Wetter und Börſe. 0 16: Prof. Dr. Lampe:
Vorankündigung der Bild= und Reichsmuſikwoche. O 16.30: Min.=
Dir. Dr. Falck: Inwieweit kann die Neuordnung des Beamtenrechts
zur Vereinfachung der Verwaltung beitragen? O 17: Hamburg: St.
Fredmann, der kunterbunt Heilige. Eine Liederſtunde mit einem
trunkenboldigen Sänger. O 18: Reichstagsabgeordneter E. Lemmer:
Reformpläne im modernen Parlamentarismus. O 18.30: Spaniſch
für Anfänger. 18.55: Generalmuſikdir. Knapſtein: Das Kammer=
orcheſter
, O 19.20: Prof. Minde=Pouet: Goethes Nachwirkung bis
in die Gegenwart. O 20.15: Frankfurt: Die Strafſache gegen
Pannike‟. (Hörſpiel.) Leitung: Ben Spanier. o. Anſchl.: Preſſe=
nachrichten
. O 22.30: Tanzmuſik. Kapelle Otto Kermbach.

Frankfurt.
Samstag, 22. Sept. 12.15: Schulfunk. Geſanglehrer Ferd. Hof=
mann
: Die Natur als Vorbild in der Muſik; Kuckucksruf und
Wachtelſchlag. o 13: Schallplatten. Volkstümliche Muſik. O 15.05:
Chriſtel Kirchner ſingt Lieder; am Klavier: Erich Kohlhöfer. O 15.55:
Hausfrauendienſt. O 16.35: Funkorch.: Konzert. In der Pauſe:
Vereinsnachrichten, Mitteilungen. O 18.10: Aus dem Roman Auf
zwei Paneten von Kurd Laßwitz. O 18.30: Briefkaſten. o 18.45:
Eſperanto. O 19.15: Stenographiſcher Fortbildungskurſus. O 19.45:
Hans Meißner: Das Theater und ſeine Beſucher. O 20.15: Die
Strafſache gegen Pannicke. Ein Hörſpiel. Leitung: Ben Spanier,
Perſ.: Fritz Pannicke, Bankangeſtellter; Schöffe Karl Pfannſchmidt:
Schöffin Alma Wielandt; Georg Bohland, Bankprokuriſt; Berthold
Timmermann i. Fa. J. B. Timmermann, Baugeſchäftsinhaber; der
Vorſitzende des Schöffengerichts der Verteidiger: der Staatsanwalt;
Frl. Alma Vorgartner Bankangeſtellte: Hermann Keitel, Bank=
angeſtellter
: Otto Herold, Hausmeiſter; Frl. Hella Holzbach, Braur
des Pannicke, Lehrerin; Frl. Marion Reichenau; Aug. Neudamm,
Muſikaliengeſchäftsinhaber; ein Juſtizwachtmeiſter. Ort der Hand=
lung
: der Sitzungsſaal des Schöffengerichts in Altſtadt. O Anſchl.=
Berlin: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Samstag, 22. Sept. 10.30: Schallplatten. O 14: Jugendſtunde.
Clſa Pfeiffer, K. Köſtlin, Funkorch. O 15: Aus deutſchen Opernt
Mitw.: Margarete Wetter, Ellen Beck, Herm. Grotz, Funkorch. 0 17:
Zitherkonzert der Vereinigung zur Pflege des Saitenſpiels, Unter=
türkheim
. Leitung: H. Mönch. O 18: Dr. C. Elwenſpoek: Auf
der Jagd nach Rinaldo Rinaldini. 18.30: Freiburg: Prof. Kantos
rowiez: England und Irland. o 19: Dr. H. Wolff: Einführung
in die Buchführung. O 19.45: Freiburg: Hebelfeier. Karl Berner
lieſt aus Werken von J. P. Hebel zu ſeinem Todestag. O 20.15:
Frankfurt: Strafſache gegen Pannicke. Hörſpiel von Auditor. Perſ.;
Fritz Pannicke, Bankangeſtellter; Schöffe Karl Pfannſchmidt; Schöffin
Alma Wielandt; Georg Bohlandt, Bankprokuriſt; Berthold Timmer=
mann
i. Fa. J. B. Timmermann, Bankgeſchäftsinhaber; der Vor=
ſitzende
des Schöffengerichts; der Verteidiger; der Staatsanwalt;
Frl. Alma Vorgartner Bankangeſtellte: Hermann Keitel, Bank=
angeſtellter
: Otto Herold, Hausmeiſter; Frl. Hella Holzbach, Braut
des Pannicke, Lehrerin; Frl. Marion Reichenau; Aug. Neudamm,
Muſikaliengeſchäftsinhaber: Juſtizwachtmeiſter. Ort der Handlung:

Berlin.
Sonnband, 22. Sept. 16: Dr. med. Kron: Krankheiten des
Haare. O 16.30: Joh. Riecken: Motorbootſport. 17: Charlie K.
Roellinghoff: Heitere Reportage‟ In der Rednerakademie. Vater
dird

der Suggeſtion. Energie, Ausdauer, Zähigkeit, Entſchloſſenheit.)
O 20: Prof. Berſon: Die Bedeutung wiſſenſchaftlicher Luftfahrten.
O 20.30: Sendeſpiel: Im Liebespavillon. Operette in einem Akt.

Worte und Muſik von Erik Meyer=Helmund. Leitung: Der Kom=
poniſt
. Perſ.: Der junge Graf; der alte Graf; Lolotte. Ort der
Handlung: Ein eleganter Badeort. Anſchl.: Das Jubiläum,
Luſtſpiel in einem Akt von Anton Tſchechow. Perſ.: Schieutſchin,
Andrei Andrejewitſch, Bankdirektor; Tatjana Alexejewna, ſeite Frau;
Chirin, Kuſima Nikolaiewitſch, Bankprokuriſt; Mertſchut/ina Be=
amtenfrau
; Mitglieder der Bank; Angeſtellte der Bank. O Anſchl.s
Tagesnachrichten. O 22.30: Tanzmuſik. Kapelle Kermbach.
Stettin. 22.30: Uebertragung der Tanzmuſik vom Funk=Balk
Stettin. Kapelle Gerhard Hoffmann.

Hauptchriftleitung. Rudoll Maupe
Veranwortlich für Pollilk und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleten, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Cugen Buhlmann;
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für
Die Gegenwart: Dr. Herbert Neite; für den Inſeratenteil: Willp Kuhle: Druck
und Verlag: C. C. Wittich ſämtlich in Darmſtladt
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantle der Rückſendung nich t Übernommen.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.

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Möppel=Spitze . . . . . . . Meter 59
batreiher, Hutfedern . . Stück 105, 21.,5
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Alle Arten Gummibänder
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Geite 12

Samstag , den 22. September 1928.

Nummer 264

Sporl, Shet und Tarnen.

Handball.

Handball der D. S. B. Kreis Starkenburg.
Verbandsſpiele am Sonntag, den 23. September.
Liga=Klaſſe: H. S.V. Frankfurt V.f.L. Rot=Weiß Darm=
Kadt 15 Uhr. Sp.Vgg. Arheilgen Poſtſportv, Frankfurt 15 Uhr.
B=Klaſſe: Vikt. Griesheim 2. Vikt. Griesheim 1. 14 Uhr.
V.f. L. Rot=Weiß Darmſtadt 2. Sp.Vgg. Arheilgen 2. 14 Uhr. Germ.
Pfungſtadt Sp.V. Darmſtadt 98 3. 11 Uhr.
Damen: Alemannia Worms Sp.Vgg. Arheilgen 10 Uhr.
Sportverein Darmſtadt 1898 VfB. Friedberg.
Das für morgen angeſetzte Spiel der 98er gegen Fußballſportverein
Frankfurt iſt von der Behörde abgeſetzt worden, da bei dem am Sams=
tag
nachmittag in Berlin ſtattgefundenen Auswahlſpiel zur Ermittlung
der deutſchen Vertretung gegen Oeſterreich Leonhard vom Fußball=
ſportverein
Frankfurt und Reuter und Fiedler von den 98ern beteiligt
ſind. Damit die Verbandsſpiele trotzdem weiter gefördert werden kön=
nen
, hat ſich der Sportverein 1898 damit einverſtanden erklärt, in Fried=
berg
anzutreten. Selbſtverſtändlich iſt dafür Sorge getragen, daß
Reuter und Fiedler ſich an dieſem Spiel beteiligen können. VfB.
Friedberg iſt erſt vor zwei Wochen nachträglich zum Ausgleich begange=
ner
Ungerechtigkeiten der Ligaklaſſe zugeteilt worden. Wenn auch tech=
niſch
der Liganeuling wohl kaum den 98ern gleichwertig ſein dürfte,
ſollten die 98er doch eingedenk ſein, daß im Spiel auf fremdem Platz
nie ein Gegner unterſchätzt werden darf.
H. S.V. Frankfurt V. f. L. Rot=Weiß Darmſtadt.
Einen ſchweren Gang hat Rot=Weiß am Sonntag zu gehen. Rödel=
heim
war für die Mannſchaft ſchon immer ein Gegner, gegem den ſie
ſelten etwas zu gewinnen hatte. Allerdings wäre ihr zuzutrauen, mit
dieſer üblen Tradition endlich einmal zu brechen, doch müßte ſie dann
mit demſelben Eifer und derſelben Hingabe kämpfen, wie in den beiden
letzten Spielen. Auf keinen Fall darf ſie ſich einbilden, auf den Lor=
beeren
vom vergangenem Sonntag ausruhem zu dürfen. Daß H.S.V.
Frankfurt ein äußerſt gefährlicher Gegner iſt, bewies das Spiel vor acht
Tagen gegem den S.V. 98 auf dem Stadion. Die Frankfurter verfügen
über einen eminent ſchnellen Innenſturm, der der Rot=Weiß= Hintermann=
ſchaft
, zumal auf dem kurzen Rödelheimer Schlackenplatz, ſehr zu ſchaffen
machen wird. Das Spiel ſindet um 10.30 Uhr in Rödelheim ſtatt. Es
wäre zu wünſchen, daß die Mannſchaft eine zahlreiche Begleitung er=
hielte
.
Weitere Spiele am Samstag: 1. Schüler Rot=Weißkomb. Ju=
gend
Rot=Weiß; A. H. PolizeiA. H. Rot=Weiß auf dem Polizeiplatze.
Sonntag: 2. Jgd.2a. Jugend S.V. 98 auf dem Stadion; Rot=Weiß
LiggerſatzArheilgen Liggerſatz, 14 Uhr Rot=Weiß=Platz.
Aut de putſthen Turnetickaft
Vom Mittelrheinkreis und Main=Rheingau Deutſche Turnerſchaft.
Sonntag, dem 23. September, wird die neue Spielreihe im Handball
im Mittelrheinkreis beginnen, nachdem die neuen Handballregeln mit
Hochdruck an die Mannſchaftem herangebracht ſind. In der neuen Kreis=
klaſſe
wird in einer Oſt= und Weſtgruppe mit je 6 Mannſchaften geſpielt
werden. Außerdem wird in den 6 Gaugruppen mit je 6 Mannſchaften
je eine Spielreihe ausgetragen. Aus dem Main=Rheingau gehören die
Vereine: Langen (Tv. Vorwärts) und Pfungſtadt der einen Gaugruppe
an. In dem Gau=Meiſterklaſſen, ſind über 300 Mannſchaften betätigt.
Zur Meiſterklaſſe im Main=Rheingau zählen in der erſten Gruppe: Ar=
heilgen
, Eberſtadt, Groß=Gerau, Nauheim, Sprendlingen und Wolfs=
kehlem
. Die zweite Gruppe umfaßt die Vereine: Beſſungen, Bickenbach,
Darmſtadt (Tgmde.), Neu=Iſenburg, Walldorf und Bensheim. Endlich
ſpielen noch in den A=, B=, C= und Turnerinnen=Klaſſen noch rund 550
Mannſchaften, insgeſamt etwa 900 Mannſchaften im Kreis, wovon 60
Mannſchaften auf den Main=Rheingau entfallen. Dazu ſind jeden Sonn=
tag
nicht weniger denn 420450 Schiedsrichter tätig. Die Anzahl der
Mannnſchaften erhöht ſich weſentlich, wenn man diejenigen der Jugend=
klaſſe
hinzurechnem wollte, von der allein im Main=Rheingau dreizehn
an der Handballrunde teilnehmen.
Reichsbahn=T.= u. Sp.=V. Darmſtadt.
Der vor kurzer Zeit ins Leben gerufene Reichsbahn=Turn= und
Sportverein beteiligt ſich an den diesjährigen Meiſterſchaftsſpielen der
D. T. mit 2 Mannſchaften, und zwar ſpielt die 1. Mannſchaft am Sonn=
tag
, den B3. September, nachm. 3 Uhr, gegen die gleiche des Turnvereins
Alsbach. Die 2. Mannſchaft fährt nach Groß=Gerau, um dort der 3.
Mannſchaft des T.V. Groß=Gerau gegenüberzutreten. Der Ausgang
beider Spiele iſt offen, da beide Mannſchaften noch keine Gelegenheit
hatten, ſich in Freundſchaftsſpielen zu meſſen. Es dürfte jedoch den
beiden Mannſchaften des Reichsbahn=Turn= und Sportvereins gelingen,
die Spiele für ſich zu entſcheiden, da dieſelben in den vorausgegangenen
Freundſchaftsſpielen zum Teil ſehr gute Ergebniſſe gegen Mannſchaften
der Meiſter= und A=Klaſſe erzielten. Das Spiel der 1. Mannſchaft be=
ginnt
um 15 Uhr auf dem Sportplatz am Dornheimerweg. Der Beſuch
dieſes Spiel dürfte daher zu empfehlen ſein. Der Reichsbahn=Turn=
und Sportverein tritt in folgender Aufſtellung an: Thierolf; J. Künſt=
ler
, Naumann; Keil, Hölzel, Reinhardt; Hahndorf, Hellmund, Recke,
Metzler, Schulz.
Handball in der Deutſchen Turnerſchaft Odenwaldgau.
1. Nieder=Klingen 1. Michelſtadt 7:5.
Nieder=Klingen, das in letzter Zeit ſcheinbar an Spielſtärke verloren
hat, iſt zunächſt im Vorteil und führt bis zur Pauſe mit 4:1 Toren.
Dann kommen die Gäſte, denen der kurze Platz nicht zuſagt, auf und
ſchießen 3 Tore. Das bis zum Schluß ausgeglichene Spiel ſieht den
Platzverein mit 7:5 Toren als Sieger.
1. Lengfeld 1. König 4:1.
Lengfeld, das der Sonderklaſſe angehört, zeigt nicht ſein beſtes
Spiel. Die eifrigen Königer machen zu ſchaffen und halten das Spiel
offen. Die Verteidigung des Platzvereins iſt auf dem Poſten. Die
Stürmer verlieren ſich im Einzelſpiel und ſchießen bis zur Pauſe 1 Tor.
Das Endergebnis 4:1 für Lengfeld hätte bei weniger gutem Spiel der
Verteidigung auch anders lauten können.
1. Wald=Amorbach 2. Erbach 1:4.
Ein Anfängerſpiel, das Erbach verdient gewinnt.
1. Lützel=Wiebelsbach 1. Momart 4:1.
Wenig gute Leiſtungen. Platzverein überlegen.

Fußball.
Kreisliga Südheſſen.
In den ſeither vom Stapel gegangenen Verbandsſpielen, gab es
ſchon Ueberraſchungen in verſchiedener Hinſicht, und auch der kommende
Sonntag wird evtl. manch unerwartet Neues ergeben. Außer Olympia
Lorſch, das ſich dieſes Jahr in den Verbandsſpielen gar nicht zurccht=
findem
kann, ſtehen alle Mannſchaften im Kampf, und iſt die Paarung
folgende:
Olympia WormsSpv. Horchheim,
Normannia Pfiffligheim F.V. Biblis,
Starkenburgia Heppenheim-V. f. L. Lampertheim,
Olympia LampertheimSpv. Pfeddersheim,
V. f. R. BürſtadtSpv. Hochheim.
Das erſte Spiel kann ohne weiteres als eine glatte Sache, und zwar
für den Platzverein, angeſehen werden. Zwar iſt man zurzeit in un=
ſerem
Kreiſe an Ueberraſchungen gewöhnt, doch wird, ſich Olympia
Worms ſicher endlich auf ſich ſelbſt beſinnen, und iſt ein hoher Sieg über
die Gäſr aus Horchheim nicht ausgeſchloſſen. Schwvieriger allerdings
dürfte es in Pfiffligheim hergehen. Hier hat der Platzbeſitzer ein kleines
Plus in verſchiedener Hinſicht, doch ſind bekanntlich auch die Riedleute
nicht aus Pappe und wiſſen gerade bei ſchwierigem Spielen recht ange=
nehm
zu überraſchen. Ob es den Leuten aus der Gurkenmetropole aber
gelingen wird, dem Spitzenreiter gleich zwei wertvolle Punkte abzu=
knöpfen
, iſt ſehr fraglich und wäre ein Unentſchieden bei den derzeitigen
Umſtänden ſchon ein ſchönes Ergebnis. Die Heppenheimer haben zwar
am Galgen noch keinen gehängt, aber am Sonntag bleiben voraus=
ſichtlich
zwei Punkte hängen. Die Gäſte aus Lampertheim werden trotz
ihres recht guten Könnens nicht den Einheimiſchen gewachſen ſein, die
zudem ihre große Patſche vom letzten Sonntag wettzumachen haben.
Eine zahme Sache dürfte das Treffen Olympia LampertheimSpv.
Pfeddersheim werdem, das die Einheimiſchen ſicher mit etlichen Toren
Unterſchied für ſich entſcheiden werden. Ob die Torwut der Bürſtädter
Raſenſpieler weiter anhält, iſt fraglich, doch wird es auch ſo zu einem
Siege langen.
Sportverein Darmſtadt 1898 Turn= und Sportverein Mörfelden.
Liga und Liggerſatzmannſchaften der 98er fahren am morgigen
Sonntag nach Mörfeldem. Auch hier werden die Darmſtädter die Er=
fahrung
machem, daß der Gegner auf eigenem Platze überhaupt nur
dann beſiegt werdem kann, wenn vom erſtew bis zum letzten Spiel=
moment
mit größter Aufopferung gekämpft wird. Die Darmſtädter
haben, um die Durchſchlagskraft ihres Sturmes zu erhöhen, die An=
griffsreihe
neu aufgeſtellt, während die Hintermannſchaft, im der Raick
wieder tätig ſein wird, in alter Aufſtellung belaſſew wordem iſt. Die
Darmſtädter fahrem um 12 Uhr mit Autobus (ab Mathildenplatz) ab.
Man wird den Einheimiſchen den Gang nach Mörfelden erleichtern, wenn
möglichſt zahlreiche Anhänger ſich zur Fahrt nach Mörfelden entſchließem
könnten. Die 2. Mannſchaft trägt ebenfalls ein Verbandsſpiel aus, und
zwar hier (Uebungsplatz 1.15 Uhr) gegen Weiterſtadt.
Sportverein 1898 Darmſtadt Jugend).
1. Jugend Junioren Union, Rennbahn 10.30 Uhr; 2. Jugend
1. Jugend Union, Rennbahn 9.30 Uhr; 3. Jugend 2. Jugend
Kreuznach 07, Stadion 10 Uhr, 4. Jugend 2. Jugend Eberſtadt, hier,
Stadion 9 Uhr; 1. Schüler 1. Schüler Union, Stadion 11 Uhr;
2. Schüler 1. S hüler Griesheim, dort, Abmarſch 1 Uhr, Feſthalle.
Verein für Raſenſpiele e. V.
Am kommenden Sonntag trägt die Ligamannſchaft des V. f. R. ihr
drittes Verbandsſpiel gegen dem hieſigen Pol.=Sportv. auf deſſen Platz
aus. Gegen dieſen ſpielſtarken Gegner ſind ſo leicht bei ihr keine Lor=
beeven
zu ernten. Um ehrenvoll gegew dieſe Mannſchaft beſtehen zu
können, müſſen die Raſenſpieler mit noch weit beſſeren Leiſtungen als in
vergangenen Spielen auf den Plan treten. Da ſich die Polizei nur mit
einer Mannſchaft an den Verbandsſpielen beteiligt, iſt die Erſatzliga
ſpielfrei. Die 3. Mannſchaft ſpielt vorausſichtlich hier gegen. Eſcholl=
brüchen
.
Germania 03 Pfungſtadt FV. Sprendlingen.
Auf den Ausgang dieſer Begegnung wartet man im Hinblick auf
die Reſultate der beiden erſten Spielſonntage mit großer Spannung.
Der FV. Sprendlingen hat durch einen guten Start überraſcht. Dem
Sieg in Münſter folgte der über Union Darmſtadt auf eigenem Ge=
lände
. Bei beiden Spielen iſt beachtenswert, daß Sprendlingen vor
Halbzeit einen klaren Torvorſprung herausholte, während der Gegner
erſt nach dem Wechſel zu Erfolgen kam. Sprendlingen ſtützt ſich auch
heute noch auf ſeine altbewährten Spieler, von denen beſonders der
linke Verteidiger Burlon zu nennen iſt. In welcher Beſetzung Pfung=
ſtadt
den Kampf beſtreitet, iſt noch nicht bekannt. Jedenfalls iſt ein
ſchönes, im Ausgang offenes Spiel zu erwarten.
Spielvereinigung 1921 Darmſtadt.
Morgen, Sonntag, fährt die 1. und 2. Mannſchaft nach Bensheim,
um dort ähre Punkteſpiele zu abſolvieren. Es iſt ſehr ſchwer zu urteilen,
wer als Sieger den Platz verlaſſen wird, drum wollen wir abwarten.
Unſere Sportanhänger werden gebeten, die Mannſchaften zahlreich zu
begleiten. Abfahrt 11,30 Uhr ab Hauptbahnhof. Die 1. Jugendmann=
ſchaft
ſpielt hier gegen Auerbach und wird die Schlappe vom Vorſonntag
wettmachen. Spielanfang 10 Uhr vormittags Sportplatz Windmühle‟.

Kegeln.

Sport= und Werbewoche in Eberſtadt.
Die vom Kegel=Klub Gut Holz Eberſtadt veranſtaltete Sport= und
Werbewoche wurde am vergangenen Samstag abends 8 Uhr, durch eine
kernige Anſprache des Vorſitzenden des Darmſtädter Keglerverbandes,
Thümmel, und in Anweſenheit des Bezirksſportwarts Reichert eröffnet.
Bis jetzt wurden folgende Reſultate erzielt: Her Riegen für Verbands=
klubs
, pro Mann 30 Kugeln: 1. Kegelklub Haſſia‟ Darmſtadt 1. Riege
770 Holz. 2. Kegelklub der Gaſtwirte Darmſtadt 1. Riegie 739 Holz.
3. Kegelklub Erholung Bensheim 734 Holz. 4. Kegelklub Keglerluſt
Darmſtadt 712 Holz. 5. Kegelklub Haſſia‟ Darmſtadt 2. Riege 695 Holz.
6. Kegelklub der Gaſtwirte Darmſtadt 2. Riege 553 Holz. 5er Riegen
für nicht dem Verband angeſchloſſene Klubs, pro Mann 20 Kugeln: 1.
Kegelklub Kranz Eberſtadt 1. Riege 463 Holz. 2. Kegelklub Kranz
Eberſtadt 2. Riege 462 Holz. 3. Kegelklub Mittwoch Beſſungen 459 Holz.
4. Kegelklub Kleeblatt Darmſtadt 1. Riege 454 Holz. 5. Kegelklub Klee=
blatt
Darmſtadt 2. Riege 448 Holz. 6. Kegelklub Rauh Holz Darmſtadt
1. Riege 425 Holz. 7. Kegelklub Aan Gute Eberſtadt 1. Riege 392 Holz.
8. Kegelklub Freitag Pfungſtadt 384 Holz. 9. Kegelklub Gut Holz Ober=
Ramſtadt 314 Holz. 10 Kegelklub Rauh Holz Dſtdt. 2. Riege 267 Holz.
Das Kegeln beginnt täglich ab 2 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr. Die Spori=
und Werbewoche dauert bis einſchließlich Mittwoch, den 26. September.

Radfahren.
Amateur=Radrennen und Motorrad=Geſchicklichbeitsfahren.
Zu den am kommenden Sonntag auf dem Rot=Weiß=Platz (Rhei=) ſtattfindendem Amateur=Fliegerrennen und Motorrad=Geſchtcklich,
keitsfahren ſei noch ergänzend mitgeteilt:
Gemeldet haben bekannte Fahrer aus Köln, Barmen, Kaſſel, Mann=
heim
, Mainz, Frankfurt und Darmſtadt, gefahren werden 4 Klaſſem, di=
ſich
in Erſtfahren, Hquptfahren, Mannſchaftsfahren und Ausſcheidungs=
fahren
zergliedern.
Das Erſtfahren (Preis vom Frankenſtein) geht über 1200 Meter
gleich 3 Runden; ſtartberechtigt ſind nur ſolche Fahrer, die auf einer
Rennbahn noch keinen erſten Platz belegew konnten.
Im Hauptfahren über 1600 Meter (Hans Borne=Rennen) ſind ale
Fahrer zugelaſſen, die ſich jeweils in den Vor= und Zwiſchenläufen fir
den Endlauf qualifizierem müſſen. Hier wird es bei der ausgezeichneten
Beſetzung zu ſpannenden Kämpfen in den Vor= und Zwiſchenläufen
kommen.
Das Hauptintereſſe beanſprucht auf jeden Fall das 25 Klm:= Mayn=
chaftsfahren
nach Sechstageart, zumal diesmal Mannſchaften eingrei=
fen
, die bisher in Darmſtadt noch nicht an den Start gegangen ſind
Für uns Darmſtädter iſt die Mannſchaft Franke=Gleim von beſonderem
Intereſſe, da dieſe in München erſtmalig eine Mannſchaft bildeten ud
ſich damals ſchon hinter dem Landesverbandsmeiſter Schwarz=Kaſſel
der in München die Rennen gewann placierew konnten. Auf be=
kanntem
Platz und vor heimiſchem Publikum könnte der Wurf glücken
Den Schluß der Renuen bildet das Ausſcheidungsfahren, zu welchem
wiederum alle Fahrer zugelaſſen ſind. Auch hier iſt mit gutem Sport
zu rechnem, da bei jeder Runde jeweils der letzte Fahrer, der das Ziel=
band
überfährt, ausſcheiden muß. Dadurch iſt jede Runde eine ſe
Spurtrunde, wobei bekanntlich Ueberraſchungen nicht ausgeſchloſſen ſind.
Als neu wird in der Pauſe ein Motorrad=Geſchicklichkeitsfahren vor=
geführt
; auch hierzu ſind zahlreiche Meldungen eingegangen. Wir der=
weiſen
nochmals auf dem ermäßigten Vorverkauf, der aus den Plakateu
ind Anzeigen zu erſehen iſt.
Deutſcher Sieg im Flug,Rund um Frankreich.
Die allgemeine Wertung des Internationalen Flugmeetings für
Kleinflugzeuge in Orly, das mit einem Zuverläſſigkeitsflug Rund um
Frankreich in 8 Etappen (die letzte Etappe war Le HavreLe Bourget)
ſeinen Abſchluß gefunden hat und bei dem der deutſche Teilnehmer
Luſſer an der Spitze ſteht, ſtellt ſich wie folgt:
1. Luſſer=Deutſchland . . . . . . 1691 Punkte
2. Pereival=England
1606
1581
3. Broad=England
1520
4. Lady Heath=England
1294
5. Rouyer=Frankreich
6. Lemerre=Frankreich . . . . . . 1055
Internationales Schachturnier in Brünn.
Das Neunrundenturnier von Brünn endete am 18. September
abends mit dem Siege des tſchechiſchen Vertreters Reti und des Deut=
ſchen
Sämiſeh, die ſich mit je 7 Punkten aus neun Partien ein totes
Rennen lieferten. Sämiſch hat damit ſſein viertes Turnier (nach Gießen,
Trentichin=Teplitz und Dortmund) ohne Verluſtpartie abſolviert. Er iſt
auch in Brünn der einzig Ungeſchlagene. Der Oeſterreicher Kmoch ſchied
erſt in der letzten Runde, wo er gegen Engel verlor, für den 1. Preis
aus. Marſhall hat zu viel Partien remiſiert, Koſtitſch hat ſtark ent=
täuſcht
. Schlußergebnis: Reti und Sämiſch je ſieben 1. und 2. Preis
geteilt, Kmoch ſech 3., Marſhall und Opoeenſky je fünf 4. und 5. geteilt.
Es folgen: Lajos=Steiner 4½, Engel 4, Koſtitſch 3, Teller 2 und Waller
1½ Punkte.
Oeſterreich führt im Münchener Tennisländerkampf gegen Deutſch=
land
mit 2:1 Siegen. Dr. Kleinſchroth gewann zwar gegen Dr. Eisler,
aber im Gemiſchten Doppel wurden Frl. Auſſem/ Prenn von Frau
Hagenauer/Artens und Frau Stephanus/Dr. Kleinſchroth von Frau
Elliſſen/Mateika geſchlagen.
Lily de Alvarez ſchlug in Le Touquet zum zweiten Male die Ame=
rikanerin
Miß Ryan 6:0, 6:3.
Finniſche Leichtathleten werden am 7. Oktober beim Leichtathletik=
ſportfeſ
: des SC. Charlottenburg an den Start gehen. Unter ihnen
befinden ſich zahlreiche Olympiaſieger und =kämpfer.
186 Wagen ſind für die A.v. D.=Herbſt=Autoſchau in Berlin angemel=
det
worden.
Rademachers Japanreiſe iſt vom Deutſchen Schwimm=Verband aus
prinzipiellen Gründen nicht genehmigt worden.
Wetterbericht.
Die Kaltluftmaſſen an der Vorderſeite des nordweſteuropäiſchen
Hochdruckgebiete?, die bereits bis über unſer Gebiet vorgedrungen ſind,
verurſachten weiteren Temperaturfall. Da ſich das Hochdruckgebiet
weiter gekräftigt und an Ausdehnung gewonnen hat, iſt an den näch=
ſten
Tagen noch kein Witterungsumſchlag zu erwarten. Vorwiegend
aus dem Nerden ſtammende Luftmaſſen halten die Temperaturen
weiterhin niedrig.
Ausſichten für Samstug, den 22. September: Nachts friſch, tags=
über
Erwärmung, meiſt heiter und trocken.
Ausſichten für Sonntag, den 23. September: Forrdauer des trocke=
uen
und ſchönen Herbſtwetters.

noch dem Aetal
Engageme
urde durch
69 Prozent
A fürchtungen
Üeertrieben angeſ
mrn. Der Prive
brandert gelaſſe
hze Sicht auf 6¾
ſeslos, man nan
nrmentlich von
uw Verfügung ſt
äDert. Trotz der
ſi den deutſcher
Apfluß kurzfril
4.)franzöſiſcher
Emuſſionstätigkei
wie Stütze,

Ort: Wetter: Temp.
in Ce Wind: Nieder= Schnee=
ſchlag

in mm decke
in em Gießen: wolkig Aachen: heiter ſtill Hamburg: heiter WNIV Berlin: heiter 10 WNW. München: wolkig 10 ſtill Königsberg: wolkig 10 S. Breslau: Regen 12 NW. 15

Witterungsverhältniſſe der deutſchen Bergſtationen.

Frl., 40 J., ev., Schnei=
derin
, ſtit I. Erſchein.
vontadell. Ruf u. gut
Bildg ,aufricht Char.,
ſucht zw. Heirat ein.
ſolid, ält Herrn in g
Verhältniſſ. Wäſche=
Ausſt. u. etw. Verm
vorh. Ausf. Angeb.
unter J 113 an die
Geſchſt. Anon.u Ver
mittl. verb. (*21460

Frau,anf. 40erjangen.
Aeuß., mit gemütlich
Heim ſ. paſſ. Man=
kenn
z. lern zw. ſpät
Heirat. Zuſchr. u. J116
an die Geſchſt. (*2466

Entlaufen

Entlaufen
jung. mittelgr. Hund
braun, m weiß Pfot
Bruſt u. Schwanz p
Wiederbr Bel / 2465
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[ ][  ][ ]

Samstag, den 22. Sept.

Günſtige Ausſichten für die Börſe. Die
Bewegung der Spezialwerte.
In der abgelaufenen Berichtswoche erwvieſen ſich die Geldmarkts=
Enhtungen ſtürker als die anzegenden Tendenzbeeinfluſſungen der
ahweg feſten New Yorker Börſe. Trotz der etwas ruhigeren und
ſr zuverſichtlücheren Beurteilung der außenpolitiſchen Lage und der
Aſich en der in Kürze boginnenden Reparationsterhandlungen hemmte
HAnſpannung am Geldmarkt infolge der ſcharfen Nachfrage für kurz=
ſiiges
Geld jegliche Unternehmungsluſt, und bewirkte, daß ſich die
8ſ ſchon frühzeitig mit Ultimoſorgen beſchäftigte. Die Tendenz war
ſich dunhaus widerſtandsfähig, und die Grundſtimmung blieb trotz
euger Schwankungen zuverſichtlich. Das Kursniveau zeigte ſognr zum
ghenſchluß gegenüber der Vornoche eine geringfügige Steigerung.
2 niht unfreundliche Stimmung der Börſe iſt inſofern nicht unbe=
andet
, als die laufenden Engagements nur geringen Umfang haben
m die poſitionstechniſche Lage der Börſe durchaus geſund iſt. Zudem
die Rede des Geheimrats Hagen in Düiſſeldorf während der Ta=
ug
der Induſtrie= und Handelskammer, und auch die Ausführungen
Inſtituts für Konjunkturforſchung, wonach eine Milderung der
derefüiven Tendenzen in Ausſieht ſtohe, ſowie der befriedigende Reichs=
bkauswveis
eine gewiſſe Stütze. Da ferner der hinter uns liegende
Aéio der letzte von Bedeutung für die Vörſe war, glaubt man, daß
ſo das Termingeſ häft weſentlich ruhiger abwickeln wird. Nach Weg=
der Störungen durch die zweimalige Liquſdation im Monat dürfte
fu eine ruhige Abwickelung der Engagements jetzt genügend Zeit vor=
heden
ſein und verſpricht wan ſih hiervon eine allgemein günſtige
Kkwirkung auf die Börſe. Ob jedoch ſchon im kommenden Monat
m einer nennenswerten Geſchäftsbelebung gerechnet werden kann,
ur dahingeſtellt bleiben. Das völlige Desintereſſement der Banken=
hdſchaft
und die mitunter geradezu deprimierende Geſchäftsſtille waren
a wieder ſür die abgelaufene Berichtswoche kennzeichnend. Die
bernde, aber ſich noch in engen Grenzen haltende Intereſſennahme
be Auslandes für emige Spezialpadiere dermochte ſich demgegenüber
hm auszuwirken. Nennenswerte Bewegungen hatten wieder nur die
Eezialwerte, und zwar ſchiem ſich das Hauptgeſchäft auf den Banken=
mik
zu konzentrieren. Bevorzugt waren hier Berliner Handel=,
2natbank= und Dresdener Bauk=Aktien. Die Kursſchwankungen der
Achsbankanteile wurden zwar nach wie vor mit Aufmerkſamkeit ver=
ſeft
, doch hatten die Umſätze in dieſem Papier gegen die Vorwoche
uſt unbeträchtlich abgenommen. Neben der beabſichtigten Einführung
d Dresdener Bankaktien an der Amſterdamer Börſe wirkte in erſter
Lie ſtimulierend das Abkommen der Commerzbank mit amerikaniſchen
Primern, das auf die Errnhtung eines Fimanzierungsinſtituts für In=
mrtrehhpotheken
abzielt. Man wollte verſtärkte Intereſſenkäufe für
alandiſche, namentlich amerikaniſche, Rechnung beobachtet habem.
Num den gewohnten Fadoriten der Elektrowverte hoben ſich diesmal
Ftn, Gesfürel und R.W.C. hervor. Namentlih Felten hatten bei
ſigenden Kurſen beträchtliche Umſätze. Die Ausſichten der geplanten
ſin fchen Tochtergeſellſchaft wurden günſtig beurteilt. Beim R.W.E.
rle die in Ausſicht geſtellte Dividendenerhöhung anregend. Etwas
rixer lagen A. E. G. und Sismen3. Eine zeitweilige Belebung bei an=
zuuden
Kurſen hatten Adler=, B. M.W.= und Daimler=Aktien, da man
Un einem günſtigen Verlauf und ſogar von einem dicht bevorſtehenden
Aſsluß der Verhandlungen zur Gründung des deutſchen Autotruſtes
rſimi wollte. Doch haben dieſe Gerüchte bisher keine Beſtätigung ge=
ſden
. Etwas lebhafteres Geſchäft hatten J. G. Farbeninduſtrie auf
d Mitteilung von der Uebernahme einer Minderheitsbeteiligung der
n (Hründung befindlichen Britiſh Breda. Bemerkenswert iſt hierbei
d Tatſache, daß der deutſche Farbentruſt ſich zum erſten Male an der
Ziemzierung einer Kunſtſeidefabrik im Auslande beteiligt, die nicht
uh dem Acetat=Verfahren der J. G. Farboninduſtrie arbeitet.
Die Beſorgnis der Spekulation, daß ſich bei der Verſorgung der
Egrgements Ultimo September Schwierigkeiten ergeben könnten,
wde durch das ſcharfe Anziehen des Satzes für tägliches Geld auf
68 Prozent verſtärkt. Die von den verſchiedenen Kreiſen geäußerten
4fürchtungen über eine Kürzung des Reportgeldes werden jedoch als
ie krieben angeſehen. Am Diskontomarkt hat das Angebot zugenom=
nn
. Der Privatdiskont wurde mit 6 Prozent für beide Sichten un=
bämdert
gelaſſen, obivohl man mit einer Erhöhung des Satzes auf
hz Sicht auf 6¾ Prozent gerechnet hatte. Warenwechſel blieben um=
ſzlos
, man nannte einen Satz von ca. 7 Prozent. Monatsgeld wurde
nnentlich von kleineren Firmen ſtärker geſucht, ſoll aber ausreichend
zr Verfügung ſtehen. Der Satz blieb mit 8½9½ Prozent unver=
ädert
. Trotz der geringen Zufuhr von langfriſtigen Auslandsgeldern
fe den deutſchen Markt beurteilt man die Lage nicht ungünſtig. Der
Ofluß kurzfriſtiger Gelder nach Amerika iſt durch den Zufluß engliſcher
*d franzöſiſcher Gelder ausgeglichen. Auch die neuerliche Belebung der
(n ſſionstätigkeit am New Yorker Geldmarkt gibt dieſer Beurteilung
ee Stütze.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Ausweis zur Frankfurter Herbſtmeſſe. Für die vom 30. September
(3 3. Oktober ſtattfindende Frankfurter Herbſtmeſſe ſind Meſſeausweiſe
fnre Gutſcheine für Tageskarten bei der Heſſiſchen Induſtrie= und Han=
Askammer Darmſtadt, Rheinſtraße 14 I. (Eingaug Grafenſtraße),
chältlich. Bis zum 29. September werden die Meſſeausweiſe zum
Jorzugspreis von 3. RM. abgegeben. Die Gutſcheine für Tageskarten
ſten 2. RM.
Die Margarine=Induſtrie gegen übermäßige Buttereinfuhr nach
ſentſchland. Der Margarineverband hielt am 18. ds. Mts.
Berlin ſeine diesjährige ordentliche Mitgliederverſammlung ab. Aus
im Geſchäftsbericht ſind beſonders die Ausführungen über die Steige=
ung
der Buttereinfuhr von allgemeinem Intereſſe. Obwohl andere,
ſirkſchaftlich beſſer geſtellte Völker in immer ſtärkerem Maße Margarine
inſumieren und dagegen Butter ausführen, deckt das deutſche Volk
inen Bedarf mit dem teuerſten Speiſefett, der Butter. Im Vorjahre
etrug die Buttereinfuhr in Deutſchland 216,5 Millionen Pfund. Im
are 1228 wurden im erſten Halbjahre bereits 141,8 Millionen Pfund
ingeführt, was einem Monatsdurchſchnitt von 20½ Millionen Pfund
ntfpricht, gegenüber einem Monatsdurchſchnitt von 16¾ Millionen
ffund im gleichen Zeitraum des Vorjahres und von 15½ Millionen
ffand im Jahre 1926. Durch die Einfuhr von Rohſtoffen zur Her=
ellung
einer entſprechenden Menge Margarine hätte ſich im Jahre
B7 eine Erſparnis von 300 Millionen RM. ergeben, was den Wert
ines der wichtigſten deutſchen Exportpoſten, nämlich der geſamten Far=
en
ausfuhr im Jahre 1926, überſteigt. Angeſichts der ſtarken Paſſivität
iſerer Handelsbilanz liegt hier eine Verſchwendung vor, die nicht ver=
mtwortet
werden kann.
Metallnotierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 21. September ſtellten ſich für
Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam ( Notie=
urg
d. Vereinig. f. d. dtſch. Elektrolytkupfernotiz) 142.25 RM. Die
Letierungen der Kommiſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die
Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland für prompte Lieferung
ind Bezahlung) ſtellten ſich für Originalhüttenaluminium, 98= bis 99., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren 190. RM., desgl. in Walz=
der
Drahtbarren, 99proz. 194. RM.; Reinnickel, 98= bis 99proz.
659. RM., Antimon Regulus 85.0092.00 RM., Feinſilber (1 Kilo=
ramm
fein) 78.0079.50 NM.
Die Berliner Metallnotierungen vom 21. September ſtellten ſich
ſi- Kupfer: Januar bis März 130.75 (131.00), April und Mai
3,75 (131.00), Juni bis Auguſt 130.75 (131.25), September 130.00
13200, Oktober 130.75 (131.75), November 130.75 (131.00), Dezember
17,75 (131.25). Tendenz: feſt. Für Blei: Januar 43.25 (43.75),
Gebruar 43.50 (43.75), März und April 43.25 (43.75), Mai bis Auguſt
.50 (43.75), September 43.50 (44.50), Oktober 43.00 (43.50), November
4.50 (43.50), Dezember 43.25 (43.50). Tendenz; ruhig. Für Zink:
Januar und F bruar 48.00 (49,00), März und April 48.25 (49.00), Mai
75 (49.00), Juni bis Auguſt 48.25 (49.25), September 48.00 (50.50),
tober 48.00 (49.50), November und Dezember 48.00 (49.00). Ten=
nz
: luſtlos. Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern
Frief.
Die Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom 21. September
allten ſich für Kupfer: (Tendenz; ruhig) Standard per Kaſſe 64/o
* 64½us, drei Monate 65 bis 65½, Settl. Preis 64½, Elektrolyt
A b, 71½, beſt ſelected 67½ bis 68½4, Elektrowirebars 71½;

Frankfurter und Berliner Effektenbörſe.

Frankfurt a. M., 21. Sept.
Nachdem noch vorbörslich eine gewiſſe Unſicherheit geherrſcht hatte
im Zuſammenhang mit dem ſchnachen Schluß der geſtrigen New=Yorker
Börſe und der dortigen Geldverſteifung, konnte ſich zu Beginn des offi=
ziellen
Verkehrs die Haltung etwas beſſern, und bei nicht einheitlicher
Entwicklung waren auf den meiſten Marktgebieten gegen die bereits
etwas erhöhten Kurſe der geſtrigen Abendbörſe Erholungen von ½ bis
2 Prozent zu verzeichnen. Von außerher dürften jedoch nur vereinzelt
Kauforders vorgelegen haben, und das Geſchäft beſchränkte ſich im
weſentlichen auf Deckungskäufe der Spekulation, die geſtern offenbar
einige Blancoabgaben vorgenommen hatte. Einiges Intereſſe zeigte ſich
heute für Montanwerte auf die höheren Förderungsziffern für Auguſt.
Harpener konnten 1½ Prozent, Mannesmann 1½ Prozent, Phönix
1½ Prozent anziehen. Am Elektromarkt waren A.E.G. ¼ Prozent,
Felten 1½8, Lahmeyer 1¾ und Siemens 1½ Prozent gebeſſert, während
Licht u. Kraft und Gesfürel auf dem erhöhten Stand der Abendbörſe
behauptet blieben. Chemiewerte waren vernachläſſigt, J. G. Farben
wenig verändert, Scheideanſtalt etwas gedrückt. Ueberwiegend ſchwächer
lagen die Banken; Reichsbank gaben 2 Prozent nach. Auch Autoaktien
waren weiter eher angeboten, Kleyer minus ¾ Prozent, N. S.U. erneut
minus 1 Prozent. Etwas Kaufneigung beſtand für Wayß u. Freytag,
die geringfügig höher einſetzten, im Verlaufe aber 2 Prozent anzogen.
Deutſche Anleihen lagen ſtill, am Auslandsrentenmarkt Anatolier
lebhaft verlangt und weiter befeſtigt. Im weiteren Verlaufe konnten
ſich bei ſtillem Geſchäft meiſt neue kleine Kurserhöhungen durchſetzen.
Etwas regeres Intereſſe machte ſich für Elektrowerte geltend. Auch
Reichsbank waren 1 Prozent erholt. Am Geldmarkt trat nach Tages=
geld
etwas größere Nachfrage hervor, ſo daß eine Erhöhung des Satzes
auf 6½ Prozent eintrat. Monatsgeld unverändert ſteif. Am Deviſen=
markt
lag das Pfund etwas ſchwächer. Mark gegen Pfunde 20.349,
gegen Dollar 4.1962, London=Kabel 4.8505, Paris 125.17, Mailand 92.76,
Madrid 29.35, Holland 12.09¾.
An der Abendbörſe war die Umſatztätigkeit im allgemeinen wieder
gering, die Stimmung jedoch freundlich, da weiter einige kleine
Deckungskäufe vorgenomen wurden. Intereſſe beſtand für Elektro=
werte
, namenklich für A.E.G., für die anſcheinend eine Nachricht an=
regte
, wonach, dieſe Geſellſchaft gemeinſam mit Felten u. Guilleaume
eme argentiniſches Unternehmen erworben haben ſoll. Etwas feſter
lagen Commerzbauk und Danatbank. Sonſt waren die Kursvevänderun=
gen
gegen den Berliner Schluß geringfügig. J. G. Farben blieben
vernachläſſigt, ſo daß ein Kurs erſt ſpät zuſtande kam. Renten lagen
geſchäftslos.
Berlin, 21. September.
Der vorbörsliche Verkehr ſtand zwar noch unter dem Eindruck des
unſicheren Verlaufes der New Yorker Börſe und des ſcharfen Anziehens
des dortigen Geldſatzes und zeigte größte Zurückhaltung. Bei Beginn
des offiziellen Verkehrs kam jedoch eine allgemein freundliche Stimmung
zum Durchbruch. Nach Feſtſetzung der erſten Kurſe blieb die Tendenz
weiter freundlich bei evvas ruhigerem Geſchäft. Im Verlauf ließ die
anfängliche Geſchäftsbelebung allgemein nach und größere Umſätze
ſpurden nur in einigen Spezialwerten getätigt. Die Grundtendenz
blieb aber weiterhin freundlich. Gegen Schluß des offiziellen Ver=
kehrs
wurde das Geſchäft allgemein wieder ehwas lebhafter. Man
wollte von günſtigen Ziffern des Außenhandelsausweiſes wiſſen. Auch
Meldungen von dem feſten Verlauf der Londoner Börſe und von der
Ermäßigung des dortigen Privatdiskonts regten am.

A. E. G
Augsb.=Rürnb. Maſch.
Baſalt.
Bergmann.
Berl. Karlsruhe In
Berl. Hand.=Geſ.
Braunkohl. Briketts
Bremer Wolle.
Danatbank.
Deutſche Bank.
Diskontogeſ.
Dresdner Bank
Deutſche Maſchinen
Deutſche Erdöl
Deutſche Petroleum
Tynamit Nobel.
Elektr. Lieferung
G. Farben.
Gelſenk. Be
G. f. elektr. Untern.
Han. Maſch.=Egeſt
Hanſa Dampfſe
Hapag
Harpner.
Hemoor Zement. .

Helſingfors
Wien ..
Prag ......"
Budapeſt .. . .
Sofia ......."
Solland ...."
Cslo .... .. ..
Kopenhagen.
Stockholm .. ."
London .....
Buenos Aires
Neu=York
Belgien ..

20 9. 21. 9. 20. 9. 21. 9 183. 185.12: löirich aupfer ...... 135.5 136.75 100. Höſch Eiſen ........ 135. 1134.625 72.5 73. Hohenlohe Werke. 72 875 72.125 196.5 199. Kahla Porzellan. 1275 126. 73. 72. Kali Aſchersleben 276.5 259. 298.5 299. Salzdetfurth. 1453. 455 179. 179. Weſteregeln 1280.25 284.75 237.,5 235. Lindes Eismaſch. H179. 178. 279.75 1280. L. Loewe & Co. .. le47. 246. 168.25 168. Lingel Schuh .. 46.12: 46.125 184.5 184.5 Mannesmann Röhren 135. 136 5 171. 171. Niederlauſitzer Kohle 170. 171. 51.625 51.625 Nordd. Lloyd . 152. 152.125 138. 138. Orenſtein. . . . 1117. 117.25 85.5 87. Polyphon .. 477.25 122.125 122.25 Rütgerswerke 103.875 103.5 180 180.25 Sachſenwerke 125.5 127.5 260.5 261.75 Siemens Glas". 144.5 1144. 125.5 126 75 Ver. Glanzſtoff 570. 571. 268.75 271.5 Ver. Stahlwerl 96.25 97.625 46.5 46. Volkſtedter Porzell 655 65.75 190 25 191.25 Wanderer Werke 138.87: 137. 160. 160.25 Wiſſner Metall. 158.5 158.5 148.75
269. 150.125
268.5 Wittener Gußſtahl 55.5 55.5

Deviſenmarkt.

20. 9. 21. 9. 20. 9. 21. Brief Geld Geld/Brief Geld /Brief Geld 10.554 10.574 10.552110.572 Italien.. 21.92 21.96 21.915 58.99 59.11 8.99 2.11 Paris .." 16.36 16.40 16.365 12.425 2.445 2.423112.4431 Schweiz 80.665 80.325 80.54 73 02 73.16 3.02 73.16 Spanien. 69.2069 34 69. 19 3.027 3.033 3.027 3.033 Danzig .. 81.2 81.4: 81. 26 168.06 168.40 68.06 1 68. 40 Fapan. . . . . ." 1.921 1.925 1.926 111.75 111.97 11.7: 111.95 Rio de Janeiro 0.500 0.502 0.500 111.77 111.99 111.7 111.9: Jugoſlavien .. 7.366 7.382 7.368 112-1iſt12.33 12.0: 12 2 Portugal 18.88118.92 18.8 20.332120.37. 20,328/20,36 Athen ...." 5.425 5.435 5.425 1.763 1.767 1.762 1.76 Konſtantinopel 2.173 2.177 2.17 4 1915 4.199 4.1915/4.1985 nanada. 4.194 4.200 1.191. 59.24 58.36 58.23 8.35 Uruguay. 4.266 4.274 4.266

Brieſ
21.955
16.405
80.80
69.32
81.42
1.930
0.502
7.382
18.87
5.435
2.175
1.1995
1.274

Produftenberichte.

Wormſer Produktenbericht vom 21. September. Bei kleinem Ge=
ſchäft
lag die Prodnktenbörſe ruhig. Es notierten: Weizen 23, Roggen
22, Gerſte, rheinheſſiſche, 2626,5, Riedgerſte 26, pfälziſche 26M,
Gerſte Ausſtich 27,528, Futtergerſte 221, Hafer 2122, Weizenmehl,
Baſis 0, 33,5, Roggenmehl 60pros. 32,5, Weizenfuttermehl und Nach=
mehl
16,7520,5, Roggenfuttermehl und Nachmehl 17,522, Roggen=
kleie
1414,5, grobe Weizenſchalen 12,75, feine Weizenkleie 13,25, ge=
trocknete
Biertreber 1818,5, Malzkeime 18, Maisſchrot 23, Heu 710,
Stroh 24, 78,5.
Frankfurter Produktenbericht vom 21. September. Der Frankfurter
Produktenmarkt verkehrte auch heute wieder in ſehr ruhiger Haltung.
Die ſeit einigen Tagen herrſchende Geſchäftsſtille, die durch das große
Inlandsangebot hervorgerufen wird, ſetzte ſich auch heute fort. Roggen
wurde zu Beginn etwas höher geſprochen, jedoch konnte ſich auch hierin
das Geſchäft nicht beleben. Notiert wurden: Weizen 22.25, Roggen 22,
Sommergerſte 26, Hafer inländ. 21.75, Mais 20, Weizenmehl 2333.50,
Neggenmehl 30.2531, Weizenkleie 12.90, Roggenkleie 13.25.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* Chicago, 21. Sept. (Priv.=Tel.)
Weizen: Am heurigen Markt kam es nach ſchwächerer Eröffnung zu
einer neuen ſtarken Aufwärtsbewegung auf die Meldungen, daß die
in Händen der Farmer befindlichen Vorräte zu etwa 80 Prozent aus
Frühjahrsweizen beſtehen. Die Kurſe konnten 3½4½ Prozent an=
ziehen
.
Mais: Die heutige Stimmung war ziemlich unregelmäßig. Auf die
beſſere Kaufluſt der Lokofirmen zogen die Preiſe jedoch teilweiſe an.
Roggen: Geringes inländiſches Angebot und die Feſtigkeit des Loko=
marktes
löſten eine ſtarke Preisbefeſtigung aus, ſo daß die Kurſe 35¼
Prozent anziehen konnten.
Hafer: Geringe Ankünfte an den Stapelplätzen und die Feſtigkeit
des Lokomarktes ließen auch die Kurſe ſich befeſtigen.
* Neſo=York, 21. Sept. (Priv.=Tel.)
Kaffee: Bei ruhigem Geſchäftsverkehr war die Tendenz im allge=
meinen
als ſtetig anzuſprechen. Geringerem Angebot ſtand eine ge=
beſſerte
Kaufluſt des Handels gegenüber.
Zucker: Deckungen des Handels und Käufe für kubaniſche Rechnung
ließen die Notierungen etwas anziehen. Im weiteren Verlaufe wurden
aber teilweiſe Abgaben beobachtet.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 21. Sept.:
Getreide. Weizen: Sept. 115½, Dez. 119½, März 123½1
Mais: Sept. 102½, Dez. 78½, März 79½; Hafer: Sept. 43,
Dez. 43, März 44½; Roggen: Sept. 104¾, Dez. 101½, März
1033.
Schmalz: Sept. 12,55, Okt. 12,52½, Dez. 12,80, Jan. 1929
13.05.
Fleiſch. Rippen: Sept. 14,00, Okt. 13,80, Dez. 13,50; Speck,
loko 14,50; leichte Schweine 11,0012,75, ſchwere Schweine
11,8512,65; Schweinezufuhren: Chioago 12000, im Weſten
45 000.
Baumwolle: Oktober 17,5217,56. Dezember 17,6617,68.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 21. Sept.:
Getreide. Weizen: Rotinter 165, Hartwinter 131½; Mais,
neu angek. Ernte 93½; Mehl, ſpring wheat clears 5,656,00;
Fracht: nach England 1,32,0 Schilling, nach dem Kontinent
813 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 13,30; Talg, extra, loſe 8¾4
Kakav. Tendenz: ſtetig; Umſatz in Lots: 336; Loko 10½;
September 10,45, Oktober 10,47, November 10,70. Dezember
1008, Januar 1929 1102, Februar 11,08, März 11,19, April
11,24, Mai 11,32.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die Arbeitnehmerorganiſationen in der deutſchen Herren= und Kna=
benkonfektion
haben den neuen Schiedsſpruch, der Lohnaufbeſſerungen
von 11 bis 17 Prozent vorſieht, angenommen. Die Entſechidung des
Arbeitgeberverbandes ſteht zur Stunde noch aus.
Die geſtern m Berhin in den Räumen der Deutſchen Zuckerbank
abgehaltene Konferenz von Vertretern der tſchechoſlowakiſchen, polniſchen
und deutſchen Zuckerinduſtrie ſtimmte, wie W. T.B.=Handelsdienſt er=
fährt
, dem Vorſchlag des Colonel Tarafa zu, die für Oktober feſtgeſetzte
internationale Zuckerkonferenz nicht abzuhalten.
Wie wir erfahren, ſind die belgiſchen, franzöſiſchen und luxem=
burgiſchen
Roheiſenherſteller zu wühtigen Beſprechungen in Paris zu=
ſammengekommen
.
Der Ausweis der Vank von Frankreich zeigt eine Erhöhung des
Goldbeſtandes um 71 000 auf 30 497 000 Franken, während die Auslands=
guthaben
um 655 000 auf 13 350 000 Franken zurückgegangen ſind. Der
Notenumlauf hat ſich auf 61 320000 Franken erhöht.
Der Londoner Goldpreis ſeit dem 19. September 1928 berrägt für
eie Unze Feingold 84 sh 11¾ d, für ein Gramm Feingold demnach
32,736 Pence.
In Lodz und Umgebung trat geſtern faſt die geſamte Textilarbeiter=
ſchaft
in Streik. Den Anlaß zum Streik boten die ſogenannten Straf=
tafeln
, die durch Dekret des Staatspräſidenten eingeführt worden
waren. Danach ſteht den Arbeitgebern das Recht zu, für Schädigungen,
die ſeitens der Arbeiter ausgeführt worden waren, gewiſſe Geldſtrafen
zu erheben.

Frankfurter Kursbericht vom 21. September 1928.

620 Dtſche. Reichs=
anleihe
von 1927
6% Baden Frei=
ſtaat
von 1927..
6% Bay. Freiſtaat
von 1927
6% Sachſen Frei=
ſtaat
von 1927.
72 Thüringer Frei=
ſtaat
von 1927.
Dtſche. Anl. Auslo=
ſungsſch
. *
Ablöſungsanleih
Dtſche. Anl. Ablö=
ſungsſch
. (Neub
Dtſche. Schutzge=
bietsanleihe

8% Bad.=Bad. v. 26
6%Berlin v. 24
8% Darmſtdt. v. 26
2 Frif. a. M. v. 26
8%Mainz v. 26
8%Mannh. v. 26
8½Nürnberg v 26
3½ Berl. Hnp.=Bk.
8% Frkf. Hyp. Bk.
Pfbr.
8% Oeſſ. Landes
8% Kom. Landes=
bank
. Darmſtadt
6
8% Mein. Hyp.Bk
8% Pfälz. Hyp.Bk.
8% Preuß. Ctr.=
Stadtſchaft. . . .

87.

79.5

84

52.6
16.825

6.85

93
88.5
91.9
921,

98
97.5
97.5
97.5

931,
97.5
97

8%Rhein. Hyp.=Bk.
O Rhein.=Weſtf.
Bb.=Credit
3% Südd. Bod.=
Kred.=Bank
8% Wßürtt. Hyp.=B.
Dt. Komm. Sam=
mel
=Ablöſ.=Anl.
+ Ausl. Ser. I.
Ser. I

6% Daimler Benz
von 27
82 Klöckn=Werke
Berlin v. 26.
7% Mainkrw. v. 26.
7% Ver. Stahlw.
mit Opt v. 26
8½Voigt & Häffner
26

5% Bosn. L. E. B.v.
1914
.
4½% Oſt. Schatz=
anw
. v. 1914
40 Oſt. Goldrente
4½% Rum. Gold
von 1913
/4% Türk. Admin.
1. Bagd.
42
4%
Zollanl.
4½% 1913 Ungarn
1914
142 ung Go dr.
Altien
Allg. Dt. Creditanſt.
Bk. f. Brauinduſtr.
Berl. Handelsgeſ.. .
Comm. u. Privatb.

9.75
97.75
98

53
68.5

76

93
85.25

86
92:1,

A

24.15

25I.
27
26.75

138.4
181
298
187.5

Darmſt. u. Nt.=Bk. 280
Deutſche Bank...
Eff.-u. Wechſel=)
bank
Vereinsbank .. 1101
Biskonto=Geſellſch.,/164.25
Dresdner Bank .. /170
Frankf. Bank .. . . . 113
Hyp.=Bk. . . 1148
Pfdbr.=Bk.
Gotha. Grundkr. B.
Mein. Hyp.=Bank/139.5
Metallbank.
Mitteld. Creditbk. 197
Oſt. Treditanſtalt
Pfälz. Hyp=Bank/159.5
Reichsbank=Ant.
Rhein Creditbank
Hyp.=Bank/197.75
Südd. Bod.-Cr. Bk.
Wiener Bankverein

A.-G./. Verkehrsw
Dt. Eiſenb.=Geſ...
Dt. Reichsbahn=
Vorzge.
Hapag
Nordd. Lloyd.
Schantung=Eiſenb
Südd. Eiſenb.=Geſ.

Accum. Berlin
Adlerw. (v. Kleher)
6% AEG Vorzug
AEG. Stamm 184.75
Baſt Nürnberg 1244

167.75
127
153
133
Nürnb. Vereinsbl./180 Eichbaum, Brauer.
341
303.75
125
15.25

183
167
92.5
160.25
153
124

130.5

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87
95
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86.5
216
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210
142
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222

[ ][  ][ ]

Seite 14

Samstag, den 22. Geptember 1928

Numer 264

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[ ][  ][ ]

Nummer 264

Samstag, den 22 Geptember 1928

Geite 15

Nr Brau zwtſchen zwei Beiten.

Roman von Ludwig von Wohl.
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 1927.

Man hat ſcheinbar in Amerika nicht viel Sinn für Dialektik,
nuet er ironiſch. Sonſt müßten Sie begriffen haben, mein ſehr
nehrter Mr. Moran, daß ich danach nicht fragte ſondern
z meine Frage gleichzeitig die Antwort in ſich trug. Ich erwar=
keine
Antwart jedenfalls keine Erklärung, Mr. Moran!
Der Amerikaner ſchluckte.
Er hatte die ſehr deutliche Empfindung, daß dieſer Grieche
von oben herunter behandelte. Und er hatte gleichzeitig die
ſe deutliche Empfindung, daß es prachtvoll ſein müſſe, ihn beim
hicen zu nehmen und ihn in den Teich zu werfen, wo die drei
gradeſchwäne des Hotels herumſchwammen.
Allright, ſagte er nur. Es iſt eben ein großer Unterſchied
ſchen Griechenland und Amerika. Man kann hier tatſächlich
yyt ſo na gedrechſelt reden. Man redet überhaupt nicht
an. Man tut lieber was. Aber das ſteht auf einem anderen
huit. Im übrigen freue ich mich, daß meine Reiſe trotz allem
ſen Zweck gehabt hat. Wollen Sie mich bitte der Prinzeſſin
wpfehlen. Sie iſt doch in Palmbeach?
Sie iſt in Palmbeach. Aber ſie empfängt nicht.
Moran biß ſich auf die Lippe.
Ich habe nicht davon geſprochen, daß ich der Prinzeſſin
nine Aufwartung machen würde. Finden Sie nicht, daß man
d. Dialektik auch zu weit treiben kann?
Girgis machte ein undurchdringliches Geſicht und erhob ſich.
Sie entſchuldigen mich wohl jetzt, Mr. Moran.
Ich wollte Sie gerade darum bitten, Mr. Girgis.
Man verbeugte ſich. Man gab ſich nicht die Hand.
Girgis ging.
Moran ſteckte ſich eine Zigarette an und verſuchte zu über=
gen
, warum er innerlich nicht wütend, ſondern traurig war.
Er war traurig das ſtand feſt.
Die kleine Prinzeſſin tat ihm leid. Es konnte kein Vergnügen
un, dieſen griechiſchen Baumwollkaffer zu heiraten.
Was ſie damals für arme gehetzte Augen gemacht hatte, als
inn Detroit plötzlich hereingeſchneit war. Wie ein Vieh hatte er
fy benommen. Und ſeitdem jagte er ihr nach, verſuchte ihr zu
Alfen, gut zu machen und machte ſich auf Schritt und Tritt

lächerlich. Man mußte heute abend nach Detroit zurückfahren.
Arbeiten. Das war das beſte Mittel, um
Maſſa Moran?
Da ſtand ein kleines Niggermädchen mit großen runden
Augen.
Was willſt du?
Ich Mädchen von Prinzeß, Maſſa Moran! Heißen Topſy.
Topſy Abrahams.
So ſiehſt du auch aus.
Moran wußte wirklich nicht, was er ſagen ſollte.
Ich alles gehört! Maſſa Girgis mächtig ſchlechter Kerl! Er
Prinzeß gefangen halten
Was? Was?
Er ihr vorlügen, Prozeß nicht zu Ende, alle Welt hinter
ihr her ſein, Skandal und Krach. Sie große Angſt vor Skandal
und Krach ſich lieber einſperren laſſen. Aber ich gleich geahnt,
daß Maſſa Girgis ſchlechter Kerl ich heimlich ausgerückt, ſehen,
was er treibt er zwei Stunden oben geweſen mit franzöſiſcher
Dame Kellner macht mit den Augen ſo
Und ſie zwinkerte in drolliger Aufgeregtheit.
er lügen und betrügen, Maſſa Moran!
Ueber alles Mitleid mit der Prinzeſſin hinaus wuchs tief=
innerliche
Genugtung. Alſo war der edle Grieche doch ein Schuft!
Was wirſt du jetzt tun? fragte er und fuhr Topſy durch
das Kraushaar.
Ich gern Miſſus Prinzeß ſagen, daß Maſſa Girgis ſie be=
trügen

Das geht nicht ſagte Moran. Wenn dich der Kerl erwiſcht,
ſchlägt er dich tot. Oder vielmehr, er läßt dich totſchlagen. So
etwas macht ſich nicht gern ſelbſt die Handſchuhe ſchmutzig. Du
mußt vorläufig bei mir bleiben irgend etwas muß geſchehen,
zum Donnerwetter noch einmal!"
XIV.
Sie ſind ein Idiot! ſchrie Girgis außer ſich.
Der lange Hummons hielt den Kopf geſenkt und antwortete
nichts. Girgis ſah aus, als wolle er dem Diener in der nächſten
Sekunde an die Kehle fahren.
Ich werde Sie rausſchmeißen, ziſchte er. Ich kann keine
Idioten gebrauchen. Ich werde Sie rausſchmeißen!
Durch Hummons Körper ging es wie ein Zucken. Er ſchielte
den Griechen mit geſenktem Kopf an.
Würde das an Ihrer Stelle nicht tun, Sir, ſagte er heiſer.
Girgis lachte zornig.
Sie können gehen. Heute. Sofort. Gleich. Maxwell geht

mit Ihnen. Er war genau ſo verantwortlich. Was haben Sie
noch zu bekommen?
Ich würde das an Ihrer Stelle nicht tun, Sir, wiederholte
Hummons lauernd. Dem ſchwarzen Mädel glaubt man nicht
da können Sie ganz unbeſorgt ſein. Aber Maxwell und mir
uns glaubt man. s wäre doch ſicher nicht angenehm für Sie, Sir,
wenn es von Ihnen heißt, Sie halten eine Dame unter wie
nennt mans doch gleich unter Vorſpiegelung falſcher Tat=
ſachen
gefangen!
Kerl! ſchrie Girgis und packte den Mann am Rock.
Aber Hummons ſtand ganz ruhig da, den Griechen um einen
Kopf überragend und grinſte.
Ich bin ein Eſel, dachte Girgis und ließ ihn los. Wir ſind
wohl beide etwas erregt, murmelte er. Das iſt dieſe ekelhafte
Schwüle heute.
Certainly, Sir, beſtätigte Hummons und verzog den Mund.
Es iſt wirklich kaum zum Aushalten."
Es iſt gut, Hummons es wird nicht ſo ſchlimm werden.
Laſſen wir das ſchwarze Viehzeug.
Der Diener verſchwand.
Es war Zeit, daß man zu Ende kam. Moran dann Topſy.
Und die Dienerſchaft.
Es war höchſte Zeit.
Hummons Geſicht erſchien wieder in der Tür.
Er brachte die Poſt. Haſtig überflog Girgis.
Wynham?
Wynham!
Seine Finger zitterten und die Buchſtaben verſchwammen vor
ſeinen Augen. Ein eingeſchriebener Brief. Zwei Papiere. Der
Brief des Anwalts. Und das Scheidungsurteil.
... teile Ihnen mit, daß Mr. Daniel Brouwer, Amſter=
dam
, ſich auf meine dringenden Vorhaltungen hin bereit
erklärte, in die Scheidung einzuwilligen. Seiner Forderung
von fünfundzwanzigtauſend Dollar glaubte ich entſprechen
zu können (Ihr Schreiben vom 20. v. Mts.)
Es mußte Brouwer noch immer ſehr ſchlecht gehen!
Er hatte den Ueberblick über das Geld verloren.
Die Prinzeſſin war frei
Er warf ſich in einen Seſſel und atmete Freude.
Endlich. Nun war alles gut in vierundzwanzig Stun=
den
war die ganze Sache in Ordnung!
Er machte Toilette ſehr ſorgfältig und ließ ſich trotz der
vorgerückten Stunde bei Giſela melden.
(Fortſetzung folgt.)

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, das bedeutet, daß ihre Oarben

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Checht, lichtecht und wetterecht

sind.
Oas joder 1Oausfrau bekannte Muslaufen oder (Verblassen farbiger
Sawebe ist bet indanthrentarbigenOltucken, wenn man sie vernünttig
behandelt, nicht zu befurchten.
Oragt also ein Krtikel aus GSaumwolle, Gunstseide oder SLeinen
das bewahrte Undanthren-Sceichen, dann wissen Oie, daß er
indanthrentarbig und somit von hochster Oarbechtheit ist. ODieses
Seichen dart nur an Oltotten und Sarmen angebracht werden, die
mit den bekannten Ondanthrentarben gefarbt oder bedruckt sind.
Geder UIMißbrauch von Undantkren-Stiketten wurd verfolgt.
OSditte tragendlie UhrensLieferantenzer wird
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