Darmstädter Tagblatt 1928


20. Juni 1928

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Einzelnummer 10 Pfennige

*4
V

A4


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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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wasu ſch 2maligem Erſcheinen vom 1. Junl

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Ancheins einer Nummerm inſolge höherer Gewalt
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iAuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 170
Mittwoch, den 20. Juni 1928.
191. Jahrgang

27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichspfg.
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breſtlsReſchsmark=Anzeigen von auswäris 40 Reiſchspfg.
Finanz=Anzeigen 60 Reſchspfg. 92 mm breite Rellame=
zeſe
300 Reſchemark. Alle Preſſe in Reſchemark
(4 Dolſar 420 Mark. Im Falle, höherer
Gewalt, wie Krſeg, Aufruhr, Streil uſw. erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der Anzeigen=
aufträge
und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerſchticher Beſtreibung fällt ſeder
Rabatt weg. Bankkonto Deutſche Bank und Darm=
ſädter
und Naionalbank.

98 Berhandlungen um die neue Reichsregierung.

äller am Scheideweg.
Oerſie Leſung. Immer noch unaus=
geg
ene Meinungen. Müller an der Aus=
clitung
eines Regierungsprogramms.
Eſt wieder ein Tag vergangen, ohne daß die Regierungs=
ſbld
- ſichtbare Fortſchritte gemacht hätte. Eine Aenderung iſt
allerS, 3 inſoweit zu verzeichnen, als die Mitglieder des 22er
Ausß es eingeſehen haben, daß es ſo nicht weitergeht, daß ſie
noch / r und Tag ſitzen können, wenn ſie alle Differenzpunkte
mit er Gründlichkeit durchſprechen wollen. Sie haben des=
Verfyin Schluß gemacht. Daraus haben ſie die hübſche For=
mel
Anden, daß die erſte Leſung der verſchiede=
uneno
ogramme beendet ſei. Sie hätten ebenſogut feſt=
ſtelle
nnen, daß ſie ſich feſtgefahren haben. Das Ei des Ko=
lumg
glaubt Herr Müller entdeckt zu haben, indem er aus den
ſbish a n Beratungen die Querſumme ziehen und ein Expoſé
ſauffr)l will, in dem alles enthalten ſein ſoll, was an Ueber=
einſtti
ung in der vergangenen Woche erzielt wurde, d. h. auf
deutt Herr Müller will jetzt mit dem Enzwurf einer Regie=
rungy
lärung kommen, den er den einzelnen Fraktionen zu=
ſtellt
) ſich dann dazu äußern ſollen, wie ſie über die Er=
klär
; denken, ob ſie bereit ſind, auf dieſer Baſis praktiſch an
die 1 erungsbildung heranzugehen. Allzuviel wird an Poſi=
tive
icht enthalten ſein können, nachdem ſich herausgeſtellt
die Zahl der Fragen, über die man ſich nicht einig wer=
ate
, erheblich größer iſt, als die Zahl der Punkte, wo
eiru is Annäherungswerte gefunden wurden.
pitulieren wir kurz, ſo iſt davon auszugehen, daß die
mokraten mit ihrer Forderung auf Streichung des
Panl jeuzers keine Gegenliebe gefunden haben, nicht nur bei
*spartei, ſondern auch beim Zentrum, das durch Herrn
ald erklären ließ, daß es an ſeinen früheren Beſchlüſſen
Nicht viel anders iſt es mit der Amneſtie ergangen.
ialdemokraten verlangten Amneſtie mit Ausnahme der
örder‟. Die Bürgerlichen ſind bereit, über eine Am=
t
ſich reden zu laſſen, aber nur dann, wenn wirklich end=
gültz
) m Strich unter die politiſchen Kämpfe der Revolutions=
jahr
macht wird, wenn alſo die Ammeſtie von Hölz bis zu
Schrd eht. Damit können ſich die Sozialdemokraten vorläufig
noh 9t abfinden. Es bleibt hier alſo noch alles offen. Die
ſtrai9 ird von den bürgerlichen Parteien dahin beantwortet,
Stnc 9tsreform getroffen werden kann. Auf dem Gebiete der
Sotzél olitik, der Wirtſchaftspolitik und der Steuerpolitik iſt
zwagl einzelnen Punkten eine Annäherung erreicht. Auch hier
aber) hen in der Frage der Taktik und des Tempos die
wan) müſſen, was Herr Hermann Müller darauf für ſeinen
Pra) imentwurf herauskriſtalliſieren wird. Die Forderung
der 1 ialdemokraten nach reichsgeſetzlicher Anerkennung des
Verl ngstages iſt von der Volkspartei endgültig abgelehnt
worg. Sie iſt lediglich bereit, das Zeremoniell, das durch
frünl Erlaſſe des Reichsinnenminiſters für dieſen Tag feſtge=
latzt
-den iſt, auch geſetzlich gutzuheißen. Auch hier findet die
ſehr/ mig übrig, was Herr Müller als Arbeitsprogramm der
Reg4 ug aufſtellen könnte, wenn er ſich nicht mit Algemein= Staatsanwalis Krylenko im Schachig=Prozeß.
bla n begnügen, ſondern greifbare Vorſchläge machen will. Ver=
ſar
::, daß er ſich für 24 Stunden unſichtbar gemacht hat, um
ren)r will ihn am Mittwoch vormittag den Fraktionen zu= fügung geſtellt, wobei er ſchriftlich erklärte, daß die von Bad=
MSl tag in einer interfraktionellen Beſprechung ihre Erklä=
rurrll
abgeben ſollen.
rmmungsmäßig wäre als Auffaſſung auch der bürgerlichen
Payl a feſtzuſtellen, daß die Möglichkeit eines Kabi=
nes
Müller gegeben iſt, daß aber die Durch=
11 1 ng davon abhängt, wie feſt ſich die Sozial=
Leskraten auf ihren programmatiſchen For=
deargen
feſtlegen. Machen ſie ſtarke Abſtriche, und neh=
biesl
t der Weg zu einem Kabinett Müller offen, das dann erſt
Pro49 zu zeigen hätte, wieweit es überhaupt arbeitsfähig iſt.
AEsl enn alle dieſe Vorbedingungen gegeben ſind, bleibt immer und Seebolds ſeien formal allerdings bedeutungslos, da das
DeArs Rätſel Preußen offen, weil die Volkspartei an
ſchd 7o, als ob das Zentrum bereit iſt, mit ſich reden zu laſ=
ſer
7 s bedeutet ja immerhin ſchon allerhand, wenn die Zen=
gei
Te preußiſche Fraktion den Wunſch habe, in die Regie=
d
80 Plber dieſe Einladung iſt in die Form einer Brüskierung im Donez=Becken arbeitete, ihn als Leugen vorzuladen, ſtatt, da
821 2t, die nicht gerade die Einleitung ſachlicher Verhandlungen er in ſeiner Tätigkeit die Schädigungsarbeit ruſſiſcher Inge=
Ekert. Aber die Volkspartei wird ſich nicht dazu hergeben, nieure wahrgenommen haben wil.

in Preußen lange zu antichambrieren und ſich dann nachher
einen Korb zu holen. Inzwiſchen ſcheint aber auch da ein Aus=
weg
gefunden zu ſein. Die Verhandlungskommiſſion der Land=
tagsfraktion
der Volkspartei hat am Mittwoch vormittag eine
Beſprechung mit dem Miniſterpräſidenten Braun gehabt, die
vielleicht die Verhandlungen über die Umgeſtaltung der Preußen=
regierung
in Fluß bringen kann, und die bei der Reichstags=
fraktion
beſtehenden Bedenken vielleicht ausräumt. Vorläufig
läßt ſich aber auch darüber noch nichts ſagen und die ganze Ver=
handlungsart
der letzten Tage macht nicht gerade den Eindruck,
als ob wir vor einem raſchen Abſchluß der Kriſe im Reiche
ſtünden.
Forderungen des Deutſchen Gewerkſchafts=
halb
4. Mittwoch mittag zunächſt einmal mit dem ſeitherigen bundes zur künftigen Regierungspolitik.
Berlin, 19. Juni.
Der Deutſche veröffentlicht eine Reihe Forderungen des
Deutſchen Gewerkſchaftsbundes zur zukünftigen Regierungs=
politik
. An der Spitze ſeiner Wünſche für die Geſtaltung der
politiſchen und ſozialen Verhältniſſe Deutſchlands ſtellt der
Deutſche Gewverkſchaftsbund die Forderung, daß eine durch=
greifende
Reviſion der Reparationsverpflichtungen mit allen
dafür geeigneten Mitteln angeſtrebt werden müſſe. Zur Herbei=
führung
dauerhafter Verhältniſſe ſei weiter notwendig, daß die
ſeit Jahren ſchwebende Frage des Finanzausgleiches zwiſchen
dem Reich und den Ländern ſo geregelt werde, daß allen daran
beteiligten öffentlichen Körperſchaften die Erfüllung ihrer der
Volkswohlfahrt dienenden Aufgaben möglich ſei. Die dringend
notwendige Verwaltungsreform ſei ſo zu geſtalten, daß ſie mit
dem Ziele weiteſtgehender Vereinfachung aller Verwaltungsauf=
gaben
der Selbſtverwaltung mehr als bisher Raum und Be=
tätigungsmöglichkeit
gibt. Im einzelnen fordert der Deutſche Ge=
werkſchaftsbund
u. a. ſtärkere Einflußnahme des Staates und
der Arbeitnehmer auf die monopoliſtiſchen Unternehmerorgani=
ſationen
, Kartelle und Truſts, Verbot der Bindung des Einzel=
handels
durch Syndikate, Kartelle und durch den Markenſchutz=
verband
hinſichtlich des Kleinhandelspreiſes, Durchführung einer
Zoll=, Ein= und Ausfuhrpolitik, die den ſtärkeren Anſchluß
Deutſchlands an den Welthandel erleichtert, paritätiſche Mitwir=
kung
der Arbeitnehmervertreter in den öffentlich=rechtlichen Be=
rufskammern
, Förderung aller Maßnahmen, die zur Aufrechter=
haltung
einer leiſtungsfähigen Landwirtſchaft erforderlich ſind,
Vorlage und Durchführung eines Geſetzes über den endgültigen
Reichswirtſchaftsrat, alsbaldige Verabſchiedung des Arbeitsſchutz=
geſetzes
mit dem Ziele, die Durchführung des Achtſtundentages
und einen beſſeren Schutz der Jugendlichen und Arbeiterinnen
zu ſichern, ferner die Sonntagsruhe in Handel und Gewerbe zu
verſtirklichen und die Arbeitsaufſicht zu bereinheitlichen, Ausbau
Forz nig der Sozialdemokraten auf Beſeitigung der Todes= der Sozialverſicherung unter beſonderer Berückſichtigung der Lage
der älteren Arbeiter und Angeſtellten, weiteren Ausbau des Be=
daß
4 Entſcheidung darüber nur im Rahmen der allgemeinen triebsrätegeſetzes, Schaffung eines Tarifvertragsrechtes, Schaf=
fung
eines ſozialen Hausangeſtelltenrechtes, ſoziale Geſtaltung
des Bildungsweſens u. a. in der Richtung, daß auch den Be=
gabten
aus den minder bemittelten Kreiſen der Aufſtieg in andere
Mefl gen unausgeglichen nebeneinander. Man wird alſo ab= nungsbaues, Senkung der Neubau=Mieten zwecks Angleichung
an die Altbau=Mieten, beſchleunigte Vorbereitung eines ſozialen
Mietrechtes.
Dee Prozeß gegen die deutſchen
Ingenieure.
Vold rtei die Unterſtützung des Zentrums. Es bleibt alſo Seebold in Moskau. Erklärungen des annehmen zu dürfen.
Moskau, 19. Juni.
Der deutſche Ingenieur Seebold iſt geſtern in Moskau ein=
dasl
vere Werk der Ausarbeitung dieſes Entwurfs auszufüh= getroffen und hat ſich dem Oberſten Gericht freiwillig zur Vel= und die politiſche Unzuverläſſigkeit der Sowjets, welche dieſen
leittl ie dann ſofort dazu Stellung nehmen und am Mittwoch ſtieber gegen ihn erhobenen Beſchuldigungen nicht der Wahrheit
Prozeß vor Gericht als Zeuge oder Angeklagter Ausſagen machen
zu dürfen. Da ſich Ingenieur Seebold dem Oberſten Gerichts=
bolds
, Moskau nicht zu verlaſſen, als ausreichend.

Im Schachty=Prozeß teilte Staatsanwalt Krylenko mit, daß
mesl2 Fomulierungen der bürgerlichen Parteien an, dann iſt die vor deutſchen Behörden unter Eid abgegebenen Ausſagen
Koeſters und Seebolds, ſowie die Erklärung des Betriebsrates Sache an den Quai d’Orſay gerichtet wurden, ſo wenig Bedeu=
der
Firma Anapp eingegangen ſeien. Die Ausſagen Koeſters tung beimißt.
Sowjetrecht den Eid nicht für einen formalen Beweis erachte, gegnet auch nur mäßigem Intereſſe. In Paris zeigen ſich die
ihr Forderung auf umgeſtaltung in Preußen feſthält. Es Krylenko meinte, inhaltlich enthielten dieſe Ausſagen unbegrün=
ſonen
ausgehen, denen ein Kriminalverbrechen zur Laſt gelegt e
tu/ raktion des preußiſchen Landtages Hals über Kopf auf werde. Dennoch erachte es die Staatsanwaltſchaft für zweck= mehr als ein krüppelhaftes Kind behandelt, man bedauert ſie
der renstag nachmittag nach Berlin zuſammengetrommelt, mäßig, dieſe Ausſagen zu den Akten zu legen, ſie ſpreche ſich je= herzlich, verheimlicht ſich aber kaum noch, daß es beſſer geweſen
Dr9 und in Gegenwart von Herrn Herold getagt hat. Das doch dagegen aus, mit der Erklärung des Betriebsrates ebenſo
Erz is dieſer Beratungen iſt aber mehr als merkwürdig. Iu zu verfahren, da ſie lediglich feſtſtelle, daß nach der Sowjetunion
ſeld ochfahrendem Tone wird der Deutſchen Volkspartei be= nicht ſchlechtere Maſchinen geliefert wurden, als nach Frankreich
ArM 3 gemacht, daß die preußiſche Zentrumsfraktion bisher ja und Deutſchland, und keine Widerlegung der Behauptung ent=
9uu mne Ahnung davon habe, daß eine nicht zur Koalition halte, daß die Maſchinen ſchlecht geweſen ſeien. Da das einge=
gangene
Material ſehr umfangreich iſt, vertagte das Gericht ſeine
ku0 walition einzutreten. Wer guten Willens iſt, kann dar= Beſchlußfaſſung in dieſer Angelegenheit auf morgen. Das Ge=
au
rre Einladung an die Volkspartei herausleſen, ſich zu mel= richt gab dann dem Geſuch des deutſchen Ingenieurs Hobbe, der

Die enttäuſchte franzöſiſche Rechte.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Die Lage in der franzöſiſchen Kammer erſcheint jetzt ſchon
etwas geklärter. Die Haltung der Regierung wird beſtimmter.
Die Neden Poincarés in Bordeaux und Carcaſſonne während
des Wahlkampfes haben ihre Wirkung getan. Die Linksſchwen=
kung
der Regierung iſt zur Tatſache geworden. Aeußerlich zeigte
ſich dies darin, daß trotz einer rechtsſtehenden Mehrheit die
meiſten führenden Aemter durch Männer der Linken beſetzt ſind.
Außer Louis Marin, der ja ein Portefeuille zweiten Nanges inne
hat, und dem Staatsſekretär Oberkirch gibt es eigentlich nieman=
den
in der Regierung, der das unbegrenzte Vertrauen der Rechte
genießt. Die Leute, die während des Wahlkampfes am lauteſten
für Poincaré eintraten, ſind in den Hintergrund gedrängt. Und
jeder Tag bringt eine neue Hiobsnachricht für die Rechte. Die
Linksparteien ſetzen ſich immer mehr durch. Die leerſtehenden
Poſten werden durch Kartellpolitiker beſetzt, deren Parteien oder
Fraktionen bei den Wahlen am ſchlechteſten abgeſchnitten haben.
An der Auffaſſung, daß in Frankreich die radikale Partei diejenige
Partei iſt, ohne die man nicht regieren kann, ſcheint doch etwas
wahres zu ſein. Auch rechts gibt es Einſichtige, die das inner=
lich
zugeben müſſen. Aber Poincaré treibt die Sache nach ihrer
Meinung auf die Spitze. Die franzöſiſche Rechte, die nicht viel
verlangte, hat überhaupt nichts erhalten. Paſſivität und Ge=
dankenarmut
gehören zu ihren Privilegien, es fehlen ihr auch die
Führer, aber ſie wurde ſchlechter behandelt, als ſie es verdiente.
Kenner haben ſchon früher zwiſchen Poincaré und Vandervelde
eine Parallele gezogen, dieſer Vergleich läßt ſich jetzt weiter aus=
bauen
. In Belgien hieß die union nationale union saer6e‟
in Frankreich wurde ſie deshalb nicht weniger heilig gehalten,
der Name tut nichts zur Sache und ſie wurde von dem Sozia=
liſten
Vandervelde geführt. Und Vandervelde vernachläſſigte mit
ebenſolcher Konſequenz ſeine eigene Partei wie Poincaré es jetzt
tut. In Belgien endlich haben die wohlerzogenen Leute eben=
ſowenig
einzugeſtehen gewagt, daß ſie eine Regierungskriſe her=
beiwünſchen
, als in Frankreich.
Nach der endgültigen Stabiliſierung, daß heißt einige Monate
nachher, läßt ſich vielleicht etwas machen. Bis dahin muß man
aber die Regierung, in deren Zeichen man den Wahlkampf ge=
führt
hat, im Sattel halten, umſomehr, da die Linke keine Miene
macht, entgegenzukommen worin, das wagt man kaum auszu=
ſprechen
und es ſich in den ohne Sieg gewonnenen Poſitionen
bequem macht. Aber ſchon jetzt fängt die Rechte an nach der
Oppoſition hin zu neigen. Bei den Vertrauensvoten wird dies
allerdings nicht ſo bald zum Ausdruck kommen. Aber ſchon
ſchlagen Blätter, die während des Wahlkampfes die ſtärkſte
unioniſtiſche Propaganda entfaltet haben, einen ſauerſüßen Ton
an, ſo oft ſie über Poincraés Politik oder über die Regierungs=
erklärung
ſprechen.
Aber auch auf die Linke bleibt dieſe neue Aera nicht ohne
Einfluß. Sie beeilt ſich, ihre Ueberzeugung über viele ausſchlag=
gebende
Punkte zu rebidieren, ſo beſonders über die Kolonialpolitik.
Das fällt ihr übrigens nicht ſchwer, den viele Leute der Linken
halten die antikoloniale Einſtellung des Kartells für veraltet.
Die Mehrheit der Regierung iſt höchſt unlogiſch aufgebaut.
Sie beſteht aus den verſtimmten Rechtsparteien, die aus ihrer
Einſtellung heraus nolens=folens für die Regierung ſtimmen
müſſen, aus der Radikalen Linken, die einzige Partei, welche mit
der gegenwärtigen Situation zufrieden ſein ſoll, aus den Repu=
Schichten mehr ermöglicht wird, verſtärkte Förderung des Woh= blikaniſchen Sozialiſten, deren Unterſtützung nicht für alle Fälle
geſichert iſt, und endlich aus den Radikalſozialiſten, von denen
zuletzt 25 für die Regierung ſtimmten. 35, unter ihnen der Par=
teipräſident
Daladier und Malvy, pflegen bei jeder Gelegenheit
gegen die Regierung zu ſtimmen, aber 61 Mitglieder dieſer Partei
haben ſich bei der letzten Ciclegenheit von der Abſtimmung ent=
halten
, was für Poincaré eine unangenehme Ueberraſchung war.
In der Außenpolitik und in allem, was damit zuſammen=
hängt
, merkt man aber ſehr wenig von der Linksſchwenkung der
Regierung, wenigſtens nicht in dem Sinne, wie man glaubte
Die Kommuniſten werden ſehr energiſch verfolgt, und was
noch viel auffallender iſt, Rußland wird bei jeder Gelegenheit
brüskiert. Die franzöfiſche Außenpolitik ſcheint ſich endgültig
überzeugt zu haben, daß mit Rußland nichts anzufangen iſt. Es
ſind nicht nur die wirtſchaftlichen und finanziellen Enttäuſchungen
Zuſtand herbeiführten. Man rebidiert die ganze Auffaſſung über
Rußland. Rußland hat dreiviertel ſeiner politiſchen Bedeutung
entſprechen. Seebold legt den größten Wert darauf, in dieſem eingebüßt, und iſt auf dem beſten Wege, auch das Uebrig=
gebliebene
zu verlieren, ſoll ein bekannter franzöſiſcher Publiziſt
geſagt haben. Die Annäherung an England hat gewiß zu der
hof freiwillig geſtellt hat, erklärte der Staatsanwalt Krylenko, Verbreitung dieſer Ueberzeugung beigetragen. Aber urſache und
die Staatsanwaltſchaft erachte eine ſchriftliche Verpflichtung See= Wirkung ſind hier leicht zu verwechſeln. Jedenfalls glaubt man
in Frankreich in viel ſtärkerem Maße, als man zugibt, daß man
auf Rußland bald kaum irgendwelche Rückſichten mehr zu nehmen
braucht. Das iſt auch einer der Gründe, weshalb die Oeffentlich=
keit
der Donezaffäre und den ruſiſchen Noten, welche in dieſer
Die nächſte Konferenz der Kleinen Entente in Bukareſt be=
Franzoſen eben kühler als in Genf. Und die Berliner Reiſe
dete Widerlegungen der Erklärungen Bodſtiebers, die von Per= wird Beneſch, trotzdem man dieſe Reiſe als einen großen Miß=
erfolg
auffaßt, nachgetragen. Die Kleine Entente wird immer
wäre, ſie hätte die Welt niemals erblickt.

Oar Tastang dan Gaaan=
Miauan in Braman, Ojt 4

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Seite 2

Mittwoch, den 20. Juni 1928

Nummer

Poincaré ſtabiliſiert.
Poincaré unterbreiiet am Samstag der Kam=
mer
die Stabiliſierungsvorlage. Der Sta=
biliſierungsſatz
immer noch ein Gebeimnis.
EP. Paris, 19. Juni.
Der Miniſterrat hat heute beſchloſſen, der Kammer die
Stabiliſierungsvorlage Samstag abend nach
Schluß der New Yorker Börſe zur Genehmigung zu unter=
breiten
, d. h. alſo früheſtens 5 Uhr nachmittags, da die New
Yorker Börſe um 4 Uhr ſchließt. Der Miniſterrat wird ſich am
Samstag halb 4 Uhr wieder verſammeln und erſt dann wird
Poincaré dem Miniſterrat das bisher ſtreng geheim gehaltene
Stabiliſierungsprogramm verleſen. Ein weſentlicher
Teil desſelben beſteht in einer neuen Konvention mit
der Bank von Frankreich. Poincaré hatte im Miniſter=
rat
zunächſt vorgeſchlagen, daß die Vorlage bereits heute abend
der Kammer unterbreitet und noch im Verlaufe der Nacht an=
genommen
werden ſollte. Einige Miniſter wieſen aber auf die
Möglichkeit hin, daß durch demagogiſche Mittel die Beſchlußfaſ=
ſung
im Verlaufe der Nacht hintertrieben werden könnte, was
eine Kataſtrophe bedeuten müßte, da dann am folgenden Mor=
gen
der vorgeſehene Stabiliſierungsſatz aller Welt bekannt würde.
Der Stabiliſierungsſatz iſt übrigens den Miniſtern bis heute
noch nicht bekanntgegeben worden, ſondern bleibt das Geheimnis
Poincarés.
Der Miniſterrat hat außerdem beſchloſſen, der Kammer noch
vor dem Auseinandergehen den Budgetentwurf für 1929 zu
unterbreiten. Die Kammer wird dieſen Entwurf zwar nicht
mehr behandeln, ſondern ſofort an die Finanzkommiſſion über=
weiſen
, die ſo aber in der Lage ſein wird, während der Kammer=
ferien
den Entwurf zu beſprechen. Wie wir erfahren, wird
die Kammer dieſes Jahr vorausſichtlich ſehr früh auseinander=
gehen
, vielleicht ſchon am 4. Juli.
Die Wahl der franzöſiſchen Kammer=
Kommiſſionspräſidenten.
EP. Paris, 19. Juni.
In der Kammer wurde heute nachmittag mit den Wahlen
für die Präſidien der großen Kommiſſionen begonnen. Malvy
wurde mit 27 gegen 14 Stimmen (für Chaſſaigne=Goyon) zum
Präſidenten der Finanzkommiſſion, und de Chappedelaine mit
27 gegen 17 Stimmen (für Piétry) zum Generalberichterſtatter
gewählt. Paul Boncour wurde einſtimmig mit Akklamation zum
Präſidenten der Kommiſſion für äußere Angelegenheiten und
der frühere Kriegsminiſter Maginot mit 28 gegen 12 Stimmen
(für den Radikalen Oſſola) zum Präſidenten der Armee= Kom=
miſſion
gewählt. Zum Präſidenten der Kammerkommiſſion für
Elſaß=Lothringen iſt der Linksradikale Mallarmé mit 17 gegen
14 Stimmen für den früheren Wiederaufbauminiſter Reibel
wiedergewählt worden. Die Rechte erlitt eine neue Niederlage,
erholte ſich dann aber wieder etwas, als der rechtsſtehende Pariſer
Abgeordnete Taittinger zum Präſidenten der Kolonialkommiſſion
mit 19 gegen 17 Stimmen für den bisherigen Präſidenten, den
ſenegaleſiſchen ſchwarzen Abgeordneten Diagne gewählt wurde.
Das Kartell hat ſomit die Präſidien der Finanzkommiſſion, der
Außenkommiſſion und der Kommiſſion für Elſaß=Lothringen ge=
wonnen
, die Rechte den Vorſitz in der Armeekommiſſion und in
der Kolonialkommiſſion. Die Rechte war ſtark enttäuſcht, und
die rechtsſtehenden Mitglieder der Finanzkommiſſion drohten heute
nachmittag einen Augenblick mit der Demiſſion als Kommiſſions=
mitglieder
. Die Regierung erſuchte ſie, von dieſem Vorhaben im
Hinblick auf die bevorſtehende Stabiliſierung abzuſehen, worauf
ſie ſich in die Lage fügten.


Abgelehnte Freilaſſung der Kolmarer

Verurteilten.
EP. Paris, 19. Juni.
Nach einer Meldung aus Kolmar hat die Anklagekammer
von Kolmar das Geſuch von Ricklin, Roſſe, Faßhauer und Schall
um vorläufige Freilaſſung abgelehnt.
2
Nach Meldungen aus Kolmar haben mehrere Zeitungen dieſer
Stadt mit dem Elſäſſiſchen Kurier an der Spitze eine öffent=
liche
Sammlung für die Verurteilten von
Kolmar aufgelegt. Den Vorſitz des Zeichnungskomitees führen
die Abgeordneten Brogly und Dahlet.
Aus Metz wird gemeldet, daß der Verwaltungsrat der Loth=
ringiſchen
Volkszeitung, die bisher die Richtung der Republika=
niſch
=demokratiſchen Union vertrat, beſchloſſen hat, ſich das Pro=
gramm
der Elſäſſiſchen Volkspartei zu eigen zu machen und mit
der elſäſſiſchen Preſſe zuſammenzuarbeiten. Die Zeitung iſt ſomit
ins Lager der Autonomiſten abgeſchwenkt.

Vom Tage.
Wie nunmehr feſtſteht, werden die Bremen=Flieger, die
heute nach Berlin fliegen, auf dem Hamburger Flugplatz
eine Zwiſchenlandung vornehmen, wo eine Begrüßungs=
feier
ſtattfinden wird.
Die Senate der Hanſeſtädte ernannten durch ge=
meinſchaftlich
vollzogene Wahl den Rechtsanwalt Dr. jur. und
Dr. rer. pol. h. c. Wilhelm Kieſſelbach, der bei den Freigabever=
handlungen
, in den Vereinigten Staaten ſich außerordentliche Verdienſte
erworben hat, zum Präſidenten des Hanſeatiſchen
Oberlandesgerichts.
Der Abbruch der Berliner Verhandlungen über
die Stabiliſierung der rumäniſchen Währung hat in
Bukareſt ſtarke Enttäuſchung hervorgerufen.
Der frühere Leiter der Preſſenbteilung des Auswärtigen Amtes,
Miniſterialdirektor Dr. Hammann, iſt geſtorben.
Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann wird am Mittwoch
Berlin zu einem längeren ErholungZurlaub verlaſſen, den
er im Schwarzwald verbringen wird.
Das Hauptquartier des 3. belgiſchen Armeekorps
wird von Aachen nach Lüttich verlegt. Der Stab der
4. Diviſion verbleibe jedoch für die Dauer der Beſetzung in Aachen.
Im Wiener Bundeskanzleramt wurden geſtern die deutſch=
öſterreichiſchen
Handelsvertragsverhandlungen
eröffnet.
Geſtern wurde vom Bundeskanzle= Seipel und von dem amerikani=
ſchen
Geſandten Waſhburn der Freundſchafts=, Handels=
und Konſularvertrag zwiſchen Oeſterreich und
Amerika unterzeichnet.
Nach Meldungen aus Baſra ſind die Verhandlungen zum
Abſchluß eines neuen ruſſiſch=perſiſchen Handels=
vertrages
wieder aufgenommen worden.
Die ſpaniſche Regierung hat in einem durch Anſchlag ver=
öffentlichten
Erlaß jede politiſche Diskuſſion oder Pro=
paganda
in Privatkreiſen verboten.
Der franzöſiſche Präſident Doumergue empfing
den aus Berlin zurückkehrenden ſpaniſchen Arbeitsminiſter
Aunos, der vom ſpaniſchen Botſchafter Quinones de Leon begleitet
wurde.
Der Italiener Pavan, der in Paris ſeinen Landsmann
Savorelli, wie er behauptet, aus politiſchen Gründen erſchoſſen hat, iſt
von der ſchweizeriſchen Polizei in St. Ludwig an der
franzöſiſch=ſchweizeriſchen Grenze den franzöſiſchen Behörden
übergeben worden.
Im Unterhaus wurde ſeitens konſervativer Abgeordneter ein
neuer Vorſtoß unternommen, die Schutzzölle auf Stahl auszu=
dehnen
.
Sir Auſten Chamberlain iſt am Dienstag abend mit dem fahr=
planmäßigen
Zug, von Paris kommend, in London wieder ein=
getroffen
.

Die kommungle Perwaltungsreform.
Der Porſiand des Reichsſiädtebundes zur
Frage der Umgemeindungen und der Land=
Freisreform.
Berlin, 19. Juni.
Der Reichsſtädtebund teilt mit: Der Geſamtvorſtand des
Reichsſtädtebundes nahm in ſeiner heutigen Sitzung eingehend
zu den zurzeit im Vordergrunde des kommunalpolitiſchen Inter=
eſſes
ſtehenden Fragen der Umgemeindungen und der Landkreis=
reform
Stellung. Der Vorſtand vertrat einmütig den Stand=
punkt
, daß der ſchon begonnene Abbau der örtlichen Selbſtver=
waltung
aus ſtaatspolitiſchen Gründen abzulehnen iſt. Der
Kampf gegen einen ſolchen auf falſchen Reformideen gegründe=
ten
Abbau iſt kein Intereſſenkampf der kleineren und mittleren
Städte, ſondern ein Kampf für die Erhaltung und Stärkung
einer leiſtungsfähigen Selbſtverwaltung überhaupt. Das Ziel
einer kommunalen Verwaltungsreform kann nicht lediglich in der
Schaffung von Großgemeinden oder Großkreiſen beſtehen. Als
Bindeglied zwiſchen Großſtadt und flachem Lande ſind die Klein=
und Mittelſtädte als Selbſtverwaltungskörper kulturell und wirt=
ſchaftlich
nicht zu entbehren. Die Reform der Kommunalverwal=
tung
darf nur gelöſt werden in Uebereinſtimung mit den
Grundzügen der großen Verwaltungsreform.
Berthelot in London.
EP. London, 19. Juni.
Der Generalſekretär der Auswärtigen Angelegenheiten am
Quai d’Orſay, Berthelot, iſt in London eingetroffen und wird
hier vorausſichtlich mehrere Tage weilen. Er hatte bereits eine
Beſprechung mit Sir William Tyrrell. In diplomatiſchen Kreiſen,
ſo meldet der diplomatiſche Korreſpondent des Daily Telegraph
verlaute, daß ſeine Reiſe in erſter Linie mit Perſonalfragen und
mit der Neubeſetzung höherer Stellen der franzöſiſchen Diplo=
matie
zuſammenhänge. Dieſe Gerüchte gebe er jedoch nur mit
allem Vorbehalt wieder. Des ferneren verlaute, daß die Tanger=
frage
, die Frage des ſpaniſchen Petroleumsmonopols und die zu=
künftige
Politik der Vertragsmächte in China erörtert worden ſei.

*Die Meiſterſinger im Spiegel
zeitgenöſſiſcher Kritik.
Ein Beitrag zur 60jährigen Wiederkehr ihrer Uraufführung
am 21. Juni.
Daß ein bahnbrechendes Genie von ſeinen Zeitgenoſſen nicht
verſtanden und anerkannt wird, iſt eine altbekannte Tatſache.
Keines aber hat wach dieſer Richtung hin ſo ſchlimme Erfahrun=
gen
gemacht, wie Richard Wagner, deſſen Meiſterwerken gegen=
über
die Kritik nicht nur völlig verſagt hat, ſondern die mit
einem fanatiſchen Haß ſich blindwütig gegen alles richtete, was
ſich auf Richard Wagner und ſeine Kunſt bezog. In geradezu
grotesker Weiſe kam dies den Meiſterſingern gegenüber zum
Ausdruck, die am 21. Juni 1868 in Anweſenheit des Königs
Ludwig von Bayern in München zur Uraufführung gelangten.
Es waren nicht nur etwa kleine Geiſter, die ſich in wüſtem An=
griffen
und Schimpfereien gegen das Werk und ſeinen Schöpfer
ergingen, ſondern Autoritäten ihrer Zeit, und es iſt heute kaum
noch begreiflich, nicht, daß ſie nicht immer Maß zu halten wuß=
ten
, in ihrer gehäſſigen Polemik, ſondern daß ſie ſo verrannt
waren, daß ſie die Größe und Schönheiten des Werkes, die wir
heute bewundern, nicht einmal ahnten. In der Perſon des Beck=
meſſer
, der den Neutöner Walther von Stolzing in Grund und
Boden kritiſiert, hat Richard Wagner dieſe von Verſtändnisloſig=
keit
und Bosheit geleiteten Beurteiler ſeiner Kunſt mit feinem
Humor gegeißelt. Und das ärgerte unſere Alten.
Verhältnismäßig maßvoll in ſeiner Kritik war noch der be=
kannte
Muſikſchriftſteller und Autorität in muſikaliſchen Dingen,
Profeſſor an der Wiener Univerſität, Eduard Hanslick, ein aus=
geſprochener
Gegner Richard Wagners. Dieſer ſoll urſprünglich
die Abſicht gehabt haben, dem Nürnberger Stadtſchreiber nicht
den Namen Beckmeſſer, ſondern Hans Lick beizulegen. Hanslick
bezeichnete die Meiſterſinger als eine Kraniheitserſcheinung,
als blutrünſige Muſik und bedauerte die Sänger des Sachs, die
genötigt ſeien, das Publikum mit dieſer undankbaren Partie un=
ausſprechlich
zu langweilen. Er ſprach von der Nürnberger
Wolfsſchlucht bei der jeder Gedanke an Muſik überhaupt auf=
hört
. Was am empfindlichſten auffalle, ſei Wagners Mangel an
Humo.. Im Ausdruck des Komiſchen ſei Wagners Muſik un=
glücklich
); da werde ſie regelmäßig geſpreizt, überladen, ja wider=

wärtig. Die Partitur ſei ein knochenloſes Mollusk. Als Regel
gedacht, würden die Meiſterſinger das Ende aller Muſik bedeu=
ten
. Das Vorſpiel bezeichnete Hanslick als ein Muſikſtück von
peinlicher Künſtelei und brutaler Wirkung. Im Schuſterlied
Hans Sachſens erinnere die angeblich komiſche Weiſe mehr an
eine gereizte Hyäne, als einen luſtigen Schuſter.
Weit übertroffen wird Hanslick von den anderen Beckmeſſern
Richard Wagnerſcher Kunſt. F. Hiller fand in dieſer Oper das
tollſte Attentat auf Kunſt, Geſchmack und Poeſie, das je da=
geweſen
. Ueber das Quintett ſagte der Kritiker Wuerſt, daß
Verdürſtende in der Not ſogar mit einem mundvoll Sumpf=
waſſer
fürlieb nehmen. Der Muſikgelehrte Kade bezeichnete den
Tag, da er zum erſtenmal anſtandshalber die Meiſterſinger
hören mußte, als den ſcheußlichſten, widerwärtigſten ſeines gan=
zen
Lebens. Im 8. Bande ſeiner Geſchichte des Dramas leiſtet
ſich J. L. Klein folgende Kritik‟: Dieſes wüſte Wagnerſche
Korybantengetöſe, dieſes Blech=, Schilder= und Keſſelgerumpel,
dieſes Chineſen= und Karaibengeplapper mit Hölzern und Skal=
pier
=, Ohrenſkalpier=Meſſern, die herzloſe Dürre, die Verödung
aller Melodien, aller Muſik. Dieſe innere Verzweiflung an der
Muſik! Dieſer in der Zerſtörung alles Tongeiſtes ſchwelgende,
als Orcheſter tobender Satanismus, die Verfinſterung aller muſi=
kaliſchen
Herrlichkeiten ſtempelt dieſes wüſte Tonweſen zu einer
Muſik mit Teufelsgewalt, einem ſchwindleriſchen Cäſarismus,
einem brutal=frechem Chauvinismus in der Muſik, zu einer
ſkandalſüchtigen Revolvermuſik mit Peternapoleoniſchen (sie!)
Ohrfeigenorcheſterbegleitung. Wagner wird als Beelzebubs Hof=
komponiſt
und aufgeblaſener Generalmuſikdirektor der Höllen=
muſik
bezeichnet. Nur ein ſolcher Höllendampf puſtender, pedan=
tiſch
hölzerner Wagner konnte die Meiſterſinger komponieren.
In der Montagszeitung ſchrieb Dr. Gaſton: Eine grauenvollere
Katzenmuſik könnte nicht erzielt werden, und wenn ſämtliche
Leiermänner Berlins in den Renzſchen Zirkus geſperrt würden
und jeder eine andere Walze drehte. Zu dem Schneider=Chor
bemerkt derſelbe Kritiker: In dem gemeckerten Schneiderchor ent=
blödet
ſich Richard Wagner nicht, eine Melodie aus Roſſinis
Tankred herauszureißen und den großen Melodiker zu ver=
ſpotten
. Roſſini neben Wagner! Ein Apollo bei einem Satyr!
Die einzige Cavatine im Barbier Frag’ ich mein beklommen
Herz hat mehr muſikaliſchen Wert, wie die ganze dickleibige
Meiſterſingerpartitur.

Aingewie
daß nach der letzten Kohlenpreiserhöhun
Fälle mehren, wo deutſche induſtrielle Betri=
Erſparnisgründen zum Bezug von aus
ſcher Kohle übergehen. Vor kurzem ſei einer o
direkt vor den Toren des Ruhrgebietes die Einſuhrgen
für 10 000 Tonnen nichtdeutſcher Kohle erteilt worden.
Berlin ud anderen Orten ſollen Abſchlüſſe von 5010o
nen und mehr mit dem Ausland getätigt worden ſe
Kohlenabſchlüſſe hätten neben der geſchäftlichen auch
beachtliche vaterländiſche Bedeutung. Es geht nicht
ſchließlich aus Erſparnisgründen auch finanziell gutge
triebe ausländiſche Kohlen beziehen und dadurch den
Bergbau und ſeine Arbeiterſchaft ſchädigen, obgleich
Lage ſeien, den Preis für deutſche Kohlen zu beza
Zentrumsfraktion fragt deswegen das Staatsminiſteri=
in
der Lage und bereit ſei, dahin zu wirken, daß die
fuhrgenehmigung nur in ſolchen Fällen erteilt werde.
um nachweisbar nicht gut rentierende Betriebe hande
Dazu muß noch bemerkt werden, daß im Mai
bergbau gezwungen war, rund 300 000 Feierſchichten
Auch im Juni ſind wöchentlich über 100 000 Feierſchick
ſchoben worden. Rechnet man die durch die bereits
Arbeiterentlaſſungen eingetretenen Ausfälle an Schich
dann werden wir im Juni auf vielleicht 500 000 Fe
wegen Abſatzmangels kommen. Dadurch ſind natürlic
Lohnerhöhungen, wie ſie kürzlich bewilligt worden ſi
aufgezehrt. Auf dieſe Entwicklung iſt aber rechtzeitig h.
worden. Außerdem lag das Schmalenbach=Gutachten
einen erheblichen Verluſt pro Tonne herausrechnete.
finanziellen Belaſtungen neben dem Mehr an 9
höhen ſich narürlich auch die ſozialen Abgaben und
ſteuerſummen haben den Ruhrbergbau gezwungen.
20 Prozent ſeines Abſatzes abzudroſſeln. Dadurch k
engliſche Kohle wieder weiter ins Land herein,
billiger als die deutſche. Die deutſchen Be
engliſche Kohle nehmen, werden aber dazu gezwunge
Arbeitskoſten ſelbſt ſchon die Produkte ſo hoch belaſt
bei der teueren deutſchen Kohle völlig konkurrenzunfäh r
Natürlich iſt dagegen anzukämpfen, daß deutſche 9
fremde Kohlen beziehen, obwohl wir in allen Teil
Vaterlandes genügend Vorräte an Kohlen beſitzen.
es aber gerade die kommunalen Betriebe,
liſche Kohle bevorzugen. Berlin marſchiert de n
Spitze. Es hat ſeine Beſtellungen auf engliſche Kohle Ss
Jahr weſentlich vergrößert. Schuld an dieſer Entwie n
allerdings der Parteifreund der Väter der kleinen An; fnär
lich der Zentrums=Arbeitsminiſter Dr. Brauns, der m
lichen Intereſſe den wegen ſeiner Gefährlichkeit
Schiedsſpruch für verbindlich erklärt hat. Heute lieget E
ſo, daß theoretiſch die Arbeiter eine Lohnerhöhur
haben, daß aber praktiſch die Erhöhung nicht in die n
treten kann, weil der Schiedsſpruch die Kriſe in der iu
verſchärft und die Zahl der Feierſchichten ins Une=
mehrt
hat.
Woldemaras für die Zurückgewinnung
Kowno, 1
Am Montag fand in Kowno eine Zuſammenkun/
iſchen Schützenverbandes ſtatt, an dem auch Mini /*
Woldemaras und Landesſchutzminiſter Generalleut: /u
kantas teilnahmen. Woldemaras führte in ſeiner An
daß die Liſte der für das Vaterland gefallenen Schütze In
geſchloſſen ſei. Man werde die Unabhängigkeit Litat /i
digen und die Hauptſtadt Wilna zurückgewinnen m
großen Staaten forderten Litauen auf, mit Polen
ſchließen. Die litauiſche Regierung würde aber die ei
Litauens tatkräftig verteidigen. Die Schützen müßten EDieſt
Grunde auf der Wacht ſein. Der Miniſterpräſident /0
Hoffnung aus, daß unter den Fahnen des Schütze 00
die ſich nicht im Saale befänden, die Litauer in der Ep
einmarſchieren würden. Generalleutnant Dauskan=
ſeiner
Rede hervor, der Völkerbund habe die Litauer & A. droſc
Polen gegenüber nachzugeben. Litauen wollte und 00
jetzt kein Blutvergießen, wenn es aber notwendig Iwnche
die Unabhängigkeit zu verteidigen, ſo würde ſie verteil Seige
Im Augenblick könne man nicht vorherſagen, wie 1 Ii
litauiſche Angelegenheit ſich im September entwickeln .
itauiſche Volk werde aber den Kampf bis zuletzt
würde ſiegen oder fallen.

Eine ergötzliche Blütenleſe von kritiſchen Randgl
Meiſterſingern hat Wilhelm Tappert in ſeinem 2
Wagner=Lexikon. Wörterbuch der Unhöflichkeit,
robe, gehäſſige und verleumderiſche Ausdrücke,
Nichard Wagner, ſeine Werke und ſeine Anhänger 4½‟
und Spöttern gebraucht worden ſind erhalten. Sie *
folgen: Ein Berg von Albernheiten und Plattheit i.
härde und Muſik (Signale); muſikaliſcher Altweiberſ
Werk eines wüſten Kontrapunktikers (Puſchmann); 2"*
Diſſonanz=Opus (Berl. Montagszeitung); die neue C S‟
in muſikaliſcher Gallimathias (Altonaer Broſchure)
kaliſches Monſtrum (Allg. Muſikzeitung); ein flacher
on Berlioz (Niederrh. Muſikzeitung); gärende u!
Quallenmuſik (Theaterdiener); eine kolloſale Ratte,
iſch=muſikaliſcher Rattenkönig, endloſe Sandwuſte,
Stachelbeeren ſchmeckend (Truhe); zuſammengern!
F. Hopffer); ein ſtundenlanges, qualvolles Waten i.
ter Wüſte (Pietſch); muſikaliſcher Wechſelbalg (Mond.
gliſcher, ohrenzerreißender Wirrwar, den jeder Ailel
ringen kann (Wuerſt); wüſtes Tongedicht, Zu*
vächter=Meiſtergeſang (Fr. Tietz). Den Gipfel wi.
erſönlicher Verunglimpfung erreichte der Bebbe
Spree, der Richard Wagner einen arroganten Judenbe
Dieſe Blütenleſe zeitgenöſſiſcher Kritiker moß
Schade wärs, wenn ihre Namen verſchwänden.
auf. Wer ſich für dieſes belehrende Thema intere
beiteres Material in dem Aufſatz von Max C90)
es Richard Wagner=Jahrbuchs (1906).
Die ſpätere Kritik hat aus dieſem Selbſtmord ze
Kritik ihre Lehren gezogen, zwar nicht in Bezuc.!t
zerunglimpfung; denn dieſe Art der Kritik iſt
die heutige Kritik befleißigt ſich eines ſachlichen.
Ehre wahrenden Tones, wohl aber iſt ſie in der Drt
itgenöſſiſchen Werken der Kunſt vorſichtiger und
r geworden, in dem Bewußtſein, daß über ellſt
tunſt, über die ein Meinungsſtreit entſteht, erſt. De
chließendes Urteil fällen kann. Andererſeits iſt *
ach ihrer Meinung Verkannten ein Troſt, daß die
hrer Zeit verkannt worden ſind, überſehen Aee
jeſe Tatſache den rückläufigen Schluß nicht zulct
elche von ihren Zeitgenoſſen nicht gnerkanm.
Benies ſind.

[ ][  ][ ]

jummer 170

Geite 3

ie Nachforſchungen nach Nobile.

deutſche Flugzeuge für Nobile
ſtartbereit.
Kleinkrieg wegen der deutſchen Hilfe für Nobile hat ſein
Er gefunden. Wie vom Reichsverkehrsminiſterium mitgeteilt
mm hat die italieniſche Regierung ſich jetzt bereit erklärt, das
no mmal wiederholte deutſche Angebot anzunehmen. Infolge=
Hery tperden in Travemünde ein oder auch zwei Dornierwal=

Fl./ote zur Verfügung ſtehen, die auf Abruf
de apitäns der Citta di Milano, ſofort
du die Berliner italieniſche Geſandtſchaft mit=
tei
; laſſen, daß er das Angebot dankend an=
ne
. vorläufig aber noch keine Verwendung
ha-) veil auf Spitzbergen alle Vorausſetzungen
füri weiteren Einſatz von Flugzeugen fehlen.
Nagl iche Stützpunkte ſeien nur in beſchränktem
u ge vorhanden. Es fehle an Unterkünften
., Flugzeuge und Betriebsſtoff. Für falſch
ha), wir es, wie es jetzt in einem Teil der
Beer Blätter getan wird, die Reichsregie=
ru
mit Vorwürfen zu überhäufen, weil ſie
ni em Beiſpiel anderer Staaten gefolgt ſei
unn uf eigene Fauſt handelte. Vom Reich iſt
de= dalienern das früheſte Angebot gemacht
wr.4, das abgelehnt wurde. Aufdrängen wol=
lewy
r uns nicht. Wir haben noch einmal er=
US3 laß ſie auf die in Travewünde liegenden
Fry oote zurückgreifen können, wenn es not=
w
/y iſt. Damit können wir uns begnügen.
vile befindet ſich jetzt wieder öſtlich der
Foyn. Er hat auch am Montag die Flug=
Riiſer Larſens und Lützow Holms ge=
die
noch einmal aufgeſtiegen waren, hat
yre Aufmerkſamkeit nicht erregen können.
cht wird jetzt Amundſen Hilfe bringen,
de n Tromſö ſtartete, aber in Kingsbay nicht
eiry offen iſt. Wahrſcheinlich hat das Flug=
M) ſchaft zu Hilfe eilen werde. Die Ruſſen
ſir nit ihrem Eisbrecher Malygin bis zur
ingsinſel vorgeſtoßen, haben aber noch
emliche Strecke zurückzulegen bis nach dem augenblicklichen

Nobile ſichtet neuerdings die Flieger,
wird aber nicht bemerkt.
EP. Mailand, 19. Juni.
Wie der Sonderkorreſpondent des Corriere della Sera in der
Kingsbay berichtet, iſt auch der zweite Erkundungsflug Riiſer
Larſens und Lützow Holms über dem Gebiet, wo ſich Nobile
befindet, ergebnislos geblieben. Trotz allen Suchens gelang es
den beiden norwegiſchen Fliegern nicht, das rote Zelt Nobiles

ſtan können. Der Kommandant hat aber Der größie Eisbrecher der Welt eilt Nobile zu Hilfe.

Der ruſſiſche Eisbrecher Kraſſin,
kurs auf den Standort Nobiles genom= der größte der Welt, iſt von der Sowjetregierung mit der Malygin zur Hilfe=
mm
Amundſen hat kurz vor der Abfahrt er= leiſtung für Nobile nach Spitzbergen entſandt worden. Der 97000 Tonnen große
16) paß er vielleicht doch gleich der Italia‟= Eisbrecher vermag mit ſeinen außerordentlich ſtarken Maſchinen eine bis 4 Meter
ſtarke Eisſchicht auf ſeiner Fahrt zu durchſchneiden.

ort Nobiles. Am nächſten iſt ihm die Braganza, die ſchon
Nordkap hinter ſich hat, aber mit ſchweren Eismaſſen
k3 en muß.

nen anſchaulichen Bericht über die Eisverhältniſſe an der
R. Spitzbergens ſchildert der Sonderberichterſtatter der Ber=
17 Nacht=Ausgabe, der von Bord der Hobby einen

en Bericht geſchickt hat.
Grzählt von der Not=
U ung Riiſer Larſens in
9 koffelbay, in der Nähe der
ſanza‟. Dieſe wurde etwa
8 len weiter vom Eiſe auf=
g
en, ſchickte aber zwei Nor=
a
mit einem Hundegeſpann
I ärts, das den für den
Weflug notwendigen Brenn=
ſt
) rachte. Die gleichzeitig in
dd fucht wartenden italieni=
ſo
) Apenjäger, die durz vor=
hd
von Kingsbay kommend,
hd ngelangt waren, machten
ſih Fuß auf den Weg nach
did Zraganza, und legten die=
ſel
ſeg in einem 13ſüündigen
M. ) zurück, zu dem die Nor=
un
nur 3 Stunden gebraucht
h. Unter den Norwegern
do oben ſei die Stimmung
üü das Verhalten und die
Eerpolitik der Italiener nicht
begeiſtert. So mancher
aly Pelzjäger und Eismeer=
ſof
geſtand dem Berichter=
ſtM
kopfſchüttelnd: Die wiſ=
ſel
berhaupt nicht, was es
hee drei Wochen lang auf dem
Gzu treiben, auf dem 80.
G, faſt ohne alles, was man
zun Leben gebraucht!

zu entdecken, obwohl ſie nur in geringer Höhe flogen. General
Nobile und ſeine fünf Gefährten haben dagegen beide Flugzeuge
wieder gut wahrgenommen, die ſich ihrem Standort bis auf etwa
zwei Kilometer genähert hätten und dann leider verſchwanden.
Nobile funkte wieder genau ſeine geographiſche Lage, die jetzt
fünf Meilen nordöſtlich der Inſel Foyn iſt. Da die Schiffbrüchigen
natürlich ſehr enttäuſcht ſind, ſuchte man ſie ſofort von der

Korvettenkapitän Zappi, Prof. Malgreen (Schweden), Kapitän Mariano,
die drei von Nobiles Mannſchaft, die zu Fuß aufgebrochen ſind, um Hilfe für die übrigen zu
holen. Wie eine halbamtliche italieniſche Mitteilung beſagt, haben Larſen und Holm auf ihrem
erſten Erkungungsflug über dem Polareis feſtgeſtellt, daß die Eisverhältniſſe für den Marſch der
Dreier=Gruppe des Profeſſors Malgreen günſtige ſein müſſen, ſo daß man über dieſe Gruppe be=
ruhigt
iſt, obwohl ſie immer noch nicht, trotz gegenteiliger Meldungen, die Hobby erreicht haben.

A ur ao w S m m

*Sommer.
Von Erich Bockemühl.
Matth. Grünewalds Stuppacher Madonna).
Tenn in dieſer ſommerlichen Stille ein Bienlein ſummt, leiſe
magender Wind, und du horchſt dieſem Ertönen der Luft: In
Stille erblüht dir der Garten wie andere, wie verwandelte
heit. Du kannſt ein Wanderer ſein, der von fern kommt,
ud müde ſitzeſt am Weg des kleinen Bauerngartens . . . am
el, weißlich=blau, fahren unendlich die Wolken= und Regen=
ſchon
verblaſſend, verbindet Erde und göttliche Ferne .. .
in dich, o rings um dich her erblühen Blumen in Farben,
*arben, aller Schönheit dieſer wunderbaren Welt.
er Bienlein Summen . . . und der vielen Bienen Summen
en gelben Körben . .. ſchwebend iſt dies Singen, immer
ſchwebend, ſingend . . . und dir iſt im Traum, als ſei dies
Ten nicht von Kreaturen mehr: Die Sphäre ſingt, die Luft,
Inmliſch iſt im Blau des Sommertages . . . Gottes All=
wart
iſt dir bewußt in dieſes Summens wunderbarer
onie.
Eiwirklichkeit des Traums . . . und doch: Die Bienen ſum=
ind
die Blumen blühen, Nelken und Reſeden und die Roſen
* Büſchen und ein Bäumlein ſchmiegt ſich leicht gebogen
Tis, ſeine Blätter freudig tragend in dem milden Sommer=
Wirkliche Unwirklichkeit der Stille: Wer da weit gewan=
1t, beſchwert vom Leid der Liebe und der Zeiten, der iſt
Th, deſſen Herz iſt wie bereitet aller kleinen wunderbaren
Heit, wer ſo arm iſt, dort am Weg zu ſitzen und kein Glück
Su erwarten, dem wird der Reichtum, wird das große Glück
es kleinen Bauerngarten8 Wirklichkeit.
Leiſter Mathis, wie die Alten ihn benannten, dem es
Duk, daß er in jenem kleinen Garten die Mutter Gottes ſah.
ließt in Farbe ſchwer das Kleid hernieder, wie glänzen
Daares Wellen, ſelber wie vibrierend in des Sommers
Lieſeligkeit . Bienen ſchwärmen am Geländer bunter
... o, die Roſen blühn, er hat ſie ihr zur Freude hin=
Tins Krüglein friſchen Waſſers, daß ſie nicht welken ſollen
Ine Liebe, ſeine Treue und Ehrfurcht niemals welken ſollen.
Die die Lilien blühen weiß und rein und doch voll Sehn=
Aus des Kelches Seelengrund . . . o Maria, ſtillen Munds
Diedeſelger Augen .. . mütterlicher Güte reich und reif, dem

Knäblein jene kleine Blume reichend, zu der ſein Blick und Händ=
chen
froh erzittert.
Nein, dies iſt alles wahre Wirklichkeit: Gott Vaters Gegen=
wärtigkeit
, der Engel wie der Bienen Fliegen in dem Blau
die ganze, o des Lichts der Farben, der Gedanken, die nun all
wie Lieder ſind: ſommerliche Summeſeligkeit und unbewußte
Freude . . . dem Wandrer ſtillen Herzens, ſchwerer Seele, der
kein Glück erwartete, dem nun das Glück ſo unerwartet noch viel
reicher kam . . . in eines Bauerngärtchens Stille." vor der
Stadt und nächſt dem großen Dom, zu dem die Beter wie an
allen Tagen wallen . ..
O, eines Sommerbienleins Lied und ſummeſeliges Vibrieren
wie der Luft, wie Traumgeſang der Sphären . . . das macht dich
ſo unendlich reich, wenn du nur ſtillen Herzens biſt. Fern ſind
die Berge und die Häuſer und die Türme der großen Welt.
alles aber iſt in Sommerlicht getaucht, begnadet von dem Glanz
und Schein der Ewigkeit. Die Mutter mit dem Kind, die Seide
ihres Kleides, der Glanz des Haares und das Leuchten aller
Farben, Blumen und des Regenbogens . .. ſo alles Einzelne iſt
allverbunden in des Sommers göttlich=ewig=weltlicher Muſik.

*Heſſiſches Landestheater.
Großes Haus. Dienstag, 19. Juni.
Wie es Euch gefällt.
Luſtſpiel von Shakeſpeare.
Ein Wunderquell für alle, die jungen Herzens ſind!
Und alle, die alten und müden Herzens ins Theater kamen,
mußten wieder jung werden bei der Fülle Shakeſpeariſcher
Lebensbejahung, bei dem Glanz an Sonne und Leben,
bei den wärmenden Strahlen von Freude und Liebe!
Was bedeuten die Erwägungen der Literatur=Gelehrten über
die Schwächen des Stückes, über die unerwartete Bekehrung des
Uſurpators, über die wenig begründete Reue des Oliver und
dergleichen Nebenſächlichkeiten? Wir freuen uns der wunder=
vollen
Fähigkeit Shakeſpeares, aus dem geſpreizten Schäfer=
Roman des Th. Lodge ein Luſtſpiel voll ſprühenden Lebens zu
ſchaffen. Wir freuen uns ſeines friſchen Humors, ſeiner fröh=
lichen
Lebensbejahung!

Citta di Milano zu tröſten, indem man ihnen für heute den
erſten Erkundungsflug Maddelenas mit ſeinem großen Waſſer=
flugzeug
ankündigte, der Montag abend in der Kingsbay eintraf
und ſofort wieder ſtartbereit gemacht wurde. Benzin und Oel
ſind bereits nachgefüllt und nur die Motoren müſſen noch durch=
geſehen
werden. Mit Maddelena iſt auch Arturo Mercanti, der
Organiſator der erſten Mailänder Hilfsexpedition, in der Kings=
bay
eingetroffen und hat dem Kapitän Romagna Flugzeug und
Mannſchaft übergeben.
Auch Maddalena ſucht vergeblich.
Fliegermajor Maddalena iſt am Dienstag morgen 5,25 Uhr
mit Leutnant Cagna und einem Mechaniker zur Aufſuchung
Nobiles von der Kingsbay geſtartet. Er hatte alle gewünſchten
Verpflegungsvorräte an Bord. Trotz ſeines ſechsſtündigen Kund=
ſchafterfluges
gelang es Maddalena nicht, die Stellung des Gene=
rals
Nobile zu ermitteln. Er kehrte um 11,45 Uhr nach der Kings=
bay
zurück. General Nobile wurde ſofort mitgeteilt, beim nächſten
Flug Maddalenas, der eine Radioſtation mitführt, müſſe Nobile
mit ſeinem Radioapparat den Kurs des Flugzeuges leiten, ſobald
er es zu Geſicht bekomme.
Fliegerkommandant Penſo iſt mit dem Dornierwal Marina II
hier eingetroffen und wird raſchmöglichſt über die Barents=See
nach Kingsbay weiterfliegen. Der dreimotorige ſchwediſche
Junkersapparat und ein finniſches Junkersflugzeug ſind ebenfalls
dort angekommen.
Der Dampfer Tanja mit drei ſchwediſchen Flugzeugen an
Bord iſt nach einem Aufenthalt in der Kingsbay nach der Virgo=
bay
weitergefahren, wo er eine Baſis errichten wird. Der größte
der drei Apparate kann neun Stunden ununterbrochen in der
Luft bleiben und auf Eis landen.

Unfreundliche Aeußerungen Zaleſkis
gegen Deutſchland.
Was man in Polen unter Frieden verſteht.
Warſchau, 19. Juni.
Außenminiſter Zaleſki gewährte einem Vertreter der offi=
ziöſen
Epoka eine Unterredung, worin er ſich im Zuſammen=
hang
mit ſeiner Reiſe nach Genf, Paris und Brüſſel zu verſchie=
denen
außenpolitiſchen Fragen äußerte. Der Miniſter wiederholte
einleitend ſeine Theſen, die er ſchon in ſeiner Pariſer Bankettrede
geäußert hatte. Wer für die friedliche Reviſion der
Verträge wirke, der arbeite gegen den Frieden (l)
und wer irgendwelche friedensſichernde Garan=
tien
in der Hand habe, dem ſei es nicht geſtattet,
dieſe Sicherungen ohne Erſatzdurch andere Frie=
densgarantien
aus der Hand zu geben. Aus dem
Lärm der deutſchen Preſſe, der auf dieſe Pariſer Bankettrede
gefolgt ſei, müſſe man, ſo erklärte Zaleſki weiter, folgern, daß
in Deutſchland der Wille zur Erhaltung des
Friedens überhaupt nicht beſtehe; doch fügte der
Miniſter nach einer Weile noch hinzu, er wolle dies nicht glauben.
Was die kommende Reichsregierung anbetrifft, ſo meinte
Zaleſki, daß ſie aus Männern beſtehen werde, für die die Auf=
rechterhaltung
des Friedens ein Gebot ihres politiſchen Glaubens=
bekenntniſſes
bedeute. Immerhin müſſe ſich aber die kommende
Reichsregierung bewußt ſein, daß keine Regierung ewig währt
und daß aus dieſem Grunde internationale Verpflichtungen ſtets
eine juriſtiſche Form tragen müſſen und ſich nicht auf das Ver=
trauen
zu den augenblicklichen Leitern dieſes oder jenes Staates
ſtützen können.
Was die polniſch=litauiſche Frage anbelangt, ſo erwarte er
nun für Ende dieſes Monats, daß die litauiſche Regierung in der
in Kowno tagenden Sicherheitskommiſſion und der in Warſchau
tagenden ökonomiſchen Kommiſſion ihre Gegenvorſchläge vor=
bringe
. Wenn dieſe Vorſchläge annehmbar ſeien, werde von
polniſcher Seite einer Unterzeichnung entſprechender Abkommen
nichts im Wege ſtehen.
Der Miniſter verbreitete ſich dann noch über die letzte Tagung
des Völkerbundsrats, der er wegen der Stellungnahme zum
albaniſch=griechiſchen Streit in den Minderheitenſchutzfragen eine
beſondere Bedeutung beimaß.

Wir freuen uns auch, daß die geſtrige Aufführung in den Kern
der Handlung Darſteller ſtellte, die dem ſprühenden Leben der
Dichtung gewachſen waren.
Roſalinde, die Tochter des verbannten Herzogs, ſelbſt
verbannt, als Schäfer verkleidet, verliebt und geliebt, iſt eine der
ſchönſten Mädchen=Geſtalten Shakeſpeares. Kitty Stengel
legte, in ihre Roſalinde zwar nicht den Reichtum weiblichen
Gefühles wie Ellen Daub, die ich im Frankfurter Schauſpiel=
haus
zuletzt in der Rolle ſah; aber ſie war ſcharmant, ſehr verliebt
und ſehr luſtig; ein famoſer Junge, von bezwingender Laune!
Als Bäschen Celia begleitete Elſa Knott ſie in die Aben=
teuer
des Ardenner Waldes. Elſa Knott iſt der luſtigſte Spiel=
teufel
der Darmſtädter Bühne. Bei ihr gibt es kaum einen
toten Augenblick. Beobachtet man ſie, ſo kann man ganze Szenen
an ihrem Mienenſpiel ableſen. Bei dem Ringkampf ſaß ſie als
Zuſchauerin zur Seite; doch in ihrem ſtummen Spiel ſpiegelte
ſich der Kampf mit allen Spannungen, Angſt, Schrecken, Hoff=
nung
, Freude. Ihre Szenen ſprudelten von Schalkhaftigkeit und
Uebermut.
Die ſchwarze Roſalinde und die blonde Celia paßten aus=
gezeichnet
zu einander. Als Dritter im Bunde ſchloß ſich ihnen
Karl Paryla als ſchwärmeriſcher Oliver harmoniſch an. Das
Trio trug die Handlung.
In den Epiſoden des Ringers und des Ehren=Pfarrers gab
Paul Maletzki humorvolle Chargen. Der Melancholie des
edlen Jaques, des Fürſten aller philoſophiſchen Faullenzer,
trug Robert Klupp ausgezeichnet Rechnung. Ein ſympathiſcher
Schäfer war Ernſt Kiefer, ein gelungener Probſtein Hugo
Keßler. Aus der Fülle der kleineren Rollen ſind. Beſſie
Hoffart, Hans Baumeiſter, Kur Weſtermann,
Nobert Klix, Werner Finck und Nichard Jürgas zu nennen.
Hermann Gallinger hätte die Schärfe der Eingangsſzene mil=
dern
ſollen, um die Wandlung begreiflicher erſcheinen zu laſſen.
Günter Haenel inſzenierte, im allgemeinen recht ver=
ſtändig
, allerdings den Humor mehr nach der Groteske als nach
der reinen Fröhlichkeit treibend. Mit den Bühnenbildern von
W. Neinking muß man ſich offenbar abfinden; ſie gaben keine
ſtarke Suggeſtion, aber ſie ſtörten auch nicht ſo ſtark wie in frühe=
ren
Fällen. Muſik: Berthold Goldſchmidt. Muſik??
In Frankfurt ſpielte man Weiſen voe Mozart und Haydn.
Die ausgezeichneten Darſteller rief lebhafter Beifall wieder=
holt
an die Rampe.

[ ][  ][ ]

Seite 4

* Bremens Ehrentag.
Feierlicher Einzug und feſilicher Empfang der
drei Musketiere der Luft. Ungeheuere Be=
geiſterung
der Bevölkerung.
Trüb ſteigt der junge Morgen an der Waſſerkante herauf.
Kein Feſtwetter ſcheint es zu werden, und die alte Hanſeſtadt hat
ſich doch über Nacht ſo feſtlich geſchmückt. Ihre Bewohner ſind
einmal aus ſich herausgegangen, haben ihr ſchweres Blut über=
wunden
und ſich in ungewöhnliche Feſtſtimmung verſetzt, um die
drei tapferen Piloten, die das Flugzeug mit dem Namen ihrer
ſtolzen Stadt führten, ſo zu empfangen, wie es deutſche Herz=
lichkeit
und die Bewunderung der Ueberwinder größter Schwie=
rigkeiten
erfordert. Ueber Nacht hat ſich die Stadt ein neues
Gewand angelegt, ſo daß jeder ſehen muß: heute hat Bremen
ſeinen Ehrentag. Langſam klärt ſich das Wetter auf. Die
Straßen füllen ſich mit unüberſehbaren Menſchenmaſſen. Eine
ungeheure Anzahl von Automobilen mit den ſeltſamſten und un=
gewohnteſten
Kennzeichen verſucht die Durchfahrt. Aus ganz
Deutſchland ſind ſie nach Bremen gekommen, in einer vom
A. D.A. C. ausgeſchriebenen Sternfahrt. Alle aber kennen nur
einen Weg: zur Stadtgrenze, um die drei Flieger zu empfangen.
Gegen 10 Uhr werden ſie erwartet. Aber Bremerhaven läßt
ſeine Ehrengäſte nicht ſo leicht los und erſt mit einiger Verſpätung
langt das Automobil an der Bremer Stadtgrenze an, das die
Bezwinger des Ozeans bringt. Und dann beginnt ein Konzert,
für deutſche Ohren ganz ungewohnt und wohl auch ein bischen
ſchmerzhaft: erſt beginnen die Kirchenglocken der Stadt zu läuten,
alle, ohne Ausnahme dann fallen die Sirenen der Fabriken,
der Waſſerfahrzeuge ein und zumSchluß miſchen ſich die Signal=
hörner
der Automobile ein, von denen mehr als 20000 anweſend
ſind. Dieſes Höllenkonzert will ertragen ſein. Aber die drei
Flieger ſcheinen ſich bei ihren Empfängen drüben bereits daran
gewöhnt zu haben. Kein Wunder, daß die in großer Zahl an=
weſenden
Muſikkapellen übertönt werden. Selbſt der hohen
Polizei wird es etwas zu viel des Guten. Aber endlich legt ſich
das Konzert, und der Polizeihauptmann kann zu Worte kommen.
Nur wenige Worte der Begrüßung, dann ſetzt die Muſik mit dem
Deutſchland=Lied ein, das die Menge begeiſtert mitſingt. Die
iriſche Nationalhymne folgt zu Ehren des Fliegerkameraden
Fitzmaurice. Ein ſchriller Pfiff und nun beginnt der Einzug der

Mittwoch, den 20. Juni 1928
Flieger in die Stadt, die ihrem Flugzeug den ruhmreichen Namen
gegeben hat.
Das hat man in Deutſchland wohl noch nie geſehen. Auch
Bremen hat ſchon allerlei Empfänge hinter ſich, hatte Feſte ge=
feiert
. Was ſich aber heute den Blicken der Zuſchauer darbot,
war etwas Neues, aber deswegen nicht minder Schönes. Man
ſollte es den ſchwerblütigen Bewohnern der Hanſeſtadt nicht zu=
trauen
, wie herrlich ſie es verſtanden, aus dem Einzug der drei
Musketiere der Luft ein Volksfeſt zu machen. Alle, von dem
Zug durchfahrenen Straßen waren geſchmückt und wurden einge=
ſäumt
von Menſchenmaſſen, die zur Begrüßung der Drei ge=
kommen
waren. In der erſten Reihe ſtanden die Schulkinder;
in der einen Hand ein Fähnchen, in der andern Blumen
dahinter die Erwachſenen in feſtlichem Anzug, dicht gedrängt und
keineswegs gewillt, den an ſich beſchränkten Platz herzugeben,
als bis ſie alles und alles geſehen hatten. Das Automobil der
Flieger rollt langſam vorbei und die begeiſterten Maſſen be=
grüßen
ſie ſtürmiſch, emporgeriſſen, anteilnehmend, ihnen
Blumen zuwerfend. Die Blumen fliegen vor das Automobil,
ſo daß die Straße im Nu wie mit einem ſeltſamen, aber unerhört
farbenprächtigen Teppich geſchmückt erſcheint. Motorradfahrer
zu beiden Seiten und hinter dem Gefährt der Flieger die unend=
lich
vielen Wagen, die aus allen Teilen Deutſchlands herbeige=
kommen
ſind, die Flieger zu begrüßen. Dieſe haben heute wieder
einen ſchweren Tag. Sie ſitzen zwar bequem in ihrem Wagen und
erwidern herzlich die Grüße, die ihnen ſo freundlich von den
Bremern dargeboten werden und willig ertragen ſie das Bom=
bardement
der Blumen, das kein Ende nimmt. Bald iſt der
Wagen damit ſo überfüllt, daß die Pracht überzufließen beginnt.
Aber niemand achtet darauf und ſo kommt es, wie es kommen
mußte: als die drei Flieger am Rathaus ihren Wagen verlaſſen
dürfen, ſind ſie begraben unter der Blumenpracht, bald erſtickt
unter den Blüten.
Dann folgt die Feier im Ehrenſaal des Rat=
hauſes
der Freien und Hanſeſtadt. Mittelalter ſteigt
herauf. Im hohen Geſtühl, Jahrhunderte alt, ſitzen die Mit=
glieder
des Senats der Stadt in ihrer Amtstracht, im Saal ſelbſt
die Bürgervertreter; auch ſie ſelbſt in feierlichem Schwarz. Vor
den Plätzen des Senates die Ehrenſeſſel für Bremens Ehrengäſte.
Warme Worte der Begrüßung durch Senat und Bürgerſchaft
erklingen. Ein Männerchor ſtimmt feſtlichen Sang an. Die
Bürger ſprechen zu den Ueberwindern des Ozeans, dieſe danken
in kurzen, warmen Worten, und in der Stimme Köhls liegt

Nummer=

alles Vibrieren freudiger Erregung. Ein Feſtbanket
dem immer neue Ehrungen für die Flieger erſonner
Dann folgt die Verleihung einer von der Stadt Bremen
Medaille, die die Flieger als Erſte erhalten.
Der Nachmittag verläuft die Drei wiſſen es zu
etwas ruhiger. Der Generaldirektor des Norddeutſch,
hat ſie zu ſich gebeten. Aber noch einmal flackert alle B.
der Bremer auf, als die Flieger im offenen Wagen die
durchfahren. Am Mittwoch wird es weitergehen na=
Das rüſtet ſich bereits zu feſtlichem Empfang. Ueber
alles fertig ſein. Es wird ein heißer Tag werden
die Berliner, die die Arbeitswoche ganz gerne einm
brechen als für die Flieger. Aber dieſe werden üben,
Eine Bitte der Bremen= Fliege
Berlin, 19
Die Ozeanflieger Haurtmann a. D. Köhl und F.
Hünefeld haben zugleich im Namen ihres Kamerade
Fitzmaurice, dem Herrn Reichspräſidenten die Bitte u=
dahin
zu wirken, daß die für die Ozeanflieger in ver
deutſchen Städten geplanten feſtlichen Empfänge in
einfachen Grenzen gehalten werden und etwa hierfür
fügung geſtellte Geldmittel der Wohltätigkeit zufließer
ſie auch über die Zeichen der Sympathie weiteſter Bey
ſchichten des Vaterlandes erfreut ſeien, ſo ſeien ſie doch
daß die Herzlichkeit des Willkommens durch einfache
tung der Empfänge in keiner Weiſe leide, nament
gleichzeitig Mittel für die Opfer der Kriegs= und Nac
dadurch freigemacht werden. Der Herr Reichspräſident
Wunſch der Ozeanflieger dem für die Vorbereitung der
federführenden Verkehrsminiſterium mit dem Erſug
mittelt, dieſer Anregung bei den geplanten Empfangsfe
unter Berückſichtigung der örtlichen Verhältniſſe nach
Rechnung zu tragen.
Polniſcher Militärtransport durch Oſipe
Berlin 1
Deutſchland hat im Jahre 1921 mit Polen ein Abcko
ſchloſſen, wonach polniſche Militärzüge durch Oſtpreuf ur
geführt werden dürfen. Von dieſem Recht wird Polen
zuſtändiger Stelle mitgeteilt wird, zum erſten Male am
d. J. Gebrauch machen. Es werden in einem geſchloſſe
180 Mann ſowie 14 Wagen Heeresgut über Marienburg
Eylau nach Danzig befördert. Es iſt Vorſorge getroff
zu keinerlei Zwiſchenfällen kommt.

Tlers

Ann

Hleidung

Brauner Damen=
Regenſchirm
in einem Geſchäft
ſtehen laſſen. Dem
Finder gu e Be=
lohng
. Abzugeben
bei Woll=Schmidt
Kirchſtr. 10300

Ihre am 20. Juni ſtattfindende
Vermählung geben bekannt
Jacob Schubert
Thereſe Schubert
geb. Mandl
Darmſiadt
Darmſtadt
Erbacherſtraße
Heinheimerſtr. 43
Gefügeffarm
Die kirchl. Trauung findet nachmittags
3 Uhr in der Martinskirche ſtatt.
Kſhß0

Zeichnung.
Die Heſſiſche Landesbank Staatsbank in Darmſt
zur alsbaldigen Zeichnung reich s mündelſichere
8ige Gold=Hppothekenpfandbriefe
unkündbar bis 31. Dezember 1932, zum Vorzugspreiſe von 19
bei den Banken und Bankiers auf. Schlußtermin 16. Jul
früherer Schluß vorbehalten. Abnahmefriſt bis 15. Auguſt
Darmſtadt, den 19. Juni 1928.
Das Direktori
(10291

Todes=Anzeige.
Am Sonntag, den 17. Juni entſchlief ſanft in
dem Herrn nach langem, ſchweren Leiden meine
liebe, gute Mutter, unſere liebe Schweſter, Schwä=
gerin
, Tante und Couſine
Frau

von der Reiſe
zurück.
(10225a)

geb. Jsbanner
an ihrem 42. Geburtstag.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Mathilde Hagenmüller
Familie Magné
Friedr, Trautmann und Frau Marie,
geb. Buxmann
Kätchen Weyrauch Wwe., geb. Buxmann
und Tochter.
Darmſtadt und Paris, den 19. Juni 1928.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20. Juni,
nachmittags 3 Uhr, auf dem Friedhof an der Nieder=
Ramſtädterſtraße ſtatt.
(10297

Statt Karten.

Ver=
ſchie
. 9e ſ.
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ere Bild
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Roederherd /Gebr. Eisſchrank
(lks 1.08X0,72, und
div. Zimmeröfen zu u. Fliegenſchrank
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Heidenreichſtr. 31, III.
(*16277

Für die bei unſerer Vermählung in
ſo überreichem Maße dargebrachten Ge=
ſchenke
, Blumen und Glückwünſche ſagen
wir, da es einzeln nicht möglich iſt, auf
dieſem Wege herzlichen Dank.
Ernſt Finkbeiner und Frau
16353) Helma, geb. Hornung.

gebr. Kaſſenſchrank,
2 Handwagen, Waſch=
(*16346
maſchine
Heidelbergerſtr. 9, I.

Feingebil ete, allein=
ſtehende

wünſcht, vorerſt brief=
lich
, Gedankenaus=
tauſch
mit älterem
Herrn. Verſchwiegen=
heit
Ehrenſache!"
Angeb. u. S 233 an
die Geſchſt. ( 16227

Todes=Anzeige.
Die Liebe höret nimmer auf.
Tieferſchüttert zeigen wir hier=
mit
an, daß uns am Mittwoch,
den 13. Juni unſer lieber, braver
Sohn, Bruder, Schwager u. Neffe

Junger Mann, 30
alt, evgl., in mittl
Poſition, wünſcht die
Bekanntſchaft eines

einfach., ſolid. Mädels
im Alter von 2426
Jahren. Spät. Heirat
nicht ausgeſchl. Gefl.
Angeb. u. S 232 an
die Geſchſt (*16225

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
beim Ableben meines lieben Mannes, unſeres guten
Vaters, Großvaters, Urgroßvaters, Onkels, Schwagers
und Schwiegervaters

Suche durch Brief=
wechſel
die Bekannt=
ſchaft
eines gebild.
Herrn über 30 Jahre

infolge eines Unglücksfalles im
blühenden Alter von 22½ Jahren
plötzlich entriſſen wurde,
In tiefer Trauer:
Familie Adam Hecmann,
Triebwagenführer
Willy Geiß und Frau Lina,
geb. Heckmann,
Darmſtadt, den 19. Juni 1928.
Im tiefen See 26.
16283
Die Beerdigung findet Mittwoch,
den 20. Juni, nachm. 3½ Uhr,
auf dem Waldfriedhof ſtatt.

ſage ich meinen innigſten Dank. Insbeſondere danke
ich Herrn Pfarrer Weiß ſür die troſtreichen Worte,
der Freiwill. Feuerwehr und den Straßenwärtern
des Kreiſes Darmſtadt für die Kranzniederlegung
am Grabe.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Marg. Kartſcher Wwe.
Darmſtadt, den 20. Juni 1928.
Tannenſtraße 15.
(10286

Gefl. Zuſchrift. unt.
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verlegt.
Dr. med. Hugo Berger

neben dem Rathaus

[ ][  ][ ]

Imer 120

Bs der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 20. Juni.
annt wurden: am 2. Juni: die Lehrer Karl Habermehl
der heren Bürgerſchule in Beerfelden, zurzeit kommiſſariſch an
hule in Beerfelden, und Ernſ. Kayſer, zu Nieder=Ingel=
S Bingen) zu Lehrern an der Volksſchule zu Rüſſelsheim
H=Gerau), beide mit Wirkung vom Tage des Dienſtantritts
.). Juni der Kanzleigehilfe bei dem Forſtamt Kranichſtein
midt aus Udenhauſen zum Kanzliſten vom 1. Juli 1928
ierſorgungsanwärter Heinrich Prang aus Gießen zum
ücken ſeher an der Straßenbrücke über den Rhein bei Mainz vom
8 ab; am 11. Juni: der Lehrer Georg Büchler zu Her=
(Kreis Dieburg) zum Lehrer an der Volksſchule zu Baben=
ceis
Dieburg) mit Wirkung vom Tage des Dienſteintritts
Juni; unter Belaſſung ſeiner bisherigen Amtsbezeichnung
m erialrat Dr. Manfred Edward zum zweiten Beamten
de ſiſchen Geſandtſchaft in Berlin (ſtellvertretender Bevollmäch=
Reichsrat).
iſches Landestheater Darmſtadt. Heute wird Jonny ſpielt
ſetzten Male in dieſer Spielzeit für die Miete A gegeben.
gSr Donnerstag findet die einzige Aufführung von Guſtav
rehta Journaliſten ſtatt. Es wirken mit die Damen Blum,
arlſe- othe, Knott und die Herren Baumeiſter, Ebert=Beher, Finck,
volkmg Ballinger, Jürgas, Keßler, Kreuter, Kriechbaum, Krumb,
ger aletzki, Ney, Portloff, Schettler, Weſtermann. In der Rolle
Wverabſchiedet ſich Robert Klupp, der dem Landestheater
lang angehört hat, vom Darmſtädter Publikum. Gleich=
Käthe Meißner in der Rolle der Adelheid zum letzten
ihrem Ausſcheiden aus dem Verband des Landestheaters auf.
mrm itag, den 22. Juni, wird die Operette Der Bettel=
de
zum letzten Male in dieſer Spielzeit wiederholt.
r der Stadtverwaltung. Wie wir hören, hat Bürgermeiſter
ſeinen Sommerurlaub angetreten; Vertreter iſt Herr Bür=
Delp.
engemeinde Beſſungen 1865 e. V. Darmſtadt. Wander=
ng
. Wiederum ruft die Wander=Abteilung ihre Getreuen
ern, und zwar findet am Sonntag, den 24. Juni, die ſechſte
Wanderung nach Zwingenberg a. N. ſtatt. Führer
al die Turnſchweſtern L. Kugel und Marg Horſt. Dieſe
ant, um 6.16 Uhr vom Oſtbahnof mit Sonntagsfahrkarte
Sberbach und zurück abzufahren, in Gaimühle die Bahn zu
nd über Waldkatzenbach, Wolfsſchlucht nach z/ ingenberg zu
Der Heimweg wird von Eberbach aus erfolgen. Für
Frühſtücks= und Mittagsraſt ſowie Mittageſſen haben die
n Sorge getragen. Trotzdem dürfte es ſich empfehlen, den
tuickſack nicht zu vergeſſen. Die Marſchzeit beträgt ungefähr
nden. Dieſe Wanderung führt durch eine reizvolle Gegend
nd tu. dieſelbe bei einigermaßen günſtigem Wetter ihre An=
humift
nicht verfehlen. Deshalb, liebe Turnſchweſtern und Turn=
der
gt zahlreich dem Rufe der Wanderung und meldet Euch bis
ſäteſt) 21. Juni beim Wanderwart Franz Schulz, damit der=
Ueberblick gewinnt, welchen Raum die Eiſenbahn zur Ver=
unm
len ſoll. Die Zuſammenkunft iſt pünktlich um 6 Uhr am
engeſellſchaft Darmſtadt 1875. Wir weiſen nochmals auf die
5 ½9 Uhr ſtattfindende Filmvorführung des Werbefilms für
1 utſche Turufeſt in Köln hin. Gleſchzeitig läuft noch der Feſt=
Nom 33. Kreisturnfeſt in Darmſtadt mit. Alle Kölnfahrer ſo=
reunde
laden wir hierzu freundlichſt ein.
lloß=Kaffee. Die Sonderkonzerte, die das Schloß=
emble
unter Leitung von Herrn Kapellmeiſter Curt Fiſcher
Woche veranſtaltet, bringen ausgewählte Programme, welche
wikaliſchen Geſchmack Rechnung tragen. Gleichzeitig ſei dar=
H dieſen, daß das Kaffee Mittwochs, Samstags und Sonntags
Polizeiſtunde hat. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Rundfunkverbreitung des Empfangs der Bremen=Flieger
Ts hof. Wie die Reichsrundfunkgeſellſchaft mitteilt, werden die

ry gsanſprachen anläßlich des Empfangs der Ozeanflieger auf
dem y delhofer Feld nicht nur von der Funkſtunde Berlin, ſondern
uchch y den 20 KW.=Kurzwellenſender Nauen auf Welle 14,84 m
M. Man hofft, daß dieſer Verſuch auch eine Aufnahme der
ebesl ing im außereuropäiſchen Ausland, insbeſondere Amerika,
laral vird.
nnwendfeier der Darmſtädter Studentenſchaft. Wie in jedem
Jahrr) det am Donnerstag, dem 21. Juni, die Sonnwendfeier der
Larru er Studentenſchaft auf dem Bismarckturm ſtatt. Abmarſch
kiegerplatz. Hinmarſch: Riegerplatz, Hemheimerſtraße, Guten=
Lichtenbergſtraße, Dieburger Straße, Stiftſtraße, Roßdörfer
itm lieder=Ramſtädter Straße. Rückmarſch: Nieder=Ram=
Si raß=, Roquetteweg, Ohlyſtraße, Martinſtraße, Heinrichſtraße,
0 enſtraße, Rheinſtraße, Paradeplatz. Der Rückmarſch findet
1 ines Fockel=uges ſtatt, die Fackeln werden auf dem Parade=
romengeworfen
.
lige Geſellſchaftsreiſe an die Waſſerkante! Die in der Zeit
tli bis 11. Juli vom Norddeutſchen Lloyd Bremen veranſtal=
Gefellſchaftsreiſe von Frankfurt a. M. über Bremen-Helgo=
Furück findet allſeitigen Beifall. (Näheres ſiehe heutige Anz.)
2 agung zur Förderung des Zeichenunterrichts am 18. und 19.
ni.N n der ſtaatlichen Beratungsſtelle für Werkunterricht war in
rbid g. mit dem Pädagogiſchen Inſtitut und der Darmſtädter
S1* die heſſiſche Lehrerſchaft eingeladen worden, an der Tagung
rung des Zeichenunterrichts teilzunehmen. In überaus gro=
waren
Lehrerinnen und Lehrer ſowie auch die Lehrerſtuden=
nen
, ſo daß der Hörſaal der Techniſchen Hochſchule ſie kaum
emy nte. Herr Studienrat Lindemann Fachberater der
Stadta pzig für Zeichenunterricht, hielt zwei Vorträge über das
ſeichrd des Lehrers und Schülers als didaktiſches Hilfsmittel im ge=
mtesl
rterricht und das Sachzeichnen aus der Vorſtellung und nach
ichkeit. Herr Studienrat Fehlhaber=Hanau behandelte
H6 von Schülerzeichnungen das Thema Das ſchöpferiſche Geſtal=
eichenunterricht
. Gleichzeitig war in den Räumen der ſtaat=
ſi
atungsſtelle und das Pädagogiſchen Inſtituts eine Ausſtel=
Schülerzeichnungen aus heſſiſchen Volksſchulen, Leipziger
en, der Knaben= und Mädchen=Mittelſchulen der Stadt Hanau
er Schulen. Durch dieſe Ausſtellung fand eine Führung mit
äuy egen ſtatt.
e Poſt klagt darüber, daß jetzt Fruchtſendungen und der=
* großer Zahl als Päckchen eingeliefert werden, deren Inhalt
der Beförderung meiſt verdirbt, ausläuft und andere Sen=
ſchmutzt
und beſchädigt. Wir machen daher darauf aufmerk=
Sie Verſendung von ſchnellverderbenden und näſſenden Sachen,
ten, Beeren, Butter, Fetten uſw. in Päckchen während der
hreszeit, wenn nach dem Wärmegrad die Gefahr beſteht, daß
* vevdirbt und Flüſſigkeit abſetzt, unzuläſſig, im übrigen aber
geſtattet iſt, wenn die Verpackung, und namentlich die innere
g. zweckentſprechend eingerichtet ſind.
80/ Sau der neuen Schnelldampfer Bremen
) uropa des Norddeutſchen Lloyd,Bremen.


19

Jau der beiden je 46 000 Br.=Reg.=Tons großen Turbinen=
Pfer Bremen und Europa des Norddeutſchen Lloyd,
die vor das größte Intereſſe des In= und Auslandes für ſich
Ich nehmen, ſchreitet ſo rüſtig fort, daß in wenigen Monaten,
2k unvorhergeſehene Verzögerungen eintreten, mit dem Stapel=
eiden
Schiffe in Bremen und Hamburg gerechnet werden kann.
Dampfer Bremen und Europa werden mit je vier Schrau=
ruſtet
werden. Beide Dampfer erhalten Doppelböden und die
Schotteneinteilung, durch die bei etwaigem Waſſereinbruch
Zlusbruch eines Feuers am nachhaltigſten etwa drohende Ge=
leitigt
werden können. Durch ſofortige Schließung der Schott=
Hen die Schiffe ſchwimmfähig, auch wenn durch Verletzung der
IIo unter der Waſſerlinie mehrere Abteilungen an den
* bier voll Waſſer gelaufen ſein ſollten. Auch wird unter
Itanden das Fortbewegungsvermögen der Schiffe kaum in
ſcaft gezogen. Dazu trägt auch die beſondere Einteilung der
* und Keſſelräume auf den beiden Schiffen in hervorragender

Evangeliſche Petrusgemeinde.
In dieſen Tagen wurden es 25 Jahre, daß der damalige Pfarrer
der Petrusgemeinde Ludwig Walz den Frauenverein ins Leben rief.
Das 25jährige Beſtehen war Anlaß zu einem Feſtgottesdienſt am
Sonntag, 17. Juni, in der ſchön geſchmückten Beſſunger Kirche. Als
Text für ſeine Feſtpredigt hatte ſich Herr Pfarrer Weiß die Geſchichte
der Tabea gewählt. Mahnend und die Gewiſſen ſchärfend klangen
ſeine Worte von Frauendienſt und Frauenhilfe in der Gemeinde an
das Ohr und in das Herz ſeiner zahlreichen Zuhörer. Ein Gang auf
den Friedhof und Kranzniederlegung am Grabe von Herrn Pfarrer
Walz legte Zeugnis davon ab, welch dankbares Andenken der Verein
ſeinem Gründer bewahrt, deſſen Name der älteren Beſſunger Genera=
tion
noch wohlvertraut iſt. Erinnert doch an ihn nicht nur der Frauen=
verein
, auch die Mädchenvereinigung wurde von ihm gegründet, unter
ſeiner Amtszeit das ſtattliche Gemeindehaus gebaut und der Umbau
der Kirche ausgeführt. Am Nachmittag fand eine Nachfeier im Oran=
geriehaus
ſtatt, wo wertvolle muſikaliſche und geſangliche Darbietungen
und eine vorzügliche Bewirtung für frohe Feſtſtimmung ſorgten. Um
das Zuſtandekommen des Feſtes haben ſich beſonders die Vorſitzende
Exz. Frau von Wuſſow und Frau Pfarrer Walz verdient ge=
macht
. Dank ſei ihnen und den Damen, die durch ihre Kunſt zum
Gelingen des Feſtes beigetragen haben! Frau Dingeldey=Merck
entzückte die Zuhörer durch ihr vollendetes Geigenſpiel, Fräulein Lina
Becker durch meiſterhaften Klaviervortrag. Frau Hedwig Schonne=
feld
=Walz, die über einen hellen, wohlgeſchulten Sopran verfügt,
fang Lieder von Brahms und die Arie des Gabriel aus Haydns
Schöpfung und erntete reichen Beifall; ebenſo ihre Schweſter Martha
Waldberg=Walz vom Schauſpielhaus Eſſen, die durch glänzende
Wiedergabe von Ernſt von Wildenbruchs Gedicht Die letzte Pflicht
die Zuhörer aufs tiefſte erſchütterte. Auch der von Frau Pfarrer
Pabſt gegründete und jetzt von Frau Pfarrer Weiß geleitete Chor
des Frauenvereins erfreute durch den Vortrag von zwei Liedern.
Ganz beſonderen Beifall erregte ein Reigen, der von Frl. Schlick,
Lehrerin an der Beſſunger Mädchenſchule, einſtudiert und von Schii=
lerinnen
ſehr aumutig getanzt wurde. Durch Entſendung von Ver=
treterinnen
hatten die anderen Gemeinden der Stadt ihre Teilnahme
an der Jubelfeier bekundet. Eine Menge von Begrüßungen und
Glückwünſchen wurden dem Verein zuteil. In einem von ihr ſelbſt
verfaßten und von Martha Waldberg vorgetragenen Vorſpruch grüßte
Frau Mathilde Merck die feierliche Verſammlung. Ihre Durchlaucht

Liaten Saut!

Ich erwarte Dich morgen Mittag im Schloßgraben vor
Stegmüller. Dakann ich Dir auch gleich einmal zeigen,
welcher Anzug mir für Dich so gut getallen würde.
Gruß und Kuß

10262)

Oainn Zina

die Fürſtin Eliſabeth von Erbach=Schönberg überbrachte die
Glückwünſche des Verbandes evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine. Herr
Prälat D. Dr. Diehl die der Kirchenbehörde. Herr Lehrer Knell
ſprach für den Kirchenvorſtand, Herr Oberreallehrer Frank für die
Männerverei igung und überreichte zugleich einen prachtvollen Blu=
menkorb
. Dem Dank des Vereins an ſeine vortreffliche Vorſitzende
gab Frau Pfarrer Walz beredten Ausdruck. Als Zeichen der An=
erkennung
für ihre erſprießliche Tätigkeit wurde Exz. Frau v. Wuſſow
eine von dem Frauenverein aufgebrachte anſehnliche Geldſpende für
die Zwecke des Vereins zur Verfügung geſtellt. Ds inhaltreiche Ku=
vert
war in einem prächtigen Lilienſtrauß verſteckt, den das Töchter=
chen
von Herrn Pfarrer Weiß überreichte und dazu ein paar reizende,
von Fräulein Fleidner verfaßte Verſe aufſagte. Auh zahlreiche Glück=
wunſchſchreiben
waren eingelaufen, u. a. von den Herren Geh. Nat
D. Dr. Flöring, Dekan Weißgerber und Oberkirchenrat Wagner. Einen
kurzen Bericht über die Entſtehung und Entwicklung des Vereins gab
die Vorſitzende. Der Verein zählt jetzt 725 Mitglieder gegenüber 200
bei ſeiner Gründung. Dank gebührt an dieſer Stelle Herrn Pfarr=
aſſiſtent
zur Nieden, der dem Verein als Geburtstagsgabe die An=
meldung
von 50 Mitgliedern überbracht hatte. Von den Vorſtands=
mitgliedern
aus der Zeit der Gründung ſind noch heute ſechs im Vor=
ſtand
tätig und wurden durch Ehrenurkunden ausgezeichnet. Es ſind
die Damen: Frau Pfarrer Walz, Frau Prof. Trümper, Frau Geh.=
Nat Tecklenburg, Frau Wittich, Frau Lautenſchläger und Frau Becker.
Als Redner ergriff Herr Pfarrer Weiß das Wort und wünſchte dem
Verein auch weiterhin Gottes reichen Segen zu einer gedeihlichen Ent=
wicklung
. Er ſchloß mit den Worten: Die Händ ans Werk, die Her=
zen
himmelan, ſo wird ein rechtes Lebenswerk getan.

An Darmſtadts Frauen!
Hering waſcht und bügelt ja ſo blendend,
Obwohl recht billig er ſein Werk vollendet,
Warum ſollt man ſich da quälen,
Bei Hitz und Kält: die Zeit ſich ſtehlen,
Um ſelbſt zu waſchen und zu plätten,
Dabei ich füſlen wie in Ketten 2
Oh Nein! Wir Frauen woll’n doch klug ſein.
Drum laß’’s dem Hering ſein Beruf ſein.
Eine Darmſtädterin.
Hering waſcht und bügelt am beſten! Abholen und Bringen der Wäſche
(8147a
unentgeltli ! Fernruf Nr. 3949.
Abnahme von Prüfungen im Schwimmen für das Deutſche
Turn= und Sportabzeichen und Reichsjugendabzeichen‟ Die Prüfungen
im Schwimmen für die Auszeichnungen des Deutſchen Reichsausſchuſſes
für Leibesübungen finden jeden Freitag abend 7 Uhr im Woog durch
Prüfungsabnehmer des Deutſchen Schwimmverbandes ſtatt. Anmeldun=
gen
werden durch den Bezirksleiter des D.S.V., Herrn Gießmann, im
Auskleideraum des Schwimmklubs Jung=Deutſchland entgegengenom=
men
. Das vorgeſchriebene Prüfungsbuch iſt mitzubringen. Prüfungen
für die Auszeichnungen der Deutſchen Lebensrettungs=
geſellſchaft
werden ebenfalls im Woog jeden Mittwoch nachmittag
ab 5,30 Uhr abgenommen. Anmeldung bei dem Bezirksleiter der
DL. R. G., Herrn Ripper, oder bei Herrn Gießmann. Die Prüfungs=
bedingungen
werden im Woog durch Anſchlag bekannt gegeben.

*p. Große Strafkammer. Gegen einen Fallſchirmkonſtrukteur hat
das Bezirksſchöffengericht ein Jahr Zuchthaus wegen des Unterneh=
mens
der Verleitung zum Meineid ausgeſprochen. Der Staatsanwalt
und der Angeklagte haben Berufung verfolgt. Nach nochmaliger Be=
weisaufnahme
ſucht der Verteidiger nachzuweiſen, Angeklagter habe
Zeugen geſucht und, um aus ihnen etwas herauszuholen, ihnen auch
zugeſetzt; die beiden belaſtenden Zeugenausſagen ſeien aber nicht ſo
eindeutig gehalten, um darauf ein Schuldig zu gründen. Der Staats=
anwalt
hält ſeinerſeits den Angeklagten für voll überführt; denſelben
habe das Motiv der Rache geleitet. Unter Aufhebung des
angefochtenen Urteils wird der Angeklagte freige=
ſprochen
. Der Angeklagte habe damit gerechnet, er könne aus der
Zeugin etwas herausholen, aber das Gericht hält nicht für erwieſen,
daß der Angeklagte die Zeugin beſtimmt habe, Unwahres unter Eid
auszuſagen. Schwerer Verdacht liege vor, aber der Beweis ſei nicht
ausreichend.

Geite 5

3½ Tages=Wanderung in die Pogeſen
des Wanderklub Falke‟ 1916, Darmſtadt.
Als wir im vergangenen Jahre auf unſerer Pfingſtwanderung von
den Höhen des Schwarzwaldes jenſeits de: Rheinebene die Höhenzüge
und Kuppen der Vogeſen herübergrüßen ſahen, wurde im uns allen der
Wunſch laut, auch dies Gebirge einmal zu durchwandern. Mancher
hatte jedoch geglaubt, daß ſich dies wohl kaum verwirklichen laſſen werde,
und die erſten Vorbereitungen und die vielen auftauchenden Schwierig=
keiten
, wie die Koſtenfrage, Einreiſerlaubnis uſw., ſchienen dem recht
zu geben. Doch all dieſe Schwierigkeiten wurden durch intenſive Arbeit
überwunden, und heute können wir ſagen, daß eine unſerer ſchönſten
Fahrten hinter uns liegt, welche außer einem neuen Wandergebiet uns
auch heiß umſtrittene Plätze aus den Kriegsjahren vorführte und uns
die großen Verwüſtungen der Kriegsmaſchine noch reiht eindringlich
zeigte. Durch die verbilligte und bequeme Einreiſeerlaubnis war es
einer großen Anzahl unſerer Mitgliedr möglich, ſich an der Wanderung
zu beteiligen, ebenſo hatten zahlreiche Gäſte unſerer Einladung Folge
geleiſtet.
Am Samstag nachmittag brachte uns zunächſt der Zug in frohet
Erwartung von hier nach Freiburg, wo wir abends um 9 Uhr anlang=
ten
. In der dortigen Jugendherberge waren wir ſehr gut untergebracht
und ſchieden nach Einnahme eines vom Herbergsvater gebrauten Kaffees
bereits um 4,30 Uhr früh am 1. Pfingſtfeiertag, um zunächſt die Weiter=
fahrt
über Müllheim nach Neuenburg anzutreten.
Ohne Schwierigkeiten erledigte ſich dort die Paß= und Zollreviſion,
worauf uns die franzöſiſche Bahn aufnahm und bald darauf über die
Rheinbrücke hinein in ehemals deutſches Land führte. Nach nochmali=
gem
Umſteigen, zuletzt in Mülhauſen, langten wir endlich gegen 8¾ Uhr
in Sennheim an, wo dann unſere Fußwanderung begann. Vor dem
alsbald beginnenden ziemlich ſteilen Aufſtieg zum Molkenrain noch eine
kurze Raſt bei billigem Elſäſſer Wein in Uffholz, und bald ſchon nahm
uns das frühere Kampfgelände auf. Ständig aufſteigend, kamen wir
bei Sonnenglut langſam bis auf 900 Meter Höhe und erreichten den
großen franzöſiſchen Friedhof im Silberloch mit dem dahinter liegenden,
viel umſtrittenen Hartmannsweilerkopf. Der Blick von dem weit über
die Ebene vorſpringenden Berg iſt überwältigend, leider wird der Ge=
ſamteindruck
durch die großen Verwüſtungen und die Tatſache, daß hier
allein 60 000 Menſchen ihr Leben ließen, etwas beeinträchtigt, ſo daß
ſich auch von ſelbſt ein überlautes Benehmen verbietet. Auf dem Weiter=
marſch
gelangten wir dann über die Farm und Ruine Freundſtein zum
Sudelkopf, und von da zum ſchwerſten Stuck unſerer Wanderung, der
Beſteigung des 1424 Meter hohen Großen Belchen Angenehm be=
rührt
waren wir alle über die herrliche und ſaubere Unterkunft im
Vogeſen=Haus, und der dort verlebte Abend in Geſellſchaft internatio=
naler
Wanderkaweradinnen wird wohl am lebhafteſten in Erinnerung
bleiben. War ſchon der Abend befriedigend, ſo war das Erwachen mit
dem unvergleichlich ſchönen Sonnsnaufgang und das Panavoma der
Alpenkette mit ſemen Schneekuppen wohl für jeden ein unvergeßliches
Erlebnis.
Der 2. Pfingſtfeiertag führte uns dann auf etwas weniger beſchwer=
lichen
Wegen in einer durchſchnittlichen Höhe von 1200 Metern über
den Brei firſtRothenbacher Kopf an zahlreichen Seen vorbei, zum 1366
Meter hohen Hoheneck. Hier entſpringt auf halber Höhe die Moſel,
deren Quelle wir beſichtigten.
Kurze Raſten hielten wir nur in vereinzelt liegenden Farmen, auf
welchen das Vieh allerdings noch nicht überall ſein Sommerquartier be=
zögen
hat, was durch die bisher kühle Witterung, welche uns ſogar teil=
weiſe
noch Schnee finden ließ, bedingt ſein dürfte.

Unſere 3. Uebernachtung im Strohlager und Gaſthaus bzw. Hotel
machte diesmal ſchon ausgiebige franzöſiſche Sprachkenntniſſe erforderlich,
während wir bisher überall mit noch deutſch ſprechender Bevölkerung
in Berührung kamen.
Am Pfingſt=Dienstag früh um 6 Uhr erfolgte der Weitermarſch,
welcher uns ſtändig wunderbare Fernblicke zurück zum Großen Belchen
und Hoheneck, ſowie ins Münſtertal gewährte.
Zum Schluß unſerer Fußwanderung erreichten wir die in naturi=
ſcher
Pracht einzigartig liegenden Bergſeen, den Weißen und Schwarzen
See, welche als Abſchluß wohl mit das Schönſte der Wanderung boten.
Mit Autobus und Kleinbahn fuhren wir dann durch das faſt nur
mit Weinreben bepflanzte Kayſerbergtal nach Kolmar und danm weiter
über Schlettſtadt nach Straßburg. Sie noch zur Verfügung ſtehende
Zeit wurde zu einem Stadtrundgang und dem Beſuch des Münſters
derwandt, worauf uns die Straßenbahn bis zur Rheinbrücke brachte,
die wir mit Paß= und Zollkontrolle wieder paſſierten und dann vom
Bahnhof Kehl aus im bereitgeſtellten Sonderwagen der Reichsbahn über
Appenweier die Heimfahrt antaten. Sonnengebräunt und wohlbehal=
ten
kamen wir nachts 11 Uhr hier an, wohl alle begeiſtert über die
Schönheiten des uns leider verloren gegangenen Landes, dankbar den
Führern Hechler, Jakobi und May, die es verſtanden haben, uns ohne
Anſtoß ſicher durch das den meiſten unbekannte Gebiet und zu deſſen
intereſſanteſten Punkten zu führen.
Bilder von der Wanderung demnächſt im Aushängekaſten am Ver=
kehrsbliro
.
Die große Tagung des D. H. V. in Dresden.
Unter großer Beteiligung der Verbandsmitglieder Deutſchlands
und des Auslands fand in Dresden der Verbandstag des Deutſchnatio=
nalen
Handlungsgehilfen=Verbandes ſtatt.
Das Verwaltungsmitglied Max Habermann=Hamburg ſprach über
die Berufung der Kaufmannsgehilfen zur nationalen Bildung. Seine
Ausführungen klangen aus in dem Wunſche, daß die vom Verbandstag
beſchloſſenen Maßnahmen, wonach in allen Ortsgruppen Verbandsheime
zu errichten ſind, eine weſentliche Vertiefung der Bildungsarbeit des
Verbandes herbeiführen. Die Reichstagsabgeordneten Lambah (Dnat.
Vpt.) und Gerig (Zentrum) ſprachen über die Stellung des Verhandes
im politiſchen Leben. Dazu iſt bemerkenswert, daß der parteipolitiſch=
neutrale
Kurs des Verbandes weiter aufrecht erhalten bleibt. Angeſichts
der leider zu beobachtenden Zerſetzung des parteipolitiſchen Lebens ver=
dient
Anerkennung, daß der Verband nach wie vor an den Beſchlüſſen
des Braunſchweiger Verbandstages von 1920 feſthält, wonach allen Mit=
gliedern
des Verbandes empfohlen wird, ſich in den Parteien hervor=
zutun
und dort die Anſchauungen des Verbandes zu vertreten. Der
Verbandstag konnte mit Befriedigung feſtſtellen, daß die Beteiligung
von Mitgliedern in den Parteien gute Fortſchritte macht.
Der Verbandstag beſchloß für Anfang kommenden Jahres eine Er=
hebung
über die Gehaltslage der Kaufmannsgehilfen.
Am Sonntag ſprach im Zirkus Sarraſani unter ſtarker Anteilnahme
der Oeffentlichkeit vor etwa 5500 Beſuchern zunächſt Georg Broſt,
M. d. R. W. R., über das Berufsausbildungsgeſetz und die Lage der älte=
ren
Angeſtellten. Dazu wurden zwei Entſchließungen angenommen.
Bedeutungsvoll war darauf die großangelegte Rede des Verbandsvor=
ſtehers
Hans Bechly. Er ſetzte ſich auseinander mit den heutigen Staats=
verhältniſſen
, und führte weiter aus, daß im nationalen Mythos die
lebendigen Kräfte des deutſchen Volkes wirkend ſind; daß nur daraus
die ſoziale Frage und die ſoziale Not gelkſt werden könne. Es ſei das
Höchſte des Verbandes, daß er die deutſchen Männer mit ſittlicher Kraft
erfülle und Führernaturen erziehen könne, die ſie zur Tragung und
Bereitwilligkeit der letzten Verantwortung fähig macht.
Unter der ſehr großen Zahl der Ehrengäſte bei der Kundgebung im
Zirkus ſeien u. a. genannt: Reichswirtſchaftsminiſtee Curtius, Reichs=
verkehrsminiſter
Koch und der ſächſiſche Arbeitsminiſter Elsner. Das
Erſcheinen des Miniſters Curtius war um deswillen bedeutungsvoll,
weil unter ihm der Entwurf des Berufsausbildungsgeſetzes entſtand.
In ſeiner Begrüßungsanſprache ging der Herr Miniſter näher darauf
ein. Der Verbands= und Kaufmannsgehilfentag wurde von einer
Reihe feſtlicher Veranſtaltungen, wie Begrüßungsabend, Fahrt in die
Sächſiſche Schweiz u. a. umrahmt. Auf dem Feſtabend, der von etwa
6000 Menſchen beſucht wurde, kamen die Untergliederungen der Män=
nerchöre
im D.H.V. und der Fahrenden Geſellen im F.H.V. zur vollen
Geltung.
Alles in allem kann geſagt werden, daß ſich dieſe große Tagung
des bereits heute 333 000 Mitglieder (nur männliche Kaufmannsgehilfen
und =Lehrlinge) umfaſſenden Verbandes ihren Vorgängern würdig
anreiht.

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Seite 6

Mittwoch, den 20 Juni 1928

Erziehungsbeihilfen für Krieger=Waiſen.
Die Kriegerkameradſchaft Haſſia, Darmſtadt, Aha=
ſtraße
5, teilt uns Nachſtehendes mit:
Bekanntlich iſt bei der Verabſchiedung der 5. Novelle zum Reichs=
verſorgungsgeſetz
im Dezember v. J3. ter Betrag von 20 Millionen
Reichsmark vom Reichstage für Erziehungsbeihilfen für
Kriegerwaiſen bewilligt worden. Wie der Verband der
Kriegsbeſchädigten und Kriegerhinterbliebenen
des Deutſchen Reichskriegerbundes Kyffhäuſer
mitteilt, hat ſich durch eine ſoeben erlaſſene Verfügung der Reichs=
arbeitsminiſter
im Einvernehmen mit dem Reichsminiſter der Finanzen
damit einverſtanden erklärt, daß Anträgen, die bis zum 31. Juli 1928
(bisher 1. Mai 1928) geſtellt werden, mit Wirkung vom 1. Oktober 27
entſprochen werden kann. Auch ſolche Waiſen, die nur die Volksſchule
beſuchen, können die Erziehungsbeihilfe von 10 RM. monatlich erhal=
ten
, wenn ſie ausſchließlich auf die Rente und Zuſatzrente nach
dem Reichsverſorgungsgeſetz angewieſen ſind, und wenn ſie die mit
dem Schulbeſuch im Zuſammenhang ſtehenden Koſten, z. B. für Be=
kleidung
, aus dem Einkommen der Waiſen und ihrer unterhaltspflich=
tigen
Angehörigen nicht ohne Gefährdung ihrer wirtſchaftlichen Ver=
hältniſſe
beſtritten werden können. Ferner wird die Beſtimmung, daß
für Kinder, die eine Mittelſchule uſw. beſuchen, eine Erziehungsbei=
hilfe
von mehr als 10 RM. monatlich erſt vom vollendeten 15. Le=
bensjahre
an gewährt werden kann, mit Wirkung vom 1. Oktober 27
dahin ergänzt, daß der Vollendung des 15. Lebensjahres auch der
Uebertritt von der Volksſchule in eine Mittelſchule gleich zu erachten
iſt. Einmalige Koſten, die durch Beſchaffung von Werkzeugen, Be=
rufskleidung
uſw. bei Antritt der Berufsausbildung entſtehen, können
bei der Bemeſſung der laufenden Erziehungsbeihilfe im Rahmen der
Grundſätze berückſichtigt werden. Anträge ſind an die amtlichen Für=
ſorgeſtellen
zu richten.
Die Kriegerkameradſchaft Haſſia iſt gerne bereit, ihren Mitglie=
dern
koſtenlos mit Rat und Bearbeitung zur Seite zu ſtehen.

Nummet

Geländete Leiche. Der in der vergangenen Woche in Müllers
Teich am Latzenbach ertrunkene Bjährige Heckmann wurde am 18. d. M.
nach dreiſtündigem angeſtrengtem Suchen unter der fachmänniſchen Lei=
tung
des Herrn Keukert von einem Studenten der hieſigen Techniſchen
Hochſchule aus dem Waſſer gezogen. Es wird nochmals dringend ge=
warnt
, in dieſem Weiher zu baden, da er ſehr gefährliche Untiefen hat.
Lokale Veranſtaltungen.
Die hierunter erſcheinenden Notizen ſind ausſchließlich als Hinwelſe auf Anzeigen zu betrachten,
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritſk.
Verband evangel. Männer=Vereinigungen
Darmſtadt=Beſſungen. Unſere diesjährige Hauptverſamm=
lung
findet am Montag, den 25. Juni, abends 8 Uhr, im Gemeinde=
haus
, Kiesſtraße 17, ſtatt. Zu dieſer Verſammlung haben ſämtliche Mit=
glieder
der einzelnen an den Ortsverband angeſchloſſenen Männer=
Vereiigungen Zutritt.
Herrngarten=Kaffee. Wie aus dem geſtrigen Anzeigen=
teil
erſichtlich, findet heute abend bei günſtiger Witterung ein Konzert,
ausgeführt vom geſamten Stadtorcheſter unter Leitung ſeines Kapell=
meiſters
W. Schlupp, ſtatt.
Kaffee Rheingold. Heute Mittwoch abend findet im
Kaffee Rheingold ein Sonderkonzert der beliebten ver=
ſtärkten
) Kapelle der Herren Gebrüder Natzel ſtatt. Auszug aus dem
Programm iſt aus der Anzeige erſichtlich.
Wohltätigkeitskonzert. Wir machen nochmals auf=
merkſam
auf das am Samstag, den 23. Juni, 20 Uhr, in der Turn=
halle
am Woogsplatz ſtattfindende SoermusKonzert und verweiſen
auf die heutige Anzeige.
Alldeutſcher Verband. Wir machen unſere Mitglieder
und Freunde darauf aufmerkſam, daß am Freitag, den 22. Juni, 8 Uhr
abends, im Fürſtenſaal (Grafenſtraße 20) ein öffentlicher Vortrag von
Dr. Graf Brockdorff, Geſchäftsführer des Alldeutſchen Verbandes, iber
den neuen Reichstag und ſeine Regierung ſtattfindet.
(Siehe Anzeige.) In den nächſten Monaten werden Alldeutſche
Abende immer am dritten Dienstag, alſo am 17. Juli, 21. Auguſt und
18. September, um 6 Uhr, bei Chriſt (Grafenſtraße 20), möglichſt im
Garten, abgehalten. Unſere Mitglieder ſind ferner von dem Amt für
politiſche Bildung der Darmſtädter Studentenſchaft zu einer öffent=
lichen
Kundgebung für den großdeutſchen Gedanken am 28. Juni,
20 Uhr abends, eingeladen. (Näheres ſiehe Anzeige.) Wir fordern zu
zahlreicher Beteiligung auf.
Aus den Parieien.
Deutſchnationale Volkspartei, Ortsgruppe
Darmſtadt. Unſere Mitglieder ſeien hiermit daran erinnert, daß
kommenden Freitag, abend2 8 Uhr, im Fürſtenſaal‟ Dr. Graf Brock=
dorff
im Auſtrage des Alldeutſchen Verbandes über Der neue Reichs=
tag
und ſeine Regierung ſprechen wird. Da der Alldeutſche Verband
hierzu eingeladen hat, bitten wir um zahlreiches Erſcheinen.
Jugendgruppe der Deutſchen Volkspartei.
Heute findet ein Abendſpaziergang ſtatt. Treffpunkt 8 Uhr pünktlich
am Oſtbahnhof. Um zahlreiches Erſcheinen wird gebeten.
Briefkaſien.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsquittung beizufügen. Anonyme Anfragen werden
nicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichkelt.
Duden. Richtig iſt n. E. Bitte die Türe zumachen, noch beſſer
ſchließen.
B., hier. Wenden Sie ſich an das Landesfinanzamt.
Tageskalender für Mittwoch, den 20. Juni 1928.
Vandestheater Großes Haus, Anfang 19½ Uhr, Ende 22 Uhr,
A D: Jonny ſpielt auf Kleines Haus: Geſchloſſen. Or=
pheum
, abends 20,15 Uhr, Sommerbühne Harprecht: Hurra
ein Junge‟. Konzerte: Schloßkaffee, Kaffee Rheingold, Hotel
Schmitz, Weinhaus Maxim. Herrngarten=Kaffee 20 Uhr:
Abend=Konzert. Ludwigshöhe, nachm 16 Uhr: Kur=Konzert.
Kinovorſtellungen: Helia, Palaſt=Lichtſpiele, Reſidenz=
Theater.

Aus Heſſen.

An. Arheilgen, 18. Jui. Jubiläumsfeſt des Poſaunen=
chors
. Aus Anlaß des nächſten Sonntag hier ſtattfindenden 70jährigen
Jubelfeſtes des evangeliſchen Poſaunenchors findet abends 8.30 Uhr im
Gemeindehaus eine Feſtfeier mit Konzert ſtatt, bei der Frl. Aßmuth
(Sopran), die Herren Kleinberg von der Städt. Akademie (Violine), Beit=
rück
(Cello), alle aus Darmſtadt, und Herr Geiß von hier (Flügel) ihre
Mitwirkung zugeſagt haben. Außerdem werden der Kirchengeſangverein
(Dirigent Herr Chr. Weber) und der Poſaunenchor (Dirigent Herr
Breitrück) ſich an dem Konzerte beteiligen. Das Feſt nimmt ſchon Sams=
tags
abends durch Choralblaſen auf dem Friedhofe zum Gedächtnis der
Gefallenen und Feſtzug nach dem Sportplatz an der Viehtrift, woſelbſt
Abbrennen eines Feuers und Feuerrede ſtattfindet, ſeinen Anfang. Zu
dem ſchon früher mitgeteilten Programm für den Sonntag ſei noch er=
gänzend
mitgeteilt, daß als Lokal für die Nachmittagsfeier die Turnhalle
des Turnvereins an der Frankfurter Straße auserſehen iſt. Aus Anlaß
der Feier iſt eine kurze Vereinsgeſchichte erſchienen. Ferner ſeien die
hieſigen Einwohner herzlich gebeten, am Feſttage ihre Häuſer feſtlich
zu ſchmüchen und dadurch mit zur Verſchönerung der Feier beizutragen.
In der letzten Woche verſtarb hier an einem Schlaganfalle der
Landwirt Philipp Büttner 7., und war die Beteiligung an ſeiner Beer=
digung
beſonders von ſeiten ſeiner Berufskollegen eine große. Bei
dem in Urberach ſtattgehabten Bezirksjugendturnen wurden
von 77 jugendlichem Wettumern des hieſigen Turmereins 74 preis=
gekrönt
.
J. Griesheim, 19. Juni. Am Donnerstag, den 21. Juni, abends
8½ Uhr, findet auf dem Rathaus eine Gemeinderatsſitzung
ſtatt. In der laufenden Woche finden auf dem hieſigen Truppen=
übungsplatz
außer Mittwoch täglich vormittags von 5 bis 12 Uhr
Schießübungen ſtatt. Beim Abladen von Eiſenbahnſchienen
im Bahnhof Dornberg=Groß=Gerau wurde dem Arbeiter Michael Bork
von hier die linke Hand ſtark gequetſcht. Nach Einlieferung
in das Krankenhaus Groß=Gerau mußte ihm der Ringfinger amputiert
werden. Bork befindet ſich noch im Groß=Gerauer Krankenhaus.

F. Gberſtabt, 19. Jui. Impfung der Erſt.
Die Impfung aller im Jahre 1927 geborenen Kinder
menden Freitag (22. Jumi) vormittags vom 9½10½ Ub.
Impflokal befindet ſich im Parterve der Georgſchule
Darmſtädterſtraße). Die Nachſchau iſt für den 2. Ju hom
tags 910 Uhr anberaumt. Alle Eltern und Vorwünde,
ſin
ten, ihre Kinder zur Impſung ſowohl als auch zur Nachſchu
gen. Gautag. Der diesjährige Gautag des Gaues
Gobelsbergerſcher Stenographen findet hierorts am 1. und
ber ſtatt. Mit der Tagung iſt das übliche Wettſchreiben heß=
Lichtbildervortrag. Der Baſtlerbund der Sen
gruppe Eberſtadt) hält am Mittwoch (20. Juni), abends
ginnend, einen Werbeabend mit Lichtbildervortrag über
Entwicklung, Aufbau und puaktiſche Anwendung des
funks, im Gaſthaus Zur Linde (Eidenmüller) ab.
Radiohörer und Radiofreunnde willkommen.
Aa. Pfungſtadt, 19. Juni. Unfälle. Das Pferd
wirtes in der Kirchſtraße ging plötzlich mit einem Wo=
Einbiegen in die Hillegaſſe wurde ein Milchwagen umgefah
ſich etwas Milch auf die Straße ergoß. Das Pferd eit
ſchlug beim Einhängen eines Zugſtranges plötzlich aus un
einen 56 Jahre alten Mann am Kopfe. Arbeitsma,
Lage auf dem Arbeitsmarkt hat auch hier eine Beſſerung
Immerhin beträgt die Zahl der Arbeitsloſen noch rund 19
ihnen befinden ſich rund 20 arbeitsloſe Mädchen bzw. Fro
Aa. Hahn bei Pfungſtadt, 19. Juni. 25 Jahre 3;
verein. Der Ziegenzuchtverein Hahn kann in dieſem
25jähriges, für die hieſige Ziegenzucht ohne Zweifel orf
ſtehen zurückblicken. Erſt auf dem Groß=Rohrheimer
konnte der Verein mehrere Preiſe erringen. Es wurde nut
ſchloſſen, im Herbſt dieſes Jahres vorausſichtlich im M.
das 25jährige Jubiläum in Geſtalt einer größeren 3
ſchau zu feiern. Die näheren Vorbereitungen ſollen in
uommen werden. Verdienſtvolle Mitglieder werden beſot
werden.

Sportplatzweihe in Erbach im Odenwa

b. Erbach i. Odw, 19. Juni.
Die Tage der Einweihung unſeres großen ſtädtiſchen Sport= Er=
holungsparks
(23.25. 6.) rücken näher und näher; fieberhaft arbeiten
man an der Anlage, dieſelbe zur Vollendung zu bringen. Der zur
Durchführung der Vorbereitungen eingeſetzte Ausſchuß hat für die
Veranſtaltungen ein Programm zuſammengeſtellt, das, wenn die Wit=
terung
die reſtloſe Durchführung ermöglicht, ein Ereignis erſten Ran=
ges
für den geſamten Odenwald zu werden verſpricht. Doch, auch
wenn der Wettergott ein Einſehen nicht haben ſollte, werden die Be=
ſucher
auf ihre Rechnung kommen, da, wie bereits erwähnt, die große
Feſthalle und die 120 Meter lange Sporthalle dem Publikum Unter=
kunft
gewähren und die Durchführung des größten Teiles des Pro=
gramms
ermöglichen.
Eine Eröffnungsfeier findet am Samstag abend auf dem
großen Platze vor der Sporthalle ſtatt, auf dem große Tribünen er=
richtet
werden. Der Platz wird durch elektriſche Scheinwerfer großen
Stiles wirkungsvoll und ausreichend beleuchtet. Die drei Erbacher
Geſangvereine bringen nach dem Eröffnungsmarſch einen Maſſen=
chor
Mein Odenwald, Freiübungen, Pyramiden, Turnen am großen
Ring, Vorführung verſchiedener Reigen, Ringen, Barren= und Reck=
turnen
zeigen der Turnverein Erbach 1860 (D.T) und der Arbeiter=
Turnverein Erbach in abwechſelnder Folge. Vorführungen auf rad=
ſportlichem
Gebiet haben der Radfahrerverein Erbach 1900 ( Kunſtfah=
ren
), der Arbeiter=Radfahrerverein Friſch Auf (Steuerrohrreigen),
der Nadfahrerverein Wanderluſt Erbach (Flaggenreigen) und der
Arbeiter=Radfahrerverein Friſch Auf Nauheim, der zurzeit Bundes=
meiſter
im Arbeiter=Radfahrerbund iſt (Damenkunſtreigen), übernom=
men
. Boxſport führt der Sportverein 1898 Darmſtadt vor. Verſchie=
dene
Akrobatentruppen ſtellt die Freie Turnerſchaft Offenbach a. M.
Herr Lehrer Hänsler=Erbach zeigt unter Sport im Bild, lebende
Bilder verſchiedener Art.
Ein Weckruf der verpflichteten Muſikkapelle mahnt am Sonntag in
früher Morgenſtunde (5,30 Uhr) Turner und Sportler zur Erfüllung
der Pflicht. Um 6 Uhr iſt Start zum 100=Kilometer=Radrennen des
Gaues 70 (Heſſen=Darmſtadt) im Bund deutſcher Radfahrer. Start
und Ziel am Schützenhof‟. Die Arbeiter=Radfahrer ſtarten um 7 Uhr
zu einem Mannſchaftsrennen, ebenfalls am Schutzenhof. Um 7.15
Uhr beginnen die leichtathletiſchen Wettkämpfe der Sportler. Um
9 Uhr Fußballſpiel, Jugend des Sportvereins 1898 Darmſtadt gegen
die Auswahlmannſchaft V.f.R. Erbach und V.f.L. Michelſtadt. Das
Gauſchießen des Gaues Mümling im Südweſtdeutſchen Sportverband
für Kleinkaliberſchießen beginnt um dieſelbe Zeit. 10 Uhr: Fußball=

Aa. Eberſtadt, 19. Juni. Jugendfeſt. Das diesjährige Jugend=
feſt
der Schulen wird am Samstag, den 23. Juni, wie von uns richtig
vorausgeſagt, abgehalten werden. Es findet in dem üblichen Rahmen
ſtatt. Der Tag ſelbſt iſt ſchulfrei. Nachmittags (dem Vernehmen nach
um 3 Uhr) ziehen die Schulkinder unter Vorantritt eines Trommler=
und Pfeiferkorps und einer Muſikkapelle, mit einer eigenen Kinder= Nad=
fahrergruppe
an der Spitze, durch mehrere Ortsſtraßen nach dem Feſt=
platz
im Griesheimer Wald, wo Spiele aller Art aufgeführt werden.
Geſangliche Darbietungen uſw. vervollſtändigen das Programm des
Kinderfeſtes, das auch in dieſem Jahre die Gemeinde erfreulicherweiſe
nach Kräften unterſtützt hat. Erſt bei Einbruch des Abends werden die
Schulen wieder geſchloſſen nach Hauſe ziehen.
4a. Eberſtadt, 18. Juni. Vereinsball. Der Fußballverein
Germania 1911 hielt am Samstag abend im Saale des Gaſthauſes
Zum goldenen Löwen ſeinen diesjährigen Vereinsball ab, der ſehr
gut beſucht war. Nicht nur viele Vereinsmitglieder, ſondern auch pro=
minente
Perſönlichkeiten hatten ſich zu einem gemütlichen Zuſammenſein
eingefunden. Viele Vereine Eberſtadts weilten am Sonntag wieder
auswärts. Unter anderen war der Geſangverein Germania auf einen
Geſangswettſtreit nach Worms=Pfiffligheim gefahren, von wo er preis=
gekrönt
nach Hauſe zurückkehrte. Der Turnverein 1876 war mit zahl=
reicher
Tumerſchar nach Büttelborn gezogen, um an dem dortigen Gau=
turnfeſt
teilzunehmen. Viele Mitglieder des Odenwaldklubs waren
in Worms.

ſpiel Sportverein 1898 Darmſtadt gegen V.f.R. Erbach. 9
1 Uhr treten ſämtliche Sportler zu gemeinſamem Zug nach d.
platz unter Führung des engeren Sport=Ausſchuſſes an. Un
beginnen die leichtathletiſchen Wettkämpfe der bereits ausg
Sportler. Um 2 Uhr beginnt das große Handballſpiel de
ſportvereins Raſtatt=Heidelberg (Deutſcher Meiſter im Ha
der D.T.) gegen eine Auswahlmannſchaft des Gaues Frankf
rend der Halbzeit wird ein 1500=Meter=Lauf ausgetragen. 3
liche Weiheakt nachmittags 3 Uhr wird durch je 3 Böllerſchuf
fang und Ende angezeigt. Hier bringen die drei Erbache
vereine wiederum verſchiedene Maſſenchöre zu Gehör. Di
hält Herr Bürgermeiſter Dengler. Anſchließend an den We
den verſchiedene Stafettenläufe ſtatt. Um 4.15 Uhr beginn
Spannung erwartete Fußballſpiel zwiſchen dem A.S.V.
a. Main=Weſtend (Süddeutſcher Meiſter) gegen den A.FS.
gen (Württemberg). Es folgen um 6 Uhr 30 Min. 3000=Met
Freien Turnerſchaft. Die Pferde= (Flach= und Hürden=) F
ginnen um 6,15 bzw. 6,30 Uhr. Anſchließend ſportliche Da
auf den Tribünen, Radfahrer=Akrobaten, Turner, Sport!
Ueberreichung der Ehrengaben durch die Stadt Erbach.
8,30 Uhr findet in der Feſthalle Unter den Linden ein g.
ball ſtatt.
Der Montag iſt unſerer Kinderwelt gewidmet. In ge
Feſtzug werden unſere Kleinen nachmittags 1,30 Uhr be
Schulhaus durch den Alten Weg, NeckarſtraßeHauptſtraße
Feſtplatz geleitet. Daſelbſt werden zunächſt Gedichte, Geſan
und verſchiedene Anſprachen einen Teil des Programms
Während der Pauſe werden den Kindern durch die Stadt E
zeln und Kaffee überreicht. Zur Erinnerung erhält jedes
Taſſe mit entſprechender Widmung aus den Odenwälder
reien Müller und Dönig, Erbach. Der zweite Teil des
durch Wett und Kampfſpiele auf der Kampfbahn ( Fußbal=
ſpiele
, Stafetten= und Einzelläufe) ausgefüllt. Außerden
humoriſtiſche und andere Unterhaltungsſpiele dafür, daß kei
weile aufkommen kann. Abends 7 Uhr gemeinſamer Rüchn
der Stadt.
Dieſes Programm, das jedem Einzelnen, der dazu b
ſich für eine Art der verſchiedenen Leibesübungen zu begeiſt
bietet, wird Erbach ohne Zweifel einen großen Zuſtrom ar
bringen, die ſich von der herrlichen Lage, dem wunderbare
und der Zweckmäßigkeit aller in dem Sport= und Erholun
ſchaffenen Einrichtungen überzeugen können. Wir wünſcher
anſtaltung gebührenden Erfolg,

G. Ober=Ramſtadt, 19. Juni. Beim Gauturnfeſtin
am 17. ds. Mts. hatten die Turner des Turnvereins 1877 (D
ſchöne Erfolge zu verzeichnen. So errangen in der 1
Heinrich Obmann den 21. in der 2. Aliersklaſſe Jakob O.
3. Sieg, in der Oberſtufe (Zwölfkampf) Fritz Obmann den 16.
kampf Hermann Kehr den 14., Otto Kuhn den 2., in der
(Zwölfkampf) Karl Breitwieſer den 15., im Zehnkampf P.
den 18. und Gg. Stuchert den 26. Sieg, in der Unterſtuſe (=
Wilh. Breitwieſer den 7., Chriſtian Stuckert den A. und
hardt 2. den N. Sieg. Getreu der Mahnung, dafür zu ſorg
die Deutſche Turnerſchaft die deutſche Familie erobere, habe
Brüder Obmann auch an dieſem Turnfeſt gemeinſam teilgenk
konnten dabei zum erſtenmale zuſammen preisgekrönt nach ba.
gewiß ein ſchönes Zeichen unverbrüchlicher Treue zur Luu
auch die Turner Stuckert mit 5 Brüdern als aktive Turner
inaktiven Mitgliedern aus einer Familie hochhalten.
* Lichtenberg i. Odw. 19. Juni. Bei dem großen nati,
ſangswettſtreit in Mainz=Mombach am 10. Juni d8. 38. er=
der
Leitung ihres Chormeiſters Herrn Lehrer Kuſche die
Abteilung Eintracht des Odenwaldklubs Lichtenberg un
ordentlich ſtarker Beteiligung von Geſangvereinen und ſch
kurrenz in der dritten Stadtklaſſe den 2. Klaſſenprei
2. Ehrenpreis. Im höchſten Ekrenſingen mit der höchſten
den höchſten Ehrenpreis und den Dirigentenpreis.

6/30 PS 6-Zwlinderm
Schwenk
Achse

A.U-.

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mmer 170

Mittwoch den 20 Juni 1928

Seite 2

Biein Beiiinn Biens Lenlenag.
1GDeburtstag des Heimatforſchers. Groß=Gerau ehrt ſeinen jüngſien Ehrenbürger.

Groß=Gerau, 19. Juni.

S Me ei e ein e eih
Friſ=y rfreuen, ſo daß der tiefgefühlte Wunſch aller Gratulanten:
9 os annos, dem auch wir uns von Herzen anſchließen, nach
Gots Zillen in Erfüllung gehen wird. Feſtlich war die Turnhalle
zu Sn des Gefeierten geſchmückt. Altehrwürdige Vereinsfahnen dafür ſorgen, daß ſie der Allgemeinheit zugänglih gemacht werde.

grüß an den Seiten, die Bühne, auf der die Hauskapelle des Turn= Durch ſeine Tätigkeit ſei bei der Jugend der Sinn für die Heimat=
verei
1845 Groß=Gerau Platz genommen hatte, war prachtvoll mit

friſchs Grün geſchmückt; die Wappen von Groß=Gerau und Heſſen,
Reickh and Landesfarben vervollkommneten den äußeren Rahmen.
In 5 erſten Reihe nahm inmitten ſeiner Familienangehörigen, der
Vert=3, der Regierung und Behörden, auf einem ſinnig geſchmückten
Seſſesr Jubilar Platz. Unter den zahlreichen Ehrengäſten bemerkte
man I. Miniſterialrat Wagner als Vertreter der Regierung, Prälat
v. 2liehl, Kreisdirektor Merck=Groß=Gerau, Bürgermeiſter Lüdecke=
Großs au. Abg. Haury und Vertreter verſchiedener Körperſchaften.
Saal5 / Galerien waren dicht gefüllt von Anhängern und Freunden
des W öten Heimatforſchers, um ihm durch Anweſenheit ihre Achtung
und de über den Geburtstag auszudrücken.
S vollendet gute Vortrag des Mr ſikſtückes Largo von Händel
und jubelnden Chergeſangs Schäfers Sonntagslied von Kreutzer,
welckg der Chor vom Männergeſangverein Eintracht zu Gehör
bracky ſchuf im Saale echte Feierſtimmung. Zahlreiche Ehrungen
wur’ dem Jubilar zuteil. Kreisdirektor Merck beglückwünſchte
den I lar im Namen der Heſſiſchen Staatsregierung, die mit Inter=
eſſe
. Arbeiten des Forſchers verfolgt habe. Die Staatsregierung
nehn gen Anteil an dem Jubeltage Diehls und überreiche durch ihn
die S wunſchurkunde zu dem 70. Geburtstage. Wenn der Jubilar
auch ſ ganzen heſſiſchen Lande angehöre, ſo ſei er doch in erſter
Linies;, Sohn Groß=Geraus Forſcher und Förderer der engeren Hei=
matss
ichte. Für dieſe Arbeit danke er ihm ganz beſonders; ſie
zeige Liebe zu ſeinem Heimatsbezirk. Das Verſtändnis für ſeine

Arbes i in weiteſte Kreiſe gedrungen, und ſeine Name ſei für imnfer
mit Geſchichte Grrß=Geraus verknüpft. Ganz beſonders unter=
ſtreic
die Leiſtungen des Forſchers auf heraldiſchem Gebiete, die
ſo e ſend und umfangreich geweſen ſeien, daß der Kreis Groß=
Geras heute der einzige Heſſens ſei, deſſen heraldiſche Wappen ein=
wanss
feſtgeſtellt ſeien. Er ſpreche dem Jubilar deshalb ſeinen herz=
lichſt
. 1 dank aus und wünſche ihm, daß er noch lange im Kreiſe ſei=
ner
lie, zum Wohle ſeiner Mitbürger wirken möge. Noch manchen
Beits rhoffe man von ſeiner künftigen Tätigkeit. Die heißeſten und
aufri ſten Wünſche ſeien ihm zu ſeinem 70. Geburtstag dargebracht.
T ermeiſter Dr. Lüdecke hieß im Namen der Stadt Groß=
Gera le Feſtteilnehmer herzlich willkommen. Die Stadt wolle nicht
verſS n, im Einvernehmen mit dem hiſtoriſchen Verein dieſen denk=
würS
. Tag eines ihrer größten Söhne feſtlich zu begehen. Er be=
grüßs
beſondere als Feſtteilnehmer die Ehrengäſte, unter ihnen den
Herr ceisdirektor Dr. Merck, auch als Vertreter der Heſſiſchen Re=
giert
Herrn Miniſterialrat D. Wagner, als Vertreter des Heſſiſchen
Denky rats, die Herren Dr. Dietrich und Hermann vom Heſſiſchen
Stac hiv, Profeſſor Dr. Behn=Mainz Prälat D. Dr. Diehl für die
HeſſF; Landeskirche, Abg. Haury als Vertreter des Verbandes Deut=
ſcher
imermeiſter und der heſſiſchen Zimmermeiſter. Dr. Kollbach
als * eter der Heſſiſchen Handwerkskammer ſowie die Vertreter der
PreFk Nicht alle Geburtstage würden gefeiert wie der heutige, aber
dem znatdichter Groß=Geraus wolle man wegen ſeiner hohen Ver=
dienm
ne ganze beſondere Ehrung zuteil werden laſſen. Das Schmuck=
ſtückc
6=Geraus, das alte Rathaus, werde nach ſeiner Inſtandſetzung
in 7 neu geſchaffenen Heimatarchiv die Arbeiten des Forſchers
als eeignetſte Stätte aufnehmen. Seine Tätigkeit, ſeine Geſchichte
Grrau raus, die handſchriftlich ausgearbeitet ſei, ſei ein Lebenswerk,
zu 1 Vollendung Zähigkeit und Energie gehören, umſomehr, als
dieſeſ eit neben der beruflichen Tätigkeit geleiſtet worden ſei. Wenn
dieſeſ rfcher, den man heute feiere, auch ſtets ein Suchender bleibe,
weny ſein Werk auch nie als abgeſchloſſen betrachte, ſo habe er doch
eine 2 vollbracht, die nie untergehen werde in Jahrhunderten.
Dr. decke kam nunmehr auf die Arbeit des Jubilars als Ge=
meirzit
zu ſprechen und verlas verſchiedene Protokolle. Seine Ar=
beitest
bührend zu würdigen, bedürfe es mehrerer Volksbildungs=
abenan
ind bezeichnend ſei das Schlußwort ſeines Werkes für ſeine
Perſü gkeit. In ihm heißt es u. a.:
Buch iſt zu Ende, ich muß daher die Chronik jetzt beſchließen,
aber 7. lange nitzt alle Gegenſtände, deren Behandlung ich mir vor=
genordhir
hatte, haben ihre Erledigung gefunden. Von dieſen uner=
ledigs
) Punkten will ich nur erwähnen: Die Geſchichte des 18. Jahr=
bund
3 bis jetzt. Groß=Gerau von heute und im Weltkrieg 1914/1918,
ſirckt und Schulgeſchichte, Geſchichte aus der kath. Kirchengemeinde
und ifrael. Kultusgemeinde, Erdbeben 1369/71, Hochwaſſer 1882/85,
Fam y Feſchichte uſw.
2 Chronik iſt freilich ganz anders geworden, als mir bei ihrer
eiſter; tlage vorſchw=bte. Es ſollten die denkwürdigen Er=
eig
iſe von heute darin verewigtz werden und erſt in zweiter
Lmieü ten, wie es in der Einleitung S. 3 heißt, auch Abhandlungen
über 2 dere Vorkommniſſe, Verichte über vorgeſchichtliche Fund= und
Lergly zwangloſer Folge, dem Fortgange der Forſchungen entſpre=
chens
3) r Aufnahme finden. Als ich aber das Material für dieſe zuerſt
als r kſächlih zur Behandlung vorgeſehenen Gegenſtände zuſammen
zu trtr anfing und imer mahr in den Stoff eindrang, wuchs mir
dasſeſ berart unter den Händen, daß ich die Behandlung der denk=
wüirS
. Ereigniſſe von heute gänzlich fallen ließ.
Ich war alſo in der Hauptſache auf mich angewieſen, aber
Luſt 1. Liebe zu der Sache ließen mich alle Schwierigkeiten überwin=

den, ſo daß ich die Chronik der Stadt Groß=Gerau jetzt beſchließen
kann. Ob ich an die Behandlung der oben erwähnten Punkte ſelbſt noch
komme, oder dies einem ſpäter Kommenden überlaſſen muß, will ich
rorläufig dahingeſtellt ſein laſſen. Ich habe mich bemüht, nach beſtem
Können eige Chronik meiner Vaterſtadt zu ſchreiben, inwieweit mir
dies gelungen iſt, muß ich den Beurteilern meiner Arbeit zur Entſchei=
dung
überlaſſen.
Trotz dieſes Schlußwortes dürfe man heute doch die Arbeit als
vollendet und beendet betrachten, ſo daß ihr Wert ewig bleibe. Man wolle

Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Mittwoch, 20. Juni. 12.15: Schulfunk: Engliſch. O 15.30:
Rektor Wehrhan: Gutenberg und die Erfindung der Buchdruckerkunſt.
16.30: Konzert des Funkorch. Kompoſ. von Ketelbey. o 17.45:

kaſſesl
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ſpiele!
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der *
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emb, 19. Juni. Richtigſtellung. In der 2. Stadt=
wang
Club Fröhlichkeit‟ Darmſtadt mit 166 Punkten den
aſſenpreis, Harmonie‟ Eberſtadt mit 165 Punkten den zwei=
Sängerbund Germania Eppelsheim mit 164 Punkten den
Taſſenpreis.
kichelſtadt, 18. Juni. Theater. Unter Leitung des Direk=
tenberger
brachte das Frankfurter Volkstheater am Sonntag
pank mit Geſang Die ſchöne Holländerin vor vollbeſetztem
Städt. Saalbau zur Aufführung. Die Leiſtungen der Schau=
aren
ohne jeden Tadel. Einige Geſangseinlagen während der
die von Frau Ivene Bertſch zum Vortrag gebracht wurden,
en das Publikum zu ſtarkem Beifall, ſo daß ſich die Künſtlerin
Einlage verſtehen mußte. Das Enſemble des Divektors Wür=
hat
jedenfalls auch mit dieſer Veranſtaltung einen durch=
m
Erfolg erzielt.
E Tichelſtadt, 18. Juni. Vom Stadtſchulneubau. Der
Neuclu der Stadtſchule macht rüſtige Fortſchritte. Nachdem der Ge=
dieſer
Tage an die wenigſtfordernde Firma Käufer u. Cie.,
ke Heizungsanlage zum Preiſe von 6040 Mark vergeben hat,
kann2 rechtzeitiger Lieferung damit gerechnet werden, daß die Räume
Iſt dieſes Jahres bezugsfertig ſein werden. Ein vor kurzem
kattgt Dener Unfall iſt ohne ernſte Folgen vorüber gegangen. Durch
ötſamkeit der Beteiligten wurde eine friſch eingezogene Decke
chädigt und ein Arbeiter hierbei verletzt. Im Uebrigen iſt
au bis heute ohne Schwierigkeiten vonſtatten gegangen.
us dem Langenbrombach=Tal, 19. Juni. Am Sonntag, den
feiert unſer hieſiger Geſangverein ſein 60jähriges
Tjubiläum, verbunden mit Einweihung einer neuen
Die neue Fahne wird nach dem Muſter der alten verfertigt
unſerem Dorf iſt ein ſolches Feſt eine Seltenheit, zumal das
24 Jahren war.

kunde geweckt. In Anerkeunung ſeiner hervorragenden Verdienſte habe
ihn der Gemeinderat in ſeiner Sitzung vom 24. Mai d. J3. einſtim=
mig
zum
Ehrenbürger der Stadt Groß=Gerau
gewählt. (Langandauerndes Bravo!) Warme, herzliche Glückwünſche
ſpreche ihm die Stadt und ſeine Bürgerſchaft aus. Als äußeres Zeichen
der Anerkennung überreichte Redner dem Jubilar ſein Porträt, mit
der Unterſchrift: Die Stadt Groß=Gerau ſeinem Ehrenbürger. Das
gleiche Porträt ſoll in dem hiſtoriſchen Nathaus der Stadt Groß=Gerau
Platz finden.
Miniſterialrat Dr. Wagner beglückwanſchte mit warmen Wor=
ten
den Jubilar. Nicht nur ſeine Vaterſtadt, ſondern alle Gelehrten
und Wiſſenſchaftler beglückwünſchten ihn zu ſeinem 70. Geburtstage.
So wolle auch er im Namen des Denkmalsrats des Volksſtaates Heſſen,
dieſer geſetzlichen Körperſchaft, dem hochverdienten Wiſſenſchafter,
Chroniſten, Heimatforſcher und Denkmalpfleger mit den herzlichſten
Segenswünſchen Dank und Anerkennung für ſeine uneigennützige Tätig=
keit
ausſprechen. Namens des Denkmalsrats überreichte er eine Glück=
wunſchurkunde
mit dem aufrichtigen Wunſche, daß der Jubilar noch
lange Jahre ſeiner Familie und Heimat erhalten bleiben möge.
Direktor Dr. Dietrich beglückwünſchte den Jubilar im Namen
des Heſſiſchen Staatsarchivs. Er unterſtrich die ſegensreiche Tätigkeit
Diehls, deſſen Initiative und Tatkraft die Gründung einer Octsgruppe
des Hiſtoriſchen Vereins in Groß=Gerau zu verdanken ſei. Der Hiſto=
riſche
Verein habe Grund, ſein hervoragendes Mitglied zu feiern, und
als ſchwaches Zeichen der Dankbarkeit übermittele er dem Geburtstags=
kind
die Ernenung zum Ehrenmitglied.
Profeſſor Dr. Behn vom Römiſch=Germaniſchen Muſeum Mainz
überbrachte die herzlichſten Glückwünſche und betonte in ſeiner An=
ſprache
, daß der Jubilar ein ſtets gern geſehener Gaſt in dem Kur=
fürſtlichen
Schloſſe zu Mainz ſei. Er komme ſtets mehr als Gebender
denn Nehmender; ſeine Tätigkeit werde hoch geachtet und geſchätzt,
und deshalb wolle das Inſtitut unter den Gratulanten nicht fehlen.
Prälat D. Dr. Diehl beglückwünſchte mit herzlichen Worten ſei=
nen
Verwandten. Insbeſondere als Vertreter der Landeskirche über=
mittele
er dem Kirchenvorſtand Diehl, dem allzeit in ſeinem Berufe
rührigen Bauunternehmer und hervorragenden Forſcher die herzlichſte
Gratulation. Dieſe Gratulation werde durch das künſtleriſch ausge=
führte
Gedenkblatt unterſtrichen. Seine Tätigkeit ſei nicht nur aus der
Liebe zur Wiſſenſchaft und Heimat geboren, ſondern auch aus dem
ſozialen Bewußtſein, daß Gott dem Einzelnen die Kräfte nicht nur für
ſich gegeben habe, ſondern dazu, daß er ſie in den Dienſt der Allge=
meinheit
ſtelle, denn das Wort Gottes heiße: Wer will Euer Vo= ſein, der ſei Euer aller Diener‟. Nun wolle er noch als
Privatmann zu dem Jukilar ſprechen. Das eine ſei ihnen gemein,
die Sorge um Heinat, Vaterland, die Liebe zur Geſchichte und den
Menſchen. Möge der Jubilar erleben, daß ſein Werk der Allgemein=
heit
zugänglich werde, tie dann aus dieſem Werk lerne und gewinne.
Prälat D. Dr. Diehl überreichte dem Gefeierten den dritten Band
ſeines Werkes Haſſia ſacra mit perſönlicher Widmung
Abg. Haury beglückwünſchte als Vertreter des Verbandes Heſſi=
ſcher
Zimmemeiſter und des Bundes deutſcher Zimmermeiſter Herrn
Diehl und gab ſeiner ſtolzen Freude Ausdruck, daß der Jubilar als
eflichttreuer Kollege nicht nur in ſeinem Fache, ſondern auch für die
Wiſſenſchaft hervorragende Arbeit geleiſtet habe. Möge er noch lange
Zeit in Geſundheit ſeine Tätigkeit ausüben können. Als äußeres Zei=
chen
der Hochachtung und Anerkennung überreichte er dem Jubilar
einen goldenen Ehrenbecher.
Syndikus Dr. Kollbach als Vertreter der Heſſiſchen Handwerks=
kammer
beglückwünſchte Herrn Diehl mit herzlichen Worten. Das
heſſiſche Handwerk ſei ſtolz auf einen ſolchen Vertreter, der für alle
Zeiten ein vortreffliches Vorbild ſei. Ganz beſondere Freude emp=
finde
er, daß an dem heutigen Tage Gelegenheit gegeben ſei, der Dank=
barkeit
aller Ausdruck zu geben. Seine Arbeiten hätten die Kraft
Heimatliebe zu erhalten. In dieſem Sinne äußerte er nochmals herz=
lichſte
Glückwünſche.
Pfarrer Seriba ſprach für den Hiſtoriſchen Verein, Ortsgruppe
Groß=Gerau und ehrte den Vorſitzenden des Vereins durch Ernen=
nung
zum Ehrenmitglied. Der Verein ſei ihm zu unauslöſchlicher
Dankbarkeit verpflichtet und wünſche ihm alles Gute für die kommende
Zeit.
Zahlreiche Glückwunſchanſprachen wurden noch gehalten, ſo u. a.
von Gemeinderat Faßbach im Namen des geſamten Groß=Gerauer
Handwerks, von Direkter Dr. Lettermann (Realſchule. Groß=
Gerau), von dem Vorſitzenden Fritz von dem Groß=Gerauer Turn=
verein
1848, von einem Vartreter der Preſſe, von dem Krieger= und
Militärverein Groß=Gerau durch deſſen Vorſitzenden Metz, von Leh=
rer
Rothſchild für die iſrgeliſche Gemeinde, von Dr. Theiſt, für
den Verkehrsverein Groß=Gerau, und von dem Vorſitzenden des Schüt=
zenvereins
Lämmermann.
Der Jubilar dankte in bewegten Worten für all die Ehrungen, die
ihm zuteil geworden waren. Mit ſtimmungsvollen Muſik= und Geſangs=
darbietungen
und einem Schlußwort des Groß=Gerauer Bürgermeiſters
wurde die Feier geſchloſſen.

c. Neckarſteinach, 19. Juni. Der hieſige Sängerbund erwarb ſich
bei dem Geſangswettſtreit in Großſachſen am 17. Juni mit 70½ Punk=
ten
den 3. Preis in der oberſten Stadtklaſſe. Die Leiſtungen des
Vereins bedeuten im Vergleich zu ſeinen früheren Wettbewerben einen
bedeutenden Fortſchritt, der dem ſtrebefreudigen Eifer des Dirigenten,
Herrn Heinrich Ziegler, Heidelberg=Kirchheim, und ſeiner Sängerſchar
ein glänzendes Zeugnis werden läßt.
* Hirſchhorn, 19. Jumi. Waſſerſtand des Neckars am
18. Juni: 0,72 Meter; am 19. Junk: 0,74 Meter.
* Gernsheim, 19. Juni. Waſſerſtand des Rheins am
18. Juni: 1,62 Meter; am 19. Juni: 1,61 Meter.
* Frieſenheim (Rhh.), 19. Juni. Tödliche Folgen eines
verbotenen Eingriffes. Die von Medizinalrat Dr. Schüp=
pert
vorgenommene Obduktion der in ihrer Wohnung tot aufgefundenen
2ljahrigen Frau Knoob hat ergeben, daß der Tod unmittelbar nach
einem verbotenen Eingriff gegen das keimende Leben erfolgt iſt, den ſich
die Frau ſelbſt beigebracht hat. Nachdem die Staatsanwaltſchaft Mainz
und das Amtsgericht Oppenheim die erforderlichen Feſtſtellungen ge=
troffen
hatten, wurde die Leiche zur Beerdigung freigegeben. Man
bmngt dem Witwer und ſeinen beiden Kindern im Alter von zwei und
dr ei Jahren allgemein= Anteilnahme entgegen.
f. Bodenheim, 19. Juwi. Unfall. Als ein Weingutsbeſitzer am
Montag mit einem ihm helfenden Winzer in den Weinbergen von der
Batterieſpritze Gebrauch machte, platzte wahrſcheinlich eine Niet=, die
beiden Perſonen wurden von dem Luftdruck, der ſechzehn Atmoſphären
betrug, zu Boden geſchleudert. Dem einen flog ein Splitter gegen den
Kopf und drang ſo weit hinein, daß der Arzt ihn entfernen mußte.
* Alzey, 19. Juni. Reit=, Spring= und Fahrturniere.
Am Sonntag, den 24. Juni, veranſtaltet der Provinzialverband rhein=
heſſiſcher
Reit= und Fahrvereine ſein zweites Rei=, Spring= und Fahr=
turnier
nebſt Flach= und Hindernisreiten im Stadion der Stadt Alzeh.

Bücherſtunde. 6 18.15: Vereinsnachrichten. Mitteilungen. S 18.30:
Dr. Mertens: Nächtliches Tierleben in den Tropen. o 18.45:
Franzöſiſcher Sprachunterricht. 19.30: Frankfurter Opernhaus:
Der Troubadour. Oper m vier Akten von Verdi. Per).: Leonore,
Gräfin von Sergaſto: Elſe Gentner=Fiſcher; Inez, deren Vertraute:
Erna Recka: Graf von Luna: Stern; Ferrando, ſein Vaſall=
Schneider; Azucena eine Zigeunerin: Betty Mergler; Manrico,
ein Troubadour: Völker; Rurz, Manricos Freund: Wittazſchek;
ein Bote, Dienerſchaft, Gefolge, Soldaten, Zigeuner und Zi=
geunerinnen
. Ort: Biscaya und Aragonien. Zeit: 15. Jahrh.
Muſ. Leit.: Martin.
Stuttgart.
Mittwoch, 20. Juni. 12.30: Schallplattenkonzert. o 15:
Kinderſtunde. Tante Gretle und Onkel Ott, Funkorch. O 16.15: Ope=
retten
=Nachmittag. Funkorch. Einl.: Maria Loerch. 18: Land=
wirtſchaftsnachrichten
. o 18.15: H. Spiro: Die Haftpflicht im
täglichen Leben. 18.45: Prof. Dr. Münzinger Hohenheim:
Das Studium der Landwirtſchaft und ſeine Berufsmöglichkeiten.
O 19.15: Einführungskurs in die ſpan. Sprache. 20: Aus dem
Kurſaal Cannſtatt: Abendkonzert, ausgef. vom Philharm. Orcheſter
Stuttgart. Leit.: Dir. Leimeiſter. Cornelius: Ouv. Barbier von
Bagdad. Strauß: Suite Roſenkavalier. Tſchaikowſky: Ballett=
muſik
zu Nußknacker. 0 21: Die Jagd nach dem Glück‟. Eine
Reiſe um die Welt in zwölf Sendefolgen. Rundfunkznklus von C.
Struve. Elfter Abend: Paris. Mitw.: Die drei Weltbummler:
Georg Ott. Ernſt Stockinger, Carl Struve. O 92: Das deutſche
Gedicht und die deutſche Proſa der letzten 100 Jahre. Bis zum
Expreſſionismus. Mitw.: Ellen Beck, Fr. Wiſten, R. Arndt, P.
Enderling. Hofmannsthal: Prolog zu dem Buch Anatol, Terzinen
über Vergänglichkeit. Rilke; Bodenſee. Die großen Städte.
Dauthendey: Aus Der brennende Kalender: Juli, Auguſt.
Schönberg: Aus dem Zyklus Die hängenden Gärten. Dauthendey:
Nächtliche Schaufenſter, Skizze. Rubiner: Eine Botſchaft.
Werfel: Verfluchung. Benn: Geſänge. Heym: Marathon.
Lichtenſtein: Wanderer am Abend. Wolfenſtein: Verdammte
Jugend. Döblin: Aus dem Islandbuch. Hindemith: Aus
Marienleben (Rilke). Anſchl.: Nachrichten.
Berlin.
Mittwoch, 20. Juni. 15.30: Dr. Götz: Die nervöſe Frau im
Beruf 6 16: Prof. Dr. Gins: Seuchenbekämpfung im Wandel
der Zeiten. O 16.30: Städtebilder. Dr. Hieber: Oslo, o 17:
Drittes Kinderfeſt. Leit.: Alfred Braun. e 18.45: Gartendirektor
Leſſer: Unſere Zimmerpflanzen im Sommer. 19.10: Jaretzki: Ein
Beſuch bei Prof. Kainer und Benno von Arent. o 19.35: Ehrt die
deutſche Mutterſprache! Rektor Exner: Volkserziehung durch Namen=
kunde
. 0 20: P. Faber: Berliner Fußballſport. o 20.30: Lieder
verſchiedener Nationen. Rußland, Italien, Frankreich, Spanien,
Schweden. Deutſchland Ungarn. Irene de Noiret (Sopran), am
Flügel: Rohſtock. O 21.10: Kammermuſik. Dittersdorf: Streichqu.
Fedur. Schubert: Streichquartett E=dur. Beethoven: Streichqu.
Cmoll. Ausf.: Prof. Deman (1. Violine), Kornſand (2. Violine),
Wagner (Bratſche), Dechert Cello). Anſchl.: Tagesnachrichten.
6 22.30: Meeresrauſchen. Dr. Becce’s Sinfoniker. Johanna Storbeck
(Sopran). Am Flügel: Ben Geyſel.
Stettin. 21: Volkstümlicher Abend. Chor der Arndt=Mädchen=
Mittelſchule. W. Wolf (Tenor), Mardolinenvereinigung Pittelkow.
Flügel: Scheibenhofer. Anſchl.: Tagesnachrichten.
Deutſche Welle. Mittwoch, 20. Juni. 12: Prof. Dr. Adam und
Rektor, Lorentz: Schulpraktiſcher Lehrgang der Ernährungslehre.
6 12.30: Mitteil. des Reichsſtädtebundes. e 12.40: Mitteil, des
Verb. der preuß. Landgemeinden. O 15: Aus dem Zentralinſtitut.
o 15.35: Wetter und Börſe. o 15.40: Adele Schreiber=Krieger:
Die Frauen m neuen Reichstag. o 16: Schulkundliche Fragen.
0 16.30: K. Rosner: Walter Bloem zum 60. Geburtstag. 17:

Fortgeſchrittene. 0 18.55: Techniſcher Lehrgang: Elektrotechnik.
19.20: Prof. Dr. Mersmann: Einf, in das Verſtehen von Muſik.
o 20.30: Berlin: Lieder verſchiedener Nationen. Irene de Noiret
(Sopran‟. Am Flügel: Karl Rohſtock. 6 210: Berlin: Kammer=
muſik
. Deman=Quartett. Werke von Dittersdorf, Schubert und
Beethoven. Anſchl.: Peſſenachr. o 22.30: Meeresrauſchen.
Mitw.: Johanna Storbeck (Sopran), Dr. Becces Sinfoniker.
Wetterbericht.
Gießen, 19. Juni.
In der in weſtöſtlicher Richtung ſich über die britiſchen Inſeln,
Südſtandinavien und dem Baltikum erſtreckenden Rinne tiefen Druckes
beeinfluſſen Ausläufer an ihrer Südſeite unſere Wetterlage. Durch
Zufuhr wärmerer Luftmaſſen haben ſich die Temperaturen etwas ge=
hoben
. Unter ihrem Einfluß werden ſie zwar noch etwas weiter au=
ſteigen
, aber nicht den normalen Stand der Jahreszeit erreichen,
Außerdem folgen in ihrer Begleitung weiterhin zeitweiſe Niederſchläge.
Ausſichten für Mittwoch, 20. Juni:
Wolkig bis bedeckt, Temperaturen zunächſt noch etwas anſteigend,
zeitweiſe Regenfälle.
Ausſichten für Donnerstag, 21. Juni:
Wolkig mit Aufheiterung, Temperaturen ſchwankend, ohne weſent=
liche
Niederſchläge.

Ort: Wetter: Temp.
in C‟ Wind: Nieder=
ſchlag

in mm Rte
decke
in em Gießen. bedeckt 12 GG 3,8 Aachen: wolkig 13 SW. Hamburg: heiter 10 W. 0,3 Berlin: heiter 12 WSN. 3 München: heiter 13 ſtill 0,1 Königsberg: heiter 10 N. 01 Breslau: wolkig 11 WNW. 1

Witterungsverhältniſſe der deutſchen Bergſtationen:

Feldberg:
(Taunus) wolkig SSW. 1 Waſſerkuppe: Regen SW. 0,1 Feldberg:
(Schwarzw.) wolkig SW. Zugſpitze: wolkig WSW. 190 Kahler Aſten: Fichtelberg: wolkig WSV, 0,6 D Schneekoppe: wolkig W. 0,2

Hauptſchriftleitung. Rudolf Maupe
Verantwortlich für Politit und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feuilleton Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andrea Bauer; für
Die Gegenwart Dr. Herbert Nette; ſür den Inſeratentel: Willy Kuble: Druc
und Verlag: C. C. Wiitich ſämtlich in Darmſſad.
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nich/ übernommen.
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.

bartGeld

Zum
Festhalten
von Verbänden

Wichtig für Haushalt, Werkstatt, Sport (Radfahrer, Radio-Bastler, Kanufahrer u8/.)
B Achten Sie auf den Namen Leuzoplast, da Nachahmungen im Handel sind.
Srhältlich in Apét
erien, Bandagengeschäften in Rollen von 30 Pf. an.

Gine

Leukoplast ist immer gut.
Wenn man sich verwunden tuk.
Aber nicht nur zu Verbänden
Kann man Leukoplast verwendens
Pappe, Porzellan und Glas.
Alles, Alles kittet das.
Ansteckdosen, Bilderrahmen,
Schachteln, Schirme, Puppendamen.
Gummischläuche, Badekappen.
Regenmäntel, Aktenmappen,
Noten, Bilder, Thermometer,
Goethes Faust und Struwwelpeter,
Alles klebt das LEUKOPLAST.
Sorg, daß Du’s im Hause hasti

[ ][  ][ ]

Seite 8

Mittwoch, den 20. Juni 1928

Drei Junkersflugzeuge für Afghaniſtan.

Start der afghaniſchen Flugzeuge auf dem Tempelhofer Felde in Berlin.

Das erſte der drei Flugzeuge wurde dem König von Afghaniſtan von der Reichsregierung ge=
ſchenkt
. Es iſt die dreimotorige Junkersmaſchine G 24. Die beiden andern ſind Junkers= Ver=
kehrsflugzeuge
Typ F 13, die der König in Deutſchland gekauft hat. Alle drei Flugzeuge tragen
das afghaniſche Staatswappen, aber keine Zulaſſungsnummer. Der Flug wird ſie über Moskau,
Baku, Teheran nach Kabul führen. Die Flugmaſchinen führen zahlreiche Erſatzteile an Bord,
damit in Kabul eine regelrechte Flugpoſt errichtet werden kann.

Radio in der Wüſte.

Radiokonzert vor den Eingeborenen im Innern Nordafrikas.
Der Zauberkaſten der Expedition bildet den Hauptanziehungspunkt des Intereſſes der Ein=
geborenen
. Photos, Grammophon und Nähmaſchine kennen ſie bereits, aber wenn ſie den Rund=
funkdarbietungen
lauſchen überrieſelt ſie ehrfürchtiges Gruſeln. Die Ziviliſation ſchreitet nur
zu ſchnell vor. Wie wird es in zehn Jahren ſein?

Reich und Ausland.
A. T. V. Tuiskonia (Akad. Turnbund).
In den Tagen vom 21. bis 24. Juni begeht die
Akad. Turnverbindung Tuiskonia, Frankfurt a. M.,
ihr 31. Stiftungsfeſt. Die Verbindung, deren aus=
ſchlaggebende
Bedeutung für die Pflege von Turnen
und Sport unſerer Univerſität ſich bei zahlreichen
Anläſſen gezeigt hat, trägt am 22. Juni, nachmittags
3 Uhr, auf dem Feſthallen=Sportplatz ſportliche
Wettkämpfe aus. Es iſt anzunehmen, daß auch die
Alten Herren des Akad. Turnbundes daran teil=
nehmen
. Abends findet ein Ball in der Loge Mozart
ſtatt. Den Höhepunkt des Feſtes bildet aber der
nächſte Tag. Am Nachmittag des 23. Juni erfolgt
die Weihe des neuen Tuiskonen=Hauſes, Böhmer=
ſtraße
21, das aus den Mitteln der Altherrnſchaft
geſchaffen worden iſt. Außer den akademiſchen und
anderen Behörden und der hieſigen Alten Herren
werden Vertreter des Bundes aus ganz Deutſchland
erwartet. Sie werden Frankfurt a. M. das ſeltene
Bild einer Chargierten=Auffahrt bieten.
Rhein=Main=Modellflug=Wettbewerb.
Der Flugtechniſche Verein 1909 Frankfurt a. M.
E V. veranſtaltet am 1. Juli 1928, nachmittags, auf
dem Gelände des Flughafens Frankfurt a. M.= Reb=
ſtock
einen Wettbewerb für Modellflugzeuge aller
Art. Für die Veranſtaltung, die die Unterſtützung
aller maßgebenden Behörden gefunden hat, ſtehen
eine Reihe wertvoller Geld=, Material= und Ehren=
Preiſe zur Verfügung. Meldeſchluß iſt der 27. Juni
1928. Meldungen ſind abzugeben bei der Geſchäfts=
ſtelle
des Flugtechniſchen Vereins: Rechtsanwalt Dr.
Hugo Stern, Frankfurt a. M., Junghofſtraße 27,
wo Intereſſenten auch die Ausſchreibung erhalten
können.
Starkes Fernbeben.
Heidelberg. Ein äußerſt heftiges Fernbeben,
deſſen Herd in 9500 Kilometer Entfernung liegt,
regiſtrierte am Montag früh der Seismograph der
Landesſterwwarte auf dem Königſtuhl. Die erſten
Wellen kamen um 4,32 Uhr, die zweiten um 4,43
Uhr, die langen Wellen um 5,01 Uhr. Das Maxi=
mum
war um 5,14 Uhr. Die Bewegung erloſch erſt
gegen 8 Uhr.
Neue Funde auf der Saalburg.
Bad Homburg. Unter Leitung des Direktors
des Saalburgmuſeums Dr. h c. Jacoby wurden an
der Nordweſtſeite der Saalburg neue Grabungen
vorgenommen. Nach Beſeitigung des hinter der
Mauer liegenden Wallganges ſtieß man auf tiefe
Aſchenſchichten und legte dann eine Reihe gut er=
haltener
Backöfen auf, allerdings waren die aus
Lehm und Ziegelbrocken hergeſtellten kuppelförmigen
Ueberwölbungen eingeſtürzt. Dieſer Backofenfund
iſt einer der größten der bisher getätigten, was
bedingt iſt durch die Stärke der einſtigen römiſchen
Beſatzung der Saalburg, die ſich auf etwa 500 Mann
belief. Von dieſen erhielt ein jeder eine Tagesration
von 2½ Pfund Weizen, den er ſelber vermahlen und
zu Brot verbacken mußte.
Raubüberfall?
Bad Homburg. Auf eine Dame aus Ober=
urſel
, die ſich mit einem größeren Geldbetrage auf
dem Wege von Bad Homburg nach Oberurſel befand,
verübte in der Nähe der Knobelsmühle der Arbeiter
Hugo Vogel aus Weißkirchen einen Ueberfall. Die
Angegriffene ſetzte ſich energiſch zur Wehr und brachte
dem Angreifer erhebliche Kratzwunden bei, wurde
aber auch ſelber verletzt. Auf ihre Hilferufe eilten
Leute herbei, die den Arbeiter feſtnahmen, ihm die
nötige Abreibung verabfolgten und ihn dann der
Polizei übergaben. Ob es ſich um einen Raubüber=
fall
oder am ein Sittlichkeitsattentat handelt, iſt
zurzeit noch nicht geklärt.
Ehrung des Begründers der Baumeſſe.
In einer verhältnismäßig kurzen Zeitſpanne hat
die in Verbindung mit der Techniſchen Meſſe in Leip=
zig
abgehaltene Baumeſſe eine Bedeutung erlangt,
die von allen Kreiſen reſtlos anerkannt wird. Die
Baumeſſe verdankt ihre Größe nicht zuletzt der un=
ermüdlichen
Arbeit ihres Begründers Dr. Albert
Müller, der ſich der Förderung ſeiner Schöpfung mit
ganzer Kraft gewidmet hat. Als äußeres Zeichen
der Anerkennung hat der Arbeitsausſchuß des Leip=
ziger
Meßamts Dr. A. Müller die für beſondere
und langjährige Dienſte im Intereſſe der Leipziger
Meſſe geſchaffene Meßplakette verliehen.

Miß Earharis Ozeanflug.

Unſer Bild zeigt Miß Earhart, die Leiterin des
Flugunternehmens, oben die Freundſchaft und
rechts den Piloten Stulz.

Hauptverſammlung des Allgemeinen Deutſchen
Jagdſchutzvereins in Danzig.
Vom 22. bis 24. Juni wird in Danzig die
Hauptverſammlung des Allgemeinen Deutſchen Jagd=
ſchutzvereins
ſtattfinden. Mit einer großen Beteili=
gung
der Jäger aus dem ganzen Reiche iſt zu rech=
nen
. Mit etwa 150 000 Mitgliedern gliedert ſich der
Allgemeine Deutſche Jagdſchutzverein in B Landes=,
450 Bezirksvereine und 145 körperſchaftlich ange=
ſchloſſene
Vereine und Verbände. Er iſt die größte
jagdliche Organiſation Deutſchlands und beſteht ſeit
53 Jahren. Die Hauptverſammlung des Allge=
meinen
Deutſchen Jagdſchutzvereins ſteht im Brenn=
punkte
des Intereſſes der geſamten Jägerwelt. Die
Hauptverſammlung wird vorausſichtlich einen ſehr
eindrucksvollen Verlauf nehmen; Behörden und
Bürger Danzigs haben einen glänzenden Empfang
vorbereitet. Von der großen Jägertagung erwartet
man eine Stärkung des Deutſchtums im Oſten.
Großer Juweleneinbruch am Kurfürſtendamm.
Für 50 000 Mark Beute.
Berlin. Einbrecher ſuchten in der Nacht zum
Dienstag das Geſchäft von Voß Nachfolger, Inhaber
Schilling, in dem Hauſe Joachimsthalerſtraße 9 an
der Ecke des Kurfürſtendammes, heim. Herr Schilling
war früher Mitinhaber der Juwelenhandlung von
Linſer in der Friedrichſtraße, die ſeinerzeit von der
Kolonne Borries und Genoſſen ausgeplündert wurde.
Die Verbrecher gingen vom Hof aus durch die Kel=
ler
vor. Bwei Türen öffneten ſie mit Nachſchlüſſeln,
eine dritte bohrten ſie an und ſchnitten aus der
Mitte ein Stück heraus, ſo daß ein ſchmächtiger
Menſch gerade hindurchkriechen konnte. Dieſer beſei=
tigte
von innen das Schloß und ließ ſeine Kom=
plizen
ein. Die Einbrecher kamen ſo zunächſt in den
Lagerkeller eines Kolonialwarengeſchäftes, das neben
dem Juwelenladen liegt. Sie bohrten dann ein 50
mal 40 Zentimeter großes Loch durch die Decke, die
aus einer Beton= und zwei Holzſchichten beſteht.
Durch das Loch ſtieg wahrſcheinlich nur wieder der
Schmächtige hinauf und machte ſich an die Schau=
femterauslage
heran. Er holte die wertvollſten
Sachen, Juwelen und Goldwaren aller Art, Bril=
lantringe
uſw. mit den Kartouchen heraus und
reichte ſie ſeinen Komplizen hinab. Im Keller leerte
die Bande die Kartouchen. Bevor ſie den Ort ihrer
Tätigbeit verließen, taten ſie ſich in dem Vorrats=
keller
der Kolonialwarenhandlung an Speiſen und
Getränken gütlich. Den Rüchweg nahmen ſie wieder
über den Hof und den Hausflur. Der Geſamtwert
der Beute beträgt nach den bisherigen Feſtſtellungen
50 000 Mark.
In der Wüſte verſchollen.
Baſſorah. Engliſche Heeresflugzeuge ſtellen
ſeit Montag morgen Nachforſchungen in der Wüſte
nach einem Automobil an, das am Samstag morgen
Baſſorah mit 21 Reiſenden verlaſſen hat, aber an
ſeinem Beſtimmungsort Naſiriyah nicht eingetroffen
iſt und auch ſeitdem nicht wieder geſehen wurde.
Zugzuſammenſtoß.
Madrid. In der Vorſtadt Villaverde ſtießen
zwei Perſonenzüge zuſammen. Etwa 30 Perſonen
wurden mehr oder weniger ſchwer verletzt.

Der langgeſuchte Poſträuber gefaßt.
Halle. Einer der Poſträuber, die in den
letzten Wochen zahlreiche Poſtwagen auf den Strecken
des Reichsbahndirektionsbezirks Halle beraubt haben,
iſt in der Nacht zum 19. Juni in der Nähe von
Schkeuditz bei der Beraubung eines Poſtpaketwagens
feſtgenommen worden.
Schwerer Einbruch in ein Münchener
Juweliergeſchäft.
München. In der Nacht zum Dienstag wurde
in einem Juwelengeſchäft in der Dienerſtraße ein
ſchwerer Einbruch verübt, bei dem den Tätern nach
bisheriger Schätzung Uhren, Brillanten, Ringe und
andere Wertgegenſtände im Geſamtwerte von etwa
40000 Mark in die Hände fielen. Die Einbrecher
drangen aus einem Zimmer im erſten Stock nach
Durchbrechung des Fußbodens und der Decke in die
Geſchäftsräume der Firma ein. Nach den hinter=
laſſenen
Spuren handelt es ſich um die Verbrecher,
auf deren Konto auch die verſuchten Pelzdiebſtähle
der letzten Zeit zu ſetzen ſind, die in gleicher Weiſe
ins Werk geſetzt wurden.
Der Generaldirektor der Ungariſchen Luft=
verkehrsaktiengeſellſchaft
in Wien verhaftet.
Wien. Der 48jährige Generaldirektor der Un=
gariſchen
Luftverkehrs A.=G. in Budapeſt, Szeghö,
der ſeit März d. J. in einem hieſigen Hotel wohnt,
iſt verhaftet worden. Der ungariſche Staatsgerichts=
hof
in Budapeſt hat gegen ihn wegen Verdachts der
Veruntreuung und Urkundenfälſchung Haftbefehl er=
laſſen
und ſeine Auslieferung beantragt, Szeghö er=
klärte
, die gegen ihn erhobenen Anſchuldigungen als
ungerechtfertigt und behauptete, daß ſie im Zuſam=
menhang
mit den Beſtrebungen ſtänden, ihn von der
Leitung der Luftverkehrs A.=G., von der er 50 Pro=
zent
der Aktien beſitze, zu entfernen.
Bluttat im Gerichtsſaal.
Wien. Im Verlaufe eines Ehrenbeleidigungs=
prozeſſes
, der vor dem Hietzinger Bezirksgericht ſtatt=
fand
, hat der Redakteur Oskar Poffl den Redakteur
Bruno Wolf vom Neuen Wiener Journal wäh=
rend
der Verhandlung durch drei Revolverſchüſſe in
die Bruſt getötet. Der Täter war vor geraumer
Zeit von Wolf der Beſtechung und Erpreſſung ge=
ziehen
worden. Bei der von Poffl eingebrachten Ver=
leumdungsklage
wurde der Klage Poffls Recht ge=
geben
. Poffl hatte nunmehr gegen Wolf die Ehren=
beleidigungsklage
eingereicht, in deren Verlauf Poffl
den Redakteur Wolf getötet hat. Wolf war ſofort
tot, Poffl wurde verhaftet.
18 Perſonen nach dem Genuß von Hackfleiſch
erkrankt.
Merke n b. Führen. Hier erkrankten am Sonn=
tag
und Montag aus ſieben Familien 18 Perſonen
unter bedenklichen Vergiftungserſcheinungen nach
dem Genuß von Hackfleiſch und friſcher Bratwurſt.
Eine Unterſuchung iſt eingeleitet. Bis jetzt ſind noch
keine Todesfälle zu verzeichnen.
Keſſelexploſion.
Bogota. Bei einer Keſſelexploſion, durch die
das kolumbiſche Kanonenboot Herkules auf dem
Magdalenenſtrom zerſtört wurde, ſind von der
70köpfigen Bemannung 37 Perſonen getötet und 10
ſchwer verletzt worden.

Wildbad im Schwarz
Sprunghafte Steigerung der Be
Juliprogramm.

Der ſtarke Beſuch Wildbads hält on
ſind 7486 Gäſte gegen 5637 bis zum
des Vorjahrs eingetroffen. Die
nach gegenüber 1927 um rund ein Dritte
geſchnellt. Seit 1. Juni werden durck
100 Bäder täglich mehr abgegeben als u
Ausflugsziel kommt Wildbad mit
Lage immer mehr in Mode. So hatte
auf den Sommerberg an den beiden Pfir
rund 12000 Perſonen zu befördern

Aus dem ſehr reichhaltigen Julibrogran
neben den täglich drei= bis viermaligen
der ausgezeichneten Kurkapelle (36 Man
reichen Tanzunterhaltungen und Bälle
lichen Vorſtellungen im Landeskurthegter
hervorgehoben: Konzerte der Kurkavelle
15. in den Kuranlagen und in der Trinkba
Mitwirbung ſtarker Männerchöre, abend
foniekonzerte am 5., 19. und 26. zum
namhaften Soliſten, Vortragsabende erſter g
2. und B., ein Künſtlerfeſt des Landesr,
am 14., eine große Lenz= Promenaden=
am
2., ein Tennisturnier am 21. und
Modenſchau mit Ball am B. und als gan
deres Ereignis eine Mozart=Feſtſpielwo=
8.13. (Krönungsmeſſe, Mozarttänze des
garter Landestheater=Balletts, Mozart=
Konzert mit Soliſten, Mozart=Oper Entfüh=
dem
Serail, Mozart=Kammermuſik, Moza
niekonzert mit Soliſtin).

Bundestag des Reichsbundes der Ziv
berechtigten in Breslau.

Der Reichsbund der Zivildienſtberechtie
vom 21. bis 23. Juni 6. J. in Bresla
31. Bundestag ab. Der Reichsbund iſt die
Spitzenorganiſation und Vertretung von 19
maligen aktiven Berufsſoldaten der alten ur
Wehrmacht, ſowie derjenigen Angehörigen
zelnen Schutzpolizeien und des Reichswaſſe
die mit dem Polizeivevſorgungsſchein ause
ſind. Der Bundestag ſoll die Nöte des Stau
legen und wird Wege zeigen müſſen, dur
die Unterbringung der vielen Tauſende au
lung wartenden Verſorgungsanwärter, b
Anſpruch auf dieſe Anſtellung haben, geſick
den kann.

Die Theaterbeſucher ohne Nachturle

Ein heiteres Vorkommnis erzählt ein
Blatt aus einer franzöſiſchen Provinzſtat
Theatergruppe gab im Stadttheater eine
lung der Tosca. Bis zu Beginn der Vr
hatten ſich jedoch nur etwa 20 Zuſchaue
funden. Der Bariton der Truppe hatte dar
glänzende Idee, drei Muſiker des Orcheſter
umliegenden Wirtſchaften zu entſenden und
daten einer in der Nähe befindlichen Kaſe
unentgeltlichen Beſuch der Vorſtellung eit
Das Mittel wirkte, in wenigen Minuten
Haus gefüllt und den Künſtlern war die Beſ
erſpart, vor leerem Saale zu ſpielen. Der
wickelte ſich glänzend ab. Die braven
klatſchten begeiſtert Beifall und die Darſtel
ten fünfmal vor dem Vorhang erſcheiner
gegen Ende des zweiten Aktes machte ſich u.
Zuſchauern eine gelinde Unruhe bemerlb
Soldat nach dem anderen erhob ſich und ſe
den Spitzen ſeiner derben Stiefel dem Aus
Es dauerte nicht lange, ſo waren ſämtlie
karteninhaber bis auf einen einzigen verſd
Das war der alleinige Inhaber eines Nacht
ſcheines, während alle anderen um 10 Uhr
Quartieren ſein mußten. Die Künſtler ſpie
denhaft zu Ende!

Kral

Ein Zeppelin=Fernflug
Friedrichshafen-Kalifornien gepla
NewYork. Aſſociated Preß meldet a
Zeach (Kalifornien); Bürgermeiſter Hauge
in, er habe von Dr. Eckener die Nachricht
ſaß der neue Zeppelin, der in Friedrichshaf
Follendung entgegengeht, im Juli einen
Fernflug von Friedrichshafen nach Long Be
ſuchen werde. Die Ankunft des Luftſchiffe
vährend der in Long Beach ſtattfindenden
ing der pazifiſchen Südweſtſtaaten erfolg
Zeamten der Ausſtellung erklärten, ſie wu
Vaſhingtoner Regierung erſuchen, den in
befindlichen transportablen Verankerungsm
Long Beach ſchaffen zu laſſen.

ſchadenerſatz=Prozeß in B
um den Mord an Raſput

Maria Grigorjewna
Salowjewa, die Tochter der Gegner!*
Grigori Raſputins.

Fürſt Juſtu=.
Raſputins
je neueſte Senſation im Pariſer Juſtishh.
Schadenerſatzprozeß, den die Tochter desN
ſſiſchen Günſtlings Raſputin gegen L. S
uſupoff und den Großfürſten Dimitri Bch.
ie Mörder ihres Vaters, angeſtreug.
verlangt 25 Millionen Franſel.

[ ][  ][ ]

Nun er 170

Geite 9

ant
and and snnan

Turnen.
Odenwald=Turngau.
weihung des Turnvereins Ernſthofen und Gau= Vorturner=
ſtunde
für Frauen.
mach, m zweijährigem Beſtehen iſt es dem jungen, aber regen
enveren nſthofen gelungen, einen eigenen Turnplatz zu erwerben
dd darc ine kleine Halle zu errichten, die zur Unterbringung der
zuräte O und auch als Turnhalle benutzt werden kann. Daß der
rein eſem ſchönen Eigentum gekommen iſt, verdankt er neben
ger A3nkeit und Schaffensfreude nicht zuletzt einem Manne, der
hochbs jer Weiſe gemeinnützige Beſtrebungen unterſtützt, dem
Sn. Beſitzer des Schloßgutes in Ernſthofen. Um dem Feſt
echt reriſches Gepräge zu geben, hatte der Gau=Frauenturn=
ASIn eine für den 17. Juni in Reinheim vorgeſehene Vor=
nerſtuy
für Frauen hierhin verlegt. Am Vormittag wurde tüch=
gearbm
; die Uebungen zum Gaufeſt und Deutſchen Turnfeſt in
in wu), durchgearbeitet, Reigen und Volkstänze eingeübt.
Auch Einwohnerſchaft von Ernſthofen brachte der Turnſache
ßes eſſe entgegen. Ein ſtattlicher Feſtzug, an dem ſich die
sveres eteiligten, bewegte ſich am Nachmittag durch die geſchmück=
Orts=R en nach dem ſchön gelegenen Turnplatz. Hier angekom=
be
ye der Vorſitzerde Turner Roos die Anweſenden und
ikte a die mitgeholfen haben, dieſes Werk zu vollbringen. Nach
* Vom, eines ſchönen Prologs durch eine Turnerin hielt der
Nußertw Dr. Spalt die Weiherede. Er ſprach in zündenden
Orten . die Hochziele der Deutſchen Turnerſchaft und weihte den
itz als-Stätte friſch=fröhlichen, aber ehrfürchtigen Jugendtums.
mahru ie Jugend, ſich frei zu machen von den allzu großen
gßerlich en des verflachten Lebens und tüchtig Leibesübungen zu
ſen Sr des Wahlſpruches Friſch, fromm, fröhlich, frei. Im
ſchluß an folgten noch Frei= und Keulenübungen der Frauen,
räteüh n der Turner und Stabübungen der Schülerinnen.
hautum des Main=Rheingaues D.T. Tgde. Darmſtadt 1846.
Wir n, den Bericht in unſerer Nr. 169 vom 19. Juni richtig
leſen eger des Zwölfkampfes: 3. Karn, 7. Schieferdecker, 12.
13. Kühne, 17. Blaich.
Waſſerball.
DDeutſchlandSchwimmverein Frankfurt 8:2.
wenig aufregenden Kampfe ſchlug geſtern Jung= Deutſch=
wimmverein
Frankfurt 8:2 überlegen. Damit wurden die
mſtäd wiederum glatt Gaumeiſter, ohne ein Spiel zu verlieren.
s Spim urde für die Einheimiſchen em Spaziergang, da ſie ohne
ſtrengz in regelmäßigen Abſtänden 8 Tore ſchoſſen, denen die
gnkfur urch den Leichtſinn der Darmſtädter Verteidigung zwei
gegenk y konnten. Der Schiedsrichter Dahmes hatte bei der fairen
mpfes=s beider Mannſchaften ein leichtes Amt. Ueber den weite=
Verlx: der Spiele um die Süddeutſche Meiſterſchaft werden wir
dieſer Ule berichten.
Kraftſport.
Kraftſportklub 1910 Arheilgen.
angenen Sonntag beteiligte ſich der Kraftſportklub an
aw des Odenwaldgaues des DA. S.V. in Nieder= Kains=
ach
ur innte nachſtehende Erfolge erzielen: Es erhielten in der
ugendrd W. König (Mittelgewicht) 1. Preis Ringen, Leicht=
ewicht
: ! Storck 3. Preis im Ringen; Federgewicht: L. Anthes
Preisy Ringen; Bantamgewicht: H. Schunck 5. Preis im Ringen;
eichtges Gg. Fiedler 1. Preis im Ringen; Leichtmittelgewicht:
g. Fies) 4. Preis im Stemmen; Gg. Benz 7. Preis im Stemmen;
hwermu ewicht: J. Häuſer 2. Preis im Stemmen. Außerdem
urde da ſerein für ſein ſauberes und muſtergültiges Auftreten der
Fe 2/ preis zugeſprochen.

Fußball.
er Fußball in Norddeutſchland.

3 cheidungsſpiel um die Norddeutſche Meiſterſchaft ſteht vor
Eürz: Tag iſt noch nicht feſtgeſetzt. Es kommt aber nur einer
beidest ichſten Sonntage in Frage. Die Gegner ſind wie immer
olſter: iel und Hamburger Sportverein. Die nord=
uitſchen
I ele finden ohne Rückſpiel ſtatt, lediglich das Los entſchei=
auf
. n Platz geſpielt werden ſoll. In den letzten beiden Jah=
holtst
Holſtein jedesmal auf eigenem Platze mit 1:0 gegen
SV. do orddeutſche. Wie bereits ſchon berichtet, hat der H. S.V.
Führr) vieder den alten erfahrenen Rudi Agte an der Spitze.
gte, ders e Hamburger, hat ſein eigenes Programm, was immer
ppte. Meiſterſchaftsſpiele der Hamburger ſind nur knapp ge=
nen
; iſt die Taktik Agtes. Jetzt, vor der Entſcheidung, iſt
h.S.e rſt in Hochform. Letzten Sonntag beim Meiſterſchafts=
geg
:9 Irminia=Hannover ſpielten die Nothoſen ſeit vier Mona=
erſtnu
wieder mit völliger erſter Garnitur. Gegen Arminia,
erſt Tage vorher Viktoria=Hamburg 3:2 ſchlug, mußte man
un miiſ rkem Geſchütz anfahren. Der H.S.V. hatte den alten
dachtigey iegenſpeck in die Mitte des Sturmes genommen, was ſich
rechts: Rave,
artigsi Jährte. Der Sturm ſtand von links
ſder, enſpeck, Horn und Sommer. Dus Innentrio der baum=
igen
S ner überbot ſich gegenſeitig; es klappte wie am Schnür=
die
mte Mannſchaft ſpielte in ganz großer Form. Der Mit=
aufer
verſon muß beſonders hervorgehoben werden, er war der
ſe Mahl er 22 Spieler. Einen Sieg der H.S.V.er hatte man er=
ktet
, S. nicht ein 10:0. Arminia kam mit voller Mannſchuft,
gefür! e Sturm hatte aber nichts gegen die prächtige Hinter=
ſhunſchaw
2s Siegers zu beſtellen. Lange und Wolpers (Wolpers
vom V. wieder zu ſeinem alten Verein zurückgekehrt), die be=
onten
deutſchen Flügelſtürmer, ſchufen einige gefährliche Situ=
ſohen
dem H.S.V.=Tore; aber Riſſe, Beier und Blunk, das
ge 2 tertrio der Nothoſen, machte ganze Arbeit. Ein ſchöner
Matt II 5. S.V. für den Kampf gegen Holſtein=Kiel; man erwartet
gemeirZ Hamburger diesmal wieder als Meiſter. Heute Mitt=
pi
I er geſamte H.S.V. gegen die National=Mannſchaft von
Generalprobe zur Deutſchen Meiſterſchaft veranſtaltete
n Sag Holſtein=Kiel in Kiel. Tennis=Boruſſia Berlin war
Holſtein; die Kieler, die mit Erſatz gegen die vollſtändi=
Zerlk: antraten, waren meiſt tonargebend, holten trotzdem aber
heraus. Der Eindruck des Spieles war der, daß Tennis=
ia
d t viel zu ſagen hat bei den Kämpfen um die Deutſche
EEI Ligavereine von der Spielſtärke ſind im Norden genug
9e braucht man ſich keinen Teilnehmer um die Deutſche‟
holen.
Fhs= und Alpenfahrt des NOAC.
Die zweite Etappe.
yr morgens begann am Dienstag der Start zur zweiten
Q DAC.=Reichs= und Alpenfahrt. Die Fahrt ging von Gör=
ſch
589 Kilometer entfernten Plauen. Bald nach Mitternacht
* Wagen ab, der die Markierung beſorgte, dann ſtarteten
Ti=Wagen, denen in kurzen Abſtänden die anderen folgten.
nrk Fahrzeuge nahmen die gweite Etappe auf; Pietſch=Fried=
Zte ausſcheiden, da er über eine Stunde Zeitverluſt hatte.
Ue iten Etappe waren noch 30 Wagen ſtrafpunktfrei. Die mit
S) belegten Fahrer ſind: Beck=Hamburg (Mannesmann) 5
Uer=Düſſeldorf (NSu.) 16 Punkte; Tilly Kotte=Dresden
W* a) 2 Punkte; Bernſtein=München (Stoewer) 1 Punkt;
e Eeslau (Mercedes=Benz) 3 Punkte; Huth=Berlin (Stoe=
Dr. Krailsheimer=Stuttgart (Mercedes=Benz) 5 Punkte.
2Ing zuerſt durchs Nieſengebirge über Hirſchberg. Es ging
*en Nadelwald und weite blumenbeſäte Wieſen, in der ſäch=
ene
. i3 krönten zahlreiche Sandſteinfelſen die maleriſche Hoch=
Pirna und Glashütte wurde Plauen erreicht. Auch dieſe
ewhor urde durch kalten Wind geſtört, die Sonne kam nur ſelten
* aber vegnete es des öfteren. Von den Konkurrenten
un8/ Bir=Sonneberg (Preſto) mit die beſte Figur. Sie erreichte
2r als erſte das Etappenziel. Vorzüglich hielt ſich auch
2 MMünchen (Hubmobile), der einzige Hubmobile=Wagen, der
Ben Maybach Schritt hielt. Ausfälle warem auf dieſer
zu verzeichnen.

42. Gauturnfeſt des Main=Rhein=?
dei D.e. m Saeloorn.

Der Main=Rheingau verſammelte am verfloſſenen Sonntag ſeine
Angehörigen in Büttelborn zu dem 47. Gauturnfeſt und warem dem
Rufe der Gauleitung eine alle Erwartungen übertreffende ſtatt=
liche
Zahl gefolgt. Schon die feſtliche Schmückung des Ortes durch die
Einwohnerſchaft ließ erkennen, daß die Deutſche Turnerſchaft eines
herzlichen Willkommens verſichert war und vorweg geſagt, die Auf=
nahme
der Turnergäſte durch die Einwohnerſchaft war eine glänzende
und gebührt hierfür der ganzen Gemeinde herzlicher Dank. Bereits in
den frühen Abendſtnden des Samstags bot das ſonſt gewohnte Orts=
bild
, durch die Turnerſchar belebt, ein völlig verändertes Ausſehen
und bis der übliche Lampionszug ſich mit eingetretener Dunkelheit in
Bewegung ſetzte, zählte die zum Feſtort geſtrömte Turner= und Gäſte=
ſchar
einige Tauſende, die nach Eintreffen des Zuges auf dem Feſt=
platze
ſodann das große Feſtzelt füllten. Den folgenden Feſt= und
Kommersabend eröffnete die vereinigte Sängerſchaft Büttelborns mit
dem ſtimmungsvoll und prächtig zu Gehör gebrachtem Begrüßungschor
Heimat und Vaterland von Gebhardt. Herr Bürgermeiſter Barthel
begrüßte den Mam=Rheingau im Namen der Gemeinde ud führte aus,
daß das erſte Gauturnfeſt in der Geſchichte Büttelborns einen beſonderen
Markſrein bilde und hob beſonders die Opferfreudigkeit aller Bevölke=
rungsſchichten
hervor, durch die es gelungen war, in der etwa zwei=
tauſend
Seelen zählenden Gemeinde über achthundert Freiquartiere be=
reitzuſtellen
. Der Vorſitzende des Ortsvereins übergab hierauf mit herz=
lichen
Worten das Feſt zur Durchführung an die Gauleitung. Gauver=
treter
Roth übernahm mit der Begrüßung des Vertreters der Heſſ.
Staatsregievung Herrn Miniſterial=Schulrat Haſſinger das
Feſt und ſtattete den Dank an die Gemeinde und den Turnverein Büttel=
born
ab, die gemeinſchaftlich in bewundernswürdiger Weiſe großes ge=
leiſtet
haben in einer einmüitigem Volksgemeinſchaft und, daß das erſte
Gauturnfeſt in der abgetrennden Weſtmark unſeres Vaterlandes ein ganz
beſonderes bedeute. Seme Worte klangen mit einem Gut Heil
auf die Deutſche Turnerſchaft und insbeſondere den Main=Rhein=Gau
aus. Herr Schulrat Haſſinger übermittelte die Grüße der Heſſ. Staats=
regierung
und ſchilderte beſonders Büttelborns opferwillige Turner=
gemeinde
, die allzeit für die hohen Ziele der Deutſchen Turnerſchaft ſich
einſetzend, bereits mit der Erbquung ihrer Turnhalle für das Volks=
wohl
ganz Bedeutendes geleiſtet habe. Beſonders nehme die Smats=
regierung
Anteil an der Volksſache der D.T. und begrüße die Mitarbeit
der Gauleitung, an deren Spitze Gauvertreter Roth als guter Ratgeber
und Helfer ſtehe. Auf die Bedeutung des Jahres 1998, als dem Jahn=
jahre
der D.T. beſonders hiwweiſend, verleiht Herr Schulrat Haſſinger
dem Wunſche Ausdruck, daß der Geiſt des großen Deutſchen Jahn
in ſeiner ganzem Bedeutung und Tiefe im deutſchen Volke lebendia blei=
ben
möge zum Segen unſeres ganzen Volkes. Sein Gut Heil, in
das die Feſtmenge begeiſtert einſtimmte, galt dem deutſchen Vaterlande.
Herr Kreisdirektor Merck übermittelte die Grüße der Kreisverwaltung
des Kreiſes Groß=Gerau ſowie diefenigen des Nachbarturngaues Rhein=
heſſen
, der am gleichen Tage ſein Gaufeſt in Biſchofsheim begehe. Tur=
neriſche
Darbietungem der Turnerſchaft von Rüſſelsheim und des ört=
lichem
Turnvereins vervollſtändigten das weitere Feſtprogramm des
Abends. Mit einer ernſten und würdigen
Feierſtunde,
wie ſolche der Main=Rheingau noch nie erleben durfte, wurde am Sonn=
tag
früh der Wettkampf eingeleitet. In 36 Reihen ſtanden die Wetzurner
bereit, als Gauvertreter Roth das Wort ergriff, zu ernſter Arbeit auf=
rufend
, wie die Deutſche Turnerſchaft beruſen ſei, die heiligen Güter des
Volkes zu wahren. Auf deutſcher Erde der Weſtmark, als geheiligtem
Boden unſeres Vaterlandes ſtehend, ſolle ſich der Wettkampf geſtalten zu
einem innigem Verbundenſein mit Volk und dieſer Erde. Als ſichtbares
Zeichen der Zuſammengehörigkeit aber haben Turnfreunde dem Gau
eine Fahne geſchaffen, welche nunmehr in gutem und ſchlechten Zeiten
voranwehen ſoll und im Auftrage dieſer Turnfreunde übergebe ich die
Fahne, deren Hülle fallen ſoll. dem Main=Rheingau in ſichere Obhut.
Einfach und ſchlicht in weißer Farbe, mit dem roten D. T. und der In=
ſchrift
Main=Rheingau Deutſche Turnerſchaft wehte das neu geweihte
Zeichen, von einem Jungturner gehalten, im friſchen Morgenwinde.
Nach dem Abſingen der erſten Strophe des Deurſchlandliedes begaben ſich
die einzelnen Riegem zum Wettkampfe, der ſich bis zur Mittagsſtude
reibungslos abwickelte. Nachmittags bewegte ſich ein ſtattlicher Feſtzug
durch die Ortsſtraßen nach dem Feſtplatzgelände, woſelbſt Schauturnen
und Muſtervorführungen einzelner Gauvereine folgten. Der eimſetzende
Negen jedoch bereitete dem Feſt einen vorzeitigen Abſchluß, ſo daß
z. B. die allgemeinen Freiübungen, die Höhepukte der Turnfeſte, ganz
in Wegfall kommen mußten.
Im einzelnen ſind in den Wettkämpfen nachfolgende Sieger zu ver=
zeichnen
:
Oberſtuſe Zwölfkampf. 35 Teilnehmer. 28 Sieger.
1. Ludwig Seligmann, Tv. 1846 Groß=Gerau, 24 Punkte; 2. Wilh.
Gernandt, Tgſ. Walldorf, 196; 3. Jakob Karn, Tgde. Darmſtadt, Franz
Bauer, Tade. Neu=Iſenburg, 192; 4. Philipp Metz, Tv. 1871 Lorſch, 191;
5. Joſef Dichmann, Tv. Dieburg, 189; 6. Lothar Scheller, Dv. Rüſſels=
heim
, 186; 7. Hans Schieferdecker, Tgde. Darmſtadt, 185; 8. Pet. Bauer,
Tv. Arheilgen, 183; 9. Adam Reinheimer, Tv. Rüſſelsheim, Ludwig
Brücher, Dv. Arheilgen, 181: 10. Rudolf Kutt, Tgſ. Walldorf, Wilhelm
Kunz, Tgſ. Darmſtadt, Wilhelm Fey, Tv. Pfungſtadt, 176; 11. Joſef
Kramer, Tv. Rüſſelsheim, Karl Ruhl, Tv. Rüſſelsheim, 175: 12. Willi
Blumenſchein, Tgde. Darmſtadt, Ludwig Scherer, Tv. Wallerſtädten, 174;
13. Joſef Kühne, Tgde. Darmſtadt, Wilhelm Ewald, Tv. Erfelden, 172;
14. Peter Stephan, Tv. Rüſſelsheim, 171: 15. Georg Sünner, Tv. Nau=
heim
, 170; 16. Fritz Obmann, Tv. Ober=Ramſtadt, 166; 17. Georg
Blaich, Tgde. Darmſtadt, 165.
Oberſtufe Zehnkampf. 40 Teilnehmer. 37 Sieger.
1. Wilhelm Benz, Dv. Rüſſelsheim, 185 Punkte: 2. Karl Schwinn,
Tgde. Darmſtadt, 178; 3. Rudolf Haldy, Tv. Rüſſelsheim, 177; 4. Hrch.
Seelig, Tv. Rüſſelsheim, 174; 5. Heinrich Schneider, Tgf. Darmſtadt,
Ludwig Göbel, Tv. Rüſſelsheim, 173; 6. Hans Beſier, Tgde. Darmſtadt,
169; 7. Hans Ohl, Tv. Babenhauſen, 168; 8. Karl Wolf, Tgde. Beſſun=
gen
, Peter Ritter, Turnerſchaft Griesheim, 166; 9. Philipp Klein, Tv.
Erfelden, Jakob Eppenſteiner, Tv. Rüſſelsheim, Fritz Felger, Tv. Roß=
dorf
, 163; 10. Edmund Hofmann, Tgde. Traiſa, 162; 11. Wilhelm Spieß,
Dv. Eberſtadt, 161: 12. Heinrich Detampel, Tv. Rüſſelsheim, Richard
Lüttgemann, Tv. Rüſſelsheim, 160; 13. Jakob Brückmann, Tv. Auer=
bach
, Martin Friedmann, Tv. Büttelborn, 159: 14. Herwann Kehr, Tv.
Ober=Ramſtadt, 156; 15. Ludwig Harvung, Tv. Goddelqu, Herwann
Fiſcher, Tv. Gernsheim, Wilhelm Fornoff, Tv. Arheilgen, Phil. Heydt,
Turnerſchaft Griesheim, 155; 16. Wilhelm Wendel, Tv. Frankenhauſen,
154; 17. Georg Kuhn, Taſ. Walldorf, Emil Guthier, Tv. Heppenheim,
152; 18. Chriſtian Gernandt, Tgſ. Walldorf, Valentin Müller, Tgſ. Beſ=
ſungen
, Georg Plöſſer, Tade. Traiſa, 150; 19. Andreas Hock, Tv. Rüf=
ſelsheim
, 149; 20. Otto Kuhn, Tv. Ober=Ramſtadt, 147; 21. Heinrich
Kramer, Tv. Pfungſtadt, Theodor Göckel, Tgſ. Darmſtadt, 146.
Mittelſtufe Zwölfkampf. 50 Teilnehmer. 31 Sieger.
1. Peter Hofmann, Tv. Gberſtadt, 24 Punkte; 2. Karl Stuckard,
Tgde. Neu=Iſenburg, 193; 3. Fritz Engel, T.= u. SpV. Worfelden, 192;
4. Wilhelm Mink, Tv. Reichenbach, 191; 5. Hans Löbig, Tv. Egelsbach,
Ludwig Hofmann, Tv Eberſtadt, 187; 6. Karl Seekatz, Tv. Nieder= Beer=
bach
, Eduard Hartmann, Tv. Harreshauſen, Karl Grünig, Tv. Pfumg=
ſtadt
, 184; 7. Karl Gerlach, Tv. Nauheim, 181; 8. Otto Wirthmüller,
Tv. Arheilgen, 180; 9. Karl Hechler, Tv. Bensheim, 179; 10. Leonhardt
Mohr, Tgſ. 75 Darmſtadt, Geora Wagner, Tgde. Stockſtadt, Rudolf
Rauh, Tv. Groß=Gergu, 173; 11. Heinrich Ehrenfels, Tv. Erfelden, 172;
12. Fritz Ewald, Tv. Roßdorf, Hermann Reitz, Tv. Nieder=Ramſtadt,
171; 13. Peter Keller, Turmerſchaft Griesheim, 170; 14. Jakob Gallei,
Tv. Lorſch, 169; 15. Karl Breitwieſer, Tv. Oher=Ramſtadt, 168: 16.
Richard Mehlbrecht, Tv. Rüſſelsheim, Heinz Caſtritius, Tv. Arheilgen,
167: 17. Fritz Krug, Tv. Crumſtadt, 166; 18. Guſtav Heß, Tv. Roßdorf,
Philipp Hammel, Tv. Gut=Heil Auberbach, Wilhelm Langendorf, E. T.. SpV. Darmſtadt, 165; 19. Ludwig Braun, Tv. Erfelden, 164: 20.
Guſtav Bohne, Dv. Heppenheim, 162; 21. Georg Schmidt, Tgſ. Darm=
ſtadt
, 161; 22. Jakob Hechler, Tv. Bensheim, 160.
Mittelſtufe Zehnkampf. 82 Teilnehmer. 81 Sieger.
1. Wilhelm Gieck, Tv. Babenhauſen, 183 Punkte; 2. Bernhard
Gaßmann, Tv. Nieder=Ramſtadt, 178; 3. Max Vikari, Tv. Arheilgen,

175: 4. Wilhelm Haag, Tv. Eberſtadt, Ernſt Mink, Tw. Eberſtadt, 172:
5. Heinrich Wilhelm Hartwann, Dv. Harreshauſen, 171; 6. Heinrich
Schupp, Tv. Nauheim, Karl Trautmann, Tv. Nieder=Namſtadt, Robert
Dunz, Tv. Nieder=Ramſtadt, 170; 7. Peter Gaulrapp, Tv. Heppenheim,
Johann Schmidt, Tv. Reichenbach, Adam Kern, Tv. Crumſtadt, 168;
8. Heinrich Haber, Tv. Nauheim, 166; 9. Martin Becker, Tv. Nieder=
Namſtadt, Fritz Leuchtmann, Tgde. Darmſtadt, Paul Bilgenroth, Tgde.
Beſſungen, 165; 10. Hans Reich, Tgde. Darmſtadt, Heinrich Höreth,
Tv. Harreshauſen, Willi Funk, Tgde. Traiſa, 163; 11. Heinrich Müger,
Tgde. Beſſungen, Karl Baumert, Tv. Nieder=Ramſtadt, Wilhelm Luley,
Tv. Leeheim, Ludwig Hefermehl, Tv. Goddelau, 162; 12. Fritz Knopf,
Tgſ. Darmſtadt, 161; 13. Juſtus Conzoreck, Tv. Groß=Gerau, Emil
Schmitt, Tgde. Darmſtadt, 159; 14. Chriſtian Prühl, Tv. Pfungſtadt,
Eugen Pilger, Tv. Babenhauſem, Philipp Mahle, Tv. Babenhauſen,
158; 15. Hans Interthal, Tgde. Dſtdt., Dawiel Bärenfänger, Tgſ. Wall=
dorf
, 157; 16. Ernſt Pons, Tgſ. Walldorf, 156; 17. Michael Hill, Tv.
Goddelau, Georg Vetter, Tv. Eſchollbrüchen, Valentin Nitter, Turner=
ſchaft
Griesheim, Wilhelm Schäfer, Tv. Arheilgen, 155; 18. Wilhelm
Emich, Tv. Reichenbach, Ludwig Klein, Tv. Alsbach, Heinrich Bären=
fänger
, Tgſ. Walldorf, Peter Dintelmann, Tv. Ober=Ramſtadt, Georg
Hahn, Tv. Arheilgen, 154; 19. Adam Schwinn, Tv. Nieder=Bcerbach, 153;
20. Friedrich Merſchroth, Tv. Hahn, Georg Bittel, Tv. Pfungſtadt,
Philipp Müller, Tgde. Sprendlingen, Peter Kindinger, Tv. Reichen=
bach
, Heinrich Neubecker, Tade. Sppendlingen, 152; 21. Daniel Mann,
Tv. Wolfsbehlen, 150; 22. Friedrich Weicker, Tv. Hahn, Wilhelm Zeu=
nert
, Tv. Langen, 149; 23. Philipp Hanbuch, Tv. Pfungſtadt, Wilhelm
Wenner, Tv. Pfungſtadt, Philipp Rhein, Tv. Lorſch, Franz Schmitt,
Tv. Rüſſelsheim, 148; 24. Peter Roth, Tv. Auerbach, Heinrich Geier,
Tv. Bensheim, Wilhelm Hartwann, Tv. Harreshauſen, Georg Becker,
Tgſ. Walldorf, 147; 25. Friedrich Walter 2., Tgde. Traiſa, 146: 26. Gg.
Stuckert, Tv. Ober=Ramſtadt, Georg Röder, Tv. Langen, Heinrich
Blümle, Tv. Babenhauſen, Georg Hunger, Tv. Bensheim, Georg Jung,
Tgde. Sprendlingen, 144: 27. Kurt Krebs, Tgde. Traiſa, Philipp Schil=
ling
, Tv. Wolfskehlen, Peter Beyer, Tv. Eſchollbrüchen, 143: 28. Georg
Rechel, Tv. Jugenheim Karl Schäfer, Tv. Heppenheim, Hermann
Schäfer, Tade. Sprendlingen, Ernſt Waldauf, Tode. Egelsbach, 141;
29. Ernſt Kreil, Tv. Babenhauſen, 140; 30. Georg Wilhelm Heil, Tade.
Sprendlingen, 138; 31. Eberhardt Koch, Tv. Gernsheim, 137; 32. Jakob
Becker, Tv. Langen, 136; 33. Georg Seeger, Tv. Zwingenberg, Joſeph
Fiſcher, Tv. Hebpenheim, 135; 34. Franz Petri, Tgde. Darmſtadt, 134;
35. Karl Martin, Tv. Langen, 133; 36. Kurt Wenzel, Tgde. Darmſtadt,
131: 37. Friedrich Walter 1., Tgde. Traiſa, 130.
Unterſtufe Zwölfkampf. 46 Teilnehmer. 26 Sieger.
1. Jakob Keller, Tv. Seeheim, 198 Punkte: 2. Fritz Metzler, Tgde.
Stockſtadt, 190; 3. Joſef Sterkel, Dv. Dieburg, 187; 4. Karl Gengnagel,
Tv. Crumſtadt, 184; 5. Wilhelm Völger, Tv. Arheilgen, 183; 6. Wilhelm
Traub, Tv. Seeheim, 181; 7. Wilh. Gaffenberger, Tv. Reichenbach, Ph.
Schneider, Tgſ. Darmſtadt, 178; 8. Jakob Graf, Tv. Worfelden, 177;
9. Ernſt Enz, Tv. Dieburg, 176; 10. Fritz Becker, Tv. Nauheim, 174;
11. Willi Bremer, Tv. Arheilgen, 173; 12. Engelbert Rüth, Tv. Die=
burg
, Marvin Herdt, Tv. Urbevach, 172; 13. Konrad Rühl, Turnerſchaft
Griesheim, 171; 14. Karl Neutzſch, Tgſ. Darmſtadt, 170: 15. Wilhelm
Schweikert, Tv. Hähnlein, 169; 16. Ludwig Roth, Gb.=Zv. Darmſtadt,
167; 17. Ludwig Schäfer, Tv. Seeheim, Georg Schicketanz, Tgde. Neu=
Iſenburg, 166; 18. Jean Adrian, Tv. Lorſch, 165; 19. Rudi Breitwieſer,
Tv. Dieburg, 163; 20. Ludwig Brücher, Tv. Arheilgen, Wilhelm Miſch=
lich
, Dv. Nauheim, Ludwig Nold, Dv. Wallerſtädten, Georg Erter, Mtv.
Urberach, 160.
Unterſtufe Zehnkampf.
1. Georg Neumann, T.=u. SpV. Worfelden, 172 Punkte; 2. Wilhelm
Strauch, Tv. Crumſtadt, 171; 3. Hermann Kern, Tv. Crumſtadt, 168;
4. Fritz Banzag, Tgde. Darmſtadt, 167; 5. Philipp Koob, Tv. Heppen=
heim
, 166; 6. Fritz Heuſſel, T.=. SpW. Worfelden, 163; 7. Georg Kraſtel,
Tv. Heppenheim, Fritz Ranis, Tv. Babenhauſen, Wilhelm Breitwieſer
Tv. Ober=Ramſtadt, Heinrich Kirrſtätter, Tv. Erfelden, 161; 8. Joſef
Hafner, Dv. Heppenheim, Hugo Schmunk, Tgde. Darmſtadt, 160; 9. Jak.
Baum, Turnerſchaft Griesheim, 158: 10. Hans Maus, Turnerſchaft
Griesheim, Philipp Breſtel, Tv. Heppenheim, Georg Aſtheimer, Tv.
Rüſſelsheim, 157; 11. Fritz Mann, Tgde. Stockſtadt, Heinrich Reitz,
Tgde. Traiſa, 156: 12. Philipp Kirſch, Tv. Groß=Rohrheim, 155; 13.
Hemrich Fuchs, Tb. Jugenheim, Heinrich Lehwann, Tgſ. Darmſtadt,
Heinrich Sünner, Tv. Hoffnung Hahn, 154; 14. Adam Nau, Tv. Büttel=
born
, Wilhelm Loß 2., Tv. Crumſtadt, Adam Lehmann, Tv. Dieburg,
153; 15. Heinrich Spalt, Tv. Eſchollbrücken, 152; 16. Ludwig Schäfer,
Tgſ. Darmſtadt, 151; 17. Georg Pfaff, Tgde. Sprendlingen, Georg Kra=
mer
, Tgde. Beſſungen, Georg Bitſch, Tgde. Traiſa, Georg Rindfuß,
Tv. Jugendheim, 150: 18. Joſef Brand, Tv. Dieburg, 149; 19. Werner
Holletſchek, Tgde. Beſſungen, Hermann Kratſch, Tgde. Darmſtadt, Karl
Hartung, Tv. Goddelau, 148; 20. Hans Sauer, Tv. Babenhauſen, 146;
21. Emil Knopfloch, Tgde. Darmſtadt, Chriſtian Stuckert, Tv. Ober=
Wamſtadt, Adam Geyer, Tv. Waſchenbach, Artur Feckler, Tv. Rüſſels=
heim
, Georg Barth, Tgde. Stockſtadt, Wilhelm Pfeifer, Tv. Jugenheim,
145; 22. Auguſt Bachmann, Tgde. Darmſtadt, 144; 23. Heinrich Mohr=
radt
, Tv. Babenhauſen, Heinrich Reimund, Tv. Gut=Heil Auerbach, Gg.
Gölz, Tgde. Beſſungen, Karl Fuchs, Tv. Wolfskehlen, 143; 24. Alois
Maul, Tgde. Beſſungen, Fritz Krämer, Tv. Seeheim, Fritz Hartmann,
Tv. Seeheim, 142; 25. Franz Spieß, Tv. Dieburg, Karl Coutandin, Tgſ.
Walldorf, 141; 26. Jean Raiß, Dv. 1888 Büttelborn, Joſ. Gaulrach,
Tv. Heppenheim, Johann Bohrer, Tv. Lorſch, 140; N. Fritz Ehrhardt 2.,
Tv. Ober=Ramſtadt, Ernſt Kraft, Tv. Hoffnung=Hahn, Philipp Klingler,
Tgde. Stockſtadt, 139: 28. Karl Lochmann, Tv. Leeheim, Adolf Schnei=
der
, Tv. 1846 Groß=Gerau, Hans Treber, Tv. Rüſſelsheim, Willi Geß=
ner
, Tv. Heppenheim, 138; 29. Georg Vollhardt, Tgde. Beſſungen, Gg.
Graf, Tv. Worfelden, Julius Lehwann, Tv. Hähnlein, 137: 30. Adam
Kunkelmann, Tv. Waſchenbach, Paul Schwinn, Tv. Jugenheim, Adam
Stappel, Tv. Heppenheim, Heinrich Lautenbach, Tv. Groß=Rohrheim,
Philipp Pfeifer, Tgde. Bensheim, Adam Brückmann, Tv. Waſchenbach,
136: 31. Hans Bender, T.=u. SpV. Worfelden, Philipp Neumann, T.=u.
SpV. Worfelden, 135; 32. Georg Maul, Tv. Erfelden, Wilhelm Rühl,
Turnerſchaft Griesheim, Willi Dieter, Tv. Erzhauſen, Hans Fuchs,
Tv. Worfelden, Auguſt Anders, Tv. Seeheim, 133; 33. Ludwig Loos,
Turnerſchaft Griesheim, Wilhelm Lehr, Tv. Zwingenberg, 132; 34. Aug.
Ganzert, Tv. Seeheim, Karl Schneller, Tv. Lorſch, Fritz Zeisler, Tgde.
Stockſtadt, 130.
1. Altersklaffe Neunkampf. 11 Teilnehmer. 11 Sieger.
1. Peter Sturm, Tv. Groß=Gerau, 175 Punkte: 2. Ludwig Hof=
mann
, Tade. Beſſungen, 169; 3. Jakob Obmann, Tv. Ober=Namſtadt,
155; 4. Heinrich Anthes, Tv. 1876 Avheilgen, 146; 5. Georg Heß, Tv.
Eberſtadt, 145; 6. Wilhelm Niebel, Tgſ. Darmſtadt, 142; 7. Wilhelm
Schmuck, Tv. 1876 Gberſtadt, 136; 8. Wendel Häuſer, Tv. Nieder= Ram=
ſtadt
, 135: 9. Jakob Meidinger, Tv. 1876 Eberſtadt, 134: 10. Leonhard
Grönig, Tgſ. 1875 Darmſtadt, 127; 11. Wilhelm Seip, Eiſ.=Bahn T.=u.
SpV. Darmſtadt, 125 Punkte.
2. Altersklaſſe Neunkampf. 39 Teilnehmer. 38 Sieger.
1. Wilhelm Dautenheimer, Tv. 1888 Büttelborn, 167 Punkte; 2. Gg.
Spieß, Tgde. Traiſa, 161; 3. Albert Dittmann, Tv. Nüſſelsheim, 157z
4. Hermann Heinbach, Tv. Lorſch, 155; 5. Heinrich Heil, Tgde. Sprend=
lingen
, Karl Craß, Tv. 1846 Groß=Gerau, Ludwig Schwarz, Tgſ. Darm=
ſtadt
, 154: 6. Wilhelm Stork, Tv. Groß=Gerau, 153; 7. Ludwig Oehlen=
ſchläger
, Tgde. Darmſtadt, 152; 8. Adam Bayer, Tv. Nieder=Ramſtadt,
151; 9. Guſtav Schmidt, Tv. Gernsheim, 148; 10. Friedrich Kehrer, Tv.
Eberſtadt, 146; 11. Friedrich Kilian, Tgde. Traiſa, Heinrich Fuchs, Tv.
Jugenheim, Adam Wenz, Tv. Alsbach, Johs. Deubner, Tv. Wolfskehlen,
145; 12. Leop. Bruchfeld, Tv. Cwumſtadt, Fritz Göbel, Tgſ. Darmſtadt,
Wilhelm Pisbator, Tgde. Darmſtadt, Philipp Ernſt, Eiſenb. T.=u. SpV.
Darmſtadt, 144; 13. Fritz Seibert, Tv. Rüſſelsheim, Karl Lanz, Tv.
Rüſſelsheim, 143: 14. Guſtav Krug, Tv. Crumſtadt, Philipp Brückmann,
Tv. Gberſtadt, 140; 15. Wilhelm Loos, Tv. Crumſtadt, Adam Roth, Tv.
1846 Groß=Gerau, 139; 16. Wilhelm Schrod, Tv. Rüſſelsheim Jakob
Schellhaas, Tgde. Darmſtadt, 137: 17. Jean Meckel, Tv. Eberſtadt, Karl
Irle, Tgde. Darmſtadt, 135; 18. Georg Gerhardt, Tgde. Darmſtadt, 134:
19. Georg Weickel, Tgde. Darmſtadt, 132: 20. Chriſtian Kaiſer, Tv.
Rüſſelsheim, Heinrich Obmann, Tv. Ober=Ramſtadt, 131: 21. Heinrich
Mahr, Tv. Nieder=Ramſtadt, 198: 22. Georg Bauer, Dv. 1876 Arheilgen,
Karl Liedtke, Eiſenb. T.=u. SpV. Darmſtadt, 197: 23. Heinrich Engel, Tv.
Arheilgen, 122.

[ ][  ][ ]

Die Beratungsſtelle für Auslandskredite hat die Genehmigung für
insgeſamt 198 Anträge auf Auslandsanleihen deutſcher Städte aus den
Erträgen der kürzlich in New York aufgelegten deutſchen kommunalen
Sammelanleihe erteilt. Die in den 198 Anträgen geforderten Sum=
men
machen weit über 100 Millionen Mark aus, während die kommu=
nale
Auslandsanleihe bekanntlich über einen Nominalbetrag von 17,5
Millionen Dollar lautete. Es werden alſo die Gemeinden an dieſer
Anleihe mit 46 Prozent beteiligt werden können. Es bleibt dabei
offen, weitere Gelder durch eine zweite Tranche in einem ſpäteren
Zeitpunkte im Rahmen der jetzt von der Beratungsſtelle genehmigten
Summen zu beſchaffen.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 19. Juni.
Stimmung: ſchwächer, ſpäter gut behauptet. Im Zuſammenhang
mit den unſicheren und teilweiſe ſchwächeren Auslandsbörſen eröffnete
auch die heutige Börſe zunächſt allgemein niedriger. Dazu kommt wie=
der
das Fehlen von Auslandsaufträgen. Auch die geringe Anteilnahme
des Publikums machte ſich wieder ſtärker bemerkbar. Auf der anderen
Seite gab der günſtige Reichsbankausweis, wo ſich die Kapitalanlage
um rund 250 Millionen verringert hat, keinen Anlaß zu weiterer Ab=
ſchwächung
, da die Geldmarktlage als weiter flüſſig angeſehen werden
kann. An den einzelnen Aktienmävkten ſchoben ſich wieder verſchiedene
Spezialwerte vor, ſo waren heute Farben, Geſfürel, Siemens, Schif=
fahrtswerte
und Zellſtoffaktien etwas bevorzugt. Die in den letzten
Tagen ſtärker forcierten Werte des Auto= und Kalimarktes verzeich=
neten
nur ſehr geringes Geſchäft. Am Automarkt gingen Adlerwerke um
4, Daimler um 2½ Prozent zurück. Von Banken gaben ſtärker nach:
Danat um 4, Diskonto um 2 Proz. Metallbank um 1½ Prozent. Mon=
tanwerte
außerordentlich ſtill und durchweg ſchwächer. Buderus und
Rheinbraun je miwus 2½ Prozent, Rheinſtahl 1½ Prozent niedriger,
Das Hauptgeſchäft lag beim Farbenmarkt, der jedoch ebenfalls 1 Pro=
zent
niedriger einſetzte. Am Elektromarkt gaben Licht und Kraft 2½,
Felten 1, Geſfürel 1½ Schuckert und Siemens je 1½ Prozent höher.
Zellſtoffwerte ebenfalls ſtärker gedrückt, ſo Waldhof um 5½, Aſchaffen=
burger
um 1½ Prozent. Gut behauptet lagen Schiffahrtswerte, die nur
zirka 1 Prozent niedriger einſetzen. Chadeaktie 21 Punkte niedriger.
Stärker gaben noch nach, Scheideanſtalt um 5 Prozent. Am dariablen
Markt blieb das Geſchäft ſehr ſtill. Verein für Chem. minus 1, Wehß
u. Frehtag minus 22, dagegen Voigt u Häffner auf die geſtrige Stei=
gerung
nochmals 1 Prozent feſter. Anleihen ohne Geſchäft und leicht
nachgebend. Am ausländiſchen Kunſtſeidemarkt kamen Umſätze kaum
zuſtande. Enka zirka 76½, Bemberg 150, Glanzſtoff 104. Am Geldmarkt
hält die Flüſſigkeit für Tagesgeld weiter an bei 5½6 Prozent.
Monatsgeld 7½ Prozent. Warenwechſel 6¾7 Prozent, Privatdiskonte
7½, Leihdeviſen weiter feſt. Von Deviſen blieb die Schweiz wiederum
feſter. London Paris 124,19, Zürich 25,31¾, New York 4,8810,
Pfunde Mark 20,42½, Dollar Mark 4,1842½. Der Börſenverlauf
blieb bei ruhigem Geſchäft auf den erſten Kuyſen ſehr gut gehalten, teil=
weiſe
konnten ſich einige Spezialwerte leicht erhöhen.
Die Abendbörſe verlief wieder außerordentlich luſtlos, wobei
die Mittagsſchlußkurſe ſich nur knapp behaupten konnten und überwie=
gend
um 0,51 Prozent ſchwächer einſetzten. Von Kaliwerten Weſter=
egeln
2,5 Prozent ſchwächer. Der Börſenverlauf beſchränkte ſich faſt
ausſchließlich auf den Farbenmarkt, der jedoch ebenfalls leicht gedrückt
war. Verhältnismäßig gut gehalten waren Schiffahrtswerte. Es ver=
ſtimmte
vor allem die Schwäche der Auslandsbörſen und hier die Vor=
gänge
an der Brüſſeler Börſe. Anleihen vollkommen umſatzlos. An
der Nachbörſe kamen Umſätze kaum mehr zuſtande.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 19. Juni.
Zu Beginn der heutigen Börſe tauchten wohl im Zuſammenhang
mit dem ſchwachen Verlauf des geſtrigen New Yorker Verkehrs Ver=
mutungen
auf, daß das Ausland als Abgeber auftrete. Dies ſchien je=
doch
den Tatſachen nicht zu entſprechen, denn bei dem beſtehenden Or=
dermangel
und der geringen Aufnahmeneigung der Spekulation wären
ſonſt ſicherlich ganz andere Kursabſchläge eingetreten, als ſie ſo feſtzu=
ſtellen
waren. Das herauskommende Material war nicht umfangreich.
Man konnte aber bemerken, daß heute erſtmalig auch die ſogenannten
Nebenwerte ſtärker zu leiden hatten und ebenſo wie die Hauptſpeku=
lationspapiere
um 1 bis 5 Prozent zurückgingen. Dies konnten auch
der freundlich gehaltene Bericht der Diskontogefellſchaft zur Konjunktur=
und Börſenlage und die an und für ſich günſtigen Zahlen des heutigen
Reichsbankausweiſes nicht verhindern. Es iſt eine Entlaſtung um zirka
250 Millionen eingetreten, trotzdem die Lombards um 56 Millionen zu=
genommen
haben. Der Notenumlauf verringerte ſich um 178 Millionen
und die Deckung beſſerte ſich um 2,7 Prozent. Ueber den Durchſchnitt
von 1 bis 5 Prozent hinaus verloren zu den erſten Kurſen Kali
Aſchersleben 8 Prozent, Waldhof, Berger und Glanzſtoff 6 Prozent,
Bemberg 10 Prozent und Polyphon ſogar 11½ Prozent. Die Notie=
rungen
für Geffürel und A.G. für Verkehrsweſen verſtehen ſich epkluſive
Bezugsrecht. Voigt und Häffner ſetzten ihre Steigerung um 3½ Pro=

zent fort. Verhältnismäßig widerſtandsfähig waren ſonſt noch einige
Montanpapiere. Man argumentierte hier, daß nach einer Stabili=
ſierung
des Franken das Dumping für dieſen Induſtriezweig aufhöre
und eine Beſſerung im Export zu erwarten ſei. Im Verlaufe wurde
es, vom Farbenmarkte ausgehend, teilweiſe etwas feſter. Man glaubt,
daß hier der Kurs künſtlich heraufgeſetzt werden ſoll, um den nächſten
einzuführenden Farbenbonds eine günſtige Marktlage zu ſchaffen. Die
Kursentwicklung war nicht einheitlich, es überwogen aber 12prozentige
Beſſerungen. Anleihen vernachläſſigt, Ausländer überwiegend ſchwächer,
Rumänen, auf den Abbruch der Verhandlungen, weiter flau. Pfand=
briefmarkt
ſehr ſtill und meiſt ſchwächer. Farbenbonds 149 G. Deviſen
etwas gefragt, Mailand und Spanien weiter leicht nachgebend. Der
Geldmarkt iſt unverändert. Der Privatdiskont wurde für beide Sichten
um je ½ Prozent auf 6½ Prozent erhöht.. Trotz der Erhöhung des
Privatdiskonts um ½ Prozent für beide Sichten machte ſich gegen
Schluß der Börſe eine vorübergehende Erholung geltend, die auf
Käufe in Rheinſtahl und Phönixaktien zurückzuführen iſt. Später gab
aber das Niveau einheitlich wieder nach und auch die Spätbörſe verkehrte
in weichender Tendenz.

A. E. G.
Augsb.=Nürnb. Ma
Baſalt.
Bergmann. .
Berl. Karlsruhe
Berl. Hand.=
Braunkohl.=Briketts
Bremer Wolle.
Danatbank. . .
Deutſche Bank. .
Diskontogeſ.
Dresdner Bank..
Deutſche Maſchinen".
Deutſche Erdöl ..."
Deutſche Petroleum.
Dynamit Nobel ..
Elektr. Lieferung".
J. G. Farben..
Gelſenk. Berg.
G. f, elektr. Untern.
Han. Maſch.=Egeſt.
Hanſa Dampfſch.
Hapag ..
Harpner.

Hemoor Zement. . .

Helſingfors
Wien".
Prag ...
Budapeſt
Sofia ..
Solland
Lslo..
Kopenhagen
Stockholm
London".
Buenos Aires
Nem=York".
Belgien".

18. 6. 19. 6. 18. 6. 19. 6 180. 178.25 Hirſch Kupfer 132.5 132.875 105. 103.25 Höſch Eiſen .. 141. 141. 80.125 80. Hohenlohe Werke. 84. 82. 205. 204. Kahla Porzellan .. 164. 159.75 70. 69.25 Kali Aſchersleben 258. 248. 278. 276. Salzdefurth. 450. 446. 179. 181.75 Weſterregeln 260.5 253.5 244.5 242 Lindes Eismaſch. 178.5 178. 284 280. L. Loewe & Co. 245.5 242.25 168.25 166.75 Lingel Schuh". 48.25 166.5 165. MannesmannRt 139 75 137.875 167.75 166. Niederlauſitzer 163.75 163. 56.5 55. Nordd. Loyd 162.5 161.25 144.75 142.5 Orenſtein. 126. 125. G5. 66. Polyphon 546.5 531.5 131. 130. Rütgerswerke 101.5 101.25 173.5 172.25 Sachſenwerke 138. 137. 274.25 273.125 Siemens G 155.25 140.125 140. Ver. Glar 691. 679. a 264. Ver. Stahlwe 98.125 98. 68. Volkſtedter P 60. 58.25 214. 212. Wanderer Werk 152.5 150 171.5 169. Wiſſner Metall. 167.5 168. 160.25
275. 159.5
272. Wittener Gußſtahl". 66.

Deviſenmarkt.

18 6. 19. 6. Geld Brief Geld /Vrief 10.522 10.542 10.52 110.54 158.82 58.94 58.825 58.94 12.387 12.407 112.388 12.40 72.88 73.02 72.88/ 73 02 3.01 3.025 3.019/ 3.025 16s.57/168.91 168.59 168.9: Hirn.sd1t2. 16 111.94112.16 112.1112.33 112.09 112.31 1r2. 19 112 41 12.19112.4 20.401 0.441 e0.402120.442 1.781/ 1.785 1.780/ 1.784 14.1780/4.1870 4.1800 4 1880 158.37 58.49 58.38 58.50

Italien.
Paris ..."
Schweiz ..
Spanien. . .
Danzig ...
Japan. .
Rio de Janeiro
Jugoſlavien.
Portugal.
Athen ...."
Konſtantinopel
Kanada. . .
Uruguay. .

18. 6.
19
Geld / Brie// Geld: Brief
22.995 22.035121.975

16.425/16.465/16.425
80.575 80.735180.505
68.99/ 69.13/ 68.93
81.42/ 81.651 81.50
1.9481 1.9521 1.944
0.501 0.503 0.501
7.358/ 7.372 7.359
18.68/ 18.72/ 18.78
5.415/ 5.4251 5.415

2.138/ 2.142
4.168/ 4.17
4.266/ 4.27.

2. 133
4.16
4.266

6.
22.015
16.465
0.745
69 07
81. 66
1.952
0.503
7.373
18.82
5.425
2.137
4.176
4.274

Die Metallnotierungen in Berlin für je 100 Kg am 19. Juni ſtellten
ſich für Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotter=
dam
(Notierung der Vereinigung f. d. Dt. Elektrolytkupfernotiz) 139,50
RM. Die Notierungen der Kommiſſion des Berliner Metallbövſen=
vorſtandes
(die Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland für
prompte Lieferung und Bezahlung) ſtellten ſich für Original Hütten=
aluminium
, 9899 Prozent, in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren 190
RM., desgleichen in Walz= oder Drahtbarren, 99 Prozent, 194 RM.,
Reinnickel, 9899 Prozent, 350 MM., Antimon Regulus 9095 RM.,
Feinſilber (1 Kg. fein) 81,5082,50 RM.
Die amtl. Preisfeftſetzungn im Metallterminhandel vom 19. Juni
ſtellten ſich für Kupfer: Januar, Februar, März, April 126,50
(126,75), Mai 126,75 (127), Jun: 125,50 (127), Juli 126 (126,50), Auguſt
126 (127), September 126 (126,50), Oktober, November 126, Dezember
126,50 (126,75). Tendenz: flau. Blei: Januar, Februar, März 41,75
(42), April 41,75 (42,25), Mai 42,25 (42,25), Juni 41,25 (41,50), Juli 41
(41,50), Auguſt 41,25 (41,50), September 41,50 (41,50), Oktober, Novem=
ber
41,50 (41,75), Dezember 41,75 (41,75). Tendenz: flau. Zink:
Januar, Februar, März, April, Mai 49,25 (49,75), Juni 50 (51), Juli
49,50 (50,25), Auguſt, September, Oktober 49,50 (50), November 49,50
(49,75), Dezember 49,25 (49,75). Tendenz: abgeſchwächt. Die erſten
Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom 19. Juni ſtentell
ſich für Kupfer (Tendenz: willig): Standard p. Kaſſe, 3 Monate
63½2/us, Settl. Preis 63½, Elektrolyt 68¾69½, beſt ſelected 66¾
bis 68, Elektrowirebars 69½; Zinn (Tendenz: flau): Standard p.
Kaſſe 213½¾, 3 Monate 2103211, Settl. Preis 213½, Banka (inoff.
Not.) 217½, Straits (inoff. Not.) 214½; Blei (Tendenz: flau): aus=
länd
, prompt 20¾, entft Sichten 201/s, Settl. Preis 20¾ Zink
(Tendenz: willig): gewöhnl. prompt 2‟/e, entft. Sichten 252/g, Settl.
Preis 25½; Antimon Reg. chineſ. per (inoff Not.) 37½; Quechſilber
(inoff. Not.) 22; Wolframerz (inoff. Not) 1578.

Der Reichsbank=Ausweis.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Jum hat
Kapitalanlage der Bank in Wechſeln ud Schecks, Lo
ten um 256,8 Mill. auf 2 096,9 Mill. RM. verringent
haben die Beſtände am Wechſeln und Schecks um 313,3
Mill. RMM. abgenommen, während die Lombardbeſtän
auf 78,1 Mill. RM. angewachſen ſind. Die Anlage in
94,0 Mill. RM. weiterhin unverändert geblieben.
An Reichsbanknoten und Renkenbankſcheinen zuſam
Mill. RMM. in die Kaſſen der Bank zurückgefloſſen,
Umlauf an Reichsbanknoten um 178,7 Mill. RM. auf 40 an Rentenbankſcheinen um 4,4 Mill. ReM
RMM. abgenommen. Dementſprechend und unter Berüich
in der Berichtswoche 3,2 Mill. RM. an Rentenbankſchein
den, ſind die Beſtände der Reichsbank an Rentenbank
Mill. RM. angewachſen. Die fremden Gelder zeige
RM. eine Abnahme um 60,8 Mill. RM.
Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen
mit 2 333,9 Mill. RM., im einzelnen die Goldbeſtände m
RM., die Beſtände an deckungsfähigem Deviſen mit 25
ausgewieſen. Die Deckung der Noten durch Gold allein
48,4 Prozent in der Vorwoche auf 51,1 Prozent, d
und dechungsfähige Deviſen von 54,7 Prozent auf 57,3

Vom Holzmarkt

Geſchäft iſt in der Weiſe aufgezogen worden ,daß die Ak
nehmens an das tſchechiſch=deutſche Konſortium übergegau
allgemeinen iſt indeſſen die Unternehmungsluſt am deuti
gering, weil die Zahlungen ſehr ſchleppend eingehen ur
armut groß iſt. Insbeſondere iſt der Konſum nur ſchr
die Möbelfabriken haben wenig zu tun, es wird oft ohr
gearbeitet, und die Möbelabzahlungsgeſchäfte fordern §
Dauer von 9 Monaten. Die Kiſteninduſtrie iſt mangel
die Gewohnheit bildet ſich mehr und mehr heraus, 1
fabriken unmittelbar bei den Sägewerken ihren Bede /
Preiſen eindechen, ohne die Angebote des legitimen Kiſte E
zu berückſichtigen.

Wirtſchaftliche Rundſchau

ſchreibt uns unſer Mitarbeiter: Die Lage am Baumarkt
los gebeſſert. Aber die Jahreszeit iſt zu weit vorgeſch
ſich der Ausfall an Bauausführungen im erſten Semeſter
einholen ließe. Vorläufig überſteigt das Angebot in ge
zern noch immer erheblich die Nachfrage, die Preiſe b
leicht gebeſſert, aber ſtehen noch immer im ſchroffen M
dem Preiſen, die für das Rohbauholz gezahlt wurden un
mer trotz leichter Senkung gezahlt werden. Aus Mitteld
berichtet, daß in Fichte und Tanne große Angebote a
allem aber aus Rumänien vorliegen. Die rumäniſchen
gen beſondere Verkaufsluſt und laſſen ernſte Käufer
Auch die Tſchechoſlowakei iſt ſehr aktv in ihren Ang
ſcheint, daß man den deutſchen Markt mit beſonderer Vo
möchte, nachdem das Exportgeſchäft nicht ſonderlich gut
vommen hat. Erwähnenswert iſt die Transabtion einer 7
gemeinſam mit einem Prager Holzhandelshaus, die ein
kungsvertrag in den Karpathen auf die Dauer von acht
nommen haben und die Erzeugniſſe, meiſt Fichte und Tar
wverden. Das Geſchäft wird von deutſcher Bankſeite

Die Kohlenproduktion in Heſſen im Mai. Die mond E
Kohlenproduktion im Volksſtaat Heſſen weiſt für den M
folgende Ziffern nach: An Rohbraunkohle wurden g
Tonnen und verkauft wurden davon 11 571 Tonnen. T
der Rohkohle wurde weiterverarbeitet. Aus der vera
kohle wurden 216000 Naßrreßſteine erzeugt. Unter P=
der
aus dem Vormonat übernommenen Beſtände ſowi ſich
an den Selbſtverbrauch verbleibt am Monatsabſchluß ei
rung von 11 788,94 To. Braunkohle, 30 To. Briketts,
preßſteine, zuſammen 12 234,94 To. Braunkohlenproduk.
wert von 65 717 RM.
Hefſiſche Eiſenbahn A G., Darmſtadt. Die v. H.
den Abſchluß für 1927 und wählte an Stelle des ve
Kranzbühler ſenen Nachfolger, Provinzialdirektor Geb
Aufſichtsrat. Die Einnahmen der Straßenbahnlinie ſow 4
Stromabſatze ſeien geſtiegen, jedoch ſeien die Mehreinki Lan
höhte Unkoſten aufgehoben worden. Der Gasverbraud P
gaugen. Die Verhandlungen negen der Linienführung
ſtraße und dem Odenwald ſeien noch nicht abgeſchloſſe
Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft A.G. Darmſtadt.
genehmigte die Verteilung von wieder 10 Prozent Divil
und wählte an Stelle des Direktors Feidel Herrn Sta.
Eſſen neu in den Aufſichtsrat. Beſondere Mitteilungen
gemacht. Es hätte intereſſiert, Ausführungen zu erha
bekannten Beſchluß Wiesbadens, den Straßenbahnbetrie
bus künftighin durchzuführen. Daß die Geſellſchaft da
ihrem Bericht keinerlei Mitteilung gemacht hat, erklärt
bekannt gewordenen Verlautbarung daraus, daß aus der
Beſchlüſſen Rückwirkungen weder für das abgelaufene

laufende Jahr eintreten würden. Eine Ausſchaltung des
betriebes käme erſt am 31. März 1929 in Betracht. Ma

I. 1. Reichs=,
Länder= und Schutz=
gebietsanleihen

6% Dtſche. Reichs=
anleihe
von 1927
6L Baden Frei=
ſtaat
von 1927..
6% Bah. Freiſtaat
von 1927 ...."
6% Sachſen Frei=
ſtaat
von 1927..
7% Thüringer Frei=
ſtaat
von 1927..

Dtſche. Anl. Auslo=
ſungsſch
. *+
Ablöſungsanleih.
Dtſche. Anl. Ablö=
ſungsſch
. (Neub.)

Dtſche. Schutzge=
bietsanleihe
.
2. Stadtanleihen
8% Bad.=Bad. v. 26
6% Berlin v. 24
8% Darmſtdt. v. 2e
7% Dresden v. 26
7% Frkf. a. M. v. 26
7% Heidelb. v. 26
7% Ludwahf. v. 26
7% Mainz v. 26..
10% Mannh. v. 25/104
8% Mannh. v. 26
8% Nürnberg v. 26
8% Pforzh. v. 26
8% Pirmaſens v. 26
3. Pfandbrieſe
und Schuld=
verſchreibungen

726 Bad. Gold=
Kom.Anleihev. 26
80 Berl. Hyp.=Bk.
Lig.=
Pfandbriefe
73 Frkf. Hyp. Bk.
7B08s Dia.

78.5
80.4

86.25

51.32
18.5

94

80.5

93.5

*
92.5

86.25
97.5
91

z Frkf. Pfbrfbank
% Gotha Gr.=
Cred. Lig.=Pfbr.
4½½ Hamb. Hyp.=
Bk. Lig.=Pfdbr.
8% Heſſ. Landesbk.
6é
8% Kom. Landes=
bank
. Darmſtadt
82 Landesbank d.
Rheinprovinz/100
A
8% Landeskr. Kaſſ.
790
80 Mein. Hhp.Bk.
8% Naſſ. Landesbk.
8% Pfälz. Hyp.Bk.

%0 Lig.
Pfandbriefe ...
8% Preuß. Ctr.,
Bod.=Cred.. . . ."
4½% Preuß. Ctr.,
Lig. Pfandbr. .
8% Preuß. Ctr.=
I.dſt.
8% Rhein. Hyp.=B!
7%
4½% Lig=
Pfandbriefe. . .
8% Rhein.=Weſtf.=
Bd.=Credit ...
4½%0
L.=Pf.
8% Südd. Bod.=
Cred.=Bank ....
Lig.=
Pfdbr. . ... . . . .
8% Württ. Hyp.=B

78.25

97.75
90.25
89
94.5
100
96
91
96.5
95
96.75
89
96
92
75
98.5
76.25
97
91.5
98.5
90
76

95
91.5

94.5

Dt. Komm. Sam.=Ablöſ.=Anl.
+ Ausl. Ser. I.
Dt. Komm. Sam.=Ablöſ.=Anl.
Z. OlwsInf. SerTI

Papiermark=
Pfandbr. und
Kommunal=Obl.
Frkf. Hhp.=Bk. K.,
Obl. Ser. 1 u. 2
Frkf. Pfdbr.=Bank.
Vorkr.=Pfandbr.
Heſſ. Lds=Hyp.=Bk.
Vorkr.=Pfdbriefe
dgl. Kom.=Obl.
S .1-16
Kom.=Obl.
S. 17-24
Mein. Hyp.=Bank.
Vorkr.=Pfandbr.
Nordd. Grundcr.=
Vorkr.=Pfdbriefe
Preuß. Pfandbrbk.
Vorkr.=Pfdbriefe
Rh. Hyp.=Bk. Vor=
kr
.=Kom.=Oblig..
Weſtd. Bodencred. Vorkr.=Pf
4. Induſtrie=
Obligationen.
8% Dt. Linoleum=
werke
Bln. v. 26
8% Heſſ. u. Herku=
les
=Brau. v. 26
8% Klöckn=Werke
Berlin v. 26....
10% Kom. Elektr.=
Mark. .. . . . .. ..
7% Mainkrw v. 26
7% Mitteld. Stahl=
werke
von 27...!
8½ Neckarſulm v. 26
8½ Salzmann & Co.
Kaſſel v. 26....
7% Ver. Stahlw.
mit Opt. v. 26
7% Ver. Stahlw.
ohne Opt.v. 26

II. Auf Sachwerte
laut. Schuldverſchr.
5%Bad.=Bad. Holz./ 22.75) 1910 (C.C.=St.))
5%Badenw. Kohl. . . .."
6% Heſſ. Braunk.. Roggenanleihel 6.7
5% Heſſ. Volksſt.
Rnggenanleihe. .1 0

96.5

94

102.9
88

90

30o
5?

5% Preuß. Kali=
wertan
eihe .. ."
5% Preuß. Roggen=
wertanleihe
.. ."
5% Sächſ. Roggen=
wertanleihe
. .
/ 5% Südd. Feſtw. .. .."
III. 1. Ausländ.
Staatsanleihen
5 %Bosn. L. E. B. v.
1914 .........
5% Bosn. L.=Inv.=
5y Anl. v 1914 ...
4½% Bosn. v. 02
5% Bulg. Tab. v02
1,60 Griech. v. 90
134% Griech. Mon.
5% Mex. inn. (abg.)
62lo
äuß.
Goldan=
42
leihe (abg.)
inn. (abg.)
4½% Frrig.=
Anl. (abg.)
Tamau=
lipas
(abg.)
4½% Oſt. Schatz=
anw
. v. 1914
(C. C.=Stücke)...!
4% Oſt. Goldrente
(C. C.=Stücke).
4½% Rum. Gold
von 1913 ..
42 Schweiz. Bbs.=
Bahnen v. 1912
490 Türk. Admin.
42
1. Bagd.
4%0
2. Bagd./ 12.3
4%
Zollanl.
4½% ungarn von
1913 CC. C.=St.)
4½% dito von
1914 (C. C.=St.)
4½ dito Goldr.
(C. C.=St.)
4% dito von
4% dito Kron. (abg.) ...
2. Stadtanleihen
Budap. v. 14 (abg.)
2. .Bopenh. v. 011

Liſſab. b. 1886.
42 Stoch. v. 1880

44.
44.
1.9
18.5
47

32.5

12.25

3. Obligationen v.
Transportanſt.
4% Dux=Bodenb.
von 1891 ....."
4% Eliſabethbahn
von 1883 ....."
4½ Lemberg=Czer.
ſteuerpflichtig. ..
4% Lemberg=Czer.
ſteuerfrei .. . .."
2‟/.o% Oſt. Südb.
(Lombard.) .. . .
4%0 Oſt. Staatsb.v.
1883
......
3% Raab=Odenbg.
v. 1883 ...
4% Rudolfb. t. S.
i. G.
4%0
4½% Anatolier I.
TV. 1. Bank=Aktier
Allg. Dt. Creditanſt.
Badiſche Bank. . . . 164
Bk. f. Brauinduſtr. /216.5
Barm. Bankverein/147
Bahr. Hyp.= und
Wechſelbank . . . .
Berl. Handelsgeſ...
Hypoth.=Bk. 1210
Comm. u. Privatb. /192.2*
Darmſt. u. Nt.=Bk. /280
Deutſche Bank . . /167.5
Eff.=u. Wechſel=)
bank . . . . . ...
Vereinsbank . . /102
Diskont.=Geſellſch
Dresdener Bank .. 1166.75
Frankf. Bk.
Hyp.=Bk. . . 1152
Pfdbr.=Bk. 155.75
Gotha. Grundkr. B.
Mein. Hyp.=Bank/135.5
Metallbank. . .
Mitteld. Crebitbk.
Nürnb. Vereinsbk. /160
Oſt. Creditanſtalt. .
Pfälz. Hyp.=Bank/160
Pr. Bod.=Creditbk. /133
Hyp.=Akt.=Bk.
Peichsbank=Ant. . .
Rhein. Creditbank
Sox.=Bankl194

11:/,

141.75
168.75
119
164.9
107.75
134.5
1146.25
An
35
280
129

Südd. Bod.=Cr. Bk.
Disc.=Gef...
Wiener Bankverein
2. Verkehrs=
unternehmungen

A.=G.f. Verkehrswſ
Allg. Lokalb.= und
Kraftwagen ...
Dt. Eiſenb.=Geſ..
7% Dt. Reichsbhn=
Vorzge.
Hapag.
Nordd. Lloyd
Schantung=Eiſenb
Südd. Eiſenb.=Geſ.
3. Induſtrie
Adt. Gebr.
Accum. Berlin. . .
Adler & Oppenh..
Adlerw. (v. Kleher)/110
6% AEG. Vorzug
AEG. Stamm. . . . 177.5
Bad. Maſchf.=Durl.
Bamag=Meguin
Baſt Nürnberg ...!
Beck & Henkel ..
Bergm. El. Werke
Brem.=Beſigh.=Ol. 60
BrownBoverickCie
Brüning & Sohn.
Buderus Eiſen ...!
Rürſtenfbr Erlang.
Cementwerke
Heidelberg .... /141.5
Karlſtadt ......
Lothr. (Karlsr.).
Chem. WerkeAlbert.
Brockhues 1105.75
Fabrik Milch
Daimler=Venz...!.
Dt. Atl.=Zelegr.
Eiſenh. Berlin
Erdöl .......
Gold= u. Silb.=Anſtalt
Linolwerk. Berl.
Dresden=Leipziger
Schnellpreſſen ./135
Dürrwerke Nating.

183
185
159.5
94.25
169.75
161.5
142.5

4211.

81.5
73.75
23.75
226
205
181
130
83

175
90
115

142.5

204
30

59

Eichbaum, Brauer.
Eiſenw. Kaiſersltn.
Elektr. Licht u. Kraft
Elektr. Liefer.=Geſ.
Elſäſſ. Bad. Wolle
Emag Elektr. Frkft.
Enzing. Unionwke.
Eſchw. Bergwerk
Eßling. Maſchinen
Ettling. Spinnere
Faber, Joh., Bleiſt.
Faber & Schleicher
Fahr, Gebr., Pirm.
F. G. Farbenindſtr.
Felt. & Guilleaum.
Feinmech. (Fetter)
Frkft. Gas ......."
Hof.
Maſch. Pe‟
Pokorny & Wittek.
Geiling & Cie.
Gelſenk. Bergwerk
Geſ. f. elektr. Un=
ternehmungen
..
Goldſchmidt Th.
Gritzner Maſchinen
Grün & Bilfinger.
HafenmühleFrankf
Haid & Neu ....."
Hammerſen (Osn.)
Hanfw. Füſſen".
Hanſa=LloydBrem.
Harpener Bergbau
Hartm. & Braun
Henninger, Kempf,
Stern Brauerei. 1182
Heſſen=Naſſau Gas
Heyligenſtaedt .. . . 28.75
Hilpert Armaturfb.
Hindrichs=Aufferm. /114
Hirſch Kupfer ....
Hochtief Eiſen
Holzmann. Phil. . .
Holzverk.=Induſtrie
Iiſe Bergb. Stamm
Genüſſe 115.25
Fnag
Funghans Stamm.
Kali Aſchersleben /249.75
Salzbetfurth.
Weſteregeln. . 254
Kammgarnſpinn. .

Me
170.5
32.75
83
59.5
204
55.1
55
118.5
*
272.5
150

265.5
99.25
137.5
180

158

82
133
86.5
151
951,
98
149
242

Karſtadt, R.. . . .
Ker. Werke Offſtein/168
Klein, Schanzl.. . . 103.5
Klöcknerwerke . . . . 132
Knorr, Heilbronn /154
Konſervfabr. Braun/ 82
Kraftw. Alt=Württ. 87
Krauß & Co., Loko.
Lahmeher & Co. .1174
224 Lech, Augsburg.
Lingel, Schuhw.. .
Löhnberger. Mühle
Löwenbr. Münch. 331
Ludwigshaf. Walz/130
Lüdenſcheid Metall/ 95
81 Muinkr.=W. Höchſt/124
Mainz. Akt.=Br., /281
Mannesm. Röhren /1.39.5
Mansfeld. Bergb..
Mars=Werle ... . . 1111
Metallgeſ. Frankft. /198
Miag, Mühlenbau
Moenus Stamm
Motorenfabr. Deutz/ 64
Oberurſell 94.5
Münch. Lichtſpielk./109.5
Neckarſ. Fahrzeug.
Neckarw. Eßl. . ..
Nicolay, Hofbr. .1140
103
Oberbedarf
Oſterr. AlpineMon. 1
Otavi Minen .....! 55
Peters Union Frrf. /118
Pfälz. Näh. Kayſer/ 57
Philipps A.=G. ..
Phönix Bergbau / 96:25
Porzellan Weſſel ./ 25
Reiniger. Gebb. &
Schall
Rh. Braunkohlen. 1303
Elektr. Sramm 1168
Stahl werke ..
Rhenania, Kunh.
Riebeck Montan
Rütgerswerke ..../100
SalzwerkHeilbronn /215
Schneider & Hanau/ 49
Schnellpr. Frankth . / 78
Schöfferhof=Bind. /367
Schramm Lackfbr. /127
Schriftg. Stempel. 1119
Schuckert Elektr. . .1204

chuhfabr.
Schultz Gr.
Schwarz E
Seilindſtr.
Siem. Gla
Siemens 0
üdd. Imi
Zu
Strohſtoff.
Tellus Be
Thür. Lief.
Tucher, Br.
Unterfr. K
tr.=Verſ.
Veithwerk
Ver. f. Che
deutſch
Faßfal
Gumm
Berlin
Königs
Laurah
Pinſelf
Stahln
ultram
Zellſt.,
b. 4
Voigt &
Voltohm. C
Wanß & F.
Wegelin R.
Werger B:
Zellſt. Aſche
Mem
Wald!
Zuckeri. Nh‟
4. Berſiche:
Allianz E
gerſicher:

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mer 170

Jädtiſ7
4

tadt Wiesbaden ihre Abſichten noch ändere und daß ſie mit
Fchaft neue Beſchlüſſe über den Straßenbahnbetrieb faſſen
isher ſei alles noch im Vorſtadium der Verhandlungen. In
Eſſen ſeien ſeit langem Pläne auf Erweiterung des Straßen=

Mittwoch den 20. Juni 1926

Geite 11

ge)
tgek)

Hes erwogen, die nach Durchführung der geplanten Ein=
gen
notwendig würden. Den Zeitpunkt dafür könne man
nicht beſtimmen, da dieſer ſehr von der Entwicklung der
Finanzen abhänge.
gerung Bergſträßer Naturweine. Die Stadk Bensheim
Verſteigerung von acht Halbſtück 1926er Bensheimer Natur=
ch
, die ſämtlich glatt Abnehmer fanden. Es erlangte das
926er Bensheimer Hemsberg Riesling 1170 Mk., Hohberg
410, 1530, 1510 Mk., Kirchberg Riesling 1610, 1600 Mark,
Niesling 1820, 1850 Mk.; durchſchnittlich 1560 Mk. Der
rlös ſtellt ſich auf 12 500 Mk. ohne Fäſſer.
emſtädt u. Comp., Werkzeugmaſchinenfabrik und Eiſengießerei
Gen. Ueber das obige Unternehmen wird von zuſtändiger
reteilt: Die Verlängerung für die Friſt zur Veröffentlichung
iſt beim zuſtändigen Amtsgericht bis Anfang Auguſt be=
orden
. Seit einiger Zeit ſchweben jetzt vor dem Abſchluß
rhandlungen über den Verkauf von Gelände mit Lagerhalle
hierfür intereſſierendes Unternehmen. Durch die hierfür
rden Mittel ſowie durch die Aufnahme einer langfriſtigen
wird die Bankſchuld zum größten Teil getilgt. Die Bilanz
gelaufene Geſchäftsjahr wird, wie ſchon im vorläufigen Be=
Sgeſagt, noch einen Verluſt ausweiſen. Im laufenden Ge=
beginnen
ſich die Rationaliſierungsmaßnahmen auszuwirken.
agsbeſtand iſt zu befriedigenden Preiſen recht günſtig. Um
bild vollkommen zu bereinigen, wird eine Zuſammenlegung,
Ausmaß Beſchlüſſe noch nicht gefaßt ſind, erwogen.
ſche Elektrizitätsgeſellſchaft A. G., Mannheim. Die General=
ng
, in der 127 404 Stimmen vertreten waren, ſetzte die
antragsgemäß auf 9 Proz. feſt und wählte Direktor Clemm
ellſtofabrik Waldhof an Stelle ſeines verſtorbenen Bruders
n Aufſichtsrat. Der Vorſitzende Kommerzienrat Dr. Frank
eſellſchaft Berlin) gab der Hoffnung auf eine verſtändnis=
mmenarbeit
mit der Arbeiterſchaft und gegenüber dem neuen
aupt Mannheims der Erwartung Ausdruck, daß die öffent=
e
Hand angeſichts ber Abwanderungstendenzen der Indu=
Belaſtung auf ein erträgliches Maß beſchränke, um es der
zu ermöglichen, ihre Stellung in der Welt zu behaupten.
Andreae=Noris=Zahn A. G., Frankfurt a. M.Gebr. Keller
f., Freiburg i. Br., genehmigt. In den Generalverſamm=
der
Geſellſchaften wurde der angekündigte Verſchmelzungs=
rehmigt
, demzufolge das Vermögen der Gebr. Keller Nachf,
hanzes ohne Liquidation gegen Gewährung von je 100 RM.
tien, dividendenberechtigt ab 1. 1. 1928, gegen je 200 RM.
m übernommen wird. Das Fuſionsverhältnis iſt alſo 2:1.
rkung deſſen wurde Kapitalserhöhung der Andreae= Noris=
um
0,7 Mill. RM. auf 2,3 Mill. RM. beſchloſſen. Von
) neuen St.A. werden 400 000 RM. den alten Aktionären
nis 4:1 zu 120 Prozent zum Bezug angeboten, während von
en 300 000 RM. 120 000 RM. zur Fuſion mit der Keller=
tigt
und die reſtlichen 170 000 RM. hauptſächlich zur beab=
mtlichen
Börſeneinführung in Frankfurt a. M., die ſich auf
e Kapital erſtrecken ſoll, zur Verfügung der Geſellſchaft be=
werden
. Die beiden G.V. genehmigten auch die Abſchlüſſe

Roggen 28,50 Hafer inl. 77,503,25, Mais für Futterzwecke 24,50
bis 24,75, Mais für andere Zwecke 25, Weizenmehl 36,7537,25, Roggen=
mehl
39,2539,50, Weizenkleie 14,1014,25, Roggenkleie 16,5016,75.
Berliner Produktenbericht vom 19. Jnni. Geſtern und auch heute
zeigten ſich im Vormittagsgeſchäft Anſätze, die Verflauung an dem
Weizenmarkt auszugleichen. Wie am Vortag ergab aber die amtliche
Mittagsbörſe eine andere Tendenz. Ein Unterſchied zeigte ſich heute
nur inſofern, als auch der Roggen ähnliche Abſchläge wie der Weizen
über ſich ergehen laſſen mußte. Amerika war mit umfangreichem Ma=
terial
zu nachgiebigen Forderungen im Markte, doch fehlte hierin wie
im Inlandsgetreide jede Kaufluſt. Im Lieferungsgeſchäft wurde Wei=
zen
und Roggen etwa 1 Mark ſchwächer. Gerſte ſtill. Für Hafer
bleibt das Geſchäft ruhig, wenn auch heute die Preiſe weniger nach=
giebig
waren. Die Geſchäftslage für Mehle hat ſich nicht gebeſſert.
* 83. Südweſtdeutſche Zentral=Häute=Auktion in Mainz. Die Auktion
findet am Donnerstag, den 21. Juni, vormittags 9.30 Uhr, im Kaſino
Hof zum Gutenberg in Mainz ſtatt. Zur Verſteigerung gelangen
57(5 Großviehhäute, 8708 Kalb= und Freſſerfelle und 270 Schaffelle.

Viehmärkte.

Produktenberichte.

urter Produktenbörſe vom 19. Juni. Die Getreidebörſe lag
tlich ſtill und wieder matt. Im Handel wurden meiſtens
amtlichen Notierungen gelegene Preiſe angelegt. Futtermittel
erneut 2550 Pfg. niedriger. Je 100 Kg.: Weizen T 26,50,

* Mainzer Viehhof=Marktbericht vom 19. Juni. Auf dem heutigen
Markt war der Auftrieb an Großvieh um 111 Stück ſchwächer wie auf
dem Vormarkt. Bei Färſen erhöhten ſich die Preiſe um zwei Mark, bei
vollfleiſchigen, ausgemäſteten Kühen höchſten Schlachtwertes bas zu 7
Jahren an der unteren Grenze um 5 und bei der oberen Grenze um
2 Mark. Der Markt wurde bei lebhaftem Geſchäft geräumt. Der
Kälbermarkt verzeichnete eine höhere Auftriebsziffer wie in der
dorigen Woche, indem 41 Stück mehr angetrieben waren. Das Geſchäft
war ſehr rege und wurde bei unveränderten Preiſen bald geräumt. Auf
dem Schweinemarkt war die Zufuhrzahl um 154 Stück niedriger.
Die Preiſe gaben 15 Mark nach. Der Verkauf bewegte ſich ſehr lang=
ſam
und verblieb ein größerer Ueberſtand. Angetrieben waren
20 Ochſen, 25 Büllen, 443 Kuh= und Färſen, 346 Kälber und 1026
Schweine. Für 100 Pfund Lebendgewicht wurden, je nach Qualität,
folgende Einzelpreiſe erzielt: Ochſen 4254, Bullen 3244,
Farſen 5262, Kühe 3747, 2232, 1822, Kälber 6070, 5060,
Schweine 6570, 6671 und 7074 Mark.

Amerikaniſche Kabelnachrichten.

* Chikago, 19. Juni. (Priv.=Tel.)
Weizen: Auch heute war die Preisbewegung nach abwärts gerichtet
auf die flauen Liverpooler Kabel und das ſtärkere argentiniſche Ange=
bot
in Europa. Im Verlaufe konnte ſich eine Erholung durchſetzen.
M.ais: Die Termine mußten heute ſchärfere Preisrückgänge er=
leiden
. Insbeſondere waren heute Liquidationen per Juli zu beobach=
ten
. Günſtiges Wetter, die flauen Liverpooler Kabel und Abgaben
ſüdweſtlicher Firmen drückten ebenfalls auf die Termine.
Roggen: Geringere Exportnachfrage und Zunahme der ſichtbaren
Beſtände hatten ein Nachgeben der Preiſe zur Folge.
Hafer: Das Abgleiten der Preiſe an den vorgenannten Märkten
erſtreckte ſich auch auf Hafer.
New York, 19. Juni. (Priv.=Tel.)
Baumwolle: Anfangs waven einige Käufe des Handels zu ſehen.
Später erfolgte jedoch eine Abſchwächung auf Liqwidarionen und die
Verflauung der Fondsbörſe. Gegen Schluß machte ſich Deckungsbedürf=
nis
geltend.
Kaffee: Auf die ſchwächeren braſilianiſchen Kabel nahm der Han=
del
Liquidationen und Abgaben vor. Später bewirkten Deckungskäufe
ine Erholung.
Zucker: Die beſſeren Londoner Kabel bewirkten anfangs Deckungen
des Handels. Gegen Schluß waren jedoch Hedoingsverkäufe für euro=
päiſche
Firmen zu beobachten.

Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 19. Juni:
Getreide: Weizen, Juli 135½, Sept. 137½, Okt. 140½; Mais,
Juli 98½, Sept. 95½, Okt. 82½; Hafer, Juli 52½, Sept. 45½,
Okt. 47: Roggen, Juli 118½, Sept. 116, Okt. 116½.
Schmalz: Juli 11,925, Sept. 12,225, Okt. 12,375, Dez. 12,425.
Fleiſch: Rippen, Juli 12,56, Sept. 12,625, Okt. 12,56; Speck
loco 12,625; leichte Schweine 9,2510,65, ſchw. Schweine 9,80 bis
10,65; Schweinezufuhr Chicago 33 000, im Weſten 75 000.
Baumwolle: Juli 20,65, Okt. 20,3839.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 19. Juni:
Getreide: Weizen, Rotwinter 178½, Hartwinter 153½; Mais
neu ank. Ernte 110½; Mehl ſpr. wheat clears 6,356,75; Fracht
nach England 1,32, nach dem Kontinent 89 C.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,55; Talg extra loſe 8½4.
Kakao: Tendenz: feſt, Umſatz in lots 171, loco 14, Juni 13,85,
Juli 13,94, Auguſt 14,18, September 14,49, Oktober 14,45, Novem=
ber
14,06, Dezember 13,62, Januar 1929 13,53, März 13,45.

Kleine Wirtſchaftsnachrichten.

An der Berliner Börſe wurde die Privatdiskontnotiz für beide
Sichten um ½/s Prozent einheitlich auf 65/. Prozent erhöht.
Nachdem der Schiedsſpruch im Lohnſtreit in der Rheinſchiffahrr
durch den Reichsarbeitsminiſter von Amts wegen für verbindlich er=
klärt
worden iſt, wurde geſtern die Arbeit in der Rheinſchiffahrt wie=
der
aufgenommen. Dagegen hält, wie wir weiter erfahren, der Streik
in den Häfen unvermindert an.
Der Ruhrverband hat mit den amerikaniſchen Emiſſionshäuſern
E. H. Rollins u. Sons und Cheſe National Bank eine 6½prozentige
Dollar=Anleihe mit fünfjähriger Laufzeit im Betrag von 3 Millionen
Dollars abgeſchloſſen. Die Mittel aus dieſer Anleihe dienen zur Aus=
führung
waſſerwirtſchaftlicher Aufgaben des Verbandes.
Der Aluminiumwalzwerkverband in Köln teilt mit: Der Grund=
preis
beträgt für Aluminiumfabrikate bei Aufträgen 238254 RM. je
100 Kilo bei Abſchlüſſen 253 RM. je 100 Kilo mit der Maßgabe, daß
von den Walzwerken je nach den tatſichlich angenommenen Mengen
eine Rückvergütung von 315 RM. je 100 Kilo gewährt wird.
Der Seildrahtverband in Hagen hat eine Erhöhung der Seildraht=
preiſe
um 1,25 RM. für 100 Kilo beſchloſſen. Die Ausfuhrrabatte
bleiben unverändert. Vorausſichtlich wird auch der Drahtſeilverband
in Eſſen ſchon in den nächſten Tagen ebenfalls eine Preiserhöhung für
ſeine Erzeugniſſe vornehmen.
Die Verkaufspreiſe für Siegerländer Eiſenſtein bleiben vorläufig
auch für Lieferungen im dritten Quartal 1928 beſtehen.
Die deutſch=rumäniſchen Verhandlungen über eine Beteiligung der
Deutſchen Reichsbank an einer internationalen Maßnahme zur Stabi=
liſierung
der rumäniſchen Währung ſind unterbrochen worden, da die
rumäniſche Regierung eine angemeſſene Entſchädigung der deutſchen
Beſitzer rumäniſcher Anleihen ablehnte. Die rumäniſchen Herren haben
Berlin am Samstag verlaſſen.
Die elſäſſiſchen Kaligruben förderten im Monat April insgeſamt
28 060 To. Reinkali. Die Geſamterzeugung während der erſten vier
Monate des laufenden Jahres beläuft ſich damit auf 128009 To. gegen
126 000 To. in der entſprechenden Zeit des Vorjahres.
Im Monat Mai wurden in der Tſchechoſlowakei 154 Ausgleiche
eröffnet. Die Aktiven beziffern ſich auf 23,5 Millionen, die Paſſiven
auf 40,8 Millionen Ke. Im gleichen Monat wurden 47 Konkurſe ver=
hängt
. Die Aktiven betragen 5,8 Millionen Kc., denen Paſſiven von
9 Millionen Kc. gegenüberſtehen.

Jus da ntsverkündigungen des Kreisamts
armta und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
Eden: 1 Broſche (Schlange mit
ſoſers) rotbraunes Damenportemonnaie
nit T/ſk. 1 ſilberner Ohrring mit An=
Anhänger, H. W. gezeichnet
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iſchet
nit 3 Taſchentüchern. 1 Bade=
ch
, eine Schlüſſel am Ring. 1 Wa=
enrct
brauner Damenſchirm. 1 Da=
ten
? tt. 1 Autokurbel. 1 ſilbernes
bleiſttſt 2 mittelgroße Schlüſſel und ein
)rückhlr Ring. 1 Sack Kartoffeln. Ein
weirin er Stoßkarren. 1 Aktenmappe.
Biufen: 1 ſchwarzbrauner Reh=
inſchch
Zugeflogen: 1 Kanarienvogel,

Zwangsverſteigerung.

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ein ſchwarzer Eu
mit Weſte und ein
ſchwarzer Gehrock
mit Weſte, beides

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Das nachſtehend bezeichnete Grundſtücke, das zur Zeit der
Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen des
Adam Merker und des Ludwig Mangold, beide in
Saarbrücken zu je ᛋ/., im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Freitag, den 7. September 1928, nachm. 31/, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle, Zimmer 219,
verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvoll=
ſtreckung
.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 22. Mai 1928 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Verſteige=
rungsvermerks
aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der Auffor=
derung
zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Ver=
teilung
des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläu=
bigers
und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehen=
des
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls, für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegen=
(10260a
ſtandes tritt.
Darmſtadt, den 8. Juni 1928.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks:
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band XXII, Blatt 1106.
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann qm
Schätzung
T 7117,, Hofreite Nr. 77 Stift=
170 14000 RM.
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alten Buchen=, Eichen= und Kiefernbeſtänden. Lebendes und
totes Inventar komplett ſowie der kompl. Ernte. Erſtklaſſige
Jagd auf Rot= und Schwarzwild ſowie Niederwild. Keine
Grunderwerbſteuer. Reſtkaufgeld ca. 5 Verzinſung mit
Amortiſation auf lange Jahre feſt. Die Anzahlung bei
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[ ][  ][ ]

Seite 12

Haufft Wallaabn.

5)

Von Lili von Baumgarten.

Nachdruck verboten.

Krafft Waldgabe barg ſein Antlitz in den abgemagerten Hän=
den
. Mitleidig ſah der Mönch auf ihn nieder. Ihr ſteht im
Schutze unſeres Ordens, Herr. Wir verraten Euch nicht. Seid
Ihr mit Gottes Hilfe erſt wieder völlig hergeſtellt, ſo wird ſich
ſchon Rat finden ... ."
In der dritten Nacht aber nach dieſem Geſpräch entſprang
der fremde Kranke in einem Fieberanfall ſeinen erſchrockenen
Wärtern. Er verſchwand im der Dunkelheit, und unſicheren
Schrittes, in ſeiner Schwäche oft zu tagelanger Raſt verurteilt,
begann ein zerlumpter Bettler, deſſen ſeltſam ſcheues Gebahren
die Menſchen als Blödſinn auslegten, ſich unter taufenderlei
Mühſal und Beſchwernis nach Norden durchzuſchlagen, nach der
Heimat.
.... Winter wars, als Krafft Waldgabe am Ziele ſeiner
Fahrt anlangte und alles fand, wie er es aus ſeinem Traume
kannte; verſchwunden war der Wald und abgebrannt die väter=
liche
Burg. Wie eine dunkle Inſel aus einem weißen Meere er=
hob
ſich aus der weiten, ſchneebedeckten Ebene der von zerfalle=
nem
Gemäuer gekrönte Schloßberg, an den ſich wie hilfeſuchend
in troſtloſer Einſamkeit ein paar armſelige Bauernhütten ſchmieg=
ten
. Wo Krafft Waldgabe als Kind an ſeiner Eltern Hand
ſtaunend durch den rauhreifbedeckten Forſt ſchritt wie durch die
kryſtallnen Hallen eines verzauberten Dames, entragte trauri=
ges
Ueberbleibſel einſtiger Herrlichkeit der Fläche verödeten
Gefildes nur noch hin und wieder ein kahler Baumſtumpf wie
ein anklagend emporgereckter Arm.
Niemand erkannte in dem hohlwangigen, abgeriſſenen Geſel=
len
den Gebieter, und Krafft Waldgabe kam der Gedanke gar
nicht, ſeinen Namen zu nennen, der ihm angeſichts des von ihm
verurſachten Elends ſo unwichtig erſchien, daß er ihn faſt vergaß.
Aus Mangel an Baumholz erfroren die Leute ſchier in ihren
jämmerlichen Behauſungen, und wit angſtvollen Augen lauſchten
die Jungen den Erzählungen der Alten, die ihnen prophezeiten,
mit der frühjahrlichen Schneeſchmelze werde ſich auch das böſe
Fieber wieder einſtellen, das hier herrſchte, bevor der Wald es
vertrieb.
Der greiſe Jakob und ſeine Frau ſtarbem kurz nach dem
Brand der Burg und ruhten nebeneinander auf dem kleinen
Gottesacker beim ſtrohbedeckten Kirchlein. Die Frau, von der
Krafft Waldgabe dies erfuhr, war die Schwiegertochter des ehr=
würdigen
Paares, die es, ſeitdem ihr Mann und ihr älteſter Bub
aus Welſchland nimmer heimkehrten, kaum vermochte, ſich und
ein halbes Dutzend immer hungriger Kinder durchzubringen.
Dieſem Weibe zu dienen, das ihm, dem halberſtarrten Bettler,

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Mittwoch, den 20 Juni 1928

als er, ohne zu wiſſen, wer ſie war, an ihre Türe klopfte, von
ihrer Armut einen Teller warmer Suppe und ein Stück Brot
ſpendete, dieſem durch ſeine Schuld hilfloſen Weibe dienen zu
dürfen, erſchien Krafft Waldgabe wie ein Anfang von Gnade.
Er blieb den Winter über als Knecht bei ſeiner Leibeignen und
verrichtete ihr jegliche ſchwere Arbeit, alſo daß die gute Frau die
Stunde ſeiner Ankunft ſegnete und mit den Ihrigen die ſchlimme
Zeit weit beſſer überſtand, als ſie es zuvor zu hoffen wagte.
... Wärmer ſtrahlte die Sonne von Tag zu Tag. Unter
brauſenden Frühlingswinden verlief ſich der glanzige Waſſerſpie=
gel
, mit dem die Schneeſchmelze das flache Land ringsumher be=
deckte
, und über der ſchwarzbraunen Erde lag es wie ein hauch=
zarter
grüner Schleier. Da wagte es Krafft Waldgabe, in zager
Demut der Stätte zu nahn, wo er im Traume ſein Baumdaſein
lebte, um dortſelbſt weiterer Gnade mit Erſchütterung inne zu
werden. Nicht alles Leben vernichtete ſein Gebot, wie er ſchau=
dernd
wähnte. Nicht ſo groß war menſchlicher Unverſtand und
wenſchliche Habgier, als die Natur reich war und gütig. Zwiſchen
Schneeglöckchen, Veilchen und roſigen Anemonen gewahrte Krafft
Waldgabe, wohin ſein Auge ſchaute, jungen Nachwuchs aus dem
Samen der Buchen und Eichen, die nicht mehr waren, zum
Lichte ſtreben. Kaum handhoch war manch zartes Trieblein, aber
auch feſte angehende Bäumchen von drei und vier Jahren reck=
ten
ſich geſund und munter zwiſchen den wie offne Wunden klaf=
fenden
Stümpfen der gefällten Rieſen in die Höhe.

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Von jenem Tag an gehörte Krafft Waldgabes Leben zu
einem Teil dem Weibe Elsbeth und deren unmündigen Kindern,
zum anderen Teil aber ſeinem auferſtehenden Walde. Er rodete,
pflanzte und verpflanzte, hegte Schutzbedürftiges ein und gönnte
ſich weder Raſt noch Ruhe. Um auf die Dauer ungehindert wer=
ken
zu können, war es notwendig, daß er ſich dem Schulzen des
Dorfes offenbarte. Er ließ den Mann ſchwören, das Geheimnis
zu bewahren, verſchwieg ihm alsdann nichts und erließ durch ihn
ſeinen Bauern, um ihnen Erholung zu ermöglichen, jeglichen
Zins für die nächſten zehn Jahre.
Nach dieſer Zeit, als auch das jüngſte Kind der Witwe Els=
beth
ſo weit war, daß es ſeiner Mutter helfen konnte, ließ ſich
Krafft Waldgabe, den ſie in der Gegend nur den Waldbruder
nannten, obgleich er kein geiſtlich Gewand trug, imer durch
Vermittlung des Schulzen am Rande des jungen Waldes von
ſeinen Bauern eine beſcheidne Behauſung errichten. An der
Stelle, wo er ſein Baumdaſein lebte, ward die kleine Lehmhütte
erbaut, und den Dorfbewohnern ward von ihrem Oberhaupte
zuferlegt, den Waldbruder, auf daß dieſer ſich einzig dem Dienſte

des Waldes widmen konnte, mit dem Notwendigen
gen. Das taten die Leute gern, denn der ſchweigſom
freundliche Mann war ihnen lieb geworden, und es
Schwein im Dorf geſchlachtet, und kein Kuchen geback=
der
Pflegling aller nicht etwas zu ſehen bekommen hätzt
dem einen oder dem andern die Freigebigkeit einmal
von Herzen kommen, ſo halfen ein paar Worte des
wirkſam nach, der ſeinem heimlichen Herrn bis zu ſei=
mit
ehrfürchtiger Treue ergeben blieb.
So vergingen die Jahre. Gar prächtiglich wuchz u.
der Wald unter ſeines Gebieters hingebungsvoller Vi
war es kein Wunder mehr nur ſein Wachſen, und was
Mal kein Vierteljahr wahrte, das brauchte die Dauer
gen Menſchenlebens, um ſich zum zweiten Male zu volle
Dorfe, das inzwiſchen zu einem der wohlhabendſten
ward, amtete bereits der Enkel des Schulzen, dem gre
gabe ſich zuerſt vertraute, aber auch er bewahrte treulie
heimnis des Greiſes draußen in der ſtillen Waldklaufe
Es kam aber der Tag, an dem war es ſo weit
prangte der Wald in derſelben Schönheit und Stärle w
als ſeines törichten Herrn Gebot ihn auf einmal vert
Herbſt wars, und Krafft Waldgabe ging durch ſei
eroberte Herrlichkeit wie durch einen goldnen Könige
wollte in einem entlegenen Pflanzgärtlein nach dem Re
und ſchritt rüſtig aus. Schneeweiß war ſein Haupthaa
Bart, der ihm bis zum Gürtel reichte; ſeine Augen ab
klar und von ſeiner Stirn leuchtete Friede.
Am Rand einer Waldwieſe, auf der Rehe graſten.
ſich plötzlich ungewohnt müde, alſo daß er ſich zu h.
niederließ. Wie Nebel ſchwamm es um ihn her, er
gegen einen Stamm zurück und wunderte ſich, wie de
Rauſchen immer mächtiger anſchwoll und ihn orgele
brauſte.
Da teilte mit eins Sonnenglanz das Nebelgewoge.
die Waldwieſe kom eine hohe Frauengeſtalt auf den
zu. Grüngoldne Gewande umfloſſen die Verklärte, die
dem aus ſchimmernden Sternen trug. Ihr Lächeln a
lebenslänglich Leid überreich in einem Augenblick.
Taumelnd erhob ſich der Greis und machte einig
auf die Erſcheinung zu, dann ſank er zu Boden. Sie
bei ihm nieder und bettete ſein Haupt in ihren Schof
ſie an, und ſie lächelte ihm zu, und ruhig graſten die R
her. Geſprochen ward kein Wort, da war nichts mehr
ſagt zu werden brauchte, als die Fee Erdſchöne ihre
Lippen zu einem erſten und letzten langen Kuſſe a
Waldgabes erkaltende Stirne drückte.
Keines Sterblichen Auge ſah Krafft Waldgabe wiel
vielkluge Waldvöglein erzählen neugierigem Zwergt
heute ſeine Geſchichte.
Ende.

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