Darmstädter Tagblatt 1927


20. Dezember 1927

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Bezugsprei=
wlich
7 mallgem Erſcheinen vom 1. Dezembei
wember 2.18 Reichemart und 22 Pfenni
wihr, abgeholt 2.25 Reichsmart durch die
m 22.40 Reichsmarf frei Haus. Poſtbezugspreis
zne Beſtellgeld monatlich 2.45 Reichsmar
lichteit für Aufnahme von An eigen
Tagen wird nicht Gbernommen. Nicht=
nzelner
Nummern infolge höherer Gewalt
Gen
Bezieher nſcht zur Kürzung des
es. Beſtellungen und Abbeftellungen durd
durre Verbindichkeit für uns. Poſiſchecklonto
Franffurt a. M. 1301.

Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesfpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Queſſenangabe Darmſt. Tagbl. geſtattei
Nummer 352 Dienstag, den 20. Dezember 1927. 190. Jahrgang

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zeile
3.00 Reichsmart. Alle Preiſe m Reichemarl
4 Dollar 420 Marfl.
Falle böberer
Gewall, wie Krieg. Aufruhr. Sir
uſw., erliſt
ſe Verpſichtung au Erfüllung der Anzeigen=
uſträge
und Telſtung von Schadenerſatz. B
ſonkurs oder gerichtliſcher Beitreibung fällt jeder
Nabat weg. 7,
konto: Deutſche Banl und Darm
r und Nationalbant.

Die Grage ber

Bericht des Eiſenbahnkommiſſars
nſuchſen der Ausgaben. Einſchränkung
98 auprogramms. Geringe Anleihe=
möglichkeiten
. Tariferhöhung?
Berlin, 19. Dezember.
Bericht des Eiſenbahnkomiſſars über das bis zum
sitt reichende dritte Reparationsjahr gibt zunächſt einen
geltnmen Ueberblick über die vorausſichtlichen Einnahmen und
äſen, im Geſchäftsjahr 1927 und 1928. Danach werden die
men für das ganze Jahr 1927 ungefähr 5 Mil=
aſer
- Mark erreichen, oder rund 100 Prozent mehr als im
ghyſte 926 und 7 Prozent mehr als 1925. Die Einnahmen=
wwiping
im Jahre 1928 hänge davon ab, wie die ſeit dem
ſonnſm 1926 eingetretene Wirtſchaftsentwicklung verlaufe.
niſgAr zeichen deuteten darauf hin, daß die Entwick=
undoes
Wirtſchaftslebens ihren Höhepunkt
theßü täelleicht aber auch ſchon ganz erreicht hätte. Die
zinuſunnn der Reichsbahn würden ſonach im Jahre 1928 kaum
och unenswerte Mehrerträge bringen, dagegen würden ſehr
rhebhle Ausgabenerhöhungen den Haushalt belaſten, unab=
hängA
ſoyen den Reparationszahlungen, für die 1928 70 Mil=
ionen
mehr zu leiſten ſind. Die Mehrausgaben folgten in der
Hautspih= aus der Erhöhung der Beamtenbeſoldung, für die im
ſomnmnnt Jahr 336 Millionen mehr aufzubringen ſeien als
bishelen2äe Reichsbahn werde daher ihre Ausgaben einſchränken
(war allem durch Einſparungen bei der Gleiserneuerung
tre
fsahrzeugbeſchaffung. Dabei ſei zweifelhaft, ob dieſe
Finſchſan ungen ausreichten. Die Geſellſchaft werde ſich alſo
öh GEinnahmen verſchaffen müſſen und zu dieſem Zweck
wüll lich genötigt ſein, in Kürze eine Tariferhöhung
ſwngen. Eine ſolche Erhöhung iſt nach Anſicht des Kom=
ois
natürliche Folge einer allgemeinen Lohn= und Preis=
ng
in Deutſchland.
eiiem weiteren Kapitel kommt der Kommiſſar ausführ=
Mu
cſe die Beſchaffung der Geldmittel für die Ausgaben auf
Anladkzſwwachsrechnung (im Gegenfatz zu den Ausgaben auf
Betrit grochnung) zu ſprechen. Man rechne, daß gegenwär=
mlüig
ſihr als 200 Bauausführungen laufen, deren
Meu/ Beng hu g im Laufe der Jahre noch eine Geſamtausgabe von
uing 9 MMillionen erfordere. Der Miniſter habe der Reichs=
Aue Pbahnſull chaft vorgeſchlagen, die im Beſitz des Reiches befind=
lichenſu
oißugsaktien in Höhe von 731 Millionen ihr wieder zur
Verfüctu zu ſtellen und ihr die Sorge für deren öffentliche
Unteyhingung zu überlaſſen. Die Reichsbahn habe grundſätz=
gei
lich eſliewilligt, ein Paket von 100 Millionen zurückzukaufen in
der Yh,, es in die in Ausſicht genommene Begebung von 300
Millill m einzubegreifen, von denen ſie für ſich ſelbſt nur einen
Teil Ah 200 Millionen vorbehalten wolle. Damals ſei jedoch
die Ae jauf dem Inlandsmarkt ſchon ſchlecht geweſen; die
ſteihäbahn habe ſich daher an den Auslandsmarkt
M
benhin wollen, aber auf Grund des an den Reichsfinanz=
iniſſſtigerichteten
Briefes des Generalagenten für die Repara=
üſltions
4 ſtumigen von dem Plane vorläufig Abſtand genommen.
ſui Antem eieen Umſtänden müſſe man hoffen, daß die Geſellſchaft
ze m kohneniden Jahr die für ihr Neubauprogramm erforderlichen
Geldckuig beſchaffen könne. Sollte dies nicht der Fall ſein, ſo
müſſck was Programm noch weiter einſchränken
lund A/Geſamtausgaben dafür aus ihren Betriebseinnahmen
deckerk Vermutlich werde ſich, der deutſche Geldmarkt bald er=
lend
d die Reichsbahn dann Gelegenheit haben, ihre Aktien,
die ſuh vise Sicherheit böten, unterzubringen. Immerhin bleibe
zu belihven, daß die Anleihemöglichkeiten auf dem
nllidsmarkt noch lange recht gering blieben und
ſuſſ man Aun, ſchon damit, daß andere erhebliche Kreditgeſuche vor=
geleg
9 u den, namentlich für die Bedürfniſſe der Poſt, aber
guci auch die der Städte, Länder und vielleicht ſogar des Reiches.
Mlura ionen und Kriegsſchulden. Die
ſ.
zwe FrAAbeſiſche und amerikaniſche Auffaſſung.
0am man nunmehr die Weltmeinung über den Vorſchlag
Wee Ncyrationsagenten, die Geſamtſumme der deutſchen Repa=
uliomliſtungen
feſtzulegen, überſehen kann, muß im großen
0d Aihen feſtgeſtellt werden, daß an eine prattiſche Auswirtung
Deſem oſſchlage Parker Gilberts vorerſt wohl taum zu denken
Ein Aw. Es iſt alſo vor optimiſtiſchen Hoffnungen in dieſer
Döichag. durchaus zu warnen. Parter Gilbert ſteut einen enge=
* ſänrmenhang zwiſchen Reparationen und Kriegsſchulden
R u9 mait dieſer Auffaſſung findet er ſelbſtverſtändlich, ganz
on23 in Paris, weitgehende Zuſtimmung. Ganz anders
A
Beie DDinge aber bezüglich der Vereinigten Staaten. Wenn
Namſinggewieſen wird, daß Parker Gilbert mit Staatsſekretür
Veum Nic: augenſcheinlich darüber verſtändigte, daß eine baldige
Eeie)e hry, der deurſchen Geſamtſchuld eine zwingende Notwen=
MeFii, fio iſt andererſeits die Tatſache nicht wegzuleugnen, daß
roche: WBaſhington die amtliche Auffaſſung dahin geht, daß es
EEiehr Neparationen und Kriegsſchulden um zwei völlig ge=
SAhe Srobleme handelt. Bisher gingen jedenfalls alle Verlaut=
Heun wn Tdahin, namentlich bei den fortgeſetzten Kontroverſen

Ner 7 WBaſhington und Paris in der Frage einer Bereinigung

zu ſiſchen Kriessſchulden, daß Frankreich ſeine Kriegs=
Sidd E um die Vereinigten Staaten keinesfalls von den deutſchen
eFA u-Seingängen auf den franzöſiſchen Anteil abhängig
e Dirfe. Nun wird man ja die Auffaſſung nicht ganz von
* Nweiſen können, daß, da Waſhington unzweifelhaft von

Ei adurt des Gilbert=Berichtes unterichtet wurde, dort in ab=

lreit einmal eine Neviſion der bisherigen Auffaſſung
2 SMäre. Dieſe Neviſion könnte aber keinesfalls vor den
S Nem in Amerika erwartet werden, alſo nicht vor dem
We Be. Daß immerhin auch in Paris unter der Hand Füh=

ler ausgeſtreckt werden, ergibt ja der Umſtand, daß Parker Gilbert
vor ſeiner Ueberfahrt nach New York in Paris mit dem Miniſter=
präſidenten
Poincaré eine ausführliche Ausſprache hatte, deren
Inhalt man heute leicht erraten kann. Auch die verantwortlichen
Kreiſe in Waſhington wiſſen ganz genau, daß Amerikas Kriegs=
ſchuldner
, alſo Frankreich und ſeine Alliierten, eine Herabſetzung
der deutſchen Endſumme bzw. ihre endgültige Feſtlegung davon
abhängig machen werden, daß im gleichen Maße ihre Kriegs=
ſchulden
an die Vereinigten Staaten vermindert werden. Offen=
ſichtlich
auf halbamtlichen Informationen beruht in dieſem Zu=
ſammenhang
eine Meldung des Pariſer Korreſpondenten der
New York Times, in der erneut
die Möglichkeit der Mobiliſierung der deutſchen
Eiſenbahn= und Induſirieobligationen
im Geſamtbetrage von 16 Milliarden Goldwark angeſchnitten
wird, wobei beſonders unterſtrichen wird, daß der augenblickliche
Wert der Geſamtkriegsſchuld Europas bei den Vereinigten Staa=
ten
gerade etwa den gleichen Betrag, und zwar rund 4 Milliar=
den
Dollar, ausmache. Wie die öffentliche Meinung in Amerika
nun einmal einzuſchätzen iſt, kann alſo feſtgeſtellt werden, daß dort
der Gedanke einer Reviſion des Dawesplanes vorläufig noch
wenig Gegenliebe findet. Anders ſteht es mit der Frage einer
Feſtlegung der deutſchen Neparationsſchuld. Nur hinſichtlich die=
ſer
Frage könnte auf Grund des Berichtes des Reparationsagen=
ten
ein erſter Schritt nach vorwärts erhofft werden. Allerdings
wird bereits angedeutet: Erſt nach Erledigung der amerikaniſchen
Präſidentſchaftswahlen und nachdem Deutſchland das erſte Re=
parations
=Normaljahr, alſo das Jahr, in welchem erſtmalig die
Höchſtſumme der Reparationsleiſtungen pro Jahr erreicht wird,
hinter ſich hat. Im übrigen tritt, und zwar gerade auch in
der deutſchen Preſſe, vielfach die ernſte Frage auf, ob die Aufgabe
des Transferſchutzes, die nach Gilberts Anſicht bei Feſtſetzung
einer Reparationsendfumme Platz greifen ſoll, nicht ſchwere Be=
denken
für Deutſchland in ſich bergen müßte.
Die Aufnahme der Forderungen Gilberts
in England.
Die Andeutung im Jahresbericht des Reparationsagenten
über die Notwendigkeit einer Feſtſetzung der deutſchen Geſamt=
verpflichtungen
und die Aufhebung der ausländiſchen Finanz=
kontrolle
ſcheint in engliſchen amtlichen Kreiſen als recht un=
bequem
empfunden zu werden. Das geht deutlich aus Aeuße=
rungen
des diplomatiſchen Vertreters des Daily Telegraph
hervor. In amtlichen engliſchen Kreiſen werde zugegeben, daß
dieſe Bemerkungen Gilberts in der ganzen Welt Meinungsver=
ſchiedenheiten
hervorrufen werde. Die Prüfung der Anregung
G lberts müſſe beträchtliche Zeit in Anſpruch nehmen. Man müſſe
ſich fragen, warum der Reparationsagent ſolche Meinungsder=
ſchiedenheiten
heraufbeſchwöre. Wenn ſich die Gerüchte über die
Rücktrittsabſichten des Generalzahlungsagenten als nicht unbe=
gründet
erweiſen ſollten, dann könne man die Hauptſätze des
Jahresberichts als ein Teſtament betrachten. Sollte dies aber
nicht der Fall ſein, dann wäre der herausfordernde Charakter des
Dokumentes nicht leicht zu verſtehen. Es werde vielen als ver=
früht
erſcheinen.
Eine offiziöſe Franzöſiſche Auslaſſung.
Zum Bericht Parker Gilberts veröffentlicht die Agentur
Havas eine offenbar halbamtliche Erklärung, die wie folgt lautet:
Man hat ſich in den letzten Tagen in der ausländiſchen Preſſe
viel mit der Eventualität der Reviſion des Dawesplanes be=
ſchäftigt
. Man hat bemerken können, daß die in den engliſchen
Zeitungen erſchienenen Nachrichten anzukündigen ſchienen, daß
dieſe Reviſion zu einem ziemlich nahen Zeitpunkt erfolgen würde,
während die in noch präziſerer Form abgefaßten Nachrichten aus
deutſcher Quelle behaupteten, daß der Dawesplan im Verlaufe
des Jahres 1928 ſchlechthin abgeſchafft werden würde und die
intereſſierten Regierungen ſich darüber einigen würden, den Be=
trag
der deutſchen Geſamtſchuld feſtzuſetzen, wobei es dem Reich
überlaſſen bleiben würde, die Mittel zur Bezahlung ſeiner Gläu=
biger
zu wählen. Es iſt angebracht, dieſe Nachrichten nur mit
äußerſter Reſerve aufzunehmen. In Frankreich beobachtet man
gerade in den Kreiſen, die am meiſten imſtande ſind, ſich über
dieſe Frage zu äußern, völlige Zurückhaltung. Es iſt jedoch an=
zunehmen
, daß der Miniſterpräſident demnächſt Anlaß nehmen
wird, die Stellung der Regierung zur Frage der Reparations=
zahlungen
bekanntzugeben. Jedenfalls iſt es gut, nicht aus den
Augen zu verlieren, daß die Frage vor allem zur ausſchließlichen
Zuſtändigkeit der Regierungen gehört. Man braucht daher keine
Verbindung zwiſchen den Unterredungen, die der Direktor der
New Yorker, Federal Reſerve Bank, Benjamin Strong, mit dem
Direktor der Bank von England, Montague Norman, und mit
den Leitern des franzöſiſchen Emiſſionsinſtitutes gehabt hat oder
haben wird, und den Entſcheidungen zu erblicken, die hinſichtlich
der Ausführungen des Dawesplanes getroffen werden könnten.
Senator Bérenger gegen Gilbert.
Die Pariſer Preſſe beſchäftigt ſich noch lebhaft mit dem
Jahresbericht des Reparationsagenten. Aufſehenerregend ſind
die Ausführungen des Senators Berenger, der in der Agence
Economique et Financiere behauptet, Gilbert habe gar kein
Recht gehabt, Vorſchläge in der Richtung einer Feſtſetzung der
deutſchen Geſamtverpflichtungen zu machen. Die Geſamthöhe der
deutſchen Verpflich ungen ſei nämlich längſt amtlich feſtgeſetzt,
und zwar auf 132 Milliarden Mark durch das Londoer Abkommen
vom 5. Mai 1921. Der Dawesplan ſei keine Abänderung dieſes
Abkommens, ſondern regele lediglich ſeine Ausführung. Daß die
Erklärungen des Senators völlig unzutreffend ſind und jeder Be=
gründung
entbehren, bedarf wohl keiner beſonderen Feſtſtellung.

Italieniſche Jahresbilanz 1927.
Von unſerem X=Korreſpondenten.
Rom, Mitte Dezember.
Nicht die Jahresbilanz aus einem fleißigen Zettelkaſten.
Tag für Tag aus den Zeitungen ſich Notizen ausſchneiden und
dann eine Summe von Taten im Laufe eines Jahres ſtatiſtiſch
feſtſtellen, das ergibt kein Bild der Wirklichkeit. So macht man
nur fasciſtiſche Jahresbilanz. Dieſe Straßen ſind gebaut wor=
den
, jene Reden wurden gehalten, dieſe Kongreſſe haben in Rom
gaſtfreie Tage gefunden, jener Vertrag iſt abgeſchloſſen und auf
den Poſtwagen iſt neben der Krone von Savoyen das Zeichen
des Fascio angebracht worden. Taten, Taten . . . Aber die
Wirkungen? die Erfolge? die Stimmung des Volkes? und die
Stellung im großen Kreiſe der Welt, inmitten der anderen Völ=
ker
? Wie ſteht’s damit am Ende des Jahres 19272
Man kann zunächſt mit wenigen Worten die außenpolitiſche
Lage Italiens am Schluß dieſes Jahres kennzeichnen: ſie iſt
noch iſolierter als ſie bei Beginn dieſes Jahres war. Sie iſt
vor allem auch noch bedrohlicher geworden. Der letzte Vertrag
mit Albanien hat das Verhältnis zu Jugoſlawien verſchärft
und das zu Frankreich trotz der augenblicklichen Zurückhaltung
in Frankceich nicht gebeſſert. Man verſucht von Paris her lin=
dernd
auf die Verärgerung in Rom hinzuwirken und erſchöpft
ſich in koſtenloſen Geſten alter Freundſchaft. Aber in Rom hat
man zunächſt die entgegengeſtreckte Hand nicht ergriffen und be=
müht
ſich jetzt nur ſehr oberflächlich, ein etwas freundlicheres
Geſicht gegen Frankreich zu zeigen. Italien iſt vollkommen iſo=
liert
. Seine Freundſchaft zu Ungarn allerdings dauert an, aber
dieſe Freundſchaft iſt eine etwas unbequeme Gunſt, denn Un=
garns
Verhältnis zu Rumänien, mit dem Italien ebenfalls
freundſchaftlich ſtehen möchte, erſchwert die Lage. Dazu kommt,
daß die engliſche Aktion zugunſten der in Rumänien unterjoch=
ten
Magyaren die Frage für Italien noch komplizierter macht.
Anſtatt im Verlauf dieſes Jahres, die Früchte der regen fas=
ciſtiſchen
Arbeit rings um den Oſten und Süden Deutſchlands
und im Balkan reifen zu ſehen, muß man ſich mit der Erkenntnis
vertraut machen, daß die offenkundige Iſolierung Italiens und
die ſchwere italieniſche Wirtſchaftskriſe die Balkanvölker, ſtutzig
machen und weniger begierig nach den Beglückungen von. Rom.
Dazu kommt noch die Sorge um England. Muſſolini ſelbſt hat
im letzten fasciſtiſchen Großrat in ſeinem außenpolitiſchen
Reſumé geſagt, daß möglicherweiſe in Frankreich, Deutſchland
und England im komenden Jahre die dortigen Neuwahlen
einen Ruck nach links ergeben könnten. Wenn aber in England
der fasciſtiſche Chamberlain verſchwindet und eine liberale oder
arbeiterparteiliche Regierung ans Ruder kommt, dann verſagt
die engliſche Rückendeckung für Muſſolini. Dann fallen die
engliſchen Subſidien in den verſchiedenſten Formen weg und die
bisher durch die konſervative Regierung in London geduldete
Betriebſamkeit Italiens im öſtlichen Mittelmeer und längs der
ägyptiſchen Grenze, ebenſo wie im Roten Meer kann ſehr wohl
einer Reviſion unterzogen werden. Wie dann aber die bisherige
aktive und expanſioniſtiſche Außenpolitik Italiens weiter ent=
wickelt
werden ſoll, das bleibt ein großes Rätſel. Ueberall zeigen
ſich bereits unerwartete Hemmungen. So war es charakteriſtiſch,
daß der für Mitte November vorgeſehene Kolonialfeldzug in
Nordafrika verſchoben werden mußte und erſt jetzt nach Abdämp=
fung
der Spannung mit Jugoſlawien einſetzen ſoll.
Außenpolitiſch bietet alſo die Jahresbilanz einen nicht ge=
rade
erfreulichen Anblick. Innenpolitiſch aber iſt ſie noch weſent=
lich
häßlicher. Am beſten läßt ſich dies feſtftellen, wenn man zu=
nächſt
einmal kurz die Lage bei Beginn des Jahres kennzeichnet.
Im Februar 1927 ſahen die Verhältniſſe in Italien un=
gefähr
folgendermaßen aus:
1. Die Stagnation des Wirtſchaftslebens und der inneren
Politik mit einer allmählich gewohnten Unterdrückung jeder Mei=
nungsäußerung
wird geduldig ertragen, da man a) bei der
Wirtſchaftsnot nur an eine kurze Dauer glaubt und b) Muſſo=
linis
Verſicherungen vertraut.
2. Man iſt noch zufrieden, wenn auch etwas wehmütig.
Aber er wird’s ſchon machen.
3. Die Verſchönerungspläne für Rom und die ſonſtigen
Ameliorationen werden gelobt und als Selbſtverſtändlich=
keiten
betrachtet. Man ſpricht mit Stolz von der Freilegung der
Kaiſerforen und ähnlichen Maßnahmen und macht ſich noch keine
Gedanken über die Koſten all dieſer Unternehmungen.
4. Noch herrſcht Schweigen im Lande, denn a) die Sovver=
ſivi
, die oppoſitionellen Elemente, ſind entweder confiniert,
alſo in der Verbannung auf den einſamen Inſeln, oder ſie ſind
außer Landes geflohen oder haben ſich in irgendwelche Winkel
verkrochen. Sie ſind ohne Verbindung miteinander, haben keine
Organiſation und ſind froh, wenn ſie noch etwas zu eſſen finden.
b) Die Mußfasciſten, jene geſinnungstüchtigen Männer, die es in
Italien ſtets viel reichlicher als in anderen Ländern gegeben hat,
ſchweigen aus Vorſicht, wenn ſie auch manchmal etwas Mißmut
innerhalb von vier Wänden Fremden gegenüber zu erkennen
geben. ) Die echten Fasciſten ſind noch überzeugt, ſind ſtramm
und dulden keine Kritik, nicht einmal am Wetter.
5. Die Preiſe ſind hoch, aber noch erträglich. Die Steuern
drückend, aber noch tragbar, da gewiſſe Gewinnreſerven aus der
Lireſteigerung bei den eingehenden Zahlungen für frühere Ver=
käufe
bei ſchlechterer Lira ſich bemerkbar machen. Die Reſtrink=
tion
des Geldumlaufs hat ſich noch nicht vollkommen ausgewirkt.
Der Betrug und die Termögenskonfiskation durch die verſchie=
denen
ſtaatlichen Börſenmanöver ſind noch nicht klar in Erſched=

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Dienstag, den 20. Dezember 1922

Seite 2
nung getreten. Die Gewinnveſeive aus der Lireſteigerung macht
ſich beſonders bei Zahlungen für Importwaren geltend, wo=
durch
mangelnde Neuaufträge kaſchiert werden.
6. Das Volk iſt noch kriegsmental, das heißt, es iſt noch
kriegeriſch geſinnt und würde den Ruf unter die Waffen zum
Schütze des Vaterlandes für ſelbſtverſtändlich halten und ihm im
allgemeinen gern folgen.
Wie ſieht dieſes Bild nun am Ende des Jahres 1927 aus?
1. Die Stagnation des Wirtſchaftslebens iſt unerträglich
geworden, weil man a) die Hoffnung auf Beſſerung aufgegeben
hat und b) Muſſolinis Mythos verbleicht. Man erkennt ſeine
Arbeitswut an, hält ihn aber für iſoliert. Er erfährt nicht mehr
die wirklichen Tatſochen; er weiß nicht, daß die anderen alle
aus der Staatskrippe freſſen (mangiarono tutti)
2. Man iſt allgemein unzufrieden und ſieht keine Hilfe.
Man hat das Zutrauen zu den regierenden Stellen verloren.
3. Die Verſchönerungspläne (Bauten, Straßen uſw.) wer=
den
kritiſiert und meiſt verdammt. (Beſonders erregt die über=
ſtürzte
und ganz überflüſſige Erneuerung der Via Veneto in
Rom Aergernis). Man ſchimpft darüber, daß für alle dieſe un=
produktiven
Bauten rieſige Summen herausgeſchmiſſen werden,
während das Geld überall fehlt und die Steuern immer mehr
ſteigen. Man ſagt bereits; das iſt unſer Geld.
4. Man murrt und ſchimpft. a) Die Mußfasciſten ganz all=
gemein
, darunter viele, die man vorher für echte Fasciſten hätte
halten können, Leute, die heute ihr fasciſtiſches Abzeichen wieder
zu Hauſe laſſen. b) Die Reihen der echten Fasciſten werden
dünner. In der Partei ſelbſt dauern die Perſonalkämpfe ums
Fett=Töpfchen an.
5. Die Preiſe ſtehen in keinerlei Einklaug mehr zum Ein=
kommen
und zum Weltmarktpreis. Rom iſt heute eine der
teuerſten Städte Europas. Der Steuerdruck iſt einfach unerträg=
lich
, vor allem weil immer neue Nachzahlungen und Zuſchläge
verhängt werden. Die Getreideſchlacht hat nichts erbracht. Die
Landbeſitzer müſſen wehr Steuern zahlen, als das Getreide in=
folge
der ſchlechten Ernte und der herabgeſetzten Getreidepreiſe
einbringt. Kein Menſch zahlt Schulden oder Wechſel. Die
Läden ſind leer, an Käufern und oft auch an Ware, wenigſtens
moderner Art. Die Hausfrauen (und das iſt ſehr wichtig beim
betonten Familienleben in Italien) ſind ſehr unzufrieden und
klogen andauernd. Man pfeift auf Ruhm und Reden.
6. Das Volk beginnt defaitiſtiſch zu werden. Man will ſeine
Ruhe und Behaglichkeit wieder und keine großen Taten. Inſo=
fern
iſt gegen früher eine Beſſerung der Lage zu verzeichnen, als
es nicht mehr ſo leicht wie bei Jahresbeginn ſein wird, das Volk
zu einem Kriege ohne tatſächlichen Angriff zu begeiſtern.
Große Schuld an dieſer Mißvergnügtheit des Volkes trägt
der verſagende Preisabbau. Man hat ihn durch Dekrete nicht
bezwingen können. Die Waren verſchwinden, ſobald ſie mit
einem Höchſtpreiſe belegt werden. Als die Fiſchhändler gezwun=
gen
wurden, billige Fiſche auf den Markt zu bringen (in Italien,
beſonders in Rom wichtig, weil der Freitag und alle Vortage
vor Feſttagen Fiſchtage ſind), verſchwand die vormale Ware
nach zwei Tagen von den Fiſchſtänden und nur noch minder=
wertige
Fiſche waren billig zu haben. Ueberall, wo Zwangs=
preiſe
verfügt wurden, gingen die guten Qualitäten aus, für
die der Zwangspreis berechnet war, und ſchlechte zweite Quali=
täten
waren allein noch vorhanden, aber zum Preiſe der erſten
Qwalität. Das Brot iſt minderwertig und ſchlecht ausgebacken.
Es iſt äußert ſchwer, zur Zeit einen Haushalt in Rom zu führen.
Wenn dieſe Verſtimmung des Volkes am Jahresende und
die ſteigende Unzufriedenheit im Lauf der weiteren Entwicklung
zu irgendeiner Veränderung im fasciſtiſchen Regime führen
ſüllten, wenn vor allem irgendwelche außenpolitiſchen Ereigniſſe
den Sturz der fasciſtiſchen Herrſchaft herbeiführen würden, ſo
befindet das Land ſich einer ſehr großen Gefahr gegenüber. Denn
im Gegenſatz zu anderen Ländern hat es keine organiſierte Oppo=
ſition
, die ſozuſagen den Staatsbetrieb beim Zerbrechen der
augenblicklichen Leitung auffangen könnte. Angeblich ſoll aller=
dings
wie ſeinerzeit auch in Muſſolinis Teſtament vorgeſehen
war für den Fall von Muſſolinis Tod oder Zuſammenbruchs
des fasciſtiſchen Regimes die Armee unter der Führung des
Generals Badoglio zuſammen mit Federzoni durch eine Militär=
diktatur
die Leitung des Staates übernehmen. Man weiß jedoch
nicht genau, wie weit die Truppen zuverläſſig, das heißt, wie
weit ſie fasciſtiſch durchſetzt ſind, und ſelbſt innerhalb des Heeres
mit Zwiſtigkeiten zu rechnen ſein würde. Doch wird von Sach=
kennern
behauptet, daß trotz aller fasciſtiſchen Propaganda das
Offizierskorps immer noch durchaus königstreu und neutral ſei.
Immerhin ein Troſt, aber ein ſchwacher für die Maſſe des Vol=
kes
, das zu erwachen beginnt. Das Jahr 1928 kann innen= und
außenpolitiſch eine harte Probe für das heutige Italien werden.

Vom Tage.
Der Chef der Heeresleitung, General Hehe, wendet ſich
in einem Erlaß gegen das Tragen unvorſchriftsmäßiger
Vekleidungsſtücke von Unteroffizieren und Mann=
ſchaften
der Reichswehr. Weiter iſt die Anordnung ergangen,
daß die Anrede für jeden General des Reichsheeres
dienſtlich und außerdienſtlich Herr General iſt. Die früher
vorgeſchriebene Anrede Exzellenz kommt alſo in
Fortfall.
Der Reichspräſident beabſichtigt, Anfangs nächſten
Jahres eine Reiſe nach Schleſien zu unternehmen. Am Montag
mpfing er den nach ſchwerer Krankheit wiederhergeſtellten öſterreichiſchen
Geſandten Frank.
Das Schulſchiff des Deutſchen Schulſchiffvereins
Deutſchland iſt am 17. Dezember wohlbehalten in Kapſtadt
eingetroffen. Es wird am 2. Januar die Heimreiſe über St. Helena
antreten und vorausſichtlich Mitte März auf der Weſer eintreffen.
In Oberſchleſien ſind für die Wahlen zum polniſchen Seim
2 antideutſche Blocks gegründet worden.
Nach einer Brüſſeler Meldung hat die italieniſche Regie=
rung
in Brüſſel um das Agrément für den bisheri=
fen
italieniſchen Geſandten in Bukareſt Marcheſe
Carlo Durazzo, nachgeſucht, da Italien ſich jetzt nach dem Ritck=
tritt
Vanderveldes bekanntlich wieder durch einen Geſandten vertreten
laſſen will.
Das Unterhaus wird ſich nach dem bisherigen Stand der
Arbeiten aller Vorausſicht nach am Donnerstag vertagen und
ſeine neue Seſſion am 7. Februar beginnen.
Infolge Arbeitsüberhäufung in verſchiedenen Aemdern iſt der
bergamaskiſche Abg. Graf Suardo als Unterſtaats=
ſekretär
des Miniſtarpräſidenten Muſſolini zu
rückgetreten und von Muſſolini durch den aus Florenz ſtammen=
den
Abgeordneten Advokat Francesco Giunta erſetzt worden.
Im geſtrigen geheimen Konſiſtorium hat Pius XI. die
offizielle Ernennung des deutſchen Kardinals Früh=
wirth
zum neuen Kanzler, der Heiligen Römiſchen
Kirche vorgenommen, wobei der Kanzler den rituellen Eid leiſtete.
Kardinal Frühwirth bekleider dieſes Amt der Kurie bereits ſeit dem
Ableben ſeines Vorgängers, Kardinal Cagiano.
Das afghaniſche Königspaar iſt von Bombay an
Bord des Dampfers Bajputana nach Aegypten abgereiſt
Bis auf das offene Meer hinaus wurde dem Könispaar von einem
Dutzend Marineflugzeugen das Geleit gegeben.

Die deutſch=griechiſchen Handelsvertrags=
verhandlungen
.
* Berlin, 19. Dezember. (Pribv.=Tel.)
Die deutſch=griechiſchen Handelsvertvagsverhandlungen ſind
in den letzten Wochen außerordentlich flott vorangekommen. Es
ſind jetzt nur noch einige Schwierigkeiten aus der Welt zu ſchaf=
fen
, weil die Griechen auf das Recht der Beſchlagnahme deutſchen
Eigentums auf Grund des Artikels 18 des Verſailler Vertrages
nicht verzichten. Hier werden von deutſcher Seite alle Anſtren=
gungen
gemacht, um die Griechen zur Aufgabe ihres Stand=
punktes
zu bringen. Wenn in der ausländiſchen Preſſe behauptet
wird, daß die Verhandlungen abgebrochen worden ſind, ſo kann
demgegenüber feſtgeſtellt werden, daß daran kein wahres Wort
iſt, da die Verhandlungen noch nicht einmal vorübergehend
unterbrochen wurden. Was den Fall des Kreuzers Salamis
anbetrifft, ſo iſt dieſer nach der Ratsentſcheidung ja nunmehr
zwiſchen der Vulkanwerft und der griechiſchen Regierung vor dem
Internationalen Gerichtshof im Haag auszutragen.
Der Fall Kolbe.
R
* Berlin, 19. Dezember. (Priv.=Tel.)
Der Reichswehrminiſter hat am Montag vormittag den von
ſeiner Auslandsreiſe zurückgerufenen Kommandanten der Ber=
lin
, Kolbe, empfangen und ſich von ihm Vortrag halten laſſen
über den Beſuch des Prinzen Heinrich auf dem Schiff. Eine Ent=
ſcheidung
hat der Reichswehrminiſter nicht gefällt, ſondern er hat
ich vorbehalten, auch noch andere Stimmen zu hören, worunrer
wohl in erſter Linie der Chef der Flotte in Kiek zu verſtehen iſt
und auch der Chef der Marineleitung. Es iſt ſelbſtverſtändlich,
daß ſich gerade der Chef der Marineleitung dem Gedanken wider=
ſetzt
, aus internen Gründen einen unſerer beſten Frontoffiziere
diſziplinariſch maßregeln zu laſſen, während der Reichswehr=
miniſter
mehr die politiſche Seite der Sache ſieht. Wir deuteten
aber bereits an, daß der Chef der Marineleitung ſich ſehr ſtark
für Kolbe eingeſetzt hat und daß daher durchaus mit der Mög=
lichkeit
zu rechnen iſt, daß auch er die Konſequenzen zieht, falls
der Reichswehrminiſter zu einer Beſtrafung des Kapitäns Kolbe
kommt.

Deutſch=Nordiſches.
Von Prof. Dr. Albert Dresdner.
Das Deutſch=Nordiſche Jahrbuch iſt zum erſter
Male im Jahre 1914 von dem Verlag von Eugen Diederiche
herausgegeben wvorden, der ſich durch ſeine unſchätzbare Samn
lung Thule ein dauerndes Verdienſt um die Erweiterung de
Geſichtsfeldes der deutſch=nordiſchen Kulturbeziehungen und un
ihre Vertiefung erworben hat. Krieg und Inflation haben dam
wie ſo unſäglich vieles, ſo auch dieſe Brücke zwiſchen Deutſch
land und dem Norden zerſtört; wenn ſie wieder aufgebaut un
ſeit 1921 das Jahrbuch regelmäßig erſcheinen konnte, ſo iſt da=
in
erſter Linie dem Herausgeber Dr. Walter Georgi zu
danken, der ſich mit unermüdlichem Eifer und vielen
Geſchick der Erhaltung und dem Ausbau der
Unternehmens gewidmet hat. Nun iſt kürzlich, an Text
wie Bildſtoff reich und würdig ausgeſtattet, der Jahresban
1927*) herausgekommen. Neben allgemeinen Fragen des Geiſtes=
lebens
gelangen darin Dichtung und Wiſſenſchaft, Kunſt un
Wirtſchaft zu Worte: Deutſche ſchildern ihre nordiſchen Fahrten
Schweden berichten von ihren Ergebniſſen in deutſchem Lan=
und Volk; von hüben und drüben haben ſich berufene und an=
erhannte
Perſönlichkeiten zur Mitarbeit zuſammengefunden, und
ſo weht durch den ganzen Band ein guter Geiſt achtungs=
voller
gegenſeitiger Anerkennung und wohl=
geſinnten
Verſtändniſſes der um ſo wohltuende
wirkt, als auf keiner Seite das Bedürfnis zur Vordringlichkei
und Uebertreibung propagandiſtiſcher Haltung beſteht. Jd
glaube, daß kein Leſer den Band unbereichert und unbefriedig
aus der Hand legen wird.
Und es wäre zu wünſchen, daß recht viele Deutſche die Ge=
legenheit
benutzten, um ſich durch das Jahrbuch näher an die
deutſch=nordiſchen Kulturbeziehungen heran= und tiefer in ſie
hineinführen zu laſſen. Denn es iſt um das deutſche Intereſſe
den Norden eigen beſtellt. Vorhanden iſt es zweifellos wenig=
ſtens
nördlich der Mainlinie, über die hinaus es anſcheinen)
bisher nur in vereinzelten Ausläufern hat vordringen könmen
Vergleicht man aber dies Intereſſe mit dem für andere Kultur
kreiſe, ſo darf man es wohl als mangelhaft entickelt bezeichnen,
und wenn man gelegentlich von einer nordiſchen Bewegung
ſprechen hört, ſo wird der, der die Dinge kennt und ſie nimmt
wie ſie ſind, einer ſolchen Behauptung ſtarke Zweifel entgegen=
ſetzen
. Kennzeichnend ſcheint mir vielmehr, daß das Jutereſſe
für den Norden bei uns trotz mannigfacher Bemühungen ſich nich=
pecht
ſammeln, verdichten, zur Auswirkung gelangen kann. Wie
iſt das zu erklären? Nach meinen Beobachtungen heraus, daß
* Intereſſe für den Norden in Deutſchland, um es kurz aus=
*)Deutſch=Nordiſches Jahrbuch für Kulturaus=
tauſchund
Volkskunde 1927. Herausgegeben von Walter Georgi
272 Seiten, 13 Biltafeln. Eugen Diedericks Verlag in Jeng=

zudrücken, überwiegend ſentimentaler Natur iſt. Reiſeeindrücke,
Dankbarkeit für genoſſene Gaſtfreundſchaft, literariſche Erinne=
rungen
, auch nicht wenig politiſche und literariſche Romantik:
das ſind die Quellen, aus denen es ſich zu währen pflegt; wan
kann wahrnehmen, daß der, der dem Norden in irgendeiner
Weiſe und von irgendeiner Seite nähengetreten iſt, ihm faſt
immer mit Neigung und Anteil verbunden bleibt. Aber zur kul=
turpolitiſchen
Realität kamn das Intereſſe für den Norden erſt
durch die Erkenntnis werden, daß das Studium und das Ver=
ſtändnis
der nordiſchen Volkskulturen für uns eine ebenſo
lebenswichtige Angelegenheit iſt, wie etwa die Kenntnis der ita=
lieniſchen
oder der franzöſiſchen Kultur. Und eben dieſe Erkennt=
nis
iſt es, an der es vielfach mangelt. Das Intereſſe für den
Norden gilt doch meiſt wehr oder weniger als eine Liebhaberei.
Die Kernfrage der deutſch=wordiſchen Beziehungen, die be=
reits
in früheren Bänden des Jahrbuches wiederholt be=
Prochen oder berührt worden iſt, wird diesmal in einem Auf=
ſatze
des Literarhiſtorikers Ernſt Bertram über Norden und
deutſche Romantik geiſtvoll beleuchtet. Bertram geht von der
Auffaſſung oder darf man wohl mit größerer Zuverſicht ſagen:
von der Tatſache aus, daß auf dem ganzen Gebiet deutſchen
Lebens der Kampf zwifchen dem Norden und dem Süden (Edda
und Virgil, Shakeſpeare und Racine, Oſſian und Horaz, Rem=
brandt
und Raffael) wie ſeit Jahrhunderten, ſo auch heute uoch
unausgeſetzt im Gange iſt. Und was Natur und Wirkung dieſes
Vorgangs beſtimmt, iſt, daß der Kanpf ſelbſt ſeinen Inhalt bil=
det
. Es gibt da keine Endentſcheidung, es gibt nur ſcheinbare
Endſiege und ſcheinbare Endniederlagen auf beiden Seiten der
Kampf geht weiter, und er bildet das Weſen der Deutſchheit
ſelbſt. Es iſt das Schickſal, es iſt die Größe und die Tragik des
deutſchen Volkes, daß es als das berufene Volk der Mitte ſich
nicht zur nordiſchen oder zur ſüdlichen Form allein bekennen
kann, ſondern zwiſchen ihnen ſtehend, beiden vielfach verwandt
und verpflichtet, immer danach ſtrebt und ſtreben muß, über ſie
hinaus zu einer Form zu gelangen, in der das Edelſte und
Fruchtbarſte des Südens wie des Nordens aufgenommen und zu
höherer Einheit umgeprägt iſt. Und wenn Friedrich Schlegel
ahnend ausgeſprochen hat, das Ideal der Deutſchheit liege nicht
hinter, ſondern vor uns, ſo müſſen wir nach unſerer heutigen
Auffaſſung der geſchichtlichen Bedingungen vielleicht ſagen: es
liegt etwig vor uns, iſt unerfüllbar und erfüllt ſich doch wie=
derum
jedesmal, wenn deutſcher Genius ſich zu einem neuen
Verſiche jener großen Syntheſe erhebt. Und ſo bildet den der
Völkerkreis, in dem das Nordtum ſich am reinſten erhalten hat,
immer einen unentbehrlichen Beſtand. Seit unſerer natiowalen
Selbſtbeſinnung und Selbſrbeſtimmung und heut mehr als je.
Denn fein weiſt Bertram darauf hin, daß in der zwiefältig an=
gelegten
, nordiſch=ſüdlichen Einheit des Deutſchrums immer der
angegriffene, der jeweils bedrohte Teil den je veils beſten Teil
bildet. Heut, in dieſer Flutzeit des Romanismus, wo geria=

Vor einer gemeinfamen Sitzung der Kalſl ſte

des Reichs und Preußens. Tariferſt lſe=
AASe
PASe
rungen? Noihilfe für die Bauern

PAS
Ueber das Programm, das im Reichskabinett denu
2W Wer
einer Sitzung mit dem Preußenkabinett unter Vorſitz dioit 53.
präſidenten zugunſten Oſtpreußens vorgelegt werden.
jändlich.
rei ür die
lautet aus amtlichen Kreiſen bisher noch ſehr wenio=
chi

wir wiſſen, handelt es ſich diesmal aber darum. 45

gründlich zu helfen und zu verhindern, daß die Winnt,

ime
abgeſchnittenen Oſten noch ſtärker in Not gerät. Ausgglo m
R ASe
der ganzen Frage iſt offenbar eine von Oſtpreußen ausziehu
2W e

und nach Berlin weitergeleitete Denkſchrift,

Zentruſt.

Dek t Wociet
Schwierigkeiten hingewieſen wird, die vor allem durchh illnt=
ſernung
vom übrigen Wirtſchaftskörper Deutſchlands Feelienk gucFrat ge9e
da die 400 Kilometer Bahnfahrt die Konkurrenzfäklaß,ſcder!uinden gewilt
Produktion Oſtpreußens außerordentlich herabmindermn
Aao re

alſo nahe, hier einen Ausgleich durch umfangreiches

erleichterungen

ſchaffen. Noch wichtiger ab oe

Kreditproblem, das in erſter Linie auf
wiern L,naen Mitel eiher. 4
drückt. Der Großgrundbeſitz kann ſich zur Not über 2
Mital-F domnt ſie
ten, indem er Land verkauft. Das kann der Bauer

deshalb hat gerade, für Oſtpreußen die Entſchundſgl z21 00 80 a
H e
aktion, die wohl einen weſentlichen Teil des ganüſtolros=l uch die Pakte
gramms bilden wird, den ausgeſprochenen Charakter eenſſ lpt=
e
.

hilfe für den Bauern. Wie und in welchem Urnty=

Hinzuziehung des preußiſchen Miniſterpräſidenten undod
aun hüte, wein ei
ßiſchen Reſſortminiſter. Eine Einigung auch über alt
inder Antrag 9e1

heiten iſt noch nicht gelungen. Da man die offizielal
u zureimnt häte n
unter Vorſitz des Reichspräſidenten erſt einberufen rüle
die Reichsregierun
wenigſtens über die Hauftſoche Klarheit geſchaffen inin
in muß ſie ſich aud
die Beſprechungen in den nächſten Tagen fortgeſetzt. Usſ

m an dieſer Bewel
Hüt Lorſchläge der
die Negierungsmehr.
Brietzung kaum noch

halb keineswegs ſicher, ob er der in Ausſicht genommn ſeAeit4 wei ſie ſch 4
ſcher Spelereien
punkt (Mittwoch) innegehalten werden kann.
väüt einreißen laiſt
Genfvor dem Auswärtigen Ausſchuß / Miskzu femr Vertraue
tagswahlen nach den franzöſiſchen W.iſt
Berlin, 19. Duc.
Im Auswärtigen Ausſchuß des Reichstages gab
nächſt Streſemann einen ausführlichen Bericht über destrelin die franzöſiſt
bleme, die bei der Genfer Zuſammenkunft beahndelt wa. dmind.
im Anſchluß daran referierte Graf Bernſtorff über die Unind=
lungen
in der Abrüſtungskommiſſion. Es folgte einn vabersl chdin Euzuand ſeine
Ausſprache.
und des Reparatio
Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, EnEElbei, wichen Repurationen
von ſeiten aller Parteien zum Ausdruck, daß die Vowmurſing, nu England direlt e
der Sicherheitsfrage vor der Abrüſtung, wie dies in Ha- auftzn Beiſpiel gefolgt. M
Betreiben Frankreichs leider geſchehen ſei, nicht im Säthz, der mn übrein zur Erleichte
wirklichen Abrüſtung liege und keineswegs den deutſcktſky än= ouiouiumme an Eng!
ſchen entſpreche. Es mnüſſe übereinſtimmend feſtgeſtellu
nen nicht mehr mit jeuer

daß die deutſche Abrüſtungsdelegation alles im Ralmſe ſes nüm dter uch jetzt noch
Möglichen getan habe, um dieſe Entwicklung zu verhinuctumd, dem an din deutſcher
den Abrüſtungsverhandlungen endlich einmal reale 64
Prezent in Aug bringe
geben. Ferner wurde die Frage der Zuſammenhängesz en ſergeiin üiüt nührend
der europäiſchen Außenpolitik und der für nächſtes Frtzm fu ſ4 Aoe ahn ſu daß ſi
erwartenden fpanzöſiſchen Wahlen beſprochen. Von reckise ne fun ſir intelalten Sumr
der Seite wurde der Wunſch ausgedrückt, auf alle 87l
ver eritgzt Frautreich Lah
Reichstagswahlen nach den franzöſiſchems
ſiumme gbzufinden.
len abzuhalten.
Müuer ſeien bereit, au

ſo muß das doch ſte
ſten Lawes= Jahre=
mbei
auf Grund d

Einigung über die Ortslohnzuſchlä, Aicht wird nachze
der Reichsbahn.
Die Verhaudlungen der Deutſchen Reichsbahngeſelllin mint
den am Lohnvertrag beteiligten Gewerkſchaften über eige Auſdeckung eir
der Erhöhung der Oxtslohnzulagen haben heute zu eirelleſſen
Einigung geführt. Es handelt ſich um die Erhöhung eſtſſtss
organiſt
lohnzuſchläge oder die Einführung der Ortslohnzuſcl mmt
Ruckſicht auf die Angleichung der Löhne der Reichsba uuiſtiel
an die Löhne vergleichbarer Induſtrien. Die Erhöh MMenl Leitland wurde
Löhne beträgt im Durchſchnitt 23 Pfg. die Ei=bſocumedeat. Die Har
Beteiligt ſind an der Erhöhung die Arbeiter in 29 R=chlzutz Mt Sowjetrußlar
direktionsbezirken ſo z. B. von Groß=Berlin und Hambt ew ſem Norgenoimen; u.
Sachſen und im nord= und ſüddeutſchen Induſtriegebies

wiſches Leben und germaniſches Volkstum an faſt alles h
Grenzen gefährdet iſt, ſehen wir uns auf die Gemeirrichm

dem Norden gewieſen, um aus ihr die helfenden 94
Kräfte der Verteidigung und der Erneuerung zu gewirme
wenn das Intereſſe für den Norden durch dieſe Erkeiman
tung erhält, wenn Dichtung und Kunſt (wie einſt E
Goethe und dann wieder die Romantik) ſich inſtinktha n
nordiſchen Geiſt einſtellen, wird man etwa von einer
Bewegung ſprechen könaien.

Es iſt an dieſer Stelle berichiet worden, daß dies!
Hochſchullehrer, deren Lehr= und Forſchungsgebiete de: oder ſich enger mit ihm berühren, ſich
Arbeitsgemeinſchaft zuſanimengeſchloſſen haben. Die
und Ziele dieſer Arbeitsgemeinſchaft ſind der Natur
nach in erſter Linie akademiſcher Art: ihr vornehmſtes?
bildet der Ausbau der nordiſchen Studien an den
Hochſchulen. Wenn erſt einmal an allen deutſchen
Lehrkräfte tätig ſind und Vorleſungen gehalten werde.

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Sdbderändlicht
Aufmerkſamkeit der ſtudierenden Jugend auf den Norgan
Eiſtiſchend h.
und ihr das Verſtändnis ſeiner Kultur eröffnen, da.
De iedem Ef
wir hoffen, daß die Lehrer, die aus der Studentenſchherr

Dedichit Zur
gehen, das Jutereſſe für den Norden und die Einſiag
Eien chnidier,
Bedeutung für unſer Geiſtesleben auf die herauwacmen
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Wechſelwirkung zu gewinnen hoffen. Und hier ließ
Neiodeinſtru
Erachtens die Sendung des Deutſch=Nox
Jahrbuchs. Urſprünglich im Zuſanunenhauge ie
ſchen Intereſſen entſtanden, ſucht und findet es ſein=
immer
mehr und mit wachſender Sicherheit darin, die
Jnhalte und die Kulturaufgaben der deutſch=nordiſchen
gen zu erörtern, darzuſtellen und ihr Verſtändnis zu *
Sieht man ſeinen neueſten Band durch, ſo überzeugl.
davon, daß auf beidem Seiten ein Gefühl unlöslicher Ls
heit beſteht, das auf langen gemeinſchaftlichen Erleb=u
begründet iſt. Georg Braudes ſpricht mit einer Wärng
ſie nicht immer für Deutſchland aufgebracht hat, ho)
der ſkandinaviſche Norden Deutſchland verdankt, und E/h
Ein keit
fer gibt in Form einer Umfrage eine Ueberſicht über
Beziehungen zu Deutſchland. Von unſerer Seite entwul
Bertram, wie die Romantik der nordiſchen Auffaſſung
ieh
Flaſſizismus zum Siege verholfen hat, und ich habe
MNe
en nordiſchen Einichlag aufzuzeigen, der durch den nor
Nis
Maler J. C. Dahl in die deutſche Kunſt getragen worde=G
*
iſt dieſe Atoſphäre des Gebens und Empfangens
rohen Bewußtſeins, geben und empfangen zu konnel
Oie
ruchtbare Völkerbeziehungen gedeihen, und das ve
Nordiſche Jahrbuch tut ein gutes paiſ*
ches Werk, wenn es dieſe Geſinnung pflegt und 9‟‟
drühen ſtärkt.

Nh

[ ][  ][ ]

mnmer 352

Schickſal des Panzerkreuzers.
Die Entſcheidung beim Zentrum.
Von unſerer Berliner Redaktion.

ſolblehnung des Panzerkreuzers durch den Reichsrat findet
iglocherweiſe nicht nur in der deutſchen, ſondern auch in der
cüiſchen Preſſe ſtarke Beachtung und die intereſſierten Kreiſe
h raſch mit der Frage bei der Hand, was nun werden ſoll.
uu bregt die Entſcheidung zunächſt beim Zentrum. Wir halten
ſelbſtverſtändlich, daß die Deutſchnationalen und die
Volkspartei für die Regierungsvorlage ſtimmen werden.
poſſelbſtverſtändlich iſt es, daß Sozialdemokraten und Kom=
miſein
dagegen ſtimmen werden. Bei den Demokraten kann
unseifelhaft ſein, ſie würden aber nicht den Ausſchlag geben
hrangt vielmehr vom Zentrum ab, wobei die Lage dadurch
s kompliziert wird, daß die preußiſchen Provinzialver=
ſiie
dem Zentrum angehören, mit der preußiſchen Regie=
ſur
Reichsrat gegen den Kreuzer geſtimt haben. Unter
Imſtänden gewinnt die erſte Aeußerung zu dem Fall in
rmania beſondere Bedeutung. Sie iſt denn auch au
ſcmlichen Eiertanz abgeſtellt, verlangt eine nüchterne Prü=
d
utet aber an, daß es beſſer wäre, die für den Kreuzer
rt erten Mittel einer anderen Zweabeſtmmung zuzuführen
Aſ- kommt ſie zu dem Ergebnis, daß die Marineleitung
aaran getan hätte, ihre Forderung zurückzuſtellen. Die

ſoven Anträge hätten eben ihre innere Begründung. Sie
ſtodmß auch die Partei im Reichstag an dieſer Begründung
Müe-beigehe.
niit wäre im Grunde eigentlich gar nichts geſagt. Nach=
umnal
der Reichsrat abgelehnt hat, handelt es ſich bei dem
nicht mehr um eine mar netechniſche Frage, ſondern um
ſuolrtiſche. Wenn die Reichregierung, den Kreuzer überhaupt
eislangt hätte, wenn etwa von deutſchnationaler Seite ein
geigender Antrag geſtellt worden wäre, dem die Reichs=
uyg
zugeſtimmt hätte, würde eine Ablehnung nichts bedeuten.
hei die Reichsregierung die Trägerin des ganzen Gedankens
zn iſt, muß ſie ſich auch mit ihrem ganzen Anſehen dafür
ſun, wenn ſie ſich nicht nachſagen laſſen will, daß ſie um
wänäſcher Spielereien willen Verſchwendungsſucht in ihrem
Eufnärte einreißen laſſen. Wir können auch nicht glauben, daß
sen trum an dieſer Beweisführung vorübergeht und trotz der
m ung ſeiner Vertrauensmänner im Reichsrat den Weg
ſtrie Vorſchläge der Reichsregierung nicht findet. Dann
ſoie Regierungsmehrheit in ſich ſo brüchig werden, daß
brot tſetzung kaum noch Einn haben würde.
m die franzöſiſche Reparationsabgabe.
* Berlin, 19. Dezember. (Priv.=Tel.)
nodem England ſeinerzeit dazu übergegangen war, ſich
ruſſyffmind des Reparations=Recovery=Akts ſeinen Anteil an
ſehrutſchen Reparationen durch Belaſtung der deutſchen Ein=
Uüßünach England direkt einzuziehen, iſt auch Frankreich dem
lchein: Beiſpiel gefolgt. Mit England kamen wir dann ſpäter
hyüberein, zur Erleichterung des deutſch=engliſchen Handels
nn quſchalfumme an England zu zahlen, ſo daß die einzelnen
BAyniicht mehr mit jener Abgabe belaſtet werden. Frankreich
Uhn, aber auch jetzt noch in der Weiſe, daß es ſeine Kaufleute
vem an den deutſchen Lieferanten zu zahlenden Preis
ſgent in Abzug bringen und an die franzöſiſche Regierung
weſſen läßt, während an den deutſchen Kaufmann nur
ſſogent gehen, ſo daß ſich dieſer wieder von der Reichsregie=
iſwie
einbehaltene Summe zurückzahlen laſſen muß. Es wird

iwer Fucht, Frankreich dahin zu bringen, ſich ebenfalls mit der
aſſaſ ſumme abzufinden. Wenn dagegen behauptet wird, die

Da deer zum Teil ſehr ſchwierigen Geſänge, die Sauberkeit im
ng, beſonders der kleine Chor von auserleſenen Stim=

lißer ſeien bereit, auch auf dieſe Pauſchalſunme zu ver=
ſit
ho muß das doch ſtark angezweifelt werden. Im Repara=
ſeenicht
wird nachgewieſen, daß der Anteil der Engländer
zien Dawes=Jahresaufkommen 307 Millionen Mark be=
ubei
auf Grund des Recovery=Akts 231 Millionen.
Imfdeckung einer ruſſiſchen Sxionage=
organiſation
in Lettland.
EP. Riga, 19. Dezember.
Lettland wurde eine weitverzweigte Spionageorganifa=
ulmoiggedeckt
. Die Hausſuchungen förderten u. a. einen Schrift=
nnit
Sowjetrußland zutage. Bis jetzt wurden 17 Verhaf=
Sorgenommen; unter den Verhafteten befinden ſich auch

der Muſikantengilde Darmſtadt.
. Unter allen Bewegungen neuen muſikaliſchen Lebens
gienwart erfillt kaüm eine mit ſo ſtarken und frohen Hoff=

*Weihnachtsmufik
mnvie die der Muſilantengilden. Aus der Jugend hervor=
tein
, aus ihr ſich Führer erwählend, ſchufen ſie ſich ein
ſenen eigenen Stils, im Gegenſatz zur Schulmuſik, zur
ſnrinſt, zur Gefühlsſeligkeit romantiſchen Empfindens, zu
herfeinerung moderner Kunſt. Ihre Lieblingskunſt iſt die
Fahrhunderts, und unter deren Einfluß regt ſich nun
Sen Kreiſen der Muſikaliſchen eine neue Produktion, die
mranches Meiſterwerk hervorgebracht hat. Charakteriſtiſch
emmuſikaliſche Einſtellung iſt die Freude am Melos der
Agerke, ſorgfältig werden die Linien der einzelnen Stim
utzgearbeitet, gute Stimmkultur und tonreines Singen

Selbſtverſtändlichkeit, wenn man an alte polyphone Kunſt
rist. Erfriſchend wirkt andererſeits die Objektivität der
lung, die jedem Effekt abhold iſt, ja abſichtlich in Dynamik
gegik möglichſt Zurückhaltung übt, um die Freude an der
Pconie ungeſchmälert wirken zu laſſen. Hier wird durch
W Wirken eine Vertrautheit mit der Muſik hervorgerufen,
ee Wbisher nur denen eigen ſein konnte, die Inſtrumente
Aber auch das Inſtrumentenſpiel kommt nicht zu kurz
mnit Melodieinſtrumenten, Kammermuſik wird ebenfalls
Noch iſt die Bewegung hier in Darmſtadt nicht ſo in
dergrund des Intereſſes getreten wie anderswo. Aber
urd ſie nicht ohne Einfluß auf die Wirkſamkeit und der
Kirchenchören und Männergeſangvereinen bleiben, demn

hündheit der Bewegung muß ihr ja auf die Dauer mittel=
d
unmittelbar Erfolg bringen.

Weihnachtsmuſik in der Stadtkapelle hatte zahlreiche
nigelockt. Umrahmt wurde ſie von Gemeindegeſängen und
er nor=

. mit dem religiöſen Stoff verbindet. Dazwiſche
einſtimmige Lieder, mehrſtimmige Geſänge in verſchie=
Weſetzung und Kanons. Ausgezeichnet war die Beherr=

id beſonders muſikaliſchen jungen Leuten ſang herz=
eurd
. Seine beſte Leiſtung ſrar die zweiſtimmige umfang=
Uehoralmottete Ein Kindelein ſo löbelich von Michael
us. Der große Chor leiſtete muſikaliſch kaum weniger
deſt, rgetorius, dem Altklaſſiker deutſcher a capella=Kunſt
Tration vor Schütz, erſ augen Sätze von Adam Gumpelz=
P. L. Hasler und Melchior Vulpius. Welche Kultur
Aüſcher Kunſt bei größter Stilnähe zur Volkskunſt in der
Alleu= dem 30jährigen Kriege!

Dienstag, den 20 Dezember 1927

Seite 3

Das Noiprogramm
der deutſchen Wirtſchaftsverbände.
Vorſchiäge zur Erzielung größerer Sparſamkeit
Berlin, 19. Dezember.
Der Reichsverband der Deutſchen Induſtrie, der Deutſche
Induſtrie= und Handelstag, der Reichsverband des deutſchen
Groß= und Ueberſeehandels ſowie vier weitere Spitzenverbände
der deutſchen Wirtſchaft haben im Intereſſe der ſofortigen Durch
führung eines Notprogramms zur Verbeſſerung
der finanzpolitiſchen Lage eine Kundgebung veröffent=
licht
, die eine ganze Reihe von Vorſchlägen zur Erzielung einer
größeren Sparſamkeit enthält. Es wird darauf hingewieſen, daß
wir zur Hebung der Lebenshaltung der Bevölkerung eine ſtetige
Entwicklung von Induſtrie, Handel, Gewerbe und Landwirt=
ſchaft
brauchen. Deshalb müſſe alles vermieden werden, was die
Koſten der Warenerzeugung erhöhe und die Bildung neuen
Kapitals behindere. Eine einheitliche Wirtſchafts= und Finanz=
politik
ſei notwendig, um in allen Teilen des Reiches zu einen
geſunden und nach den Grundſätzen ſparſamſter Wirtſchafts
führung geleiteten öffentlichen Finanzweſen zu kommen. Aber
eine einheitliche Wirtſchafts= und Finanzpolitik erfordere eine
Stärkung der Befugniſſe der Reichsregierung. Die finanzpoli=
tiſche
Lage des Reiches verlange die ſofortige Durchführung eines
Notprogramms, für das folgende Vorſchläge zu machen ſeien:
1. Das wichtigſte Ziel aller finanziellen Maßnahmen müſſe
darin beſtehen, die Ausgaben von Reich, Ländern und Gemein=
den
erheblich zu kürzen.
2. Dem Reichsfinanzminiſter müſſe gegenüber dem Reichs=
tag
das Recht des Einſpruchs gegen Erhöhung der Anſätze des
von der Regierung vorgelegten Etatvoranſchlags ſowie gegen
Beſchlüſſe mit nachträglichen Mehrausgaben eingeräumt werden.
3. Die Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände müßten
mit ſofortiger Wirkung verpflichtet werden, dem Reichsfinanz=
miniſter
auf Anforderung jede notwendige Auskunft über ihre
Vermögenslage zu geben.
4. Dem Reichsfinanzminiſter müſſe unter der Vorausſetzung
daß der Haushaltsplan eines Landes die allgemeinen Richtlinien
der Finanzpolitik des Reiches verletzt, das Recht gewahrt wer=
den
, gegen die Vorlegung des Haushaltsplanes an den Landtag
und gegen den Vollzug eines gegenüber dem Voranſchlag erhöh=
ten
Haushaltsplans Einſpruch zu erheben.
5. Die ſeit langem von der Wirtſchaft geforderte Verwal=
tungsreform
müſſe mit größter Beſchleunigung in Angriff ge=
nommen
werden. Neben der Durchführung der im Reichstag
angenommenen Entſchließung, jede dritte freiwerdende Stelle
nicht zu beſetzen, ſei eine Anordnung erforderlich, daß bis zur
Erledigung der Verwaltungsreform die Einſtellung neuer An=
wärter
gehemmt wird.
Im letzteren Punkt wird die Erweiterung der Befugniſſe des
Reichsſparkommiſſars verlangt.
Wir ſind uns darüber llar, ſo ſchließt die Kundgebung, daß
mit unſeren Vorſchlägen einſchneidende Maßnahmen verbunden
ſind. Es kann nicht verantwortet werden, daß ein Mangel an=
finanzieller
Mäßigung ſeitens der öffentlichen Gewalten die
Durchführung richtiger Grundfätze unmöglich macht. Die Reichs=
regierung
ſoll und muß die Verantwortung für die finanzpoli=
tiſche
Führung tragen.
Der Wiederaufbau in Nordfrankreich.
E.P. Paris, 19. Dezember.
Die Generaldirektion für die befreiten Gebiete veröffentlicht eine
Bilanz über den Wiedexaufbau der durch den Krieg zerſtörten franzöſi=
ſchen
Provinzen. Danach beliefen ſich die Geſamtſchäden der in Frage
kommenden Departements einſchließlich Elſaß=Lothtingens auf 85 765
Millionen Frankcn. Bis zum 1. Oktober 1927 wurden 72 592 Millionen
Franken bezahlt, ſodaß noch ungefähr 13 173 Mill. Frauken zu bezahlen
bleiben. Die Bevölkerung im Wiederaufbaugebiet bleibt gegenwärtig
mit 4 646000 Köpfen nur um 144 000 hinter dem Stand von 1914 zurück,
während ſie bis zum Waffenſtillſtand auf 2075 000 zurückgegangen war
Von den 17 616 zerſtörten öffentlichen Gebäuden ſind 13 236, von 9332
Fabriken 8291, von 7000 Schulen 6969 wieder aufgebaut worden. Außer
dem wurden 55 922 Kilometer Straßen, 2828 Klm. Lokalbahn, 2400 Klm.
Hauptbahn und 1535 Klm. Schiffahrtsſtraßen wiederhergeſtellt. Die 3.:
Millionen Hektar verwüſtetes Land wurden vollſtändig geſäubert; von
den 333 Millionen Kubikmeter Schützengraben 313,5 Millionen Kubik=
meter
eingeebnet, und 32 7 Millionen Quadratmeter Stacheldraht von
den vorhandenen 375 Millionen beſeitigt. Die Anbaufläche und der Vieh=
beſtand
wurden nahezu vollſtändig wiederhergeſtellt. Die überfluteten
Bergwerke wurden durch Entfernung von 107 Millionen Kubikmeter
Waſſer trockengelegt.
Der Inſtrumentenchor ſpielte die reizende Weihnachtsmuſik
von Manfredini, ganz im Stil der Concerti grossi des Alt=
meiſters
Corelli gehalten. Der Objektivität der älteren Chor=
werke
tritt hier ein ſchon ſtark ausgeprägter Subjektivismus der
Barockzeit gegenüber, dem die reichere dynamiſche Schattierung
der Ausführung entſprach. Auch hier das gleiche geſunde, herz=
liche
und problemloſe Muſizieren. Chor und Inſtrumente ver=
einten
ſich zuletzt in einer Bachſchen Kantate Uns iſt ein Kind
geboren. Beide Werke wurden vom Klavier und nicht von der
Orgel begleitet, was ſich für die intime Wirkung als ſehr gün=
ſtig
erwies, hatte man doch auch zu Bachs Zeit ein Cembale
auf der Orgelempore ſtehen, um Sologeſang und Inſtrumental=
muſik
zu begleiten. Die Orgel trat nur leicht ſtützend zu dem
Chor hinzu, der auch in der Kantate vorbildlich ſang. Auch der
aus dem Chor heraustretende Baßſoliſt ſang mit ſchlichter Natür=
lichkeit
die ſchöne E=Moll=Arie. Die Alt=Arie ſangen drei junge
Mädchen uniſono. Nicht verſchwiegen ſei, daß alle muſikaliſchen
Darbietungen von Herrn Simoni geleitet wurden, der ſich
auf dem Programm nicht nennen ließ. Es zeigte ſich, daß er ſe
recht die Seele der hieſigen Muſikantengilde iſt, und ſeine Lei=
ſtungen
ſind organiſatoriſch und muſikaliſch gleich bedeutſam.
Wer als primus inter pares ſo begeiſtern kann, ſo ausgefeilte
Leiſtungen zuſtande bringt, der verdient, als guter Muſiker und
zielbewußter Förderer der =Muſikkultur unſerer Jugend und da=
mit
unſeres Volkes dankbar genannt zu werden.

* Weihnachtskonzert in der Johanneskirche.
Die erſte der ſechs Weihnachtskantaten, aus denen Johann
Sebaſtian Bachs Weihnachtsoratorium beſteht, und eine zweite
Weihnachtskantate Chriſten, ätzet dieſen Tag gelangten am
4. Adventſonntag abend in der Johanneskirche unter Leitung des
Herrn Kammermuſikers Guſtav Adam zu erfolgreicher Auffüh=
rurng
. Das Weihnachtsoratorium, abwohl als Ganzes der
Matthäus= und Johannestaſſion nicht ebenbürtig, birgt aber im
einzelnen des Wertvollen ſo viel, daß jeder Verſuch, ein ſolches
Werk der unverdienten Vergeſſenheit zu entreißen, nur begrüßt
werden kann. Aufzuführen ſind die beiden zu Gehör gebrachten
Kantaten ſehr ſchwer, und der Kirchenchor der Johannes
gemeinde kann mit Genugtuung auf ſeine Leiſtung zurückblicken.
Er hat ſich erſtaunlich gehalten und hat, namentlich in den
Frauenftimmen, ſoviel Klangſchönheit und Klangfülle gehabt, daß
das Jauchzet, frohlocket des Weihnachtsoratoriums und mehr
noch das Chriſten, ätzet dieſen Tag aus der zweiten Kantate
klang wie von einem ganz ſtarken Chor geſungen. Auch die Ton=
reinheit
blieb durchaus gewahrt, kurz, die Leiſtung des Chores
blieb als Canzes durchaus nicht zurück hinter den auch diesmal
ſich wieder als Soliſten Betährenden: Frau Suſanne Horn
Frau Agathe Zeh, Herrn Heinrich Landzettel (er hat eine
jehr ſympathiſche, wohlgerflegte lyriſche Tenorſtimme) und in
eiſter Linie Peder Schäfer, deſſen Rezitativ Verdoppelt euch,

Im Zeichen der nächſten Kammer=
wahlen
in Frantreich.
Das Wahlprogramm und die Wahltatik
der franzöſiſchen Sozialiſien.
EP. Paris, 19. Dezeuber
Der Sozialiſtenkongreß des Seine=Deparlements beriet
geſtern das Wah programm bei den nächſten Kammerwahlen und
die Wahlialtik. In der Frage des Parleiprogramms wurde der
Antrag Leon Blums mit 2377 Stimmen mehrheitlich gurgeheißen,
der u. a. die Stabiliſierung des Franten auf dem gegendärtigen
Stand, ſowie eine Vermögensſtener fordert. Der Antrag Mau=
ranges
, der die Vermögensſteuer bekampft, erhielt nur 1093
Stimmen.
In der Frage der Wahltaktik lagen dem Kongreß vier
Anträge vor, wovon keiner die abſolute Mehr=
beit
erhielt. Am meiſten Stimmen, nämlich 1408, erhielt
der Antrag Léon Blums, der fordert, daß im zweiten Wahlgang
der ſozialiſtiſche Kandidat zu Gunſten desjenigen Kandidaten zu=
rücktreten
ſoll, der am meiſten Ausſichten habe, den reaktionären
Kandidaten zu ſchlagen. Der zu unterſtützende Kandidat dürfe
ein Kommuniſt ſein. Sein Antrag läßt eventuell auch ein Zu=
ſammengehen
mit einem Kandidaten der bürgerlichen Linten zu
Der Antrag Kahn, der den gleichen Standpunkt vertritt, aber un=
ter
der Bedingung, daß der bürgerliche Kandidat das Programm
des Allgemeinen Gewerkſchaftsbundes anerkennen müſſe, erhielt
830 Stimmen. Der Antrag Zyromſti, der dagegen nichts vom
Zuſammengehen mit bürgerlichen Kandidaten wiſſen will und
das Zuſammengehen mit Kommuniſten an Vorbehalte knüpft, er=
hielt
1156 Stimmen, und der Antrag Maigret, der nur das Zu=
ſammengehen
mit Kommuniſten anerkennt und daran keinerlei
Vorbehalte knüpft, erhielt 241 Stimmen.
Dieſe verſchiedenen Anträge werden, wie dies regelmäßig der
Fall ift, beim allgemeinen Parteikongreß wieder auftreten und die
Wahltaktik der Partei und damit zum großen Teil den Ausfall
der franzöſiſchen Kammerwahlen beſtimmen.
50
Die neue O=iedsordnung der Internationalen
Handelskammer.
Die Internationale Handelskammer veröffentlicht den Text
der neuen Schiedsordnung, die am 1. Januar 1928 in Kraft tritt.
Die neue Faſſung berüdſichtigt die im Laufe der letzten fün
Jahre beim Schievsgerichtshof der Kamimer angeſammelten Er=
fahrungen
und bedeutet infolgedeſſen eine weſentliche Verbeſſe=
rung
und Vereinfachung des Verfahrens. Streitfälle, die au
einen vor dem 1. Januar 1928 geſchloſſenen Vertrag zurückgehen,
werden ebenfalls der neuen Schiedsordnung unterworfen, falls
nicht eine Partei ausdrücklich die Anwendung der bisher gelten
den Beſtimmungen verlangt. Die Veröffentlichung der neuen
Schiedsbeſtimmungen wivd ergänzt durch Herausgabe einer
Schriftenreihe über die auf die Handelsſchiedsgerichtsbarleit be=
zügliche
Geſetzgebung in den wich igſten Ländern. Der erſte Band,
der die Schweiz behandelt, iſt ſoeben erſchienen. Die auf Italien
bezügliche Ausgabe iſt im Druck. In Vorbereitung befinden ſich
teiterhin die Ausgaben für Deutſchland, England, Frankreich
Vereinigte Staaten von Amerika, Japan u. a. m. Die Inter=
nationale
Handelskammer wird die verſchiedenen Bände ſpäter
gemeinſam als Handbuch der Handelsſchiedsgerichtsbarkeit her=
ausgeben
.
Der engliſch=irakiſche Vert ag.
EP. London, 19. Dezember.
Ueber den Inhalt des engliſch=irakiſchen Vertrages wird der
Daiky News bekannt, daß die Unabhängigkeit des Iratſtaates
und ſeine Zulaſſung zum Völkerbund von der Bedingung abhän
gig ſind, daß das augenblickliche Maß der wachſenden Freund=
ſchaft
zwiſchen England und dem Ira. ſtagt ſoeiter erhalten bleibt.
Des Ferneren enthält der Vertrag eine Klauſel, wonach der Ober=
kommiſſar
vom Irak das Vetorecht gegen jede Handlung der Bag=
dad
=Regierung hat; aber er muß ſeine Anſicht zuvor bekannt
geben. Endlich glaubt man, ſo ſchreibt die Daily News, in offi=
ziellen
Kreiſen, daß der Plan der allgemeinen Wehrpflicht im
Irakſtaat nunmehr als gänzlich unpraktiſch fallen gelaſſen worden
iſt. Es würden wahrſcheinlich mehrere Flugzeuggeſchwader im
Irakſtaat verbleiben, für die die Iral=Regierung den Unterſchied
zwiſchen den heimiſchen und ausländiſchen Lohnſätzen zu
zahlen hat.
ihr heißen Andachtsſlammen (zweite Kantate) zum Höhepunkt
wurde. Herr Auguſt Niebergall begleitete auf der Orgel in
rhythmiſcher Sorgſamkeit, und Kammermuſiker Adam kann für
ſeinen Kirchenchor und für ſeine Perſon einen wohlverdienten
Erfolg buchen. Der Kenner dieſer Muſik kennt auch die Schwie=
rigkeiten
ihrer Aufführung, und darum verdient die Leiſtung
des mitwirkenden Städtiſchen Orcheſters durchaus lobende Er=
wähnung
. Schwankungen, nämentlich im Streichquartett, ließen
ſich da und dort nicht vermeiden, aber ganz ausgezeichnet hielten
ſich die Holzbläſer, namentlich die Oboer Eimler und Suffrin
und die Trompeter Ludwig und Kümmel, die ſich mit den be=
rüchtigt
hochliegenden Tiompetentönen bei Bach (bis zum drei=
geſtrichenen
D) überraſchend gut abfanden. Die Weihnachts=
kantate
ſoll am erſten Feſttage morgens um 10 Uhr in der Johan=
neskirche
wiederholt werden; es iſt alſo Gelegenheit gegeben,
dieſes ſchöne Werk in durchaus achtunggebietender Form noch
einmal zu hören.

Von Deutſchlands hohen Schulen.
Gießen: Der Geſamtſenat der Heſſiſchen Landesunſverſität hat den
Buchdruckereibeſitzer Richard Lange in Gießen, Verleger des Gieße=
ner
Anzeiger, mit Rückſicht auf ſeine beſonderen Verdienſte um die
Univerſität zum Ehvenſenator ernannt. Rigierungsrat Franz
Ströbele. Direktor der J.G. Farbeninduſtrie, wurde von der
philoſophiſchen Fakultät zum Ehrendoktor ernannt.
Jena: Die hieſige theologiſche Fakultät hat dem Pfarrer Johannes
Herz in Leipzig die Würde eines Doktors der Theologie ehrenhalber
verliehen in Anerkennung der Verdienſte, die er ſich namentlich als Ge=
ſchäftsführer
des Evangeliſch=Sozialen Kongreſſes erworben hat.
Berlin. Dem Göttinger Profeſſor D. Dr. Karl Stange wurde
der Lehrſtuhl für Dogmatik der hieſigen Univerſität angeboten.
Diplomlandwirt Dr. Kurt Ritter, Privatdozent für Volkswirtſchafts=
lehre
an der Landwirtſhaftlichen Hochſchule, iſt zum nichtbeamteren
außerordentlichen Profeſſor ernannt worden. Profeſſor Wilamo
witz=Möllendorf, der auf Einladung der deutſchen Geſellſchaft für
Kunſt und Literatur dieſer Tage in Genf weilt, hielt in der Univerſität
einen Vortrag über Plutarch. Nach dem Vortrag überreichte der
Dekan der philoſophiſchen Fakultät der Univerſität Genf Profeſſor
Wilamowitz das Diplom eines Ehrendoktors der Univerſität Genf.
Kiel: Die hieſige Uniberſität ernannte den Kommandanten des
Meteor und Leiter der Meteor=Expedition Kapitän zur See Spieß
zum Ehrendoktor.
Prag: Am Montag, 12. Dez, iſt der Rektor der deutſchen Univer=
ſität
Dr. Heinrich Rietſch im 67. Lebensjahre geſtorben.
Die Gefamtzahl der immatrikulierten Studierenden an den deutſchen
ſſenſchaftlichen Hochſchulen iſt
inem ausſtihrlichen Berich: der
rift Wirtſaft und Sta ſ.
2i
928.27 mit
78 wvieder zm 4.9 Prozc:t
nürer
Za: d. orhersehenden
inierſeieſters angeſtiegen. Des Sommeiſem ſte: 1426 es eine etias
üher= Zahl auf, da im Sommerſ meſter ſtets eine diei größere Zahl
von Neuzugängen ſtattfindet.

[ ][  ][ ]

Geite 4

Dienstag, den 20 Dezember 1927

Englands Loſung:
11
Für den Proteſtantismus.

Die hiſioriſche Szene im Unterhaus.

Von unſerem (=Korreſpondenten.
London, 18. Dezember.
Vor wenigen Tagen ging etwa eine halbe Stunde vor Mit=
ternacht
ein ſo gewaltiges Dröhnen durch die Halle des eng=
liſchen
Unterhauſes, daß es in die Lobbies und Gänge, bis nach
den Peers zu, daß es bis über den großen Hof hmausdrang. Das
neue Prayer=Book war abgelehnt. Es war eine in ihrer Art
einzig daſtehende Debatte. Das Haus war mit allen Galerien
bis auf den letzten Platz gefüllt, aber es ſaßen ſich keine Parteien
gegenüber. Da flogen keine feindlichen Blicke von Bank zu Bank.
Auf der Miniſterbank ſaß der Befürworter der Vorlage, der
Eiſte Lord der Admiralität, Bridgeman, neben ſeinem Kollegen,
dem Miniſter des Innern Sir W. Joynſon=Hicks, der den ver=
nichtenden
Angriff führen ſollte. Auf der Peers=Galerie hatten
die beiden Erzbiſchöfe von Canterbury und York nebeneinander
Platz genommen, bei ihnen der Biſchof von Norwich und der
Lord Cuſhendun, der bekanntlich bis ganz vor kurzem eine ſo
hervorſtechende Perſönlichkeit auf der Miniſterbank geweſen iſt,
und Lord Jveagh, deſſen Gattin an dieſem denkwürdigen Tagt
ihren Maiden-speech halten ſollte. Eine ganze Kette von Peers,
die ſoeben das Prayer=Book mit ſtattlicher Mehrheit angenom=
men
hatten, ſchloß ſich an beiden Seiten an.
Eine ungewohnte Stille herrſchte im ganzen Hauſe. Es war
das Empfinden, daß man ſich zur Erwägung einer Angelegenheit
zuſamengefunden hatte, die dem Engländer doch noch höher
ſteht als die Politik, um die Bekenntnisform, daß man
ſich auch für kommende Generationen verantwortlich fühlte, denn
es war doch allen Verſammelten, wenn ſchon manchem vielleicht
nur im Uinterbewußtſein, klar, daß man an einem Kreuzwege
ſtand und einen folgenſchweren erſten Schritt tun ſollte. Nack
der Annahme im Oberhauſe und dem allgemeinen Vorgefühl
glaubte man vor der Debatte im Unterhaus, daß ſich eine Mehr=
heit
von 50 oder gar 100 Stimmen für die Annahme ergeben
würde. Die beiden Kirchenfürſten zeigten einen tiefernſten, aber
einen ruhigen, man könnte ſagen zuverſichtlichen Geſichtsausdruck.
Mit gebeugten Häuptern und kummervollen Geſichtern, der Erz=

biſchof von Canterbury mit Tränen in den Augen, ein gebroche=
ner
Mann, ſchritten ſie nach acht Stunden Arm in Arm aus dem
Hauſe. Auch Veteranen des Hauſes entſinnen ſich nicht, daß je
ein ſo vollſtändiger Umſchwung unter dem Einfluß packender
Reden erfolgt wäre, daß überhaupt je derart an das innerſte
Gemüt der Anweſenden appelliert worden iſt. Der Engländer
iſt doch wahrhaftig nicht ſentimental, im Gegenteil während ſei=
ner
ganzen Erziehung auf das menſchliche Zurückdrücken von
Empfindungen hin geſchult, aber während der Sitzung wurden
ſo mancher Nerven erſchüttert, vor allem durch des Arbeiter=
abgeordneten
Mitchell meiſterhafte Rede, ſo daß nicht nur die
Damen in Tränen ausbrachen, fondern auch ſonſt ſo manche
feuchte Augen wahrnehmbar waren. Auch der Oberſt Wedgewood
von der Arbeiterpartei wiſchte ſich, ohne ſich im geringſten zu
ſchämen, wie der Parlamentsberichterſtatter der Weſtminſter
regiſtriert, die Augen mit ſeinem Taſchentuch. Aber es war auch
ein äußerer Grund, der die Niederlage herbeiführte. Das war
die Auswahl der Redner und ihre Verteilung auf ſeiten der
Befürworter der Vorlage Bridgeman ſollte der Champion ſein.
Er war von vornherein ihr Verderber. Er ſprach flau, ohne
weder an den Verſtand noch an das Gemüt zu appellieren. Man
habe ihm geſagt, es ſeien keine doktrinären Aenderungen in dem
neuen Buch, und das war ihm anſcheinend genug.
Dann kam ſein Nachbar Joynſon=Hicks und hielt eine
Rede, wie er nie eine beſſere gehalten hat. Mit einem Schlage
hob er die Debatte auf die volle, ihr gebührende Höhe. Er er=
klärte
mit bewegter Stimme, er habe noch nie mit einem Emp=
finden
ſo ſchwerer Verantwortlichkeit geſprochen. Die erdrückende
Mehrheit glaube, daß es ſich wohl um eine Aenderung der Lehre
handele. Und die Aenderungen lägen auf der römiſchen Seite
der Scheidelinie. Er gebe zu, daß die Verehrung des Sakraments
recht ſei ſür die, welche glaubten, aber private Gebete vor dem
aufbewahrten Sakvament kämen ſeiner Anbetung gefährlich
nahe. Die ſie wünſchten, ſcien gewiß ehrlich, aber bisher ſei ſie
kein Teil der Kiiche von Ergland geweſen. (Lebhafte Cheers.
Er beſchrieb noch andere römiſch=katholiſche Gebräuche in Lon=
doner
katholiſchen Kirchen. Die vorgeſchlagenen Aenderungen
ſeien darauf zurückzuführen, daß man mit Ungeſetzlichkeiten
nicht fertig werde. Um die Ungeſetzlichkeiten mit dem Geſetz in
Einklang zu bringen, ſolle nun das Geſetz geändert werden.
(Lauter Beifall von allen Seiten.) Sir William ſcheute auch
nicht davor zurück, den anweſenden Primas anzugreifen. Als
Biſchof von Wincheſter habe er vor 30 Jahren eine entſchiedene
Aktion gegen die ungeſetzlicher Gebräuche in der Kirche Schul=

digen empfohlen. Vor 25 Jahren habe er erklärt, der zu de;
bald ausgelaufen. Und doch ſei nichts geſchehen und
urteilten Gebräuche ſollten jetzt legaliſiert werden. WioeI.,
die Biſchöfe jetzt die Mißbräuche unterdrücken, die ſie ſeit
ren hätten gehen laſſen? Der Biſchof von London hoet
Diözeſe mit der Mißbräuche Schuldigen angefüllt und
glauben, daß er jetzt diſzipliuariſch gegen ſie vorgehen hru
Nach der Teepauſe kam die Rede des Tages, die dessz
ten Roßlyn Mitchell. Die beiden Erzbiſchöfe

aufmerkſam auf ſeine Berufung auf die Geſchichte und

dition der Kirche und ſeine Erklärung, daß die Scheidell=
ſchen
den Kirchen von England und Rom nun überſchrit
Die grundlegende Differenz ſei die Lehre der Transſu
tion. Auch der neue anglikauiſche Gebrauch der Aufboe
des Sakraments bedeute eine Uebergabe an die römiſcho
Dann beſchrieb er mit tiefbewegter, immer gedämpftern!
der Stimme, was das Wunder für die bedeute, die darog
ten, das Wunder, welches bei der Konſekrierung vor za ſ.
und die Anbetung, welche naturgemäß, folge. Seine Fſte 111.
ſank faſt zum Flüſterton, und das Haus ſaß gebannn

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Md M F

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40

dea N.

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rrag Maria R.
Je e

niat zu misene

ſtieg ſeine Stimme zu vollen klingenden Tönen: W.)
2u re
Kirche das will, ſo laßt ſie weiterſchreiten auf ihrem 9i
Gott ſei mit ihr. Aber es hieße dreihundert Jahren 79
von Modk
teſtantismus den Rücken wenden. Es hieße die Kirche 10
land mit Rom verbinden, die nächſte Generation unſerer
Rom zuwenden. Ich wünſche nicht, gegen die Bill zu
aber ich kann nichts anderes tun. So helfe mir Gott.
Der Eindruck dieſer Rede war wohl der gewaltio
Loſung Für den Proteſtantismus hat ihre alte Mou
verloren und die Stimmenzahl ergoß ſich wie eine Flutml
der anderen Richtung. Die Aufregung vor der Verkünzun
Abſtimmung war eine ungeheuere. Alles erhob ſich unm f ſe dzmbr. gbends
nach dem Tiſche des Hauſes. Dort hatten die Stimmenzäsa) f. md Aunſt
r 1998 eine
zumarſchieren, die der Mehrheit auf dem rechten Flügel.,u
iui kotterie der
Sir John Pennefather, der erſte Zähler der Ablehnemnel
jinden. Die G.
den rechten Flügel trat, brauſten die erſten Cheers Hu
nlicht. Zu
Halle. Es dauerte lange, bis ſich der Enthuſiasmus des
mil,
ſo weit beruhigte, daß die genauen Ziffern verkünden,
Fernte Stei
konnten. Dann gingen noch einmal die Cheers mft
Wühr
Lungenkraft hinaus. Darüber, was nun werden wirr
die Anſichten weit auseinander. Peſſimiſten ſagen A
Beſonders Weitſichtige ſehen ſchon den Beginn der 29
M dr 2oſ
der Kirche vom Staat. Die nüchterne Routine beſteht dor
2 aon
die Vorlage zunächſt an die Kirchenverſammlung zurück!

Feihnacht 3ab
ia uf die Möchte
abot
Pr
Fütele. 1 Obert
Aie Beilmachtsl.
ſtänd

4 Unſere Buben haben ein
S 2 Schweſterchen bekommen.

der 2
ſeiet

In dankbarer Freude
Jak. Lautenſchläger n. Frau
geb. Hacke.

Darmſtadt, den 16. Oezember 1927.
Eliſabethenſtr. 19.
(19958

Statt Karten.

Drene Harres
Karl Genton
Verlobte
Dezember 1927.

Rt4

Warſt noch zu jung
Starbſt viel zu früh,
Wer Dich gekannt
Vergißt Dich nie

Todes=Anzeige.

Nach Gottes unerforſchlichem
Ratſchluß wurde uns unſer braver
hoffnungsvoller Sohn, unſer her=
zensguter
Bruder und Bräutigam

Georg Keller

Todes=Anzeige.

im blühenden Alter von 24 Jahren
infolge Unfalls jäh entriſſen.

Heute entſchlief nach kurzem
Leiden im Alter von 77 Jahren
unſer lieber Vater, Großvater und
Urgroßvater
Herr Bäckermeiſter

Am 16. Dezember iſt unſer lieber
Sohn und Bruder

In tefſtem Schmerz:
Gg. Keller und Frau
Peter Keller und Frau
Lina Lautenſchläger.

Leonhard Sior.

Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Geory Degnis, Pfaffen
Beerfurth
Familie Johannes Ranſch,
Nonrod
Familie Wilhelm Brecht, Elms
hauſen
Familie Leonhard Giegerich,
Nieder=Kainsbac
Leonhard Degnis Erben, Pfaff.
Beerfurth

Paut

Ernſthofen, Frankfurt a. M., Neutſch,
den 18. Dezember 1927 19909

Pfaffen=Beerfurth, den 18. Dez. 1927.

Die Beerdigung findet Mittwoch,
den 21. Dezeinber, nachmittags
1½ Uhr, auf dem Friedhof Pfaffen=
Beerfurth ſtatt. (19952

nach langjähriger Krankheit plötzlich ver=
ſiorben
.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Menges
Viktoriaſir. 25.
(*32672
Die Beerdigung fand in aller Stille ſiatt.

Die Beerdigung findet Mittwoch
den 21. Dezember, nachmittags
2 Uhr ſtatt.

MÜLLERCRÜHLH
BÜCHHANDLUNG
Elisabethenstraße 5
Fernruf 22/
*
Aus der großen Zahl der bei uns vorrätiger
neuen
Abreiß-Kalender für 1928
emptehlen wir besonders:
Bards MuseumKalender .. . . . . . 3.
Kunst und Leben Kalender . . . . . . 3.
Hessen-Kalender . . . . . . . . . . . 1.500
Deutscher Kalender . . . . . . . . . 2500
Rheinland-Kalender . . . . . . . . . 250
Blodigs Alpenkalender . . . . . . . . 280
Film-Kalender ..
.. . . . . . 250
Spemanns KunstKalender . . .. .. 2
Pareys Jagd-Abreiß-Kalender . . . . 350

Auf

Statt beſonderer Anzeige.

Todeg=

Am 17. Dezember erlöſte Gott unſern lieben
Vater, Großvater, Bruder und Onkel.

kurzem

Heute verſchied ſanft nach
krankenlager

Karl Pölſing

Dankſagung.

Allen, die uns bei dem Heimgang
unſeres lieben Entſchlafenen ihre Teilnahme
in ſo reichem Maße erwieſen haben, ſagen
auf dieſem Wege innigſten Dank!

Frau Dorothea Gilbert
und Kinder.

z
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Hülnek
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F afſäl
ein W.
f.
Em
in
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ein dur
der Lied
miſten Ke
in Tan
MSapelle

Darmſiadt, den 19. Dezember 1927.
Kiesſtraße 131.

AGf

Spiegelt den

Ton
Alleinige autorisierte Verkaufsen
Heinrich Arnd
nur Wilhelminenstr. 2

ag
racht
von
dim
7
Mid ar
Eck
dr d

Frau

Lehrer i. R.

durch einen ſanften Tod von den Beſchwerden
ſeines hohen Alters.

geb. Meißburger
im Alter von 84 Jahren. 19959

Die trauernden Hinterbliebenen.

Hausfrauenikauftmur
I

Die tieftrauernden
Hinterbliebenen.

Darmſtadt, den 19. Dezember 1927.
Kranichſteinerſtr. 4 7.

33675

Mainz, Darmſtadt, den 17. Dez. 1927

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Dezember,
vormittags 10½ Uhr, von der Kapelle bes alten Fried=
hofs
an der Nieder Ramſtädterſtraße aus ſtatt.

Die Beerdigung findet am Mitt=
woch
den 21. Dezember 1927, nach=
mittags
3 Uhr in Darmſtadt vor
der Fr edho skapelle an der Nied
Ramſtädter ſtraße aus ſtatt.

Dankſagung.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe auf=
richtiger
Anteilnahme bei dem
Heimgange meiner lieben Frau,
insbeſondere für die troſtreichen
Worte des Herrn Pfarrers Vogel
am Grabe ſage ich meinen herz
lichſten Dank
In tiefer Trauer:
Otto Walther.
Darmſiadt, den 20. Dez. 1927
Wienerſtraße 69.
19944

Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteil=
nahme
bei dem Heimgange unſeres lieben
(Entſchlafenen, insbeſondere für die troſtreichen
Worte des Herrn Pfarier Beringer, ſagen
wir unſeren herzlichſien Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

Katharine Nicolai
geb. Emich.

Darmſiadt, im Dezember 1927
Gutenberg ir. 24.

zrhaben in allen einschl. Defailgeschäften
Grossisten zum Bezuge weist nacht
Gebrüder Eriese, Aktengesellschaft
Kirschau in Sachsen.

ein etroffen. (*33751
Pullmann
Saalbauſtraße 27.

GI7

Brief lent han t
poſtla ernd. (*33698

Zugelaufen hübſches
Kitzchen, ſtubenr., an
Tierfreund, abzugeb.
Näh. Geſchſt. (337471

Räda808inm Puß.
Nähnoſälne
bem- Heidelber

entfernt mit nach .
Peter-Orth, Martinſt 1r

Graue Haare rauf
dem Antlitz die Jugeudfriſch.
Man bevorzuge zur Haarpflel
Hanfarbe Hagr wiene
Wieder=
Herſtele wSdut Whe IkEA
Leicht wie Haarwaſſer anzuwe:
Gibt eidenweiches, volles Ha

Ver direkt färben will

Arg

he
Zuleo=Haarfar

FI5

Zu haben: Löwen=Apotheße, am Bal=
Drogerie Schwinn. Parfümerie Fri

4A"

Weiterer Abſ

Ia Jafelbutter
Pfund Mk.

a Danife zuostst
Mürnberger Lebktaut
mit 5 Prozent Ra
empfiehlt

Kleine Gymna- u Realklass.: Sext.
bis Reifeprüfung Eigene Landwirt
schaft. Gute Verpfleg. Prüfungserfolge
(1.14796)

Handbetr., ehr gut
erhalt, preisw. z vk.
Landgr.=Ph.=Anl. 62,
Badeanſtalt. (*33718

Ferti

Markt 4 Karlsſtra’v
vu 641.
Zelet

[ ][  ][ ]

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ſtummer 352

Aus der Landeshaupiſtadt.

Darmſiadi. 20. Dezember.
Ernannt wurden: am 21. November: die überplanmäßigen Stu=
ritte
Karl Balſer zum Studienrat an der Realſchule i. E. in
ygelheim, Dr. Hans Fiſcher zum Studienrat an dem Gym=
uim
in Worms, Dr. Hermann Mags zum Studienrat an der
Salſchule in Michelſtadt (Kreis Erbach), Otto Schmitt zum
nrat an der Oberrealſchule und dem Progymnaſium in Alzey,
ſt.h mit Wirkung vom 1. Dezember 1927 ab; am 22. November:
Geizer an der wediziniſchen Klinik, Frauenklinik und Kliik für
thsauke Otto Freihöffer aus Gießen zum Maſchiniſten da=
umit
Wirkung vom 1. Dezember 1927 ab; am 25. November
ſpn ov. Handarbeitslehrerin Lina Mulch zu Lich (Kreis Gießen)
wandgrbeitslehrerin an der Volksſchule zu Lich und Umgegend
Gießen; am 12. Dezember der Lehrer Guſtav Herbſt zu
us shauſen (Kreis Alsfeld) zum Lehrer an der Volksſchule zu Lang=
(Kreis Gießen)
Heſſiſches Landestheater Darmſtadt. Sonntag, den 25. Dezember,
am Kleinen Haus Molnars Spiel im Schloß außer Abonne=
gegeben
. Die Aufführung iſt Wahlvorſtellung; der Vor=
ur
ſiir die Mieter beginnt heute Dienstag, 20. Dezember; der all=
vine
Vorverkauf morgen Mittwoch, 21. Dzember.
Loenstag, den 27. Dezember, wird im Kleinen Haus Figaros
hg eit von Mozart wiederholt; muſikaliſche Leitung: General=
rektor
Dr. Böhm.
Arrtur Maria Rabenalt und Wilhelm Reinking wurden
Bühnenvolksbund in Mamnheim aufgefordert, Roſſinis Barbier
SSvilla zu inſzenieren
G eihnachtsabonnement. Nochmals ſei nachdrücklich hin=
eſten
auf die Möglichkeit eines ſchönen Weihnachtsgeſchenkes, die das
Amachtsabonnement des Heſſiſchen Landestheaters (über 2 Opern,
ſthreiſpiele, 1 Operette) bietet.
Die Weihnachtsmeſſe der Künſtlerhilfe 1927 wird noch bis zum
PSember abends 7 Uhr, geöffnet bleiben. Unverkaufte Bilder, Map=
pirted
Kunſtegenſtände ſind vom 27.31. Dczember abzuholen, da An=
Hanuar 1928 eine neue Ausſtellung beginnen ſoll. Die Ziehun
otterie der Künſtlerhilfe 1927 hat planmäßig am 19. Dezember
bei unden. Die Gewinnliſte iſt im Tagblatt und im Volksfreund
ufrritlicht. Zur Ausloſung kamen vier Oelgemälde, ein Paſtell, acht
mnelle, acht Zeichnungen, ein Scherenſchnitt, eine Keramik, 400 hand=
ſeyre
Steizeichnungen. Die Gewinne werden bis zum 23. Dezember,
uds 7 Uhr, zu den Ausſtellungszeiten in der Kunſthalle am Rheintor
äarmſtadt, vom 2. Januar bis 1. Februar 1928 wochentäglich von 9
A5i3 Uhr im Stadthaus Darmſtadt, Rheinſtraße, Zimmer 70, gegen Ab=
ſwMer
Loſe verabfolgt. Nach dem 2. Februar ſind die Gewinne ver=
v
. H.
Darmſtädter Biehele=Club 1883. Seine Weihnachtskneipe
Fher D.BC 83 im Reſtaurant Rummelbräu ab. Die Einleitung
kinhäer geſchah durch den erſten Vorſitzenden Herrn Ad. Ober mit
iſse au Herzen gehenden Anſprache und einem Rückblick auf das ver=
m
: Jahr, das reich an ſportlichen und geſelligen Erfolgen war
ſc: 2Scheine des brennenden Chriſtbaums wurden die beiden Weih=
rSijeder
O du fröhliche und Stille Nacht, heilige Nacht von den
Eis
ſänntenen geſungen. Auf weitere Einzelheiten hier einzugehen,
exzu weit führen, und ſo ſollen nur einzelne Punkte hier angeführt
hei.. Herr K Dauernheim überraſchte die Anweſenden mit
Sunng dreier Alben von der Olympiade 1924. Eine gegenſeitige Ge=
verloſung
brachte Manchem ſchöne nutzbringende Gegenſtände. Die
Epoſchen Veranlaſſungen nie fehlenden adreſſierten Pakete riefen
nſnel Lachſalven hervor, während ſie manchem Empfänger das Herz
ſü hchlagen ließen bei den Gedanben und Erinnerungen, die das Paket
ſnhl barg. Alles in allem ein voller Erfolg des D.B.C. 83, auf den
ſit, Stolz zurückblicken Larf, und der nicht zuletzt das Verdienſt des
ſsügren Vorſtandes, an der Spitze das verdienſtvolle Ehrenmitgliod
uſnli Vorſitzender Ad. Ober, iſt.
Die Liedertafel=Weihnachtsfeier beginnt um 6.30 Uhr nachmit=
tiſam
1. Weihnachtsfeiertag im Städtiſchen Saal=
bſVon
einheimiſchen Kümſtlern wirken Fräulein Fee Gutt,
nſrii: (Heſſiſches Landestheater) und Herr Joſeph Herrmann
(/Eiſzczes Landestheater) mit. Letzterer iſt aus dem Liedertafolchor
Gſwngegangen und iſt bereits in einer großen Zahl von Konzerten
minaſ ffallendem Erfolg aufgetreten. Außerdem wurden verpflichtet:
=len Wera Donalies=Frankfurt a. M. (Opernhaus) und Herr
Fick
Emmel=Frankfurt a. M. (Vortragskünſtler), bekannt durch
feſäsuiftreten im Radio. Am Flügel wird Herr Karl Dietrich
nhiitsen. Schließlich wird eine Dialektdichtung von Hch. Nüth=
lſe
Kdurch Damen und Hearen des Vereins zur Aufführung kommen.
Die/Yredertafelchor wird neueſte Werke ſeines Dirigenten und Kom=
unn
Karl Grim zu Eehör bringen. Ab Mitternacht iſt Ball
* Aanzgeld) vorgeſehen. Die Ballmuſik wird von der Liedertafel=
6 kypelle beſtritten. Gäſte können eingeführt werden. (S. Anzeige.)
Die Arbeitsſchule des Evangel. Bundes veranſtaltete am letzten
S =trg ihre von echt chriſtlichem Geiſte getragene und gut beſuchte
jUnvchtsfeier für ihre Schülerinnnen. Der muſikaliſch=deklamatoriſche
Fli non Frl. Jſolde Pützer freundlich geleitet und von Rektor Ritz
ahnn Harmonium in alter Treue begleitet, führte durch die Ge=
he
der hl. Nacht. Zu Herzen drang es, als die etwa 7jährige
Shriſt mit glockenreinem, geſchultem Stimmchen Luthers: Kin=
d
auf die Weihnacht ſang. Ein von Pfr. Vogel verfaßter Gruß
ſherhlußvers umrahmte dieſen Teil. In der Anſprache brachte
Eerr den Kindern eine tiefſinnige Erzählung, den Bäumen in Chriſt=
ſiwens
Waldgarten abgelauſcht, und der neue Vorſitzende des Zweig=
aſn
Pfr. Bergér, betonte, wie wertvoll es iſt, wenn ſchon der Kin=
Fll auch der religiöſe Wert des Weibnachtsevangeliums einge=
Ehlzt wird, auf das es einſt in evangel. Frauen; und Mütterherzen
ſnrfi ingt. Die Leiterin, Frau Dr. Mülberger, ſchloß die Feier mit
hEchem Wunſche und mit Dank gegen die beiden ſelbſtloſen Lehre=
Inur Frau Gnauth und Fräulein Graf.
Weihnachtsoratorium des Kathol. Frauenbundes. Unter Bezug=
we
auf die Anzeige in heutiger Nummer empfehlen wir den Beſuik=
Eſthurderbolten Aufführung heute abend im Konkordiaſaal. Bereits
ſcet en Freitag erregte das fromme, ſinnige Tonwerk, beſtehend in
n. unſerer ſchönſten Weihnachtslieder, mit lebenden Bildern und
Aſchqäonen belebt, größtes Intereſſe. Die Soli wurden von Fränlein
7hatius. Konzertſängerin in Frankft a. M. und Herrn Stu=
Dr. Stiefenhofer=Darmſtadt klangvoll vorgetragen. Die
TſUdm Bilder ſind von Manda v. Kreibig inſzeniert.
Petrusgemeinde. Kirchengeſangverein und Männervereinigung
4 im gemeinſam eine Weihnachtsfeier am 2. Weihnachtstag,
cs. 8 Uhr, im Gemeindehauſe Eichwieſenſtraße 8 abzuhalten Muſi=

T0 ſüir Kinder und bedürftige alte Männer wird der ganzen Ver=
mhrng
die rechte Weihe geben. Die Mitglieder beider Vereinigun=
Emtt ihren Angehörigen ſeien zu dieſer Feier herzlich eingeladen.
DDie nächſten Rentenzahlungen für Kriegsopfer. Wie der Zentral=
eno
deutſcher Kriegsbeſchädigter und Kriegerhinterbliebenen mit=
mrfolgt
die Auszahlung der Kriegsopferrenten
9 ſrie Poſt diesmal bereits am 28. Dezember. Es wird noch=
cäne
Vorauszahlung auf die zu erwartende Rentenerhöhung in
Eſeer H=e wie im vorigen Monat geleiſtet. Mit der Umrechnung
ECarſorgungsgebührniſſe nach der neuen Novelle zum Reichsverſor=
xſetz
ſind die Verſorgungsämter gegenwärtig beſchäftigt. Nach
unß dieſer Umrechnung erhalten die Beſchädigten eine einmalige
Boßlung auf dem Poſtſcheckwege, und zwar ſoll ſie bis zum 15. Jan.
Aansgezahlt ſein. Die Nachzahlung für die Kriegerhinterbliebenen
nrit der Auszahlung der laufenden Renten für Monat Februar
3Sanuar 1928 verbunden. Nachgezahlt wird der Unterſchiedsbetrag
*10n den Bezügen nach der neuen Novelle und der für die Zeit vom
aber 1927 bis 31. Jcnuar 1928 bereits ausgezahlten Renten.
An alle Beſitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken
ichtwir die dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte ernſt=
usauf
bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den nachteiligen
uhſen der Witterung nach Möglichkeit geſchützt werden, daß
enllich, 1. die Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich
Uneemals unbedeckt im Freien ſtehen gelaſſen werden; 2. das Zaum=
Eur Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen das Gebiß
Umt wird, und 3. die Hufeiſen der Pferde zum Schutze gegen das
ſsten gehörig geſchärft oder mit Stollen verſehen werden.
Legitimationsſcheine für das Jahr 1928. Nach § 43 der Reichs=
EnSordnung bedarf einer Erlaubnis der Ortspolizeibehörde, wer
uusmäßig Druckſchriften oder andere Schriften oder Bildwerke
oentlichen Wegen, Plätzen oder anderen öffentlichen Orten aus=
berkaufen
, verteilen, anheften oder anſchlagen will. Der hier=
om
Polizeiamt auszuſtellende Legimtimationsſchein wird auf
Snruer eines Kalenderjahres erteilt. Die für das Jahr 1927 aus=
men
Scheine verlieren mit dem Schluſſe des Jahres ihre Gültig=
aue
in Betracht kommenden Gewerbetreibende haben daher An=
Euf Ausſtellung von Legitimationsſcheinen für das Jahr 1928 bei
ſtädigen Polizeibezirk zu ſtellen.

Dienstag, den 20 Dezember 1927

Seite 5

Das Rodeln im Kreiſe Darmſiadt.
Wir ſehen uns veranlaßt, auf die Vorſchriften der Polizeiverord=
nung
, das Rodeln im Kreiſe Darmſtadt betreffend, insbeſondere des
8 3, eindringlichſt aufmerkſam zu machen. Gemäß § 1 der genannten
Verordnung dürfen auf Rodelbahnen im Kreiſe Darmſtadt nur Rodel
ſchlitten, die mit höchſtens 2 Perſonen beſetzt ſind, benutzt werden.
Bokſleighs ſind unbedingt ausgeſchloſſen. Das Aneinanderhängen meh=
rerer
und die Benutzung ſchadhaſter Rodelſchlitten iſt verboten. 8
verbietet das Rodeln auf ſämtlichen Kreisſtraßen des Kreiſes ſowie das
Kreuzen chaurſſierter Fahrbahnen mit Rodelſchlitten. Nach § 3 iſt das
Rodeln innerhalb der Stadt Darmſtadt und der Ortſchaf en des Kreiſes
auf öffentlichen Wegen Straßen und Plätzen, insbeſondere auf deren
Fußſteige, gänzlich verboten, ſoweit es ſich nicht um beſonders dafür
angelegte Rodelbahnen handelt.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften werden gemäß § 4 der
Verordnung, ſofern nicht nach anderen Strafbeſtimmungen eine höhere
Strafe verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu 50 RM. beſtraft. Desgleichen
werden Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Aufſicht Kin=
der
unter 12 Jahren anvertraut ſind, auf Grund des Art. 44 des Heſſ.
Polizeiſtrafgeſetzes wegen Zwviderhandlungen ihrer Pflegebefohlenen
zur Verantwortung gezogen, falls ſie es an der erforderlichen Aufſicht
haben fehlen laſſen
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Mtut
tütift
Winterſportzug nach Oberbayern und dem
Allgäu.
Schnee breitet ſeine weiße Decke über die Berge, langſam ſteigt
der Froſt von den Schneegrenzen herab. Ueber Nacht iſt es Winter
geworden und mit ihm iſt der Winterſport da. Die Schneefälle der
letzten Zeit haben ausgereicht, um an allen Orten im Hochland die Vor=
bedingungen
für die Ausübung des Winterſports zu ſchaffen. Um die
Ausübung dieſes Sportes zu erleichtern, wird am 26. Dezember d. J.
ein Sonderzug verkehrem, zu dem auf den Stationen Wiesbaden, Mainz
Worms, Darmſtadt, Bensheim und Weinheim Sonderzugrückfahrkarten
4. Klaſſe mit 33½/ v. H. Ermäßigung nach Ulm, Augsburg,
München, Immenſtadt und Oberſtaufen ausgegeben
werden.
Die Rückfahrt wit dem Sonderzug erfolgt am 2. Januav 1928.
Ueber die Fahrzeiten, Fahrpreiſe uſw. geben die in Betracht kommen=
den
Fahrkartenausgaben, die amtlichen Auskunftsſtellen ſowie die Mit=
teleuropäiſchen
Reiſebüros Auskunft. Auch iſt dies aus den auf den
Bahnhöfen angeſchlagenen Aushängen zu erſehem.

An
Beſucht die Weihnachtsmeſſe in der Kirchſtuße!
Vo teilhafte Angebote.
(19624a

Orpheum. Das tapfere Schneiderlein‟ Heute
Dienstag und folgende Tage, jeweils nachmittags 5 Uhr, finden Mär=
chenvorſtellungen
: Das tapfere Schneiderlein bei kleimſten
Eintrittspreiſen von 40 Pfg. bis 1,25 Mk. ſtat:. Jede erwachſene
Perſon hat ein Kind frei! Karten im Verkehrsbureau und bei Hugo
de Waal, Rheinſtraße 14. (Siehe Anzeige.)
Hefſiſcher Odenwaldv=rein Darmſtadt (gegr. 1903) Am Sams=
tag
konnte der Verein ſeine gut beſuchte Weihnachtsfeier im Feier=
abend
, Stiftſtraße, abhalten. Die einzelnen Nummern des ſehr reich=
haltigen
Programms wurden mit ſehr großem Beifall aufgenommen,
und muß auch an dieſer Stelle allen Mitwirkenden, voran unſerem
erſten Vorſitzenden Herrn Rieſinger, der Dank für das gute Gelingen
ausgeſprochen werden. Jedenfalls dürften alle anweſenden Landsleute
und Gäſte mit dem Gedanken nach Hauſe gegangen ſein, beim Heſſiſchen
Odenwaldverein wieder einige frohe und unterhaltende Stunden ver=
lebt
zu haben.
Eisfeſt. Heute abend 7 Uhr findet auf der Eisbahn hinter
dem Woog ein Eisfeſt bei Konzert ſtatt. Bei beſonderer Deko=
ration
und Ausſtattung, ſowie benggliſcher Beleuchtung verſpricht das
Feſt ein ſehr ſchönes zu werden, ſo daß ſich ein Beſuch gewiß lohnen
wird. Hoffentlich hält das Wetter an. (Siehe Anzeige.)
Die Sonntagsrückfahrkarten gelten: a) zu Weihnachten zur
Hinfahrt am B. Dezember von 12 Uhr ab, am 24., 25. und 26
Dezember, zur Rückfahrt am 25. und 26. Dezember, am 27. De=
zember
bis 9 Uhr (alſo zur Rückfahrt nicht: am 23. und 24.
Dezember); d) am Neufahrstag wie an einem gewöhnlichen
Sonntag. Im übrigen finden die allgemeinen Tarifbeſtimmungen über
die Sonntagsrückfahrkarten Anwendung.

*x

Vergeßt nicht unsere armen hungernden
Vögel draußen in Kälte und Schnee!

Kunſinotizen.
Ueder Werie, Künflier oder künfleriſche V ranſialtungen, deren im Nachſicheadm Craihmne
geſchiebt bebält ſich die Redaltlen ihr Urteil vos
Union=Theater: Sben=ga=li ein Wort von
faſt ſo dämoniſchem Klang wie die Geſtalt ſelbſt, der Paul Wege=
ner
in dieſem neuen Film gewaltig zwingendes Leben gibt. Als
Hypnotiſeur iſt es für den großen Künſtler eine typiſche Nolle. Das
unbedingt Zwingende feiner überragenden Perſönlichkeit liegt nicht nur
in Wegeners faſzinierenden Raubtieraugen; es ſtrahlt von ſeiner gan=
zen
gewaltigen Erſcheinung aus. Man begreift wohl, daß dieſem
dämoniſchen Rieſenkerl mit der Löwenmähne niemand widerſtehen kann
Techniſch iſt der Film ausgezeichnet gelungen. Sehr wirkungsvoll
namentlich der Trick, ſpannende Begebenheiten oder überraſchende Wen=
dungen
durch Schatten und Spiegelreflexe anzukündigen. Die unheim=
liche
Atmoſphäre um Svengali iſt in Bildern von geradezu künſtleri=
ſcher
Eindruckskraft eingefangen . . . Die packendſte ſchauſpisleriſche
Lciſtung neben Wegener bietet Alexander Granach, als buckliger Geiger.
Die ſcheue Geducktheit ſowie das ſchmerzliche Aufbegehren eines vom
Schickſal Zertretenen finden in ſeiner Gebärdenſprache einen wunder=
voll
menſchlichen, ergreifenden Ausdruck. Die Trilby der Anita Dorris,
ein glaubhaft willensſchwaches Medimm, wirkt durch beredtes Minen=
ſpiel
, gleichwie auch alle anderen Rollen mit ſcharf Gharakteriſierenden
Perſönlichkeiten beſetzt ſind.
Lokale Veranſſaltungen.
Die dierunter erſcheinenden Nohiyen ſind an ſchlietſich a. Hinweiſe auf Knzsigen zu betrachten.
in keinem Faſie irgendwie als Beidrechung oder Kritlk
Bund Königin Luife. Auf unſere Weihnachtsfeier am
Mittwoch, 21. Dezember, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal (Grafenſtraße
ſei nochmals aufmerkſam gemacht. Ein ſehr reichhaltiges Programm
iſt vorgeſehen. Gäſte ſind herzlüh willkommen
Deutſchorden. Die Ortsaruppe Darmſtadt des Stahlhelm
hat unſere Ordensbrüder nebſt Angehörigen zu der am Mittwoch, den
21. Dezember, im Fürſtenſaale ſtattfindenden Weihnachtsfeier ein=
geladen
.

Tageskalender für Dienstag, den 20. Dezember 1927.
Landestheater Großes Haus, Anf. 20. Uhr, Ende nach
21½ Uhr: Salome. Kleines Haus: Keine Vorſtellung.
Orpheum. Anf. 17 Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Kon=
zerte
: Hotel Schmitz, Schloßkaffee, Weinhaus Maxim, Rheingold
Geſellſchaftsabend. Konkordiaſaal, abends 8 Uhr, Kath.=
Kinovorſtel=
Deutſch. Frauenbund: Weihnachtsoratorium.
lungen: Union= Reſidenz=Theater, Palaſt=Lichtſpiele,

*Beziiksſchöffengericht.
p. Unter der Anklage des Betrugs und der Unterſchlagung ftehen
zwei Geſellſchafter einer hieſigen off’nen Handelsgeſellſchaft Sie ſollen
gemeinſchaftlich in fortgeſetzter Begangenſchaft fremde bewegliche
Sachen, die ſie im Beſitz hatten, ſich rechtswidrig zugeeignet haben, in=
dem
ſie im Jahre 1925, insbeſondere in der Zeit vor der Eröffnuny des
Konkurſes über das Unternehmen, Aluminfumwaren, die der Gläubige=
rin
durch Vertrag zur Sicherung eines gewährten Kredits in Höhe von
25 000 Mark übereignet waren, veräußerten und den Erlös dafür nicht
entſprechend den Beſtimmngen des Sicherungsübereignungsvertrages
an die Gläubigerin abführten oder zur Neuanſchaffung von Waren,
Nohſtoffen und Halbfabrikaten verwandten, insbeſondere Waren, die
bei Stellung des Konkursantrages in der Komkursbilanz mit einem
Werte von etwa 2000 Goldmark angegeben waren, an dritte Perſonen
veräußerten und den Erlös unter ſich teilten.
Weiter ſollen ſie im März 1925 bei den Verhandlungen mit einem
Kaufmann über deſſen Beitritt als Geſellſchafter zu der oben genann=
ten
offenen Handelsgeſellſchaft dieſem gegenüber eine für den 18. Mär
1925 aufgeſtellte Bilanz der Geſellſchaft, deren richtige Aufſtellung ſie
nach Pflicht und Gewiſſen verſicherten, vorgelegt haben, in der als Debi=
toren
unter den Aktiven der Betrag von 19360 M. eingeſtellt war ob=
wohl
ſie wußten oder damit rechneten, daß ein großer Teil dieſer Debi
toren uneinbringlich war; ferner dieſem Kaufmann gegenüber pflicht=
widrig
verſchwiegen, daß der größte Teil des Vermögens bereits da=
mals
zur Sicherung durch Vertrag vom 24. März bzw. 17. Novemher
1924 übereignet war, und dadurch den Kaufmann veranlaßten, ſich an
dem Unternehmen als Geſellſchafter mit einem Anteil von 20000 Marl
zu beteiligen und ſein Immobilienvermögen zur Sicherung der Gläu=
biger
für einen der offenen Handelsgeſellſchaft in dieſer Höhe gewähr=
ten
Kredit zu verpfänden.
Aus den ſeitherigen Ermittelungen geht Folgendes hervor:
Die Angeblagten waren urſprünglich alleinige Geſellſchafter. Es
wurde der Fuma ein Kredit von 10000 Mark gewährt und der Gläu=
bigerin
wurden alle Mobilien der Firma übereignet. Die Kreditnehmer
waren nur berechtigt, die zur Sicherung der Gläubigerin übereigneten
Fertigfabrikate in ordnungsmäßigem Betrieb des Geſchäfts zu verkan=
fen
, aber verpflichtet, anſtelle der verkauften oder ſonſtwie abgängig
getvordenen Fertigfabrikate Erſatz zu beſchaffen und dieſe Erſatzſtüicke
der Gläubigerin zu Eigentum zu übertragen oder den Erlös zur Ab=
deckung
ihrer Verbindlichkeiten aus dem in Anſpruch genommenen Kre=
dit
zu verwenden. Ein Nachtrag vom 17. November 1924 nahm auf
dieſe Beſtimmungen Bezug. Eine nochmalige Schätzung ergab, daß
der Wert der Maſchinen und Waren infolge des allgemeinen Preis=
rückganges
auf 27 500 Mk. (gegen früher 55 000 Mk.) ſich verminderte.
Der Kredit der Geldgeberin betrug damals etwa 11 500 GM., am
1. Auguſt 1924 11 916 GM. Eine erneute Nachprüfung am 31. Dezbr
1924 ergab das Vorhandenſein aller übereignetenn Gegenſtände in glei=
cher
Quantität und Menge wie bei der erſten Beſtandsaufnahme. Die
Höhe des Kredits betrug 9087 GM
Am 18. März 1325 kam es zwiſchen den Angeklagten und dem
Kaufmann zum Abſchluß eines Vertrages über die Errichttung einer
offenen Handelsgeſellſchaft. Von den Angeklagten wurde eine Schluß=
bilanz
auf den 18. März 1925 aufgeſtellt und ihre Richtigkeit verſichert.
Hierin und auch in der Eröffnungsbilanz der neuen Geſellſchaft war
unter den Aktiven als Debitoren der Betrag von 19 368 GM. eingeſtellt.
Bereits zwei Monate ſpäter, am 28. Mai 1925, konnte durch Sachver=
ſtändige
feſtgeſtellt weden, daß von dieſem Betrag 1215000 GM. un=
eintreibbar
waren und daß dieſe Eigenſchaft eines großen Teiles dieſer
Debitoren auch bereits am 18. März 1924 ſicher feſtſtand. Dieſen zwei=
felhaften
Wert der Debitoven ſollen die Angeklagten dem neu eintre=
tenden
Teilhaber verſchwiegen haben. Außerdem ſollen ſie dem Ge=
nannten
auch nicht mitgeteilt haben, daß Warenbeſtände und Maſchinen
bereits übereignet waren. Der Kaufmann wurde zum Beitritt zur
ffenen Handelsgeſellſchaft mit einer Bcteiligung in Höhe von 20000
Mark veranlaßt; er verpfändete der mehrgenannten Geldgeberin eine
Liegenſchaft bis zur Höhe von 30000 Mk. Nach dem Zuſammenbruch
der offenen Handelsgeſellſchaft hielt ſich dieſe Geldgeberin daran in
Höhe von 20000 GM. ſchadlos.
Am 25. April 1925 wurde ein neuer Sicherungsübereignungsvertrag
abgeſchloſſen, der dieſelben Gegenſtände wie früher der Vertrag vom
24. März 1924 umfaßte. Die Veräußerungsbefugnis ſowie die Erſatz=
und Tilgungspflicht bezieht ſich aber nach dem neuen Vertrag nicht
mehr nur auf die Fertigfabrikate, ſondern auf alle übereigneten Gegen
ſtände. Ein weiterer Kredit kam aber infolge Nichtannahme der Be
dingungen der Gläubigerin durch die Angeklagten nicht zuſtande. Der
neue Geſellſchafter war bereits wieder ausgeſchieden.
Eine vorgenommene Geſchäftsreviſion ergab, daß der ſeitherige er=
höhte
Kredit faſt ausſchließlich zur Abdeckung von Schulden, nicht zur
Anſchaffung von Rohſtoffen zur Produktion verwandt worden war.
Die Reſtbeſtände des Lagers an Rohſtoffen, Halb und Fertigfabrikaten,
ſowie Abfällen ſind von den Angeklagten kurz vor der Konkurseröff
nung bzw. vor Stellung des Konkursantrages veräußert worden. Den
Erlös ſollen ſich die Angeklagten geteilt haben. Auch ſchon vorher
ſollen in der kritiſchen Zeit die privaten Entnahmen aus der Geſell=
ſchaftskaſſe
das angemeſſene und nach dem Geſellſchaftsvertrag zuläſſige
Maß überſtiegen haben.
Falls der Sicherungsübereignungsvertrag wicht rechtsbeſtändig ſein
ſollte, entfällt eine Unterſchlagung, dafür kann aber ſtrafbarer Bankerott
nach §§ 239, 240 der Konkursoadnung in Frage kommen. Der Siche=
rungsübereignungsvertrag
, der mit der Gläubigerin, der Städtiſchen
Sparkaſſe, im Jahre 1924 geſchloſſen war, ſollte vom Konkursverwalter
als nicht rechtsbeſtändig angefochten werden, jedoch fehlten demſelben die
Mittel zur Prozeßführung. Der Vertrag übertrug der genannten Gläu=
bigerin
wohl ſämtliche Maſchinen, Vorräte, Fertig= und Halbfabrikate,
dagegen nicht die Ausſtände.
Wegen Aufſtellung der Bilanz wandten ſich die Angeklagten an
einen hieſigen Steuerberater, der mit ihnen wegen der Geſellſchuftsform.
unter der das Unternehmen weitergeführt werden ſollte, Rückſprache
nahm. Man entſchied ſich dafür, auch bei Aufnahme des neuen Teil=
habers
, der dem Unternehmen Geld zuführen ſollte, die Form der offenen
Handelsgeſellfchaft beizubehalten. Damals ſoll nach Ausſage des ge
nannten Steuelberaters von dem Beſtehen eines Sicherungsübereig=
wngsvertrages
mit der Sparkaſſe nicht geſprochen worden ſein.
Der neue Teilhaber hatte gute Kenntniſſe in der Aluminiumbranche.
Mit der Städtiſchen Sparkaſſe, deren Sicherungsübereignungsvortrag er
hinſichtlich der Rechtsbeſtändigkeſt anzufechten beabſichtigte, hat er ſich
auf dem Wege des Vergleichs verſtändigt.
Der Konkurs iſt im Oktober 1925 ausgebrochen; nach Anſicht des
Verwalteis handelte es ſich um einen völlig heruntergewirtſchafteten Be=
trieb
. Das Verfahren wurde 1926 mangels Maſſe eingeſtellt.
Der Leiter einer hieſigen Bank hielt es war dies 1925 wohl im
Sommer das Unternehmen für äußerſt ſchwach und war nicht geneigt,
ihm mit Kredit näherzutreten, obwohl beide Teilhaber als fleißige Leute
bezeichnet wunden.
Der von der Sparkaſſe gewährte Kredit wurde von der Firma dazu
benutzt, um Schulden zu bezahlen. Der Uebereignungsvertrag wurde
nach einem von einem Juriſten abgefaßten und von einem anderen über=
prüften
Normalvertrag gefertigt und abgeſchloſſen. Die Sparkaſſe ſchließt
derartige Sicherugsibereignungsverträge jetzt nicht mehr ab, da ſie nur
Geld gegen Hypothek gibt.
Der Staatsanwalt hält den Nachweis für einen Betrug zum Nach
teil des neuen und bald wieder ausgeſchiedenen Teilhabers nicht für er=
bracht
. Zur Frage der Verträge mit der Sparkaſſe ſei zu ſagen, daß der
urſpüngliche nicht rechtsbeſtändig ſei, da die Beſitzübertragung fehle;
dies ſei ſpäter nachgeholt worden. Die Frage, ob ein anfechtbarer Siche
rungsvertrag vorliege, ſei nicht zu löſen; hier werde die Entſcheidung in
das Ermeſſen des Gerichts geſtellt. Bezüglich der weiteren Anklagepunkte
wird Freiſprechung beantragt. Der Verteidiger ſchließt ſich den An=
trägen
der Staatsanwaltſchaft an.
Das Urteil ſpricht die Angeklagten frei.

Polizeibericht. Aus der Wohnung eines hieſigen Arztes wur=
den
am Samstag um die Mittagszeit, als die Familienangehörigen des
Geſchädigten die Wohnung auf kurze Zeit verlaſſen hatten, nachfolgend
beſchriebene Schmuckſachen entwendet: 1 goldene Nadel mit
weißem Peilkränzchen, 1 Trauring (graviert: Hermann 29. 1. 2), 1 gol=
oldenes
Kettenarmband,
dener Damenring mit einem Brillant,
2 Ohrringe (Goltfaſſung mit eiförmigen M
einen), 1 goldener Rin
mit großem Saphir und ein Bund Schlüſſel. Perſonen, die ſachdien=
liche
Angaben zur Ermittelung des Täters und zur Herbeiſchaffung der
Schmuckſachen macen können, werden gebeten, der Kriminalableilung,
Zimmer 4, Nachricht zu geben. Zwei Ladendiebinnen bei fri=
ſcher
Tat ertappt. Am Samstag abend wurden in einem hieſigen
Varenhaus die beiden 25jährigen Frauen Eliſe Balbach und Marg.
elehr aus Ludwigshafen wegen Diebſtahls feſtgenommen. Beide
ſind zweifellos zur Ausßihrung der Diebſtähle hierher gekommen. Pack=
material
zur Verpackung des Diebsgutes führten die Beiden mit ſich.
Bei der Durchſuchung der Wohnungen in Ludwigshafen wurden noch
neue Bekleidungsſtücke und Wäſche gefunden. Auch dieſe Slücke düften
aus Diebſtählen herrühren. Der Kaufmann Olto Dietſche aus
Schran berg wurde wegen verſchiedener Betrügereien feſtgenommen und
dem Amtsgericht zugeſührt.

[ ][  ][ ]

Aus Heſſen.

An. Arheilgen, 19. Dez. Eine Weihnachtsfeier des hieſigen
ebangeliſchen Jünglingsvereins findet hier am 2. Weihnachtsfeiertag
abend ſtatt. Das fein zuſammengeſtellte Programm enthält unter ande=
rem
das Weihnachtsſpiel von Lienhard, deſſen Lutherſpiel das aus
Anlaß der Rcformationsfeier hier zur Aufführung kam, noch bei allen
Befuchern in beſter Erinnerung ſteht Auch das neu einggibte Weih=
nachtsſpiel
wird ſicherlich allgemein einen großen Eindruck hinterlaſſen
und ſei darum der Beſuch dieſes Abends beſonders warm empfohlen.
Die hieſige Spar= und Darlehnskaſſe hält dieſen Mittwock
ihren letzten Zahltag für das laufende Geſchäftsjahr ab. Zwiſchen
Weihnachten und Neujahr bleibt die Kaſſe geſchloſſen. Die Sparein
logen= und Kontogegenbücher können nächſten Dienstag von 812 Uhr
zur Zinsbeiſchreibung abgeliefert werden. Die aufgewerteten Sparein=
lageguthaben
unter 10 Mark können nach Neujahr ausgezahlt werden.
Auf Grund einer Bekanntmachung des Heſſiſchen Kreisamtes wer=
den
alle Beſitzer von Baumpflanzungen längs beſtehender
Telexaphenlinien aufgefordert, gelegentlich der ſtattfindenden Aus=
äſtung
der an dieſen Linnen vorhandenen Bäume, dieſe ſoweit zurück=
zuſchneiden
, daß eine Berührung mit den Telegraphen= und Fernſprech=
leitungen
ausgeſchloſſen iſt. Die Bautätigkeit in hieſiger Ge=
meinde
war in dem jetzt zu Ende gehenden Jahre eine recht lebhafte,
Es wurden rund 30 Neubauten errichtet, von denen 6 noch im Rohbeu
ſind. Durch Umbau wurden 6 Wohnungen gewonnen. Außerdem er
richtete die Gemeinde 7 Notwohnungen mit je 2 Zimmern und Küche
Es ergibt dies insgeſamt 55 Wohnungen. In den im Rohbau fertig=
geſtellten
Häuſern werden mit Beginn des neuen Jahres 8 weitere
Wohnungen beziehbar. Durch den gemeinnützigen Bauverein wurden
12, durch die Siedelungsgemeinſchaft 4 Bauten aufgeſührt.
JI. Griesheim, 17. Dez. Die Sonntagskarten an den
Weihnachtsfeiertagen. Ueber Weihnachten können Sonntags=
karten
bereits ab Freitag, den 23. Dezember, mittags 12 Uhr, benützt
werden. Sie berechtigen jedoch am 23. und 24. Dezember nur zur Hin=
fahrt
, dagegen iſt am 25. und 26. Dezember ſowohl Hin= wie Rückfahrt
möglich. Die Rückreiſe muß ſpäteſtens bis Dienstag, 9 Uhr vormittags,
erfolgen. Gegen den üblichen Schnellzugszuſchlag können auch Schnell
züige (ausgenommen FD=Züge) mit Sonntagskarten benützt werden. Alle
über Weihnachten verkehrenden Ergänzungs= und Doppelzüge des öffent=
lichen
Verkehrs können zu den gleichen Bedingungen (Perſonen= und Eil=
züige
ohne Zuſchlag, Schnellzüge mit Zuſchlag) ebenfalls benützt werden.
Eberſtadt, 19. Dez. Zu dem Bericht vom 17. Dezember Ein=
weiſung
der neuen Nektoren i den Dienſt erhalten wir folgende Zu=
ſchrift
: Der Berichterſtatter vergaß in ſeiner Ausführung über die
Rektoreneinweiſung zu berichten, daß von den 29 Lehrperſonen der
Eberſtädter Volks= und Fortbildungsſchule zu der Einweiſung ſelt=
famer
Weiſe nur ein Lehrer ſich eingefunden hatte. Das eigenartige
wie Proteſt ausſehende Benehmen der Eberſtädter Lehrerſchaft gibt zu
allerlei Fragen Veranlaſſung. Wie bereits bekannt, war vor geraumer
Zeit durch das Kreisſchulamt Darmſtadt die Wahl eines Rektors in
die Wege geleitet worden. Zu dieſem Zwecke fanden Abſtimwungen im
Lehrerkollegium, Schulvorſtand, Gemeinderar und Kreisſchulamt ſtatt.
Von 27 Stimmen des Lehrerkollegiums entfielen auf Herrn Lehrer
Storck 22. auf Herrn Bechker 5 Stimmen. Die unter eigenarti=
gen
Verhältniſſen zuſtande gekommene Wahl im Schulvorſtand ergab
Stimmengleichheit für die beiden Kandidaten, während der im Zeichen
der Bürgermeiſterwohl ſtehende Gemeinderat für den in dieſer Frage
ausſchlaggebenden Kandidaten Becker eine Stimme Mehrheit aufbrachte.
Im Kreisſchulamt entſchieden ſich 5 Stimmen für Herrn Storck, zwei
für Herrn Becker. Jeder Stimmberechtigte genannter Körperſchaften
in Eberſtadt hatte feine Stimme nur in dem Bewußtſein abgegeben,
einen Rektor als Erſatz für den in den Ruheſtand getretenen Rektor
zu wählen. Erſt nach Vollzug dieſer Wahlen tauchte der Vorſchlag des
Herrn Kreisſchulrates Dietrich auf, dem Landesamt für das Bildungs
weſen vorzuſchlagen, gleichzeitig wit der Ernennung eines Rektors für
die Volksſchule auch einen Rektor für die Fortbildungsſchule zu ernen=
nen
. Im Anſchluß daran wurde der Gemeinderat ausdrücklich durch
das Kreisſchulamt zur Bewilligung eines Rektorzimmers für einen neu
zu beſtellenden Nektor an der Fortbildungsſchule aufgefordert und der
Lehrerſchaft bedeutet, daß ſie bei Ernennung eines Rektors für die
Fortbildungsſchule nicht zu befragen ſei. Als einziger Kandidat für
letztere Stelle kam lediglich von ſeiten der Behörde nur Herr Becker in

Frage, obwohl eine gauze Anzahl dienſtälterer, verdienſtvoller, ſeit
mehr als 30 Jahren unter ſchyvierigen und ſchwierigſten Verhältniſſen
im Dienſte der Fortbildungsſchule ſtehender Lehrer hier tätig ſind, die
ich auch außerhalb der Schule in ſozialen und kulturellen Verhältniſſen
ſowie im Dienſte des Vaterlandes anerkanntermaßen hevvorragent
auszeichneten. Man komte ſchon damals und kann auch heute ſich des
Eindrucks nicht erwehren, daß dieſe Maßnahme nur aus Verlegenheit
geſchah, um den parteipolitiſch vorgeſchobenen Kandidaten Becker unter=
zubringen
. Zur allgemeinen Uebervaſchung erfolgte nun am 26. No=
vember
durch das Landesamt für das Bildungsweſen die Ernennung
zweier Nektoren, Storck und Becker, für die Volksſchule i.
Eberſtadt, obwohl am 28. November den Lehrern durch das Kreisſchul=
amt
folgende Frage vorgelegt wurde: Warum nehmen 21 hauptamt=
liche
Lehrkräfte der Volksſchule, die überhaupt nicht einmal nebenamt=
gegen
unſeren
lich an der Fortbildungsſchule beſchäftigt ſind, Stellun=
Antrag auf Ernennung eines Fortbildungsſchulrektors? Die Entſchei
dung der Behörde dürfte nicht in Einklang ſtehen mit Artikel 53 des
Volksſchlgeſetzes. Die zuſtändigen Körperſchaften hätten vor Ernen=
nung
eines zweiten Rektors für die Volksſchule gehört werden müſſen.
Die Kleine Anfrage des Abg. Herrn Dr. Keller an die Regierung, betr.
Leitung der Eberſtädter Volksſchule und Fortbildungsſchule, bezog ſich
auf die Ernennung je eines Nektors für die Volksſchule und die Fort=
bildungsfchule
. Die Beantwortung dieſer Frage im Landtag am 10.
Dezember ließ nicht erkennen, daß damals bereits zwei Nektoren für die
Volksſchule ernannt waren. Der Eberſtädter Gemeinderat ſowie die
übrigen zuſtändigen Körperſchaften haben ſich niemals für zwei Volks=
ſchulrektoren
ausgeſprochen, da ſie nie darum befragt wurden. Zu
den in der dritten Frage der Kleinen Anfrage gemachten Behauptungen
können Beweiſe erbracht werden. Wie ſich die Behörde das gedeihliche
Zuſammenarbeiten der Lehrerſchaft mit dem unter ſo merbwürdigen
Umſtänden ernannten zweiten Nektor Becker zum Segen der Volksſchule
vorſtellt, bleibt rätſelhaft.
F Eberſtadt. 19. Dez. ZurBürgermeiſterwahl. In einer
am Samstag abend im Saale Zum Bergſträßer Hof (Fiſcher) unter
dem Vorſitz des Beigeordneten Flick ſtattgefundenen öffentlichen Ge=
meinderatsſitzung
ſprach vor einem zahlreichen Publikum als Letzter der
aus dem zweiten Wahlgang hervorgegangenen drei Bewerber Bürger=
meiſterkandidat
Dr. Hermann Schäfer=Weimar über Richtlinien neuzeit=
licher
Kommunalpolitik. Er führte u. a. folgendes aus: Meine Stel=
lung
zur Finanzpplitik habe ich an erſte Stelle gerückt. Der Steuer=
druck
laſtet nicht nur auf dem Unternehmertum, ſondern auf der geſam=
ten
Wirtſchaft. Zweifellos zeigen ſich nach dem politiſchen Zuſammen=
bruch
in der Gemeindepolitik inflationiſtiſche Tendenzen. Der Steuer=
druck
hätte jedoch nach der Inflation vermindert werden müſſen. Min=
deſtens
80 v. H. aller gemeindlichen Ausgaben ſind Zwangsbedarf, d. h.
ſie mriſſen von der Gemeinde ausgegebem werden, weil Reich und Staat
es ſo feſtgeſetzt haben. Es iſt eine Trauerkomödie, die reichs= und
ſtaatsſeitige Wegnahme von vier Fünfteln aller Steuern. Der Bürger=
meiſter
muß das Gebot der Stunde, den Finanzausgleich zwiſchen
Reich, Ländern und Gemeinden erkennen; denn der Finanzausgleich iſ
das Hauptproblem des Tages. Natürlich iſt vor allem die Ausbalan=
cierung
ges Etats eine zwingende Notwendigkeit. Wenn auch in Eber=
ſtadt
noch vieles getan werden muß, ſo wäre die Durchführung neuer
Pläne ohne Berückſichtigung der finanziellen Möglichkeiten über kurz
oder lang ſicherlich von einem großen Katzenjammer bogleitet. Zur
Sozialpolitik möchte ich erklären, daß es bei den ſozialpolitiſchen Ein=
richtungen
der Behörden in dem vielfach bürokratiſch=komplizierten
Verwaltungsapparat noch mancherlei zu reformieren gibt. Die Schl=
polftik
iſt für mich kein unbeſchriebenes Blatt, zumal ich mir die Lehr=
befähigung
erworben habe. Der künftige Bürgermeiſter muß die Haus=
zinsſteuer
wieder ihrem eigentlichen Zweck, der Fimanzierung des Woh=
nungsbau
=s, zuführen, nachdem ſie bisher leider nur zu oft zur Deckung
von Verwaltungsausgaben herawgezogen worden iſt Es gibt Wege,
die hieſigen Erwerlsloſen unterzubringen. Die Proſperität von Handel
und Gewerbe hängt ab von der Kaufkraft und dem Umfang der Be=
völkerung
. Daher iſt die Heranziehung neuer Induſtrien erforderlich.
Ohne Fühlungnahme mit maßgebenden Perſönlichkeiten und unter wirt=
ſchaftlicher
Einſtellung wird dem hünftigen Bürgermeiſter freilich kein
Erfolg beſchieden ſein. Das Ende aller Kommunalpolitik bedeutet es,
wenn man erſt den äußeren Ausbau und dann die F ſtigung der Grund=
lage
vornimmt, die in Wahrheit ja das Primäre bildet. Meine Stel=
lung
zur Preſſe, dieſem wirkſamen Mittel zur Förderung der Ge=
meindepolitik
, iſt dahin gekennzeichnet, daß man dieſen wichtigen Faktor
des öffentlichen Intereſſes nicht unbenutzt laſſen foll. Ohne dieſe Preſſe
keine Kommunalpolitik!

4a. Pfungſtadt, 19. Dez. Zuſammenſtoß. Auf der Lommt
zuvſſchen Eberſtadt und Darmſtadt fuhr infolge der Glätte=
ſonenauto
in ein Führwerk aus Pfungſtadt hinein. Das V5
Fuhwverks erlitt Fleiſchverletzungen. Vortrag. Dieſer Taoo=
Frl. Jourdan aus Frankfurt in Fortſetzung ihres erſten Von
abends einen zweiten Vortrag über Geſundheitsfürſorge. Ein m.
Vortrag ſoll im Januar abgehalten werden und Jugendgericht
behandeln. Vom Sonntag. Ueber Sonntag fanden eine
Reihe von Verſammlungen ſtatt, ſo in der Zimmerſchützengeſ.0
1910, im Verein der Hundefreunde, in der Vereinigung der Bo=
ter
und im Turnverein. Im letzteren Falle handelte es ſich
Jahreshaup:erſemmlung.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 19. Dez. Aus den Vereineu
Weihnachten finden von ſeiten der Vereine verſchiedene Veranſtwe
ſtatt. Der Geſangverein Eintracht hat ſeine Vranſtaltung am :.
Weihnachtsfeiertag in ſeinem Vereinslokal, Gaſthaus Zur Poln
ſitzer Breidert), in Form eines großen bunten Abends. Der
iſt ausgefüllt mit Chören und der Aufführung einer Heitere
nachtsſzene mit Geſang von G. Peter. Der 2. Teil umfaßs
geſangsvorträge, Duette und humoriſtiſche Szenen. Im 3.
langt die Operette O Heidelberg, du Jugendbronnen von .
ſtein und H. Bernhardt (Muſik von R. Gompf) zur Au
Außer den bekannt guten Kräften des Vereins wirken noch
aus der letztjährigen Oprrettenaufführung bekannten Frau und 38
Maurer ſowie Herr Maurer aus Darmſtadt. Einſtudiert ſine
ſangsvorträge durch Herrn F. Ring hier, der auch die Begleitun
nimmt. Die Chöre unterliegen der Leitung des Dirigentenn
J. Kehr, Darmſtadt. Tombola und Tanz werden zur guten nn
haltung noch weſentlich beitragen.
Der G=fangverein Hagr
veranſtaltet am gleichen Tage ebenfalls eine Weihnachtsfeier im
Zum Darmſtädter Hof (Knapp). Ein gediegenes Weihnachtsprx
iſt der Feier zugrunde gelegt, ſo daß alle Beſucher ein paar frohd
den genießen dürftem.
Auch am 1. Feiertag findet eine =
tung
im Schützenhof ſtatt, und zwar von ſeiten der freien :9
Ak. Ober=Ramſtadt, 19. Dez. Heſſ. Sängerbund
Darmſtadt=Land. Die Gautagung fand hier im Sagle
Schützenhof ſtatt. Die Tagung ſtand unter der Leitung der
vorſitzenden Herrn Bürgermeiſtereiſekretärs Steuernagel zu
AA
tedsd
ſtadt. Nachdem der Geſangverein Germania, Ober Ramſtal
der Leitung ſeines Dirigenten, Herrn Metzner, die erſchienenen
gierten durch den Vortrag des Deutſchen Sängergrußes urm
Chöre begrüßt hatte, erſtattete der Vorſitzende eingehend Berie
den Verlauf des Wertungsſingens in Traifa, dem ſich eine ausn
Beſprechung anſchloß. Anſchließend hieran referierte der Von
über Organiſationsfragen und erläuterte hierbei an Hand eine=
die
neue Gaueinteilung der Provinz Starkenburg. Nach dem
Bundesfatzungen war eine Neuwahl des geſamten Gauvorſtand
zunehmen. Der Gauvorſitzende ſtellte ſein Amt zur Verfügu
gab Kenntnis von einem Schreiben des bisherigen Bezirks
Herrn Kirſchner=Roßdorf, wonach dieſer aus geſchäftlichen
nicht mehr in der Lage iſt, eine Wiedevwahl anzunehmen. (
darauf gewählt: zum erſten Gauvorſitzenden: Bürgermeiſteren.
Steuernagel, 1. Vorſitzender des Geſangvereins Eintracht
Ramſtadt, zum ſtellvertretenden Gauvorſitzenden: Herr Burgen
Geſangverein Germania=Ober=Ramſtadt, zum Gauſchriftführern
Faulhaber vom Geſangverein Sängerluſt Traiſa, zum Gaurrd
Herr Hrch. Büttner vom Geſangverein Concordia Noßdorf, : die Herrn Kölſch vom Geſangverein Germania E.
Seeger vom Gefangverein Harmonie, Nieder=Ramſtadt, Brerrn
vom Gcſangverein Sängerluſt Roßdorf, Müller vom
Eintracht Ober=Namſtadt, Lotz vom Gefangverein Germaniol
hauſen. Die Wahl des Gaudirigenten mußte zunächſt ausgeſet
den, weil ſich der bisherige Gaudirigent, Herr Lehrer Hadkem
Roßdorf, nicht bereit finden konnte, das Amt wieder zu überm=
Der Gauvorſtand wurde ermächtigt, die Wahl demächſt felbſt iu
nehmen. Das Gauwertungsſingen für das Jahr 1928 wurde dei
fangverein Germania Ober=Ramſtadt übertragen. Das Singg
möglichſt zu Anfang Juli 1928 ſtattfinden. Als Tagungsor
f r
nächſte Gauverſammlung wurde Eberſtadt beſtimmt. Mit Wortt,
Dankes an die Delegierten und mit Wünſchen auf das fernere
und Gedeihen der Budesſache ſchloß der Vorſitzende die ſo mr
verlaufene Gautagung.
* Nieder=Modan. 19. Dez. Am 1. Weibnachtsfeiertag komn
Ehepaar Heinrich Mittelſtädter das ſeltene Feſt der Gold /
Hochzeit in aller Friſche begehen. Herr Mittelſtädter belleidtck
Jahren gewiſſenhaft das Amt eines Gemeimdefeldſ hützen.

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wissen

uammer 352

feiner Gemeinde erworben hat, zeigte die Abſchiedsfeier, die
Frauen des Mütterabends im neuen Saal von Hch. Georg 16.
Fltet wurde. Auch der Gemeinde=, Kirchen= und Schulvorſtand
Feier eingeladen. Der geräumige Saal war gefüllt, um dem

ſter Stauth wird beauftmgt, das Schlagen der Chriſtbäume durch
eggnete Perſonen vornehmen zu laſſen; das Heimfahren derſelben
ſtufartlich verſteigert werden. Der Erlös der Chriſtbäume fließt in

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Semd, 19. Dez. Abſchiedsfeier. Unſer ſeitheriger Orts=
Herr Pfarrverwalter Hahn, hat uns verlaſſen, um ſeine neue
nn Heppenheim a. d. B. anzutreten. Wie ſehr er ſich die Zu=

euganden noch einmal die ganze Verehrung zu zeigen Die Frauen
M/Artterabends brachten als Andenken eine hübſche Standuhr, der
muvorſtand ein ſchönes Schreibzeug Auch die von Herrn Pfarrer
e) qzuerſt Konfirmierten brachten ein Abſchiedsgeſchenk. Ernſte und
eReden wechſelten mit ſchönen Muſikſtücken und Volksliedern,
uaseln oder im Chor geſungen wurden. Ueberall klang Anerken
aumd Liebe durch. Alle Redner bedauerten das Scheiden und
llonn Herrn Pfarrer Hahn in ſeinem neuen Wirkungskreis gleichen
orchen Erfolg. Zum Schluſſe dankte der Geehrte allen und ver=
eine
Gemeinde Semd in beſtem Andenken zu behalten.
.. Heubach i. Obw., 16. Dez. Gemeinderatsſitzung. Ab=
enr
Röllerhblz. Dieſer Punkt wird, da noch einige Angebote aus=
feis
zur nächſten Sitzung vertagt. Jagdverpachtung. Der Ge=
nat iſt mit der Aktretung der Jagd durch den Jadpächter Georg
l i.n Frankfurt a. M. an Hermann Piracci in Offenbach einver=
ſna
; desgleichen wird dem Geflügelzuchtverein Heubach genehmigt,
dulſwzyren Nathausſaal zur diesjährigen Geflügelausſtellung zu be=
Heuankauf für die Gemeinde=Faſel. Es wird durch die Orts=
feln
bSkannt gemacht, daß Abgeber von Kleeheu zum Tagespreis ſich
azlyBBürgermeiſterei melden können. Aufſtellung einer Plakatſäule
Deutſche Landesreklame wird genehmigt. Holzhauerei. Bei
jährigen Holzhauerei ſoll das Einbinden von Wellen verſuchs=
ſimdurch
Holzſtricke geſchehen. Zulage zur Omnibusverbindung.
n a neinderat iſt mit den dieſer Tage in Groß=Umſtadt getroffenen
Aüſuckurngen einverſtanden und bereit, zunächſt auf die Dauer von einem
ſfir die Betriebsunkoſten des Unternehmers den Betrag von 4
nſſchz; zubilligen unter der Vorausſetzung, daß täglich mindeſtens zwei
nach dem Bahnhof Wiebelsbach=Heubach unternommen werden.

diüe weindekaſſe.
EMichelſtadt, 19. Dez. Weihnachts=Kirchenkonzert
Eillu kliche Feierſtunde war es, die uns die Veranſtalter des geſt=
AyBeihnachts=Kirchenkonzertes in der Stadtkirche zu Mich=lſtadt er=
ieenen
hi leiſzlleßen. Ein auserleſenes, der Weihnachtszeit entſpreihend ge=
dyühdul
II. zuſammengeſtelltes Programm, wurde von dem Kirchenchor
hutdar bewährten Leitung des Herun Lehrer Lerch, dem Organiſten
deſſertsötkirche, Herrn Lehrer Ad. Knecht und Herrn Lehrer Köth
imt m
Züe beſtritten. In Herrn Knecht fanden wir den uns bereits be=
ein
/ katver. Meiſter der Orgel wieder, der uns ſchon öfters Gelegenheit
aus geſäft
gafzieinen auf künſtleriſcher Höhe ſtehenden Orgelvorträgen zu lau=
w
Auch dieſes Mal verſtand er es, in eindrucksvoller Weiſe die Auf=
Zunerng
den: Bim
Sun/keit der Beſucher in beſonderem Maße in Anſpruch zu nehmen.
ſetnkh den Kirchenchor zum Vortrag gebrachten Lieder ließen uns
ereins I
ſidkit Schulung desſelben erkennen, welche in einer klangreichen
knden: in

geogbe der teilweiſe ſehr ſchwierigen Chöre zum Ausdruck kam.
FritAunne Witt und Frau Fr. Staedtler gefielen durch ihren Solo=
elEh
, löſten ſie doch ihre ſehr ſchwierige Aufgabe meiſterhaft. Herr
LeMſy (2öth (Violine) war ein feinfühlender Begleiter, der den Bogen
miſſ oser Gewandtheit zu führen verſteht.
Beerfelden, 19. Dez. Nun ſind unſere Höhen mit einer Schnee=
deeſſkte
ſehen, die Rodeln und Schneeſchuhlaufen erlaubt. Die letzten
Nälſiä wrachten eine Kälte von 1618 Grad. Vorläufig benutzt die

Fiſednmehr die Straßen in Ortsnähe, verſtohlen gehts auch einmal
miſtnd Ortsmitte, aber vorſichtig, da die Fahrt auf den Ortsſtraßen

un ſttUnmſtänden den Schlitten koſten kann. Eine ſchöne und lange
Faſſktnn der Rodler vom ſogenannten Gänsbuckel gegen Gammels=

bagſtehauhen; faſt jedes Ortsende bietet ferner eine bequeme Nahfahrt,
derſer)Ortsanfang ein Ende ſetzt; vom Galgen aus, von der Hirſch=
hoyſie
/öhe aus. Die Skiläufer können ſich im ſogenannten Schlin=
rüſtntnmmeln
, das iſt der Taleinſchnitt zwiſchen Beerfelden und Kräh=
berſera
: gegen Hetzbach zieht, und der ſanfte und jähe Hänge aufweiſt,
unüſſid Redem Skifahrer=Geſchmack Rechnung trägt. Die Umgebung des
Stiſſächyins bietet ferner gelegene Flächen zur Fahrt im Ebenen.
hErſchhorn, 19. Dez. Waſſerſtand des Neckars, am
18.M. zmber: 0,94 Meter; am 19. Dezember: 0,88 Meter. Seit
3.9 zmber mittags Treibeis.

Dienstag den 20 Dezember 1927
Bn. Hirfchhorn, 17. Dez. Gemeinderatsbericht. Die Hunde=
ſtener
für 1923 wird in der gleichen Höhe feſtgeſetzt, wie ſolche im ab=
gelaufenen
Jahre beſtanden hat. Von einer Wormſer Firma wird be
abſichtigt, hier eine Möbelfabrik zu errichten. Bevor jedoch über den
hierzu nötigen Gelände=An= bzw. Verkauf ein definitiver Beſchluß gefaßl
wird, ſoll die Antragſtellerin aufgefordert werden, zu einer mündlichen
Beſprechung demnächſt nach hier zu kommen. Infolge des letzten
Hochwaſſers des Neckars wurde der Sportplatz an der Langrieſe und
deſſen Umzäunung beſchädigt. Die Wiederherſtellung desſelben auf
Koſten der Gemeinde wird genehmigt. Der von den Bewohnern der
Jahnſtraße geſtellte Antrag auf Anbringung einer Straßenlampe daſelbſt
wird genehmigt. Die Stelle, wo eine ſolche angebracht werden ſoll, iſt
durch eine erſt vorzunehmende Beſichtigung noch näher feſtzuſtellen.
Dagegen wird die von denſelben noch weiter beantragte Umſchaltung
der bei der Strommeiſterwohnung befindlichen Straßenlampe in ein=
ganznächtige
Lampe nicht genehmigt. Das im hieſigen Gemeinde=
wald
im Wirtſchaftsjahr 1928 anfallende Kiefernſtammholz wird der
Firma André u. Gernaudt, Sägewerk und Furnierfabrik zu Hirſchhorn
zu den von dieſer gebotenen Preiſen verkauft. Die beantragte Weiter=
ftihrung
der Waſſerleitung in heſſiſch Jgelsbach nach dem Doppelhauſe
des Oto Fink und Joſef Wolderich wird genehmigt, die Grabarbeiten
hierzu ſind von den Beſvohnern unentgeltlich auszuführen, während
die weiteren Arbeiten und Lieferungen im Wege der Submiſſion ver=
geben
werden ſollen. Die durch die Neuanlage eniſtehenden Koſten wer=
den
von der Gemeinde vorläufig übernommen und durch Waſſerzins auf
die Bewohner von Heſſiſch Jgelsbach ausgeſchlagen. Der mit dem
neuernannten Vorarbeiter und Holzſetzer abgeſchloſſene Arbeits= und
Dienſtvertrag, worin unter anderem eie Kündigungsfriſt von 6 Mona=
ten
vorgeſehen iſt, wird von dem Gemeinderat genehmigt.
A. Mitlechtern, 19. Dez. Unfall auf dem Schulweg. Ein
bedauernswerter Unfall ſtieß einem Schulknaben zu, der vom hieſigen
Schulhaus aus, das etwas vorm Orte ſreht, mit dem Fuhrwerk eines
Bäckers aus Lörzenbach nach Haufe fahren wollte. Auf noch nicht ein=
wandfrei
geklärte Art geriet plötzlich der Knabe mit einem Bein in
das Hinterrad des Wagens. Die lauten Schreie des Unglücklichen lenk=
ten
die Aufmerkſamkeit des Fuhrmanns auf ſich. Doch bis der Wagen
zum Stehen gebracht war, war auch das Bein des Knaben bereits
total gebrochen. Der Knochen ſoll ganz zerſplittert ſein und es ſteht
in Frage, ob dem Unglücklichen nicht noch das Bein ganz abgenommen
werden muß.
H. Aus dem Weſchnitztal, 19. Dez. Strenger Winter. Nun
iſt auch der Winter bei uns mit ſtrenger Kälte eingetreten.
je zwei
letzten Nächte fiel das Thermometer auf 18 Grad unter Null nach Cel=
ius
, die Weſchnitz iſt teibeiſe zugefroren und kann größ und klein
ſich bereits auf der glatten Eisfläche tummeln. Wer nicht rechtzeitig
die Waſſerleitungen im Freien abgeſtellt hat, mußte geſtern die Wahr=
nehmung
machen, daß manche Leitung eingefroren war
II. Birkenau, 19. Dez. Hofgutsverkauf. Freiherr von
Wambolt dahier verkaufte das bekannte hiſtoriſche Hofgut Mörſauer=
bei
Reiliugen, die ebemalige pfälziſche Kellerei, an den evangeliſchen
hof
Oberkirchenrat Karlsruhe um den Preis von 80000 Mark. Die pacht=
weiſe
Bewirtſchaftung durch den Hofpächter Zahn dauert bis 1930.
1. Von der Bergſtraße, 19. Dez. Mit der Weinheimer Feſthallen=
frage
batte ſich der Bürgerausſchuß in Weinheim in fünfeinhalbſtündiger
Abendſitzung zu befaſſen. Die 1200 Perſonen faſſende Feſthalle iſt be=
kanntlich
ſeit 3 Monaten in Gebrauch. Die Stadt hatte zum Bau ein
Darlehen von 70 000 Mark gegeben. Bei der Endabrechnung ſtellte ſich
heraus, daß die Baukoſten, die auf 135000 Mark angeſetzt waren, um
50 000 Mark überſchritten wurden und 196 000 Mark betrugen. Jetzt
ſchlug der Stadtrat vor, daß die Stadt mit ihrer Sicherungshypothek
auf die zweite Stelle zurücktritt, um der unternehmenden Firma die
Aufnahme neuer Kapitalien zu gewährleiſten. Die Vorlage wurde aber
mit 51 gegen 32 Stimmen
gelehnt.
Hofheim (Ried), 17. Dez. Die ven dem Zentralausſchuß für
Innere Miſſion der evangeliſchen Kiuhe ins Leben gerufene Sterba=
vorforge
hat nunmehr auch in dem Kirchſpiel Hofheim (Ried) mit
Vürſtadt und Bobſtadt Eingang gefunden, nachdem die Sache von dem
Ortsgeiſtlichen, Herrn Pfarrer Vernbeck, in geeigneter Weiſe empfohlen
wvorden war. Die edangeliſhe Sierbevorſorge, welche über ganz Deutſch
land verbreitet iſt, wird in Heſſen ve treten durch den heſſiſchen Landes=
derein
für Junere Miſſion, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1. An den ein=
zelnen
Orten ſind geeignete Werber zur Entgegennahme von Anträgen
verpflichtet. Für das Kinhſpiel Hofheim iſt dieſes Herr Adam Göriſcl.,
Hofheim, Schulſtraße 1. Die Sache kann allen ebangeliſchen Glaubens=
genoſſen
nur empfohlen werden, da die Bedingungen äußerſt günſtig
ind, eine Wartezeit nicht beſteht, ärztliche Unterſuchung nicht erforder=
lich
iſt und auch Perſonen bis zu 80 Jahren aufgenommen werden.

Seite 7

Gernsheim, 19. Dez. Waſſerſtand des Rheins am
19. Dezember: 44 Meter.
z Groß=Gerau, 16. Dez. In der Stadtverordnetenſitzung wurde
feſtgeſtellt, daß die Kraftpoſtlinie Groß=GerauNauheim zur=
zeit
mit Fehlbeträgen arbeitet und zwar belaufen ſich dieſe für die Zeit
vom 1. 4. bis 30. 6. d. J. auf 860,60 Mark und vom 1. 7. bis 14. 8.
d. J. auf 825,04 Mark. Die Gemeinde hat ſeinerzeit die Garantie über=
nommen
. Dem Volksbildungsverein wurden zur Anſchaf=
fung
von Büchern für die Bibliothek 200 Mark bewilligt. Es wurde in
Vorſchlag gebracht, die Bibliothek zu einer Stadtbibliothek auszubauen.
Der ſchätzungsweiſe Betrag von 65 000 Mark, der für Verzinſung und
Amortiſation der Kanaliſation nötig iſt, ſoll durch eine Umlage gedeckt
werden.
Bo. Ginsheim, 19. Dez. Ablöſung der evangeliſchen
Kirche. In dioſem Jahre wurde die ſtark reparaturbedürftige evan=
geliſche
Kirche neu renoviert. Kirchengemeinde und politiſche Gemeinde
ſollten ſich in die Koſten teilen, ſoweit ſie nicht von Land oder Reich
übernommen würden. Nun hat der Gemeinderat einen Veſchluß ge=
aßt
, der evangeliſchen Gemeinde 21000 Mark zu überlaſſen und die
Kircho ſamt dem alten Friedhof der Kinhengemeinde zu ſchenken unter
der Vorausſetzung, daß ihre Unterhaltungspflicht an der Kirhe ein für
allemal wegfiele. Die evangeliſche Kirchengemeinde wird dieſen Antrag
unterſtützen. In derſelben Sitzung wurde der ſchlechte Zuſtand der
Straßen an den Ortsausgängen gerügt. Da für dieſe Straßen in erſter
Linie die Provinz unterhaltspflichtig iſt, wird erwartet, daß bei der im
nächſten Frühjahr zu erwartenden Neuherſtellung auch eine Verbreite=
rung
der Ortsausfahrten vorgenommen werden wird. Das dazu be=
nötigte
Gelände wird die Gemeinde ſtellen.
4a. Langen, 19. Dez. Verkekrsunfall. Infolge der durch
das Schneeſvetter hervorgerufenen Glätte geriet ein Perſonenauto über
den Fußſteig hinweg in den Straßengraben. Die Inſaſſen des Autos
kamen mit dem Schrecken davon. Der Unfall hätte zu ſchwerwiegendem
Folgen führen können, denn an der Unfallſtelle ſtanden zwei Einwoh=
ner
, von denen der eine ein Fahrrad und der andere einen Handwagen
bei ſich hatte, miteinander im Geſpräch. Während ihre Fahrzeuge zer=
trümmert
wurden, konnten ſie ſelbſt ſich nur durch ſchnelles Zunſeite=
gehen
vom Ueberfahrenwerden, retten.
Offenbach, 19. Dez. Der Stadtverordnete Franz Jörg. Ge=
ſchäftsführer
der Deutſchnationalem Volkspartei, iſt wegen Wegzuys
von ſeinem Amte zurücktreten, da die Deutſchnationalen ihre hieſige
Geſchäftsſtelle nur noch in beſchränktem Umfange weiter erhalten. Für
ihn wird auf den Wahlvorſchlag Vereinigte Bürgerliſte der Lehrer
Gottfried Wetzel nachrücken. Lehrer Wetzel gehörte der Stadtverord=
netenverſammlung
ſchon vom April 1921 bis Ende 1925 als Deutſch=
nationaler
an, iſt aber eben parteilos. Wegen Erreichung der Alters=
grenze
wird er nächſtens in den Ruheſtand treten.
WSN. Friedberg, 19. Dez. Schweres Autounglück. Ein
ſchweres Autounglück ereignete ſich geſtern abend gegen 6 Uhr auf der
Straße zwiſchen Rendel und Niederdorfelden. Ein mit Fußballſpielern
aus Kilianſtädten beſetztes Laſtauto rannte kurz vor der Nidderbrüicke
gegen einen Telegraphenmaſt. Durch die Wucht des Anpralls wurden
die Inſaſſen herausgeſchleudert und bei dem Aufſchlagen auf das hart
gefrorene Ackerland erheblich verletzt. Bei zwei der Verunglückten
ſcheinen die Verletzungen beſonders ſchwerer Art zu ſein. Ueber die
Urſache des Unglücks iſt noch nichts beſtimmtes bebannt.
v. Grünberg, 18. Dez. In der letzten Gemeinderatsſitzung hatte
ſich der Gemeinderar in der Hauptſache mit dem Plan einer Privatauto=
linie
zu befaſſen. Herr Scherer vom Hainerhof beabſichtigt, die bis
jetzt dem Verkehr nicht erſchloſſenen Orte Deckenbach, Rüddingshauſen
Weitershain, Bernsfeld, Atzenhain, Lehnheim, Stangenrod wit Grün=
berg
durch eine Autolinie zu verbinden. Zu dieſem Zweck erſucht Herr
Scherer die bereiligten Gemeinden, um Zeichnung einer Garantieſumme.
Sie beträgt 4000 RM. jährlich, d. h. 40 Pfg. pro Kopf der Bevölkerung,
und ſoll zunächſt für ein Vierteljahr gewährt werden. Der Garantie=
anteil
für Grünberg betrüge demgemäß 220 RM. Der Verkehrsausſchuß,
der ſich dieſerhalb am Mittwoch abend mit dieſer Angelegenheit zu be=
faſſen
hatte, erklärte ſich grundſätzlich mit der probeweiſen Garantie=
leiſtung
fſtr eine Vierteljahr einverſtanden. Der Unternehmer ſoll jedoch
zunächſt um Vorlegung eines Fahrplanes erſucht werden, den er dem
Betrieb zu Grunde zu legen gedenkt. Von großem Intereſſe für die Be=
völkerung
der oben genannten Orte wäre es, wenn die Linie zuſtande
käme und auf die Dauer durchgeführt werden könnte.

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r.28

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[ ][  ][ ]

Geite 8
Reich und Ausland.
Frankfurter Chronik.
WSN. Der Schrecken der D=Zugdiebe.
Dieſer Tage iſt hier einer der bekannteſten und ge=
fürchteſten
Kriminalbeamten Frankfurts, der Krimi=
nalſekretär
Paul Geinitz, geſtorben. Die F. N.
bringen folgende Schilderung über dieſen hervor=
ragenden
Kriminaliſten: Geinitz war der Schrecken
der Taſchendiebe. Er hatte nicht nur ihre Arbeits=
weiſe
bis in die kleinſten Einzelheiten ſtudiert, er
kannte auch ſeine Kunden faſt alle perſönlich, und
kaum, daß ein Fernſchnellzug aus Wien, München,
Mailand, Baſel, Hamburg oder Berlin in den
Frankfurter Hauptbahnhof einfuhr, ſchon war Geinitz
auf ſeinem Poſten. Manchem Frankfurter iſt vielleicht
auf den Bahnſteigen des Hauptbahnhofs, auf dem
Meſſegelände, auf der Rennbahn, aber auch auf den
Plattformen der Straßenbahnen ein kleiner, unauf=
fällig
gekleideter Mann mit einem lebhaften, faltigen
Geſicht, das an einen Schauſpieler erinnerte, aufge=
fallen
, ohne daß er dieſem Mann aber beſondere Be=
achtung
ſchenkte. Gerade in ſeinem harmloſen, un=
ſcheinbaren
Aeußeren wurzelte Geinitz Stärke; er
fiel nirgends auf und war doch überall. Er ſtand
10 Minuten auf einer Elektriſchen, plötzlich griff er
einem vor ihm Stehenden mit einer Kraft, die man
dem kleinen Mann gar nicht zutraute, nach dem
Handgelenk und bog ihm den Unterarm zurück. Er
hatte einen Taſchendieb in flagranti erwiſcht. In
den letzten Jahren vor ſeiner Penſionierung hatte
Geinitz ſein ſtändiges Quartier im Bahnhof aufge=
ſchlagen
. Dort hing ſtets ein halbes Dutzend Mäntel
und Kopfbedeckungen verſchiedener Art, ſo daß der
erfolgreiche Taſchendiebbekämpfer innerhalb weniger
Minuten in völlig verändertem Aeußeren, als Rei=
ſender
, Dienſtmann oder Gepäckträger in Tätigkeit
treten konnte.
Furchtbarer Selbſtmord eines Schülers.
WSN. Kaſſel. Als Freitag nachmittag der von
Kaſſel nach Waldau fahrende Perſonenzug die Fulda=
brücke
bei Wldau paſſiert hatte, ſprang plötzlich ein
unbemerkt hinter einem Pfeiler wartender junger
Mann von etwa 17 Jahren mit einer bunten Schüler=
mütze
auf dem Kopf auf den Bahnkörper und warf
ſich etwa 10 Meter vor dem herankommenden Zug
auf das Gleis. Bevor der Zug zum Halten gebracht
werden konnte, war ſchon die Lokomotive mit einigen
Wagen über den Körper des Unglücklichen hinweg=
gefahren
. Es bot ſich ein grauenhafter Anblick. Der
Kopf lag vom Rumpfe völlig getrennt zwiſchen den
Schienen, während der Körper auf der Böſchung
liegen blieb. Die Perſonalien des Selbſtmörders
ſind noch nicht feſtgeſtellt, da er keinerlei Papiere bei
ſich trug. Die Leiche wurde nach Waldau gebracht.
Großfeuer auf einem Stadtgut.
Lpd. Heidelberg. Das Heidelberger Stadt=
gut
Kudach iſt von einem verheerenden Großfeuer
heimgeſucht worden. Der Gebäudeſchaden beträgt
etwa 11 000 Mark, der Wert der verbrannten Ernte
etwa 50 000 Mark und der Maſchinen 12000 Mark.
Die verbrannte Scheune war erſt vor zwei Jahren
errichtet worden. Sie enthielt rund 1200 Zentner
Gerſte, 1000 Zentner Weizen, 7800 Zenter Hafer
und 40 Zentner Kleeſamen. Da der Verdacht beſtand,
daß es ſich um eine planmäßige Brandſtiftung han=
delt
, beſichtigten Vertreter des Bezirksamtes und
der Staatsanwaltſchaft die Brandſtätte.
Verhaftung eines franzöſiſchen Spions.
Cannſtatt. Am Samstag konnte in Cannſtatt
ein franzöſiſcher Spion, der ſich vor Monaten an
einen Reichswehrgefreiten herangemacht und von
dieſem zum Schein Material erhalten hatte, bei einer
Zuſammenkunft mit dem Gefreiten in einer Wirt=
ſchaft
verhaftet werden. Eine mitbeteiligte Frauens=
perſon
iſt, wie die Cannſtatter Zeitung berichtet,
entkommen. Durch einen beſchlagnahmten Brief
wurde die Deckadreſſe einer in Karlsruhe lebenden
Mittelsperſon und die Adreſſen von ſieben beteiligten
Perſonen in München feſtgeſtellt, und der Zuſammen=
hang
dieſes Vorfalles mit einem ſchon ſeit fünf
Jahren in Ludwigsburg beſtehenden franzöſiſchen
Zentralbüros für Spionage aufgeklärt. Der Ver=
haftete
iſt ein Elſäſſer namens Frank.
Verurteilung wegen Speſenſchwindels.
Halle. Der Veterinärrat Dr. Voimer vom
Landratsamt Merſeburg, der ſich in vielen Fällen
eine doppelte Erhebung von Tagesgeldern hat zu=
ſchulden
kommen laſſen, wurde wegen fortgeſetzten
Betrugs zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt.
Ferner wurde ihm die Fähigkeit, ein öffentliches
Amt zu bekleiden, auf die Dauer eines Jahres ab=
geſprochen
.
Er rettet jährlich 1,5 Millionen
Rinder.

Dienstag, den 20. Dezember 1927

Nummer

*

Prof. Dr. Arthur Binz,
Direktor des chemiſchen Inſtituts an der Landwirt=
ſchaftlichen
Hochſchule in Berlin, hat ein Präparat
Selektan gegen ſpezielle Tierkrankheiten geſchaffen
und hofft mit ſeiner Erfindung jährlich 1,5 Millionen
Minder zu retten. Prof. Binz ſteht im 60. Lebens=
jahre
und iſt ſeit 1899 Hochſchulprofeſſor.

Die größte Steinbrücke Europas.
Ein Meiſterwerk deutſcher Arbeit.

Der neue Ravenna=Viadukt an der Höllentalbahn
wurde in Betrieb genommen. Die impoſante Brücke hat neun Bogen mit 20 Meter lichter Weite
und iſt insgeſamt 224 Meter lang. Ihre Höhe über der Erdoberfläche beträgt 40 Meter. Unſer
Bild zeigt die erſte Fahrt der Höllentalbahn über die Brücke.
Rettung aus Seenot.

Am Seile eines Raketen=Apparates.
Die Mannſchaft des an der amerikaniſchen Küſte geſtrandeten japaniſchen Dampfers Tenpaiſan
Maru konnte vom hilfloſen Wrack nur mit Hilfe eines Raketen=Apparates an Land kommen.
Vom Strand aus wurde eine Rakete mit angehängtem Seil über das feſtgefahrene Schiff ge=
ſchoſſen
. An einem durch das Seil nachgeholten Jolltau wurden die Schiffbrüchigen an Land
gezogen.

Neuer Prozeß gegen Egloffſtein und Genoſſen.
Berlin. Vor dem Großen Schöffengericht
begann eine neue Verhandlung gegen Ludw. Oerthel,
der ſich Freiherr v. Egloffſtein nannte. Es handelt
ſich in der Hauptſache um Aktendiebſtähle. Außer
Oerthel ſtehen noch unter Anklage der Uhrmacher
Salwitzik, der Graveur Wüſtemann, die Kaufleute
Schein und Bittmann.
Der Dampfer Fortuna wieder ſlott.
Hamburg. Mit Hilfe von drei Eisbrechern iſt
es in der Nacht zum Montag gelungen, den im Eis
eingeſchloſſenen Perſonendampfer Fortuna II frei=
zubekommen
. Er wurde nach Hamburg geſchleppt.
Verhaftung eines Pſeudorittmeiſters.
Breslau. Auf Erſuchen der Breslauer Krimi=
nalpolizei
wurde am Sonntag in einer Ortſchaft des
Kreiſes Lüben ein von mehreren Staatsanwaltſchaften
Deutſchlands wegen ſchwerer Betrügereien, Urkun=
denfälſchung
und auch wegen Mordverdachtes ge=
ſuchter
Mann, der in Heiligenſtadt am Eichsfeld ge=
bürtige
Kaufmann Willi W. verhaftet. Er trat bei
ſeinen Betrügereien in der Uniform eines Ritt=
meiſters
der Paderborner Hufaren auf und fand
damit Eintritt in hohe Adelskreiſe.
Einſtellung der Schiffahrt auf dem Zuiderſce.
Amſterdam. Wegen des ſtarken Froſtes und
Eisgangs iſt die geſamte Schiffahrt auf dem Zuider=
ſee
eingeſtellt worden, die Fiſcherei wurde ebenfalls
völlig eingeſtellt. Auch in der geſamten Binnen=
ſchiffahrt
ſind infolge ſtarken Eisganges große Stö=
rungen
zu verzeichnen.
Strenge Kälte in Frankreich.
Paris. In ganz Frankreich herrſcht ſtrenge
Kälte. Die feſtgeſtellten Temperaturen ſchwanken
zwiſchen 9 und 15 Grad. Durch die Kälte iſt die
Brücke über die Seine bei den Tuilerien an ver=
ſchiedenen
Stellen ſchadhaft geworden, ſo daß ſie pro=
viſoriſch
für den Verkehr geſperrt werden mußte.
Autozuſammenſtoß. Die Inſaſſen verbrannt.
Paris. Am Sonntag vormittag ſticßen im Bois
de Vincennes bei Paris zwei in raſender Ge=
ſchwindigkeit
fahrende Automobile zuſammen. Der
eine der Wagen ging in Flammen auf. Seine In=
ſaſſen
, ein Ehepaar, verbrannten vor den Augen der
herbeigeeilten Spaziergänger, ohne daß ihnen Hilfe
gebracht werden konnte.
Bruces Rekordverſuch gelungen.
TU. Paris. Die engliſchen Automobilrenn=
fahrer
, das Ehepaar Bruce, haben am Sonntag die
Dauerleiſtungsprüfung ihres Wagens auf der Renn=
bahn
von Monthlery b endet und den Weltrekord
über 15000 engliſche Meilen um 15 Stunden ge=
ſchlagen
. Die genaue Zeit beträgt 220 Stunden,
33 Minuten, 54 Sekunden und die mittlere Geſchwin=
digkeit
109,554 Kilometer.

Schnee an der Rivier.
TU. Paris. Obwohl die Kälte in Mittelfrank=
reich
etwas nachgelaſſen hat, verzeichnete man in
Paris am Montag morgen noch neuneinhalb Grad
unter Null. In den Vogeſen hält die Kälte an. Aus
Metz werden 16 Grad gemeldet. Südfrankreich liegt
mit einem Teil der Riviera, ſo z. B. die Umgegend
von Cannes, in tiefem Schnee. Die Schneehöhe in
Cannes beträgt über 30 Zentimeter.
Schwere Kälte auch in Italien.
TU. Die von Nordoſteuropa kommende Kältewelle
iſt bis nach Nord=Italien vorgedrungen. Aus Ober=
italien
wird Schneefall und große Kälte gemeldet.
Sogar in Rom lag am Sonntag Schnee.
Schwere Exploſion in Guatemala.
TU. London. Wie aus Gugtemala=Stadt be=
richtet
wird, ſind infolge eines Feuers das Pulver=
magazin
und andere Gebäude, in denen Dynamit
und Petroleum aufbewahrt wurden, in die Luft ge=
flogen
. Man befürchtet, daß zahlreiche Perſonen um=
gekommen
ſind. Die Zahl der Verletzten beträgt
nach den bisherigen Feſtſtellungen 15.
Neun Tote bei einem Bergwerksunglück.
TU. Spalato. Im Bauxit-Vergwerk von
Kruſchewo ereignete ſich durch Unvorſichtigkeit von
Arbeitern ein Einſturz, wobei 15 Perſonen ver=
ſchüttet
wurden. Neun Arbeiter wurden getötet, die
übrigen ſchwerverletzt.
Der Mann mit 60 Frauen.
EP. Ein unternehmungsluſtiger Ehemann iſt der
Großgrundbeſitzer Iſmi El Sherif Bey in Tanta,
Oberägypten. Wie aus einer Gerichtsverhandlung
hervorgeht, beſitzt er nicht weniger als 60 Ehe=
frauen
. Einige von ihnen hatten einen Prozeß gegen
ihn angeſtrengt, weil er ſich nicht ordnungsgemäß
von ihnen geſchieden hatte. Sherif Bey wurde frei=
geſprochen
, obwohl über die Begründung des Urteils
nichts bekannt iſt. Es läßt ſich aber leicht vermuten,
daß der Richter ein menſchliches Verſtehen für die
Nöte und Sorgen eines Mannes hatte, der ſo kühn
war, ſich 60 Frauen zu gleicher Zeit aufzubürden.
Die Landung auf der Straße.
EP. Vor einiger Zeit wurde aus New York be=
richtet
, daß in einer Vorſtadt ein Verkehrsflugzeug
mitten auf der Straße eine Notlandung vornehmen
mußte, was auch ohne Unfall ablief. Daß jedoch ein
Flieger abſichtlich auf der Straße landet, um die
Manövrierfähigkeit des Flugzeuges zu erproben,
dürfte ſich dieſer Tage wohl zum erſten Male in
Detroit ereignet haben, wo der Chefpilot der Ford=
werke
in einem Flivver=Apparat mitten auf die
Hauptſtraße, die Woodward=Avenue herunterging.
Glücklicherweiſe befand ſich im Augenblick der Lan=
dung
nur ein Motorradfahrer in der Nähe, der beim
Herannahen des Konkurrenten der Luft ſchleunigſt
die Flucht ergriff.

Jo0d

Zum Untergang derſ/4t
Noch 6 Mann im U=Boot am Lebenn. I..
ſtändigung zwiſchen Eingeſchloſſem, 1/4
Tanchern.
Zu dem von uns bereits kurz gemeldetty
gang des amerikaniſchen U=Bootes 8 u
Ad
wir noch aus New York:
Die an die Unglücksſtelle in der Bucht
W N
vincetown entſandten Taucher haben feſtgeu
Sonntag abend noch mindeſtens ſechs Manm
P
ſatzung des geſunkenen Unterſeebootes an
*
waren. Das U=Boot liegt 3,5 Kilometer
des Hafens in einer Tiefe von 35 Meternn .
R
Unglücksſtelle ſind neun Kriegsfahrzeuge veu
50 Taucher arbeiten auf dem Meeresgrrm
Unterſuchungen der Taucher haben ergebenn
U=Boot genau in der Mitte dicht vor dion
eingedrückt iſt. Durch das entſtandene Leck
M
Waſſer in das U=Boot, worauf die vordn
hinteren Räume ſcheinbar ſofort luftdicht
ſen wurden. Die Taucher verſuchten, durckku
die
in das U=Boot zu gelangen, mußten dieſers
aber aufgebeben, da ihnen durch Drähte
HA e
bogene bzw. zertrümmerte Einrichtungen
verſperrt war. Darauf klopſten die Tauy g i4 gbund
U=Boot ab. Plötzlich wurden aus dem Ai

pſchte

Wae e
e
en
Hse e

zMie Verklagdat
Fener S4

gr dier damaligen
aft in die Kaiſſers
z haillen Schwer
Wduat tiel wenſchlichet
it Bolff: Auf dem B

Auf dem Berliner
Bereichen Familie e
Arut uns der Erzähler
Aunt, dann wieder
eier verſchafft er
hu ührt uns mancher
denen man ihm ge
vr belebt iſt.
us Mafurms Sage
Beſtermann, Braun

des U=Bootes die Klopfzeichen erwidert um
ſpann ſich zwiſchen den Eingeſchloſſenen , m Laſter beinatr
Tauchern folgende Unterhaltung:
Frage von außen: Iſt Sauerſtoff wintl m in gm.
off Mah die 11
dlungen un
Antwort von innen: Nein, Luft iſt ſtickig. 260
wterſchaft beherr
dauert es noch. Auf die weitere Frage der 79/
Wie viel ſeid Ihr? kam die Antwort: .0
ſechs, bitte becilt Euch! Wird es noch lange 20
Darauf antworteten die Taucher: Wir ) b mnüicher ſeiner feſſe
Mögliche!
Dieſe Unterhaltung wurde ſofort an dasig
amt weitergeleitet, das daraufhin mitteilte. 290
nite um 1860 B
FIfn
Anzeichen dafür vorliege, daß noch weitete
in Georg Weſterman
am Leben ſeien. Unmittelbar nach der Untt.
legtin die Taucher Schlauchleitungen zu deus / ſt. mwu ſunes Elternhe
und man begann, Luft in die Tanks einzzy
Am ſpäten Abend wurden drei Minenlegen
mengelegt, um eine beſſere Luftzuführunn
währleiſten.
Von New York und Boſton ſin dmit
nigung Pontons an die Unglücksſtelle ablie
und man rechnet noch für Montag mit dem / T. gan Joh. Fr. 1. Hall
der Hebungsarbeiten. Dieſe dürften ſich trote
rauhen Seeganges nicht allzuſchwierig geſtü.4
das U=Boot auf ebenem Kiel liegt. Einer denss w Maſurens Sogen
will feſtgeſtellt haben, daß ſeine Hammerſche
ih. nd formte ſie zu
aus dem Hinterteil beantwortet worden f1e e on grandioſer Sprat
ſchen Schölfungen
im Mitrelſchiff eingeſchloſſene Beſatzung
im reicht weit übe
verloren gehalten, da die an dieſem
U=Bootes angerichteten Zerſtörungen außerind /5 A.8 ganze deun
ſrechen zu jedem,
ſchwer ſind.
d und ſeinen reie
Aus Berichten von Augenzeugen des Buckrl
Hanen dern
usgeſtattete Büch
ſtoßes geht hervor, daß dieſer mit koloſſalal
kulturellen Wert beſi.
erfolgte. Der frühere Zerſtörer Pauldingst
Vorbilder ſeiner Gedi
ſekundenlang vollkommen aus dem Waſſer 7
chrer oſt primitiben,
Das U=Boot ſank ſofort unter einem Wni
Wilh Seibel: Der 9.
45 Grad.
P. Munchen 192
Frei nach Marlitt.
600 Reichsmark.
EP. Mitunter ereignen ſich tatſächlich ſo
In Form eines
ſcheinliche Dinge, wie ſie von gewiſſen Sär
e Dacques auf.
lerinnen in Romanen erzählt werden, die frſ
Ende des 2. Ja
Vear
fiſche und ſolche, die es werden wollen,
ſeung dg 2
ſind. So fand, wie franzöſiſche Blätter H
wduktive Uebe
ein Mühlenarbeiter in der Nähe von Bergg
zn zum Opfer
er ſich in aller Frühe zu ſeiner Arbeit beiu
erlicher Bundesger
der Straße einen verſchloſſenen Korb, aus21
Mintem Ausmaß und
leiſes Wimmern zu vernehmen glaubte. Er

dur von Zobeltitz: 2
A
Deckel ab und erblickte, auf eine komplet
Helhoms Romanbih
ausſtattung gebettet, ein erſt wenige Taſ=)
Der Roman iſt d
Kind. Er trug den Korb mit Inhalt zu
N
em Illuſionen
nung zurück, wo ihn eine zweite Ueber:
nſchſten, Intriger
wartete: Beim Auspacken des Korbes entns
ſanrn Gründer
ein Paket mit 40 000 Franken in Banknote
üie dieſer beſonde
nüictzleit der Exiſt
dabei liegender Zettel trug die Worte:
wer, Naibität und
der dieſes Kind aufnimmt, wird belohnt wesd
von Erei
iſſen
Archöologiſche Funde.
Mtrnich das alles
M des Zuſtändlich
EP. Auf der Konferenz der ruſſiſchen Arm
niſchldert und leb=
wurde
mitgeteilt, daß in den Höhlen von SS.
W Aand, Der Liebe
Ausgrabungen Gräber entdeckt wurden,
Michert 250 RM.
30 000 Jahre alt ſind. Ferner wurden Knoug
Ein Reiterer
möglichen Urzeittiere gefunden, darunter voc
M der ſatiriſchen
mut, Nashorn und Höhlenbären.
Mi Liebesbar ſchi

Sie zeichnet auf dem Meeres

Riaciale gent, in
Haudterstrnl. u
ider Prlag. 9
Der Roman iſt
in aoße, dir
nchier Hül eit
Ehaen der Diek
Wi des Rodlaien
De zu Gondiet
ir Mitca
2i Pa

Frau Helen Damroſch Tee Van
hat, als Mitglied der Expedition Prof. Beo‟
behauptet, daß ſie während ihrer Arbeit he
fiſchen umkreiſt wurde. Vermutlich hat dut
einen Hut aus Vergrößerungsglas geine

Wit
h
ſtärkere
Mchrieben.
Sitz,
e Denichn.
Dohl
Deltlit
odern ein
R uisrn An
De Mchan
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Lenßehren=
Tauf
Derüicn
ind

dem Meeresboden bei der Inſel Haitt
pflanzen gezeichnet. Die Künſtlerin war im
anzug und trug einen Glashut. Ihro
ſind nun in New York ausgeſt llt. Frau 21

M
(Ne

[ ][  ][ ]

rnme

17

Darm
Mintintäißtizifäif
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icitite Wrdteftenfr ziF ARr Fif n

ſiädter Tagblatt /Heſſiſche Neueſie Nachrichten

20. Dezember 1927

V
V

Romane, Novellen, Erzählungen

Engel: Uhlenſpeigel‟. Ein deutſcher Gegenwartsroman. Otto
tüdberg Verlag, G. m. b. H., Berlin SW. 68. Preis 5,50 RM.
EEin Spiegel der Gegenwart iſt Georg Engels neueſter, groß=
neater
Roman. Der alte, uns von Jugend auf vertraute Schalks=
und Landfahrer Till Eulenſpiegel geht als moderner Wahrheits=
durch
das Deutſchland der Nachkriegszeit. Als Sinnbild des
tuell geſchärften, gciſtigen und politiſchen Erkenntnisdranges
arr Generation durchmißt er Höhen und Tiefen des heutigen Da=
rund
reißt den Schleier von üüberkommenen Anſchauungen und
rffen. Die Masken der Konvention, der Lüge und Heuchelei fal=
ud
das Antlitz der Dinge enthüllt ſich in ſeiner Nacktheit und
Mit höckſter Meiſterſchaft formt der Dichter das eſoteriſche
m. ſeines Helden, der die menſchlichen Züge unſerer Tage trägt, in
ehkeit aber die Verkörperung unſeres unperſönlichen Begriffes
uSt. die Idee der Wahrheitsſehnſucht des deutſchen Menſchen, das
läld kritiſch=ſichtender Verſtandeskraft.
v signo vinces: In dieſem Zeichen wirſt du ſiegen. Geſchichtlicher
yran aus Brandenburgs Wendenzeit von Adolf May. 320 S.,
ſ(es gebunden in Halbleinen 4,80 Mark. Verlag J. Wieſike in
aidenburg (Havol).
MOie VerlagZanſtalt J. Wieſike in Brandenburg, die uns aus der
berufener Schriftſteller ſchon eine ganze Reihe packender zeit=
nätlicher
Heimatromane gab, ſetzt ihr verdienſtvolles Werk mit
m. eben vollendeten Buche fort. In die Zeitſpanne von 20 Jahren
Sldolf May die ungeheure Wucht der geſchichtlichen und menſch=
Handlungen und Wandlungen ſeines Romans. Mit gleicher
ſterſchaft beherrſcht er den reichen Wechſel deuitſcher Landſchafts=
ſrider
damaligen Zeit, vom Havellande über Sachſen und Thürin=
vbB
in die Kaiſer=Pfalzen am Rhein und Niederrhein. Metallenen
kgs3 hallen Schwertprall und Schildgeklirr durch die farbenpräch=
h
Wilder ſeiner feſſelnd und ſpannend geſchriebenen Kapitel. Das
buut tief menſchlichen Erlebens ſtrömt warm durch das ganze Buch.
M EBolff: Auf dem Berliner Bahnhof. Das Leben einer Hamburger
ſwälie um 1860 96 Seiten, 8 In Halbleinen 2,75 Mk. Verlag
)Geora Weſtermann, Braunſchweng.
eluf dem Berliner Bahnhof betitelt der Verfaſſer eine Beſchrei,
y beines Elternhauſes, in dem ſich bei einem glücklichen Leben der
ſrneichen Familie eine ungemein reiche Geſelligkeit abſpielt. Bald
rſirnt uuns der Erzähler mit der Eigenart des Dichters Wilh. Jordan
ſten*, dann wieder berichtet er von einer edlen Tat Alfrod Krupps,
erk verſchafft er uns Eimblicke in das Revolutionsjahr 1848 kurz,
ſierührt uns mancherlei Wege innerhalb und außerhalb Hamburgs,
udumen man ihm gerne folgt, da die Darſtellung flüſſig und von
ſoi belebt iſt.
Ba; Job. Fr. d. Haſſel: Im Nebelgran und Morgentan. Dichtungen
4Maſurens Sagenwolt. 123 S. Klein=8, Verlag von Georg
ſermann, Braunſchweig.
Akaſurens Sagenwelt! Ein Dichter laufchte den alten Klängen
uſwfurmte ſie zu Dichtungen, zu Balladen, rhythmiſch vollendet und
wgwandioſer Sprach= und Stimmungsgewalt, die an die unſterb=
bſie
Schöpfungen Bürgers gemahnt. Die Bedeutung dieſer Dichtun=
wuſverhächt
weit über ihren lokalen Charakter hinas; ſie wenden ſich
lwat ganze deutſche Volk und reden eine eindringliche Sprache. Sie
wn zu jedem, der Deutſcher iſt und deſſen Herz für ſein Vater=
lowmnd
ſeinen reichen, poeſievollen Sagenſchatz begeiſtert höher zu
ſeſchan vermag. Erwähnt mag noch ſein, daß das geſchmackvoll
aiſurzrttete Büchlein auch einen beträchtlichen wiſſenſchaftlichen und
Eyſhrrülen Wert beſitzt: In einem Anhang bringt der Verfaſſer die
YſEihver ſeiner Gedichte, die Erzählungen und Sagen, die gerade in
ihſch ift primitiven, oft rührend einfachen Form den Leſer packen.
DE Seidel: Der Gott im Treibhaus. Ein Roman von Uebermorgen.
EMüinchen 1925. Buchenau und Reichert Verlag. In Gonzleinen
0 Meichsmark.
Irr Form eines Zukunftsmärchens greift Seidel einige Gedanken=
Me Dacques auf. Die merkwürdige, bunt bewegte Handlung ſpielt
mEſſde des 2, Jahrhunderts. Schlichte, ſtark empfindende, einfache
Tcaturſichtige Menſchen nehmen den Kampf gegen die ſcheußliche
Lac iſierung des Daſeins und gegen eine öde, zerſetzende und geiſtig
wwliktive Ueberkultur auf. Ein Krieg, dem auch die Zivilbevölke=
y
muim Opfer fällt, hilft ihnen dabei als plötzlich einſpringender,
miſicher Bundesgenoſſe. Es iſt eine Nückkehr zur Natur von un=
fultan
Ausmaß und die erſte große Verleugnung der Ziviliſation.
Fe on Zobeltitz: Theaterroman Dem Wahren, Edlen, Schönen
gelhorns Nomanbibliothek 38. Reihe. Band 9/10. Broſch. 1,50 Mk.
2r Roman iſt die Geſchichte eines großſtädtiſchen Theaterbaues
nlal en Illuſionen, hochfliegenden Hoffnungen. Enttäuſchungen,
Rey ſchaften, Intrigen der Beteiligten, mit idealen Plänen der
üeräſchen Gründer und ſehr realen Phantaſien der Geldgeber. Alle

o ieſer beſonderen Welt des Theaters und die mannigfache Aben=
hRlüh
=keit der Exiſtenzen, die ſich in ihr zuſammenfinden. Ernſt und
Epr. Naivität und Raffinement, Lebewelt und Armut, eine endloſe
m von Ereigniſſen und Verwicklungen unterhaltend, ſpannend,
berich das alles iſt mit eingehender Sachkenntnis und Beherr=
ſtn
des Zuſtändlichen mit viel Geſchmack und reifſter Erzählungs=
Ugſchildert und lebendig gemacht.
ich heand: Der Liebeskäfig, Kurt Ehrlich Verlag, Berlin SW. 61.
biichiert 2,50 RM., gebunden 3,50 RM.
Enn heiterer Roman aus dem heutigen Berlin, der das Ehepro=
ce
von der ſatiriſchen Seite anpackt und in heiteren Szenen ein ehe=
ſas
Liebespaar ſchildert, das trotz heftiger Eheſcheu zweimal in
ſtematsfalle gerät, in der es am Ende glücklich wird.
7,Zſchmeider=Förſtl: Märtyrer der Liebe. Roman. Leipzig. Heſſe
BEcker Verlag, 287 Seiten. In Leinen 4 Mark.
Der Roman iſt bereits in vielen Zeitungen abgedruckt worden
Nhuck eine große, dankbare Leſergemeinde gefunden. Der Roman,
ux einer Fülle eigenartiger Geſtalten belebt wird, ſchüldert zwei
2 Ayerinnen der Liebe: eine Mutter, die ihren Sohn hingeben wuß,
Duſ: einer frendloſen Ehe erlöſt zu werden, und eine Pflegemmtter
Ynt. Liebe zu ebendieſem Sohne, ihrem Pflegekind, die Schuld auf
Mid-, der Mutteu ihr Kind vorzuenthalten.
9,Aummi Papini: Ein fertiger Menſch. Ein Bekenntnisroman. 3
ſta in Ganzleinen 8 RM. (Allgemeine Verlagsanſtalt Müchen.)
Das erſchütternde Dohument einer einſamen und wilden Jugend.
Zwrde eine ſtärkere Beichte des ſuchenden und ſchaffenden Men=
geſchrieben
. Mit unerhörtem Schwung berichtet Papini von
n und Enttäuſchungen, von den Hoffnungen und dem Nieder=
uenes
Menſchen, der alles ſein wollte und nichts erreichte. Dieſes
*hellt ein Dobument menſchlicher Entwicklung dar wie wenige in
Feſamten Weltliteratur. Es iſt nicht nur die Selbſtbiographie des
ſſters, ſondern ein ſpannender Roman, in dem das Streben und
en der ganzen Goneration unſerer Zeit dargeſtellt wird.
7 weue Ullſtein=Romane der 1 Mark=Serie ſind erſchienen, die ge
ar ſind, dem großen Leſerkrcis der gelben Ullſteinbücher neus
funde zuzuführen:
Slling: Tauſch im Ring. Eine heitere, verwickelte Ge=
Fe aus der allerjingſten Vergangenheit, als die Wohnungsfrage
romnendſte und aufregendſte d’s Tages war. Fünf Perſonen
mine Wohnung, die Parteien kommen miteinander in Berührung,
Echmt es, als ob nicht nur die Wohnungen, ſondern auch die

EEſccheri en Wohnung und der bisherigen Frau. Ludwig
* Haus Molitor‟ Ein Roman, der das Problem der
Heſſt ion behandelt. Die Geſchichte vom Zuſammenbruch eines vor=
Nen Hauſes. Beſonders intereſſant iſt die Figur eines Mannes,
inttraumartiger Hellſichtigkeit einen Mord in der Familie entdecht
Qu ſeinem Rächer wird,
Riaen Morgenſtern. Die Schallmühle. Grotecken und Parodien.
4 farbigen Vildern nach Scherenſchnitten des Hünſtlers. In
Nan 6. Mk. R. Piper u. Co. Verlag, München.
ex neuer Morgenſtern und dazu noch ein humoriſtiſcher iſt
Shaiſende eine freudige Uebe raſchung! Alle Geiſter d.s Humots
ſich hier ein Stelldichein: Derbe Späße, zarte Wortkunſtiſtücke,
grodien, humorvolle dramatiſche Szenen und prächtige Phan=
Fanen reihen ſich in buntem Wechſel aneinander.

Wägen und Wirken Heimat und Baterland Beihefte: 1 Nach Oſt=
land
! Deutſche Balladen. 3. Deutſche Märchen. 4. Griechiſche
Sagen. 5 Germaniſche Götterſagen. 6. Germaniſche Heldenſagen.
7. Alte deutſche Schwänke. 8. Naturforſcher. 9. Fernes Land. Reiſen
und Abenteuer. 10. Von deutſcher Muſik. 11. Arbeit. 12. Volks=
brach
. 14. Rom. Kart. je 80 Mk. 1. Bilder aus der griechi=
ſchen
und römiſchen Sage und Geſchichte. Kart. 1,20 Mk. 3. Deutſche
Märchen. Kart. 0,80 Mk.. 11. Vom Rhein. Kart. 0,80 Mk. Verlag
von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin.
Die deutſche Oeffentlichkeit hat ſich gerade in letzter Zeit wieder ſtark
mit der Jugendliteratur beſchäftigt. Die Schwierigkeiten der Auswahl
in ethiſcher und äſthetiſcher Hinſicht ſind uns allen erneut zum Bewußt=
ſein
gekommen. Elternhaus und Schle werden zur Mitarbeit auf=
gefordert
, und bei der Auswahl der Bücher ſelbſt hat ſich gezeigt, daß
die Eignung eines Werkes oft durch einzelne Stellen geſtört wird, die
über die Grenze des jugendlichen Verſtändniſſes hinausgehen. Das
Beſeinanderſtehen von Kapiteln, die dem Erwackſſenen viel und den
Kinde nichts ſogen oder die für das jugendliche Empfinden direkt ſchäd=
lich
ſind, und ſolcher Stellen, die ausgeſprochen jugendpſychologiſche
kerte in ſich bergen, führt den Beobachter zu dem Gedanken einer
anderen Löſung: Man läßt durch berufene Pädagogen dichteriſche Werke
daraufhin ſichſten, ob ſich ohne Vergewaltigung der Form einzelne Teile
herauslöſen laſſen. Dann bringt man zu einem beſtimmten Thema dieſe
Auswahltexte in Form von möglichſt wohlfeilen Heften heraus.
Bert Schiff, Jwan und Feodora. Roman. Geheftet 4. Mk., gebun=
den
6.50 Mk. Verlag Philipp Reclam fun., Leipzig.
Der Juwelier Iwan iſt eim Stück vom heutigen Kaufmanns=yp und
Aſphaltmenſchen. Ihm ſteht die junge Feodora gegemiber, deren Leben
eng verwoben iſt mit der weiten ruſſiſchen Landſchaft und den Berg=
rieſen
der Alpen. Sie iſt mehr Mutter als Weib und bringt in heroiſch
naturhafter Opferbereitſchaft alles dem kommendem Kinde dar. Der
Verfaſſer führt mit leichter Hand in traumwandleriſcher Sicherheit an
den letzten Urgrund der Dinge heran,

Das beste Geschenk für lede Gelegenhelt
ist eine Originalradlerung oder ein
Reichsdruck
Radlerungen von 3., Relchsdrucke schon
von 75 Pfg. an in reicher Auswahl vorrätlg
bel
(19812a
Heinrich Schroth, vorm. Karl Buchner
Hofbuchhandlung
Rheinstraße 15

Lüdinghoff. Von Diedrich Speckmann. Roman. Oktav. B5 Sei=
ten
. Ganzleinen 5. NM. Mardin Warneck, Berlin.
Cord Lüding, ein Prachtjunge, Sohn eines kinderreichen Beamten,
gewinnt auf einer Familientagung der Lüdingſchen Sippe das Herz des
alten Jan Lüiding, eines nieberdeutſchen Bauern von echtem Schrot und
Korn, der ihn mit nach Hauſe nimmt, in der Hoffnung, an ihm, da der
eigene Sohn Opfer eines Unglücksfalles geworden, den würdigen Erben
für Lüdinghof, das Stammgut der Familie zu finden. Aber die
Gegenſätze von Alter und Jugend, von alter und neuer Zeit, von Stadt
und Land, von Autorität und Selbſtbeſtimmung, treden einander ſo
ſchroff entgegen, die ſich erhebenden Schwierigkeiten äußerer und innerer
Art ſind ſo groß, daß es jahrelanger ſchwerer Kämpfe bedarf, um das,
was zunächſt ſo einfach ſchien, glücklich durchzuführen.
Das Ende der Flittermonde des Hei=ho. Novelle von Prof. Dr. Ed.
Heyck. Verlag Moritz Schauenburg.
In entzückendem Einband präſentiert es ſich, auf welchem das Motiv
des chineſiſchen Götterdrachen in geiſtreicher Weiſe und in feinſter Far=
benzuſammenſtimmung
variiert iſt. Und der Inhalt, ja, der iſt auch echt
chineſiſch: man meint ordentlich, die Landſchaft, die Vegetation eines
lieblichen Teiles des Reiches der Mitte vor ſich zu ſehen; und die Men=
ſchen
ſie lieben und haſſen ja auch wie wir aber chineſiſch, eiht
chineſiſch iſt ihre Ausdrucksweiſe, ſind ihre Sitten und Gebräuche, iſt
vor allem ihr Ahnenkult, ihre unbegrenzte Hochachtung vor der Gelehr=
ſamkeit
.
Alexander Spedſtrup: Erik Gudmand. Roman. Stuttgart 1927, J. Engel=
horns
Nachf. Broſchiert 7.50 RM., in Ganzleinen 9.50 RM., in Halb=
leder
13.50 RM.
Dies Buch ſtand bei dem bekannten Preisausſchreiben des Golden=
dalſchen
Verlags in Kovenhagen in engſtem Wettbewerb mit Anker
Larſens Stein der Weiſen und wurde von einigen der Preisrichter
üiber das letztere Werk geſtellt. Dabei iſt es von ganz anderer Art: ein
richtiger Roman im guten alten Sinn, ein echtes Unterhaltungsbuch
voll packender Handlung und liebenswürdiger Herzlichkeit. Ueber allen
greifbaren Schönheiten des Buches ſchwebt der feine, behagliche Humor
und das warme innere Gleichgewicht, die ſich befreiend und beglückend
in den Leſer ſenken.
Golette: Renée Néré. Das Schickſal einer Frau. Roman. Paul Zſolnah,
Verlag.
Colette, deren Bücher die Literariſche Welt, kürzlich Verfüh=
rungen
einer bezaubernden Intelligenz, genannt hat, deren Mitzſou
ſo berühmt geworden iſt, erzählt in ihrem neuen Roman das Schickſal
einer Dreißigjährigen und ihrer neuen ſpäten Liebe. Sie erzählt ihre
Geſchichte, ihr Schickſal ſelbſt, erzählt es ſo ergreifend natürlich, mit
einer rührenden Scham und Grazie des Gefühls, die unauslöſchlich im
Herzen haften bleibt.
Jupp Brand, Roman von Otto Brües, Buchausſtattung Rudolf
Schlick=München. Erſte bis achte Auflage. Bühnenvolksbundverlag,
Berlin 1927. 392 Seiten 8.
Man kennt Otto Brües, den jungen Rheinländer, bereits als
Dramatiker und Lyriker oder als Verfaſſer kleinerer epiſcher Schriften.
Mit Jupp Brand tritt er zum erſten Male als Romandichter hervor.
Und wenn man ihn bisher in die Reihe der Wegbahner unſerer heu=
tigen
jungen Dichtergeneration zu ſtellen pflegte, ſo geſchah es, weil
man erkannte, daß in Otto Brües jungem heißen Dichtertum neuem
lebendigen Schaffen fruchtbarer Boden bereitet iſt, Jupp Brand iſt
ein ganz bedeutender Schritt tiefer in dieſe Erkenntnis. Jupp Brand
wütchtern und wirklichkeitsnah wie der Lebensatem unſerer Zeit, berührt
der Titel des Buches; aber voll von junger, heißer Kraft, köſtlich reich
an machtvoll zwingender Geſtaltung und rein dichteriſchen Werten iſt
das Werk ſelbſt. Brües: Buch iſt ein Zeitwerk, ein Buch vom Menſchen
der Gegenwart. In ihm verkörpert ſich der im Kriegserlebnis inner=
lich
Gewachſene, von Verantwortungswillen Erfüllte, der bewußt die
verwirrende und zerreißende Flut moderner Probleme in ſich ein=
ſtrömen
läßt, und, ſie in ihrer Bedeutung für Gemeinſchaft und Per=
ſönlichkeit
erfaſſend, geiſtig ſelbſt durchringt. Die kühne, gezügelte
Kraft, mit der Brües dieſes Erkennen und Ringen zu dichteriſchem
Erleben geſtaltet und dabei ſelbſt in die tiefſten Fragen heutigen
Menſchſeins vordringt, offenbart ſeine ganze perſönliche und künſt=
leriſche
Reife. Mit unverſchleierter Offenheit und dennoch abſoluter
Objektivität werden faſt alle uns heute bewegenden Frageſtellungen auf=
gerollt
, darunter auch manches ſchwierige, den inneren Menſchen auf=
vühlende
ethiſche Problem.
Graf Lewenborg und die Vagantin. Ein Abenteurer=Roman von Hans
Poſſendorf (W. Vobach u. Co. G. m. b. H., Leipzig). Leinen
3,50 Mk.
Hans Poſſendorf iſt vielſeitig. Nach ſeinen okkultiſtiſchen Romanen
kam der Klettermaxe und nun ein hiſtoriſcher Roman, der Roman
zweier Menſchen und eines Katers. Eine Dichtung aus unerdichteten
Ereigniſſen der letzten Phaſen des 30jährigen Krieges. Prag, Erfurt,
Magdeburg, Braunſchweig=Lüneburg, Bremen, Hamburg bilden die
geograßhiſche Baſis. Dr Kriegstroß der großen Armeen, das arme
und ausgeplünderte Deutſchland, Scharlatanderie, Abergla ben und
Hexenwahn ſtellen die Kuliſſen, die Komparſerie und das geiſtige
Niveau, in die der Autor hin in dieſe zwei Figuren ſtellt, die über
ihre Zeit hinauswachſen, menſchlich und doch von unbeugſamer Charak=
terſtärke
, einem grauſamen Schickſal, grauſam für Körper und Seele,
ausgeliefert werden. Eine pſhchologiſch fein durchdachte Handlung.
Trotz aller Irrungen und Verwirrungen ſiegt auch hier das Edle und
Gute über Brutalität und Gemeinheit. Man muß das Buch Isſen!

Marie von Geeben: Zurückgekommen, eine romantiſche Erzählung
zweier Schickſale, eine Wiederkehr auf Erden.
Es iſt eine Erzählung feinſiuniger Art, verflochten im Rahmen
neueſter Erzählungskunſt und jüngſter Zeiterlebniſſe. Ein Buch, das
an Vornehmheit und Güte viele beutige Neuerſcheinungen weit über=
trifft
. Preis geb. 3 Mk. Erſchienen im Verlage Paul Mähler,
Stuttgart.
In der Reihe der Gelben Ullſteinbücher für eine Mark erſchienen
ſoeben zwei Bände. Ernſt Weiß; gibt die Geſchichte eines jungen Arztes,
der der Wiſſenſchaft ſeine Geſundheit und den Frauen ſeinen Lebeus=
mut
opfert. Die Galeere, dies iſt der Titel des neuen Ullſtein=
buches
, bringt die Tragödie eines genialen Menſchen zur Darſtellung,
eines unſeligen Fanatikers, der jahrelang in einer Art Beſeſſenheit
ſchafft, bis er dann drei Frauen begegnet, deren Zauber ihn feſſelt und
ihm zum Schickfal wird. Das zweite Buch iſt ein Theater=Roman von
Fred Andreas, Die Flucht ins Dunkle betitelt. Der Noman
ſpielt hinter den Kuliſſen. Ein großes Theater wird durch einen ge=
heimnisvollen
Eindringling beunrnhigt. Dem Schauſpielerperſonal ge=
lingt
es auch mit Hilfe eincs Detektius nicht, des Fremden habhaft
zu werden. Das Nätſel um den Unbekannten findet ſchließlich eine über=
raſchende
Löſung.
Axel Lübbe: Das gefangene Gefängnis. Novellen. Broſchiert 4 RM.
in Ballonleinen 5,70 ReM. Einband von Walter Tiemann. In der
Sammlung Lebendige Welt, Erzählungen und Bekenntniſſe, her=
ausgegeben
von Frank Thieß. Verlag von J. Engelhorns Nachf.,
Stuttgart.
Vom Kainsgrund, dem vorhergehenden Werk des Dichſters, zu der
Novellenſammlung Das gefangene Gefängnis führt ein gerader Weg.
Nicht nur die allgemeinen Vorzüge, die Dr. Voß im Hannoverſhen
Kurier zu dem Ausruf drängten: Möchten die Deutſchen in Axel Lübbe
auch die eigentümlichen dunkelſchweren
ihren Dichter erkennen!
Stimmungstönungen, die ſchmerzvoll überwindende Grundeinſtellung zur
Nwwelt, die geheimisvolle Veräſtelung der Schickſale dies alles ver=
rät
wieder den Dichter des Kainsgrundes, der niemals mit dem Verſtand
allein, ſondern nur mit dem ahnenden Herzen ganz erfaßt werden kann.
So iſt auch Das gefangene Gefängnis ein Buch nur für reife nach=
denkliche
Menſchen.
Bergblumen. Drei Erzählungen von Reimmichl. 355 S. Halbleinen.
Verlagsanſtalt Tyrolia A.=G., Innsbruck Wien=München.
Alpenroſe, Edelweiß, Enzian voll würzigen und herben Duftes
iſt der Blumenſtrauß, der hier drei Frauengeſtalten und ihrem Schickſal
gewunden iſt. Aus Erdenleid und Not blühen die drei Frauen empor
zu klarer Höhe, zu ihren Sinnbildern, den drei Bergblumen. Jede
dieſer Frauen erlebt und erleidet ein anderes Schichſal, aber ſeder iſt am
Ende ein ſonniges Plätzchen bereitet, wo ſie, wie die Blumen der Berg=
welt
, feſt im heimatlichen Boden wurzelnd, eine Freude für Gott und
die Menſchen ſind.
Franz Werfel: Der Tob des Kleinbürgers. Novelle. Paul Bſolnay=
Verlag, Berlin SW. 68. Wien 4.
Mit nicht wehr überbietbarer Klarheit hat Franz Werfel dieſen
Bericht vom grandioſen Sterben eines Kleinbürgers geſchaffen. Ein
armſeliger, unter der Fuchtel zweier Weiber leidender, keines eigenen
Wollens fähiger, immer unter dem Regiment ſtehender kurz, ein alt=
öſterreichiſcher
Suhalterner wächſt durch das gehütete Geheimnis einer
Wirkung jenſeits des Todes über dieſen hinaus, erhält ſich gegen ihn,
bis er ſein Ziel erreicht hat. In deutlicher Viſion läßt uns der Dichter
hinter ergreifendem menſchlichen Geſchehen die Geſchichte vom Sterben
des alten Ocſterreich erkennen.
Geſchichie und Literaturgeſchichte
Unter den Selbſtbiographien, die in letzter Zeit veröffentlicht worden
ſind, ſind die unter dem Titel Aus meinem Leben erfchienenen
Lebenserinerungen des Führers, der deutſchen Bodenreformbewegung
Adolf Damaſchke von beſonderer Art. Eine der vom deutſchen
Volk meiſt geehrten Perſönlichkeiten, von den Umiverſitäten Berlin,
Gießen und Münſter mit dem Ehrendoktorat für Medizin, Tbeologie
und Rechtswiſſenſchaft g zeichnet, eine Perſönlichkeit, die es ver=
ſtanden
hat, auf dem Gebiete der Wirtſchaftspolitik beſte Köpfe faſt aller
politiſchen Parteien von der Rechten bis zur Linken unter einer Fahue,
der Fahne der Bodenreform, zu ſemmoln und beeinander zu halten,
ſchildert in glänzender Darſtellungsweiſe ihren Lebenslauf ſo lebhaf
daß der Leſer ſich faſt unmittellar in das ſeeliſche Erleben, von dem
der Verfaſſer bei der Niederſchrift bewegt war, mit hineingezogen fühlt.
Man kann dieſem Buch, worin ein Stück deutſche Kulturgeſchichte auf=
verollt
iſt, auch im Intereſſe der ſtaatsbürgerlichen Erziehung unſeres
Volkes weiteſte Verbreitung wünſchen. Die ſosben erſchienene neuo
Auflage (Verlag Reimar Hcbbing, Berlin) iſt durch jede Buchhandlung
zum Preiſe von 6 Mk. kartoniert und 7,50 Mk. gelunden zu beziehen.
Die Lebenserinnerungen bes Prälaten Dr. Paul Maria Bqumgarten
(Neue Brücke Veplag, Düſſelderf)
bieten für ſeden Abgeordneten und politiſch intereſſierten Herrn unver=
meidbares
Intereſſe. Prälgt Baumgarten war jahrelang Mittelsmann
des Zentrums zur päpſtlichen Kurie. Der im Original mitgeteilte
Briefwechſel aus den achtziger Jahren mit einem maßgebenden Zen=
trumsabgeordneten
des Reichstages wirft hochintereſſante Schlaglichter
auf die Abwicklung des Kulturkampefs ſowie auf die Differenzen inner=
halb
des Zentrums, die ſich an die Namen Windthorſt, Freiherr von
Schorlemer=Alſt, Graf Balleſtrem uſw. knüpfen. Namen wie Mini=
ſterialdircltor
Althoff, Abg. Prmz Arenbern, Kaiſerin Auguſta, Abg.
Graf Balleſtrem, Abg. von Bennigſen, Dr. Franz Binder, Fürſt Bis=
marck
und Graf Herbert Bismarck, Weihbiſchof Dr. Freiherr Zorn von
Bulach, Reichskanzler Fiuſt Bülow, Geſandter Freiherr von Cetto,
Miniſterpräſident Graf von Cvailsheim. Abg. Kaplan Dasbach, Pater
Heinrich Denifle, Eminenzen Kardinal Ehrle, Kardinal Frühwirt, Kar=
dinal
Kopp, Kardinal Galimberti, Kardinal Hergenröther, Kardinal
Jgcobini, Kardinal Melchers, Kardinal Merry del Val, Kardinal.
Mocenni, Kardinal Rampolla, Abg. Freiherr von Frankenſtein, Unter=
richtsminiſter
von Goßler, Biſchof Dr. Haffner Prof. Dr. Hanſen,
Direktor des hiſtoriſchen Archivs in Köln, Prof. Dr. Harnack, Abg.
Freiherr von Heeremann, Abg. Freiherr von Hertling, Abg. Freiherr
von Huene, Abg. Dr. Lieber, Unterſtaatsſekretär von Lucanus, Bahr.
Miniſterpräſident von Lutz, Kaiſerl. Statthalter von Manteuffel, Ge=
heimrat
Prof. Dr. Momnſen, Prälat von Montel, Abg. Reichensperger,
Botſchafter Graf von Revertera, Giovanni Battiſta de Roſſi, Preuß.
Geſandter Kurd von Schlözer, Abg. Dr. Freiherr von Schorlemer=Alſt,
Prof. Dr. Martin Spahn, Hofprediger Stöcker, Prälat Anton de Waal,
Prof. Dr. Wagner, Dr. Ludwig Windthorſt uſw. kehren auf den 421
Seiten des vornehmſt ausgeſtatteten und gebundenen Buches wieder.
Herrſchergeſtalten des deutſchen Mittelalters. Von Geheimrat Dr. K.
Hampe. 407 Seiten mit 19 Tafeln. In Leinenband 12. RM.
Verlag von Quelle u. Meher in Leipzig.
Mittelalterliche Kaiſerherrlichkeit, mit welcher Sehnſucht blickte die
Generation in der erſten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf ſie zurück, die
ſich ſo recht der deutſchen Ohnmacht bewußt war. Und auch wir, die wir
in der Außenpolitik jede Weltgeltung verloren haben, verſenken uns
wieder gerne in jene Jahrhunderte, in denen Deutſchland ſtark und
mächtig war und erinnern uns ſtärker als in den Tagen unſeres Glanzes
jener kühnen und kraftvollen Herrſchergeſtalten, deren eigenes Geſchick
mit des Reiches Schickſal auf Gedeih und Verderb verbunden war. Dar=
ſtellung
und Charakteriſtik zeugen von einer ungewöhnlich hohen Kunſt.
Kupferdrucktafeln von überraſchender Feinheit bilden einen wirkungs=
vollen
Schmuck des Werkes und geben dem Leſer Gelegenheit, die be=
handelten
Geſtalten und ihre Bauten auch im Bild kennenzulernen.
Edgar Iſtel: Bizet und Carmen‟. Der Künſtler und ſein Werk. 258
Sciten mit 2 Bildern auf Kunſtdruckpapier und zahlreichen Noten=
beiſpielen
. (In der Reihe Muſikaliſche Volksblicher, herausgegeben
von Adolf Spemann und Hugo Holle.) Stuttgart 1927, Verlag
Engelhorns Nachf. In Ganzleinen 5,50 RM., in Halbleder 8 RM.
Dem Kritiker bleibt die Feſtſtellung übrig, daß dem Verfaſſer die
Löſung der Aufgabe, die er erkannt und ſich geſtellt hat, auf das glſick=
lichſte
gelungen iſt Allerdings war er auch dazu geeignet, wie kein
Zweiter: Als im Lande der Carmen lebender Muſikwiſſenſchaftler, Kom=
poniſt
und Schriftſteller beſaß er alle äußeren und inneren Möglich=
keiten
, um den vielfältigen Stoff mit wiſſenſchaftlicher Schärfe und zu=
leich
künſtleriſchem Inſtinkt zu erfaſſei und den Ergebniſſen ſeiner
Forſchung jenen menſchlich packenden Ausdruck zu verleihen, dem die
Muſikaliſchen Volksbücher ihre große Breiten= und Tiefenwirkung
bisher ſtets verdanken konnten.

[ ][  ][ ]

Nummer 7

Jugendſchriften.

Güldenkettlein. Fünfzig neue Kinderlieder von Albert Sergel
60 Seiten mit 50 Bildern von Ernſt Kutzer. Halbleinenband 3. Mk.
Verlag, Franz Borgmeher, Hildesheim.
Die Mutter meiner Kinder! ſo lautet die Widmung, die Albert
Sergel dieſem Buche voranſtellt, in dem er uns wieder einmal mit dem
köſtlichen Schatze ſeiner kinderfröhlichen Veiſe und Lieder beſchenkt:
lieblich und drollig, trotzig und fri dlich regt ſich und reckt ſich, ſtreckt
ſich und legt ſich, was kindlich dem Kinde die Kindheit bewahrt. Es iſt
eine Wonne, dem Dichter in ſein ſonniges Kinderland zu folgen.
Neckiſch, ja faſt übermtitig, dann auch wieder beſinnlich und traut fließen
die Verſe dahin und werden ſich einſchmeicheln in Millionen von Kin=
derherzen

Elkan, Adele: Kinder einer neuen Zeit. 155 Seiten. Oktav. Ganzleinen.
Für Mädchen von 13 bis 17 Jahren. 4.50 RM. K. Thienemanns
Verlag, Stuttgart.
Die Erzählung ſpielt um die Jahrhundertwende in Berlin und iſt
ein Lied auf den deutſchen Bürgerſtand, deutſchen Fleiß und deutſche Ar=
beit
und eine Mahnung an jedes, an ſeinem Platz ein nützliches Glied
des Ganzen zu ſein. Aus dieſer Erkenntnis heraus ſehen drei Freun=
dinnen
das Leben an. Sie ſind Kinder einer neuen Zeit. Ihnen genügt
es nicht, als Haustöchter die Eltern für ſich ſorgen zu laſſen; ſie haben
ein Ziel: einen Beruf zu erlernen, in dem ſie arbeiten und tätige Mit=
glieder
der menſchlichen Geſellſchaft werden können.

Thienemanns Mädchenbuch, Band 29.
Eine Unmenge von Anregungen und Anleitungen aller Art, die den
jungen Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren von Nutzen und er=
wünſcht
ſind, enthält der neue 29. Band von Thienemanns Mädchen=
buch
. Neben luſtigen und ernſteren Goſchichten iſt auch die Unterhaltung
und das Vergnügen nicht vergeſſen. Namentlich gibt das Buch reiche
Anleitung zur Selbſtbeſchäftigung. So kann die Leſerin ihrer jüngeren
Schweſter einen reizenden Puppengarten mit Tiſch, Seſſel und allem
ſonſtigen Zubehör aus kräftigem Papier ſelber anfertigen. Der älteren
Schweſter hingegen kann ſie als hübſches Geſchenk ein Lautenband
flechten oder malen. Auch Beiträge zur körperlichen Ertüchtigung ſind
nicht vergeſſen worden. Ueber häusliche Atemgymnaſtik ſchreibt Berta
Steiner; über Jugendwandern Ernſt Fuchs. Der Blumenpflege, dem
Tiſchedecken, der Bauernmalerei ſind kleiner Aufſätze gewidmet. Dazu
kommen noch eine Anzahl Geſchichten von Elsbeth Steinbiß, Gräfin
Eva Baudiſſin, Elſe Model, Dr. Agnes Miegel, Sophie Wilmanns u. a.
Der Band iſt geſchmückt mit ſechs farbigen und etwa 140 ſchwarzen Bil=
dern
, dazu zwei Beſchäftigungsbogen.

Gg. Blecher: Walo, der Pfahlbauer. (Carl Bindernagel, Friedberg.)
Drei tüchtige Friedberger haben ſich für dies treffliche Buch zu
froher Arbeit zuſammengefunden. Gg. Blecher hat auf Grund ſeiner
hervorragenden wiſſenſchaftlihen Kenntniſſe ein tüchtiges Buch ge=
ſchafſen
, dem man Seite für Seite anmerkt, mit welch warmer Liebe
und herzlicher Freude es aufgebaut wurde. Reizend und überaus ſtini=
mungsvoll
ſind die 4 Bollvilder und mannigfachen Zeichnungen, die K.
Barnas, der zweite Friedberger, beiſteuerte. Usberreich ſind dieſe künſt=
leriſch
weit über der ſonft üblichen Schablone ſtehenden Boigaben. Aucb
den Veuleger, C. Bindernagel, als Dritten, aus unſerer Stadt, darf man
beglüchwünſchen. Es iſt mit Vergnügen feſtzuſtellen, wie ſorafältig die
Lruckausſtattung des Buches iſt, einſchließlich der, auch von K. Barnas
entwvorfenen, originellen Einbandzcichnung.

Die Quadriga im Weltkriege. Was vier junge Deutſche 19141913 er=
lebten
. Erzählr von Hans Caſpar von Zobeltitz. Georg Goetz, der
Infantexiſt Werner Holten, der Scemann. Aeder Band 6 Mk.
Dioſe Buchreihe iſt eine Tat. Sie hat ſich zur Aufgabe geſtellt, in
erzählender Form das ganze große Geſchehen des Weltkrieges der herau=
wahſenden
Jugend vorzuführen. Sie kommt nicht mit ſchwerem hiſtori.
ſchem Material, ſie führt nicht die Politik ins Treffen, ſie greift hinein
in d.s menſchliche Erleben, ſie gibt das wieder, was die Millionen jun=
ger
Männer in der ſchweren Zeit an den Frowten durchrungen und
durchkämpft haben, den Tubel des Sieges, den Jammer der Niederlage,
den Mut des Angriffes, die Angſt im Trommelfeuer, die Schmerzen der
Verwundung, die Herbheit und Größe des Todes. Alle Kämpfe werden
geſchildert, die des Körpers und die der Seele. Auch die Heimat iſt
nicht vergeſſen mit ihrer Sorge, ihrer Arbeit und ihrem Hunger. Die
ganze große ſchwere Zeit wird lebendig. Der Rieſenſtoff war in Sinem
Bande natürlich nicht zu bewältigen, nicht in das Erleben eines Jüng
lings hineinzuzwingen. So hat der Verfaſſer vier Freunde, die ſchon
auf der Schulbank der Freundſchaftsbund der Quadriga des Vier=
geſpanns
umſchloß, nebeneinander die Kriegsjahre durchlaufen laſſen,
jeden bei einer anderen Waffe, jeden auf anderen Kriegsſchauplätzen.

Waldemar Bonsels, Mario und die Tiere. In Leinen geb. 6,50 Mk.
Deutſche Verlags=Anſtalt, Stuttgart.
Der Dichter der Biene Maja und der Indienfahrt iſt mit
dieſem Buch in den Wald zurückgekehrt. Mario, der junge Held des
Buches, in deſſen Knabenſeele ſich Licht und Wunder der Wildnis
ſpiegeln, gerät nach dem Tode ſeiner Mutter, hilflos noch von dunklem
Drang nach dem Weſen der Tiere getrieben, in die Waldtiefen und
verwwildert dort vollſtändig. Aber dieſe Verwilderung iſt das Erleben
einer ungetrübten und unverfälſchten jungen Menſchenſeele in ihrer
innigen Gemeinſchaft mit Pflanze und Tier, mit Tag und Nacht, mit
Himmel und Erde. Unter der herben Obhut eines alten Kräuterweib=
leins
beginnt für Mario ein Leben wie am Anfang aller Dinge, mit
Leib und Seele erobert er ſich dieſe einſame Urwelt, kämpft in ſtillen
und wilden Abenteuern, zwiſchen Leben und Tod, mit dem Marder
und der Schlange, gerät in die Gefangenſchaft des Förſters und gewinnt
ſeine Freiheit mit Hilfe der Tiere zurück. Er erobert Bach, Fluß und
See mit dem ſelbſtgebauten Floß und wird Herr im Wald und in der
Natur, deren Licht und Kräfte ſein Teil werden, ſo von Freiheit er=
hellt
, von Daſainsglück und Unſchuld geſegnet,wie unſer aller Sinn es
in Lärm, Staub und Unruhe unſerer der Natur entfremdeten Tage
erſehnt.

Anleitung für Mütter und Lehrer zum Gebrauch der Zähl= und Ein=
maleinstafeln
. Von Prof. Dr.
Johannes Kühnel. Mit 10
farbigen Hundertertafeln und
Deckblättern als Uebungsmaterfal.
Im Beutel 2. Mk. Julius Klinkhardt, Verlagsbuchhandlung in
Leipzig.
Das Rechnen iſt für manches ſonſt ganz geſunde und geiſtig nor=
male
Kind vielfach eine Qual, und zwar nicht bloß im erſten Schmljahre,
ſondern faſt noch mehr im 2. und 3. Die meiſten Sitzenbleiber können
entweder die Rechtſchreibung oder das Rechnen nicht bewältigen, ſo wie
es die Schule heute noch vielfach treibt und fordert. Hier kommt den
beſorgten Müttern und auch all denen, die den naturgemäßen Fort=
ſchritt
ihrer Kinder ſichern wollen, ein Hilfsmittel entgegen, das in Ver=
bindung
mit der beigegebenen Anleitung jede gebildete Mutter i den
Stand ſetzt, in geeigneter, müheloſer und erfolgverſprechender Weiſe
nachzuhelfen.

Reiſe=Literatur

Rudolf de Haas. Im Saatel für Deutſch=Oſt. Auf Wildpfad und Fein=
desfährten
. Mit zahlreichen photographiſchen Ocginal=Aufnahmen.
Preis: Broſch. 6,50 Mk. Brunnen Verlag Karl Winckler, Berlin
SW. 68.

Männer in Wildnis und Krieg ſo klingt es als Grundton immer
wieder in dieſem Buche auf, das kein Kriesbuch iſt im militäriſchen
Sinn, denn neben, ja vor der Härte des Krieges ſteht hier die Wucht
der Wilen s. Stepe und Urwald, verdorrte Strecken der Verlaſſenheit,
Giftdunſt der Sümpfe Raubtiere dann, Schlangen , jeder Schritt
ein Kampf, jede Begegnung eine Bedrohung, was ſonſt Jagd war, iſt
jetzt Notwehr, hinter allem der Mangel, die Not ſo ſtand es um
dieſe Schar. Kein Freund ringsum. Was wird aus Verwundeten und
Kranken? Gibt es Ausſicht? Es gab Ausſicht. Hoffnung beſtand. Denr
dieſe Männer hatten ihren Mut. Was Lcttow=Vorbcck damals bedeutet
hat, iſt Geſchichtstatſache geworden, hier tritt es in perſönlichen Erleb=
niſſen
zu Tage.
Der Möwe Fahrten und Abenteuer. Erzähif von ihrem Komman=
danten
Korvettenkapitän a. D. Burggraf Graf Nikolaus zu
Dohna=Schlodien. Mit einem Bildnis des Verfaſſers. In
Ganzleinen gebunden 680 Mk. Verlag Friedrich Andreas Perthes,
Stuttgart/Gotha.
Graf Dohna, bei Ausbruch des Weltkrieges Offizier auf dem Linien=
ſchiff
Poſen, bekam im September 1915 den Auftrag, einen Hilfs=
kreuzer
auszurüſten, um zunächſt an der feindlich n Küſte Minen zu
legen und dann Kreuzerkrieg zu führen. Seine Heldentaten wurden
bald weit über die Grenzen unſeres Vaterlande hinaus bekannt. In
dieſem Buche erzählt er von ihnen ohne jede Ruhmredigkeit, mit der
Zeſcheidenheit, wie ſie ab

entſtehen, das hoch über die mehr oder weniger einſeitigen Kriegskicher
wie ſie uns im Ueberfluß vorliegen, emporwäckſt zu einem Heldenlied
voll perſönlicher Kühnheit und abentenerlichen Erlebens.

Titeratur und Kunſt

W Wer
20. Dezember 192/

9

Was wiſſen wir in Deutſchland über Amerika?
Aeußere Dinge wie Wolkenkratzer, Freiheitsſtatue, Niagarafälle.
Wir leſen von den Ueberſchwemmungen des Miſſiſſippi und den Frucht=
hainen
Kaliforniens Wir hören von Milliardären und ihren Ver=
truſtungen
ſowie von nervenaufpeitſchenden Prozeſſen. Aber wir wiſſen
nichts von den amerikaniſchen Stillcgungsverſuchen des geſamten Welt=
handels
, die eine große Gefahr für das enropäiſche Wirtſchaftsleben
in ſich ſchließen. Das aber iſt das Wichtige! Das ſoeben erſchienene
Buch von Oscar Sommer: Amerika will die Zeit feſtbinden (Verlag
Carl Schmalfeldt G. m. b. H., Berlin SW. 48 Preis 1.50 Mk.) ſchil=
dert
das Weſen Amerikas, das ſich nur dem klar enthüllt, der ſich in
amerikaniſches Leben und Denken einfühlt und zugleich objektiv dariber
ſteht.
Als ich und die Erde noch jung war. Von dem Adoptivſohn der Wild=
nis
. Mit zahlreichen photographiſchen Original=Aufnahmen. Preis:
in Leinen 10. Mk. BrunnenVerlag Karl Winckler, Berlin SW. 68.

Dieſes Buch führt in das tiefte Innere von Braſilien. Es leuchtet
hinem in die dunklen Bahnen der Wildnis. Es beherrſht die Kunſt,

ohne ſich wiſſenſchaftlich zu geben, dem Leſer, auch dem gebildeten
Kenntniſſe zu vermitteln und, darüber hinaus, ihn zum Nachdenken an=
zuregen
. Und doch unterhält es in ſeinem ſcheinbar leichten, in Wahr=
heit
überlegenen und beherrſchten Ton wie ein feſſelndes, lebhaftes und
kluges Geſpräch, Geſpräch eines Mannes, in deſſen Ernſt doch nodh
Glſick und Lachen der Jugend aufklingt, ſeltſam genug in dem Kampf=
geklirr
, das dem ſtreitbaren Leben dieſes fahrenden Ritters den bedeut=
ſamen
Grundton gibt. So wird das Werk zu einer machtvollen Ver=
herrlichung
des Abenteuers und der Wirklichkeit zugleich. Es iſt das
Hohelied der Wildnis.

Das Buch Lindberghs über ſein Leben und ſeinen Flug.
Mußte dieſer Mann ein Buch ſchreiben, der anſcheinend keine andere
Verechtigung dazu hat als eine kühne Tat! Ich muß geſtehen, daß mich
ein derartiges Bedenken engriff, als ich den geſchmackvoll ausgeſtatteten
und reich bebilderten Brockhaus=Band (2,80 Mk.) mit dem Titel Wir
Zwei, im Flugzeug über den Atlantik in die Hand nahm. Eine ſolche
Ueberlegung iſt gerade heute verſtändlich, wo die Flut von Neuerſchei=
nungen
über allerlei Helden vom Tage immer höher ſteigt. Ich leſe
die erſten drei oder vier Seiten des Buches über die Kindheit Lindberghs
und kann nicht ſagen, daß ſie mich ſehr gefeſſelt hätten. Sie ſind etwas
trocken geſchrieben, was wohl daran liegen wird, daß dem Gegenwarts=
menſchen
Lindbergh die Vergangenheit eben temps passé, alſo unwichtig
iſt. Er geht völlig in den Forderungen der Stunde auf und ſchaut
offenſichtlich nicht gern zurück, ſondern viel lieber geradeaus. Aber dann
kommt er auf ſeinen Beruf und das Daſein zu ſprechen, das er liebt
und wie er es wahrſcheinlich immer lieben möchte: auf ſein Flieger=
leben
! Und jetzt feſſelt er allerdings den Leſer beträchtlich! Dann be=
richtet
er über ſeinen Ozeanflug. Es iſt eine Freude, wie beſcheiden.
Wer gern ztviſchen den Zeilen lieſt, vermeint manchmal ein ſchelmiſchen
Augenzwinkern Lindys zu ſehen, das etwa heißt: macht doch bitte
kein Aufhebems. Viel wichtiger als meine Tat iſt ja der ideelle Auf=
ſchwung
, den die Bemühungen Zeit und Raum zu überwinden durch ſie
gewonnen haben.

André Siegfried, Die Vereinigten Staaten von Amerika; Volk, Wirt=
ſchaft
und Politik. (Der Aufbau moderner Staaten, eine Sammlung
von Staaten=Monographien, Band 2.) Aus dem Franzöſiſchen über=
ſetzt
durch C. und M. Loosli=Uſteri. 303 Seiten 80
Preis: broſch.
15,60 Fr., 12,50 Mk., geb. 18,75 Fr. 15. Mk. Orell Füßli Verlag,
Türich und Leixzig 1927.
In Büchern über die Vereiigten Staaten iſt kein Mangel; ſolche
ins Deutſche zu überſetzen, heißt beinahe Eulen nach Athen tragen.
Was rechtfertigt alſo die Publikation dieſes neuen Amerikabuches? Es
iſt weder ein Reiſebuch, das mehr oder weniger geiſtreich, flüchtige
Bilder feſthält, noch eine ſchwerfällige kompendöſe Stoffanhäufung, ſon=
dern
das Werk eines tiefſchürfenden, wahrheitsſuchenden Geiſtes, über=
legen
und gerecht, dabei unterhaltſam, ja gewitzig, ohne je trivial oder
oberflächlich zu werden. André Siegfried iſt Profeſſor an der Hoch=
ſchule
ſfir politiſche Wiſſenſchaften in Paris. Sein jüngſtes Werk wird
in Frankreich, England und Amerika als das klügſte und überlegenſte
Buch, das ſeit langem über die Vereinigten Staaten geſchrieben worden
iſt, bezeichnet. Auffällig iſt, mit welcher Awerkennung die Amerikaner
das Werk Siegfrieds aufgenommen haben, trotz der kritiſchen Einſtellung
des Verfaſſers.

Das Vermögensſteuergefetz vom 10. Auguſt 1925 und 31. März 192e
mit Aus= und Durchführungsbeſtimmungen, für die Praxis erläutert
von Steuerſyndikus Dr. W. Bruck, Diplom=Sachverſtändiger, Ber=
lin
. Zweite, erweiterte Auflage. Steuerkommentar der Praxis
Band 4. Preis broſchiert 14. Mk., in Leinen gebunden 16. Mk.
509 Seiten. Induſtrieverlag Spaeth u. Linde, Berlin W. 10, Wien I.
Hatte die Praxis ſchon beim Erſcheinen der erſten Auflage Gelegen=
heit
, die Erläuterung dieſes wichtigen Steuergeſetzes zu erproben, ſo
kann dies in noch höherem Grade von der zweiten nun vorliegenden
Ausgabe gelten, die mit Recht als eine erweiterte bezeichnet. Der ganze
umfangreiche Rechtsſtoff iſt mit großer Klarheit und, was beſonders
hervorgehoben werden ſoll, nicht zu unterſchätzender Gründlichkeit be=
arbeitet
. Das Buch bedarf keiner weiteren Empfehlung, es iſt in ſeiner
Art muſtergültig zu nennen.
Juſtizrat Lindt in Darmſtadt.

Die Irrengeſetzgebung in Deutſchland nebſt einer vergleichenden Dar=
ſtellung
des Irrenweſens in Europa (für Aerzte, Juriſten und ge=
bildete
Laien) von Profeſſor Dr. E. Rittershaus, Hambu=
Friedrichsberg. Berlin und Leipzig 1927. Verlag von Walter de
Gruyter u. Cie., Berlin und Leipzig. Geh. 12. Mk.

Gerade zur rechten Zeit, während die Geſetzgebung mit einer über=
fälligen
Neform unſeres veralteten Strafgeſetzbuchs beſchäftigt iſt, er=
ſcheint
dieſes Werk, dem eine weite Verbreitung in den beteiligten
Kreiſen nur zu wünſchen iſt. Irrenfürſorge und Irrenſchutz ſind Dinge,
die uns, die wir unter den Folgen der Kriegs= und Nachkriegszeit ſo
ſchwer leiden, eingehend beſchäftigen müſſen. Gerade Autoren, die,
wie der Verfaſſer, mitten in der Praxis ſtehen, ſind vorwiegend be=
rufen
, den geſetzgebenden Faktoren hier beratend und wegweiſend zur
Seite zu ſtehen. Dieſen Zweck dürfte das Buch in hohem Maße er=
füllen
.
Juſtizrat Lindt in Darmſtadt.

Menſchheitskunde. Von Profeſſor Dr. H. Friedenthal. 137 Sei=
ten
. Gebunden 1,80 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig.
Der Menſchheitsbegriff tritt heute immer mehr in den Mittelpunkt
jeder menſchlichen Tätigkeit, und die neue Wiſſenſchaft der Menſch=
heitskunde
dient ſeiner Erforſchung, Vertiefung und Ausbreitung. Es
iſt ein großes Verdienſt der bekannten Sammlung Wiſſenſchaft und
Bildung, das ſie mit dieſem anregenden Bändchen in den ganzen
Fragenkomplex einführt. Selten bekommt man ein Buch in die Hand,
das ſo von Anregungen ſprüht und den Leſer von Anfang an in ſeinen
Bann zieht. Nicht zuletzt ſei der hohe ſittliche Geiſt erwähnt, der die
ganze Darſtellung durchdringt mit dem Endziel einer Veredlung der
Menſchheit.

Dr. Rudolf Harms, Kulturbedeutung und Kulturgefahren des Films
(Wiſſen und Wirken, Band 44.) Verlag G. Bram. Preis 1,80 Mk.
Innerhalb 25 Jahren hat ſich der Film nicht nur techniſch vervoll=
kommnet
, ſondern es hat ſich auch neben dem reinen Unterhaltungs= und
Spielfilm der Kultur= und Lehrfilm entwickelt. Bei der großen Ver
antwortung, die er ſeir die Volksbildung übernimmt, je mehr ſein An=
hängerkreis
und guch ſeine Feinde wachſen, wird eine eingehende Un=
terſuchung
über ſeine Kulturwerte und ſeine Kulturgefahren eine drin=
gende
Notwendigkeit.

Briefe aus dem Reichstag, von Guſtav Schneider, M. d. R. Groß=
oktav
, 250 S. Ganzl. 6 Mk. Siebenſtäbe=Verlags= und Druckerei=
Geſellſchaft, Berlin=Zehlendorf.
Guſtav Schneider, der bekannte demokratiſche Reichstags=
abgeordnete
und Angeſtelltenführer, gibt hier einen intereſſanten Ein=
blick
in die Arbeitsweiſe des Reichstags und die Ergebniſſe dieſer Ar=
beit
auf ſozialpolitiſchem Gebiete. Die Briefe, die den Zeitraum der
letzten drei Jahre umfaſſen, ſtellen in ihrer Materialfülle eine wahre
Fundgrube für den Wirtſchafts= und Sozialvolitiker bar. Sie beſchäf=
tigen
ſich hauptſächlich und das verleiht dieſen Aufzeichnungen eines
Arbeitnehmerführers einen E
onderen Reiz gerade mit ſolhen Fra
gen, die in den Tageszeitungen eine weniger ausführliche Behandlung
erfahren, und geben ſo dem Wiſſensdurſtigen, der ſich über den mehr
internen, der Oeffentlichkeit nicht mehr ſich bar werdenden Gang der
parlamentariſchen Arbeit näher unterrichten will, wertvollen Aufſchluß

Dentſche Marinegeſchichte. Ein ſolches volkstümli hes Buch war zu
einem Bedürfnis geworden! Schen ſeit langem herrſchte der Wunſch,
eine leicht faßlihe, nicht zu weitſchweifige Geſchichte der deutſchen Ma=
rine
voii ihrem Anfang an zu haben. Endlich iſt diefer Wunſch er
füllt! Wohl kein Zweiter als Admiral v. Manteh iſt berufen
eine Deutſche Marinegeſ hichte zu ſchreiben. In ſeinem Buche bringt
er das Wichtigſte aus der Entwicklung der deutſchen Marine vom Zeit=
punkt
an, wo der rote Brandenburgiſche Adler auf weißem Felde anf

kurfürſtlich=brandenburgiſchen Schiffen zum erſten Male gehiſt 19
bis auf die Gegenwart. Das Buch iſt ſowohl als ein Leitfadeu
den Unterricht in der deutſchen Marinegeſchichte, als auch als Leu.
Nachſchlagebuch für alle Volkskreiſe gedacht. Ueber 60 Abbils),
ſchmücken das Brch, welches auf Kunſdruckvapier gedruckt unds
klaſſig ausgeſtattet iſt. (Verlag Offene Worte‟, Charlottenburg

W r
2 Wr

Briefwechſel Friedrichs des Großen mit ſeinem Bruder Prinz 80

Wilhelm. Herausgegeben von Prof. D:m,P. B. Volz. Leipzig=


Nicht nur ein hiſtoriſches Dokument erſten Ranges, auch ein

des Seelengemälde iſt dieſer Briefwechſel des Kronprinzen und 6 dem zweitgeborenen Bruder, in den er zugleich den Throrrde
P
Hue Ket
ſah. Die zweite Hälfte der vierziger Jahre, für die vertraulichen9
teilungen des Königs bisher faſt völlig fehlen, wird lebendig

lich tritt das geſteigerte Lebensgefühl nach den Sorgen der Schlof=
me
Me *
Kriege zutage, bis die ſchwarze Wetterwand aufzieht, die den a
2W et
des Siebenjährigen Krieges ankündigt. Der Band ſchließt mn
militäriſchen Kataſtrophe des Prinzen, die zugleich zum unbeilf
ſigen 4i.
Bruch zwiſchen den Brüdern führt.
A ce

Uinſer Wild und ſeine Maler. Acht farbige Wiedergaben nach Geuty
von Drathmann, Frieſe, Kröner, Liljefors, Karl Wagner, Zi.
mann. Mit einem Begleittext. (Seemanns farbige Künſtlernm
Nr. 98.) Leipzig, Verlag von E. A. Seemann. 5,00 Mk.

Eine ſolche Mappe in der bekannten Seemannſchen Samr
zu bringen, war gewiß ein glücklicher Gedanke. Dem großen .
der Jäger, Jagdliebhaber und Tierfreunde werden hier Meiſte z
der bedeutendſten Wildmaler in originalgetreuen Wiedergaben ge
Dazu ein einleitender Text aus der Feder eines bekannten Jogdo,
ſtellers, der, durch Bilder unterſtützt, die Geſchichte der künſtlex;
Darſtellung des jagdbaren Wildes von der vorgeſchichtlichen Ze
zur Gegenwart behandelt. Ein ſchönes und wohlfeiles Weihrn=
geſchenk
ſür alle Natur= und Jagdfreunde.

Hus net
Manicht P."
2 Sre
Dr.*
zu Hüte Peit
Hwie wüire. 2
ſteu Aütumigt.
in ich iche
u Lnt

Egon von Kapherr: Aus Herrgotts Tiergarten, 2. Folge. V'
E. Haberland, Leipzig C. 1. Broſch. 4/0 RM.

Der weit über die Grenzen Deutſchlands wohlbekannte Vexd
bringt den zweiten Band ſeines Buches Aus Herrgotts Tieray=
heraus
. Er hat dieſe zweite, 27 Tiergeſchichten umfaſſende Folag
Andenken ſeines verſtorbenen Verlegers, des Herrn Ernſt Hab=
ſeinem
Mitkämpfer für Tierliebe, Tierſchutz, Tierrecht und Tier
gewidmet. Die Herausgabe dieſes zweibändigen Werkes, dem 1
drittes und abſchließendes folgen ſoll, iſt eine Kulturtat! Di
zelnen Tiergeſchichten ſind in prachtvollem Deutſch geſchriebenn
zeigen uns wieder die virtuoſe Meiſterſchaft des Verfaſſers in fi
licher Hinſicht. Die Naturbeſchreibungen ſind von fabelhafter Ze
und Schönheit; jede Zeile zeigt uns den begeiſterten Naturforſches
Naturfreund, den Künſtler.

Wilhelm Hochgreve: Vom Siebenſchläfer bis zum Kronenhirſch.
lag E. Haberland, Leipzig C. 1. Preis in Ganzleinen 6,50 Rs,

. Surdlit

eutlich heim;
M0 Mei, nehe
rige giont.
W. 2a04
*

Btzuria Vald
gorwerein .
Mion Wishauſen
gützet Darmit.
Hn n
Altoria Urberach
rfelde
ZueV.
gen
z. Sprend
Griesheim

die bemerkenswerteſt
Münſter eingeholt
n Mannſchaften vor
Ausnachme von Gr.
imn darf alſo der En.
Spamung entgege
FC. Biktorin

Biktoria Griesheim
mnchienen. Rot=Weiſ
ſtunn aus der Liga au

Dieſes neue Buch von Wilhelm Hochgreve reiht ſich würdck,
ſeinen Vorgänger Familie Borſtig an. Lebendige, gemütvolln
ſcharfſinnig erſchaute Tiernobellen wechſeln mit wundervollen feimnn
gen Naturbildern und den Schilderungen göttlicher Weidmannsſt i
in den Bergen, in Feldern und Mooren ab. So ſchildert nuu
ch bis kurz vor Ech
gotrbegnadeter Mann, der das Weidwerk in edelſtem Sinne
Stand 1:0 für Gr
hat. Neben wuchtigen dramatiſchen Szenen ſprüht auch ein geſu.d
ſtädter aus der
herzerquickender Humor.
ſüuß gab der Schie
Tierſkizzen aus dem Frankfurter Zoo von Erna Pinner,
vern
ich pr
K
Erna Pinner, über deren feine, intim gemeiſterte Tierzeichnurg / wui d
Wirte, ſo
an dieſer Stelle gelegentlich einer Ausſtellung in Darmſtadt ausfüü= ſpiel ſtand ſtark und
geſprochen wurde, hat ein entzückendes kleines Büchelchen herausge ub
ſrigen far und einw
Tierſkizzen aus dem Frankfurter Zoo mit Text von der Malerin
F
und dem Direktor des Zoo’s Dr. K. Priemel. Das ſehr gut gedr
Büchelchen enthält eine Reihe feiner Tierſkizzen, die Erna Pin
Eine Ueberraſchu
Frankfurter Zoo nach der Natur geſchaffen hat. Auch in dieſen 35MyUnwartet hatte, gab es
dern erweiſt ſie ſich wiederum als die Künſtlerin, die es meiſterhe
ſteht, den Tieren der Wildnis auch in der Gefangenſchaft ihr Charat/ Pe Mr Nerde Niche.
grube; aber noch wei
ſtikum abzulauſchen und dieſes in ganz wenigen, ungemein geſchick
fürmen, während es

ſetzten Strichelchen bildhaft überzeugend feſtzuhalten. Es iſt tatſäcku
eine Meiſterſchaft, die zurzeit von kaum einem Künſtler ſo beher
wird, wie von Erna Pinner in ganz feinen Linien ſo viel Form unm
viel lebendige Bewegung zu geben.

ſchon bei Beginn de.
lar, daß es einfach ni
dem Mundwerk Fuß
*t
hlen des bewährten
deman, michte
der ſich d

beins Pech mit ſein
n Mittelläufer de
mit in Zuſpiel und
ia, die in der
ſch diesmal eir
iue rein garnicht
ommen, und ſe
Sürmer. Leh
ind Bollmann
Men des Sturms m

Prof. Dr. K. Eſſelborn hat ein altbeliebtes Heimat= und Volks )0 hen. So ſpiel
der Vergeſſenheit entriſſen und vor dem Verluſt bewahrt; es iſt die s
tete.
zühlung Das Griesheimer Haus. Eine Wald=, Jagd= und S.=N7 uas
geſchichte des 18. Jahrhunderts von Ernſt Pasque, herausgegeben
Prof. Dr. Karl Eſſelborn. Der Verfaſſer führt uns hinein in die
Ludwigs des Achten, des großen Jägers, und allerlei ergötzliche Epit
ziehen an dem Auge des Leſers vorüber. Die Zeit um 1748 mit
Poeſie, mit ihrer reichen Geſchichte wird vor dem Auge des Aſhrige Man
ebendig. Allerlei ſpukhafte Geſtalten tauchen auf, geſchichtliche Pes
lichkeiten, wie der Landgraf Ludwig der Achte, Oberjägermeiſter
nigerode, Hofprediger Dietz, Kapellmeiſter Enderle, ſind hineingeflo n=
Die ganze Erzählung iſt ein mit Humor gewürztes Meiſterſtück un n=
bei
ein Stück Heimat= und Volksgeſchichte im beſten Sinne. Kein.
wird es unbefriedigt aus der Hand legen.
in, daß Kohr aus
Angewandte Pſychologie. Von Profeſſor Dr. A. Wreſchner. 158 8
Gebunden 1,80 Mk. Verlag von Quelle u. Meher in Leipzig.
Die Einſicht über die grundlegende Bedeutung der Pſychologi!
faſt alle Zweige des praktiſchen Lebens bricht ſich heute immer
Bahn. So iſt es ſelbſtverſtändlich, daß in der bekaunten Samnn?
Liſſenſchaft und Bildung das Gebiet von einem unſerer tüchtfn1
Pſychologen bearbeitet wird. Er verſteht es dies muß vorweg E
werden vortrefflich, die unüberſehbare Fülle von Methoden, E‟
niſſen und Möglichkeiten zuſammenfaſſend darzuſtellen. Das gef:
Gebiet der angewandten Pſychologie kommt in dieſem Buche wieden
ſeinem Recht, ja es wird ſogar ihre Anwendbarkeit, nicht nur din
reits bekannte Anwendung einbezogen.
Advokatenkniffe, von einem Staatsbeamten. 200 Seiten, Preis g:9
den 5. Mk. Max Heſſes Verlag, Berlin W 15.
Ich muß geſtehen, daß ich mit einigem Mißtrauen an die Le
des Buches gegangen bin. Der Titel verſpricht viel, aber daß
gleich vorweggenommen der Inhalt hält mehr. Der Verfaſſer wo
ſich keineswegs gegen den Rechtsanwalt im allgemeinen, deſſen
Miſſion er immer wieder betont, ſondern er will den Nichtfuriſten
die ſogengnnten Advokatenkniffe, die gleicherweiſe Gemeingut 10
pflichtvergeſſenen Anwalts wie des Prozeßkrämers ſind, aufllären 10
ihn vor Schaden bewahren.
Band 4: Von der Seele der Baukunft, von Prof Dr.=Ing.
Klopfer. Preis 3. RM.
Mer
Das Buch will etwas anderes ſein, als ein Lehr= und Nachſche.
buch über die Geſchichte der Architektur, denn der tiefere Sinn aul=
großen
Geſchehens, die Seele der Baukunſt, die den Meiſtern erih

ni gernde die mr
Mu bei, den g

ſte, die wohl
Weribiel haten.
gen zu zwei b
c angeher
W glatten T
iſt bor des
*Mmeit
wrden

ſolcher Litergtur nicht berührt. Gerade das aber iſt die Abſichtt
Buches.
Frag noch was! Des Frage= und Antwortbuches zweiter Leil=
einer
Einleitung von Arthur Rundt. 164 Seiten. E. P. Lal i=
Verlag, Leipzig=Wien. Kart. 2. Mk.
Das Büchlein Frag mich was! hat raſch eine Fortſetzung
lommen. Wurde jenem nachgerühmt, daß es amüſant und unterhn.
zuſammengeſtellt war, ſo muß von dieſem geſagt werden, daß es 4
ſeinem Vorläufer nicht zurückbleibt. Auch hier betonen Auswag!
Zuſammenſtellung der Fragen, daß es ſich um eine heitere Sa0
ein Spiel handelt.

Soennecken=Riugbücher ſind die zweckmäßigſten und wirtſchel 1
ſten Notizbücher. Die auswechſelbaren Blätter werden in einem 2l
einband feſtgehalten. Sie können einzeln leicht herausgenomme‟
an beliebiger Buchſtelle eingefügt werden. Beim aufgeſchlagenel
liegen die Blätter vollkommen flach auf, bilden alſo eine ebene Sch
fläche. Soenncchen=Ringbücher werden mit ſchmalem Rüch.
Taſchen Notizbücher und mit breitem Rücken, letztere bis zu Goſſobe
und mit Regiſterblättern hergeſtellt. Die Bücher ſind entwen."
Kunſtleder oder feinem Leder gebunden; die Taſchen=Notizbucher
auch in Luxusledereinband geliefert, ſo daß jedem Verwendunge
und Geſchmack entſprochen werden kann. Die Verwendungsmogt.
dieſer vorteilhafteſten aller Vormerkbücher iſt eine unbegrenäle
leiſten beiſpielsweiſe dem Privatmann als Notizbuch, dem Geſie
mann als Verzeichnis für alle erdenklichen Zwecke, dem Neileie"
Neiſehauptbuch, dem Studenten als Kollegbuch ebenio volät
Dienſte, wie in der Privatwirtſchaft als Haushaltungsbuch, Roche
buch, eis -ch4argl.

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Dienstag, den 20 Dezember 1927

Sport, Spiel und Turnen.

Mr

* Fußball im Kreis Starkenburg.
Die Kreisliga nach dem 18. Dezember 1927.
Eermania 03 Pfungſtadt 1. FC. Langen 0:1 (0:1).
Biktoria Urberach Sportverein Münſter 5:0 (2:0).
Biktoria Walldovf Fußballverein Sprendlingen 6:3 (3:1).
Bolizeiſportverein Darmſtadt T.u. SV. Mörfelden 1:1 (1:0).
s Kreisligaprogramm des 18. Dezember war in letzter Stunde
AXie Abſetzung des Spieles Union DarmſtadtUnion Wixhauſen
eu. Treffen verringert worden. Die reſtlichen Spiele brachten bis
ur Ausnahme die erwarteten Favoriteniiege. Die Ausnahme bil=
uss
Spiel der Darmſtädter Polizei gegen Mörfelden, wo es dem
melang, ein bemerkenswertes Unentſchieden herauszuholen.
labar liegen den Ordnungshütern beſtimmte Mannſchaften nicht,
hon das Vorſpiel in Mörfelden brachte ihnen eine Niederlage.
sollrigen Reſultate gehen mehr oder weniger in Ordnung.
m. Pfungſtadt gab es den erwarteten harten Kampf. Bereits fünf
Autrmi nach Beginn erzielten die Gäſte überraſchend ihr Tor und
ya das Ergebnis dann auch gegen die heftigen Angriffe der Ein=
wicgen
. Der Kampf war hart und aufregend bis zum Schlußpfiff
Alsrſendt hätte gewimnen können, wenn ſein Sturm durchſchlagskräf=
Tagdweſen wäre. Im übrigen boten aber die Gäſte eine recht aus=
warie
Leiſtung. In Urberach gab es die erwartete Rewanche, die
dichroch recht ſaftig ausfiel. Ab kommenden Sonntag werden die
aner aber weniger leicht zu ſchlagen ſein. Walldorf zählte
dchFV. Sprendlingen ſeine knappe Vonſpielniederlage ebenfalls
och deutlich heim; die drei Gegentore Sprendlingens überraſchen
isglich dobei. Ueber das Darmſtädter Spiel iſt weiter oben ſchon

üß ige geſagt.

21
*

FC. Langen
38:1
13 2
on Darmſtadt
12

44:16
ſikoria Walldorf
4
porwerein Münſter . . 14
40:
naon Wixhauſen
3
.. 13
röizei Darmſtadt
.. 14

*
er mania Pfungſtadt
33
.. 1
ihsoria Urberach
..
2
Lu-SV. Mörfelden
.. 14 4 2 8
R!
Sprendlingen
.. 14
22::
ſihroria Griosheim . . . 13
1 10 2
3
ſie bemerkenswerteſte Veränderung in der Tabelle iſt die Tatſache,
dd iMT inſter eingeholt worden iſt. Möglicherweiſe dürften ſich noch
eiſſy Mannſchaften vor Münſter ſchaffen. Auch am Ende iſt man
ulussnachme von Griesheim lebhaft daran, Terrain aufzuholen.
Mſſdarf alſo der Entwicklung der Dinge an den nächſten Sonntagen
niſſönannung entgegenſehen.
FC. Viktorig Griesheim V.f.L. Rot=Weiß 4:1.
ßit toria Griesheim konnte ſich für die Niederlage beim Vorſpiel
rewhgeren. Rot=Weiß mit nur 9 Mann hatte gegen die mit drei
WIa mus der Liga antretende Liggerſatz einen ſchweren Stand, konnte
jelſ bris kurz vor Schluß das Spiel offen halten. Bei Halbzeit war
de ſrömend 1:0 für Griesheim. In der zweiten Hälfte ſchoſſen die
Oixſtädter aus dem Gedränge das Ehrentor. 10 Minuten vor
Süygab der Schiedsrichter für Griesheim einen Hand=Elfmeter, der
au mprompt verwandelt wurde und der die Not=Weiß=Mannſchaft
ctyw heprimierte, ſſo daß ſie nicht mehr den nötigen Eifer zeigte. Das
SIß kand ſtark under dem Einfluß der Witterung und wurde im
ühmen fair und einwandfrei durchgeführt.

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2 Wr

FV. Biblis Bürſtadt 0:2 (0:0).
fux Ueberraſchung, wie ſie wohl keiner der zirka 300 Zuſchauer

ermrer hatte, gab es diesmal auf dem ſchneebedeckten Bibliſer Platze.
ELn gerade nicht allzu mollig in der gefürchteten Bibliſer Löwen=
gur
; aber noch weniger konnte diesmal die einheimiſche Spielweiſe
er)ſmen, während es bei den Güſten teiltveiſe ganz vorzüglich klappte.
Sdl5 ei Beginn des Spieles war es jedem Kenner der Bibliſer El
ksſarſos es einfach nicht gehen wollte, zumal man wieder einmal mehr
ſlren: Mundwerk Fußball ſpielte als mit Fuß und Kopf. Auch das
fohatdes bewährten Kämpen Peter Kiſſel, ſowie der Sturmkanone
gurn, machte ſich bemerkbar, obwohl beide Plätze recht gut beſetzt
wom. So ſpielte zum erſtenmale wieder Bitſch, der kleine, flinke
Ae', der ſich die allergrößte Mühe gab, und auch tatſächlich hervor=
mietis
leiſtete. Ebenſo Schaliſch auf Linksaußen, der diesmal ver=
tenlichet
Pech mit ſeinen Torſchüſſen hatte. Wäre noch Nock, der bril=
lalmAKittelläufer
der Einheimiſchen, der wieder ganz vorzügliche
Mt ſin Zuſpiel und Abwehr leiſtete, ſowie die Verteidigung Kohr=
hſchr
=, die in der erſten Halbzeit auch die brenzlichſten Sachen klärte.
ietkige Mannſchaft, und hier vor allem der Sturm, ſpielte tat=
ſälſhy
diesmal ein Spiel, das oft jeder Beſchreibung ſpottete, und
vüſtn wein garnicht gefallen. Der ſonſt ſo flinke Stumpf verſagte faſt
vo/nmien, und ſein Nebenmann Emig iſt alles nur kein torſchießen=
daſ
pärmer. Lehmann 2. rannte oft planlos im Spielfeld umher,
w üln= Bollmann auf Rechtsaußen zeitweiſe tatenlos zuſah. Das
huyar des Sturms wurde in der zweiten Halbzeit auch nicht dadunh
bdin, daß Kohr aus der Verteidigung in den Sturm vorging, viel=
mihtktmatg
gerade die num einſetzende Umſtellung der Mannſchaft haupt=
ſäl
ſchy dazu bei, den Gäſten Gelegenheit zu geben, Tore zu erzielen.
Dwz=Fte, die wohl wenig Hoffnung auf nur ein Unentſchieden wie
imhypiel hattem, ſpielten voll Hingabe und kamen durch ihre beſſeren
ginnen zu zwei verdienten Punkten. Das Spiel ſelbſt, das unter
eiſſ lich angehenden Leitung von Freiländer=Mannheim recht fair
trſtzheis glatten Bodens durchgeführt wurde, fah die Einheimiſchen oft
wſchf vor des Gegners Heiligtum, aber keiner der fünf Stürmer
ſe Schneid genug, das Leder ins Netz zu hängen. Die Gäſte hin=
go/
wurden bei verſchiedenen Durchbrichen jedesmal gefährlich und

erzwangen auch einige Ecken, die aber nichts einbrachten. Mit vielen
verpaßten Gelegenheiten für die Einheimiſchen gings in die Pauſe.
Kaum hatte wan ſich die Füße einigermaßen warm getrampelt, ging
das tote Rennen wieder weiter. Auch jetzt wollte und wollte es bei
dem einheimiſchen Sturm nicht klappen, während Bürſtadt allmählich
aufkam. Kohr ging in den Sturm, aber auch er vermaſſelt im Ueber=
eifer
die ſchönſten Sachen. Die Gäſte nutzten die Gelegenheit, die
ihnen durch die Zerreißung der Verteidigung gegeben war, aus, und in
wenigen Minuten waren zwei Tore vorgelegt. Der nun einſetzende
Eifer der Bibliſer kam leider zu ſpät, wozu noch ein recht großes
Quantum Fußballpech kam. Der Schlußpfiff ſah die Gäſte als ver
diente Sieger; die Bibliſer Elf zeigte lange nicht fenen Fußball, der
in den letzten Spielen ſo erfreute. Es iſt zu hoffen, daß die Bibliſer
Elf trotzdem die noch ausſtehenden Verbandsſpiele unentmutigt beendet,
um ſo den Platz der Tabelle einzunehmen, der ihr für ihre ſeitherigen
Glanzleiſtungen gebührt.
Kegeln.
Keglerverband Darmſtadt und Umgebung. Ausſcheidungskegeln.
Der vergangene Sonntag war mit Ausſcheidungskegeln verſchiede=
ner
Art ausgefüllt. Im Bürgerverein betätigten ſich 20. Kegelbrüder,
welche Anwartſchaft darauf hatten, für eine Kampfmannſchaft in Frage
zu kommen. Die Damen waren in der Turnhalle damit beſchäftigt,
50 Kugeln abzuwerfen, ferner traten dort noch einige Nachzügler zum
Start an.
Im Bürgerverein wurden zum Teil ganz ausgezeichnete Refultate
erzielt. Kegelbruder Scherer hat zu ſeinem großen Vorſprung noch
eine weiteres Plus von 69 Holz herausgeholt und ſich damit die Ver=
bandsmeiſterſchaft
geſichert. Seine Geſamtholzzahl bet 600 Kugeln
mit 3339 iſt ein ausgezeichnetes Ergebnis.
Einzelergebniſſe.
Bürgerverein. 200 Kugeln. 1. Grün 1110: 2. Hütbner 1087: 3. Wil=
bert
1079; 4. Schönefeld 1073; 5. Scherer 1069; 6. Bangert 1066;
Reinhardt 1056; 8. Dahlem 1056: 9. Erbes 1052: 10. Thümmel
1049: 11. Kindinger 1024; 12. Eigenbrodt 1018; 13. Pohlmann 993;
14. Joſt 987: 15. Bach 96: 15. Mayer 958; 17. Schinnerl 939;
18. Weger 938: 19. Finſterer 904.
Turnhalle. 100 Kugeln. 1. Reiſenweber 547; 2. Berger 436.
Damen. 50 Kugeln. 1. Frau Wilbert 255: 2. Frau Reinhardt 247;
3. Frau Reichert B5; 4. Frl. Bäumer 227; 5. Frau Schroth 220;
z. Frau Krämer 219; 7. Frau Bach 216; 8. Frau Seibert 214;
9. Fvau Heldmann 214; 10. Frau Schvinn 212; 11. Frau Pfeiffer 209.

Kraftſport.

Zum fälligen Verbandskampf weilten die Ringer des Heſſiſchen
Polizeiſportvereins e. V. am letzten Sonntag beim Kraftfportverein
in Fürth i. O. und konnten auch dieſen Kampf mit dem Neſultat von
8:6 Punkten zu ihren Gunſten entſcheiden. Das Reſultat wäre nach
regulärem Kampf ein weit beſſeres geworden, wenn nicht wieder die
üblichen Begleitumſtände zeitweiſe Unfähigkeit des eingeſprungenen
Schiedsrichters eingetreten wären. Nachſtehend die einzelnen En.
gebmiſſe:
Fliegengewicht: Hahl (Polizei) beſiegte Schorſch (Fürth) nach 17 Min.
Bantamgewicht: Daum (Polizei) fertigte N. Walter (Fürth) nach
Minuten ab.
Federgewicht: Gg. Walter (Fürth) Hofmann (Pol.) Sieger: Fürth
Hier mußte der Sieg dem Fürther zuerkannt werden, da Hofwann
(Polizei) um einige Gramm zu ſchwer war.
Leichtgewicht: Hirth (Fürth) beſiegte Schrauder (Polizei) nach 20 Min.
nach Punkten.
Leicht=Mittelgewicht: Vetter (Pol.) beſiegte Pfeifer (Fürth) nach 19 M.
Schwermittelgewicht: Knapp (Polizei) legte Büſer (Fürth) nach 14 M.
auf beide Schultern.
Schwergewicht: Schmidt (Fürth) gelang es, nach 14 Mimuten durch un=
erbaubten
Griff. Zager (Polizei) eine Niederlage beizubringen.
Der Kampf mußte Zager zugeſprochen werdem, da ja Schmidt ſich
einen Regelverſtoß zu ſchulden kommen ließ. Da aber der Sieg für
Polizeiſportverein bereits ſchon feſtſtand, verzichteten die Poliziſten
auf dieſe Punkte.
Gefamtreſultat: 8:6 Pumkte für Polizeiſporwerein.
Leider war auch hier der Verbandsſchiedsrichter ausgeblieben und
zwei andere Herren mußten deshalb dieſes Amt übernehmen. Wie be=
reits
erwähnt, waren ſie der Sache nicht gewachſen. Das Publikum
war guch deshalb mit ihren Entſcheidungen nicht immer zufriedem.
Geſchäftliches.
Ein altes, gutes Huſtenmittel,
das ſich ſchon ſeit Jahrzehnten millionenfach bei Erkrankungen, wie
Huſten, Heiſerkeit, Verſchleimung, Bronchialkartarrh uſw. glänzend
bewährte, bietet weit mehr Garantien für ſeine Linderungsfähigkeit als
irgend welches neue, noch ganz unbekannte Huſtenmittel.
Unter den hochklingendſten Namen kommen faſt täglich (ſogenannte
Huſten=Bonbons heraus, wohl keines aber gleicht nur amnähernd den
altberühmten Krügerol=Katarhh=Bonbons mit dem antiſeptiſch wirben=
den
Zuſatz. Ueber 11000 glänzende Zeugniſſe von Profeſſoren, Aerzten
und Verbrauchern beweiſen ſchlagender als alle Reklamen die Vor=
züglichkeit
und vorbeugende Wirkung dieſes mediziniſchen Bonbons.
Aber auch wenn man noch keinen Huſten uſw. verſpürt, ſollte man ſtets
einen Beutel Krügerol=Kartarrh=Bonbons bei ſich führen und bei jedem
Werter einen Bonbon in den Mund nehmen. Sie ſchützen ſich ſo vor
Erkältungserſcheinungen. Ihr Arzt wird Ihnen dieſes beſtätigen.
Verlangen Sie alſo ſtets nur die echten Kügerol=Katarrh=Bonbons,
dann haben Sie die Beſten. Laſſen Sie ſich nichts anderes aufreden.
Ueberall zu haben, wo Reklame im Fenſter.

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Raindschae

Geite 11
Wie in früherer Zeit geht uns heute der große Zeitungs=Katalog
der Ala Haaſenſtein u. Vogler für das Jahr 1928 in ſeiner 53. Auflage
pünktlich zur Jahreswende zu. Der ſtattliche, gediegen ausgeſtattete
Band legt Zeugnis ab von ſorgfältiger, gewiſſenhafter Arbeit und zeigt
eine auf Sachkenntnis beruhende Bewältigung des ungeheuren Ma=
terials
, welches die Preſſe Deutſchlands und des Auslandes darſtellt.
Das Werk dürfte für jeden, der mit der Preſſe in Verbindung ſteht,
ſei es nun als Mitarbeiter oder Inſerent, unentbehrlich ſein, denn
kaum dürfte anderswo eine Ueberſicht oder ein Verzeichnis der Welt=
preſſe
mit all ihren Einzelheiten in gleicher Vollkommenheit und Zu=
verläſſigkeit
geboten werden.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Dienstag. 20. Dez. 15.30: Frhr. v. Lersner: Ein Kindertraum
in drei Tei.en. O 16.30: Hausorch. Roccoco. Cimaroſa: Ouv.
Die heimliche Ehe. Boccherini: Canzonetta. Menuett. Haydn:
Serenade. Goſſec: Die Jagd."
Mozart: Ouv. Coſi fan tutte.
Cimaroſa: Drei Sonatinen für Klavier,
Gretry: Danſe
animee aus Amphitryon. Mozart: Die Schlittenfahrt. Türk.
Marſch. O 17.45: Aus der Geſchichte der Abderiten von Wieland,
18.15: Vereinsnachrichten. O 18.30: Kaſſel: Mathilde Meiſſel:
Allerlei Weihnachtliches. O 18.45: Kaſſel: Dr. Forkert: Künſtliche
Düngemittel und ihre Herſtellung. O 19.10: Wirtſchaftsmeldungen,
2 19.15: Frl. Dr. Klieneberger: Konſervierung, Paſteuriſierung,
Steriliſierung
19.45: C. Broßwitz: Deutſches Geiſtesleben
n der erſten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. O 20.15:
Sinfonie=Konzert. Wagner: Eine Fauſt=Ouv.
Berlioz: Ouv,
Karneval in Rom.
Reznicek: Ouv. Donna Diana. Tſchai=
kowsky
: Suite G=dur. Muſ. Leit.: Kapellm. Rottenberg. Anſchl.=
Cbarakterſtücke und Intermezzi.,
Stuttgart.
Dienstag, 20. Dez. 12.30: Schallplattenkonzert. 16.15:
Rundfunkorch. Einl.: G. Neuner. O 18.15: Dr. Löwenberg: Das
hiſtoriſche Drama. O 18.45: Empfangsſchaltungen. 19.15: Dr.
R. Pechel, Berlin: Deutſche Weitwanderer (2). O 19.45: Nachrichten
ſüddeutſcher Funkvereine. O 20: Das Mädchen von Navarra
Lyriſche Epiſode in 2 Akten von Claretti und Cain, Muſik von
Maſſenet. Perſ.: Anita, das Mädchen von Navarra; Araquil,
Sergeant im Regimente von Biscaya; Garrido, General; Remigio,
Araquils Vater: Ramon, Hauptmann im Regimente von Biscaya;
Buſtamente. Unteroffizier in dem elben Regiment
Soldaten,
Offiziere, Verwundete, ein Feldprediger, ein Feldſcheer, mehrere
Landleute von Biscaya. Die Oper ſpielt in Spanien während
des Carliſtenkrieges von 1874. O 21.15: Heiterer Wunſch=Abend.
Blankenburg: Alte Kameraden, Marſch.
Lehar: Fant. aus
Paganini. Gern hab ich die Frau’n geküßt. Gilbert: Liebling,
du haſt mich in Stimmung gebracht.
Branſen: Heute ſing ich
nur für dich, ſchöne Frau.
Noack: Heinzelmännchens Wachtparade.
Drei heitere ſchwäbiſche Volkslieder. Hanlen: In dem ſtillen
Tal. Holländer: Raus mit den Männern. Kollo: Der kleine

Ochs: Kommt a Vogerl geflogen, Variationen
Finkenhahn
Calſon: Alle Vöglein ſind
Mei Muatterl war a Wienerin.
Leux: Ich hab in Pichelsdorf inen kleinen Blumen=
ſchon
da.
garten. Aletter: Chineſiſche Straßenſerenade. O 22.45: Nach=
richtendienſt
.
Berlin.
Dienstag, 20. Dezember. 15.30: Stunde mit Büchern. O 16=
Dr. M. Hochdorf: Anekdoten über Alexander d. Großen. o 16.30:
Märchen: Peters Reie in den Himmel von Alice Fliegel= Boden=
ſtedt
. O 17: Dominator=Orcheſter F. Wenneis. O 19.05: Rundſchau
für Blumen= und Gartenfreunde. O 19.30: Dr. K. Würzburger:
Praktiſche Erziehungsfragen. O 19.
Miniſterialrat Dr. med. A.
Beyer: Löſung der in den vorangegangenen Vorträgen geſtellten
Denkſportaufgaben. O 20.30: Sinfonie=Konzert. Dir.: Prof. Schalk,
Direktor der Staatsoper in Wien. Beethoven:Sinfonie C=Dur.
Bruckner: Sinfonie A=Dur. Funkorch.
Anſchl.: Tagesnachr.
Stettin. 19.05: Dir. Otto Klitzing: Die Neuregelung des
Verkehrsweſens in Stettin.
Königswuſterhauſen. Dienstag, 20. Dez. 12: Franzöſiſch für
Schüler: La religion en France, O 14.20: Uebertr. des Vogelkonzerts
aus dem Vogelhaus des Berliner Zoologiſchen Gartens. O 15.35:
Börſe. O 16: H. K. Roſe: Der Beruf des Reklamefachmannes.
17: Dr. Bloch: Elaſtizität, die unbekannte Kraft das Alltags.
1
30: F. Stiemer: Roman und Film, Rückblick auf das Jahr
1927. O 18: Rechtsanwalt Dr. Fiebach: Juriſtiſche Uebungen:
Ueber eheliches Güterrecht. O 18.30
Spaniſch für Anf. O 18.5*
A. Lorenz: Wilhelr: Raube. O 19.20: Dr. Dürre: Weihnachts=
ſpiele
. O 19.45: Dr. Wieg: Einkauf, Werbung, Verkauf. O 20.30:
Berlin: Sinf.=Konzert. Beethoven: Sinf. C=dur. Bruckner: Sinf.
A=dur. Dir.: Dir. der Wiener Staatsoper Prof. Schalk. Berliner
Funkorch. Anſchl. Preſſenachr.

Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Mittwoch, den 21. Dezember
(nach der Wetterlage vom 19. Dezember).
Meiſt wolkig bis bedeckt, weitere Abſchwächung des Froſtes, ver=
einzelte
Schneefälle.
Die Heſſiſche Wetterdienſtſtelle.

Hauptſchriftlieitung: Rudolf Mauve
Verantwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feutlleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Engen Buhlmann;
für den Handei: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreat Bauer;
Die Gegenwart‟: Dr. Herbert Neite; für den Inſeratentell: Willy Kuhle: Druck
und Verlag: L. C. Wittlch ſämtlich in Darmſiadt
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nich; übernommen.

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[ ][  ][ ]

Der Ausweis der Reichsbank.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Dezember hat
die geſamte Kapitalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards
und Effekten um 105,5 Mill. auf 2422,5 Mill. RM. abgenommen; im
einzelnen hat ſich der Beſtand an Wechſeln und Schecks um 121,8 Mill.
auf 2270,5 Mill. RM. verringert, während der Lombardbeſtand um
16,3 Mill. auf 58,6 Mill. RM. zugenommen hat. Die Anlage in
Effekten iſt mit 93,4 Mill. RM. unverandert geblieben. An Reichsbank=
noten
und Rentenbankſcheinen zuſammen ſind 137,4 Mill. RM. in die
Kaſſin der Bank zurückgefloſſen, und zwar hat der Umlauf an Reichs=
banknoten
um 112,2 Mill. RM. auf 3 931,4 Mill. RM., derjenige an
Rentenbankſcheinen um 25,2 Mill. auf 724,7 Mill. RM. abgenommen.
Dementſprechend und unter Berückſichtigung, daß von dem auf Renten=
marktilgungsfonds
noch ſtehenden Betrage weitere 26,2 Mill. NM. zur
Vernichtung von Rentenbankſcheinen verwendet wurden, hat ſich der
Beſtand der Reichsbank an Rentenbankſcheinen auf 28,5 Mill. RM. ver=
mindert
. Die fremden Gelder zeigen mit 525,1 Mill. RM. eine Zu=
nahme
um 25,0 Mill. Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen De=
viſen
insgeſamt ſind mit 2 147,0 Mill. RM. ausgewieſen, und zwar im
einzelnen der Beſtand an deckungsfähigen Deviſen mit B6,2 Mill. ReM.
der Goldbeſtand mit 1860,7 Mill. RM. Die Deckung der Noten durch
Gold allein beſſerte ſich von 46,0 Prozent in der Vorwoche auf 47,3
Prozent, die durch Gold und deckungsfähige Deviſen von 52,9 Prozent
auf 54,6 Prozent.

Frankfurter Effektenbörſe.

Frankfurt a. M., 19. Dezember.
Die Börſe eröffnete die neue Woche in ſehr ſtiller und zurückhal=
tender
Tendenz, da die zweite Hand dem Markte immer noch faſt voll=
kommen
fernbleibt. Die Grundſtimmung war jedoch freundlich, und
einige kleine Deckungskäufe der Spekulation bewirkten, da das Angebot
ſehr klein war, überwiegend Kursbeſſerungen. Es befriedigte, daß ent=
gegen
vielfachen Befürchtungen der Reichsbankausweis für die zweite
Dezemberwoche eine weitere Entſpannung des Inſtituts anzeigt. Dann
rechnet man nach der Ablehnung des Schiedsſpruches für die Eiſen=
induſtrie
von Arbeitgeber= als auch =nehmerſeite beſtimmt mit der Ver=
bindlichkeitserklärung
durch den Reichsarbeitsminiſter. Enttäuſchend
wirkte dagegen das dürftige Kommuniqué der J. G. Farbeninduſtrie
über das deutſch=franzöſiſche Farbenabkommen. Gegenüber den Schluß=
kurſen
vom Samstag waren bei der erſten Notierung überwiegend
Kursbeſſerungen von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Etwas Intereſſe
zeigte ſich für Bankenwerte. Berliner Handelsgeſellſchaſt gewanner
3,75 Prozent; Deutſche Bank und Reichsbank je 2 Prozent. Danatbank
trotz etwas größerer Umſätze nur 1 Prozent feſter. J. G. Farben er
öffneten gut behauptet, Scheideanſtalt dagegen 1,5 Prozent niedriger,
da weiterhin Realiſationen vorgenommen wurden. Montanwerte lagen
bei ſtillem Gaſchäft nur wenig verändert. Am Elektromarkt traten
Siemens u. Halske mit plus 4 Prozent etwas hervor. Am Markte
der Bauunternehmungen gaben Wayß u. Freytag 1,75 Prozent nach,
Zement Heidelberg dagegen 1,75 Prozent feſter. Voigt u. Häffner er=
öffneten
3 Prozent ſchwächer. Am Rentenmarkt zogen Neubeſitzanleihen
weiter an. Ausländer lagen ſtill. Im weiteren Verlaufe ſchrumpfte
die Umſatztätigkeit auf ein Minimum zuſammen. Die Kurſe bröckelten
unter dem Druck der Geſchäftsſtille bis 2 Prozent ab. Die Geldmarkt=
lage
war wenig verändert. Tägliches Geld 6,5 Prozent. Am Deviſen=
markt
lag die Mark weiter feſt. Mark gegen Dollar 4 1846; gegen
Pfund 20,43; London-Paris 124,02½; Mailand 89,95; Madrid 29,20;
London=Kabel 4 8815.
An der Abendbörſe blieb die Umſatztätigkeit ſtark einge=
ſchränkt
. Die Tendenz war im allgemeinen gut behauptet. Elektro
werte konnten im Anſchluß an die etwas feſteren Kurſe der Nachbörſe
weiter anziehen, ohne daß jedoch das Geſchäft hier etwas lebhafter ge=
worden
wäre. Gegen den Berliner Schluß gewannen AEG. und Geſ.
für Elektr. fe 2 Prozent; Siemens 3 Prozent. Im übrigen traten
nennenswerte Kursveränderungen baum ein. J. G. Farben blieben
gut behauptet. Am Rentenmarkt lagen Bosnier weiter feſt, im Frei=
verkehr
beſtand für Ruſſen weiter einiges Intereſſe. 02er Ruſſen
4 Prozent. Am Schluß und an der Nachbörſe wurde die Haltung,
vom Farbenmarkt ausgehend, allgemein etwas ſchwächer.

die innerpolitiſchen Unſtimmigkeiten und der von beiden Seiten abge
lehnte Schiedsſpauch trugen zu der herrſchenden Geſchäftsunluſt bei. Eine
Ausnahme machten am Elektromarkt Chadeaktien, die bis zu 3 Mk. an=
zogen
, und im Zuſammenhang damit Licht u. Kraft, die vorübergehend
2 Prozent feſter lagen. Aber auch Siemens und Geſ. f. El. ſehr wider=
ſtandsfähig
. Anleihen im allgemeinen wenig vevändert. Ablöſungs=
ſchuld
für Neubeſitz im Verlaufe eher ſchwächer. Ausländer teilweiſe
vollkommen geſchäftslos; einiges Intereſſe beſtand bei bis zu 0,75 Proz.
geſteigerten Kurſen für Bosniſche und Mexikaniſche Eiſenbahn. Auch
im Verlaufe zogen hier die Kurſe weiter an. Pfandbriefe nicht einheit=
lich
bei im allgemeinen nicht eimnheitlichem Geſchäft. Deviſen eher ange=
boten
, nur geringe Veränderungen; Spanien leicht befeſtigt. Der Geld=
markt
zeigte anziehende Tendenz, Tagesgeld 6,58,5 Prozent, ſonſt
unverändert. Gegen 13.30 Uhr machte ſich, vom Glektromarkt ausgehend,
eine allgemeine Erholung bemerkbar.
An der Nachbörſe war das Kursnivean zunächſt unverändert,
bis ſich wieder eine leichte Erholung durchſetzte. Das Geſchäft war au
Elektrizitätswerte, Montanaktien, JG. Farben und Kunſtſeidenpapiere
beſchränkt. Die Neubeſitzenleihe des Reiches, die vorübengehend mit 14
Prozent genannt wurde, ging wieder auf 13,37 zurück

Vom Ho’zmarkt

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Kon. Maſch. Egeſt. . . .
Sanſa=Dampfſchf. ..

7 12 119 17. 12 P 77.5 78 bemoor=Zement. . . . 234. 105. dirſch Kupfer. . . . . . . 104. 104., Höſch Eiſen. .. .." 14) 148 72. Hohenlohe Werke.. 9. 19 75. Tahla Borzellan.. . 105. 104. 1 179.76 Lindes Eismaſch.. . . . 145.5 1475 149 145. Lingei Schuh .. . .. ." 72.125 73. 184. 185 Linke u. Hofmann". 104.5 104.75 Loewe u. Co. ...." 57. 261. 73.75 72.5 Lorenz.... . . .." 111.75 110 Niederlauſitzer Kohle 161. 161.5 129.5 129. Norod. Gummi. . . . 69. 71.5 renſtein. .
. 134. 132.5 Rathgeber !
n. Rombach=er Hütten .. 130.5 129 Roſitzer Zucker. . ... 83. 17
Ko 67n5 Rütgerswerke .. . . ." 89.7 1. 268.: Sachſenwerk .. . . . ." 113. 6.5 105.5 105. Sächſ. Gußſtahl. . . . 133. 37. 37. mens Glas.. Ver. Lauſitzer Glas. 134 2n Bolkſtedter Porzell. 69 25 59.75 159.75 159 Weſtf. C. Langendreer 66. 70. Wittener Gußſtahl. . . 9. 51.5 230. 1213. Wanderer Werke.... 213. 208.

Deviſenmarkt.

Berliner Effektenbörſe.

Berlin, 19. Dezember.
Im Gegenſatz zu dem ſehr undurchſichtigen Vormittagsverbehr er=
öffnete
die Börſe bei allerdings ziemlich kleinem Geſchäft in eher feſterer
Haltung. Der Ordereingang bei den Banken war gering und zeigte
keine klare Tendenz. Die Spekulation ſchritt aber auf Grund des wide=
Erwarten günſtigen Reichsbankausweiſes per 15. Dezember, der immer=
hin
eine Entlaſtung von zirka 20 Millionen brachte, zu Deckungen, be=
vorzugte
allerdings die Hauptſpeblationswerte. Nur ſelten gingen die
Abweichungen über 1 Prozent hinaus. Feſt lagen Bayeriſche Hypothe=
ken
= und Wechſelbank plus 5 Proz., Geſ. für El. plus 4 Proz., Siemens
plus 2,75 Proz, Loewe plus 3,5 Proz. und Bemberg plus 10 Prozent.
Bemerkensweit ſchwach dagegen: Stettiner Vulkan minus 2 Proz., Hart=
mann
Maſchinen minus 2,25 Proz. und Schultheiß minus 3 Proz. Letz=
tere
waren vormittags noch mit 414 Proz. gehandelt worden, und wur=
den
vorbörslich auf 410 taxiert. Im Verlaufe machte ſich der fehlende
Ordermangel ſtärker bemerkbar; bei ruhigem Geſchäft bröckelten die Kurſe
ziemlich einheitlich um 12 Prozent ab. Die Börſe ſelbſt reagierte, da
beſonders auch heute wieder Geldſorgen zum Ultimo, der diesmal mit
dem Jahresende zuſammenfällt, auftauchten. Der Reparationsbericht,

Kelſing ſorz. . .
Aien.... ...
rog .. .. . ..
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Soſia ......"
Kolland. . . . .
Tslo ........
Kopenhagen..
Stodholm. . .
noon. . . .
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Belgien. . .. ..

f7. 12. 19 17 12. 19. 12. Eeld Brie Geld 5. Geld Brief Geld / Brief 10.523 10 54: 0.52 10.54 Italien .... .... 22.69 22.75 22.685 22.72 59.04 59.16 59.05 59. Laris ........" 16.48 16.5 16.45 2.39212.412 12.391 12.41 Schweiz .. . . . . . 30.74: 80.90 80.74 180.305 .19 73 3 73 1. 13.3 Spanien. . . . . . 69.7 6 69.3 70 03 3.027 3.03: 3.025 3.031 Danzig ......." 81.64 81.83 81.63/ 81.79 169 06/169.4/ 169.03 169.37 Japan. .. . . . ." S. 1
3.503 1 931 1.27/111.491 r-2zt11.49 Rio de Janeiro. 1.5c 0.5055 12.17/112.39 112.16112.38 Jugoflavien ... 89 7.382 7.36 1.382 12.87 113.09 112.89/113 rtugal ....." 20.6 20.70 20.66 20.70 20.41 1/20.451 20.41 20.45 Uthen ......." 5.64 5.656 5.594 5.60 1.787 1.791 1.:8 1.791 Konſtantinopel. 2 174 2.17 2.166 2.178 4 18104 189 4. 181 4. 189 ſanada. . . . . . . . 4.17 4.184 4. 176/ 4. 18 58.48 56.60 .475/58.585 Uruguav. . . . . . . 4.326 4.334 4.32 4.3344

Metallnotierungen.

Die Berliner Metallnotierungen vom 19. Dezember ſtellten ſich wie
folgtz Elektrolytkupfer 134,75, Orig.=Hüttenaluminium 210, dto, in
Walzen 214, Rein=Nickel 350, Antimon Regulus 93,5100, Silber in
Barten 80,2581.
Die amilichen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom 19. De=
zember
ſtellten ſich für Kupfer: Januar 121,75 (122,25), Februar
122 (122,50), März 122 (122,50), April 122,25 (122,50), Mai 11
2,50), Juni 122,25 (122,50), Juli 122,2 (122,50), Auguſt 122,50
(122,75), September 122,50 (122,75), Oktober 122,50 (122,75), November
122,50 (122,75), Dezember 121,25 (122). Tendenz; kaum ſtetig. Für
Blei: Januar 44,25 (44,50), Februar 44 (44,50), März 44,25 (44,75)
Apvil 44,25 (44,75), Mai 44,50 (44,75), Juni 44,50 (44,75), Juli 44,75
(45), Auguſt 44,75 (45), September 45 (45,25), Oktober 45 (45), No=
vember
45 (45,25), Dezember 44 (44,75). Tendenz; kaum ſtetig. Für
Zink: Januar 52,25 (53), Februar 52 (52,75), März 52 (52,50), Apri
51,75 (52,25), Mai 51,75, (52,25), Juni 51,50 (52), Juli 51,50 (52),
Auguſt 51,25 (52), September 51,25 (51,75), Oktober 51,25 (51,75), No=
vember
51 (51,75), Dezember 52 (53,75). Tendenz: ſtill. Die erſten
Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen an der Londoner Metallbörſe vom 19. De
zember ſtellten ſich für Kupfer (Tendenz willig): Standard p. Kaſſe
592/4 ue 3 Monate 590/s58, Settl. Preis 59½, Elektrolyt 66½34
beſt ſelected 6566¼, ſtrong ſheets 90, Elektrowirebars 66¾; für Zinn
(Tendenz unregelmäßig): Standard p. Kaſſe 265½4, 3 Monate 262½,
Settl. Preis 265, Banka (inoff. Not.) 268, Straits (inoff. Not.) 265½;
für Blei (Tendenz willig): ausländ, prompt 21½, entft. Sichten 22//e,
Settl. Preis 21¾; für Zink (Tendenz ruhig): gewöhnl. prompt 2½,
entft. Sichten 26, Settl. Preis 26½, Aluminium für Inland (inoff. Not.
107, Ausland (inoff. Not.) 117, Antimon Regulus Erzeug.=Preis (inoff
Not 64½65
no

18½, Kupferſulphat (inoff. Not.) 24½25, Cleveland Gußeiſen Nr. 3
(inoff. Not.) 65.

Vom Holzmarkt ſchreibt uns unſer Mitarbeiter: Die
braucher ſind zurzeit noch genügend beſchäftigt, die Aufträge ſir
letzten Tagen wieder etwas beſſer eingegangen, die Verhältnn;
freundlicher geworden. Veranlaſſung zu einer beſonders günſtig
urteilung der Geſamtlage liegt nicht vor, da die Geldmarktver
nach wie vor ſehr unüberſichtlich liegen und eher Ausſicht auf ein=
ſchlechterung
als auf eine Verbeſſerung der Situation vorhanden.
Holzmarkt iſt ſtark von der Geſtaltung dieſer Dinge abhängig.7
Verkauf von Nutzholz für Bauzwecke von entſcheidender Bedeuu=
Seit kurzem ſtockt der Abſatz von Balken, außerdem iſt zu begchſt.
der Wettbewerb tſchechiſcher Werke ſich ſehr bemerkbar macht.

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gebote ſind von dieſer Seite groß, die Preiſe am tſchechiſcher=
AaS
gedrückt, weil der Export erheblich nachgelaſſen hat. Dagegen 7.
man ſeit kurzem ein ſchwächeres Angebot in Schnitthölzern ausu

reich, die Preiſe für dieſe Ware ſtiegen. Aus dem Rheinland
falen wird gemeldet, daß der Abſatz von aſtreinen Seitenbyett,

ſilt
7. No0.
190
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digend. Immer häufiger kommt es vor, daß die Sägewerksbeſitz
Umgehung des legitimen Platzholzhandels direkt ſich mit ihn
geboten an die Möbelfabriken wenden. Dadurch werden diei
weiter ungünſtig beeinflußt. Am Erlenmarkt iſt die Stimmung
Nachfrage nach trockenem Material, beſonders in Bohlen, iſt ſüch
Modellfabriken ſind gut beſchäftigt.

Wirtſchafiliche Rundſchau.
Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Oon
Darmſtadt: Ludwig Thomas u. Co. KVerf. mangels Maſſe eitüg

Fäl.
Fülmter
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Mit
Miziellen

t.
Eche

Gießen: Fa. Marie Engel. Af. 24. 12. GlV. u. Prft. 5. 1. Offf
Main: Fa. Bete u. Stein, A.=G., Fabrik feiner Lederwaren. Versl
verfahren eröffnet. Vgl. T. 21. 12. Friedberg: Weinhdl. Antorm=
2. Ehefrau Käthe Wehl, geb. Zwier. KVerf. aufgeh. Selimn
Fa. de Bary und Kugler, Zigarrenfabrik in Klein=Krotzenburg.
beendet. Offenbach, Main: Paul Erbesfeld, feine Lederwaren, 900
GlV. 4. 1., Prft. 15. 2. Zwingenberg: Arthur Loß von Ju
KVerf. mangels Maſſe eingeſtellt, Offenbach, Main: Fa. Heror
Leander, A.=G., Schuhfabrik. GAufſ. beendet. Lorſch: Fa. Golält
und Baruch in Heppenheim. Vergleichsverfahren eröffnet.
5. 1. 1928

Mainzer Aktien=Bierbrauerei A. G., Mainz. Die G.=V
migte den bekannten Alſchluß 1925/27 mit 11 (9) Prozent Dili=
Eine von einem Vertreter der Mitteldeutſchen Kreditbank
Oppoſition verlangte näheren Aufſchluß über die ſtillen Reſerm=
beantragte
, dem Delkredere=Konto weniger zu überweiſen, dafif.
dem Auſwertungsausgleichskonto (Hypotheken) mehr zuzuführen.n!
einen Mehrheitsbeſchluß wurde jedoch die Anfrage nicht beantw.
Die Vevwaltungsanträge wurden genehmigt.

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mm. 185 Schafen
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umger zum Verkauf.

Der Mannheim=Rheinauer Hafenverkehr im Novembe. Naor
Zuſammenſtellung der Badiſchen Hafenverwaltung betrug im
die Anfuhr einſchließlich Umſchlag im Handelshafen 217 947 To., .
durſtriehafen 93 601 To. und am Rheinquhafen 138 160 To.; die
einſchließlich Umſchlag 67 000 To. bzw. 14 250 To.; der reine Amlal
verkehr ohne Umſchlag auf 51 925 To. bei 33 899 To. Umſchlagsvo
zu Berge kamen 398 115 To. und zu Tal 23 899 To. Hauptverſchilf.n
gegenſtände waren Kohle, Getreide, Sand und Kies, Holz, Zemeru
Roheiſen
Voigt u. Haeffner A.G., Frankfurt a. M. Die außerordolk
Generalverſammlung, in der 6 913 730 RM. Stammaktien, darundn
neue Gruppe nrit 3 297 000 RM., 200 000 RM. alte und die 25 (n4
RM. neuen Vorzugsaktien ver
eten waren, wählte als
*
Einigung der Verwaltung mit der Gumpelgruppe die folger
rI9
Herren neu in den Aufſichtsrat: Konſul Kurt Gumpel=Han
Reg.=Rak Dr. Ludwig Rintels=Düſſeldorf, Kommerzienrzt ual
Hannover=Linden ud Rechtsanwalt Dr. Heinrich Schmidt 1.=Ganr

2304 11 16
B8 42 47 49 58 65
Von Verwaltungsſeite wurde noch ausgeführt, daß der Ge
nach wie vor befriedigend ſei. Wie die Frankfurter Ze
MMtt118A3
erfährt, ſoll eine Erhöhung der Dividende um 2. Prozent (i. V. 6 UM/ſ5) 81. 3015
beabſichtigt ſein. Feſte Boſchlüſſe ſeien aber nicht gefaßt wonden.
50 51

Motorenfabrik Oberurſel A. G. Die Hauptverſammlung der Moll
fabrik Oberurſel A. G., Oberurſel bei Frankfurt a. M., genehmicl=
Abſchluß für das Geſchäftsjahr 1926/27, der einen Gewinn von . .
RM. bei einem Aktienkapital von 4 250 000 RM. ergibt. Aus
Gewinn wird eine Dividende von 6 Prozent ausgeſchüttet. Des
Ueberweiſung und Ausſchüttung von Tantiemen verbleibende Re
12148 RM. wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Motorenfabrik Deutz A. G., Köln. Die Hauptverſammlung de
torenfabrik Deutz A G. in Köln=Deutz genehmigte einſtimmig die
nebſt Gewinn= und Verluſtrechnung und beſchloß, den ſich aus de
floſſenen Geſchäftsjahr ergebenden Verluſt von 223 224 RM. aun
Rechmung vorzutragen. Einſtimmige Erledigung fanden auch die
larien.
Maſchinenfabrik Humboldt A. G., Köln=Kalk. Die Generalven,
lung der Maſchinenfabrik Humboldt A G. im Köln=Kalk ſtimmte?
den Aktionär Welcker, der ſeine Einſpriche notariell niederlegt
Henehmigung der Bilanz, die einen Verluſt von 334 836 RM.
und der auf neue Rechnung vorgetragen werden ſoll, zu.

zur Ziehung
19
10 L2 34 3 37
4 55 TA8
A1 4B51RDA
910. 1042
1308 15 24 B 4
B (161 2 (15)4
RuM. 1702 30
720 BK8. 19
113 20 B 3 460

1R 3322
19 30 42
284. *
4001 06 1
IM T4&29
AN 29 6 52
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A. Ai6 2 30
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BAAG. 58

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Mr Ausloſung

Frankfurter Kurzbericht vom 19. 9e4. 10
Haftauf Arlien, Suriftäur.

ele, 8 Zeuc
M Zunöſignierte

Staatspapiere
a).Deutſche
D. Reichsanl. Ablbſ.
Schuld einſch!
Ausloſ.=Sch. I. Tei
III. Teil
D. Reichsanl. Ablöf
Schuld ohne Aus=
ſeine
..."
lofungs
4% Dt. Schutzgeb.
Aul. . . . .. . ..."

b) Ausländiſche
5% Bos. E. B. 1914
%L. Inv. 1914
4½% 1998 ....
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4X Bosnien .."

6% Bulg. Tabak. 02

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55.65

13.7

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40.2
2
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17

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199..
HOſt. Schatz. 14
4:1, % Oſt. Silberr.
4
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4X Oſt. Goldrente
Innsbr. Abk.
42 einh. R./k

4.25

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5% Rum.am. R.0:
4½½-Gold. 13
am. kon
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4% am.04

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H.

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(ſt. Tnnsbr Abk
Ung St 1914
4½B Ung. St. 1914
I4. Innsbr. Abk.
1X Ung. Volbr. . 24.15

4% Ung. Goldr.
(lt. Innsbr. Abk.)
4% Ung Staatsr.
v. 1

%Ung. Kronr. . . .
3%0 Ung. Eiſ. Tor ..

Außereuro.
päiſche
5%Mex.am. in. abg.
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äuß. 9
Goldo4ſtf.
3% r fo
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..
5% Tamaulipas I

Sachwert= Schuld=
verſchreibungen

Mit Zinsberech=
nung

10%Berl. H.=B1. G.
6% Berl. St. Golt
Darmſt. St.=G
% D. Hyp.=Bank
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Dresd. St.:0
7%0 Frkf. St.=G..
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30 Komm. Ldsb
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%⁄ K. Landesban
Darmſt. Reihe I.
8% Ldwgshf Stadt
Goldanl.
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Mannh. St.=G.
Nannh. St.=G.
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Nbg.
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Pfälz. Hyp.=Bk
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Goldpfb
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ſchafts=Goldpfbr.
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mit Option
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Bank Goldpfbrf.

Ohne Zins.
berechnung
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hl. 23
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Pfälz. Hyp.=Bk.
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garantiert
Heiſ. L.=Hyp.=B
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Naſſau Ldsb.

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4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
4% Galiz. Car
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Hyp.=Akt.=Ban/ 150
Reichsbank=Ant
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Rhein. Creditbk.
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Südd. B.-reditbr.

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Oſterr. Creditanſt..
Wiener Bankverein

Bergwerks=Ak!.
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ſchw. Bergw. . .
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Kali. Aſchersleben.
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Lali. Weſterregln.
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Mannesm.=Röhr
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vi=Min.=Ant. . .
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Rhein. Braunk
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Heilbronn
Tellus Bgb
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Ver Stahlwerke

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Induſtrie-Akt
Brauereien
Eichbaum(Mannh.)
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Schwarz=Storchen
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153.5

Bayr. Spiegel ...
Beck & Henkel ....! 77
Bergmann El .. . . 1490
Bing. Metall.
Brem.=Beſtgh=Ol. 72.25
Bürſtenfbr. Erlang / 60.2.
Cement. Heidelb.
Cement. Karlſtadt
Cement. Lothr. . ."
Chem. Albert ....
hem Brockh
Chem Milch ..
Daimler=Benz A. G./ 84.5
Dt. Eifenhandel
Deutſche Erdöl
D. G. u. Silb. S heid. /192.5
D Linoleumw. Bln /243.5
Dingler Zweibri
Dresv Schnellpt
Dürkoppw. ( St)
Dürr Ratingen
Dyckerhoff & W
Eiſenw. Kaiſerst
Licht u Kraft 1202.5
Lieferung
Eli Bad Wolle
23
Email. Ullrich
EEnzinger Werke
Ezlinger Maſch
3=
Ettlinger Spinn
Faber Bleiſtift
Fuber & S hleicher / .,935
Fahr. Pirmaſ ens
43.5
Farbenind Z
2331),
Felten &. (Buillenu
Feinmeh. ( Jetter)
Feiſt. Seft
2
Frankfurter Gas
15
Frankfurter Hof
9:.5
Frkf.=M. Pok. u. W.
Beiling ECie.
72.75
Gldſchmidt,
Gotha Wagg

Grisner Maſch
Grün & Bilfinger 11 4.3
Dafenmühle Frkft. /436
Haid & Neu
53.4
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Hanſa=Lloyd. Br.
Hartm. & Braun. /157

Heyligenſtaedt
Hilpert, Armatur.
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Hirſch, Kurfer ..."
Hoch=Tief Eſſen.."
H
mann
.."
Holzverk Ind... ..
Hydrom Breslau
Fnag .
JunghansSt.
Lammg. Kaiſersl.
jarlsruher Maſch.
Parſtadt. N
Klein. Sch &Becke
Lnorr, Heilbronn
Konſerv. Barun
Krw. All=Württbg
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Lahmeyer
Leh. Augsburg
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Lingel Schuhw.
Löhnberg Mühle
Ludwigsh Walzm. /126
Lüdenſcheid Metal
Rainkraft Höchſt
Ktars=W Nürnber
Metallgeſ. Frrf.
Miag Mühlenb
Moenus Stamm 68
Motoren: Deu
otoren" Oberun
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Neckar Fahrz
Neckarw Eßlingen
Beters Union
Pfälz Nio Kayſer
Philipos
Borzellan Weſſel
Nein Gebb. & Schal
Rhein Elektr
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ſckert Elektr
Schuhfbr Weſiel
Schuhf. Herz .....!

83.5

105
92.5
150
73:1,

99
91.25
196
17.1

112
16
56.25

16*
120.25

63
49.25

119.9

189
141.5

194
141

62. 75
56.75

Schultz. Grünlack
Seilind. Wol
Siemens Gle
Siemens & Halske, /2
Südd. Immob
Südd. Zucker=A.=G. /4
Thür. Lief. Gotha.
Uhren Furtwängl.
Unter fr Kr=G.B/4
Beithwerfe
Ver f. Chem. Ind./4
Ver. d. Olfbr. Mann
Ver Faßi. Caſſ
Bln.=Frl
Zun
Pinſel=Nürnberg
liltramarin
u.
ff Berl.
8o
Voigt & Haeffner
Volthom Seil
Wanx &k Frentag
Wegelin Rußfbr 1E.
Zellſt Aſchaftenbg
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Zellſt Waldh=
Zucke: Rheingau 1E
Tranovort= und
Berſicherungs=Akt.
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2
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1.0
dt Eiſenb.:4
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Frankonia Rückv.

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Dampff. 4
Helvetia Konf...
Zebr. Lutz...
Motorf. Darmſt.
Gebr. Roeder
Rerndd

[ ][  ][ ]

RA

ſtummer 352
nettiner Maſchinenban A.G. Vulkan, Stettin. Die außerordent=
Seneralverſammlung der Stettiner Maſchmenbau A. G. Vulkan
r.=Bredov, genehmigte die Bilanz ſowie den Verſchmelzungsantrag
der Deutſchen Schiffs= und Maſchinenbau A.G., Bvemen, wonac.
geſamte Vermögen der Stettiner Vulkan unter Ausſchluß der
ſdgtion mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 durch die Deutſche
ſis== und Maſchinenbau AG. Bremen übernommen wird. Die
der Stettiner Vulkon werden im Verhältnis 1:1 mit Gevinn=
ägung
ab 1. Januar 1928 in junge Aktien der Deutſchen Schiffs=
(MTaſchinenbau A.G. Bremen umgetauſcht.
Produftenberichte.
Damnnheimer Produktenbericht vom 19. Dez. Die Produktenbörſe
ſut tig bei geringen Umſätzen. Man verlangte für die 100 Kilo ohne
aggonfrei Mannheim in Reichsmark: Weizen inländ. 226,50,
D. B,5031, Roggen inländ. 25,7526, ausländ. 26,2526,50,
minländ. 22,2524, Braugerſte pfälziſche 2830,50, badiſche, heſſiſche
mäirtembergiſche 27,5028,50 Futtergerſte 22,5023,50, Mais mit
/2 50, Weizenmehl Spezial Null 37,2537,75, Weizenbrotmehl 28,50
950, Roggenmehl je nach Ausmahlung 34,5036, Kleie 14.
ſirankfurter Produktenbericht vom 19. Dezember. Die heunge Börſe

Dienstag, den 20.Dezember 1927

Geite 13

fine ruhige Tendenz. Weizen liegt unverändert. Roggen iſt etwas
r, Gerſte iſt dagegen feſter geſtimmt. Roggenkleie, die bisher gut
war, wird billiger angeboten. Es ſcheint, daß Rückkäufe auf den
wrücken. Mehl liegt unverändert äußerſt ruhig. Die Preiſe
Ca
V.
folgt feſtgeſetzt: Weizen T 25, Weizen II 23,75, Weizen III 22,
h2R5, Roggen 24,7525, Sommergerſte 2728, Hafer inländ. 22,
WNST5, Mais 2121,25, Weizenmehl 37,2537,75, Weizenkleie 13,75
35, Roggenmehl 3535,75 Roggenkleie 15,2515,50, Erbſen 32
bd. Linſen 4075, Heu 89, Weizen= und Roggenſtroh drahtgepreßt
Ad: Sgl. gebündelt 3.253,50, Treber 1818,25.
fliner Produktenbericht vom 19. Dezember. Das Geſchäft kam
hinoch langſamer in Gang als ſonſt zu Wochenbeginn. Vom Aus=
ragen
keinerlei nennenswerte Anregungen vor; jedenfalls lauteten
d
ofderungen für Auslandsgetreide im allgemeinen unverändert. Das
wdiche Angebot hat ſich verringert und da nach dem nunmehr erfolg=
te
miisziellen Schiffahrtsſchluß nur noch ganz vereinzelt Kahnladungen,
d uhi kurz vor Berlin befinden, eintreffen, erſtreckt ſich das Kaufinter=
ſe
: Mühlen ſowohl bei Weizen als auch bei Roggen nicht nur auf
d ſuel hältnismäßig geringe Angebot mittlerer und guter Qualitäten,
ſu uen das geringere Material findet mehr Beachtung. Die Preiſe
ſi mm allgemeinen gut behauptet. Am Lieferungsmarkt konnte Weizen
19 s Wreisgewinne erzielen, Roggen gab ſür die Frühjahrsſichten da=
Fadwas im Preiſe nach. Weizenmehl liegt faſt geſchäftslos. Rog=
1,
ehl hat dagegen reguläres Konſumgeſchäft. Hafer iſt bei kleinem
9 hrck und guter Konſumnachfrage weiter befeſtigt; Gerſte ſtill.
Viehmärkte.
Nannheimer Viehmarkt vom 19. Dez. Zum heutigen Viehmarkt
ir iFugeführt und wurden die 50 Kilo Lebendgewicht je nach Klaſſe
gMdllt: 180 Ochſen 3062, 113 Bullen 3059, 393 Kühe 1452, 328
ſin: 3863, 927 Kälber 5080, 78 Schafe 4348, 426 Schweine 50
WBt. Marktverlauf: Mit Großvieh mittelmäßig, kleiner Ueberſtand;
mMtilbern und Schweinen mittelmäßig, geräumt.
runkfurter Schlachtviehmarkt vom 19. Dezember. Der Auftrieb des
hoeyar Hauptmarktes beſtand aus 1661 Rindern, darunter befanden ſich
37 ſüchfen, 82 Bullenn, 764 Kühe und 410 Färſen; ferner aus 698 Käl=
bel/
1555 Schafen und 6804 Schweinen. Im Vergleich zum Antrieb des
ſmw arktes der vergangenen Woche waren heute 173 Rinder, 168 Käl=
bdtne
499 Schweine mehr zugetrieben, dagegen ſtanden 16. Schafe
vmtei zum Verkauf. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht:

Ochſen a) 1. 5963, 2. 5558, b) 1. 5254, 2. 4951. c) 4558; Bul=
len
a) 5256, b) 4851, c) 4547; Kühe a) 4549, b) 3944, c13438
d) 253; Färſen a) 6063, b) 5459, c) 4753; Kälber b) 7682,
c) 6875, d) 5467; Schafe a) 4449, b) 3843. c) 3035: Schweine
a) 5961, b) 5961, c) 5861, d) 5760, e) 5458, g) 5058. Ver=
glichen
mit den Notzerungen des letzten Hauptmarktes gaben Rinder bis
zu 2 Mark nach. Zu den Preiſen des Nebenmarktes der vergangenen
Woche zogen Kälber his zu 7 Mark und Schafe bis zu 1 Mack an.
Schweine blieben behauptet. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberſtand;
Kälber, Schafe und Schweine rege, ausverkauft. Fleiſchgroß=
markt
: Beſchickung: 659 Viertel Rindfleiſch, 90 ganze Kälber, 36
ganze Schafe und 218 Schweine. Preis für 1 Zentner Ochfenfleiſch
5100, II 9095; Bullenfleiſch 8593, Kuhfleiſch T 7080, II 5060,
III 3550; Kalbfleiſch II 95105. Schweinefleiſch I 7080. Gefrier=
fleiſch
, Rindfleiſch, Vorderviertel 52 und Hinterviertel 62.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Chicago, 19. Dez. (Priv.=Tel.)

beobachten, da für die Enthülſungsarbeiten günſtiges Wetter, große
Zufuhren im Südweſten und Zunahme der ſichtbaren Vorräte gemeldet
wurden. Später trat auf beſſere Exportkäufe eine namhafte Erholung
cin.
Hafer: Beſſere Lokonachfrage und kleinere Zufuhren bowirkten ein
leichtes Anziehen der Preiſe.
Roggen: Geringe Zufuhren und Käufe der Lokofirmen veranlaßten
eine Befeſtigung der Preiſe, mamentlich in Dezemberſichden.
New York, 19. Dez. (Prü.=Tel.)
Baumwolle: Auf niedrigere Liberpooler Kabel und Abgaben der
heimiſchen Firmen begannen die Kurſe abgeſchwächt. Später trat au
Anſchaffungen des lokalen und New Orleaner Firmen eine Befeſtigung
cin. Auch die optimiſtiſchere Auffaſſung des Baumwollwarenmarktes
und der erwartete Entkörnungsbericht ſwirkten ſtimulierend.
Kaffee: Schwächere Preismeldungen aus Braſilien und kleieres
Angebot bewirkten eine Abſchwächung der Kauftätigkeit.
Zucker: Der Markt nahm einen recht ruhigen Verlauf und die
Preisſchwankungen hielten ſich in engen Grenzen. Nach ſchwächerem Be=
ginn
ſetzte ſich eine ſtetige Haltung durch. In der Shlußſtunde wirkten
Abgaben für kubaniſche Rechnung abſchwächend.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 19. Dez.:
Getreide: Weizen, Dez. 12734, März 129¾, Mai 131½; Mais,
Dez. 85¾, März 90, Mai 93½; Hafer, Dez. 52½, März 55, Mai
56½; Roggen, Dez. 108½, März 109½, Mai 109X.
Schmalz: Dez. 11,40, Jan. 11,95, Mai 12,325.
Fleiſch: Dez. 10,20, Jan. 11, Mai 11,20; Speck loco 11; leichte
Schweine 7,858,50, ſchwere Schweine 8,258,80; Schweinezu=
fuhr
Chicago 35 000, im Weſten 90000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 19. Dez.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 147½, hart 143½; Mais neu ank.
Ernte 99½; Mehl ſpring wheat clears 6,506,75; Fracht nach
England 1,92,3, u. d. Kontinent 810.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,15; Talg extra 8½.
Kakao: Tendenz feſt, Umſatz in lots 161, Loco 12¾, Dezember
12,80, Januar 12,88, Februar 12,96, März 13,00, April 13,10, Mai
13,18, Juni 13,27, Juli 13,37, September 13,45.

Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
.
Wie wir erfahren, hat die Maybach=Motorenbau G. m. b. 6
Friedrichshafen einen größeren Bootsmotorenauftrag aus dem Aus=
lande
erhalten.
Nach den Mitteilungen des Reichspoſtminiſteriums hat die Zahl der
Poſtſcheckkonten ſich im Monat November gegenüber dem Vormonat er=
neut
um 1558 auf 920386 erhöht. Der Geſamtumſatz im Monat No=
vember
beläuft ſich auf 1207 745 000 RM. bzw. 57 019 000 Buchungen
(bei 36 752 000 Gutſchriften über 6 025 844 000 RM. und 20 267 000 Laſt=
ſchriften
über 6 011 901000 RM.).
Dieſer Tage verſammelten ſich in Köln etwa 150 Mitglieder der
Rheiniſch=Weſtfäliſchen Maklervereine, um auf Anregung des Kölner
Immobilien= und Hypothekenmaklerveveins e. V. eine Grundſtücksbörſe
ins Leben zu rufen. Die Gründung der Börſe vollzog ſich einſtimmig
Diefe ſoll wöchentlich zweimal ſein und zwar Montags und Donnerstags.
Die Verwaltung der Wandererwerke vorm. Winklhöfer u. Jaenicke
A.=G., Chemnitz, ſchlägt wiederum eine Dividende von 12 Prozent, wie
im Vorjahre, auf das erhöhte Kapital vor. 189 000 RM. ſollen auf neue
Rechnung vorgetragen werden.
In der Generalverſammlung der Kalker Maſchinenfabrik A.=G.,
Köln=Kalk, in der 4976 Stimmen ein Kapital von 2 488 000 RM. ver=
treten
, wurde die Bilanz nebſt Gewinn= und Verluſtrechnung mit 4725
gegen 22, die Entlaſtung des Vorſtandes und Aufſichtsrates mit 4682
gegen 23 Stimmen genehmigt. Das verfloſſene Geſchäftsjahr weiſt einen
Verluſt von 446 327 RM. auf.
Die Elbſchiffahrtsgeſellſchaften Neue Norddeutſche Fluß= Dampfſchif=
fahrts
=Geſcllſchaft, Hamburg, Vereinigte Elbſchiffahrts=Geſellſchaften
A.=G., Dresden, und die Hamburg=Magdeburgiſche Eilſchiffahrts= Geſell=
ſchaft
m. b. H., ſehen ſich infolge der Eisbildung auf der Elbe genötigt,
ihren regelmäßigen Verkehr ab heute einzuſtellen.
Im Danziger Getreidehandel iſt gegenwärtig die Lage ſehr ſchlecht
und zwar hauptſächlich infolge verſchiedener polniſcher Ein= und Aus=
fuhrverbote
ſowie Zollbeſtimmungen, die den Getreidehandel mit dem
Ausland unterbinden.
Im Vergleich zur vergangenen Woche iſt die Arbeitsloſenzahl in
Polen um faſt 5000 Perſonen geſtiegen. Die Geſamtzahl der Arbeits=
loſen
in Polen beträgt 144 566.
Nach polniſchen Meldungen befaßt ſich das Finanzminiſterium mit
dem Plan einer 50=Millionen=Prämien=Anleihe. Näheres iſt aber noch
nicht zu erfahren geweſen.
Nach den vom eidgenöſſiſchen Arbeitsamt herausgegebenen Mittei=
lungen
betrug die Zahl der bei den öffentlichen Arbeitsämtern einge=
ſchriebenen
Stellenſuchenden Ende November 12079 Perſonen gegen=
über
9873 Ende Oktober 1927 und 16 366 Ende November 1926. Die
Veränderung der Arbeitsmarktlage iſt vorwiegend ſaiſonmäßiger Natur.
Die geſamte Erdölerzeugung Rumäniens betrug im Oktober 39 440
Tonnen gegenüber 302 668 Tonnen im Monat September. Mithin be=
läuft
ſich die bisherige Produktion des Jahres 1977 (JanuarOktober)
auf 3 027 465 Tonnen gegenüber 2 668 452 Tonnen in der entſprechenden
Zeit des Jahres 1926.
Aus Athen wird gemeldet, daß die griechiſche Nationalbank vom
einem engliſchen Bankenkonſortium ein Angebot zur Gewährung einer
Anleihe von 6½ Mill. Lſtrl. erhalten habe.
Am Freitag wurde auf einer Zuſammenkunft der Grubenbeſitzer von
Weſt=Yorkſhire in Leeds ein Plan für die Schaffung einer neuen ein=
heitlichen
Verkaufsorganiſation einmütig angenommen. Von der Schaf=
fung
dieſer Verkaufsorganiſation verſprechen ſich die Grubenbeſitzer
eine weſentliche Verbeſſerung.

Gewinnliſte

r/Ziehung der Lotterie der Künftlerhilfe 19277, am
19. Dezember 1927 in Darmſtadt.
10h/4 35 37 43 48 49 53 59 68 69 73 84 87 91 115 32
94R9 81 86. 236 73 87 89. 308 62 65 70 89. 506 19
Zut 43 51 77 79 88. 630 65 90 92 (14) 93. 831 32 57 7
MiKMD. 1042 71 97. 1110 46 88. 1204 37 39 71 95 99.
13- 24 25 44 93 94. 1407 15 30 42 54 61 81.- 1519/Spottpreis zu verk
6l 26 (15) 40 41 46 (13) 77 78 81. 1615 (10) 32 36
z20 N7. 1702 30 60 69 71 82. 1805 13 17 26 29 37 48 71
770188 87 88. 1900 79 90 (21). 2007 17 30 39 71 86 87 96.
2iſhM 26 36 44 60 61 81 84 92. 2204 30 35 (12) 76 (2) 85
BN.3304 11 16 63 66 67 75 (8). 2411 42 44 53 73 74.
SlE4. 47 49 58 65 78 82 92. 2605 06 18 39 44. 2701 05
10//44 18 24 32 49 89. 2874 88 89. 2932 38 46 51-64
B1. 3015 16 35 40 69 80 92 95 (17). 3130 33 36 34
5Mzäh 55 56 82 89 95 98. 3204 11 14 (22) 25 28 51 58 70
:3322 26 41 57 99. 3458 65 67 (4) 72 77 8 89. 312
17//1z0 42 70 (20) 76 89. 3607 10 14 20 34 35 60. 3701
B/ék. 3823 25 26 51 65 74 75. 3918 21 22 29 39 (18) 4
6/1 4001 06 15 16 28 75. 4118 47 49 54 80 84. 4221 22
36/mKk 82 88. 4312 15 28 (6) 38 55 73 80 93 94 96. 443
7 29 45 52 62 76 86 92. 400 04 45 66 72 73 75.
10
WGNR 20 25 29 36 61 77 83 99. 4700 17 18 27 69 77 97.
*7 71 94 96 98. 4903 (23) 05 08 09 12 15 16 28 32 54
Wfx 86 95. 5031 38 (7) 65 72 73. 510 09 12 20 34 (9)
75 96. 5204 08 32 34 52 53 66 72 8. 5317 20 38 44
5416 26 30 34 (19) 78 (1) 79 91. 5511 33 34 35 39
44 47 48 57 60 66 81 90 95. 5618 22 (11) 31 46 75.
RIH3 61 81 B. 5824 28 40 43 63 73. 5902 05 08 15 24 25
eſhinter den Losnummern in Klammern angegebenen
en ſind die erſten 23 Gewinne.
1 Paſtell,
ſir Ausloſung kamen: 4 Oelgemälde,
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LoSvrrabfolgt. Nach dem 2. Februar verfallen die
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Nummer 352

eio

2u

19

bhſſeus oder die ſieben Menüs.
Von Frank Heller.
Berechtigte Ueberſetzung von Marie Franzos.
(Nachdruckverboten)
Ir verſchlvand mit dem Sckretär. Kenyon war allein. Plötz=
örfnete
ſich die Tür zu dem Seitengemach, und der franzöſiſche
anerperte kam herein. Er ſchien total geiſtesabweſend. Ohne
urnzuſehen, ging er, in ſich hineinmurmelnd, durch das Zim
ſinaus auf den Hotelkorridor. Fünf Minuten waren kaum
Ctſſen, als die Tür zu dem Korridor unzeremoniös aufgeriſ=
wurde
und zwei Männer eintraten, die zu agnoſzieren
on nur wenige Sekunden brauchte: es waren zwei der fran=
ſoren
Detektivs, mit denen er in der Zugplündereraffäre
zm.mengearbeitet hatte. Sie ſtutzten beim Anblick ihres eng
dem Kollegen; aber ohne irgendwelche Fragen zu ſtellen.
ſcheen ſie auf den Zehenſeitzen in das Zimmer, in dem der
liwnär mit ſeinen zuletzt gekommenen Gäſten beſchäftigt war
hen rieb ſich die Augen. Was war los? War ſein dunkler
drcht ſo begründet? Die zwei franzöſiſchen Detektive ließen
eine Zeit, darüber nachzugrübeln. Sie zogen zwei Revol=
ſurnd
ſtürzten mit dem Rufe: Hände hoch! in das Arbeits=
imier
.
(leichzeitig war die Tür aus dem Korridor in das Arbeits=
er
aufgeriſſen worden, und zwei andere Detektive waren
ſch dieſelbe hereingekommen. Stumm vor Staunen ſah
hen, wie ſie auf die drei Herren, mit denen der Millionär
gendelte, Beſchlag legten hingegen nicht auf den Millio=
yſ
lbſt. Erſt als alle drei Herren mit Stahlarmbändern ver=
ſen
waren, kam die Löſung des Rätſels:
Sie glaubten wvohl ſchon, ſicher zu ſein, Sie fürchteten
uu8 mehr wegen der Plünderung des Blauen Zuges, wie,
Yi=urs? Aber der Arm des Geſetzes iſt lang, Herr Kortſcha=
h
er hat ſowohl Sie wie Ihre Spießgeſellen erreicht! UInd
m Sie glauben, daß es den Herren Rouff, Bazin und Wenz
ſir ergeht, dann irren Sie ſich ſehr. Vor einer halben Stunde
wd n ſie in der Rue Cretet arretiert! Es iſt das beſte für
Eelbſt, Meſſieurs, wenn Sie ruhig mitgehen. Hier durch!
Bſaur, Monſieur Argyropoulos
Paſſen Sie in Zukunft bei
Meu. Bekanntſchaften beſſer auf!
TV.
Ait dieſen Worten und ohne weitere Erklärungen ver=
tanden
die Detektive mit ihrer Beute über die Hintertreppe
Kootels Ceſarini. Kenyon und ſein Gaſtgeber ſtarrten einan=
baur
.

Dienstag, den 20. Dezember 1927

Seite 15

Verſtehen Sie etwas, Kyrie?"
Nein Und Sie?
Ebenſoviel wie Sie. Waren das die Zugplünderer? Jch
habe aufgehorcht, aber ich horchte vergeblich nach dem Namen
Collin. Hörten Sie ihn nennen?
Fenyon antwortete nicht.
Dieſer Duval, ſagte er, wo haben Sie ihn getroffen?
Hier im Hotel ja richtig, wo iſt Duval?"
Alkyon Argyropoulos flog in das andere Zimmer.
Duval! Kyrie! Wo ſind Sie?
Er verſchſvand, unmittelbar bevor die Detektive kamen.
ſagte Kenyon kurz. Aber ſagen Sie mir
In dieſem Augenblick klopfte es an die Tür. Ein Chaſſeur
mit kaltem, hochmütigem Geſicht kam, um zwei Briefe zu über=
reichen
. Der eine war an den Millionär. Er lautete felgender=
maßen
:
Lieber Herr Argyropoulos!
S hon als die Plünderung des Blauen Zuges ſtattfand,
glaubte ich, daß ſie hauptſächlich gegen eine Perſon gerichtet
war, nämlich gegen Sie.
Das Geld, das Sie damals verloren, haben Sie zurückbe=
kommen
. Daß die Verbrecherbande ſich in eine ſolche Sitnation
finden würde, war nicht anzunehmen.
Ich konſtatierte ſehr bald, daß verdächtige Perſonen Sie
hier im Hotel umkreiſten. Von da war nur ein Schritt zu der
Schlußfolgerung, daß dieſe verdächtigen Perſonen mit den Zug=
plünderern
, identiſch ſein mußten. Aber ſie hatten ihre Meiho=
den
geändert. Anſtatt Ge alt anzuwenden, wollten ſie Liſt an=
ſvenden
. Anſtatt Sie direkt zu beſtehlen, wollten ſie Sie indirekt
beſtehken indem ſie Ihnen wertloſe Dinge zu ſchwindelnden
Preiſen verkauften. Auf Umwegen, die ich bis auf weiteres
nicht verraten kann, getang es mir, Nachrichten über ihre neuen
Pläne zu erhalten. Ich fand, daß ſie ſich gegen Ihr Intereſſe
für alles, was die Antiquitäten Ihres Heimatlandes betrifft,
richteten.
Man begann im Kleinen. Als Sie mich vor ein paar Tagen
inzwiſchen waren ir ja Gaſtfreunde geworden! um mein
Urteil über das kleine Pergament baten, das Sie den Verbre=
chern
eben abgekauſt hatten und das ſie für eine antike Abſchriſt
eines Textes von Heſiod ausgaben, verbürgte ich mich dafür.
Natürlich war es falſch! Aber ich war noch nicht damit fertig,

An der Spitze stehen
A
TAALIUT Bonbons
Anit denTantiseptisch wirtenden Ziab

Kofarrh-

die Beweiſe fur ihre Schuld an dem Zuayitentat zu ſammeln,
und ich hatte Zeit, zu warten, bis ſie den großen Coup wagten,
den ſie, wie ich wußte, vorbereiteten. Geſtern waren meine
Nachforſchungen abgeſchloſſen, geſtern boten ſie Ihnen das große
Homerpergament an, und Sie baten mich, es heute nach dem
Lunch zu unterſuchen. Heute ſandte ich die Beweiſe für ihre
Schuld an dem Zugattentat an die Polizei und teilte den Detek=
detiven
mit, daß drei von den Verbrechern hier bei Ihnen um
zwei Uhr erwartet wurden, um ein Geſchäft abzuſchließen, und
ließ ſie auch wiſſen, wo die anderen drei zu treffen wären. Um
ein Uhr fand ich mich bei Ihnen ein, um die Unterſuchung durch=
zuführen
, um die Sie mich gebeten haben. Wünſchen Sie das
Reſultat zu hören:
Die Pergamentrolle, die Kortſchaain Ihuen heute verkaufen
wollte, und die er für eine echte, antike Abſchrift eines Homen
textes ausgab, iſt ein Palimpfeſt und niehts anderes. Si
wiſſen doch, wvas ein Palimpſeſt iſt? Ein Pergament, deſſer
urſprünglichen Text man ausradiert oder in anderer Weiſt
entfernt hat, um einen neuen und wertvolleren darauf z
ſchreiben. Hier in ihrem Zimmer unterſuchte ich die Perga=
mentrolle
nach der Methode, des Deutſchen Kögel. Sie kennen
die Methode nicht und auch viele andere Menſchen in Frank=
reich
kennen ſie nicht, denn aus gewiſſen Gründen ſind ja deutſche
Methoden hierzulande nicht populär. Kögel geht davon aus,
daß ein Pergament aus organiſchen Stoffen beſteht und daß
organiſche Stoffe unter dem Einfluß von ultravioletten Strah=
len
fluoreſzieren. Aber überall, wo man das Pergament be=
ſchrieben
hat, hat es teils hemiſche, teils phyſiſche Veränderun=
gen
erlitten die Gerbſäure in der Tinie, die Eiſenverbindun=
gen
der Tinte und ſchließlich die Radierungen, die man vorge=
nommen
hat, haben das Pergament in verſchiedener Weiſe be=
einflußt
. Bei Beſtrahlung mit ultraviolettem Licht leuchtet alſo
das ganze Pergament mit Ausnahme aller alten Schriftſtellen.
In Jena bekommt man einen einfachen ſinnreichen Apparat zu
kaufen, mit deſſen Hilſe man in fünf Minuten eine photogra=
phiſche
Aufnahme ma hen kann, die die denkbar älteſte Schrift
enthüllt Es gelang mir, einen ſolchen Apparat hier in Paris
aufzutreiben, und mit ſeiner Hilfe brauchte ich genau ſo lange
Zeit, um feſtzuſtellen, daß das Pergamet, dus Herr Koctſchagin
Ihnen für eine märchenhaſte Summe verkaufen wollte, in ſeiner
urſprünglichen Geſtalt kaum ſechshundert Jahre alt iſt. Die
darunterliegende Schrift, die auf meiner Photographie heraus=
kam
, iſt eine Abhandlung aus dem vierzehnten Jahrhundert
über die Kunſt, Gold zu machen. Wenn Herr Kortſchagin ſelbſt
eine Abhandlung über dieſe Kunſt ſchreiben wollte, würde ſie
ſicher zumindeſt ebenſo lehrreich ausfallen.
(Fortſetzung folgt.)

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Dienstag, den 20. Dezember 1927

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Jumper Schürzen
aus gestreiftem Bwollzeug und
bunt bedruckten Stokten ... 1O9
Servier-Schürzen
teils mit Durchbruch und hübscher
Stickerei .... . . 1.35. 0.98. 1O9
Haus-Schürzen
aus gestreiftem Schürzendruck
145, 95. 1O9.
Kinder-Schürzen
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kahrung . . . . . .. ...

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Gummi-Schürzen
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Formen . . . . . . . . . . 0 58,
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Kunstseide, aparte Muster
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reine Seide, in modernen Dessins
295, 195. 9O

3

Oberhemden
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4.95,
Mustern . . . . .

95

Herren-Handschuhe
mit warmem Halbfutter
1.35. I
Herren-Handschuhe

reine Wölle, gestrickt
1.95
Herren-Handschuhe
9
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2.
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Damen-Handschuhe
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Damen-Handschuhe
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Stulpt.. . . .. . . . . ..1.45,
Damen-Handschuhe
Leder-Imitation mit kunstseiden.
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