ulich Tmaligem Erſcheinen vom 1. Dezember
vu ember 2.38 Reichsmark und 22 Pfennig
„lchr, abgeholt 2.25 Reichemari, durch die
„ 2.40 Reichsmark frei Haus. Poſtbezugspreis
o ne Beſtellgeld monatlich 2.48 Reichsmark.
g ichteit für Aufnahme von An eigen an
Tagen wird nicht übernommen. Nichte
mzelner Nummern infolge höherer Gewalt
pen Bezieher nſcht zur Kürzung des
ſefe2. Beſtellungen und Abbeſtellungen durch
nine Verbindlichkeit für une. Poſiſcheckonio
Franffurt a. M. 1304.
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Auffätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſi. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 342
Samstag, den 10. Dezember 1927. 190. Jahrgang
27 mm breite Zelle im Kreiſe Darmſtadt 25 Reſchspig.
Finanz=Anzelgen 40 Reichspfg., Rellamezeile 192 mm
breit/ 2 Reichsmark. Anzeigen von aut wärts 40 Reichspfg.
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Rellame=
zelle 3.00 Reſchsmark. Alle Preiſe in Reichsmart
4 Oolſar — 420 Marl. — Im Falle höberer
Gewalt, wie Krieg. Aufruhr, Streil uſw., erliſcht
jede Verpſichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
auſträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konturs oder gerichtlicher Beltreibung fällt jeder
Nabatl weg. Banikonio: Deutſche Bank und Darme
ſtädter und Naiſonalbanl.
Die Lage im beſetzten Gebiet.
Fklärungen des Reichskanzlers.
Frneuter Proteſt gegen die Fortdauer
der Beſatzung.
Berlin, 9. Dezember.
t Reichstagsausſchuß für die beſetzten Gebiete nahm heute
zAſtanzler Dr. Marx in ſeiner Eigenſchaft als Miniſter für
Hützten Gebiete das Wort zu einer ausführlichen Darlegung
Mg im beſetzten Rheinland. Er wies darauf hin, daß ſich
nüden Tagen zum neunten Male die Zeit jähre, in der
hiſche Truppen in unſer Rheingebiet einmarſchiert ſeien.
Aſitiſter ging dann zunächſt auf die quantitative Seite der
eiſung ein und erklärte, daß die Zuſagen der
Bot=
qierkonferenz über die
Truppenverminde=
ünals eingelöſt angeſehen werden könnten. Die
zu=
iie Berminderung um 10 000 Mann umfaſſe 8000 Franzoſen
„111000 Engländer und Belgier. Der das franzöſiſche
Kon=
ſt letreffende Abtransport ſei bereits erfolgt. Bei der
gro=
anjahl der Beſatzungsgarniſonen, die das Vierfache der
üſien deutſchen Garniſonen ausmache, habe ſich die
Vermin=
ſiin den einzelnen Garniſonen meiſt nicht ſtark fühlbar
. Im Zuſammenhang mit der Beſatzungsverminderung
nnſtraße u ſ0chſumit der Rückgabe mehrerer Hundert
Woh=
nüſen demnächſt gerechnet. Der Reichskanzler wies
wei=
ſhf hin, daß noch annähernd 1000 Mannfarbiger
huen im beſetzten Gebiet vorhanden, ſeien
uhß die deutſche Forderung auf völlige
Ent=
de Hiu iehhaen g der farbigen Truppen immer wieder
ſien werden wüßte.
rhandlungen über eine Neugeſtaltung
des Ordonnanzenſyſiems.
Beſprechung des Ordonnanzenſyſtems kam der Kanzler
ſogenannte Muſterordonnanz Nr. 64 der Rhein=
Niommiſſion zu ſprechen und bezeichnete die
tnige Beſeitigung diefer Ordonnanz als
ingendes Erfordernis. Sie ſtehe in ſchärfſtem
chrich zu einer Politik der friedlichen Verſtändigung. Bei
erhandlungen, die ſeit Monaten über eine
Neu=
ſiütung des Ordonnanzenſyſtems ſchweben, habe
ſüch skommiſſar mündlich und ſchriftlich in unermüdlicher
ſen deutſchen Standpunkt in allen Einzelheiten vertreten
grümdet. Das deutſche Volk könne nur ein Ordonnanzen=
Rhimnehmen, das auch ſachlich und inhaltlich der
allge=
u Politik entſpreche. Es ſei zweifellos nicht zu verkennen,
WKandhabung des Syſtems in manchen Punkten milder ge=
M Tei. Auch die Preſſeverbote und Preſſeverwarnungen
Beinen Rückgang aufzuweiſen, dagegen hätten die
Film=
ledauerlicherweiſe zugenommen. Auch in der Frage der
und Verbandsverbote ſeien nennenswerte Fortſchritte
zelt. Für
die Militärjuſtiz
hun nicht leugnen, daß ſeit dem Rouzier=Prozeß im all=
Rn die Handhabung dieſer Juſtiz weniger zu Klagen
Mabt. Trotzdem kämen aber immer wieder Nachrichten
Fertriebene und geradezu unverſtändliche Strafen. Allein.
n Halbjahr 1927 mußten noch über 700 deutſche Bürger,
ſeten Bagatellſachen, vor den fremden Militärgerichten er=
Auch das traurige Kapitel der
Gefangenenmiß=
ung ſei immer noch nicht abgeſchloſſen. Ein anderes
M2 Kapitel ſeien die Ausſchreitungen von Militärperſonen
Mie wehrloſe Zivilbevölkerung, deren Zahl in dieſem Jahre
9 fähr die gleiche wie im Vorjahre ſei. Der Kanzler
be=
ß ſich die Bevölkerung in den langen
durchaus korrekt gegenüber der
Be=
verhalten habe und daher den großen Aufwand
ärmerie und Geheimpolizei auf der Beſatzungsſeite
geifen könne. In der Frage der Fremdenlegion
Anerkennung des deutſchen Rechtsſtandpunktes erzielt
wonach irgendwelche Tätigkeit zugunſten der
Fremden=
urzuläſſig iſt. Erfreulich ſei auch die Abſchaffung
atzungsbordelle. Der Kanzler wandte ſich dann
vorgetätigkeit ſeines Miniſteriums zu und erklärte, daß
M Jahre allein 1500 Baudarlehen zu je 12000 Mark
worden ſeien. Die Ausgewieſenen=Fürſorge,
arnzen 23 000 Ausgewieſene umfaßte, habe erfreulicher=
ISt eingeſtellt werden können. Bezüglich der
ai fungsdarlehen ſtellte der Kanzler feſt, daß 2000
arlehen mit zuſammen 450 000 Mark erlaſſen worden
odem vorher ſchon ein Drittel der Verbindlichkeiten
ge=
hrrde. Auch die Exiſtenzdarlehen mit zuſammen 800 000
euzn nur zum geringen Teil wieder zurückerſtattet. Die
ſaghen, für zu hart beſtrafte Beſatzungsgefangene, Gna=
Uhmen zu erzielen, würden gleichfalls fortgeſetzt. Das
esleiſtungsgeſetz habe zur ſchnellen
Erledigung der Schadenfälle
Mn. In einem Härteverfahren ſeien insgeſamt 3200
An=
über 1 Million Mark bedacht. Der Kanzler erörterte
: die Förderung der beſetzten Gebiete durch die im Etat
Nägung geſtellten Mittel und erinnerte an den
Kultur=
e den Grenzfonds. Die Abwicklung der Rkein= und
Ruhr=
erde bis Ende des Rechnungsjahres abgeſchloſſen ſein.
Erberfahren wurden für etwa 50 000 Schadenfälle rund
Mark bewilligt und im Härteverfahren für über 5000
Eund 10 Millionen Mark. Zum Schluß betonte der
Laß das Reich ſeine Verpflichtung, für die beſetzten
RDrzugsweiſe zu ſorgen, ernſt nehme und ſtändig im
Auge behalte. Die Beſatzung als ſolche ſtehe nicht
nur mit der politifchen Geſamtlage, ſondern
auch mit der Denkweiſe des 20. Jahrhunderts im
Widerſpruch.
Die Ausſprache über die beſetzten Gebiete.
In der Ausſprache brachten die Redner aller Parteien
zahl=
reiche Wünſche für die Beſſerung der Verhältniſſe in den
be=
ſetzten Gebieten vor. U. a. erklärte der Abg. Kirſchmann (S.)
namens der Sozialdemokratiſchen Partei: „Nach Anſicht der
Sozialdemokratiſchen Partei Deutſchlands iſt eine Berechtigung
für das Verbleiben von Beſatzungstruppen in Deutſchland
über=
haupt nicht mehr gegeben.” Abg. Dr. Bockius (Z.) wandte ſich
gegen das Syſtem, mit Fonds der Not der beſetzten Gebiete zu
ſteuern. Dieſes Syſtem habe ſeine Mängel, weil die Notleidenden
ſtets als Bittende erſcheinen. Beſonders groß ſei die
Not in Heſſen. Dieſer ſteuere man nicht durch Darlehen,
ſondern nur durch Zuſchüſſe. Wenn die Anträge zur Beſſerung
der heſſiſchen Finanzen zur Erörterung kommen, ſo müſſe auch
der Ausſchuß gehört werden.
Staatsſekretär Schmid beantwortete eine Reihe von
Fra=
gen und beſtritt, daß die Firma Pirmaſenſer Schuhinduſtrie bei
den Unterſtützungsmaßnahmen zu ſchlecht weggekommen ſei. Im
Gegenſatz zu der ſonſtigen Uebung ſeien hier die Vorſchläge der
Feſtſtellungsbehörde in Speyer mit 100 Prozent berüclſichtigt
worden. Der Regierungsvertreter teilt weiter mit, daß zurzeit
ſich noch 90 Gefangene in den Militärgefängniſſen der
Be=
ſatzungsmächte befinden.
Nach weiteren Ausführungen der Abg. Dr. Zapf (D.Vp.),
Lind Dnatl.) und Jadaſch (Komm.) erklärte
Reichskanz=
ler Dr. Marx in ſeinem Schlußwort:
„Die Amweſenheit der Beſatzungstruppen
auf deutſchem Boden iſt ein Unrecht, da ſie jedes
Grundes entbehrt. Deshalb muß die Beſatzung
beſeitigt werden. Darauf wird die Reichsregierung auch
dauernd hinarbeiten. Ich beſtreite es durchaus, daß etwa die
Beteiligung der Deutſchnationalen Volkspartei zur Verſteifung
der außenpolitiſchen Lage geführt hat. Die Verſteifung iſt bereits
vor der letzten Regierungsumbildung erfolgt. Die Notlage
Heſſens iſt eine große politiſche Frage, die demnächſt
ent=
ſchieden werden muß. Die Reichsregierung kennt dieſe Notlage,
Die Angelegenheit wird auch den Ausſchuß beſchäftigen, ſobald
einmal die Regierung beſtimmte Vorſchläge vorlegt.”
Aus dem Reichsetat 1928.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Das „Berliner Tageblatt” veröffentlicht einen ausführlichen
Auszug aus dem Reichshaushaltsplan für 1928, ſo wie er
augen=
blicklich dem Reichsrat zur Beratung vorliegt. Danach zeigt der
Etat im Ordinarium Ausgaben in Höhe von 9,5 Milliarden
Mark, im Extraordinarium von 146 Mill. Mark. Von den 9,5
Milliarden Mark entfallen 452 Mill. Mark auf einmalige
Aus=
gaben und 8,9 Milliarden Mk. auf fortlaufende Ausgaben. Unter
den einmaligen Ausgaben ſteht die Erwerbsloſenfürſorge mit
100 Mill. Mark für die Kriſenunterſtützung an der Spitze. Von
Bedeutung ſind ferner die Sozialverſicherung mit 74,6 Mill. Mark
und Heer und Marine mit 116 Mill. Mark,
Reichsverkehrs=
miniſterium mit 559 Mill. Mark, Reichsfinanzminiſterium mit
22 Mill. Mark, allgemeine Finanzverwaltung mit 38 Mill. Mark
und Reichsinnenminiſterium mit 19,5 Mill Mark. Unter den
fortlaufenden Ausgaben tauchen die Steuerüberweiſungen mit
3,2 Milliarden Mark auf. Für Beſoldungen ſind 792 Mill. Mark
eingeſetzt (im Vorjahr 659,7 Mill. Mark), Penſionen und
Kriegs=
renten 1,78 Milliarden Mark (im Vorjahre 1,47 Milliarden Mark).
Die inneren Kriegslaſten erſcheinen mit 200 Mill. Mark
Repa=
rationszahlungen mit 1227,5 Mill. Mark, Sozialverſicherung 300
Mill. Mark, Verzinſung und Tilgung der Reichsſchuld 124 Mill.
Mark, Anleiheablöſung 354,3 Mill. Mark, Schutzpolizei 190 Mill.
Mart.
Zur Deckung ſtehen Steuern, Zölle und Abgaben mit 8,7
Milliarden Mark im Voranſchlag, ferner Verzinſung der
Vor=
zugsaktien der Reichsbahn mit 51 Mill. Mark, Ueberſchüſſe von
Poſt und Reichsdruckerei mit 104 Mill. Mark und
Verwaltungs=
einnahmen mit 208,9 Millionen Mark. Als einmalige
Ein=
nahmen ſind eingeſtellt 125 Mill. Mark Ueberſchuß aus dem
Vorjahre und 174 Mill. Mark Münzgewinne. Der
außerordent=
liche Etat ſoll gedeckt werden aus der Rückzahlung des
Vor=
ſchuſſes an die Reichsbahn mit 80 Mill. Mark, Rückzahlungen aus
der produktiven Erwerbsloſenfürſorge mit 26 Mill. Mark, 35 Mill.
Mark Ueberſchüſſen des laufenden Jahres und 5 Mill. Mark
ſonſtiger Einnahmen.
Die fortdauernden Ausgaben des ordentlichen Etats
ver=
teilen ſich wie folgt: Reichspräſident 684000 Mark, Reichstag
8 078000 Mark, Reichsminiſterium, Reichskanzler und
Reichs=
kanzlei 2 568 600 Mark, Auswärtiges Amt 63 732900 Mark,
Reichs=
innenminiſterium 25 450 525 Mark, Miniſterium für die beſetzten
Gebiete 9 513 585 Mark, Reichswirtſchaftsminiſterium 13 503 666
Mark, vorl. Reichswirtſchaftsrat 733 570 Mark,
Reichsarbeits=
miniſterium 416 261 760 Mark, Reichswehrminiſterium 589 633 600
Mark, Juſtizminiſterium 13 212 000 Mark, Reichsminiſterium für
Ernährung und Landwirtſchaft 9 378300 Mark,
Reichsverkehrs=
miniſterium 118 658 140 Mark, Verſorgung und Ruhegehälter
1 780 397 000 Mark. Rechnungshof 3 490 777 Mark, Reichsſchuld
487 748 190 Mark, Reichsfinanzminiſterium 489 564 000 Mark,
all=
gemeine Finanzverwaltung 3 434 133000 Mark,
Reichspoſt=
miniſterium 45 804 Mark, Kriegslaſten 1 437 377 660 Mark.
Die deutſche Bekämpfung
des italieniſchen Bohkotts.
Von unſerem +=Korreſpondenten.
Nom, 7. Dezember.
Heute abend verläßt der deutſche Unterhändler wieder Rom,
der in vierzehntägiger Arbeit — einer Siſyphusarbeit — verſucht
hat, den Italienern klar zu machen, daß ſie einen tatſächlichen
Boykott gegen die Wareneinfuhr aus Deutſchland unterhalten
und amtlich oder halbamtlich mehr oder weniger unterſtützen. Er
hat ihnen auch klipp und klar zu verſtehen gegeben, daß
Deutſch=
land ſich eine derartige Sabotage der deutſcheitalieniſchen
Han=
delsbeziehungen nicht gefallen laſſen kann und will.
Zuſammen=
gefaßt ergibt ſich von amtlichen Stellen aus geſehen nun etwa
folgendes Bild der augenblicklichen Lage:
Nach Inkrafttreten des deutſch=italieniſchen Handelsvertrags
vom 31. Oktober 1925 hatte der gegenſeitige Warenaustauſch
zu=
nächſt eine erfreuliche Steigerung erfahren. In den letzten
Monaten iſt jedoch die deutſche Ausfuhr nach Italien in ſtarkem
Maße zurückgegangen, während umgekehrt die italieniſche
Aus=
fuhr nach Deutſchland eine ſteigende Tendenz zeigt. Wenn
hier=
für auch zum Teil die infolge der Revalutiſierung der Lira
ein=
getretene Wirtſchaftskriſe in Italien die Urſache iſt, ſo hat dieſer
Rückgaug der deutſchen Ausfuhr doch in erheblichem Umfange
ſeinen Grund in den von der italieniſchen Regierung getroffenen
Maßnahmen und der Bewegung, die unter dem Namen „
bat-
taglia beenomica” bekannt ſind. Im Vordergrund ſteht das
italieniſche Geſetz über die Bevorzugung der einheimiſchen
In=
duſtrieerzeugniſſe vom 7. Januar 1926, 15. Juli 1926 und
20. März 1927.
Da die deutſche Regierung in Uebereinſtimmung mit der
Auffaſſung der deutſchen Wirtſchaftskreiſe auf dem Standpunkt
ſteht, daß die „battaglia esonamica” den Grundſatz des freien
Warenaustauſchs, auf dem der Handelsvertrag beruht, einſeitig
zu Ungunſten Deutſchlands in bedenklicher Weiſe beeinträchtigt,
hat ſie im September 1927 zunächſt mündlich Vorſtellungen bei
der italieniſchen Regierung erhoben, die von einem ſchriftlichen
Meinungsaustauſch begleitet waren. Um die zahlreichen dabei
berührten Einzelfragen zu prüfen und klarzuſtellen, ſind beide
Regierungen übereingekommen, dieſe durch Delegierte beider
Regierungen prüfen zu laſſen. Dieſe Verhandlungen haben
während der letzten beiben Wochen in Rom ſtattgefunden. Bei
ihnen iſt zunächſt der Umfang des Induſtrieſchutzgeſetzes
be=
ſprochen worden. Es wurden ferner die Maßnahmen der
italie=
niſchen Behörden eingehend erörtert, die gewiſſermaßen in
Er=
gänzung des Geſetzes getroffen worden ſind. Erwähnt ſei zum
Beiſpiel ein beſonderes Zirkular des italeniſchen
Wirtſchafts=
miniſteriums, wonach den italieniſchen Sparkaſſen die
Beſtim=
mungen des Geſetzes als Richtlinien für die Erteilung von
Kre=
diten in Erinnerung gerufen werden, ſo daß praktiſch Ankäufe
im Auslande kaum noch durch Kredite der Sparkaſſen finanziert
werden können. Ferner wurde der bekannte Bleiſtifterlaß des
italieniſchen Kultusminiſteriums beſprochen, der in ſeiner
Aus=
wirkung zu einer ſcharfen Propaganda gegen die deutſchen
Blei=
ſtifte geführt hat. Beſonders eingehend wurde das Verhalten
der Grenzbehörden erörtert. Hinſichtlich der in letzter Zeit
häu=
fig beklagten Forderung, daß bei den Einfuhrpapieren der letzte
Empfänger angegeben werden müſſe, hat die italieniſche
Regie=
rung die Erklärung abgegeben, daß eine Anweiſung hierfür von
ihr nicht gegeben worden iſt. Für die deutſchen Importeure
be=
ſteht ſomit eine Verpflichtung zu dieſer Angabe nicht. Ebenfalls
wurden die Verzögerung der Zollabfertigung, das lange
Zurück=
halten der Waren an der Grenze, die Häufung von chemiſchen
Unterſuchungen und die lange Dauer der Zollſtreitverfahren
be=
ſprochen. Auch die pſychologiſchen Auswirkungen des
italie=
niſchen Induſtrieſchutzgeſetzes wurden in den Kreis der
Erörte=
rungen gezogen, insbeſondere die von den italieniſchen Induſtrie=
und wirtſchaftlichen Körperſchaften erlaſſenen Anfragen an
ein=
zelne Firmen, warum ſie Waren aus dem Auslande,
insbeſon=
dere aus Deutſchkand, bezogen hätten. Deutſcherſeits wurden
zahlreiche Einzelbeiſpiele dargelegt, bei denen in Auswirkung
oder unter Berufung auf das Induſtrieſchutzgeſetz wertvolle
Auf=
träge der deutſchen Wirtſchaft entgangen ſind.
Da über die grundſätzliche Frage keine Einigung erzielt
wurde, wie die durch die „battaglia economica” hervorgerufene
Beeinträchtigung des freien Warenaustauſches, der durch den
Handelsvertrag gewährleiſtet werden ſollte, behoben werden
könnte, iſt deutſcherſeits vorgeſchlagen worden, die italieniſche
Regierung möge ſich in freundſchaftlicher Weiſe bereit erklären,
daß dieſe Frage im beiderſeitigen Einvernehmen dem im
deutſch=
italieniſchen Handelsvertrage vorgeſehenen Schiedsgericht zur
Entſcheidung vorgelegt werde.
Nicht ausdrücklich erwähnt in dieſen Ausführungen wird
die praktiſche Grundlage des Boykotts: die Ueberwachung der
Einfuhr nach Italien durch die fasciſtiſchen Lokalorganiſationen,
die bei den einzelnen Spediteuren den Eingang und die
Weiter=
leitung von Waren aus dem Auslande nachprüfen. In den
Ver=
handlungen zwiſchen der deutſchen und der italieniſchen
Dele=
gation iſt aber von deurſcher Seite auf das Eindringlichſte auf
dieſen Mißſtand hingewieſen worden, der natürkich als nicht
vor=
handen von italieniſcher Seite hingeſtellt wurde. Nicht
vorhan=
den iſt er ſelbſtverſtändlich im amtlichen Sinne. Denn amtliche
Stellen ſind nicht daran beteiligt und nehmen auch offiziell keinen
Einfluß auf die lokalen fasciſtiſchen Organiſationen nach dieſer
Hinſicht. Solange aber dieſer „private” Ueberwachungsdienſt
dauert und das italieniſche Geſetz zum Schutze der nationalen
Induſtrie in voller Geltung iſt, wird ſich ſchwer etwas
Weſent=
liches gegen den Boykott erreichen laſſen. Es wird ſich nur
herausſtellen, daß die Stellen, die in erſter Linie für die Praxis
des Boykotts zu ſorgen haben, angewieſen werden, etwas
vor=
ſichtiger und geſchickter in der Ausführung ihrer Praktiken zu
ſein. Man muß in Deutſchland auch weiterhin damit rechnen,
daß die Vorſtellungen in Rom nicht wirkungsvoll ſein werden.
Immerhin iſt es ſchon ein Erfolg der deutſchen
Verhand=
lungen, daß den Italienern einmal klar und deutlich geſagt
wurde: ſo geht es nicht weiter! Auch die deutſche Forderung auf
Aurufung des Schiedsgerichts iſt bereits ein Erfolg. Italien hat
Seite 2
Samstag den 10 Dezember 1927
dieſe Forderung bisher noch nicht angenommen. Sollte von
ita=
lieniſcher Seite die gemeinſame Anrufung abgelehnt werden, ſo
wird man laut deutſch=italieniſchem Handelsvertrag dieſes
Schiedsgericht von deutſcher Seite aus allein anrufen. Den
Ita=
lienern iſt das Schiedsgerichtsverfahren, an ſich peinlich. Sie
lehnen ſchon aus politiſchen prinzipiellen Gründen jede
Unter=
ordnung unter Schiedsgerichte gern ab und müſſen bei der
Stim=
nung, die auch in anderen durch den Boykott betroffenen
Län=
dern gegen ſie herrſcht, damit rechnen, daß ſie nicht gerade in
einer glücklichen Lage vor einem internationalen Schiedsgericht
ſein werden.
Es war ſchon in früheren Artikeln hier vermutet worden,
daß auf amtlichem Wege nicht viel gegen den fasciſtiſchen
Waren=
terror anzufangen ſein dürfte. Aber man kann ſich immerhin
zunächſt damit zufrieden geben, daß eine Entſcheidung durch den
Schiedsgerichtshof nun nicht mehr zu umgehen ſein wird. Wenn
dann die Italiener wicht als korrekte Partner bei einem
Han=
delsvertrag deſſen Beſtimmungen ausführen, dann bleibt immer
noch die Kündigung des im Jahre 1930 ablaufenden Vertrages.
Der Reichstag
vor der Weihnachtspauſe.
Der Reichstag hatte ſich für Freitag ein reichlich mit
Explo=
ſivſtoff beladenes Programm zuſammengeſtellt. Er hat die
Ab=
ſicht, vor der Weihnachtspauſe möglichſt ſeinen Papierkorb
aus=
zuräumen, dabei aber doch die Weihnachtspauſe nicht allzu lang
hinauszuſchieben. Da war zunächſt einmal das
Strafver=
fahren gegen die ſechs kommuniſtiſchen
Abge=
ordneten, das ſchon ſeit Jahr und Tag vor dem
Reichs=
gericht ſchwebt, aber nicht zur Erledigung kommen kann, weil
entweder der Reichstag tagt oder die Vorbereitungen des
Reichs=
gerichts ſo lange dauern, daß die Hauptverhandlung erſt angeſetzt
werden konnte, wenn der Reichstag wieder zuſammen war.
Diesmal hat der Reichsdag beſchloſſen, daß das Verfahren
ent=
weder in der Sommerpauſe oder beim Reichstagsſchluß
durchgeführt werden ſoll. Er hat außerdem einen Antrag
der Regierungsparteien angenommen, wonach vom
gleichen Zeitpunkt ab auch die Immunität der
Abgeordneten ruht, alſo ihre Verhaftung
er=
folgen kann. Gegen dieſen Antrag ſtimmten
Sozialdemokra=
ten, Demokraten, Kommuniſten, Völkiſche und Nationalſozialiſten.
Der zweite Hauptpunkt war der deutſch=
jugoſlawi=
ſche Handels= und Schiffahrtsvertrag, bei dem
die Sozialdemokvaten einen ſcharfen Kampf gegen die „
Ver=
teuerung des Kinderbreies” führen. Sie haben aber diesmal
nicht ſo ſtark perſönlich gegen den Miniſter geſprochen, hielten
aber trotzdem ihren ſachlichen Widerſpruch aufrecht. Ein Antrag,
die Zollerhöhung für Induſtriemais zu ſtreichen, wurde mit
183: 159 Stimmen bei 18 Enthaltungen, alſo einer
verhältnis=
mäßig geringen Mehrheit, abgelehnt, worauf die
Sozialdemo=
kraten mit den Kommuniſten auch gegen den ganzen Vertrag
ſtimten, der aber trotzdem eine ſtarke Mehrheit fand.
Inzwiſchen gehen in den Ausſchüſſen die Beratungen weiter.
Die Beſoldungsreform nuß immer noch an einzelnen
Punkten poliert werden. Der Ausſchuß hofft, am Samstag ſeine
ſachlichen Beratungen abſchließen zu können — es fehlt lediglich
die Entſcheidung über die Zulagen im beſetzten Gebiet —, um
dann am Sonntag die Uebergangsbeſtimmungen zu formulieren,
ſo daß am Montag das Plenum die zweite Leſung beginnen
könnte. Dafür ſind zwei Tage angeſetzt. Am Donnerstag oder
Freitag würde dann der Reichsrat zu entſcheiden haben. Auf
dieſe Weiſe wäre die Möglichkeit gegeben, die
Auszahlung der neuen Gehälter
noch vor Weihnachten
ſicherzuſtellen. Auch im Bildungsausſchuß macht die
Ar=
beit Fortſchritte. Die Beratung bricht ſich Punkt für Punkt durch
die Vorlage. Teilweiſe entſtehen Lücken, oder es werden mit
wechſelnden Mehrheiten Beſchlüſſe gefaßt, wodurch das
einheit=
liche Geſicht der Vorlage langſam zerſtört wird. Man rechnet
aber damit, daß die erſte Beratung techniſch noch vor der
Weih=
nachtspauſe beendet werden kann. Dann ſoll nicht ſofort die
zweite Leſung folgen, ſondern die Parteien wollen ſich vorher
über die Deckungsfrage der durch das Geſetz entſtehenden
Neu=
ausgaben beſchäftigen, die ja auch beim Reichsrat ſtarke
Beden=
ken ausgelöſt hat. Die Regierung wird alſo nach den
Ausſchuß=
beſchlüſſen die für die Länder und Gemeinden entſtehenden
Sonderausgaben herausrechnen müſſen. Darüber wird dann erſt
im Januar, wenn das Plenum ſich mit dem Reichsetat
beſchäf=
tigen wird, der Ausſchuß zu Gericht ſitzen.
Vom Tage.
In der Hauptverwaltung der Deutſchen
Reichsbahngeſell=
ſchaft begannen die Verhandlungen über die
Ortslohn=
zulagen mit den Gewerkſchaften, die am 18. Dezember abgeſchloſſen
ſein ſollen, damit noch vor Weihnachten eine Auszahlung
der Zuſchläge an die Belegſchaften der Reichsbahn in allen
Landes=
teilen erfolgen kann.
Der Staatsſekretär in der Reichskanzlei Dr. Pünder, der
der deutſchen Delegation für Genf angehört, aber vorerſt Berlin noch
nicht verlaſſen konnte, hat ſich auf Wunſch des Reichskanzlers und
des Reichsminiſters des Auswärtigen nach Genf begeben.
Der deutſche Außenminiſter Dr. Streſemann wird heute
vor=
mittag bei einem Fyühſtück Briands die Bekanntſchaft des
Mar=
ſchalls Pilſudſki machen. Geſtern haben die beiden Miniſter nur
ihre Karten ausgetauſcht.
Die deutſch=griechiſchen
Handelsvertragsver=
handlungen ſind, wie mitgeteilt wird, im weſentlichen zu Ende
geführt worden. Nur einzelne Punkte ſind noch nicht geklärt, weil
der in Frage kommende griechiſche Miniſter zur Zeit in Genf weilt.
In einer litauiſchen Erklärung wird hervorgehoben, daß
ſämtliche Parteien ſich gegen eine Aufgabe Wilnas
ausgeſprochen haben.
Im Juſtizausſchuß des öſterreichiſchen Nationalrates
wurde ein Antcag auf Einführung der Todesſtrafe mit
allen gegen die Stimmen der Antragſteller abgelehnt.
Der jugoſlawiſchfranzöſiſche
Freundſchaftsver=
trag, wunde in Genf zur Regiſtrierung überreicht.
In gutunterrichteten Genfer Kreiſen liegt eine Informatiow vor,
wonach die Sowjetregierung die Errichtung einer
Zweigſtelle der offiziellen Sowjet=
Nachrichten=
agentur in Genf plane, um über alle Vorgänge beim
Völker=
bund beſſer unterrichtet zu bleiben.
Wie die Agentur Indo Pacific aus Tokio berichtet, hat Japan
die Errichtung einer Funkſtation für den direkten
Verkehr mit San Franzisko beſchloſſen.
Reichstags=Sitzungsbericht.
* Berlin, 9. Dez. (Eig. Bericht.)
Der Reichstag beſchäftigte ſich heute zunächſt mit der Frage der
Ge=
nehmigung oder Ablehnung der Einleitung der Strafverfolgung gegen
verſchiedene Mitglieder des Reichstages. Es handelte ſich dabei zunächſt
um einen Antrag des Geſchäftsordnungsausſchuſſes, die Genehmigung
zur Strafverfolgung des nationalſozialiſtiſchen Abgeordneten Dietrich
wegen verſchiedener Preſſedelikte zu erteilen, ferner um einen
Ausſchuß=
beſchluß, wonach die Genehmigung zur Verhaftung der im Prozeß gegen
die kommuniſtiſche Zentrale angeklagten kommuniſtiſchen Abgeordneten
zwar nicht erteilt, das Strafverfahren gegen dieſe Abgeordneten jedoch
bis zum Beginn der letzten Sommerferien des Reichstages oder zum
Neichstagsſchluß ausgeſetzt und die vorherige Anberaumung eines in
dieſe Zeit fallenden Hauptverhandlungstermines und die vorherige
Ladung genehmigt werden ſollen. Von den Regierungsparteien lag
da=
gegen ein Antrag vor, die Immunität der beteiligten kommuniſtiſchen
Abgeordneten vom Zeitpunkt des Beginnes der Sommerferien oder des
Reichstagsſchluſſes ab aufzuheben und von dieſem Zeitpunkt ab auch die
Zuläſſigkeit der Verhaftung der Abgeordneten zu genehmigen.
Zunächſt begründete Abg. Dr. Bell (Ztr.) dieſen Antrag der
Re=
gierungsparteien, der ſeiner Anſicht nach der Geſchäftslage am beſten
Rechnung trägt.
Abg. Dittmann (Soz.) lehnte den Antrag der
Regierungs=
parteien ab und hielt an dem Ausſchußbeſchluß feſt.
In der Abſtimmung wurde zunächſt ein kommuniſtiſcher Antrag auf
Ausſetzung des Verfahrens mit 165 gegen 139 Stimmen bei vier
Stimm=
enthaltungen abgelehnt, ebenſo der Ausſchußbeſchluß. Der Antrag der
Regierungsparteien wurde angenommen. Ohne weſentliche Ausſprache
genehmigte das Haus dann den Geſetzentwurf über die
Kvankenverſiche=
rung der Seeleute in dritter Leſung, und zwar gegen die Stimmen der
Kommuniſten und Deutſchnationalen.
Nachdem die Novelle zum Hypothekenbankgeſetz debattelos erledigt
worden war, wandte ſich das Haus der zweiten Leſung des
deutſch=
fugoſlawiſchen Handelsvertrages zu. Die Ausſprache
drehte ſich hauptſächlich um Artikel 3 des Vertrages, der die Erhöhung
des Zollſatzes für Induſtriemais auf 5 Mark bedingt. Der Ausſchuß
hatte die Hinausſchiebung der Inkraftſetzung dieſes Artikels bis zum
1. März 1928 beantragt. Die Sozialdemokraten, denen ſich die
Kommu=
niſten und Demokraten anſchloſſen, wandten ſich hauptſächlich dagegen,
daß hier Fragen der Außenpolitik mit innempolitiſchen Wirtſchaftsfragen
verquickt würden.
In einer karzen Erklärung evwiderte Miniſter Schiele, auch
im namen des Reichsfinanzminiſters, daß Zweckmäßigkeitsgründe dazu
geführt hätten, in das Geſetz über den Handelsvertrag eine mit dem
Vertrag eng zuſammenhängende materielle Regelung aufzunehmen.
Künftig werde darauf Bedacht genommen werden, daß
Vertragsregelun=
gen nicht mehr mit autonomen Zollregelungen formell verknüpft
wür=
den. — In der Abſtimmung wurde der ſozialdemokratiſche Antrag auf
Streichung bes Artikels 3 mit der vom Ausſchuß beantragten
Hinaus=
ſchiebung der Inkraftſetzung auf den 1. März 1928 abgelehnt. Das
Ge=
ſetz ſelbſt wurde in zweiter und dritter Leſung genehmigt gegen die
Stimmen der Kommuniſten und Sozialdemokraten, welch letztere noch
kurz vor der Abſtimmung erklären ließen, daß ihnew die Zuſtimmung
zu dem Vertrag durch das Vorgehen der Regierung und durch die
Ver=
koppelung des Vertrages mit der Erhöhung des autonomen Zollſatzes
unmöglich geworden ſei.
Um 19 Uhr vertagte ſich das Haus auf Samstag 14 Uhr.
4 Wallfahrten.
Von Sophie Marx.
Im Frühjahr beſichtigte ich in Maulbronn das Kloſter der
Anno 1718 geweihten Abteikirche, die dreiſchiffige romaniſche
Pfeilerbaſilika und den übrigen Bau im romaniſchen und
goti=
ſchen Stil. Ich bewunderte die aus Lindenholz geſchnitzte Gruppe,
von unbekannten Meiſtern, mit der wunderbaren Madonna und
die reichen Eichenholzſchnitzereien der Chorſtühle — mühſelige
Arbeiten der Kloſterbrüder — und das 3,5 Meter hohe Kruzifix
von Conrad Vollmer oder Bruder Silverius genannt. Es iſt
der aus einem Stein gehauene Jeſus, um 1200 entſtanden,
„die Dornenkrone erſtrahlt einmal im Jahre, und dann flutet die
rote Glut der Sonne wie Blut über das Haupt des Erlöſers”
Die Romantik iſt dort in jedem Eckchen eingeniſtet und
be=
wahrt, ſo auch im Kloſterhof wie im Kloſtergarten. — Im
ſo=
genannten Fauſttürnſchen ſoll Dr. Fauſt ſein Leben geendet
haben, oder nach der Volksſage hätte ihn der Teufel geholt. —
Man fühlt ſich zurückveifetzt in längſt verwehte Zeiten. Da
wan=
delten manche geiſtig hochſtehende Menſchen im Schatten der
alten Lindenbäume. Der berühmte Johann Kepler war aus der
Kloſterſchule hervorgegangen, ferner die Philoſophen Schelling
und Ed. Zeller, die Dichter Herwann Kurz und Friedrich
Höl=
derlin u. a.
Doch mein Beſuch galt nicht allein dem Kloſter, ſondern es
war eine Wallfahrt zu Gräbern der Liebe. Da
ruhte Irmela, deren Herz zerbrach, weil ſie ihrem Geliebten, dem
Mönchen Diether, nicht angehören durfte. Doch ſie hatte die
reinſte Wonne der Erkenntnis ihrer Liebe erfahren und
be=
ſtimmte, mit folgenden Worten an der Wirkungsſtätte ihres
Liebſten begraben zu ſein: „Mein Gebein ſoll an der Stätte der
Urſtände harren, die Diethers Heimat war. Ihm möge Gott
des Lebens Glück beſcheren und hernach die ewige Seligkeit. Nie
ſoll ihm die Erinnerung hinderlich an einer Freude ſein."
Einige hundert Jahre ſpäter wurde eine andere Ruheſtätte von
liebenden Händen bereitet. Schelling ließ ſeine geliebte Karo
line hier in geweihter Erde begraben. Ich ſtieg den Wall hinan
mit ſuchendem Blick nach dem Grabobelisken und fand ihn nicht
Bis zum See war ich gekommen, und welche Pracht von
Schleh=
dornblüten empfing mich dort. Einen ganzen Arm voll mußte
ich haben für Carolinens Ruheſtätte. Doch wo war das Grab?
Das Grab dieſer grenzenlos weitgerichteten Frau, die mit
rein=
ſten Sinnen dem Erdhaften verbunden war, die viele große
Menſchen anzog, deren Schickſalsfäden ſogar von Goethe gehal
ten wurden, welcher ihr half, die Ehe mit Auguſt v. Schlegel zu
löſen, um ihr Schelling zuzuführen. Ich ging ſinnend und
ſuchend zurück und kam wieder in den Kloſterhof. Da, ein wenig
abſeits gelegen, ein hellgrüner Raſenfleck und einige alte
Grab=
ſteine. An die Kloſtermauer gedrückt fand ich den Grabobelisken.
Lange ſtand ich andächtig da, aber dann bekränzte ich den Stein
mit den Frühlingsblumen, ſicherlich im Sinne der Toten und
Schellings, der ſchrieb: „Ihre Ruheſtätte habe ich nicht wieder
beſucht, ich will ſie nur im Frühling ſehen.”
„Ich las das Epitaph:
Hier ruhet Caroline Albertine
Schelling geb. Michaelis.
Das Grab
der Treuen Ewig Geliebten
bezeichnet mit dieſem Stein
Ihr hinterbliebener Gatte
Frdr. Wilh. Joſeph Schelling.
Jedes fühlende Weſen ſtehe mit Andacht hier,
wo die Hülle ſchlummert, die einſt das edelſte Herz
und den ſchönſten Geiſt umſchloß.
Tief unten am Sockel ſteht noch:
Ruhe ſanft, fromme Seele, bis zur
ewigen Wiedervereinigung, Gott,
vor dem du biſt, lohne in dir die Liebe
und Treue, die ſtärker iſt als der Tod.
Bewegt verließ ich die Liebe atmenden Stätten, die, von
Rowantik umſchloſſen, dem Alltag ferne geborgen lagen.
Und vor Jahren war ich in Paris. Das Leben der
Groß=
ſtadt riß mich mit. Kultur und Ziviliſation gingen auf mich ein
jede Stunde war Erleben, Vergangenheit und Gegenwart
drängte ſich, die Ruhe war ein fremdgewordener Gaſt bei mir.
Eines Tages ſtieg ich den Montmartre hinauf, an der Sacré=
Coeur vorbei zum Friedhof Pére=Lachaiſe. Keine Menſchenſeele
weit und breit, nur Gräber lagen im ungeſtörten Frieden. Ich
beſuchte das Heinegrab, kniete nieder und entfernte Unkraut, das
trotz der Pflege ſich hervorwagte, und ſtrich leiſe über die geweihte
Erde. Ich dachte nur an den großen Dulder, den freien Geiſt
und hielt eine ungeſtörte Zwieſprache. War es nicht eine Oaſe
im Lärme der Großſtadt? Seine Verſe kamen mir in den Sinn:
„Sie haben mich geärgert, gequälet blau und blaß,
Die einen mit ihrer Liebe, die anderen mit ihrem Haß,
Uind die mich am meiſten geärgert, gequälet hat,
Die hat mich nie geliebet und hat mich nie gehaßt.”
Das Tragiſche des Liebenden empfand ich erſt recht an der
Ruhe=
ſtätte, und ich legte meine Hand auf den weißen Marmor und
flüſterte: „Du ruheſt in Frieden! Amen.”
Neue Verſtändigungsverſuche am Gamg
Die Vertreter der Induſtrie und der Arbeitnehmer aui0
Eiſengebiet ſind in den letzten Tagen in Berlin geweſem
Artikel
Haſtut
ein afd. M
jortätsrecht
iſt mant 2.
haben wiederholt mit der Regierung und auch den
Regien=
parteien über ihre Wünſche Beſprechungen gehabt. Am 8o.
vormittag hat darüber eine Miniſterbeſprechung ſtattgef=n
und am Freitag abend eine Kabinettsſitzung. Es ſcheinn
nicht, als ob es gelungen iſt, das Kabinett bereits auf eingn
heitlichen Standpunkt zu bringen. Es iſt ja bekannt, doß
Unterſchied der Auffaſſungen innerhalb der Reichsregierunm !
groß iſt. Der Reichswirtſchaftsminiſter legt Wert darauu
der Eiſeninduſtrie die Möglichkeit einer längeren Umſte
gegeben wird, während der Reichsarbeitsminiſter möglicha
die Neuregelung durchführen möchte und hierbei auch die
ſtützung des deutſchnationalen Reichsverkehrsminiſter Dmr
gelunt
t ein Gutack
findet. Unter dieſen Umſtänden wird vermutlich die
n in dem erk.
regierung zunächſt ſehen, wie weit der Schlichter am Sn
men außer
mit ſeinen Verſtändigungsverſuchen kommt, und erſt werm.
ein poſitives oder negatives Ergebnis vorliegt, von ſich arus
Regelung zu finden ſuchen. Darüber herrſcht auf allen
kämen
ichten
Uebereinſtimmung, daß der Konflikt nicht ausgetragen
darf, weil die Folgen für unſere geſamte Wirtſchaft una und
wären. Strittig iſt nur, ob und inwieweit die Möglichkef; Prſlgpellattonen
Entgegenkommens beſteht und ob es gelingt, Richtlinien,
arbeiten, die für beide Teile annehmbar ſind.
mn ſch nach de.
der Privatw
und des
vermocht,
ſich bisher N.
der
die
das
Die chriſilichen Metallarbeiter zur Kriſt 4läber it jet du8
in der Eiſen=Induſirie.
Eſſen, 9. Dezes
In zwei überfüllten Verſomlungen wahmen die chrrif
Metallarbeiter Eſſens geſtern Stellung zur gegenwärtigem!
in der Eiſeninduſtrie. Ein Gewerkſchaftsſekretär erkläüt
einigen Betrieben ſei Arbeitern ſchon gekündigt worden,
bei Krupp. In anderen Werken ſeien die Arbeiter zumuy /W Siſehprodhirlode
ſchreiben eines Reverſes aufgefordert worden, daß ſie n.0ſl! m gengnnten Betrie
1. Januar zu den alten Bedingungen weiterarbeiten TnMAoen mit den Gem
andernfalls ſie entlaſſen würden. Der chriſtliche MetallaA fnührr die Lurchſuh
verband forderte ſeine Mitglieder auf, dieſes Anſinner;
lehnen. Ueber die Auswirkungen, die die DurchführryElfe hre Betriebe g
Verordnung im Kruppſchen Werk zur Folge haben würdru/ / Januar 1928
den folgende Angaben gemacht: Nach Kruppſchen Berechm uden nicht nur
würden von der Verordnung 3540 Häuerarbeiter betrof:n/ /nduſtrie arbeitslo
ſeien 1200 mehr einzuſtellen und die neue Belaſtung würuß
den Forderungen des Deutſchen Metallarbeiterverbandes c I.die drohenden ger
21 Millionen ausmachen. Die Forderungen des ch—rſp )ſchaſtslebens mit
Metallarbeiterverbandes würden etwa 11 Millionen AIlf
dingen. An den Reichskanzler und an den Reichsarbe /4 wurden dringende Telegvamme geſandt mit der A.ſt
rung, keine Zugeſtändniſſe zu machen, die für die Arben/f
eine unerträgliche Lage ſchaffen würden.
Die Angeſielltenſchaft zum Konfit
in der Eiſen=Induſtrie.
In einer geſtern gefaßten Entſchließung betont der 220 Iihiet erwartet mon
des Geſamtverbandes der Deutſchen Angeſtellten=Gewer59, 10 eingreift, um ei
Landesausſchuß Niederrhein=Weſtfalen, daß die Stil 9 Unde zu verhindern
androhung als deutlich erkennbarer Ausdruck eines aM4 ſcht die notwendig
ſozialen Machtwillens aufgefaßt werden müſſe. Alſe
Reichsregierun=
der Deutſchnationale, Handlungsgehilf E// ichen Schlichtu
band wendet ſich in einem Rundſchreiben an ſeine Vernwſ us äußerſt ernſt
männer gegen die Maßnahmen der Induſtrie. Das Unte—nghſf iierpellation zwe
tum habe Zeit genug gehabt, ſich rechtzeitig mit den Gem P1K un fſt zweiſell
ten über ſeine Bedenken gegen die Durchführung der Arlehimf nen zurückzufüh
verordnung auseinanderzuſetzen. Die rheiniſch=weſtfäl ieſyn M0 Arbeiterkre
beitnehmerſchaft befindet ſich jetzt vor einem wohlvorkiſel/!0, die am D
Generalangriff des ſchwerinduſtriellen Unternehmerturrsb4M Meus beranſtal
Schlag gelte zwar in erſter Linie den Arbeitergewer.EE)ſ Worbeitsmini
raten I
ſie Stillegun gs
Aneriſchen Volkspart
uißt: „Der Reichsat
rordnung
eits
ſich eit
zeit für di
P Land, in dem ar
wren, ſondern erſt
imten Unternehmer
Füſtrie und der Ber
dn. Wir fragen an:
Muis über 200
aber auch die Angeſtelltenſchaft ſtehe in ihm Gewehr bei 7y/4 derung, keine
Nicht weit von unſerem deutſchen Dichter iſt das Crdi
größten franzöſiſchen Dichterin Marceline Desbordes=2/0
Damals wußte ich es nicht und ging nichtsahnend vorüreRl
hatte mich doch ihre Dichtung ergriffen, wie mußte ich d."
und Reine dieſer großen Frau bewundern. Dieſer ſeldne
Menſch war die Liebe und Beſcheidenheit ſelbſt und ließ=0
Duft der ſchönſten Poeſieblüten. Wer ihren Lebenswega!
Werk kennt wie ich, bedauert, an einer heiligen Stätt.
vorübergegangen zu ſein. Und mein Wunſch lebt zu eim:”
fahrt dorthin. Dann will ich Veilchen —Symbole der Boe
heit — über das Grab ſtreuen, der Duft ſoll die
Stätte=
einhüllen.
Es iſt der Geiſt, der den Kosmos durchwaltet, e
Gläubigkeit der Liebe, die Vergangenes und Geger
verbindet. Und für die Menſchen, die noch Flügel 9
im Leben leider zu oft gelähmt werden, wird eine Wa=)
den Gräbern der Liebe ein tiefes Erlebnis ſein. McN
Grabſtätten dieſer Großen niemals von Nüchternen e-
und nur von Liebenden berührt werden.
Kunſi, Wiſſenſchaft und Leben.
„P. Gründung einer Vereinigung aus‟
deutſcher Studierender an der heſſiſche
desuniverſität Gießen. Das Grenz= und Auss”
der Univerſität Gießen veranſtaltete am Dienstag, der
vember, eine Zuſammenkunft der auslandsdeutſchen S
den der Univerſität zum Zweck der Gründung einer Ve
der auslandsdeutſchen Studierenden. Der Leiter des G‟
amtes machte zu Beginn des Abends einige Ausführur.
die Notwendigkeit der Grürdung einer ſolchen Ve
unter beſonderen Bezugnahme auf den großen Prozen.”
Auslandsdeutſchen an unſerer Univerſität. Die Anwel
grüßten die Vorſchläge des Grenzlandamtes, und 4"
migen Beſchluß hin wurde die Gießener Vereinigung —.
deutſcher Studierender gegründet. Die Vereinigung, de‟
Auslandsdeutſchen unſerer Landesuniverſität angehore.
Zweck der Fühlungnahme ihrer Mitglieder untereine.
den reichsdeutſchen Kommilitonen und mit dem V.D.”
einigung wird dem Zentralverband der auslandsden.
dierenden in Leipzig angeſchloſſen werden.
— 5000 Mark für einen Harburger. Auf der
rung der Sammlung G. W. Müller=Düſſeldorf bei Maty. *
Köln wurde für ein Oelgemälde von Edmund Harburger, ."
beiden Philoſophen”, ein Werk vom Format 42X70 Zentmti.
liche Preis von 5000 Mark erzielt.
einge
Jus dem Induſtrie
Prinſtimmend, daß
Ir Maſſenausſperrun
½wobilmachungskon
fungsanzeige
en=und Stahli
lertes Akat
[ ← ][ ][ → ]ummmer 342
Samstag, den 10. Dezember 1927
Geite 3
Artikel 248.
ſtäorität des Reparations= oder
Privat=
ſchuldendienſtes?
amerikaniſchen Bankkreiſen iſt wiederholt die Befürchtung
der ameritaniſchen Gelder, die in den letzten Jahren in
MMengen nach Deutſchland hineingefloſſen ſind, erſchweren
ſar unmöglich machen könnte, wenn das Reich infolge der
gern Reparationszahlungen leiſtungsunfähig werden ſollte.
ſt ob erſt die Privatſchulden beglichen werden müſſen, oder
inſegenüber auf Artikel 248 des Verſailler Vertrages
ver=
wſen glauben alſo, daß dieſer Artikel den
Reparations=
ſiym ein Prioritätsrecht ſichert. In amerikaniſchen
Finanz=
imkkreiſen iſt man anderer Anſicht, hat es aber bisher
e Sie hat ſich bisher nicht feſtgelegt, wahrſcheinlich weil ſie
gwi iſt jetzt ein Gutachten eines amerikaniſchen Juriſten
ſeogekommen, in dem erklärt wird, daß Artikel 248 durch das
eir Abkommen außer Kraft geſetzt worden iſt.
Infolge=
eſtinüſſe man ſich nach dem Dawesgutachten richten, wonach
„Iüiſer Stelle kämen die Reparationen. Es handelt ſich hier
mch Privatgutachten, das aber nicht ohne Echo bleiben wird.
hterpellationen der Sozialdemokraten
und des Zentrums.
Sozialedmokraten haben die agelündigte
Interpella=
geſten die Stillegungsaktion im Reichstag eingebracht.
m Beiſpiel iſt jetzt das Zentrum gefolgt, das zuſammen
tr Bayeriſchen Volkspartei eine Interpellation einbrachte,
es heißt: „Der Reichsarbeitsminiſter hat auf Grund des
t Arbeitszeitverordnung vom 16. Juni 1927 eine
Verord=
frlaſſen, wonach am 1. Januar 1928 für die Arbeiter an
ſei=, Thomas= und Martinswerken ſowie Walzſtraßen
hit achtſtündige Arbeitszeit eingeführt werden ſoll. Der
Kwrtſchaftsrat hat ſich einſtimmig für die Einführung der
hüſöigen Arbeitszeit für dieſe Arbeiter ausgeſprochen. Unter
Mit die Eiſenproduktion wichtigen Ländern iſt Deutſchland
acſtüge Land, in dem anſtatt des Drei= das
Zweiſchichten=
hüſein den genannten Betrieben noch vorherrſcht. Obwohl die
ſeſtzdungen mit den Gewerkſchaften und den
Schlichtungs=
ufßiſſen über die Durchführung der Verordnung noch nicht
rſtät waren, ſondern erſt im Anfangsſtadium ſtanden, haben
unf ſie ihre Betriebe auf Grund der Stillegungsverord= Man hofft aber auf ein Wunder von Pilſudſki.
ufhym 1. Januar 1928 ſtillegen werden. Durch dieſe
Maß=
zu würden nicht nur Hunderttauſende von Arbeitern der
ſuigeninduſtrie arbeitslos, ſondern auch die
weiterverarbei=
mſteſtduſtrie und der Bergbau ſchwer in Mitleidenſchaft ge=
Auorden. Wir fragen an: Was gedenkt die Reichsregierung
Un am die drohenden gewaltigen Erſchütterungen des deut=
Miörtſchaftslebens mit ihren unüberſehbaren Folgen zu
Aier n?”
ereits über 200 Stillegungsanzeigen
eingegangen.
zmbereinſtimmend, daß man dort nach wie vor mit der
Mög=
ſdder Maſſenausſperrungen am 1. Januar rechnet. Bei
zum Kon
emobilmachungskommiſſar in Arnsberg ſind bereits
duſſrite, Filegungsanzeigen von weit über 200 Werken
ie gebiet erwartet man von der Reichsregierung, daß ſie
bſtelnd eingreift, um eine Wirtſchaftskataſtrophe noch in
tst unde zu verhindern. Die Auffaſſung, daß die
Reichs=
eiſtzig nicht die notwendige Aktivität zeige, iſt irrig. Zunächſt
Mach die Reichsregierung abwarten, welchen Verlauf die im
Gürfindlichen Schlichtungsverhandlungen nehmen. Daß die
„Ke tor als äußerſt ernſt anzufehen iſt, geht aus der oben er=
Rn Interpellation zweier Regierungsparteien hervor. Dieſe
ellation iſt zweiſellos auf die Initiative der Chriſtlichen
Asſchaften zurückzuführen. Für die Stimmung, die
gegen=
in den Arbeiterkreiſen herrſcht, ſind die Verſammlungen
eülcheend, die am Donnerstag von den Chriſtlichen Berg=
Feichsarbeitsminiſter wurden dabei Telegramme geſandt
Aufforderung, keine Zugeſtändniſſe zu machen, die für
Abe terſchaft eine unerträgliche Lage ſchaffen würden.
Marſchalt Pilſudſki in Genf.
eiworden, daß der Reparationsdienſt Deutſchland die Rück= Die poiniſcheitauiſche Frage.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 9. Dezember.
fa ritaniſche Preſſe hat ſich daher wiederholt mit der Frage man hier urſprünglich gedacht hat. Und die wahre Schwierigkeit Ueber eine Zuſammenkunft Dr. Streſemanns mit dem poi=
— das gibt man hier unumwunden zu — verurſacht Polen, oder „niſchen Marſchall iſt noch nichts beſtimmtes bekannt, doch dürft
Eeparationen ein Vorrecht häten. Von franzöſiſcher Seite noch mehr die Verſon des polniſchen Außenminiſter Zaleſki, die Zuſammenkunft kgaum vor morgen nachmitag ſtatfinden. Die
zu worden, der die Haftung in jeder Hinſicht ſicherſtellt. Die Frankteich wünſcht ſehr die Löſung der polniſch=litauiſchen Frage, weitere Verhandlung der polniſchelitauiſchen Frage ſoll morne,
man mehrere Gründe.
Die franzöſiſche Außenpolitik ſcheint dem guten Verhältnis Zuhörer teilnehmen wird.
zu erreichen vermocht, daß ſich die amerikaniſche Regierung 3u Rußlaud eine immer wachſende Bedeutung beizulegen. Man
getzültige Regelung der Reparationszahlungen abwarten will, reicht. Erfolge, von denen man vorläufig wenig ſpricht, die aber und dem Untergeneralſekretär Sugimara im Hotel des Bergues.
dene Annäherung an Rußland ſtattgefunden. Zunächſt allerdings weiter erſährt, ſoll übrigens Chamberlain ſich bei ſeinem Nach=
Fragen, wie zum Beiſpiel von der Rückzahlung der ruſſiſchen unterhalten haben.
iet ſöütrfniſſe der Privatwirtſchaft den Vorrang hätten, erſt Schulden, war angeblich bisher keine Rede dabei. Eines der
Haupthinderniſſe einer ruſſiſch=franzöſiſchen Annäherung war Litauiſche Einwendungen gegen die Vorſchläge
aber ſtets Polen und mittelbar die polniſch=litauiſche Frage, und
in dieſer Beziehung möchte man nun in Paris weniger gehemmt
ſein. Die Polen wiſſen dies genau.
bund. Das Preſtige des Völkerbundes iſt der franzöſiſchen Diplo= Streites vorſchlagen wird:
matie ſehr ans Herz gewachſen. Der engliſchen angeblich
weni=
ger. Nun, ein Mißerfolg des Völkerbundes in dieſer Frage eines ſouveränen Staates an.
würde äußerſt ernſte moraliſche Folgen nach ſich ziehen.
Löſung genügen. Frankreich wünſcht auch nicht viel mehr. Die ziehungen zu bedeuten, muß aber die Wiedereröffnung des
Eiſen=
bleibt nicht aus, ſchon jetzt hat man in Paris den Litauern dern und des Tranſitverkehrs mit ſich bringen.
gegenüber einige Zeichen der Sympathie gezeigt, was um ſo
auf=
fallender iſt, da man ſie ſonſt, gelinde geſagt, ſehr wenig lei= täriſche Lage an der beiderſeitigen Grenze unterſuchen.
den mag.
Die Abrüſtungspolitik artet immer mehr zur Farce aus. bundes im März verſchoben.
Wenn der Völkerbund auch noch in der polniſch=litauiſchen Frage
eine Niederlage erleiden ſollte, dann wäre die Enttäuſchung
ſich keine Mühe verdrießen laſſen wird, um zu vermitteln. Die einverſtanden ſeim könne. Er müſſe darauf beſtehen, daß der
i telligten Unternehmer dem Reichsarbeitsminiſter mitge= liſche Politik mit der franzöſiſchen nicht immer zuſammengeht, könne der Erweiterung der Tagesordnung, die das ganze pol=
Pilſudſkis Genfer Befprechungen.
eingetroffen. Er wurde am Bahnhof außer von den Mitgliedern worden. Wahrſcheinlich wird morgen vormittag nur eine geheime
der polniſchen Kolonie vom franzöſiſchen Generalkonſul begrüßt. Ratstagung ſtattfinden unter Teilnahme von Woldemaras, in
Der bisherige Aufenthalt des Marſchalls Pilſudſki iſt vollklommen der man den Verſuch zu einem Ausgleich machen wird.
programmäßig verlaufen. Pilſudſki frühſtückte mit
Briand, Paul=Boneour und dem polniſchen
Außenminiſter Zaleſki. Gegen 15½4 Uhr kam auch
Chamberlgin, um mit den genannten Miniſtern den Kaffee.
t aus dem Induſtriegebiet vorliegenden Meldungen be= zu nehmen, nachdem er zum Frühſtück den deutſchen Außen= Antrag Streſemanns die Zuſammenſtellung des neuen
Wirt=
miniſter Dr. Streſemann als Gaſt gehabt hatte. Die ſchaftsrates endgültig beſchloſſen. Er beſteht aus 47 Mitgliedern,
Kaffeebeſprechung Chamberlains mit Pilſudſki, die der Rat ernennt, einſchließlich der drei vom Internaionalen
ſchen Gäſte dauerte bis 16½ Uhr. Kurz nach 17 Uhr kam der ſem Ausſchuß vertreten durch Franz v. Mendelsſohn, Präſident
ſci en= und Stahlinduſtrie eingegangen. Im litauiſche Miniſterpräſident Woldemaras, zu des Induſtrie= und Hand=lstages, Dr. Lammers,
Vorſtandsmit=
unterrichtet worden ſein, das der Berichterſtatter des Völker= wirtſchaftlichen Ausſchuſſes, und Hermann Müller, Mitglied des
bundsrates, der holländiſche Außenminiſter Belgerts, bereits vor= Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes und
Vor=
bereitet haben ſoll. Pilſudſki ſoll angeblich die Abſicht haben, ſtandsmitglied des Allgemeinen Deutſchen Gewerkſchaftsbundes,
noch nicht ganz feſt zu ſtehen, ebenſowenig wie die weiteren Be= Völlerbundes ernennt, ein vom Finanzkomitee ernanntes
Mit=
ſuchsabſichten des polniſchen Marſchalls, die Bern, Paaris und glied, ein vom Präſidenten des Internationalen landwirtſchaft=
London gelten ſollen.
Ueber den Inhalt der Beſprechungen Pilſudſkis notionalen Handelskammer ernannt werden.
verlautet weder offiziell noch offiziös das allergeringſte Man Dann verhandelte der Nat erneut über die Frage ber
Ver=
vermutet aber hier vielfach, daß nicht nur die polniſch=litauiſche minderung der Ratstagungen. Da einſtweilen keine Ueberein=
Men Eſſens veranſtaltet wurden. An den Reichskanzler und Frage, ſondern das Geſamtproblem der Befriedung Oſteuropas ſtimmung in dieſer Frage zu erzielen war, verzichtete
Chamber=
ſtimmte Abſichten darüber hinausgehend zugeſchrieben, ebenſo wird alſo bis September nächſten Jahres alles beim alten
wvie man dem engliſchen Außenminiſter auch nachſagt, daß er in bleiben.
Viertes Akademie=Konzert.
R. Der Liederabend von Kammerſänger PaulBender=
Mhn bewies, daß die Städtiſche Akademie für Tonkunſt ge=
Wi3 das Erbe des Richard=Wagner=Vereins anzutreten.
NAuch früher manche ſpöttiſche Zunge den Richard=
Wagner=
an muſikaliſches Warenhaus genannt hat, ſo ſind wir
WA bewußt, daß dieſer Jahrzehnte lang im Darmſtädter
Mit eben eine überaus wichtige Rolle geſpielt hat, daß es
ng, bei ſtets zunehmender Mitgliederzahl erſte muſi=
Arößen, vorzügliche Kanmermuſikvereinigungen, ja ſogar
Arwie das Meininger Hoforcheſter für Darmſtadt zu ver=
M, und dieſe Konzerte weiten Kreiſen für verhältnismäßig
Gintrittsgeld zugänglich zu machen. Seitdem dieſer
Mürolle Verein ſeine Tätigkeit eingeſtellt hat, klafft in dem
Muter Muſikleben eine offenbare Lücke, denn bedeutende
ar ſind nur ſelten geneigt, in einer mittleren Stadt ein
M auf eigenes Riſiko zu veranſtalten, und ſo fehlten ſolche
PAN
Gm mm mmmmmmmmmmmnmmmmmmmmmm
höckſte Bewunderung erheiſcht. Unter vier Liedern von Boho
Wolf kannten wir „Herr Nachmittag” und „Ich ſah dich,
Freund”, die ihrer Wirkung immer ſicher ſind, während die
„Rechenſtunde” auf das feine Gedichtchen von Theodor Storm
uns neu war. Es fand ſo freundliche Aufnahme, daß es
wieder=
holt werden mußte und daß der Komponiſt nach dem
warm=
beſelten „Die Schönheit leuchtet mir” für den ſtarken Beifall
danken konnte
Sechs Lieder von Max Kowalſki nach dem „Pierrot Lunaire‟
ſolgten den phantaſtiſchen Texten mit bewundernswerter
Leich=
tigkeit des Ausdrucks und boten Bender Gelegenheit, die ganze
Vielſeitigkeit ſeiner Vortragskunſt ſpielen zu laſſen. Ein
Kabi=
nettſtück war. Die Laterne”, in Benders Wiedergabe eine
Dekla=
mationslied feinſten Humors. Von Loewe ſtanden auf dem
Programm „Kleiner Haushalt”, den man in ſolcher
Lebendig=
keit einer Baßſtimme kaum zutrauen könnte, und die nordiſche
dramatiſche Ballade „Odins Meeresritt”, in der noch einmal die
ganze Wucht des Benderſchen Orgaus zur Wirkung kam. Wie
früher im Richard=Wagner=Verein, wurde eine Zugabe nach der
9 mit erſtklaſſigen Darbietungen wie der heutige Abend anderen von dem Sänger verlangt, und er ſetzte in ihnen ſein
umders faſt vollkommen. Möge die Akademie auf dieſer Loewe=Programm fort, noch mehrere kleine Lieder des Kompo=
Nufiterſchreiten und volle Erfolge erzielen, wenn ſie neben niſten vortragend. Die Begleitung lag in den Händen von Pro=
A-ptſächlich aus eigenen Kräften veranſtalteten Konzerten feſſor W. Ruoff=München, der anſcheinend vorzüglich mit
Bender eingearbeitet iſt, ſo daß auch die ſchwierigſten Lieder wie
urſtler von dem Nange Benders heranzieht.
u Bender, der hervorragende Baſſiſt der Münchener aus einem Guß gelangen. Auch ihm gebührt ein weſentlicher
iſt einer der wenigen Bühnenſänger, die auch auf dem Anteil an dem hervorragenden Gelingen des Liederabends.
2es Konzertgeſanges ſich völlig dieſem anderen Stil an=
bermögen, und die auch als Konzertvortragskünſtler
genannt werden müſſen. Der Künſtler ſteht auf der
emer Stimmkultur, vermag ſein wuchtiges Organ den
” zwiſchen der muſikaliſchen Forderung der Linie und Vorgängers ſetzte er ein natürliches, friſch zugreifendes Weſen
= und der künſtleriſchen Deklamation des Textes. So ein. Er ſpielte in großen Umriſſen ohne viele feinere Nuancen,
S dem Künſtler, bei größter Treue gegenüber dem Werk zeigte eine ſchöne, friſch= Stimme und gab lebhafte, wenn auch
ue Perſönlichkeit ſtets in berechtigter Weiſe ſubjektiv zu auf der Außenſeite liegende Wirkungen.
Im übrigen hatte die Aufführung in den ſtillen Szenen, die
A Ind zur Geltung zu bringen. Die Vielſeitigkeit Benders
ſach aufs klarſte in der überaus reichhaltigen Vortrags= von dem ſich abrundenden und an Innerlichkeit gewinnenden
s Wer neben gewichtigen und pathetiſchen Schubert= „Julchen” Martha Zieglers und deſſen guicklebendigen
Sie der Schillerſchen „Sehnſucht”, dem „Wanderer” und Schweſter Elſe Knotts getragen werden, gewonnen. Die
A-eiſeugsſang” auch „Alinde” mit feinſter Nuaneierung, Rauf= und Schimpffzenen dagegen tobten in der früheren Laut=
Saß neben Schumanns „Frühlingsfahrt” und dem Ker= heit über die Bühne und wieſen auf die zweifelhaſte Volkstüm=
„Auf das Trinkglas eines verſtorbenen Freundes” auch lichkeit dieſes „Volksſtücks” hin.
rik wie „Die Mondnacht” vorzutragen verſteht, der ver=
Heſſiſches Landestheater.
In der geſtrigen Aufführung von Zuckmayers „
Schinder=
wriſchen Gebilden unterzuordnen und auch im zarteſten hannes” war die Titelrolle von Guſtav v. Wangenheim auf
Mewen Ton von abſoluter Schönheit und Klarheit zu bil= Franz Wolfgang Schmiedbrunn aus Mainz übergegangen.
een Vortrag ſchürft tief und findet einen feinſinnigen. An Stelle der nervöſen und ſich leicht übernehmenden Art ſeines
der franzöſiſch=italieniſchen Frage
Vermitt=
lungsabſichten habe. Ueber gewiſſe Vermutungen hinaus
ſind aber beſtimmte Anhaltspunkte dafür nicht vorhanden. Die
engliſche Delega ion gibt auch keine Beſtätigung der Pariſer
Mel=
dung, wonach der römiſche Botſchafter Englands, Lord Nonald
Graham, morgen oder übermorgen nach Genf kommen ſoll, um
Die polniſch=litauiſche Frage erweiſt ſich als ſchwieriger als Chamberlain von den Intentionen Muſſolinis zu unterrichten.
auch wenn dieſe Löſung nur eine ſcheinbare wäre, und dazu hat vor= oder nachmittags im Völkerbundsrat ſtattfinden. Es ſteh
bereits feſt, daß Pilſudſki an dieſer Verhandlung höchſtens als
Gegen 18 Uhr erſchien der Generalſekretär des Völkerbundes
hat in dieſer Beziehung auch ſchon einige praktiſche Erfolge er= Sir Erie Drummond, mit dem Direktor der politiſchen Abteilun
unleugbar vorhauden ſind. Jedenfalls hat eine ſehr entſchie= um Marſchall Pilſudſki einen kurzen Beſuch zu machen. Wie mau
rein auf politiſchem Gebiet; von wirtſchaftlichen und finanziellen, mittagsbeſuch längere Zeit mit Pilſudſti allein unter vier Augen
zur Regelung des Konflikis mit Polen
Der Genfer Berichterſtatter des „Daily Telegraph” glaubt
Die andere Urſache, weshalb Frankreich die Löſung der pol= mitteilen zu können, daß der niederländiſche Berichterſtatter des
niſchelitauiſchen Frage wünſcht, iſt die Rückſicht auf den Völker= Völkerbundsrates folgende Regelung des polniſch=litauiſchen
1. Polen erkennt die völlige Unabhängigkeit Litauens als
2. Der ſogenannte Kriegszuſtand wird beendet; das braucht
Beiden Gründen würde aber eine oberflächliche, ſcheinbare, nicht die Wiederaufnahme der Konſular= und diblomatiſchen Be=
Polen erweiſen ſich diesmal aber als ſtarrköpfig. Die Wirkung bahn=, Poſt= und Telegraphenverkehrs zwiſchen den beiden Läu=
3. Eine Kommiſſion des Völkeubundsrates ſoll die mili=
4. Die Wilnafrage wird bis zur nächſten Seſſion des Völker=
Woldemaras hat heute dem Berichterſtatter des Rates, dem
allzu groß. Und Frankreich wäre in ſeiner ruſſiſchen Politik ge= holländiſchen Außenminiſter, mitgeteilt, daß er mit den ihm bis
hemmt. Alles Gründe, welche darauf ſchließen laſſen, daß man jetzt bekanntgegebenen Vorſchlägen des Nates in keiner Weiſe
Lage iſt aber nicht leicht, auch ſchon darum nicht, weil die eng= Rat ſich zunächſt an ſeinen Antrag halte. Er (Woldemaras)
niſch=litauiſche Problem in Angriff nehme, nicht zuſtimmen.
Auch ſoll er gegen die Art, wie in dem Bericht des holländiſchen
Außenminiſters die von ihm beantragte Grenzkommiſſion und
ihre Beſugniſſe feſtgelegt ſind, eine Reihe von Einwendungen er=
* Genf, 9. Dez. (Prib=Tel) hoben haben. Deshalb ſind die für morgen vormittag in Aus=
Heute mittag iſt der polniſche Miniſterpräſident Pilſudfki hier ſicht genommenen offiziellen Verhandlungen zunächſt aufgegeben
Zuſammenſiellung des neuen Wirtſchaftsrates.
In der geheimen Sitzung des Völkerbundsrates wurde auf
in Gegenwart der anderen franzöſiſchen und polni= Arbeitsamt vorgeſchlagenen Mitglieder. Deutſchland iſt in die=
Briand und machte danach auch bei Scialoja einen Beſuch, glied des Reichsverbands der Deutſchen Induſtrie, den früheren
Bei dieſer Gelegenheit dürfte er von dem Inhalt des Protokolls Reichsminiſter Dr. Hermes, Mitglied des internationalen
land=
morgen abend Genf wieder zu verlaſſen, doch ſcheint dieſe Abſicht Dazu kommen noch Mitglieder, die das Wirtſchaftskomitee des
lichen Inſtituts ernanntes, und zwei Mitglieder, die von der
Inter=
beſprochen wurde. Beſonders Chamberlain werden be= lain auf eine weitere Debatte über ſeinen Antrag. Demnach
Großes Haus Staatstheater Wiesbaden.
Erſtmalig: Frederick Delius: „Romeo und Julia auf dem Dorfe‟.
Lyriſches Drama in 7 Bildern nach Gottfr. Kellers Novelle.
Die Oper wurde in Deutſchland 1907 erſtmalig in Berlin
auf=
geführt und iſt ſeitdem vom Spielplan verſchwunden. Die
Wies=
badener Erſtaufführung kann ſomit faſt einer Uraufführung
glei=
chen. Im großen und ganzen hat Delius die Kellerſche Novelle
ihrer inneren Bedeutung nach geſtaltet. Daß bei der Umformung
zu Bühnenbildern intime Reize der langſamen, epiſchen
Ent=
wicklung verloren gingen, war unvermeidlich. Dem Lyriker
De=
lius kam dieſe zarte und romantiſche Liebesepiſode zweier
Dorf=
kinder in ihrer bildhaften, leiſen Kurve des Erlebens entgegen.
Delius fehlt der dramatiſche Impuls, die beſondere
Geſtaltungs=
kraft des ſpezifiſch Theatraliſchen. Er hat kein Theaterblut. Das
tritt bei „Romeo und Zulia” deutlich und wirkungshindernd
zu=
tage. Die wunderbar feine Linie ſeiner Harmonik, das
flim=
mernde und ſchillernde Farbige, das klanglich Schöne, oft
Durch=
ſichtige ſeines ausgeprägten Sinnes für Polyphonie, das die
Chorwerke „Eine Meſſe des Lebens” und „Im Meerestreiben”
— vor allem letzteres, das eine einzige rhythmiſch wogende Linie
vom erſten Takt bis zum letzten in zartem Bogen wölbt —
aus=
zeichnet, ſind auch die Vorzüge der Muſik zu „Nomeo und Julia”,
Ihr Nachteil ergibt ſich natürlich. Eine nur von inen belebte
gewiſſe Gleichheit wirkt für Bühnengeſchehen leicht monoton
und ermüdend. Beſonders wenn die Art der Interpretierung
nicht aus Eigenem dem Farbigen und Schillernden das Leichte,
Bewegliche und dynamiſch Belebende zu geben vermag. Die Art
der Dirigenten E. Zulauf ließ es zwar nicht an Gründlichkeit,
aber an innerer, miterlebender und ſchwingender Dyuamik und
Nhythmik, an der leicht vibrierenden Beſeelung fehlen, die die
Deliusſche Muſik verlangt. Die ſachliche Art der Aufführung
dieſer impreſſioniſtiſchen Muſik — die an die bebende und
ver=
ſchleiernde Farbigkeit von Monets „Waterloo Bridge” denken
läßt — verſtärkte den Eindruck von Längen und hob das
Un=
dramatiſche hervor, ſtatt es in Schimmer und Glanz beweglich zu
überbrücken.
Delius” Vorliebe für die Harfe tritt auch in dieſer Partitur
markant hervor: zwei Harfen im Orcheſter. Von beſchwingender
Süße iſt die Melodie des Liedes, das der dämoniſche ſchwarze
Geiger — von A. Harbich wenig glücklich geſtaltet, der Verſuch
einer Maske 3 la Habima mißlang — ſpielt (vom 1.
Konzert=
meiſter hervorragend gebracht).
Die Aufführung war tüchtig und ordentlich, aber
unbe=
ſchwingt. Die Regie führte E. Schüler.
J. D.E.
Seite 4
Samstag, den 10.Dezember 1927
Nummer 3471
Das deutſchnationale Verfaſſungs=
und Verwaltungsprogramm.
Berlin, 9. Dezember.
Auf der heutigen Tagung der deutſchnationalen
Parteiver=
tretung wurde einſtimmig eine Entſchließung angenommen,
in der es unter anderem heißt:
Die Einheit des Reiches beruht auf der freiwilligen
Be=
jahung aller deutſchen Stämme. Vorausſetzung für die
Geſun=
dung der öffentlichen Wirtſchaft iſt deshalb folgerichtig
Re=
form der Verfaſſungen und Verwaltungen. Die
Deutſchnationale Volkskartei lehnt den unitariſchen
Einheits=
ſtaat ab und erklärt ſich gegen die Umgeſtaltung von Ländern
zu Reichsländern oder Reichsprovinzen. Die
Selbſtver=
waltungsvertretungen deutſcher Reichsprovinzen würden ſich in
nichts von Länderparlamenten unterſcheiden. So wäre für
Ver=
billigung der Verwaltung nichts gewonnen. Das Reich hätte
die Fehlbeträge leichtſinnig wirtſchaftender Länder zu
tra=
gen. Die Deutſchnationale Volkspartei will, unbeſchadet ihrer
monarchiſtiſchen Geſinnung, zur Geſundung der
Staatswirtſchaft die geltenden deutſchen Verfaſſungen
durch Weiterentwicklung zu konſtitutionellen
Regie=
rungsformen verbeſſern. Sie fordert zu dieſem Zweck
1. Die Alleinherrſchaft der Parlamente iſt durch
Ausbau der verfaſſungsmäßigen Rechte des
Reichs=
präſidenten oder der Staatspräſidenten
ein=
zuſchränken.
2. Unter dieſer Vorausſetzung iſt der Dualismus zwiſchen
Reich und Preußen dadurch zu überwinden, daß der
Reichépräſident zugleich preußiſcher
Staats=
präſident wird.
3. Die Aemter des Reichskanzlers und des
preußi=
ſchen Miniſterpräſidenten können in einer Hand
vereinigt werden. Der Gedanke, die einzelnen preußiſchen
Miniſterien durch die entſprechenden Reichsminiſter leiten
zu laſſen, wird als praktiſch undurchführbar, finanziell
be=
langlos und zu Preußens Mediatiſierung führend,
abge=
lehnt. Die Sonderſtellung der ſüddeutſchen Länder
iſt zu ſichern.
4. Die geſetzgeberiſchen Rechte des Reichsrats ſind zu
ſtär=
ken. Durch bindende Vorſchrift muß die
Ausgabenbewilli=
gung über Regierungsvorlagen hinaus verhindert werden.
Als vorübergehende Notſtandsmaßnahme iſt der
Reichs=
ſparkommiſſar zu einer vom Reichstag unabhängigen
Kontrollſtelle auszubauen. Entſprechende Einrichtungen ſind
für Länder und Gemeinden zu fordern. Die
Aufgaben=
kreiſe des Reichs, der Länder und der
Selbſtverwaltungs=
körper ſind verfaſſungsmäßig ſcharf gegeneinander
abzu=
grenzen. Der Staat muß ſich der Uebergriffe auf
wirtſchaft=
liche Gebiete enthalten. Der Finanzausgleich muß
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einnahmen unter Entlaſtung der Realſteuern und
derherſtellung der Selbſtverwaltung für die kommn
Ausgabenwirtſchaft belaſſen.
Die abgelehnte Lex Brünning.
* Berlin, 9. Dezember. (Priv.=T2/
Der Reichsrat het am Freitag wieder einen erſtaunn
Beweis ſeiner finanziell=partikulariſtiſchen Einſtellung abgeg
Die Reichsregierung hatte eine Novelle zum Einkommenft;
geſetz vorgelegt, wodurch die Lohnſteuer von 10 auf 9.-Prz
herabgeſetzt und der Einkommenſteuertarif in der Mitte
auseinandergezogen werden ſollten, während gleichzeitit
Steuerermäßigungen für Frau und Kinder erhöht wurdenn
Reichsrat hat nur die letzteren Erleichterungen
angenommo=
auderen weitergehenden Vorſchläge aber abgelehnt. Die T9 hat erklärt, daß ſie trotzdem an ihrem Entwun
hält und alſo dem Reichstag eine Doppelvorlage
unterkll=
muß. Intereſſant iſt dabei, daß für die Entſcheidung des 99
rats ausſchlaggebend ein engherziger Steuerpartikularn
war. Die Länder fürchten, daß durch die von der Reichsi
rung vorgeſchlagenen Erleichterungen bie Steuerüberweiſr
die ihnen aus den Steuern zugehen, herabgedrückt werden.!
ſer Partikularismus ging ſogar ſoweit, daß er ſich auch ag
Sozialdemokraten erſtreckte, — dieſelben Sozialdemokraten
im Reiche durch eigene Anträge auf die Senkung der Lohn
drücken, ſtimmten im Reichsrat als Ländervertreter dageg
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Dur und Sohn
M Leute B.
Beltr
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lmammer 342
Samstag, den 10. Dezember 1922
Seite 5
Alus der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 10. Dezember.
Ernannt wurden: Am 11. November der Landgerichtsrat bei dem
g richt der Provinz Starkenburg Auguſt Bernhards zm
ki= atsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Rheinheſſen; — am
uwember die Kanzleigehilfin bei der Staatsanwaltſchaft Mainz
ſallena Laurent geb. Glbert zum Kanzliſten; — am 21. Nov.
zclizeihauptwachtmeiſter Eduard Klüh zu Darmſtadt zum Krimi=
Zustwachtmeiſter mit Wirkung vom 1. Dezember 1927 an; — am
zmber: Buchdmickereibeſitzer Rudolf C. Wittich in Darmſtadt,
zgeibeſitzer Juſtus Hildebrand in Pfungſtadt, Kaufmann
elm Kölb in Darmſtadt, Jngenieur Emil Schenck in Darm=
Bankdirektor Hugo Brink in Darmſtadt, Kommerzienrat Lud=
„pſeph in Darmſtadt, Fabrikdirektor Philipp Röder in Darm=
„Kaufmann Ludwig Fiſcher in Darmſtadt, Kaufmann Fritz
hex in Darmſtadt. Direktor Dr. A. Klefenz in Darmſtadt,
heue Konrad Heſſe in Griesheim, Direktor Friedrich May in
ſndt zu Handelsrichtern; Direktor Karl Kahlert in
Darm=
ſ5 Fabrikant Dr. Karl Merck in Darmſtadt, Kaufmann Robert
Aupach in Darmſtadt, Direktor C. Bohnenberger in Darm=
Eſc z Ergänzungsrichtern bei der Kammer für Handelsſachen in
sliürdt für die Zeit vom 1. Januar 1938 bis 31. Dezember 1930.
. In den Ruheſtand verſetzt wurde am 2. Dezember der
Polizei=
gluee kmeiſter Guſtav Spatz in Darmſtadt auf ſein Nachſuchen mit
ABeug vom 1. Januar 1988 an.
Erledigt ſind: eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
Volksſchule in Brauerſchwend (Kreis Alsfeld),
Dienſtwoh=
üe vorhanden; eine Lehrerſtelle für einen katholiſchen Lehrer an
ſo ksſchule in Ruhlkirchen (Kreis Alsfeld), Dienſtwohnung iſt
ſitten.
Sefſiſches Landestheater. In der Aufführung von R. Wagners
„ly terdämmerung” ſingt an Stelle des erkrankten Herrn Balve
gieeerſänger Nicolai Reinfeld vom Opernhaus in Köln als Gaſt
dilenigfried.
u den Gaſtſpielen des Diaghileff=Balletts am 14. und
zember haben die Mieter ein Vorkaufsrecht heute Samstag, den
ſn) morgen Sonntag, den 11. Dezember. Preiſe 0,80—8,00 Mark.
hülxemeine Vorverkauf — Preiſe 1—10 Mark — beginnt Montag,
Dezember.
ſit nächſten Wiederholungen der Lokalpoſſe „Der
Lumbe=
nd” von Dr. Georg Büchner und Robert Schneider, die einen ſo
Erfolg gefunden hat, finden Dienstag, den 13., und Dienstag,
Dezember, ſtatt.
nte Samstag im Kleinen Haus Uraufführung „Im
hücht der Städte” von Bert Brecht. Es wirten mit die
Gothe (Frau Garga), Hoffart (Jane), Jaeke=Joſt (Marie), und
men Klix (Shlink), Büttner (George Garga), Weſtermann (John
Keßler (Skiny), Gallinger (Collie Couch). Klupp (Finnay),
(Manky), Finck (Geiſtlicher), Grauert (Stulpnaſiger). Neh
Jürgas (Maynes). Inſzenierung: Carl Ebert. Bühnenbild:
ſur Schenck von Trapp. Beginn 19 Uhr 30 Min.
Im Schloßmuſeum finden täglich Führungen vur
vormit=
tzſtzn 11 und 11½ Uhr ſtatt.
Drtsgewerbeverein und Handwerkervereinigung Darmſtadt. In
dſe viten Winterverſammlung der Gewerbevereinigung wird Herr
Aan a. D. von Senden=Darmſtadt am Donnerstag, 15. Dez.,
rſiytenſaale (Grafenſtraße) einen Lichtbildervortrag über „
See=
ſbniſſe aus 42 Jahren in Krieg und Frieden”
et auf den ſchon heute aufmerkſam gemacht wird. (Näheres ſiehe
ſſhzeigenteil der Sonntags=Nummer.)
Vortrag von Dr. Wauer. Am Donnerstag abend ſprach Herr
Aſtkauter in Fortſetzung der Vortragsfolge. Der Menſch und das
Akt inr der Buchhandlung Müller u. Rühle (Eliſabethenſtraße) über
Et Schnitzler und Franz Werfel. Er charakteriſierte zunächſt in
tlsfden Worten das lirerariſche Wien im 19. Jahrhundert und machte
ſie Heiterkeit und das Volkshafte der Poeſie beſonders aufmeikſam.
Mnmatgebundene iſt ein Weſenszug der öſterreichiſchen Dichter;
i ſeimterſcheiben ſie ſich namentlich von den reichsdeutſchen. Die
öſter=
üſchien Dichter ſind landſchaftlich=partikulariſtiſch orientiert, ſelbſt in
ſiällaßt ſich für einzelne Stadtteile dieſer Partikularismus in der
kyt nachweiſen. Aus Schnitzlers Werken läßt ſich unmittelbar
bimertum erkennen. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts
ſe Wiener Dichtung mit ihrer frohen Lebensſtimmung ein
aus=
neses Lebensgewicht gegen den nüchternen Naturalismus
nord=
r Dichter. Der typiſche Wiener Dichter jener Zeit iſt Arthur
Aer, der 1865 geboren iſt und urſprünglich Arzt war. Sein
ü Lebensgang bietet wenig Bemerkenswvertes. Sein erſter großer
war „Liebelei”. „Anatol” iſt ein typiſches Werk für Schnitzler
iener; es behandelt die Liebe als Lebenselement, die aber nicht
ne aufgeht. 1899 erſchien „Der grüne Kakadu”, Schitzler3
ſtmrkſamſtes Stück, und noch andere Einakter; dieſe und die wei=
„elierariſchen Schöpfungen zählte Herr Dr. Wauer auf und
Wen ſierte ſie drm Inhalt nach. In ſeinen ſpäteren Werken
er=
aich Schnitzler als ſtiller und zarter in der Stimmung, namentlich
M Jungen Menardus”. Neben dem Dramatiker Schnitzler wurde
Awr Novelliſt gewürdigt. In Franz Werfel haben wir einen Dich=
Er nach Ueberwindung einer Sturm= und Drangperiode wieder
cherem ſtrebt. Werfel iſt 37 Jahre alt, in Prag geboren. Die
15 lat er mühelos durchlaufen, die Univerſität befriedigte ihn aber
Ait ſeinem Vater, der ihn dem kaufmänniſchen Beruf zuführte,
ete in Konflikt; das trieb ihn zu dichteriſcher Geſtaltung des
Ans Vater und Sohn. In ſeiner militäriſchen Dienſtzeit lernte
1d und Leute Böhmens kennen; dann lebte er in Leipzig. Wäh=
Me1 Weltkrieges wurde er als Pazifiſt denunziert und eine
Zeit=
ein die Front ſtrafverſetzt. Nach dem Kriege unternahm Werfel
e Reiſen. Sein bedeutendſtes Drama ſind die Troerinnen”,
ieß außerordentlichen Erfolg errangen. In allen ſeinen Werken
von religiöſen Stimmungen aus; er iſt von ehrlichem Mitleid
Bei Kreatur erfüllt. Von den größeren Dichtungen gab der
Red=
flliche Schülderungen des Inhalts. Am Anſchluß an den Vor=
MA Herr Dr. Wauer Rezitationen aus Werken Schmitzlers und
WS. Die zahlreiche Zuhörerſchaft folgte mit lebhafter Spannung
Muigezeichneten Vortrag und den Rezitationen.
Der Deutſche See=Verein, Ortsgruppe Darmſtadt, hielt einen
äten Vortragsabend in der Aula des Realgymnaſiums ab. Der
eSe Buchhändler Roeder eröffnete den Abend mit einer Be=
MAanſprache und wies in kurzen Worten auf das Weſen und die
s See=Vereins hin. Der See=Verein will in Deutſchland und
ers im Binnenlande das Intereſſe der Bevölkerung wecken und
Alten für alles, was mit der See und der Seefahrt, Handelsſchiff=
Ariegsſchiffahrt, Forſchungsreiſen, Hochſeefiſcherei uſw.
zuſam=
utk. Alle dieſe Fragen ſind ſir unſer Vaterland von größter Be=
. Eine zahlreiche, gut ausgebaute, weit ausgreifende Handels=
An zum Beiſpiel iſt immer gleichbedeutend mit Volkswohlſtand.
uſitzende bat die Verſammlung, ſich tatkräftig für den
Seever=
nken einzuſetzen Mitglied zu werden und zu werben. — Die
ſtelle befindet ſich Saalbauſtraße 69, in der Roederſchen
Buch=
m.— Sodann ergriff der Redner des Abends, Herr Kapitän zur
D. Frhr. v. Meerſcheidt=Hülleſſem, das Wort zu
Aeiſtündigen Vortrag über „Erinnerungen aus guten und böſen
im Dienſte der alten deutſchen Flotte”. In packender, ungemein
e. freier Rede reihte er Bild an Bild aus ſeinem bewegten
Ma=
e Er erzählte von ſeinen Erlebniſſen auf dem Kanonenboot
in Kamerun und Kapſtadt, auf der Jacht „Hohenzollern”, als
firzigenerzieher in Kiel, als Kommandant des Kanonenbootes
Ei Oſtaſien und des Artillerieſchulſchiffes „Undine” u. a. m. In
rnzen Erinnerungen, die von 1884 bis 1909 reſchen, zeigre er
ſörern den Geiſt, der damals in der Marine herrſchte, den Geiſt
Flichterfüllung und kameradſchaftlicher Geſinnung, und gab Be=
Eun dem guten Verhältnis, das zwiſchen Vongeſetzten und
Unter=
zwiſchen Offizier und Mann herrſchte. Zum Schluß des Vor=
Eifte der Redner noch kurz die Frage des Kampfes gegen die
ſamuldlüige und forderte die Verſammlung auf, dazu beizutragen,
Tdeutſche Volk ſich ſelbſt erſt einmal einige und dann dem Aus=
A einnütigem Kampfe vor Augen führe, daß es den Krieg nicht
et hat. — Der Vorſitzende ſchloß mit Dankesworten an den
für ſeinen feſſelnden, von ſtarkem Beffall begleiteten Vortrag
ſeurd.
Der kaufmänniſche Stellenmarkt
vor Weihnachten.
größere Anzahl gekündigter Bewerber gebracht. Vom Bankgewerbe ab= läutern und vermitteln Verkäufe. Außer den etwa 400 Bildern an den
geſehen ſind indeſſen umfangreiche Kündigungen, die im Zuſammenhang
mit einer allgemeinen ungümſtigeren Geſtaltung der Lage ſtehen könnten,
nicht zu beobachtemi. Nach den Beobachtungen der Stellenvermittlung Es wurden neuerdings verkauft: drei Oelbilder von Georg
Breit=
des Deutſchnationalen Handlungsgehilfenverbandes iſt die Zahl der
ſtel=
digter hat ſich z. B. der Bewerberbeſtand bei der genannten
Stellen=
vermittlung um 2,8 Prozent verringert. Die Nachfrage nach
kaufmänni=
ſchen Kräften blieb auf der Höhe der letzten Monate. Beſonders frark
wurden Aushilfskräfte für Lager und Expebition, zum Teil auch für Sonntag, den 18. Dezember.
Buchhaltungsarbeiten angefordert, was wohl auf das Weihnachtsgeſchäft
zurückzuführen iſt. Aeltere Angeſtellte wurden bei dieſen Aushilfsſtellen Ausſtellungsräumen ein geſelliger Abend mit Tanz ſtatt, wozu an alle
etwas mehr herangezogen. Die Hauptnachfrage beſchränkt ſich aber noch
immer auf Kräfte bis zum 25. Lebensjahre. Mangel beſtand vielfach an
jungen Kräften für Kontor und Laden. Die Vermittlung tüchtiger
junger Stenotypiſten und Kontoriſten wurde erſchwert durch die vielfach
mangelhafte Ausbildung der zur Verſügung ſtehenden Stellenſuchenden.
Bei lebhafterer Nachfrage nach Reiſenden blieben die Vermittlungserfolge und die gkademiſche Ortseruppe des Vereins für das Deutſchtum im
gering, weil teils die Anſtellungsbedingeungen vollkommen unzulänglich Auslomde veranſtalteten geſtern im großen Saale des Städtiſchen
Saal=
oder die geſtellten Anforderungen in bezug auf Branchen= und
Kunden=
kenntnis ſehr hoch waren. Auch für leitende Poſten wurden hohe
Srezialanforderungen geſtellt. Die Vermittlungserfolge waren aber
trotzdem ſehr zufriedenſtellend, ein Beweis dafür, daß ſich noch immer
zahlreiche qualifizierte Kräfte unter den Stellenſuchenden befinden.
Günſtiger geſtaltete ſich die Lage für Stellenſuchende im Kleinhandel, im
Tabakgewerbe und =Handel, in der Metallinduſtrie und in der Spedition.
Der Großhandel zeigte ſich zwar auch weiterhin aufnahmefähia für
neues Perſonal, auf der anderen Seite waren aber umfangreichere
Ein=
zelküindigungen zu beobachten.
Landestheater Großes Haus
Heute Abend 8 Uhr
Turnen U. Sport
(19353
Im Bühnenblld.
Prelse der Plätze: O.50, 1.00, 1.50 In der Parfümerle
Mäller, Rheinstr. 6 und abends an der Kasse.
— Turngemeinde 1846 (Woogsplatz). Bei dem am kommenden
Sonn=
tag, den 11. Dezember, pünktlich um 15 Uhr ſtattfindenden Jugend=
Veihnachts=Schauturnen wirken über 350 Ausübende beiden
lei Geſchlechts mit. Das in der Feſtfolge enthaltene Theaterſtück iſt der
Weihnachtszeit angepaßt. Eintrittskarten ſind beim Hausmeiſter
er=
hältlich.
— Hausfrauenbund. Wie ſchon aus den „Mitteilungen” bekannt,
werden am nächſten Dienstag, 13. Dez., um 4 Uhr, unſere Mitglieder
zur alljährlichen Adventsfeier erwartet, die durch beſonders
wert=
volle muſikaliſche Gaben verſchönert ſein wird. Die Fefer findet in den
jetzt vergrößerten Näumen der Küche, Heidelberger Straße 47, ſtatt. Um
zu ſtarken Andrang zu vermeiden, wird gebeten, die Mitgliedskarten
vorzuweiſen.
Din antzütandtten Bainn
s sind mit Elite- Strumpfen bekleidet.
Täglich von 4—7 Uhr
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Der Strumpf von „Elite‟
Der Schuh von „Speier"
19285
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— Hiſtoriſcher Verein. Am Montag, den 12. Dezember abends um
6 Uhr, ſpricht im Saale des Nealgymnaſiums Geh. Nat Profeſſor D. Dr.
E. A. Berger anläßlich des Kleiſt=Gedächtnistages über „Heinrich
von Kleiſt und der nationale Gedanke in der deutſchen Erhebungszeit”.
Die Mitglieder werden dazu herzlich eingeladen.
— Orpheum. Zwei letzte Revue=Vorſtellungen. Das
außerordentlich erfolgreiche Gaſtſpiel der Nevue „Wiſſen. Sie
ſchon?” (Dir. Emil Schwarz), geht ſeinem Ende entgegen. Heute
Samstag und morgen Sonntag ſind die beiden letzten Vorſtellungen.
Die üiberragende Vielgeſtaltigkeit dieſer Nevue bedeutet für jeden
Be=
ſucher eine bleibende Erinnerung; darum lohnt es ſich vollauf, die beiden
letzten Aufführungen zu beſuchen.
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G. Fossler & 00., Parmstadt Teleton 2140. (19404a
— Die Volkshochſchule Darmſtadt e. V. hielt am Samstag, 3. Dez.,
ihre ordentliche Mitgliederverſammlung ab. Nach Erſtattung
des Jahres= und Kaſſenberichts wurde der Geſchäftsleitung Entlaſtung
erteilt. Der Mitgliederbeſtand beträgt zurzeit 1100. Dank dem
Zuſam=
menarbeiten von Vorſtand, Dozenten und Hörern und der opferwilligen
Unterſtützung durch Staat, Stadt, Kreis, Mitgliedern der Volkshochſchule
Darmſtadt und die Darmſtädter Preſſe konnte auch im abgelaufenen Jahr,
wie in der Verſammlung ton verſchiedenen Seiten mehrfach zum
Aus=
duuck gebracht wurde, erfolgreiche Volksbildungsarbeit geleiſtet werden.
Die Vorſtandswahl ergab Wiederwahl des ſeitherigen Vorſtandes. An
Stelle des veiſtorbenen Herrn Rechtsanwalts Staedel wurde Herr Ober=
Lokomotivſüihrer K. Colmar gewählt. Im Anſchluß an die
geſchäft=
lichen Verhandlungen hielt der Vorſitzende Herr Studienrat Jakob einen
Vortrag über „Die Probleme der modernen Volksbildung‟ Er
behan=
delte hierbei das Bildungsziel, die Methode und die wichtigſten
Lehr=
gegenſtände der Volkshochſchule.
e
— Unterſtützung für Kleinrentner. Die bei der letzten
Stadtver=
ordnetenverſammlung anläßlich der Debatte über die Erhöhung der
Unterſtützungsſätze der allgemeinen Fürſorge erwähnte einmalige
Neichs=
beihilfe mit 40 Mark für jeden Haushaltungsvorſteher, für deſſen
Ehe=
frau 20 Mark und für je ein Kind 10 Mark, iſt nicht, wie in unſerem
Bericht angegeben, für Sozial= und Kleinrentner, ſondem nur für
die Kleinrentner durch das Reich bewilligt und zur Auszahlug
angeordnet.
— F.C. Union. Wir laden hiermit alle Sportler, Freunde und
Gönner des Vereins mit ihren werten Angehörigen herzlichſt zu unſerer
am Sonntag, abends 7 Uhr, im Chauſſeehaus (Heidelberger Straße)
ſtattfindenden Weihnachtsfeier ein. Für ein obwechſelungsreiches
Pro=
gramm: Konzert, Vorträge und Geſang, Theater, Tanz, Tombola uſw.,
iſt Sorge getragen.
Die Weihnachtsmeſſe der Künſilerhilfe 1922
im Kunſtverein am Rheintor erfreut ſich bei freiem Eintritt für
jeder=
mann, Konditorei und Nachmittags=Muſik eines regen Beſuchs. Künſtler
der Nohember als Quartalsküdigungsmongt hat wieder eine und Künſtlerinnen aller hieſigen Verbände ſind anweſend, führen, er=
Wänden liegen zahlreiche Kunſtblätter in Mappen und auf Tiſchen,
ſtehen die verſchiedenartigſten kunſtgewerblichen Arbeiten in Vitrinen.
wieſer, Marcell Richter und Heinz Zernin, ſieben Kunſtblätter von
lenloſen kaufmänniſchen Angeſtellten in den letzten Wochen weiterhin Marcell Richter, Maria Mendelſohn, Vala Lamberger. Herma Frey,
leicht zunickgegangen. Unter der Berückſichtigung der Zugänge Gekün= Blanka von Joeden, vierzehn kunſtgewerbliche Gegenſtände von Thea
Schenck, Streckhardt, Hedith Wecker, Ernſt Rehbein, Ortrud Pützer. Die
Weihnachtsmeſſe iſt täglich von 11 bis 20 Uhr, mit Unterbrechung von
13 bis 15 Uhr, für jedermann geöffnet und dauert nur noch bis zum
Am Samstag, den 10. Dezember von 20½ Uhr an, findet in den
Künſtler, das Soloperſonal des Landestheaters, die Preſſe und für
Kunſt intereſſierte Kreiſe Einladungen ergangen ſind. Eingeführte
Gäſte ſind willkommen.
v.H.
EV. Verein für das Deutſchtum im Ausland. Die Männerortsgruppe
baues einen Vortragsabend, an dem Prof. Dr. Broederich
aus Dorpat über „Bauernſiedlungen in Oſteuropa” ſprach. Er führte
aus, daß Tauſende von deutſchen Bauern vor etwa 700 Jahren nach
Südoſten gezogen ſind. In Siebenbüirgen haben ſich die Bauern in
geſchloſſenen Siedlungen behaupten können. Nach ihnen ſind die Banater
Schwaben eingewandert und haben ſumpfige Gebiete zu den fruchtbaren
Landſtrichen gemacht. Die Zipſer haben das Ungarntum ſtark mit
deut=
ſchen Elementen durchſetzt. Eine Oberſchicht haben dieſe Bauern nicht
gebildet, ſie iſt immer in fremdem Volkstum aufgegangen. Im früheren
Zarenreiche lebten rund 500 000 Bquern, denen ebenfalls die Oberſchicht
fehlte, weil es ihnen nicht möglich war, ein deutſches Schuelweſen zu
bil=
den. In der Ukraine, in den Ländemn an der Donaumündung bis nach
der Halbinſel Krim, ſind von deutſchen Bauern Gebiete beſiedelt worden,
die der maßgebende mitteleuropäiſche Faktor geworden ſind. Die
min=
dig gewordene Jugend wurde dort immer zur Auswanderung
gezwun=
gen. Auf dieſe Weiſe ſind die Kolonien gegründet worden, die
ins=
geſamt etwa 800 000 Seelen zählten. Von dort aus ſind die Kaukaſus=
Kolomien gegründet worden. In den Wolga=Kolonien lebten bei
Kriegs=
ausbruch etwa eine halbe Million Deutſche; ſie haben dann die ruſſiſche
kommuniſtiſche Agrarverfaſſung angenommen und gingen wirtſchaftlich
zunick. Schließlich gingen ſie doch zur Hofſiedlung mit eigene: Scholle
über. In die baltiſchen Gebicte ſind die deutſchen Bouern nur vereinzelt
hingekommen, aber das Deutſchtum bildete die Oberſchicht. Profeſſor
Dr. Broederich ſchilderte dann, wie der Weltkrieg auf das Deutſchtum
eingewirkt hat und wie ſich ſeitdem das Deutſchtum organiſierte, um
ſein Volkstum zu verteidigen. Notwendig iſt vor allem in Oſtelbien die
Anſiedlung deutſcher Bauern. Außerhalb des Deutſchen Reiches iſt für
deutſche Bauern keine Sigdlungsmöglichkeit mehr. Eingehend
behan=
delte der Vortragende die Aufgabe, deutſche Bauern im Oſten
anzu=
ſiedeln. Die Ausführungen des Redners wurden mit lebhaftem Beifall
aufgenommen. — Dankesworte von Herrn Profeſſor Dr Köſer
folg=
ten; er verband damit die Mahnung, für den Verein für das
Deutſch=
tum im Ausland zu werben. — In einem Film wurde dann die Arbeit
des Vereins vongeführt und auch Aufnahmen von der Goslarer Tagung
gezeigt.
— Die Ortsgruppe Darmſtadt des Heſſiſchen Polizeiſportvereins
hatte am Donnerstag abend ſeine Mitglieder zu einer internen
Ver=
einsfeier, verbunden mit Preisverteilung, in die Räume der
Kan=
tine Faig eingeladen. Schon vornweg ſei es genommen: Die Feier
verlief ſehr harmoniſch und war von echtem Sports= und Kameradengeiſt
getragen. Im Oktober d. Js war eine größere — wie bis jetzt alljährlich
ſtattgefundene — Sportveranſtaltung vom Polizeiſportverein geplant.
Dieſe Veranſtaltung mußte jedoch ausfallen, weil ſie in den Termin der
„Deutſchen Polizeimeiſterſchaften” fiel. Anſtelle des ausgefallenen
Sport=
feſtes wurde nun von ſeiten der Vereinsleitung ein interner Fünfkampf
für alle Fachſparten ausgeſchrieben, an dem ſich 90 Mitglieder
beteilig=
ten. Die große Zahl der Nennungen iſt ein erfreuliches Zeichen der
Aktivität der Mitglieder. Die Wettkämpfe wunden nach den
Wettkampf=
regeln — außer Handball und Fußball, für die beſondere Beſtimmungen
aufgeſtellt waren —, der maßgebenden Verbände ausgetragen, und
wut=
den dabei gute Reſultate erzielt. Die Sieger aus den einzelnen
Kamp=
fen wurden, wie ſchon erwähnt, durch Ueberreichung ſchöner und auch
wertvoller Preiſe, die von Kreiſen, die dem Polizeiſportverein
naße=
ſtehen, geſtiftet wurden, geehrt. Allen Spendern ſei an dieſer Stelle
nochmals der Dank des Vereins ausgeſprochen. Der Vorſtand ſah
des=
halb von einer größeren Veranſtaltung ab, weil von ſeiten des
Haupt=
vorſtandes Anfangs Januar 1928 in den Räumen der Turnhalle am
Woogsplatz eine größene ſportliche Feier vorgeſehen iſt. — Die
Sieger=
feier wurde durch einige Konzertſtücke eingeleitet. Der erſte Vorſitzende
der Ortsgruppe Darmſtadt, Herr Polizeihauptmann Kumpa, begrüßte
hierauf die zahlreich Erſchienenen und wies in kurzen markanten Worten
dabei auf die Bedeutung der körperlichen Ertüchtigung, ganz beſonders
für den Polizeibeamten, hin. Er ſtreifte weiter die Ziele, die der
Poli=
zeiſportverein neben der Ertüchtigung ſich geſetzt hat, wie Pflege der
Kameradſchaft, der Zuſammengehörigkeit und der Liebe zur Heimat.
Seine Worte wurden von den Erſchienenen, unter denen ſich eine große
Anzahl Inaktive mit Damen befanden, was ſehr freudig begrüßt wuude
und weſentlich zur Verſchönerung der Feier beitrug, beifällig
aufgenom=
men. Bei der anſchließenden Preisverteilung war es eine wahre Fraude,
die ſtrahlenden Geſichter der preisgekrönten Jungen der Jugendabteilung
zu ſehen. Die Jungens ſtarteten in zwei Altersklaſſen, und wurden die
finf Beſten mit einem Diplom und einem Geſchenk beehrt. Nach
Ek=
ledigung des offiziellen Teiles ging es zum gemütlichen Teil. Die
zahl=
reich erſchienenen Damen ſorgten dufür, daß auch das Tanzbein in ſeine
Nechte trat. Verſchönt wurde der Abend noch durch Rezitationen und
Vorträge einiger Mitglieder, die die Lachmuskeln in Tätigkeit treten
ließen, ſowie durch Solovorträge der Muſikkapelle. Allzu ſchnell rückte
der Zeiger vorwärts, und als der Schlag der Turmuhr die
Mitternachts=
ſtunde verkündete, war die gehobenſte Stimmung eingetreten, und
all=
gemein wurde bedquert, daß man nicht noch einige Stunden beiſammen
ſein konnte. Der Verlauf dieſer kleinen Feier hat bewieſen, daß der
Vorſtand richtig disponiert, und die Feier im engeren Kreiſe bei den
Mitgliedern lebhafteren Anklang gefunden hat, als ein großes,
rauſchen=
des Feſt. Der Abend hat weſentlich wieder dazu beigetragen, den Geiſt
der Gemeinſchaft und des Zuſammengehörens zu ſtärken, was aus den
Neuanmeldungen zu erſehen iſt. Die Ortsgruppenleitung wird wohl
mit dem Verlauf zufrieden ſein können und in ihr den Willen beſtärkt
haben, öfter wie ſeither ſolch kleine Feiern zu veranſtalten.
—Polizeibericht. In der veugangenen Nacht verſuhte ein Dieb,
in der Künſtlerkolonie in eine Villa einzudringen. Er wurde aber von
der Wohnungsinhaberin geſtört und ergriff die Flucht. — Grober
Unfug. In der Nieder=Ramſtädter Straße zwiſchen Schießhausſtraße
und Böllenfalltor wird zur Zeit an Gleisumbguten der elektriſchen
Straßenbahn gearbeitet. Der genannte Straßenteil iſt für den
öffent=
lichen Verkehr geſperrt, und zur Sicherheit ſind des Nachts auf der
ganzen Strecke Sturmlaternen aufgeſtellt. In ganz unberanwortlicher
Weiſe wurden mn heute Nacht von einer Anzahl junger Burſchen die
ſämtlichen Laternen und die Abſperrvorrichtungen zerſchlagen und auf
die Schienen geworfen, wodurch ſchwere Unglüicksfälle hätten verurſacht
werden können. Die Ermittelungen wurden ſofort eingeleitet. Um
eine raſche Aufklärung dieſer verwerſlichen Tat herbeizuführen, werden
alle diejenigen, die Angaben zur Ermittelung der Täter machen können,
gebeten, der Kriminalabteilma Nachricht zu geben. —
Fahrraddieb=
ſtahl. Vor dem Arbeitsamt wurde ein faſt neues Herrenfahrrad —
Marke Torpedo — geſtohlen.
Lokale Veranſkaltungen.
— Evangeliſation. Im Heim des Chr. V. J. Männer —
Alexanderſtraße 22 — hält am kommenden Sonntag abend
Stodtmiſ=
ſionsinſpektor Schöpwinkel=Offenbach einen ebangeliſtiſchen Vortrag.
Er=
iſt im erſter Linie für Männer und junge Männer beſtimmt. Es hat
indes jedermann freien Zutritt.
— Der Geſangverein „Olympia” hält ſeine
Weih=
nachtsfeier am Sonntag, 11. Dezember, abenls 7 Uhr, im Saale
des „Feierabend” ab. Ein reichhaltiges Programm iſt ausgearbeitet,
und kommen u. a. Gemiſchte Chöre zum Vortrag, um dem Feſt den
würdigen Charakter zu verleihen. (Siehe Anzeigenteil in der heutigen
Nummer.)
— Im Hotel Prinz Heinrich iſt heute Samstag von 11 Uhr
ab Tanzabend. Der Beſuch wird beſonders enwpfohlen.
dnisſtellen durch
ade kenntlich.
Mr Mrie Tmbrap!
* To0
48, Liebigſtraße 69. H.19248
Vertreter: Gs. Friedr, Biehl, Heinrichftraße 93. Meß. Be
Seite 6
Schwurgericht
p. Ein hieſiger Handlungsgehilfe hatte im Februar d., Js. eine
Angeſtellte eines hieſigen Geſchäftes kennen gelernt und mit ihr ein
Lievesverhältuis angekwüpft, das ſpäter wieder gelöſt wurde. Beide
ſprachen ſich monatelang nicht mehr. Am 21. Auguſt (Sonntag) trafen
ſich beide zufällig in einer Wirtſchaft. Sie tanzten dort zuſammen und
der Liebhaber will von ſeiner Partnerin auch einen Kuß erhalten haben.
was dieſe jedoch in Abrede ſtellt. Die Liebesleidenſchaft, wenn überhaupt
erloſchen, erwachte wieder. Damit erwachte auch die Eiferſucht, da die
Geliebte mit einem Anderen das Lokal verließ. Als Letztere nach einem
Spaziergang mit dem vermuteten Nebenbuhler in die Wirtſchaft
zurück=
kehrte traf ſie den Angeklagten wieder, der wohl auf ſie gewartet hatte,
und ſie ein Stück des Wegs nach Hauſe begleitete. Hierbei kam es zu
Auseinanderſetzungen, wobei der Angeklagte die Begleiterin am Halſe
packte. Andern Tages ließ der Angeklagte dieſe durch Dritte beobachten.
Dieſe teilten ihm mit, daß die Geliebte in Geſellſchaft eines anderen
geſehen worden ſei. Wiederum veranlaßte Beobachtung ſtellte feſt, daß
die Geliebte vom Geſchäft abgeholt wurde, was hinterbracht wurde. Der
Sohn des Wirtes traf ſich dann mit der Angeſtellten an einem Platz des
Stadtviertels und beide begaben ſich in die Gegend des Karlshofs. Dort
erſchien der Angeklagte, der ihnen heimlich gefolgt war. Es kam zu
Rede und Gegenrede. Der Angeklagte packte die Begleiterin am Halſe,
worauf ſie zu Boden fiel. Er würgte nunmehr die am Boden Liegende.
wobei er äußerte: Du kommſt nicht mehr nach Hauſe, ich mache Dich
kalt.‟ Der Angegriffenen ſchvanden alsbald die Sime. Als ſie wieder
zu ſich kam, befand ſie ſich in Geſellſchaft eines Mannes, der ſie auf ſeinen
Armen davontrug. Dieſer Mann war dazugekommen, wie der
Ange=
llagte die am Boden Liegende würgte. Der Begleiter rief: „Geben Sie
Acht, der iſt vernückt”, und auf die Drohung des Angeklagten, er ſolle
ſich fortmachen, ſonſt werde er über den Haufen geſchoſſen, rief der
ge=
nannte Mann einen Freund zu Hilfe. Der Angeklagte wurde nun von
von dem Mädchen losgeriſſen, wobei derſelbe eine Bemerkung machte,
die ihrem Sinne nach dahin lautete, ſie ſollten ihn, noch etwas gewähren
laſſen, es werde gleich zu Ende ſein; er wurde alsbald feſtgenommen.
Kurz zuvor hatte er einem Dritten ein Raſiermeſſer übergeben mit der
Bitte es ſeiner Mutter zu überbringen. Dieſes Meſſer hatte er zu ſich
geſteckt, um ſich — wie er angibt — damit die Pulsadern zu öffnen,
ſalls er bei der zu erwartenden Auseinanderſetzung mit dem Mädchen
dieſer ein Leid antun ſollte. — So ſtellt ſich das Ergebnis der ſeitherigen
Ermittelungen dar.
Die Anklage geht dahin, daß der genannte Handlungsgehilfe den
Entſchluß, das Mädchen vorſätzlich zu töten, durch Handlungen betätigt
habe, die einen Anfang der Ausführung des Verbrechens des Totſchlags
enthalten.
Der Angeklagte iſt am 1. Juni 1908 in Darmſtadt geboren und
be=
findet ſich in Unterſuchungshaft. — Die Beweisaufnahme beginnt mit
der Vernehmung des 18 Jakre alten Mädchens. Die Eltern gaben das
Verhältnis mit dem jungen Manne nicht zu. Beide trafen ſich in einer
Wirtſchaft und in der Folge öfter. Es kam zu Auseinanderſetzungen.
Dann folgten die obengenannten Beobachtungen. Die Zeugin erzählt
nun den Vorfall, der ſich in der Nähe des Karlshofs und des
Ziegel=
buſchs ereignet hat. — Auf einen großen Teil der Zeugen wird allſeitig
verzichtet.
Der Sachverſtändige bezeichnet den Angeklagten als das Produkt
ſeiner Erziehung, der Abſtammung und der Umwelt. Der
Strafaus=
ſchließungsgrund des 8 51 St. G.B. greift nicht Platz. — Der
Staats=
anwalt hält den Angeklagten für überführt; ein trauriges Sittengemälde
habe ſich enthüllt. Der Angeklagte habe es vermieden, den Kampf um
die Exiſtenz in ernſthaſter Weiſe aufzunehmen. Durch das
Dazwiſchen=
treten zweier Perſonen ſei das Schlimmſte verhütet worden. Mildernde
Umſtände könnten, weil pſychopathiſche Veranlagung vorliegt, nicht
ver=
ſagt werden. Der Angeklagte habe, entgleiſt, ein expanſives Liebesleben
geführt. Der Strafantrag geht auf zwei Jahre Gefängnis unter
An=
rechnung der Unterſuchugshaft. — Der Verteidiger betont, Angeklagter
ſei in bewegter Zeit groß geworden; aber er habe Gemütstiefe trotz
ver=
ſchiedener Liebesabenteuer gezeigt, ein ſchlechnter, verdorbener Charatter
ſei er nicht. Angeklagter habe eine ernſthafte Ausſprache haben und
das Mädchen zur Rede ſtellen wollen. Die Verteidigung verneint den Form einer Stahlkaſſette herausgegeben, die ſich bei der hieſigen
Be=
ſeinstrübumg beſtanden. Angeklagter könne deshalb für die Tat nicht
bſychopathiſche Natur. Mildernde Umſtände habe der Staatsanwalt
hereits konzediert. Angeklagter ſei von Eiferſucht geplagt geweſen,
Die beantragte Strafe ſei außerordentlich hoch.
Das Urteil erkennt auf 2 Jahre 6 Monate Gefängnis.
lange eine hohe Strafe. Nach Verbüßung des größten Teils der Strafe 3 Mark auf dem dazu gehörigen Sparkaſſenbuch leihweiſe ausgegeben.
könne die Befürwortung eines Gnadengeſuches in Frage kommen.
— Verein von Freunden der Photographie. Die 249.
Vereins=
verſammlung brachte den Mitgliedern einen gußerordentlich
feſ=
ſelnden Vortrag von Herrn Profeſſor, „Limmer von der hieſigen
Techniſchen Hochſchule über „Die Photographie im Dienſte der
Heimat=
pflege‟. Der Redner wies in ſeinem Voltrag auf die Not unſerer Zeit
und den Mangel an Familien= und Heimatſinn in unſerem Volke hin.
Er ſprach dann beſonders von der Tätigkeit, die der Berufsphotograph
wie jeder Liebhaberphotograph in bezug auf Stärkung des Heimatſinns
entfalten kann. Die Aufgabe der Heimatpflege beſteht vor allem darin,
die Liebe zur Heimat zu ſtärken, Verunſtaltungen der Natur= und
Kunſt=
denkmäler zu verhindern, Verſtändnis für deren Wert zu erwecken und
für die Pflege und den Schutz von Kulturdenkmälern einzutreten. Es
mangelt allgemein an Verſtändnis für dieſe Fragen. Im Verhältnis zu
anderen Ländern wird in Heſſen noch viel dafür getan, aber bei weitem
nicht gemug. Es müßten vor allen Dingen noch ſtrengere Vorſchriften
über die Anpaſſung von Neubauten, Induſtrieanlagen an die
Städte=
bilder gefordert weiden. Die Photographen können den Sinn für die
Schönheit der Heimat vielfach wecken und erhalten. Es iſt eine dankbare
Aufgabe für Berufs= und Liebhaberphotographen, Kunſtdenkmäler,
be=
ſonders ſolche, die der Allgemeinheit wenig zugänglich ſind, aufzunehmen,
zum Beiſpiel Inneres von Häuſern, kunſtvolle Einzelheiten, wie Türen,
Türſchlöſſer, Beleuchtungskörper und vieles andere. Auch Aufnahmen
von Naturdenkmälern, Felſengvuppen, Landſchaften, ausſterbenden
Tie=
ren, ſeltenen Pflanzen und dergleichen können von großer Bedeutung
ſein. Andererſeits können Aufnahmen als abſchreckende Beiſpiele die
Verſchandelungen vorſühren, die durch gedankenloſes Errichten ſtilloſer
Bauten, durch die Anlage elektriſcher Leitungen, durch die Entfernung
kunſtgeſchichtlich wertvoller Bauwerke hervongerufen werden. Aufnahmen
ſolcher Art ſollten den maßgebenden Stellen ſowohl wie der
Oeffentlich=
keit immer wieder als abſchreckende Beiſpiele gezeigt werden. — Eine
umfangreiche Reihe vorzüglicher Lichtbilder legte Zeugnis ab von der
hingebenden Arbeit des Vortragenden auf dem Gebiet der Heimatpflege,
erläuterte ſeine Ausführungen aufs trefflichſte und gab den Mitgliedern
Anregungen zu neuem Schaffen. — Der Vorſitzende Herr Wichmann
dankte dem Herrn Profeſſor Limmer für ſeinen ausgezeichneten Vortrag
und wies darauf hin, daß die Anregungen fruchtbaren Boden finden
werden, da der Verein die Schaffung einer Lichtbilderreihe vom
Oden=
wald beſichtigt. — Der Vorſitzende des Heſſiſchen Verkehrsvereins Herr
Stemmer, welcher zu dieſer Verſammlung eingeladen war, ſchilderte
die Aufgaben ſeines Vereins in bezug auf Heimatwerbung und bat um
die Mitarbeit des Vereins von Freunden der Photographie an dieſem
Ziel. Herr Wichmann dankte Herrn Stemmer und verſicherte, daß der
Verein zur Mitarbeit gerne bereit ſei. — Danach wurden noch
Heimat=
bilder, die von Vereinsmitgliedern aufgenommen waren, vorgeführt,
Samstag, den 10. Dezember 1927
Großfeuer in Groß=Zimmern.
Groß=Zimmern, 9. Dezember.
Bk. Geftern nachmittag gegen 5 Uhr wurde unſer Ort durch
Sturmgeläute in große Aufregung verſetzt. In der Hofreite der
Kohlen= und Brikettshandlung Hans Beiſel, Dieburger Stuaße,
war auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weiſe Feuer ausgebrochen,
das reichlich Nahrung fand. Die Scheuer des Beiſel war
voll=
gefüllt mit Holz, Briketts, Stroh und Heu. Das Feuer griff
ſchnell auf die nebenliegenden Scheuern von Georg Göckel und
Auguſt Pullmann über, die vollſtändig abbrannten, auch wurde
die Werkſtatt des Weißbindermeiſters Karl Hechler in
Mitleiden=
ſchaft gezogen. Die Feuerwehr Groß=Zimmern gab ſich redlich
Mühe, des Feuers Herr zu werden, es fehlte jedoch an einer
richtigen Motorſpritze und an Waſſer. Da bedauerlicherweiſe
unſere Gemeinde noch nicht im Beſitz einer Waſſerleitung iſt,
konnte man das Feuer ſehr ſchlecht auf ſeinen Herd beſchränken.
Wie wir vernehmen, iſt der größte Teil des Schadens durch
Ver=
ſicherurig gedeckt. Durch Aarmruf war auch die Feuerwehr von
Darmſtadt und Dieburg ſchnellſtens zur Stelle. Der Brand hielt
bei Redaktionsſchluß noch an, er konnte aber auf ſeinen Herd
lokaliſiert werden.
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die reich illustrierte Zeitschritt
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Sparbüchſen als Weihnachtsgeſchenk. Die Städtiſche Sparkaſſe
in Darmſtadt hatte ſeit einer Reihe von Jahren Heimſparbüchſen in
Tötungsverſatz; angeſichts der ſtarken Erregumg habe wohl eine Bewußt= völkerung großer Beliebtheit erfreuten und zahlreich benutzt wurden.
Neuerdings hat die Städtiſche Sparkaſſe eine neue Form von
voll verantwortlich gemacht werden, denn es handele ſich um eine ſtark Heimſparbüchſen (in Buchform) herausgebracht, die von jetzt
ab an dem Einlagenſchalter zur Ausgabe gelangen. Die neue
Heim=
ſparbüchſe iſt aus Metall, mit Leder überzogen und trägt in
geſchmack=
voller Ausführung das Darmſtädter Stadtwappen. Die ne uen Spar=
Mildernde Umſtände wurden bewilligt. Die Brutalität der Tat ver= büichſen wenden ebenſo wie die alten gegen Sperrung eines Betrags von
Die Sparbüchſe eignet ſich durch ihre eigenartige Form und hübſche
Aus=
führung beſonders zu einem Weihnachtsgeſchenk für Erwachſene und
Kinder und dürfte geeignet ſein, den Sinn für das Sparen kleinerer
Beträge, beſonders bei der Jugend, anzuregen und zu beleben. Nähere
Auskunft wird an den Schaltern der Städtiſchen Sparkaſſe bereitwilligſt
erteilt.
— Druckfehler: Bei der geſtrigen Anzeige des Ausſchuſſes für
Leibes=
übung iſt uns inſofern ein Druckfehler unterlaufen, als das Ende des
Theater=Abends „Turnen und Sport im Bühnenbild” nicht
gegen 25 Uhr, ſondern ſchon gegen 23 Uhr iſt. Das Programm
ent=
hält 16 Nummern, eine intereſſanter als die andere, die in raſcheſter
Reihenfolge über die Büßne gehen.
Tapeten/ Linoleum
Groß= und Kleinverkauf
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vorm. Frankfurter Tapetenfabrie
Schleiermacherſtraße 21—23 (am Gericht)
Rummer 349
Eine Mordtat in Mainz.
Der Täter flüchtig.
* Mainz, 9. Dezember. (Priv.=74
Ein ſchreckliches Liebesdrama ſpielte ſich am Freitagny
mittag 3 Uhr in der Wirtſchaft von A. Vollert in der 20
ſtraße 101 zu Mainz ab. Der Sohn des Wirtes, der 235u/
Willi Vollert, gab in der Wirtſchaft ſeines Vaters, nachdem
einzige vorher anweſende Gaſt das Lokal verlaſſen hatte, am
ſeit einigen Wochen in dem Lokal tätige frühere Fabrikarbckil
und jetzige Kellnerin Margareie Bauhardt aus der
tinsſtraße 11 einen Schuß aus einem 6.33=Millimeter=Brormy
Revolver ab, der die B. in der Gegend der linken Schläu/
Der Täter ging nach der Tat ſofort flüchtig und konnte 70
von der Kriminalpolizei noch nicht ermittelt werden. Diex)
ließ er an dem Tatort zurück. Ueber die Urſache dieſer Tag/
ten nähere Einzelheiten noch nicht ermittelt werden, da derus
und die Erſchoſſene im Augenblick der Tat allein im Lokal i,
Gegen Abend begab ſich dei Mordkommiſſion, beſtehend amg
ſtellvertretenden Staatsanwalt Reich, dem Polizeiamm
Kramer, Aſſeſſor Bauſch und mehreren Kriminalbeamtyyl
einer Ortsbeſichtigung an den Tatort. Die Leiche wurde am
Friedhpf gebracht.
Stimmen aus dem Leſerkreiſe.
Für die Veröffentiſchungen unter dieſer Ueberſchriſt übernimmt die Reballlen Hnuuchl
antwortung; für ſie bleibt auf Grund des 5 21 Hbſ. 2 bes Preſſegeſetzes in vollem 79
der Einſender verontwortich.) — Einſendungen, die nicht verwendet werden. Unmsl
zurllcge andt, die Ablehnung nicht begrändet werden.
Deutſches Volksvermögen und Lateindru=
Vielfach ſieht man heute deutſche Bücher in Lateiniſ
er Bicher eine Bcz f 0. c. M. 1o.
geulseit.
Sträpple
Aln Si
Und doch iſt es
von dem Dürerſches ſtltene Sikle.
nur schwarz
Naar 7.00
für die deutſche Sprache beſonders geſchaffen worden und ihr esf
paßt. Infolgedeſſen iſt nach dem Druckereitarif der Buchdruck m
ſcher Schrift rund 5 Prozent billiger als in lateiniſcher. Urſachh Gröhet 1—
ſchmälere Schnitt und die vielen Koppelungen der deutſchen Sod
jedesmal einen Griff erſparen und ſchmäler laufen, als zwei!
Buchſtaben. Die Vorzüge der deutſchen Schrift ermöglichen nochäifl ienen-Socken
Erſparniſſe, ſo daß der Verlagsbuchhändler Guſtav Ruprecht
Schrift „Fordert die Verbreitung des deutſchen Buches imn Eußl)wahs und gedtrel.
lateiniſchen Druck?” (Verlag Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttimgens 14 Jaben, ..!9
Seite 13, ſchreiben kann:
„Welche Opfer unſeren Bücherkäufern aber der Antiguadn.u/
legt, dafür will ich hier nur ein Beiſpiel anführen. Das aus Ana,I
liſchen überſetzte Buch von Henry Ford „Mein Leben und A=ſ,
auffällig großer Lateinſchrift gedruckt, koſtet gebunden 8 Me ühr
gleich großer deutſcher Schrift würde es nur drei Viertel des I8
gehabt haben und hätte zu 7 Mark geliefert werden können. Wifr
eine normale Korpus Fraktur, die übliche, gediegene deutſche
M=
tung, genommen, ſo hätte der Umfang auf zwei Fünftel und Eurk M drehgeltat, 1.05
auf 6 Mark ermäßigt werden können, es wäre immer noch eitt c.
licher Band geblieben, und ſtatt 25 000 Menſchen hätten vielleietwiiler Handsohr
das Buch kaufen können. Jedenfalls haben 25 000 Käufer die-M Intot und gestr
Buches 50 000 Mark mehr für die teurere Ausſtattung in 2a 1/ fzm vorrzlig
Holte und merceris
Haten Farben.
aufwenden müſſen, als ſie bei wohltuender Lcsbarkeit in deutſche
zu zahlen gehabt hätten. — Nicht immer werden ſich durch A.
Druck gleich große Umfangs= und Preisermäßigungen erzielen
Trotzdem handeli es ſich ſicherlich um mehr als, ein Zuſ
Miklionen Reichsmark, die alljährlich heute den
Bücherkäufern mehr als nötig auferlegt wenden durch Antigugdrrd
weit Ruprecht. Wer alſo den Buchdrucker zum Sparen veranſgsnf
kaufe nur deutſch gedruckte Bücher.
— Von den Tageszeitungen wird öfters höfl. darauf himt
den Stellungſuchenden die Lichtbilder und Zeug
ſchriften nach Gebrauch, ev. anonym, zurückzuſenden. Leiſt
dieſer Bitte ſelten entſprochen. Die Erwerbsloſen, die von M
Mark Unterſtützung ihren Lebensumterhalt beſtreiten müſſen, köme
immerfont uene Abſchriften und Photographien anfertigen laſ ſe!
Brieſkaſien.
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Geſchäftliches.
Pat und Patachon beim Kleider=Heß.
Es wird auf das heutige Inſerat der Fa. Philip
G. m. b. H., Schillerplatz, hingewieſen und darauf
aufmerkſam=
daß dort zuizeit im Schaufenſter täglich Pat und Patachon 1
großer Nachbildung zu ſehen ſind.
Tageskalender für Samstag, den 10. Dezember 1927.
Landestheater, Großes Haus, Anf. 15 Uhr, Ende 17½ Uhr:
„Die verkaufte Braut”; Anf. 20 Uhr: Turn= und Sportabend.
Kleines Haus, Anf. 19½ Uhr, Ende 22 Uhr: „Im Dickicht der
Städte‟. — Orpheum, Anf. 20 Uhr: „Wiſſen Sie ſchon‟
Konzerte: Hotel Schmitz; Schloßkaffee; Weinhaus Maxim;
Perkeo Varieté; Kaffee Haury; Reichskrone; Kümmerlein; Prinz
Heinrich; Bismarckeck; Frankfurter Hof. — Tanz: Rheingold;
Perkeo. — Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater,
Palaſt=Lichtſpiele.
Wiberwillen gegen Mebizin. — Es gibt Patienten, deren 2
dagegen ſträubt, Medizin zu ſich zu nehmen. Ihre Antipathä ?‟
ſich oft auf die einfachſten und bekannteſten Mittel. Ja, es g—ub
die ſich ſogar mit Abſcheu von jedem Huſtenpräparat abwendeiſle
Zuſammenſtellung doch felten irgend welche ſchädlichen Subſtar7”
weiſen kann. Merkwürdigerweiſe ſcheint hier ſolchen Mediz=Fe!
ihr Inſtinkt durchaus nicht das Unrichtige zu ſagen, denn eS
wiſſe Huſtenmittel, darunter auch Mineralpaſtillen, die ſchädli
ohne gerade giftig zu ſein. So z. B. jene billigen Huſtenbors!”
den bekannten Kaiſer’ſchen Bruſt=Caramellen in Ausſehen, E4
Packung nachgeahmt werden. Solche Imitationen weiſen ſtatt /
wirkenden Extrakten meiſt nur den Zuckerwert auf. Zucker 4
Mengen genoſſen, erzeugt Magenvevſtimmung und als dere
quenz Appetitloſigkeit. Am beſten und ſicherſten bleibt es ſchor,
Apotheken und Drogerien ausdrücklich zu fordern: Kaiſe—wi
Caramellen „mit den 3 Tannen”. — Dieſe erzeugen nie Lsek
ſtimmung, ſondern wirken — im Gegenteil — gppetitanregend.”
A
Das
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Samstag, den 10. Dezember 1927
Aus Heſſen.
Starkenburg.
— Arheilgen, 8. Dez. Der Zentralausſchuß für Innere
Miſ=
ſion der evangeliſchen Kirche hat zu Beginn des Jahres 1927 eine
Sterbekaſſe für evangeliſche Glaubensgenoſſen ins Leben gerufen. Wer
ſich an dieſem nur ſoliden Unternehmen beteiligt, ſichert ſich und den
Seinen nicht nur die denkbar größten materiellen Vorteile, ſondern
unterſtützt gleichzeitig die Liebestätigkeit der evangeliſchen Kirche. Im
Freiſtaat Heſſen wird die Sache vertreten durch den heſſiſchen
Landes=
verein für Innere Miſſion, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1, bzw. durch
die von genannter Stelle beſtimmten Werber. In Arheilgen iſt dies
Herr Emil Storck, Große Hundsgaſſe 13. Die Bedingungen ſind die
denkbar günſtigſten, zumal Perſonen bis zu 80 Jahren aufgenommen
werden, arztliche Unterſuchung nicht erforderlich iſt und das in Frage
kommende Sterbegeld bereits nach Zahlung des erſten Monatsbeitrags
fällig wird. So wurde in den letzten Tagen in einem Falle nach
Zahlung zweier Monaksbeiträge ein Sterbegeld von 480 Mark gezahlt.
F. Eberſtadt, 9. Dez. Gemeinderatsſitzung. Geſtern abend
fand unter dem Vorſitze des Beigeordneten Flick im Rathausſaale eine
öffentliche Gemeinderatsſitzung ſtatt. Bezüglich der Gemeinde=
Hunde=
ſteuer für 1928 beſchloß der Gemeinderat, die gleichen Sätze zu
er=
heben wie für 1927. Frau Sophie Knörnſchild ſucht um die Erlaubnis
zum Betriebe einer Schanbwirtſchaft im Haufe „Am Lämmchesberg 18‟
nach. Die Mehrheit des Gemeinderats verneint das Vorliegen eines
Bedürfniſſes. Mit 10:7 Stimmen wird das Geſuch abgelehnt. Dem
Heſſ. Fechtwerein Waiſenſchutz (Zweigverein Eberſtadt) bewilligte das
Plenum auf ein entſprechendes Geſuch zur Weihnachtsbeſcherung für
halbwaiſe und ortsarme Kinder wie im Vorjahre einen Betrag von
100 Mark. Ein im Vorjahre bei der Kommunalen Landesbank
aufge=
nommenes kurzfriſtiges Darlehen in Höhe von 26 000 Mark wird in ein
langfriſtiges umgewandelt. Die Mieten für die Gemeinde=Wohnungen
im Neubau an der Rathenau=Straße werden wie folgt feſtgeſetzt: für
eine Vierzimmerwohnung 34 Mk., für eine Dreizimmerwohnung 27 Mk.,
für eine Zweizimmerwohnung (parterre) 21 Mk., für eine ſolche im
Dachſtock 15 Mk. pro Monat. Die anläßlich der Herſtellung der
Fran=
benſteinerſtraße erforderlichen Chauſſierungsarbeiten werden nach
erfolg=
ter Submiſſion an die hieſigen Unternehmer Simon, Zickler und Rückert
vergeben. Die Baugeſuche des Karl Brandt, Alte Darmſtädter Str. 46,
Kalgan, Marktſtraße 7 (Einrichtung eines Ladens) und der
Baugenoſſen=
ſchaft „Werkbund” (Wohnhausneubau an der Paliſadenſtraße) werden
nach den vorliegendgen Bauplänen genehmigt. Entſprechend einer
Vor=
ſtellung der Anwohner der hinteren Jakobſtraße wird dortſelbſt eine
Straßenlaterne aufgeſtellt werden. Die von Anwohnern der Straße
„Am Lämmchesberg” nachgeſuchte Ueberlaſſung von Gelände zur
An=
lage von Vorgärten wird abgelehnt, da ſolche nach dem miniſteriell
ge=
nehmigten Bebauungsplan nicht vorgeſehen ſind. Dem Beſitzer der
Wie=
ſenmühle ſoll das zur Herſtellung des Weges nach ſeiner Mühle
erfor=
derliche Deckmaterial koſtenlos zur Verfügung geſtellt werden, ſofern er
die Anfuhr des Materials und Herſtellung des Wegs auf ſeine Koſten
beſorgen will. Der Mühlweg ſoll für den Autoverkehr geſperrt werden.
Die Verwaltung wird beauftragt, das Erforderliche in die Wege zu
leiten. Der Vorſitzende gibt eine Ueberſicht über die vom
Forſtarbeits=
amt für die diesjährige Holzhauerei maßgebenden Tariflöhne zur
Kennt=
nis. Hiernach bewegen ſich die im Vorjahre gezahlten Holzhauerlöhne
etwa 6 Prozent über den diesjährigen Tariflöhnen. Nach einer höheren
Weiſung können die im Vorjahre gezahlten Löhne auch in dieſem Jahre
gezahlt werden, wenn ein entſprechender Antrag bei der Forſtbehörde
geſtellt wird. Der Gemeinderat gibt hierzu ſeine Zuſtimmung.
Staſchewski u. Conſ. bitten in einem Geſuch um Ueberlaſſung der von
ihnen gepachteten Schrebergärten bis zum Ablauf der Pachtzeit im näch
ſten Jahre. Das Geſuch wird genehmigt. Für die auch in dieſem Jahre
wieder beabſichtigte Kinderſpeiſung wird ein Kredit von 250 Mk.
be=
willigt. Gemeinderat Heißt weiſt auf die in letzter Zeit überhand
nehmende Ueberſpannung der Straßen mit Reklamen und
Ankündigun=
gen aller Art hin und beantragt, dieſe zur Verunzierung des
Straßen=
bildes beitragende Unſitte, die außerdem genehmigungspflichtig ſei,
künf=
tig zu verbieten. Der Antrag wird einſtimmig angenommen. Weiter
unternahm Gemeinderat Heißt einen neuen Vorſtoß hinſichtlich der
Weiterführung der elektriſchen Straßenbahn von der Wartehalle bis zum
Friedhofe. Er beantragte, bei der Heag vorſtellig zu werden, daß die
Vorarbeiten hierzu alsbald in Angriff genommen werden, damit nach der
ebenfalls zu betreibenden kreisamtlichen Genehmigung der für die
Rege=
lung des Fuhvwerksverkehrs auf der Ortsdurchfahrt beſchloſſenen
Polizeiverordnung der Betrieb auf der genannten Strecke unverzüglich
aufgenommen werden könne. Er betonte, daß den in dieſer Beziehung
berechtigten Wünſchen der Bewohner des ſüdlichen Ortsteils endlich
ein=
mal Rechnung getvagen werden müſſe. Auch dieſer Antrag wurde
ein=
ſtimmig angenommen. In geheimer Sitzung: Stundungsgeſuche und
Wohlfahrtsſachen.
Aa. Eberſtadt, 9. Dez. Todesfall. Ein alter Jünger
Guten=
bergs, Buchdrucker Philipp Huthmann, iſt im Alter von 56 Jahren
ge=
ſtorben. — Der Arbeitsmarkt in Eberſtadt weift eine weitere
Verſchlechterung der Lage auf. Die Zahl der Erwerbsloſen beträgt 182.
Dazu kommen 30 Perſonen, die von der Kriſenfürſorge betreut werden.
Mehrere Erwerbsloſen ſind mit Holzhauerarbeiten im Gemeindewald
beſchäftigt. Die Zahl der Erwerbsloſen hat ſich innerhalb der letzten
acht Wochen um das Doppelte erhöht.
Aa. Pfungſtadt, 9. Dez. Sonntags=Sonderzüge. Am
kommenden Sonntag und übernächſten Sonntag verkehrt der Zug 13.13
Uhr ab Pfungſtadt direkt bis Darmſtadt. Die Rückfahrt kam 18,25 Uhr
ab Darmſtadt erfolgen, wobei ebenfalls in Eberſtadt nicht umgeſtiegen
zu werden braucht.
Aa. Hahn bei Pfungſtadt, 9. Dez. Feuerwehrjubiläum. Die
Freiwillige Feuerwehr Hahn kann im kommenden Jahre auf ein 25
jäh=
riges Beſtehen zurückblicken. Die Wehr hat beſchloſſen, dieſes Jubiläum
durch eine größere Feſtlichkeit zu begehen.
Aa. Hahn bei Pfungſtadt, 8. Dez. Vortragsabend. Im
Auf=
trage des Krieger= und Militärvereins ſprach dieſer Tage Hauptmann
Moſer über Die Schlacht am Skagerrak‟. Die zahlreich erſchienenen
Anweſenden ſpendeten den Ausführungen des Redners, der auch
Licht=
bilder zeigte, großen Beifall. Die Veranſtaltung war umrahmt durch
Chöre des Männergeſangvereins „Sängerluſt” und turneriſche
Vor=
führungen des Turnvereins „Hoffnung”.
Nummer 341
* Oie Forſiwirtſchaft im Monat Oezemcle
Holzernte: Die Holzhauerei kommt überall in vollen 7o
Maurer und Zimmerleute, die noch an Bauten beſchäftigt wavern
men immer zahlreicher, ſobald die erſten Fröſte eintreten, zu
laſſung und melden ſich zur Holzhauerei. Größere Poſten 9m
insbeſondere Laubſtamm= und Schwellenholz, ebenſo wie Grub=
und =kurzholz, werden im Wege der Submiſſion vor dem En
verwertet. Die erſten Brennholzverſteigerungen ſeßzen ein
bäume werden eingeſchlagen und verkauft.
Holzſamen: Eſchen=, Hoinbuchen=, Akazien= und Sst
erlenſamen wird eingeſammelt, die Kiefern= und Fichtenzapfen :.
gepflückt und zur Samendarre geſandt oder ſelbſt ausgeklengo
Forſtſchutz: Probeſammeln nach den Rauden des
Kief=
ners, den Pupren der Eule und des Spanners finden ſtatt
ſpanner und Kieferneule ſind in dieſem Jahre in der
Rbeii=
ebene verſtärkt aufgetreten und haben merklichen Schaben beseu
Die Buchenverjüingungen müſſen durch Giftlegen gegen Mäuſex
ſchützt werden, Kulturen durch Beſpritzen und Betupfen mit enttt
den Mitteln gegen Wildverbiß. Reviſion der Einzäunungen
Dichtigkeit gegen das Einwechſeln von Wild. Gegen Weihnam
den Fichtenſchonungen gegen Chriſtbaumfrevel beſondere
Aufme=
zu widmen.
— Ernſthofen, 9. Dez. Wie alljährlich, ſo findet auch in
Jahre am Sonntag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, im S
Ludwig Noßmann (Zum Odenwald) die Abendunterhaltung den
ſchen Turnvereins Ernſthofen ſtatt. Außer drei Einaktern, Ki
Kaisers Brust-Caramellen
mit den, 5 Jannen."
Sehen Sie die reizende jung Dameim Schnee! Wintersport ist ein
Ver=
gnügen, wenn Se diese köstlich schmeckenden Hustenbonbons bei
sich führen. Nie gibt es eine Erkältu g. sofort beseitigen sie jeden
Katarrh, jeden Husten und das lästige Kratzen im Hals. — Kaiser’s
Brust-Caramellen schmecken köstlich, ind gleichzeitig nahrhaft:
15000 Zeugnisse! Kaufen Sie nichts anderes! Paket 40 %. Dose 80 H.
Zu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar. (1I. St 15730
f. Noßdorf, 9. Dez. Die Viehzählung am 1. Dezember hatte
folgendes Ergebnis: 134 Pferde, 597 Stück Rindvieh, 962 Schweine,
620 Ziegen, 4382 Stück Federvieh und 65 Bienenſtöcke. In der Zeit
vom 1. Dezember 1926 bis 30. November 1927 wurden 334
nichtbeſchau=
pflichtige Hausſchlachtungen vorgenommen. Im Vorjahve waren
vor=
handen: 138 Pferde, 556 Stück Rindvieh, 890 Schweine, 704 Ziegen,
4333 Stück Federvieh. — Die Hebliſte über die Beiträge der
Viebeſitzer zur Deckung der gezahlten Entſchädigungen auf Grund
des Reichsviehſeuchengeſetzes liegt eine Woche lang auf der
Bürger=
meiſterei zur Einſicht und Erhebung von Einwendungen offen. — Am
Samstag, den 10., und Sonntag, den 11. d. M., jedesmal abends
7½ Uhr, hält das Arbeiver=Sportkartell im Saale „Zur Sonne” eine
Theateraufführung ab, betitelt „Die Räuber” Schauſpiel in 5 Akten,
von Friedrich Schiller. Am Sonntag nachmittag 4 Uhr iſt Aufführung
für Kinder.
* Roßdorf, 9. Dez. Sonntag, den 3. Adbent, veranſtaltet der
Frauenverein aus Anlaß ſeines Jahresfeſtes nachmittags 3 Uhr ein
Kirchenkonzert, in dem Frl. Koch und Herr Kreuzer von hier und die
Herren Ormanns und Kleinberg von der Kunſtabademie mitwirken. Der
geſamte Ertrag (60 Pfg. Eintritt) ſoll dem Frauenverein zu einem
Grundſtock für die Herſtellung unſerer Kirche dienen. Auch aus dieſem
Grunde iſt der Beſuch des Konzertes ſehr zu empfehlen.
— Werſau, 8. Dez. Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 3 Uhr
und abends 8 Uhr, kommt im Saale von H. Trautmann von Mitgliedern
des hieſigen Arb.=Turn= und Sportvereins „Der Erbförſter”, Trauerſpiel
in 4 Akten von Otto Ludwig, zur Aufführung. Verein und Spieler
haben für die Veranſtaltung weder Mühe noch Zeit geſcheut.
r. Babenhauſen, 9. Dez. Ein Sportereignis erſten Ranges
verſpricht der Sonntag hier zu bringen. Unſere Polizei=Liga=Elf trifft
im Handballverbandsſpiel mit dem Süddeutſchen Meiſter, Sportverein 98
Darmſtadt, zuſammen. Das regſte Intereſſe für dieſen Kampf zeigt ſich
ſchon jetzt in allen Sportkreiſen von hier und der ganzen Umgebung.
Auf eigenem Platze ſind unſere Poliziſten ſchon immer ſchwer zu ſchlagen
geweſen. Der Süddeutſche Meiſter wird hier auf einen wohlgerüſteten
Gegner ſtoßen, der vom ſtärkſten Kampfeswillen beſeelt iſt.
jeden Beſucher dauernd im Lachen halten werden, werden nochhe
Bilder, ſowie elektriſche Keulenübungen und Stabübungen vom
— Semd, 9. Dez. Mit dem Jahresabſchießen dern
Schützengeſellſchaft war ein Schießen um die Königswürde ſowy
ſchießen verbunden. Beſter Schütze des Tages war unſer Inn
Karl Müller, der bei neun Schuß mit 78 Ringen Schützenköni7
und bei dem Pokalſchießen mit 36 Ringen als Höchſter hervoram
ſonſt wurden ſehr gute Reſultgte erreicht. Gegenwärtig arbt
Verein an dem Einſtudieren eines in Schützenkreiſen beliegie
großen Dramas. Der rote Wolf” welches nächſten Sonrny
11. Dezember, nachmittags und abends auf der neuen Bühne
wirtſchaft „Zur Harmonie” über die Bretter gehen ſoll uniu
ſeines tiefen Inhalts die Zuſchauer voll und ganz feſſeln wird.
gabe wird die urkomiſche und durch ihre Verwechſlungen ſo draf.iſ,
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r. Kirchbrombach, 9. Dez. Vorgeſtern wurde unter großex
nahme der Bevölkerung der frühere Flurſchütz, Herr Jakob Re;
beerdigt. Der Verſtorbene war Ehrenvorſitzender des Männerg=in
eins; 25 Jahre hatte er in deſſen Vorſtand gewirkt. Im
Kricx=
war er ein gern geſehener Kamerad, und in den alten Soldatu/
ſehr kundig. Männergeſangverein und Kriegerverein erwieſemil
letzte Ehre: ein Lied erklang, eine Salve hallte über das offereſt
L. Michelſtadt, 8. Dez. Erhebung einer allger=
Wertzuwachsſteuer. Ueber die Erhebung einer al 10
Wertzuwachsſteuer wurde in der Sitzung des Gemeinderates vo
tober 1927 eine Ortsſatzung beſchloſſen, die nunmehr ihre Genn)
durch den Herrn Miniſter des Innern mit Verfügung vom 21. 2cß
1927 erfahren hat. Dieſelbe liegt in der Zeit vom 7. Dezembi,
Dezember 1927 auf der Bürgermeiſterei während der Dienſtſtr. ſu M. pu
Einſicht für jedermann offen. — Vortrag. Innerhalb der hs14
üb=
folge der Odenwälder Vereinigung für Kunſt und WiſſenſchafthrM nn Dienſt wiede
Freitag, den 9. Dezember, Herr Apotheker Dr. Kiesgen=Michel laſe
das Thema „Aus der Praxis des Nahrungsmittelchemikers”
Der Vortrag findet abends 8½ Uhr im Gaſthaus zum „Anker”iſa 4MN Wen.: 104 2
heim ſtatt. — Schießſport. Der Kleinkaliber=Schießfs HAuhach bei Fürck
Michelſtadt veranſtaltet an den beiden kommenden Sonntagern k1u mmittags kam e9
und 18. Dezember, von vormittags 9 Uhr bis zum Eintritt der Eii un noch glimpflie
heit im Saale des Schmerkers Garten ſein Abſchlußſchießen i ma ſtieß an der ſog
dung mit einem Preisſchießen. Für das letztere ſollen wertvc-elſMh im Perſonenautt
zur Verfügung ſtehen, die einen Anreiz zu ſtarker Beteiligwuerſ” führer des Perſon
dürften.
* Erbach, 8. Dez. Im Rahmen der Veranſtaltungen der V. Hau 40 wurde. Er fu
für Kunſt und Wiſſenſchaft ſprach am letzten Freitag Herr Studtwrich ieeil ſeines lleinen
Dr. Saal über Heinrich von Kleiſt. Der Redner verſtand es ./0—mit dem Schrecken
den Dichter pſychologiſch zu erfaſſen, den Dämon in ihm zu ſchrieß 1d
die daraus ſich ergebende Tragödie ſeines Lebens vor Augen
Herr Dr. Saal zeigte den ruheloſen Uebertreiber, der ſich vom)
ſ=
täriſchen Laufbahn abwandte, der ſich dann den Wiſſenſchafter Heitſenlla
um auch dieſe nach kurzer Zeit aufzugeben. Er zergliederte ſei K
Wirken, das ihn nicht auf die erhoffte Höhe des Ruhms brackkKM Deueliagſchen
er ſchließlich von ſeinen Freunden und Bekannten verlaſſen, aZſtei*, lederorten und 7
verkannt, den Freitod ſuchte und fand. Für die prächtigen, tie
Ausführungen dankten die zahlreich Erſchienenen mit ſtärkſte— M/oſchen, Brieftaſ
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Samstag, den 10 Dezember 1927
emich i. O., 9. Dez. Geſtern abend verſchied hier im Alter von
Herr Fgbrikant Friedrich Scior. Mit ihm iſt eine Perſönlich=
„egangen, die ſich ſowohl in unſerer engeren Heimat, als auch
ie Grenzen unſeres Heſſenlandes hinaus größter Achtung und
— Wertſchätzung erfreuen durfte. Ein Mann von einfachem,
Feſen und edlem, wahrhaft treuem Charakter, hat er in ſei=
. arbeitsreichen Leben ſich immer und wo es nötig war, in
der Allgemeinheit geſtellt. Seinem Erben hinterläßt Scior
m ſelbſt aus kleinſten Verhältniſſen heraus gegründetes
Ge=
er in raſtloſer unermüdlicher Arbeit zu ſeiner heutigen be=
Söhe geführt hat. Unſerer Stadtgemeinde widmete er ſeine
Kraft in jahrzehntelanger Tätigkeit im Gemeinderat. Dem
mngverein Liederkranz Erbach war Scior ſeit ſeinem 17.
ununterbrochen ein treues Mitglied, und ſeit langen Jahren
zPräſident. Noch als Achtzigjähriger konnte er den Chor
zister Arbeit und treueſter Pflichterfüllung iſt abgeſchloſſen. Ehre
„rDenken. — Die erſte Mannſchaft des VfR. Erbach tritt am
Sonntag gegen die zweite Mannſchaft des FC. Michelſtadt
enoriſt zu Wertungsſingen uſw. begleiten. Scior war der
/we Sänger des Heſſiſchen Sängerbundes. Auch dem
Turn=
enach 1860 (D. T.) gehörte Scior ſeit ſeiner früheſten Jugend
n iſt mit ihm einer der letzten Gründer des Odenwaldklubs,
a jähriges Ehrenmitglied er war, dahingegangen. Ein Leben
ewtzten Handballſpiele fallen wegen der Beerdigung des Herrn
zerfelden, 9. Dez. Ehrung für 25 Jahre „Frei=
Feuerwehr‟. Die hieſige Freiwillige Feuerwehr beging
rrag eine ſchöne Feier; galt es doch, die Herren Fr. Jäger,
ynn und Leonhard Ihrig 2. für 25jährige Zugehörigkeit zu
Dee am Spritzenhaus verſammelte Wehr begmißte Herr Regie=
Schwan=Erbach, er überreichte dann den drei Genannten das
—n und ermahnte in ſeiner Anſprache die jüngeren Wehrleute
Feſthalten an der Wehr. Hierauf beglückrünſchte Herr Bür=
„ Löb die Dekorierten. Unter den Klängen der
Feuerwehr=
un es dann zur „Glocke‟. Hier begrüßte der erſte Brandmeiſter,
Lschtold die Herren Regierungsrat Schwan und Kreisfeuerwehr=
Meher=Erbach. Erſtgenannter beglückwünſchte die Dekorier=
„caa ls auch namens des Kreisamtes und gedachte dabei derjenigen
gre, die ſchon 40 und wehr Jahre der Wehr angehören. Herr
lſiervehr=Inſpektor Meher verknüpfte mit ſeinen Glückwünſchen
ſydEorierten auch die Anerkennung an die hieſige Wehr, die ſich
m guten Gemeingeiſt, Mannſchaftsgeiſt, auszeichne, wie auch
Leiſtungen. Sie gehöre zu dem beſten Wehren des Kreiſes; das
ſe der Tätigkeit ihres erſten Brandmeiſters, Herrn W. Bechtold,
ſs Präſidenten, des Herrn Gg. Lenz. Herr Bürgermeiſter Löb
et. Rückblick auf die Entwicklung der Wehr ſeit dem
Gründungs=
v. Er betonte, wie gerade in den letzten Jahren die Ausrüſtung
mannet wurde, ſo daß der große letzte Brand mit Erfolg
be=
erden konnte. Herr Präſident Lenz dankte allen Rednern für
ſied ichen Worte in ſeinem nd der Wehr Namen, beſonderen Dant
derrn Bürgermeiſter Löb und Herrn Oberwachtmeiſter Köhler
ßes Intereſſe an der Wehr und ihrer Tätigkeit, die Erfolge
hu ſeien mit zu danken der Tätigkeit jedes Führers. Redner
wt, für ihre Verdienſte um die Freiwillige Feuerwehr folgende
mzt Ehrenmitgliedern zu ermennen: Reg.=Nat Schwan, Kreis=
Inſpektor Meyer, Bürgermeiſter Löb und Oberwachtmeiſter
Dem Vorſchlag wurde einhellig zugeſtimmt Erſtgenannter
hüär die widerfahrene Ehrung. Muſikvorträge der Kapelle, Rede
6errede und allgemeiner Frohſinn ließen die Stunden des
Bei=
eiris raſch entſchwinden.
AKärſchhorn, 9. Dez. Herr Bürgermeiſter Dr. Leiſt aus
Neckar=
ler wegen einer ſchweren Operation die Dienſtgeſchäfte ſeinem
ſtyter überlaſſen mußte, iſt ſoweit wiederhergeſtellt und hat
einen Dienſt wieder übernommen.
irſehhorn, 9. Dez. Waſſerſtand des Neckars am 8. Dez.:
FF4er: am 9. Dez.: 1,04 Meter.
19cnenbach bei Fürth, 9. Dez. Autozuſammenſtoß.
ſollchr” vormittags kam es auf der Straße von Linnenbach nach
ſültzhu einem noch glimpflich abgelaufenen Autozuſammenſtoß. Ein
Ewagen ſtieß an der ſogenannten Kolbs=Mauer, an einer ſpitzen
wnle einem Perſonenauto zuſammen, das nach Linnenbach fahren
EDer Führer des Perſonenwagens beſaß genug Geiſtesgegenwart.
ie gen in dem Augenblick herumzureißen, als er des
Laſtkraft=
at ſichtig wurde. Er fuhr deshalb die Böſchung hinauf, ſo daß
cinterteil ſeines kleinen Fahrzeuges beſchädigt wurde; der
Len=
aſt kam mit dem Schrecken davon.
W. Heppenheim a. d. B., 8. Dez. Starkenburg. Der Aufbau
des Turmes machte in dieſem Jahre große Fortſchritte. Er iſt bereits
bis auf den Turmhelm fertiggeſtellt. Der Schaft des Turmes enthält
9 Stockwerke und die Wendeltreppe hat 135 Stufen. Während des
Win=
ters ſind nun die Arbeiten eingeſtellt. Im kommenden Frühjahre ſoll die
Eröffnung des Turmes vor ſich gehen.
Bm. Hofheim (Ried), 7. Dez. Kommenden Sonntag, den 11. d8.,
nachmittags, findet im neuen Saale „Zum ſchwarzen Adler” ein Vortrag
ſtatt, der vor allem für die Landwirte ſehr intereſſant ſein dürfte. Herr
Landwirtſchaftslehrer Fröſch vom Verband landwitſchaftlicher
Genoſſen=
ſchaften wird über neuzeitliche Düngungsmethoden und Milchwirtſchaft
ſprechen. Eine Vorführung von Lichtbildern wird den Vortrag ergänzen.
— Nun ſind wir in Hofheim auf einmal ſo weit gekommen, ein Kino
im Orte ſelbſt zu haben, ſo daß ſich auch manchmal die älteven Einwohner
ohne beſondere Umſtände Sonntags einen guten Film anfehen können.
D. Groß=Rohrheim, 9. Dez. Denkmalsweihe. Nach langem,
ſehnlichſtem Warten iſt man auch hier endlich ſoweit gekommen, den
ge=
fallenen Helden ein Ehrenmal zu errichten. Durch die Opferwilligkeit der
hieſigen Einwohner ſowie auch Spenden aus nah und fern wurden
die nötigen Mittel aufgebracht und ſind heute ſchon Poſtkarten des
fertiggeſtellten Denkmals zu haben. Die Einweihung des Ehrenmals,
die ſich verſchiedener Umſtände halber, ſowie auch beeinträchtigt durch die
teilweiſe ſchlechte Witterung immer und immer wieder verzögerte, iſt
nunmehr auf den kommenden Sonntag, den 11. Dezember, feſtgelegt, und
iſt mit einer regen Beteiligung der Einwohner ſowie auch auswärtiger
Intereſſenten zu rechnen. Das Ehrenmal, an dem auch ein Stein mit
den Namen der Gefallenen von 1870/71 eingefügt iſt, ſteht auf dem freien
Platze unweit der Schule, und dürfte dies der ſchönſte Ort für unſer
ein=
ziges Denkmal ſein. Bei der Weihe ſelbſt werden ſämtliche hieſigen
Ver=
eine anweſend ſein, und jeder für ſich einen Kranz niederlegen. Die
geſamte Gemeinde iſt ſtolz auf das herrliche Denkmal und gedenkt man
dieſe Feier zweckentſprechend zu geſtalten.
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— Büttelborn, 7. Dez. Die Spielſchar der Johannesgemeinde
Darmſtadt, die bereits im Vorjahr mit großem Erfolg „Der arme
Hein=
rich” zur Aufführung brachte, kommt am Sonntag, den 11. Dezember
(3. Advent), wieder nach Büttelborn. Sie hat nun ein neues Werk
ein=
ſtudiert, ein heldiſches Spiel „Glum” von Gerhard Heine. Es iſt ein
Spiel aus deutſcher Vorzeit, ohne Phantaſterei, kernig und ſchlicht, ein
Spiel, das aus dem Boden unſeres Landes herauswächſt und Heldentum
in Alltag und Not zeigt. Es bringt uns den Kampf unſerer Vorfahren
nahe, die an der See ſaßen und kämpfen mußten mit der dammfveſſenden
Salzflut, wie mit den räuberiſchen Dänen, die ſich das Lad aneignen
wollten. Der Held des Stückes, der junge Glum, iſt ein wortkarger, aber
handlungsbereiter, echter Menſch, der die feindlichen Anſtürme von Natur
und Menſchen abweiſt und dabei zugleich freien Gehorſam und demütige
Selbſtaufgabe zu üben fähig iſt. Ihm zur Seite ſteht ſeine Meike, die
ihn liebt und ihm hilft mit Liſt und Mut. Das Stück erlebte in
Darm=
ſtadt vor wenigen Tagen ſeine Erſtaufführung und fand dort großen
An=
klang. In Büttelborn findet die Aufführung in der Turnhalle ſtatt und
beginnt um 8 Uhr. Es wird hiermit jedermann zum Beſuch herzlichſt
eingeladen.
g. Büttelborn, 9. Dez. Für den verſtorbenen Gemeinderat Philipp
Hartung iſt Herr Jean Görlich 3. aufgerückt und verpflichtet worden. —
Der durch die Ludwigsſtraße ziehnde Schwemmgraben wird nn üben.
brückt, was in den Kreiſen der Fuhrwerksbeſitzer ſehr begrüßt wird.
Die Brückenbauarbeiten ſind dem Maurermeiſter W. Barthel übertragen
und bereits begonnen. — In dem Gehöft des Landwirts Heinrich
Görlich in der Schulſtraße iſt die Maul= und Klauenſeuche ausgebrochen.
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Lauterbach—Blitzenrod vom 14. 9. bis auf weiteres geſperrt.
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Staufenbevg—Mainzlar vom 5. 11 bis auf weiteres geſperrt.
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leitung: Daubringen.
Arheilgen—Schloß Kranichſtein vom 4. 11. bis 17. 12 geſperrt.
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leitung vom Südausgang Arheilgen über die alte Chauſſee bis Bahnhof
Kranichſtein und von hier in weſtlicher Nichtung über den
Gemeinde=
weg bei Stellwerk 1 in die Provinzialſtraße.
Ortsdurchfahrt Grünberg (Londorferſtraße von der Gallusſtraße bis
zur Höfentränke) vom 21. 11. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung über
die Bahnhofſtraße und während der Arbeiten zwiſchen Kriegerdenkmal
und Höfentränke über die ſog. Heege und Schulſtraße.
Allendorf—Trais a. d. Lumda (Ortsdurchfahrt Allendorf) vom 1. bis
15. 12. geſperrt. Umleitung: Climbach-Beuern.
Eberſtadt—Seeheim (Ortsdurchfahrt Seeheim) vom 5. bis 25. 12.
ge=
ſperrt. Unleitung: Bickenbach.
Rheinbeſſen.
U. Bingen, 9. Dez. Das älteſte aktive Mitglied des hieſigen
Turn=
vereins, Herr Heinrich Heilmana, der im 54. Lebensjahre ſteht, hat
ſämtliche Uebungen zur Erlangung des deutſchen Sportabzeichens in
Gold erfüllt und iſt damit in Beſitz dieſer höchſten Auszeichnung des
Deutſchen Reichsausſchuſſes für Leibesübungen gekommen. Heilmann,
der B Jahre Tumwart im Verein war und ſpäter zum Ehvenmitglied
ernannt wurde, hat über 40 Siege auf den verſchiedenſten Turnfeſten
errungen. Er beabſichtigt, auch auf dem Turnfeſt in Köln die Farben
ſeines Wereins zu vertreten.
U. Wallertheim, 9. Dez. Der letzte Veteran unſerer Gemeinde aus
dem Kriege 1870/71, Herr Joh. Friedrich Göllner, iſt im Alter
von 81 Jahren geſtorben. Er war lange Jahre Direktor des
Landwirt=
ſchaftlichen Konſumvereins.
Oberheſſen.
WSN. Gießen, 9. Dez. Der billige Kaffeemann von
Gießen. Monatelang hatte der Schloſſer Eduard Pfaffenberger von
hier in der Umgebung von Gießen einen ſchwunghaften Kaffeehandel
betrieben, bei dem er das Pfund Kaffee ſo außerordentlich billig anbot,
daß er überall über eine große Käuferſchar verfügte. Den Kaffee
„bezog” er aus dem Lager einer hieſigen Kaffeegroßhandlung, in welche
er nachts durch einen Zwinger, der zwiſchen ſeiner Wohnung und dem
Lager ſich Gefindet, ungeſehen eindrang, wobei er ſo geſchickt verfuhr,
daß man lange Zeit in dem Lager nichts von den nächtlichen Beſuchen
merkte. Als man eines Tages doch der Sache auf die Spur kam, fiel
der Verdacht ſofort auf Pfaffenberger, der dann auch bei einer
polizei=
lichen Beobachtung des nächtlichen Schleichweges mit einem Sack mit
80 Pfund Kaffee Inhalt überraſcht wurde. Jetzt erhielt der ſchwere
Junge, der als Dieb im wiederholten Rückfall ein alter Bekannter des
Gerichts iſt, für ſeinen ſchwunghaften und billigen Kaffeehandel drei
Jahre und vier Monate Zuchthaus.
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Eamstag den 10 Dezember 1927
moders
Hans Rudolf.
Todes=Anzeige.
Unerwartet verſchied am 8. Dezember infolge
Herz=
ſchlags mein innigſtgeliebter Mann und treuſorgender
*32906
Vater
Todes=Anzeige.
Am 7. Dezember entſchlief im 93. Lebensjahr
meine liebe Mutter, unſere liebe Tante, Großtante,
Urgroßtante, unſere liebe, mütterliche Freundin
Frau
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u. Frau Helma, geb. Linder.
Heidelberg, In der Gewann Kissel. (z2856
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Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Lina Sucher u. Kinder
Darmſtadt. Lichtenbergſtr. 60, den 9. Dez. 1927.
Die Beerdigung findet in der Stille ſtatt.
geb Böttinger.
Für die Hinterbliebenen=
32917)
Mathilde Wengend.
Die Beerdigung fand in der Stille ſtatt.
Uebergangin
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Ria mſt derrg FranzKaftenberger
ain 10. Dezember ds. Js., nachmittag=
3 Uhr, in der Pauluskirche zu Darmſtadt
beehren wir uns anzuzeigen.
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Darmſtadt, im Dezember 1927.
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frachtv., gr., möbl.
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Schlafz.) a. herrſch.
uſe z. verk. Näher.
eſchſt.
(*32928
Guterhaltener
Für die erwieſene Teilnahme und Kranzſpern
anläßlich des herben Verluſtes, der uns betroffen:
insbeſondere für die troſtreichen Worte des H0
Pfarrer Beringer am Grabe und die Nachrufe:
den Kranzniederlegungen ſagen wir innigen D2.
Herzlichen Dank auch den Herren Aerzten und
Pflegeperſonal des Städt. Krankenhauſes für die ſſ.
ſame Behandlung und Pflege.
Für die Hinterbliebenen!
Marie Keſſelring, geb. Hau
Darmſtadt, den 8. Dezember 1927.
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Hermann Mager
Hanna Mager
geb. Simon
Vermählte. (32831
Trauung: Sonntag 1 Uhr, Hotel „Stadt
Frankturt”, Bleichſiraße.
Darmſtadt, 11. Dezember 1927.
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Am 8. Dezember entſchlief nach
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z. verk., 2½I,
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(19336 Rheinſtr. 304
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Nach kurzem ſchweren Leiden verſchied heute mein über alles
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liebter Mann, mein herzensguter Vater
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verk. Wo? ſagt die
Geſhäftsſt. *328:7
im Alter von 85 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Fam Ludwig Rohrbach Wwe.
Fam. Haus Oidendorf
Fam. Philipp Held
Fam. Hei rich Geher
Fam. Gretel Fohrsbach Wwe.
Darmſtadt, Ob.=Ramſtadt, Schweriu, Köin,
(32877
den 9. Dez. 1927.
Die Beerdigung findet am
Sams=
tag, den 10 Dezember, vorm ttags
11½ Uhr, auf dem Beſſunger
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Darmſt. 10, I. *32897
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Hedwig Eichholz, geb. Eckhardt
Hedda Eichholz
z Zt. München, den 8. Oezember 1927
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wiſſen=
ſchaftlichen Taboratorſen und Forſchungsabteilungen, hat er ſich durch
ſein umfaſſendes wiſſenſchaftliches Können, ſeine reiche Initiative, ſeine
hervorragenden organiſatoriſchen Fähigkeiten und ſeine faſt unerſchöpfliche
Arbeitskraft außerordentliche Verdienſte um meine Firma erworben,
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beſondere um ihre Entwicklung in den letzten Jahren, die mit ſeiner
ſtarken Perſönlichkeit eng verknüpft geweſen iſt. Seiner führenden
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Tod ein jähes, ſchmerzliches Ende bereitet. Sein Andenken wird in der
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Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme bei dem
Heim=
gange unſerer lieben
Entſchlate=
nen, für die überaus zahlreichen
Kranz= und Blumenſpenden und
Begleitung zu ihrer letzten Ruhe
ſagen wir unſern herzlichſien
Dank. Beſonderen Dank Herrn
Pfarrer Köhler, ſowie den
Schweſitern der Martins=
Ge=
meinde
Nachruf.
Am 8. Dezember verſchied in München
Herr Dr. phil., Dr. med. vet. h.
Direktor der Chemiſchen Fabrik E. Merck.
Wir betrauern in ihm den Gründer und langjährigen
Vor=
ſſtzenden unſerer Vereinigung, ſowie einen früheren Kollegen und
ſetzigen Vorgeſetzten von hervorragenden Gaben und unermüdlicher
Tatkraft
Sein Andenken wird uns ein dauerndes ſein.
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UND KUNSTGEWERBEHAUS G. M. B. H.
ELISABETHENSTR. 24 ZINMERSTR. 2"
Darmſtadt, Liebfrauenſtr. 82. (*32849
Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahme beim Heim=
gange unſeres lieben Gatten
und Vaters ſagen wir auf
dieſem Wege unſeren tiefge=
fühlten Dank.
Im Namen der
trauernden Hinterbliebenen:
Marie Pohl, geb. Störger
und Kinder. 19314 /9
12
Für die bei dem uns ſo ſchwer AIs
getroffenen Leide erwieſene Teil=
nahme, ſowie für die in ſo
reichen Maße unſerer teuren Af
Entſchlafenen erwieſenen letzten A
Blumengrüße danken herzlichſt Als
2
Für die Hinterbliebenen: Az
C. Reuſchling.
e
Darmſtadt, den 10. Dez. 1927. (19313 1
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imachungsprämien.
hien für Freimachung von Woh=
Ayerden für die Folge nicht mehr
194. Meine Bekanntmachung vom
ü 4925 wird hiermit aufgehoben.
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3—09, 3 IIb 2,79 tm;
Fichten=
angen: 299 I., 486 II. und 725
owie 650 Reisſtangen IV.
I Kl.; Lärche: 1 Ib 0,/43 und
9):3 Im; Erle: 4 II. 0,95 im.
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1.30
2.95
rner 342
tich und Ausland.
Frankfurter Chronik.
Tartiſches Weihnachtsgeſchenk.
Son des Zoologiſchen Gartens teilt mit,
„em in dieſem Jahre Abonnementskarten für
gende Rechnungsjahr ſchon vor Weihnachten
Samit dieſelben als Weihnachtsgeſchenk
aren. Da das neue Geſchäftsjahr erſt am
(28 beginnt, haben die Karten den Vorzug,
9Tonate zum Eintritt zu berechtigen. —
as dem Zoo. Trotz der fortgeſchrittenen
die für die Zoologiſchen Gärten gewöhn=
3 it der Ruhe bedeutet, vermag der Frank=
Feinen Beſuchern dauernd neues zu bieten.
nu. die wärmebedürftigen Raubvögel als
hrtier hergerichteten Raum im Erdgeſchoß
AShaftshauſes iſt manches Intereſſante zu
mächſt der ſeit langen Jahren nicht
ver=
ſpergadler aus Südeuropa, ferner ein
asnadler und zahlreiche andere ſeltene
arß der Garten jetzt über eine äußerſt
reich=
bvogelſammlung verfügt. In der
Dreſ=
om jungen Löwen und Tiger ſind
„ſchritte zu verzeichnen. —
Einbruchg=
n das Frankfurter
Handels=
rebäude. Durch das Gerücht von einem
die Frankfurter Börſe wurden Freitag
Sublikum, Polizei und Feuerwehr in
Auf=
hretzt. Der Wachtportier eines benachbarten
darſes hatte Lichtſchimmer geſehen und
Ge=
ört und die Polizei alarmiert, die mit
großen Scheinwerfers Nachforſchungen
irie jedoch zu einem poſitiven Reſultat zu
Eb es ſich um blinden Lärm handelte oder
Einbrechern gelungen iſt, ſich rechtzeitig zu
eß ſich nicht genau feſtſtellen, aber jeden=
Frankfurt eine kleine Senſation gehabt.
8 Urteil im Holzſyndikatsprozeß.
arg. Im Prozeß gegen die Vorſtands=
Fartsratsmitglieder der Holzſyndikats=A.=G.
die unter der Anklage des
Konkursver=
ſuut d einfachen Bankerotts ſtanden, wurde
äriger Verhandlung das Urteil gefällt.
ioel=Freiburg wurde wegen Aufſtellung
ſirer Bilanzen und wegen Verſäumung des
hüags zu vier Monaten Gefängnis und 300
üFtrafe verurteilt. Der 52jährige
Kauf=
ir Koge=Berlin erhielt vier Monate Ge=
200 Mark Geldſtrafe wegen desſelben
Der 38 Jahre alte Kaufmann Otto Karl
zuin wunde zu einem Jahr Gefängnis und
Geldſtrafe wegen Aufſtellung einer falſchen
aiz, wegen Abgabe einer falſchen eides=
Berſicherung und wegen zweier Fälle
utundenfälſchung verurteilt. Der Prokuriſt
Frir=Freiburg erhielt wegen einfacher
Ur=
ſthang 25 Mark Geldſtrafe. Von der An=
Konkursverbrechens wurden die
Angeklag=
ochen, da ſich mit Sicherheit nicht
nach=
daß der außergewöhnlich hohe Aufwand,
err der Angeklagten mehrere hundert Pro=
Alkienkapitals im Jahre betrug, ſich nicht
Reparationsgeſchäfte rechtfertigen laſſen.
gasſchädigte war eine Badener Firma, die
ſurderttauſend Mark einbüßte. Einer der
dieſer Firma hatte ſich auf Grund der
Fſchoſſen. Ferner wurden durch die un=
Michenſchaften u. a. auch die Fürſtenwalder
iſe um 200 000 Mark und der preußiſche
aerverband um 160 000 Mark geſchädigt.
Meſſerſtecherei in Mannheim.
Kannheim. Bei einem Werbeumzug, den
wider Nationalſozialiſtiſchen Arbeiterpartei
drf tag abend hier veranſtaltete, kam es zu
Fſunmenſtoß mit einer Anzahl von
Ar=
betrunken geweſen ſein ſollen. Dabei
Tätlichkeiten, wobei eine Scheintotpiſtole
orh verwendet wurden. Ein verheirateter
rl ielt einen Schuß ins Geſicht und einen
Herzgegend, woran er bald darauf ge=
Sein lediger Bruder wurde durch einen
die Lendengegend lebensgefährlich ver=
Fuhrmann erhielt ebenfalls einen Stich.
Bien wurden nach dem Allgemeinen
Kran=
arsportiert. Als Täter wurde ein junger
en der Uniform eines Nationalſozialiſten
fmd ins Bezirksgefängnis eingeliefert.
irder Ganſewig vor dem Stendaler
Schwurgericht.
iendal. Am Mittwoch wurde die
Be=
e im Prozeß Ganſewig fortgeſetzt. Die
Eſigen belaſteten den Angeklagten beſonders
ſauf den Verſicherungsbetrug. Es wurde
eri, daß Ganſewig kurz vor dem Tode
Fſru die Verſicherung bei der Allianz er=
Anu auch eine neue Verſicherung beim
Deut=
bh für ſeine Frau eingegangen iſt. Am
sweiten Tages fand der Lokaltermin bei
hum Scheune ſtatt, die jedoch keine Klar=
Au, der einen oder anderen Seite brachte.
n wurde dann die Verhandlung fortgeſetzt.
eerauch begutachtete den Schädel des
jun=
w=g noch einmal dahin, daß die Verletzun=
Uhreren nacheinander geführten Schlägen
Sammer herrühren müßten und daß der
offenbar erſt nach den Schlägen abſicht=
Tenne hinuntergeſtoßen worden ſei, wo
ſchtlich noch mehrere Hammerſchläge er=
In ſeinem Plädoyer führte
Staats=
mnann aus, daß im Stendaler Fall Mord
werden müſſe. Dafür ſpreche die Aus=
Tat und die auffallenden Vorgänge mit
ung. Im Klädener Fall ſei der
Indi=
oll erbracht worden. Der Staatsanwalt
— Bodesſtrafe und Aberkennung der
bür=
venrechte in beiden Fällen. Das Urteil
5 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehr=
Rlädeyer Fall wegen Totſchlages, auf
wegen Mordes an Frau Ganſewig. Zur
andung wurde ausgeführt, daß die Tat
orſätzlich und überlegt ausgeführt worden
newig in jeder Weiſe verſucht habe, den
hm ſich abzulenken. Er habe ſeiner toten
Adr Sſſucte m den Mugd geſtest: er. hace
r Sachen verſteckt, er habe ferner den
Mern in ruhiger Art und Weiſe Vorwürfe
ne Affekthandlung käme nicht in Frage.
ädener Fall ſieht das Gericht den Beweis
rſätzliche Handlung nicht für voll
er=
umd erkennt auf Totſchlag.
Seite 13
Das fliegende Luxus=Hotel.
Wie der neue Ozean=Zeppelin ausſehen wird.
DD. Friedrichshafen. Während in der
großen Werfthalle in Friedrichshafen Ring auf Ring
an den rieſigen Gitterleib des neuen Ozean=
Zep=
pelins gefügt wird, iſt man am Vorderteil des
Schiffsrumpfes bereits mit der Montage der großen
Kabinengondel beſchäftigt, der techniſchen und
geſell=
ſchaftlichen Zentrale des „Ozean=Expreß”. Wie der
Rumpf des L. Z. 127. rein äußerlich der Form des
Z. R. 3 gleichen wird, während in ſeinem Innern
wichtige techniſche Neuerungen durch Einbau der
Brenngas=Zellen und eines zweiten Laufganges
unterhalb der Längsachſe des Schiffes zu verzeichnen
ſind, ſo wird auch die Kabinengondel mit ihrem
tropfenförmigen Querſchnitt von außen der des nach
Amerika abgelieferten Luftſchiffes ähneln, in ihrem
inneren Ausbau aber einen bisher in deutſchen
Luft=
fahrzeugen unbekannten Reiſekomfort bringen. Schon
die Abmeſſungen der Kabine mit einer Geſamtlänge
von nahezu 30 Metern, einer größten Breite von faſt
ſechs Metern und einer durchſchnittlichen Höhe von
mehr als 2½ Metern ſind ungewöhnlich und
ermög=
lichen den Einbau nicht nur eines großen
Führen=
ſtandes, ſondern auch bequemſter Geſellſchafts= und
Wohnräume für die Pgſſagiere, die an Bord dieſes
Luftſchiffes in drei bis vier Tagen den Atlantik
zwi=
ſchen Spanien und Südamerika überqueren werden.
An der Spitze der Gondel liegt der Stand für die
Rudergänger mit dem Seitenruder in der Mitte,
dem Höhenruder am Bachbord und dem
Maſchinen=
telegraph am Steuerbord. Zwei Reihen Fenſter
übereinander geſtatten nicht nur freien Ausblick nach
vorne und nach unten, ſondern auch ſchräg an der
Schiffsſpitze empor nach oben auf den Himmel. Da
bei Nachtfahrten der Steuerraum vollſtändig dunkel
bleiben muß, um den Steuerleuten den Auslug nach
vorn und das Ableſen der Leuchtſkalen auf den
In=
ſtrumenten zu ermöglichen, iſt dieſer Teil der Gondel
von dem dahinterliegenden Kartenzimmer mit
Kar=
tentiſch und Inſtrumentenſchrank durch einen völlig
lichtundurchläſſigen Vorhang abgeſchloſſen, der aber
andererſeits mündliche Verſtändigung zwiſchen den
hier tätigen Wachoffizieren mit den Rudergängern
geſtattet. Vom Kartenzimmer läuft ein Gang nach
hinten, der die F.=T.=Station an Backbord von der
Küche am Steuerbord trennt. Hinter der Küche ſtößt
rechtwinklig auf den Mittelgang der Eingang für
die Paſſagiere, der nach der Abfahrt durch zwei vom
Küchenraum her herumgeklappte Türen in eine
An=
richte mit Ausgabefenſter für die Speiſen verwandelt
wird. Während die Funkſtation vorausſichtlich
dies=
mal der „Debag” (Deutſche Betviebsgeſellſchaft für.
drahtloſe Telegraphie) zum Betrieb übergeben
wer=
den wird, ſoll die Verpflegung und die Bedienung der
Paſſagiere an ein einſchlägiges Unternehmen
ver=
geben werden. Ein Koch und zwei Stewards follen
in der Küche, beziehungsweiſe in den
Paſſagier=
räumen ihres Amtes walten. — Vom Mittelgang
gelangt man dann in den Haupt= und Prachtraum
des „fliegenden Hotels”, in dem fünf bis ſechs Meter
großen Speiſe= und Geſellſchaftsſaal, deſſen Wände,
von breiten Fenſtern unterbrochen, bis zur halben
Höhe Mahagonitäfelung und darüber rote
Stoffbe=
ſpannung bekleiden wird. Die vier Stützen, die durch
dieſen Roum führen, werden durch ähnliche
Um=
kleidung in entſprechender Form dem Geſamtbild
architektoniſch eingegliedert. Eckſofas mit Spiel= und
Schreibtiſchen, vier runde Speiſetiſche, die durch
Ein=
fügung ven Mittelſtücken in zwei lange Tafeln
ver=
wandelt werden können, ſtellen mit den
dazugehöri=
gen Polſterſtühlen die Einrichtung dieſes Raumes
dar. Aus der daneben gelegenen Funkenkabine wird
eine Leitung zum Lautſprecher führen, die den
Fahr=
gäſten des Ozean=Expreß nicht nur die neueſten
Nach=
richten, ſondern auch Tanzweiſen übermitteln wird.
Der Fußboden dieſes Geſellſchaftsſaales iſt im
Hin=
blick auf die Bordfeſte, mit denen man ſich die
Ueberfahrt verkürzen wird, ſo verſtärkt worden, daß
auf ſeinem Parkett ſich auch Charleſtontänzer ohne
Gefahr bewegen können. Moderne
Beleuchtungs=
körper, Bilderſchmuck und Ventilatoren
vervollſtän=
digen die Einrichtung, an der nur ein Requiſit des
gewohnten Komforts fehlen wird, der Aſchbecher, in
Anbetracht des im Intereſſe der Sicherheit für das
Schiff unumgänglichen Rauchverbots. Vom
Speiſe=
ſaal führt wieder ein Mittelgang in die im hinteren
Teil der Gondel zu beiden Seiten liegenden
Schlaf=
kabinen für insgeſamt 20 Paſſagiere. Dieſe Näume
werden denen der Schlafwagen ähneln, die Betten
liegen übereinander, unter dem Fenſter iſt ein
Klapptiſch angebracht, und kleine Schränke geſtatten
die Aufbewahrung der notwendigſten Kleidungsſtüche.
Jeder Fahrgaſt des Oßean=Luftſchiffes wird etwa
20 Kilogramm Freigepäck mit ſich führen dürfen, das
große Gepäck kommt in den Schiffsraum, der auch die
Näume für die etwa 35 Mann ſtarke Beſatzung, die
Offiziermeſſe und die Poſt und Fracht beherbergt.
An die Schlafkabinen ſchließen ſich die Waſchräume
und Toiletten an.
Ein Phänomen im Bilde des Mondes.
Paris. Nach einer Havasmeldung aus Brüſſel
wurde von dem dortigen Obſervatorium ein
eigen=
artiges Phänomen während der vollkommenen
Mond=
finſternis wahrgenommen. Drei hellerleuchtete Sterne
neunter Größe waren im Bilde des Mondes während
der ganzen Mondfinſternis zu ſehen.
Unwetter in Italien und Südtirol.
TU. Rom. Aus Cremona und Bologna werden
heftige Wolkenbrüche gemeldet, die nicht unerheblichen
Materialſchaden und Verkehrsſtörungen
hervorge=
rufen haben. Aehnliche Meldungen kommen aus
Südtirol und Sizilien. Bei Meſſina iſt infolge der
Regengüſſe ein Erdrutſch eingetreten, bei dem auch
mehrere Perſonen ums Leben gekommen ſind.
Kältewelle in Amerika.
TU. NewYork. Die Vereinigten Staaten ſind
weſtlich der Rocky Monntains zurzeit von einer
Kältewelle heimgeſucht, die im Nordweſten bereits
zwei Todesopfer gefordert hat. Im Nordweſten iſt
die Temperatur auf 53 Grad unter Null (
Fahren=
heit), in Chicago von 21 Grad über Null auf 2 Grad
über Null geſunken. In New York ſank die
Tem=
peratur im Laufe von 12 Stunden von 63 auf 28
Grad. Auch aus New Orleans wird über ſtarken
Froſt und dadurch verurſachte Verkehrsſtörungen
be=
richtet.
150 Bergleute von Schneemaſſen eingeſchloſſen.
FU. NewYork. In Iſhpeming im Staate
Michigan wurden 150 Bergleute durch niedergehende
rieſige Schneemaſſen in einem Bergwerk
einge=
ſchloſſen.
„Submarine XI‟
das modernſte und größte britiſche Unterſeeboot, übertrifft in ſeinen Ausmaßen und ſeiner
Be=
waffnung alle bisherigen Typen und hat nahezu 17 Millionen Mark gekoſtet.
Zur Hochwaſſerkataſirophe in Algier.
Die erſte Aufnahme nach dem unglück.
Schauerliche Spuren des Hochwaſſers
weiſt der Gambetta=Platz in Maſtaganem in Algier auf. Die Fluten des angeſchwollenen Sefra
haben ein gründliches Zerſtörungswerk getan und viele hundert Menſchenleben vernichtet.
Uebexfall im Walde.
Lpd. Gelnhauſen. In der Nacht zum
Frei=
tag wurde der 21 Jahre alte Eiſenbahnarbeiter Ernſt
Naumann aus Altenhaßlau im Kreiſe Gelnhauſen
mitten im Walde zwiſchen Groß=Auheim und
Wolf=
gang von einem unbekannten Mann angefallen und
ausgeraubt. Der Ueberfallene erhielt 2 Meſſerſtiche,
davon einen in die Herzgegend. Schwerverletzt mußte
er dem Krankenhaus in Hanau zugeführt werden.
Ein Förſter von einem Wilderer angeſchoſſen.
Lpd. Hachenburg (Weſterwald). In den
Wal=
dungen von Oberdreis wurde der Förſter Langerhans
von einem Wilderer aus dem Hinderhalt angeſchoſſen.
Die ſofort aufgenommene Verfolgung führte zur
Er=
greifung des hinterliſtigen Schützens, der ſich als ein
bekannter Wilddieb entpuppte.
14 Rennpferde verbrannt.
TU. Mänſter. Die Stallgebäude der Rennbahn
im benachbarten Telgte, die von einem holländiſchen
Wennſtallbeſitzer gepachtet ſind, wurden am Donnerstag
abend bei einem Großfeuer vernichtet. 14 der beſten
Rennpfevde verbrannten, während acht gerettet
wer=
den konnten. Die Brandurſache iſt unbekannt.
Der Hallenſer Poſträuber feſtgenommen.
TU. Halle. Der Räuber, der im Hauptpoſtamt
in Halle 5000 Mark an ſich riß, iſt bereits in
Aſchersleben feſtgenommen worden. In ſeinem
Beſitz befanden ſich noch 640 Mark.
Zum Tode verurteilt.
TU. Chemnitz. Das Chemnitzer Schwurgericht
verurteilte am Donnerstag den 26jährigen Dreher
Max Böhm aus Chemnitz wegen Ermovdung ſeiner
82jährigen Großmutter und ſeiner 58jährigen Tante
zweimal zum Tode. Der 25jährige Schloſſer Karl
Kirſchner, der von der Mordtat wußte und keine
An=
zeige erſtattet hatte, wurde zu einem Jahre
Ge=
fängnis verurteilt.
Schulkinder als Eiſenbahndiebe.
In Wismar waren dreimal Eiſenbahnwagen
gewaltſam geöffnet und darin befindliche Kiſten und
Pakete erbrochen und beraubt worden. Als Täter
konnte man nun einen 14jährigen Schulknaben aus
Wismar und ſeine 12jährige Schweſter als
Helfers=
helferin feſtnehmen.
Feuersbrunſt im Banat.
TU. Bukareſt. In Oravitza im Banat wütete
am Mittwoch eine Rieſenfeuersbrunſt. Bisher ſind
50 Häuſer abgebrannt, darunter die Synagoge und
die Kaſerne. Ein Teil des Munitionsdepots
explo=
dierte. Die Feuerwehren ſämtlicher benachbarter
Städte erſchienen an der Brandſtätte, konnten das
Feuer aber erſt ſpät nachts löſchen. Bisher ſind zwei
Tote und mehrere Verwundete zu verzeichnen. Der
Schaden geht in die Millionen.
Eine Bibliothek mit 50 000 Bänden verbrannt.
TU. Madrid. Durch ein Großfeuer ſind in
Orenſe, die Stadtbibliothek mit 50 000 Bänden und
das archäologiſche Muſeum vernichtet worden.
Das Gefallenendenkmal in Nietleben
bei Halle hat in einer verfallenen Kirche ſeinen maleriſchen Standplatz. Das Denkmal iſt nach
einem Entwurf des Hallenſer Profeſſors Niemeyer erbaut.
Das neueſte britiſche Rieſen=Unterſeeboot.
Samstag, den 10. Dezember 1927
Kriegerdenkmal in der Kirchenruine.
Seite 14
Samstag, den 10.Dezember 1927
Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
Geſtorbene. Am 24. November: Gerhard, Katharina, geb. Erker,
82 Jahre, Witwe des Spezereihändlers, Sandbergſtr. 35. Am 25.
No=
vember: Wieſcholek, Gertrude Brigitta, 2 Mon., Alexanderſtr. 12. Am
24. November: Seefeld, Louis Friedrich, Kanzleiſekretär i. R., 67 J.,
Ahaſtr. 5. Am 25. November: Kriegbaum, Anna Amalie, geb. Fuldner,
77 Jahre, Ehefrau des Rechnungsrats i. R., Hochſtr. 17. Merck, Erneſta
Wera, geb. Rogalla v. Bieberſtein, 29 Jahre, Ehefrau des Fabrikanten,
Weyprechtſtr. 3. Hübner, Wilhelm, Schreiner, 54 Jahre, Eberſtadt,
ge=
ſtorben Erbacherſtr. 25. Am 26. November: Götz, Philipp Paul,
Schloſſer, 30 Jahre, Bensheim, geſtorben Grafenſtr. 9. Happel,
Jo=
hann, Häfnerlehrling, 16 Jahre, Michgelisſtr. 16. Lehrian, Anna, geb.
Flößer, 35 Jahre, Ehefrau des Bahnarbeiters, Eberſtadt b. D.,
ge=
ſtorben Grafenſtr. 9. Lehrian, Jakob, 4 Stunden, Eberſtadt, geſtorben
Grafenſtr. 9. Sahm Margarete, 25 Jahre, Landwehrſtr. 37.
Schiff=
bauer, Agnes, Witwe, geb. Uhſe, 73 Jahre, Heinrichſtr. 74. Am 27.
November: Baßmann, Gottfried Auguſt, Schloſſermeiſter, 81 Jahre,
Grafenſtr. 31. Ruths, Johann Hch., Lehrer i. R., 76 Jahre,
Moller=
ſtraße 36. Berſch, Chriſtian Auguſt, Maſchinenmeiſter i. R., 80 Jahre,
Lauteſchlägerſtr. 24. Am 28. November: Kunz, Eliſabethe Katharina,
Büglerin, 39 Jahre, Gräfenhäuſer Weg 31. Steinmann, Georg
Leon=
hard, Vrw.=Inſpektor i. R., 68 Jahre, Eſchollbrückerſtr. N. Vock,
Chriſtian, Hilfsarbeiter, 40 Jahre, Kiesſtr. 5. Neudecker, Marie, geb.
Becker, 86 Jahre, Witwe des Hilfsarbeiters, Eichwieſenſtr. 9. Müller,
Adam, Sozialrentner, 71 Jahre, Luifenſtr. 30. Am 30. November:
Balſer, Wilhelmine Philippine, geb. Peterſen, 69 Jahre, Witwe des
Verwalters, Inſelſtr. 21. Am 29. November: Moths, Erika Maria,
2 Tage, Frankfurterſtr. 70. Am 30. November: Schmidt, Julie Luiſe
Emilie Mathilde, geb. Limpert, 69 Jahre, Ehefrau des Apothekers.
Sinn, Ernſtine Wilhelmine, geb. Fürſt, 66 Jahre, Ehefrau des Lehrers,
Landskronſtr. 61. Steuernagel, Karl Conſtantin Johann Peter
Fer=
dinand, Weißbinder, 75 Jahre, Fuhrmannsſtr. 7. Am 1. Dezember:
Reubold, Georg, Zigarrenmacher, 56 Jahre, Karlsſtr. 58. Bormuth,
Ludwig, Gaſtwirt, 57 Jahre, Budenkirchen b. Bensheim, geſtorben
Gra=
fenſtr. 9. Heinicke, Karl Hch. Mrz., Muſiker, 26 Jahre, Luiſenſtr. 6.
Heil, Gg. Jatob, Landwirt, 63 Jahre, Krumſtadt, geſtorben
Erbacher=
ſtraße 25. Krenkel, Marie Katharina, geb. Schwarz, 76 Jahre, Witwe
des Keſſelſchmieds, Landgraf Georgſtr. 68. Kahlert, Louiſe Helene, geb.
Querner, 47 Jahre, Schützenſtraße 5. — Am 1. Dezember: Waldmann,
Ludwig, Arbeiter, 55 Jahre, Arheilgen b. D., geſtorben
Hermanns=
ſtraße 6. — Am 2. Dezember: Reinfurt, Auguſt Adolf, 1 Jahr
Schul=
ſtraße 4. — Am 3. Dezember: Maxeiner, Auguſte, geb. Schmidt,
67 Jahre, Liebfcauenſtraße 82; Neuſchling, Dorothea, geb. Bohnhorſt,
53 Jahre, Grafenſtraße 2//zo. — Am 2. Dezember: Diehl Adam,
Gärt=
ner, 62 Jahre, Kaupſtraße 5. — Am 3. Dezember: Keſſelring, Oskar
Wilhelm, Kaufmann, 43 Jahre, Dieburgerſtraße 9. — Am 4. Dezember:
Büdinger, Johann Georg Fuhrmann 77 Jahre, Kiesſtraße 27;
Röm=
held, Marie, ohne Beruf, 68 Jahre, Alexandraweg 14; Hartmann,
Hein=
rich Ludwig, Inſtallateur, 52 Jahre, Feldbergſtraße 67; Ritſert,
Wil=
helm Heinrich, Tapetendrucker, 67 Jahre, Moosbergſtraße 24: Fendt,
Johann Berthold, Oberlandmeſſer, 43 Jahre, Mathildenſtraße 45. —
Am 6. Dezember: Dicke. Hugo Theodor, Ingenieur, 71 Jahre,
Taums=
ſtraße 39; Pathenſchneider, Margarethe Barbara, geb. Stier, 52 Jahre,
Blumenthalſtraße 73. — Am 7. Dezember: Huthmann, Philipp,
Schriftſetzer, 56 Jahre, Eberſtadt b. D., geſtorben Grafenſtraße 9
Weh=
gand, Emilie Sophie, geb. Böttinger, 92 Jahre, Soderſtraße 12.
Kirchliche Nachrichten
8. Abvent (11. Dezember 1927).
Stadtkirche. Samstag, 10. Dezember, abends 8½ Uhr: Andacht. —
Sonntag, 11. Dezember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heiligen Abendmahls. Pfarrer Lautenſchläger. — Vorm. 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. — Nachm. 5 Uhr:
Abend=
mahlsgottesdienſt mit Einzelkelch. Pfarrer Kleberger. — Donnerstag,
15. Dez., abends 8 Uhr: 3. Adventsfeier. Pfarrer Vogel.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—4 Uhr zu ſtiller Andacht
ge=
öffnet. Eingang Nordtüire.
Stadtkapelle. Vorm. 8½ Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Heß.
Vorm. 10 Uhr; Hauptgettesdienſt. Pfarrer Heß. Vorm. 11¾ Uhr
Kindergottesdienſt. Pfairer Vogel.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des
hei=
ligen Abendmahls. Pfarrer Zimmermann. — Vorm. 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Zimmermann. — Abends 8 Uhr:
Kirchenmuſika=
liſche Abendfeier unter Mitwirkung der Chorſchule.
Konfirmandenſaal im Schloß. Sonntag, 11 Dezember, abends 8 Uhr:
Chriſtlicher Jugendverein. — Montag, 12. Dezember, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung);
Poſaunen=
chor. — Dienstag, 13. Dezember, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung
der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 14. Dezember, und Samstag, 17.
De=
zember, nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgeeinde.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 11. Dezember, abends
8 Uhr: Familienabend des Gemeindevereins der Markusgemeinde. —
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (ältere Abteilung). — Montag,
12. Dezember, abends 8 Uhr: Spielſchar der Lukasgemeinde: „Zwerg
Naſe”, ein dramatiſches Märchenſpiel nach W. Hauff, zum Beſten der
Nothilfe. — Jugendbund der Lukasgemeinde. — Dienstag, 13.
Dezem=
ber, abends 8 Uhr: Kirchenchor der Stadtkirche. — Jugendveremigung
der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Reformationsgemeinde (jüngere Ahteilung). — Monatsverſammlung
des Frauenvereins der Kaplaneigemeinde. — Mittwoch, 14. Dezember,
nachm. 3 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 2. — Abends
6 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Lautenſchläger. — Abends 8 Uhr:
Jugend=
bund der Markusgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Reformations=
gemeinde (ältere Abteilung). — Donnerstag, 15. Dezember, abends
8 Uhr: Weihnachtsabend des Frauenvereins der Reformationsgemeinde.
— Jugendſund ber Lukasgemeinde: Singkreis. — Freitag, 16.
Dezem=
ber, abends 8 Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. — Jugendbund
der Markusgemeinde (jüngere Abteilung). — Jugendbund der
Kaplanei=
gemeinde. — Samstag, 17. Dezember, nachm. 3 Uhr: Jungſchar der
Stadtgemeinde, Gruppe 2, Sportplatz am Arheilger Weg.
Feierabend (Stiftsſtraße 51): Mittwoch, 14. Dez., und Samstag,
17. Dez., nachm. 4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 1.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer D. Waitz.
Krankenpflege durch Diakonen: 1. Hauptſtation im neuen Diakonen=
und Männerheim, Heidelberger Straße 21, Fernſprecher 2883; 2.
Neben=
ſtation: Mauerſtraße 5 (in der Kleinkinderſchule der Martiusgemeinde)
Martinsgemeinde. Vorm 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
D. Waitz. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſtbezirk.
Pfarrer Bewinger. — Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk: Pfarrer 1). Waitz. — Abends 6 Uhr: Predigtgottesdienſt. Pfar.
rer Bergér. — Mittwoch, 14. Dezember, abends 8 Uhr: im
Gemeinde=
haus: Bibelſtunde. Pfarrer Berger; im Martinsſtift: Bibelſtunde.
Pfarrer Köhler.
Altersheim. Verm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Bergér.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 12. Dezember, abends
8 Uhr, im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt; im
Martins=
ſrift: Mädchenvereinigung Oſt. — Dienstag, 13. Dezember, abends
8 Uhr, im Gemeindehaus: Jugendvereinigung; im Martinsſtift:
Kir=
chenchor. — Donnerstag, 15. Dezember, abends 8 Uhr, im
Gemeinde=
haus: Mädchenvereinigung Weſt; im Martinsſtift:
Mädchenvereini=
gung Oſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor. — Freitag, 16. Dezember,
abends 8 Uhr, im Gemeindehaus: Jugendvereinigung (ältere
Abtei=
lung); Mütterabend Weſt; im Martinsſtift: Mütterabend Oſt.
Johanneskirche. Samstag, 10. Dezember, abends 8 Uhr: Jugend=
Adventsfeier. — Sonntag, 11. Dez., vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarver Marx. — Vorm. 11: Uhr: Kindergottesdienſt. — Nc. hm.
5 Uhr: Predigrgortesdienſt mit heiligem Abendmahl. Pfarrer Goethe.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Sonntag,
11. Dezember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe.
Vorm. 111 Uhr: Kindergottesdienſt. — Montag, 12 Dez., abends
8 Uhr: Männerabend. — Freitag, 16. Dez., abends 8 Uhr:
Mütter=
abend
Befſunger Kirche (Petrusgemeinde). Sonntag, 11. Dez., vormm.
10 Uhr: Hauxtgottesdienſt. Pfarrer Weiß. — Vorm. 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Liz. zur Nieden. — Abends 6 Uhr:
Abend=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Liz. zur Nieden. Anſchließend Feier des
hei=
ligen Abendmahls. (Anmeldung ab ½6 Uhr in der Sakriſtei.) —
Abends 8½ Uhr: Jugendvereinigung (Leſen eines Weihnachtsmärchens
von Waiter Flex, wozu auch die Gemeindeglieder eingeladen ſind). —
Montag, 12. Deß., abends 8½ Uhr: Mädchenvereimigung. — Dienstag,
13. Dez., abends 8½ Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 14. Dez, abends
8½ Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus über Jer=mia. Pfarrer Weiß.
— Donnerstag, 15. Dez., abends 8½ Uhr: Frauenabend (Advents= und
Weihnachtsfeier). — Freitag, 16. Dez., abends 8½ Uhr: Kirchenchor.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Dr. Wendel. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarxaſſiſtent
Dr. Wendel. — Abends 8 Uhr: Jugenbvereinigung. — Montag,
abends 8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, abends 8.15 Uhr:
Kirchen=
cor. — Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Rückert.
Donnerstag, abends 8 Uhr: Mütterabend. — Freitag, abends 8.15 Uhr:
Kirchenckor.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Waldeck.
Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang. Sonntagsverein.
Nach=
mittags 4—7 Uhr: Vereinsſtunden. — Donnerstag, 15. Dez., abends
8 Uhr: Betſtunde.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde.
— Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3½ Uhr:
Bibel=
ſtunde. Prediger Semmel. — Abends 8 Uhr: Lichtbilderabend. —
Montag, nachm. 4 Uhr: Frauenaybeitsſtunde. — Dienstag:
Miſſions=
verkauf. — Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pcediger
Sem=
mel. — Freitag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde und
Vibel=
ſtunde in der Kinderſchule, Beſſunger Straße 80. Prediger Semmel.
Samstag, abends 8½ Uhr: Poſqunenchor
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2½ Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. — Nachm. 4¾4 Uhr:
Bibel=
beſprechſtunde für Mädchen. — Dienstag, abends 8½ Uhr:
Mädchen=
kreis. — Mittwoch, abends 8¾ Uhr: Freundeskrcis für junge Männer.
— Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22,.
In=
fanteriekaſerne, Hof links.) Sonntag, 11 Dezembo, vorm. 9 Uhr:
Pflichtverſammlung der tätigen Mitglieder. — Abends 8 Uhr:
Oeffent=
licher Vortrag: „Neues Leben”. Stadtmiſſionsinſpektor Schöpfwinkel,
Offenbach a. M. — Montag, 12. Drzember, abends 8½ Uhr: Jung=C.
Beſprechung von Lebensfragen nach der Bibel. — Mittwoch, 14.
Dezem=
ber, abends 8½; Uhr: Bibelſtunde (ält. Abteilung). — Donnerstag,
15. Dezember, abends 8½ Uhr: Heimabend. — Freitag, 16. Dezember,
abends 8½ Uhr: Turnen in der Turnhalle der Lurdwigs=Oberrealſchule.
— Samstag, 17. Dezember, nachm. 4 Uhr: Der Weihnachtsmann
kommt! — Abends 7½ Uhr: Muſikſtunde.
Chriſtlicher Jugendverein (Konfirmandenſaal, Schloßkirche).
Sonn=
tag, 11. Dezember, abends 8 Uhr: Familienbihelſtumde. — Montag, /
12. Dez., abends 8 Uhr: Poſaunencher. — Mitwoch, 14. Dez., abends
8 Uhr: Mitgliederverſammlung.
Unterhaltungsabend.
Nummer 32i0
Samstag, 17. Dez, abends 8
Die Chriſtengemeinſchaft. Sonntag, den 11. Dezember vorra=
10½ Uhr: Menſchenweihe=Handlung mit Predigt. — Samstet.
10. Dezember, abends 8½ Uhr: Arbeitstreis üüber Sakramentale au
betrachtung: „Die Tiere um den Menſchen in der Natzu: und 2.
Bildſprache von Kunſt und Religion”. (Joh. Thielemmn).
den 16. Dezember, abends 8½ Uhr: Oeffentlicher Vortrag: „Weißit
als Bilderlebnis des mittelalterlichen Menſchen”. Jobannes
mann, Frankfurt a. M., Pfarrer in der Chriſtengemeinſchaft
Veranſtaltungen ſind in der Städtiſchen Akademie für Tonkunno
bethenſtraße.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntw
11. Dezember, vorm. 9.30 Uhr: Andacht. — Nachn. 3.30 Uhr:
bund. Abends 8,15 Uhr: Evangelifation. — Mittwoch, aberu
Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkommen.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Eliſabethenſtraße 44).
Samsta=
zember, abends 8½ Uhr: Vortrag von Prediger Pfäfflin=Aan
— Sonntag, 11. Dezember, vorm. 10 Uhr, fällt der Gottesbix
Um 11 Uhr iſt Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr: Predigt:
ßend Abendmahlsfeier, gehalten von Prediger Schwenk=Heidenn
Dienstag: Singſtunde. — Mittwoch: Frauenmiſſionsverein. — Z
tag: Bübelſtunde. „Jedermann iſt herzlich eingeladen. Predigerne
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Mauerſtraße 17). Sa
11. Dezember, vorm. 10 Uhr: Bileam, der irrende Prophet.
Sonntagsfchule. Nachm. 4 Uhr: Wir wollen den Himmel aufu
— Donnerstag, 15. Dez., abends 8½ Uhr: Erklärung des
briefes. Zu allen Veranſtaltungen ladet freundlichr ein
Conrad.
Chriſtliche Verſammlung, Waldſtraße 18. Sonntag, den 11..
ber, vormittags 11½ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags 4½ U1=n
kündigung des Wortes Gottes — Mittwoch, den 14. Dezembern
81 Uhr: Gebetsſtunde. — Freitag, den 16. Dezember, abends:
Bibelſtunde (Betrachtungen Apoſtelgeſchichte, Kapitel 9). Jederm
herzlich eingeladen.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, den 11. Dezemn
mittags 10 Uhr: Oeffentlicher Gottesdienſt, geleitet von Stalli
Jelko aus Heidelberg. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Abends
Freiverſammlung (Paradeplatz). 8½ Uhr: Oeffentlicher Gottesi”
Dienstag, den 13. Dezember abends 8½ Uhr: Lichtbildervortra
tritt 20 Pfg., für Kinder nachmittags 5 Uhr Eintritt 10 Pfg. —
dem jeden Mittwoch und Freitag, abends 8½ Uhr: Oeffentlicher.
dienſt. Es ladet freundlich ein: E. Schönthaler, Enſein.
Auswärtige Kirchen.
Evangeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag (3. Advent), der
zember, vormittags 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul. 1m
Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr: Geiſtliche Abendmuſik. —
8 Uhr: Mädchenvereinigung. — Dienstag, 8 Uhr: Frauenve=,
Mittwoch, 8 Uhr: Kirchengeſangverein. — Donnerstag, 8 Uh-ſ
burgverein. — Freitag, 8 Uhr: Poſaunenchor.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt: Sonntag, den 11.
DezemEb=
mittags 1½ Uhr: Gottesdienſt mit heiligem Abendmahl. Pfarra=
Evang. Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 11. 2
(3. Advent), vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Abends 8
Adventsandacht. — Montag: Probe des Jungmädchenvereif
Dienstag: Kirchenchor. — Mittwoch: Jungmädchenverein.
Evang. Gemeinde Traifa. Sonntag, den 11. Dezember varn=
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. AbendZ
Adventsandacht. — Montag: Aelterenkreis. — Dienstag: Ru
Mittwoch: Probe. — Donnerstag: Probe, — Freitag: Puh
Der Frauenabend am Donnerstag fällt aus! Statt des Mädchmts
am Dienstag Prohe!
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag: Jahresfeſt des
vereins. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt mit Feier des hl. Abe1
Kollekte für den Frauenverein. Nachm. halb 2 Uhr: Dankgon//
Nachm. 3 Uhr: Kirchenkonzert. — Montag abend: Frauenv=/e
Dienstag abend: Kirchengeſangverein. — Mittwoch: Poſaune4
Donnerstag: Jungmädchenverein. — Freitag: Jugendbund F
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und Feu
Nachmittags von 5—7 Uhr und abends von 8 Uhr an Beichtge—=
An Sonn= und Feiertagen: Vormittags von 6 Uhr an Geleged
heiligen Beichte. 7 Uhr: Frühmeſſe. Vor und in der heilige
Austeilung der hl. Kommunion. 9½ Uhr: Hochnmt und Pred
her Austeilung der hl. Kommunion. Nachm. 2 Uhr: Chriein
2½ Uhr. Andacht. Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freit y
Samstag, 7 Uhr, Roratcämter. Mittwvoch und Samstag, 3
der Mornevegſchule Erſtkommunionunterricht. Nach Biſchöflie
ordnung ſollen die Kinder mit dem 10. Jahre und Begabte no4 Eſ
af
zur erſten hl. Kommunion gehen.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiertagca FM
heilige Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor um Eſt Lo
heiligen Meſſe Austeilung der heiligen Kommunion. — Wähm
Schulzeit Dienstags und Freitags 1¾ Stunde vor Schulbegin
Meſſe mit Austeilung der heiligen Kommunion in der heilig. ſi
Vorher Beichtgelegenheit.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 12. Dezemben
8½ Uhr, im Feierabend, Stiftsſtraße 51: Bibelſtude. (Predii=
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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſie Nachrichten
Romane, Novellen, Erzählungen
Iwan Goll: Germaine Berton, die rote Jungfrau. (Verlag: Die
Schmiede, Berlin W. 35.)
Goll ſchildert die Geſchichte der franzöſiſchen Anarchiſtin, die, von
glühender Freiheitsliebe erfüllt, in der reaktionären Royaliſtenpartei die
Quelle alles Uebels ſieht. Er beſchreibt, wie in ihr der Gedanke reift,
Daudet, das Haupt der Rohaliſten, zu ermorden, und wie ſie ſchließlich,
da es ihr nicht glückt, Daudet zu erreichen, einen anderen führenden
Rohaliſten niederſchießt. In herrlicher Weiſe iſt es Groll gelungen, an
Hand der Geſchichte dieſes Mädchens die politiſche und ſoziale
Atmoſphäre des Nachkriegs=Paris wiederzugeben.
Colette: Mitſou. Roman. (Paul Zſolnay, Verlag, Wien.)
Colette, die zu den berühmteſten Schriftſtellern des heutigen
Frank=
reich gezählt wird, hat in „Mitſou” eine der ſchönſten Frauengeſtalten
geſchaffen. Nie iſt eine Liebe ſchlichter und ergreifender erzählt worden,
als die Liebe des Revueſtars Mitſou, dieſes herb=natürlichen,
verhalten=
leidenſchaftlichen, wunderbaren Mädchens. Marcel Prouſt ſchrieb: „Ich,
der ich dureh viele Jahre nicht geweint habe, brach in Tvänen aus, als
ich die Briefe Mitſeus an ihren blauen Leutnant las.”
Joſeph Hergesheimer: „Tampico”. Aus dem Amerikaniſchen
übertragen von Paul Baudiſch. Mit einer Einleitung von H. G.
Scheffauer. (Romane der Welt /Herausgeber Thomas Mann und
H. G. Scheffauer) Th. Knaur Nachf., Verlag, Berlin W 50.)
Um=
fang 324 Seiten. Preis in Ganzleinen 2,85 Mk.
Ein großartiges Buch, die unerbittliche Abrechnung des Schickſals
mit einem Willensmenſchen. Im grellen Licht von Mexikos tropiſcher
Welt, in einer Atmoſphäre flackernder Hitze und giftiger Fiebers
voll=
zieht ſich mit unheimlicher Logik und Klarheit die weiſe Reſignation
eines kühn aufgebauten und erfolgreich emporgeführten Lebens.
Span=
nend und kultiviert geſchrieben, erregend und von feinſter pfychologiſcher
Darſtellungskunſt.
Romain Rolland: „Mutter und Sohn‟ Der dritte Roman der
Reihe „Verzauberte Seele”. (Kurt Wolff, Verlag, München.)
Von ſeinem großen Romanwerk Verzauberte Seele” läßt Romain
Rolland den beiden erſten Bänden „Annette und Sylvia” und „
Som=
mer” nunmehr den dritten Band „Mutter und Sohn” folgen. In ſich
abgeſchloſſen wie die beiden vorhergehenden Romane, iſt dieſer von den
dreien der ſtärkſte, breiteſte, brennenöſte. Die Eigenſchaften, die den
beiden erſten Bänden ihren weithin ſichtbaren Erfolg in der deutſchen
Leſerſchaft brachten, die blühende Farbigkeit der Erzählung, das
hin=
reißende Tempo des Geſchehens und die zwingende lögiſche Einheit von
Charakter und Schickſal, dieſe Eigenſchaften beherrſchen im höchſten
Maße auch den neuen Vand. Dazu tritt aber noch ein Moment, das
dieſem Buch das allgemeine Intereſſe gerade der deutſchen Leſerſchaſt
verbürgt: die Aktualitär.
Jean Caſſou; Schloß Eſterhäzy, ein Roman über Beethoven,
Schu=
bert und Diabelli, übertragen aus dem Franzöſiſchen von Roſe
Nich=
ter. Ganzleinen 4,50 Mk.
Caſſou erzählt Leben und Leiden Linas, der Nichte des kaiſerlichen
Muſeumsdirektors, die, früh verwaiſt, bei ihrem Onkel aufwächſt,
ver=
traut mit Mineralen und Foſſilien und doch beoruckt durch deren
Gegen=
wart. Im Schutze der ſteinernen Statuen am Eingange zum Muſeum
lebt ſie ein mäd henhaftes Traumleben. Doch wie ihr Leben vorwärts
ſchreitet, entfaltet ſich ihr Schickſal. Durch Freundſchaft mit den jungen
Gräfinnen Eſterh3zy verbunden, wird ſie in die Kreiſe des bedeutonden
Wiener Lebens hineingezogen. Gekettet an Diabelli, verehrt von
Schubert, geſtreift von der Abnung Beethovens geht ſie wie eine
Nacht=
wandlerin auf dem ſchmalen Wege der Notwendigkeit ihrem Geſchick
ent=
gegen, und in ihrem Cmpfinden ſpiegelt ſich, verklärt und verewigt,
die kleine und die große Welt: Kunſt und Liebe.
H. G. Wells: Menſchen, Göttern gleich. Roman.
Ein überirdiſches Geſchehen hat eine Geſellſchaft von zehn
Erden=
menſchen gemeinſam durch Zeit und Raum in eine andere Welt
ver=
ſchlagen. Dieſe Menſchen, jeder eine typiſch engliſche Geſtalt, geraten
auf einen Stern einer glücklichen, höheren, beſſer gearteten Meuſchheit,
die unſere Gegenwvart als ein „Zeitalter der Verwirrung” längſt hinter
ſich hat. Dieſe Welt iſt den „Erdlingen” in ihrer Reinheit,
Vollkom=
menheit, ja Göttlichkeit ſo fremd, daß ſie, ihren primitiv ziviliſatoriſchen
Inſtinkten folgend, ſie als feindlich emnpfinden, und daß ſie annehmen
zu dürfen glauben, dieſen höher gelangten Planeten ſich unterordnen zu
können. Ein Einziger erkennt die wahre Lebensſtufe der
Utopen=
menſchen, erkennt in ihr — unſere Zukunft. Nach einer kurzen Zeit
des Aufenthaltes gelangen ſie wieder auf unſere Erde zurück, und nur
der eine wird von ſeinem Aufenthalt in jener Welt etwas im unſere
zurückgebracht haben.
Fedor von Zobeltitz: Die Zwei in der Sonne. Broſch. 2 RM.
Engelhorns Romanbibliothek, Band 1013/14.
Daß der in allen Kreiſen bekannte und beliebte Schriftſteller 70
Jahre alt geworden iſt, ſieht man weder ihm noch ſeinem neueſten Werk
an! In dieſem ſonnigen Buch ſprudelt und quillt es vor Jugendkraft
und Lobensluſt, als ob ein Dreißigjähriger es geſchrieben hätte. Und
die originelle Erfindung, der Reichtum an Bildern und Geſtalten, der
glückliche Humor erinnern an die beſten der früheren Werke. Das
neue Buch verkörpert den beſten Typ des lebendögen
Unterhaltungs=
romans und kann ohne jeden Vorbehalt in alle Hände gegeben werden.
Die goldenen Berge. Roman. Von Clara Viebig. In Leinen
gebun=
den 6,50 Mk. (Deutſche Verlags=Anſtalt, Stuttgart).
Mit ihrem neuen Roman kehrt Clara Viebig in ihre Heimat zurück,
ins Moſelland. Wer als fröhlicher Feriengaſt zwiſchen dem
Sieben=
gebirge und Bingen, zwiſchen Enkirch und Konz gewanderr iſt und die
Rebengelände in der grellen Sonne liegen ſah, ahnt nicht, mit welcher
unendlichen Geduld, nit welch harter Mühſal der Weinbauer ſein
kärg=
liches Brot gewinnt. An dem koſtbaren Trank, der uns an feſtlichen
Abenden labt und fröhlich macht, hängt die ſchwere Plage des Alltags
und die Sorge harten Daſeinskampfes. Dieſer Daſeinskampf des
deutſchen Winzers iſt das Thema von Clara Viebigs Roman. In
tief=
ſter Seele treu hat ſie das Schickſal ihrer Heimat empfunden und in
ihrem Roman „Die goldenen Berge” ein Buch geſchrieben, das alle
an=
geht, die ein Herz haben für deutſches Land und deutſches Volk.
Der reichſte Fürſt. Roman von Katharina Hofmann. 80. (IV u.
454 S.) Freiburg i, Br. 1324, Herder. Geb. in Leinwand 5,80 G.=M.
Wie in der bekannteſten ihrer hiſtoriſchen Erzählungen „Pfalzgraf
Hugo von Tübingen”, ſo ſtellt uns die Verfaſſerin auch im vorliegenden
Werke eine volkstümliche Geſtalt aus der daterländiſchen Geſchſichte vor
Augen. Eberhard im Barte iſt es, der letzte Graf und erſte Herzog
von Württemberg (geb. 1445, geſt. 1504), deſſen Werden und Wirken
ſie in feſſelnder Weiſe ſchildert. Jedem, der dieſes Buch zur Hand
nimmt — mögen e3 deren viele ſein! — wird es erwas zu ſagen haben.
Zu dem einen wird es reden vom Wandel der Zeit, zu dem anderen
von der Unwandelbarkeit des Wahren und Guten.
Jack London: „Der Sohn des Wolfs”. Broſch. 3 Mk., Leinen
4,80 Mk.
Mit dieſem 12. Bande der großen Geſamtausgabe der Werke Jack
Londons liegt nun auch jenes Buch in deutſcher Sprache vor, mit dem
er als Vierundzwanzigjähriger die Reihe ſeiner Schriften eröffnete.
Dieſes Buch hat Jack Londons Ruhm begründet, wenige Monate ſpäter
ſtand ſein Name in der vorderſten Reihe des amerikquiſchen
Schrift=
tums. Warum der „Sohn des Wolfs” dieſe ungeheure, faſt
einzig=
artige Wirkung ausübte, die den unbekannten Vagabunden mit einem
Schlago zum berühmten Schriftſteller machte, iſt uns auch heute noch
Verſtändlich: die farbigen Schilderungen des Goldgräberlebens und der
Schneewüſren ſind friſch und lebendig wie am erſten Tage.
Balder Olden: „Ich bin ich” (Der Roman Carl Peters). Leinen
6,50 Mk.
Die gewaltige, ſchickſalhafte Perſönlichkeit des Begründers unſerer
deutſchen Kolonien wird hier zum erſten Male auf Grund ganz neuer,
aus ſeinen Briefen und Niederſchriften gevonnener Entdeckungen und
dank tiefſter Einfühlung in Charakter ud Gefühlswelt dieſes ganz
außergewöhnlichen Mannes von einem Dichter unſerer Tage für den
Menſchen unſerer Tage gedeutet und dargeſtellt. Hier erſt fühlen wir
die wahrhaft tragiſche Verſtrickuing dieſes einzigartigen Lebens. Dieſes
Buch geht jeden Deutſchen an. Dabei iſt dieſer biographiſche Romau
glänzend geſchrieben, die Entwickelung ſchreitet dramatiſch von
Höhe=
zmukt zu Höhepunkt.
Im Banne der Ngil. Ei Roman aus Kamerun von Hermann
Sko=
laſter. 8‟. (TV u. 272 S.) Freiburg i. Br., 1925, Herder. Geb.
in Leinwand 4,40 Mk.
Dieſer in völkerkundliches Neuland führende wertvolle Roman
ſchil=
bert packend die wirren Verhältniſſe der Kameruner Negerſtämme vor
der deutſchen Kolonialzeit. Der Verfaſſer hatte lange Jahre
Gelegen=
heit, die Negerſeele zu ſtudieren, und in der Tat gelingt es ihm, mit
feinſter pſychologiſcher Eindringlichkeit das vom Europaer ſo oft
ver=
kannte fremdartige Liebesleben der Neger und den unheimlichen
Ein=
fluß der Zauberer (Ngil) und ihres Geheimbundes auf das ſoziale
Leben der Schwarzen darzuſtellen.
Dora=Eleonore Behrend, Das Haus Tartinen und ſein Ende. Roman
Broſch. 5 Mk. Brunnen=Verlag, Karl Winckler, Berlin SW. 68.
Das Werden und Vergehen eines Geſchlechts ſchildert dieſes Buch,
weitgeſpannt, großgeführt, lebensvoll und nahebringend beherrſcht. Vom
Ausgang des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit unſerer Tage ſtehen die
Bilder der Generation auf, deren Schickſal ſich hier vollzieht. Aus der
Fülle kaufmänniſechr Güter drängt es ſie zur Ständigkeit und zur
ſteti=
gen Macht des Landbeſitzes, ſie werden weitergeführt zum inerlich
be=
reicherten Leben geiſtig=künſtleriſcher Kultur, löſen ſich auf und vergehen
in darſtellendem, bildhaften oder nachdenklichem Reiz, dem Lebenswert
letzter Sproſſen.
Heinrich Herm, Dämon Meer. Roman. (Groteſche Sammlung von
Werben zeitgenöſſiſcher Schriftſteller, Bd. 168.) Geheftet 4,50 Mk.
Ber=
lin. G. Grote.
An Heinrich Herms erſtem Roman „Dome im Feuer” hat die Kritik
am meiſten ſeine Schilderungen der Seefahrten des Helden gerühmt.
„Das Meer iſt die heiligſte Liebe dieſes Dichters.” In dem neuen Werk
gibt Herm, von Jugend auf mit der See vertvaut, einen ganz dem Meere
und den Seefahrern gewidmeten Roman. Das tiefe Weſen der
Meeres=
ſchönheit und ſeine dämoniſche Anziehungskraft ſind hier zu einem hohen,
ergreifenden Liede geworden.
Der Spieler. Von F. M. Doſtojewskif. Aus dem Ruſſiſchen übertvagen
von A. D. Braun. (Novellenbücherei fürs deutſche Haus.) 175
Sei=
ten. In Liebhaberband 2 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in
Leipzig.
Das Phänomem Doſtojewskif leuchet auch heute in unvermindertem
Glanz und übt auf die jüngſte Generation die gleiche gewaltige Wirkung
aus wie auf die vorhergehende. Die Veröffentlichung neuen, bisher
un=
gedruckten Materials zur Biographie des ruſſiſchen Dichters —
Aufzeich=
nungen ſeiner Gattin, eigene Briefe ud Tagebücher — ſtellt einen Teil
ſeiner Werke in völlig neues Licht und zeigt, daß kaum ein zweites Werk
Doſtojewskifs ſo ausgeſprochen autobiographiſch iſt wie die vorliegende
Novelle, die in der beliebtem „Novellenbücherei fürs deutſche Haus” in
neuer, flüſſiger Ueberſetzung erſchienen iſt. Die unvergleichlich packende
Geſtaltung des Stoffes, der ſtirmiſche und wechſelvolle Ablauf der
Er=
eigniſſe werden dieſem meiſterhaften Werk auch in der neuem Ausgabe
zahlreiche Leſer zuführen.
Henri Barbuſſe: Kraft. Drei Novellen Werlag: Die Schmiede.
Berlin W. 3.)
Dieſer neueſte Novellenband von Barbuſſe iſt das bedeutendſte Werk,
das er nach dem „Feuer” geſchaffem hat. Es hat die für die franzöſiſche
Literatur völlig neue Schroffheit, die aus den andern Büchern von
Bar=
buſſe bekannt iſt und unter der bis in die Fugen der Rhythmik die
Wogen eines tief erregten Liebes= und Lebensgefühls ſchlagen.
Das beste Geschenk für jede Gelegenhelt
Ist eine Originalradlerung oder ein
ReichsdrucK
Radierungen von 3.—, Reichsdrucke schon
von 75 Pfg. an in reicher Auswahl vorrätlg
bel
(19312a
Heinrich Schroth, vorm. Karl Buchner
Hofbuchhandlung
Rheinstraße 15
Reiſe=Literatur
Der Verlag Brockhaus=Leipzig
iſt auf dem Gebiete der Reiſeliteratur ſowohl in der Auswahl, wie in
der Ausſtattung ſeit langem führend. Hier erſcheinen durchweg Bücher,
die Popularitat mit wiſſenſchaftlicher Forſchevarbeit verbinden. Von
neuen Werken dieſes Verlages liegen vor zunächſt das vielgemannte
Buch „Tal der 10 000 Dämpfe” von Profeſſor Griggs, der
ein neues Weltwunder entdeckt hat und den Wieſenausbruch des Kadmai
auf Alaska mit dramatiſcher Kraft ſchildert: Ein friedliches, mit
Bäumen und Gras bewachſenes Tal liegt zwiſchen erloſchenen
Vul=
kanen. Jahrelang, jahrhundertelang, ohne daß irgend etwas
Bemer=
kenswertes geſchieht. Zuweilen nur erſchüttern leichte Erdſtöße den
Boden. Plötzlich und unvermutet rutſcht eines Tages die Stirn eines
Berges ab, der das Tal umſäumt, und rollt mehrere Millionen
Raum=
meter Geſtein in einem furchtbaren Felsſtrom in die Ebene. Ein
Wind, den das Niederſtürzen des Gerölls entfacht hat, ſauſt wie ein
Orkan das Tal hinab, der Himmel wird durch eine große Staubwolke
verdunkelt. Der Talboden birſt. In den Riſſen taucht ſogleich
ſieden=
der Glutbrei auf, die Büſche fangen Feuer. Immer mehr Schründe
tun ſich auf und aus jedem ſtrömen die geſchmolzenen Eingeweide der
Erde. Gewaltige Feuerſäulen ſchlagen dreißig Meter hoch — die Berge
ringsum prangen golden in ihrem Strahlenglanz. Millionen
Dampf=
ſtrahlen — Fumarolen — und mehrere Vulbane ſpeien ſchließlich Rauch
und Feuer. Steinblöcke, Tauſende von Zentnern ſchwer, werden
umher=
geſchlendert wie Spielbälle, eine ganze Bergkuppe wird in die Luft
ge=
ſprengt und füllt mit ungeheurem Getöſe einen großen Teil des Tales,
Aſche regnet meterhoch auf den Boden und überall herrſcht finſtere
Nacht; dunkle, kantige Geſchoſſe erſchlagen die verzweifelten Tiere,
wenn ſie nicht ſchon im glühenden Lavaſtrom verbrannt ſind und
Ver=
weſungsgeruch erfüllt die Luft. — Außerdem wird in dieſem Buch etwas
geſchildert, das es nur einmal auf der Welt gibt und das dem Buch den
Namen gegeben hat: „Tal der Zehntauſend Dämpfe‟. Der Präſident
der Vereinigten Staaten erklärte es zum zweiten Nationalpark.
Der deutſche Forſcher Paul Schebeſta wagte das Abenteuer,
bunden 16.— MM.) iſt er in der Lage, der Welt viele neue
anthro=
pologiſche Daten zu geben. Es iſt alſo eine Großtat der Völkerkunde,
wie wir ſie ſeit Jahren nicht mehr bewundern konnten, ein Denkmal
der Menſchheitsgeſchichte, ein Werk, dem eine lange tiefgehende
Wir=
kung beſchieden ſein wird, aber auch ein ſelten reizvolles
Erlebnis=
buch, über dem eine ganz eigenartige Romantik liegt. Von dichteriſchem
Schwung iſt z. B. ſeine Deutung der Pſyche des Urwaldzwerges. Der
Einfluß der Natur auf das ganze Sein des Semang iſt ſehr ſtark.
Reiſende waren über ihr ſcheues Weſen erſtaunt, Schebeſta löſt das
Geheimnis ihres Seelenlebens. Man bewundert die Größe der Natur
auf dem Meer oder im Hochgebirge, der Urwald aber überwältigt den
Menſchen. Der Bericht atmet die ganze Friſche und Unmittelbarkeit
des erſten Eindrucks.
Neue Entdeckungen in der Libyſchen Wüſte bringt „Rätſel der
Wüſte”, von A. M. Haſſanein Bey. (320 Seiten mit 46 Abbildungen
und einer Karte, Leinen 9.50 RM.) Haſſanein hat arabiſches Blut in
ſich, und es treibt ihn immer wieder in die Wüſte, ihren Sandſtürmen
und Gefahren entgegen. Von Sollum am Mittelländiſchen Meer faſt
genau nach Süden, über Siwah, Dſchalo, Sighen, El Tadſch. Erdi bis
El Faſcher und dann öſtlich nach El Obeid ging die Entdeckungsreiſe,
deren Bericht das vorliegende Buch gibt. Der Zweck war, zwei Oaſen
wiederzufinden, deren Vorhandenſein man nach Gerüchten annahm, deren
genaue geographiſche Lage aber unbekannt war. Sie mußten irgendwo
zwiſchen Kufra und Wadai, Tibeſti und dem Nil liegen, alſo in einem
Gebiet, das ſich über 20 Breiten= und 15 Längengrade erſtreckt. Haſſanein
gelingt die Entdeckung dieſer beiden „verſchollenen” Oaſen Arkenu und
10. Dezember
Uenat und die genau Beſtimmung ihrer geographiſchen Lage. Es
dort rätſelhafte Felsgravierungen, die er auf Grund forgfältigu
ſchung vor 500 vor Chriſti Geburt datiert. Außerdem ermitteltl
richtige Lage und Höhe von Orten, die ſein großer Vorgäno
Deutſche Gerhard Rohlfs, nur annähernd feſtlegen konnte
Chriſten dürfte es heute kaum gelingen, als Forſcher jene Ges
durchdringen, die Haſſanein durchwanderte.
Hermann Norden: Auf neuen Pfaden im B.
Quer durch das dunkelſte Afrika. (Ganzleinen 14.— RM.) Afmul.
deſſen Entdeckungsgeſchichte ſo mancher deutſche Name untvennli
knüpft iſt, iſt das gegebene Kolonialgebiet für Deutſchland. H. I
läßt ſich gerade die Bewegung „Afrika den Afrikanern”, die
giſchen Kolonialbeamten ſo ſchwere Sorgen macht, beſonders guu
ſein, und er kommt zu dem Ergebnis, daß noch auf Generationeni!
ein Erwachen der ſchwarzen Raſſe nicht zu erwarten ſteht, där
andererſeits — und das iſt für uns Deutſche, die wir unter
ſchuldigung, zum Koloniſieren untauglich zu ſein, unſerer auuus
päiſchen Beſitzungen beraubt wurden, mindeſtens eben ſo wiclh
intereſſant — der Belgier nicht koloniſieren kann. Iſt es doch au
auf ſeiner ganzen Reiſe nur wenige Male gelungen, belgiſchen
niſten zu begegnen, die mit ihrem Los zufrieden ſind. Das my
eigenen Aufnahmen des Verfaſſers geſchmückte Buch hebt ſich
PIAN
Ne e
PHLP
Michelisbagen 9e
MMue ſoters, Huelk=-
Menge der neueren Reiſeberichte über Afrika in Inhalt und F.
etwas Außergewöhnliches ab und verdient die volle Beachtung
Kreiſe.
Galzpagos, das Ende der Welt. Von William 70
(Mit 95 bunten und einfarbigen Abbildungen und 3 Karten;
16.— Mark.) Galzpagosimſeln bedeutet Schildkröteninſeln. Des
wurde zu ihnen gelockt durch Durſt, Krieg, Schildkrötenfleiſch
Geheimnis, das ſie umſchwebte. Seeräuber und Freibeuter
wau=
erſten Beſucher, und ſo haben die Inſeln eine Geſchichte, die
einen Zeitraum von faſt 400 Jahren verfolgen läßt. „Sie war
Beebe in einem Kapitel ſeines Buches erzählt, das dieſer Geſch.
widmet iſt, „der Schauplatz von Dramen, Luſtſpielen, Trauerſpine
Myſterien, die an Mannigfaltigkeit und Reiz kaum übertroffern
können”. — —Die Eilande ſind vulkaniſchen Urſprungs und
möö=
mit dem ſüdamerikaniſchen Feſtland zuſammengehangen habenn.
eine gewaltige Naturkataſtrophe verſchwand das verbindende Larm
Meerestiefe, und heute ragen nur noch ſeine höchſten Vul L,
Inſeln — die Galäpagosinſeln — aus dem Meer. Aber riü
Fauna und Flora der Inſeln ſelbſt werden von Beebes Expek3.
forſcht, ſondern auch das Meer, das ſie umſpült, und die Flurtz
die ſich auf ihrem Strand bilden. Auch hier iſt der Leſer Eün
von der Fülle der Lebeweſen, die uns ein wirklicher Naturfor:5
Beebe vorführen kann, mag er ſie nun als Paraſiten auf einem15
den, mit dem Grundnetz aus der Tiefe des Meeres hervorheben 9
Angel und Netz in Tümpeln fanden.
Die Reiſe um die Erde in zehn Tagen — ſie iſt noch nicht v. 1
aber die modernen Flugzeuge haben ſelbſt auf größten Strean
Stundengeſchwindigkeit von 170 Kilometern geleiſtet, ſo daß FMiel Ger
nicht mehr lange dauern dürfte, bis eine ſolche Reiſe tatſächl :h
Ungewöhnliches mehr iſt. So hat der menſchliche Geiſt die Eruf
überbrückt und iſt mit ihr, ſollte man glauben, Herr über die
allen Teilen geworden. Und doch iſt dem durchaus nicht ſo.
auch heute noch Gegenden, die völlig unerforſcht ſind und die
dringenden Forſcher noch genau ſoviel oder ſogar noch mehr Syg.
keiten entgegenſtellen, wie einſt der ſchwarze Erdteil den erſten Am
der Entdeckung. Von einem ſolchen Gebiet berichtet Charles AS)
ville=Fife in ſeinem ſoeben bei Brockhaus erſchienen
Wemh=
ter Wilden am Amazonas”, (Mit 36 Abbildungen —nſ
Karten; Leinen 15.— RM.) Es ſind die rieſigen Strecken vor !0
und Sumpf am Amazonenſtrom und ſeinen Nebenflüſſen, die erzin
Arbeitsgebiet gewählt hat. In dieſes unermeßliche Gebiet hari
ſchiedene Vorſtöße gewagt, von denen ſein Buch ein ſchlichter, H
ſelnder Bericht iſt.
Der wilde Landor. Das Maler= und Forſcherlebe=
Savage Vandors. Von ihm ſſelbſt erzählt. 384 Seitern
bunten und einfavbigen Abbildungen nach Originalen und A—n
des Verfaſſers. In Ganzleinen mit kümnſtleriſchem Schuchm
16.— RM. Landor, deſſen Name in aller Munde war, als er, nu
nsüige 2a
Jor dem Pest 8
und wie durch ein Wunder noch lebend, von ſeiner Reiſe dmiket
zurückkehrte, iſt ein Mann von Stahl, ein moderner Wirklichta/
ohne Nerven. Er hat mehr geſehen und erlebt in ſeinem
Aärr=
leben wie kaum ein anderer der heutigen Generation. Dabei *
ſympathiſcher, gemütstiefer Menſch, der — wie alle ganz
Große=
rührender Liebe an Familie und Elternhaus hängt. Er iſt kei
ſteller, ſo iſt ſſeine Lebensbeichte auch kein behagliches, beſchauli eſch
blicken auf Vevgangenes, ſſondern dies Werk — das Schickſal mriſ
es ſein letztes war — entſtand auf der Höhe ſeines reichen A5
atmet auf jeder Seite den ungebrochenen Schaffensdrang eimel
müdlich Tätzigen.
Hier ſind in erſter Linie gemeint Bücher von und übe WeF44Nourgut ver Wi.
die ſelbſtverſtändlich auch für Kinder beſtimmt ſind, die „uuky7 dmkle No erüben
Erwachſene, denen das Land der Kindheit nicht fremd gewch FAxc at=Sellerie
intereſſieren.
Erich Bockemühl ſchrieb „Das Kindergärtcheuſchted Mziel ver Pd. 0.3
ſchichten aus der Kinderzeit, den Kindern erzählt. Mit 42 BrZwya. Sorte
Eugen Oßwald. In Ganzleinen gebunden. Für etwa SielwRgwl? Minzer Spingt V
(Verlag Friedrich Andreas Perthes, Stuttgart/Gotha.) — Bocun Heu Men endivien=Salat
zählt in dieſem geradezu vorbildlichen Buche den Kindern in —mMy A15 bis 0.17
n jeſter Roſenkohl,
Pfund 0.55
zurt von 0.30 g
als ſei er ſelbſt noch ein Kind. Er plaudert mit ihnen ſo AidMM. mckarioffeln, der
einfach in ihrer Sprache, daß er ſie ganz gefangen nimmt. Ni neyſi
lich lehrhaft ſind dieſe kurzen Geſchichten, aber ſie regen de Mſie
Leſer unmerklich an, Erfahrungen zu machen und nützliche SA 19-0 mehlige
And=
ziehen. Kein Geringerer als Eugen Oßwald hat ſich des Br wene. Mein Zentner 5.50
angenommen. Es iſt wunderbar, wie ſich Wort und Bild ergär” Wc Meil, Petrolenm
nichts neben= oder untereinandergeſtellt, ſondern alles, Text Eie
nung, tief innerlich verbunden ſind. Die Kinder werden es
Buche merken, daß Verfaſſer und Zeichner ihnen nicht nur
ſondern im Herzen nacheſtehen.
Edmand Fleg ſchrieb den Kinderroman „Ein
Prophet”. (Verlag Pieper u. Co., München.) — Ein Rimſ
ergreifend in ſeiner Schlichtheit. Das Problem des modern”
der ohne Religion aufwächſt, iſt nirgends mit größerer
Fei=
teriſch erfaßt und dargeſtellt worden. Der kleine Claude 2
ſchwer daran, daß er nicht mehr ganz Jude iſt, aber auch
Chriſt werden kann. Innige Freundſchaft vevbindet ihn mI
kleinen Chriſtenmädchen. Der ganze Zwieſpalt ſeines Innern En.
in dieſer Kinderliebe voll zum Bewußtſein. Hohe katholiſche u.
Geiſtliche hoben dem Verfaſſer Worte ſchöner Anerkennung
ſtimmung geſchrieben und ihn zu ſeinem Werk beglückwünche—
ErnſtLzothar: Gottes Garten. Ein Buch vom
Mit 24 Vignetten von Viktor Schufinſky. (F. G.
Speidelſch-
buchhandlung, Wien und Leipzig. 190 Seiten Oktav. Geheftel
in Leinen gebunden 5.50 RM.) — Ernſt Lothar weiſt die jung-
und Väter auf das ewige Wunder: das Kind. Das nüchternſt.
aber wird geadelt, wenn es der Gnade dieſes Wunders T‟
Ernſt Lothar führt den Weg zu dem Heiligtum, indem er
ſamer Hand zum Geheimnis der Kinderſeele und damit zur
ſchlichter und wahrhafter Menſchlichkeit hinleitet. Innigkeit.
heit und Einfühlſamkeit eines Dichters erſchließt her
Myſterium des Werdens, Wachſens und Erkennens. Jecer
jede Mutter, insbeſondere die jungen Eltern, werden dieles
reiche Buch beſitzen wollen. Für ſie wird es ein echtes Wſeie
ſein, ebenſo für alle, die Kinder lieb haben.
In dieſe Reihe gehört auch ein ganz entzückend illuſtr—
kehrsbilderbuch für jung und alt: Familie Dackelind*
ſtadt, mit farbenfrohen, künſtleriſch hochſtehenden Bilgera.
Schneider=Reichel und luſtigen Verſen von Acer!
17 vielfarbige Offfetaquarelldrucke und 24 Textzlizzen, 2ckI
Blockſchrift. 32 Seiten, Format 20,5 X 185; dauerhaſter Vi
band. Verlag Erwin Skacel, Leipzig Nr. 24. — In ſehr ſich
tiven Bildern werden hier die Gefahren des Großſtadtverfes
in einer Aufmachung, die Herz und Sinn der Kinder 99‟
gefangen nimmt. Anſtatt der Kinder, die ungezogen und ti
über die Straße gehen, ſind es in dieſem Bilderbuch, kleiſſe
der Familie Dackel. Als Erziehungswerk iſt dieſes Bichtei
geeignet für kleinere Kinder.
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tern. Dieſer dürfte jedoch im voraus nicht allzuſehr ſicher ſtehen, denn
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die Gäſte haben am Sonntag bewieſen, daß ſie in ihrem erſten
Kreisliga=
jahre ſehr viel Pech hatten, und wäre eventuell eine Ueberraſchung nicht
ausgeſchloſſen. Das bedeutungsvollſte, wenn auch nicht intereſſanteſte
Am den Jugend=Pokal der DSB.
„werein 98 und V.f.L. Rot=Weiß, 1. Jugendm., im Endſpiel.
Ermittelung des Pokalmeiſters treffen ſich am kommenden
hen 11. Dezember, vormittags 10 Uhr, obige Mannſchaften
Rot=Weiß=Platz an der Rheinallee. Das Spiel dürfte inſo=
Anziehungskraft nicht verfehlen, als es ſich hier um zwei
ge Gegner handelt, die ſeit einer Reihe von Jahren mit wech=
Exfolgen um den Meiſtertitel kämpfen Wir geben uns der
hin, daß der „wirklich Beſſere” ſiegen möge und ein
einwand=
earkirender Schiri zur Stelle iſt.
dd— Fortſetzung der Verbandsſpiele treffen ſich:
z9. 98, 2. Jgdm.—V.f.L. Rot=Weiß, 2. Jgdm., 10 Uhr, Stadion.
9 98, 4. Jgdm.—Sp.V. Arheilgen, in Arbeilgen, 10 Uhr.
g3- 1. Schülerm.—1. Schülerm. H.S.V. Rödelheim, 13 Uhr,
Stadion.
fungwinde Darmſtadt 1846 2. — Turnverein Vorwärts Nd. Roden.
Sonntag nachmittag hat die zweite Mannſchaft der Turn=
1846 ihr letztes Pflichtſpiel in der laufenden Spielreihe aus=
Gegner iſt der Turnverein Vorwärts Nieder=Roden. Beim
hn Nieder=Roden blieb Darmſtadt mit 7:1 Sieger. Es darf
werden, daß die 1846er das Spiel am Sonntag ebenfalls für
uch iden. Allerdings wird dies nur dann geſchehen, wenn die
maa+k reſtlos ihre Schuldigkeit tut. Hierzu gehört vor allem, daß
zme möglichſt vermieden werden. Raſche und ſichere Ballabgabe
zu Darmſtädtern die Ueberlegenheit über Nieder=Roden, das eine
ch Träftige und flinke Mannſchaft ſtellt, ſichern. Das Spiel, das
ihr nachmittags auf dem Platz am Finanzamt ſtattfindet, wird
ſäus dazu angetan ſein, alle Freunde des Handballſpiels
zu=
ut ſtellen. Eintritt frei.
Fußball.
Sportverein Darmſtadt 1898 — Germania Wiesbaden.
Auctzten Verbandsſpiel auf eigenem Platze haben die 98er
Ger=
usiesbaden zum Gegner. Wenn auch für den Sportverein Darm=
Sefahr des Abſtieges nur noch dadurch gebannt werden kann,
heigen und Bingen in den noch ausſtehenden Spielen genügend
tyslieren, ſo werden die Einheimiſchen doch gut daran tun, alles
uchn, um endlich einmal wieder zu einem Siege zu kommen. Eine
uhaße am morgigen Tage bedeutet ia den ſicheren Abſtieg. Die
oder ſpielen mit folgender Mannſchaft:
Bärenz
Becker Berger
Kratz Reick Ruppel
üclmerſtadt Frey Takaſz Wenner 1. Köhler.
iſtnt nia Wiesbaden ſteht zurzeit am Tabellenende. Für die Wies=
Mſglbt es auch nur eine Rettung, um dem Abſtieg zu entgehen:
115 m Darmſtadt. Für beide Mannſchaften iſt alſo die Lage gleich.
eger des Spieles hat wenigſtens noch die Hoffnung, ſich die
Be=
rung badf ehalten zu können. Wenn allerdings dieſe Hoffnung, ſich auch
wit u erneuten Punktgewinn vor dem Abſtieg zu ſchützen, nicht ge=
34/ ſhr ausſichtsvoll angeſehen werden kann, ſo wird doch jede Elf
Wernder MABein, ſich dieſe letzte Ausſicht nicht auch noch zu verſcherzen. Die
ſünſter werden ſich alſo auf einen harten Kampf gefaßt machen
TAHa0 Frünm Germania Wiesbaden iſt eine techniſch gute Mannſchaft, deren
ikeit in den Verbandsſpielen wohl hauptſächlich darin
begrün=
ſEaß ihre beſten Spieler, Wilhelm (Torwächter) und Schulmeher
Müt=irmer), gleich nach Beginn der Verbandsſpiele geſperrt wurden;
beisqualifikation jetzt abgelaufen iſt, haben die Germanen morgen
Ɨſte Mannſchaft zur Verfügung.
ſt dem um 2.15 Uhr beginnenden Ligaſpiel trägt die
Liggerſatz=
nfft ihr Verbandsſpiel gegen Haſſia Dieburg aus. Mit Beendi=
½ Hauptſpiels wird die Nachricht über den Spielausgang in
Auſen eintreffen.
Sportverein 1898 (Jugend).
Jgend — 1. Jugend Pfungſtadt, hier, 10 Uhr.
fagend — 1. Jugend Eberſtadt, dort, Abmarſch 9 Uhr.
ugend — 2. Jugend VfR., Stadion, 9 Uhr.
Schüler — 1. Schüler Pfungſtadt, 11 Uhr,
Schüler — 4. Schüler Sp. V. 98, 1 Uhr.
V. f. R. — Fußballverein Michelſtadt.
Treffen obengenannter Vereine findet kommenden Sonntag
ſigs 2 Uhr auf der Rennbahn an der Heidelbergerſtraße
MMlichelſtadt konnte die Vorrunde mit wenig Erfolg abſchließen,
Landesi/mutfkfür aber in der Nückrunde bedeutend beſſer zu gefallen. Durch
wiſeefe über ſtarke Gegner konnte die Mannſchaft den Anſchluß an
eehrruppe erreichen, und wird deshalb in den kommenden Spielen
Ktar ſetzen, durch weitere Erfolge den Platz zu halten. VfN.
ſſnden angeführten Tatſachen ſomit den Gegner nicht unterſchätzen,
Me Mannſchaft durch den Ausfall des disqualifizierten Mittel=
und Halbrechten gezwungen iſt, in etwas veränderter
Aufſtel=
rkaufte Mduh1A hürreten. Dennoch ſollte es zum Siege reichen, ſobald die
lſaft den letztgezeigten Eifer und Siegeswillen mit in den Kampf
Oper in
mMan darf deshalb mit Recht wieder auf der Nennbahn zahl=
Curl Sab
imeſuich erwarten. Vormittags 9 Uhr tritt die zweite Mannſchaft
„n den Reſerven des derzeitigen Tabellenführers der Kreisliga
ſ Privatſpiel gegenüber. Die Mannſchaft hat ſich mit dieſem
ehe viel vorgenommen; wollen wir abwarten, wie ſie damit
Wiar). Die dritte Mannſchaft iſt Gaſt des Spor vereins Meſſel und
IMdort um 1 Uhr mit deſſen Sondermannſchaft meſſen. Auf dem
EAA’ſtäelt vormittags 9 Uhr die zweite Jugend gegen Sportv. 98.
nn wir, daß ſämtliche Mannſchaften mit dem Bewußtſein das
betreten, ihren Verein, den VfR., ſo würdig wie möglich zu
bliesen.
* Mitgliedern wird nochmals ans Herz gelegt, die
Sportvorſtel=
it abend im Landestheater zahlreich zu beſuchen. Spielerver=
Wrällt deswegen aus.)
Treffen, iſt ſicher das in Pfiffligheim. Die Lorſcher werden jede nur ſich
bietende Chance gut ausnützen müſſen, um dieſen Kampf ſiegreich zu
ge=
ſtalten, was ihnen ſicherlich nicht leicht gemacht werden wird. Ein Sieg
der Einheimiſchen käme den Umſtänden entſprechend nicht allzu
über=
raſchend, wenn auch der Schlußpfiff die Gäſte wohl als knappe Sieger
ſieht. Eine zahme Sache dürfte das Treffen in Worms ſein. Lediglich
die Höhe des Reſultats wäre noch von den Einheimiſchen feſtzulegen,
da man Hochheim in ſeiner fetzigen Form kein ſonderliches Plus
zuſpre=
chen kann. Dagegen wird das letzte Treffen in Bürſtadt recht hartnäckig
werden, zumal die Platz Elf ſich für das Vorſpiel zu revanchieren hat,
während die Gäſte alles daran ſetzen werden, ihr Punktkonto endlich
wieder einmal zu erhöhen und kann nur bei dem größten Eifer die
Platz=
mannſchaft als Sieger hervorgehen. Die Bibliſer Elf iſt diesmal
ſpiel=
frei und hat ſo Muße, ſich die Sache in Ruhe anzuſehen und neue Kräfte
zu ſammeln, um einen der allererſten Plätze der Tabelle zu belegen.
Werbe=Abend des Ausſchuſſes für
Leibes=
übungen im Heſſiſchen Landestheater.
Auch der Darmſtädter Fechtblub (1890) hat ſtets bei früheren
Werbe=
abenden des Ausſchuſſes für Leibesübungen ſeinen Waffenſport teils im
Einzelfechten, teils im Gruppenfechten gezeigt. Heute, Samstag abend,
wird er außerdem erſtmals auch den in ſeiner beſonderen Abteilung von
ihm ſeit ſieben Jahren gepflegten Jiu=Jitſu, den Kampf ohne Waffen,
zeigen. Jiu=Jitſu kommt nach allgemeiner Anſicht aus Japan und heißt
zu deutſch die „zarte Kunſt‟. Der Gegner ſoll bei dieſer Kampfart nicht
durch rohe Kraft, ſondern durch Gewandtheit und Geſchicklichkeit beſiegt
werden. Zu dieſem Zwecke gibt es viele Arten von Griffen und
Para=
den, Wurf= und Schwungübungen. Unter Leitung von Jiu=Jitſu=Lehrer
F. Heim Frankfurt a. M. werden einige Uebungen, und zwar
Wurf=
übungen, Fallübungen, Hüftſchwung uſw., gezeigt. Anſchließend
Be=
freiungen aus Umklammerung der Hände und des Halſes, Paraden
gegen Fußtritte, Meſſerſtiche u. a. vorgeführt. Auf ſeinem ureignen
Ge=
biet werden von der Damenabteilung zwei Turnierfechterinnen einen
Gang mit der graziöſen Florettwaffe und mehrere der bekannten
Tur=
nierfechter Freigefechte in ſcharfer Kampfart in den drei gebräuchlichen
Sportwaffen, Florett, Degen und Säbel, zeigen. — Darmſtadts
beſtbe=
kannter Bichele=Club 1883, wird mit ſeiner erſten Jugendmannſchaft auf
den Plan treten. Jene Mannſchaft mit der er in letzter Zeit große
Er=
folge erzielt hat. In kürzeſter Zeit, von nur 6 Minuten, werden ſie auf
eigens dazu gebauten Saalmaſchinen faſt 50 Uebungen exakt und
fehler=
rei zu fahren wiſſen, und den guten Ruf dieſer Mannſchaft zu
beſtäti=
gen wiſſen. — Der Velozipedklub 1899 wird mit ſeiner Sechſer=
Kunſt=
eigen=Mannſchaft zeigen, welches Geſchick und welche außerordentliche
Gewandtheit ſie im Kunſtfahren und Kunſtreigenfahren beſitzt und wie
ſie ſich dadurch zu den beſten deutſchen Saalfahrmannſchaften
empor=
ſchwingen konnte. — Alles in allem verſpricht der Werbeabend des
Aus=
ſchuſſes für Leibesübungen ſicher einen großen Erfolg, und kann der
Beſuch nicht warm genug empfohlen werden.
Kraftſport.
Aus dem zweiten Kreis des D.A.S.V. — Meiſterſchafts=
Mannſchaftskämpfe im Ringen.
Programmäßig verlief ebenfalls der zehnte Kampfſonntag.
war bis Mittwoch abend das Reſultat des Kampfes Oberſtein-Kreuz=
und
Leider
nach noch nicht zu erfahren. Und dann wundern ſich die Herren
Kampf=
leiter und die Vereine, wenn von den Kämpfen nicht berichtet werden
kann. Allgemein blieben die Senſationen aus. Einzig Mainz—
Bin=
gen, ſowie Damm—Neu=Iſenburg fallen etwas aus dem Rahmen der
Ergebniſſe heraus. Beſonders das letztere Ergebnis iſt geeignet,
Ver=
wirrung hervorzurufen. Damm ſiegte gegen Hanau 12:2, Iſenburg
kann gegen Hanau nur knapp 8:6 gewinnen, während Damm mit 12:2
daran glauben muß.
Im erſten Bezirk
konnte Mainz für ſeine erlittene Vorkampfwiederlage glänzende
Re=
anche nehmen. Der Reigen begann ſehr verheißungsvoll für die
Mam=
zer, denn der beſte Mann der Binger Mannſchaft, welcher auch
gleich=
zeitig einer der Beſten ſeiner Klaſſe iſt, Erbelding (Fliegengewüicht),
erlitt ſeine erſte Niederlage bei den diesjährigen Mannſchaftskämpfen.
Lediglich Puderbach (Mittelgewicht) rettete die Ehre des Tages.
Koſt=
heim kam in Büdesheim zu weiteren zwei Punkten. Die Mannſchaft
hat in Eduard Gries, dem früheren Kreismeiſter, welcher ſich
geſchäft=
lich in Koſtheim niedergelaſſen hat, eine willkommene Verſtärkung
er=
fahren und es werden vorausſichtlich noch nicht die letzten Punkto ſein,
die Koſtheim errungen hat. Nachſtehend die Tabelle:
Kreisliga. — Südheſſen.
Aeiſterſchaftsfrage, die zurzeit immer noch nicht geklärt iſt,
2 auch am kommenden Sonntag noch nicht endgültig entſcheiden.
WEndſpurt wird diesmal den Meiſter ergeben, und werden ſomit
Rerſten Vereine, Lampertheim und Lorſch auch am kommenden
A wieder alles daran ſetzen, keinen Punkt zu verlieren. Es ſtehen
eumntag folgende Vereine gegenüber:
Irnpertheim — Heppenheim; Pfiffligheim — Lorſch;
Vorms — Hochheim; Bürſtadt — Pfeddersheim.
Tabellenerſte hat die Heppenheimer zu Gaſt und wird ſich vor=
Ah zwei weitere Punkte durch einen wohl knappen Sieg ergat=
Am kommenden Sonntag, den 12. Dezember, kämpfen Koſtheim in
Oberſtein und Maiz in Kreuznach.
Der zweite Bezirk
hatte in dem Kampfe Groß=Zimmern—Frankfurt ſeinen größten
Schla=
ger. Der Platzhalter behielt nach härteſtem Kampfe mit 8:6 das beſſere
Ende für ſich. Für Frankfurt bedeutet dieſe Niederlage die endgültige
Aufgabe auf den zweiten Platz, während Groß=Zimmern immer noch
dem Tabellenerſten hart auf den Ferſen iſt. Sachſenhauſen war
dies=
mal niht in der Lage, ſeinen hohen 12:2=Vorkampfſieg zu
wieder=
holen. Es begnugte ſic; mit 8:6 und das Reſultat konnte ebenſogut
auch umgekehrt für Dieburg lauten, die ſich allmählich wieder gefunden
haben und eine höchſt beachtli he Kampfſtärke an den Tag legen. Eine
Ueberraſchung bedeuten jedenfalls die Siege von Enders (Ldichtgewicht)
über Weider, Krimm (Halbſchvergewicht) über Vael, und Weber
(Schwergewiht) über Hauf. Dazu noch die beiden 20=Minuten=
Nieder=
lagen von Ohl und Dotter, und man hat die derzeitige Kampfſtärke von
Dicburg. Arg überfahren wurden in Neu=Iſenburg die Vorſtädter
von Aſchaffenburg. Der unverwüſtliche Bamtamler von Damm rettete
die Ehre des Tages. An der Tabelle hat ſich nichts geändert und ſie
hat folgendes Ausſehen:
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Der kommende Sonntag bringt weitere intereſſante Begegwmgen.
In Neu=Ifendurg fällt am kommenden Sonntag die Entſcheiduag um
die Bezirk3meiſterſchaft. Siegt Sachſenhauſen, dann iſt ihm der Titel
nicht mehr zu nehmen. Dieburg muß zum Rückkampf zu ſeinem
gro=
ßen Nachbarn Groß=Zimmern. Jeſt ſteht, daß letztere das
Vorkampf=
teſultat von 12:2 ſchverlich wiederholen werden. Wir wünſchen den
ſelben ruhigen Verlauf dieſes Lokaltreffens. Frankfurt muß nach
Hanau und ſollte dort zu zwei weiteren Punkten kommen, wenn auch
der Widerſtand etwas ſtärker werden dürfte. Alles in allem verdienen
die Kämpfe am kommenden Sonntag das Intereſſe der Kraftſportler.
Hein Domgörgen hat den Engländer Gipſy Daniels zu einem Kampf
herausgefordert.
Der Europameiſterſchaftskampf Schmeling—Bonaglia iſt für Berlin
geſichert. Die Austragung wird am 6. Januar im Sportpalaſt erfolgen.
Walter Glaß wird ſeinen Titel als ſchweizeriſcher Skimeiſter auch in
dieſem Jahre bei den ſchweizeriſchen Meiſterſchaften verteidigen,
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Samstag. 10. Dezember. 11.55: Glockenſptel. O 15.30: Stunde
der Jugend. Liedervorträge Frankf. Schulen: Rebſtöcker Schule, 1.
Mädchenklaſſe. Leit.: Frau Feuerriegel. e 16.30: Hausorcheſter.
Neue Operetten. Mitw.: Inge van Heer (Sopran). O 17.45: Aus
dem Roman „Der Oberhof”, von Karl Immermann. O 18.15:
Ver=
einsnachrichten. O 18.30: Dr. Braun: Entfettungskuren. O 18.50:
Der Briefkaſten O 19.10: Wirtſchaftsmeldungen. O 19.15: Benno
Elkan: Aus einer ſpaniſchen Reiſe. O 19.45: Prof. Edmund Sittig:
Der Himmel im Dezember; das Sternbild des Großen Bären,
O 20.15: Konzert des ſpaniſchen Gitarriſten Miguel Llobet. O 21.15:
Bunter Abend. Anſchl.: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Samstag, 10. Dezember. 12.30: Schallplattenkonzert. O 14:
Jugendſtunde. Elſa Pfeiffer, Karl Köſtlin, Funkorch. O 15:
Unter=
haltungs=Konzert. Leitung: C. Struve. Mitw.: Käte Mann, Ellen
Beck, Hans Hanus, Giacomo Mancini, Funkorch. Suppe: Ouv.
„Dichter und Bauer” — Waldteufel: Sirenenzauber. — Verdi:
Fant. „Ein Maskenball”. — Mozart: Arie aus „Don Juan”. —
Puccini: Wie eiskalt iſt dies Händchen aus „La Boheme‟ —
Donizetti: Fant. aus „Lucia di Lammermoor”. — Wagner: Gebet
der Eliſabeth aus Tannhäuſer. — Maſſenet: Arie aus „Manon
Lescaut”. — Kreutzer: Romanze der Gabriele aus „Das Nachtlager
von Granada” und weitere 12 Darbietungen. O 18.15: Aus
Freiburg i Br.: Dr. Max Krüger: Das moderne Bühnenbild.
O 18.45: Dr. K. Löwenberg: Theater und Kritik. 19.15:
Ober=
regierungsrat Dr. Kümmerlen: Sozialfürſorge: Unfallverſicherung.
O 19.45: Sportfunk. 20.15: Kammermuſik=Abend. Philharm.
Orcheſter, Stuttgart. Ausf.: A. Indig (Violine), Fr. Kirchberger
(Cello). Breval: Sonate für Cello und Klavier. — Schumann:
Klaviertrio Nr. 1 (Am Klavier: Arthur Haagen.) O 21.15: Die
Jagd nach dem Glück. Eine Reiſe um die Welt in 12
Sende=
folgen. Rundfunk=Cyklus von Struve. 2. Abend Bern. Spielleit.:
C. Struve. O 22.30: Bacrichtendienſt. Anſchl.: Tanz=Muſik.
Tanz=
kapelle Mannn Mauder.
Berlin.
Sonnabend. 19. Dez. 12.30: Viertelſtunde für den Landwirk.
O 15.30: Dr. Mawald: Im Auto kreuz und auer durch Nord=
Amerika. O 16: O. Baum:Der Blinde und die Künſte. O 18.30:
„Adieu, Berlin”, Roman von Wedderkop. Bruchſtücke, gel. vom
Verf. O 17: Funkkapelle. German: Drei Tänze aus Nell Gwyn.
— Leoncavallo: Fant. Baiazzo. — Weingartner: Liebesfeier. —
Thomas: Oup. Mignon. — Schubert: Ballettmuſik aus Roſamunde.
— Meyerbeer: Schattentanz aus Dinorah. — Maſſenet: Les
Erinnyes. — Moſzkowski: Konzertwalzer E=dur. — Roſſini: Ouv.
Tell. O 19.0: H. Hirſchſtein: Unſer tägliches Brot. O 19.30:
Miniſterialrat Dr. Beyer: Selbſtſucht und Menſchenliebe. Anſchl.:
Denkſportaufgaben. O 19.55: Miniſterialrat Dr. Markull: Das
deutſche Danzig und der deutſche Oſten. O 20.30: Je
„
Funkchor, Funkorch., Sprechchor für proletariſche Feierſtunden, Dr.
Becces Glorjapalaſt=Sinfoniker u. a. — Anſchl.: Gr. Funkball.
Königswuſterhauſen. Sonnabend, 10. Dez. 12: Für die Schule:
Weihnachten im Volksſinn und Kinderſinn. O 14.20: Kinderſtunde:
Baſtelſtunde. O 15: Engliſch (kulturkundlich=literariſche Stunde).
15.35: Börſe. O 16: Oberſchull. Weſtermann: Kurzſchriftdiktate.
16.30: Prof. Dr. Lampe: Berufsbildungsfragen im Saarland.
17: Gewerkſchaftsſekr Levy: Der Krankenpflegedienſt in Arbeit
und Beruf. 17.30: Dr. P. Plaut: Soziologie der Frauenarbeit,
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„Ich ſchalte um” eine Revue für’s Ohr. Leit.: Alfr. Braun.
Anſchl.: Großer Funkball.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Sonntag, den 11. Dezember
(nach der Wetterlage vom 9. Dezember).
Vorwiegend wolbiges Wetter, Temperaturen wenig verändert und
vereinzelte Niederſchläge.
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Ausland und Heſſtzche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 342
Samstag, den 10.De
Börſe und Geldmarkt.
Die Aktienkurſe haben in der letzten Woche unter Schwankungen
allgemein eine Steigerung erfahren, obwohl verſchiedene wirtſchaftliche
Ereigniſſe und Nachrichten geeignet geweſen wären, den an ſich noch
vor=
handenen Baiſſeſtrömungen Vorſchub zu leiſten. Es kann als ein
be=
ſonders deutliches Zeichen für die geſunde techniſche Börſenlage und die
Widerſtandskraft der Effektenmärkte gelten, wenn ſelbſt die
Veröffent=
lichung des ſchwevwiegenden Stillegungsbeſchluſſes der Eiſeninduſtrie
kaum nennenswerte Wirkungen auf die Aktienmärkte gehabt hat. Das
ſoll nicht etwa heißen, daß die Börſe mit einem leichtfertigen
Achſel=
zuchen über die Kämpfe hinweg ginge, die zurzeit die geſamte deutſche
Eiſeninduſtrie und vertikal ſich anſchließende Branchen beunruhigen.
Man hält es aber in Börſenkreiſen anſcheinend für ganz
ſelbſtverſtänd=
lich, daß der Induſtrie nicht neue Laſten in einem Ausmaß aufgebürdet
werden, daß dieſe die Schließung ihrer Betriebe vorzuziehen gezwungen
iſt. Infolgedeſſen fanden die übrigen wirtſchaftlichen Vorgänge ſtärkere
Beachtung. So war die Aufmerkſamkeit wieder einmal von dem
Frei=
gabeproblem in Anſpruch genommen, das aber bisher trotz der kürzlichen
Aeußerungen amerikaniſcher Regierungsvertreter noch keinen Schritt
weiter gediehen iſt. Weit vorgeſchritten ſcheinen dagegen die
Maßnah=
men zur Börſeneinführung deutſcher Papiere in New York zu ſein. Die
neuerdings ſeitens einer Großbank erfolgenden Käufe ſollen angeblich
bereits dazu dienen das für derartige Tvansaktionen notwendige
Aktien=
material in die Hände zu bekommen. Man nennt unter den Werten,
die als erſte in Amerika börſengängig gemacht werden ſollen, J. G.
Farbeninduſtrie, Siemens, einige D=Bank Aktien und führende
Schiff=
fahrtswerte. In den nächſten Tagen wird die Aufſichtsvatsſitzung der
J. G. Farbeninduſtrie ſtattfinden, in der die Kapitalbeſchaffungspläne
zur Erörterung ſtehen. Aus dieſem Anlaß tauchten von neuem Gerüchte
auf, daß eine Obligationenausgabe mit ſpäterem Aktienbezugsrecht zu
erwarten ſei. Die zum Umtauſch benötigten Aktienbeträge ſtänden in
Geſtalt der Vorratsaktien zur Verfügung. Zu den höheren
Dividenden=
ſchätzungen hat die Leitung des Konzerns noch keine Stellung
genom=
men. Einen Rückhalt gab der Tendenz auch das langſam wieder
er=
wachende Intereſſe der Bankenkundſchaft. Allerdings iſt dieſes zunächſt
auf Kaſſawerte gerichtet. Der Einheitsmarkt lag in den letzten Tagen
bemerkenswert feſt. Wenn auch die Geſchäfte in den reinen Kaſſawerten
nach wie vor verhältnismäßig gering ſind, ſo kann es doch ſchon als
gün=
ſtiges Anzeichen gewertet werden, daß die „zweite Hand” ſich überhaupt
wieder dem Effektenmarkt zuwendet. Wenig Klarheit beſteht über die
Angaben von einem angeblich zuſtande gekommenen internationalen
Hauſſekonſortium für deutſche Wertpapiere. Das vorübergehende
Inter=
eſſe für ruſſiſche Renten hatte einen ſpekulativen Charakter und war,
wie wir ſchon betonten, nicht ernſt zu nehmen.
Am Geldmarkt dauerte es nach dem November=Ultimo tagelang, ehe
die Nückflüſſe einſetzten und damit eine Erleichterung der Sätze eintrat.
Vermutlich hing die Nachfrage nach Tagesgeld mit der Abdeckung der
bei der Reichsbank in Anſpruch genommenen Lombards zuſammen, die
höher waren als in den Vormonaten. Erſt in der Mitte der laufenden
Woche trat eine wirkliche Entſpannung und ein Rückgang des
Tagesgeld=
ſatzes für erſte Firmen auf faſt 6 Prozent ein. Für Monatsgeld hält ſich
der Satz zwiſchen 8.25 und 95 Prozent. Der Medioliquidation (
Zahl=
tag 16. Dezember, Prämienerklärung 13. Dezember) ſieht man mit Nuhe
entgegen, da die Wertpapierengagements nicht erheblich ſind.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 9. Dezember.
Die Tendenz erfuhr heute im Anſchluß an die etwas ſchwächere
Abendbörſe eine weitere Abſchwächung, da die Spekulation
Gewinnſiche=
rungen vornahm. Die Umſatztätigkeit war gering. Vor allem ſtand die
Unſicherheit über die weitere Entwicklung des Konfliktes in der
Groß=
eiſeninduſtrie einer lebhafteren Entwicklung des Geſchäftes hemmend im
Wege. Man will das Ergebnis der neuen auf morgen feſtgeſetzten
Schlichtungsverhandlungen abwarten. Dann war der Auftragseingang
bei den Banben weiterhin ſehr beſcheiden. Stärkere Beachtung fand
heute auch wieder der Geldmarkt, da immer noch keine merklichere
Ent=
ſpannung fühlbar war. Bei der erſten Kursfeſtſetzung waren
überwie=
gend Kurseinbußen von 05—2 Prozent feſtzuſtellen. Etwas lebhafter
ge=
handelt wurden wieder J. G. Farbeninduſtrie auf die morgen
ſtattfin=
dende Aufſichtsratsſitzung; der Kurs war gegenüber der geſtrigen
Abendbörſe unverändert. Im Zuſammenhang damit blieben auch
Rhein=
ſtahl behauptet. Stärker angeboten waren Scheideanſtalt mit minus
3,5 Prozent und Geſ. für Elektr., die 2,5 Prozent verloren. Die übrigen
Elektrowerte gaben bis 1 Prozent nach. Am Markte der
Bauunterneh=
mungen lagen Holzmann 2,75 Prozent ſchwächer, Wahß u. Frehtag
blie=
ben dagegen gut behauptet. Von den Freigabewerten waren Hapag aut
gehalten Nordd. Llond aber 2,25 Prozent niedriger. Banken lagen bei
ſtillem Geſchäft durchſchnittlich 0,5 Prozent ſchwächer, nur Kommerzbank
minus 2 Prozent. Ablöſung gaben etwas nach. Türken begegneten
einigem Intereſſe.
Im weiteren Verlaufe blieben die Kurſe im allgemeinen gut
be=
hauptet. Am Farbenwarkt erfuhr das Geſchäft eine weitere Belebung,
ohne daß ſich der Kurs merklich verändert hätte. Am Deviſenmarkt
hielt das Pfund ſeinen hohen Stand. Man nannte London=Kabel
48825; Mark gegen Dollar 4,1870; gegen Pfunde 20,455; London-Paris
124,2: Mailad 90,00; Madrid 29 58. Tägliches Geld 7,5 Prozent.
Die Abendbörſe war heute abgeſchwächt, da man ſich angeſichts
der unſicheren Lage in der Eiſeninduſtrie und der morgigen
Aufſichts=
ratsſitzung der Farbeninduſtrie möglichſt zum Wochenſchluß glattſtellen
wollte. Bei ruhigem Geſchäft gingen die Kurſe am Terminmarkt um
2 Prozent, bei Geſ. für Elektr. um 3 Prozent zurück. Anleihen ohne
Geſchäft. Der Schluß blieb ruhig und ſchwächer geſtimmt. Im
einzel=
nen nannte man: Kommerzbank 167,75; Danat 218; Metallbank 136;
Mannesmann 139; Mansfeld 112,5: Phönix 89: Rheinſtahl 156;
Stahl=
verein 98,5; Nordlloyd 144,5; AEG. 153,75; Daimler 78,5; Licht und
Kraft 194; Farben 255,5; Geſ. für Elektr. 266; Metallgeſ. 179;
Schuk=
kert 166: Siemens u. Halske 263; Zellſtoff=Waldhof 246. Im
Abend=
deviſenverkehr war die Reichsmark leicht erholt. London-Paris 124,02;
Mailand 89,95; New York 4,8830; Holland 12,0710; Zürich B,277/8;
Madrid 29,58; Pfunde gegen Mark 20,45½; Dollar gegen Mark 4,1875.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 9. Dezember.
Die Aufwärtsbewegung der Aktienkurſe ſetzte ſich heute nicht fort,
da die Spekulation das etwas erhöhte Nivequ zu Gewinnſicherungen
benutzte. Die Großbanken nahmen die herauskommende Ware zu etwas
ermäßigten Preiſen glatt auf, ſodaß die Tendenz zwar etwas abbröckelnd,
aber trotzdem im Grunde widerſtandsfähig war. Die Kursrückgänge
betrugen etwa 1—2 Prozent. Zu den Vevkäufen ſoll auch die
zurück=
haltendere Beurteilung der morgen beginnenden
Schlichtungsverhand=
lungen in der Eiſeninduſtrie beigetragen haben. Die bisherige
Zuver=
ſicht der Börſe in dieſer Frage machte einer ſkeptiſcheren Auffaſſung
Platz, weil der Schlichter angeblich nicht eine allgemeine Aufſchiebung des
Arbeitszeitgeſetzes, ſondern individuelle Regelungen vorſchlagen wolle.
Eien ungünſtigen Eindruck machte auch die matte Tendenz an der New
Yorker und der Pariſer Börſe, obgleich das Ausland ſür deutſche
Aktien=
werte auch heute Intereſſe bekundete. Am Geldmarkt wurde Tagesgeld
mit 7—8,5 Prozent, und für erſte Firmen darunter genannt. Die
Ent=
ſpannung machte für kurzfriſtige Mittel Fortſchritte. Monatsgeld war
dagegen vorſichtiger angeboten, 8,25—9,50. Warenwechſel mit Bankgiro
zirka 7.,25. Am Privatdiskontenmarkt kam kein nennenswertes Angebot
heraus. Mit einer Veränderung der Notiz rechnete man zunächſt nicht.
Im Deviſenverkehr zog der Dollarkurs wiederum an. Nach 4,1883
fan=
den Umſätze zu 4,1895 ſtatt. Das engliſche Pfund lag international
feſter. London-New York 4,8827. Die ſchwediſche Krone ſchwächte ſich
in London auf 1808¼ ab. Sonſt nannte man London—Mailand 89,99,
London-Madrid 29,54, London-Brüſſel 34,89½. Im weiteren
Ver=
lauf der Börſe war die Stimmung unſicher. Die Kursbewegung ſtagnierte
im allgemeinen Sieben Prozent höher notierten Schleſiſche Textilwerte.
Das Geſchäft wurde ruhiger. Die günſtige Verfaſſung des Kaſſamarktes
konnte ſich auch heute behaupten. Privatdiskont 6,75 Prozent. — An
der Nachbörſe verſtimmte die Interpellation der Zentyumspartei über
den Konflikt in der Eiſeninduſtrie. Infolgedeſſen traten leichte
Kurs=
einbußen von 0,5—1 Prozent ein. In einer Bankenbeſprechung wurde
der Satz für Reportgelder auf 8—8,5 Prozent feſtgeſetzt. Die
Befürch=
tungen, daß die Reportgeldverſorgung wegen der etwas größer
geidor=
denen Engagements knapp ſein könnte, haben nach einer Umfrage bei
den wichtigſten Großbanken keine Berechtigung. Man nannte an der
Nachbörſe u. a.: J.G. Farben 257,5—258, Geſ. für El. 273,5—269,5,
Schuckert 167 Ver. Glanzſtoff 553, Bemberg ſchwach 409, Schultheiß 3/3,5,
Oſtwerke 323, Mannesmann 140,75, Hapag 140,5—141, Nordd. Lloyd
145,75. Danatbank 210, Schleſ. Bergwerk auf Dividendenerwartungen in
Höhe von 12 Prozent etwa 7 Prozent höher, 174, Neubeſitzanleihe 12,87,
Ablöſungsanleihe I und II 52,75, desgl. III 55,75½.
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9. 12. 9 12. 12. Geld /Brie Geld Brie Geld Brie 10.527 10.54 10.535 10.555 Italien .. 22.665 22.705 58.93 59.05 58.99 19.11 Paris .. 16.455 6.495 12.395 12.415 12.40 2.42 Schweiz". 80,79 90.95 73.20 73 34 13 23 73.37 Spanien 69.13 69.27 3.022/ 3.028 3.027/ 3.033 Danzig. 81.67 81.83 169.16 169.50/ 169.26 189.60 Japan.. 1.918 1.922 Huit-es tit.5t 111.34 111.56 Kio de Janeiro.. 0.4985 0.500 H112.19 112.41 112.241112.46 Fugoſlavien 7.373 7.381 H112.93 113.15 112.94/113 1 Portugal .. 20.66 20.7 120.421 20.461 20.429 20.46 Athen ...... 5.594 5.606 1.789 1.79- 1.791/ 1.79 Konſtantinopel.. 2.177 2.181) 1.1835 4 1915 4. 1840 4.192 Kanada.. 4.178 4.184 158.49 58.61 538.54 58.66 Uruguay 4.336 4.346 12.
235.5
108.875
138.5
19.25
102.875
1485
67.75
241.—
1105
153.—
126.75
76.—
87.25
1111.25
138.5
147.—
1325
55.5
45.—
r—
9. 12
Geld /Brief
22.70 ſ22.74
16.475 16.515
80.781 80.97
69.16 69 30
81.67 81.83
1.922/ 1.926
7.378
20.70
5.594
2.172
4.179
1392
20.74
5.606
176
4.187
.336/4.344
Tsfglraschierwaftil
Der Stand der Winterſaaten im Deutt=
Reich Anfang Dezember.
Das Statiſtiſche Reichsamt berichtet über den Stand der
ſaaten im Deutſchen Reich Anfang Dezember wie folgt: Der Morn
vember brachte, wie ſonſt bei mildem Wetter, eine, wenn auo0
Froſtperiode, die die weiteren Feldarbeiten unterbrach. Die Hon
ernte hat ſich hierdurch verzögert, auch die Neuſaat des Winterguon
namentlich des Weizens, iſt in Mickſtand gekommen. Die
frühzo=
ſtellten Saaren ſtehen im allgemeinen gleichmäßig dicht und zeugtr
befriedigende Entwicklung. Von den ſpäteren Saaten iſt jedoch
noch nicht aufgelaufen. Die bereits ſichtbaren Spätſaaten ſindän
nur langſam vorwärts gekommen.
Außer durch Näſſe und Froſt ſind die Saaten nicht ſelte
tieriſche Schädlinge beeinträchtigt worden, ſo daß mancherorts
gungen und Neubeſtellungen notwendig wurden.
Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 gleich gut, 3 gleicht
4 gleich gering, ergibt im Reichsdurchſchnitt die Begutachtung
Winterweizen 2,7 (im Vormonat 2,8), Winterſpelz 2,5 (2,6.
roggen 2,9 (2,9) und Wintergerſte 2,7 (2,7).
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Vom Schrotthandel. In der am 8. Dezember in Düſſeldauf
haltenen und ſehr ſtark beſuchten Vollverſammlung des Veren
Wahrung gemeinſamer Intereſſen im Schrottgroßhandel wurie
mein die ungünſtige Lage im Schrotthandel beklagt. Der Schrord
leide nicht nur unter den Folgen der Rationaliſierung, ſonderr
unter der ſcharfen Konkurrenz im Einkauf, die auch noch dadrut
ud Markto
ſtärkt wird, daß die Werke ſelbſt bei den Entfallſtellen direkt es
Die Verſammlung ſprach den dringenden Wunſch aus, daß den
ligbeim am 1. Fe
ſich dieſes direkten Schrotteikaufes enthalten ſollten. Die Verſom
wies mit Entrüſtung die Ausführungen des Syndikus Heinſomni
von den Ruhrhandelskammern herausgegebenen wirtſchaftlich., M) wrt Hüet Al. OJ
4 Fehrm
richten zurück. Sie empfindet es als beleidigend, wenn geſagt 1nd
Schrotthandel ſei vor dem Kriege eine nicht ganz angenehme
erſcheinung des geſchäftlichen Lebens geweſen.
Mion.
Die deutſchen Münzprägungen bis Ende November 1927. JurM!0
November wurden an Silbermünzen nur für 17 802 600 RM. F.
ſtücke neu geprägt. An Fünfmarkſtücken ſind vorhanden für Si
MM.; an Dreimarkſtücken für 153 436 059 RM., an Zweimarkſtin
199 989 814 RM.; und an Einmarkſtücken 294 017 845 RM.
prägungen an Fünfzigpfennig=Nickelmünzen betragen 4 588 147:4
daß nunmehr für 10 621 460 RM. insgeſamt ausgewieſen werdeu!
An Aluminiumbronzemünzen ſind für 109 828 324 RM. Fünfzig
für 56 954 064 RM. Zehnpfennig= und für 27 681 488 RM. Fünm
ſtücke vorhanden. Von den Kupfermünzen ſind in Einpfennigſt.c
70 528 RM. neu zugegangen, ſo daß ſich der Beſtand auf 2963
ſtellt. Zweipfennigſtücke ſind mit 4 999 883 RM. verzeichnet.
Zuckerfabrik Rheingau A.=G., Worms. Der Aufſichtsrat der
fabrik Rheingau A.=G., Worms, hat beſchloſſen, der für den 63.
1928 nach Worms einzuberufenden Generalverſammlung die AM
einer Dividende von 7 Prozent in Vorſchlag zu bringen. Die Zu
für das kommende Jahr werden nicht ungünſtig beurteilt.
Eine eigene Großmühle der Genoſſenſchaft Deutſcher Konſtnn
im Mannheimer Induſtriehafen. Wie wir hören, iſt die Großfil
genoſſenſchaft Deutſcher Konſumvereine in Hamburg, die wegerrd
werbes der Kunſtmühle H. Hildebrand u. Söhne, Kommanditg t
in Mannheim, ebenfalls in Unterhandlung ſtand, von
dieſe-
ebenſo wie die Pfälziſchen Mühlenwerke zurückgetveten und be5
gutem Vernehmen nach im Induſtriehafen von Mannheim auf m
reits erworbenen Gelände eine eigene Großmühle zu erſtellenu
gefürchtete Konk
HVerleumdung,
Fien in g
Metallnotierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 9. Dezember ſtelltemff
folgt: Elektrolytbupfer 135, Orig. Hüttenaluminium 210, dto. 471
914, Rein=Nickel 350, Antimon Regulus 93—100, Silber im
80,25—81,25.
Die amtlichen Preisfeftſetzungen im Metallterminhandel van
zember ſtellten ſich für Kupfer: Januar 193,25 (123,25),
123,25 (123,2), März 123 (123,25), April 123,25 (123,25), M
(123,25), Juni 1B3,25 (123,50), Juli 123,25 (123,50), AuguP
(123,50), September 123,25 (123,50), Oktober 1B3,25 (12,50),
123,2 (123,50), Dezember 122,75 (123,25). Tendenz: ſchwäce
Blei: Januar 43,75 (44), Februar 43,75 (44), März 4
April 44 (44,25), Mai 44 (44,50), Juni 44,25 (44,50), Juli 44.—5
Auguſt 44,25 (44,50), September 44,50 (44,50), Oktober 44,755
November 44,50 (44,25), Dezember 43,25 (44). Tendenz: ſt n
Zink: Januar 52,75 (52,75), Februar 52,25 (52,75), März—
April 52 (52,50), Mai 52 (52,50), Juni 51,75 (52), Juli
Auguſt 51,50 (52), September 51,25 (51,75), Oktober 51,25 (5-.
vember 51,2 (51,75), Dezember 53 (53,50). Tendenz: ſtill. —
Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen an der Londoyer Börſe vom 9.
ſtellten ſich für Kupfer (Tendenz flou): Standard p Kaſſe
3 Monate 60½—/ue, Settl. Preis 60½, Elektrolyt 66½—67,
ed 65—66½, Elektrowirebars 67; Zinn (Tendenz willig):
p. Kaſſe 27½—268, 3 Monate 263½—3, Settl. Preis 22‟
(inoff. Not.) R1, Straits (inoff. Not.) 268½; Blei (Tende-;/
ausländ, prompt 211ſ., entft. Sichten 227/„, Settl. Preis 2
(Tendenz ruhig): gewöhnl. prompt 26¾, entft. Sichten 2
Preis 26½; Queckſilber (inoff. Not.) 23; Wolframerz (inoff.
mauf das Publikum
Fin hereinfält,
der unterzeichneter
Mäftserfahrung
Gewalt wehrent
iberlaſſen die
und übernehmen
dm 8 Co., Gre
Funges & Wieſi,
Dn Engel, Inb.
9 Hunold, Ge
hu& Bernbar
Aaihne Co, C
Staatspapiere
s)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. I. Teil
„ II. Teil
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne
Aus=
oſungsſcheine ...
4% Dt. Schutzgeb.=
Anl. . . . . . .."
bAusländiſche
5% Bos. E. B. 1914
5%L.Inv. 1914 —
4½% „1898 . . ..
4½% „1902 .../ 2.25
4½ Bosnien".
6% Bulg. Tabak.02/ 17
4½%Oſt. Staatsr.
v.1913. Kdb. 1918
4½%Oſt. Schatz. 14
4½.% Oſt. Silberr.
4½ „ Goldr
4% Oſt. Goldrente
(t. Innsbr. Abk. 30
4% „einh. R. (k.
8½ Port. (Spz.) IIII 9.5
5%Rum.am. R.03
4½½Gold. 13... / 14.45
4½ am.kon.
4½ am.05 . .
5
4% Türk. (Adm. 08
1½ (Bagd.)
14
4% • (Bagd. II/ 12.15
4½ unif 1908
4% 1911 Zoll./ 12.15
4½½ Ung. St. 1918
4½%
1913
(lt. Tnnsbr. Abk.)
4½½ Ung St. 1914
4½½ Ung St. 1914
(ſt. Innsbr. Abk.)
4½ Ung. Goldr. ..
52.6
55.75
13
7.3
4% Ung. Goldr. ..
(lt. Innsbr. Abk.)
4% Ung Staatsr.
v. 10.
4%Ung. Kronr. . . .
3% Ung. Eiſ. Tor ..
Außereuro=
päiſche
5%Mex.am. in. abg.
5% äuß. 99 „
4% „ Gold04ſtf.
30 „ konſ. inn. „
4½%, Irrigat.
5% Tamaulipas I.
Sachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G.
8%
6% Berl. St. Gold
8% Darmſt. St.=G.
8 % D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf.
7½ Dresb. St.G.
7%Frkf. St.=G.. . . 88.25
5%
8%Frkf. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
79 Frkf. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
6%0 Frkf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr.
8%0 Frrf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
7%o Frkf. Goldpfbr.
%0 Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
5%0 Frkf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
7% H.=St.=
Gold=
anl. .
8% Heſſ. Land.=Bk.
Goldpfbr.
2 Heſſ. Land.=Bk.
Goldpfbr.
8 %glöch.-Werk.2él
24.5
28.5
05.25
98
82.25
92
98
94
89
81
98.5
93.5
89
99.5
92
90
77
94.5
95
10% Komm. Elektr.
Mark (Hagen)
Goldobl.
8% Komm. Lbsbk
Darmſt., Reihe
8% K. Landesbank
Darmſt. Reihe II
8% Ldwgshf Stadt=
Goldanl.
7%M. KraftHöchſt
80 Mainz.=St.=G.
8% Mannh. St.=G
6% Mannh. St.=G.
7% M.=Stahlw. 27
8% Naſſ. Ldb. Gold /101.25
8% Nbg. St. Gldal.
8% Pfälz. Hyp. Bk.=
Goldpfbr
2 Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
6% Pfälz. Hyp.=B!)
Goldpfbr.
8% Pforzh. St.=G.
8% Pirmaſ. St.=G.
8% Pr. Centr. Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr.
8% Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
7% Pr. Centr.=St..
ſchafts=Goldpfbr.
8% Rh.=Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
7%
6%
4½%-„Lig. Pfb.
4½% „Anteilſch.
7 ½%Rh. Stahlw
25.
10%Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf.
8%
..
8% Südd. B.=Cr. B.
Goldpfdbr.
7% V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gld.. mit Option
72 B. Stahlw.
Düſ=
eldorfHyv.=Gd.. ohne Optior
7½ Viag( V. Ind.=
Unt. Bln.) 27 ...
101
96
96
92.5
88.25
96 5
80.25
90
98
94
88.5
91
99
97
95
96.5
94 25
89.5
81-
59
123.5
103
9-
92
96.75
90 75
8% Voigt &Häffner
Goldobl.
%0 Württbg. Hyp.=
Bank Goldpfbrf.
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
6% Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6%Heſ.Brk.=Rg. 23
5% Heſſ. Volksſtaat
Roggen .. . . . 23
5% Pr. Kaliw. .
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt. B. G
Borkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
jahr Vereinsb.
Bayr. Handelsb.
Bayr. Hyp. u. Wechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
Frrf Hyp.=Bk.
Frkf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hyp.=Bk.
Mecklb. Hyp. =u. Wb.
Meining. Hyp.Bk.
Nordd. Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B.
Pr. Cent.=B.=Cr. B.
Preuß Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B.
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr..
Württ Hyp Bk.
Staatl. ob. prov.
garantiert
Heiſ. L.=Hyp.=B.
Landeskr. Caſſel
Naſſau Ldsb.
Obligationen v.
Transportanſt.
4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
4% Galiz. Carl=
Lud.=B.
„ abg.
5%Oſt. Sd. (L.)ſtfr.
96.5
12.6
131,
8.5
6.4
9.1
15.8
17.15
13.85
13.8
13.8
3.5
12.2
9.45
2,6%AteOſt. Südb
2,6% Neue",
4%Oſt. Staatsb. 83
3% Oſt. 1.b.8. E.
3%Oſt. „ „abg.
39 „ „ „9.Em.
3% - „abg.
30 „ „ 1885.
3% „ „ abg.
3%Oſt. . Erg. Netz
3%Oſt. „ „abg.
3% Raab Oebd. 83
91
97
4% Rud. Silber
4% Rud. (Salzko.)
4½%Anat., S. I
4½% Anat.. S. II
4½% Anat., S.III
3% Salon. Monaſt.
59 Tehuantepec..
4½%
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit.. .
Bad. Bk. ....
Bk. Brauind.
Barmer Bankv. .
Bay. Hyp.=Wchſ. 157
Berl. Handelsgeſ
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nat.=B
Deutſche Bank...
D. Eff. u. Wchſ.=Bk.
D. Hyp.=Bk. Mein.
D. Vereins=Bk.
Disk.=Geſellſch. 1147.75
Dresdener Bk..
Frankf. Bf.
Frankf. Hypth=Bk
Frkf. Pfdbr. Bk.. ..
Gotha. Grundkr. Bk.
Lur. Intern. Bank
Metallbank
Mitteld. Creditb
Pfälz. Hyp.=Bk.
Pr. Bd.=Creditbank
„Hyp.=Akt.=Bank
Reichsbank=Ant
Rhein. Creditbk.
Rhein=Hyp.=Bk..!"
Südd. B. Creditbk.
21.5
19.25
Ai
5
18.1
16.75
15
171
139
188.5
221.5
153 5
124.5
138
102
152:.
116
141.5
47.75
148
36.5
204
76.5
122.5
170
Südd. Disc.=Geſ. ..
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverein
Bergwerks=Aki.
Buderus. . ..
Eſchw. Bergw. ..
Gelſenkirch. Bgw. .
Harp. Bergb.
Ilſe Bergb. St....
„Genußſchein ...
Kali. Aſchersleben
Kali. Salzdetfurth.
Kali. Weſterregln. 1166
Klöcknerwerke (abg.
Lothr=Hütte)
Mannesm.=Röhr
Mansfelder .
Oberbedarf
Otavi=Min.=Ant.
Phönix=Bergb.
Rhein. Braunk.
Rhein Stahlw. . . .!.
Riebeck Montan.
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb..
Ver. Laurahütte
Ver. Stahlwerke
Induſtrie=Akt
Brauereien
Eichbaum(Mannh.)
Henninger.
Hercules Heſſiſche 156
Löwenbr.=Münche
Mainz. Aktienbr. 237
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz=Storchen 1187
Tucher, Nürnberg
Werger
Aktum. Berlin.
Adler EOppenh
Adlerw (v. Kleyer)
6%E. A. G. Vzg. A
5% A. E. G. Vzg.B
A. E. G. Stamm . .
Bad. Maſch. Durla
Bad. Uhren, Furtw.
Bamag=Meguin".
131
39.5
17‟.
90.75
195
127.25
203
119.75
157.5
230
141.5
112.5
83
88.25
157.75
180
118
78.5
99
187
334
323
1162
148
Bayr. Spiegel".
Beck & Henkel ..
Bergmann El.
Bing. Metall. .
Brem.=Beſigh=Ol.
Bürſtenfbr. Erlang
Cement. Heidelb. .."
Cement. Karlſtadt
Cement. Lothr. .
Chem. Albert.
Chem Brockh.
Chem. Milch
Daimler=Benz A. G
Dt. Eiſenhandel
Deutſche Erdöl
D. G. u. Silb. Scheid.
D Linoleumw. Bln.
Dingler, Zweibrück.
Dresd. Schnellpr.
Dürkoppw. (St)..
Dürr. Ratingen
Dyckerhoff & W.
Eiſenw. Kaiſersl.
E Licht u. Kraft.
El Lieferung ....
Elf Bad. Wolle
Email. Ullrich
Enzinger Werke
Eßlinger. Maſch.
Ettlinger Spinn. /230
Faber Bleiſtift
Faber & Schleicher 95.5
Fahr, Pirmaſens
Farbenind J. G.. 253.25
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Jetter)
Feiſt, Sekt
Frankfurter Gas 1145
Frankfurter Hof . I.
Frrf.=M. Pok. u. W.
Geiling & Cie..
Goldſchmidt, Th
Gotha Waggon
Gritzner Maſch.
Grün & Bilfinger. .
Hafenmühle Frkft. 1
Haid & Neu
Hammer en
Hanfw. Füſſen.
Hanſa=Lloyd, Br.
Hartm. & Braun..
72
134
175
51.25
125
86.25
37
79.75
124
188.5
244.75
129.5
n0
69
196
161
26.5
23
52.5
69
60
45.5
119
92.5
36
101.5
74.5
105
Hehl genſtaedt. .
Hilpert, Armatur.
Hindrichs=Aufferm
Hirſch, Kurfer ....!
Hoch=Tief Eſſen...
Holzmann .. ."
Holzverk. Ind. ..
Hydrom. Breslau".
Inag ...
JunghansSt.
Kammg. Kaiſersl.
Karlsruher Maſch.
Karſtadt. N.
Klein, Sch EBecker
Knorr, Heilbronn
Konſerv. Barun ..!
Krw. All=Württbg
Krauß & Co..
Lahmeyer .."
Lech. Augsburg.
Lederw. Rothe .
Lederw. Spicharz.
Lingel Schuhw..
Löhnberg. Mühle
Ludwigsh Walzm.
Lüdenſcheid. Metalli.
Mainkraft Höchſt
Mars=W. Nürnber
Metallgef. Frkf.
Miag Mühlenb
Moenus Stamm
Motorenf. Deutz.
Motorenf. Oberurf.
Münch Lichtſpielk.
Neckar). Fahrz
Neckarw. Eßlingen
Beters Union
Pfälz. Näh Kayſe
Philipps
Porzellan Weſſel.
tein Gebb. & Schal
Rhein Elektr
Rhenania, Kunheim
Rütgerswerke
Schneid & Hanau.
Schnellpr. Fran!
Schramm Lackfr
Schriftg. Stemp 1
Schuckert Elektr. I
Schuhfbr. Weſſel..
Schuhf. Herz....
3.
106
88
160
74.n5
161.25
40.25
Schultz. Grünlac.
Seilind. Wolff.
Siemens Glas —
Siemens & Halsz
Südd. Immob.
Südd. Bucker=A.—
Thür. Lief. Eothan
Uhren Furtwänn
Unter fr. Kr.=El. 1
Beithwerke
Ver f. Chem. F)
Ver. d. Olfbr. Ma—n
Ver. Faßf Caſſe—
Gummi. Bln.=Fr
Pinſel=Nürnbergs
Ultramarin.
Zellſtoff Berl.
Vogtl. Maſch.
Voigt & Haeffne—
Volthom Seil
Wayß & Freyta.
Wegelin Rußfbun
Zellſt Aſchaffen:
Zellſt Meme.
Zellſt. Waldhof
Zucker Rhein.
Transport= u—
Verſicherungs=E1
Dt Reichsb.=Vor
A. Dt. Eiſenbahr:
A. Lokalb u. Kr.
Dt Eiſenb.=Geſ.
Schantung E.B
Südd. Eiſenb.=G
Hapag
Nordd Lloyd
Frkft. Allg. Ver
Frankonia Rückre
Darmſtädter Be
Bahnbedar;
Dampft. Rodber —
Helvetia Konſ...
Gebr. Lutz.....
Motorf. Darmſt—
Gebr. Roeder ..—
VenulethckEllenk.
zeiner 342
Gamstag, den 10 Dezember 1927
Seite 21
Produktenberichte.
ſer Produktenbericht vom 9. Dezember. An der heutigen
Nachmehl 19—24,5; Roggenkleie 15,75—16; Weizenſchalen 14,5
feine Weizenkleie 13,75—14; getr. Biertreber 18—18,75; Malz=
—18,5; Maisſchrot 23—23,5; Trockenſchnitzel 11,5—12; Heu 8,75
zroh 2—3; Kartoffeln 6—7. Tendenz: ſtetig.
mFkurter Produktenbericht vom 9. Dezember. Weizen iſt
weiter=
gangeboten. Die Käufer bleiben aber zurückhaltend.
Infolgedeſ=
ch der amtliche Preis ermäßigt werden. Desgleichen für
Nog=
benfalls ſtill liegt. Weizen= und Roggenmehl ſind ſehr ver=
Futtermittel nach wie vor gefragt bei ſehr feſter Tendenz.
zrde ſogar über die amtliche Notierung bezahlt. Die Preiſe
nie folgt feſtgeſetzt: Weizen 1. 25,25: 2. 24: 3. 22,50—23; Rog=
Sommergerſte 2—28; Hafer inl. 2275—B,75; Mais 21,25;
gesl 37,50—38; Roggenmehl 35—35,75; Weizenkleie 13,75—13,90;
Mite 15,50—15,75.
mirurter Gemüfemarkt vom 12. Dezember. Marktlage: Ge=
Zufuhr reichlich, ausländiſcher Blumenkohl und Tomaten
be=
ürrk vertreten. Geſchäftsgang unbefriedigend. Preiſe faſt un=
Obſt: Starkes Angebot. Verkauf bei deutſchen Aepfeln und
ürlecht, bei Apfelſinen und Mandarinen lebhafter. Preiſe im
natr für Aepfel gefallen, für feine Tafelbirnen höher. Beſte
„ pfel trotz Preisrückgangs kaum abzuſetzen.
niFurter Obſtmarkt vom 9. Dezember. (Amtliche Notierung.)
Serkauf3preiſe ſind für Tafeläpfel 15—22 (20—30), Eßäpfel 10
½——3), Wirtſchaftsäpfel 5—8 (8—12), Tafelbirnen 18—25 (22
Sbirnen 10—15 (15—20), Kochbirnen 3—8 (5—2), Trauben aus=
70—100, Bananen 44—50 (50—60), Mandarinen 20—35 (30
Apfelſinen in Kiſten pro Stück 5—10 (6—15), desgleichen in
0,5 Kilo 22—28 (die Kleinverkaufspreiſe ſind in Klanmen
Mavktlage: Starkes Angebot, Verkauf bei deutſchen Aepfeln
hien ſchlecht, bei Apfelſinen und Mandarinen lebhafter. Preiſe
einen für Aepfel gefallen, für feine Tafelbirnen höher. Beſte
efel trotz Preisrückgang kaum abzuſetzen.
imſtie und Marktorte für die Frühjahrs Saatgutmärkte 1928.
markte finden im nächſten Jahre ſtatt: in Bergzabern am 31.
m Billigheim am 1. Februar; Frankenthal am 25. Februar; Grün=
7B. Januar; Kaiſerslautern m 14. Februar; Kirchheimbolanden
Irnuar; Kuſel am 15. Februar; Lauterechen am 16. Februar;
uarr 2. Februar; Schönenberg am 12. Februar: Mutterſtadt am
ſ5tuer; Meckenheim am 21. Januar; Pirmaſens am 22. Januar;
ſzuf 4. Februar; Speher am 8. Februar; Zweibrücken am 9. Febr.
MPrälziſche Häute=Auktion. Auf der geſtrigen Häuteauktion in
tuchefen wurde bei gutem Beſuch und günſtiger Kaufſtimmung das
izebot abgeſetzt. Es handelt ſich um 2960 Kalbfelle; 930 Rinder=
häute; 770 Ochſenhäute; 460 Farrenhäute; 790 Kuhhäute; 665 Häute
zweiter Klaſſe; 130 franzöſiſche Häute und 115 Hammelfelle. Sämtliche
Großviehhäute erzielten gegenüber der vorigen Auktion um 5—10
Pro=
zent erhöhte Preiſe. Schwere Kalbfelle und norddeutſche Häute
gleich=
falls 5 Prozent erhöht. Leichte Kalbfelle erzielten die Höchſtwreiſe der
letzten Auktion.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* Chieago, 9. Dez. (Priv.=Tel.)
Weizen: Günſtige Wetterberichte aus dem Winterweizengebiet und
Kanada bewirkten einen ſchwachen Marktbeginn. Später griff eine
Er=
holung Platz auf die günſtige Lokonachfrage und kleinere Zufuhren.
Mais: Die Maispreiſe waren heute weiter rüchgängig auf gümſtige
Witterungsberichte, größere Farmerablieferungen und die Schwäche der
ſüdweſtlichen Märkte. Der Schluß war erholt.
Hafer: Stärkeres Inlandsangebot bewirkte einen ſchwächeven
Markt=
beginn. Später beſſerte ſich die Lage auf ungünſtige Wetterberichte.
Noggen: Die Zunahme der Lokovorräte und die fehlende
Export=
nachfrage bewirkten zunächſt ein Abgleiten der Preiſe. Gegen Schluß
konnte ein Teil der Verluſte wieder eingeholt werden auf die Feſtigteit
des Lokomarktes.
* New York, 9. Dez. (Priv.=Tel.)
Baumwolle: Der Markt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Die
techniſche Situation war zwar gebeſſert, doch lauteten die Beräühte vom
Baumwollwarenmarkt verſtimmend.
Kaffee: Liquidationen und Abgaben für europäiſche Rechnung
drück=
ten anfangs auf die Preiſe. Im Verlaufe bewirkte die gute
Lokonach=
frage und die Feſtigkeit Braſiliens eine Erholung.
Zucker: Stetige Lokopreiſe und günſtige Auslandskabel bewirkten
ein leichtes Anziehen der Preiſe. Gegen Schluß beobachtete man
Reali=
ſationsluſt.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 9. Dez.:
Getreide: Weizen, Dez. 128½, März 132½, Mai 134: Mais,
Dez. 88½, März 92½, Mai 95½; Hafer, Dez. 51½, März 54½,
Mai 56; Roggen, Dez. 107, März 108½, Mai 108½.
Schmalz: Dez. 11,50, Jan. 12,0, Mai 12,40.
Fleiſch: Dez. 10,60, Jan. 11,375, Mai 11,625: Speck loco 11;
leichte Schweine 8—8,75, ſchwere Schweine 8,40—9;
Schweine=
zufuhr Chicago 17 000, im Weſten 65 000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYorc am 9. Dez.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 149¾, hart 146½: Mais neu ank.
Ernte 102½: Mehl ſpr. wheat clears 6,75—7; Fracht nach
Eng=
land 2—2,6, n. d. Kontinent 14—15.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,25; Talg extra 8½.
Kakao: Tendenz willig, Umſatz in lots 290, Loco 13½,
De=
zember 13,07, Januar 12,82, Februar 12,78, März 12,80, April
12,86, Mai 12,95, Juni 13,02, Juli 13,13, September 13,25.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die i Köln zuſammengekommenen Werke, die ſich mit der
Herſtel=
lung von ſechseckigem Drahtgeflecht befaſſen, erklärten ſich gwundſätzlich
damit einverſtanden, den Verband neu zu gründen. Die bereits gewählte
Kommiſſion wird nunmehr ſofort in Tätigkeit treten.
Die Internationale Rohſtahlgemeinſchaft, die geſtern vormittag
wie=
derum zuſammentrat beſchloß, während des erſten Vierteljahres 1938
die im letzten Vierteljahr 1927 in Kraft geweſene Kontingentierung der
Erzeugung aufrecht zu erhalten. Deutſchland, das die Verembarungen
der Rohlſtahlgemeinſchaft außer Acht gelaſſen hat, wird eine Geldſtrafe
zahlen wiſſen.
Die vom Verband Süd= und Südweſtdeutſcher Eiſen= Metall= und
Schrott=Großhändler in Heidelberg abgehaltene Metallbörſe war
ſehr=
gut beſucht. Der Geſchäftsgang in Schrott war ſehr ruhig, während die
Umſätze in Metallen infolge großer Nachfrage bedeutend erhöht waren.
Die Süddeutſche Zinkblechhändlervereimigung, Sitz Frankfurt a. M.,
hat mit Wirkung vom 9. Dezember die Preiſe für Zinkbleche um etwa
2 Prozent ermäßigt. Beckanntlich waren am 6. Dezember die Preiſe um
zirka 1,5 Prozent ud am 19. November um mind 2 Prozent erhöht
worden.
Wie wir erfahren, beabfichtigt die Stadt Düiſſeldorf, einen Teil der
RWE.=Aktien ihres Intereſſenkreiſes zu verkaufen. Ob es ſich dabei um
die Aktien der Rheiniſchen Bahngeſellſchaft handelt, oder ob Teile des
bei dem Bankhaus Ernſt Wilhelm Engels u. Co. angeſammelten RWE.=
Paketes verkauft werden ſollen, ſteht noch nicht feſt.
Bei den franzöſiſchen Großbanken iſt für das laufende Jahr die
Aufrechterhaltung der vorjährigen Dividende mit annähernd den
glei=
chen Gewinnreſultaten zu erwarten.
Gegen Ende der Londoner Kolonialwollauktionen, die bekganttlich
bis zum Samstag, 10. Dezember, verlängert wurden, macht ſich laut
Konfektionär eine abflauende Stimmung bemerkbar. Von den
ange=
botenen Ballen wurden 25 Prozent wegen zu hoher Preislimite
zurück=
gezogen.
Wie aus Bukareſt gemeldet wird, hat die Aſtra Romana ihre
Erdöl=
erzeigung im November auf 51060 To. gegen 45 864 To. im Oktober
ſteigern können. Die Columbia produzierte dagegen nur 13 500 To.
gegen 15 143 To. Die Produktion der J.R.D.P. betrug 12000 (10 630)
Tonnen und die der Romafricana 12 210 To.
Die ſchweizeriſchen Außenhandelsziffern für den Monat Nooember
zeigen, zum Teil ſaiſonmäßig bedingt, bei der Einfuhr und Ausfuhr
ſo=
wohl an Menge wie an Wert einen Rückgang gegenüber dem Vormonat.
Die Einfuhr betrug für November 234,6 Mill. gegemiber 249,1 Mill. im
Oktober, die Ausfuhr 178,5 Mill.
Im erſten Halbjahr 1927 betrug der Kohlenimport Italiens
insge=
ſamt 7 663 000 To., von denen 45 Prozent aus England, 34 Prozent aus
Deutſchland, 10 Prozent aus Polen, 5 Prozent aus den Vereinigten
Staaten und 6 Prozent aus anderen Ländern kamen. Die Lieferungen
aus Deutſchland wieſen gegemüber dem Vorjahr eine Steigerung um
etwa 10 Prozent auf.
TalZNIG
Halehen lafſen, es iſt foxit Ihr eigener Hachteil
ſicht gefürchtete Konkurrenz oder kleinlicher Konkurrenzneid
der Verleumdung, ſondern Bekämpfung unlauterer
Machen=
haften in großſprecheriſcher Zeitungsreklame mit
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Seite 22
Samstag den 10. Dezember 1927
Nummer
349
Odhſſeus oder die ſieben Menüs.
Von Frank Heller.
Bereihtigte Uoberſetzung von Marie Franzos.
(Nachdruck verboten)
6)
Der Detektiv hohnlachte.
„So! Und was habe ich Sie mit meinen eigenen Ohren zu
Monſieur Lavertiſſe ſagen hören; „Feiner Zug zum Plündern,
der hier, Lavertiſſe!”
„Das war ein literariſches Zitat, nichts anderes!“
„Freilich!”
„Aber wenn Sie das gehört baben, haben Sie wohl auch)
bemerkt, in welchem Wagen wir gefahren ſind?”
„Seien Sie ganz ruhig! Wagen Nr. 4.*
„Nun, und die Zugplünderer ſind doch im letzten Wagen
gefahren! Wie können wir es dann geweſen ſein? Arretieren
Sie uns, wenn Sie wollen, aber bedenken Sie, was eine unbe.
fugte Arretierung Sie koſien kann!“
Die Polizeikonſtabler waren drei Schritte weit weg. Sie
fahen Mr. Kenyon abwartend an; aber Mr. Kenyon ſah an
ihnen vorbei auf die Turmuhr der Gare de Lyon. Es vergingen
einige Augenblicke, in denen die Zeiger der Uhr ſo ſtill zu ſtehen
ſchienen, als wäre der engliſche Detektiv ein neuer Joſua.
„Die Zugplünderer ſind im letzten Wagen gefahren?” ſagte
er ſchließlich langſam „Was wiſſen Sie davon?”
„Das iſt doch logiſch klar! Das war der einzige Wagen, wo
ſie nicht riskierten, von zwei Seiten überraſcht zu werden. In
dieſem Wagen fuhr der Oberkondukteur, in dieſem fuhren die
Zugplünderer, und da begannen ſie ihre Arbeit damit, den
Ober=
kondukteur zu attackieren.”
„Bah,” ſagte Mr. Fenyon, und wandte den Blick von dem
Zeitmeſſer der Gare de Lyon ab. „Iſt das alles, was Sie
vor=
zubringen haben? Dann glaube ich, daß —
Die Männer in den dunklen Capuchſons warteten noch
immer, unſicher, ob ſie ſich geirrt hatten oder nicht. Die
Bahn=
hoftreppe hinunter kam jemand in Uniform, mit gekränktem
und erhitztem Antlitz — Monſieur Chaptal, der Oberkondukteur
des Blauen Zuges. Philipp Collin, der ſein Gehirn einen
Augenblick leer gefühlt hatte, ſpürte eine neue Eingebung
Ge=
ſtalt annehmen. Schlug auch dieſe fehl, dann war alles
ver=
loren.
„Ob das alles iſt, was ich vorzubringen habe? Nicht, daß
ich Detektiv bin, aber wenn einem alles geſtohlen worden iſt,
will man doch gern wiſſen, von wem. Ich glaube, daß ich weiß,
wer dieſen Coup vollführt hat —”
„Ich auch.”
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„Und es zu beweiſen, wird wahrhaftig nicht ſchwer ſein.”
„So?” ſagte Mr. Fenyon ironiſch. „Ich werde edelmütig
ſein. Ich gebe Ihnen fünf Minuten, um zu beweiſen, daß nich:
Sie es geweſen ſind!“
„Zehn!”
„Meinethalben zehn. Aber daß Sie’s nur wiſſen: die zwei
Herren drüben behalten Sie im Auge, ebenſo wie ich!”
Das war richtig. Die capuchongeſchmückten Geſetzeswächter
beſchrieben in der Nähe der drei Kompagnons und ihres
un=
erbetenen Begleiters kleine Kreiſe. Wenn ſie nicht verſtanden,
was vorging, ſo war es doch wenigſtens ſicher, daß ſie es zu
verſtehen wünſchten.
„Eé ſind ihrer alſo drei, die mich im Auge behalten?
Vor=
trefflich! Dann können Sie mich doch wirklich zehn Minuten
mit dem Kondukteur plaudern laſſen!“
Monſieur Chaptal paſſierte eben vorbei und grüßte mit
einem Verſuch, zu lächeln. Das Trinkgeld ſegnend, das er am
vorigen Abend geopfert hatte, winkte Philipp ihn herbei.
„Guten Tag, Monſieur — wie war doch der Name —
Chap=
tal? — Wie ſteht das Befinden, Monſieur Chaptal? Fatale
Ge=
ſchichte für uns alle, das hier, und für Sie nicht am wenigſten,
kann ich mir denken.”
Monſieur Chaptal begann ſofort die Umſtände aufzuzählen,
die den Vorfall für ihn doppelt ſo peinlich machten als für alle
anderen Philipp ſekundierte ihm, ein Auge auf die Turmuhr
geheftet.
„Sie haben recht. Was verlieren wir anderen? Ein paar
Päckchen Tauſendfrankenſcheine und etliche Diamanten. Aber
was verlieren Sie? Ihren Namen, Ihren guten Namen. M
ſieur Chaptal!”
Monſieur Chaptal gab mit einem kultivierten Fluch zu
es ſich ſo verhielt.
„Wer dieſe Schurken hätte,” knurrte er.
„Wer ſie hätte!” ſtimmte Philipp ein. „Aber wenn Sie
ein bißchen helfen wollen, wüßte ich nicht, warum wir ſie
fangen ſollten!“
Vier Minuten waren vergangen.
„Wieſo?” fragte der Kondukteur eifrig.
„Geſtern haben Sie die Fahrkarten der Paſſagiere füri
Nacht übernommen. Das iſt ja Ihre Pflicht. Sagen Sie
hatten Sie heute alle Billette beiſammen?”
„Natürlich! Die Polizei hat dasſelbe gefragt.”
„lind woher wiſſen Sie, daß Sie ſie hatten?”
„Weil die Anzahl Billette, die ich heute hatte, mit der
der Paſſagiere ſtimmte, und weil ich Protokoll führen muß.
„Und Sie haben das Protokoll natürlich geſternn
ſchrieben?“
Der Kondukteur zog die Augenbrauen zuſammen.
„Natürlich!”
„Denken Sie nach! Ich plaudere nichts aus. Wenm
mir die Wahrheit ſagen, brauchen Sie deshalb nicht nochk
mal zur Polizei zu gehen und geſtehen, daß ſie geſtern
Protokoll geſchrieben haben!“
Der Kondukteur errötete heftig und ſah Kenyon an.
„Sie brauchen keine Angſt zu haben! Der Herr iſt0
Freund von mir. Alſo: Sie haben geſtern vergeſſen, das Ar
koll aufzuſetzen, und heute wiſſen Sie nicht, ob ein Billett fiſ.
Sechs Minuten waren vergangen. Monſieur Chaptal ſcm
ſah nach dem Bahnhof und faßte einen Entſchluß.
„Ich weiß nicht, woher Sie es wiſſen,” murmelte er,
Sie haben recht!“
„Es fehlt ein Billett? Und ein Reiſender?”
„Ich glaube.”
„Im letzten Wagen?”
Monſieur Chaptal riß die Augen auf.
„Wie konnten ſie das erraten?"
„Bekümmern Sie ſich nicht darum! Wem gehörte:
Billett?”
Monſieur Chaptals Stimme war beinahe tragiſch
„Das Billett — wenn es fehlt — gehörte einer —
Cook=Geſellſchaft.”
„Eine Cook=Geſellſchaft mit dem Blauen Zug! Ja, r7
ich habe ſie ja ſelbſt geſehen. Wie viele Perſonen wareig
„Sechs — glaube ich. Aber der Leiter ſagt, es
ware=
fünf — und heute waren es nur fünf.”
(Fortſetzung folgt.)
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