Glazelunmmer 10 Pfenalge
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1 Tagen wird nicht übernominen.
Nicht=
elinzelner Mmmern inſolge hölerer Gewalt
den Beziehler nicht zur Kürzung des
lfes. Vellellungen und Abbeſſelluingen durch
bue Verblindlackelt für und. Polfſtebeckkonio
Frauikſurt a. M. 1301.
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Blld und Wort
Nachdruck ſcmilicher mit * verſehenen Origlnal-Auffähe und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſkattet.
Numiner 166
Samstag, den 16. Juni 1928.
191. Jahrgaug
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(1 Dollar — 1.30 Mark. — Jinl Falle b0beter
Geivallt, twoie Krieg. Pluffuibr, Steik ufte, erliſtcht
jede Verpftlichtung auf Eefülltutng der Mitzelgente
auffrdge und Leiſtuing von Sschabdenterlat. Bel
Konkurd oder gerlichtlicher Belirelbting fäil leder
Mabail Weg. Baltkkoltio Oeitiſiche Bauftk Und
Darm=
ſtdier und Mallibnialbauf.
8 Sin und Her der Regierungsbildung.
Kriſe im Zickzack.
Aungsverſchiedenheiten in der Preußen=
— Streſeinann vermittelt. —
Gegen=
itze über das Regierungsprogramm.
der iſt ein ganzer Tag verloren gegangen, ohne daß in
twicklung der Kriſe irgendwelcher Fortſchritt zu
ver=
iſt, weder nach der guten, noch nach der ſchlechten Seite.
immerhin ſchon etwas, da am Donnerstag abend, die
eigentlich ſo ausſahen, als ob die Große Koalition ſich
g feſtgelauſen hätte. Die
ion der Deutſchen
partei hat ſich erneut
Forderung nach
zeitiger Verhand=,
im Neich und in
zeu feſtgelegt.
Sozial=
er! ten, Zentrum und
De=
n hatten es abgelehnt.
wwar an ſich ein
Gegen=
der ſich nicht überbrücken
r
Neichsaußenmi=
an den ſich Herr
ergewendet hatte,
ichtigte, in der
Frak=
u vermitteln, um
1 Pompromiß=Vorſchlag zu
m der über den toten
PP hinweghelfen ſollte. Dr.
S emann hatte ſich zu
ſeü veck auch am Freitag
ſou tag in den
Reichs=
ſalegeben. Da aber die
Br9 itung ſich überraſchend
hiol ſinausſchob und er
kör=
nicht imſtande war, ſo
hrd zu warten, hat er mit
Fraktion nicht ſprechen
ſondern iſt nach kurzer
iltung mit dem
Frak=
rſtand wieder in ſein
frl tzimmer zurückgebehrt.
terhin iſt es wohl
ſei=
ſeiA ingreifen zu verdanken,
ſau die Verhandlungen eine
ger? Beweglichteit gekommen
bord ben Seiten zur Kenntnis
den! ten ſind, daß aber
dar=
bo naus der Verſuch
ge=
al verden ſoll, zu einer ſachlichen Verſtändigung
GI das Negierungsprogramm im Neich zu
da en. Die Taktik dürfte alſo darin beſtehen, daß
zu=
die Preußenfrage ausgeſchaltet wird, bezw.
DaA, der preußiſchen Fraktion überlaſſen bleibt, von ſich aus
ſted dn W Verhandlungen mit der preußiſchen Negierung und den
Nal onsparteien des Landtags ihren Eintritt in die Negie= Tagen eine, wie es heißt, von autoriſierteſter Stelle des Wundes
ruYu erreichen, während in den Verhandlungen im Neich verfaßte Erklärung herausgehen laſſen, die allgemein auſgefaßt
auu eßlich die Reichsfragen erörtert werden ſollen. Gelingt worden war als eine Art Beſehl an die Abgeordneten, dſe der
28.9 üüber ein Einverſtändnis zu erzielen, dann wäre immer
DeA ſollte, auch hier noch nach neuen Löſungen zu ſuchen.
An u. a. die Abſchaffung der Todesſtrafe, die Einführung kratie die Verantwortung abnimmt. Das iſt alſo genau das
uer, enthalten ſind. Die Sozialdemokraten haben aller= die Tagespolitik geblieben wäre,
Beſagt, daß es ſich hierbei zunächſt nur um Anregungen
die ſie diskutert ſehen möchten. Nechnet man aber noch
daß bom Zentrum und von der Bayeriſchen
Spartei Forderungen in bezug auf den
rowvendig ſind, um alle dieſe Meinungen zu vergleichen 1ich, für die Einbeziehung der Fememorde in die Anmeltie ein,
ver=
weit in Uebereinſtmmung zu bringen, daß man es zu
Megterungserklärung zuſammenfaſſen kann, wobei aber ihre Anträge begründeten, nur die Sozlaldemokraten, die erklären
ant ofſengelaſſen iſt, ob eine ſolche Möglichkelt überhaupt lieſten, deßt ihre Stelungnghne gegendlder dem Mdrn Ich nicht geäie
ormittag die Führer der Partelen zu einer intere wurden ſchließlich dem Nechtdauslſchuß Uberzofehen.
ionellen Beſprechung gebeten, wo die einzelnen Fraktion, zur Beſſerung der Notlage in den weſtlichen und bſtlichen
4 Alo damit, daß ſich inzwiſchen entſcheidende Dinge nicht
Haben.
nacht alles weitere von der Geſtaltung der Negierungs= Megierung gebildet it.
verhandlungen abhängig. Der Reſchsaußenminiſter, der an der
Abſicht feſthält, am Dienstag ſeinen Erholungsurlaub
anzu=
treten, will am Montag noch einmal in ſeine Fraktion kommen.
Freitag nachmittag begreiflicherweiſe in der Wandelhalle die
unwahrſcheinlichſten Kombinatlonen herumgetragen wurden,
halten wir es ſür nowendig ſeſtzuſtellen: 1. daß Dr.
Streſe=
mann mit Rückſicht auf die lange Dauer der Plenarſitzung nicht
imſtande war, auf den Beginn der Fraktionsſivung zu warten,
und 2. daß er mit dem Fraktionsvorſtand die Lage beraten hat,
und daß dabei ſeine Auffaſſung ſich mit der der Fraktlon
weiteſt=
gehend deckte.
Der 83jährige Alterspräſident Bock=Gotha erüffuete die erſte Neichstagsſtizung.
ern, als nun die Mei= Auf Anordnung des bisherigen Präſidenten Loebe iſt das Nednerpult entſernt worden, um das
ulsverſchiedenhei= langwveilige Ableſen endloſer Manuſtripte zu unterbinden und die Abgeordneten zur frelen Nede
A der Preußenfrage, zu zwingen. Vor leeren Negierungsbänken ſanden ſich zur erſten Reichstagsſitzung am Mittwoch
462 von den 490 Abgeordneten zuſammen.
Stahlhelm und Regierungsbildung. — Der
Stahlhelm desavouiert ſich.
* Berlin, 15. Juni. (Priv.=Tel.)
Der Stahlhelm, Bund der Frontſoldaten, hatte vor einigen
Deutſchen Volkspartei angehören, worin ihnen nahegelegt wurde,
eit genug, falls Preußen wirklich der letzte Differenzpunkt mit den Sozlaldemokraten nicht in eine Koalitlon
zuſammenzu=
gehen. Die betreffenden deutſchvolksparteilichen Abgeordneten
haben dieſe Beeinfluſſung ihrer Stelluugnahme auf das
ener=
nächſt freilich beſtehen noch ſachliche Gegenſätze giſchſte abgelehnt. Sie haben eine Ausſprache mit der Geſchäfts=
Arldas Regierungsprogramm. Die von der Deut= ſtelle des Stahlhelm gehabt, die das Ergebnis hatte, daß die Lei=
A ollspartei geltend gemachten Wünſche haben wir bereits tung des Stahlhelm „ihre frühere Stellungnahme vollſtändig
uns entlichen ſtizziert. Die Sozialdemokratie hat einen min= ändert und in einem Brieſe au den Abg. Auhlenkampf zum
Aus=
desl ebenſolangen Wunſchzettel aufgeſtellt, in deſſen zehn druck bringt, daß ſie e3 im gegenwärtigen Zeitpunkt für
nohven=
dig halte, vor einer Politik zu warnen, welche der Sozlaldemo=
92 rfaſſungstages, Durchführung des Achtſtundentages, Ne= Gegenteil deſſen, was in der erſten Erklärung ſtand. Der
Stahl=
ſ:d zes Verſicherungswertes, Einführung einer Vermögens= helm hätte ſich dieſe Desavonlerung erſparen können, wenn er
ſtes! Durchführung der Lex=Brünning, d. h. alſo Abbau der etwas zurückhaltender bei ſeiuem Verſuch einer Einwirkung in
Reichstagspauſe.
Werlin, 15. Juni. (Eig, Berſcht.)
Der Neſchztag beſchäftigte ſiuch heute mit den Ammeſtieanträgen der
Kommuiniſten, Deutſchnationalen und Natioealſozialiſten. Während die
nzausgleich, die Neichsreform uſw. erho= Kommuniſten die Fememorde von der Amneſtie ausgenonuuen wiſſen
Herden, ſo ergibt ſich ohne weiteres, daß zum mindeſten wollten, traten die Deutſchnatſonalen und Nationalſozialiſten
ausdrlick=
langten dagegen Ausſchlſeßung aller Landesverratsdelikte,
An der Ausſprache beteiligten ſich neben den Autragſtellern, die
dert habe. Die Sozialdemokraten könnten zwar einen Strich unter die
Das feſtzuſtellen, wird nun vermutlich Aufgabe der Straſtaten und Verfellungen aus der Juflationszeit ziehen, miſſten
en Tage ſein, Hermann Müller hat zum Sam8= aber an der Ausnahne für Mord und Totſchlag feſthalten. De Anträge
Daun begründete Abg. Eſſer (Btr.) den bekannten Antrag ſeiner
rmmpunkte durchgeſprochen werden ſollen. Die ſozale Grenzgebleten die ſofortige Außzahlung der in dem Greuzſonds für
atiſche Fraktion hat ſich bis zum nächſten Dienstag ver= 1998 bereſtgeſtellten Mitel zu beranlaſſen, damit die dunch die
Grenz=
zie Vollspartel, bls zum Montag. Veide Frattionen Zehlug eniſtandenen Schden Jadlakt. abgegolten uud Weliere Hlſte
maßnahmen vorbereitet werden können
Es folgte dann die Begrlndung weiterer Anträge, die ſich auf die
eu werden, daß vielmehr zunächſt die Unterhändler das öſtlichen Greuzgebiete bezogen. Der Antrag Eſſer ſowvſe die ſonſtigen
Anträge wurden dem Haushaltsausſchuß uberwieſen.
Der Meichstag vertagte ſich dann auf unbeſtimmte Zeit und Überließ
er Reſchstag ſelbſt hat ſich auf unbeſtimmte Zeit berkagt es dem Präſidenten, die nächſte Sitzung einzuberuſen, wenn die neue
Baldwin eröffnet denengliſchen
Wahlkampf . . .
Von unſerem CD)=Korreſponbenten.
London, Mitte Junk.
Vor etſon zwvei Wochen hörte ſch Lloyd George reden — int
Da über ſeinen plötzlichen Weggang aus dem Neichstag am ungaſtlichen Neading, zu einer Menge von 7000 Menſchen, an
einem regueriſchen Sonntagngchmittag, den nicht der geringſte
Feven blauen Himmels lüchter ſtimmen wollte. Nun habe ſch
auch Stanley Baldwin auf die Nednertribülne ſteigen ſehen —
in der märchenſchönen Umgebung von Welbeik Abbey, au einem
ſtrahlenden Sommertage und vor einer Menge, die nicht nur aus
7000, ſondern aus ganzen 70 000 Zuhörern beſtand. Da — ein
geweſener Premierminiſter, hier — ein gegenwärtiger; da —
Einer, der gekommen war, um mit ſeinen Widerſachern bittere
Abrechnung zu halten und ſeine Leute zu neuen Kämpfen und
neuer Unraſt anzuſpornen; hier — ein Bringer guter Wotſchaft,
der Frieden und Wohlergehen predigt und den braven Briten
verſpricht, daß ſie getroſt in Nuhe und Sorgloſlakelt werden
weiter leben können, wenn ſie nur ihm, dem natlonalen
Fahuen=
träger vertrauen und nur ihn gewähren laſſen wollten.
Dieſes Auftreten Stanley Baldwins bedeutete die erſte von
etwa 25 großſen konſervativen Meetings, die im Lauſe der
kom=
menden zwvölf Monate ſtattſinden ſollen und auf denen ſämtlſch
der Premier zu reden gedeukt. Nach etwa einem Jahre ſollen
die Neuwahlen zum Parlament ſtattfinden, und Waldwins Mede
in Welbeck Abbey bedeutete daher nicht anderes, als die formelle
Eröffnung des engliſchen Wahlkampfes. Welbeck Abben iſt die
Meſidenz des Herzogs von Portland, die inmitten der
Grafſchaſ=
ten von Nottinghamſhire, Derbyſhire, Leiceſterſhire, Lincolnſhire
und Yorkſhire, alſo inmitten des nordöſtlſchen Induſtriebezirks
liegt, und die 70 000) Menſchen, die von allen Seiten herbeigeſtrömt
waren, um Baldwin zu hören, ſetzten ſich in der Mehrzahl aus
Arbeitern, Farmern, Ackerbauern und allerhand kleinen Leuten
zuſammen. Das engliſche Volr! Was hatte Stanley Waldwin
ihu zu ſagen?
Er erinnerte zu allererſt an die Verſprechen, die er den
Wählermaſſen bei ſeinem Reglerungsantritt gemacht hatte —
Sicherheit, Vertrauen und Geſchäftsblülte — und ſtellte ſich ſelbſt
die Frage, ob er dieſe Verſprechen bis zum heutigen Tage, ſo
gut es uuter den gegebenen Umſtänden möglich war, erfüllt hätte
oder nicht? Hierauf predigte er dem engliſchen Volke ſeine neue
Botſchaft von der Mückkehr zur Demokratle. Das engliſche Volr
hat es ſtets als widernatürlich und gefahrdrohend empfunden,
daß während und unmittelbar nach dem Kriege das politiſche
Leben Englands eine ſprunghafte, „unengliſche”, ungeſunde
Mich=
tung einzuſchlagen begann. Man wollte zurück zur alten
Ord=
nung, zur engliſchen Freiheit. Da kam Baldwin, der den
eigent=
lichen tieſen Sinn der engliſchen Demokratie gleich dem Volke
empfand und die alte Ordnung aufzurichten verſprach. UInd —
er ſiegte! Doch hören wir ihn ſelbſt hierüber ſprechen, zumal
dieſe ſeine Nede überhaupt eine treffliche Ueberſicht über die
gegenwärtige innerpolitiſche und wirtſchaftliche Lage Englands
darſtellt.
„Iu dieſem Lande,” beginnt Baldwin, „ſvo heute eine
wvei=
tere und lette Ausdehnung der Zahl der Wahlberechtigten erfolgt
iſt, da nun ſämtliche Frauen die gleiche Wahlberechtigung wie die
Männer erhalten haben — ſind die Volksvertretungen ſelt
Jahr=
hunderten als die wahre Eſſenz der engliſchen Megterungsform
betrachtet worden. Was iſt es, wodurch ſſch der ſtaunende Fremde
die felſenfeſte Standhaftigkeit unſeres Volkes erklären könnte —
den Verzicht auf revolutionäre 1mwandlungen und das ſeltene
Vorkommen von Gewalttätigkeiten irgendwelcher Art? Es iſt
nicht nur eine Sache der Naſſe. Es iſt nicht nur eine Sache des
britiſchen Klimas, der uralten Traditionen und Sitten, der
Ge=
wohnheit des Fair Play und Duldſamkeit, die durch Erziehung
und durch Liebe für den Sport im Engländer allmählich
heran=
gezüchtet worden ſind. Es iſt mehr als dies. E8 iſt die
Tat=
ſache, daß das Volk dieſes Landes ſtets und ſederzeit ſeine
Negle=
renden zur ſofortigen Verantwortung heranziehen kann. Und es
iſt hauptſächlich dieſes Bewußtſein, das Bewuſtſein, daß Ihr,
das Volk, uns wählen und wieder abſetzen könnt, welches uns,
den Negierenden, ſtets die Kraft verliehen hat, zuſammen mit
Volk und Parlament alle ſene heftigen Stürme zu beſtehen,
welche die Schiffe anderer Staaten ſchon längſt mit Mann und
Maus verſchlungen hätten",
„Ich habe nie behauptet”, fährt Baldwin fort, „daß der Weg
der Demokratie ein leichter iſt. Er iſt es nicht. Wir ſegeln ſtets
und unvermeidlich durch rauhe und ſtürmiſche See. Wir ſegeln
in einer Nichtung, vvo noch kein anderes Volk der Welt geiveſen
iſt. Kein anderes Volk der Weltgeſchichte hat es je notwendig
gehabt, in ſo hohem Maße, wie wir auf dieſer kleinen Inſel, drei
Diuge gleichzeitig zu vollbringen und miteinander harmoniſch zu
verbinden — politiſche Freiheit, wirtſchaftliches Uinternehmertum
und Weltverantwortlichkelt. Trotz alledem iſt es uns aber
ge=
lungen, in dieſem Lande einen mittleren Lebensſtandard von
ſolcher Höhe zu ſchaffen und zu erhalten, der — es ſei ohne Furcht
einer Uebertreibung geſagt — keinen Vergleich in irgend einem
anderen Lande der Welt finden kann!“
Dieſe Worte mögen — auf deutſch niedergeſchrieben —
biel=
leicht etwas zu pathetiſch klingen. Aber ſie geben die Wahrheit
wieder, und der Mann, der ſie ſagt, iſt ein beſcheidener und
treiſ=
licher Mann. Stanley Baldwin iſt heute das Ideal eines
eng=
liſchen Staatsmannes. Gleich Auſten Chamberlain, erſcheint er
den Engländern als die perſonifizierte Garantie für Sſcherheit
und Einfachheit. Zwar iſt er wohlhabend, ſtammt aus ſogenannter
„guter Familie”, hat eine Publie School= und
Univerſitäts=
bildung hinter ſich, iſt aber trotz alledem durchaus ein „einfacher
Mann aus dem Volke‟. Er hat ein gutmütiges, biederes Antliy,
trägt ſchlichte, gar etwas altmodiſche Kleidung und macht in
ſeinem ganzen Gebaren einen überaus ſympathlſchen und ofſenen
Eindruck. Er iſt religiös. Ja, er iſt einer von ſenen
Staaten=
lenkern, die ſich allen Ernſtes als „ein Werkzeug Gottes”
be=
trachten, und mit Mecht iſt von ihm geſagt worden, daß er „erfüllt
von heiligem Eifer die Fahne Englands vorwärts trage‟. Seing
Seite 2
Lehren, ſeine Politik, das Syſtem ſeines Denkens iſt
unkompli=
ziert und klar, und jeder Engländer kann ihm ohne weiteres
folgen. Er iſt ein Mann ohne Feinde. Gleichzeitig mit ſeinem
Beſtreben, England zurück zur „demokratiſchen Wahrheit” zu
führen, ſchwebt ihm noch das andere große Ziel vor, die
Aus=
ſprache und Verſtändigung zwiſchen den großen Induſtrietruſts
und den machtvollen Organiſationen der Arbeiterſchaft
herbei=
zuführen.
„Die Sozialiſten wollen es anders machen,” ſagt Baldwin
mit Hinweis auf dieſe ſeine Beſtrebungen, „ſie wollen den an
und für ſich gewiß notwendigen ſtaatlichen Eingriff ins Gebiet
der Wirtſchaft bis zu ſolch einem Stadium der Staatskontrolle
treiben, daß jeder Bürger bald zu etwas wie einem gagierten
Angeſtellten des Staates werden würde. Wir ſind dagegen, denn
wir glauben, daß dieſes Syſtem, einmal verwirklicht, einen
der=
artigen Mißbrauch auf politiſchem, ſozialem und wirtſchaftlichem
Gebiete mit ſich bringen würde, daß der gegenwärtige hohe
Lebensſtandard des Engländers ſofort fallen und es mit ſeiner
perſönlichen Freiheit ſchlimm ausſehen würde . . . Ich bin kein
Hexenkünſtler, ich bin kein Magier. Ich vermag nicht jedem, der
mir 4 Pence anvertrauen ſollte — ganze 9 Pence zurückzuerſtatten.
Aber was ich vor 3½ Jahren verſprochen habe, iſt heute in der
Hauptſache erfüllt worden. Ich verſprach, die
Wohnungsverhält=
niſſe der ärmeren Leute zu verbeſſern. Seitdem ſind über 750 000
Häuſer in England erbaut worden. Keine engliſche Regierung
hat in der Vergangenheit ſo viel zur Beſeitigung der
Elends=
quartiere getan, wie die gegenwärtige. Ein weitmaſchiges
Kredit=
ſyſtem für Landwirte iſt neu geſchaffen worden. Alle Farmer
und Landwirte werden ab kommenden Oktober von ſämtlichen
Steuern befreit ſein. Für die Induſtrie war das verfloſſene Jahr
das weitaus normalſte ſeit dem Kriegsende. Die Zahl der
Arbeitsloſen iſt hoch, aber ſie iſt weſentlich niedriger als je ſeit
dem Jahre 1920. Die allgemeine Arbeitsintenſität iſt in
Eng=
land bedeutend geſtiegen. Seit ganzen 40 Jahren ſind in
Eng=
land nie ſo wenig Verluſttage, infolge von Streiks und
Arbeits=
einſtellungen, notiert worden, wie im ſoeben abgeſchloſſenen
Ge=
ſchäftsjahr. Der Kohleninduſtrie führt die Regierung Hilfe auf
drei Wegen zu: durch Herabſetzung der örtlichen Steuern, durch
Herabſetzung der Frachten und durch eine größere
Kohlennach=
frage, als Folge der Staatsaufträge an die übrigen Induſtrien.”
Stanley Baldwin ſchließt mit dem Appell an ſeine Zuhörer,
in jenem entſcheidenden Augenblick, da der Tag der Wahlen nahen
wird, ihre Pflicht zu tun und das der konſervativen Partei 1924
erteilte Vertrauensvotum wieder zu erneuern. Es wird ein
ſchick=
ſalsſchwerer Tag ſein, denn infolge der in den letzten Jahren
erfolgten Erweiterung der Wahlberechtigten wird ihre Zahl
über=
aus impoſant ſein. „Wir werden bei den nächſten Wahlen einer
derartig großen Wählerſchaft gegenüberſtehen, wie ſie England
noch nie geſehen hat!” ruft Stanley Baldwin in die blaue
Sommerweite von Welbeck Abbey hinein. Er überſchaut die
70 000 Menſchen, die vor ihm ſtehen, er blickt dann zum Himmel
empor und faltet ſchließlich die Hände wie zum Gebet. Es kommt
ſo etwas wie eine Ekſtaſe über ihn. Man ſpürt es: er bangt um
ſeine Botſchaft, um ſein England, um ſein Volk, daß er ihm zu
helfen beſchwört: „Was werdet Ihr tun, wenn das Schickſal des
Staates in Eure Hände gelegt ſein wird?"
Die letzten Worte klingen förmlich wie eine Frage an die
Vorſehung. Aber wenn es ihm um eine begütigende Antwort zu
tun iſt, ſo wird ihm dieſe gleich zuteil: ein Jubel bricht los, wie
er geendet, 70 000 Menſchen klatſchen ihm Beifall, viele drängen
auf ihn zu und laſſen ihn hochleben. Lloyd George iſt in
Rea=
ding nicht entfernt ſo bejubelt worden. Weshalb nicht? Vielleicht
weil er zum Kampf aufrief, während Baldwin Ruhe und Frieden
predigt? Oder vielleicht nur deshalb, weil es in Reading wie auf
den toten Hund goß, während hier eine faſt italieniſche Sonne
den ganzen Tag über vom Himmel herabgelacht hat? Das Wetter
ſpielt in England in allen Fragen des öffentlichen Lebens eine
faſt ausſchlaggebende Rolle. Aber veränderlich wie das Wetter
iſt auch Volksgunſt. Wie wird dieſe nach zwölf Monaten, am
Wahltage, beſchaffen ſein? God kovs .. .
Ein Gutachien zur Salamis=Affäre.
EP. London, 15. Juni.
„Die griechiſche Regierung hat das Gutachten des
norwegi=
ſchen Admirlas Scott Hanſen in der Streitfrage über das
Kriegsſchiff „Salamis” erhalten. Das Schiff war vor dem Krieg
bei der Vulkanwerft in Deutſchland in Auftrag gegeben worden.
Nach dem Kriege lehnte die griechiſche Regierung die Annahme
„Salamis” in zehn techniſchen Punkten den heutigen
Anforde=
werft auf ihre Koſten beſeitigt werden. Scott=Hanſen hält es
für notwendig, daß gewiſſe Abänderungen gemacht werden, um
das Schiff in ſeiner ſchweren und mittleren Artillerie ſowie
hin=
ſichtlich des Panzers und Unterſeeboot=Schutzes zu moderniſieren.
— Dieſes Gutachten iſt noch keine endgültige Entſcheidung,
ſon=
dern wird dem gemiſchten griechiſch=deutſchen Schiedsgericht in
Paris unterbreitet werden.
4Orei deutſche Ahnherren
amerikaniſcher Größe und Freiheit.
Von
Profeſſor Dr. phil. h. c. Karl Berger.
Der Neu=Yorker Oberbürgermeiſter Walker hat neulich in
ſeiner feierlichen Anſprache an die ſieghaften Flieger höchſten
Lob=
preiſes gefunden auch für den unermeßlichen Beitrag, den das
deutſche Element der Bevölkerung von je zum Aufbau der größten
Stadt der Neuen Welt und zu der gewaltigen Entwicklung der
Vereinigten Staaten geleiſtet habe. Hätte ſich der Redner auf
Ein=
zelheiten einlaſſen wollen, ſo hätte er Bände reden können, um
aus der ungeheuren Fülle des Stoffes auch nur das Wichtigſte
zu erwähnen. Es gibt in der Tat kein Gebiet des politiſchen,
geſellſchaftlichen, wirtſchaftlichen, geiſtig=ſittlichen und künſtleriſchen
Lebens und Schaffens, an dem das Deutſch=Amerikanertum ſeit
rund 2½ Jahrhunderten nicht in hervorragender, oft
entſcheiden=
der Weiſe beteiligt geweſen wäre. Man hat den Anteil des
deutſchen Blutes an der weißen Geſamtbevölkerung der
Ver=
einigten Staaten auf 25 Millionen von rund 100 Millionen
be=
rechnet. Der Maſſe aber entſpricht der innere Wert von
Men=
ſchen, die aus Glaubensnöten oder politiſcher Unfreiheit ſich
über das Weltmeer in eine neue Heimat flüchteten, oder aus
wirtſchaftlichen Gründen wagemutig den harten Kampf ums
Daſein mit der ungelichteten Wildnis aufnahmen. Tauſende
von glänzenden Namen zeugen von der ſchöpferiſchen,
aufbauen=
den Kraft des Deutſchtums auch in Amerika. Viele davon haben
weltweiten Ruf — man denke nur an die dem Deutſchtum
ent=
ſproſſenen Magnatenhäuſer Aſtor und Rockefeller, in denen
Kauf=
manns Herrſchgewalt mit königlicher Freigebigkeit ſich paart. Aber
auch mancher Name iſt dem lebendigen Gedächtnis der Nachwelt
entſchwunden, der Name von Männern, die grundlegend
mitge=
wirkt haben an amerikaniſcher Größe und Freiheit. Gerade die
Geſchichte der Stadt Neu=York nennt drei deutſche Männer als
die eigentlichen Ahnherren ihres heutigen Weſens.
Der erſte iſt Peter Minnewit (Minuit), von deſſen
Urſprung wir nur wiſſen, daß er in Weſel am Rhein als
Pro=
teſtant geboren war. Im Dienſte der Niederlande ſich
aus=
zeichnend, kam er im Mai 1626 als erſter Gouverneur in das
Ge=
biet, das von den Holländern ſeit einigen Jahren unter dem
Namen Neue Niederlande koloniſiert wurde. Minnewits Weitblick
Samstag, den 16. Juni 1928
Vom Tage.
Die Demokrätiſche Reichstagsfraktion wählte
geſtern ihren Fraktionsvorſtand. Zum
Fraktionsvorſitzen=
den wurde wieder Dr. Koch=Weſer gewählt.
Generalmajor v. Schönaich iſt aus der
Demokra=
tiſchen Partei bereits im Februar ausgetreten. Nur wegen
der Kandidatur Tanzens in ſeinem Heimatkreis ſei die Veröffentlichung
aufgeſchoben worden. Der äußere Anlaß ſei der Proteſt der
württembergiſchen Demokraten gegen ſeine
Kriegs=
dienſtverweigerungspropaganda geweſen.
Die griechiſche Kammer hat mit 92 gegen 85 Stimmen
einen Antrag des Generals Pangalos, ihn wegen der
gegen ihn erhobenen Auklagen zu vernehmen, abgelehnt.
Das Schweizer Bundesgericht hat mit 6:1 Stimme
be=
ſchloſſen, die von Frankreich verlangte
Ausliefe=
rung des Antifaseiſten Pavan zu bewilligen.
Wie aus Kolmar gemeldet wird, haben die autonomiſtiſchen
Abge=
urdneten Dr. Ricklin und Rofſe bei der dortigen Anklagekammer einen
Antrag auf vorläufige Haftentlaſſung geſtellt. Die Auklagekammer wird
nichſtens in „völliger Unabhängigkeit”, wie die Pariſer Blätter ſich
aus=
drücken, über dieſen Antrag entſcheiden.
Das engliſche Unterhaus hat nach ſtürmiſcher Ausſprache
mit 266:220 Stimmen das Gebetbuch zum zweiten Male
abgelehnt.
Die chineſiſche Geſandtſchaft in Tokio hat den
japa=
niſchen Außenminiſterium mitgeteilt, daß ſie in Zukunft die
na=
tionaliſtiſche Flagge aufziehen werde. Das
Außenmini=
ſterium hat dagegen keinen Einwand erhoben, doch wird im politiſchen
Kreiſen betont, daß daraus keinerlei Schlüſſe auf eine etwaige
Aner=
kennung der nationaliſtiſchen Regierung durch Japan gezogen werden
könnten.
Hoover republikaniſcher
Präſidentſchafts=
kandidat.
Der republikaniſche Konvent in Kanſas City beſchloß, Hoover
als Präſidentſchaftskandidaten aufzuſtellen. Die Abſtimmung
ergab für Hoober 837 Stimmen. Die übvigen Kandidaten
erhiel=
ten zuſammen 247 Stimmen bei fünf Enthaltungen; u. a. erhielt
Coolidge, obwohl er nicht aufgeſtellt war, 17 Stimmen. Der
Gegner Hoovers, der Senator Lowden, erhielt 74 Stimmen,
ob=
gleich er ebenfalls auf ſeine Aufſtellung verzichtet hatte, Curtis
erhielt 64, Watſon 45, Norris 34, Dawes 17 und Hugh 4
Stim=
men. Nur ein Stimmzettel war unbeſchrieben.
Handelsminiſter Herbert Clark Hoover,
Die Abſtimmung in Kanſas City kommt einer großen
Nie=
derlage der Farmer gleich, da auch die Anträge der Farmer auf
bevorzugte Behandlung der Landwirtſchaft niedergeſtimmt
wur=
den. Als Wahlprogramm wurde die Befolgung und
des Schiffes ab. Der Admiral kommt zu dem Schluß, daß die Durchführung der Prohibitionsgeſetze, die
rungen nicht entſpreche. Dieſe Mängel müßten von der Vulkan= Fortführung der auswärtigen Politik
Coo=
lidges, unter Einſchluß des
Kriegsverzichts=
paktes, ſowie weiterer Steuerermäßigungen angenommen. Der
Präſident der Republikaniſchen Union überſandte an Hoover ein
Glüchwunſchtelegramm, in dem dieſer der Hoffnung Ausdruck
gibt, Hoover möge den weiteren Fortſchritt des amerikaniſchen
Volkes ſicherſtellen.
und Tatkraft machten ihn der faſt abſoluten Macht, die ſeine
Regierung ihm verliehen hatte, würdig. Seine erſte Handlung
war, daß er die Halbinſel Manhattan für 60 holländiſche Gulden
(etwa 24 Dollars in Gold) von den Indianern kaufte. Indem
er dort das erſte ſteinerne Fort („Amſterdam”) errichtete, hielt
er die Indianer in Schach und ermutigte dadurch weitere
An=
ſiedler zur Niederlaſſung in Neu=Amſterdam. Im Jahre 1628
betrug ihre Zahl 270. Das waren die Anfänge der größten
Metropole des ganzen amerikaniſchen Feſtlandes. Ihr Gründer
unterſtützte auf jede Weiſe die Landwirtſchaft wie den Handel.
Das einträglichſte Geſchäft wurde der Pelzhandel mit den
jagd=
kundigen Rothäuten. So wurde die raſch aufblühende Kolonie
ein Anziehungspunkt für große Scharen von Zuzüglern, die mit
den Schiffen der Holländiſch=Weſtindiſchen Kompagnie aufs
billigſte herbefördert wurden. Jeder Ankömmling erhielt ſoviel
Land, als er bebauen konnte. Bald ging Minnewit zu
ſelb=
ſtändigem Schiffbau über; ſchon 1631 lief der Segler „Neue
Niederlande” aus, ein Schiff von etwa 800 Tonnen Tragfähigkeit
und beſtückt mit 30 Kanonen. Doch mitten in ſeinen Erfolgen
wurde der Gouverneur als Sündenbock für die Fehler anderer
abberufen (1632). Da er in Holland ſein Recht nicht finden konnte,
ging er in die Dienſte der ſchwediſchen Krone. Dieſe beſetzte auf
ſeinen Nat das Land zwiſchen Virginia und den Neuen
Nieder=
landen, dasſelbe Gebiet, das ſpäter William Penn von der
eng=
liſchen Krone als Schenkung erhielt. Auch dieſe Kolonie, zuerſt
Neu=Schweden geheißen, verdankt ihr erſtes Aufblühen der
Tüch=
tigkeit Minnewits, des Gründers von Neu=Amſterdam, das
1664 von den Engländern erobert und nach dem Herzog von
York (dem ſpäteren Jakob II.) Neu=York benannt worden iſt.
Ungefähr um dieſe Zeit machte ſich ein zweiter Deutſcher um
das nunmehr engliſche Gemeinweſen in ewig denkwürdiger Weiſe
verdient: Jakob Leisler aus Frankfurt a. M., der 1660 als
Soldat in Dienſten der Holländiſch=Weſtindiſchen Kompagnie in
die Kolonie gekommen war und dann durch Handel mit den
Indianern und als Reeder einer der ſieben reichſten Leute der
Stadt wurde. Aber Leisler war ſo gemeinſinnig wie reich, ſo
menſchenfreundlich wie erwerbstüchtig. Seine nahen Beziehungen
mit der holländiſchen Ariſtokratie, in die er durch Heirat
ge=
kommen war, hinderten ihn nicht, für die Belange des Volkes
einzutreten. Der neu entſtehenden Volkspartei aber empfahl er
ſich durch ſeine unbedingte Rechtſchaffenheit, Feſtigkeit und
Frei=
gebigkeit. Als infolge der Wirren, die auf die Kunde von der
Landung Wilhelms von Oranien in England auch die Kolonie
bedrohten, Jgkob Leisler durch die Stimme des Volkes zum
Beſtätis ung Ricklins undR
durch die Kammer.
Der Sozialiſt Vincent Auriol fordert
Liquidierung der Kriegsfolgen und Rä
des Rheinlandes.
EP. Paris, 15.
Die Kammer hat zu Beginn der heutigen Na
ſitzung ohne Debatte die Wahl von Ricklin un
als Abgeordnete beſtätigt. Die
Validierun=
vor ſich, daß der Kammerpräſident die Namen aller
neten verlas, deren Wahl von der Wahlprüfungskomm
Beſtätigung vorgeſchlagen wurde. Da auf die Frage.
wendungen gegen die vorgeſchlagene Validierung erho
den, ſich niemand zu Worte meldete, wurden auch
und Roſſe als Abgeordnete anerkann
Beſtätigung bedeutet nun allerdings
daß die beiden Abgeordneten ſofort g
Gefängnis entlaſſen werden wüſſen, um
ermöglichen, ſofort an den Kammerſitzungen teilne
können. Solange das Straßburger Berufungsgericht
ſchieden haben wird, kann in dieſer Beziehung nichts
ſchehen. Der heutige Kammerbeſchluß be
aber vor allem, daß die Abgeordnetenm
von Ricklin und Roſſe als zu Recht b
bleiben, und daß es ſomit nicht zu Neuwahlen in
den Wahlkreiſen zu kommen braucht, wie vielfach ang
wurde.
Weiterhin trat die Kammer in die nach Verleſung 4
rungserklärung übliche Debatte über die allgemeine 9
Regierung ein. — Der Sozialiſt Vincent Aur
derte bei der Begründung ſeiner Interpellation über
meine Politik eine reſtloſe Liquidierung der
folgen, auch ſoweit die Räumung des Rhein
in Frage komme. Er habe in der Regierungserklärur
Angaben über die Räumungsfrage ſowie über das
Pr=
interalliierten Schulden vermißt. Ferner wünſchte de h
Mitteilungen über das Datum und den Satz der bevorſt
Stabiliſierung, von der er Rüchwirkungen auf die L o
tungskoſten beſürchtet. Unter dem Beifall der Linken äu
Redner ſeine Befriedigung darüber, daß an der Spitze E
tigen Reichsregierung der Sozialiſt Müller ſtehen wert 7
man hoffen könne, die deutſch=franzöſiſche Annäherung
erfolgreichen Ende zu führen.
Vincent Auriol erklärte weiter, die Ausfüh
Poincarés über die europäiſche Soli E
ſtellten nur die Kundgebung eines Cſ)
zuſtandes dar, der Miniſterpräſident ſät
aber nicht zur Tat. Bei der Regelung der Schu ).0
müſſe auch die deutſche Reparationsſchuldſei
geſetzt werden. Das werde nur durch eine Annäh/ Ku
franzöſiſchen und deutſchen Volkes ermöglicht. Loca 7i
nicht genug. Man müſſe den Krieg ächtere
im Jahre 1935 die territorialen Garantien des Verſa
trages ein Ende nähmen, müſſe die Sicherheit der i
nalen Kontrolle dem Völkerbunde anvertraut ſein. De
forderte weiter Rüſtungsbeſchränkung, Organiſation
ſchaftlichen und internationalen Friedens ſowie Schaff
internationalen Emiſſions= und Wechſelbank.
Nach ihm ergriff der Radikale Margaine das Wort
Interpellation über die Wirtſchaftspolitik der Regierung / 4
der Befürchtung Ausdruck, daß die Stabiliſierung eine b
Erhöhung der Lebenshaltungskoſten nach ſich ziehen 1
Poincaré erklärte darauf, daß dies ſich auch ohne die (
rung kaum vermeiden laſſen werde, und kündigte an,
einen Geſetzentwurf gegen die ungeſetzliche Preisſteiger
bringen. — Darauf vertagte ſich das Haus auf Diensta
Tituleſcu ire Belgrad. — Unterredun
Außenmintſier Marinkowitſch.
EP. Belgrad, 15
Der rumäniſche Außenminiſter Tituleſcu, der geſt
gemeldet, in Belgrad eingetroffen iſt, hatte im Laufe C
mittags eine Konferenz mit Außenminiſter Dr. Marit
Nach Beendigung der Beſprechungen veröffentlichten d.
Außenminiſter folgende Mitteilung: Die Miniſter des
Tituleſcu und Marinkowitſch, hielten im Miniſterium fü
Angelegenheiten von 3.30 Uhr bis 6.15 Uhr eine Beſprei
Bei dieſer Beſprechung unterrichteten die beiden Miniſt
der über ihre Tätigkeit ſeit ihrer letzten Zuſammenkunft
in Genf und tauſchten ihre Meinungen über die in d.
meinen Lage ſeit dieſem Zeitpunkt eingetretenen Aend
aus.
Oberbefehl über die Truppen und zur Leitung des Gemei
berufen wurde, ſetzte er ſeine ganze Tatkraft für das 9
des neuen Königs, aber auch für das Wohl des Volkes
erwies ſich nach allen Seiten hin, allen Anfeindungen unk
zum Trotz, als ein unabhängiger Mann, dem das 22
Ganzen über jede Partei und alle ſelbſtſüchtigen Intereſt
Zu den inneren Feinden, die den Gonverneur ſogar mi
verſuchen bedrohten, kamen äußere, furchtbarere: die mit 81
vereinigten Franzoſen aus Kanada. Zu ihrer Abwehr ta
einen Schritt, der allein ſeinem Namen unvergänglichen 2
der nordamerikaniſchen Geſchichte ſichert: indem er im 91
die Gouverneure von Maſſachuſetts, Plymouth, Oſte un
Jerſey, Pennſylvanien, Maryland und Virginia zu einte
greß nach Neu=York berief, ſuchte er als erſter die
ohne Hilfe des Mutterlandes zu vereinigtem Handeln
winnen, machte er den erſten Verſuch in einer Reihe, d
am 5. September 1774 im Kontinentalkongreß gibſett
Leisler ſchließlich ſein Eintreten für die Rechte des Po.
dem Märtyrertode eines zu Unrecht Verurteilten all.
1691 büßte, hat ſein Anſehen bei der Nachwelt noch de
er gilt als der erſte große Vertreter volkstümlicher Me8!
weiſe in Neu=York.
Leisler bereitete auch den Weg für den dritten De
der ein Menſchenalter ſpäter in Neu=York im Kampl
Freiheit der Preſſe den erſten, nachhaltigen Sieg erkaub=
Deutſche war ein Pfälzer, namens Johann Peter 8
der als Waiſenknabe 1710 unter anderen Koloniſten i.2
gelandet war, dreizehnjährig zu dem einzigen Drucker 2e
in die Lehre kam, und im Jahre 1733 die erſte ungbhans
tung in den Vereinigten Staaten, „The New Yurk Wett
nal”, gründete als Oppoſitionsorgan gegen d8 Tol
fromme, der Ariſtokratie dienende Blatt ſeines Lellt
„The New York Gazette‟. Dieſe Gründung war, wie. Ci
kaniſcher Geſchichtsſchreiber ſagt, der erſte kühne Siod
Nichtung jener Ungbhängigkeit und Freiheit des Zeſtzuge.
die ſeitdem der Stolz von Amerika geworden iſt. du
zeigte ſeine kühne Entſchloſſenheit nicht nur beim eſt
nun folgenden politiſchen Dramas, er hielt auch duith
endgültigen Siege, trotz Gefängnis und Leih und Se
drohendem Gerichtsverfahren. Die Nede ſeines L
Andreiw Hamilton und der Abdruck der Prozebperho.
in Zengers Zeitung zählen zu den hiſtoriſchen Atehſte.
langwierigen Kämpfe, die der ſchließlichen Befreitll.
Joche des bevormundenden Albion vorangingen.
ſel
ſort
P
zmer 166
Samstag, den 16. Juni 1926
Seite 3
Dä
i
2 Prozeß gegen die deutſchen Ingenieute
ungebliche Maſchinen=Sabotage in den einzelnen Bergwerken. —
Beſchul=
jgen gegen die früheren Grubenbeſitzer und deutſche Firmen. — „
Reue=
bekenntniſſe” der Ruſſen.
beſtanden werden, daß Urteile über die Qualität der gelieferten
Nmangsumichwang in „udskau. Maſchinen nicht nur dam der Leſſentichkeit vorgetragen werden,
ſie-:
gefährliche Wendung. — Badſiiebers
belaſiende Ausſagen.
Moskau, 15. Juni.
g ich hat man doch dem deutſchen Angeklagten Badſtieber
mmenhang mit der Vernehmung Kusmas geſtattet, das
ergreifen, ohne daß ein Gerichtsbeſchluß vorlag. Kusma
efragt, was ihm von den Angelegenheiten Koeſters be=
Er antwortete, er habe Koeſter nur einmal im Jahre
Wlaſſowka geſehen. Dann ſei dieſer nach Deutſchland
ahren. Darauf wurde Badſtieber zur Ausſage darüber
dert, was Kusma von dem Fall Koeſter wiſſe.
Bad=
igte, wie in der Vorunterſuchung, Koeſter habe ihm
er=
ß er Kusma, dem Vorſitzenden der Abnahmekommiſſion
ppſchen Maſchinen, 2500 Rubel geben wolle, damit die
n abgenommen würden. Der Staatsanwalt fragte
dar=
in dieſes Geſpräch ſtattgefunden habe. Badſtieber er=
1926 in Kutowka bei Stalinow, im Bezirk Jugoſtal.
Bezirk hat mit dem Donez=Rayon nichts zu tun.) Kusma
hierzu, offenbar liege ein Mißverſtändnis vor, da er
in Kutowka geweſen ſei. Wahrſcheinlich verwechſelte
er den Namen Kusma mit Kusnezow. Badſtieber
er=
der Name Kusma ſei ihm gut bekannt. Allerdings habe
a nie perſönlich gekannt noch geſehen. Als ihm während
unterſuchung eine Photographie gezeigt und er gefragt
b das Kusma ſei, habe er geglaubt, Kusma zu erkennen.
ir ſehe er, daß er Kusma niemals gekannt habe, und die
aphie habe nicht Kusma dargeſtellt.
wenn es dem Staatsanwalt angenehm iſt, ſondern auch dann,
wenn die Verteidigung es verlangt. Darüber hinaus wäre es
logiſch und ſchätzenswert, wenn die Staatsanwaltſchaft den vom
Gericht aufgeſtellten Richtlinien entſprechend ausdrücklich
ſämt=
liche Punkte der Anklageſchrift zurücknimmt, die ſich unzweideutig
gegen deutſche Firmen richten.
Die Firma Knapp beſtreitet die Zahlung von
Beſiechungs=, Schmier=oder Schweigegeldern.
Zu den Ausſagen des Monteurs Badſtieber gibt die Firma
Knapp=Wanne=Cickel eine Erklärung, in der geſagt wird, daß
die Ausſagen des Monteurs Badſtieber der Firma Knapp völlig
unverſtändlich ſeien. Es ſeien nur gute und brauchbare Maſchinen
zur Abſendung gelangt. Eidesſtattliche Erklärungen hierüber
ſeien von den in Frage kommenden Beamten der Firma
abge=
geben worden. Weitere eidesſtattliche Erklärungen des Direktors
Koeſter ſowie des Bergingenieurs Seebold ſeien zur Verfügung
geſtellt worden dergeſtalt, daß keinerlei Beſtechungs=,
Schmier= oder Schweigegelder gezahlt worden ſind.
Beide Herren ſeien bereit, dieſe Ausſagen vor den deutſchen
Gerichten oder eventuell ſelbſt in Moskau unter Eid zu
wieder=
holen. Im übrigen iſt die Firma Knapp der Anſicht, daß der
wirkliche Sachverhalt ſich im Laufe des Prozeſſes klar ergeben
wird.
Die angeklagten ruſſiſchen Ingenieure äußern
ſich günſtiig über die gelieferten deutſchen
Maſchinen.
auf wurde der Angeklagte Kusma erneut vernommen.
fr rte ebenfalls, daß er Badſtieber nicht kenne und mit der
Firr Knapp in keinerlei Beziehungen geſtanden habe. Die
Ma”gen der Firma hätten ſich ſehr gut bei anderen Werken
bemy Auch mit den Knapp=Ingenieuren habe Kusma keine
z ſing le Abrechnung gehabt. Bei der Uebernahme der
Maſchi=
nenm er davon überzeugt geweſen, daß dieſe erfolgreich
ver=
ſt werx werden könnten. Baſchkin erklärte u. a., daß die
Inge=
unieryiblicherweiſe beſtochen würden, wenn ſie Maſchinen
be=
ſor= Die Beſtechungen würden in die Form von Tantiemen
gek7)
Auſ(iges Urteil des Stagtsanwalts über
uut 07i Lualität und Arbeitsleiſiung deutſcher
Maſchinen.
vohl der Verteidiger Badſtiebers, Kolmatowſki, den
An=
traey tellt hatte, ein von amtlichen Sowjetſtellen herrührendes
Gury n über die Qualität und Bewährung der von der Firma
Knay gelieferten Maſchinen zu verleſen, wurde dieſem Erſuchen
bis 4, nicht ſtattgegeben mit der Begründung, ein derartiger
Ant) könne nicht geſtellt werden, denn der Verteidiger vertrete
nichet Firma Knapp, ſondern einzelne Apgeklagte, die man im
Prau gar nicht als Vertreter der Firma anſehe. Demgegenüber
iſt F ſtellen, daß der Staatsanwalt im Verlauf der bisherigen
Ver/lungen ſich wiederholt abfällig über die Qualität und
ArEhi eiſtung der Knappſchen Maſchinen ausgeſprochen hat,
ohm) ß der Vorſitzende des Gerichtshofes dagegen
Einwendun=
gen M oben hat. Man muß hieraus folgern, daß die
Beiſeite=
laſſrſ der Firmen im vorliegenden Fall die Belaſtung der
Ange=
klach verſtärkt. Nachdem ſeinerzeit ausdrücklich betont worden
iſt, ſtehe auf dem Standpunkt, daß das Gericht nicht über
die /rnden Firmen zu urteilen habe und auch nicht über die
Versſ er dieſer Firmen, muß mit aller Entſchiedenheit darauf
Im ferneren Verlauf des Moskauer Prozeſſes hat man ſich
abermals mit der Tätigkeit deutſcher Firmen in
Rußland beſchäftigt. Die deutſchen und zum Teil auch die
ruſſiſchen Angeklagten, waren der Anſicht, daß die deutſchen
Maſchinen gebrauchsfähig waren, im ruſſiſchen Bergbau jedoch
keine richtige Verwendung gefunden haben. Der Staatsanwalt
beharrt demgegenüber auf der Behauptung, daß die Firma
Knapp ſchlechte Maſchinen geliefert und daß
Bad=
ſtieber die ruſſiſchen Ingenieure beſtochen habe.
Sämtliche ruſſiſchen Ingenieure blieben trotzdem bei ihrer
Aus=
ſage, von Knapp keine Gelder bekommen zu haben. Entgegen der
Anklage äußern ſich die ruſſiſchen Ingenieure über die deutſchen
Maſchinen, daß an ihnen nichts auszuſetzen geweſen ſei und daß
ſie lediglich falſch ausgenutzt wurden. Im beſonderen wurde
darauf hingewieſen, daß ein Hebekran eingebaut wurde, der erſt
nach der Inbetriebnahme Fehler aufwies. Erſt nach Aufſtellung
des Hebekrans ſtellte man feſt, daß er auf Anordnung ruſſiſcher
Ingenieure falſch eingebaut worden war.
Die angeblichen Sabotagepläne ehemaliger
Grubenbeſitzer.
Weiter gewann der Prozeß an Intereſſe durch die Erörterung
der angeblichen Sabotagepläne des ehemaligen
Grubenbeſitzers Dworſchantſchik, der nach der
An=
klageſchrift bisher unwiderrufen als spiritus rector der ſogen.
Berliner Verſchwörung der A. E. G. gilt. Von dieſen
Beziehun=
gen ſoll offenbar jetzt nicht geſprochen werden, was daraus
er=
ſichtlich iſt, daß der Dolmetſcher nur vorübergehend anweſend iſt.
Hieraus iſt wiederum zu folgern, daß der Forderung des
Staats=
anwalts auſ eine geſchloſſene Verhandlung gegen die Deutſchen
am Ende des Prozeſſes, worüber ein Gerichtsbeſchluß ſeitens der
Verteidigung beantragt, aber bisher nicht ergangen iſt, durch den
Vorſitzenden ſtillſchweigend, entſprochen worden iſt.
Suſcht=
ſchewſki, der vor der Revolution Kapitaliſt im Sowjetſinne
war, iſt durchaus geſtändig, von Dworſchantſchik zum
Zwecke ſyſtematiſcher Sabotagearbeit in drei
Schächten Geld erhalten und an andere verteilt zu
haben. Suſchtſchewſkibekennt ſich, vom Staats=
42utſche Jubiläumsſtädte anno 1928.
Von Karl Lütge.
000jähriges Dinkelsbühl in Franken.
einer Nebenſtrecke—Dombühl-Nördlingen liegt
Dinkels=
buh! Durch weitgeſtrecktes Hügelland des ſonnigen Franken
gehel Fahrt von Dombühl (Strecke Nürnberg—Stuttgart) gen
ei bühl. In der mittelalterlichen, mauerumſchloſſenen
Welt=
ets heit des mittelfränkiſchen Städtchens iſt es ausgerechnet
oo, daß ein Datum, das auf die Entſtehung der feſten
Stein=
ar ing Bezug nimmt, zur Jahrtauſendfeier anno
12 rechtigt. So folgt man dem Beiſpiel von Goslar,
Qued=
imI und Nordhauſen und trägt als erſte der drei
vielbewun=
der mittelalterlichen ſüddeutſchen Städte=Idyllen Rothenburg,
Dir bühl, Nördlingen den Zeitanſprüchen gebührend
Rech=
urs nd wird die Jahrtauſendfeier im Sommer dieſes Jahres
we) n erforderlichen Veranſtaltungen feſtlich begehen.
tkelsbühl: ein liebenswürdiges, heiteres, ſchwäbiſch=frän=
Ne/ Landſtädtchen. Zahlloſe Türme lugen rundherum über
des m Hausdächer. Maſſig ſteht der Dom inmitten der Stadt;
er) neres iſt reich und erhaben; herrliche Gotik offenbart ihre
eit. Vor der Kirche ſteht das Chr. v. Schmid=Denkmal
Eicht von der „Roſe von Tannenberg” und anderen an=
PrToſen Kindergeſchichten. Brunnen plätſchern; Giebelhäuſer
— eierlich in breiten, heiteren Straßenzügen. Das „Deutſche
2a) ein „Schatzkäſtlein deutſcher Renaiſſance”, iſt das ſchönſte;
IS ur in Dinkelsbühl, ſondern in ganz Süddeutſchland; es
rus, wie geradewegs von Hildesheim importiert.
*r gute alte Tore führen in die Stadt unter drohenden,
Tortürmen hindurch; eines feierlicher und wundervoller
2; andere. Waſſergräben ziehen ſich um die Stadt als zweite
2 Garten= und Parkanlagen ſind letzthin glücklich
hinein=
tert und geben eigenartigen Reiz. So wird es bei der
Vel Die vom 25. bis 27. Auguſt ſtattfindet, bei den Gäſten, die
zwäbiſch=fränkiſche Schmuckkäſtlein” nicht kennen und nie der
2— aer an ſchlimmſte Zeiten des 30jährigen Krieges gemahnen=
„e inderzeche” im Juli beiwohnten, viel Verwundern und Be=
En in und um die ehedem freie Reichsſtadt herum geben.
300jähriges Naumburg a. d. Saale.
2* der grünen porta thuringia, am grau=grün=ſilbern
2 den Saaleſtrom, und gegenüber der geſchichtlich hochbedeut=
ſamen Unſtrut, ſteigt gegen die thüringiſchen Vorhöhen die alte
Biſchofs= und vielberühmte freundliche Rentnerſtadt Naumburg
an. Anno 1028 verlegte man an dieſe geſicherte Stelle das
Zeitzer Bistum, und die Ekkehardiner übergaben dem Bistum
nicht nur „für ewige Zeit” die Naumburg, ſondern gründeten
gleichzeitig die Ratsſtadt Naumburg. Um den Dom herum
erwuchs das geiſtliche Naumburg als geſondertes Stadtviertel,
und das Patrizier=Naumburg wurde groß, reich und mächtig vom
ſtattlichen Marktplatz aus.
Naumburg: Eine lebhafte Mittelſtadt, mit altertümlichem
Stadtkern und heiteren Grünanlagen an der Peripherie. Zwei
An=
ziehungspunkte hat die Stadt vor allem: den viertürmigen ſtolzen
Dom und den Marktplatz. Der Dom entſtand groß und mächtig
von 1050 bis 1249; die Baugeſchichte ſchloß mit Vollendung des
vierten Turmes 1894. Man darf das „wundervolle Denkmal
altdeutſcher Baukunſt” getroſt in einem Atemzuge mit den übrigen
mitteldeutſchen Domen (Hildesheim und Meißen) nennen. Der
Uebergang vom Spätromantiſchen zum Gotiſchen zeigt ſich bis
hinauf zu den Türmen und findet köſtlichen Ausdruck in den
reichen Schätzen der Kirche. Nahe beim geſchloſſenen, ſtillen Markt
mit ſeinem farbenfrohen, ſpätgotiſchen Rathaus ſteht die in
zier=
licher Gotik und im Innern gewaltig umfänglich („Prediger=
Mörderin”) aufgeführte Wenzelskirche; wie in faſt allen
thürin=
giſchen Städten, ſo findet ſich auch hier ein farbfroher, rührend
ernſter Lukas Cranach. Die Brunnenſtatue des Stadtheiligen,
Wenzeslaus, ſteht vor dem Rathaus.
Aus engen Gaſſen mit reizvollen Winkeln Alt=Naumburgs
gelangt man ſchnell in die Rentnerſtadt mit Grünanlagen und
baumbeſtandenen Straßen, die gegen die Höhe klettern. Weit
geht der Blick ins Thüringer Land. Blühende Obſtbäume ſieht
der Blick im Frühling. Man erinnert ſich des weitberühmten
„Kirſchfeſtes” dabei, das jährlich hier im Auguſtbeginn gefeiert
wird: das Kinderfeſt wird (wie in Dinkelsbühl die Kinderzeche) in
Erinnerung an eine ſagenhafte Belagerung gefeiert; heuer im
Zuſammenhang mit der 900=Jahrfeier der alten Thüringer
Biſchofsſtadt.
700jähriges Leinefelde a. d. Eichsfelde.
Leinefelde liegt an der großen Eiſenbahnſtrecke Berlin—
Nord=
hauſen—Frankfurt (bzw. Halle-Kaſſel), und drei weitere
Eiſen=
bahnlinien, darunter die Strecke Leinefelde—Mühlhauſen—Gotha,
ſtreben ab von dieſem eichsfeldiſchen Ort, der inmitten der
rein=
katholiſchen mitteldeutſchen Eichsfeld=Inſel ſich breit gelagert hat.
Der Oxt iſt in dieſem Jahre, wie behauptet wird, 700 Jahre in
anwalt in die Engegetrieben, ſogardazu, aktive
Sabotage getrieben zu haben durch Untätigkeit, die
zur Erſäufung gewinnbringender Schächte führen konnte.
Staats=
anwalt Krylenko berechnet die wirtſchaftliche Schädigung auf 12
Millionen Rubel. Suſchtſchewſki erklärt weiter, daß das
Char=
kower Zentrum regelmäßig Dworſchantſchik Informationen für
das Ausland gegeben habe. Der Angeklagte wurde auch
wieder=
holt ins Ausland kommandiert. Die Anklage behauptet,
Suſcht=
ſchewſki habe die Schtſcherbinſker gegenrevolutionäre Gruppe
ge=
führt, doch weichen ſeine heutigen Zeitangaben von den Daten
der Anklageſchrift ab. Einzelheiten über die Beziehungen
zum Auslande werden von Suſchtſchewſki offenbar auf
Wei=
ſung des Gerichtes hin nicht angegeben; doch zeigt ſeine Ausſage,
daß Suſchtſchewſki ſich als erſten Vertrauensmann
Dworſchant=
ſchiks betrachtete. Ein dramatiſcher Augenblick entſtand während
des Verhörs, als Staatsanwalt Krylenko den Angeklagten fragte:
„Hat Dworſchantſchik Sie ausgenutzt, oder Sie ihn?”, worauf
Suſchtſchewſki antwortete: „Dworſchantſchik mich!”
Schwere Beſchuldigungen Badſliebers gegen
ſeine Vorgeſetzten Seebold und Koeſter und
die Knapp’ſchen Maſchinen.
Hierauf wurde ganz unerwartet Badſtieber vernommen, der
über ſeine perſönlichen Verhältniſſe ausſagte. Er habe im Kriege
im öſterreichiſchen Heere gedient, ſo daß die Möglichkeit beſtehe,
daß er noch heute öſterreichiſcher Staatsangehöriger ſei. In
dieſem Zuſammenhang iſt auf die bekannte Erklärung Kalinins
hinzuweiſen, in der nur von zwei, nicht aber von drei verhafteten
deutſchen Reichsangehörigen die Rede iſt. Badſtieber gab
im weiteren Verlauf ſeiner Vernehmung über die
Knapp=
ſchen Maſchinen in Wlaſſowka das ſchlechteſte Urteil
ab. Die Maſchinen ſeien ſchlecht verpackt, was
ſo=
fort erkennbar war, und veralteten Syſtems geweſen.
Er habe ſich deshalb wegen der Gefahren, die für die
Maſchi=
niſten beſtanden, anfangs geweigert, die Maſchinen in Betrieb
zu ſetzen, ſchließlich aber den Anordnungen nachgegeben. Jedoch
ſchon kurze Zeit darauf hätten die Maſchinen ſtillgeſtanden.
Nun=
mehr habe Badſtieber dem in Charkow befindlichen Seebold
Be=
richt erſtattet, der ihn angewieſen habe, die zerbrochenen
Maſchi=
nenteile auszubeſſern. Seebold habe geſagt: „Kritiſieren iſt nicht
Ihre Sache.” Auch aus den weiteren Ausſagen Badſtiebers geht
klar hervor, daß Badſtieber gegen Seebold ſehr
ein=
genommen und beſtrebt iſt, ihn und die Firma
zu belaſten. So behauptet Badſtieber, von der Firma
Knapp den Auftrag gehabt zu haben, nicht zu
ver=
raten, welche Firma die Motoren geliefert habe;
er habe jedoch dieſe Firma trotzdem genannt. Nicht erſichtlich
iſt, ob dies vielleicht erſt während der Vorunterſuchung oder ſchon
früher geſchehen iſt. Gelegentlich eines Eſſens bei dem inzwiſchen
durch Selbſtmord geendeten Gawrjuſchenko habe Seebold
geäußert: Was brauchen die Ruſſen gute
Ma=
ſchinen? Sie ſollen ſich mit den alten Maſchinen
kaputarbeiten. Er, Badſtieber, habe damals Angſt gehabt,
dazu etwas zu ſagen. Seebold habe ihm zwei
ver=
ſchloſſene Kuverts, für Nikiſchin und
Gawrju=
ſchenko gegeben und ihm ſelbſt zehn Rubel, damit Nikiſchin
die Maſchinen abnehme. Badſtieber aber habe, nichts davon
wiſſen wollen und zu Nikiſchin geſagt, das Kuvert ſei für ſeine
Arbeit. Eines Tages wurde von Badſtieber die Ausſtellung einer
Akte über die Qualität der Maſchinen verlangt. Er habe dies
jedoch nicht getan. Die Maſchine ſei dann von ihm in
Gegen=
wart von 20 Perſonen auseinander genommen worden. Als die
Maſchinen abgenommen waren, habe Seebold geäußert: Jetzt
ſind die Maſchinen abgenommen, nun können die Ruſſen ſie
meinetwegen auf den Miſthaufen ſchmeißen.
Die Maſchinen, ſo erklärte Badſtieber weiter,
wurden allgemein beanſiandet,
waren verroſtet und ſchlecht gearbeitet, ſo daß er
geraten habe, ſie zurückzuſchicken. Trotzdem wurden ſie
zur „Probe” aufgeſtellt; die Leiſtung ſei aber
ganz ungenügend geweſen. Badſtieber behauptet, der
Firma Knapp darüber geſchrieben zu haben. Wie er ſpäter vom
Betriebsrat gehört habe, ſei dieſer Brief auch angekommen.
Bad=
ſtieber habe wiederholt Auseinanderſetzungen mit Seebold
ge=
habt. Koeſter habe geſchimpft, daß Badſtieber den Akt
unter=
zeichnete, und geſagt, es ſei Illoyalität gegen das Reich und die
Firma, daß er etwas unterzeichne, was einen Tadel für gelieferte
Maſchinen enthalte. Wenn Kusma Geld bekäme, ſeien ſolche
Unterzeichnungen vollkommen überflüſſig. Im weiteren Verlauf
ſeines Verhörs erzählte Badſtieber von dem Eintreffen eines
Monteurs der Firma Eykhof, der die Arbeiten Badſtiebers be=
dem „unwirtlichen Bergland” von Menſchen bewohnt. Dieſer
Anlaß bringt im Juli hiſtoriſchen Feſtzug und ſonſtige Feiern
in den ſtillen Ort.
Was Karl Duval vor fünfundſiebzig Jahren über das
Eichs=
feld ſchrieb, das gilt beſonders für Leinefelde:
„Von allen Länderſtrichen in unſerm Vaterland
Iſt nur allein das Eichsfeld faſt gar noch nicht bekannt,
Und mancher mag wohl denken: „Es wär’ auch lächerlich,
Wenn man gar preiſen wollte ſo arg verſchrienen Strich.”
Die Umgebung Leinefeldes läßt ſich ohne Uebertreibung als
reizvoll bezeichnen; man findet Wälder mit knorrigen Eichen,
ſanft anſteigende Hügel, beſchauliche Dörfer mit guten alten
Fach=
werkhäuſern und weltentrückte Stille und Andacht in Kirchen.
Mit Heiligenſtadt, Worbis, Duderſtadt und Dingelſtädt zählt
Leinefelde zu den Hauptorten des Eichsfeldes: ein ſtattlicher,
ſtädtiſcher Ort, mit breiten, anſteigenden Straßen. Maſſige
Fach=
werkhäuſer lehnen ſich aneinander. Die alte Kirche ſchiebt ſich aus
blauen und roten Hausdächern hervor. Ferne wäre Zeitſtreit
und Lärm der Welt, zögen nicht die fauchenden Schnellzüge zu
kurzem Halt in den großen Bahnhof des kleinen Ortes und zeigte
ſich der Erwerbsfleiß des Eichsfelders nicht in Fabriken und
Han=
delsniederlaſſungen. (Früher zogen die Eichsfelder als „
thürin=
giſche Muſikanten” durchs deutſche Land, und gingen übers Meer,
da die Heimaterde ſie nicht ernährte.)
Die Geſchichte Leinefeldes wiegte ſich zwiſchen Fehden des
Erzſtiftes Mainz und eigenen inneren Religionskämpfen. Der
hiſtoriſche Feſtzug Ende Juli wird ſich mit Einzelheiten aus dieſer
allgemein eichsfeldiſchen Geſchichte befaſſen.
Von Oeutſchlands Hohen Schulen.
Hannover: Direktor Hermann Potthoff iſt zum ordentlichen
Profeſſor für Eiſenbahnmaſchinenbau und Kraftfahrweſen an der
Tech=
niſchen Hochſchule als Nachfolger von Geheimrat L. Troske berufen
worden. Er hat den Ruf angenommen und bereits ſeine Ernennung
zum Ordinarius in Hannover erhalten. — An der gleichen Hochſchule
iſt der Dozent für Freibandzeichnen, Architekturmalerei,
Landſchafts=
zeichnen und Aquarellen Berthold Hellingrath zum
Honorarpro=
feſſor ernannt worden.
Königsberg i. Pr.: Hier verſchied der Leiter der Augenabteilung
am St. Eliſabeth=Krankenhauſe Sanitätsrat Dr. Guſtav Uelrich im
Alter von 68 Jahren
Seite 4
Samstag, den 16. Juni 1928
mängelte, worauf Badſtieber die Arbeit niederlegte.
Bad=
ſtieber will das unrationelle Arbeiten bei der
Aufſtellung der Maſchinen erkannt haben,
wo=
gegen er freilich vergebens Einſpruch erhoben
habe. Er habe falſch geſchaltete Motoren vorgefunden, kurz
ge=
ſagt, er habe eine ganze Reihe von
Betriebs=
ſtörungen infolge von Maſchinenfehlern feſtgeſtellt. Die
ruſſiſchen Arbeiter hätten daran keine Schuld
gehabt, da die Maſchinen, ſchon vor ihrer
In=
betriebnahme ſchlecht geweſen ſeien. Durch
Repa=
raturen habe er Unglücksfälle verhindert. Badſtieber gibt ſeinen
Ausführungen den Charakter eines unumſtößlichen
Sachverſtän=
digenurteils, was für einen gewöhnlichen Monteur jedenfalls
auffallend iſt. Badſtieber hat nach ſeiner eigenen Ausſage die
Mißſtände der Kommuniſtiſchen Partei angezeigt, die daraufhin
auch tatſächlich eine Kommiſſion entſandt habe. Dieſe habe jedoch
die „Konſtruktionsfehler” nicht beſeitigen können. Der
Staats=
anwalt läßt ſich von Badſtieber die Fehlerhaftigkeit der Maſchinen
nochmals beſtätigen. Badſtieber erklärt weiter, Gawrjuſchenko
habe zu viel Geld von Seebold erhalten. Nikiſchin
habe beſtätigt, gleichfalls 400 Rubel von Seebold erhalten zu
haben, nominell für Ueberſtunden. Seebold habe eine
Be=
ſchleunigung der Arbeiten gefordert, die zur
Schädigung der Sowjetwirtſchaft hätten dienen
ſollen. Koeſter habe dieſer Unterredung beigewohnt. Die
Schädigungsarbeiten ſeien von Kusma unterſtützt worden.
Der Betriebsrat der Firma Knapp zu den
Ausſagen Badſtiebers.
Zu den Ausſagen des im Moskauer Ingenieurprozeß
ange=
klagten Monteurs Badſtieber, der u. a. behauptet hat, die von der
Firma Knapp gelieferten Maſchinen ſeien minderwertig, und der
ſich zur Unterſtützung ſeiner Ausſage auf den Betriebsrat der
Heimatfabrik berief, erklärt der Betriebsrat der Firma Knapp,
daß die nach Rußland gelieferten Maſchinen denſelben
Arbeits=
prozeß durchgemacht haben und genau von der gleichen Qualität
ſind, wie die Maſchinen, die innerhalb Deutſchlands und im
nicht=
ruſſiſchen Ausland geliefert worden ſind. Ganz ſelbſtverſtändlich
iſt, daß jede derartige Maſchine nach der Fertigſtellung auf dem
Prüfſtand nachgeprüft wird. Die Mitglieder des Betriebsrats
erklären ferner, daß ſie jederzeit bereit geweſen wären, mit dieſen
Maſchinen auf Montage zu gehen.
Haftbefehl gegen die Deutſchen Seebold
und Koeſier.
Wie aus Moskau gemeldet wird, haben die Ausſagen
Bad=
ſtiebers im Schachty=Prozeß nichts Tatſächliches über die
Tätig=
keit der deutſchen Ingenieure in Rußland gebracht, obgleich er
Seebold und Koeſter zu belaſten verſuchte. Man hat den
Ein=
druck, daß Badſtieber der Unzufriedenheit mit ſeinen Vorgeſetzten
und der Firma Knapp, die ihn übrigens hoch einſchätzten, jetzt
vor dem Arbeitergericht Luft machen will. Badſtieber, der ſeit
1916 in ruſſiſcher Gefangenſchaft lebte, rühmt ſich damit, auch
Anteil an der ruſſiſchen Revolution genommen zu haben. Aus
allem geht hervor, daß Badſtieber ſich jetzt darin gefällt, gegen
das deutſche Unternehmertum und gegen die kapitaliſtiſche
Ord=
nung zu Felde zu ziehen. Staatsanwalt Krylenko
äußerte, daß die Belaſtungen Badſtiebers die
Unterſuchungs=
haft gegen Seebold und Koeſter notwendig machen
und beantragte gegen ſie das Unterſuchungsverfahren. — Der
Gerichtsbeſchluß, Koeſter und Seebold in Unterſuchungshaft zu
nehmen, hat in Moskauer Kreiſen größtes Aufſehen erregt.
Seebold ſiellt ſich der Staatsanwaltſchaft
zur Perfügung.
Der deutſche Ingenieur Seebold hat ſich der
Staatsanwalt=
ſchaft zur Verfügung geſtellt. Es iſt daher anzunehmen, daß
Seebold auf freiem Fuß belaſſen wird, zumal er bereits vor
Monatsfriſt ſeine Zeugenſchaft angeboten hat und trotz ſchwerer
Belaſtung durch Badſtieber bereits in der Vorunterſuchung in
der Sowjetunion verbleiben konnte. Deutſcherſeits wird die
be=
ſtimmte Erwartung ausgeſprochen, daß Seebold in den Prozeß
einbezogen wird, da mit einer Rechtfertigung der Knapp=Firma
gerechnet wird. Die Einbeziehung der Sache Seebold in einen
ſpäteren Prozeß werde eine weitere Belaſtung der deutſch=
ruſſi=
ſchen Beziehungen befürchten laſſen. Die Sowjetpreſſe hält im
allgemeinen Koeſter und Seebold für Mitglieder der
Sabotage=
organiſation. Dieſer Anſicht iſt mit großer Entſchiedenheit
ent=
gegenzutreten, zumal die Ausſagen Badſtiebers in vielen
Punk=
ten unwahr ſind und überhaupt Badſtieber unglaubwürdig iſt.
Beſchuldigungen gegen franzöſiſche
Grubenbeſitzer.
Am vergangenen Mittwoch wurde der Angeklagte
Schadlun vernommen. Er gibt zu, von
ehe=
maligen franzöſiſchen Grubenbeſitzern Geld
erhalten zu haben. Sie hätten ihm auch Anweiſungen
erteilt, die ſich auf die Beſchädigung der Gruben gerichtet hätten.
Der Staatsanwalt erklärte, daß Schadlun die Grube
Nr. 14 erſäuft habe. Er bezieht ſich hierbei auf den Brief
eines franzöſiſchen Grubenbeſitzers, den jedoch der Angeklagte
zurüchweiſt. Nekraſſow erklärt, daß Schadlun ihm
1000 Rübel verſprochen habe, wenn er die Grube
erſäufe, aber nur 600 Rubel gegeben habe. Schadlun
wider=
ruft einen Teil ſeiner bei der Verhaftung gemachten Ausſagen.
Die Franzoſen hätten eine beſondere Gruppe
organiſiert, der Deter, Bratanowſki und Wolkowſhi
ange=
hört hätten, und die den ehemaligen Beſitzern
ge=
fügig geweſen ſeien. Nekraſſow iſt während der
Ver=
nehmung äußerſt nervös und weint. Das Gericht verlas einen
Brief des ehemaligen ruſſiſchen Induſtriellen
Byſchowſki, der Schadlun empfiehlt, einige
Gruben unter Waſſer zu ſetzen. Die Gruben Nr. 10
und 12 ſeien ebenfalls untauglich zu machen.
Nummer 16
Die franzöſiſche Hilfsaktion für Nobile.
Marineminiſter Leygues empfing heute den norwegiſchen Geſandten
Wedel=Farlsbecg und einen Vertreter des Forſchers Amundſen, um ſie
über die Maßnahmen zu unterrichten, die ergriffen wurden, damit das
Waſſerflugzeug des Kommandanten Guilbaud ſofort nach Bergen ſtarten
kann. — Nach einer Meldung aus Rouen hat Guilbaud offiziell den
Befehl erhalten, ſich mit ſeinem Flugzeug ſofort nach Bergen zu begeben,
um von da zur Nachforſchung nach General Nobile und ſeinen
Beglei=
tern weiterzufliegen. Er wird von dem Leutnant de Cuverville
beglei=
tet werden, trotzden dieſem kürzlich durch den Propeller zwei Finger der
rechten Hand abgetrennt wurden und die Wunden noch nicht völlig
ver=
heilt ſind. Außerdem werden noch zwei Mechaniker und ein Funker
an der Expedition teilnehmen. Der Start iſt auf morgen früh zwiſchen
7 und 8 Uhr feſtgeſetzt worden. In Bergen werden die Flieger den
Forſcher Amundſen an Bord nehmen.
Nobiſe.
Er fühlt fſi. jetzt ſicher.
EP. Mailand, 15.
Wie der „Corriere della Sera” aus Oslo meldet, hat
dem Kommandanten der „Citta di Milano” mitgeteilt, er
ſich jetzt ſicher. Man nimmt an, daß dieſe Zuverſicht des Ge
auf die erhaltenen Mitteilungen über die zuſehends umfaſf
und energiſchere Organiſation des Rettungsdienſtes oder
Ausſicht, bald eine Inſel zu erreichen, um gegen die Abtr
ſichert zu ſein, ſich ſtützt. In dieſer Hinſicht, wäre die
Karl XII. beſonders geeignet, die 1861 von Forel und
denſkjöld entdecklt und 1898 von dem ſchwediſchen Forſcher
Nathorſt genau erforſcht wurde. Sie ragt etwa 95 Met
dem Eismeer hervor und macht durch die rötliche Farbe de
ſen und breite Schluchten einen impoſanten Eindruck. Der
diſche Forſcher fand auf der Inſel viel vom Meere angeſcht
tes Holz, Wildenten und Vogeleier. Wenn Nobile und ſei
gleiter dieſe Inſel erreichen, wären ſie gerettet und könnter
die Hilfe abwarten.
Die Malmgreen=Gruppe gerettet?
* Berlin, 15. Juni. (Priv.=
Die „Braganza”, die bisher durch das Packeis nicht hi
konnte, iſt jetzt endlich in einigermaßen eisfreies Fahrwa
kommen. Sie hat Nordoſtland erreicht und dort Pelziäe
troffen, die behaupten, daß die von der „Hobby” aus
Hundeſchlitten=Abteilung drei Begleiter Nobiles
gefunden und zurückgebracht habe. Eine Beſtätigung
Nachricht liegt noch nicht vor. Trifft ſie zu, dann dürſte
bei den Aufgefundenen um den Schweden Malmgreen 1
beiden italieniſchen Offiziere Mariano und Zappi hande
am 30. Mai aufgebrochen waren, um Nordoſtland zu er
Nachdem Nobile endlich von dieſem Durchbruchsverſuch
ſeiner Begleiter Mitteilung gemacht und genau angegeber
in welcher Richtung ſie marſchierten, hatte die „Hobby”,
ſich auch die beiden Flieger Riiſſer Larſen und Holm mi
Apparaten befinden, ſofort eine Hundeſchlitten=Expedit
ſammengeſtellt, die von der Hynloopenſtraße aus nach 9
land abgegangen iſt, um die Malgreen=Gruppe zu ſuchen. hat in einem neuen Funkſpruch mitgeteilt, daß
ſei=
ſcholle ſehr raſch nach Oſten zu treibt. Er hat bereits Beſ
Eisbären erhalten. Infolgedeſſen bittet er, daß die Flu
wenn ſie ihn aufgefunden haben, auch Gewehre und M
abwerfen.
In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter der „D.
erklärte M. Dornier vom Dornier=Metallbau, daß die Re
arbeit nur mit Großflugbooten unternommen werden kau
Manszell ſei aber kein Apparat zur Verfügung. Dageg
von anderer Seite genügend Apparate eingeſetzt, die im
Einvernehmen mit Nobile vorgehen, der auch zweifellos
aus alles tun wird, um eine geeignete Landungsfläche
bereiten. Der Dornierwal habe auf Amundſens Polarf!
Beweis erbracht, daß er im Notfalle auch auf Eis nied
könne; ob aber ein Start möglich ſei, müſſe ſehr bezweife
den. Major Hailer von der Süddeutſchen Lufthanſa be
bei einer Landung auf dem Eiſe ein Zu=Bruchgehen der M
heute Samstag:
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mer 166
Samstag, den 16. Juni 1928
Seite 5
Zls der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 16. Juni.
Schloßmuſeum finden tiglich Führungen vormittags 11 und
machmittags 3½ und 4 Uhr ſtatt. Geſchloſſen: Samstag und
Sonm rachmittag.
hickts, und Medallen von Karl Noth aus München fmndet am
Sonmu den 17. d. M., um 11 Uhr, eine Führung ſtatt. Der
Ein=
trütt T ei.
„ Intendant des Heſſiſchen Landestheaters, Carl Ebert, wird
—n Guſad Hartung veranſtalteten Heidelberger Feſtſpielen mit=
Er wird den Friedrich Wetter vom Strahl in den
Schloßhof=
aufüry get des „Käthchen von Heilbronn”, und den Theſeus im
Sony kachſtstraum” ſpielen.
fſiſches Landestheater. Heute wird Millöckers Operette „Der
tudent”, in der Neuinſzenierung von Arthur Maria
z.1t zum erſten Male gegeben. Es wirken mit die Damen;
—— jebel, Müller=Wiſchin, Penſe, Walter, und die Herren:
Baum=
gantem deharde, Debus, Ebert=Beher, Horina, Jürgas, Jachtmann,
guhn otz, Schaaf, Schambach, Vogt, Vetter, Wieſt, Mobus. Die
muſikg) e Leitung hat Berthold Sander, der ſich hiermit nach
zunfiss er Tätigkeit vom Darmſtädter Publikum verabſchiedet. Die
Ewy, der Bühnenbilder ſtamſmen von Lothar Schenck von
Tra; Beginn: 19.30 Uhr.
Merker tritt morgen Sonntag als Aida zum letzten Male
m. Ausſcheiden aus dem Verbande des Landestheaters auf. Die
AAuffr3 ig leitet Max Rudolf.
ommerbühne Harprecht. — Heute 2 Vorſtellungen. Abends
iſt heute Samstag die Erſtaufführung der großen Schwank=
Novi==Hurra, ein Junge!” von Franz Arnold und Ernſt Bach,
lärſten deutſchen Sclwankdichtern. Viele Hunderte von
Auf=
ui hat bisher dieſer humorvolle Schwank an faſt ſämtlichen
ſchen Bühnen des Reiches erlebt, ohne ſeine Zugkraft
ein=
haben. — Die hieſigen Aufführungen im Rahmen des
Harp=
mble3 verſprechen in ihre= glänzenden Beſetzung eine ganz
„nete Wiedergabe, insbeſondere iſt Bruno Harprecht in der
id. ielſcher=Rolle gleiche=weiſe als „Chanſonette‟, „Pappenſtiel”
bi” Gelegenheit gegeben, ſeine unverwüſtliche Komik in allen
m ſpielen zu laſſen. — Neben dem vollzählig beſchäftigten
wirken Adolf Jordan (Regie) und Eduard Göbel gaſt=
. — Nachts 11 Uhr gelangt heute der dreiaktige Schwank von
Surm „Das Spiel mit dem Feuer” zum letzten Male zur
Auf=
ihre Für die Nachtvorſtellung gelten Einheitspreiſe von 1, 1,50 und
M — Sonntag nachmittag 4 Uhr wird Maughams
rei=
zeid mödie „Finden Sie, daß Conſtance ſich richtig
t?” in einer Volks= und Fremdenvorſtellung
t. (Preiſe 80 Pf. bis 2,50 Mk.). Karten für alle Vorſtellungen
2hrsöüro und bei de Waal, Rheinſtraße 14. (Siehe heutige
iſtoriſcher Verein. Der nächſte Ausflug unſeres Vereins am
dem 24. Juni, gilt dem Odernwaldſtädtchen Beerfelden,
antlich in dieſem Jahre das Feſt ſeiner ſechshundertjährigen
dung begeht. Die Darmſtädter Teilnehmer fahren um 7,13
Hauptbahnhof oder 7.29 Uhr vom Oſtbahnhof ab. Ankunft
ch 9,12 Uhr. Von dort zu Fuß nach der Ruine Freienſtein und
n: Marſchzeit knapp 3 Stunden. Für weniger Wanderluſtige
genügender Beteiligung ein Kraftomnibus nach Hetzbach
be=
eis etwa 2 Mk.; Anmeldung bis Mittwoch, den 20. Juni,
12 Uhr, im Staatsarchiv unbedingt erforderlich). Nach dem
ſen Beſichtigung von Beerfelden. Rückfahrt entweder 17,09 von
oder 18,30 von Beerfelden.
as erſte diesjährige Vereinskonzert des Reichsbundes ehemaliger
Mi.5 tuſiker E. V. am Dienstag im Orangeriegarten brachte wohl das
mVereinigung faſt ſprichwörtlich gewordene Konzertwetter, aber
Eintritt der Dunkelheit eine merkliche Abkühlung. Immerhin
Beſuch gett. Bedauerlich war, daß der über 60 Mann ſtarke
Fer auf Kiſten und Brettern nur wenige Zentimeter von der
höht untergebracht war, da die Stadtverwaltung es bisher ver=
5 at, ein geeignetes Orcheſterpodium errichten zu laſſen. Durch
z. ungünſtigen Unterkunftsraum des Orcheſters gingen daher die
aluu n Wirkungen der klaſſiſchen Konzertſtücke von Wallace,
Rubin=
ſteiz endelsſohn=Bartholdy, Niels, W. Gade, Fr. Lifzt, Tſchaikowſky
uſru tz der künſtleriſchen Leitung des Dirigenten G. Greilich in ihren
Feryen für einen großen Teil der Beſucher verloren. Um ſo
wuch=
tigey nen die Militärmärſche zur Geltung. Der Beifall nahm kein
Cnu nd mit Jibel wurde es von den zahlreichen Beſuchern, die nach
Bee3 ung des Gartenkonzerts die Orangeriehalle gefüllt hatten,
be=
grin (s das Geſamtorcheſte: in der Halle Aufſtellung nahm und unter
Grey; Führung noch eine ganze Reihe der beliebten Märſche, darunter
denm detzky=, Düppeler=Schanzen=Marſch, ſpielte. Der Abend nahm
eine! hebenden Abſchluß, und mit Zuſtimmung wurde ſchließlich die
Miröl ug des Vereinsvorſitzenden aufgenommen, daß Anfang Juli das
zwSt roße Vereinskonzert unter Mitwirkung der Wormſer
Vereins=
koll2l bei einem Klangkörper von über 130 Mann unter Leitung des
He3 uſikinſpizienten Prof. Hackenberger=Berlin ſtattfinden wird.
Betrusgemeinde. Männervereinigung. Daß nicht
imr) ein ausgeſprochener Vortrag geboten werden muß, um die
Mit=
gliei um Beſuche der Monatsverſammlung zu veranlaſſen, bewies der
Anel tet zahlreiche Beſuch der letzten Veranſtaltung der
Männerver=
em I, die unter dem Zeichen ſtand: Beſprechung kirchlicher und
reli=
giööl lngelegenheiten. Des Vorſitzende, Herr Oberreallehrer Frank,
hably, zwei kurzen, aber inhaltsreichen Berichten über den Gvang. Ge=
Mei9 ag in Offenbach und über die Haupterſaumlung des Evang.
Wel ſrtsdienſtes der Stadt Darmſtadt die Grundlage zu der
lebhaf=
tinyi egenden Ausſprache, von der nur zwei Punkte beſonders
hervor=
gel= ſeien: Herr Pfarrer Weiß gab Aufklärung über Zweck,
Ar=
beiti! jet und Art der evangeliſchen Gemeinde=Diakonie; ein Mitglied
bet 2, die Pflicht der Mänuervereinigung, die wichtige Sache des
EbA iſchen Bundes nach Kräften zu fördern. Nach der allſeitigen
Zu=
ſirhn ig darf erwartet werden, daß dieſe Anregung ſich nun in einer
zaxh gen Anmeldung als Mitglied genannten Vereins auswirken
wirn — Die oft ausgeſprochene Forderung des Evangel.
Gemeinde=
tog) Xhafft lebendige Gemeinden! äußerte ſich auch in dem am Nach=
M-ℳ des 10. Juni von der Männervereinigung und dem
Kirchen=
ge77” erein unternommenen Familienſpaziergange nach Roßdorf, der
trel 3 regneriſchen Wetters eins üiberaus zahlreiche Beteiligung
auf=
wi 1 Konnten doch „mit Kind und Kegel”, nahezu 200 Teilnehmer
lur) denen ſich auch die beiden Geiſtlichen der Gemeinde und die
Pff” au befanden) gezählt werden, denen ſich noch eine Anzahl Mit=
RläI von Roßdörfer Lirchlichen Gemeindevereinigungen zugeſellten. Der
nä1 chor unter der Leitung ſeines unermüdlichen Dirigenten, Herrn
L2; Hamm, bot diesmal mit ſeinen auf den Ton „Frühling überall”
geI tten Vorträgen ganz beſonders feine, abgerundete Leiſtungen, die
ler) n Beifall auslöſten. Das Mitglied Herr Wehlan veranlaßte
dr eine meiſterhaften Piſton=Vorträge die Anweſenden zu
bewun=
des): Anerkennung. Der Zweck ſolcher Veranſtaltungen, die
Gemeinde=
durch zwangloſes Beiſammenſein perſönlich näher zu bringen
UA s Bewußtſein der Zuſammengehörigkeit innerhalb einer
Kirchen=
de zu ſtärken, iſt durch dieſen Ausflug nach Roßdorf wieder ein
en gefördert worden, wie dies auch durch den Vorſitzenden der
rbereinigung in einer kurzen Anſprache zum Ausdruck gebracht
wo. iſt.
UF
de‟
ak)
8
Jubiläum. Am 16. Juni 1928 ſind 25 Jahre verfloſſen, daß Herr
rich Kurz in treuer Pflichterfüllung den vielſeitigen Dienſt
Hausmeiſters an der Ludwigs=Oberrealſchule verſieht. Möge es
flichteifrigen Beamten vergönnt ſein, in gleicher Rüſtigkeit noch
Jahre ſeines Amtes zu walten.
Die Sänger=Sonderzüge. Nunmehr ſtehen auch die
Fahr=
n des 3. Sonderzuges (Oberheſſen) für die Wienfahrer
eſſiſchen Sängerbundes feſt. Die Hinfahrt erfolgt am 18. Juli
nkfurt 19.15 Uhr, ab Offenbach 19.31, ab Hanau 19.49 ab
Aſchaf=
g 30.16 Uhr; Paſſau an 6.08, ab 6.35 Uhr; Wien=Weſt an am
: 13.51 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt am 23. Juli ab Hütteldorf
fen 923 Uhr; Paſſau an 17.10, ab 17.45, Würzburg an (am 24.)
b 1.15, Aſchaffenburg an 3.19, Hanau an 3.46, Offenbah an 4.06,
urt a. M. Hbf. an 425 Uhr. — Löſen der Fahrkarten.
+ Einſteigſtationen liegen acht Tage vor Abgang der Sonderzüge
2rkarten auf. Jeder Teilnehmer hat ſich rechtzeitig ſeine Karte (für
Der auch Rückfahrt) zu beſorgen. Sängerausweis iſt mitzubringen.
usweis kann vom Verein ausgeſtellt werden; Sammellöſung iſt
Ulenswert. — Sammelpäſſe. Die Vereine haben eine Liſte
vnderzugteilnehmer, die die Hin= und Rückfahrt benutzen,
auf=
n und dieſe Liſte bei ihrem zuſtändigen Polizeiamt als
Sammel=
ceinigen zu laſſen. Die Koſten betragen 50 Pfg. pro Kopf. Der
relpaß iſt bei Antritt der Reiſe mitzubringen. — Eine Maſſen=
Trobe für die Wienfahrer findet unter dee verdienſtvollen
Lei=
des Gauchormeiſters Herrn Etzold am Dienstag, den 19. Juni, im
des „Feierabend” ſtatt. Es werden dabei die Chöre geprobt, die
Sſſiſche Sängerbund bei der Sonderkundgebung in Wien ſingen
Die Neu=Anlagen auf dem Sportplatz
der Techniſchen Hochſchule.
Heute findet die Einweihung der Neuanlagen auf dem Sportplatz
der Lehniſchen Hochſchule ſtatt. Der große Andrang zu den ſportlichen
Veranſtaltungen der Hochſchule, der über zwei Drittel der geſamten
Stu=
dentenſhaft umfaßt, ließ ſchon ſeit längerer Zeit die beſtehenden
Räum=
lichkeiten für das Umkleiden, die Aufbewahrung der Geräte, die
hygieni=
ſchen Einrichtungen als gänzlich unzulänglich erſcheinen. Es ſtand
ledig=
lich eine alte Militärbaracke zur Verfügung, die für etwa 50 Perſonen
Platz bietet, aber außerordentlich bedenkliche ſanitäre Verhältniſſe mit
ſich brachte.
Der Akademiſche Ausſchuß für Leibesübungen, an dem die
Verwal=
tung der Hochſchule und die Studentenſchaft in gleichem Umfange
be=
teiligt ſind, bearbeitete daher ſeit längerer Zeit ein großzügiges
Pro=
jekt einer Neuanlage, die auf abſehbare Zeit für die Bedürfniſſe der
Hochſchule genügend Entwickſung geſtattete. Die Durchführung gelang
erſt, nachdem die finanzielle Grundlage ſichergeſtellt war. Der
Haupt=
ſtock für die Koſtenaufbringung wurde durch eine Anleihe von 100 000
Mark bei der Heſſiſchen Landesbank geſchaffen, die mit Unterſtützung
des Kultusminiſteriums aufgenommen und ſeitens der Hochſchule
ver=
zinſt und kurzfriſtig getilgt wird. Die laufenden Koſten für Verzinſung
und Tilgung werden in der Hauptſache duvch Zwangsbeiträge der
Stu=
dentenſchaft gedeckt. Jeder Student zahlt pro Kopf und Semeſter einen
Veitrag von 2 Mk. für den Kapitaldienſt der Anlagen, außerdem 4 Mk.
für die laufende Unterhaltung und Benutzung.
Die Stadtverwaltung Darmſtadt bewilligte einen Beitrag von
25 000 Mark, der im weſentlichen für den Anſchluß an das ſtädtiſche
Kanalnetz, Gas= und Waſſerleitungen verbraucht wird. Weitere erhebliche
Stifungen in bau und Materiallieferungen ſind auch bei dieſer
Gelegen=
heit von Freunden der Hochſchule zur Verfügung geſtellt worden. Allen
Stiftern ſpricht die Hochſchule und die Studentenſchaft ihren aufrichtigen
Dank aus mit der Bitte, auch für die noch ausſtehenden kleineren
Er=
gänzungsarbeiten ihre Mithilfe nicht zu verſagen.
Der architektoniſche Entwurf
wurde von der Meiſterhand des Herrn Profeſſors Roth, des
künſtle=
riſchen Urhebers der Otto=Berndt=Halle, bereitgeſtellt. Die
ſporttech=
niſchen Grundlagen wurden von Herrn Dipl.=Turn= und Sportlehrer
Söllinger in Gemeinſchaft mit dem Akademiſchen Ausſchuß für
Leibesübungen bearbeitet. Die geſamte Bauleitung und Ausführung
als Generalunternehmer wurde der Rheiniſchen Hoch= und Tiefbau A. G.
Mannheim übertragen, von der insbeſondere Herr Oberingenieur Jubitz,
ein früherer Schüler unſerer Hochſchule, und die Bauleiter, anfangs
Herr Dipl.=Ing. Hölzle, ſpäter Herr Bauführer Siebler, mit der
Einzel=
ausführung betraut waren. Die Ausführung der handwerklichen
Ar=
beiten wurde faſt ausſchließlich von Darmſtädter Firmen bewirkt. Die
techniſche Kontrolle der Bauausführung unterſtand dem Heſſiſchen
Hoch=
bauamt.
Mit den Bauarbeiten wurde ſchon in den Herbſtferien 1927
be=
gonnen. Das bei der Ausſchachtung auftretende Grundwaſſer machte
eine umfangreiche Entwäſſerung notwendig; ebenſo wurde für die
dauernde Ableitung des Grund= und Tageswaſſers, ſowie die Verbindung
mit dem ſtädtiſchen Kanalnetz ein ausgebehntes Rohrnetz ausgeführt,
das erhebliche Koſten verurſachte. Die bis in das Frühjahr hinein
an=
dauernden Froſtperioden verzögerten den Bau, ſo daß er nicht, wie
vorgeſehen, zu Semeſteranfang bereits fertiggeſtellt werden konnte.
Die neuhergeſtellten Bauten
umfaſſen im weſentlichen: a) einen Garderobenraum (Querbau) mit 2
großen Umkleide= und einem Waſchraum (zicka 200 Quadratmeter);
b) den Tribünenbau (zirka 60 Meter lang, 6 Meter breit). Dieſer
ent=
hält einen kleinen Umkleide= und Waſchraum für Damen, einen
wei=
teren Umkleideraum für Herren, einen Geräteraum für Unterbringung
der Turn= und Sportgeräte, einen Wagenraum für Fahrzeuge,
Wal=
gen uſw., Räume für den Turn= und Sportlehrer, einen Sanitätsraum
und eine Wohnung für den Sportplatzwärter; ) ein offenes
Schwimm=
becken aus Eiſenbeton, 50X15 Meter groß, bis zu 3,5 Meter tief, mit
den erforderlichen Hilfseinrichtungen; 1) Tennisplätze an der Oſtſeite
des Geländes.
Um alle dieſe Bauten unterzubringen, wurde das Gelände des
Sportplatzes durch Zupachten des öſtlichen Waldſtückes erheblich
erwei=
tert und mit einer Einzäunung und den entſprechenden Wegen uſw.
verſehen. In dem neuerworbenen Gelände wurden die Tennisplätze
undergebracht, ferner Raum für die Luft= und Sonnenbäder und weitere
Uebungsplätze, ebenſo iſt ein Platz für Turngeräte vorgeſehen.
Die Neubauten gruppieren ſich in Form eines halboffenen
Recht=
ecks um das Schwimmbecken, das zwiſchen der alten Kampfbahn und
den neuen Uebungsplätzen angeordnet iſt. Die Dächer ſind als flache
Plattfornen ausgebildet und können für gymnaſtiſche Uebungen, als
Sonnenbäder uſn. Verwendung finden. Das Dach des Tribüinenbaues
iſt als treppenförmige Terraſſe ausgeführt und bietet Gelegenheit, dem
Betrieb im Schwimmbecken und den Uebungen auf dem Kampfplatz als
Zuſchauer zu folgen. In den Umkleideräumen iſt überall fließendes
kaltes und warmes Waſſer vorgeſehen, im ganzen ſtehen 20 Dſchen,
davon 10 für kaltes Waſſer, 10 für warmes Waſſer, zur Verfügung,
außerdem die entſprechende Zahl Fußwaſchbecken. Für hygieniſche
Ein=
richtungen uſw. iſt in jeder Beziehung ausreichend geſorgt, alle
Ab=
leitungen ſind an das ſtädtiſche Kanalnetz angeſchloſſen, alle Räume
be=
ſonders mit Rückſicht auf leichte Reinigung und Lüftung angelegt. Es
können nunmehr bei voller Beſetzung über 400 Perſonen gleichzeitig
untergebracht werden.
Sämtliche Anlagen ſtehen der Studentenſchaft zur freien Benutzung
krſtenlos zur Verfügung. Lediglih für die Tennisplätze wird eine
Se=
meſtermiete erhoben. Für den Winter wird der große Garderobebau
geſchloſſen und die kleinesen Näume im Tribünenbau benutzt, die dafür
mit einer Heizvorrichtung verſehen ſind. Bei Froſt werden die
Tennis=
rlätze und das Schwimmbeiken als Eisbahn Verwvendung finden.
Wäh=
rind des Sommerſemeſters bis Ende Juli ſteht die Anlage ausſchließlich
den Angehörigen der Hochſ hule zur Verfügung, und es iſt vorgeſehen,
ton Ende Juli bis End= September ſie auch dem weiteren Publikum
mit einer gewiſſen Einſchränkung gegen ein Eintrittsgeld zu öffnen.
Auch während des Semeſters wird nach Möglichkeit für andere
männ=
liche Beſucher und Vereine die Anlage geen gelegentlich zur Verfügung
geſtellt werden können.
Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landestheaters
10 Jahre D. O. B.
Großes Haus.
Sonntag, den 17. Juni, 19 Uhr, Ende 22½ Uhr. H 12 (
Bühnen=
volksbund). „Auda”, Oper von Verdi. Preiſe: 1.20 bis
12 M.
Montag, den 18. Juni: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 19. Juni, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. L 22. In neuer
Inſzenierung: „Wie es euch gefällt”, Luſtſpiel von
Shakeſpeare. Preife: 1 bis 10 M.
Mittwoch, den 20. Juni, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. A 20. „Jonny
ſpielt auf”, Oper von Ernſt Krenek. Preiſe: 1.20 bis
12 M.
Donnerstag, den 21. Juni, 19½ Uhr, Ende nach 22 Uhr. „Die
Journaliſten”, Luſtſpiel von Freytag. Preiſe: 1 bis
10 M.
Freitag, den 22. Juni, 19½ Uhr, Ende 22½ Uhr. „Der
Bettel=
ſtudent”, Operette von Millöcker. Preiſe: 1 bis 10 M.
Samstag, den 23. Juni, 19 Uhr, Ende 21½ Uhr. K (
Zuſatz=
miete XI). „Der Barbier von Sevilla”, Oper von
Roſſini. Preiſe: 1 bis 10 M.
22½ Uhr, Ende 24 Uhr. Einakter=Abend. Zum erſten
Male: „Das Veilchen”, von Franz Molnar; hierauf:
„Varieté”, von Heinrich Mann; hierauf: „Satans
Maske” von Paul Czinner. Preiſe: 1, 2 und 3 M.
Sonntag, den 24. Juni, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. K (
Zuſatz=
miete XII). „Wie es euch gefällt”, Luſtſpiel von
Shakeſpeare. Preiſe: 1 bis 10 M.
Schluß der Spielzeit 1927/28.
Kleines Haus.
Geſchloſſen. Beginn der Operetten=Sommerſpielzeit 1928
(Leitung: Direktor Adalbert Steffter): Samstag, den
14. Juli 1928.
Der Deutſche Offizier=Bund blickte bei ſeinem in Berlin und
Pots=
dam abgehaltenen Bundestage auf ein nahezu 10jähriges Beſtehen
zurück. In den dunklen Nodembertagen 1918 wurde durch die Tatkraft
weitſchauender Männer der D.D.B. gegründet, der heute die weitaus
ſtarkſte Vertretung des alten Offizierkorps darſtellt. Die damalige
Pa=
role lautete auf Sammlung und — was bei dem Verluſte des
Lebensberufes und der Exiſtenz naturgemäß war — auf Sicherung
des Standes. Von der Ueberzeugung ausgehend, daß nur bei einer
einigermaßen genügenden Sicherſtellung die ehemaligen Offiziere des
aktiven wie des Veurlaubtenſtandes, der Spezialwaffen, des Sanitäts=
und Veterinärkorps, ſowie auch die höheren ehemaligen Militärbeamten
ihre Kraft zum Wiederaufban des Vaterlandes zur Verfügung ſtellen
könnten, wurde zunächſt den bedrohten Standesintereſſen das
Haupt=
augenmerk zugewandt.
Was der Bund in der Wiedergewinnung und Sicherung der
ver=
brieften Rechte des geſamten alten Offizierkorps geleiſtet hat, verdient
hervorgehoben zu werden. Ein hohes Verdienſt an dem Erreichten
ge=
bührt der äußerſt ſachverſtändigen, unermüdlichen und aufopfernden
Tätigkeit des Oberſten a. D. von Rau½, und in der
Hinterbliebe=
nenfürſorge der Frau Oberſtleutnant Hagemann, die die berechtigten
Wünſche und Forderungen inmer wieder den Parteien und Behörden
nahe brachten und dabei oft einen ſchweren Stand hatten. Dieſe
Ar=
beit war, wie betont, nicht Selbſtzweck, ſondern Mittel zum Zweck, und
fortſchreitend mit den Erfolgen in der Sammlung und Sicherung
wandte ſich der Bund unter der zielbewußten, tatkräftigen Leitung
ſei=
nes Präſidenten, des Generals der Inf. a. D. v. Hutier, in ſteigendem
Maße der vaterländiſchen Arbeit zu, auf das wertvollſte unterſtuitzt
durch die von General der Juf. a. D. v. Kuhl geleitete und allgemein
anerkannte Bundeszeitſchrift „Der Deutſche Offizier=Bund‟. Der D.D.B.
arbeitet ferner innerhalb ſeiner Organiſationen durch beſondere
Uater=
weiſungen und durch Sportvereinigungen ſowohl an der ſittlichen wie
körperlichen Erziehung der Jugend mit dem Ziele der Wiedergewinnung
einer Führerſchaft für die Zukunft unſeres Volkes, in deſſen
Schickſals=
gemeinſchaft er ſich bewußt eingliedert.
Der Bund hat ſich innerhalb der 10 Jahre ſeines Beſtehens zu
einer Gemeinſchaft von mehr als 100 000 Mitgliedern der alten
Wehr=
macht entwickelt.
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Das Haus der Vertrauens-Gualitäten. (10140
J. Falſchgeld — Achtung! Es ſind zurzeit falſche 2=, 3= und
5=Mark=Stücke hier und in der Umgegend im Umlauf. Beſondere
Merkmale haben dieſe Stücke nicht; ſie fühlen ſich etwas fettig an
und ſind aus Blei und Zink mit einem leichten Silberüberzug
hergeſtellt und haben einen dumpfen Klang. Bei einiger
Auf=
merkſamkeit ſind dieſelben leicht zu erkennen.
Liater Ouk!
Es bleibt bei unserer Abmachung: Sonntag Felsenmeer
Melibokus! lch will mir nur heute noch einen
Sportan-
zug bei Stegmüller kauten. Da kann man ganz anders
wandern, und viel kosten tut er ja nicht.
Oainsainrig
— Volkshochſchule. Unſere kunſthiſtoriſche Fuhrung nach
Aſchaffen=
burg muß wegen des ſtattfindenden Volksfeſtes dortſelbſt um einige
Wochen verſchoben werden.
Oeffentliche Impfung. Es wird auf den heute nachmittag um
15 Uhr in der Ohlyſchule, Friedrichſtraße 1, ſtattfindenden
Impf=
termin hingewieſen. Die nächſten Impftermine werden am 20. und
27. d. M. in der Rundeturmſchule, Rundeturmſtraße 11, und
am 30. Juni in der Mornewegſchule, Hermannſtraße 21,
abge=
halten. Weitere öffentliche Impftermine finden in dieſem Jahre nicht
mehr ſtatt. Kinder, die in 1927 und in den früheren Jahren geboren,
aber mit Ablauf der diesjährigen Impfperiode noch nicht geimpft ſind,
ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen.
— Preisausſchreiben. Die Heſſiſche Spielgemeinſchaft weiſt darauf
hin, daß der Termin zur Einreichung des Lokalſtückes am 1. Juli 1928
abläuft.
Lokale Veranſtaltungen.
Die hierunier erſcheinenden Notizen ſind ausſchließlich als Hinweiſe auf Anzelgen zu beirachten,
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritſt.
— Orangeriegauten. Sonntag, den 17. Juni, veranſtaltet
das Stadt=Orcheſter unter Leitung ſeines Kapellmeiſters W. Schlupp im
Orangeriegarten ein Konzert unter der Deviſe: „Ein Abend alter und
moderner Meiſter‟. Der Beginn des Konzerts iſt auf 830 Uhr
feſt=
gelegt.
— Hanauer Hof. Wie aus dem geſtrigen Anzeigenteil
erſicht=
lich, finder heute abend 8 Uhr im Hanauer Hof ein Gartenkonzert des
Stadt=Orcheſters ſtatt.
— Herrngarten=Café. Sonntag, den 17. Juni, finden im
Herrngarten=Café wiederum nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr vom
Siadt=Orcheſter veranſtaltete Künſtlerkonzerte ſtatt. Die Konzerte finden
regelmäßig Dienstag, Freitag, Sonntag nachmittag und abends,
Mitt=
wochs nur abends ſtatt und werden teils vom geſamten Stadt=Orcheſter
„der Künſkler=Enſembles ausgeführt.
— Wiener Kronenbräu=Keller. Infolge der
ungün=
ſtigen Wirterung mußte das für geſtern geplante volkstümliche Konzert
des Stadt=Opcheſters, verbunden mit großer Illumination des Gartens,
ausfallen. Dasſeibe wird auf Dienstag, den 19. Juni, abends 8 Uhr,
verlegt.
Briefkaſien.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsquittung beizufügen. Anonyme Anfragen werden
nicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichkeit.
E. L., G. Dienerfachſchule und Servierlehranſtalt Kotz,
Frank=
furt a. M., Hermesweg 16.
N. H. Ja.
anwalt beim Amtsgericht 1 hier zu richten, in welcher Sie die
Verhält=
niſſe unter Angabe der Beweismittel (Zeugen) ausführlich
ſchil=
dern. Nach 8 360, Z. 11, des Strafgeſetzbuches wird beſtraft, wer
unge=
bührlicher Weiſe ruheſtörenden Lärm erregt.
Let 6
Samstag den 16 Juni 1928
28. Bundestag des Bundes Deutſcher Reichszollbeamten
* Im Saale der Vereinigten Geſellſchaft begann geſtern der
28. Bundestag des Bundes Deutſcher Reichszollbeamten, zu dem etwa
W0 Delegierte und zahlreiche Gäſte erſchienen waren. Die Tagung
wurde durch eine Begrüßungsanſprache des Vorſitzenden des
Landesver=
bandes Heſſen, Herrn Zollinſpektor Elbeld=Darmſtadt eingeleitet, der
den Bundestag in Heſſen und Darmſtadt begrüßte und kurz die
drin=
gendſten Fragen ſtreifte, die zur Erörterung ſtehen.
Der Bundesvorſitzende, Herr Troppenhagen=Berlin, hielt
dann die Eröffnungsanſprache, in der er eingehend die Lage der
Be=
amtenſchaft, beſonders der Zollbeamten, beleuchtete, unter beſonderer
Berückſichtigung der beſetzten Gebiete und Grenzgebiete, zu denen auch
Heſſen gehöre. Er hieß dann als Ehrengäſte beſonders willkommen die
Herven Miniſterialrat v. Heimburg vom Reichsfinanzminiſterium,
Geh. Oberfinanzrat Gläſſing, Präſident des Landesfinanzamts
Darmſtadt, Ober=Reg.=Nat Dr. Becker, Darmſtadt,
Landesfinanzamts=
direktor Dr. Woothke, Landesfinanzamt Kaſſel, Regierungsrat
Schalles, Landesfinanzamt Kaſſel, Regierungsrat Dr. Menſching,
Hauptzollamt Frankfurt, Börſenſtraße, Reichstagsabgeordneter Schuldt,
Steglitz (Demokratiſche Partei), Profeſſor Dr. Zſchucke, Berlin,
Ver=
treter des Deutſchen Beamtenſundes, Abgeordneter Haury, Deutſche
Volkspartei des Heſſ. Landtags, Abgeordneter Hammann, Komm.
Partei des Heſſ. Landtags, und die Vertreter der Preſſe.
Darauf wurde der V. Bundestag für eröffnet erklärt. Es folgten
Begrüßungsanſprachen.
Herr Miniſterialrat v. Heimburg=Berlin als Vertreter des
Reichsfinanzminiſters begrüßte die Verſammlung in deſſen und im
Namen der Reichsregierung. Er führte aus, daß die Teilnehmer zu
einer Zeit, da in Verlin wichtige Beſprechungen ſtattfinden, nicht
er=
warten konnten, daß er hier bindende Erklärungen abgeben werde. Er
ſage aber zu, daß er dem Herrn Reichsfinanzminiſter eingehend über
die Tagung Bericht erſtatten werde. In einem könne er jetzt ſchon
ge=
wiſſe Zuſagen machen, nämlich die, daß die Reichsregierung ſich ſehr
ernſt der Frage der Grenzallöſungen und der Stellewumwandlungen
widmen werde, und daß die dahingehenden Wünſche ſehr lohal geprüft
werden.
Der Vorſitzende dankte dem Redner, wie auch dem nächſten Redner,
Präſident Gläſſing, Landesfinanzamt Darmſtodt, der für die
Ein=
ladung dankte und beſonders anerkannte, daß der Kampf der
Zoll=
beamten um Beſſerung ihrer Lage und Abſtellung von Mißſtänden
ſach=
lich und leidenſchaftslos geführt werde. Die Wünſche werden, ſoweit ſie
in ſein Reſſort fallen, nach Möglichkeit berüchichtigt werden.
Reichstagsabg. Schuldt=Steglitz dankte ebenfalls für die
Ein=
ladung und dankte beſonders dem Verbandsvorſitzenden, mit dem
zu=
ſammenzuarbeiten immer erſprießlich war. Nach ſeiner Ueberzeugung
werde die kommende Periode für die Beamtenſchaft beſſere Vertretungen
finden wie bisher. Notwendig ſei die Schaffung eines Beamtenrechts,
deſſen Entwurf er im Reichstag geſtern beantragt habe. Wenn dieſes
bedeutſame Werk im Reichstag durchgeſetzt ſei, werde für das
Berufs=
beamtentum ſich vieles erreichen laſſen. Auch eine ſofortige Neviſion der
Beamtenbeſoldung habe ſeine Fraktion beantragt.
Die Grüße des Deutſchen Beamtenbundes überbrachte Profeſſor Dr.
Zſchucke=Berlin, der in längeren Ausführungen für das
Berufs=
beamtentum eintrat, deſſen Gegner allein Schuld daran tragen, daß die
Beamten ſo wenig bisher erreicht haben.
Landtagsaba. Haury begrüßte den Bundestag im Nawen der
Deutſchen Volkspartei und überbrachte Grüße der
Neichstagsabgeord=
neten Dr. Becker und Dingeldey, die durch wichtige Arbeiten in Berlin
am Erſcheinen verhindert ſind. Er betonte, daß die Wünſche der
Be=
amten bei ſeiner Partei ſtets ein offenes Ohr und warme Förderung
ge=
funden haben.
Landtagsabg. Hammann ſprach für die KPD., die beſonders für
die unteven Veamten eintrete, Herr Zimmermannn ſprach für den
Reichsbund der Zivildienſtberechtigten,
Herr Ninkenburger=Freiburg gab einen Ueberblick über die
bisherige Tätigkoit des Bundes und überreichte der Bundesleitung als
Ehrengabe ein Bild des Freiburger Domes als Zeichen der
Zuſammen=
gehörigkeit zwiſchen Nord und Süd.
Die Leitung des Bundestages übernahm dann der zweite
Vor=
ſitzende, Herr Grüßner=Berlin, der zunächſt der Toten und
Gefalle=
ven gedachte, zu deren Ehrung ſich die Anweſenden von den Sitzen
er=
hoben. Es wurde dann in die Tagesordnung eingetreten.
Den Jahresbericht erſtattete der Bundesvorſitzende
Troppen=
hagen=Berlin, der die Arbeit und Ziele des Bundes
klar=
legte und ein Spiegelbild der Lage des Zollbeamtentums gab, in dem
aber auch die allgemeine Unzufriedenheit mit der Beſoldungsordnung
zum Ausdruck kam.
In der ſehr ausführlichen, teilweiſe leidenſchaftlichem
Ausſprache
kam immer wieder neben der Unzufriedenheit mit der
Beſoldungsord=
nung die Unhaltbarkeit des Grenzaufſichtsdienſtes für die Zollbeamten
zum Ausdruck, deſſen Abkürzung oder auch Abſchaffung von vielen
Red=
nern gefordert wurde. Der Grenzſchutzdienſt ſoll der Reichswehr im
11. und 12. Dienſtjahr übertragen werden. Die heſſiſchen Sonderwünſche
vertrat und begründete Zollinſpektor Elbeld=Darmſtadt.
Im allgemeinen laſſen ſich die wichtigſten Punkte des Jahresberichts
und der Ausſprache wie folgt präziſieren::
Die im Bunde organiſierten Zollbeamten beginnen — in der
Mehr=
zahl als Verſorgungsanwärter nach zwölf= und mehrjähriger
Militär=
dienſtzeit — ihre Laufbahn an der Zollgrenze. An der Grenze ſtehen
etwa 6000 Zollaſſiſtenten. Sie haben dort eine acht= und mehrjährige
Grenzdienſtzeit abzuleiſten, ehe ſie in den inneren Dienſt der
Zollver=
waltung überführt werden.
Naturgemäß befinden ſich die Grenzpoſten in Gegenden, die von
aller Kultur (Eiſenbahn, Poſt, ſonſtige Verkehrsmittel uſw.) abgeſchloſſen
ſind. Aerzte oder Geſchäfte zum Lebensmitteleinkauf ſind gewöhnlich
kilometerweit entfernt, die Kinder der Beamten, haben zur nächſten
Dorfſchule viele Kilometer zurückzulegen, und die Grengbevölkerung iſt
den Beamten begreiflicherweiſe nicht beſonders wohlgeſinnt.
Dazu kommen die beſonders ſtrengen Vorſchriften der
Dienſtanwei=
ſung. Die Strenge des Dienſtes kennzeichnet wohl folgende Beſtimmung
in der Dieuſtanweiſung: „Die Beamten des Grenzaufſichtsdienſtes ſind
verpflichtet, bei Tage und bei Nacht, zu Lande und auf dem Waſſer,
an Werktagen wie an Sonn= und Feiertagen Dienſt zu verrichten.”
An der Grenze befinden ſich für die Beamten keine Schutzhütten
oder ſonſtige Einrichtungen, die ihnen bei Wind und Wetter Schutz
ge=
währen könnten. Die Strapazen ſind alſo ſehr groß, was ſich auch
daraus ergibt, daß bei der Annahme für den Zolldienſt die Beſcheinigung
eines beamteten Arztes beigebracht werden muß, nach der der Beamte
körperlich geeignet iſt, auf Jahre hinaus den anſtrengenden Grenzdienſt
zu verrichten.
Aus alledem ergibt ſich, baß dieſe Beamten den Wunſch haben, daß
die Gnenzdienſtzeit auf ein erträgliches Maß heruntergedrückt wird. Bis
vor Jahresfriſt konnten die Grenzauſſichtsbeamten nur in die
Zollver=
waltung übernommen werden; neuerdings ſtrebt das
Neichsfinanzmini=
ſterium an, die Grenzbeamten auch in der Steuerverwaltung
unterzu=
bringen, weil die Steuerverwaltung zuſammen mit der Zollverwaltung
die einheitliche Reichsfinanzverwaltung bildet. Mangel an Stellen im
Innern und der 8 40 des Beſoldungsgeſetzes, der jede dritte Stelle
ein=
ſchlachtet, machen aber einen Abfluß, der eine erhebliche Kürzung des
Grenzdienſtes herbeifühnen würde, unmöglich, ſo daß jetzt ſogar die
Ge=
fahr beſteht, daß die Grenzdienſtzeit noch um weitere Jahre verlängert
wird. Die Zolllieamten haben bereits angeregt, daß der Reichstag
durch einmalige Mafnahme — etwa Stellenbewilligung an fremde
Ver=
waltungen mit der Bedingüng, daß Zollbeamte übernommen werden —
der zeitigen Not fühlbar abhilft und eine große Anzahl Beamte von der
Grenze wegbringt.
Die neben der Grenzablöſungsfrage die Zollbeamten am meiſten
beſchäßtigende Angelegenheit iſt die Stellenumwandlung im Innendienſt
der Zollverwaltung. Die Zollafſiſtenten, die von der Grenze kommen,
bleiben im inneren Dienſt auf Jahre, hinaus weiter Zollaſſiſtenten,
müſſen hier aber Funktionen ausüben, die weit höher zu bewerten ſind
als diefenigen, die ihnen an der Gwenze oblagen.
Sie werden beſonders tätig im Zollabfertigungsdienſt als
Abfer=
tigungsbeamte, im Verbrauchsſteuerdienſt (Tabak=, Bier= und
Schaum=
weinſteuer, Spiritusmonopol. Zündwaven= und Leuchtmittelſteuer,
Spiel=
kartenſteuer) als Bezirksaufſichtsbeamte. Beſonders ſchwierig geſtaltet
ſich der Zollabfertigungsdienſt, weil hier von den Beamten eine
Erfah=
rung in der Warenkunde verlangt wird, wie ſie im allgemeinen
ein=
zelnen Branchekennern nur im Laufe von Jahren zuteil wird. Es kann
vorkommen, daß dieſe Beamten beſonders im Poſtzollabfertigungsdienſt
hintereinander Waren der verſchiederſten Art zu begutachten und
ab=
zufertigen haben, etwa: Seiden, Stoffe, Brokate, Handarbeiten, Stöcke,
Schirme, Hüte, Hemden, Kleider, Radiozubehör, Chemikalien,
Arznei=
mittel, Modewanen und andere Dinge mehr. Der deutſche Zolltarif hat
insgeſamt 946 Tarifnummern, die in viele Unternummern zergliedert
ſind. Der Zollaſſiſitent, wie jeder andere Zollbeamte überhaupt, iſt
dem=
nach gezwungen, in verhältnismäßig kurzer Zeit die ihm zufällig
vor=
gelegte Ware in eine der 2000 Haupt= und Unternummern des Tarifs
einzufügen und den Zollbetrag dafür feſtzuſetzen.
Im Verbrauchsſteuerdienſt verlangt man von dem Zollbeamten, daß
er die geſamte Technik des einzelnen Gewerbes beherrſcht und befähigt
iſt, den Produktionsgang in ſeinem Ablauf genau zu überwachen.
Natur=
gemäß verlangt die Zollbeamtenſchaft wegen dieſer Qualitätsleiſtungen,
daß die für die Zollabfertigung und den Verbrauchsſteuerdienſt in Frage
kommenden Stellen aus Aſſiſtentenſtellen in Sekretäiſtellen umgewandelt
werden, weil ihres Erachtens in anderen Verwaltungen Beamte der
Aſſiſtentenklaſſe mit ſolch hoher Verantwortung verbundene
Dienſttätig=
keiten nicht auszuüben brauchen. Das Reichsfinanzminiſterium hat dieſe
Forderungen als ſachlich berechtigt anerkannt und nur der
Nichtdurch=
führung der zum Beſoldungsgeſetz vom vorigen Reichstag
angenom=
memen Entſchließung, daß Aſſiſtentenſtellen nach ſachlichem Bedürfnis in
Sekretärſtellen umgewandelt werden können, iſt es zuzuſchreiben, daß
die Wünſche nicht erfüllt werden.
Hauptforderungen der Zollbeamten ſind alſo Grenzablöſung und
gerechte Stellenumwandlung im Innendienſt. Daß die Zollbeamten
zu=
ſammen mit der übrigen Beamtenſchaft die Grhaltung der künftig
weg=
fallenden Beſoldungsgruppe 4d (ſondergeprüfte Oberzollſekretäre), als
Spitzenſtellung der mittleren Laufbahn fordern, ergübt ſich daraus, daß
das Tätigkeitsgebiet dieſer Beamtenaruppe auch künftig beſtehen bleibt.
Beſondere Betätigung erfordert auch beſondere Bewertung. Die
Zoll=
beamten verlangen weiter, daß ihnen alle Stellen in der Zollverwaltung
offen ſtehen, wenn ſie die dafür erforderlichen Prüfungen abgelegt haben.
Die vielen dem Bundestage vorliegenden Anträge beweiſen, daß auch
die Zollbeamten mit der Beſoldungsreform wenig zufrieden ſind. Sie
verlangen mit dem D.B.B. Beſeitigung der Härten und ſagen ſcharfen
Kampf an den Widerſachern des Berufs eamtentums, weil ſie dieſes für
die Hauptſtütze des heutigen Volksſtaates anſehen.
Der Nachmittag war ausgefüllt mit Ausſchußſitzungen interner
Natur, die ſich mit den vorliegenden Anträgen befaßten, über die heute
Bericht erſtattet und Beſchluß gefaßt werden wird.
M. St.
Vortragsgemeinſchaft
iechniſch=wiſſenſchaftlicher Vereine.
Ausflug=Sonderzug nach Milienberg,
Amorbach und Walldürn.
Im Rahmen der Vortragsgemeinſchaft ſprach am Donnerstag abend
auf Einladung der Heſſiſchen Elektrotachniſchen Geſellſchaft Herr
Pro=
feſſor Schneider vom Lehrſtuhl für Elektrizitätswirtſchaft an der
Techniſchen Hochſchule Darmſtadt über
„Probleme der Kupplung von Elektrizitäts=Wirtſchaftsgebieten”.
In ctwa 1½ſtündigem Vortrag, der durch Lichtbilder ergänzt wurde,
ſtellte der Redner ſeiner ſehr zahlreichen Zuhörerſchaft jene Probleme
vor Augen, die dahin gehen, zur Erzielung äußerer Wirtſchaftlichkeit
be=
ſtimmt umriſſene Wirtſchaftsgebiete durch Energic=Austauſchleitungen
gegenſeitig zu kuppeln. Der Anfang hierzu iſt bereits gemacht, indem
das R.W.E. eine Nord=Süd=Leitung zur Verbindung mit dem
ſüd=
deutſchen Waſſerkraftgebiete gebaut hat. In noch großzügigerer Weiſe
werden alle Energiezentren dunch Kuppelleitungen untereinander
ver=
bunden werden müſſen. Für die Energieabgabe der einzelnen in den
großen Wirtſchaftsgebieten arbeitenden Kraftwerke werden entſprechend
dem Verlaufe des Leiſtungsbedarfes feſte, der Geſamtwirtſchaftlichkeit
Rechnung tragende Laſten zugewieſen. Dabei iſt ſo zu verfahren, daß
zunächſt die Kraftwerke mit ven geringſten Bereithaltungskoſten (
Waſſer=
kraftwerke) die Grundlaſt übernehmen; die Inanſprucknahme der
übri=
gen Kraftwerke erfolgt entſprechend der Höhe ihrer Bereithaltungskoſten
in der Weiſe, daß das Werk mit den höchſten Koſten am kurzzeitigſten
zur Stromabgabe herangezogen wird.
Die allgemeinen Geſichtspunkte wurden daraufhin an Hand eines
durchgerechneten Beiſpiels zur Kupplung des ſüddeutſchen Waſſerkraft=
Wirtſchaftsgebietes mit dem mitteldeutſchen Braunkohlen=
Wirtſchafts=
gebiete näher erläutert.
In der anſchließenden kurzen Ausſprache gab ſich für den
Vortra=
genden Gelegenheit, nochmals ausdrücklich zu betonen, da es ſich
vor=
erſt ja nur um Probleme handele. Die Tachnik würde gewiß die
er=
forderlichen Vorausſetzungen hinſichtlich Leitungs= und
Kraſtwerksbau=
ten uſv. zur ſicheren Uebertragung ſolch erheblicher Leiſtungen ſchaffen.
Die bisherigen Erfahrungen mit dem Betriebe von 220 KF=Leitungen
in Amerika laſſen jedenfallé erkengen, daß keine müberwindlichen
Schwierigkeiten zu befürchten ſind.
Dann ſchloß Herr Direkter Heſſe, der Vorſitzende der Heſſiſchen
Elektrotechniſchen Geſellſchaft, mit warmen Worten des Dankes an Herrn
Profeſſor Schneider und die Zuhörerſchaft den intereſſanten
Vortrags=
abend, an den ſich noch ein Beiſammenſein im Café Oper anſchloß.
— Küfertanz in Oppenheim. Am kommenden Sonntag, 17. Juni,
nachmittags 3 Uhr, findet auf dem hiſtoriſchen Marktplatz zu Oppenheim
die Wiederholung des Freilichtſpieles mit anſchließendem
Küfertanz ſtatt. Nach Schluß des Tanzes wird aus dem großen Faß
Jubiläumsvein aus dem ſtädtiſchen Weingut ausgeſchenkt. Gleichzeitig
find auf dem Marktplatz Konzert ſtatt, und um 6 Uhr iſt die
Wieder=
hol des „Oppenheimer Küferſtreiches”, woran ſich dann auf
Veran=
laſſung der Mittelrheiniſchen Gefellſchaft für alte und neue Kunſt ein
Kenzert in der Katharinenkiuche anſchließt. Auskunft erteilt und
Kar=
ten beſorgt Nonzert direktion Greif, Mainz, Tritonplatz 5, Fernruf 740.
SSiehe heutige Anzeige.)
Wer noch im Zweifel iſt, wohin er am Sonntag, den 17. Juni d. J.,
einen Ausflug unternehmen ſoll, der benutze den Ausflug Sonderzug der
Neichsbahndirektion Mainz nach Miltenberg, Amerbach und Walldürn,
vuo er für billiges Geld einen ſchönen Tag verleben wird. Der Zug,
der beſtimmt verkehrt, fährt 6,10 Uhr in Wiesbaden ab und hält auf
der Hin= und Rückfahrt auf den Stationen Mainz Hbf., Groß=Gerau,
Darmſtadt Hbf., Dieburo und Babenhauſen (Heſſen). Die in den
Bahn=
hifen, Verkehrsbüros und Neiſebüros aufgehängten Plakate ergeben das
Nähere.
Besucht
SotAaddlA
das Heilbad in der deufschen Mordsee
15. Juli: Pferderenn. 19.—22. Juli: Tennisturn. 29 Juli: Heimatspiele.
Prospekt durch die Badedirektion.
(1V.7793
Tageskalender für Samstag, den 16. Juni 1928.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, Anfang 19½ Uhr, Ende
gegen 22 Uhr: Der Bettelſtudent” — Kleines Haus: Geſchloſſen —
Orpheum, Sommerbühne Harprecht, abends 20.15 Uhr: „Hurva,
ein Junge” abends B Uhr: „Das Spiel mit dem Feuer”
Konzerte: Schloßkaffee, Kaffee Rheingold. Hotel Schmitz,
Wein=
haus Maxim, Waldſchlößchen, Hanauer Hof, Reſtaurant Dintelmann,
Darmſtädter Hof, Reichskrone. — Kinovorſtellungen: Helia,
Palaſt=Lichtſpiele, Neſidenz=Theater.
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Karl Repp, Darmstadt, Friedrichstr, 12, Tel. 3202.
Aus Heſſen.
J. Griesheim, 15. Jui. Herr Philipp
Baſſenau=
ſeine Ehefrau Katharine, geb. Kiſſinger, begingen heute das
Eheiublläum. Beide Ehegatten erfreuen ſich einer noch guen !
heit und ſind von morgens früh bis abends ſpät noch bei de S.
Aa. Eberſtadt, 14. Juni. Blumenſchmuckwett!
Wie zuverläſſig verlautet, iſt die letzte Anmeldung für den
ſchmuckwettbewerb, den die Gemeinde Gberſtadt ausgeſchrieben
Samstag, den 23. Juni, feſtgeſetzt worden. Die
Prüfungs=
miierungskommiſſion wird bereits in Kürze ihre Tätigkeit g
— Das Schwimmbad der Gemeinde im Mühltal wir
ab nicht mehr mit Modauwaſſer geſpeiſt, ſondern mit
klar=
waſſer. Die Zuleitung des Waſſers iſt ſo gelegt worden, da
peratur des Waſſers nichts zu wüinſchen übrig läßt. — V.
rungen im Telephondienſt. Gegenwärtig wird auch
Verbeſſerung des Fernſprechdienſtes angeſtrebt. Insbeſondere
wünſcht, daß der Telephondienſt an Sonntagen und während
zeit bedeutend verbeſſert wird. Eine derartige Verbeſſerung
nur durch erhöhte Zahlungspflicht der Telephonteilnehmer du
werden. Bereits vor drei Wochen hat die Bürgermeiſterei an
phonteilnehmer Eberſtadts ein Nundſchreiben gerichtet, in de
beten wurden, ſich zur Tragung der Mehrkoſten bereit zu errl
doch haben darauf wur wenige Teilnehmer geantwortet, da
nung ſind, daß die Koſten nicht auf die Teilnehmer umgeſchl
dern von der Poſtverwaltung ſelbſt getragen werden müßten,
meindeverwaltung ſelbſt muß es ſelbſtverſtändlich bedauern,
gut gemeinten Maßnahmen derart in Frage geſtellt werden.
4a. Eberſtadt, 15. Juni. Der Turnverein 1876
Nochmalt
kommenden Sonntag an dem 47. Gauturnfeſt des Main=Rhe
Büttelborn teil. Die Wetturner und Kampfrichter fahren
Samstag abend weg. Wie verlautet, ſtellt der Turmverein
ſtadt zum Einzelwetthampf 16 Turner außer Kampfrichtern
geſamte Verein fährt am Sonntag vormittag mit Muſik ne
born — Im Alter von 52 Jahren ſind hier Frau Margarethe
borene Bernhardt, und im Alter von 73 Jahren Frau
An=
geborene Burkhardt, geſtorben. — Die Zahlſtelle Eberſtadt
heitsverbandes der Eiſenbahner hält am Samstag abend
im Gaſthaus „Zur Eiſenbahn” eine Mitgliederverſammlung
anderem wird ein Vortrag über Unfallverſicherung abgehalte
Aa. Eberſtadt, 15 Juni. Verſetzung. Gendarmerien
Steinmann iſt als Stationsführer der Gendarmerieſtation
Eu
mern nach dort verſitzt worden. Sein Nachfolger für Eberſta
nicht bekannt.
Aa. Pfungſtadt, 14. Juni. Gartenkonzert. De H
verein „Männerquartett” Pfungſtadt veranſtaltet am Sonnta
Juni, ein Aendkonzert im Garten des Hotels „Stmauß”. D —u
ſowohl die Geſangsabteilung als auch das Inſtrumentalord u
Aa. Pfungſtadt, 15. Juni. Der Deutſche Turnverein Pfu
teiligt ſich am kommenden Sonntag an dem Gauturufeſt
Nheingaues in Büttelborn. Außer den Wetturnern hat ſich
Anzahl ſonſtiger Vereinsmitglieder zur Teilnahme bereit
Die 30=Jahrigen Pfungſtadts hielten dieſer Tage eine gemein E
derſehensfeier ab, die bei launigen Rückblichen auf ihre Juge
Muſik und Tanz auf das beſte verlief.
G. Ober=Ramſtadt, 15. Juni. Sperrung des Verbin ſ=
Ober=Ramſtadt—Frandenhauſen. Von heute ab iſt der Frat /—
weg im Forſtort Eichelberg des hieſigen Gemeindewaldes, und i
Brüchenweg bis zu den ſog. „Breitenſteinfichten” wegen Vort u
Chauſſierungsarbeiten auf mehrere Wochen für den Fuhrw
geſperrt. — Offfentliche Impfung. Am Montag, den Fau
findet im neuen Schulhauſe auf dem Schießberg die diesjäht F—nt
liche Impfung ſtatt, und zwar für die Wiederimpflinge (e —u
um 2½ Uhr, für die Erſtimpflinge (Kleinkinder) um 3 Uhr n
Reviſionstermin am Montag, den 25. Juni, um die gleiche Be kayt
— Das Pachtgeld für die fiskaliſchen Grundſtücke iſt nad zu
pachtungsbedingungen im letzten Pachtjahre nicht wie ſonſt b 4u
November, ſondern ſchon am 1. Juli fällig. Es iſt da u
dieſem Zeitpunkt bei Meidung der Mahnung an die Unererl &u
entrichten. — Feuerwehrübung. Die nächſte Feuer Eu
findet am Montag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, am Nathaus Me
Mannſchaften haben hierzu pünktlich zu erſcheinen.
Bd. Groß=Umſtadt, 13. Juni. Pferdeſport. Aus
ſchreiben des Reit= und Fahrvereins des vorderen Oden Ef
Sonntag, den 17. Juni ds. Js., entnehmen wir, daß an dieſe
Groß=Umſtadt ein Turnier ſtattfinden wird, deſſen Nummerr E
reichhaltig iſt und auf alle Pferdefreunde eine ſtarke Anzie
ausüben dürfte. Zunächſt wird ein Aufmarſch ein lebendiges I7
Teilnehmer bieten. Es folgen dann die Wettkämpfe der AE
gegeneinander, Jagdſpringen, Einzelreiterprüfung und Geſpe —u
gen. Bei den Wettkämpfen im Reiten wird ſich auch die heſi Eut
polizei beteiligen, im übrigen ſtammen die meiſten Teilnehme
Landwirtſchaft.
e. Kleeſtabt, 13. Juni. Am Samstag fand die Generalve: Tu
der hieſigen landwirtſchaftlichen Bezugs= und Abſatzgenoſſe
Gaſthaus „Zum Lamm” ſtatt. Der Präſident der Genoſſenſ
Bürgermeiſter Krebs, eröffnete die Verfamnlung und begrüt
ſchienenen Mitglieder. Er übertrug das Wort dem Rechner,
Krebs, der die Rechnungsablage vortrug. Es konnte im letz EM
ein Umſatz von 18 481 Mk. getätigt werden. Der Reingewil ſ”
500 Mark. Es kann damit das Geſchäftsguthoben mit 10 Pr
zinſt weiden. Der Reſtbetrag wird dem Reſervefonds zue
Dem Rechner, ſowie dem Vorſtand wird Entlaſtung erteilt.
ſammlung beſchließt fernerhin, daß jedem Mitglied ein Kred
Mark zugeſtanden wird. Das ausſcheidende Vorſtandsmite
Breitwieſer 7., ſowie das ausſcheidende Aufſichtsratsmitglied
Krebs, werden einſtimmig wiedergewählt. Als Vertreter
de=
genoſſenſchaft wohnte Herr Stork=Richen der Verſammlung be
r. Babenhauſen, 13. Juni. Der Turnverein 1891
ſich am vergangenen Sonntag am Jugendturnfeſt des erſte
Main=Rheingau in Urberach. Ein ſchöner Erfolg war den zu
Turnerinnen und Turnern beſchieden. Von 24 Mitwirkend
23 preisgekrönt nach Hauſe. — Der Veteranen und900
verein von Babenhauſen—Harreshauſen hält kommenden
im Gaſthaus „Zur ſchönen Eiche” in Harreshauſen ſeine 2.
Generalverſammlung ab. — Das hieſige Ferſtamt gibt bekannt
den Waldungen: 1. dem Staatswalddiſt ikt „Eichen” 7302
und 2. aus dem Diſtrikt „Allmei” 3407 Fm. Holz im Wege 1
lichen Angebots verkauft werden. Das. Holz iſt bereits au
und wird auf Wunſch von den Förſtern Wagner und Hartman ſe.
hauſen den Käufern vorgezeigt.
I. Michelſtadt, 14. Juni. Vom Radſport. Durch Vei”
der Hauptgeſchäftsſtelle des B. D.N. hat der Reichsausſchuß fi
übungen den zweiten Gauvorſteher des Gaues 70 ſowie die Gei
Knuſt=Erbach und Fritz Volk=Michelſtadt zu Mitgliedern der
kommiſſion für das deutſche Turn= und Sportabzeichen Grupp
fahren ernannt. Meldungen zur Abnahme dieſer Prüfumng ſin
ſtehende Hernen zu richten, und wird gleichzeitig darauf hit
daß am kommenden Sonntag, den 17. Juni d3. J3, die erſte
abgenommen wird. — Kurtheater Michelſtadt-Erk.
beiden Stadtverwaltungen Michelſtadt und Erbach wanen bis
bemüht, der immer ſteigenden Bedeutung des Kurbetriehbs d
Städte entſprechend für die Sommerſaiſon 1928 ein Kuntheak
winnen. Wie wir höven, ſind die Bemühungen erfolgreich
denn es konnte bereits ein Uebereinkommen in dieſer Bezie
dem unter der bekannten Leitung des Herrn Direktors Bochn
ping ſtehenden Thegter getroffen werden. Ein weiterer Erl
darin erblickt werden, daß es gelungen iſt, den Kovellmeiſter
G=
vom Vollstheater in München als muſikaliſchen Leiter zu geh”t
zwar für die Dauer des Kurbetriebs. Mit der bekannten 9a
Operette „Die Zirkusprinzeſſin”, wird die Spielzeit huen
nehmen.
b. Erbach i. D., 14. Juni. Fußballſpiel in Bad
i. D. Die durch die Sportberichte bekannt gewordenen unfalre
der Olympiade in Amſterdam ſcheinen in König Schule gemacht.
Die 1. Mannſchaft des V.f.N. Erbach weilte Sonntag zu ſinen
ſchafts=Rückſpiel in König. Das Spiel wurde durch den Schl”
10 Minuten nach Beginn der zwoiten Halbzeit abgebrochen. S
für Erbach. Veranlaſſung zum Abbruch gab die ſich herous
unfaire Kampfesweiſe der Königer Mannſchaft. Nach den S lie
ſpann ſich eine wüſte Schlägerei, an der ſich außer den Löhlde, Rn.
lern die Linienrichter und ſogar Leute aus dem Publilum Ne dt
Einige Erbacher Spieler wurden ſchwer zugerichtet und wice.
liche Behandlung genommen werden. Fäuſte, Spzierſtoc.
tritte brachten eine Anzahl nicht unerheblicher Verletzunge.
Erbacher Sbieler kamen mit völlig blutigen Sporthenden Ne.
Der Schiedsrichter zeigte ſich der unangenehmnen Sache gegehl
machtlos.
— Hirſchhorn, 15. Juni. Wafſerſtand de7 9
14. Juni 0,86 Meter, am 15. Juni 0,82 Meter.
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dieſem Tagen iſt in der Städtiſchen Gemäldegalerie zu Worms
gem Titel eine bemerkenswerte Kunſtſchau eröffnet worden.
irgendwie bedeutſamen Odenwaldmaler aus der Vergangenheit
nwart ſind mit Oelgemälden, Aquarellen, Paſtellen, Hand=
„ und graphiſchen Arbeiten vertreten, die durch Beſchickungen
Leibgaven aus dem Heſſiſchen Landesmuſeum, der
Stadtver=
m Darmſtadt, aus Privatbeſitz und Künſtlerkreiſen in ſorgſamer
von dem Direktor der Wormſer Kunſtſammlungen, Dr. Grill,
Swerter Weiſe zuſammengebracht worden ſind.
lusſtellung umfaßt das ganze Gebiet zwiſchen Main und Nechar,
(eichſam wie eine Wanderung geordnet in drei Abteilungen:
gſtraße‟, „Am Neckar”, „Im Odenwald”, die wiederum jede
ſtoriſche und eine moderne Bildergruppe enthalten.
Bandlung der Naturanſchauung und des Kunſtſtils von vor
Fahren bis heute, aber auch die Auffaſſungsunterſchiede
gleich=
hinſtler gegenüber demſelben Motiv werden ſehr deutlich. Es
ekannte Erſcheinung, daß die ſogenannten beliebten Ausflugs=
Zild wiederzugeben, die wenigſten Künſtler reizt: hier fehlt die
der Auffaſſung. Darüber hinaus lehrt aber die auch hierin
eiche Ausſtellung aufs Neue, daß der Odenwald, der literariſch
im Lied, im Drama, im Roman von je verherrlicht wird, in
den Kunſt eine erſchöpfende Schilderung überhaupt noch nicht
hat. Oberheſſen hat in Ubbelohde, Bantzer, Thielmann, der
ald in Hans Thoma, Trühner u. a. Meiſter gefunden, deren
rke in dieſen Landſchaften wurzeln. Bei uns ſind es bis jetzt
ei, die das Weſen des Odenwaldes ganz zu erfaſſen erſt
be=
atten: landſchaftlich Auguſt Wondra, figürlich Heinz
gieſe zwei engbefreundeten, allzufrüh, beide im grade erſt ge=
Aufſtieg geſtorbenen Künſtler. Nicht wie in anderen Gebirgen
rzwald, Vogeſen, Eifel — liegen die unübeuſehbaren Motive
im Wege. Vielmehr wird ein langſames, ſehr liebevolles
Ein=
in den Charakter einer mit Ausnahme des Malchenmaſſivs
ge großartigen, aber ungemein mannigfaltigen Natur erfordert, die
Ausſtellung in Worms.
Nochmals das Raketenflugzeug.
Rüfſelsheim, 15. Juni. Von den Opelwerken wird
mitge=
ie in den letzten Tagen durch die Preſſe gegangenen
Mel=
über den Rgketenflug ſtimmen, wie wir nochmals betonen,
lit den Tatſachen überein. Anfangs des Jahres iſt zwiſchen
ta Opel und den Raab=Katzenſtein=Werken in Kaſſel ein
Ver=
e Lieferung eines für Raketenflug brauchbaren Flugzeuges
ab=
wa worden. Dieſes Abkommen wurde bereits vor mehreren
w eitens der Firma Opel gelöſt, ſo daß Raab außerſtande iſt, den
Hug durchzuführen. Außerd’m hat ſich bei Verſuchen mit
Mo=
zeigt, daß Flugzeuge vom ſogenannten Enten=Typ für
Raketen=
gen der hohen Beſchleunigungs=Drücke und mangelnder
Eigen=
nicht in Frage kommen. Die Firma Opel entwickelt deshalb,
ſöchſtmögliche Flugſicherheit zu gewährleiſten, einen neuen Spe=
Uten=Flugzeugtyp, bei dem alle in der Zwiſchenzeit gemachten
igen verwertet ſind. Mit dem Start dieſes Flugzeuges iſt vor
uli nicht zu rechnen. Das erſte große Schaufliegen mit einem
Raketenflugzeug wird in Berlin oder in Köln auf der Preſſa
entgegen ſteht die folgende zuverläſſige Meldung, die wir aus
m erhalten:
zriesheim, 14. Juni. Vorgeſtern weilte Herr Fritz von Opel
Firma Gebr. Müller, hier, die die Leichtflugzeuge des Darm=
Oipl.=Ing. Hoffmann herſtellt. Da ſich die Ve handlungen der
Opel mit der bekannten Flugzeugfabrik Raab und Katzenſtein,
Kat iber den Bau eines Raketenflugzeuges zerſchlagen haben, trat
be3 itz von Opel mit der Firma Gebr. Müller, hier, über den Bau
einm rketenflugzeuges in Unterhandlung, und erklärte ſich die Firma
auoy eit, mit Herrn Fritz v. Opel das Problem des Raketenflugzeuges
i. Es ſollen zirka 10 Flugzeuge in Serien gebaut werden.
Pilot für den erſten Flug in Frage kommt, iſt noch nicht
Das Raketenflugzeug ſoll in Darmſtadt erprobt werden.
Beerfelden, 14. Juni. Verbeſſſerung auf dem
Fried=
ho guf dem hieſigen Friedhof machte ſich ſchon jahrelang der Mangel
eine! aſſerleitung höchſt unliebſam fühlbar. Der früher vorhandene
Brlxn zerfiel, da ſeine Anlage eine Renovierung nicht rätlich
erſchei=
benm, dann trat der heutige waſſerloſe Zuſtand ein, der um ſo
emp=
nncin iſt, als der Friedhof weit ab vom Städtchen liegt und in der
Nak: ine Waſſergelegenheit vorhanden iſt. Die nun in den letzten
Lagu rfolgte Hausſammlung hat nun einen ſolch erfveulichen
finanziel=
en Xilg gehabt, daß Herr Oberpfarrer Colin namens der
Kirchen=
genm= und Herr Bürgermeiſter Löb namens der politiſchen Gemeinde
die 9 eiten für eine Waſſerleitung nach dem Friedhof ausſchreiben
konm — Der Reit= und Fahrverein Oberzent nimmt
nury: ſeine Tätigkeit wieder auf und wird für das am 8. Juli d. J.
gele! ich des großen Pferde=, Fohlen= und Zuchtviehmarktes
ſtatt=
halh Reit= und Fahrturnier die entſprechenden Vorbereitungen
ene2! in Angriff nehmen, ſo daß, wie ſeither, ein ſchönes Reſultat
Zuſa) kommt. — Die hieſige Ortsgruppe des Odenwaldklubs
tadzd zahlreicher Beteiligung an der Hauptverſammlung in Worms
im A und 17. ds. Mts. ein; zweimal iſt Gelegenheit geboten, mit
an=
denh lubgenoſſen die Reiſe über Affolterbach anzutreten: am
Sams=
u99 mnittag 2.30 Uhr per Auto, und Sonntag früh 344 Uhr
klub=
mä 1 u Fuß.
Von der Bergſtraße, 14. Juni. Wieder ein Opfer des
Velhrs. Der Schloſſer Willi Kurz von Nußloch wollte mit ſeinem
drec igen Söhnchen auf dem Fahrrad einem Müllerfuhrwerk
aus=
wern als noch ein Auto vorbeikam. Das Nad kippte um und das
Rin) I unmittelbar vor den Pferden auf die Straße. Das Vorderrad
dii m Kinde über den Körper, und es ſtarb bald darnach an den in=
Nem! zerletzungen.
Bickenbach, 15. Juni. Autozuſammenſtoß. Auf der
Oaiße zwiſchen Bichenbach und Eberſtadt ſtießen zwei Autos zu=
H Das eine von ihnen kam mit ſeinem Anhänger — es handelte
7 nach längerem Leiden im 72. Lebensjahre geſtorben
Bensheim, 14. Juni. Bei der geſtrigen Weinverſteigerung
hac iner, 1925er ſtädtiſcher Regie=Kreſzenzen gelangten etwa 8
Halb=
is aſchenreifer Qualitäten aus den Lagen Hemsberg, Hohberg,
delrg und Pfaffenſtein zum Ausgebot, die zu recht guten Preiſen
V haftem Bieten zugeſchlagen wurden. Die Weine wurden zum
gur! Liter berechneten Grundpreis verſteigert, wobei Bedingung iſt.
M2 erſteigerten Mengen durch die Stadtkellerei, auf Flaſchen zu
ſ0.5 and mit Originalausſtattung zu verſehen ſind. Es iſt dadurch
: Gewähr gegeben, die Originalweine naturrein und unter Ga=
Abnahme
Hähnlein, 15. Juni. Todesfall. Bäckermeiſter Ernſt Lam=
Ergebnis jo Liter: Hemsbera Riesling 1,95 Mk., Hohberg Nies=
Nr1 85 Mk., 2,55 Mk. und 2,52 Mk., Kirchberg Riesling 2,68 Mk. und
*., Pfaffenſtein 3,03 Mk. und 3,08 Mk. Das Geſamtergebnis für
adt bsträgt 12 907,45 Mk. Ein großer Teil der Wein= verbleibt
Isheim ſelbſt und dürfte geeignet ſein, auswärtige Weinkenner
*e aführen und dadurch dem vorzüglichen Bensheimer Weinbau=
*En immer weiteren Kreiſen zu Anſehen und Wertſchätzung zu
bod en.
ſich ſchwer erſchließt, und nur dem ganz mit ihr Verwachſenen
zu=
gänglich iſt.
Die Ausſtellung, die ſehr abwechſlungsreich gehängt iſt, hat als
Kurioſa zwei Kupferſtiche von Bodenehr um 1700, Aquatelle von Jakob
Bogen um 1790; Werke von Fohr 1795—1818; Schilbach 1798—1851;
Lucas 1803—1863; Iſſel 1785—1870. Auch die Federzeichnungen und
Stiche von Grünewald, Cooke, Weyßer, Lang, Rudolf und Willmann
ſind wohl ſelten gezeigt worden. Es ſchließen ſich wohlbekannte Namen
an: Köhler † 1890: Beher † 1902; Bayrer † 1903; Wondra † 1911;
Weber F 1917; Bader † 1920; Röth † 1921: Deuchert † 1923. Von
Lebenden ſind bezeichnende Werke vorhanden von Georg Altheim, Adolf
Beher, Wilhelm Horſt, Heinr. Reinh. Kröh, Joh. Lippmann, Marcell
Nichter, Mathilde Stegmayer, Karl Winkel. Von Wormſer Künſtlern:
Philipp Hotz, Karl J. J. Schmidt, Bertha Strauß.
Von Deuchert, Weber, vor allem von Bader hangt zu wenig;
Hoel=
ſcher, Reitzel, Zernin, Soeder, Luthmer, Bamberger, Wüſt fehlen ganz.
Die Krone der Ausſtellung ſind Auguſt Wondras herrliche Oelbilder:
„Mainacht”; „Sommertag”; „Lützelbach”; „Schneebild”; die den
Erd=
geruch, die ſaftige Farbenfülle, die atmoſphäriſche Schwere des
Oden=
walds am überzeugendſten ausſtrömen laſſen. Aus gleicher ſeeliſcher
Einſtellung heraus, dazu von der Hand eines techniſch ſehr perſönlichen
Künſtlers, die meiſterlichen Oelbilder Heinz Heims: „Beevenleſerinnen”;
„Strickſchule”; „Schnitterin” und die Nötelzeichnung „Odenwälder
Bauern”.
Die Vevanſtaltung kann für Darmſtadt ein Vorbild ſein, wie man
Ausſtellungen kleineren Umfanges unter wirkungsvoller Flagge
heraus=
bringt. Lokale Darbietungen müſſen Werbekraft beſitzen, wenn ſie
Be=
ſuch amlocken ſollen. Programme wie in Mainz: „Die ſchöne
Mainze=
rin‟: Das maleriſche Rheinheſſen”; oder in Gießen „Thüringer Kunſt”;
„Elſäſſer Kunſt”; oder jetzt in Worms „Der Odenwald im Bild” haben
ſtarke Zugkraft.
Die Wormſer Ausſtellung dauert nur bis zum 8. Juli. Sie ſei
allen Kunſtfreunden und jedem Odenwaldwanderer empfohlen. v. H.
Sommertagung der Südweſideutſchen
Kon=
ferenz für Innere Mifſion in Bad=Nauheim
An den beiden erſten Tagen dieſer Woche fand dieſe wichtige
Tagung, die die Landes= und Provinzialvereine der Inneren Miſſion
Südweſtdeutſchlands zu wertvoller Arbeitsgemeinſchaft zuſammenſchloß,
ſtatt. Nachdem am Vorabend Pfarrer Wüterich=Stuttgart die
Anweſen=
den w llkommen geheißen hatte, brachten die Behörden, die Vertreter
der Landeskirchen und der Stadt ihre Glückwünſche dar. Oberkirchenrat
Wagner ſprach im Namen der Heſſiſchen Landeskicche unter
Kenn=
zeichnung der Verhältniſſe zwiſchen Kirche und Innerec Miſſion. Im
Auftrag der Kirchenregierung Wiesbaden ſprach Landeskirchenrat Ernſt.
Pfarrer Wagner vom Landesverein, Studienrat Weimar vom
Ober=
heſſiſchen Verein für Innere Miſſion, Oberbaurat Berck von der
Kur=
verwaltung, Pfarrer Knodt der dortigen Gemeinde fanden warme
Worte der Begrüßung.
Anſchließend ſprach Frau Pfarrer Stange=Kaſſel über das Thema
„Unſere Mütter und die Innere Miſſion”.
Am anderen Morgen fand in der überfüllten Dankeskirche ein
Feſt=
gottesdienſt ſtatt, gehalten von Pfarrer Mößner von der
Diakonen=
anſtalt Karlshöhe.
Trotz des unſicheren Wetters hatten ſich nachmittags auf dem
Johan=
nesberg Jugendliche eingefunden, die den Worten des
Landesjugend=
pfarrers v. d. Au und Pfarrers Heppe lauſchten.
Nach der Abendbegrüßung ſprachen Dr. Häberlin (Bad=Nauheim)
und Dr. Schweitzer=Spandau über das Thema „Krankheit und
Sünde”. Beide Redner betonten, daß Mediziner und Theologen
zu=
ſammenarbeiten müſſen, um unſerem Volk zu helfen. Der ſtattliche
Beſuch zeigte, daß dieſes Thema viele Menſchen intereſſiert.
Montag morgen ſprach man über die Auswirkung des Geſetzes zur
Bekämpfung von Schund und Schmutz. Herr Direktor Tönjes hielt
dann noch einen Vortrag über Auswanderungsnot und
Hilfe.
Unter Führung von Inſpektor Wittig beſichtigte man nachmittags
die unterirdiſchen Sprudel und Badeanlagen.
OlOTt
Eafé Cabaret
Frankfurt a. M.
Im Casino
Lea Manti
Carl Stöhr
Humor!
I.21)
Stimmung!
Tanz!
W. Heppenheim a. b. B., 14. Juni. Landſturmbataillon
Heppenheim. Die Wiederſehensfeier des Landſturmbataillons
Heppenheim am 16. und 17. Juni wird ſich wie folgt geſtalten:
Sams=
tag, 8 Uhr abends, gemütliches Beiſammenſein im kathol. Vereinshaus
(früheres Bataillonsbureau). Sonntag, 11 Uhr vormittags,
Begrü=
ßungsfeier im Parkhotel „Halber Mond” 1 Uhr einfaches Mittageſſen
daſelbſt. Nachmittags 4 Uhr gemeinſamer Gang nach der Starkenburg,
dortſelbſt Konzert der Feuerwehrkapelle. Am Abend werden die
Land=
ſtürmer die vom Männergeſangverein 1843 und dem Orcheſterverein
ver=
anſtaltete „Schubertfeier” beſuchen. Montag: Ausflug der Landſtürmer
in das Neckartal.
O Groß=Rohrheim, 13. Juni. Zuchtviehmarkt. Der
in=
folge Ausbruchs der Maul= und Klauenſeuche ſeinerzät verlegte
Zucht=
viehmarkt Groß=Rohrheim wurde nunmehr am Wochenende abgehalten.
Das Wetter war der Abhaltung des Marktes, in allen Teilen günſtig.
Der Markt fand, wie üblich, in dem geräumigen Schulhofe und deſſen
nächſter Umgebung ſtatt. Der Auftrieb zum Markt ließ an ſich
nichts zu wünſchen übrig. Insgeſamt waren 56 Schweine, 127 Ziegen,
ſowie 78 Stück Rindvieh ausgeſtellt. Unter den letzteren befanden ſich
allein 35 Faſel. Im Gegenſatz zu früher muß aber leider feſtgeſtellt
werden, daß die Kaufluſt nicht allzu ſtark war. Das ausgeſtellte
Tier=
material war an und für ſich ſehr beachtenswert. Dies zeigte ſich auch
bei der Prämiierung, bei der viele der ausgeſtellten Tiere uit Preiſen
bedacht werden konnten. Aus Anlaß des Marktes fand im „Heſſiſchen
Oof” in Groß=Rohrheim ein Feſteſſen ſtatt, bei dem Bürgermeiſter
Olf=Groß=Rohrhcim die Gäſte herz’ch willkommen hieß und auf die
Bedeutung des Groß=Rohrheimer Marktes zu ſprechen kam. Die Grüße
des Kreiſes Bensheim überbrachte Regierungsrat Dr. Fuchs=
Bens=
heim. Als Vertreter des Landwirtſchaftskammerausſchuſſes ſprach Alt=
Bürgermeiſter Krapp=Groß=Rohrheim, der beſonders auf die
Be=
deutung der Behzuchtvereine und Abſatzgenoſſenſchaften einging.
Poſt=
agent a. D. Henzel gab einen geſchichtlichen Ueberblick über den Groß=
Nohrheimer Markt. In Vertretung der Landwirtſchaftskammer ſprach
Generalſekretär Dr. Rothert, der ſich insbeſondere mit den Fragen
der Aufzucht, der Preisregulierung und anderen wichtigen Problemen
befaßte. Mit dem Markt war eine Vetloſung verbunden.
Ins=
geſamt waren 85 Gewinne ausgeſetzt, darunter Rinder, Schweine
Zie=
gen, Haushaltungsgegenſtände uſw. Im allgemeinen kann Groß=
Rohr=
hem auch mit dem Abſchluß dieſes Marktes zufrieden ſein.
Heſſiſcher Straßenbericht
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Für die Woche vom 17. bis 23. Juni 1928.
Hauptdurchgangsſtraßen in Heffen.
Offenbach—Seligenſtadt (zwiſchen Abzweigung nach Lämmerſpiel und
Tannenmühle, Km. 8,195—11,2) vom 7. bis 28. 6. geſperrt. Umleitung:
Mühlheim—Groß=Steinheim—Hainſtadt.
Darmſtadt—Frankfurt a. M. (Ortsdurchfahrt Neu=Iſenburg, von
Bahnhofſtraße bis Landesgrenze) vom 11 bis 21. 6. geſperrt.
Umlei=
tung: Bahnhofſtraße, Gehſpitz, Frankfurt oder Sprendlingen,
Offen=
bacher= und Dietzenbach-Frankfurter Straße (Sachſenhäuſer Warte).
Darmſtadt—Dieburg über Einſiedel, Km. 10,5—12,00 und Km. 14,00
bis 14,65, vom 15. bis 29. 6. geſperrt. Umleitung: Meſſel oder Roßdorf,
Mainz—Bingen iſt an folgenden Stellen geſperrt:
1. Ortsdurchfahrt Finthen vom 31. 5. bis auf weiteres. Umleitung:
Gonſenheim
2. Km. 18,4—22,4, Abzweigung nach Gau=Algesheim—Gaulsheim vom
23. 4. bis auf weiteres. Umleitung: Gau=Algesheim—Ockenheim—
Gaulsheim.
Mainz—Alzey (zwiſchen Nieder=Olm und Wörrſtadt, Km. 12,2 bis
21,5) vom 30. 4. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Sörgenloch—
Hahnheim—Undenheim.
Mainz—Worms, von der Abzweigung nach Alsheim bis zur
Ab=
zweigung nach Mettenheim, vom 29. 5. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Alsheim—Mettenheim.
Gießen-Marburg (zwiichen Lollar und Sichertshauſen) vom 12. 3.
bis auf weiteres geſderrt. Umleitung: Odenhauſen—Frohnhauſen—
Bellnhauſen.
Frankfurt a. M.—Gießen iſt an folgenden Stellen geſperrt:
1. Zwiſchen Landesgrenze und Vilbel vom 16. 4. bis auf weiteres.
Umleitung: Bad=Homburg—Friedberg.
2. Zwiſchen Kloppenheim und Vilbel, Km. 47,053—48,300 vom 11. 4.
bis auf weiteres. Umleitung: Für den Durchgangsverkehr: Bad=
Homburg—Friedberg. Für den übrigen Verkehr: Ober=Erlenbach.
3. Zwiſchen Kloppenheim und Okarben, bis zum Petterweiler
Ab=
zweig. Umleitung für den Durchgangsverkehr: Bad=Homburg—
Friedberg Für den übrigen Verkehr: Selzer Brunnen-Bahnhof
Groß=Karben.
4. Zwiſchen Niedermörlen und Niederweiſel vom 16. 4. bis auf
weite=
res. Umleitung: Steinfurth, Rockenberg, Griedel, Butzbach.
5. Ortsdurchfahrt Nieder=Mörlen vom 29. 5. bis auf weiteres.
Umlei=
tung: Steinfurth und Uſingen.
Gießen—Grünberg—Alsfeld (zw. Gießen ud Reiskirchen, Km. 5
bis 7), vom 16. 4. bis auf weiteres geſperrt.
Nidda—Grünberg (zwiſchen Nidda und Ranſtadt, Km. 43,0—45,6)
vom 14. 6. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Wallernhauſen,
Bo=
benhauſen I und Bollmuth.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Bauſchheim—Ginsheim, Km. 2,6—22,9, vom 13. 6. bis 5. 7.
ge=
ſperrt. Umleitung: Bauſchheim—Straße Darmſtadt—Mainz und
Gins=
heim-Biſchofsheim.
Genſingen-Kreuznach (Km. 8,2—13,2) vom 23. 4. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Genſingen, Nahebrücke, Langenlonsheim bzw.
Boſenheim, Hackenheim.
Ortsdurchfahrt Dromersheim vom 14. 5. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung für den Verkehr Aſpisheim—Dromersheim-Büdesheim über
Herrweiler—Genſingen.
Ober=Ingelheim—Groß=Winternheim Km. 32,6—30,4 vom 14. 5. bis
auf weiteres geſperrt. Umleitung: Gau=Algesheim-Appenheim-
Nie=
der=Hilbersheim-Bubenheim—Schwabenheim.
Rheinſtraße in Nierſtein bis zur Malzfabrik (Abzweigung nach
Schwabsburg, bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bleichſtraße,
Langgaſſe.
Ortsdurchfahrt Rodheim v. d. H. im Zuge der Straßen Rodheim—
Köppern und Rodheim-Holzhauſen vom 19. Januar bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Ober=Erlenbach reſp. Kloppenheim-Petterweil oder
Ober=Noßbach-Nieder=Roßbach
Ortsdurchfahrt Großen=Buſeck (Zeilgaſſe) vom 16. Februar bis auf
weiteres geſperrt Umleitung über die Kaiſerſtraße in Großen Buſcck.
Gonterskirchen-Laubach—Schotten (Ortsdurchfahrt Einartshauſen)
vom 1. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Laubach oder Ulfa=
Eichelsdorf.
Ortsdurchfahrt Holzhauſen v. d. H. in der Richtung Friedrichsdorf
und Rodheim v. d. H. vom 22. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Ober=Erlenbach.
Ober=Roßbach-Nieder=Noßbach einſchl Ortsdurchfahrt Nieder=
Noß=
bach vom 29. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Nieder=
Wöll=
ſtadt—Rodheim v. d. H.
Borſtadt—Grund=Schwalheim vom 14. 5. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Echzell-Biſſes oder Steinheim—Unter=Widdersheim.
Wohnbach-—Wölfersheim vom 30. 4. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Borſtadt.
Nonnenroth — Ober=Beſſingen und Nonnenroth-Nieder=Beſſingen
(Ortsdurchfahrt Nonnenroth) vom 7. 5. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Röthges—Münſter.
Ober=Florſtadt—Staden vom 21. 5. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Stammheim.
Friedberg—Oſſenheim (zwiſchen Abzweigung nach Bruchenbrückem
und Oſſenheim) bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bruchenbrüchen—
Aſſenheim.
T. Freienſeen, 14. Juni. An dem Bezirksturnfeſte in Langsdorf
hatten ſich von hier 10 Teilnehmer beteiligt, und es gelang ihnen, ſechs
wertvolle Preiſe zu erringen. Die Turner führten anläßlich dieſes
Feſtes ihren geweihten Wimpel mit, welcher in den Farben des
Freien=
ſeener Wappens gehalten iſt. Dieſes wurde in dem Jahre 1555 von
Karl 5. dem Orte verliehen und befindet ſich auf der Vorderſeite ein
Froſch als Symbol der Freiheit und des Wohlſtandes, auf der Rückſeite
die bekannten vier „F‟, der Wahlſpruch der deutſchen Turner.
Ah. Undenheim (Rhh.), 14. Juni. Generalverſammlung
des Kreisobſtbauvereins Oppenheim. Unter dem
Vor=
ſitz des Beigeordneten Schmahl=Wörrſtadt fand hier die
Generalver=
ſammlung des Kreisobſtbauvereins des Kreiſes Oppenheim ſtatt.
Obſt=
bauinſpektor Heyden ſprach über die Obſtverwertungsgenoſſenſchaft
und das Umpfropfen der Obſtbäume, das im Kreiſe gut voran gehe.
Es wurde beſchloſſen, den Okſtmaukthallen in Finthen und Gonſenheim
einen Beſuch abzuſtatten. Ueber die Erfahrungen der Froſtbekämpfung
in dieſem Jahre referierte Dr. Keßler von der Obſt= und
Weinbau=
ſchule in Oppenheim; er führte aus, daß durch die ſtarke Kälte nicht
überall Erfolge erzielt werden konnten. Zur Froſtbekämpfung durch
Räuchern müſſe anch das Gelände geeignet ſein.
f. Nieder=Olm 14. Juni. Neues Volksbad. In letzter Zeit
wurde oft der Wunſch nach einem größ ren Volksbad als das jetzige
laut. Der Gemeinderat befaßte ſich mit der Angelegenheit und beſchloß,
auf Koſten der Gemeinde ein ſolches zu errichten, das bis nächſtes Jahr
fertig ſein ſoll. Der Entwurf ſtammt von Herrn Bauingenieur Klos=
Nieder=Olm. Vorige Woche hat eine Gemeindevertretung die
für die Badeanſtalt in Frage kommende Gegend beſichtigt, um einen
ge=
eigneten Platz zu finden.
Ah. Bingen a. Rh., 14. Juni. Tagung techniſcher
Zoll=
beamten. Unter dem Vorſitz von Oberzollinſpektor Lange=
Darmſtadt fand hier eine Tagung des Bezirksverbandes Heſſen=
Darmſtadt des Bundes deutſcher techniſcher Zollbeamten ſtatt, zu der
auch Vertreter von Heſſen=Naſſau, Baden und Wurttemberg erſchienen
waren. Man beſchäftigte ſich vor allem mit den Fragen des Berufs=
und Wahlbeamtentums und gelangte zu der Feſtſtellung daß für
Deutſchland das Berufsbeamtentum das Gegebene ſei. Es wurde die
Forderung erhoben, daß die den zolltechniſchen Oberbeamten durch die
Beſoldungsordnungen von 1920 und 1927 zugefügten Schädigungen
wieder gut gemacht werden möchten.
Ah. Grolsheim (Rhh.), 14. Juni. Das Auge eingebüßt hat
ein junges Mädchen, dem beim Hacken im Weinberg ein Stahlſplitter
von der Haue ins Auge ſprang.
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Familiennachrichten
Die glückliche Geburt eines geſunden
Jungen zeigen in dankbarer Freude an
Robert Schlegelmilch und Frau
Eliſabeth, geb. Habermehl.
Dermſtadt, 15. Juni 1928.
Rhönring 38.
15942
Für die uns zuteil gewordenen
Geſchenke und erwieſenen
Auf=
merkſamkeiten anläßlich unſere
Vermählung ſagen herzlichen
Dank
Adam Bambach u. Frau
Anna, geb. Helm.
Kranichſtein, den 15. Juni 1928.
(*15940)
Freiwillige Feuerwehr Darmſtadt.
Zur Beerdigung unſeres Kameraden
Peter Kartſcher
wollen ſich die Mitglieder Samstag,
den 16. Juni, nachm. 2 Uhr, am
Por=
tale des Waldfriedhofs einfinden.
15944)
Das Kommando.
Dankſagung.
Statt Karten.
Für die überaus vielen
Be=
weiſe herzlichſter Teilnahme,
ſo=
wie für die reichen Kranz= und
Blumenſpenden beim
Heim=
gang unſeres herzliebſien,
ein=
zigen Sohnes
Paul Schlamp
stud, phys.
ſagen innigen Dank
Profeſſor Dr. Schlamp u. Frau
Auguſte, geb. Schneider.
Darmſtadt, den 15. Juni 1928.
Martinsſtr. 7.
(10080
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe
aufrich=
tiger Teilnahme bei dem Hinſcheiden
unſerer lieben Entſchlafenen
Frau
Margarete Oöll
geb. Mahr, Wwe.
ſagen wir unſeren tiefgefühlten Dank.
Beſonders danken wir Herrn Pſarrer
zur Nieden für die troſtreichen
Worte am Grabe, ferner für die
Kranz= und Blumenſpenden.
Die trauernden
Hinterbliebenen.
Datmſtadt, Neue Niederſtr. 13.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufchtiger
Teilnahme bei dem Hinſcheiden u
ſe=
res liesen Entſchlafenen ſagen wr
Allen unſeren tiefge ühlten Dank.
Be=
ſonders danken wrHerrn Pfarrer Heß
für ſeine troſtreichen Worte. Ferner
danken wr dem Männer=Quartett
Loreley für den eriebenden
Grab=
geſang und Kranzniederlegung, ſowie
dein Vorſitzenden der Buchdrucker des
Bezirksvereins Darmſtadt, dem
Ver=
treter der Firma Hechler und dem
Vertreter des Quartett=Vereins
Darm=
ſtadt ebenfalls für i re lieben Worte
und Kranzniederlegungen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabeth Wagner, geb. Deitrich
und Kinder. 160 9
delche jg. Damen
beteiligen sich an eng lischer Konversation?
Unverb. Nachr. erb. unt S 120Gsck (46064
Ihre Vermählung beehren ſich anzuzeigen:
Poſtinſpektor Auguſt Merck
Olga Merck, geb. Jungesblut
Darmſiadt, 16. Juni 1928.
Moosbergſtraße 88.
(*15976
Dankſagung.
Für die vielen, wohltuenden Beweiſe herzlicher
Teiſ=
nahme, die zahlreichen Kranz= und Blumenſpenden beim
Heimgange unſeres lieben, unvergeßlichen Entſchlaſenen
Jakob Bermond
Oberpoſiſekretär
ſagen wir unſeren tiefgefühlten Dank. Insbeſondere danken
wir Herrn Pfarrer Dr. Wendel für die troſtreichen Worte
am Grabe, den beiden Diakonen für ihre liebevolle,
auf=
opfernde Pflege während ſeiner Krankheit, ſeinen
Kame=
raden vom Verein ehem. 61er Artilleriſien und des
Reichs=
bundes der Zivildienſiberechtigten, ſowie ſeinen
Berufs=
kollegen der Reichspoſt und Telegraphie für das letzte
Ge=
leit und die ehrenden Worie bei der Kranzniederlegung.
In tiefer Trauer:
Hermine Bermond, geb. Baum
Helene Bermond.
Darmſtadt, am 15. Juni 1928.
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— tächſte Aufnahmeprüfung im Radfahren für das Deutſche
Sschorss ichen findet am kommenden Dienstag, 19. Juni 1928, abends
enb 3.4t. Treffpunkt der Teilnehmer am Eingang zum Sportplatz
Rot=—. Meldungen an Gg. Hahn, Darmſtadt, Große Ochſengaſſe 12
(cade, Buch nicht vergeſſen!
Bahnrennen auf dem Rot=We ß=Platz.
a—5 im nun die Meldungen für die großen Bahnrennen zum
Sonm3 den 17. Jum, auf dem Sportplatz Rot=Weiß alle vorliegen,
amm3 fir nochmals zurück auf unſere diesbezügliche Vorſchau vom
o d—s in erſter Linie wäre noch zu erwähnen, daß der beſtbekannte
Fahres immer, Frankfurt a. M., am vergangenen Sonntag die
Gau=
weiſte ft über 100 Km. im Gau 71 ſiegreich beenden konnte;
gleich=
ua es ihm, am vergangenen Mittwoch bei den Abendrennen
im Sin zu Frankfurt a. M. im Hauptfahren den Sieg an ſich zu
AOreßern uch Müller=Fechenheim, der ebenfalls hier am Start erſcheint,
ſammtA, dieſem Abendrennen im Hauptfahren einen guten zweiten
platz jen. Insgeſamt haben für die Bahnrennen in Darmſtadt 21
rahret e Meldung abgegeben. Von bekannten Darmſtädter Fahrern
m indem; hierunter, außer Franke, noch Trietſch vom Darmſtädter
RAer, L. Ganß, K. Pfirſching, Karnold, Gernand und
Korn=
geier— iemer ſiegte am Sonntag, dem 10. Juni, in einem 75=Kilo=
Oueter— nen des Klubs im Endſpurt über Franke. Auch beſitzt er,
ach EIn ſeitherigen Training zu urteilen, gute Fähigkeiten, ſich bei
en Wcennen erfolgreich durchzuſetzen. Auch Renſchler und Ganß,
owie tand und Karnold verraten gute Kenntniſſe der Darmſtädter
R fadres hn. Nicht zu vergeſſen ſind Tvietſch, Pfirſching und Kornmeier.
herad— rietſch konnte des öfteren bei auswärtigen und hieſigen
traße3 inen ſeine derzeitig gute Form unter Beweis ſtellen, und man
mf — int ſein, wie ſich die Darmſtädter Fahrer ihren auswärtigen
—; gegenüber ſchlagen werden. Die Meldungen ſind ſo
zahl=
ſch. mit mindeſtens 12 Vorläufen insgeſamt zu rechnen iſt. Das
ſtaum Srennen, das allgemein das größt: Intereſſe in Anſpruch
hum— gt allein 10 Meldungen. Ein Beſuch dieſer Veranſtaltung
jedem Sportintereſſenten nur empfohlen werden. Es ſei
uf d— rſchiedenen Vorverkaufsſtellen berwieſen, die ſich bei
nachfol=
ſtender rmen befinden: Siegm Guttmann. Wilhelminenſtraße 8,
Müllesl Ober, Rheinſtraße 39, Adam Rühl, Kaſinoſtraße 25, Gg. Hahn
Cc soße Ochſengaſſe 12, L. Vaumert, Erbacher Straße 1, Gg.
Bez / v., Grafenſtraße 20/22, Jul. Kahl, Ecke Barkhaus= und Ar=
Seilge— raße, und Friſeur Pohl, Mollerſtraße, Ecke Barkhausſtraße.
Wall
Fußball.
Sp. V. 1898—V. f. L. Neu=Iſenburg.
Ex id die Handball=Ligamannſchaft am morgien Sonntag das
üt Ludwigshafen gegen Pfalz zum Austrag bringt, ſpielen die
Fußrs) ruf eigenem Gelände gegen V. f. L. Neu=Iſenburg.
Bekannt=
der V. f. L. wie die 98er der Heſſengruppe des Mainbezirks
ihnen vergönnt war, den 3. Platz zu belegen. Die dadurch
Srwn) eilnahmeberechtigung an den Spielen der Troſtrunde hatten
Rch dd nburger erſt in dem allerletzten Verbandsſpiel geſichert, das
uf ik: Platze gegen die 98er ging. Der knappſte aller Siege (2:1),
Särülrz : wielende durch Verwandlung eines Elfmeters errungen,
be=
kutett) den Sieger die Placierung vor Sportverein Wiesbaden und
gmit 31 3. Platz, während der Beſiegte mit einem Plustorverhältnis
em T g verfiel, vor dem ihn ein Unentſchieden noch hätte retten
Imers m übrigen iſt das Können der Gäſte in Darmſtadt bekannt,
daßu hierüber jede weiteren Ausführungen erübrigen. Die Iſen=
Buger; en in den letzten Wochen ihr Bjähriges Jubiläum gefeiert,
usn Gelegenheit ſie Spiele gegen dem 1. F.C. Nürnberg, Eintracht
nd F5 Uſportverein Frankfurt abſolvierten. Die Niederlagen gegen
e Wund gegen Eintracht waren in Anbetracht des überlegenen
Wnn ieſer Gegner nicht zu vermeiden; der Sieg gegen Fußball=
Wbortc r Frankfurt dagegen war wohlverdient. Das Spiel beginnt
m4!. Die Leitung des Sportvereins hat ſich den in letzter Zeit
S denen Wünſchen auf Herabſetzung der Eintrittspreiſe nicht
und eine ſtarke Reduzierung der Preiſe vorgenommen. Ob
niäl en Preiſe für Mitglieder und für Nichtmitglieder auf die
er ſbar ſein werden, um den Spielbetrieb im Sportverein zu
F7. hängt in erſter Linie von der Zahl der Beſucher ab.
Sportverein 98 (Jugenb).
—3. Jgd. Spv. 98, hier, 3 Uhr, Uebungsplatz.
2.-Jgd.—
lau Frankfurt, hier, 10.45 Uhr, uebungsplatz.
Kreismeiſierſchaftsſpiel.
V. f. R. — Germania Ober=Roden.
SuS g, den 17. Juni, empfangen die Raſenſpieler zum Rückſpiel
M diel ismeiſterſchaft den Meiſter des Dreieichgau. Die Gäſte treten
m diesl Tage erſtmals in Darmſtadt auf und haben es, ganz
beſon=
ur de die letzten Reſultate über ganz ausgezeichnete Mannſchaften
Weſtann ihrem Namen guten Klang zu verſchaffen. Auch der V.f. N.
ſte WVorſpiel, durch eine ſaftige Niederlage die Spielſtärke des
es terkennen. Wie wird es, nun im Rüchſpiel werdene Ober=
9. f.—icht nur ein Unentſchieden, um Kreismeiſter zu ſein, während
s Spiel ſchon gewinnen müßte, um nochmals auf neutralem
Entſcheidung herbeizuführen. Jedoch erſcheint dies ſehr
frag=
wenn auch das letzte Reſultat gegen Münſter wieder eine
erhoffen läßt, ſo müßte doch die Mannſchaft, um das fertig
unbedingt ein Spiel hinlegen, wie man es von ihr ſeit
Iſt mehr gewohnt iſt. Wollen wir abwarten und hoffen. Das
* nachmittags 5 Uhr auf dem Sportplatz an der Heidelberger
nnbahn) ſtatt und wird von dem hieſigen 4Meiſter in
fol=
ſtellung beſtritten:
Roemer
Tiedemann
Vogelmann
Bräuer
Werkmann
Günther
Klein.
Müller Möſer
Engel.
ein.
tags empfängt die 2. Mannſchaft auf dem Ererzierblatz die ſchließen. In Berlin findet das internationale Feſt der Teutonia ſtatt. Gießen:
aft von Sachſenhauſen, während der Gegner der 3. Mann= Von entſcheidender Bedeutung für die Beſchickung der Olympiſchen
nicht feſtſteht. Die Jugendabteilung tritt in die alljährliche Spiele dürfte die Olympiaprüfung der deutſchen Marathonläufer
wer=
den, die in Düſſeldorf angeſetzt iſt. Eingeladen ſind Pohl, Wanderer,
En diesjährigen Geſellſchaftsſpielen, deren der Sportverein
ſchon eine Reille mit ſchönen Ergebniſſen abſolvierte, dürfte
m konmenden Sonntag, dem 17 Juni, in Höchſt ſtattfindende
tngssbolliten ſein. Es gelang ihm, die Ligamanuſchaft der
kortzt rig
gewinnen.
P.V. 1920 Höchſt i. O.—S).Vgg. Eberbach (Liga).
n auch nicht an einen Sieg der Einheimiſche
ien ehrenvolln Ausgang des Shiels, das ſeinen Zweck
viel nicht verfehlen möge. Vorher ſtehen ſich die
Jugend=
beider Vereine im Kampfe gegenüber. Bei gutem Wetter
mit einer äußerſt intereſſanten Veranſtaltung zu rechnen
Si der Beſuch derſelben hiermit allen Sportanhängern
Fauſtball.
üirag, dem 17. Juni 1928, findet die Eimweihung des
Turn=
latzes des Lurnvereins Ernſthofen ſtatt. Dabei findet ein
aften
tre=
iel (
Dder, Neil 2. Cruſthofen; herth: Niklas 1. Weſßt;
Doß. On beide Mannſchaften erſt einmal gegeneinander
ge=
en, hobe: Ernſthefen unterlag, iſt man auf den Ausgang
U8 geſpannt.
Hempel, Müller (S.C. Charlottenburg), Schneider, Neichmann,
Ger=
hardt, Brauch, Kapp und Stellges.
Rudern.
Das wichtigſte ruderſportliche Ereignis des Sonntags iſt die
„Große Grünauer Regatta”, die ſich auch über den Samstag
erſtreckt. In zahlreichen Olympia=Vorprüfungen gehen nicht nur die
beſten Berliner Mannſchaften, ſondern auch Vereine aus Mannheim,
Mainz, Heidelberg, Koblenz, Düſſeldorf, Halle, Köln, Danzig, Breslau
uſw. an den Start. — Die 13. Karlsruher Regatta iſt mit 589
Nuderern, 114 Booten aus 25 Vereinen etwas ſtärker beſetzt als ihre
Vorgängerin im letzten Jahr. Das ſüddeutſche Verbandsgebiet iſt
zahlreich vertreten, allerdings fehlen die Olympiakandidaten der
Mann=
heimer Amicitia, die in Berlin ſtarten. Vertreten ſind u. a.
Heidel=
berger RK., RV. Ludwigshafen, Stuttgarter RG., Mainzer RG., RG.
Worms, Frankfurter RG. Oberrad, Donau Ulm, Undine Saarbrücken,
Baden Mannheim und die Karlsruher Vereine. — Die 25.
Ruder=
regat a in Würzburg ſieht 17 Vereine mit 287 Ruderern aus
Frankfurt, Hanau, Offenbach, Schweinfurt, Bamberg, Grieeheim,
Kitzin=
gen. Nürmberg, Regensburg und Würzburg am Start. — Recht gut
be=
ſchickt iſt auch die Kaſſeler Regatta. Hier wird man
Mannſchaf=
ten aus Hannover. Eſſen, Dortmund, Gießen, Hamburg. Münſter,
Offen=
bach, Wiesbaden=Biebrich, Hameln, Witten und Eiſenach im Wettbewerb
ſehen. — Weitere Regatten gibt es am Sonntaa in Roſtock, Bremen
und Calbe. — Auf der Iſar bei München kommt die 8. Deutſche
Iſar=Faltboot=Regatta zur Durckführung
Handball.
Deutſche Polizeimeiſterſchaft im Handbali.
Eine rege Beteiligung haben die Spiele um die diesjährige
Polizei=
meiſterſchaft im Handball gefunden. Zehn Länder haben ihre
Meldun=
gen abgegeben, nämlich Preußen — das gleich zwei Mannſchaften ſtellt,
Heſſen, Baden, Bayern, Sachſen, Thüringen, Anhalt, Mecklenburg=
Schwerin, Hamburg und Bremen. In der erſten Vorrunde ſtehen ſich
folgende Mannſchaften gegenüber:
Bahern—Sachſen, Anhalt—Thüringen, Baden—Heſſen, Preußen II—
Mecklenburg=Schwerin, Preußen I—Bremen.
Hamburg bleibt ſpielfrei, kommt alſo ohne Kampf in die zweite
Vorrunde.
Die Spiele werden nach dem Pokalſyſtem ausgetragen; der
Ver=
lierer ſcheidet ohne weiteres aus dem Wettbewerb aus. Das Treffen
Bayern—Sachſen hat bereits an Fronleichnam in München auf dem
Platze der 1860er ſtattgefunden und mit dem 5:3 (3:2,=Siege der
Sachſen geendet.
Der Gegner Heſſens iſt Baden, das ſeine Vertretung der ohne
Zweifel beſten badiſchen Handball=Elf, nämlich der des
Polizeiſport=
vereins Heidelberg—Raſtatt, anvertraut hat. Dieſe Elf, die in
würdi=
ger Weiſe die Tradition des früheren Polizei=Turn= und Sportvereins
Naſtatt, des zweimaligen deutſchen Turnermeiſters, pflegt, iſt in dieſem
Jahre Badiſcher Turnermeiſter geworden und hat in der von dem
Badi=
ſchen Polizeiſportverband zur Ermittelung des badiſchen Vertreters in
ßichem 1b 188, ſowie die Fahrer des Veloeiped=Clubs: G. Diemer, den deutſchen Polizeimeiſterſchaftsſpielen veranſtalteten Handballrunde
ſeine Gegner in überzeugender Manier abgefertigt, ſo zum Beiſpiel den
Polizeiſportverein Mannheim, den badiſchen Landesmeiſter der
Deut=
ſchen Sportbehörde, mit 10:4.
Auch Heſſen war nicht müßig geweſen. Allerdings hat es einen
anderen Weg eingeſchlagen als Baden. Es ſtellte aus den beſten
Spie=
lern der Polizeiſportvereine Darmſtadt und Babenhauſen eine
Mann=
ſchaft auf, die in verſchiederen Spielen mit guten Gegnern mit
wechſeln=
dem Glück und Erfolg gekämpft hat. Wenn auch die Leiſtungen dieſer
Mannſchaft trotz der guten Einzelſpieler nicht imponierend waren, ſo
Lürfte doch der Hauptzweck, die Elf einzuſpielen, erreicht worden ſein.
Hierfür ſpricht wenigſtens der Sieg, den die Heſſen=Mannſchaft am
ver=
gangenen Sonntag in Wiesbaden gegen den dortigen, gewiß nicht
ſchwachen Polizeiſportverein errungen hat. 8:0 (Halbzeit 4:0) iſt ein
Reſultat, das ſich bei einem ſolchen Gegner ſehen laſſen kann, zudem es
nicht etwa durch glückliche Umſtände zuſtande gekommen iſt.
Das Vorrundenſpiel Baden—Heſſen findet bereits am kommenden
Sonntag in Heibelberg ſtatt. Der Ausgang dürfte vollkommen offen
ſein, wenn vielleicht auch der eigene Platz und das einheimiſche
Publi=
kum ein kleines Plus für die Badener ergeben dürfte. Auf jeden Fall
wird es ein ſpannender und auf hoher Stufe ſtehender Kampf ſein, den
die herrliche Neckarſtadt erleben wird. Möge die beſſere Elf den Sieg
davontragen!
Die Polizeimannſchaft Heſſens wird das Spiel vorausſichtlich in
folgender Aufſtellung beſtreiten:
Bordt
Link. Walther
Schmidt Böhm Kadel
Koch Schliffer Jans Heddäus Bohl.
Der Sport des Sonntags.
Faſt ohne Uebergang ſind wir von dem Höhepunkt der Saiſon im
Fußball nach Amſterdam in die Sommerpauſe gekommen, die in
Weſt=
deutſchland z. B. ſchon voll zur Geltung kommt, in Süddeutſchland
dagegen noch eine Nachleſe bringt, ehe im Monat Juli die großen
End=
kämpfe um die deutſche Meiſterſchaft beginnen. Dafür ſind aber die
eigentlichen Sommerſports ſo recht in ihrem Element und treten in
im=
mer intereſſantere Stadien. Groß iſt das Programm der Leichtathletik,
wo allenthalben die Gruppen= und Gaumeiſterſchaften ausgetragen
wer=
den. Einige ſonſtige Veranſtaltungen vervollkommgen das Gebotene.
Ganz lebhafter Betrieb herrſcht auch im Tennis, Schwimmen, Rudern,
und vor allem im Radſport. Auch der Motorſport hat eine Reihe von
Prüfungen vorgeſehen. Galopprennen ſind an vier Orten vorgeſehen.
Fußball.
In Süddeutſchland konzentriert ſich das Intereſſe natürlich
auf das in München ſtattfindende Entſcheidungsſpiel um
die 3. Vertreterſtelle bei den Deutſchen Meiſterſchaften, das
Wacker=München gegen F. S. V. Frankfurt im Kampf ſieht.
Beide Mannſchaften, Sieger der Troſtrunden Südoſt und Nordweſt,
haben nach kraftvollem Start in den Kämpfen der Nunden der Zweiten
merkwürdige Schwächeperioden mitmachen müſſen, die über Gebühr
lange anhielten. Inwieweit ſich die Gegner inzwiſchen wieder erholt
haben, läßt ſich kaum überſehen. Wacker hat länger pauſiert, Frankfurt
dagegen bis in die jüngſte Vergangenheit hinein verſagt. Der
Früh=
jahrsform nach hätte München vielleicht etwas mehr Vertrauen gebührt
als den Frankfurtern. Widerwärtigkeiten neueſten Datums ſcheinen
in=
deſſen kaum geeignet, die Kampfkraft der Nordbayern zu ſtärken. Das
gleiche, wenn auch in anderem urſächlichen Zuſammenhang, gilt für den
Ex=Mainmeiſter. Auch hier kriſelt es recht bedenklich, ohne daß es hier
beſſer angebracht ſei als dort, auf die ganz anders gelagerten Urſachen
einzugehen. Schwieriger als je in einem entſcheidenden Treffen ſind
hier die Chancen der beteiligten Mannſchaften gegeneinander
abzu=
wägen. Man muß den Auscang des Treffens als durchaus offen
be=
zeichnen und kann nur wünſchen, daß in einem einwandfrei verlaufenden
Spiel der wirklich Beſſere Sieger bleibt.
Aus oben angeführten Gründen iſt auch das Programm der
Geſell=
ſchaftsſpiele recht mager. Es ſpielen Phönix=Mannheim—
Ger=
mania=Wiesbaden, Pfalz= Ludwigshafen—F.V. Saarbrücken, Haſſia=
Bingen—Hanau 93, Bahern=München—Wacker=Halle (Samstag) und
Ulm 04—Schwaben=Ulm. Größeres Intereſſe kommt im Reich noch der
Begegnung der Hertha/B.S.C. Berlin gegen die Olympiamannſ haft
von Chile zu. — Das Ausland bietet nur das Länderſpiel Norwegen
gegen Dänemark in Oslo.
Leichtathletik.
In der Leichtathletik gibt es eine Fülle von Ereigniſſen, da am
Sonntag die Gruppen= bzw. Gau=Meiſterſchaften der einzelnen
Landes=
verbände ausgetragen werden, ſo in Süddeutſchland die Meiſterſchaften
des Bezirkes Main=Heſſen (früher Frankfurter Verband) in Frankfurt,
die Badiſchen Meiſterſchaften in Baden=Baden, die Württembergiſchen
Meiſterſchaften in Stuttgart, die Nordbayeriſchen, Südbayeriſchen und
die Snar=Meiſterſchaften. In einzelnen Gruppen wird die Tatſache,
daß die männlichen Olympiakandidaten geſperrt ſind, eher anreizend als
ſchwächend wirken. — In Kiel finden die nordiſch=deutſchen
Hochſchul=
wettkämpfe ſtatt. Das Meldeergebnis läßt auf anſprechende Leiſtungen
Tennis.
Verhältnismäßig gut beſetzt ſind die internatonalen Tennis=Tur
viere in Frankfurt a. M. und Dresden. Ein bleineres Turnier gibt es
in Berchtesgaden. — In Düſſeldorf kommen die Weſtdeutſchen
Meiſter=
ſchaften zur Durchführung.
Schwimmen.
Beim gauoffenen Schwimmfeſt in Göppingen ſind die beſten
ſchwäbiſchen Schwimmer im Wettbewerb. — Sehr gut beſetzt iſt die
Jubiläumsveranſtaltung des Leipziger SC. Neptun. Zu dieſem
am Samstag und Sonntag ſtattfindenden Feſt wurden mehr als 150
Meldungen aus Berlin, Deſſau, Dresden, Breslau, Magdeburg, Jena,
Görlitz, Halle, Zeitz uſw. abgegeben. Nach vierjähviger Unterbrechung
kommt am Sonntag wieder das 2000=Meter=Schwimmen „Quer durch
Weißenſee” zur Abwicklung.
Radſport.
Bahnrennen: Berliner Rütt=Arena (Berliner Fliegerpreis mit
Engel, D. Rütt, Ehmer, Oſzmella, Fricke, Frankenſtein, Mori, Spears,
uſt.); Hannover: (Möller, Graſſin, Paillard, Sauſin, Benoit);
Elber=
feld (Linart, Sawall, Krewer, Toricelli, Roſellen, Lewanow); Bremen
und Stettin (Chriſtmann, Rommel, Carpus, Leiour).
Straßenrennen: Großer Opelpreis von Baden, „Rund durch
Oberſchwaben”; Induſtriepreis von Barmen; Großer Preis von
Sach=
ſen; „Rund um Berlin”.
Motorſport.
Ganz ausgezeichnet beſetzt iſt in dieſem Jahre das Karlsruher
Wildparkrennen, bei dem ſich die beſten Motorrad=Rennfahrer
aus Süd= und Weſtdeutſchland ein Stelldichein geben. — Zu erwähnen
ſind weiter: die Norddeutſche Zuverläſſigkeitsfahrt und die vom 17. bis
24. Juni zur Durchführung kommende 7. ADAC.=Reichs= und Alpenfahrt.
Pferdeſport.
Galopprennen gibt es am Sonntag in Stuttgart=Weil; Hamburg=
Horn (Großer Hanſapreis); Köln und Magdeburg.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 16. Juni. 12.15: Schulfunk. A. Gaede: Von
edlen Menſchen. 6 13: Konzert. Buntes Programm. 9 15.30:
Liedervorträge Frankf. Schulen. Chorl.: Lehrer Fluck. O 16.30:
Operetteninuſik. 0 17.45: Aus dem Roman Auf zwei Planeten, von
Laßwitz. 6 18.15: Vereinsnachrichten. O 18.30: Briefkaſten. O 19.15:
Vortrag von Kurt Weill anläßl, ſeiner Opernpremiere. 6 19.45:
Dr. Erna Barnick: Leben im deutſchen Bürgerhaus in früheren
Jahrh. O 20.15: Der Soldat der Marte”, Operette in drei
Akten, Muſik von Aſcher. — Anſchl.: Tanzuuſik von Berlin.
Stuttgart.
Samstag, 16. Juni. 14: Jugendſtunde, Elſa Pfeiffer, Köſtlin.
0 15: Konzert. Leit.: Struve. Mitw.: Gerda Hanſi, Hanus, Ada
und K. H. Kögele, Mandolinen=Doppelquartett des Vereins Die
Naturfreunde. Funkorch. 22 Darbietungen. O 18.15: Aus Freiburg:
Frau Dr. Hölzl: Der Aieg zur Weltwirtſchaft. e 18.45: Aus
Stuttgart: Dr. Felber: Al ndland und Morgenland als Tonwelten.
6 19.15: Landgerichtsrat Leibfried: Die Haftung der Eiſenbahn
und des Hotelbeſitzers für den Verluſt und die Beſchädigung des
Gepäcks. 8 19.48: Die Urbeitslage in Südweſtdeutſchland. —
Anſchl.: Sport. 0 20.15: Ulebertr. aus Frankfurt: „Der Soldat
der Marie.” Operette in drei Akten. Muſik von Aſcher. —
Anſchl.: Tanzmuſik. Kapell Wend=.
Berlin.
Sonnabend, 16. Juni. 4: K. Wenke: Was iſt eine Aktie
wert: 8 16.30: Polarforſcher Leden, Norwegen: Sitten und
Ge=
bräuche der Eskimos. O 17: Heiteres Allerlei, geſpr. von Daiſy
Torrens. 6 17.30: Kapelle Gebr. Steiner. Mendelsſohn: Quv.
Hemkehr aus der Fremde. — Schumann=Doebber: Fant. aus dem
Smgipiel Fahrende Muſikanten. — Humphries: Die alte Spieluhr.
— Ballakirew: Tranſkription über Glinkas Lied Die Lerche. —
Lehar; Porp. aus Paganni. 8 18.45: Oberreg=Rat Ebhardt:
Der Seedienſt Oſtpreußen. 0 19.10: Dr. Apel: Aus dem Leben
und Denken der großen deutſchen Philoſophen des 19. Jahrhunderts.
o 19.35: Ehrt die deutſche Mutterſprache: Gymnaſialdir. Prof.
Streicher: Sprachhilfe. 0 20: Dr. Kaßner: Beſitz und Eigenrum.
O 20.30: Quodlibets aus alten Poſſen. Robert und Bertram: Die
Maſchinenbauer von Berlin: Salomeparodie u. a. Mitw.: Charlotte
Freyer, Koppel, Funkorch., Funichor. Leit.: Seidler=Winkler,
22.30: Tanzmuſik. Kapelle Hoffmann.
Deutſche Welle. Sonnabend, 16. Juni. 12: Künſtleriſche
Dar=
bietungen für die Schule. In Deutſchlands Mitten und an
Deutſch=
lands Grenzen. o 15: Gnief: Sprechtechnik. 8 16: Min. Rat
Prof. Dr. Ottendorf: Das Ringen um die neue deutſche
Körper=
kultur. 6 16.30: Dr. Richhardt: Die Verfolgung der
Rechts=
anſprüche der Beamten an der Verwaltungsreform. O 17 Uebertr.
des Konzerts aus Hamburg. 18: Dr. Roewer:
Berufsgenoſſen=
ſchaften und Unfallverhütung. e 18.30: Spaniſch für Anf.
o 18.55: Prof. Martens: Chormuſik. O 19.25: Uebertr. vom
Arbeiter=Sänger=Bundesfeſt aus Hannover: Berlioz: „Fauſts
Verdammnis.” O 22.30: Tanzmuſik.
Wetterbericht.
Gießen, 15. Juni.
Unter dem Einfluß der Sonneneinſtrahlung und warmer
Südweſt=
luft haben ſich bei uns im Laufe des geſtrigen Tages die Temperaturen
weiter gehoben. Nachdem aber mit der Nordoſtwärtsſchreitung des Tief=
Die Aufſtiegſpiele ſind meiſt ſchon über das entſcheidende druckgebietes wieder kühlere Luftmaſſen vorgedrungen ſind, ſo hat er=
Stadium hinaus. Es ſpielen nur in Gruppe Saar F.V. Kaiſers= neuter Temperaturrückgang eingeſetzt. In unſerem Gebiet lagen heute
lautern—S.V. 05 Saarbrücken und F.V. Kürenz—Viktoria St. Ingbert. morgen die Werte zirka 6 Grad und im weſtlichen Deutſchland fogar
bis zu 10 Grad tiefer als am Vortage. Da die Zufuhr kühler Luft noch
fortdauert, ſo werden ſich die Temperaturen vorläufig wenig ändern.
Außerdem bleibt das Wetter veränderlich und vereinzelt treten noch
Regenſchauer auf. Jedoch dürfte alsbald der kräftige Luftdruckanſtieg
von Südweſten her zu freundlicherem und durch die abnehmende
Luft=
bewegung, ſowie Sonnenſtrahlung wieder wärmerem Wetter führen.
Witterungsausſichten für Samstag, den 16. Juni 1928.
Wechſelnde Bewölkung mit Aufheiterung, zunächſt ohne ſtärkere
Tempevaturänderung, vereinzelt Regenſchauer, abnehmende Winde aus
nordweſtlicher Nichtung.
Witterungsausſichten für Sonntag, den 17. Juni 1928.
Teils heiter, teils wolkig, tagsüber wärmer, meiſt trocken.
Heſſiſche Wetterdienſtſtelle.
in C2 Wind: Miee
ſchlag
in mm Schnee=
decke
in em Regen 12 S. 52 Aachen: Regen NW. 14 Hamburg: Regen NNW. 0,2 Berlin: wolkig 14 München: wolkig 16 WNW. 0, Königsberg: heiter 16 WSW. Breslau:
Witterungsverhältniſſe der deutſchen Bergſtationen:
Fekdberg:(Taunus) Regen W. 6 Waſſerkuppe: Nebel SN. Feldberg:
(Schwarzw.) wolkig WSH. 0,1 Zugſpitze: Nebel SW. 195 Kahler Aſten. Nebel SW. geſt Fichtelberg: wolkig WSW. Schneekoppe: heiter SW,
Sauptichriftlentu.ig. Rudoll Maup=
Verantwortlich für Polltik und Wirtſchaft: Rudelf Maupe, für Feulſſeion Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann;
für den Händel: Dr. C. H. Que iſch; ſür den Schlußdieuſt: Andreas Bauer; für
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Neite; ſüc den Inſeratenteil” Willy Kuble: Druck
und Verlag: C. C. Wittich — ſämilich in Darmſſad”
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht Übernommen.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
[ ← ][ ][ → ] Frankfurter Effeftenbörſe.
Frankfurt a. M., 15. Juni.
Nachdem an der Vorbörſe die Tendenz noch freundlich war, erfuhr
die Haltung zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine Abſchwächung, da
die Stockung in der Regierungsbildung eine größere Unſicherheit
herbei=
führte Die Kuliſſe ſchritt verſchiedentlich zu Abgaben, was mit dem
heutigen Zahltag in Zuſammenhang zu bringen iſt. Das
herauskom=
mende Material wurde nur mit Kursverluſten bis zu 4 Prozent
gegen=
über der geſtrigen Abendbörſe aufgenommen. Das Geſchäft war im
all=
gemeinen mimimal und beſchränkte ſich im weſendlichen nur auf einzelne
Spezialwerte. Der ſchwächere Verlauf der geſtrigen New Yorker Börſe
blieb nicht ganz ohne Einfluß auf die allgemeine Stimmung. Die ſtarke
Ueberzeichnung der Gesfürel=Anleihe in New York blieb dagegen faſt
vollkommen unbeachtet, obwohl man nicht damit gerechnet hatte. Der
Anlaß dazu war wohl darin zu ſuchen, daß in der letzten Zeit die
Deut=
ſchen Bonds an den Auslandsbörſen ſtärkere Kursverluſte zu verzeichnen
hatten. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 4½ Prozent ſtark
angeboten. Schuckert und Bergmann verloren bis je 3 Prozent. Am
Chemiemarkt konnte ſich nur langſames Geſchäft in J. G. Farben und
Scheideanſtalt mit je minus 3 Prozent entwickeln. Am Montanmarkt
waren die Kursverluſte im allgemeinen nicht ſehr groß. Nur Rheinſtahl
gaben 3 Prozent nach, während Klöckner 1 Prozent gewinnen konnten.
Banken lagen durchweg bis 3 Prozent ſchwächer. Für Kaliwerte erhielt
das Intereſſe, Aſchersleben und Weſteregeln blieben gut behauptet, da
der geſteigerte Kaliabſatz anregend wirkte. Salzdetfurth waren dagegen
ſtark angeboten und 7½ Prozent ſchwächer. Von Bauunternehmungen
waren Wahß u. Freytag bei etwas lebhaſterem Geſchäft 1 Prozent und
Holzmann ½ Prozent gebeſſert. Autowerte hatten weiter lebhaftere
Umſätze. Adlerwerke konnten weiter 1 Prozent und Daimler 134
Pro=
zemt anziehen. Am Rentenmarkt war das Geſchäft klein. Altbeſitzanleihe
konnte etwas anziehen. Ausländer ſtill und eher etwas ſchwächer.”
Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung zuverſichtlicher. Auf
verſchiedene Deckungen, beſonders in Spezialwerten, wurde die Tendenz
feſter. Beſonders Kaliwerte waren lebhaſt verlangt, ſo daß ſich hierin
ein gewiſſer Materialmangel bemerkbar machte, und Aſchersleben
konn=
ten ſchließlich 7 Prozent und Weſteregeln 8½ Prozent anziehen.
Salz=
detfurth waren 3 Prozent erholt. Im übrigen betrugen die
Kursbeſſe=
rungen bis zu 2½ Prozent. Tagesgeld blieb verhältnismäßig flüſſig.
Tägliches Geld 6½ Prozent. Am Deviſenmarkt nannte man Mark
gegen Dollar 4,1846, gegen London 20,428. London=Kabel 4,8817, Paris
124,20, Madrid 29,37, Mailand 92,80, Holland 12,10.
An der Abendbörſe erſtreckte ſich die Geſchäftstätigkeit wiederum nur
auf einige Spezialmärkte. Im Vordergrund ſtanden Autoaktien,
da=
neben beſtand auch immer Intereſſe für Zellſtoffaktien. Kaliaktien ſtill.
Fapben lagen vollkommen vernachläſſigt bei unverändertem Kurs.
Rhein=
ſtahl 1 Prozent höher, Schiffahrtswerte gut gehalten, auch die übrigen
notierten Werte ziemlich gut behauptet. Der Verlauf blieb ohne
An=
regung. Anleihen vollkommen umſatzlos. An der Nachbörſe kamen
Umſätze kaum mehr zuſtande. Die Kurſe waren etwas gehalten. Man
nannte Kaliinduſtrie 265. Adler 125,75, Waldhof 315,5 und
Farben=
induſtrie 75½. Im einzelnen nannte man Commerzbank 196. Danat
281, Metallbank 150,75, Gelſenkirchen 140,5, Weſteregeln 253,
Mannes=
wann 142,25, Rheinbraun 307,5, Nordd. Llohd 160,5, Adlerwerke 120,5,
A. E. G. 183, Daimler 120, Gesfürel 281, Siemens 360, Waldhof 316,
Abenddeviſen London-Paris 124,19, —Mailand 92,80, —Hollanid 12,10,
—Madrid 2,40, —New York 4,8818, —Zürich 25,33½/s, Pfunde—Mark
20/4275, Dollar-Mark 4,1850.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 15. Juni.
Abgefehen von einigen Spezialwerten, die zum Teil recht feſt lagen,
ſetzte die heutige Berliner Börſe in uneinheitlicher, überwiegend ſchwä= nickel, 90= bis 99proz. 350 RM., Antimon Regulus 90—8 RM.,
Fein=
cherer Haltung ein. Das Publikum hält ſich wieder faſt vollkommen ſilber (1 Kilogramm fein) 81,75—82,75 RM.
vom Effektengeſchäft zurück und die Spekulation übt größte Vorſicht beim
Eingehen neuer Engagements. Verſtimmend wirkte vor allem die
Zu=
ſpitzung der innerpolitiſchen Situation durch die erneuten Schwierig= 15. Juni ſtellten ſich für Kupfer: (Tendenz: willig) Standard per
legung der 50 Millionen RM.=Preußenanleihe, die zu 93 Prozent
er=
folgen ſoll, ſieht man geteilt entgegen. Einerſeits weiſt man auf den
Auflegungstermin, kurz vor dem Halbjahrsultimo, andererſeits aber auch Settl. Preis 221½, Banha (inoff.) 225½, Straits (inoff) 2½; für
dürften, und daß Geld ſchmell wieder in Umlauf geſetzt werden wird.
Infolge des heutigen Zahltages waren die Geldſätze etwas feſter, ohne
daß eine Verſteifung feſtzuſtellen geweſen wäre. Tagesgeld 5—7
Pro=
zemt, Monatsgeld unberändert 7½—8½ Prozent und bankgirierte
Warenwechſel zirka 6’ſo Prozent. Am Rentenmarkt iſt das Geſchäft 15. Jumi ſtellten ſich für Kupfer: Januar 19½ (1B), Febwuar bis
ebenfalls ſehr ruhig, die Neubeſitzanleihe ermäßigte ſich um 25 Pfennig.
Am internationalen Deviſenmarkt waren die Mark und der Dollar gegen (127½) Auguſt 197½4 (19½), September 197½ (19½), Oktober 19½,
das Pfund mit 20/4B0 bzw. 4,8618 etwas ſchwächer. KabelMark 4,1849.
Nach Feſtſetzung der erſten Kurſe war die Haltung weiter eher ſchwächer. Für Blei: Januar 42¾ (42½), Febwar 4234 (43), März B (43),
Nur einige Spezialwerte ſetzten ihre Aufwärtsbewegung fort.
infolge von Befürchtungen, daß es in Weſtfalen zur Ausſperrung von
etwa 60 000 Metallarbeitern kommen könnte. Später jedoch trat,
aus=
gehend von den ſchon ſeit Beginn der Börſe ſeſtliegenden Spezialwerten
wieder eine freundlichere Stimmung ein, durch die das Kursniveau ſich
im allgemeinen befeſtigte. Von Spezialwerten ſind Polyphon mit einer
Steigerung von 14 Prozent zu erwähnen, auch Kaliwerte, Feldmühle,
Stöhr Kammgarn fanden weiteres größeres Intereſſe. Der
Privatdis=
kont blieb mit 639 Prozent für beide Sichten unverändert.
Bis zum Schluß der Börſe blieb die Haltung nicht einheitlich feſt,
da die erhöhten Kurſe zu Gewinnmitnahmen benutzt wurden. Die
Grundſtimmung war aber weiter freundlich. An der Nachbörſe war die
Tendenz eher leicht nachgebend. Gegen 2.30 Uhr hörte man u. a.
fol=
gende Kurſe: A.E.G. 182, Bergmann 209,5, Schuckert 209,5, Elektr.
Licht und Kraft 231,5, Gesfürel 281,5, Siemens 361, Hapag 170,5, Nordd.
Lloyd 16, Commerzbank 195,75, Danatbank 280,5, Deutſche Bank 169,75,
Zellſtoff Waldhof 316, Glanzſtoff 298, Bemberg 650, Weſteregeln 254,5,
Salzdetfurth 456, Kali Aſchersleben 247, J. G. Farben N76, Deſſauer
Gas 223, Leonh. Tietz 314, Schultheiß 374, Rütgerswerke 98,75, Oſtwerke
323,5, Oberkoks 112, Polyphon 542, Rhein. Braunkohlen 308, auch
Auto=
werte ſtark beachtet: Daimler 121, N. A. G. 94,25, Altbeſitz I und II 51,5,
dto, III 54,—, Neubeſitz 19,12.
A. E. G
Augsb.=Nürnb. D
Baſalt
Bergmann.
Berl. Karlsruhe F1
Berl. Hand.=Geſ..
Braunkohl. Brikett
Bremer Wolle.
Danatbank.
Deutſche Bank.
Diskontogeſ.
Dresdner Bank. . .
Deutſche Maſchinen
Deutſche Erdöl.
Deutſche Petroleum
Dynamit Nobel....
Elektr. Lieferung .
J. 6. Farben. ...
Gelſenk. Berg.
G.f elektr. Untern. I
Han. Maſch.=Egeſt.
Hanſa Dampfſch. . .
Hapag
Harpner.
....."
Hemoor Zement..
183.5 15. 6.
182.— Hirſch Kupfer .. 14. 6
135. 105.125 31104.25 Höſch Eiſen .. 143.25 1 81. 80.5 Hohenlohe Werke. 88.— 88.— 208.— 209.25 Kahla Porzellan. 167.— 1153.75 68.5 69.* Kali Aſchersleben. 235.— 272,75 272 25 Salzdefurth. 448.— 31180.— 1 182.— Weſterregeln. 236.— 245 75 Lindes Eismaſch. 180.5 281.— 2so L. Loewe & Co. 166.5 168.— Lingel Schuh 52.75 165.5 166.25 MannesmannR 142.25 166.75 1 167. Niederlauſitzer 119.125/161.— 59.375 57.75 Nordd, Lohd 158.25 . 1142.875 /144.— Orenſtein. 124. 63.— 63.— Volyphon 528.25 137.25 132.375 5) Rütgerswerke 96.25 173,5 177.— Sachſenwerke 139.— 276.— 274.5 Siemens Glas 156.— 1139.37511 139,5 Ver. Glanzſtoff 718. 285.— 279.5 Ver. Stahlwerke. 98.75 58.— . 50.— Volkſtedter Porzellan 61.5 215.— Wanderer Werke. 1585 166.5 170.25 Wiſſner Metall. 171.— 1172.— 163.— 163.— Wittener Gußſtahl .. 625 264.— I 265.—
Deviſenmarkt.
Helſingfors ..
Wien
Prag.
Budapeſt:
Sofia ..
Solland.
Cslo ..
Kopenhagen 1112.14 112.36
Stockholm
London.
Buenos Aires
Ner=York
Belgien.
15. 6.
135.—
143.—
245.—
456.—
250.—
180.5
247.— 1247.75
52.—
141 25
160.—
127.—
538.—
97.25
139*
359.75
710.
98.125
61.75
155.—
64.—
15. 8.
Geld / Brief
42.00 22.04
15.415 18.455
80.57 e
69.25
8i.55
1.948
0.5015
7.356
19.08
5.425
2.148
4.171
4.266
Metallnotierungen.
D
Länder= und
Schutz=
gebietsanleihen
6% Dtſche
Reichs=
anleihe von 1927
6% Baden
Frei=
ſtaat von 1927.
6% Bay. Freiſtaat
von 1927
80 Sachſen
Frei=
ſtaat von 1927.
7% Thüringer
Frei=
ſtagt von 1927.
87.25
78.95
80.75
80
86.75
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſungsſch. *
Ablöſungsanleih.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ſungsſch. (Neub.)
Dtſche.
Schutzge=
bietsanleihe ..
2, Stadtanleihen
8% Bad.=Bad. v. 26
68 Berlin v. 24
820 Darmſtdt. v. 26
7% Dresden v. 26
7% Frkf. a.M.v. 261
78 Heibelb. v. 26
72 Ludwghf b. 26
720 Mainz v. 26.
10% Mannh. v. 25!1
825 Mannh. v. 26
8% Nürnberg v. 26
8%0 Pforzh. v. 26
825 Pirmaſens v. 26
3. Pfandbrieſe
und
Schuld=
verſchreibungen
7% Bad. Gold.
Kom. Anleihev. 26
82 Berl. Gyp.=Bk.
1½2
„ Lig.=
Pfandbriefe...
8% Frkf. Hyp. Bk.
743 „Bia,P
7.25
103
93.5
95
820 Frkſf. Pfbrfban.
4½% Gotha Gr.=
Cred. Lig.=Pfbr.
4½% Hamb. Hyp.=
Bk. Lia.=Pfdbr.
8% Heſſ. Landesbk.
8% Kom.
Landes=
bank. Darmſtadt
82 Landesbank d.
Rheinprovinz
88 Landesk. Kaſſ
7%0
8% Mein. Hyp. Bk.
82 Naſſ. Landesbr
82 Pfälz. Gyp. Br.
4½% „ „ Lig.
Pfandbriefe ..
8%0 Preuß. Ctr.,
Bod.=Cred..
4½% Preuß. Ctr.=
Lig. Pfandbr. .
820 Preuß. Ctr.=
Stadtſchaft.
8% Rhein. Hyp.=B!
7%0
4½% „ Lia
Pfandbriefe...
8% Rhein.=Weſtf.
Bd.=Credit.
4½% „ „L.=Pf
8% Südd. Bod.=
Cred.=Bank.
„Lig.=
Pfdbr. ......
8% Württ. Hyp.=B.
Fa
87.5
83
78.25
94.5
100
100
93
92
96.5
88.5
100
89.5
96
92
75.75
97
91.5
98.5
92
76.75
75
95.5
91.5
76.5
96
92
83
74.75
Dt. Komm. Sam.=Ablöſ.=Anl.
* Ausl. Ser. I.
Dt. Komm. Sam.=Ablöſ.=Anl.
* Ausloſ. Ser, II
Papiermark.
Pfandbr. und
Kommunal=Obl.
Frrf. Hyv.=Bk. K.,
Obl. Ser. 1 u. 2
Frkf. Pfdbr.=Bank.
Vorkr.=Pfandbr. 18.1
Heft. Lds=Hyp.=Bk.
Vorkr.=Pfdbriefel
dal. Kom.=Obl.
S 1.-16
Kom.=Obl.
S. 17-24
Mein. Hyp.=Bank.
Vorkr.=Pfandbr. 14.6
Nordd. Grunder=
Vorkr.=Pfdbriefel 14.5
Preuß. Pfandbrbk.
Vorkr.=Pfdbriefel 13.5
Rh. Hyp.=Bf.
Vor=
kr.=Kom.=Oblig..
Weſtd. Bodencred. Vorkr.=Pfl 14.15
4. Induſtrie:
Obligationen.
8% Dt.
Linoleum=
werke Bin. v. 261 96.5
820 Heſſ. u.
Herku=
les=Brau. v. 26/ 94
8% Klöckn=Werkel
Berlin v 26.... 94
10% Kom. Elektr.=
Mark. .. . . . 1102.5
7%0 Maintrw v. 26/ 87.5
7% Mitteld
Stahl=
werke von 27.../ 90
8% Neckarſulm v. 26! 89
82 Salzmann &Co.
Kaſſel v. 26.
7% Ver. Stahlw.
mit Opt. v. 261 892),
7%0 Ver. Stahlw.
ohne Opt. w 26 87,5
II Auf Sachwerte
laut. Schuldverſchr.
6%Bad.=Bad. Holz./ 22.75
5%Badenw. Kohl.
18.48
6% Heſſ. Braunk.. Roggenanleihe 6.3
5% Heſſ. Volksſt.
Roggenanleiße, ./ 10
15% Preuß.
Kali=
wertan eihe ....
5% Preuß.
Roggen=
wertanleihe ....
5% Sächſ.
Roggen=
wertanleihe.
5% Südd. Feſtw. .........
III. 1. Ausländ.
Staatsanleihen
5 %Bosn. L. E.B. v.
1914.
„
50 Bosn. 2. Inv.=
Anl. v 1914 ...
4½%0 Bosn. v. 02
5% Bulg. Tab. v02
1,6% Griech. v. 90
1½% Griech. Mon.
5% Mex inn. (abg.)
5% äuß. „
42
Goldan=
leihe (abg.
inn. (abg.)
4½%„ Irrig..
Anl. (abg.
Tamau=
lipas (abg.)
4½% Oſt.
Schatz=
anw. v. 1914
(C. C.=Stücke)...
42 Oſt. Goldrentel
(C. C.=Stücke)..
4½% Rum. Gold
von 1913
42 Schweiz. Bds.=
Bahnen v. 1912
420 Türk. Admin.
1. Bagd.
4%
42
2. Bagd.
420
Zollanl.
4½%6 ungarn von
1913 C. C.=St.)
4½% dito von
1914 (C. C.=St.)
42 dito Goldr.
(C. C.=St.)
47 dito von
1910 (C. C.=St.))
4%0 dito Kron.
rente (abg.) .
2. Stadtanleihen
Budap. v. 14 (abg.)
4% Kopenh. v. 01
74½ Liſſab. v. 18881
42 Stockh. v. 1880
47
23.75
96.5
137/,
12.4
3. Obligationen v.
Transportanſt.
4% Dur=Bodenb.
von 1891 ....
4% Eliſabethbahn)
von 1883 ......
42 Lemberg=Czer.
ſteuerpflichtig..
420 Lemberg=Czer.
ſteuerfrei ....."
2‟/.,% Oſt. Südb.
(Lombard.) ....
420 Oſt. Staatsb.v.
1883 ......
3% Raab=Odenbg.
v. 1883.......
4% Rudolfb. i. S.
t. G.
420
4½% Anatolier I.
TV. 1. Bank=Aßtien
Allg. Dt. Creditanſt. /141.5
Badiſche Bank. . . 170
Bk. f. Brauinduſtr. 215.5
Barm. Banrverein!:
Bayr. Hyp. und
Wechſelbank . . .. 169
Berl. Handelsgeſ.. 1274
„ Hhpoth.=Bk. 216
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nt.=Bk. /280
Deutſche Bank ...!1
Eff.=u.
Wechſel=
bank
Vereinsbank 102.5
Diskont.=Geſellſch. 168.5
Dresdener Bank 167.5
Frankf. Bk.
Hyp.=Bk. 152.25
Pfdbr.=Bk. 155.75
Gotha Grundkr. B./135.5
Mein. Hyp.=Bank/138
Metallbank.
Mitteld (reottbr. 206.5
Nürnb. Vereinsbk. 160
Oſt. Creditanſtalt 35:,
Pfälz. Hyp.=Bankl160
Pr. Bod.=Fredttbk. 140
Hyp.-Akt.=Bl. 142
Reichsbank=Ant. 279.75
Rhein. Ereditban/l129
Sbr.-Banel194
59.5
148
195
167.5
1119
107.5
150
Südd. Bod. Cr. Bk.).
„ Disc.=Geſ...
Wiener Bankverein
2.
Verkehrs=
unternehmungen
A..G.f. Verkehrswſ.
Allg. Lokalb.= und
Kraftwagen
Dt. Eiſenb.=Geſ.
72 Dt. Reichsbhn=
Vorzge.
Hapag
Nordd. Llohzd.
Schantung=Eiſenb.
Südd Eiſenb.=Geſ./1
3. Induſtrie
Adt. Gebr.
Accum. Berlin. .
Adler & Oppenh.: /2
Adlerw iv. Kleyer)”
6% AEG. Vorzug
5%
AEG. Stamm.. . . 1
Bad. Maſchf.=Durl.
Bamag=Meguin „1 25
Baſt Nürnberg.
Beck e Henkel ../ 52
Bergm. El. Werkels
Brem.=Beſigh.=Ol
BrownBovericCie 162.5
Brüning & Sohn. 1
Buderus Eiſen . ..! 88.75
Bürſtenfbr Erlang.
Cementwerte
Heidelberg.
11
Karlſtadt .."
Lothr. (Karlsr.).
Chem.WerkeAlbert.
Brockhues 11
Fabrik Milch!
Daimler=Benz 11
Dt. Atl.=Telegr..
Eiſenh. Berlin!
11
Erdöl
Gold= u. Silb.=Anſtalt
Linolverk. Berl. /339
Dresden=Leipziger
Schnellpreſſen .1
Dirwerle Rating.!
143
15.75
Börſe und Geldmarkt.
In der letzten Woche ſcheint ſich die Berliner Börſe den
kungen, die der Verlauf der New Yorker Börſe in den letzte
auf ſie ausgeübt hat, mehr und mehr entzogen zu haben.
Linie mag dies darauf zurückzuführen ſein, daß in Berlin
ſich in ſehr kleinem Rahmen abwickelte. Diesmal waren
bewegungen, die die Tendenz ſtark beeinflußten. Dieſe
gungen ſind auf Gerüchte zurückzuführen, die bereits vor
Umlauf geſetzt worden ſind, ſich aber in den letzten Tagen
verſtärkt haben. Hierbei iſt in erſter Linie auf die feſte He
Kalimarktes zu verweiſen. Im Vordergrund der Bewegun=
Aktien des Salzdetfurth=Konzerns, bei denen die Salzdetfurt
der Donnerstagbörſe vorübergehend bis auf 460 geſtiegen
damit ihren Kursſtand, den ſie vor der allgemeinen Abſchwäck
hatten, beträchtlich verbeſſern konnten. Die feſte Haltung
aktien führte man darauf zurück, daß der Kapitalbedarf, von
in den Haupwerſammlungen des Salzdetfurth=Konzerns
worden iſt, jatzt in ein aktuelles Stadium getreten ſein
wollte man wiſſen, daß die Abſicht beſtehe, dieſe Pavie
nationalen Börſen einzuführen. Ebenfalls eine Sonderbew
verſchiedene Autowerte, bei deren Kursſteigerung man die bet
Bildung eines Autotruſtes als Grund anführte. Beſonders
Adler=Aktien, die ihren Kursabſtand von Daimler mehr und
ringerten. Auch NAG. folgten dieſer Bewegung. Man nimn
neben dieſen drei Geſellſchaften noch die Baheriſchen Mot
Hanſa Lloyzd, N.S.U. und evtl. auch Horch und Magirus
Truſt in Frage kommen. Von denſelben Geſichtspunkten, die fi
dung eines Autotruſtes angeführt werden, laſſen ſich anſcheinen
Gummifabriken leiten, bei denen die Verhältniſſe ähnlich I
handelt ſich bei dieſen Zuſammenſchlußbeſtrebungen wohl w.
die Ausſchaltung des inländiſchen Wettbewerbes, als um eine
gegenüber der ausländiſchen Konkurrenz, die den deutſch
nehmungen vornehmlich ſeitens Amerikas, aber auch von
und Belgien gemacht wird. In der Gummiinduſtrie ſch inen
die Verhandlungen vorläufig zum Stillſtand gekommen zu
eine Konzentration in dieſer Branche kommen in erſter Reihe
Continental=Caoutchouc= und Gutta=Percha=Compagnie und *
von dieſer Gefellſchaft kontrollierten Hannoverſchen Gummi
celſior die Harburger Gummiwarenfabrik Phönig und Caln
in Frage. Von ſonſtigen Gummifabriken ſcheinen allerdine
Union mit ihrer Tochtergeſellſchaft Liga=Gummi vorläufig noc
80.73
69.39
g1.71
1.952
30.5035
7.370
19.02
5.435
2.150
4.179
4.274
Die Metallnotierungen in Berlin am 15. Juni ſtellten ſich für je
100 Kilogramm für Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen
oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung f. d. Dt.
Elektrolytkupfer=
notiz) 139,75 RM. — Die Notierungen der Kommiſſion des Berliner
Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe verſtehen ſich ab Lager in
Deutſch=
land für prompte Lieferung und Bezahlung) ſtellten ſich für
Original=
hüttenaluminium, 98= bis 99proz., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren
19 RM., desgl. in Walz= oder Drahtbarren 99proz. 194 RMN., Reim=
Die amtlichen Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom
keiten, die bei der Regierungsbildung eingetreten ſind. Auch der Auf= Kaſſe 63½—63½, drei Monate 63½—6½, Settl. Preis 63½, Elektrolyt
69—69½, beſt ſelected 67—68½, Elektrowirebars 69½; Zinn: (
Ten=
denz: feſt) Standard per Kaſſe 221—221½, drei Mönate 2185—218F,
darauf hin, daß für die Zeichnung Kuponzahlungen verwendet werden Blei: (Tendenz; ruhig) ausländ, prompt 2 ſuo, entf. Sichten APſuo,
Settl. Preis 21; für Zink: (Tendenz: träge) gewöhnl. prompt 2534,
entf., Sichten B57/t, Scttl. Preis B¾. — Inoffizielle Notierungen:
Antimon Regulus, chineſ. per 38½, Queckſilber 22½, Wolframerz 1578.
Die amtlichen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom
April 128 (128), Mai 128 (128½4), Juni 126½ (M½), Juli 12634
(128), November und Dezember 1973/ (1B). Tendenz: abgeſchwächt. —
April 43 (43½4), Mai 43½ (4½), Juni 41½ (42), Juli 4134 (42),
Im weiteren Verlauf war die Börſe zuächſt ſchwächer, und zwar Auguſt 42 (4234), September bis November 421 (42½) Dezember
4214 (423). Tendenz: ſtetig. — Für Zink: Januar 50½ (50½),
Februar und März 50½ (503), April und Mai 50¼ (50½). Juni
50½ (51), Juli und Auguſt 50½ (50¾), September 50½ (51), Oktober
50½4 (5034), November 50½ (50½), Dezember 50½ (50½). Tendenz:
ſtetig. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern Brief.
Selbſtändigkeit feſtzuhalten. Neben dieſen wirtſchaftlichen
ſchenkte die Börſe in der Berichtswoche auch politiſchen (
größere Beachtung. So wurde die Abſicht, das Finanzminiſt
ſozialdemokratiſchen Dr. Hilferding zu überlaſſen, ungünſtig k.
man vermutet, daß dadurch eine wenig börſenfreundliche Aera
finanzminiſterium eingeleitet werden könnte. Der mit Spa
wartete Halbjahresbericht des Reparationsagenten wurde gi
genommen, da Parker Gilbert wiederum die Feſtſetzung der
Reparationsverpflichtungen fordert. Einen guten Eindruck
auch der letzte Reichsbankausweis, der eine Verringerung de
anlage um zirka 253 Millionen RM. zeigte. Die Medioliquit
ebenfalls in die letzte Woche fiel, verlief ohne jede Schwievi
Reportsgeld bei underändertem Satz reichlich vorhanden
übrigen nahm die Erleichterung am Geldmarkt zu, ſo daß ſe
Firmen beveits möglich war, bei Tagesgeld zu 4 Prozent an —
Monatsgeld ſtellte ſich auf 7½—8½ Prozent. An den Weck
wurde die Nachfrage größer. Auch nach Herabſetzung des (e4
kontes auf 6½ Prozent für beide Sichten wurde die Nachfrag eu
einträchtigt. Handelswechſel mit Großbankgiro wurden bei (u
geringen Umſätzen mit zirka 6½ Prozent gehandelt. Die w
wicklung des Geldmarktes wird naturgemäß u. a. auch dovon
wie die Gegenwerte der hereinkommenden Auslandsanleihen
werden. Es bleibt abzuwarten, wie ſich die Auflegung
50 Millionen RM. 6prozentige Staats=Anleihe, die mit 11
auslosbar iſt, auf die Tendenz am Geldmarkt auswirken
handelt ſich bei dieſer Anleihe um einen nicht zu unterſchätz
trag, der ganz vom Inland aufgebracht werden ſoll. Die Befi
die man bezüglich der Kündigung von Amerikageldern in der
hegte, ſtellten ſich als übertrieben heraus, da Geldkündigung
wie gar nicht erfolgt ſind. Die Dispoſitionen des Auslande
lediglich darauf hinausgegangen zu ſein, höhere Zinsſätze zu
was es im großen und ganzen wohl auch erreicht haben di
Dollar, der im Zuſammenhang hiermit eine ſtarke Steigerung
hatte, gab wieder leicht nach.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Fuſion Metallbank=Metallgeſellſchaft. In den Aufſichtsrat
der beiden Geſellſchaften wurden die bereits ausführlich bef
Vorſchläge des Aufſichtsrats=Ausſchuſſes zur vollen Fuſion de
bank und der Metallgeſellſchaft zur künftigen Metallgeſellſche
Frankfurt a. M., in allen Einzelheiten genehmigt. Die Ge
ſammlungen finden am 6. Auguſt ſtatt.
Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft A.=G., Darmſtadt. F
wird ein Betriebsüberſchuß von 5,17 (5,19) Mill. RM. aus
Nach 3,35 (3,21) Mill. RM. Erneuerungsrücklage und 0,57 0.
RM. Abgaben verbleibt als Ueberſchuß 126 (1,29) Mill. R9
noch 038 (0,20) Erträgniſſe von Beteiligungen und 048 0.
gänge aus Zinſen kommen. Aus 2,148 (2,106) werden bekann
. Frankfurter Kursbericht vom 15. Sun
171
160.5
136
43
208
60
130‟
118
45.5
211
Eichbaum, Brauer.
Eiſenw. Kaiſersltn.
Elektr. Licht u. Kraft
Elektr. Liefer.=Geſ.
Eiſäſſ. Bad. Wollel
Emag Elektr. Frkft.
Enzing. Unionwke.
Eſchw. Bergwerk
Eßling. Maſchinen!”
Ettling. Spinnereil,
Faber, Foh., Bleiſt.
Faber & Schleicherl=
Fahr, Gebr. Pirm.
F. G. Farbenindſtr.
Felt. & Guilleaum.
Feinmech. (Fetter)
Frkft. Gas.
.
Hof..
...
Maſch. Pe
Pokorny & Wittek.
Geiling & Cie.
Geſſenk. Bergwerklt
Geſ. f. elektr.
Un=
ternehmungen. .
Goldſchmidt Th. . .
Gritzner Maſchinen!,
Grün & Bilſinger. 1
Hafenmähle Franrf
Haid & Neu .....
Hammerſen (Osn.)
Hanfw. Füſſen ...!
Hanſa=LloydBrem.
Harpener Bergbau
Hartm. e Braun =
Henninger, Lempf.
Stern Brauerei.
Heſſen=Naſſau Gasl
Heyligenſtaedt
Hilpert Armaturfb.
Hindrichs=Aufferm.!1
Hirſch Lupfer. 11
Hochtief Eiſen
Holzmann. Phil. .11
Holzvert.=Induſtrie!
Jiſe Bergb. Stamm
Genüſſe 116.75
Inag
Funghans Stamm
Kali Aſchersleben /248
Salzdetfurth. /455
„ Weſteregeln, 252
Rammgarzſpinn. 1240
230.25
82
55.5
204
53
224
ss
119.75
42
275.5
80.5
150
107
281
103
138
182
138
43.5
137
us5
182
93
88.25
Karſtadt, R..
9er. Werke Offſtein/172
Klein, Schanzl..
glöcknerwerke . . .. /135.75
Knorr, Heilbronn
Konſerpfabr. Braun
Kraftw. Alt=Württ. 95
Krauß & Co., Loko.
Lahmener &Co. /176.5
Lech, Augsburg
Lingel, Schuhw.
Löhnberger. Mühle
Löwenbr. Münch. /331
Ludwigshaf. Walz/130
Lüdenſcheid Metalll 95
Muntr.W. Höchſtl124.1
Mainz. Akt.=Br. /278
Mannesm. Röhren 141.75
Mansfeld. Bergb.. 120
Mars=Werie.
Metallgeſ Franrft./201.5
Miag. Mühlenbaul150
Moenus Stamm
Motorenfabr. Deutzl 66
„ Oberurſel/ 94.5
Münch. Lichtſpielt. /103.5
Neckart. Fahrzeug. 68½=
Neckarw. Eßl. ...
Nicolay. Hofbr.
108
Oberbedarf.
Oſterr. AlpineMon. 14.25
Otavi Minen.
Peters Union Frrf./415
Pfälz. Näh. Kayſer/ 60
40
Philipps A.=G.
Phönix Bergbau 96
Porzellan Weſſel / 24
Reiniger Gebb. &
1106
Schall
R9. Braunkohlen
Elettr. Siamm 167.5
Stahlwerte 164
Rhenania. Kunh
Riebeck Montan
Rütgerswerte 98.9
Salzwertbeibronn/220
Schneider & Hanaul
Schnellpr. Frankth / 80
Schöfferhof=Bind. /366
Schramm, Lackfbr. 125
Schriftg. Stempel. 120
Schuckert Gektr. . .1209
111.5
Schuhfbr. Beme
Beſſel.
Schuhfabr. Herz
Schultz Grünlack
Schwarz Storche
Seilindſtr. Wolff
Siem. Glasinduf
Siemens & Hals
Südd Immobili S
Zucker=Al
Strohſtoff. Ver.
Tellus Bergbau
Thür. Lief.=Geſ.
Tucher, Brauerei
Unterfr. Krs.=Ele
tr.=Verſ.
S5
Veithwerke
S
Ver f. Chem. In
deutſch 2lfak
Faßfahr.Caſſ
Gummifabri
BerlineFfan. S
Königs= unt
Laurahütte
Pinſelfabrike
Stahlwerie
ultramarin
gellſt., Berl:
Vgtländ Maſch.
Bogt * boeſt
Voltohm. Seil
Wanß & Frentag
Begelin Außfchr
Werger Brauerei
Zeliſt. Aſchalfenb!
Memel
Baldhol
gugerſ Rbeingau
4. Berſicherunge!
Allanz u. Suttt
Verſicherung
Feſtzüſt behe.
Franiond Nid.
Mitv
Dannd Becich
Darmſtädribes”
Bahnbevar!
erg-
Dampfl=
Gebr. Ro‟
Na
warm =
ner 166
zent Dividende auf 208 Mill. RM. Aktienkapital vorge=
Die Ende 1926 eingetretene Verkehrsſteigerung habe auch
* Dampf betriebenen Nebenbahnen angehalten. Trotz der
undenen Mehreinnahmen ſei der Gewinn infolge höherer
gen für Löhne und Gehälter und für Verbeſſerungen der
(nlagen und Betriebsmittel und ſchließlich wegen der am
927 wirkſamen allgemeinen Gütertarifermäßigung nicht
ge=
fe Bilanz zeigt (alles in Mill. RM.) Bahnanlagen 29,09
rhauten 0,35 (13), Perſonenkraftwagen 0,25 (0,36), Immo=
(1,89), Wertpapiere und Beteiligungen 3,14 (3,13), Vorräte
—ebitoren 2,73 (2,/41) und Barbeſtände 1,26 (2,10). Neben dem
teita y d. der Reſerve erſcheinen Erneuerungsfonds 11 (801) und
„editwm 4,31 (413). Generalverſammlung 18. Juni.
ge ſche Werke Offſtein u. Worms A.=G., Worms. Zu
Nach=
bten. ; die Geſellſchaft teilt die Verwaltung mit, daß der Aufbau
de tsbau der Fußbodenplattenfabrik Offſtein aus den Mitteln
Be/s beſtritten worden iſt, daß aber dadurch keine beſondere
Be=
tuing „Geſellſchaft eingetreten ſei, die den ihr zur Verfügung
gendru redit noch nicht voll beanſprucht habe. Die Anlage iſt ſeit
3. heg in kleinſtem Umfange in Betrieb, die Maſchinerie iſt in
bec fenen Woche fertig geworden. Nach Anſicht von Fachleuten
die age, ſoweit es im Anfangsſtadium beurteilt werden kann,
Buyh=Licher Eiſenbahn A.=G., Butzbach. Die Geſellſchaft konnte
go du Jerluſtvortrag von 74 476 RM. tilgen und darüber noch
ſia! eingewinn erzielen. In der Bilanz erſcheinen bei 1,756 Mill.
m. 2 nkapital, 865 829 (833 049) Reſerve wieder 13 Mill. RM.
tgats-3 Uß, 596 220 (629 000) Wertberichtigung und 186 400 (226 326)
bſäubä) Andererſeits werden die Eiſenbahnanlagen mit 4,743 Mill.
m. —. Schuldner mit 34 380 (0) ausgewieſen.
De nanzbedarf Preußens. Einzelheiten zur neuen 50=
Millionen=
m.=Eu ge. Der preußiſche Staat nimmt eine 50=Millionen=RM., mit 110 Prozent auslosbare, neue Anleihe auf. Die
An=
be lo, auf Feingoldbonds. Die Ausloſung findet von 1934 ab in
on gun Raten ſtatt. Sie wird in der Zeit vom 21. bis 30. Juni
m H. von 93 Prozent zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt
wer=
n. — Einzahlungsfriſten ſind auf längere Zeit verteilt. Es ſind zu
ſhen. 0 Prozent am 10. und 30. Juli und 40 Prozent am 15.
uguſs) ußer den ſchon erwähnten 50 Millionen RM. gelangen
wei=
e 3S5 llionen RM. derſelben Emiſſion zur Ausgabe, und zwar iſt
ag füs den Abſatz an die Sparkaſſen beſtimmt. Der Erlös
—e ſoll zur Abwickelung von Vorſchüſſen verwendet werden,
Rahmen der Anleiheermächtigung für Landmeliorationen,
n Häfen und Bergwerken gegeben worden ſind.
Produktenberichte.
Fw irter Produktenbericht vom 15. Juni. Der Produktenmarkt
ſtiller Haltung. Die etwas erholten Auslandsnotierungen
ſtkterx mutigend, die Umſätze blieben jedoch gering. Die Preiſe
„rder 2 folgt feſtgeſetzt: Weizen T 26,50—26,75, Roggen 28,50, Hafer
228,50, Mais für Futterzwecke 25, Mais für andere Zwecke
A mehl 37,2—38, Roggenmehl 39,50—40, Weizenkleie 14,25,
16,50—16,75.
Samstag, den 16. Junt 1928.
Seite 13
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Chicago, 15. Juni. (Priv.=Tel.)
Weizen: Heute hielten ſich die Preisſchwankungem in engen Grengen.
Anfänglich gingen die Preiſe auf Abgaben etwas zurück. Im Verlaufe
lkat vorübergehend eine Erholung ein, da aus Oklahoma Hagelſchäden
gemeldet wurden und Käufe für europäiſche Rechnung vorgenommen
wurden.
Mais: Auf die Schwäche in Buenos Aires, eröffnete der Markt mit
teilweiſe ermäßigten Preiſen. Im Verlaufe wurde es etwas feſter auf
beſſere Lobonachfrage und ungünſtige Wetterprognoſen. Auch nahmen
die Baiſſiers Käufe vor.
Hafer: Auf enttäuſchende Lokonachfrage und günſtige Wetterberichte
eröffnete der Markt abgeſchwächt. Im Verlaufe kam es zu teilweiſe
geringen Preisſteigerungen, da die Spekulation zu Deckungskäufen
be=
ſonders in Juliware ſchritt.
New York, 15. Juni. (Priv.=Tel.)
Kaffee: Liquidationen und Abgaben für europäiſche Rechnung und
die ſchwächeren Rio=Meldungen bewirkten ein Nachgebem der Preiſe.
Da die Spekulation ſpäter zu Deckungen ſchritt, kam es zu einer
Er=
holung.
Zucker: Auf Deckungen der Spekulation und die beſſeren Londoner
Kabel war der Markt gut behauptet. Vorübergehend trat eine
Ab=
ſchwächung ein auf Liquidationen, doch wurde die Stimmung gegen
Schluß wieder feſter.
Baumwolle: Am Terminmarkt zogen die Preiſe etwas an auf die
Haltung der Fondsbörſe, wenn auch Angebot und Nachfrage gering
waren. Ueber Schäden durch den Kapſelkäfer lagen erneute Berichte
vor. Gegen Schluß erfolgten teilweiſe Realiſationen.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 15. Juni:
Getreide. Weizen: Juli 138, Sept. 140, Okt. 142½; Mais:
Juli 101½, Sept. 99½, Okt. 86½; Hafer: Juli 53½, Sept. 4578,
Okt. 4738; Roggen: Juli 123, Sept. u. Okt. 118½.
Schmalz: Juli 11,62½, Sept. 11,97½, Okt. 12,12½, Dez. 12,20.
Fleiſch. Rippen: Juli 12,20, Sept. 12,56, Okt. 12,37½; Speck,
loko 12,50; leichte Schweine 8,75—10,15, ſchwere Schweine 9,35
bis 10,20; Schweinezufuhren: Chicago 16 000, im Weſten 90000.
Baumwolle: Juli 20,55, Okt. 20,21—20,23.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 15. Juni:
Getreide. Weizen: Rotwinter 179½, Hartwinter 156½: Mais,
neu ank. Ernte 1137; Mehl, ſpring wheat clears 6,35—6,75;
Fracht: nach England 1,3—2,0 Schilling, nach dem Kontinent
8—9 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 12,30; Talg, extra, loſe 8½.
Kakao. Tendenz: feſt; Umſatz in Lots: 244; Loko: 14,00;
Juni 13,91, Juli 14,00, Auguſt 14,24, September 14,38, Oktober
14,/43, November 14,0, Dezember 13,80; Januar 1929 13,50,
März 1929 13,45.*
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Ueber die Lage der deutſchen Uhreninduſtrie wird gemeldet, daß
der Auftragseingang im Mai nicht unerheblich zurückgegangen ſei. Als
Urſache hierfür werden in erſter Linie Saiſoneinflüſſe genannt.
Der Leipziger Rauchwarenmarkt wird zurzeit vom
Veredelungsver=
kehr vollkommen beherrſcht. Infolge der Ueberlaſtung der
Rauchwaren=
induſtrie mit Aufträgen iſt der Arbeitsmarkt für dieſe Induſtrie
zur=
zeit geſpannt. Im Handelsgeſchäft wird hauptſächlich empfunden, daß
die Detailkundſchaft mehr und mehr edelſtes Pelziverk bevorzugt.
Bei der in Zahlungsſchwierigkeiren geratenen Leibziger
Getreide=
großhandlung Johannes Krauſe dürften die Paſſiven ſich auf rund
600 000 RMM. einſchließlich Hypothekenſchulden belaufen, denen Aktiven,
in der Hauptſache aus Grundbeſitz, von etwa 300000 RMM.
gegenüber=
ſtehen.
Der Lohnkampf in der Lüdenſcheider Metallinduſtrie hält
under=
mindert an. Falls es der Schlirhtungsbehörde nicht gelingt, den Kampf
zu beenden, muß damit gerechnet werden, daß die geſamte Lüdenſcheider
Eiſen= und Metallinduſtrie die Geſamtausſperrung beſchließen wird. In
Betracht kommen zirka 60 000 Metallarbeiter.
Der Deutſche Verein von Gas= und Waſſerfachmännern hält ſeine
69. Jahresverſammlung vom 14—16. Juni in Hamburg ab.
In der Schadenerſatzklage des Ingenieurs Grünſtein gegen die
In=
tereſſengemeinſchaft J. G. Farbeninduſtrie wurde am Freitag morgen
folgendes Urteil verkündet: Die Klage wird abgewieſen, der Kläger
trägt die Koſten.
Die norwegiſche Baumwollwarenfabrikantenvereinigung hat den
Storthing um eine 50prozentige Erhöhung der Zölle auf
Baumwoll=
fabrikate, ferner um Erhöhung des Zolles auf Kunſtſeidenfabrikate auf
10 Kr. pro Kilogramm erſucht.
Die Nachrichten über die Emteausſichten in ganz Rumänien lauten
äußerſt günſtig. In landwirtſchaftlichen rumäniſchen Kreiſen glaubt
man, daß die Ernte eine der beſten ſeit dem Kriege ſein wird.
Wie Finanzminiſter Bud in der vorgeſtrigen Konferenz der
Regie=
rungspartei mitteilte, hat die ungariſche Regierung ein Abkommen mit
dem ſchwediſch=amerikaniſchen Zündholztruſt abgeſchloſſen, wonach
die=
ſem in Ungarn das Zündholzmonopol übertragen wird. Als
Gegen=
leiſtung hierfür gewährt der Truſt Ungarn eine Anleihe in Höhe von
36 Millionen Dollar.
Im Kurſaal von Interlaken fand vom 1. bis 16. Jui eine
inter=
nationale Tarifkonferenz für den deutſch=italieniſchen Güterverkehr ſtatt.
Es nahmen daran Vertreter der deutſchen, italieniſchen, ſchweizeriſchen,
öſterreichiſchen, tſchechiſchen und jugoſlawiſchen
Eiſenbahnberwaltun=
gen teil.
Der Rücktritt des Direktors der Bank von Japan, Iniofije, hat in
der Handels= und Finanzwelt Japans Aufſehen erregt. Wie erklärt
wird, bringt man den Rücktritt in Zuſammenhang mit den letzten
Er=
eigniſſen auf dem japaniſchen Kapital= und Anleihemarkt, der bekanntlich
wiederholt ſcharfe Kritik ſeitens der Banken und Börſe an dem
Ver=
halten der Japaniſchen Bank zur Folge hatte.
Offene Stellen
reud. Lentralstadtschaft
Nachdem der bis zum 18. Juni 1928 von uns zur Zeichnung
gelegte Teilbetrag von Gmk. 3.000,000.— 8%lgen
reichs-
indelsicheren Goldpfandbriefen der Preußischen
ntralstadtschaft, Reihe 19, verkauft ist, legen wir hiermit
itere
GM. B.000.Oo0. Goldptandbriefe zum
Vorzugszeichnungskurs von 9700
zter Berliner Börsenkurs 98%) zur Zeichnung auf.
Stückelung: 100.-, 200—, 500.-, 1000.—, 2000.— GM.
Lieferung der Stücke: Sofort Spesenfrei.
Zeichnungsfrist: vom 18. Juni bis 9. Juli 1928.
Vorzeitiger Zeichnungsschluß bleibt vorbehalten.
Die Goldptandbriefe der Preußischen Zentralstadtschatt sind
Feingold gestellt. Die Ihnen zu Grunde liegenden
Deckungs-
potheken sind Feingoldhypotheken und halten sich, soweit es
h nicht um Neubauten handelt, in der Regel innerhalb 25%
s Vorkriegsbeleihungswertes der Hausgrundstücke. Die
Gold-
ndbriete werden zum Goldmarkpreise verzinst und zum
Gold-
rkpreise eingelöst. Eine Goldmark entspricht dem
Feingold-
wicht von 1/2790 kg Feingold. Die Auslosung der
Goldptand-
efe erfolgt zu 100%- Die Goldptandbriefe der Preußischen
ntralstadtschaft sind reichmündelsicher und gesichert durch.
1. erststellige Feingoldhypotheken,
2. das eigene Vermögen der Zentralstadtschaft und der ihr
angeschlossenen 8 Stadtschaften,
3. die Garantie der beteiligten 8 Preußischen Provinzen, die
anteilig und in voller Höhe haften.
Die von der Zentralstadtschatt ausgegebenen
Goldpfand-
iefe sind bei der Reichsbank in Klasse „A‟ beleihbar, dem für
* Reihe 19 bereits gestellten Antrag wird im Laufe des Monats
ni 1928 stattgegeben werden.
Zeichnungen werden von allen Banken, Bankiers,
Spar-
ssen, Stadtschatten sowie der unterzeichneten Köperschaft
ent-
gengenommen.
Tounische Hontrafstautschant
Körperschatt des öffentlichen Rechts
Ferlin W 10, Viktoriastraße Nr. 19.
Telegramm-Adresse: Stadtschatt, Berlin. ((V.10097
Fernsprechanschlüsse: Kurtürst B 1, 5867—5869 und 5848.
Männlich
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gutachtete Apparate mit enormer
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ſatzfähigkeit werden noch tüchtige
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250 ccm, Gerlach auf Standard mit 102
Stundenkilometer Durchschnitt. . . . . . erster Preis
8. Rhön-Bergmeister 4 6. 28
350 ccm, Stoeßer auf Standard . . . . . erster Preis
4, Kesselbergrennen 350 ccm
Stoeßer auf Standard am 10. 6. 28 . . . erster Preis
5. Adlers-Bergrennen, 500 ccm, schärfste
Konkurrenz, erster Reif, Suhl auf
Standerd, 10. 6. 28 „ . . . . . . . . erster Preis
6. Reif. Suhl auf Standard im Bergrennen
schnellste Zeit des Tages. 10. 6. 28 „ . . neuer Rekord
7. Großer Ostseepokal, am 11. 6. 28
350 ccm, Thewis-Berlin auf Standard . . .erster Preis
8. Pirmasens Dauerprüfungsfahrt
2 Standard, strafpunktfrei, 11. 6. 28 „ „ erster Preis
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Seite 14
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Fleiſchwurſt und Schwartenmagen
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Auswahlreicher Aufſchnitt
Samstag, den 16. Juni 1928
Aus den Amtsverkündigungen des Kreisamts
Darmſtadt and den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Stoffgürtel. 1
mittel=
großer Sch üſſel. 1 Paar braune
Wild=
lederhandſchuhe. 1 Straßenbahn=
Wochen=
karte. 6 kleine Schlüſſel am Ring. 210gr
Verbandwatte 1 geſticktes Taſchentuch
1 ſchwarzer Kinder=Lackhalbſchuh. 1 Brille
im Futteral. 1 ſchwarzer Damenſchirm.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit 76,81 Mk.
1 Paar Damenhandſchuhe, 1weiß.
Taſchen=
tuch mit blauem Rand. 1 braunlederner
Tabaksbeutel und 1 Paket Tabak, 1
hell=
grauer Damenfilzhut. 1 Weißbinder=
Waſch=
bürſte. 1 Damenuhr. 2 mittelgr. Schlüſſel.
— Zugelaufen: 1 ſchwarzgelber
Schäfer=
hund. 1 roter Baſtard.
Sonntagsdienſt und Nachtdienſt in
den Apotheken Darmſtadts: Es verſehen
den Sonntagsdienſt und in der daran ſich
anſchließenden Woche den Nachtdienſt vom
16. Juni bis einſchließlich 23. Juni die
Löwen=Apotheke, Ballonplatz 11, die Adler=
Apotheke, Wilhelminenplatz 17, die Hirſch=
Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße 21.
die zur Errichtung eines Anbaues
an das Verwaltungsgebäude der
Allge=
meinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt
er=
forderlichen
Erd=, Maurer= und
Betonarbei=
ten, Steinmetzarbeiten,
Zimme=
rer= und Dachdecherarbeiten,
Spengler= und Schloſſerarbeiten
und die Eiſenlieferung
ſollen in öffentlicher Submiſſion
ver=
geben werden. Zeichnungen liegen bei
dem Unterzeichneten vom 18.—24. Juni
auf. Daſelbſt ſind die
Angebotsformu=
lare zum Selbſtkoſtenpreis erhältlich.
Angebote ſind bis zum 26. Juni,
vormittags 10 Uhr, auf dem Büro
der Kaſſe, Blumenthalſtraße 7, mit
ent=
ſprechender Anſchrift abzugeben.
Zuſchlagsfriſt 3 Wochen. (10068
Karl Schembs, Steinſtraße 10,
Architekt B. d. A.
Freitag, den 22. Juni,
vormit=
tags 9 Uhr, wird auf dem Teichhauſe
das Heugras vom „Reinheimer Teich‟
75 Hektar (300 Heſſiſche Morgen),
öffent=
lich verſteigert.
Kaufliebhaber wollen dasſelbe vorher
einſehen.
Anſchließend daran wird die
Heu=
ſcheuer daſelbſt auf 1 Jahr
abteilungs=
weiſe verpachtet.
(10081
Reinheim, den 13. Juni 1928.
Heſſ. Bürgermeiſterei Reinheim.
Buxmann.
Mittwoch, den 20. ds. Mts., von
vorm. 1/,9 Uhr ab, wird ein Teil des
Heugrasertrages der „Beſſunger
Wieſen” öffentlich verſteigert.
Zuſam=
menkunft: Schnampelweg —
Darmbach=
brücke.
(st10138
Darmſtadt, den 15. Juni 1928.
Städt. Güterverwaltung.
werden die Hauptdarsteller unserer Reuue
vVolkstage bei Tietz , die so schnell populär
gevordenen Serierpreise Oode
noch einmal mit ganz großen Attraktionen.
aufwarten. Einer wird den anderen zu
über=
bieten versuchen. Kommen Sie deshalb
(10074
Samstag nochmal zu uns.
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nachmitt, ab 4 Uhr
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Woog, 15. Junt 1928.
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u. Sohn,
Biblis (190N
Zwangsverſteigerung.
Die nachſtehend bezeichneten Grundſtücke, die zur Zeit der
Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen
der Eheleute Philipp Röder, Fuhrunternehmer, und
Auguſte, geb. Berg in Darmſtadt, zu je ?/, im Grundbuch
eingetragen waren, ſollen
Dienstag, den 3. Juli 1928, nachmittags 31/, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle, Zimmer 219,
verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der
Zwangsvoll=
ſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 18. Januar 1928 in
das Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteige=
rungsvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind, ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der
Auffor=
derung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſprich
glaubhaft zu machen, widrigenfalls, ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Ver=
teilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläu
bigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung
entgegenſtehen=
des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten
Gegen=
ſtandes tritt.
(7658a
Darmſtadt, den 24. April 1928.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung der Grundſtücke:
Brundbuch für Darmſtadt, Bezirk III, Band XIII, Blatt 64
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann qm
Schätzung
1 III 134 Hofreite Nr. 46
Arheil=
gerſtraße
651 10000 RM
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk VI, Band IX, Blatt 441
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann am
2 Xx::II1 88 Acker in der Lache 3371 3000 KM
Oeffentliche Aufforderung
zur Abgabe einer Vermögenserklärung un=
Gewerbeſteuererklärung für 1929
I. Zur Abgabe einer Erklärung über ihr
ſteuerpflichtiges Vermögen ſind verpflicht=
1. alle natürlichen Perſonen (Deutſche und Nicht
die im Bezirk der unterzeichneten Finanzämter
ihren Wohnſitz haben oder ſich im Reichsgebiet.
6 Monate aufhalten, wenn ſie bei Beginn des
1928 entweder
a) ein ſteuerpflichtiges Geſamtvermögen (
in=
ländiſches Vermögen) im Werte von mehr.
Reichsmark beſeſſen haben oder
b) inländiſches landwirtſchaftliches, forſtwirt
oder gärtneriſches Vermögen oder
inländiſch=
vermögen beſeſſen haben oder
c) inländiſches Betriebsvermögen im Werte
als 5000 RM. beſeſſen haben;
2. a) Aktiengeſellſchaften, Kommanditgeſellſchafter
tien, Kolonialgeſellſchaften, bergbautreiben
fähige Vereinigungen und nichtrechtsfähig
werkſchaften, Geſellſchaften mit beſchränkter
Genoſſenſchaften, Verſicherungsvereine auf 6
keit, Hypothekenbanken, Schiffsbeleihungsbo
b) rechtsfähige und nichtrechtsfähige Vereine.
Stiftungen, andere Zweckvermögen und ſon
unter a fallende Körperſchaften des bürgerlick
c) offene Handelsgeſellſchaften und Komma
ſchaften,
d) Kreditanſtalten des öffentlichen Rechts.
wenn der Sitz oder der Ort der Leitung im B
der unterzeichneten Finanzämter liegt.
II. Zur Abgabe einer Erklärung über das in
eines der unterzeichneten Finanzämter Ine
landwirtſchaftliche, forſtwirtſchaftliche ur Särt,
neriſche Vermögen, Betriebsvermögen un
vermögen ſind ohne Rückſicht auf den We
Vermögens verpflichtet:
1. alle natürlichen Perſonen, die im Deutſchen R
ihren Wohnſitz haben noch ſich mehr als 6 M.
halten:
2. alle Körperſchaften, Perſonenvereinigungen, V.
maſſen, Geſellſchaften und Anſtalten, deren Si
der Leitung im Ausland liegen.
B.
Die hiernach zur Abgabe einer Vermögenserklä
pflichteten werden aufgefordert, die Erklärung unt
ſ=
ung des vorgeſchriebenen Vordrucks in der Zeit
bis 30. Juni 1928 bei dem für ſie zuſtändigen,
neten Finanzamt einzureichen. Vordrucke für die V
erklärung können vom 16. Ifd. Mts. ab. von den
neten Finanzämtern bezogen werden. Auch werden
während der Dienſtſtunden abgegeben. Die Vermt
rung iſt ſchriftlich (zweckmäßigerweiſe eingeſchriek
reichen oder mündlich vor dem zuſtändigen Finanz
geben.
Die Pflicht zur Abgabe der Vermögenserklärur ſ
Empfang eines Vordrucks nicht abhängig.
Die Abgabe der Vermögenserklärung bei dem
neten zuſtändigen Finanzamt iſt nicht erforderlich,
unter A bezeichneten natürlichen Perſonen, Köry Ftz
Perſonenvereinigungen, Vermögensmaſſen, Geſellſd ku
Anſtalten die Vermögenserklärung bei einem ander
amt bereits abgegeben haben und dies dem unte
zuſtändigen Finanzamt mitteilen.
C.
Wird die Friſt zur Abgabe der Vermöge iad
rung nicht eingehalten, ſo kann ein Zuſchle
10 v. H. des zur Erhebung gelangenden ?
trags feſtgeſetzt werden. Die Abgabe 1P
mögenserklärung kann durch Geldſtrafe er ISi
werden. Wer aus Borſatz oder Fahrläſſie
richtige oder unvollkommene Angaben 1/
ſteuerpflichtiges Vermögen macht oder du1 PM
abgabe einer Erklärung ſteuerpflichtiges V
verſchweigt, ſetzt ſich ſchweren Strafen aus.
D.
Nach geſetzlicher Vorſchrift hat jeder Gewerbſ.
tige, dem ein Vordruck von dem Finanzamt zugeht
klärung über ſein gewerbliches Betriebsvermögen
Gewerbeertrag abzugeben. Die Zuſendung des
durch das Finanzamt gilt als Aufforderung zur 2
Erklärung. Die Erklärung iſt innerhalb 4 Wochen
ſendung des Vordrucks bei dem Finanzamt ausg
eigenhändig unterſchrieben einzureichen; es empnie
doch, die Gewerbſteuererklärung gleichzeitig mit
mögenserklärung einzuſenden.
Die Beſtimmungen unter Abſchnitt C gelten
für die Gewerbſteuererklärung vom Betriebsvern
Ertrag.
Darmſtadt, den 15. Juni 1928.
Die Finanzämter:
Darmſtadt=Stadt. Darmſtadt=Land. La
A
zu
Zhe=
ein
Klapp=
Kinder=ſtäh hen
zu kaufen geſucht.
Angeb. u. 8 104 a. d.
Geſchäftsſt. (*15957
Prima
Yoppel=Pong
zugfeſt und fromm.
bil ig zu verkaufen.
Max Freese
Sti tſtr. 101. *15932
FrankfurtM.
Pferdemärkte
18. Juni, 16. Juli, 20. Aug.,
tober, 10. Dezember. Durch
Auftrieb 1000 Pferde aller 7
auch Schlachtpf. größte A.
u. beſte Gelegenh. f. Kaufo.
Ein Beſuch dieſ. Märkte iſt zu
Der Handel Sonntags verb. (
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Wel en ab. Preis n.
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ſtadt, Weingartenſt. 7
(*15930)
190
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Gutenbergſtr. Nr. 35
(*16035)
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kunft: Arheilgen,
Maulbeerallee 10 ½
(*16037
Tauben: Briefer,
Straſſer,
Schwarzflü=
gel, billig zu verkauf.
Emilſtr. 25. (E1593
Junge Elſtern
mit Preisang zu kf
Schätzung geſ. Darmſt., (*1592=
Orangeri=ſtraße 28.
Samstag den 16. Juni 1928
Geite 15
ner 166
ich und Ausland
in gründlicher Selbſtmörder.
Großfeuer auf dem Holzlagerplatz.
6 elberg. Unter eigenartigen Begleit=
Amſtäng hat hier der 48jährige Kaufmann Georg
deicher lbſtmord verübt. Er vernichtete zuerſt in
uinemr1 idhaus, das er ſich in Siebenmühlental
ſebaut e, die geſamte Einrichtung, einſchließlich
enſtem d Türen, zerſtörte die Bäume des
Gar=
ns mu ie Sträucher, ſowie das Bienenhaus, er=
Hund, zündete ſein Haus an und erſchoß
ind em ſte ſich ſelber.
„Breien”=Flieger in Wiesbaden.
g— jiesbaden. Der Magiſtrat hatte
ſei=
ch den in Amerika weilenden Beigeord=
Heß die „Bremen”=Flieger Hauptmann
rn v. Hünefeld und Oberſt Fitzmaurice
mit ihren Familienangehörigen einige
Erholung in Wiesbaden zu verbringen.
Koehl hat nunmehr geantwortet, daß die
Einladung mit Dank grundſätzlich
an=
ehme y d ſich den Zeitpunkt ihrer Ankunft
vorbe=
kann alſo mit dem Beſuch der zurzeit auf
ſe befindlichen „Bremen”=Flieger in
Wies=
chnet werden.
Doppelſelbſtmord.
rg. Der frühere Beſitzer und ſpätere
er Porzellanfabrik in einem Orte bei
Ko=
ger Inhaber eines Automobilgeſchäfts,
Roſe, wurde heute früh mit ſeiner Gattin,
Svergiftet, tot aufgefunden. Nach
hinter=
riefen liegt Selbſtmord infolge
wirtſchaft=
vor.
Großfeuer auf einer Zeche.
el. Die Gewerkſchaft Frielendorf, die
und größte Zeche der Mitteldeutſchen
ninduſtrie, iſt am Donnerstag abend von
hängnisvollen Feuer heimgeſucht worden.
bſtentzündung geriet das
Braunkohlen=
lammen. Durch den heftigen Sturm hatte
in überraſchend kurzer Zeit einen Umfang
is zu 350 Meter Breite und 28 Meter
nommen. Trotz Einſetzung aller
verfüg=
gren 1 inſchaften der Gewerkſchaft und der
Orts=
euer iſt man den Elementen gegenüber
macht=
z g—n. Erſt gegen Morgen rückte die
herbei=
erufes eberlandfeuerwehr heran. Mit ſämtlichen
n Schlauchleitungen, die eine Länge von
rn hatten, wurde gegen den Brandherd
m. Zeitweiſe war man mit 18 bis 25
rig. Durch die unerträgliche Hitze und den
den die Löſcharbeiten ſehr erſchwert. Den
ereirzi Träften der Feuerwehren gelang es ſchließ=
Feuer am Freitag morgen gegen 7 Uhr
ſich,
„hm n zu bringen und auf ſeinen Brandherd
zu bed aken. Die Nachlöſcharbeiten nahmen noch
den a Freitag in Anſpruch. Tauſend Tonnen
Kohle) 6 wertvolle Grubengeräte und Materialien
ſind annt. Da das Kohlenlager wegen ſeiner
Feuts) frlichkeit nicht verſichert iſt, dürfte der
eträchtlich ſein.
Der ſſadenkletterer Kaßner feſtgenommen.
W in. Der berüchtigte Hoteldieb und
Faſ=
ſadenu rer Paul Kaßner, der in den Hotels deut=
1 ſtädte ſeine Beutezüge unternahm und auch
½ ferliner Hotels Diebſtähle ausgeführt hat,
iK: /000 und 48 000 Mark Beute eintrugen, iſt
verhaftet worden. Kaßner war ſchon
ein=
pril verhaftet worden, wo ihn ein
Polizei=
ſeam m innlos betrunken an der Ecke Unter den
ſindet d Friedrichſtraße im Rinnſtein aufgeleſen
tte.Nßner hatte aber dann bei dem Transport
vom kvogteigefängnis nach Plötzenſee eine
Luft=
klapp o Wagens durchbrochen und war geflohen.
Alle: ihungen um ſeine Wiederauffindung waren
Seine Wiederverhaftung hat ſich unter
ſeltſa y Umſtänden vollzogen. Kaßner hatte mit
zwei 1 eitern morgens um 4 Uhr im Stadtinnern
ein Ag genommen und war nach der Mulackſtraße
im I en Berlins gefahren. Dort angelangt,
zwan die drei mit ſchußbereiten Revolvern den
Shauzu, zu einer Zickzackfahrt durch die Stadt. Der
Shauzu, der völlig eingeſchüchtert war, benutzte
dann A., einen Augenblick, wo Kaßner den Wagen
berlay and ein Haus betreten hatte, um die beiden
Begle) ebenfalls zum Verlaſſen des Wagens zu
überrr; und in raſender Fahrt zur nächſten
Poli=
zeiwod zu eilen, um die Verhaftung der drei
ge=
walttti n Fahrgäſte zu veranlaſſen. Bei der
poli=
zeflickh) Enterſuchung wurde Kaßner als der
längſt=
geſuckl jaſſadenkletterer erkannt.
Polimentariſcher Gottesdienſt
im Berliner Dom.
Keichspräſident von Hindenburg
Fiit den evangeliſchen Mitgliedern der Regie=
* Lom, in dem anläßlich der Eröffnung des
Ss ein parlamentariſcher Gottesdienſt durch
Prediger Dr. Burghart abgehalten wurde.
Rieſenbrand bei Himmelsbach.
Ein Großfeuer auf den Lagerplätzen der Holzfirma Himmelsbach in Gaulsheim (Bingen)
breitete ſich mit raſender Schnelligkeit über die weitausgedehnten Holzvorräte aus. Die
umliegen=
den Gebäude, darunter der Bahnhof, mußten dauernd unter Waſſer gehalten werden. Durch den
Brand wurde die Bahnſtrecke Bingen—Mainz zeitſveilig ſtark gefährdet, ſo daß die Züge große
Verſpätungen erlitten. Der Auto= und Fuhrwerksverkehr mußte umgeleitet werden, bis es nach
ſtundenlangem Bemühen gelang, das Feuer einzudämmen. Der Sachſchaden iſt außerordentlich
groß. Die Urſache des Feuers konnte noch nicht ermittelt werden.
Der Flugzeugabſturz in Kopenhagen.
Die Trümmer des abgeſtürzten Flugzeuges.
Wilhelm Filchners Heimkehr.
Berlin. Die neueſten unmittelbaren
Mittei=
lungen Dr. h. c. Wilhelm Filchners aus Indien an
ſeine junge Tochter in München und ſeine Freunde
in Berlin und Paris zeugen zwar, daß er noch am
Schluß ſeiner zweieinhalbjährigen Durchwanderung
Inneraſiens nicht ganz frei von materieller Sorge
war, ſie bedeuten aber im übrigen ſehr erfreuliche
Botſchaft. In Srinagar, wo der Forſcher ſeine
er=
frorenen Füße und die gebrochene Hand ausheilen
ließ, war ihm gute Erholung in einem Hausboot=
Idyll vergönnt. Von den höchſten britiſch=indiſchen
Beamten erfuhr er überall ehrende Förderung. Im
Wiſſenſchaftlichen Inſtitut zu Dehra Dun konnte er
ſeine bedeutſamen magnetiſchen Meſſungen und
geo=
dätiſchen Berechnungen abſchließen. Im Mai reiſte
er über Delhi, wo er den Vizekönig beſuchte, nach
Bombay. Von dort aus hat er am 6. Jumi bereits
die Heimfahrt angetreten.
In ſeiner unverwüſtlichen männlichen Art ſcheint
er die phyſiſche und ſeeliſche Nachwirkung der
unſäg=
lichen Strapazen und Drangſale, die er auf ſeiner
großen Expedition erlitt, ſchon überwunden zu
haben; weniger freilich eine gewiſſe Bitterkeit aus
Gründen mangelnder Unterſtützung von ſeiten der
Heimat. Der italieniſche Dampfer „Cracovia”, auf
dem er fährt, wird am 21. Juni in Venedig
ein=
treffen. Man kann damit rechnen, daß Filchner am
24. Juni in Berlin ankommt. Hier wird dem
ver=
dienten deutſchen Forſcher vorausſichtlich ein
wür=
diger Empfang bereitet, der ihm wohl die letzten
bitteren Zweifel nehmen und ihm zeigen dürfte, daß
ſein Vaterland ſeine Perſönlichkeit und ſeine
hervor=
ragenden Leiſtungen denn doch zu ſchätzen weiß und
nicht geſonnen iſt, ihn etwa dem Ausland, das ſich
mit Grund lebhaft für ihn intereſſiert, zu überlaſſen.
Filchners Werk über dieſe ſeine jüngſte Forſcherfahrt
nach Zentralaſien wird bei Brockhaus in Leipzig
erſcheinen.
Todesopfer des Sturmes in Hamburg.
Hamburg. Während des am Donnerstag
über dem Hamburger Hafen herrſchenden heftigen
Südweſtſturmes wurden zwei auf einem engliſchen
Dampfer bedienſtete Seeleute in Harburg=
Wilhelms=
burg, die ſich auf einem außenbords angebrachten
Hängegerüſt befanden, in die Elbe geworfen, wobei
einer von ihnen ertrank.
Selbſtmord eines polniſchen Majors in einem
Danziger Hotel.
Danzig. In einem Danziger Hotel hat ſich der
Major im polniſchen Generalſtab Franciſzek Jan
Biatewſki aus Warſchau erſchoſſen. Major
Bia=
tewfki hatte ſich in das Hotelbuch als Kaufmann Jan
Gruber eingetragen. Die Urſach der Tat iſt
un=
bekannt.
Ehrung deutſcher Ingenieure.
Berlin. In Würdigung des Umſtandes, daß
zu der außerordentlich günſtigen Entwicklung der
Stadt Eſſen und zur Begründung ihres Weltrufes
der deutſche Ingenieur in hevvorragendem Maße
beigetragen hat, beſchloß die Stadtgemeinde Eſſen,
anläßlich der in dieſen Tagen in Eſſen abgehaltenen
67. Hauptverſammlung des Vereins Deutſcher
In=
genieure, durch Schaffung eines „Ingenieur=
Vier=
tels” in einer der ſchönſten Wohngegenden der Stadt
die Erinnerung an bedeutende Männer der Technik
in den Namen der Straßen bleibend feſtzuhalten.
Zwei von ihnen erhielten bereits jetzt die Benennung
Grashof=Straße und Zeuner=Straße.
Ein Poſtautobus verunglückt.
Berlin. Ein ſchweres Verkehrsunglück
ereig=
nete ſich Donnerstag abend, kurz nach 20. Uhr, in
Aue. Ein vollbeſetzter Verkehrsautobus geriet auf
der abſchüſſigen Schwarzenbergſtraße ins Schleudern.
Eine Anzahl Straßenbäume wurden umgeriſſen,
wo=
bei die Fenſter des Wagens in Trümmer gingen.
Am Fuße der Straße raſte der Autobus ſchließlich
gegen die Nikolgi=Kirche und wurde faſt vollkommen
zerſtört. Vier Inſaſſen haben ſchwere Verletzungen
erlitten.
Gemeinſamer Selbſtmord eines Matroſen
und eines jungen Mädchens.
Berlin. Auf dem Truppenübungsplatz Döberitz
wurden die Leichen des 20jährigen Matroſen Bruno
Vogt der 1. Kompagnie der 3. Marineartillerie=
Abteilung und die 16jährige Gertrud Werner aus
Spandau mit Schußverletzungen in der Schläfe
auf=
gefunden. Die Annahme, daß es ſich um Selbſtmord
handele, wird durch einen Brief beſtätigt, den Vogt
an einen Freund in Neumünſter geſchrieben hat.
Vogt war ſeit dem 3. Juni bei der Kommandantur
Berlin als vermißt gemeldet.
Großfeuer in der Malzfabrik Naefeke.
Altona. In der Malzfabrik von Naefeke
ent=
ſtand im erſten Speicherboden, auf dem Säcke
lager=
ten, Feuer, das ſich durch den Elevator auf alle
ſieben Stockwerke, in denen 15 000 Zentner
Brau=
gerſte lagerten, ausdehnte. Die Feuerwehr bekämpfte
den Brand mit 12 Rohren. Nach einer Stunde war
die Hauptgefahr beſeitigt. Es ſind große
Lagervor=
räte vernichtet. Die Entſtehungsurſache iſt noch nicht
ermittelt.
Exploſionsunglück.
Luxemburg. In der Bierbrauerei von
Si=
mon in Wiltz ſchüttete ein Arbeiter ſtatt Ammoniak
eine ähnliche Flüſſigkeit in die Eismaſchine. Es
ent=
ſtand eine Exploſion, die die Dächer anfriß und
einige Arbeiter verletzte.
Sorgen junger Leute von heute.
New York. Gilbert Smith, Zögling einer
Mittelſchule in Somerville iſt Staate New Jerſey,
kann es noch weit bringen. Der junge Mann
be=
ſchäftigt ſich trotz ſeiner 13 Jahre bereits mit den
ſchwierigſten Fragen der Diplomatie und des Rechts.
Unlängſt trat er mit dem folgenden Problem an
ſeinen Lehrer heran: „Wenn der franzöſiſche
Bot=
ſchafter in Waſhington vom engliſchen Botſchafter
ermordet würde, welchem Lande käme dann die
Jurisdiktion über den Fall zu?” Vielleicht zum
erſten Mal in ſeinem Leben mußte ſein Lehrer
ein=
geſtehen, daß er ſich hier einer Frage gegenüber fehe,
die er bedauerlicherweiſe uſw. uſw. Auch Gilbert
Smiths Vater verſagte als Auskunftsquelle
vollſtän=
dig. Desgleichen der Herr Ortspfarrer, ein
ehe=
maliger Richter ſowie ein penſionierter
Staatsan=
walt. In ſeiner Not ſchrieb Gilbert ſchließlich an
das Bundes=Juſtizminiſterium in Waſhington und
erſuchte den Generalanwalt Sargent um ein
Rechts=
gutachten. Dieſer Tage erhielt Gilbert eine
Ant=
wort. Die war allerdings nicht im Sinne des
jugend=
lichen Frageſtellers. Sondern der Schreiber viet dem
Inquirenten, ſeine Naſe lieber etwas tiefer in die
Schulbücher zu ſtecken, als ſich mit unſinnigem Zeug
das Hirn zu zermartern. Erſt als Gilbert dies
ge=
leſen hatte, kümmerte er ſich um die Unterſchrift des
Briefes. Es war der Namenszug des Chefrichters
am höchſten Gericht des Landes, William Howard
Taft. —
Zum Großfeuer bei Gebr. Frieſe in Kirſchau.
Kirſchau bei Bautzen. Zu dem vorgeſtrigen
Brande in der Baumwollſpinnerei und =Weberei von
Gebr. Frieſe in Kirſchau teilt die Verwaltung des
Unternehmens mit, daß der entſtandene Schaden ſich
auf etwa zwei Millionen Reichsmark beläuft. Der
Betrieb des Unternehmens erleidet ſo gut wie keine
Störung. Der Schaden iſt durch Verſicherung gedeckt.
Neuer Fernflug England—Indien—England.
London. Der bekannte engliſche Flieger
Kapitän Barnard iſt Sonntag morgen 4.30 Uhr in
Begleitung ſeines zweiten Piloten Alliot und der
Herzogin von Bedford zu ſeinem ſeit langem
vorbe=
reiteten Flug England—Indien und zurück, für den
er nur acht Tage brauchen will, geſtartet. Die Flieger
benutzen den Fokker=Eindecker „Prinzeß Xenia‟. Der
Hinflug nach Indien ſoll nur dreimal durch
Zwi=
ſchenlandungen in Sofia, Aleppo, Buſhiere
unter=
brochen werden.
Schadenerſatzklage der Tochter Raſputins.
Paris. Die Tochter Raſputins, der am
17. Dezember 1916 in Petrograd vom Prinzen
Yuſſu=
poff ermordet worden iſt, hat gegen dieſen letzteren,
der ſich in Paris aufhält, Schadenerſatzanklage auf
25 Millionen Franken angeſtrengt. Ihr franzöſiſcher
Vertreter Maurice Gargon, der auch Meſtorino
ver=
teidigt hatte, nimmt den Standpunkt ein, daß ein
franzöſiſches Gericht zwar nicht über das Verbrechen,
wohl aber über eine Schadenerſatzklage urteilen
könne.
Deckeneinſturz in Weſtminſter.
London. Durch Einſturz einer Decke in der in
der Nähe der Weſtminſter Abtei gelegenen
Zentral=
halle, die religiöſen Verſammlungen dient, wurde
ein Kind getötet und ſieben Perſonen ſchwer verletzt.
Vier Perſonen vom Schnellzug überfahren.
Rom. Wie „Giornale d’Italia” meldet, wurde
in Molfetta, in Süditalien, ein Wagen mit vier
Perſonen durch einen Schnellzug überfahren und
alle Inſaſſen des Wagens ſofort getötet.
Bankraub in der Kongreßſtadt Kanſas City.
Kanſas City. Banditen drangen am
Don=
nerstag vormittag in eine hieſige Bank ein, hielten
die Angeſtellten mit ihren Revolvern in Schach und
erbeuteten 60 000 Dollar. Sie entkamen ſodann im
Gcwühl der infolge des hier tagenden
republika=
niſchen Parteikongreſſes ſtark belebten Straßen und
feuerten während ihrer Flucht blindlings in die
Menge. Zwei Poliziſten und ein Paſſant wurden
ſchwer verletzt.
Fünf Tote bei einem Schiffsunglück.
Sidney. Der Kohlendampfer „White Bay” iſt
in der Nähe von Newcaſtle in Auſtralien geſunken.
Fünf Mann der Beſatzung ertranken.
Miß Pankhurſt k
Miß Sylvia Pankhurſt,
die bekannte Vorkämpferin für Frauenrecht, iſt
plötz=
lich im Alter von 46 Jahren geſtorben. Als
Vor=
ſitzende der engliſchen Frauenrechtlerin=Vereinigung
ſah die Verſtorbene ihr Lebensziel in der Schaffung
einer neuen geſellſchaftlichen, volkswirtſchaftlichen
und politiſchen Stellung des weiblichen Geſchlechts.
Geite 16
Samst g. den 16 Juni 1928
Krufft Wallgasn.
Von Lili von Baumgarten.
Nachdruck verboten.
Der Jakob hätt’s lieber geſehen, daß der Jungherr ſich eine
andre Begleitung erwählt hätte als grade den Hampeter und den
Philipp, aber die beiden verſtanden es wohl, dem unerfahrenen
Knaben zu ſchmeicheln. Oder ſtand es hier ſo, daß Gleiches
Gleiches anzog? Dann konnte man nur ſagen: daß Gott erbarm!
Gen Süden zog Krafft Waldgabe mit den lockern Vögeln von
Knechten, dem Welſchland zu, das ſie ihm als aller Freuden
Heimat prieſen, wie ſie’s aus den Liedern Fahrender kannten.
Goldner Herbſt war’s, und je weiter ſie ritten, deſto blauer und
leuchtender war der Himmel, deſto farbenprächtiger flammten die
Blumen, und deſto ſaftiger und ſüßer mundeten die Früchte, alſo
daß es Krafft Waldgabe immer verzauberter zumute ward. Seine
Geſellen aber, die des jungen Gebieters ſchwärmeriſch Weſen
langweilte, verſuchten ſeinen Geſchmack auf anderes zu lenken,
wonach ihnen ſelber der Sinn ſtand, und es gelang ihnen
auch bald.
In einer von lebensfrohen Menſchen bewohnten, lockend am
Meere hingelagerten Stadt hielt die Huld eines gaſtfreundlichen
Fürſten, hielten Frauen und Spiel in toller Abenteuer
Wirbel=
reihen Krafft Waldgabe mehr als drei Jahre feſt. — Er bewohnte
einen ſtolzen Palaſt, umgab ſich mit einer zahlreichen
Diener=
ſchaft und ſtreute das Geld mit vollen Händen aus. Schickte
er Botſchaft in die Heimat, ſo geſchah es nur, um neue Mittel zur
Fortführung ſeines koſtſpieligen Treibens zu verlangen. Mehr
als einmal geſchah es, daß ihn der greiſe Jakob durch den Mund
des Abgeſandten (denn er ſelber konnte nicht ſchreiben) in aller
ſchuldigen Ehrfurcht ermahnen ließ, wenn irgend möglich, mit dem
Uebermittelten bis zu einem beſtimmten Zeitpunkt auszukommen,
doch an derlei Kleinigkeiten kehrte Krafft Waldgabe ſich nicht.
Wieder einmal wartete er auf Geld, da wurde ihm eines
Mittags — er lag nach durchſchwelgter Nacht noch zu Bette —
die Ankunft des Boten von daheim gemeldet. Erfreut befahl er
Philipp, den Mann allſogleich vorzulaſſen, blickte aber befremdet
drein, als er ſtatt des von ihm Beauftragten den einzigen Sohn
die greiſen Jakob erkannte.
Mit geziemender Demut beugte der Konrad das Knie vor dem
— mit Trauer ſtellte er’s feſt — erſchreckend veränderten Gebieter
und teilte ihm in beſcheidner Rede den Grund ſeines Kommens
mit. Der Vater habe es fremder Zunge nicht anvertrauen wollen,
daß des Herrn elterlich Erbteil an Gold aufgebraucht ſei, und daß
es diesmal viel Mühe und Not gekoſtet habe, auch nur die Hälfte
der verlangten Summe zuſammenzuſcharren.
Wütend fuhr Krafft Waldgabe von ſeinem Lager empor und
forderte genaue Abrechnung. Eben um deretwillen ſei er
her=
geſchickt worden, erwiderte der Konrad und ſtellte langſam und
bedächtig, dieweil an ſeinem Hörer alles vor Ungeduld zitterte,
ſämtliche Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre auf Heller
und Pfennig genau einander gegenüber. Noch war Rettung
mög=
lich, aber nur durch Opfer und Einſchränkung. „Am beſten wäre
es, Herr, ihr machtet hier ein Ende und ſähet daheim ſelber nach
dem Rechten”, ſchloß der wohlmeinende Bauer ſeine
Dar=
legungen ..."
Krafft Waldgabe aber hatte ſich bereits wieder gefaßt. „
Da=
von bann keine Rede ſein”, ſagte er ganz Hochmut und eiſige
Ab=
lehnung. „Du reiteſt noch heute nach Hauſe zurück und
über=
bringſt meinen Befehl: Der Wald ſoll gefällt werden und das
Holz verkauft!“
„Der Wald?” ſtammelte der Konrad, „der Wald gefället und
verkauft? O Herr, nimmermehr iſt das Euer Ernſt!”
„Mein voller Ernſt iſts. Laß dir jetzt zu eſſen geben. Ich
fertige inzwiſchen die Vollmacht aus, und wachher reiteſt du."
Da gab ſich der Konrad einen Ruck und erklärte mit
Unter=
würfigkeit, aber feſt: „Herr, befehlet, was Ihr wollt, und ich
wills nach beſten Kräften vollbringen. Doch zu unſeres
frucht=
baren Waldes Verderben reite ich nicht.”
Krafft Waldgabe geriet außer ſich. Es geſchah ihm zum erſten
Male im Leben, daß einem Gebot von ihm Weigerung
entgegen=
geſetzt ward. „Herbei Philipp, herbei Hampeter!“
Schnell waren die Dienſtbefliſſenen zur Stelle, lauſchten ſie
doch ſchon geraume Zeit hinter der Tür. „Der Mann iſt von
Sinnen! Dem Herrn zu trotzen! Wann ward ſolche Frechheit
erhört?”
Der Konrad aber blieb ſtandhaft, ſogar als ſie ihn in ein
finſteres Verließ warfen. Sie ließen ihn darin dann auch nicht
allzulange ſchmachten, ſondern ſchafften ihn, wie man in jenem
Lande gern verfuhr, durch Gift aus der Welt.
Hampeter, der ſonſt ſo faule, erbot ſich, den Befehl zur
Fäl=
lung des Waldes ohne Verzug ſelber dem greiſen Jakob zu
über=
bringem; war ihm und ſeinem nichtsnutzigen Genoſſen doch
ernſt=
lich bange, das lobeſame Lotterleben, ſo ſie führten, möchte vor
der Zeit ein Ende nehmen. Durch einen guten Verkauf des
Wal=
des glaubten ſie ſich für ein paar weitere Jahre geſichert.
Wenige Stunden ſpäter begleitete Krafft Waldgabe
höchſt=
ſelbſt hoch zu Roß ſeinem Boten zum nördlichen Tor der Stadt,
um ſich zu vergewiſſern, daß dieſer die Fahrt in aller Ordnung
antrete. Da geſchah es, daß er ſich mit dem Hampeter genötigt
ſah, anzuhalten, um eine geſchloſſene, vierſpännige Reiſekutſche
vorüber zu laſſem. Es mßten Fremde von Stand ſein, die
an=
kamen. Kutſcher und Bediente trugem vornehme, dunkelgrüne
Livree, und die Roſſe waren von edelſter Zucht. Als der Wagen,
Nummer 19
durch die Enge der Gaſſe zur Langſamkeit gezwungen
Reitern vorüberkam, hob eine weiße Hand den d.
Vorhang des Fenſters, und eine reichgeſchmückte.
von blendender Schönheit ward ſichtbar. Ihre Blicke
des Edelmannes tauchten für eines Atems Länge
dann fiel der Vorhang wieder zu.
„Reit und beeil dich!” ſagte Krafft Waldgabe
hur=
dem erſtaunten Hampeter nachläſſig Abſchied, wandte ſei=
und ſprengte der nun raſch dahinrollenden Kutſche n
hielt nach längerer Fahrt vor einem finſteren, alten Hauf
Krafft Waldgabe bisher unbewohnt glaubte, deſſen Fenſter
nun aber geöffnet. Einblick in prächtig eingerichtete Wohn
geſtatteten. Diener öffneten den Schlag, und der
Beoboch=
dem Gefährt zuerſt einen kleinen, gebückten Greis und dan
und hochgewachſen ſeine ſchöne Unbekannte entſteigen
edler Haltung die Schwelle des Portales überſchritt.
Zwei Tage ſpäter erſchienen die Fremden auf einem
fang bei Hofe; ſie waren Vater und Tochter, fürſtlichen G
aus fernen Landen. Die Prinzeſſin war bald von einer
von Anbetern umgeben, denen Krafft Waldgabe ſich als d
rigſten einer zugeſellte; ſie aber beachtete ihn nicht mehr.
wollte bedünken weniger — als alle übrigen. Um ihre Au
ſamkeit auf ſich zu lenken, ſtürzte er ſich ſtündlich in neu
gaben; noch nie hatte er Schneider, Schuſter, Hut= und
ſchuhmachern ſowie Juwelieren ſo viel zu verdienen gegeb
jetzt.
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Vom
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Vor—
1 Uhr—
ſbends
richten des Standesamts Darmſiadt.
rälle. Am 8. Juni: „Guſtav Stöckle, Gewerberat a. D.,
Doktor, 49 J. Ncckarſtr. 16. Philippine Merkel, geb. Schill,
J.— we des Schneiders, Pfungſtadt, hier, Grafenſtraße 9. Fried=
Werkmeiſter i. N., 66 J., Arheilgen, hier, Grafenſtraße 9. —
Am 9./ ni: Eliſabethe Walter, geb. Nikolai, 30 J., Ehefrau des
Liebfrauenſtraße 85. Franz Schnellbacher, 3 Monate, Hein=
„ 21. — Am 10. Juni: Hermann Wilhelm Barz, Oberrech=
R., 86 J., Moosbergſtraße 53. Johann Philipp Kolb,
70 J.= Feldbergſtr. 36. — Am 9. Juni: Marie Eliſabeth
Glock, Ehefrau des Metzgermeiſters, 63 Jahre, Kaſinoſtr. 15.
„rl Heß, Fabrikant, 54 J., Alexandraweg 6. Emil Richard
rdiermaſchinenführer, 67 J., aus Nieder=Ramſtadt. — Am
Otto Förſter, 2 Stunden, Beckſtraße 83. — Am 11. Juni:
mond, Oberpoſtſekretär, 56 J., Moosbergſtr. 30. Paul Wil=
„ Schlamp, Student, 25 J., ledig, Martinsſtraße 7. Johann
er, Privatier, 83 J., Schloßgartenſtraße 51. Alfred Gotthilf
Fahr, Schloßgaſſe 10. — Am 13. Juni: Anna Apollonia
6. Farenkopf, Ehefrau des Oberjuſtizinſpektors, 63 Jahre,
„theim. — Am 12. Juni: Friedrich Füllhardt, Schüler, 13
s Ueberau. — Am 13. Juni: Eliſabethe Schwedler, geb.
Ehefrau des Händlers, 59 J., Große Bachgaſſe 21. Fried=
Adolf Braun, Schloſſer, 74 J., Emilſtraße 1, ledig. — Am
Heinrich Kröh, Weißbinder, 39 J., Arheilger Straße 50, ledig.
ni; Johann Peter Kartſcher, Straßenwart i. R., 71 J., Tan=
5: Erika Gutjahr, 2 J., Wienerſtraße 61; Günter Neff,
Sandbergſtraße 31.
Kirchliche Nachrichten
ſtadtax
tation
Uhr-
Lircherz:
usgenz
nalivr-
Uhr —
nei. 7
u
Evangeliſche Gemeinden.
2. Sonntag nach Trinitatis (17. Juni).
ſen Kirchen Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.)
rche. Samstag, 16. Juni, abends 8.30 Uhr: Andachſt.
7. Jum, vomm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für die Lukasgemeinde.
leberger. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
ger. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
ger.
trche iſt wochentags von 9—7 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Eingang Nordtüre.
pelle. Vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wagner.
9 Uhr: Chriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer
rm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
irche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Zimmermann.
) Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Zimmermann. — Vorm.
indergottesdienſt. Pfarrer Zimmermann. — Abends 6 Uhr:
Zdienſt. Pfarrer Wagner.
nandenſaal im Schloß. Montag, 18. Juni, abends 8 Uhr:
inigung der Stadtgemeinde (jüngere Abreilung),
Poſaunen=
enstag, 19. Juni, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung der
inde. — Mittwoch, 2., und Samstag, 23. Juni, nachm. 2 bis
indarbeitsſchule der Stadtgemeinde.
dehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 17. Juni, vorm. 9 Uhr:
e für die Reformationsgemeinde Oſt. Pfarrer
Lautenſchlä=
m. 11.15 Uhr: Chriſtenlehre für die Reformationsgemeinde
ver Wagner. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
de (B.D.J.). — Montag, 18. Juni, abends 8 Uhr: Jugend=
Lukasgemeinde (ältere Abteilung). — Dienstag, 19. Juni,
hr: Kirchenchor der Stadtkirche. — Jugendvereinigung der
ide (jüngere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Refor=
einde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 20. Juni, nachm.
ingſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 2. — Abends 8 Uhr:
der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der Mar=
(ältere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Refor=
einde (jüngere Abteilung). — Donnerstag, 21. Juni, abends
meindeabend der Reformationsgemeinde (Jahresfeſt der
einigung). — Jugendbund der Lukasgemeinde (jüngere Ab=
Jugendvereiwigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung),
22. Juni, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadt=
B. D. J.): Familienabend. — Jugendbund der
Kaplanei=
üngere Abteilung). — Samstag, 23. Juni, nachm. 3 Uhr:
er Stadtgemeinde, Gruppe 2, Sportplatz am alten Arheilger
Fef end (Stiftsſtraße 51). Mittwoch, 20., und Samstag, 23. Juni,
hm.5 zr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 1.
PAyolungsſtätte am Befſunger Forſthaus. Sonntag, 17. Juni,
Uhr: Kindergottesdienſt. Gemeindediakon Bruder Pohl.
mtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Vogel.
Samstag, den 16. Juni 1928
Krankenpflege durch Diakonen: Hauptſtation: Diakonenheim,
Heidel=
berger Straße 21 Fernſprecher 2883.
Ebang Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17.
Sprech=
ſtunden vormittags von 10—12 Uhr. Fernſprecher 2379.
Gemeindeamt für kirchliche Steuerangelegenheiten: Gemeindehaus,
Niesſtraße 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Geſchäftsſtunden vorm. von
8—12 Uhr; nachmittags vorläufig geſchloſſen. Fernſprecher 2379.
Martinskirche. (Kollekte für die deutſch=evang. Auslandsgemeinde.)
Vorm. 7 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer Bergér. — Vorm. 8.30 Uhr:
Chriſtenlehre für die Martinsgemeinde Oſt, 2. Abteilung, in der Kirche.
Pfarrer Köhler; für die Martinsgemeinde Weſt, 1. Abteilung, im
Ge=
meindehaus. Pfarrer D. Waitz; 2. Abteilung ebenda. Pfarrer Bergér.
— Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesbienſt mit Beichte und Feier des heiligen
Abendmahls. Pfarrer D. Waitz. Anmeldung von 9.30 Uhr an in der
Sakriſtei. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martins=
gemeinde Oſt. Pfarrer Köhler. — Nachm. 3 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
im Martinsſtift.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 18. Juni, abends
8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt; im Martinsſtift:
Monatsverſammlung der Helfe innen des Frauenvereins. — Dienstag,
19. Juni, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Jugendvereinigung; im
Martinsſtift: „Kirchenchor. — Donnerstag, 21. Juni, abends 8 Uhr im
Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt; im Martinsſtift:
Mädchen=
vereinigung Oſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor. — Freitag, 22. Juni,
abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Jugendvereinigung (ält. Abteilung).
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe,
— Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7—7 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Samstag,
abends 8 Uhr: Chriſtenlehre. — Sonntag, vorm. 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Georgi. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
— Montag, abends 830 Uhr: Helferſitzung im Paul=Gerhardt=Haus.
— Donnerstag, abends 8.15 Uhr: Aelterenkreis.
Befſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 8,30 Uhr:
Chriſten=
lehre, 2. Abteikung. Pfarrer Weiß. — Vorm. 10 Uhr: Feſtgottesdienſt
zur Feier des 25jährigen Beſtehens des Frauenvereins. Mitwirkung
des Kicchenchors. (Kollekte.) Pfarrer Weiß. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 17 Jui, nachm. 2.30 Uhr:
Nachfeier des Frauenvereins im Saal des Orangeriehauſes. — Abends
8.15 Uhr: Jugendvereinigung. — Montag, 18. Juni, abends 815 Uhr:
Mädchenvereinigung. — Dienstag, 13. Juni, abends 8.30 Uhr:
Kirchen=
chor. — Mittwoch, 20. Jumi, abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde für die
mannliche Jugend; 8.30 Uhr: Mädchenvereinigung (Jüngſtenabteilung).
— Freitag, 22. Juni, abends. 8.30 Uhr: Kirchenchor.
Pauluskirche. Vorm. 8.30 Uhr: Chriſtenlehre für beide Gruppen.
Pfarraſſiſtent Dr. Wendel. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarr=
aſſiſtent Dr. Wendel. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarr=
aſſiſtent Dr. Wendel. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung. —
Mon=
tag, abends 8 Uhr: Jugendbund. — Samstag, abends 8 Uhr: Turnen
der Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. —
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang. Sonntagsverein:
Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden. — Donnerstag, 21. Juni, abends
8 Uhr: Betſtunde.
Stadtmifſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3.30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Neuber. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Frauen=
arbeitsſtunde. — Dienstag, nachhn. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde.
Abends 8,30 Uhr: Kri=gerdankbund. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr:
Gem. Chor. — Donnerstag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde. Direktor
Pfarrer Röhricht. — Freitag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde in der
Kinderſchule, Beſſunger Straße 80. Prediger Semmel. — Samstag,
abends 8.30 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag: Teilnahme am
Jahresfeſt in Roßdorf. Abmarſch 1 Uhr ab Vereinshaus. Bei
ungün=
ſtiger Witterung Abfahrt 1.47 Uhr ab Oſtbahnhof. — Dienstag, abends
8.30 Uhr: Jugendbundverſammlung ſür Mädchen und junge Männer
Sekretär Nöll. — Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Freundeskreis für junge
Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge
Männer.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22,
In=
fanteriekaſerne, Hof links.) Sonntag, 17. Juni, vorm. 8.30 Uhr:
Weiß=
kreuzſtunde. — Nachm. 3 Uhr: Handballſpiel (Sportplatz). — Abends
8 Uhr: Mitgliedevverſammlung. — Montag, 18. Juni, abends 8.30
Uhr: Bibelbeſprechſtunde. — Dienstag, 19. Juni, abends 8 Uhr:
Po=
ſaunenſtlde. — Mittwoch, 20. Juni, nachm. 4 Uhr: Jungſcharſtunde
(Sportplatz). — Abends 8.30 Uhr: Bibelbeſprechſtunde. — Donnerstag,
21. Juni, abends 8 Uhr: Heimabend. — Freitag, 22 Juni, abends
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8 Uhr: Turnen und Körperſchule (Ludwigsoberrealſchule). — Samstag,
23. Juni, nachm. 3 Uhr: Jungſcharſtunde. (Der Stierkampf.) — Abends
7.70 Uhr: Treffen im Heim zur Kahnfahrt.
Evangeliſcher Arbeiter= und Handwerkerverein: Feierabend (
Stifts=
ſtraße 51). Dienstag, 19. Juni, abends 8.30 Uhr: Oeffentlicher
Vor=
tragsabend mit Lichtbildern. Es ſprechen: 1. Pfarrer Schreiber=Mainz
über: „Die ſozialen Aufgaben der chriſtlichen Gemeinden und ein Weg
zu ihrer Löſung”. 2. Architekt Blitz=Mainz über: Modernes
Wohn=
weſen als Aufgabe und Erfüllung”.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkunſt,
Eliſabethenſtraße). Sonntag, den 17. Juii, vorm. 10 Uhr:
Menſchen=
weihehandlung mit Predigt. Vormittags 11.15 Uhr: Kinder=
Sonntags=
handlung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Gemeinbe gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtr. 17.
Sonntag, 17. Juni, 10 Uhr: Prediger Rudnitzky, Thema: Der Menſch,
ein Tempel des heiligen Geiſtes. 11 Uhr: Sonntagsſchule, 16 Uhr:
Prediger Rudnitzky, Thema: Unſere Vollendung im Geiſte. 20 Uhr:
Jugendverein. — Mittuoch, 20. Juni, 22,15 Uhr: Bibelſtunde, Prediger
Rudnitzky. Betrachtung über dem Philipperbrief. — Wir laden zu den
Verſammlungen herzlichſt ein!
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Christian Seience Society).
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtruße 3: Gottesdienſte jeden
Sonn=
tag, vorm. 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Monat, abends
8.15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtr. 4. Sonntag, vorm. 11.15 Uhr:
Sonntagsſchule. Nachm. 4.30 Uhr: Wortverkündigung. — Mittwoch,
abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. — Freitag, abends 8.15 Uhr:
Wort=
betrachtung. Jeder herzlich eingeladen.
Chriftliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, den
17. Juni, vorm. 9.30 Uhr: Andacht. — Nachm. 3.30 Uhr:
Jugend=
bund. Abends 8,30 Uhr: Evangeliſation. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr:
Bibelſtunde. Jedermann herzlich eingeladen.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 18. Juni, abends 8.30 Uhr:
Bibelſtunde im Feierabend, Stiftsſtraße 51.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Eliſabethenſtr. 44). Sonntag, 17. Juni,
vyrm. 10 Uhr: Predigt, 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr:
Predigt. — Montag: „Jugendverein. — Dienstag: Singſtunde für den
Gemiſchten Chor. — Mittwock).: Frauenmiſſionsverein. — Donnerstag:
Bihelſtunde. Jedermann iſt herzlich eingeladen. Prediger Sauer.
Auswärtige Kirchen.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 17. Juni. Vormittags
9.30 Uhr: Hauptgottesdienſt (Kirchenviſitation). Nachm. 1.30 Uhr:
Jugendgottesdienſt. — Dienstag: E. J. G. Mädchenabend. — Mittwoch:
G.J. G. Jugendabend. — Donnerstag: „Aelterenkreis.
Evangeliſche Gemeinde zu Roßdorf. Sonntag, vorm. 9.30 Uhrt
Hauptgottesdienſt. Jahresfeier der 60jährigen Mitwirkung des
Po=
ſaunenchors. Feier des heil. Abendmahles. Vorm. 10.30 Uhr:
Chriſten=
lehre. Nachm. 3 Uhr: Jahresfeſt des Jugendbundes für E. C. Abends
8 Uhr Bibelſtunde. — Dienstag: Poſaunenchor. — Mittwoch:
Jugend=
bund Wartburg. — Donnerstag: „Jungmädchenverem.
Evangeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, den 17. Juni, vorm.
8.45 Uhr: Chriſtenlehre deu Knaben. Vorm. 9.30 Uhr: Gottesdienſt.
Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. — Dienstag 8.30 Uhr
Mädchenver=
einigung. — Donnerstag 8.30 Uhr Wartburgverein. Freitag 8.30 Uhr
Poſaunenchor.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt. Vorm. 1½ Uhr: Gottesdienſt.
Evangeliſche Gemeinde zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 17. Juen,
vorm. 9.30 Uhr: Hauptgottesdienſt. Vorm. 10.30 Uhr: Chriſtenlehre.
— Montag: Jugendvereinigung. — Dienstag: Kirchenchor. —
Mitt=
woch: Jungmädchenverein.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und Feiertagen:
Nachmittags von 5—7 Uhr und abends von 8 Uhr an Beichtgelegenheit.
An Sonn= und Feiertagen: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur
heiligen Beichte. 7 Uhr: Frühmeſſe. Vor und in der heiligen Meſſe
Austeilung der heil. Kommunion. Generalkommunion der Marianiſchen
Jungfrauenkongregation. 9.30 Uhr Hochamt und Predigt. Weihe an
das heiligſte Herz Jeſu. Vorher Austeilung der heiligen Kommunion.
— Nachmittags 2 Uhr Chriſtenlehre. 2.30 Uhr Andacht. 3 Uhr
Ver=
ſammlung der Marianiſchen Jungfrauenkongregation. 4.30 Uhr
welt=
liche Verſammlung. — Werktagsmeſſe 6.15 Uhr.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiertagen 8 Uhr
heilige Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor und in der
heiligen Meſſe Austeilung der heiligen Kommunion. Weihe an das
heiligſte Herz. Jeſu.
Während der Schulzeit Dienstags und Freitags 6.15 Uhr hl. Meſſe
mit Austeilung der heiligen Kommunion in der heil. Meſſe. Vorher
Beichtgelegenheit.
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