Darmstädter Tagblatt 1928


30. März 1928

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3t. März 2.48 Neſchsmark und 22 Pfennis
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſt. Tagbl. geſiattet.
Nummer 90
Freitag, den 30. März 1928.
191. Jahrgang

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Tariferhöhung bei der Reichsbahn.
Der Beſchluß des Verwaltungsrates Verfehlte Tarifpolitik. Schädliche
Hauswirkungen für Wirtſchaft und Verkehr. Völlige Verkennung der Volkspfoche.

Die Gründe der Reichsbahn.
Haußerordentlich angeſpannte Finanzlage.
Steigerung der Reparationslaſten und Per=
ſonalausgaben
.
Berlin, 29. März.
Vom 26. bis 29. März d. J. tagte der Verwaltungsrat der
peuttſchen Reichsbahugeſellſchaft in Berlin.
Wie auch bei den vorigen Sitzungen, ſtand die finanzielle Lage
n Vordergrund der Beratungen. Der Ausgleich der Ausgaben
urch die Einnahmen macht immer größere Schwierigkeiten.
Die Einnahmen auf den Zonenkilomter ſind durch Tarif=
ennäßigungen
von 5,08 Pfennig im Jahre 1924 auf 4,/44 Pfennig
n. Jahre 1927 zurückgegangen. Bei einem allgemeinen Preisinder
enr 150 Prozent gegen 1913 betragen heute bei der Reichsbahn
i Einnahmen für den Perſonenkilometer nur 123 Prozent und
ü den Güterzonenkilonieter nur 132 Prozent der Einnahmen, woch abend durch eine Vereinbarung beendet worden. Die Lohnerhöh=
urt
1913.
Die Belaſtung der Geſellſchaft dagegen iſt ſeit Be=
ürn
des Geſchäftsjahres 1927 um 575 Millionen RM.
ſtiegen, wovon auf Reparationszahlungen 110 Millionen,
7 Dividende für Vorzugsaktien 15 Millionen und auf Löhne
Gehälter 450 Millionen RM. entfallen.
Die Erhöhungen der Ausgaben je Kopf des Perſonals be=
rurgt
nach der neuen Gehalts= und Lohnregelung für die Beamten
Kx Prozent, für die Arbeiter pro Arbeitsſtunde 200 Prozent der
Sätze von 1913. Dazu kommt die außerordentliche Belaſtung
es Reichsbahn mit Ruhegehältern, die von 114 Millionen
n 1913 auf 500 Millionen Mark in 1923 geſtiegen ſind. Nur die
imſtige Verkehrsentwicklung ſeit Mitte 1926 und die ſeit Ende
427 durchgeführte Einſchrärkung der Aufwendungen für Unter=
helltung
und Verbeſſerung der Anlagen unter ein auf die Dauer
trrägliches Maß hat es ermöglicht, bisher von einer Tarif=
U rhöhung abzuſehen. Diejetzige Droſſelung der Unter=
altungs
= und Verbeſſerungsausgaben kann
e doch ohne dauernde Schädigung des Unterneh=
wens
nur noch für ganz kurze Zeit beibehalten
werden. Eine weſentliche Vermehrung der Einnahmen durch
Tnriferhöhung iſt alſo jetzt nicht mehr zu vermeiden.
Der Verwaltungsrat hat es deshalb unter Würdigung der
da gegen ſprechenden ernſten Bedenken im Einvernehmen mit der
bnuptverwaltung für ſeine Pflicht gehalten, eine Tariferhö=
huung
zu beſchließen, die eine jährliche Mehreinnahme von 250
Millionen Reichsmark ergeben ſoll, wobei der Güterverkehr etwa
zwei Drittel und der Perſonenverkehr etwa ein Drittel zu tra=
gan
hat.
Der Verwaltungsrat beſchäftigte ſich ferner mit den Vor=
girngen
im Reichsbahnzentralamt.
Die Bedenken gegen die Tariferhöhung.
* Der Beſchluß des Verwaltungsrates der
2 eichsbahn auf eine Tariferhöhung im Betrage von jährlich
2n0 Millionen hat einen außerordentlich ſchlechten ſtimmt formulierte Fragen vorgelegt hat, ob und inwieweit auch nach
C indruck hervorgerufen. Auch innerhalb des
zunächſt nicht daran, dieſen Beſchluß zu akzeptieren, ſondern will.
ſth von der Reichsbahn ausreichende Unterlagen geben laſſen, um ſetzung der deutſch=polniſchen Verhandlungen nicht gedacht werden kann,
due Berechtigung der Tariferhöhung nachzuprüfen. Es iſt in der bis dieſe Vorfälle geklärt ſind, iſt der polniſchen Regierung bereits
Aat auch ein Dingder unmöglichkeit, unſere Wirt=
ichaft
mit dieſerenormen Summe zu belaſten und
auf dieſe Weiſe das Nachlaſſen der Konjunktur zu beſchleunigen.
as liegt auf der Hand, daß das Anziehen der Tarif=
chraube
, die ſchädlichſten Wirkungen auslöſen
verſchlechterten Wirtſchaftslage nur einen ſtark eingeſchränkten
Rutzen ziehen kann. Dabei ſoll keineswegs überſehen werden, daß
d ie Finanzlage der Reichsbahn außerordentlich ſchafft werden müßte. Schließlich ließ er ſich aber doch breit=
a
ngeſpannt iſt. Namentlich die ſtark geſtiegenen Re=
dargtionslaſten
haben einen Ausgleich des Eiſſenbahnetats fügung zu ſtellen. Hiervon ſind 9,5 Millionen für den Oſten,
io gut wie unmöglich gemacht, und darüber hinaus Einſchrän=
tungen
vevurſacht, die, wenn ſie längere Zeit anhalten, unſeren
geſamten Eiſenbahnverkehr in Unordnung bringen und erheblich
iEchädigen müſſen.
Aber die Reichsbahniſt nichtdie alleinige Trä=
erin
der Reparationen: neben ihr muß auchdie
dreutſche Wirtſchaft bluten, die noch die Aufgabe hat,
das Geldbedürfnis des Reiches, der Länder und der Gemeinden
zur decken und eine auskömmliche Lebenshaltung des deutſchen
Bolkes ſicherzuſtellen. Schwerwiegende Gründe ſind in
Menge vorhanden, die Veranlaſſung geben, gegen die Tarif=
erhöhung
der Reichsbahn Front zu machen. Wenn das
Kabinett ſich jetzt die Unterlagen aushändigen läßt, dann ſollte
6s gleichzeitig für Einſetzungeiner Sachverſtändigen= 37500 oder um 3 Prozent abgenommen. Der Rückgang machte
ommiſſion zur Unterſuchung des Eiſenbahn=
ſ
.etriebes auf Erſparnismöglichkeiten hin ſorgen.
Bergbau, Eiſeninduſtrie und andere Wirtſchaftszweige haben ſich
twiederholt derartige Unterſuchungen widerſpruchslos gefallen
baſſen. Es iſt alſo kein unbilliges Verlangen, wenn das gleiche
Werfahren auch auf die Reichsbahn ausgedehnt wird. Nur auf a
doieſe Weiſe kann man ein klares Bild von den tatſächlichen Ver=
ſgältniſſen
bekommen, ſich vor allem davon überzeugen, ob die ge=
ſiorderte
Tariferhöhtng unumgänglich notwendig iſt.
In parlamentariſchen Kreiſen ſieht man noch nicht klar, welche
Bwecke die Reichsbahn mit ihrer geplanten Tariferhöhung ver= 5

folgt. Daß ſie nur ſehr ſchwer die Zuſtimmung der Reichsregie=
rung
erhält, darüber muß ſie ſich klar ſein. Es könnte alſo ihre
Abſicht ſein, lediglich die Verantwortung für eine geſpannte
Finanzlage der Bahn dem Kabinett aufzubürden, im übrigen
aber ſich einem ablehnenden Beſchluß der Regierung zu fügen.
Man ſpricht aber ſogar davon, daß die Reichsbahn unter allen
Umſtänden auch gegen eine ablehnende Entſcheidung des Kabi=
nettes
die Tariferhöhung durchkämpfen und an das internationale
Schiedsgericht appellieren will, das für ſolche Fälle vorgeſehen iſt.
Wir würden dann wieder einmal auf das peinlichſte empfinden.
wie ſtark die Reichsbahn tatſächlich ein Fremdkörper in unſeren Stargard auf, welche in der Nacht vom 1. Mai 1925 fünfundzwan=
Wirtſchaftsleben geworden iſt. Wir haben ja ſchon früher An=
ſätze
gehabt, daß ſie ſich als Staat im Staate fühlt. Wir können
Wahllampfes eine ſo völlige Verkennung der Vollspſyche bei der
Eiſenbahnverwaltung beſtehen ſollte.
Tarifvereinbarung bei der Reichspoſt.
Die Tarifverhandlungen bei der Deutſchen Reichspoſt ſind am Mitt=
ungen
betragen im Durchſchnitt 10 Prozent. Die Arbeitszeit iſt im all=
gemeinen
unverändert geblieben. Im Telegraphenbaudienſt wird in
drei Wintermonaten 48 Stunden, in den übrigen Monaten 52 Stunden
wöchentlich gearbeitet. Die Vereinbarungen gelten bis 31. Dezember 1928.
Die Donez=Affäre.
Erneute Vorſiellungen des deutſchen
Botſchafters.
Der deutſche Botſchafter von Brockdorff=Rantzau hat im ruſſiſchen
Außenkommiſſariat erneut dringende Vorſtellungen erhoben hinſichtlich
der in Roſtow verhafteten deutſchen Ingenieure. Der Botſchafter er=
ſuchte
um ſofortige genaue Mitteilungen über die Art der gegenwärti=
gen
Unterbringung der deutſchen Verhafteten und über ihcen Geſund=
heitszuſtand
. Er erſuchte gleichzeitig, den Verhafteten die Erlaubnis
zu erteilen, ihren Angehörigen Nachrichten über ihr perſönliches Befin=
den
geben zu können. Der deutſche Botſchafter beauftragte außerdem,
da eine amtliche Erlaubnis zum Beſuch der Inhaftierten immer noch
ausſteht, einen Legaticnsſekretär, nach Roſtow zu reiſen und bei den
dortigen Lokalbehörden die Beſuchserlaubnis durchzuſetzen, um ſich von
dem Geſundheitszuſtand und der Unterbringung der Verhafteten zu
überzeugen.
Nach weiteren Meldungen haben die deutſchen Ingenieure Otto und
Meher gelegentlich ihres geſtrigen Verhörs eine unverzügliche Zuſam=
menkunft
mit dem deutſchen Konſulatsveitreter in Charkow verlangt,
worauf ihnen entgegengehalten wurde, daß eine ſolche Zuſammenkunft
vor dem Abſchluß der Unterſuchung nicht möglich wäre. Auch die Zu=
laſſung
eines deutſchen Verteidigers ſoll bei dieſer Gelegenheit abgelehnt
worden ſein. Otto ſoll nach einer anderen Meldung geſtern einen
Nervenſchock erlitten haben.
Oeutſche Vorſiellungen in Warſchau.
* Berlin, 29. März. (Priv.=Tel.)
Der deutſche Geſandte in Warſchau Dr. Rauſcher hat am Mittwoch
abend bei der polniſchen Regierung auf Berliner Anweifung eine neue
Demarche wegen der neuen Ausführungsbeſtimmun=
gen
zur Grenzzonenverordnung unternommen. Wir haben
Grund zu der Annahme, daß er dabei der polniſchen Regierung be=
polniſcher
Auffaſſung die Ausführungsbeſtimmungen mit den Zuſagen
9.abinettes ſcheint man ſehr unzufrieden zu ſein. Man denkt übereinſtimmen, die Zaleſti Dr. Streſemann in Genf gemacht hat, und
ob nicht dadurch die wichtigſte Vorausſetzung des bisher nur paraphier=
ten
Niederlaſſungsvertrages hinfällig geworden ſei. Daß an eine Fort= des Entdeutſchungsdrucks auf Pommerellen, der ſchon längſt als
bekannt.
Verſiärkung der Grenzfonds
Im letzten Augenblick hat der Hauptausſchuß des Reichstages
noch eine Erhöhung der Fonds für den Grenzſchutz und für die
nr u ß; ebenſo klar iſt es aber auch, daß die Reichsbahn aus einer Hochwaſſergeſchädigten vorgenommen. Er hatte urſprünglich Minderheit in Pommerellen iſt zu verbuchen, daß es bei den dies=
Mittel mehr zur Verfügung häte und zunächſt eine Deckung be= menarbeit zwiſchen der deutſchen und kaſchubi=
ſchlagen
, nach endloſen Verhandlungen 15 Millionen zur Ver=
2,5 Millionen für den Weſtfonds und 3 Millionen für beſondere
Beihilfen für Unwetterſchäden beſtimmt.
Weiterer Rückgang der Arbeitsloſigkeit.
Auch in der erſten Märzhälfte iſt die Arbeitsloſigkeit nur in
hergehenden Wochen; dies dürfte in der Hauptſache auf die kalte
Witterung zurückzuführen ſein, die bis Mitte März ange=
halten
hat.
In der Arbeitsloſenverſicherung betrug die Zahl der Haupt=
unterſtützungsempfänger
am 15. März 1928 rund 1200 000 gegen=
über
1237500 zu Anfang des Monats; ſie hat alſo um rund das polniſche Element in Ponmerellen geſtärkt werde. Insbeſon=
bei
den männlichen Arbeitsloſen 3,3 Prozent, bei den weiblichen
dagegen nur 11 Prozeut aus.
einen geringen Rückgang von 1,2 Prozent oder rund 212300
Hauptunterſtützungsempfänger am 15. März gegenüber 215000
am 1. März 1928.
Die Zahl der Notſtandsarbeiter hat in dem Berichtszeit= n
raum wieder um 4,5 Prozent zugenommen und betrug am 15. Kwiatkowſki iſt es, der aus Pommerellen Polens Brücke zum
die in der Arbeitsloſenverſicherung unterſtützt worden ſind,
53 800, auf ſolche aus der Kriſenfürſorge 17000.

Pommerellen
im Lichte der polniſchen Wahlen
Von
Max Kramuſchke.
Uinter allen infolge des Verſailler Diktatfriedens von Deutſch=
land
abgetrennten Gebieten müßte Pommerellen, d. i. das
frühere Weſtpreußen, durch ſeine gleichzeitige Eigenſchaft als
polniſcher Korridor dem Reichsdeutſchen geographiſch am
gegenſtändlichſten ſein. Rollen doch jahraus, jahrein, bei Tag und
bei Nacht deutſche Tranſitzüge durch dieſes Gebiet, und wer vom
Reich nach Oſtpreußen und umgekehrt oder nach und von Danzig
reiſen will, muß, ob er will oder nicht, den Korridor paſſieren,
wenn er es nicht vorzieht, den See= oder Luftweg zu wählen, eine
Reiſemöglichkeit, die ſchon aus techniſchen Gründen nur verhält=
nismäßig
wenig benutzt werden kann. Ganz von ſelbſt drängt
ſich hierbei die Erinnerung an die Eiſenbahnkataſtrophe von
zig deutſchen Reiſenden das Leben koſtete. Losgelöſt von allen
uns aber nicht vorſtellen, daß gewiſſermaßen zur Einleitung des Sentiments Eiſenbahnunfälle kommen in allen Ländern vor
hat das bisher noch ungeklärte Drama von Stargard allen von
Weſten nach dem abgetrennten Oſten Deutſchlands oder um=
gekehrt
reiſenden Deutſchen klar gemacht, daß ſie für Stunden
ſich und ihre Habe in den Schutz einer nichtdeutſchen Verkehrs=
verwaltung
ſtellen, mit allen hiermit verknüpften Konſequenzen
hinſichtlich Entſchädigungspflicht bei etwaigen Unfällen uſw.
Aber der Korridor beanſprucht mehr als nur binnenländiſches
Intereſſe. Er iſt zu einem Weltbegriff gui generis gewor=
den
, was ſeinen Ausdruck nicht nur in einer bisher allerdings
nur inoffiziellen deutſch=polniſchen Kontroverſe findet, ſondern
auch in Aeußerungen der nichtdeutſchen Weltpreſſe, wie dies
zum Beiſpiel Artikel der Pariſer und Londoner großen Zeitungen
beweiſen.
Abſtrahiert man den internationalen Einſchlag, der alſo das
erſte Charakteriſtikum des Korridorgebietes bildet, ſo drängt
ſich jedem ſich für dieſes Gebiet Intereſſierenden wohl in erſter
Linie die Frage auf: Wie ſteht es um das Deutſchtum in
Moskau, 29. März, dieſem zwiſchen Oſtpreußen und dem übrigen Deutſchland gelege=
nen
Landſtrich, wo heute der weiße Adler herrſcht und in den
aus Gründen internatioualer Kompromißpolitik der Freiſtaat
Danzig hineinkorſtruiert worden iſt?. Wir überſehen hierbei die
politiſche Geneſis Pommerellens und ſtellen uns ſofort auf den
Boden der Gegenwart.
Bei den am 4. und 11. März in Polen ſtättgefundenen Wah=
len
zum Seim und Senat wurden in Pommerellen unter vier=
zehn
Seimabgeordneten drei Deutſche und unter drei Senatoren
ein Deutſcher gewählt. Politiſch bedeutet der Ausgang der Wah=
len
deshalb einen ſo großen Erfolg für die Deutſchen in Pomme=
rellen
, weil bei den polniſchen Parlamentswahlen im Jahre 1922
in den drei Wahlbezirken nur ein deutſcher Abgeordneter gewählt
wurde, und zwar im Bezirk Graudenz, während bei den dies=
jährigen
Wahlen nicht nur das Mandat im Graudenzer Bezirk
behauptet, ſondern noch je ein Mandat in den Bezirken Dirſchau
und Thorn hinzugewonnen wurde, wozu, wie bereits geſagt, noch
ein deutſcher Senatsſitz für ganz Pommerellen kommt. Ziffern=
mäßig
ſtellt ſich das Ergebnis für die Wahlen zum Seim in den
beiden Wahljahren folgendermaßen dar: Im Jahre 1922 haben
gewählt 339 210 Wahlberechtigte, darunter 51 945 Deutſche oder
15½9 Prozent, im Jahre 1928 428 188 Wahlberechtigte, darunter
64 640 Deutſche oder 15½ Prozent. Aus der Gegenüberſtellung
dieſer Ziffern ergibt ſich, daß die Zahl der deutſchen Stimmen im
Vergleich zu den 1922er Wahlen in dieſem Jahr um 12695 zu=
genommen
hat und daß ſie prozentual faſt dieſelbe geblieben iſt.
Wem die Zahl der deutſchen Wähler und damit der Deutſchen in
Pommerellen an Hand dieſer Statiſtik verhältnismäßig klein er=
ſcheint
, darf nicht vergeſſen, daß das Deutſchtum dieſes Gebietes
durch direkte und indirekte Verdrängungsmaßnahmen der pol=
niſchen
Machthaber rund 330 000 Köpfe verloren hat. Wenn trotz
Poſtulat der polniſchen Exxanſionspotilik erkannt iſt, die Zahl der
pommerelliſchen Deutſchen in den letzten Jahren eher zu= als
abgenommen hat, ſo beweiſt dies eine Konſolidierung des deut=
ſchen
Elements in dem zwiſchen Oſtpreußen und dem Reich liegen=
den
polniſchen Gebiet, wie ſie ſelbſt Optimiſten nicht erwartet
haben.
Als beſonders erfreuliches Moment im Sinne der deutſchen
20 Millionen verlangt. Der Miniſter aber behauptete, daß er keine jährigen Wahlen zu einer, wenn auch nur teilweiſen Zuſam=
ſchen
Bevölkerung gekommen iſt. Die Kaſchuben, die an
Zahl faſt den Deutſchen in Pommerellen gleichkommen, erkennen
mehr und mehr, daß ſie ihre ſprachlich und kulturell bedingte
Eigenart am beſten wahren, wenn ſie ſich dem großen Block der
Minderheiten in Polen anſchließen. Die deutſchen Politiker Weſt=
polens
haben eine Kooperation beſonders, mit den Kaſchuben
jedenfalls in ihr politiſches Programm mithineinbezogen.
Die ethnographiſche Verſchiedenheit Pommerellens wird übri=
dem
gleichen geringen Umfange zurückgegangen, wie in den vor= gens auch von der polniſchen Publiziſtik offen zugegeben. Die
logiſche Schlußfolgerung, der Eigenart der vommerelliſchen Be=
völkerung
auch innenpolitiſch Rechnung zu tragen, wird allerdings
nicht gezogen, vielmehr immer lauter verlangt, daß die Grenzen
der Wojewodſchaft weiter geſteckt werden, mit anderen Worten,
daß durch Zuteilung von Teilen angrenzender Wojewodſchaften
dere wird gefordert, daß Bromberg der Wojewodſchaft ein=
verleibt
und zur Hauptſtadt Pommerellens gemacht werde, ein
Experiment, dem vom bevölkerungspolitiſchen Standpunkt aus
Die Kriſenfürſorge zeigte für den gleichen Zeitraum nur betrachtet die Deutſchen im Lande mit größter Ruhe entgegen=
ſehen
könnten.
Es kann nicht geleugnet werden, daß die Regierung Pilſudſki
in wirtſchaftlicher Hinſicht dem vommerelliſchen Gebiet viel Auf=
merkſamkeit
widmet. Insbeſondere der polniſche Handelsminiſter
März insgeſamt rund 70 800. Davon entfielen auf Perſonen, Baltikum machen will mit Gdingen als polniſchem Handelshafen.
Auf Gdingen konzentriert er alle Reſervekapitalien, nach Gdingen
lenkt er jeden, der über Kaxital verfügt.

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Seite 2

Freſtag, den 30. März 1928

Nummer 90

Schlägerei im Reichstag.

Das ſterbende Parlament.
Dr. Streſemann verteidigt die deutſche Außen=
politik
gegen deutſchnationale Vorwürfe.
Nur wenige Tage noch, dann hat der Reichstag ſeine Arbei=
ten
beendet und geht in den Wahlkampf. Die letzte Ausſprache,
worin das ſterbende Parlament noch einmal alles, was
an rhetoriſcher und geiſtiger Kraft in ihm ſteckt, zuſammenfaßt,
darf deshalb beſondere Aufmerkſamkeit beanſpruchen, weil in ihr
gleichzeitig um die Richtlinien für den kommenden
Wahlkampfgerungen wird. Kein Wunder, daß bei der dritten
Leſung des Etats die Fraktionen denn auch ihre beſten Leute vor=
ſchickten
. Bei den Sozialdemokraten freilich iſt die Aus=
wahl
nicht groß. Herr Wels iſt zudem mehr ein Mann der Volks=
verſammlung
als des Parlaments. So kommt bei ihm nicht viel
mehr heraus als eine Agitationsrede gegen die
Deutſchnationalen, der Graf Weſtarp mit geſchickter Dia=
lektik
antwortet, indem er auf die Bedeutung des Arbeitspro=
grammes
und auf die Wirkſamkeit der bürgerlichen Regierung
hinweiſt. Aber die Pointe der Rede Weſtarps liegt doch in
der ziemlich unverblümten Kritik, die er an der Außen=
politik
der letzten Jahre übt und die ſpäterhin ſo ausgelegt
wird, als ob die Deutſchnationalen die Zuſtimmung zur Außen=
politik
, die ſie bei ihrem Eintritt in das Kabinett gegeben haben,
jetzt wieder zurückziehen wellen. Damit lockt Graf Weſtarp den
Widerſpruch des Reichsaußenminiſters hervor, der
ſich entſchieden gegen die Angriffe wegen der Erfolgloſigkeit ſeiner
Politik verteidigt. Im Laufe der Debatte ſetzte ſich Dr. Steger=
wald
, der in Vertretung des erkrankten Herrn v. Guérard zum
erſten Male ſeine Fraktion führt, vor verſammeltem Reichstag mit
Dr. Wirth auseinander und kanzelt ihn heftig ab in einer Form,
die faſt an eine öffentliche Fraktionsſitzung erinnert. Darin findet
er begreiflicherweiſe den Widerſpruch des Sozialdemokraten
Sollmann, der den Gegenſatz zwiſchen den chriſtlichen und
den ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften nach der ſittlich=religiöſen
und Weltanſchauungsſeite herauszuarbeiten ſucht, während Dr.
Wirth mit ſtarkem Pathos, aber doch auch mit einer innerlichen
Unklarheit, die alle ſeine Schwankungen erklärlich macht, verſtänd=
lich
zu machen ſucht, wie er die Syntheſe zwiſchen ſeiner chriſt=
lichen
Weltanſchauung und den ſozialiſtiſchen Gewerkſchaften auf
der Grundlage der Staatsbejahung anſtrebt.
Nach der allgemeinen Ausſprache nahm man noch die dritte
Leſung des Juſtizetats in Angriff, die ſich in einem Parteiſtreit
über das Scheitern der Amneſtieanträge auflöſte. In der 8. Abend=
ſtunde
kam es dann zu Tumultſzenen. Der kommuniſtiſche Abge=
ordnete
Höllein hatte die Sozialdemokraten in einer mehr als
maßloſen Weiſe angegriffen, ſo daß mit Beendigung ſeiner Rede
die Atmoſphäre auf dem Siedepunkt angelangt war. Als dann
der Deutſchnationale Everling noch Oel ins Feuer goß und
der perſönlich von Höllein angegriffene Sozialdemokrat Abg.
Landsberger das Wort zur Erwiderung ergriff, ſtürzte plötz=
lich
Höllein mit einer Gruppe kommuniſtiſcher Abgeordneter
gegen die Rednertriböine. In dem Aufgang zum Präſidententiſch
kam es zu einem wüſten Handgemenge zwiſchen Sozialdemokraten
und Kommuniſten. Die Abgeordneten ſchlugen mit Fäuſten auf=
einander
ein. Tintenfäſſer und Waſſergläſer flogen dazwiſchen.
Der amtierende Vizepräſident Eſſer unterbrach ſofort die Sitzung,
während die Keilerei im Saal weiterging. Schließlich gelang es,
einigermaßen Ruhe herzuſtellen. Eſſer erſchien wieder und er=
klärte
, daß der kommuniſtiſche Abgeordnete Jaddaſch als Urheber
des Zuſammenſtoßes den Saal zu verlaſſen habe. Da Jaddaſch
keine Folge leiſtete und die Kommuniſten unaufhörlich ſchrien,
wurde die Sitzung zum zweitenmal unterbrochen.
Kampfanſage der Sozialdemokraten
an die Deutſchnationalen.
* Berlin, 29. März. (Eig. Bericht.)
Der Reichstag erledigte heute zunächſt das Geſetz über Schußwaffen
und Munition in dritter Leſug und in zweiter Leſung ebenfalls de=
battelos
den Initiativ=Geſetzentwurf zur Aenderung des Tabakſteuer=
geſetzes
. Dann begann das Haus die dritte Leſung des Etats für 1928,
für die jeder Fraktion eine halbe Stunde Redezeit vorbehalten iſt.
Abg. Wels (S.) eröffnete den Rednerreigen mit ſehr ſcharfen
Angriffen auf die gegenwärtige Regierung und beſonders die Deutſch=
nationalen
. Es habe ſich gezeigt, daß die früheren Manifeſte der
Deutſchmationalen gegen die Staatspolitik Demagogie geweſen ſeien.
Für Miniſterſitze hätten die Deutſchnationalen ihre Ueberzeugung ver=
kauft
. Infolge der Beteiligung der Deutſchnationalen habe die Außen=
politik
der Bürgerblockregierung nicht den geringſten Erfolg gehabt."

Deutſchnationale Kritik an der deutſchen
Außenpolitik.
Abg. Graf Weſtarp (Dntl.) warf zunächſt einen Rückblick auf
die Außenpolitik des letzten Jahres. Der Verſtändigung mit Frankreich
ſeien wir bisher nicht einen Schritt näher gekommen. Die Räumug
der Rheinlande ſei nicht erfolgt. Die Fragen der Abrüſtung und des
Schutzes der Minderheiten ſeien nicht gelöſt. Wo ſei ein durchſchlagen=
der
Kampf gegen die Schuldlüge? Die letzte Rede des franzöſiſchen
Miniſterpräſidenten zeige, daß in Frankreich der Wille zu einer wahren
Verſtändigung nicht vorhanden ſei. Wer glaube im Ernſt daran, daß
es nach den Wahlen anders werde? Der Ausgang der Abrüſtungskon=
ferens
verſchärfe die Lage. Es handele ſich nicht nur um ein Fiasko
des Völkerbundes, ſondern auch um eine Niederlage Deutſchlands. Die
Grenze der Geduld müſſe jetzt erreicht ſein. Der Redwer ſchloß mit der
Erklärung, daß die Deutſchnationalen auch nach den Wahlen den ihnen
zukommenden Anteil an der Regierung beanſpruchen würden. Es ſei
aber klar, daß das nur geſchehen könne gegen die Sozialdemokratie.
Die Deutſchnationale Volkspartei nehme daher die von dem ſozialdemo=
kratiſchen
Redner heute gegen ſie ausgeſprochene Kampfanſage auf und
werde dieſen Kampf durchfechten.
Auseinanderſetzung Stegerwalds mit Wirth.
Dr. Stegerwald (3.) erörterte ausführlich die große Arbeit,
die die Reichsregierung im letzten Jahre namentlich auf ſoziabpolitiſchem
Gebiete geleiſtet habe. Deutſchland habe heute die beſte Sozial= Verſiche=
rung
der Welt. Zur Außenpolitik übergehend wies der Redner auf die
Wahlen im Saargebiete hin, in denen das Saargebiet deutlich und ent=
ſchieden
den Willen zur Rückkehr zum deutſchen Mutterland zum Aus=
druck
gebracht habe. Bei dieſer Stelle der Rede ſpendete das Haus leb=
haften
Beifall. Dr. Stegerald kam auch auf ſeine Auseinander=
ſetzungen
mit Dr. Wirth zu ſprechen und erklärte, er habe Wirth
immer wieder Brücken gebaut und nicht aus Oppoetunismus. Er ſei
häufig mit Wirth nicht einverſtanden geweſen, aber er habe es nie zum
Bruch kommen laſſen, weil in Wirth Kräfte ſeien, die für Deutſchland
Geltung in der Welt und für den Staatsaufbau fundamentale Bedeu=
tung
hätten. Es ſei ganz falſch, wenn z. B. der Abg. Sollmann in der
Rheiniſchen Zeitung ihn, den Redner, als den ſchärfſten Gegner Wirths
hinſtelle. Dr. Wirth habe in den letzten Jahren vielfach am falſchen Platz
und manchmal auch in falſcher Front gekämpft. Wenn er die politiſchen
Aufgaben mit ſeinen engeren politiſchen Freunden im einzelnen beſpreche,
wenn er in Zentrumsverſammlungen rede, wenn er mit der chriſtlichen
Arbeitnehmerſchaft engere Fühlung nehme, werde er dem deutſchen Volke
größere Dienſte leiſten als in den letzten Jahren. Zum Schluß evklärte
Dr. Stegerwald, daß die Sozialdemokratie ein Faktor ſei, an dem man
bei der Errichtung des neuen Staates nicht vorübergehen dürfe.
Es folgte der Fraktionsführer der Deutſchen Volkspartei. Dr.
Scholz, der zunächſt darauf hinwies, daß die große Linie der Streſe=
mannſchen
Außenpolitik heute gemeinſames Gut des deutſchen Volkes
geworden ſei und daß auch die Deutſchnationalen im Gegenſatz zu ihrer
früheren Haltung jetzt mit Dr. Streſemann in einer Linie ſtänden. Zur
Innenpolitik übergehend, daß man das Ziel des Einheitsſtaates erreichen
müſſe.
Streſemann und die Deutſchnationalen.
Nunmehr nahm Reichsaußenminiſter Dr. Straſemann
das Wort, um zunächſt einen Geſetzentwurf über das Verbot von Waffen=
lieferungen
nach China anzukündigen. Es müſſe mit Entſchiedenheit be=
ſtritten
werden, daß Deutſchland der Belieferer Chinas mit Waffen ſei.
Die nach China eingeführten Waffen ſeien größtenteils lediglich im
Tranſitverkehr durch Deutſchland gegangen, ſie ſeien aber nicht deutſchen
Urſprungs. Dann wandte ſich der Miniſter gegen die Ausführungen des
Grafen Weſtarp, und beſonders gegen deſſen Aeußerung über das angeb=
liche
Fiasko der deutſchen Außenpolitik. Eine ſolche Erklärung aus dem
Munde des Führers der größten Regierungspartei mute ſeltſam an.
Wenn Graf Weſtarp erkläre, die Deutſchnationalen hätten ſich mit dem
Lorarnobertrag abfinden müſſen, aber den Vertrag nicht nachträglich ge=
billigt
, ſo ſei dem gegenüber daran zu erinnern, daß bei der Uebernahme
der Regierung Reichskanzler Dr. Marx ſeinerzeit erklärt habe, daß auf
gemeinfamen Beſchluß aller Regierungsparteien die bisherige Außen=
politik
fortgeſetzt werden ſolle. Was hätten die Deutſchnationalen denn
überhaupt getan, um den außenpolitiſchen Kurs zu ändern. Es wäre
doch Aufgabe der Deutſchnationalen geweſen, daß ſie ihre Wünſche dem
Reichsaußenminiſter unterbreitet hätten und ihm eine andere Außen=
politik
inauguriert hätten. Wenn Graf Weſtarp erklärt habe, daß
Deutſchland nach dem Locarnovertrag auf die Mheinlandräumung ein
Recht habe, ſo ſei das nicht richtig. Der Anſpruch auf die Räumung des
Wheinlandes gründe ſich nicht auf dem Locarnovertrag, ſondern beruhe
auf den Beſtimmungen des Verſailler Vertrages. Der Außenminiſter
kam dann auf die letzte Rede des franzöſiſchen Miniſterpräſidenten Poin=
caré
zu ſprechen. Dieſer habe den Ruhreinbruch mit Argumenten ver=
teidigt
, die er, Streſemann, für falſch halte, aber der Miniſterpräſident
habe dann auch enklärt, daß es keinen Bweck habe, über die Vergangen=
heit
zu ſprechen und daß alles auf die deutſch=franzöſiſche Verſtändigung
und Annäherung auf wirtſchaftlichem und moraliſchem Gebiete ankomme.
Darin könne man Poincaré zuſtimmen. Zur Abrüſtungsfrage betonte
Dr. Streſemann, daß Deutzſchland eine Abrüſtung der andern verlangen
müſſe, wie das auch Graf Bernſtorff in Genf ausgezeichnet zum Aus=
druck
gebracht habe. Im übrigen ſei trotz mancher Enttäuſchungen eine
Aenderung der bisherigen Außenpolitik nicht zu erwarten. Ich halte‟,
ſo erklärte der Miniſter, dieſe Politik für die einzig mögliche und die
einzig richtige, die uns im Endergebnis zu dem Erfolge führen kann,
den wir erreichen müſſen. (Lebhafter Beifall.)

Wbg. Dr. Hummel (Den.) bezeichnete es als äußerſt Hhardkteriſtifen
für die in der jetzt zuſammengebrochenen Regierungskoalition hersſchenm
Harmonie, daß ſich der Außenminiſter mit dem Führer der größtch.
Regierungspartei in einer derartigen Weiſe in wichtigen Fragen d8=
Außenpolitik auseinanderſetzen habe müſſen. Der Redner hielt auch dicz
Notprogramm für keine befriedigende Löſung der Aufgaben.
Abg. Stoecker (Kom.) polemiſierte gegen das Zentrum urn
gegen die Sozialdemokraten, die ſeiner Anſicht nach die größte kabitzü,
liſtiſche Politik der Bürgerblockregierung mitmachen und ſtets ermöß,
licht hätten.
Abg. Dr. Bredt (Wftpt.) lehnte im Namen ſeiner Fraltion duör
Etat ab, weil er nur ſcheinbar balanciere und bald wie ein Kartenbann
zuſammenbrechen werde.
Abg. Graf Reventlow (Nat.) warf dem Außenminiſter vor.
unerhörter Weiſe bayeriſche Zeitungen mit Geld zu beeinfluſſen. ge
wurde dafür zur Ordnung gerufen.
Abg. Sollmann (Soz.) wandte ſich gegen den Zentrumsrednm
Dr. Stegevwald, der auf die Rechtskoalition hingeapbeitet und damit fin
Gegenſatz zu Dr. Wirth ſich in eine falſche Front geſtellt habe. Wer=
das
Zentrum Wirth jetzt trotz der Gegnerſchaft vieler Parteianhängg=
auf
die Reichsliſte ſetze, ſo ſei das wohl nur in der Furcht vor einw
Revolution der chriſtlichen Arbeiter geſchehen.

Wirth in Oppoſition.
Abg. Dr. Wirth (Zentr.) begrüßte dieſe Ausſprache, dre nict
bloß Wahlagitation, ſondern ernſte Auseinanderſetzungen über die voll0
tiſchen, wirtſchaftlichen und kulturellen Faktoren in umſer Volk gebracht
habe. Es ſei nicht die Stärke, ſondern die Schwäche des Bürgertumg
daß ſich zu dieſem Staate mehr die großen Maſſen der Linken als de
aus den anderen Lagern bekannt haben. Er halte es für eine der gröfü
ten Aufgaben, daß man die Arbeitermaſſen, die am alten Staate ves
zweifelten, davor bewahre, auch am neuen zu verzweifeln. Das Weſen
politiſcher Arbeit ſei vielmehr, daß ſie dieſen Staat als Inſtrumerm
eines politiſchen, ſozialen und kulturellen Fortſchrittes bemtzen. Witz
ſtecken noch in den Kinderſchuhen des demokratiſchen Staates. Sony
wäre es unmöglich geweſen, daß heute Gdaf Weſtarp in ſeiner Rede din
Richtlimien und Mawifeſte der Rechtsregierung nicht nur widerrufen, ſory
dern zugegeben habe, daß die Deutſchnationalen nur auf dieſem Wem
mit einer gewiſſen Geſchicklichkeit den Zugang zur Regierung erreickh
hätten. (Unruhe rechts.) Das Weſen der Demokratie hebe man aufu
wenn man die Vevantwortung für die Politik ablehnt, die man ſelbtn
mitgemacht hat. Wir mußten, um die erſten Reparationszahlunger=
leiſten
zu können, die Arbeiterſchaft mit einem empfindlichen Lohnabzu,u
belaſten. Daß die Gewerkſchaften aller Richtungen dieſem Lohnabzuzz
zugeſtimmt haben, darin liege die ſittliche Größe der Arbeiterſchaft. Din
Beſitzloſen, die ernſten Söhne unſeres Volkes, hätten uns in dieſes
ſchwerſten Zeit mehr geholfen, als die Beſitzenden, die Bildung und Bes
ſitz nur für ſich in Anſpruch nähmen. Wir müßten endlich zu denn
klaren Verhältwis kommen: Hier Regierung hier Oppoſition! Seineu
Oppoſitionsſtellung gegen die Rechtsregierung ſei durch die heutige Reder
des Grafen Weſtarp vollkommen gerechtfertigt worden. Er habe miti
dieſer Oppoſitionsſtellung das Riſiko übernommen, dem nächſten Reichs,
tag im Rahmen des Zentrums nicht anzugehörem. Die Zentrumsparteig
der er angehöre, habe ſchon gegen Bismarck die demokratiſchem Bürgen=
rechte
vertveten. Die Welle der Reaktiom werde bei den kommendem
Wahlen vollſtändig überwunden. (Beifall links und in eimem Teile deB
Zentrums, Lachen rechts.)
Wüſie Schlägerei zwiſchen Sozialdemokratem
und Kommuniſien.

Damit ſchließt die allgemeine Ausſprache. Es folgte die Beſpre=
chung
der einzelnen Etats beim Haushalt der Juſtiz.
Abg. Profeſſor Kahl (D.V.P.) bedauerte, daß die Vorlage Wber
die Reform der Eheſcheidung von dieſem Reichstage nicht mehr veraben
ſchiedet werden könne. Er wendet ſich ſcharf gegen einen Artikel des:
deutſchnationalen Abgeordneten v. Freyztagh=Loringhoven über das Ar=n
beiten des Rechtsausſchuſſes zur Ehereformvorlage. Er warf dem Ver
faſſer Verdrehung des wahren Sachverhalts vor. Das ſei ein Wahl=
bolſchewismus
ſchlimmſter Art.
Abg. Frick (Natſoz.) verlangte eine Generalamneſtie von Schußz
bis Hölz.
Abg. v. Ramin (Völk.) erklärt, daß in einer Kameradſchaft Ver=
räter
nicht geduldet werden könnten. Das ſei ein jüngeres Recht m
Einfatz für Volk und Vaterland.
Abg. Höllein (Komm.) wirft den Sozialdemokraten vor, ſie =
ten
die Amneſtie zerſchlagen. 325 Proletarier ſäßen jetzt noch in den
Zuchthänſern. Sie zu befreien beim Auzeinandergehen des Reichstag)
habe die Sozialdemokratie wegen ſchmutziger parteipolitiſcher Wahle
geſchäfte verhindert.
Abg. Dr. Everling (Dnatl.) beſchuldigte ebenfalls die Sozüal=
demokraten
, in der Amneſtiefrage verſagt zu haben und ebenſo wie das
Recht auch die Gnade zu einer Parteiſache machen zu wollen. Die
Deutſchnationalen forderten gleiches Recht für alle.
Abg. Dr. Landsberg (Soz.) bedauerte das Scheitern der Ehe=
ſcheidungsreform
und weiſt die Angriffe der Abgg. Höllein und Even
ling zurück. Während ſeiner Rede kommt es zwiſchen ſozialdemokratie
ſchen und kommuniſtiſchen Abgeordneten zu erregten beſchimpfenden Zu=
rufen
, die ſchließlich dazu führen, daß ein kommuniſtiſcher Abgeordneter
auf die vor der Rednertribüne ſtehenden Sozialdemokraten zuſtürzte
und ſie tätlich angreift. Es entwickelte ſich darauf eine wüſte Schlägerei
zwiſchen ſozialdemokratiſchen und kommuniſtiſchen Abgeordneten. Nach
einigen Minuten gelingt es den übrigen Abgeordneten, die Streiten=
den
zu beruhigen. Vizepräſident Eſſer hatte ſofort die Sitzung
unterbrochen und ſchloß nach Wiederaufnahme den kommuniſtiſchen Ab=
geordneten
Jaddaſch von der Sitzung aus. Die Sitzung wurde er=
neut
unterbrochen, um dem Aelteſtenrat Gelegenheit zur Stellungnahme
zu geben. Da Abg. Jaddaſch nach Wiederaufnahme der Sitzung immer
noch nicht den Saal verläßt, wird er auf acht Tage ausgeſchloſſen.
Nach kurzer Geſchäftsordnungsdebatte wurde die Sitzung auf Freitag
10 Uhr vertagt: Etatsberatung, Rentenbankkreditanſtalt.

*Darmſtädter Ausſtellungen.
Kollektivausſtellung Elſa Pfiſter=Kaufmann
und Julius Kaufmann.
In den zur Ausſtellung von Gemälden in bezug auf ihre
Wirkſamkeit im geſchloſſenen Wohnraum beſonders geeigneten
Ausſtellungsräumen der Firma Trier, Wilhelminenſtraße, ſtellt
das Künſtlerehepaar Kaufmann über ein halbes Hundert
Gemälde, Aquarelle und Buntſtiftzeichnungen aus und gibt damit
einen Beweis von künſtleriſchem Schaffen und Können, das
ſtärkſte Beachtung verdient.
Frau Elſa Pfiſter=Kaufmann iſt in erſter Linie Bild=
nismalerin
. Sie hat eine ganze Reihe von Porträts bekannter
Darmſtädter Perſönlichkeiten gemalt. Dazu eine große Reihe von
ganz ausgezeichneten Kinderbildniſſen in den verſchiedenſten Tech=
niken
. Dieſe Bildniſſe ſind faſt ausnahmslos glänzend zeichneriſch
durchgearbeitet, im Kolorit, Stellung der dargeſtellten Perſönlich=
keiten
und in der Wahl des Bildausſchnittes von ſtark dekorativer
Wirkung. Was dieſe Bildniſſe künſtleriſch beſonders wertvoll er=
ſcheinen
läßt, iſt die jeweils individuelle Behandlung, die auf ein
ſicheres und ernſtes Studium der Dargeſtellten ſchließen läßt,
ebenſo auf ſichere Erkenntnis des Charakteriſtiſchen, das durch=
weg
gut erfaßt iſt und den Bildern einen ganz beſonderen Reiz
von lebendigem Ausdruck gibt. Wenn der Küſtlerin auch wohl
das weiche, friſche, noch in der Entwicklung befindliche Kinder=
geſicht
am meiſten zu liegen ſcheint die Kinderbildniſſe ſind
durchweg von friſchem, faſt duftendem Reiz , ſo vermag ſie doch
andererſeits auch ausgeprägten Charakter ſcharf umriſſen und
lebendig im Bild feſtzuhalten. Darum ſind dieſe Bildniſſe wirk=
lich
Kunſtwerke, ohne daß ſie den Forderungen, die an ein Por=
trät
zu ſtellen ſind, die wenigſtens von den Dargeſtellten meiſt
geſtellt werden, irgend etwas ſchuldig bleibt. Zeichnung und
Pinſelführung ſind in den Gemälden ſtark und kraftvoll im Aus=
druck
. Das Bildnis von Oberſtaatsanwalt Wünzer iſt beſonders
Beweis für das Geſagte, auch Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing
und andere dürfen beſonders hervorgehoben werden. Von dem
intereſſanten Verſuch, Generalmuſikdirektor Roſenſtock und das
Landestheaterorcheſter mit einem Teil des Zuſchauerraumes des
Landestheaters während einer Opernvorſtellung im Bild feſtzu=
halten
der beſondere Reiz liegt hier in der Löſung der Frage
der Lichtbehandlung iſt ſchon gelegentlich der Ausſtellung im
Kunſtverein geſprochen worden. Eine Spezialität der Künſtlerin
ſcheinen die kleiformatlichen Damenbildniſſe, in denen allerdings

den Anſprüchen der Dargeſtellten, richtiger vielleicht den Sonder=
wünſchen
, weitgehend Rechnung getragen iſt, ſo daß es ſich hier
meiſtens um hübſche und ſchöne Bilder handelt. In eini=
gen
, leider nur wenigen Aquarellen kleinen Formtas zeigt die
Künſtlerin auch auf dieſem Gebiet (farbenreiche Landſchaft) un=
gewöhnliche
Begabung.
Julius Kaufmann iſt in erſter Linie Landſchafter. Er
holt ſeine Motive aus der engeren Heimat, dem Odenwald und
der Bergſtraße. Er hat aber auch den ſicheren Blick für die Schön=
heiten
intimer Straßenbilder, der oft von romantiſchem Reiz iſt.
Dinkelsbühl, Rothenburg uſw. ſind vielfach in der Kollektion ver=
treten
. Größer aber, größer geſehen, größer aufgefaßt und größer
im Format ſind die Bilder, die nach Studien in Italien und ſonſt
im Süden entſtanden. Sie gaben dem Künſtler Gelegenheit, die
Schätze ſeiner Palette erſchöpfend zu behandeln in der wunder=
vollen
Farbigkeit, die über dem blaugrünen Meer ſpiegelt, die
aber auch in glitzerndem Sonnenſchein uralte Straßen, Mauern,
Hütten, Hügel und Berge überhaucht. In Sizilien, in den Lofoten,
in Neapel, Genua, Piſa, Palermo, an der Liguriſchen Küſte fand
er die wundervollen Vorrürfe, die ſeinen Gemälden in vielfachen
Variationen und zwingenden Stimmungen die ſtarke Farbigkeit,
das lebendig ſchimmernde Kolorit, eine ſaubere durchdachte Far=
benkultur
geben. Der Künſtler ſieht das Bildhafte der Landſchaft,
ſieht beſonders die Größe des Meeres und verſteht es, dieſe Größe
in einer ganzen Reihe von Gemälden, beſonders Neapel und
Genua uſw. feſtzuhalten. Allerdings iſt die große Kollektion, die
hier ausgeſtellt iſt, künſtleriſch nicht gleichwertig. Aber was hier
zuſammengetragen iſt, zeugt doch von ſtarkem Willen und Können.
In einigen kleinen Aquarellen iſt es dem Künſtler gelungen,
zarte Stimmungen hervorzuzaubern.
Käthe Kollwitz
iſt in der Bücherſtube Bodenheimer mit einer bemerkens=
werten
Anzahl ſehr guter Blätter aus neuerer Zeit, vor allem
aber aus der älteren Periode des Schaffens dieſer großen Künſt=
lerin
vertreten. Ueber Käthe Kollwitz iſt auch an dieſer Stelle,
gelegentlich ihres 60. Geburtstags, geſchrieben worden. Sie ſteht
heute unbeirrt und unbeirrbar im Mittelpunkt moderner deutſcher
Malerei, einer Malerei, der nichts Feminines anhaftet, die von
einer unerbittlichen Härte und Strenge, vor allem aber von einer
tiefſchürfenden gedanklichen und ſeeliſchen Belebung iſt. Es iſt
falſch, zu ſagen, Käthe Kollwitz iſt die Malerin des Proletariats.
Richtig iſt, daß dieſe geniale Malerin und Zeichnerin den Klang
des Hohelieds der Arbeit wie kaum eine andere erfaßt hat. Rich=

tig iſt, daß ihre Kunſt es wie kaum eine andere verſtand, das
Häßliche, das Schwere, die Not und die Sorge des Lebens künſt=
leriſch
zu erfaſſen. Wer in dieſer Kollektion, wie überhaupt bei
Käthe Kollwitz nach Schönem in gebräuchlicher Definition des
Begriffs ſucht, wird vergeblich ſuchen. Ihre Kunſt aber hat es
vollbracht, daß materielles Elend, daß Tod und Verderben, daß
Krieg und Revolution in ihren ſchauervollſten Eindrücken und
Auswirkungen eben zur Kunſt erhoben wurden.
Gewiß kann eine kleine Kollektion dieſer ſo produktiven Künſte
lerin keine Ueberſicht über ihr Lebenswerk geben. Aber ſie ver=
mittelt
doch einen Blick in das künſtleriſche Schaffen dieſer einzig=
artigen
Frau. Es ſind Blätter vorhanden aus den Kollektionen
Der Krieg, Der Weberaufſtand und anderer Mappenwerke,
dazu noch eine ganze Reihe von Einzelblättern, Radierungen und
Drucken. Es iſt erfreulich, daß an einer ganzen Reihe ſchon das
*2
Zettelchen Verkauft haftet.
Von Deutſchlands Hohen Schulen.
Bonn: Der Ordinazius des öffentlichen Rechts an der Heidelberger
Univerſität Geh. Hofrat Dr. jur. Richard Thoma hat einen Ruf an
die hieſige Univerſität erhalten.
Breslaa: Der durch den Weggang des Profeſſors W. Brecht nach
München an der hieſigen Univerſität erledigte Lehrſtuhl der deutſchen
Philologie iſt dem ordentlichen Profeſſor Dr. phul et jur. Paul Mer=
ker
in Greifswald angeboten worden. Der Lehrſtuhl der Botanit
iſt dem ordenilichen Profeſſor Dr. Johannes Buder in Greifswald
angeboten worden.
Göttingen: Zum Nachfolger des Geh. Konſiſtorialrats A. Bertholer
auf den Lehrſtuhl des Alten Teſtaments an der Univerſität iſt Profeſſor
D. Dr. Hempel in Greifswald in Ausſicht gen mmen. Die außen
ordentlichen Profeſſoren Dr. Paul Darmſtädter Mittler= und
neuere Geſchichte, Auslands= und Staateakunde) und Dr. Alfred Coehn
(Photochemie) ſind zu ordentlichen Profeſſoren ebenda ernannt worden.
Halle a. d. S.: Der durch die Emeritierung des Geh. Medizinalrals
R. Beneke an der hieſigen Univerſität erledigte Lehrſtuhl der allgemeinen
Pathologie und pathologiſchen Anatomie iſt dem Ordinarius Dr. mei=
Hermann Beitzke an der Univerſität Graz angeboten worden.
Hannover: Am 20. d. M. verſchied der emerit, ordentliche Profeſſok
für Waſſerwirtſchaft an der Tochniſchen Hochſchule Geh. Baurat Jufad
Danckwerts im 75. Lebensjahre.
Kiel: Der hieſige Honorarprofeſſor Miniſterialdirektor Dr. OZwald
Schneider iſt zum ordentlichen Profeſſor in der Rechts= und Staals=
wiſſenſchaftlichen
Fakultät der Univerſität Königsberg ernannt wordel=
Königsberg: In der philoſophiſchen Fakultät iſt der Honoran
profeſſor für Aeghptologie Dr. Walter Wreszinſki zum ordeme
lichen Profeſſor ernannt worden.

[ ][  ][ ]

Nummer 90

Beginn der Ausſprache überdie
Bauern=Not.
Annahme des Polizeibeamtengeſetzes.
Darmſtadt, 29. März.
Präſident Delp eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 30 Min.
c Haus tritt nach Beantwortung kleiner Anfragen in die Tagesord=
mrg
ein. Ueber den Entwurf eines Geſetzes über die Anlage von elek=
ſiEhen
Hochſpannungsfernleitungen und Gasfernleitungen berichtet
ſ:. Sturmfels. Das Geſetz wird in erſter und zweiter Leſung
n nommen, nachdem die Abg. Weckler und Dr. Müller begrün=
t
Klage darüber geführt haben, daß die Grundſtücksbeſitzer, über deren
randſtücke die Hochſpannungsleitungen gehen, in dem Anbau von
ſaxmpflanzungen beſchränkt werden.
Die Neubearbeitung des heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes vom 30. Okto=
1825 in der Faſſung vom 10. Oktober 1871 ſoll nach dem Erſcheinen
neuen Reichsſtrafgeſetzbuches erfolgen. Die Regierung will, alle
obereitungen zur Reform treffen. Die Regierungsvorlage=Verord=
1g, die Verlängerung des Geſetzes über die Schutzpolizei vom 20.
i 19B vom 20. Dezember 1927 wird gebilligt.
Längere Debatten entſpinnen ſich bei der Beratung der Regie=
vgsvorlage
Entwurf eines Polizeibeamtengeſetzes, zu dem die Kom=
riſten
einen längeren Antrag eingebracht hatten. Innenminiſter
uſchner bezeichnet das Geſetz als eine Verbeſſerung des ſeitheri=
* Zuſtandes; denn jetzt würden alle Polizeibeamten unter ein allge=
te
nes Geſetz geſtellt, außerdem trage das Geſetz den beſonderen Gefah=
ei
und Aufgaben der Polizeibeamten weitgehend Rechnung. Es werde
ſeirecht und im Intereſſe der Beamten gehandhabt werden. Die Polizei
für das Volk da, und ſie werde in der Zukunft als Volkspolizei auf=
wgen
werden. Wenn bei der Bauerndemonſtration die Polizei nicht
ſer vorgetreten ſei, ſo liege das im Sinne der Polizei, deren Aufgabe es
nicht zu ſehr ſichtbar zu ſein. Der Miniſter bittet um Annahme
Geſetzes.
Abg. Kindt wendet ſich gegen die allzu frühe Penſionierung der
alzugsbeamten. Die Polizei würde nach und nach zu alt und ſchließ=
ichr
eine Nachtwächtertruppe werden. Die Verſchmelzung der blauen
us grünen Polizei, die der Herr Innenminiſter ſchon immer angeſtrebt
ſase, ſei durch den Druck der Entente erleichtert worden. Redner er=
verrtet
von der Regierung eine vernünftige Handhabung der neuen Be=
timmungen
.
Abg. Dingeldey begründet den von der D.V.P. eingebrachten
ſc trag auf Heraufſetzung der Altersgrenze auf 65 Jahre. Maßgebend
eien dafür 2 Geſichtspunkte geweſen, einmal der finanzielle Geſichts=
heikt
, der der weſentlichſte ſei, und des weiteren die Auffaſſung, daß
nuh eine ganze Anzahl Polizeibeamte im Alter von über 60 Jahren
½- Vollzugsbeamte ihren Dienſt als erfahrene und pflüchtbewußte Be=
üte tun könnten.
Der Antrag auf Heraufſetzung des Dienſtalters auf 65 Jahre wird
rigelehnt, das Geſetz in erſter und zweiter Leſung gemäß den Ausſchuß=
ieichlüſſen
angenommen.
Ohne Ausſprache verabſchiedet das Haus die Regierungsvorlage
ſter die eine Abänderung zum Ausführungsgeſetz über die Angelegen=
hieten
der freiwillißen Gerichtsbarkeit und zum Gerichtsverfaſſungsgeſetz.
Der kommuniſtiſche Antrag auf Aenderung des Spielplans des Landes=
hraters
wird abgelehnt. Die Eingabe des Johann Wolf zu Mainz,
ortreffend Straferlaß, wird gemäß Artikel 38 der Geſchäftsordnung
urht behandelt. Bei der nun folgenden Beratung der Anträge betreffend
die Notlage der heſſiſchen Landwirtſchaft
urrd auch der von uns geſtern veröffentlichte Antrag der D.V.P. zur
2batte geſtellt, ſowie ein Antrag des Zentrums, zur gründlichen Er=
örkerung
der Frage einen Sonderausſchuß von 6 Mitgliedern inneshalb
des Finanzausſchuſſes einzuſetzen. Dieſer Ausſchuß ſoll auch die Ver=
ſaruldungs
= und Kreditverhältniſſe prüfen.
Abg. Dr. v. Helmolt verbreitet ſich in längeren ſachlichen Aus=
ſüsrungen
über die beſonderen Nöte der Landwirtſchaft, wobei er be=
tornt
, daß mit ſchönen Worten allein der Landwirtſchaft nicht geholfen
ſe; ſie wolle endlich Taten ſehen. Gewiß müſſe anerkannt werden, Laß
die heſſiſche Regierung allein nicht helfen könne, aber ſie müſſe doch ver=
ſuhen
, im Reich ihren Einfluß geltend zu machen, damit endlich der
Arndwirtſchaft geholfen werde.
Der Miniſter für Arbeit und Wirtſchaft Korell be=
grüßt
den ruhigen und ſachlichen Ton, in dem Abg. Dr. v. Helmolt ſeine
Auisführungen gemacht hat. Er betont, daß durch die ſachliche Behand=
lung
mehr erreicht werden könne, als durch die aufreizenden Reden in
Vwlksverſammlungen. Durch alle Parteien gehe das Ringen um die
Zage, wie man der Landwirtſchaft am beſten helfen könne. Bei Be=
tnachtung
der beſtehenden Verſchuldung und einem Vergleich zwiſchen den
Verhältniſſen im Oſten und Weſten des Reiches, kommt der Miniſter zu
h m Schluß, man könne ohne die nötigen Unterlagen dieſe Verhältniſſe
ſScwer vergleichen. Es ſei außer allem Zweifel, daß wir auch in Heſſen
b=ſonders notleidende Gebiete hätten, ſo im hohen Vogelsberg, der
generell verſchuldet ſei; auch im Odenwald und Rheinheſſen; aber es
beſtünden doch auch Gebiete, in denen man nicht von einer ſo großen
Aot ſprechen könne. Ueberhaupt müſſe man bei der Beurteilung der
gunzen Frage bedenken, daß nicht allein bei den Bauern eine Notlage
vorhanden ſei, ſondern daß man ſie in allen Schichten des deutſchen
Aolkes finden könne. Im Gewerbe, Mittelſtand, im Handel und bei den
B=eamten. Wenn ſich auch bei der Erwerbsloſenfrage auf dem Lande
w anches Unerfreuliche feſtſtellen laſſe, ſo ſei dies oftmals zurückzuführen
4rf eine ungenügende Handhabung des Geſetzes, das zweifellos gegen=

Die Frage der Aender ung der deutſchen Schreib=
ſchrift
im Urteil der Korrektoren und Setzer.
* Angeſichts der mannigſachen Beſtrebungen, die deutſche
Schreibſchrift zu ändern, ſie ſogar nach der lateiniſchen
Schreibſchrift hin rückwärts zu entwickeln, oder durch ſie zu er=
ſetzen
, iſt es nicht ohne Wert, auf die alten Erfahrungen der
Braxis über die Lesbarkeit der deutſchen Schreibſchrift hinzu=
weiſen
. Hierüber geben die Fachmitteilungen für die
Mitglieder der deutſchen Korrektorenvereine‟
om 1. März 1911 (Nr. 11) folgende intereſſante Aufſchlüſſe:
Aber die Gegner der Fraktur wollen doch mit dieſer auch die
eutſche Schreibſchrift abſchaffen, und da ſteht unſer
Beruf vor der Manuſkript=Frage, in der wir uns wohl ohne
Meberhebung als die beſten Sachverſtändigen bezeichnen
löönnen. Jeder erfahrene Korrektor wird mir gewiß zuſtimmen,
wenn ich behaupte, daß wir gerade mit den Lateinſchrei=
beern
die größten Schwierigkeiten und deshalb von
der Abſchaffung der deutſchen Schreibſchrift nichts beſonders
Sutes zu erwarten haben.
Wohl gibt es auch maſſenhaft unleſerliche Manuſkripte in
weutſcher Schrift, aber daß man ſelbſt bei ſchönen Handſchriften
wiele Wörter verſchieden leſen kann was für uns Korrek=
uoren
gerade das Schlimmſte iſt , das iſt bei der deutſchen
Schrift nicht der Fall. Daß es in der lateiniſchen Handſchrift
rinen Unterſchied zwiſchen n und u gebe, iſt doch nur ein Schüler=
märchen
; praktiſche Männer der Feder haben es nicht nötig, ſich
mit ſolchen Kleinigkeiten abzugeben. Ebenſo beſteht der Unter=
ſchied
zwiſchen e und e nur für Pedanten, manche Schönſchreiber
nnalen auch das 1 dem e ſo ähnlich wie ein Ei dem anderen. Wer
wie Gewohnheit einer kleinen Schrift hat, macht natürlich keinen
Lnterſchied zwiſchen h und k: in deutſcher Schrift ſind dieſe
Wuchſtaben aber nie zu verwechſeln.
Ebenſo ſteht es mit dem v, das nur beim Lateinſchreiben
Dem o gleicht, wie auch das deutſche a viel beſſer vom o
Bu unterſcheiden iſt, als das lateiniſche, trotzdem beide a einander
ſſo ähnlich ſind. So gibt es noch mehrere, oft unüberwindliche
Werwechſlungsmöglichkeiten (z. B. bei g und y, B und R uſw.),
wwobei wir von den Verwechſlungen bei flüchtiger Schrift gar
rnicht reden wollen, denn ſchlechte Manuſkripte taugen auch bei
Ideutſcher Schrift nichts. Aber das beſonders Peinliche iſt für mich,
twenn unſer Geſchäftsführer kommt und mich z. B. fragt: Wie
konnten Sie in dieſer Anzeige nur den falſchen Ortsnamen

Freitag den 30 März 1928

de

über dem früheren Zuſtand ein Fortſchritt ſei. Nicht nur die deutſche
Landwirtſchaft habe augenblicklich eine Kriſe durchzumachen, ſondern die
Landwirtſchaft der geſamten Welt. Auch die Landwirtſchaft in Amerika,
wie er habe feſtſtellen können. Es ſeien dies eben Auswirkungen des
Krieges. Der Miniſter verſpricht, daß die heſſiſche Regierung ihr mög=
lichſtes
tun werde auf handels= und zollpolitiſchem Gebiet, daß ſie eine
Propaganda entfalten werde zum Verbrauch einheimiſcher landwirt=
ſchaftlicher
Erzeugniſſe. Er bedauert den geringen Kontakt zwiſchen Ver=
braucher
und Konſumgenoſſenſchaften. Der Miniſter weiſt den Vovwurf
zuvück, daß die Regierung nichts getan habe. Der heſſiſchen Landwirt=
ſchaft
ruft er zum Schluß zu: Laßt Euch von Eueren Unterführern nicht
politiſch ausbeuten. Trennt Euch nicht von der volkswirtſchaftlichen Ent=
wicklung
Deutſchlands, von der unaufhaltſamen Intenſivierung der
bäuerlichen Betriebweiſen, trennt Euch nicht von der deutſchen Republik
und den die Republik tragenden Volksſchichten. Nicht im Kampf gegen
ſie, ſondern im Zuſammenwirken mit ihnen werdet Ihr der Not der
Landwirtſchaft Herr werden! Die Ausführungen des Miniſters werden
von den Koalitionsparteien mit Beifall aufgenommen.

Die heſſiſche amtlahe Preſſeſtelle veröffentlicht die Regierungsaut=
wort
, die Staatspräſident Adelung auf den Antrag der
Abgg. Dr. von Helmolt u. Gen. betr. die Notlage der Landwirt=
ſchaft
in der letzten Finanzausſchußſitzung des Landtags erteilt. Die
Antwort lautet u. a. wie folgt:
Die Nodlage der Landwirtſchaft, insbeſondere ſoweit ſie in den vor=
jährigen
Ernteſchäden begründet iſt, wurde auf dem Gebiet der Lan=
desſteuern
weitgehend berückſichtigt. Nachdem bereits im vorigen
Herbſt Grundſteuerermäßigungen bewilligt worden waren, die je nach
der Höhe des Schadens bis zu fünf Sechſtel der Jahresgrundſteuer aus=
maihten
, hat ſich die Regierung entſchloſſen, noch weitergehende Er=
mäßigungen
anzuordnen. So beträgt nunmehr in den erntegeſchädig=
ten
Gemeinden die geringſte Grundſteuerermäßigung
zwei Sechſtel der Jahresſtener; die Ermäßigung kann ſteigen bis zu
ſechs Sechſtel, alſo bis zum vollen Betrag der einem landwirtſchaftlichen
Betrieb angeforderten ſtaatlichen Grundſteuer. Hierdurch erleidet der
Staat einen Grundſteuerausfall in einem früher niemals er=
reichten
Umfange, der über den Betrag von einer halben
Million Reichsmark beſtimmt ganz beträchtlich hinausgehen
wird. Die landwirtſchaftlichen Betriebe wurden gegenüber anderen
Wirtſchaftsgruppen ſteuerlich nicht unbeträchtlich begünſtigt. Die land=
wirtſchaftlichen
Oekonomiegebäude unterliegen weder der Grund= noch
der Sondergebäudoſteuer, während die gewerblichen Wirtſchaftsgebäude
beiden Steuern unterworfen ſind. Auch iſt das landwirtſchaftliche An=
lage
= und Betriebskapital von der Gevverbeſteuer freigeſtellt worden,
ohne daß für das gewerbliche Vermögen eine entſprechende Erleichterung
zugeſtanden wäre. Ferner iſt die Grundſtener auf Antrag ganz zu er=
laſſen
, wenn das geſamte Grundvermögen nicht mehr als 3000 Marl
beträgt. Die angeordneten Sonderſteuerbegünſtigungen wirken ſich in
beſonderem Maße zugunſten des flachen Landes aus; ſo die Son=
derſteuerermäßigung
für Gebäude, die ſich mit weniger
als 5 Prozent verzinſen; dieſe Häuſer findet man ſelbſtverſtändlich nicht
ſo ſehr in den Städten als in den Landgemeinden. Im Zuſammenhang
mit der Mieterhöhung wurde ab 1. April 1927 die ſtaatliche Sonder=
gebäudeſteuer
um 26 Prozent erhöht; vom dieſer Echöhung werden nicht
betroffen die Gebäude bis zu 7000 Mark Wert; auch dieſe Häuſer finder
man zumeiſt auf dem flachen Lande. Gebäude bis zu 4000 Mark Wert
genießen weitgehende Ermäßigungen, vielfach ſogar Steuerfreiheit.
Dieſe Objekte befinden ſich faſt ausſchließlih in ländlichen Ortſchaften.
Es ſei auch darauf hingewieſen, daß der maßgebenden Geſetzesvorſchrift
nach der Rechtſprechung eine Auslegung zu geben wäre, die für die
landwirtſchaftlichen Wohngebäude nicht günſtig iſt; hier hat die Re=
gierung
eingegriffen und angeordnet, daß für 1927 aus Billigkeits=
gründen
von den Nachfo=derungen abgeſehen wird, die an und für ſich
einzuziehen geweſen wären. Schließlich wurden die Finanzämter mehr=
fach
darauf hingewieſen,
Stundungsanträge
wehlwollend zu beſcheiden, und bei der Anordnung und Durchführung
von Zwangsmaßnahmen auf die Notlage der Landwirtſchaft allgemein
und die beſonderen Verhältniſſe des einzelnen Betriebes weiteſtgehend
Rückſicht zu nehmen. Insbeſondere ſind Zwangsverſteigerungen von
weſentlichen Betriebsmitreln oder von Beſtandteilen der Subſtanz von
der Regierung noch regelmäßig verhütet worden, wenn ausnahmsweiſe
eine ſolche Maßnahme überhaupt ins Auge gefaßt worden war.
Der Antrag will eine Einwirkung auf die Reichsregierung herbei=
führen
, ſofort alle zöll= und handelspolitiſchen Maßnahmen zu ergreifen,
die geeignet ſind, die Rentabilität der Landwirtſchaft wieder herzuſtellen.
Es ſoll die Frage nicht unterſucht werden, ob bei dem Stande der heu=
tigen
Volkswirtſchaft es überhaupt möglich iſt, durch zoll= und handels
politiſche Maßnahmen die Rentabiltät eines einzelnen Wirtſchaftszwei=
ges
her= und ſicherzuſtellen, Es iſt indeſſen zu betonen, daß nach unſerer
Ueberzeugung und nach der Auffaſſung aller führenden Volkswirtſchaft
ler eine grundlegende Aenderung des zoll= und handelspolitiſchen Sy=
ſtems
in der Richtung einer Abſchließung des deutſchen Marktes von
fremden Produkten und Waren nicht möglich iſt.
Wenn der Antrag dagegen beſagen ſollte, daß von Fall zu Fall bei
Abſchluß von Handelsverträgen die Intereſſen der Landwirtſchaft be=
rückſichtigt
werden ſollen, ſo weiſen wir darauf hin, daß die Regierung
des Volksſtaates Heſſen mit Rückſicht auf die bedrohte Exiſtenz der heſſi=
ſchen
Winzer, Gärtner und Obſtzüchter gegen den franzöſiſchen und den

Schude durchgehen laſſen, trotzdem im Manuſkript doch deutlid
Sehnde ſteht? Ja, jetzt, wo es mir geſagt wird, ſehe ich auch,
daß ganz deutlich Sehnde geſchrieben ſteht: Schude ſteht zwar
ebenſo deutlich da, aber der Vorgeſetzte (bzw. Auftraggeber oder
Schreiber) muß doch immer recht behalten.
In der Graphiſchen Revue Oeſterreich=Ungarns. Heft 4 vom
April 1911 heißt es: Daß die deutſche Schreibſchrift, die
Kurrent, auch weit leichter lesbar iſt, das werden übrigens
alle unſere Kollegen, Setzer und Korrektoren, beſtätigen. Sie läßt
keine ſolche Zweifel aufkommen als Lateinſchrift. Dann folgen
ganz ähnliche Ausführungen über einzelne Buchſtaben wie oben.
Univerſitätsprofeſſor Dr. Walther Merk, der im amtlichen
Stenographendienſt des Badiſchen Landtags tätig geweſen iſt,
zehn Kurzſchriften erlernt, wiederholt bei öffentlichen Wett=
ſchreiben
die erſten Preiſe davongetragen hat und ſich deshalb
über dieſe Frage ein Urteil erlauben darf, weiſt in ſeiner Schrift
Die Schriftfrage als Kulturfrage (Berlin 1919) beſonders auf
die Ueberſichtlichkeit ( leichte Erkennbarkeit) und
Unverzerrbarkeit ( ſichere Erkennbarkeit) der deut=
ſchen
Schreibſchrift gegenüber der Lateinſchrift hin, wie es
die Erfahrung der Korrektoren und Setzer längſt lehrte.
Möchten bei den neuen Beſtrebungen zur Aenderung
der deutſchen Schreibſchrift die verantwortlichen Stellen ein Auge
darauf haben, daß dieſe Unverzerrbarkeit und Formſicherheit
ticht gefährdet teird, z. B. bei p und h!

*Aus den Darmſtädter Lichtſpieltheatern.
Helia: Alraunc.
Aus dem von Heurik Galeen verfilmten Roman Alraune‟
von Hanns Heinz Ewers, der ſeinerzeit begreiflicherweiſe größ
tes Aufſehen erregte, das durch Staatsanwaltsverbot noch geſtei=
gert
wurde, iſt ein ausgezeichneter Spielfilm geworden. Tendenz
und Sinn des Romans ſind auch in dieſem Film nicht verwiſcht,
wenn auch ihnen eine etwas andere Richtung gegeben wurde. Der
Roman dürfte ſo bekannt ſein, daß ein Eingehen auf den Inhalt,
auch des Films, ſich hier erübrigt. Der Film erhält ſeine ſtarke
künſtleriſche Note einmal durch die ungewöhnlich geſchickte Art, in
der die Regie über die delikaten Szenen und des gleichen Teiles
der Handlung andeutend hinweggeht, ohne dadurch das Verſtänd=
nis
zu beeinträchtigen, dann aber vor allem durch die glänzende
ſchauſpieleriſche Darſtellung, die Paul Wegener dem Geheim=
rat
tem Brinken und Brigitte Helm der Alraune, ſeiner willkür=

Seite 3
Der Finanzminiſier warnt vor einem
Sieuerſireik.
Finanzminiſter Kirnberger weiſt auf die bereits erfolg=
ten
ſteuerlichen Erleichterungen hin. Die Forderung auf 50prozentige
Ermäßigung ſei wohl nicht ernſt gemeint von dem Antragſteller. Dieſe
Bemerkung löſte Oho=rufe im Landbund aus. Es ſeien insgeſamt bis=
her
etwa 700 000 bis 800 000 Mark Steuern erlaſſen worden, was etwa
ein Drittel der auf dem bäuerlichen Beſitz ruhenden Grundſteuer aus=
mache
. Mit ſcharfen Worten wendet ſich der Finanzminiſter gegen einen
ewaigen Steuerſtreik. Er bündigt an, daß in einem ſolchen Falle mit
einem Entgegenkommen nicht mehr zu rechnen ſei. Die Regierung habe,
weil ſie erkannt habe, daß ſie allein nicht ausreichend helfen könne, beim
Reich Schritte unternommen auf Einberufung einer Länderkonferenz.
Auf ein großes Entgegenkommen ſei ſie dabei nicht geſtoßen, weil in
keinem Land ſo weitgehende Anträge geſtellt worden ſeien wie in Heſſen.
Die Notlage der Bauernſchaft könne nur gelindert werden im Rahmen
der Beſſerung der geſamten deutſchen Volkswirtſchaft.
Nachdem Abg. Angermeier (Kom.) noch die Auffaſſung ſeiner
Partei vertreten hat, ſchließt ſtellv. Präſident Blank die Sitzung um
2 Uhr. Nächſte Sitzung Freitag vormittag 10 U.

ſpaniſchen Handelsvertag geſtimmt hat. Ebenſo iſt die heſſiſche Regie=
rung
entſchloſſen, in Zukunft bei Vertragsverhandlungen durch Einwir=
kung
auf die Reichsregierung die wohlverſtandenen Intereſſen der heſſi=
ſchen
Landwirtſchaft zu berückſichtigen. Ferner ſoll durch Propaganda
und Erziehung der Verbrauch inländiſcher Produkte aller Art gefördert
werden.
Die eigentliche Aufgabe der Heſſiſchen Regie=
rung
gegenüber der Landwirtſchaft
liegt auf dem Gebiete der Produktionsverbeſſerung und Steigerung, der
Bodenmelioration, der Umſtellung auf rationelle Betriebsweiſe, der
beſſeren Organiſation der Märkte, der landwirtſchaftlichen Schulung
und anderes mehr. Nachſtehend wird eine Ueberſicht darüber gegeben,
was in dieſer Richtung geſchehen iſt: Gegenüber einer regelmäßigen
Jahresausgabe für die Förderung der Landwirtſchaft von 700800 000
Mark in den Vorkriegsjahren wurden für die Zwecke der Landwirtſchaft
im Rechnungsjahre 1924 rund 1 282 000 Mark, im Rechnungsjahre 1925
1 346 000 Mark und im Rechnungsjahre 1926 1300 000 Mark für land=
wirtſchaftliche
Zwecke hingegeben; die vorausſichtlichen tatſächlichen Aus=
gaben
des laufenden Budgetjahres werden die Beträge noch überſteigen.
Daneben gaben in der Folge auch noch andere Umſtände Veranlaſſung,
der beſonderen Bedeutung der Landwirtſchaft für die heſſſichen Belange
Nechnung zu tragen.
Der Herbſt 1924 brachte der Landwirtſchaft eine Enttäuſchung in
den Ernteerträgniſſen; wirtſchaftliche Reſerven waren infolge der In=
flation
nicht mehr vorhanden. In dieſen kritiſchen, für die Geſamt=
wirtſchaft
bedenklichen Verhältniſſen hat die heſſiſche Regierung eine
Notſtandsmaßnahme im Intereſſe der Landwirtſchaft, insbeſondere zur
Beſchaffung von Saatgut=, Dünge= und Futtermitteln unternommen, die
in der Geſchichte unſeres Landes noch unerreicht daſteht. 9 300 000 RM.
wurden der Landwirtſchaft in gering verzinslichen Darlehen zur Ver=
fügung
geſtellt, die nach dem Vorſchlag der Landwirtſchaft aus der Ernte
1925 wieder zurückgezahlt nerden ſollten. Da die tatfächlichen Erträge
der Ernte 1925 dieſe Zurückzahlung nicht zuließen, hat ſich die Regie=
rund
nicht nur im Jahre 1925, ſondern auch in den Jahren 1926 und
1927 mit einer teilweiſen Rückzahlung abgefunden, und auch heute noch
ſtehen 2,6 Millionen Kredite unausgeglichen zu Laſten des Staates. In
den letzten Jahren wurde das größte landwirtſchaftliche Kulturwerk ſeit
Jahrzehnten, die Riedentwäſſerung, in großzügiger Weiſe gefördert.
Auch für ſonſtige Meliorationen, den durch Unwetter Geſchädigten, zur
Errichtung von Landarbeiterwohnungen und zur Förderung des Früh=
gemüſebaues
wurden Darlehen gegeben.
Die Heſſiſche Regierung betont, daß ſie entſchloſſen iſt, ſoweit es
die Finanzen des heſſiſchen Staates irgendwie zulaſſen, auf dieſem Weg
fortzufahren. Im Zuſammenarbeiten mit der berufsſtändigen Organi=
ſation
der Landwirtſchaft, der Landwirtſchaftskammer, will die Regie=
rung
die verſchiedenen Zweige der Landwirtſchaft prod iktionstechniſch
und organiſatoriſch ſo weit fördern, als es überhaupt möglich iſt. Die
Sorgen der heſſiſchen Landwirtſchaft ſind auch die Sorgen der heſſiſchen
Regierung und des heſſiſchen Volkes.

Mehr Verſtändnis für Heſſen
Amtlich wird mitgeteilt: Unter dieſer Ueberſchrift waren vor
einigen Tagen Mitteilungen gemacht worden über Ausführungen
eines Reichstagsabgeordneten im Haushaltsausſchuß des Reichs=
tags
. Es wurde daran die Bemerkung geknüpft, daß bei maß=
gebenden
politiſchen Perſönlichkeiten leider noch immer nicht
genügend Verſtändnis für die beſonderen, durch die Beſetzung
hervorgerufenen heſſiſchen Schwierigkeiten vorhanden ſei. Aus
dem Stenogramm iſt nunmehr zu entnehmen, daß der betreffende
Reichstagsabgeordnete im weiteren Verlauf der Ausſprache aus=
drücklich
erklärt habe, die Gewährung von Reichsmitteln an das
Land Heſſen ſei nicht zu beanſtanden. Hieraus ergibt ſich, daß die
oben wiedergegebene Bemerkung über mangelndes Verſtändnis
gegenüber Heſſen im vorliegenden Falle nicht zutrifft.

lich erzeugten Adoptivtochter, gibt. Wegner iſt von Anfang bis
zu Ende von ſtarkem charakteriſtiſchem Ausdruck und entſpricht
ganz der Größe dieſes genialen Schauſpielers, beſonders dadurch,
daß er in keiner Szene irgendwie übertreibt oder aufdringlich in
den Vordergrund tritt.
Brigitte Helm hat ſich in die ungemein ſchwierige Rolle der
Alraune, deren Romancharakter im Spiel oder in filmiſcher Dar=
ſtellung
überhaupt nicht zu erſchöpfen iſt, glänzend hineingedacht
und gelebt. Daß ihrer Darſtellung im letzten Ende das Ueber=
menſchliche
eines im Unterbewußtſein der Alraune lebenden
Pervers=Mephiſtopheliſchen fehlt, liegt ſchlechterdingé an der Un=
zulänglichkeit
alles Menſchlichen, denn die Roman=Alraune iſt kein
Menſch in gewöhntem Begriff. Immerhin faſziniert Brigitte
Helm durch den Reiz ihrer ganzen Erſcheinung, aber auch ihrer
Darſtellung, der ſie doch verſteht, in den wichtigſten Momenten
auch etwas von der Roman=Alraune zu geben.
Reizvolle Naturaufnahmen und ebenſo reizvolle Bilder aus
dem geſellſchaftlichen Leben der Kreiſe, die keine Sorgen kennen,
+X
geben dieſem Film einen wirkungsvollen Rahmen.

*Dentzlers Parzvial=Aufführungen.
Die in Genf unter der Leitung des Muſikdirektors am Char=
lottenburger
Opernhaus, Dentzler viermal wiederholte
Parzival=Aufführung iſt zu einem vollen künſtleriſchen Erfolg
eworden. Dentzler hat bei dem Genfer Publikum eine enthu=
ſiaſtiſche
Aufnahme gefunden. Der Rieſenbeſuch der Aufführun=
gen
, zu dem die Schweizeriſchen Bundesbahnen aus den um=
liegenden
Kantonen Sonderzüge eingelegt hatte, hat den deutſchen
Künſtlern auch einen finanziellen Erfolg gebracht.

Kunſi, Wiſſenſchaft und Leben.
Rudolf Serkin iſt eingeladen worden, in Heidelberg
in fünf Abenden innerhalb 2½ Monaten in dieſem Sommer eine
Ueberſicht über Schubert als Klavierkomponiſt zu geben. Serkin
wird zwölf Sonaten, acht Impromptus und ſechs Moments
musicals zu Gehör bringen
Adolf Buſch, Rudolf Serkin, das Buſch=
Quartett und Hermann Buſch ſind von der Stadt Wien
für das offizielle Schubert=Feſt im November für drei Tage ver=
pflichtet
worden.

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Seite 4

Freitag, den 30. März 1928

Nummer 90

Die Mainzer Arbeitgeber=Vereinigung gegen
die Perſonalpolitik der Heſſiſchen Regierung
und die Lohnpolitik der Gewerkſchaften.
* Mainz, 29. März. (Priv.=Tel.)

In der heute abend ſtattgefundenen Jahreshauptverſammlung der
Vereinigung der Arbeitgeberverbände Mainz, Wiesbaden und Umgebung,
die in Gemeinſchaft mit dem Mittelrheiniſchen Fabrikantenverein im
Kaſino Hof zum Gutenberg in Anweſenheit der ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Behörden tagte, wurde eine an die Landesregierung und an die Par=
teien
gerichtete Erklärung angenommen, in der entſchieden Einſpruch
dagegen erhoben wird, daß im Volksſtaat Heſſen neuerdings die höhe=
ren
Verwaltungsſtellen nach den Grundſätzen der Parteipolitik beſetzt
werden. Es wird darauf hingewieſen, daß es geboten erſcheine, die
höheren Verwaltungsſtellen im Staat von der Parteipolitik fernzuhal=
ten
und Männern zu übertragen, die nach ihrer Vorbildung und Be=
fähigung
die Gewähr für eine ſachliche und unparteiliche Erledigung der
Verwaltungsaufgaben bieten. Es wird durch die jetzt einſetzende gegen=
teilige
Entwicklung berechtigte Unzufriedenheit in das Berufsbeamtentum
getragen und auch das Vertrauen der Bevölkerung zur Verwaltung aufs
ſtärbſte erſchüttert.

Ferner wurde eine Entſchließung an die Reichsregierung und die
Parteien angenommen, in der gegen die immer ſtärker einſetzende Lohn=
bewegung
Stellung genommen und feſtgeſtellt wird, daß dieſe hinſichtlich
der wirtſchaftlichen Folgen die größten Bedenken erweche. Das gelte be=
ſonders
von der Lohnbewegung der Gewerkſchaften der Eiſenbahn und
der Reichspoſt. Es ſteht zu befürchten, daß bei einem Erfolg der Lohn=
bewegung
eine Erhöhung der Frachttarife eintrete. Es wird das drin=
gende
Erſuchen an den Reichsarbeitsminiſter gerichtet, dieſe Folgen bei
ſeiner Vermittlertätigkeit zu berückſichtigen und die Forderungen auf
Lohnerhöhung zurückzuweiſen, die naturnotwendig eine allgemeine
Preisſteigerung und dadurch eine Geldentwertung mit allen ihren Ge=
fahren
zur Folge habe. Im Anſchluß an die Generalverſammlung hielt
Herr Dr. fur. Tänzler=Berlin einen Vortrag über die Sozialpolitik im
Rahmen der allgemeinen Staatspolitik.

Vom Tage.

Der Reichspräſident hat die Ausgabe von Briefmarken
mit Bildern der deutſchen Reichspräſidenten ge=
nehmigt
. Die neuen Briefmarken erſcheinen vorausſichtlich am
1. Juni, und zwar werden die 15=Pfg.=Marke das Bild Hindenburgs und
die 8=Pfg.=Marke das des erſten Reichspräſidenten, Ebert, tragen,
Der Anhaltiſche Landtag lehnte die Anträge der Deut=
ſchen
Volkspartei, die Zahl der Staatsminiſter von drei auf
einen und die der Landtagsabgeordneten von 36 auf 27
herabzuſetzen, ab.
Der Führer der deutſchen Abrüſtungsdelegation, Graf Bernſtorff,
iſt von Genf nach Berlin zurückgekehrt.
Der öſterreichiſche Bundeskanzler Seipel iſt an
Grippe erkrankt und muß einige Tage der Ruhe pflegen.

Der ſtändige Internationale Gerichtshofim Haag
hat dem polniſchen Verſchleppungsantrag in der

Chorzow=Angelegenheit ſtattgegeben.

Nach Meldungen aus Moskau hat Tſchitſcherin andiefran=
zöſiſche
Regierung eine Proteſtnote mit Bezug auf den
jüngſt von der Bank von Frankreich in Amerika eröffneten Prozeß
für die Beſchlagnahme des Sowjetgoldes in New
York geſandt.
An Stelle des zurückgetretenen Viscount Cave iſt Sir
Douglas Hogg zum Lordkanzler ernannt worden. Sir
Thomas Inſkip iſt zum Generalſtaatsanmalt berufen worden. An ſeine
Stelle als Solicitor General tritt Frank Merriman.
Das amerikaniſche Staatsdepartement teilt mit,
daß Verhandlungen für den Abſchluß eines Schieds=
gerichtsvertrages
nun auch mit Polen eröffnet wor=
den
ſind.
Einer Meldung aus Tokio zufolge gab der Sowjetbotſchafter dem
Miniſterpräſidenten, Baron Tanaka, die Verſicherung, daß Sowjet=
rußland
keine Waffen und keine Munition an die
chineſiſchen Parteien ausführen werde.

Kelloggs Antikriegspakt.
Briands Antwort an Kellogg Die Kolonial
anſprüche Italiens.

EP. Paris, 29. März.
Der heutige Miniſterrat genehmigte den Entwurf zur Anv=
wort
Briands an Kellogg mit Bezug auf den Antikriegspakt. Do
Antwort iſt heute nachmittag abgeſandt worden. Sie iſt auße=
ordentlich
lang und umfaßt nicht weniger als 14 Schreibmaſchinen,
ſeiten. Man erklärt, daß ſie ein wahres dialektiſches Meiſterwe
darſtelle und lediglich dazu beſtimmt ſei, in dem Duell der Eigem=
liebe
zwiſchen Briand und Kellogg die Schuld an dem ſchon längg
unvermeidlich erſcheinenden Fiasko dieſer Verhandlungen Amerikt
zuzuſchieben. Die Note erklärt entgegen dem früheren Standpunu
Briands, daß Frankreich nichts gegen eine Ausdehnung der Ve=u
handlungen auf die anderen Großmächte und den Abſchluß eines
mehrſeitigen Antikriegspaktes habe. Frankreich müſſe aber ngeu
wie vor ſeine Verpflichtungen gegenüber dem Völkerbund un
ſeinen Alliierten wahren. Merkwürdigerweiſe ſoll die Antworn
die franzöſiſch=amerikaniſche Kontroverfe über den Angriffskrie=
nicht
mehr berühren.
Briand verlas außerdem einen Bericht des franzöſiſchen Bor/
ſchafters in Rom über die Kolonialanſprüche Italiens
Danach beabſichtige Italien, neuerdings vom Völkerbund die Be
leihung des Mandats über Kamerun zu fordern. Außerdem be
anſprucht Italien bekanntlich eine weitgehende Grenzberichtigun!
an der Grenze zwiſchen Tripolis und Tunis mit dem Hinwei
darauf, daß von dem beanſpruchten tuneſiſchen Gebiet aus dil
Aufſtändiſchen in Tripolis andauernd Munition und Lebensmitte=
erhalten
könnten. Dieſe letztere Forderung iſt von verſchiedener
franzöſiſchen Zeitungen ſchroff abgelehnt worden.

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Mummer 90

Freitag, den 30.März 1928

Geite 5

Aus der Landeshauptſiadt.
Darmſtadt, 30. März.
Der ſtädtiſche Saalbau
ſisc auf Grund des Beſchluſſes der Stadwerordneten= Verſamm=
u
vom 22. Dfd. Mts. eine gründliche Inſtandſetzung erfahren.
it Arbeiten, mit denen unverzüglich begonnen wird, werden
mrere Zeit beanſpruchen. Vermietungen von Saalbauräumen
mmien bis auf weiteres eta bis 1. Oktober ds, Js. nicht
engevommen werden. Den Mietern des Saalbaues ſteht als
ratz das Orangeriehaus nebſt Gartenanlagen zur Verfügung,
reit nicht die Benutzung der Feſthalle in Frage kommt. Die
ſerwirtſchofvung des Orangeriehguſes iſt durch Beſchluß der
ſtadtverordneten=Verſamlung dem Saalbau=Reſtaurateur.
ſinmann übertragen worden.
Die Tagesreſtauration im Erdgeſchoß des Saalbaues wird
or dem Umbau nicht berührt und bleibt daher nach wie vor
echffnet. Ebenſo können die im 2. Obergeſchoß gelegenen Ge=
U5chaftsräume für kleinere Veranſtaltungen weiterbewutzt
nuden.
Erledigt iſt eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
n der Volksſchule in Ilbenſtadt (Kreis Friedberg). Dienſtwoh=
ung
für einen verheirateten Lehrer nicht vorhanden, Mietwohnung
hwer zu beſchaffen.

zmmte den ſchweren und verantwortungsvollen Beruf ausgeübt und
ſirrbei nicht nur die Intereſſen der Reichsbahn gewahrt, ſondern ſich
urh in den Dienſt der Allgemeinheit geſtellt.
Zum Tode Fran Balſer. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing
vSmete zu Beginn der geſtrigen nichtöffentlichen Stadtverordneten=
erſammlung
Frau Staatsrat Balſer einen ehrenden Nachruf.
G. hob die großen und unvergeßlichen Verdienſte der Verſtorbenen her=
ue
im Gebiete der ſozialen Arbeit, der Wohlfahrtspflege und der Be=
ämpfung
der Wohnungsnot, und konnte mitteilen, wie die Verſtorbene
ſricch kurz vor ihrem Ableben dringlichen Fragen ihre ganze Arbeitskraft
nDmete und zur Wohltäterin für die Menſchen wurde, die ſie betreute.
9rr Oberbürgermeiſter hat auch namens der Stadtverordnetenverſamm=
urig
am Grabe einen Kranz zu Ehren der Verſtorbenen niedergelegt.
Die Stadtverordneten hatten ſich während der Anſprache des Vorſitzen=
de
von ihren Sitzen erhoben.
Heſſiſches Landestheater. Im Kleinen Haus wird heute Mozarts
Entführung aus dem Serail gegeben. Muſikaliſche Leitung:
Max Rudolf. Die Vorſtellung beginnt um 19 Uhr 30 Min.
Ewald Balſer vom Düſſeldorfer Schauſpieihaus, der hier in
die Neuinſzenierung des Egmont als Gaſt die Titelrolle ſpielt, gilt
als einer der beſten Heldendarſteller der jüngeren Generation; er iſt
reben an das Burgtheater in Wien verpflichtet worden.
Mit der Inſzenierung von Korngolds Violanta und Puccinis
Bianni Schiechi, die morgen zum erſtenmal gegeben werden,
vrrabſchiedet ſich Hans Esdras Mutzenbecher nach zweijähriger
Titigkeit am Landestheater von Darmſtadt. Er geht zum 1. April als
TBerſpielleiter der Oper an die Städtiſchen Bühnen in Frankfurt a. M.
Heute erſcheint Heft 14 der Blätter des Heſſiſchen Landestheaters,
ei enthält unter anderem Beiträge von Paul Stefan und Karl Holl
über Korngolds Violanta und Puccinis Gianni Schiechi.
Ortsgewerbeverein und Handwerkervereinigung Darmſtadt. In
uriſerer achten Winterverſammlung, welche wiederum gut beſucht war,
hrelt Mittwoch abend im Fürſtenſaal, Herr Syndikus Dr. P. Koll=
bach
den angekündigten Vortrag über Zeitgemäße Probleme
ars der deutſchen Reichsverfaſſung. Aus dem als Auf=
türkt
für die im Mai bevorſtehenden Reichstagswahlen ſehr zeitgemäßen
Mrortrage ſei nachſtehend nur einiges beſonders Wichtige aus dem ſehr
weichhaltigen Inhalt hervorgehoben. In den Einleitungsworten führte
der Redner zunächſt aus, daß eine ſachgemäße Würdigung unſerer
Reichsverfaſſung, fern vom Tageskampfe der politiſchen Parteien, eine
ſiehr zweckdienliche Angelegenheit ſei. Die wirkliche Kenntnis unſerer
teerfaſſungsrechtlichen Zuſtände müſſe leider noch bei vielen Volksgenoſ=
ſen
vermißt werden. Im Gegenſatz zu anderen Völkern beſitze auf
Grund unſerer geſchichtlichen Entwicklung unſere Reichsverfaſſung noch
micht in dem Maße die Bedeutung eines ſicheren Felſens in der Bran=
tnung
der politiſchen Kämpfe. Weiterhin kam der Redner auf die vielen
robleme zu ſprechen, die im Zuſammenhange mit der Reichsverfaſſung
gerade in der Jetztzeit von beſonderer Bedeutung und großem Intereſſe
ſSien. Die weiteren Ausführungen des Herrn Dr. Kollbach wurden von
zahlreichen, außerordentlich wirkſamen Lichtbildern, die von der Reichs=
zentrale
für Heimatdienſt zur Verfügung geſtellt worden waren, unter=
frützt
, welche zumeiſt in ſehr originellen graphiſchen Darſtellungen einen
Ueberblick über die Grundzüge unſerer Reichsverfaſſung, ihre Probleme
wwie die Grundrechte und die Grundpflichten des Staatsbürgers gaben.
Der Vortrag wurde von der zahlreichen Zuhörerſchaft, unter der ſich
auch viele Damen befanden, mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der
Veiter der Verſammlung, Herr Profeſſor Dr. W. Sonne, dankte im
Mamen des Ortsgewerbevereins und der Handwerkervereinigung dem
Redner für ſeine ebenſo belehrenden wie anregenden Ausführungen und
Sob im Schlußworte noch beſonders hervor, wie nötig in der jetzigen
Hewegten Zeit die Pflege des hiſtoriſchen Sinnes bei der heranwachſen=
Den Jugend ſei. Ferner wurde bekanntgegeben, daß der nächſte Vor=
Erag am 18. April im Saale 234 der Techniſchen Hochſchule ſtattfinde.
blluch der Vortrag wird durch Lichtbilder und einen Film veranſchaulicht
verden. Herr Regierungsbaumeiſter a. D. Spamer=Darmſtadt wird
Eiber Sicherungsmaßnahmen im Eiſenbahnverkehr ſprechen. Für die=
ſen
Schlußvortrag in der abgelaufenen Winterzeit wird auf eine zahl=
reiche
Beteiligung unſerer Mitglieder mit Sicherheit gerechnet.
Kirchengefangverein der evangeliſchen Martinsgemeinde. Bei dem
eam Dienstag, 3. April, abends vom Kirchengeſangverein in der Mar=
Einskirche veranſtalteten Kantatenabend wird dieſer die Kantate
won Graupner: Wir haben nicht mit Fleiſch und Blut zu kämpfen,
ffowie die beiden Kantaten von Bach: Ich will den Kreuzſtab gerne
tragen und Gottes Zeit iſt die allerbeſte Zeit, zum Vortrag bringen.
Programme zu 1,50 Mk. und 1. Mk. bei Konzert=Arnold, Ernſt= Ludwig=
ſtraße
, und abends im Martinsſtift. (Siehe Anzeige.)
Liebertafel E. V. 1842. Am 4. Mai ds. Js., abends 8 Uhr, findet
unſer diesjähriges Konzert im Großen Haus des Heſſ. Landestheaters
ſtatt. Als Soliſt iſt Herr Konzertſänger Johannes Willy aus Frank=
furt
a. M. gewonnen, der als einer der Allerbeſten ſeines Faches gilt.
Von ſeinen Mitwirkungen in den Konzerten des Muſikvereins Neunte
Symphonie von Beethoven , und des Mozartvereins Pendora
von A. Mendelsſohn im vorletzten Jahre, iſt Herr Willy bei dem
hieſigen Konzertpublikum in beſter Erinnerung. Aus Anlaß ſeiner
25jährigen Tätigkeit als Chorleiter hat unſer Dirigent Hrr K. Grim
auf die Zuſammenſtellung der Vortragsfolge ganz beſonderen Wert
gelegt. (Näheres in den Anzeigen.)
Stadt=Orcheſter. Der Vertragsabſchluß zwiſchen der Stadtver=
waltung
und dem Stadtorcheſter iſt am 24. März 1928 getätigt worden.
Der Aufbau des neuen Orcheſters war ſchon vorher vollzogen, und durch
zielbewußte Proben hat ſich das Orcheſter unter der Leitung ſeines
Kapellmeiſters Willy Schlupp vorbereitet, den Darmſtädter Muſik=
freunden
am Palmſonntag, den 1. April, abends, im großen Saale der
Woogsplatz=Turnhalle ein volkstümliches Konzert zu bieten. Die Vor=
tragsfolge
enthält Werke von Beethoven, Wagner, Mendelsſohn=
Bartholdy, Schubert u. a. Das Konzert findet bei Reſtauration ſtatt.
Der Eintrittspreis iſt niedrig gehalten, ſodaß auch Minderbemittelte
in der Lage ſind, ſich an den Werken obengenannter Meiſter zu erbauen.
Treue Mieter. Der Reichsbahntelegraphiſt i. R. Joſef Schmel=
zer
wohnt am 30. März 25 Jahre im Hauſe Darmſtadt, Wendelſtadt=
ſtraße
45. Dieſes beweiſt, daß ein gutes Einvernehmen zwiſchen Haus=

beſitzer und Mieter beſteht.

Vom Jubiläum der Freien Vereinigung
Darmſtädter Künſiler
Wie wir erfahren, feierte Mittwoch abend die Freie Vereini=
gung
Darmſtädter Künſtler in ſchlichter Form bei gemein=
ſchaftlichem
Abendeſſen (Vereinigte Geſellſchaft) den 30. Jahrestag
ihrer Gründung. Der erſte Vorſitzende Profeſſor Richard Hoel=
ſcher
begrüßte in herzlicher Anſprache die zahlreich, auch von aus=
wärts
erſchienenen Mitglieder, und wies auf die Bedeutung des Tages,
den reichen Inhalt des vergangenen Zeitabſchnitts und die Ziele der
Vereinigung hin. Die Rede klang in ein Hoch auf weiteres glückliches
Gedeihen der Vereinigung aus. Der Aufgabe, der in dieſen langen
Jahren verſtorbenen 20 Mitglieder zu gedenken, hatte ſich Profeſſor
Adolf Beyer unterzogen, der in längerer Rede jedem der Künſtler
eine kurze Charakteriſtik widmete und ihrer Mitwirkung bei den ver=
ſchiedenen
Veranſtaltungen und Unternehmungen der Vereinigung ge=
dachte
. Von dem Ehrenmitglied Profeſſor Ludwig von Löfftz
in München an bis zu dem jüngſt verſtorbenen Bildnismaler Hofrat
Ludwig Meckel in Erbach i. Odw. zogen die Geſtalten hervor=
ragender
Künſtler vor den Hörern vorbei. Beſonders warmes, dank=
bares
Erinnern wurde dem Gedächtnis des großen Meiſters Eugen
Bracht gewidmet, der in unermüdlicher Weiſe ſtets die Ziele der Ver=
einigung
unterſtützt hatte und in ſeiner vornehmen und großzügigen
Geſinnung ſich den größten Dank der Vereinigung und weiterhin der
Stadt Darmſtadt durch die koſtbare Stiftungeiner Sammlung
von Gemälden und Handzeichnungen für die (zur Zeit
noch nicht öffentliche) Vereinsgalerie verdient hat. Nach der Verleſung
einer größeren Anzahl von eingegangenen Glückwunſchſchreiben und
Telegrammen von hervorragenden Perſönlichkeiten und auswärtigen
Künſtlern, wie Geheimerat Ludwig von Hofmann und Jakob Wein=
heimer
in Dresden, Melchior Kern in München, Profeſſor Karl Schmoll
von Eiſenwerth, zur Zeit Rektor der Techniſchen Hochſchule in Stutt=
gart
, Oberregierungsrat Emmerling und Bürgermeiſter Mueller für
den Ständigen Rat für Kunſt in Heſſen, Profeſſor Otto H. Engel in
Berlin, Geheimerat Profeſſor Dr. Carl Bantzer in Marburg, Herrn
Stemmer für den Verkehrsverein, dem Verein Alt=Darmſtadt Ver=
einigung
für Ortsgeſchichte und Heimatkunde uſw., durch den Vorſitzen=
den
, ergriff Herr Profeſſor Beyer nochmals das Wort, um im Auf=
trage
der Vereinigung dem 1. Vorſitzenden Profeſſor Hoelſcher die
einſtimmig erfolgte Wahl zum Ehrenmitglied mitzuteilen.
Profeſſor Beher feierte in warmen Worten ſeinen langjährigen
Mitarbeiter in ſeinen großen Verdienſten um den Verein und die Kunſt
in Heſſen, in ſeinen verſchiedenen Aemtern ſeit Beſtehen des Vereins,
als vorbildlich vornehm und gerecht denkenden Menſchen und als den
ausgezeichneten Maler, der in ſeinen Werken Volk und Scholle ſeiner
oberheſſiſchen Heimat ſo unvergleichlich treu ſchilderte.
Auch der Humor kam dann nicht zu kurz; das launige Huldigungs=
gedicht
vum Philipp (in der Heſſiſchen Landeszeitung veröffentlicht),
ſowie zwei ſeiner reizenden Erzählungen, die Ernſt Eimer (2. Vor=
ſitzender
) ſelbſt vortrug, u. a. löſte heiterſte Stimmung aus. Nach der
Sitzung ſchieden die Künſtler im Bewußtſein, einen ungewöhnlich ſchö=
nen
, harmoniſch verlaufenen Abend verlebt zu haben.

Kaundlne Eatdnde gratetwneicheaane

986, 959, 1.25, 1.50, 1 85, 2.60,
Seifenhaus am Schillerplafz, Tel. 2073 (5864

ſiets friſch, Flaſche 0.40,
Mon=Onk
0.50, 0.15, 1.00
Tel. 2073
Seifenhaus am Schillerplatz
(5845

Turngemeinde Beffungen. Zu den diesjährigen Waldlaufmeiſter=
ſchaften
des 9. Kreiſes, die am kommenden Sonntag, den 1. April, in
Frankfurt=Sachſenhauſen zum Austrag kommen, entſendet die Turn=
gemeinde
Beſſungen wieder zwei Läufer. Turner Sieß ſtartet in der
Klaſſe B (Unterſtufe) und Seifert iſt unter der Jugend zu finden.
Erſterer konnte bei der Gaumeiſterſchaft in dieſem Jahre in Seehe m
bei der Anfängerklaſſe den zweiten Sieg erringen, und wird auch am
kommenden Sonntag ſeinem Verein ehrenvoll zu vertreten wiſſen.
Seifert konnte in Seeheim richt ſtarten, da er zu dieſer Zeit das Bett
hat hüten müſſen, deſto mehr wird er aber am kommenden Lauf zu
ſiegen, bezw. einen guten Platz zu belegen, bedacht ſein.
Frühjahrs=Ausſtellung. Die Werkſtube Glock=Orth
Saalbauſtraße 29 veranſtaltet am 30. und 31. März in ſämtlichen
Näumen des Gemeindehauſes Kahlertſtraße 26 eine große Frühjahrs=
ausſtellung
deutſcher Frauen= und Kinderkleidung, Spielanzüge, Schür=
zen
uſw. mit Verkauf billiger Oſterartikel, Konfirmationsgeſchenke ſowie
kunſtgewerblicher Gegenſtände.

Wanderklub Falke 1916, Darmſtadt. Eine herrliche, genaß=
reiche
Wanderung liegt hinter uns. Wenn ſie äußerlich ſchon durc, die
ſeltene Teilnahme der Damen gezeichnet war, ſo erhielt ſie noch beſon=
dere
Bedeutung dadurch, daß die Ortsgruppe Nieder=Ramſtadt des Oden=
waldklubs
mit uns wanderte. Der immer wieder entzückenden, je weiter
ſüdlicher umſo blütenreicheren Bergſtraße entlang fahrend, erreichten
wir Heppenheim und mit dieſem, den Ausgangspunkt unſerer Wan=
berung
. In Sonnenſchein gebadet, aus luftiger Höhe grüßte uns das
wiedererſtandene Wahrzeichen unſerer engeren Heimat, die Starken=
burg
, mit Glockengeläute der Dom der Bergſtraße; flugs entſtiegen wir
dem Zuge) und bald waren wir im ſchönſten Wandertempo drinnen,
bis es galt, die erſte Höhe zu erklimmen. Doch auch dies gelang, der
Eſſigkamm wurde ſpielend genommen und dann Frühſtücksraſt gehalten.
Am gleichgenannten Tempel wurde im Walde gelagert, der Ruckſack
auf ſeinen Inhalt hin geprüft und dann erleichtert. Nun fing erſt das
eigentliche Wandern an. Erſt bergauf, dann quer durch den Wald
bergab und wieder bergauf kamen wir durch den Heppenheimer Bann=
wald
und nach ganz ſteilem Abſtieg, der beſonders den Damen zu
gefallen ſchien, nach Oberlaudenbach. Wer nun glaubte, die Haupt=
arbeit
geleiſtet zu haben, ſah ſich ganz gewaltig getäuſcht, denn wieder
war eine Höhe zu bewältigen, diesmal der Kreuzberg. Aber dann war’s
geſchafft, nun blieben wir immer auf der Höhe; am Waldnerturm
vorbei kamen wir zum Hirſchkopf, nach geringer Steigung zum Saukopf
(Turm), bis wir dann Weinheim zu unſeren Füßen liegen ſahen.
Zwiſchendurch wurde einigemal kurz geraſtet, dabei die in überreichem
Maße gebotene Ausſicht ins Ried und in die Rheinebene, auf der
anderen Seite das Weſchnitztal mit den es einſchließenden Höhezügen,
genoſſen. Dann kam der letzte Abſtieg ins Birkenauer Tal. Zuſammen=
faſſend
ſei geſagt, daß dieſe, von herrlichem Frühlingswetter begünſtigte
Wanderung, jedem reichen ideellen Gewinn brachte und daß die freund=
ſchaftlichen
Bande, die uns mit unſeren lieben Wanderfreunden
von Nieder=Ramſtadt verbinden, nicht nur gefeſtigt, ſondern auch ge=
ſtärkt
wurden. Drum ſei auch den Führern, den Herrn Jacobi und
May, die ihre diesmal gewiß nicht leichten Aufgaben ſo geſchickt löſten,
mit einem treudeutſchen Friſch auf gedankt.
Der Gabelsberger=Stenographenverein, gegr. 1881, Darmſtadt,
unternahm ſeine erſte diesjährige Wanderung. Das ſchöne Früh=
lingswetter
lockte eine zahlreiche Wanderſchar zur Teilnahme. Die Bahn
brachte die Wanderluſtigen nach Ober=Ramſtadt; von hier aus begann
die Wanderung über den Breitenſtein nach Nieder=Modau. Ja Ernſt=
hofen
wurde Frühſtücksraſt gemacht, und bald ging es wieder weiter
durch Feld und Wald, über Webern, am Felſenmeer vorbei, hinauf gen
Lützelbach nach Steinau, woſelbſt Mittagsraſt ſtattfand. Friſch geſtärkt,
erfolgte der Aufſtieg zum Odenwaldhaus des Touriſtenvereins Die
Naturfreunde, Ortsgruppe Darmſtadt. Das nächſte Ziel war einer der
ſchönſten Ausſichtspunkte unſeres Odenwaldes, der Rim=di=dim; er wird
den Teilnehmern unvergeßlich bleiben. Auf ſchönen Höhenwegen kamen
wir bald nach unſerem Endziel Groß=Bieberau. Mit munterem Geſang
ging es zum Bahnhof, von wo uns der Zug wohlbehalten nach Darm=
ſtadt
brachte.

*Der Zirkus des Kapitän Schneider
hat geſtern abend mit ganz ungewöhnlichem Erfolg ſein kurzes
Gaſtſpiel eröffnet. Wenn im Mittelpunkt dieſes ausgezeichneten
Zirkus auch die ganz einzigartigen Löwendreſſuren Gruppen
von 35 bis 60 Stück ſtehen, bietet dieſes Unternehmen doch
auch ein ſehr umfangreiches und erſtklaſſiges Zirkusprogramm
unter Beteiligung beſter Artiſten, ausgezeichnete Pferdedreſſuren,
zirzenſiſche Spiele und ſonſtige Tierdreſſuren. Wir kommen auf
die Vorſtellung zurück.
Einen ebenſo interefſanten wie ſeltenen Beſuch erhielt geſtern
vormittag unſere Redaktion. An Schmetterlinge und Maikäfer im
Winter ſind wir gewöhnt, weniger an die Ablieferung der erſten ge=
ſchoſſenen
Schnepfe oder des erſten feiſten Haſen. Daß aber auch Raub=
tiere
ihren Antrittsbeſuch bei uns machen, gehört doch zu den ganz
großen Seltenheiten. Geſtern waren es zwei ganz entzückende junge
Löwen, die, wie es ſich Abkömmlingen des Königs der Tiere gebührt,
mit großem Gefolge in den Redaktionsräumen erſchienen und eine inter=
eſſante
Abwechſlung in das ewige Einerlei des Papierkorbs, der Schere,
des Kleiſtertopfes und der Bleiſtifte brachten. Der Preſſechef des Zirkus'
Kapitän Schneider, Herr Chefredakteur Berkun=Wulffen war
es, der uns ein Paar junge Löwen vorführte mit Dompteur, Wärter
und Pagen. Die hübſchen, 13 Wochen alten Tiere Kapitän Schneider
hat deren etwa 35 ſelbſt gezogene, die ſich in ſeiner Löwenkinderſtube
tummeln benahmen ſich durchaus geſittet und ſchienen ſich ihrer könig=
lichen
Abſtammung durchaus bewußt. Wenn ſie auch zutraulich waren,
und ſich kraulen ließen, kam doch hin und wieder ſchon ihre Natur zum
Durchbruch und ein warnendes tiefes Knurren wies allzu aufdringliche
Freundſchaftsbeweiſe zurück. Die beiden Königskinder haben während
der Tage des Zirkus=Aufenthaltes in Darmſtadt Reſidenz bezogen im
Schaufenſter der Firma Phil. Heß, wo ſie ſich augenſcheinlich ſehr
wohl fühlen.
Volkshochſchule. Die Kunſtſchätze an der Donau=
ſtraße
. Lichtbildervortrag des Herrn Prof. Dr. Ludwig, Kloſter=
neuburg
, am Samstag, den 31. März, 20 Uhr, im Feſtſaal des Realgym=
naſiums
, Am Montag, den 2. April, 20 Uhr, Kammermuſik=
abend
im gleichen Saale. Karten für Mitglieder 50 Pfg., für Nicht=
mitglieder
zu 75 Pfg. in der Geſchäftsſtelle der Volkshochſchule, Mathil=
denplatz
17, und am Saaleingang.
Die Gemäldeausſtellung Bellersheim Wilhelminenſtraße 42
bleibt bis auf weiteres geöffnet.
Winkingerfahrten der Nerother. Freitag, abends 8 Uhr, ſpricht
Karl Oelbermann in der Aula der Baugewerkſchule, Neckarſtraße 3, au
Hand zahlreicher Lichtbilder über eine Nordſe==Piratenfahrt der
Nerother. Karten im Vorverkauf bei Zetzſche, Ernſt=Ludwigſtr., und
Arnold, Wilhelminenſtr. (Siehe die heutige Anzeige.)
Leerung der Briefkaſten. Vom 1. April ab wird werktags eine
weitere (ſechſte) Briefkaſtenleerung in der Zeit zwiſchen 12,15 und 13,45
Uhr ausgeführt. Die bei dieſer Leerung eingeſammelten Ortsſendungen
werden mit der um 15,45 Uhr beginnenden Briefzuſtellung abgetragen.
Neue Briefmarken mit dem Bilde der deutſchen Reichspräſidenten.
Der Reichspräſident hat die Ausgabe von Briefmarken mit dem Bilde
der deutſchen Reichspräſidenten genehmigt. Die neuen Briefmarken, von
denen die Marke zu 15 Pfg. das Bild des Reichspräſidenten v. Hinden=
burg
, die Marke zu 8 Pfg. das Bild des verſtorbenen Reichspräſidenten
Friedrich Ebert tragen wird, erſcheinen verausſichtlich am 1. Juni d. J.
Frachtbrief=Vordrucke. Mit Gültigkeit der neuen Eiſenbahnver=
kehrsordnung
und des neuen internationalen Uebereinkommens über
den Eiſenbahn=Frachtenverkehr werden vorausſichtlich am 1. Oktober
1928 neue deutſche und internationale Frachtbriefe eingeführt werven.
Die bisher gültigen Vordrucke können nicht aufgebraucht werden, ſo
daß ſich eine Bedarfsdeckung über den 30. September 1928 hinaus nicht
empfiehlt.
*p Bezirksſchöffengericht. 1. Längere Zeit nimmt eine Verhandlung
wegen eines Unternehmers der Verleitung zum Meineid in Anſpruch.
Es handelt ſich namentlich darum, ob die Zeugen, die zu falſcher Aus=
ſage
beſtimmt werden ſollten, dieſe Ausſage allein bei polizeilicher Ver=
nehmung
oder auch bei Gericht machen ſollten. Das Beweismaterial,
das die Hauptverhandlung bietet, iſt nicht ſehr ausgiebig und es vermag
keine rechte Klarheit in die Sache zu kommen. Das Urteil ſpricht frei;
der erlaſſene Haftbefehl wird aufgehoben. 2. Bei einem im Juni 1926
getätigten Verkauf eines Kraftwagens, ſoll der Verkäufer dem Käufer
falſche Vorſpiegelungen hinſichtlich des Alters des Wagens und un=
richtige
Zuſicherungen gemacht haben. Er beſtreitet jede Schuld; der
Wagen ſei, ſo wie er da ſtehe, verkauft worden. Für den Kaufpreis
ſind eine Reihe von Akzepten gegeben worden, die nun gerichtlich gel=
tend
gemacht werden. Das Urteil erkennt auf 1 Monat Gefängnis.
Ueber das Alter des Wagens ſeien dem Käufer unrichtige Angaben
gemacht worden.
Kunſfnotizen.
lleber Werke, Künffler oder fünftleriſche Veranſtaltungen, deren im Nachſtehenden Erwähnung
geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urtell vor.
Zur Erſtaufführung des Sexual=Films Das erwachende
Geſchlecht,
im Orpheum am Samstag, 31. März, abends 8 Uhr, nachfolgende
Kritik des Stuttgarter Neuen Tagblattes vom 27. 2. 28:
ss. Wer ſich unter dieſem Titel und unter der Ankündigung, die
vielleicht zu doppelſinniger Deutung Anlaß geben können, die Behand=
lung
irgend eines ſeichten, ſchlüpfrigen Themas vorſtellt, das lediglich
in dem Sinne bearbeitet wurde, um durch Nervenkitzel bei Unreifen
volle Kaſſen und ausverkaufte Häuſer zu erzielen, der irrt ſich gewaltig.
Im Gegenteil. Der Film reiht ſich würdig an jene Filme an, die durch
ihre ſachliche Klarheit und vor allem durch ihr hohes ethiſches Motiv
allgemeinen Anklang fanden, ſelbſt in den Kreiſen, die es oft als
Lebensaufgabe betrachten, prüde zu ſein.
Die erläuternde Bemerkung, es handele ſich hier um den größten
Sexualfilm der Gegenwart, kann auch nicht wortlich, ſondern mehr im
übertragenen Sinne aufgefaßt werden. Der hohe Standpunkt des Be=
arbeiters
Profeſſor Dr. Kark Driml umfaßt mit dem,Begriff Sexu=
alität
den ganzen Begriff des ewig und typiſch weiblichen als heiliges
Gefäß des Urſchöpfungsgedankens, und keineswegs nur beſondere Funk=
tionen
. Es beginnt daher in ſeiner Arbeit mit einem kurzen, aber guten
Ueberblick gebenden Aufbau von der Urzelle aus bis zur Anatomie des
menſchlichen Körpers, ſeinen Aufgaben und den ihm von der Kultur
aufgezwungenen Schädigungen. Er zieht zu Felde gegen die alte Er=
ziehung
zur Ehe durch Klavierſpiel und Sprachſtudium, wie es vor noch
gar nicht langer Zeit als Standard=Erziehung der Höheren Töchter an=
geſehen
wurde. Auch filmiſch iſt dieſer Teil ſehr glücklich gelöſt. Er
läßt dann als Gegenſatz die Belange folgen, die für eine modernen An=
ſchauungen
entſprechende Erziehung des jungen Mädchens zur Ehe und
zur Mutter als durchaus notwendig erachtet werden: Säuglingswar=
tung
und Krankenpflege. Wirklich lehrreich für junge Mütter und für
Mütter, die heranwachſende Töchter haben, iſt dieſer Ausbildungskurſus,
der an zweckvoller Darſtellung nichts zu wünſchen übrig läßt. Schließ=
lich
kommt als Ausklang noch ein kurzer Hinweis auf heutige Körper=
kultur
, Turnen und Sport, wie er notwendig iſt für die Frau unſeres
Zeitalters, um die Schädigungen durch Beruf und alte Ueberlieferung
zu beſeitigen und einem heranwachſenden Geſchlecht nicht nur geſunde
Mutter, ſondern auch Erzieherin zu ſein. Durch die wirklich außer=
ordentlich
dezente Darſtellung natürlichſter Vorgänge, die ebenſo viel
Takt als Feingefühl des Verfaſſers verraten, wird dieſer Film Das
erwachende Geſchlecht ein wahrhafter Aufklärungsfilm
im beſten Sinne dieſes ſo oft mißbrauchten Wortes für das ganze weib=
liche
Geſchlecht, und iſt dazu angetan, ein unter den Einflüſſen der
Jetztzeit ſtändig mehr ſchwindendes Verantwortungsgefühl der narur=
gebundenen
Beſtimmung gegenüber zu ſtärken, zu feſtigen, ja vielleicht
ſogar erſt zu ſchaffen.

Sal tSete
TodTODlädt

Wichtig für Haushalt, Werkstatt, Sport (Radfahrer, Radio-Bastler, Kanufahrer usw.)
5 Achten Sie auf den Namen Leukoplast, da Nachahmungen im Handel sind.
Erhältlich in Apotheken, Drogerion, Bandagengeschäften in Rollen von W P. an

Leukoplast ist immer aut.
Wenn man sich verwunden fuk.
Aber nicht nur zu Verbänden
Kann man Leukoplast verwenden:
Pappe, Porzellan und Glas,
Alles, Alles kittet das.
Ansteckdosen, Bilderrahmen,
Schachteln, Schirme, Puppendamon
Gummischläuche, Badekappen.
Regenmäntel, Aktenmappen,
Moten, Bilder, Thermometer,
Goethes Faust und Struwwelpeter,
Alles klebt das LEUKOPLAST.
Sorg, da8 Du’s im Hause hast!

[ ][  ][ ]

Seite 6

Freitag, den 30 März 1928

Nummer 90

Hundert Jahre Gever=Durchſtich.

Am 31. März ſind es 100 Jahre, daß mit der Durchführung
des Rheindurchſtiches am Geyer begonnen worden iſt. Hiermit
iſt ein Werk in Angriff genommen worden, das der damalige
Großh. Oberbaudirektor Dr. Klaus Krönke mit bewunderns=
werter
Tatkraft gegen vielfältigen Widerſtand zum Segen unſeres
engeren Vaterlands durchſetzte. Bei dem damaligen Zuſtand des
Rheinſtroms, der ſich zwiſchen Gernsheim und Oppenheim in
einer weitausholenden Krümmung, wie ſie kaum ein zweitesmal
am Rheine vorkam, hinſchlängelte, trat bei hohen Stromanſchwel=
lungen
und Eisgängen ſowohl oberhalb Stockſtadt als unter=
halb
Erfelden der Rhein über die Ufer und Dämme. Damm=
brüche
waren dort keine ſeltene Erſcheinung, ſo daß die Gemein=
den
Stockſtadt, Erfelden, Leeheim und Geinsheim bis Trebur
und Aſtheim ſtändig den größten Gefahren, ausgeſetzt waren.
Zwei in der Nähe von Erfelden gelegene Orte, Elmersbach und
Popfenheim, wurden von den Fluten des Rheins vollſtändig
zerſtört und ſind ganz verſchwunden. Weite Strecken Landes
waren infolge des durch die Krümme bedingten allzu hohen
Grundwaſſerſtandes verſumpft und der landwirtſchaftlichen
Nutzung entzogen. Die Anwohner waren vom Fieber heimge=
fucht
. Wie unſagbar traurig die Zuſtände in jenem Gebiet ge=
weſen
ſind, geht aus einer Aeußerung des Präſidenten der
II. heſſiſchen Kammer bei den Kammerverhandlungen im Jahre
1827 hervor. Er bezeichnete treffend die Zuſtände mit den Wor=
ten
: Ein Paradies mit Leichengeſtalten bevölkert eine aus
Mangel an Wieſen äußerſt beſchränkte Landwirtſchaft, deren
kümmerlich berechnete Reſultate außerdem von den Launen des
Elements abhängen, wodurch Saaten und Ernte wechſelweiſe
bold durch Eisgänge, bald durch unmäßige Ergüſſe des Schwei=
zer
Schnees vernichtet werden. Die Rheinbewohner zwiſchen
Hamm und Oppenheim leiden am Fieber, welches entzündlicher
Art iſt. Die vielen ſtehenden Sümpfe und das faul gewrdene
Quellwaſſer erzeugen den kontagiöſen Stoff. Dienheim und
Oppenheim hatten im Jahre 1823 über 500 Kranke uſw. Dieſer
unhaltbare Zuſtand veranlaßte ſchon im Jahre 1794 den Landes=
herrn
, Unterſuchungen darüber anſtellen zu laſſen, wie dem Uebel
abzuhelfen ſei. Zu dieſem Zweck wurde der im Dienſte des
Großherzogtums Berg ſtehende Waſſerbaumeiſter Wiebeking als
Steuerrat nach Darmſtadt berufen, wo man ihm die Inſpektion
über die Rheinkorrektion anvertraute. Wiebeking entwarf einen
Plan zu einem Durchſtich an dem ſchmalſten Teil der Halbinſel,
beim ſogenannten Kälberdeich. Die damalige territoriale Zer=
riſſenheit
bildete aber für die Durchführung des Planes ein un=
überwindliches
Hindernis. Erſt im Jahre 1816, nachdem ſotvohl
das rechte als auch das linke Ufer des Rheins zu Heſſen gehörten,
konnte die heſſiſche Regierung an die ſelbſtändige Ausführung
des Durchſtiches denten. Inzwiſchen hatte der heſſiſche Oberbau=
direktor
Dr. Klaus Krönke, ſeit 1802 Nachfolger Wiebekings,
einen neuen Plan für einen Durchſtich am Geyer aufgeſtellt, der
die Abkürzung des Stromlaufes in der Krümme von 13,25 Km.
auf 3,625 Km., alſo um nahezu 10 Km. vorſah. Die Koſten des
Durchſtiches waren zu insgeſamt 285 000 Gulden veranſchlagt.
Für die Durchführung des Durchſtiches war noch ein weiterer
gewichtiger Grund hinzugekommen: die Entſumpfung des
Gimbsheimer Altrheins auf der linken Rheinſeite. Unter fran=
zöſiſcher
Herrſchaft war ſchon ein Plan entworfen worden, wo=
nach
die Entwäſſerung der ganzen Gegend von Rhein=Dürkheim
bis Oppenheim und namentlich des Gimbsheimer Altrheins ver=
mittels
eines bis Oppenheim zu führenden großen Grabens und
einer dort zu erbauenden großen Schleuſe geſchehen ſollte. Dieſe
Anlage war überflüſſig, wenn der Durchſtich am Geyer ausge=

Wanderabteilung der kaufmänniſchen Stenographen=Geſellſchaft
Darmſtadt e. V. Wiederum war der Wettergott hold geſinnt und ſo
konnte bei ſchönſtem Frühlingswetter die 3. Wanderung ſtattfinden.
Die elektriſche Vorortbahn brachte die Teilnehmer in der Frühe um
6,55 Uhr nach Eberſtadt. Von da ging es zunächſt über Malchen nach
Seeheim. Nach kurzer Frühſtücksraſt im Gaſthaus Zum Darmſtädter
Hof führte der weitere Weg über die Tannenburg nach Jugenheim,
Heiligenberg, Alsbacher Schloß nach Zwingenberg, wo man am Spät=
nachmittag
eintraf. Die Führer T. Denecke und W. Schwinn hatten
in der Auswahl der Wege wirklich das Beſte getroffen, und ſo lernten
die Teilnehmer manche Naturſchönheit unſerer Bergſtraße kennen.
Nach einigen gemütlichen Stunden im Hotel Zum Löwen, wobei im
beſonderen die Geſangsabteilung für die nötige Abwechſelung ſorgte,
mahnte die vorgeſchrittene Zeit zum Aufbruch. Gegen 8 Uhr langten
dann die Teilnehmer in Darmſtadt wieder an.
Nächſte Dampferabfahrten der Hamburg=Amerika=Linie ( einſchließ=
lich
Deutſch=Auſtral=, Kosmos= und Hugo=Stinnes=Linien). Abgeſchloſſen
am 23. März. Ohne Vevbindlichkeit. Aenderungen vorbehalten. Nach
New York: D. Albert Ballin ab Hamburg am 5. 4., ab Cuxhaven
am 6. 4., D. Thuringia ab Hamburg am 11. 4., direkt, D. New York
ab Hamburg am 12. 4., ab Cuphaven am 13. 4., D. Deutſchland ab
Hamburg am 19. 4., ab Cuxhaben am 20. 4., M.S. Nordward ab Ham=
burg
am 21 4., direkt, D. Cleveland ab Hamburg am 25. 4., ab Cux=
haven
am 26. 4., D. Hamburg ab Hamburg am 3. 5., ab Cuxhaven am
4. 5. Nach Canada: D. Thuringia am 11. 4., D Queens County am
12. 4., D. Hagen am 21. 4. Nach Philadelphia, Baltimore,
Norfolk: D Iſerlohn am 5. 4., ein Dampfer am 20 4., D. Lübeck
am 4. 5. Nach der Weſtküſte Nordamerika: M.S. Oſiris am
14. 4.., M.S. Los Angeles am 5 5. Nach Weſtindien Weſt=
küſte
Zentralamerika: M.S. Erfurt am 31. 3., D. Rugia am
7. 4., M.S. Waldtraut Horn am 14. 4., M.S. Orinoco am 21. 4., D.
Aragonia am B. 4., D. Teutonia am 5. 5. Nach Porto Rico San
Domingo, Haiti, Jamaica und Santiago de Cuba:
D. Trofa am 10. 4., MlS. Frida Horn am 24. 4., D. Grunewald am
8 5. Nach Cuba: D Cuba am 26. 5., D. Feodoſia am 26. 6., D.
Mexicko am 25. 7.. Nach Mexiko: D. Antiochia am 5. 4., M.S. Rio
Panuco am 17. 4., D. Nord=Schleswig am 28. 4., D. Altmark am 10.
M. S. Rio Bravo am 22. 5. Nach der Oſtküſte Südamerika:
Adalia am 31. 3., D. Baden am 4. 4., D. Wasgewwald am 11. 4.,
Steigerwald am 14. 4. Nach der Weſtküſte Südamerika=
Rapot am 28 3., D. Schſanzwald am 7. 4., D. Wiegand am 7. 4., M. S.
Oſiris am 18. 4., D. Nitokris am 21. 4. Nach Niederländiſch=
Indien: D. Leuna am 11. 4., ein Dampfer am 25. 4. Nach
Auſtralien: D. Eſſen am 7. 4. Nach Südafrika: D. Naum=

Mitgeteilt durch die Vertretung der HamburgAlmerika=Linie. Darm=
ſtadt
, Luiſenplatz 1, Telephon 1308 und 1309.

führt wurde. Infolge des Durchſtiches ſtond nach Krönkes Be=
rechnungen
oberhalb eine Senkung des Waſſerſpiegels von etwa
6070 Zentimetern in Ausſicht.
Trotz allen Bemühungen der Regierung konnte ſie die Ge=
nehmigung
des Landtags zu dem großzügigen Projekt nicht er=
langen
. Die im Landtag geltend gemachten Einwände bezogen
ſich hauptſächlich auf die Höhe der Koſten, auf den Verkuſt von
600 Morgen Land, das zum neuen Rheinbett nötig war, auf den
Umſtand, daß Erfelden und Stockſtadt und ſelbſt die Reſidenz
Darmſtadt vom Rhein weiter entfernt würde, auf die vermeint=
liche
größere Gefahr für die unterhalb liegenden Gemarkungen
u. a. m. Krönke widerlegte alle Einwände aufs eingehendſte
ſowohl in Vorträgen vor der Kammer als auch in einer 172 Sei=
ten
umfaſſenden Druckſchrift (Ueber die Durchgrabung der Erd=
zunge
am Gehyer zur beſſeren Leitung des Rheins zwiſchen
Worms und Oppenheim, Darmſtadt 1826). Dieſem Appell Krön=
kes
an die Oeffentlichkeit ſowie insbeſondere auch dem Umſtande,
daß inzwiſchen die Oberrheinkorrektion nach Tullgs Plänen in
Angriff genommen worden war, iſt es zu verdanken, daß der
Landtag im Frühjahr 1827 die Mittel zur Ausführung des
Durchſtiches einſtimmig genehmigte. Die Arbeiten wurden am
31. März 1828 begonnen und am 30. April 1829 beendet. Die
Koſten betrugen 230000 Gulden. Schon in den erſten Tagen
nach Eröffnung des Durchſtiches, deſſen Erweiterung und Ver=
tiefung
reißend erfolgte, wurde er mit Schiffen befahren. Mit
der Erweiterung und Vertiefung ſenkte ſich der Waſſerſpiegel
oberhalb bis Rheindürkheim gleichmäßig um etwa 75100 Zenti=
meter
. Der ſo auffallend ſchnelle Erfolg war außer dem vor=
handenen
ſtarken Gefälle beſonders den Leitdämmen zuzuſchrei=
ben
, die auf beiden Ufern des Durchſtiches gezogen worden
waren. Durch ſie wurde der ganze Druck des zuſammengefaß=
ten
Hochwaſſers auf das Bett des Durchſtiches konzentriert und
letzteres ſchnell vertieft, was natürlich auch deſſen baldige Erwei=
terung
zur Folge hatte. Als der Fluß mit ſeiner vollen Kraft den
Weg durch den Kanal genommen hatte, gab man die Leitdämme
auf.
Die Wikkung des Durchſtiches auf das anliegende Land über=
ſtieg
alle Erwartungen. Sümpfe ſind in fruchtbare Wieſen der=
wandelt
. Viele tauſend Morgen naſſe Wieſen, die meiſt nur zu
Streu nutzbares Gras lieferten, gaben jetzt das beſte Heu oder
ſind in vorzügliches Ackerland umgewandelt. Die Gefahr der
ſchweren Eisgänge, die früher bei jedem ſtrengen Winter auf
den Eemeinden laſtete und mit ihrem Untergang drohte, iſt für
immer gebannt, das Fieber iſt verſchwunden, die Schiffahrt hat
eine weſentliche Abkürzung des Fahrweges um etwa 10 Km. er=
fahren
.
Die Bedenken, die ſeinerzeit gegen den Durchſtich geltend ge=
macht
worden ſind, waren unbegründet.
Heute fließt der Rhein wie ſelbſtverſtändlich in ſeinem neuen
Bett und ſeine Anwohner haben vergeſſen, mit welchen Gefahren
ihre Vorfahren kämpfen mußten. Nur noch ein einfaches Denk=
mal
bei Groß=Rohrheim, errichtet von der dankbaren Gemeinde,
erinnert an den Schöpfer des gewaltigen Werkes.
Am 27. ds. Mts. wurde in Karlsruhe dem Gedächtnis des
Schöpfers der Oberrhein=Korrektion, dem badiſchen Oberbaudirek=
tors
Tulla, im großen Saale des Konzerthauſes eine erhebende
Weiheſtunde gewidmet. Auch wir in Heſſen haben Anlaß, heute
deſſen in Dankbarkeit und Verehrung zu gedenken, der vor 100
Jahren den Durchſtich am Geyer ſchuf, des heſſiſchen Oberbau=
direktors
Dr. Klaus Krönke.

Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die ſetzte Bezugsauitiung beizufügen. Anonyme Anfragen werden
nicht beantworiet. Die Beanzwortung erfolgt ohne Rechisverbindlichkeit.
S., hier. 1. Das iſt nicht zu beanſtanden, wenn die Benutzung der
Wohnung ſich in ben vertragswäßigen Grenzen hält. Zeitliche Grenzen
ſind nicht geſetzt. 2. Nein.
M. in R. Vielleicht fragen Sie einmal bei den in Darmſtadt be=
ſtehenden
gemeinnützigen Unternehmungen dieſerhalb an."
Hermalina Martin. Der Mieter hat kein Waſſergeld zu bezahlen.
F. P. Wenden Sie ſich an die Leitung der Anſtalt.
Daier Jansfran vinen Ma

5846)

unverbindliche, koſtenloſe Vorführung
Seifenhaus am Schillerplatz, Fernruf 2073.

Tageskalender für Freitag, den 30. März 1928.
Landestheater, Großes Haus, Anf 17½ Uhr und 20 Uhr:
Achtes Konzert der Städt. Akademie. Kleines Haus, Anf. 19½ Uhr,
Ende 22 Uhr, Zuſatzmiete V (12): Die Entführung aus dem Serail.
Oupheum: Keine Vorſtellung. Zirkus Schneider,
abends 20 Uhr: Vorſtellung. Konzerte: Schloß=Kaffee Kaffee
Rheingold, Hotel Schmitz, Bockshaut, Taunusburg, Spaniſche Bodega,
Weinhaus Maxim, Zum Schieferſtein, Kaffee Haſſia. Vorträge,
Vortragsſaal Waldſtr. 18, abends 20 Uhr: Deutfcher Verein für Ge=
ſundheitspflege
. Sozialhygieniſcher Vortrag Frau Hulda Joſt, Düſſel=
dorf
. Atelier=Ausſtellung Anguſte von Bellers=
heim
, Wilhelminenſtr. 42 I, von 111 Uſr und 3½5 Uhr.
Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt= Licht=
ſpiele
, Helia.
Gottesdienſt der iſrgelitiſchen Religionsgemeinde.
Hauptſynagoge (Friedrichſtraße).
Freitag, den 30. März: Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 30 Min.
Samstag, den 31. März: Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min
Sabbatausgang 7 Uhr 40 Min
Gottesdienſt an den Wochentagen: Morgens 7 Uhr 00 Min.
Abends 6 Uhr 30 Min.
Gebetszeiten in der Synagoge der iſraelitiſchen Religionsgeſellſchaft.
Samstag, den 31. März: Schabbos Hagodaul, Vorabend
6 Uhr 20 Min. Morgens 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr. Sabbataus=
gang
7 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt: Morgens 6 Uhr 30 Min. Abends 6 Uhr
15 Minuten.
Mittwoch, den 4. April: Erew Peſſach. Morgens 6 Uhr.

Aus den Parteien.
Anfrage betr. die Lage der Kleinrentner in Heffen.
Wir fragen an:
Iſt es der Regierung bekannt, daß Bezirksfürſorgeſtellen in beſoru
ders harter Weiſe gegen Kleinrentner vorgehen, um von ihnen einv
Sicherſtellung der für ſie aufgewendeten Mittel zu erreichen, daß ni
a)unter Androhung der Entziehung der Rente oder von Pfändunn
gen in einem Falle erſchien der Pfandmeiſter tatſächlich in den
Tagen vor Weihnachten von den Kleinrentnern Erklärungen

darüber zu erlangen ſuchen, daß dieſe die bisher für ſie durch Bay=
zahlung
, Lieferung von Brennſtoff und Wertgutſcheine für Leben=y
mittel aufgewendeten Beträge als Darlehensſchuld anerkennen, fih.
die aus ihrem Nachlaß Erſatz zu leiſten iſt;
o)daß in einem Fall einer Rentnerin ein Vertrag zur Unterſchrin
vorgelegt wurde, durch den ſie ſich verpflichten ſollte, ihre Mobc.
liarſtücke, Einrichtungsgegenſtände und Schmuckſtücke ſofort deu
Stadt als Eigentum zu übertragen, ſo daß die Rentnerin ſie blaw
noch leihweiſe beſitzen und verpflichtet ſein ſoll, ſie von ihrer kümn
merlichen Rente gegen Feuersgefahr zu verſichern, ſdwie für al.
gehende und abhanden gekommene Stücke Erſatz zu leiſten, ſo das
dieſe Erſatzſtücke ohne weiteres in das Eigentum der Stadt übern
gehen;
c)daß zum Erſatz der gemachten Aufwendungen Kinder der Kleiry
rentner herangezogen werden, auch wenn ſie ſelbſt unter mancher=
lei
Schwierigkeiten zu leiden haben und ihr und ihrer Famili
Fortkommen dadurch unbillig erſchwert wird?
2. Iſt die Regierung kereit, bei den Bezirksfürſorgeſtellen darauf him
zuwirken, daß dieſe die Beſtimmungen der Reichsgrundſätze über
Vorausſetzung, Art und Maß der öffentlichen Fürſorge vom 4. Dex u
1924 in einem den Rentnern gegenüber wohlwollenden Sinne auss 9/
legen, insbeſondere
W
a)den Satz des 8 9 Die Zurückzahlung ſoll in der Regel nur aus=
bedungen
werden, wenn ſie vorausſichtlich ohne beſondere Härtt / 9
AK
möglich iſt;
o)den 8 15 nebſt ſeinem Schlußſatz Auch ſonſt ſoll von der Verwern
tung des Vermögens und der Sicherſtellung des Erſatzes abgeſehent
werden, wenn dies eine beſondere Härte für den Hilfsbedürftigem
oder ſeine unterhaltsberechtigten Angehörigen bedeuten würde‟,
c)den Schlußſatz der Erläuterung zu 8 15 Bei Kleinrentnern ſollern
auch in Zukunft Hilfsbedürftigkeit, ſowie Art und Maß der Hilfe‟
nach beſonderen Maßſtäben beurteilt werden. Die Kleinrentnen
ſollen vor allem dagegen geſchützt werden, daß ſie noch die letztern
Neſte des ihnen durch die Geldentwertung genommenen Vermö=i
gens angreifen müſſen, ehe die Füirſorge mit ihrer Hilfe einſetzt.
3. Was iſt bisher geſchehen zur Ausführung des von dem Herrn Reichs-/
arbeitsminiſter den Vertretern des Nentnerbundes am 21. November
1926 gegebenen Verſprechens, beſtehende Härten in der Fürſorge=
radikal
zu beſeitigen, und der bei der Beratung im Sozialpolitiſchei
Ausſchuß am 24. November 1927 von dem Herrn Reichsarbeitsmini=
ſter
abgegebenen Erklärung: Die Reichsregierung iſt bereit, alsbalde
im Zuſammenwirken mit den Landesregierungen durch Ergänzungg
der reichsgeſetzlichen Beſtimmungen den Kleinrentnern die erforder=
liche
Handhabe zu ſichern, den Fürſorgeſtellen gegenüber ihre berech= Forderungen durchzuſetzen uſw.
4. Iſt die Regierung bereit, durch Einwirkung auf die Bezirksfürſorge=
verbände
dieſe von allen Härten gegen die Kleinrentner und ihre An=, wie Pfändungen, Androhung und Ausführung der Eut= der Rente bei Nichtanerkennung der g=zahlten Unterſtützun= als Darlehensſchuld zurückzuhalten?
5. Iſt die Regierung bereit, bei der Reichsregierung ſich für die baldige
Erlaſſung eines ausreichenden Rentnerverſorgungsgeſetzes einzuſetzen?
Darmſtadt, den 25. März 1928.
Axt. Dr. Wolf. Dr. Beſt.

Anträge der Deutſchen Volkspartei zur Beſoldungsordnung.

1. De: Direktor der Hauptſtaatskaſſe iſt nach Gruppe A Ia einzuſtufen.
(Abgelehnt.)
2. In Gruppe 4 2a ſind einzuſtufen ſämtliche Direktoren der Heil= und
Pflegeanſtalten, ferner einzelge Bauräte, Oberforſtmeiſter und Ober=
ſtudienräte
in gehobenen Stellen. (Abgelehnt.)
3. In Gruppe 4 25 iſt bei Poſ. Amtsgerichtsdirektoren, Oberamtse
richter uſw. einzufügen: Landgerichtsräte und Staatsanwälte‟.
(Erledigt durch gleichlautenden Antrag der Koalition)
4. In Gruppe A 25 iſt bei Poſ. Studienräte als Stellvertreter /
Direktors zu ſtreichen: an Schulen mit mehr als 15 Klaſſen. ( An=
genommen
.)
5. Ebenda Studienräte mit einem höheren Dienſtalter als 1. Juli 1890
ſind für ihre Perſon in die Gruppe A 2n oder mindeſtens 4 2b über=
zuführen
. (Abgelehnt.)
6. Der Regierungsrat bei der Oberrechnungskammer in Gruppe 42
iſt nach Gruppe A 2b überzuführen. (Abgelehnt.)
7. Zwei Vermeſſungsräte im Miniſterium der Finanzen und Mini=
ſterium
für Arbeit und Wirtſchaft ſind nach Gruppe A 2b zu beſol=
den
. (Abgelehnt.)
8. Die Gruppen 4 2c und 4 2b ſind in eine Gruppe zuſammenzufaſſen.
Diejenigen Beamten, die nach der Vorlage nicht nach e aufrücken
können, ſteigen nur bis 7400 RM. (Abgelehnt.)
9. Der Direktor der Staatlichen Betriebskrankenkaſſe iſt in Gruppe
4 IIe einzuſtufen. (Abgelehnt.)
10. Diejenigen Berufsſchuloberlehrer, die volles akademiſches Studium
haben, können von 4 IId nach AIIe aufrücken. (Abgelehnt.)
11. Der erſte Lehrer und Vorſteher der Anſtalt für Geiſtesſchwache
Aliceſtift iſt nach Gruppe 4 2d einzuſtufen. (Abgelehnt.)
12. Die Oberin an der Frauenſchule desgleichen. (Abgelehnt.)
13. In Gruppe 4 3e iſt die Poſ. einzufügen: Reallehrer und Real=
lehrerinnen
. (Durch gleichlautenden Antrag der Koalition erledigt.)
14. Das geſamte Bureauperſonal der Oberrechnungskammer iſt dem
gleichartigen in den Miniſterien gleichzuſtellen. (Noch nicht erledigt)
15. Die techniſchen Beamten ſind in jeder Hinſicht den Finanzbeamten
gleichzuſtellen. (Noch nicht erledigt.)
16. Diejenigen Oberſekretäre, die ein Dienſtalter von mehr als 20 Jah=
ren
haben, rücken, ſoweit ſie nicht befördert ſind, ohne weiteres von
Gruppe A 4e nach A 4b auf. (Abgelehnt.)
17. Die Kanzleiinſpektoren bei der Oberrechnungskammer und bei der
Hauptſtaatskaſſe ſind wie die Inſpektoren der Miniſterien nach
Gruppe 4 4e einzuſtufen. (Abgelehnt.)
18. Der Präparator an der zoologiſchen Abteilung des Landesmuſeums
iſt für ſeine Perſon in Gruppe A 4d einzuſtufen. (Erledigt durch
ähnlichen Antrag der Koalition.)
19. In Gruppe A 6 iſt die Poſ. Förſter zu ſtreichen, ſo daß dieſe nur
nach den Gruppen A 5 und 4e beſoldet werden. (Abgelehnt.)
20. Die Laborantin an der Klinik für phyſiſche Krankheiten an der
Lendesuniverſität iſt in Gruppe A 9 zu ſtreichen und unter die tech=
niſchen
Aſſiſtenten in Gruppe 4 7 aufzunehmen. (Angenommen.)
Lokale Veranſialtungen.
Die Memnter ssicheinenden Noilyen find ansfchlictlle als Hinwelſe auf Knuigen zu beiracken
in keinem Falle iegendwie aie Beſrechung oder Kritk.
Ortsverband im B.D.J. Unſere Mitglieder werden noch
einmal auf den politiſchen Ausſpracheabend im Gemeindehaus Kahlert=
ſtraße
26 aufmerkſam gemacht: Freitag, den 30. März, abends 8 Uhr.

va Ort und
Geinem mehr

Sisssa
und andere Juppen in Wurstform

Es ist ja so leicht, aus uns eine gute, wohlschmeckende Suppe in kurzer Zeit herzurichten,
weil wir alle notwendigen Zutaten für eine gute, nahrhafte Suppe in uns tragen. Wir
müssen nur in kaltem Wasser angerührt und 20 Minuten gekocht werden und schon
sind wir fix und fertig. Wir sind in Teller-Portionen eingeteilt und in Größen zu 4 oder
6 Teller bei jedem Kaufmann erhältlich. Machen Sie noch heute mit uns einen Versuch,
damit Sie schen, daß wir Ihnen Zeit, Geld und Arbeit sparen.
A

[ ][  ][ ]

Nrammer 90

Freitag, den 30. März 1928

Starkenburg.
Erzhaufen, 2. März. Morgen wird hier dos Volksbad in
bfüedrich=Ebert=Schule eröffnet, und zwar können von jetzt ab Frei=
wn
58 Uhr weibliche Perſonen baden und Samstags nachmit=
rännliche
.
. Wishauſen, 29. März. Im hieſigen Orte herrſcht zurzeit ſtark
9 Yppe; die Sterbefälle betragen bereits 14. Auch der älteſte Bewoh=
nmürerr
Chriſtian Fiedler, ein allgemein geachteter Mann, welcher
Aeſeiner 89 Jahre bis zu ſeinem Lebensende ſehr rüſtig war, wurde
nſger Woche zu Gpobe getragen.
Griesheim, 29. März. Es iſt in der Bevölekrung noch vielfach
gᛋhleinung verbreitet, daß leerwerdende Wohnungen ſeitens der Haus=
Aßtr nicht mehr anmeldepflichtig ſeien und daß Mietern der Einzug
ſuendeine Wohnung ohne Genehhwigung des Wohnungsamtes ge=
RtFſei. Dieſe Anſicht iſt eine durchaus irrige, da an den einſchlägigen
plihen Beſtimmungen nichts geändert worden iſt und ſonach die
bnungszwangswirtſchaft nach der erwähnten Nichtung unberändert
bee eht. Es kann den Intereſſenten die Einhaltung der geltenden
durungen nur dringend empfohlen werden, da Zuwiderhandlungen
wmangenehmen Folgen begleitet ſind. Aus Anlaß des Landes=
10 und Bettages vemanſtaltet der hieſige Jungfrauenverein am näch=
1ß Gramstag und Sonntag, ie abends 8 Uhr, im Gemeindeheim das
Nu-ſche Stück Das Spiel von den 10 Jungfrauen‟. Es iſt die Be=
mitrng
eines Spiels, das zum erſten Male im Jahre 1322 in Eiſe=
zn
von Mönchen und Kloſterſchülern des dortigen Barfüßerkloſters
ms ihrt worden iſt. Die moderne Jugendbewegung hat ſich zur Auf=
g
geſetzt, jene wertvollen Schätze mittelalterlichem Schauſpiels wie=
gen
3 Tageslicht zu ziehen. Gerade für den Buß= und Bettag, an dem
Schauſpiele und Muſik ernſten. Inhaltes am Platze ſind, iſt dieſes
E1 wie geſchoffen. Eintritt 50 Pfg., Kinder und Mitglieder der
mesliſchen Jugendvereinigungen 25 Pfg.
. Eberſtadt, 28. März. Entſpannung aufdemArbeits=
hrkt
. Die Lage auf dem hieſigen Arbeitsmarkt hat erfreulicherweiſe
iem Fortſchreiten des Frühjahres eine Beſſerung erfahren. Der
gewunkt der Arbeitsloſigkeit war ungefähr am B. Februnr mit der
Grrtzahl von 340 Arbeitsloſen erreicht. Nunmehr iſt dieſe Zahl bis
uW03 zurückgegangen. 260 von ihnen erhalten Erwoebsloſenunter=
turg
, während 46 der Kriſenfürſorge unterliegen. Man nimmt an,
ie Arbeitsloſigkeit in den nächſten Wochen noch weiter zurückgehen
4. Vortrag im Obſt= und Gartenbau=Verein.
a' hieſige rührige bſt= und Gartenbau=Verein hatte
zörenstag abend zu C. em Demonſtrationsvortrag in den Bergſträßer
64 geladen. Als Redner war Rektor Preſſer von des Garten=
vei
=sſchule in Darmſtadt gewonnen worden, der über Baumſchnitt
ſtuw. Der Redner zeigte an Hand praktiſcher Beiſpiele das Weſen,
Bedeutung, den Zweck und die einzelnen Arten des Baumſchnittes.
4 ehr zahlreich erſchienenen Anweſenden folgten mit großem Inter=
ven
Ausführungen des Redners, dem Lehrer Pörtner, der Vor=
ſiuve
des Obſt= und Gartenbauvereins Eberſtadt herzlichen Dank
ſſt. Da die Vorträge ſich in der letzten Zeit eines ſtets wachſenden
ztruches erfreuten, ſell im April ein weiterer Vortrag, und zwar
ſt: Schädlingsbekämpfung, abgehalten werden. In weiteren Be=
ſewungen
wurde ſchon jetzt das Beſpritzen der Bäume gegen den
Ae=blütenſtecher empfohlen. Zum Schluß fand wieder eine Samenver=
ſurng
an die Mitglieder des Vereins ſtatt.
ſ. Eberſtadt, 29. März. Odenwaldklub. Die Ortsgruppe

Zugzuſammenſtoß auf Bahnhof Eppertshauſen. 3 Schwerverletzte, 18 Leichtverletzte.
Geſtern morgen 4.51 Uhr fuhr im Bahnhof Epperts=Auch im Innern der Wagen ſieht es vielfach wüſt aus, indem die
weiſen.
Die meiſten Verletzten ſind Arbeiter, die auf dem Wege
auf den im Bahnhof ſtehenden Perſonenzug Nr. 3905, der von nach ihrer Arbeitsſtätte in Offenbach oder Frankfurt waren.
Offenbach nach Dieburg fährt, auf. Es wurden 21 Perſonen ver= Glücklicherweiſe war der auffahrende Zug ein Leerzug, ſonſt wäre
die Anzahl der verletzten Reiſenden noch größer geworden.
Wie Augenzeugen berichten, war der Anprall des auf=
fahrenden
Oberrodener Zuges ſo ſtark, daß das Krachen und Ge=
haus
gebracht, die Leichtverletzten konnten ihren Weg fortſetzen, töſe weithin gehört wurde. In dem dichtbeſetzten Reinheimer
Die Rodgauſtrecke DieburgOberodenOffenbach iſt infolge
des ſtarken Arbeiterverkehrs aus dem vorderen Odenwald und
dem Rodgau nach Offenbach und Frankfurt ſehr ſtark. Da die
Von unſerem O=Berichterſtatter, der noch im Laufe des geſtri= Strecke eingleiſig iſt, müſſen die Züge größtenteils auf den Bahn=
gen
Vormittags in Eppertshauſen weilte, erfahren wir:
höfen einander ausweichen.
Schon von weitem merkt man, daß in Eppertshauſen etwas
Bisher wurden folgende Namen von Verletzten feſtgeſtellt:
los iſt. Um den ziemlich freiſtehenden Bahnhof ſtehen in erregten Nikolaus Löbig, Joſeph Martin, Adam Hausmann,
Gruppen die Leute beiſammen und beſprechen den Unfall. An der Georg Ries, ſämtlich aus Münſter bei Dieburg; Johann
Unfallſtelle, der Ausweiche des Bahnhofs, ſind die Aufräumungs= Herd, Johann Wartpe, Fr. Kranz, Georg Fröhlich,
arbeiten in vollem Gange. Viele der mit der Aufräumung be= Heinrich Haes, Johann Göbel, Heinrich Joh. Göbel, ſämt=
ſchäftigten
Eiſenbahner ſind dem Vernehmen nach aus Darm= lich aus Groß=Zimmern; Heinrich Storck aus Semd:
ſtadt. Die beiden Lokomotiven weiſen größere Beſchädigungen Franz Plößer aus Höchſt i. O.; Franz Blank, Auguſt
auf. An mehreren Wagen ſind die Fenſterſcheiben zertrümmert. Weber, Johann Brand, Martin Enders aus Dieburg.

hauſen an der Strecke OffenbachDieburg infolge fal= Sitzplätze Beſchädigungen und die Lampen Zerſplitterungen auf=
ſcher
Weichenſtellung der von Offenbach kommende Perſonenzug
letzt, darunter 3 ſchwer. Unter den Schwerverletzten befindet ſich
ein Lokomotivführer. Die Schwerverletzten wurden ins Kranken=
Ein Perſonenwagen entgleiſte, der Verkehr wird durch Umſteigen Zug gab es unter den Arbeitern eine große Beſtürzung. Einige
aufrecht erhalten. Alles Nähere wird die ſofort eingeleitete Unter= retteten ſich durch die Fenſter ins Freie.
ſuchung ergeben.

Nieder=Ramſtadt, 29. März. Am Freitag, abends 8 Uhr, wird
in der hieſigen Rirche der Film Im Lande der Pharaonen,
Bilder aus der mohammedaniſchen Welt und aus der Sudan=Pionier=
Miſſion, vorgeführt. Den Vortrag wird Miſſionsdirektor Held von
der Sudan=Pionier=Miſſion ſelbſt halten. Der Beſuch der Vorführung,
die etwa anderthalb Stunden dauern wird, iſt ſehr zu empfehlen. Der
Eintrittspreis beträgt für Erwachſene 50 Pfg., für Kinder 25 Pfg.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 29. März. Sterbekaſſe. Auf die am
kommenden Samstag, abends 8 Uhr beginnende Hauptverſamm=
lung
im Saale von Gaſtwirt Fiſcher wird nochmals hingewieſen.
Statiſtiſches. Die Zahl der Erwerbsloſen beträgt hier zur Zeit
26, darunter 6 weibliche. In den Standesamtsregiſtern wurden vom
1. Januar bis heute regiſtriert: 7 Geburtsfälle, darunter 3 außerehe=
liche
, 6 Eheſchließungen und 10 Sterbefälle, darunter 4 von Pfleglingen
der Anſtalt für Epileptiſche.
G. Ober=Ramſtadt, 28. März. Gemeinderatsſitzung. Die
Berufung zur geſtrigen Gemeinderatsſitzung beruhte auf Artikel 104
Abſ. 3 der Landgemeindeordnung. Zu Punkt 1 der Tagesordnung wird
beſchloſſen, daß der mit der Firma Odenwälder=Hartſtein=Induſtrie,
A.=G., in Darmſtadt, bezüglich des Sportplatzes am Buchwald abge=
ſchloſſene
Pachtvertrag dahingehend geändert werden ſoll, daß der Ver=
trag
erſt vom 1. Nevember 1927 ab in Kraft tritt und auf 29 Jahre
läuft. G.=R. Radomicki beantragt in 1928 die Kanaliſierung der
Wehr= und Ernſt=Ludwig=Straße durchzuführen und die hierzu erforder=
lichen
Mittel in Form einer werbenden Anlage aufzunehmen. Hierzu
wird beſchloſſen, daß ein Koſtenvoranſchlag aufgeſtellt und die Anlieger
der beiden Straßen zunächſt wegen der Koſtenbeiträge gehört werden
ſollen. Die Bau= und Finanzkommiſſion ſoll ſich alsdann weiter mit
der Angelegenheit befaſſen. Ein weiterer Antrag des G.=R. Rado=
micki
, in 1998 zwei Gemeindehäuſer zu errichten und die Baukoſten
aus dem Ertrag der Gemeindeſondergebäudeſteuer für 1938 aufzu=
bringen
, verfällt mit 11 gegen 3 Stimmen der Ablehnung. Eine leb=
hafte
Debatte rief der Punkt Abtragung des Gemeindehauſes Darm=

ſtädter Straße 29 hervor. G.=R. Radomicki beantragt zunächſt hierüber
öffentlich abzuſtimmen. Der Antrag wird mit 10 gegen 4 Stimmen
abgelehnt. Der Tagesordnungspunkt findet alsdann mit 10 gegen 4
Stimmen Annahme. G.=R. Obmann will hierbei protokolliert wiſen,
daß er die Abſetzung dieſes Punktes von der Tagesordnung beantragre.
Der Antrag der Verwaltung betreffend die Verteilung der Woh=
nungen
in dem neuerbauten Gemeindehaus in der Lichtenbergſtraße
und einem Flachbau am Frankenhäuſerpfad wurde bei ſchriftlicher
Abſtimmung mit 8 gegen 3 Stimmen bei drei unbeſchrieben abgegebenen
Zetteln, angenommen. Ein Antrag der Sozialdemokratiſchen Partei,
falls der Gemeinderat die Abtragung des Gemeindehauſes Darmſtädter
Straße 29 beſchließt, aus dem ſich ergebenden Altmaterial zwei Flach=
bauten
mit je 3 Wohnungen zu errichten, wurde mit 12 gegen 2 Stim=
men
angenommen. Bezüglich der Vergebung des Karuſſellplatzes
für 1928 legte die Verwaltung einen Vertragsentwurf vor, der die
Zuſtimmung des Gemeinderats fand. Demnach ſoll der Platz den Ehe=
leuten
Hermann Seib in Groß=Zimmern überlaſſen werden. Die im
Forſtort Löhchen noch lagernden Fichten=Neisſtangen (Bohnenſtangen)
der Kl. 58 ſollen von der Verwaltung zum Tarifpreiſe aus der Hand
abgegeben werden. Die Abgabe ſoll auch in den Nachbargemeinden
veröffentlicht werden.
f. Roßdorf, 29. März. Am Freitag, den 30. März, veranſtalter
Lehrer Zimmermann, der die Oberklaſſe hat, mit ſeinen Schülern einen
Eltern= bzw. Entlaſſungsabend im Saale von Plößer. Dazu
ſind die Eltern und Paten der Kinder und Schulfreunde herzlichſt ein=
geladen
. Dunch die Veranſtaltung weht als goldener Faden die
Arbeit‟. Es foll gezeigt werden, wie nur ernſte, zielbewußte Arbeit
dunhs wechſelvolle Loben führt. Am nächſten Morgen, den 31. März,
werden dann die Schüler, 27 Knaben und 33 Mädchen, aus der Volks=
ſchule
entlaſſen. Bohltätigkeitskonzert. Die Arbeiter=
Samaviterkolonne veranſtaltet am Samstag, 31. März, abends 8 Uhr,
im Saale von Kaffenberger ein Wohltätigkeitskonzert, verbunden mit
Theateraufführung und Geſangsvorträgen.

ſterpſtämme mit 130 Feſtmetern aus dem Diſtrikt Malcher Lanne‟
Ort und Stelle zur Verſteigerung. Es handelt ſich um Holz aus
ſcim mehr als 120jährigen Beſtand.

mals eiumal desagt zreroen

Kopfschuppen und ausgefallene Haare auf Schultern und
Kleidung, unangenehmer Geruch des Haares wirken un=
ordentlich
und abstoßend. Es gehört zur gesellschaft-
lichen
Pficht jedes Menschen, derartiges zu vermeiden.
Gebrauchen Sie regelmäßig

Ihre Kopfhaut bleibt sauber und schuppenfrei.
Ihr Haarwuchs wird kräftig angeregt.
und das Haar fügt sich leicht zur eleganten Frisur.

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Seite 8

Freitag, den 30. März 1926

Nummer 90

ONrfunfel. D. Mit.ete Dr
Schützenverein hat in ſeiner letzten Borſtandsſitzung beſchloſſen, das dies=
jährige
Verbandsſchießen des Odenwälder Schützenbunbes am 3., 4., 9.,
10, und 11. Juni abzuhalten. Die Mannſchaftskämpfe für Großkaliber und
laufendes Wild werden in Auerbach und diejenigen für das Kleinkaliber
in Roßdorf ausgetragen. Mit Rüchſicht auf dieſe Veranſtaltungen fand
am letzten Sonntag das Eröffnungsſchießen für 1928 in der neuzeitlich
eingerichteten Schießhalle im Wächtersbacher Tal ſtatt, wobei ſich auch die
Kleinkaliberſchützen zum erſten Male beteiligten. Am Gründonners=
tag
wird der Geſangverein Liederkranz (Gemiſchter Chor)
in der hieſigen Stadtkirche die Johannes=Paſſion zur Aufführung
bringen. Die Leitung liegt in bewährten Händen und die Solopartien
haben Darmſtädter Kräfte übernommen, ſo daß Groß=Umſtadt und der
Umgegend ein Kunſtgenuß erſten Ranges bevorſteht. In der Nacht
zum Sonntag entſtand in der Bohlandſchen Maſchinenſtrickerei, ein
Brand, deſſen Urſache bis jetzt noch nicht aufgcklärt werden konnte.
Zum Glück brauchte die glarmierte Feuerwehr nicht in Tätigkeit zu
treten, da das Feuer durch einen aus der Ganßſchen Gerberei raſch her=
beigebrachten
Minimax=Löſchapparat unterdrückt und ein weiteres Umſich=
greifen
verhütet wurde.
W. Klein=Umſtadt, 28. März. Liederabend. Der Liederabend
des Männergeſangvereins Sängerluſt im Saale von Herrn W. Heil
erfreute ſich eines ſehr regen Beſuches, beſonders aber von ſeiten der
benachbarten Vereine aus Nichen, Kleeſtadt und Langſtadt. Der neu=
gegründete
gemiſchte Chor hatte zum erſtenmale Gelegenheit, ſein Kön=
nen
der Oeffentlichkeit zu zeigen. Es kamen zum Vortrag: Sonntag
iſts, Rheinlied, Junge Lieb und junger Wein. Die Abendglocken
rufen Wohin mit der Freud. Ständchen, Eſternhaus, Jäger
aus Kurpfalz und Obetſchuäbiſches Tanzlied‟. Reicher Beifall be=
lohnte
die große Mühe der Sängerinnen und Sänger. Die Pauſen
waren durch gut gewählte Muſikſtücke für Klavier und Geige, ausgeführt
von den Herren K. Knoll und Gebrüder Wißmann, ausgefüllt. Zum
Schluſſe erfreute der Bruderverein Langſtadt die Zuhörer durch zwei
nett vorgetragene Lieder.
d. Semd, 20. März. Liederabend. Der Männergeſangverein
Sängerluſt hatte zu ſeinem Liederabend eingeladen. Die Chöre wurden
unter der Leitung des Dirigenten, Herrn Ehrenchormeiſte= Sahm,
Niederroden, vorgetragen und zeigten, was durch Fleiß, Hingebung und
gute Schulung unter tatkräftiger Leitung geleiſtet werden kann. Zur
weiteren Ausgeſtaltung des Abends hatte der Verein neben der tich=
tigen
hieſigen Kapelle auch noch auswärtige Kräfte gewonnen. So er=
freute
uns Herr Baritonſänger Kuhmünch=Klein=Auheim durch ſeine Lie=
der
. Für die Lachmuskeln ſorgte das Humoriſten=Ehepaar Meherer=
Offenbach. Zwei hieſige junge Damen erfreuten durch ein Duelt. Reicher
Beifall wurde allen Vortragenden gezollt. Am Sonntag vormittag
10 Uhr fand die Vorſtellung und Prüfung der diesjährigen Konfirman=
den
ſtatt. Es ſind 12 Mädchen und 11 Knaben. Am 2. Oſtertag vor=
mittag
ſollen ſie konfirmiert werden.
* Fränkiſch=Crumbach, B. März. Das hieſige Union=Theater
war ſeit ſeinem kurzen Beſtehen ſtets bemüht, neben anderen guten
Programmen ſeinen Beſuchern recht oft mit volksbildenden Filmen wirk=
lich
Belehrendes und Gutes zu zeigeno Den Filmen dieſer Art, wie
Quo Vadis, Liebe‟. Das deutſche Mutterherz und Unſere Emden
folgt jetzt ab morgen Donnerstag abend der als volksbildend anerkannte
Film Erinnerungen einer Nonne‟. Dieſem Filmwerk dürſte auch in
der Umgegend Beachtung geſchenkt werden.
N. Reichelsheim i. Odw., R. März. Das vom hieſigen Evange=
liſchen
Kirchengeſangberein im Gotteshauſe aufgeführte Paſſions= Orato=
rium
Siehe! Das, iſt Gottes Lamm! war geeignet, durch
die in Muſik geſetzten Worte des Gpangeliums vom Leiden und Sterben
des Heilandes das Gemüt der Beſucher tief zu ergreifen. Die
ganze Aufführung war von hohem, künſtleriſchem Ernſt getragen und
zeigte, daß ſowohl die langjährige unermüdliche Dirigentin, Frau
Pfarrer Klingelhöffer, als auch ſämtliche Sänger und Sängerinnen
viel Liebe und Sorgfalt auf die Einübung verwandt hatten. Die zahl=
reichen
Solo, die Duett= und Quartettſtellen, wie ſämtliche Chorteile
kamen wohlabgeſtimmt, unterſtützt von dem gut angewpaßten Orgelſpiel
des Organiſten, Herrn Lehrer Achard, vorzüglich zur Geltung. Sowohl
der zarte, in den höchſten Tönen rein zu Gehör gekommene Engelchor
wie der Geſamtchor am Schluſſe brachten im Verein mit den vollen
Atkorden der Orgel, die unterlegten Textſtellen (Feſus von Nazareth
Ihm ſei Ehre und Gewalt und Loß und Preis von Gwigkeit zu
Gwigkeit!) zur größten Wirkung. Ebenſo klangen ſämtliche Soloſtim=
men
rein durch den Raum der Kirche. Allen Mitwirkenden gebührt
Dank für die Leiſtung. Der Beſuch hätte in Anbetracht des umſonſt
gebotenen Kunſtgenuſſes ein größerer ſein dürfen. Hoffentlich dankt die
einheimiſche Bevölkerung bei der Wiederholung der Aufführung, die
am Karfreitag abend ſtattſinden ſoll namentlich aber der männliche
Teil, dem Kirchengeſangverein beſſer durch zahlreichen Beſuch.
* Pfaffen=Beerfurth, 27. März. Am Sonntag veranſtaltete die hie=
ſiege
Schule einen Elternabend. Der geräumige Saal des Gaſt=
hauſes
Zur Poſt war bis auf den letzten Platz beſetzt. Herr Lehrer
Steinmetz fand in ſeiner Begrüßungsanſprache Worte des Dankes für
den zahlreichen Beſuch. Er hielt es im Intereſſe der Schule für keinen
Fehler, mit den Kindern auch einmal Theater zu ſpielen. Das biete
den Kindern die beſte Gelegenheit, aus ſich heraus zu gehen, was einen
Blick in ihr Inneres geſtatte. Er hoffe, daß die Gäſte mit Befriedigung
nach Hauſe gehen könnten. Zunächſt fand eine Entlaſſungsfeier der
diesjährigen Konfirmanden ſtutt. Geſangs= und Gedichtvorträge wechſel=
ten
miteinander ab. Herr Lehrer Kaffenberger betonte in ſeiner An=

ſprache es ſei Plicht, ſich der Jugend anzunehmen. Das tue vor allem
die Schule. 8 Jahre dauert dieſe Erziehungsarbeit, denen ſich dann
noch 3 Jahre Fortbildungsſchule anſchließen. Da ſei es Haupterforder=
nis
, daß Schule und Eſternhaus nicht gegeneinander, ſondern zuſammen=
arbeiten
. Nur dadurch ſei die Erziehungsarbeit von Erfolg gekrönt.
Nach einer kurzen Pauſe führten die Kinder die drei Märchen Dorn=
röschen
, Rumpelſtilzchen und Die ſieben Schwaben auf. Es war
eine Freude, mit anzuſehen, wie die Kinder bei der Sache waren. Herr
Steinmetz dankte in ſeinem Schlußwort allen denen, die zum Gelingen
beigetragen, mit der Hoffnung, daß es allen Anweſenden gut gefallen
habe. Am Samstag, den 31. März, feiert unſer allverehrter Lehrer,
Herr, Ludwig Beckenhaupt ſein 30jähriges Dienſt=
jubiläum
als Lehrer unſerer Volksſchule.
L. Michelſtadt, 27. März. Frankfurter Künſtlertheater.
Das gleichzeitig als Heſſ. Landeswandertheater auftretende Frankfurter
Künſtlertheater, gab vor ſchwach beſetztem Hauſe die Komödie von
Bernard Shaw Der Arzt am Scheideweg‟. Die Leiſtungen waren
glänzend, der Beſuch aber mäßig. Bautätigkeit. Nachdem die
Finanzierung des Schulhausneubaues ſicher geſtellt iſt und die Witte=
rung
die Fortführung der Bauarbeit erlaubt, wird es mit der Erſtellung
on Neubaues nunmehr rüſtig vorangehen. Die Schaffung
des .
neuer Räume iſt eine dringende Notwendigkeit. Mehrere Klaſſen der
Stadtſchule ſind bekanntlich einſtweilen in dem von der Stadt gemieteten
Rentkammergebäude untergebracht. Vermeſſungsgebäude.
Obwohl im Vorjahre beſtimmt verlautete, daß im Jahre 1998 der
Neubau für das Staatl. Vermeſſungsamt erſtellt werden ſoll, iſt bis jetzt
mit den Bauarbeiten noch nicht begonnen. Es iſt dringend erwünſcht,
daß mit dem Neubau ſofort angefangen wird, zumal die Handwerks=
meiſter
ſehnſüchtig auf neue Arbeit warten. Wohnungsneu=
bauten
. Trotz ſtarker Bautätigkeit hat ſich die Wohnungsnot in
Michelſtadt noch nicht weſentlich gemildert, da die Bevölkerungszahl
unverhältnismäßig ſtark angewachſen iſt. Es wird auch im Jahre 1998
die Durchführung eines großen Bauprogramms unabweisbar ſein.
Hoffentlich wird man bald über die geplanten Maßnahmen näheres
erfahren. Nachdem die inneren Arbeiten an den Finanzbeamten=
Häuſern, die von der Stadt errichtet wurden, vergeben ſind, iſt mit
einer baldigen Fertigſtellung dieſer Nrubauten zu rechnen. Auch die
beiden Staatsbeamten=Wohnhäuſer dürften im Laufe der nächſten
Monate bezugsfertig nerden. Als Uebergabetermin für das Gaswerk
der Stadt Michelſtadt, das bekanntlich Eigentum der Südweſtdeutſchen
Gas=Aktien=Geſellſchaft wurde, der die Stadt Michelſtadt als Mitglied
beitritt, iſt der 1. April 1928 feſtgeſetzt. Der Betriebsleiter und die
Belegſchaft gehen an die neue Geſellſchaft über. Der Ka=fpreis des
Werkes beträgt 260 000 Mark. Vom Finanzamt. Sicherem
Vernehmen nach iſt eine weſentliche Erweiterung des Finanzamtes
Michelſtadt durch Aufhebung eines benachbarten Finanzamtes geplant.
Die Oberrealſchule Michelſtadt iſt ernſtlich gefährdet,
Drei Tage noch trenten uns von dem 1. April, dem Ablauf des alten
Schuljahres und noch haben wir keine Gewißheit über das Weiter=
beſtehen
der Oberrealſchule Michelſtadt. Der Kreisausſchuß des Kreiſes
Erbach iſt dem Vernehmen nach zu einem poſitiven Ergebnis, das das
Schickſal der Oberrealſchule ſichern könnte, nicht gekommen und nun
dürfte, wenn nicht noch in letzter Stunde eine Wendung zum Beſſeren
eintritt, das Schickſal der aufgebauten Klaſſen beſiegelt ſein. Wenn
dieſe Klaſſen eingehen, dann bedeutet dies für die Eltern der Schüler
und für die Schüler ſelbſt einen ſchweren Schlag, da die Oberrealſchule
Michelſtadt die einzige höhere Lehranſtalt des Kreiſes iſt und für die
Jugend des hinteren Odenwaldes alsdann kein Bildungsinſtitut melſ=
zur
Verfügung ſteht, das diefenigen Vorausſetzungen vermittelt, ohne
die heute noch nicht einmal der Eintritt in die mittlere Beamtenlauf=
bahn
oder in ein kaufmänniſches Büro möglich iſt. Angeſichts dieſer
ſchwerwiegenden Gefährdung der Intereſſen eines ganzen Gebietes muß
es offen ausgeſprochen werden, daß das paſſive Verhalten der heſſiſchen
Regierung einfach unverſtändlich iſt.

kug, begrüßte die Erſchienenen und erteilte dem Rechner, Herm 799
i. R. Schwartz, das Wort zur Rechnungsablage, aus der hervorging.
der Verein mit den finanziellen Verhältniſſen an der Wende der 29
nungsjahre zufrieden ſein kann. Die Vorſtandswahl ergab, daß folmel
Herren durch Zuruf einſtimmig gewählt wurden: 1. Vorſitzenderr9
Lang: 2. Vorſitzender H. Schott; Rechner Schwartz; Schriſtführer 68.1
Friedr. Ihrig; Beiſitzer: L. Körber, H. Ihrig, Uhrig, Adam 9.
Falkenſtein, V. Lehr. Nun erſtattete Herr H. Ihrig Bericht überro
Verlauf der Generalverſammlung des Kreis=Obſtbaubeneins Erback=
Neuſtadt i. O. Redner ſchilderte in ſehr eingehender Weiſe den Ver=o
und wußte beſonders das hervorzuheben, was auch für die hieſigen
hältniſſe von Intereſſe iſt, und das gab ſchon während des Berift
Gelegenheit zu einer lebhaften Ausſprache, und auch nachher wechſeft
lebhaft Rede und Gegenrede über die Maßnahmen zur Hebung :9
Obſtbaues, insbeſondere über Schädlingsbekämpfung, Sortenwahl.
kauf. Betreffs der Bekämpfung war man der Anſicht, daß ſichg4
Motoyſpritze für kleinere Verhältniſſe in gebirgiger Lage wemiger
net, daß vielmehr hier die Rückenſpritze das praktiſchſte Gerät iſt. Dienſ
den Verkauf empfohlenen Maßnahmen ſollen zunächſt von den Mittl
dern des Vereins erprobt werden; iſt die neue Art rentabler alssd
alte, dann werden ſich die anderen Obſtzüchter ohne weiteres derſe=y
zuwenden. Ueber die vorjährige landwirtſchaftliche Ausſtellung :!
Darmſtadt und ihre Bedeutung für den Obſtbau referierte Herr Schwwt
Am Schluß der Verſammlung fand eine Verloſumg von 40 M
wern Stachel= und Johanmisbeerſträuchern, Buſchrofen, RieſenbromEk=
ſträuchern
unter die Anweſenden ſtatt.
* Hirſchhorn, 22. März. Waſſerſtand des Neckars
28. März: 1.05 Meter; am 29. März: 1,02 Meter.
* Gernsheim, 29. März. Waſſerſtand des Rheins
28. März: 0,50 Meter; am 29. März: 0,48 Meter.

Rheinheſſen.

4c. Werms, 27 März. Reiterverein Worms. In
Zwölf Apoſteln fand die Gründungsverſammlung des Vereins fmu
zu der zahlreiche Intereſſenten erſchienen waren. Als Vorſtand wurrt
gewählt: Herr von Guſtedt, Weber=Nonnehof und Frhr. Ludrcl
von Hehl, Kaſſenwart Zintel, Schriftführer Dr. Schaab, ferner je u
Vertreter für die Orte Worms, Hofheim, Groß=Niedesheim, Oſthofml

Horchheim und Herrnsheim, die ſich alle anſchließen. Herr v. Guff)
führte aus, daß der Verein auf breiteſter Baſis aufgezogen werden fül
d. h. für die große Maſſe zugänglich und nicht etwa als Sportbeturt
für die oberen Zehntauſend betrachtet werden ſoll. Die Reitſtumnn
begannen am Sonntag unter Leitung des Herrn Göriſch in der Bo4y
des Waſſergasſchweißwerkes, doch ſoll eine Einigung mit dem neucn
Wormſer Tatterſall herbeigeführt werden. 80. Geburtstag. 77
K. Locher, Küichlerplatz, beging am Sonntag ihren 80. Gsburtstag. Oe6
iſt durch ihre jahrzehntelange Tätigkeit in der Fürſorgebowegung, i9
ſie ihr ganzes Leben widmete, eine ſtadtbekannte und beliebte Perſi
lichkeit, ſo daß ihr zu dieſem Tage eine außerordentlich große Zahl t4u
Glüchwünſchen und Ehrungen zuging.

Oberheſſen.

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b. Erbach i. O., B. März. Sozial= und Kleinrentner=
fürſorge
. Die Bezirksſürſorgeſtelle, beim Kreisamt Erbach hat eine
Nachprüfung aller Sozial= und Kleinrentnerfälle bei ſämtlichen Bürger=
meiſtereien
angeordnet. Die Nachprüfung erfolgt durch die Bezirks=
fürſorgeſtelle
. Dieſe entſcheidet alſo, in welchen Fällen die oben erwähn=
ten
Unterſtützungen weitergezahlt und in welchen dieſelben entzogen
werden. Den Gemeinden iſt ſomit die Entſcheidung über Unterſtützungs=
anträge
oben erwähnter Art genommen.
m. Beerfelden, V. März. Obſtbauverein. Die hieſige Orts=
aruppe
des Kreisobſtbauvereins hielt am Sonntag nachmittag im Gaſt=
haus
Zum Adler ihre diesjährige Generalverſammlung ab bei ganz
gutem Beſuch. Der Vorſitzende, Herr M. Lang, eröffnete die Verſamm=

Af. Friebberg, 29. März. Vorgeſtern verſchied plötzlich nach m=
kurzem
Leiden in Gießen Rektor Koch, eine der bekannteſten Perſtk
lichkeiten des hieſigen öffentlichen Lebens. Der Verſtorbene, ein E.
kannter Schulmann, war vor allem tätig in den Organiſationen S.
Lehrerſchaft, im Landeslehrerverein. Er war Vorſitzender des Kre
lehrervereins und der freien pädagogiſchen Arbeitsgemeinſchaſt. 2
Lehverſtand, hauptſächlich ſoweit er vom Friedberger Seminar aus i
Land gegangen iſt, verliert in dieſem Mann einen Vorkämpfer und S
rigen Förderer ſeiner Sache. Koch, der ſchon immer dem Freiſinn ao
gehörte, war ſeit Gründung der demokratiſchen Partei Vorſitzender due
hieſigen Ortsgruppe und vertrat ſie auch ſeit 1919 im hieſigen Stach
parlament, auch hier wird ſein Tod eine empfindliche Lücke reißen. Na
viele andere Vereine, ſo das Reichsbanner, verlieren einen ſtets obſe=
bereiten
Förderer. Er war von ſeinen Freunden hochgeſchätzt und au=
von
ſeinen Gegnern geachtet. Auf Einladung des Schüitzenvereirr
fand vorgeſtern abend im Ratskeller eine Sitzung von Vertretern ve
ſchiedener Vereine ſtatt, zu der auch die Preſſe und Kreisdirektor Gtew
hardt eingeladen waren. Der Schützenverein hat die Aufgabe, das 2
Deutſch=Schweizer Bundesſchießen, das in dieſem Jahru
hier ſtattfindet, vorzubereiten, und wollte ſich der Mitarbeit aller Friec
berger Vereine verſichern, damit das Feſt, das etwa 14 Tage dauerm
wird, in einem würdigen Nahmen ablaufen kann. Die verſchiedenm
Vereine und auh Kreisdirektyr Gebhardt haben ihre Mitarbeit zuge=
ſagt
.

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Ausland und Heſſche Nachrichten: Mar Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann;
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iem
1

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ſtrummer 90

Freitag, den 30 März 1928

Seite 9

Vee

Vermählte

Apotheker Karl Sohr
lund Frau Else, geb. Nickel
Darmstadt, Gutenbergstraße 47.
Dze Trauung findet am Samstag, den 31. März 1928,

um 2½ Uhr, in der Martinskirche statt. (*8661

Todes=Anzeige.

Ihre Vermählung beehren ſich
anzuzeigen:
Hermann Gerhard u. Frau
Gertrud, geb. Weidenbaum

Griesheim b. D. Kirchliche Trauung:
Samstag, 31. März
Darmſtadt
3.30 nachm. Schloß=
Beckſtraße 71, part. kirche Darmſtadt.
(e8710)

Geſtern Abend verſchied plötzlich und uner=
wartet
mein lieber Gatte, unſer treuſorgender Vater

Karl Hertel

Ihre Vermählung geben bekannt:
Philipp Riedel und Frau
Elly, geb. Klotz.

Darmſiadt, den 30. März 1928.
Viktoriaſtraße 69.
Trauung: Samstag, den 31. März,
nachm. 3 Uhr, in der Johanneskirche.
* 8669)

Heute verſchied nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden
mein lieber Mann, unſer guter Vater und Bruder

Hert Junas Han.

Darmſtadt, San Francisco, Frankfurt a. M., den 29. März 1928.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Bettie Fan, geb. Schütze
Eliſabeih Jobanna Fay
Friedrich W. Fay nebſt Frau und Kindern
Jeanne Fah, als Schweſter.

Oberrechnungsrat i. R.

im Alter von faſt 62 Jahren.

Anna Hertel, geb. Berg
Auguſt Hertel, ev. Pfarrer, Gießen
Heinrich Hertel, Dipl.=Ing., Eſſen.

Krieger=Verein
Darmſtadt

Die Einäſcherung findet Samstag, den 31. März, nachmittags 3½ Uhr, auf dem Wald=
friedhofe
ſtatt.
(5841
Von Beileidsbeſuchen bitten wir abſehen zu wollen.

Darmſtadt den 29. März 1928.
Mathildenſtr. 29.

(*8663

Die Beerdigung findet am Samstag, den 31. März,
vormittags ½12 Uhr, von der Kapelle des alten
Friedhofs an der Nieder=Ramſtädterſtraße aus ſtatt.

Geſtern verſchieb im 88 Lebens=
jahr
unſer treuer Kamerad und
langjähri ges Ehrenmitglied

Herr Gg. Müller

Stationsvorfteher i. R.
Peteran von 1866 und 1870/71.

Geſiern verſchied nach langem ſchweren
Leiden unſere liebe Mutter, Schwiegermutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante

Frau

Märie Beitelsswe.

geb. Treuſch

in ihrem 58. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen
Otto Weitzel
Elſe Weitzel
Ludwig Weitzel
Hennt Weitzel, geb. Rohe.
Darmſiadt, den 30. März 1928. (8728

Die Einäſcherung findet Sams=
tag
, den 31. d. Mts nachmittags
3 Uhr, auf den Wald riedhof ſtatt.
Wir bitten um zahlreiche Be=
teiligung
. Der Vorſtand.
5842)

Die Beerdigung ſindet Montag, den 2. April, nach=
mittags
3 Uhr, auf dem Waldfrieohofe ſkatt.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abzuſehen.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme, für die zahlreichen Kranz=
und Blumenſpenden beim Hinſcheiden
unſeres lieben Kindes danken wir
herzlichſt. Ganz beſonderen Dank
Herrn Pfarrer Heß für ſeine troſt=
reichen
Worte am Grabe.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Familie Joh. Lndwig Schuſter.

(8647)

Allen, die das Andenken unſeres
lieben Vaters durch ihr Beileid ehrten,
ſage ich namens und im Auftrage ſämt=
licher
Hinterbliebenen auf dieſem Wege
herzlichſten Dank.
8650) Luiſe Rodenhäuſer.

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Darmſtadt

Der Name bürgt für die Oualität
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Herzteller: Bernhard May Böhne Groß-Zimmern

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gelüttert.

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ſtummer 90

Freitag, den 30 März 1928

Geite 11.

Reich und Ausland.
Hieuutſchlands älteſter Prieſier +

Geiſtlicher Rat Joſef Heidegger,
TIteſte Prieſter Deutſchlands, iſt im 99. Lebens=
iee
in Holzkirchen bei Vilshofen geſtorben. 75
hr lang war es ihm vergönnt, als Prieſter dem
Herrn zu dienen.
Vier Häuſer eingeäſchert.
Haſſel. In Mariendorf bei Immenhauſen war
em Landwirt Pfaff Feuer ausgebrochen. Das
ſaw fand reichliche Nahrung und griff auch auf
r Nachbarhäuſer über. Da es an Waſſer fehlte,
ktarn die Wehren alle Mühe, die noch angrenzenden
zuler zu ſchützen. Die vier Häuſer ſind bis auf die
ſundmauern niedergebrannt. Der Schaden dürfte
rrchtlich ſein. Die Urſache iſt noch nicht geklärt.
Tödlicher Motorradunfall.
2: ad Ems. Im Orte Fachbach ereignete ſich ein
merer Motorradunfall. Ein Motorradfahrer blieb
finem Korbe, den ein Radfahrer mit ſich führte,
m en und rannte in voller Fahrt gegen einen
ſtumn. Er erhielt eine gefährliche Gehirnerſchütte=
mir
und ſtarb nach der Ueberführung ins Kranken=
us
. Zwei an der Unglücksſtelle ſich aufhaltende
erſonen wurden gleichfalls verletzt.
dur dem Mord an dem Gymnaſiaſten Daube.
Bekanntlich wurde der Gymnaſiaſt Hußmann
feſtgenommen.
Bu der Vernehmung des Hußmann iſt mitzu=
tlan
, daß er ſeither nicht überführt wurde. Er hat
m= beſtimmte Angaben gemacht und ſich nicht in
fib erſprüche verwickelt. Zudem iſt durch die Blut=
ntrrſuchung
auch noch nicht feſtgeſtellt, ob es ſich
ildem an den Kleidern des Hußmann gefundenen
IAtes um das Blut des ermordeten Daube handelt.
brnſowenig ſteht feſt, daß das an den Händen
arbes vorgefundene Haar mit dem Haar des
ußmann übereinſtimmt. Es muß feſtgeſtellt werden,
. die Feſtnahme Hußmanns lauf Grund des an
zuen Kleidern gefundenen Menſchenblutes zunächſt
u als Vorbeugungsmaßnahme erfolgt iſt.
der Schwerverbrecher Kolanos wieder ergriffen.
Berlin. Der Ein= und Ausbrecher Kolanos,
er nach ſſeiner Feſtnahme auf einem Transport auf
err Alexanderplatz geflüchtet iſt, indem er die beiden
ſegleitbeamten beiſeite ſtieß und in der Menge ver=
wand
, wurde in der Nacht zum Donnerstag von
iner Streife der Kriminalpolizei wieder ergriffen.
Wellentauſch deutſcher Sender.
Berlin. Durch die Inbetriebnahme des neuen
kundfunkſenders in Gleiwitz am 30. März wird ein
Bl Uentauſch verſchiedener deutſcher Sender erforder=
ia
.. Gleiwitz erhält die Welle König2erg (Preußen)
2e77 Meter, Königsberg (Preußen) die Welle 303
Meter (bisher Nürnberg), Nürnberg die Welle 241,9
Meter (bisher Münſter in Weſtfalen) und Münſter
du- Gemeinſchaftswelle von Gleiwitz 250 Meter.
Von einem umgefallenen Maſt getötet.
Frankfurt a. Oder. Wie aus Neu=Langſow
Tderbruch) gemeldet wird, ſtürzte dort ein eiſerner
Hochſpannungsmaſt um und begrub drei Arbeiter
un ter ſich. Der eine war ſofort tot, die anderen
lin gen lebensgefährlich verletzt darnieder.
Die Mode im Sattel.

Die Filmſchauſpielerin Hanni Weiße
ſiſt auf der Modevorführung zu Pferde im Rahmen
Wes Berliner Reit= und Fahrturniers viel bewundert
wworden. Sie erſchien in einem mittelalterlichen
Prachtgewand und ſtellte mit den modernin und
BBiedermeier=Reiterinnen Gräfin Agnes Eſterhazy,
Eilly Feindt und Claire Rommer ein ſchönes Bild dar.

Leuchtſchrift vor Bahnübergängen.

Ein Warnungsſchild bei Spandau.
In der Nähe von Berlin befinden ſich vor Bahnübergängen, die oft von Autobus und Fuhr=
werken
paſſiert werden, rieſige in der Luft ſchwebende Transparente, die bei eintretender Dunkel=
heit
die Worte Vorſicht! Bahnübergang in Leuchtſchrift weithin ſichtbar erkennen laſſen. Auch
bei Tage iſt das Schild ſchon von weitem zu bemerken.
Eine Sportplakette der Reichsregierung.

Vorder= und Rückſeite der neuen Sportplakette des Reiches.
Von der Reichsregierung wird für beſondere ſportliche Ereigniſſe ein Ehrenpreis in Form einer
Bronzeplakette verliehen werden. Der Entwurf der Vorderſeite ſtammt von dem Münchener
Künſtler Profeſſor Schwegerle, die Rückſeite (Schriftſeite) von dem Berliner Tobias Schwab.

Titelſchwindeleien.
Konſuln für 25 000 Mark.
Ookioren für 10000 Mark.
Leipzig, 29. März.
Einer großen Titelſchwindelei iſt die Leipziger
Kriminalpolizei mit Hilfe eines Journaliſten auf die
Spur gekommen. Es handelt ſich um die Verleihung
von Ehrendoktor=Titeln und um die Ernennung zum
Konſul. Der Journaliſt hatte ſich im Anſchluß an ein
Inſerat, in dem Intereſſenten für einen Konſulats=
titel
geſucht werden, an die chiffrierte Adreſſe nach
Budapeſt gewandt und wurde von dort aus wieder
nach Leipzig verwieſen. In Leipzig ſollte er mit
einem gelviſſen Dr. Edgar Albers verhandeln. Da=
bei
wurde ihm von Albers die Ernennung zum Kon=
ſul
gegen einen Preis von 2025000 Mark ange=
boten
. Für einen Doktortitel ſollte er 610 000 Mark
bezahlen. Es kämen eine belgiſche und eine italieniſche
Univerſität in Frage, vorzugsweiſe der Doktor phil.
und der Doktor rer, pol. Die italieniſche Univerſität
ſei etwas teurer, die belgiſche billiger und geſtatte
außerdem eine Teilzahlung in zwei Raten, jedoch
ſeien beide Univerſitäten gleich gut. Der Journaliſt
veranlaßte dann die Feſtnahme des Dr. Albers. Er
wurde von Staatsanwalt Dr. Fiſcher in Unter=
ſuchungshaft
genommen. Wie ſich bisher bei der
Unterſuchung herausſtellte, iſt Albers der Beauftragte
eines Berliner Titelſchwindlers und ſollte die Leip=
ziger
Geſchäfte wahrnehmen. Dies iſt dem Schwindler
auch in großem Maße gelungen. Verſchiedene Leip=
ziger
Einwohner, darunter bekannte Perſönlichkeiten,
denen an der Erlangung eines Titels gelegen war,
ſind von Albers um erhebliche Beträge geſchädigt
worden, jedoch war auch aus anderen Teilen Deutſch=
lands
ſeine Kundſchaft ziemlich groß.
10 000 Mark geraubt.
Magdeburg. In der Nacht zum Mittwoch
wurde in den Kontorräumen eines großen Ge=
ſchäftshauſes
in Magdeburg ein Einbruch verübt.
Die Verbrecher öffneten einen Geldſchrank, aus dem
ſie etwa 10 000 Mark Lohngelder entwendeten.
25 000 Mark unterſchlagen.
Quedlinburg. Mehrere Angeſtellte einer
großen Samenfirma ſollen eine Reihe von Unred=
lichkeiten
begangen haben, indem ſie Samen beiſeite
ſchafften und für ihre Rechnung verkauften. Die Höhe
der Verfehlungen ſoll bis jetzt auf 25 000 Mark feſt=
geſtellt
ſein. Vier Angeſtellte wurden bisher verhaftet:
Mutter und Kind verbrannt.
Königsberg. Bei einem Schadenfeuer in
einem Dorfe des Kreiſes Ortelsburg wollte eine Ar=
beiterfrau
eine Kuh aus dem Stalle retten. Dabei
gerieten die Kleider der Frau in Brand und auch ihr
ſieben Monate altes Kind wurde von den Flammen
erfaßt. Mutter und Kind erlitten ſo ſchwere Brand=
ſvunden
, daß ſie bald nach ihrer Einlieferung ins
Krankenhaus verſtarben,

180 000 Mark verwettet.
Nach einer Blättermeldung aus Hamburg wurde
dort ein kaufmänniſcher Angeſtellter feſtgenommen,
der nach und nach 180 000 Mark unterſchlagen hatte,
die er bei Buchmachern verwettete. Die polizeiliche
Unterſuchung erſtreckt ſich auch auf das Verhalten der
Buchmacher. Gegen einen von ihnen iſt die Beſchul=
digung
erhoben, daß er nicht nur wußte, woher die
Gelder ſtammten, ſondern daß er auch mit dem An=
geſtellten
die Vereinbarung getroffen hatte, zum
Zweck der Steuererſparung durch Weglaſſung von
Nullen die ſehr hohen Wetten als geringwertig er=
ſcheinen
zu laſſen.
Mit drei Kindern in den Tod gegangen.
Wien. Eine Schneiderin wurde mit ihren drei
Kindern im Alter von ſechs Monaten bis ſieben
Jahren in ihrer mit Leuchtgas angefüllten Wohnung
leblos aufgefunden. Es handelt ſich zweifellos um
eine Familientragödie. Ueble Nachrede ſoll der Grund
zu dieſer Tat ſein.
Eine ganze Familie von einer Granate getötet.
Warſchau. In Sakroczym, einem Dorfe in der
Nähe von Warſchau, ereignete ſich am Mitwoch eine
ſchwere Kataſtrophe. Der 24jährige Sohn hatte auf
dem Felde eine Granate gefunden und mit nach
Hauſe gebracht. Als er den Verſuch machte, den
Sprengkörper zu öffnen, explodierte dieſer plötzlich
mit ungeheurer Gewalt. Von der anweſenden Fa=
milie
waren drei Perſonen ſofort tot. Vier andere
wurden in hoffnungsloſem Zuſtand ins Krankenhaus
transportiert. Das Haus wurde völlig demoliert.
Der älteſte Mann der Welt iſt krank.
* Paris. Der älteſte Mann der Welt, Zaro
Agha, der nicht weniger als 156 Jahre zählt, iſt
krank, und zwar handelt es ſich nach einem Bericht
aus Konſtantinopel um einen Rüchfall, der fatal wer=
den
kann, da Zaro Agha erſt vor kurzem aus dem
Krankenhaus entlaſſen worden iſt. Bis dahin war
der Neſtor der Welt ganz munter. Täglich machte er
noch ſeine Runde durch die Kaffeehäuſer von Top=
Hané oder empfing den Beſuch der Touriſten von
Stambul. Dem Korreſpondenten eines franzöſiſchen
Blattes erzählte er kürzlich noch ſeine Zukunftspläne.
Er ſei ſeiner jetzigen Frau, die erſt 65 Jahre iſt,
müde und wolle ſich ſcheiden laſſen, um dann noch
einmal zu heiraten. Zaro Agha erſcheint im Staats=
haushalt
als Ehrenpoſten. Als ehemaliger ſtädti=
ſcher
Dienſtmann bezieht, er eine Gemeindepenſion.
Unlängſt bot ihm ein reicher Amerikaner ein ſorg=
loſes
Leben, einſchließlich Leibrente, in Amerika an.
Zaro Agha will, ſobald es ihm wieder beſſer geht,
das Angebot noch einmal prüfen.
Ein jugendlicher Dieb.
EP. Kopenhagen. Die Polizei hat einen
zwölfjährigen Knaben verhaftet, der in den beiden
letzten Jahren ſich ſelbſt und ſeine Familie durch
zahlreiche Diebſtähle vollſtändig ernährte. Sein da=
durch
erzieltes Einkommen war ſo groß, daß ſein
Vater ſich ſogar den Luxus eines Automobils leiſten=
konnte
.

Verſchiebung des Starts
der Ozeanflieger.
Ungünſtige Weiterlage über dem
Meer.
EP. London, 29. März.
Nach Mitteilung von dem Flugplatz Baldonnel
bei Dublin, die um 4 Uhr 55 vorm. engliſche Zeit
von unſerem Korreſpondenten eingeholt wurde, iſt die
Abfahrt des deutſchen Flugzeugs Bremen ver=
ſchoben
worden. Es war im Augenblick den Beamten
des Flugplatzes noch nicht möglich, anzugeben, wie
lange ſich die Abfahrt verzögern wird. Auch ſonſtige
Einzelheiten über die Gründe der Verſchiebung des
Starts, für die in erſter Linie die Wetterlage ver=
antwortlich
ſein dürfte, waren noch nicht erhältlich.
Erdbeben in Norditalien.
Zehn Tote, viele Verletzte.

Die Karte des Unglücksgebiets.
Die Ueberſchwemmungen in Italien.
Die Ueberſchwemmungen in den Provinzen Padua
und Venedig haben am Mittwoch noch eine kleine
Ausdehnung erfahren, ſo u. a. in Noventa und
Brentelle=di=Soto; doch ſcheinen die vielen Hoch=
waſſer
führenden Flüſſe im Fallen begriffen zu ſein.
In Cavarzere und Cona (Venedig) haben die Be=
hörden
die Räumung aller Erdgeſchoſſe verfügt. Die
Bewohner werden in Theatern und Schulen unter=
gebracht
. In der Gegend von Mailand gingen am
Mittwoch die erſten Hagelſchläge des Jahres nieder.
Große Ueberſchwemmung durch Rohrbruch
in Rom.
Rom. In den ſpäten Abendſtunden am Mitt=
woch
platzte aus bisher noch nicht feſtgeſtellter Urſache
ein Hauptrohr der Waſſerleitung in den Arbeiter=
vierteln
vor der Porta Maggiore. Das Waſſer
drang mit großer Gewalt in die Häuſer ein und ſtieg
ſo ſchnell, daß die Bewohner in Gefahr gerieten. Um
ein größeres Unglück zu verhüten, mußte die Waſſer=
leitung
abgeſtellt werden. 40 Perſonen wurden aus
den überſchwemmten Häuſern, in denen das Waſſer
einige Meter hoch ſtieg, befreit.
Eiſenbahnunglück in Amerika.
NewYork. In Queens entgleiſten in einer
Kurve von dem aus zehn Wagen beſtehenden Eiſen=
bahnzuge
nach Long Island ſechs Wagen. 14 Per=
ſonen
wurden verletzt.
Nach den letzten Meldungen wurden bei der Ent=
gleiſung
des auf der Fahrt nach New York befind=
lichen
Perſonenzuges der Long=Island=Eiſenbahn 40
Perſonen verletzt. Das Unglück iſt darauf zurück=
zuführen
, daß die elektriſche Lokomotive entgleiſte und
ſſechs Wagen mitriß. Unter den 600 Imaſſen des
Zuges entſtand eine Panik. Ein Teil der Fahrgäſte
kletterte aus den Fenſtern. Bei einigen Wagen
wurde das Untergeſtell abgeriſſen.
Der Turm Karls des Großen
in Tours eingeſtürzt.

Der Turm Karls des Großen,
ein elfhundert Jahre altes Bauwerk in Tours in
Frankreich brach mit ungeheurem Getöſe zuſammen,
hat die beiden nächſtliegenden Straßen verſtopft und
die Eckhäuſer ſchwer beſchädigt. Menſchen ſind dank
der rechtzeitigen Räumung nicht verletzt worden.
Der Turm war das letzte Ueberbleibſel einer vom
großen Kaiſer erbauten Kathedrale, in der die Ge=
beine
ſeiner Gattin, der Kaiſerin Wilhelmina, bei=
geſetzt
waren.

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Seite 12

Freitag den 30 März 1928

Nummer 900

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Nummer 90

Freitag, den 30. März 1928

Geite 13

Spotl, Spel und Tarnen.
Boxen.
Handball.

Jakob Domgörgen und Franz Dübbers.
Zum Start der beiden Europameiſter beim Kampfabend des
Sportvereins 98 am 31. März.
In unſerer letzten Montagsnummer und auch ſchon früher kün=
aten
wir den Start der beiden populärſten deutſchen Amateurboxer
nr Ring des Sportdereins 1898 gelegentlich deſſen nächſten Kampfabends
g. Man braucht niht Kenner zu ſein, um zu wiſſen, daß Domgörgen
urd Dübbers heute beſte Weltblaſſe im Boxen repräſentieren, und die
Ncamen der beiden Kölner müſſen im deutſchen Sport unſtreitig mit
a erſter Stelle genannt werden. Ganz ſelbſtverſtändlich iſt es daher,
nenn vor dem Start der beiden Europameiſter noch einiges Inter=
eh
ante aus deren ſportlicher Laufbahn verlautet.
Al3 im Jahre 1922 die Kampfmannſchaft des S. C. Colonia=Köln
unter Führung eines jetzigen erſtklaſſigen Profeſſionals in der Turn=
hlrlle
Spulmannsgaſſe trainierte, vertraute ſich das damals unſcheinbare
(Köbeschen, (ſo nannte man ſeinerzeit Jakob Domgörgen) Trainer
Sbeecke an. Er mahre nach kau

zwang. Im ſeiben Jahre ſchlug er neben vielen anderen guten Geg=
vern
den heutigen Profeſſional Mohr=Düſſeldorf. 1923 gewann Dom=
göörgen
, den man noch nicht ſo reeht ernſt genommen, nacheinander Gau=
und Weſtdeutſche Meiſterſchaft, reiſte zur Deutſchen Meiſterſchaft nach
Würzburg, wo er allerdings gegen Harry Stein, heute noch deutſcher
Asrofi=Fliegermeiſter, in der zweiten Nunde durch k. o. verlor, Domgörgen
beß indes nicht den Kopf hängen, ſondern trainierte fleißig weiter.
Alle Kämpfe, die der Fliegengewichtler in Weſtdeurſchland beſtritt, ende=
uen
ſiegreich für ihn 1924 kämpfte Domgörgen im Bantamgewicht und
heurde Oſtern desſelben Jahres in Chemnitz Deutſcher Bantammeiſter,
oo er den harten Mannheimer Leinz überlegen abfertigte. In Holland
mn Ländertreffen ſchlug er Smith nach Punkten und erhielt gleich=
itig
den Preis als beſter Techniker. Im gleichen Jahre beſiegt er in
WWien den Einheimiſchen Barta durch Knockout, kämpft in Dänemark
priit deſſen Meiſter, iſt nach Anſicht aller Leute verdient Sieger, fällt
Aber dem Punktgericht zum Opfer. Ende 1924 iſt Domgörgen ins
zzedergewicht hineingewachſen und gegen die Zeit ſeines erſten Box=
rrudiums
nicht wieder zu erkennen. Duvch ſein unermüdliches, über=
legtes
Training kann er, ſpeziell in ſeinen Schulterpartien ſehr ſtark
meworden, jetzt ſchon recht hart ſchlagen, und er hat eine prächtige Figur.
2.925 in Berlin, muß der Meiſter des Vorjahres Malz vor ihm die Segel
kreichen. Im zweiten Kampf um die Deutſche unterliegt Trippe, und
m Endkampf (Hannover) kapituliert der Süddeutſche Eck vor Domgör=
gens
großem Können. Der Kölner rechnet von da ab als ernſter Mit=
ſoewerber
um die Europameiſterſchaft in Stockholm 1925. Und er ſchlägt
ſoabei Dänemarks Meiſter Madſen, fertigt im Endkampf Andrehn ab.
lelber das Schiedsgericht wußte es anders und Andrehn wurde Meiſter.
Moraliſch war Domgörgen umbedingt Europameiſter; in Erkenntnis
ſoeſſen trugen ihn damals die Engländer unter unbeſchreiblichen Oda=
frionen
des Publikums aus dem Ring. 1926: Domgörgen ſchlägt wiederum
Malz und Trippe, ſowie den neuen Stern Volkmar, wird durch dieſe
Siege Meiſter im D.R.f. A.B. Dann erkampft er ſich die Deutſche Kampf=
pielmeiſterſchaft
in Köln, um dann anſchließend nach längerer Zeit eine
Miederlage einzuſtecken, und zwar beim Länderkampf Deutſchland
Schweden in Stockholm, wo er verdient dem großen Schwedenmeiſter
Gergaren nach Punkten unterlag. Nicht viel ſpäter unterbiegt er mit
rieſigem Pech gegen Roth, Belgiens Leichtgewichtmeiſter, trotzdem er
mnit erheblichem Punkvvorſprung führt, durch Disqualifikation beim Er=
tönen
des Gongs. Ende 1926 gelang es ihm, in Oslo und Bergen den
ngliſchen Meiſter Slater zweimal glatt zu ſchlagen. 1927 ſtartet er
Bur Freude einiger Leichtgewichtler im Weltergewicht, ſchlägt dabei
inige führende Leute dieſer Gewichtsklaſſe, hilft dann in Stettin ſei=
miem
Kölner Verein die zweite Mannſchaftsmeiſterſchaft gewinnen, holt
Fich wieder gegen Tripp und Volkoar den Titel eines Deutſchen Mei=
iſſters
, im letzten Kampf allerdings nicht ſehr überzeugend. Aber dann
(bewies Domgörgen doch ſchlagend, daß er der richtige Meiſter iſt, weil
der bei den zweiten Europameiſterſchaften in Berlin 1927 im beſten
Kampfe ſeiner Laufbahn ſich an Berggren revauchierte und den großen
Favoriten nach ſchwerem Zwiſchentreffen in glänzendem Stil ſchlug,
Im Endkampf blieb Sande (Dänemark) auf Strecke, und damit war
Domgörgen erſtmalig Europameiſter im Leichtgewicht.
Es war ebenfalls 1922 (wie bei Domgörgen) als Dübbers älterer
Bruder den jüngeren Franz mit in den damals aufgemachten Mülheimer
Voxelub nahm. Zwangsweiſe genau wörtlich zu nehmen erlernte
Franz das Boxen unter der kategoriſchen Zucht ſeines älteren Bru=
ders
, der die eminente Veranlagung des heutigen Europaweiſters er=
kannte
. Schon am 8. Juni 1922 zeigten ſich die erſten Früchte des Trai=
nings
dem liebevollen Bruder, von dem Franz während der Uebungs=
ſtunden
oft recht ſaftige Prügel bezog. Alſo Franz Dübbers gewann
durch K.O.=Sieg gegen den brillanten Mülheimer Roth. Drei Monate
darauf wurde er von dem Colonia=Mann Pauly 1. knapp geſchlagen.
Nach einer Serie weiterer Erfolge boxte er 1923 Minow=Düſſeldorf zwei=
mal
unentſchieden, unterlag in Den Haag anfangs 1924 aber Turksma
nach Punkten. Am 20. April 1924 wurde Dübbers erſtmalig Deutſcher
Meiſter im Fliegengewicht. Dann ſchlug er Minow, unterlag darauf in
Budapeſt durch Fehlurteil des Kampfgerichts gegen den Ungarn Adler.
Jauuar 1925, erſtmals bei den Europameiſterſchaften, bezwang er
Guſtavsſohn und Normann, um erſt im Endkampf gegen den engliſchen
Meiſter Rule ganz knapp zu verlieren. Ende 1925 ging er, rapid
ſchwerer werdend, ins Federgewicht, verliert 1926 im Endkampf um die
Deutſche gegen Volkmar. Die Kampfſpiele in Köln bringen Dübbers
dann doch den Titel des Deutſchen Meiſters. Ende 1926 punktet er in
Bergen den Landesmeiſter Olſen aus, um zwei Stunden ſpäter gegen
den engliſchen Meiſter Webſter, den er einige Tage zuvor in Oslo ſicher
abgefertigt hatte, durch reichlich unklares Urteil zu verlieren. 1927 nah
einem Unentſchieden mit dem Bochumer Wieſer 2., mußte bei den Deut=
ſchen
Meiſterſchaften derſelbe Bochumer haushoch von Dübbers geſchla=
gen
aus dem Ring. Und die zweiten Europameiſterſchaften ſahen den
Kölner in einer ganz großen Form. Er rechtfertigte vollkommen das in
ihn geſetzte Vertrauen. Olſen, ein früherer Gegner von Dübbers,
ſowie Hanſen wurden hoch geſchlagen, und im Endkampf tat der
Schwedenmeiſter Wolf wohl ſein Beſtes verlor aber noch weit, und
Dühbers war ſo Europameiſter von 1927.
Dieſe nüchterne Kritik darf ſich zweifelsohne überall ſehen laſſen.
Noch beſſer aber iſt es, ſich ſelbſt von der Klaſſe und Qualität der bei=
den
Meiſter zu überzeugen. Der Sportverein 98 gibt nun am kommen=
den
Samstag abend Gelegenheit dazu und rechnet feſt damit, daß das
ſportlich denkende Darmſtädter Publikum ſolches Vorhaben durch zahl=
rEichen
Beſuch gebührend unterſtützt, noch dazu, wo für die Europa=
meiſter
würdigſte Gegner gefunden und verpflichtet wurden.
Erwähnt ſei noch, daß Mitglieder nur an der Kaſſe Ermäßigung
auf die Eintrittspreiſe bekommen.

Fußball.

Verein für Raſenſpiele e. V.
Schon heute weiſen/wir auf das am nächſten Sonntag ſtattfindende
Spiel gegen die Liga des Fußballvereins Weinheim hin. Es iſt dies
ein ganz befonders ſtarker Gegner für die V.f.R.=Mannſchaft, denn
konnte doch Weinheim auch dieſes Jahr in den Verbandsſpielen der
Kreisliga wiederum den 2. Platz belegen.. Näheres über das Spiel
erfolgt an gleicher Stelle.
Sportvereinigung 04 Arheilgen 03 Fechenheim.
Am Sonntag nachmittag 3 Uhr ſtehen ſich am Arheilger Mühlchen
die Ligamannſchaft der Sportvereinigung 04 und die Ligamannſchaft
Fechenheims gegenüber. Fechenheim tritt erſtmalig wieder mit komplet=
ter
Mannſchaft an. Der bekannte Mittelläufer Heidt, der infolge eines
Motorradunfalls ausſetzen mußte, wird ebenſo wie der Verteidiger
Schreiber eine große Verſtärkung für die Mannſchaft ſein. Während
Arheilgen am letzten Sonntag in Samdhofen knapp 2:3 verlor, mußte
Fechenheim vorher eine große Niederlage durch die Staatsmann=
Mannſchaft hinnehmen allerdings wit viel Erfatz. Daß den Arheil=
gern
der Sieg nicht ſo leicht fällt, als den Sandhöfern, ſcheint uns bei
der verſtärkten Mannſchaft der Fechenheimer wahrſcheinlich, jedoch ſollte
ſich, eine kleine Ueberlegenheit der Mühlchenleute auch in Zahlen aus=
wirken
.

Sportverein Darmſiadt98 DSV. München
Das Entſcheidungsſpiel um die Süddeutſche Meiſterſchaft findet am
Sonntag vormittag 10½ Uhr in München ſtatt. Der Ausgang des
Spieles wird durch Anſchlag an unſerem Aushang (Rheinſtraße) be=
kannt
gemacht, und zwar ſofort nach Eintreffen der delephoniſchen Mit=
teilung
, die zwiſchen 12 und 1 Uhr zu erwarten iſt.
Um die Landesverbandsmeiſterſchaft der Jugendklaſſe im F. L.f.L.
Nachdem in den drei Gruppen die einzelnen Meiſter ermittelt ſind,
beginnen nun die Endſpiele um die Frankfurter Landesverbands=
meiſterſchaft
.
Im Bezirk Heſſen=Naſſau gelang es dem SpV. Wiesbaden, ſich aber=
mals
die Meiſterſchaft zu ſichern und er wird auch in den Endſpielen
als Favorit gelten müiſſen.
Im Bezirk Frankfurt ſchlug die Jugendmannſchaft des VfL. Schwan=
heim
den vorjährigen Meiſter HSV. Rödelheim und brachte ſo die
Meiſterſchaft an ſich. Den Ergebniſſen nach zu urteilen, wird die Mann=
ſchaft
in den Endſpielen ein ernſtes Wörtchen mitreden.
Als dritter und letzter Anwärter nimmt die erſte Jugendmannſchaft
des SV. 98 Darmſtadt, der Meiſter des Bezirks Starkenburg, an den
Endſpielen teil. In teils erbittert durchgeführten Verbandsſpielen ge=
lang
es den 98ern, ungeſchlagen mit einem Torverhältnis von 140:8
den Meiſtertitel an ſich zu bringen und hat in den letzten Privatſpielen
gegen Pfalz Ludwigshafen (9:3) und FSpV. Frankfurt (11:1) ein ſoli=
des
Können an den Tag gelegt. Zu ſeinem erſten Endſpiel begibt ſich
der Starkenburg=Meiſter kommenden Sonntag nach Wiesbaden, um
gegen den vorjährigen Meiſter das erſte Endſpiel auszutragen. Wenn
man auch den 98ern keine großen Ausſichten geben darf, ſo erwarten
wir doch beſtimmt, daß ſie ſich der Schwere des Spieles bewußt ſind
und Darmſtadts Name als Süddeutſche Handballhochburg wüirdig ver=
treten
. Unſere beſten Wünſche begleiten die Mannſchaft.
Kreis Starkenburg.
Privatſpiele am Samstag, den 31. März 1928.
Liga=Klaſſe: Alemannia Worms 05 Pol.=Sp.=V. Babenhauſen, 17 Uhr.
Spiele am kommenden Sonntag, den 1. April 1928.
Verbandsſpiele.
A=Klaſſe, um den Aufſtieg: Germania Wiesbaden VfL. Rot=Weiß
Darmſtadt 1.
Jugendklaſſe: SpCl. Viktoria Griesheim VfL. Rot=Weiß Darmſt. 2;
11 Uhr.
Privatſpiele.
B=Klaſſe: VfL. Rot=Weiß Darmſtadt 2. Alemannia Worms 2.;
Jugendklaſſe: SpCl. Wiesbaden 1. VfL. Rot=Weiß Darmſtadt 1.
Au, der entſichen Turnerſtkaft
Handball.
Turnverein Vorwärts LangenGaumannſchaft Main=Rhein 9:5 (5:2).
Nach den aufreibenden Punktſpielen ſtanden ſich am letzten Sonn=
tag
vor wenigen Zuſchauern in Langen obige Mannſchaften gegenüber.
Während die Gaumannſchaft in angekündigter Aufſtellung, mit Aus=
nahme
von Fuchs, für den Götz=Arheilgen, antrat, erſchien, hatte Langen
ein etwas verändertes Ausſehen und ſtellte folgende Mannſchaft:
Jrion, E. Veter; Doll Werner, A.; Reis; Werner, K.
Baeumert; Menger; Erckmann; Werner, Ph.; Irion, K. Ueberraſchen=
derweiſe
fand ſich die neue Mannſchaft ſchnell zuſammen und war dem
Gegner meiſtens überlegen. Der Langener Sturm zeigte ſich äußerſt
ſchußfreudig, wobei ſich Menger als der erfolgreichſte Stürmer aus=
zeichnete
.
Zum Spielverlauf: Der Anwurf Langens endet mit einem
ſchönen Tore Erckmanns das jedoch wegen Uebertretens nicht gegeben
wurde. Die Gaumannſchaft zeigte unter der geiſtigen Führungen des
alten Kämpen Fey, Pfungſtadt, ſchöne Kombinationen mit guten Tor=
ſchüſſen
endigend, welche jedoch bei dem in blendender Form ſich be=
findlichen
Torwart Irion wenig Gegenliebe fanden. Langſam ſchälte
ſich eine Ueberlegenheit der Einheimiſchen heraus, was durch zwei Tore
von Menger und Baeumert dokumentiert wird. Auf der Gegenſeite
muß ſich Irion durch Fleckenſtein ein Tor gefallen laſſen. 2:1. Jrion, K.
erwiſcht glücklich einen planloſen Abwurf von Doll, täuſcht geſchickt
3 Gegner und den Tormann und ſtellt die Partie auf 3:1. Den An=
wurf
der Gaumannſchaft zerſtört Erckmann glänzend, paßt zu Jrion,
der uneigennützig an Werner, Ph. abgibt, welcher durch=Drehwurf zum
4. Tore einſendet. Poſtwendend ſtellt der Gegner durch Böttger das
Torverhältnis auf 4:2. Menger, der eifrigſte der Langener Fünfer=
reihe
, ſchießt nach plötzlichem Durchbruch Nr. 5. Dann gehts in die
Pauſe. Traditionsgemäß bucht der Gegner in den gefährlichen Minu=
ten
Langens nach dem Wechſel durch Fey einen dritten Erfolg. Das
ſchönſte Tor des Tages fiel durch Menger, der bei einem Gedränge vor
dem gegneriſchen Tor den Ball erwiſcht und unhaltbar einſendet. Einen
Strafwurf von Jrion, K. findet mit dem Wind ſeinen Weg ins Tor.
7:3. Durch zu weites Aufrücken von Vetter bricht die linke Sturm=
ſeite
der Gaumannſcheft durch und erzielt durch Fleckenſtein den 4.
Treffer. Wieder iſt es der unermüdliche Menger, der den 8. Erfolg
ſichert. Ein unberechtigter Strafwurf wird von Götz mit vi=l Glück
zum 5. Treffer der Gäſte verwandelt. Langens Linksaußen, Irion,
macht die Scharte wieder wett und ſtellt die Partie durch raffinierten
Strafſtoß 9:5. Durch einen groben Deckungsfehler kann Fey, freiſtehend
mit einem 6. Tor der Gamannſchaft das torreiche Treffen beenden.
Schiedsrichter Geibel bot eine äußerſt ſchwache Leiſtung. Nach ſeiner
Anſicht ſoll das Treffen 9:5 ausgegangen ſein.
Turnverein Arheilgen 1876.
Der verfloſſenene Sonntag zeigte regen Spielbetrieb im unſerer
Spielbewegung. Die erſte Jugendmannſchaft fuhr am Sonntag nach
Beſſungen zu einem fälligen Freundſchaftsſpiele, gegen die dortige
Turngemeinde. Die Arheilger Handballer, die noch ohne größere
Spielerfahrung ſind, mußten ſich ihrem überlegenen Gaſtgeber mit 6:1
beugen. Die zweite Mannſchaft ſpielte auf eigenem Platze gegen die
erſte Mannſchaft des Turnvereins Auerbach. Der Ausgang des Spieles
enttäuſchte alle Erwartungen, da die zweite Mannſchaft verſtärkt ange=
treten
war und ſomit unbedingt hätte gewinnen müſſen. Mit 5:5 wurde
ein Reſultat gezeitgt, das durchaus dem Spielergebnis entſpricht.
Die erſte Mannſchaft begab ſich auf Einladung des Turnvereins
Lengfeld nach dort zu einem Freundſchaftsſpiele. Lengfeld ſpielt Gau=
verbandsſonderklaſſe
und hatte im Vorſpiel in Arheilgen bereits ver=
loven
. Wenn man auch gehofft hatte, daß das Rückſpiel nicht ſehr gün=
ſtig
für Arheilgen ausgehen würde, zumal Arheilgen mit vier Mann
Erſatz antreten mußte, ſo war mon doch angenehm enttäuſcht, die Ar=
heilger
Mannſchaft mit 8:4 als Sieger zu ſehen. Die Schiedsrichter
konntem in allen drei Spielen befriedigen.
Leichtathletik.
Bezirkswaldlauf in Vielbrunn.
3000 Meter: Mannſchaft Frankfurt a. M., Abtlg. 10 (außer Kon=
kurrenz
): Fritz Zeller, Karl Rauh und Leo Edelmann. Zeit: 9:16,4 Min.
Einzellauf: Otto Leimgruber, Erbach, 9:16,8; Ph. Löb, Weiten= Ge=
ſäß
, 9:18,4; Gg. Wiemer, Groß=Bieberau, 9:24.
1500 Meter: Wilh. Röſinger, Weiten=Geſäß, 4:21,1; Guſtav Schmitt,
Groß=Bieberau, 4:28; Peter Berres, Vielbrunn, 4:29.
1500 Meter (Jugend): Gg. Spatz, Erlenbach i. O., 4:5; Peter
Biſchoff, Vielbrunn, 4:35; Ludwig Wind, Erbach, 4:37.

Geſchäftliches.
Die Firma H. L. Schlapp, Buchhandlung und Antiquariat,
Schulſtraße 5, zeigt gegenwärtig in ihrem mittleren Fenſter ein kom=
plettes
Exemplar des Codex Maneſſe (Heidelberger Lieder= Hand=
ſchrift
) in vortrefflicher Reproduktion des Inſel=Verlags. Die prächtige
Publikation, die eine Tat des deutſchen Buchgewerbes darſtellt, iſt im
Verlauf von mehreren Jahren vom Inſel=Verlag herausgegeben und
vor einiger Zeit fertig geworden. Einige mitausgeſtellten Tafeln zeigen,
in welcher Vollendung die Reproduktion gelungen iſt. Die jetzt fertig
gewordene Publikation iſt im Stile der Zeit in einen einfachen Schweins=
lederband
gebunden.
Unſerer heutigen Geſamtauflage liegt ein Proſpekt der Firma W.
Deuſter K.=G., Darmſtadt, Marktplatz, bei, worauf wir unſere Leſer
(5839
an dieſer Stelle aufmerbſam machen.
Ein Verfahren, das die Hausfrau ſchon länger gewünſcht, hat die
Firma Economa A.=G. herausgebracht. Das mühevolle Einwachſen der
Böden fällt dadurch weg, da das Wachs in aufrechtſtehender Haltung
aufgetragen wird. Eine Erſparnis bis zu 75 Prozent iſt tatſächlich
nachzuweiſen; außerdem findet das Verfahren vielſeitige Anwendung,
wodurch es ſich ſchnell bezahlt macht.

Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Freitag, 30. März. 13: Schallplatten. O 15.50: Berufsberati
Loewe: Die Frau in akademiſchen Berufen. O 16.30: Hausfrauen=
Nachmittag. Lehrer K. Stricker: Gedanken zur Schulentlaſſung.
O 17.45: Aus den Briefen der Frau Rat Goethe. O 18.15: Ver=
einsnachrichten
, Mitteilungen. O 18.30: Schneidermeiſter G. Gilberts
Vom Lehrling zum Meiſter. O 19: Dr. Mahrt: Wie leſe ich eine
Wetterkarte? O 19.30: Fortſchritte in Wiſſenſchaft und Technik.
O 19.50: Film=Wochenſchau. O 20: Dr. B. Diebold: Georg Kaiſer
und ſein Drama: Von Morgens bis Mitternachts. O 20.30: Von
Morgens bis Mitternachts. Stück in zwei Teilen von Georg Kaiſer,
Perſonen: Kaſſierer, Mutter, Frau, zwei Töchter, Direktor, Gehilfe,
Portier zwei Herren, Laufjunge, Dienſtmädchen. Dame, Sohn,
Hotelkellner, jüdiſche Herren als Kampfrichter, weibliche Masten,
Herren im Frack, Kellner, Mädchen der Heilsarmee, Offiziere und
Soldaten der Heilsarmee, Publikum einer Verſammlung der Heils=
armee
: Kommis, Kokotte, Arbeiter uſw., Schutzmann. Die kleine
Stadt W. und große Stadt B. Anſchl.: Kaſſel: Konzert des
Kaſſeler A=capella=Chars. Leitung: Dr. h. c. Robert Laugs.
Stuttgart.
Freitag, 30. März. 12.30: Schallplatten. O 16.15: Funkorch.
Einl.: Fr. Löffler. O 18.15: Rößle=Stuttgart: Das Weſen und
die Bedeutung des Boxſportes. O 18.45: Karlsruhe: H. Hagen:
Volk und Gemeinſchaft. o 19.15: Engliſch für Anf. o 19.45:
Die Hauptveranſtaltungen der kommenden Woche (in Eſperanto).
O 20: Karlsruhe: Violinabend, ausgef. von Konzertm. Peiſcher
(Violine), Holtze (Klavier). Nardini: Violinſonate. Beethovens
Frühlingsſonate. Martini=Kreisler: Andantino. Beethoven=
Kreisler: Rondino. Pugnani=Kreisler: Tempo di minuetto,
Brahms=Hochheim: Walzer A=dur. Brahms=Joachim: Ungar.
Tänze D= und G=moll. 21: Komödie der Worte von Arthur
Schnitzler. Stunde des Erkennens Perſ.: Dr. Karl Eckold,
Arzt: Klara, ſeine Frau; Prof Dr. Rudolf Ormm; Diener und
Stubenmädchen bei Eckold. Spielt i der Wohnung des Dr. Eckold
zu Wien. Das Bacchusfeſt Perſ.: Felix Staufner, Schrift=
ſteller
; Agnes, ſeine Frau: Dr. Guido Wernig; Bahnhofportier;
Kellner; Büfettdame; Paſſagiere und Bahnbedienſtete. Spielt m
der Bahnhofshalle einer größeren öſterreichiſchen Gebirgsſtadt.
O 22.45: Nachrichten.
Berlin.
Freitag, 30. März. 15.30: S. Pfeiffer: Lebensphiloſophie‟
(Die gegenſeitigen Beziehungen von Seele und Leben). O 16: Paul
Friedrich: Neue Sachlichkeit. 16.30: Tauſendmark‟. Eine Novelle
von Richard Huelſenbeck. Danach: Tee=Muſik der Kapelle Geza
Komor. 18.30: Max Marſchalk: Einführung zu dem Sende=
Spiel Tragaldabas, O 19: Italieniſch. O 19.25: Geh. Reg.=Rat
Prof. Dr. Delbrück: Bilder aus der deutſchen Vergangenheit (Alba
und Egmont. 20: Singakademie: Schubertabend. Berliner Lieder=
tafel
. Chorm.: Muſikdir. M. Wiedemann. Mitw.: H. Hoefflin
(Tenor), Eva Liebenberg (Alt), R. Kuhrt (Flügel), W. Drwenski
(Orgel). Chorgeſänge: Pſalm 23 mit Orgelbegleitung. Grab und
Mond. Nur wer die Sehnſucht kennt (fünfſtimmig). Gedenkwort,
geſpr. von Dr. O. Hönig. Einzelvorträge: Ganymed. Liebesbotſchaft,
Der Muſenſohn. Chorgeſänge: Der Gondelfahrer. Nachthelle. Nacht=
geſang
im Walde. Mondenſchein. Ständchen (Altſtimme, Chor und
Klavier). Einzelvorträge: Dem Unendlichen. Totengräbers. Heim=
weh
. Nacht und Träume. Chorgeſänge: Liebe. Der Entfernten,
Die Nacht. Die Allmacht. Anſchl.: Tagesnachrichten. 22.30;
Wo der Himmel blaut . . Dr. Becces Symphoniker. Aurelio
Gabre (Tenor), Ben Geyſel (Flügel).
Stettin: 13.05: Sondermitteilungen für den Landwirt. ( Zu=
ſammengeſtellt
von der Landwirtſchaftskammer für die Provim
Pommern.,
Deutſche Welle. Freitag, 30. März. 8.45: Künſtleriſche Dar=
bietungen
für die Schule: Oſterſpiel. o 14.30: Kinderlieder.
O 15: Dr. Zehden und G. Hochſtetter: Der Oſterhaſe beim Onkek
Doktor (Dialog). O 15.35: Wetter und Börſe. o 16: Min.=Rat
Dr. Südhaf: Der deutſche Auslandlehrer. O 16.30: Prof. Dr.
Reichenbach: Raum und Zeit. O 17: Leipzig: Rundfunkorch,
Operettenmelodien. O 18: A. Silbergleit lieſt aus eig. Werken,
O 18.30: Engliſch für Fortgeſchr. O 18.55: Amtsgerichtsrat Schubart:
Plauderei über juriſtiſche Tagesfragen (Dialog). O 19.20: Wiſſen=
ſchaftl
. Vortrag für Aerzte. O 20.15: Leipzig: Sinfonie=Konzert.
Leipz. Sinf.=Orch. Soliſtin: Irmgard Grippain (Klavier): Deutſche
Tänze und ruſſiſche Konzertſtücke. O 22: Preſſenachr. O 22.30:
Wo der Himmel blaut . . . Mitw.: Aurelio Gabre (Tenor), Dr.
Becce’s Sinfoniker.

Wetterbericht.
Ein Teilwirbel des nordweſteuropäiſchen Druckfallgebietes, der heute
morgen über Oſtdeutſchland und Polen lag, brachte beim Vovüberzug in
Nord= und Oſtdeutſchland verbreitete Niederſchläge. So meldete Dresden
9 Millimeter, Magdeburg 13 Millimeter Niederſchlag. Kühlere Luft=
maſſen
an ſeiner Rückſeite haben auch unſer Gebiet erreicht und Tem=
veraturrückgang
herbeigeführt. Das nordweſteuropäiſche Druchfallgebiet
zeigt noch weitere Vertiefung. Sein Vorderſeiteneinfluß dürfte uns
neben ſtärkerer Bewölkung auch Niederſchläge zuführen. Dabei ſteigen
die Temperaturen zunächſt wieder an.
Ausſichten für Freitag, den 30. März: Zeitweiſe ſtärker bewöltt, Tem=
peraturen
wieder anſteigend, mehrfach Uebergang zu Regenfällen.
Ausſichten für Samstag, den 31. März: Wechſelnde Bewölkung, allmäh=
lich
wieder etwas kühler, ſtrichweiſe noch Niederſchläge,
Witterungsverhältniſſe in Deutſchland heute morgen:

Ort: Wetter Temp.
in C2 Wind: Meee
ſchlag
in mm Fe
decke
in cm Gießen: wolkig Aachen: Hamburg: Berlin: Regen München: wolkig Königsberg: Regen

Witterungsverhältniſſe der deutſchen Bergſtationen:

Feldberg:
(Taunus) Nebel W. Waſſerkuppe: Nebel NNW. Feldberg:
(Schwarzw.) Schnee Zugſpitze: Schnee Kahler Aſten: Nebel 1 61. Fichtelberg: Nebel Ne

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Am 17. und 18. April ds. Js.
wird in Darmſtadt (Wirtſchaft Heilig
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Diſtrikten unſeres Reviers nach=
ſtehendes
Stammholz verſteigert:
1. Dienstag, den 17. April, vor=
mittags
9 Uhr:
Buchenſtämme, im: 2. 079 3.
130,17, 4. 160,21, 5. 74,16, 6. 39,61,
7. 25,13, 8. 1,86, 11. 1,19.
2. Mittwoch, den 18. April, vor=
mittags
9 Uhr:
Eichenſtämme, im: 1. 0,59, 2. 102,95,
3. 133,07, 4. 136,78, 5. 147,47 6.
190,13, 7. 77,52, 8. 35,66, 9. 1904,
10. 11.45, 11. 3,04, 12. 7,13.
Bei dem Holz befindet ſich eine größere
Menge Buchen= und Eichen=Fournierholz.
Stammholzverzeichniſſe (Bnche 1 Mk,
Eiche 1,50 Mk. ſowie Revierkarte 1 Mk.)
können ab. 5. April d8. Js. gegen Vor=
einſendung
des Betrags an Kanzleige=
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Schmidt (Forſtamt Kranichſtein)
bezogen werden. Nähere Auskunft er=
teilen
die Förſter und unterzeichnetes
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Amt.
Darmſtadt, den 29. März 1928.
Heſſ. Forſtamt Kranichſtein
(Darmſtadt, Paradeplatz 4, Tel. 3178)

Am Dienstag, den 3. April 1928,
vormittags 9, Uhr, werden aus
verſchiedenen Abteilungen des Roßdörfer
Gemeindewaldes verſteigert:
Fichten=Stämme Kl. 1a 77 St. 13,75 fm

1b 163
2a 117
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Nummer 90
EROFFNUNG

Freitag, den 30 März 1928

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an
we
Ku
19

Nummer 90

DarmſtädterCagblatte

Frankfurter Effektenbörſe.

Frankfurt a. M., 29. März.
Im Anſchluß an die feſtere Abendbörſe war die Tendenz heute allge=
mein
weiter befeſtigt. Das Zuſtandekommem der Metallbankanleihe
befriedigte und wurde als Zeichen dafür betrachtet, daß nunmehr wieder
mit dem Ingangkommen weiterer Auslandsanleihen gerechnet werden
könne, zumal Reichsfinanzminiſter Köhler im geſtrigen Reichstag die
Erklärung abgab, daß die Beratungsſtelle in kurzem ihre Prüfungs=
tätigkeit
abſchließen wird. Im großen und ganzen wurden jedoch nur
Spezialwerte wieder lebhafter gehandelt, da die Beteiligung des Puhli=
kums
gering blieb. Dagegen ſollen von Auslandsſeite verſchiedentlich
Kaufaufträge vorgelegen haben, namentlich für Elektrowerte auf die
Gründung der beiden belgiſchen Elektrotruſts. Bei der erſten Notierung
ergaben ſich auf den meiſten Marktgebieten Kursbeſſerungen von 1 bis
3 Prozent. Am Elektromarft waren aus dem erwähnten Grunde die
Werte mit Anlehnung an das Ausland bevorzugt. So konnten Geſ.
für Elektr. 4,25 Prozent und Licht u. Kraft 2,75 Prozent anziehen.
Metallbauk und Metallgeſellſchaft waren auf den Anleiheabſchluß weiter
ſtark verlangt und je 3 Prozent erhöht. Lebhafteres Intereſſe machte
ſich ferner für Bauunternehmungen bemerkbar, von denen Holzmann
erneut 3 Prozent und Wayß u. Frehtag 4 Prozent feſter lagen. J. G.

Fauben eröffneten nur knapp behauptet, auch J. G. Bonds mit 143,75
Prozent eher etwas niedriger. Schiffahrtswerte lagen 1,5 bis 2,5 Pro=

zent höher. Montanwerte hatten nur kleines Geſchäft, doch überwogen
die Kursbeſſerungen. Kaliwerte zogen auf die Abſchlußziffern 2 bis
3,5 Prozent an. Anleihen lagem ſtill, von ausländiſchen Nenten Türken
etwas höher.
Im weiteren Verlaufe wandte ſich dem Farbenmarkte größere Auf=
merkſamnkeit
zu, und die Farbenaktie lag 1 Prozent feſter. J. G. Bonds
144 Prozent. NSU. lagen 3 Prozent erholt. Auf den übrigen Markt=
gebieten
waren meiſt weitere, geringe Kursbeſſerungen zu verzeichnen.
Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 7 Prozent ſtärker gefragt. Am Dedi=
fenmarkt
war der Dollar wieder angeboten und ſchwächer. Mark gegen
Dollar 4,18, gegen Pfunde 20,/413; London=Kabel 4,8820; Paris 124,02;
Mailand 92,40; Madrid 28,95; Holland 12,12½.
Die Abendbörſe war ziemlich luſtlos. Es verſtimmte ſehr,
daß tatſächlich bei der Reichsbahn eine Tariferhöhung in Ausſicht ge=
nommen
werden ſoll. Trotz alledem konnten ſich die abgeſchwächten
Nachbörſenkurſe gut behaupten und teilweiſe leicht wieder aufholen, ſo
beſonders Elektrowerte, wo Geſ. für El. im Verlauf 1,75 Prozent, Sie=
mens
1 Prozent feſter lagen. Auch Schiffahrtsaktien etwas lebhafter,
Hapag und Nordd. Lloyd je 1,25 Prozent höher. Von Bauwaren Holz=
mann
1,25 Prozent wiederum feſter. Die Farbenaktie war leicht erhöht
und 0,25 Prozent freundlicher. Die übrigen Werte gut behauptet. Der
Börſenverlauf blieb zwar ſehr ruhig, doch freundlich geſtimmt. Im ein=
zelnen
nannte man: Kommerzbank 177,5, Danat 238,25, Metallbank 134,

Harpener 169, Mannesmann 148, Rhein. Braun. 270, Rhein. Stahl
151,5, Nordd. Lloyd 148, A. E. G. 153,75, Daimler 89, Licht und Kraft

217. Farben 247,75, Geſ. für El. 282, Holzmann 154,25, Metallgeſellſchaft
177, Siemens 275, Waldhof 265. Abenddeviſen: London gegen
Paris 124,02, gegen Mailand 92,38, gegen New York 4.8820, gegen Hol=
land
12.12, gegen Madrid 28.98, gegen Zürich 25.333½, Pfunde gegen
Mark 20.41½ſ=, Dollar gegen Mark 4.1810.

Berliner Effektenbörſe.

Berlin, 29. März.
Die Befeſtigung der Spezialpapiere ſetzte ſich an der heutigen Börſe
fort, allerdings war das Tempo der Steigerungen nicht ſo ſtark wie an
den bergangenen Tagen. Die Geſamttendenz war, wenn man von den
bevorzugten Sonderwerten abſah, nicht ganz einheitlich, da teilweiſe Ge=
winnrealiſationen
ſtattfanden. Im großen und ganzen konnte ſich aber
das Kursniveau behaupten. Die Spekulation verbuchte mit Befriedi=
gung
güimſtige Nachrichten vom Arbeitsmarkt und das Anhalten der
ſtabilen Geldverhältniſſe. Trotz der Nähe des Quartaltermins war täg=
liches
Geld in namhaften Beträgen angeboten. Man nahm deshalb nur
teilweiſe eine leichte Erhöhung des Satzes vor, der zwiſchen 57,5 Pro=
zent
ſchwankte. Für Gelder bis zum 5. April feſt wurden 89,5 Pro=
zent
gefordert. Monatsgeld zirka 7,58,5 Prozeut. Der Diskont für
Warenwechſel bewegte ſich über der Höhe der Reichsbankrate und wurde
wit 7½/s Prozent und darüber angegeben. Im Devifenverkehr ſtellte ſich
der Dollar gegen die Reichsmark unverändert auf 4,1812, das Pfund zog
gegen New York auf 4,8821 an; London-Madrid weiter befeſtigt 28,96;

auch London-Brüſſel ſetzte die Auſwärtsbewegung mit 34,96¼ fort.
LondonMailand 92,39. Unter den favoriſierten Spezialpapieren ſtan=

den Elektrizitätsaktien an erſter Stelle. Bankaktien freundlich. Schiff=
fahrtsaktien
wurden ſtärker als bisher beachtet. Nordd. Lloyd plus 2,25,
Hapag plus 1,87. Nach Feſtſetzung der erſten Kurſe ſetzten ſich die
Spezialhauſſenezum Teil in mäßigem Umfange fort. Andererſeits fan=
den
allerdings mehrfach Gewinnmitnahmen ſtatt, ſo daß die Allgemein=
tendenz
nicht ganz einheitlich war. Die Grundſtimmung blieb trotzdem
freundlich.
Im weiteren Verlauf ging das anfangs lebhafte Geſchäft wieder
ſtark zurück. Die freundliche Haltung konnte ſich ebenfalls nicht mehr
erhalten und machte einer allgemeinen Verſtimmung Platz, die noch ver=
ſtärkt
wurde durch die Ankündigung der Reichsbahn, daß bei ihr ein
ungedeckter Geldbedarf von 250 Millionen beſtehe und daß die Frage
einer Tariferhöhung von etwa 5 Prozent näher gerückt ſei. Das Kurs=
gebäude
gab dementſprechend auf der ganzen Linie im Rahmen von
12 Prozent und vereinzelt darüber hinaus nach. Eine Ausnahme

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111.96 112.1e
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22.105
16.48
80.62
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2.001
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alumininm
, 9899 Prozent, in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren, 210
RM., desgleichen in Walz= oder Drahtbarren, 99 Prozent, 214 RM.,
Reinnickel, 9899 Prozent, 350 RM., Antimon Regulus 8388 RM.,
Feinſilber (1 Kg. fein) 78,5079,50 RM.
Die amtl. Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom 29. März
ſtellten ſich für Kupfer: Januar 124 (124,50), Februar 124,75 (124,50),
März 122 (123,50), April 123 (123,25), Mai 123 (123,50), Juni 123,25
(123,75), Juli 123,50 (123,75), Auguſt 123,50 (124), September 124 (124),
Oktober, November 124 (124,25), Dezember 124 (124,50). Tendenz: be=
feſtigt
. Für Blei: Januar, Februar 41,25 (41,25), März 39,75 (40,75),
April 39,50 (40), Mai 39,75 (40), Juni 40,25 (40,50), Juil, Auguſt 40,50
(40,75), September 40,75 (40,75), Oktober, November 40,75 (41), Dezem=
ber
41 (41,25). Tendenz: ſtetig. Für Zink: Januar, Februar 49,25
(50), März 49,25 (50,50), April, Mai Juni 49,25 (50,25), Juli, Auguſt,
September, Oktober, November. Dezember 49,50 (50). Tendenz: ruhig,
Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten Brief.

Produkterberichte.

Mannheimer Produktenbericht vom 29. März. Die Produktenbörſe
vepfehrte in unluſtiger Haltung. Brotgetreide, Mehl und Mais lagen
leich abgeſchwächt. Man veriangte für die 100 Kilo ohne Sack waggon=
frei
Mannheim in RM.: Weizen inländ. 26,7529,5, ausländ. 2931,5,
Roggen inländ. 27,5, Hafer inländ. 26,2527,25, ausländ. 2728, Brau=
gerſte
3236, pfälziſche 3233,5, badiſche, heſſiſche und württembergiſche
31,5032,50, Futtergerſte 2425, Mais mit Sack 24,5024,75, Weizen=
mehl
Spezial Null 37,7538,25, ſüddeutſches Roggenmehl je nach Aus=
mahlung
37,5039,25, Weizenkleie 14,50.
Berliner Produktenbericht vom 29. März. Die feſteren Auslands=
meldungen
und die daraufhi erfolgten Erhöhungen der ausländiſchen
Forderungen für Brotgetreide kamen hier nur am Weizenlieferungs=
markte
zum Ausdruck. Von der Konſumſeite fehlt immer noch jede An=
regung
. Das Inlandsangebot iſt ſowohhl in Weizen als auch in Rog=
gen
nicht ſehr umfangreich. Die Forderungen lauten unberändert, die
Abgeber zeigen ſich aber gegenüber Untergeboten eher zurückhaltender
als an den Vortagen. Die Mühlen und ebenſo auch der Handel zeigen
nur geringe Unternehmungsluſt, zumal das Roggenepportgeſchäft jetzt
faſt gänzlich aufgehört hat. Am Lieferungsmarkte konnten bei Weizen
die geſtrigen Preiseinbußen wieder wettgemacht werden. Roggen hatte
ſehr ſtilles Geſchäft. Weizen= und Roggenmehl bei unveränderten For=
derungen
weiter luſtlos. Am Hafermarkte finden kaum Umſätze ſtatt;
Abgeber beharren auf ihren Preiſen. Der Konſum iſt dagegen weiter
zurückhaltend. Gerſte ſpärlich angeboten, aber auch wenig begehrt.

Freitag, den 30. März

eſſLeueſte Nachrchten

bildeten lediglich Köln=Neueſſen, die ſich von 138,5 auf 141,5 erhöhen
konnten. Der Pridatdiskont erfuhr wiederum keine Veränderung, er
blieb für beide Sichten 6‟/8 Prozent. Die Börſe ſchloß in überwiegend
nachgebender Tendenz.

Geſetzliche und andere Bilanzen..

Von
Eduard Butzmann, Berlin.

In zunehmendem Maße beſchäftigen ſich Wiſſenſchaft und Prau=
mit
den verſchiedenſten Fragen der Bilanzierung. Die in der Pra
unbermindert beſtehende Neigung zur Abkehr von der Bilanzwahrch=

ſelten, ſo daß es im allgemeinen und öffentlichen Intereſſe zu begrüßßy
wäre, wenn es gelingen würde, die zur Veröffentlichung kommendsn
Bilanzen in eine Form zu bringen, welche ein einigermaßen zutreffoc=
des
Bild über die Vermögenslage des Unternehmens vermittelt. As
weit entfernt wir heute davon ſind, die Zuſtände im Bilanzweſen cr=
zufriedenſtellend
zu betrachten, beweiſt allein ſchon die Tatſache, daß
eine ungewöhnlich große Anzahl der verſchiedenſten Bilanzen gil
welche je nach den zu erfüllenden Aufgaben über ein und dasſelbe Unte,
nehmen aufgeſtellt werden können. Bemerkensweri iſt dabei jedoch, do
ſie in der Regel ausnahmslos gerectfertigt werden können, obgle:
jede dieſer Bilanzen zu einem anderen Ergebnis führt.

Ae
Hen, 167 Käl.
otiert, für
WP. po
Mannheimer
Juch waren 3u0
A re
EA

Das Handelsgeſetzbuch ſchreiht bei der Eröffnung oder Neugrün=
dung
jedes Unrernehmens die Errichtung der ſogenannten Eröffnungg=
bilanz
vor, welche als einmalige hier aus der Betrachtung ausſcheide
Ferner verlangt aber das H.G.B. die alljährliche Errichtung der Har
dels= oder Jahresbilanz, für welche einige wenige und ſehr allgemef
gehaltene Beſt’mmungen beſtehen, die allerdings durch höchſtgerichtlic
Urteile gewiſſe Auslegungen erfahren haben, aus denen maßgebensd
Schlußfolgerungen für die Aufſtellung der Aktiven und Paſſiven a-
ihre
Bewertung gezogen werden mußten. An dieſe unbedingt urn
regelmäßig aufzuſtellende Jahresbilanz ſchließt ſich an weiteren dur=
geſetzliche
Vorſchrift erforderlichen Abſchlüſſen die Bilanz über die Ei,
mittlung des letzten Jahreseinkommens, alſo die kurz genannte Steue
Lilanz, und ſchließlich noch die Vermögensſtzuerbilanz. Beide für Steue=
zwecke
aufzuſtellenden Bilanzen unterliegen verſchiedenen Vorſchrifte-
ſo
daß ſihon zwiſchen dieſen, nur für Steuerzwecke notwendigen Ve=
mögensaufſtellimgen
weſentliche Unterſchiede in den ermittelten Werten
eine Selbſtverſtändlichkeit darſtellen. Ungleich weſentlicher ſind aber de
Interſchieb= zwiſchen den Steuerbilanzen einerſeits und den handel.
geſetzlichen Jahresbilanzen andererſeits, weil für die Beweriung de
Vermögensgegenſtände zu Steuerzwecken feſt umriſſene Vorſchriften b.
ſtehen, während den Geſchäftsleitungen für die Einſetzung der Ve
mögenswerte in die Jahresbilanz weitgehendſte Freiheit gelaſſen iſt, vch
welcher in ausgiebigem Maße Gebrauch gemacht wird.

Dauf man dieſe drei Bilanzen als die geſetzlichen bezeichnen, ſo gis
es daneben noch eine Fülle von Zweckvilanzen, welche in der vorſich
tigſten Weiſe geheim gehalten werden und nur einem ſehr eng begren.
ten Kreiſe von Perſoxen zugänglich und bekannt ſind. Sie haben gegeu=
über
der handelsgeſetzlichen Jahresbilanz in jedem Falle den Vorzug
den wirklichen Vermögenswert klarer zum Ausdruck zu bringen und aln
vorhandenen Vermögenswerte vollzählig zu enthalten. Was in de
Handelsbilanzen unter einem Sammelbegriff unter den Aktiven auf
geführt iſt, das erſcheint in den Zweckbilanzen oft in vielen Einzelpoſter
deren Geſamtwert nicht ſelten ein Vielfaches des dieſelben Werte unn
faſſenden Poſtens in der Handesbilanz darſtellt. Was an ſogenannten
ſrillen Reſerven aus keiner Handesbilanz entnommen werden kann, da
offenbaren die Zweckbilanzen in vorbildlicher Weiſe.

Es bedarf keiner Erläuterungen, daß ein Unterneymen bezüglich
der Bewertung ſeiner Vermögensgegenſtände anders beurteilt werdem
muß, weun man einen vorhandenen Teilhaber abfinden muß, als wem=
man
einen neuen Teilhaber aufnehmen will. Der abzufindende Zg=
haber
hat um ſo höhere Anſprüche an das Unternehmen, je höher he=
Vermögenswerte in die Bilanz zur Auseinanderſetzung der Teilhabeu

fort zu
119 a. d

eingeſetzt wurden. Es liegt daher im wohlverſtandenen und auch geſetz= aiue größe
lich berechtigten Intereſſe des Unternehmens, die Aktiven ſo zu bewer; zuückgeſetzter
ten, daß der ausſcheidende Teilhaber dem Unternehmen wicht auch die= amehmbaren
jenigen Werte in Form der Abfindung entzieht, welche als Ausgleick aisugeben.
für fortbeſtehende Riſiken betrachtet und erhalten werden müſſen. Ebenſe, E.= ſabethenſt=
iſt
es durchaus erlaubt, die atwa vorhandenen ideellen Werte des Unter=) ſuterhaltener
nehmens ſo vorſichtig zu bewerten, daß die hieraus dem ausſcheidens Höl.Amna für m
den Teilhaber etwa zufließende Abfindung tragbar erſcheint. Dies zuu
ſUank. Figur,
beurteilen, iſt darum in jeden Falle ſo ſchwer, weil der Wert ideeller Ver= a, für 40 u
mögen faſt immer ſehr ſtarken Scſwankungen unterliegt, ſo daß heute hslufen, Feldb=
wertvolle
Objekte morgen überholt und mehr oder minder entwertek Kroße 78, 2 Sts
ſind. Deshalb ergeben ſich hieraus ſehr oft die großen Differenzen zwi=
hes
Gunder
ſchen bisherigen Teilhabern, weil der ausſcheidende natürlich immer=
höhere
Bewertungen für die Auseinanderſetzungsbilanz fordert, als der inderwage
heiß, mod., 0
oder die verbleibenden Teilhaber zu bewilligen geneigt ſind.

Handelt es ſich dagegen um die Aufnahme, eines neuen Teilhabers,
oder bei der Akriengeſellſchaft um eine Kapitalerhöhung oder die Auf=
nahme
einer Obligationsſchuld, ſo werden die Bilanzpoſten ſtets eine
hohe Bewertung erfahren, wie wir dies aus der Praxis von unſeren
Großunrernehmern wiſſen, welche bei der Aufnahme amerikaniſchen Ka=
pitals
jenfeits des Ozeans Proſpeite über ihre Vermögenswerte ver=
breiteten
, deren Inhalt größtes Aufſehen erregte, weil dieſe Werte in
ſo ungstvöhnlihem Maße von den in Deutſchland nur bekannten
Handelsbilanzen abwichen. So wird dies aber bei kleinen wie bei gro=
ßen
Unternehmen allgemein gehandhabt. Bei der Aufnahme von Geld

Brantfärler Karoderichee bsar He. Marz Losd-

u.d grauer Ep
hagen zu ver
Aruuſ. 9-11, 14-1
Kimrichſtr. 151,

I. 1. Reichs=,
Länder= und Schutz=
gebietsanleihen

6% Dtſche. Reichs=
anleihe
von 19271 87.5
6% Baden Frei
ſtaat von 1927../ 80
6% Bah. Freiſtaat
81.5
von 1927
6% Sachſen Fre
ſtaat von 1927 97.5
7% Thüringer Frei
ſtaat von 1927.. 87.25

Dtſche. Anl. Auslo
ſungsſch. *
Ablöſungsanleih.
Dtſche. Anl. Ablö=
ſungsſch
. (Neub.

Dtſche. Schutzge
bietsanleihe ..

2. Stadtauleihen

8 Bad.=Bad. v. 26
60 Berlin v. 24
Darmſtdt. v. 26
% Dresden v. 20
Frkf. a. M. v. 2
70 Heidelb. v.
8% Ludwahf. v.
8% Main
10% Mannh. v.
8% Mannh. v. 26
8½ Nürnberg v. 26
8% Pforzh. v. 26
8½ Pirmaſens v. 26

3. Pfandbriefe
und Schuld=
verſchreibungen

7% Bad. Gold=
Kom. Anleihev. 26
82 Berl. Hyp.=Bk.

25,
Pfandbriefe.
8% Frkf. Gyp. Bk.

55
14.65

95

93
AA
88.25
86.75
93

95

33

89.5
9
93

5120-

Big.=Bl

96.5
93
76.5

Frkf. Pfbrfbauk

2%0 Gotha Gr.
Cred. Lig.=Pfbr.
4½% Hamb. Hyp.=
Bk. Lig.=Pfdbr.
6 Heſi. Landesbr.

Kom. Laudes

bank. Darmſtadt
Landesbank d.

Rheinprovin
38 Landeskr. Kaſ
0 Mein. Hhp.Bk

Naſſ. Landesb
Pfälz. Gyp. Bk
Lig.
Pfandbriefe
O Preuß. Ctr.=
Bod.=Cred.. ...
½%0 Preuß. Ctr.=
Lig. Pfandbr..
80 Preuß. Ctr.=
Stadtſchaft. . .

Rhein. Gyp.=B.
Lig.
Pfandbriefe
8%0 Rhein.=Weſtf.=
Bd.=Credit.
Südd. Bod.=
Cred.=Bank

98
90
88.5

As
97.75
93
90

95.25

100
95
96
92
98.5
92
101.25
89.5
96.75
93.5

76

7.5
n7.75

97
92
99
94

78.75

97
89
76.75

Lia.
Pfdbr.
8% Württ. Ghp.=B.

95.75
93

95

Dt. Komm. Sam.=Ablöſ.=Anl.
Ausl. Ser. I. / 51.75
Dt. Komm. Sam.
mel=Ablöſ.-Anl.
* Ausloſ. Ser, III 68

Papiermauk=
Pfandbr. und
Kommunal=Obl.
Frkf. Hhv.=Bk. K.. Ser. 1 u. 2/ 95
Frkf. Pfdbr.=Bank.
forkr.=Pfandbr. 17.75
Heſſ. Lds=Hyp.=Bk.
Vorkr.=Pfdbriefe/13.475
dgl. Kom.=Obl.
S. 1-16 7.36
Kom.=Obl.
S. 17-24
2.36
Mein. Hup.=Bank
Vorkr.=Pfandbr. 14.15
Nordd., Grunder
Vorkr.=Pfdbriefe 14.1
Preuß. Pfandbrbk.
Vorkr.=Pfdbriefe/ 13.6
Rh. Hyp.=Bk. Vor
kr.=Kom.=Oblig.. 4.7
Weſtd. Bodencred. Vorkr.=Pfl 13.9

4. Induſtrie=
Obligationen.
8% Dt. Linoleum=
werke
Bln. v. 26/ 95.75
3% Heſſ. u. Herku=
les
=Brau. v. 26/ 94
8% Klöckn=Werke
Berlin v. 26.... 94
109 Kom. Elektr.=
Mark. . . . . . . . . . 102
Maintrw v. 26/ 88.25
7% Mitteld. Stahl=
werke
von 27... 91.8
8% Neckarſulm v. 26/ 87.25
8½ Salzmann & Co.
Kaſſel v. 26....
72 Ver. Stahlw.
mit Opt. v. 26/ 91.25
% Ver. Stahlw.
ohne Opt v. 26 88.5

II. Auf Sachwerte
laut. Schuldverſchr.
6%Bad.=Bad. Holz. 21.5
5% Badenw. Kohl.
11.725
6% Heſſ. Bra
u. Roggenanleihe
5% Heſſ. Vollsſt.
Roggenanleihe. .1

5% Preuß. Kali=
wertan
eihe ...
1% Preuß. Roggen=
wertanleihe
.
Sächf. Roogen=
wertanleihe

50 Süidd. Feſtiv.
bauk.

9.2
8.65
2.23

III. 1. Ausländ.
Staatsanleihen
2Bosn. L. E. B. v
1914
2 Bosn. 2.=Inv.
Anl. v. 191t ...
O Bosn. v. 02/
Bulg. Tab. v02
Griech. v. 90
O Griech. Mon
5% Mex inn. (abg.
äuß.
Goldan=
leihe
(abg.)
inn. (abg.
4½2
Frrig.-
Anl. (abg.)
Tamau=
lipas
(abg.)
½%0 Oſt. Schatz=
anw
. v. 1914
(C. C.=Stücke).."
4% Oſt. Goldrente
(C. C.=Stücke)
4½%0 Rum. Gold
von 1913.
499 Schweiz. Bds.=
Bahnen v. 1912
40 Türk. Admin.
1. Bagd.
2. Bagd.
Zollanl.
ungarn von
1913 CC. C.,St.)
4½% dito von
1914 (C. C.=St.)
4% dito Goldr.
(C. C.-St.
42 dito von
1910 (C. C.=St.)
4½5 dito Kron.
rente (abg.)
2. Stadtanleihen
Budap. v. 14 (abg.
½ Kopenh. v. 01

42

40
2
18.5
57.25
47.5

37.25

14.15
96.25

12.3

25.55
21.5
1.8

23

½ Liſſab. b. 1886/
4½ Stockh. v. 1880/ 98

12
2.15
11.25

18.25

3. Dbligationenv
Trausportanſt.
20 Dux=Bodenb.
von 1891
4% Eliſabethbahn
von 1883 .
40 Lemberg=Czer.
ſteuerpflichtig... 11
4½ Lemberg=Czer
ſteuerfrei
27.,%0 Oſt. Südb
(Lombard.) .. ..
4½ Oſt. Staatsb.v.
1883 ..!"
4
% Raab=Odenbg.
v. 1883 .... . ..
49 Rudolfb. i. S. 3.65
L
i. G.
4½%0 Anatolier I./ 17.5
TV. 1. Bank=Aktien
Allg. Dt. Creditanſt. /144
Badiſche Bank. . . . 156.5
Bk. f. Brauinduſtr. 175
Barm. Bankverein/148.5
Bahr. Hyp.= und
Wechſelbank . . ."
Berl. Handelsgef.. . 1251.5
Hypoth.=Bk.
Comm. u. Privatb. 177
Darmſt. u. Nt.=Bk. /239.6
Deutſche Bank
165
Eff.=u. Wechiel=
bank

120.25
Vereinsbank . . /101.5
Diskont.=Geſellſch. 1159*
Dresdener Bank .. /160.25
Frankf. Bk.
1112.5
Hyp.=Bk... /143
Pfdbr.=Bk. 144
Gotha. Grundkr. B. /139
Mein. Hyp.=Bank/137.25
Metallbank. .
132.5
Mitteld. Creditbk. 1207
Nürnb. Vereinsbk. /160

Oſt. Treditanſtalt. . 3
Pfälz. Hyp.=Bank/158

Pr. Bod.=Creditbk.
Hhp.-Akt.=Bk.
Reichsbank=Ant.
Rhein. Creditbank/128.75

Hhp.=Bank.183.5

136
147
188.25

Südd. Bod.=Cr.Bk.)
Disc.=Geſ...
Wiener Bankverein

139.5
16.9

2. Verkehrs=
unternehmungen

A.=G.f. Verkehrswſ.
Allg. Lokalb.= und
Kraftwagen ...
Dt. Eiſenb.=Geſ..
% Dt. Reichsbhn=
Vorzge. .......
Hapag ........"
Nordd. Lloyd. . .
Schantung=Eiſenb.
Südd. Eiſenb.=Geſ.

197.5
154

96.75
153
146.75

136

3. Induſtrie
Adt, Gebr. .....
Accum. Berlin. . .
Adler & Oppenh.
Adlerw. (v. Kleher
69 AEG. Vorzug

86.75
78
72.
152.75
1a0
25.5

65
176.5
63

AEG. Stan
Bad. Maſchf
Bamag=Meguin
Baſt Nürnberg
Beck &. He
Bergm. E
Brem.=Beſie
BrownBoverickCie 1163
Brüning & Sohn.
Buderus Eiſen ...
Bürſtenfbr Erlang./ 48.5
Cementwerke:
Heidelberg .... . 148
Karlſtadt . . . . . . /175
Lothr. (Karlsr.). 76
Chem. Werke Albert. 101
Brockhues
89
Fabrik Milch
Daimler=Benz ...! 88
Dt. Atl.=Telegr.
Eiſenh. Berlin!
Erdöl ..
127.75
Gold= u. Silb.=Anſtalt 191
Linolwerk. Berl. 265
Dresden=Leipziger
Schnellpreſſen . 122
Dürrwerke Rating./ 61

Eichbaum, Brauer. /275

Eiſenw. Kaiſersltn. / 25.
Elektr. Licht u. Kraft /2
Elektr. Liefer.=Geſ./170
Elſäſſ. Bad. Wolle
Emag Elektr. Frkft. 86.
Enzing. Unionwke. 48
Eſchw. Bergwerk ./20
Eßling. Maſchinen! K=
Ettling. Spinnerei/235
Faber, Joh., Bleiſt. 67
Faber & Schleicher/102
Fahr, Gebr., Pirm. 52
F. G. Farbeninbſtr. 248
Felt. & Guilleaum. /118.
Feinmech. (Jetter)) 91
Frrft. Gas
150
Hof
1111
Maſch
korny & Wittek. 73
Geiling & Cie.
Gelſenk. Bergwerk/131.5
Geſ. f. elektr. Un=
ternehmungen
. . 1278
Goldſchmidt Th. . 1106.
Gritzner Maſchinen/146
Grün & Bilfinger. 180
HafenmühleFrankf/435
Haid & Neu".
47.
Hammerſen (Osn.//173.
Hanfw. Füſſen ... 140
Hanſa=Lloyd Brem.
Harpener Bergbau 168
Hartm. & Braun /165
Henninger, Kempf,
Stern Brauerei. 1175
Heſſen=Naſſau Gas
Heyligenſtaedt.
23.
Hilpert Armaturfb. 89
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer ... . 112
Hochtief Eſſen.
Holzmann Phil. . . 153.
Holzverk.=Induſtrie/ 80
Ilſe Bergb. Stamml250
Genüſſel124
Inag
Junghans Stamm./ 89
Kali?
Salzdetfurth. 26
Weſteregeln. . 182
Kammgarnſpinn. 1211

15

15

Karſtadt, N...
Ker. Werke Offſtein
Klein, Schanzl. . . . 105
Klöcknerwerke ...."
Knorr, Heilbronn . 160
Konſerofabr. Braun/ 66.25
Kraftw. Alt=Württ.
Krauß & Co., Loko.
Lahmeyer E Co.
Lech, Augsburg ..."
Lingel, Schuhw...
Löhnberger. Mühle
Löwenbr. Münch..
Ludwigshaf. Walz
Lüdenſcheid Metall
Mainkr.=W. Höchſt
Mainz. Akt.=Br...
Mannesm. Röhren
Mansfeld. Bergb.
Mars=Werke.. . . ..
Metallgeſ. Frankft.
Miag, Mühlenbau
Moenus Stamm
Motorenfabr. Deutz
Oberurſel
Münch. Lichtſpielk.
Meckarſ. Fahrzeug.
Neckarw. Eßl. . .
Nicolay, Hofbr. ..
Oberbedarf
Oſterr. AlpineMon.
Otavi Minen .....
Peters Union Frkf
Pfälz. Näh. Kayſer
Philipps A.=G...
Phönix Bergbau
Porzellan Weſſel
Reiniger. Gebb. &
Schall
Rh. Braunkohlen. . 1271.25
Elektr. Stamm /153
Stahlwerke ..1151.75
Rhenania, Kunh. / 62.5
Riebeck Montan 1143.5
Rütgerswerke ....
SalzwerkHeilbronn
Schneider
Schnellpr
Schöfferho
Schramm Lackfbr.
Schriftg. Stempel.
ſchuckert Elektr. .1172

70

118
101

177
62
39
312
139

118
253
147.25

114
178
139.5
67.75
63
72.5
125
57.75

145
99.75

96
49
45.25
99.5
28

102
195
46.25
64
332
123
118.5

46

Schuhfbr. Berneis=
Weſſel. . . .. . .."
Schuhfabr. Herz.. / 16
Schultz Grünlack..
Schwarz Storchen
Seilindſtr. Wolff. 77.5
Siem. Glasinduſtr.
Siemens &. Halske 274
Südd. Immobilien/ 99
Zucker=AG. 132
Strohſtoff, Ver.,. . 1311.5
Tellus Bergbau ./109
Thür. Lief.=Geſ...
Tucher, Brauerei ./150.5
Unterfr. Krs.= Elek=
tr
.=Verſ. . .. . . . 114
Veithwerke..
Ver f. Chem. Ind./ 94.25
deutſch. Olfabr.
Faßfabr. Caſſell 45
Gummifabrik.
Berlin=Frankf. 90.5
Königs= und
Laurahütte .
Pinſelfabriken 88
Stahlwerke
Ultramarin ../140.5
Zellſt., Berlin/141.5
Vgtländ. Maſch.. . / 69
Voigt & Haeffner/176
30.5
Voltohm: Seil
Wanß & Freytag . 1132.5
Wegelin Rußfabrik 136.5
Werger Brauerei. 1170
Bellſt. Aſchaffenbg. 169.5
Memel ... . 134.25
Waldhof ... 265
Zuckerf. Rheingau.
4. Berſicherungen
Allianz u. Stuttg.
Verſicherung .. . 272.5
Frkft. Allg. Verſ.=G 174
Frankona Rück= u.

Mitv.
Mannh. Verſich.
Darmſtädter Berte
33
Bahnbedarf
Dampfk. Rodberg.
Gebr. Lutz
Motoren Darmſtad
Gebr. Roeder .... 1131.75

[ ][  ][ ]

Neummer 90

ie Vermögenslage in ein helleres Licht geſetzt werden, als wenn
zUmternehmen Geld hergeben ſoll.
25 zeigt ſich alſo als wichtigſte Zweckbilanz die für den Kreditgeber
zmnte, gleichviel, ob es ſich um eine kreditgebende Bank oder einen
Sintretenden Teilhaber handelt. Werden hier die Vermögens=
we
wenigſtens annähernd ihrem Wirklichkeitswerte entſprechend, aber
melhin vorſichtig eingeſetzt, weil unter allen Umſtänden eine ſehr
mrg Nachprüfung dafür ſtattfindet, ſo liegen die Verhältniſſe
ve um anders, wenn es ſich darum handelt, das Unternehmen zu
drsfen oder durch Fuſion mit einem anderen aufgehen zu laſſen. Eine
mſſ Iche Zwecke aufgeſtellte Bilanz wird für die Vermögenswerte
ſne= ungleich höhere Beträge auſweiſen als in jeder anderen Auf=
ſütrg
dieſer Art, gleichviel, für welchen Zweck dieſelbe zur Errichtung
wmte. Außerdem wird eine ſolche Vermögensaufſtellung auch immer
ſn os ſein, im wohltuenden Gegenſatz zu den der Oeffentlichkeit zu=
glch
gemachten Handelsbilanzen.
Nurr die hauptſächlichſten Zweckbilanzen konnten hier angeführt wer=
ehne
auf Einzelheiten näher eingehen zu können. Gelingt es aber,
hmgeſtrebten Reformen in die Tat umzuſetzen, ſo werden wir in ab=
ſiwer
Zeit ſowohl bei den geſetzlichen als auch bei den Zweckbilanzen
cer weſentlichen Beſchränkung rechnen dürfen, während das Stre=
ch
einer Einheitsbilanz wohl auf unabſehbare Zeit hinaus aus
gtfchen Gründen unerfüllt bleiben wird.

Freitag, den 30. März 1928

Geite 17

Viehmärkte.

Darmſtädter Viehmarkt vom 29. März. Aufgetrieben waren:
zchlen, 167 Kälber, 13 Schafe, 5 Ziegen. Preiſe für Großvich waren
m motiert, für Kälber a) 7278; b) 6771; c) 6066; für Schafe
94 Pfg. pro Pfund. Marktverlauf: Schleppend, Ueberſtand.
Akannheimer Viehmarkt vom 29. März. Zum heutigen Kleinvieh=
uh
waren zugeführt und wurden die 50 Kilo Lebendgewicht je nach
eſſe gehandelt: 84 Kälber 6282, 111 Schweine 4455, 619 Ferkel
wBäufer: Ferkel bis 4 Wochen 1115, über 4 Wochen 1619, Läufer
727. Marktverlauf; ruhig, Kälber langſam, ausverkauft.
Xrankfurter Viehmarkt vom 29. März. Der Auftrieb des heutigen
Vermarktes beſtand aus 81 Rindern, 1989 Kälbern, 301 Schafen und
RSchweinen. Verglichen mit dem Auftrieb des Nebenmanktes der Vor=
ph
waren 110 Schafe weniger und 345 Schweine mehr angetrieben,
phend der Auftrieb in Kälbern unverändert war. Bezahlt wurde pro
Zirer Lebendgewicht: Kälber b) 7680; c) 6575: d) 5864; Schafe
71550; b) 3844: c) 3337: Schweine b) 5154; c) 5254; d) 52
M55: e) 5054. Im Vergleich zu den Notierungen vom letzten
huuckmarkt blieben Kälber gut behauptet, während Schafe 3 bis 6 Mk.

und Schweine 2 Mark nachgaben. Marktverlauf: Kälber und Schafe
anfangs mittelmäßig, zum Schluß abflauend, ausverbauſt. Schafe
Ueberſtand. Schweine ſchleppend, geringer Ueberſtand; ſchwere, fette
Schweine ſchlecht verkäuflich.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* Chikago, 29. März. (Priv.=Tel.)
Weizen: Die Befeſtigung machte heute weitere Fortſchritte auf Be=
richte
, nach denen in Illinois, Indiana und Ohio 50 Proz. der Winter=
weizenanbaufläche
aufgegeben werden müſſe. Auch das Exportgeſchäft
wirkte anregend.
Mais konnte ebenfalls etwas anziehen auf Abnahme der Zufuhren,
ungünſtige Wetternachrichten und die Feſrigkeit des Lokomarktes.
Roggen: Beſſeres Exportgeſchäft und kleine Anlieferungen bewirk=
ten
ein Anziehen der Notierungen.
Hafer: Deckungskäufe per März und ungünſtiges Wetter im mittle=
ven
Weſten hatten eine Preisſteigerung zur Folge.
* New York, 29. März. (Priv.=Tel.)
Baumwolle: Das Geſchäft beſchränkte ſich auf Umtauſch naher Sich=
ten
in entferntere Termine. Die Tendenz war im allgemeinen ſtetig.
Kaffee: Stärkeres Angebot des Handels drückte auf die Preiſe, even=
ſo
europäiſche Abgaben. Später zeigte ſich einiges Deckungsbedürfnis.
Es notierten nach Meldungen aus Chigago am 29. Mär:
Getreide: Weizen, März 144½, Mai 1435, Juli 142½, Sept
140½: Mais, März 9934, Mai 101½, Juli 104; Hafer, März 59,
Mai 59½, Juli 52½; Roggen, März 123½, Mai 122½, Juli 116.
Schmalz: März 11,65, Mai 11,925, Juli 12,225.
Fleiſch: März 11,65, Mai 11,80, Juli 12,10: Speck loco 11,25;
leichte Schweine 7,608,60 ſchw. Schweine 7,708,30; Schweine=
zufuhr
Chicago 35 000, im Weſten 120 000.
Baumwolle: Mai 19,0819,09, Juli 18,8518,86.
Es notierten nach Meldungen aus NewYorc am 29. März:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 179½, hart 162: Mais neu ank.
Ernte 114½; Mehl ſpr. wheat elears 6,606,90; Fracht nach Eng=
land
1,62,6, nach dem Kontinent 910 C.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,40; Talg extra 88.
Kakav: Tendenz: feſt, Umſatz in lots 141, loco 13½, April 13,67,
Mai 13,82, Juni 13,95, Juli 14,07, Auguſt 14,08, September 14,10,
Oktober 13,95, Dezember 13,42, Januar 1929 13,32.

Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
In der geſtrigen Hauptwerſammlug des Röhrenverbandes wurde
über die Marktlage von ſeiten der Geſchäftsführung Bericht erſtattet.
Es wurde beſchloſſen, die bisherigen Preiſe nicht zu ändern.
Wie wir erfahren, ſind die Abſchlußarbeiten bei der Mannesmann=
röhren
=Werke A.=G., Düſſeldorf, noch nicht ſo weit beendet, daß ſich ein
Bild über das endgültige Ergebnis gewinnen läßt. Die Bilanzſitzung
wird vorausſichtlich Mitte des nächſten Monats ſtattfinden.
Die franzöſiſchen Eiſenbahnen haben die Gültigkeit der Rückfahrkar=
ten
zu ermäßigtem Preiſe anläßlich der Frankfurter Frühjahrsmeſſe bis
zum 1. Mai ausgedehnt, und zwar für alle Karten, die zwiſchen dem
10. und 21. April für dieſe Strecke bei einer Bahnſtation der Elſaß=
Lothringiſchen Eiſenbahnen, der Chemins de fer de UEſt oder der Comp.
P. L. M. gelöſt werden.
In der belgiſchen Kammer verteidigte der Außenminiſter das kürz=
lich
abgeſchloſſene belgiſch=franzöſiſche Zollabkommen, das, wie er fagte,
die belgiſchen Zölle nicht ſtarr binde. Zwiſchen der fvanzöſiſchen und
belgiſchen Zement= und Zinkinduſtrie ſeien bereits Privatverhandlungen
im Gange.
Nach Angaben der Sowjetpreſſe betrugen die Staatsſchulden der
Sowjetunion am 1. März 1928: 1019,1 Mill. Rubel. Die Staatsſchulden
Rußlands hatten vor der Oktoberrevolution im Jahre 1917 den Stand
von 11 Milliarden Rubel erreicht, davon entfielen 5,5 Milliarden auf
innere Anleihen.
Die auss Warſchau zurückgekehrten Delegierten der öſterreichiſchen
Regierung haben der Regierung über die Erfolgloſigkeit ihrer War=
ſchauer
Verhandlungen Bericht erſtattet und warten nunmehr die wei=
teren
Inſtruktionen der Regierung ab. Wie in informierten Kreiſen
verlautet, iſt zunächſt keine Fortſetzung der Verhandlungen geplant.
Das portugieſiſche Kabinett hat geſtern abend dem Plan für die
Auflegung einer inneren portugieſiſchen Anleihe zugeſtimmt. Die Höhe
der Anleihe iſt noch nicht bekannt.
Nach einer Mitteilung des Staatsdepartements iſt der mexikaniſch=
amerikaniſche
Oelzwiſt nunmehr als beendet anzuſehen, nachdem der
mexikaniſche Präſident Calles geſtern das neue Oelgeſetz, das eine An=
gleichung
des mexikaniſchen und amerikaniſchen Standpunktes darſtellt;
uterzeichnet hat. In Waſhingtoner Kreiſen herrſcht hierüber allgemeine
Befriedigung.

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Sonntag, den 1. April 1928

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STADT-ORCHESTER

Leitung: Kapellmeister Wifly Schlupp
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Eintritt 50
Anfang 20 Uhr.
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30. März 1928, abends 8 Uhr, in der Aula
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Nordſeefahrt
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Schleflosigkeit
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Prospekt und Auskuntt durch die städt.
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Kurverwaltung.

Morgen Samstag abends 8 Uhr
Erstaufführung:
Der große Sexualfilm in 6Akten

Das erwachende
Geschlecht!

Bearbeitet von Professor Dr. Karl Drim!
Die wiesenschaftlichen Aufnahmen erfolgten im
anatomischen Institut von Professor Dr. K
Weigner und auf der dermatolog. Klinik -von
Prof. Dr. F. Samberger

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Preise der Plätze: 0.80 bis 2.00
D Sämtliche Plätze numerlert
Karten: Verk.-Büro, de Waal u. Zeitgs.-Klosk.

Sonntag, nachmittag 4 Uhr
Einziges Märchengastspiel
Frau Holle‟
in der Hauptrolle: Erika draf, das
bekannte Berl Theaterkind
Preiser 0.40 bis 1.50
5859
Karten nur Verkehrsbüro.

Telephon. Bestellungen 389

Jugendiiche haben Zutrite!

Kronpringessin Luise‟

Königin Luise

Samstag, den 31. März 1928

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2. Preis ein Herrenfahrrad
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der Firma Knieß Beiten u. Polſter=
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LucherFilm

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Kirchengeſangverein
jeit de ſoebe
der Evang. Martinsgemeindg Imn liebſten
Dienstag, den 3. April 1938, abends 8u l, ſ0 ihm ein, daß
in der Martinskirche
dnte.
Aufführung von 3 Cantaten von Ell,; Wohnen
Graupner und J. S. Bach, für Chru,
Orgel, Orcheſter und Solis. 658 Ka ich 90
Eintrittskarten bei Konzert=Arnold, Errm Lann dal)
Ludwigſtraße u. abends im Martinsſtrit, minſan einzunel
Sehr gerne
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am 30. und 31. März
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Freitag, den 30. März 1928
Anfang 17.30 und 20.00 Uhr
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Soliſtin;
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Werke von Dvorak, Mendelsſohn=Bartholdy,
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Preiſe der Plätze: 1.256 Mk.

MAOHEIIAS!

Im Lenz ſich ſacht die Liebe regt
Beim Männlein, teils beim Weiblein,
Sodaß man liebevoll ſich frägt:
Warum denn nicht zu zweit ſein?

So finden ſich dann allerwärts
In jedem jungen Jahre,
Und ſei auch noch ſo rauh der März,
Gar hoffnungsvoll die Paare.
Sie bau’n ſich fix ihr eignes Neſt.
In das ſie ſich behaglich legen,
Und kaufen auf Kredit auf’s Beſt
Kleid, Anzug, Möbel Kinderwägen.
Und Wäſche, Stiefel ebenſo,
Und die Moral von den Geſchichten:
Auch Liebe kann heut nirgendwo
Auf Univerſume, Darmſtadt, verzichten!
Drum:
Kaufe jetzt und zahle ſpäter.

Kleines Haus
Zuſatzmiete VI (12. Vorſtellung!
Freitag, den 30. März 1928
Anfang 19.30 Uhr Ende 22.00 Uhr

Die Entführung aus dem

Serail
Oper in drei Akten von Mozart
Muſikaliſche Leitung: Max Rudolf
In der Inſzenierung von Joſef Schlembach
Mitwirkende (V.5816
Gertrud Stocks=Aachen a. G., Käthe Walter,
Johannes Biſchoff, Theo Herrmann,
Friedrich Jachtmann, Adolf, Klotz, Joſef
Poerner, Eugen Vogt, Wilhelm Wegerich,
Ludwig Wenzel
Spielwart: Fritz Wilde
Preiſe der Plätze: 1.507.50 Mk.

Fremde und Beſucher
Darmſtadts!

Vergeßt nicht, einen Ausflug an die
allbekannte, herrliche Bergſtraße
Malchen, Frankenſtein, Seeheim, Ju=
genheim
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v. weißen Turm (Schloß vormitt. 8.30,
12.00 Uhr, nachmittags 2.30, 5.00, 7.00,
10 30Uhr u ebenſobequeme Rückfahrten.
Fahrzeit 30 Minuten.
Fahrpreis 0.701.00 .
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haben Sie viel, wenn Sie sich di
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den Tiſch, den
Mücken zugelehr
m geregt unterhi
Er konnte ke
it. Scheveninger
Zekannten getr.
ſte ſich gerade a.
den groß genu
z ihnen hätte

edelster Cireuskunst entgehen
lassen, die e pe Vorstellung des
Cireus Kapitän Schneider
bedeuten

Millionenwerte

Iner!
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birgt dies Unternehmen
wenige Löwen kosten

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es, einen Abend im Cireus zu-

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Rheinstraße 14, Telefon 656,
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geöffneten Cireuskassen.
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Nummer 90

Freitag den 30 März 1928

Geite 19

din Sürsstin Tamare.
Roman von P. van der Hurk.
(Nachdruck verboten)
Währenddeſſen ſaß Baron Kemp, wie auf heißen Kohlen.
An hätte annehmen müſſen, daß ihn Uttas Geſtändnis ſehr
ſereſſiert hätte, weil dadurch nicht nur ſein Freund Rothe von
ſſem Verdacht befreit wurde, ſondern damit auch den Nachfor=
ſungen
der Polizei, die zur Wiedererlangung ſeines Bildes
füren ſollten, gedient ſein könnte.
Er hatte auch eine ganze Zeit mit größter Aufmerkſamkeit
zehört, aber dann hatte er einen Herrn, und eine Dame im
eſtigſten Geſpräch vor der Türe des Leſezimmers geſehen, und
Awar ihm ſo vorgekommen, als ob die Dame Fürſtin Samaroff
zweſen wäre.
Wir müſſen ihn unbedingt retten, ſagte Utta.
Ja, ja, ſagte Kemp. Mehr ſagte er nicht, denn er war mit
inen Gedanken nicht bei Rothe im Gefängnis, ſondern beſchäf=
üite
ſich eingehend mit einer ſchwarzen Dame in weinroter Abend=
ulette
, die ſoeben mit einem Fremden verſchwunden war.
Am liebſten hätte er ſich jetzt von Utta verabſchiedet, aber es
i ihm ein, daß er ſie unmöglich ſo ohne weiteres fortſchicken
inte.
Wohnen Sie hier im Hotel, gnädige Frau?
Ja, ich habe hier ein Zimmer genommen.
Dann darf ich Sie vielleicht bitten, mit mir das Diner ge=
rinſam
einzunehmen
Sehr gerne, gab ſie zur Antwort, ich werde mich umziehen,
ud wenn es Ihnen recht iſt, treffen wir uns in einer halben
Funde in der Hall.
Wie Sie befehlen, gnädige Frau.
Er begleitete ſie bis zum Lift, fuhr aber, obwohl er auch
pch im Straßenanzug war, nicht mit hinauf. Er wollte ſich davon
verzeugen, ob Tatjana wirklich
Er ſtellte ſich an die Glastür des Speiſeſaals und verſuchte,
hneinzuſehen. Sie ſaß in einer weinroten Abendtoilette an
im Tiſch, den er reſerviert hatte, und ihr gegenüber, ihm den
üücken zugekehrt, ſaß ein Herr, mit dem ſie ſich ſehr lebhaft und
ngeregt unterhielt.
Er konnte keine Erklärung dafür finden. Er wußte, daß ſie
Scheveningen niemand kannte. Und wenn ſie wirklich einen
lekannten getroffen hatte, ſo war es mehr als unglaublich, daß
f ſich gerade an den Tiſch ſetzte, den er reſerviert hatte und der
ven groß genug war für zwei Perſonen, ſo daß er ſich nicht mal
u ihnen hätte ſetzen können.

Auf einmal verſpürte er Luſt zu einem Eklat. Am liebſten
wäre er ſchnurſtracks auf die beiden zugegangen, aber daran hin=
derte
ihn ſein heller Anzug und ſeine ſtaubigen, rotbraunen
Schuhe. Er ging deshalb zunächſt hinauf, um einen Abendanzug
anzuziehen.
Als er wieder in die Hall kam, war Utta ſchon fertig und er=
wartete
ihn. Er hatte ſich etwas beruhigt. Er überlegte, ob er ſie
mit Tatjana bekannt machen, ſich dem Fremden vorſtellen laſſen
und ſo tun ſollte, als ob eine ſolche Begegnung nichts Außer=
gewönhliches
wäre.
Aber als er mit Utta den Speiſeſaal betrat, bot ihm der Kell=
ner
mit einer ſuggeſtiven Handbewegung einen kleinen Tiſch an,
wodurch er ſich beſtimmen ließ, dieſes Vorhaben aufzugeben.
Gleich darauf bereute er ſeine Unentſchloſſenheit. Was ſollte
Tatjana denken? Er hatte das Gefühl, daß die Leute ringsherum
und die Kellner ihn neugierig und nicht ohne Erſtaunen betrach=
teten
. Es war eine überaus peinliche Situation.
Erich hatte ſein Geſprächsthema gewechſelt und erzählte von
ſeinem neuen Roman, den er im Gefängnis begonnen hatte.
Tatjana atmete auf.
Ich habe die Diebſtahlsaffäre und meine Verhaftung be=
nutzt
, ſagte er lachend. Sie kam inſofern im richtigen Augenblick,
als ich von zwei Seiten den Auftrag hatte, ein neues Buch zu
ſchreiben, ohne einen einzigen Einfall zu haben. Ich kann das
Ergebnis der Unterſuchungen nicht abwarten, ſondern habe mir
eine eigene Handlung ausgedacht, die allerdings für Sie, Fürſtin,
und für Ihren Bruder wenig ſchmeichelhaft iſt
Tatjana wurde von einem neuen Angſtgefühl erfaßt.
Ich habe nämlich Sie beide als ein Hochſtaplerpaar
beſchrieben und den Porträtauftrag in engſten Zuſammenhang
mit dem Diebſtahl gebracht. Ich hoffe, daß Sie deswegen
nicht böſe ſein werden . Das Milieu, die Namen und die
übrige Handlung ſind ſo vollkommen geändert, daß niemand in
der Romanhandlung die eigentlichen Geſchehniſſe wiedererkennen
wird
Er ſtockte. Sie war aſchfahl geworden. Ihre Blicke
ſchweiften hilfeſuchend umher und plötzlich entdeckte ſie
Kemp. Er weiß alles, dachte ſie, und glaubt an meine Schuld.
Ohne Erich weiter zu beachten, ſtand ſie brüsk auf und ver=
ließ
wie in wirrem Taumel den Saal. Dieſer Vorgang war ſo
auffallend und außergewöhnlich, daß er nicht unbeachtet bleiben
konnte. Einige Gäſte drehten ſich neugierig nach Tatjana um,

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andere richteten ihre Blicke auf Erich, der mit der Serviette in
der Hand aufgeſtanden war und ihr völlig verſtändnislos nachſah.
Während ſich aber die Zuſchauer bald beruhigten und über
die anſcheinend eheliche Szene lächelnd hinweggingen in Hol=
land
werden ein Herr und eine Dame, die allein beim Diner an=
getroffen
werden, ſofort als verheiratet angeſehen , entſtand
neuerdings eine Beunruhigung des in geräuſchloſer Beſchaulich=
keit
verſunkenen Speiſeſaals, als auch Baron Kemp mit einem
unerwarteten Ruck aufſtand und der erregten Dame in Weinrot
mit größter Beſtürzung nacheilte.
Und es kam zu einem leiſen Gekicher, das zu einer Lachſalve
anſchwoll, als auch Erich, die Serviette immer noch in der Hand,
durch dieſelbe Tür verſchwand und ſchließlich Utta ihm auf dem
Fuße folgte.
XII.
Kollege Lincoln.
Hanſemann ſaß vor dem Fenſter ſeines möblierten Zimmers
und konnte durch den Spion, einen kleinen, ſchräg gerichteten
Spiegel, der an keinem Fenſter der altmodiſchen Häuſer in
Amſterdam fehlt, die ganze Straße und ſelbſt den Eingang des
Hauſes beobachten.
Am Abend vorher, nachdem der Konſul fortgegangen war,
hatte er noch eine Stunde in ſeinem Verſteck geſtanden und mit
Hilfe ſeines Taſchenmeſſers verſucht, ein Loch in die Holzwand
zu bohren. Seine Bemühungen waren ohne Erfolg geblieben, da
die Spitze ſeines Mcſſers abbrach und es ſo dunkel wurde, daß
er keine Hand mehr vor Augen ſehen konnte. Am frühen Morgen
hatte er einen regelrechten Bohrer und eine Taſchenlaterne ge=
kauft
, und nun ſaß er vor ſeinem Spion und wartete auf den
Konſul. Er wollte unter allen Umſtänden feſtſtellen, was oben
in dem Manſardenzimmer vorging. Schon zweimal hatte er ver=
ſucht
, hinaufzugehen, aber beide Male war ihm jemand begegnet.
Die Stunde, in der der Konſul kam, war wohl, die beſte.
Dann war der Ruſſe beſtimmt oben, die Tochter im Bureau und
die Wirtin in der Küche. Dieſe Gedanken erwägend, vergaß er,
die Haustüre zu beobachten.
Es wurde geklopft.
Mynheer Hanſemann, Sie bekommen Beſuch, ſagte die
hagere Wirtin und führte, ohne eine Antwort abzuwarten, einen
ſorgfältig gekleideten Herrn herein.
Hanſemann machte ein ſehr erſtauntes Geſicht. Wer konnte
ihn hier beſuchen? Wer wußte überhaupt, daß er hier wohnte?
Der ſorgfältig gekleidete Herr wartete, bis die neugierige
Wirtin ſich entfernt hatte. Guten Tag, Herr Hanſmeann, ſagte
er mit einem engliſchen Akzent, mein Name iſt Lincoln.
Er hatte ein ſo ſicheres Auftreten, daß Hanſemann ihm ſofort
mit einer höflichen Handbewegung einen Stuhl anbot.
(Fortſetzung folgt.)

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